Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Kunstgeschichtlerinnen bevorzugt

| 373 Lesermeinungen

Certus amor morum est; formam populabitur aetas.

Wer Bilder seiner Wohnung voll mit technischem Gerät veröffentlicht, muss mit Einbrechern rechnen. Wer Bilder seines Stadtpalastes mit Antiquitäten zeigt, bekommt es dagegen mit dummen Sprüchen zu tun. Kitsch as Kitsch can, höhnte einer aus dem Netz, als bei mir ein venezianischer Prunkspiegel – natürlich rein zufällig! – mit auf ein Photo geriet. Passende Antworten wären: “Von wegen! Das ist nur einer, die anderen drei kann ich Ihnen auch noch zeigen!” Oder “Als Ihre unehelichen Vorväter noch die Schweine meiner Vorväter hüteten, war das der Ausdruck des ultimativen Luxus. Man hatte damals noch keine S-Klasse, also kaufte man sich eben Spiegel, um sich zu bewundern.” Oder auch ”Mein guter Mann, wenn Sie etwas kunsthistorisch bewandert wären, dann wüssten Sie, dass der teuerste Gegenstand im Nachlass von Kardinal Richelieu keines seiner Meisterwerke von Giorgione oder Michelangelo war – sondern ein venezianischer Spiegel.”

zkma

Es stimmt also nicht, wenn behauptet wird, Kunstgeschichte sei ein weltfremdes Fach – man hat immer etwas zu erzählen, und stets eine taktische Zweitschlagswaffe mit Overkillpotenzial bei der Hand, denn die meisten Menschen sind nun mal sagenhaft dumm und ungebil. Sicher, man muss sich schon etwas Mühe geben, im alltäglichen Umgang andere nicht gar als ungebildet dastehen zu lassen und arrogant zu wirken, aber manchmal muss in unseren allzu friedfertigen Zeiten eine geistig-elitäre Spitze einfach sein. Der zu bekämpfende Begriff “Kitsch” jedenfalls ist das Lieblingswort all derer, die mit echtem Prunk und menschenverachtendem Luxus nicht umgehen können. Denn was sind schon ein paar Pelzraubtiere für einen Mantel, der heute als moralischer Abgrund gilt, gegen den Opiumhandel, mit dem die Briten die Chinesen vergifteten, um an ihr Silber zu gelangen, in dem ich, zu Kannen umgeformt, meinen Tee bereite? Und wie schnell die Spiegelmacher starben, die mit Quecksilber arbeiteten – das ist kein Kitsch. Das war lungenblutiger Ernst. Am alten Luxus hängt noch echtes Blut, so wie heute nur noch an Massenprodukten der Mode und Elektronik.

zkmb

Das ist echtes Herrschaftswissen echter Herrschaften, und kultiviert wurde das in München im ehemaligen Verwaltungsgebäude der NSDAP am Königsplatz, worin ich lange Jahre meines Studentenlebens zubrachte. Heute steht dort immer noch die Abgusssammlung der archäologischen Sammlung, und man muss schon zugeben, dass der Ort gut gewählt ist. Kennt man den richtigen Weg, den ich hier nicht verraten will, kommt man auch in die Cafeteria des Zentralinstituts für Kunstgeschichte. In meiner Jugend war es hier meistens voll, und schöner liess sich kaum ein Tag vertrödeln: In gewisser Weise war man an der Uni. Ein Blick auf die Peploskoren, und man konnte ich im Bestimmen der Datierung üben. Die Salate waren vorzüglich, die Atmosphäre war entspannt, und die meisten Menschen auf die ein oder andere Art vergeistigt und schön.

zkmc

Und die meisten kamen auch aus jenen Kreisen, die Bafög nur vom Hörensagen kannten, und 8 Semester Regelstudienzeit überhaupt nicht. Wer hier war, hatte zwar seine Heimatstadt verlassen, aber nur selten seine Schicht. Wer hier war, redete nicht über die Mietpreise Münchner Wohnungen. Wozu. Papa hatte doch gekauft. Wer hier war, wusste ganz genau, dass es zwei Möglichkeiten gibt, etwas mit dem Studium anzufangen: Entweder man war wirklich gut und wurde Wissenschaftler, oder man war wie die meisten und rechnete damit, dass irgendwann schon die FAZ in Form des Herausgebers einen anschreiben würde und sagen: Hier, eine Kolumne, schreib was du willst, überrasche uns und wir nehmen es… und so ist es ja dann auch gekommen.

zkmd

Obwohl ich tatsächlich drei Studienkolleginnen hatte, die heute wirkliche Koryphäen in ihren Orchideenfächern sind, war den meisten die Aussicht auf einen Unijob egal. Sehr viele haben mit dem Studium nie etwas angefangen – sie haben einfach geheiratet und sind, ohne sich dumme Vorwürfe anhören zu müssen, weil es SPON und ZEIT Online noch nicht gab, phantastische Mütter geworden, die vielleicht ab und an Yogakurse oder künstlerische Früherziehung anbieten. Einige landeten in kreativen Berufen, einige im Kunsthandel und bei Auktionshäusern, die, man muss es zugeben, auch bei ihren Expertinnen sehr wohl auf Aussehen und Benehmen achten.

zkme

Wir sassen da oben in der Cafateria und wussten, alles wird gut, und unsere Zeit würde schon irgendwann kommen. So ein Leben muss die Hölle für jene sein, die danach gezwungen sind, wirklich eine echte Arbeit zu ergreifen, aber wir hatten durchaus Optionen aufgrund der Herkunft: Nicht wenige von uns erklärten anderen, was sie brauchten, damit ihre Wohnungen und Villen die richtige Kunst und den angemessenen Luxus in sich vereinten. Das war so, wie man heute vielleicht den Sohn zum Webseitenschubsen an Freunde verleiht – damals konnte so eine höhere, auktionserfahrene Tochter helfen, die richtigen Bilder zu finden. So kommt die Tochter mal ins Geschäft und mal unter die Haube.

zkmf

Und ein Chefarzt-Ehemann ist auch meist nachsichtiger bei der Abrechnung, als ein frustrierter städtischer Beamter in einem Verliess unter dem Kulturreferat. Es gab schon gute Gründe, dem reinen Fach zu entflattern und sich damit die Liebe zur Kunst zu bewahren: Es gab neben dem engen Markt der Museumsstellen auch eine hohe Nachfrage nach gebildeten, in allen Lebenslagen schönen und geistreichen Frauen auf dem Markt der dauerhaften Bindung. In so einer Konstellation macht es dann auch nichts, wenn eine kleine Galerie oder Kunstberatung keinen Profit abwirft, weil darauf das ein oder andere Fahrzeug niedrig versichert buchhalterisch läuft und mit dem unerfreulichen Höchststeuersatz verrechnet werden kann (Die Galeristin hier im die Ecke etwa fährt Gemälde mit 462PS durch die Gegend). Mit diesen Methoden werden bei uns alte Häuser restauriert und Pferdekoppeln mit Alpenblick betrieben: Aber das höchste Prestige hatte immer noch die Kunst.

zkmg

Letzthin erzählte mir aber jemand, was so ein mitteljunger Arzt im Klinikum heute verdient und wie lange er dafür arbeiten muss. Da hat sich doch wohl etwas zum Schlechteren verändert. Das ist nicht ohne Belang, denn die Herzen der Kunstgeschichtlerinnen flogen schon zu meiner Zeit nie zu den Holzfällerhemdenträger der TU, sondern meist zu jenen Kreisen, die ein Faible für Hochkultur durch die eigene Familie mitbekommen haben. Aber Ärzte, Apotheker, Bankdirektoren, Anwälte, Richter, sie alle verdienen nicht mehr so gut, und Berater, das merke ich immer wieder, bevorzugen Frauen, die auch arbeiten. Das hat vermutlich etwas mit dieser obszönen Erfolgsorientierung zu tun. Gleichzeitig ist das mit den schönen, alten Dingen heute so eine Sache. Egal ob barockes Silber oder Biedermeiermöbel, Rokokoportraits oder Seidenteppiche: Was vor 20, 30 Jahren noch ein Vermögen kostete, ist heute, wenn es nicht absolute Spitzenklasse ist, nicht mehr sehr viel wert. Bei Ebay bekommen Sie goldbestickte Seidenkaseln des Rokoko zu H&M-Preisen, und dann könnten Sie jeden Tag in Ihrer Hauskapelle sehr prunkvolle, tridentinische Messen aufführen. Nicht umsonst schliessen in Schwabing all die Antiquitätengeschäfte, an deren Fenster wir lange hingen, nicht umsonst werden Auktionstermine seltener, und wessen Eltern ein Faible für religiöse Kunst hatten, der wird sich überlegen müssen, ob er genug Platz auf dem Speicher hat. Lange haben auch Italiener gekauft, was verfügbar war: Ich kenne einen Restaurator aus Parma, der nun die nicht abgeholten, weil unbezahlbaren Stücke zurück nach Deutschland verkauft.

zkmh

Es ist ganz schön still in diesem Innenhof. Früher war es laut, und um diese Zeit auch immer brechend voll. Natürlich spielt auch die verkürzte Studienzeit eine Rolle, und natürlich sind immer noch ab und zu federleichte Frauen in dezenten, fein abgestimmten Brauntönen zu sehen, mit dem ein oder anderen aufmüpfigen Farbklecks. Die Verschulung des Studiums spielt auch eine Rolle. Alles spielt eine Rolle, alles macht das Dasein etwas weniger leicht und die Zukunft ärmer an Optionen. Ich sehe Frauen in meinem Alter, die immer gearbeitet haben, mit Burnout und massiven Problemen, und ich sehe viele engagierte Absolventinnen, die am Ende des Studiums mehr Kompetenznachweise haben, als ich je haben werde. In deren Welt gibt es keine Erzählung vom Einrenken durch Einheiraten. Vermutlich wäre es ihnen peinlich, offen darüber zu reden. Wie sie auch nicht gern über die Arbeitsbedingungen in der Kreativbranche reden. Es gibt sehr viele, gut ausgebildete und zielstrebige Leute, aber sie hätten es leichter, wenn es in ihrem Alter auch mehr von unserer alten Art gäbe, mit denen sie nicht konkurrieren müssten.

zkmi

Das Ergebnis lesen Sie hier, ich mache ein innovatives Medienprojekt als doch nicht mehr ganz junger Mann. Und ganz junge Männer und Frauen wenden sich ausgezehrt und finanziell nicht eben gut behütet von kriselnden Projekten ab. Hätten noch mehr von meiner Schicht – und bitte, da gab es wirklich sehr geistreiche Frauen – Familienwünsche hinten angestellt, wäre es noch etwas enger. Wir haben das alles einfach passieren lassen und darauf vertraut, dass sich alles schon findet. Manche Wege blieben uns versperrt, aber andere haben sich geöffnet, und es war immer genug Zeit, um zwischen den Statuen staunend zu verweilen, und die Schönheit zu preisen. So war das. Die Welt der disziplinierten Nazis, die das Gebäude schufen, hatte nur 12 Jahre Bestand. Die sorglose Epoche, in der man immer hoffen konnte und keiner an der Zukunft verzweifelte, dauerte leider nicht länger als die zwei Dekaden des Übergangs von der Spätarchaik zur frühen Klassik, als die etwas steifen, lächelnden Koren in ihren langen Gewändern von dynamischen Nackten abgelöst wurden, die ihre Marmorhaut zu Markte trugen.

zkmj

In Hamburg hat eine Internet-Firma einen Haufen junger Leute unsanft vor die Tür gesetzt, darunter auch welche mit unbestreitbarer künstlerischer Begabung und Zusatzausbildung, um das in diesem Cyber umzusetzen. Viele meiner damaligen Bekannten haben einfach den schon bereit stehenden Freund geheiratet, als offensichtlich wurde, dass das ungeschützte Berufsleben ihnen nicht gefallen würde. Niemand fand das verwerflich. Das Leben war gut zu ihnen. Es hat ihnen geholfen, und ihren Nachfolgerinnen hilft keiner. Es gibt kein Zurück in die Vergangenheit, und vielleicht bin ich auch etwas zu unfair zu den Progressiven, die meine venezianischen Prunkspiegel nicht loben, und auf den Ausweg eines bedingungslosen Grundeinkommens an jener Stelle im Leben hofften, wo früher der Arzt mit dem roten Toyota MR2 stand.

99

373 Lesermeinungen

  1. Corpus
    So schön sind diese Studentinnen heute aber nicht mehr… und das liegt nicht an meinem Alter, sondern der Vorauswahl, wer das heute studiert.

    Aus Berlin hört man ähnliches Unsanftes von einer gewissen Internet-Firma. Der Wind wird zunehmen.

  2. Wozu heute noch Kunstgeschichte studieren?
    Lieber Don,
    dieser fernen, dekadenten, seit kaum anderthalb Jahrzehnten vergangenen Welt hat nicht zuletzt der so genannte „Bologna-Prozess“ den endgültigen garaus gemacht – wo früher die jeunesse dorée gemeinsam mit kulturell interessierten und daher von der Sache begeisterten Unter- und Mittelschichtsangehörigen (zu denen ich mich zähle) ihre Steckenpferde reiten, in ferne Epochen eintauchen und ansonsten neben aufwendigen, aber im Rahmen des Angebotes nach Interesse ausgewählten und nicht zu zahlreichen Semesterarbeiten eben auch beiläufig Abgüsse datieren und den lieben Gott einen schönen Mann sein lassen konnte, steht heute die Frage „welche Seiten in dem Buch muss ich lesen, um die Klausur zu bestehen?“ „was soll im Referat übermorgen eigentlich drankommen“, „dafür bekomme ich aber nur 3 CP, also muss die Wikipedia auch reichen“ und „so lange kann ich nicht, weil ich jeden Tag 2 Stunden von meinem Heimatdorf/meinen Eltern zur Uni pendele (da wohnen schließlich alle meine Freunde)“. Traurig, aber wahr, und den bemitleidenswerten Studierenden ist nicht mal ein Vorwurf zu machen. Ob man den Unterschied in einigen Jahren sehen wird? Mann muss diese Fächer gar nicht mehr abschaffen, das ist schon längst (und ohne Protest der Betroffenen) geschehen…

    • Ich habe den Jungen damals gesagt, geht raus auf die Strasse und kämpft bis aufs Messer um den MA. Haben sie aber nicht gewollt. Und jetzt ist es halt Schule und kein Spass mehr.

    • Und wer ist schuld?
      Schuld gibt es nicht, belehrt man mich im Bioladen, nur Verantwortung. Wer ist also verantwortlich? Schuld sind diejenigen, die noch an den dialektischen Umschlag von Quantität in Qualität glauben und finden, Kontrolle ist besser als Vertrauen, Worte sind besser als Taten, kurz die …
      Trotzdem: Bioladen ist besser als Feinkost.

    • Sehr witzig... Vetter
      „Schuld sind diejenigen, die noch an den dialektischen Umschlag von Quantität in Qualität glauben…“ Hmmm… mal nachdenken.

      Angesichts der Konsequenzen der Flüchtlingsmassen, angesichts der Massen die im Internet auch noch dem dümmsten Schrott folgen— würde ich eher sagen „Schuld sind diejenigen, die IMMER SCHON ZU BLÖDE WAREN einen dialektischen Umschlag von Quantität in Qualität“ ZU ERKENNEN.“

    • @TDV
      Es hieß „an den DIALEKTISCHEN Umschlag von Quantität in Qualität glauben“, und der führt zu einer HÖHEREN Entität (Typ Friedrich Engels). Das glauben jene, die nicht genug Schüler zu Studenten machen können und jene, die nicht genug Fremde ins Land holen können.
      Also TDV, „mal nachdenken“.
      Mit fällt gerade nichts ein, wo mehr materielle Quantität besser ist, als weniger.

  3. Köstlich!
    Danke, werter Don. Es gibt sie also noch, die fein ziselierte, leise Ironie, die so wohltuend klingt in diesen lauten Zeiten.
    In freudiger Erwartung des nächsten Beitrags herzliche Grüße aus dem Ruhrgebiet, bald aber immerhin wieder auch aus dem Allgäu (die fünfte kleine Flucht dorthin in diesem Jahr). Ciao!

  4. "bevorzugen Frauen, die auch arbeiten"
    und der Grünen-Konvent hat vor ein paar Tagen beschlossen, dass unter ihrer Herrschaft dieses Einheiraten in gesicherte Verhältnisse einmal unattraktiver wird, indem das Ehegattensplitting abgeschafft werden soll. Wer nicht so lebt, wie die Grünen sich das wünschen, muss halt dafür büßen.

    • Ja. Ich würde so etwas Klassenfeindliches nie wählen und sollte es kommmen, vorher noch zweckheiraten. So verslummen die Grünen ihre eigenen Anhänger! Wer wählt sowas?

    • Don...
      Es könnten diejenigen sein, die in Erhalt und Vergrösserung des eigenen Reichtums nicht den wahren Sinn des Lebens sehen wollen?

      Soll es ja geben… sogar in Bayern….

    • Das kann jeder halten, wie er will.

    • Ich weiss nicht so....
      Wenn sie meinen jeder solle so machen wie er will, dann sollten sie sich dafür einsetzen, dass als erstes einfach mal alle die gleichen Startchancen haben, sonst klingts nicht wirklich glaubwürdig, oder?

    • @TDV, Startchancen
      TDV, ich dachte Sie seien zu alt für solche Vorstellungen.?

      Was soll denn bei gleichen Startchancen herauskommen, wenn die Menschen – leider, nach Auffassung einiger politischer Hohlköpfe in diesem Land – doch nicht alle gleich sind?

      Das ist wie wenn Sie einen führenden Nico Rosberg und alle anderen stoppen, um ihnen nochmal die ‚gleiche Chance‘ einzuräumen.

      Oder alle Neugeborenen in die GanzTagesKiTa, damit alle die gleichen Erzieher* haben. Und man sich wundert, wieso im Alter von 30 dann so horrende Einkommensunterschiede bestehen.

      Ganz ohne Frage bin ich als alter Linker der Überzeugung, dass jeder alle Chancen haben muss.
      Allerdings auf gar keinen Fall so, wie die SPD sie uns verkauft hat: Zunächst einmal darf jeder ins Gymnasium, und hoffentlich studiert auch jeder später mal.

      Es ist halt ein grosser Unterschied zwischen ‚gleiche Chancen‘ und ‚alle Chancen‘.

    • Titel eingeben
      Achja, das endet dann so, dass Latinum und Graecum auch in Hochschulstudiengängen mit Bezug zur Altphilologie nicht mehr ausbildungsrelevant werden ….

      Stattdessen lieber Türkisch und Arabisch bis zum Abitur …. Oder es endet mit abstrusen Konzepten zur Inklusion.

      SPD und Bü90/Grü sind mit ihren Ausbildungskonzepten und Curricula gescheitert ….. vielleicht ist die Ganztagsbetreuung (in Schulen) das einzig wertvolle Entgegenkommen an Alleinerziehende und Doppelverdiener oder den unschuldigen und begabten Nachwuchs des White Trash, der natürlich nichts für seine trashigen Eltern kann …..

    • Formel 1
      @ Uwe Dippel
      „Das ist wie wenn Sie einen führenden Nico Rosberg und alle anderen stoppen, um ihnen nochmal die ‚gleiche Chance‘ einzuräumen.“

      Nico, den die Deutschen als den dritten deutschen Weltmeister feiern, die Finnen als ihren vierten. ;-)

      Nicos Vater ist der Finne Keke Rosberg, ein ehemaliger Formel 1 Weltmeister und soweit ich weiß, auch Nicos Trainer oder zumindest Berater.

    • Uwe....!
      Sie dachten korrekt, ich bin weder Politiker, noch glaube ich (wie alle Denkenden das nicht tun), dass von einer Umverteilung schon in der zweiten Generation noch was zu sehen sein würde

      Meine Antwort bezog sich auf Dons Satz „Das kann jeder halten, wie er WILL.“
      Der weist darauf hin, dass das Wollen mit Sicherheit nichts damit zu
      tun hat…

  5. Des Einen Kitsch ist des Anderen Kunst
    Wie bei Eisbergen, so auch in Kunstmuseeen erscheint nur ein Siebentel an der sichtbaren Oberfläche. Sechs Siebentel aller Kunstwerke liegen in Museumskellern verborgen und kommen selten, falls überhaupt, ans Tageslicht. Barock und Rokoko begannen als Schwulst und werden heute bewundert. Die Keller des Musée d’Orsay sind voll verpönter Empire-Pariserinnen nebst ihren Hündchen. Gainsboroughs prachtvolle Portraits hingegen gelten als Meisterwerke, einschließlich der nie fehlenden Hunde, die übrigens dem in London lebenden Köthener Komponisten Karl Friedrich Abel gehörten, bei dem der achtjährige Mozart das Komponieren lernte, wie er selbst berichtet. Eine von Abels Kompositionen gelangte so versehentlich in den Köchel.

  6. Toyota MR2 ????????
    Also wo ich herkomme, da gab es ebenfalls Personen, die so eine Reisschleuder fuhren. Das waren aber keine Ärzte, sondern eher Leute ohne Abitur, die auf mehr oder weniger zwielichtige Weise ihr Geld verdienen wollten und dabei nicht erfolgreich waren. Z.B. Handyverkäufer – als die Teile noch die Größe von Aktenkoffern hatten.

  7. Venezianische Spiegel
    Lieber Don,
    lassen Sie sich den Tag nicht vermiesen. Neid muss man sich verdienen, Mitleid bekommt man geschenkt.
    Ihre venezianischen Spiegel, alten Kunstwerke etc. seien Ihnen von Herzen vergönnt. Auch ich erfreue an den Dingen, die mir meine Vorfahren, teils unter widrigen Umständen im Krieg, vererben konnten. Meine künstlerische Ader pflege ich mit Hingabe und alle Miesmachern ignoriere ich nicht einmal.
    Neue Kunstwerke zu erwerben ist mir eine große Freude und ich weiß, dass das Glücksgefühl darüber nicht mit Geld aufzuwerten ist. Die Achtung vor diesen Dingen und ihren Erschaffern wächst mit jedem Augenblick des Betrachtens.

    • Ja, und ausserdem hat man auch immer etwas, das man neu hängen kann. Ich habe gerade noch Platz für 2 Bilder gefunden.

    • Platz für Bilder
      @Don

      Bilder, die schon länger der Hängung harren oder die Sie noch erwerben müssen, um die plötzlichen Lücken zu füllen? Mir fallen grad ovale Damen ein, die bei Ihnen vor Büchern warten…

      Neu und anders hängen hat aber auch seine Tücken, meine Wände sahen und sehen immer etwas perforiert aus, da ich ja nie vorher ausmesse.

    • Es ist etwas kompliziert, aber ich werde grössere Bilder an Stelle kleinerer hängen und die haben dann woanders Platz.

    • Ihre Petersburger ist auch viel zu splendid
      gehängt, da passen noch viele hin, wenn man anders und enger hängt. Die Zwischenräume bei Ihnen wären mir viel zu groß, dieser vergeudete Platz… egal, ob man bei einem Sujet bleibt oder durchmischt hängt, wäre da noch einiges unterzubringen.

      Ich hatte beides, einmal um die 30 Plückebaumkatzen sehr eng in allen Größen, ausgehend von der Unterkante und an einem Treppenaufgang alles von einem Wunderlich, den mein AD mir auf Wunschgröße kopiert hatte, bis hin zu kleinsten Radierungen und putzigen Zinnsächelchen durcheinander. Es hat jedem gefallen, aber keiner hätte sich vorher getraut, das selbst so zu hängen.

      Ich empfahl unsicheren Kandidaten, die umzuhängenden Bilder vorher auf dem Boden auszulegen, denn vielen Leuten mangelt’s einfach am Vorstellungsvermögen.

    • Jaja, es wird ja schon kräftig nachverdichtet, warten Sie es ab.

    • Sollten meinen vielen Apelle doch noch fruchten
      einerseits jammern, dass schon wieder etliche Damen ankamen, die nicht wissen, warum sie in der Gegend rumstehen sollen und anderen solche Freiräume geben. Wo bleibt da die Gleichberechtigung, gleicher schmaler Abstand für alle und wenn du zum Weibe gehst, vergiss Hammer und Zange nicht.

    • Man kann manche nicht einfach ziehen lassen, so ist das halt.

    • Ach ich habe bei den Katzen Ober- und Unterkante genommen
      ist schon ne Weile her und es gibt nur noch einen Scan von zwei uralten Polaroids
      https://s6.postimg.org/ehcragecx/image.jpg

      sie passten genau über die Anrichte, auch die später noch hinzugekommenen, da hing nix rechts und links daneben.
      Bild drangehalten, passt, Nagel rein, zu tief oder zu hoch, wieder raus, neu rein usw. Dass die Rahmenfritzen die Aufhänger aber auch immer anders plazieren müssen.
      Die Wand sah aus… Schweizer Käse wäre ob der Löcher neidisch geworden. Aber zum Verdecken hat man halt die Bilder oder ohne Bilder keine Löcher, egal, schön wars und so hing es in drei Wohnungen mit Anrichte drunter.

    • Ziehen sollen Sie ja auch nur die Nägel...
      und nicht die Damen. Es passt nicht jede auf jeden Nagel. Bei unserer Übung im Bilderaufhängen sollte das doch klar sein.

  8. Auf der Suche nach der Bildungselite
    habe ich auch den Eindruck,daß diese zwischen Leidtungsdruck und Genderaggression deutlich geschrumpft ist,zumindest aber getarnter auftritt.Ist vielleicht die Wahl Trumps nicht nur die Wahl einer breiten Masse,sondern durchaus auch der alten Eliten auf der Suche nach gendermäßig ungestörtem Genuß des Lebens auf der Ivy League Uni?

    • Schwer zu sagen. Ich glaube, die „guten, alten“ Zeiten sind schon sehr lang vorbei – etwa Kennedy? – umd die Leute, die Trump wählen. hatten meistens nie den Zugang.

    • Männer wissen das schon immer?
      Bin ich hinreichend abstoßend? unverletzlich, unbeugsam, vergeistigt und unsichtbar wie ein Engel und gleichzeitig ein Ficker wie ein Held von De Sade: „Niemand war so sehr Herr seines Schwanzes wie Rombeau!“ (Was nebenbei ein hübscher Satz ist.) Gerade weil ich zu sehr Herr meines Schwanzes war, haben wir uns zerstritten! Ich fand, daß sie mein Geschlecht vereinnahmte. Die Eier kann man herleihen oder hergeben, aber aufgeben, niemals! Dies hat mich einmal mehr von der tiefen Unmoral der Frauen überzeugt. Die Frauen haben keine Vorstellung vom Recht. Die Besten haben keine Skrupel, an Türen zu lauschen, Briefe zu öffnen, zu tausend kleinen Betrügereien zu raten und sie zu verüben, etc. All das kommt von ihrem Organ. Wo der Mann etwas Erhabenes hat, haben sie ein Loch! Dieses Erhabene ist die Vernunft, die Ordnung, die Wissenschaft, der Phallus Sonnenplanet, und das Loch, das ist die Nacht, das Feuchte, das Unklare.
      Gustave Flaubert , Quelle: Über Louise Colet

  9. Realität oder Shit Happens
    Reality bites. Meine biss mich mit Entdeckung des HIV, weswegen ich exakt zu Beginn meines Studiums die Besteigung des grossen Gebirgsmassivs Lesdames abblasen und mir lediglich die Zoten meiner älteren Mitstudenten anhören durfte. Shit happens.

    Heute werden die Schneeflocken von der Realität gebissen, sobald Ihnen klar wird, dass man etwas zu bieten haben muss, wenn man etwas erreichen will, und Gebildete und Ansehnliche (auch Damen) und Ingenieure haben da schlicht bessere Karten als Kunstsoziologen und Genderscientologen. Too bad.

    • Ja, die zarten Wesen der Neuzeit haben übersehen, dass man zwar alle anbrüllen kann, dann aber nicht zwingend geliebt wird. Wer hätte das aber ahnen können?

    • Realität
      Männer wissen das schon immer:
      Wer ficken will, muss freundlich sein.

  10. Musik kann auch schön sein
    Manchmal können kleine Begebenheiten ganze Vorurteilsgebirge abtragen. Ich erinnere mich zB sehr gut daran wie ich in den 1980er Jahren über Opel-Manta-Fahrer dachte. Bis ich so einen in Form eines wehrpflichtigen Stabsarztes kennenlernte. Der gute Mann hatte nebenbei auch noch klassische Orgel studiert und ich hatte das Vergnügen bei einem Konzert in der Stadtkirche die Noten umblättern zu dürfen.
    Das der Mann in Bayern studiert hatte wundert unseren lieben Don wahrscheinlich nicht.

    Weitere Vorurteile können bei folgenden Links abgebaut werden

    https://www.bing.com/videos/search?q=Vivaldi+summer+guitar&&view=detail&mid=81457810D71B8D753E1481457810D71B8D753E14&FORM=VRDGAR

    https://www.bing.com/videos/search?q=Vivaldi+summer+guitar&&view=detail&mid=D7C15950E31F0FDE5FB9D7C15950E31F0FDE5FB9&FORM=VRDGAR

    viel vergnügen

    PS Ich wollte erst die Depression noch mit irgendwelchem Zeug vertiefen, dachte dann aber, man könnte auch mal was anderes machen.

  11. Irren ist menschlich...
    @D.A.: „denn die meisten Menschen sind nun mal sagenhaft dumm und ungebil…“ [gestrichen]

    Hier einmal ohne Kunst, die ist dann noch sehr viel höher angelegt, von wo aus man herunterfallen kann.

    Manche biegen schon früher ab. Es geht auch mit Bodenkrume und -gare. – Wie meine drei Sandkastenfreunde, alle mitsamt ihren Gattinnen promoviert.

    Der Vater ist unlängst hochbetagt gestorben, ein Bauer und unbeugsamer, geradliniger Mann.

    Das war für mich traurig zu lesen.

    Aber die drei Söhne haben in der Sterbeanzeige Wert darauf gelegt, sich mit ihren Frauen als „Drs.“ aufzuführen, damit klar wurde, daß der Vater, die Mutter, die Tante und der jüngste Bruder samt Ehefrau im Gegensatz zu ihnen nur auf die Baumschule gegangen sind. Und auch wurde dabei offenbar, daß sie ihren akademischen Grad (Mz. richtig: „Dres.“) falsch abgekürzt hatten.
    Und da habe ich trotz aller Trauer doch ein wenig lächeln müssen. – So much larger than life.

    • Ehrlich gesagt halte ich Bildung für sinnlos -spätestens mit dem Tod ist sie weg, ganz im Gegensatz zu einem ungelesenen Buch.

    • Man muss seine Bildung eben materialisieren.
      Geehrter Don,

      das ist gut gegeben und inspirierte mich zu der Maxime: „Lebe so, dass nach Deinem Tod die von dir mit Notaten versehenen Bücher höhere Marktpreise erzielen als ungelesene.“

  12. Herrlich, federleicht mit Brauntönen
    Über diese überaus ehrlichen Milieuschilderungen muss ich immer lachen, während ich die Bilder bewundere.

    Mm, Kunstgeschichte heute, verschult, mit BA und nicht mehr, landet vermutlich in den Schulen. Oder man muss noch etwas anderes studieren und sagen: Das erste war für’s Leben, das zweite ist zum Überleben.
    Jemand, der sich das nicht leisten kann, sollte doch eher was anderes machen und Kunstgeschichte als Hobby. Ich zum Beispiel konnte mir das nicht leisten, machte gleich was anderes, blieb aber dabei und genieße es, wenn Sie so etwas bringen.
    Aber ein wirklich Guter kann es auch heute noch weit bringen, mit MA und Dissertation, versteht sich. Im Prinzip sollte man das nur aus Neigung machen und ohne Illusionen, denn harte Arbeit ist alles.

    Aber danke für diesen herrlichen Report aus Schwabing und der damaligen Szene.

  13. Sehr nostalgisch
    Sehr schöne Bilder

    • Ich kann einen – im übrigen kostenlosen – Besuch nur empfehlen.

    • Titel eingeben
      Abgüsse??
      Das ist wie die Eleganz der zarten Wesen an Leichen zu studieren.
      Verständlich, dass man dann die Aufmerksamkeit einer Aster widmet.

    • Ich mag Abgusssammlungen. Und der Unterschied zwischen einer römischen Marmorkopie und eines Abgusses zum griechischen Original ist jetzt nicht so arg gross.

    • Titel eingeben
      Auswahl der Bilder ….. Die Pointe in der Kombination von „Bild“ und „Text“ erschließt sich mir im Blick auf die unterschiedlich zu kategorisierenden männlichen Genitalien und die Anfrage eines Herausgebers nicht ….. Soll das ein subtiler Affront sein? *eg*

    • Schirrmacher wollte eine etwas gröbere, lustvolle Ergänzung des ansonsten fein gemeisselten und polierten Feuilletons.

  14. Radium Girls
    Einige der bedauernswerten Girls bekamen nekrotische Kiefer, weil sie die Pinsel mit radiumhaltiger Leuchtfarbe anleckten, um umso feinere Striche auf Zeiger und Zifferblätter von bei Dunkelheit leuchtenden Uhren aufzumalen. Tempus fugit? Fuck it, more like. Nix mit „amor manet“.

    Industriegeschichte wäre vielleicht auch ein lohnendes Studienobjekt.

  15. Titel eingeben
    Ach… endlich mal wieder etwas unpolitisches vom Don….
    Das Leben könnte so schön sein…

    • "unpolitisch"?!
      Werch ein Illtum.

    • .
      Ich finde gar nicht mal, dass das unpolitisch ist (wenn man ein bisschen zwischen den Zeilen liest), aber vielleicht irre ich mich auch.

    • Ich find's auch ganz und gar nicht unpolitisch
      ganz im Gegenteil. Man könnte sich fragen, wann es anfing, mit dem geschilderten ach so freien Leben aufzuhören. Meine Generation war es, die vom Don war es noch, aber heute sieht es doch ganz schön mau für junge Leute aus.

      Wenn man in manche Wohnung schaut, bekommt man Depressionen, nirgends Bücher oder gar Bilder, nur ein wandfüllendes TV-Gerät und karge Möbel.

      Venezianische Spiegel oder Kristalllüster würden allenfalls noch Phobien ob der aufwendigen Putzarbeit hervorbringen, aber keinesfalls Begeisterung (die sich bei mir allerdings auch in Grenzen hielt, eben wegen des Putzaufwands). Ich nahm dann doch lieber Biedermeier in Kirsche oder Nuss und Prismen nur an Kerzenleuchtern.

    • Es gibt da einen Beitrag zumk aktuellen Stand weiblicher Nöte:

      https://editionf.com/frauen-oft-bewerben

      Mein Eindruck ist aber, dass vielen der Arbeitsschwerpunkt Haus und Familie gar nicht schlecht gefällt.

      Ich glaube, das mit der Kunst kommt bei vielen einfach mit dem Alter. Bei mir war es anders, da kam es durch die Familie.

    • Haushalt?????????
      Lieber bin ich doch 16 Stunden arbeiten gegangen und habe mich dabei immer an den Spruch meines Vaters gehalten, der ob der Jammerei meiner Mutter nur lakonisch meinte; solange ich nicht durch knöchelhohen Dreck waten muss, weiß ich gar nicht, was du hast.

      Kunst, nun ja, daheim gab’s das nicht, aber schön fand ich schon einiges und die alten Plünnen, die andere Leute rauswerfen (meine Mutter) holte ich mir dann später in die Wohnung.

  16. 1/3 comes from hard work, 2/3 comes from.. accaccumulating to widows and idiot sons
    ganz schlechte Themenwahl…wenigstens für einen wie mich, der gerade um 2000 Uhr das Büro verlassen hat.

    Letztes, auf der Hütte auf dem Berg, haben wir uns alle gegenseitig eingestehen müssen, dass wir alle, trotz der Titel und der Verantwortung und der schönen Büros und der Limousinen, bis zur Rente arbeiten müssen.
    War etwas ernüchternd. Wenn man begreift, dass man bei der Entscheidung, Karriere zu machen, schon den ersten Fehler gemacht hat:
    Erben oder außerhalb der Regeln, das sind die Wege zum Reichtum, nicht harte Arbeit im System.
    Und das war nie anders.

    BTW: Letzte Woche stellte ein Mitarbeiter Antrag auf Teilzeit. Er wolle nicht mehr so viel Stress, wäre auch nicht sinnvoll, nachdem er ein 9xFamilienhaus in Frankfurt Mitte geerbt hat. Sprach er und setzte sich dann in sein neues 500 PS Sportgerät. Er ist Mitte Dreißig…

    Tja, und jetzt gute Nacht, muss morgen wieder früh raus….Arbeiten.

    • Rente, haha – deer war gut!

    • Stop going for the easy buck and start producing something with your life.
      Yep, die Kopplung von Bildung an Kapitalismus ist eine SPD Lüge aus den 60er Jahren… wie die Kopplung von LebensArbeit an die LebensRente.

      Blöd nur, dass die Bildung mich dahin führte, das zu erkennen.

    • @goodnight
      Richtig erkannt , ehrliche Arbeit ist für’n Arsch.Sie haben wenigstens das Büro und die Limousinen.Wir haben keine Limo und halten den Arsch/Leben für das System hin, ihnen sei es vergönnt, vllt. schätzt das Volk wenigstens unsere Drecksarbeit, unter den Vorzeichen der PolitCorrect und WillkommDikT. Danke, schönen Abend noch.

    • Titel eingeben
      Sehr geehrter Goodnight, oder good knight,

      We´re caught in a trap…

      Freuen Sie sich, wenn Sie bis zur Rente arbeiten dürfen – vorher sterben macht sicher weniger Freude, nicht nur ihnen.
      Selber holen macht mehr Spaß als erben, siehe Alexander der Große, Dschinghis Khan; und die nachher zu erzählenden Geschichten erst.

      Allerdings hätte ich mir aus heutiger Sicht aus des Kardinal Richelieu´s Erbmasse lieber den Michelangelo als den venezianischen Prachtspiegel geben lassen, wenn es denn schon was Geerbtes sein muß.

    • Die Art Angestellter ist nicht unrar
      Hat man etwas zu tun, man muss nicht sagen Beruf: Sohn wenn man im Urlaub gefragt wird was man macht und man hat die Freiheit auf der Karriereleiter stehen zu bleiben wo es einen gefällt.

      Sind in der Regel auch Leute die einem das Sparen lehren können. Oder besser: Wenn es angeboten wird nimmt man es auch mit.

    • ...bis zur Rente arbeiten müssen.
      Das kling wie völlig falsches Leben. Warum machen sie den Unsinn?
      Tun wir so als ob sie Mitte 30 wären. Es ist nicht unwahrscheinlich das sie den Löffel aus nichtigem Anlass früher abgeben. Suchen sie sich ggf etwas was ihnen mit 84 noch Spass macht dann müssen sie nicht mehr so leben als ob das eigentliche erst nach der Rente kommt.

      Sie erinnern mich an einen Kollegen der immer eine bestimmte Vorstellung davon hatte was er später tun wollte. Er starb vor einigen Jahren mit Mitte 50 kurz nach der Überwindung eines Krebsleidens an einer Lungenembolie.

    • Der Mitarbeiter, der Teilzeit machen will,
      der macht es schlicht und einfach richtig.

      Ich könnte auch aus meinem Umfeld von mehreren Leuten anfangen, die umsonst gezählt hatten, wie lange sie noch bis zur Rente müssen. Erst gestern wieder vom Tod eines Kollegen erfahren. 60 ist er geworden.

  17. Chapeau!
    Köstlich, einfach köstlich und so was von inkorrekt.
    Deckt sich ziemlich exakt mit meinen Beobachtungen und Lebenserfahrungen, wenn auch nicht in so begüterten Don-Kreisen

    Meinem Sohn versuche ich zu vermitteln, bloß nicht viel davon zu glauben, was ihm gender- und feminismusmäßig in den Medien und in der Schule vermittel wird. Im Zweifel ist er sonst der Loser im leben. Denn Ansprüche und Theorie passen zur Realität wie….ach lassen wird das. Deshalb kann ich ihm leider kein Studium a la Kunstgeschichte empfehlen. Ich denke schon eher an Zahnarzt o.ä., na ja, wenn es nicht ganz klappt, kann Mann heute durchaus auch Einiges durch Charme, Sportlichkeit und Optik wettmachen. Nur mit der Galerie, dem Atelier oder eine geistigen Freiberuflichkeit für die Gattin wird es dann eben etwas schwieriger.

  18. Kanalarbeiterinnen und Müllfrauen gesucht
    damit die Emanzipation endlich eine runde Sache wird. Wenn schon Quote, denn schon Quote. So viel progressiv muss sein. Und es geht noch progressiver: wenn sie nicht mehr weiter wissen etablieren sie einfach ein neues gender-viel mehr als etwas verbale Verrenkungen gehört nicht dazu.
    Ich gebe zu, ich gehöre nicht zu jenen Leuten, die sich Kunst leisten können. Mir persönlich sind Philosophie und Literatur wichtiger. Ich bin aber ab und zu in einer Galerie und mache mir einen Spaß daraus, den Leuten die Bilder zu „erklären“. Das geht dann so: „…die im unteren Bilddrittel befindlichen Applikationen sind eine Reminiszenz an die frühe Epoche der neuen Sachlichkeit“ oder „die Stilelemente in der oberen Bildhälfte sind von expressiver Wucht, vergleichbar der Aussagekraft eines Dali, aber weniger gegenständlich als ein Miro.“
    Das macht zwar alles überhaupt keinen Sinn, hört sich aber zumindest für den Moment gut an. Ich bezweifle, dass die Veräppelten überhaupt verstehen wie ihnen geschieht-sie gehen lediglich etwas gedankenschwangerer nach Hause.
    Kunst-ja was ist das? Alles Menschengemachte, für mich aber auch alles Schöne und Erhabene, das die Natur fabriziert. Weder Mensch noch Natur produzieren aber immer Erhabenes.
    Und dem eingangs zitierten lateinischen Spruch möchte ich entgegenhalten: das Design bestimmt das Bewusstsein, besonders was Frauen angeht. Ich habe wenig Neigung in Richtung auf Frauen, die Reinhard Mey in seinem Lied „Annabelle“ so beschreibt: „…und zum Zeichen deiner Emanzipation beginnt bei dir der Bartwuchs schon!“ Und auch wenn es immer mehr „starke“ (was ist damit eigentlich gemeint- vielleicht nicht doch nur „übergewichtig“?) Frauen gibt, mein Schwarm sind nach wie vor Stewardessen (female flight attendants), die sind so schön konservativ und streng. Mal sehen wie lange es DIE noch geben wird. Wahrscheinlich ist schon irgendein antidiskriminatorisches „Gesetz“ unserer eifrigen Grünen in der Röhre, das irgendwann eine Quote hässlicher, grunzender und schlecht angezogener Stew… vorschreiben soll.
    Nee, also da bin ich dann lieber ein sog. Modernisierungsverlierer, soll heißen ein altmodischer Typ mit Sinn für klassische Schönheit. Was die angeht, die heute nicht mehr auf den Arzt (der heute wahrscheinlich ohnehin eher schwul wäre) in dem roten MR2 warten, die können ja als starke Frauen laut die Errungenschaften von Emanzipation und gender immer weiter künden-und mal sehen wie weit sie letzten Endes damit kommen.
    Es würde dem Mensch nicht schlecht anstehen wieder etwas mehr Demut zu zeigen in all der modernen Hetze, der Hektik, Hast und dem Stress. Sonst wird die Evolution irgendwann das menschliche Leben zur Eintagsfliege werden lassen und dann hat es sich mit der Gschaftlhuberei. Progressivität heißt für viele den zweiten Schritt vor dem ersten nehmen. Dazu eine Abwandlung des Liedtextes (von 1972!) von Reinhard Mey: „sie sind so ungeheuer progressiv, üben den Fortschritt und das nicht faul, nehmen zwei Schritt auf einmal und fallen aufs Maul.“
    Demut, Achtung vor der Natur und vor dem Leben. Statt kreischender Hetze und Hochpeitschen von Hasskultur (den Genderterroristinnen wird die Natur irgendwann eh den Strom abdrehen).
    Besser Demut zeigen, Achtung vor Natur und Leben und Sinn für Schönheit haben.

    • Mit Verlaub?
      „Demut, Achtung vor der Natur und vor dem Leben.“

      Das muss heissen: Demut vor den Erbschaftsssteuer Gesetzen, der Natur und vor dem Leben.“

    • Ja, besser wären durch verstaatlichte Erbschaften finanzierte Gulags
      mit angeschlossenen Kindertagesstätten aus denen dann chancengleiche Kindlein ins sozialistische Paradies entlassen würden.
      Vorwärts bis zum Sieg!

    • Wir hatten hier mal einen Blogger, der wollte 100% Erbschaftssteuer. Ich habe ihn zu 100% rauswerfen lassen.

    • Nur um richtig zu stellen
      natürlich sind Ärzte nicht alle schwul, auch nicht die, die MR2 fuhren oder noch immer fahren. Man muss ja heute immer aufpassen was man sagt und sich gegen Verallgemeinerung und Überinterpretation zur Wehr setzen. Eine immer kränker werdende Gesellschaft muss immer mehr Ärzte haben.

    • Wenn die Sache mit dem Sparsuizid kommt, wird die Gesellschaft auch wieder gesünder.

    • Titel eingeben
      Bei Ken Jebsen können sie ausführlich lesen und nachvollziehen weshalb er eine Flatrate von 15% AUF ALLES fordert.
      Er hat die Beträge errechnen lassen und beschrieben was man damit tun kann. Es ist nicht sein Fehler, wenn die Eltern die sich über den Zustand der Toiletten in den Grundschulen ihrer Kinder beklgen, dann einen Merfkel wählen, die das Geld lieber der süssen Uschi gibt, die damit auch nur wiedre sowas wie ihr Mörder-Drohnen Progrann finanziert

      Dadurch werden die 15% nicht falsch und ich bin sicher sie hätten weder ein Gemälde, noch ein Rennrad weniger….

  19. Apropos
    ….aber meine älteste Tochter habe ich zum Studium, fast a la Kunstgeschichte geschickt, und schon tritt ein Don Juan wie Don A. der Jüngere an Sie heran. Na ich weiß nicht recht. In der heutigen Zeit ist ja auch Partnerschaft zunehemend kurzlebig. Ich rate meinen Kindern in solchen launischen Zeiten entweder möglichst sicher in die höh. Beamtenlaufbahn zu kommen, oder eben eine auskömmliche Freiberuflichkeit anzustreben.

    • Was ich so erlebt habe war, dass die Damen schon ein gutes Auge und ein hohes Selbstwertgefühl hatten.

  20. Otto von Bismarck, deutscher Staatsmann, 1815 - 1898:
    „Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt vollends.“

    Oder sie wandert nach mehr oder weniger spätem Studienabschluss wahlweise als „Lobbyistin“, „Beraterin“, „Aktivistin“, feministische „Webseitenbetreiberin“ usw. usf. jahrzehntelang stets auf der Suche nach leicht abzugreifender Staatsknete in der Weltgeschichte herum, um sich dann passend zur Frührente jeder linksgequirlten Partei anzudienen, um deren eigenes Personal es noch schlechter bestellt ist als um sie.

  21. O tempora o mores
    Die 2. Generation: Anke Domscheit-Berg wuchs als Tochter einer Kunsthistorikerin und eines Arztes in Müncheberg (Kreis Strausberg) auf.
    Nichts wird mehr gut. Mit 48 Jahren ist es spät für die Hoffnung, dass sich alles inclusive eines großzügigen wohlhabenden Ehemannes noch irgendwie findet. Da rastet frau schon mal aus http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/11/anke-domscheit-berg-prozess-koerperverletzung.html . Und nun Anstreben eines politischen Amtes – so wird man auch alimentiert und versorgt. Ein Grund, die Linke nicht zu wählen. Nein, drei Gründe: Frau Julia Schramm, Frau Anne Helm und nun diese.

    • Naja, das war DDR, das ist mit unserer Welt nicht zu vergleichen gewesen. Wir wollten ja das gute Leben und keinen Marxismus. Sie müssen mal die gequälten Histomat-Einleitungen in Fachbüchern lesen, zu denen Kollegen aus dem Oatblock gezwungen wurden, weil sie sich mit überwundenen Epochen der Klassengesellschaft beschäftigten. Schauderhaft.

    • Ja, das Pflichtrotlicht in DDR-Büchern
      zeigt sehr anschaulich, wie das in einer Diktatur so ist.

  22. Unteroffiziersenkel
    Während anderer Klassen Kinder die Adeligen um ihren Wandschmuck beneiden und sich mangels Geschmeide mit akademischen Graden behängen, gehören wieder andere zu denen, die es maximal zum Unteroffizier im Granatfeuer der ersten Weltkriegs brachten und dessen Söhne als Teenager bei der hitlerischen Flugabwehr aushelfen mussten. Und nun kommt meine Generation, die zwar der Bundeswehr als Sowjetabschrecker diente, aber da weder ein Krieg oder ein Bergwerk zur deutlichen Lebensverkürzung zur Verfügung stand, das vierzigste Lebensjahr deutlich überschreiten.
    Was machen wir Obsoleten mit unserer Restzeit? Bilder gucken im Museum oder die Zeit lesen, sind für Mittel- und Oberschicht. Wir hocken in unseren Wohnküchen und mopsen uns.
    Soll denn Pegida und Sommerschlussverkauf schon alles gewesen sein?

    • Gute Frage
      Herr Obergefreiter,

      Ihre Frage ist zweifellos die tiefstgehende und wichtigste aus der Kommentarsammlung dieses m.E. sehr guten Blogs.

      Nun, falls Sie die Antwort eines Mannes hören möchten, der nicht nur das vierzigste überschritten hat: Nein, ist es nicht gewesen.

      Unsere Gesellschaft badet ja gern lau. 3 Millionen Arbeitslose interessieren die urbanen Eliten nicht besonders; Knirschen im Bildungssystem stört außer den Betroffenen kaum jemanden; Energieversorgung als Experimentallabor für Polit-Aktivisten erfreut sich allgemeiner Beliebtheit; gebirgsmassiv-ähnliche Verschuldung der öffentlichen Hand wird einfach den Kindern vererbt; Hunderttausende (oder Millionen?) rechtswidrig Zugewanderte werden als Geschenk bejubelt.

      Ruhe und Wohlstand herrschen, die Hängung venezianischer Spiegel und die Aufstellung griechischer Plastiken bestimmen den Diskurs in gesellschaftlichen Zirkeln.

      Aber in dieser satten Gesellschaft gibt es Männer, die wissen, wie weit entferntes Artilleriefeuer sich anhört.

      Hören Sie es?

      Und wenn die Zeit gekommen ist, in der in Mitteleuropa der Strom ausfällt und keine Teddybärchen mehr geworfen werden, dann wird diese Gesellschaft sich hilfesuchend nach ihren Obergefreiten umsehen.

      Wetten?

    • Und wenn die Zeit gekommen ist?
      Ein willenloser, verblendeter Haufen Schafe ohne Leithammel. Die Reeducation ist bestens gelaufen. Gute Arbeit! Keine Nation auf dieser Welt lässt sich mit dieser moralisch selbstüberhöhten Blase vergleichen. Eine Sippschaft von gekauften Politikern und Bänkern ohne Moral und ohne Charakter.

  23. Schräg
    Diesmal ist der Blog schon ein wenig schräg. Das Studienfach Kunstgeschichte kursierte in meinem Bekanntenkreis stets im gleichen Rahmen, wie Maschinenbau, Lehramt und BWL, im Sinne von „Bevor man gar nicht studiert, dann halt…“. Und so sind auch die Biografien fast aller, die ich kenne, die Kunstgeschichte studiert haben: Die eine Hälfte hat (wohl) vor Langeweile/Desinteresse abgebrochen, die andere Hälfte ist prekär beschäftigt oder beruflich gescheitert. Dass all diese mit besonderem Wissen glänzen, konnte ich bisher nicht beobachten. Und ich will hier den genannten Fachleuten das Fachwissen gar nicht absprechen.

    Das klingt natürlich genau so abwertend, wie die Floskel „Person x macht irgendwas mit Medien“, wobei dieses Irgendwas natürlich vom genannten Mediengestalter/Webseiten-/Pixelschubser über Künstler/Schauspieler/Filmschaffenden bis zum Journalisten geht, wenn er keine eigene Kolumne, Namen oder beliebten Blog bei einem großen Medienhaus hat.

    Auch da stellt sich die Frage, wer heutzutage ersetzbarer ist. Der Leser hält sich für den besseren Journalisten, jeder kann selbst auf dem Smartphone Filme mit netten Effekten schneiden (wo man vor etwas mehr als zehn Jahren noch sündhaft teure Hardware brauchte), ein jeder hat ein Musikstudio zu Hause und kann selbst Alben produzieren (die auch keiner kauft), Webseiten können alle über 25 leidlich nicht nur im Baukasten selbst zusammenfriemeln (Generation Smartphone scheitert allerdings mittlerweile an der Bedienung von Computern und OS), wobei Webseitenschubsen und Webseitenschubsen zwei paar Schuhe sind, von Baukasten bis Informatiker, wie es auch bei Journalismus und Journalismus der Fall ist.

    Wie Sie sehen, habe ich da eine andere Wahrnehmung als Sie. Ihre Darstellung einer durchweg gebildeten Elite halte ich für genauso pauschalisierend wie „irgendwas mit Medien“. Fast möchte ich schreiben: Einbildung ist auch eine Bildung. Überall.

    • Vor fast 30 Jahren in München musste man sich so ein Orchideenfach erst mal leisten können, daher war das sozial eine recht homogene Gruppe, und das machte niemand, der sich nicht intensiv mit Kunst beschäftigt hat. Heute mag das anders sein.

  24. Ich bin so @ungebildet und nehme den großen Kuros
    Sie können den Ki, den venezianischen Spiegel dann haben. Nein, falsch.., Sie haben den ja schon.

    (wenn Sie jetzt nicht einen grippalen Infekt hätten und ich nicht Ihre Rekonvaleszens gefährden wollte, würde ich Ihnen schreiben, was ich bei den ersten 2/3 des Textes dachte, ich sags mal ganz leise: so reaktionär denkt also jemand, der sich fur einen linksliberalen hält) Ich hätte das jetzt dezent durchgestrichen, aber ich war zu faul nochmal im Quellkode nachzuschauen, wie das geht- Sie wissen ja… ungebildet
    Guter Gott, ich habe an drei Unis/Aka Kunstgeschichte und Archäologie gehört und beinahe eine Promotion in Archäologie angefangen, aber diese Spezies habe ich nirgendwo getroffen.

  25. Titel eingeben
    Kunstgeschichte ist doch kein ernstzunehmendes Fach, ich hab ja auch was Geisteswissenschaftliches studiert, aber auf Kunstgeschichte schaute ich irgendwie immer runter, das ist ja ultrasoft.

    • Naja, wenn man es ernsthaft betreibt, ist es schon anspruchsvoll und sehr vielschichtig. Das war nicht immer so, aber heute ist es sehr komplex und fortschrittlich.

  26. Nostalgie und gesellschaftlicher Wandel
    Der Niedergang der klassischen Archäologie in München hat nichts mit gesellschaftlichem Wandel zu tun und ist auch nicht irreversibel. Was mit gesellschaftlichem Wandel zu tun hat, ist das allgemeine Desinteresse an Antiquitäten. Denn um Antiquitäten schätzen zu können, muss man eine ganze Menge wissen, ein Interesse für bestimmte Epochen der europäischen Geschichte kultivieren und die Ästhetik des alten bürgerlichen Europas schätzen. Aber das wird immer seltener.

    Selbst in einem gehobenen akademischen Milieu, finden es einige Kollegen albern, dass ich meine antiken Teppiche aus dem frühen 19 Jh. nicht der prallen Sonnenstrahlung aussetze und spotten über mein museales Wohnzimmer. Kostbare Ölgemälde meiner Ahnen verstecke ich in Räumen, die Gästen nicht unbedingt zugänglich sind, denn sonst würde ich mich zum Pariah machen und mich meine – sehr erfolgreiche – Frau einen Snob schimpfen.

    Vielleicht kommt das Interesse an den Antiquitäten eines Tages wieder, aber wer sich nicht moderne Kunst an die Wand hängt oder zumindest International Style Möbel sammelt gilt als ästhetischer Dinosaurier. Die einzige Ausnahme sind asiatische Antiquitäten, aber die sind zum grossen Teil Fälschungen, was den „Sammlern“ anscheinend nichts ausmacht, denn die bewegen sich eben nicht mehr in einem Milieu in dem der kunsthistorisch gebildeten Chefarztgattin so etwas auffallen würde.

    So und jetzt habe ich auf sehr hohem Niveau gejammert…

    • Über die Ironie des Imariporzellans und seine Preisentwicklung könnte ich auch mal wieder schreiben – dass heutige Chinesen den minderwertigen Kitsch für Europäer schätzen, ist erstainlich.

      Als ich angefangen habe, war klassische Archäologie noch genau das, was es zu Winkelmanns Zeiten war. Vasenkunde, Löckchenzählen, Säulenstellung. Und auf gar keinen Fall den Fundkontext betrachten! Aber genau diese Verknöcherung war nicht mehr zu halten, und die provinzialrömische Archäologie begann, ihr den Rang abzulaufen. Interessantere Themen, neue Erkenntnisse, besssere Vermarktung. Die Staatssammlung ist immer noch ein Tummelplatz für Spezialisten, normale Besucher sind da völlig überfordert.

  27. Die gute, alte Zeit.
    Ich mußte ja was praktisches studieren, und flott sollte es auch gehen.
    Mit Taschengeld, oder gar echtem Reichtum, war ich nicht recht gesegnet.

    Aber auch in der Juristerei gab es ansehnlche Mädels, und die wenigsten waren damals gschnappig.
    So feministische Trampel gab es vielleicht irgendwo in den Lehramtsgegenden, oder ich weiß nicht wo.

    Die jeunesse doree kannte ich nur optisch, aber es war auch für Normalos, die wußten, dass sie arbeiten würden müssen, eine sehr gute Zeit.
    Vor Bologna, vor zuviel linxgrün, zuviel EU , zuviel fremder Zuwanderung samt Willkommenheitsanspruch.
    Man muß als älterer Mensch aber immer ein bissl aufpassen, dass einem da die Perspektive und der eigene Standpunkt nicht verrutschen :

    Damals war ich jung, und die Zukunft lag vor mir.
    Das koloriert die Erinnerung maßgeblich.

    Und TROTZDEM, auch wenn ich mich um Objektivität bemühe –

    es war eine um Dimensionen bessere Zeit.
    Wir haben so viel verloren, und nichts, oder nur Dreck ,gewonnen‘ .

    • Ja. Das war nch eine eigene Welt und nicht nur Arbeitsvorbereitung.

    • Titel eingeben
      the older I get the bette I used to be

    • Kurzfassung eines Dialogendes
      …mit einem stark linksgrün gefärbten, jugendlichen Hoffnungsträger: „Sie mögen eine Zukunft haben, ich hab eine Biographie. Fragen Sie mich ruhig, ob ich tauschen möchte.“

  28. Des Menschen Kunst/Künste und die Evolutionkunst/Künste...
    sind qualitativ-wertmäßig…Wert-Maß-haltig…in etwa
    mit Sonne (Evolution) und Glühwürmchen (Menschen)
    zu vergleichen…die Wertschätzung allerdings, ist wohl
    eher umgekehrt…Welteliten…s.Weltzustand und
    Weltgegenwartgeschehen…auch elitärste Hochbegabung
    schützt nicht vor humanen Vernunftmangel…und
    Verweise auf die Vergangenheit…Evolutionsrichtung
    Tier(vernunft)…machen Elitengeschichten auch nicht besser…sie helfen zu begreifen…den Evolution-Zeitgeist-Kunst-Wert Vernunftreifung…Geist-Gleichgewicht…das ist
    die wa“h“re…“h“ = „age“…wa“age“richtung…Kunst…
    kostenlos und unbezahlbar…für den Fortbestand Mensch-Elite.

  29. Brotlose Kunst
    Schöner Text, schöne Bilder. Ich erinnere mich, wie es war, zum ersten Mal Uniluft zu schnuppern. Damals durften die jungen weißen Männer noch ihren Dienst fürs Vaterland leisten, also einerseits Knechtschaft auf Zeit, andererseits eine wertvolle Denkpause genießen. Währenddessen waren die Damen, Gleichberechtigung hin oder her, bereits in ihrem neuen, erwachsenen Leben angekommen und hatten sich zu irgendeinem Studium eingeschrieben.

    Um mal zu sehen, wie das so ist, verabredete ich mich mit einem Mädchen aus meiner Abiturklasse. Ich fuhr also in die Landeshauptstadt, und da es gerade an der Zeit war, ging ich mit ihr mit in eine ihrer Vorlesungen. LMU, Gänge, Treppen, Linoleum, knarzende Türen, ein schummriger Hörsaal. Der Dozent vorne verschiebt farbige Folien auf dem Overheadprojektor. Kunstgeschichte. Mittelalterliche Buchmalerei.

    Ich war verblüfft, denn im Hörsaal saßen nur ganz wenige Studenten. Aber das Auditorium war dennoch gut gefüllt, und zwar von einer großen Zahl wißbegieriger, silberhaariger Gasthörer im Rentenalter. Eifrig schrieben und kritzelten und unterstrichen sie in ihren Notizblöcken. Es gab offenbar viel aufzuholen.

    Bildung, zum Beispiel das reine Interesse für die oben abgebildeten nackerten Kouroi, also ohne Hintergedanken an credit points und den CV angestrebte klassische Bildung, das scheint etwas zu sein, mit dem man sich erst befassen darf kurz bevor die Fibrillenbildung im Gehirn einsetzt. Eine Anwendung dieses geschmackformenden Wissens in der schaffenden, aufbauenden Periode des Lebens, wie es wenigstens bei den Eliten früherer Zeiten möglich war, ist hier nicht mehr denkbar. Was die wenigen Jungen und die vielen Rentner da über mittelalterliches Rankwerk gelernt haben, nützt keiner neu zu erschaffenden oder zu finanzierenden Kunst mehr. So kommt es, daß in Europa nur noch mediokre Minimalwohnungen, aber kein Maßwerk und keine Fialen mehr entstehen, die kommende Generationen oder wenigstens ein paar chinesische Reisegruppen zum Staunen hätte bringen können. Nicht anders ist es in den anderen Bereichen der Kunst.

    Und die vollgekritzelten Notizblöcke der Rentner werden von den Erben fachgerecht im Altpapier entsorgt.

    • Rentner
      Ja, die Rentner und Pensionäre im Auditorium. Schrecklich. Nicht, weil sie sich bildeten, sondern weil sie, wenn man nur 5 Minuten zu spät war sich mit strengem Blick umwandten und einen durch Hypnose vernichten wollten. Egal ob man im Laufschritt im Regen aus den Nachbargebäude hergestürmt war. Ich zitterte, bis ich begriff, dass es sich nicht um Professoren beim Kollegenbesuch handelte, sondern eben um Rentner. Kompetente Zwischenfragen mit langen Anekdoten waren auch beliebt, möge die dumpfe Jugend ( dazu zählte auch der 43-jährige Professor) lernen. Dazwischen waren einige, die wirklich intelligent und nett waren. Die waren ok. Dass Lehrer im Ruhestand die Kunst des Schweigens lernen wollen, ist grds. nur zu bejahenswert. Dass sie aber gelegentlich glauben, dies geschehe am besten in einem Seminar, wo andere was lernen wollen: Grrrrrrrr!

  30. Der Marktwert, die USP des D.A.
    … ist in erster Linie der Inhalt, der entgegen dem Mainstream kritisch, nachvollziehbar, gut recherchiert einzelne Aspekte der sonstigen Berichterstattung aufgreift, dem kritischen Leser das bietet, was er vermisst. Er dieses in zweiter Linie humorvoll und ganz überwiegend in gepflegter deutscher Sprache und Stil („man“ möchte sich ja nach oben orientieren), akzentuiert und pointiert darlegt. Und drittens, dass er all das visuell garniert mit Bildern, Geschichten, Metaphern, Privatem, Provokantem im überraschenden Kontrast verwebt und erst viertens auf interessante Details der Kunstgeschichte hinweist. All das ist einzigartig in deutschen Onlinemedien – meine ich. Aber das Studium ist für diesen Blog zweifelsohne ein großer Mehrwert, aber für den Erfolg ein Puzzle-Teil von vielen, was ebenfalls durch gute Recherche im WWW ersetzbar wäre. Auch wenn D.A. keine Kunstgeschichte studiert hätte, würde man ihm seine Einschätzungen, Details und Hinweise abnehmen – solange ihn niemand im Detail widerlegt.

    • Danke. Die Gefahr besteht nicht, denn mein Wissen ist einerseits schmal, andererseits dan aber auch wieder recht gut. Und ich kann mir hier heraussuchen, was mir am besten passt. Sie werden vielleicht bemerkt haben, wie wenig ich etwa über Impressionismus mache.

  31. Antwort
    Geschätzter Don, würde mich über eine Antwort zu ihrem letzten Beitrag freuen, da ich erst heute darauf antworten konnte ( Cicero& Lobhudelei auf Steinmeier &Maas). Ist ihre derzeitige publizistische Aktivität im fahrradunfreundlichen Wetter begründet?

    • Ich habe Grippe.


    • Ich habe Grippe.
      Tapfer, daß Sie trotzdem schreiben. Ich wünsche Ihnen viel heißen Ingwertee mit Zitrone und wasimmer sonst Ihre Beschwerden lindern mag, und gute baldige Besserung.

    • Irgendwas muss ich ja tun, um mich abzulenken.

    • Gute Besserung!
      Trinken hilft – heisser Tee, heisse Hühnerbrühe, heisse Zitrone, heisser Apfelsaft mit Orangensaft und Gühweingewürz, kalter Tee, kalte Lmonade, kalte Orangeade, jedes Getränk, nach dem gelüstet.
      .
      Medikamente gibts auch, die helfen vor allem dem Apotheker.


    • Medikamente gibts auch, die helfen vor allem dem Apotheker.
      Naja, mit Aspirin complex kann man sich schon noch ein paar Tage ins Büro schleppen. Aber es geht davon nicht weg, wird nur übertüncht.
      Es gibt auch Medikamente, die den Lebensmittelhändlern helfen – alle Zitrusfrüchte. Die schmecken wenigstens. Nützen… naja. Aber, wie gesagt, man hat wenigstens Geschmack.
      Daher auch meine Empfehlung Ingwertee (ein Stück Ingwer mit Rohrzucker in etwas Wasser kochen, Zitrone drauf, nach Geschmack noch ein Sternchen Anis) – das tröstet mit häuslicher Gemütlichkeit.

  32. Verehrter Don, es gibt von Ihnen heute nicht weniger,
    nur ganz viel mehr andere. Kein Dank, mathematisch muss man Kulturmenschen natürlich aushelfen :-).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  33. Gern gelesen
    Ihr Artikel hat mir große Freude bereitet und Erinnerungen ans eigene Studium und die eigene Jugend erweckt…. Dankeschön.

  34. Jedes Töpfchen findt` sein Deckelchen
    Lieber Don Alphonso,

    da haben Sie ja wieder schöne Bildchen gemacht in dem alten Nazibau in der Meiserstraße, ach die heißt ja jetzt Katharina-von-Bora-Straße, weil der Landesbischof Hans Meiser so eine eigenwillige Vergangenheit hatte, und bei all Ihren netten Gedanken zu den Kunstgeschichtlerinnen, denkt wahrlich keiner an die Häßlichkeiten, die ein August Liebmann Mayer in München erfahren mußte.
    In diesen Tagen muß man ja auch wieder damit rechnen, daß Denunziation wieder bei Kunstgeschichtlern gefördert wird. Nochmals August Liebmann Mayer gedenkend, machte ja sein Kollege, nach Hitler, Luitpold Dussler so richtig Karriere in München.

    Auf diese Weise wird auch in Zukunft die eine oder andere Kunstgeschichtlerin wieder Karriere machen können, wenn sie sich nur Merkel und Maas andient.

    Ja, die Zeiten wiederholen sich eben.

    Schade ist ja nur, daß die schönen von Ihnen abgebildeten Skulpturen vom Paten Silvano Bertolini und seinem auf italienische Art geführtem Familienkonzern stammen, doch dies bemerkt der Laie ja nicht und der Kunstgeschichtlerin ist es auch egal.

    Eine politische Neuorientierung im Kunstbetrieb, die bei der gegenwärtigen Regierung unausweichlich sein wird, bleibt Ihnen offensichtlich erspart, nachdem die FAZ Herausgeber der Meinung sind „hier, eine Kolumne, schreib was du willst, überrasche uns und wir nehmen es…“

    Da sieht man ja auch mal wieder wie gut die FAZ wirtschaftlich dasteht.

    So sind vielleicht Don Alphonsos Paysage intime – Betrachtungen aus seinem Fahrradsattel so eine Fortsetzung seines, oft beschriebenen, Laissez-faire Studiums, wobei man doch den Eindruck gewinnen könnte, daß das Bausteinvokabular der Kunstgeschichtler Ihnen hier sehr von Nutzen ist. Ökonomisch und diplomatisch, da es sich auf fast jedes Thema anwenden läßt.

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    PS: Also ich habe die Cafeteria in der Glyptothek stets vorgezogen, solange Pepe T. dort seine köstlichen Mittagessen serviert hatte.

  35. Offenheit
    Gabs früher nicht nur im Studium.

    Ich lernte einmal einen als Gärtnermeister erfolgreichen Mann kennen, der sein Berufsleben damit begann, dass er den Pförtner einer Fabrik nach Abschluss seiner Schule fragte, ob es dort Arbeit für ihn gäbe. Dieser musterte den Fragenden und sagte, geh zu Meister x, Meister x schaute sich den an und sagte, arbeite eine Woche und wir sehen weiter. …..

    Ganz ähnlich habe ich es bei Kommilitonen erlebt.

    Früher gabs wohl wirklich mehr Möglichkeiten, seinen Weg zu finden.

    Mir war es ja auch noch möglich, neben meinem Studium in manch andere Fachbereiche rein zu schnuppern, bereichernd wars allemal. Auch wenn ich das meiste vergessen habe und mich deshalb leider als eher ungebildet ansehe, es wird wohl mein Denken und meine Sicht der Welt und der Dinge und Menschen beeinflußt haben.

    Ganz nebenbei – ich überlege ja, irgendwann das Studium der Kunstgeschichte anzugehen, mit dem schönen Vorteil, dass es mich nicht mehr zu einem Leben welcher Art auch immer führen solle.

    Ganz einfach so als eine Art geisteswissenschaftliches Querschnittsstudium.

    Ob das was wird? Und wie ich dann mit den jungen Leuten auskäme? Also wohl nicht nur Hobby sondern – da ich dann ja auch den kleinen und großen Cafeteria-Schein auffrischen werde – ein Bad in der Welt junger Menschen, denen ihr Leben noch bevorsteht.

    Es reizt mich, hoffentlich finde ich die Zeit und die Mittel.

    • So etwas gibt es immer noch, wenn man klug ist und sich traut. Aber Sie sehen ja bei den Blogs, wie wenig junge Menschen da selbst aggressiv rangehen und eigene Ideen entwickeln.

  36. Ja, ja, die Kultur....
    Dass der „Chefarzt Ehemann“ ausgerechnet unter dem Bild der Dame erwähnt wird, deren Chirurg bei der Brustvergrösserung den wichtigsten Teil etwas unpräzise platziert hat, war das Absicht? Bei ihnen weiss man ja nie…

    Ich hoffe es war nicht der häufige Verzehr eines guten Salates zu Füssen jener Dame, der sie traumatisiert hat, es würde aber möglicherweise ihre Abneigung gegenüber der Ehe erklären.

    Kleiner Tip, so sehen nur Ausnahmen aus, die meisten Damen sind da völlig normal, sehen sie:

    https://s14.postimg.org/53gz278nl/2011_01_20_233212.png

  37. Komisch...
    Mir ist das als Lösung gar nicht eingefallen, einen reichen Mann zu heiraten, der meine kreative Existenz sichert…ich habe einen geheiratet, der dasselbe wollte wie ich, ich habe nie an Geld gedacht, weder beim Mann, noch beim Beruf. Totale Naivität , ist aber sehr gut gegangen…ich hatte wohl ähnlich viel Glück wie ein Lottogewinner oder ein Erbe. Vielleicht muss man einfach schlafwandelnd tun was man tun muss, den Mann heiraten, der einen rettet, so oder andersrum. Aber wirklich, meistens sind Kunsthistoriker keine Arbeiterkinder. Was man von Ihrem Wohnzimmer sieht, gefällt mir, aber das von Donald Trump…das ist schon zum Fürchten….

    • Sicher, es muss nicht immer ein Arzt sein, vieles andere geht auch gut. Nur haben auch Ärzte einfach passende Vorstellungen.

    • Medizin kann auch blöd sein
      Deshalb benötigt man einen Ausgleich. Frau Doktor von der Leyen beschäftigte sich angeblich mit der Frage wie man andere Totschießt ohne das es weh tut und mit Kindergartenplätzen bei der U-Bootwaffe. Pazifistin ist sie als Ärztin jedenfalls nicht geworden sonst hätte sie sich nicht über Schussapparate geärgert mit denen Männer und Frauen daneben schießen.
      Sie hat entweder bei der Partner.- oder Studienwahl einen Fehler gemacht. Es war m.E. keine gute Idee einen Mediziner zu heiraten.
      Man brät ständig im eigenen Saft und kommt auf dumme Ideen.
      UvD* Leyen müsste sich heute nicht fragen ob sie die Nachfolge von Dr. Merkel antreten will/wird/darf/soll/muss wenn sie Kunstgeschichte studiert oder eine Krankenschwester geheiratet hätte.

      *kleiner Scherz

  38. Die goldenen 80er Jahre
    Ja ja, die TU-Studenten und auch die Technikstudenten der FH.
    Man konnte sie nicht nur an den Holzfällerhemden erkennen,
    sondern auch daran, dass sie auf ihre Mensa-Tabletts stets eine Suppe und drei Nachspeisen luden, statt einer herzhaften Mahlzeit.

    • Und -Schnauzbärte. Ich war allerdings NIE in der Mensa, ich wohnte ja zwischen Puck und Tresznijewski.

  39. Die Welt ist voll von Unkultur!
    Schämen Sie sich Ihrer venezianischen Spiegel wegen bitte nicht!

    Wer Kunst und kleine (und große) Altertümchen nicht mag, soll seine Wände doch mit Banknoten, Aktienobligationen und neuesten DAX-Werten tapezieren. Da werden sich dann schnell die richtigen Freunde einfinden, dessen bin ich mir gewiss.

    Der Zauber schöner und betagter Dinge erschließt sich nicht jedem, und das ist eigentlich ein Glück für die Menschen, die schöne und manchmal auch ältere Dinge heißblütig, ehrfurchtsvoll und innig lieben.
    Die Objekte und deren Materie fühlt auch feinstofflich und kommt eben nur die Menschen besuchen, von denen diese spürt, dass man sie gern hat. Dessen bin ich mir – auch wenn ich den wissenschaftlichen Beweis schuldig bleiben muss – gewiss.

    Der in seiner zahlenmäßigen Mächtigkeit nicht zu unterschätzende Rest der Bevölkerung hängt halt gerahmte Plakate an die Wand oder bestaunt vor Ikea-Spiegeln sein ach so individuelles Erscheinungsbild, eingekleidet von den immer gleichen Modediktatoren und merkt es noch nicht einmal.

    Ebenso traurig werden heute Wohnungen bestückt, im Geiste eines monetären Modernismus, der wahre Bildung und Kennerschaft vermissen läßt.
    Das kann man so machen und ist auch erlaubt, des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
    Es lebt ein jeder nach seinen Möglichkeiten, und manch einer lebt das Leben eines Abziehbildes eines Neureichen.

    Vor derartigen Geschmacksverirrungen schützt ein Studium der Kunstgeschichte ungemein und das ganz ohne böse Nebenwirkungen.

    Ein feiner Text ist Ihnen wieder gelungen, gewissermaßen ein gradiertes Gesellschaftsdokument.
    Den Mut zum exaltierten, schönen, elitären und extravaganten Kunstgegenstand sollte man sich stets erhalten.

    Der nächste Kunstdiktator lauert schon mit schlechten Kaufempfehlungen. Widersetzen wir uns seiner Kitscharmee und feiern unseren eigenen, schwerlich zu erobernden historischen Kulturhorizont.

    Es lebe der eigene Geschmack und das Hohelied des unbedingten Exzesses!

    • Das ist kein Thema, ich lebe ja mit dem Preisverfall ausgesprochen gut. Es wird sicher wiedeer eine Trendumkehr geben, und bis dahin habe ich, was ich später nicht mehr bekommen werde.

  40. Verbissenheit im Leben...
    … führt meist nur zu Gram und verpassten Erinnerungen. Eines meiner schönsten Erlebnisse der letzten Jahre war jedenfalls die unerwarte Konfrontation mit einer üppigen und raumnehmendem Kreidezeichnung, die ich intoxikiert und keck in der vorigen Nacht gekauft hatte. Das Werk im Zug durch drei Regionen zu bringen war ebenfalls Grundlage einer bleibenden Erinnerung, und nun harmoniert es prächtig mit meinem Musesofa.Die Zeiten sind schlecht und da darf man neben allem bedenkens des Heutes auch gerne mal das vergängliche jetzige Vergnügen genießen. Danke für den herbstlichen Text!

  41. M.A.
    „Die Hybris, die uns versuchen lässt, das Himmelreich auf Erden zu verwirklichen, verführt uns dazu, unsere gute Erde in eine Hölle zu verwandeln.“ (Karl Popper, Das Elend des Historizismus)

    Die Studienverschulung war für mich tatsächlich ein Grund, die Uni zu verlassen (als Magistra artium). Als ich noch vor der Jahrtausendwende begann, klassische Archäologie zu studieren, gehörten Latinum und Graecum genauso zu den Grundvoraussetzungen, wie die jährlichen, dreiwöchigen Exkursionen nach Italien oder Griechenland und eine gute Hand beim Zeichnen der Gipsabgüsse. Es war en vogue, kleinere Gipsabgüsse zu Hause zu haben. Unser kleines Institut folgte ganz eigenen, streng hierarchischen, im Übrigen von zwei schwergewichtigen weiblichen Leiterinnen aufgestellten Regeln. Diese Hierarchie konnte nur ab und an von besonders fleißigen oder besonders attraktiven Studenten oder Studentinnen aufgebrochen werden. Nur so konnte ich bereits im 2. Studienjahr meine erste Grabung in Südportugal leiten. War schön damals. Die Studenten von heute wirken auf mich wie Dosenfutter im Vergleich zu uns Filetstücken damals.

    Aber was ich meinen Ex-SPD-Genossen wirklich übel nehme, ist, dass sie es geschafft haben, dass der Kampf für gleiche Rechte (und Pflichten) von Frauen durch den ganzen Gendermainstreamingterror derart in Verruf geraten ist, dass ich mich selbst kaum mehr dazu bekennen mag. Obwohl mir das Thema qua Geburt am Herzen liegt.
    Einer der besten Professoren während meiner neun Jahre an der Uni war bei jeder Emanze als alter weißer Mann verrufen und verhasst. Tatsache ist aber: Mit niemandem konnte man besser streiten, als mit ihm (man musste halt sachdienliche Argumente haben!), er mochte Menschen mit Humor (der verbitterten Emanzen eh fehlt) und keiner hatte mehr Frauen im Team. Die von ihm (!) erkämpfte erste weibliche Professorin (Geschlechtergeschichte!) am Historischen Institut hat es nun geschafft, bei der Neubesetzung einer anderen Professur den mit Abstand besten Kandidaten, eine Frau, gleich als erstes wegzubeißen. Tja, auch Feministinnen mögen keine Konkurrenz. Schon gar keine qualifizierte. Erst recht keine weibliche. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man lachen.

    Gute Nacht und vielen Dank für die schönen Errinnerungen, die sie geweckt haben.

    • Ja, und dann gab es noch auf den Exkursionen die Wettbewerbe, wer die meisten Bücher mitbrachte. Aus Exkursion in Konstanz fand ich 20 Jahrgänge Archäologisches Jahr in BaWü und habe die dann den ganzen Tag durch die Stadt geschleppt.

    • Büchermessi
      Ja! Gutes Training. Gleich im ersten Semester ein Abo der teuren „Antiken Welt“ von Zabern, die Hochglanz-Gala für Archäologen, eine Mitgliedschaft bei der WBG etc. Und ich hatte Glück: Seit meinem 2. Semester durfte (!) ich als Hilfskraft in der kleinen Institutsbibliothek aushelfen, da gab es jede Menge Doubletten – teils von antiquarischem Wert – die einen neuen Herrn suchten. Bei mir zu Hause wurde sehr sehr schnell der Platz knapp, trotz großer eigener Wohnung. Seit dieser Zeit, ich muss es zu meiner Schande gestehen, stehen die Bücher bei mir in Doppelreihen im Regal.

    • Wenn man einmal im Archäologischen Jahr in Bayern geschrieben hatte, durfte man alles andere auch mit Autorenrabatt bestellen. Ansonsten verballerte man das Restgeld am Monatsende bei Kitzinger.

    • Schande?
      „Seit dieser Zeit, ich muss es zu meiner Schande gestehen, stehen die Bücher bei mir in Doppelreihen im Regal“

      Schande, ach was!
      Für mich immer ein Hinweis auf echte Leserschaft statt auf meterfüllende Angeberei mit sichtbar kaum genutzem, aber brav am Bildungskanon der 50er und am gegenwärtigen Mainstream orientierten Lesegut.

      Noch schöner – und glaubwürdiger – sind wild angelegte Stapel überall in der Wohnung. Ein Tipp für Innenrichter, die ihrer solventen aber ungebildeten Klientel ein Image von Kultiviertheit verschaffen möchten.


    • habe die dann den ganzen Tag durch die Stadt geschleppt
      Ob Sperrmüll oder Erbfall: eine gute körperliche Konstitution („Kraft zum Schleppen“) ist nötig, sich das zunutze machen zu können.

    • Genetisch bin ich Räuber und Plünderer.


    • Ich mangels Kraft eher Restepicker, aber den Teppich von Tante, die Lampe einer anderen Tante und das Kochbuch von Oma habe ich 8h Zugfahrt nicht aus der Hand gegeben.

    • sehr gut!

  42. Wie sich die Zeiten ändern
    Die hauptsächlich von Aufsteigern gehegte Vorstellung von der wahren Zier jedes bürgerlichen Heims: die wohlerzogene, gut aussehende Kunstgeschichtlerin von erlesenem Geschmack, die sich mit stilsicherer Hand um Wohnungseinrichtung und Kunsterwerb kümmert und dem auf sein Sozialprestige bedachten Hausherrn Peinlichkeiten aller Art erspart. „Bookworms“, das erotische Versprechen hinter streng wirkenden Brillen und Haarknoten.

    Gibt immer einen Markt für so was. Die Nachfrage verschiebt sich halt zu Berufen, in denen richtig Geld verdient wird.

    Kunstgeschichtlich versierte Damen dagegen, die aus Erbschaften oder aus stark nachgefragter, aber gesellschaftlich minder geachteter Tätigkeit über reichlich eigenes Geld verfügen, ignorieren diesen Markt, weil sie sich weder nach Chefärzten, Anwälten, Bankern oder was immer umschauen müssen, um ein Leben nach ihren Wünschen zu führen.

    Interessant, welche Sorte Paarungen die Unabhängigkeit der Damen hervorbringt. Der früher wirksame Druck und die Regel, mit Schönheit und Vermögen gesellschaftlich doch eher unter seinesgleichen zu bleiben, sind längst abgelöst von Verbindungsformen, wie sie exotischer oft nicht sein könnten.
    Künstler z. B. und unter ihnen gerade die erfolglosen, kommen da weit eher zum Zug als die gut betuchte, buckelige Fernverwandtschaft oder der leitende Beamte mit Aspirationen.
    Auch nur gelegentlich publizierende Dichter/Autoren/Schriftsteller haben überdurchschnittlich gute Chancen, sich unverhofft ein schönes Stück vom jenem Kuchen abzuschneiden, der den Normalos bei aller beruflichen Strampelei unerreichbar bleibt.

    Die Zutrittshürden zu den erlesenen Kreisen sinken proportional zum steigenden Alter der Damen. Abitur und höherer Kunstsinn bilden keinerlei Voraussetzung für Glücksritter auf dem individuellen Weg zur Umverteilung. Hilfreich sind eher ein theatralisches, äußerlich sichtbar gemachtes Künstler-, Rebellen- oder Tragödentum, Geschick und eine gewisse Kaltschnäuzigkeit beim Antanzen.

    Wenn die körperliche Schönheit dem Alter zum Opfer fällt, zeigt sich der einstige Stolz auch bescheidenen Liaisons zugänglich. Früher zum Zorn der Väter und Brüder. Heute bleiben heftige Reaktionen der Verwandtschaft meist aus. Man ist auf der Suche nach dem eigenen Glück und zwei, drei gescheiterten Ehen milde geworden.

    • Schriftstellerei muss wirklich ein hartes Brot sein, was man so hört, speziell in der Betriebsmafia, wo man dauernd irgendwelchen Gremien gefallen muss.


    • speziell in der Betriebsmafia
      Wenn man keine Narrenfreiheit qua Unabhängigkeit hat, sind doch speziell so exponierte Stellen wie „Schreiben für die Zeitung“ grausam, weil man sofort fliegt, wenn man nicht auf Linie ist – und manchmal auch, wenn mans damit zu sehr übertreibt. Vertrieb von Murksprodukten ist ähnlich grausam. Man braucht einige Indolenz, derlei überhaupt auszuhalten.

    • Sollte ich fliegen, gäbe es schon begierige Landeflughäfen.

  43. Peploskoren, gar Empire-Weiber--- überhaupt goût grec???
    Tztztz… Ich hatte so gehofft, Sie wenigstens im Hellenismus verorten zu dürfen. Ce serait plus le goût rococo!

    Aber natürlich: Man kann ohne chinoises Porzellankabinett leben – sollte es aber nicht müssen!

    Besten Gruß
    A pro pos: hübscher Spiegel.

  44. Abgehalfterte Gendermaedchen und der Kitsch des Lebens
    Es gibt, soweit mir bekannt ist, in Lateinamerika drei Kulturwerke, die vom bösen Großkapital und nicht „vom Volk“, also den Volksvertretern, geschaffen wurde.

    Das eine ist das Thatro Amazona, das 1896 durch Kautschukbarone (böse böse) errichtet wurde.

    Das zweite ist, auch hier Großkapital, wenn ich nicht irre, in Argentinien das Museo Nacional de Bellas Artes.

    Das dritte steht in Costa Rica und ist das Museum Nacional; die Kaffee- und Cacaobarone haben freiwillig Mehrsteuer zum Bau des Theaters bezahlt (alles böse ausbeuterische Kapitalisten, die nur an sich dachten…)

    http://c8.alamy.com/comp/D7DK73/foyer-of-the-national-theater-teatro-nacional-in-the-capital-san-jose-D7DK73.jpg

    Niemand der Einwohner sagt, es sei Kitsch. Im Gegenteil, wir alle sind stolz auf diesen Prachtbau.

    http://www.1-costaricalink.com/costa_rica_pictures/teatro_nacional_picture/images/teatro_nacional_picture_22b.jpg

    Er kam zustande, als die Opernsängerin Patty in Guatemala auftrat und die Ticos, arm an Kultur, sie nach San Jose einluden. Oha, in so eine Bretterstadt?, war die schnippische Antwort. Wenn ich nochmal auftrete, dann höchstens in der Pariser Oper.

    Und so sammelten die stolzen aber gedemütigten Latinobarone Geld und verwendeten Elemente der Säulen von Pompey, des Madrider Königshauses, Elemente der Pariser Oper natürlich, Original Lüstern aus Brüssel, 4,5 Kg Blattgold und ein wunderschönes Deckengemälde, das ein italienischer Künstler, der nie in Costa Rica war, malte.

    http://static.zoonar.de/img/www_repository4/25/d0/5e/10_d2a0b58ab088c1906eb7a194a586b00a.jpg

    Daher wachsen die Bananen falsch herum, die Damen tragen italienische Trachten, der Kaffee wächst niemals an der Karibik, da er dort verfault, und die Berge gehen dort auch nicht bis an den Hafen. Aber es sieht halt wunderschön aus.

    1897 wurde das Haus mit der Oper Faust eröffnet. Die Opernsängerin Patty war aus naheliegenden Gruenden nicht eingeladen.

    Niemand käme auf den Gedanken, dieses Theater und seine Einrichtung als Kitsch zu bezeichnen. Und die Kunststudenten sind stolz im Nationaltheater arbeiten zu dürfen. Mit Leidenschaft wie ich weiß.

    Das sind auch keine abgehalfterten Gendermädchen, die sich feministisch durchseucht durchs Leben schlagen, um einen reichen Macker zu finden, den sie knechten können, die kommen hier fast alles aus begüterten Häusern.

    Vielleicht seid ihr in Europa zu sehr Kulturverwöhnt, um vieles als Kitsch zu bezeichnen. In Ländern, in denen eher Natur als gewachsene Kultur herrscht, weiß man diesen „Kitsch“ als das einzuordnen, was es ist: Dienend der Erbauung des Menschen und Ausdruck der Liebe zum Menschen. Das wird in deutschen Kunstkreisen oft vergessen. In diesem Sinne, mein verehrter Don Alphonso, wünsche ihnen ein echter Don Tico noch ein bisschen mehr Platz für ihre Bilder. Por una vida meyor!

    • Hallo Tico,
      vielen Dank für diesen schönen Kommentar. Mir sind Ihre Posts schon öfter angenehm aufgefallen und aufgrund Ihres Nicks habe ich Sie bereits in Costa Rica verortet. Da ich im Januar meinen Urlaub in Costa Rica verbringen möchte, steigt meine Vorfreude mit jedem Ihrer Posts. Ich weiß, es ist off Topic, lieber Don.

      Schöne Grüße

    • Titel eingeben
      Könnte das nicht was damit zu tun haben, dass Costa Rica auch noch das einzige Land der Erde ist, das keine Armee hat?
      Ich liebe das Land und habe viele Freunde dort, leider ist das Klima nicht für Menschen geeignet, die gerne angenehm leben…- aber sonst? #1

  45. Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
    Verehrter Don, wieda gsund und munta!

    Nach Anrufung und Ächtung der Musen scheinen Sie erneut mittels bewährter »Alchymie« den Bleikammern entkommen zu sein. Als Häftling mit ausreichend »Goldmachersaft« – um dort für Möblierung und Verpflegung selbst aufzukommen: »hom sie hoid bei Ihra Flucht a bissal mitnehma könna«.

    Epilog:
    »Der oane arbeit’ in a Fabrik, der andre macht an Puff auf und der
    nächste, der wird a Kuttnbrunzer«

  46. Sic transit
    Arzt und Toyota irgendwas mag ja so gewesen sein.

    Aber Kunstgalerie und Protzkarre dürfte heute steuerlich schwer sein – Stichwort Liebhaberei.

    Sprich, selbst wenn die Verluste steuerlich gelten und gegen die Gewinne der Zahnarztpraxis aufgerechnet werden können, darf immer noch nicht jedes Gefährt als Betriebsausgabe angesetzt werden, sondern nur ein angemessenes.

    426 PS für Gemälde ist sicher Standard bei Manchen, aber es würde mich wundern, wenn das automatisch durchgeht.

  47. DONS
    Werter Don,
    bei all den Akronymen, Apronymen, und Wieselwörtern welche insbesondere bei den Gästen auftauchen wünsche ich mir parallel ein DONS statt PONS – siehe »urbandictionary.com«.

    Epilog:
    Can you believe that Facebook doesn’t feature „transquasi-neutermale“ in its gender selection?! This is making me sick. This is making it harder for me to achieve self-realization and be myself!

  48. Anker
    Warum soviel Hass und Begeisterung fuer Don Alphonso?

    Ein guter Anbieter, ob Blog, Metzger, Baumschule, Baecker oder Gymnasium, liefert seinen Kunden gutes und den Kollegen einen Anker.
    Gleichgueltig wo die Kollegen und Wettbewerber im Markt positioniert sind, sind sie durch diesen Anker gebunden. Soviel ist moeglich weiss jeder Marktteilnehmer. Ob das Tempo durchgehalten wird oder der Anbieter rentabel ist, wissen Kunden und Wettbewerb nicht. Sie sehen, dass so ein Angebot real existiert und regeln ihre Erwartungen neu ein. Das gilt im Fall DA auch fuer Arbeitgeber und Verlage. Daher vermute ich einen Teil des Hasses.
    Fuer einen weiteren Teil sehe ich Annabel A verantwortlich, die den VorwaertsImmerLeuten ihre heile Welt kaputt macht. Und fuer dieses mansplaining noch gefeiert wird von vielen Lesern. Ohne Fratzenbuch.
    Neid ist ein wichtiger Faktor, der Anker im Markt der haertere, wichtigere Faktor. Don Alphonso ist der Dorn in den Lorbeeren auf denen viele bequem ruhen wollen. Don ist der Sehende, der den Einaeugigen ihre Blinden raubt.
    cest la vie seeman, lobo, dunham, stokowski, fleischhauer, pirincci. Don kann es besser, verpackt es schoener und haut seit Jahren Berge auf den Tisch.

  49. Schließende Antiquitätenhändler
    Schön nostalgisch, verehrter Don.
    Ich dachte an Bernheimer, der hat ja seinen Showroom auch dicht gemacht, da muss man jetzt zu Colnaghi nach London.
    Als ich noch in Minga stationiert war, konnte ich der weiten Strecke halber ja nicht jedes Wochenende heim fahren, ich habe die Wochenenden mit Kunst und Kultur in München auch genossen. Nachdem ich mal meine Karte da gelassen hatte kam ich samstags nach Klingeln problemlos bei Bernheimer rein. Am Tresen als Aufsicht saßen meist Studentinnen der Kunstgeschichte, die sich ein Zubrot verdienten und lasen, manchmal auch ein Junge. Die schönen Manuskripte vom Antiquariat Kupfermühle / Tentschert waren meist gesichert hinter Glas untergebracht, die Gemälde vermutlich auch Alarm- gesichert. Ich erinnere mich dass ich einmal zielsicher im zweiten Raum auf eine Madonna im Blumenkranz / Breughel zu marschierte, was der diensthabende Studi damit quittierte dass er meinte mit geforderten 680.000 Euronen gerade nach der Umstellung 2003) das teuerste Gemälde derzeit im Hause. Ich antwortete ihm mein Geschmack sei für mein Scheckbuch zu gut. Trotzdem habe ich es gern für eine halbe Stunde angeschaut.
    Daheim habe ich jetzt hängen Abendstimmung am Brunnen von Nicolas Berchem, einen düsteren Waldlandschaft Ruisdael, eine Anbetung – Tondo auf Kupfer – von Frans Francken II, eine sehr hübsche kleine Sommerlandschaft Öl auf Kupfer aus dem Breughel Umfeld, einen Jan Wijnants und einen Utrechter Italianisanten dessen Signatur ich trotz UV Licht bisher nicht zuordnen konnte, dazu eine gute Kopie der Bleichwiesen bei Haarlem.
    Über den Preisverfall und die Tatsache dass man Netz sei dank auch vom Trödler dessen nicht wirklich wertgeschätzte Gemälde kaufen kann, wenn man dank ein wenig Kunstgeschichte eine Ahnung hat, freue ich mich auch.
    Auf noch viele schöne Bilderschnäppchen, Don!

    • Dieses kleine Geschäft recht schräg gegenüber schliest auch gerade – es ist wirklich tragisch. Ich mag gar nicht mehr ducrh die Brienner Strasse fahren, so viel ist dort verschwunden. Bernheim – aber auch all die Auktionshäuser – waren klug genug zu wissen, dass die insolventen Kunstgeschichtsstudenten von heute mit dem Erben die Kunden von mergen werden, und haben einen deshalb so zuvorkommend behandelt, selbst wenn man bei der Versteigerung jedes einzekne Mal ganz furchtbar unterging. Meistens schon beim ersten schriftlichen Gebot.

      Das „Problem“ ist, dass mit Ebay vieles auf den Markt komt, was früher weggeworfen worden wäre, und auch seinen Zweck erfüllt. Und dan gibt es natürlich noch jene, deren Eltern und Grosseltern schon sammelten, die nur die Hälfte behalten und dennoch nie wieder Käufer werden. Zusammen mit dem sich wandelnden Geschmack ist das natürlich verhängnissvoll. Und ein Venezianer erschlägt so ein kleinen Apartment sofort.

    • Ja das ist schlimm...
      So ein neo-liberales Wirtschaftssystem, mit seinen Mieten in der Briennerstrasse, hat aber auch gar keinen Respekt vor Bürgern die von durch eigene Leistungen verdientes Geld Kulturgut erwerben und es dann in den eigenen vier Wänden vor den Menschen draussen schützen wollen….

  50. Ah! Endlich!
    Endlich wieder Kunstgenuss und Musenkuss statt Politik-Verdruss.
    Vielen Dank für diesen wunderbaren Text.

  51. Unehelich - schlimm, schlimm
    “Als Ihre unehelichen Vorväter noch die Schweine meiner Vorväter hüteten“
    Das lässt sehr tief blicken. Fehlt die etwa die Konntenangs? Was hätten eigentlich die Vorväter ohne die anderen Vorväter gemacht? Wo wären die Schweine abgeblieben? Ist sicherlich einen Gedanken wert. „Unehelich“ scheint ja in gewissen Kreisen etwas zu Verachtendes zu sein. Wie war das gleich noch mal mit dem Lieben Gott usw.?

    Würde wirklich gern mal verstehen, wieso diese gewissen Kreise meinen, zur Elite zu gehören. Was sind da die Gründe zu dieser Annahme? Selbsternennung? Ein paar Bilder an der Wand im geerbten Häuschen? Ein nur scheinbar gelungener, gleichwohl offensichtlich defizitär gebliebener Bildungsweg? Wie wärs mal mit sozialer Bildung? So im weitesten Sinne?

    Oder mit der gelassenen Kenntnisnahme dieser Tatsachen:
    http://www.20min.ch/leben/reisen/story/Business-Klasse-laesst-Eco-Passagiere-ausrasten-24622609

    „Es ist besonders das Vorhandensein einer Business- oder ersten Klasse, das die Passagiere an Bord eines Flugzeuges auf die Palmen treibt. In der Economy-Klasse kommt es beinahe viermal (Faktor 3,84) häufiger zu Rangeleien und Wutausbrüchen, wenn es im Flugzeug noch eine höher Klasse gibt.“

    UND:
    „Auch den Passagieren der höheren Klasse passt die Parade der sparsam Reisenden beim Einstieg offenbar nicht: Sie rasteten gar zwölfmal (12x!!!) häufiger aus, wenn Mitreisende auf dem Weg zu den billigen Plätzen an ihnen vorbeigehen mussten.“

    Wo bleibt da nur die immerfort behauptete, gelassene Überlegenheit?
    Es ist und bleibt offensichtlich ein Elend.

    • Das sind halt so tradierte Beleidigungen, die man zwar noch kennt, aber in der Praxis nicht mehr benutzt. Sie stehen da nur als Beispiel, ich hätte auch andere. Bayern hat darin einen grossen Reichtum.

    • "Bayern hat darin einen grossen Reichtum."
      Glaube ich sofort. Polt ist auch in Berlin kein Unbekannter, auch wenn er hier sicher nicht restlos verstanden werden kann.

      Nur geht’s eben in keinster Weise um veraltete oder noch aktuelle Formen und Vokabeln der Beleidigungen. Beim Beleidigen beleidigt man sich übrigens beinah immer gleich auch selbst mit! Nur bleibt das den meisten Menschen verschlossen.

      Die aktuellen Verhältnisse, um die es ja wohl gehen soll, sind AUCH das Ergebnis einer gewaltigen Krise der Eliten! Darüber wäre dringendst nachzudenken, anstatt irgendwelche Menschen, die nach dem kleinen Einmaleins, einem Gesellenbriefchen oder eben einem (verünglückten) Kunststudium nicht so recht weitergekommen sind.

      Nur braucht es für jegliche Selbstreflektion eben ein enormes Maß an Mut. Permanent Schuldige zu suchen und wortreich zu finden ist immer Teil des Problems und keinesfalls der Lösung.

    • Ach, dass wir Angehörigen der Elite untergehen, ist seit dem Pillenknick bekannt. Da kann man nichts machen! Ist halt so. Kein Grund, auf andere, die überleben, Rücksicht zu nehmen.

    • "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern."
      Leider immer noch konsensfähig in diesem Land. Dafür gab’s seinerzeit donnernden Applaus. „Nach mir die Sintflut“ gehörte damals noch nicht dazu. Heute aber ist das regelrecht Zeitgeist. Bei den „Gutmenschen“ natürlich nicht. Vielleicht werden die deshalb so ausdauernd bekämpft?

      Fehlende Rücksichtnahme war und ist die Vorraussetzung für so einen ganz bestimmten Lebensstil. In durchaus nicht nur elitären Kreisen. Leider haben die anderen mittlerweile ganz gut aufgeholt. Vielleicht ist das der ganz, ganz große Fehler der alten Eliten:Es ist ihnen nicht gelungen, die Armen der Welt arm und dumm und mit Hilfe der Kirche auch noch demütig zu halten. Da muss doch irgendwas „falsch“ gelaufen sein? Alte Frage:Wer war/ist schuld?

      Sollte übrigens bei aller Belesenheit nicht auch mal irgendwann Kants Imperativ vorbeigekommen sein? Mindestens an den Feiertagen taucht er doch immer mal wieder auf.

    • Naja, wir haben mit der Abschaffung der Leibeigenschaft einen schweren Fehler gemacht.

    • Wo kommt diese ewig heimattümelnde Westalgie eigentlich her?
      Muss doch Gründe haben. So allmählich macht man sich ja doch ein paar (kleinere) Sorgen.

      Eindeutig aber ist:Die Amis sind schuld. Mit ihren Menschenrechten und all dem Kram. So ’ne richtig schöne Sklaverei…

      So träumt halt jeder von seinem Paradies. Oder das, was er dafür hält.

    • Westdeutschland, das war, das war, wie ein Deutschland ohne Osten.

    • Verzeihung Gast, aber - wozu Sklaverei?
      Hauseigene Leibeigene waren das Gewächs europäischer Fürstenhäuser. Und des Dons frühere Vorfahren, bevor sie Stützen wurden, wären auch bestenfalls als Majordomus geduldet worden.

      Es gibt eben seit der Abschaffung der Adelsprivilegien keine Eliten mehr in der westlichen Welt, sondern nur noch kurzfristig aufgestiegene und ebenso denkende Funktionseliten. Dass der Don sich mit 50 oder 100 Jahren Stützengeschichte bereits abheben kann bzw. das ironisch gebrochen dennoch glaubt, spricht für diesen bedauerlichen Menschheitszustand Bände :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Bei uns war das ein wenig anders, wir machten in Geld und waren daher meist wohlgelitten.

    • ...aber es gibt ja immer(!) nur das ganze Paket.
      Diese Wünsche sind mir natürlich einigermaßen verständlich. Wenn auch in der entgegengesetzten Richtung. Aber ohne Osten? Oder ohne Westen? Kann man das wollen?

      Und jetzt gibt’s doch tatsächlich wieder eine wachsende Zahl von Menschen, die am liebsten den 37er Osten wiederhaben wollen. So die ganz, ganz alte Zeit sozusagen.

      Ich betrachte das alles als Facetten einer großen Verwirrung. Aber viele bestehen ja regelrecht auf dieser.

    • Every shadow no matter how deep is threatened by morning light.
      @vonundzu Haupts

      “ nur noch kurzfristig aufgestiegene und ebenso denkende Funktionseliten“

      ?????

      „Nur“???

      Guter Mann, diese kurzdenkenden Funktionseliten haben in den letzten 200 Jahren aus dem Bauernhof Europa eine Zivilisation erschaffen, also etwas, wozu die DONs in tausend Jahren nicht in der Lage wahren.

      Die aktuelle Attraktivität des Don beruht auf der Krise der funktional differenzierten Gesellschaft, weniger auf der eigentlichen Attraktivität des Silberkannensammeln und dem Betrachten von Frauen mit breiten Becken und kleinen Brüsten.
      Der Don vermittelt die einzige Alternative zur Gegenwart:
      Die Vergangenheit.
      Das funktioniert nur, solange noch keine neue Zukunft am Horizont erscheint.
      Warten wir ab…

  52. Der Wahn
    Wieder eine schöne sanfte Beschreibung. Danke. Bildung ist ja ein großes Thema.
    Gestern las ich in einem ländlichen Münchner Blatt die Bezeichnung „Achtsamkeitslehrer“. Also jemand, der Ihnen, lieber Don, erklärt, wie man auf andere aufpasst (und auf sich aufpassen läßt?). Die „Nachhaltigkeit“ hat also einen Nachfolger gefunden, die Achtsamkeit.
    Ich stamme auch aus einer Zeit, als es ein paar Dutzend Berufsbezeichnungen gab, und innerhalb derer konnte man dann seine berufliche Tätigkeit finden oder entwickeln. Das Studium war frei, was ich weidlich genutzt habe.
    Wenn man heute nach Berufsbezeichnungen bzw. Studiengängen sucht, stößt man auf Hunderte, wenn nicht Tausende seltsamer Wortkonstrukte, die ganz spezielle Tätigkeiten wiedergeben sollen.
    Mir war schon in der Jugend klar, beim Blick auf die Alten, dass ich auch mal auf der anderen Seite stehen were, aber daß es so schlimm wird, hatte ich nicht gedacht.

    • Das kommt aus dem Englischen, Awareness, und ist nichts anderes als die Rückkehr der Sittenpolizei im grünen Gewande. Man kann förmlich schon auf die Videos warten, in denen Kids andere zusammenschlagen und sie Achtsamkeitslehrer undGleichstellungsbeauftragte nennen.


    • Ich dachte immer, daß ist so eine Hippiebuddhismus-Angelegenheit. Nicht Einfühlungsvermögen, nicht Aufmerksamkeit, nicht Achtung, die eine gewisse christliche Selbstüberwindung und zugewandtes Handeln erfordern, sondern freischwebende buddhistische Achtsamkeit, die wahrnimmt ohne auch nur im Entferntesten an Handeln zu denken.

    • Sittenpolizei im grünen Gewande?
      Dann verstehen sie unter Achtsamkeit etwas völlig anderes als ich.
      Ich finde die Ansätze von Jon Kabat-Zinn nicht schlecht.
      m.E. geht es darum auf sich und andere zu achten und darum die richtigen Bilder und Fahrräder für die Sammlungen zu kaufen und darum nicht bei der Abfahrt zu zerbröseln weil mein keinerlei Achtsamkeit für sich und die angemessene Geschwindigkeit gelernt hat.

      Sie sind entweder ein Naturtalent in Fragen der Achtsamkeit oder haben es zuhause gelernt! Wie soll man einigermaßen erfolgreich Kunstgeschichte studieren wenn man nicht Achtsam ist? Ihnen würden doch alle Exponate herunterfallen.

      Das Problem ist ggf was man mit seiner Achtsamkeit dann tut oder glaubt anderen (an)tun zu müssen was diese gar nicht wollen.

    • Ich versuche es mal anders
      Achtsamkeit soll die Fokussierung auf das jetzt verbessern.
      Jon Kabbat-Zinn bastelte sich etwas u.a. mit Hilfe östlicher Meditationen.

      Ein Problem ist das wir das Hirn nicht abschalten können und es günstig ist dasselbe mit etwas zu beschäftigen damit es nicht auf dumme Ideen kommt und uns ablenkt.

      Ein Trick ist die eigene Atmung zu beobachten um wieder hier anzukommen.

      Stellen sie sich vor, unser lieber Don fährt zügig eine Alpenstraße hinunter.
      Die Aufgabe wäre vermutlich die eigene Geschwindigkeit richtig einzuschätzen, den Lenkeinschlag so zu wählen das er nicht mit dem Gegenverkehr zusammenprallt oder von der Straße abkommt usw.
      Er weis das besser zu erklären als ich.

      Wenn unser lieber Don dabei ständig den nächsten Blog im Kopf hat oder weil er gerade Tannennadeln sieht an Junkies denkt die Wohngemeinschaften sprengen oder sich länger über doofe hessische Autofahrerinnen ärgert könnte das bald gefährlich werden.

      Bei der Achtsamkeit geht es darum wieder ins jetzt zu kommen bzw da zu bleiben um sich drauf zu konzentrieren was man jetzt tun will.

      Jon Kabbat Zinn half damit u.a. traumatisierten Soldaten die häufig unter ihren Erinnerungen gelitten haben. Die Bekommt man nicht vollständig weg. Ein Stück Hirn herauszuschneiden oder sich zu betäuben ist keine gute Lösung.

      Rasch wieder ins hier und jetzt kommen ist m.E. das Beste Angebot das die Medizin zu bieten hat.

      Was sie mit dem hier und jetzt dann anfangen bleibt ihnen überlassen.

      Es kann natürlich sein das irgendwelche Leute eine ursprünglich gute Idee versaubeuteln.

    • Wenn man den Berg runterfährt, gibt es nur die Gegenwart und die nächsten 20 Meter. Sonst gar nichts.

    • Aber colorcraze....
      Sie haben recht, eigentlich ist es eine „Hippiebuddhismus-Angelegenheit“. Sie vergessen halt, dass wir in post-faktischen Zeiten leben und man von einer Sache längst keine Ahnung mehr haben muss um auf der eigenen Meinung dazu, gegenüber Anderen zu bestehen.

      Bei diesem „Post-Faktischen“ ist es übrigens ein Missverständnis zu meinen, den man habe man gerade erst erfunden. Der Unterschied zu früher ist lediglich der, dass man heute gänzlich ungeniert darauf besteht, dass Meinungen ganz demokratisch alle gleichwertig sind und es für die normalste Sache der Welt hält, weil man ja sieht, dass (nahezu) alle es so machen.
      Wenn sich jemand weigert, wie dieser Blog, das mitzuspielen, wird er mit der Macht des Internets konfrontiert, und der demokratischen Macht grosser Zahlen.

    • Ich bin ja mehr der Konfliktlösung mit dem Ochsenziemer Typ.

    • Don Alphonso sagt um 07.24(!!!)...nur hier und jetzt
      Sie können es und benötigen keinen Trainer.
      Ich habe mal in einem ihrer Blogs gelesen das es auch Straßenschilder gibt mit denen man kollidieren kann so das es ggf einen klitzekleinen Optimierungsbedarf gibt.

      Ich bin in den letzten Wochen wieder öfter gefahren. Die Berge hier haben hier eher 350 Meter ich muss aber trotzdem darauf achten das ich mich bei den Abfahrten ins nächste Dorf nicht ablenken lassen.

      Meine bisherigen Stürze waren idR Aufmerksamkeitsfehler.
      Nicht selten macht man die dann kurz bevor man zuhause ist oder eine Tätigkeit fast beendet hat. Die Kunst besteht darin die (An)Spannung / Aufmerksamkeit bis zum Ende zu behalten.

      Wer damit hin und wieder Schwierigkeiten hat dem kann MBSR helfen.
      Für normale Leute reicht eine Anleitung.
      Es gibt von Jon Kabat Zinn eine schöne CD zum Thema.
      ich habe folgende
      http://www.arbor-verlag.de/buch/stressbew%C3%A4ltigung-durch-die-praxis-der-achtsamkeit-alte-auflage

      Man sollte das Thema aber nicht aufblasen/versaubeuteln,vermasseln…

      PS Der Bodyscan sorgte bei mir eher für maximale Unruhe,
      man sich etwas suchen mit dem man sich wohlfühlt.
      Einschlafen ist bei diesen Techniken m.E. keine Katastrophe.
      Sie können es dann auch als Einschlafhilfe nutzen ;-)

  53. diese Chefarztchimäre
    Wer gut versorgt sein will, muss einen Handwerksmeister mit eigenem Betrieb finden. Kunstgeschichte braucht man dafür nicht.
    Es gab schon manche Praxispleite, und welcher junge Doc weiß schon, ob er später Chefarzt wird? Das war auch schonmal besser, denn die geben heute so 50% etwa ab.

    Neigungsstudium und Liebesheirat sind immer noch das beste. Wem der große Wurf gelingt, beides zu finden, der ist zu beneiden.

    • Stimmt, die verstopfte Röhre ist stets voller Gold, und wenn ich sehe. wie viele Leute heute nicht mal mehr einen Schlauch wechseln können, bin ich froh um meine Radbaufertigkeiten.

  54. .
    Hasso Plattner studierte > Nachrichtentechnik
    Also keene brotlose Kunst.
    Bald konnte er sich dem Mäzenatentum widmen.
    Als Wohltäter im Namen der Kunst hat er in Potsdam
    das Museum Barberini geschaffen.
    Das Haus ist eine
    Nachschöpfung der Nachschöpfung des Palazzos in Rom.
    Jetzt ist es fertig und – eine Woche lang kann man die
    Räume und die leeren Wände bewundern.
    Jeder kann in seiner Phantasie die Bilder aufhängen,
    die er gerne dort sehen würde.
    Danach kommen die Impressionisten.
    Da ich das Getüpfel nicht ausstehen kann, bin ich Herrn
    Plattner sehr dankbar, dass er auch einen Sinn für
    Räume und deren spannungsgeladene Leere hat.
    .
    Doch wo jetzt die kultivierte Welt in Massen in die Museen
    strömt, ist auch dieses Haus derart voller Menschen,
    dass ich mir nun auch das leere Haus vorstellen muss.

    • Leere kann ja auch ganz schön sein, aber ich habe mich bewusst anders entschieden. Erben, vor denen ich mich rechtfertigen nmüsste, habe ich nicht.

    • Damit ist schon der erste ganz große Irrtum benannt:
      „Erben, vor denen ich mich rechtfertigen müsste, habe ich nicht.“

      Kein (!) Mensch lebt allein. Auch nicht hinter kunstschmiedeeisernen Zäunen und Mauern aus den „guten“ alten Zeiten und/oder den Videokameras der offensichtlich nicht mehr so ganz guten „neuen“ Zeiten.

    • Erben habe ich natürlich schon – nur halt nicht welche, denen ich etwas erklkären müsste. So viel Patriarchat muss sein!

    • Erklären?
      Falls Sie zu wenig Erben haben, biete ich mich an. Sie müssten mir auch nichts erklären, denn ich würde das in der FAZ, dann im Archiv, nachlesen.

  55. Bummelstudent
    Ich hatte noch das Glück einen Vortrag von Konrad Zuse in einem voll besetzten Auditorium zu hören. Er erschien in einem Billigstanzug mit Gürtel und ausgeleierten Hosenträgern, die seine Hochwasserhosen und die farblich passenden Socken voll zur Geltung brachten und eröffnete seinen Vortrag mit den Worten „Ich war ein Bummelstudent …“

  56. Venezianer und andere lässliche Sünden
    In der Tat Don, wobei gerade religiöse Motive einem derzeit zuweilen fast nachgeworfen werden, die gehen am Markt wohl nicht besonders ( Rubens Bethlehemitischer Kindermord war wohl ein Ausreißer nach oben, museale große Peter Paul kommen ja nicht oft in die Auktionen und das Marketing war gut…). Außerdem geht es im Kunsthandel oft nach der Bildergröße, der Tondo mit der Anbetung war nicht nur günstig weil Frans Francken II natürlich 2. Reihe ist (wenngleich Umfeld Breughel -Clan) sondern auch weil er mit 20 cm Durchmesser recht klein ist.
    Für einen 2 x 3 Meter Schinken hätte ich mangels Haus meiner Vorfahren gar keinen Platz.

    • Es hat auch etwas mit nachlassender Religiosität bei kunstverständigen Kreisen zu tun. Die Leute, die noch wirklich glauben, sind jetzt nicht so das Publikum für Neumeister und Co..

  57. Heute noch
    Solche Lebensentwürfe gibt es heute schon noch. Erben ist wichtig, und es muss nicht immer Vermögen sein um den oben beschriebenen Geist zu leben: Ich investiere ein substantielles Einkommen in eine vielköpfige Kinderschar, und halte es bei der Kunst mit einem Zitat von Mary Crawley: In unseren Kreisen kauft man Möbel nicht, man erbt sie.

    • Die Frage ist nur – was hängt man bis zum Erbfall auf? Man will doch die Verwandten nicht ausplündeern.


    • Die Frage ist nur – was hängt man bis zum Erbfall auf?
      Selbstgemaltes, Selbstfotografiertes…

    • Zukaufen und die Sammlung vergrössern!


    • @ Don Alphonso
      „Die Frage ist nur – was hängt man bis zum Erbfall auf? Man will doch die Ver-wandten nicht ausplündeern.“

      Meine von mir tief verhasste Schwägerin schlich schon gleich nach dem Tod meines Vaters in meinem Elternhaus herum und fragte mich bald, ob sie gewisse Stühle und andere Möbel aus dem Obergeschoss abholen könnte. Ich fand das geschmacklos, weil meine Mutter in dem Haus noch wohnen blieb, und ich habe meine Mutter inständig gebeten, nichts, aber gar nichts abzugeben, nicht weil ich an den Sachen hing, aber wegen der Art und Weise, wie sie das gemacht hatte.

      Später habe ich allerdings viel Silber vor meiner Schwägerin in Sicherheit gebracht, aber das hatte meine Mutter mir aus freien Stücken angeboten – ich hätte sie nie darum gebeten. Aber fragen hätte ich schon gedurft, meine Schwägerin nicht, höchstens mein Bruder.

      Mein Bruder hatte sich nie besonders um unsere beiden verheirateten, aber kinderlosen Tanten gekümmert, die in unserer Kleinstadt wohnten, während ich sie sehr gern hatte und sie regelmäßig besuchte. Es lag an meiner Schwägerin – in den meisten Familien ist es halt die Frau, welche sich um die Familienkontakte kümmert, und so haben sie sich dort nie blicken lassen.
      Aber wow, eine Riesenempörung, als ich in den Testaments der beiden Tanten zur Alleinerbin genannt wurde… :-)

    • Ja, so etwas sorgt immer wieder für Entsetzen, solche Fälle kenne icb auch. Allerdings ist mein Clan durchwegs gut erzogen, und niemand bleibt bei uns allein, daher auch die sehr seltenen Erbprobleme.

    • Erbschleicherei: Todsünde
      Ist bei uns auch so Sitte. Gehört sich einfach nicht. Aber den Reißer müssen Sie haben: Ein Freund starb an der Karnkheit, die gerade reimportiert werden dürfte, warum sonst dieser Strobl/Grün-Streit um vorbestehende Leiden? Dieser Freund hinterließ alles seinem Gespons. Plötzlich tauchte aus dem Erdboden seine Cousine auf, eine Pastorin, die ihn immer ignoriert hatte, schon wegen igitt und so, und klagte als Verwandte. Das Gericht sagte nein. Fand ich gut.
      Was Götz Aly so beschreibt, spricht auch Bände über manche Mentalität.


    • @Tamarisque: ja so ist das, die, die immer danach kreischen, bekommen eben weniger. Zu recht, denn Aufdringlichkeit ist von Übel.

  58. Proust, Bilder&Spiegel, Fischbesteck, das ökonomische Tableau
    Werter Don, einzelne Ihrer Formulierungen könnten von Marcel Proust sein! Auf 1000 Seiten der Suche nach der verlorenen Zeit passiert fast nichts, aber man lernt zu sehen und zu verstehen. Auch heute noch sehr zu empfehlen. /
    Ein Freund hat das auch Sie plagende Gemälde&Spiegel-Problem radikal gelöst. Man nehme beruhigend grüne Wandfarbe, ein helles Eichenparkett, geölt in Perfektsortierung, 2x5m Fensterfront, dazwischen einen Kamin, die richtige Lage – und schon bildet der Ausblick das lebende Bild. /
    Für uns Sterbliche bleibt die Feststellung eines allgemeinen Kulturrückganges. Wer ißt noch mit Stoffserviette, benutzt ein Fischbesteck? Statt dessen ist beim Essen das eine Auge auf den Fernseher gerichtet, das andere auf das Smartphone und dazwischen wird ein Stück Pizza vom Pappboden ´reingeschoben – oder gar eine Currywurst, dieses Berliner Nationalgericht. /
    Das ökonomische Tableau ist nicht weniger unerbaulich. Die alte BRD hatte sich eine finanzielle Reserve zugelegt (beginnend mit dem Juliusturm), die für die Übernahme der DDR ausgegeben wurde. Das war noch zu verkraften, aber anschließend wurde die Wirtschaftspolitik dieses Pleitestaates übernommen, und mit ihm auch gleich das von der DDR geprägte politische Spitzenpersonal. Als Ergebnis ging die wirtschaftliche Dynamik verloren. Die Statistiken werden frisiert: Keine Inflation? Tja, dann kaufen Sie sich rasch ein Haus am Starnberger See zu den alten Preisen! Diese allgemeine Situation drückt sich mannigfaltig aus: Beim Gehalt und den Arbeitsbedingungen des Stationsarztes – und jeder denkt, nur er sei von Härten getroffen, die anderen aber nicht. /

    Wirklich beunruhigend ist die Prognose (inständig bittet das Gefühl den Verstand zu irren). Selbst der wenig überzeugende heutige Stand der Wirtschaft ist gefährdet. Zum einen durch die Luftinvestitionen in den Euro. Glauben Sie etwa, daß Griechenland jemals seine Schulden begleichen wird? Are you really, really sure? Target Salden usw. In 10-15 Jahren schlägt der demographische Faktor zu – viele Alte wenige Junge. Und die Zukunft der Automobilindustrie, der Hauptsäule unseres heutigen Wohlstandes, ist eher ungewiß. Und die Präsenz Deutschlands in echten Zukunftsindustrien ist viel zu gering. Microsoft, Google, Amazon, Facebook, Apple usw. SAP als deutsche Ausnahme kann nicht alle 80 Mio.+ Deutsche ernähren. /
    Immerhin wird der Deutsche Bundestag nach der nächsten Wahl eine Anzahl von Claqueren (vulgo: Parlamentarier) zählen, die fast die des Deutschen Reichstages unter Göring erreicht. Man nähert sich in jeder Hinsicht an… Für wirkliche Entscheidungen, wie etwa die sog. Energiewende, setzt die Kanzlerdikatorin halt einen obskuren Ethikausschuß ein.


    • eine Currywurst, dieses Berliner Nationalgericht.
      In welchem Jahrhundert leben Sie? Bereits seit letztem heißt das Berliner Nationalgericht Döner Kebab.

    • Ich dachte gluteinfreier Falafel mit laktatreduzierter Sosse.


    • Das ist die Minderheitenvariante. Für noch kleinere Minderheiten gibt es den Tofuseitling mit Currysoße. Und veganes Eis.

    • Was wurde eigentlich aus dieser Reagenzglasküche?

    • Staatsgeheimnis
      Hihi, Obama hat bei seinem Merkelbesuch im Adlon
      das Nationalgericht Eisbein essen müssen.
      >rosa und wabbelig, kicher…
      Ob er es diskret in die Serviette flutschen ließ?

    • Man wollte ihm vielleicht den Abschied erleichtern – nie mehr Krauts!

    • Und laut kreischend oder grölend
      CBA, wir verwenden hier Stoffservietten mit Gästen sowie an Festtagen und auch Fischbesteck. Das mit den Servietten hat arbeitstechnische Gründe, das ist klar.
      Wir hatten einen Jungen im Urlaub dabei, der beim Essen im Restaurant wechselseitig seine Füße auf den Stuhl zog oder seine Ellenbogen in Kontakt mit dem Tisch brachte. Das wurde angesprochen. Er wird sich’s gemerkt haben.
      Erziehung bei vielen Leuten heute Fehlanzeige. Einerseits kein Wunder, wenn alle arbeiten, andererseits Bequemlichkeit.

      Döner ist mal gut, aber inzwischen viel zu teuer, das Hauptargument gegen Döner und für einen kleinen! Burger ohne Menu.
      Aber, wie hier durchgerechnet wurde, kostet ein selbstbereitetes Essen aus Spinat für vier, acht Spiegeleiern und Kartoffelpüree oder Bratkartoffeln, wenn man zwei Packungen Spinat rechnet, höchstens die Hälfte, wenn nicht nur ein Drittel von vier Dönern. Ich würde meinen, dass die Leute das wissen und sich zumindest in Familien Döner gern mal gönnen als Ausnahme.

      Mit dem Benehmen hapert es signifikant. Die SchülerInnen stehen in den Bussen nicht mehr für Ältere und Schwangere auf. Hier ist viel mehr Handlungsbedarf beim Thema Gendern, weil es eine viel größere Menge betrifft.
      Abgesehen davon sind die SchülerInnen so laut, dass man ihnen hinten im Bus ein Abteil abtrennen sollte, dann haben die Älteren vorn auch ihren Platz. Sie können denen aber aus naheliegenden Gründen kein Abteil abtrennen.

      Don: In Ihrer Zeitung steht, dass die Körberstiftung behauptet, 75% aller Deutschen seien gegen eine Grenze. Ich halte das für fake.

    • Solche Leute behahupten auch, die Mehrheit stünde hinter Merkel. Dagegen ist Breitbart hochseriös.


    • Reagenzglasküche
      Die war nie so richtig ein Berliner Ding, 2, 3 Köche haben das ein paar Jahre wohl gemacht, inzwischen gibt es aber keinen Reagenzglasstyligen mehr, so viel ich weiß. Nur noch „normale“ 2-Sterne-Küche aus durchaus auch regionalen Zutaten (d.h. 8gängige Menus aus auf den Punkt zubereiteten Häppchen). Wobei die Touristen (2/3 bis 3/4 der Kundschaft) wohl eher die Gerichte mit den zugekauften Zutaten bevorzugen.

    • Gibt es diesen schrecklichen Grill Royal eigentlich noch? Obwohl, ich bleibe eh in Bayern.


    • Grill Royal sagt mir nichts, ich kenne nur den Athener Grill am Kudamm (lange weg) und das Chalet Suisse im Grunewald (möglicherweise noch da) als „Ausflugsziele“ zu Westberliner Zeiten, kenne die selbst aber nicht (bzw. bin damals allenfalls mal dran vorbeigelaufen).

    • Das war mal so ein In-Lokal mit unfassbar schlechtem Service.

    • kdm
      Chalet Suisse gibt’s noch; am besten dort: draußen bei offenen Feuer sitzen mit Selbstbedienung von so’ner Art besseren Currywurstbude.


    • Grill Royal
      Chalet Suisse
      Weitere Adressen, die man nicht braucht: Maredo am Kudamm schräg gegenüber Komödie, Roter Sand irgendwo hinterm Wittenbergplatz, der Inder an der Kaiserin-Augusta-Allee Ecke Beusselstraße (oder so ähnlich).
      Anders als bei diesen gibt es andernorts auch guten Service und gutes Essen. Aber so ein paar Never-come-back-Touristenschrecks machen sich im Netz schon ganz gut.

    • Korruption ist nur ein Schimpfwort für die Herbstzeiten eines Volkes. Friedrich Nietzsche
      WIKI: Die Nähe der Politik zur Körber-Stiftung, wie sie sich in dem von der Stiftung ausgerichteten Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten manifestiert, ist Gegenstand von Kritik. Die Kritiker berufen sich auf Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), denen zufolge Partnerschaften der Politik mit der Tabakindustrie zurückzuweisen seien.

  59. bien vue bien dit
    Ja, die Vorstellung ist reizvoll, schreibagile bis graphomane Aufschrei-Aktivistinnen -Genderistinnen würden von hochmotorisierten Märchenprinzen abgeräumt. Eine der Plagen dieser Welt wäre an die Christian Wulfs (u.a.) dieser Welt delegiert und diese könnten die Aufgabe übernehmen, die Egomaninnen irgendwie von der Öffentlichkeit fernhalten. Auch wenn das, siehe Beispiel, nicht immer funktionieren würde: Das Netz wäre leerer, und da weniger oft mehr ist, inhaltsvoller. Aschenputtel ist leider als levée en masse in den nunmehr erforderlichen Dimensionen nicht machbar, ganz abgesehen von gewissen persönlichen Mindestanforderungen.
    Somit wurde aber immerhin das Rätsel gelöst, was passiert wäre, hätte das Szenario äh Märchen einen anderen Ausgang genommen.

    • Früher hatten die Waschweiber und Kammerzofen kein Handy. Dass es heute anders ist und man solche Berufe akademisiert hat, ist ein Gesellschaftsproblem.

    • Waschweiber mit Publikationssucht
      sind schon länger ein gesellschaftlilches Problem, siehe Marx und Hitler

    • Das war jetzt böse. Aber gut.

    • Titel abgeben
      Karl Lagerfeld hat einmal gesagt, dass er kein Handy hat, weil er doch nicht irgendein Gesinde ist, irgendein Dienstbote, nach dem man läutet, um ihm dann Anweisungen zu geben.

  60. Fake News?!?
    In Bern und in mindestens zwei bayerischen Landkreisen sollen sich unabhängig von einander Taskforces gebildet haben, die sich mit Ihrer Kunst- und Pretiosensammlung beschäftigen.
    Man gehe mit Blick auf Ihre notorische Sammelleidenschaft davon aus, dass Sie eines Tages mit einem größeren Eurobetrag in der Tasche bei einem Grenzübertritt auffällig werden.

    Auslöser für die Hektik oder ein eigentliches Déjà-vu bildeten zunächst Ihre vielfach geschilderten Raumnöte bei der Kunstunterbringung, die Umschau nach einem weiteren Domizil im nahen Ausland und die anhaltende Unbeweibtheit bzw. der erkennbare Widerwillen gegen eine standesamtliche verbriefte Verbindung verbunden mit der Abneigung gegenüber möglichen Nachkommen.

    Selbstredend setzt in dieser bereits aufgeladenen Atmosphäre die Nachricht von einer Erkrankung die Gerüchteküche zusätzlich unter Dampf.

    Es wird Zeit, dass Sie diesen Spekulationen dezidiert den Boden entziehen und der drohenden medialen Gurlittisierung die Stirn bieten, indem Sie sich gesund und huldvoll winkend auf Ihrem Balkon blicken lassen, oder indem Sie sich aufs Rad schwingen und mit einer Winterüberquerung der Alpen der vorzeitigen Erbschleicherei den blitzenden Zahnkranz zeigen.

    • Schweiz muss man sich leisten können. Es ist immer noch so, dass die Schweiz zu den ganz grossen Kunstimporteuren gehört.


    • Schweiz muss man sich leisten können.
      ’s war immer so… ’s war immer so…
      alldieweil der Ansturm der grenznahen Schweizer auf die Lebensmittelläden auf der deutschen Seite der Grenze in diesen Orten das Kaufangebot auf andernorts in D wohl kaum erreichte Höhen treibt.

    • Ja, so ist das halt, das kleine Drama am Rande der grossen Verwerfung.

    • Schweizerische Schwarzgeldlösung
      Ich will die Schweizer Sammler nicht kleinreden und mir fehlt da sicherlich die langfristige Perspektive, aber zumindest in den letzten Jahren dürfte die Nachfrage in der Schweiz (richtiger: aus der Schweiz) nach Kunst aus aller Welt und damit auch deren Preisbildung zum nicht geringen Teil darauf zurückzuführen gewesen sein, dass man das ganze dort gelagerte Schwarzgeld noch rasch in (i) nicht-zinsbringende und (ii) nicht von Banken zu verwahrende Vermögenswerte überführen musste.

      Ersteres war erforderlich, damit man die strafrechtliche Verjährung der bereits begangenen Steuerhinterziehungen abwarten kann, ohne ständig durch Verschweigen der zwischenzeitlichen Zinseinkünfte neue Steuerhinterziehungen zu begehen; letzteres war und ist erforderlich, nachdem das Schweizer Bankgeheimnis von den USA praktisch sturmreif geschossen wurde.

      Wie das in ein paar Jahren wird, wenn die Steuerstraftaten durch Zeitablauf keine Gefahr mehr sind, ist aus meiner Sicht vollkommen offen. Hätten wir dann in Resteuropa geordnete Verhältnis, wäre in ca. 5 – 10 Jahren ein nicht unerheblicher Rückfluss von Kapital aus den in der Schweiz verwahrten Kunstwerken durchaus denkbar. Aber dank Super-Mario ist ein Zusammenbruch des Kunstmarktes vermutlich weder kurz- noch langfristig zu befürchten.

      Warten wir also zunächst mal ab, wie das anstehende Referendum in Italien ausgeht…. Super-Mario hat ja schon angekündigt, dass man dann die italienischen Anleihen schon alle aufkaufen wird.

      Spoiler Alert: wenn Renzi scheitert, werden die Italiener noch schnell ihr Vermögen in den sicheren Nord-Euro verlagern, d.h. hier noch ein paar mehr Immobilien kaufen, wofür unsere Bundesbank dann wertlose Forderungen gegen die italienische Zentralbank erhält, die im Target-II-Saldo ablesbar sind.

      In der Privatwirtschaft nennt man derlei Verhaltensweise betrügerischen Bankrott, aber unsere Politiker verkaufen uns so etwas gerne als italienischen Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit unserer Exportwirtschaft durch Abwertung des Euro.

      Man fragt sich, was schlimmer wäre: wenn sie das selbst glauben sollten oder derlei wider besseres Wissen behaupten. Ich persönlich bevorzuge ja die These der hoffnungslosen intellektuellen Überforderung unserer lieben Volksvertreter. Denn was will man auch erwarten, wenn man Historikern die Entscheidung über makroökonomische Weichenstellungen ungeahnter Tragweite überlässt und jeden Kritiker als ewiggestrigen Europafeind diffamiert… und dass die wüssten, was sie hier alles anrichten, das klingt für mich doch arg nach VT.

      Also, sehen wir (mal wieder) einer spannenden Woche entgegen.

      Mit besten Grüßen
      SchallundRauch

      post scriptum: Achja, doch, einer geht noch: unter http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2011/2011_02_22_target2_salden_der_bundesbank.html hat die Bundesbank im Jahr 2011 erklärt, dass Target-II-Salden für die nationalen Notenbanken keinerlei Risiko darstellten. Ich freu mich jetzt schon auf die Verbalakrobatik, wenn die Bundesbank ihre damalige Stellungnahme umzudeuten versucht, weil sie dem Wahlvolk eine von ihr anteilig zu tragende vollständige Abschreibung des negativen Saldos der italienischen Zentralbank erklärt werden muss (aktuell entspricht das einem Verlustanteil von rund 90 Mrd, aber bis zu einem Austritt Italiens dürfte das noch steigen ….).

    • Ja, das werden spassige Zeiten. Ivh rechne ja mit einem schwarzen Montag am 5. Dezember.

    • Yepp
      12/04: DER Termin. Quantifizierbar per Grundschul-Stochastik: 50% für Scheitern von Renzi und Rücktritt. Falls realisiert 75% für Itaxit und EOEZ (End Of EuroZone). Zusammen eine Wahrscheinlichkeit von 37,5%. Bei aktueller Unterbewertung von EURUSD ca. 25% mit Restwertschätzung 0,50 wäre das in den Kursen bereits präzise abgebildet.

      Hätte auch seine positiven Seiten. Falls Einlösung, bräuchte niemand mehr mehr auf neuen Nonsens von Tsipras, Schäuble + Troika zu warten und in D wäre mit einem Schlag auch einiges klarer: EOI, end of illusions.

    • Schwarz...
      … könnte der Montag werden, wenn wir einen freien Markt hätten. Haben wir aber nicht. Die EZB hat ja schon angekündigt, dass sie italienische Anleihen kaufen wird. Natürlich aus rein geldpolitischen Gründen, versteht sich, und natürlich keinesfalls zur Finanzierung von Staaten durch die Notrnbank. Sie wissen schon, whatever it takes usw.

    • Wenn das M5S kommt, steigt Italien aus eben jener EZB aus.

    • Italien
      ist der bedeutendste Globalisierungsverlierer in Europa. Auch wenn im Prinzip alle mehr oder minder im gleichen Boot sitzen, Frankreich folgt auf dem Fuß. Die italienische Wirtschaft ist zu schwach und nicht produktiv genug, um dem aus China blasenden Sturm standzuhalten. Jedenfalls nicht, ohne auf chinesische Einkommensverhältnisse zurückzufallen.
      Großen Teilen der traditionellen US-Industrie geht es ähnlich. Deswegen wurde Trump gewählt. Nicht wegen des Sexismus.

  61. Kunstverkauf ohne Kunstgeschichte
    @prince Matecki – ein guter Freund von mir in Vancouver hat sich letztens eine Kunstgalerie gekauft. Da war ich echt baff. In meinem Alter kommen Leute – und das weiß ich von mir selbst – auf sehr erstaunliche Ideen. Mein Freund hat in der High Tech Industrie als Manager genug Geld verdient, um sich so einen Luxus leisten zu können. Also ging ich in die Galerie, um zu sehen, was er da erworben hat. Die Galerie ist recht groß und schick. Zwei gut gekleidete Kunsthistorikerinnen erwarteten die Besucher und sahen gleich, dass ich nicht zum Klientel gehöre und an mir nichts zu verdienen ist. Also konnte ich mir ungestört dir Kunstwerke angucken. Was da hing war alles modern, großflächig, einiges mindestens 2 *3. Mit einigem hätte ich mich schon anfreunden können. Aber die Preise waren angemessen für Wände in den Häusern von Vancouver, wo eine Hundehütte schon 1 Million kostet. Woraus ich schloss, dass mein High-Tech-Manager–Freund ohne Studium der Kunstgeschichte aber mit Kunsthistorikerinnen, nun auch mit Kunst Geld zu verdienen gedenkt.

  62. Freihafen
    Ach die Schweiz, ja ein Importland für Kunst, aber manchmal auch nur in die Freilager, da wurde mal eines überprüft, ein paar Verfahren laufen, aber mei…..
    So eine Kunstgeschichte studierte Tochter eines rheinischen Bankiers lernte ich mal kennen, ich glaube Papi versuchte uns zu verkuppeln, aber das zündete (auf beiden Seiten) nicht recht. Ich glaube sie ging in das Hansteinsche Imperium (Lempertz et al).

    • Das hat auch viel mit den dortigen Zweitwohnsitzen zu tun. Ich kenne eine Restaurator in der Nähe von Basel, der gewissermassen drei Regionen bedient, und er erzählt, dass die über ihn getätigten Käufe fast immer in die Schweiz gehen. Franzosen zahlen die Restaurierung von zwei Bildern mit einem, das sie nicht mehr brauchen, und das geht dann an vermögende Italiener, Amerikaner etc.

  63. Kunst, politikfrei ? Bitte zu bedenken und mittelfristig zu planen.
    Sollten dann die sarrazinschen Prophezeiungen gen Ende des ersten Drittels dieses Jahrhunderts wahr werden, könnte es, angesichts der allg. bekannten Begeisterung für westliche Kunst gewisser Kreise der schon länger hier lebenden, zum Teil erst jüngst und zukünftig Eingeladenen, von denen aktuell noch ein Teil damit beschäftigt ist, uralte vorchristliche Kunstwerke mit Spitzhacke und Sprengstoff zu zerbröseln, schwierig werden.
    .
    Schwierig für jene mit Studium oder Beschäftigung „irgendwas in Richtung Kunst“. Richtung egal, ob Darstellende Kunst wie Malerei, Graphik, Bildhauerei oder Musik (Kirchenmusik !!!!), Medienkunst etc. Für Kunstgeschichtler eh.
    .
    Könnte von der dann tonangebenden Mehrheitsgesellschaft evtl. vergleichbar mit der „aktiven Mitgliedschaft bei SS oder SA“ der Nachkriegszeit gleichgesetzt werden. Es sollte auch überlegt werden, ob Riemenschneider-Teile, Martin Schongauers Jüngstes Gericht aus dem Stephansmünster zu Breisach oder die Glyptothek z´ Minga nicht rechtzeitig (kurz nach Angis Zurruhesetzung im Herbst 2021 würde ich vorschlagen) in die dann sicher trumpfreie („dramb“-frei, nach Kauder) USA ausgelagert werden könnten. Bis nach der erneuten Reconquista auf den Schlachtfeldern zwischen dem französischen Brest, Skagen und Wolgast, Wien und Perpignan durch die endlich zur Besinnung gekommenen Russen gegen 2250 n. Ch., würde ich mal schätzen.
    (DdH)

  64. Wieder ein ganz feiner Artikel!
    Einige denken ja, es seien besonders die aktuellpolitischen Äußerungen von DA, die so beeindruckend wären, dass sie so viele Leser begeisterten. Aber es sind wenigstens genauso, wenn nicht sogar deutlich mehr, diese Artikel, für welche diese Kolumnen so verehrt werden. Kluge, feinsinnige Betrachtungen – und mit edelster Feder verfertigt!

    Musste bei dieser an Ihre Geschichte denken, als Sie sich mit den Typen auseinandersetzten, der meinte über Leute aus Ihren Kreisen lästern zu können, die in der „Pension Mutti“ wohnen würden. Ihre wichtigen (und ja, das Wort passt hierbei, weil es eben wenig dazu gibt, es aber auch wie hier um Lebensqualität geht, und um Dinge, die eigentlich noch wichtiger sind, als Merkels desaströse Politik) Ausführungen haben einen ganz anderen Blickwinkel eröffnet. Einen, der sonst fehlt. Würde auch ohne zu zögern meinen Söhnen, die im Studium gehörig ackern (allein die vielen Anwesenheitspflichten, aber auch das Pensum – wo Auszeiten für Reisen ánderes viel zu kurz kommen*), mit solchen Dingen versorgen können. Wen man liebt, den fördert man. Und auch wer in einer Eigentumswohnung der Eltern lebt, kann noch genug leisten, so das überhaupt der wichtigste Maßstab im Leben sein soll.

    *) übrigens las ich unlängst zur Geschichte der Grande Toure:

    „Hainhofers Bildung und Ausbildung basiert also auf einer Kombination von Reisen und Universitätsbesuchen, wie sie damals für Söhne von reichen Kaufmannsfamilien üblich war. Ihr Ziel war nicht Gelehrsamkeit im abstrakten Sinne, vielmehr sollten in einem strategischen Ausbildungsprogramm diejenigen Fähigkeiten erworben werden, die dem jungen Hainhofer im Umgang mit seiner zukünftigen gehobenen Kundschaft im Kaufmannsbetrieb der Familie nützlich sein sollten. Dazu gehörten sowohl Sprachen und Mathematik als auch Rechtswissenschaft und humanistisches Kulturgut sowie eine durch das viele Reisen unweigerlich gebildete Weltläufigkeit und Gewandtheit im allgemeinen Sinn.“

    Eine an sich sehr spannende Persönlichkeit der Geschichte, die auch sehr viel mit Kunsthandel und Kunstsinnigkeit zu tun hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Hainhofer (der erledigte für etliche Fürschten das, was Sie als wertvollen Beitrag von Kunst-Studenten beschrieben – seine Tagebücher, von denen etliche im Netz sind, sind unbedingt zu empfehlen).

    Danke sehr und gern mehr davon. Bin mir ziemlich gewiss, dass sicher nicht nur Ihnen sondern auch vielen Ihrer Leser diese Themen und Betrachtungen wichtiger sind, als das teilweise elende Zeitgeschehen.

    PS: „Von der Leyen: „Vielleicht ist der Populismus unsere Chance.“

    Von der Leyen redet damit nicht dem ausgeklungenen US-Wahlkampf das Wort, einem der härtesten in der Geschichte des Lande, sie sieht dort Linien „eindeutig unterschritten“. Aber sie stellt mit Blick auf Umfragen in Deutschland (nur jeder zweite meint, er könne seine Meinung noch frei äußern) fest: „Ja, die Political Correctness ist überzogen worden. Der soziale Druck, homogen zu antworten, war zu hoch.“ Von der Leyen wirbt dafür, die in den Menschen schlummernden Ängste anzusprechen, die „leise Angst vor dem, was fremd ist, dem Anderssein“. Man müsse lernen, mit der „Vielfalt umzugehen, denn auch das ist Globalisierung“.

    Es ist eine Debatte, die keineswegs auf CDU und CSU begrenzt ist. Als die Bündnisgrünen kürzlich in Münster ihren Bundesparteitag abhielten, sorgte der Leiter der grünennahen Böll-Stiftung in den USA, Bastian Hermisson, mit seiner Rede für Aufmerksamkeit. „Das liberale Establishment in den USA hat das Verständnis vom eigenen Land und von großen Teilen der eigenen Gesellschaft verloren“, die Grünen selbst gehörten in Deutschland auch zu diesen Eliten.

    „Wir müssen raus aus der Blase, aus unseren eigenen Facebook-Echokammern, wir müssen erklären, wir müssen zuhören, wir müssen mit anders gesinnten Kontakt suchen, ansonsten sind wir selbst Teil des Problems und nicht der Lösung“, so der Grüne. Man müsse, mahnte er, den „Duktus der moralischen Überheblichkeit ablegen, nicht jede abweichende politische Meinung ist per se unmoralisch.“ Hermisson bekam dafür viel Applaus von den Delegierten.
    Das Beispiel zeigt: Die Parteien suchen nach Antworten auf den Trump-Schock, auch auf die Erfolge der AfD hierzulande. Von der Leyen sagt es im SPIEGEL so: Nicht die Demokratie müsse sich ändern, sondern die Demokraten. „Wir müssen wieder aufstehen und für unsere Sache ringen und werben“. Vielleicht, fügt die CDU-Vize hinzu, „ist der Populismus unsere Chance.“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/csu-und-cdu-debatte-ueber-den-umgang-mit-trump-und-dem-populismus-a-1123309.html

    Festzuhalten bleibt auch, dass Sie völlig recht haben, in dem Sie aussprechen, was sonst wenige wagen: Die unabgestimmte Aktion Merkels hatte Einfluss auf Brexit und wahrscheinlich die US-Wahl, aber auch auf das Geschehen in Polen, Italien, Frankreich und Österreich. Da werden der Patzerin aus dem Kanzleramt, der Noch-Kanzlerin, viele unheimlich „dankbar“ sein. Das kann man gar nicht genug betonen, wie den Umstand, dass die deutschen Leitmedien die Reaktionen im europäischen Ausland weitestgehend unterschlugen. Soweit es eben ging (wer entscheidet, ob aus einer Information eine Meldung, aus einer Meldung ein Thema, aus einem Thema eine Debatte oder gar Folgendiskussion wird…?).

    • Halten Sie sich gut fest – das europa, das wir kennen, ist schon tot. Und das neue Europa wird sehr, sehr hässlich, so hässlich wie es die Kanzlerin hat werden lassen.

    • Klasse, der letzte Paragraph!
      Den kann ich mir übers Bett hängen.

      Das ist übrigens auch mein Lieblingsargument zur L??????presse: Wieso eigentlich weiß der gemeine Deutsche nicht, wie isoliert sein Land gesehen wird; glaubt es aber als moralischen Lotsen durch die Welt segeln zu sehen.?

    • Ganz allein...
      …war sie dabei nicht.

    • Haben Sie's nicht gemerkt?
      Wir leben doch gegenwärtig alle in der Pension „Mutti“, die einen schon länger, die anderen erst seit kurzem…

    • Besonders schön fand ich die Äußerung von UvdL,
      man müsse wieder in verständlichen Sätzen reden. In Hauptsätzen.
      Noch eine, die Merkel anscheinend nicht versteht.

    • an sich wollte ich fragen, wie das genau aussehen wird
      Quid sit futurum cras, fuge quaerere
      Was morgen sein wird, meide zu fragen

    • Gute Zeiten für böse Menschen....
      Ich gehe mal wieder ganz mit Don im Gleichschritt: „Das neue Europa wird sehr, sehr hässlich“, aber ich bin mir nicht so sicher ob Azur sich eigentlich bewusst ist, in welchem Chor er da mitsingt….

      Diese Gesellschaftsschicht lachte sich angesichts der Dummheit des Urnenpöbels über drei Jahrzehnte ins Fäustchen. Bei Merkel sah man sich sogar im Besitz einer unfassbaren, unangreifbaren Mehrheit, der die eigenen Privilegien erst mal zumindest mittelfristig garantierte.
      Aber nun… nun sieht man, dass man die Geister die man rief nicht mehr los wird. Die Änderung, nicht der Umschwung, hat begonnen und „old Charlie stole the handle and the train won’t slow down“.

      Man verblödete die Massen in dem man die Medien gleich schaltete und die wesentlichen Information nirgends und niemals zuliess. Wer hätte auch bei Kohl Amtsüberahme irgendwas wie das Internet ahnen können. Natürlich sehen diese Massen auch jetzt nicht, was eigentlich ihr Interesse wäre, aber sie haben begriffen welche Macht sie alleine durch ihre Quantität haben, und nun rächt es sich halt, dass die Dummheit man die Macht liess.
      Ja, „das neue Europa wird sehr, sehr hässlich“, aber immerhin, es dürfte wohl gerecht sein, und ih finde, ihr habt es euch (un)redlich verdient.

    • Selbst wenn es eine Machtübernahme der AfD gäbe: Meine Klasse wäre dkie Letzte, an der sie sich verginge. Das ist aber immer so und war unter RotGrün auch so.

    • Koalitionsvorschlag vom Feinsten
      Wenn’s hier hässlich wird, gibt’s Kämpfe. Onkel Putin liebt so was. Ich weiß nicht, was es zuerst gibt. Ich glaube, der erste Gang wird „Die, die schon länger hier sind“ (Özoguz meinte die Türken) gegen die, die gern das hätten, was die Türken schon haben. Die Türken werden das schon deswegen gewinnen, weil wir sie unterstützen werden, denn letztlich, „da sie schon länger da sind“, kennen wir sie auch besser und mögen einige, ein paar auch nicht, aber die, die wir mögen, sind dann entscheidend. Mein türkischer Handwerker kann gern meine Küchenmesser in so einem Fall haben. Na, das ist jetzt ein Scherz.
      Wie wir in den Heimen sehen, hält sich die Liebe zwischen Afghanen und Syrern auch in Grenzen. Falls es Ärger in diesem Sinne gibt, sind die Grünen fertig. Für immer. Das ist der einzige Vorteil.
      Es gäbe natürlich Sperrstunden, siehe Frankreich.
      Besser, der Strobl setzt sich jetzt mal durch. Wenn die Grünen das wieder blockieren, könnten sie auch gleich mit der AfD koalieren.

    • @Oberländeer: Aber-aber!
      Also, ich war vor wenigen Wochen en France, und habe keine Sperrstunde gesehen. Aber vielleicht hatte ich auch nur Glück, nicht erschossen worden zu sein!?

      Also, persönlich hatte ich eher ein gutes Gefühl, beim Grenzübergang von Spanien nach Frankreich (AP-15) ein paar Soldaten breitbeinig in Camouflage mit dem Finger am Abzug ihres MGs gewahr zu werden.
      Das verhindert keine Terroranschläge im Land, zeigt aber deutlich, dass man bei Bedarf seine Grenzen oder auch seinen Boden verteidigen wird.
      (Man könnte hier erörtern, ob die einen Schießbefehl hatten, für den Fall eines versuchten Grenzdurchbruches. Ich bin schon sicher, dass ‚ja‘.)

      Vergessen Sie doch das Wayang Kulit des Herrn Strobl. Der leckt seiner Kanzlerin die Schuhe, und lässt sich öffentlich wie einen Ballon aufblasen, damit die Zustimmung zur CDU proportional anwachse.
      Leider reicht diese Aufblasfigur, um in den Deutschen eine neue Liebe zu ihrer Führerin aufflammen zu lassen.

    • "Diejenigen, die schon länger hier sind"
      … sind auf merkelisch alle, die nicht diejenigen sind, die „jetzt auch auch da sind“ oder diejenigen „die noch kommen werden“. Auch eine Sippe, die sich bis zur fränkischen Landnahme zurück verfolgen ließe, ist nur etwas länger hier. Wir wollen ja den gestern aus dem Bus Gestiegenen nach seiner Reise in das gelobte Land nicht traumatisieren.

    • zu schnell. Wie so oft.
      Knapp danach kam Christoph Schwennicke durch das Netz gekrabbelt:
      http://cicero.de/berliner-republik/wahlkampf-doktor-strobl-und-der-patellarreflex-der-spd-

      Und sogar der alte Wackelkahn hat es mittlerweile verstanden:
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/schulz-wechsel-bringt-spd-keinen-umfrage-schub-14552076.html
      Vielleicht war der Wechsel des bankrotten Buchhändlers doch nur ein Schachzug der GF, die alte Tante noch dichter ans Koma zu schubsen?

  65. Spieglein Spieglein
    an der Wand, wer ist die schönste studierte Exfrau in diesem Land?

    Da lob ich mir meine KARE und IKEA Spiegel – da kommt null Neid auf…

    Heutztage fährt man übrigens Nissan 370Z – der zumindest steht auf dem Parkplatz meines Arztes…

    Aber dessen Aussenspiegel sind auch nicht schöner, als die vom MR2…

    • Titel eingeben
      der MR2 hatte einen kleinen Mittelmotor. Spass durch Konstruktion und durch Auffälligkeit.
      Und wenn schon Datsun, dann GT R

  66. Im Sprachlabyrinth steht eine Hecke und wird Postfaktisch genannt
    und an einer steht Herr SPDGabriel, als würde er von Lüpertz aus einem Klumpen Lehm gemanscht werden sollen: was er so sagt auf Veranstaltungen, passt irgendwie nicht zum anderen Teil seines Auftritts, in der direkten Begegnung ohne Mikrophon, – raunt mir eine Teilnehmerin scharfsichtig ins Ohr.

    Ob ich es weiß, oder ein Chinese bindet sich Schnürsenkel ins Haar: richtig und wichtig: Caterina Valente: Ganz Paris Träumt Von Der Liebe – hab ich aber nicht geantwortet. Das wäre echt zu sponti und so unangemessen. Augenbrauen heben, die Mundwinkel verziehen bis die Augen mitleidig Ironie aufstrahlen, reicht manchmal.

    Der kleine Grenzverkehr in der Kommunikation vor dem Café braucht dennoch nicht stumm bleiben: was siehst Du wenn Du gestern in der Glyptotek in Kopenhagen die Nasothek bestaunt hast und nun vor der Willy-Brandt-Statue von Rainer Fetting stehst?

    Läßt sich da eine Deutungsebene ausmachen auf der die Zukunft trübgrobe Hinweise projiziert? Mit welchen Denkansätzen konfrontiert uns diese eine Hand? Dieser Ausdruck des (Boller)-Kopfes? Frontal und von der Seite. Die Behandlung des Materials.
    Würde Rudolf Kautzsch zusammenzucken, zwei Meter davor?

    http://www.physiologus.de/n/nasothek.htm
    http://www.catalogus-professorum-halensis.de/kautzschrudolf.html

  67. besser wie
    Auf der Hauptseite die reinste Werbeveranstaltung für Sansalternative.

    Aber Don, da dieses eben nicht separat stand, suchte ich das unter Stützen und musste leider registrieren, dass ein(e) Headlineverfasser(in) den Unterschied zwischen wie und als nicht kennt: „besser wie geschnittenes Brot“, boah.

    • Das ist gar nichts gegen die wohlgeformte Sprachkunst des Uniblogs aus der Schule der taz.

    • Frühers my Lord!
      Des hätts frühers tatsächlich nie net gehm, dass aaner mit su aner merkwürdigen Rechtschreipung wie seller Don von am Herausgeber g’holt wird, der über Kafka promoviert wurde.

      Nie.

      Da hat Don gewaltig Glück gehabt. Und lässts sichs arg raushängen.

      Gegenüber dem Schöngeist-Akademiker-Subproletatriat, das Rechtschreibung drauf hätte.

      Obwohl. Ich wette da nichts mehr drauf, seit einer hier mal den Unterschied zwischen Bildrechten und Bildrechten nicht kapierte.

      Sein desto, desto ist auch immer wieder gut.
      Allmählich hat ein ähnlicher Virus auch das gedruckte FAZ-Feuilleton ergriffen. Lese da Fehler, die ich bis dato nur in Blättern wie „Roter Morgen“ oder „Traunsteiner Abendbote“ fand.

    • Sehen Sie es so: Ich bin hier nicht, weil ich muss, sondern weil ich laufend andere Angebote ablehne. Zu Schirrmachers Zeiten habe ich jeden 17. Januar meine Kündigung angeboten, er hat sie jedes Jahr abgelehnt. Ich will mich nicht grösser machen, als ich bin, und es wäre auch nicht gut, wenn alle wie ich wären. Ich liefere halt meinen Teil zum Erfolg des Blattes. Andere hätten gern jemand, der mit jedem Beitrag 300 Kommentare ranschleppt.

  68. Privilegien gecheckt.
    Ob Sahra Klartext spricht oder Don die Phantasie anregt, beides ist zwar grundverschieden, doch gleichsam anregend.

    Für meinen Teil stelle ich schon seit längerem fest, wohl in der besten Zeit dieses Landes gelebt zu haben. Und das auch noch in der besten Zeit meines Lebens. Irgendwie läßt mich das die aktuelle Entwicklung im Alter doch gelassener betrachten.

    „Sicher, man muss sich schon etwas Mühe geben, im alltäglichen Umgang andere nicht gar als ungebildet dastehen zu lassen und arrogant zu wirken, aber manchmal muss in unseren allzu friedfertigen Zeiten eine geistig-elitäre Spitze einfach sein.“

    • Ich denke, die paar Jahrzehnte, die jetzt kommen, kriege ich in Bayern auch noch rum. Ich habe keinen Fernseher, um mir gestellte Afghanenkindervideos anzuschauen, und für alles andere gibt es alarmanlagen.

    • Alarmanlage
      ist nicht verkehrt aber die nächste Polizeistation ist 35 km über Mittelgebirgsstraßen von mir entfernt und ich bin durch das Gewaltmonopol zur Wehrlosigkeit verurteilt …

    • @Hausschwein
      Fahren Sie in die Röhn, die steht unter Waffen, da haben nach der Wende die ganzen russischen Soldaten aus der SBZ ihre Kalaschnikows verkauft, und die funktionieren auch noch, wenn man sie 20 Jahre im Boden vergraben hatte… falls Goodnight doch recht hat und alles etwas ruppiger ausfällt als erhofft, fällt die Röhn als letztes….

    • Aleppo
      Wie schaffen es eigentlich siebenjährige Mädchen aus Aleppo zu bloggen, wenn die Stadt eingekesselt ist?
      Während eines bewaffneten Konfliktes wird doch wohl zu allererst die Kommunikationsinfrastruktur des Gegners gestört, damit der sich nicht
      koordinieren kann.
      Oder hinke ich mittlerweile dem technischen Wissen soweit hinterher?

    • Ich habe da auch so meine Zweifel.

    • Immer diese Technikgläubigkeit. Gibt's dafür ernstzunehmende Gründe?
      Also in Berlin können Sie sich die, zumindest schon mal die am Auto, komplett sparen. Die werden mit ihrem Gejaule sehr gelassen toleriert. Da reagiert absolut niemand. Wer vom verachteten Fußvolk sollte auch? Irgendwann kommt halt niemand mehr zu Hilfe. Kann man ja heute schon im Lande beobachten. Gelegentlich kommt noch jemand von diesen eigenartigen Gutmenschen. Aber wollen Sie sich nun ausgerechnet von denen helfen lassen?

    • Ich bin's ja ganz zufrieden,...
      dass manche Bundesländer die Abschiebepolitik offen hintertreiben – so was spricht sich schnell ‚rum, und dann gibt’s demnächst einen schönen Run auf das RHS… dann macht auch die gelegentliche Lektüre des Tagesspiegel wieder Spaß.

      http://www.tagesspiegel.de/berlin/wildes-lager-in-berlin-geraeumt-obdachlose-assen-schwaene-im-tiergarten/14833494.html

      Apropos Tagespiegel: Ein netter Artikel über einen Herrn, der sein Mandat „als Kampfauftrag für Minderheiten in Deutschland“ versteht. „Er kämpfe für die Öffnung der Ehe, eine Staatsbürgerschaftsreform und ein modernes Einwanderungsgesetz.“

      Waren das nicht genau die Themen, mit den das leuchtende Vorbild Hillary so unerwartet gecrasht ist? Vielleicht findet deswegen so mancher sogar bei den Grünen (hört, hört!), dass jetzt „mal Zeit für ein anderes Gesicht“ wäre?

      http://www.tagesspiegel.de/politik/gruene-volker-beck-kaempft-um-sitz-im-bundestag/14910184.html

      Das nächste Wochenende ist ja mal für jede Menge Überraschungen gut…

    • Ich finde es super, wenn die Grünen den behalten.

    • Titel eingeben
      Ja, Otto Meier,

      Unsere Generation war die Privilegierteste die je gelebt hat, höhere Lebensqualität gabs wohl nie. Aber auch wenn die Demokratie noch so pseudo ist, die Mehrheiten setzen sich durch. Das ist wie in Kläranlagen, die grossen Stücke schwimmen oben.
      Zu Sarah und Don hab ich vor einigen Tagen noch Ken Jebsen (kenFM) hinzugefügt. Seine Überlegungen zu Trump sind sehr zu empfehlen.
      https://kenfm.de/nachdenken-ueber-donald-trump-und-antiamerikanismus/
      Jebsen ist in derselben Lage wie Don…. Leute die selber Denken waren schon immer unbeliebt, was kann man da heute erwarten….

      Zu mehr hat man als sorgfältig Lesender ohnedies keine Zeit.

      Don
      Nun, man braucht keinen TV… „Ich habe keinen Fernseher, um mir gestellte Afghanenkindervideos anzuschauen…“
      Auch in unserer Zeit gibt es noch ganz altmodisch mit „Fakten“ Handel Treibende, die keine Afghanen Kinder in die Gegend stellen müssen.

      Afghanistan und Deutschland? Verschwenden sie mal 5 Minuten:

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=36036

    • Verstörend
      „Ich denke, die paar Jahrzehnte, die jetzt kommen“

      Meinen Sie das im Sinne von „die paar Jahrzehnte, bis es mal besser wird“ oder im Sinne von „die paar Jahrzehnte, bis ich tot bin, nach mir die Sintflut“????

    • @SchallundRauch
      Ja, ich hätte sehr gerne so eine. Mit der Legalen eines Freundes (Vollautomatik deaktiviert) erreiche ich als Anfänger reproduzierbar 5 cm Gruppen auf 50 m. Nicht nur robust sondern auch viel präziser als ich dachte.

      Bundespräsident Gustav Heinemann sagte 1972 „Ein Staat ist immer nur so frei, wie seine Waffengesetze.“ Der Anlass war allerdings die Unterzeichnung eines verschärften Waffenrechts … Wer würde sich allerdings öffentlich noch für Freiheit einsetzen? Selbst die böse AfD ist nicht für eine Liberalisierung des Waffenrechts. Gleichheit (und Wehrlosigkeit) ist das Ziel. (Ich hoffe die dümmliche Frage „Wollen Sie etwa amerikanische Verhältnisse?“ bleibt uns hier erspart.)

      Während ich das schreibe, werde ich immer unsicherer ob ich auf „LESERMEINUNG ABSCHICKEN“ klicken soll. Falls mein Beitrag nicht veröffentlicht wird, verstehe ich das sehr gut.

    • Mehrheiten setzen sich durch, TDV?
      Das wäre mir neu. Denn selbst wenn es den Anschein hat, Mehrheiten hätten sich durchgesetzt, so stelle ich doch immer wieder fest, daß das Ergebnis am Ende doch wieder nur den Minderheiten dient.

      Mal angenommen, wovon ich ausgehe, die (schweigende) Mehrheit war und ist für den Atomausstieg, so hat das EEG am Ende doch dafür gesorgt, daß dieselben Minderheiten davon profitieren.

      Ken Jebsen sagt: „Mehr Demokratie wagen“ bedeutet 2016 mehr zivilen Ungehorsam, mehr direkte Demokratie und weniger Ehrfurcht vor einer politischen Kaste, die große Teile der Bevölkerung für dumm, unfähig und gefährlich hält.

      Dem kann ich mich anschließen, der Kritik an den Linken nicht. Denn Linke haben in diesem Land die Bundespolitik noch nie bestimmt. Und mit dem Rassismus ist das auch so eine Sache. Der inflationäre Gebrauch des Begriffes ähnelt doch sehr der Nazikeule bzw. dem Vorwurf des Populismus. Selbstverständlich findet sich immer ein Körnchen Wahrheit, aber das gilt ja fast immer, überall und bei jeder Aussage.

    • Gendermatik
      Ich wusste, es würde Sie entzücken.

      Gab’s auch inhouse …

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/timss-studie-grundschueler-werden-in-mathematik-schlechter-14550525.html

      Interessant ist, dass Migrationsprobleme in diesem Zusammenhang erwähnt werden dürfen. Vermutlich, weil sich die schwachen Ergebnisse damit rechtfertigen lassen und die eigentliche Ursache, die miserablen Schulreformen, gnädig verdecken.

    • Nein, weil hier die FAZ ist und man das hier noch tun kann, ohne dass jemand interveniert.

    • Ziel erreicht!
      In der ZEIT wird noch ein interessanter Befund mitgeteilt:

      „Eine Änderung zeigt sich auch im Unterschied der Geschlechter: Der deutliche Vorsprung der Jungen im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften vor den Mädchen existiert nicht mehr. Die Angleichung lag an den Jungen, die sich verschlechterten, während ihre Mitschülerinnen die Leistungswerte hielten oder leicht verbesserten.“
      http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2016-11/timss-studie-mathematik-naturwissenschaften-schulvergleich-kenntnisse

      Wie sich das wohl perspektivisch auf die diversen Fakultäten auswirkt, auch atmophärisch?

    • Lesen Sie „War on Boys“ von Christina Summer.

    • WDR 2 Nachrichten
      Dass die deutschen Schüler in der Mathematikrangliste absacken liegt laut den WDR 2 Nachrichten nicht daran, dass diese schlechter geworden seien, sondern die in den anderen Ländern einfach nur besser.

      So kann mans natürlich auch sehen.
      Vor allen vor den Wahlen nächtes Jahr.

    • Geschichte auch Fehlanzeige
      Ich muss allerdings sagen, dass die Aufgabe mit den sechs Eis, vier am Stiel, zwei Tüten, für Grundschüler nicht so einfach ist. Ich musste, ehrlich gesagt, einen Moment darüber nachdenken. Falls das vorher nicht durchgenommen wurde, weil die fehlende Unterrichtsstunde für 95+5% Gender, hiervon 95% der Zeit für die 5%, versteht sich, draufging, können Grundschüler damit auflaufen.

      Was ich gern mal hätte, wäre ein Vergleich zwischen England, Frankreich und Deutschland in Geschichte für zehnte Klassen. Die Amerikaner sollte man vorsichtshalber nicht mit in eine solche Studie nehmen, denn dann wären die Deutschen nur zweitschlechteste.

    • @ Don
      „Nein, weil hier die FAZ ist“

      Gemeint war nicht die FAZ, sondern die von ihr zitierten TIMSS-Experten.

      Dennoch schön, Ihre Loyalität dem eigenen Haus gegenüber. Immer seltener zu finden so was, heutzutage.

      Ne, ne, die FAZ gilt hier noch was, online und auf Papier. Das letzte aus einer einst längeren Reihe von Abos für deutsche „Qualitätsmedien“.


    • Die Lösung solcher „Rechenaufgaben“ hat weniger mit Mathematik, denn mit Logik bzw. Denkvermögen zu tun. So heißt es ja auch: „Diese Kinder beherrschen gerade mal die Grundrechenarten“. Und da an Mathematik nicht mehr als eben diese zur Lösung der Aufgabe erforderlich sind, liegt das Problem eben an anderer Stelle.

      In meinen Augen nimmt die Technik den Schülern das Denken zu sehr ab.

  69. marx und hitler ......publikationssüchtige waschweiber ?@antesde
    ihr habt gut reden, ihr kinder des wohlstandsbiedermeier.
    das war weder böse noch gut, es war einfach dumm.

  70. @ Oberländer fragt: 29. November 2016 um 16:18 Uhr
    „Déjà avant Fillon?
    Querque vous pensez de Fillon? (Que pensez-vous de F….)
    Interessiert mich.“
    .
    Comment je pense sur l´arrivé de Fillon ?
    Seriös wirkender, gut aussehender Mann, wird was für die französischen Frauen. Soll auch keinen Dreck am Stecken und sich bekriegende Verflossene haben.
    Wird wohl gut bei der französischen“ classe moyenne“ ankommen, sicher auch „accepté auprès les élites“. Ich finde, die republikanisch gesinnten bürgerlichen Franzosen „ont bien choisi“. Ach hätten wir nur die Möglichkeiten unseres Nachbarn.
    .
    Die zunächst aufkommende Freude bei unseren „Eliten“, daß der „Populist“ Sarkozy aus dem Feld geschlagen war, folgte die sofortige Ernüchterung als man von den Absichten Fillons hörte, sich mit Putin gut stellen zu wollen. Demnächst werden wohl die Ruder ausgehen, vom vielen Zurückrudern. Aber man hat ja noch Zeit das ganze Boot neu auszurichten (vorwärts immer-……….), bis POTUS die Flüstertüte ergreift und die Schlagzahl gibt.
    .
    Auch in Frankreich wird die Begeisterung nach den Reform-Ankündigungen in Grenzen halten. Das was LVMH erfreuen mag werden die ouvriers der PS, PRG, PCF und auch die bisher LR/UMP wählenden „employés de l’Etat et fonctionnaires“ nicht ohne Widerstand eins-zu-eins durchgehen lassen.
    .
    Marine wird sich « confortablement pencher en arrière » können. Frankreich werden, im Gegensatz zur nächsten Mutti-Kürung in D, unruhige Zeiten ins Haus stehen.
    (DdH)

  71. Titel eingeben
    „… Berater, das merke ich immer wieder, bevorzugen Frauen, die auch arbeiten. Das hat vermutlich etwas mit dieser obszönen Erfolgsorientierung zu tun.“

    Nur zur Erläuterung, mit Erfolgsorientierung hat das nichts bzw nicht in erster Linie zu tun. Das liegt vielmehr daran, dass Berater sehr viel arbeiten, demnach sehr wenig Zeit haben, und den Großteil der Woche nicht zu Hause sind. Unbeschäftigte Frauen kommen aber leichter auf dumme Gedanken. Da helfen auch die bei Beratern üblichen 3-5 Kinder nicht iS einer Beschäftigungstherapie, da sich um diese meist ein Kindermädchen kümmert.

    Naja und Ärzte/Anwälte… Da haben mir die Eltern meiner besten Freunde schon vor über 20 Jahren von abgeraten. Wenig Arbeit ist das auch nicht, dazu noch unglaublich deprimierend, vor allem als Arzt, wer will schon den ganzen Tag Not und Elend um sich herum haben. Zudem, der Verdienst, so man ihn denn benötigt, ist heute grundweg beschissen und war damals auch schon nicht besonders toll.

    Man sieht also, Orchideenfach ist im Grunde die einzig sinnvolle Lösung. Da man das aber als Amateur (im besten Sinne) genauso tätigen kann: Wozu überhaupt studieren?

  72. NLP
    Geehrter Don, gäbe es diesen Blog nicht wäre ich wohl schon verzweifelt. Ausser die Prantlhauser nicht mehr zu kaufen und 8€ für Tichys Einblick zu investieren kann ich meiner Ansicht nicht machen. Ok, ich kann meine Frau noch überreden den Spiegel abzubestellen, aber über den habe ich mich ja schon immer aufgeregt, das war ja der Grund den zu lesen. Ausserdem ist die Friedrichsdorf da weg – warum eigentlich?
    Haben Sie den Artikel zu Hofer und NLP gelesen? Ich kann da nicht mehr lachen – die meinen das wirklich. Kritik muss ich üben Segen dem Link zu dem Vergewaltigungsfall im vorletzten(?) Artikel, der bei der FAZ die Artikel schreibt, hat sicher kein 2tes Staatsexamen und kennt auch keinen der eins hat.

    • Naja, da hat die SZ etwas verbacken, was seit Haider Thema in den Kommentaren des Standard ist – als Österreichkenner ist man das schon gewohnt. Aber mal ehrlich, Hofer räumt gerade nicht in den Städten ab, wo NLP eigentlich wichtog wäre.

    • Inhaltlich
      bin ich vielleicht sogar als Konservativer eher Hofer-Anhänger. Wobei sein Stil ja vollkommen verscheiert, wofür er im Detail steht. Vermutlich ähnlich Trump: er will die Wahl gewinnen, egal mit welchen Inhalten. Und da ist NLP durchaus hilfreich, denn die Methode bietet Menschenanalyse- und Beeinflussungstechniken. Und die Analyse der Werte und Einstellungen zeigt: die Städter sind durch den links-liberalen Kandidaten unschlagbar abgedeckt, ähnlich wie von Hillary in den USA. Also konzentriert sich Hofer auf die anderen mit den ganze anderen Werten und Einstellungen. Und könnte gewinnen. NLP zeigt ihm also, welche Zielgruppe er überhaupt erreichen kann und mit welchen Methoden. Näheres gibt unter dem Stichwort “ demagogisches Panorama“ von Walter Oetsch.

  73. Des Dons Leid schwächt und deprimiert mich.
    Lieber Don, wenn Sie Grippe haben, und wenn sie ein echter Kerl sind, dann befolgen Sie meinen Gesundheitsrat: Keinen Widerspruch ,ich bin älter als Sie!

    Keine Bange, es ist kein Indiorezept, obwohl ich auch dies habe. Aber das würde Sie umhauen.

    Nur für echte Männer:
    Sie pressen 7 Limonen in ein Glas aus. Sie fügen einen halben Teelöffel Salz hinzu. Und sie fügen einen halben Teelöffel Backpulver hinzu. Sie füllen das Glas halbvoll mit Wasser und verühren das Zeug gut.

    Dann kippen sie das Zeug – wenn Sie denn ein Mannsbild sind! – in einem Zug hinab.

    Es wird sie durchschütteln, als würge und schüttele sie gerade eine Hardcorefeministin am Hals!

    Danach werden sie gewaltig rülpsen wie eine Sau (Verzeihung!).
    Es wird sie erleichtern!
    Aber ihr ganzer Körper wird durchgeschüttelt und in Ordnung gebracht. Am anderen Tag haben sie keine Grippe mehr.

    Ich hab es getan und es hat gewirkt. Das Rezept ist von meiner Frau. Sie ist Indianerin.

    Die milde Tour, für Warmduscher, geht so:

    Sie kaufen ein bisschen Leinsamen. Da werfen Sie eine handvoll der Körner in einen Pott mit ca. 2 Liter Wasser. Ein bisschen Zucker hinzu, wegen des Geschmacks. Das kochen sie dann bis zum Sieden. Und das muss dann an die 15 Minuten Sieden, bis es etwas Schaumig wird. Den Schaum schöpfen sie ab. Das Zeug ist nun sämig. Sie gießen es durch ein Sieb in eine Tasse und fügen den Saft einer halben Zitrone hinzu und schmeißen einen Beutel Kamillentee rein. Dann trinken sie den Sud so heiß wie möglich. Dreimal am Tag. (Sie koennen Wasser nachfuellen und es nochmal kurz aufkochen)

    Erstens: schon am folgenden Tag werden ihre Bronchien frei werden, sie werden husten wie ein Weltmeister und wieder Luft kriegen.

    2) Durch das sieden entfaltet sich im Leinsamen der natürliche Antibiotika, der ihre Abwehrkräfte unterstützt.

    3) Die Zitrone gibt ihnen ein wenig Vitamin C.
    Leinsamen ist absolut milde, gut fürs Gedärm und den Magen. Sie können auch Honig anstatt Zucker reintun (des Geschmacks wegen)

    Dieser Tipp ist Kostenlos. Ich hoffe sie in Zukunft gesund und munter zu erleiden. Danke.

    Berichten Sie über die Erfolge von Punkt 1 und Punkt 2
    Viel Glueck!

  74. Ganz schönes Artikel
    Und die Fotos haben Sie selber gemacht?

  75. Titel eingeben
    „Gast sagt:
    29. November 2016 um 14:59 Uhr
    Hallo Tico,
    vielen Dank für diesen schönen Kommentar. “

    Danke.
    Sollten Sie Interesse an mehr Wissen ueber unser traumhaft schoenes Land haben wollen (ich schrieb gerade ein Buch daruer, „Die Pumaschildkroete, sein Jaguargesicht, 6000 Jahre Costa Rica) melden Sie sich hier:
    tico58@gmx.de
    Mucho saludos y un buen vida, pura vida.

  76. Über Kunst und begehrte Mediziner
    Lieber Don Alphonso, herzlichen Dank für den Themenwechsel! Ein sehr schöner Blog, auch diesmal, und als meine Tochter gestern hier war und ich dabei war, Ihren Blog zu lesen, so reagierte sie sogleich neugierig auf Bild 4, hatte sie doch Kunstgeschichte als NF. ;-)

    Ja, die Ärzte – als Ehemann begehrt. Das war in Finnland nicht an-ders. Und weil es so war, und ich meistens gegen den Strom schwimme, habe ich Frauen, welche auf solch einer berechnenden Basis einen Mann suchten, innerlich etwas verachtet und fand den Gedanken abstoßend, dass Frauen ihnen nur wegen ihres Berufes hinterherlaufen.

    Nicht lustig war ein Ereignis in meiner kleinen Heimatstadt. Ich hatte gerade das Abi gemacht, mein Studium sollte im Herbst in Helsinki anfangen, und ich besuchte kurz vorher einen örtlichen Gynäkologen. Er war kurz angebunden und mürrisch, kein bisschen charmant und nicht besonders freundlich. Als er sich von mir verabschiedete, bat er mich, ihn in ein paar Tagen telefonisch zu kontaktieren. Ich war untröstlich, hatte schreckliche Angst, dass irgendetwas nicht stimmte. Dann rief ich ihn an, aber statt mir etwaige Untersuchungsergebnisse mitzuteilen, wollte er mich zum Essen einladen. Ich war perplex und fand den Annäherungsversuch unter den gegebenen Umständen ziemlich degoutant. Ich habe das dann meiner Mutter erzählt, die eine zurückhaltende Frau war, doch sie verstand nicht, dass ich die Einladung nicht angenommen hatte. Das steigerte meine abschätzige Haltung noch, und während meines Studiums versuchte ich, Mediziner zu meiden, was natürlich Quatsch war, denn ich lernte auch nette Mediziner kennen. Mädchen aus meinem Jahrgang wurden von Medizinstudenten zu deren Partys eingeladen, was insofern Folgen hatte, dass meine damalige beste Freundin ihren Ehemann auf diese Weise kennenlernte.

    ****

    Was Interessen und Hobbys betrifft, so habe ich beobachtet, dass Frauen aus meiner Generation die Freizeitbeschäftigung des Mannes meistens teilen. So war das jedenfalls bei mir und bei vielen meiner Freundinnen. Während ich die Freizeit mit einemvorherigen Freunde im Reitstall und auf Turnieren verbrachte, schleppte mein Mann mich in Antikläden, Flohmärkte, Museen und Kunstausstellungen. Seit seiner Jugend sammelt er alles Mögliche, und ich war schon sehr angetan von seiner Wohnung, die ganz anders eingerichtet war als bei den anderen jungen Männern, die ich bisher kannte. Er mochte Antiquitäten und orientalische Teppiche und hatte seine Wohnung mit viel Stil und gutem Geschmack eingerichtet.

    Heute ist das Interesse und die Liebe zu schönen Sachen und zur Kunst auch ein Teil von mir, und ich freue mich über Themen wie dieses, sowie über die vielen schönen Aufnahmen, mit welchen Sie, werter Don Alphonse, uns, Ihre Leser immer wieder erfreuen.

  77. Wiedergeburt
    Was für ein Artikel. Sollte es die Wiedergeburt geben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich es nocheinmal so schön haben werde wie damals im Archäologischen Institut der Uni München mit all diesen korenhaft schönen (?) Studentinnen als äußerst gering einzuschätzen. Vielen Dank für die Erinnerung.

  78. Kunst oder nicht
    Sehr schön zusammengefasst.

    Wissen Sie, ich bin ja auch eher der Typ des Anti-Ikea. Wer das mag der soll es haben, aber IKEA ist mir viel zu puristisch, zu viel Einerlei, obwohl manches schon schön ist.

    Trotzdem bin auch ich immer an Kunstwerken interessiert, die sonst niemanden interessieren. Hier und da ist es ein Stillleben, dort wieder ein alter Stuhl aus einer Manufaktur der seinen Reiz hat. Möbel muss man sich leisten können. Damit meine ich nicht unbedingt einen Mackintosh oder eine Eileen Gray, die ich auch besitze, sondern es muss stimmig sein.
    Ich beharre auf das Miteinander. Zeitenmobiliar. Man kann das sehr gut zusammenpacken und es fühlt sich gut an. Das Gute ist, dass es nicht unbedingt teuer sein muss, wenn man ein Auge dafür hat. Es muss den Geschmack treffen und den habe ich wohl (diese Arroganz erlaube ich mir).

    Das Schöne ist, dass ich es mir, wie Sie, leisten kann. Mir ist egal, ob es Neider gibt, denn wie gesagt: Man muss Gespür haben und dann bekommt man für wenig Geld viel Kunst – kein Plunder! Selbst wenn Plunder dabei ist, so muss er mir gefallen und ich entscheide, ob der sich bei mir und in meiner Behausung einordnet. Inzwischen wird es mir allerdings auch etwas zu viel, das gebe ich zu. Trotzdem liebe ich das schöne alte Schrullige, das vollkommen Gemütliche. Es driftet ja nicht in Kitsch ab, sondern paart sich mit Bauhaus und Chippendale. Dazu noch ein paar seidene geerbte Teppiche und schon ist es gemütlich.
    Soll es nicht so sein? Oh doch. Ich umgebe mich gerne mit schönen Dingen, die nicht unbedingt alltäglich sind. Bilder von irgendwelchen Künstlern die keiner kennt, Möbel von Künstlern die man kennen kann aber nicht muss.

    Und dafür habe ich ziemlich viel gearbeitet, wenn nicht gerade geerbt.

    Danke für Ihre Offenheit und dass man sich selber auch mal trauen „darf“ zu schreiben was man besitzt und wertschätzt, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

  79. Mahlers Zweite
    Jetzt auch nicht so toll:
    Deshalb wundert es ein wenig, dass die vermögenden Erben des am 1. Januar 2016 im Alter von 74 Jahren an Krebs gestorbenen Kaplan jetzt offenbar nur am Geld interessiert waren. Sie hätten es ja auch direkt an ein Museum oder eine Bibliothek verkaufen können.

    Wer es jetzt erworben hat, ist unbekannt, auch ob es nun der Öffentlichkeit entzogen ist.
    https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article159842680/5-3-Millionen-fuer-ein-Manuskript-Ein-Schnaeppchen.html

  80. Dankeschön
    auch diesmal wieder für herzerfrischende Lektüre. Studienzeit war für mich vor fast 50 Jahren in Ostberlin ganz sicher nicht weniger aufregend, beglückend, überraschend und erotisch aufgeladen als für aufgeweckte Studentinnen und Studenten im Westen. Physikstudenten (90% männlich) konnten schon aus Gründen schierer Selbsterhaltung nicht auf Besuche in Museen, Opernhäusern, Konzertsälen, Theatern und auf Beatmusik, Westsender, amerikanische und französische Filme… verzichten, es sei denn, sie planten eine Karriere bei der Deutschen Post in Crimmitschau (und selbst dann…) oder hatten schon vorm Abi die Traumfrau gefunden (und selbst dann…).
    Vielleicht mögen Sie sich mal auf „Babels Berg“ amüsieren: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=qp3QR0bjnN4 – oder hier:
    http://immosennewald.com/buecher/index.html#1120189dec10c5d0a

  81. oh je
    ja schlimm war, wenn man in Kunstgeschichte nur rite promovierte

  82. Gerade die wache Erinnerung an eine bessere Zeit,
    und Gesamtsituation in unserem Land, und eben nicht im Barock oder Mittelalter , sondern vor 30, auch noch 20, Jahren läßt mich im Zorn erbeben gegen die, die das alles ohne jeden Grund weggeworfen, uns gestohlen , haben .
    Das war kein Paradies, aber so unvergleichlich besser, als Schröder-oder Merkelland, dass man es jungen Menschen, wenn die überhaupt mit einem reden, gar nicht vermitteln kann.
    Die heutigen Zustände sind durch Anschauung offenen Auges bekannt, und sie wurden zugelassen und herbeigeführt, und werden immer weiter, pardon my denglish, gepampert, statt dass sinnvoll und konsequent Gutes geschaffen, und Schlechtes weggeputzt wird.
    Und weil der Weg so offensichtlich in die Gebrauchtschokolade geht, gibt es mehr und mehr Maulkorb, und weniger und weniger Freiheit, und Grundrechte, gerade für die echten Deutschen (nix mit-die schon länger hier sind-wer glaubt die Stasi-Wachtel, wer sie ist !).
    Und damals war das anders, Grundrechte Selbstverständlichkeit, die uns die Amis sorgsam bewahrten, um uns auf Westlinie zu halten.
    Kommunismus weg, keine Notwendigkeit mehr, uns gut zu behandeln ?
    Schicken wir die erpressbare Merkelmarionette ?
    Und machen eine DDR 2.0 aus dem besetzten Laden ?
    Die Hintergründe im einzelnen für diesen mit Macht geförderten Verfall, für diese bewußte Zerstörung dessen, was war, und bleiben hätte können, sind mir nicht bekannt, dafür ,hängt da Oasch z’tiaf‘ (dafür bin ich zu klein) .
    Verschwörumgstheorien liegen mir nicht, aber ebensowenig die Verwendung der Vokabel für Ideen, die fünf Minuten später normale Realität sind. Siehe Terror bei uns in Deutschland.
    So, und jetzt trink ich etwas Wodka, das säubert (Don, mit der Kur habe ich vorige Woche eine lästige Erkältung ausgeputzt.-Ah ja, Sie trinken ja nicht. Fehler, ehrlich.).

  83. Titel eingeben
    Sehr unterhaltsam, danke!

  84. doch, ich lobe den prunkspiegel
    und kenne Menschen, die meinen Jugendstilperser (ca. 1900, Pflanzenfarben) für Kitsch halten. Den Rest meiner Innenausstattung sowieso. Zugegeben, ich freu mich drüber, dass die Preise für Kunst & Krempel gerutscht sind – ich hätte mir vor ein paar Jahren solche Stücke auf keinen Fall leisten können. Allerdings muss ich mich daran selberfreuen, Bewunderung gibts eher selten, denn es ist schon so: Antiquitäten sind demode.

    • Ja, aber was macht es? Man kauft sich das doch sowieso nicht für andere, sondern für sich selbst. Man bekommt heute Gemälde für ein paar hundert Euro, für die hätte man vor 15 Jahren noch ein paar tausend Mark bezahlt.

  85. Meine Uroma...
    …promovierte Anfang des letzten Jahrhunderts in Kunstgeschichte. Fuer ihren Geschmack war sie trotzdem viel zu progressiv.

  86. Titel eingeben
    @gnadenbrotler
    „Der Zauber schöner und betagter Dinge erschließt sich nicht jedem, und das ist eigentlich ein Glück für die Menschen, die schöne und manchmal auch ältere Dinge heißblütig, ehrfurchtsvoll und innig lieben.
    Die Objekte und deren Materie fühlt auch feinstofflich und kommt eben nur die Menschen besuchen, von denen diese spürt, dass man sie gern hat. Dessen bin ich mir – auch wenn ich den wissenschaftlichen Beweis schuldig bleiben muss – gewiss.“
    .
    Ja.
    Uns haben diese Objekte auch besucht,
    und sind geblieben.

  87. In sehr jungen Jahren hatte man auch mal darüber nachgedacht ...
    … eine bestimmte ältere begüterte Dame zu beglücken,
    um dann selbst beglückt zu werden.
    Da gab es einen kleinen Freund,
    der hatte Mitspracherecht.
    Der ließ den Kopf hängen.

  88. Dafür, dass der Don nie fernsieht ...
    ist er doch erstaunlich gut informiert
    über Kinderkulleraugen auf Flachbildschirmen.
    .
    .
    Sehr geehrter Herr Hausschwein,
    ich gehe davon aus,
    dass die Ihnen nicht zugeneigten Aggressoren
    mindestens genauso weit entfernt sind,
    wie die staatlichen Ordnungshüter.
    Also mittelgebirgen Sie in Ruhe weiter.
    Derweil wir in NRW
    rosarote Brillen verpasst bekommen.

  89. Titel eingeben
    Ein Snob zu sein wirkt ja an sich sympathisch, zumindest solange man sich auf Die geistig-elitäre Sitze beschränkt und nicht allzu laut, ironisch oder nicht, über die Schweinehirten wettert. Überlegenheit, tatsächliche oder eingebildete, geistig oder materiell, sollte doch lieber Anlass für vornehme Zurückhaltung sein als beleidigte Arroganz.
    Will sagen: Geld ist nicht Klasse, auch keine reichen Vorfahren, und wer auf dieselben als Beweis deuten muss, weiß nicht dass being noble primär eine Geisteshaltung ist.

    Klingt vielleicht etwas kindisch, aber ich hab ja auch ein paar Jahrzehnte weniger als der „Don“ als Mitglied der intellektuellen Spitze gelebt.

    • Ich erwarte keine Sympathie und will niemanden bekehren.

    • vornehme zurückhaltung,
      ist die höchste form der arroganz, und deshalb schätzt sie der bayer überhaupt gar niemals nicht. das ist soziale verweigerung auf die kälteste art und geht nicht. lieber pflegt man, ganz alphonsisch, seine, das gegenüber stets verblüffende zwiderwurzigkeit und bleibt dadurch offen, angreifbar und verbindlich. liberalitas bavariae in action.

    • Also snobistisch finde ich grad den Gabriel
      nachdem UvdL schon meinte, man müsse doch in einfachen Sätzen, am besten in Hauptsätzen mit dem Volke reden, kommt nun Gabriel daher und möchte die kulturelle Distanz zum Volk bzw. den RTL-Guckern von seinen Abgeordneten berücksichtigt wissen.
      Die Elite und das dumme Pack.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/sigmar-gabriel-raet-politikern-auf-rtl-gucker-einzugehen-14551826.html

      PS: Ich gucke kein RTL und nun?

  90. @hausschwein @werter don
    wie traurig, wenn man vor lauter vergangenheitsverklärung so unmerklich und lamentierend aus der zeit fällt, nicht mehr mitkommt und dabei verbittert. das muss doch das alter sein…

  91. Titel eingeben
    Vor 43 Jahren habe ich nach acht Silvestern Studium der Prollitologie an der Ihnestraße in Berlin Dahlem ein Diplom bekommen. Schon beim Vordiplom war mir klar, dass diese Branche überhaupt kein Wissen schafft, sondern nur bekanntes Wissen umschaufelt wie in einem Wäschetrockner und nur Wasser (Unwissenheit) an die Umwelt abgibt.
    Ich war später wissenschaftlicher HiWi bei den Soziologen in Münster. Der Vorteil für mich war, dass dort keiner unsere bolschewistische Grundausbildung mit Kapital 1 bis 3, Theorien über den Mehrwert (MEW 26.1-3), Grundrisse der Kritik (nicht in MEW) drauf hatte und man deswegen sehr bequem als Marx-Schlauberger herumlaufen konnte.
    Wenn ich mir jetzt ansehe, was am Otto-Suhr-Institut im Reichshauptslum getrieben wird, freue ich mich um die Gnade der frühen Geburt (also Helmut Kohl / 1).
    Jetzt übersetzt auf die Nachricht, 2,8 Millionen Studenten sind auf deutschen Universitäten anwesend und 30 Prozent von denen wollen in den Öffentlichen Dienst, so stellt sich die Frage: Wo sollen die alle hin? Man kann natürlich auch als Master bei der Stadtreinigung in der Gartenpflege anfangen. Aber die Arbeitsstelle gibt es nur befristet und mit Zeitarbeits-Tarif. In der privaten Stadtreinigung braucht man sieben Jahre, um überhaupt auf den Tarifstundenlohn zu kommen.
    Und Kunsthistorikerinnen, die über das Parteiticket von Cheffe engagiert wurden, um mir zu erklären, wie eine Lkw-Achse funktioniert, die brauche ich nicht.
    Seitdem ich bei der BAUMA (Messe-Minga) aus Versehen vor sechs Jahren meine email-Adresse zur Verwertung zugelassen hatte, wurde ich mit Pressemitteilungen zugemüllt. Pressesprecher können heute die deutsche Sprache nicht. Anglizismen schon. Satzbau und Interpunktion gehen gar nicht. Die logische Abfolge von Argumenten „…wir haben das Teil entwickelt, um das alte Problem (Beschreibung) mittels neuer technischer Möglichkeiten (Erläuterung) zu den folgenden Leistungsdaten (Messungen) …“ zu bringen. Ist nicht. „Wir launchen einen absoluten top-act in der drive-line technology mit exklusiven features, die Sie in unserem news-room bewundern dürfen. Kopie Ihres Heftabruckes ist erwünscht.“
    Mein Vorteil ist: Ich habe bereits die Regelaltersgrenze überschritten. Als gelerner Lastwagenfahrer verfüge ich über einen gepflegten Fundus von Verbalinjurien und werde diese Schwätzer, ob mit oder ohne Kunsthistorik-, Soziologie-, Politologie oder was-mit-Medien-Zertifikat schlicht und einfach beleidigen. Nicht immer, aber immer öfter. Habe ja jetzt Zeit. Und angesichts der Millionen Nasse-Pappe-Bohrer, die von den Universitäten in eine Realität verabschiedet werden, die sie nie kennengelernt haben, wiederhole ich meinen Rat, dem ich einem Walldorf-Schüler gab, als er sich im zarten Alter von 13 als Analphabet herausstellte: Geh´im Tiefbau vorn Bagger anne Schüppe.

    • Wo die hin sollen?

      In die Produktion oder die Leibeigenschaft natürlich!

    • Geh' bei Revolution vorm Panzer mit dem Flammenwerfer
      Ist aber auch ne blöde Situation jetzt, also, diese 2,8 Mio Akademiker, die man leider nicht auskühlen konnte, wird können, niemals, niemals wieder auf Normaltemperatur.
      Von unten drücken dann noch die Mio Gäste, die auch vorgewärmt nach den großen sozialen Errungenschaften suchend und nicht findend und somit erhitzend immer mehr….
      Bleibt noch die Mitte, die schon auf Betriebstemperatur, allein durch all das Arbeiten für immer weniger, kleiner, garnichtmehr…sei es Wohnraum, sei es Auto, sei es Rente.

      Sieht irgendwie alles nicht so aus, wie der Don es meint zu erinnern und war schon immer und sollte sein, also diese Produktion mit dem Leib ohne eigen Eigenschaft.
      Sieht mehr aus nach dem, was immer wieder dazwischen ab und zu völlig unschön die Straßen in roter Farbe gestrichen und die Paläste entflammt und die Gegenwart zur Geschichte ernannt.

      Wenn dann die Schreie der Millionen Gendertröten auf der Straße for dem Palais die Silberkannen erzittern lassen, ca. 15 Mio. Stimmen das Kreuz gaaaaanz weit rechts auf den Zettel rammen, und um die Ecke 1 Mio Neukriminelle mit dem Messer warten, dann, ja dann wird sich das Studium des Marx eventuell wahrscheinlich sicher wieder eher gelohnt haben werden, als das ewige Betrachten von Frauen mit großen Becken und kleine Brüsten.

    • ... das inoffizielle Ziel ist Frankreich ..
      … gegenüber F haben wir ungefähr die nur Hälfte des Personals in kommunalen/staatlichen/staatsnahen Einrichtungen. Da ist also noch viel Platz nach oben. Sei es als Integrationsmanager, Hatespeechbeauftragter für Neue Medien, Sozialingenieur, Provinienzforscher, Kahanesupporter, Kiezbeauftrager – der öffentliche Sektor wird krakenähnlich weiter wachsen, bis auf die Niveau von F, und die meisten werden ein Studium haben, was man ja auch braucht, weil es ja immer komplexer wird usw…


    • In die Produktion oder die Leibeigenschaft natürlich!
      Produktion hat als 4.0 nicht mehr viel Stellen, und Leibeigenschaft für Schneeschipper und Staubwedler kommt doch ein wenig arg teuer.
      Bleiben kellnern und brötchenverkaufen als Wachstumsbranchen…

  92. Während hier die schönen Dinge, die schönen Frauen und die guten Zeiten Thema sind,
    arbeiten sich auf der Rückseite vom Blog, vormals FAZ, vormals ,,steckt ein kluger Kopf dahinter“ , lustige Lohnschreiber an des pöhsen Trumps Personalentscheidungen ab (er nomiert niemanden aus der heulüchön Hillary Umfeld, der Schurke !) , feiern den doch recht wirtschaftsliberalen Fillon als Speerspitze gegen LePen (DA wird jemand Augen machen !) , haben ,,überaschenderweise“ Russland als Quelle des Telekom-Angriffs ausgemacht, publizieren eine Studie, nach welcher das ,,Abgehängtsein“ infolge der Globalisierung die Ursache für Zulauf zu Rechtsparteien sei (nie nicht die Überschwemmung mit geschenkten Menschen, oder die offenen Grenzen-Rezept-etwas mehr Brosamen vom Tisch der Reichen und Mächtigen für das Prekariat) ….. etc.pp
    Wenn es die eigene Erinnerung nicht tut, machen Sie sich den Spaß, lesen Sie aus dem Archiv FAZ Artikel von vor 10 Jahren, 20 Jahren….

    Die Situation in unserem Land und seinem Umfeld ist schlecht, aber von einem richtigen Analysieren der Gegebenheiten, von einer Richtungsänderung heraus aus der erdfarbenen Pampe keine Spur.
    Weiter so, die Pöhsen sind ausgemacht, alles ist wunnebar, alle Deutschen lieben Merkel, alle Deutschen wollen Deutschland auflösen, und in die Hände des Islam und des Ehrenmannes Junker legen, alles paletti.
    Und da macht man sich lustig über Reminiszenzen an schöne Zeiten, im Vergleich, die zum Greifen nahe in der unmittelbaren Vergangenheit liegen.
    Ich würde, ohne mit der Wimper zu zucken, Stasi-Resterampe-Angebote und Gendertröten, ja, die ganze CDUSPDGrünInnenLinke- Partie, in die Sklaverei in ferne Länder verkaufen, was sage ich, VERSCHENKEN, um die Achtziger wiederzukriegen.
    Weg mit Schaden, her mit Gutem !

    • Mir wäre Clinton auch lieber gewesen, und LePen wird die EU beerdigen. Das wäre der falsche Weg. Nur weil ich die Juckers dieser Welt für grundfalsch halte, halte ich die Le Pens nicht für richtig.

      Allerdings stelle ich mich darauf ein, dass es so kommen wird.

    • "Ich würde, ohne mit der Wimper zu zucken..."
      Das wäre ja dann beinah alles, was weg soll/muss. Wem wollen Sie das zumuten? Stasi? Sicher! Heute schon mal das Smartphone benutzt?

      Die Achtziger also? Eigenartig. Hat halt jeder so seine Erinnerungen.

      https://www.youtube.com/watch?v=d9CFdQH7OtQ


    • verkaufen, was sage ich, VERSCHENKEN
      Das wird nicht reichen, wer will das schon geschenkt. Drauflegen! Nur für ordentlich Knete nimmt uns die jemand ab!

    • LIEBER Don, Clinton lieber gewesen..careful what you wish !
      Clinton ist eine bösartige Person, eine Kriegstreiberin, und den Krieg hätten wir in der Ukraien gegen Russland, für das korrupte Regime in Kiew, und die US-Waffenindustrie .
      Den polternden Trump müssen Sie ja nicht zu Ihren Schätzen nach Hause einladen, in Gott’s Nam dreissge eine !
      Und die Obergendertröte als Wunschkandidatin ? I woaß ned a .

      OK, LePen ist ein anderes Kaliber.
      Aber die Abschaffung der EU ist m.E. der einzige Weg, europäische Zusammenarbeit auf neue Füß‘ zu stellen.
      Insbesonders ohne deutsche Zahler-und Haftungsfunktion.
      Als EWG-light, meinetwegen.
      DAZU benötigten wir aber auch eine Regierung, die den Namen DEUTSCHE Regierung verdient, das ist mit den Landverschenkern von Merkel linkswärts nicht zu machen.
      Also- LePen kann man auch als Chance begreifen, vor allem in der Positionierung gegen noch mehr Islam et.al. in Europa.
      In dem Punkte wachen unsere Idioten und vereidigten Staatsfeinde ja nie von selber auf.
      Hat der Brexit, ein Schuß, der realtiv laut war, zu einem Erwachen geführt, in Brüssel, oder sonstwo ?
      Mitnichten.
      Die völlig verfahrene EU braucht keine Feinmotoriker, sondern einen Vorschlaghammer .
      Naja- Trump ist es, LePen hat gute Chancen, Niederlande werden auch beweglich, Italien wird hoffentlich Renzi auch bremsen, und unser Herbst…
      Ja, das ist wohl die offenste Frage. Neutrale Wahlbeobachter wären langsam nett, ich traue der Merkel-SED alles zu.
      Und @Gast- ick aaabe gar keine Smartphone. Nur eine normaale billig Andy.

    • Lieber im Sinne von kleineres Übel.

    • Das Glas ist halb voll,
      werter Don, nicht so pessimistisch sein! Heute gibt es Umfragen, die besagen, dass sie es nicht schaffen wird.
      Von der europäischen Idee war ich begeistert und hoffe immer noch, dass wir alle die Kurve kriegen.Das Unterfangen steht und fällt mit der Selbstkritik gewisser Leute.

      Zu Ihrem heutigen Thema kann ich nicht viel sagen.Außer, dass ich die Glyptothek besucht habe. Die Theateraufführungen, z.B. „Ödipus auf Kolonos“, an einem lauen Sommerabend in dem Innengarten dort haben ein schönes Ambiente im Angesicht der Statuen.Ohne Sitzkissen geht es allerdlings nicht, weil die weißlackierten Eisenstühle den Hintern selbst im Sommer auskühlen lassen. Ich weiß auch nicht, ob es das alles so noch gibt…

      Was soll ich sagen? Meine Tochter hat sich noch nie aushalten lassen, schafft alles allein, welltumfliegend sozusagen in der Businessclass. Auto,Möbel und Pferd – alles selbst bezahlt. Bei der Tochter meiner Freundin ist ebenso, nur eine andere Sparte.Heutzutage ist alles anders und Emanzipation geht halt so.

      Wenn ich drüber nachdenke: Schon bei mir und meinem Mann war das so.

      Ansonsten habe ich heute erfreut den Feinstaubatlas für 2015 betrachtet. Da, wo ich lebe, ganz unten, war es ganzjährig blau – also bestens.

  93. ohne Smiley muss man auch durchkommen
    Die Griechen übrigens, die wohl entsetzt wären, wie wir das Wort Demokratie missbrauchen, – http://www.achgut.com/artikel/athener_sucht_demokratie_in_berlin
    hätten an dieser kleinen Diskussion mit vielen Seitenthemen anhand ihrer Hinterlassenschaften, schon eher ihre Freude.

    Ich mache übrigens nicht gern Smileys, Don, bezüglich einer Anmerkung weiter oben, sollten Sie sich bewusst sein, dass ich zuweilen Humor habe, besonders morgens an einem Tag wie diesem. Abends habe ich andernorts so viel gelesen, dass er mir vergangen ist. Platz für Bilder habe ich auch, kein Smiley.

  94. .....
    Es deckt sich auch mit meinen Erfahrungen das sich da oft findet was sich finden soll.
    Was an den Universitäten von vielen unterschätzt wird ist, dass Qualifikation nur eine Seite der Medaille ist und die haben alle recht ähnlich, wirklich wichtig ist wen man kennenlernt. Beziehungsnetze wollen aufgebaut und unterhalten werden, denn die sind es die oftmals mehr als Gold wert sind. Gerade wieder kürzlich hat mir ein Anwalt bestätigt (ich studiere die Rechtswissenschaften) ,dass in ihrem Bereich praktisch nie ausgeschrieben wird. Denn wenn man Stellen ausschreibt melden sich die 22 jährigen Mädchen mit Diplom aber ohne Lebenserfahrung, die meinen das Englisch reden können und Mindeststudienzeit was wert wären. Da nimmt man lieber einen Studenten mit 8 Jahren Studium mit dem man dafür auch einen trinken kann und der ein bisschen mehr gesunden Menschenverstand mitbringt, denn Bücher aufschlagen kann jeder. Vorteilhaft natürlich wenn man sich bereits kennt.

    Die weibliche Begleitung kann man dann recht gut bei Damenverbindungen am Studienort finden, da trifft man meist auch auf solide und heiratsfähige Damen die noch traditionellere Vorstellungen bezüglich der Ehe und ihrer Dauer pflegen. Das ist insbesondere wichtig, denn der Jurist weiss wie sehr Scheidungen dem Vermögen schaden können.

  95. Bescheidwisserinnenkultur
    Ich kann zu diesem schönen Thema noch eine Anekdote aus einer anderen Uni liefern.

    Dort gibt es ein Hauptgebäude, in dem auch Kunstgeschichtsvorlesungen stattfinden. Dorthin verlief ich mich irgendwann, weil die ausgehangenen Themen einfach interessanter schienen als die (überflüssigen und meist miesen) Vorlesungen meines Faches und ich noch den Glauben an die transformierende Kraft eines Studium Generale hatte. Und in der Tat: Es saßen auch dort überproportional viele schöne höhere Töchter und Typen mit schwarzem Rolli. Der Prof. zeigte eines Tages Dias, u.a. von den Desmoiselles D’Avignon und bat um Erläuterungen, was es zeige. Diese grandiose Bild kannte ich – damals bar jeden Grundwissens in Kunstgeschichte – noch nicht; aber die eifrigen Wortmeldungen der höheren Töchter hätten aus einer billigen Fibel für höhere Töchter stammen können. Bar jeden Geistes und tieferen Verständnisses gaben sie wieder, was sie sich angelesen und erschnattert hatten, eifrige Bescheidwisserinnen eben. Das Kunstgeschichtsseminiar selbst war verstaubt und wurde faktisch nur für Abschlussarbeiten besucht. Ich habe dort viele ruhige Stunden verbracht.

    Heute, in Zeichen der flächendeckenden Vergrünisierung und Genderverblödung, mag ich mir nicht auszumalen, was die „Desmoiselles D’Avignon“ für Wortbeiträge auslösen. Es ist nicht notwendig so, dass der Umgang mit schönen Dingen auch innerlich verfeinert, er ist nur die Chance dazu, mehr nicht.

  96. Das Wichtigste heute neben Kultur
    Humor halte ich für ungemein wichtig mit einer solchen Regierung und auch mit einer solch gefährlichen internationalen Gemengelage. Man muss an Karl Krauss oder Kurt Tucholsky denken. Depressive wie Franz Kafka haben die Wahrheit dagegen herbeivisioniert.

    Ihr Humor ist hinterfotzig-bayerisch und lässt mich sehr häufig schmunzeln. Er hat etwas von dem Verschmitzten in Oberbayern, das aus der Mesalliance zwischen bäuerlicher Tradition und Römisch-Katholischer Kirche stammen mag.

    Ihr Pendant wohnt an der Elbe und heißt Wolfgang Röhl. Der reißt mich manchmal vom Stuhl. Ich weiß nicht, ob er „Küstenbarbie“ erfunden hat, jedenfalls las ich das dort zuerst. Broder hat mich am meisten zum Lachen gebracht, als er in seinem letzten Interview mit Frank A. Meyer, der ihn brillant interviewt, gerade loslegen wollte und Meyer sagte: „Ich schätze Augstein.“ Ich glaube, dass Broder sowas sagte wie „Ja?“, und das habe ich noch nie erlebt. Ich war nur traurig, dass er nicht „Ach so“ sagte.

    Diese Gruppe, die Sie ja ein wenig schmähen oder zumindest übergehen, hat einen Vorteil: Sie haben noch Satire in sich, Maxeiner auch. Die ist sonst rar geworden, kein Wunder bei einer Kahane oder einem Maas. Deswegen schätze ich sie auch. Lachen ist gesund, vermutlich noch gesünder als Radeln.

    Jemand wie Clinton verliert auch wegen Humorlosigkeit. Sie wäre auch gegen John McCain untergegangen.

  97. Arson & Friends
    Apropos Facebook und Kahane:
    Im November 2016 feierte Martin Lejeune zusammen mit seinen gläubigen Brüdern und Schwestern das Feuer in Israel so, wie Nazis einst die Brände im November 1938 feierten. Für den Fall, das jemand fragt: Laut Facebook verstößt das alles natürlich nicht gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook.

    Da ich wissen möchte, ob das alles gegen die Gemeinschaftsstandards von Deutschland verstößt, also gegen das Strafgesetzbuch, habe ich mal Anzeige erstattet.
    https://tapferimnirgendwo.com/2016/11/30/martin-lejeune-zweifelt-ob-es-den-holocaust-gegeben-hat-und-wuenscht-sich-dass-juden-verbrennen/

  98. Schönheit (Kunst) liegt im Auge des Betrachters.

    Daraus kann man folgern wenn etwas nicht angelegt/erlernt/gewertet/interpretiert/reflektiert/beurteilt/usw. werden kann – dann ist da auch nichts. Auch kein Einäugiger der König unter den Blinden ist – eben leerer Raum im Universum. Kein unnützer Gedanke.

    Kein reflektierter Geist der sich Gedanken macht: Wo komm ich her – wo geh ich hin. Auch nicht ansatzweise. Nichts, Nada, Fehlanzeige.
    Eine Große Parade der leblosen Verpackung. Befreit von Zweifel. Immer im Recht. Alternativlos. Unisex im Geiste – eben wertbefreit. Schaut man in die Augen dieser Wesen (ehemals bekannt als Menschen), die die Erde heute zuhauf bevölkern, starrt man ins Leere.

    So ist die Frage wieso alles so kommen wird, wie es eben kommen wird, eben schon beantwortet.

    Wenn die Zeit an sich schon überkommen ist bevor man merkt das sich was ändert, dann ist eben alles irgendwie per se schon nicht mehr Stand-der-Dinge oder wichtig oder steht in irgendeiner Beziehung zu irgendwas. Keine Frage nach heute oder Morgen oder warum auch nicht. Eben Dadaismus des Geistes oder des Sinns oder der Wertegesellschaft oder was-auch-immer.

    Dann macht es eben auch keinen Unterschied mehr, zwischen behaupten/sich einbilden/über etwas reden worüber man keine Ahnung hat/ und ob man wirklich etwas kann. Es ist, so betrachtet das Gleiche.

    In einer Zeit wo Physiker, die mal in einer DDR-eigenem Amt für Propaganda und Agitation ein Praktikum absolvierten, große Politik machen. Wo Betriebswirte ohne grafische Ausbildung, die noch nie etwas von Otl Aichel gehört haben, ein Corporate Design mitentwickeln und Millionen wenn sie das Wort Feuchtgebiete hören, zuerst an eine VIVA Moderatorin denken die über ihre anale Phase nie hinauskam, macht es einfach keinen Unterschied.

    Alternativlos ist der wahre Fortschritt.
    Ahnungslosigkeit ein Alleinstellungsmerkmal der Wissenden.
    Der Ehrliche nach wie vor der Dumme.
    Postfaktisch die Antwort auf alle Fragen und eben nicht die Zahl 42.

    So gesehen nichts, worüber man sich Sorgen oder Gedanken machen sollte oder muss. „Alles in Butter“ frei nach Joseph Beuys.

  99. federwissen
    werter don alphonso, was kann denn schöner sein als ein studium schöner dinge inmitten schöner federleichter kommilitoninen und dies dann fortzusetzen in eine lehre für zumeist schöne federleichte studierende bishin zum rentenbeginn? ich hatte ohne elterliches eigenkapital nur die kunstgeschichte, aber damit kann sich auch gut begnügen bis ins hohe alter. den sportwagen braucht nie.

  100. "Meine Damen, wenn Sie bis zum 4. Semester keinen Doktor geehelicht haben,
    gelten Sie als sitzengeblieben und müssen das Diplom machen“.
    Einführungsvorlesung VWL ( welterfahrener alter Prof. mit sehr gut aussehendem, blonden, jungen Freund).

  101. Oh je, Tamarisque
    Ich muss sagen, wenn ich jung wäre, würde ich das nur machen, wenn ich mich mein ganzes Leben lang damit beschäftigen wollte und dann durchziehen mit Verve.
    Ich kannte aber drei, die das genauso machten. Eine arbeitete schließlich in einem gehobenen Laden, eine für sehr wenig Geld in einer Galerie, einer machte seine eigene auf. Das ging nur, weil er etwas Geld von zu Hause hatte.

    Aber der Traum hier ist natürlich Kurator oder Sotheby’s. Das ist extrem schwer geworden durch die Globalisierung. Dann sind da auch noch die Archäologen als Mitbewerber da. Feuilleton FAZ ist auch fein. Die paar Stellen.

    Das mit dem Heiraten halte ich ja für Kappes. Die meisten Ärzte heiraten Kolleginnen oder MTA, schon weil man sich im Dienstzimmer näher kommt, auch beim Nachtdienst. Deswegen können auch alle gut Interruptus. Gelernt beim Nähern des Hubschraubers oder Rettungswagens.

    So kommt auch der Gynäkologe an sein Weib. Mit Patientinnen, das geht nun gar nicht (Tamarisque). Das ist ja wie mit dem geschenkten Gaul, dem man erst ins Maul schaut.


    • Werter Oberländer, mit den ersten drei Absätzen kann ich nichts anfangen. Haben Sie meinen Post mit einem anderen verwechselt?
      Ich hatte höchstens erwähnt, dass unsere jüngere Tochter im Nebenfach Kunstgeschichte studiert hatte. Aber weil sie eine Diplom-Psychologin ist – der letzte Diplom-Jahrgang an der Uni – hätte ihr Nebenfach im Beruf auch nur etwas zur Kunsttherapie beigetragen. Nun macht sie etwas ganz Anderes, im Bereich der psychischen Störungen, doch das Kunstinteresse hegt sie trotzdem noch.

      Zu den Ärzten: Ich meine, dass in keinem anderen Fach so viel untereinander geheiratet wird, wie bei den Medizinern. ;-)

  102. Wenn nur ein solch durchSchnittfläche Leben
    in einer Kunstausstellung nur nicht so wäre … . Oder danach in allen anderen stattdessen bevorzugten Ausweicherstrategien. Und Frauen sind auch schon mal genial, die haben bei Bedarf auch so TU Holzfällhemden runtergerissen um an die Sixpacks darunter zu kommen, pheromonverliebt, das glaubst du garnicht, wurde auch uns schon berichtet von. Das Gefühl macht den Unterschied.

    Und anstatt in Innenräumen immer nur gut auszusehen wäre es auch möglich gewesen, stattdessen auf dem Nürburgring oder Hockenheim oder sonstwo unter freiem Himmel oder in strömendem Regen Rennen zu gewinnen, auch kostbarste Sturz- oder Motorschäden mit allergrößter Nonchalance aus Sieggewohntheit unbesehen den Sponsoren und Mechanikern zu überlassen.

    Es gibt viele Wege schön zu studieren.

  103. Frauen sind halt so genial, die sehen halt immer denoch ganzen Kerl
    durch alle Kleidung hindurch. Seid altersher und unverändert mindestens schon 50.000 Jahren. Denn sie wollen den Kerl, nicht seine Kleidung. Die können sie ihm zur Not selber machen oder auch kaufen lassen.

    Und sehen immer ganzheitlich, ob sie ihn auch nach der Schlacht mit blutig-eitrigen Wunden, vergrätzten Fingernägeln, gebrochenen Beinen und Armen, zerfetzter Kleidung, Schädel-Hirn-Trauma und Wildtier-Bisswunden bis auf die Knochen immer noch als Vater ihrer Kinder haben wollten und lieben würden: Und erst DANN genau, danach sagen sie JA! Denn Frauen sind genial. Wenn auch nicht immer leicht auf Händen zu tragen oder mit teurem Schmuck zufrieden zu stellen.

  104. aktuelle Nöte
    Es gibt da einen Beitrag zumk aktuellen Stand weiblicher Nöte:

    https://editionf.com/frauen-oft-bewerben

    Mein Eindruck dabei ist, das Frauen es einfach nicht lassen können zu viel Schrott zu lesen. Je mehr das lesen, desto mehr ̶k̶̶l̶̶o̶̶p̶̶f̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶s̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶s̶̶i̶̶c̶̶h̶̶ ̶̶g̶̶e̶̶g̶̶e̶̶n̶̶s̶̶e̶̶i̶̶t̶̶i̶̶g̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶f̶̶ ̶̶d̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶s̶̶c̶̶h̶̶u̶̶l̶̶t̶̶e̶̶r̶ , nicken sie sich wissend gegenseitig zu. Es ist dann auch kein Wunder, wenn jede Minute verplant oder für den Partner gleich mitgedacht wird. Und wenn sie dann durchdrehen gilt nur noch das eigene System, weil alles andere wird zu kompliziert…

  105. Bitte um Entschuldigung,
    Don, wg. unvollständiger bzw. falsch bewerteter Informationslage kam es wohl zur Fehlinterpretation von einigen nicht eindeutig zugeordneter „Fake News “ meinerseits.

    Ich bitte die Behelligung des Blogs mit kontraproduktiven Äußerungen zu entschuldigen. In meinen Kreisen (=traditionelles Arbeitermilieu) heisst das: HÄTTEST BESSER MAL DIE FRESSE GEHALTEN! Ich führe mein überhastetes Urteilen auf „Deutschland kocht“ zurück.

    Nachdem ich gestern Nacht verschiedene „Nachrichten“ dieser Woche neu im zeitlichen Kontext eingeordnet habe, bin ich auf die handelnden dt. Ermittlungsbehörden nach 20:00 Uhr am Montag und deren schwierige Medienarbeit richtig stolz. Grandiose Leistung!

    Der Selbstgerechte(=O-Ton DON) verspricht Besserung…

    Guten Rutsch

Kommentare sind deaktiviert.