Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Untanzbare Revolutionen mit Essen aus dem Blecheimer

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Nothing matters
Ambrose Bierce

Sie sind jung, sehen schön und gepflegt aus, studieren, und können sich durchaus eloquent ausdrücken. Sie haben keinerlei Ähnlichkeit mit den wenigen Vertreterinnen des RCDS, die ich in meiner Jugend kennenlernte, und die wie ein mitteljung gebliebener Landfrauenbund aussahen. Ich mein, ich bin hier geboren, aber es gibt so Ecken in Niederbayern und der Oberpfalz, da brauche auch ich fast einen Übersetzer, und von dieser Natur waren sie. Die RCDS-Damen jedenfalls haben wir damals mit dem Kompliment hofiert, sie würden ganz vorzüglich zu ihren männlichen Kollegen passen, und hintenrum diskutierten wir den begrenzten Genpool hinter Landshut. Die jungen, schönen Studentinnen, denen ich aus Gründen der Recherche bei Twitter folge, sind allerdings nicht beim RCDS. Sie sind Anhängerinnen der AfD. Ich sitze an meinem Rechner, und sie schreiben, dass sie nun den Stream des EFN-Kongresses anschauen. Ich bin wirklich hart im Nehmen und wundere mich über gar nichts mehr, aber in diesem Moment schweift mein Blick vom Rechner hinüber zu den Photos meiner Jugend, und ich denke mir: Mädchen. Du bist jung. Du bist erkennbar klug. Warum geniesst du nicht einfach das Leben? Du hast alle Freiheiten, du musst deine Jugend nicht damit vergeuden, Typen wie Salvini und Wilders anzuschauen.

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Denn es ist die grosse Zeit des Lebens. Es ist die Zeit der Experimente, der Freiheit und der Unbekümmertheit, und man kann Dinge tun, die man mit 40, 50 allenfalls noch tut, wenn man es sich als schlechterer Sohn aus besserem Hause noch leisten kann. Es ist die Zeit der engen Pailettenkostüme und der Benutzung aller körperlichen Reize. Nie wieder wird man so unbekümmert auf Menschen zugehen und sie verführen, wie mit 20 Jahren. Jede Sekunde mit Salvini ist verloren, jede Sekunde mit den Freuden des Studentenlebens ist etwas, das einem an kalten Wintertagen auch Jahrzehnte später ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Ich war auch so. Ich war Student und in einer grossen Stadt, und plötzlich im Zentrum des Geschehens. Die Welt lag einem zu Füssen. Nicht am Anfang des Semesters, aber im Januar. Im überraschend warmen Januar des Jahres 1989 in München, als die Studenten aufstanden und für ihre Rechte kämpften. Ausgerechnet in München, einer saturierten Stadt, die monatelang tatenlos zugeschaut hatte, wie an anderen Universitäten der Aufstand geprobt wurde. Es gab eine gewisse Grundunzufriedenheit mit Themen wie Zwischenprüfungen, Regelstudienzeiten, Bibliotheksbenutzung, Kopierabgabe und schlechter Kommunikation. In den Gängen der Staatsoper waren wir uns einig, dass die Universitäten zu voll sind, und mehr Geld brauchten. Ausserdem begann damals die Regierung Kohl, unsere Orchideenfächer gegenüber Studiengängen mit echter Bedeutung für den Arbeitsmarkt zu benachteiligen. Sogar die TU, so eine Art Sammellager für Oberpfälzer vor der Stadt, sollte aufgewertet werden.

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Kein Wunder also, dass wir etwas übernächtigt – wir waren nach dem Barbier noch im Parkcafe – auf der Strasse standen. In meiner Erinnerung war es bei der grössten Studentendemonstration, die München je erlebt hatte, warm und sonnig. Vermutlich waren wir einfach zu müde, um die Kälte zu fühlen. Die Parolen – Kohl und Möllemann, wie sind jetzt mit dem Zaster dran – haben wir natürlich brav mitgerufen, wenngleich uns “Geld und Knete für lebenslange Fete” besser gefallen hätte. Die RCDS-Vertreter fanden das überhaupt nicht gut, aber so war das eben. Wild, aufgeladen, exzessiv, hedonistisch. Und ich war qua Studiengang auch noch in dem Fachbereich, der die anderen Studenten in den Kampf mitriss. Das passierte einfach. Die Kommunikationswissenschaftler machten Namensschilder und die Kunstgeschichtler malten Plakate, und alle zusammen fühlten sich viel zu jung, zu schön und zu modern, als dass man sich vom eigens angereistem Schnauzbartträger – der sieht ja aus wie von der TU – und Bildungsminister Möllemann etwas sagen lassen wollte.

Wenn ich mich richtig erinnere, war Möllemanns Auftritt im Audimax der LMU München der Punkt, an dem wir uns sagten: Jetzt schauen wir mal. Wir streiken. Wir fordern die Umbenennung der Hochschule in Geschwister-Scholl-Universität. Wir wollen mitreden. Mitreden am Tag und feiern in der Nacht. Audimax, Fachbereich, Milchbar, Parkcafe, Nachtcafe.

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Der grosse Münchner Unistreik von 89 passierte einfach, ähnlich wie manche Umwälzung in Osteuropa. Es war damals nichts vorbereitet, an meinem Institut gab es noch nicht mal eine Fachschaft. Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum braucht er was zum Essen, bitte sehr – meine Freunde aus meinem Institut beschlossen, die Mensa aufzusuchen, und ließen mich am Fachbereich als Notbesatzung zurück, um zu berichten, was passiert. In diesem Moment erschienen die AStA-Vertreter und fragten, ob es überhaupt Fachschaften gäbe – für einen Streik bräuchte man sie nämlich als Ansprechpartner. Es gab sie nicht. In dem Fall bräuchten sie zumindest zur Verbindung einen Streikrat, sagten sie. Ich war der einzige aus meinem Institut, der nicht gerade in der Mensa war, und so wurde ich der Streikrat.

So ist das eben, wenn man jung ist und die Revolution kommt. Da fragt man nicht lange, da macht man einfach. Wir streikten, wie demonstrierten, und am Abend sassen wir mit dem akademischen Mittelbau und manchen Professoren, die sich an ihre eigene Jugend erinnert fühlten, zusammen, und überlegten, was wir vom Staat haben wollten. Wir lernten Studentinnen aus anderen Fächern und ihre Pailettenkleider kennen. Es waren die wilden, lebensfrohen 80er Jahre. Und in den Zeitungen stand, dass nun die Jugend auch in München aufsteht, und deshalb sei 89 das neue 68.

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Was die Medien nicht sehen konnten: Es gab vom ersten Tag an massive Konflikte zwischen den Studenten und denen, die sie vertreten sollten. Der AStA in Bayern ist reichlich machtlos und nicht verfasst wie in nördlichen Bundesländern. Deshalb hatten seine Vertreter die Hoffnung, nun mit einem langen Streik die Regierung zu zwingen, ihn deutlich aufzuwerten. Der AStA wollte als Fernziel die Weltrevolution, ärmere Studenten dagegen keine Kopierabgabe. Der AStA sah den Streik als Kampf gegen Faschismus, Unterdrückung und Patriarchat, die meisten Studenten dagegen wollten studieren, feiern und ihre Freiheiten behalten. Als Streikrat hatte ich eine Delegation im Schlepptau, als wir den heissen Geräten  Kommiliton_Innen der KoWis einen Besuch abstatteten.

In den Instituten wurde aber schnell klar, dass es eine übergreifende Lösung für alle nicht geben kann. Die Unis brauchten mehr Geld, aber jedes Institut hatte eigene und spezifische Probleme. Es war sinnlos, monatelang für die Durchsetzung eines mächtigeren AStA zu kämpfen, der dann zentralistisch zu befinden gedachte, was für ihn selbst der beste Weg ist. Der AStA wollte bis zur letzten Patrone kämpfen. Die Studenten bei uns mussten Referate halten – Hörsaalbesetzungen und kommunistische Agitation hätte sie schlichtweg das ganze Semester gekostet. Die Gefahr war real, denn die AStAe aus Berlin, deren Proteste niemand ernst nahm, sahen ihre Gelegenheit, in München mitzumischen. Sie versuchten eine feindliche Übernahme. Und schickten uns Daniel.

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Daniel war klein, zerknautscht, ungefähr 40 Jahre alt und Berufs-Studentenvertreter im zigsten Semester. Neben die heissen Geräte der KoWis Kampfgenoss_Innen passte er optisch deutlich schlechter als zu den RCDS-Damen. Aber unter der leicht, naja, schlampigen Fassade war Daniel knallharter Kommunist. Er wurde vom AStA eingeführt und teilte Fachschaften und Streikräten mit, was man von uns in Berlin erwartete. Mehr Härte, mehr Klassenbewusstsein, mehr Aktionen, keine Kooperation mit Professoren, sondern nicht weniger als die Übernahme der Institute und der Uni. Daniel war gestählt im Berliner Kampf und hatte wenig Sensibilität für die Belange von Münchnern. Daniel hatte weder Interesse an der Staatsoper noch an der Orgasmic Party im Parkcafe, das damals wirklich von jungen Frauen frequentiert wurde, die sich für finanzielle Zuwendungen Porschefahrern hingaben und so ihr Studium finanzierten. Daniel wäre dort an der Tür gescheitert. Ich habe nie verstanden, wieso Leute, die nicht einmal ins Parkcafe dürfen, der Ansicht sind, mir von ihrem subalternen Klassenstandpunkt aus etwas auftragen zu können. Das hier war München. Hier studierte man Kunstgeschichte, um bei einem Auktionshaus oder Museum zu arbeiten und nicht, um Che-Guevara-Siebdrucke herzustellen.

Ausserdem knickte die Politik und die Unileitung bei den wirklich wichtigen Punkten ganz schnell ein und kam den Studenten, aber nicht dem AStA und Daniel entgegen: Mehr Geld, mehr unbürokratische Mitsprache bei runden Tischen, man freue sich ja, dass die Studenten nunmehr aktiv gestalten und Verantwortung übernehmen wollten – es dauerte nur zwei Wochen, und die grosse Mehrheit der Studenten war zufrieden. Es war eine grossartige Zeit. Man hatte viel erlebt und kaum geschlafen, und es der Politik so richtig gegeben. Wir waren so jung, so mutig, so hemmungslos und unerfahren. Aber wir hatten gekämpft und viel erreicht. Für uns genug, für Daniel zu wenig.

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Daniel traf ich dann später noch einmal zufällig am Bahnhof. Für eine Weile hielt er sich noch in München auf und versuchte, für den AStA zu retten, was noch zu retten war. Für uns Streikräte, die wir in eine reguläre Fachschaft übergegangen waren, hatte er wenig übrig. Ich grüsste ihn, er nahm aber kaum Notiz von mir, wühlte in seiner Süddeutschen Zeitung und war empört, dass sein Exemplar kein Süddeutsche Magazin enthielt, für das er das Blatt eigentlich gekauft hatte. Das war bisher meine letzte Erinnerung an einen Aufstand, der jung, selbstbewusst und schön war, aber keine Revolution: Ein kleiner, dicker, mässig gekleideter, schlecht gelaunter Mensch am Bahnhof inmitten des Gedränges auf dem Weg nach Berlin, ihm zu Füssen eine zerfledderte Zeitung. Allerdings habe ich gestern bei der Recherche einen Beitrag eines Daniel gefunden, den er nach seiner Zeit bei uns in Berlin verfasste – vieles stimmt mit meiner Erinnerung überein, und ich denke, das ist der Mann, der mich in meiner Funktion als Streikrat an seine revolutionäre Front brüllen wollte. Genau das war seine Einstellung und seine Haltung:

Es hat sich einmal mehr gezeigt, daß in dem stickig klerikal-konservativen Millionendorf München Selbstbestimmung und Freiheit nicht ertragen werden kann. Die autonome Organisation eines StudentInnen-Treffpunkts oder alternative Seminarangebote sind dort unmöglich. Im spießigen Klein-Klein wurde die Streikbewegung zu dem, was sie hier sein soll: Ein illusionäres Strohfeuer und ein vergeblicher Ausbruchsversuch, bestenfalls ein Ventil für jeglichen Widerspruch.

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Er hat keine Ahnung, wie das damals wirklich war. Für uns waren das zwei erfolgreiche Wochen Exzess, Party und völlig unverhoffter Sieg. So ist das, wenn man jung und unbekümmert ist, und ich verstehe eigentlich nicht, wie eine junge, kluge Studentin den Stream der AfD anschauen kann – lauter komische Leute in komischen Anzügen. Das ist nicht das Leben. Das Leben ist da draußen, es ist Kampf und Liebe, Freude und Sieg und man muss es nur wollen, dann schlottern die Mächtigen im Staub vor einem, denn nichts ist so stark wie die Jugend, deren Zeit gekommen ist.

Dachte ich, als ich las, womit sie ihre Zeit verbringt.

Aber:

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Wir leben nicht mehr in den 80er Jahren, sondern 2017. Auch 2017 gibt es Studentenunruhen. Sie besetzen wegen der Entlassung von Andrej Holm ein Institut. Sie richten sofort ein Awarenessteam gegen Übergriffe unter sich ein, was vermutlich eine Art Sex-Stasi und eine Absage an sexuelles Vergnügen sein soll, das bei uns, ganz offen gesagt, ein Grund für die famose Vernetzung war, aber nicht nur in der Oberpfalz will man den Genpool klein halten. Sie sehen aus wie der RCDS nach dem Atomkrieg im Bunker, und zwar der RCDS von der TU. Sie sind nicht statthaft gekleidet, und sie machen Marx-Seminare. Marx. Kapital-Lesekreis. Im 21. Jahrhundert. Stalins Ableben hat sich wohl noch nicht herumgesprochen. Sie wollen Hausbesetzungen und laden Initiativen ein, die jeden Menschen mit Besitz und elitärer Denkweise abschrecken. Sie zeigen Filme, die ihre Haltung stärken, und keine Operninszenierungen. Sie schreiben über Polizisten und tragen dann das Gendersternchen für Polizist*innen nach. Sie finden die Stasi verzeihbar und falsche Angaben bei der Einstellung in Ordnung. Sie essen wie die AfD in Koblenz aus Blecheimern. Und finden das beide auch noch gut. Sie reden über “Linke Politik und Rechter Populismus”, statt über das Desiderat, wie man sexuell attraktiv wirken kann. Sie übersetzen ihre dogmatischen Presseinformationen in andere Sprachen, in denen sie auch niemand liest. Unser Daniel von damals wäre sicher begeistert, er wäre da auch im Durchschnitt nicht mehr optisch entreichernd. Und andere schauen sich den AfD-Stream an.

Die fetten Jahre für Studenten sind offensichtlich vorbei, denke ich mir, als ich den Schubladen mit den Bildern derer schliesse, die heute längst Professoren sind, Agenturen leiten oder mit einem Orchideenfach auf jenen profitablen Stellen im Medienbetrieb gelandet sind, die andere niemals erreichen werden. Der Daniel und die Petry geben jetzt den Takt der gesellschaftlichen Debatte vor, unsere Redlight District Orgien wollen beide nicht. Gedankenfreiheit und ein Leben im Luxus können sie uns nehmen, aber die Ehre, gute Zeiten mit Lea, Ann-Katrin und Paula gehabt zu haben, nicht.

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420 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Ich mag die AfD und auch Wilders oder Salvini und ich bin auch noch jung und sogar Internetunternehmer.

    Und ich habe den Stream auch angeschaut!

    Viele Grüße dann …

    • Das ist durchaus legitim, aber ich würde eher Pr0neaux gucken als das.

    • Titel eingeben
      Don Alphonso, auch wenn Sie scheinbar für diese Bewegung nicht viel übrig haben, kann man doch nicht von der Hand weisen, dass das die „Neuen“ sind und sie bald an die Macht kommen werden. 5-Sterne, Wilders, FPÖ, Le Pen & Co. sind so stark geworden, dass da niemand mehr dran vorbei kommt und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die die absolute Mehrheit hinbekommen.

      Außerdem wird doch häufig bemängelt, dass sich zu wenige Menschen, gerade junge, für Politik interessieren. Die sogenannten „Rechtspopulisten“ haben es aber endlich geschafft viele dieser scheinbar unpolitischen zahlreiche bisherigen Nichtwähler zu aktivieren, die jetzt politisch aktiv geworden sind und das ist doch ein gutes Zeichen.

      Was Merkel & Co. getan haben, mit Unterstützung von CSU/SPD/GRÜNEN/FDP/LINKEN, geht gar nicht und ist unverzeichlich und daher muss etwas NEUES her.

      Selbst wenn die AfD einen Besenstiel als Kandidaten aufstellen würde, wäre das immer noch die bessere Wahl (meiner Meinung nach).

    • Ich wähle aber niemanden, bei dem ich nicht das Gefühl habe, er könnte im Bett ganz ok sein.

    • Don : wähle niemanden, der nicht im Bett.....
      Wie haben Sie dann bei den Sozis getan, guter Mann ?

      Nahles, oder Gabriel geil gefunden ??

      Die Abgründe eines Menschen sind zwar irgendwie auch Teil seines Charmes, aber…..

      äääääääääääääääääääää !

      Stellen Sie sich zur Strafe vor, Sie wären CDU-Fanboy gesesen.

      Aber viel gibt sich das nicht.

    • Wahlen werden im Bett entschieden...
      „Ich wähle aber niemanden, bei dem ich nicht das Gefühl habe, er könnte im Bett ganz ok sein.“

      Jetzt bin ich aber neugierig, wann der gute Don das letzte Mal gewählt hat und wen…

      Merkel, von der Leyen, Nales, Schwesig, Künast, Roth, Göring-Eckardt – das sind ja alles Namen, die ihn vermutlich weniger in erotische Hochstimmung versetzen werden…

      Ich hatte so einen ähnlichen Gedanken einmal, als mich die Chefin meines damaligen Langzeitstudentenjobs mit zu einer Veranstaltung des ‚Forums‘ nahm (scientology light oder so). – Hinterher fragten wir uns auch, ob wir da im Kreise der ‚Gläubigen‘ jemanden gesehen hätten, bei dem wir solch ein Gefühl hätten…

      Um nicht nur chauvinistisch zu wirken, könnte man vielleicht auch sagen: Ich wähle niemanden, bei dem ich nicht das Gefühl habe, daß er verfügt über ein von Anstand flankiertes Mindestmaß an Intelligenz.

      Macht die Sache mit den Politikern auch nicht unbedingt leichter.

      Ganz spontan fällt mir da gerade nur eine Person ein…

    • das sind die Neuen - ohohoh
      Matthias,
      ich habe die AfD mitgegründet – doch ab dem Beschluss, in der – damals noch Krim-Krise – Kriegssituation der Ukraine schlicht den Ukrainern als „Einflussbereichs des Kreml“ jegliche nationale Eigenständigkeit und Integrität abzusprechen, war mir klar, dass die AfD keine Partei wird, die wahrhaft (selbst-)kritisch ausserhalb des überholten rechts-links-Machtringens steht.

      Da ist nichts Neues – sie reden von „neuer Weltordnung“ wie die Etablierten von der „globalen Friedensmacht EU“.

      Ich – sorry – kotze.

      Ungefähr das meint DA, wenn er nur wählt, wer erotisch zu sein vermag: geht es nicjt endlich mal eine Nummer kleiner und weniger dogmatisch Menschenrechts-Rassenwahn-Größendiskurs-vernebelt?

      Was ist neu an einem Wilders? Er polarisiert wie alle.

      Welche Löaung bietet die Neue Europäische Nationale – ausser Allgemeinplätzen, die zwar Fehlentwicklungen benennt – um jedoch eine andere Fehlentwicklung zu proklamieren!

      Einfach mal sagen: wer nicht dreist auf Kosten Dritter agiert – den wählen wir.

      Patriotismus als Heimatbezug – unverzichtbare Wurzel. Nationalismus als Gruppendogma – Ideologie ohne Herz.

      Herz. Lieben.

      DA lesen und verstehen lernen.)

    • Titel eingeben
      @vonmicha
      Ach, Sie haben die AfD mitgegründet? Dann gehörten Sie wohl zum Lucke/Henkel-Team, sind jetzt auch weg vom Fenster und fristen ihr Dasein in der Kleinstpartei ALFA/LKR? Da kann ich verstehen warum Sie auf die AfD nicht gut zu sprechen sind.

      Und was neu an einem Wilders ist? Er hat die Gefahren der Islamisierung erkannt und fordert offen die Deislamisierung (und genau so wird das kommen).

      Was die Altparteien noch anzubieten haben, ist hingegen NICHTS, denn da kommen nur noch Durchhalteparolen und leeres Geschwätz, wie im Jahr 1989 in der DDR von der SED, und daher sind die allesamt unwählbar.

    • Schubladen...
      helfen politisch nicht weiter:

      Nein, ich gehöre nicht zu irgendeinem Flügel. Und ich bin nicht Parteimitglied bei Alfa.

      Und gegen politisch agierende Religionen habe ich etwas: gegen mordende orthodoxe Juden / Christen genau so wie gegen den IS.

      Dazu brauche ich Herrn Wilders nicht. Und keinen in Koblenz, der nun erzählt, Israel sei „unsere Zukunft“.

      Sorry – ich will keinen Lagerhaltung a la Gaza in Europa.

      Aber all so etwas wird jetzt wieder zugejubelt.

      Unfassbar.

      Das ist so unfassbar wie eine Kanzlerin samt Medien, die uns erzählen, unsere Staatsgrenze sei nicht kontrollierbar. Aber die Grenze zwischen Slowakei und Ukraine ist durchgehend elektronisch überwacht…

      Unfassbar.

      Nur – erhöhen Sie nicht die AfD zu „etwas Neuem“ – was sie nicht ist. Das ist schon alles, wo ich massiv gegen an argumentiere, dieser Jubel an der falschen Stelle.

    • @@Matthias:
      „Und gegen politisch agierende Religionen habe ich etwas: gegen mordende orthodoxe Juden / Christen genau so wie gegen den IS.“

      Gut. Wer hätte da wohl nichts gegen; ausser man wäre eben ein mordender Muslim, Jude oder Christ. Wenig neues hier.
      In unseren Breitengraden gibt es derzeit wenige mordende Christen und Juden. Also kaum ein Beitrag Ihrerseits.
      Spannend wird es bei den politisch agierenden Religionen. Juden kann man in unseren Breitengraden wiederum kaum ausmachen. Wenig Agitation politischer Art der christlichen Kirchen, viel Agitation von Seiten des Islam.
      Und nun die Frage: Was schlagen Sie vor, zu unternehmen? Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass es kaum gelingt, einen politisch aktiven Shariah-Befürworter durch Aufklärung zum Besseren zu bewegen. Also bleibt die Frage nach dem ‚Was tun?‘.

    • UWE !
      „Und nun die Frage: Was schlagen Sie vor, zu unternehmen? Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass es kaum gelingt, einen politisch aktiven Shariah-Befürworter durch Aufklärung zum Besseren zu bewegen. Also bleibt die Frage nach dem ‚Was tun?‘.“

      Haben sie denn den Text nicht gelesen? Sie sollen das Leben geniessen und soviel feiern wie möglich? Ich habe nie begriffen warum die Leute, über die Don hier ja schreibt, erst mühsam die Welt „verbessern“ wollen um dann anschliessend ein gutes Leben zu haben… Warum es nicht im hier und jetzt tun?

      Natürlich versteht man mit 20 und 40 und 60 andere Dinge unter feiern. Aber welch ein wunderbarer Text… herrlich jene Zeiten.
      Danke Don, mit das Beste in all den Jahren!

      Meine Studienzeit lag ja etwas früher, aber anders war es kaum. Auch wir Mitglieder der Klasse, die fürs erste mal die untere Mittleschicht anpeilten um genug Geld fürs gute Leben haben, gingen in die Staatsoper, standen an der alten Kasse stundenlang um Karte für einen Tristan zu ergattern, sassen dann allerdings ein paar Etagen über dem Don. In den Pausen kletterte man für den nächsten Akt Joints rauchend, die Rück-Treppe runter zum Marstall Ausgang. Ich kann mich noch an die (leider etwas zu späte) aber trotzdem wunderbare Abschiedsvorstellung der Birgit Nillsson erinnern, die dabei den Weltrekord an falschen Tönen in einer einzigen Vorstellung aufstellte. Trotzdem… frenetischer Beifall!
      Statt ins Parkcafe gings für uns ins Cosy wo die Musik um Welten besser war. An drei Tagen der Woche jeweils eine Vorlesung/Seminar ud dann FKKliche Erholung vom Stress am Eisbach. Ja, mit Lea, Ann-Katrin und Paula und anderen.

      Nochmals, Danke für den herrlichen Text, mein Lachen hat das ganze Haus aufgeweckt…

    • Wenn die SPD bei lauter Medien mitmischen kann und die moralische GroKo die Rundfunkräte im Griff h
      … dann finde ich das Lamento über erstarkende Parteien rechts des Mainstreams-an-den-Fleischtöpfen einfach nur albern. Wer jahrelang nicht veröffentlicht wird, wer jahrelang niedergebrüllt und in die Schmuddelecke geschrie(b)en wird , der tut sich halt mit anderen zusammen.
      Anstatt die ganzen früheren Nichtwähler und abgewanderten Stammwähler von sich zu überzeugen, ist man moralisch majestätsbeleidigt!
      Soll ich Ihnen mal verraten, lieber Don, warum die ganzen jungen Mädels Leute wie Pretzell cool finden? Weil der Mann die Eier hat, sorry, um den dicken Polit-Platzhirschen und den klein(lich)en Ministers Of Truth sowie den Quoten-Frauen einfach mal die Meinung zu sagen.
      Ich bin auch gut ausgebildet, und die hinter den Ohren grünen, roten Schlappschwänze an meiner alma mater fand ich einfach nur NOT SEXY! Ich fand die schmissigen Jungs, die was Gescheites studierten und die sich von den Gender-Ischen nicht sprachamputieren ließen, einfach cooler. Und Pretzell…. also ich kann die Petry schon verstehen. Und die andern Mädels auch.

    • Nein, jetzt mal im Ernst.
      Ich glaube, dass die etablierten Parteien erheblichen Einfluss darauf haben werden, wie stark die AfD noch werden wird. Wenn sich die Etablierten grundsätzlich um deutlich mehr Sachlichkeit und mehr Offenherzigkeit auch bei der Verhandlung von Fehlentwicklungen/Fehlentscheidungen in eigener Verantwortung bemühen, dann würden viele Leute vermutlich keinen Grund mehr sehen, Bauernfängern auf den Leim zu gehen.
      Natürlich kann man komplexe Probleme meist nicht in einem 30-Sekunden- O-Ton vor dem Publikum ausdiskutieren. Aber Probleme kleinzureden oder die Verantwortung an Dritte weiterzureichen, ist auch keine Lösung.
      Ich denke, dass die Political Correctness inzwischen stärker hinterfragt wird, und das ist gut so. Eine inzwischen (zum Glück) entsprechend offenherzigere Diskursentwicklung bedeutet auch, dass die etablierten Parteien die Möglichkeit haben, Vertrauen zurückzugewinnen. Es wird der Öffentlichkeit nämlich bestimmt Vertrauen einflössen, wenn aufgedeckte Fehlentwicklungen weiterhin offensiv besprochen und korrigiert werden. Ich glaube, Fehler verzeiht das Publikum oft ganz gerne, solange der Eindruck vorherrscht, dass die herrschende politische Klasse vertrauenswürdig ist. Mir persönlich ist ein Land in stabilen politischen Verhältnissen (mit erfahrenen Politikern, die aus eigenen Fehlern dazugelernt haben und sich in Zukunft noch stärker bemühen) lieber, als ein politisch umgepflügtes Land mit polarisierter Gesellschaft.
      Meine Wahlentscheidung treffe ich in der Kabine.

  2. Rebellische Jugend
    Ja, die Jugend: Wild, aufgeladen, exzessiv, hedonistisch, wie Sie schreiben, so denkt man sich das als älterer Mensch. Aber heute studieren zumindest in den Sozial- und Geisteswissenschaften ohnehin überwiegend Frauen, und Verführung ist eh schwer aus der Mode gekommen, nicht zuletzt weil es so heteronormativ klingt, man macht lieber Gender, Queer Studies und so, „nein heißt nein“ passt ja auch schlecht zu Verführung. Da ist es vielleicht das Rebellischste, was einem einfällt, zur „Jungen Alternative“ zu gehen – damit kann man halt noch schockieren.

    • Das ist ein anderes Problem, das werden dann die prekär angestellten Singles. Früher wären sie gut betuchte Hausfrau geworden.

    • Titel eingeben
      naja, in den sog gesellschaftswissenschaften, und insbesondere in der soziologie, sind seit dekaden diejenigen überdurchschnittlich immatrikuliert, die aus prekären „Lebens“- bzw. benachteiligten „Bildungsverhältnissen“ stammen …. das vermeintlich sozialrevolutionäre Kampfpotenzial, u.a. gegen „Klassismus“, kann da nicht wirklich überraschen ….

      es gibt aber mittlerweile auch soziologie-fakultäten, die an gutbürgerlicher spiessigkeit kaum noch zu überbieten sind. was einer der angestellten da als jungabsolvent von seinen erfahrungen an der einstigen luhmann-fakultät erzählte, wirkte bzgl studierenschaft und teilen der professorenschaft eher wie eine rcds-veranstaltung von der (damaligen) TU Muc ……

      ach, kritische theorie und marxens ökonomische vorvätertheorie(n) werden weiterhin überschätzt.

      Die „gesellschaftlich“ virulente Frage ist ja wohl eher: Wie vermittelt man der Jeunesse dorée und den anderen erfolgreich eine Sensibilität für
      „soziale Gerechtigkeit“, freiwillige Normeneinhaltung und so *eg* ….

      Die Sanktionsandrohung oder Sanktionierung von Devianz bzw. Delinquenz wehrt der 20jährige, unfallflüchtige 1,64Promille-Fahrer von Pappas AM One mit Hilfe dessen Anwälte ja erfolgreich und ganz ähnlich ab wie die wettkampfrasenden Unfallfahrer oder Intensivstraftäter mit oder ohne Migrationshintergrund im medialen Rampenlicht …..

    • Da kann ich helfen...
      @ Don und Verena Schwarzenbach

      Sollten Sie heute noch nicht auf der Palme gewesen sein, empfehle ich zum Thema folgenden Artikel von Alice Schwartzer von EMMA.de:

      http://www.emma.de/artikel/berlin-die-hetzfeministinnen-333911

      Da fehlen einem echt die Worte, angesichts dieser kranken Gestalten und dass die auch noch mit Millionen an Steuergeldern gefördert werden.

      Dagegen ist die AfD und ihre Fangirls wirklich noch Kaffekränzchen. Ich muss mich erstmal sortieren nach der Lektüre, um überhaupt die Worte zu finden, mit denen man das Gelesene und die Personen sachgerecht Beschreiben kann.

  3. Was haben Sie gegen die Petry?
    die ist wieder schwanger und bald Mutter von 5+5 Kindern. Wie schafft man das, ohne sexuell attraktiv zu sein?

    • Ich habe als hemmungsloser Libertin was gegen die Sexualmoral der AfD.

    • Titel eingeben
      Welche Sexualmoral, Don Alphonso?

    • Das, was Beatrix von Storch so propagiert.

    • Kinderanzahl
      4+4+1=9

    • das Problem lautet:
      – Jeder studiert seine eigene empfundene „Problemzone“. –
      Und am Beispiel einer Mehrheit z.B. der Psychologen sieht man,
      das Ergebnis des Studiums ist eher NICHT überragender Erfolg
      in dem was „leben“ TATSÄCHLICH bedeutet.

    • fortpflanzung
      Funktioniert meines wissens in erster linie durch sexuelle AKTIVITÄT zum richtigen zeitpkt und hat mit sexueller ATTRAKTIVITÄT erstmal wenig zu tun. Die gutaussehenden in meinem bekanntenkreis sind kinderlos, die, bei denen man sagt, jeder topf findet sein deckelchen, haben ihre dna bereis mehrmals weitergegeben.

    • @ramses44: Wie schafft man das, ohne sexuell attraktiv zu sein? Oskar Wilde weiss Rat!
      „Wer eine gute, verständige und schöne Frau sucht, sucht nicht eine, sondern drei.“ Dandy Oscar Wilde
      Polygamie ist möglich im Islam (Auch in der BRD. Die Welt,30.9.12: Etliche Muslime in Deutschland sind mit mehreren Frauen verheiratet. Einige können ihren Miniharem nur dank Hartz IV finanzieren.) und im Mormonentum (In Utah gesetzlich erlaubt).

  4. Der Beitrag in der Kurzfassung
    Gedankenfreiheit und ein Leben im Luxus können sie uns nehmen

  5. Ach ja ....
    …. Juvenes dum sumus!

    Zu diesen herrlichen Zeiten bleibt nichts mehr zu sagen, jeder hat
    so seine Erinnerungen an Sibylle, Institutsbesetungen, Birgit, den KSV und MSB (ADSen), Ingrid und das Amerikahaus, gell?

  6. So viel hat sich gar nicht geändert...
    2009 war ich zu den Hochzeiten des Studentenprotests gegen die Studiengebühren selbst bei einigen Demonstrationen dabei. Die Kluft zwischen jenen, die einfach nur mehr Rechte und weniger zu zahlen haben wollten, und denen, die den Protest als Vorstufe zur großen proletarischen Revolution sahen (und von denen hatte kein einziger einen, sagen wir, „einheimischen“ Akzent), existierte nach wie vor – die verständnislosen Gesichter meiner Kommilitonen aus den MINT-Fächern, als ihnen Mitglieder irgendeiner windigen trotzkistischen Studentenorganisation ihre antizionistischen Flyer andrehen wollten, waren ein wahrlich grandioser Anblick.

    Die Massen an Studenten, die damals durch die Stadt zogen und sich von den gutbetuchten Einkäufern in der Maximilianstraße als „faule Säcke“ beschimpfen lassen mussten und sich anhören durften, sie sollten endlich mal arbeiten gehen (als ob das in der einen oder anderen Form nicht sowieso schon jeder tun musste), kamen ja sowieso nur zustande, weil die ganzen „Normalos“ mal was für ihre Rechte tun mussten. Erkennbar war aber auch, wie ungern die meisten von ihnen sich neben einer der vorhandenen R2G-Parteifahnen zeigen wollten. Letzten Endes, zumindest ist das meine Meinung, fiel der Protest vor allem dadurch so schnell wieder zusammen, weil die Normalos keine Lust hatten, sich von irgendwelchen Möchtegernkommunisten vor den Karren spannen zu lassen für Unsinn wie ein Studentengehalt oder die völlige Abschaffung der Zulassungsbeschränkungen, obwohl ihnen das Ende der Studiengebühren vollauf gereicht hätte. Nicht zuletzt waren es ja die roten Schreihälse, die die Protestbewegung in der breiten Bevölkerung viele Sympathien gekostet haben. Alle anderen haben vielleicht kurz ihren Spaß daran gehabt, auch mal beim Vorbeimarsch an der Zentrale der Hypo Real Estate breit grinsend „Abschaffen! Abschaffen!“ zu skandieren, aber alles andere wäre ihnen im Traum nicht eingefallen.

    • Ja, aber leider ist das fast immer so, sobald sich etwas rührt, versuchen die immer gleichen Kreise, das alles für sich zu instrumentalisieren. Als Fachschaftssprecher gibng es mal um einen Zuschuss zu einem Vortrag über Siedlungsgeschichte, da musste ich mir die Frage anhören, welche Relevanz das für die Rolle der Frau haben soll und ob der Vortragende auch die richtige einstellung habe. Grad so, als hätten Pfostenlöcher und Latrinen und Politische Ausrichtung.

      Dass es dabei um Alltagskultur und Geschichte von Unten geht, hat sie auch nicht überzeugt. Aber diese Leute vertreten dann „die“ Studenten.

    • @DA
      „Ja, aber leider ist das fast immer so, sobald sich etwas rührt, versuchen die immer gleichen Kreise, das alles für sich zu instrumentalisieren. “
      Kenne ich aus meinen aktiven Zeiten. Die einen, ironischerweise die mit den bürgerlichen Tugenden (Fleiß, Aufrichtigkeit, Anstand) etablieren etwas, und dann kommen die skrupellosen aggressiven Labertaschen um das Ganze zu übernehmen.
      Ich habe seit einem Jahr den Eindruck dass die deutsche Politik von genau solchen Nachrückern bestimmt wird, die in jeder Hinsicht zweite Garnitur sind. Allein schon die Dreistigkeit, mit der sowohl die Opfer der Nazis als auch der antifaschistische Widerstand missbraucht werden verursacht Brechreiz.

    • @Don
      Wie Recht Sie haben, wertr Don „Ja, aber leider ist das fast immer so, sobald sich etwas rührt, versuchen die immer gleichen Kreise, das alles für sich zu instrumentalisieren.“ Ja, so scheint es immer zu sein. Ich war bei den Protesten 1997/98 in Erlangen dabei. Der Mehrheit ging es um Studiengebühren während eine Minderheit nichts geringeres als die Weltrevoluton wollte, angefangen von der Ausweitung der Verantwortlickeiten der „Studierendenvertreteung“ StuVe („Asta“ war schon belegt, weil ein paar konservative Studenten einen Asta e.V. gegründet hatten – eben um diesen Namen zu besetzen) über Belange der Hochschule hinaus bis hin zu ebenfalls all den L&G themen (B, t, Q war damals noch nicht „in“). Diese Minderheit schien damals bereits aus lauter hochsemestrigen „Geisteswissenschaftlern“ zu bestehen – lustigerweise mit weiblichen Personen als Rädelsführer und eine männliche entourage aussenrum… Ich war mal bei einem intensiven Schlagabtausch dabei, als Leute von der theologischen Fakultät diskutieren wollten, dass man als gegenleistung für die Möglichkeit eines (gebührenfreien) Studiums doch auch als Student gegenüber der Gesellschaft eine Verantwortung hätte, sein Studium mit akademischen Ehrgeiz durchzuziehen und in Lohn und Brot zu kommen und seinen Teil zur finanzierung der Gesellschaft beizutragen statt Mittel zu binden, die wirklich hilfsbedürftigen Menschen helfen könnten oder die von den Steuern von z.B. alleinerziehenden Müttern etc. finanziert werden. Die Wortführerin (kann mich an den Namen nicht mehr erinnern – eine schreckliche Person jedenfalls und nicht mal attraktiv – wie auch ihre männl. Entourage) fing dann an zu faseln über das böse Kapital und dass man die Reichen doch besteuern müsse und dass das eh eine Schweinesystem sei und alles ungerecht sei etc.pp. Als diese dann angesprochen wurde, warum sie denn bei der höchst kapitalistischen Firma McDonalds arbeite, sogar als Mitarbeiterin des Monats (ich war dann die Tage dort, um das zu verifizieren – ja, da prangte ihr Konterfei an der Wand), da wurde es unerträglich (Verwicklungen, Widersprüche), ich wandte mich ab und beschloss, dass Studiengebühren was Gutes sind. Möglichst hoch, um solch verkrachten Existenzen ihr „Leben“ zu erschweren. Wer was auf dem Kasten hat, kriegt das schon hin und wer aus gutem Hause kommt, der kann eh machen was er will.
      Ja, ich bin mit Ihnen, werter Don. Die jungen leute sollten neben ihrem Fach immer auch das Leben studieren: ausprobieren, über die Strenge schlagen, bei Bier und Wein die Zeit vergessen und wenns unbedingt sein muss auch dabei die Welt retten. Und das Leben nicht so ernst nehmen, dass einem die Lust daran vergeht. Wobei die Verschulung der Studiengänge dank Bologna für eine zumindest im Studium zeitweise hedonistische Lebensweise nicht wirklich hilfreich ist. Heute bräuchten die studenten wohl so was wie den Spring Break… Leider sind wir in D dafür wohl in der falschen Klimazone…

  7. der Haß gegen die Frankfurter Schule,
    die sie gar nicht kennen, höchstens aus komischen Zusammenfassungen, in denen Habermas auch immer mit dazugehört,
    ist schon sehr abturnend, echt.
    (und die Elogen auf die plastinierte Präsidentenfrau auch)

    • Geschichte widerholt sich, diesmal als Farce.

    • Titel eingeben
      Was ist denn das Großartige an der Frankfurter Schule? Habermas ist so überschätzt.

    • Habermas ist so überschätzt.
      Jürgen Habermas über Flüchtlinge:
      „Mit dem bloßen Aufprall ihrer erschöpften und hilfsbedürftigen Existenzen“
      Kein Wunder das Debilisierung und Zombieisierung (Wegfall von sozialen Normen und Werten gepaart mit Opportunismus und Egoismus) alltäglich sind!

  8. Seit wann steht auf der Stalinallee eigentlich ein Triumphbogen?
    Oder haben Sie den ins Bild montiert?

  9. Sie, ... Sie ..., Sie sind ja ein LINKER
    Werter Don,

    nun haben Sie mich wirklich erschreckt, Sie outen sich hier zitatgestützt als Anhänger der Arbeitereinheitsfront. Furchtbar …

    Ich bin ja ein wenig jünger als Sie, fühle mich bei Ihren Erinnerungen allerdings an meinen „eigenen“ Studentenstreik erinnert. Wobei … Forderungen? … ich weiss nicht mal mehr, worum es da 1997 eigentlich ging.

    Zu meiner Verteidigung – ich war noch relativ neu an der Uni, irgendwie auch mit dem Studium beschäftigt (Skandal: es wäre fast eine scheinrelevante Veranstaltung ausgefallen, wir konnten das aber dann doch noch verhindern).

    Was haben wir gemacht? Exzesse gabe es keine, an die ich mich erinnern könnte. Die Soziologen und Wirtschafter, vielleicht die Künstler und Musiker müsste man fragen. Wir waren am anderen Ende der Stadt mit Chemie und Physik ausreichend beschäftigt. Gerüchteweise hat es mehrere Vollversammlungen gegeben.

    Bei uns gab es genau eine Versammlung in einem grossen Hörsaal (ok, dem größten, den es in unserem Gebäude gab, waren bestimmt 200 Leute da). Diskussion: beteiligen wir uns am Streik – Ergebnis: keine Zeit, wir erklären und mit dem Ziel (irgendwie) solidarisch.

    So unterscheiden sich die Streikerfahrungen.

    An eine Person wie Daniel kann ich mich dann allerdings nicht erinnern. Wir waren als „linke“ Universität mit jahrelanger Erfahrung in der direkten Konfrontation zwischen ASta und Korporierten aber auch so schon „erfahren“ genug mit dem richten Gedankengut.

    In Erinnerung geblieben: ein Kommilitone, der von der „echten“ Vollversammlung im AudiMax zurückkam. Er erzählte sinngemäss: im Wesentlichen wurde darum gestritten, dass Männer längere Redezeit hätten als Frauen und wie das zu ändern sei, Zeitverschwendung.

    • Schön, dass Sie das Zitat erkennen!

      Waren es Studiengebühren vielleicht?

    • Titel eingeben
      Studiengebühren spielten sicherlich eine Rolle. Auslöser waren irgendwelche Proteste in der Nachbarstadt Gießen, das weiss ich noch. Es ging in Folge auch um das Zusammenlegen von weniger stark nachgefragten Studiengängen in den beiden Städten Marburg und Giessen.

      Danach ging es irgendwie um alles und nichts. Studiengebühren jedenfalls gab es erstmal nicht.

    • Man muss einfach manchmal die Krallen zeigen.

    • Scheinrelevante Veranstaltung-
      welch schöne Doppeldeutigkeit!

  10. einmal kritisches
    Lieber Don, ich danke dafür, Sie auch mal kritisieren zu dürfen. Ich wirkte doch schon wie ein fanboi.

    Die TU M ist meine Alma mater und die TUM ist die Uni, die Bayern voran brachte.
    Vielleicht noch etwas Dank an Erlangen.
    LMU ist schön und gut. Bayern lebt von Siemens, BMW, Audi, deren Zulieferern, und etwas Banken und Versicherungen und dann und dann kommen die Absolventen der LMU.
    Forstwirtschaft einmal ausgenommen.

    Zu Petry/Storch/Wilders nur ein wenig: Kurz hat die Balkanroute geschlossen, ohne Populisten.
    Ohne FPÖ, ohne FN, Wilders gäbe es keinen Druck auf Merkel, Einwanderung und Nachzug wenigstens etwas zu begrenzen.

    Die jungen Blumen der Studierenden wissen genau, wieviel Bewegungsfreiheit sie schon verloren haben. Sie wissen um die Gefahr und um die Analphabetenquote in ihren jeweiligen Jahrgängen.
    Diese jungen Damen wissen, dass die Angabe 2% auf Deutschland unsinnig ist. Dass die „Syrer“ bald 10% der Männer 18-25 ausmachen.
    Und dass diese Gäste teilweise ungehobelt, ungeschliffen, ungezogen und unheimlich ungebildet sind.

    Doch mit herzlichen Dank für Ihre Arten grüsst

    ein kleiner Faultierbär/Honigbär

    • Ich weiss, aber die Sticheleien zwischen TU und LMU müssen sein, sonst wäre das kein Münchnerischer Beitrag.

    • TUM LMU
      Wobei der Mensa Fasching in der TUM (jedenfalls frühe 80er Jahre) schon ein Höhenpunkt der Saison war. Und trotz TU kein Männerüberschuss!

    • Die jungen gutaussehenden Damen...
      …haben den Radikalfeminismus alternder Gesinnungsgouvernanten schlichtweg nicht nötig. Oder auch satt, weil der hierzulande keins der gern kleingeredeten Probleme löst. (Eher fördert er punktuell wieder andere, neue.)
      Und junge Frauen brauchen auch keine deutschen Bio-Milchgesichter mit Shisha-Pfeife und Kaiserzeit-Bartmaskerade, die sich ihre Make-believe-Männlichkeit in orientalischen Pop-up- „Barbershops“ zurechtstylen lassen.
      Angesichts des kategorischen Mainstream-Imperativs zum politisch korrekten, alternativfaktischen Ausblenden von Folgeschäden der Willkommenspolitik, findet so manche junge Frau halt schlichtweg solche Männer sexy, die Mächtige über ihre eigene moralische Heuchel-Messlatten stolpern lassen und damit den Diskursrahmen wieder erweitern helfen.
      Da muss ich Melursus schon recht geben.
      Die dem Wahlvolk vorgesetzten, bürokratisch versierte Apparatschiks und Apparat-Schicksen mit dem Charme provinzieller Kleinkrämer bzw. Sozialpädagoginnen jedenfalls zeigen mir jedenfalls nur eins: die grossen Parteien scheinen noch immer nicht begriffen zu haben, dass sich reale Probleme durch ewiges Kleinreden und Moralisieren sicher nicht lösen lassen. Mir fehlen in der Politik Leute, die deutlich sagen, was Sache ist, und die diese Probleme pragmatisch angehen.
      Für die Lösung identifizierter Probleme sind in erster Linie die Regierenden zuständig, die dann aber anderen hierzu auch die Hand reichen und sie zur Mitarbeit auffordern können (das nennt man dann Koalitionsangebot) – wenn sie das denn wollen. Wären die Etablierten dazu willens und beschränkten sich etliche Amtsträger nicht oft selbst gern auf populistisches Poltern wider ihre Kritiker, so müsste sich auch niemand um einen europaweiten Siegeszug der sogenannten Rechtspopulisten sorgen.

  11. Ja, die Zeiten und das Land, das Merkel&Co hinterlassen haben, sind Scheiße .
    Als social-media -Verweigerer kann ich aus der Ecke nichts berichten.
    Kinder habe ich auch keine, und keinen pädagogischen Beruf, und bin auch in keinem Verein, etwa für die Jugendarbeit zuständig, odgl.

    Daher ist mein Kontakt mit jungen Leuten sehr begrenzt.

    Nur Schlaglichter kann ich berichten.

    Die letzte, die ich, jung,hübsch,mit rot gefärbten Haaren und, Zufall, im (violetten) Pailettenkleid sah, letzen Freitag in einer Bar, war mit ihrer Freundin dort, auch ansehnlich und jung, mit der sie Zungenküsse tauschte und ähnliche Zärtlichkeiten, da hätten junge Männer wohl keinen Stich gemacht.
    Eine junge Frau in einem Tabakladen berichtete davon, dass sie sich seit der Invasion auf dem Heimweg (kein Auto) fürchte.

    In einer anderen Bar viele junge Männer.
    Nudelsuppe nannten wir so etwas früher, auf ca vierzig junge Männer etwa sieben junge Frauen.

    Also, ich trank ein paar , und ging dann woanders hin, Bundeswehr (damals ohne Uschis Vorzugsfrauen) habe ich abgedient.

    Was bei den jungen Männern auffiel- fast alle (den Versuch) einen(s) Vollbartes.

    Manchen wächst er, andere, naja, aber probieren tut es dort die Mehrheit.

    Ist das der moslemische Einfluß ? Haben die keinen Spiegel ?

    Ich kannte die Leute natürlich nicht, aber homosexuell wirkten die nicht.

    Nur bärtig, oder so.

    Dann noch, im Herbst, in einer Bar, die mittlerweile ziemlich altes Publikum hat, so etwas dreht sich, drei Mädels, zwischen Schule und Uni.

    Auch nett anzusehen und gepflegt, und auch alle drei nur untereinander interessiert, wenn auch wechselnd, als die eine heimgegangen war.

    Monate davor Gespräch mit einer jungen Wirtsttochter am Land, ja, sie führen schon auch in die Stadt zum ausgehen, aber nur mehr in größerer Gruppe.
    Wegen …..

    Aus solchen Schlaglichtern läßt sich nichts Allgemeingültiges ablesen, genausowenig, wie aus einer einzigen Twitterin, oder sollen es fünfe sein, die sich den Livestream aus Koblenz reinziehen.

    Fazit :
    Der Don und ich sind zu alt, um hier Studien anzustellen, aber die Achtziger ist das heute nicht mehr .

    Ja, uns bleibt immer noch Paris (C. Casablanca ) und die Feststellung, dass man aus etwas Gutem einen dampfenden Haufen Merkelland gemacht hat.

    OHNE dass irgendetwas besser geworden wäre.

    Nur schlechter.

    Und dass sich jede junge Generation irgendwie einrichtet.

    Und irgendwie ist.

    Über das Land mache ich mir Gedanken, meist bittere, über die Jungen eher nur am Rande, obwohl sie es ja erben, naja, vielleicht nicht, vielleicht stiehlt es jemand von weither.

    Dem man keine Grenzen setzen kann, weil das auf einmal nicht mehr geht.

    Dass dann junge Enterbte nach Koblenz schauen, wundert mich weniger, als den Blog-Chef.

    • Bärte
      Die Bärte bei Männer gibt es schon länger, das hat nichts mit Moslems zu tun, sondern ist einfach so eine hippe Bewegung, eine Mode, die auch irgendwann wieder verschwindet. In den 1970er Jahren gab es auch schon Bärte bei Männern, nur nicht so lang. Passenderweise haben in manchen Städten auch wieder Barbiere eröffnet, in denen Männer mit ähnlichen Bärten zur Bartpflege rufen.

    • Wirklich keine Ahnung von der Jugend, aber mosern
      Kein U30 will dieses Land hier erben. Die Mehrheit in unserem StudiFach hat Wurzeln in 2 oder 3 Kontinenten. Manche sogar in Bayern. Und das mit dem Koblenz-Gucken geht vorüber. Ist wie DSDS irgendwann wird auch Trash langweilig.

    • Bart
      die neue Bartmode ist die Antwort der Männer auf die feminisierte Gesellschaft.

    • Nein, Claire, die waren alle Inländer, nicht, wie im Fach
      internationale feministische Besserwisserei und Schamanismus von fremden Kontinenten.

      Was wollen Ihre Leutz denn erben- Arabien, Restafrika ?

      Ich habe (hier) nicht gemosert, und auch mit keinem Wort Expertentum bzgl. Jugend behauptet.
      Aber keine Ahnung von nichts, und dann noch g’schnappig ist auch keine Lösung.

    • @ Moser
      Ach Moser, lassen’s die junge Dame ruhig reden und die Erbschaft ausschlagen.

      Immerhin wissen Sie jetzt, dass Bayern ein Kontinent ist. War auch überfällig, die Entdeckung, mehr als 100 Jahre nach Wegener.
      Es wäre interessant zu erfahren, in welchem StudiFach heute sowas gelehrt wird. Gegenderte Geowissenschaften?
      Wie hier zum Beispiel …

      http://www.gender-curricula.com/gender-curricula/gender-curricula-detailansicht/?uid=13&casegroup=4&cHash=1440912653

      „Die Studierenden sollen durch eine studienbegleitende Vermittlung wissenschaftstheoretischen, wissenschaftshistorischen und methodologischen Grundlagenwissens unter Einbezug der Kategorie Geschlecht zu einem selbstreflexiven und kritischen Umgang mit geowissenschaftlichen Lehr- und Forschungsinhalten befähigt werden“

      Sieht schlecht aus für die Kontinentaldrift … „unter Einbezug der Kategorie Geschlecht“ wird die glatt als sexistische, sich an Gaia vergehende Männerfantasie entlarvt.

    • @Kren
      Das mit der gegenderten geowissenschaft ist schon echt köstlich – wenns nicht so traurig wäre. Wahrscheinlich kommt dabei raus, dass das männliche Gehirn näher an den Tieren ist, dessen Sinne deswegen die Plattentektonik und die Wanderung der Afrikanischen PLatte nach Norden erspüren und sich daher schon mal selbst auf den Weg dahin machen, bevor diese Bewegung die Alpen unüberwindbar auffalten…

  12. Titel eingeben
    bildung und herzensbildung ist ein robustes amalgam.
    vivat!

  13. Dem Don können es die jungen Damen doch eh nicht recht machen!
    Die weiblichen Studierenden auf der anderen Seite des Parteienspektrums, die den Hausbesetzer-Staatssekretär unterstützen, mag er genau so wenig, wie diejenigen, die Petry-TV schauen. Dass junge Studentinnen andere Vorstellungen vom Leben haben, als Dekoration für die Partys junger Erben zu sein, kommt ihm ebenfalls nicht in den Sinn.

    Er wird nicht ohne Grund ein im biedermeierlichen Ambiente lebender Hagestolz sein.

    • Das ist nicht das Schlechteste, ausserdem wiss ich was, das Sie nicht wissen, und es ist weiblich.

  14. Pingback: Aus Skeptizismus Trump und AfD wählen oder das geringere Übel ist größer geworden «Ernst Wilhelm Ernst Wilhelm

  15. Eben beim Lesen überlegte ich,
    ob die roten Schreihälse heute mehr sind, oder salonfähiger, oder ob ich aufgrund meiner Lebenserfahrung einfach kritischer auf sie reagiere.
    Dazu kommen ja auch wieder die alten pro-palästinensischen Muster, mit allem was dazugehört; ich hätte nie gedacht, daß mir im 21. Jahrhundert mal jemand in der Fußgängerzone ein anti-israelisches Flugblatt unter die Nase hält.
    Aber heutzutage laufen ja auch welche beim #womensmarch einer Altivistin hinteher, die Frauenrechte fordert und parallel dazu für die Einführung der Scharia in den USA kämpft.

    Verrückte Zeiten. Vielleicht sollte ich mich doch mehr auf das Ende der Welt durch Trump konzentrieren, das ja nun seit November täglich ausgerufen wird. Nur so zur Ablenkung.
    Immerhin, mit viel Verspätung hat man auch beim Spiegel erkannt, daß es unsere alte Bundesrepublik nicht mehr gibt.

    • Schauen Sie sich #ausnahmslos an, SPD-Minister fördern eine Aktion u.a. einer Pro-Hamas-Aktivistin.

  16. Titel eingeben
    „Marx. Kapital-Lesekreis.“
    Ich erinnere mich. 1969 oder ’70.
    Bin da reingerutscht, weil die Freundin Kunststudentin war.
    Ich hab‘ kein Wort verstanden und ging da nie wieder hin.
    (das war in der großen Wohnung, in der dann später -? vorher?- die Ton-Steine-Scherben wohnten: Tempelhofer Ufer Ecke Luckenwalder Str. Auch bei mir: stürmische Zeiten, obwohl nie Student).
    .
    „Ich habe nie verstanden, wieso Leute, die nicht einmal ins Parkcafe dürfen, der Ansicht sind, mir von ihrem subalternen Klassenstandpunkt aus etwas auftragen zu können.“
    Wunderbar. Das kann man auch mit veränderten Ortsnamen verwenden.

    • Das ist so, man kann es nicht anders sagen. Wer an der Spitze scheitert, kann der Spitze nichts sagen.

    • @D.A.
      Dann stellen Sie mal Ihre Kritik an der Kanzlerin ein, sehr geehrter Don. Denn Sie sind jedenfalls nicht Bundeskanzler, nie gewesen!

    • ah geh.

    • @D.A.
      „ah geh.“

      Was soll das nun heißen? Geh weg, mach Dich fort? Also – die Studentinnen, denen Sie folgen, sind gewiss schöner als ich … aber das können Sie eigentlich nicht wissen. Gelle?

  17. Die jungen, schönen Studentinnen ...
    … machen einen Fehler. Sie mögen gegen Überfremdung schreien, tun aber nichts dafür, diese abzuwenden. Der Fortbestand ökonomischer Prosperität und die Weitergabe eigener kultureller Werte wäre nämlich am einfachsten und weitgehend konfliktfrei durch eigenen Nachwuchs sicherzustellen. Statt dessen nur Medienkonsum und Getwitter.

    • Ja, aber Aussterben ist auch ok. Dafür überleben dann andere.

    • Aber es überleben oder sterben nicht nur Individuen
      Sondern auch Kulturen und Werte. Der bloße Umstand des Kinderhabens bestimmt nicht den Wert eines Menschen für die Gesellschaft. Ohne eine ausreichende Anzahl eigener Kinder sieht es für eine Gesellschaft und deren Erhalt beziehungsweise deren nachhaltige Entwicklung allerdings ziemlich düster aus. Aber ich weiß ja, dass Sie dies anders sehen.

    • Der Untergang des Abendlandes
      Spenglers Titel ist Clickbait. Nun, woran denken Sie, liegt es, dass die Fruchtbarkeit der Einheimischen im Westen (Europa, Nordamerika) derart zurückging?
      Geburtenkontrolle? Finanzielle Notlagen junger Pärchen? Feminismus? Patriarchat? Mangelnde staatliche Unterstützung? Staatliche Unterstützung für mehr arbeitende Frauen zwecks Steuern und Indoktrination des Nachwuchses? Ein Wegfall gesellschaftlicher Normen und dem Ansehen von Familien? Zu viel Einwanderung? Zu wenig? Inzest vielleicht (man denke an den einen Minister…)? Zu viel staatliche Regulierung des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft? Oder vielleicht zu wenig Bevormundung? Oder ist es vielleicht kollektiver Wille zum Suizid?

      Und Don: Wollen Sie provozieren? Sie als Historiker wissen schon, wer die Sklaverei abgeschafft und die Menschenrechte erfunden hat? Und die wissenschaftliche Methode?

    • Ernst Wilhelm: Tsa!
      Danke für den Tip, junger Mann. Genau das ist meine Strategie. Knackpunkt: Deshalb habe ich keine Zeit, um in die Politik zu gehen. Dafür darf ich regelmässig über zwangsgebührenfinanzierte Kanäle feministischen Politikerinnen lauschen, die mein Lebensmodell – im Namen der Wahlfreiheit, hahahahaha!! – am liebsten abschaffen würden (entsprechende Pläne über den steuerlichen Hebel liegen ja schon lange in der Schublade, um sie mir zu nehmen – die faktische Wahlfreiheit). Wer hat denn im Bundestag auch noch Kinder bzw. kümmert sich selbst noch darum?
      Immerhin hat ja schon manche progressive Heldin der Arbeit werbewirksam das privilegierte Politikerbaby mit der Trageschale neben den Berliner Schreibtisch gestellt. Toll. Dann weiss wenigstens mal das Politikerbaby im Gegensatz zu seiner blonden Mutti, was faktische Froschperspektive ist. (Ist das nicht die Gleiche, die 24-Stunden-Krippen gefordert hat? Oder irr ich mich? )

    • @Nafritete: Nein, ich habe mich geirrt.
      Ich hab was verwechselt, es ist nicht dieselbe Dame. Es stimmt also nicht, sorry.

  18. Ach übrigens, Don,
    können Sie sich vorstellen, wie solche Schilderungen des Studentenlebens der bundesrepublikanischen 80er auf Frau Merkel wirken müssen? Wollen Sie die Mundwinkel der armen Frau noch weiter nach unten ziehen? Nachher wird sie ihre Anstrengungen, uns den Spaß heimzuzahlen, noch vergrößern.

    • Ich war gegen die Wiedervereinigung mit solchen Leuten, und die Integration ist ja aucch gescheitert.

    • Keine Sorge
      Die hat ihren Spaß eher daran, in der Liga der großen Völkerverschieber zu spielen

    • Verwirrung
      Kein Spaß? Keine Parties, kein Rock’n R… AIAI… Sie müssen sich in Land und Zeit irren?

      Nur weil die Spähholme und FDJ-Tanten neuerlich Ihnen den alten Sauerteig auftischen?

      (Ich kann’s ja verstehen, das Gefühl, so zwischen Apokalypse und Großem Eiapopeia aufgehängt zu werden. Dann ist auch Leipzig 1989 zu verstehen.)

      Ergo, nicht zu viel davon essen. Und Vorsicht vor Betbrüdern. Die wollen immer gleich nudeln.

      Hier gilt leider für manche, die sich ungern stopfen lassen, ein altes Wittemberger Sprichwort: „Wes der wanst vol ist/ des gehet der mund vber“ (oder so ähnlich). Kann eben alternativ besichtigt werden.

      Kein Sex? AIAIAI

  19. Asta und Zaster
    Dass der ASTA in Bayern eine nachrangige Machtposition hat, ist nur zu begrüßen. An Universitäten in NRW waren dort immer nur eisenfeste Ideologen, die aus minimalster Wahlbeteiligung die Berechtigung zur Weltrevolution zogen, und ungemütlich wurden wenn man radikal links, aber nicht linksradikal war. Der belächelte RCDS gab sich immerhin Mühe, nur um diese Sacharbeit dann als Verrat am Großen und Ganzen vorgeworfen zu bekommen. Der Zaster vom Asta floss dann in irgendwelche Projekte, die kein Mensch brauchte. Wohl Euch Bayern, dass ihr das vermieden habt. Man zeige mir einen funktionierenden Asta ich zeige Euch dann einen Delfin in der Sahara im Ballkleid. Was das AfD-Streaming betrifft: ich habe mir Höcke bei youtube angeguckt und meine Depression ist wieder stärker geworden. Kein Hitler, aber ein Musselin-Mussolini für Ostrentner. Das ist trostlos und auch empörend. Wenn junge Mädchen dem tatsächlich zujubeln, glaube ich, dass ich in der Matrix bin. Und zwar im miserablen zweiten Teil.

    • Naja, Salvini kommt in Italien gut an und viele junge Frauen aus Ostdeutschland halten Petry für ein Idol.

    • Titel eingeben
      War mal im Parlament an der HU. Hätte besagten Delphin (mit Pailletten?) gar zu gern gesehen, allein: no chance.

    • AStA in NRW
      Als Schulungsmaßnahme haben AStA und SP doch offensichtlich gut funktioniert: dort kann man das Handwerk lernen, um z.B. später Arbeitsministerin zu werden…

    • bildung im asta
      Aber dann ….. Wozu ein akademisches Studium? Das Peinliche ist doch, dass die derzeitige Bundesarbeitsministerin noch eine der hellsichtigsten, meinungsstärksten und tatkräftigsten Personen im Kabinett Murkelns Dritte ist! Nicht nur im Vergleich zu den ander*nnen aus dem Haufe der SPD-Fraktion, sondern auch im Vergleich zu den Speichelleckern und Claqueren aus der CDU.

  20. Studenten und Unruhe
    Ach Don, welche schönen Erinnerungen, ich bin ja noch einmal ein Stück älter, aber die Bilder gleichen sich. Auch damals versuchten irgendwelche roten Spinner uns bei einem durchaus begründeten Protest auf ihre Seite zu ziehen, aber da kamen die bei den Human- Medizin Studenten schlecht an. Wir organisierten eine Fachbereichsversammlung der Studenten, mit „Hammelsprung“ im großen Hörsaal unter Vorzeigen des Studentenausweises. Die Fachschaftsvertreter kontrollierten anhand einer vom Dekanat freundlich bereitgestellten Liste, nur wer Medi war durfte stimmen. So fiel der Streikantrag bei uns mit Pauken und Trompeten durch.
    Wir pflegten ja auch Sozialwissenschaftler oder Lehramtsstudis oder Politologen bei der Frage „Was studierst du denn?“ zu fixieren und zu antworten: „Ich studier auf Chefarzt!“
    ;-)

  21. Daniels, Alice und Bea
    Ja, so ein Daniel hat sich mal herrlich echauffiert, als ich Kubareisen für alle Studenten (eigentlich eine sehr marxistische Forderung) propagiert habe. Mittels der von den Studenten per Zwangsgebühr bezahlten Beiträgen ist nämlich der Asta fast komplett nach Kuba geflogen, sicherlich die Revolution dort üben. Aber wenn man das für alle fordert, und damit die Verlogenheit desganzen Systems aufzeigt, vergleichen Daniels einem mit Goebbels – so war es. Herrlicher Aufstand.
    Die einzige Hübsche in dieser AfD ist doch offen lesbisch lebend. Hm, wie passt denn das zur Storchen-nicht-Mama?

    • Älpler
      Hier hat niemand gesagt, dass das Modell „Familie“ für alle Mitglieder richtig sein muss, es sollte nur zumindest gesellschaftlich stärker gefördert werden, und das nicht im Hartz 4 Bereich.
      Die Beipiele Weidel und von Storch zeigen doch, dass die Afd nicht auf ein bestimmtes Schema fixierrt ist und durchaus andere Lebensentwürfe zulässt, und das wollen die politischen Gegner einfach nicht wahrhaben.

    • Ja, aber man wählt von Strorch mit, und dafür braucht man m.E. schon einen wirklich starken Magen. Ausserdem vertrott von Storch nun mal eine richtige Linie, während Weidel – ich nehme an, aus guten Gründel – das Thema nicht nach vorne stellt.

  22. NOSTALGIE PUR, wo ist C.Valente ?
    ach werter DON, welch nostalgischer rückblick, fast wie eine fahrt mit der dampflock 001 ins Nürnberger Eisenbahnmuseum………oder das platznehmen bei gepflegtem tee in den mit perser-teppichen und chippendale-sesseln elegant ausstaffierten räumen der – ich spreche es aus -Frankfurter Schule und Max Horkheimer schaut mal kurz herein.

    kurzum ein blick in die warme stube der weltrevolution, bis dann F.A. Kittler mit „geistesblitzen wie aus der schnellfeuerwaffe“ (geklaut beim DLF) die lampen herunterschoss – von den rollkommandos unter R.Kahl (zwischenzeitlich TAZ) die es mehr auf physische einwirkungsmöglichkeiten anlegten, ganz zu schweigen.

    alles vorbei, heute lernfabriken wie legebatterien frisch aus dem „Bologna“- oder „Lissabon“-Prozess, gendergemainstreamt und „tagesschau-guckend“. das ergebnis: siehe zustimmungsquoten zu ulF und zum „alten, heterosexuellen, potenten, weissen“ mann in der Villa Reitzenstein.

    ob das mit den „geistesblitzen aus der schnellfeuerwaffe“ beim DLF heute noch so gesendet und geschrieben werden könnte…………….
    die von Kittler waren ja eher schon kaliber Mauser BK-27

  23. Januar-Blues, Don Alphonso?
    Der Text schien mir ungewöhnlich wehmütig und auch mit zynischem Frustanteil.

    Lassen Sie sich’s ein paar Tage gut gehen, und gewinnen Sie hoffentlich den üblichen spöttisch-überlegenen Tonfall zurück!
    Ich hoffe, es geht Ihnen gut!?

  24. Lesekreis zum "Kapital" von Karl Marx
    Ja, so schnell ändern sich die Zeiten!

    Grundsätzlich sollte man es begrüßen, wenn sich Studenten im 21. Jahrhundet immer noch beflissen der weltweit wichtigsten schriftlichen Gesellschaftsanalyse des 19. Jahrhunderts in Arbeitskreisen nähern und daraus zu lernen versuchen, schließlich ist das Werk des Karl Marx leider immer noch nicht überholt oder gar altbacken, nein, es ist leider bis auf den heutigen Tag aktuell. Eben deshalb wird es immer noch gelesen, selbst von Personen, die keinesfalls irgendwelcher sozialistischen Tendenzen verdächtig sind.

    Ernstzunehmende Historiker, Politiker und Soziologen wissen die darin gezeichnete unübertroffene Analyse, die leider bis heute Gültigkeit hat, (und wieder immer mehr an Gültigkeit gewinnt) sehr zu schätzen.
    Kaum ein deutscher Autor war so einflußreich wie Karl Marx, dagegen sind Goethe, Schiller, Lessing, Kafka und von Humboldt leider nur die „unter ferner liefen“ der weltweit schriftlichen Verbreitung der deutschen Kulturgeschichte.

    Selbst ein „Rechtsaußen“ wird bei durchschnittlicher Intelligenz niemals die Qualität der Marx’schen Gesellschaftsanalyse bezweifeln. Daher ist „das Kapital“ leider heute noch so gültig wie vor 150 Jahren, die Analyse der globalkapitalistischen Situation und der damit verbundenen gesellschaftlichen Aspekte hat sich eben leider nicht geändert, im Gegenteil, man nähert sich den von Marx beschriebenen Zuständen leider immer mehr.

    Übrigens hieß die stärkste Nationalrechte Bewegung in unserem Land „National-SOZIALISMUS“, und das nicht ohne Grund: Man hatte verstanden, oder wollte zumindest mit der Namensübernahme zeigen, dass man – auch als Rechter – in der Lage war, moderne, gesellschaftsbildende Texte zu lesen und zu verstehen.
    Dazu muss man Marx und die Marxisten nicht mögen, aber von „Marxismus“ ist im „Kapital“ keine Rede, diese Idee ist mit dem „Kommunistischen Manifest“ verbunden, einem völlig andersgearteten und inhaltlich völlig verschiedenen Text.

    Die Ausdeutung der „reinen Lehre“ geschah erst später und führte zum unseligen real existierenden Sozialismus sowjetischer Prägung. Eigentlich war diese Zeit ein Hohn auf Marx, man sollte die Koppelung von Marx und seinem „Kapital“ mit den einst real existierenden, sozialistischen Staatswesen verbieten.
    Das, was „real existierende Sozialismus“ war, kann Marx nicht gewollt haben, da bin ich mir ganz sicher.
    Wer es nicht glaubt, möge bitte selbst mal „das Kapital“ lesen und staunen, wie aktuell und politisch neutral der Text immer noch ist.

    Zum Tode Stalins möchte ich hier keine Meinung kundtun: Über die Toten nichts, wenn nichts Gutes.

    Ich stimme Ihnen allerdings zu, dass man als gut erzogener Mitmensch nicht aus Blecheimern isst.
    Auch neue Parteien sollten stets einfaches Porzellan oder zur Not Steinzeugmaterial für Ihre Parteianhänger bereithalten. Schön wäre auch Silberbesteck, aber zur Not tut es auch einfaches Metallbesteck. Die Unsitte, mit Pappbechern und Plastikbesteck zu feiern sollte Familien mit Kindern bei Gartenpartys vorbehalten bleiben, dafür hätte ich volles Verständnis.

    Filme, „die die Haltung stärken“ lehne ich aus grundsätzlichen Erwägungen – wie alle Propaganda – ab und bevorzuge stets die gelungene Operninszenierung. Haltung hat man, dazu benötigt man keine filmische Indoktrination.

    Aber Karl Marx „das Kapital“ sollte man als politisch interessierter Mensch gelesen haben. Mir hat es nicht geschadet, und ich bin heute immer noch für die Wiedereinführung des bewaffneten Grenzschutzes und für eine Umgestaltung unserer Asylgesetze. Nicht wegen des „niemand hat vor, eine Mauer zu errichten!“, sondern um den Untergang unseres Staatswesens zu verhindern und damit letztlich das politische Europa am Leben zu erhalten, so es sich als überlebenswert herausstellt.

    Übrigens: Was hübsche 20-jährige Studentinnen tun, ist ganz allein deren Interesse überlassen.
    Mögen diese sich munter mit der AfD befassen, des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

    Wenn man bedenkt, dass ein Großteil der Menschheit „das Kapital“ immer noch nicht gelesen und verstanden hat, wundert es mich gar nicht, dass junge Menschen sich von der AfD angezogen fühlen.
    Warum auch nicht? Was haben wir ihnen für eine Welt hinterlassen? Haben sie nicht das Recht, selbst zu versuchen, es besser zu machen?

    Ich selbst halte die AfD auch nicht für die geeignete Partei zur Lösung der derzeitigen nationalen und internationalen politischen und gesellschaftlichen Probleme.
    Aber andere Menschen schon.
    Und diese haben das Recht, für die von ihnen favorisierten, parteipolitischen Angebote einzutreten. Einiges an der AfD gefällt mir sehr, aber es gibt eben – aus meiner persönlichen Situation heraus – für mich keine Option diese Partei zu unterstützen.

    Es ist das Recht der Jugend, sich in idealistischen Zielen zu verirren und erst mit gewonnener Lebenserfahrung die Irrtümer der für wichtig erachteten Irrungen und Wirrungen in aller Stille zu begraben.

    „Das Kapital“ sollten alle – und auch intelligente – Menschen aber trotzdem weiterhin lesen dürfen. Dadurch wird man kein Sozialist, Kommunist oder Marxist, sondern nur ein klein wenig gebildeter.
    Auch im 21. Jahrhundert.

    • Kalauer
      Marx‘ ökonomische Theorie und seine gesamte Gesellschaftstheorie basiert im Grunde auf einer einzigen wackligen Annahme: Wertdeterminismus, objektiven Preisen. Stimmt diese Vorstellung nicht, fällt das gesamte Konvolut zusammen wie ein Kartenhaus. Seit ca. Anfang des 20. Jahrhunderts weiß die VWL, dass sie nicht stimmt. Marxisten werden es auch im 22. noch nicht wissen.

  25. Frau Markwart-Petry-Pretzell
    Die Frauke wird mit 42 ihr fünftes Kind gebären. Die Frau Kasner-Merkel-Sauer ist allenfalls Tante und keine Mutti. Soviel zur sexuellen Qualität von Afd und cDU.

  26. Am Ende würde ja,
    die Dame ihre Zeit lieber mit Ausschweifungen verbringen, weiß aber das sie dann nur Artikel von der Art zu lesen bekommt, die damit anfangen, dass ein Autor sich erst mal damit brüstet, wie geil er doch ist, sich in die Veranstaltung reingemogelt zu haben wie dieses WE in der FAZ.

    Oder die Dame hatte einfach dieses WE keine Lust sich in ihre Anti-Rape Pants zu zwängen, weil die doch arg kneifen und zum Tanzen einfach zu unbequem sind.

    Auch gut möglich, dass sie keinen Bock hat, in ne Bar zu gehen, weil sie dann ihren Drink nicht mehr aus dem Augen lassen darf um, mit Pech, nicht 10 h nackt im Stadtpark aufzuwachen.

    Aber auch Gut möglich, das all ihre Mitstudenten inzwischen auch alles Meier ohne Eier sind und so ein Livestream hundert mal mehr Spaß macht, als Gespräche über Bio-Kost und Umweltrettung. Oder so ein Antifa Schläger, der im gleichen Satz erzählt wie tolerant er ist, beim Entglasen von *irgendwas“Bösem“*

    Ach hätten Sie die Dame doch nur gefragt. :(

  27. Das ist das alte Lied und Leid...
    …dass die Erkenntnis erst gedeiht,
    wenn Mut und Kraft verrauchen;
    die Jugend kann, das Alter weiß;
    du kaufst nur um des Lebens Preis
    die Kunst, das Leben recht zu brauchen.
    (Emanuel Geibel).

    Werter Don, nicht verzagen. Eines ist geblieben seit 68 via 89 bis heute: in einen Porsche steigen die Mädels immer noch gerne zu ;-)

  28. Titel eingeben
    Das geht mir schon lange durch den Kopf: Die Rautenkönigin passt so gar nicht in unser Land. Ein Kind der DDR und mit ihrem Schildkröten-Habitus und der protestantischen Prägung …ich weiss nicht,sie fordert mich zum Spott heraus.Sie hat so gar keinen Stil. Aber sie ist nicht zu unterschätzen,hat auf vielen Feldern Unheil angerichtet.Wenn ich gläubig wäre würde ich um ihre Ablösung beten. Ist ihre „Schwester“ nicht die Oldenburg-Herzogin?

    • @Raute
      Ich denke, das Problem ist nicht „die protestantische Prägung“. Die gibt es so nicht – zumindest wenn man das Verhältnis des Glaubens zum Staat miteinbezieht. Das Problem ist ihre Prägung durch einen DDR-Systemkonformen, hingebogenen, StaSi-verseuchten „Protestantismus“. Dieser steht im Gegensatz zum Protestantismus in der BRD, der sich viel mehr in der Tradition eines D. Bonhoeffers sieht…

  29. Awarenessteam gegen Übergriffe von innen?
    In diesen humorbefreiten Zonen der Hauptstadt beginnt die Revolution also mit einem Awarenessteam. So geht sexy Stalinismus für die jungen Leute von heute. Am Zwang zur Selbstkritik wird auch fleißig gearbeitet: Watch your Language! Da fehlen eigentlich nur noch Schauprozesse.

  30. München war anders, Saarbrücken auch
    Bei uns ging es 89 um den Fortbestand unseres kleinen, feinen Instituts und um eine angemessene Ausstattung der vergleichsweise ärmlichen Bibliothek. Wir besetzten das Institut für eine Woche und lernten dabei hauptsächlich brav für unsere Prüfungen. München, Frankfurt und Berlin waren weit weg, bis sich andere Institute und Fakultäten anschlossen und die Ziele sich aufs große Ganze verlagerten. Unsere Ziele haben wir jedoch – nach und nach – erreicht, und das Institut besteht heute noch.

  31. Malocherwoche
    Nach langer Zeit gab es gestern wieder einen spannenden und hochinteressanten Tatort. Der die Unterschiede zwischen den heutigen und den früheren Studentenzeiten trefflichst in einer Szene darstellte, in der die Studentin sagt:

    „Wir schlucken das Scheiß-Amphetamin, damit wir den Erwartungen der Leistungsgesellschaft entsprechen. Wir sind die Pflichterfüller-Generation.‘

    Wir rauchten damals Gras, manche Koks zum Abfeiern. Und Demos endeten in kurzen, erlebnisreichen Nächten in fremden Betten.

    Alles tempi passati.

    Heute gibts die 80 Stunden Malocherwoche in der Hoffnung nach dem Abschluss einen 1000 Eurojob zu ergattern.

    Weit haben wirs gebracht.

    • Titel eingeben
      holla, das hat mich an der bundesdeutschen hochleistungsgesellschaft auch frappiert.

      frühkindliche überforderung, Ritalin, G8, selbstoptimierung bis zur arbeitsmarktkonformen idealexistenz, ….., hoffungslos überforderte richter_innen,…., leitende ärzte, die an einem tag mehr amphetamine spritzen (sic!) als jemals all ihre patienten erhalten würden (sprich: Suchtbiographien bei leistungs- und entscheidungsträgern) ….. aber dann ein rot-grün-merkelscher sozial- und wohlfahrtsstaat, der analphabeten herbeiwinkt und zum bleiben einlädt ….. und managern (vielleicht auch managerinnen) exorbitante boni „nachsieht“ …..

      aber die mittelstandsfeindliche steuerpolitik von deutscher bundesregierung (inklusive des monetären schmus der ezb) ist ja angeblich auch nur eine böse falschinformation.

      Was soll’s.

      Carpe diem et noctem.
      Mit Veuve Clicquot, Dom Pérignon und Taittinger natürlich (-;

    • @gast
      Die verfeinerten selbstoptimierer haben leider auch slowfood für sich entdeckt, sodaß jedes ansich schmackhafte mahl zu einem arbeitsessen gerät, bei dem das soeben vorgetragene später wieder in gesprächen in abgewandelter form wiederholt wird – wahrscheinlich, um rückschlüsse auf die aufmerksamkeit zu ziehen. Die spätberufenen halt, die dazu neigen, ihre verspätung durch zu hoch aufhängen zu kompensieren.

    • Das geht überhaupt nicht! Klarer Fall für die Amadeu-Antonio-Stiftung!
      Amphetamin (Nazidroge Pervitin) und Pflichterfüllung (preußische Sekundärtugend).
      Tatort: „Wir schlucken das Scheiß-Amphetamin, damit wir den Erwartungen der Leistungsgesellschaft entsprechen. Wir sind die Pflichterfüller-Generation.“
      Aufgabe des Rundfunkrates ist die Überwachung der Einhaltung der gesetzlich normierten Programmgrundsätze: Nazi-Verherrlichung stoppen!

  32. (Lach) Ich war damals auch dabei, als RCDS Funktionär.
    War eine schöne und nicht auf München beschränkte, bundesweite, spontane Protestbewegung. Die uns unter anderem half, Möllemann ein immerhin milliardenschweres Uni-„Not“programm aus den Rippen zu leiern (FDP- und Unionsgrössen glaubten WIRKLICH an die Widerkehr von 1968). Und der Protest gab den Anstoss für den Zerfall der Vereinigten Deutschen Studentenschaft (nominell ein Dachverband der allgemeinen Studentenausschüsse, de facto der Zentralrat der K-Gruppen an den Unis).

    Denn ich teile die Beobachtung des Don ausdrücklich – es ging den damaligen Studenten nicht um die Weltrevolution, sondern um konkrete Verbesserungen ihres Studienalltages. Der gescheiterte Versuch der deutschen K-Gruppen (MSB und SHB) vor ihrem Zerfall wegen ausbleibender DDR-Unterstützung, die Proteste zu übernehmen, hat diesen politisch ziemlich geschadet.

    War jedenfalls hübsch zu beobachten. Wir (vom RCDS Bundesvorstand) fanden den Protest ungemein nützlich. Denn allen Nahbeobachtern war klar, dass es eben kein neues 1968 war, weder intendiert noch realiter. Die Hochschulen waren überfüllt, unterfinanziert und die (Ausbildungs-)Studiengänge schlecht strukturiert, das war der Auslöser.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • RCDS Funktionär.
      Dass Sie so einer waren, hatte ich vor langer Zeit schon geahnt und Ihnen auch schon mal keck unterstellt.
      (In Berlin waren das die Doofen (später dann Absahner: Diepgen, Landowsky…) im Gegensatz zu den „Coolen“ vom SDS).

    • O Hr. Haupts, hätten Sie sich jetzt nicht gegen die DA-Schmähungen der Art, der RCDS
      fickte damals sozusagen nicht richtig, verwahren müssen?

      Nein?

      Jedenfalls haben Sie es nicht getan. Und mich hat das gefreut.

      Léon Bloy sagt, etwelche vergangene Schmähungen überdenkend, so: „Zweifellos verfügte die Anklage (=DA) nicht einmal über den Schatten eines Beweises; die Anschuldigungen hatten sich jedoch durch Mutmassungen und das Zusammentreffen übernatürlicher Koinzidenzen, Zwischenfälle und mörderischer Peripetien im Laufe der Verhandlung derart erhärtet, dass der Unschuldige sich nicht mehr verteidigen konnte. Und vor allem war da, vom ersten Tage an, der wilde, offenkundige, nahezu erklärte Haß der Geschworenen.“

      Bissel weiter oben sagt Bloy in seiner Auslegung der Gemeinplätze noch das folgende Einschlägige: „Die ehrbare Frau ist die morose, brennende (! dk) Gattin des entfesselten großen Hahnreis…
      O ihr illusionsosen Prostituierten, für die Jesus gelitten hat, ihr (…) heiligen Huren, die ihr euch der Armen nicht schämt und am jüngsten Tag Zeugnis ablegen werdet, was haltet ihr von dieser Bettlerin?“

    • @Dieter Kief:
      Ach das … Nun, auch RM weiss nicht alles :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  33. 2017
    Im Grunde ist der erotische Ästhetizismus der frühen Neunziger der Humus, auf dem all das gewuchert ist, was uns heute so nervt. Denn nicht jeder kann eben ein Freddy Mercury oder eine Madonna sein. Und dennoch will in der Aufmerksamkeitskultur heute jeder genau so hell beleuchtet werden.
    Deshalb haben wir es mit Niggis und Wizoreks und Schramms zu tun. 50 Zwerge werfen eben mehr Flächenschatten als ein Riese.

    Und wg. AfD: In der Tat völlig untanzbar. Aber haben Sie nicht auch das Gefühl, dass jetzt gerade nicht die Zeit des Wiener Kongresses, sondern eher die kurz vor dem ersten Koalitionskrieg anbricht? Mit etwas Pech sind wir bei der nächsten Ballsaison nicht mehr dabei…

    • 50 Zwerge werfen eben mehr Flächenschatten als ein Riese.
      Wo die Sonne der Vernunft so tief steht, wie hierzulande, werfen auch politische Gnome mit rotschwarzer Zipfelmütze einen langen Schatten. Diese deutsche Verzwergung und der teutonische Untertanengeist mancher Zeitgenossen ist daher eher ein Zeichen von bornierter Kleingeistigkeit und Provinzialismus. Der ewige, verklemmte deutsche Spießer, der ja eigentlich will, aber nie kann…. (Postfaktisch: Wicxxxx/innen)!

  34. Geschichten aus der Provinz ?
    Viele Menschen sind ja hin und wieder unterwegs und machen das für sie Richtige, indem sie versuchen das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, was ich gut verstehen kann, doch in meinem Fall bin ich meist so unterwegs, daß ich mich ausschließlich dem Angenehmen widmen kann.

    Ihre heutigen Zeilen erinnern mich an einen, nur wenige Wochen zurückliegenden, Kurzbesuch in Würzburg bei dem ich die Gelegenheit nutzte das Grabmal von Rudolf II. von Scherenberg aufzusuchen, der sich ja als Fürstbischof von Würzburg sehr für den Landfrieden einsetzte, ganz wie eben auch Don Alphonso.

    Wie ich eben so Ihre oben stehenden Erinnerungen von einem vergangenen Leben las, kam mir Tilman Riemenschneiders Bildnis vom Würzburger Fürstbischof Scherenberg wieder in Erinnerung und ich fragte mich, ob Sie beim Schreiben Ihrer Gedanken denselben Gesichtsausdruck hatten.

    Schmallippig, mit deutlich aus dem fleischlosen Gesicht hervortretenden Nasolabialfurchen und tief liegenden Augen, mit akzentuierter Platysma-Falte?

    Gleichgültig in welchem Zustand Sie bei der Niederschrift Ihrer Lebenserinnerungen auch gewesen sein mögen, fand meine Phantasie beim Lesen von „Untanzbare Revolutionen mit Essen aus dem Blecheimer“ ihre Fortsetzung, als sich bei mir Bilder des Films „Der Mann, der Liberty Valance erschoß“ von John Ford einstellten.

    Erinnern Sie sich an den legendären Satz: “When the legend becomes fact, print the legend!”

    Und als Sie erschöpft an Ende der Geschichte, diese an die FAZ geschickt hatten, mag der Feuilletonchef, in Erinnerung an diesen Film auch wieder gesagt haben:

    Wenn die Legende zur Wahrheit wird, druck die Legende!

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

  35. Erinnerungen
    Wie meistens bei Dons Texten fällt mir so einiges aus meinem Leben ein. Ich war ja an der TU München, wenig Weiblichkeit dort vertreten, und die Ingenieurstudenten hatten es ja auch nicht so mit der Weltrevolution. Aus einem Fenster an der Arcisstraße habe ich die Proteste gegen den Schah beobachtet, der die Alte Pinakothek besuchte, nebst Gattin. Und ich frage mich an der Stelle, ob der nachfolgende Heilsbringer Khomeini nur das kleinere Übel war.
    Immerhin reichte damals ein kleines Polizeikontingent, um die Sache nicht eskalieren zu lassen, jedenfalls nur ein Bruchteil von 15 Hundertschaften.
    Im Parkcafe war ich nie, dafür im einzigen (kleinen) Bungalow in der Türkenstraße. Bier, Flipper, für die etwas ärmeren Studenten halt. War auch schön.
    Es stimmt schon: Völlig sinnlos, sich in dieser besten Zeit des Lebens in irgendeinen Strom einzuordnen, sei er Haupt- oder Nebenstrom. Stattdessen: Probieren, lernen, verstehen, zweifeln, feiern, und was es noch für schöne Sachen gibt.

  36. Titel eingeben
    Stimato Don Alphonso,

    Meine Privatvereinigung der dekadenten Berliner Lehrämtler (ähnlich erfolgreich wie Hermines BElfeR) ist erbost ob der Verunglimpfung, die das Altjungferntum in Berlin und dann hier erfährt.
    Sinnenfreude? Lebenslust? Bei dem Zustand der Welt?
    Alle Aktivitäten in der Richtung stehen unter dem Generalverdacht des Perpetuierens. Und Perpetuieren ist schlimmböse, denn all früheren hatten eine wirklich schlechte Haltung! Vegane Aufstriche sind zudem nicht zweckzuentfremden!

    Man weiß: In geisteswissenschaftlichen Fächern sind mitunter alte Texte zu lesen, und die strotzen vor kolonialrassistischsexistischen Denkstrukturen (denn hier um kreisten stets die Hauptgedanken der Autoren) und Äußerungen. Einzig logische Folge: Vom Curriculum streichen und selber schreiben! So werden wir rein und unbefleckt aus der Ausbildung hervorgehen! (live erlebt, Auditorium im Tugendrausch)

    Bei uns gewinnt den Diskurs, wer das größere Opfer ist, nicht, wer Relevanz und Stärke beweist; und Schattierungen von Grau verbinden wir ja heute eher mit einem verdächtigen Buch.

    Was hätte die SoWi-Fachschaft letztes Jahr auch anderes sollen tun, als zur Solidarisierung aufzurufen, hatte doch die Unterdrücker-Uni das wahre, aufrechte, und darum schöne Denunziat, äh Protestplakat gegen einen nicht-genehmen Migrationsforscher mirnixdirnix abgehängt?

    Was hätte meine Fachschaft auch anderes sollen tun, als auf einem Plakat auf uniinterne „rassistische Vorfälle“ hinzuweisen, die meines Wissens nie vor einen Richter kamen, und Telefonnummern zur Denunziat, äh, Meldung möglicher weiterer Täter draufzuschreiben?

    Was sollten Privilegien auch anderes sein als böse; wo sie auftauchen, gibt es Struktur, und Struktur ist Hierarchie, und Hierarchie ist verdächtig, nur aus dem ungeordneten Haufe kann die Zukunft gülden erblühen. Niemals waren Privilegien, von einem Herrscher ausgestellt, prädemokratische Minderheitenpolitik.
    Ohne die Kongresse der Gender-Forschung (und die haben tatsächlich Geld für die besseren Kekse, aber keine Torte, nirgends) wüsste ich aber nichts über die sexistischen Strukturen in der Stockwerksauteilung in gemischtgeschlechtlichen Krankenhausputztrupps (kein Scherz).

    Lieber Don, genug gelästert, zumal öffentlich. Es ist nur ein Ausschnitt. Manche Kommiliton_innen sind zwar etwas empfindlich, aber, so wie ich, noch keine 24 und, hm, beseelt. Es gibt da unterschiedliche Grade an Großrevolutionsanhängerschaft. Viele haben sich einfach in der Dialektik des Gutseins verstrickt (Beispiel: eine weiße Aktivistin darf nicht vor einer schwarzen Aktivistin einen Aktivismus-Burnout haben, denn sie ist weniger diskriminiert), und wollen wenigstens vor dem Jüngsten Gericht eine gute Figur machen. Zynismus à la Bierce ist da natürlich unangebracht.

    Der RCDS, den ich hier kenne, ist hübsch und eloquent, nur etwas genervt, aber nicht vor dem AfD-TV.

    Feminismus macht nun mal paranoid, Patriarchat aber denkfaul – was aber kein Problem ist, denn das Patriarchat ist super, solange der Patriarch gut ist.

    Ob sie alle betuchte Hausfrauen geworden wären? Jane Austen sagte schon (sinngemäß), es gibt nie so viele Männer mit Vermögen wie hübsche Mädchen, die sie verdienen.
    Nun können nicht alle alten Jungfern Austen nacheifern, aber es wäre ein Ansatz, zumal Ironie mehr verzeiht ist als Tugend.

    Es dankt für den Text (und alle anderen auch)
    panna_Kraweel

    • panna kraweel
      das hat mir gefallen

    • Ja, so ist das Leben, Jane Austen sah das völlig richtig
      und heute lese ich im Tagesanzeiger über die arme Melanie Trump, die sich wohl etwas verrechnet hat und kreuzunglücklich zu sein scheint, eine Lektion für alle Goldgräberinnen.

      http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/hilfe/story/21340105


    • @ Renate Simon
      „Während Melania sich noch aus der Limousine schält, eilt Trump selbstherrlich die Treppe hoch, um sich von den Obamas begrüssen zu lassen. Melania steht mit ihrer blauen Schachtel da – und trippelt dann brav hinter ihm her. Deutlicher hätte Trump sein Verständnis ehelicher Partnerschaft nicht ausdrücken können.“

      Er läuft fast immer vor ihr. Er ist halt kein Gentleman, kein Oldschool Kavallier, und es ist offenbar gerade das, was den Fans so gut gefällt.

      Er ist iÜ auch offenbar ein miserabler Tänzer. Also vom Tanzen kann bei ihm keine Rede sein. Er geht in kleinen Schritten, etwa im Rhythmus der Musik.

      Man kann da nicht reinschauen, und ich finde es etwas hässlich, ihr eine Goldgräberin zu unterstellen, wenn man sie nicht kennt. Immerhin war sie ein erfolgreiches Model und hat selbst viel Geld verdient. So ist eben das Ambiente, in welchem solche Frauen bewegen, die Welt, wo auch die Trumps der Welt verkehren. Vielleicht war sie vor 17 Jahren unsterblich in ihn verliebt, who knows. And who cares.

      Ich fand außerdem auch nicht, dass sie missgestimmt aussah. Jeder Mensch wäre nervös in solchen Situationen.

      Wie eine Freundin von mir es einmal sagte: Wenn es mir schlecht geht und mein Mann mich schlecht behandelt, gehe ich Shopping. ;-) Diese Mentalität ist überall in der Gesellschaft verbreitet, wenn man das Geld dazu hat, so what.

    • Michèle Binswanger vom Tages-Anzeiger stelle ich mir als innerlich ziemlich heruntergekommene
      Krawallschachtel und Boulevard-Keife vor.

      – Beim Himmel, jetzt spreche ich auch für Melania Trump – aus wo – aus Slowenia glaubich. Muss der die Frau Binswanger unterstellen, sie könne nicht für sich selbst sorgen. Dumm, die Binswanger.

      Wenn ich dann mal wieder so eine Medien-Professionelle persönlich spreche, und sage wie sie dazu käme, solche ehrenrührigen und unsinnigen Dinge in die Welt zu setzen, erfahre ich: Haha, sehr nett, dass Sie sich daran erinnern – Sie sind bestimmt der einzige! – Das war ein Aufreger – mehr nicht!

      Mag sein. Ich pflichte aber doch den Blog-Damen weiter oben bei.

    • Titel eingeben
      @Foersterliesel, @Renate Simon,

      Tamarisque und Herrn Kief,

      Das freut mich so, und Danke für Ihre Antworten!

  37. ......
    Das fasst so ungefähr meine Erfahrungen mit Studentenrevolten zusammen. Selber habe ich keiner direkt miterlebt aber die Auswirkungen. Ich studiere momentan und als damals in Österreich die unibrennt-Bewegung ins Rollen kam, war ich gerade als Wehrdiener bei der Armee konnte aber die Wirkung recht gut von aussen betrachten. Wir hatten keinen Medienzugang in der Kaserne zu dem Zeitpunkt und fragten die Leute auf der Heimfahrt was passierte und da konnte man von Woche zu Woche hören wie die anfängliche Zustimmung der Bevölkerung immer geringer und gleichzeitig die Forderungen der links-aussen Führung der Studenten immer extremistischer wurde. Die guten Forderungen am Anfang wurden teilweise erfüllt zu einem guten Teil aber nicht und die Ultralinken kaperten das ganze, verursachten massiven Schaden und ließen so zu das wenig real erreicht wurde, dafür aber Solidarität mit den venezuelanischen Bergarbeitern und Hugo Chavez hochgehalten wurde. Für mich zeigt das nur eines, wer eine Studentendemo will bei der notwendige Reformen gefordert und eventuell auch umgesetzt werden, der muss um jeden Preis alles links inklusive dem linken Flügel der SPD/SPÖ konsequent von jeder Debatte ausschliessen. Sobald man nur eine Spur die Türe nach links öffnet kommen extreme Berufsrevoluzzer rein die aufgrund ihrer Zeit (Studium machen die eh nicht fertig) und ihrer politischen Schulung und Unnachgiebigkeit das ganze kapern und missbrauchen.

    Wegen der Studenten die AfD und Co. anschauen, das wundert mich nicht, denn auch für wohlsituierte Studenten liegt das zu erbende Wohnungseigentum immobil in einem Land und wenn es mit dem Land bergab geht weil die Amris dieser Welt freie Bahn haben ist das für den Wert der Erbschaft nicht wahnsinnig gut. Das Leben ist schön aber man will das es auch so bleibt und auch für junge Leute aus gutem Hause ist die Welt nicht einfacher geworden seit Entscheidungen eher in Brüssel als in Berlin fallen und wir was schaffen dürfen.
    Vor allem aber liegt halt vielen Leuten was am Land und gleichzeitig ist heute halt statt der DKP die AfD die Revolution und der Schreck der Eltern und Pauker.

  38. Proteste 1989
    Proteste 1989 waren das nicht Testballons des CHE bzw. Bertelsmannstiftung zur Bologna-Reform?

    Zur TU M. Also zu meiner Zeit war in Physik die LMU die renommiertere Adresse; v a was theoretische Physik betraf

  39. Es fällt extrem schwer, Ihre Begeisterung für Karl Marx zu teilen.
    Seine Werke sind in einer derart verschachtelten Sprache geschrieben, dass schon zu seinen Lebzeiten entrümpelte, kommentierte und interpretierte Versionen gedruckt wurden; erst recht in der DDR, wo er mit Lenin und Stalin die heilige kommunistische Dreifaltigkeit bildete. Seine Dissertation an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die er nie betrat, ist ebenso unlesbar. Weshalb sie dort angenommen wurde, ist bis heute ein Rätsel.

    Karl Marx‘ Privatleben war das eines hochnäsig Gescheiterten, der seine Familie, die er fleißig mehrte, nie aus eigener Kraft zu ernähren vermochte. Ohne die endlos großzügigen Zuwendungen seines (igitt!) kapitalistischen Freundes Friedrich Engels hätten er, Frau und Kinder zeitlebens am Hungertuch genagt.

    Friedrich Engels besorgte auch die Entlohnung der standesgemäßen Dienstmädchen des ausgesprochen großbürgerlichen Marx’schen Haushalts. — Der treusorgende, fleißig hüftbewegende Familienvater aber fand es nicht anstößig, auch Dienstmädchen zu schwängern.

    So viel dazu. Charakter, Botschaft und Bedeutung von Karl Marx sind keiner Beachtung mehr würdig. Ich weiß, wovon ich rede, da mir an der Uni (non-orchid) das Los zufiel, über ihn Referate zu halten. Thank God that’s over!

    • Dies richtete sich keineswegs an den Don,
      sondern als Antwort an
      Knut Gnadenbrotler:
      23. Januar 2017 um 13:52 Uhr

      Warum es hier landete, ist mir ein Rätsel.

    • Danke
      Das erscheint mir eine brauchbare Zusammenfassung einer Hochstaplerkarriere.

      Als Vorbild für Stalin, Mao, Pol Pot und vermutlich ein paar andere Schlächter hat es ja gereicht.

    • Karl Marx
      Aus der Sicht einer Ökonomin finde ich die Theorien von Joseph Schumpeter wesentlich gescheiter.

    • ...das Los zufiel, über ihn Referate zu halten
      d.h. Sie hatten die Gelegenheit in einem
      Lern.- und Übungsfeld einen künftigen Gegener
      zu studieren und zu filetieren.

      Ich fürchte Sie werden dem Typus noch
      des öfteren begegnen es ist also nicht vorbei.
      Ich gehe aber davon aus das sie über das
      nötige Werzeug verfügen sich zu wehren.
      Viel Erfolg dabei.

  40. Weltrevolution
    Na, was sich da in Berlin tut, an der Genderverseuchten Humboldt-Uni hat nicht das geringste mit „Revolution“ zu tun. Jene, die sich „Studenten“ nennen, besetzen sich ja selber und drohen bis Freitag sich weiter zu besetzen und danach hören sie halt auf. Watt ist denn datt für eine „Revolution“? Bahnsteigkarte kaufen, um den Zug zum Halten zu bringen? Denen geht es ums Recht haben wollen und mehr nicht. Zettel mit den Namen „Adorno“ oder „Marx“ an die Uni-Fensterscheibe kleben, das kann auch mein greiser Nachbar im Rollator.

    Und was in München geschah, mei, ich will dem guten Don ja nicht zu nahe treten und ihm seine Illusion rauben, auch da erkenne ich keine Revolution, nur ein bisschen aufrührerisches.

    Es gibt da die berühmte Karikatur, wo ein stinkreicher Kerl (nein, bezieht sich keinesfalls auf den Don) in seinem Haus bei einem Festakt mit erlesener Gesellschaft auf einen Wackerstein hinweist, der auf einem Sockel ruht und von einer Glashaube geschützt ausgestellt ist. Und der Gastgeber sagt blasiert: „Fast hätte ich bei der Revolution damals genau diesen Stein genommen, um ihn auf die Büttel des Staats zu werfen und wer weiß, vielleicht hätte ich damit die Weltgeschichte verändert“.

    Wir damals, 1968, wir wollten Revolution, wir wollten nichts anderes, als die Welt zu verändern. Und ich entsinne mich meiner ersten echten Politisierung: Die Notstandsgesetze. Da war ich 21 Jahre jung. Das empörte, da darf also im Notfall die Bundeswehr auf streikende Arbeiter schießen, wenn der Staat meint, der Streik lähme die deutsche Wirtschaft. Wou.

    Und dann gings auf die Straße und nun kommen wir zum Eros. Es gab nichts Erotischeres, als eine gelungene Demonstration, wenn die „geballten“ Massen untergehakt, Körper an Körper gepresst, die Straße herunterliefen und irgendwas brüllten, und man sich am Ende einig war: Mensch, Sussanne, ham wir toll gemacht, und nutzen gleich die Gelegenheit, ihr wie aus Versehen an die Brüste zu greifen. Im Namen der Revolution sozusagen.

    Ich hatte einen Bekannten, der war erklärter praktizierender Kommunist. Ich war es nie. Ich fand Marx Stinklangweilig. Aber der Bekannte, so um die 25 Jahre, wollte den Kommunismus leben und somit weigerte er sich von seiner Ehefrau, auch so um die 25 Jahre jung, zu erwarten, dass sie nur mit ihm ins Bett steigt, denn der Kommunismus, dachte er, teilt alles. Ich habe ihn in diesem Gedanken bekräftigt und sein Denken eifrig und lustvoll ausgenutzt und seine Ehefrau teilte sich gerne mit mir. Und wenn er im Audimax dicke Reden schwang, schwang ich was anderes. Werde ich nie vergessen. Ich könnte fast sagen: jawohl, ich war Anhänger des Kommunismus, je mehr desto besser…..

    Später verstand ich, dass der Kommunismus nicht teilt, sondern haben will und meine damalige Lebensgefährtin bekam alles mit und zog mich quasi an den Ohren nach Hauss und aus war es mit der angeblich freien Liebe und seit der Zeit halte ich nichts mehr von Revolutionen….

    Ja, wir wollten schlicht die Welt verändern. Und dabei haben wir weder die Erotik noch den Sex vergessen.

    Ab den 80ern wurde die Jugend unpolitisch. Nur noch Druck der Wirtschaft. Und was heute geschieht, ist doch keinerlei politische Einsicht mehr oder Absicht, das sind kleine Scharmützel um irgendwo Recht zu bekommen oder mehr Geld zu erwarten, alles nur für kleine Bevölkerungskreise, für Leute, die nie etwas mit der gesamten Gesellschaft im Hirn haben.

    Ja, die Erotik in der Revolution. Hört euch mal „Les Brigantes“ an, mit den deutschen Untertiteln, auf Youtube, da ist eine ganze Gruppe französischer junger hübscher Mädchen (da bedauer ist schwermütig bereits so alt zu sein….!) die hochpolitische Lieder singen. Darunter findet sich eine blendend deutsche Untertitelung. „Die Antifa“ ist so ein Lied. Das klammert sich also nicht aus, Politik und erotische Reize. Es liegt halt an jedem, wie er damit umgeht. Jugend, Erotik und politisches Interesse können eine Einheit bieten. Glocken, die 24 Stunden läuten haben auch ihre politischen Reize, wenn jemand das Wortspiel versteht. Die sexuell frustrierten, Synpasenverdrehten Genderisten und Feministinnen, die Schnappatmung bekommen, wenn man sagt „da geht aber eine hübsche Frau“, ah bah, mit sowas wollen wir gar nichts zu tun haben.

    Oder eine Sängerin namens Madonna die zum „Widerstand“ gegen Trump aufruft, die Welthure Madonna, die jedem Mann einen Blasen wollte (und ihm dabei noch Lustvoll in die Augen schauen) der Clinton wählt – das nennt sich also heute politischer Widerstand, Revolution.
    Gott ist das krank.

    Aber nochmals etwas zu Marx: Mir fehlen da die Indianer.

  41. Überall, überall Scheinasylanten! (Foyer des Arts, 1982)
    Warum sind Spass und Party bei jungen attraktiven Frauen eventuell nicht mehr so angesagt wie früher?
    Zum einen ist das Geschlechterrollenbewusstsein ordentlich durchgemischt worden, in dem Sex keine Befreiung, sondern eine Bedrohung darstellt.

    Vor allem spaltet sich die Männerwelt in egozentrische östrogenschwitzende Sitzpinkler, egozentrische grabschende Kampfkarrieristen und moralverknörzelte Machosaurier mit mehr oder minder „syrischer“ Kinderstube.

    Die neue Rechte ist da ein Ventil, es „möglicherweise“ besser anzupacken als die Linke und ihre desillusionierenden Ergebnisse.

    Aber egal was immer man auch tut: Der Überbevölkerungsdruck in dysfunktionalen Gesellschaften in Nahost und Afrika wird seine unausweichlichen Auswirkungen haben auf den Frieden, den Frohsinn und unsere Eierkuchen in unseren sozialverwöhnten Ponyhöfen.

    • Marshallplan für Afrika
      Haben Sie schon von Gerd Müllers Vorhaben gehört? ( bmz.de) Wir sollen alle Vorschläge machen zu den 10 aufgestellten Thesen. Es müssten jährlich 20 Mio. Arbeitsplätze geschaffen werden!
      Nirgends ist da aber irgend etwas über Familienplanung/ Geburtenkontrolle zu lesen…

  42. Die Kulissenwelt des Multikulturalismus……
    ist eh eine traurige Bühne des fadenscheinigen Weltgeistes. Dass die angestammte Soziologie (Kritische Theorie) dafür keinen Begriff entfalten konnte, liegt an ihrem eigenen, windigen Bühnenzauber.

    Sie, (es) beginnt schon in den Baumwollfeldern und Favelas, geht über die Banlieues und endet nicht nur in den Kulissen der Pop-und Rockmusic, die ja eine weltbewegende Windbeutelei der guten Art und der allgemeinen und beseligenden Gleichheit darstellt. Sie hat das Christentum- in seiner schon auf Dynamik angelegten Statik- in elektronische Sphären abgelöst.

    Hier sei auch angemerkt, dass der allgemeine Schauspieler und Künstler ja immer eine publikumswirksame Mittelmäßigkeit (all sheep for the) an den Tag legen muss. Meistens
    liegt es jedoch an konstitutionsmäßigen und charakterlichen Schwächen, die sie Gutheits- . postulate unterschreiben lässt.

    Durch ihre Vielfältigkeit der Rhythmen und Motive gewinnen möglicherweise die Basics des Lokalen wieder ihr altes Lied in den Umformungen der Gegenwart, wobei die allgemeine Weltsympathie scheinbar erhalten bleibt, und überwiegend in großstädtischen Milieus ihre
    Feier erfährt.

    Die multikulturelle Welt, ist eine Welt aus windschiefen Holzbauten (Bühnenwelt) mit Verbindungslinien
    aus Kabeln, die einen „mystischen“ Schichtenkurzschluss anvisieren und simulieren.

    Das ist ihre eigentliche Schwäche und das ihr inhärente Illusions- und Zerstörungspotential.

    Jeder Jugendliche ist weltweit zunächst ein Multikulturalist. bzw. Kommunist, und man kann
    hier zu recht das alte Sprichwort einfügen, dass wer mit zwanzig Jahren kein Kommunist war, kein Herz hätte, und wer mit „Fünfzig“ immer noch einer sei, keinen Verstand……………..

    Einer der großartigsten, „schwarzen“ Solitäre; bitte laut dionysische Music hören:

    https://www.youtube.com/watch?v=IZBlqcbpmxY

    https://www.youtube.com/watch?v=FdgqPFhRSjk

  43. Hier ist jedenfalls schon mal Ende der Party auf Staatskosten angesagt:
    http://scilogs.spektrum.de/engelbart-galaxis/praesident-trump-beendet-die-staatliche-foerderung-der-geisteswissenschaften/

    Ob’s überhaupt jemandem auffallen würde, wenn das „besetzte“ Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Uni dauerhaft geschlossen bliebe?

    Die „aufmüpfigen“ Studenten haben ja bezeichnenderweise wenig anderes als die dauerhafte staatliche Alimentierung ihrer revolutionären Symbolfigur im Sinn: „Die Studierenden bekräftigen ihre Forderungen: Die Uni-Führung soll die Entlassung Holms zurücknehmen oder wenn das nicht möglich sei, eine neue unbefristete Stelle im Bereich „Stadt- und Regionalsoziologie“ schaffen.“

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/holm-entlassung-studenten-der-humboldt-uni-wollen-ihren-protest-unbefristet-fortsetzen-25579406

    Ansonsten sind Umbrüche immer mit Überraschungen verbunden. Da steigt man mit Helmut ins Bett und wacht mit Angela auf (wahlweise „Frauke“ und „Björn“).

    • na ja, das hat sich wirklich nicht geändert....
      … hinter all‘ den schönen großen Worten stand immer letzlich immer der Traum von Staatsknete …

      Möglichst noch: Kontrollfrei Zugang dazu. Deshalb ist die EU so beliebt mit Schwafelprojektanträgen und das Fördermittelsystem überhaupt. Es kommt nur darauf an, jemanden zu kennen, der jemanden kennt. Mehr nicht. Es ist so einfach :-).

      Kleiner Tipp: Filmförderbehörden. Schöner Job. Frauenquote nahe 95%.

    • Perkeo
      Danke, dann wach ich lieber mit Frau Petry auf, aber ansonsten richtig erkannt, möchte mal erleben, was in B los ist, wenn da mal klar Schiff gemacht wird, dann geht das Steinewerfen wieder los.
      Trump greift durch.
      Gestern sagte der Moderator auf MDR aktuell: „Bin mal gespannt, wie Trump das machen will, gegen die Presse zu regieren.“

    • Der einfluss der Medien wird deutlich überschätzt, zumal man immer nur die NYT sieht und nicht das, was bei social Media und Talk Radio läuft.

  44. Es wird hässlich.
    Hedonismus und Freiheit adé!
    Von links und rechts rücken sie an, mit Nannystaat und gesundem Volksempfinden. Und jeder zerrt an einem. Doch man muss sich nicht entscheiden. Nie! Auch Nicht-Wahl und Enthaltung ist eine Option in einer Demokratie. Und nein, damit macht man sich nicht schuldig an irgendeinem politischen Unheil.Im Gegenteil. Man bleibt unschuldig. Aber man muss es vorher bewusst abwägen.

  45. Titel eingeben
    Habe gerade noch mal in mein Studienbuch gesehen. Ich habe vier Übungsscheine zum Kapital, alle quittiert von Bernhard Blanke. K II und K III haben wir privat gemacht, ThüdM und Grundrisse auch. Über Marx kam ich zu Adam Smith. Dessen Erstlingswerk, The Theory of Moral Sentiments, könnte ich einigen unserer Großkopfeten um die Ohren hauen.
    Ich kann mich nur wundern, dass die meisten Kommentare hier zum Kapital von Experten stammen, die ihn nicht gelesen haben können. K I dauert ein Jahr und mindestens zwei Tage die Woche.

  46. Gegenreaktion zu hedonistischen Eltern
    Ist das Verhalten der Jungen, so wie Sie es beschreiben, nicht das Gegenteil der Haltung der Alten? Die heutige Elterngeneration von den kurz vor dem neuen Jahrtausend geborenen Kinder besteht doch aus der von Ihnen beschriebenen feierfreudigen hedonistischen Truppe. Und die revoltierenden Kinder machen halt das Gegenteil. (Die nicht revoltierenden Kinder schwimmen ja alle ganz brav im trivialhedonistischen Mainstream.)

    Wenn Sie das Durchschnittsalter eines Großvaters mit volljährigen Enkeln erreicht haben, werden vielleicht wieder die revoltierenden Hedonisten mit freiem Oberkörper in die Kommune 1 einziehen und mehr physischen Spass haben.

  47. Internationale der Nationalisten
    Die AfD mit Wilders und dem Front National. Europäer stehen zusammen gegen Europa. Eigentlich der beste Beweis, daß die EU hervorragend funktioniert: selbst ihre Gegner übernehmen ihre Verhaltensmuster und Methoden. Da kann ich die jungen Mädels fast verstehen, ein echter Hingucker.

    P.s.: an Don: „Wir leben nicht mehr in den 80er Jahren, sondern 2017. “ – daß Sie als alter Legastheniker vor dem Herren der Versuchung widerstanden haben, hier „in 2017“ zu schreiben, rechne ich Ihnen hoch an.

  48. Höcke ist offensichtlich nicht sexy...
    aber dafür muss der Regenwald ja nicht in FAZ-Blätter zerlegt werden…

    ick weess schon…

    auch nach Berlin keine Stimme für die AfD!!!!!!! Allerdings:

    Die Geilen Geräte gehen derzeit leider nicht mehr oft in Clubs…zu oft angegrabbelt(nicht von Trump!) worden oder k.o.-Tropfen bekommen

    • Stimmt. Die geilen Geräte von heute empfangen zu Hause.
      Nein, nicht Kinder. Sondern diskrete Besucher aus dem Umkreis ihres Copiloten, wenn selbiger brötchentechnisch verreisen musste. Warum nicht, bei allen Pavianen Afrikas? Er tut’s ja auch, der gschlamperte Bosnigel, in absentia. So ist beiden geholfen, und der Kontrakt wird nicht gekündigt.
      Fortgeschrittene Gesellschaften nennen das nicht Promiskuität, sondern Arbeitsteilung.

    • Titel eingeben
      ach herrje, dieser hoecke …. irgendwie erinnert mich dessen gesicht so an stefan george …. irgendwie passt dieses schief-grinsende eulengesicht wohl auch besser unter den schleier einer coelibac t eren betschwester …… aber vielleicht beleidigt man damit den effeminierten george doch ganz boes

  49. Titel eingeben
    Tomahawk sagt:
    23. Januar 2017 um 15:15 Uhr

    Es fällt extrem schwer, Ihre Begeisterung für Karl Marx zu teilen.

    Karl Marx‘ Privatleben war das eines hochnäsig Gescheiterten, der seine Familie, die er fleißig mehrte, nie aus eigener Kraft zu ernähren vermochte. Ohne die endlos großzügigen Zuwendungen seines (igitt!) kapitalistischen Freundes Friedrich Engels hätten er, Frau und Kinder zeitlebens am Hungertuch genagt….

    Herr Tomahawk,
    wollte ich schon vor einiger Zeit schreiben, nur kürzer ;)
    Marx war Lohnschreiber von Engels.
    Nun hat Engels sein Geld als Industrieller verdient, auch Börsenspekulation, war recht erfolgreich.

    Nun wie hat er seine Arbeiter entlohnt, Frage ist doch interessant.

    Zitat :
    Engels, ein patriarchalischer Unternehmer, war tief im bergischen Pietismus verwurzelt. Er gründete in Engelskirchen eine Unterstützungskasse für seine Arbeiter. Gleichwohl traf er die Standortentscheidung nicht zuletzt wegen der vielen Kinder als billige Arbeitskräfte.

    Marxismus ist auch nur eine Religion

  50. Die hedonistisch-rebellische Jugendbewegung heißt...
    HipHop.
    Von SXTN (dürfte dem Don gefallen, als Brücke empfehle ich „Ich bin Schwarz“) über Shindy bis zur GloUpDinero Gang (NotSafeForDon) ist für jeden was dabei. Selbst Neokommunismus wird mit KIZ immerhin einigermaßen unverkrampft und undogmatisch präsentiert und motiviert.

    Es gibt natürlich auch noch Kartoffelrap wie Curse, dem Reinhard May des Sprechgesangs. Und ungefähr so auf- und anregend.

  51. LASS MAL
    Zum einen: gut dass sich nicht nur Linke und Chaoten organisieren. Zum anderen: Don, vielleicht drehen die Damen nach dem Stream noch ein paar nette Runden.
    In Berlin ging es um die 68 nach der Verteilung des Extrablatt noch ganz lustig zu, Kommune I machte es vor. Und so dolle war das Extrablatt nun auch wieder nicht.

  52. Wie wäre es mit folgender Revolution:
    Studiengebühren für alle!

    Es gibt so viele Leute die eine guter Beleg dafür sind.

    Medizinerinnen die als Verteidigungsminister arbeiten.
    Mediziner die als Komiker tätig sind.
    Lehrer als SPD Vorsitzende
    Diplompädagogen als grüne Spitzenkandidaten.
    Physikerinnen als BKin
    Pfarrer als Bundespräsidneten
    Da hätte man sich einiges sparen können.

    PS Zu den jungen Damen bei der AfD:
    Revolution ist ggf wenn man das Gegenteil von dem tut was andere erwarten.

    In den USA ist auch gerade Revolution.
    Da werden bald Köpfe rollen.

    Was sagte man bei der Linken so gerne:
    Man müsse auf die Barrikaden gehen.
    Das machen jetzt jene von der anderen Fraktion
    und schon regt man sich darüber auf das Leute genau
    das tun was vorher gefordert wurde.
    Nur eben ganz anders. Revolution eben.

  53. ???
    „Gedankenfreiheit und ein Leben im Luxus können sie uns nehmen, aber die Ehre, gute Zeiten mit Lea, Ann-Katrin und Paula gehabt zu haben, nicht.“

    Wo möchte die AFD Gedankenfreiheit und ein Leben im Luxus nehmen? Es ist doch viel eher so, dass sie wieder Zustände herstellen möchte in denen auch heutige Studenten die Ehre auf gute Zeiten haben können…..

  54. Zuerst 2 Fragen:
    1. „Die Welt lag einem zu Füssen“: Was macht die Welt in Füssen? Ist Füssen nicht viel zu klein, daß da eine ganze Welt reinpasst?
    2. „Nach dem Barbier gingen wir ins Parkcafé“: an welcher Bar hatte man dieses Bier oder waren die Bärte neu gerichtet?

    Und als Ausgleich:

    die neuen weiblichen konservativen Stars aus den USA.
    Na, was sagt das Auge?
    (Trigger Warnung für Grün-Alternative: Betätigen Sie die Merkel-Taste: (Ton aus) auf manchen Geräten als „Mute“ bezeichnet. „Mute“ bedeutet: Merkels UckermarkTalk ist Entbehrlich).

    https://www.youtube.com/watch?v=LYtXZove2F8&t=52s
    https://www.youtube.com/watch?v=fY9xGRZjUUI&t=76s
    https://www.youtube.com/watch?v=xYF-R4h6-cs

  55. echte pornographie
    et is halt ne andere erotik. funktioniert aber. mal was unanstaendiges sagen. ggf aus der deckung im internet. in dritter reihe in heidenau ‚merkel, du volksverraeterin!‘ da kiekst es und jauchtst es. da ueberschlaegt sich die stimme lustvoll. transzendenzerfahrung durch grenzueberschreitung. beim reissen eines schlimmen witzes. beim schokoladeklau.
    sich raus zu wagen in den tabubruch. das prickelt. und dann doch von der masse oder von versprengten aufgefangen zu werden. sich zu verlieren und zu finden. erotik und transzendenzpraxis.
    das zieht. macht spass.
    deshalb umweht die populisten, so widerlich wie sie sein moegen, doch immer auch so etwas eigenartig heldenhaftes. weil sie richtig bei sich sind. besonders im tabubruch. im moment kompletter isolation kurz vor allumfangender entgrenzung. da kiekst es, da spritzt es, da wird empfangen und umschlossen. da ist man ganz bei sich und ganz im all.
    echte pornographie. mit nicht sondrlich appetitlichen gestalten.

  56. MADONNA
    ……….ist das die frau, von der ein mann einst sagte : voller knorpel und sehnen…………..

    • Madonna ist die die am 18.Okt 16
      im Madison Square Garden sagte : „If you vote for Hillary Clinton, I will give you a blowjob. OK? I’m really good. I’m not a douche, and I’m not a tool. I take my time, I have a lot of eye contact, and I do swallow.”

  57. Titel eingeben
    Dick und schlampig gekleidet ist wohl das Merkmal der heutigen Kommunisten schlechthin, guckt man sich beispielsweise in Marburg um…und nein, Luxus werden sie uns niemals nehmen können.

    • DICK und SCHLAMPIG
      @gast 17:48

      ist Veronika Börsig-Netzhammer, eine CDU aktivistin und schwester des RCDS- und CDU-Aktivisten Clemens Börsig vielleicht eine schönheit.

      merke: die wahrheit ist immer konkret !

      fragen sie mal die hier mitschreibende Frau Simon über den pflegezustand von ulF und deren modische aktualität, oder wollen sie gar kommentare von mir zu Frau Nahles…………..

      obesity scheint ein merkmal vieler menschen heute zu sein, parteiübergreifend…………..

      fällt Frau Wagenknecht – eine wohl ausgewiesene kluge kommunistin – auch unter ihre „dick und schlampig“ beobachtung ?

      lesen sie lieber mal den witz von Reiner Calmund über die fette wurst im metzgerladen nach !

    • django, ich finde die Dame nicht
      eine spontane Suche im Netz förderte nicht ein einziges Foto zutage. Immer nur der Hinweis, ihr Bruder sei der Clemens.
      Sprengt Veronikas „Schönheit“ sogar google?

      Schade, dabei lästere ich doch so gern und wir könnten uns nett über Nahles, CR, ulF und all die lästerwürdigen Damen austauschen, da mir mangels Studium und Nicht-68er eine Beteiligung am Blogthema verwehrt ist, wirklich ein Jammer.

    • ja danke Externet, das muss sie wohl sein,
      und django hat recht, sie ist wirklich keine Schönheit, auch noch 6 Jahre jünger als ich, aber gut, können ja nicht alle so gut aussehen wie ich (lol).

      Jetzt weiß ich auch, warum sich mir die Dame bei der Suche verweigerte, ich habe den Doppelnamen eingegeben und da kam nix.

  58. Wählt die akademische Jugend
    wirklich in nennenswerter Stärke AFD? Ich sehe die nach wie vor ganz überwiegend im linksgrünen Spektrum.Und sie begeistern sich an der „Flüchtlingsarbeit“.

  59. .
    Lese gerade
    „Die Abwicklung“ von George Packer.
    Eine innere Geschichte des neuen Amerika.

    Wie im sog. „Rust Belt“ die Stahlindustrie verschwand.
    In den 80ern wurde die Produktion in Billiglohnländer
    verlagert. Für die absehbaren Folgen gab es keinerlei
    begleitende Hilfsmaßnahmen.
    So wurde z.B. Youngstown zur Beute von Drogendealern.
    In die verkommenen Häuser der Industriestädte zogen
    Kakerlaken und Junkies ein…
    Der damalige Präsident hieß Ronald Reagan.
    http://www.zeit.de/2014/31/george-packer-abwicklung/komplettansicht

  60. Mag ja sein, und doch...
    Irgendetwas irritiert mich an diesem Beitrag, aber was es ist entflieht mir momentan. Wie dem auch sei, ein paar Punkte:
    – Es ist nicht direkt offensichtlich, dass eine ernsthafte politische Beteiligung oder Interesse schlechter sind als ein freudenorientiertes Studentenleben. Man könnte argumentieren, ein solches Engagement ist lobenswert, zeigt es doch die Bereitwilligkeit kurzfristiges Wohlbefinden langfristigem unterzuordnen; Oder, wie Don es tut, mei, es gibt doch wirklich schöneres im Leben. Und ohne Frage hat er Recht; Nur, womöglich wollen Studenten in der AfD diese Möglichkeiten bewahren.
    – Was sozialistische Bewegungen anbelangt: Es ist mir schleierhaft, wie diese Leute nicht nur derart ideologisch besessen sind, sondern auch wie sehr dem Respekt gezollt wird. Universitäten sind angeblich nach links gerückt, und ich habe da wenige Zweifel. Man stelle sich vor, es würde statt Lenin ein führender Nationalsozialist bewundert. Immerhin geht das Gulag nicht auf Stalin zurück, der es ohne Frage ausbaute, sondern auf ihn. Oder Che Guevara. Ein grausamer Mörder.
    – Auch die Idee, man solle lieber feiern als sich mit trister Politik befassen, egal auf welcher Seite, ist seltsam. Muss man wirklich mit Melancholie auf die feuchtfröhliche Studentenzeit zurückdenken? Sicherlich, körperliche Freuden haben ohne Zweifel Berechtigung, sie sind nicht nur schön, sondern auch notwendig – keiner will Patienten Freuds wiedererwecken; Und ich bin nicht lustfeindlich. Und die gewisse Sorgenfreiheit, die eine wohlhabende Familie und ein Studium eines Faches der Laberwissenschaften anbietet, ist sicherlich auch wohltuend. Und doch. Nun, es sei ein Gedankenspiel: Man stelle sich vor, man erblicke nicht mit Wehmut ferne Freuden, sondern auf Wissen, Weisheit und Erfahrung, persönliche Integrität, Mut, Ehrlichkeit, Disziplin, die man in seiner Jugend erwarb. Genug von der Freude: man rede vom Leid, denn es ist der Vater des Wachstums.
    Wenn ich mich recht erinnere, war es Piaget, der die messianische Phase identifizierte. Ohne Frage nützlich und schädlich. Aber ich will nicht für oder wider die Torheit der Jugend (Ha! Als sei ich alt!) argumentieren, sondern für die Idee, dass man anstelle der Gesellschaft SICH versuche zu bessern. Es ist, fürchte ich, aber eine ausgestorbene Idee.
    Die Ironie, fehlerbehaftet, ohne viel Erfahrung und überzeugt von der eigenen Richtigkeit zu wissen, wie alle anderen sich verhalten sollen, damit die Welt besser ist – Nun ja. Oder die Leute, die sagen: Wahrer Kommunismus wurde noch nie umgesetzt!

    Oh, ich spüre den messianischen Eifer in meinen Worten. Es sei mir verziehen – auch ich bin noch nicht ohne Spuren der Jugend. Und dankbar dafür.

    Lieber Don, gibt es einen Grund für die seltsame Stimmung? Oder ist es vielmehr ich, der Ihren Text mit diesen Affekten austattet?
    Haben Sie Acht. Und genießen Sie Ihre Zeit (:

    • sehr schöne Botschaft
      Was im Netze? Schau einmal!
      Aber ich bin bange;
      Greif ich einen süßen Aal?
      Greif ich eine Schlange?
      Morgen in Paris: Maya Belsitzman

  61. 68er Reloaded
    Ich kam 1966 in die Unterstufe eines Baden Württembergischen Gymnasiums. Die meiste Zeit war ich Klassensprecher (weil ich der Jüngste war, und mich nicht wehren konnte) und musste immer in die SMV (Schülermitverwaltung)-Versammlungen gehen, auf denen so wichtige Dinge diskutiert wurden, wie, ob die Tanzband, die zum Abi-Ball spielt, sozialkritisch genug sei. Die SMV bestand aus Marxisten, Maoisten, Leninisten, Trotzkisten, Stalinisten, Spartakisten und anderen „-isten“, die sich allesamt spinnefeind waren und wenn sie ihre Pläne zur Überwältigung des Kapitalismus und Einführung revolutionär antikapitalistischer Arbeiterhegemonie innerhalb von drei Tagen ausbreiteten, konnten sie über 30 Minuten lang dauernde Ansprachen halten und ich verstand kein einziges Wort. Dabei handelte es sich nur um den ersten Satz ihrer Gesamtanalyse. Dieses mir noch gut erinnerliche Soziologendeutsch kann man heute noch auf der RAF-Gedenkseite finden, wenn man ein altes Manifest der APO irgendwo findet oder wenn man 2017 dem Vortrag eines deutschen Soziologen über Genderungerechtigkeit lauscht. Nur in einem Punkt waren sich damals die Herren Kommunisten und lokalen Ober-Revolutionäre einig: in Ermangelung hinreichend theoretisch antikapitalistisch fundierter Erleuchtung hatten die Klassensprecher der Unterstufe bei wichtigen Abstimmungen eine Stimme, die Mittelstufensprecher (Sprecherinnen gab es nicht, wir wurden monogenderell unterrichtet. Weiblich war nur die Klassenlehrerin, und die konnte es sehr gut verstecken), die immerhin schon erste Erfahrungen mit der revolutionäre Klassenkampftheorie der Arbeiterklasse, wie von Marx/Trotzki/Lenin/Ho Chi Minh/Mao oder Josef Stalin beschrieben, gesammelt hatten und nur noch nicht ausreichend in revolutionärem Straßenkampf geschult waren, hatten zwei, die Oberstufenklassensprecher, als revolutionstragende geistige Elite des zum Siege führenden Kampfes gegen das hegemonielle Systems des repressiven Patriarchates in Koalition mit dem US-Imperialistischen Miltärisch-Industriellen Komplex, hatten je drei Stimmen. So geht Demokratie. Das wußten schon die alten Preussen. Nur ich wusste das damals noch nicht. Die GRÜNEN von heute mit ihren Quoten erinnern mich immer daran. In München versuchte ich übrigens immer, ins P1 reinzukommen. Bis heute habe ich es aber noch nicht ein einziges Mal geschafft. Da trank ich mein Barbier halt, bis ich irgendwie und irgendwo zu Füssen lag. Lauter Besoffene hier, dachte ich. Dauernd tritt mit einer auf die Finger.

    • Nicht für die Schule, ....
      @Thomas Marx 1805 230117
      Das kenne ich auch so, ich wurde zwar nur selten Klassensprecher und unterlag einem vom US Schüleraustausch zurück gekehrten Kameraden bei der Wahl zum Schulsprecher, aber ich war als Stv. Klassensprecher immer im „Schülerparlament“ der SMV und dann fast 4 Jahre bis zum Abi dessen Vorsitzender. Dort versuchte auch eine 68 getriggerte Linksgruppe und in stundenlange Diskussionen und weltfremde Forderungen zu treiben. Da ich mit den jüngeren immer fair umgegangen bin und die nach Hause zum Essen, Fußball oder Klavier spielen und Hausaufgaben machen wollten, ergab sich aber nach ein paar Monaten eine effektive Arbeitsteilung. Mit einem alten Freund aus Kindergarten Tagen, Bernhard T, ließen wir die linken Agitatoren etwa eine Viertelstunde quasseln, dann stellte Bernhard den Antrag zur Geschäftsordnung und die solide Mehrheit, hauptsächlich aus Sexta bis Obertertia, stimmte die linken Kohorten nieder. Beschlossen und verkündet. Seither weiß ich das Politik in Parlamenten das Geschäft ist, Mehrheiten zu organisieren. So haben wir auch den Satiriker erfolgreich umgedreht, und nicht für die Schule, sondern für das Leben was gelernt.

    • Das versteht die linke aber micht – sie fühlt sich in der Minderheit wohl und wird ängstlich, wenn sie tatsächlich eine Mehrheit haben sollte, denn dann ist sie nicht mehr progressiv. Dann kommen neue, irre Forderungen.

    • "-isten", spinnefeind
      Immerhin haben die „Das Leben des Brian“ inspiriert…

  62. Sprüche
    Lieber Don, alles hat seine Zeit, Studieren hat seine Zeit, Arbeiten hat seine Zeit, Hedonismus hat seine Zeit, Patriotismus hat seine Zeit, Jugend hat ihre Zeit, Alter hat seine Zeit (sehr frei nach den Sprüchen Salomons). Vor einigen Monaten traf ich ein paar Studenten, die in ihrer linken Studentenstadt eine Ortsgruppe der AFD gegründet hatten. Verglichen mit meinen verlorenen Semestern erschienen sie mir ungeheuer ernsthaft, altklug und irgendwie vorzeitig gealtert. Als ich sie sinngemäss fragte, warum sie sich das antäten, erwiderten sie mir: Wer soll es denn tun, wenn nicht wir? Die Zeit lässt uns keine Wahl. Und darin muss ich ihnen leider Recht geben, es gibt Zeiten, die eigentlich mit der eigenen Biografie nicht kompatibel sind. Denken Sie nur an die Geschwister Scholl.

    • Der unsinnige Vergleich tut mir fast physisch weh.
      Was droht heute jemandem, der sich als junger Mensch für die AfD engagiert? Erregter verbaler Widerspruch eines kleinen Teils seiner Alterskohorte. Also Sex, Drugs und Rock´n Roll (ja, ich war mal in einer ähnlichen Lage. Party pur).

      Und das ist soviele Lichtjahre weit entfernt von Folter und Tod, dass sich dieser absurde Vergleich bei intelligenten Menschen verbieten sollte.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Die glücklichen Jahre
      @Jordan Es gibt hin und wieder eine Generation, die ist vom Glück geküsst – zumindest relativ. Aber im Krieg kämpfen ist auch keine schöne Sache. Oh, ich kann die Studenten, die Sie trafen, verstehen. Ich kenne Sie nicht und will Ihnen persönlich keinen Vorwurf machen; Aber wenn es deren These ist, sie werden gezwungen durch die Umstände, und Sie ihnen zustimmen…
      Warum haben die Generationen vor dieser so schmählich versagt?
      All das Heulen und Zähneklappern über die Umweltzerstörung – und einiges zu Recht, die Flüsse waren grausig – aber die Kultur wurde nicht arg geachtet.
      Wer hat die heutige Jugend in diese Zwangslage gebracht?
      Wer hat seine Verantwortung nicht wahrgenommen?

      Aber für Vorwürfe ist es leider zu spät.
      Ich darf Ihnen aber versichern, es gibt an den Schulen (und sicher an den Universitäten, ich habe nicht studiert) genug lebensfrohe Toren und tief verunsicherte Hedonisten. Es ist immer nur ein gewisser Teil, der die Lage spürt und versucht zu tun, was getan werden muss.
      So wie man heute eine ernste Miene trägt, in Kabul sind es Niquabs. In den ’70er waren es noch Gesichter ihres Glückes unbewusst und in Kabul kurze Röcke.
      Ob ich die Gegenwart mit der NS-Zeit vergleichen würde… Noch nicht. Ich hoffe, Sie übertreiben. Und immerhin hatten die paar Nazis in den US und UK zu der Zeit wenig Macht. Sie können Sich den zweiten Teil des Satzes denken.
      Grüße von einem nicht furchtbar alten, aber vor seiner Zeit Gealtertem (:

  63. Zwischen linearer Algebra ein bisschen angewandte Funktionentheorie
    Auch ich erinnere mich gerne an diese bewegten Jugendzeiten. 1970 gab es in Tübingen einen kleinen Studentenaufstand. Da haben sogar die Mathematiker mitgemacht. Eine Fachschaftsvertretung hatten wir auch, zu der gehörte sogar eine junge Frau. Sie war die Tochter des damaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr (und Schwester des heutigen Innenministers de Maiziere). Ich beschäftigte mich unter anderem damit, die Professoren zu beobachten, wenn sie vor der Tochter des bedeutenden Mannes Bücklinge machten.

  64. Schön wild...
    war Studentenleben sogar im Osten. Ich weiß: Sie haben keine Zeit zu lesen, aber falls sie sich gut amüsieren und ab und zu mal unter Gelächter „Aha“ oder „Hoppla“ sagen wollen: „Babels Berg“ spielt 20 Jahre vor Ihrem „Aufstand“ in Ostberlin, und die Reaktion junger Frauen eines Münchner Literaturtreffs nach der Lesung 2011 war: Einen DDR-Roman hätten sie sich ganz anders vorgestellt. Dort waren übrigens die Naturwissenschaftler die Rebellen. Die „Geisteswissenschaften“ waren fest in der Hand von Marxisten-Leninisten, weshalb die erotischen Interessen einschlägiger Studentinnen sich gern auf Mathematiker, Physiker,… richteten.
    Link erlaubt? http://immosennewald.com/buecher/index.html#1120189dec10c5d0a

  65. Ja früher
    könnte man auch noch studieren und hatte sowas wie Allgemeinbildung, die meistens jedenfalls. Seit Bologna werden die jungen Leute durch Bachelor und Master gehetzt, um dann mit 23 Jahren den Weg ins Praktikariat anzutreten. Der gestrige Tatort machte dem Streß gar zum Thema und ich dachte, dass sei Schnee von gestern.
    Ein gewisses Maß an Allgemeinbildung lässt sich auch am Lebensstil ablesen und umgekehrt. Geschmack und Niveau sind durchaus erzieh-und erlernbar, allerdings muss da einiges zusammenkommen, personell und soziologisch.
    Bei Ihrem Artikel fällt mir der alte Spruch ein: Wer mit 20 Jahren kein Sozialist ist hat kein Herz mit und wer mit 30 Jahren noch Sozialist ist, hat keinen Verstand.

  66. Mutterschiff berichtet nun bereits von 2 toten Rentnern
    in Bln-Prenzlberg;

    Warte, warte noch ein Weilchen,
    dann kommt Haarmann mit seinem Hackebeilchen
    auch zu DIR

    …da haben die Geilen Geräte vorerst ja noch Glück da ohne Rentenbescheid(=Daueralimentierung)…, aber wissen das die (röm.) Analphabeten a la Al-Bakr, Amri + Khavari und co.?

    Hinweis an die FAZ: Der 55j. ist m.W. Pole…is aba nich wichtich. Hoecke allein is Schande, jenau!

  67. München war einfach nur spät dran,
    und es waren nicht allein die Studenten, die 1988/89 wegen der Studienbedingungen aufbegehrten. Wie 1997/98 hatten auch die Universitäten ein Interesse an mehr finanzieller Unterstützung. Da waren die Zeiten, als es um den Muff von 1000 Jahren unter den Talaren ging, doch ein ganz anderes Kaliber.

    AfD und RCDS müssen sich nicht ausschließen, der RCDS hat ja einschlägige Erfahrungen mit Rechtsextremisten, wenngleich er eher der CDU/CSU zuzurechnen ist. Die Wurzeln des AStA hingegen ähneln denen der SPD. Was ich ein wenig vermisse, ist der Hinweis auf SDS, AMS, MSB Spartakus, SHB etc. Denn die linken Studentenverbände dominierten jahrelang den VDS. Und obwohl der Radikalenerlaß etliche Mitglieder traf, brachte es einer gar bis zum Bundeskanzler. Obwohl, das war wohl eher ein trojanisches Pferd.

    Für mich war die Studentenzeit eine Zeit quasi unbegrenzter Freiheit. Etwas, was ich danach nie wieder erlebte.

  68. Aussehen wichtiger als politische Inhalte
    https://rebellmarkt.blogger.de/static/antville/rebellmarkt/images/wirsehengr.jpg

    Ein Mann mit diesem Charisma kann noch so abgedroschenen rechtslastigen Alt-Männer-Blödsinn von sich geben — ich werde ihm doch immer zu Füße liegen. Go, Don Alphonso, go!

    • Titel eingeben
      Subtil, subtil die Eigenliebe kitzeln, damit das vergiftete Lob durchgeht?

      „Rechtslastig“ ist aber ein so dumm-pauschales wie inhaltsleeres Etikett. Das eher zu den Blechnäpfen passt als zu diesem blogbeitrag?

  69. Studentisch leuchtet München nur individuell?
    Wann werden „Grenzüberschreitungen“ in der Jugend neue Geschichte? Nur wenn die „Pubertät“ demagogisch, leninistisch, populistisch oder rock n roll ist?

    Die 1848iger stellten damals alles auf den Kopf und schrieben die Vor-Biographie der Bundesrepublik (die davon immer weniger wissen will und die „Turnväter“ Arndt, Jahn … beiseite schiebt).

    Die 1968 iger befreiten „alles“ und versuchen nun ihr Rest- und Total-Deutungsmonopol „Brüssel“ – nach dem Vergessen von Marx, Mao, Moskau, Hasch, freier Liebe) – in Koblenz per Demo und „Übernachtungsverhinderungsdruck“ durchzusetzen.

    Frauke Petry, Marcus und Björn (usw) tanzen noch gegen 68ig an. Sogar auf wienerisch, französisch, flandrisch, niederländisch und preußisch. Vermeintlich mit Trump und Putin. Ahnen sie nicht, wie eng die Tanzfläche und wie klein der Ballsaal ist? Sind sie die letzten Studenten ihrer Nationen?

    Don, da kommen Sie mit München 1989. Wie beruhigend diese Nostalgie, diese „artige“ Grenzüberschreitung zwischen Männern, Frauen und Institutionen auch ist; ich befürchte die studentische Saison von München 89 hat keinen Modellcharakter, so schön es war und individuell prägte.

  70. Programm?
    „Ich habe als hemmungsloser Libertin was gegen die Sexualmoral der AfD.“ Im Parteiprogramm spielt das keine Rolle.
    Was hier die „Moral“ nachhaltig verändert, ist die Masseneinwanderung aus 2Problem“gesellschaften: „Patriarchalisch gesinnte Männer aus einer frauenfeindlichen Kultur lassen sich nicht integrieren.“ (Bassam Tibi) Sie werden aber unsere Gesellschaft verändern.

  71. Schöne alte Erinnerungen
    Sehr geehrter Don,

    wie schön, wenn man solche Erinnerungen haben kann, weil man dabei gewesen sein konnte.

    Kann mich auch an etliche Studentenproteste erinnern: Der erste war der in der Wende. Der damit endete, dass die Studentenvertretungen Ost und West aufeinandertrafen und sich nicht verstanden. Die West-Asten hatten schon ein riesen Problem, dass nicht eine Geschlechterquote beachtet worden war und hatten dementsprechend gänzlich andre Ziele. Darüberhinaus ging es zu wie in „Neue Vahr Süd“ von Regner so gut beschrieben: Selbstzerfleischung über irgendwelche ideologischen Nuancen. Die Westlinke eben, wie wir sie kannten (auch daran musste man bei dem Brandbrief der EMMA über die Hetzfeministinnen denken): mit sich selbst und viel zu hohen Ansprüchen beschäftigt.

    Dann Studium an der FU fortgesetzt (in Osten wurden Fakultäten abgewickelt und neu gegründet – ein geregelter Studienalltag war eine zeitlang scheinbar nicht machbar: Da konnte man sich froh dünken, dank Stipendiums in ruhiger, gesicherte Studien- und Lehrverhältnisse begeben, und seine Landsleute kennenlernen gehen). Mitte der 90er hatte es dann ein sparender Kultussenator geschafft: Das erste Mal gingen Lehrende, Angestellte und Studenten von Berlin gemeinsam für mehr Geld und bessere Studien- und Lehrbedingungen demonstrieren. Es herrschte Hochstimmung. Bis der Zug am Roten Rathaus eintraf, in welchem der Regierende seit der Vereinigung regiert.

    Und da passierte es dann. Verstrahlte Gestalten aus dem „Orga-Team“, die so waren, wie der von Ihnen beschriebene, riefen zu Beginn der Veranstaltung, in der es um mehr Mittel und Raum für Studenten und Lehrende gehen sollte, tatsächlich zur „Revolution“ auf. Das zu Beginn der Abschlussveranstaltung redende, oder besser schreiende Jüngelchen rief die Polizei, die vor dem Rathaus für gebührende Distanz sorgen sollten (wobei es keinerlei Druck von der Menge gab) dazu auf, die Fronten zu wechseln (?!)! Sie sollten sich mit ihren Waffen an die Seite der Protestierenden (Entrechteten) stellen und mit ihnen gemeinsam das Rote Rathaus stürmen (in mir fragt dann immer etwas: Und dann? – ein Programm haben sie ja meist nicht mal in Ansätzen, und ihre Visionen sind meist dürrer als dürr)!

    Das Ergebnis: Der Erfolg des großen, gemeinsamen Protestes, der wirklich hätte Erfolg haben können, zerstob in Minuten. Die Massen lösten sich im Eiltempo auf. Und das war es dann. Radunski und Co konnten sich die Hände reiben.

    (Ähnliches hatte sich damals bei der massiven Umgestaltung des Art 16 ereignet, als ein Pulk besonders „Bewusster“ die auf der Bühne Versammelten mit Eiern bewarfen und der Veranstaltung sprengten: https://publikative.org/2012/11/08/die-tragische-demonstration/
    Es war eine große Demonstration, unter Beteiligung fast aller Entscheider – nie vergessen wohl ein riesen Ballon in Form der Buchstaben und Zahlen des Art 16 von den Grünen.
    Kannte einen derer, die die Gäste auf der Bühne bewarfen (heute ein gesetzter Herr, der sein Geld machte) und den Schwachsinn starrsinnig verteidigte. Man habe denen die Maske von Gesicht… usw. Hat zwar das Gegenteil von dem erreicht, was sie vorgaben erreichen zu wollen, aber das scheint solchen Revoluzzern immer wieder gleich).

    Schöne Erinnerungen an aufregende Aktionen und Partys… Ja, das ist schon etwas!

    Der letzte studentische Protest, den ich erleben durfte, war dann schon kurz vor dem Staatsexamen. Man traf sich unter Juristen, die sich engagieren wollten, und wusste nicht so recht, warum man für Langzeitstudenten kämpfen sollte (das waren zumeist welche aus den Richtungen, wo man reichlich von unmöglichem Umgang mit Dozenten hörte, und Diskussionen, die sich endlos im Kreis drehten). Bei uns wollten alle so viel wie möglich Wissen sammeln und so schnell wie nur möglich das ohnehin lange Studium hinter sind bringen…

    Die Linke begrüßt nun akturell die Besetzung. Aber das ist schon ein andres Kapitel traurigen Stumpfsinns…

    Viele freundliche Grüße aus der Hauptstadt von Notzucht und Verbrechen

    (was meint eigentlich Scarlett Johanson in der andren Hauptstadt, sie würde nun befürchten, dass: „Ihre zweijährige Tochter werde – anders als Trumps Tochter Ivanka – möglicherweise in einem Land aufwachsen, „in dem sie nicht selbst über ihren Körper bestimmen kann“?
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/washington-womens-march-donald-trump-frauen-protest )

    • wg. Scarlett Johanson - schön, ja, ihre Tochter bestimmt auch. Sonst? Schwer zu sagen -
      – man würde wähnen, man verstehe sie nicht richtig. Zumindest die von Ihnen zitierte Aussage klingt ein wenig so, als ob sie ins Blaue redete.
      Vielleicht verselbständigen sich in der US-Aufregung bestimmte Floskeln – wie etwa die von der Selbstbestimmung über den Körper. Das war einmal unter Feministinnen insbesondere eine große Sache, die Selbstbestimmung als insbesondere über den eigenen Körper vermittelt anzusehen. Frau Johanson ist die Tochter einer Mutter, die so dachte, und die einschlägige Literatur noch immer hochhält – „Our Bodies – Our Selfes“ heißt ein Megaseller.
      Die Logik wäre dann so: Trump ist gegen Frauenkörper – also ist er gegen die Selbstbestimmung. Gegen die Selbstbestimmmung sein, heißt gegen die Demokratie sein = Trump wird eine Autokratie errichten, und wenn Frau Jonhansons Tochter groß ist, gibt es in den USA keine Demokratie mehr.

      Irgendwie regt sie die Phantasie an, die schöne, aufgeregte Frau Johanson.

    • Scarlett
      Danke sehr.

      Ähnliches hatte ja schon eine junge Deutsch-Amerikanerin im ARD-Wahlstudio zu dem US-Wahlen gesagt, und dabei sogar ein paar Tränen vergossen (die keiner so recht verstand, den Reaktionen zu Folge): Sie denke an die zweijährige Tochter ihrer Schwester, die in den USA groß würde… Und dabei weinte sie…

      Was sie da befürchtete, wurde nicht klar, ebenso wie bei Scarlett O. (die einige ganz wunderbare Musikvideos gemacht hat – bzw. dabei mit …).

      Es gab dann ja so eine Abhandlung, wo eine Frau in Deutschland schrieb, wie sehr sie ihrem Traum nachtrauere, als alte Frau ihren Enkelinnen von der Wahl der ersten US-Präsidentin zu erzählen. Das Bild wurde sogar angereichert um glaub ich Herbst und Kuschelig drinnen… Ein Ereigniss, fast so wie..? Es hatten ja nun etliche Länder weibliche Regierungschefinnen, sogar Israel und die Türkei. Verändert hat das gar nichts. Auch nicht in Deutschland, aber man kann ja mal verrückt spielen und sich ausrechnen, wie es gewesen wäre, mit den Enkelinnen…

      Scarlett O. – nie so heiß, wie in Match Point von Woody Allen!

      Kennengelernt hier: Ghost World – ein Film, der leider viel zu unbekannt ist, an Seite der damals viel berühmteren Thora Birch.

      Der Streifen ist wegen vielem wunderbar. Schon die Eröffnungsszene und auch dem darin verarbeiteten Musikstücken, das für sich nicht umsonst so mega berühmt ist, dass es im englischen Wiki einen eignen Artikel hat (der Film ist auch wegen Buscemi und alter Platten vielem mehr toll):
      GhostWorld opening credits with Jaan Pehchaan from Gumnaam
      https://www.youtube.com/watch?v=VB4q9rcfvvE
      – ha, das macht Freude, das geht ab!

      Vielleicht sollte sich Scarlett mal wieder frei nehmen und entspannen. Und wir alle!

      Manchmal denkt man doch öfter an diese „Politik der Spannung“. Also ob wem daran gelegen wäre alle ständig unter Hochdruck und Aufregung zu setzen… Und ob hier in den US: Spaltung, Streit, Spannung (immerhin das wurde in der deutschen Presse mehrfach über Obama gesagt: Er habe eine gespaltener Nation hinterlassen, und Trump habe das nur ausgenutz, nicht geschaffen – vermutlich wird man Trump das woanders längst allein anlasten)… Schön ist das nicht.

      Aber wenn sich jemand schon um seine 2jährige Tochter sorgt (so sorgt sich mancher Töchter-Vater hier übrigens aus ganz andren Gründen), dann ist er natürlich hochgradig erregt.

      Wer hat diese Erregung so angeheizt? Ist es wieder nur das böse Internet? Oder eine Armada von Medienhäusern und Sendern..?

      Das könnte man fast meinen. Aus der für mich mit Abstand aufschlussreichsten Diskussion einer enttäuschen Clinton-Wählerin und einem, der das hinterfragt – einer sich unter einem YouTube-Video “ Not my president? Grow up.“ ereignenden Diskussion https://www.youtube.com/watch?v=K2eBWiq8upY – siehe die Diskussion in den Zuschauer-Kommentaren dort darunter.

      Am Ende diskutieren dort sehr lang, aber sehr erhellend eine Kay und ein Chase Hutchins. Das kann man nur empfehlen, um sehen zu können, welche Hysterie sich aus der Clinton-PR in Zusammenhang mit erlebter Unzufriedenheit und Frustration ergibt. Das kann nicht wirklich gesund sein.

      Hab dieser Tage gedacht: Gut, wie komfortabel: Wenn jetzt die USA Dronenmorde begeht oder Kriege ohne Gründe führt oder andere ausspioniert, dann würden hier Unmassen bereit stehen, um gegen die USA zu marschieren. Auf den Straßen, versteht sich :).

      Protest gar kein Problem mehr. Von CDU bis Linke geeint und begleitet von einem Verband von Schlachtschiffen, wie Spiegel, SZ, Zeit, Bild und öffentlich-rechtlichen (das letzte Mal herrschte wohl so eine Einigkeit, als Wulff mit vereinten Kräften verbellt wurde, der übrigens, so stand es in einem Flagschiff der deutschen Medienlandschaft, gemeinsam mit Ehefrau Bettina an der Eröffnung von Elphi gemeldet worden war… Ehefrau? Sind die jetzt wieder zusammen in diesem hässlichen Häuschen?)…

      Antiamerkanismus war gestern und die Aufregungen hoffentlich auch ;)

  72. Chiffren
    Da es gefährlich ist, sollte man es verbieten und in Chiffren reden: (also):

    „Sehen wir uns ins Gesicht. Wir sind Hyperboreer – wir wissen gut genug, wie abseits wir leben. »Weder zu Lande noch zu Wasser wirst du den Weg zu den Hyperboreern finden«: das hat schon Pindar von uns gewußt. Jenseits des Nordens, des Eises, des Todes – unser Leben, unser Glück… Wir haben das Glück entdeckt, wir wissen den Weg, wir fanden den Ausgang aus ganzen Jahrtausenden des Labyrinths. Wer fand ihn sonst? – Der moderne Mensch etwa? – »Ich weiß nicht aus noch ein; ich bin alles, was nicht aus noch ein weiß« – seufzt der moderne Mensch… An dieser Modernität waren wir krank – am faulen Frieden, am feigen Kompromiss, an der ganzen tugendhaften Unsauberkeit des modernen Ja und Nein. Diese Toleranz und largeur des Herzens, die alles »verzeiht«, weil sie alles »begreift«, ist Schirokko für uns. Lieber im Eise leben, als unter modernen Tugenden und andern Südwinden!… Wir waren tapfer genug, wir schonten weder uns noch andere: aber wir wußten lange nicht, wohin mit unsrer Tapferkeit. Wir wurden düster, man hieß uns Fatalisten. Unser Fatum – das war die Fülle, die Spannung, die Stauung der Kräfte. Wir dürsteten nach Blitz und Taten, wir blieben am fernsten vom Glück der Schwächlinge, von der »Ergebung«… Ein Gewitter war in unsrer Luft, die Natur, die wir sind, verfinsterte sich – denn wir hatten keinen Weg. Formel unsres Glücks: ein Ja, ein Nein, eine gerade Linie, ein Ziel…“ F. N.

    Ist das nicht eine Aufgabe?!

  73. Wahrscheinlich irre ich mich
    und es ist auch von keinerlei Bedeutung. Aber ich glaube auf einem Ihrer schönen komplexen Bilder ist Mendelssohn zu sehen. Deutsches Fach und nicht Italita – fraglos. Verzeihen Sie, so ein Feedback haben Sie bei Ihrer Geschichte sicher nicht auch noch gebraucht. Aber der Beckmesser in mir will es doch gesagt haben.

  74. Daniel
    @Don Alphonso: Was ist denn aus dem Daniel geworden? Hat er wenigstens die Kurve gekriegt? Oder ist er im Astasumpf versunken? Nur aus Interesse halber.

    Zumindest uns Lehrkräften an der Universität Osnabrück hatte man uns vor kurzer Zeit mitgeteilt, die Studenten für die Astawahlen zu motivieren. Grund: die Wahlbeteiligung ist auf knapp 10 % gefallen. Naja, vielleicht hilft’s.

  75. "Mögest du in interessanten Zeiten leben"
    Ist es nicht vielmehr ein Ausdruck der jeweiligen Zeit, ob der geistig rege Mensch sich politisiert oder nicht? Ganz unabhängig vom Alter. Ich glaube mich zumindest zu erinnern, daß dieser Blog dereinst der Hochkultur des Fahrradfahrens gewidmet war, bevor er sich berliner Staatssekretären, amerikanischen Newsportalen oder Netzfeministinnen verschrieb.

    „Mögest du in interessanten Zeiten leben.“ – Ein chinesischer Fluch, angeblich. Die Chinesen mochten es seit jeher ruhig und stabil. Aber gelegentlich entstehen politische Situationen, die mehr faszinieren als der Koksvorrat des neureichen Porschefahrers aus der münchner Schickeria. (Ohne daß ich dessen Unterhaltungspotential grundlegend abstreiten will.) Wahrscheinlich sind das nicht die angenehmsten Phasen der Geschichte.

  76. Über Liebe und Sex unter sozialen Konstrukten
    Die Idee, die AfD, namentlich ihren Erfolg bei jüngeren Leuten, mit mehr Sex zu bekämpfen, hat was. Immerhin ist sie neu und vielleicht erfolgreicher als das inflationär verbreitete Rechtspopulismusnationalismusrassismus-Geschrei.

    Anders als in den vergleichsweise frivolen und unbefangenen Zeiten Ende der Achtziger hat die Begegnung zwischen jungen Menschen heute ihre Tücken, die ihnen als sozialen Konstrukten noch vor dem Spaß erst mal einen vertieften Diskurs der Geschlechterdifferenz auferlegt …

    „In der mikrosoziologischen Perspektive richtet sich der Blick auf alltägliche Praktiken und Interaktionen, durch die Zweigeschlechtlichkeit nicht nur dargestellt, sondern – so ein zentrales Ergebnis dieser Perspektive – erst hervorgebracht wird“
    (Paula-Irene Villa)

    „Die Deplausibilisierung des Körpers als Essenz von Geschlecht rückt gesellschaftliche Geschlechternormen in den Bereich des Hinterfragbaren und eröffnet den Spielraum für nicht normative, geschlechtliche Existenzweisen“ (Carolin Küppers)

    An diesem Punkt tendieren junge Leute oft gleich zur „Null-Hypothese … dass es keine notwendige, naturhaft vorgeschriebene Zweigeschlechtlichkeit gibt, sondern nur verschiedene kulturelle Konstruktionen von Geschlecht“. (C. Hagemann-White)

    Denn …
    „Diese Perspektive ermöglicht, die Verwobenheit von Geschlecht mit anderen symbolischen Differenzkategorien innerhalb derselben Kultur zu sehen.“ (Regine Gildemeister/Angelika Wetterer)

    Gut möglich aber, dass Paarungswillige bereits an niedrigschwelligen Herausforderungen wie der geschlechtlichen Identifikation scheitern …

    „Ist die Zuschreibung erfolgt, werden die jeweiligen Einzelheiten der Interaktion eingeordnet und die richtigen Genitalien werden, da sie nicht sichtbar sind, unterstellt“ (S. Hirschauer)

    Wie auch immer, die Lotterbetten sind dornig und voller Fallstricke.
    Verständlich, wenn die jungen Damen und Herren sich lieber AfD-Videos anschauen.

    Zitate: http://www.bpb.de/apuz/135431/soziologische-dimensionen-von-geschlecht?p=all

    • Oh Gott
      Dann lieber nie wieder Sex, egal mit welcher „Konstruktion von Geschlecht“ auch immer …

    • Titel eingeben
      Fein gemein.

      Der Verzicht auf eine (zirkuläre) déconstruction von „Differenzkategorien“ könnte doch aus der Erkenntnis hervorgehen, dass es sich um ontologische oder schlicht lebensweltliche Belanglosigkeiten handelt?

      Also in der Wahl des „Einfachen“ nicht einfach die Komplexitätsreduktion der Dumpfen zu unterstellen ist …..

  77. Vielleicht sind sie ja Fakes
    „Die jungen, schönen Studentinnen, denen ich aus Gründen der Recherche bei Twitter folge, sind allerdings nicht beim RCDS. Sie sind Anhängerinnen der AfD. Ich sitze an meinem Rechner, und sie schreiben, dass sie nun den Stream des EFN-Kongresses anschauen.“

    Sicher? Woher wissen Sie, dass sie echt sind, echte Studentinnen? Studentinnen sind meistens links-grün.

    Wo ist der Beleg von Twitter den Sie sonst bringen?
    Nothing matters, right?

  78. Gedreht
    Die Welt scheint sich wirklich eigenartig gedreht zu haben. Da denkt man, eine toll aussehende, gescheite Frau kann doch nicht gut schwerrechts sein, und sieht im Schweizer TV eine solche als wüste SVP-Abgeordnete. Oder schauen sie mal den Blog von Tomi Lahren. Und die Mädels von FOX. Dagegen die drögen Linken … ich weiß nicht. Wahrscheinlich ist das eine male chauvinist Einstellung.

    • @gedreht
      Passt ins Bild. Bei Frauen: Wer keinen abkriegt, ist nicht selbst schuld. Sondern die Gesellschaft. Und konstruiert Beweise über Gendertröterei, Schuld des Kapitals oder sonst was. Bei Männern: Wer keine abkriegt, erzählt was von sexueller Revolution und dem Geschlechtsakt als „Befreiung“. Letzteres hat die Natur durch AIDS unterbunden dumm gelaufen für die Jungs. Ersteres wird die Natur auch unterbinden. Leider zu langsam (Austerben mangels Vermehrung) – dumm gelaufen für die Geselschaft.

  79. wenn ich nochmal ....
    Werter Don!
    Das einzige was ich rückblickend auf mein Studium bereue ist, dass ich nicht mehr „g*****“ habe. Ich war viel zu brav. Weil der Uni-Assistent damals „ge**“ war, habe ich sogar eine Kurs über marxistische Rechtsphilosphie und Jewgeni Paschukanis belegt. Aber es hat nicht das gewünschte Ergebnis gebracht.
    Nur „sozialistische Eigentum“ und kein ….. (sie wissen schon). Nach dem er vom sozialistischen Eigentum der DDR zu schwafeln begann, ging ich nicht mehr hin. Da halfen auch seine schöne Augen nichts! Das war mir zuviel. Im Unterschied zu den „Linken“ lief es beim „rechten“ Cartellverband (zu späterer Stunde, nach dem Wahlspruch „in dubiis libertas!“) doch deutlich besser. Und in den Festtrachten macht ein junger Student einfach viel mehr her …
    Kurz: schon damals hatten die „rechten“ einfach die fescheren (und häufig willigeren) Mitstudenten!

    Zölibat heißt ja ehe- und nicht sexlos!

    Ihr in sündigen Erinnerungen (die, je länger sie zurückliegen, umso verklärter werden) schwelgender Pfarrer Hirn!

    • Titel eingeben
      Haha, „Zölibat“ heißt ehelos im Verzicht auf jegliche sexuelle Praxis.

      Das ist jedenfalls die offizielle Interpretation und der Anspruch der Kirchen, die sich „kath.“ schimpfen. Und da sind auch welche mit verheirateten Priestern drunter.

      Die Pfarrer, Vikare und Kapläne in gay-darkrooms, oder die Dompröbste, die betrunkene (männliche) Studenten zu „sexuellen Handlungen“ „einladen“ wollen oder die mit Doppelleben, Geliebter und Nasziturus …. die haben da was mißverstanden.

    • Sie haben kein Interesse an Frauen?
      Dann sind Sie besonders dazu berufen Priester zu werden:-)

      Wenn man das Desinteresse* nicht hinterfragt kann es passieren
      das sich eine ander Gruppe, sagen wir mal, kumuliert.
      Eine Art besondere Auslese die sich später auswirkt wie
      eine ungewollte Schwangerschaft. Da sich die am häufigsten betroffene
      Institution mit Abbrüchen ungewollter Schwangerschaften sehr schwer tut dauert es sehr lange bis so ein Problem in Rente geht.

      PS:So viele asexuelle gibt es nun auch wieder nicht.

    • 24. Januar 2017 um 22:03 Uhr
      So ganz verstehe ich Ihre Einlassung zu besagter „kath.“ Institution nicht.

      Ich kolportierte ja nicht nur diejenigen einschägigen Fälle, in denen westphälische Kleriker, Dompröbste/Offiziale z.B. gegenüber männlichen angetrunkenen Studenten übergriffig werden/geworden sind, sondern schließe auch die heterosexuellen Priesterlein mit ein, die z.B. auch als bewanderte Kirchenhistoriker gerne eine mehr oder minder dauerhafte Liasion mit einer nicht unbedingt ansehnlichen Dame eingehen (und u.a. Kinderlein zeugen), obwohl das Selbstverständnis der Institution etwas anderes befiehlt.
      Über moralische Dilemmata oder die historische Entwicklung der Zölibatsverpflichtung werde ich nicht urteilen ….

      Sofern ich die Zeitgeschichte richtig im Blick habe, haben sich die Vertreter besagter Institution in den späten 1980ern, frühen 1990ern öffentlich auch noch vehement echauffiert ob der unsittlichen Zustände unter der wilden und unzüchtigen Jugend. Was der Beitrag ja auch schönstens faunisch belegt.

      Faszinierend an der Röm.-Kath. Kirche als Institution ist aber ihre mindestens 1700jährige ununterbrochene Existenz, trotz Schismen und Napoléon Ier …. Das Kaiserreich Abessinien ist ja erloschen und so lange besteht nicht einmal die englische Krone, mit der wir letztendlich alle verwandt sind (-;

    • 23. Januar 2017 um 13:42 Uhr
      hehe, herr kaube liest hier wohl nicht mit. oder mag nicht kommentieren.

      und auch sonst niemand, der pierre bourdieus ansichten zum studium der soziologie kennt? mmmmh.

    • 25. Januar 2017 um 02:01 Uhr
      na schoen, auch hier will es niemand besser wissen …. dabei war die pfuetze doch so huebsch bereitet, dass man mit einem hinweis auf die japanische kaiser-dynastie lustvoll haette hineinspringen koennen. was soll’s.

      schoene gruesse vom lac léman.

      Lasst Euch Eure Freiheit nicht nehmen!

  80. Nimm dir was du willst. Solang du nur noch kannst. Verschwende deine Jugend
    Als ich jung und schön war,

    da stand ich auf dieser weißen Box, in diesem weißen Raum, überall die jungen Dinger, lasziv ihren Körper zu Blasphemous Rumours bewegend, ihre Augen starr gerichtet, auf die Erfüllung ihrer Träume.
    Auf mich.

    Als ich jung und schön war,

    da habe ich dem alten mächtigen Mann mit kalten Blick Luhmann
    in seine Frankfurter Schule getrieben, seine Zornesröte ignoriert und mich lächelnd zu seinen jungen Assistentinnen gedreht. Er schrie und tobte, aber sie lächelten zurück.

    Als ich jung und schön war,

    schlug ich dem Bauarbeiter meinen Ellenbogen in die Fresse und lächelte. Er lachte zurück und eine Grenze war gefunden. Zur Feier gab es ein Glas vom eigenen Blut. Für mich.

    Als ich jung und schön war,

    da war ich so dumm, so arrogant, so wahnsinnig, so eitel, so lächerlich, so mutig, so genial, so brutal.

    Zum Scheitern verurteilt.

    Und gerade deswegen, weil ich den Punkt meines Scheiterns erreichen konnte, deswegen habe ich gelebt.

    Das ist die Kunst.
    Der Jugend.
    Den Punkt des Scheiterns zu erreichen.
    Komme was wolle.

    • Ich spekuliere mal...
      … und behaupte, Sie meinen eine gewisse (längst geschlossene) Disko in Hauptbahnhofnähe in Düsseldorf? War eine gute Zeit damals, insbesondere der „Club25“ dort am Donnerstag war Legende, lange ist es her.

      Aber Sie waren hoffentlich nicht der komische Kauz, der öfters mit einem Handschuh auf der Box tanzte? „Augen starr gerichtet“ wäre dann sicherlich immer noch zutreffend, aber das mit der „Erfüllung ihrer Träume“ müsste ich doch anzweifeln, die Bemerkungen zumindest meiner weiblichen Bekannten zu diesem Herrn fielen verhalten aus.

      Ich frage mich ja ohnehin immer, was die jungen Leute heute so an den Wochenendabenden anfangen. Diskothekenbesuche scheinen nicht mehr so gefragt zu sein wie bei uns früher, aber vielleicht bin ich auch nur zu alt, um zu wissen, wo man heute feiern geht.

      Rheinische Grüße
      SchallundRauch

  81. heute ein kündigungsgrund oder entzug der lehrerlaubnis, ja der würde als mensch !
    ja, das waren noch goldene zeiten damals,sagte doch der junge lehrbeauftragte in der propädeutik zu einer studentin, die mit einer kecken gegenfrage zu den zeitlichen rechnungsabgrenzungsposten auftrumpfte in seiner anwort:
    es ist mir wieder nicht gelungen, sie mit meinen provokanten fragen aufs kreuz zu legen………….
    gejohle im zweitgrössten hörsaal !

  82. München leuchtet...
    … in der Erinnerung immer noch schöner.

    Als Schülerin des TLG habe ich mich damals ebenfalls an der Münchner Demo beteiligt. Möllmann hatte vorgeschlagen, man solle doch in Bielefeld studieren, wenn es in München überfüllt sei.

    Danach gab es eher unpolitische Jahre, in denen sich auch die SZ Journalisten mehr damit beschäftigt haben, gut gestylt im Schumanns gesehen zu werden.
    Es freut mich zu lesen, dass die jungen hübschen Studentinnen von heute der Afd zugeneigt sind. Es gibt offenbar doch noch einen Überlebenswillen in dieser Gesellschaft und Ansätze von gesundem Menschenverstand. Frauenrechte und muslimische Masseneinwanderung passen auf Dauer nicht zusammen.

    Dass meine Töchter dieses Gefühl von Lebensfreude, Sicherheit und Freiheit in Münchens Nächten nicht mehr erleben werden, stimmt mich wehmütig.

  83. ... ich war bei einem der letzten Streiks oder Streikversuche ...
    … kurz dabei. Versammlung im Audimax. Orgatruppe steht vorne, paritätisch besetzt, im Hintergrund ein Nerd-Team unwichtiger Gestalten in dunklen kapuzenshirts, das für WLAN sorgt. Sie hübsch, Einheitslook urbaner Internetgören, er mit Bart, Mikro, ohne Hipsterzopf, der lässige Führer, der sich gerne reden hört. Verkündet wurden dann erstmal die Regeln für die Diskussion: Melden immer mit einem Arm, außer Geschäftsordnungsanträge oder Frau, dann mit zwei Armen, dann kommt es/sie sofort dran. Dann die ersten Meldungen und immer die beflissene Frage: ist das jetzt eine Geschäftsordnungsfrage? Und ich dachte mir nur: Sooooo wird das mit der Revolution sicher nichts, das führt allenfalls zu einer befristeten Stelle. Und so kam es auch. War nach zwei Wochen vorbei. Ich hoffe, sie hatten wenigstens Spaß und zeugten Kinder dabei…

  84. Erinnerungen
    Da haben sie schöne Erinnerungen geweckt! Wer wen verführte, war nicht immer eindeutig, aber alle Seiten profitierten vom fait accompli und wahrten Stillschweigen.
    Gemeinsam bewältigte Extremsituationen und Schlafmangel führten zum „Du“, auch mit den Älteren.
    Die Mauer war gefallen, den ein oder anderen plagten hin und wieder noch traumatische Erinnerungen an die dreijährige Wehrdienstzeit, aber wir feierten viel und studierten sowohl mit Müdigkeit als auch mit Leidenschaft. Wir kochten römische Rezepte und tranken aus den Krateren der Uni-Antiken-Sammlung. Ein Gastdozent aus Oxford lud in sein Haus und reichte teuren Sherry zur Diskussion über das Verhältnis von Edward III. und Piers Gaveston. Ein sizilianischer Wissenschaftler dozierte in einem weißen Nadelstreifenanzug vor uns. Wir himmelten ihn an. Gottseidank gab es damals noch keine pc Genderpolizei. Wir debattierten aber auch über Margaret Cavendishs Gleißende Welt und diskutierten Seckendorffs Fürstenstaat.
    Später, als Promovendin im akademischen Mittelbau, erlebte ich die Proteste gegen die Modularisierung. Eine Kollegin und ich besuchten die Hörsaalbesetzer, wollten wissen, was wir von ihren Forderungen in den Fakultätsrat mitnehmen können. Die hatten gar keine. Im Ernst, die wollten nur Bier und Aufmerksamkeit und die Autonomen waren eh dabei, weil es gegen das System ging.
    Als Dozentin erlebte ich noch, wie stark sich der Umbau des Studiensystems auf die Studenten auswirkte. Spaß und Intellekt kamen gleichermaßen abhanden. Ob da ein Zusammenhang besteht?

    • Ja, Bologna, wie alles aus der EU, ist Mist.
      Die Verschulung, Verunwissenschaftlichung und Kommerzialisierung der Universitäten ist ein Verbrechen an unseren geistigen Gütern.

      Laterne !

  85. Nur Verbände gewechselt
    Ich war nie in einem Studentenverband, denn ehrlich gesagt, ich hab studiert. Wenn ich nicht studiert hab, hab ich malocht, um lange Urlaube mit Zelt in Griechenland und Italien zu machen.

    So ist das heute noch. die einen malochen, die anderen machen Murks auf Kosten der ersten. Ist doch so. Manchen passt es nicht, dass Trump das erkannt hat.

  86. "Der Daniel und die Petry"
    repräsentieren zur Zeit die einzigen bedeutenden politischen Kräfte, die glaubhaft versichern, eine Wiederwahl Angela Merkels nicht zu unterstützen. Man mag zur Person und zur Politik von Frau Merkel stehen wie man will, diese Situation sollte einem schon etwas Unbehagen bereiten. Die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland wird mehr und mehr zur Akklamationsveranstaltung. Das haben sich die Väter des Grundgesetzes ganz bestimmt nicht so vorgestellt.

    • Ich verstehe niemanden, der JETZT noch Merkel wählt oder unterstützt,
      aber ich traue der Linken ohne weiteres zu, im Herbst in einer bunten Koalition Merkel zu unterstützen.
      Was, außer noch mehr Merkel, wäre aus der Sicht der Kommunisten, oder objektiv, besser geeignet, Deutschland und seine im guten Sinne bürgerliche Gesellschaft zu zerstören ?

      Ergo….

      Leicht hätte es Merkel in einer Koalition, der die Linke angehört, nicht, siehe Berlin, aber der graust vor nichts.
      Ihr grauste auch vor SED und Stasi nicht.

  87. .. oder:
    …es ist ihre Art, Anti zu sein. Gegen das Uni-Establishment.

  88. Zurück zur LMU?
    Schöner Text.
    Also ich überlege mir noch einmal, ob ich mir das morgen antun soll:
    https://www.uni-muenchen.de/studium/studienangebot/lehrangebote/ringvorlesung/rv_16_17/index.html
    Dann vielleicht doch lieber die wichtigen Dinge des Lebens …

    • JEDENFALLS die wichtigen Dinge, was immer das in Ihrem Leben ist !
      Den Inklusionsschmarrn kann man nur knicken.

      Natürlich ist Behinderung tragisch, aber vor allem geistige Behinderung macht die Teilhabe an Dingen, die einen gesunden Geist erfordern, unmöglich.
      Siehe all die Erzählungen hier von marxistisch.leninistisch bis trotzkistisch verblödeten Pseudostudenten, die immer berechtigte Proteste und Kämpfe um notwendige Mittel zerstört haben.
      Die Daniels, in Dons Narrativ.
      Ich bin gegen die Aufnahme oder das Belassen solcher Leute an Unis.

      Das hat mit Bildung nichts zu tun. Punkt.
      Es schadet.

      Und zu diesem unnatürlichen UNO-Unsinn noch Vorlesungen zu hören …..

      Wenn das wirklich Vorschrift ist, ändern wir sie, oder treten aus der UNO aus.

      Gehen Sie chön aus, erleben Sie Gutes mit einem guten Mann ,trinken Sie was, speisen Sie gepflegt oder urwüchsig, was Ihnen eben wichtig ist.

    • Die wichtigen Dinge ...
      Heute geht es ja darum:
      „Gender, Diversity oder doch Intersektionalität? Ein Positionierungsversuch bei der Suche nach der Henne und dem Ei“
      Nicht dass ich das Thema an sich für irgendwie relevant halte, aber so eine Veranstaltung könnte doch dabei helfen, um all die zermürbenden Debatten besser zu verstehen, zumal dann, wenn sie immer öfter auch ins private Umfeld eindringen und offensichtlich keineswegs mehr so sektiererisch daherkommen wie noch zu meinen Studienzeiten in den frühen 1980er Jahren. Damals stürmte man gegen die Katheder, heute verkündet man schon mal Wissenschaft von denselben herab.
      Es ist schon eine merkwürdige Konstellation und ein mindestens latenter (Generationen-)Konflikt: ich hätte mir vor dreißig Jahren nie vorstellen können, dass ideologisches Denken einmal so breiten Raum einnehmen könnte, dass es die berufliche wie die persönliche Entwicklung junger Menschen so sehr tangieren könnte. Meine älteren Kinder, die im vergangenen Jahr ihr Examen abgelegt haben, waren auf vielfältige Weise betroffen. Der Sohn, der in einer kleinen Universitätsstadt studiert hat und sich für politische und gesellschaftliche Fragen eher mäßig interessiert, war regelmäßig über diverse Uni-Verteiler dazu aufgefordert, sich an bestimmten Demonstrationen zu beteiligen. Die häufige Aufforderung, Farbe zu bekennen, muss der arme Kerl ähnlich empfunden haben wie wir damals in der bayerischen Provinz die Frage, ob wir denn evangelisch oder katholisch sind. Ganz anders die eindeutig progressive Tochter – für sie war die Begegnung mit einer Gender-Koriphäe in einem höchsten Amt dieses Landes der Gipfel der studentischen Karriere. Wirklich interessant, welche Netzwerke es da gibt, hach, und eine Karriere in irgendwelchen (internationalen) Organisationen muss ja höchst attraktiv sein. Mein jüngster Sohn, jetzt in der Oberstufe, hat Gelegenheit, an einer an sich hochkarätigen Veranstaltungsreihe der LMU teilzunehmen. Was war das erste, was man den jungen Leuten schon in der Einführungsveranstaltung beibrachte? Richtig, das korrekte Gendern, dies verbunden mit der Aufforderung, bei den Mitschüler*innen in diese Richtung zu wirken.
      Alle diese Eindrücke haben mir noch vor Dons zeitreise-triggerndem Text die LMU wieder ein Stück näher gerückt. Weshalb ich letzte Woche im Hörsaal B 101 vorbeigeschaut habe. Natürlich auch angelockt durch die vielversprechende, fast magische Formel von der „erlebten Realität“. Au weia, das war wohl nix. Der aufschlussreichste Satz war dann doch der und er fiel eher am Rande: „An der Universität haben wir uns darauf verständigt, X, Y und Z nicht mehr zu sagen“ – alles Wörter der ganz normalen Umgangssprache.
      Da haben die Daniels und Danielas ganze Arbeit geleistet und ich frage mich jetzt: was wollen die überhaupt noch? Konstruktiv haben sie jedenfalls nicht gewirkt. Aber ich denke – oder hoffe, dass es eine Grundbalance und damit auch die Lebensqualität fördern kann, wenn man diese Zusammenhänge besser versteht. Dann lässt sich gepflegtes Essen und angenehme Gesellschaft auch wieder genießen :-)

  89. Mark Rutte an die, die sich an Sitten und Gebräuche des Gastlandes halten sollen
    https://www.theguardian.com/world/2017/jan/23/netherlands-pm-mark-rutte-dutch-citizens-open-letter-pvv

    „The Dutch prime minister, Mark Rutte, has published an open letter to the country’s citizens ahead of elections in March, telling anyone who cannot respect its customs to leave.

    People who “refuse to adapt, and criticise our values” should “behave normally, or go away”“

    Seltsam, dass der Guardian berichtet – in der kompletten D-Presse nichts davon zu finden ist.
    Ob ein offener Brief hilft, das Drama zu verringern?

    • Wenn der nur auf niederländisch erschienen ist, sicher nicht
      Andererseits sind ja wohl die meisten des Lesens unkundig, also alles vergebene Liebesmüh.

      Vielleicht könnte uns Frau Heuse etwas dazu sagen.

      Bei uns liefe der Brief wohl unter fake news.

    • Ah, danke für den Hinweis!
      Habe mal nachgesehen, der ist ersten echt, zweitens der DE-Lückenpresse zum Opfer gefallen und drittens bei Google translate nur grundsätzlich lesbar.

      Er ist mir auch zu lang, bzw. ich habe zu wenig Zeit, alles richtig zu übersetzen, habe mich also auf den zitierten Absatz gegen Mitte des Textes beschränkt. Den, der am klarsten ist:

      „Wir fühlen ein wachsendes Unbehagen, wenn Menschen unsere Freiheit missbrauchen um hier das Spiel zu verderben, obwohl sie gerade wegen dieser Freiheit in unser Land gekommen sind. Menschen, die sich nicht anpassen wollen, unsere Gewohnheiten verunglimpfen und unsere Werte ablehnen. Die Homosexuelle belästigen, bei Frauen in kurzen Röcken johlen oder durchschnittliche Niederländer als Rassisten bezeichnen. Ich verstehe sehr gut, dass die Leute denken, wenn man einen Staat so grundlegend ablehnt, möchte ich, dass man ihn verlässt. Dieses Gefühl habe ich nämlich auch. Entweder man benimmt sich oder verschwindet.“

      Frau Simon, ich kann mir gut vorstellen, dass der Brief in Deutschland nicht nur unter Fake News liefe, sondern unter Fake News *läuft*.
      Und deshalb der Bevölkerung – Entschuldigung: es muss ‚den schon mehr oder weniger lange bei uns Lebenden – deshalb auch nicht zugänglich gemacht wird.
      Nicht nur Populismus ist eine Art der Weltvereinfachung; auch die Entfernung von Fake News hilft beim Weltverstehen. ;-)

    • Ach was...
      …der Brief liefe hier in D womöglich gleich unter „Hassrede“ und käme auf den Index!

  90. Es gibt vermutlich unterschiedliche Arten von Bürgerlichkeit
    das mit den RCDS-Frauen muss man leider bestätigen (heute finden sich diese Typen allerdings verstärkt bei den „Grünen“ [ich nenne sie immer Strickmuttis oder Polithausfrauen], ein Beleg für die schwarz-grünen Berührungspunkte und zunehmende Spießigkeit der „Grünen“), allesamt KEINE Stewardessentypen.
    Es gab schon früher das linke Klischee, dass bürgerliche Leute schnarchsäckig seien und eben auch entsprechend aussehen. Nicht ganz falsch, aber auch nicht richtig. Zu meinen Studizeiten war ich eher rot. Im Laufe der Zeit wurde ich dann, auch bedingt durch Auslandsaufenthalte in Großbritannien, zunehmend bürgerlicher. Dort habe ich nämlich eine besonders frische, attraktive und lebendige Form des Konservativen kennengelernt. Flankiert auch von attraktiven Frauentypen (schon Nietzsche bemerkte, dass die britischen Frauen mit die besten auf der Welt sind, kann ich nur bestätigen). Seit der Zeit sind gediegene, damenhaft-frauliche Vertreterinnen der XX-Chromosomenträger mein Favorit-nicht mehr vorlaute, linke Schreihälse, und vor allem auch nicht männerhassende Emanzen.

    Jede Zeit hat ihre Logik. Was gestern noch passte muss es heute schon nicht mehr. In den USA erleben wir im Moment die Auferstehung einer besonders frischen Variante von „konservativ“. Wenn man sich die Frauentypen ansieht, die sich im Umfeld von Trump bewegen, allesamt sehr genießbar. Das ist wichtiger als man denkt. Das Design, ja es bestimmt eben das Bewusstsein, und der Philosoph Jean Jacques Rousseau sagte einmal „es ist die Pflicht der Frau, dem Mann zu gefallen“ (das waren noch Zeiten). Lebendiger Konservativismus scheint verbunden zu sein mit attraktiven Frauentypen (siehe Trump-Töchter, Hope Hicks, etc.), der angeschmockte Konservativismus der Kohl-Ära scheint eher mit Strickmuttitypen besetzt.

    Ich hoffe in diesem Land auf eine neue konservative Partei. Mit einer ganz neuen Art bürgerlicher Dynamik. Eine wie sie Thomas Mann beispielsweise schon in seinem „Tonio Kröger“ in der Figur des Hans Hansen und der Ingeborg Holm beschreibt.
    Diese neue bürgerliche Partei, kann das die AfD sein? Eigentlich sieht man keine andere, zumindest keine, die chancenreich wäre. Was ich mir wünsche ist, dass die AfD zwar lebendig bleibt, aber sich auch etwas mehr am britischen Konservativismus orientiert. Also etwas weniger laut gelegentlich (obwohl wir in Zeiten leben wo Verkrustungen aufgebrochen werden müssen und wenn das geschieht ist ein Krachen oft nicht zu überhören). Die Chefin der AfD jedenfalls (ich könnte mir allerdings dort auch ganz gut einen Chef vorstellen, zumindest einen XY-Chromosomenträger als Kandidat fürs Kanzleramt) sieht schon mal sehr passabel aus. Wohl mit ein Beleg dafür, dass die AfD auf der goldrichtigen Seite der Geschichte steht. Da ich kein Studi mehr bin kriege ich das mit den überdurchschnittlich hübschen AfD-Studentinnen leider nicht mit (vielleicht tut sich ja noch was), aber da wo Leben ist findet sich wohl auch Schönheit.

    Dann können wir ja wohl gelassen in die Zukunft sehen.

  91. Herr Streikrat
    Ja, welch schöner Titel wäre das, läge München in Österreich:

    Der Herr Streikrat und seine Frau Streikrätin von den KoWis…

    Sehr schön berichtet!
    Ich kann nur beitragen:

    Bundesfachschaftenkonferenz Architektur 1992 in Karlaruhe.

    Die – durch und durch marxistisch-leninistisch orientierte Fachschaft der Gesamthochschule Kassel führte alle konstruktiven Fragen – direkt nach der Wende durchaus echte relevante Fragen – komplett mit systemoppoaitionellen Veto-Positionen ins Nichts.

    Ergebnis: ein sinnloses Pamphlet von linksextremne Maximalforderungen zur Weltlage – und sonst nichts.

    Dasselbe lese ich bis dato – nur jetzt im Internet.

    Sie verhindern so jede Verbesserung, wo sie not täte – gemeinsam mit den Reinkapitalisten ergänzen sie sich bestens. Und jetzt kommen die Retro-Nationalisten auch noch dazu.

    Das große Gähnen macht sich in mir breit…

  92. Keine Ahnung von Berliner Wohnungspolitik..
    Wenn ein 18-jähriger Ossi bei der Stasi eingestiegen ist … und darauf die mauer fiel… und dieser Teenie ein Vierteljahrundert später Politik zum Wohl der nicht-wohnungseigentümer machen will… und daraufhin gechasst wird, einfach weil bestimmte Lobbies sich auch im R2G-Berlin noch durchzusetzen vermögen… und ein reicher Immobilienerbe, der sich gönnerhaft „Don (King-Ding-a-Ling) Alphonso“ nennt… sich enttäuscht von Studenten zeigt, die er für ziellos, dumm, verwirrt und fehlgeleitet hält… passt schon habermas:
    „Keine Erkenntnis ohne Interessen.“

    Und… für „Berlin“ … hatte so ein Provinzler, der von Fahrrädern, Italien und Torten schwärmt sowieso immer schon zu schwache Nerven. Das… ist schon in Ordnun, dass Menschen wie Sie sich in Berlin unwohl fühlen. Dafür… fühlt sich die nicht-filthy-rich-e überragende Mehrheit in Berlin umso wohler.

    • .
      Das Problem ist nicht so sehr, dass er bei der Stasi „eingestiegen“ ist, sondern dass er darüber falsche Angaben gemacht hat. Und natürlich, dass er in eben jener Partei Mitglied ist, welche die Stasi aufgebaut und betrieben hat.

      Dies und sein Flirt mit linksextremen Kreisen deuten nicht darauf hin, dass er der SED-Ideologie abgeschworen hat. Im Gegenteil, wenn man sich seinen Lebensweg anschaut, dann muss man eher zu der Erkenntnis kommen, dass er sich ideologisch in eben dieser Richtung gefestigt hat.

      Deswegen ist er für ein politisches Amt ungeeignet.

  93. Björn H. in der FAZ nicht reparabler Nazi:
    „Der Aufschrei war groß, bis sich herausstellte, dass Rudolf Augstein und Martin Walser Vergleichbares gesagt hatten, wenn auch auf höherem Niveau.“ s. Mutterschiff von heute.

    Was wäre eigentlich wenn man diese Worte auf höherem Niveau von den Stützen der Gesellschaft nicht aufgefunden hätte? Dann, ja dann …Nazi …Nazi …Nazi …Nalogisch?

    aber so muss jetzt der Alte Bock um verschwurbelte Sätze den Nazi-Beweis beim Dampfplauderer(?) B. Höcke spät bringen,
    … nochmal für den letzten Grossbürger mit kl. Latrinum:

    Wir wissen … dzt. sind bereits 10% aller männlichen 18-30 jährigen in diesem Land nicht integrierbar /-willig; 2017 kommen in diese zukunftsträchtige Altersklasse weitere 300-800.000 hinzu.

    FAZ + dt. Blätterwald schreibt dieses Jahr sicher weiter verschwurbelt, denn „bevorzugtes Ziel der (russischen?) Fake News ist ja seit gestern die arme Uckermärkerin“…

    Jetzt stehen die kampffähigen Teile der BW bereits am Hindukusch, Mali oder am Horn von Afrika…wo denn sonst, Ursula?

    Die auch beim Don nicht beliebte BvS sagte mal: Ja, ich bin rechts von der CDU weil da die Mitte ist. M. E. ist das zumindest Fakt.

    …wenn ich weiter kommentiere,… ich sehne mich zurück an die Uni zu Sibylle, Andrea, Constanze, Heike und die int. Fraternisierungsparties ohne Nafrinationale … aber … momentmal …
    zu meiner Unizeit gabs ein Afro-Asiaten-Wohnheim mit Keller-Disko, von den betreibenden afrikanischen Studenten liebevoll „AFFENBAR“ getauft, super Atmosphäre, Stöffsche, Geile Geräte immer…vielleicht träume ich doch noch gut heute.

    Gute Nacht Deutschland

    • @ossi eins
      Genau so sieht es nämlich aus, Höcke hat gesagt, dass es sich um ein Denkmal der Schande handelt, und nicht, dass das Denkmal eine Schande sei.
      Er sprach von Schuldkult ( bestreitet das jemand ernsthaft?) und von einer Kurswende von 180 Grad, das muss nun nicht sein, aber eine. Richtungsänderung wäre mal angebracht.
      Dieses absichtliche Missverstehen auch und gerade der DPA, die sich ihrer Macht wohl bewußt ist, kotzt mich nur an, woll soll das noch hinführen.
      Aber kein Wort davon, wirklich mirgendwo, dass Frau Petry bei der Wahl des Hotels nur durch die Tiefgarage reingehen kann, kein Restaurantbesuch, nicht mal zum Frühstück möglich, ist, weil sonst das Hotel mit Repressalien zu rechnen hat.
      DAS ist dann nicht mehr mein Land.

    • Es ist recht voffensichtlich, wo der Marsch unter Höcke hinggehen würde. Das lehnen viele Menschen ab und es wird die AfD zerstören. Jeder gräbt sich seine Grube selbst, und die Leute sind nicht so doof, wie viele denken.

    • Don Alphonsos Überlegung, "wo der Marsch unter Höcke hingehen würde" -
      – ist sinnvoll. Aber sie ist auch voraussetzungsreich. Wenn man sagt: Höcke = AfD wird die Frage, wo es hingeht sogar brisant.

      Das genau ist aber nicht ausgemacht. Wie es aussieht, ist Höcke eine Randerscheinung. Und es wäre sicher wichtig, dass er eine bleibt.

      Ich überlege mal: Das demokratische Nachkriegsdeutschland hatte einen Kanzler, der zuvor NSADP-Mitglied war. Und ich sage: Das war kein schlechter Kanzler. Auch kein undemokratischer. Und ich stimme damit mit der demokratischen Geschichtsschreibung fast vollkommen überein. Also was Kiesingers Regierungshandeln – auch in Baden-Württemberg übrigens, als Ministerpräsident, angeht: Sind fast alle der Ansicht: Hätte besser sein können, war aber nicht schlecht, schon gar nicht demokratiefeindlich.

      Ich lese hier im Blog von Leuten, die AfD wählen, und denen ich zutraue, das Höcke-Problem klein zu halten. Was ist Höcke für einer, diese Frage, so ist Politik, ist allerdings erlaubt – sie gehört derzeit sogar zum Pflichtprogramm, wie ich finde. Auch die Frage, wie der vernünftige teil der AfD mit ihm umgeht. Da braucht man übrigens auch Fortune. Und ein bisschen mehr Geduld wie Don Alphonso. Die Jäger hier wissen wahrscheinlich am besten, wie wichtig Geduld ist.

    • hDie Frage wäre, was Vernunft in so einem Haifischbecken zählt. Aber ich bin ja nicht für die AfD und kann zuschauen.

  94. Unterschiedliche Modelle
    Das Phänomen der politische Streams schauenden Studentinnen, über welches Sie sich anscheinend wundern und das Sie beklagen, ist relativ schnell erklärt.
    Nicht alle Menschen sind verantwortungslose Hedonisten Ihres Kalibers. Manche Menschen entwickeln einen Sinn für das common good früher, manche später, andere überhaupt nicht. Bspw. Sie interessieren sich dafür soweit wie ich das sehen kann auch nur im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit. Fast alle die hier lesen und kommentieren, werden das privat tun. Das ist alles Zeit die davon abgeht sich Hedonismen hinzugeben…
    Darüberhainaus sind Universitäten berüchtigt dafür politische Kaderschmieden zu sein. Dass Studentinnen nicht davon verschont bleiben, ist folgerichtig. Im Falle von linksextremen, Gender-, Feminimus-, SJW-Aktivistinnen wundert sich auch niemand mehr. Bzw. ist man gut damit beraten, standardmäßig davon auszugehen, wenn man eine Studentin trifft, dass man es mit einer solchen Aktivistin zu tun hat, bis man eines Besseren belehrt worden ist.

    Ich wage auch einfach mal die Behauptung, dass es die Studentinnen, die sich lieber mit irgendwas Politischem, Studium oder sonstwas Anderes beschäftigt haben, statt kurzweiligem, hedonistischem Schwachsinn zu fröhnen, auch schon zu Ihren Studienzeiten gab. Aller Wahrscheinlichkeit nach sogar noch länger.
    Interessenbedingt treffen sich diese unterschiedlichen Modelle nur eben eher selten…

    Was Sie anscheinend auch nicht bedacht haben ist, dass sich die Welt seit Ende der 80iger durchaus signifikant verändert hat. Einen Stream kann man sich heute ziemlich entspannt mit sonstwem fast überall anschauen. Im dreistesten Fall, während man auf irgendeiner Party ist (es wäre zwar sinnlos, überhaupt dahin zu gehen, aber möglich ist es). Daraus das ein Stream geschaut wird, kann man also nicht unbedingt schließen, dass sich nicht umgehend wieder anderen Sachen gewidmet wird.

  95. Entschludrigung
    Bei den Stützen und beim Rebellmarkt habe ich es über Jahre immer vermieden, „den Marx“ rauszuhängen. Unser RCDS-ThorHa hatte ja mit Popper Marx widerlegt und so weiter.
    Das ist alles Blödsinn. In erster Instanz ist das „Kapital“ eine Untersuchung darüber, wie privat hergestellte Gebrauchswerte gesellschaftlich allgemein gemessen werden können. Es muss ein allseits akzeptierter Maßstab entwickelt werden. Denn nur dann sind die konkreten Gebrauchswerte im gesellschaftlichen Umfeld (andere Gebrauchswert-Hersteller) austauschbar. Die entwickeltste Form des Maßstabs ist das Geld.
    Hat jemand bisher etwas über „Sozialismus“ etc. im „Kapital“ gelesen? Ist nicht. Kommt auch im gesamten Werk nicht vor. Denn der interessante Aspekt ist, wie konkret nützliche Arbeit (Gebrauchswert) zum gesellschaftlich nachgefragten Produkt (Tauschwert) wird. Und wie es möglich wird, für kleines Geld ganz viele „geschickten Hände“ dazu zu bekommen, dem Kapitalbesitzer ein „inkrement“ zu liefern. Den Profit aus deren Arbeit.
    Anders gesagt: könnte es möglich sein, die konkret nützliche Arbeit in einem anderen Zusammenhang als der Messung via Arbeitszeit miteinander zu vergleichen? Und wer bestimmt über die Verteilung des Mehrprodukts, denn wir brauchen ja auch Polizei, Staatsanwälte und Richter, um unseren Handel und Wandel sicher zu machen.

    Übrigens, bester D.A.: Die Kombination Marx und Stalin ist unter aller Sau. Der georgische Bauernlümmel hat von den Überlegungen des haushälterin-schwängernden Philosophen vermutlich nichts verstanden.
    Das ist die Fragestellung in den ersten drei Kapiteln von Karl Marx: Das Kapital.

    • Geben Sie sich keine Mühe
      Das ist wie wenn man die Ultras in der Stadionkurve davon überzeugen will, dass die gegnerische Mannschaft den Elfer zu Recht bekommt.

    • Auferstehung
      Der georgische Bauernlümmel verfügte über eine vollwertige Ausbildung zum Priester der georgisch-orthodoxen Kirche und hätte Ihnen jederzeit die komplette Osterliturgie vorsingen können.
      .
      Als musikalischer Mehrwert könnte so eine CD vielleicht auch den Absatz des „Kapitals“ noch einmal steigern.

    • :-)
      wie konkret nützliche Arbeit (Gebrauchswert) zum gesellschaftlich nachgefragten Produkt (Tauschwert) wird

      Und das, lieber folkher braun, ist intellektuell auch die grösste Marx´sche Fehlleistung.

      Ein Ding ist das wert, was jemand bereit ist, dafür zu bezahlen. Es gibt keinen „Gebrauchswert“ für etwas, was niemand will, egal, wieviel Arbeit und Material in die Produktion dieses etwas gesteckt wurde.

      Ich stimme Ihnen ansonsten übrigens (ja, ich habe Marx gelesen) durchaus zu – Marx Wertlehre ist der Kern des Kapitals.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Say what you want about National Socialism, Dude, at least it's an ethos.
      Jesus,

      Marx hat Kapitalismus letztlch als politisches System beschrieben. Das war der unvermeidliche Fehler der damaligen Gegenwart. Und jeder der sich auf den Marx bezog, der hat dementsprechend politisch agiert.

      Alles andere ist Rauschen.

  96. Im ehemals langweiligsten WiWi-Blatt der Welt ...
    … zumindest für alle, die an der Uni nicht im RCDS waren, lese ich gerade:
    .
    „…. happy talk … Hoffen ersetzt Denken. Oder deutlicher noch formuliert: Was als Kontrollverlust an unseren Aussengrenzen begann, setzt sich als aussenpolitische Orientierungslosigkeit fort.“
    .
    Allein für diesen Intro-Satz freue ich mich über das Trampeltier, das die Welt mit Extrem-Egoismus auf den Kopf zu stellen sucht …. und der Kader-Chinese verteidigt den freien Welthandel in „Da wos Mutti sich nich mehr hintraut“.
    .
    We all may live in interesting times!

    • Michael Moore? Attac?
      Es gibt eine große Übereinstimmung zwischen Trumps Thesen und der alten Globalisierungskritik, die immer von links kam: Von den Franzosen („Le Monde Diplomatique“), von Michael Moore, von Attac und so fort.
      .
      Ausser der Linkspartei hat das aber keiner je unterstützt.
      .
      Warum eigentlich nicht?
      .
      Provokativ gefragt: Müssen protektionistische Positionen erst mit einer starken Dosis Faschismus angereichert werden, um für die bürgerliche Mitte Plausibilität zu erlangen?

    • Möglocherweise. Aber müssen protektionistische Positionen erst mal mit Faschismus angereichert werden, damit die Linke sieht, wohon das führen kann?

      Klarstellung: Ich bin seit jeher gegen TTIP.

    • Selbstverständlich muss der Don gegen TTIP sein.
      Deutsche Wohnimmobilien kann mann schlecht an Leute vermieten, die in den USA auf Wohnungssuche sind. Grundeigentümer sind immer Profiteure von Protektionismus. Deshalb ist ja auch Trump gegen Freihandelsabkommen, im Gegensatz zu Leuten, die ihr Einkommen aus Staatsknete in der Weltleitwährung erhalten. Die profitieren nämlich von der Verlagerung in Billiglohnländer.

    • Wieder die Linke als Wurzel allen Übels?
      Trumpel und die USA wurden nicht von irgendeiner Linken auf diesen Weg gestossen, auf dem sie jetzt sind.
      .
      So wie es niemand hierzulande je ein „wildes Bernie-Sanderistan“ hätte entdecken können. (Ausser natürlich im Umfeld linksextremer Studenten vielleicht).

    • In Österreich, Land des Opernballs, Operettenkitschs, der Hofräte und
      einer effizienten Balkansperre gegen zuviele Geschenke, macht man, laut deren Boulevard ,krone‘ ,eine Volksbefragung gegen TTIP.

      Regierung eher dagegen, auch rot-schwarze Speichellecker, aber das geht trotzdem.
      Da ist gleich alles im Paket, CETA, TTIP, kann man NEIN sagen.

      Bei uns ?
      wir können auf Trump hoffen.

      Im Inland stinkige DDR-graue Schwaden an Gas statt Demokratie.

      Deutschland braucht keine Demokratie, hat IM Merkel bestimmt, und der fette Wettesser stimmt ihr zu.

      Und Grüne und Demokratie ist Urgeschichte, auf Dinosauriern zur Schule geritten.

    • NEIN
      die Linke ist nicht die Wurzel allen Übels. Die gegensätzlichen
      ideologischen Interessenten balgen sich immer um das Gleiche,
      mit denselben Argumenten.

      So entsteht ein deutsches Gesamtkunstwerk, dass allen erlaubt
      die Zukunft zu gestalten.
      Zum Verdruss der Restwelt können sie sich dabei nie in den
      eigenen Grenzen halten.
      So geschieht es dann, dass eine Berliner Regierung für TTIP
      ist und durch eine Grenzöffnungsorgie erst einen Brexit
      provoziert und dann einen USPräsident Trump ermöglicht,
      dessen erste Amtshandlung das Aus für TTIP ist.
      Übrigens bin ich seit Jahren der Meinung, die Deutschen
      sind die größten Gegner der Globalisierung.

    • "große Übereinstimmung zwischen Trumps Thesen und der alten Globalisierungskritik von links"
      @HansMeier555
      „Ausser der Linkspartei hat das aber keiner je unterstützt.
      Warum eigentlich nicht?“

      Herr Meyer, zwischen dem – bisher kommunizierten – Lösungsansatz Trumps und dem der Linken liegen Welten. Linke und Grüne wollen traditionell die Steuern rauf, Trump will sie runter setzen. Trump will abschotten und interessiert sich ebensowenig wie seine Vorgänger nicht für die „humanitäre“ Hinterlassenschaft der US-„Außenpolitik“. Grüne, Linke und mittlerweile auch die GroKo wollen die „offene“ Gesellschaft und vor allem den sozialpädagogischen Ausputzer nicht nur für die Scherenwirkung im eigenen Land UND innerhalb der EU, nein nun auch noch für die USA und diverse andere wurschtige Staatsoberhäupter spielen. Auf Kosten vorrangig unserer Ärmsten, für die sie sich wenig bis gar nicht interessieren. Ebensowenig interessieren sie sich für die ärmsten Schweine in den Gebieten, in denen sie selber mitgestimmt haben für Waffenlieferungen, Sanktionen gegen die Bevölkerung und/oder deren Bombardierung sie mindestens dulden. Und genau diese „Ziel“-Gruppe lassen sie nun – ohne jede Vorwarnung – auf die eigene, in aller Regel völlig ahnungslose Bevölkerung los.

      Das, Herr Meier, ist in der Tat link und vor allem perfide ohne Ende. Aber nicht wählbar. Nie mehr.

    • Es geht schon los ... die aussenpolitische Orientierungslosigkeit ...
      … hat sich heute sogleich schwergewichtig personifiziert und ein Europa-Oberleerer wird K-Kandidat.
      .
      Da kann ich gut verstehen, dass sich einige IT Milliardäre auf das Ende der Zivilisation vorbereiten.

    • Ist das noch wichtig? Für die SPD geht es doch nur darum, wie weit sie unter 20% landen.

    • Werter Don, da haben Sie Recht ...
      … mit „unter 18“ brauchen die dann auch wieder einen Erziehungsberechtigten und „unter 7“ sind sie deliktsunfähig – ich denke, das ist deren gemeinsame Zielsetzung.
      .
      Ich freu mich einfach für den Dicken, dass er sich jetzt „um die Welt futtern“ kann.

    • Die Welt wird Deutschland als dickes, tumbes und einfältiges Opfer mit dicker Brieftasche sehen.

    • @Gast 21:59 Es ging nur um "Protektionismus"
      Es ging mir nur um den Protektionismus. Warum der nicht unterstützt wurde.
      .
      Nicht um (das Zerrbild von) „Linksgrün“ insgesamt.
      .
      P.S. Der Begriff der „offenen Gesellschaft“ geht auf den Philosophen Karl Popper zurück und meinte im Grunde nix anderes als eine demokratische Gesellschaft. Popper war jahrzehntelang Konsens und seit den 60er Jahren bürgerlich-liberales „Gegengift“ gegen den Marxismus der Frankfurter Schule.
      .
      Wenn die „offene Gesellschaft“ jetzt zum Schimpfwort werden sollte, so fände ich das beunruhigend.

    • Ich wollte ohnehin dazu etwas schreiben. Es ist allerdings so, dass die „offene Gesellschaft“ auch von links missbraucht wird. Popper meinte eine nach innen offene Gesellschaft und nicht offener äusserer Nafriimport en Gros.

    • Popper meinte mit "offener Gesellschaft" eine Gesellschaft,
      die bewusst auf den ganz grossen Entwurf der Neugestaltung verzichtet, offen für stückweise ausprobierte Weiterentwicklung und Anpassung ist und in der Herrschaft auf friedlichem Wege abgelöst werden kann (nach Popper das Wesentliche an „Demokratie“).

      Das ist von den heutigen Vorstellungen der regressiven Kulturlinken von „offener Gesellschaft“ ziemlich weit entfernt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • "Nafri-Import en Gros"
      Das ist, mit Verlaub, schon wieder unnötig rassistisch.
      .
      Kritik an fundamentalliberalen Entgrenzungsphantasien müsste doch auch ohne so was auskommen.
      .
      Merkel bezeichnete die Massenmigration 2015 als einen Aspekt der „Globalisierung“. Die Deutschen hätten von der „Globalisierung“ doch immer profitiert und müssten jetzt auch mal die Lasten tragen. – Da könnte man mal einhaken.
      .
      Wie überhaupt die globale „Offenheit“ noch vor kurzem ein neoliberaler Fetisch war. Der Nationalstaat war die letzte Barriere gegen die globalen Zugriffsmöglichkeiten des Kapitals und sollte eben darum aufgelöst werden. „Global Citizen“.
      .
      Uhd waren das nicht z.T. selben Ultra-Liberalallas, die jetzt hintenrum in der AfD wieder auftauchen wollen würden? Die Aufklärung solcher Verknüpfungen fände ich viel interessanter als das Eindreschen auf minderschlaue SPON-Kolumnist*en oder pubertäre Versuche, rassistische Ausdrücke salonfähig zu machen. (Selbst ihnen das gelingt — was haben Sie davon?)

    • Die Welt wird Deutschland als dickes, tumbes und einfältiges Opfer mit dicker Brieftasche sehen.
      Verehrter DON, bitte die korrekte Zeitform anwenden, statt Futur1:
      3. Person Singular Indikativ Präsens Aktiv des Verbs werden)! Und „dick“ geht schon gar nicht, „dick“ besagt dann postfaktisch Pleite!
      Bankier Fürstenberg brachte es auf den Punkt: Inflation, Deflation, Rationalisierung – alles nur Fremdwörter für Pleite!
      Das ewige Deutschland, die globale Lachnummer, ein tumbes und einfältiges Opfer. Ein Allianz von skrupellosen, ignoranten, selbstgefälligen, machtbesessenen und raffgierigen Egomanen, die nur die eigenen Pfründe sichern, Verbindlichkeiten sozialisieren und Gewinne privatisieren.

  97. Nur so ne Theorie...
    …. vielleicht schauen junge attraktive Stdentinnen den EFN-Stream, weil sie im Pailettenkostüm mit der Ausstellung all ihrer sexuellen Reize nicht mehr von der Feier location unbehelligt bis zum Taxistand kommen, ganz zu schweigen eine U-Bahnfahrt um Mitternacht (und später) tätigen können? Und das eine mit dem anderen zu tun hat?

    Ansonsten habe ich mich erst erschrocken gefragt, was der „Rote Dany“ in München so getrieben hat. Denn altersmäßig hätte es schon hinkommen können… ;-)

  98. Anno 1 n. FJS.
    Als Sie noch für den neuen Kopierer streikten
    * gauweiland süssmüthig *
    Hatten die Weisen im Morgenland ihre DNA
    schon drei Mal vervielfältigt…

  99. Die Deutsche Verblendung; @Otto Moser und followers
    Die Beurteilung und den Verdruß Otto Mosers teile ich uneingeschränkt. –Deutschland wurde zum einen ggü früher massiv heruntergemerkelt in Richtung DDR2.0, und zwar in wirtschaftlicher Hinsicht (heutiger und zukünftiger Wohlstand) und in politischer (Intoleranz Andersdenkender; Faschismus von links), und die Erbengeneration fügt sich ohne Widerstand darin, ein heruntergekommenes Land zu übernehmen. Auf die energisch-lebensfroh-aufmüpfige 68er Generation folgte leider keine, die ihrerseits den Unsinn in unserem Gedankengut weggepustet hätte. Statt dessen überwiegend Angepasste mit ideologischem Gedankenmüll im Kopf, ich zitiere einen Ihnen bekannten Unternehmer im kleinen Kreis „gefickte Katzen“. Daher fährt Deu mit einem 68er Modell Typus VW-Käfer im Kopf in die Zukunft. Andere haben Tesla im Kopf. —
    Ein herausstechendes Merkmal dieser Jüngeren, die nicht ausreifen/ausgereift sind, ist der Verlust der Männlichkeit. Analog der Zentralstelle für Patientenverfügungen benötigen wir bald eine solche für sexuelle Einverständisse. Kein Wunder, daß die von Otto Moser beobachteten jungen Frauen sich miteinander vergnügen. Lebensdummheit hier und –klugheit da. —
    Eine weitere Eigenschaft dieser Generation ist die ökonomische Dummheit – pardoin: der Mangel an Weitblick. Wie z.B. Hambrecht im aktuellen Manager Magazin ausführt (lesenswert), hat Deu mindestens 3 wirtschaftliche Großprobleme: Sog. Energiewende, Euro/EU, unzureichende Investitionen in die Infrastruktur. Und von den Migranten habe ich noch gar nicht geredet. Aber das stört die Leute gar nicht. —
    Zwei Folgerungen: (1) Bedauerlicherweise ist die einzige politische Partei, die diese Themen zumindest teilweise aufgreift die AFD. (2) Wir werden reichlich Anschauungsmaterial von der tiefgreifenden Wende (hier passt der Begriff) in den USA bekommen.

    • „Erbengeneration fügt sich ohne Widerstand darin, ein heruntergekommenes Land zu übernehmen“

      Nein.

    • OK, Don, Nein ist ein Wort .
      Gemeint ist wohl Ihre Erbenfunktion ad personam.

      Und SIE fügen sich nicht ohne Widerstand.

      Aber :
      Worin besteht Ihr Widerstand ?

      Wo ist der Widerstand der heutigen jungen Generation ?

      Foristin Claire sagt, ich sei doof, und ihre KommilitonInnen wollten hier gar nix erben, weil allesamt interkontinental verwurzelt, erben also angeblich woanders, pfeifen auf Hierland.

      Se non e vero, e ben‘ trovato.

      Und die anderen, ohne Interkontinentalerbschaft ?

      AfD dürfen sie nicht, sonst ist der Don verstimmt, also sollen sie gefälligst Fufu-Parteien ohne Aussicht auf Einzug in den Bundestag wählen, und außerparlamentarische Opposition betreiben, mit vielen Worten.

      Daneben fährt der Zug mit Merkel ab, und über die junge (und alte) Generation fährt der Caterpillar der moslemischen Invasion drüber.

      Konstruktive Gegenvorschläge ?

    • Einspruch, Euer Würden D.A.
      Geschätzter Don,
      ich kann Ihren Einwand noch nicht nachvollziehen, sehe 2 Punkte:
      (1) Politisch. Hinsichtlich der Unterdrückung anderer Meinungen braucht man nur auf die Marginalisierung des Bundestages zu verweisen, oder – lokal – auf die Initiative „Giesing bleibt AFD-frei“. Ist AFD eine ansteckende Krankheit? Falls unser Dissens sich auf die Ent-Demokratisierung Deutschlands bezieht, lege ich gern unlimitiert nach. Ich nehme eher an, daß wir unterschiedlicher Auffassung sind, wie man mit dem Demokratieverlust umgehen soll.
      (2) Wirtschaftlich: Vor dem Hintergrund einer (leider) viel zu langjährigen Erfahrung erscheint mir der gefühlte Wohlstand als großes Trugbild. In meiner – und wohl auch noch Ihrer – Generation war es ein realistisches Ziel für einen jungen Menschen, durch Fleiß, Persistenz und natürlich eine gewisse Intelligenz via Studium zu einer Familie (also Kinder) und Eigenheim zu kommen. Das ist heute SEHR VIEL schwieriger geworden. Die fundierte Analyse zeigt, daß seit der Wende der Wohlstand fast nicht mehr gestiegen ist. Und wie man aus der Zinseszinsrechnung weiß, schaffen schon kleine jährliche Zuwächse auf Dauer wunderbaren Wohlstand, wie z.B. in der alten BRD. Für den heutigen Normalverdiener „kommt nicht viel herum“ – Vermögensbildung: Fehlanzeige.
      Wirklich kritisch wird aber die Zukunft, weil wir zum einen die Infrastruktur (Brücken, Bildung…) auf Verschleiß fahren. Als Immobilienista wissen Sie, was passiert, wenn man ein Haus über Jahre nicht in Schuß hält: Dach, Heizung usw.: Der Investitionsstau kann einen erschlagen. Wie Sie vom Fahrrad ebenfalls bestens wissen, will aber nicht nur die mittlere Etappe erreicht werden, sondern der Paß. Bei diesen Zukunftsinvestitionen sieht es ganz schlecht aus in Deu. Internet-Infrastruktur? Energiekosten? Bildungsstand? Was meinen Sie, warum Linde seinen Schwerpunkt in die USA verlegt? Mit den deutschen Energiepreisen kann auch keine (Auto-)Batterieproduktion sinnvoll betrieben werden. Wo sind die deutschen Google, Facebook, Apple usw.? Unser Wohlstand hängt an der Automobilbranche, aber es sieht derzeit nicht so aus, daß sie ihre dominante Rolle im Premiummarkt wird behaupten können.
      Ich zögere, weitere Beispiele anzuführen, auch hätte ich es gern anders. Wer gibt schon gern die Kassandra?

  100. Statistischer Ausreißer
    Die Daniels, die damals an meiner Berliner Uni mitgestreikt haben, waren durchaus in der Lage, die Arbeit für die Weltrevolution mit dem Angenehmen zu verbinden. Nicht nur was den Kontakt mit den Mitstudentinnen betraf, es war sicher auch lustig, die Studierenden-Herde erst für eine Demonstration in den Grunewald zu begeistern („auf zu den Villen“) und dann von außen zuzusehen, wie sich die Herde im Polizeikessel verhält.

  101. Titel eingeben
    Ebenfalls aus der Mottenkiste:
    Gegen Notstandsgesetze in Bonn ( Hauptkundgebung ) auf der Strasse gewesen.
    Den roten Danny mal in Frankfurt nach einer Strasse gefragt.
    Rubert von Plottniz hat mich mal verteidigt.
    Bei der Beerdigung von Ulrike Meinhof mitgegangen
    Bernd Rabehl und andere vom SDS in der Mainzer – Uni blubbern gehört…

  102. und ich dachte schon...
    Ich sei der einzige, dessen erster zugang zu mitmenschen untenrum ist. Solange die umerziehungsmaschinerie powered by „und willst du nicht mein bruder sein, dann schlag ich dir den schädel ein“ ist, sind überdeutlich formulierte meinungen die logische folge. Quasi eine argumentative vorwärtsverteidigung.

  103. TRAGFÄHIGKEIT DES ABSTRUSEN
    Galant wie immer geschrieben und in der Gleichsetzung der Ursachen (Zerstörer unserer Zivilgesellschaft, die als links mainstream an der Macht sind) mit denen, die sich dem engegenstellen (AfD) beispielhaft abstrus und fast absurd!
    Zur Tragfähigkeit des westlichen Weichwasch-Hedonismus (Epikurs Hedonismus ist da weit komplexer und wertiger!) lese man gute Literatur: M. Houellebecqs Unterwerfung. Auch Epikur ist empfehlenswert-

    • Das Problem ist tatsächlich eine Mitte, die sich das gefallen lässt und keine eoigenen Pläne hat.

  104. Titel eingeben
    Heute, Rudi Dutschke wohnt ganz in der Nähen, keine 10 min., Fussweg.
    Philip D. Murphy (auch schon Geschichte) und seine Bodyguards, immer thumps up, wenn ich vorbeigerummpelt bin, fanden den FJ immer toll.
    Bei Gesprächen mit Herrn Murphy.
    Er: Great car Sir.
    Ich: Thank you Sir

  105. In Kontrast zu Don:B. Höcke
    ist ein Regionalfürst der AfD in einem BLand mit Die LINKE als Regierung und wird das auch zukünftig bleiben(=kein BT-Kandidat).

    Also, wenn so ein Provinzler (sein BLand is kleiner als Oberbayern) versucht u. a. Augstein sen. und Walser zu zitieren und das in den (oder durch die) Medien schiefgeht, so what?

    Malle Jens und Holm sind zumindest unbedroht…ick wollte mal einer Diskussion mit AfDlern zuhören, dett is inner Hauptstadt Berlin lebensgefährlich. Der Sicherheitscheck beim Bundesbanktresor und aufm Flughafen is lächerlich dagegen…

    Dett is allet so krank hier…10 Tage nach dem 05.09.15 hatte ich auf Bitten meiner Frau das Land als Scout verlassen, kehrte in 3 Monaten zurück. Fazit: Zu alt und wirtschaftliche Verhältnisse zu prekär um für die Kinder woanders (Ch, N) nochmal neu was aufzubauen …

    gez. ein leicht deprimiertes Mitglied vonne Partei der Nichtwähler
    P.S. Definition inl. ALand = HH,BW, Bayern und Süd-Hessen …Rest bereits BLand so wie ein B-Movie, schlechte Darsteller geringer Etat.

    • Neil Mac Gregor ist wohl des deutschen Nationalismus unverdächtig
      @ ossi
      Es fällt dieser Tag leicht, in der Horde mitzulaufen, die Höcke kalfatern und teern will, denn er hat ein Tabu verletzt, das RECHTE NIE verletźen dürfen.
      Wenn aber andere das sagen, was er gesagt hat (wie eine Kulturstaatsministerin Grütters 2016 oder der ehem Leiter des British Museeum Neil Mac Gregor, der zwischenzeitlich als Direktor des Kulturbetriebs des neuen Berliner Schlosses von den pc-Profiteuren nach Berlin geluchst wurde- vermutlich wäre er lieber in Britannien geblieben, hätte er gewußt, in was für eine Pfuhl er da steigt!),
      wenn das also andere sagen, dann wird es einfach überhört- oder sogar gepriesen!
      Wie bspw. an hervorragender Stelle in einem Vortrag der Kulturstaatsministerin über Denkmalskultur in Deutschland, die sich damals zitierend auf die Koryphäre Mc Gregor bezog, der im Buch zu seiner Ausstellung „Deutschland. Erinnerungen einer Nation“schrieb, er kenne „kein anderes Land, das in der Mitte seiner Hauptstadt ein Mahnmal der eigenen Schande errichtet hätte.“

      Man mag sich dieser Tage sicher sein, daß Höcke für alles Infame stehe … usf. …, aber die, die da wissentlich in einer Meute Wahlkampf mit Diskussion von dringenden Sachproblematiken vertauschen, – jene sollte man daran erinnern, daß eben sie CHemsex-Partys und ChrysMeth für die Basis unserer Zivilisation halten aber nichts zu sagen wissen, wenn in Köln Frauen in Masse vor den Augen aller vergewaltigt werden oder wenn in Berlin Menschen vom falschen Täter mit einem Schwerlastzug zermalmt werden.
      Selbst wenn ich Höckes Gestus nicht mag, ich werde mich dieser Tage nicht entblöden, mit dieser Horde von Relativierern und Fakeproduzenten herablassend auf ihn nieder zu sehen!
      Ebenso wenig wie ich mir einfallen ließe auf Mc Gregor, den ich für einen brillanten Kopf halte und dessen Art über Geschichte nachzudenken ich mehr als nur schätze, herabzuschauen.

      Bei Höcke geht es mir wie bei Trump: seine Feinde, deren widerliches Spiel mir schon überall auf die Füße fällt, attestieren ihn aufs Beste!

    • Monika Grütters - zitierte McGregor wg. Schande-Denkmal - Herr Feldmann
      – ja, das sind dann so Stellen.
      Ich sortiere – ohne bei Grütters nachgeschaut zu haben, ich vertraue Ihnen einfach und würde annehmen, Grütters habe zustimmend zitiert. Wie auch McGregor sich zustimmend über das Mahnmal wg. Deutscher Schande geäußert habe.

      Jetzt wird die Sache aber noch verwickelter, weil der positiv gemeinte Ausdruck Mahnmal wg. Deutscher Schande nicht präzise ist.

      E ist dieses Mahnmal k e i n Mahnmal Deutscher Schande, weil es an uns Zeitgenossen gerichtet ist, und uns nicht an die deutsche Schande erinnern soll, sondern an ein in Deutschland begangenes übergroßes Verbrechen.

      Was ist der Unterschied? Nun, der Unterschied ist der, dass Schande via Scham etwas notwendig Individuelles ist. Ein Denkmal, das in Anspruch nähme von jeder deutschen Betrachterin, jedem deutschen Betrachter zu fordern, dass er sich schäme, wäre monströs. So etwas kann es gar nicht geben – und – da pflichte ich z. B. Otto Moser bei: Sowas soll es auch nicht geben. Moser sagte hier sinngemäß, er habe die Untaten nicht vollbracht, auf die das Mahnmal hinweise, und er wolle wegen dieser Untaten auch nicht als einzelnes unvertretbares Individuum angeklagt sein. Dasselbe sage ich auch. Und Millionen Deutscher mit uns – und das ist vollkommen richtig!

      Wenn man das, was Eisenmann und Grütters (die ich übrigens für eine wirklich untadelige, zivilisierte Person ansehe – sie versteht etwas von Jean Paul – ach du lieber Himmel, welch diesseitiges Wunder! – eine so eine Person in Amt und Würden, das ist weltweit einmalig – und das ist großartig – – – ) usw. sagten so wie ich oben (in den Fußstapfen eines weiß Gott großen Vorgängers übrigens – und nein, nicht Martin Walsers, der hat diesen Fehler, den ich oben versuche geradezurücken, ja auch gemacht) kritisiert, kann man den Sinn des Denkmals besser fassen – und vielleicht auch besser erklären, was sein zweck ist – und was definitiv nicht. Ich formuliere das nochmal aus: Es soll definitiv nicht bewirken, dass sich die heutigen Deutschen Besucherinnen des Denkmals persönlich beschämt fühlen. Das Verbrechen, auf das das Denkmal hinweis sollen sie anerkennen. Das ja.
      Das ist die entscheidende Weichenstellung, wie ich finde. Über alles andere kann man reden.
      Es ist der Gedanke, den Karl Jaspers bereits in den Fünfzigern lancierte: Keine Kollektivschuld der Deutschen.
      Schuld – wie Scham – sind individuell. Aber eine Kollektivverantwortung der Deutschen: Die in er Tat soll lt. Jaspers anerkannt werden.

    • same same but very different
      lieber parick feldmann, als freund von macgregor wissen sie natuerlich, dass das ‚denkmal der schande‘ von ganz zentraler bedeutung in seiner liebe fuer deutsche kultur ist.
      andere staaten in der welt, so mcgregor, pflegen eine affirmative, eindeutige nationalkultur. deutschland hingegen konfrontiert dich unablaessig mit seinen widerspruechen. hier verbindet nichts. hier vermittelt nichts. hier steht ‚the monument of shame‘ mitten in berlin. hier sind stolpersteine auf den strassen, hier steht buchenwald in schoenster natur und kulturlandschaft. so ist das in deutschland. wunderbar ist die erinnerungskultur. wunderbar, denn sie unterrichtet dich bestaendig in der human condition. wo andere siege feiern, feiern wir niederlagen. auch und vor allem deshalb liebt macgregor deutschland.
      das sind die abgruende des denkmals der schande, welche nach macgregor aufs intellektuell anregenste und zivilisierteste durchaus einzigartig auf der welt sind.

      was dagegen im dresdner ballhaus watzke gesabbert wuerde, kann jeder bei youtube erleben. es hat mit macgregor nicht im entferntesten zu tun.

    • Herr Kief ich antworte Ihnen später
      ich muß mir das mit Zeit erstmal durch den Kopf gehen lassen.

    • Are these the Nazis, Walter?
      Was alle wieder nicht verstehen:

      Höcke ist die unvermeidliche Zukunft der AFD bzw von dem was rechts von Mitte operieren will.
      Höcke hat ein Programm.

      Petry hat keins. Petry will nur Macht. Aber das ist dann nicht mehr Rechts sondern könnte auch Links oder FDP sein. So etwas trägt nicht lange.

    • Goodnight, völlig d'accord
      und darum werde ich die AfD ganz bestimmt nicht wählen.

    • Wake me up if we crash into the mountain. I wouldn't want to miss that.
      Ms Simon,

      am Ende wird der gewinnen, der eine Alternative definieren kann. Eine Alternative, die Differenz ist. Keine die sich Differenz nennt aber trotzdem nur Einheit sein will.
      Und folglich ist Radikalität conditio sine qua non der Alternative.

      Da kann der Don noch so laut nach Vernunft rufen. Sinn schert sich nicht um Vernunft. Sinn hat seine eigenen Regeln.

      Am Ende werden wir alle am Sinn nicht vorbeikommen. Am Ende wird man zwischen Chaos und einem alten vertrauten hässlichen Bild wählen müssen.

      Niemand wählt Chaos.

      Höcke hat ein leichtes Spiel, er muss nur warten. Warten bis Petry sich der CDU angleicht und mit im Chaos versinkt.

      Denn die Verbündeten der CDU, SPD, FDP, Grünen, Linken und der linken AFD sind die Flüchtlinge. Da kann man nur verlieren. Aber das begreifen die nicht.

      Das hier wird nicht aufhören:
      http://www.bild.de/regional/chemnitz/prozess/pakistaner-zerrte-frauen-ins-gebuesch-49925578.bild.html

      Alles nur eine Frage der Zeit….

    • @ Dieter KIef
      Herr Kief, ich begreife Ihre Differenzierungen und stimme Ihnen da auch zum Teil zu,(gerade auch jener Teil, wo Sie Herrn O.Moser zitieren), jedoch denke ich, daß es durchaus sinnvoll ist, die Sachlage pointiert zu schildern:
      Länder setzen sich üblicher Weise Denkmäler ihres Triumphes, ihrer gloreichen Momente. Die Denkmalskultur dürfte, grosso modo (ich bin da kein besonderer Spezialist und ich denke als Gegenbeispiel an Grabmäler, die bspw. Michelangelo gar nicht im Sinne der simplen Glorie des Auftraggebers genutzt hat) eine heroisch triumphale sein.
      Mir fällt kein Denkmal eines Volkes ein, daß gerade das Gegenteil, das eigene totale Scheitern aller Zivilisation, in den Kern seines Gedenkens stellt. Und gäbe es eines, so würde ich weiter insistieren: ich kenne kein Volk in der Geschichte, das sich so verhalten hat als eben nur Deutschland nach der Wiedervereinigung.

      Ersteinmal finde ich das eine sehr gesunde Haltung, die mir einen Staat wie auch eine Person vertrauenswürdiger macht als eine/n, deren einziges Bestreben das Selbstlob ist.

      Ich sehe aber, daß es , wie im wirklichen persönlichen Leben, auch im politischen Leben einer Nation einen Punkt gibt, den man bei der Selbstkasteiung nicht überschreiten sollte, weil das dann zur Selbstaufgabe führt. (Und diese Selbstaufgabe impliziert ganz unangenehme Konsequenzen auch für das Umfeld/Umländer)
      Diesen Punkt sehe ich in Deutschland seit mehreren Jahrzehnten überschritten.
      Merkels „grenzenloses Land ist da nur der letzte fatal platzende Eiterpickel.

      Man kann die Grenze zwischen gesund und krankhaft in dieser Sache vllt. auch so beschreiben: Wenn ein Land das Gedenken an die eigene Schandhaftigkeit überführt in eine VEREHRUNG DER EIGENEN SCHANDHAFTIGKEIT, dann entsteht nicht nur ein bigott verlogener Götzenkult, sondern es taucht ein Moment der Selbstüberhöhung, der Herausnahme aus allem menschlichen Maß auf, der alle Alarmglocken schrillen lassen sollte!

    • Lieber VK, anscheinend haben Sie mich mißverstanden
      deshalb wird es Sie vielleicht wundern, daß ich allem, was Sie da gesagt haben, im Wesentlichen zustimme. Besonders kann ich mich mit der Passage „pflegen eine affirmative, eindeutige nationalkultur. deutschland hingegen konfrontiert dich unablaessig mit seinen widerspruechen“ identifizieren.
      (Ich wäre mir allerdings auch nicht sicher, ob Ihnen nicht ein Historiker wie Höcke da nicht zustimmen würde! Fragen Sie Ihn selbst.)

      Ihre Formulierung „affirmative Kultur“ hat mich zu Sloterdijks „Mein Frankreich“, 2013 an den Bücherschrank getrieben. S. schildert dort im Kapitel „Theorie der Nachkriegszeiten“, S.194ff zwei Weisen der Reaktion eines Volkes auf einen Krieg:
      Typ a (als Sieger) neigt zur Affirmation, Typ b (als Verlierer) wählt die Überprüfung, die Besinnung, die MEtanoia.
      Es ist im Verlauf des Textes sehr anregend und interessant wie Sloterdijk dieses Modell an 3 Ländern durchdekliniert! Italien 1918, Frankreich 1945, Deutschland 1945: a) Die „Kriegsergebnisfälschung“ der Italiener 1918, nämlich die Affirmation auf Verlorenen Krieg, erschuf die Basis für den Faschismus. b) Frankreich wählte 1945 als Verlierer des Krieges aber als Partner der Alliierten den affirmativen Modus. (s.222 ff) c) Deutschland hingegen als Verlierer des Krieges (und wir reden hier noch nicht einmal von der deutschen Schuld durch den Zivilisationsbruch) wählte die Metanoia.(S.234ff)
      Daß die Metanoia ein klarer Weg zur Rückgewinnung /Rekonstruktion des Zivilisationsstatus war und ist, ist nach meiner Einschätzung nicht sinnvoll bestreitbar. Daß dabei aber aus der Anerkenntnis eigener Schuld eine Tendenz zur Übernahme aller Schuld wurde, zeigt, daß auch diese Methode ihre Grenzen hat!

    • lieber patrick feldmann
      herzlichen dank fuer ihre ausfuehrung. macht spass.
      ich ‚uebernahme aller schuld‘ das mag sein und historisch sicherlich auch mal spuerbar gewesen. ich kann mich da nur selbst befragenund kenne diese versuchung nicht. hab mich eher mit interesse in die zwischen ‚thomas mann und adolf hitler‘ (wie es marcel reich ranicki einmal sagte) oszillierende deutsche geschichte begeben, angetrieben und befeuert von ihren widerspruechen.
      meine deutsche identitaet sprict nicht aus irgendeiner schuld, sie spricht aber aus der erkenntnis, dass sowohl das feinste als auch das abscheulichste im selben stamm, in der selben familie, in der selben person fliessen kann. das ist keine schuld sondern annahme der eigenen identitaet. da beugt mich auch nichts. im gegenteil. die widersprueche richten mich auf, halten mich agil und lebendig. zu dem punkt sogar, dass ich deutschland vorrangig genau dafuer liebe, wie konstant und kuntrastreich erinnerung in unsere kultur gewoben ist. das ist eine zivilisatorische leistung. darauf bin ich stolz. und dankbar margarete mitscherlich und anderen, und den amis, die uns nach dem krieg in befreite KZs geschleppt haben, unsere gesichter in die toten leiber zu stossen, und denen, die mit im gymnasialen geschichtsunterricht drei jahre kontinuierlich das thema machtergreifung verordneten. natuerlich bin ich gerade amerika unendlich dankbar, denn so kann ich heute im bruchteil einer sekunde erkennen, dass donald trump als praesident absolut unzweifelsfrei sich faschistischer rhetorik bedient.

    • Da ist dann immer noch, wie Sie Faschismus definieren. Ich habe vor ein paar Tagen mal ein paar Beispiele aus der New Deal Rede von Roosevelt herausgesucht, die ähnliche Vorstellungen enthielten. Roosevelt selbst waren übrigens die Ähnlichkeiten zwischen New Deal und Fünfjahresplan weitgehend egal, er hat das einfach so gemacht. Obwohl ihm das damals vorgeworfen wurde.

      Und wenn Sie mal an den Boulderstaudamm fahren: Da sind Dekoelemente, die auch in der Reichshauptstadt Germania oder in Stalins Moskau hätten stehen können. Natürlich darf man das nicht gleichsetzen, aber gewisse äussere Ähnlichkeiten und Wirtschaftsvorstellungen sind schon auffallend.

    • Titel eingeben
      boulder, meine zweite heimat, da gibt es doch gar keinen damm?! passiert mir immer wieder. bin halt nen colorado boy und nevada ist weit entfernt, auch in meiner seelenwelt. klar, der hooverdamm erinnert an mailand hbf oder franco’s tomb, an new york grand central irgendwie auch, das war halt die zeit.
      danke fuer den hinweis auf fdr, don. gerade mit nem halben auge ueberflogen und in den letzten drei abschnitten haengen geblieben. wichtiger hinweis. point well taken. wobei ich vermute, dass fdr in seiner rede durchaus differenzierter war als djt, sie ist auch deutlich laenger. und hier ist der zentrale punkt: trump spricht pauschal. vom betrogenen, entrechteten volk auf der einen seite, vom betruegerischen establishment jedweder form oder couleur auf der anderen. damit spricht er bestehender ordnung in gaenze die legitimation ab, legt gleichsam die macht in einen diffusen volkskoerper, der, und das braucht er an seiner amtseinfuehrung nicht extra zu erwaehnen, nur ein zentrum hat, naemlich den mann, der vorne steht, trump selbst.
      und sicher, vielleicht ist faschistisch nicht der zentrale begriff hier. america first ist geschenkt. darum geht es nicht. totalitaristisch trifft es erstmal viel besser.

  106. Erinnerungen an die 80er
    Lang ist’s her. Wir hatten im damaligen erweiterten Freundeskreis eine Studentin (Pharmazie), die in irgendeiner marxistischen Gruppe war – ihr Freund war ein ganz Überzeugter (auch Pharmazie), und sie dann natürlich auch. Marxistische Gruppe, das war für uns was ganz Exotisches – also so exotisch-interessant.

    Es gab wieder irgendeinen langen Streik von Arbeitern (Metall?), jedenfalls endete dieser dann, und besagte Studentin (Eltern eigenes Haus im guten Stadtteil) war verständnislos-erbost, der Streik müsste doch weitergeführt werden, die Arbeiterklasse übernehmen, der Kapitalismus besiegt etc. pp.

    Als ich dann entgegnete (nix studiert, zweite Ausbildung zu der Zeit), dass vermutlich die Streikkasse leer war, und wovon die Leute ihre Miete und Lebensunterhalt bezahlten sollten, kam dann – nichts mehr außer große Augen.

    • Das kist nun mal das Privileg der Reichen. Heute spielt sie vermutlich Golf.

    • Marxistische Gruppe
      – das waren die ganz scharfen Intelligenzbestien, so zwei- dreimal über Bande.
      Pharmazeuten passen da gut hin.
      .
      Die Flugblätter von denen waren Essays, keinen Respekt vor niemand.
      .
      Lebt denn der Held noch in München und schreibt er noch seinen „Gegenstandpunkt“?

  107. Titel eingeben
    Oh je. meine Schreibfeeeeeeeeeeeeeehler, hacke immer im Halbdunkel schnell mal was rein , hihi.
    Eigentllich komme ich ja von der Flower Power Bewegung,
    dabei aber schon in jungen Jahren auch an wirtschaftlichen
    Themen interessiert , dann merkt man irgendwann, dass das Revoluzzer- Geblubber nicht der richtige Weg ist, niemanden, aber wirklich niemanden wohlhabender macht.

    • FJ45, gegen Halbdunkel an der Taste hilft ne Lampe !
      Da gibt es kleine Modelle, die man an die Maschine anschließt, oder ganz gewöhnliche für die Steckdose.

      Und ja, Marxismus ist das Geschwafel eines selbstverliebten , selbsterhöhten Kleinbürgers, der schon im 19. Jahrhundert die Kunst beherrschte, vom Schnorren zu leben.

      Ohne Engels wüßten wir von Marx nichts.

      Sch… Engels !

    • Sch… Engels !
      @Otto Moser, 24. Januar 2017 um 11:54 Uhr

      „Ohne Engels wüßten wir von Marx nichts.
      Sch… Engels !“

      Die kürzestmögliche Erledigung!

      „Karl Marx bettelte nicht, er pumpte, forderte und drohte. Seine Mutter versuchte er zu erpressen, sogar seinen Erzrivalen Lassalle ging er um Geld an, und über einen greisen Erbonkel schrieb er 1852: „Stirbt der Hund jetzt, so bin ich aus der Patsche heraus.“ (…) Inmitten dieser Malaise schrieb er 1862 an Engels: „Im übrigen arbeite ich jetzt stark drauflos, und sonderbarerweise ist mein Hirnkasten unter der misère ringsum besser im Gang als seit Jahren.“ Woraus sein Biograph Richard Friedenthal folgert: Hätte Marx die erhoffte Erbschaft gemacht oder eine Professur bekommen – er hätte nichts mehr geschrieben. Für die Grundbedürfnisse war dank Engels ja gesorgt: Er subventionierte seinen Freund mit insgesamt 4800 Englischen Pfund, wie das Marx-Engels-Institut in Moskau errechnet hat: das waren 96000 Goldmark oder mehr als eine Million D-Mark.“ (Wolf Schneider)
      In der „Deutschen Ideologie schrieb Marx im Alter von 27 Jahren, der richtige, nämlich marxisch definierte Kommunismus sei „ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben wird.“

      Hat sie ja dann auch gemacht, die Wirklichkeit, und nicht zu knapp.

      Sch… Engels !

  108. Titel eingeben
    Ach ja, der UniMut-Streik WS 88/89. War ganz lustig, weil man auch ein wenig die anderen Fachbereiche kennenlernte, und eine Weile alle möglichen sonderbaren Aktionen auf dem Programm standen. Ernst-Reuter-Platz mit Wollknäulen vernetzen (= transparent sperren, die Autofahrer hupten und trauten sich nicht weiterzufahren), es gab eine Nacktdemo (bei der Parolen auf Busen und Hintern geschrieben wurden, denn man wußte ja, was fotografiert wird), und ein paar schlaue TUler hatten die Idee, das Fraunhofer-Institut zu blockieren, um den Geldforderungen für die Unis Nachdruck zu verschaffen. Die Mobilisierung dafür wurde von einer FU-Delegation mit ihrem selbstbesoffenen Weltrevolutionsdusel fast ganz zerquatscht, nur ein Häuflein fand sich am nächsten Morgen am Fraunhoferinstitut ein. Das reichte aber, um die Eingangstore mit Fahrradketten abzuschließen und sich „diskutierwillig“ davorzustellen. Die Reaktionen waren priceless, bis Mittag blieb mindestens zu. Dann kam auch noch der SFB und wir übten uns im Masse darstellen, was mit so wenigen Personen nicht so einfach war (und bezüglich „Massenbildern“ eine ästhetisch relativierende Erfahrung, die jeder mal gemacht haben sollte). 1, 2 Tage später hörten wir was von „Einknicken“ der Politiker zugunsten nun doch mehr Geld für die Unis, und konnten uns nun sagen: wir haben daran mitgewirkt! Ich machte auch mal 1, 2 Ausflüge an die FU, wo es Langzeitstudenten gab, die ein kleineres Auditorium besoffenquatschen konnten mit ihrem Utopismus. Einer war lustig, er kam immer mit Trompete und wünschte allen einen „befreiten Tag“. Die Fachbereiche wirkten auf mich eher abschreckend wegen ihrer Tendenz zu Sektiererei. Ich schaute dann lieber bei den TU-Stadtplanern vorbei, und schließlich spülte mich der akute Personalmangel (so ähnlich wie beim Don) noch in den Akademischen Senat. Hatte Unterhaltungswert, das ganze, und war in mancher Hinsicht eine Art Zwergenpräludium für den November 89.

  109. Das Beste an den 68ern war,
    daß sich für eine kurze Zeit Arbeiter und Akademiker (Lehrlinge und Studenten) in übergeordneten Zielen ziemlich nahe kamen. Die Toten der RAF haben das dann endgültig zerstört.

    Eigentlich befinden wir uns heute in einer sehr ähnlichen Situation. Die Bürger rebellieren gegen einen Staat, der sie in eine Gummizelle gesperrt hat, in der sie sich kaum selbst verletzen können, aus der sie aber auch nicht ausbrechen können – ohne Gewalt. Es fehlt nach wie vor an demokratischen Mitteln der Mitbestimmung, an Demokratie. Das ist ein Zustand, der in einer zunehmend verarmenden Gesellschaft keine Zukunft hat, der entweder zu mehr Direkter Demokratie oder zu Trump bzw. AfD führt. Nicht die Bürger, die „Eliten“ haben (noch) die Wahl, wie die Zukunft aussehen wird. Denn den Bürgern bleibt in diesem politischen System keine andere Wahl, als, zumindest im übertragenen Sinne, zur Gewalt zu greifen, falls die „Eliten“ nicht zu einer Weiterentwicklung fähig oder bereit sind.

  110. Erinnerung an die 2000er
    Ist ja noch nicht ganz so lange her bei mir. Habe mein Studium ein wenig länger, als nötig genossen. Wahrscheinlich gehörte ich zu den letzten, denen das vergönnt gewesen ist. Die Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge hat jedes Laissez-faire beseitigt. Außerdem fiel mir in den Tutorien auf, dass die neuen G8 geschädigten Studenten mir widerspruchslos alles glaubten, was ich ihnen an der Tafel präsentierte. Keine Nachfragen und keine Neugierde. Die waren nur daran interessiert gute Noten zu bekommen. Im Prinzip sind diese Studiengänge eine Fortsetzung der Schule. Ich hoffe das ändert sich wieder.

    Die Zahl der Frauen in unserem Studiengang (Physik) hat über meine Zeit an der Uni hinweg, stetig zugenommen. Alle sehr strebsam und sehr fleißig und mittlerweile teilweise minderjährig. Mit einem Studentenleben ist das nicht mehr vereinbar.

    War trotzdem eine schöne Zeit. WG- und Studentenparties, viele nette Menschen auf unkomplizierte (aber häufig auch unverbindliche) Weise kennengelernt, ein paar Mal verliebt und mich für (zu)lange Zeit jung gefühlt. Vor Allem aber, durfte ich mich in mein Fach vertiefen und Einsichten in die Natur der Dinge gewinnen. In dieser Intensität wird sich das nie wiederholen.

  111. @ Patrick Feldmann...
    dett mit Neil Mc Gregor war mir nicht bekannt. Danke; vielleicht noch ne Berliner Anekdote:

    Der Architekt Eisenman(besagte Betonklötze + Jüdisches Museum) wohnte eine Zeitlang in Berlin. Eines Nachts klingelte er bei seinen Nachbarn. PalimPalim, die Tür geht auf…

    Eisenman: Your music is to loud!
    Beschwigste Nachbarin: And your museum is to…to verschachtelt!

    Mit WamBam war die Tür vor ihm wieder zu! Gelächter hinter der Tür!

    (Anmerkung zum Auftritt: Eisenman is so ne Mischung zwischen Heiko Minimaas und dem FED-Guru Greenspan. Die Nachbarin eher Amazone)

    • You, my dear, are the ugliest goddamn bitch I have ever dined with.
      Nichts, wirklich nichts ist trostloser als Damen und Herren die zu Hause Party machen müssen, weil sei nicht durch die Gesichtskontrolle der Clubs kommen. Und dann noch den Nachbarn mit lauter Musik und wildem Geschreie nerven.

      Das sind die, die dann mit dem Kinderwagen in die Cafés gehen und Brust geben.

      Früher gab es mal Evolution, aber heute darf alles Hässliche die Umwelt nerven.

    • Sie haben aber einen schlechten Tag erwischt, Goodnight!
      „Das sind die, die dann mit dem Kinderwagen in die Cafés gehen und Brust geben“

      Das trieft nicht nur von Ressentiment, sondern ich verstehe noch nicht einmal den Grund und die Argumentationsstruktur, da Sie nachher auf „Evolution“ abheben, wo Sie vorher die „Brust“ ablehnen… zu Gunsten was?
      Nicht jede weibliche Brust meint Sie! Manche sind- und das ist evolutiv keineswegs der nachrangigste Zweck…- in aller Einfachheit und Klarheit dem Säugling gewidmet!
      Und ich persönlich…, sehe lieber einem Säugling beim Nuckeln zu als den meisten Erwachsenen beim Schlürfen.

    • American love — like coke in green glass bottles...they don't make it anymore.
      Mr Feldmann,

      wenn Frauen im 21. Jhd. in einem modernen Land in der Öffentlichkeit die Brust geben, dann dient das nicht dem Kind. Es dient der Selbstdarstellung.

      Soviel sollte man über Frauen wissen.

      In der guten alten Zeit der Evolution, also damals in den 80er und 90er Jahren, da waren Frauen ab der Schwangerschaft raus aus dem Wettbewerb. Einem Wettbewerb, der jedes Wochenende draußen in den Discotheken/Clubs tobte. Es ist daher nicht abwegig, dass selbst der Don diese Zeit als Höhepunkt der Moderne bezeichnen würde, da hier das Individuum seinen Zenith erreichte. Damals war man Modellliga oder man war es nicht. Dazwischen war nicht viel. Und es wurde gnadenlos ausgesiebt.
      Danach kam Millennium, danach kam die plastische Chirurgie, die Milfs, die auch mitspielen wollten, die Demokratisierung des Sexlebens im Netz, die gefakten Myspace-, Facebook-, Tinderprofile. Heute ist jeder Porno, keiner mehr Star und Sex ist wie Chips vorm Fernseher.

      Heute darf eine dicke Durchschnittsfrau einen Sexstar in fifty shades of whatever spielen.

      Echte Qualität, wie Naomi Campbell, Christie Turlington und Claudia Schiffer, so etwas gibts nicht mehr.

    • goodnight
      Dann sage ich das einfach als Arzt, der wenig öko ist: es gibt für ein Kind nichts Besseres als möglichst lange gesäugt zu werden (Immunabwehr, Allergieentwicklungen, emotionale Tiefenverortung, Keine Gastrointestinalen Infekte und Diarrhoe auf Reisen in fremden Ländern)!
      Belege: Fachliteratur (suche ich nicht zusammen), eigene Erfahrung und grundsätzlich ein sinnhaftes Vertrauen in Natur, die sehr viel länger getüfftelt hat als alle Ideologen (auch die ästhetischen!) je am Ende der Geschichte als Zeit gehabt haben werden.

      Für die Mütter bringt es übrigens auch etwas ,- Stichwort Oxytocin!

    • @goodnight
      Wow, wenn ich derlei gehässige Anwürfe gegen normale Frauen aus Fleisch und Blut lese, sehe ich sofort ein Manschgerl aus der Schönheitsliga von Denis Scheck vor mir.

      Ein Gregory Peck, Paul Newman oder George Clooney sind Sie wohl eher nicht?

    • To define is to limit.
      @Krächzit

      Paul Newman ist schon die richtige Richtung, nur dunkler und noch ein bisschen Brad Pitt dazu, dann haben sie ein Bild.

    • .....ein bisschen Brad Pitt dazu, dann haben sie ein Bild.
      Donner und Doria! Ja isses denn möglich? Die emotionale Achillesferse des Bloghirsches!
      This is one for the books! This is nothing personal but we have to do it in order to be able to control!

  112. Vakuum in der Mitte ohne eigene Pläne
    Als Optimist unterstelle ich der Mitte heute authentische demokratische Überzeugung.
    .
    Obwohl die CDU da natürlich immer ein wenig schizophren auftrat: Einerseits trägt man das GG (FDGO) als Monstranz vor sich her, vor der die Ossis niederzuknien hätten — andererseits lebt(e) man geistig-emotional doch noch ganz im Obrigkeitsstaat des 19. Jh., den man so affektiv als „Normalfall“, als verlorenes Ideal betrauerte, bei Bismarck und Metternich. Bismarck hatte es (wie Adenauer) versäumt, „rechtzeitig einen Nachfolger heranzuziehen, der sein Werk fortsetzen kann“ — das war meine Geschichtslehrer damals die letztgültige Erklärung für die deutsche Katastrophe.
    .
    Und die 1848er Revolutionäre? Die sich (wie heute doch irgendwie „alle“) auf die Schweiz und die USA als Vorbilder beriefen und fast ortgleich das forderten, was dann ab 1949 im GG drinstand? — Tja das waren, aus dieser CDU-Sicht heraus gesehen, damals völlig weltfremde Spinner gewesen.
    .
    Wie kann man nur so dumm und verantwortungslos sein, 100 Jahre zu früh zu kommen? Sich provokant für Ziele einzusetzen, die 100 Jahre später doch irgendwie von ganz alleine in Erfüllung gehen? Zu kämpfen, statt einfach abzuwarten? — Das ist das, was die „deutsche Mitte“ (= Deutscher Michel, CDU (1)), in Ewigkeit nicht begreifen kann.
    .

    (1) Betrifft nur den besseren Teil der Mitte. Zum schlechteren … sag ich nix, Sie wissen auch so bescheid.

  113. Damenwahl
    Don,

    schön von Ihrer Jugend zu erfahren :)

    Aber sonst … Damals wie heute studieren hässliche Emanzen Soziologie für die Revolution und attraktive höhere Töchter Kunstgeschichte für gehobenen Smalltalk auf des künftigen Sammlergattens Gartenparty.

    Beide laufen heute Gefahr in Clubs und Parks kulturell bereichert zu werden oder auf dem Heimweg ermordet. In der Studentenstadt Freiburg z.B. war in den letzten Monaten das alles zu haben.

    Da wird es viele geben, die im Seminar und der Peergroup mainstreamlinks sind und in der Wahlkabine AfD. Was auch sonst? Und manche machen ihre Präferenzen auch offen, so what …

    Nicht verwundert
    Robert

  114. Unser aller Altersstruktur hier bei Don Alphonso kommt bei
    einem reminiszenzenschwangeren Thema besonders deutlich zum Vorschein.

    Jeder erzählt so seine, oftmals jahrzehntealten, Uni-Geschichten, und ich finde es in seiner Verschiedenheit des Gedachten und Erlebten wirklich unterhaltsam und informativ zugleich.

    Dann gibt es ganz wenige Junge, die hier mitschreiben, und aktuellen Input beitragen.

    Und manche, die aus der Elternrolle einen Blick auf das ,heute‘ bieten.

    Ich habe bei meinem obigen Beitrag, ziemlich am Anfang, bewußt alle Erinnerungen an die eigene Jugend und Studienzeit weggelassen.

    Thema war vom Don ja eher – was tun die HEUTE .

    Und die entsetzte Feststellung, dass junge, eloquente Mädchen AfD-Streams schauen.

    Oder das halt auf Twitter behaupten.

    Wir sind eher ein Haufen recht unterschiedlicher Alter.

    Die Vergangenheit wird, ob des erkennbaren Verlustes der eigenen Jugend, gern verklärt.

    Da muß man sich als Alter hüten.

    Zeichne ein ehrliches Bild !

    Aber es stimmt schon, ohne zu wissen, wie jeder andere, jung oder alt, tickt, früher war es besser.

    Man konnte ohne Verstärkung und Reizgas ausgehen, die Zukunft hatte eine Perspektive, auf die man mehr hoffte, als sie fürchtete.

    Jungs waren Jungs, ohne von lesbischen alten Hexen verteufelt zu werden, die erhebliche Steuermittel dafür bekommen, bösartig zu sein.

    Wer psychisch krank war, ging in Threapie, und schwang sich nicht ritzend zum Vorbild gesunder Menschen auf, in ,,Blogs“ voller ,,Gender“.

    Schmarrn war noch Schmarrn, und nicht die Basis nazi-oder stasihafter Denunziation.
    Wehe dir, du sagst, der Kaiser sei nackt !

    In einem denunziatorischen linken Umfeld werden sich die anderen vorsichtig bewegen.
    Daher steht nicht fest, dass Studenten heute wirklich mehrheitlich linksgrün sind.

    Wie die jungen Leute heute wirklich sind, wird aber wesentlich bestimmen, wie die Zukunft wird, oder sein kann.

    In meinem obigen Beitrag habe ich nur dürre Schlaglichter geliefert, weil ich einfach wenig junge Leute treffe, auch hier nicht, im Forum.

    Wenn dann was kommt, wie von Foristin Claire, dann denke ich mir, das kann nicht eine Abbildung der Mehrheit sein.

    Wer, bitte, erbt schon einmal auf einem Kontinent, auf dem er nicht einmal studiert, und wenn ja, was ?

    Was hier informativ wäre, ist mehr Beiträge zum JETZT und a bissl weniger Feuerzangenbowle.

    Und weniger Beißzangl .

    • weniger Feuerzangenbowle!
      das trifft es auf den Punkt.
      Wenn ich mir überlege was für wirres Zeug ich mit Anfang 20 geredet habe (linke Weltverbesserungsideen), dann sind meine studierten Kinder geradezu erschreckend vernünftig. Grün wählen ist in diesem idealistischen Alter noch verständlich. In dem Alter habe ich auch keinerlei Gedanken an Rente oder dergl. verschwendet. Von daher interessiert die Belastung der Sozialkassen durch die Flüchtlinge diese jungen Leute nicht im Geringsten. Wer anders war, werfe den ersten Stein.
      Grüße Uli

    • Titel eingeben
      The older we get the better we used to be.

  115. versäumt, rechtzeitig einen Nachfolger heranzuziehen
    Nehmen wir die USA als Beispiel.
    Ich kenne die Geschichte der USA nicht so genau,
    kann mich aber kaum erinnern das ein Präsident
    einen Nachfolger heranziehen müsste.

    vgl aktuelle Lage.
    Die SPD bekommt einen neuen Kanzlerkandidaten
    und einen neuen Vorsitzenden. Das geschieht aber nicht im
    Wettstreit sondern wird in Gemien entschieden so weit ich das beurteilen kann.

    PS Die deutsche Mitte konnte sich nach 1848 auch an
    Arthur Schopenhauer orientieren, der hinterließ sein Vermögen u.a.
    den Witwen der 1848 gefallenen Polizisten.

    m.E. ist es egal ob die Bundesversammlung einen Präsidenten wählt
    oder ein Nachfolger Wilhelms den Kaiser spielt.

    Für mich ist zunehmend von Bedeutung ob ich meinen Interessen nachgehen kann und weniger wer wie ins Amt kommt.

    PS Fragen sie mal in der Türkei nach was den Menschen wichtig ist.
    Nach dem Terror der letzten Jahrzehnte möchten sie ggf Ruhe und Ordnung. ggf wollten das die Deutschen nach 1848 auch.

    • USA ./. Deutschland
      Man könnte überlegen in welchem der beiden Länder
      der Bürger einen größeren Einfluss bei der Wahl des
      Wahlbeamten an der Spitze hat.
      Also des BK(in) hier und des Präsidenten dort.
      Ich vermute das die Einflussnahme hier geringer ist.
      Die politischen Parteien wirken nicht an der politischen Willensbildung mit, sie schreiben die begrenzten Möglichkeiten mehr oder weniger vor.

      Die Grünen hatten bei den Spitzenpsitionen
      die Wahl zwischen 1 Frau eineseits und 3 Männern andereseits!
      Die SPD Mitglieder die Wahl zwischen?

      Ich bin gespannt ob eine Partei in Deutschland ähnliches wagt wie das was in den USA scheinbar üblich ist:
      Ein Vorwahlkampf der Kandidaten der jeweiligen Parteien darum
      wer Spitzenkandidat wird.

      PS Zitat Matthias Beltz
      Caligula machte einst ein Pferd zum Konsul
      Johannes Rau eine Ziege zum Kanzlerkandidaten

    • Klaus Keller
      Also mehr falsch als die SPD zur Zeit kann man wohl nicht machen.
      Anstatt mal neue Leute ans Ruder zu bringen wird allen Leuten gezeigt, wie hier mit Posten und Ämtern umgegangen wird.
      Nun, ich bin kein SPD-Anhänger, aber statt die Chance einer gewissen Erneuerung zu suchen, wird weiter wie bisher hantiert.
      Die SPD wird meiner Meinung nach die 20%-Hürde knacken, nach unten.
      Mir soll es recht sein.

    • hmeier555 sagte am 24. Januar 2017 um 14:05 Uhr....
      Mein Text sollte dort eigentlich als Antwort erscheinen.

  116. Frage
    Ich hab ja nur Mathe studiert, aber nicht anner richtigen Uni, und das auch nur in den Achtzigern und völlig! unpolitisch (und wenn ich völlig schreibe dann meine ich völlig). Gestatten Sie mir dennoch eine bescheidene Frage in dieser illustren SpätachtundsechzigeroderEndeAchtzigerodersonstwas-Runde. Was passiert eigentlich (mit mir) wenn ich mich mit einem „Refugees Welcome“-Schildchen unter einer der sicherlich demnächst in diesem gigantischen Theater ohne Exit auf Grund massiver Streichung von Bildungsmitteln stattfindenden Uninahen innerstädtischen Demos der vereinigten anständigen helldeutschen linksgrünen KrawallknalltütInnen mische? Macht es vielleicht *klick* oder doch eher (was ich vermute) *knall*??

  117. Da gehe ich mal ne halbe Stunde einkaufen
    und schon macht Gabriel wieder Blödsinn und überrascht mit späten Einsichten. Schulz als Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten… kann man machen, wenn man das Ziel hat, unter die 10%-Marke zu kommen.
    Dann will Gabriel auch noch für den Rest Außenminister spielen, das dürfte heiter werden, wenn er noch Gelegenheit haben sollte, Trump zu treffen. Fast-Berufsschullehrer versus Immobilienmöchtegernmogul. Das hat was, mein Tag ist gerettet.

    • Kopf an Kopf Rennen Piraten SPD Wer reißt die 5% Hürde stärker ?
      Gefällt mir guuuut !

      Ich kenne niemanden, den Schulz nicht anwidert, anekelt sogar .
      Er ist das Gesicht, das Aushängeschild, der EU, gemeinsam mit dem Oberbürgermeister von Betrugsburg .

      Siggi Pop macht sich als Minister für Äu0eres noch lächerlich, und lukrativ aus dem Staub.
      Irgendein korrupter Konzern nimmt ihn gerne auf die Lohnliste, den edlen Mann.

      R2g-Ade , Gott sei Dank.
      Jetzt noch die Informelle aus der Uckermark , dann ist aufgeräumt im Augiasstall.

      DAS wird eine Multikulti-Koalition im Herbst, die Leider-nicht-Abgesoffenen mit bunten ,,Partnern“ .

    • An R.S. Das hat wirklich was
      Ich frage mich ob Herr Trump seine Rede
      vom Seeheimer Kreis der SPD hatte.
      Gabriel hat es beim Kohleausstieg jetzt auch nicht mehr so eilig.
      Das mit dem lernen geht wohl doch noch.
      Warum der Großinquisitor von Eccos Rose Chef werden soll
      habe ich aber auch nicht verstanden.
      Außer: Sie haben halt keinen Connery

    • Und was ist das jetzt?
      Kneifen? Taktieren? Auf einen Relaunch in 2021 (unverbrannt) spekulierend? Verdrücken? Strategiewechsel? Ggf. vielleicht später noch – wenn’s mit dem Ex-EUropaPolitiker Schulz (nach Schexit, Schulz-Exit) alleine nicht läuft – ein Upgrade auf Willgernkanzlersein V2.o (beta, App-unterstützt) mit dem DreamTeam Schoulz? Scholz (Hamburch) & Schulz (Würschtelen)? Ach, egal aber auch.

    • Renate Simon
      „Möchtegernmogul“ dürfte an sich nur aufgrund des Vermögens von einer MRD (die Medien haben das ja ständig betont) Dollar ja wohl eine Falscheinschätzung Ihrerseits bedeuten.
      Und immerhin kann sich Herr Trump ja leisten, auf das Salär von 500 000 Euro zu verzichten.
      Nicht ganz so verzichten können ja wohl einige SPDler.

    • Otto Moser
      Das hat der Wähler „dann so gewollt“ höre ich schon die Stimmen,
      wenn sich alle gegen die AfD verbünden.

    • Gabriel will nicht Kanzler werden
      Mit dieser Headline gibt dies der ARD Video-Text kund und zu wissen. Nein, nicht in der Rubrik „Meldungen in einfacher Sprache, Nachrichten leicht“, sondern auf deren Eingangsseite. Gründe sind hier nicht genannt (vielleicht würden sie nur verunsichern?), also kann man nur anfangen zu spekulieren.

      Ist es einfach nur kneifen? Taktieren? Auf einen Relaunch in 2021 (unverbrannt) spekulierend? Verdrücken? Strategiewechsel? Ggf. vielleicht später noch – wenn’s mit dem Ex-EUropaPolitiker Schulz (also Schexit, Schulz-Exit) alleine nicht läuft – ein Upgrade auf SPD-Willgernkanzlerstellen V2.o (beta, App-unterstützt) mit dem DreamTeam Schoulz? Scholz (Hamburch) & Schulz (Würschtelen)?
      Auf jeden Fall ist erstmal Höcke aus den Schlagzeilen. War das vielleicht das Ziel?

    • zweihändig schlagend
      … und schon macht Gabriel wieder Blödsinn.

      Klingt nach dem Strategem Nr. 3
      Strohmann-Strategem, Alibi-Strategem; Stellvertreter-Strategem.

      In diesem Fall als Doppelschlag –> Schulz + SPD.

      Dafür kann man mal den Steinmeier machen.

    • Martin Schulz ist Vollbluteuropäer(vorsicht Satire)
      Also nix da mit Nafri oder Schwarzafrika.
      Vollbluteurpäer impliziert einen
      vorhandenen Ariernachweis.
      Die SPD fischt am rechte Rand.

    • Tja, steck ich denn in Siggi drinne?
      Seine Umfragewerte waren immer mies. Seine Gesundheit, Diabetes und Fettleibigkeit passen nun einmal nicht zusammen, dann seine Familie, ach was weiß ich. Warum man dann aber ausgerechnet Schulz in Position hieven will, erschließt sich mir nicht. Angeblich hat er die besseren Umfragewerte, frage mich nur, bei wem? Wem ist der Mann sympathisch? Hier irgend jemandem? Aber nun, wenn die SPD ins Jammertal will, soll sie.

      Zu Trump, ob der Milliardär ist, weiß ich nicht, er hat Schulden u.a. bei der Deutschen Bank. Seine Steuererklärung will er ja nicht zeigen, es wäre grundsätzlich auch wurscht, er ist gewählt.

      Meine Äußerung „Mogul“ kam mir in Erinnerung an UvdLs Äußerung bei Will zu Immobilienfritzen, der eine gewinnt, der andere verliert. Das war der Zeitpunkt, an dem goodnight, wo isser überhaupt, die Sendung abgeschaltet hat.

      Warum sollte die SPD daran interessiert sein, Höcke aus den Schlagzeilen zu nehmen? Das war wieder Gabriels grandiose Fehlleistung, Interview mit dem Stern, der twittert natürlich munter drauflos und Gabriel war im Zugzwang, mehr oder weniger war da nicht.

      Klaus Keller, Schulz in Verbindung mit Eco und Connery zu bringen, ist Ihrerseits schmerzensgeldpflichtig, ehrlich. Das haben beide wirklich nicht verdient.

    • Lichtenberg, den Steinmeier kann Gabriel nicht
      ich meine, es war im Cicero, Steinmeier würde der sprachloseste BuPrä aller Zeiten, dem stimme ich ausdrücklich zu. Er wird der schlechteste und konturloseste BuPrä werden, den wir je hatten.

      Da Steinmeier durch und durch Beamter ist, die Zähne nur auseinander bringt, um gegen Trump zu stänkern und Gabriel das Maul schon gar nicht halten kann, ergeben sich Parallelen höchstens in der Unfähigkeit.

    • schmerzensgeldpflichtig - ja das tut weh
      ….Klaus Keller, Schulz in Verbindung mit Eco und Connery zu bringen, ist Ihrerseits schmerzensgeldpflichtig, ehrlich. Das haben beide wirklich nicht verdient…..

      Ich kann nichts dafür, sry

      Schulz erinnert mich an Bernard Gui (Ketzer- und Hexenjäger)
      aus dem bekannten Film.
      Der gegen alle €U Kritiker vorgeht.
      Habe ich €U geschrieben? Ich bitte um Vergebung meiner Sünden

      http://www.poral.eu/screen/blu-ray_1080/n/name_der_rose/name_der_rose_17.png

    • KK, Ihnen sei verziehen
      den Bernard Gui gab aber nicht Connery ;-)

      Dabei fand ich den Film grottenschlecht, das Buch hatte ich lange vorher mit Begeisterung gelesen.

    • @Renate Simon: goodnight, wo isser überhaupt?
      Er badet im neoliberalen Jungbrunnen, dessen Wasser eine Restaurierung vergangener Attraktivität evoziert, nach Modell-Vorlagen von Paul Newman (ist schon die richtige Richtung, nur dunkler) und noch ein bisschen Brad Pitt dazu.

  118. wg. Twitterfrage
    Das Spiel heisst Duke Nukem 3D.

  119. Ultras in der Stadionkurve: Wirklich die AfD als Wurzel allen Übels?
    Habe nun, auweh, weder Das Kapital noch den Mythus des 20. Jahrhunderts gelesen, dafür heute im Vorbeigehen ein Aufkleber-Miniplakat von der antifa-revolutionären Sorte in einer westdeutschen Großstadt.

    … against homophobia & sexism! Lieb‘ doch, wen du willst!“ – steht darauf. https://www.uploadarea.de/files/eu1/c0bd8iQ0g-ANTIFASCHISTISCHES-Liebe-doch-wen-du-willst-PLAKAT.jpg

    Suche ich beinahe wie zufällig nach „Alice Weidel“ „Jana Schneider“ mit zum Beispiel https://www.google.de/search?q=Alice+Weidel+Jana+Schneider&gbv=1&num=100 – so sehe ich dann Bilder wie zum Beispiel

    https://vice-images.vice.com/images/content-images-crops/2016/09/27/interview-jana-schneider-lesbische-landesvorsitzende-der-jungen-alternative-body-image-1474981948-size_1000.jpg

    – beide hohe AfD-Funktionär*innen, der eine ist tatsächlich der Gottseibeiuns Björn Höcke, der auf dem Bild das fleischgewordene Plakat „… against homophobia & sexism! Lieb‘ doch, wen du willst!“ darzustellen scheint.

    Jetzt frage ich das belesene Kommentariat: Sollte ich Gefallen an zum Beispiel https://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Weidel finden und ihr zurufen: „Lieb‘ doch, wen du willst!“, ob ich mich damit ausreichend antifaschistisch politisch-korrekt benähme.

    Vergessen wir nicht, dass sie außer ihrem Sohn mit ihrer Lebenspartnerin zusammenlebt und Funktionärin der Partei Alternative für Deutschland (AfD) ist. Weder bei Marx noch bei Rosenberg fände ich dazu Worte. Auch bei Reinhard Kardinal Marx nicht.

    • Ah die jungen deutschen Frauen, die sich gegen Trump mit Allah verschwistern in Berlin -
      sehenswert –

      http://www.infowars.com/video-anti-trump-feminsts-chant-allahu-akbar-during-protest-in-germany/

      Dass auch nur eine von diesen jung-Lesben Martin Schulz riefe, ist mir denk- und vorstellungsunmöglich.

      Wenn ich die von Ihnen verlinkte Jana Schneider oder gar Alice Weidel gegen die Berliner Allah-Lesben setze, fühle ich mich sofort besser.

      Welt ähnelt zunehmend einer Geisterbahn.

      PS – einer der von Obama begnadigten Schwarzen lebt schon nicht mehr, er wurde, kaum war er auf freiem Fuß, in einem Streit zwischen Drogendealern erschossen. Die amerikanische Netz-Seite, die das vermeldet, erwartet, dass der Fall entweder unter dem Teppich landet – oder als Vorwurf im Trump-Lager. Denn wer verschärft in den USA den Druck auf die Schwarzen, sodass die sich einfach nicht mehr anders zu helfen wissen – na eben: Der dicke, blonde, alte, stinkreiche weiße Mann im – das fällt jetzt noch verschärfend ins Gewicht: Weißen (!) Haus.
      Uff.

  120. Verkünd mir nix, Gabriel
    Du bist hier die Jungfrau
    Und ich die eiserne Angela

  121. Tanz auf dem implodierenden Dewargefäß
    Sigi kanns‘ bestimmt, aber ob der Würselener Hoffnungsträger zu tanzen versteht, ist eher zweifelhaft. Zu seiner Ehrenrettung: beim Walzer mit der künftigen Chefin würde nicht nur er eine schlechte Figur abgeben.

    Man wird sich aber kaum vorstellen, dass junge attraktive Studentinnen sich Schulz-Videos anschauen, nicht in der Öffentlichkeit jedenfalls .

    Gabriel hat endlich kapiert, wie er den Zauselbart rasch und sauber loswird: mit einer krachenden Wahlniederlage. So baut man (im Unterschied zu Bismarck und Adenauer) nützliche Nachfolger auf. Putativnotwehrexzess?

    Als Realist unterstelle ich der Partei links der Mitte authentische demokratische Selbstmordabsichten.

    • cleveres Kerlchen
      Er hat noch was verstanden. Er würde im Fall des Falles das Außenamt weiter führen. Ein schöner Job, viele Reisen. Und als jetziger Wi-Minister ist er attraktiver für das Außenamt als Leute mit abgebrochenem Theologoestudium und Träumen von einem Ende des Wirtschaftswachstums (Interview im Spiegel vor etlichen Jahren).

  122. Titel eingeben
    Was fehlt, ist der Bezug zum Rad.

  123. Ist jetzt zwar völlig OT, aber ich meine, sehr interessant
    Saddams Warnungen im Tagesanzeiger und man denkt an Gaddafi

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/saddams-warnungen/story/26122524

    • bin...
      Beeindruckt. Vom Interview und von der Person Nixon. Danke für diesen Link!

    • Danke, Frau Simon.
      Das kannte ich noch nicht.Wissen Sie, was ich so dachte? Ob die Bushmänner, die ja mit den Saudis jahrelang Geschäfte machten, nicht von denen gefakenewst wurden.
      Schon traurig, was einzelne Personen ( Dabbelju) anstellen in ihrer Blödheit und ganze Völker das dann ausbaden können.Nur Graetamerika ist vom großen, sauberen Wasser umspült.Jedenfalls solange, bis ein verbindender Plastikkontinent dazwischen entsteht.

    • Liebe Philomena, die fake news kamen von der CIA/Rumsfeld u.a.
      ich habe im letzten Jahr zwei Bücher von James Risen gelesen, State of War, die geheime Geschichte der CIA und der Bush-Administration. Darin wird geschildert, wie man dank Rumsfeld und Wolfowitz mit aller Gewalt die Giftgasproduktion im Irak nachweisen wollte, die es nicht gab. Parallel liefen Bestrebungen des Nationalen Widerstandsrates des Iran, Amerika vom Atomwaffenprogramm des Iran und einer härteren Gangart zu überzeugen.

      Ebenso interessant ist das Buch von Risen, das er zusammen mit Milt Bearden, Ex-CIA-Agent, geschrieben hat, Der Hauptfeind. CIA und KGB in den letzten Tagen des Kalten Krieges.

      Die CIA war 1947 zu dem Zweck geschaffen worden, den Sowjet-Kommunismus zu bekämpfen, was 1991 nach Zerfall der Sowjetunion erledigt war. Sie versuchte dann, ihre Daseinsberechtigung mit aller Macht zu erhalten, obwohl kaum noch Agenten in ihren Diensten standen, die Grundaufklärung betrieben, man verlegte sich aufs Analysieren von wenigen Fakten.
      Insgesamt wohl ein unfähiger, korrupter Haufen, im ständigen Konkurrenzkampf zu FBI u.a., von Clinton z.B. nicht sonderlich geschätzt.


      Nun sind mir gerade 6kg Orangen ins Haus gekullert und ich habe grad keinen Schimmer, was ich damit anstelle, obwohl ich reichlich Zeit hatte, mich darauf vorzubereiten.
      Saftpresse gibt’s hier nicht, hach, das sind die wahren Probleme in Düsseldorf und die Kälte…

    • Orangensaft ist jetzt gut.
      Frau Simon,
      ich nehme immer schnell die kleine Presse, eine Seite Grapefruit, die andere Zitrone/Orangen. Die elektrische gibt hinterher mehr Arbeit…Oder einfach rundherum mit scharfem Messer die Schale abschneiden,wie es Köche machen,nicht schälen.

      Wir hatten heute morgen -19 Grad, tagsüber Sonne.Hoffentlich nimmts die Schneckeneier! Brauche gerade sehr viel Vogelfutter…

      Das mit dem Giftgas ist mir noch gut in Erinnerung. Dem General sah man an, dass er log.Die Wahabiten werden ihrs dazu getan haben, war mehr Satire.

  124. Erinnerungen an den Philosophenturm...
    Eine sehr schöne Geschichte, lieber Don Alphonso, und ließ mich natürlich wehmütig an meine Studienzeiten denken. Die jedoch insofern anders waren, dass in meiner Hochschule nicht demonstriert wurde, und die finnischen Protestler aus Kommunisten bestanden, welche in Finnland als Schmuddelkinder galten. Es gab auch keinen Grund zum Protest, weil alles perfekt war und genauso gut organisiert und genauso schön wie an der Hongkong University, an der ich später Chinesisch studierte. Leider nicht bis zum Abschluss, weil wir wieder von dort zurück an den Polarkreis umgezogen sind.

    In einer Kleinstadt in S-H angekommen, habe ich mich an der Uni Hamburg im Studienfach Sinologie immatrikulieren lassen und fuhr jeden Tag mit dem Auto aus meiner idyllischen neuen Heimat dorthin .

    Es stellte sich bald heraus, dass das, was ich in zwei Jahren an chinesischer Sprache einschl. Schriftzeichen in Hong Kong gelernt hatte, dem kompletten Curriculum des Sprachstudiums des Magister-Abschlusses entsprach. Insofern machte das Studium de facto nur wenig Sinn für mich. Außerdem war ich für einen Doktor-Abschluss vorgesehen, was ich lange nicht verstanden hatte, weil ich bisher noch nie etwas davon gehört hatte, dass man nach dem Studium in einem fremden Fach einfach promovieren kann. Das scheint eine deutsche Spezialität zu sein.

    Die Sinologie-Studenten waren in dem sog. Philosophenturm untergebracht. Das war ein versifftes Gebäude, in welchem alle Wände verschmiert waren und wo das blanke Chaos herrschte, besonders ein organisatorisches Chaos herrschte. Niemand wusste etwas von nix. Besonders wegen der vielen Che Guevara Schmierereien und der revolutionären Parolen und Symbole an den Wänden fühlte mich wie in ein armes südamerikanisches Entwicklungsland versetzt.

    Der Studiengang war absolut überbelegt. Aber nicht mit eigentlichen Studenten, denn der NC war enorm hoch, sondern mit Gasthörern und Studenten aus anderen Fakultäten überbelegt. Sinologie war damals nämlich total angesagt. Die Seminarräume waren zum Brechen voll, sodass man manchmal kaum Luft zum Atmen kriegte. Es herrschten einfach schreckliche Verhältnisse dort, und ich war heilfroh, dass ich da aufhören konnte, weil wir bald wieder gen Asien zogen.

    Ich fragte mich damals nur, wie viel Disziplin man aufbringen musste, um dort unter den chaotischen Verhältnissen überhaupt zu einem Abschluss zu kommen. Ich war nämlich täglich angewidert, und kann jeden verstehen, der diese oder ähnliche Zustände aus dem Nordpol kennt und deswegen gewisse Vorurteile pflegt.

    Aber immerhin, damals konnte man als Frau noch überall hingehen, ohne Angst zu haben, in der Toilette der Uni oder im Park vergewaltigt zu werden, beim Tanken ausgeraubt, eine Treppe herunter oder vor die S-Bahn-Gleise geschubst zu werden, so wie das hier am Nordpol neuerdings fast wie am laufenden Band geschieht.

    Das macht mich wütend und traurig zugleich, und ich mache mir jedes Mal Sorgen, wenn unsere jüngere Tochter hier irgendwo unterwegs ist und nicht an ihr Handy geht.

    Dabei muss ich daran denken, wie viel Leid und Schmerz die Masseneinwanderung in das Land hinein gebracht hat, bei den Opfern, nicht nur bei jungen Frauen, sondern bei Menschen jeden Alters bzw. deren Familien und frage mich, ob ulF sich jemals bei ihrem Volk dafür um Verzeihung bittet.

    • Ach Tamarisque
      Ich bin der festen Überzeugung daß die Befindlichkeiten „ihres“ Volkes der Dame am sog. Allerwertesten vorbeigehen (ist ihr wurscht). Aber sowas von. Und wüßten ihre Millionen Fans, die RenterInnen mit den bereits jetzt vorausgefüllten Wahlzetteln die reine, diese ganze von Fake-News befreite Wahrheit, also dann… also dann würden zumindest die Beliebtheitswerte der Raute um 0.5% rapide absinken.
      Was ich mich immer frage: Traut sie sich, z.B. nach ihrem Wirken mit stark reduzierter Security z.B. in einer Buchhandlung ihre Memoiren vorzustellen? Der Genosse der Bosse ist mir schon über den Weg getorkelt bei einem BL-Auswärtsspiel, kurzer Radarblick ergab: er war nicht alleine, aber es waren auch kein halbes Dutzend Security-Leute zu sehen. Merkel so in der Öffentlichkeit? Ich weiss nicht.

    • He was into that whole Yale thing.
      Mal unter uns:

      Die, die sich an den Unis in Cafés, Hörsälen, Demos, Partys und RCDS-Versammlungen rumgetrieben haben, die gehörten eigentlich nicht an eine Uni. Das waren die, die durch die Bildungsexpansion hochgespült oder von reichen Familien abgespült wurden.

      Wenn man intelligente Menschen an Unis treffen will, dann geht man in die Bibliothek. Die sitzen dort und lesen. Über Tage, Wochen, Monate und Jahre.

      Der Sinn und Zweck einer Universität ist das eigenständige Selbststudium.

      Der Rest darf bitte an die Fachhochschule gehen.

    • Ach, Frau Tamarisque , da wählen Sie nach Geschmack einfach links-liberal,
      Schulz etwa, ganz neu im Programm und in der EU-Art der lösung von Problemen topfit und hocherfahren, oder die liiieben kleinen Grünilieschen ,das glatte deutsche Gegenstück zu Sanders Berndl, oder die Linke, ach so, nein, die sind ja Schmuddel (wenigstens DA simma se einich ) , und schon ist Merkel….
      ja, was ?

      In der nächsten Koalition Gonslerin.

      Nein, bei dem, was sie verbrochen hat, gibt es keine Verzeihung.

      Holz sammeln, Zangen zum Glühen bringen……..

      Aber los wird man sie schwer.
      Vielleicht haben Sie eine Idee ?

    • interessant
      Konnten Sie sich damit mit Chinesen unterhalten, meine, haben Sie auch Mandarin gelernt?

      Was Ihre Tochter betrifft, sehen das viele ganz ähnlich, wir auch.

      Es ist übel, von der eigenen Regierung so exponiert zu werden.

    • "Stand by your man" is a sexist song
      @ Oberländer
      Vielen Dank für Ihr Interesse. Vor unserer Abreise sprach fließend Mandarin, konnte mich sogar am Telefon unterhalten.

      Es gab in meinem Kurs US Military oder Geheimdienst-Leute und andere Amerikaner, eine Amerikanerin, eine israelische Frau, eine Singapore-Chinesin, die bisher nur English sprach, eine Koreanerin und eine Spanisch stämmige Philippinin.

      Das Studium war straff organisiert und sehr streng, die Professoren kamen aus Peking und waren hochgebildete, wunderbare Menschen. Jede Woche gab es einen Test, und der Professor las die Resultate vor seinen Studenten vor, um eine Konkurrenzsituation aufzubauen. Die Fleißigste von allen, eine Amerikanerin, gab nach ¾ Jahren das Studium auf, weil sie das Tempo psychisch nicht mehr aushalten konnte. Chinesisch Lernen ist Gehirn-Leistungssport.

      Als ich Hong Kong verlassen musste, beherrschte ich fast 3.000 Schriftzeichen. Wir fingen gerade an, politische und Wiirtschaftsthemen in der Zeitung zu lesen und parallel dazu die entsprechenden Schriftzeichen zu lernen.

      Es ist manchmal Ironie des Schicksals, dass man etwas tut, was einem Spaß macht und wozu man das Talent besitzt, und dann muss man darauf verzichten…

      Tja, die Frau folgt dem Mann als Haupternährer der Familie und verpasst einige berufliche Chancen. Wir hatten damals zwei kleine Kinder. Sollte ich deshalb jammern? No way. Heute will Frau so etwas nicht mehr akzeptieren.


    • @ Goodnight
      Ich studierte an der Helsinki School of Economics, bei welcher der NC damals bei „laudatur“ lag. Mit „cum laude approbatur“ wurde man nicht angenommen. Meine guten Schulnoten verdanke ich einer strengen Erziehung. Im Studium war ich dagegen frei. Ich und meine schönen und reichen Freunde unter den Kommilitonen/innen saßen nicht in der Bibliothek. ;-)

    • Titel eingeben
      @Tamarisque

      „Ich und meine schönen und reichen Freunde unter den Kommilitonen/innen saßen nicht in der Bibliothek. “

      QED. :-)

  125. Old & busted: Wir geben auf
    New hotness: Wir wollen Gabriel!
    .
    Gabriel kann uns doch nicht verbieten, eben genau IHN als Kandidat nicht zu wählen und dies über Nichtmitgliederbefragung millionenfach zum Ausdruck zu bringen.

  126. Mark Rutte
    @ Renate Simon –
    Soweit ich beurteilen kann, ist der Brief authentisch:
    .
    https://vvd.nl/nieuws/lees-hier-de-brief-van-mark/
    .
    Ich hab Mark Rutte auch live gesehen. Der kann ganz schön direkt sein und macht es den Niederländern klar, dass er nicht ein zweites Mal auf ein Verhältnis mit Wilders eingehen wird:
    .
    “Dat gaat niet gebeuren. Geert Wilders is linkser dan de SP. Geert Wilders schoffeert onze onafhankelijke rechtspraak en sluit groepen uit. Dat is in strijd met belangrijke waarden en vrijheden in onze samenleving. En hij loopt weg als het moeilijk wordt. Ik blijf in gesprek met en luisteren naar mensen die op de PVV overwegen te stemmen. Zij verdienen een betere leider dan Geert Wilders. Ik zit in de politiek om problemen op te lossen. Ook als het moeilijk wordt.“
    .
    Meine Wette ist: er wird wieder Ministerpräsident.

    • Liebe Frau Heuse, da gehe ich mit
      meine Frage bezüglich des Briefes war, wurde der auch in arabisch und was sonst noch so nötig wäre übersetzt und kundgetan? Denn was Ihre Landsleute meinen, glaube ich zu wissen, wissen sollten es aber doch wohl die noch nicht so lange bei Ihnen leben.

    • Authentisch?
      Dann sähe ich das anders. Dann wäre es keine Stärke, sondern Schwäche. Weil Geert Wilders (nein, ich erspare mir den Link auf den ungeliebten) frisch einen 2-Minuten-Clip gemacht hat, den Herrn Rutte vor sich her zu treiben. Und wenn der Brief authentisch ist, wäre das wenig anderes als dass der Kreisel sich in die Richtung dreht, in die er angetrieben wurde.

      Es nimmt allerdings nicht Wunder, dass die ach so freie deutsche Presse entschieden hätte, das als Nachricht in einem kleinen unbedeutenden Ausland einzustufen, für die sich niemand interessieren würde.

      Frau Heuse, ja, stimme ich Ihnen zu ‚kann ganz schön direkt sein‘. Er hatte ja auch schon Anfang des Jahres 2016 Merkel ‚mitgeteilt‘, dass zu jener Zeit NULL die in etwa richtige Zahl von Neuzugängen sein sollte. Und folglich die Koninklijke Marechaussee schon mal übte, die Grenzen zu kontrollieren. Der Widerstand dagegen kam hauptsächlich aus Reihen der Transportunternehmer. Allerdings löste sich alles schnell in Luft auf, nachdem die Balkan-Staaten [man erinnere sich, *gegen* ausdrücklichen Protest der deutschen Kanzlerin] den Zustrom versiegen ließen.

  127. Titel eingeben
    Otto Moser sagt:
    24. Januar 2017 um 15:12 Uhr

    Unser aller Altersstruktur hier bei Don Alphonso kommt bei
    einem reminiszenzenschwangeren Thema besonders deutlich zum Vorschein.

    Jeder erzählt so seine, oftmals jahrzehntealten, Uni-Geschichten, und ich finde es in seiner Verschiedenheit des Gedachten und Erlebten wirklich unterhaltsam und informativ zugleich.

    Dann gibt es ganz wenige Junge, die hier mitschreiben, und aktuellen Input beitragen….

    Herr Moser,
    Lebenserfahrung zählt….
    ….von den Indianern lernen ;)

    „Die Indianer hingegen verehrten alte Menschen wegen ihrer Lebenserfahrung. Deshalb gab es im Stamm einen sogenannten Ältestenrat. Er setzte sich aus alten und weisen Männern, tapferen Kriegern aber auch angesehenen Frauen zusammen. Dieser Rat bestimmte, wann – so zumindest bei Prärie-Stämmen – die Bisonjagd begann, ob der Stamm den Kriegspfad betreten sollte, wer Häuptling wurde, organisierte die Arbeit aller Familienangehörigen, auch die der Frauen und Kinder, indem sie Felder, Feldfrüchte und jahreszeitliche Aufgaben zugeteilt bekamen. Wichtiger als der Häuptling war dieser Ältestenrat – er hatte das Sagen, der Häuptling gab nur die Anordnungen weiter, die zuvor der Rat getroffen hatte. Kein Indianer hatte absolute Herrschergewalt über seine Stammesgenossen. Der Ältestenrat leitete das Dorf oder das Lager – er traf die Mehrzahl der Entscheidungen.

    Die Jüngeren fragten die Älteren auch um Rat. Derartige Gespräche waren fester Bestandteil im Leben der nordamerikanischen Indianer. Meist ging es dabei um das Land, um jahreszeitliche Veränderungen, die Gewohnheiten der Tiere wie auch um Standorte nützlicher Pflanzen. Das Wissen der Älteren war wichtig für die Gemeinschaft – für das Überleben des ganzen Stammes, weshalb Alte ein hohes Ansehen besaßen….

    http://kultur-der-indianer.npage.de/indianerleben.html

    • Antrag
      Dann gibt es ganz wenige Junge, die hier mitschreiben, und aktuellen Input beitragen….

      WEr sagt das. Woher weiß man das so genau?
      Weil hier viele Geschichten ausm Kriech anbieten?

      Beantrage hiermit, dass beim Posting zwingend das Alter des Kommunarden Kommentaristen anzugeben ist. ;-)

    • Titel eingeben
      Herr Moser,
      Lebenserfahrung zählt….
      ….von den Indianern lernen ;) …. oder von Daddy

      https://www.youtube.com/watch?v=ZmDb-gH9DuU

    • An: d.a.Gast ....und aktuellen Input beitragen….
      Das Aktuelle kann man im Mutterschiff nachlesen und die Wunschträume der Jungen dürften nicht so neu sein.
      Es gibt allerdings eine technische Entwicklung

      Die Probleme sind zT sehr ähnlich

      vgl Mathhias Beltz über Dr. H.Kohl und R.Scharping.
      Einführung des digitalen in die Politik
      2 Nullen wollen die Nummer 1 werden

      Auch die Umschreibung von Dr. H.Kohl
      als Mutti, genauer Helmutti ist vergleichbar.
      … schaut am Ministertisch ob alle ihr Tellerchen
      leer gegessen haben….

      Da hat sich nichts geändert!

      https://www.youtube.com/watch?v=AM8iowtUmq8

  128. Ex-Häftling sprang an der Uni Wien spontan als Ersatzgast ein
    http://derstandard.at/2000051448472/Uni-Wien-Professor-laedt-Norbert-Hofer-nach-Protesten-aus {Und wen ein, darüber steht nichts Näheres im Bericht. „Ex-Häftling“ genügt, scheint inzwischen als Nachweis guter Qualität zu sein. Staatsverfall, auch in Österreich.}

    • "Lebenswelten von Gaunern, Gauklern und Scharlatanen" ...
      … soll der Untertitel des Seminars gewesen sein. Auch dann: Gute Nacht!

  129. Nichts gutes
    FJ45 sagt:
    „Lebenserfahrung zählt….
    ….von den Indianern lernen ;)“

    Und dann zählt FJ45 auf, was die Indianer alles so sagen, wenn der Tag lang ist….

    Ich las es mit Schauern. Und ich habe mir die angegebene Website angesehen und ich habe mich mit kaltem Grauen abgewandt vor soviel verlogenem Kitsch, wo der rote Mensch abermals zur romantischen Figur vergewaltigt wird.

    Übrigens kommt „roter Mensch“ von den Chichimeken und bedeutet aus dem nahua übersetzt „roter Mensch“ oder auch „Hundsmensch“, so nannten sich die Chichimeken.

    Ich kann gar nicht auf all den Quark eingehen, der in dieser grauenhaften Website genannt wird, „die 10 Weisheiten“ die es niemals gab und so weiter.

    Aber was den Ältestenrat betrifft, so wird dessen Bedeutung viel zu hoch gespielt. Denn in den indigenen Legenden, die die Schöpfungsgeschichte beinhalten, spielte der Mann und Vater keine Rolle. Solche indigene Legenden muss man auch immer als Hinweis für soziale Entwicklungen sehen. Für die Entwicklung eines sozialen Verhaltens unter den Gruppen und Völkern war der Mann ganz unwichtig.
    Denn immer war es die Frau, die das Feuer hütete, den Maisbrei kochte und die Familie zusammen hielt. Sie erst schuf die Voraussetzungen für Sesshaftigkeit und Kultur. Der Mann hatte für diese Entwicklung keine Funktion, er war ständig unterwegs, auf Jagd oder mit anderen Männern in Beratung, aber nie wirklich mit oder innerhalb der Familie.

    Die Männer versammelten sich in der „Hütte des Rates“ um die nächste Jagd zu besprechen, aus dieser „Hütte des Rates“ entwickelte sich das „Buch des Rates“, das „Popol Vuh“.

    Seien Sie versichert, ich forsche seit 25 Jahren die indigene Geschichten, Mythologien und der Denkform der Ureinwohner Amerikas nach und lebe teils mit und bei Indigene. Das, was in dieser lächerlichen Website steht, ist der rassistisch verklärte Traum Romantiksüchtiger , neurotischer Großstadtmenschen, die abermals den Indio vergewaltigen, um ihre eigene Sehnsucht in diese Ureinwohner hinein zu interpretieren. Leider darf man hier wohl keine Werbung machen, sonst würde ich sagen: Kaufen Sie sich mein Buch über die 6000 Jahre alte Geschichte des roten Menschen, das ist seriöser und recherchierter, als das, was im Internet an kuriosen Behauptungen über den Ureinwohner kursiert. Und wenn eine Website schon den Namen „Indianer“ verwendet, rollen sich mir die Fussnägel hoch. Die Indigene wehren sich gegen den Begriff, weil sie sagen, sie leben nicht in Indien, sondern Amerika.

    Cabeza de Vaca lebte um 1530 mehr als sieben Jahre unter „wilden Indios“, erst als Gefangener, später auf der Flucht. Er schrieb ein hochinteressantes Buch darueber. ( Cabeza de Vaca, Álvar Núñez: Die Schiffbrüche des Álvar Núñez Cabeza de Vaca. Bericht über die Unglücksfahrt der Narváez-Expedition nach der Südküste Nordamerikas 1527–1536. Stuttgart 1925.) Er berichtet: Die meisten roten Menschen haben die alten Leute umgebracht, entweder erstochen, wenn sie eine Last bei den Wanderungen waren, oder einfach in der Wüstenei sitzen lassen bis sie vor Hunger und Schwäche starb.
    Lesen Sie anständige Literatur darüber, nicht was im Internet steht, da schreiben viele Spinner, ohne je recherchiert zu haben. Die meisten „Weisheiten“ stammen nicht von den Ureinwohnern, sondern Engländern, Franzosen oder Deutschen, die unter angenommenen indigene Namen „Weisheiten“ verkünden.

    Verzeihen Sie Don die Abschweifung vom Thema, aber bei soviel Vergewaltigung indigener Kultur durch die zitierte Website kann ich den Mund und mein Temperament nicht halten.

    Was über die Ureinwohner kursiert, ist Legendenbildung, wie bei Baader, Crusdat, Meyer und wie sie alle hießen, die „Revolutionäre“ aus der 68er Bewegung, die ich allesamt persönlich kannte und erlebte. Und zwar Jahre. Nur Mahler war auf der Uni, und was daraus wurde weiss man ja. Nichts gutes.

    • Tico, Álvar Núñez ist wohl neu aufgelegt worden
      und für 24 Euro zu haben. Zu Ihrem Buch können Sie doch die ISBN und auch Titel angeben, das sollte sich finden lassen. Ich meine, wenn andere per eigenem Blog für besondere Dienste am Menschen werben…

    • Danke für die willkommene Anregung
      Mit Namen und Stichwörtern schnell fündig geworden, mal sehen, wieviel Gerümpel diesmal über Bord gehen kann ;)

      Macht Spaß, hier vorbeizuschauen.

    • Titel eingeben
      Moin Tico,
      mein Beitrag war mit einem Augenzwinkern hinterlegt.
      Mit der Geschichte der Indianer kenne ich mich nicht aus.
      Ging nur darum zu zeigen, dass Naturvölker sehr wohl auf gemachte Erfahrungen zurückgreifen, diese weitergeben und nicht mit „Modellen“, die bei ihnen nachweislich nicht funktioniert haben, immer wieder neu die Wand zu rennen versuchen.
      Sie wissen was ich meine ;)
      Muss mir ja auch immer wieder Beiträge anschauen, die von Leuten verfasst werden die Thema Wirtschaft null Ahnung haben.
      Ist halt mal so.

  130. @Dieter Kief
    Zu http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/01/23/untanzbare-revolutionen-mit-essen-aus-dem-blecheimer-7387/#comment-149419

    Karl Jaspers hat sich 1946 mit der Schuldfrage auseinandergesetzt. Bei Wikipedia.de steht dazu:
    … In die kollektive Verantwortung bezog er sich selbst, der doch unter dem Nationalsozialismus zu leiden hatte und existentiell bedroht war, mit ein:
    „Wir Überlebenden haben nicht den Tod gesucht. Wir sind nicht, als unsere jüdischen Freunde abgeführt wurden, auf die Straße gegangen, haben nicht geschrien, bis man uns vernichtete. Wir haben es vorgezogen am Leben zu bleiben mit dem schwachen, wenn auch richtigen Grund, unser Tod hätte nichts helfen können. Daß wir leben, ist unsere Schuld. Wir wissen vor Gott, was uns tief demütigt.“

    Er spricht da, glaube ich, von den zur Zeit des 3. Reiches lebenden erwachsenen zurechnungsfähigen Deutschen und nicht von allen Deutschen, die jemals das Licht der Sonne erblicken werden.

    Für meinen Geschmack legt er die moralische Messlatte aber recht hoch an. Der Mensch hat ja nicht nur eine Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen, sondern auch eine gegenüber seiner Familie und sich selbst.
    Die Formulierung dieser kollektiven Verantwortlichkeit, erwartet von jedem Bürger, sein Leben zu riskieren, wenn Mitbürger abgeholt und abtransportiert werden.
    Dieser Erwartung können nur die wenigsten Menschen genügen, ganz unabhängig davon, ob sie nun Deutsche, Franzosen, Polen oder Angehörige eines anderen Volkes sind.
    Ein weiteres Problem, was ich bei einer solchen kollektiven Verantwortlichkeit sehe, ist die Definition der Gruppe: Wer denn da zu den Verantwortlichen zählt und wer nicht. Da wird es im Einzelfall schnell absurd. Sollen die Deutschen in diesem Falle denn die deutschen Staatsbürger, die Menschen mit deutscher Muttersprache oder die Menschen mit deutscher Abstammung sein?

    Ich halte nichts davon, Menschen eine Verantwortung für etwas aufzuerlegen, dass sie durch anderes Handeln nicht hätten ändern können.

    Dennoch ist es richtig und wichtig, sich mit der Geschichte im allgemeinen und der deutschen im besonderen auseinanderzusetzten. Vielleicht sollte man da aber weniger über Schuld, Scham und Verantwortung reden, als vielmehr zu verstehen versuchen, unter welchen Umständen Völkermord und ethnische Säuberungen stattfinden. Dann ist man hoffentlich in der Lage, so etwas in der Zukunft besser zu vermeiden. Und dafür gibt es in der Tat eine kollektive Verantwortung, aber nicht die der Deutschen sondern die aller Menschen.

    • Ja genau - individuelle Schuld und Scham und Reue für die Täter - aber keine Kollektivschuld
      keine kollektive Schande für alle anderen Deutschen, wohl aber kollektive Verantwortung dafür, dass sich derlei nicht wiederholt.

      Man könnte sagen, Höcke renne, indem er auf die falsche Fährte mit der deutschen Schande einbiegt, weit offene Türen ein.

      Es war bei der Einweihung des Mahnmals weitherum akzeptiert und ausdrücklich für gut geheissen, dass sich die Nicht-Täter und von mir aus auch die Nicht-Mitläufer – also der weit übergroße Rest der Deutschen, zum Zeitpunkt der Einweihung – und noch mehr gilt das heute – nicht an den Pranger gestellt fühlen sollten wg. Deutscher Schande.
      Sie sollen sich aber wohl in die Pflicht nehmen lassen wg. Deutscher Verantwortung – auch gegenüber den noch lebenden Opfern (oder deren Erben – cf. Bilder unklarer Provenienz und ähnliche Fälle).

  131. Handelsbilanzen
    Wirklich grausam, dass ein so großes Land mehr importiert als exportiert, auch wenn Trumps Richtung vom Spiegel schlecht geredet wird. Vielleicht hat er Erfolg? Aus Sicht der Amerikaner, versteht sich.

  132. Alle Menschen? Nee
    „Vielleicht sollte man da aber weniger über Schuld, Scham und Verantwortung reden, als vielmehr zu verstehen versuchen, unter welchen Umständen Völkermord und ethnische Säuberungen stattfinden. Dann ist man hoffentlich in der Lage, so etwas in der Zukunft besser zu vermeiden. Und dafür gibt es in der Tat eine kollektive Verantwortung, aber nicht die der Deutschen sondern die aller Menschen.“

    Nein, man kann nicht alle Menschen dafür verantwortlich machen. Begründung:

    Es gab vor Hitler ein Bevölkerungs- und Arbeitsproblem, zu viele Menschen, zu wenig Arbeit, ähnlich wie es das heute in Nahost gibt. Das wird dann traditionell auf eine Gruppe geschoben, und zwar zuerst auf die Juden, in Nahost auch auf die Christen inzwischen. Das machen Regierende und ihnen anhängige Medien. Die Leute sind ungebildet und glauben das. Man kann sie also in Zeiten des Netzes nur für ihre Passivität und Dummheit verantwortlich machen. Den Rest veranstalten Mächtige. Und eigentlich müssten diese büßen, auch ihre Nachfolger. Und das tun sie ja auch. Sie sind nicht hundertprozentig souverän, wie sogar Schäuble mal rausrutschte. Jemand wie H. will das ändern, ganz einfach.

    Und das ließe sich vielleicht ändern, aber nur sehr langsam und bedacht und nur dann, wenn geplant würde, dass das Land bis zum Hundertsten von 1945 mehr Souveränität hätte. Vielleicht ist es ja geplant, einer der Gründe, die ganzen Nochnichtsolangevondublinzweiboden Weggelaufenen durchzuwinken nach dem Motto: Heute sind wir das Gegenteil. Aber so geht das nicht.

  133. Oh Gott, sumpern wir jetzt mit dem Schuldkult hier auch noch herum ?
    Ich pfeif‘ drauf, was ein Jasper oder sonst ein Kasper sagt, wer damals noch nicht da, oder ein Kind war, hat mit diesen Verbrechen nichts zu tun, und braucht nicht in Sack und Asche zu gehen.

    Was die anderen angeht- wer von den selbstgerechten Antifa-Affen wäre wirklich im Widerstand gewesen ?

    Eben.
    Und jetzt bitte Schluß mit dem Thema, die Nazizeit ist KEIN Grund, uns mit halb Arabien odgl. vollzukleistern, auf dass diese Gäste sich dann aufführen wie Invasoren.

    • Ja, ok - es gibt zu viele Zuzüger. Das hängt aber nicht an Ihnen, Herr Moser -
      – und genau deshalb ist es sinnvoll, sich über die deutsche Geisteshaltung auszutauschen.
      Eine kollektive Verantwortung, dass sich das nicht wiederholt: JA, aber Kollektivschuld: Nein. Daher ist das Holocaust-Mahnmal auch kein Gedenkort der deutschen Schande. Punktum.

      Doch das ist bereits ein Standard, den viele schon nicht mehr kapieren. Die haben dann aus falschen Gründen (=deutsche Schande) ein schlechtes Gewissen und ein schlechtes Urteilsvermögen.
      Der nächste Aspekt, der öffentlich zu klären ist, ist der, dass es a) die Menschenrechte gibt, dass sich aber b) nicht zwingend daraus ableiten lässt, dass alle Menschen gleich gut geeignet wären, in einer Gesellschaft wie der deutschen zu leben – und dass auch b) nicht alle Menschen ausserhalb Deutschlands die gleichen Heimatrechte sozusagen haben, wie die Deutschen (der letzte Punkt wird derzeit in internationalen Forschungsverbünden und deutschen Exzellenzclustern (von reichlich intelligenten Leuten, goodnight….) usw. stark gemacht, ist aber meiner bescheidenen Ansicht nach völlig abwegig (= im schlechten Sinne utopisch).

      Diese Unterscheidungen zu treffen: a) Wer kann hier reussieren, b) wer hat ein Heimat- oder Bürgerrecht, hier zu sein und wer eben nicht, – wird bereits angegriffen oder verdächtigt. Weil man meint, diese Unterscheidung zu treffen sei das selbe wie die Selektion an der Rampe in Auschwitz. Oder wie auf der Schwäbischen Alb: Gesund/ nicht gesund – kann weiterleben, wird vergast (psychisch krank = schlecht für den Volkskörper).
      Ich meine, nur wenn man klar vor Augen hat, wie das damals gemacht wurde, kann man auch zuverlässig unterscheiden, was heute politisch zu verantworten ist und was nicht.

      Wenn das alles soweit klar ist, wenn man klar hat, dass es nicht um die deutsche Schande (falscher Begriff), sondern um die deutsche Verantwortung geht, wird man auch genug Kraft haben, anstehende unangenehme Entscheidungen zu treffen. Und klar ist es zunächst einmal angenehmer, sich der Illusion hinzugeben, es werde auch mit der ungeregelten Massenmigration alles gut gehen.
      Das ist süßes Gift, weil es alle oben aufgeführten Probleme auf einen Streich aus der Welt schafft, ohne die wirklichen und in der Tat drängenden Probleme auch nur anzupacken.

      Um das konkret zu machen: Was die UN zusammen mit deutschen Entwicklungshelfern und der Gates-Stiftung in Sachen Familienplanung und Frauenaufklärung in Afrika macht, ist sinnvoll und untertsützenswert. Was viele Evangelikale und Katholiken wie auch Muslime in Afrika betreiben, nämlich das ungebremste Bevölkerungswachstum voranzutreiben ist doppelt verkehrt – und wenn es mit der Unterstützung der Funktionselite in Davos geschieht, ist es dreifach verkehrt.

      Soll sich die Lage in Deutschland bessern, bedarf es ziemlicher Entschlossenheit – und einer Menge Energie.

      Zur Motivation und zur Weiterbildung schaue man nach Dänemark und nach Norwegen, sowie nach Großbritannien. Was Trump angeht, so hat er viel angekündigt, mal sehen, was daraus wird.

      Dominic Cummings hat den Brexit-Erfolg auf seinem Blog von innen her aufgezeichnet: Sehr lehrreich, wenn auch gnadenloses Schwarzbrot.

      Vielleicht das erstaunlichste: Cummings sagt: Wenn unsere Gegner nicht so schwach gewesen wären, hätten wir das nie geschafft. Und: 1)EU, 2) Euro und 3) Migration: Mehr brauchte es nicht an Themen. Man musste nur verstehen, wie man das an die Leute heranbringt: Es ist natürlich ein wenig tollkühn, hier einen Jahrzehntaufsatz wie den von Cummings auf ein paar Zeilen anzureissen. Ich mache mal diese Zusammenfassung: Nichts von dem, was den Brexit ermöglichte, war falsch oder auch nur hingebogen – aber fast alles, was diese Winz-Gruppe um Cummings, die diesen Erfolg organisiert hat, in die Waagschale warf, war vereinfacht, und war auf die Urteilsfähigkeit des Wählers zugeschnitten.

      Gut noch ein Aspekt: Sie haben (alle Nazi-Jäger bitte weghören) im Herzland Englands, in gottverlassenen Landstrichen wie in Lincolnshire und in Wales die größten Erfolge gehabt (vielleicht klingelt es jetzt bei der einen Leserin oder dem andern Leser – ausgerechnet dieses Blogs).

  134. Titel eingeben
    @Oberländer. Es gibt genügend Unternehmen in den USA, die sich auf dem Weltmarkt gut behaupten. Allerdings haben die auch ihre Niederlassungen weltweit. Caterpillar, Cummins, John Deere, General Electric, Paccar. Das Problem ist die mittelständische Industrie. Wenn die nicht seit Generationen in Familienbesitz sind, haben die ihre quarterly results beim NYSE abzuliefern. Und zweimal Miese ist der CEO weg. Eigenkapital kennen die gar nicht mehr. Perspektive auch nicht. Dazu kommt ein gepflegter staatlicher Protektionismus, der die Zündschloss-Affäre bei GM mit einigen Toten unter den Teppich kehrt. Jeder Ausländer wird hingegen genau beobachtet (Takata,VW).
    Im Grunde leben die USA nicht vom produktiven Kapital, jenes, was Gebrauchswerte schafft, sondern begeistert sich für fiktives Kapital, das sich mit CDS und hassenichgesehen einen eigenen Reichtum geschaffen hat. Einen, wie Marx bemerkte, „vorgestellten Reichtum.“ Ob Trump das verstanden hat, muss man abwarten.

  135. Um auf dem Don sein Ursprungsthema zurückzukommen...
    …da wo viele hier qua Alter weinerlich werden passt nur noch das:

    https://www.youtube.com/watch?v=w1_XWi96bdA

    O quae mutatio rerum

  136. DJT unterschätzt das Zurückholen...
    …der manufacturing base.
    Fabriken bauen geht Ruck zuck im rust belt, wenn das gewollt ist (und dringend nötig, wenn man sich die über Jahrzehnte unterkapitalisierten Betriebe in den US anschaut).
    Aber was kommt da raus aus den Fabriken? Bei der unskilled labor force? Zu welchen Kosten, wenn der Ausschuss mit einkalkuliert werden muss?
    Wie so oft.
    It’s the software that matters.

    • Es soll ja auch viel Konstruktion und Infrastruktur sein – man schaue sich nur mal die Stromnetze auf dem flachen Land an. Und das ist jetzt nicht soooo schwer.

    • Bei der unskilled labor force
      HaHa! Wir schicken einfach unsere Integrationskünstler in die
      USA.
      Die wissen wie man das anstellt, dass aus den Fabriken was
      rauskommt.
      Der Rostbelt kommt nicht wieder wird genauso behauptet
      wie der Zuzug von quasi Analpheten begrüßt mit dem Hinweis
      in den 50er Jahren des letzten Jahrhundert hätte es ja auch
      mit der Integration in die Arbeitswelt geklappt.
      Offenbar sehnen sich nicht nur die Rechtspopulisten zurück in
      eine vergangene Zeit.

    • Sagen wir es andersrum: Ich glaube eher an den Aufstieg des Rustbelts als daran, dass die Flüchtlinge unsere Rente bezahlen.

  137. Philoturm HH
    @Tamarisque !
    „Die Sinologie-Studenten waren in dem sog. Philosophenturm untergebracht. Das war ein versifftes Gebäude, in welchem alle Wände verschmiert waren und wo das blanke Chaos herrschte, besonders ein organisatorisches Chaos herrschte. Niemand wusste etwas von nix.“
    Das muss aber lange her sein. Ich tippe auf die späten 80er? Dons beste Zeit! Der PhiloTurm steht zwar noch, aber wird wohl kaputtsaniert. Wir Japanologie hatten Unterricht in der sog. „Besenkammer“, 2x4m, für 20 Studenten. Die meisten gaben im 3. oder 4. Semester auf. Es war supigeil! Dann kam der Sponsor und die Japanesen mussten umziehen – laaangweilig, und dann wieder Wassereinbruch und Bauprobleme im Neubau. Sogar einen „Streik“ habe ich mal miterlebt, etwa 97?, vergessen, aber da gilt der Spruch von Tick: Die Studenten besetzen sich selbst. Einfach lachhaft! Die UniHH ist von den Sozis kaputtgespart, fragen Sie F. Braun, das Sozi-Uni-Syndrom ist die Strafe Gottes. Einmal mehr lernen wir: Der Don auf seiner Sonnenseite hat es gut erwischt, gerade vom Timing her, aber das scheint historisch die Ausnahme zu sein.
    Machen Sie heute noch Sinologie? Mein 6-Wo-Crashkurs am Dammtor hat trotz allem Spaß gemacht – vor 10 Jahren. Der Philoturm gehört gesprengt, natürlich geordnet, schon seit der in Schwanitz‘ Roman „Der Campus“ korrekt beschrieben wurde. C3: 3 Fenster!

  138. Frau Simon, ich folge ihrem guten Rat, Danke
    Renate Simon sagt:
    24. Januar 2017 um 21:39 Uhr
    „Tico, Álvar Núñez ist wohl neu aufgelegt worden.
    Zu Ihrem Buch können Sie doch die ISBN und auch Titel angeben, das sollte sich finden lassen. “

    Liebe Renate Simon, da haben Sie eigentlich Recht, aber ich wollte nicht aufdringlich sein, doch nun folge ich ihrem Rat.
    Wenn es denn unser Don nicht bemaengelt:

    Für jeden also, der sich für die Ureinwohner und die gut recherchierte Geschichte Mittelamerikas interessiert. Und sei es für den Urlaub irgendwo zwischen Mexico und Panama.

    P. F. Tico
    „Die Pumaschildkröte, sein Jaguargesicht“
    6000 Jahre Indios, Costa Rica und die Geschichte Mittelamerikas
    Sachbuch
    Taschenbuch: ISBN 978-3-8459-2140-2, ab 1.Februar über Amazon und dem Verlag

    Saludos

    • Danke Tico, ich habe es mir eben gekauft
      ticopedia hatte ich gestern entdeckt, schön haben Sie es dort.

  139. Euro-Brüssel, das neue Stalingrad von ewigen Studenten?
    Es ist anregend von den alten Schlachten in den westdeutschen Universitäten zu lesen, irgendwie haben es ja viele im Anschluß noch – mehr oder weniger – zu Haus, Hof und Pferd oder Rad gebracht.

    Erlebte man die Kommilitonen (Pol und Soz, Theologen (Sölle-Zeit), Philosophen und den West-Berliner linken Wahnsinnsstadel einmal ausgelassen) in den 80 iger Jahren, schwand der Vorsprung von welt-, reise- und Sprachgewandtheit….. Es waren auch nur Zonis, halt Westzonis (die im Zweifel stundenlang um ein Komma im Kapital-Lesekurs herumlutschten und, die Fiffis wollten nix von der DDR wissen, da kauften sie nur ihre Bücher billig).

    Mir war es plausibel, dass die Pol Pots und andere Lemuren aus westlichen Uni`s krochen (in dem Fall war es wohl Paris).

    …Aber, es war nicht alles schlecht.
    General Baudissin lud mich, den Sowjetzoni, zu sich nach Hause ein, weil ich mich über Theodor Eberts, Soziale Verteidigung, amüsiert hatte.

    Ich entdeckte auch den „Nothelfer“ Carl Schmitt, der damals noch kritisch-zitierfähig war und noch nicht hinter dem pseudo-therapeutischen Äh und Bäh verschwand. Carl Schmitt und die Nato-Amis hatten das einzige Rezept gegen „Gedankenbrei“, T 55, Speznatz und die Klassenkampf- und Kriegstheorie des realsozialistischen Ostblocks.

    Heute bin ich selbst – ziemlich – pazifistisch geworden und freue mich über jeden der noch die Meinungsfreiheit und Koalitionsfreiheit hochhält. Im Zeitalter von ABC-Waffen ist friedliche, koexistentielle „Streitkultur“ nach innen und außen unverzichtbar. Die Vorleistungen von Gorbatschow harren noch der Fortführungen.

    Nun haben wir eine Kanzlerin und einen Buprä, denen die Welt – im Verhältnis zur nichtsnutzigen, eigenen realsozialisten DDR-Nation – unendlich bunt vorkommt. Als ob sie nach wie vor DDR-Pionierleiter sind: Ei der daus, alles so schön bunt hier. Ei, diese Farben, geht es nicht noch bunter? Die Leben im und aus dem Westpaket und denken folgerichtig – im Verhältnis zur DDR: Wir schaffen das – bunter als die DDR bleibt es immer.

    Leider meinen inzwischen auch viele von denen, die hier leben: Wir schaffen das.
    Der gute Thomas Schmid meint das jetzt auch: Europa muß das ohne und – gegen ? -die Amis schaffen. https://www.welt.de/debatte/kommentare/article161436378/Wir-muessen-es-jetzt-ohne-Amerika-schaffen.html

    Diese antideutschen Wohlstansspeckgenerationen die, wenn sie gegen die Polizei vorgingen immer ganze „Straßenzüge“ geschenkt bekamen und wenn sie sich lange genug auf die Staße setzten, wurden die Atomkraftwerke abgeschaltet…Wahnsinn. Ein Land voller ewiger Studenten (und Kinderkreuzzügler von Bonn gegen die Pershing).

    Diese Frau-Holle-Goldmarie-Typen wollen jetzt Euro-Brüssel retten (Afrika ohne Obergrenze gleich mit …), wohl im Zweifel gegen alle Widerstände. Das kann nicht gut gehen. Das Westpaket ist nicht auf ewig ein Tischlein-Deck-dich: Das wird das neue „Stalingrad“. Auch die „umgedrehten“ und sich selbst befreiten Deutschen (Knallcharge Joschka) mutieren vor Euro und Brüssel mal wieder zum ewigen „Deutschen“, die nie genug kriegen und denen – letztendlich – 1. und 2. Weltkrieg keine inhaltliche – sondern nur eine kosmetische „antiautoritäre“ – Lernkurve war.

  140. Also das sieht alles schlimm aus.
    5 Euro für jene, die aus dem blauen Plastekübel essen.

    https://pbs.twimg.com/media/C2tzGJBXcAAr2_i.jpg

  141. Damit es nicht verloren geht
    Diese Meldung hat mit dem jetzigen Thema hier weniger zu tun, aber ist steter Teil der dauernden Diskussion, daher verlinke ich aufneinen Artikel in der FAZ, der v.a. einen gewisse Komik in der Plärrerei um fake-news bloßlegt…. treffenderweise auf der Seite der Plärrer
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/twitter-analyse-viele-politiker-haben-ueberwiegend-fake-follower-14749846.html

    • Hihi.

      Aber denken Sie sich nichts, auch bei mir sind es über 1000 Fakes. Ich vermute, Politiker kaufen einfach was dazu.

  142. Er hat es mal wieder nicht verstanden, und der FAZ fehlt ein Schirrmacher
    Aber ein toller Text immerhin, und die Absicht nach unten zu Ordnung zu rufen und die bürgerlichen an ihre Bürgerlichkeit zu erinnern und zu ermahnen, dass sie sich nicht verführen ließen, ist sehr gut und sehr gut gelungen. Wenn auch der Schluss etwas unnötig resignativ erscheint.

    Was er aber nicht sah – ‚Mädchen du bist so jung so intelligent, warum‘ – war wohl dieses: Hier sind vermutlich die kommenden Gudrun Ensslin der neuen Rechten am Werk, die werden so sein und bleiben.

    Auch von daher wirkt es so nett und klug das jetzt neulich in Berlin die fünf Streifenwagen Besatzungen um ihre re Individualisierung durch die Täter gebeten haben, oder genauer genommen nicht so sehr ihre Re-individualisierung durch die Täter, aber durch das an die Täter angrenzende Umfeld. Auch ein netter Versuch und der musste eben unternommen werden um trotz des offensichtlich kommen werdenden Scheiterns des Versuchs mit guten Gewissen gegen die Täter aufrüsten zu können dabei darf man aber nicht stehen bleiben man muss auch die Verhältnisse in den Stadtvierteln ändern und die Polizei muss sich ganz konservativ darüber im Klaren sein dass der Täter keinen Polizist als Individuum wünscht noch anerkennen kann. die glasklar Einhaltung der Entindividualisierung ‚Ihnen steht ein Polizist/Staatsorgan gegenüber und kein Individuum‘, so wie in Amerika durch die Polizei leider oft knallhart vorexerziert – böse Erfahrungen mit allem anderenicht – ist die einzige Ratio hier im Umgang, wir alle wissen das.

    Teil des bürgerlichen Problems Deutschland heute ist aber auch, dass die Polizei – historisch leider einmal mehr? – in den randständigen, niederen Stadtvierteln die dort nicht gehabt Lohnerhöhungen, Arbeitsstellen und Defizite der Arbeitsbedingungen, so wie die offensichtlich zu verzeichnen Weltmarktdefizite bei den Firmenchefs unseres Proletariats niederknüppeln soll. Dazu ist uns unsere Polizei eigentlich zu schade.

    Zumal angesichts unserer Jammerer von a la letzter Satz.

    Und Gudrun Ensslin – ‚zufällig‘? gibt es ab grade eine neue Biografie von der zu lesen – und damit wohl auch über die Republik von damals – und die von heute!

    Danke für Text und Einsatz fürs Vaterland nochmals.

    • Gern geschehen.

      Die Steinewerfer – eigentlich eine verharmlosende Umschreibung – sind zumeist nicht arm bzw. müssten nicht in diesen Strukturen sein. Die wollen das genau so, und Gentrifizierung ist da nur ein Vorwand. Mieterinitiativen wurden von denen gezielt unterwandert. Insofern sehe ich da keine Hoffnung, solange die Stadt sich gegen den Terror der Strasse nicht effektiv wehrt.

  143. ' Gudrun Ensslin - untanzbar'
    ‚Deutschlandfunk ‚Ich will dieser Person ihre Rätselhaftigkeit zurückgeben‘

    Na dann man tau Deutschland – und auf das rechts und links changiere, so wie bei Donald Trump.

    Brecht wurde ein Bühnenstück in Angriff nehmen ‚Die Beerdigung der Aufklärung oder die Geschichte vom untanzbaren Mädchen‘.

    • Ensslin? OMG. Was soll da rätselhaft sein? Das Letzte, was wir brauchen, sind Remystifizierungen der RAF.

  144. Gute Nachrichten aus Köln
    Die Kölner Polizei hat nach langem, jahrelangem Nachdenken herausgefunden: Köln ist bei Muslimen so beliebt, weil sich dort eine der schönsten islamischen Kulturtechniken, die „taharrush dschama´i“ so gut praktizieren lässt.
    O-Ton: Köln ist als Event-Stadt bei Muslimen beliebt. (Taharrush dschama´i, also das Missbrauchen von Frauen aus einer Muslimgruppe heraus, heißt im Polizeisprech auch „Event“.)

  145. ' Individualität ist Schwäche, Uniform ist Stärke', so weiß es Big Brother.
    … und wir wissen: ‚Ihr bleibt individuen – und die Uniform ist unser allein‘.

    Weshalb auch Teile eines wehrhaften Staates wohl einsichtsvoll mit dafür sorgen wollen würden, dass noch vor der Bundestagswahl in ein- oder zwei kleinen Stufen zügig der Mindestlohn erhöht werden würde, Leute aus dem Elend hiefen.

    Der Fehler der Königin war ja auch schon mal Kuchen zu empfehlen wenn das Brot fehlt. Und hier die Betroffenen auf der Straße haben ja schon lange kein Geld mehr um Party zu machen, die sind doch wohl mehr auf der Straße, weil der Wodka beim Penny inzwischen zu teuer ist.

    Der Staat hat eben auch die Aufgabe die grosse Masse der Bevölkerung vor der Blödheit der Bourgeosie zu bewahren.

    • Ich gehe eine grüssere Wette ein, dass nach spätestens drei Jahren Trump wieder so etwas ähnliches wie eine Wehrpflicht eingeführt wird. Und alle Politiker werden froh sein, Trump als Ausrede zu haben.

    • Wenn Sie tendenziöse Umfragen beim Fakenewsportal taz glauben, glauben Sie auch an den Postillion.

    • Wegen dieses zu erwartenden Einwandes steht davor der FAZ-Link
      Nun können Sie natürlich auch dem in der FAZ zitierten Verfassungsschutz dies und das unterstellen. Nach dem NSU-Desaster vielleicht auch nicht so ganz grundlos. Darf man nach diesem vermuten, dass der Verfassungsschutz vielleicht doch nicht so ganz objektiv und unabhängig arbeitet? Ich denke:Ja.

      Aber schon immer hatte jeder so seinen Glauben. Gelegentlich einen unerschütterlichen. Einen Streit darüber halte ich für völlig überflüssig. Was könnte dessen Ergebnis denn auch sein?

    • Wissen Sie Gast, "FAZ"
      das ist leider schon lange nicht mehr der seriöse Journalismus oder Ausweis für diesen… bedauerlich, aber wahr!

    • Herr Feldmann - Das ist natürlich mittlerweile die große Frage:
      Wer ist heute noch seriös? Welche Medien, welche Regierung, welcher Blog, welche staatliche oder private Institution?
      Und:
      Wer hat die Zeit und ein wirklich seriöses(!) Interesse, dass privat auseinanderzuhalten? Sind nicht unfassbar viele Menschen einzig und allein auf der Suche nach Bestätigung ihrer längst verfestigten Ansichten? Und diese finden sie in den Weiten des Internets immer!

      Vielleicht ist die so oft zu spürende Sehnsucht nach den „guten alten Zeiten“ im Grunde nichts anderes, als die Sehnsucht, die GANZE Wahrheit NICHT wissen zu wollen. Obwohl Ersteres immerfort behauptet wird.

      Alles sehr merkwürdig. Und dieses Jahr wird es eine (mehrere) Entscheidung geben müssen. Nur:Wieder dieselbe Kanzlerin? Wieder dieselben Kräfte?
      Aber die Verwirrung ist groß und irgendwas wird es schon werden. Vorher ist ja Trump „dran“.

    • "Wer ist noch seriös?"
      @Gast
      Ich sehe die Problematik generell nicht als neu an, galubwürdig waren immer schon wenige.
      Das Internet ist da keine neue Qualität des Untergangs- ehr im Gegenteil!
      Die Merkels bekommen jetzt durch den schlimmen Trump (all meine Häme für sie!) richtig eins auf die Flossen. Der Typus des deutschen Bessermenschen ist weltweit inzwischen hinreichend diskreditiert und isoliert.
      Wenn jetzt wirklich noch jemand meint, „M.wäre ein Schutz gegen das Chaos“, dann darf der das meinen- ich möchte ihn bloß nachher und vorher nicht mehr jammern sehen.

      *Man kann bei Danisch.de ein paar Episoden nachlesen, wie es auf deutschen Ämtern dieser Tage geht (Taktik, Deutsche Hilfsbedürftige dezimieren, um die Mittel für Flüchtlinge zu akkumulieren. Wer sich wehrt, wird als „Rassist“ verunglimpft…)
      http://www.danisch.de/blog/2017/01/24/niedersachsen-frau-deckt-sozialbetrug-auf-und-wird-gefeuert/#more-16359
      http://www.danisch.de/blog/2017/01/23/mehr-als-20-euro/

      Ich führe Danisch an, ich könnte einige andere links anhängen, die die Sache präziser bringen.

    • Herr Feldmann, also dieser Danisch wäre für mich nach erstem Drüberlesen nun weiß Gott
      keine Quelle. Und dann noch einen Link auf eine chinesische Seite. Ich kenne jemanden, der jemand kennt, der… Nein, danke.
      Vertrauenswürdige Quellen sehen für mich anders aus. Vor allem müssen es m.E. mehrere sein.

      Dass es Behörden aller Länder und Systeme immanent ist, unglaubliche Fehlleistungen abzuliefern, ist für mich nichts Neues. Es gibt verdammt viele Länder, da geht ohne großzügige Bestechung überhaupt gar nichts. Soll Gerüchten (!) zufolge schon in Polen und Italien losgehen. Gibts also sehr wahrscheinlich auch in D. Bauanträge uswusf. Denke, Bestechung und politische Einflussnahme haben eben immer auch landestypische Formen.
      Interessant ist doch vor allem, dass nun für so viele die Flüchtlinge immerfort Schuld sein sollen.

      Und so vom Gefühl her:Der Danisch redet mir einfach viel zu respektlos von den Bettlern. Hat der sich mal mit dem Schicksal von zweien oder dreien befasst. Sicher gibt es Bettlerbanden, die wohl auch nicht so einfach zu erkennen sind. Aber die Bettler, mit denen ich so Kontakt hatte, schienen mir doch recht glaubwürdig. Man kann es sich natürlich auch ganz einfach machen und alle des knallharten Betruges bezichtigen. Das ist sicher der bequemste Weg.

      Nach meiner Wahrnehmung sind die wirklich großen, also die ganz großen Betrüger dieser Welt nicht in der Berliner S-Bahn zu finden. Vielleicht sollte man sich mal mit denen beschäftigen?

    • Die Frage ist immer, WEM man vertraut, Gast!
      Und bei aller lockeren Rede von HAdmut Danisch, IHM vertraue ich.
      Seine Rede über „Bettlerbanden“ unterschreibe ich so wie sie da steht. Und das Erlebnis mit der gepflegten älteren Damen, die schlicht nach Arbeit suchte, finde ich ebenso erschütternd wie ich einige solcher Erzählungen (auch aus der Nähe kenne). Man muß das alles nicht sehen, noch kann man weggucken und vermeinen, daß wir ein Sozialsystem haben, das für die, die eingezahlt haben, funktionieren will und funktioniert. Genau das haben wir nicht mehr!
      Und das ist gewollt. Die Hinweise bei Danisch könnte ich , wie gesagt durch andere Verweise unterfüttern, aber da kann auch jeder selbst die Ohren aufsperren!

      Danisch signalisiert übrigens immer recht deutlich, wenn er einfach nur etwas gehört hat (und von wem). Manchmal ruft er sogar seine Leser auf, so sie Zeit haben und in der Frage qualifizierter sind, ihm Hinweise zu schicken…

      Nebenbei ist der Mann berufstätiger Informatiker mit einem enormen sozialen Engagement. Ich habe vor Jahren von Ihm zum Erstenmal über Begebenheiten und Kritiken bzgl. der Gender-Feminis gehört, aber seit ca 1/2 A lese ich ihn regelmäßig.

      Es ist ein Blog, keine Tageszeitung.

      Ich würde nie behaupten, daß ich ein „Fan“ von ihm wäre, weil ich Fan von niemandem bin, aber ich habe hohe Achtung vor ihm.

      Im Übrigen, Sie exponieren sich hier nicht mit Klarnamen, sondern argumentieren aus der Carmouflage eines Nick- meinen Sie, daß das irgendeine Glaubwürdigkeit ermöglicht? Den Argumenten schadet es ebenso wie dem Diskurs.

    • Der Gast hat einfach versucht, sich dem Blog anzupassen
      Die Kunstfigur des Blog-Betreibers ruft doch danach. Gut, Gast ist jetzt nicht sonderlich fantasievoll, wurde aber angeboten. Die 90% der anderen Namen sind doch wohl für sich schon ein Zeichen, wohin die Reise hier gehen soll.

      Und es ist in solchen Blogs ja doch immer die Frage:Was ist eigentlich noch ein Klarname? Walter Koslowski, Jaqueline Meier? Nur, weil diese Buchstabenfolgen einigen Deutschen noch vertrauter sind als kdusev oder ootpv234 sollte man doch nicht annehmen, dass das Klarnamen sind.

      Zum Kern dieses Blog gehört ja wohl u.a. die völlige Unverbindlichkeit. Jeder nimmt oder gibt, was er oder sie für erforderlich hält. Egal unter welchem Namen. U.U. wars halt ironisch gemeint.
      Ich habe allerdings die Vermutung, bin wahrscheinlich längst abgehängt und viel zu alt, dass damit das Ganze einigermaßen, obwohl gelegentlich ganz unterhaltsam, überflüssig wird.

      Was ist eine Ansicht ohne die, diese Ansicht vertretende sichtbare und verantwortliche Person eigentlich wert? Ein gleichermaßen interessantes wie eben, es lässt sich ja täglich im Überfluss beobachten, auch zerstörerisches Problem.

    • @ Gast , die Unverbindlichkeit im web
      „Zum Kern dieses Blog gehört ja wohl u.a. die völlige Unverbindlichkeit. …
      Ich habe allerdings die Vermutung, …dass damit das Ganze einigermaßen, obwohl gelegentlich ganz unterhaltsam, überflüssig wird.“

      Damit haben Sie genau das besser gefasst, was ich in anderen Worten meinte!

      Alle tun immer so, als ginge es um perfekte Information, um Daten…. um facts.
      Dabei fällt unter denTisch, daß Menschen viel komplexer mit Wahrheit umgehen.
      Und es ist eben nicht egal, WER was sagt, sondern es ist wesentlich, denn es zählt, wem man vertraut.
      Und wenn ich sage „vertraut“, dann heißt das nicht, daß ich bedingungslos “ alles glaube“.
      Der Unterschied zwischen bspw. dem fefe-blog, den ich weder im Ton noch im Gestus mag, und dem recht offen denkenden Danisch mit seinem Blog ist sicher erstmal eine Geschmacksfrage., aber es ist mehr noch eine Frage des gleichen Humors (fefe empfinde ich als humorlos) und einer Geschmacksverwandtschaft in der Wahrnehmung der Welt.

      Das Hauptproblem am web ist nicht die sogen.“fakenews“Legende, sondern die Gesichtslosigkeit.
      Die logische Folge ist für die Masse daher twitter und facebook als Sozial-Prothetik mit Pseudoidentität. Im Prinzip sind dies identitäre Formulierungs- und Denkverkürzungen, die das Resultat der Gesichtslosigkeit sind!

      Abewr entschuldigen Sie, wenn mein Verweis auf Ihre Anonymität, (Akronyme wie „TDV“ pp sind da nur insofern besser als man aus der Menge der
      ansagen schon so etwas wie Person konstruieren kann…, )etwas harsch gewesen sein sollte. Es war nicht persönlich gemeint!

  146. .
    hihi >(und Kinderkreuzzügler von Bonn gegen die Pershing)

    Ich war damals auch in der „Friedensbewegung“.
    Es „gehörte“ sich doch so.
    Allerdings war mir das Gelatsche hinter der Friedenstaube
    a bisserl peinlich. Ich hasse Tauben. > Gurrende Schisser.
    In mir kribbelte es immerzu, militanter vor zu gehen.
    Einmal wurde ich in eine Polizei-Wanne verfrachtet.
    Ich dachte, jetzt sei ich kriminell und meine Mutter würde
    sich ordentlich die Haare raufen.
    Ich war ein zu braves Mädchen – da wird die revolutionäre
    Barrikade zum Objekt der Sehnsucht.
    Ist wohl ein Ergebnis bayrischer Nachkriegs-Erziehung aus
    Schweigen und Ausrasten mit dem Kochlöffel.
    .
    Wenn der Kochlöffel bricht, lernt man widerständiges Lachen,
    denn ein Indianer kennt keinen Schmerz.

    • widerständiges Lachen
      – ohne Küchenpsycho geht es nicht…Am Anfang steht oft ein Kochlöffel, bei mir noch der Teppichklopfer … widerständiges Lachen (beim Teppichklopfer und später der SED empfahl sich nur das widerständige Lächeln) ist immer der erste Schritt aus diesen Schlag- und Dominanzschatten. Später kann man sogar, Eltern, Religion, Stamm, Volk … verstehen. Man hat keine anderen.

      Indianergrüße mit einer Cowboy-Marlboro dazu

  147. Titel eingeben
    Noch für Tico,
    war mal kurz bei Indianern am Amazonas, als Touri halt, große Einblicke bekommt man da aber nicht.
    Ebenfalls bei den Iban in Borneo im Langhaus, etwas länger.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Iban_(Volksgruppe)
    Ihnen im Dschungel zugeschaut, wie sie eine Art Eichhörnchen vom Baum “ schießen“, dann abends verspeist.
    Das Tier habe ich in diesem dichten Bewuchs überhaupt nicht gesehen, habe halt kein geschultes Auge dafür.
    Auch auf Krokodiljagt (vom Boot) mit ihnen umterwegs gewesen.
    Tier , ein etwas kleineres, haben ich auch in seinem Versteck am Ufer nicht ausgemacht.
    Wurde auch abends verspeist-

  148. Faszination der RAF
    Stellen Sie sich vor, sie wären heute 23, Student(in), und Ihr Umfeld würde über Sie munkeln, Sie hätten schon mal an einer militanten Demo einen richtigen Stein in Richtung Polizei geworfen!
    .
    Glauben Sie, das würde Ihrer Popularität unter den Gleichaltrigen Abbruch tun? Nur weil die selber alle kreuzbrav, bürgerlich und karriereorientiert sind und Gewalt eigentlich ablehnen?

  149. Gibt es
    eigentlich einen Link zu den AFD-affinen Studentinnen auf twitter?

  150. Oh ja, das war eine gute Zeit!
    Lieber Don Alphonso,

    ich habe in den Achtzigern zwar noch nicht studiert, aber ich war damals ein Teenie und – ja es war eine tolle Zeit! Man durfte sagen was man dachte, und tun was man wollte.

    Es war alles noch nicht so schrecklich politisch aufgeladen, und niemand den ich kannte, hatte Angst seine Meinung zu sagen.

    Auch ohne politische Ambitionen war es für mich eine „tanzbare“ Zeit. Ich habe heftig geflirtet (und das ganz ohne Awarenes-team!) weil ich wußte, ich kann den Jungs, mit denen ich mich umgab, vertrauen.

    Ich will ganz sicher nicht mehr 16 sein, aber den Geist der 80er, den wünsche ich mir heftigst zurück: Unbekümmert, unschuldig und frei.

    Liebe Grüße,

    Die Kleine Waldhexe

  151. Titel eingeben
    Unsere Art zu reisen, immer individuell, nur die erste Übernachtung am Zielort und das Auto ist gebucht.
    Dann geht es durch das jeweilige Land, wo wir abendsübernachten, wissen wir morgens nicht.
    Nochmal zu Borneo, zu den Iban muss man sich vor Ort natürlch Begeltung suchen.
    Wir zwei und noch mit einem weiteren Gast, hübsch überschaubar.

    Aus Geo:
    http://www.geo.de/reisen/community/reisebericht/536774/1/Vorsicht-Kopfjaeger

    Ob rechts, links mir wurscht… egal ich fahre sie alle…… Autos ;)
    Fahr` auch immer wie ein “ Local“ in den jeweiligen Ländern,

  152. "Nafri-Invasion".
    Mit solchen Wörten um sich zu schmeissen ist eigentlich dasselbe adolesezente Balzverhalten wie mit Pflastersteinen.
    .
    Halt mal vor Publikum „Mut“ demonstrieren…

  153. Tamarisque, freuen Sie sich über Ihr Sprachtalent
    Ich finde es gut, was Sie gemacht haben für Ihre Kinder. Heute sind manche finanziell auf „Selbstverwirklichung“ angewiesen, andere sind egoistisch. Schlecht ist (vor allem für die Kinder), wenn aus Neid oder Kalkül (Rentenzahlerinnen erwünscht) gegen die verbliebenen halftime- oder fulltime- Mütter geschimpft wird. Die registrieren das, und werden mindestens Luckes Partei wählen.
    Der Ton gegen Mütter ist unterirdisch und entspricht dem schlechten Benehmen gegenüber Melania und Barron Trump.

    • Philoturm
      @ Driver
      25. Januar 2017 um 00:51 Uhr

      Vielen Dank für Ihr Feedback, fand ich sehr interessant.
      Stimmt genau: Das war Ender der 80er Jahre. Als ich den Turm nachher das letzte Mal Ende er 90er sah, hatte sich nichts geändert.

      In der Jahrhundertwende war ich öfters in der Uni-Bibliothek, die ich nicht ganz so chaotisch in Erinnerung behalten habe, außer, dass die Computer damals nicht toll waren. Aber den versifften, verbeulten grauen Teppichboden werde ich wohl nie vergessen. Von meiner Tochter hörte ich erst vor einigen Jahren, dass die Studenten dort coole Apple Computer bekommen hätten, aber der Teppichboden war noch da. Inzwischen wurde die Bibliothek nun auch komplett renoviert.

      „Die UniHH ist von den Sozis kaputtgespart.“

      Nun, die CDU hätte über 10 Jahre Zeit gehabt (2001-2011), an den Zuständen etwas zu ändern, aber ihre Landmarks waren eben die Prestigeobjekte Hafen-City und die Elbphilharmonie.

      Olaf Scholz dagegen hat inzwischen sehr viel ins Bildungssystem und Wohnungsbau investiert und wurde u.a. auch deshalb wiedergewählt.

      Sinologie hatte ich damals, wegen Umzugs nach Indonesien aufgegeben. Nach gemachten Erfahrungen wollte ich danach keine Wiederholung, weil ich nur meine Sprachkenntnisse vervollkommnen wollte. Chinesisch verlangt einen vollen Einsatz, und ich war nachher mit vielen anderen Dingen beschäftigt, die in meinem Leben damals den Vorrang hatten.


    • Zustimmung, werter Oberländer.
      Meine Familie hatte für mich immer den Vorrang. Dem verdanke ich die heute phantastische Beziehung zu meinen Töchtern.

      Ja, Mütter und die Familie bekleiden keinen hohen Stellenwert in der geselschaftlichen Betrachtung in Deutschland, und dies seit Jahren. Man tut manchmal gerade mal so, als ob eine intakte Familie, die zusammenhält und eine gute, enge Beziehungen zu einander unterhält, irgendwie suspekt wäre. Wenn ein erwachsenes Kind noch bei den Eltern wohnt, und sei noch so viel Platz vorhanden, hält man das fast für pathologisch. Insofern könnte Trumps Familie zu so etwas wie „a new role model“ werden. Das würde ich positiv finden.

      Die Presse stürzt auf Melania und Barron ähnlich wie bei den ganzen Royals, bei welchen ich das auch grauslich finde und mich damit auch nie beschäftigt habe.


    • Aber den versifften, verbeulten grauen Teppichboden werde ich wohl nie vergessen.
      Sowas in der Art dürfte sich allen Universitätsbesuchern zwischen 1980 und heute eingebrannt haben, denn an den Unineubauten aus den 1970ern wurde jahrzehntelang nichts gemacht.

  154. Keine Revolution bei der SPD
    Der Seeheimer Kreis hat sich also für Martin Schulz als Kanzlerkandidat entschieden. Man will wohl dem noch verbliebenen SPD-Wähler suggerieren, da käme nun einer von ihnen zum Zuge, was angesichts seiner Vita ja auch nicht grundsätzlich abwegig scheint. Aber wer CETA, TTIP etc. durchwinkt und in einer europaunfreundlichen Zeit seine Liebe zu Europa zelebriert, der erinnert letztlich eher an Norbert Blüm, denn an sozialdemokratische Wurzeln.

    Mal abwarten, ob er sich von Europa lösen kann und der Agenda 2010 abschwört. Nachdem er jüngst von „selbsternannten Eliten“ sprach, bleibt einmal abzuwarten, was und wen er damit meint. Reden und kämpfen kann er ja, fragt sich eben nur für was und für wen.

  155. Das bemerkenswerteste ist doch,
    dass heiße Geräte sich von verklemmten und morbiden Ideologien nicht beeindrucken lassen und im Gegenteil ganz andere Bemühungen erfordern. Mit anderen Worten: Die Evolution verfügt über eine erprobte Methode, Nonsens und Fehlentwicklungen zu korrigieren.

  156. Die Aufgabe der Universität ist die Bildung von intellektuellen Eliten – dies begreifen aber die
    @Goodnight sagt:
    >>Der Sinn und Zweck einer Universität ist das eigenständige Selbststudium.<<
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/01/23/untanzbare-revolutionen-mit-essen-aus-dem-blecheimer-7387/#comment-149475

    Das galt für die klassische Universität.

    Sie wurde durch die sozialdemokratischen Bildungsreformen abgeschafft.
    Die Massen-Uni ist das völlige Gegenteil von Elitenbildung.
    Die Bologna-Reform macht aus den Studierenden hirnlose Papageien.

    Heute verläuft der entscheidende gesellschaftliche Kampf nicht zwischen arm und reich, nicht zwischen Kapital und Lohnarbeit, sondern zwischen intelligent und gebildet vs. doof.

    Deutschland wird von mittelmäßigen narzisstischen Psychopathen dominiert, welche von der Masse der Doofen gewählt werden.

    No future.

    • Eliten sind der Motor der gesellschaftlichen Entwicklung – Brain-Drain als Niedergangsymptom
      Zum gesellschaftlichen Fortschritt braucht es die gemeinwohlorientierten Eliten, die großen Staatsmänner, die großen Forscher, Wissenschaftler, Schriftsteller, Künstler, Ingenieure, die guten Erzieher, Lehrer etc.

      Eine Gesellschaft, welche diese Elitenbildung nicht betreibt, stagniert oder regrediert, fällt in der internationalen Konkurrenz zurück usw. usf.

      Deutschland wird von den Mächtigen zum Steinbruch gemacht. Die ganze Infrastruktur ist immer schlechter geworden: Schulen, Hochschulen, Wissenschaftssystem, Gesundheitswesen, Massenmedien, Verkehrsstruktur bis hin zu den maroden Brücken.

      No way back – no chance of change – no future!

      Erstarrte und verfaulende Strukturen wie in der DDR.

      Und diese gesellschaftliche Fäulnis wird sich weiter ausbreiten. Immer größere Teile der Gesellschaft werden verarmen.

      Heute die PIIGS, morgen die gesamte EU.

      Man wird dann wieder nach einem Führer schreien. Und es wird dann irgendein Populist kommen, sich zur Wahl anbieten und gewählt werden. Aber er wird nur eine Form von Faschismus anbieten. So wie Trump.

      Wirksame Opposition mit Alternativen gibt es nicht. Weil die entsprechenden Eliten fehlen.

      Teile der Intelligenz antizipieren diese Entwicklung. Deshalb der Brain-Drain.


  157. -gerade gehört-
    Auf der Grünen Woche sollen wohl in der Hauptzulaufachse die Friedhofsgärtner angesiedelt sein (bisher immer im Eck), so daß man direkt auf einen – jaja, besonders geschmackvollen – Sarg zuläuft.
    Ich bekam einen Lachanfall.
    Berlin morbid.
    Wiener Zentralfriedhof ist ja bekannt, aber daß die Berliner das jetzt nachmachen wollen… einfach so daneben.

    • Dafür wohnen jetzt bald 160 Migranten auf einem Kreuzberger Friedhof.

    • Friedhofsgärtnerei
      ist die Wachstumsbranche der Zukunft.
      .
      Die Zentren der Kleinstädte im sächsischen Dreieck: Ein Marktplatz, darum herum ein Ärztehaus mit Apotheke und Physiotherapie, eine mobile Krankenpflege und ein Bestatter oder zwei. Das schreit doch nach einer Friedhofsgärtnerei.


    • Dafür wohnen jetzt bald 160 Migranten auf einem Kreuzberger Friedhof.
      Friedhöfe zählen zu den Grünflächen, und viele werden nur noch wenig als Friedhöfe genutzt (weil die Urnengräber viel weniger Fläche brauchen), und somit in Teilen zu Parks umgewidmet.
      Kann man makaber finden, ist aber eine jahrhundertealte städtische Dynamik.


    • @AuchEiner: Friedhofsgärtnereien im Ortszentrum ansiedeln macht keinen Sinn. Die sind traditionell und auch weiterhin direkt neben den von ihnen bearbeiteten Friedhöfen angesiedelt.

  158. Das kommt von offenen Grenzen
    Schland ist wohl im Jahre 2017 mit Ausnahme von Nordkorea das einzige Land weltweit, dessen Tagespolitik aktuell durch WKII und die relativ kurzen 12 Jahres eines vermeintlichen tausendjährigen Reiches im letzten Jahrtausend bestimmt wird. Wir genießen nach wie vor in der UNO das vermeintliche Privileg der Feindstaaten-Klausel und folgen einem Grundgesetz, das 1947 von den „Müttern und Vätern des Grundgesetzes“ unter allierter Kontrolle der Siegermächte ausgearbeitet wurde. Dass mit der unerwarteten Wiedervereiningung 1989/1990 über eine wirkliche Verfassung des deutschen Volkes in freier und geheimer Wahl zwingend abzustimmen sei, hat man in Mißachtung des Grundgesetzes „unter den Tisch fallen lassen“. Aber schon 1989 war die „Macht des Faktischen“ zu groß. 16 Millionen DDR-Bürger wollten BRD-Bürger werden, hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen (kommt die D-Mark nicht zu uns, kommen wir zur D-Mark). Es ging niemand primär um eine Verfassung, es ging frei nach Marx um’s Fressen. Und eine vermeintliche Demokratie, deren Staatsziel eine Wiedervereinigung war, konnte nicht auf Mitbürger von der anderen Seite des Zaunes/der Mauer schießen lassen, um einen wirtschaftlich motivierten Massenexodus zu verhindern. Diese unkontrollierte Grenzöffnung war wohl in der Tat „alternativlos“, auch wenn viele Alt-BRDler die langfristige Vermögensumverteilung und „Entreicherung des Westens“ von der Politik ungefragt noch heute stillschweigend verurteilen – eben späte Kriegsfolgen nach 44 Jahren, die Schland aus moralischen Gründen solidarisch tragen muß.
    Ohne eigenes aktives Zutun wurde somit eine „gelernte“, systemkonforme DDR-Bürgerin zur Nutznießerin einer unkontrollierten Grenzöffnung. Die Ironie der Geschichte ist, dass sich im September 2015 dasselbe wiederholt, Grenzkontrollen entfallen verfassungs- und gesetzwidrig, nur sind die Zuwanderer diesmal „internationaler“, wieder fehlt jede demokratische Legitimation seitens der neuen „Gastgeber“, die ganz einfach nicht gefragt werden. Hinter allem steht aber wieder die „Nazikeule“ bzw. der seit 1945 gepflegte „Schuldkult“ als „Totschlagargument“ gegen Zweifler an dieser sinnfreien, moralintriefenden, zutiefst undemokratischen Kommando-Politik von ganz oben. Es tun sich Abgründe auf beim Vergleich zu dieser 12-jährigen Episode im letzten Jahrhundert, die auch formal-demokratisch legitimiert war – inklusive bitterem Ende. Offenbar gibt es eine Form von quasi-religiöser Erbschuld, die qua Geburt im „Land der Täter“ vererbt wird und jeden „vernünftigen Diskurs“ verhindert.
    Wir müssen uns schon auf die prominenten Stimmen aus dem Ausland besinnen, die uns einen pathologischen Umgang mit unserer Vergangenheit und den heutigen „Schutzsuchenden“ aller Art attestieren.

    • Sagt Ihnen der Name Wolfgang Ullmann was? Sicher nicht.
      Das ist schade. Googeln Sie mal zusammen mit Verfassung des Runden Tisches. Aber auch das alles vergessener „Schnee“ von gestern. War von der Westregierung so gewollt.

    • Herzlichen Dank!
      Es gibt entgegen dem mainstream der Beiträge des Foristen ‚Gast‘ auch solche wie diesen. Wunderbar!
      Vielen Dank für die Erinnerung an die davorige Grenzöffnung. Zur Gänze überzeugen können mich die Parallelismen beim ersten Lesen nicht, aber der Versuch schon ist es wert.

      Zur ersten großen deutschen Grenzöffnung hatte ich mit meiner damaligen Freundin aus reiner Vernunft und gesundem Menschenverstand beschlossen, das Land zu verlassen, weil unmöglich blühende Landschaften entstehen konnten. Das Ende der DDR war zwar vollkommen in Ordnung, aber die folgende Abwicklung derselben und die Eingemeindung (es ist zu diskutieren, wer wen eingemeindete) konnte eigentlich nur in brauner Masse enden.
      Das passierte dann auch, und die Entscheidung stellte sich in Retrospektive als richtig heraus.

      Und vor 5 Jahren machte ich den Fehler, davon auszugehen, dass die Deutschen nicht nochmals eine grosse Grenzöffnung versuchen würden. Welche Grenze denn; und warum, denn die Folgen der ersten waren noch nicht ganz überwunden.
      „Weh, Weh! Unglücklicher, wo irrt mein schweifender Fusstritt?“ heißt es bei Sophokles. Ja, aber konnte man denn ahnen, dass die Deutschen sich ein zweites Mal die Grenzen öffnen lassen würden? Ein zweites Mal von der Politik ungefragt aus einem Staat wie er bis dato war, einen neuen Staat kneten lassen würden?
      Und so hocke ich dann wieder hier, und könnte mit dem Kopf gegen die Wand … . Warum nur warum!?

  159. "Es waren die wilden, lebensfrohen 80er Jahre."
    Diese Jahre, in denen endlich die wilden und lebensfrohen Popper den spiessigen Punk verdrängten.
    In denen die Kohl-Jugend der postfaschistischen Kiffergeneration, den sog. Hippies, den Garaus machte.
    Die lebensfrohen Jahre, in denen auch die Jugend wieder erkannt hatte, daß Leistung sich auch lohnen kann.

    Ach, die Achtziger. Was für ein überflüssiges Jahrzehnt zwischen einer Jugend mit Idealen und einer solchen, die im Kindergarten schon auf Selbstbehauptung formatiert und dort dreisprachig „erzogen“ wird.

  160. It was n o t the time of my life
    …oder doch?! Studienzeit 70er/80er: nur Assyriologie war damals noch orchideenhafter als Islamische Kunstgeschichte. Hierfür gab es auch noch keinen Lehrstuhl in Deutschland. Individuell gefördert durch Dr. Hanna Erdmann (Lehrbeauftragte innerhalb der Orientkunde, Mainz) wurde auch die Beschäftigung mit der Geschichte und der (im Rückblick grossartigen) Kultur des Islams zu etwas, das Respekt einflösste.
    Ich hätte gerne die hedonistischen Kommilitoninnen gehabt mit ihren Paillettenköstümchen, wie sie der Don beschreibt. Statt zur Verklärung des Vergangenen neige ich eher zur Verdüsterung, Verdrängung und schliesslich des Vergessens.
    Die 80er spühlten leider (nur in Deutschland?) in meinem Umfeld altruistische Frauentypen mit deutschem? Schuldkomplex an die sichtbare Oberfläche, die jeden schwachsinnigen Volksaberglauben, Fehlinterpretation etc. rechtfertigten -hauptberuflich versorgten sie meist ihre orientalischen Ehemänner, Freunde in finanzieller und dienender Hinsicht.
    Also, Rechtfertigungen von Ganzkörperschleier, Kinderehe, Gewalt gegen Frauen hatten schon ihre Vorläufer. Eigentlich fing es so richtig mit der Iranischen Revoltion an. In Kairo, wo ich Mitte der Siebziger mal 1 Jahr lang studiert hatte, schossen dann Boutiquen mit chicer pseudo-islamischer Kleidung wie Pilze aus dem Boden.
    Als es ungemütlich wurde, begann in den 80ern die Zeit der working girls. Der Frauen-Malus wurde zum Bonus, als Quereinsteigerin konnte man z. B. die ausgeblutete Firma des Vaters übernehmen. Einzige Frau in einer Männer-Domäne zu sein, hatte ich schon bei häufigen Reisen genossen.
    Wie gesagt, Kunstgeschichte ist immer gut, in erster Linie für einen selbst.
    Akademische Laufbahn bitte nur für die wirklich Intelligenten, Leidensfähigen an den Elite-Unis! Sonst schreibt man noch Bücher über den Lidstrich Jemenitischer Frauen.

  161. Tja
    Nein, da gibt es doch tatsächlich immer noch Studierende, deren Geisteshorizont weiter gefasst ist als Sex und Fressen, die tatsächlich an so etwas wie Fortschritt, Gerechtigkeit und einer besseren Welt (und damit selbstverständlich an Marx) interessiert sind? Unglaublich. Vor allem wenn man bedenkt, wie perfekt eingerichtet die Jetzt-Welt doch ist – also für unsere Don Alphonsos zumindest mit ihren dämlichen Parkcafes. Oder einfach nur neidisch, weil all dieses Denken etwas herausfordernder ist als den Dandy zu machen und nicht jeder mitkommt? Und weil diese phösen Linken dann auch noch immer die besten Partys haben und hatten? So ganz ohne Türsteher sogar, die stets sicheres Anzeichen für Idiotenlocations sind. Tja, es ist wirklich gut, wenn Gen-Pools eingegrenzt werden und sich bestimmte Probleme irgendwann einfach biologisch lösen. Das gilt sicher auch für die studierenden AfD-Damen.

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