Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Kartoffel, die Kultur, ihre Blockflöte und deren Schweinebraten

| 396 Lesermeinungen

Morgens rund, mittags gestampft, abends in Scheiben – dabei soll’s bleiben.
Goethe

Weihnachtsmarkt, Martinsumzüge, Currywurst und Schweinebraten bleiben Bestandteile unserer Kultur, sagt der Innenminister, in dessen Aufgabenbereich eine islamistische Anschlagsserie fällt. Und die Kanzlerin, die die Grenzen für gut eine Million Menschen geöffnet hat, ohne zu wissen, wer da eigentlich kommt, lässt das Volk wissen, dass es an Weihnachten zur Blockflöte greifen und Kirchenlieder intonieren soll. So geht das mit der christlich-abendländischen Kultur. Als Atheist und Vegetarier soll ich dann vermutlich auf der gottlosen Stalinorgel spielen, de-Sade-Orgien inszenieren und Kartoffeln essen, und womöglich das Gefühl haben, alles sei mit dem deutschen Kulturbegriff bestens.

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Das empfiehlt sich natürlich, denn bei der ARD in Form des NDR erfahre ich fürsorglicherweise nicht, welcher Herkunft der 18-Jährige Somalier war, der in Neuenhaus wegen dringendem Verdacht der Tötung einer Rentnerin festgenommen wurde. Dazu müsste ich schon den Polizeibericht lesen, um mir dann Sorgen um die Sicherheit von älteren Verwandten zu machen. Besser ist es, sich die Sorgen ganz leise zu machen, denn die ARD in Form des MDR entdeckte in Schmölln schon menschenfeindliche Extremisten, wo, wie sich nachher erst herausstellte, gar keine waren, Das mit dem öffentlichen Vorführen von Meinungsschuldigen geht heutzutage schnell, und da kann man im Sinne der Beruhigung eigentlich nur dankbar sein, dass die Aufklärung des Nichtfalls Schmölln den Platz für den echten Fall Neuenhaus klein hielt. Also, alles bestens, solange es Schweinebraten und die Blockflötenmusik ist, mit der sich Frau Merkel offensichtlich auskennt. Alles prima. Auf ganz niedrigem Niveau.

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Denn es mag tatsächlich Leute geben, die sich mit solchen Basiszusagen abspeisen lassen. Zur Erinnerung: Was da von Politikern versichert wird, Freiheit der Essensaufnahme und der persönlichen Freizeitgestaltung, ist so essentiell, dass noch nicht einmal die Väter des Grundgesetzes auf die Idee kamen, es gesondert zu schützen. Dass nun betont werden muss, dass es Bestandteil der deutschen Kultur bleibt – bleibt! – ist das eine. Die seltsame Auffassung, dass Schweinebraten, Blockflöten und Currywurst die Identität bestimmen, ist das andere. Denn Kultur und Identität sind gemeinhin hochkomplexe und anspruchsvolle Systeme, und nicht ganz umsonst ist Integration in andere Kulturräume eine grosse Herausforderung. Zusammenhanglose Artefakte sind hier nicht wirklich entscheidend: Wer sich eine Buddhastatue in den Garten stellt und Yoga macht, muss noch lange nicht Witwenverbrennungen schätzen. Die Verbindung von Völkern, Kulturen und Essen ist nur bei den Briten nicht riskant, weil es auf der Insel ohnehin keinerlei nennenswerte Nahrung gibt – Froschfresser für Franzosen und Spaghettifresser für Italiener sind klar rassistische Bezeichnungen, wie auch “Boches“ oder “Krauts“ für Deutsche.

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Kartoffel ist auch so ein abwertendes Wort. Benutzt wird es von den Rassisten der antideutschen Bewegung, die mittlerweile von staatlichen Mitteln profitieren. Solche Verbindungen sind sowohl in Bezug auf die Menschen und ihre Kulturen als auch in Bezug auf die Nahrung unterkomplex. Seit jeher definieren Lebensraum, Böden und Klima das Essen und damit auch die Jahresläufe der Menschen. Die Höfe der Milchbauern im Oberland sind anders als die Anwesen der Hopfenbauern in der Hallertau konstruiert, und die wiederum anders als die Höfe im Jura mit ihrem Schwerpunkt auf Schafzucht und Ackerbau. Jede Landschaft hat ihre eigene Kultur gefunden, die in ihr als geschlossenes System Jahrhunderte lang evolutionär funktionierte. Als Einheimischer erkenne ich an vielen Details sogar die Unterschiede zwischen links und rechts der Donau, selbst wenn die vom Fluss geprägten Landschaften einem Fremden gleich erscheinen. Linke verachten das Weltbild von Schweinebraten und Blockflöte, weil es ihr reaktionäres Feindbild ist. Bei uns ist es eine brandgefährliche Vereinfachung, die eigentlich allen zeigt, wie wenig Politiker der CDU über das Land wissen, dem sie für die Bürger dienen sollten: Currywurst und Weihnachtsmarkt, die konservativ-urbane Version von Panem et Circenses.

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Zum Schweinebraten gehört in Bayern seit ungefähr 200 Jahren der Kartoffelknödel – aus sich selbst heraus übrigens eine interessante kulturelle Entwicklung. Denn vor der Einführung der Kartoffel wurden Knödel aus Ei und alten Semmeln hergestellt, was nie ganz einfach war: Eier waren im Winter Mangelware und mussten davor gespart und in Kalk eingelegt werden. Altes Brot gab es nur, wenn etwas übrig blieb – und die Zeiten waren selten so, dass die Menschen etwas verkommen liessen. Die Kartoffel war dagegen lange haltbar, in grossen Mengen vorhanden, klebte als Kloß ohne Ei selbst zusammen, und war viel billiger als der Semmelknödel. Als Reminiszenz sind im bayerischen Kartoffelknödel deshalb in der Mitte immer noch einige, na, wie sagt man, genau, Croutons – so nennen de Hochgschissnah in der Berliner Gastronomie unsere Semmebreggahl – eingeschlossen. Aber da fängt sie eben an, die Identität.

karte

Und so, wie es nicht “den“ Schweinebraten gibt, gibt es auch nicht “die“ Kartoffel. Es trifft zu, dass “Kartoffelbauer“ in Bayern eine alte, abwertende Bezeichnung für jemanden ist, bei dem es nur zum Anbau der relativ simplen und billigen Wurzelfrucht reichte, im Gegensatz zu den hoch angesehenen Viehzüchtern. Aber auch mit Kartoffeln muss man sich auskennen, wenn es schmecken soll – und deshalb war ich auch heute rechts der Donau. Da ist nämlich ein älterer Herr, der seinen Acker mit 12 Monate gelagertem Pferdemist düngt. Und der während der Reife nicht das Grün über dem Boden mit Gift vernichtet, das ansonsten in die Knolle ziehen würde. Das ist einer, der manchmal, wie es früher üblich war, den Acker mit den Nachbarn tauscht, damit nicht immer die gleiche Frucht angebaut wird. Das sind so die Feinheiten dessen, was man als Identität bezeichnet.

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Der Traktor ist von 1972 und noch deutsche Wertarbeit, der Nachbar hat ein neues Gerät vom internationalen Markt, da ist nach 3000 Betriebsstunden der Motor durch. und jetzt braucht er einen neuen für 20.000 Euro, sagt er und tätschelt sein grünes Ungetüm mit den schmalen Reifen, die auf dem sandigen Boden am besten laufen, Die Sorte, die er anbaut, hat eine ganz dünne Haut, besonders, wenn es die kleinen Kartoffeln sind – die kann man einfach schneiden, mit Butter und Rosmarin in den Ofen legen und mit Schale essen. Man kann natürlich auch Kartoffelbrei machen, oder Knödel. Es steht nicht “bio“ drauf, weil jeder im Dorf sehen kann, was er auf seinem Acker macht. Es ist eine Sache des Vertrauens und der Bekanntschaft. In gewisser Weise ist alles hier sehr einfach. Aber es ist eine ganz andere Kultur als ein Berliner Hipster, der um 23 Uhr die billigsten Kartoffeln im Supermarkt mitnimmt und die Hälfte verfaulen lässt, weil sie nach der langen Lagerung nach nichts schmecken. Und nochmal eine andere Kultur als der Kölner Fussballfan, der sich mit einer Tüte Chips vor der Glotze ernährt.

kartg

Wenn man Kartoffeln nur in Form von Chips und Fertigknödeln aus dem Kühlregal kennt, wird man vielleicht denken, dass die da draussen auch nur so eine blasse, unförmige Knolle anbauen, und das war es auch schon. Dass es Leute wären, denen es reicht, wenn der Schweinsbraten im Rohr dampft. und die Enkel zu Weihnachten “Ihr Kinderlein kommet“ intonieren. Das kann so schlicht sein, aber ich würde mich nicht darauf verlassen – ich kenne es auch ganz anders. Man hört auch solche Politikersprüche und vergisst sie schnell wieder. Aber eigentlich ist das eine ignorante Beleidigung vom gleichen Kaliber, als würde man Frau Merkel eine Banane aus Kuba und eine FDJ-Uniform hinhalten. Es sind dumme und populistische Aussagen, sie zielen auf eher niedrige Instinkte und sortieren Menschen, die durchaus reflektiert sein können und wissen, warum sie genau so leben, ganz unten ein. Beim 500grammHackfür1.99- und NeWuasimStehn-Publikum, das wohl das neue, urbane Zielpublikum der CDU sein soll.

karth

Das waren jetzt nur die Kartoffeln, man könnte hier auch über die Bierkultur oder die Schmalzbäckerei oder richtigen Apfelsorten für den Strudel diskutieren. Und über alles, was darauf aufbaut und Identitäten erzwingt. Ein Teil der Bevölkerung hat sich vielleicht beim Einkauf und durch das Absinken zum Medienmacher, Stiftungsmitarbeiter und sonstigen Einsparpotenzialen davon abgekoppelt, aber um wirklich zu verstehen, was den Menschen wichtig ist, muss man ihre Kultur insgesamt betrachten. Mein privater Eindruck ist aber, dass es gar nicht gewünscht ist. Denn auf dem Schweinebratenniveau mag die Integration von Migranten machbar erscheinen. Die werden dann mit Döner und Falafel auch deutsch.

karti

Aber hier bei uns wird das nach meinem Empfinden mangels echtem Druck auf urbane Parallelgesellschaften hinaus laufen. Der Druck wird nicht kommen, weil die Nichtintegrierten auch an der Spitze der Regierung stehen, und Banalitäten wie Schweinebraten und Blockflöte mit Identität verwechseln.

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396 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Kloesse als Pruefstein der Identitaet haben mehr als nur etwas. Fraenkische gniedla older roue gleeis sind schon dem Bayern fremd und stellen deutsche und andere Besucher vor einen Charaktertest.

  2. Titel eingeben
    Das siebte Bild geht gar nicht. Das ist ein Drehschemel-Kippanhänger von Krone aus Spelle, südliches Emsland. O.k.: auch eine katholische Gegend, aber halt Preussen. Vermutlich hat die BayWa den unter Umgehung der boarischen Zollverwaltung billig importiert. Also: der adäquate Anhänger wäre ein Reisch aus Ehekirchen-Hollenbach. Die Hälfte teurer, aber er überlebt garantiert drei Landwirt-Generationen. Will sagen: die total costs of ownership sind einfach besser.

    • Emsland
      Den weiter vorne befindlichen Emsland-Schriftzug hat der Don wahrscheinlich absichtlich weggelassen. Hätte nicht so reingepasst. Im Übrigen empfehle ich als Ostfale natürlich Rudolph & Sohn aus Salzgitter-Heerte! Bei gebrauchten Anhängern auch gerne Welger aus Wolfenbüttel.

    • Ehrlich gesagt weiss ich nur, dass das Gespann mit dem Fendt vorne seit jeher sauber läuft. Und der Acker beginnt gleich hinter dem Hof.

    • Unsinn
      in aichach liefert ebenfalls bis heute beste anhänger, und das seit generationen. darauf landeten unsere kartoffeln, egal ob schwinggesiebt und zusammengeklaubt (die frühen) oder vollgeerntet (die zum einlagern). schwarze fingernägel, späte sonnenstrahlen, und der geruch nach erde, kartoffelkraut und herbst. schöne fotos.

    • Es war auch perfektes Licht zum Knipsen.

    • Öhh -- Fendt - Deutz - - das ist doch Deutz-Grün, Fendt-Grün ist fast Graugrün, ist es nicht?
      Ja, schönes Licht – noch schöner fand ich’s kürzlich bei den BlechbläserInnen – sehr schön, Kompliment nachgereicht! – Da war auch diese ca 13-jährige Zopfträgerin… ganz gut getroffen. Obergut eigentlich. Wahrscheinlich hat sie nicht gemerkt, dass sie abgelichtert wird. Oder sie lässt sich nicht beeinflussen.

    • Da wurde so viel geknipst, das fällt keinem auf.

    • Anzumerken wäre...
      @D. Kief:

      Es handelt sich mit Sicherheit um einen Deutz.

      @DA:

      Wer nicht spritzt muss pflügen, was Bodenerosion fördert und nicht besonders förderlich für den Boden und die Mikroorganismen ist. Mit einem Deutz dieser Größe (wir haben hier noch einen etwa gleich alten ein paar Nummern größer) dauert das entsprechend länger aufgrund der geringeren Größe des Pfluges, als mit aktuellem Gerät. Kartoffeln mit Schale zu essen ist nur so lange gesund, wie sich noch keine Triebe oder „Stellen“ gebildet haben. Dann wird es extrem giftig. Dass Kartoffeln in Kontakt mit Glyphosat kommen, ist aufgrund der Anwendung des Totalherbizids meist im Herbst – und wenn im Frühjahr, deutlich vor Aussaat – mehr als unwahrscheinlich.

    • Hat hier
      Jemand einen gescheiten Trecker zu verkaufen?
      Wir kaufen ungesehen!
      0157428664xxx
      Müller

  3. Merkelweihnacht
    Geflötet wird „Ihr Kinderlein kommet“, „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und „Kommet, ihr Hirten“. Der natürlich extra dazu eingeladene Neubürger nickt höflich und muss dann aber auch schon wieder los. Leider! Aber war toll!

  4. Angela Merkels Welt
    ist so simpel und einfach gestrickt wie ihr Gemüt. Das belegen immer wieder ihre kaum reproduzierbaren Äußerungen, die man, wie Pispers richtig bemerkte, nur zitieren kann, um damit die Kanzlerin zu verspotten. Gestern rätselte das Mutterschiff, wie die Kanzlerin denn auch das wahre Leben kennen sollte, abgeschirmt durch Bodyguards, Berater und Besserwisser, die das Leben des Volkes ja auch nicht mehr kennen. Und so kommt die Kanzlerin auf die Idee, in die Zukunft noch mehr Zukunft packen zu wollen und doch noch immer in irgendeiner Vergangenheit lebt, in der es mehr um Blockflöten denn um Kultur und Identität ging.

    Und sonst ist es in diesem unserem Lande unterdessen so, dass die Meinungsvielfalt ganz einfach irgendwann auf der Strecke blieb, das begann nicht erst im September 2015, das fing mit Merkel in der Regierung an. Darum erfahren wir nicht von mordenden jungen Somaliern, hören aber viel Geschrei über den Pöbel, der einen selbstmordenden Somalier zum Sprung auffordert. Dass der Pöbel wohl nur blöd gestarrt hat, ist nicht klickbringend und die Presse echauffiert sich doch so gern, wenn sie dem Volk mal wieder im Regierungsauftrag eins überziehen kann. Immer hübsch auf Linie, so wie die Kanzlerin schon in der DDR war. Das ist hate speech im Regierungsauftrag, aber das sehen Maas und Kahane sicher ganz anders.

    Und so gewöhnt man sich ganz allmählich an den Verlust der Meinungsvielfalt, nur die Älteren unter uns, die sich nicht nur an Meinungsvielfalt, sondern auch an Meinungsfreiheit erinnern, können sich damit nicht abfinden. So wie die Älteren noch etliche Kartoffel- und Apfelsorten und nicht nur Knödel aus der Tüte oder Pink Lady kennen.

    Uns leitet nun das hehre Ziel der Kanzlerin: „Wir wollen unser Regierungshandeln stärker an den Werten und Zielen der Bürgerinnen und Bürger ausrichten und führen daher einen Dialog mit ihnen über ihr Verständnis von Lebensqualität durch.“
    Der daraus gestrickte Bericht ist so simpel und schlicht wie Knödel aus Tüte oder Angela Merkels Gemüt, das die Kultur und Heimat mit der Blockflöte rettet.

    • @ Frau Simon....
      … sie war ja auch nie Bürgermeisterin, Landrätin oder Ministerpräsidentin.
      Darum hat sie auch keine Ahnung.

    • ...
      „wie die Kanzlerin denn auch das wahre Leben kennen sollte“…. stimmt… vor allem, wenn man bedenkt, dass die Frau bis zu ihrem 36. Lebensjahr abgeschirmt war von der restlichen Welt durch einen eisernen Vorhang, und ab dem 51. Lebensjahr abgeschirmt war vom wahren Leben durch Bodyguards…. da bleiben eigentlich nicht allzuviele Jahre dazwischen, um die Welt zu bereisen ud rauszufinden, wie verschiedenen normale Menschen in verschiedenen Ländern ticken….

    • Ahnung als Ministerpräsidentin...
      wenn ich da an unsere in NRW denke, na ja, Ahnung hat die vielleicht, aber von was?

    • Gast, die Abschirmung fand schon 1989 statt
      oder schon vergessen, dass sie erst de Maizières und Schnurs Mädchen und dann das von Kohl war, dem sie sich in Ostberlin vorstellen ließ? Also das richtige Leben bei uns nie kennengelernt hat bzw. das wohl auch gar nicht wollte. Sie wollte nie die BRD-Zustände haben. Die Realitätsverweigerung hält an.

    • Diskurs nicht möglich, Intellektuelle kaum noch vorhanden
      Mir fällt immer wieder auf, was für ein Prolo-Land Deutschland doch geworden ist. Grassierende eklatante Unbildung in elementarsten Dingen, mal abgesehen von der Kenntnis der diversen Spielarten des Geschlechtsverkehrs. Hirnlose Massenphänomene wie die unverschämten Social Networks, wo wirklich alle sind, bei denen aus der Reihe tanzen verboten ist und man sich dann ängstlich zusammenkuschelt und gegenseitig anlügt. Die dumpfe falsche Promi-Welt von RTL2 ist längst auch in vermeintlich besseren Kreisen tonangebend geworden. Leute gruseln sich vor „Horrorclowns“, von einem „Harlekin“ hat aber natürlich noch nie jemand etwas gehört. Kant hält man für ein pornographisches Wortspiel und grinst dann schmierig und wissend, wenn der Name mal fällt. Es gibt keinen Diskurs mehr, weil kaum noch jemand intellektuell satisfaktionsfähig ist, wohl bis weit in Regierungskreise. Natürlich will man dann auch keinen „Hass“ (oder Kritik) lesen. Die einzige Reaktionen, die diesen Leuten dafür dann noch zur Verfügung stehen, sind die Abwertung ad hominem des Gegenübers (auch bekannt als „Hass“), und die gefälschte Statistik, und sie halten das alles dann tatsächlich auch für ein „Argument“, weil sie es eben nie besser gelernt haben. Einziger Trost ist, dass sowas natürlich nie lange gut geht. Und dass man ja immer woanders hin migrieren kann, wenns einem reicht. Grenzen sind ja immerhin offen. Das war ja in der DDR nicht so.

    • Vielen Dank, Frau Simon!
      Das ist ein großartiger Kommentar zu einem großartigen Beitrag (herzlichen Dank auch an den Don!). Ich muss gestehen, dass mir Ihre Kommentare immer besonders gut gefallen.


    • @ Renate Simon
      „Und sonst ist es in diesem unserem Lande unterdessen so, dass die Meinungs-vielfalt ganz einfach irgendwann auf der Strecke blieb, das begann nicht erst im September 2015, das fing mit Merkel in der Regierung an.“

      Das stimmt genau.
      Und fast noch schlimmer finde ich ihre zwei Angriffe gegen die Demokratie, indem sie zwei unliebsame, nicht linientreue Bundespräsidenten in die Wüste schickte. Das sind für mich unerträgliche und einmalige Vorgänge in einer westlichen Demokratie.

      Schon vor Jahren las ich ein Interview mit dem inzwischen verstorbenen ehemaligen Bundesbank-Präsidenten Karl-Otto Pöhl, der dabei u.a. sagte, dass Merkel Gift für das Land sein wird, weil sie nicht wisse, was Demokratie bedeutet, weil sie das nie gelernt hätte.

      Ihre ärgste Kritikerin Gertrud Höhler wurde gleich der Veröffentlichung ihres Buches zu einer Paria erklärt und verschwand geschwind von der Bildfläche.

      Würde Trump, der jetzt schon angedroht hat, die Pressefreiheit zu begrenzen, damit die kritische Pressen aus Angst vor Verleumdungsklagen zum Schweigen gebracht werden kann, US Präsident werden, könnte er von LF viel lernen.

    • Danke Gast, ich dachte schon, mal wieder völlig
      daneben zu liegen, alldieweil hier über Schlepper, Nepper und Kartoffeln als Bauernfänger geredet wird.

      Ich habe mich grad nebenan echauffiert, den Leitartikel zu den 2,5 Mrd. ungeplanten Mehrkosten noch gar nicht gelesen (wer in der Regierung rechnet schon, Geld schickt doch der Himmel), sondern den Kommentar zu Gröhes sehr eiligem Gesetzesvorhaben zwengs der Ruhigstellung meckernder Apotheker.

      Hat das Volk eigentlich eine Lobby bzw. gibt es eine und ich weiß nix davon?

    • Die Knödel aus der Tüte....
      manchmal eine Rettung..
      Fünf Jahre meiner Ehe habe ich damit verbracht die Wunschknödel meiner Schwiegermutter auf den Teller meines Göttergatten zu zaubern, nichts als Anschi.. war mein Lohn.
      Dann versuchte ich Pfanni gekochte Knödel und genoß weitere 20 Jahre höchstes Lob….
      Nach diesem Vierteljahrhundert gab ich dem Knaben dann den Laufpass und auf seine Bitte ihm doch noch einmal sein Leibgericht Sauerbraten mit Klössen zuzubereiten lehnte ich ab mit dem Hinweis daß er die Knödel im Regal finde und ich den in Rotwein eingelegten Rindsbraten aus Frankreich weitaus wohlschmeckender fände als seinen Sauerbraten, ab.
      Ich grinse noch heute über sein dummes Gesicht.
      Soweit zu schlichten Gemütern und im übrigen herzlichen Dank für ihren Beitrag, hier können sie ihrer Meinung wenigstens ohne Anpassung an linke Administratoren freien Lauf lassen…

    • Gern geschehen. Man lässt mcich halt wurschteln.

    • Sauerbraten mit Hefeklößen und die Demokratie
      @Des Amis

      Eine Spezialität meiner Schwiegermutter, Leibgericht meines Mannes. Ich habe es einmal gewagt und beides zubereitet, sehr zur Zufriedenheit beider. Meine Schwiegermutter war eine ganz liebe, die mich mit offenen Armen empfing, obwohl Sohnemann noch verheiratet war. Die erste Schwiegertochter war mitsamt ihrer Familie in der Familie meines Mannes nicht gelitten. Da lagen Welten zwischen, die einen waren reine Feiermonster, die Simons die von der ganz ruhigen Art.

      Nachdem ich gezeigt hatte, dass ich Hefeklöße kann, war’s gut, ich habe sie nie wieder zubereitet, alldieweil ich ganz gut ohne sie leben kann. Es sei denn, sie werden zu Germknödel, die uns in Österreich sehr gut geschmeckt haben. Aber an die habe ich mich nie rangetraut und mich an die tiefgefrorenen gehalten.

      @Tamarisque

      Das Theater um den BuPrä-Kandidaten ist unsäglich. War es früher so, dass sich präsentable Bewerber meldeten, man denke nur an Rau (nun gut, der war auch ein Fall für sich), Scheel, v.Weizsäcker, Herzog, so ist es unter Merkel so, dass ein Kandidat innerhalb der Parteien ausgekungelt wird und Merkel das letzte Wort haben will. Die von ihr gekürten Kandidaten landeten bisher allesamt sehr glücklos im Amt und schnell wieder draußen. Gauck ist ein Fall, über den ich hier lieber schweige, mir schwillt beim Gedanken an den vermeintlichen Freiheitskämpfer schon der Kamm und ich meide alles, wo Gauck erwähnt wird.

      Oder die Kungelei mit den Länderchefs im Merkelschen Hinterzimmer, was uns nun GGänderung und Privatisierung der BAB bescheren wird. Etwas, was übrigens nun auch wieder Merkels Allzweckhansel Altmeier weiter forcieren wird.

      Merkels Auffassung vom Amt, ihre Auffassung der Richtlinienkompetenz usw. sind unbeschreiblich und machen mich derart wütend, dass ich es nicht in anständige Worte fassen kann.

    • Renate...
      Wenn ich mir eine kleine Kritik erlauben darf, es begann nicht mit Merkels Regierungszeit. Sie werde sich erinnern, man sprach in Kohls Zeiten schon von einer Wende, und sicher nicht zu Unrecht.
      All das stets zu kurz gekommene Spiessertum wusste damals eine Regierung hinter sich, mit der man sich als Masse endlich an den „68ern“ rächen konnte. Stets zu dumm sich Lebensqualität zu verschaffen (waren sie mal auf einer RCDS Party?), stets die zu kurz Gekommenen (trotz BMW, statt 2CV oder R4), während die anderen ihr Leben geniessen, wurde die Werte Welt auf den Kopf gestellt. Nur Geld und Besitz, das was man auf den Tisch knallen konnte, das zählte von nun an und die vielen kleinen Spiesserlein auf der Linken haben dies bedenkenlos übernommen, bis schliesslich eine rot/grüne Koaltion schliesslich so weit war HartzIV und illegale Angriffskriege in fremden Ländern für die angemessene Politik zu halten, und Brioni Mäntel und Toscana Aufenthalt für den Sinn des Mensch-Seins….
      Da war es ja nur noch ein Schrittchen bis zu Merkel und ihrem völligen Ersetzen der Meinungsvielfalt durch Einfalt. Wie wir heute wissen, war diese Entwicklung natürlich: Alternativlos….
      Merkel und das Volk, da fand zusammen was wirklich zusammengehörte. Demokratie wie sie sein sollte.

      Aber dann kam der Tag an dem vergass Merkel jene Grundwerte von Geld und Besitz, liess eine Million und noch mehr Habenichtse herein, und auch der deutsche Kulturbürger merkelscher Prägung kannte sein einmaleins und rechnete innerhalb weniger Wochen aus, dass die Versorgung dieser Million ja Geld, und zwar SEIN Geld kosten würde!
      Aber, das auf diese Einsicht, bzw diesen Verdacht, folgende Gekeife war laut, aber kurz und ging dann in der Aussicht auf eine Zukunft unter in der, leider, ja leider, ausser Merkel kein anderer aussichtsreicher Kanzlerkandidat gefunden werden konnte. Und so ging es erst mal weiter wie zuvor. Denn die am lautesten Krakeelenden, zB die Seehofers der Republik, zogen sich, wohl nach einem kurzen realistischen Besinnen, angesichts des nun wohl nicht nur ins Haus stehenden, sondern sich ja bereits mittendrin befindlichen Problems lieber doch etwas kleinlaut aufs Altenteil zurück.

      Und so kann Don Alphonso hier völlig realistisch auf die kommenden „Parallelgesellschaften“ hinweisen…. ich kann das stinkende Selbstlob von Frankfurt bis nach Tokyo riechen, aber genau dies hab ich vor über einem Jahr prophezeit.

    • Tyler, natürlich dürfen Sie mich kritisieren und das nun auch noch
      völlig zu recht. Stimmt, es hat unter Kohl angefangen, da hörten ja auch schon die lebhaften Debatten im Bundestag auf, an die ich mich zu gern erinnere und sie sehr vermisse.
      Heute ist man hintenrum hinterfotzig und äußerst boshaft, früher ging es im Bundestag rund, aber immer halbwegs gesittet. Die Zwischenrufe hatten es in sich, noch mehr die Erwiderungen des jeweiligen Redners.

      Dann der Steinewerfer, unvergesslich grässlich seine Turnschuhe bei der Vereidigung. Schröders dicke Zigarren in Brioni und der Kosovo…
      Es gab viele Totengräber der offenen Demokratie seit 1982 und diesen schleichenden Prozess nimmt man erst im Nachhinein so richtig wahr, wenn nichts mehr so ist, wie es einst war.

      Wir erinnern uns daran, andere haben das nie kennengelernt und vermissen nichts und ich meine, das ist noch viel schlimmer. Uns trifft nur noch blankes Unverständnis.

    • maciste grüßt euch
      zuviel der ehre für birne und nachfolger – die entwicklung entspricht eher einem in der historie oftmals zu beobachtenden gesellschaftspolitischen und mentalen degenerationsprozeß durch zu lange friedenszeiten und das ausbleiben kollektiver gewalt- und zerstörungserfahrung; oder wie spengler konstatierte: einen langen krieg überdauern nur wenige, ohne seelisch zu verderben, einen langen frieden keiner…
      battle on.

    • Titel eingeben
      TDV: Danke für den trefflichen Kommentar; nun weiß ich, wieso Sie der Thorha (offenbar ex RCDS) so hasst.

    • Wirklich
      Wir hassen uns keineswegs, wir sind uns in mehr Dingen einig, als wir in anderen verschiedener Meinung sind. Was wir vor 40/50 Jahren gemacht haben ist sowieso lange passe. Ich habe ja oft genug betont, dass die Fischer/Schröder Kasperles keineswegs DIE 68er, und ganz bestimmt niemals DIE Linken repräsentiert haben. Es war wie immer das dumpfe Mittelmass, der Mitläufer, das Karrieren durch die Instanzen gemacht hat.
      Sie waren doch schon hier, als sich die Zahl Kommentare hier noch in Grenzen hielten und es zwischen etlichen Leuten hier längere und gute Diskussionen gab. Man versuchte den Standpunkt des anderen tatsächlich zu verstehen und ging auf Unterschiede ein.
      Aber heute haben wir extremere Zeiten, bestimmte unangenehme Entwicklungen können in die eine oder andere Richtung kippen. Ich verstehe seinen Ärger, der sich aber sicher weit mehr gegen „seine“ CDU, als gegen mich gerichtet

      Aber das war halt alles in der „guten alten Zeit“. Vor Merkels „Wir schaffen das“, vor „Hilary/Trump“, bevor die verblödeten Gutmenschen, die Genderisten, die Hasser aller anders oder gar selber Denkenden, die Medien übernahmen.
      Es ist da eine sehr gefährlich Kluft in der Gesellschaft entstanden, Freundschaften sind zerbrochen, der Familien Frieden hat sich in Luft aufgelöst, das kann eines Tages ganz üble Folgen haben….

  5. Kartoffelfun
    Erstes Foto: eine Hipsterkartoffel!! Eindeutig in Herzform.

  6. Martinsumzüge
    Traut sich schon längst kaum einer mehr so zu nennen, weder in Kindergärten noch in Grundschulen. Haben wir so in der BRD und in Austria erlebt, in Wien selbst in den Kindergärten der Nikolausstiftung der Erzdiözese.

    Auch das „leidige“ Thema Schweinefleisch. Da war meine Erfahrung, dass man in Kindergärten in der BRD vorsichtiger ist, v.a. bei AWO, also es das gar nicht mehr gibt zum Essen


    • das „leidige“ Thema Schweinefleisch
      Mich macht es inzwischen ärgerlich, daß in meiner Umgebung die Halal-Fleisch-Ausreichung allmählich die der Schweinefleisch-Verkäufer übertrifft.

    • kein Wunder
      Die freiwillige Schweinefleischabstinenz wundert mich nicht.
      Ich konnte heute an einer Ampel stehend zufällig eine Kindergartengruppe auf Exkursion beobachten.
      Irgendwie kam ich auf die schräge Idee mal zu schauen, wieviele der Kinder mitteleuropäisch aussahen, es waren nur rund ein Drittel.
      Bitte nicht falsch verstehen, das ist nur ein wertungsfreier Fakt ohne Hintergedanken, Frau Kahane und sehr geehrte freiwillige Helfer.

    • "Unterwerfung"
      … so geht halt eine Kultur zugrunde, ganz freiwillig, indem der Schwache vor dem Starken, vitaleren zurücksteckt. ….

    • Titel eingeben
      Quatsch: Hier um die Ecke (Berlin_Lankwitz) am 11.11. & wie jedes Jahr: Sankt-Martins-Tag und -Umzug. Und der heißt auch so. Mit Pferd. Und Glühwein. Und Feuer. Und Singen. Ich geh‘ da wie jedes Jahr hin, obwohl der Veranatlter und der Ort die kath. Kirche ist und ich Atheist bin.

  7. Heruntergebrochen
    Prima, Danke lieber Don Alphonso, dass Sie den Herunterbrechern in Politbüros und Redaktionen ihr vermurkstes Weltbild um die Ohren hauen. Sie haben sich seit Jahrzehnten quotenmechanisch bestätigen lassen, dass die Leute zu dämlich für anderes als Fußball, Tatort, Küchen- und Talkshows sind: Eine zu befürsorgenden Klientel, durch Umfragen vorhersagbar, und diese Funktionäre verstehen nie, dass es ein Leben jenseits ihrer statistisch konstruierten Meinungsmaschinen gibt – und dass dort die wichtigen Fragen entschieden werden. Leben lässt sich nicht ausrechnen, nicht mal die Formen heranwachsender Kartoffeln.

  8. Gut gebrüllt Löwe Don...
    Das ist tatsächlich Selbsterkenntnis und Einsicht auf Basis humanen
    Vernunftdenkens…bis auf den noch ebenso niveauvoll zu durchdenkenden Part Atheist und gottlos…
    denn die Syntax Gott durch die Realität…
    („Ge(ne“rationen)zeiten-Evolution-)Geist ersetzt kann unmöglich
    gottlos = zeitlos ergeben; weil zeitlos nicht existiert…
    Diesseits Analogzeitgeschehen…Jenseits Parallelzeitgeschehen,
    also ab über Lichtgeschwindigkeit…geht nur im Energieverwesungsbereich, masselos…aber dann mühelos…
    deswegen kein Energieverlust im Universum, aber das wissen Sie ja.
    Parallelezeitgeschehen ist zwar Analogzeitlos, aber eben nicht gottlos,
    sondern jenseits unseres Human-Horizontes negierte Bewußtsein-zeit.
    Vergangenheit, die eine Verwesungshälfte, Zukunft die andere und
    wir schweben mit unserer Gegenwart genau dazwischen wie eine
    Jungfrauenhaut oder Herzkammermembran, oder, oder, Gleichnisse.
    Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft…Energie-Gezeiten-Geist-Austausch
    der Energie-Verwesungsbereiche Gleichzeitigkeit über Gegenwartraum
    ab Lichtgeschwindigkeit…Photonenmasse aufwärts.
    So, der Rest-Beitrag also in Richtung Selbstbegreifung…bravo.
    Der Gottlose Teil wäre jetzt die Gegenselbstbegreifung, oder
    negierte Selbstbegreifung, oder Unbewußtheithälfte des Selbst begreifen…dann eliminiert sich gottlos von selbst:=)

    Gegenseits…Je(je)nseit…Geist-Generationenseits unser Generbe(wissen)…kurz Gewissen…auf dessen Basis unsere individuelle
    Individuum Einmaligkeit…z.Zt. 7.000.000.000 Genkulturen-Vielfältigkeiten…beruht.
    Politiker weisen oft, sehr oft, wenn es ihnen nützt, auf „verbotene“
    Verallgemeinerung hin, polarisieren aber genau damit, wenn es ihnen nütz, genau so wie geouteten Populisten. Das haben Sie sehr gut
    und unterhaltsam wie immer beschrieben.

    • Zu Parallelgesellschaften
      Auf Grund der Einmaligkeit jedes Menschen als 1-Personengesellschaft
      im zeitanalogen Parallelgeschehen existieren wir als und ausschließlich
      in Parallelgesellschaftsarten…Person(kreis), Paare(kreis), Familie(nkreis), Freunde(skreis)…Dorf, Stadt, Land,…Völker…Erdbevölkerung.
      Parallelgesellschaftsbildungen ist Naturgegeben…und nicht schlimm…
      die Frage ist wie diese bunten Native-Parallel(selbst)Gesellschaftsformen
      mit ihrer Freiheit in Bezug auf Leben-Wegekreuzungen, Begegnungen, im
      Analogzeitraum Erdegegenwart Analog-Leben verhalten…
      Selbstbegreifend reifend schöpferisch friedlich…oder
      selbstbegreifend destruktiv…desaströs…zerstörerisch…
      eine Frage der Geistreife, humanen Vernunftbildungsreife…
      aller Parallelgesellschaftsformen…G.-Arten…Gütemangel
      kann schlimm sein, nicht Parallelexistenz an sich.

    • aa schon
      ja vielleicht, die Kartoffel ist meist an gewissen Stellen vergleichsweise rund.

    • Sind olle Kamellen jetzt howes
      Wem kluges bemerken fehlt, der outet sich mit dummen Bemerkungen.
      Warum nur?

  9. Kartoffeln im Schatten der Assimilation
    Lieber Don Alphonso, wieder ein sehr schöner Blog. Die herbstlich verfärbten Bäume erinnern mich an Gemälde der Impressionisten. Und eine herzförmige Kartoffel, herzig.

    Schweinebraten sei ein Teil der deutschen Kultur? Tatsächlich? Längst darf überall in Deutschland kein Schweinefleische auf dem Speiseplan der Schulkantinen mehr stehen, aus Rücksicht auf die Zugezogenen.
    Und nun sollte der Schweinebraten doch plötzlich schützenswert sein? Don-nerwetter! Hm, etwa sowie in der Fauna und Flora die vom Aussterben bedrohten Spezies auch erst schützenswert sind…?

    Ja, herrlich, die Beschwichtigungen, was die Einheimischen noch „dürfen“. Gut, dass „wir“ das wissen. Aber hängt dies nicht eher von den kommunalen Entscheidungsträgern ab, die in einem Berliner Stadtteil schon vor einigen Jahren den Plan hatten, den Weihnachtsmarkt zu verbieten.

    Inzwischen ist der Prozess der Assimilation der einheimischen Bevölkerungsteile auf diese Weise schon in die Wege geleitet worden. Unwissend hat ein Mr. Trump aus den USA zu der gesellschaftlichen Akzeptanz der spontan erfolgten groben Berührungen von weiblichen Genitalien wildfremder Frauen beigetragen, was in einem sozial gerechten Land wie Deutschland nicht das Vorrecht von Millionären oder gar Milliardären bleiben darf. :->

    Und ja, bei Kartoffeln gibt es enorme Qualitätsunterschiede, und wenn man eine gute Sorte gefunden hat, sollte man auch dabei bleiben. Selbst Sorten, die vom Wochenmarkt gekauft sehr gut schmecken, sind im Supermarkt gekauft ungenießbar. Wegen der Asien-Aufenthalte essen wir viel Reis und Nudeln und seltener Kartoffeln, aber dann lege ich großen Wert auf die Qualität.

    ***
    Am 2. Oktober hatte ein in Marokko geborener 19-jähriger Spanier in der Düsseldorfer Altstadt eine 90-jährige Frau nach dem Kirchenbesuch in einer Rum-pelkammer vergewaltigt. Die Frau durfte das Krankenaus mach einem Tag verlassen. Der Täter wurde Mitte des Monats festgenommen.

    ***
    Leider habe ich zwei Folgen Stützen verpasst, gelesen habe ich sie natürlich. Den Blog über den Mangel an Wandfläche fand ich sehr schön und hätte nachträglich noch einen Vorschlag an Sie, lieber Don Alphonso: Vielleicht könnten Sie sich eine schön geschnitzte antike Staffelei zulegen, dann hätten Sie an der Wand noch einen Platz frei. Die Staffelei könnten Sie dann vor Ihrem Bücherschrank aufstellen.

    Eine Antwort auf diesen Vorwurf liegt mir noch am Herzen:
    „[…] die “Bäckerei“ ein Teigrohlingbetrieb in einer geschmacksresistenten Stadt wie Hamburg wird, wo “Brot“backen ein fast so abscheuliches Verbrechen wie das Herstellen von Giftgas ist, [..]“

    Ich möchte bestätigen, dass diese Kritik mehr als berechtigt ist. Ich kenne eine einzige Bäckerei in ganz Hamburg, die akzeptables Laugengebäck anbietet, sogar mit grobem Salz drauf. Aber die ist eine Filiale einer Bäckerei aus den südli-cheren Gefilden der Republik.

    Noch ein „Beweis“: Nachdem ein Filialist, der Massenbackwaren aus Teigrohlingen anbietet, in einem Elbvorort einen schicken Laden mit integriertem Café eröffnete, standen die betuchten Hanseaten jeden Sonnabend-Vormittag Schlange und kauften dort z.B. dunkle Semmeln, die im Kern eine Konsistenz wie Watte aufweisen, federleicht sind und nicht schmecken, also mit Zuckercouleur nach-geholfen. Der Kuchen schmeckt nicht, nichts schmeckt. Da stehen die Leutchen mit ihren Einkaufskörben nur 150 m vom Wochenmarkt entfernt, auf welchem jeden Sonnabend köstliche Backwaren verkauft werden. Außerdem gibt es zwei gute Bäckereien vor Ort, eine davon ein kleines Familienunternehmen, das ein dunkles Sauerteigbrot backt, welches sich mit dem ehemals selbstgebacke-nen Brot meiner Oma messen lassen kann. Haben diese Menschen denn gar keine Geschmacksnerven?

    • Geschmackserziehung
      Der Geschmack will halt auch gepflegt und entwickelt sein und wenn auch dort keine entsprechende Kultur ist, fällt man halt auf nachgeholfene Pappe und Spülwasser herein, weil man es nicht anders kennt.
      Ich hatte einmal ein etwas längeres Projekt in Hamburg, direkt an der Binnenalster und nach dem Mittagessen gingen wir meist noch einen Kaffee trinken. Die Jungen steuerten dafür stracks zum lokalen Starbucks-Verschnitt, ich zur winzigen italienischen Bar 50m daneben, wo es nur Kaffee und Pralinen gab – und was für einen Kaffee!
      Einmal habe ich es geschafft, die anderen dorthin mitzunehmen, ich konnte sie aber nicht überzeugen….
      Ich gebe aber zu, daß mir selbst die ersten frischen Zuchtchampignons auch seltsam schmeckten – bis dahin war ich nur die blassen, nassen Lederstückchen aus der Dose gewohnt. „Richtige“ Pilze kannte ich natürlich, mein Vater stammt immerhin aus dem Südschwarzwald, aber Champignons war halt das Dosengemüse.

    • Erinnert mich an die Zeit, in der die ZEIT noch DIE ZEIT war ...
      Die Ausgabe habe ich nicht mehr, aber es war 1985, später im Jahr.
      Da führte die ZEIT einen Artikel über Erdbeerjoghurt. Und dass die Mehrheit der Doppelblindtester den künstlichen Erdbeerjoghurt nicht nur dem natürlichen Joghurt, mit Erdbeeren versetzt, vorzogen. Sondern eben auch den zusammengerührten Pappmatsch mehrheitlich als ’natürlicher schmeckend‘ bezeichneten.

      Bei mir gibt es seit Menschengedenken nur Natur. Joghurt oder Quark, jeweils direkt vor dem Verzehr mit richtiger Marmelade, Konfitüre oder frischen Früchten vermischt.
      Meine derzeitige Präferenz ist Quark, 20%, mit ‚Guter Mutter‘ Marmelade, und ein paar Esslöffeln Berchtesgadener Vollfettmilch zum Cremigmachen.

      Ich nehme auch Wetten an, dass ich die jeweils von dem Geschmack der – von anderer Seite – als ‚hmm, lecker!‘ hochgelobten Pampe zu unterscheiden weiß. Pampe muss sein, weil Emulgator sein muss, weil sich sonst die beste Mischung nach wenigen Stunden in ihre Einzelteile abgesetzt hätte. Und wer will heutzutage den Fruchtjoghurt vorm Verzehr auch noch durchrühren müssen!?

      Vor einigen Monaten mit einem Bekannten gesprochen, der italienische Feinkostprodukte einführt, hauptsächlich dulces, Olivenöl und Wein.
      Mit seinem Olivenöl war ich nicht gänzlich einverstanden. Er auch nicht, meinte er, aber der deutsche Geschmack störe sich häufig an Olivenöl das zu sehr nach Oliven schmecke. Mild müsse es sein.

      Doch, Geschmäcke können sich ändern. Vor 50 Jahren erschien mir der legendäre Babybel in roter Wachshülle ‚kräftig‘.

    • Also, ich mag es ja kräftig und würze gern auch nach, aber das ist, glaube ich, auch so eine kulturelle Sache.

    • Hamburger...
      Bürger sind total geschmacksresistent, fad und langweilig wie ihre Stadt und das Wetter dort. Als höchstes der Gefühle fährt man zu Nordsee ein Fischbrötchen essen. Noch nicht einmal Kaffee können sie kochen.

    • Herr Dippel, machen Sie Ihren Joghurt doch selbst
      Zugegeben, ich habe es auch noch nicht probiert, habe aber im Mai nach Lesen von erzählmirnixens Abnehmstory und etlichen Rezensionen bei amazon Inulin von Spinnrad in einer Versandapotheke billiger gekauft, als es amazon anbietet.
      Inulin macht Magerquark und Joghurt, zu dessen Herstellung es wohl fast unverzichtbar ist, wunderbar cremig, soll allgemein sehr gesund und für den Darm gut sein. Leider gefiel meinem gastritischen Magen der Magerquark-/Joghurtversuch überhaupt nicht, und so steckt das angebrochene Paket Inulin hier noch immer in einer Dose. Den zweiten Beutel habe ich an Joghurtesser verschenkt.

      Zur ZEIT erspare ich mir einen Kommentar, habe ich sie Anfang der 90er Jahre jedes Wochenende von vorn bis hinten gelesen, würde ich heute nicht mal mehr Fisch drin einwickeln wollen.


    • @ Nikolaus Neininger
      In Finnland suchen wir unsere Pilze selber im Wald. Das tue ich jedes Mal, wenn ich in der Saison dort Urlaub mache. Der Waldboden ist reichlich mit Pilzen bedeckt, duftet phantastisch, jeder Pilz wird begutachtet, aber man lernt schnell die gängigen Sorten kennen, und ich kenne sie seit meiner Kindheit.
      http://www.arctic-flavours.fi/de/info/pilze/wild+wachsende+pilze/steinpilz/
      Mein Lieblingspilz ist Lactarius torminosus
      https://de.wikipedia.org/wiki/Birken-Milchling


    • @ Uwe Dippel
      Ich esse auch nur Naturjoghurt mit frischen Früchten. Wenn mein Mann oder unsere jüngere Tochter, die sich hier jetzt viel aufhält, weil das Haus, in welchem sie ihre Wohnung hat, großzügig modernisiert wird, einen Joghurt essen, der künstliche Aromen enthält, kann ich es riechen. Ganz penetrant finde ich Blaubeeren. Ich kann solche Sachen nicht essen und habe versucht, meine Familie zu erziehen, bei meinen Töchtern ist das zu 99% gelungen, bei meinem Mann so la-la, mal so, mal so. Wegen meiner Krankheit geht er bzw. unsere Tochter nämlich einkaufen.

      „Doch, Geschmäcke können sich ändern. Vor 50 Jahren erschien mir der legendäre Babybel in roter Wachshülle ‚kräftig‘.“

      Ich denke eher, dass solche Markenprodukte wie Babybel wegen Kostenminimierung bzw. Profitmaximierung immer fader im Geschmack werden, weil sie nicht mehr ordentlich und manchmal nicht mal mehr natürlich gereift sind. Aber zugegeben, als ich diesen Käse das letzte Mal aß, lange ist das hier, wirkte der Geschmack auch ziemlich fade. Andererseits kann ich den guten Geschmack in guten Produkten genauso wahrnehmen, wie in meiner Kindheit auch.


    • @ Des Amis
      „Bürger sind total geschmacksresistent, fad und langweilig wie ihre Stadt und das Wetter dort.“

      Es gibt diesen Hamburger Spruch: Es dauert lange, bis man einem Hamburger näher kommt. Doch hat man ihn als Freund gewonnen, ist das für immer.

      Als keine gebürtige Deutsche habe ich mich gerne in der internationalen Community bewegt. Dort hieß es: Mag sein, dass der Hamburger irgendwann dein ewiger treuer Freund wird. But we don’t feel like waiting that long… ;-)

      Man kann in Hamburg viel Spaß haben, wenn man sich von den Hamburgern fernhält. ;-) Erfreuliche Ausnahmen natürlich ausgenommen.

    • Titel eingeben
      Guten Geschmack kann man lernen. Oder wieder erlernen, wenn er verkümmert ist. Damals, der Artikel über Joghurt (Erdbeergeschmack aus Holzspänen plus künstlichen Aromen) war wohl auch bei mir ein Anfang, nachzudenken. Immerhin geht’s um LEBENSmittel. Das einzighe im leben was wir wirklich müssen: Essen und Sterben.

      Mir hat auch geholfen: lesbare (weil auch amüsante) Lektüre von Vincent Klink u.a. („Häuptling eigener Herd“, „Cotta’s Culinarischer Almanach“), dazu einige Ferienaufenthalte in einer Südtiroler Pension, in der der Inhaber selbst – bei örtlichen Bauern & Schlachtern – einkaufte, selbst kochte und auch noch selbst bediente; dazu auf Fragen zum Essen sehr gerne ausführlich antwortete und Tipps gab: Meine Gattin hat daraufhin endlich angefangen zu kochen und inzwischen kann sie’s besser als ich.

  10. Warum gibt es keinen echten Druck?
    Weder von den Regierenden noch von der Bevölkerung. Ist es ein Zeichen bewundernswerter Toleranz oder sturer Selbstgefälligkeit, erklärbar nur durch die Unfähigkeit oder den Unwillen, sich und die eigene Kultur zu verteidigen? Ist es Anstand, Feigheit oder Dummheit?

    Jeder weiß oder spürt es zumindest, dass es Deutschland ohne mehr Muslime besser ginge. Die große Mehrheit möchte in einer toleranten Gesellschaft leben. Und dennoch wissen alle, wie absurd es ist, den heutigen Islam ohne Terrorismus und gesellschaftliche Rückständigkeit zu denken.

    Muslimische Einwanderung ist mit vielfachen Risiken verbunden, ohne dass es einen ausgleichenden Nutzen gibt. Dieser Widerspruch erzeugt gerade im ach so abgeklärten und rationalen Deutschland Unbehagen, Scham und letztlich Schweigen und Handlungsunfähigkeit.

    • Druck
      Gerade habe ich gelesen, dass die Linke Merkel stürzen will. Bartsch: Gabriel könnte morgen Kanzler sein…

    • Das würde das Problem nur verlagern. Bis zu Neuwahlen.

    • Gehen sie mal in einen Biergarten, da merken Sie, was wirklich los ist. Aber die Medien sind davon abgekopelt. Im ergebnis steigen die auflagen von Kopp Verlag, Junger Freiheit und Compact.

    • Das sehe ich auch so
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    • @Philomena - Druck durch Sturz Merkels
      Zu schön um wahr zu sein. Dies würde allerdings einen Teil des von mir genannten Schweigens und der Handlungsunfähigkeit aufbrechen. Gerade die CDU und ihre Noch-Wähler müssten bekennen, wofür sie wirklich stehen.

    • Was ein ziemlicher Aderlass werden würde, nehme ich an.

    • Weil
      der Marsch durch die Institutionen erfolgreich war. Gerade die Besetzung von Posten in Erziehungs- und Bildungsinstitutionen (Kindergarten, Schule, Uni, …), dem ÖRR, den nichtstaatlichen Medien, der Verwaltung und der Rechtsprechung wirkt sich so aus, dass in eurem Land ein ähnlich sozialistisches Bewußtsein wie bei uns vorherrscht (dazu habt ihr noch die Öko…, die es euch noch richtig besorgen werden -> 2030 hehehe) – und das wird noch Jahrzehnte vorhalten. Nimmt man noch das sozialistische Potential hinzu, dass durch die Wiedervereinigung mit dem Bruder- und Schwesternvolk bis in einflussreichste Ämter gelangt ist und sieht das alles auf der – von euch so geschätzten – Basis der christlichen Schuldkultur (Schuldkult), weiss man warum das so ist. Vorwärts bis zum Sieg!

    • Dann wird halt der Main die Grenze und Frankfurt, weil es nicht einsehbar ist, abgerissen. 20km Sicherheitszone nördlich des Flusses und den Rest den Barbaren überlassen. Deutschland ist eh zu gross.

      Nein, ernsthaft: Das Land zerbricht.

    • Titel eingeben
      > Gehen sie mal in einen Biergarten, da merken Sie, was wirklich los ist.
      > Aber die Medien sind davon abgekopelt.

      Ich bin ja immer noch der Meinung, es wird erst richtig, richtig schlimm werden müssen, damit sich was ändert. Und das Zeitfenster dafür schließt sich demographisch. Irgendwann wird es einfach zu spät sein. Wenn man sich so manchen aktuellen Leserbrief in der Printfaz anschaut, hauts einen glatt aus den Kothurnen wie wenig Realitätssinn so mancher Zeitgenossen zu haben scheint.

      Noch’ne OT-Ergänzung:

      Haben Sie das hier schon gesehen? Bin bei danisch drüber gestolpert: die Genderia metastasiert mittlerweile schon bei WordPress (oder versuchte es):
      http://www.perun.net/2016/10/21/warum-es-wichtig-ist-dass-wordpress-frei-von-ideologien-bleibt/

      Beim Jupiter, die Spinnen doch alle miteinander!

    • Ja. Zum glück hat die wikipedia die rosabraunen Gendertotalitären vor die Tür gesetzt, aber bei WP sind sie am Werk.

    • Philomena, ich wünschte es und verwünsche mich dafür
      Ich kann mir allerbestens vorstellen, wie das ausgehen wird. Offenbar ist mir dieses Land mittlerweile so egal dass es mir nichts mehr ausmacht.?
      Deshalb ver-wünschen.

      Wünschen? Weil ich dann mich erfreuen werde am Rumgeeiere der CDU, wenn diese in Wirklichkeit auf die AfD zustürzt, als einzig mögliches Gegengewicht für die Zeit nach den Wahlen in 2017. Also die CDU-AfD-FDP-Koalition. Gegen die Einheitspartei RRG.
      Wäre doch irgendwie gut, dann hätten wir endlich wieder ein Zweiparteiensystem.

    • Ich wünsche RRG viel Erfolg!
      Wären Neuwahlen, ich würde SPD wählen.
      Dann hätten wir endlich wieder eine vernünftige Opposition und die ehem. bürgerlichen Parteien könnten sich zu bürgerlichen Parteien entwickeln.
      Nach einer Legislatur würde Gabriel ohnehin wieder abgewählt und wo ist die Gefahr von RRG? Der fleißige (besser-)verdienende Bürger wird so oder so ausgebeutet.
      4 Jahre RRG ist besser als ein Parlament ohne bürgerliche Interessenvertretung.

    • Sturz
      Ich frage mich nur, @ Ernst Wilhelm und Uwe Dippel, warum gerade die LINKE das anstrebt. Die haben doch Beifall gespendet wegen Merkels Flüchtlingspolitik. Sind sie nun sauer, weil Merkel (etwas) zurückrudert, oder warum? Im Grunde hat nur Seehofer interveniert, aus welchem Gedanken auch immer. Ja, kann sein, dass sich 2 Blöcke bilden, dann wäre es vielleicht einfacher für die Wähler.

      @ Ernst Wilhelm, mit dem Spruch, den Sie zeigen, bin ich aufgewachsen. Es ist was dran.

  11. Schiller: Off Duty
    Die durch frühkindliche Erziehung beigebrachten Flötentöne »Omama Merkels« werden schon bald durch den »ham-harām-tierenden« Innenminister zu Scheinbestandteilen der Datsche Deutschland erklärt:

    »Sie waren, sie sind, sie werden sein – zum vorübergehenden Zweck mit einem Staatsvolk oder Staatsgebiet verbunden.«

    Apropos Volksfürsorge:
    Bundesweite Berichte über geschönte und gefälschte Kriminalstatistiken.
    Das Gutachten (Übergriffe Köln) von Dr. Rudolf Egg – bisher folgenlos.

    • Und Herr Jäger ist auch immer noch im Amt.

    • Titel eingeben
      Und den Statistiken glaubt kaum noch wer.

    • Wie? Geschönte Statistiken?
      Das kann gar nicht sein,
      weil in der letzten Woche WDR 2 gemeldet hat, dass die Anzahl der Einbrüche zurückgegangen sei in NRW.
      Das kam direkt als zweite Nachricht, nach der Meldung über einen erfolgreich verknackten lumpigen, schäbigen Hassverbrecher, der sich bei Facebook geäussert hatte.
      Mit der Wirtschaft geht es übrigens auch steil nach oben, nach dem letzten Platz beim Wirtschaftswachstum im letzten Jahr.
      Nicht vergessen: Nächtes Jahr zwei mal die Muttis wählen…

      PS:
      Bin ich zu alt für diesen Propagandamist (46), oder warum fällt mir das immer mehr auf und schlucke das nicht mehr?

    • Titel eingeben
      „Bin ich zu alt für diesen Propagandamist (46), oder warum fällt mir das immer mehr auf und schlucke das nicht mehr?“

      Nee, nicht zu alt. Ich bin – himmelhilf – 71 und tu mir diese Propaganda auch nicht mehr an und informiere mich eher bei Fefe etc.
      Ist aber gut, wenn man früh anfängt, zu zweifeln.

  12. Prägung
    Die Kanzlerin hat eben auch ihre Identität, daheim bei Pastors wurde blockgeflötet und dhristlich gesungen und im FDJ Fähnlein intonierte sie das „Ja, musst du denn im Hinterhofe kleben, da scheint zu wenig Sonne herein; auch du kannst auf der Sonnenseite leben, es gibt für alle Glück und Sonnenschein.“ Sie war also schon früh mit kultureller Diversität vertraut. Glück für alle, sei es nun die Currywurst oder Halal, das ist ihr ehrenwertes Motiv. Sie vergönnt sicher auch ihnen ihren Erdäpfelknödel, und dem Bauern seinen alten Traktor und allen alles. Bloß Kohls Saumagen scheint ihr nicht recht geschmeckt zu haben. Meinten sie eingangs ihrer Epistel übrigens „unteren“ oder „unseren“?

    • Ähm, da muss ich kurz nachschauen, aber „unteren“ klingt mehr nach meiner Neigung zur Diskriminierung.

  13. Entscheidend ist, was hinten rauskommt.
    Yep, Personen, die sich noch an einen Bundeskanzler erinnern können, der nicht Kartoffel sondern Birne genannte wurde, die hören noch die Worte, die diese Birne in fast jeden zweiten Satz fallen ließ. „Europa“, „Verantwortung Deutschlands“ „Gnade der späten Geburt“, etc.
    D.h. die Birne hatte noch so etwas wie historisches Wissen in der Birne.

    Bei seiner politischen Tochter, die man Mutti nennt, ist diese Historie aus der Birne irgendwie irgendwo entschwunden. Die Geschichte beginnt und endet dort irgendwie irgendwo im Jahre 0, Historie ist reduziert auf Religion, und die Nation dann dort, wo für Mutti die Geschichte beginnt: Im Jahre 0.

    Das ist dann letztlich bei allem doch recht konsequent, und vielleicht steckt dahinter auch ein ganz großer Plan, endlich wichtige Frage nach der wahren Religion auszufechten: So ein kleiner 30 Jähriger Atom-Krieg zwischen Christen und Islamisten wäre ja vielleicht dann doch irgendwann vor der Tür und wenn nicht jetzt warum dann warten.
    (Bleibt halt nur abzuwarten was der Atheist im Osten dazu sagt, der will ja auch immer mitspielen)

    Whatever, nach dem großen Krieg werden wir dann endlich wieder bei Null anfangen und uns der alten Tradition der Kartoffelaufzucht widmen können.
    Potato-age anstatt stone-age klingt ja auch irgendwie nach Neuanfang….

    • Man kann ihr das nicht mal vorwerfen, die DDR hat die Bürgerlichkeit nach Kräften vernichtet und das ist dann halt das Blockflötenergebnis. Ich war hier mal auf dem Jahrestreffen der ortlichen Käsereigenossenschaft: Ds sind alles Bauern, da hätten Sie aber nie solche dummen Sprüche gehört. Currywurst. Ja du lieber Himmel.

    • I'll tell you the first problem. The names of your countries are too long.
      Nun, ja, aber:
      Gerade die DDR war doch dieses kleine Land, wo einzig und allein die Grenze identitätsstiftend wirkte. D.h. nur wegen der Grenze blieben alle drin, im Land. Vielleicht auch eher wegen den Schießanlagen, Minen und Schäferhunden..aber man weiß es nicht so genau.

      Whatever, dass Merkel dann die ist, die die Grenzen abschafft, ist dann doch nicht so einfach aus der Sozialisation ihrer Kindheit, eher dann doch über das Trauma der Kindheit zu erklären. Merkel wäre dann wie all die vielen aktuellen Allahu Akbar Messerstecher eine psychisch gestörte Person…aber, so etwas wäre völlig außerhalb des erlaubten Denkens und daher nicht denkbar und somit falsch und ich habe so etwas niemals behauptet und wer etwas anders behauptet der behauptet Unwahres und ist nicht unter 5 Jahre Zwangsmitarbeit in der Kohane Stiftung zu bestrafen.

      Andererseits wäre es dann doch denkbar und sogar möglich es hier und jetzt in aller Öffentlichkeit zu schreiben:
      Die sind einfach hinein in ein Europa gelaufen und haben dabei die Nation eingerissen um dann festzustellen, dass das Europa noch gar nicht fertiggestellt wurde, als sie ankamen.
      Europa als BER Desaster.
      So einfach kann die Welt sein.

  14. Dass jemand ablehnt Schweinefleisch zu essen
    ist ja noch nachvollziehbar. Warum? Nun, zunächst hat Schwein mehr Cholesterin, Harnsäure und vor allem Östrogen als beispielsweise Rind. Schwein ist, vermutlich bedingt durch den Umstand, dass das Tier kein Widerkäuer ist, nicht so homogen durchblutet wie Rind (Farbe!) und transportiert daher Schadstoffe weniger gut ab (und setzt aus diesem Grund auch leichter Trichinen an). Eine Falle für die Männlichkeit ist vor allem das Östrogen, das bei dem Säugetier Schwein generisch recht nah beim menschlichen Östrogen ist und daher in unserem Körper eine ähnliche Wirkung entfaltet. Östrogen ist ein weibliches Sexualhormon, das als Gegenspieler des männlichen Testosterons dieses verdrängt, also nachteiligen Einfluss auf die Männlichkeit hat. Warum hat Schwein mehr Östrogen? Weil man das männliche Schwein erst gar nicht essen kann: Eber=dicke Klöten=Fleisch schmeckt nach Urin. Daher kommt in den Handel nur Fleisch von Sauen oder kastrierten männlichen Tieren und dies enthält, neben den genannten Schadstoffen, eben viel Östrogen.
    Also, kein Schwein für mich (ich hätte Angst um meine Gesundheit und würde befürchten, schwul zu werden). Sonst jedoch bin ich ein großer Fan bayerischer oder auch österreichischer Esskultur: Apfelstrudel, Semmel- und Serviettenknödel, Kaiserschmarrn, echtes Wiener Schnitzel (vom Kalb), a gscheiter Rindsbradn: Mhhhhhhhmmmmm! Ich bin grundsätzlich tolerant gegenüber internationaler Küche, aber nicht gegenüber allem was sich an fremden kulturellen Gebräuchen hier so breit macht. Kein Volk konnte sich je ganz gegen die Welt abschotten. Nicht mal zur Nazizeit (oder besonders da nicht: viele Fremdarbeiter!) war das so. Ich wende mich aber gegen eine erzwungene Überfremdung und die totale Preisgabe eigener Identität. Keinem Volk kann es gut tun, wenn es seine Grenzen öffnet und einen indiskriminiten Zustrom von Ausländern, oft mit zweifelhaftem Hintergrund, zulässt. Ein solches Volk kann nicht respektiert werden und verursacht Probleme für sich und andere (siehe Ungarn, siehe Brexit). Migration muss maßvoll und kontrolliert ablaufen. Ich hätte hier, in meiner Heimat (und zu dem Begriff stehe ich, und wie!) gern meine Ruhe und das Gefühl, sicher leben zu können. Wer Kriminalität mit Weltoffenheit gleichsetzt hat zu viel Lindenstraße geguckt. Ich hätte auch mal gern wieder einen Tatort ohne Quotentürken (ich habe nichts gegen Türken, wenn es nicht zu viele werden), mit normalen Themen, ohne Migrations- und Multikultikitsch.
    Definitiv noch unappetitlicher als Schwein ist der Zustand unserer Republik. Man macht sich Sorgen um die Pressefreiheit (die Presse sollte aber nicht die Freiheit haben, sich von den Regierenden vorschreiben zu lassen, was sie schreibt und berichtet), um Meinungs- und Redefreiheit, um Gewaltenteilung (Richter müssten, wie in anderen Ländern zum Teil üblich, vom Volk gewählt, nicht von den etablierten Regierungsparteien bestimmt werden) und ganz insgesamt um die Demokratie. Als echtem Gourmet goutiere ich keinen Einheitsbrei, daher hätte ich in diesem Land gern wieder eine (bürgerliche) Opposition, die diesen Namen auch verdient. Keine Blockflötenpartei à la DDR (wo Angie ja herkommt). Ich hätte gern sichere Grenzen, maßvolle Migration, Erhalt der Heimat und ihrer kulturellen Werte (was keineswegs in Gegensatz steht zu Weltoffenheit und Toleranz gegenüber Gutem-aber nur dem!), Geborgenheit, Rechtssicherheit (Regierende MÜSSEN sich ans Grundgesetz und andere Gesetze/Verträge halten und dürfen die nicht einfach umgehen, auch nicht für eine vermeintlich gute Sache),eine funktionierende Demokratie: ich denke, das ist nicht zu viel verlangt.

    • Ich könnte kein Fleisch mehr essen, egal woher. Wirklich nicht. Brrrrrrr.

    • Schweinebraten
      @Harry Charles: Vielen Dank für Ihre Ausführungen zu Östrogen – da in den Wechseljahren der Frau der Östrogenspiegel abnimmt, sollte ich vielleicht mehr Schweinebraten bzw. Schäufele essen – aber im Bier soll ja auch Östrogen enthalten sein. Der Ernährungsplan klingt gut.

      Lindenstraße und Tatort – seit vielen Jahren unerträglich wie auch sonstige deutsche Filme, die ins Kino kommen (aktuell: die Hartmanns oder so ähnlich). Pädagogische Zeigefinger und moralisierende Belehrungen erzeugen bei mir nur noch Reaktanz und das Bedürfnis, sofort ein Gegengift in Form von ein paar Folgen Little Britain oder Absolutely Fabulous einzunehmen …

    • Titel eingeben
      so ein zugewanderter Preiß hat sein Lokal ruiniert,

      er macht einen Steak Abend – mit Kotlett ohne Knochen – wü….

    • @ Harry Charles
      „Also, kein Schwein für mich (ich hätte Angst um meine Gesundheit und würde befürchten, schwul zu werden)“.

      Na, da stehen Sie ja mit vielen unserer muslimischen Neubürgern intellektuell auf einer Stufe.

      „Eine Falle für die Männlichkeit“ -in die scheinen Sie trotz Schweinefleischverzichts, leider schon getappt zu sein…

    • das geht an die nierchen
      Also Don, ein bisschen ist das ja Käse, a Mordsschmarrn, oder? Wenn man von den Bauern hier schwärmt (zu Recht), dann kann man auch deren Rindfleisch verzehren. Und Förster und Jäger haben wir auch ordentliche.

      Sie wollen das nicht essen. Okay.

      Ich hatte meine Hoch-Zeit mit Rind zu Zeiten von BSE. Wir hielten eine kurze Familienkonferenz während des Preisverfalls, beschlossen, dass der Keim ohnehin im Bindegewebe und Hirn sitzt und selten überhaupt in Bayern (es gab ein paar Ausnahmen – damals hat der Herr Seehofer gelernt, Grenzen zu ziehen) und hauten die ganze Gefriertruhe voll mit Rinderfilet. Herrlich. Als der Hype wieder abklang, machten wir sogar Tatar und Carpaccio daraus.
      Ich will Sie nicht missionieren, kann ich gar nicht, aber so ein Salat oder eine Pasta mit ein wenig Bove, auf die burgundische Art zubereitet, oder ach, der Feldsalat mit der Kalbsleber, schön kross – ich hör schon auf, weil die Leber Ihnen zusetzt. Aber das ist kein Fleisch! Und das saure Lüngerl, womit man’s den Leuten echt austreiben kann, wie auch die Nierchen, die nicht gut gespült wurden oder das Bries oder Kalbshirn: Kein Fleisch!

      Na gut, der andernorts charmant genannte Vogerl- oder Nüsslisalat schmeckt auch vorzüglich mit Schwammerln. Und die Schwammerl auch mit dem Semmelknödel, womit ich zurück beim Thema bin. Wobei so ein Kartoffelknödel mit rheinischem Sauerbraten oder ein sahniges Püree mit Tafelspitz (alternativ die Bratkatos), nun ja, lassen wir das.
      Nach der Haxe oder dem Sauerbraten braucht man einen Schnaps und nicht nur einen. Da das auch ausfällt, verstehe ich das partiell.
      Außerdem geht nichts über den Kaiserschmarrn. In dem legendären Gut, wohin sich ein berühmter Mann aus München begeben hat, am Nordende, gibt’s übrigens sehr guten, 1a, mit zwei Röstern, wenn man will.
      Schönes Wochenende

    • Titel eingeben
      1. @dolm: ich mag krachledern. Und genau daher mag ich auch kein Schwein. Die Knochen im Kotelett machen den Braten nicht fett, nicht wenn durch die im Fleisch enthaltene Weiblichkeit sonst alles weich wird.
      2.@krächzit: Ob ich in eine Falle reintrete wollen Sie bitte mir überlassen. Ich lasse mir nicht aus der Ferne sagen wo ich hinzutreten habe oder nicht. Das Um-die-Fallen herumtanzen macht viel Spaß. Bei unzureichender Betrachtung läuft jemand Gefahr anzunehmen man trete hinein. Muslim bin ich nicht-weit entfernt. Ich bin vielmehr glühender Anhänger von Donald Trump. Leider wohlerzogen, aber das kann man ja ändern. Ab sofort wird hier auf ultraprimitiv haudruff gemacht. Und Frauen in ihrer unendlichen Entschlusskraft sei gesagt: wenn sie den Neanderthaler wollen können sie ihn haben. Ich esse zwar kein Schwein, versuche aber mehr und mehr eins zu werden (Prinzen: „du musst ein Schwein sein..“). Charakterlich wie ein solches, in allem anderen raging bull-das ist mein Ideal. Und jetzt können Sie gerne in Süffisanz versinken ob so viel verblödeter Männlichkeit. Ich lach mir eins und sehe zu wie der ganze Zirkus im Müll versinkt.

    • "Migration muss maßvoll und kontrolliert ablaufen."
      Sie haben Recht – und bei „Einwanderung“ nach Kanada oder Australien wird das ja auch so gehandhabt.
      Bei uns läuft „Zuwanderung“.
      Jeder, der einen Puls hat und es über die Grenze schafft, darf rein. und bleiben. Und wird alimentiert.
      Was dünkt die Gutmenschen die, die auf dem Weg bleiben? Natürliche Auslese? Und was an den Grenzen südöstlich von uns passiert? Oder denken Sie, das geht ab ohne Blutvergießen? Und Idomeni war nur gestern?
      Bassam Tibi: Europäisierung oder Islamisierung
      http://www.bassamtibi.de/?page_id=1099

  15. Passt scho
    Lieber Herr Don,
    Danke für die schöne Darstellung, und das Foto
    von dem „Krone“-Anhänger, der mit dem andren
    Namen hätte wieder das Kopfkino der
    Nichtintegrierten angekurbelt…

    • Man spricht hier noch Deutsch!

    • "Man spricht hier noch Deutsch!" - Geldstrafe und Sperre
      So ein Ausspruch gilt im ländlichen Raum Norddeutschlands bereits als Rassismus und Diskriminierung und wird mit einer Geldstrafe und medialer Skandalisierung belegt.

      http://www.noz.de/lokales/el-sport/artikel/796460/fussball-schiedsrichter-nach-diskriminierung-gesperrt

    • Oha. Also, ich würde Asyl in Bayern suchen.

    • Das Deutsch der NOZ
      ist auch nicht gerade stabil:

      „Der Unparteiische soll sich während des Fußballspiels in der 1. Kreisklasse Mitte zwischen dem Haselünner SV und Groß Hesepe diskriminierend *gegenüber eines syrischen Spielers* des HSV geäußert haben.“

      Journalisten können heute den Genitiv nicht mehr vom Dativ unterscheiden. Die Unsitte, den Genitiv immer dort einzusetzen, wo er nicht hingehört, wird manchmal noch übertroffen durch einen Dativ, wo ein Genitiv hingehört („gedenken dem …“). Es liegt wohl daran, dass die Leute überhaupt keine klassische Literatur mehr lesen, keine Grammatik beherrschen, und sich sagen: „im Zweifelsfall Genitiv, das klingt jedenfalls nicht ungebildet“. Und das breitet sich über die Medien aus wie ein Ölfleck. Vielleicht aufgrund des populären Titels „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, den die Leute wahrscheinlich auch nicht gelesen haben.

      Sie sehen, für mich ist die deutsche Sprache mit ihrer ganzen geschichtlichen Entwicklung der essentielle Kern unserer Kultur, für dessen erhalt wir nur selber sorgen können.

      Übrigens – müssen Schiedsrichter jetzt Arabisch, Tschetschenisch, Dari, Twi und Suahili beherrschen, um diskriminierungsfrei urteilen zu können? Es tobt das Gutmenschentum.

  16. Freiheit der Essensaufnahme
    Ich persönlich spüre zwar kein Verlangen danach, aber
    Hunde, Katzen und Affen sind schon seit 2010 verboten.

    • Gut, in gewissen Grenzen der guten Geschmacks.

    • An Emsland:
      Der Sportjournalist kann selbst kein vernünftiges Deutsch. Es muss „gegenüber einem Syrer“ heißen und nicht „gegenüber eines Syrers“. Aber das lernen Abiturienten zumindest in Hamburg und Berlin ohnehin nicht mehr. Ist auch überflüssig. Hauptsache man versteht sich untereinander.

  17. Das ist zwar alles wahr ...
    … und schön beschrieben, aber ich gebe zu bedenken, daß der ganze Vorgang aus 2 Gründen illegal sein könnte:
    Der CO2-Ausstoß eines 1972er Traktors liegt ziemlich sicher über allen inzwischen gezogenen Limits und führt infolgedessen unmittelbar zum Aussterben der autochthonen Bevölkerung.
    Und natürlich darf man in D nicht einfach so die Kartoffelsorte anbauen, die zum Boden paßt und den Leuten schmeckt. Man muß eine von den wenigen Sorten nehmen, die von irgendwelchen Saatgut-Multis (in enger Zusammenarbeit mit RHS-basierten Behörden) genehmigt worden sind.
    Vor dem Hintergrund kann ich verstehen, daß der Don den Namen seines Lieferanten nicht nennt.
    Den Kartoffelkrieg hat Preußen übrigens gewonnen, wofür ich um Nachsicht bitte, falls die Wunde noch nicht verheilt sein sollte.
    Gruß aus dem Norden K

    • Natürlich nenne ich den nicht. Das geht hier keinen was an, welche Sorte ich esse, und wie der Samen in die Erde kommt und woher.

      (Irgendwann schauen wir uns auch mal eine nur so halblegale, aber bei örtlichen Potentaten sehr beliebte Obstlerherstellung an)

    • Stimmt nicht
      Das Nachzüchten von Kartoffeln ist nicht mehr reglementiert. Und dass es Saatgut-Konzerne gibt, beklagen vielleicht alle möglichen Ökos, VTler und ein paar Bio-Züchter, aber ganz sicher nicht die meisten Landwirte. Dass es dort keine große Sortenauswahl gibt, ist auch nur ein Gerücht. Es ist schon grotesk, wenn man als Saatgut-Kunde beim Essen von fachfremden Wikipedia-Experten zu hören bekommt, man würde von dem Konzern unterdrückt oder abhängig gemacht.

    • Die Saatkartoffel oder Pflanzkartoffel …
      kommt in die Erde ;-)

    • @Stefan
      Hat irgendwer das bestritten? Es dreht sich bei der Kritik an Saatgutherstellern ja nicht nur um Kartoffeln und der erwähnte Kartoffelbauer wird auch nicht nur Kartoffeln anbauen, es sei denn er macht da Nebenerwerb. Die Sache mit dem Sortenschutz hat sich aber für abgelaufene Schutzfristen erledigt. Das war die Geschichte um die „Linda“, die immer noch immer wieder in den Medien und Foren auftaucht, aber überholt ist. Der Landwirt kann seine Saatkartoffeln selbst zurückbehalten und kann auch prinzipiell aus der eigenen Ernte z.B. für Getreide das Saatgut machen. Nur machen das die wenigsten.

  18. Danke ...
    … der Text spricht mir aus der Seele.

    Es gibt sicher schlimmere Fehlgriffe der Regierung als das Schweinebraten- und Blockflötenstatement, aber gerade diese beiden sind m.E. geeignet, als mediale Embleme dieser Zeit zu überdauern, wie der Kuchen, den man doch essen könne, wenn kein Brot da ist, die Mauer, die zu bauen niemand die Absicht hatte oder der totale Krieg, den wiederum ja alle wollten.

    • Es sind die Kleinigkeiten, bei denen man tief blicken kann.

    • oder ... die Alternativlosigkeit, ... die Marktkonforme Demokratie, oder: die deutschen Grenzen
      sind nicht zu sichern, das sind 3700km… (als es darum ging die Grenze zu Österreich zu kontrollieren…

      Man kann Frau Merkel nicht vorwefen, daß sie ihre Erkenntnis nicht dem deutschen Volk nahebringen will.
      Sie hat kein Vermittlungsproblem, sondern paradigmatisch für die derzeitige Politkaste ein Demokratie-Verständnisproblem.

      Man sollte durchaus genau hinhören, wenn die Hohepriesterin des nudging zu uns Sterblichen spricht (dekretiert).

    • Patrick
      Mir fällt auf, dass bei all diesen sicherlich berechtigten Merkel Beschimpfungen etwas ausnahsmos, dafür aber um so stillschweigender, unter den Tisch fällt.
      Diese Dame fiel weder aus dem Himmel herab, noch hat sie sich an die Macht geputscht, sondern wurde stets mit mehr oder weniger grossen Mehrheiten vom deustchen Wahlvolk in demokratischen, legitimen Wahlen freiwillig gewählt.

      Ich weiss ja nicht, aber von meiner Warte scheint es wie ein extrem schlechter Witz, dass diejeingen die sie „damals“ (in grauer Vorzeit???) immer gewählt haben und ihr jetzt die Schuld für die ja nur selber verursachten Probleme in die Schuhe schieben, sich jetzt alle für fähig halten, demnächst komptentere Nachfolger zu wählen.

      Könnte es also nicht sein, dass das von ihnen korrekt diagnostizierte „Demokratie-Verständnisproblem“ auch ausserhalb des Kanzleramtes weit verbreitet sist?

    • Das sehe ich genauso wie Du das siehst , TDV!
      Anders als bei A.H., der immerhin noch ein Ermächtigungsgesetz brauchte, um sich an die Macht zu putschen, hat A.M. das alles am Parlament- ohne Widerspruch der gewählten demokratischen Instanzen und im Wesentlichen bis heute ohne Widerspruch ihrer Wähler erledigt.

      Zudem wurde sie immer zuverlässig gewählt von jenen Bürgern, die nun ihre Bürgen geworden sind.
      Als Zyniker, der ich inzwischen angesichts der sogen. westdeutschen Demokratie und der demokratischen Genügsamkeit ihrer Wähler (im Westen!) zunehmend im politischen Bezug werde, neige ich dazu zu sagen: geschieht ihnen allen recht!
      Leider sind aber auch 40% dabei, die diesen Merkel-Modus des Nichtdenkens und der Obrigkeitsstaatlichkeit und Staatsgläubigkeit nicht gewählt haben.

      Zu Zynismus also keinen Grund, denn wir alle müssen die Suppe auslöffeln!

      Und selbst wenn der eine oder andere (wie bspw. ich und meine Familie) auswandern oder schon im nichtEU- Ausland leben. Das ist nicht schön, sein Vaterland zu verlieren und nicht zu wissen, wie man es aufhalten könnte! Politisch wäre einiges möglich, abe rdie Menschen wollen ja im Eigentlichen keine Veränderung ihres Denkens. Und Merkel hat ja jetzt versichert, daß wir mit Blockflötenspiel und einigen abgelesenen Weihnachtsliedern die Misere beiseite schaffen können…. Also- wird sie ziemlich sicher wieder ~gewählt~

    • @Patrick
      Ich wollte, sie hätten weniger Recht.

      Da ich mittlerweile etliche andere Länder wegen der Jahre meiner dortigen Aufenthalte kenne, weiss ich, dass es kaum Besseres als Mitteleuropa gibt. Aber mir sagt meine Erfahrung, dass „Heimat“ nur eine Idee ist, die umso mehr Bedeutung hat, je weniger man vom Rest der Welt kennt. Wenn überhaupt so ist Europa meine Heimat, weil ich dessen Kultur aufgewachsen bin, und vergleichbares nirgends gefunden habe.

  19. Integrationskapazität
    Auch dieser Beitrag trifft m.E. voll den Punkt, danke D.A. – Im bayerischen Oberland z.B. existiert eine überaus reiche Kulturtradition, aber das Wesentliche liegt dem oberflächlichen Beobachter verborgen sozusagen unter der Erde – wie die Kartoffelknolle. Ihre lange Geschichte, teils durch die Freisinger Traditionen und andere Aufzeichnungen der Klöster gut dokumentiert, ist auch den einfachen Menschen durchaus gewärtig. Und sie wird geschätzt und vielfältig gelebt. Sogar an die Oldtimer-Bulldogg-Events mag man denken. Der Ersatz der Muskelkraft durch die Traktoren beginnend in der Nachkriegszeit war für die Bauern eine wunderbare Entwicklung.
    Diese Kultur in ihren zahlreichen Ausprägungen gerät zunehmend unter Druck durch ein Gedankengut, das diesen Namen eigentlich nicht verdient. Wer aus der alten, erfolgreich aufstrebenden Bundesrepublik in die DDR emigriert ist, der mußte schon ideologisch sehr stark geprägt sein. Sonst konnte man den Gegensatz dieses wirtschaftlichen und kulturellen Bankrottstaates (inklusive Käfighaltung durch Mauerbau) nicht im Kopf unterbringen. Für das Erspüren feiner, mycelliumsartiger Kulturelemente ist da kein Platz. Und solche Prägungen gibt man an die nächste Generation weiter, die sie mitunter z.B. in Gestalt der „Wiederkehr des Verdrängten“ (Freud) sogar verstärkt.-
    In diesem Widerstreit kommt es natürlich auf die Mengenverhältnisse an. Die letzte Völkerwanderung hatte (mit dem Niedergang es römischen Reiches) einen jahrhundertelangen Kulturverlust zur Folge. Die damaligen Einheimischen flüchteten auf die Berge und bauten Schutzmauern (so entstanden die Burgen) oder auf Inseln (woraus später u.a. Venedig wurde). Es gelang nicht, die Einwanderer auf das Niveau der angestammten Zivilisation zu heben, sondern die vorherige Zivilisation brach unter dem Ansturm zusammen. Die öffentliche Unsicherheit ließ den Feudalismus als koexistierende Parallelgesellschaften entstehen. –
    Schauen wir heute auf große Städte wie Kairo oder Istanbul, sehen wir ähnliches. Um 1900 hatten sie gerundet 500.000 Einwohner, in den 1950ern, mit etwa zwei Millionen funktionierte die Stadt noch. Heute, mit Gebilden von vielleicht 15 Millionen Einwohnern ist von der früheren Stadtkultur nichts geblieben. Slums, Favelas usw. Und daneben Gated Communities.
    Mit der CDU/CSU-Politik der offenen Grenzen kommt eine solche Entwicklung auch auf uns zu. Auch ich halte Parallelgesellschaften für wahrscheinlich. Haben wir nicht in Gestalt des linken Mobs rund um die heutige Regierung bereits eine selbstgezüchtete Parallelgesellschaft?

    • Gut, fairerweise muss man sagen, dass die Römer die Foederati teilweise selbst gerufen haben, weil sie zur Reichsverteidigung zu schwach waren. Ausserdem hatte die Kultur ein paar grobe Webfehler: Als Expansionsmodell erfolgreich, als langfristige Multi-kulti-Gesellschaft aber ein Fehlschlag. Bei uns sehe ich jetzt schon, dass wir in miesbach rund 1/4 der Asylbewerber im letzten Jahr „verloren“ haben – die sind jetzt vermutlich in irgendwelchen Städten des Nordens, und das ist auch das Ziel. Es wird welche geben, die sich integrieren (7 von 8 verbliebenen Asylbewerbern in Gmund sind dank der vorzüglichen Leistung und der eigenen Bereitschaft in Arbeit), andere werden Berlin wie Kairo aussehen lassen.

    • Gultur
      Das wär schon lustig, wenn ausgerechnet im ländlichen CSU-Seehofer-Bayern die Integration mehr oder weniger auch so klappt wie offiziell gewünscht/geschildert. Aber dafür nördlich des Mains und in den Großstädten im Gegenzug die AfD-Dystopie eintritt. Da täts dann wohl nicht nur die CDUCSU zerreissen. Wobei ich bei so mancher Nord-SPD mittlerweile den Eindruck habe, denen ist es eigentlich völlig wurscht, wen genau sie da jetzt regieren. Hauptsache regieren. Das war mit Labour in Städten von GB wie Rotherham ja ähnlich. Da kriegt der alte Spruch von Brecht anlässlich des 17. Juni in der DDR, nach dem die Regierung wohl unzufrieden mit dem Volk sei und sich wohl besser ein anderes wählen sollte, noch mal eine ganz neue Bedeutung. Wer kaum deutsch kann, und das Land nicht kennt, in dem er lebt, geschweige denn die Politik und Geschichte und Kultur, wer sich dafür gar nicht interessiert, und nur in seinem Islam festhängt, der versteht und kritisiert ja auch nix. Der denkt nur, beim Erdogan und beim Assad wars ja noch schlechter. Als bei Mama Merkel und den Sozis. Das sind Wählersegmentinvestments in die Zukunft, und die die aktuell schimpfen dagegen ja eh auf dem absteigenden Ast. Kann man gepflegt ignorieren. Und Kultur, ja mei… Wagnerfestspiele, Blockflöte. Dös is doch a Kultur. Mehr Kultur geht ja kaum.

  20. Genau so ist das,
    mit der CDU (s. dazu auch Fall „Jenna“)! Danke!

  21. Etwas peinlich, bitte korrigieren!
    Buddhismus hat mit Witwenverbrennung ungefähr so viel zu tun wie Kahane mit Meinungsfreiheit. Wenn, dann wäre diese üble Tradition im Hinduismus begründet. Und hat mit Yoga … siehe oben!

    • Ja, genau deshalb schreibe ich das ja so! Oder glauben Sie, Schweinebraten wäre ein bestimmendes Merkmal unserer Kultur?

  22. Nachdem die Wallonen jetzt zum "Ja" sagen geführt wurden,
    können wir uns mental schon auf die Ankunft der Idaho-potato freuen. Das leise Abschiedslied für Linda ist ja schon lange verklungen. Und so ein Schweinsbraten aus Lammfleisch ist doch auch was, oder?

    • Das wid man sehen – ich werde dazu auch bald was schreiben.

    • Moorsieglinde schmecken auch.
      Falls Sie in München leben – was ich leider nicht tue – kann ich Ihnen den Kartoffelstand (es gibt einen, der wirklich nur Kartoffeln – und was für welche!! – verkauft) empfehlen. Ansonsten liebe ich Bamberger Hörnle (wie der Don anscheinend auch), allerdings sind sie blöd zu schälen.

    • Moorsieglinde
      Ich meinte natürlich den Kartoffelstand auf dem Viktualienmarkt – habe ich wohl nicht dazu geschrieben. Was das Fleisch betrifft: Da esse ich Lamm tatsächlich viel lieber als Schwein oder Rind. Am besten schmeckt aber Ziege.

    • Infrastruktur
      Da wird die EU wohl in nächster Zeit ihre Füllhörner über die Wallonen auschütten und es wird dort Gold und Silber regnen.
      Neue Strassen werden erblühen und nicht zu letzt werden sich die Taschen der wallonischen Abgeordneten und der brüsseller Regionalregierung füllen.

    • TTIP-Fleisch
      @ FritzSTR
      Nicht nur Idaho-Kartoffeln, sondern auch blitzeblank saubere Chlorhühnchen und leckeres Hormon-Fleisch.

      Weil das ja Östrogene sind, wird das zur Verweiblichung im Sinne des Gendermainstreaming führen, ganz im neuen Trend.

      Soja soll ja auch viel Östrogene enthalten. Die Asiaten essen täglich Soja-Produkte: Tofu etc. und benutzen viel Soja-Soße. Daher wirken die Männer vielleicht etwas sanfter, wirken selten grob, sind nicht besonders muskulös, es sei denn, sie trainieren eine bestimmte Sportart.
      Vielleicht könnte man in Deutschland Halal-Hormonfleisch anbieten.
      Just saying…

    • Hormone überall
      darum sind heute so viele Männer nicht imstande, mangels ausreichender Spermien Nachwuchs zu zeugen.

    • Wallonien ist umgefallen worden,
      aber noch steht Kanada wie ein Mann („wie ein Phoenix“ Karl Kraus):
      http://www.counterpunch.org/2016/10/28/canadians-launch-constitutional-challenge-against-ceta/


    • Die Kartoffeln waren das Einzige, was ich in einem Urlaub in den USA vor ein paar Jahren tatsächlich besser fand. Fleisch, Gemüse: wah, 10x lieber das, was es bei uns gibt. Aber die Kartoffeln, die es dort gab, schmeckten mal wirklich gut kartoffelig und nicht so fad wie die, die ich hier bekomme.
      Insofern habe ich gegen Idaho potatoes nichts einzuwenden.
      Nur meine ich nicht, daß es dafür nun extra TTIP, CETA, TISA und den ganzen Klumpatsch braucht, ein paar Doppelzentner von denen kann man bestimmt auch jetzt schon importieren.

  23. Lustig, was für Sachen manchmal extra betont werden müssen
    Sie können solche Diskussionen auf dem französischen Land über Stunden führen, ohne dass Sie irgendjemand für irgendwie zurück geblieben hält.

    Ganz im Gegenteil: wenn Sie fragen, warum der Nachbar sich weigert, den Käse auf Metallbrettern ausreifen zu lassen (Holz hat was), oder wissen, dass die vielen kleinen Holzhütten in den Bergen meist als Feuerschutz gedacht sind (dann ist nicht gleich das ganze Winterfutter weg) – da können Sie sich als Teil von Familie und Land betrachten.

    Klar, wenn Sie das in Paris versuchen, gucken Sie die Meisten dumm an. Aber wenigstens respektiert man dort la campagne.

    Das Szenario „Le Président empfiehlt der einheimischen Bevölkerung täglich Baguette, Camenbert und billigen Rotwein – zu konsumieren in Baskenmütze und Matrosenhemd. Ohne Rasur.“ wäre da genauso absurd wie hier das Szenario „Schweinebraten bleibt“.

    Aber man müsste sich bei Kritik daran nicht vom juste Milieu anhören, man sei zurück geblieben. Man wäre Inbegriff französischer Hochkultur.

    • Oh - CameMbert natürlich. Peiiiinlich....
      Text eingeben

    • Man kann solche diskussionen auch sehr gut in Bayern führen, auf dem nächsten Wochenmarkt. Natürlich trägt das auch hier zum Ansehen bei. aber so, wie es kommt, zeigt es eben die Spaltung der Gesellschaft in „Progressive“, die burger fressen, Politiker, die ihr volk für Prolls halten, tatsächliche Prolls und Leuten, denen man so nicht kommen darf, wenn man nicht eine Debatte um schlachtviehhaltung an den Hals bekommen will. Aber so etwas Dummes gibt es wirklich nur in Deutschland, wo das Essen bei vielen nicht sonderlich relevant ist.

    • ???
      Gibts denn den wunderbaren Kartoffelstand auf dem Viktualienmarkt nicht mehr?

  24. Horrorclowns
    Das Problem ist eigentlich, dass die Politik mit solchen Aussagen, nach diversen Wählerbeschimpfungen in den letzten Monaten, das Wahlvolk breit lachend verhöhnt ala „deinen ollen Schweinebraten nimmt dir schon keiner weg“ – und damit das Problem mal wieder klein redet.

    Wie wird ihnen das vom als dumpfer Kartoffelesser und seliger Weihnachtstrottel – also hinterwäldlerischer Materialist ohne Moral, der das auch noch für Kultur und Identität hält, bezeichneten Wähler gedankt? Natürlich mit Wiederwahl. Wir werden es sehen.

    Wirklich lustig war aber tatsächlich der Hinweis von AM auf das Blockflötespielen – ich dachte erst an eine Meldung des Postillon. Hat die echt keinen PR-Berater? Oder ist das mittlerweile wirklich alles egal.

    Beim Thema Kartoffeln kann ich als alter Sauerländer auf den Brauch des Kartoffelbratens hinweisen. Erst ein großes Feuer – nein, kein Gas- oder Elektrogrill – richtiges Feuer mit Holz. Hier ist dringend darauf zu achten, nicht-harzendes Laubholz zu verwenden also Eiche oder Buche – keine Birke zum Beispiel. Runterglühen lassen. Kartoffeln in die Asche werfen. Natürlich ohne Alufolie. Später mit Schale und Kräuterbutter essen.

    Die Acrylamid-Diskussion ist an uns Hinterwäldlern natürlich völlig vorbeigegangen…die Sterblichkeitsraten halten sich aber in Grenzen…

    • die Blockflöte ist die uckermärkische Kleinbürgerversion des Kuchens der Marie Antionette, und der Spruch hätte auch genauso irgendwann vor der aufklärung kommen können. Nur ist sie nicht der Fürst, sondern die Macht geht vom Volke aus.

    • @DA
      War es Brecht, der gefragt hat: „Aber wo geht sie hin?“

    • Tja
      @teetrinker
      Diese komischen Satzgebilde zeigen doch nur, daß die Regierenden nur noch hilflos herumrudern. Plötzlich soll Toleranz auch Grenzen haben, gegen die Kinderehe vorgegangen werden, schneller und härter abgeschoben werden, und jetzt sollen wir beim Schweinsbraten Weihnachtslieder tröten, der kulturellen Identität wegen.
      ps. Ob die Gema ein Auge zudrückt, wenn die Kanzlerin Noten verteilt?

      @Don
      Keine Angst, man wird den verbalen Fehltritt zu einer Art Halsbandaffäre umzudeuten wissen. Arme Kanzlerin, ein Opfer von Komplotten und Umständen. Übrigens sind wir hier in Deutschland, gell, da heißt l’Autrichienne immer noch Maria Antonia ;)

  25. Was für
    wunderbare Fotos, Don!
    Danke, einfach herrlich, Kunstwerke, eine Augenweide.
    Grüße aus München

  26. Ihr Kinderlein kommet...
    Guten Morgen, werter Don!
    Wie immer ein Blogeintrag, der den Nagel auf den Kopf trifft. Dafür ein herzliches Vergeltsgott!

    Eigentlich wollte ich mich morgen auf den Rathausplatz stellen, um mit einer Schweinshaxn bewaffnet unsere christlich-abendländische Kultur ganz in Muttis Sinn zu verteidigen. Nach der Lektüre Ihres Beitrages werde ich aber wohl noch einmal in mich gehen:
    Reicht a halbes Kilo Schweinernes?
    Bin ich virtuos genug auf der Flöte, um als Träger meiner Kultur zu gelten?
    Und vor allem – was zum Henker wollte Mutti mit dieser Rede erreichen?!

    Wie Sie treffend beschrieben, erkennt man auf dem Land den aus dem Nachbardorf stammenden Burschen bereits am Gang. (Zum besseren Verständnis: Ich komme aus den Bergen. Da gibt der Neigungswinkel des Leitnhaxns sehr exakt Auskunft über die Hanglage des Geburtsortes.)
    Was für Berliner Slumbewohner für immer unverständlich bleiben wird, ist hier Usus:
    Verbundenheit mit dem Fleckchen Erde, das bereits die Urgroßeltern als Heimat bezeichneten.

    Möglicherweise bedarf es eines größeren Kulturschocks, um auch die Reichshauptslumbewohner davon zu überzeugen, dass blockflötenbegleitete Weihnachtslieder und Sonntagsbraten nicht der Kern unserer Lebensweise sind sondern ein nettes Topping.

    • Da wüsste ich schon etwas: Im Berwald aussetzen und eine Woche lang bei der Annäherung an Siedlungen vergrämen. Ein Guter erkennt dann den Wert des Essens und um einen Schlechten ist es nicht schade und eine gute Diät.

      Mein Lieblingshipster macht ja schon nach 80km Flachtland auf dem Rad schlapp. die könnten einem dankbar sein.

    • Titel eingeben
      Ironischerweise sind Berliner Türken unter 30 tatsächlich alles Ur-Berliner, weil sie hier geboren und auch beruflich tätig sind; gibt es türkische Arbeitslose? ich glaube nicht: immer mehr Läden werden von Türken geleitet (und zwar nicht schlecht).
      Die „deutschen Berliner“, die zogen schon immer und ziehen auch heute noch aus allen möglichen deutschen Landen hierher, …weil’s hier so schick ist? weil sie gelesen haben, dass man hier ungestraft Randale machen kann? wg. Drogen? weil die hausgemachte Berlin-Reklame so deppenhaft gemacht, also die „Richtigen“ anspricht? …oder was weiß ich weshalb.

  27. Aufklärung
    Nicht BANANE aus Kuba, sondern Pampelmuse für Frau Merkel….

  28. Die Trauer des Don Alfons
    Um die Heimeligkeit deutschen Lebens ist herzzereissend. Passt einerseits zu den Ängsten die derzeit in diesem unserem Land Mode sind. So wie das Merkelbashing. Andererseits kennzeichnen sie einen seltsamen Kontrast zu seinen vielen kleinen Fluchten nach Italien. Was ja ziemlich nah an Afrika liegt. Also undeutsche Lebensart, aber bitte nicht zu Hause in der dummen kleinen Stadt an der Donau? Blockflöten und Schweinebraten sind Grund für ächtende Kritik an einer Bundeskanzlerin, die versucht einen Sch…Job mit großem Mut, Stehvermögen und sachbezogen zu erledigen? Für mich ist sie eine Heldin. Die seit zwei Jahren Spießrutenläufen ausgesetzt ist. Wie ich meine, zu Unrecht. Die Völkerwanderung zu verhindern, liegt nicht in ihrer Macht. Zwischen Mexiko und den USA verhindern das nicht einmal Grenzbefestigungen a la eiserner Vorhang. Die tiefe Sehnsucht, keine Veränderungen ertragen zu müssen, hat Gott schon vor dem Urknall in seinem wunderbaren Gesamtkonzept nicht vorgesehen. Die Welt ist nicht unser Eigentum. Sie ist uns nur geliehen. Trotz vorübergehender Nutzungsrechte an einem Jesuitenseminar

    • Trauer? Sie haben mein De-Sade-Reenactment nicht gesehen!

    • Reenactment?
      Tut leid, nur Volksschule, aber dolles Wort.

    • „Nachspielen“

    • Titel eingeben
      Selbst wenn wir die „Völkerwanderung“ nicht verhindern können, müssen wir sie doch nicht noch ermutigen und als was ganz tolles darstellen. Und vielleicht sollten wir auch mal an die Denken, die nicht genug Geld für die Schlepper haben. Die kommen nämlich in der aktuellen Diskussion überhaupt nicht vor, dabei hätten sie den größeren Anspruch auf Solidarität.

    • Für mich ist sie eine Heldin...
      Ganz toll, vor allem, wenn andere dieses „Heldentum“ ausbaden dürfen.

      http://www.focus.de/politik/deutschland/drei-haupttatverdaechtige-wieder-frei-sexueller-uebergriff-von-mehreren-maennern-auf-zwei-frauen-in-freiburg_id_6128471.html

      Wie sagte der alte Luther so treffend: „Auf eines Fremden A…. ist gut durch Feuer reiten!“

    • @ Peter Keul
      Fuer mich ist es etwas peinlich, wenn eine Regierungschefin
      verkuendet, dass sie die Klimaerwaermung stoppen kann, aber
      einer „Voelkerwanderung“ hilfslos gegenueber steht.

      Ihre Verehrung sei Ihnen unbenommen.

    • Grenzsicherung
      muss man halt können aber vor allen Dingen erstmal WOLLEN. Unsere Grenze nach Südkorea ist top in Schuss, ähem. Die Australier haben die Sache auch in den Griff bekommen und für die Verhinderung der Völkerwanderung nach Saudi Arabien hat die EADS die schärfste Grenzanlage der Welt installiert (zugegeben sogar noch besser als unsere) und das Personal wurde von der Deutschen Bundespolizei trainiert. Dass die dekadenten Amis das nicht hinbekommen, wundert wirklich niemanden.
      Vorwärts bis zum Sieg!

    • Wieso passt "die Heimeligkeit des deutschen Lebens"
      Ihrer Meinung nach nicht dazu, andere Orte, Kulturen und Weltsichten zu schätzen? Ihre geliebte Führerin hat genauso wenig wie Sie begriffen, worum es TATSÄCHLICH geht. Und das ist nicht Schweinebraten und Blockflöte zu Weihnachten (pardon Jahresendfeier) und auch nicht das Zurkirchegehen, das sie empfohlen hat, wenn man sich vor der Religiosität unserer „Gäste“ grault. Apropos Kirche: Die Empfehlung wurde wohl nicht gerne gehört in der französischen Gemeinde, in der der Pfarrer von Islamisten geschächtet wurde.


    • @ peter keul
      „Die tiefe Sehnsucht, keine Veränderungen ertragen zu müssen, hat Gott schon vor dem Urknall in seinem wunderbaren Gesamtkonzept nicht vorgesehen.“

      Bei vielen Menschen gibt es nun mal eine tiefe Sehnsucht nach Sicherheit. Sie sind ortsgebunden, weil sie das Vertraute schätzen und ihren Heimatort lieben. Veränderungen müssen sie manchmal trotzdem wohl oder übel ertragen. Davor hat der liebe Gott sie mitnichten bewahrt, wie Ihr Satz das so schön insinuiert. Weil das so ist, muss das doch auch für diese Art Menschen so vorgesehen sein? Oder wollen Sie diese Art Menschen aus dem Schöpfungs-„Gesamtkonzept“ ideell ausschließen?

  29. wenn die finger nicht das machen,
    wie sie sollen:
    …Bestandteile unt(!)erer Kultur…
    …Freiheit des(!) Essensaufnahme …
    …gesondert zu schützen,(!) Dass nun betont …
    …Kartoffelbrei machen (!), oder …
    Im(!) gewisser Weise ist …

  30. Stellt Euch nicht so an!
    Das scheint das Motto derer zu sein, denen das „Aneinander-gewöhnen“ mit neuen, spannenden Kulturen nicht reibungslos genug zu gehen scheint.
    Auch für den Fall, dass ein Zuviel an Chips und Currywurst ihr Werk verrichtet haben, gibt es nun Änderungswünsche.
    „Unsere“ bayerische Landtagsabgeordnete von den Grün*innen, Ulrike Gote, möchte gerade die Sargpflicht, eine lange gewachsene Bestattungskultur, abschaffen und damit „den im Freistaat lebenden Muslimen entgegenkommen“.

  31. NIcht ganz OT: Der Kanzlerinnensturz ist im Gespräch
    Die Linken bzw. Bartsch kommt heute groß raus mit der Überlegung, dass Gabriel, so er denn wolle, Kanzler werden könne, noch vor der Wahl. Mal schauen, ob sich einer traut.

  32. Nun ja...
    …es gab niemals kubanische Bananen, keine einzige wurde jemals aus Kuba importiert, weltweit nicht – das waren ausschließlich Orangen, die aber „Apfelsinen“ hießen, weil sie nicht orange, sondern grasgrün waren. Und die FDJ hatte auch keine Uniform (das waren die vorher, die mit dem H vor dem J), sondern nur das berühmte „Blauhemd“ (wir hatten ja nüscht). Aber dafür war es der alte Preußen-Fritz, der die Kartoffel europäisiert hat, lange vor den Bajuwaren. Und Thüringer Klöße sind sowieso viel besser, genau wie die Bratwürste. So ist das halt mit den verschiedenen Kulturen, Bayern kocht eben auch bloß mit Wasser.
    Trotzdem wieder ein guter Artikel, wie immer. Man muß ja nicht alles wissen…

    • Gab es in der SBZ überhaupt Bananen?

    • Titel eingeben
      Beziehungen schaden immer dem, der keine hat. Ja, es gab Bananen – aber eben nicht für alle…

    • Bratwürste
      Also, in die, die ich direkt an der Wartburg gekauft habe vor ca. 10 Jahren, habe ich nur einmal gebissen. War wohl der falsche Ort.

    • Titel eingeben
      Mit Sicherheit. Man muß halt unterscheiden zwischen Gourmet-Tempel und Touristen-Massenverpflegung…

    • @ Zwergnashorn, wenn man sich, wie Sie, mit der Aussage in den Finger geschnitten hat..,
      hilft evtl. Hämostase per Kartoffelstärke. Aber mehr als copy&paste bin ich nicht bereit zu investieren. Wofür haben wir den Wiki?
      .
      Kartoffel spätestens 1596 in England
      .
      Kartoffeln baute man in Bayern spätestens um 1647 in dem von den fränkischen Hohenzollern regierten Pilgramsreuth bei Rehau an, dann wieder 1649 im Berliner Lustgarten.[
      .
      In Preußen hatte Friedrich II. große Mühe, den Anbau von Kartoffeln durchzusetzen. Am 24. März 1756 erließ er an seine Beamten eine Circular-Ordre und damit den ersten der sogenannten Kartoffelbefehle mit dem Auftrag….
      .
      Bonne journée (DdH)

    • Titel eingeben
      Thueringen isst lecker.
      Thueringer Bratwuerste brauchen aromatischen Rauch um fraenkischen Wuersten nahe zu kommen. Nuernberger (gute) sind noch besser.

    • Orangen, die Apfelsinen heißen
      Eine Apfelsine ist nichts anderes als eine Orange. Es handelt sich bei diesen beiden Wörtern also um Synonyme. Dies zum Beispiel im Gegensatz zu Mandarine und Clementine – damit sind nämlich zwei unterschiedliche Zitrusfrüchte gemeint.
      Die Frucht stammt aus China und wurde im 16. und 17. Jahrhundert in Deutschland Apel de Sina (Apfel aus China) genannt. Früher wurde das Land China mit dem Wort “Sina” bezeichnet. Im Norddeutschen
      Sprachraum festigte sich der Begriff “Apfelsine”, während Süddeutschland “Orange” wählte.

  33. Identitätslose Wiedergänger
    Mein Kompliment zu diesm Artikel!
    Die Frage der Identität st in der Tat eine hochkomplexe und es ist eine populistische Vereinfachung, die an Verarschung grenzt!, was Figuren wie Frau Merkel in die Arena werfen. Letztlich drückt sich darin nur die Verachtung nicht nur des Volkes, sondern jedes Einzelnen aus.

    Identität @ auf Basisniveau ist im Übrigen nicht nur folkloristischer Kitsch, sondern ein hochexplosives Gemisch! Denn diese Pseudoidentität der Deutschen Currywurst suggeriert die Illusion, daß Identität als stereotype Antwort zu haben sei. Sie ist das Gegenteil! Identität ist Befragung (nicht Infragestellung, es sei denn methodisch!). Identität st prozessual und nicht statisch im Currywurst -Verband.

    Im Eigentlich3n zeigt sich in den Reflexen der (nicht stattfindenden) Auseinandersetzung, daß die, die am lautesten Rassismus! schreien, selbst Rassisten sind, ebenso wie ihre Straßentruppe der sogenannten anti-Faschisten bedenklich nah am Gedankengut der Faschisten bauen.

    Sie deuten all das feinsinnig an und man könnte einige Seminare hieraus schöpfen- Stoff wäre genug in der Sache und ihren komplexen Bezügen.

    Das Problem sind allzu einfache Antworten, wie bspw. die der Merkels.
    Wobei es im alltäglichen Umgang durchaus ein komplexes performatives Verständnis von Identität gibt. Wir sprechen ja auch, ohne vorher ein Proseminar über den Personenbegriff absolviert zu haben! Die Blockflöten es Islam braucht es dazu aber nicht!

    Also nochmal: Hervorragender Beitrag!

    • Danke. Ich denke, wer sich informieren will, wie gefährlich Identität ist, sollte sich einfach mal den IS anschauen: Der ist nämlich eine hochidentitäre Bewegung, die auch Erfolg hat. Totaler kann eine Absage an MultiKulti gar nicht sein. Wer aber selbst keine ernsthaften identitären Angebote macht und das einfach erlaubt, hilft mit, solche Bewegungen erst entstehen zu lassen. Und die Verachtung, mit der hierzulande oft über das Land gesprochen wird, macht es natürlich nicht attraktiv, sich dazu zu bekennen.

    • Das Gegenteil, Don, Identität ist nicht gefährlich!
      Identität ist die Befragung des eigenen Herkommens (in all seinen Widersprüchen). Wer das kritisch macht, der baut den effektivsten Schutz gegen Halbwahrheiten und Totalitarismen auf.

      Problematisch sind die Instantpackungen (wie bei Merkel als Ablenkung oder dem IS, der im schlechtesten Sinn Kulturkitsch ist. Was wiederum belegt, daß Kitsch sehr brutal und grausam sein kann), die eben keine Befragung /kritische Sichtung des vermeintlich Eigenen ist, sondern brutal blöde und impotente Behauptung!

      Richtig ist der Verweis, daß der Islam in einer massiven Identitätskrise aufkocht (spätestens seit den napoleonischen Erfahrungen)- ohne allerdings ein kritisches Kulturinstrumentarium zur Verfügung zu haben: Ich würde in diesem Fall eher von einer pathologisch-narzisstischen Fixierung auf den Fehler Mohamed sprechen.

      Dialektisch gesprochen trägt alles im Leben seinen Gegensatz in sich: die Grenze zwischen Liebe und Hass ist manchmal nicht eindeutig. Der Wille nach Totalem Recht ist , wiw wir gerade von unserer Fraktion der Staatsgläubigen Linken lernen einsicherer Weg in die Entrechtung und Rechtlosigkeit.

      Identitätslosigkeit ist eine Gefahr, weil sie nach Instantlösungen verlangt, die als Pseudoidentität Menschen entfremden.
      Identität ist protektiv.

    • sorry, das war eine Erläuterung, kein Widerspruch
      zu Ihrer Anmerkung

    • "Das Problem sind allzu einfache Antworten"
      Es werden doch gar keine „Antworten“ gegeben, die Taktik ist eine andere: kritische Anfragen an politische Praxis werden unterlaufen, indem man sie der Lächerlichkeit preisgibt: Die von Ihnen beschriebene hochkomplexe kulturelle Identität beispielsweise wird zum „Schweinebraten“ heruntergedimmt.
      Oder: Bürger „dürfen“, mit den Worten des Staatsoberhaupts, „das Maul aufmachen“.
      Maul aufmachen, Schweinebraten fressen, Blockflöte spielen und Weihnachtslieder singen – auf diesem Niveau wird Kritik an den bestürzenden politischen Szenarien im wahrsten Sinn des Wortes erledigt.

      , Kritiker werden auf diese Weise verhöhnt.
      In diesem Umgang

  34. Ich mag mich ja täuschen. Aber:
    Nach meinem Eindruck sind die „Refugee Welcomer“s längst im vollen Rückzug. Natürlich mit wehenden Fahnen – es wäre von Menschen auch etwas viel verlangt, öffentlich zuzugeben, sie seien naiv, dumm und historisch a weng unbeleckt gewesen.

    Nach meinem Eindruck sind die Stimmen in den Medien, die unverdrossen offene Grenzen und unbegrenzte Migration fordern, jedenfalls ganz leise und ganz wenige geworden. Mir scheint, ein Grossteil ist jetzt verzweifelt damit beschäftigt, einen (letztlich vergeblichen) Abwehrkampf gegen das sich ausbreitende Wissen zu führen, dass bestimmte Einwanderergruppen natürlich (und vorhersehbar) die Kriminalitätsrate in nicht wenigen Regionen der Republik spürbar und wahrnehmbar erhöhen.

    Und so lese ich die Einlassungen der Kanzlerin, wenn sie nicht völlig verblödet ist, als Ablenkungsmanöver und Hilflosigkeitsgeste.

    Wir werden sehen, ob ich Recht behalte – die nächste Welle der Einwanderer steht vor der Tür und spätestens 2017 wird Italien nichts anderes übrig bleiben, als die Grenzschleusen zu öffnen. Das wird dann der Lacmustest, ob unsere Funktionseliten ihre Lektion gelernt haben oder 2015 widerholen …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • In Deutschland wird einem das nicht erzählt, was da kommt:

      http://www.iltempo.it/roma-capitale/2016/10/26/news/basta-voucher-dateci-i-soldi-la-protesta-dei-profughi-a-roma-1023021/

      Warten wir mal, was los ist, wenn die 300 nicht mehr über die Via Aurelia, sondern über „Unter den Linden“ ziehen und die R2G-Regierung in Berlin sich nicht traut, etwas zu unternehmen, weul auch noch 500 ihrer Antifawähler dabei sind. Berlin wird sich ändern, und ich freue mich darauf.

    • Titel eingeben
      Ja, das wird spannend. Österreich hat nach Jahren des Kaputtsparens wieder entdeckt, dass ein funktionsfähiges Heer nicht so schlecht ist und inzwischen keinen Zivildienstleistenden als Verteidigungsminister mehr. Der neue stellt das erstemal seit über dreißig Jahren neue Jägerbataillone auf und verstärkt die Truppe.
      In Salzburg war zum Nationalfeiertag das Heer mal wieder präsent. Die Stimmung der Bevölkerung war ziemlich positiv.
      Grenzsicherung durch das Heer ist in Österreich ohnehin vorgesehen und Österreich unterstützt auch Mazedonien.
      Ich vermute aber, einem Transportansuchen durch Österreich würde ohne weiteres stattgegeben.

    • Sie täuschen sich nicht, Herr Haupts. Aber:
      Die Grenzen sind immer noch offen und die Migration hält weiterhin an.

      Kontrollverlust und daraus resultierende Hilflosigkeit sind, nicht nur bezüglich der Flüchtlinge, schon seit Jahrzehnten Normalität in diesem Land. Lange vor Merkel hat die Politik das Heft des Handelns aus der Hand gegeben. Ein Ergebnis der, auch im übertragenen Sinne, geradezu inzestiösen Besetzung politischer Ämter. Kein Wunder, daß die Verbindung zur Basis, zum Bürger, dabei auf der Strecke blieb.

      Leider hat dies auch Spuren in der Bevölkerung hinterlassen, die zu keiner Solidarität mehr fähig ist, sobald es um mehr als hohle Phrasen in Sonntagsreden und an Stammtischen geht. So wurden aus universellen Werten Grenzen abgeleitet, die dazu im krassen Widerspruch stehen. Werte zu erhalten, statt sie permanent weiter zu relativieren, gibt es eben nicht zum Kilopreis im Supermarkt. Aber das will, nicht nur hier, ja kaum noch jemand hören.

      Über die Kriminalität der Einwanderer (?) würde ich mir an Ihrer Stelle in einer durch und durch kriminellen Gesellschaft aber weniger Gedanken machen. Auch das ist schließlich schon so normal, daß es überhaupt nicht mehr auffällt, keiner Erwähnung mehr wert zu sein scheint, nicht mal mehr als kriminell betrachtet wird.

      Ein Grund zur Freude, wie Don Alphonso das bezeichnet, ist das alles nicht, eher ein Grund zur Trauer.

    • Titel eingeben
      „Nach meinem Eindruck sind die Stimmen in den Medien, die unverdrossen offene Grenzen und unbegrenzte Migration fordern, jedenfalls ganz leise und ganz wenige geworden.“

      Mir sind sie immer noch zu laut und zu viele.

    • Rot, Rot, Grün
      Nach dem ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr unter einem Grünen Außenminister, der Verabschiedung der Agenda 2010 durch einen SPD Kanzler, der Abschaffung der Wehrpflicht durch einen Verteidigungsminister der CSU, dem Atomausstieg und die Öffnung der Grenzen für illegale Migranten unter einer CDU Kanzlerin gehe ich davon aus, dass der Schießbefehl auf Flüchtlinge unter einer von der CDU tolerierten Rot, Rot, Grünen Bundesregierung kommen wird.
      Sie werden es natürlich nicht so nennen, versteht sich. Aber ich rechne fest damit.

  35. Ich merk zunehmend, wie gerne ich "Kartoffel" bin und "Kartoffeln" mag
    http://www.gn-online.de/nachrichten/obduktion-ergibt-seniorin-nach-attacke-erstickt-170656.html
    „Auch zum Motiv gebe es noch keine schlüssigen Erkenntnisse. Der Verdächtige habe am Sonntag vor dem Haftrichter am Amtsgericht Nordhorn Angaben gemacht, die „nicht nachvollziehbar“ seien, teilte René van Münster mit.“
    Der junge Mann sitzt jetzt im Jugendgefängnis in Vechta in Untersuchungshaft. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Osnabrück lautet auf Totschlag, nicht auf Mord.
    Das lässt darauf hindeuten, dass die Tat nicht geplant war. Dazu passt auch die Angabe der Staatsanwaltschaft, dass der 18-Jährige und sein Opfer sich nicht kannten.

    http://www.lokalkompass.de/essen-sued/leute/asylbewerber-aus-hattingen-schlaegt-vorsitzenden-richter-der-grossen-strafkammer-am-landgericht-nieder-urteilsverkuendung-eskalierte-d706998.html

    „Während der Gerichtsverhandlung ließ der Angeklagte plötzlich durch seinen Dolmetscher übersetzen, dass er in sein Heimatland Eritrea zurück möchte. Er habe auch versucht, sich durch das Anzünden von Bettwäsche in seinem Zimmer im Dachgeschoß des Übergangswohnheimes an der Werksstraße umzubringen.
    Brandstiftung gestanden
    Dadurch war das Zimmer des Asylbewerbers am 12.4.2016 vollständig ausgebrannt. Vor diesem Brand im Dachgeschoss hatte der Asylbewerber im Erdgeschoss des Übergangswohnheimes gewohnt. Am 3.4.2016 war auch dieses Zimmer im Erdgeschoss ausgebrannt. Diese Tat will der Angeklagte allerdings nicht begangen haben.
    „Das Feuer hat ein Deutschmann“ gelegt“, so der Angeklagte über seinen Dolmetscher vor dem Landgericht.

    Immer wieder ließ der Angeklagte über seinen Dolmetscher erklären, er wolle zurück nach Eritrea, fühle sich hier von Kameras beobachtet, zumal ihn auch „Kameras in seinem Bauch“ kontrollieren würden.

    Die Anklage wegen Brandstiftung wurde noch um den Tatvorwurf der Körperverletzung erweitert, da der Asylbewerber in der Untersuchungshaft im Mai auf JVA-Bedienstete eingeschlagen und dabei 2 Beamte verletzt hatte.“

    Kültür ist schon was besonderes – und ein jeder hat anscheinend eine andere – und manche sogar eine, die für Einheimische eher unverständlich und sogar schädlich ist.
    In einer englischen Zeitung gestern dieser joke:
    A Muslim boy asked his mother, „Mama, what’s the difference between Democracy and Ra.cism? “
    Mother dressed in her Burka says „Well, son, Democracy is when the tax payers work hard every day so that we can get all our benefits You know, like free housing, free health care, free education and grants to build our Mosques and Community Centres and so and and so forth, You know… that’s a Democracy
    „But Mama, don’t the UK tax payers get angry about that“
    „Sure they do….and that’s what we call Ra.cism!“

    Vertiefendes vielleicht noch hier:
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/10/23/die-sozialistische-zukunft-der-deutschen-im-plattenbau-7055/#comment-138590

  36. Von allen Posen ist die moralische die unanständigste.
    Passend zu Merkels Ost-Genese
    eine Ansprache zum Reformationstag:
    Wenn ihr keinen Kuchen habt, könnt ihr ooch Stulle essen.
    Spielt Blockflöte, lernt Bibelsprüche…dit is jut, um nen
    anständigen Eindruck zu machen. Schaut mich an.

    Und ihr Völker der Welt schaut auf unsere Hauptstadt,
    Hier kann jeder nach seiner Façon selig werden.
    Keiner stört.
    Zeigt im Notfall etwas Demut, knüpft eigene
    Netzwerke und schafft euch ein dickes Fell an.
    Und ihr Jammerwessis zieht euch warm an.
    Erweiterter Mundraub fördert nämlich die Wirtschaft!
    Der Ackermann sei euer Leitbild.

    Nun hört: die deutsche Justitia ist nicht mehr blind.
    Leider ist bei der Geschlechtsumwandlung etwas
    schief gegangen:
    Justitius kann nur auf dem rechten Auge sehen.
    Eventuelle Farbenblindheit verhilft zu einem Persilschein.

    Dank unserer stark ausgeprägten Politiker-Inklusion
    gelangt man/frau -mit den richtigen Flötentönen –
    immer an die fetten Fleischtöpfe.
    Ganz nach dem süddeutschen Motto:
    > a Hund is a scho.

    Unsere Familienministerium, zuständig für die neue
    Gender-Sprache, wird in naher Zukunft
    einen reformierten Ausdruck dafür vorlegen.

  37. Studienräte und Knödelesser
    Wenigstens hinter einem FAZ-Blog steckt immer eine kluger Kopf (die Druckausgabe hat ja mittlerweile sogar ihre liebe Müh und Not mit dem Genitiv). Bei einem Aspekt muss ich aber entschieden widersprechen. Sie beschreiben Merkel als eine Kanzlerin, die agiert „ohne zu wissen, wer da eigentlich kommt“. Das stimmt nicht: Sie weiß genau – oder glaubt zu wissen – , dass Göring-Eckhard und Özdemir kommen – auf die CDU zu.

    Die CDU verachtet die Biertrinker und Knödelesser, weil sie unbedingt mit den Rotwein-Parvenüs – der grünen Beamten-FDP – koalieren möchte. Bei der letzten Bundestagswahl verlor Rotrotgrün mehr Stimmen als die Regierungskoalition (auch wenn die FDP alle Mandate verlor). Welche Möglichkeit hätte die CDU, um Rotrotgrün zu verhindern? Sie könnte die AfD fördern. Und das macht sie.

    Bleibt die Frage, warum Seehofer Merkel gewähren lässt. Merkels Strategie bestand stets darin, den politischen Gegner zu schwächen, um selbst weniger schwach zu sein. Das hat sich die CSU abgeschaut: Je schlechter die CDU abschneidet, desto wichtiger ist die CSU. Für Rotrotgrün reicht’s nicht. Die SPD will keine Große Koalition mehr. Und selbst Schwarz-Grün-Gelb kann froh sein, wenn’s reicht (weil vor allem zugewanderte Deutsche nicht mehr CDU wählen, seit Merkel einen auf grün macht). Wenn SPD und CDU ihre Bundestagsmehrheit verlieren, braucht Merkel die Stimmen der CSU-Landesgruppe – anders als momentan. Und falls im Bund doch Rotrotgrün regiert, kann’s München nur recht sein: Gegen einen SPD-Kanzler lässt sich die absolute CSU-Mehrheit im Maximilianeum leichter verteidigen als gegen Merkel.

    Irgendwann wird auch Rotrotgrün verstehen, dass Merkel versehentlich Schwarz-Blau ab 2021 vorbereitet, indem sie um jeden Preis Schwarz-Grün ab 2017 will. Eine Regierungsbeteiligung der Grünen im Bund ist aus CDU-Sicht langfristig sogar vorteilhaft, weil die Parteien der Bundesregierung bei Landtagswahlen verlieren – je öfter die Grünen aus Landtagen fliegen, desto schwächer sind sie im Bundesrat. Und wenn sich die SPD künftig bei den Grünen anbiedert, landen die Stimmengewinne der Opposition bei der AfD. Merkel hat mit der Grenzöffnung Rotrotgrün die Möglichkeit zur Selbstzerstörung gegeben – die Kluft zwischen Funktionären („Studienräte-SPD“) und ehemaligen Wählern („Kanalarbeiter-SPD“ bzw. Knödelesser) ist bei der politischen Linken mindestens so groß wie die zwischen CDU und CSU. Egal. Morgen gibt’s Ente. Mit Knödeln. Mit Breggla.

    • Oh ja
      Die Sippschaft ist zum Teil eingefleischte SPD Stammwählerschaft aus Tradition und Überzeugung seit Kaisers Zeiten.

      O-Ton: „Warum haben wir Soldaten in Kabul, das hätten die Amis wie Dresden behandeln sollen“ Das sind Worte, da guckt man sich erstmal um ob man in der falschen Wohnung ist aber nein.

      Die alte SPD und die neue SPD haben wenige Berührungspunkte und bin mir nicht mal sicher ob der neuen SPD bewusst ist wie gegenteilig zum Teil das Urgestein da ist.

      Da gibt es auch keine große Sympathie für die Anstrengungen der armen Flüchtlinge: Leute die zu Fuss (aus der französischen Zone „Beste Entscheidung meines Lebens, weiß nicht ob ich heute hier wäre“) durch die ausgebombte Republik in spe sind nur um wegen persönlicher Ausbombung vor nichts (und als Bonus defacto Familienoberhauptschaft) stehen zu Hause, die sehen was für Hilfen die heutigen Flüchtlinge bekommen und denken sich was die bloss haben.

      Sind alles SPD Wähler meines Wissen nach aber wenn man deren Generation ne ungefilterte Meinungsumfrage abnehmen könnte dann wär das Geschrei groß.

    • Die Nachkriegsgeneration hatte es auch nicht leicht und das mindert etwas das Mitgefühl, wenn die Wünsche der neu ankommenden extravaganz werden. Andererseits, wenn es mit der Eingliederung klappt, sind sie auch sehr zufrieden.

  38. Mit Merkel ist es wie mit Putin:Für alles veranwortlich.
    Finsterste Mächte mit noch finsteren Absichten. Irgendwie verdächtig. Bleibt allerdings zumindest für Merkel die Frage:Wer hat die eigentlich gewählt? Muss doch jemand gewesen sein?

    Die Sehnsucht nach der guten alten Zeit, die so viele eint, kann nur auf Erinnerungslücken beruhen. Noch den alten langsamen Riementrieb der Zahnarztbohrer erlitten? Oder schon mal einen Tag lang mit der Sense auf der Wiese gearbeitet? Auch früher gab es alles nur im Paket.

    Sollte es aber stimmen, dass früher so vieles besser war, dann ist das ein starker Grund, das Heute zu genießen. Denn dieses ist ja unweigerlich das Früher von morgen und übermorgen.

    • So einfach ist es nicht. Es gibt ja die Evolution der Kultur: Sinnvolles wird bewahrt, Neues genmmen, wenn es sinnnvoll ist. Der Klassiker ist der Übergang von der Stein- in die Bronzezeit: Offensichtlich bleiben Silexgeräte noch Jahrtausende im einsatz, wie etwa Pfeilspitzen, während man erst mit Arsenbronze enorm schlechte Erfahrungen macht und dann auf Zinnbronze wechselt. Aber wie gesagt: Bei Verschleissobjekten bleibt der billige Stein weiterhin in Mode.

    • Ist eben "nur" die Frage, was das Sinnvolle ist?
      Offensichtlich ist das nicht so einfach zu beschreiben. Geschweige denn zu realisieren. Und dann heißt die Frage ja auch immer auch:Sinnvoll für wen?

      Nun kommen diejenigen in Massen, für die das hierzulande „Sinnvolle“ keineswegs sinnvoll ist. Wäre eine, von so manchen erhoffte Mauer (die es ja in erheblichem Umfang längst gibt) etwas „Sinnvolles“? Nach „Ulbrichts“ Mauerbau ging es ja mit der DDR für ein paar Jahre durchaus spürbar aufwärts. Aber die späteren Folgen… Und der radikale und abrupte Abriss dieser Mauer weiderum war vielleicht auch nicht so das wirklich „Sinnvolle“, obwohl es manchen natürlich reich gemacht hat und von anderen als gewaltiger Sieg wahrgenommen wurde.

      Eigentlich sollte doch das wachsende Unbehagen an den Verhältnissen zu Lösungen führen. Nur gibt es m.E. eben auf diese eher keine Hinweise. Stattdessen die immeralten Interessenkämpfe, von denen man irgendwie die Ergebnisse vorhersagen zu können glaubt.

    • @ Gast
      „Bleibt allerdings zumindest für Merkel die Frage:Wer hat die eigentlich gewählt?“

      Eine Menge Leute, die den historischen Fehler der bedingungslosen Grenzöffnung von 2015 nicht erwartet haben.

    • ICH GANZ SICHER NICHT!!!!

    • Wer hat Merkel gewählt?
      Also ich auch nicht, kenne auch wohl nur zwei, die das getan haben könnten, eine ganz bestimmt, eine alte Bekannte in Leipzig, voller Bewunderung für Merkel und Gauck…
      Wir meiden seit über einem halben Jahr den Kontakt, endete zuletzt immer in Frustration, zum Streit kam es wegen schneller Verabschiedung nicht.

    • Ist ja lustig
      In der DDR hatte ja bekanntlich auch niemand Honecker & Co gewählt. Gut, die standen auch nicht zur Wahl, aber die SED eben schon. War aber auch niemand. Na, fast niemand. Bei der letzten Wahl sollen dann, die Zahl kann man gar nicht ernst genug nehmen, schlappe 25% der Wählerstimmen gefälscht worden sein. Was sagt uns das?

      Aber nach 89 waren dann eh alle im Widerstand gewesen. Und nach 45 gab’s ja im Westen auch schlagartig nur noch Demokraten von Geburt, wie es im Osten flächendeckend Antifaschisten gab. Das sind immer so Phänomen.

      Das erste Problem (leider nicht von sondern) mit Merkel ist, dass sie bei Kohl in die Schule gegangen ist. Und sich weigert (oder es auch nicht kann) umzulernen.

      Nächstes Jahr wird interessant. Bis dahin:Blockflöte, Kartoffeln, Fahrradfahren und – die gute Laune nicht verlieren.

      Tucholskys älteren, aber leicht besoffenen Herrn sollte man vielleicht kennen:
      https://www.youtube.com/watch?v=Ke-hn1ES2cw

      Da ist dann gleich auch noch Esches Hase im Rausch dabei. Passt auch.

  39. Grômbiere
    Lieber Don, ausgerechnet die Kartoffel als Metapher in den Kampf der Kulturen zu verwickeln finde ich „unterkomplex“ gelöst (grins), denn flugs werden Ihnen die kahanischen Revolutionstruppen das Wort im Munde umdrehen und gerade die Kartoffel als Zuwanderer aus der „Neuen Welt“, trotz aller Widerstände bei der damaligen Landbevölkerung und Kartoffelbefehlen, als äußerst gelungenes Beispiel von Integration unter die Nase schmieren. Ätsch
    „Weihnachtsmarkt, Martinsumzüge, Currywurst und Schweinebraten bleiben Bestandteile unterer Kultur, sagt der Innenminister“.
    .
    Ich bin einigermaßen erzürnt darüber, daß ein vereidigter Minister der Mehrheitsgesellschaft uns das in dieser entschiedenen Aufzählung von Selbstverständlichkeiten zu erklären anmaast. Aber halt, er weiß also zumindest von den Vorstößen der Kulturverwässerer von RRG, aus Kahanenistenfuchsbauten und selbst seitens der Kirchen. Und das evoziert ja bei dem heute so zur Verfügung stehenden Politfiguranten schon mal einen gewissen Respekt. So ganz scheint also der noble Herr aus militärisch geprägter hugenottisch-preußischer Familie noch nicht auf Linie der Obengenannten.
    .
    Und wo der Hiesige das Netz des Rollbratens am Sonntag sorgsam in die dafür vorgesehene juste poubelle (Restmüll, graue Tonne, natürlich) einwirft, lässt der schon länger oder neu Zugeflogene das Gerippe eines Jungschafes auf den Wiesen des Wertwiesenparks oder am Max-Eyth-See liegen. Man achtet sorgsam darauf, daß den weniger gebildeten der eigenen Kultur die Jobs als städtische Reinigungs-und Entsorgungsfachkräfte nicht ausgehen.
    .
    „Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln“ . Dieses geflügelte Wort soll seinen Ursprung in und um die RHS aus ungeordneten militärischen Manövereinsätzen mit entsprechenden Flurschäden ableiten. Wer Ähnlichkeiten zur postfaktischen Jetztzeit ausmachen sollte……
    (DdH)

    • Aus der Kartoffelmetapher kommen sie nicht mehr raus, ich habe Screenshots der Hatespeecher.

      Ausserdem sind die meisten Pfanzenarten ohnehin importiert, es gibt da einen Bereich im fruchtbaren Halbmond, we etwa die meisten Ackerpflanzen Eurasiens herkommen.

    • Da wo die Kartoffel hergeholt wurde gibt es seit deren Entdeckung nur mehr wenige, die
      die Kartoffel ursprünglich kultiviert hatten.
      Oder irre ich mich?


    • @Trojaner: die Kartoffel ist ein Andengewächs, indigene Bolivianer gibt es noch eine ganze Menge. Die haben sogar einen indigenen Präsidenten. Und immer noch 100te Kartoffelsorten, hieß es mal irgendwo.
      Mexikanisch (aztekisch, Maya, toltekisch) sind hingegen Mais, Paprika und Schokolade. Ob die scharfen kleinen Paprikas (Chilies) tatsächlich aus Südamerika stammen oder nur von Mexiko dorthingebracht und dann viel angebaut wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.

    • In Mitteleuropa heimisch
      sind der Holzapfel und die Haselnuss. Und letztere ist ja bekanntlich schwarz-braun.

      Im Ursprungsland der Kartoffel ist sie noch immer wichtig. In Peru gibt es ein Kartoffelministerium, das über die Erhaltung der Sortenvielfalt wacht. Und das sind dann noch mal ganz andere als die europäischen Züchtungen. Es gibt da zum Beispiel eine mit stark verzweigten Knollen, die sie „die Tränen der Braut“ nennen. Früher mussten die Frauen vor der Hochzeit zum Beweis ihrer Tauglichkeit dieses Gemüse schälen.

  40. Schau mal einer an
    Das sieht mir doch nach Okkupation aus:

    http://www.focus.de/immobilien/videos/bosnien-kuwaitische-makler-bauen-dorf-nur-fuer-menschen-die-arabisch-sprechen_id_6126107.html

    Sie wollen scheinbar da hin, wo es regnet.;)

    Eine Frage habe ich noch, Don. Mir wurde gesagt, ich schriebe zu schnell, was mich wundert. Wird der Beitrag dann nicht transportiert?

  41. Nicht nur Kartoffel
    Von meiner Verwandtschaft mütterlicherseits im vorderen bayerischen Wald weiß ich, dass es durchaus üblich ist, Schweinsbraten mit Semmelknödeln (und Gurkensalat) zu kombinieren. Schmeckt auch viel besser als die Kombination mit Kartoffelknödeln.

    • Ja, tatsächlich ist der Semmelknödel eigentlich die Luxusversion und auch besser für fette Sossen geeignet, weil er besser zieht. Aber sie sind halt auch ein ewiger Baaz in der Küche.

  42. Gestern erst wieder wo gelesen
    wo ich es garnicht erwartet habe, aber voll getroffen. In Andreas Eschbachs neuem Roman „Teufelsgold“ führen die Protagonisten einen wunderbaren Dialog: „Was denkst du wieviele Alchemisten es heutzutage noch gibt“…“Keine Ahnung“…“Dazu muss man sich erstmal im klaren sein, was ein Alchemist eigentlich ist und glaubt“…“Ein Alchemist ist ein Mensch der zu seiner Geliebten sagt: Ich heirate dich, aber vorher machst du noch ein paar Schönheits-OP`s- Hältst du das für eine echte Liebe?“ „Niemals!“ „Richtig, die wahre Liebe kommt erst nach dem Verliebt sein“, „Eine wahre Liebe unter Vorbedingungen gibt es nicht“. Genauso verfahren die Gutmenschen und SJW aktuell. Sie geben vor, deutschland zu lieben, wenn sich dies und das in den Köpfen der breiten Masse verändert…“, das ist aber eine Trugschluß…eine falsche Verheißung. Des Teufels größte Leistung war es, dem Menschen weiß mzu machen das es ihn garnicht gibt. Aber der Weg zur Hölle ist nur gepflastert mit den besten Absichten…

  43. Wiederum Lesegenuss pur
    „Kartoffel ist auch so ein abwertendes Wort. Benutzt wird es von den Rassisten der antideutschen Bewegung, die mittlerweile von staatlichen Mitteln profitieren.“

    Man sieht hier mal, wie dumm diese Leute sind. Und, wie heißt es so schön: Der dümmste Bauer erntet die dicksten Kart…äh, staatlichen Zuschüsse.

    Da die Kartoffel aus den Anden über die Kanaren nach Europa kam, ist sie wirklich eine multikulturelle Pflanze.

    Ansonsten über dies gelacht;
    „Als Reminiszenz sind im bayerischen Kartoffelknödel deshalb in der Mitte immer noch einige, na, wie sagt man, genau, Croutons – so nennen de Hochgschissnah in der Berliner Gastronomie unsere Semmebreggahl – eingeschlossen.“
    Großartige Beschreibung des Bauern, der sich auskennt (mal den Acker tauscht), des Knödels und der Kultur, wie sie zu erfassen ist.

    Kultur ist zum Beispiel, was aus einem einstmals importierten Produkt gemacht wird, Reis zu Paella in Spanien, papas arrugadas con mojo auf den Kanaren, Knödel in Bayern und dem Rheinland, Frites in Frankreich etc.
    Ach, ich las, dass unser jüdischer Gastronom in Schwabing die Bude schließt, weil er regelmäßig antisemitisch angepöbelt wird, In seiner Dependance verkauft er den gleichen Kram auf arabisch, sagt er, und die geht prima.

    Armes kleines dummes Land. Immer schlimmer, klüger nimmer.

    • Sie können sich ja mal das Werk der Kopftuchvorzeigefeministin Kübra Gümüsay unter dem Gazazusammenhang anschauen. Antisemitism brought to you by SPD and Grüne.

  44. Identität
    Ja watt´n nu? Gibbet nu ne Identität oder nich?

    Vielleicht kann man am besten mit der aktuellen Friedenspreisträgerin antworten:

    […] Alles Dynamische, alles Vielfältige an den eigenen kulturellen Bezügen und Kontexten wird negiert. Alles individuell Einzigartige, alles, was uns als Menschen, aber auch als Angehörige ausmacht: unser Hadern, unsere Verletzbarkeiten, aber auch unsere Phantasien vom Glück, wird geleugnet. Wir werden sortiert nach Identität und Differenz, werden in Kollektive verpackt, alle lebendigen, zarten, widersprüchlichen Zugehörigkeiten verschlichtet und verdumpft.[…] (Carolin Emcke)

    Oder man formuliert es bitterböse wie Gerhard Polt:

    „Do san jetzt immer mehr Neger in Deutschland und behaupten, sie san mir“

    • Titel eingeben
      Ohne den Zusammenhang des Zitats von Frau Emcke gegenwärtig zu haben: Für sich gesehen wirkt dieser Satz nur durch die Verwendung des Passivs schlüssig, denn all das negieren, leugnen, sortieren, verschlichten, verdumpfen etc. fällt ja nicht vom Himmel, sondern ist menschengemacht. Und zwar von einem Kollektiv, sei dies eine wirkliche oder gefühlte Mehrheit oder eine kommunikationsstarke Kleingruppe. Anders gesagt: die Leut machen das. Und damit hat Frau Emcke selbst dann die Leut „verschlichtet und verdumpft“.

    • Das Polt-Zitat haben Sie dem Polt jetzt sozusagen im Munde herumgedreht - schöne Übung!
      Die Emcke ist – wenn ich das so lese, schon sehr nah am Kitsch gebaut.
      Die meint ja so: Wer überhaupt erst mal anfängt, so wie der Don mit seinen Kartoffeln, oder den fränkischen Hendln usw. – d e r bereits macht der Carolin Emcke ihre schöne Einzigartigkeit und ihr Menschsein und ihre „Angehörigkeit“ (großer Gott!!) kaputt.
      Ich nehme an, Sie sind in beiden Fällen eigentlich ein Zitate-Pirat.

      Schweinefleisch haben Sozialpädagoginnen der Stadt München als sozial unbekömmlich eingestuft und entsprechende Verpflegungshinweise an die Besucherinnen von Tagestätten usw. ausgegeben.

      Das hat natürlich nichts damit zu tun, dass man Schweinefleisch daheim isst. Solange man die Balkontür zu hat und keine Gerüche in das mittlere soziale Umfeld entweichen, dürfte auch die Kanzlerin und die Rechtsprechung bis auf weiteres damit d’accord gehen.

      Es ist alles so einfach!

    • Identitärer Deutscher
      Meine bevorzugte Antwort – auch wenn sie vielen nicht gefällt – ist seit Jahren Herbert Achternbuschs ‚Bierkampf‘.
      Dieser Film schrappt so wunderbar auf den Graten zwischen Tradition, Ritual und Identität herum. Und es überrascht immer, wenn ziemlich am Anfang der Neger in breitem Bayerisch sich äußert. So als Gegenstück zu Polt.
      Rassismus haben wir, solange so etwas auffällt, weil wir es vielleicht anders erwarten. Wenn wir die Hautfarbe nicht mehr sehen, und uns nicht mehr wundern, dann wäre das der angestrebte Zustand.

      Das ist ja auch meines Erachtens das Kranke an der jetzigen Situation, und das Spaltende: Es gibt die Dumbos von Rechts, die sagen „Oh, schau, ein Araber. Ein Krimineller!“ und die genauso Dumbos von Gutmensch, die sagen „Oh, schau, ein Araber. Ein Höchstzivilisierter!“
      Basierend auf einem Äußeren, einer Hautfarbe, einer Herkunft oder einer Religion. Wie kann der Gutmensch nicht rassistisch sein, der findet, bei einem Somalier dürfe man die Herkunft nicht sagen, eine Seite wie politikversagen.net sei eine ‚Nazi-Seite‘.
      Natürlich handelt es sich auch beim Zweiten um blanken Rassismus, nur eben anders herum.

      Rassismus kann wirklich nicht sein, wenn jemand kommt, der wo wohnen will, sich aber nicht integrieren will, dass man dem sagt, dann müsse er halt wieder gehen. Das kann unmöglich mit ‚Rasse‘ oder ‚Nazi‘ zu tun haben.
      ‚Nazi‘ hatte damit zu tun, voll Integrierte lediglich aus Gründen der Herkunft bzw. Religion loswerden zu wollen. Sind dann nicht auch – Pardon – solche Menschen ‚Nazis‘, die jemanden lediglich aus Gründen der Herkunft bzw. Religion unbedingt bei sich haben wollen? Positiv-Nazis, vielleicht, sozusagen?

    • Es gibt eine Art Asylnationalismus, ja.

    • Erläuterung
      @ Don Aldduck sagt:
      28. Oktober 2016 um 14:25 Uhr

      Das Zitat stammt aus der Friedenspreisrede von Frau Emcke und bezieht sich auf Pseudo-Religiöse und nationalistische Fanatiker. Sie beschreibt hier deren Ideologie, welche keine Form von Ambivalenz und Heterogenität zulässt und die individuelle Konstruktion der Identität nicht akzeptiert bzw. diese Vorstellung bekämpft.

    • Zitat
      @ Dieter Kief sagt:
      28. Oktober 2016 um 14:35 Uhr

      Nun ja, wie heißt den das korrekte Polt-Zitat? Sie können mich da gerne aufklären…so von Zitat-Pirat zu Zitat-Pirat.

    • Verfassungspatriotismus
      @ Uwe Dippel sagt:
      28. Oktober 2016 um 15:04 Uhr

      Ich kann Ihnen soweit zustimmen, dass jegliche Art von Stereotypisierung sicherlich „Urteilssimplifizierungen“ sind. Entscheidend ist aber doch, wie definieren wir Integration. Warum reicht es nicht aus, dass es eine Art von „Verfassungspatriotismus“ gibt, welcher von der Gesamtbevölkerung akzeptiert werden muss (unabhängig von Religion, Herkunft etc.)? Dazu muss aber erst einmal ein Verständnis dafür vorhanden sein, dass die Identität sich aus vielen komplexen Bausteinen zusammensetzt und sich immer in einem dynamischen Prozess befindet.

    • Wg. Polts Neger - Polt ist in dem Stückl mit die Neger pro Afrika und pro Neger allüberall - -
      – – das Stückl endet mit einer Feier der Verschmelzung Bayerischer und autochhon schwarzafrikanischer Traditionen, indem Polt sich in Extase singt und sich am ende in einem ununterscheibaren bayrisch-schwarzafrikanischen Sprachgemisch äussert… – rein bühnentechnisch ein Glanzstück!

      Polts von Ihnen zitierte Behauptung ist also aus der sicht Polts p r o Neger, aber aus Ihrer Sicht contra-Neger. Sie reden mit Polts Worten gegen Polts Absichten – das ist schon – öhh: Schwarzer Humor?!

      Polt äussert sich in letzter Zeit eher kleinlaut – auch in Sachen Dario Fo, Korruption und Italien und und und, obwohl er das ja in-und auswendig kennt. Hier scheint er mir fast übervorsichtig.

      Dario Fo soll übrigens eine großartige Beerdigung in Mailand gehabt haben – – auch darüber hat hier keiner berichtet. Die italienischen Zeitungen waren voll davon – – – immerhin!

    • Das Wort Asylnationalismus (DA) ist auch nicht schlecht - Ich h
      dafür, das habe anlytische Kraft. Die hiesige Schreibversammlung hat durchaus ihre Momente!

    • Polt
      @ Dieter Kief sagt:
      29. Oktober 2016 um 11:28 Uhr

      Das Zitat war doch auch als Satire gemeint! Natürlich gibt das Zitat nicht Polts eigene Meinung wieder!!!

  45. Der Staatskult um den Schweinebraten
    Lieber Don,

    ich muss Ihnen für diesen Beitrag – wieder einmal – ein großes Kompliment machen. Die Dummheit der Bundesregierung wird von niemandem so schonungslos aufgezeigt wie von Ihnen. Zugleich ist es jedoch bezeichnend, dass diese unfassbaren „Vorlagen“ von Merkel und ihrer Misere sonst nicht ansatzweise in der Form kritisiert worden sind, wie sie es verdient gehabt hätten. Aber vielleicht liegt das in der Tat schlicht daran, dass viele sog. Journalisten die bizarren Vorstellungen von „deutscher“ Kultur, die hier zur Beruhigung des Pöbels vorgetragen werden, tatsächlich teilen und daher meinen, der Aufstieg der AfD verdanke sich diesbezüglichen „diffusen (Verlust-)Ängsten“. Wenn man keine Ahnung hat, meint man eben, man müsse den Leuten nur die Erhaltung von Schweinebraten, Currywurst und christlichem Liedgut hochheilig versprechen, dann werden sie schon wieder richtig wählen und aufhören, insgeheim vom Regierungssturz zu träumen.

    Dummerweise habe ich mit Schweinebraten, Currywurst und Christentum nur so gar nichts am Hut. Ich bin vor allem auch einer der ganz grauslichen Atheisten, von denen Schäubles Schwiegersohn Strobl jüngst so angeekelt sprach, als müsste man schon die Deportation gewärtigen („Alternative für Atheisten“). Ich weiß deshalb auch ganz gut, dass in islamisch geprägten Gemeinwesen (zumeist) durchaus Raum für das Christentum ist, sofern es sich angemessen „einordnet“, aber nicht für religiöse Indifferenz und schon nicht für persönlichen Liberalismus. Das ist es – um nur ein Beispiel zu nennen -, was mich wirklich umtreibt.

    Im Übrigen ist es auch dieser Kulturverfall, der mir Sorge bereitet und mich zugleich mich großer, wirklich großer Wut erfüllt:

    https://www.welt.de/vermischtes/article159102583/17-Maenner-sollen-zwei-Frauen-sexuell-belaestigt-haben.html

    Wenn Thomas de Maizière nicht in Limousinen herumkutschiert würde, wo er vielleicht sogar tatsächlich den einen oder anderen Schweinebraten isst, würde er sich vielleicht auch weniger über kulinarische Idiosynkrasien Gedanken machen als vielmehr darüber, wie er denn reagieren würde, wenn er selbst Zeuge eines solchen Geschehens oder gar die eigene Tochter Frau/Tochter Opfer wird – und wie das dann ausgehen würde. Andererseits: Ich habe von ihm mittlerweile eine so schlechte Meinung, dass ich glaube, dass er auch dann einfach Augen und Ohren verschließen würde.

    In einem Punkt muss ich Ihrem Beitrag übrigens widersprechen: In GB, vor allem in England, gibt es, allen Unkenrufen zum Trotz, sehr gutes Essen. Vom Käse bis zum Gebäck. Aber vielleicht ist das für einen Italiener von Herzen wirklich nichts.

    • Naja, wg. Wut - Allezeit Gelassenheit - - aber doch, aber doch:
      Klaro: Das is‘ allet nich‘ ok.

      Auch so Formulierungen im Polizeibericht: Der Freiburger Stühlinger ist nun ein Platz mit erhöhter Kriminalitätsdichte. Soso. Auf einmal.
      Man hört unwillkürlich die Nachtigall trapsen.

      – Außer man liest, so wie ich, den Südkurier, der vom Schwarzwald bis zum Bodensee geht – der hat nichts derart Grusliches in Freiburg vernommen… gar nichts. Dafür heute der zehnte Artikel zur AfD-Fraktionsumbildung in Stgt. . . . .

      So oder so wird das auf Dauer nicht funktionieren, – – Gelassenheit hin, Gelassenheit her, gebbich zu.

    • @ Krampus,..."in Limousinen herumkutschiert..."
      Genau so wie Sie es hypothetisch de Maizière unterstellen machte es des Wolfens Schwiegersohn, den Sie hier ins Spiel bringen, als er noch nicht „Innenminischder“ war und noch nicht sein Luxusappartement parallel zum Theaterschiff auf dem Neckar bezogen hatte.
      .
      Er schaute einfach nach links auf die Seite, wenn er, der BT-Abgeordnete des Wahlkreis Heilbronn, montags morgens die untere Neckarstraße entlang in drei Armlängen an dieser erbarmungswürdigen Ansammlung aus bereits (9:45) betrunken jungen Rußlanddeutschen, Methadon-Empfängern und anderen auf die Straße Geworfenen „mim Rädle“ vorbeifuhr. Einfach „die Augen links.“
      (DdH)

  46. Sozialunverträgliches Spätableben neu interpretiert
    Wie immer vielen Dank für Ihren Beitrag bzw. Ihre Beiträge! Sie sind der erste und einzige Grund, warum ich ernsthaft in Erwägung ziehe, mich bei Twitter anzumelden. Obwohl ich aus dem Osten stamme und die Thüringer Klöße den Bayrischen Knödeln immer vorziehen werde. (Thüringer) Nationalismus halt.
    Nun mag ich Vera Lengfsfeld nicht besonders, nichtsdestotrotz lese ich Ihre Beiträge hin und wieder. Aus einem ihrer Blogtexte (http://vera-lengsfeld.de/2016/10/24/merkeldeutschland-politiker-poebeln-gegen-polizisten/#more-555) geht hervor, dass sich „sozialunverträgliches Spätableben“ durchaus gesellschaftsfeindlicher gestalten kann, als in Ihrem Fall. Wobei ich das politische „Ableben“ von R2G allmählich herbeisehne. Ein Satz sprang mir beim Lesen besonders ins Auge, weil er mich sofort an Ihren Artikel denken ließ:
    „Es zeugt von einer geradezu grotesken Arroganz der Macht, wenn man glaubt, sich wie der absolutistische Adel vor der Französischen Revolution aufführen zu können.“

    Nun hielt sich der französische Adel im Vorfeld der Revolution von 1789 vor allem für eines: aufgeklärt. Aber dass sich Aufklärung und Absolutismus keineswegs ausschlossen, sondern ergänzten, ist historische Makulatur, ach, es lässt die Parallelen zum Jetzt nur noch offensichtlicher werden.

    In Ihrem Fall hoffe ich dagegen auf eine lange Lebenszeit und noch viele weitere Beiträge!

    • Mit Verlaub...
      … welch ein absurder Unsinn. Die Aufklärer trafen sich in d’Alemberts Wohnung, und nicht auf einer Insel im Schlamm von Versailles.

  47. Kulturkämpfe öden mich an
    Mal ganz prinzipiell:
    WOZU braucht die Menschheit „Identitätsangebote“ über die UN-Charta hinaus?
    Da sind die Rechte auf Identität (z.B. Religionsfreiheit) doch alle schon festgeschrieben.
    .
    Der Logiker fragt sich: Woher kommt der REdebedarf?

    • Als wären Menschen jemals - auch nur überwiegend - rational gewesen.
      Waren Sie nicht, sind sie nicht und werden sie ohne genetische Eingriffe niemals sein. Sie werden die Ausnahme sein, ich bin es nicht.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • "Identitätsangebote ..."
      @HansMeier555
      „Der Logiker fragt sich: Woher kommt der REdebedarf?“

      Naja, aus der Suppen-Küche raunte es, die Deutschen seien „pazifistisch versaut“.

  48. Dicke Kartoffeln finden war mal
    Die Medientage in München mit ihrem Auftritt der AM:
    »– die Leitungen müssen und werden schneller werden, denn
    die Daten sind die Zukunft…«
    Was für eine Botschaft!
    Der wurde auch applaudiert.
    Das Licht fiel dann jedesmal auf die ersten
    Stuhlreihen. Der ersten Garnitur sozusagen. Gute Ausleuchtung!

    Viele Bauern hören schließlich beim Eggen auf dem Acker im
    HighTrecker auch Radio: gegen hochkomplexe Propaganda
    ist kein Kraut gewachsen.
    Und Gedudel mit Nachrichten wechselt ja auch ab.
    Die flotten Kontroll-Apps sind aber viel wichtiger, da muß die Verbindung stabil sein. Denn die Bewegungsjustage erfordert ein präzises Handlungsprofil des kontrollierten Anbauers. Für später halt.

    Der Traktor soll ja bald autonom, also ohne Bauer, die Furchen beherrschen und allein seine Runden drehen, während der Erfüllungsgehilfe im Büro die Buchführung bestätigt. Der allerdings, nach den Industrie 4.0-Visionen-Applaudiererverlautbarungen, eigentlich auch überflüssig wird.
    SuperAlgorithmen übernehmen die Drecksarbeit.

    Der Zukunftsreflex: sieht so aus: zwei Daumen umdrehen sich.
    Das ist normal, sagt die professionelle Psychohilfe, das ist normal, wenn es schlimmer wird, probieren wir Veronal, geben Sie den Sprachkursus nicht auf, afrikanisch lernen hilft sich auszutauschen. Und 7 Liter Wasser täglich trinken.

    Ja, und die Briten mit ihrer Mangelküche> hört sich so an:
    Jethro Tull – Witch’s promise
    https://www.youtube.com/watch?v=aQnMZfb1eMA
    Singing All Day
    https://www.youtube.com/watch?v=Uy_8-7AM4D4

    Michala Petri und Lars Hannibal spielen Bach

    https://www.youtube.com/watch?v=pFV-zW-dn9g

    und Lucie Horsch, Sonoko Miriam Welde auch:
    https://www.youtube.com/watch?v=Pkv3L_MnoOo

    es ist doch ganz erstaunlich wie die Lucie ihrer Truppe davon bläst,
    man ahnt die unterschiedlichen Küchen.

    • Jethro Tull!!
      Passend zum Thema dieses Blogs auch die Alben „Songs from the Wood“ und „Heavy Horses“.

    • Blockflöten
      sind in meinen Ohren dank Ihrer Links rehabilitiert. Das gilt aber nicht für die figürlichen Blockflöten der DDR und die ebenso geist- wie sprach- und kulturlose Kanzlerin, der ich nicht einmal das Kartoffelschälen überlassen würde.

  49. Merkels Blockflöten
    Wenn die Vorsitzende der CDU von „Blockflöten“ schwätzt, so kann das unangenehme Erinnerungen wecken …

    Ein Aufsatztitel:
    „Die Kaiserin, ihre neuen Kleider, ihre Eunuchen und ihre Blockflöten“

  50. Kartoffel
    Hiermit bekenne ich mich, als jemand der schon länger hier lebt(unsere Familie seit dem 17.Jhdt im westfälischen Raum)zur Kartoffel, weil sie auch so vielseitig ist, nicht nur als Beilage schmeckt, sondern auch mit Butter und Salz, mit Quark, als Auflauf, als Suppe, als Brot etc. Anders die Blockflöte, die solo nicht besonders klingt, da nützt auch eine Flötengruppe nichts.
    Christliche Lieder haben nichts mit Politik zu tun, sind Privatsache, was ist nur los in Berlin? Soll es einen Wettbewerb der Kulturen geben?

    • Wäre mir recht – so lange es in Berlin stattfindet.

    • Singet und blockflötet
      In meinem verschwundenen Beitrag fragte ich, ob Merkel uns in Hinsicht Bigotterie nun auch noch amerikanisieren will? Klar, dass das den Kuttenträgern gefällt nach dem Motto: vorwärts Leute, wir müssen zurück! All die mühsam errungene Aufgeklärtheit ist nur hinderlich.

      Am fröhlichsten ist ja immer Bedford- Strohm, der im MoMa meinte: Lieben und helfen kann nur, wer bei Gott ist, ein Christ.Wenn der wüsste, wem ich als Nichtgläubige schon alles geholfen habe…

    • @philomena
      Der fröhliche Bedford-Strohm definiert Gott eben ála Protestantismus. Für die war Gott schon immer das, was die jeweilige Regierung wollte. Ohne den Schutz der Obrigkeit, die diese Chance erkannt hatte, hätte der Luther das auch gar nicht überlebt.
      Wieviel ihm sein Gott wirklich bedeutet, konnte man erst kürzlich zum Abschluss der ökumenischen Pilgerreise auf dem Jerusalemer Tempelberg sehen, als die Herren Kirchenführer (incl. der Katholiken Marx und Schick) ihre Kreuze vorsichtshalber im Hotel gelassen haben oder sie zumindest gut in der Innentasche ihrer Jacke versteckt hatten – wahrscheinlich um den ebenfalls anwesenden Imam nicht zu provozieren. Jesus war übrigens die wandelnde Provokation – bei diesen Nachfolgern ist er sicher nur noch an Weinen.

    • Jesus würde umgehend wieder ans Kreuz genagelt
      @Cinderella01

      würde er es wagen, sich noch einmal blicken zu lassen. Ich bin nur heilsfroh, völlig ungläubig vor zig Jahren aus der ev. Kirche ausgetreten zu sein.

      Bedford-Strohm und Marx sind die personifizierten Ausgeburten eines völlig irregeleiteten Glaubens(Populismus) oder das, was die Herren dafür halten. So wie heute hat sich die Kirche wohl noch nie der Politik angebiedert.

    • Ein feste Burg...
      @ cinderella 01

      Auweh,das soll die Toleranz sein, von der sie immer sprechen? Ich habe nur mitbekommen, dass ein Bgm. in Franken sich ziemlich aufregt, weil Bedford-Strohm den Obersten des Muslimenverbandes (May…?) ausgerechnet am 31.10. in seine ev. Kirche eingeladen hat. In seiner Naivität glaubt er sicher, dem Moslem die Reformation schmackhaft machen zu können?

      Mein Vater starb, als ich 12 war. Geblieben ist mir bis heute seine Aussage:
      Wer sich für einen Pfannkuchen ansehen lässt, wird auch wie ein Pfannkuchen gegessen.

      PS: Ich bin ev. getauft worden.Luther war beim Bauernaufstand gegen sie auf Seiten der Adligen und hat Juden beschimpft.Er hatte auch Flecken auf seiner Weste.

      Zu den Kartoffeln. Es gab doch auch einen Kartoffelkrieg in Schlesien und einen in Süddeutschland?

    • Philomena...
      Das Ansehen das Luther hat spottet seiner tatsächlichen Taten. Der Mann war (von heute aus betrachtet!!!) einfach nur ein nützliches Schwein, seine Berühmtheit erlangte er, weil er sich in das Finanzgebaren der katholischen Lirche einmischte.
      Um die eigentlichen Probleme der Bürger jener Zeit machte sich wenn überhaupt einer, dann Thomas Müntzer verdient, aber das ist fraglich, denn er und die seinen wurden zu Tode gefoltert, was kein Fortschritt für den Rest der Menschen war. Die mörderische adlige Sippe der von Mansfeldt spielt hingegen auch heute noch eine Rolle.
      Naja, wer weiss, vielleicht spielen die Sippen der Mengele und Eichmann in ein paar Jahrhunderten ja auch wieder eine Rolle in der Gesellschaft.

    • @philomena @renate simon
      Bedford-Strohm hat sich zwischenzeitlich damit herausgeredet, dass dass der Wunsch der Gastgeber (?) gewesen sei, dass sie ihre Kreuze ablegen. Nun ist das aber nur leider letztes Jahr im September auch einmal auf dem Bahnhof München so gewesen. Beide Herren erschienen ohne Kreuz. Ich kann mir jetzt beim besten Willen nicht vorstellen, dass dort der Gastgeber (Land Bayern oder Stadt München) darauf bestanden hätte, das Kreuz abzulegen. Sind schon sehr seltsame Zeiten, diese Zeiten.

  51. Merkels Kultur
    Dass Blockflöte für Merkel aus Identität bedeutet, ist nun wirklich nicht überraschend, schließt der Mensch doch leicht von sich auf andere.

  52. Nur ein Detail - ich erinnere mich an eine namenlose Jugendsendung vor ein paar
    Jahren, als das Studiopublikum, junge Leute, gefragt wurde : welche Beilage wird bevorzugt, Kartoffel oder Pasta, und die Pasta gewann, und man konnte sehen, wie sich alle, Veranstalter und Dummpublikum, gut vorkamen.
    Ich liebe Pasta, aber Kartoffeln erst recht, und das zum Politikum zu machen, um nur bloß nicht ‚deutsch‘ zu wirken-Retourjause, könnte man sagen.
    Dieser Zug zur Selbstverleugnung eignet EINZIG dem irregeleiteten deutschen Volk , das finden Sie weltweit nirgendwo sonst.
    Mag ich dadurch auch alt wirken, und noch mehr ‚Pfui‘ , vor zwanzig Jahren hätte niemand das, was Deutschland heute vorstellt, für möglich gehalten, oder auch nur als Satire einer wirklichen Bedrohung akzeptiert.

    Mögen die Schuldigen irdische Gerechtigkeit erfahren, bis hin zur Körperstrafe, weil an das Brimborium nach dem Tod glaube ich nicht.

    Der Merkel muß keiner eine Banane hinhalten, die konnte zeitlebens jederzeit aus der DDR aus-und wieder einreisen.
    Den Kennern des vorigen deutschen Unrechtsstaates, vor unserem jetzigen, stelle ich anheim, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.
    Was mußte jemand in der DDR aufführen, um so privilegiert zu werden ?
    Die USA wissen, was sie tat- Rosenstolz läßt grüßen, und ziehen eifrig an ihren Fäden.
    Bundesmarionette, ferngesteuerter Bundeshosenanzug.
    Und in ihrer ganzen CDU ist niemand, der ihr paroli bietet, niemand, der auch Kanzler könnte?
    Dann weg mit der Partei, genauso, wie mit der SPD, und die Grünen hätten sich gar nie gründen sollen.
    Und die SED hätte man nach der Wende verbieten sollen, genauso, wie den Naziwahnsinn.
    Mir graust es vor unserer Gegenwart, unserer unmittelbaren Zukunft noch mehr, aber unsere weitere Zukunft macht mir einfach nur Angst.
    Vielleicht bewegen die Wahlen etwas, aber ich fürchte, das wird nicht reichen.
    Jetzt an Schweinsbrodn, mit irgendwos, und guad iss.

    • Ich glaube, das hat vor allem mit der Kochzeit und dem Schälen zu tun – das ist heute zu viel Mühe.


    • Ich glaube, das hat vor allem mit der Kochzeit und dem Schälen zu tun – das ist heute zu viel Mühe.
      Das glaube ich auch. So ein Päckchen Frisch-Tortellini in heißes Wasser geworfen, nach 5 Minuten abgießen, bißchen Butter im heißen Topf dazwischen schmelzen lassen, derweil ein bißchen Grana rauskramen und 2 Scheibchen Prosciutto zerpflücken, das auf die Teller tun – das ist eine Sache von 10 Minuten, da hat man gerade mal die Kartoffeln geschält, wenn man flink ist, und vom Rest des Essens ist noch nichts zu sehen.

  53. Lesenswert!
    Den Somalier, der ’13 nach Deutschland kam (nicht ’15) und vor Monaten verurteilt wurde, konnten Sie sich nicht verkneifen, damit es auch ja nicht aussieht, als wollten Sie die Politik nur ergänzen statt belehren. Ansonsten eine lesenswerte Kulturgeschichte des bayerischen Kartoffelknödels, et cetera. Ich bin immer wieder traurig, dass ich mit Ihnen so viele gemeinsame Interessen, aber keinerlei gemeinsame Überzeugungen teile. Trotzdem ein Lob.

    Vielleicht sollte ich demnächst Döner aus Schweinefleisch mit Sauerkraut und Petersilie servieren, das wäre doch gelebte Integration, cultural flows. Fände das in Ihren Augen Gnade? Oder die Marillenknödel mit Pistazien und Lokum verfeinern. Und das Beste: Die Küche sehr identitätsbewusster Länder (Ungarn, Kroatien, Griechenland, …) setzt sich zu einem erheblichen Teil genau – und nur – so von der türkischen ab. Haben die jetzt keine Identität, wenn sie nicht einräumen, dass sie kulinarisch gesehen, noch immer halbe Osmanen sind? Schließlich ist ein Lebensmittel und ein liebes Gericht sich selbst nicht genug, es braucht Geschichte. Wenn das Ihre These ist, werden Sie viele schlecht integrierte Deutsche um sich finden. Denen wäre manche Einzelheit neu. War sie mir ja auch. Ich bekenne: Ich gehöre nicht in die Reihe der Identität, die Sie entwerfen.

    Ich fürchte, Lebensmittel sind international, und es ist der Lauf der Welt, das, was vor zweihundert Jahren begann, sich heute verändert. Will man das nicht – nun, da kommt Frau Merkels Empfehlung ins Spiel. Irgendeiner muss die Dinge schließlich noch wissen und tun können. Ich ziehe persönlich einen dynamischen Kulturbegriff vor. Aber dank Ihnen habe ich endlich doch eine Gemeinsamkeit zwischen mir und bayerischen (ich sage lieber nicht „deutschen“, das könnten die krumm nehmen) Abendland-Fans entdeckt: Wir mögen alle Kartoffelknödel. Na denn, Mahlzeit.

    • An Thomsen– Freiheit und Schutz des Glaubens und religiöser Riten: auf jeden Fall.
      Religionsfreiheit bedeutet m.E. : Es gibt keinen Zwang im Glauben oder anders: Es darf keinen Zwang geben.

      u.a. mit Religion kann man alles Mögliche begründen. Die Tötung der schwangeren Schwester inklusive.

      Wenn jeder/jede jeder Zeit vom Glauben ungestraft abfallen darf sind wir einen Schritt weiter.

      Die Frage des Zwangs ist nicht verhandelbar.

      Hierzu noch eine kleine Geschichte aus Afghanistan.
      Aus einem Gespräch des ORF mit einem Sanitätsoffizier der Bundeswehr. Es ging darum ein Bsp für eine PTBS zu nennen.
      Der Arzt berichtete von einem Soldaten der eine Afghanin in ihr Dorf zurück begleitete. Die Frau hatte große Furcht und der Sanitätssoldat fragte nach. Die Behandlung im Feldlazarett sei doch gut verlaufen gewesen so das er ihre Sorge nicht verstehen würde. – Ihre Erklärung der Angst:Man wird sagen sie sei wg. der Behandlung dort entehrt und müsse bestraft werden. Sie befürchtete Gesteinigt zu werden. Was später auch passierte. Der Sanitätssoldat konnte ihr nicht helfen.

      Die Bundeswehr verteidigt diese Art von Rechtsordnung in Afghanistan.
      Ich Frage mich nun warum eine Afghane in Deutschland denken sollte das die Regeln hier im wesentlichen anders sind. Das wäre erst mühsam zu lernen.

    • Gl@Gast: 28.10., 22:52 Glauben, Religion, Afghanistan und der Rest
      An Thomsen– „Freiheit und Schutz des Glaubens und religiöser Riten: auf jeden Fall.“

      „u.a. mit Religion kann man alles Mögliche begründen. Die Tötung der schwangeren Schwester inklusive.“

      Vielleicht liegt hier ein Mißverständnis vor? Ich versuche zu zeigen, dass bei uns „Glaubensfreiheit“ bzw Bekenntnisfreiheit herrscht, aber dass – mit dem Glauben womöglich begründete Sitten und Gebräuche nicht den Schutz der Glaubensfreiheit genießen können, und die Berufung auf fremde Rechtsordnungen und Rechtsverständnisse einfach unzulässig ist.

      Insofern fallen „mit dem Glauben begründete“ Straftaten ebenso wie inakzeptable Gebräuchen eben *nicht* unter Glaubensfreiheit. Das wird von manchen „Aktivisten der Willkommenskultur“ ebenso wie von manchen verbohrten Musulmanen eben nicht verstanden – daher die Probleme.

      „Wenn jeder/jede jeder Zeit vom Glauben ungestraft abfallen darf sind wir einen Schritt weiter.

      Die Frage des Zwangs ist nicht verhandelbar.“

      Da sind stimme ich Ihnen völlig zu. Ich glaube, das zu akzeptieren wird manchen fundamentalistischen Einwanderern am schwersten fallen.

      Die afghanische Angelegenheit ist einfach entsetzlich. Allerdings vermute ich, die Ansicht der deutschen Regierung ist, dass die jetzige afghanische Regierung wenigstens etwas versucht, solchen Handlungen entgegenzutreten, also das kleinere Übel darstellt, während es unter der Herrschaft der Taliban noch schlimmer würde.

      Während des Studiums in Berlin habe ich einmal eine afghanische Medizinstudentin kennengelernt: eine politisch engagierte Kommunistin – sie war via Moskau nach Berlin gekommen -, sehr intellektuell, an Kunst und Kultur interessiert. Zumletzten Mal habe ich sie bei einem Besuch in Berlin 1975 gesehen. Leider habe ich, als ich aus Belin wegging, den Kontakt zu ihr verloren – später habe ich mich oft gefragt, was aus ihr wohl geworden ist.

      Die herrschende Schicht in Afghanistan hat nach dem 2. Weltkrieg versucht, ihr Land zu öffnen und zu modernisieren. Dann kam die kommunistische Revolution, dann der innere Kampf der Kommunisten untereinander, der Einmarsch der Russen, die Aufrüstung der schlimmsten Fundamentalisten und Warlords durch die Amerikaner als Gegengewicht gegen die Russen, dann die Taliban, schließlich der westliche Einmarsch. Es ist schrecklich, wie das Land gelitten hat und noch leidet.

      Wenn wir als Nachbarn den dreißigjährigen Krieg in Ddeutschland beobachtet hätten, wären wir wahrscheinlich auch der Ansicht gewesen, dass das aufhören muss – obwohl damals in Deutschland auch z.B. Hexenverfolgungen stattfanden.

      Die Frage ist nur, ob die Hilfsversuche die Lage nicht noch verschlimmern.

    • Danke Thomsen...
      Ihre Geschichte Afghanistans war sehr erheiternd. Lassen sie mich raten: Die hat ihnen ihre Studienkollegien genau so erzählt, alles passt ja auch ganz herrlich in ihr Weltbild und deshalb machte sich jede tatsächliche Recherche überflüssig?

      „Insofern fallen „mit dem Glauben begründete“ Straftaten ebenso wie inakzeptable Gebräuchen eben *nicht* unter Glaubensfreiheit. “

      Ebenso wird sie wahrscheinlich überfordern, dass so mancher hier nicht an solch tollen legalen Einsichten interessiert ist, und solche Täter anschliessend von unserer Gerechtigkeit ereilt werden. Sondern wir wollen nicht, dass solche idiotischen Sauereien überhaupt stattfinden. Das ist nämlich mit unserer west-europäischen Form der Zivilisation nicht zu vereinen, das Recht von Steinzeit Menschen ihr Leben so zu leben wie sie es für richtig halten, hingegen schon. Aber nicht hier!

      Das könnte man recht einfach abstellen in dem man Ankömmlinge dazu zwingt sich zwischen Grundgesetz und Koran zu entscheiden. Aber den depperten politisch korrekten Gut-Menschen ist sowas ja nicht zuzumuten.

  54. Vor 43 Jahren
    bei einam längeren Aufenthalt in Marokko habe ich ein wenig traditionelles marrokanisches Leben kennen und schätzen gelernt. Die Leute waren sehr freundlich, Gastfreundschaft war selbstverständlich, man war nicht übermäßig rigide: weder bei der Kleidung – von Nikab bis Dauerwelle wurde alles akzeptiert – noch bei der Sexualmoral – aber die Religion war omnipräsent. Sogar bei den Flüchen. Wenn man etwas verstanden hatte, konnte man sich als Europäer richtig wohlfühlen.

    Andererseits hatte ich manchmal den Eindruck, kulturell im 16./ 17. Jahrhundert gelandet zu sein. Auch damals werden die Menschen in Mitteleuropa gar nicht so schlimm gewesen sein, vielleicht sogar freundlicher als wir heute – auch wenn wir heute weder ihre Ansichten noch ihre Sitten und Gebräuche akzeptieren würden.

    Das große Mißverständnis, was die Diskussion über Einwanderer, Religion, Kultur, Toleranz, Religionsfreiheit usw. heutzutage verdirbt, ist das mangelnde Verständnis nicht für die Religion, sondern für die Funktion, welche das, was unter Religion verstanden wird, im Leben der Einheimischen und dem vieler – nicht aller – Einwanderer einnimmt.

    Vereinfacht könnte man sagen: In Deutschland gibt es heute 3 verschiedene Bereiche:

    1. den religiösen oder anderen Glauben
    2. Sitten und Gebräuche
    3. Regeln und Gesetze einschließlich der Grundrechte

    Diese Bereiche sind seit mehr als 200 Jahren einigermaßen getrennt bzw. nur locker verbunden. Im 16. Jahrhundert war das auch hierzulande ganz anders.

    In traditionellen islamischen Gesellschaften bilden die drei Bereiche dagegen eine feste verbundene Einheit, die insgesamt als islamische „Religion“ aufgefasst wird. Ähnlich wird es bei uns im Mittelalter und in der frühen Neuzeit mit dem Christentum gewesen sein.

    Die Forderung nach „religiöser Toleranz“ (wie im GG.) läßt sich deshalb ganz verschieden verstehen: einerseits die Freiheit, zu glauben, zu beten, zu predigen wie die Religion, der man angehört, es vorschreibt. Andererseits, für alle Sitten und Gebräuche oder sogar für das Gesetz der Scharia den Schutz der „Religionsfreiheit“ zu fordern.

    Je nachdem von welcher Seite man es betrachtet, kommt man zu ganz verschiedenen Ergebnissen.

    Meine persönliche Meinung:

    – Freiheit und Schutz des Glaubens und religiöser Riten: auf jeden Fall.

    – Einführung und Toleranz fremder Sitten und Gebräuche: muss zwischen angestammter Mehrheit und Einwanderern demokratisch in freier Diskussion ausgehandelt werden.

    – Einführung fremder Regeln und Gesetze: ausgeschlossen!

    Mit diesem Raster kann man durch muslimische Einwanderung verursachte Streitfragen (Gleichberechtigung, Nikab, Alkohol und Schweinswürstel usw. ) ziemlich einfach verstehen, und dem Gezeter der verabsolutierten Willkommenskultur entgegentreten.

    Ansonsten sollte man sich im Umgang mit Menschen aus fremden Kulturen viel öfter fragen, was ein Gebot der Höflichkeit wäre.

    Und noch: Einwanderer sind keineswegs immer Muslime, und die Mehrheit der hier lebenden Muslime sind längst keine Einwanderer, sondern hier ansässig.

    • Die Aufklärer in europa wussten noch, dass ihre Vorstellungen von vielen nicht geteilt wurden. die heutigen toleranzgläubigen gehen davon aus, dass die Vorteile alle anderen überzeugen werden. Aber alle anderen wollen vielleicht kühlschränke, aber nicht unsere Vorstellung vom Umgang mit alten Menscnhen oder Sexualität. Das ist das Missverständnis.

    • Das mache ich gerne bei allen, die sich das auch fragen!
      Und da kann man sich dann ja auch ganz oft lachend verständigen.
      „Ansonsten sollte man sich im Umgang mit Menschen aus fremden Kulturen viel öfter fragen, was ein Gebot der Höflichkeit wäre.“

      Bassam Tibi schreibt über ihre kurze Darstellung Bücher, auch Hamed Abdel Samad oder Hirsi Ali.
      Die kommen aus dieser Kultur, dieser Religion und haben die Integration in unsere Gesellschaft gemeistert, wissen, wovon sie schreiben, werden deshalb zum Teil mit der Fatwa bedroht, stehen hier unter Polizeischutz.

      Nur bis in die Politik (und vielfach in die Medien – Tibi hat viel über die BAZ veröffentlicht) dringen sie mit ihren Warnungen dessen, was sie erkennen, nicht vor.

  55. Maniküre für den Fingernagel schadet den meisten rohen, ländlichen Kartoffeln, die wollen gehalte
    sein, wie sie aus der Erde gepuhlt wurden. http://tinyurl.com/zvpnuhb

    „aber um wirklich zu verstehen, was den Menschen wichtig ist, muss man ihre Kultur insgesamt betrachten“, das ist aber im Fluß, wir brauchen halt langsam aber sicher immer mehr Vermischung.

    Und das Endziel der kulturellen Leistungen für alle und durch alle scheint auch schon höhren ortes vorbestimmt festzustehen – falls man jedenfalls auch weiterhin Sponsorenverträge haben wollte, sollte man besser darauf achten? http://tinyurl.com/hpevrfq

    • Ich finde diesen Beitrag superübel, denn Baumgartner wurde vom eiderlichsten deutschen Drecksmedium dem Internet zum Frass vorgeworfen. Das ´war ein inzenierter Shitstorm der Vice-Gosse.

  56. Notizen aus der Provinz
    Wie zu lesen, kann so eine Kartoffel wirklich zu philosophischen Betrachtungen anregen und auf dem Teller ist, bei den vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten, die Kartoffel ein wahrer Genuß.

    Wir mir scheint, hat doch auch so eine Kartoffelbetrachtung ihre Tücken und ,everybody’s darling, Don Alphonsos Bemühen um die ländliche Betrachtung ist romantisierend, wie er nun mal zu sein scheint, ohne Ecken und Kanten, hat ein Herz für die tolle Knolle und die Menschen, die sie anbauen.

    Kartoffelland ist meist flach und das ist einfach hinderlich für manche moralische Betrachtung, die meist mit dem persönlichen Standpunkt zu tun hat. So beim bayerischen Vorsichhinmoralisieren, macht es ja schon einen Unterschied, ob ich auf meinem Kartoffelacker stehe, auf der Aussichtsplattform der Dorfkirche oder auf dem Münchner Olympiaturm.
    So ist es eben, wenn man etwas beurteilen oder beschreiben will. Daher sieht man von Oben, zum Beispiel vom Kirchturm aus, stets mehr als wenn man auf einem Kartoffelacker steht doch, weil man sich zum einen erst bemühen muß, um auf den Kirchturm zu kommen und zum anderen dort meist wenig Platz ist, bleiben die meisten auf dem Acker wo viele zusammenkommen können. Das schafft Gemeinschaft bei niedrigem moralischen Standpunkt.

    So erklimmt auch mancher, ständig im Schweiße seines Angesichtes, Berge immer höhere, ist kurz oben, um schnell wieder nach Unten zu rasen.

    Andere, z.B. aus Marklkofen im tiefsten Niederbayern, kommen einfach nach München und machen Kultur.

    Anfang des vergangenen Jahres wurde an den Münchner Kammerspielen Martin Sperrs Stück „Jagdszenen in Niederbayern“ aufgeführt. Beispielhaft für die Sprach- und Lieblosigkeit vieler Kartoffelbauergegenden in Bayern, die ihre Gemeinheiten anderen gegenüber als Moral tarnen und schnell mal das Dorfmädchen als Hure diffamieren, womit diese dann auch als so eine Art Nachtschattengewächs stigmatisiert ist. Da hat man es dann schon schwer auf dem Land.

    Die Kartoffel, als Nachtschattengewächs, ist da fein raus. Die schmeißt der Bauer in einem Schnellbegräbnis in den Dreck und am Ende des Jahres feiert sie eine Art Wiedergeburt mit sonderbarer Vermehrung zu unser aller Genuß.

    Ganz selten soll es auch Kartoffelbauern geben, die auf ihrem Acker stehen und beim Wachsen ihrer Aussaat ins Nachdenken kommen über ihren Standpunkt . Dann soll der eine oder andere auch schon mal ein paar für die Ernte bereitstehende Kartoffelkisten nebeneinander hingestellt haben, um sich abwechselnd auf sie zu stellen, jeweils als Symbol für seinen ethischen Standpunkt von dem aus er auf sein eigenes Verhalten, wie jenes der Anderen herabblickte.

    Die erste Kartoffelkiste steht für die praktischen Vernunftnormen, die zweite Kartoffelkiste für die Rechtsnormen, eine für die Konventionen und eine Kiste für die moralischen Normen.

    Das ist dann schon ein ganz philosophischer, bayerischer Kartoffelbauer und evolutionär betrachtet sicher höher entwickelt als mancher Politiker, doch bei den vielen wechselnden Betrachtungsweisen, die sich von dem jeweiligen Kartoffelkisten- standpunkt aus ergeben und es eigentlich Spaß machen könnte an dieser Stelle weiter zu denken, während die Kartoffeln noch wachsen, wird dann den meisten ganz schwindlig, steigen schnell von der Kiste und müssen ins Wirtshaus gehen, um sich zu erholen.

    Und wer es dort bei gestiegenem Bierpegel wagt seinem Nachbarbauern am Stammtisch von seiner Kartoffelkistenphilosophie zu erzählen, ist am nächsten Tag garantiert der Dorfdepp.

    Daher schweigt er lieber, züchtet Kartoffeln, die mit der ganz dünnen Schale und bemerkt bei weiteren Überlegungen von seinen Kartoffelkisten herab, wie dünn auch seine persönliche Schale hierbei wird.

    Und so werden die meisten Kartoffelbauern wohl Abends in einem Zustand des partiellen Unbefriedigtseins neben ihrer Alten im Bett liegen und zu dieser, wie im Film „Dampfnudelblues“ sagen:
    “ Du host do in da Mitt´n ganz scheene Duo´n auf deine Hax´n “

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Jagdszenen und Diskriminierung dab es „damals“ überall, Stichwort Morde an Piloten der Alliierten. Das ist allgemein unmenschlich, nicht Stadt oder Land-

    • Titel eingeben
      Ganz im Gegenteil;
      Taten aus Hass und Rache sind eine sehr menschliche Eigenschaft.

    • Kirchtumdünkel
      Ach, steigen’S vom Ross bzw. von dem Pferdchen, das Sie dafür halten mögen.

      Was, bitte, spricht dagegen, den Dorfdeppen Dorfdeppen zu nennen und die Hure Hure – wenn sie denn tatsächlich eine ist?

      In den Jagdszenen aus Niederbayern spiegeln sich weniger die Engstirnigkeit und Niveaulosigkeit der dargestellten Provinzler als die entsprechenden Vorurteile im Auge ihres bornierten Betrachters, der die Erwartungen seines urbanen Publikums mit grotesken Übertreibungen zu bedienen sucht.

      Es gibt Filme, die das Landleben durchaus kritisch, aber erheblich zutreffender und eleganter darzustellen verstehen.

    • Pflügen sie mal einen Acker und wenn Sie das geschafft haben, sagen Sie nochmal Durfdepp.

      Mit abwertenden Äusserungen über Sexarbeiterinnen habe ich es überhaupt nicht.

    • Ja wenn es nur die Aussicht wäre...
      Mit der erhöhten Aussicht kommt nicht nur ein größeres Bild, es widerfährt so manchem, dass man geneigt ist die einmal gewonne Sichtweise, so von oben herab, beizubehalten.

      Ob dies zu besserer Moral führt… man mag es bezweifeln. Bigotterie hat im Gegensatz zum Kommunismus den Klassenkampf schon längst gewonnen.

    • @ Don
      Oh, pardon, ich finde mich nicht mehr zurecht auf dem glatten Parkett der „gentrifizierten“ Sprache, ihren puritanischen Neuwortschöpfungen und semantischen Stützstrümpfen wie z. B. „Sexarbeiterin“.

      Die ganze Literatur umschreiben? Shakespeare, Goethe, speziell aber die Expressionisten um Georg Grosz (Straßen des Vergnügens; Stützen der Gesellschaft), Georg Heym (Riesensteinmeer), Ernst Blass …

      „An Häusern sind sehr kitschige Figuren.
      Wir treffen manche Herren von der Presse
      und viele von den aufgebauschten H***
      Sadistenzüge um die feine Fresse.“

      Max Sidow (Die Stadt), Alfred Döblin (Die H*** Babylon), Jakob von Hoddis (Stadt), Gottfried Benn, Oskar Loerke („Die Spinnen, die mit syphilitischem Appetit …“), Johannes R. Becher (Berlin), Paul Boldt („Wie Krähen fraßen die H*** mich Einsamen“), Alfred Lichtenstein (Die Nacht – „Um harte Häuser humpeln H*** hin und wieder, die melancholisch ihren reifen Hintern schwingen“), Max Hermann-Neisse (Nacht im Stadtpark, Das Wunder), Paul Zech, Ernst Stadler …
      u.v. a. m.

      Was nun das Pflügen angeht, handelt es sich dabei freilich nicht um eine Angelegenheit für Deppen. „Dorfdepp“ bezeichnet denn auch nicht einen rechtschaffenen Bauern, sondern eine heute kaum mehr sichtbare Kategorie dörflicher Randexistenzen.
      Während Sie Ihr erstes Geld bei Audi verdienten, verdingte ich mich in den Schulferien auf Bauernhöfen und ließ da nichts aus, was zu tun war. Pflügen zählte eher zu den leichteren Herausforderungen, neben Grasen, Bergheuen, Melken, Kartoffeln ernten, Honig schleudern, Holz schlagen, Ausmisten, Schlachten etc.

      Geschadet hat’s nicht. Ich denke überaus gern daran zurück.

    • Sexarbeiterinnen
      @ Don Aphonso
      @ Aren
      Ich bin etwas verwirrt, denn ich kann mich an die Diskussionen erinnern, die in den 90er Jahren über die damals geplante Legalisierung des Sexgewerbe geführt wurden. An denen haben damals auch Damen aus der Branche teilgenommen. Damals war es *deren* eigener Wunsch, eine Hure genannt zu werden, und sie haben über sich meistens als Huren geredet.

      Ich komme schon längst nicht mit den Sprachregel-Änderungen mit, z.B. über die Endungen -innen. Anfangs hieß es, dass man diese Endungen immer benutzen *muss*. Dann aber wurde das wieder verändert, und zwar auf Wunsch der damaligen Feministinnen. Das war etwa um die Jahrhundertwende. Damals sollte man diese Endungen partout nicht mehr benutzen, weil das albern sei. Es ginge doch um die jeweilige Tätigkeit und nicht um das Geschlecht. So etwas Pingeliges hätten doch moderne emanzipierte Frauen doch gar nicht mehr nötig, hieß es damals. Inzwischen ist das schon wieder ganz anders.

      Es ist wie mit dem Aussehen der Frau. Das Image einer emanzipierten Frau der Alice Schwarzer Ära war unattraktiv, die Betonung der weiblichen Reize war unerwünscht. Dann waren die jungen emanzipierten Frauen irgendwann so weit, dass sie sagten: Wir sind selbstbewusst genug und müssen unsere weiblichen Reize nicht verstecken. Wir kämpfen gegen das Vorurteil, dass attraktive Frauen nicht professionell kompetent sind und tragen gerne einen Minirock und High Heels. Wir wollen als Frau akzeptiert werden, egal, was wir tragen. Dann kam der puritane Gender-Feminismus und stellte das wieder auf den Kopf.

      Offenbar verlaufen solche Strömungen in Zyklen.

  57. ist vollbeschäftigt mit Nichtstun, kann es sich aber leisten!
    Verehrter Don, letztes Jahr haben Sie mehrmals den Abgang unserer LF vorausgesagt. Ich dachte auch wie Sie und viele andere. Aber LF ist immer noch da. Auch Drogenbeck. Auch Cetasiggi. Auch Jäger- und Karaftar…krampe usw. usf. Alle sind noch da und werden bleiben und unsere LF wird jetzt wieder kandidieren. Die Jugend der CDU und CSU huldigen diesem Alptraum. Hhm.

    Jetzt warte ich auf zerfetzte Körper besudelt mit klebrigen, billigem Glühwein. Und erfreue mich immer mehr an den Kriegstreibereien mit dem bösen Iwan in der Hoffnung, dass dieser den Laden übernimmt. Zumindest nördlich er Mainlinie. Hillary wird es schon richten oder Trump oder unsere Gurkentruppe.

    So viel Gewalt, Kriminalität und schlechtes Benehmen. Da wird wohl bald ein jeder in seinem Bekanntenkreis jemanden haben, der davon berichten kann. Ich mache mir keine Sorgen. Ich lebe ja schließlich auf dem Land und wenn München auch schnell erreichbar ist, ich bin dort schon lange nicht gewesen. Und nach Berlin, meinem früheren Wohnsitz schon mal gar nicht. Da fühl ich mich wie im Leichenschauhaus und sage dem Pathologen, nein, will ich gar nicht sehen, lieber in bester Erinnerung behalten. Alllein der Geruch!

    Ich staune nur über den Langmut und den Optimismus bei sinkenden Einkommen, prekärer Beschäftigung, kaputter Infrastruktur, niveaulosen Abschlüssen, sinnlosen Studiengängen mit studierunfähigen Abiturleistungen (Gender, BWL , Geisteswissenschaften (haha)), Antifa-Ar…krampen (hahaha), Social Justice Warriors (noch mehr hahaha), bankrotter Banken, steigende Kriminalität, schleichender Islamisierung, steigenden Energiekosten, Armutsrente, scheiternder Automobilindustrie, Artenstreben, TTIP durch die Hintertür CETA, Verzehnfachung der Ausfuhr von Munition, Plünderung der Sozial- und Krankenkassen, nicht bezahlbarer Wohnraum. Auch usw. usf.

    Und was Kartoffeln angeht. Hier im Oberland gibt es immer mehr dörfliche Initiativen (ein wohlmeinender Rinderzüchter oder Milchbauer vorausgesetzt), die ein kleines Stück ehemaliges Grasland in einen Gemüsegarten umfunktionieren. Ich kann Ihnen sagen, das macht gar nicht so viel Arbeit. Das wächst von alleine. Und ich habe dazu einen herrlichen Blick ins Karwendel und hinter mir rauscht ein erkleckliches Bächelein.

    Was mich ernsthaft interessiert ist die Vergewaltigung älterer Damen um die 90. Gab es das schon mal in Deutschland in den letzten hundert Jahren? Da muss es aber gewaltig pressieren. Selbst wenn es nur noch diese eine 90zigjährige auf der ganzen Welt gäbe, sollte es mich nicht wundern, wenn ich mir selbst eine dysfunktionale Erektionsstörung diagnostiziere. Aber Ziegen sollen ja auch zu den bevorzugten Sexualpartnern einiger des Schreiben und Lesens Unkundiger gehören oder schamlos das oft arabische, entschuldigung südländische Zipfelchen in aller Öffentlichkeit zu schwenken scheint auch eine neue Kulturbereicherung zu sein. Die Toleranz dafür muss halt noch wachsen aber das kommt schon wenn demnächst mir Achtjährige Darkroom erklären und wie Arschficken geht.

    Schweinebraten (wenn möglich, billigst) und Blockflötenspielen (so richtig schön falsch) sollte man dieser deutschen Schlampe und ihrer Köterrasse austreiben. Dazu braucht es nicht mal Südländer. Das machen wir schon selber. Das Trinkwasser da oben am Nordpol wird mehr und mehr ungenießbar. Und nicht nur da.

    Wann greifen wir zu den Waffen? Und welche? Maus, ipad? Mittlerweile halte ich Krieg, Bürgerkrieg, Stahlgewitter für eine akzeptable Lösung. Hätte ich nie gedacht. Ein wenig erinnert mich die ganze Stimmung an die Juden in Deutschland in dunklen Zeiten. Viele haben auch nicht geglaubt, dass sie umgebracht werden und ließen sich bereitwillig abführen.
    Wir werden bestimmt nicht im Verbrennungsofen landen. Nein. Aber die Zukunft in diesem Land wird nicht rosig, nicht gefahrlos und vor allem nicht schön. Mit den Worten unserer LF: Dies ist nicht mehr mein Land! Zumindest nicht nördlich der Mainlinie. Tut mir leid für die Kommentierenden von da oben.

    Soll der ganze Laden doch verbrennen und verrecken. Zuerst aber die EU. Mir doch völlig wurscht wo ich hier reines und gutes Wasser im Überfluss habe, den einen und anderen Jäger kenne und Gemüse von alleine wächst.

    Ich sehe nicht die Spur einer Änderung hin zum Besseren. Ich kann sie nicht erkennen. Es ist deprimierend!

    Herzlichst Ihr Tunichgut

    • Titel eingeben
      Sie sehen das alles zwar erfrischend klar, aber ich befürchte doch ihr Wohnort ist zu Nahe am kommenden Ground Zero…. Das ja von ihnen selber gebrachte Beispiel mit den Juden im Dritten Reich sollten sie ernster nehmen.

      „Ich sehe nicht die Spur einer Änderung hin zum Besseren. Ich kann sie nicht erkennen. Es ist deprimierend!“

      Warum ist denn das deprimierend? Wenn ihre Lobrede auf Bauern, Jäger und murmelnde Bäche der Wahrheit entsprechen, können sie sich doch einfach freuen….

  58. Titel eingeben
    Wunderschön, wenn auch ein wenig zu düster für zu Hause finde ich ja auch die „Kartoffelesser“ von van Gogh.

  59. Kartoffeln stehen nur in Deutschland für Deutsche.
    Dabei sind die Kartoffeln hierzulande nur Beilage (weshalben das spannend ist, wenn Deutschlandbeansprucher die Einheimischen als Kartoffeln bezeichnen).
    DAS Land der Kartoffel ist Irland. Dort wird die Knolle aus reinem Herzen verehrt und in 1000 Variationen köstlich genossen. Die herzenswarme Verehrung versteht sich aus der Geschichte, Solanum tuberosum rettete Irland mehr als einmal. Kein Ire käme auf die dumme Idee, „Kartoffel“ als abwertende Bezeichnung zu nutzen.
    In Deutschland dagegen weiß kaum jemand mehr als „Linda“, „Hansa“ oder, wenn er sich als Wochenmarktdödel outen will: „Bamberger Hörnchen“.
    Dabei gibt’s 100e Sorten und Geschmäcker der Kartoffel…

    • Ich liebe Kartoffeln (aber auch gute Nudeln)
      am Donnerstagabend gekochte Drillinge vom Bauernladen aus eigenem Anbau haben mir in Form eines sehr reichlich bemessenen Gratins mit Sahne und Käse an drei Tagen eine warme Mahlzeit gesichert. Ich bin da nicht zimperlich, etwas Käse und Milch drüber und wieder ab in den Ofen.

      Mir war das Kochfeld am Freitag komplett ausgefallen, die Butter für den Apfelkuchen ließ sich im Backofen schmelzen, aber kochen ging gar nicht. Oh je, schnell ein neues 2Platten-Ceranfeld (mehr brauche ich nicht) bei ebay günstig ersteigert, Mittwochabend kam einer aus der Polenconnection, um das kleinere Ceranfeld in ein neues Stück Arbeitsplatte einzubauen. Gemessen, gesägt, neues Feld anschließen und dann nur auf einer Leitung Strom. Noch mehr Bangen, lässt sich der Kabelschaden reparieren und der Herd wieder in Gang bringen, ja.
      Welche Freude, auf dem alten Ceranfeld (neues Feld ging an den sehr freundlichen gewerbl. Verkäufer zurück) wieder kochen zu können und heute Abend gab es dann Drillinge als Pellkartoffeln mit Sahnehering, die übrigen kommen morgen als Bratkartoffeln dran. Drillinge sind fast aus im Bauernladen, dann also die nächste Sorte.
      Und natürlich habe ich heute wieder einen Apfelkuchen mit 1.300 g Boskop und auf dem Herd geschmolzener Butter gebacken und mir gleich wieder die Klappe verbrannt.

      Übrigens ist nebenan mein Beitrag zu Gröhes eiligem Apothekergesetz dem Mod zum Opfer gefallen. Man darf nebenan fast alles, bloß nicht immer die Wahrheit sagen.

  60. Nahrungsmittel zur Identifikation
    Womöglich ist das ja der Grund, warum es mir so schwer fällt mich selbst als Oberfranke, Franke, Bayer oder gar Deutscher zu sehen… was man sich zum Teil anhören darf wenn man als Oberfranke kein Bier trinkt, macht es auch Urdeutschen nicht grade einfach, sich „zu integrieren“.

    • Ja, das ist in Oberbayern und Italien bei Nichttrinkern ähnlich, aber ich rede mich mit „Auto“ raus.

    • Was meinen Sie, wie das in Düsseldorfer Altbierbrauereikneipen ist?
      Da wird einem das Alt auf den Tisch geknallt, ehe man überhaupt sitzt. Meine Interventionen, kein Bier zu wollen, wurden immer ziemlich pikiert aufgenommen.

  61. Titel eingeben
    Ich verfolge solchen Schmarrn nicht. Das Kabinett Merkel ist ja schon seit geraumer Zeit ein einziger intellektueller Affront. Nicht erst seit 2015 oder wegen des monotonen Kanzlerinnengestotters auf der Suche nach Subjekt, Objekt oder Prädikat ….

    Aber sollte es stimmen, dann könnte es ein Indiz dafür sein, dass die Lebenswirklichkeit in den Ghettos doch bereits in Ministerien kolportiert wird. Aus den Kölner Grenzbezirken zu Anatolien oder von den Parallelgesellschaften im Ruhrgebiet wird berichtet, dass schweinefleischbratende Restaurationsbetriebe massiv gemobbt würden und letztendlich aus dem Quartier gedrängt werden sollen ….

    Keine Macht den fundamentalistischen und neokonservativen religiösen Tendenzen.

    Abgesehen davon offenbart die Agitation der Regierung Merkel im Fall der Türkischen „Republik“ den eigentlichen Verlust der Gestaltungshoheit und Handlungsfreiheit. Iranische Verhältnisse, nicht nur in den Gefängnissen, offener Krieg gegen die Kurden …. und was kommt von der Regierung Merkel?

    Möge die SouveränIn, „das Volk“, nicht erneut den Fehler machen, das vermeintlich „kleinere Übel zu wählen“, nur weil plötzlich ein Theaterdonner erschallt und der Horizont Rot-Rot-Grün illuminiert wird ….

    • ... monotones Kanzlerinnengestotter ...
      Völlig richtig.

      Mein Gott, was haben Legionen von Kabarettisten über Helmut Kohl abgelästert, weil er nicht so schön salbaderte wie z. B. ein v. Weizsäcker.

      Gegen Merkel war Kohl ein Demosthenes.

      Dieter Hildebrand empörte sich mal über Kohl mit der Formulierung,

      „… der die deutsche Sprache mit einem einzigen Satz weit hinter die Gebrüder Grimm zurück wirft …“.

      Wie weit zurück wirft jene dann Merkel?

      Bis zu den Prähominiden?

    • Entschuldigung - ich kenne zur Zeit hier in Deutschland keinen, den
      ich „Kabarettist“ nenne würde. Mit Hildebrandt würde ich mich tot schämen, das anzuschauen, was die uns gerade bieten.
      Pispers et al haben sich vor ca. einem Jahr zurück gezogen.

      https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-25-oktober-2016-102.html

      Hier das, was sich uns als so was verkaufen will. Aber schauen Sie es nicht zur Nacht. Es macht schlaflos.

      Gut ist nur, dass Abdel Samad seine Aussagen dennoch anbringen konnte.

    • Titel eingeben
      Kein Hildebrand, kein Polt, kein Pipers, kein Schramm hätten es für möglich gehalten, dass man Komiker jemals als Kabarettisten bezeichnen würde oder, dass ein Witz wie Merkel nicht zum Dorf hinaus verlacht werden würde.
      Wir leben in völlig anderen Zeiten, Intelligenz und Demokratie, das geht nun mal nicht mehr zusammen. Auch Die Anstalt schafft es nicht immer sich dem Sog der dumpfen politischen Korrektheit zu entziehen. Nicht mal bei Hagen Rethers ist das anders.
      Auf einmal kann man sich tatsächlich vorstellen, wie das gewesen sein muss, als der grosse blöde Haufen durch die Strassen tobte und „Tucholski ins KZ!“ forderte und seine Bücher verbrannte.

    • Titel eingeben
      Haha, intellektueller Affront.

      Zu wahr.

      Ein Grossteil der deutschen Hochqualifizierten be-fristet sogar habilitiert ein armseliges Dasein im “wissenschaftlichen Mittelbau”, ohne dass ein politischer Wille erkennbar wäre, mehr Mittel locker zu machen oder Veränderungen herbeizuführen.
      Und diese Ex-FDJlerin oder ihre unterwürfigen Schranzen schwafeln, die unkontrollierte Armutsmigration von Analphabeten bringe nun den ultimativen Innovationsschub, der Deutschland an die Spitze der Hochtechnologie (oder des Rentenniveaus) katapultiere.

      Und dann noch der Affront mit “Deutschland wird religiöser”.

      Nach dem Motto: Talibanislam mit Burka, 12jährigen „Kopftuchmädchen“ und relgiös legitimierten Kinderbräuten als dringend benötigter Importschlager.

      Wir sind schon in der postdemokratischen Phase, und dann beschädigt die politische „Elite“ dermassen umfassend die demokratischen/rechtsstaatlichen Institutionen ……

      Wer solchen Schrott weiterhin wählt, kann nicht mehr ganz dicht sein!

  62. Flötentöne
    „Dass es Leute wären, denen es reicht, wenn der Schweinsbraten im Rohr dampft. und die Enkel zu Weihnachten “Ihr Kinderlein kommet“ intonieren. Das kann so schlicht sein, aber ich würde mich nicht darauf verlassen – ich kenne es auch ganz anders. Man hört auch solche Politikersprüche und vergisst sie schnell wieder. Aber eigentlich ist das eine ignorante Beleidigung vom gleichen Kaliber, als würde man Frau Merkel eine Banane aus Kuba und eine FDJ-Uniform hinhalten. Es sind dumme und populistische Aussagen, sie zielen auf eher niedrige Instinkte und sortieren Menschen, die durchaus reflektiert sein können und wissen, warum sie genau so leben, ganz unten ein.“

    Jep. Genau genommen ist diese Ansage alles andere als harmlos, denn diese „Blockflöten“-Aufforderung steht im Kontext von zuvor veröffentlichten und damit bekannten Eckpfeilern wie diesen:

    1. Gravierender, unerklärter Bruch mit zahlreichen Rahmenbedingungen zu dem Thema, auch gegen die eigene Partei-Linie. Mittlerweile haben sich ca. 20 Juristen einschlägig dazu umfangreich erklärt.

    2. Unmißverständliche Erklärung gegenüber der Bevölkerung: „Die deutschen Sicherheitsbehörden sind und werden nicht in der Lage sein, diese importierten Sicherheitsprobleme und die hierdurch entstehenden Reaktionen aufseiten der deutschen Bevölkerung zu lösen.“

    3. Mehrfache Berichte über massive Übergriffe auf Christen in Aufnahmelagern zzgl. der Erkenntnisse des AA ff.

    Entlang dieser Linie nun als Bundeskanzlerin (!) die Bevölkerung aufzufordern, gegen „Islam-Angst“ solle sie … ich wiederhole das hier nicht, denn traditionell sind es Kinder, Frauen und ältere Menschen, die auf Weihnachtsmärkten und öffentlichen Plätzen Christliche Traditionen pflegen, ist schon sehr bezeichnend. Ist dies ein Rechtstaat, hat er – auch vorbeugend – Schutzpflichten wahrzunehmen. Auch stellen sich Fragen vor dem Hintergrund von 7 Jahrzehnten hinlänglich betriebener „Staats-Raison“, wenn es aus Sicherheitskreisen plötzlich dem völlig entgegenstehend heißt „… importieren wir islamistischen Extremismus, arabischen Antisemitismus, nationale und ethnische Konflikte anderer Völker sowie ein anderes Rechts- und Gesellschaftsverständnis“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article148000968/Sicherheitsexperten-entsetzt-ueber-deutsche-Politik.html

    Die gleichzeitige „Auslagerung“ hoheitlicher Aufgaben in diesem Kontext an Private wie der Kahane-Stiftung kann ich daher nur als schizophrenen Umgang mit allen Beteiligen verstehen. denn man kann nicht gleichzeitig für und gegen etwas sein, und sich als Bürger dementsprechend auch nicht „richtig“ verhalten. Die Auseinandersetzung mit massiv verfeindeten Strömungen ist nicht Aufgabe des Bürgers. Sie ist Aufgabe des Staates. Und dies schon an der Eingangstüre. Andernfalls produziert man potentiell Millionen zusätzlich Asyl-Suchender und gewährt eben genau das Versprochene nicht: Schutz. Hier kollidieren Grundrechte und der Bürger darf erwarten, dass die geklärt und eben nicht destruktiv instrumentalisiert werden.

    Alles andere: ACK. gern gelesen.

    greetz

  63. Danke, wieder einmal!
    Jeder, der gerne Kartoffeln/Erdäpfel verzehrt, weiß um die enormen Geschmacks- und Qualitätsunterschiede. Eine Kategorie wie „al dente“ ist bei Kartoffeln mindestens genausowichtig wie bei italienischen Teigwaren.

    Die Limousinen-Politiker, die höchstens mal auf einem Empfang demonstrativ in irgendwas beißen, um ihre „Tümlichkeit“ („Volks-“ darf man ja nicht mehr sagen) zu demonstrieren, wissen das genausowenig, wie sie sonst was vom normalen Leben wissen.

  64. Was mich noch interessieren tät
    Man macht dem aktuellen CDU-Grün-Mainstream mit angeschlossener Medienlandschaft ja gerne und wohl auch zurecht den Vorwurf, gar keinen Diskurs mehr zu suchen, sondern eher moralisierend zu monologisieren und dabei anzubieten, sich dem anzuschließen, oder halt ein schlechter Hasser zu sein. Erlaubt ist nur das Liken, das Angebot richtet sich an Gleichgesinnte.

    Aber inwiefern unterscheidet sich davon so eine Kolumne hier davon, unter der sich dann ebenfalls die Gleichgesinnten des Don versammeln, aber eben auch wenig Diskurs und Auseinandersetzung stattfindet? Sondern eher gegenseitiges Schulturklopfen und Bestätigen? Einen Merkelfan las ich hier. Wäre es nicht interessanter, wenn die Meinungen aufeinanderprallen, auch hier?

    Zum anderen: wie verhält sich zu und was unterscheidet diese aktuelle Kolumne und ihre Kommentare von etwas, das man gewöhnlich Blut-und-Boden-Mythologie nennt, dem Bild vom in seinem heimatlichen Boden urtümlich verwurzelten Menschen, im Gegensatz zum entwurzelten heimatlosen Städter? Denn das sie etwas anderes ist und will, glaub ich ja gerne. Aber was genau?

    • Das Blog steht allen offen, und es gibt ja auch kritische Anmerkungen.

    • Vom Acker ...
      @ Ja, aber sagt:
      „Zum anderen: wie verhält sich zu und was unterscheidet diese aktuelle Kolumne und ihre Kommentare von etwas, das man gewöhnlich Blut-und-Boden-Mythologie nennt, dem Bild vom in seinem heimatlichen Boden urtümlich verwurzelten Menschen, im Gegensatz zum entwurzelten heimatlosen Städter? Denn das sie etwas anderes ist und will, glaub ich ja gerne. Aber was genau?“

      Hm. Ich empfehle das ein oder andere Interview mit einem beliebigen Fraktions-Chef Ihrer Wahl im Sinne von: „Was sagen Sie als Unbeteiligter zu Sinn, Zweck und Geschichte der real existierenden Subsidiaritätsgesetze sowohl in D als auch rückbezüglich auf Ebene der EU?“ Bei der Gelegenheit bitten Sie ihn vielleicht gleich um eine Restbestandsliste unter Abzug des bisher schon schnöde Outgesourcten unter höflichst erbetener Angabe dessen, wo wer auf Landes-Ebene unseres wunderschönen Deutschlands denn überhaupt noch wobei etwas mitzureden hätte. Bevor sich auch der letzte Acker vom Acker macht. In Zeiten von Land-Grabbing und längst noch nicht ausoptimierbarten Heerscharen von Wander-Arbeitern in zugigen Wellblech-Hütten.

      Da fällt mir mein allererster Forumsbeitrag wieder ein. Schnöde zensiert. „Ackerland“ kam darin vor. Also Vorsicht. Ganz sensibles Thema.

      Schönes Wochenende

  65. Schöner Text
    Mal sehen, ob ich den irgendwann mal in den Fortgeschrittenenunterricht einbauen kann (ganz ohne Rücksichtnahme aufs Copyright, fies wie ich bin). Danke schonmal.

  66. Ich verstehe nicht,
    was gegen den weihnachtlichen Rat zu sagen ist. Im Gegenteil. Das Fest steht vor der Tür. Was gibt es Heimeligeres, als zuhause zu flöten, während draußen der Schneesturm die Flocken wetzt?
    Sehen Sie, vor mir tat sich nach solchen Worten der Heiligabend auf: Der reizende Alt der Kehlen, das glaubensfrohe Fiepen der Flöte, die Glöckelein klingen, die Gans so fett, dass die Spülung ohn‘ Unterlass lieblich rauscht.

    Noch habe ich keine Flöte und die Taschen sind endjahresleer. Meine Idee war daher, die Ratschenkende selbst um eine zu bitten.

    Von manchem höhnt man, er habe das Maul von zehn Löwen und den Verstand von zwei Eseln. Mich hat das nie verunsichert, ich habe das Maul von zehn Ochsen. Ich schrieb eine dreiste Bittmail, gleich am Sonntag, und zwar von ausgesuchtester Höflichkeit, schon in der flötenlangen Anrede fasste ich alle Titel zusammen, die angeschnorrten Potentaten für gewöhnlich gebühren – wobei Vielbesungen Durchleuchtete noch der Geringste war. (Flötenblasengel war auch dabei.)

    Blieb die Wahl der Adresse. Und deshalb das Fiasko. Die längst vermuteten Aufenthaltsorte sind alle angeschrieben. Von überall her (die Salpêtrière und das Brünnlfeld antworten nicht) erging mit Bedauern der Bescheid, das Gesuch könne nicht zugestellt werden, weil die Empfängerin dort nicht die Weihnachtsmann und auch gar nicht ansässig sei. Was nun?

    PS: Wenn hier jemand eine übrig hat, eine Flöte? Sie muss auch nicht mehr alle Löcher haben. Ein letztes genügt.

    • @interim
      Ich hatte schon so einen Verdacht, der sich sogleich bestätigte, als ich „Brünnlfeld“ in die Suchmaschine eingegeben hatte.

      Genial lustig, vielen Dank!

  67. bilder
    ich nutze die Bilder gerne als Hintergrundbild – leider bleibt immer ein dicker schwarzer Rand!

    wenn man sich was wünschen dürfte – vielleicht ein bild von der neureuth gen westen über den te-see hin?

  68. Ja, so ist das mit der Integration aus Regierungssicht...
    Durch ihre Forderung, Weihnachtslieder zu singen, Blockflöte zu spielen und sich öfters in der Kirche blicken zu lassen, hat Merkel die Schuld an der gescheiterten Integration wieder mal den Deutschen ohne MiHiGru zugewiesen. Flankiert von Thomas Strobl, der den Atheisten Verrat des Abendlandes vorwirft. Religionsfreiheit gilt also für dieses Drittel der Bevölkerung nicht. Und wenn man dann noch den Widerspruch sieht: Einerseits gibt das rotgrün okkupierte Staatsfernsehen der von Sykes und Picot vor 100 Jahren erfolgten willkürlichen Grenzziehung im Nahen Osten die Schuld an den bis heute andauernden Kriegen und Gewaltausbrüchen, andererseits zeugt es von Weltoffenheit, möglichst viele unterschiedliche, sich gegenseitig hassende Kulturen und Ethnien in unser Land zu holen, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Und während Maas und seine stasierfahrene Privattruppe gegen Hassmails und -postings kämpft, Frau Schwesig sogar 100 Millionen Euro in den Kampf gegen Rechts investiert, bleiben solche Sprüche wie „Schlampe Deutschland“, Bezeichnung der Deutschen als „Köterrasse“ und Anwerbung von Kindern als hinterhältige Mörder durch Ditib natürlich unbeachtet, schließlich arbeitet man ja „konstruktiv und vertrauensvoll“ zusammen.

    • Rassismus ist in Deutschland weit verbreitet und sucht sich seine Ziele dort, wo er erlaubt ist, so einfach.

    • Die Maasschen Hassmails werden so in sich zusammen fallen wie gerade Kahanes
      Statistiken. Zumal es noch immer keine wirkliche Definition gibt, was denn so eine „Hassmail“ wirklich ausmacht.
      Aber wenn ich nicht irre, ist der Don schon am Schreiben. Über hohe Fehlerquoten bei der Auflistung der Angriffe von Rechten, gesammelt von der vom Familienministerium mitfinanzierten Stiftung. Und darüber, wie sich die AAS weiter mit Ruhm bekleckert. Zum Wohle der Politik(er).
      Zumindest 4 von 5 Taten in Bielefeld lassen sich nicht verifizieren. Auch die 5. bleibt unklar. Hat Ansgar Mönter ber der Neuen Westfälischen herausgefunden! Ein Hoch auf den Journalismus! Ein weiterer Gerechter!

      Es wird sein wie ich schon immer sagte: eigentlich sind alle als „rechts“ gelisteten dem Verfassungsschutz bekannt – nur – wer sind dann die Täter?

  69. ...denn sie wissen nicht was sie tun...
    Jollerüti!
    Die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron haben
    unseren kulturellen Rückschritt in einem superluschtigen
    Entwurf für eine Kunscht-Hütte im Bezirk Tiergarten zum
    Ausdruck gebracht.
    Sie platzierten eine große Scheune im Lidl-Stil zwischen
    die heiligen Tempel von Mies van der Rohe und Scharoun.
    Superguad!!
    Unsere dilettierende Hautevolee applaudierte frenetisch.
    Selbst Regula Lüscher, die fleischgewordene Lochfassade
    aus Basel, zeigte sich huldvoll röchelnd …äh… lächelnd.
    Guxdu:
    http://www.designboom.com/architecture/herzog-de-meuron-berlin-kulturforum-nationalgalerie20-10-27-2016/

    • Hallo luschtig, aber Aldi-Scheune träfe es besser. Die Neubauten von Lidl sind jetzt mit
      überhöhten Eingangsquadern in einer brutalo-Bauhausvariante. Eher einschüchternd als bescheiden.

      Naja – und wenn Herzog de Meuron sagen, sie wollten etwas Scheunenartiges bauen, dann kommen sie in Konflikt mit dem Faktum brutum, dass Aldi wohl mit weitem Abstand vor den deutschen Bauern die meisten scheunenartigen Gebäude erstellt.

      Mir gefiel der Entwurf, aber ich hatte auch so eine Assoziation in Ihre Richtung – aber ohne das richtig zu kapieren.

  70. Fendt und semmelknoedel
    Seltsamerweise waren wir kuerzlich in suedtirol beim Wieserwirt auch ueber den Fendt zugange, der sehr gelobt wurde als Erntehelfer und Schmalspurschlepper.
    Er wird dort an den Haengen zur Apfelernte, Verm. Auch Weinernte ein gesetzt.
    Die kulinarische kulisse bildeten bei uns die Semmelknoedel in Allen Variationen, so delicat, dass oft Fleisch kaum vermisst wurde.
    Mit Pfifferlingeb, brenesseln.
    Dazu gab Es Veltiner o. Grauburgunder
    Manchmal auch
    Gulasch h o. Wild
    In der Schweiz spaeter immer noch feinen Wein aus dem Wallis
    Und rueblitorte o. Maronenchreme.
    Roesti .
    In Aosta Fisch und mehrmals Lamm….
    Dazu aus der Gegend ROTEN.
    Floeten tun wir Bachsonaten und zupfen Zur Zeit Spanische suites .

  71. Das Beste aus der Deutschen Küche
    Hat Frau Merkel wirklich gesagt, die Deutschen sollten ihre Freiheit mit Blogflöte spielen und dem Absingen von christlichen Weihnachtsliedern verteidigen? Da bin ich echt baff! Was typisch deutsches Essen angeht, würde meine Tafelfreunde – vor allem meine kanadischen – sagen: gefüllte Gans, Grüne Soße und zu Weihnachten: Bethmännchen. (Das sollen auch einige von Goethes Lieblingsgerichten gewesen sein)

    • Frau Heuse, ich nehme stark an, dass uns Frau Merkel "von der Straße"
      haben will, wenn sie solche Vorschläge macht. Gerade in der dunkleren Jahreszeit. Abgesehen von Clowns, die ihr Unwesen treiben, ist man halt drinnen einfach besser geschützt.
      Und auch, wenn einer versucht, ungefragt reinzukommen – schwupps, sind wir schon da und spielen: Block-Flöten.

      Ist doch schlau, 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Es sind weniger Omis und Opis mit ihren Rollatoren draußen, also kann man denen nicht so oft in den Geldbeutel langen – oder gar die Goldkette vom Hals reißen.
      Und auch Innenräume sind besser geschützt und sogar besungen – was sich beides nur positiv auf die Statistiken der Polizei auswirken kann.
      Das muss man ihr schon lassen – die Dame denkt mit!

    • Bethmännchen...
      … sind doch Laible oder Plätzchen, die man im Advent backt?

      @Gast, ein Schelm sind Sie ja schon. So könnte es gehen und wo dauernd Licht brennt, soll nicht eingebrochen werden. Außerdem steigt der Umsatz für die Stromerzeuger und Netzbezreiber, wenn wir nicht zu Kerzen greifen.

  72. Immerhin
    scheint der politischen Elite des Landes mittlerweile aufgefallen oder doch zumindest nahegebracht worden zu sein, daß nun auch der Rest der Mehrheitsgesellschaft kurz davor ist, sich endgültig und irreparabel aufzulösen.

    Wer verweigert, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen, gar von einem postfaktischen Zeitalter spricht, was mich immer an die falsch zugewiesene spätrömische Dekadenz erinnert, wer stattdessen in Gefühlsduselei versinkt und Schweinebraten mit Saumagen verwechselt, wer Politik wie fahren im Nebel betreibt und denkt, soziale Placebos könnten Wunden heilen, wer derart alternativlos und ohne jede Vision, sorry Helmut, sein Handwerk betreibt, kann weder Kapitän noch Lotse sein und sollte doch besser von Bord gehen, bevor sie oder er das Schiff noch endgültig versenkt.

    Doch sollten wir uns das wirklich wünschen? Wie sähen denn die Alternativen aus? Warum erinnert mich das an amerikanische Verhältnisse? Droht gar eine Palastrevolution, eine neue Dolchstoßlegende? Bartsch hat mal nachgerechnet und wohl festgestellt, daß rot/rot/grün 2017 eine glatte Utopie ist. Da werden dann auch mal schnell heilige Kühe geschlachtet, die Agenda 2010 gelobt und Bundeswehreinsätze akzeptiert. Ja, die Unterschiede zur SPD scheinen sich zu minimieren, Die Linke scheint sich in Richtung schwarz-roter Mitte zu bewegen. Das wäre wieder eine Alternative weniger. Das brächte der AfD bei den nächsten Wahlen sicherlich noch ein paar Stimmen mehr ein.

    Ob sich die Vegetarierer angesichts des Schweinebratens nun wohl diskriminiert fühlen? Beim Blockflötenspiel stellt sich diese Frage glücklicherweise nicht, das beherrschten und beherrschen alle Parteien dieser Welt ja immer schon in Perfektion. Was das außerhalb der Parteien aber mit Identität zu tun hat, das bleibt dem gemeinen Bürger wohl für immer ein Rätsel.

    Mir dagegen bleibt es wohl immer ein Rätsel, warum Menschen mit Linksdrall immer unterstellt wird, sie seien identitäts- und heimatlos. Aus meiner Sicht besteht da kein Zusammenhang. Nicht einmal unter der Prämisse von no borders – no nations. Überkommene Vorstellungen von Nationalismus und Patriotismus abzulehnen, bedeutet doch nicht, auf Identität und Heimat zu verzichten. Im Gegenteil, es bedeutet Befreiung von Zwängen, die erst durch solche Begrenzungen entstehen. Da könnten wir noch viel vom Kapitalismus, von den Kapitalisten lernen. Die haben sich schon weitestgehend befreit und wissen unsere Naivität trefflich zu ihrem Vorteil zu nutzen. Wer Identität und Heimat vom Zufall der Geburt abhängig macht, der begibt sich qua Geburt in eine freiwillige Abhängigkeit, in Unfreiheit, in Sklaverei – geistig betrachtet. Der kann Integration nicht akzeptieren, der trägt Vorurteile in sich, der ist anfällig für allerlei Rassismus und vor allem – der ist extrem leicht manipulierbar.

    Das haben unsere Politiker wohl bewußt oder unbewußt verinnerlicht, wenn sie versuchen, es dem Rattenfänger gleich zu tun. Bleibt nur, auf die Bürger übertragen, zu hoffen, daß es stimmt, was Ratten nachgesagt wird, daß sie doch relativ intelligent sind.

    Immerhin sind sie schon einmal gescheitert, die Blockflöten.

    • Patriotismus, Nationalismus: überkommene Vorstellungen?
      „Überkommene Vorstellungen von Nationalismus und Patriotismus abzulehnen, bedeutet doch nicht, auf Identität und Heimat zu verzichten. Im Gegenteil, es bedeutet Befreiung von Zwängen, die erst durch solche Begrenzungen entstehen.“

      Nationalismus als Ideologie des Vorrangs der eigenen Nation vor den anderen lehne ich auch ab. Dagegen hat Patriotismus etwas mit Demokratie zu tun:

      Die Nation im westlichen Sinne ist die Gesamtheit der Staatsbürger, d.h. das „Volk“, von dem gemäß unserm Grundgesetz „alle Gewalt ausgeht“. Ältere Vorstellungen von „Blut“ usw. sind damit nicht gemeint. In einer Demokratie ist also die Nationalität in diesem Sinne eigentlich nichts weiter als die Staatsbürgerschaft, und damit das Recht, das Geschick des Staates (der „Patria“) durch Ausübung des Wahlrechtes und anderer Staatsbürgerrechte zu beeinflussen. Patriotismus ist die Überzeugung von der Notwendigkeit der Loyalität zu dem Staatswesen, dessen Staatsbürger man ist. Bis ins letzte Jahrhundert gehörte für Männer auch die Bereitschaft dazu, für diese Demokratie zu kämpfen und notfalls zu sterben. Diese Auffassung von Nation, Demokratie und Patriotismus stammt aus der französischen und amerikanischen Revolution (z.T. unter Berufung auf antike Vorbilder), und in vielen westlichen Demokratien wird das auch heute noch ähnlich gesehen.

      (Daher übrigens früher auch die Beschränkung des Wahlrechts auf Männer, da sie notfalls ihr Leben für den demokratischen Staat einsetzen mußten – das kann man natürlich ablehnen, man sollte aber versuchen, es zu verstehen).

      So verstanden, als Loyalität zum demokratischen Gemeinwesen, dem man angehört, ist Patriotismus nichts schlechtes.

      Nebenbei ist es auch das natürliche Recht der Staatsbürger, zu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen Fremde in die Nation aufgenommen werden.

      Warum wollen heute so viele Leute die Nationen und damit die Grundlagen der Demokratien abschaffen? Ein mehr oder weniger diffus verstandener Begriff von „Heimat“ kann die Staatsbürgerschaft nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Natürlich kann man vermuten, dass gewisse kulturelle Gemeinsamkeiten erst erlauben, dass die demokratische Willensbildung nach dem Mehrheitssprinzip überhaupt funktioniert, und eine überstimmte Minderheit aus Loyalität sich dem Beschluß der Mehrheit – zeitweilig – unterwirft. Vor einigen Jahrzehnten – vor 68 – wurde von Soziologen so erklärt, warum manche Demokratien z.B. in Skandinavien damals so vergleichsweise gut funktionierten.

      Ein „Weltbürgertum“ würde notwendigerweise eine „Weltnation“ voraussetzen, und diese kann ich mir nur als teils totalitäre, teils anarchische, jedenfalls nicht als demokratische und rechtsstaatliche Ordnung vorstellen: Eine Weltherrschaft (denn darauf liefe es hinaus) würde keine alternativen Gesellschaftsbeispiele erlauben, und deshalb notwendigerweise noch mehr – auch terroristischen – „Widerstand“ erzeugen, als wir heute schon haben.

      Übrigens zeigt sieht man daran den Zusammenhang zwischen dem Streben nach „New World Order“ einerseits und dem Terrorismus in seinen verschiedensten Ausprägungen andererseits.

      Man kann natürlich auch kleinere Einheiten wie etwa Regionen als politische Einheiten bevorzugen – aber das läuft nur auf die Zerteilung bestehender Nationen in eine Vielzahl kleinerer Nationen hinaus: wie das aussieht, haben wir zu Beginn der 90er Jahre in Mittel- und Südosteuropa gesehen. Schön ist das auch nicht, und schon gar nicht heimelig und gemütlich. Und größere Einheiten wie z.B. die EU würden auch nichts weiter als einen Bundesstaat und damit eine gemeinsame EU-Nation ergeben. Davon sind wir aber zur Zeit schon aus Gründen der aus Sprachbarrieren resultierenden unzureichenden Kommunikation weit entfernt.

      Vgl. dagegen: „Ubi bene, ibi Patria“.

    • Patriotismus ist ein Euphemismus für Nationalismus, Herr Thomsen.
      Revolutionen haben daran überhaupt nichts geändert, ganz im Gegenteil. Und mit dem Hinweis auf „Fremde“ bestätigen Sie genau das, was ich schrieb.

      Nationen sind doch nicht vom Himmel gefallen, sie sind auch nicht durch „Völker“ gegründet worden. Nationen beruhen auf Machtansprüchen völlig undemokratischer „Eliten“, die sich mittels gewaltsam erstrittener Privilegien (Landbesitz etc.), behaupteter göttlicher Abstammung, blauen Blutes und anderer Umstände Menschen gefügig gemacht haben, sie in ihrem Sinne manipuliert und zu Werkzeugen (z.B. freie und unfreie Bauern) gemacht haben. Das hat schon etwas Religiöses, wenn von Nation die Rede ist. Nation ist Zwang, auch wenn er als solcher nicht (mehr) wahrgenommen wird.

      Der Staat dagegen ist nicht mehr oder weniger als eine Verwaltungseinheit. Seine Struktur und Größe sind beliebig gestaltbar, auch demokratisch. Staat und Nation sind nicht dasselbe. Auch ein Staatsvolk hat nichts mit einem Volk im nationalen Sinne gemein, das belegt schon der Begriff des Vielvölkerstaates. Überhaupt ist der Begriff des Volkes durch das Völkische etwas problematisch, denn die Nähe zum Rassismus ist nunmal nicht wirklich zu bestreiten.

      Richtig ist, die Rückkehr zum Nationalismus ist zur Zeit nicht dazu geeignet, ein Weltbürgertum oder auch nur eine EU als Bundesstaat o. ä. ernsthaft in Betracht zu ziehen. Die Menschheit kann und will eben (noch) nicht über den Tellerrand blicken, sie folgt auch weiterhin blind ihren Führer/inn/en, die ihre Privilegien immer noch sehr gut zu schützen wissen. Wie gesagt, das hat schon etwas Religiöses.

      Daß es im Land der Väter nicht allen gut geht, dürfte übrigens eine Binsenweisheit sein. Und daß das Land der Väter selten deren Land ist, eher deren Aufenthaltsort, ebenso. Aber es sind eben diese Gefühlsduseleien, die wunderbar der Manipulation dienen, sonst aber völlig bedeutungslos sind und das klare Denken vernebeln.

      Stehen sich zwei Armeen gegenüber, so antworten die Soldaten auf die Frage nach dem Warum im Zweifel immer, daß sie das aus patriotischen Gründen tun. Sollte das nicht zu Denken geben?

    • @Otto Meier: 29. 10. 2016 11:11 Uhr / Patriotismus
      In der französischen Revolution (über die amerikanische weisss ich weniger) hat man gerade den Begriff der „Nation“, des „Volkes“ *gegen* die adlige und klarikale Elite in Stellung gebracht! Die Nation sollte anstelle der bisherigen Herrschaftsschicht bestimmen. Dass das nicht anders ausgegangen ist, als man sich das naiverweise vorgestellt hatte, ist ein anderes Thema, welches wohl für viele revolutionäre Umwälzungen gilt.

      Jedenfalls wurden die französischen Revolutonäre von den einmarschierenden deutschen Feudalisten als „Patriotengrob“ beschimpft: „Patriot“ war eben, wer Volks- statt Adelsherrschaft forderte.

      Die „Nation in Waffen“ war eines der Erfolgsrezepte, womit die französischen Revolutionäre erst die reaktionäre Invasion zurückgeschlagen, und dann unter Napoleon fast ganz Europa erobert haben – allerdings mehr und mehr durch Zwangsmobilisierung ausländischer Bürger in die „Grande Armee“, wodurch sie eben nicht mehr die „Nation in Waffen“ war.

      Den Unterschied zwischen Patriotismus und Nationalismus haben mir einst am deutlichsten polnische Patrioten in Warschau in den 70er Jahren erklärt, als die Erinnerung an den Widerstand gegen die deutsche Besetzung und ihre Verbrechen noch präsent war.

      Sie sahen die Widerständler als „Patrioten“ an, die nazideutschen Besatzer eben als „Nationalisten“ bzw. schlimmeres an.

    • Patriotismus ist eine gesellschaftliche Triebfeder. Obs gefällt oder nicht.
      War also Heinrich Heine ein Agent eines deutschen Fürsten, gar des preußischen, dass er vehement einen deutschen Nationalstaat herbeischrieb? Ein Hoffmann von Fallersleben ebenso?

      Mir scheint, nur weil Sie nichts mit nationaler Identität anfangen können, muss sie etwas schlechtes, von oben, von den Herrschenden her kommendes sein.

      Sie führen dann noch den „Vielvölkerstaat“ an. Welchen gibt es denn da, in dem es keine benachteiligten oder sogar unterdrückten Minderheiten gibt? Ein Blick auf den Balkan mit seiner Geschichte sollte einem die Fragwürdigkeit solch eines Konstruktes gewahr machen. Oder mal bei Amnesty International nachfragen, was aktuell akut ist.

      Dieser linke Traum, vom EU-, vom Weltbürger. Letztendlich ist das westliche Arroganz, weil man die eigenen Maßstäbe zu universell gültigen erklärt. Denn nur wenn alle dieselben Maßstäbe teilen, kann das angestrebte Konstrukt überhaupt funktionieren. Wenn jemand anders leben möchte, so ist er wahlweise dumm, religiös indoktriniert, unterdrückt oder von den Herrschenden manipuliert… Herrje, dafür, dass man den offenen Weltbürger fordert, traut man den Menschen reichlich wenig zu. Ein Widerspruch in sich, aber gut, damit hatte die Linke noch nie Probleme.

    • "ich bin stolz ein Kölner zu sein"
      – also ich eben nicht, aber es sei hier nur ein Beispiel für eine positive Ortsverbundenheit (mal relativ neutral formuliert)!
      Ist das etwa schon der Keim des bösen „Nationalismus“ oder des bösen „Patriotismus“(jetzt hätte ich fast „Protestantismus“ geschrieben…)?

      Ist jemand, der +stolz+ ist, aus einer Familie zu kommen, die seit Generationen Bildung und Leistung, gar Musik und Kunst würdigt und daher einige Talente hervorgebracht hat oder zumindest Liebhaber…- ist so jemand, der das Fortführen des Positiven würdigt (und in diesem Sinne stolz ist), ist so jemand verwerflich?
      Wäre es nicht verwerflicher, wenn jemand all dies als „egal“ ansähe und sowas von anti-stolz wäre… (rein rhetorische Frage)?

      Es wäre hingegen unschön, wenn jemand „stolz“ auf das Nichtgelingen seit Generationen wäre. Es liegt nicht am Stolz, – das ist das schlichte Resümee! Es liegt alles an der Frage, WORAUF man Stolz ist!

      Und es gibt nebenbei auch sehr bescheidenen selbstbewussten Stolz, der nicht gockelhaft daherkommt.

      Was ist „Patriotismus“ anderes als „ich habe ein positives (nicht naives!) Verhältnis zu der Tradition, aus der ich komme!“?

      Weiter: Es mag sein, daß Patriotismus und Nationalstolz viele Überschneidungen haben, Herr Meier, aber es lohnt dort wie hier die Unterscheidungen zu machen!

      Der „Nationalismus“ aber ist noch etwas anderes. Wie bei jedem -Ismus wird hier etwas zum Prinzip erhoben.
      Und ob das gut ist, bezweifele ich nicht nur in dieser Sache, denn meist sind die sogenannten Prinzipien eben nicht letzte grundlegende Werte, sondern Konventionalismen und damit wird Willkür zum Prinzipienfinder…

      ALSO: Nicht jeder Patriotenstolz oder Nationalstolz ist „nationalistisch“.
      Stolz auf die Tradition, in der man steht und sich begreift, halte ich für -nicht nur legitim, sondern sogar notwendig!

      Und im Übrigen stimme ich dem Dörflichen Akademiker zu. ( Dörflicher Akademiker ,29. Oktober 2016 um 17:07 Uhr , Patriotismus ist eine gesellschaftliche Triebfeder)

      Heimat kann vieles sein, aber wer sich nicht mit seinem Herkommen produktiv auseinandersetzt, – der wird sie nie finden.

    • Ein dickes Brett, soviel ist angesichts der Antworten wohl sicher.
      Der Mensch, gemeint ist damit die Menschheit, ist einfach noch nicht dazu bereit, sich selbst zu befreien. Sicherheit zählt eben mehr als Freiheit. Und gerade die Deutschen sind extrem dazu bereit, selbst absurdeste Versicherungen abzuschließen.

      Kinder kennen weder Patriotismus, noch Nationalismus. Kinder sind frei, bis sie entsprechend erzogen, man könnte auch sagen indoktriniert, werden. Kindermund tut Wahrheit kund, abseits aller äußeren Umstände.

      Wie bereits geschrieben, Nationen sind willkürlich und gewaltsam entstanden. Sie trennen Nachbarn, Familien, Freunde, Menschen ohne jeden nachvollziehbaren Grund. Und alle sind Patrioten?

      Die Begriffe Patriotismus und Nationalismus sind ohne echten Inhalt, sie dienen einzig dem Zweck, Menschen leichter instrumentalisieren zu können. Menschen für Ziele zu benutzen, die diese aus eigenem Antrieb überhaupt nicht verfolgen würden. Dieses Inhalts lassen sich diese Begriffe jedenfalls nicht entkleiden. Und immer führt das zu Diskriminierung und Abwertung, das liegt in der Natur der Sache, dem wertenden Vergleich.

      Ob politisch eher links orientierte Menschen sich insofern von anderen unterscheiden, wage ich doch sehr zu bezweifeln. Allein der ideologische Kampf der Systeme zeigt, daß dem nicht so ist. Nicht ohne Grund habe ich den Vergleich mit Religionen gezogen.

      Was den Stolz betrifft, so sollte der auf eigene Leistungen beschränkt sein, wenn überhaupt. Denn auch persönliche Leistungen sind nunmal an erster Stelle von ganz unpatriotischen naturgegebenen physischen, psychischen und intellektuellen Eigenschaften abhängig. Die Freude über die eigene Leistung sei dabei unbenommen, aber sie sollte nicht zu unhaltbaren Vergleichen führen, sondern positive Wirkung für Dritte entfalten, denen die Natur nicht so gut mitgespielt hat. Auch das schließt patriotische Gefühle generell aus.

      Nun ja, ich könnte mir hier die Finger wund schreiben, es würde doch nichts ändern. Angefangen beim Lokalpatriotismus würde selbst eine die Menschheit einigende Bedrohung von außen nichts am Patriotismus und Nationalismus ändern. Nur die Größenordnung wäre eine andere.

      Daher fällt mein Fazit auch sehr negativ, geradezu hoffnungslos aus. Die Menschheit gleicht einem Kindergarten, in dem sich die Kinder um ein Räppelchen streiten. Bei Kindern kann ich das ja noch verstehen, aber irgendwann sollten diese Kinder auch mal ihren Kinderschuhen entwachsen. Obwohl, mir graut beim Gedanken an die darauf folgende Pubertät.

    • O.M.
      Ich weiss zwar nicht ob sie noch da sind oder jemand dies liest, aber ich möchte dass sie wissen, dass zumindest ich ihnen da zustimme.
      Tatsache ist, dass nahezu alle Menschen dieser Welt im tiefsten inneren aus Angst funktionieren. Zumeist die Angst die Zukunft nicht kontrollieren zu können.

      Lebendig sein, heisst spontan zu leben, Risiken nicht zu scheuen, aber ohne Dummheit. Es gibt natürlich keinen Gott, der auf uns aufpasst, aber ein Vertrauen in das Leben, in die die Existenz ist schon angebracht.
      So zu leben ist religiös…. im Unterschied zur Unterwerfung unter eine Religion.


    • Ja, ich bin noch da, TDV. Allerdings hänge ich nicht Tag und Nacht vor dem PC, ich habe ja auch noch ein „echtes“ Leben, dessen Stellenwert nunmal deutlich höher ist.

      Im Grunde ist so ein Blog auch nicht dazu geeignet, Dinge wirklich fundamental zu diskutieren. Auch die schnelle Abfolge der neuen Blogbeiträge ist dazu nicht geeignet und so bleibt es doch mehr oder weniger bei Statements, die nicht mehr als Denkanstöße sein können, die Gedanken auch mal in andere Richtungen abschweifen zu lassen.

      Das Antworten auf Blogbeiträge grenzt denn auch eher an Selbsttheraphie und ist dem Wunsch nach sozialer Interaktion und der Suche nach Gleichgesinnten geschuldet. Selbstverständlich auch der Überprüfung des eigenen Standpunktes. Und von einigen Teilnehmern kann man ja durchaus noch etwas lernen, davon mal abgesehen, daß man selbst nicht soviel Zeit in die Suche nach Informationen und Quellen investieren muß.

      Was Patriotismus, Nationalismus und andere Ismen betrifft, so ist es im Grunde sinnlos, darüber mit Menschen diskutieren zu wollen, deren Weltbild quasi engen Grenzen unterliegt. Grenzen, die nicht mehr infragegestellt werden. Da erübrigt sich leider jede Diskussion.

  73. Was soll das!
    Es ist klar, dass die Leute eine andere Meinung als ihre eigene nicht mögen, Mehrheiten so wenig wie Minderheiten, und wer Macht hat, schon gar nicht. Argumentieren, Toleranz usw. oder gar „herrschaftsfreie Kommunikation“ ist nur Gerede. So what (um das nicht nur in den hiesigen Kommentaren beliebte Code-switching zum Englischen aufzugreifen). Schöner allerdings ist A quoi bon! Ich lese Don Alphonso und seine Kommentatoren gern, weil sie oft meine Meinung in schöne und lustige Formulierungen kleiden und manchmal interessante Infos bringen. Macht Laune in grauen Mendienzeiten.

  74. Flötist*_xinnen aus Berlin (Genderquatsch mit Emotionen)
    Ihr Text ist wieder sehr schön, lieber Don, und setzt zugleich zwei Denkmäler.

    Er macht erstens Appetit auf ein köstliches Mahl bei meiner Mutter, die die Kartoffel sehr zu schätzen weiß. Mein Vater liebt seine Kartoffelköchin, sein herzallerliebste. Möge diese Liebe noch lange andauern.

    Wenn ich an Blockflöte denke, so denke ich an meine ehemalige Musiklehrerin Frau Howitz. Eine sehr gescheite kleine Dame mit langem grauen gewellten Haar, das sie stets offen trug und sich künstlerisch kleidete. Sie flötete und trötete voller Inbrunst, nur wir Rabauk_*xinnen fanden Blockflöten sowas von überholt, aber liebten Frau Howitz so sehr, wie wir Blockflöterei hassten.

    Das einzig Positive an der Aussage von Frau Merkel ist, dass ich mich mal wieder bei Muttern zum Essen einladen muss und es an meine ehemalige Musiklehrerin erinnert, die, im Gegensatz zu Frau Merkel, eine sehr patente und wache Frau war und sich um ihre Schützlinge gekümmert hat, egal wie uns das Geflöte auf die Nerven gegangen ist. Frau Howitz wird vielleicht nicht mehr leben, sie war schon damals um die 65 Lenze oder vielleicht auch älter, vor 25 Jahren. Aber sie ist mir in sehr positiver Erinnerung geblieben.

    Jetzt ist es mir ganz blümerant zumute und ein sehnender Seufzer streift meinen Odem und das Herz.

    Von Merkel wird mir nichts Positives in Erinnerung bleiben. Wirklich gar nichts und das holt mich leider wieder in die Realität zurück, aber meine Denkmäler bleiben mir erhalten wie Kartoffeln mit Leinöl und Quark.

    • Nun, das ist immer eine Frage der Heiligengeschichten, die geschrieben werden, und da wird es einige geben.

  75. Mal wieder Currywurst
    So, so. Ist die Brat/Currywurst nicht schon durch Gazprom Gerd politisch vergeben? Bin ja froh, dass wohl noch eine Rest-Resistenz gegen diese latente Unterwerfung zumindest in solch dummen Phrasen vorhanden scheint. A propos Bratwurst: Der Frankfurter war da der Zeit wohl lange voraus, indem er die Rindswurst schuf? Die Wurst-Avantgarde sozusagen. Aber sind die halal? Bin mal gespannt, wann der schweigsame deutsche Haustierhalter ( sollen ja 20 Mio.en sein ) mal seine Stimme gegen diese Schächterei erhebt. Andererseits sind das ja wohl auch die Kunden der Gewürzkeulen-Imbisse. Gibt es dafür wenigstens ein Prüfsiegel oder TÜV. Prüfungsziel: Fachgerechtes Tierequälen bis zum Tod. Schafft neue Jobs. Ist das jetzt zynisch?
    Und Goethe hatte recht. Die Kartoffel ist ein allrounder. In Scheiben ist dann – bei mir zumindest- das Gratin gemeint, zum Fasan oder Rehrücken, mit Rosenkohl – ohne Muscat!- oder selbstgedengeltes Rotkraut. Und anstelle der Blockflöte – mit der man wohl kaum die drittgrößte Volkswirtschaft am Laufen hält – halte ich es mit Händel oder Bach etc.

  76. @ R. Simon, das können wir schneller haben..
    „Nicht ganz OT: Der Kanzlerinnensturz ist im Gespräch“ als uns lieb ist. Einmal richtig Rumms in einer RHS-S-Bahn (muß ja nicht gleich madrilenische Ausmaße haben) und Erika wird sich nicht halten können. Da werden auch die Fäden über den Atlantik nicht mehr helfen. Da wird puppet on the strings zur gewöhnlichen nationalpressedirigierten Handpuppe werden. Dem Druck würde sie nicht widerstehen können. Bis zu Neuwahlen könnten wir ja wohl die Ersatznachfolgekröte ja schlucken, im übertragenen Sinne.
    .
    Autre Chose, auch nicht ganz OT: Was sagen Sie denn dazu, daß uns eine belgische Region durch ihre erfolgreiche Forderungen nach Nachbesserungen zum CETA-Abkommen (Schutz der Landwirte gegen Billigimporte, keine privaten Möglichkeiten der Schiedsgerichtbarkeiten, Festschreibung europäischer Standards auf vielen Gebieten und, und…) per Zusatzprotokolle die Unfähigkeit aller Politpappnasen vorführt, die das ganze offenbar übersehen hatten oder für unwichtig hielten und bereits „abgesegnet“ hatten. Trotz Legionen von sog. Juristen in den Ministerien. Wie bei den EU-Verträgen.

    Liegt es vll. daran, daß kaum einer von den Abnickern so gut Englisch kann um die verklausulierten Verträge zu checken oder sind die Abende und Nächte in Brüssel und Straßburg so anstrengend, daß den Herrschaften bereits beim avant-propos die Augen zufallen?
    .
    Wie es dazu kam, daß sich quasi alle bisherigen Unterzeichner nicht die Gedanken des Ardennenluxemburger, der Hennegauer, Wallonisch-Brabanter, der Regionen Lüttich und Namur gemacht hatten. Und wurde zumindest bis gestern Abend artig geschwiegen. Für mich ist das ein veritables Armutszeugnis für die gesamten EU-Staaten, die bereits CETA zugestimmt hatten.
    (DdH)

    • Titel eingeben
      Anschläge werden hier von geistig Verwirrten, allerhöchstens blitzradikalsierten verübt. Auf keinen Fall von Gästen der LF. Im Zweifelsfall wird nicht mal der Vorname genannt, damit niemand auf falsche Ideen kommt.

    • Hochinteressant
      Und uns werden die Wallonen derweil in großen Medien als wildgewordene Wutbürger verkauft, als Problem und als miese EU-Störenfriede. „Dabei sind das doch nur ca. 3,5 Millionen Menschen dort!“ -ja, wirklich unerhört. Was erlauben die sich! An der Weisheit der EU-Exzellenzen so zu zweifeln! Un-er-hört!

      Das ganze Abkommen ist doch wie TTIP eher geostrategisch als wirtschaftlich motiviert.

    • Ich finde die Wallonen ganz famos
      sie haben meine Hochachtung. Allerdings frage ich mich natürlich nun, was hat man denen seitens der EU versprochen, um sie so weich zu klopfen.

      Was das Lesen der wohl 1.500 Seiten zu CETA angeht, muss ich leider auch passen, online-Übersetzungen sind nur ein mieser Behelf, aber ich habe immerhin das auf dem Rechner, was man dazu haben kann. Aber wir können getrost davon ausgehen, dass niemand dieses Werk in Gänze gelesen oder verstanden hat.

      Mir will nicht so recht einleuchten, wozu es CETA oder TTIP braucht, freien Handel haben wir auch ohne, aber selbst veritable Journalisten, denen man ein kritisches Gemüt zuspricht, wollen diese Abkommen. Ich sach mal so, meinetwegen braucht’s die nicht.

      Aber das lässt mich an den ESM denken, der nun Griechenland ohne IWF zu neuem Geld verhalf, dessen Verträge ja auch niemand gelesen hat, außer einigen Wackeren, die die Anmerkungen zu jeglicher Änderung und überhaupt von Herrn v.Hohenhau regelmäßig verfolgten. Auch das Machwerk habe ich auf dem Rechner und den Lissabon-Vertrag, ein Quell des Grauens.

      Was aber sagen Sie zur Beförderung des Herrn Oettinger zum Vizepräsident der Kommission, an die er wohl wie die Jungfrau zum Kinde kam, vom Können kann’s ja nicht gekommen sein? Und entbehrt es nicht einer gewissen Komik, dass statt Russland nun Ungarn im UN-Menschenrechtsrat hockt?

      PS: Auf den Rums in einer RHS-S-Bahn werden wir wohl vergeblich warten oder hatten Sie in dieser Hinsicht irgendwelche Pläne? Das würde nichts nützen, Sie wären als psychisch gestört entschuldigt.

    • Gemachte Gedanken
      Immerhin hatten sich ja noch europaweit 3 Mio. Bürger Gedanken gemacht per Unterschrift, nicht zu vergessen die bei uns etwa 350 000 Demonstranten. Sie hatten nur keine Macht und wurden lässig überhört, irgendwie doch auch „bei Gericht“.

    • R & P
      Renate: Da unterliegen sie aber einem grossen Irrtum denn „freien Handel“ gibt es nicht. Was es gibt sind Deals zwischen zwei Parteien deren Ausgang nahezu ausschliesslich von den real existierenden Machtverhältnissen zwischen den beiden abhängen.
      Theoretisch wären solche Abkommen also dann sinnvoll, wenn sie der Ungleichheit ein bisschen entgegen wirken würden, wenn also zB man Nokia hätte mit Konsequenzen drohen könnte, falls die nur aus dem einen Grunde ihre Fabrik von Land zu Land ziehen lassen, um vom Steuerzahler finanzierte Millionen Subventionen in die eigene Tasche zu stecken.
      Statt dessen dienen die CETA & TTIP dem Gegenteil: sollten solchen Konzernen durch die Gesetzgebung eines dem Volk verantwortlichen Parlamentes finanzieller Schaden entstehen, so entscheidet ein Schiedsgericht aus Banker und Manager der Wirtschaft, wie hoch der einzufordernde Schadenersatz sein wird. Die Freiheit des Handels besteht also darin, dass der Mächtigere zweier Handelspartner nun mehr seine Macht unbeschränkt gegenüber seinem „Handels“partner ausnutzen kann, ohne das Risko eingehen zu müssen, vor einem ordentlichen Gericht zu landen.
      Im kleinen ist das Resultat dann zB der ltr Milch zu 50cent, etwas das den Markt dann auf die Besitzer von Turbokühen beschränkt. Der Handel ist frei, jeder darf seine Milch für 18cent zu den Molkereien liefern, wenn er dumm genug ist und seine Kühe mit gesunden Eutern auf der Wiese zu halten und seine Milch daher schon in der Herstellung 30cent kostet, ja, dann hat er halt das falsche Business Modell.
      Wussten sie, dass zu Gunsten des freien Handels jährlich 24 Milliarden männliche Küken geschreddert werden? Und dass „unser“ oberstes Gericht letzte Woche rechtskräftig entschieden hat, dass dies korrekt ist?

      Von den Wallonen gibt’s ja nicht allzu viele und so hat man sie, wie vorhergesagt, auch problemlos und schnell kaufen können. Auch da war der freie Handel am Werk, Resultat?
      Problem gelöst.
      Das nächste Blog Thema ist wie sie sicher schon wissen, einer der Fachleute der für „uns“ an solchen Themen arbeitet.

      Philomena: „Immerhin hatten sich ja noch europaweit 3 Mio. Bürger Gedanken gemacht per Unterschrift, nicht zu vergessen die bei uns etwa 350 000 Demonstranten.”

      Ja…. und?
      Hab ich da eine Meldung übersehen? Sind die, oder wenigstens einige von denen, losgezogen um das Verbrecher Gesindel tot zu schlagen? Hab ich da was überlesen?

      Sehen Sie, DAS ist die Wahrheit:
      Man kann problemlos 3,35 Millionen auslachen, denn diese Blöden lassen sich widerstandslos alles bieten!

      Philomena, sie haben keinerlei Recht sich hier oder anderswo zu beschweren!
      Sie haben genau das bekommen, was sie verdienen.

    • @TDV
      Sie sprechen mich an. Zumindest „bei Gericht“ hatte ich mich angeschlossen, hatte aber schon geahnt, wie es ausgeht.

      Soll ich etwa die Forke nehmen und mich kloppen? Sie machen es sich sehr einfach.Im Grunde ist man aufgeschmissen.Ich bin inzwischen soweit, dass ich mich freue über meinen Standort, an dem die umliegenden ha der Familie gehören und die Kommune uns nichts vor die Nase setzen kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass es nicht zu Zwangsmaßnahmen kommt.

    • Nachträgliche die Frage an TDV
      Womit haben Sie denn Tokyo “ verdient“, welches von Bergen und Wäldern durchzogen ist, in Ihren beschriebenen Gassigängen?

    • Philomena
      Zum ersten: „Soll ich etwa die Forke nehmen und mich kloppen?“
      Es ist ihr Leben und einzig und allein ihre Verantwortung wie sich in solcher Situation entscheiden. Aber Ausreden wie die Angst davor, die Konsequenzen eigenen Handels möglicherweise ertragen zu müssen, ist genau das, was die jetzigen Zustände ja erst ermöglicht hat. Es gibt da meiner Meinung nach kein richtig und kein falsch, aber sie entscheiden wie ihr Leben verläuft.
      Aber ich weiss nun mal, die Welt ist gross und wunderwunderschön. Ich finde das Leben ist ein zu herrliches Geschenk um es an solche Umständ zu verschwenden.

      Zu Tokyo. Es hat knapp 40 Millionen Einwohner, also knapp ein Drittel(!) aller Japaner, Durchmesser weit mehr als 100km. Versuchen sie mal sich das vorstellen.
      Das Tokyo das sie meinen, das mit den 1000 Leuten die gleichzeitig einen Zebrastreifen überqueren, das ist da in der Mitte, aufregend, bunt, aber dort leben. Ganz bestimmt nicht!
      Knapp drei Viertel Japans besteht aus steilen Bergen, wenn nicht gar Vulkanen, einige aktiv, ist also mehr oder weniger unbewohnbar. Nur ein paar wenige ganz, ganz Alte leben dort.
      Wenn sie also aus dem Zentrum Tokyos wegziehen, dann haben sie Wälder und Berge und Strände zum Spazieren, die von der Grösse her natürlich nichts mit den deutschen Wäldern und Bergen zu tun haben. Es gibt auch keine Wanderwege, aussre ein paar kommerziellen. Die Luft ist besser, die Temperatur sind etwas angenehmer und sogar die im Sommer unfassbare Luftfeuchtigkeit ist geringer. Haben sie schon mal wo gelebt wo im Sommer die Temperatur selbst am frühen Morgen wochenlang nie unter 25° fällt und die Luftfeuchtigkeit Tag und Nacht an der 100% Marke kratzt?
      Wenn sie für ihr Leben arbeiten müssen, dann haben sie hier eine Lebensqualität auf dem Level Nigerias.

      Die einzige Quelle in deutschen Medien die das tatsächliche Japan beschreibt ist derzeit der Spiegel! (Leider)
      Wieland Wagners Berichte zeigen stets das real existierende Japan, während in den anderen Medien jeder von jedem abschreibt ohne jemals dort gewesen zu sein, daher der leider völlig unbegründete Ruf Japans in Europa.
      Eine sehr rühmliche Ausnahme waren auch Carsten Germis Berichte in der FAZ, den man aber, ich nehme an, aus Kostengründen abgezogen hat.-
      Im Spiegel 43/2016 von letzter Woche finden sie ein Beispiel von Wagners Arbeit…..

    • An TDV
      Sie sagen es: ich verantworte selbst, wie ich leben möchte und dazu gehört Klopperei nun mal nicht.Ich finde, ich habe ein schönes Leben.Bin ja auch ein Sonntagskind und hatte auch viel Glück.

      Diesmal hören Sie sich verbindlicher an, nicht so besserwisserisch…

      Es war wohl im Weltspiegel, wo ich den Bericht über Dorfretter sah, die man in Dörfern einsetzt in Japan, wo die Jugend fehlt – junge Familien sind das. Ja, ich sah eine wunderschöne Landschaft, die etwas „aufgefüllt“ werden dürfte…

      Danke für die Info, besagtes Blatt habe ich und grüßen Sie d a s Frollein.

    • Titel eingeben
      Ich weiss zwar nicht ob es sie interssiert, aber in meinen 15 Jahren in einem indischen (Zen) Ashram habe ich gelernt, dass es einen entscheidenden Unterschied gibt.
      Man kann sein Leben aus Angst heraus leben, immer bedacht keine Risiken einzugehen. Das ist angesichts der Realität nicht überraschend, abre es hindert einen halt am Leben…
      Die andere Art ist es dem Leben, der Existenz zu vertrauen und Risiken einzugehen. Authentisch zu sein… „Ja“ oder „Nein“ zu sagen, wenn man es meint, und mit den Konsequenzen zu leben.

      Oder wie Philosphen, die diesen Namen verdienen, zu allen Zeiten gesagt haben: Am Ende des Lebens bereut man nichts von dem was man getan hat, sondern all die vielen Dinge die man nicht getan hat.

      Wenn das zu sehr nach altmännerweisheit klingt, dann ignorieren sie es bitte einfach

  77. Kartoffeldeutscher
    Anfang des Jahres 2016, als Deutschland überraschend Handball-Europameister wurde, habe ich in einem Nachrichtenportal (SPON?) einen für mich neuen Begriff gelesen. Der Titel wurde zwar angemessen bejubelt, gleichzeitig wurde aber auch kritisiert, daß in der Mannschaft ausschließlich „Kartoffeldeutsche“ mitgespielt hätten. Spieler mit Migrationshintergrund waren nicht dabei und das ginge doch heutzutage überhaupt nicht.
    Mir kamen damals zwei Gedanken: 1. Soll es jetzt im Sport – analog zur Frauenquote – ebenfalls eine Quote geben, evtl. aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern u/o sexueller Orientierung?
    2. Ist „Kartoffeldeutscher“ als Schimpfwort eine Art Ersatz für „arisch“, welches Wort die Linken natürlich nicht in den Mund nehmen würden?

    • Das war in der Zeit.

    • Sport-Extremismus
      Schauen sie nach Frankreich, nach Schweden und Belgien. Diese drei sind so E X T R E M unterwandert… :D

    • Hier fühlen wir uns nicht angesprochen,...
      … wenn von Kartoffelndeutschen die Rede ist, weil wir die Erdäpfel haben, die im Dialekt Grundbiera heißen.Wenn ein 9jähriger Enkel, der sich bei seiner Oma Gerichte wünscht, die seine Mama nicht mehr zubereitet, feststellt, dass die Oma „dialektisch“ kocht, hat er doch was begriffen. Diese Gerichte sind meistens Mehlspeisen, die die Bekannte meisterlich herstellt.

  78. zu spät
    Man gebe sich keiner Illusion hin. Einer Nation, die sich in der Lindenstraße spiegelt, wird man auch in der Schwarzwaldklinik
    nicht mehr retten können.
    Von seltenen Ausnahmen abgesehen, wie z.B. hier im Blog, ist der Schwellenwert für kritische Selbstreflexion in Deutschland erst ab
    Katastrophe erreicht.
    Also: Bleiben sie übrig!

  79. Die Enwanderin kann zum festen Bestandteil der Kultur werden
    ….In Deutschland sollen die ersten Kartoffeln während der Regierung Ferdinand III. 1647 in Pilgramsreuth (Rehau), Oberfranken angebaut worden sein.[11] Im Kloster Seitenstetten in Niederösterreich verfasste der Benediktinerabt Caspar Plautz ein Kochbuch mit Kartoffelrezepten, das bereits 1621 in Linz erschien.[12] Der Anbau in großem Stil begann 1684 in Lancashire, 1716 in Sachsen, 1728 in Schottland, 1738 in Preußen und 1783 in Frankreich

    Zitat aus

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kartoffel

    Es hat natürlich ein paar Jahre gedauert bis die Einwanderin zum festen Bestanteil der Kultur geworden ist. Es sollen auch ein paar Tricks angewendet worden sein.(angeblich tat der Fritz so als ob er die Felder bewachen lies um zu suggerieren das es sich um etwas Wertvolles handelt). Wesentlich ist m.E. das die Bevölkerung selbst zur Überzeugung gelangt ist das dieser Zuwanderin bleiben sollte. Es gibt ja noch andere wie die Ziffern. Die 0 (Null) ist ggf eine indische Erfindung. Was sich bewährt darf bleiben. Das Christentum aus dem Nahen Osten breitete sich auch nicht so ohne weiteres im deutschen Wald aus. Konnte sich gegen andere Vorstellungen durchsetzen. Nur mit Zwang hätte das wahrscheinlich nicht funktioniert. Dauerhafter
    Bestandteil der Kultur wird ggf nur was freiwillig angenommen wird.
    Man könnte noch die Einflüsse osmanischer Militärmusik erwähnen, insbesondere bestimmte Instrumente. Im 4. Satz der 9. Symphonie des von mir sehr geschätzten LvB gibt es eine Stelle die: alla Turca umschrieben ist aber selten tatsächlich wie ein türkischer Marsch gespielt wird. In der Kurzfassung als €uropahymne hat man diesen teil wohl eher Zufällig weggelassen.

    Angeblich sollen ja auch deutsche Erfindungen und Errungenschaften fester Bestandteil anderer Kulturen geworden sein.
    Ich erinnere an Begriffe wie zB Butterbrot, Waldsterben, Automobil, Blitzkrieg und Kindergarten. Kulturelle Zwangsmaßnahmen oder gar Kulturrevolutionen sind m.E. aber eher von Übel.

    PS Zu den Hinweisen bekannter Politiker zur deutschen Kultur:
    Es ist idR eine Selbstauskunft. Wenn jemand bei Kultur an die Blockflöte denkt ist nun einmal diese Welt gemeint.
    Andere Denken bei Kultur an die Matthäuspassion von J.S.Bach wieder andere denken bei Matthäus ggf an Lothars Kulturbeutel, Doppelpässe, Freistöße etc usw

    • ...andere wie die Ziffern
      es sind natürlich arabische Ziffern gemeint und mit Fritz ist der Alte. (der Alte von 17xx und nicht der Ermittler des ZDF!)

      Zur gemeinsamen Geschichte von Orient und Okzident
      gibt es einen schönen Band aus dem Residenz Verlag
      Die Reise zum Goldenen Apfel
      von Georg Mayrhofer

      PS Ich bin in einem dem deutschen zugehörigen Kulturkreis aufgewachsen der zwar auf dem Staatsgebiet der Bundesrepublik lag aber in bestimmten Details gar nichts mit diesem Staatswesen zu tun hatte. Dieser Hintergrund belastet bis heute mein Dasein und ist neben meiner Legasthenie, formalen und inhaltlichen Denkstörungen sowie Konzentrationsmängel in Verbindung mit Faulheit wichtige Ursache für meine Schreibweise.
      Es handelte sich um die Randgebiete des Odenwaldes etwa 7 km östlich von Darmstadt. Die Familie, deren Mitglied ich damals leider war, konnte Mitte der 1970er Jahre in den Westen fliehen und siedelte dann 4 km westlich von DA. Insgesamt also eine Distanz von ca 11 Km aber ein völlig anderer Sprachraum.

  80. Von Kanzlerin Merkel abgesegnete und nicht abgesegnete Weihnachtslieder
    Christliche Weihnachtslieder als Verteidigung der Freiheit, werde ich meiner Tochter ans Herz legen, wenn wir im Dezember Weihnachtsplätzchen backen (unsere türkischen Nachbarn kriegen nämlich mit, was wir zu dieser Gelegenheit ohne Blogflötenbegleitung von uns geben).
    .
    “Oh Tannenbaum” ist kein Problem, denn der gehört nicht zu unserem musikalischen Repertoire.
    .
    But we are not allowed to announce to each other and our neighbours: “We wish you a Merry Christmas”.
    .
    Die schwierig zu erinnernden “twelve days of Christmas” können wir begründet auslassen, denn sie sind profan.
    .
    “Jingle Bell” is nicht nur etwas sehr Ami-haft, sondern auch heidnisch, und so ist “Rudolf the red Nose Raindeer”.
    .
    So’n Kitsch wie “I’m dreaming of a white Christmas” ist auch nicht erlaubt, selbst wenn wir gerade dicken weißen Zuckerguss auf unsere beliebten Walnussplätzchen streichen.

    Ich werde es zwar tun, aber singend wünschen dürfen wir es nicht: ‘Deck the halls with boughs of holly”.
    .
    Aber eines unserer Lieblingslieder fällt nicht unter diesen Bann:
    “Good King Wenceslas look’d out”

  81. Morgen gehts nach Heiligendamm
    Bitte nicht den ganzen Norden an die Invasoren abgeben, Meck Pomm hat schon fast richtig gewählt und in der kleinen dummen Stadt an der Ilmenau schlägt die Stimmung auch langsam um. NRW und der Reichshauptslum ok. Aber dann ist es gut.
    Morgen Heiligendamm und frische Luft 😀

    • Ich finde auch, das der Don über die "Mainlinie" nochmal nachdenken sollte...
      Mittel- und Ostdeutschland sollten auch mit gerettet werden, denn die „Verslumung“ schreitet hier nicht so schnell aus wie im Westen der Republik oder im RHS. So hat bereits ein Drittel (!) der zugewiesenen „Fachkräfte“ Thüringen schon wieder verlassen. Wir fragen natürlich nicht wohin. Schließlich sind wir großzügige Menschen und „Geben ist bekanntermaßen seliger den Nehmen“.

      Aber sehr wahrscheinlich sind sie in Richtung westlicher Großstädte weitergezogen. Zu den Problemen dort ist hier schon genug geschrieben worden.

      Der Thüringer an sich verteidigt tapfer seine Thüringer Bratwurst und den Thüringer 100%-Kartoffelkloß*. Da steht er dem Bayern in puncto Urwüchsigkeit in nichts nach.

      Ach ja und wegen R2G in Erfurt… Bitte Herrn Ramelow keine mediale Aufmerksamkeit schenken. Damit trifft man ihn am meisten. Wo er sich doch für Höheres in Berlin berufen fühlt.

      * Okay, nicht ganz 100%. Denn natürlich gehören in die Mitte in Butter geröstete Brotwürfel. Ich mache immer mehr als nötig, denn die sind bei den Kindern der Renner.

  82. Früher MUSSTEN wir als...
    …Kinder beim Onkel mithelfen, die Kartoffeln nach der Ernte aufzuklauben (links der Donau –> Oberpfalz/ Breitenbrunn/ Dietfurt). Sozusagen tätigten wir die Nachlese. Meist handelte es sich hierbei um die eher kleineren, „vergessenen“ Exemplare. Es gab auch noch zahlreiche Exemplare des Kartoffelkäfers. Hat man offenkundig weitgehend „weg gespritzt“.

    Die besten (und heißesten) Kartoffeln unseres Lebens brieten und aßen wir beim abendlichen Feuer. Da waren sämtliche Sinne und herrliche Düfte dabei. Das war Anfang der 70er. Schöne Erinnerungen. Nach dem MUSS hat eh keiner gefragt. Die Kinder der anderen Höfe waren ja mit von der Partie. Langeweile gab es nie.

    Heute zweifle ich manchmal daran, ob Heranwachsende den Unterschied zwischen grünen, unreifen Tomaten und unreifen Kartoffeln erkennen würden, bzw. welche der beiden unter/über der Erde „Frucht“ trägt?

  83. @ Don
    Habe ich mir angeschaut, Ihren Hinweis. Weiße Israeli, aha. Selten so viel Schwachsinn gelesen. Und unten: Widerspricht hier gleichzeitig Schwarzer und Zekri, weiß alles besser. Unterstellt auch Ablehnung gegenüber Iranern, was so gewiss nicht stimmt. Iraner sind recht gut angesehen, nennen sich übrigens nie Deutschiraner.
    Unglaublich altklug und voreingenommen, nicht zu fassen, dass sowas eine Stimme bekommt.
    http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/politik-gesellschaft/interview-kueba-guemuesay-100.html

  84. moralische Konflikte
    Wenn der Rösterbräter am Donnerstag auf dem Markt steht muss ich demnächst den chinesischen Studenten die in grosser Zahl davor stehen sagen sie mögen bitte auf ihre pakistanischen Kommilitonen Rücksicht nehmen?

    Darf ich meinen Bigos mit Kraut und Schweinswurst kochen weil der nicht deutsch ist oder eher nicht weil man vergessen hat was mit Polen in WKII passiert ist und das mittlerweile Nazis sind?

    Sind vietnamesische oder koreanische Rezepte mit Schweinefleisch ok? Könnten Schulen darauf ausweichen damit sich die entsprechenden Zugezogenen hier wohlfühlen?

    Fragen über Fragen… es ist schon recht schwer moralisch und politisch korrekt zu Essen.

    • Entschuldigung, hatte mich vertippt, die Aufforderung es Euch auch mal gut gehen zu lassen ..
      …. ist aber so falsch nicht.
      .
      Ich fühle mich jedenfalls in einem Land, das sich erlaubt auch mal an sich selbsts zu denken, sehr wohl.

  85. Kartoffelvariantionen und das Elend mit der Leitkultur
    Auch als Hessin, genauer Frankfurterin, ziehe ich gut gemachte Kartoffelknödel, Klöße, oder wie auch immer sie regional bezeichnet werden, jeder schlecht zubereiteten Nudel vor. Zu den Knödeln noch eine kräftige Soße und einen schönen Braten. Vom Schwein eher nicht, des mag isch net. Aber vom Rind, Kalb oder von der Pute- ach wie schee und lecker is des! Es dürfen gerne auch mal Knödel nur mit Soße sein. Auch die Pellkartoffel ist in Hessen, v.a. im Frankfurter Raum, sehr geschätzt und vielseitig kombinierbar. Oder Kartoffelpüree … Aber bitte nicht mit Knoblauch oder anderen unpassenden Zustaten auf „stylish-frankfurterisch“ veredelt. Auch gehört an einen richtigen „Handkäs‘ mit Musik“ kein Olivenöl. Nein, nein, das geht gar nicht. Und neben dem Messer auch noch eine Gabel zu verlangen, um diesen Käs mit (Butter)Brot zu esen, mal überhaupt nicht. Jedem altgedienten „Äbbelwoi-Kellner“ treibt das die Zornesröte ins Gesicht.
    Aber jetzt im Ernst. Es ist schon wirklich kabarettreif, dass führenden Politier/-innen in der Debatte um „deutsche Werte“ nichts anderes einfällt, als Schweinebraten, christliche Liederzu singen, untermalt mit Blockflötenmusik. Uff, da bin ich aber baff. Wenn das die hervoragenden Elemente unser gelebten Leitkultur sein sollen (es gibt ja auch noch das GG), dann haben wir ja wirklich nicht viel anzubieten. Dann gute Nacht…

  86. Gefährlich
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    Chapeau! für Ihren Kommentar!

    Als ich noch bei FAZ.net angemeldet war, hat man meine Beiträge schon zensiert, die nur einen „reaktionären“ Bruchteil Ihres aktuellen Artikels aufwiesen.
    Wenn Sie sich so weiter steigern, steht es schlecht für Ihre Anbindung an die FAZ.

  87. Sechsmal "Identität" hat er gesagt - steinigt ihn!
    Nach den Gesetzen der Rasterfahndung (so wie ich sie mir vorstelle), stehen Sie mit soviel Hang zur Identität schon bald den gefürchteten „Identitären“ nahe.

    Dabei sollten Sie wissen, dass solches bei eifrigen Meinungmachenwollern (vormals: Journalisten) im Salär von Hofberichterstattern (vormals: angesehene Tageszeitungen) zu Reflexen folgender Art führen kann:

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/felix-baumgartner-faellt-mit-facebook-posts-negativ-auf-14498424.html

    Die übrigen Darlegungen erscheinen mir – abgesehen vom hinreichend erörterten Anhänger-Skandal natürlich – noch mit der freizeitlich-demografischen Unordnung vereinbar…

  88. Die DDR-Blockflöten ...
    … ein geflügeltes Wort. Wenn ich an das Wort Jahresendfigur denke, wird mir ebenfalls ganz heimelig …

    NEIN. WIRD MIR NICHT!

    Sondern gruselig wird einem.

    Man sollte sich der Gitarre zuwenden und ein ordentlich Protestlied zu den Klängen der Saiten singen. Die Zeiten sind wieder so.

    Adieu Jahrzehntendfigur Merkel.

  89. Glaube, Liebe, Hoffnung
    Die Kartoffel ist wahrlich vielfältig: gekocht, gestampft, gerieben, gebraten, gebacken, gedünstet: Immer köstlich, nahrhaft und sättigend.
    Vielfalt gibt es Gott sei Dank noch in Rezeptbüchern.
    Wenn ich mich frage, wo unsere Meinungsvielfalt und -freiheit geblieben ist, dann schaue ich als Erstes auf meine Kinder. Ihre Sozialisation findet ja nicht nur in der Familie statt. Weil ich mir also die Sozialisation meiner Kinder außerhalb meiner Familie nicht irgendwem anvertrauen wollte, besuchten sie den Waldorf-Kindergarten. Dort wird soziale und christliche Tradition kindgerecht und authentisch gepflegt.
    In der weiterführenden Schule meines Jüngsten wurde im letzten Jahr die Flüchtlingskrise kurzerhand in den Unterricht eingebaut. So wurden die Kinder angehalten, im Deutschunterricht im Rahmen des anstehenden aktuellen Lernzieles einen Spendenbrief an einen Händler zu schreiben, in dem sie um eine Spende an Hygieneartikeln für Flüchtlinge werben. Sicherlich gut gemeint, allerdings nur ein Ausschnitt, viel zu komplex für 11-jährige. Für mich als Mutter schwierig in der Balance zwischen notenrelevantem Unterrichtsthema und -leistung sowie intern familiärer Haltung zu diesem Thema. Meine Kinder geraten da also unweigerlich in einen Loyalitätskonflikt.Schule als Bildungseinrichtung prägt m.E. schon sehr früh noch unkritische Persönlichkeiten mit „offizieller politischer“ Haltung.
    Wenn ich dieses Dilemma (Privatmensch versus Unterrichtsthema in der Schule meiner Kinder) für mich als neugierigen Menschen betrachte, ist es sonnenklar: Sozialdemokratische und grüne Berufspolitiker, groß geworden in einem rot-grünen Schulpolitikseminar gehen zur Universität, studieren in rot-grünen Universitätspolitikseminaren und werden Berufspolitiker -zumindest hier in NRW-. Berufspolitiker leben -die jüngere Generation akademisch geprägt- in einem Elfenbeinturm.
    Entsetzen in Essen. Einer von IHNEN -SPD-Ratsherr- wagte es, entgegen parteipolitischer Räson die Lebenswirklichkeit zu thematisieren. Wird von Partei und Presse gnadenlos abgestraft. Berufspolitiker meinen ihr akademisches errungenes Lei“d“bild unbedingt zwingend ihren Wählern aufzwingen zu müssen. Weil Berufsköche den Kochplan haben.
    Leider wissen diese Köche nicht, welche Zutaten es momentan auf dem Markt zu welchem Kurs gibt. Leider wissen sie auch nicht, welche Gerichte momentan angesagt sind: Keinen Kebab und nicht halal, sondern die Kartoffel und der Schweinebraten.
    Ach, das Grund“r“ezept ist übrigens gigantisch: Da sind die Rezepte ihrer Bedeutung nach schön der Reihenfolge nach aufgelistet:
    1. MenschenWürde
    2. Freie Entfaltung der Persönlichkeit
    3. ALLE MENSCHEN SIND VOR DEM GESETZ GLEICH
    4. religionsfreiheit

    Wenn ich mir das vor Augen führe: Darf es mir um die Kartoffel doch nicht bange werden, oder?

    Lieber Don: Ein kartoffelgalaktisches HOCH auf Sie!
    Und wenn alles nicht hilft: Daumen hoch und per Anhalter durch die Galaxis.

    • Mir scheint, die von Ihnen Beschriebenen hatten 1-4 und sonst bisher
      nichts anderes kennen gelernt. Was ja äußerst positiv ist, wenn ein Land, wie auch das der Kartoffeln, so was „geschafft“ hat.
      Das heißt, die gehen davon aus, dass 1-4 zu den Grunderkenntnissen aller Menschen gehören.
      Das Verhalten derer, die da kommen, zeigt in der Spitze ganz anderes. Da hin zu schauen kostet Mut. Das selber zu erfahren macht dann schon Angst.
      Haben die den nicht?
      Oder kann nicht sein, was nicht sein darf?
      Weil ja dann das ach so schöne Gebäude der seit über einem Jahr vehement gesellschaftlich verbreiteten und damit als eigen angenommenen Utopie so mir nichts dir nichts zusammen fällt?
      Deshalb sind ja solche blogs ein Stachel im Fleische derer, die nicht wagen über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.
      Sie werden in der kreierten Phantasie gestört, dass alles Friede, Freude, Eierkuchen sein kann. Dass dafür Grundbedingungen notwendig sind, die jetz empfindlich gestört werden?
      Aufwachen werden sie eh – nur wann?

      „Dass ihr hier seid, macht euch zu keinen von uns. Dazu müsst ihr euch erst mal an uns anpassen. Wir dachten, ihr würdet das selbstverständlich tun, aber ihr tatet es nicht.“
      Margarethe II, Königin Dänemarks, zu Mohammedanern in Dänemark und Europa.

      „To be or not to be“ – war das nicht auch ein Prinz aus Dänemark, der erkannte, dass die Verhältnisse auf den Kopf gestellt waren?

  90. Kultur aus Wolpertingen
    Weiter oben klagt einer (ja, aber, 16h37), hier würde nichts diskutiert. Das stimmt nun so nicht. Hier herrscht ein zivilisierter Ton, den einige im Land nicht mehr gewohnt sind.

    Hier wird zum Beispiel über Kultur geredet, was, nach vielen Jahren des fast abartigen Vermeidens eines solchen Begriffs selbstverständlich mehr einem Herantasten gleicht. Und es wird einem leicht gemacht, denn es geht um Vegetarisches! Hochmodern. Wirklich handfeste Kulturinhalte wie Streichquartette von LvB oder Raritäten von Haydn, andererseits gute Jahrgänge oder die Vorzüge eines Brunello gegenüber einem Rioja oder einem Bordeaux werden nicht erläutert.

    Aber ganz klein hat der Don unten, was den Bayern wirklich ausmacht und was ihm niemand wegnehmen kann: Den Wolpertinger. Unsere ganze Kultur hier fußt auf dem Wolpertinger. Alles, was geschafft wird oder nicht geschafft werden will, ist von ihm beseelt, die Brezn wie der Semmelknödel. Das Schönste ist, dass niemand ihn umhauen kann wie etwa ein Gipfelkreuz. Und er gehört nur uns. Er ist unsere wirkliche Leitkultur. Er macht, dass das Essen mundet, der Himmel öfter mal weißblau ist, die Mädls mal Kränze tragen und die Musi zum Tanz einläd. Er ist ein toller Kerl. Und der Don denkt, er hätte seine Kultur von königlichen Gemälden oder vom Radfahren, aber in Wirklichkeit hat sie ihm der Wolpertinger gegeben plus seine Flügel geliehen zu manchem literarischen Höhenflug.

  91. Venceremos
    Do werds no bled schaugn. Auch da Ultimaten-Horst. Läuft eigentlich gerade noch eines seiner Ultimaten? Nach dem dann aber wirklich Sense und Schluss ist und Obergrenze und er lasst se do ned verorschn von dena do in Berlin?

    • Sie übersehen da was...
      Sie übersehen, dass das was er tut, für die Wähler in dieser Region Deutschlands völlig ausreicht.
      Dumm ist er übrigens nicht, denn Merkels Nachfolger will er ja nicht werden.

      Verraten sie uns doch: Wieviele % der rot-rot-grün Stimmen würde eine Sarah Wagenknecht wohl erhalten? Sie sehen also, das Problem sind keineswegs die doofen Bayern sondern, dass auch die, die sich aus unerfindlichen Gründen links nennen, ganz genau so blöde sind.

  92. @Lisbeth Heuse: internationale Weihnachtslieder
    Ich mag gerne polnische Weihnachtslieder – man kann schöne Beispiele auf Youtube, Suchbegriff „kolędy polskie masowsze“ finden, z.B. „Bóg się rodzi“ [Gott wird geboren] oder „Gdy się Chrystus rodzi“ (Bei der Suche ist die Verwendung der Haken am „ę“ und „ó“ zu empfehlen.)

    „kolędy polskie“: polnische Weihnachtslieder
    „Masowsze“: professionelles polnisches Folkloreensemble (Gesang und Tanz) aus der Vorwendezeit.

    Die Choristen sehen ein wenig steif und exotisch in ihren traditionellen Trachten aus, aber die Musik ist sehr schön.

    Mit Frau und Tochter singen wir manche dieser Lieder auch, bzw. ich begleite lieber am Klavier (wg. Stimme und mangelnder Textsicherheit).

    Auf englisch oder französisch auch gerne, z.B.:
    „We three kings of orient are“ (Ohne augenzwinkernden Bezug auf aktuelle, hier im Blog gerne diskutierte Thematik).

    Und natürlich die traditionellen deutschen Weihnachtslieder, darunter auch einige schlesische wie „Oh Freude über Freude“.

  93. A propos Weihnachten - Besuch aus dem Orient usw.
    Den muslimischen Mitbürgern kann man einfach erklären, daß wir die Geburt des Propheten Isa Ibn Maryam (Jesus Sohn der Maria) von der Jungfrau Maria feiern, cf. Koran, 19. Sure „Maryam“ (Maria), 16-34.

  94. Ich sorge hier wenigstens fuer Umsatz
    Als in einem Land lebend, dem der Kartoffelursprung mit zugeschrieben wird, bin ich der Einzige in der Familie, der wirklich gerne Kartoffeln ist, obwohl selbige an die Qualitaet der paelzer Grumbeere niemals heranreicht!
    Tortillas, der ganze Pastakram und auch Reis heben mich nun mal nicht an,
    Kahane und der Hosenanzug auch nicht, aber was solls, die hausen eh in nem slum, noch! In Paraguay gibt’s auch keine gescheiten Kartoffeln, nicht mal koshere.

  95. Titel eingeben
    „Dass nun betont werden muss, dass es Bestandteil der deutschen Kultur bleibt – bleibt! – ist das eine. Die seltsame Auffassung, dass Schweinebraten, Blockflöten und Currywurst die Identität bestimmen, ist das andere. Denn Kultur und Identität sind gemeinhin hochkomplexe und anspruchsvolle Systeme…“

    „…gemeinhin…“, echt?

    In einer Demokratie in der die Mehrheit Personen wie Merkel oder Gabriel bei Wahlen freiwillig(!) zum Kanzler wählt? Da liegt man mit Schweinebraten, Blockflöten und Currywurst wenn es an „gemeinhin“ geht, schon richtig. Hochkultur sind für solches Volk Apple- oder Nike-Produkte, von zarten Kinderfingerchen in der dritten Welt zusammengeklebt.

    „Aber hier bei uns wird das nach meinem Empfinden mangels echtem Druck auf urbane Parallelgesellschaften hinaus laufen. Der Druck wird nicht kommen, weil die Nichtintegrierten auch an der Spitze der Regierung stehen, und Banalitäten wie Schweinebraten und Blockflöte mit Identität verwechseln.”

    Ja, das mit den Parallelgesellschaften wird halt kommen, denn es gibt ja auch kaum mehr einen Grund, warum diese Leute ihre eigene Kultur als minderwertiger einordnen sollte, oder? Habgier und Besitz, insbesondere Geld, das war zu Haus ganz genauso, hierzulande wir werden die Leute halt seltener aus diesem Grund erschlagen, aber sonst….?

  96. Schön saftig!
    So mag ich´s, so will ich´s und so brauch ich´s!

    Vielen Dank, später mehr, wenn´s durch kommt…haha

    PS:Als Kraut, kann ich mich identifizieren.
    sauerkraut, sauerkraut – tülütütü – tülütütü – ich bin dein sauerkraut – …

  97. @ Renate Simon sagte am 29. Oktober 2016 um 00:26 Uhr....
    „Ich finde die Wallonen ganz famos“
    .
    Ich wäre mir an Ihrer Stelle mit der Aussage Ihres letzten Absatzes nicht so sicher. Nein, ich habe keine Pläne und ziehe demokratische Verfahren vor, wenn auch nicht ganz alternativlos. Was mich in diesem Zusammenhang aber immer wieder in Rage bringt ist die Chuzpe mit der unsere „Sicherheitspolitiker“ immer wieder die Forderung nach mehr Sicherheit im öffentlichen aufstellen und gleichzeitig der Strom (auch 100 am Tag ist ein Zustrom) der potenziellen „Gefährder“ nicht abreißt. Und zwischendurch wird das Pack mit Ermittlungspannen à la kontaminierte Wattestäbchen auf Touren gebracht.
    .
    Ich warte jetzt nur noch auf die ungehinderte Rückkehr derjenigen, denen die Sozialhilfe für einige Zeit nach Syrien überwiesen wurde. Denn wie man so hört, soll es eng werden für die.
    .
    Ach ja, der Ginder Ö.. Gestern Abend war ein Foto des frischgebackenen Finanzkommissars in den Nachrichten zu sehen. Er nimmt entre temps die haifischigen Gesichtszüge von „whatever it takes“-Mario an.
    .
    @ Mann aus de Palz und Grumbiere-Freund.: Gerade von einer Genußreise in die Toskana zurück,(wie man sieht fahren auch nicht ganz Protestalternativlose in die Toskana) habe ich dort wieder die Vorzüge der italienischen Zubereitungsart von „patate arrosto“ aufgefrischt. Kartoffelschnitz (für die aus dem Norden: Kartoffelspalten, neudeutsch auch „wedges“) in eine niedere Kasserolle schön sauber angeordnet (wie beim Apfelkuchen), Rosmarinzweige dazwischen, Olivenöl und grobes Meersalz drüber, etwas schwarzen Pfeffer und ab ins holzbefeuerte Rohr. Dazu eine Bisteccha a 12 etti, ebenfalls am Steineichen-Holzfeuer gegrillt. Eine Offenbarung, reichte für die ganze Familie und da hat Pasta keine Chance.
    .
    Weiter mit der so geschmähten Kartoffel. Daher werde ich jetzt gleich mal den Pizzaofen einheizen und mit der Zubereitung eines rheinischen „Debbekoche“ à la moselfränkische Oma Susanne beginnen. In der Resthitze werden dann auf Vorrat noch „patate arroste“ gelingen. Darauf einen Spaziergang im buntgefärbten Wald und Weinberg. Reicht meinem Bedarf an Buntheit vollkommen. Schönes Wochenende.
    (DdH)

    • Wir müssen mehr ausschaffen
      das Geschwätz der LF, man müsse mehr Abschiebungen vornehmen, geht mir auf den Senkel, da das doch Ländersache ist. Bei der letzten Kungelei waren aber wohl die Autobahnen wichtiger oder warum wurde kein Druck auf die Länderchefs ausgeübt? Klar dient das nur der Beruhigung der kochenden Volksseele, aber so blöd ist das Volk nun auch wieder nicht, wie das im RHS angenommen wird. Der kontaminierte Zollstock ist da nur noch lächerlich.

      Und natürlich versiegt der Zustrom nicht und Sicherheit… welche Sicherheit ist gemeint, heutzutage, wo nicht einmal mehr 90jährige Frauen vor Vergewaltigung sicher sind oder eine 87jährige einfach so im Pflegeheim von einem Somalier umgebracht wird.

      Gestern eierte der WDR mit einer Nachricht rum; in Krefeld war ein alter Mann mit Klebeband rundum verpackt tot in seiner Wohnung aufgefunden worden, er ist erstickt. Besuch hatte er von zwei Frauen, die eine wohl eine blondierte Zigeunerin, von der er Nachbarn vorher als neue Bekanntschaft erzählt hatte. Bis die im WDR das Wort Zigeunerin raus hatten… war der Zuschauer längst in Gedanken da, wo er richtig lag.

      Das und die Rumeierei der Politik macht einen nur noch fassungslos und wütend. Von wegen Sicherheit…

      Doch zu den Kartoffeln, Ihr Debbekoche macht mich an, aber für mich allein wenig Sinn, ich würde mich nur sinnlos überfressen.

  98. Apropos Christliche Leitkultur... 2017 nicht nur Wahljahr, sondern auch Lutherjahr
    Zum Umgang mit der christlich geprägten Leitkultur:

    http://cicero.de/salon/reformationstag-planschen-im-lauwarmen-wasser-des-zeitgeistes

    Diesem Artikel ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht ein Hinweis auf den offiziellen Flyer zu den drei großen nationalen Ausstellungen zum Thema Luther und Reformation:

    http://www.kleinerundbold.com/aktuelles/awards/das-ist-ja-der-hammer-red-dot-award-f%C3%BCr-die-volle-wucht-der-reformation

    Als ich das Titelbild das erste Mal gesehen habe, war beim Anblick des Hammers mein erster Gedanke, wo sind jetzt Zirkel und Ährenkranz??

    https://www.ddr-museum-muehltroff.de/files/ddrmuseum/geschichte/Wappen-1955-1990.png

    Nur die Farbgebung stimmt nicht (erinnert eher an Frau Roths „mantelähnliches Etwas“)

    http://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/ein-mantelaehnliches-etwas-ueber-die-mode-im-deutschen-bundestag-14500434.html

    • JA, der Artikel von Grau im Cicero ist wirklich gut!
      Man stellt sich am Ende dann aber schon die Frage (die man vllt. schon lange mit sich trägt), ob die evangelische „Kirche“ überhaupt noch als solche genannt werden könne oder ob sie nicht doch eher einen Eintrag ins Vereinsregister als Zeitgeistverein verlangen sollte.

      Die von Grau resümierte Sachlage sollte der katholischen Amtskirche in D eigentlich ein abschreckendes Menetekel sein. Ist es aber nicht… Die wandern gerade in dieselbe Richtung- ein Großteil der Amtskirchler der höheren Ebenen!

      Danach stellt man sich dann allerdings auch die Frage, was das Lutherjahr mit „christlicher Leitkultur“ zu tun haben sollte, wenn bspw. ein Bischof Dröge der evang.Landeskirche Berlin-Brandenburg das Leiden der Christen unter der muslimischen Verfolgung (als „Flüchtlinge“ kommen dann aber zu uns die Muslime…) nicht als Christenverfolgung sehen und eher relativiert sehen will…
      bspw. hier nachzulesen: http://www.freiewelt.net/nachricht/bischof-droege-macht-sich-zum-komplizen-der-christenverfolgung-in-fluechtlingsheimen-10069000/

      dann frage ich mich, WAS für Werte sie vertreten. Christliche scheinen es mir nicht zu sein!

    • @ Stand Your Ground, Himmel hilf, der Flyer ...
      selten auf so wenig Fläche so viel bizarr gequirlte Scheiße gelesen. Hoffentlich hatte sich der gute Tammo schon einmal um psychiatrischen Beistand bemüht.
      .
      „Berlin“ in hellgelber Schrift auf weißem Grund ist ja fast unlesbar, aber in den beiden anderen Städten-versteht man dort diesen, die Intelligenz eines jeden zukünftigen Museumsbesuchers beleidigenden Sprachmüll überhaupt? Alleine eine derartige Ankündigung ist für mich ein Grund keine dieser Ausstellungen zu besuchen.
      (DdH)

  99. ESSENzielle Kartoffel und rhetorische Natur
    Großartiger Text! Habe als Kind jeden Tag als Vorspeise Kartoffel mit Sauerkraut gegessen, natürlich vom Hof. Eine ESSENtielle Angelegenheit! Wenn man diese mit den schlechten Kartoffel-Derivaten von heute vergleicht, ist da schon ein gewaltiger Unterschied. Auch ein kultureller. Die Abwertung der Kartoffel wird in erster Linie durch Chips und Co vorangetrieben. (Sie haben übrigens bei uns Bao geheißen – vielleicht von Bom oder Pommes de terre abgeleitet.)
    In der kulturellen Debatte kommt es mir so vor, als ob viele von den sogenannten Fortschrittlichen eigentlich jede Identität meiden. Im Grunde Angst vor anderen Traditionen haben. Hauptsächlich nur ihr Denken unter Naturschutz stellen lassen wollen. Und die sogenannten Rechtspopulisten das machen, was sie selber eigentlich am meisten wollen: Dafür zu sorgen, dass Religionen, die sie verachten, und Traditionen, die sie nicht wollen, draußen bleiben. Sie können es aber so nicht sagen, denn dann müssten sie in Frage stellen, was sie ein Leben lang gedacht haben. Es ist bei vielen eine sehr dünne Schicht an Humanität, die oft eher rhetorischer Natur ist. Es tut deshalb wohl, Texte zu lesen, wo der kulturelle Wandel nicht über Gemeinplätze und Sprechblasen, sondern von den Wurzeln her bedacht wird.

  100. Drei Links zum Thema und ein Literaturhinweis dazu
    Nur eine Frage am Rande, die mich aufgrund gemachter Erfahrungen beschäftigt: Ist Identität das, was man über sich selber denkt, was man is(s)t? Oder ist Identität das, was einem von außen zugeschrieben wird. Wenn es nach dem ginge, was Merkel für deutsch hält, und wenn es nach dem ginge, was z. B. Koreaner für deutsch halten, bin ich eindeutig nicht deutsch. (Beispiel: „Du bist deutsch: Bier, Bayern, BMW.“) Wobei: Was Merkel anbelangt, da denke ich, dass sie nur das nachgeplappert hat, was nach der Meinung ihrer Berater die CDU-Stammklientel für deutsch hält. Andererseits: Was weiß ich schon als „Nichtdeutscher“ darüber, wie die ’spin doctors‘ der CDU denken?? – Aber wie gesagt, das nur am Rande. Vielmehr möchte ich auf drei Texte hinweisen, die bei Tichys Einblick erschienen sind und sich auch mit der Frage nach Identität und der Spaltung der Gesellschaft (Stadt vs. Land, Zentrum vs. Peripherie) beschäftigen, aber sich auch die Frage stellen, wie links Links heutzutage eigentlich noch ist:

    http://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/ein-geograph-analysiert-die-spaltung-der-gesellschaft-in-frankreich/
    http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/helds-ausblick/die-neue-standesherrschaft/
    http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/goergens-feder/die-linke-die-rechte-und-die-mitte/

    Ich hätte nie gedacht, einmal auf drei Texte zu verlinken, die auf einer Plattform veröffentlicht wurden, die mit Roland Tichy verbunden ist. Aber so scheinen sich die Zeiten zu ändern. Oder vielleicht auch nicht! Rein zufällig bin ich kürzlich auf ein Buch gestoßen, dass 1991 erschienen ist. Ich habe es noch nicht zur Gänze gelesen, aber es ist überraschend aktuell. Es bezieht sich zwar auf die USA, könnte aber auch gut als Erklärung für das Herhalten, was momentan in Europa so geschieht. Der Titel: „Why Americans Hate Politics“. Der Autor: E.J. Dionne, Jr.

    • Jeffrrey
      Obwohl ich aus Erfahrung weiss, dsass Ticjhxys leider nahezu niemals Bemerkenswertes bitete, hab ich „die-linke-die-rechte-und-die-mitte/“ mal gelesen, das es eigentlich ein wichtiges Thema wäre. Wie erwartet war es der übliche Quark. Herzallerliebst fand ich die Beziehung zwischen „LInken“ und Merkel…. Damit sie nicht eigesn suchen müssen:

      „Ich dachte schon, dass ich da kompliziert argumentieren müsse… aber dann fand ich diesen Satz der den absurden Denkfehler des Autors deutlich macht:

      „Diese Linke, die sich für die “globale Klasse” hält, besiegt sich selbst.“

      Die Wahrheit sähe nämlich so aus:

      Diese globale Klasse, die sich für die Linke hält, besiegt sich selbst.

      Wie sich linke oder rechte Spiessbürger gegenseitig einordnen ist ausser für sie selber ziemlich uninteressant, ein Linker der Merkel ernst nimmt?
      Welch lächerliche Vorstellung….“

  101. „Ich finde die Wallonen ganz famos“ - Ja sicherlich, aber man sehe evtl. einmal den Strukturwand
    hier die Grenze zwischen Nordfrankreich und der Südwallonie http://tinyurl.com/habydep bei „100 Chaussée Brunehault
    Quévy, Wallonische Region“ – das hat es schon ganz schön Strukturwandel. Und war früher sicherlich noch besser, solange es – ein rein psychologischer Vorgang vermutlich – dort noch etwas mehr Hoffnung auf Hilfe gab aus Brüssel und durch die kommenden Chancen einer EU.

    Dagegen ist das hier, http://tinyurl.com/zmo2hcs nämliche Grenze, man beachte das Schild im Bild und die Naht quer über die Strasse, direkt noch gut.

    Die Krise ist halt nicht überall – aber die betroffene Wähler geht sie nicht suchen, denn er sitzt selber mittendrin – und gewählte Regierungen wären nun einmal in der Tat ziemlich direkt ihren Wählern und deren Problemen verantwortlich?

    Während die Grenze der Wallonie nach Flandern ungefähr so aussähe – vermutlich deutsche oder US-Traktoren pflügen dort, Fendt oder John Deere. http://tinyurl.com/h45bgy5 Und das Vorurteil meinte, es wären niederländischsprachige Bauern aus dem Norden, die dort in den südlichen Teil Belgiens, die Wallonie gleich mit hineingepachtet hätten?

    Und dies hier ist auch die Wallonie: http://tinyurl.com/hg8b4gj “ Rue des Chapeliers, Verviers, Wallonische Region“ – die Leute da haben vermutlich fast nur Vorteile von den transkontinentalen Netzen über die vor allem die deutschen und französischen Warenströme der europäischen Konjunkturlokomotiven fließen. (Wir kommen da oben auf der Schnellstrasse, da selber zumeist Nutznießer, halt häufiger vorbei.)

    Und die Wallonie ist katholisch – daher auch beten die Menschen zur Mutter Gottes der Armen. Also das Volk dort tu so. http://tinyurl.com/z34rumj – Ein Konrad Adenauer hat sich dort früher einmal für ein Bauwerk eingesetzt, Zweck „Versöhnen statt Spalten.“ http://tinyurl.com/z57xcmr

    • Sagen Sie, Monsieur @ Gast http://tinyurl.com/h45bgy5...
      ….erinnert mich dann doch stark an die Gegend westlich Hannut, Thisners, Merdorp, Orp-Jauche, Jandrain-Jandrenouille, Jodoigne….wo ich als hobbymäßiger Kriegshistoriker einmal die Erzählungen eines gewissen Jean de Moncey, genannt „Aragon“*, im Mai 1940 Hilfsarzt in einer Sanitätseinheit (Groupe Sanitaire Divisionnaire 39) und des Panzerkorps Hoepner geographisch versuchte nachzuvollziehen.
      .
      *« [Aragon a] une intelligence de l’armée et de la guerre (…) qui permet, avec un brin d’indulgence, de le classer parmi nos grands écrivains militaires. »
      .
      Aber sagen Sie, ist das Jammern in der Wallonie, wie übrigens in Deutschland auch, nicht eine Klage auf hohem Niveau? Bei der Belgienreise vor zwei Jahren war ich mir mit meiner Frau zusammen sicher, daß die Nähe zu Brüssel überall sichtbar ist, na gut, Charleroi vielleicht nicht. Sonst „alles vom Feinsten“.
      (DdH)

  102. @ Leviten, 28. Oktober 2016, 14:03 Uhr - Prololand
    Ein kurzes Feedback aus dem RHS: Sie haben völlig recht. Der Abstieg begann mMn aber bereits Mitte der 80er Jahre im Westen mit der Einführung der privaten Fernsehsender. —

    Ein aktuelles Beispiel für fortschreitenden Verfall: der Sieg des Entwurfs von Herzog & de Meuron für das Kulturforum. Ein städtebauliches und architektonisches Desaster, ein echter Super-GAU. Eine Verhöhnung der klassischen Moderne, eine Verhöhnung Scharouns, eine Verhöhnung Stülers. Das darf doch einfach nicht wahr sein. Das Gebäude mag ja innen funktionieren – aber die Kubatur und dann dieses Dach …

    • @ Kulturforum Berlin
      Ich befürchte hinter dem Plan, diesen Monsterschuppen an die
      Straßenfront zu stellen (hinter dem alles andere verschwindet)
      dient u.a. dem Plan, die alten Meister aus der Gemäldegalerie auf die Museumsinsel zu verschleppen… schluchz…
      (Denn die Sammlung Pietzsch ist nicht soo überwältigend, dass sie unbedingt an vorderster Front präsentiert werden muss.)

  103. @ Don Alphonso sagte am 28. Oktober 2016 um 09:38
    mit abschätzendem Anmerkung, daß er kein Fleisch nicht mag. Meiner Enkelin versuche ich diese Attitude gerade abzugewöhnen. Aber immerhin mag sie „Linse mid Schbäzzle“. Das ist ja schon mal ein guter Anfang.
    (DdH)

    • Linse mid Schbäzzle
      Womöglich mit echten „Leisa vun dr Alb ra“, herrlich. Da ist eigentlich schon alles drin, was man braucht. Nur wenn es von Leuten zubereitet wird, die die schlechte Zeit nach dem Krieg als Kinder mitbekommen haben, dann wird meist kompensatorisch so viel Schweinebauch und Saitenwärscht darin versenkt, dass ich davon Bauchgrimmen bekomme.

    • In den „Linse mid Schbäzzle“ noch ein paar getrocknete Tomaten klein geschnitten mitkochen ...
      … noch awing Olivenöl drüber oder drunter und … lecker!
      .
      Seidewürstle brauchts dann fascht nimmer.

  104. landwirtschaftliche Anhänger
    Schöne Betrachtungen! – Aber weiter oben wurde darüber räsoniert, warum da im Idyll ein westfälischer „Krone“-Anhänger herumsteht? – Wie so oft gibt es auch eine bayerische Firma, gegründet in Günzburg, die es mit ihrem Familiennamen „Mengele“ nicht nur durch Anhänger, Kipper und Dungstreuer, sondern auch sonst zu weltweiter Bekanntheit gebracht hat.

    • Gute Gudrun, ist zwarnih von Belang, aber...
      die Firma Mengele, die Z´Genzburrrggg (Versuch den Klang der dortigen Sprache nachzuahmen) am Zusammenlauf von Günz und Donau immerhin 2000 Leute* beschäftigte besteht nicht mehr sondern ist in der Firmengruppe Lely (klingt bissele wie Levy) aufgegangen. Sie baute auch nicht diese Art Ladewagen eher für Kleinlandwirte , sondern Miststreuer und eine andere Art Ladewagen, eher für en Groß-und Energiebauern (Einachs/Zweiachs/Tandemachs-Kipper, Muldenkipper).
      .
      *Da ich dort in der Nähe meine Militärdienst leistete, war es immer etwas heikel auf den Josef zu sprechen zu kommen. In einem der Gasthäuser auf dem schönen zentralen Platz von Günzburg war es ratsam, dieses Thema nicht aufzugreifen.
      (DdH)

  105. @Philomena
    Bethmännchen sind kleine Häufchen auf Marzipan mit einer geschälten Mandel an drei Seiten, etwas Eigelb überstrichen und im Ofen überbacken.
    .
    Wenn Sie das Marzipan selbst machen wollen, nehmen Sie zu gleichen Gewichtsteilen Puderzucker und geschälte Mandeln. Die geschälten Mandeln werden zwei Mal gemahlen, damit sie sehr fein sind. Mandeln und Puderzucker werden mit einer Prise Salz und Rosenwasser gut verknetet. Bevor man dann das Marzipan verarbeitet, sollte man es einen Tag ziehen lassen.
    .
    Bethmännchen sind eine Frankfurter Spezialität.

    • ???
      Ich hoffe für Sie, dass sie jetzt nicht davon ausgehen, dass das für ihn irgendwelche Konsequenzen haben könnte?

    • Nee,
      @ TDV, ich dachte mir, kein Wunder, dass es bei der EU so aussieht, wenn abgehalferte PolitkerInnen dort entsorgt werden…

    • Titel eingeben
      Da denken sie völlig richtig !

      Auch deshalb muss man den EU Zirkus, den Euro und die Nato auf den Müll entsorgen.
      Falls man die Absicht hat, das Leben der Bürger zu verbessern.
      Ich weiss, ich weiss, reines Wunschdenken…

  106. die guten Sitten gingen flöten
    Früher hätte man Gaucks Beziehung
    ein „Bratkartoffelverhältnis“ genannt.

  107. Sie machen es richtig
    @Ddlc
    Toscana, Provence, Palz, Tirol, Bayern alles Doitsche Kulturlandschaft, oder?
    Hab das Tessin vergessen!

    • @ Mann vom anderen Strand sagte am 29. Oktober 2016 um 17:41 Uhr
      „….alles Doitsche Kulturlandschaft“ Trotz des ironischen Beiklang bekommen Sie eine Antwort und die heißt JA, im gewissen Sinne schon!
      .
      Blätter Sie z.B. Im Putzger mal auf die Seite auf der das HRRdN bis an den heutigen „le Rhône“ ging. Vun de Brigg in Avignon konnte man damals, wie heute von Kehl aus, quasi in „Feindesland“ schauen. Selbst das Großherzogtum Toscana konnte sich des Einfluß´ der obigen Konstruktion nicht entziehen. Die Toskaner werden immerhin die Schwaben Italiens genannt. Und vergessen Sie mir mal den ursprüngliche Text unserer Nationalhymne nicht, bitte, und denken sie an Südtirol.
      .
      Nur mit der Palz bin ich seit gestern sauer. Bei dem Versuch der ersten Keschde vun de Ludwigsheh (für die anderen: Eßkastanien von Ludwigshöhe-und schon haben wir Bayern im Spiel), die ich nebenbei im Pizzaofen anröstete, brach mir ein Stück Backenzahn Nr. 17 oben ab. Völlig schmerzlos, immer noch. Da werde ich vorbeugend nach 21 Jahren Zahnarztabstinenz doch wohl den Dentisten meiner Wahl aufsuchen müssen denn solch ein Einfallstor kann ich nicht gebrauchen. Auf die Vorwürfe von Onkel Doktor freue ich mich jetzt schon.

  108. "Auch ich wurde erwachsen, aber die Autos haben mich nicht verlassen", cooler Satz vom Jetzt??
    http://tinyurl.com/zqgqdox – wobei, in der hüstel, AutoBLIND, kürzlich eine Wartezimmerlektüre, oh Schande, schrieb sie neulich noch anders. Mehr so, „da ich noch nie wusste, dass in Motoren auch Öl kommt fuhr ich einfach bis es von vorne (vermutlich war da der Motor, Gast) anfing zu klackern.

    Und herbeigerufene Passanten meinten, da fehlte vermutlich Öl für den Motor, und ob ich nichts nachgegossen hätte. Hatte ich aber nicht, dann woher soll frau wissen, das ein Auto einen Motor hat – und noch viel weniger dass in einen Motor auch soetwas wie ein Öl muß. Und die Werkstatt einiges später sagte „Kolbenfresser“ und noch anderes bömisches vom Dorfe, seid dem weiß ich nicht nur wo beim Auto die Kartoffeln hinkommen auf dem Rückweg vom Markt.“

    Erfrischend anders so ein Text; zum Glück ist man(n) ja heute eben doch bereits weitgehend Helfersyndromfrei und kennt die weiblichen Auslassungen von der Wahrheit, welche einen Mann auch schon mal tiefer fallen machen (sollen) als das tiefste Schlagloch. Hin und wieder direkt bis in tiefste Abhängigkeit und Gefangenschaft, *g*.

    „Auch ich wurde erwachsen, aber die Autos haben mich nicht verlassen“ – schon dass frau auch rein sprachlich schon hier einen aktiv unbeweglichen Mittelpunkt markiert, „auf den etwas zukommt“ oder der „ggfls. von etwas (nicht) verlassen wird“ – im Lebensgang! sozusagen adv. Bestimmung der Zeit, nicht des Ortes, dann was wären alle anderen Orte, außerhalb einer frau? Ein NICHTS vermutlich, also vergleichsweise … – einfach Klasse, nicht?! Und außerdem ist sie ja auch alle Zeit die, vergeht, denn gäbe es überhaupt eine Zeit außerhalb einer Frau? – vermutlich auch nicht. Jedenfalls keine, die anerkennenswert wäre.

    Wer aber ein wirklich cooles Leben führte, müßte dabei nicht auch noch unbedingt immer nur gut aussehen?

  109. Don't fear a foreign sound...
    … vom Meister:
    So don’t fear if you hear
    A foreign sound to your ear
    It’s alright, Ma, I’m only sighing
    […]
    And if my thought-dreams could be seen
    They’d probably put my head in a guillotine
    But it’s alright, Ma, it’s life, and life only

    https://www.youtube.com/watch?v=mYajHZ4QUVM
    http://bobdylan.com/songs/its-alright-ma-im-only-bleeding/

    „I consider myself a poet first and a musician second. I live like a poet and I’ll die like a poet.“
    Bob Dylan

  110. Über Fordern und Selbstachtung
    Einen Punkt reflektierte ich kürzlich beim Essen in dem Geniestreich am Nordende, wo man immer ebenso zuvorkommend bewirtet wird wie man in dem legendären Laden in Altbogenhausen bedient wird, ganz gleich, ob man nur klein oder groß isst oder einkauft: Höflichkeit.

    Letztes Jahr stieß ich auf einen Kellner von ausgesuchter Höflichkeit und Umsicht in einem Lokal im Kanton Zürich. Meine unverbesserliche Neugier nach Gesichtsanalyse trieb mich, ihn zu fragen, woher er sei, was man sehr elegant gestalten kann, indem man nach dem Kanton, hier in D dem Bundesland, fragt. Nachdem er angab, aus dem wilden Kurdistan zu stammen, ergoss man sich in Lobeshymnen über sein Deutsch, in diesem Falle Schwyzerdütsch, was fehlerfrei und elegant rüberkam, als wäre er in dem Land geboren worden.

    In Wirklichkeit hatte er erst vier Jahre dort zugebracht und in einer Spülküche angefangen. Aber er hatte von Anfang an begriffen, dass eine elegante fehlerfreie Sprache der Schlüssel zum Fortkommen ist wie auch ein kultiviertes Auftreten und Umsicht, so dass er es nach vier Jahren in die Position eines leitenden Servicemanns gebracht hatte trotz scharfer Konkurrenz aus Deutschland und Österreich, wo Schweizer Gehälter auch anziehend wirken, jedenfalls so lange, bis man dort Miete zahlen muss.

    Es sei die Schweiz, meinte er, die das fordere, und er hätte das als sinnvoll begriffen. So kann man vielleicht nicht vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen, was ohnehin Ausnahmegeschichten darstellen, aber auf jeden Fall weiterkommen. Aber wenn das Seelenheil nach morgendlicher Bettruhe oder Mädchengucken oder gar Grabschen steht, kommt man über die Spülküche nie hinaus, und dort in der Küche kann es sogar gefährlich werden, wenn nach der Falschen gegrabscht wird. Und leider, die meisten, die ich so sehe, scheinen bessere Dinge auf ihren Mobilphones zu betreiben als Vokabeln lernen, und Fortschritte sieht man bei vielen gar nicht.

    Das wird oft damit entschuldigt, dass sie einen unsicheren Asylstatus haben. Hahaha. Sie gehen zum Arzt und zum Anwalt, sind oft Jahre damit unterwegs und können am Ende immer noch nicht die Sprache, während Edward Snowdon, der da wieder weg wollte, die vermutlich in wenigen Monaten raffte.
    Intelligenz macht das nicht oder nicht allein.
    Dieser Schweizer Kurde hatte Energie und Arbeit investiert, und man merkte, es ging ihm um seine Selbstachtung. Daher wäre Fordern nicht das Verkehrteste. Schließlich fordert man auch Ergebnisse von Schülern. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass Schüler nach dem Verlassen der Schule oft die anspruchsvollsten Lehrer loben, über die zuvor immer geklagt wurde, meist in Zusammenhang mit Hausaufgaben.

    • Werter Oberländer, da haben Sie den Unterschied sehr schön herausgearbeitet ...
      … den die Schweiz einfach viel viel besser hinkriegt als DE-Land.
      .
      Die Schweizer fordern immer „Integration über Spracherwerb und Arbeitsleistung“ und sagen Dir, dass es ohne das auch gar nicht gehen wird. Zudem ist es dort weder Makel noch Diskriminierung „ganz unten in der Gemeinde anzufangen“. Vor 2 Tagen sah ich 3 „neue Gäste“ -vom schweizer Nachbardorf mit Müllsammelgreifern ausgestattet- beim Saubermachen im Dorf.
      .
      Und in DE – da lese ich Artikel, dass Eure Gäste in Berlin „wegen mangelnder Privatsphäre angeblich verrückt werden“ und vermutlich bald mit herumstreunenden DE-Anwälten über die „Unzufriedenheit mit ihrer soziokulturellen Gesamtsituation“ sprechen werden.
      .
      Berlin ist -anders als das vorzitierte CH-Bilderbuch-Dorf- wirklich versifft. Da gäbe es so viel Nützliches bei dem die Gäste mit anpacken könnten … aber es passiert … nix!

    • Titel eingeben
      Auch wer daran denkt, nach Russland auszuwandern (ja, die gibt’s, es sind nicht die Schlechtesten). Auch dort sind Sprachkenntnisse Voraussetzung, dass man kommen darf und das wird auch geprüft.

  111. Ein ganz kurzer Clip - zwischen Schluss der Tagesschau und dem
    BlockFlötenspiel (ich fass es nicht!) des Moderators der nachfolgenden Sendung in der ARD.
    Nur ein ganz kurzer Clip: blondes Froillein, das ein südländisch aussehender junger Mann im Arm hält – vertraut in Zweisamkeit in der Sonne irgendwo. Sonst nix. Keine Werbung. Kein weiterer Hinweis auf nachfolgende Sendung oder so.
    Keine Untertitel. Nur die Bilder.
    Weckt mein Interesse auf mehr Clips solcherart. Ich bin erstaunt, was es so alles bei uns gibt…
    Und wer wohl auf die Idee kommt, so was zu machen…
    Und aus welchem Grund…

    • Diese Form der stillen Propaganda läuft bei uns sogar im Radio
      und schon länger. Daß sich der Moderator von wdr3 oder bayern.. nicht vor jeder Kommentierung eines Wagnerstückes entschuldigt und sich selbst als quere @bekennt… ist derzeit alles!

    • ÖR-GEZ-Froillein-Wunder-Clip:
      @Josef:
      „Keine Untertitel. Nur die Bilder.
      Weckt mein Interesse auf mehr Clips solcherart. Ich bin erstaunt, was es so alles bei uns gibt…
      Und wer wohl auf die Idee kommt, so was zu machen…
      Und aus welchem Grund…“

      Und ich sach noch …“Freiwillige, die die Laterne halten, antreten. Zack, zack.“.

      Et voilà.

      Also dann … äh … werfen wir einen Tante-Agathe-Blick und lassen dem Feigenblatt zuliebe mindestens noch den Herrn Maas mit Frack, Zylinder und einem FSK-18-Banner im Bauchladen bewaffnet von links nach rechts durch die imaginierte Flimmerkiste tänzeln. Und dann aber: Blockflöten gespitzt. Weihnachtsliedgutzettel verteilt. Und jetzt alle: „Ihr Kin …“

      Das Problem ist nur: isch abe gar kein ÖR. Die Sendestationsantennenanlage ganz oben in den Bergen bei den 7 Zwergen hat’s hier nämlich schon vor längerem in einer kwasi konzertierten Blitzschlag-Aktion hoffnungslos gebretzelt. Was die kommunale Grünen-Vorsteherin gegenüber dem wimmernd-flehenden Flimmerkisten-Volk auf übelstem Entzug zu der ungeheuer coolen Entgegnung verleitete: Nicht zuständig! Privatsache!

      Sie wissen schon … früher … Steinzeit … Grundversorgung. GEZ. Sonst.

  112. Der Gang ins Nichts
    Bein mir läuft gerade der Soundtrack: >>The English Patient<<, und ich stell´mir gerade vor; wie ~Die Schwarze~ sich niemals geistig, undeutlicher, 0 – aber auch überhaupt nicht Deutschblütiger, missdeutbar ins Szenen setzen konnte, als in der von Ihnen genannten Aussagen.

    Ich möchte im Boden versinken, für so viel Fremdscham: wenn ich je wieder empor steigen sollte, um der Atmung willen, dann soll diese eine Person: ~Die FDJudlerin~, diesen Boden nicht mehr für mehrere Interessenschaften verwalten, ohne auch nur einmal an die KatoffelDeutschen zu denken, sondern in Ihren letzten Atemzügen, hinter einer D I C K E N grauen, isolierten E I N Z E L Z E L L E, über die künstliche Existenzängste, vertiginös, bis an ihr Ende, an die universell gezauberten Medien-Nazis denken, die ihr die deutschtümelnden Angstbürger, auf die Straße trieben, weil sie eine zugesprochene Idee erhielt.

    Doch ebenso dieses Pack, wird ~Die Erpresserin Europas~ bekehren; hinfort! an einen grässlichen dunklen Ort, ja die EINZELZELLE, mit genau diesem Maß, in der man seinem Daseinszweifel, in sich gekehrt(wenn das überhaupt bei dieser einen Person, möglich ist) und reflektiert, dass man nicht nur einen Fehler begangen hat.

    PS: Danke für Ihre immer wiederkehrenden Gedankenschübe, die, wie sie feststellen können, auch andere zu "deutschfreundlichen" Gedanken bringen.

    PPS: Echt feiner, deutsch-französischer Honig!

  113. Nicht mehr lange...
    Schweinebraten, Weihnachten und Blockflöteln? Dafür gibts bald Fatwa: http://islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/147-gesellschaft-aktuelles/begruessung-a-beglueckwuenschung/1240-gratulieren-zum-neujahr-silvester
    Ansonsten waren sowohl der Beitrag als auch viele Kommentare mal wieder Spitzenklasse. Und jetzt gibts ein Kartoffelgratin.

  114. @ Gewürztraminer sagte am 29. Oktober 2016 um 22:08 Uhr
    „Linse mid Schbäzzle. Womöglich mit echten „Leisa vun dr Alb ra“, herrlich.
    Noi, koine vun dr Münsinger Alb (aus Rücksicht auf unsere Schreibgenossen und *Innen verzichtete ich auf die schwäbische Ausdrucksweise) sondern Direktimport aus Frongraisch.
    .
    Dialog der urschwäbischen Comicfiguren Äffle & Pferdle. Äffle fragt: „Was isch groß ?“-Pferdle „Dr Ellefand“ – Äffle: „Un waas isch greeßr ?“ – Pferdle: „Schduegard“ – Äffle: „Un waas isch iberhaubd s´allergreeschde ?“ -Pferdle (leckt sich die nüstrigen Lippen) „Ha, Lense mid Schbäzzle“=> https://www.youtube.com/watch?v=lWapLNKry-g
    So, jetzt wäre der Stellenwert von „Linse mid Schbäzzle“ im Lande von Friedrich Schiller geklärt.
    .
    Die goldnuggetähnlichen Preise der Kult-Albleise leiste ich mir nicht obwohl ich die Kulturleistung der Münsinger Produzenten respektiere und ich auch ansonsten den Spruch: „Hergegeben für ein Linsengericht“ nicht nachvollziehen kann. Die Linse hat(te) in manchen Kreisen wohl einmal die gleich geringe Reputation (Armeleuteessen) wie die Kartoffel. Linsen als eine Art Fleischersatz sind immer zu empfehlen, da könnten KGE und CR 00 gewiss zustimmen.
    DdH)

  115. Titel eingeben
    „Aber es ist eine ganz andere Kultur als ein Berliner Hipster, der um 23 Uhr die billigsten Kartoffeln im Supermarkt mitnimmt“
    .
    Es gibt auch andere Berliner, die ihre „Bamberger Hörnchen“ auf dem lokalen wöchentlichen Markt von Brandenburger Bauern kaufen.
    …und die einmal im Jahr das „Kartoffelfest“ der Domäne Dahlem besuchen und dort Kartoffeln (ohne Gift angebaut) selbst ausbuddeln und preiswert mitnehmen können.

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