Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Trump-Familie in Nepotentradition

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Mors acerba, fama perpetua, stabit vetus memoria facti
Gerolamo Olgiati

Die Frage, ob ein Machthaber verrückt oder ein wahnsinniger Despot ist, ist oft umstritten, und mitunter dauert es Jahrtausende, bis schräge Bilder und Gerüchte von der Geschichtsforschung gerade gerückt werden. Oft hat man es mit Gestalten zu tun, die von ihren Zeitgenossen weitgehend kritiklos akzeptiert oder verehrt wurden, und erst in der Rückschau mit negativen Einschätzungen versehen wurden. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. ist heute das Sinnbild des aus dem Ruder gelaufenen, preussischen Militarismus, aber bis weit in den ersten Weltkrieg hatte er als Herrscher die Unterstützung der Mehrheiten im Land. Medien und Eliten im Deutschen Kaiserreich konnten sich bis 1914 nur selten vorstellen, in etwas anderem als in der besten aller möglichen Welten zu leben. Herrscher und Nationalgefühl waren aufeinander ausgerichtet. Donald Trump dagegen ist jemand, über den das Urteil der Geschichte schon gesprochen scheint, bevor er den Weltenbrand entzündete: Während seine Anhänger ihn teilweise als “God Emperor” feiern, sind sich internationale und nationale Medien mit vielen Amerikanern einig, dass Trump, gemessen an heutigen Vorstellungen von Demokratie und Machtbalance, ein populistischer Despot ist.

gonza

Solche Ansichten werden mal mehr, mal weniger deutlich formuliert. Trump wird in diesem Zusammenhang gern als Relikt vergangener Zeiten geschildert. Für die ZEIT ist er, angereichert mit pornographischen Anspielungen, der Ölmensch der 50er Jahre, der sich zurück ins Zeitalter fossiler Brennstoffe wünscht. Feministinnen sehen in ihm die Verkörperung des Patriarchats alter, weisser, privilegierter Männer, die sich Frauen als hübsches Beiwerk halten, weshalb unvorteilhafte Bilder seiner scheinbar traurigen Gattin im Netz gern verbreitet werden. Es ist völlig normal, dass Beobachter der Zeitgeschichte bei Unbekanntem und Neuem versuchen, es mittels historischer Erfahrungen einzuordnen, und mitunter spielen Machthaber auch damit. Präsident Obama inszenierte sich 2009 als Erbe der Politik des Sklavenbefreiers Abraham Lincoln, indem er mit Lincolns historischem Zug zur Amtseinführung nach Washington fuhr.

Wikimedia CC http://flickr.com/photos/ajacs/3205312180/© Wikimedia CC http://flickr.com/photos/ajacs/3205312180/Wikimedia CC http://flickr.com/photos/ajacs/3205312180/

Und Trump gewann die Wahl des Jahres 2016 mit dem Versprechen, Amerika zu seiner alten Grösse zurück zu führen. Das sind in beiden Fällen bemerkenswerte historische Bezüge, denn früher brachte man die grossen Zeiten der USA vor allem mit den Tugenden und Werten der white anglosaxon Protestants in Verbindung, die idealerweise ihre Vorfahren unter den puritanisch-extremistischen Pilgervätern auf der Mayflower von 1620 lokalisierten. Weder Trump noch Obama gehören zu dieser lange Zeit bestimmenden Kaste, bestimmende Teile ihrer Familien erreichten die USA erst lange nach Unabhängigkeit und Bürgerkrieg. Die Geschichte der Herrschenden lehrt, dass besonders bei Emporkömmlingen die Neigung besonders stark ist, sich historisch zu legitimieren, was sowohl ein Grund für Obamas Zugfahrt als auch für Trumps Versprechen sein mag. Allerdings ist bei Trump die Ikonographie der Herrschaft ganz anders als bei Obama. Oder George W. Bush. Oder Bill Clinton. Deren Ikonographie ist stets der Schwur bei der öffentlichen Vereidigung in Washington. Aber Trump twittert selbst und bringt das hier: “I am honored to serve you, the great American People, as your 45th President of the United States!“

gonzb

Angesichts des Ausrufezeichens darf man davon ausgehen, dass Trump dieses historische Dokument selbst erstellt hat. Es ist historisch, weil es nicht den öffentlichen Schwur vor dem – bei Trump nur wenig – versammelten Volk in der Öffentlichkeit zeigt, sondern eine Unterzeichnung im Weissen Haus, ohne Zugang der Öffentlichkeit. Dieser Präsident schwört nicht, er setzt seinen Namen unter ein Papier, was so viel bedeutet wie: Dieser Mann herrscht. Es ist eine gewisse Text-Bild-Schere zwischen dem Text, der verspricht, dass Trump dienen will, und dem, was man da im palastartigen Gebäude zu sehen bekommt: Einen thronenden Potentaten vor goldenem Hintergrund, der etwas entscheidet, im Kreise seiner Familie, Kinder und engsten Berater, die um ihn herum postiert sind. Das ist, wenn man die historischen Vergleiche sucht, kein Bild eines demokratischen Dieners des Volkes. Es ist sehr nah an einem der bedeutendsten Kunstwerke der Renaissance, der Hofszene in der Camera degli Sposi von Andrea Mantegna im Palazzo Ducale von Mantua.

Wikimedia CC https://it.wikipedia.org/wiki/File:Camera_picta,_la_corte_02.jpgWikimedia CC https://it.wikipedia.org/wiki/File:Camera_picta,_la_corte_02.jpg

Die Hofszene zeigt den Condottiere und Markgraf von Mantua, Ludovico III. Gonzaga, inmitten seiner Kinder, Familie, Hofstaat und Berater. Es ist das erste bekannte Gruppenportrait der europäischen Kunstgeschichte und Vorbild für weitere Herrscherbilder dieser Epoche. Es gibt viele Ähnlichkeiten zum Bild von Trump – die Nähe der Kinder zum Herrschenden, die Darstellung einer Entscheidung durch den Herrscher, der bei Mantegna seinem Diplomaten eine Anweisung erteilt, und natürlich der Prunk der Szenerie. Es gibt allerdings einen entscheidenden Unterschied: Die Camera degli Sposi war nie für den Besuch der Öffentlichkeit bestimmt. Das Zimmer war allein Mitgliedern des Hofes und hochrangigen Besuchern vorbehalten, und sollte ihnen die Macht und den Glanz der Gonzaga vor Augen führen. Das Bild war nie für die Beherrschten gedacht, zu der Ludovico kein allzu gutes Verhältnis hatte: Das Gemälde ist hinter einem Graben in einem separaten Wasserschloss am Rande der Stadt untergebracht, einer echten Tyrannenburg der Renaissance, die allein schon durch ihre Lage jenseits der urbanen Öffentlichkeit eine deutliche Distanz zu den Untertanen zum Ausdruck bringt. Ludovico, der als Kind seiner Zeit für die übelsten Schlächter Oberitaliens tätig war und gewissenlos die Seiten wechselte, hatte gute Gründe, sich, seinen Clan und seinen gemalten Herrschaftsanspruch hinter dicken Mauern zu verstecken Trump dagegen zeigt das Bild allen.

Wikimedia Commons https://en.wikipedia.org/wiki/File:Andrea_Mantegna_054.jpgWikimedia Commons https://en.wikipedia.org/wiki/File:Andrea_Mantegna_054.jpg

Mantegnas Meisterwerk war ein durchschlagender Erfolg: von da an wurde es unter Königen, Adligen und Usurpatoren üblich, sich im Kreise von Familie, Nachkommenschaft, Nepoten und Günstlingen zu zeigen. In vormoderner Zeit stand die Familie und das eigene Blut im Mittelpunkt aller Machtpolitik, und die sichtbare Anwesenheit von Nachfahren zeigte dem Betrachter, dass die Familie im Mannesstamm blühte und gedieh. Schon früh sollten die Kinder das Staatshandwerk erlernen, was auch die Nähe der Söhne zu Ludovico erklärt. Souverän ist auf diesen Bildern nie das Volk, sondern zuerst der Souverän und dann seine Nachkommen. Entscheidungsprozesse sind nicht demokratisch, sondern durch Herrscherwillen und Absprachen mit Günstlingen und Beratern legitimiert. Demütiges Auftreten ist solchen Gemälden vollkommen fremd, die Macht liegt allein in einem engen Zirkel, der aus seiner Selbstgewissheit keinen Hehl macht.

gonzf

Trump gilt vielen als skrupelloser Machtmensch mit derbem Naturell, der keine Rücksichten auf diejenigen nimmt, die ihm im Weg stehen. Man lacht über seine goldenen Räumlichkeiten, in denen sich der Prunk des Aufsteigers ausdrückt, und auch in der Camera degli Sposi werden goldene Wände vorgetäuscht. Die Gonzaga waren zu jener Zeit ebenfalls noch eine Familie der Emporkömmlinge, und Ludovicos persönlicher Aufstieg zwischen den Grossmächten Mailand, Venedig und deutschem Kaisertum war auch nicht gerade eben und zwingend vorbestimmt. Wir stehen vor Bildern von eiskalten, selbstüberzeugten, skrupellosen Machtmenschen auf dem Gipfel ihres Erfolges – Ludovico starb 1478, 4 Jahre nach der Fertigstellung der Gemälde, in einem sumpfigen Kaff vor der Stadt an der Malaria, aber eines seiner 14 Kinder führte die Herrschaft über Mantua und das blutige Geschäft des Söldnerführers fort. Trump ist fünffacher Vater und achtfacher Grossvater, und seine Kinder führen seine Unternehmen fort. Diese Nähe zu dynastischem Denken ist ein Charakterzug, der Trump in unserer Gegenwart als Ausdruck patriarchalischer Gesinnung angekreidet wird. Trump passt mit seinem Vertrauen zu seiner Familie und eingeheirateten Personen nicht wirklich in unsere Zeit. Aber in der Renaissance hätte man sich über Männer wie Trump nicht gewundert. Aus Geldgeschäften über skrupellose Virtu im Sinne Macchiavellis aufgestiegene Feudalherren waren damals nicht selten.

gonzg

Solche Clans – auch die heute zu Unrecht gut beleumundeten Medici gehören dazu – sind eine Weile wirklich unerquickliche Zeitgenossen, wenn es darum geht, ihre niedrige Herkunft vergessen zu machen. Typisch ist für sie eine Politik, die einerseits rücksichtslos und brutal, andererseits populistisch und durch die vom Volk meist geschätzte Ausschaltung feindlicher Eliten geprägt ist – die Medici vernichteten beispielsweise den Clan der Pozzi, die Visconti errichteten ihren Sumpf in Mailand, nachdem sie den Sumpf der Familie della Torre ausgetrocknet hatten, und wer heute der Meinung ist, dass die Medien unter Trump in Gefahr sind, kann sich mit dem Mailänder Herzog und Ludovico III. Gonzagas Partner Galeazzo Maria Sforza beschäftigen. Der wurde durch Akklamation der Mailänder zum Herrscher über die Stadt, tat viel für den Glanz, aber unterdrückte auch die Opposition und abweichende Meinungen über seine zunehmend grausame Herrschaft: Den Humanisten Nicola Capponi, der gegen ihn und seine Politik argumentiert hatte, liess Sforza öffentlich auspeitschen, nur um dann 1476 einem Mordanschlag von Capponis Freunden zum Opfer zu fallen. Möglicherweise dachte der ZEIT-Journalist Josef Joffe bei seinem verbalen Ausrutscher über Trump an eine derartige Geschichte.

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Manche Familien werden aber im Laufe der Geschichte und der Politik auch sanfter. Um hier mit einer versöhnlichen Note zu enden, möchte ich noch ein Bild der venezianischen Familie Pisani zeigen, die auch nach oben kam, nur um dort im Rokoko zu verweichlichen, und einen schönen Palast hinterließ. Es gibt weder im Feudalismus noch in der Demokratie einen historisch belegbaren Automatismus für einen katastrophalen Ausgang, und die Erregung von gestern wird stets zur langweiligen Lektüre über schwer verständliche Taten von historischen Figuren, über die und ihre Ikonographie man meist nur den Kopf schütteln kann.

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  1. Titel eingeben
    Ich betrachte das Thema Trump als Außenseiter bislang mit schwankender Meinung, schaue mir hin und wieder CNN an, dann wieder Foxnews und kann eigentlich über das Geplärre und Theater, welches in beide Richtungen abgezogen wird, nur müde lächeln. Trump wird weder der Gttseibeiuns sein, als den ihn die hiesigen Medienschaffenden ihn zeichnen, noch die Lichtgestalt, als den ihn seine Haus- und Hofsender darzustellen versuchen. Was man schon konstatieren muss, ist, dass die Medien mit ihm unfair umgehen. Auf der anderen Seite hat er eine eigenartige Vorstellung von Wahrheit. Und der Geruch des Nepotismus ist auch eher südamerikahaft und verwunderlich. Wiederum andererseits ist die Clintonsippe vom Nepotismo nun sooo weit auch nicht entfernt gewesen. Man konstatiert: Die Sitten verkommen. Das haben wir mit dem Mittelalter gemeinsam.

    • Das ist allerdings richtig. Nur gibt es eben auch zwischen Clintons sanftem Scheckbuchnepotismus auch noch den Nepotismus der Eroberer, und Trump hat deutlich gezeigt, dass ihm fast ale mittel recht sind, die man unter den Clintons vermieden hat. Ich sage damit nicht, dass stille Heimtücke bessr als rohe Gewalt ist.

    • @Don 14:10
      „Möglicherweise dachte der ZEIT-Journalist Josef Joffe bei seinem verbalen Ausrutscher über Trump“ verweist auf den Wikipedia-Eintrag „Ludovico III Gonzaga, Marquis of Mantua“.

    • Ja, ich mache es gleich, danke.

  2. emp e ror
    Text eingeben

  3. Links
    Lieber Don ,
    Die links sind fehlerhaft.
    Danke trotzdem für die interessante Einbettung der Geschichte des D.Trump in die Geschichte der Renaissance…

    • welche?

    • Links
      Der vorletzte Link führt nicht, wie erwartet, zu J. Joffe.

    • Titel eingeben
      Zumindest der zum verbalen Ausrutscher von Joffe über Trump in der Zeit.

    • welche?
      = „verbalen Ausrutscher über Trump“ (nix Joffe)

    • Diese:
      Im vorletzten Textblock

      „Möglicherweise dachte der ZEIT-Journalist Josef Joffe bei seinem

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
      verbalen Ausrutscher über Trump
      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      an eine derartige Geschichte.“ führt zum bereits weiter oben

      „Die Hofszene zeigt den Condottiere und Markgraf von Mantua,

      ~~~~~~~~~~~~~~
      Ludovico III. Gonzaga,
      ~~~~~~~~~~~~~~

      inmitten seiner Kinder, Familie, Hofstaat und Berater.“ verwendeten.

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      Im letzten Textblock

      „…möchte ich noch ein Bild der venezianischen

      ~~~~~~~~~
      Familie Pisani
      ~~~~~~~~~

      zeigen,…“

    • Der Link bei den Pisanis stimmt, er führt zum Beitrag über deren Villa.

    • Links
      Der Link, der wahrscheinlich zu Joffes „Ausrutscher“ leiten soll, geht nochmal auf Luvicos Wiki-Eintrag.

      Ansonsten scharfäugig und -züngig wie immer.

    • Links
      Bei „verbale Ausrutscher über Trump“ kommt Wikipedia/Lodovico III
      Bei „Familie Pisani“ kommt der Link zu Ihrem alten Blogeintrag….

    • Falsche Links
      Der Forist hat wohl recht, z.B. führt der Link unter Joffes verbalem Ausrutscher zu wikipedia, dort Ludovico III Gonzago.
      Korrektur wäre schon, besten Dank

  4. Titel eingeben
    donna laura dearest, I´d love to read your take on this ;-)

  5. Wer Geschichte nicht kennt,
    ist verdammt sie zu wiederholen….

    Auch – in territorialer Übereinstimmung mit diesen treffenden Betrachtungen lieber Don – die Beschäftigung mit römischer Geschichte (Stichwort z.B. Volkstribun vs. Senat, die Installierung der Imperatoren) ist aufschlussreich. Parallelen mit heute inklusive.

    • Ja, das kommt vielleicht auch noch.

    • Und Rom ist durch die vielen Einlass begehrenden,
      Text eingeben

    • Das römische Reich ist durch die vielen Einlass begehrenden,
      alias Invasoren, die in dieser Masse nicht integriert werden konnten, zu Grunde gegangen.
      Trump ist erst paar Tage im Amt= Hetze ohne Ende.
      Aber wir sind GRÖSSER, wir folgen der Ente, der neuen Weltführerin, was A.H. nicht schaffte, wir schaffen DAS !!!!Jetzt neu, Trump stürzen.
      Für wie blöd wird der Bürger gehalten, diese DDR 2.0 Propaganda, zu glauben ??? Sehr geehrter Don, die Hetze gegen BLAU steht ihnen Frei, aber belasten sie damit nicht ihre Glaubwürdigkeit. Wie schon einmal gesagt, ich bin Cdu Volksverräter und wer jetzt noch für die Fake-News Vertreter der Einheitsparteien steht, sollte sich die DDR 89 vor Augen halten.
      Der OttoMoser hat kapiert, was hier abgeht und wird übelst blöde gemacht, egal der Aufschlag der Gutmenschen wird extrem hart sein, bitte dann nicht nach Hilfe winseln.

    • Einem französischen
      Autoren, dessen Namen mir leider nicht mehr gegenwärtig ist, verdanke ich den Hinweis, dass die US of A am ehesten mit Kathago zu vergleichen sind: Nach dem ersten Punischen Krieg wurde klar, dass man sich Flotte und Heer zusammen nicht mehr leisten konnte.

    • @Auch Einer: ....dass man sich Flotte und Heer zusammen nicht mehr leisten konnte.
      Gilt auch für das Britische Empire. Mit dem Erste Weltkrieg beschleunigte dieser einen Prozess, der ohnehin schon im Gang war: Die Macht der USA überstrahlte die Großbritanniens immer stärker. Der Krieg zehrte die finanziellen Ressourcen der Weltmacht auf, die von ihren Schulden geschwächt wurde, die sie – vorallem in Washington – aufnehmen musste.

    • Nä, Schumilein,
      so mancher Gutmensch wird bis dahin bezeiten seine Bioschäflein ins Trockene gebracht haben, zumal die Gated Communities aus autonomen Passivhäusern in der Toskana oder Provängse womöglich schon längst in Planung sind (Fragezeichen), die Biokisten kommen dann halt per Drohne direkt ins Haus.
      Den Aufschlag erleben nur wir.

    • Trumps Alleinstellungsmerkmal im Wahlkampf war...
      …dass seine Rhetorik dem moralischen Zeigefinger der politisch korrekten Arrivierten im übertragenen Sinne den Mittelfinger entgegenstreckte!

  6. Das große Zurückrudern?
    Liest sich ein wenig so. Mal sehen, wann die Anderen so folgen wollen. Oder müssen.

    • Nein, warum, es geht um Ikonographie und das Bild ist sicher kein Zufall.

    • Diese Bild kennen Sie aber?
      https://metrouk2.files.wordpress.com/2013/01/ay101966019us-president-bar.jpg
      Ist von Obamas erster Amtseinführunng – ohne Familie aber mit Vasallen.

      Danke für den Ausflug in die Geschichte der Herrscherbildnisse. Sowas bekommt man ja auch in Gymnasien im Kunstunterricht nicht mehr beigebracht. Finde ich sehr interessant, da hat es sich doch mal gelohnt, dass man Sie auf die Hochschule geschickt hat ein brotloses Orchideenfach zu studieren!
      Zu viel würde ich da trotzdem nicht reininterpretieren. Ich gehe weder davon aus, dass Trumpi sich die Choreographie noch das Bild selbst ausgesucht hat. Das gehört zum Protokoll der Amtseinführungung.

      Gruß
      Sebastian

  7. Der Beitrag in der Kurzfassung
    Vielleicht beschert uns Trump eine Renaissance der Schönen Künste?

    • Goldlack, viel Goldlack. 25 Karat, great!

    • Bilder
      Wenn man die Bilder in der Presse betrachtet, wie Trump „am regieren drann ist“, bekommt man den Eindruck, dass er als nächsten Schritt die US Armeen in Legionen umbenennt.
      Mit einem Signifer, der das Feldzeichen trägt.
      und nicht zu vergessen wieder mit germanischen Auxiliartruppen.

      Ob die subtile Bildauswahl Absicht ist?
      Nein … doch … ohhh!

  8. Geschichte wiederholt sich?
    Trump mag daran glauben, doch lebt er dann einen Irrglauben. Anders noch als zu denen von Ihnen zitierten Zeiten, leben wir heute in einer globalisierten und vor allem schnelllebigen Welt. Das ganze Gezwitscher Trumps und seine selbstgefällige Selbstdarstellung wird letztlich an den Realitäten scheitern. Trump baut keine nachhaltige Dynastie auf. Trump wird absehbar nicht mal Geschichte sein.

    • Ähm – wenn Trump nicht gewonnen hätte, würden wir längst über Dynastien reden. Und es gibt auch schon welche, die Chelsea Clinton in acht Jahren gern wählen würden, oder Michelle Obama. So weit ist das nicht hergeholt.

    • Tautz von Tronje
      Das muss man nicht so sehen, Geschichte wird er sein, da gehört er einfach schon dazu, allein durch seine Wahl.
      Ausserdem nutzt er Twitter, damit seine Meinung und sein Tun ungefiltert bei den Bürgern ankommen, damit will er den Fehldeutungen der Presse aus dem Weg gehen. Und nach seinen (und unseren Erfahrungen) ist das nicht der falsche Weg.

    • amerikanische Dynastien
      Sehr schöner Beitrag! Dynastien gibt es allerdings längst in der amerikanischen Demokratie. Der alte und der jung Bush, dessen Bruders Versuch republikanischer Kandidat zu werden, und Hillaries Versuch ihrem Mann zu folgen.

    • Ich finde das irgendwie gruselig, aber ich kann mich auch täuschen.

    • auch die Büsche
      Sollen miteinander verwandt sein.

    • Tautz...
      Nur weil uns gewisse Politiker Darsteller(innen) permanent erbläuen wollen, die Globalisierung sei TINA… heisst das noch lange nicht, dass es auch tatsächlich ist.
      Der Rückzug in den Isolationismus und Protektionismus ist für die Ersten die ihn konsequent vollziehen sehr profitabel, ganz im Gegensatz zu jenen, die wie es aussieht am Ende dann lächerlicherweise ganz allein von sich behaupten, sie seien dann halt allein die echte EU. Das wird dann teuer für Deutschland, bzw seine Steuerzahler.

      Trump mit May, und Nieto auszuladen, Schachzüge die man nur bewundern kann.
      Kein Wunder dass die Herren der grossen Konzerne zum Traump Tower gelaufen kommen um ihre Ehrerbietung zu bezeugen, in der Tat, wie beim Amtsantritt des neuen Gonfalonierie…

      Ja, grossartiger Vergleich, Don….
      PS
      Gestern lief auf der BBC eine Sendung zu Florenz und jetzt bringen sie auch wieder Bilder aus der Medici Zeit. Was mir immer auffällt…
      Wissen sie als Kunstgeschichtler warum auf diesen Bilder niemals jemand lacht?

  9. Wilhelm II. erregte von Anfang an Unbehagen
    Das kann man schön nachlesen bei:
    .
    Ludwig Quidde: „Caligula. Eine Studie über römischen Cäsarenwahnsinn“ von 1894.

  10. Das Anfangszitat...
    …ließ es mir zunächst etwas kalt den Rücken herunterlaufen. Ansonsten muss ich diesmal gestehen, dass ich die Intention Ihres Textes nicht so ganz verstehe.

    Ist der Aufhänger, die Trumpsche Twitter-Inszenierung, nicht etwas überinterpretiert? Man könnte es auch so sehen: Seht her, ich stehe für eine Gemeinschaft und nicht für das vereinzelte Dasein der Individuen aus den Diversitätsstreifen entlang von Ost- und Westküste.

    Und diese Interpretation erscheint mir wahrscheinlicher, weil Trump wahrscheinlich nicht viel von italienischen Renaissancegemälden versteht.

    • Die Leute auf dem Bild sind aber nicht gerade Schweisser, Strassenbauer und Kassiererinnen.

    • Göte
      Den Teufel spürt das Völkchen nie …

    • OK, aber die Schweisser etc. findet man unter den ganzen Promis
      aller Klassen bei Obama oder Clinton auch nicht, außer, sie wären schwarz, schwulesbisch, udgl.

    • Kassiererinnen und andere...
      … werden aber immer mehr durch Roboter ersetzt. Will Tramp sich auch dagegen sperren? Mexikaner werden doch Amerikaner in Zukunft nicht arbeitslos machen, sondern Maschinen.

      Ich bin mir ganz sicher, die Regierungsmitglieder sind schon reich genug und werden nicht gierig sein…😜

    • Trump versteht vielleicht nichts,
      aber wer immer das Bild arrangiert hat, schon. Wer steht wo, z.B. die beiden Schönheiten in unschuldigem Himmelblau und Weiß? Die Kinder, die gleichzeitig die Zukunft darstellen und auf den liebevollen Opa hinweisen? Die historischen Gemälde im Hintergrund? Die Farben, die Linien, die Perspektive? Das ist alles nicht dumm.

    • Ich wäre auch nicht vüberrascht, wenn es schon vorher aufgenommen wurde. Zufällig ist daran sicher nichts, dafür ist die Staffelung zu präzise.

    • Kommt darauf an
      weil Trump wahrscheinlich nicht viel von italienischen Renaissancegemälden versteht.

      Kommt darauf an.

      Denn es kursiert von Trump noch mehr solches, hier noch ein weiteres, stark inszeniertes Bild:
      Weiter Raum, alles teuer, alles Teppich, alles Gold, Trump in Machtpose, sitzend, seine Dulzinea stehend mit wehendem Faltenwurf (der viele Stoff auch Machtinsignium), der Sohnemann mit Pagenschnitt wie ein Dauphin, auf einem Löwen reitend, hinten die Aussicht auf das bei dem man gern asl Vater sagen würde:
      „Das mein Sohn wird alles einmal dir gehören…“

      Nicht mehr für Sie alle in der FAZ gefunden, hier ein Fund auf Pinterest, um sehen zu können, welches Bild genau ich da meine: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/05/3e/78/053e7868a0155bc97fbf7261d4ebfd2a.jpg
      Sorry for that.

      Das ist kein Zufall mehr.
      Er liebt und steuert bewusst solche sorgfältig mit zahlreichen Andeutungen inszenierte Fotos, die wie Gemälde ausgeleuchtet sind. Alles bis auf kleinste Kleinigkeiten, z. B. diese kompositorischen Dreiecke, die sich sogar wiederholen.

      Dieses Regentenbild-Bild mit der Wehenden und dem Dauphin wurde in der FAZ besprochen (Print). Ganz auf old school im Stile der bedeutungsintensiven Bildinterpretationen, wie sie jeder Gymnasiast aus dem Kunst- und Kunstgeschichteunterricht auch kennt und in Deutsch in gepflegter Sprache abliefern muss.

    • Gemeinschaft
      @Don Alphonso

      Hätte Trump Schweisser und Kassiererinnen neben sich aufgestellt, wär’s doch irgendwie Stalin gewesen, oder?

      Es geht eben nicht um Gemeinschaft im kommunistischen, sondern im erweiterten familiären Sinne. Das unmittelbare Umfeld, die ‚Community‘, die Gemeinde zählt nicht nur bei Trump, sondern auch bei seinen Wählern.

    • @ Don Alphonso 27. Januar 2017 um 18:33 Uhr
      Das Foto wurde während der ’signing ceremony‘ aufgenommen.
      -> https://www.youtube.com/watch?v=l-C9DljYNHk

      Das Foto selbst erinnert mich auch an Velazquez‘ Las Meninas.

      Generell gilt: Familie ist etwas sehr schönes, auch wenn man selbst keine eigene hat.

    • @ Philomena
      Die Diskussion darüber weiss schon lange: man kann den Abbau von Arbeitsplätzen mittels Ersatz durch Roboter besteuern du mit den Steuern dann die Sozialkosten finanzieren.
      Trump trau ich alles zu, manchmal sogar Gutes. Bin gespannt wie einige reagieren werden, sollte es sich herausstellen, dass der so grössenwahnsinnig ist, und so ganz nebenbei auch noch tatsächlich President aller Amis sein möchte? (Solange es nicht sein Geld kostet)

      PS Dass „reich genug sein“ vor Habgier schützt ist, wie soll ich sagen… naiv?

    • Das wäre echt das Ei des Columbus'
      @TDV, die Idee Ehrenbergs von der Maschinensteuer käme endlich zum Tragen.Die Produktion muss besteuert werden, um auch Renten zahlen zu können, die Eigner sollen gern ihr Geld verdienen; aber nicht das Vielvielfache.
      Wer weiß, vielleicht mache ich ja doch noch einen Knicks?

      Das mit der Reichengier war Satire, gekennzeichnet durch ein Smiley.

      Wie geht es dem Frollein? Sind Sie beide noch, auch ohne Leine, in guter Verbindung?

  11. Trump
    Hallo DA,

    Beginn einer neuen Zeitrechnung. Vor Trump, jetzt Trump. Zur Zeit muß jede Veränderung überall auf der Welt mit dem Präsidentenwechsel in USA zusammen hängen. Alle Ereignisse und deren mögliche Auswirkungen werden auf Trump abgeklopft. Vieles davon ist so banal. Jeder Autor möchte mit dem Namen Trump Aufmerksamkeit auf sich und sein Anliegen ziehen. Natürlich provoziert er, aber es ist nicht nötig, auf jeden Mist zu reagieren. Man muß halt Mist erkennen und von Wichtigem trennen können.

    Mit den MSM wird das nichts. Mir ist die übermäßige Aufmerksamkeit für Trump zuwider. Der Vergleich seiner Familie mit früheren Familiendynastien und die Folgerungen hieraus (Erregung von gestern) sind sehr verständlich.

    SoS

    • Titel eingeben
      „Zur Zeit muß jede Veränderung überall auf der Welt mit dem Präsidentenwechsel in USA zusammen hängen.“
      .
      Weil „der pöse Putin ist schuld“ langweilig wurde?

  12. Trumps Selbstbild
    Dons Interpretation von Trumps Charakter und Selbstbild scheint nicht so ganz verkehrt zu sein, wenn man das „Memo für Theresa May“ von Piers Morgan liest, einem Talking Head des britischen Fernsehens, der Trump noch aus Zeiten seiner TV-Show persönlich kennen will:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4160270/PIERS-MORGAN-S-TRUMP-MEMO-THERESA-MAY.html

  13. Titel eingeben
    Zum einen umgeben sich alle amerikanischen Präsidenten gern mit ihrer Familie und Familientreffen und -fotos sind in Amerika sehr beliebt auch beim gemeinen Volk!
    Zum Despoten fehlt Trump schlicht die Macht.
    Daran, dass Trump die Welt oder zumindest die USA voranbringen wird glaube ich keine Minute. Nur das Geheule zeigt, dass getretene Hunde bellen, und Trump ist mit Sicherheit der momentane Höhepunkt des Machtverlusts der Eliten. Das erschüttert diese und durchaus die Welt.
    Zwar reden alle viel und gern von Populisten, die ihnen die Welt versauen, auf der anderen Seite wären sie gern Populisten. Populisten kann man immer mit einer guten/besseren Politik schlagen. Irgendwelche Vorschläge? Tja, da sieht es dann sehr dunkel aus!

    • Populistisch...
      …finde ich ja auch schon das Verhalten so manches deutschen Amtsträgers, der den Präsidentschaftskanditaten eines befreundeten Staates im Wahlkampf beschimpft hat. Von Kinderstube und (rhetorischer) Politikerbrillanz zeugt das jedenfalls nicht. Gerne äussern deutsche Empörungspolitiker auch ihre moralische Majetätsbeleidigung angesichts erstarkender „populistischer“ Strömungen immer wieder auf populistische Weise. Wieder andere diffamieren auf populistische Weise unbequeme politische Gegner bzw. Bevölkerungsteile mit fehlendem „Wohlverhalten“, anstatt mit Sachargumenten aufzuwarten. So mancher arrivierter Fernseh-Meinungsführer fröhnt noch immer seiner alternativfaktischen, rautenförmigen FIlterblase und teilt „die anderen“ dann sinngemäss in die Kategorien „abgehängt“ bzw. rechtsradikal ein. Das ist letztlich auch populistisch.
      Insofern finde ich auch das Geheule über Trumps Erfolg teilweise populistisch. Probleme lösen statt heulen, das erwarte ich von meiner Regierung.

  14. Toller Artikel
    Wie immer ein außerordentlich fundierter Artikel mit vielen nicht geistig weichgespülten Ansätzen – es ist eine Freude das zu lesen….
    Dank an die FAZ, das sie so kritischen und reflektierten Geistern eine Plattform bietet, es werden genug Antifada-Boykottforderungen im Verlagshaus eingehen – aber das verstehe ich unter Meinungsfreiheit und unabhängiger Presse….
    Weiter so und herzlichen Dank an Sie und die FAZ, die sich mit Autoren wie Ihnen von dem Verdacht loslöst nur eine bestimmte Interpretation der Realität zuzulassen – ein zutiefst undemokratischer Ansatz der immer mehr zu beobachten ist… – Stichwort neue Presseausweise….

  15. Tod oder Ruhm?
    Lieber Don,

    wieder ein sehr schöner Beitrag, der mich als „homo faber“ zweifeln lässt, ob nicht doch ein Studium der Kunstgeschichte mehr Erfüllung gebracht hätte – von den Studentinnen ganz abgesehen (darf man das als alter weißer Mann noch sagen/denken?).

    Eine Frage aber: Was kommt für Trump zuerst: Tod oder Ruhm?

  16. Das greift mir irgendwie zu kurz ...
    Hab einfach mal Oval Office und verschiedene Präsidenten in die Bildersuche eingegeben. Die Motive ähneln sich frappierend, vor allem, wenn der Schreibtisch (hässliches Ding!) der Bildanker ist.

    Da gibt es den souveränen Präsidenten, der alleine und hochkonzentriert wichtige Entscheidungen trifft. Und den Teamplayer, der von seinen kompetenten Beratern umgeben ist und deren weisen Rat in seine Entscheidungen einfließen lässt.

    Ebenfalls in der Gallerie vertreten: Der lockere und entspannte Präsident. Reagan wirft einen Baseball, Kennedy umwuselt von seinen Kindern. Obama fläzt sich im Sessel.

    Ebenfalls gern genommen: Der Präsident empfängt/umgibt sich mit Minderheiten und ganz normalen Leuten von der Straße.

    All das wiederholt sich in beinahe identischer Bildsprache. Ich würde also dem letzten Abendmal a la Trump keine so große Beudeutung zumessen. Ich finde es sowieso eher drollig, dass über ihn so „originär“ berichtet wird, als sei er der erste Präsident der USA, der jetzt alle Welt in Erstaunen und Furcht versetzt, weil keiner ahnen kann, was jetzt passieren kann/wird – anstelle ihn lückenlos in die Reihe seiner Vorgänger einzubinden.

    Nur ein Beispiel: Harry Truman stellt das Trump-Motiv vorsorglich schon mal nach … ;-) https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/73/Photograph_of_President_Truman_at_his_desk_in_the_Oval_Office,_signing_S._790,_an_act_granting_the_consent_of_the…_-_NARA_-_200104.jpg

    • Es geht hier um die Inauguration. Trump weicht da vom verbindlichen Bild des Schwurd in der Öffentlichkeit ab. Das ist das erste Bild des neuen Präsidenten seiner eigenen Wahl.

    • Schwur und Unterschrift
      Sehr geehrter Don,

      viele Eide werden auch noch schriftlich ausgefertigt. Nur weil ein Foto von der Ableistung der Unterschrift existiert (wie verwunderlich, dass er sich dabei von dem Kreis seiner Nahestehenden ablichten lässt! So wie ihn seine Familie auf dem berühmten Einzug ins weiße Haus begleitete, was die einen unsäglich finden und die anderen sympathisch – während die Herrschaften von CNN und PBS unendlich lange darüber reden, welcher Präsident wieviel Blöcke gelaufen sei, als würde das von so überragender Bedeutung sein und einem größeren Erkenntnisgewinn dienen können), heißt das noch lange nicht, dass die Ableistung des Eides leer war und ohne Funktion. Das ist doch sehr herbeigezerrt.

      So wie er den Eid leistete, war das schon ein wichtiges statement.

      Der Ansatz von Thorsten K., den Sie auch t. w. anwenden, ist richtig und nicht umsonst naheliegend: Vergleichsweise Situationen und Motive nehmen und schauen, ob da wirklich etwas besonders oder Besonderes ist.

      Klar: Trump ist Nepotismus. Aber wie ist es dann mit Familie Bush, und anderen wichtigen Dynastien in den US? Clinton war schon vor der „Wahl zur First Lady“ skandalumwölkt, dann 8 Jahre als FLOTUS im Zentrum der Macht und dann noch mal fast weitere 8 Jahre dort… Kaum einer redet davon, wie die Frau fast 24 in der Machtzentrale der USA gesessen und geschaltet hätte. In einem Land, wo es eine Amtszeitbegrenzung hat (die man sich als Regierter unter Honecker, Kohl und Merkel schon herbeiwünschen kann)!

      Das wäre natürlich was gaaaanz anderes. Derzeit kann man ja besonders sehen: Wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht das Selbe…

      Hier wird man uns wieder von der besten aller Demokratien erzählen, die man sich nur denken kann: https://www.heise.de/tp/features/EU-Trilog-Schattengremiensitzungen-ersetzen-ordentliches-Gesetzgebungsverfahren-3608043.html – siehe Schulz Rolle (den Wunschpartner von Merkel – wie der seit vergangenen Sommer ins Spiel gebracht wurde..! Man muss sich ja nur die entsprechende Beiträge raussuchen).

      Und bald wird wieder erzählt werden, dass nur dank der EU in Europa kein Krieg herrscht. Als sei vor hier vor der Gründung der EU (der nur die Hälfte aller europäischen Staaten angehören – und von den Mitgliedstaaten sind 10 noch nicht mal beim Euro dabei) Jahrzehnte lang gebombt und geschossen worden… Das ist alles so stumpf und so niedrig – kein Wunder, dass man da lieber auf andere zeigt.

      Wer auf so etwas hinweist, ist schon fast ein Nazi: https://de.wikipedia.org/wiki/Demokratiedefizit_der_Europ%C3%A4ischen_Union

      Und wer heute Fefe liest, der sonst über alles Mögliche mit einem „wir werden alle störben!“ lässtert, der kann auch annehmen, dass wir nur wegen Doni direkt am Abgrund stehen (die Doom-Uhr ist auch mal wieder dank Trump vorgestellt worden – und steht nun, wie die Exschpärten vom Spiechel schreiben, so wie zuletzt 1953! Danke für diese Einordnung, dank derer wir nun was wissen?). Es wird überlegt, ob das nicht „damals“ genau so angefangen habe… Natürlich nur „da“, nicht hier, wo ein EU-Parlament keine Gesetzgebungsinitiative hat und das, was so etwas wie die EU-Regierung darstellen soll, nicht gewählt und nicht kontrolliert wird.

      Wie gut, dass wir so gut im Kritisieren der anderen sind.

      Viele freundliche Grüße

  17. Also -alles halb so wild . Trump ist stlistisch ein bissl B-Movie ,
    eine unbeabsichtigte Rache an dem ihm feindlichen Hollywood.
    Dessen ,Größen‘ , Schauspieler , die gern ihren Senf zur Politik geben, und in einem ,progressiven‘ , den Democrats zuzurechnenden Environment blühen, das Abweichler straft (aggressive Blase könnte man sagen) , spucken ihn ja geradezu an, besonders, nachdem er bereits Präsident ist.

    Schauspieler ist ein Beruf, Metzger auch , bei letzterem kommt man um Lehre und Prüfung aber nicht herum.
    Gott sei Dank, sag‘ ich als Fleischfresser .

    Im Kino oder TV kann ich mir anschaun, was ich will. Oder es lassen.

    An der Fleischtheke kann ein Fehler meinen Botox-Tod bedeuten.

    Beide, und sogar Dschornalisten, sind Bürger, und dürfen gern ihre Meinung sagen.

    Wenn es aber konzertiert und uniform wird, muß man nachbohren.

    Da sind dann oft Karrieregründe die treibende Kraft für irgendeine

    ,Überzeugung‘ , die plakativ zur Schau getragen wird.

    Man möchte nicht den ,Kommissaren‘ oder Denunzianten zum Opfer fallen.
    Heute bleibt man also ,hip‘ , auch wenn es wehtut.

    Früher ging ich gern ins Kino, und heute schau ich mir auch gern ältere Produkte Hollywoods an.

    Das neue Zeugs kann mir großteils gestohlen bleiben.

    Das hat jetzt nichts mit dem linksliberalen Getue der ,Stars‘ zu tun.

    Aber letzteres nervt .

    Und wenn ich die ,Größen‘ bei der ,, Meinungsbekundung“ sehe, dreh ich ab.
    Ein DiCaprio, der mir die ewige Schuld am klimawandel einbläuen will, ist lächerlich.
    Mit oder ohne läppisches Kappl.

    Trump hat Familie, die versteckt er nicht, und auf die kann er sich verlassen.
    Nehme ich halt an.
    Merkel hat nix.
    Eine Camerilaa, die zum Dolchstoß bereit wäre, bestünde sie nicht aus feigen KarrierequotInnen und Eunuchen.
    Merz und Co sind weg. Lang schon.

    Ihre treuen Diener in ihrem sprunghaften Affenzirkus belohnt Merkel, aber die wissen auch, was passiert, wenn sie nicht mehr spuren.

    Da ist dann leicht ,alternativlos‘ sagen, oder ,,Wir schaffen das“ ,obwohl das kaum jemand schaffen will.

    So geht Demokratie, Trump dagegen ist ein Despot. Klar.

    Rechts ist pöhse in Deutschland.

    In dem Land, das Trump mithilfe einer Söldnertruppe unterworfen hat (was ? Der wurde gewählt ? ) ist das differenzierter.

    Vielleicht ist Trump dem rechten Establishment in den USA zu links ?

    Na, jedenfalls ist er schlecht. Und hat pseudogoldene Wände.

    In der Heimat das guten Geschmacks und der führenden Designer .

    Vieles von dem, was in den USA, ob auf twiter, oder sonstwo, kursiert, ob für oder gegen Trump, wäre hier in Deutschland, mittlerweile verboten.

    Und bei uns wird noch mehr verboten werden.

    Nicht natürlich, das Land als Gonslerin abzuwracken , die Lebensersparnisse von Generationen, nach vorne auch, zu verplempern an Fremde.
    Nein, das ist erlaubt.

    Aber freches Aufbegehren, ehrlicher Widerspruch zur Staatsdoktrin einer Verrückten und ihrer Nepoten,
    das wird einen immer höheren Preis fordern.

    So geht Demokratie. Und wer das nicht glaubt, kommt nach Bautzen.

    Aber Trump ist pöhse, und Merkel human.

    Kann man nachdenken.
    Aber leise.
    Der Staatsanwalt ist im Amt.

    • Titel eingeben
      „Früher ging ich gern ins Kino, und heute schau ich mir auch gern ältere Produkte Hollywoods an.
      Das neue Zeugs kann mir großteils gestohlen bleiben.
      Das hat jetzt nichts mit dem linksliberalen Getue der ,Stars‘ zu tun.“
      .
      … und keinesfalls mit dem Alter. (Die Hollywood-Filme sind in der Regel für die Jugend gemacht).

    • "Aber leise."
      Nö, Herr Moser. ANGESICHTS DES HEUTIGEN DATUMS:

      https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/09/us-kongress-beschliesst-raketenlieferung-an-soeldner-in-syrien/?ls=ap

      denke ich überhaupt nicht daran, dieses „Abschiedsgeschenk“ eines Friedensnobelpreisträgers an Trump und die Welt unter den Tisch fallen zu lassen.

      Diesen Mann und seine „Freundin“ halte ich für den Weltfrieden mit Abstand für weit gefährlicher als es Trump bisher hätte sein können.

      Die Verklärung Clintons kann ich nebenbei bemerkt auch nicht nachvollziehen. Aus Israelischer Sicht möglichweise. Aber nicht aus Europäischer. Er hat die Aufhebung des Glass-Steagall-Acts zu verantworten, die in die Lehman Brother-Finanzkrise mündete, von der sich die EU bis heute nicht erholt hat oder die Rückkehr des Krieges nach Europa durch den Völkerrechtswidrigen Jugoslawien-Krieg, während er gegen den Völkermord in Ruanda nichts getan hat. Dass er der 2. Präsident war, der sich einem Impeachment-Verfahren unterziehen mußte, hat das Ansehen der USA auch nicht unbedingt gestärkt.

      Und im Verhältnis zu all dem und noch viel mehr soll ich nun einen „Emporkömmling“ im Vorfeld verurteilen, der den Glass-Steagall-Act wieder einführen will und eine Annäherung an Putin zumindest versuchen will wegen vergleichsweise Peanuts? Herrjeh, hier geht’s gerade im Weltgeschehen um den drohenden Untergang des Imperiums und darum, daß NICHT die letzte Karte „Krieg“ gezogen wird wie man es bei Killary befürchten mußte.

      Mit Verlaub, D.A., Geschichte und schöne Künste in allen Ehren, aber dieser Beitrag ist mir angesichts der Gesamtlage, die das Setzen von Prioritäten erforderlicher macht als kaum je zuvor in unserer Lebensspanne, bestenfalls geeignet Trump zu dämonisieren.

      Not my cup of tea.

    • Es bringt nichts, an einem Politiker etwas zu beschönigen, und an dem erst recht nicht.

    • Herr Klaus, die Hollywoodfilme sind in der Regel für
      Amerikaner gemacht, daher Ihr Trugschluß, sie seien Kinderfilme.

      Die älteren derartigen Produkte unterhalten mich tw. noch heute, die heutigen nicht.

      Ja, ich bin älter, und nein, nicht verkalkt, oder einer verlorenen Jugend nachtrenzend.

      Aber danke , dass Sie einen älteren Menschen über die Strasse führen wollten.

      Andere übefahren einen, unabhängig von eines Alter, weil man auf der Rennstrecke rumhampelte.

    • "Es bringt nichts, an einem Politiker etwas zu beschönigen, und an dem erst recht nicht."
      Bitte! Udo Walz. Deutsches Handwerk. Goldener Boden. Da könnte auf der Gangway mit der schmucken Präsidentenmaschine im Hintergrund beim nächsten Foto-Termin noch so dat Lüftchen blasen. DIE Frisur säße.

  18. Joffes Ausrutscher
    Der verbale Ausrutscher des Transatlantikers Joffe wird ja nur sehr verschämt beschrieben. Da ich die Sendung auch nicht geshen habe hier eine Darstellung von Zerohedge mit einem Link zur Sendung. Hätte jemand anderes mit nicht genehmer politischer Ausrichtung so etwas gesagt, wäre er vom MSM gesteingt worden.

    http://www.zerohedge.com/news/2017-01-26/german-newspaper-editor-assassination-easiest-way-end-trump-catastrophe

    • Grusel
      Ja, Joffe kann zum Mord aufrufen und alle Guties schweigen. Hätts ein Nichtlinker getan, wäre die Hölle los. Gute dürfen auch töten.
      Gute dürfen auch auf Kinder losgehen. Denken wir nur an den Kindesmissbrauch, den Witznummer Böhmermann und Pseudogutie Emcke an Trumps Sohn betrieben. Die dürfen das. Andere stünden als KinderschänderInnen am Pranger.

    • Die haben doch nicht ernsthaft geglaubt, Frau Emcke wäre ein besserer Mensch, nur weil das in ihren Beiträgen steht.

    • Joffe hat das von sich gegeben, aber
      dazu muss man die Vorgeschichte kennen. Eine besorgte Zuschauerin, allem Anschein und dem Gehör nach Grünwählerin, fragte in die Runde, wie man einen solchen Mann denn wieder los würde.
      Darauf antwortete Constanze Stelzenmüller und erklärte die rechtlichen Hindernisse, die einen vorzeitigen Rausschmiss des Präsidenten nicht so einfach machen. Dann kam Joffe mit seinem „Mord im weißen Haus“, worauf Stelzenmüller ihn ermahnte: Josef, ernst bleiben.

    • Die Sache schlägt auch in den USA Wellen, es war keine kluge Äusserung.

      OK, es ist Joffe.

    • Mord im Weißen Haus
      Ja, das ist schon krass, dass da auch mal das Wort „Mord“ fällt, wenn es den GrünLinken mal nicht in den Kram passt.

    • von ... Joffe Joffe
      Ein Artikel von ihm wurde auf Zon mal so angeteasert. Hab mir kurz überlegt, ob da vielleicht einem Verantwortlichen aus Versehen der interne Spitzname rausgerutscht ist. :-D

      Aber das Problem ist nicht mal, dass der Joffe Joffe Mist redet oder schreibt, das tut er seit über 30 Jahren in seinen Murmeltiertag-Texten. Das Problem ist, dass die gesamte Belegschaft der Zeit momentan komplett die Hosen runterlässt & ob Trump geradezu in einen Wahn verfällt. Die kleinen Angstkläffer haben anscheinend ihr Herrchen verloren und bellen sich in den Schlaf …

      Dabei hatten sie mit dem letzten echten großen Schuft im Amt relativ wenig Probleme. Joffe Joffe über George W. Bush bei einem Dinner in Stanford, zu dem er selbstredend geladen war (heute kann er froh sein, wenn er nicht auf der No-Fly-Liste landet): http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-05/bush-usa-rede-stanford

    • Joffe über George W. Bush bei einem Dinner in Stanford
      Joffe ist Mitglied der Atlantik-Brücke. „Ein privater, überparteilicher Verein zur Stärkung der deutsch-amerikanischen Freundschaft,“ eine parafreimauerische Gesellschaft (kein Entscheidungsgremium sondern ausführendes Organ, entschieden wird in den Ur-Logen).

    • Mord im Weißen Haus
      Es ging in der Diskussion doch darum, unter welchen Voraussetzungen eine Amtsenthebung erfolgreich sein könnte.
      Höchstwahrscheinlich wollte Herr Joffe nicht zum Mord aufrufen, sondern er bezog sich auf den Thriller „Mord im Weißen Haus“. Kam erst letzten Samstag auf Sat 1.
      Der Präsident wird darin allerdings nicht ermordet und er ist auch nicht der Mörder, sondern er soll mit gefälschten Beweisen gegen seinen Sohn zum Rücktritt gezwungen werden.

  19. Erfrischend, Don!
    Ich glaube nicht, Sie in einer unverdient hohen Etage anzusiedeln: Hier erweisen Sie sich als cooler Historiker, der sein Studium nicht nur absolviert, sondern auch verdaut hat. So was liest man nicht alle Tage.
    Danke!

    • Gern geschehen.

    • Auf die Gefahr hin,...
      … (wieder) den Jubelperser zu geben: dito.

      Es ist ja nun schon wirklich viel geschrieben worden über The Donald, aber der werte Don stellt es wieder in den Schatten. Naja, ok. Also das Meiste.

      Aber auf jeden Fall zeigt es, gegen wen die Gegenseite antreten muss.

      Und warum er bento als Sonderschulprojekt bezeichnen darf. Für Normalsterbliche ist bento lediglich leicht plärrig.

  20. ......
    Sehr interessant, die historischen Parallelen. Vor allem vor dem Hintergrund eines früheren Beitrags von ihnen bezüglich Clans und deren Existenz in Italien und unter Zuwanderern. Eine Frage die sich mir stellt ist ob man am Aufstieg solcher Dynastien und des dazugehörigen Selbstverständnisses nicht auch einen schleichenden Niedergang der Demokratie festmachen kann bzw. ob sich nicht über alle Zeiten auf Dauer nicht das dynastische Prinzip am ehesten durchsetzt.
    Ist nicht, wenn Revolutionen ausbleiben, die Familie ganz offensichtlich der beste Machterhalt. Die Demokratie sollte dem ja durchaus auch entgegen wirken aber offenbar bieten Beziehungen, Netzwerke und Vermögen doch mehr als eine Wahl.

    • Doch, natürlich. Solche alten formen kommen wieder zum Tragen, wenn Demokratien schwach sind,

    • Wir können allerdings für diese Festellung
      auch im Lande und in der Gegenwart bleiben, muss noch nicht einmal im RHS, Neukölln sein. Bremen, neue Vahr oder Duisburg, Marxloh reicht völlig.

    • .
      Familie
      Familie beruhigt mich. Die Kinder verschiedener Frauen arbeiten mit Trump, agieren für ihn. Das ist nicht selbstverständlich. Die hatten genug Zeit, sich heillos zu zerstreiten. Geld als Klebstoff erklärt das nicht weg.

      Familie beruhigt mich. Nicht nur unser werter Autor und Gastgeber die Kunstfigur ist ohne eigene direkte Nachkommen ein hochanständiger, engagierter Mann.
      Viele Kinderlose, neffenlose Menschen tun für Familie, Sippe, Stamm, Stadt, Volk, Land oder Kirche.
      Joseph Ratzinger hat keine eigenen Kinder oder Geschwisterkinder.

      Und doch, ein Donald Duck wirkt fürsorglicher als ein Gustav Gans.
      Einem Donald Trump glaube ich die Sorge um das Amerika 2060. Ob Angela Merkel je an Deutschland 2060 denkt?
      Falls sie an Deutschland denkt, denkt sie auch an Deutsche? Oder nur an Arbeitskräfte, Steuerzahler, Bewohner, Einwohner?

      Vielleicht tue ich ihr Unrecht. Meine Fähigkeit zum Begreifen anderer Menschen, meine Empathie ist begrenzt. Was Merkel tat und tut kann ich nicht begreifen.

    • Triumvirat
      Zu den historischen Parallelen könnte man auch die Errichtung eines Triumvirats sehen, das man uns kürzlich hierzulande beobachten konnte.

      Drei selbsternannte Pappnasen reichen, um den Bundespräsidenten auszuklügeln, was dessen Verlag auch ungeschickterweise gleich so ausposaunt („das Buch des neuen Bundespräsidenten“). Dann schadet es auch nichts mehr, dass von den Parteien irgendwelche Wichtigtuer (aka Promis) in die Bundesversammlung geschickt werden, die alles mögliche repräsentieren außer das Volk. Ist eh nur „for show“.

    • @Melursus - Denkt Merkel an 2060?
      Das hat sie schon getan, da wusste der gute DT was?

      Energiesicherheit in Deutschland 2008

      http://duckhome.net/wp-content/uploads/BAKSEnergiesicherheitmultinational.pdf

      (Das ist ein Originaldokument, das auf den BAKS-Seiten nicht mehr zu finden ist.)

      Seit 2005 ist Merkel Kanzlerin. Nur mal so zu den Fakten in diesen postfaktischen Zeiten. Gut, 2050 ist nicht 2060. Gleichwohl darf man was vermuten. Was?
      Vielleicht dass nicht nur im Kanzleramt in größeren Linien gedacht und, soweit möglich, geplant wird, als bis übermorgen?

      Ich stelle mich ja sehr ungern auf ihre Seite, aber man sollte eben schon bei den Fakten bleiben. Man ist sonst schneller in Teufels Küche, als man gucken kann, obwohl es darauf vielen nun auch nicht mehr anzukommen scheint. All diese unanständigen Unterstellungen sagen doch über Merkel beinah nichts, über die Betreiber aber sehr viel.

    • Dynastie
      Wenn man Trump dynastiemässig betrachtet, sind „WIR“ doch jetzt Präsident.
      „Uns“ ist es gelungen nach der Dynastie in England, den Sachsen-Coburg und Gothas, auch noch eine in den USA zu errichten.
      Diese historische Leistung muss man auch mal würdigen.
      Warum freut man sich nicht in Deutschland wie bei dem „WIR sind Papst“ Event?

    • @Lippenbär: Was Merkel tat und tut kann ich nicht begreifen.
      Ganz einfach!Eine Deutsche mit dem verquasten, seelenlosen Denken einer deutschen erwachsenen Person/in weiblichen Geschlechts, bramarbasierender Moral statt politischer Intelligenz, eine eiskalte Sprücheklopferin, ein weiblicher Mietling/in!


  21. Fehlerhafter Link: Möglicherweise dachte der ZEIT-Journalist Josef Joffe bei seinem „verbalen Ausrutscher über Trump“ an eine derartige Geschichte. Der Link führt zum Wiki-Artikel von Ludovico.

  22. Good Emperor - God Emperor
    Eine kleine Korrektur:
    Trump wird als God Emperor, nicht als Good Emperor betrachtet,
    Eine Anspielung auf den God-Emperor of Mankind des Spiels Warhammer 40K.
    Daher stammt auch das bearbeitete erste Bild des Beitrags, es zeigt ebenjenen.
    Siehe auch: https://en.wikipedia.org/wiki/Imperium_(Warhammer_40,000)#The_God_Emperor_of_Mankind (–>Head of State)

  23. Frankly my dear, I don´t give a damn...
    Sehr schöner Artikel zur Ikonographie der Mächtigen, danke.

    Er fügt zum Mysterium Trump ein weiteres Mysterium hinzu über das sich seitenfüllende NYT Artikel schreiben liessen.

    Mittlerweile ertappe ich mich dabei zu denken, die Wahl Trumps ist genauso ein Ereignis wie der Mauerfall 89 oder 9/11.
    Radikal und umwälzend – keiner hats kommen sehen und nacher kann jeder erklären wie es dazu gekommen ist.

    Die Messianische Hysterie bei Obama fand ich schon reichlich überdreht, die Trumpophobia oder Trumpmania toppt das aber nochmals.

    ulF hat mit einem alternativlos freundlichen Gesicht wirklich eine Meeeenge zu verantworten, ohne das ein Feuilleton oder Oppositionsparteien oder Parteifreunde oder Menschenmassen auch nur einen Mucks gemacht hätten. Das war beim Nato-Doppelbeschluß noch anders.

    Oder ist das Geheimnis, solange es links läuft ist Ruhe im Land, wie bei RotGrün und Castortransporten?

    Wie auch immer, Trump ist rechtmäßiger Präsident der USA, gewählt und er macht was er vorher gesagt hat.

    Manchen passt das nicht- get over it snowflake – das ist Demokratie.

    Spätestens in acht Jahren ist er Geschichte, wie Bush und Clinton und Obama.

    Sollte das der Vorbote von tektonischen Verschiebungen der westlichen Gesellschaft sein – was solls – kannst du eh nicht ändern.

  24. Clanstrukturen weltweit
    Danke für die Bestätigung, dass wir aktuell global eigentlich längst wieder in Clanstrukturen leben un politisch in fast allen Ländern von Clanchefs dominiert werden.

    Da unterscheiden sich dann USA, Russland, China, Indien, Arabien und Afrika nicht allzu sehr.

    Die Frage ist weniger, dass Menschen sich wohl schon immer und in jeder Kultur in Familienclans organisieren.

    Die Frage ist, ob die Clanchefs „alles für ihre Familie tun“.

    Also alles nur für die eigene Familie – oder aber, und das macht jeden guten Staatschef aus – ob sie alles für das Wohlergehen aller Familien – und damit aller Kinder – tun.

    Diese Frage wird mit Verantwortung beantwortet, abseits aller religiösen, nationalistischen oder materiellen Links-Rechts-Dogmen.

    Wenn Trump weltweit diese Erkenntnis bewirkte und samit die Menschen bewegen würde, selbst aktiver zu werden in gesellschaftlichen Fragen – dann wäre es das Beste, was er bewirken könnte…

    • Titel eingeben
      Sollte sich ihre Hoffnung bewahrheiten, und keiner kann das heute schon absehen, so kann man doch vorhersehen was anschliessend passieren würde. Wenn er den Eliten einen Teil ihrer Macht nimmt, so zeigt uns auch die Geschichte von den Medici zur Sovietunion, dass der Kampf um den Zurückgewinn der Macht durch die Oligarchien ausnahemslos äusserst böse Zeiten mit sich bringt. Postive Änderungen, wie sie unter Trump möglicherweise kommen können, lassen sich nur mit extremer Machtfülle beibehalten.
      Denn ausgerechnet ein Trump wird kaum für die Abschaffung von Habgier und Dummheit sorgen …

  25. ... aha ...
    „Typisch ist für sie eine Politik, die einerseits rücksichtslos und brutal, andererseits populistisch und durch die vom Volk meist geschätzte Ausschaltung feindlicher Eliten geprägt ist –“

    Lese ich da gerade eine Umschreibung

    A) von Sigmar & Co ?

    B) von Merkel & Co ?

    oder nicht in Wahrheit eine nichtssagende, weil nicht trennscharfe Typologie.

    Was das Clandenken angeht: wer schon heute von Obamas Töchtern als künftigen Präsidentinnen schwärmt, ist noch zwei Nummern schlimmer als Trump, und das das liegt Linksgrünen irgendwie im Blut, man denke an den Hype um die (tatsächlich Hübsche) Mitterand-Tochter oder Frau Müntefering oder Frau Schröder-köpf oder oder…

    • Na toll...
      Nett… Sie haben es also doch noch geschafft irgendwie eine Verbindung von Trump zum von den Linksgrünen verursachten Weltuntergang zu schaffen.
      Kompliment! Muss viel Arbeit gemacht haben auf sowas zu kommen.

  26. Trumpismus vs. Merkelismus
    Merkel muß ein glücklicher Mensch sein:

    Alle regen sich sich über den polternden Trump auf, der aber noch (fast) gar nichts getan hat, während Merkel in aller Stille und unter dem Beifall fast aller bei uns die Demokratie abgemurkst hat, so daß sie sogar schon als „alternativlos“ bezeichnet wird (nach Meinung der „Wirtschaft“).

    Wenigstens hat sie sich nicht vermehrt, also nix mit Dynastie.

    • Warten Sie halt ein paar Wochen. Dann geht Trump hier den Weg aller Griechenländer und Energiewenden.

  27. Schon mal überlegt warum es so gekommen ist?
    dass die „Abgehängten“ sich einen Populisten wie Trump erkoren mussten. Hat sie etwa Obama abgehängt oder war es Bush?

    Die meisten Intellektuellen haben es noch nicht bemerkt, dass die Lebensrealität des „Durchschnittsproleten“ und seiner Familie ziemlich hart ist, und sein kleiner Wohlstand schrumpft. Die Umverteilung der sozialen Wohltaten von diesen Menschen weg hat sie verbittert und zum Bruch mit der alten „Elite“ geführt. Nun scheinen sich „Alternativen“ zun links-grün intellektuell durchtränkten „Nanny“-Staat zu eröffnen, der mit seinem Veggie-Day und Gender-Spiegelfechtereien nur noch als dekadent und morbide angesehen wird. Ich empfehle nach „Skin In the Game“ zu googlen…

  28. Titel eingeben
    wunderbar. grosser spass. galerierundgang mit rainer meyer. buergerliches vergnuegen in wohltuender distanz.
    toll gemacht.
    grazie a te!
    barack als lincoln lebt auch erst richtig im aktuellen gegenbild. der anwalt, menschenrechtler, mann der sprache, gefaehrdet und verletzlich auch.ein fortfuehrer und feinmechaniker, ein chirurg. ihm gegenueber der kraftmensch beim vollstaendigen neuanfang. nicht das buch liefert hier die kontinuitaet sondern der familienstamm, nicht die verfassung einen rahmen, sondern blut und loyalitaet.
    schoen auch eingewoben das assassination thema. vom eingangszitat, ueber abe lincoln, joffe und anderem. ohne nen ordentlichen mord, oder die aussicht auf denselben, macht keine geschichte wirklich spass.

  29. Rechtschreibung
    Nur eine Randnotiz…aber ich kann es nicht nachvollziehen, wenn Kolumnisten oder „Blogger“ namhafter Zeitungen sich den Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung verwehren.
    „Größe“ wird mit ‚ß‘ geschrieben, das hat aufgrund des vorangehenden lang gesprochenen Vokals durchaus seine linguistische Berechtigung und ist nicht etwa typisch deutsch-bürokratische Willkür (Doppelkonsonsant kommt nur nach kurzem Vokal).

    • Bei mir gibt es halt nur ss. Bedaure, ist so.

    • Neue deutsche Rechtschreibung ist Mist.
      Das Ergebnis bundesrepublikanischen Arschgekrieches gegenüber der seligen DDR.

      Und ein Werk der Schröder-Sozis.

      Und Don : Bei mir gibt es eben nur ss (ahem-Otto Moser)

    • Da isser
      Ganz Schweizer

    • Nuja, hase schreibt ja acuh keiner mit ß. In Schweiz schreibt man gar nix mit ß - geht wunneba - -
      – – ganz besonders in Schule. FAZ war dagegen – Schirrmacher und die seinen Traditionsstandswahrer haben gegen die Schülerinnen und die Eltern und die Lehrer obsiegt. Bloß mal gesagt haben.
      Schweiz ist besser

    • SIe haben Recht, Goat...
      Solche Vorschriften wurden allerdings nur für Ziegen gemacht.

      Vom Rest der Deutsch Schreibenden entscheiden sich mehr und mehr, wie ich, dafür ihre Sätze einfach so zu schreiben, dass sie UNMISSVERSTÄNDLICH sind, was ja, wenn man es bedenkt, auch der Sinn der Sache ist.

      Ich finde damit kann man recht gut leben….

    • Soso:"Bei mir gibt es halt nur ss." Nö, sogar hier "hinterließ" (letzter Textblock!)
      Unserlieberkunstfigurenschöpfer lügenpresseironisierend das Vermaledeitedings. Und auch sonst, beispielsweise hier

      http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/09/04/das-schlimmste-n-wort-5550/

      Du hast ein schönes Mädchen auf dem Schoß.
      Ich lach sie an dann ist die Stimmung groß.

      , gibt’s das.

      Lässt man zusätzlich den Derzeitigeninhalt von

      http://blogs.faz.net/stuetzen/ (also ohne die ße/ßs des Hochgeschätztenkommentariats)

      nach ß durchsuchen, kommt doch eine Erklecklichemenge zusammen.

      FAZit: Er kann, er schafft das, aber das Trotzköpfchenuntermradfahrerhelm mag halt meistens nicht, gelle?!

    • Ich habs versucht!
      Aber Potential mit „z“ geht mir nicht aus dem Füller.
      Ausserdem mache ich lieber alles zuverlässig falsch als mit dieser ständigen Unsicherheit zu leben, ob ich das wohl richtig gemacht habe. Das ist mir zu aufwendig.

  30. Make painting great again!
    Danke, war sehr interessant, für die Kunst der Gegenwart fällt Mr Trump als Mäzen
    wohl aus, auch wenn die Tochter ein bisschen sammelt…

  31. Historie statt Hysterie
    Vielen Dank für das Tolle Artikel. Es ist schön mal etwas über Trump zu lesen, wo die Hysterie, mit der viele Journalisten – leider auch bei der FAZ ! – dem Trump-Phänomen begegnen, vermieden wird, und stattdessen in aller Ruhe zu einer historischen Analogie ohne Godwins eingeladen zu werden.
    PS Der Link zum ‚Ausrutscher‘ von Joffe scheint nicht zu stimmen? Ich kann es nicht verstehen, dass sich Leute wie er, für den ich viel Respekt hatte, so völlig in Wut o. sogar Hass reinsteigern. Der renommierte Historiker Simon Schama hat sich m.W. auch noch immer nicht erholt.

  32. Trump ist Unternehmer
    und dies scheint mir ein anderer Schlüssel zu sein, um sein Verhalten zu interpretieren. Als Unternehmer ist er gewohnt, dass es noch Hierarchien gibt, die unternehmensweit funktionieren. Wer das nicht zu akzeptieren bereit ist, wird entfernt. Im Falle der Regierung eines Landes müssen dann eben bestimmte Querulantengruppen, wie Ausländer, Linke, Intellektuelle usw. gefeuert werden oder wenigstens vom Eintritt mittels Grenzmauer abgehalten werden. Zum „Unternehmen USA“ darf sich keiner zählen, es sei denn, der Firmenchef habe ihn zugelassen. Ferner scheint Trump nicht von der Vorstellung abrücken zu können, dass Veröffentlichungen immer nur als unternehmenseigene PR bzw. Unternehmenskommunikation lanciert werden. Es geht um Darstellung, niemals um Debatte. Das Prinzip einer freien Presse scheint ihm entsprechend fremd, völlig unverständlich. Das Handeln nach solchen Organisationsprinzipien ist es auch, weshalb man Trump durchaus in eine Reihe mit Putin, Erdogan usw. stellen darf. Auch hier herrscht die Vorstellung, eine Gesellschaft ließe sich erfolgreich „organisieren“. Nach dem Niedergang der sozialistischen Staaten als eben jene 70 Jahre dauernden Großexperimente über Organisationsgesellschaften reibt man sich schon ein wenig die Augen über solche Wiederkehr einer gescheiterten Idee. Hierzu passt dann auch, wenn die dänische Regierung Großkonzerne des Internets plötzlich wie „Nationen“ behandeln will: faz.net/aktuell/wirtschaft/macht-im-internet/daenemark-sieht-konzern-wie-apple-als-eine-art-neue-nation-14769080.html.
    Angesichts der Vielzahl von „checks and balances“, die die US-amerikanische Verfassung vorsieht, scheint man in den USA schon lange darauf vorbereitet, dass Hobbypolitiker ohne Demokratie- und Gesellschaftsverständnis an die Regierung gelangen. Die amerikanische Gesellschaft, so jedenfalls meine Hoffnung, ist stabil genug, um sich selbst illustre Schauspieler oder unternehmerische Parvenüs als Regierungschefs ohne größere Schäden leisten zu können.

    • Naja, finden Sie die deutsche Politik sonderlich ungelenkt? Wir haben doch auch so etwas wie die inverse Mauer.

  33. Ich verstehe nicht die Aufregung über den Nepotismus in den USA
    Der Unterschied zu bisherigen Präsidentenwahlen in den USA ist doch nur, dass Herr Trump reicher als die meisten seiner bisherigen Vorgänger ist. Auch haben die meisten Vorgänger wenig Berührungsängste zu einschlägigen Lobbygruppen sowie deren finanziellen Zuwendungen gehabt. Vorteilhaft für Herrn Trump ist sicherlich, dass er bezüglich seines Vermögens eine unmittelbarere Wertschöpfung seiner Präsidentschaft erzielen kann als dies seine Vorgänger getan haben. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist er nicht auf die Vermittlung durch Lobbyisten angewiesen. Dies eröffnet ihm zumindest die Möglichkeit einer unabhängigen Politik. Ob er diese Möglichkeit ergreifen wird, wird sich zeigen. Schließlich erlaube ich mir den Hinweis, dass sich das optische Erscheinungsbild des Trump-Clans angenehm dem der Gonzagas abhebt und der Trump Tower mitten in Manhattan und nicht am Rande einer Provinzstadt liegt. Insofern dürfte es sich nicht um einen mittelalterlichen, sondern mindestens um einen Nepotismus 2.0 bzw. 4.0 handeln.

  34. hinter dem Vorhang
    Sehr interessante, vielen Dank für den Text!

    Wer ist denn die hübsche blonde Dame, die wie eine Madonna gerade dem Himmel entstiegen durch den aufgezogenen Vorhang hereinzutreten scheint?

  35. Anmerkung
    Ich stimme ihnen zu, Trump trägt die Züge eines Condottiere. Und da ist noch etwas: die vormoderne, retardierende Art der Inszenierung entspricht sehr genau dem Leitspruch ‚Make America Great Again‘ und drückt mit einiger Agressivität den Charakter der Drohung an die Welt aus, dass der Spaß vorbei ist. Es erinnert beinahe an ein Heerlager. Und die Anwesenheit des Clans vermittelt, im Unterschied zu den Vorgängern die ihre süßen Kleinen zeigten, dass man es nicht nur mit ihm zu tun haben wird. Düstere Geschichte.

  36. aufmerksam
    Selbst mir fiel trotz geringen Interesses an der „Dauermeldung Trump“ auf, dass ich ihn zwei- oder dreimal umringt von einem Dutzend Leute etwas unterzeichnen sah.

    Das wirkte auf mich so gestellt und künstlich, wie alle Diskussionen über seine Äußerungen und Handlungen bislang. Mein einziger Gedanke:

    „Denver-Clan 1980er!
    Die haben wohl alle nichts wirklich zu arbeiten, wenn sie Zeit für solche Fotoshootings haben…“

    Das Einzige, was ich bisher richtig cool fand, das war die Ankündigung einer Flugverbotszone über Syrien und Nachbarländern. Wie geil.
    Russen reiben sich die Augen, was der da macht, der Wahnsinnige… Und die Nachbarn „prüfen das jetzt“.

    HAHAHA.

    Trump als peacemaker No. 1. Nach einer Woche.

    Das wäre dann ein Erinnerungsbildchen wert fürs Familienalbum im Westen… Müsste dann selbst unser neuer Bundespräsident zugeben, dass jahrelanges Vielfliegen nicht das gebracht hätten, wie der Egoshooter aus Washington vom stillen Örtchen White House aus.

    Mich erinnert momentan alles an Stanley Kubrick: Dialog im Pentagon-Atombunker: „… Dr. Seltsam hieß früher Dr. Merkwürdig…“

  37. Demokratien schwach?
    Werter Don,

    „Stark“ oder „schwach“ sind doch schlechte und irreführende Beschreibungen für eine Demokratie.

    Das einzig wesentliche und letztendlich entscheidende Attribut einer Demokratie ist nach Karl Popper „dass eine Regierung ohne Blutvergiessen abgewählt werden kann“.

    Dabei ist es unwichtig ob die Neue Regierung angeblich besser ist als die Alte. Das richtige Urteil darüber braucht Zeit und wird sich erst in der Geschichtsschreibung und nicht in der Tageszeitung finden lassen.

    Wichtig ist es, dass die Verlierer dies akzeptieren und sich durch starke Oppositionsarbeit die Chance schaffen die nächste Wahl zu gewinnen.

    Im Verbund mit Term Limits für das Amt des Präsidenten und ein System von „Checks and Balances“ wie in den USA wird nahezu sichergestellt dass die Demokratie „nicht schwach wird“.

    Ob man Trump unterstützen will oder nicht ist jedem Bürger freigestellt und legitim. Aber so ist auch seine Wahl.

    In mehr als 200 Jahren hat dieses System sich immer wieder vernünftig und korrektiv „eingependelt“ und dabei sowohl Dynastien als auch Despoten nachhaltig verhindert. Das kann man nicht überall behaupten.

    Ich würde mir deshalb keine grossen Sorgen über die Schwächung der „Demokratie“ und die Rückkehr „Alter Formen“ durch DT machen.

    • Mit schwach meine nicht „nicht so gut, dass die Mehrheit der Wähler gern und überzeugt hinter dem System steht, das andere bevorzugt“.

    • Wie können sie es wagen, Sasrländer...
      „Das einzig wesentliche und letztendlich entscheidende Attribut einer Demokratie ist nach Karl Popper „dass eine Regierung ohne Blutvergiessen abgewählt werden kann“.

      Ganz egal was dieser Österreicher sagt, die USA sind trotzdem eine Demokratie!

  38. "Nihil esse rem publicam, appellationem modo sine corpore ac specie."
    Sueton, Caesar 77, „Nihil esse rem publicam, appellationem modo sine corpore ac specie.“ Die Republik ist ein Nichts, nur eine Benennung ohne Körper und Gestalt.

    Das hatte auch Donald Trump erkannt. Deshalb begann er schon im Wahlkampf, den Körper und die Gestalt der Republik von seinen Gnaden überhaupt erst zu erschaffen, wer mag da noch von Lüge sprechen, angesichts eines Nichts.

    Oswald Spengler schreibt:

    „…Cäsarismus nenne ich die Regierungsart, welche trotz aller staatsrechtlicher Formulierung in ihren innneren Wesen wieder gänzlich formlos ist. Es ist gleichgültig, ob Augustus in Rom, Hoang-ti in China, Amosis in Ägypten, Alp Arslan in Bagdad ihre Stellung mit altertümlichen Bezeichnungen umkleiden. Der Geist dieser alten Formen ist tot. Und deshalb sind alle Institutionen, sie mögen noch so peinlich aufrecht erhalten werden, von nun an ohne Sinn und Gewicht. Bedeutung hat nur die ganz persönliche Gewalt, welche der Cäsar oder an seiner Stelle irgend jemand durch seine Fähigkeiten ausübt. Es ist die Heimkehr aus einer formvollendeten Welt ins Primitive, ins Kosmisch-Geschichtslose. Biologische Zeiträume nehmen wieder den Platz historischer Epochen an. …“

    Dann nahm ich noch ein Buch in die Hand:

    STICHWORT: LOYALITÄT UND VERSCHULDUNG.

    „…An sich kann eine Institution nicht mehr zurückgeben, als zuvor in sie eingeführt worden ist. Darin unterscheidet sich eine Aktiengesellschaft, ein Staat oder ein Vaterland nicht. … Die erste Grundreaktion auf kollektive Enttäuschung, die sich auf Institutionen bezieht, besteht darin, dass Menschen annehmen, eine Veränderung in der Leistung der Institution sei der Kernpunkt. Sie haben deshalb immer wieder auf charismatische Führer gesetzt. …Die Figur des charismatischen Führers zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht der Veralltäglichung, der Rechenhaftigkeit und der bloßen Zweckrationalität verhaftet ist. In ihr wird eine Instanz konstruiert, die ausschließlich die Funktion hat, Initiativen zu entwickeln, weitreichende geschichtliche Taten zu vollbringen, mit einem Wort: der erstarrten Realität jene Dynamik zu verschaffen, ohne die sie nicht bestehen könnte. Das Charisma kann deshalb ganz verschiedene, in der normalen Realität nicht aufgegriffene Impulse aufnehmen wie Raub, Irrtum, Freiheit, Wiederherstellung alten Rechts, Veränderungslust, Ungeduld. Die Legitimität dieser Führerfigur (das heißt nichts anderes als die F o l g e b e r e i t s c h a f t, die sie hervorruft) ist orientiert am Erfolg. Legitimität geht nicht sogleich verloren, wenn der charismatische Führer eine Schlacht verliert oder einen politischen Fehler macht; er muß jedoch eine Niederlage mit einem um so imposanteren Sieg ausgleichen, um die Folgebereitschaft zu sichern. Er gerät so in Verschuldung. …“

    Donald Trump möchte dem Volk die Macht zurückgeben, die sich das Establishment angeeignet hatte. Nicht die Institutionen sollen jetzt prosperieren, sondern das Volk. Und das Vaterland soll wieder groß werden. Der charismatische Führer verschuldet sich schon in seiner Antrittsrede. Gräben werden aufgerissen.

    Er weiß, das Volk wird ihm folgen. Verschuldung kann man ausgleichen, Gräben können geflutet worden. Der charismatische Führer benennt sogleich, in seiner Antrittsrede, die lebende Münze, mit der er bezahlen wird, mit denen die Gräben eingeebnet werden, falls Amerika nicht ganz so groß werden sollte, neue Arbeitsplätze durch den kommenden Protektionismus nicht entstehen könnten: es ist das rote Blut der Patrioten, wie immer.

    Auch der Gegner ist schon aktenkundig, wird gleich mit genannt, denn es muss immer ein Krieg sein: gegen Alkhol, gegen Drogen, gegen Krebs, gegen Terror; darunter geht es nicht in Amerika. Es ist hier der ‚metaphysische Jude’ des 21. Jahrhunderts, der Islam, als Islamismus und islamistischer (nicht islamitisch, wie es das Korrekturprogramm vorschlägt) Terror kostümiert, der von der Erde des Planeten getilgt werden soll.

    Loyal wird ihm das rote Blut der Patrioten folgen und seine Verschuldung mit lebender Münze bezahlen, wo auch immer, man kann sich dessen sicher sein.

    Literatur:

    O. Negt, A. Kluge. Maßverhältnisse des Politischen. 15 Vorschläge zum Unterscheidungsvermögen. S. Fischer Verlag: Frankfurt am Main, 1. Aufl. 1992; S. 40 f.

    Abschließend: Jetzt habe ich gerade die ’14 Punkte des Urfaschismus‘ von Umberto Eco entdeckt. Ich werde die Antrittsrede nehmen und gegenschneiden. Geschichtslos, wie Donald Trump ist, bietet er doch für historisch Interessierte eine wahre Fundgrube.

  39. Wer gewählt wird, hat nicht die Macht. Wer die Macht hat, wird nicht gewählt!
    Der demokratische Unverstand verwechselt den Repräsentanten von Macht – den/die Darsteller/in – mit den Inhabern gesellschaftlicher Macht.

    „Wer gewählt wird, hat nicht die Macht. Wer die Macht hat, wird nicht gewählt.“ (Seehofer)

    Mit den tatsächlich Mächtigen befasst sich wissenschaftlich die „Power Structure Research“.

    In Deutschland geschah dies vor allem durch Hans-Jürgen Krysmanski (1935 – 2016).

    Als Hinweis:
    Power Structure Research und das Ringmodell der Machteliten
    http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-a/05-krys-powerstructure.htm

    Trump ist Präsidenten-Darsteller. Ein anderer Typ als Obama. Er repräsentiert auch eine andere Richtung. Aber er kann keine Politik gegen die wirklich Mächtigen machen. Weil er dazu nicht die Macht hat.

    Dies unterscheidet einen demokratischen Macht-Darsteller von einem absoluten Herrscher im Feudalismus.

    Aber genau dies versteht der Alltagsverstand nicht. Denn dazu braucht es soziologisches Verständnis.

    • Soziologie ist keine wissenschaft, und kein Handwerk,
      man hat sich auf den Euphemismus ,Sozialwissenschaften‘ geeinigt.

      Das braucht man nur, wenn man an der Uni weiterpusselt, oder als niedergelassener Soziologe mit Parteianbindung.

      Sonst braucht man das nicht.

      Macht nicht schlau, und macht keine Möbel, und installiert kein Klo.

    • I'll be honest - we're throwing science at the wall here to see what sticks.
      Freunde der Wissenschaft,

      mal kurz und schmerzvoll:

      Mathematik ist keine Wissenschaft.
      Medizin/Pharmazie ist keine Wissenschaft.
      iuris prudentia ist keine Wissenschaft.
      Ings. Gedöns ist keine Wissenschaft.
      BWL ist keine Wissenschaft.
      Kunst ist keine Wissenschaft.(Nein, Kunstgeschichte auch nicht!)
      Psychologie ist keine Wissenschaft.
      Informatik ist keine Wissenschaft.
      Architektur ist keine Wissenschaft.
      Lehramt ist keine Wissenschaft.

      90% dessen was an Universitäten geschieht hat mit Wissenschaft nix zu tun.

      Sozialwissenschaften sind hingegen Wissenschaft:
      Von Marx über Max Weber bis zu Luhmann :-)

      Wie Philosophie und Naturwissenschaft.

      Alles andere ist ne bessere Berufsausbildung.

    • @Otto Bot Moser
      Hatte schon einige Mal den zarten Verdacht, unter „Otto Moser“ sei ein Bot am Werk.
      Nun schreibt H. v. Goslar über soziologisches Verständnis – und Otto der Bot will gleich zeigen, dass er aufgepasst hat. Hat’s aber nicht wirklich verstanden.

    • ..
      Goslar

      Immerhin bindet Trump die tatsächlich Mächtigen ein, so es ihm möglich ist, schauen sie sich seine Mannschaft nur an. Seine Pläne können denen ja durchaus dienlich sein, oder? Und wie kann man ihn besser kontrollieren, als in seiner direkten Umgebung. Wenn es im eigenen Interesse ist, warum sollte man nicht die Brosamen vom Tisch dem Trickle-down überlassen, denn nichts anderes ist seine Wirtschaftsform. Nur, er scheint es mit dem Zwang zum „Trickeln“ ebenfalls ernst zu meinen. Etwas zu dem ein Vegetable wie Reagan viel zu dumm war.
      Wenn ALLE Auto- oder Computer-Konzerne in den USA produzieren müssen, werden die Endprodukte teurer, aber die Profite bleiben oder steigen sogar, wenn der Konsum ansteigt, weil jene, die es wegen Mangels ihr mehr an Geld sofort ausgeben müssen, mehr dafür haben werden.
      Das Pseudo Wachstum eines Obama war ja wohl eher ein schlechter Witz. Mächtige kann man mit schön gerechneten Zahlen nicht zufrieden stellen, warum also nicht Trumps Methode?

      Und, Walter…. Seien sie vorsichtig, Computer zu beleidigen kann gefährlich sein. Wenn diese Cyborgs mal die Macht übernehmen… die merken sich solche Kommentare wie den ihren! Und wer menschlich wird, der wird nachtragend.

    • Goodnight und seine Säulenheiligen
      Wenn fast alles andere als die Sozial“wissenschaft“ ’ne bessere Berufsausbildung ist, dann wundert es mich schon, dass die meisten Absolventen der soziologischen Fakultäten nur damit beschäftigt sind, ihre „Wissenschaften“ in irgendeiner staatsnahen Indoktrinationsinstitution als Beruf zu versilbern.

      Wissenschaft ist das, was sich in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, quasi beiläufig, als überprüfbares Wissen ergibt. Je freier eine Gesellschaft von irgendwelchen Ismen, um so produktiver läuft dieser Prozess ab. Mein Eindruck ist, dass Soziologen dem wissenschaftlichen Erkenntnisprozess eher im Wege stehen. Auch der Zettelkasten ihres Buddys Luhmann ist nur Auswurf bundesrepublikanischer Institutionen- bzw. Beamtenwirklichkeit.

      Der feuchte Traum der Soziologen, alle Entwicklung sei Ergebnis des Selbstbehauptungswillens der Institutionen, wird gerade erneut ad absurdum geführt. Auf die Frage, wohin sich Gesellschaften entwickeln, werden Sie bei Soziologen keine Antwort erhalten, eher bei Humamnwissenschaftlern. Oder fragen Sie den aktuellen POTUS. Der scheint das, was Soziologen angeblich erforschen, instinktiv bereits zu wissen.

      Allerdings kann es für anpassungswillige Feiglinge so scheinen, als habe Luhmann Recht. Ich vermute allerdings, dass es sich dabei eher um so etwas wie den verzweifelten Rationalisierungsversuch einer als unangenehm empfundenen Selbstverachtung handelt.

    • An O. Moser: Soziologen sind auch Menschen
      Ein ehemaliger pflegerischer Kollege studierte Soziologie und arbeitete später tatsächlich in diesem Beruf. Er war kurz beim hessischen Rundfunk und landete dann in einem Ministerium in Wiesbaden.
      Finanziert hatte er sein Studium das durch seine Tätigkeit in einer psychistrischen Klinik, also beste Vorbereitung um in Wiesbaden zu arbeiten.

      Von ihm habe ich folgende Geschichte:
      Treffen sich 2 Soziologen. Fragt der Soziologe mit Arbeit
      den Soziologen ohne Arbeit:
      Wollen Sie ihre Bratwurst mit Senf oder mit Ketchup.

      Ich finde Soziologen nicht schlimm.
      Ich erinnere an die Ausführungen von Friedemann Schulz von Thun
      (oder aus Thun) über das Kommunizieren.
      Das 4-Ohren-Modell z.B.
      Ich gebe zu er war kein Soziologe aber es schadet ja nicht in mal zu erwähnen.

    • It's too late. Always has been, always will be…too late.
      @derschonimmernixwusste

      Ein bisschen Epistemologie schadet nicht.Wenn man Wittgenstein begriffen hätte, dann wüsste man, dass der Zugang zur Realität bei der Sprache aufhört, dass Wahrheit ein Konstrukt, Wissenschaft Ersatz für Religion und am Ende nur die, die diesen Zustand in einer Theorie reflektieren, so etwas wie den Namen Wissenschaft verdienen.

      Zu kompliziert, also egal.

      Wer Sozialwissenschaften und Soziologie gleich setzt, der ist auch egal.

      Und zu wissen, dass Luhmanns Gesellschaftsmodell state of art und schon vor 30 Jahren unsere aktuellen Probleme der fehlenden Einheit der Differenz der Moderne exakt vorhersagte, das erfordert halt die Tätigkeit des Lesens, und des Denkens. Hätte man in der Unibibliothek alles machen können, hätte man seine Zeit nicht mit RCDS und Auswendiglernen und der verzweifelten Suche nach Sex und Freiheit vergeudet.

      Yep, vorbei, nicht mehr möglich, da muss man halt Luhmann ignorieren um sich zu stabilisieren.

    • Goodnight hat sich anscheinend in der Bibliothek verlaufen.
      Goodnight: Wer Sozialwissenschaften und Soziologie gleich setzt, der ist auch egal.

      Wikipedia: Soziologie (lateinisch socius ‚Gefährte‘ und -logie) ist eine WISSENSCHAFT, die sich mit der empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens befasst, also die Voraussetzungen, Abläufe und Folgen des Zusammenlebens von Menschen untersucht.

      Man merkt, dass Sie eher der Angestelltentyp sind, der sich halt vorzugsweise mit dem Metasystem der Institutionen als mit dem Output beschäftigt. Unternehmertypen wie Trump sind da anders. Das, was Luhmann vorgibt zu beschreiben, existiert nur in den Köpfen seiner Gläubigen. Der Zettelkasten ist nur solange eine Bundeslade, wie Menschen daran Glauben. Das Interesse am Zusammenleben von Menschen ist eine eher weibliche Eigenschaft. Sind Sie vielleicht gar nicht männlich?

      Ohne Gläubige keine Religion.

    • An O.Moser und andere: Literaturempfehlung
      Wer mal was schönes von einem Soziologen lesen will:
      Alphons Silbermann
      Von der Kunst der Arschkriescherei
      bei Rowolth

      Aus dem Klappentext:

      Lügen, Heucheln, Schmeicheln, Intrigieren ist,
      obwohl verpönt, alltägliche Praxis.
      Doch selbst Massenhafter Mißbrauch solcher
      Kunstfertigkeiten hebt ihren erlaubten
      Gebrauch nicht auf.
      Arschkriescherei ist werder gut noch böse.
      Es kommt darauf an, zu welchem Zweck sie betrieben wird.

      Auch mit schönem Umschlagbild
      http://www.single-generation.de/wissenschaft/soziologie/alphons_silbermann.htm

    • All major changes are like death. You can't see to the other side until you are there
      @derschonimmereinfachmaldrauflosplabbernwollte

      Sollten Sie sich auch nur eine Minute ihres Daseins mit Luhmann beschäftigt haben, so sollten Sie wissen, dass Luhmann sich nicht mit dem Zusammenleben von Menschen beschäftigte. Und gerade deshalb in der Soziologie so unbeliebt war und ist.
      Wir reden bei Luhmann über Kommunikation, der Mensch ist da Umwelt.

      Hingegen wird in diesem Blog fast ausschließlich der „Mensch“ beobachtet und ihm Handlungen zugerechnet. Der eine will Trumps Entscheidungen über seine Familie erklären, der andere über seine Kindheit, die andere über sein Geschlecht etc. Würde man Luhmann folgen, so könnte man erkennen, dass Trump nur eine Person ist, die durch die Kommunikation in eine Position gespült wurde. Trump ist nur Präsident weil die Gegenwart es zuließ, weil es Zeit war, weil die Strukturen den Weg bereiteten. Es war nicht seine Entscheidung.

      Schwer zu verstehen für Menschen.

    • @Otto Moser: Euphemismus Sozialwissenschaften
      Die Politik- und Sozialwissenschaft und die Zeitgeschichte zählen in der Regel zu den „Legitimationswissenschaften (Stefan Scheil), denen die Aufgabe zufällt, die praktische und theoretische Ausrichtung der Bundesrepublik auf die amerikanische Globalpolitik zu begründen.
      Das BRD-Establishment fällt auf ihre eigenen Meinungsmacher herein und glaubt am Schluss die Propaganda, die sie selbst verbreitet.

    • .
      meines bescheidenen wissens nach machte luhmann in interviews deutlich, dass ihn der mensch nicht interessiert.

      nicht also der mensch interessierte ihn, sondern die systeme, die dieser bildet. der clou ist, dass man innerhalb dieses systems mit blick auf systeme zu erkenntnissen kommt – natürlich, wie stets, nur insoweit es das jeweilige denksystem zulässt.

      es gibt da unterschiedliche schulen in der wissenschaft; mit glaube dürfte dies aber weniger zu tun haben als mit mehr oder weniger triftig hervorgebrachten argumenten.

  40. Aber die Kunst
    Danke für den schönen Artikel. Es ist aber ein bißchen beleidigend für jemanden, der die Kunst und Musik der Renasissance schätzt: Die meisten der Despoten (ja, sie waren welche) konnten Musik komponieren und „Lyrik absondern“, selbst Heinrich IIX.
    Und wenn jetzt Herr Trump dies täte..

    • Ich weiss nicht, ob die Frabbersonate jetzt besonders angenehm wäre. Dafür machte er ja Reality-TV.

    • Lyrik im Twitterformat
      ggf eweist sich D. Trump als Satiriker und
      wir bekommen noch einige schöne Aphorismen.

      Gelesen und zitiert wird er ja jetzt schon eifrig.

      Ich erinnere mal an einen völlig anderen Autor.
      Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser!
      Ein schöner Satz von einem Arschloch
      und man versteht gar nicht warum Linke
      etwas gegen die NSA haben.

  41. Gonzaga
    Ich glaube nicht, dass die Gonzaga richtig interpretiert sind. Sie verdanken ihren Aufstieg dem Sturz einer verhassten Familie in Mantua. Außerdem leisteten Sie entschiedenen Widerstand gegen die Visconti, welche ein Imperium aufbauen wollten. Das Castello war ja aus den 13. Jh., im typischen Stil erbaut, was ist daran negativ und Ludovico fand doch eine wunderschöne Verwendung dafür, als es nicht mehr militärisch gebraucht wurde. Familiendenken oder Clan- und Klientelwirtschaft beherrschte die ganze Welt und in Afrika und anderswo ist es heute immer noch so. Da war Ludovico ganz Kind seiner Zeit. Ich finde es sehr reizvoll, das Geld nicht allein für Kriegsmaschinen auszugeben, sondern auch für Kunst. Und bitte, ich zeige mein Wohnzimmer auch nicht der Öffentlichkeit.

    • Negativ war es im sinne der Zeit nicht, aber es entspricht dem, was Alberti als Tyrannenburg bezeichnet – nicht in der stadt und nicht ausserhalb, eben so, das man sich notfalls auch gegenb die Stadt verteidigen kann. Abgesehen davon blieb es Teil der Befestigung.

    • An D. Alphonso ...Tyrannenburg
      Also so etwas wie die S-Klasse mit der auch Winfried Kretschmann
      gefahren wird der vermutlich nur in so weit zur Toskanafraktion gehört
      das ihm bestimmte politische Praktiken bekannt sind.
      Ob es sie dann auch anwenden kann ist eine andere Frage.
      Er ist aber MP. Man könnte also annehmen das er weis wie es geht.

      das mit der Clan und Klientelwirtschaft wurde ja erwähnt von
      M. Linck erwähnt.

      Aahrrg. Jetzt weis ich was mit Toskanafraktion gemeint ist!
      Es geht gar nicht um idyllische Landschaften und Rotwein.
      Wie blöd von mir das ich das angenommen hatte.

  42. Reason. Thanks.
    Der vorletzte Link („verbalen Ausrutscher über Trump“) sollte vermutlich nicht zu Wikipedia und Goganza führen, sondern hier hin?

    https://www.youtube.com/watch?v=QlzU5zFkeco

  43. Keine zwangsläufige Katastrophe
    Die schöne Einordnung Trumps in eine Tradition aufgestiegener Söldnerführer, die vorgesetzte Ebene bürgerkriegender Feldwebel, schliesst mit der versöhnlichen Passage, dass bei allen Vorbehalten gegen Trump der Untergang genauso wenig zwingend folgt, wie bei einer anderen Wahlentscheidung ein goldenes Zeitalter angebrochen wäre.

    Mir erscheint vieles wie kondensierte, eher etwas hemdsärmelig verzweifelte Antworten auf all die Sachzwänge, mit denen sich moderne postindustrialisierte Gesellschaften herumschlagen müssen.

    Hauruck-Ansätze statt Aussitzen. Ob nicht bald auch die grosse Stunde der amerikanischen Ministerialbürokratie schlägt, die Unmachbarkeit grosser Versprechungen vorzuführen?

    Goldman Sachs und Freunden geht es nach wie vor prächtig und auch Obama hat sich in Guantanamo eines „Besseren“ belehren lassen müssen.

    Die Hauptproblematik sehe ich in einer Zuspitzung der internationalen Problemlagen:
    Die Schuldenkrise ist überhaupt nicht gelöst. Russlands Grossmacht-Restaurationswünsche werden nicht milder werden. China muss seine Bevölkerung weiter mit steigendem Wohlstand befriedigen. Der Migrationsdruck aus Afrika wird exponentiell steigen. Der politische Islam wird sich weiterhin selbstbewusst als Alternative zum globalen Kapitalismus begreifen. Israel ist immer weniger zu Kompromissen bereit. Der Klimawandel wird weitere Migration auslösen.

    Die momentan weitverbreiteste alternative Antwort ist autoritärer, neonational sozialer Populismus.

    Der universal sozialdemokratische Ansatz, mit dem Merkel die CDU gekapert hat, scheint zunächst alternativlos, so wie die Agendapolitik Schröders ein Meisterstück des Konservativismus war, der dabei die SPD ihrer Eier beraubte.

    Man kann kaum sagen, wohin der Hase selbstbesoffen hintorkelt.

    • Hauptsache nicht an den Tegernsee. Bei Trump glaube ich, dass man viel show machen wird und hoffen, dass das volk zufrieden ist. Sowas wie die Anfänge der Kreditkrise nochmal.

    • TGA
      Eines habe sie bei ihrer Miesmacherei allerdings vergessen.

      Wir sind dieses ewige weiter-so-wie-bisher erst mal so. Keiner weiss was kommt, und erst recht nicht wie es ausgeht.
      Ich sehe natürlich welch eine fürchterliche Mannschaft er sich da zusammenwürfelt, aber: Immer drandenken die Alternative wäre Hilary!

      Bei Reuters gabs heute: „Trump vows to include anti-currency manipulation clause in future trade pacts“, man stelle sich mal vor er drehe diesen Leuten den Hahn zu oder gar den Tax heaven?

      Wusste sue wenigstens, dass Frau NUland gefeuert worden ist?

      Auch wenn dies jetzt Folge der Podesta leaks ist, so ist es doch erfreulcih und passt zu Trump:
      „Am 12. Januar hat die Clinton-Stiftung offiziell das US-Arbeitsamt über die Schließung ihres Flaggschiffs, der weltweit operierenden Clinton Global Initiative (CGI), und die Entlassung ihrer insgesamt 22 Angestellten in der Zentrale der dubiosen Stiftung in New York informiert. Vor allem während der Amtszeit Hillarys als US-Außenministerin hatte sich die CGI zu einer riesigen Geldmaschine für die Familie Clinton entwickelt: Für Bill, Hillary und Tochter Chelsea war sie ein Powerhouse zum Zwecke der Einnahmenmaximierung gegen die Gewährung politischer Gefälligkeiten.“

  44. Donald "Satan" Trump
    Don Alphonso:
    „Die Frage, ob ein Machthaber verrückt oder ein wahnsinniger Despot ist, ist oft umstritten, und mitunter dauert es Jahrtausende, bis schräge Bilder und Gerüchte von der Geschichtsforschung gerade gerückt werden.“
    Nach Jahrtausenden kann man überhaupt nichts geraderücken, denn dazu fehlen die Informationen. Und gar Ferndiagnosen über Jahrtausende hinweg, ob jemand balla balla war oder nicht, sind Abiturientenstuss.
    Das Geraderücken von Geschichtsbildern kann auch nicht die Aufgabe von Geschichtsforschung sein; sie soll zeigen, was war, das ist schwer genug. Das Geraderücken im Sinn von „gute Gesinnung/ böse Gesinnung“ erledigt ja sowieso zuverlässig die Soziologie und die Hochqualitätsjournalistik.

    Don Alphonso:
    „Der deutsche Kaiser Wilhelm II. ist heute das Sinnbild des aus dem Ruder gelaufenen, preussischen Militarismus,“
    Für wen? Für Zeit-Leser, an denen die angloamerikanischen Publikationen der letzten 20 Jahre über die Zeit des 1. Weltkriegs spurlos vorübergegangen sind? Mag sein.

    Was die Schwörerei betrifft: Ist nur Folklore, egal wo. Auch der Amtseid des Bundeskanzlers ist nur Deko, denn er hatte und hat keinerlei rechtliche Bindung. Er ist nur blabla. Lohnt daher nicht, sich damit aufzuhalten.

    Don Alphonso:
    „Während seine Anhänger ihn teilweise als “Good Emporer” feiern, sind sich internationale und nationale Medien mit vielen Amerikanern einig, dass Trump, gemessen an heutigen Vorstellungen von Demokratie und Machtbalance, ein populistischer Despot ist.“
    „Internationale und nationale Medien“, ja, deren Glaubwürdigkeit ist ja bekannt. Davon abgesehen: Die USA sind eine direkte Demokratie, und das ist kein blabla. Trump ist direkt gewählt, ein Bundeskanzler wird nicht direkt gewählt. Die „Wahl“ eines deutschen Bundespräsidenten erinnert an die „Wahlen“ in verflossenen südamerikanischen Militärdiktaturen: Erst ausgeklüngelt und dann in einer Scheinwahl abgenickt. Im Gegensatz dazu ist ausnahmslos jeder Abgeordnete im amerikanischen Senat oder Repräsentantenhaus direkt gewählt. Wenn man einen Ami mal verblüffen will, muss man ihn von Landeslisten erzählen, über die jemand _ohne Wahl_ in ein Parlament gelangt – die Amis lachen sich darüber tot. Amerikaner wählen ihren örtlichen Polizeichef _direkt_. Deutsche bekommen die vorgesetzt. Amerikaner wählen ihre örtlichen Richter _direkt_. Deutsche bekommen die vorgesetzt. Amerikaner wählen viele örtlichen Verwaltungschefs _direkt_. Deutsche bekommen die vorgesetzt. Und so weiter, da gibt es noch viele Beispiele. Kurz: Die USA sind sehr viel demokratischer als Deutschland, unvergleichlich viel demokratischer. Und Trump ist unvergleichlich demokratischer gewählt, als je ein deutscher Bundeskanzler. Trump regiert also mit einer sehr hohen demokratischen Legitimität. Soviel zum Vorwurf: Despot.

    • .
      Kirchengemeinden in Bayern (Protestant) bekommen den Pfarrer vorgesetzt. Direkt oder eine Auswahl von drei Vorsortierten. Bei Teilzeit Besetzungsrecht immer Landeskirche.

      „Die Deutschen hat man an der Gurgel oder zu Füßen“

    • Ähem... Edgar
      Ich, und einige andere hier sehen in dieser Tatsache einen Hinweis darauf, dass Demokratie vielleicht doch nicht ganz so toll sein könnte, wie man immer hoffte.
      Gerade die Südstaaten, mit vielen ihrer direkt gewählten Judges und Sherrifs, sind doch wohl ein Musterbeispiel für alles was widerlich ist….

  45. Familie
    Während ich die Inszenierung mit Familie und die Vergleiche interessant fand, diesmal eine kleine Krittelei: God Emperor, nicht Good Emporer (Tippfehler stören mich sonst nicht, aber God und good sind schon ein Bedeutungsunterschied) und auf dem Bild sind neben Trump und Familie die mächtigen des Senats und des Repräsentantenhauses (von Paul Ryan nimmt Trump vielleicht mal einen Rat an, aber Nancy Pelosi dürfte beim besten Willen nicht als Beraterin Trumps durchgehen).

    Persönlich glaube ich, dass Trump gerne Vergleiche mit Kennedy provozieren möchte (Kleid von Melania Trump ähnelt dem von Jackie Kennedy, die Bilder der kleinen Kinder wecken Erinnerungen an John John und Caroline).

    • Ort auch falsch
      Müsste Capitol sein, nicht White House. Super Artikel ansonsten

    • Titel eingeben
      Die Szene heißt „Präsident unterzeichnet nach der Amtseinführung erste Dokumente“, und mir ist so, als wäre sie auch in früheren Fällen inszeniert worden. Jedenfalls kursierte das auch als Bewegtbild, ist also nicht nur aus Donalds privatem Fotoalbum.

      Und Capitol schon deshalb, weil im Weißen Haus zu diesem Zeitpunkt entweder noch das Räumkommando tobte oder gerade (schon) neu eingeräumt wurde.

  46. Medici-Carrington-Trump
    Zu schmeichelhaft für Donald Trump, die Nähe zu den Pillendrehern Medici. Die übrigen Dynastien wird er eh nicht kennen. „Dynasty“ (Denver-Clan) hat er gesehen, falls er nicht zu beschäftigt war. Wollten die nicht auch in die Politik?

  47. Der Fürst und die Lügen
    Alle regen sich über Trumps ‚Lügen‘ auf. Dabei sind das nur Worte.

    Tatsächlich ist Trump der ehrlichste demokratisch gewählte Politiker seit langen. Er tut nämlich das, was er vor der Wahl versprochen hat, die Leute bekommen exakt das, was sie gewählt haben.

    Die europäische Öffentlichkeit samt ihren Politikern sollte sich einmal fragen, ob ihre ironisch-zynische Haltung zu Wahlaussagen („Haha, reingelegt, sie steigen doch aus der Atomkraft aus und machen überhaupt das, was ihnen gerade so in den Sinn kommt.“) nicht Ausdruck einer dekadenten politischen Haltung ist.

    • Auch das wird hier kritisiert.

    • Na, schaun mer mal...
      …ob der Seehofer Horst am Ende tatsächlich die Unterschrift unter den Koalitionsvertrag verweigert, weil dort keine Obergrenze für Flüchtlinge definiert wird. Oder ob es dann ein paar Tage Exegese einer Wischi-Waschi-Aussage geben wird, die man dann mit dem Kompromissbegriff ‚Begrenzung‘ bezeichnet, damit Gräfin Merkula nicht das Gesicht verliert.


    • @Koljakin
      Hatte Trump dies versprochen:
      – nur die Steuern der Reichen deutlich zu reduzieren, während die unteren und auch die mittleren Einkommensgruppen davon kaum profitieren?
      – Milliarden schwere Hedge Fonds-Besitzer und Goldman Sachs Banker, auf welche er als seine feindlichen Eliten schimpfte und bekämpfen wollte, in seine Regierung zu holen?
      – als Erstes per Dekret die Begrenzung der ausufernden Steigerungen der Hypothekenzinsen wieder abzuschaffen? Dabei geht es schließlich auch um den kleinen Eigenheimbesitzer, der unter einer Zinserhöhung am Meisten zu leiden hat.

      Er wird zwar sein Wort halten und die bezahlbare Obama Care abschaffen, aber wie die neue Version aussehen wird bzw. ob das seinen Wählern in der unteren bzw. Mittelschicht sogar sehr schaden könnte, kann heute niemand voraussagen.
      Selbst seine Wähler, die jetzt versichert sind. machen sich einstweilen Sorgen und meinen dazu, dass er unbedingt liefern muss, sonst gäbe es Ärger.
      Also loben Sie den Abend nicht vor dem Tag. ;-)

    • Lüge ist ein Schmuck der Tat
      Lügen Trumps sind möglicherweise deshalb so bedeutungslos, weil ihm die Stimmung wichtig ist, die sie im Moment des Sagens und Schreibens vermitteln, er ist ein Ikonograph des Wortes. Kurze Sätze, wiederholte Phrasen, markige Sprüche, die helfen seinen Fans, ihn zu mögen und deklassieren in einfacher Sprache seine Gegner frontal.

      Was zählt, sind seine Taten, mir kommen diese aktuell zwar noch rein symbolisch vor, doch gleichzeitig vermitteln auch diese, dass er im Wesentlichen Wort hält. Wie altmodisch, das ärgert die modernen Konstruktivisten und viele Wendehälsigen europäischen Politiker.

      Ich weiß nicht, was von allem Glanz sich in den Regierungsalltag oder gar in die kommenden Jahre hinüberrettet. Die (positiv besetzte) Lichtgestalt Obama wurde entzaubert, die (negativ besetzte) Lichtgestalt Trump wird sicher auf die eine oder andere Weise auch entzaubert, im Sturm der Welt, wenn das Tun Zielkonflikte nicht mehr verstecken kann wie in der Sprach- und Vorstellungswelt.

      Doch gibt es sicher ein Fazit und ich würde mir wünschen, dass Trump mindestens vier volle Jahre präsentiert, weil er viele kleine Geschichten produzieren wird, die uns unterhalten, mehr als wenig kantige Personen. Untergehen wird er auch mit Grandesse, nie heimlich vom Acker wird er sich machen, das hat Vorteile für den interessierten Zuschauer.

      Und solange er Friedensdeals mit Russland und China schließt, habe ich selbst dann keine Sorge, wenn Europas kriegslüsterne Pseudoelite einen Krieg mit ihm starten will. Das sind Pappnasen, die weniger Realitätspeilung haben als dieser naive, ungehobelte, exzentrische und immer wieder überraschend geradlinige Aufräumer.

    • maybe you should try to be a man...
      @Koljakin

      Trump vs. Seehofer , a difference which makes a difference.

    • Bezahlbare Obamcare?
      Hallo Tama,

      eine hübsche Aufzählung haben Sie da…

      Allerdings wurde gerade nach der Wahl bekannt, warum Obamacare nichts bei den Wahlen halfen, eher im Gegenteil. Es soll für viele US-Amis nicht erschwinglich sein. Das wurde Obamas Gegenspielern angelastet, zeigt aber, dass Ihre Annahme dem Wunsch des Gedankens entspringt, mehr nicht.

      Schauen sie doch mal die Zusammenschnitte von Protestlern bzw. Diskusssionen mit Protestlern: Woher sie z. B. wüssten, dass der gegen LGBT wäre (dabei gibt es vielmehr mindestens ein Statement von Trump, er würde diese mit all seiner Kraft schützen, sollte es darauf ankommen – was auch zu ihm passt, wie sein jüdischer Schwiegersohn)… Ob sie belegen könnten, dass er gegen andersfarbige (mehrfach hat er betont, dass Rassen für ihn keine Rolle spielen – laut und deutlich bei seiner Amtseinführung, worüber aber nicht viel berichtet wird) sei… Usw. Kein Belege. Nur Hysterie.

      Schwarze Blöcke mit Antifafahnen, die Postbrief- und Zeitungskästen auf die Fahrbahn zerren, gern martialisch angezogen rumrennen und Scheiben von Starbucks zertöppern. Ungemein eindruckvoll.
      Oder die Limos, die zerstört wurden. Wie oft in die Schneeflöckchen von Mord reden. An Trump, an Weißen… Absolut schräge Szenen. Unter Zuhilfenahme der Stichworte Trump und Protest bei YoutTube zu sehen.

      Das ist galoppierender Wahnsinn, wie man sich das gegenseitig Zeug in die Taschen lügt. Und wehe es fragt einer richtig nach: Dann heißt es ganz schnell: dont feed the trolls und will nichts mehr wissen.

      Der Don hat bei Twitter auf die Ankündigung einer Demokratin hingewiesen, dass diese nun alle Whistleblower unterstützen wollen. Dabei hatten die Obama-Leute so viele Vefahren gegen Geheimisverrat laufen, wie niemand vor Ihnen (klar, in Zeiten der elektronischen Daten lässt sich da auch leichter petzen gehen)…

      „Auch linksliberale Medien werfen Obama vor, entgegen aller Transparenzversprechen eine Politik von George W. Bush weiterverfolgt und in der Bürokratie ein Klima der Angst geschaffen zu haben. Regierungsmitarbeiter hätten heute Furcht, offen mit Journalisten zu reden.“
      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/chelsea-manning-die-ironie-von-barack-obama-14689834.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

      Man schaue aber vor allem auf den Foto des Twitteraccounts: https://twitter.com/clairecmc/status/824298063372124160

      So sieht man sich gern: Als Mutter aller Kinderlein einer Sorte Mensch, wo das doch so gar keine Rolle spielen soll (dieser verdrehte Rassismus gegen Weiße ist ohnehin Rassismus).

      Nun soll er also homophobe, rassistisch und faschistisch sein, weil drunter geht es ja nicht. Im Prinzip hat ein Teil der Gesellschaft hüben wie drüben den „Godwin gepullt“, denn anders scheint man sich die Welt nicht mehr erklären zu können.

      Besonders freut man sich übrigens auf die Retoure beim White House Correspondents‘ Dinner. Da kann Barak schon mal Backpfeifentraining antreten. Aber werden sicher viele mit ihm weinen. Und andere eben nicht, die dennoch viel Respekt vor dem haben, was einer wie Trump anrichten kann.

      Allein dass Hilary nun als so etwas wie eine Heilige angesehen wird, die quasi den letzten Baustein für eine perfekte Gesellschaftsordnung gesetzt hätte… Warum fällt einem da nur ein: arm aber sexy? Weil es genau darum zu gehen scheint: Egal was passiert und wie es dir geht: Hauptsache „progressive“ gefühlt und gewählt. Da ist dann sogar Obamacare der angebliche Supermegakracher, der es nun mal nicht ist.

      Und wenn Sie es mir nicht glauben sollten, dann doch sicher der Zeit vopm 21.09.16
      Gesundheitsreform: Obamacare ist schwer krank
      Gesundheitsversorgung für alle – das sollte das größte Vermächtnis aus Barack Obamas Präsidentschaft sein. Doch das Krankenkassensystem steht vor dem Zusammenbruch.
      Von Sebastian Moll, New York

      Schlagen bitte wenigstens Sie nicht den Boten für die Botschaft. Dazu neigen jene, die so aggressiv gegen „Hater“ oder das was sie dafür halten möchten, kämpfen. Leider… Allein, dass vorgeblich progrssive, die angeblich andauernd und als einzige die „human beings“ schützen wollen, ihre Gegener entmenschlichen und mit größter Selbstverständlichkeit mit gefährlichen Parolen für politische Morde operieren… Da scheint jedes Maß, jedes demokratische und menschliche Prinzip, jede Selbstreflektion verloren gegangen… Davon kann einem auch vor Grusel schlecht werden…

      Vielleicht schaffen vor allem wir es uns ein wenig zurück zu lehnen und uns mit keiner der Seiten und Scharfmacher gemein zu machen.

      Einem politischen Gegener in der Demokratie einen Mörder auf den Hals zu wünschen und sich dabei als so menschenliebend vorzukommen… Das ist schon beeindruckend (und zum fürchten).

      Aber schon wer sich als selbsterkorener „SJW“ anzusehen (das ist ja keine bloße Abkürzung, sondern eine Selbstermächtigung)…

      Notabene: Der völlig überbewertete Richter-was-spricht-er-Fischer ist auch fachlich eine Schande. Wer eine Garantenpflicht für Mittelmeertote herbeikonstruieren kann, ohne dass ihm ein Justiziar der Zeitung stoppen kann, der neigt zu mehr als nur einem Denkfehler. Wie er ja auch oft genug bewies. Vor diesem mit Verlaub Scharlatan kann man auch nur warnen.

      Wir sind übrigens zumeist weder Wähler noch Regierte in den USA. Wir sind noch mehr pure Beobachter, als sonst…

    • .
      ein wenig differenzierung täte schon not, sonst wird man andauernd, nachhaltig und völlig zu recht ins leere laufen mit seinen argumentationen, beste/r/x koljakin – nur einmal nachgedacht:
      eine obergrenze für: asylbewerber kann es nicht geben.

      für alles andere hätte man gesetze bzw. man hätte sie einführen können bzw. kann sie kreiieren.

      aber im wahljahr, wenn schon ein/e/x jede/r/x das f-wort unklar definiert, ist das nicht sicher, das dies geschehen könnte – wozu auch, denn: bis dahin kann man gerne die leute verwirren mit ein paar nebelkerzen, die man in den aufgescheuchten hühnerhof wirft.

  48. Titel eingeben
    „Trump passt mit seinem Vertrauen zu seiner Familie und eingeheirateten Personen nicht wirklich in unsere Zeit.“ Macht ihn nicht gerade das sympathisch? Zumindest für Menschen, die es nicht so mit dem Zeitgeist haben?

  49. Titel eingeben
    In Parallel Gesellschaften funktioniert das scheinbar recht gut. Besonders orientalische Clans zelebrieren dieses, häufig in Hip Hop Videos nachgespielte Bild. Nur das deren Vertreter nicht aus ihrem Sumpf herauskommen, von einer Frau Chebli mal abgesehen.

  50. The media should keep ist mouth shut and listen…
    Lieber Don Alphonso, herzlichen Dank für diesen hervorragenden Blog und die wunderbar gelungene Beleuchtung des Phänomens Trump aus [kunst]historischem Aspekt, welche zeigt, dass die Züge der menschlichen Archetypen sich im Laufe von vielen Jahrhunderten nicht ändern. Es sind verblüffende Ähnlichkeiten, die sich hier auftun.

    Noch bevor die ersten Dekrete unterzeichnet wurden, hat Trump das Oval Office mit goldfarbenen Vorhängen und mit goldfarbenem Brokat bezogenen Sitzmöbeln ausstaffiert. Als Trump die Gäste eines Dinners in Andrew W. Mellon Auditorium in Washington begrüßte, zu welchem er ca. 200 Diplomaten eingeladen hatte, stand er vor schweren Vorhängen, die in Gold und Rot schimmerten.

    Ja, Trump ist ein typischer Emporkömmling. Sein Großvater, ein gelernter Friseur, begleitete die Goldgräber auf dem Weg nach Yukon und Alaska und versorgte sie mit Unterkünften, Mädchen und Schnaps. Er baute Hotels, in welchen Separees für Liebesdienerinnen eingerichtet wurden. Später erwarb er einige Immobilien in New York, die sein Sohn Fred erbte und daraufhin sein Immobiliengeschäft aufbaute, welches Donald Trump dann erbte.

    „Politico“ vom 24.8.15, Zitat: „ The Man who made Trump who he is – How Grandpa Friedrich, who amassed the first Trump fortune by peddling booze and „sporting ladies,“ explains The Donald.“ http://www.politico.com/magazine/story/2015/08/the-man-who-made-trump-who-he-is-121647#ixzz3kiZF4o6O
    https://en.wikipedia.org/wiki/Frederick_Trump
    http://www.bbc.com/news/uk-scotland-38648877

    Trumps Mutter wanderte aus Schottland aus und arbeitete zunächst als Dienstmädchen in New York, bis sie den inzwischen wohlhabenden Vater von Donald Trump kennenlernte und heiratete.

    Offenbar hat Trump seine Mutter sehr geliebt, er redet sehr schön über sie. Wie man aus dem o.g. Artikel erfahren kann, so hat er Schottland öfters besucht, während er meines Wissens höchstens einmal in Deutschland war.

    Ja, es gibt einen Clan-Wechsel in Washington, das haben Sie analog zu der italienischen Geschichte wunderbar erkannt.
    Wenn ich mir darüber Gedanken mache, wer sonst noch hinter Trump steht und ihn als Erstes finanziell unterstützt hat, so mache ich mir gewisse Sorgen über eine mögliche Verflechtung: Sheldon Adelson, net worth 29 Milliarden Dollar, der Besitzer der Sands Casinos in Las Vegas, Singapore und Macao.
    Ohne entsprechende Beziehungen zu den Triads kann niemand in Macao ein Casino betreiben und überleben.

    Nachdem die „feine“ :-> HSBC, die größte englische Bank vor einem New Yorker Gerichte angeklagt und verurteilt wurde, Gelder der mexikanischen Drogenkartelle in Milliardenhöhe gewaschen zu haben, ist die Nähe des „Big Money“ zur organisierten Kriminalität keine VT mehr. In einer Gesellschaft, deren oberstes Gebot It’s only money that matters heißt, ist das doch naheliegend. Niemand hat so viel Cash wie Drogenbarone und Casino-Betreiber: Sie haben frischen Cash, der täglich neu einfließt, nicht saisonbedingt ist und gesellschaftsübergreifend Klienten findet, die zum Teil eine Sucht entwickeln und so zu willenlosen Dauerkunden werden.

    ****

    Was das Abwürgen der Kritik angeht, hat sich Trumps engster Hofberater Steve Bannon gestern zu Wort gemeldet, und seine Message an die Medien lautet kurz und bündig: Klappe halten!

    Im gestrigen Interview mit „The New York Times“ sagte er dies:
    “The media should be embarrassed and humiliated and keep its mouth shut and just listen for a while, I want you to quote this. The media here is the opposition party. They don’t understand this country. They still do not understand why Donald Trump is the president of the United States.”
    https://www.nytimes.com/2017/01/26/business/media/stephen-bannon-trump-news-media.html?_r=0

    Tja, ein Krieg mit den Medien. Trump braucht Feindbilder, mit welchen er die Wut seiner Basis weiterhin bedienen kann. Der angenehme, praktische Effekt und Zielsetzung: devote Medien, die Trump konform berichten und seine „alternativen Fakten“ für bare Münze nehmen.

    Was ein gekonntes Frisieren der Statistiken und ein subtiles Zurechtbiegen der Medienmeinung betrifft, so könnte Trump doch ein paar Tipps von ulF holen. ;-)

    • Mei, Bannon hat sich halt selbst ans Messer geliefert und es ist ihm auch egal.

    • Die Feindbilder hat Röttgen schon skizziert
      er sieht dank Trump den Zusammenbruch der westlichen Weltordnung. Morgen will Frau Merkel ja angeblich mit Trump telefonieren, immerhin, am 2.2. ist sie dann erst mal wieder beim Sultan, seine Meinung abholen.

      http://www.huffingtonpost.de/2017/01/27/roettgen-cdu-zdf-heute-journal-_n_14428136.html?utm_hp_ref=germany

    • Feindbilder und politische Ikonographie
      “The media should be embarrassed and humiliated and keep its mouth shut and just listen for a while, I want you to quote this“

      Was bitte ist falsch daran, die weitgehend linear gepolten und schreibenden Medien aufzufordern, (nach zahlreichen Fehlleistungen) mal den Mund zu halten und eine Weile zuzuhören?
      Zuhören, bevor man schreibt?

      Genau das will dem aufgeregt flatternden Medien-Hühnerhaufen nicht gelingen: einfach mal zuhören – doch nicht Trump und diesen Leuten und ihren verächtlichen Ideen.

      Nach all den Jahren des Brainwashing durch das Liberal Green Movement kriegen viele einfach die Kurve nicht, um Ansichten, die jenen des eigenen Meinungsbiotops z. T. fundamental widersprechen, überhaupt wahrzunehmen, geschweige denn sie zu verstehen.

      Eine Reihe von Medienvertretern, auch in Deutschland, auch bei der FAZ, will das alles nicht wahrhaben, bestärkt sich gegenseitig in der Realitätsverweigerung und hofft auf ein rasches Ende des vermeintlichen Albtraums.

      Man müsste für eine sachliche Berichterstattung auch keineswegs seine Überzeugungen opfern, wie gerne dargestellt wird. Es ginge nur darum, sich unvoreingenommen mit Weltanschauungen auseinanderzusetzen, die sich mit den eigenen nicht decken. Einfache Medienarbeit. Zu viel verlangt, offensichtlich.

      @ Don: schöner Beitrag zur Ikonographie der Macht. Danke.

      Lese- oder Hörtipp: http://www.deutschlandfunk.de/politische-wirkungsmacht-von-bildern.700.de.html?dram:article_id=85244

    • Sie können es nicht lassen, gell?
      Das hier:
      “The media should be embarrassed and humiliated and keep its mouth shut and just listen for a while, I want you to quote this. The media here is the opposition party. They don’t understand this country.”

      mit „Klappe halten!“ zu übersetzen ist einfach nur saudumm!

      Tagtäglich können sie jeden Sendre den sie wollen anschalten und überall wir über den irgendeinen herausgepickten Satz von Trump gezetert und Urteile über ungelegte Eier gefällt.
      ALLE Medien haben das Wahlergebnis vorhergesgt und warum sollten die also nunnicht mal für ein paar Mnuten embarrassed ein und nachdenken warum sie so falsch liegen. Statt dessen macht man völlig unbeirrt weiter mit derselben Klugscheisserei!

      Was um alles in der Welt verstehe sie denn täglich aufs neue an solchen Banalítäten denn nicht?
      Ja, auch mir wäre ein Sanders oder eine Frau, aber kein Stück Dreck wie Hilary, sondern jemand wie Elisabeth Warren lieber gewesen als Trump! Aber deshalb muss man doch nicht wie im Kindergarten auch noch den letzten Mist zum allumfassenden Beweis dafür verwenden dass Trump das absolut Böse verkörpert!

      Wir werden noch genug Grund haben auf ihn zu schimpfen!


    • Ihr dummes, bösartiges Gemotze nervt.

  51. Heilige Sippe
    interessant, wer ist da von wem inspiriert worden?
    Zur gleichen historischen Zeit entstand in der katholischen Kirche die Ikone der „Heiligen Sippe“ rund um Anna, der Mutter von Maria. Damit auch viel Verwandtschaft auf dem Gruppenbild auftauchen konnte, wurde Anna schlichtweg noch zweimal verheiratet, bekam jedesmal eine weitere Maria und Jesus hatte so keine leiblichen Brüder. Der Unterschied, hier ist es eine matriarchale Form.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Sippe

  52. Sehr schöne Betrachtung
    Ich würde Trumps Vorbilder allerdings in der weniger bildhaften Zeit des Imperium Romanum verorten. Er versucht sich als Volkstribun, zumindest in seiner Öffentlichkeitsarbeit. Und seine getreuen Berater (Bannon) haben ihn auf die Spur gebracht. Doch so mancher Volkstribun wurde dem Establishment (Senat und alte römische Familien) zu mächtig. Man darf gespannt sein.

  53. Haben Sie Vorurteile?
    „Trump ist fünffacher Vater und achtfacher Grossvater, und seine Kinder führen seine Unternehmen fort. Diese Nähe zu dynastischem Denken ist ein Charakterzug, der Trump in unserer Gegenwart als Ausdruck patriarchalischer Gesinnung angekreidet wird. Trump passt mit seinem Vertrauen zu seiner Familie und eingeheirateten Personen nicht wirklich in unsere Zeit.“

    …gegen einen jüdisch-christlichen Familienverbund, dessen Integration und Geschlossenheit doch wohl ausser Frage steht? Vor einiger Zeit haben Sie solch einen diskret-kohäsiven Familienbezug doch eher noch als positiv herausgestellt. Woher also der Sinneswandel?

    Donald Trump wurde von weniger informierter Seite sogar Antisemitismus vorgeworfen, Ezra Levant (RebelMedia) hat das mal gerade gerückt: Schneller als mit youtube.com/watch?v=U2G9MR1n7Es
    geht es allerdings nicht.

  54. Haben Sie Vorurteile?
    „Trump ist fünffacher Vater und achtfacher Grossvater, und seine Kinder führen seine Unternehmen fort. Diese Nähe zu dynastischem Denken ist ein Charakterzug, der Trump in unserer Gegenwart als Ausdruck patriarchalischer Gesinnung angekreidet wird. Trump passt mit seinem Vertrauen zu seiner Familie und eingeheirateten Personen nicht wirklich in unsere Zeit.“

    …gegen einen jüdisch-christlichen Familienverbund, dessen Integration und Geschlossenheit doch wohl ausser Frage steht? Vor einiger Zeit haben Sie solch einen diskret-kohäsiven Familienbezug doch eher noch als positiv herausgestellt. Woher also der Sinneswandel?

    Donald Trump wurde von weniger informierter Seite sogar Antisemitismus vorgeworfen, Ezra Levant (RebelMedia) hat das mal gerade gerückt: Schneller als mit youtube.com/watch?v=U2G9MR1n7Es
    geht es allerdings nicht.

    • Ich beschreibe ein Bild und weise auf das Vorbild hin.

    • Titel eingeben
      Mir kam es ja so vor, dass in der Trump-Medienbegleitung vor der Wahl und seither die janz ollen Diskurse/Topoi/Typenkomödien/… Orientierung gaben, nämlich die Tyrannen aus dem antiken Griechenland.
      Also das Bild, das bei den damaligen (klassischen) Schreibern auch schon als Schreckbild gedient hat, als da wäre…

      …Schwäche der Demokratie und populäre Unzufriedenheit, Eliten-Bashing durch den künftigen Tyrannen, ein doofes, der Demokratie überdrüssiges Volk, protzige Bauwerke zum plebis spectaculo, die Häme ob seines Goldgeschmackes, das sexuell Übergriffige, der ungezähmte Charakter, schmierige Berater und schmeichlerische Entourage, seine Ignoranz gegenüber Diskurskonventionen der Demokratie (hat die Klassiker auch schon kirre gemacht), sagenhafter Reichtum, demonstrativer Konsum, eine Usurpation des Staates zum Wohle des Clans, die unschulische, doch wohl wirkmächtige Rhetorik, die Verdächtigungen der Wahlmanipulation, Angst vor der Ein-Mann-Regierung, Trump/die Trannei als Folge des schönsten liberalen Pluralismus, mit dem das Volk eben nicht umgehen kann, Verachtung von Tugend durch den Tyrannen etc.

      Wir können wohl „abgelegte“ Diskurse (condottiereske Ikonographie, tyrannenfürchtende Medien) anscheinend doch immer aus der Mottenkiste holen.

      (Sicher landete die Debatte dann später auch bei den Römern, und schwupps sind 2000 Jahre vergangen, hat ein Winterling einen Caligula rehabilitiert.)

  55. "Most presidential personality since Abraham Lincoln"
    Sehr schön diese Stelle: „Entscheidungsprozesse sind nicht demokratisch, sondern durch Herrscherwillen und Absprachen mit Günstlingen und Beratern legitimiert. Demütiges Auftreten ist solchen Gemälden vollkommen fremd, die Macht liegt allein in einem engen Zirkel …“
    Es gibt da allerdings eine Frage: Wie weit ist T. selbst überhaupt Herrscher? Wie weit interessiert ihn Politik? Er soll viel Fernsehen gucken, wird berichtet. Und in seinem ersten Interview im Weißen Haus zeigte sich Trump noch immer seltsam „besessen“ von seiner öffentlichen Wirkung, klopfte sich selbst auf die Schulter: „I’m the most presidential personality …“ Auf mich wirkt er naiv, politisch hohl, wechselhaft wie ein Programmwahlknopf, eher ein Darsteller als ein Ausdenker von politischen Positionen.
    Das Repräsentiv-Dynastische ist sicherlich keine Erfndung Trumps, aber sein größes Hobby. Was anderes hat ihn denn zur politischen Karriere verlockt? Das Erschaffen von „family fortunes“ aus dem Nichts liegt den Pionieren sowieso im Blut. Erfolg definiert sich neofeudal (außer im Silicon Valley), was sich übrigens auch in der Villenarchitektur mit seinen palastartigen Portalbauten zeigt (Schmucksäulen sind Pflicht!). Bei ihm ist die Geltungssucht nur gesteigerter und vermutlich um Längen größer als irgendein echter politischer Gestaltungswillen. Den bezieht er in großer Dankbarkeit von den Leuten, die ihm den Weg ins Amt geglättet haben, Leuten wie Thiel, dem er die Hand tätschelt („a friend for life“) und natürlich dem interessanten Wirrkopf Steve Bannon, aus meiner Sicht der interessanteste Charakter im weißen Haus und genau derjenige, der die Absicht hat, eine neue politische Dauerherrschaft zu gründen – er sagte schon, dass sein Ziel nicht 4 oder 8 Jahre sind, sondern eher 50 Jahre Herrschaft, also bis zum Ende des Zeitalters des nicht nachhaltigen Wirtschaftens. Für Bannon ist tatsächlich die Nation der Fluchtpunkt seiner im Stillen gehegten Weltbilder – er ist nicht der Oberkapitalist einer Kleinfamilie, sondern „Nationalkapitalist“, wie er es nennt, der all seinen Söhnen und Töchtern Jobs verschaffen will. T. darf das vortragen, weil er das Präsidentische gut aufführen kann. Als Mischung von Nero und Dagobert Duck bezeichnete ihn neulich jemand – doch ich vermute, dass er nichts von Nero hat, sondern eher dem anderen scharlatanhaften Populisten unserer Zeit ähnelt, Berlusconi (selbst der war allerdings politisch beschlagener als T.). Wirklich schade, dass diese beiden Darsteller uns keine gemeinsamen Bilder mehr liefern.

  56. Kaufleute
    Danke für die inspirierende Zeitreise der Zurschaustellung von Macht.
    Musste bei Trumps Inaugration Feier an den „Venezianischen Kaufmann “ in der Berliner Gemäldegalerie denken. Das Gesicht bei Trumps Rede war das selbe knallharte Pokerface.

  57. Pingback: Die strategische Trump-Karte – Bücher, Ideen, Kommentare

  58. Der Vergleich mit Putin liegt auf der Hand
    Mal sehen, was aus den beiden wird. Ansonsten, Vetternwirtschaft gibts ja überall, subtile Herrschaft ist auch nicht besser und Trump stolpert bald über die eigenen Füße, falls er in dieser Geschwindigkeit weitermacht.

    Der Adel war mehrheitlich irgendwann so besoffen von seiner Macht, daß er glaubte, sich nur noch den schönen Dingen des Lebens widmen zu dürfen. Die Arbeit wurde an Lakaien delegiert, des damit einhergehenden Machtverlustes war man sich wohl nicht bewußt. Dem Geldadel ging es fast genauso, er arbeitet noch am eigenen Untergang, dem der Politadel schon ziemlich nahe gekommen ist, der die Pfründe ja auch zu vererben sucht.

    Es wundert mich wenig, daß Tyrannenmord und Guillotinen zumindest gedanklich wieder in Mode zu kommen scheinen. Schließlich nimmt die Zahl der Diktatoren ja wieder stetig zu, auch wenn manche sich als Demokraten bezeichnen.

    Andererseits, man kann Trump nicht vorwerfen, er lasse unnötig viel Zeit vergehen, ohne sich an die Verwirklichung seiner Wahlversprechen zu machen. Da zumindest hat er vielen Politikern sehr viel voraus. Er ist in gewisser Weise glaubwürdig. Vielleicht hatten er und seine Berater ja doch schon früher an Konzepten und Strategien gearbeitet, als man es zumindest Trump zugetraut hatte. Was nach dem Kahlschlag dann noch übrig bleibt, bleibt abzuwarten. Wie Trump auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren wird, das macht mir allerdings echte Sorgen.

    • So ist es...
      „Der Vergleich mit Putin liegt auf der Hand“

      Und genau deshalb läge da ein enormes Potential eben auch für Postives. Man stelle sich nur mal vor die beiden sind sich von Anfang an darüber einig, dass man mit Kriegen kein Geld verdienen kann… (und Trump überlebt das)
      Warum also nicht einfach erst mal abwarten?

  59. Titel eingeben
    „Herr v. Goslar
    …Aber genau dies versteht der Alltagsverstand nicht. Denn dazu braucht es soziologisches Verständnis.“

    So jetzt mal Arbeitssplätze für die hungrigen Mäuler der Welt aus Ihrer Soziologen Ecke, bitte.

    Den Superreichen nehmen wir ihr Vermögen und dann ?
    Lösung ?
    Ich geb`s auf.

  60. Life's so fragile, a successful virus clinging to a speck of mud,suspended in endless nothing.
    Identität und Differenz.

    Folgen wir der diesmal hervorragenden, da fachlichen, Beobachtung des Dons, so erkennen wir eine Moderne, die Identität in der Differenz zu sich selbst sucht.

    Wie vor wenigen Jahren noch alle Beobachter das Ende der Moderne im umfassenden Sieg des Kapitalismus (Kolonialisierung des Lebenswelt) zu erkennen meinten, so reiben sich alle gerade die Augen im Angesicht der überall erstarkten Politik. Wir beobachten politische Strukturen, d.h. Diktaturen, Monarchie, Despotismus, Absolutismus, die wir nicht mehr dem 21. Jhd. zuordnen können bzw. wollen. Die wir weit hinter uns gelassen meinten hofften träumten zu haben.

    Der Witz an dieser Entwicklung ist ihr nicht linearer Verlauf, der harte Schnitt, ein Sprung, zurück in die Vergangenheit. Mittelalter in der Moderne, in Form von Trump. Trump wie ISIS: Stoneage als einzige Alternative zur Moderne.

    Gesellschaft sucht Identität in der Differenz, nicht in Demokratie, nicht in Recht, nicht in Wahrheit, nicht in Geld.

    Sondern in Hierarchie, in Macht, in Gewalt.

    Hatten wir schon einmal.

    Als der Mann ohne Eigenschaft das Wetter erklärte.

    Nicht gut. Gar nicht gut.

  61. Dionysios I., ein sikilianische Mauerbauer, mal wieder einen Blick
    in die ältere Geschichte werfen.

    Die Hofszene mit dem Condottiere und Markgraf von Mantua und seinem Berater lassen mich an den frühen Donald und seinen Anwalt Roy Marcus Cohn aus der McCarthy-Ära denken. Jener Anwalt, hätte er im geeigneten Alter zu geeigneter Zeit in Deutschland gelebt, wäre ein gefundenes Fressen für den Klumpfuß gewesen.
    .
    Da braut sich in den USA einiges zusammen, schaue ich auf den Beraterstab.
    .
    Alles andere siehe @ Edgar Blumersburger 27. Januar 2017 um 17:30 Uhr. Passt!
    (DdH)

  62. Die Wahl zwischen barocker Lebensfreude oder protestantischer Verkniffenheit
    sollte Ihnen als Bayer doch wirklich nicht schwer fallen, werter Don.

    Ich fürchte mittlerweile unsere Gesinnungsfanatiker mehr als den US-Amerikanischen Don. Wer sich für Goldlack und schöne Frauen begeistert, kann ganz schlecht nicht sein. Die schlimmsten Katastrophen wurden meines Wissens eher von verbissenen Asketen verursacht. Trumps zahlreichen Kinder und Enkel sprechen ganz eindeutig dafür, dass sein Zeithorizont über seine persönliche Lebensspanne hinaus reicht, was man von unserer lieben Frau eher nicht behaupten kann.

    Meine Hoffnung ist, dass die Alliierten es diesmal nicht erst mit Appeasement versuchen, sondern uns so schnell wie möglich befreien. Trump und Putin werden sich sicher bald treffen, die englische Premierministerin war ja schon jenseits des Atlantiks, und es besteht die Aussicht, dass Frankreich nach der Wahl ebenfalls dazu stößt. Zum Glück besteht die deutsche Unterwerfungsmaschinerie diesmal nur aus der Exportindustrie. Daimler, BMW und Co. werden hoffentlich kapitulieren, bevor unsere Führung den totalen Wirtschaftskrieg erklärt.

    • Die deutsche Unterwerfungsmaschinerie
      Die nativen Deutschen werden durch eigene Uneinigkeit lammduldsam sein bis zuletzt, betrachtet die Religionskriege, die Napoleonzeit, die Zeit der Nachfolgestaaten. Zum Widerstand unfähig, nie Jakobiner sondern Untertan. Ein politisch-korrekt-geformtes Helotenvolk, ein willenloser Haufen Schafe ohne Leithammel. Die Bevölkerung hat ihre politische Urteilskraft verloren und merkt es nicht einmal.

  63. Ein anregender Text,
    der zum Auftakt werden könnte für vertieftes und sehr fälliges Nachdenken in viele Richtungen, z.B.: Wann eigentlich hat es auch in Deutschland begonnen, dass unterhalb der politisch teils ganz anderen Entwicklungen gewisse neofeudale Attitüden sich ins dynastische Restdenken mengten? Als es in den 90ern hieß, die Deutschen müssten „endlich wieder lernen zu dienen“? (Dienstleistungsgesellschaftsdebatte.) Als Ferdinand Piëch begann, Audi neu zu erfinden und sich dann den ganzen Laden nahm? Oder, ganz anders: Als moderne Kunst zum Möblierungsgut der hektischen Selbstrepräsentanz jener Angestellten (Manager) wurde, die sich noch ihr Versagen vergolden lassen dürfen? Panisch beharren sie auf der Differenz zwischen ihrem Damien Hirst und Donalds Protzgold (deutsches Seitenstück: Carsten „Geschmack kann ich mir leisten, wenn ich die erste Milliarde voll hab“ Maschmeyer); aber dickfüllrig im Tower signieren, das wollen sie schon. Kleine Spekulation noch in Sachen Oberitalien: Wenn Trump beiläufig dran denkt, dass auch sein Stündlein irgendwann naht, wird er twittern, dass seine steinerne Verewigung jene der Scaligeri in Verona lässig übertrumpft. Aber hallo! Die größte und steinernste aller Zeiten! Allerdings konnten sie mehr als Waterboarding in ihrem Verona, und die Brudermordrate war bei den oberitalienischen Dynastien verschwenderisch bis leichtsinnig hoch. Trump, da geht noch was, die waren beim Dealen konsequenter. – Übrigens doch leicht deprimierend: Die Vernünftigen sind (spätestens) jetzt wach und schreiben kluge Texte. Wozu aber vorher erst mal wütend die „Trump-Basher“ in den immergleichen Sack stecken? Lektüre-Tipp: Die hier so ungeliebte ZEIT hat eine Seite gemacht, wie seinerzeit das Echo nach dem 30.1.1933 war. Nämlich so: Abwarten. Beschwichtigen. Auf die Kraft der ‚Balances‘ setzen. Sich einfach nicht vorstellen können, dass… (einer ernst macht). Es wird auf der ZEIT-Seite gar nichts platt parallelisiert, das wäre dumm, ahistorisch, kurzschlüssig. Aber man liest mit eigenartigen Gefühlen. Es ist so gar nicht auf ewig im Geschichtsbermudadreieck versunken. So gar nicht.

  64. Lausspaziergang auf der reinen Leber?
    Einen besseren Nepotismus als den der Bourbonen gab es kaum. Dennoch wurde dieser Herrscher meist allein dargestellt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_XIV.#/media/File:Adam_Frans_van_der_Meulen_-_Louis_XIV_at_the_taking_of_Besan%C3%A7on_(1674).jpg

    Insofern haben Darstellungen mit Familie nicht die geringste Bedeutung. Jeder sucht sich das selbst aus.

    Die Queen of England, so etwa das Gegenteil von Trump, wird jedes Jahr zu Weihnachten mit großem Clan dargestellt und ist hierbei relativ machtlos.

    Was die Medici betrifft, liegt ihr Hauptverdienst in der Förderung der Renaissancekünste und im Aufbau der Sammlungen, die heute die Uffizien und den Palazzo Pitti bewohnen und Mengen an touristischem Geld in die Stadt Florenz spülen. Ich finde, dabei sollte man es belassen. Es hätte auch ein roherer Clan sein können.
    Sie brachten Catarina und Maria hervor, Stichworte Küche, Edikt von Nantes, Rubens, Louvre. Was soll’s?

    ist Ihnen eine Laus über die Leber gelaufen? Sie sind doch selbst aus einer Art Dynastie, wenn sie auch noch nicht so alt ist.

  65. Titel eingeben
    Edgar Blumersburger sagt:
    27. Januar 2017 um 17:30 Uhr ….Amerikaner wählen ihren örtlichen Polizeichef _direkt_. Deutsche bekommen die vorgesetzt. Amerikaner wählen ihre örtlichen Richter _direkt_. Deutsche bekommen die vorgesetzt. Amerikaner wählen viele örtlichen Verwaltungschefs _direkt_. Deutsche bekommen die vorgesetzt. Und so weiter, da gibt es noch viele Beispiele. Kurz: Die USA sind sehr viel demokratischer als Deutschland,
    unvergleichlich viel demokratischer. ..“

    Herr Blumersburger,
    schön, daas Sie das hier mal reingestellt haben.
    Danke

  66. Meuchelmord im weißen Haus?
    Da liegt er falsch der Herr Joffe, den wird es nicht geben!

    Wenn einer in absehbarer Zeit gemeuchelt wird, dann der Herr Erdogan. Der Mann hat seinen Zenit bereits überschritten. Was kommt wird hässlich… und das wird nicht mehr allzulange dauern. Der Tyrannenmord ist hier programmiert.

    Herr Trump ist mir hingegen deutlich sympathischer – und der wird auch die 8 Jahre vollmachen, wenn seine Gesundheit mitmacht.

  67. Nichts Neues im Westen. Woanders auch nicht
    Schöner Artikel. Aber ich glaube, dass der Rückgriff auf die Renaissance zu weit geht. Und gleichzeitig zu kurz greift. Dynastische Ordnungen gibt es auch heute überall. Ein gutes Beispiel war der Diktator von Tunesien, Ben Ali. Er führte ein echtes Familienimperium, mit Mafia-Methoden der Ausplünderung und Aneignung. Ghaddafis mafiose Stammesdiktatur baute auf nostalgische Clanstrukturen. In Putins Reich wiederum hat die Mafia Verwaltung und Behörden übernommen. Innerhalb der kriminellen Staatapparate geht es recht familiär zu. Erdogan verschiebt ein paar Millarden, oder pardon, waren es nur Millionen an Familienmitglieder. In Argentinien hat die Kirchner-Regierung, diesmal ohne Familienbezug, eben mal private Rentenversicherungen einkassiert, um die defizitären staatlichen zu pimpen. In Kazcynskis neo-autokratischem Polen ist jetzt das gleiche passiert.

    Keines der oben genannten Beispiele war oder ist wirtschaftlich erfolgreich. Erdogans Türkei hat lange Zeit gezehrt vom früheren libaralen Regierungsstil, aber damit ist es vorbei. Die langjährigen Despoten aus den oben genannten Beispielen haben über nur stagnierende und unterentwickelte Volkswirtschaften regiert. Russland hat die Dutch Disease und lebt fast ausschließlich, wovon schon die Sowjetunion profitiert hat: Hydrocarbonindustrie. Argentinien stolpert von einem Bankrott in den nächsten. Polen sieht sich veranlasst, Wachstumsraten rückwirkend zu revidieren, um die aktuell immer schlechteren besser aussehen zu lassen.

    Liberale Demokratie, wirtschaftliche Entwicklung, Respektierung von Eigentumsrechten und Zurückhaltung des Staats bei ökonomischen Themen sind laut liberaler Theorie conditio sine qua non. Jetzt kommt die Probe aufs Exempel. Trump will das Rad neu erfinden? Ich bin neugierig, was seine rust belt-Anhänger in ein paar Jahren sagen werden.

    Der Lieblingskabarettist Augstein hat ein wenig Angst, dass der (nach seiner Lesart „faschistische“ – total daneben liegt er allerdings nicht) Interventionismus doch gut laufen könnte. Er glaubt dem Dow Jones-Orakel: „hat die historische Marke von 20.000 Punkten überschritten“. Womöglich ist die Sache ein bisschen komplizierter.

  68. Trump-Foto
    Nitpick: Das Trump-Foto mit der Unterzeichnung ist nicht im Weißen Haus entstanden sondern im „President’s Room“ des Kapitols, also gewissermaßen ausdrücklich in der Öffentlichkeit der Volksvertretung. (Deshalb steht rechts am Tisch auch Nancy Pelosi, die Vorsitzende der Demokraten im Repräsentantenaus, neben/vor Kevin McCarthy, dem Vorsitzenden der Republikaner und Mehrheitsführer; rechts am Tisch stehen vorne Mitch McConnell, der republikanische Mehrheitsführer im Senat, und neben/hinter ihm Chuck Schumer, der Chef der demokratischen Senatoren.)

    Trump unterzeichnet da gerade die formelle Nominierung der Kandidaten für sein Kabinett, über die der Senat dann abstimmen muss.

    • Korrekt. Vielen Dank für den Hinweis.
      Es gibt immer so kleine Stolperfallen. Ich hätte dazu geschrieben, dass man an sowas merkt, dass es doch einen Unterschied macht, ob man vor Ort präsent ist oder nur im Netz (und damit notgedrungen zielgerichtet) recherchiert. Allerdings widerlegte das im gleichen Moment der DLF: Dort lieferte die SWR-Korrespondentin Sabrina Fritz aus Washington den täglichen Rundumschlag zu Trump. In diesem Rahmen heftete sie ihm, der gestern noch als Putin-Freund verspottet wurde, gleich die jüngste US-Truppenverlegung nach Osteuropa an. Verbunden mit einer Warnung Gorbatschows vor der Militarisierung der Politik. Und eben diesen Gorbatschow bezeichnete sie – jetzt kommt’s – als „ehemaligen russischen Präsidenten“. Wenn ihr dabei nichts auffällt, fällt ihr vor Ort auch nichts auf.

  69. Gott-Imperator, nicht guter Imperator
    Seine „Anhänger“ feiern Trump nicht als guten Imperator, sondern als Gott-Imperator. Die Bilder dazu sind vom Gott-Imperator aus dem Warhammer 40 000 Universum inspiriert das als Hintergrund für viele erfolgreiche Bücher, Brett- & Videospiele dient.
    In diesem Hintergrund war der Gott-Imperator ein unsterblicher Übermensch der nach einer Apokalypse die Menscheit wieder groß gemacht hat und in ein neues Zeitalter der Aufklärung führen wollte in dem Aberglaube und Religion keinen Platz haben.
    Genau das was bei naiven Anhängern von Trump ankommt – könnte man meinen wenn man nicht wüsste das dieser Gott-Imperator (der nie als Gott verehrt werden wollte) im aktuellen Warhammer 40 000 ein langsam verfaulender Körper mit einem zersplitterten Verstand auf einen goldenen Thron ist, in dessen Namen religiöse Fanatiker über einen brutalen und totalitären Staat herrschen während genmanipulierte Supersoldaten mit Kettensägen die Feinde der Menscheit niedermachen.
    Klingt überzogen und brutal? Ist es auch, und hat z.B. einige Metalbands wie Bolt Thrower und Debauchery inspiriert.
    Trump zum Gott-Imperator zu erklären ist also eher ironisch gemeint, und er ist auch nicht der erste Prominente den diese „Ehre“ zuteilwurde. Was nicht bedeutet das diese Leute Trump ablehnen – für die Art und Weise wie er sich als Troll aufführt hat er durchaus Anerkennung gefunden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Warhammer_40.000#Das_Warhammer-40.000-Universum

  70. Das Bild
    eine Aufnahme kurz nach der Amtseinführung, wo Trump umgeben von seiner Familie, führenden Republikanern, wie z.B. Paul Ryan und Mitch McConnell und führenden Demokraten wie z.B. Nancy Pelosy und Chuck Schumer einige notwendige Unterschriften zum „power transit “ leistet. Es war nicht in seiner Privatwohnung, der Prunk ist im Weißen Haus und im Capitol (bin nicht mehr sicher, wo,die,Unterzeichnung stattfand) vorhanden gewesen und nicht von ihm eingeführt. Meines Wissen sind dies Photos, die jeder Präsident bisher machen ließ umgeben von Familienmitgliedern und wichtigen Perönlichkeiten beider Parteien. Da Trump eine große Familie hat, sollte hier nicht zu falschen Schlüssen führen.

  71. Von Richtern und Henkern
    Mir ist ein von Kindern, Enkeln und der ganzen Familie umgebener Trump lieber, als ein Schwätzer Obama, der sich in seiner Regierungszeit als Richter und Henker zugleich austobte, um ohne Gerichtsverhandlung und Verteidigungsmöglichkeit ferngesteuerte Bomben auf wirkliche oder vermeintliche Feinde fallen zu lassen.

    So ein Verhalten würde ich Despotismus nennen, willkürlich, selbstgerecht und Machtbesessen. Darum weinte er auch, als die geile Zeit des Killens (Der Henker und kein Gewissen) vorbeiging und er alles an Trump geben musste.

    Aber nur in Deutschland bzw. linken Kreise kann man sich über Goldtapeten des Trump ereifern und sogleich die Nähe zu Despoten suchen, die die Köpfe rollen ließen.

    Wie sieh es denn auf dem amerikanischen Kontinent aus?

    Nun, der Despot Ortega pflegt seinen ergaunerten Reichtum, den er sich als Präsident ergattert hatte.
    Er war nicht nur der erste Revolutionär seines Landes, sondern mutierte zugleich vom armen, mittellosen Kämpfer zum Multimillionär, der eine ganze Sammlung von Mercedes-Benz-Autos in seinen Garagen pflegt und hütet. Gehört natürlich alles dem Volk….

    Keiner regt sich darüber auf. Niemand sagt, er sei Despot.

    Ah ja, Nicaragua ist zu unbedeutend für Deutschland, Despoten sind nur jene, die für Deutschland Bedeutung haben könnten.

    Wenn Trump behauptet, man brauche nur richtig viel Geld und man kann der Frau hingreifen wo man will, dann stimmt das ja. Viele Frauen hier aus armen Schichten heiraten ältere Männer, wenn diese Geld haben und die Mädels somit in der sozialen Stellung hochrücken und ökonomisch abgesichert sind.

    Ob eine 20-jährige dem 50-jährigen Mann wegen seines Geldes ihren Körper anbietet oder ob es Trump sagt, es ist das gleiche. Und ehrlicher als die „gläserne Decke“ unter der sich deutsche machtbesessene Frauen angstvoll ducken und erniedrigen müssen.

    Und Senor Aleman, der Ex-Präsident Nicaraguas, trieb es noch doller. Die USA und Europa spendeten 200 Millionen Dollar um die Schäden von „El Niño“ zu beheben. Und was tat Aleman? Er sagte, er würde gerne die Koordination über das viele Geld übernehmen.

    Und so kamen 200 Millionen Dollar zu Aleman.
    Viele Kinder Nicaraguas starben buchstäblich vor Hunger und Durst. Kinder Salvadors starben an Hunger. Weite Landstriche blieben verwüstet. Es gab keinen Cent für den Wiederaufbau. Nichts für Krankenhäuser, nichts für den Ackerbau oder soziale Einrichtungen.
    Es gab allerdings für Präsident Aleman einen privaten Düsenclipper, den er sich von einem kolumbianischen Drogenbaron gekauft hatte. Aleman lebte feist und gut und wurde immer fetter. Kein Wunder. Hat er doch die Hälfte der 200 Millionen Dollar schlichtweg unterschlagen und in die eigene private Tasche gesteckt, während Kinder Nicaraguas vor Hunger elendig ums Leben kamen.

    Das nenne ich Despotismus, Selbstherrlichkeit bis hin zum Raub am Volk. Aber doch nicht bei Trump.

    Nur ihr Deutschen ereifert euch über die Goldtapeten, dabei zeigen die Gringos gerne ihren Reichtum, die haben damit keine Probleme. In Deutschland schämt man sich seines Mustangs wegen, in den USA protzt man mit seinem 8-Meter-Auto.

    Und seltsam, die Presse hier bei mir ereifert sich nicht über Trump, eben, weil sie genau das alles kennen. Sie ereifern sich vielleicht über eine politische Entscheidung, stellen aber Trumps Macht, Familienclan und Goldtapete nicht in die Ecke des Despoten.

    Ja, kann man sagen, weil ihr in Lateinamerika immer schon Despoten hattet.

    Hatten wir?

    „Selbst beim Präsidenten Costa Ricas herrschte kein Luxus.
    Ebenso bescheiden wie das Volk lebte der erste Mann des Landes, Präsident Juan Raphael Mora, der zugleich Besitzer der größten Kaffeeplantage des Landes war.
    Bescheidenheit war hier Tugend.“ Zitat aus dem Buch „Die Republik Costa Rica, aus dem Jahr 1856

    In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass das Deutsche Bankhaus „Die Fugger“ damals ganz Brasilien als ihr Eigentum betrachtet haben, weil sie Geld gaben für die Eroberung. Ganz Brasilien!

    Und dann ereifert man sich heute über Trumps Goldtapete und nennt es Kitsch. Auch Kitsch kann schön sein. Es liegt stets im Auge des Betrachters. Aber das Deutsche Besserwissertum richtet schon die Moral-Leitlinie auf und sagt wieder mal, wo es lang geht im Leben.

    Und hier in Amerika zeigt man gerne und mit Stolz seine Kinder, je mehr desto besser. Niemand fragt sich was der Präsident bezweckt, wenn er seinen Clan um sich versammelt, wie etwa Oscar Arias es tat. Weil es einfach zum Leben gehört und Stolz macht.

    Ich weiß, in Deutschland gilt es fast als asozial, mehr als 2 Kinder zu haben. In Amerika (Nord bis Süd) sind 5 Kinder normal.

    Diese Diskussion hier ist eine typisch deutsche Diskussion, die die andere Kultur der USA nicht betrachtet.

    Im übrigen hat die neue Geschichtsschreibung mittlerweile den angeblich verrückten Despoten Caligula längst freigesprochen.
    Saludos.

    • Wenn Sie schon mit Ihren Privatinteressen so abweichen, halten Sie es bitte kurz, wenn Sie freigeschaltet werden wollen. Das hier sind Kommentare und keine Coreferate.

  72. Wer sagt denn
    dass es sich nicht lohnt, Kunstgeschichte zu studieren. Leider zivilisieren sich Dynastien nur in der longue durée und eben nicht von jetzt auf gleich. Otto von Wittelsbach war schliesslich auch a ganz a Wuider als er mit Bayern belehnt wurde.

    Zur Ehrenrettung der Medicis möchte ich nur anmerken, dass sie im Gegensatz zum Donald den Unterschied zwischen „tariff“ und „toll“ kannten und im Finanzgeschäft mit allen Wassern gewaschen waren.

    Ihre Hoffnung, dass sich der Donald mäßigt, hat man hier in Nordamerika aufgegeben – ganz im Gegenteil wird’s noch radikaler werden. Wer die Bush und Obama Jahre in den USA erlebt hat, weiss aus erster Hand wie gespalten die Gesellschaft dort ist und wie sich die Republikaner zu einer radikalen Partei gemausert haben, die die AfD wie den RCDS aussehen lässt – und das will nach Höcke und Le PenßSchulterschluss einiges heissen.

  73. Titel eingeben
    Die Welt hat mehr davon, wenn diese Leute
    https://de.wikipedia.org/wiki/The_Giving_Pledge
    ihren Reichtum nach ihren Vorstellungen verteilen und nicht nach den Vorstellungen der sozialistischen Soziologen-Gilde.
    Der Hunger in der Welt ist durch den Kapitalismus reduziert worden, nicht durch Soziolgen Geblubber und nicht durch Sozialismus.
    So, jetzt rede ich wieder mit meinen Blümchen, kommt mehr rum, als Herrn v. Goslar zu antworten.

  74. Ikonographie
    „… es geht um Ikonographie und das Bild ist sicher kein Zufall.“
    Dieses wohl auch nicht, zumindest dass es ausgewählt wurde:

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ac/Obama_and_Biden_await_updates_on_bin_Laden.jpg/800px-Obama_and_Biden_await_updates_on_bin_Laden.jpg

  75. Rule Teutonia, Bavaria rule the Waves!
    Während unser kleinwüchsiger Agent Provokateur aus Braunau so tat, als sei er mit der Übernahme der Weltherrschaft überfordert, haben wir bekanntlich das deutsche Königshaus von Sachsen, Coburg und Gotha, welches sich 1917 den Phantasie- und Tarnnamen „House of Windsor“ verlieh, unter eine weitere Deutsche Haube gebracht. Als sich nämlich die Deutsche Familie Battenberg 1917 in „Mountbatten“ umbenannte, und deren Sprössling, Philipe, Duke of Edinburgh, Sohn von Alice Battenberg aka „Mountbatten“ seine Elisabeth II. von Sachsen, Coburg und Gotha, aka „Windsor“ ehelichte, da wurde Großbritannien, wie es sich gehört, zu 100% von Deutschem Adel regiert. Die zu Sachsen, Coburg und Gotha regieren oder regierten übrigens auch auf den Thronen Belgiens, Portugals, Bulgariens, Russlands und sind eng mit den Bernadottes, dem Königshaus von Schweden verwandt. Zwar wurden viele von denen vorübergehend durch Marx und Engels, ebenfalls eine Art deutsches Adelsgeschlecht, ersetzt, aber mit den Vereinigten Staaten haben wir uns immer schwer getan. Solange, bis Donald Trump, Enkelsohn von Friedrich Trump aus Kallstadt das für uns gemacht hat. Jetzt müssen wir bloss noch die langweilige Zweitakt-Nervensäge aus Berlin entsorgen, dann gehört die Welt uns. Seien Sie also nicht so negativ, depressiv und kontemplativ (und erkläre mir einer einmal, was „Nepotismus“ bedeutet).

  76. Inszenierung der Macht
    Ihr wohlabgewogener Vergleich des Trumpschen Dekretunterzeichnungsbildes im Weissen Haus in Washington mit der Hofszene der Camera degli Sposi von Andrea Mantegna in Palazzo Ducale von Mantua ist durchaus richtig, und zeigt, wie gültig die ausgeprägte Bildsprache der italienischen Renaissance in kulturähnlichen Nationen heute noch empfunden werden kann.

    Sie benennen vor allen Dingen den Hauptunterschied in der Motivation der Auftraggeber für diese zeitlich doch sehr entfernt liegenden Gruppenportraits.
    Die Familie Gonzaga feierte sich selbst – eben nichtöffentlich – und hatte wohl ihre Freude daran, sich im Ganzkörperportrait sozusagen auf erhöhtem Sockel, der durch die Wandaufteilung im Palast Ducale in Mantua vorgegeben ist, zu zeigen. Der Rezipient schaut immer auf zu den Gonzaga, selbst die Kinder dürften tatsächlich im Schauraum befindliche Erwachsene überragen, oder zumindest gleichgroß, sozusagen auf Augenhöhe des Bildbetrachters erscheinen.

    Denoch ist die Absolution und machtverteilende Kirche auch mit im Bilde, z.B. durch eine Nonne im Hintergrund angedeutet.
    Das der Patriarch im Vordergrund in einem (goldenen) Stuhl ruht und quasi „ex cathedra“, also in der Haltung eines Lehren verkündenden Bischofs sitzt und sich an den vermutlich ältesten Sohn wendet, der ähnlich wie die meisten seiner männlichen Verwandten in eher leichter Beinbekleidung erscheint, im Gegensatz zum beinahe priesterlich wirkenden Gewand des Patriarchen, zeigt, das in dieser Familiendarstellung die Bildsprache der damaligen Kirche durchaus eine bedeutende Rolle spielt, was auch nicht verwundert, da Bildwerke in erster Linie dem Ruhme Gottes dienten, und lediglich der reiche Privatier überhaupt die Ausläufer dieser Kunstform durch seine Möglichkeiten in einer Form schaffen konnte, die uns heute noch in diesem Wandbilderzyklus überliefert ist.

    Das Trump’sche Familienbildnis mit Beratern hat aber einen anderen Hintergrund. Zunächst fällt auf, dass der Potentat in der Mitte sitzt.

    Seine Tochter, die Frau des klugen Schwiegersohns der wohl durch seine Kontakte zur Internetwelt maßgeblich am Sieg seines Schwiegervaters beteiligt sein dürfte, schwebt quasi engelsgleich über dem Vater, das Licht fällt auf sie durch den nur an dieser Stelle geöffneten Vorhang, ihre blonde Haarpracht wird vom Sonnenlicht umspielt.
    Sie erinnert beinahe an eine Marienerscheinung, die Lichtführung ist äußerst raffiniert, denn durch den dreiecksförmigen Lichteinfall erinnert die Komposition auch etwas an pyramidiale Kompositionen, die stets auch mit Macht verbunden sind. (Auf den US-Dollar Banknoten befindet sich übrigens auch eine Pyramide!)

    Gleichzeitig ist dieses Bild auch ein Versprechen. Wir erinnern uns, dass viele US-Amerikaner von dem Gedanken nach dem amerikanischen Traum beseelt sind, der in etwa besagt, dass ein sozialer und wirtschaftlicher Aufstieg für jeden möglich ist, man müsse sich nur kräftig anstrengen und hart arbeiten.
    Und genau dies repräsentiert diese Familie und ihre Berater, auch wenn Donald Trump schon das Glück der reichen Geburt geniessen konnte, was den wirtschaftlichen Aufstieg und somit den in das Präsidentenamt sicherlich erleichterte.

    Die Kulisse – ein Raum mit ovalem (!), kräftigem, feinen Holztisch ist nur vom Souverän verliehen. Hier könnte jeder gebürtige US-Amerikaner sitzen. Hier sitzt aber jetzt Herr Donald Trump, und wir sehen, er sitzt im Kreise seiner großen, schön gekleideten und gestylten Familie, und die Berater sind sogar auch dabei.
    Familie ist hier der Mittelpunkt und auch die freundesgleichen Berater sind zu diesem Tisch geladen.
    Im Hintergrund erscheint das beinahe göttliche Licht durch einen Vorhang und erhellt die Szenerie sehr subtil.

    Man beachte auch die Blickachsen der Anwesenden. Der Sohn zur rechten Seite scheint Zeuge einer Erscheinung zu sein, die anderen Kinder sind mehr oder weniger interessiert, erscheinen aber alle brav und fügsam. Die Erwachsenen wissen aber alle um den imperativen Vorgang der Macht, die sich durch eine Unterschrift manifestiert: Fast alle schauen auf Trump, bzw. die Erteilung der Unterschrift, die er stellvertretend für sein Gesamtvolk (und in der Wirkung auch für andere Völker) erteilt.

    Was man auch nicht außer Acht lassen sollte: Selbst in den ärmsten Ländern der Welt – z.B. in Afrika – ist die Familie stets der Kernpunkt allen gesellschaftlichen Lebens. Nur mit der Familie, durch die Ausdehnung der Familie und durch eine Vielzahl von Nachkommen sichert man sich das Überleben im Alter. Dies ist übrigens seit jeher auch ein von der kath. Kirche vertretenes Familienkonzept, was die Lösung globaler Probleme durchaus nicht erleichtert.

    Aber es ist eben das ewige Rezept des „so ist es schon immer gewesen“ und somit stockkonservativ und traditionalistisch, wenn auch schön anzusehen in dieser pathetischen Bildkomposition.

    Das Bild wird den Wählern Trumps gefallen, und es gefällt auch allen anderen, die ihre Familie gern haben.
    Es zeigt, dass das erfüllte Streben, wenn es von Erfolg gekrönt ist, oftmals auch auf dem Fundament der Familie ruht.
    So denken nicht nur Menschen in den USA und Europa, sondern in der ganzen Welt, von Wladiwostok über Peking bis Timbuktu wird diese Bildsprache verstanden.

    Daher: Wundern wir uns bitte nicht über Wirtschaftsimmigranten, die auch nur ihre Träume erfüllen wollen.
    Und dies ist die andere Seite des Bildes: Die Grenzanlagen, die vor einer Zerstörung dieser heilen Welt und des „happy end“ schützen sollen. Diese sehen wir im Bilde nicht, aber diese wurden ebenfalls durch die Unterschrift ermöglicht. Eins fügt sich scheinbar harmonisch zum anderen.

  77. ist doch beruhigend
    dass die abgehalfterten weissen Menschen am Ende ihrer Zeit
    noch Emporkömmlinge hervorbringen können.

  78. Schönheit und die Freiheit des Unterschieds
    Vielen Dank für diese ikonographische Unterweisung ohne den Duktus des Rechthabers. So komme ich fließend auf eine angenehme Distanz und zur Abstraktion des lauten Geschehens hier in Europa und dort in Amerika.

    Europa ist so viel reicher an Schätzen und Geschichte und wir beschäftigen uns mit den modernsten Medien, gefüllt meist nur mit den neuesten, oberflächlichsten, grellsten und künstlichsten Nichtigkeiten.

    Dabei ist die Geschichte das, was uns verwurzelt, eine schrecklich schöne Geschichte, wenn wir als die Überlebenden in unserer Zeit darauf schauen können, ohne Kriegsangst oder Unterdrückung. Wir dürfen uns identifizieren mit dem Alten und das Beste daraus ziehen für die eigene Identität.

    Sind wir vielleicht viel zu sehr im „Jetzt“ verhaftet, in unserem System, denken nicht mehr außerhalb der Demokratie- und hirnloser Laberkiste engstirniger Politikschauspieler? Und entwurzeln wir uns da nicht gerade selbst? Ist Kunst, Musik, die ganze nicht direkt verwertbare Schöngeisterei genau das, was den Menschen ausmachen kann? Ist von den Reichen ein Geldkonto das, was uns interessiert an ihnen, oder sind es die Verschwendung in Schöngestalt und Literatur, in Noten für Musik und sozialen Errungenschaften?

    Was sind wir oft frustriert von den Kleingeistern, die dennoch so laut und omnipräsent unsere moderne Welt bevölkern – mit geistigem Dünnschiß, unlogischem und nichtigem Gewäsch, aufgeblasen und doch zutiefst fragil, wendehälsig, weil ohne inneres und oft auch äußeres Fundament.

    Soll man Trump danken, dass er uns Zeit lässt für den großzügigen Blick über ihn hinweg auf die pure Ikonographie von Macht, Einfluss, Familie, alten Werten, Grandesse und Freiheit? Ist das seine Freiheit, unverblümt die Welt auf das einfache, direkte und rigorose Spiel des Unterscheidens zu verpflichten, als die alte Ideologie, die dem Menschen Orte zeigt, an die er gehen und solche, an die er nicht gehen kann?

    Und ist es unsere Freiheit, zu wählen, und im Raum dessen, wo wir gehen können, zu gestalten, wie wir wollen und uns nicht verbieten lassen, was uns Agitatoren des Einebnens aller Unterschiede weismachen wollen? Ist es unsere Freiheit, den Unterschied zu feiern?

    Wie sonst sollen wir die Schönheit, auch die schreckliche, des Lebens erfahren, wenn wir nicht den Unterschied zum Häßlichen feiern?

    Lob der Schönheit und der Freiheit, Häßliches auch so zu nennen.
    Lob dem Unterschied, der Reichtum erst erfahrbar machen lässt.

    • Gern geschehen – ich hatte den Eindruck, dass der Aspekt vielleicht ganz unterhaltsam sein könnte.

  79. Der inszeniert sich halt als Familienmensch
    Würde das Bild ihn nicht mit seiner Familie, sondern im Kreise seiner Generäle zeigen, fände ich das beunruhigender.

    Wenn sich ein neuer deutscher Kanzler inmitten von Familie und engen Beratern auf einem Amtseinführungsfoto ablichten lassen würde, dann wäre das für mich auch ungewöhnlich. Bei einem amerikanischen Präsidenten überrascht mich das weit weniger.

    Reiche einflussreiche Familien mit generationsübergreifendem Hang zur Politik sind in Amerika ja nichts ungewöhnliches. In Europa ist das derzeitig ja eher verpönt oder zumindest verdächtig.
    Die haben die Kennedys und Bushs und bei uns gibt es da bestenfalls die Familien Graf Lambsdorff und von Weizäcker, die verglichen damit lächerliche Zwergensippen sind.
    Die Bemühungen von Franz Joseph Strauß, in Bayern eine Politiker-Dynastie zu etablieren, können ja auch als gescheitert angesehen werden.

    „Trump passt mit seinem Vertrauen zu seiner Familie und eingeheirateten Personen nicht wirklich in unsere Zeit.“ Ja und nein. – Sagen wir mal so, er passt überhaupt nicht zu den progressiv liberalen weltstädtischen Milieus, die in den letzten 40 Jahren den Diskurs dominiert haben. Diese Milieus sind aber in die Defensive geraten und so global gesehen stellen sie eine kleine Minderheit, deren demografische Charakteristik nicht gerade für eine zukünftige Expansion spricht.

    Die Frau des Markgrafen von Mantua in der Mitte des Gemäldes war übrigens eine Enkelin jenes Burggrafen von Nürnberg, der in die Havelsümpfe und die sie umgebenden Sandsteppen geschickt wurde, um ein paar übergriffige Schwertleute zur Ordnung zu rufen. Als Stammherr der Kurfürsten von Brandenburg war er auch ein Urahn des Kaisers Wilhelm, der ja auch im Beitrag erwähnt wird.

    Ob und wie die Herren von Gonzaga mit der Familie Trump verwandt sind, ist so weit ich weiß nicht verbürgt.

  80. Ach, Sie machen jetzt auch mit beim Hinrichtungsjournalismus
    Lieber Don Alphonso,

    so schön haben Sie wieder geschrieben und einige in Berlin werden sehr mit Ihnen zufrieden sein, daß Sie, wie viele Ihrer Kollegen, erneut das Thema „Trump“ gewählt haben und sich auf blumige Weise am gefälligen Spiel des Hinrichtungsjournalismus mitbeteiligen.

    Wenn man es biblisch sehen möchte so greife man zu (1.Cor. 1,20):“ Nonne stultam fecit Deus sapientiam huius mundi?“ oder allgemein verständlicher: „Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?“

    Aber das von Ihnen gewählte Bildchen ist ja wirklich sehr schön anzuschauen, beschreibt eine lebendige Szene, wie wohl auch Ihre Wahl dieses Gemäldes deutlich macht, wo Ihre Seele Zuhause sein will.

    Ein echter, gebildeter Bayer, der so mal nebenbei, vielleicht im Vorzimmer seines Zahnarztes, in einer der zahlreichen Illustrierten, beim Betrachten des Trumpfamilienphotos in so etwas wie eine Nachdenklichkeit hierüber versinken würde, sähe sicher das Familienphoto vom Prinzen Luitpold vor seinen Augen. Es ist ja schade, daß ich Ihnen dieses Bild jetzt nicht mitschicken kann, doch es ist ein Bild des leeren Blicks.
    Prinz Luitpold, in Uniform, Bart und Brille, schaut, mit leicht gehobenem Kopf, nach links in eine fiktive endlose Ferne, über den Kopf, des links von ihm stehenden Leopold hinweg, der ebenfalls mit leerem Blick nach rechts schaut und Ludwig, rechts von Prinz Luitpold stehend schaut nach links in dieselbe Richtung wie Prinz Luitpold. Vor Prinz Luitpold sitzend Auguste, deren Blick nach links über den Kopf, des rechts neben ihr stehenden Arnulf hinweg, sich ebenfalls in einer endlosen Leere aufzulösen erscheint. Die Augen des kleinen Arnulf hingegen scheinen auf Augustes Busen Ruhe gefunden zu haben, wie auch die Augen der links von Auguste stehenden Therese wieder auf deren Busen blicken.
    Eben ein Photo mit Blick auf Brüste, aber vor allem ins Leere. Da ruht der Bayer wie beim Betrachten von Herrn Trumps Unterschriftenphoto.

    Bei derartigen Betrachtungen, und in der Heimat verbleibend, wäre zum Vergleich vielleicht auch ein Familienphoto von Franz Josef Strauß, seiner Marianne, Max, Franz- Georg und Monika hilfreich gewesen, vor allem da bei Franz Josef Strauß in seinem Auftreten, wie seiner Rhetorik, wesentlich mehr Gemeinsamkeiten zu finden wären.

    Nun gibt es ja Staatschefs, die nicht einmal für ein Photo taugen. Vielleicht weil sie schlicht nicht in der Lage sind eine ordentliche Familie zu gründen oder ihren nicht geborenen Kindern die Folgen ihrer eigenen Entscheidungen ersparen wollen. In stiller Erkenntnis, daß sie politisch eigentlich nichts taugen in der gegenwärtigen Welt reicht es dann gerade mal für ein Selfigruppenphoto mit Islamis – mit leerem Blick.

    Böse Stimmen würden zu einer solchen Person vielleicht sogar sagen: amicitia huius mundi inimica est Dei (Die Freundschaft mit dieser Welt ist die Feindschaft gegen Gott).

    Vielleicht können viele Menschen die Krisen im eigenen Land nicht auf Dauer ertragen und sind in eigenartiger Weise glücklich über Herrn Trump, wie die von Berlin an der Leine geführten Welterklärer im Krisenmodus in den Verlagshäusern.

    Bei all den fleißigen Propheten die in diesen Tagen Herrn Trump so gerne als gefährlich und lächerlich dargestellt wissen möchten, denke ich an Friedrich Dürrenmatts Satz:

    „Eine Geschichte ist dann zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmst-mögliche Wendung genommen hat.“

    Hart zupackender Journalismus im eigenen Land wäre sinnvoller !

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Wenn Sie eine Antwort wollen, verkneifen Sie sich hier Quatsch wie „Hinrichtuingsjournalismus“.

    • "Blutlüsternd"
      Zitat: „Hart zupackender Journalismus im eigenen Land wäre sinnvoller !“

      .

      Es wird weh tun, aber warum warten? Die nichtmehrgemochteunbedarfte, überflügelt am 2. Februar in die diktatorische Türkei, um sich wider Erwarten zu bücken. https://pbs.twimg.com/media/C3KNOtiUYAAl3Dr.jpg

      Ihr Liebling aus alten Zeiten sagt: „Welcome to Almanya“
      https://www.taz.de/tazgazete-Ratgeber/!5376220/

      .

      Pointe I: https://pbs.twimg.com/media/C27uigRW8AAyrVj.jpg

      .

      Empfehlung: „Trump: Schluss mit dem 11. September!“ voltainet.org

      .

      Pointe II: http://www.yourepeat.com/watch/?v=W5SFB0XhkZw&start_at=660&end_at=837

    • We need to find the leader, Mangalores won't fight without the leader.
      So sehr ich auch, immer amüsiert, die Bemühungen der Psychologiestundentin beobachte, wie sie dem Don immer und immer wieder den Knochen in Richtung Berlin wirft, und alle Contenance verliert, wenn er dann doch in Richtung Washington D.C. sucht, so würde ich der Dame doch gerne erklären, dass die wahre Macht halt immer noch rein maskulin mittels Gewalt von den großen Kräften in Moskau, Ankara und Washington D.C. gehalten wird.
      Was uns sagt, dass die Zukunft maskulin ist. Auch in Deutscheland zeigt sich dieses Begehren: Wir erinnern uns wie bei der Ukrainekrise die deutsche Bevölkerung in Distanz zur damals erzeugen „Lügenpresse“ viel Nähe zu Putin entwickelte. Wegen der „wahren“ Macht.

      Psychologie Grundstudium: Menschen folgen der Macht.

      Wenn sich auch der Don auf den Trump stürzt, so zeigt dies nur, wie wenig Macht die Medien in Deutschland beobachten, wie wenig man Merkel etc. politische Bedeutung erteilt.

      Und wie wenig der Don den Anweisungen einer Psychologiestudentin Folge leistet.

      PS: Man kann dann auch folgern, dass Frau Merkel solange nicht abgewählt wird, solange keine Mann auf der Bühne erscheint. Dann aber geht es schnell.

    • " ...viel Nähe zu Putin entwickelte. Wegen der „wahren“ Macht."
      @goodnight:

      Demnach müßte die Stimmung also jetzt folgerichtig umschlagen in diesem Stellvertreter-Krieg, denn Trump vertritt allem Bekunden nach schließlich die einzige Supermacht der Welt. In Kürze dürften wir also endlich wieder Erhellendes über die Ukraine nicht nur lesen, sondern auch kommentieren dürfen. Great news.

  81. Prof. Max Otte: Trumps Politik realistisch betrachtet
    Trump als Imperator, die Trump-Family als neuer Herrscher-Clan, historische Assoziationen, untermalt mit Bildern, das kommt nicht nur bei BILD- oder BUNTE-LeserInnen gut an.

    Mit der gesellschaftlichen Realität hat dies allerdings nur wenig zu tun.

    Interessant dazu sind die Ausführungen von Prof. Max Otte bei Lanz am 26.1.16.

    In der Mediathek:
    https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-26-januar-2017-100.html

    Bei YT:
    https://www.youtube.com/watch?v=Gi66UFRwjX4

  82. Bild und Vorbild treffen zu.
    Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich lese hier mit, weil mich dieser Teil des Mainstreams anspricht und ich daraus die Hoffnung ableite, dass es vielleicht doch irgendwann wieder weitergehen kann. Ich mag Ihre FAZ blogs ebenso wie Ezra Levant’s Videostatements, weil sie der Wahrheitsfindung dienen und zugleich (noch) geniessbare Realität vermitteln. Selbstverständlich ist mir dabei bewusst, dass das Ausmaß an künstlerischer Umschreibung in Deutschland höher als in Kanada zu sein hat. Aber gerade deshalb fällt es mir auf, dass die politische „Interpretation“ von Aussagen unserer Bundeskanzlerin ausserhalb Deutschlands deutlich rascher als im eigenen Lande stattfindet. Bsp: https://www.youtube.com/watch?v=j_8kc19DL70

  83. Titel eingeben
    Politikwissenschaftlich ist das, was in den USA abgeht, nichts weiter als die Abwahl der Transatlantiker-Killary-Fraktion durch die Inlands-tea-party-Koch-brothers-Inlandsfraktion.
    Na, und? Das hatten wir in Doitschland schon vor 90 Jahren auch schon mal.
    Das kommt in den besseren Kreisen immer mal vor, bei uns zuletzt 1969, als die Elite mit der Altnazi-CDU unzufrieden wurde. Da bietet sich in solchen Fällen immer die Sozialdemokratie an, das Wahlvolk bei der Stange zu halten.
    Karl Schumacher hatte ja in seiner Dissertation „Der Kampf um den Staatsgedanken in der deutschen Sozialdemokratie“ die SPD als Bezähmer der kommunistischen Arbeiterhorden empfohlen. Als dieselben Horden nach 1945 erst mal Essen und Dach-über-dem-Kopf haben wollten, war die SPD für die Elite ganz schnell überflüssig.
    Das wurde ab 1969 anders, als die Elite die Märkte im Osten entdeckte und schon wurde die SPD vorgeschickt.
    Nehmen wir mal an, einer der SAP-Milliardäre gründet statt eines Fußballvereins eine politische Partei. Die „Fortschrittspartei“, die „Sich-kümmernde Partei“, die „Konsequent-Dummschwätz-Partei“ oder schlicht „Wir-sind Schulz“. Dann werden Millionen in das Marketing geballert, und anschließend hat der Laden 30 % im Bundestag. Und dann?
    Nichts passiert. Denn es ist vollkommen wurscht, wer da als Parlamentarier herumturnt. Die Entscheidungen werden woanders gefällt.
    Und das ist bei Trump auch so.


    • Zustimmung. Der mächtige IT Hedge Fonds Eigner Rober Mercer, ein enger Verbündeter der Koch Brothers, war einer der größten Wahlkampffinanciers von Donald Trump.

      Es war immer so lustig zu beobachten, wie diejenigen, die sich keine Mühe gemacht hatten, sich gründlich zu informieren, immerzu glaubten, Trump würde seinen Wahlkampf selber finanzieren, sodass er deshalb unabhängig sei bzw. so etwas wie ein volksnaher Revoluzzer. ;-)

      Es gab im Laufe der Wahlkampagne sogar Episoden, in welchen Trump zimelich klamm gewesen ist. Die Großen Fische wie Mercer und Sheldon Adelson sind erst dann bei ihm finanziell groß eingestiegen, als es sich schon deutlich abzeichnete, dass er Siegeschancen haben könnte.

      Tja, nun muss Trump liefern und seine Wähler bei Laune halten.

    • Mercer-Fan
      Wenn Sie sowas verfassen, werte Tamarisque, ist das Problem mit Leuten wie mir ganz einfach zu formulieren:

      Ich bewundere Robert Mercer und seinen Vorgänger und Firmengründer, hochintelligent. Wenn etwas mehr Intelligenz in Wirtschaft und Politik einziehen sollte, wäre das nicht zu verachten.

      Es ist für solche Art Intelligenz einfach, Trump zu unterstützen, denn die momentan vorherrschende Politik, vorgebetet von Obama und Clinton, nachgebetet von Merkel, erscheint dümmlich. Von einem gestrickten rosa Uterus, demonstriert von 500 000 Gänsen, ist noch niemand satt geworden, geschweige denn wohlhabend. Das Getöse dürfte mangels Zufluss von Geldern relativ bald sein wohlverdientes Ende finden. und Asyl ist antiquiert, wenn mehr es missbrauchen als verdienen.

    • Schumacher...
      Ohne Helm und ohne Gurt, es war Kurt.

  84. wenn ich's nochmal zu tun hätte
    würde ich wieder Feinwerktechnik studieren, für’s Praktische als solches, und’s Läbe im Allgemeinen; dann aber Kunsthistorie für alles andere was es sonst noch gibt.
    Don Alphonso for President!
    Uff, das musste jetzt aber mal gesagt werden.

  85. "Die Trumps in ihrem Tower: Bildbetrachtung einer unheiligen Familie"
    Gemäßigte Republikaner sind schon froh, dass die FAZ nicht von einer unheimlichen Familie schreibt, nehme ich an. Wohl, ein (unbescheidenes) Heim hat diese Familie.

    der andere Gast – 27. Januar 2017 um 16:34 Uhr … es kursiert von Trump noch mehr solches, hier noch ein weiteres, stark inszeniertes Bild: … Nicht mehr für Sie alle in der FAZ gefunden, …

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-trumps-im-tower-bildanalyse-von-georg-seesslen-14688760.html

    S. dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_See%C3%9Flen [Seeßlen]

  86. The Emperor protects!
    War es ein Versehen, oder Absicht, dass Sie anstatt „God Emperor“ „Good Emperor“ geschrieben haben?

    Trump wird nämlich schon lange als der Gottimperator der Menschheit bezeichnet. Er wird uns vor dem Feind im Innern sowie vor dem Feind da draußen bewahren. Er wird unser Volk mit dem heiligen Feuer des Wissens reinigen. Er wird uns zu den Sternen führen, so dass wir unser rechtmäßiges Erbe antreten können. Er wird bis in alle Ewigkeit auf dem Goldenen Thron sitzen und die Menschheit schützen und leiten.

    • Gefahren dort draussen
      Vorsicht, die Chaosgöttin Merkel wirkt dort draussen in Hypergermany und verdirbt die Menschen…
      Und nicht zu vergessen die SPD-Orks.

  87. Pingback: Samstagslinks / los enlaces del sábado – Geschichten und Meer

  88. Titel eingeben
    „Während seine Anhänger ihn teilweise als “Good Emperor” feiern“

    Nein, die feiern ihn nicht als „guten Kaiser“, sondern als „God emperor“. Also als Gottkaiser. Er ist eben für manche eine Erlösergestalt. Wobei das wohl auch oft irgendwie ironisch, postmodern oder was auch immer sein soll.

    • Mauer für Mexiko
      Als ich das Video sah, auf dem Tramp fragt: Wer bezahlt die Mauer?
      Wähler: MEXIKO! Trump mit Zeigefinger hinterm Ohr: Wer???
      Volk: M E X I K O !!!

      Erinnerte es mich schon an “ wollt ihr den totalen Krieg“ …

      Südlich von San Diego habe ich die Grenzanlagen gesehen und hielt sie eigentlich für unüberwindbar.

    • Himmel,
      er schreibt sich Trump! Trump.Das weiß ich doch.

  89. Titel eingeben
    “ Weder Trump noch Obama gehören zu dieser lange Zeit bestimmenden Kaste, bestimmende Teile ihrer Familien erreichten die USA erst lange nach Unabhängigkeit und Bürgerkrieg“

    Stimmt für Obama nicht gänzlich, Vorfahren seiner Mutter lebten schon im 17. Jahrhundert in der Massachusetts-Kolonie.
    Trump hat allerdings natürlich wirklich frischen Migrationshintergrund wie kein Präsident seit Andrew Jackson (mit dem Trump zuweilen ja auch politisch verglichen wird).

  90. Bei Trump ist von Nepotismus doch keine Spur
    sollen seine Söhne, die mit Politik rein gar nichts zu tun haben, vielleicht den mühsam aufgebauten Familienbetrieb verschenken und als Urwaldärzte arbeiten? Da gab es bei einer Reihe von Politikern, selbst hierzulande, schon wesentlich mehr Anhaltspunkte für Vetternwirtschaft. Wie konnte es beispielsweise dazu kommen, dass in den USA fast alle Medien auf Seiten der Vorgängerregierung waren. Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. Beweisen wird man es wohl nicht können, dass die Obama-Administration dort Leute „hineinprotegiert“ hat, aber… .

    Man kann es Trump auch nicht zum Vorwurf machen, dass er eine große Familie hat. Soll er als Präsident vielleicht alle Kontakte zu ihr abbrechen? Wozu? Hindert ihn das, gute Politik zu machen? Bilder mit Familie entspringen vielleicht gar keinem Größenwahn, sie sind wohl eher einfach nur dem Umstand geschuldet, dass Leute wie Trump auch in der Politik der Familie einen hohen Stellenwert einräumen.

    Und was seine Machtfülle angeht: im Unterschied zu manchen berüchtigten europäischen Despotiedynastien (Borgia, etc.) war das Amt des amerikanischen Präsidenten zwar schon immer mit einer großen Machtfülle ausgestattet (die die Verfassung, nicht Trump, so angelegt hat), aber von Beginn an demokratisch. Trump nutzt seine Richtlinienkompetenz und er hat einen klaren Wählerauftrag. So what?

    Was den Vorwurf der „50-er Jahre Politik“ angeht: die Welt besteht aus politischen Regelkreisen. Auch beim „vernunftbegabten“ Menschen spielen da Versuch und Irrtum eine Rolle. Man lernt, macht Fehler, zieht Schlüsse daraus und schreitet voran. Wesen der Dialektik: das Bestehende (These) wird durch die Antithese in Frage gestellt. Wenn sich Bedarf an Neuerungen ergibt, so erfolgen diese. Wenn sie nachträglich versagen hat man seine Lehren daraus gezogen und kehrt teilweise wieder zum vorher Bestehenden zurück. Und dies dient dann als Ausgangsbasis für echten Fortschritt. In den USA haben sich bestimmte Entwicklungen vollzogen, die man nun als nicht wünschenswert erachtet hat (z.B. „political correctness“). Man sieht, dass man in eine Sackgasse geraten ist und geht dann neue Wege. Und ab und zu ist es auch sinnvoll, dass dies die alten, bewährten sind. Diese hat man durch den Lernprozess validiert, ihren Wert also bestätigt und abgesichert. Trump hat in seiner Politik auch viele neue Ansätze, er nimmt aber auch sinnvollerweise Anleihen an einer erfolgreichen Vergangenheit. Nicht nur legitim, sogar sehr sinnvoll. So erarbeitet ein Land sich ein kollektives Gewissen. Nur wer eine Vergangenheit hat kann in die Zukunft gehen. Wer wie Trump schon etwas älter ist hat Vergleichsmöglichkeiten mit früher. Nicht alles was neu ist muss auch gut sein. Es gibt vieles an der modernen Gesellschaft was als Fehlentwicklung zu sehen ist. Wer in die heutige Gesellschaft hineingeboren wird nimmt dies als gegeben an. Er hat keine Vergleichsmöglichkeiten mit früher und daher auch keinen Blick für diese Fehlentwicklungen, die er als Normalität wahrnimmt obwohl sie es keineswegs sind. Nicht ohne Grund muss der Präsident der USA mindestens 35 Jahre alt sein, also über eine gewisse Reife verfügen. Vor allem auch ein Land wie Großbritannien hat ein ausgeprägtes Traditionsbewusstsein und ein inniges Verhältnis zu seiner eigenen geschichte. So ergibt sich eine Verwurzelung, die für Sicherheit, seelische Tiefe und Schönheit steht (wohl mit ein Grund dafür, warum britische Frauen so besonders sind-siehe Theresa May: etwas älter schon, aber bildhübsch [bevor jetzt alle alten bei mir antanzen: nicht jede Alte ist automatisch hübsch, es gibt auch hübsche Junge. Es kommt immer auf den Einzelfall an]).
    Viele Amerikaner, die die 60-er Jahre mit ihrer Dynamik noch erlebt haben wollten Elemente davon auch in einer modernen USA-und haben Trump gewählt. Der ist verwurzelt in Traditionen, aber auch sehr zukunftsorientiert. Er ist nicht seicht, er hat Tiefe und einen Sinn für Schönheit (siehe Melania).
    Ich bleibe dabei: Trump ist ganz sicher das Beste was den USA und auch uns passieren konnte.

  91. @trippmadam, 27. Januar 2017 um 16:12 Uhr - Zustimmung
    Die Aufnahme ist klug und geschickt inszeniert. Auserlesene Gesamtkomposition der Farben, die Verteilung der menschlichen Körper im Raum, die Positionierung der Kinder etc. Je länger man es betrachtet, desto stärker wächst die Anerkennung für den Arrangeur.

    Wer immer das Tableau eingerichtet hat, muss über eine sehr gute kunstgeschichtliche Ausbildung verfügen, die man in den USA an den Spitzenunis erwerben kann. Dass sich in Trumps Umfeld gebildete konservative Intellektuelle befinden, spricht durchaus nicht gegen Trump.

    Es wäre zu kurz gegriffen, die Konnotationen des inszenierten Tableaus auf die Familie Trumps zu beschränken. Der – gar nicht so subtile – „Subtext“ geht weit über die Familienebene und die Person Trumps hinaus.

    Wobei die Familie als Keimzelle des Staates und als Genese allen sozialen Lebens in den USA eine wesentlich wichtigere Rolle spielen, als in den in unterschiedlichen Stadien der Dekadenz befindlichen westeuropäischen „Nationen“. (Jüngstes Beispiel – Poschardt: „Wir müssen alle schwuler werden.“)

    Das Foto zeigt den Präsidenten und die führenden Repräsentanten des amerikanischen Volks – die Führer der (derzeitigen) Mehrheitsfraktion und die der (derzeitigen) Minderheitsfraktion. Die Aufnahme zeigt sowohl den Präsidenten – den „Wahlkönig“ auf Zeit – als auch den SPQR. Im Ergebnis projiziert das Bild den imperialen Machtanspruch des gesamten Landes, über welchen ein überparteilicher Konsens herrscht.

    Make no mistakes.

  92. Vox Populi >< Electoral College
    @ Edgar Blumersburger
    27. Januar 2017 um 17:30 Uhr
    „Trump ist direkt gewählt, ein Bundeskanzler wird nicht direkt gewählt.“

    Nein, Trump ist nicht direkt gewählt, sondern durch die Wahlmänner, durch das sog. Electorate.

    Es gibt 538 electors; die vorgeschriebene Anzahl von 270 Wahlmännern entscheidet die Wahl. Die Wahlmänner führen später die endgültige Wahl separat in einer extra dafür vorgesehenen Wahlveranstaltung aus.

    Die Summe des sog. popular vote würde einer direkten Wahl entsprechen. Doch die zählt nicht in den USA.
    Hillary Clinton gewann the popular vote mit beinahe drei Millionen Stimmen.

    Das lässt Trump nicht ruhen, und so behauptet er bis heute beharrlich, und dies ohne jeden Beweis, dass er nur wegen eines massiven Wahlbetrugs the popular vote verloren hatte.

    • Trump direkt oder nicht direkt
      Vox Populi:
      „Nein, Trump ist nicht direkt gewählt, sondern durch die Wahlmänner, durch das sog. Electorate.“
      Sie haben da wohl das Wahlmännersystem nicht verstanden. Die Wahlmänner haben genau das gemacht, wozu sie da sind und womit sie der Wähler beauftragt hat (sehr zum Verdruss von ZEIT und Co, die ja absurderweise wochenlang öffentlich gebetet haben, das die Wahlmänner ihren Auftrag vergessen und doch Clinton wählen). Daher ist Trump sehr wohl direkt gewählt, die Wahlmänner sind bloß ein Relikt aus dem 18. Jahrhundert, damals notwendig, heute nur Dekoration. Das Trump nicht auch die popular vote gewonnen hat, liegt begründet am etwas seltsamen US-Wahlsystem (nach Bundesland, winner takes it all usw.) Das Trump seinen Wahlkampf, wie jeder andere US-Wahlkämpfer, genau auf das US-Wahlsystem abgestellt hat, kann man ihm wohl kaum zum Vorwurf machen. So, ich muss mir jetzt aber schnell meinen Trainingsanzug der Parteifunktionäre 2. Klasse anziehen, denn wir haben ja jetzt 1984 mit Donald „Brother“ Trump.


    • Die Wahlmänner sind nicht dazu verpflichtet, den designierten Präsidentschaftskandidaten zu wählen, sondern sie dürfen sich nach ihrem Gewissen richten.

      Bei den republikanischen Gegnern von Trump gab es auch eine Kampagne, durch welche die Wahlmänner möglicht davon überzeugt werden sollten, Trump nicht zu wählen. Der Versuch ist gründlich misslungen.

  93. Trek
    Dem Kult des Geldes entkommen nur die, welche die Armut wählen,

    oder die, welche Ihr vermögen erben.

    Das Erbe ist die edle Form des Reichtums. – Gomez Davila

    Ach Gott ja, wie sich unsere GEZ Millionäre und Sitzungsgeld-Erschwindler

    und Ehefrauen-suvbentionierer über Trump das Maul zerreissen.

    Schnell nochmal via Stern und Zeit Kasse machen – die Genossen

    erfahren es dann später. Von Links kommt doch nur kleinstes Karo.

  94. Journalists are among the most dishonest people on earth
    The media has zero integrity
    zero intelligence
    and no hard work.
    Sagt Steve Bannon Trumps neuer Strategieberater.
    Zu deutsch – Lügenpresse.
    Obama ist Geschichte und seine Speichellecker und Schoßhunde sind plötzlich nur noch jaulende Straßenköter.

    • Medienkritik
      Bevor das Gekreische über Bannons unverschämte Insubordination und die Gefährdung der Pressefreiheit einsetzt, mal ehrlich, wie steht es tatsächlich um

      die Integrität
      die Intelligenz
      die harte Arbeit

      der Medien?
      In jeder Hinsicht blendend, über jeden Zweifel erhaben, vorbildlich?
      In allen Medien? Nicht der geringste Anlass zu Kritik? Nirgends?

    • @smaug
      Um Ihr Bild stilecht zu Ende zu pinseln: Möchten Sie Ihr Geschäft nicht lieber andernorts verrichten? Danke.

  95. Ich freue mich bereits auf die (Nicht) begnadigung des Truthahns ....
    …. ggf. bekommt auch sein Kumpel aus Russia die Ehre dem armen Vieh den Hals umzudrehen um ihn dann im Kreise von Freunden, Familie und Günstlingen zu verspeisen.

  96. There's black, and there's white, and in between is mostly gray. That's us.
    Interessant wäre doch mal ein Blick auf die Zustände im politischen System des guten schönen reinen Europas. Also auf das, was davon noch übrig ist, nachdem sich links und rechts die Briten und die Polen und die Ungarn etc. verabschiedet haben. Schauen wir auf the heartland of Europe, auf Frankreich, Italien und Deutschland. Wahre Demokratien, klare Rechtsstrukturen, Herrschaft des Volkes, Gewaltenteilung, politische Stabilität….yep.
    Also fast yep, in Frankreich ist eventuell Nepotismus schon per Gesetz erlaubt, da darf man die halbe Familie mittels Steuergelder finanzieren, auch wenn sie nicht wirklich politisch zuarbeiten. Gibt es dort noch einen Spitzenpolitiker, der nicht irgendwann Gelder für private Zwecke/Interessen abgezweigt hätte? Lagarde, Sarkozy, Chirac, Cahuzac, Woerth, Fillion, etc. Ich glaube nicht. Ich glaube Frankreich ist im Kern verrottet.
    So wie wir das in Italien immer meinten beobachten zu können. Zu recht, denn Italien ist nicht nur völlig korrupt sondern im Gegensatz zu Frankreich instabil. So instabil wie Regierungen nur sein können. Der Witz an Italien ist, dass es trotz Abwesenheit von Demokratie und Staat funktioniert. Dank der Familie.
    In Deutschland sind wir hingegen frei von Korruption und Instabilität. Und frei von Politik. Will ja keiner, diese ganze Arbeit. So ein Gabriel will ja nicht Kanzler, eigentlich auch nicht Außenminister, der möchte eigentlich Elternzeit. Außenminister macht man dann so nebenbei. Die Partei möchte nicht wirklich über Kandidaten entschieden, dass überlässt man den Kandidaten. Das Parlament möchte nicht wirklich Macht und Kontrolle der Regierung und so. Die möchten Crystal Meth und lustige Auftritte be Anne Will. Merkel möchte auch nicht wirklich Konflikte mit Flüchtlingen, mit Erdogan, mit Europa, und so.
    Warum auch, wenn man anstatt Politik einfach die Steuergelder nehmen kann um Erdogan, Flüchtlinge und Europa zu bezahlen. Wahre BasisDemokratie in Deutscheland: Der Bürger zahlt einfach für alles.

    Whatever, jetzt bitte wieder den Zeigefinger auf die USA und Trump richten.

  97. Und jetzt bläst der Mann umgeben vom Familienclan, auch noch
    Zum Einhalten der Gesetze der USA (wie Naaazi iat das denn ?) betreffend Einwanderung.

    Wääääääh , er will GRENZEN schützen !!!

    Das Fischeinwickelpapier umseits natürlich sofort im Merkel O-Ton (Bestelldschoranlismus!) gaaanz empört !

    Wie KANN man nur Amerikaner vor den Zuständen in Albuquerqe und anderen, komplett versandelten Latinokriminellen-Zentren SCHÜTZEN wollen ?

    Rassüsmus, Faschüsmus !

    Allem linken, deutschlandhassenden Gschwearl sage ich was :

    Tausche Eine Merkel samt CDU gegen einen Zehennagel von Trump. und werfe einen Schulz samt SPD und Grüne und Linke als Zugabe
    obendrauf !

    Abholung unseres Tauschgutes durch die US-Marines , nur WEG müssen sie !

    WEG !

    Und wenn Trump seinen altgedienten Kammerjäger zum vizepräsidenten macht, oder seinen kleinen Sohn-
    Was wäre der Schaden, verglichen mit dem, was Einheitspampe DDR 2.0 samt Einheitspresse Marke ,,Neues Deutschland“ aus UNSEREM Land gemacht haben ?

    Und besser aussehen tut so ein alter, abgeknipster Zehennagel eines bösen, alten, weißen Mannes auch,
    als die Knackwurst im Bundeshosenanzug !

    Wir schaffen dich aus, Merkel !

    DAS schaffen wir !

    Alternativlos !

    • Man sollte die Empörung über Trump klein halten und schauen, was andere so tun -
      oder auch nicht tun:
      „Seltsam, was Trump jetzt vorhat „Flüchtlinge aus gefährlichen muslimischen Ländern“ wie Syrien, Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen die Visumsvergabe auszusetzen, wird zu Teil ja schon längst von den 6 Golfstaaten praktiziert!!! Afghanen, Iraker und Syrer werden einfach NICHT in ihr Land gelassen!!!!“

      Hier schreiben sie was, dass der Zustrom alleine 2016 den Bund 22 Milliarden Euro gekostet hätte.
      Aha, der Bund hat also aus Steuermitteln 22 Milliarden locker gemacht.
      Was zahlten die Länder?
      Und die Kommunen?
      Was die Krankenkassen?
      Was die Arbeitslosenversicherung?
      Was evtl. auch schon die Rentenversicherungen?
      Was kosten uns BAMF und der erweiterte Beamtenapparat?
      Frontex?
      Was kosten die (wenigen) Flüge zurück derer, die abgewiesen wurden?
      Und die Schäden und Geschädigten durch Nichtintegration der Eingeladenen?
      Und wie rechnet man Verletzte und Tote?
      Auf welcher Seite auch immer.

    • Schön wäre es,
      leider erkennen zu wenige die wahre Realität. Und nach der nächsten Wahl, wenn die jährlich 20+x MILLIARDEN für die Neumitbürger, wieder einkassiert werden, jammern dann Alle. Auch der Don wird bluten müssen, Vermögenssteuer und bei R2G die Allles für die FaulenSteuer zahlen müsssen. Hauptsache Blau ist Scheiße, obwohl CDU von vor 15 Jahren.Auf gehts in den Untergang !

    • Ja, Herr Gast, Herr schumi , das Dingens ist ja , dass trotz Trumps Wahlsieg
      die Welt Ende 2016 nicht untergegangen ist.

      Und dass dieselben absolut unfähigen, realitätsscheuen Spacken in Deutschland an der Macht geblieben sind, und wohl irgendwie auch nach der BTW an der Macht bleiben werden.

      Das bedeutet für Ihre geschätzten Kalkulationen :

      20+ Mia für 2016 plus 20+ Mia für 2017 plus 20+ Mia für 2018 und so weiter.

      Und das sind geschönte Zahlen, wie wir unter uns Klosterschwestern wohl einig sind.

      Das alles, um ein das Land und seine Sicherheit und Lebensqualität ruinierende Invasion im Ansatz zu bezahlen.

      Wir schaffen das ?

      Nein, tun wir nicht, auch nicht bei Aufbietung aller Kräfte.

      Und warum, verdammt nocheinmal, SOLLTEN wir ?

      Wegen des pietistisch schlechten Gewissens der Bundesente ?

      PFEIF DRAUF !

      Nein, da gefällt mir ein Trump milliardenmal mehr .

  98. Inszenierungen der Macht
    In Deutschland geht so was viel schöner …

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sigmar-gabriel-zum-neuen-aussenminister-ernannt-a-1131984.html

    Dynastischer Anspruch?
    Tochtertag?
    Das „Bild eines demokratischen Dieners des Volkes“?
    Ein „Schau, das ist Papas Arbeitsplatz, der hat sich eben mal zum Außenminister ernannt – wird alles mal dir gehören“?

    Gilt hier auch: „Souverän ist auf diesen Bildern nie das Volk, sondern zuerst der Souverän und dann seine Nachkommen. Entscheidungsprozesse sind nicht demokratisch, sondern durch Herrscherwillen und Absprachen mit Günstlingen und Beratern legitimiert“?

    Hat sich Sigi (der Trainer) einfach von seinen Fußball-Metaphern und den heute üblichen Unsitten mitreißen lassen? Die Kicker schleppen doch auch immer ihre Rangen mit auf den Platz.

    Alles in allem: „Figuren, über die und ihre Ikonographie man meist nur den Kopf schütteln kann“

  99. Interessante Analyse
    Einen schönen Bildvergleich haben Sie da gefunden. Sogar ich Kunstbanause kann den gelungenen Text wertschätzen. Die Aussage, dass das Ergebnis der Trumpschen Herrschaft noch nicht feststeht, ist für mich auch plausibel. Dennoch wäre mir Sanders lieber gewesen.

    Schönes Wochenende
    XaPi

  100. Melania Trump-Carrington-O.
    Untere Mittelklasse war der erste Gedanke beim Blick auf ihr babyblaues Jackenkleid. Sorry, zu Sloanie gedacht! Einer Harvard-Studie zufolge gingen allerdings auch in Amerika die Klassenschranken seit den 80ern so richtig hoch.
    Vielleicht zieht sie sich nach dem Gottesdienst nochmal um, Kleider sagen bekanntlich mehr als politische Programme über eine Zeit.
    Ton-in-Ton von Kopf bis Fuss tagsüber und draussen darf nur die Queen tragen, weil sie so zierlich ist. Sonst ,wie oben schon erwähnt, Anbiederung nach unten an feingemachte Frauen.
    Ensemble von Ralph Lauren (Geburtsname des Gründers: Ralph Lifshits). Macht sonst feine Sachen! Die Hemden, aus denen meine Neffen rausgewachsen sind, trage ich auf.
    Die First Lady in einem irgendwie aus der Zeit gefallenen Zuschnitt. Das Material -Kaschmir Double-Face- erinnerte an raffiniert um die trainierten Schultern drapierten Schaumstoff. Bracelet sleeves ohne bracelets. Da fällt mir spontan Michelle Obamas fantasievoller Miriam Haskell Vintage (Mode)schmuck ein, Statement amerikanischer Alltagskultur.
    O. Jackie, Ihnen wären die Tränen gekommen!

    „The only elegance is in the mind; if you got that, the rest really comes from it.“ Diana Vreeland.

    • Na prima
      „The only elegance in in the mind;

      Da bin ich dankbar, dass wir dieses Problem hier in Deutschland
      nicht haben.

  101. .
    besten dank, lieber don alphonso, dafür, die parallelen einmal aus des historikers sicht aufzuzeigen. frappant ist weiterhin die verwendung von roter kleidung, insbesondere beim kleinen jungen.
    (merci, lieber schluchten-ossi, fürs vermissen – und schon ist sie da.)

    man ist nun noch stets für ein wenig teetrinken und abwarten, weshalb man die ohren bei dem derzeitigen getöse, indem so viele zu wissen glauben, was dereinst zwingend folgen werde (wüsste man dies, so wuerde man doch schweigen, und bedacht auf gewisse assets setzen und still und heimlich absahnen), auf durchzug stellt.
    es wird nun wohl ratsam sein, nicht gleich auf die erste dahingeflötete äusserung zu achten, sondern abzuwarten, wie sie letztlich gemeint worden sein wird, s. mexico zahlt für den zaun… euh, per strafzoll, wie alle. ach so.

    schwierig wird die lage, da es den sprecher disqualifiziert, wenn der gegner ebenso mit so genannten alternativen oder auch nur verdrehten fakten überhäuft wird, weil dann sehr offensichtlich wird, dass nun wirklich alle schwindeln:
    man kann dem lügner nicht mehr vorwerfen einer zu sein, wenn man selbst einer ist, ohne letztlich von dem haufen, mit dem man grosszügig um sich wirft, ebenso getroffen zu werden. das gibt dann mit hoher sicherheit einen back lash mit haufen und mehrere beschigossene pudel.

    mir kommt jener ludovico nicht zufälligerweise, lieber don, irgendwie bekannt vor… hm… nach osten blick…

  102. Die Pazzi-Verschwörung und die Medici
    Waren es nicht die Pazzi, die von den Medici vernichtet wurden?
    Falls ja, dann wären die Medici nicht sehr gründlich gewesen, wie der Wikipedia-Artikel zeigt:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pazzi#/search
    Ansonsten ein sehr hellsichtiger Artikel. Vielen Dank!

  103. Es ist ein friedlicher Samstag-Vormittag
    … und ich lese Faz.net.

    Artikel eins: „1984“ wird wegen Trumps Präsidentschaft zum Bestseller.

    Artikel zwei: Trump erwähnt am gestrigen Holocaust-Gedenktag ermordete Juden nicht. Er hat an die Opfer erinnert, aber nicht, wie Obama im Jahr zuvor, wörtlich Juden als Opfer erwähnt.
    “ … doesn’t mention jewish people even once.“

    Trump hat sich doch mit der angekündigten Israel-Politik eindeutig als Pro-Israelisch erwiesen.
    Er wird wohl immer mit jedem gesprochenen Wort und mit jedem nicht-ausgesprochenen Wort mit einem ganzen Zeitungsartikel bedacht werden.

    Das tue ich mir zukünftig nicht mehr an. Verarschen kann ich mich selber.
    Meine Lektüre wird sich einzig auf Don Alphonsos Blogs beschränken.

    • Absolut verständlich!
      Auch ich rege mich regelmässig auf über die Dämlichkeiten der ersten FAZ-Online-Seite.

      Nur: welche sonst sollte ich dann gelegentlich aufsuchen? Irgendwie will ich als in Deutschland lebender Mensch doch gerne wissen, was die Regierung denkt, dass ich denken soll.
      Das macht es viel einfacher, die vielen Halbwahrheiten richtig einzusortieren. Ich kenne auch kein Portal, auf dem die Nachrichten aus Deutschland richtig auseinander genommen werden.
      Achgut, Politikversagen, Tichy, … sie alle machen ja alternative Nachrichtenquellen, bzw. weisen auf Nachrichten hin, die Politikversagen dokumentieren.
      Ich suche eher nach einer Quelle, die Nachrichten analysiert, die gerade so ge-push-ed werden; also Petitessen, Vermutungen und Halbwahrheiten, die – für mich zunächst unmotiviert – ganz nach oben eingestellt werden, ohne dass sie eine entsprechende Bedeutung hätten.
      Hier in diesem Blog versuche ich schon gelegentlich auf solche hinzuweisen, bin Don Alphonso auch sehr dankbar, dass er das noch nie herausgestrichen hat.
      Aber diese ‚Analyse-Seite‘ fehlt mir.

      So wie es Ihnen zuwiderlief, dass jetzt plötzlich Orwell aus der Kiste gezogen wird, gezählt wird wie viele Menschen bei seiner Amtseinführung präsent waren, oder zu zählen, wie oft Donald J. das Wort ‚Jude‘ erwähnt.
      Pervers. Pervers schon deshalb weil ich viel wette, dass wenn dieses Wort nicht häufig erscheint, als Antisemitismus ausgelegt werden wird; und wenn es häufig erwähnt wird, das als unbalanciert, ’sucking up to the Jews‘, oder irgendwie sonst negativ bewertet wird.
      Da wird eben auch vom sumpfigen Mainufer über impeachment gefaselt, noch vorgestern. Vermutlich, weil Donald J. die Traditionen von Wahlversprechen bricht: dass alles am Tage danach keine Gültigkeit mehr hat; während er sich an seine Versprechen hält. Und am Tage danach faselt man ähnliches, weil er sich daran hält. Und hielte er sich nicht daran, fiele man über ihn her wie die Polen über Oberschlesien, weil er sich nicht daran hält.

      Es ist auch psychologisch falsch. Wenn ein Kind das was es macht, in jedem Falle falsch ist, egal was es macht, verliert es jeden moralischen Kompass; Respekt vor den Erziehern.
      Die Gefahr ist, wenn Donald J. sich rundum angegriffen fühlt, egal was er macht, könnte es ihm eines Tages wirklich egal werden was er macht. Und dann Gnade uns Gott.

    • Nicht so ganz und gar ernstzunehmen, aber...
      http://www.stuttmann-karikaturen.de/

  104. Nepotismus
    Man sieht schon, wie schnell die Einordnung hinter dem Eroberer sich vollzieht. F. Fukuyama schreibt im American Interest, dass das System der checks and balances zu dicht geworden ist um die dringend nötigen Investitionen in den USA über die Bühne zu bringen, andere, auch in Foreign Affairs etc. stimmen überein, dass das Land jetzt Reparaturen benötigt, global überanstrengt ist (vgl. Lenin, Drei Schritte vorwärts, zwei Schritte zurück) sich aber an der Grand Strategy nichts ändern muss und man sieht, wie sich die Haltung zu Syrien von London bis Berlin rasant dreht – plötzlich meinen alle, dass der Kampf gegen den IS das vordringliche Ziel ist. Steinmeier spricht, nach Jahren des Stillhaltens über die fatale Politik Frankreichs in diesem Zusammenhang. Fillon stellt im Interview mit der FAZ Deutschland die Rute ins Fenster – wenn es zu einem attraktiven Bündnis des UK mit den USA kommt, das einige andere in Versuchung bringt, wird Frankreich den Hebel besitzen und Deutschland wird zahlen müssen, vielleicht einer Fiskalunion zustimmen. Frau Merkel wartet seit einer Woche auf die Gnade eines Gesprächs mit Trump (der Typ ist wirklich gerissen) und beim Treffen der EU Finanzminister drängt D. auf einen schnellen Abschluss der in Verhandlung befindlichen Handelsabkommen. Die Daily Mail zeigt Merkel in einem Saal, allein und verloren am Rand sitzend. Das wird alles noch sehr spannend …

  105. Trump bekommt Probleme
    Er will den Amis die billigen Arbeitskräfte wegnehmen. Oder bahnt sich da nur eine amerikanische Willkommenskultur an?

  106. In meinem Selbstverständnis ...
    … als aufgeklärter Patriarch kann ich solchen (gestellten) Familienbildern die gleichwohl Machtdemonstration sind nichts negatives abgewinnen. Immerhin wird hier gezeigt, dass da Menschen um ihn sind, denen er etwas hinterlassen möchte. Den Seinen etwas mehr, aber auch der Rest soll leben (bei unser großen Vorsitzenden geht es doch nur um Machterhalt, Anschlussverwendung und Nachruhm). Insofern ist ein Vergleich von DJT mit Napoleon unter besonderer Berücksichtigung der Einbindung der Familie in die Herrschaftsgeschäfte zielführender. Außerdem sind beide im übertragenen Sinne Sozialaufsteiger, gleichwohl DJT eine breitere Basis der Legitimation der Herrschaft vorweisen kann.

  107. Danke für den schönen Ausflug in die Renaissance...
    aber die Caligula-Spur scheint mir auch nicht verkehrt. Diese Schreckensherrschaft unter dem Motto „oderint, dum metuant“, „sollen sie mich doch hassen, solange sie mich fürchten“, dauerte bekanntlich 4 Jahre. Tja, und die dynastischen Allianzen, die ja auch unseren „Neubürgern“ vertraut sind, werden zum neuen Credo im 21. Jahrhundert. Kinderlose Monaden und Hedonisten kommen auf das Abstellgleis, macht aber nix, denn „at the end“ wird eh alles zu Staub, siehe Dschings Khan, wenn man mal die „große Geschichte“ bemühen will.

  108. Kunstgeschichte und Realpolitik
    Diese sicher kunstgeschichtlich motivierte Interpretation ist nett, aber wohl zu viel.

    Warum sollte er bspw. seine Vereidigung twittern? Die Medien waren gegen ihn, bekannte Künstler sagten ab bzw. positionierten sich offen gegen ihn und es gab zu viele Variablen, die verschieden (d.h. auch bösartig und schwierig widerlegbar) interpretiert werden können. Gar nicht weiter darauf rumreiten.
    Also nutzte er eine Szene, die er unter Kontrolle hatte und bei der er zeigen kann, daß er nicht nur ein Grüßonkel- und Medienpräsident ist sondern was tut. Zudem haben die feindlichen Medien ihn mit der Amtseinführung als unsicher und planlos darstellen wollen (das begann schon beim ersten Besuch im Weißen Haus bei Nochpräsident Obama). Dem wirkt er damit entgegen. Und kaum eine Woche später beklagen sie (CNN) ja auch schon seine obsessive Umsetzung von Wahlversprechen.

  109. Neuigkeiten - Verspätigkeiten?
    Nanunana, die FAZ ist erwacht. Zum richtigen Zeitpunkt?
    Mir scheint als richtige Antwort: ’nein‘.

    Orwells 1984 und das Wahrheitsministerium liegen plötzlich auf dem Kapitänstisch am Main.
    Eine Inszenierung wird versucht, in der Donald J. angeblich das tut – und das wäre gaaaanz fuuurchtbaaar! – was Heiko M. und Kahane u.s.w. schon lange betrieben haben.
    Nur hatte der Kapitän des Mainkutters offenbar Siesta gehalten, während Heiko und Kahane ihren feuchten Träumen freien Lauf ließen, alle ‚Fake News‘ in der Republik mit eisernem Besen auszukehren.

    In a nutshell: Wenn die deutsche Presse auf L-Presse macht, ist das in Frankfurt alles thumbs up; und die News-Kontrolle durch das Bundespresseamt – seit neuerem ‚Correktiv‘ – eine wunderbare Realitätsvereinfachung für das Volk.
    Wenn Donald J. ähnliches vermuten lässt (auch wenn das offenbar an mir vorübergegangen wäre), gibt es den künstlichen Aufstand der Demokratie-Recken vom Mainufer.

    Nichts gegen die Verteidiger der Demokratie, aber bitte gegen alle Gefährdungen, inklusive durch die eigene Regierung.

  110. Trumps Inszenierung ist das eine – seine reale Politik das andere
    Trump inszeniert sich populistisch, verbalradikal, narzisstisch-psychopathisch und neofeudal.
    Das ist Trump als Person.

    Nichts wirklich Neues im Westen. Auch in den westlichen Demokratien gab es derartige demokratische Politifiguren.
    Man denke z.B. an F.J. Strauss, an Berlusconi etc.
    Aber auch ein Kohl war mit seiner Ignoranz des Rechtssystems und der Verfassung nicht weit davon entfernt und eine Merkel übertrumpft diesen Kohl

    Von Trump als Person und seiner Inszenierung ist zu unterscheiden die Richtung seiner Politik. Diese bestimmt nicht er, sondern ist Ausdruck der aktuellen Machtkonstellation in den Machteliten.
    Vgl. dazu z.B. die – simplizierende – Darstellung bei Broekers „Yankee and Cowboy War 2.0“
    http://www.broeckers.com/

    Natürlich jaulen und heulen die neoliberalen Globalisierer.
    Nicht wenige ihrer embettenden und hochbezahlten Journalisten könnten in Zukunft zu den Verlierern gehören.

    Deshalb die gegenwärtige Anti-Trump-Hype in den Medien.

    • Stress mit Trump
      Na ja, Füst, Fratzscher u.a. sehen die Verlierer nicht nur bei den Neolibs und Neocons ( Neocons, wie Joffe, der weiter oben sonderbarer Weise, für einige bei den „linksgrünen“ angekommen sein soll, was ich witzig finde, so als ob es nur einen Frontverlauf gäbe ):

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ttip-und-freihandel/f-a-s-exlusiv-deutsche-oekonomen-warnen-vor-trumps-kurs-14781109.html

      Trump setzt wirklich alle unter Stress, was ihn umgekehrt aber auch wieder bestätigt. Wir befinden uns immer noch im Alptraum von 2008, dieser Hyperverflechtung, die einmal gedacht war als globale Form von Checks & Balance.

      PS. ich finde dieses Foto großartig, das surreale Portrait, dass Trump in seinem goldenen Apartment zeigt, mit einer verführerischen Melania und dem Jungen, der den Löwen reitet. Es wirkt ein wenig, wie aus einem Kubrick Film oder als als hätte sich Koons das ausgedacht, aber der hatte ja offen Hillary unterstützt und war mit seiner Herde gelaufen.

  111. Ich nehme den Beitrag und die Bilder mal als Anregung
    Wie sähe ein Familienfoto von A.Merkel aus? Von W.Putin? uswusf.

    Gabs eigentlich welche von Adenauers, Schmidts, Brandts, Kohls, Honeckers, Ulbrichts? Vergleiche wären ja sicherlich hochinteressant.

  112. An meine Familie…
    …erinnert mich das Photo Nr. 3, wo es bei ähnlichen Gelegenheiten immer harsch von der Mutter hieß: „Kinder, jetzt aber mal einen Moment Ruhe im Karton hier, der Papa schreibt seinen Namen!“ – Ach ja!

  113. Titel eingeben
    Otto Meier sagt:
    28. Januar 2017 um 12:52 Uhr

    Die Welt hätte mehr davon, es gäbe weder Armut, noch Reichtum.

    Es waren wohl die Blümchen, die das Märchen vom Kapitalismus und seinen Protagonisten verbreitet haben. Sie sollten weniger mit ihren Blümchen sprechen, die haben keine Ahnung.

    http://www.globaljustice.org.uk/resources/gated-development-gates-foundation-always-force-good

    Hubs, der Link ist gut….
    ….. kommt ja die Kritik aus der richtigen Ecke….

    …. spreche weiter mit meinen Blümchen

  114. Melania "Marie-Antoinette" Trump
    Bildinterpretationsübung 2:
    Melania „Marie-Antoinette“ Trumps Schmuck-Spaghetti sagen auf dem mexikanischen Vanity Fair Cover:

    „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Schmuck essen.“

    Oder wie will man in dieser seltsamen Woche diese Cover-Styling-Idee dieser Pseudo-Blingbling-Zeitschrift verstehen, wenn Mexiko justamment der Exporthahn abgedreht wird.

    Ich hoffe ja nur, dass es wirklich nur eine dämliche Idee eines hirnlosen Mode-Fotografen war.

    Ist natürlich noch die Frage, warum Melania diesen Styling-Schmarrn mitmachte. Sie hätte ja auch sagen können: Nein, ich möchte auf dem Heft keine Antoinette sein, sondern lieber die Dame mit dem Hermelin:
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e1/The_Lady_with_an_Ermine.jpg

    Wär ja auch gegangen. ;-)

    • Das postfaktische Hermelin von 1489/90 (soll ein Frettchen gewesen sein)
      der andere Gast – 28. Januar 2017 um 16:35 Uhr … Nein, ich möchte auf dem Heft keine Antoinette sein, sondern lieber die Dame mit dem Hermelin …

      „Das nicht ganz weiße Fell, die helle Nase, der kräftigere Körperbau und das dem Menschen vertrauende Verhalten sprechen dafür, dass es sich bei dem dargestellten Tier nicht um ein Hermelin, sondern um ein Frettchen handelt.“ [Wem soll man noch trauen?]

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dame_mit_dem_Hermelin#Anmerkung

    • Melania-Marie Antoinette-Evita
      Ist Marie Antoinette Ihre Interpretation, namentlich? In Lateinamerika schwebt mir ein „ikonographischer“ Fingerzeig auf Evita, den Engel der Hemdlosen, vor. Niedrige Herkunft, Model/Sängerin? Sozialer Aufstieg über den richtigen Mann. Attribute: zu viel Schmuck zu unpassenden Anlässen, Top-Designer.
      Melania könnte sich ja mal um mexikanische (illegale) Unbegleitete und Putzsklavinnen kümmern.

    • ... soll ein Frettchen gewesen sein ...
      Genau deswegen hatte ich ja auch einen Smile gesetzt.
      Man will nicht sooo deutlich werden. ;-)

    • Dazu gibt es einen Historischenpräzedenzfall, dessen Inhaltlichebehauptung erst vor gar nicht
      Allzulangerzeit bestätigt worden ist:

      https://muse.jhu.edu/article/376239/pdf

      Watt em eenem sei Kleopatra, is em annern sei Melania.

  115. OT, eine Bitte an TDV
    hallo Tyler, würden Sie mir bitte nochmal den Link zum Update von win7 geben? Ich musste mal wieder alles neu installieren und den zweiten Updatekram habe ich nicht auf USB. Danke.

  116. Familienfoto...Seiten einer Medaille...Prinz von Zamunda...
    also solange das Capitolbild nicht den Greenback ziert isses noch gut. Den armen Barron privat auf dem goldenen Schaukelpferd zu platzieren, fand ich VIEL schlimmer, d. h. geschmacklos. Warum schleppt unser neuer A-Minister seine Familie mit nach Berlin? Genau, positive Wirkung.

    DON, haben wir keine anderen Probleme/Themen…o.k. Trump is ein dankbares Thema, m. E. ein Medikamentenproblem beim 70jährigen.

  117. Ich gebe mich gerade mal niederen Instinkten hin...
    …und gestehe, dass ich noch keine richtige Meinung zu Trump habe. Ich genieße gerade aber nach ca. 1,5 Jahren dreistem Vorgeführtwerden und Angemeckertwerden durch die Große Vorsitzende zwei Punkte sehr, für die Trump gesorgt hat:

    1. Der mutigste Kritiker von Merkel, Jens Spahn, hat schon vor rund zwei Wochen Leute aus Trumps Team getroffen in Washington, als Merkels Umfeld noch nicht mal nen Telefonkontakt hatte offensichtlich und Altmaier darauf angesprochen sich einen wegeierte…

    2. Dank ihm hat sich nun die Obermoralistin der Nation, C. Emcke so schön die Maske selber vom Gesicht gerissen: gegen den Hass…und dann dem Sohn eine Pflegefamilie angedeihen lassen wollen. Am besten eine gendergerechte mit zwei Muttis, die nach zwei Pappis aussehen…?

    Und Danke wie immer für die herrlichen Bilder mit Erklärung-in hässlichen Zeiten sollte man sich auf Schönheit vermehrt konzentrieren…

  118. Korrelationen
    JFK hatte als Justizminister seinen Bruder Robert. Nach dem 1. Bush Präsident kam der 2., dann sollte der 3., Jeb, folgen. Präsident Bill half seiner Hillary. Als 1. Husband wären seine Honorare sicher noch weiter gestiegen. In 4 Jahren wird dann Chelsea in Congress einziehen, natürlich unterstützt von Präsident Bill und Secretary Hillary. Schäuble hat seinen Schwiegersohn gut untergebracht. Haben diese Vorgänge jemanden gestört? Nein? Warum nicht? Trump ernennt seinen Schwiegersohn zum Berater. Er hat eine große und anscheinend intakte Familie. Daraus kann der Vorwurf, Nepotismus, abgeleitet werden? Die Korrelation mit mittelalterlichen Herrscherfamilien ist unhaltbar. Trump ist der Präsident der ältesten und stabilsten existierenden Demokratie der Erde. Wir Deutschen sollten etwas vorsichtiger sein mit Kritik, insbesondere mit dem Stil derselben. Die Geschichte der deutschen Demokratie ist prekär. Vor der Wiedervereinigung schoß man in der DDR Flüchtenden in den Rücken und ließ sie Stacheldraht verrecken. Die BRD stand bis zum Abschluß der 4 +2 Verträge unter Aufsicht der Westallierten. Wir haben also eine Tradition von mal gerade 17 Jahren selbständiger Demokratie. Heute haben wir ein Parlament, das die Regierung nicht kontrolliert sondern von ihr kontrolliert wird. Ist das Demokratie? Sind ausgerechnet wir in der Position den USA Demokratie zu erklären?
    p.s. Das Morning Briefing von Steingart vom Mo. 23.01. lese ich so, daß S. gerade den Leibhaftigen getroffen hat und gerade per Jet auf der Flucht vor ihm ist. Was bei den deutschen Journalisten los?

  119. Der Wunsch, zu demütigen
    Wer glaubt, die Aufregung um Trump werde sich bald wieder legen, unterliegt einer Illusion.
    .
    Das Beunruhigendste an Trumps jüngsten Massnahmen ist der unverhohlene Wunsch, ganze Nationen zu demütigen, und das vollkommen unprovoziert.
    .
    Die Mauer zu Mexiko soll eben nicht nur illegale Grenzübertritte verhindern, sondern ein Triumphsymbol darstellen. Wozu sonst die Ankündigung, man werde Mexiko selbst auch noch für Mauer bezahlen lassen?
    .
    Dasselbe gilt für die pauschalen Einreiseverbote für Bürger bestimmter Staaten. Dafür gibt es keine sachliche Rechtfertigung.
    .
    Ganz offensichtlich sucht hier jemand massiv Streit.
    .
    Kann es dafür eine andere Begründung geben als Cäsarenwahn?


    • @ HansMeier555
      „Das Beunruhigendste an Trumps jüngsten Massnahmen ist der unverhohlene Wunsch, ganze Nationen zu demütigen, und das vollkommen unprovoziert.“

      Zustimmung zu Ihrem Post. Und das ist erst der Anfang…
      China hat er sich ja noch nicht vorgeknöpft, auch Iran nicht. Wenn die dran sind, und Trump so weiter macht, wird es wirklich ungemütlich.

      Nein, dieser möchte-gern Diktator verdient keinen „Welpenschutz“und auch keine 100 Tage kritikfreie Zone, denn er erlässt jeden Tag Executive Orders, die kritikwürdig bis unbegreiflich sind, wie das willkürliche Einreiseverbot.

    • Ja, die Reduzierung von Maras und Nafris im eigenen Wirkungsbereich, ...
      … vom Narcotráfico ganz abgesehen, vgl.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Drogenkrieg_in_Mexiko
      – Ja, und die
      Mara „sind teilweise auch übergreifend in mehreren Ländern Mittelamerikas und ebenso in den Vereinigten Staaten aktiv.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_%28Jugendbande%29
      – Ohne Anspruch auf eine vollständige Aufzählung seiner möglichen Beweggründe. Woher sollte ich das auch wissen? Mich wundert nur, dass niemand Trump des Rauchens, Trinkens, Kiffens bezichtigt („soll sogar inhaliert haben“).


    • kritikwürdig bis unbegreiflich
      Er ändert was. Und zwar sofort.
      Macchiavelli riet dazu, alle Sauereien sofort am Anfang der Herrschaft zu begehen.

    • Ja, Herr Meier555 , die Begründung ist : Lass nicht jedes Gschwearl
      auf deine Mitbürger los.
      Ich WÜNSCHTE, wir hätten einen Kanzler, der ebenso denkt und handelt.

    • @colorcraze
      Machiavelli meinte damit Massnahmen, die unpopulär, aber langfristig wirksam sind.
      .
      Für Trumps jüngste Dekrete gilt das genaue Gegenteil.


    • “ Mich wundert nur, dass niemand Trump des Rauchens, Trinkens, Kiffens bezichtigt („soll sogar inhaliert haben“).“

      Ganz einfach, weil er weder raucht noch trinkt nocht Drogen nimmt. Sein älterer verstorbener Bruder, ein Pilot, war Alkoholiker, und weil er die Misere mit erlebt hat, hat er noch nie etwas Berauschendes eingenommen, nicht einmal probiert. Das hat er in der Wahlkampagne einige Male erzählt. Trump ist ein ein Abstinenzler.


    • @ colorcraze
      „Er ändert was. Und zwar sofort.
      Macchiavelli riet dazu, alle Sauereien sofort am Anfang der Herrschaft zu begehen.“

      Ja, richtig, und dazu führt Trump quasi einen Dekret-Blitzkrieg.
      Mit diesem Dekret geht er jetzt schon weiter, als was er im Wahlkampf angekündigt hatte.
      Im letzten Stand der Wahlkampagne hieß es, dass es zu keinen Einreiseverboten kommen wird, auch nicht zu vorübergehenden. Jedenfalls stand das nicht mehr im Fokus in den letzten Wochen, in welchen er in den traditionell demokratischen „blue states“, wie in Michigan und Wisconsin um die Gunst der von Hillary Clinton vernachlässigten Wähler buhlte.

  120. Herzlichen Dank, Don Alphonso
    für eine ganz andere und neue Betrachtung der Trump-Administration.
    Und Danke auch für die Erinnerung dass die amerikanische Elite, auch Präsidenten, gerne einmal die Familie bevorzugt haben. Wie der Vater so der Sohn, ein Bruder war ja auch Kandidat, und wäre es nicht Donald J. geworden, wäre die Ehefrau zur Abwechslung dran gewesen.

  121. Aktienkurse
    Aktienkurse Steigen bei Kriegsbeginn immer.
    .
    Dem russischen Großkapital ging es nie besser als in den Jahren 1914-1916.

    • Gibt es bei jeder Kurssteigerung dann auch mindestens einen neuen Krieg?
      Na ja, die exportierten Waffen sollen irgendwann auch mal verwendet werden.

    • an haemfünffünffünf: Dem russischen Großkapital ging es nie besser
      als heute.

  122. Titel eingeben
    make the guillotine red again!

    • Sicherheit am Arbeitsplatz
      Wussten Sie, das französische Guillotinen ein Geländer haben müssen, seit im Jahre 1792 während der französischen Revolution der Sohn des Oberhenkers Charles-Henri Sanson, Gabriel Sanson, beim Zuschauen einer Hinrichtung von Papas Arbeitsgerät fiel und sich das Genick brach?

  123. Die Gender-Tröten waren unser Unglück
    Wie gut, dass Sie als Leser dieses Blogs schon wissen, wie Sie ihren Kindern mal erklären werden, wie es zu all dem kommen konnte:
    .
    Die Social Justice Warriors („Gendertröten“) waren an allem schuld.

  124. Reiseverbote und verbale Angriffe gegen die Pressefreiheit
    Beim besten Willen kann ich nicht nachvollziehen, warum hier zuweilen die Meinung vertreten wird, dass man zuerst irgendeine Frist abwarten sollte, bis man Trump bzw. seine Administration kritisieren „darf“. Solche Denkverbote bzw. „Denkzulassungsfristen“ gab es bisher, soweit ich weiß, noch bei keinem anderen Thema.

    Genießt ein 70-Jähriger Milliardär etwa einen „Welpenschutz“ oder einen ähnlichen Status wie der Heilige Vater?

    Angesichts dessen, dass von Trump jeden Tag zum Teil fragwürdige Executive Orders erlassen werden, ist es mir schleierhaft, wie jemand meinen kann, die solle man nicht kritisieren *dürfen*.

    Wie z.B. das 90-Tage Reiseverbot gegenüber Bürgern aus sieben Ländern, welches sogar die US Green Card Besitzer aus jenen Ländern mit einbezieht. Die können jetzt nicht ausreisen, ohne zu riskieren, dass sie bei der Rückkehr nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Dto. Expatriates aus jenen Ländern, die in den USA leben.

    Auch werden in einem gewissen Zeitraum keine nach der Genfer Konvention zugelassene Kriegsflüchtlinge mehr aufgenommen; syrische Flüchtlinge auf unbefristete Zeit nicht.

    Abgesehen davon, dass die Amerikaner eigentlich in der Pflicht stehen, Kriegsflüchtlinge aus jenen Regionen aufzunehmen, in welchen Kriege geführt wurden/werden, welche von den USA verschuldet sind, sind solche Maßnahmen unangemessen. Trump will sich aus jeder Verantwortung stehlen, das finde ich inakzeptabel.

    Bedenkt man, wie viele Amerikaner an Gun Violence sterben im Vergleich zu Terrorattentaten, sind die Prioritäten hier wohl ziemlich aus dem Lot geraten.

    Dabei hat Trump in seinem Wahlprogramm versprochen hat, die Waffengesetze deutlich zu lockern, sodass die großkalibrigsten automatischen Waffen, die bisher verboten waren, zugelassen werden sollten, sowie das freie Tragen von Waffen in allen Bundesländern bzw. das Tragen von Waffen in den Schulen erlaubt werden sollte, finde ich solche Maßnahmen widersprüchlich und unsinnig.

    Auch leuchtet es mir überhaupt nicht ein, dass man verbale Angriffe gegen die Pressefreiheit nicht kritisieren sollte. Das kommt mir unterwürfig und obrigkeitshörig daher. Und solche Meinungen kommen ausgerechnet von denjenigen, die hierzulande das Fehlen einer kritischen Presse bejammern. Unlogischer geht’s nimmer.

    Und ja, er macht das, weil er das kann, weil er die Macht hat.
    Was für ein dämlicher Grund ist das, seine Executive Order nicht zu kritisieren?

    • @Tamarisque
      Wen es interessiert, hier der komplette Text des Muslim-Dekrets:

      https://mic.com/articles/166963/read-the-full-text-of-trump-s-executive-order-targeting-muslims-immigrants-to-the-us#.jGyzt3T4B

      Natürlich kann ein Präsident ein verändertes Überprüfungsverfahren einführen. Trump macht es allerdings nach der Cowboymethode:

      Erst schießen, dann nach der Uhrzeit fragen. Kein Wunder, dass die nie wussten, wie spät es ist.

      Zvilistierte Regierungen gehen eher nach der Methode
      Prozedere ändern,
      Betroffene informieren,
      Prozedere einführen
      vor.

      Eine Ausnahme dieser Reihenfolge würde m.E. nur Gefahr im Verzug erlauben.

      Allerdings ist mir bei der Lektüre des Dekrets folgender Passus aufgefallen:

      (g) Notwithstanding a suspension pursuant to subsection (c) of this section or pursuant to a Presidential proclamation described in subsection (e) of this section, the Secretaries of State and Homeland Security may, on a case-by-case basis, and when in the national interest, issue visas or other immigration benefits to nationals of countries for which visas and benefits are otherwise blocked.

      Obige Ministerien könnten also, so wie ich den Text verstehe, auf Fall zu Fall Basis die 90 Tage Sperre aufheben. So ganz doof ist das nicht. Da haben wohl ein paar Beamte oder Anwälte versucht, die Anordnung gerichtsfest zu machen. Es kommt wohl auch darauf an, wie und wie schnell diese Behörden reagieren.

      Ich habe in keinem deutschen Medium einen Bezug auf diesen Passus gefunden. Der könnte die Empörung nämlich auch ein wenig abmildern.

    • Sign O' the Times
      Wenn man beobachten könnte, dann würde man realisieren, dass Herr Trump eine äußerst beachtliche Leistung vollzieht. Er ändert die Kommunikation. Er ignoriert bestehende Differenzen und führt neue Differenzen ein. Einfach so, aber doch nicht einfach so.
      Er operiert politisch. Er unterscheidet zwischen Nationen, nach Herkunft, nach Religion und Rasse.
      Er operiert nicht mehr im Sinne einer Moderne, die ökonomische Kriterien präferiert. Der globale Kapitalismus ist plötzlich raus, aus der Kommunikation.

      Shocking fact!

      Das irritiert natürlich die Kommunikation. D.h. die Frauen, die ja ihren Machtbereich in der Kommunikation verorten. Daher verläuft der aktuelle Hauptkonflikt in Richtung Trump vs. Kommunikation, d.h. Trump vs. Frauen.

      Womit wir Strukturbildung beobachten können: Mann/Frau.

      Das ist die zukünftige interne Leitdifferenz des Westens, dass ist der Konflikt und zugleich seine Lösung, da Strukturbildung. D.h. Stabilität wird sich nur in einer neuen Form der Beziehung Mann/Frau finden.

      Die externe Leitdifferenz wird in Richtung Zivilisation/Islam laufen. Auch wenn gerade eine Richterin (!) noch die Kommunikation der Globalisierung etwas fortführen konnte. Trump hat seinen Fuss in der Tür, und sein Fuss wäre nicht dort, wenn die Kommunikation nach einer neuen Differenz suchen würde. Die Welt schreit nach einer neuen Leitdifferenz, die alten Differenzen halten den Laden nicht mehr zusammen. Und der erste, der eine tragbare Alternative vorgibt, der wird gewinnen. Der Erste ist Herr Trump. Und seine Alternative haben wir gesehen.

    • Wer die Feinde unserer Kultur am Herumfahren hindert,
      und die Feinde der Pressefreiheit für ihren linken Schwurbel kritisiert, ist nicht schlecht.

    • @Tamarisque
      Ist natürlich ein hübscher Gedanke. Wenn die Amis für alle, von ihnen zu verantwortende Kriege finanziell aufkommen müssten, wären sie schlagartig komplett pleite. Dagegen wäre Versailles ein Witz. Vietnam würde allein schon reichen.

      Eigenartigerweise haben die USA so eine Art Freibrief, in der Welt herumpoltern und herumballern zu dürfen. Werde nicht aufhören, darüber zu staunen, wie eigentlich kluge Menschen, das so ausdauernd und vehement auch noch verteidigen.

      Ich habe so eine ganz private Vermutung. Nach all den teils komplett, teils doch erheblich gescheiterten Experimenten mit sozialer Marktwirtschaft und Demokratie, Sozialismus und demokratischem Zentralismus, Stalinismus etc. wollen Menschen wieder zurück. Es scheint ein Zurückfallen zu sein. Trotz aller Reden und kundgetaner Absichten wird die irgendwie vertraute (und schwer verklärte!) heile Vergangenheit gesucht.

      Die Russen wollen ihren Zaren wiederhaben und haben ihn ja auch schon de facto. Wir Deutschen wünschen einen König, einen „guten“ natürlich, ersatzweise wenigstens einen starken Mann. Keinesfalls eine kinderlose Frau mit Fehlern und ein wenig außerhalb des männlichen Schönheitsideals. Auch in Polen wird vom König geträumt, und wenn Kaczynski mehr Statur hätte, wären sie wohl schon weiter. Die Engländer pflegen ihr scheinbar machtloses Königshaus mit nur wenig(!) Ironie. In der Türkei etabliert sich unter erheblichem Beifall der neue Sultan. Müssen wir über den Balkan reden?
      Die Verwirbelungen durch die Kriege des letzten Jahrhunderts hatten eben Folgen. Und es sieht so aus, als ob es ein großes Bedürfnis gibt, in die „heile“ Zeit davor zurückzugehen.
      Es scheint dabei vergessen worden zu sein, dass diese Kriege aus diesen „heilen“ Zeiten heraus entstanden sind.

      Zu einer solidarischen Gemeinschaft von Ländern ist der Mensch vermutlich doch nicht in der Lage. Nehmen immer gern und viel, geben immer ungern und auch eher weniger. Die Tragik auch vieler kleiner Gemeinschaften.

      Trump scheint nun die Symbolfigur für die USA zu sein, die dort von vielen gewünscht wird. Der starke Mann auf US-amerikanisch. Einer, der alles regeln soll. Im Film war das immer der „gute“ Revolverheld, der Recht und Gesetz in die Dörfer und Städte brachte. Allein natürlich. The selfmade-Gerechtigkeits- und Wohlstandsbringer. Oft (Oder immer, nachdem es keine Indianer mehr gab?) gegen das Establishment. Alles sehr eigenartig.
      Fällt mir doch gerade der Filmtitel „Es war einmal in Amerika ein“.

      Am eigenartigsten finde ich aber den hiesigen Beifall für den Mann. Scheint mir Ausdruck der Sehnsucht nach einem solchen Mann hierzulande zu sein.
      Man müsste halt mal schauen, welche Milliardäre wir so haben. Die Bilder der Selbstinszenierung dürften kein Problem sein.


    • @ Joachim Schmidt
      Zustimmung.
      Trump hat die Verfügung offenbar nicht gründlich genug vorbereitet und dabei sein Außenministerium auch nicht wirklich einbezogen.

      Was den von Ihnen zitierten Passus betrifft, so wussten die Anwälte, die das geprüft haben, offenbar schon von vornherein, dass das Verbot bedenklich ist und haben dem dadurch vorgebeugt.

      Schon gestern wurden manche Einreisenden durch zügiges Handeln von Gerichten aus den neuen Bestimmungen frei gestellt.

      Typisch auch, dass Saudi-Arabien und Pakistan ausgeschlossen wurden, was völlig unlogisch ist und der Begründung der Maßnahme widerspricht, denn manche Täter von 9/11 waren Saudis, und auch die radikalisierte Ehefrau und Co-Terrorist von St. Bernardino war in Pakistan geboren und aufgewachsen und hatte vor ihrer Ausreise in die USA viele Jahre in Saudi-Arabien gelebt.

      ****

      @ Goodnight

      „Der globale Kapitalismus ist plötzlich raus, aus der Kommunikation.“
      Aber der Kapitalismus bleibt und agiert aus einem amerikanischen Zentralismus heraus.
      Warum schließt er dann Saudi-Arabien aus dem Einreiseverbot aus? US Politexperten meinen auch, dass es sich bei den vom Verbot betroffenen Ländern um welche handelt, mit denen die USA keinen bedeutsamen Handel treibt, Stichwort Kapitalismus.

      „Shocking fact!“
      Sie wollen das irgendwie skandalisieren. Ich sehe da nichts dergleichen. Und was das mit Frauen zu tun hat, schon gar nicht.
      Imho intellektualisieren Sie etwas, wo es nicht viel zu intellektualisieren gibt. Um dem etwa mehr Sinn zu verleihen…?

      Für mich ist das eher simpel und schlicht, eine Rückkehr in die Vergangenheit. Trump handelt für mich so, als ob er Diktatoren wie Erdogan und Putin für sein politisches Handeln als Leitfiguren sähe.

      Noch sind die USA insofern eine Demokratie, sodass er nach vier Jahren abgewählt werden kann. Da geht es um ganz bodenständige Themen, wie z.B.: Ist es Trump gelungen, anständig bezahlte neue Jobs schaffen? Konnte er die Krankenversicherung zufriedenstellend umgestalten? Konnte er für die Sicherheit sorgen? etc. etc.

      In Wahrheit hat Trump nur knapp gewonnen, und auch das nur dank des Wahlsystems. Also mindestens ungefähr die Hälfte der Bevölkerung unterstützt ihn nicht.

      Sie wollen doch nicht im Ernst behaupten, wie Sie hier schon mal schrieben, dass 50% der Amerikaner aus Männern besteht, die Weicheier seien bzw. die Frauen feministisch und sonst wie Gendertröten seien? Nein, und eben deshalb haben die Demokraten nicht den erwarteten Wahlerfolg gehabt: Weil die Menschen sich eben *nicht* vorrangig für Gender-, Frauen- und Minderheitenthemen interessieren, sondern dafür, wie sie ihre Miete zahlen oder Essen auf den Tisch bekommen. Und es war just dieser Bereich, in welchem Trump die höchsten Zustimmungswerte bekam: the economy.


    • @ Otto Moser
      Und warum lässt er dann Länder wie Afghanistan, Pakistan und Saudi-Arabien aus? Oder Marokko und Tunesien? Die Attentäter des 9/11 und diejenigen, die in Europa Terroranschläge verübt haben, kamen aus jeweils aus einem dieser Länder? Die Länderauswahl scheint mir also einseitig, unüberlegt und willkürlich zu sein.

      Wenn Sie die New York Times, Washington Post und CNN zu „linken“ Medien zählen, bitte. Trumps „Krieg“ richtet sich nämlich vorrangig gegen diese Medien, und zwar nicht wegen „linkes Geschwurbel“, sondern deswegen, dass diese Medien Trumps falschen Angaben oder seine glatten, nachweisbaren Lügen richtig stellen oder ihn sonstwie kritisieren. Meinungs- und Pressefreiheit – das ist wohl nicht Ihr Ding, oder nur, wenn sie „linientreu“ ist.

      @ gast
      29. Januar 2017 um 10:57 Uhr
      „Ich habe so eine ganz private Vermutung. Nach all den teils komplett, teils doch erheblich gescheiterten Experimenten mit sozialer Marktwirtschaft und Demokratie, Sozialismus und demokratischem Zentralismus, Stalinismus etc. wollen Menschen wieder zurück. Es scheint ein Zurückfallen zu sein. Trotz aller Reden und kundgetaner Absichten wird die irgendwie vertraute (und schwer verklärte!) heile Vergangenheit gesucht.“

      Das sehe ich ähnlich. Trump scheint konfrontative Szenarien aufzubauen, die denen ähnlen, welche Politiker wie z.B. JFK im Kalten Krieg gegen die UdSSR bewältigen hatten. So baut er sich als „Beschützer“ der Bürger seines Landes auf.

      „Wir Deutschen wünschen einen König, einen „guten“ natürlich, ersatzweise wenigstens einen starken Mann. Keinesfalls eine kinderlose Frau mit Fehlern und ein wenig außerhalb des männlichen Schönheitsideals.“

      Nun, leider gehe ich jede Wette ein, dass die Dame trotzdem wieder gewählt wird. Es gibt nämlich keinen starken Mann zur Auswahl.

      „In der Türkei etabliert sich unter erheblichem Beifall der neue Sultan.“
      Ein Diktator, der die Opposition ausradiert, nachdem er weiß, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung ihn komplett ablehnt. Was iÜ bei Trump auch der Fall ist.

      „Am eigenartigsten finde ich aber den hiesigen Beifall für den Mann. Scheint mir Ausdruck der Sehnsucht nach einem solchen Mann hierzulande zu sein.
      Man müsste halt mal schauen, welche Milliardäre wir so haben. Die Bilder der Selbstinszenierung dürften kein Problem sein.“

      Zustimmung. Maschmeyer und Dieter Bohlen. ;-) Sind wohl keine Milliardäre, aber beide sind reich genug, beherrschen den volksnahen grobschlächtigen Auftritt, und Bohlen hat eine langjährige Medienerfahrung, ähnlich wie Trump. .;-)

    • @Tamarisque
      „Maschmeyer und Dieter Bohlen…“ – Gnade!

      Leider wurde der Deutsche Kaiser ja demontiert.

      Aber nimmt man den Gedanken mal ernst, und fragt, welcher aus einigermaßen eigener Kraft sehr Wohlhabende in D engagiert sich wirklich politisch? Also nicht „nur“ wie der SAP-Chef, der zusammen mit seinen Buddys Potsdam nach seinem Gusto umgestaltet?
      Aber vielleicht ist so eine Forderung eben auch eine Überforderung, denn eine Pferdekur ist es allemal. Jedenfalls in Deutschland. Und dass das Bedürfnis, sich permanent beleidigen zu lassen und sich auf all diese „Spielchen“ der Politik einzulassen, nicht allzu groß ist, kann ich für meinen Teil sehr gut verstehen.

      Wahrscheinlich wird es spätestens ab Sommer das übliche Wahlgewürge geben, an dessen Ende die Kanzlerin in die Kameras lächeln wird. Alles andere wäre eine Riesenüberraschung.

      Warum sie sich das wohl wirklich antut?

      Und Trump? Nun, er wird lernen MÜSSEN, was Grenzen sind. Und damit meine ich nicht nur die zu Mexiko. (Auch irgendwie lustig:Ich erteile dem US-Präsidenten Ratschläge.)

  125. Stoert meine andere Sichtweise?
    Zitat:
    Don Alphonso sagt:
    28. Januar 2017 um 04:23 Uhr
    Wenn Sie schon mit Ihren Privatinteressen so abweichen, halten Sie es bitte kurz, wenn Sie freigeschaltet werden wollen. Das hier sind Kommentare und keine Coreferate.

    Ich kam erst jetzt zum lesen.
    Welche Privatinteressen bitte? Weil ich drauf hinweisse dass in Amerika andere Werte gelten als in Europa?
    Das ist mein Kommentar zu den kritisierten Goldtapeten.

  126. Wir schlagen hier ziemlich viel Schaum, ...
    … kritisieren mutig den Neuen, verteidigen manchmal noch mutiger sein Wirken. Währenddessen überlegen nicht nur wir, siehe unten, ob wir bei Dunkelheit das Haus irgendwo in Europa überhaupt noch verlassen.

    Kölner Express, 28.1.2017 – Messerangriff an der Tür der Gaybar „Iron“ an der Schaafenstraße. Samstagfrüh gegen 4.30 Uhr wurde ein Türsteher des Szenelokals von einem Mann niedergestochen.

    Laut Augenzeugen soll der Täter ein Nordafrikaner sein. Besucher der Gay-Bars im „Bermudadreieck“ klagen schon länger über Übergriffe von Nafris.

    Was ist, wenn Trump zu Gunsten von „Gendertröten“ handelt? Auch dann böse?

  127. Ich hab mir heute ne Skibuxe in einem Pleite-Geschäft gekauft ...
    … egal ob 500 oder 100 Eur, die Buxen waren in Myanmar genäht.
    .
    Jetzt bleibt eigentlich nur noch Nordkorea als Ausbeutungsziel und danach wird sich der Kapitalismus neu erfinden müssen … mir ists egal ich habe mehr als genug Skibuxen …

    • Die Billigländerherstellung begann Richtung Osteuropa und Asien -
      und kommt jetzt wieder in den USA an. So sieht es wahrscheinlich aus.
      Aber unter Lohndruck leiden doch auch deutsche Arbeitnehmer in bestimmten Bereichen seit langem. Oder irre ich mich?


    • Trump selbst hat seine unter dem „Brand“ Trump geführte Herrenkleidung auch in eben jenen Ländern produzieren lassen. Die unter seiner Marke hergestellten Einrichtungsgegenstände wurden u.a. in der Türkei hergestellt.
      Das Gleiche gilt für seine Tochter Ivanka in Bezug auf ihre Damen-Kollektion,welche sie u.a. in China anfertigen lässt.
      Etwas heuchlerisch ist das schon, gell.

    • Das Etikett
      wird in Schland eingenäht.
      .
      Klappt schon seit längerem bei manchem, auf dem „Made in Germany“ steht.

  128. Wo ist der Unterschied?
    Der eine sperrt per Executive Orders Visainhaber aus und der Kongress sagt (noch) nichts, die andere holt mal so eben 1 Mio illegale sans papiers oder faux papiers ins Land. Am Parlament vorbei. Unser rollender Verres benennt die Jahresrechnung mit 20,7 Milliarden. Pro Jahr. Ist das nicht ein bisschen viel „Richtlinienkompetenz“ ?
    .
    Für Widerreden bin ich stets empfänglich. Schönen Sonntag.
    (DdH)

    • Die 20 Milliarden sind alleine nur das, was der Bund aus Steuergeldern 2016 finanzierte.
      Und ob es dabei bleibt ist mehr als fraglich.
      Die Länder und Kommunen haben ebenfalls Ausgaben aus Steuermitteln in Milliardenhöhe für 2016 – die fallen nicht! unter diese augenwischenden und nun propagierten 20 Milliarden, die sich als „peanuts“ herausstellen werden.
      Ebenfalls Krankenkassenausgaben und Ausgaben der Arbeitslosenversicherung.
      Die 20 Milliarden sind keine Vollkostenflüchtlingsrechnung für 2016 – darüber muss man sich im Klaren sein!

    • Autrement dit
      Konjunkturpaket

      haben Sie das nicht beim Kutter weiter oben gelesen? Bis 20 Milliarden waren es ‚Ausgaben‘; seit vorgestern handelt es sich um ein admirables, unerwartetes, neues, Konjunkturpaket.
      Je mehr desto besser.

    • Danke für den Link. Genau das meine ich.
      Man muss schon sehr verbohrt sein, um Trump für einen „Verhandlungskünstler“ zu halten.
      .
      Wie jedermann sehen kann, ist er das genaue Gegenteil.

    • Wie im verlinkten WELT-Artikel jedermann sehen kann, ist er NICHT das genaue Gegenteil.
      SCNR HansMeier555, https://www.welt.de/wirtschaft/article161403429/So-verhandelt-man-mit-dem-Dealmaker-Trump.html – «… Auf jeden Fall nicht so wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach der Wahl Trumps. Sie sprach von einem „schweren Schock“. Das war ein Anfängerfehler, denn damit hat sie sich direkt in die angesprochene Opferrolle begeben. …»


    • @Externet: danke für den Link, sehr interessant.
      „Werden Sie sich klar, was Sie wollen“ – das ist eben nicht so einfach.

  129. Titel eingeben
    Dreamtimer sagt:
    28. Januar 2017 um 20:37 Uhr
    Na ja, Füst, Fratzscher u.a. sehen die Verlierer nicht nur bei…
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ttip-und-freihandel/f-a-s-exlusiv-deutsche-oekonomen-warnen-vor-trumps-kurs-14781109.html

    Herr Dreamtimer, auf die wirtschaftlichen Auswirkungen habe ich hier im Donschen Poesiealbum schon am 23/24 Jenner hingewiesen,
    schreibe die Geschichte mal etwas weiter.

    FJ45 sagt:
    24. Januar 2017 um 09:15 Uhr

    Titel eingeben
    FJ45 sagt:
    23. Januar 2017 um 13:15 Uhr

    Titel eingeben
    FJ45 sagt:
    23. Januar 2017 um 11:20 Uhr

    Titel eingeben
    Trump ist doch eine JBM*

    — hätten die Journalisten sich einen besseren Präsidenten basteln können?

    *Journalistenbeschäftigungsmaßnahme

    Die Klickzahlen nehmen zu, auch die FAZ schwimmt wieder im Geld.
    Ein neues Verlagsgebäude muss her.
    Von der Mainzer Landstrasse geht es nun in Innenstadt.
    Die Alte Oper wird gesprengt
    Erinnert sich noch jemand an Dynamit- Rudi ? hihi

    Don Alphonso bekommt in der obersten Etage ein Penthouse auf Lebenszeit.
    Der erste Cadillac läuft bei Daimler in Untertürkheim vom Band.
    BMW baut wieder Isetta.
    Mit seinem neuen Cadillac cruist Don über die Höhen des Taunus.
    Ewige Strampelei hat nun ihr Ende.

    Susanne Klatten wird vor dem Sozialamt gesichtet.
    Angela Merkel wohnt auf Elba.
    Peter Altmaier beteuert vor Gericht, er habe von nichts gewusst, wäre immer in der Kantine gewesen.
    Das Gericht folgt seinen Ausführungen und spricht ihn frei.
    Altmaier wird auf dem Weg zur Kantine gesichtet.

    Aus Dankbarkeit für die Wahlunterstützung lässt Marine Le Pen einige Buchstaben aus dem Namen Arc de Triopmhe entfernen.
    Der Eiffelturm wird entsorgt, da Gustave Eiffel auch in Santa Rosalía Mexiko ein Bauwerk errichtete

    Frauke Petry lässt die Quadriga Figur auf dem Brandenburger Tor auswechseln.
    Donald strahlt jetzt auch über Berlin

  130. Psychologische Kriegsvorbereitung
    Nein, ich weiss auch nicht, ob Trumpel Krieg führen will und gegen wen.
    .
    Aber sein ganzes Auftreten, seine ganze „Verhandlungskunst“ bisher ist nicht, nichts, absolut nichts anderes gewesen als psychologische Kriegsvorbereitung.
    .
    Genau dazu taugt sein Benehmen: Den Mob aufzupeitschen, ihn schön „heiß“ und aggressiv zu machen. Wenn DAS das Ziel von guter Politik ist, dann ist Trump mit Sicherheit der beste derzeit lebende Politiker auf der Welt.
    .
    P.S. Auch wenn Trump (derzeit noch) gar nicht wirklich vor hat, Krieg zu führen, so ist dieses Benehmen trotzdem fatal. Weil in der Folge alle anderen auch aggressiver werden (müssen). Da passen die Vorbilder von Wilhelm II. ode Napoleon III. Die „mussten“ am Ende Kriege führen „um ihr Gesicht nicht zu verlieren“. Genau das ist die psychologische Dynamik, die Trumpel jetzt anschiebt: Die Beleidigungs-Spirale, nur halt nicht im anonymen Facebook, sondern zwischen Regierungen und Atommächten.
    .
    Reden Sie alle sich das mal bitte nicht schön. Und glauben Sie auch nicht, man könne so ein Karusell nach vier Jahren Trump einfach wieder anhalten.

    • Reden Sie alle sich das mal bitte nicht schlecht.
      HansMeier555 – 29. Januar 2017 um 10:16 Uhr – Psychologische Kriegsvorbereitung – Nein, ich weiss auch nicht, ob Trumpel Krieg führen will und gegen wen. […] Reden Sie alle sich das mal bitte nicht schön. Und glauben Sie auch nicht, man könne so ein Karusell nach vier Jahren Trump einfach wieder anhalten.

      Es fehlte nur, dass Sie sich gleich „mit mitleidigen Grüßen“ diesen Ihren Kommentar schließen. „Sie wissen auch nicht“, aber spielen mit dem Gedanken und sägen damit die Nerven Ihrer Leser. Einen schönen Sonntag noch!

    • Die Software ...
      war die nicht neulich upgedated worden?

      Dass der Text nicht zum Thema passt, kann ich nicht sagen, mache ich leider selbst oft genug. Schande über mich!

      Aber jetzt einen Kriegstreiber aus der letzten Woche, also der ersten Trump-Woche konstituieren zu wollen, sieht doch eher nach einem logischen Fehler aus.

  131. Zukunft: Die diktatorische Weltregierung
    Trump ist ein Grobmotoriker in der Politik, den die „normale“ Politik nicht interessiert, weil er vehement versucht, seine Versprechen einzulösen. Ihn stört es auch nicht(?), ob seine Dekrete inhuman oder Weltfremd, in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Es geht um Amerika; Und nur das zählt! Er muss liefern und er liefert.

    Was gesetzlich nicht durch geht, geht nicht durch und man kann es ihm auch nicht negativ nachsagen. Und im Gegensatz zu unserem ministeriellen Schwachköpfen, agiert er für das amerikanische Volk und nicht wie andere es gern hätten(haha). Mag sein, dass man sich abschottet: Aber ein Land wie dieses, mit all seinen Kriegen, die in unserer Welt sehr viel Schaden, Missgunst und ihnen viel Hass einbrachten, kann innerlich nur gedeihen, wenn man einen harten Kurs fährt.

    Man weiß nicht, wann die Protestierenden die Bedeutung des Zusammenlebens verstehen, in dem man keine Nationalflagge verbrennt und mit Verstand dass Eigentum achtet. Die Gewaltexzesse und die Unverständnis gegenüber der Wahl, kann einerseits verstanden werden, ist argumentativ eine Schande in einer zivilisatorisch aufgeklärten Welt, in der Freiheit und Gerechtigkeit, für jedermann, ein zu schützendes Rechtsgut ist.
    Er ist wahrscheinlich cleverer, als die weit verbreitete Meinung.

    Und die Inszenierung auf Portraits, in denen Herrschende und deren engstes Gefolge verewigt werden, um Ihren Deutungshoheit zu vermitteln, ist ein bildlich epochales Schauspiel für die Nachwelt.

    .

    Oberflächliche Gedanken:

    Deutschland hat schwerwiegende Probleme, die in Europa überhand nehmen. Die von einer undemokratischen Institution geschürt, mit Beihilfe zentraler Bankapparate und Interessengesellschaften, als die baldige NWO verunsichert.

    Die Täuschungen sind gut platziert, um die Mechanismen dieser ungeimnnützigen, irreversiblen Globalisierung zu vollenden. Europa besteht aus seinen eigenständigen Staaten, und das soll bitteschön immer so bleiben, ohne einer auf gedeckelten Plutokratie, deren Ziele, unvereinbarer, – mit den Menschen die hier leben – nicht sein könnten.

    Den Menschen ist vieles nichts bewusst, wenn man aufmerksam durch die Stadt geht und deren Gesichter und Haltung beobachtet, oder ihren Gesprächen beiläufig lauscht. Deren Gesichter; Sollten Ordnung und wirtschaftliche Einbrüche kommen, und die Banken sind momentan(nach meiner Auffassung) am steuern, möchte ich nicht erleben. Die Vertuschungen der Regierung gegenüber dem Souverän *gnihihi*, sind ihres Verhaltens, ein Verbrechen.

    • Neue Weltordnung, die seriös gedachte; und Neue Weltordnung als Verschwörungstheorie
      https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Weltordnung … Die Bezeichnung wurde erneut populär in der Verwendung durch den damaligen US-Präsidenten George H. W. Bush nach dem Ende der kommunistischen Diktaturen in Osteuropa Ende des 20. Jahrhunderts und der damit kurzfristig einhergehenden Hoffnung auf den Anbruch eines neuen, friedlicheren Zeitalters für die Menschheit unter amerikanischer Führung.

      Die vorangegangene Alte Weltordnung – das Gegenüber zweier antagonistischer gesellschaftlicher Systeme mit ihrer militärischen Blockbildung im Kalten Krieg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – hatte sich aus dieser Perspektive mit dem Zusammenbruch der sozialistischen Gesellschaften in Osteuropa aufgelöst. …

      https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Weltordnung_%28Verschw%C3%B6rungstheorie%29 [ (Verschwörungstheorie)] … Als Neue Weltordnung (engl.: New World Order) wird in verschiedenen Verschwörungstheorien das angebliche Ziel von Eliten und Geheimgesellschaften bezeichnet, eine autoritäre, supranationale Weltregierung zu errichten.

      Solche Theorien wurden zu Beginn der 1990er Jahre in den Vereinigten Staaten populär. Verbreitet werden sie vor allem von christlich-fundamentalistischen, rechtsextremen und esoterischen Autoren. Ob die Verwendung des Begriffs in der globalisierungskritischen Linken ebenfalls als verschwörungstheoretisch einzustufen ist, ist umstritten. …

      Und dann war die Rede noch von https://de.wikipedia.org/wiki/Empire_%E2%80%93_die_neue_Weltordnung – bloß die miteinander konkurrierenden Bestrebungen nach einer islamischen Weltordnung wurde mit lateinischen Buchstaben kaum beschrieben.

  132. Während die ,,Medien'' noch Blut husten , räumt Trump unverdrossen auf .
    Jetzt werden sogar die heiligen Lobbyisten in ihren schmuddeligen Wegen gestört , während sie bei IM Merkel ein und aus gehen, Gesetzestexte vorlegen, putzt Trump das Gesindel ein wenig ab.
    Der Bürger hat keine Lobby, Lobbyismus ist offene Korruption , und gehört verboten.
    Während Deutschland auf Geheiß der Verrückten weiter die Invasion der Moslems zuläßt, bremst Trump scharf ab.

    Er nennt das fremde ,,Kind“ beim Namen, Scheitan nämlich, und läßt es nicht mehr ins Land.

    Heulen und Zähneknirschen im linken Dschungelcamp, einzelne Hillary-Bundesstaaten wollen dagegen aufmucken, aber letztlich ist es der Wille der guten Amerikaner, solche Umtriebe zu beenden.

    was haben wir ?

    Den motorisierten Bundeshosenanzug mit Matsch in der Birne und einem Eunuchenchor, der 11 Minuten applaudiert, wenn sie Mist redet.

    Und jetzt noch Eurobond-Schulz, den in den Medien über das grüne Unkraut hochgehypten Sozi-Fuzzi aus Brüssel, der Quelle des meisten deutschen Unglücks.
    Die kleine Göring macht sich bereit, Steigbügel zu spielen, nie konnten Linke mieser sein, als bei den GrünInnen .

    Zeit für gute Wahlen in Europa, in Frankreich LePen, in Holland Wilders, die kleinen Ösis schreien auch nach Neuwahlen, der Brexit (wie ich DIE beneide !) nimmt, unterstützt durch Trump, Gestalt an, wir werden im Herbst halt wieder das Häßliche bekommen, weil er Michel ein hirnkastrieter Trottel bleibt, aber ein wenig schwieriger wird es der Pampe gemacht werden , der Wind der AfD weht durch den Wackeldackelverein ,,Bundestag“.

    Es geht voran.

    MIR gefällt Trump.

    • Naja, so eine Touch ...
      Mir gefällt *an* Trump, dass er den ganzen WeltLaden mal aufmischt.

      Wahlversprechen werden eingehalten. Etwas völlig Neues und Unerwartetes! Wow, natürlich gehen den Politikern überall auf der Welt jetzt die Muffen. Ihre Wähler könnten dasselbe auch bei ihnen erwarten. (Lassen wir mal den Deutschen weg, der ist zum Glück für Merkel in dieser Richtung nicht lernfähig. Dafür immer dankbar wenn sich jemand bereit erklärt, die schwere Aufgabe zu übernehmen.)

      Politisch unkorrekt. Wenn Trump meint, dass gut 90 Prozent aller Terroranschläge dieses Jahrtausends von Muslimen begangen worden sind, sagt er das auch so. Und er handelt sogar danach.
      Das sozusagen gute daran ist, dass diese Vermutung von Trump sogar stimmt.

      Neoliberalismus. Es soll hier nicht auseinandergelegt werden wie das alles zusammenhängt. Die Aussage „Wer AfD wählt, wählt gegen sein eigenes Interesse“ lässt mich immer wieder schmunzeln, und verzweifeln. Denn ein viel höherer Prozentsatz der Deutschen wählt in realiter gegen sein eigenes Interesse. Mit de facto 5 Millionen Arbeitslosen und einem Viertel derjenigen in Lohn und Brot, die unter prekären Verhältnissen arbeiten, und denjenigen, denen diese Regierung (!) eine Altersarmut zusagt, wählt überhaupt die Mehrheit der Deutschen gegen ihre eigenen Interessen, und das seit Jahren.
      („Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Koalitionen selber“)
      Es besteht eine gute Chance dass es – sollte Trump seine Politik durchziehen können – dass es der amerikanischen *Wirtschaft* in Zukunft schlechter geht; dass es dem amerikanischen *Arbeiter* aber besser geht.
      Das Junktim, das man uns immer einzureden versucht, ist nicht zwangsläufig korrekt.

    • Sein einziges Talent
      Leute wie Sie zu begeistern ist auch schon seine ganze Staatskunst.
      .
      Aber dieses eine Talent immerhin will ich ihm nicht absprechen.

    • @Don Alphonso, Otto Moser
      Werter Don Alphonso, Sie weisen Herrn „Tico“ zurecht, weil er in seinem harmlosen Kommentar „abweichende Privatinteressen“ zu weitschweifig artikuliere. Fällt Ihnen bei Gelegenheit auch etwas ein zu der Kaskade von Beleidigungen in den Texten des Herrn Moser, die einer um den anderen freigeschaltet werden? Und wenn Ihnen öffentlich nichts dazu einfällt – warum? Mögen oder möchten Sie diesen Ton hier in Ihrem Forum?


    • @ Uwe Dippel
      „Es besteht eine gute Chance dass es – sollte Trump seine Politik durchziehen können – dass es der amerikanischen *Wirtschaft* in Zukunft schlechter geht; dass es dem amerikanischen *Arbeiter* aber besser geht.“

      Und deshalb, um diese Ziele zu erreichen, besetzt Trump sein Economic Advisory Council mit den CEO’s der größten US Konzerne und Finanzinstitute:
      Finanz- und Wirtschafts-Beraterteam, The National Economic Council
      http://fortune.com/2016/12/05/donald-trump-business-advisors-barra-rometty/

      Der Vorsitzende des Councils ist Gary Cohn, der aktuelle CEO von Goldman Sachs.

      Mitglieder sind die aktuellen CEO’s folgender Konzerne und Unternehmen:
      P.J. Morgan Chase (die zweitgrößte Bank der Welt, welche sich der EU Gegenüber beschwerte, dass die GG der EU-Länder verändert werden sollten, damit man gewisse Sparmaßnahmen etc. besser durchsetzen könnte [habe das Original von JP Morgan im Internet gelesen, ist nicht mehr verfügbar]) Blackrock (der größte Einzelaktionär der Deutsche Bank)
      Blackstone multinational private equity, asset management and financial services
      The Boston Consulting Group (BCG) ein globales Management Consulting Gruppe, mit Filialen in 48 Ländern
      Boeing
      IBM
      General Motors
      General Electric
      Wal-Mart
      u.v.m.
      Alle sind sie dabei: das wahre Establishment.

      Praktisch auch, weil Goldman Sachs eine der Gläubigerbanken von Trump ist.

      Einer, der die Wallstreet-Giganten und Konzerne ins Weiße Haus zum Mitregieren und zum Beraten einlädt, braucht keine Lobbyisten mehr. Praktisch.

      Trumps Arbeitsminister, Andrew Puzder, besitzt eine Fast Food-Kette, ist gegen den Mindestlohn, gegen jede Einschränkung von Überstundenanzahl und generell gegen jede Verbesserung, die dem Arbeitnehmer zugutekommt.

      Lieber Uwe Dippel, es besteht eine gute Chance, dass Trump sich, seinen Clan und seine Milliardär-Clique bereichern will.

    • @Tamarisque
      Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Sie aufzeigen.

      Mir geht es in diesem Moment der Weltgeschichte darum, als Sandkorn in einem grossen Getriebe, darauf hinzuweisen, dass Adam Smith schon ein paar Jahre tot ist.
      Seine invisible hand ist nicht à priori vorhanden und auf Ewigkeiten wirksam.
      Es *kann* sich auch andersherum entwickeln, und Neoliberalismus sieht verdammt danach aus. Die Schere zwischen arm und reich weitet sich. Das bestreitet, glaube ich, niemand. Diese Aufweitung liegt aber zunächst einmal nicht in Charakter des Kapitalismus. Gerade in der heutigen Produktion wäre es natürliches Eigeninteresse des Kapitals, die besten Mitarbeiter einzustellen, und auch anständig zu bezahlen. Ausser, das ganze Produkt, oder komplette Teile davon, werden zu Niedriglöhnen eingekauft, und der Kapitalgeber wird zum Zwischenhändler.

      Es ist auch eine Solidarität (die uns oft abhanden gekommen ist), dass man jedem, der sein Anteil beiträgt, eine angemessene und auskömmliche Entlohnung gönnt, und zukommen lässt.
      Das scheint im Jahre 2017 nicht länger selbstverständlich.

    • Metaedet . WEN hätt' ich denn wo beleidigt, Bittschön ?
      Ich glaube nicht, dass die anderen Forumsteilnehmer sich durch mich beleidigt fühlen.
      Fährt jemand große Geschütze, dann schieß‘ ich zurück, aber was Sie hier feststellen zu müßen glauben, existiert nicht.

  133. Gamergate und Trump
    Gerade auf einen ‚Artikel‘ (eigentlich zu kurz für den Titel) gestossen der einen auf den ersten Blick recht guten Punkt macht:

    GamerGate sei der Moment gewesen das erste Mal eine SJW „Teert den Ungläubigen“-Kampagne krachend und im öffentlichen Bewusstsein gescheitert sei und daher fast als der Beginn des Kommunkationsmodell Trumps angesehen werden könnte.

    Noch faszinierender ist allerdings die Kommentarsektion – während ich dies schreibe kann sie als zivilisiert bezeichnet werden. Sogar interessante Informationen werden gegeben.

    Besonders interessant: Nicht GamerGate sondern Rathergate sei der eigentliche Urvater.

    Hier die URL falls Interesse besteht: https://www.samizdata.net/2017/01/gamergate-the-canary-in-the-coal-mine/

  134. Trumponomics ist bäääähh
    Jetzt wachen die versammelten Starökonomen der westl. Welt
    auf und dann…dann………dann………

    werden sie ein goldenes Ei legen.

  135. Wird der 3. WK die Fortsetzung des 1.WK sein?
    @HM555

    Der 1. WK war die Entscheidungsschlacht der damaligen imperialen Mächte um die Vormacht in der Welt. Da ist auch niemand hineingestolpert, sondern man spielte mit dem Feuer und ließ keine Chance aus, das politische Klima zu verschärfen.

    Inzwischen steht eine neue Auseinandersetzung an, denn die politischen Gewichte haben sich verschoben. Und wieder die gleichen Verhaltensweisen der Politiker. Aber die Geschichte wiederholt sich bekanntlich nicht. Man hat dazugelernt. Es gibt elegante Methoden, Krieg jetzt ohne Blutvergießen zu führen: atomare Erpressung, ruinöser wirtschaftlicher Druck, entfesselte Flüchtlingsströme, Währungs- und Zollkrieg.

    Europa wird auf der Strecke bleiben, GB hat mit dem Brexit vernünftig gehandelt und sich rechtzeitig unter den Schutz der USA begeben. Für Deutschland sind nun alle Züge abgefahren.

    • Eleganz
      „Es gibt elegante Methoden, Krieg jetzt ohne Blutvergießen zu führen: atomare Erpressung, ruinöser wirtschaftlicher Druck, entfesselte Flüchtlingsströme, Währungs- und Zollkrieg.“
      .
      Ist es das, was Trump Ihrer Meinung nach jetzt (mit uns) vorhat?

    • 1917 ist das relevante Datum m.E.
      Die russische Revolution und deren Gegenbewegungen und ihre Folgen prägten das Geschehen der vergangenen 100 Jahre.

      Der Konflikt zwischen A,D,TR, F, GB,RU,USA war nur eine wichtige Randerscheinung.

      Im Moment ist ein anderer Ismus wieder Spielrelevant,
      so das sich sehr wahrscheinlich D,F,GB,RU,TR,USA zusammentun
      um diesem Blödsinn wieder Einhalt zu gebieten.

      Humanoiden fällt immer ein neuer Schwachsinn ein
      für den sie sich und andere umbringen.

  136. ALLES NICHT SO SCHLIMM, ALLES "OHNE"
    werter DON, das mit dem dDT ist doch alles nicht so schlimm und wird sich einpendeln, das „new abnormal“ wird das „normal“ sagt der engländer !

    es gibt ja aktuell:

    romane ohne handlung (sagt die FAZ über den sprachfabulierer vom see)

    sex ohne unterleib (meint Barbie)

    leben ohne Nietzsche (Gott: Nietzsche ist tot)

    hochschulpräsidentInnen ohne hochschulabschluss (im musterland BaWü)

    warum sollen wir uns noch aufregen ? da passt es doch gut:

    politiker und politikerInnen ohne ahnung, historie und verantwortung

  137. Alles schon mal dagewesen!
    Den hysterischen Unsinn, der derzeit über den amerikanischen Präsidenten geschrieben wird, kann ich mir nur mit der Dummheit der in den Mainstream-Medien (Lückenpresse, -rundfunk und -fernsehen) sitzenden Meinungsjournalisten erklären.

    Möglicherweise fehlt es auch an der nötigen Fachliteratur in den jeweiligen Medienhäusern.

    Wer das Buch „Die Vereinigten Staaten von Amerika seit 1917“ von Erich Angermann (dtv-Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts) von 1966 liest, findet viele historische Bezüge zur aktuellen Situation, z. B.:

    – Während der schweren Wirtschaftskrise von 1893-1897 gab es eine „Populistische Partei, der es 1896 gelang, die Demokratische Partei in den Bann zu schlagen und und auf einen radikalen Kurs festzulegen, der nicht allein der konservativen Geschäftswelt die Fundamente der amerikanischen Volkswirtschaft zu erschüttern schien (Seite 13).

    – Die politisch-soziale Reformbewegung des sog. Progressive Movement (Th. Roosevelt und W. Wilson) mit den drei Hauptstoßrichtungen: Säuberung der lokalen Selbstverwaltungen von korrupten Praktiken der Parteiapparate, direkte Hilfe für sozial Schwache und Kampf gegen die großen Wirtschaftsinteressen der sog. Trusts (Seite 15f).

    – Isolationistische Strömungen innerhalb der Republikanischen Partei und in der amerikanischen Politik nach 1919 mit fremdenfeindlicher Absperrrung gegen unerwünschte Einwanderermassen aus Asien oder Süd- und Osteuropa, von denen man eine Überfremdung des protestantisch-angelsächsischen Amerikanertums befürchtete (Seite 55ff). So erging bereits 1921 ein „Notstands“-Gesetz das für alle überseeischen Länder gewisse Einwanderungsquoten festsetzte und welches später verschärft wurde (Seite 75).

    – Ständige Spannungen mit Mexiko seit der dortigen Revolutionsverfassung von 1917 bis Januar 1927 (Seite 62ff).

    Schlimmer finde ich es allerdings, dass es anscheindend auch in der deutschen Politik niemanden gibt, der die aktuelle politische Situation richtig einordnen kann und entsprechend reagiert.

    Ausbaden müssen es – wie immer – die Bürger dieses Landes.

    • Unsinn!
      Unsinn ist nicht was Sie schreiben. Das ist alles die reinste Wahrheit.
      Unsinn ist lediglich die zu gutmenschliche Vermutung „Dummheit“ (Zitat Gebirgler).

      Vermuten Sie besser ein abgekartetes Spektakel, um die Menschen auf den richtigen Weg wieder-einschwenken zu lassen.
      Also den Rückfall auf die politischen Eliten der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, den Neoliberalismus. Yadayadayada.
      Und dann immer brav den sogenannten Rechtspopulisten ein rückwärts-gewandtes Zielgebiet vorzuwerfen ist heuchlerisch. Natürlich haben diese Eliten große Fortschritte gebracht. Wenigstens in den Ländern der ersten Welt. Aber die Rezepte sind alt, der Pfeffer geschmacklos geworden. Dennoch wird diese in der Vergangenheit erfolgreiche Politik als sprichwörtliches ’silver bullet‘ verkauft; als sei es eine überzeitliche und überregionale objektive und singuläre Optimallösung.
      Dabei ist es höchstens das was in der mathematischen Kurvendiskussion als ‚lokales Maximum‘ bekannt ist.

      Das ist auch aus anderen Bereichen bekannt:

      – Es gab Anfang des 20. Jahrhunderts die weitverbreitete Idee, ‚es gibt kaum Neues zu erfinden, das meiste, vielleicht alles, ist jetzt erfunden‘

      – In 1943 hat der Chef von IBM gesagt, es gäbe weltweit Bedarf für 4 oder vielleicht 5 Computer

      Es zieht sich durch die Menschheitsgeschichte, dass an Altem, und Bewährtem festgehalten wird. Und da hätten die Regierungseliten gleich am allermeisten Interesse dran. Und die Journalisten natürlich auch; denn die haben, und brauchen, funktionierende Netzwerke mit den herrschenden Eliten, deren Biographien und Programme als Textbausteine.

    • Nur das die Lage der USA heute geringfügig anders ist als 1917
      Mit dem WK-1 war auch der amerikanische Isolationismus erledigt.
      .
      Leider wollten das nicht alle dort früh genug einsehen. Die Folge war der Versailler Vertrag, der Aufstieg Hitlers und dann der WK-2.

  138. Schön symmetrisch
    Was wird Putin tun?
    .
    Erst mal die RAche kalt geniessen: Nach seinem Narrativ ist der von Russland in USA installierte Trump ist die Rache für den weiland von den USA in Russland installierten Jelzin.
    .
    Woher kennen Sie diese Symmetrie?
    Na vom Schach, Ballett oder Judo.
    .
    Putin wird inzwischen die Ukraine und den südlichen Kaukasus wieder unter russische Kontrolle bringen. Er wird sich die Kiewer Politiker gefügig machen (wie früher unter Kutschma und Janukowtisch) und den „Bürgerkrieg“ beenden.

  139. @ Thomas Marx sagte am 29. Januar 2017 um 09:48 Uhr
    „Sicherheit am Arbeitsplatz. Wussten Sie, das französische Guillotinen ein Geländer haben müssen?“
    .
    Einspruch! So einfach kann man das nicht sagen. Habe mal in den „Richtlinien der Berufsgenossenschaft Bau“ nachgeschaut. In den „Leitfäden zur Absturzsicherung“ sind Guillotinen nicht explizit aufgeführt, aber ich gehe davon aus, daß man diese Art von „Bearbeitungsfläche“ als Podest bezeichnen kann.
    .
    Dazu noch: „Seitenschutz bei annähernd horizontalen Flächen ist eine direkt wirkende Maßnahme, die einen Absturz erst gar nicht zuläßt, da durch diese Art der Sicherung eine mögliche Absturzkante
    „beseitigt“ wird.“ (hätte ich mir so niemals selbst erdacht)
    .
    Seitenschutz erforderlich bei Podesten ³ 2,0 m Absturzhöhe!
    .
    Und jetzt schlägt german Angst et perfectionisme zu: „wenn Verletzungsgefahr
    besteht³ 0,75 m Absturzhöhe unabhängig von der Absturzhöhe“ (hä?)
    .
    Also, schlage ich als berufsgenossenschaftlicher Vertreter der Guiollotinisten vor: Bei Guillotinen Podesthöhe <= 0,75 m wählen (reicht um den Auffangkorb darunter zu stellen). Pour une bonne vue des spectateurs auf den Exekutionsvorgang zu gewährleisten, sollte der Vorgang in einer Art Amphitheater/Stadion stattfinden oder die G. sollte an erhöhter Position ihren Standplatz finden.

    Avec des recommandations ministerielles, DdH

    • Alors enfants...
      Merci beaucoup pour vos renfort!

    • Großbildleinwände
      für die weiter entfernt stehenden Zuschauer bzw. für Übertragungen in andere Orte („public viewing“ im eigentlichen Sinne).

      Eurovision könnte auch reaktiviert werden zur gesamteuropäischen Freude.

    • Sicherheit an der Richtstätte
      Existiert in den Richtlinien der Berufsgenossenschaft Bau keine Helmpflicht für Henkerssöhne?

  140. Achtung Rolle rückwärts
    Nun haben endlich auch die deutschen Politiker gemerkt, daß das US Volk nicht die von ihnen gewünschte und unterstütze Hillary gewählt hat sondern Trump. Außerdem kam aus der Wiedervorlage Entsetzliches hoch! Im September ist Bundestagswahl und rechtzeitig vorher ist der G 20 Gipfel in D. Der G 20 Gipfel, Obamas letztes Geschenk für Merkel, ist natürlich die Gelegenheit für Merkel sich als mächtigste Frau der Welt (nicht nur der Erde) zu inszenieren. Für die Wahl wären schlechte Beziehungen zu der US Regierung schlecht. Eine US Absage der Teilnahme am G 20 wäre eine Katastrophe, man könnte den Gipfel ja gleich absagen! Oder, was passiert, wenn Trump die Merkel Inszenierung nicht akzeptiert, sondern sich selbst in Szene setzt? Probleme über Probleme. Daher ist Merkels Kernkompetenz gefragt: die Rolle rückwärts. Also fliegt Gabriel umgehend in die USA. Mal sehen, wer dort Zeit für ihn hat. Das Ergebnis steht aber schon fest: „ Sehr gute, offene Gespräche, Freundschaft, Werte, bla, bla“. Später fliegt dann Merkel zu einem Treffen mit Trump, zur Vorbereitung des G 20! Was will sie denn da vorbereiten? Wer sich wann und wie inszeniert?? Die Aussagen in der Pressekonferenz: s.o., außerdem besondere Betonung der Werte. Also, kurz, Merkel braucht den Donald, er sie aber nicht. Daraus könnte man doch ein Geschäftsmodell entwickeln. Könnte man sich nicht die Merkel Inszenierung abkaufen lassen? 2017 wird ein Spaß, für den deutschen Steuerzahler allerdings ein teurer.

  141. Trumps Politik unterliegt dem Zwang der Systemhaltungslogik.
    Goodnight sagt am 29. Januar 2017 um 11:26 Uhr
    >>>Hingegen wird in diesem Blog fast ausschließlich der „Mensch“ beobachtet und ihm Handlungen zugerechnet. Der eine will Trumps Entscheidungen über seine Familie erklären, der andere über seine Kindheit, die andere über sein Geschlecht etc. Würde man Luhmann folgen, so könnte man erkennen, dass Trump nur eine Person ist, die durch die Kommunikation in eine Position gespült wurde. Trump ist nur Präsident weil die Gegenwart es zuließ, weil es Zeit war, weil die Strukturen den Weg bereiteten. Es war nicht seine Entscheidung.<<>>Der Witz an dieser Entwicklung ist ihr nicht linearer Verlauf, der harte Schnitt, ein Sprung, zurück in die Vergangenheit. Mittelalter in der Moderne, in Form von Trump. Trump wie ISIS: Stoneage als einzige Alternative zur Moderne. <<<
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/01/27/die-trump-familie-in-nepotentradition-7402/#comment-149745

    Ja, der Sprung zurück, das altbekannte Phänomen der Regression auf eine frühere Stufe. Nicht zurück zum Stoneage, aber zur Ordnung und den Strukturen des offen autoritären und repressiven Staates, nicht in der Erscheinungsform des vergangenen Faschismus, sondern zu einer modernen Form.

    • Ordnung und Strukturen des offen autoritären und repressiven Staates ...
      … erlebe ich in letzter Zeit leider in Deutschland. Trump schreckt mich nicht.

    • "zurück ... zur Ordnung und den Strukturen des offen autoritären und repressiven Staat"
      @H. v. Goslar

      Den Schwerpunkt würde ich auf „offen“ setzen. Denn wie sich beispielhaft an den Einlassungen Steinhöfels (die alten Hasen unter uns kennen ihn noch als „Abmahn-Anwalt“), nunmehr dankenswerter Weise auf „achgut“ zeigt …

      „Betroffen sind bislang Irak, Iran, Sudan, Syrien, Lybien, Somalia und Jemen. Also genau die Länder aus dem von der Obama-Regierung erlassenen “Visa Waiver Program Improvement and Terrorist Travel Prevention Act of 2015” und dessen Ergänzung aus 2016.“

      hat sich lediglich der Transparenz-Faktor verändert. Das für mich Interessante dabei sind entsprechend eher die nun sich ebenso transparent offenbarende Menge an US-Amerikanischen Wählern, die offenkundig bar jeder – nicht zwingend selbst verschuldeten – politischen Kenntnis meinen, hier würde völlig Neues, Ungeheuerliches, mindestens Despotisches aus der Taufe gehoben. Die gesellschaftliche Bruchstelle scheint mir entsprechend da zu liegen, wo die einen mit den Realitäten offenkundig (noch oder gar) nicht fertigwerden, während die anderen möglicherweise dankbar sind, daß wesentliche, zuvor der breiten Gesellschaft entzogene Themen/Verantwortlichkeiten nun endlich dem offenen Diskurs zugänglich werden.

      Nicht zum Selbstzweck, sondern weil wir angesichts der Gesamtlage keine Zeit mehr haben, auf Basis fehlerhafter Ist-Analysen try & error in ideologisch verbrämten Sandkästen zu spielen.

      „Trump verurteilt Einschätzung der beiden Republikaner

      Der amerikanische Präsident Donald Trump hielt an seinem Einreiseverbot für viele Muslime fest und verteidigte es – trotz nationaler und internationaler teils heftiger Kritik. Als Reaktion auf die beiden Republikaner twitterte Trump: „Die gemeinsame Stellungnahme des früheren Präsidentschaftskandidaten John McCain und Lindsey Graham ist falsch – sie sind leider schwach bei Immigration.

      Die zwei Senatoren sollten ihre Energie für ISIS, illegale Einwanderung und Grenzsicherheit konzentrieren anstatt immer darauf zu blicken, einen Dritten Weltkrieg zu beginnen“.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/republikaner-john-mccain-geht-mit-trump-hart-ins-gericht-14792395.html

  142. Muss doch mal wieder die Buchstaben ein wenigwortspielwiesenmäßig durcheinanderwirbeln:
    Nepotentradition = inordinate potent

    Bingo!

    • Alz im Eimer
      Ich hatte zuerst „Nematodentrepanation“ gelesen und mich schon auf die Hasspostings humorloser Tierrechteaktivisten gefreut.

      Übrigens: Wie hieß Alzheimer mit Vornamen?

      –> erstes Symtom

      (Antwort: „Siola“ rückwärts gelesen, damit man es nicht gleich erkennt)

  143. "Good management decisions are fast, unambiguous and totally wrong."
    @Uwe Dippel – Vor langer Zeit hatte ich mal in der Wirtschaft einen Trump Boss. Ich selbst kam gut mit ihm aus und habe viel von ihm gelernt. Er hatte zwei Kernsprüche:
    .
    (1) It’s lonely on the top.
    (2) Good management decisions are fast, unambiguous and totally wrong.
    .
    Schnelle Entscheidungen macht man, um die Grenzen festzustellen und die anderen zum Handeln zu zwingen. Lieber 10 Entscheidungen an einem Tag, als eine halbe per Woche. Man darf allerdings keine Hemmungen haben, am Montag das Gegenteil von dem zu veranlassen, was man am vorherigen Freitag angeordnet hatte. Insofern ist der Gegensatz von Trump versus klassischen Politiker faszinierend. Man kann nur hoffen, dass Trump nicht auf die Idee kommt, seinen Vorgänger nachzuahmen und ohne Kriegerklärung und Kongressbeschluss überall Drohnen abzuwerfen – aber im Gegensatz zu Obama eine mit einer Atombombe bestückt auf die IS.

    • Das klingt ein wenig wie ein Manager der Marke Trump
      Aber das hatten Sie ja auch schon gesagt.

      Im Grunde ist die Menschheit meistens (oder nur?) dadurch weitergekommen, etwas neues auszuprobieren.
      Wir hatten die feudale Gesellschaft, auch nicht schlecht, hatte aber über die Zeit ein ziemlich schlechtes Gefühl für andere entwickelt. Bürgertum passte da nirgends, da kam die Bürgerlichkeit als revolutionäres Potential. Irgendwann gab es die ausgebeuteten Fabrikarbeiter; ohne Industrialisierung undenkbar, und so weiter.

      Derzeit sind wir in einer Zeit angekommen, die sich durch eine Pervertierung der Demokratie auszeichnet, bei der eine herrschende Klasse, ein Establishment, sich perpetuieren lässt durch ein ‚Wahlvieh‘.
      Immer die gleichen, ausgelutschten, Rezepte, immer mehr ‚Pakete‘ die ‚geschnürt‘ werden. Und grundsätzlich ohne jede Einsicht dass geänderte Zeiten auch geänderte Vorgehensweisen benötigen. So wie wenn es immer heißt ‚wir haben unsere Lektion gelernt‘ nach einem Erfolg der sogenannten Populisten. In Wirklichkeit aber nix gelernt. Null Komma Nix.
      Genauso wenig wie die Aristokratie und die Popen in Frankreich, bis die Leute mit Messern und Dreschflegeln sich befreiten. Und die Aristokratie und die Popen noch immer nicht wussten, wie ihnen geschah; und vor allem nicht, warum!

      Da passt natürlich Trump. Nicht der doofe Geschäftsmann Trump; aber derjenige, der diesen Stall mal aufräumt. Ich meine natürlich den der selbstgefälligen selbsternannten Elite, siehe weiter oben.
      Und da passt auch, was wir aus der Wirtschaft kennen. Da müssen Entscheidungen getroffen werden, schnell und eindeutig. Und es ist einsam ‚da oben‘.
      Ich hätte für nichts in der welt unter einem Steve Jobs arbeiten wollen. Der hat ständig Entscheidungen getroffen, die schnell und eindeutig waren. Es waren halt in den meisten Fällen die richtigen.

      Es wird mehr solcher Bewegungen geben, auch wenn sich unsere Eliten dagegen wehren. Sie sitzen viel dichter an Geert Wilders. Wahlprogramm eins DIN-A4-Seite. Kann sein, das es Ihnen nicht gefällt.
      Mal sehen, wie unsere Landsleute damit umgehen.
      In Frankreich gehen die Menschen deutlich anders damit um als in Deutschland. Die Umfragen dieser Tage zeigen ganz klar eine Wählerschaft, die zu 25 Prozent einen (effektiv zwei) linksradikale Präsidentschaftskandidaten bevorzugt. Auch etwa 25 Prozent für eine rechts-sozialistische Kandidatin. Um die 20 Prozent für einen rechtskonservativen Katholiken (für das laizistische Frankreich ein ziemliches Novum), der ziemlich alles abschneiden will, was der Staat gibt, Leistungen kürzen, Leute entlassen. Aber der hat eben auch ca. 20 Prozent Unterstützer. Auch der passt zu der Kategorie ‚Trump et al‘, die radikalen Entscheider. Nur noch gut 20 Prozent würden derzeit einen Kandidaten wählen der typisch für das politische Establishment ist, einen linken Sozialdemokraten.

      Es kann sein, dass die alle scheitern. Längerfristig werden aber auch die Versuche der Etablierten scheitern, sich Änderungen entgegenzustellen, und ihre self-indulgence einfach weiterzuführen. Am deutlichsten ist das im Moment in Brüssel, wo ein bekannter Alkoholiker nach dem Rauswurf als Luxemburgischer Premierminister nun endlich 500 Millionen ‚unter sich hat‘. Da ist Erneuerung unmöglich.
      In Deutschland wird auch keine stattfinden, weil gerade die Deutschen offenbar den englischen Spruch vom ‚devil you know‘ goutieren. Und es offenbar ausreicht zu wissen, dass ‚wir mit Merkel schon irgendwie über die Runden kommen‘ werden. Stimmt sogar.

  144. Wie vom Erdboden verschluckt!
    Wie vom Erdboden verschluckt sind all die Transatlantiker.
    All die Amerikafreunde der Jahre 2001-2004?
    .
    Wo sind die alle nur hin?
    .
    Und wo waren all die heutigen Trumpel-Fans zur Zeit von George W. Bush? Waren die schon damals alle gegen zuviel Freihandel, Globalisierung und zuviel amerikanische Weltpolizei? Und haben sich nur „nicht getraut“, weil man „ja nichts sagen durfte“?
    .
    Was meinen die Foristen?

    • Meine Meinung
      Zuviele Fragen auf einmal.

    • HansMeier555
      Man darf ja nie was sagen. NIE!

      Am schwierigsten sind immer wieder die Übergangszeiten.

      Man weiß noch nicht, aus welcher Richtung der neue Wind wehen wird. Da hat sich so mancher schon schwer vertan. Schwupps, und plötzlich blieb’s doch beim Alten. Was dann?

      Manchmal wird auch der, der zu früh kommt, vom Leben bestraft. Nicht nur der Verspätete. Und gar nicht mal so selten.

  145. Rohrkrepierer
    Während alle noch in einem Hook aus Fasziniert und Angewidert auf diesen Mann und seine Schmuck-klirrende Esmeralda starren und hoffen, es würde sich schon noch alles fügen, bin ich mir sicher, dass sich nichts fügt.

    Er wird ein Rohrkrepierer statt ein Sanierer.

    Er verwechselt deutlich Chefsein im eigenen Unternehmen (BWL-driven, falls wir Glück haben und Chefallüren-driven wie in einer Wildwest-Stadt) mit Führen eines Staates.

    • Panta rei
      Die Steuerbehörde ist für so einen Baulöwen doch der einzige „Partner“, den er nicht selbst aussuchen bzw. kontrollieren kann.
      .
      Wie das ist, wenn der eigene Erfolg von einer Vielzahl von Kräften abhängt, die am Mitspielen einfach nicht gehindert werden können, und die man folglich allesamt irgendwie bei Laune halten muss — das weiss Trumpel überhaupt nicht.
      .
      Seine Gegner können sich in aller Ruhe ans Flussufer setzen.

    • Und dann?
      Er wird ein Rohrkrepierer statt ein Sanierer.
      Werden wir dann wieder mehr Hosenanzüge sehen, wird es dann gut sein?

    • Man sieht hier gut, triplefive,
      was für Leute Trumpel schreiben: Genau die, die auch panta rei holpern.

  146. Die Systementwicklung zwingt die Machteliten zur Veränderung ihres Kurses.
    Irgendwie hat bei meinem letzten Post der Fehlerteufel zugeschlagen.
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/01/27/die-trump-familie-in-nepotentradition-7402/#comment-149951

    Es fehlt der Teil nach dem ersten Zitat von Goodnight:

    Der Gesellschaftsprozess – das „System“ – ist Subjekt, die Individuen passen sich daran an.

    Aber dies begreift der soziologische Unverstand nicht. Der glaubt, dass Menschen den Gesellschaftsprozess bestimmen. Daher die Verschwörungstheorien. Die Projektion dieses personalisierenden Unverständnisses in den Himmel ist, dass Gott dien Weltlauf bestimmt (cf. Feuerbach).

    Alles unaufgeklärter „Kinderglauben“.

    Trumps Politik unterliegt dem Zwang der Systemhaltungslogik.

    Die Systementwicklung zwingt die Machteliten zur Veränderung ihres Kurses. Sie versuchen, das instabil gewordene System zu re-stalisieren. Dazu gibt es keine systemimmanente Alternative und für eine Systemtransformation ist die gesellschaftliche Entwicklung noch nicht reif genug.

    Um das instabil gewordene System und die Systemloyalität des Volkes zu erhalten, muss Trumps Politik zurück zu den alten Strukturen: zur Familie, zu Expertenhierarchien, zum Nationalstaat etc.


    • @ H. v. Goslar
      „Trumps Politik unterliegt dem Zwang der Systemhaltungslogik.
      Die Systementwicklung zwingt die Machteliten zur Veränderung ihres Kurses. Sie versuchen, das instabil gewordene System zu re-stalisieren. Dazu gibt es keine systemimmanente Alternative und für eine Systemtransformation ist die gesellschaftliche Entwicklung noch nicht reif genug.
      Um das instabil gewordene System und die Systemloyalität des Volkes zu erhalten, muss Trumps Politik zurück zu den alten Strukturen: zur Familie, zu Expertenhierarchien, zum Nationalstaat etc.“

      Das haben Sie für mein Verständnis schlüssig erklärt, vielen Dank.
      Hinzufügen möchte ich, dass das System sich nicht schwächen will und muss daher einen Balancierakt vollziehen, damit es mit einem möglichst geringen Einsatz die Lage stabilisieren kann, um seine eigenen Interessen zu wahren bzw. möglichst zu fördern.

    • @H.v.Goslar
      Das liest sich schlüssig. Es ist eben „nur“ die Frage, ob es so ein Zurück nach all den Entwicklungen und Verwerfungen geben kann. Und ob dieses Zurück dann auch tatsächlich stabilisiert. Klar, die Michels der Welt wünschen sich Ludwig Erhard und das Gärtchens. Und die Kriege „weit hinten in der Türkei“. Irgendwie schon auch verständlich. Aber auch nur ansatzweise realistisch?

      Ist der immer vehemente Drang des Systems nach absehbar instabilen, also kriegerischen Verhältnissen, nicht geradezu systemimmanent? War das nicht so ein Gedanke von Marx? Höher, weiter, schneller, mehr ist und bleibt doch wohl die Losung.

      Die aktuellen Freiheiten und sonstigen Annehmlichkeiten werden kaum gegen Beschränkungen und Verzicht ausgetauscht werden können. Weder bei den Kunden und, ich denke, auch nicht bei den Produzenten, Händlern, Spekulanten uswusf. Sicher, der Don denkt (zwinkerzwinker) über neue Leibeigenschaft nach…

      Es kann nur weitergehen. Und dieses Weitergehen MUSS ein solidarisches, faires, respektvolles sein. DAS wäre das Neue in der Welt. Oder haben wir tatsächlich noch Kraft, Zeit, Ressourcen etc. und vor allem genügend allgemeine Verblödung für einen WKIII?

      Bin mir mittlerweile sicher, „die“ Amis haben noch gar nicht begriffen, was sie mit ihrer Geopolitik und ihren regime changes, den Drohnenmorden, der Spitzelei etc. angerichtet haben. Die betroffenen Völker werden denen das die nächsten ein, zwei Generationen nicht verzeihen.

    • A stream cannot rise larger than its source.
      @H.V. Goslar

      Noch etwas ontologisch, Ihr Beitrag.

      Sie reden von Machteliten, die vom System zur Veränderung gezwungen werden. Da stellt sich die Frage, inwiefern das dann Machteliten sein sollten, wenn sie doch keine Macht besitzen. Insbesondere wenn sie im politischen System operieren. Da müssten Sie die Begrifflichkeit etwas sauberer trennen.

      Des Weiteren stellt sich die Frage nach dieser „Instabilität des Systems“. Welches System ist denn instabil? Die Politik funktioniert besser denn je. Die Wirtschaft (vulgo: Kapitalismus) läuft auch ganz wunderbar, trotz oder gerade wegen all der Verschuldung.

      Nope, die Ursache der Prozesse sind nicht instabile Systeme oder entmachtete Machteliten, die Ursache ist gerade die extreme Stabilität und Leistungsfähigkeit der Funktionssysteme, ihre fortschreitende Spezialisierung.
      Und die daraus folgende Exklusion in der Kommunikation.
      D.h. Gesellschaft lässt sich nicht mehr bestimmen, als Einheit in der Kommunikation. Das einzelne Individuum sich nicht mehr als Person zuschreiben.

      D.h. obwohl wir nie mehr Kapitalismus und Demokratie auf Gottes Erden beobachten durften, beobachten sich Personen als entkoppelt von diesen Funktionssystemen Wirtschaft und Politik. Und dies gerade in den reichsten und demokratischsten Ländern.

      Was zu interessanten Beobachten führt, wie die, dass Wohlstand für alle nicht hinreichende Funktion des Kapitalismus sein kann.

    • Bislang betreibt Trump nur Symbolpolitik
      Gast sagt 29. Januar 2017 um 20:39 Uhr
      >>>Es ist eben „nur“ die Frage, ob es so ein Zurück nach all den Entwicklungen und Verwerfungen geben kann. Und ob dieses Zurück dann auch tatsächlich stabilisiert. Klar, die Michels der Welt wünschen sich Ludwig Erhard und das Gärtchens. Und die Kriege „weit hinten in der Türkei“. Irgendwie schon auch verständlich. Aber auch nur ansatzweise realistisch?<<>>Ist der immer vehemente Drang des Systems nach absehbar instabilen, also kriegerischen Verhältnissen, nicht geradezu systemimmanent? War das nicht so ein Gedanke von Marx?<<>>Es kann nur weitergehen. Und dieses Weitergehen MUSS ein solidarisches, faires, respektvolles sein. DAS wäre das Neue in der Welt. <<<

      Das chinesische Modell der wirtschaftlichen Kooperation mit anderen Ländern ist ein Beispiel dafür. Friedlich und mit Win-Win-Konstellation.

      Bislang ist bei Trump noch kein Modell für eine wirtschaftliche Entwicklung in Richtung von allgemeinem Wohlstand erichtlich.

      Das braucht es jedoch in den USA, um das System politisch zu re-stabilisieren.

    • Warum „Instabilität des Systems“?
      Goodnight sagt 29. Januar 2017 um 21:22 Uhr
      >>>Sie reden von Machteliten, die vom System zur Veränderung gezwungen werden. Da stellt sich die Frage, inwiefern das dann Machteliten sein sollten, wenn sie doch keine Macht besitzen. Insbesondere wenn sie im politischen System operieren. Da müssten Sie die Begrifflichkeit etwas sauberer trennen. <<>>Des Weiteren stellt sich die Frage nach dieser „Instabilität des Systems“. Welches System ist denn instabil? Die Politik funktioniert besser denn je. Die Wirtschaft (vulgo: Kapitalismus) läuft auch ganz wunderbar, trotz oder gerade wegen all der Verschuldung. <<>>Nope, die Ursache der Prozesse sind nicht instabile Systeme oder entmachtete Machteliten, die Ursache ist gerade die extreme Stabilität und Leistungsfähigkeit der Funktionssysteme, ihre fortschreitende Spezialisierung.
      Und die daraus folgende Exklusion in der Kommunikation.<<<

      Nicht nur aus der „Kommunikation“, sondern entscheidend ist die Exklusion in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht, d.h. aus der politischen Mitgestaltung und aus der Partizipation am gesellschaftlichen Reichtum.

      Die lohnabhängigen Individuen sind dem „Terror der Ökonomie“ ausgesetzt, auch die Inkludierten. Aber selbstverständlich gilt dies noch mehr die Exkludierten, die im HartzIV-System fast alles verlieren: ihre Freiheit, ihre Würde, ihren erarbeiteten Wohlstand – nur das Leben als erniedrigte, verarmte und prekarisierte Existenz, das lässt man ihnen (noch?).

    • Bislang betreibt Trump nur Symbolpolitik (2)
      Bislang betreibt Trump nur Symbolpolitik (2)

      Meine letzten beiden Post waren unvollständig und daher unverständlich. Das liegt möglicherweise an meinem Gebrauch von Steuerzeichen ().

      Sorry, deshalb noch einmal:

      Gast sagt 29. Januar 2017 um 20:39 Uhr
      „Es ist eben „nur“ die Frage, ob es so ein Zurück nach all den Entwicklungen und Verwerfungen geben kann. Und ob dieses Zurück dann auch tatsächlich stabilisiert. Klar, die Michels der Welt wünschen sich Ludwig Erhard und das Gärtchens. Und die Kriege „weit hinten in der Türkei“. Irgendwie schon auch verständlich. Aber auch nur ansatzweise realistisch?“

      Bislang betreibt Trump nur Symbolpolitik (Mauer Mexiko. Einreiseverbot etc.).

      „Ist der immer vehemente Drang des Systems nach absehbar instabilen, also kriegerischen Verhältnissen, nicht geradezu systemimmanent? War das nicht so ein Gedanke von Marx?“

      Besonders von R. Luxemburg (cf. Imperialismustheorie).
      Heutzutage bringen Kriege zwar dem militärisch-industriellen Komplex hohe Profite, sie ruinieren jedoch die „Nationalökonomie“ i.S. von allgemeinem Wohlstand. Da stehen betriebswirtschaftliche Interessen im Widerspruch zu den volkswirtschaftlichen.

      „Es kann nur weitergehen. Und dieses Weitergehen MUSS ein solidarisches, faires, respektvolles sein. DAS wäre das Neue in der Welt.“

      Das chinesische Modell der wirtschaftlichen Kooperation mit anderen Ländern ist ein Beispiel dafür. Friedlich und mit Win-Win-Konstellation.

      Bislang ist bei Trump noch kein Modell für eine wirtschaftliche Entwicklung in Richtung von allgemeinem Wohlstand ersichtlich.

      Das braucht es jedoch in den USA, um das System politisch zu re-stabilisieren.

    • Nun, er wird es halt mit Druck auf die Arbeitgeber bei niedrigen Löhnen und Reduzierung des Imports versuchen. Das ist übrigens das deutsche Modell.

    • Warum „Instabilität des Systems“? (2)
      Goodnight sagt 29. Januar 2017 um 21:22 Uhr
      „Sie reden von Machteliten, die vom System zur Veränderung gezwungen werden. Da stellt sich die Frage, inwiefern das dann Machteliten sein sollten, wenn sie doch keine Macht besitzen. Insbesondere wenn sie im politischen System operieren. Da müssten Sie die Begrifflichkeit etwas sauberer trennen.“

      Man kann sich die Richtung des Gesellschaftsprozesses wie einen Summenvektor vorstellen.

      Die Machteliten verfügen über große Kraftvektoren, die Otto Normalos nur über klitzekleine. Aber auch die sind in der Masse wirksam.

      Die arbeitenden Massen sind bewusstseinsmäßig und intellektuell zu schwach, um das System in ihrem Interesse gegen die Macht der herrschenden Klasse zu ändern. Die Geschichte hat gezeigt, dass sie unfähig zur Systemtransformation sind.
      Insofern irrte Marx. Das Proletariat war – anders als das Bürgertum – niemals ein potentiell revolutionäres Subjekt.

      Auf der anderen Seite ist die herrschende Klasse gezwungen, die Bedürfnisse der arbeitenden Massen in gewissem Umfang zu befriedigen. Das gilt insbesondere für die Mittelschichten, denn diese besitzen im System noch Funktionsmacht, jedenfalls sofern sie nicht durch Maschinen ersetzt werden können.

      „Des Weiteren stellt sich die Frage nach dieser „Instabilität des Systems“. Welches System ist denn instabil? Die Politik funktioniert besser denn je. Die Wirtschaft (vulgo: Kapitalismus) läuft auch ganz wunderbar, trotz oder gerade wegen all der Verschuldung.“

      Jein. Einerseits ja, andererseits schwindet die Systemzufriedenheit. So gut funktioniert die Politik eben nicht, denn überall entstehen Oppositionsbewegungen, die das herrschende Establishment ersetzen wollen. Diese Oppositionsbewegungen werden immer stärker. Und die Wirtschaft läuft nur „ganz wunderbar“ für einen immer kleineren Teil der Bevölkerung.

      Der Witz bei Trump ist, dass er Politik für und gegen das Establishment macht. Die Frage ist, ob er seine Wähler auf Dauer zufrieden stellen kann.

      „Nope, die Ursache der Prozesse sind nicht instabile Systeme oder entmachtete Machteliten, die Ursache ist gerade die extreme Stabilität und Leistungsfähigkeit der Funktionssysteme, ihre fortschreitende Spezialisierung.
      Und die daraus folgende Exklusion in der Kommunikation.“

      Nicht nur Exklusion aus der „Kommunikation“, sondern entscheidend ist die Exklusion in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht, d.h. aus der politischen Mitgestaltung und aus der Partizipation am gesellschaftlichen Reichtum.

      Die lohnabhängigen Individuen sind dem „Terror der Ökonomie“ ausgesetzt, auch die Inkludierten. Aber selbstverständlich gilt dies noch mehr die Exkludierten, die im HartzIV-System fast alles verlieren: ihre Freiheit, ihre Würde, ihren erarbeiteten Wohlstand – nur das Leben als erniedrigte, verarmte und prekarisierte Existenz, das lässt man ihnen (noch?).

    • "Deutsches Modell"
      Nur ist Trumps Politikstil nicht so ganz das deutsche Modell, jedenfalls nicht das aktuelle.


    • Kinderglaube ist, das „System“ sei mehr als das Mittel zum Zweck einiger weniger Menschen.

      Die Trumps haben nur Interesse an Trumps, das ist das ganze System.


    • Das chinesische Modell der wirtschaftlichen Kooperation mit anderen Ländern ist ein Beispiel dafür. Friedlich und mit Win-Win-Konstellation.
      Chinas Empire ist noch in der Expansionsphase. Das US-Empire ist in einer Kontraktionsphase. Letzteres wollte ein Teil der US-Eliten nicht wahrhaben (deren Verhikel u.a. die Clintonites waren), aber nun mit Trump kommt es ans grelle Licht, und das gefällt vielen nicht.
      Das wirft für den weiteren Fortgang in Europa viele Fragen auf, die sich bisher kaum jemand gestellt hat. Könnte Europa als eine Art „neutrale Zwischenzone“ zwischen US und RUS bestehen, ohne isoliert und auf sich selbst zurückgeworfen zu werden? Wie schafft man es, Ruhe auf dem Balkan und Wirtschaftsaufschwung im Süden zu erzeugen? Wie hält man ein Miteinander, das Explosionen verhindert?

  147. RATESHOW AKTUELL: WER IST DAS BASHINOPFER
    1.
    eine volkspartei, deren mitglieder die erben von Bebel und Schumacher sind, bestellt in einem demokratischen urwahlprozess – organisiert von einer zeitschrift die schon A.H.s tagebücher veröffentlichte – den kanzlerkandidaten – einen mann, dem wir wohl die ökonomische eignung zur führung einer buchhandlung absprechen müssten – dafür ist er aber ein experte zur lösung der wasserprobleme im Jordan-Land.

    2.
    das deutsche volk wählt in einem breiten demokratischen prozess den kandidaten für das amt des bundespräsidenten – mit breiter volksmehrheit wird aus der volksgemeinschaft ein mann gewählt, den mann und frau durchaus als vater aller gescheiterten friedensprozesse in der ost-Ukraine und in Syrien bezeichnen können. der unter breiter wahlbeteiligung erkorene zeichnet durch die fähigkeit aus, staaten mit zweifelhafter menschenrechtpraxis, und der absicht, einen anderen staat mit dem sein heimatland gute diplomatische beziehungen unterhält „ins meer treiben“ zu wollen wieder voll in die der staaten der westlichen wertgemeinschaft integriert zu haben.

    3.
    ein mann wechselt – um mehr zeit für seine privaten interessen zu haben – vom wirtschafts- in das aussenressort. er ist der mitvater der gescheiterten sog. energiewende, deren kosten jeden haushalt massiv belasten unter entlastung der industrie und unter einer CO2-wirkung von etwa NULL. 15.000 verkäuferInnen von Tengelmann wollten ein kind von ihm. die anderen aus dem einzelhandel, etwa die gleiche menge – deren arbeitsplätze still und heimlich liquidiert werden werden – wünschen ihn zum teufel.

    4.
    in einem grossen land jenseits des grossen teiches putscht der Ku-Klux-Clan in einem pseudodemokratischen wahlprozess einen mit genen aus der weinseligen Pfalz kontaminierten politiker an die macht, der zum schrecken aller dies mit ungläubigen augen beobachtenden europäischen korrekt-medien in für sie ungewohnter art und weise auch noch das umsetzt, was er angekündigt hat. ein wahlbetrüger auch noch.

    und nun die frage: wer ist das BASHINGOPFER von FAZ, ZEIT etc. ?

    wer dies richtig errät erhält einen frühstücktermin bei ulF !

    • Frühstückstermin bei IM Merkel ?
      Der freß‘ ich alles weg ! Gestern gerade ein 600 Gramm T-bone verputzt, samt Beilagen. Problemlos und genußreich.

      SAGEN könnte man dem Hosenanzug bei so einem Termin nichts, sonst deportiert einen der Sicherheitsdienst.

      Im Ernst, Django, eine sehr gute Darstellung des Bestelldschornalismus, und das bei den sogenannten

      Qualitätsmedien. Qualität kommt anscheinend von Qual.

      Wer braucht da noch Boulevard ?

      Tja, und wer braucht solche ,,Qualitätsmedien“ ?

      Die Antwort ist : immer weniger Leser.

    • ......wer dies richtig errät erhält einen Frühstücktermin bei ulF !
      Champagner ist der einzige Wein, der eine Frau noch schöner macht, nachdem sie ihn getrunken hat. Jeanne-Antoinette Poisson, Marquise de Pompadour
      Fix Luja! Jo nia! Sierige Bißgurrn, rucherte Luada:
      Zu schade das ich mir die naturbelassene, biologische Brotzeit bei ulF nicht genüsslich einverleiben kann, ich vertrage ohne Schaden zu nehmen nur Clos d’Ambonnay von Krug!

  148. Knackfuss!
    Zur ersten Abbildung siehe auch den Entstehungszusammenhang:
    .
    „Völker Europas, wahrt Eure heiligsten Güter“

  149. Das wird übelgenommen.
    War sich Herr Trump wirklich bewusst, dass er sich mit seinem
    Immigrationsdekret mit den celeb „ICH“ der Migrantenszene
    anlegt?

    • Ich nehme an - an den celeb hat Trump dabei mitnichten gedacht.
      Und wenn, dann nur als schreckendes Beispiel.
      Denn die Auswirkungen und Folgen der Anweisungen (oder auch: Nichtanweisungen) unseres celebs sind ja bis weit in die USA hinein bekannt.
      Und das nicht nur wegen der beiden Silvester.

  150. Popular vote
    Ich kann diesen Blödsinn mit HC hatte mehr Stimmen nicht mehr hören.

    unterstellen wir mal für einen Moment, Wähler seien als Masse rational. Und in unserem Land gäbe es auch ein Wahlrecht wie in den USA.

    Dann würden alle Wahlmänner Bayerns an die CSU gehen. Welche Motivation hätte ein SPD Wähler in Bayern, zur Wahl zu gehen? Absolut keine, seine Stimme wäre so oder so noch egaler als in Deutschland jetzt.

    In den USA sind in einigen Bundesländern (New Jersey, Kalifornien) die Wahlmänner quasi von vornherein vergeben, der Gewinner steht ebenso fest wie in Bayern. Es macht in diesen Ländern für Wähler der Republikaner keinerlei Sinn, die Stimme abzugeben. Insofern ist ein Schluss vom Popular Vote auf die tatsächliche Zustimmung zu einem Kandidaten schlicht Unsinn, auch wenn einige es noch so sehr wünschen.

    Zum Thema Wahlmänner: Als die USA die Demokratie einführten -übrigens ein wenig früher als die Deutschen, die sich jetzt zum Oberlehrer aufschwingen- gabe es nicht wirklich gute Möglichkeiten, zentral an einem Tag abzustimmen. Dass in jedem Staat separat gewählt wird, und die Delegierten dann nach Washington zur Wahl des Präsidenten reisten, erscheint mir für die Zeit logischer als andere Methoden, die deutlich anfälliger für Manipulation wären.

    Zu Trump: einfach mal abwarten, was wirklich passiert. Es gibt da, anders als bei uns, sehr selbstbewusste und unabhängige Politiker im Senat und (etwas weniger) im Rrepäsentantenhaus. Gesetze werden dort gemacht. Daneben gibt es eine sehr selbstbewusste Justiz.

    In vielem könnte Deutschland von den USA lernen, insbesondere auch Demokratie. Oder hält irgendwer die Kür von Schulz für nur ansatzweise demokratisch? Oder die 11 Minuten Applaus für Mutti?

    • Graschdanin! Sehr schön dar- und auseinandergelegt.
      Abwarten. Und vor allem: nichts bewundern!

    • Auch ich kann diesen Blödsinn mit "HC hatte mehr Stimmen" kaum hören.
      Und wenn ich sehe, dass sich damit die intelligentesten und klügsten, ferner – jawohl – die schönsten (letzteres geschätzt nach Eigendarstellung jeweils) Kommentator*innen abgeben, dann würde ich am liebsten nur noch bitterlich weinen.

      Was wiegt da schwerer? Hillarys Verlust oder Donalds Gewinn? Würden diejenigen aus dem geschätzen Kommentariat auch dann dieses Schein-Argument betonen, wenn deren Favorit unter gleichem Stimm-Verhältnis gewonnen hätte?


    • Niemand würde darüber weiter reden, wenn nicht Trump selbst dauernd auf das Thema hinweisen würde, mit seinen hilflosen Versuchen, 3,5 bis 5 Millionen Illegale Voters aus dem Hut zu zaubern, um einen Beweis zu liefern, dass er in Wirklichkeit mehr Stimmen bekam.

      Wenn Sie die US Medien verfolgen würden, wüssten Sie, dass das seit der Inauguration Trumps *eigenes* Dauerthema war.

      Es hat auch nicht genützt, dass die Medien einhellig meinten, dass er doch gar keinen Grund hätte, das Thema dauernd anzusprechen, weil er doch ganz ordentlich gewonnen hat, doch genützt hatte das nichts. Trump selbst hat das Thema immer wieder aufgegriffen und es weiter gekaut.


    • Wenn Sie die US Medien verfolgen würden, wüssten Sie, dass das seit der Inauguration Trumps *eigenes* Dauerthema war.
      Er verteilt auf jede Gruppe erstmal bollocks, wie mir scheint. Nato: brauch ma nich. TPP: absagen. Klima, Gender etc: das ist verteilt, da wird er noch etwas mehr trampeln müssen. EU: unnütz.
      Er ist damit ein Wachrüttler, sehr unsanft, aber zumindest die Europäer sollten jetzt ihren Verstand zusammennehmen.
      Ich hatte vor ein paar Jahren mal die Idee, Frankreich, Deutschland und Polen sollten sich zusammentun, um Europa zu koordinieren. Und ein europäischer Grenzschutz vor allem nach Süden bis Südosten hin ist seit x Jahren überfällig – der „humanitäre Fährbetrieb“, der da jetzt herrscht, ist ein Skandal.
      Machtpolitisch ist Europa nach wie vor zwischen West und Ost festgehängt, und muß mit beiden Seiten auskommen. Und von Süden her wird es überrannt. Und innerlich muß die Wirtschaft erneuert werden. Alles sehr schwierig, denn einerseits sollte es seine Zwergenpyramide beibehalten, um gegenüber den großen Akteuren genügend Statur zu haben, andernseits muß ein neuer Minimalkonsens her, denn der alte hat sich verbraucht.

  151. Kinderlose Tradition: 2018 seit 1. Generation kinderlose BKler(in);
    weltweit einmalig…Nepotismus vs. Kinderlosigkeit…also als Ossi der wasserlosen Steppe, halte ich den NePo… für das zukunftsweisendere Modell…bei Kinderlosen m. E. der Hang zum „Ultra“-Extremismus statistisch viel höher …Nero, Hitler (AltFacts: Tschingis-Khan, Stalin)

    In Amiland ist seit WWII kein Kinderloser Präsident geworden. Die wahre, liberale Revolution ist ein Präsident mit 5 Kindern aus 3 Ehen.

  152. Frongraisch
    (Mal wieder OT, ich weiss)

    ist eigentlich schon mal der Presse aufgefallen, dass mit dem Sieg von Hamon in der Stichwahl heute Abend (ja, er *hat* gesiegt), aller Voraussicht nach im ersten richtigen Wahlgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich schätzungsweise ungefähr so viele Wähler linksradikal wählen werden, wie der im Moment gehypte Schulz für seine SPD holen wird?
    Mélenchon ist zweifelsohne linksradikal (nein, keine AntiFa!), und wird sicher mehr als 12 Prozent erhalten; Hamon für die PS, naja, auch um die 8 Prozent.
    Macron (ja, Philomena!) gehört ebenfalls zum linken Flügel; allerdings der Sozialdemokratie.
    Pi-mal-Daumen 20 Prozent linksradikale Wähler, fraglos.

    Marine Le Pen, als sogenannte Rechte, die alle gerne vermeiden wollen, wird auch 25 Prozent erhalten, wenn nicht mehr. Le Pen hat, Achtung-Achtung, eine sozialistische Wirtschaftsvorstellung. Rechts wird sie eingestuft – und nicht zu unrecht – weil sie das ganze eben ohne Muslime machen will.

    Es mag akademisch erscheinen, aber ganz grob geschätzt will die Hälfte der Franzosen eine sozialistische/kommunistische Wirtschaftspolitik.

    Und keiner der 5 wichtigsten Kandidaten wäre einer politischen Mitte zuzuordnen. (Allerhöchstens Macron, der Merkelverehrer.)
    Sie ticken einfach doch ganz anders als die Deutschen; die Franzosen.

    Und 4 von den 5 werden es weder Merkel noch Schulz leichtmachen. Selbst ohne FRexit-Referendum. Einfach mal googlen macht das jedem klar.

    2017 wird ein spannendes Jahr.

    • Heute Abend bei Anne Will, journalistische Fachkraft; SPD-Kanzlerkandidat@Uwe Dippel
      Spannend wird es auch in D, nun sogar mit Martin Schulz. Er unterbrach Anne Will….“nun lassen Sie mich doch mal ausreden.“ Anne Will: Ich unterbreche Sie doch gar nicht.

      Anne Will hatte recht, sie unterbrach ihn nicht, stellte ihn auch nicht in seiner Selbst-Berauschtheit und den immer wieder gleichen rhetorischen Schlucken aus der Rauschpulle in Frage.

      Im Publikum sass eine Gewerkschafterin aus Essen, die an die SPD nicht mehr glaubte und nun in der „Linken“ Mitglied wurde.

      Martin Schulz tat so als wollte er diese – sozusagen den Bruch der Abtrennung der Kommunisten aus der SPD von 1918 – alle wieder in die SPD mit Vertrauensversprechen zurück holen und die SPD zur stärksten Partei machen.

      Prost Mahlzeit Wahlkampf 2017 und SPD mit einem trockenen Alkoholiker.

    • Danke für den Hinweis.
      Anne Will ist bei mir eh schon voll abgeschrieben. Da schaue ich nicht mal mehr was kommt. Erst Angela Merkel mal zwei, und nun den überall gehypten Martin Schulz. Da wird mir ganz schlecht.
      Egal wo, ob strahlend auf dem langsam sinkenden Mainkutter, oder in DeutschlandRadio Kultur. Bei letzterem mit stolzen Würselenern Bürgern im Interview, und dem Hinweis er spräche 5 Sprachen fließend.

      „Wenn eine Familie mit Kindern, in der beide Elternteile arbeiten gehen, kaum ihre Miete in den Ballungsräumen zahlen kann, dann geht es nicht gerecht zu“. HmmHmm. Müssen wir dafür jemanden aus Brüssel importieren, der sich dort an ein Luxusleben mit 200.000 € und täglichem Sitzunggeld von 304 € gewöhnt hat?
      Woher will er das denn wissen? Und was will er tun? Agenda 2010 zurückdrehen?

      Zumindest ist Schulz in Brüssel aufgefallen, weil er einer der ersten war, die eine gemeinsame Haftung für Eurobonds propagierten. Und außerdem spricht er sich regelmäßig für Maßnahmen gegen ‚Fake News‘ aus.
      Das letztere wird er auch brauchen können, wenn er eine Chance haben will.

    • Macron....
      … setzt auf Europa, las ich.Und bei aller Enttäuschung über das Lob der Flüchtlingspolitik ist er mir lieber, als Le Pen. Europa hat nur zusammen eine Chance, in welcher Konstellation auch immer, meine ich.Wenn natürlich andere es auch machen wollen, wie Th.May, ist es aus.Mir scheint auch alles ein Wirtschaftskrieg zu sein.

      Jedenfalls steht es Trump nicht zu, zu sagen: Europa ist Quatsch…

      Ja, Frankreich ist anders,das sagte mein Sohn gestern auch.Vor allem ist es schön und nicht so dicht besiedelt, hat weniger Autobahnen.

    • Welcome back, Philomena
      zu unserer Diskussion über Macron.
      Es dauert noch etwas bis wir wissen, wer von uns beiden gewinnt.

      Wir setzen auf verschiedene Pferde, obwohl wir beide offenbar überzeugte Europäer sind. Sie auf die Lernfähigkeit der jetzt herrschenden Eliten; ich darauf dass nur ein Neuanfang Europa sinnvoll vorwärts bringen kann.
      Deshalb ist es mir auch etwas egal, wer gewinnt. Es muss nicht Le Pen sein, aber jeder andere wäre mir auch recht. Am liebsten allerdings Mélenchon.
      Nein, Macron sollte es wegen mir nicht werden. Aus dem mittlerweile bekannten Grund, dass Angela Merkel die Flügel nicht verdient, die ihr das wachsen lassen würde.

    • Eine/r wird gewinnen
      Über Ihren Kandidaten habe ich eben gekugelt.Er ist Vorsitzender der linken Front, hat aber wohl wenig Chancen? Warten wir es ab…

      Als ich den Petzelt (?) in Koblenz, also in der Tagesschau, sagen hörte: Hier stehen die künftigen Regierungschefs Europas vor Ihnen, wurde mir zweierlei.

      Fraglich ist ja, ob sie alle fähig sind, die EU zu reformieren. Da habe ich so meine Bedenken. Klappt es doch nicht einmal bei uns mit den 16 Bundesstaaten in ihrer Föderation.Oder denken Sie an Lammert mit den vielen zukünftigen Mandaten im BT. Mir fehlt inzwischen jeder Respekt.

      Wir hatten immer regen Austausch mit France durch unsere Kinder, die an Schüleraustauschen teilnahmen. Wir Eltern besuchten uns auch, ohne die jeweils andere Sprache zu sprechen, ging alles mit Langenscheidt.Ich bin ja mit den römischen Verträgen quasi aufgewachsen und finde es traurig, dass man alles so in den Graben gefahren hat und hoffe auf Reformen…
      Vielleicht bringt Trump sie zu Verstand?

    • Philomena,
      nein, hat er nicht. Mélenchon.
      Er ist ‚mein Kandidat‘ weil er ein traditioneller ‚Linksextremer‘ ist. Mit der Betonung auf ‚traditionell‘, also nicht wie Hamon. Ein Philosoph, und jemand der es beinahe ohne Organisation, jedenfalls außerhalb der großen Parteien auf zuletzt 15 Prozent in den Vorhersagen gebracht hat. Er hat meines Erachtens keine Chance, auch nur in die Stichwahl zu kommen.
      Mit der Wahl von Hamon sieht das mit den 15 Prozent anders aus: da entscheiden sich viele seiner Befürworter stattdessen Hamon zu wählen, weil der eine große Partei hinter sich wähnt: die PS.

      Nein, weder Wilders noch Le Pen können es schaffen, künftig Regierungschefs zu werden. Die PVV wird ziemlich fraglos die stärkste Partei, aber die stärkste Partei mit etwa 20 Prozent. Und niemandem der mit der PVV regieren will. Le pen kommt ziemlich fraglos in die Stichwahl, wahrscheinlich sogar mit Ihrem Favoriten. Aber es werden nie mehr als 50 Prozent der Wähler in der Stichwahl Le Pen wählen, so dass es dann ‚Ihr‘ Macron werden könnte. Vielleicht auch noch Fillon, abhängig wieviel Geld man ihm nachweisen wird können, dass er es in die eigne Tasche verschafft hätte.
      Wir beide wollen Reformen der römischen Verträge, bloß die Herrschenden in Europa wollen das nicht.

  153. Hate keeps a man alive. It gives him strength.
    Und jetzt kommt der Witz für alle Systemtheoretiker:

    Die Einheit der Differenz zerbricht an dem Fehlen von Differenzen.

    Die Kommunikation schreit nach Differenzen und Trump liefert.

  154. immerhin aus dem so-called Mutterschiff
    Das beste, das ich seit langem gelesen habe:

    „Senators should focus their energies on ISIS, illegal immigration and border security instead of always looking to start World War III.“

    Aus einem Tweet von Donald Trump über Lindsay Graham und John McCain. Könnte ebenso gut von Bernie Sanders oder Rand Paul gekommen sein.

    Und, Tama-risque, Sie wissen fei scho, dass Obama auch schon Einreiseverbote seit 2011 angeordnet hatte?
    Neu ist lediglich, dass Syrien dabei ist. Die fehlenden Staaten können jederzeit dazukommen.


    • Obamas Einreiseverbot galt nur den Flüchtlingen. Das Flüchtlingsprogramm wurde eine kurze Zeit ausgesetzt.

      Bei Trump sind *alle* Staatsangehörigen betroffen, selbst diejenigen, die einen Green Card Status oder eine doppelte Staatsbürgerschaft haben. Sie können zwar einreisen, aber müssen ein neues „Vetting“ über sich ergehen lassen.

      Außerdem behauptet Trump immer wieder fälschlich, dass es bisher kein richtiges „Vetting“-Verfahren gegeben habe. Das ist falsch. Es dauerte bisher etwa zwei Jahre, bis ein Syrer z.B. durch mehrere Sicherheitsprüfungen und Interviews als Flüchtling angenommen wurde.

      Was kann Trump da viel anders machen?

      Was ulF macht, ist das andere Extrem. Bei Trump grenzt das mE an Hysterie.

  155. Wörter...haben ihre Bedeutung, verlieren sie, sind variabel, verändern sich
    Seit Monaten bin ich (fast) stiller Mitleser – nur mit Handy gegen das www bewaffnet, ergibt sich keine andere Möglichkeit :-(
    All die Begriffe, die ich während meines Studiums gelernt habe (POWI, Geschichte, Latein) haben mittlerweile ihre Bedeutung verändert.
    Eben im Leitartikel des Mutterschiffs. Foto mit Plakat „deport Trump“, im Bildtext übersetzt mit „Schiebt Trump ab“.
    „Deport“…die eigentliche Übersetzung als Fremdwort lautet „Deportation“. Wir Deutschen mit unserer Geschichte kennen aber zwei Übersetzungen, die einfache Abschiebung und eben die Deportation. Selbst Wiki beginnt den Artikel mit einem Foto von deportierten Juden. Wahrscheinlich wird keine andere Nation außer den Deutschen aufgrund ihrer Historie einen Unterschied zwischen Wort/Fremdwort Deportation/Abschiebung kennen.
    Auch ich habe mich spontan nach Höckes Rede echauffiert. Nach dreifache Lesen habe ich verstanden, was er meinte: wir Deutschen haben so eine lange Geschichte mit Guten und schlechten Zeiten. Seit Ende WKII gibt es nur noch die schlechten. Generationen später sollten wir uns endlich mal den guten zuwenden.
    Gemälde oder in der heutigen Zeit Fotos setzen den Fokus IMMER auf den Mittelpunkt des Bildes. Das war in der Renaissance so und hat sich nicht verändert. JEDE Hochzeitsfoto setzt das Brautpaar in den Mittelpunkt, zur rechten und linken die Wichtigkeit der Personen absteigend zum Bildrand.
    Ausnahmen bestätigen die Regel (Goldhelm).
    Vielleicht sollten wir uns einfach mal drauf besinnen, nicht JEDES Wort auf die Goldwaage zu legen. Das machen wir bei unserem Partner nicht und sollten dies auch nicht bei anderen (Trump) tun.
    Lieber Don, bei aller Kritik an Tico: ich fand seinen Beitrag zu Südamerika gut und interessant, auch insofern, dass diese Region der Welt doch stets aus unseren Augen verschwindet. Selbst Mexiko als Nation und Wirtschaftspartner würden wir derzeit ohne Trump garnicht wahrnehmen.

    • Danke - denn das ist es auch, was ich bemerke:
      schnuddelige vereinfachte Übersetzungen, die nicht den Inhalt des Ganzen wiedergeben, aber hysterisch veröffentlicht werden und Meinungsmache bewirken sollen.
      Sowohl über Trump als auch über nicht dem mainstream folgende Andersdenkende.
      Ich bin froh über Trump, denn spätestens mit ihm wird noch deutlicher, welch Hexenkessel der MSM sich aufgetan hat. Und plötzlich wachen ja auch viele auf und erschrecken sich ob der politischen Umstände.

      Jetzt ginge es noch darum, sich an Ort und Stelle Informationen zu holen, statt über die Presse, die nur weiter gibt, was ihr weitergebenswert erscheint:

      https://twitter.com/POTUS
      Donald J. Trump ‏@realDonaldTrump 24 Std.Vor 24 Stunden
      „Christians in the Middle-East have been executed in large numbers. We cannot allow this horror to continue!“
      Donald J. Trump ‏@realDonaldTrump 29. Jan.
      „Our country needs strong borders and extreme vetting, NOW. Look what is happening all over Europe and, indeed, the world – a horrible mess!“

  156. Buntes Treiben in NRW feat. Innenminister Jäger
    http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70116/3546948

    Also langweilig wird es dort nicht.

  157. Titel eingeben
    PS: Tolle Bilder/Ikonographie

  158. Erste zarte Friedenssignale...
    …gestern, großes Landschafts-Narrentreffen Bodensee-Linzgau-Schweiz, organisiert von der Narrenzunft Markdorf.
    Unter den Zuschauern: ein mit einer leuchtenden Trump-Matratze verkleideter Mensch friedlich neben einem Imam-Darsteller, Typ Rafsandschani. Das gibt Hoffnung.
    (DdH)

    • am SEE ist eben alles möglich !
      war der OBAMA VOM NIEDERRHEIN auch da ?

      und aus Überlingen der „lauteste rudertrainer der welt“ zusammen mit dem romancier für romane ohne handlung ?

  159. Trumpel macht immer noch Wahlkampf
    Warum?
    .
    Weil es ihm Spaß macht und er nix anderes kann.
    .
    Vor dem Moment, wo er ernsthaft regieren muss, hat er panische Angst. Diese Meetings mit Leuten, die ihm Vorträge halten, die er nicht versteht, und ihm hinterher Fragen stellen, auf die er doch gar nicht antworten kann ohne sich zu blamieren. Die über seine Witze nur aus Höflichkeit lachen und nur mühsam verbergen können, für was für einen Volltrottel sie ihn halten.
    .
    Mit denen muss er künftig ganz viel Zeit verbringen. Armer Kerl.

    • Nö, er kann auch einfach durchregieren.

    • kann er nicht
      Die USA sind kein Eselskarren wie Italien, den man einfach ein Jahr im Schatten parken kann.
      .
      Die sind wie ein Flugzeug. Da muss schon jemand im Cockpit sitzen, der weiss, wozu diese ganzen Instrumente und Knöpfe eigentlich da sind.

    • Titel eingeben
      Aus dem Grund ändert er ja grade die Administration komplett auf Leute seines Schlages um. Dass wird wirklich eine Echokammer völlig ohne schlechte Nachrichten.
      Der nationale Sicherheitsrat ohne Militär und Geheimdienst. Da muss man erst mal drauf kommen.
      Witzig wird das mit dem neuen Chefstrategen Bannon für uns.
      Da kann man demnächst theoretisch vom deutschen Wahrheitsministerium dafür belangt werden, wenn man die amerikanische Administration zitiert.
      Ich verpreche Euch spannende Zeiten!

    • Ich frage mich langsam, ob sie mit im oval office sitzen.
      Woher sonst all diese Interna?

  160. Trump-Selbstinszenierung-Renaissance
    Tut er ja…Bildvergleich des Don erneut gelesen!

  161. Mr Who?
    Wenn Trumpel 4 Jahre durchhalten will, wird irgendjemand anderes für ihn regieren müssen.
    .
    Aber wer soll das sein? Und wird Trumpel dieser Person dann nicht dauernd ins Lenkrad greifen?

  162. Trumps Immigration Policy
    DA vor einiger Zeit: „Informieren Sie sich in alle Richtungen. Trauen Sie keinem.“

    Deshalb hier ein Link für alle Trump-Gegner zum „Runterkommen“:

    http://www.achgut.com/artikel/trumps_einreisestopp_die_hysterie_und_die_fakten

    „Setzen Sie sich hin. Trinken Sie einen Tee.“

    • aus sicherer Entfernung
      kann man sich hinsetzen und Tee trinken.

      Die Medien und Hollywood können es nicht. Sie müssen
      kämpfen.

    • Meryl Streep hat Wurzeln in Libyen !
      habe meinen tee getrunken, mit bio-vorzugsmilch.

      ja ich frage mich ja auch angesichts der klagen der us-konzerne über diesen einreisestopp, wieviel „hochqualifizierte“ z.b. Google oder Apple jetzt aus Somalia oder dem Jemen fehlen werden ? bei Tesla werden die elektronik-ingenieure knapp !

      offensichtlich findet aus diesen firmen nun ein richtiger „brain drain“ statt !

      und Hollywood kann gar keine filme mehr drehen, da die wichtigsten schauspieler fehlen. dabei wusste ich bisher gar nicht, das Meryl Streep wurzeln in Libyen hat.

      und plötzlich gibt es tausende, die eine iranisch-deutsche doppelstaatsbürgerschaft haben und nun die tante in Cleveland nicht mehr besuchen dürfen.

      ja, der dDT, der bau der „Mex.Mauer“ soll ja 4 Mrd. kosten, manche ökonomen sehen das ja schon als beginn der verschwendungs- und supergau-inflationsierungspolitik und sehen den $ ins unendliche fallen.

      wenn das richtig ist, wohin führen dann die 22 Mrd. aus allein 2016 für die sog. deutsche flüchtlingspolitik ? aja, richtig, wir sind ja bald bei 3 %-inflation bei 0%-zinsen. ob sich ulF mal vorgestellt hat, wie sich das für den deutschen rentner anfühlt ?

      ja, es kommen harte zeiten, wir brauchen den OBAMA vom Niederrhein, wärmende rhetorik, den mann der sagt „schauen sie mir in die augen“, OPIUM fürs volk. wir brauchen den mutigen mann, der dem mann, der die europäische geldpolitik an den bedürfnissen Italiens ausrichtet endlich in die gezückte Bazooka fällt und sich opfert. der Bazooka-Mann kann ja dann dort ministerpräsident oder staatspräsident werden, immer eine gute rückfallposition.

    • Die "Hysterie" war doch von Trump angestrebt
      Anders als bei Carter oder Obama war das nicht als technische Massnahme zur Grenzkontrolle gedacht, sondern eben als Medienbrüller.
      .
      Meinen Sie, man sollte so was ignorieren?
      .
      Lieber nicht. Wer weiss, was der Irre dann als nächstes anstellt, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen.

    • @Zbigniew Brzezinski
      Sie dürfen nicht erwarten, dass die globale Migrantenszene
      sich für deutsche Rentner interessiert.
      Für die Konzerne und Hollywood sowieso, geht es allein um
      das Geld der globalen Investoren. Dafür nimmt man einiges in
      Kauf.
      Der Herkunftsraum der Migranten ist wohl identisch mit dem
      der Investoren.
      Sollte man den CEO oder den Stars übelnehmen, dass sie
      für die eigene Börse trommeln. Das können sie doch am besten.

      der Investoren

    • "Einen Hund gibt es im ganzen Film nicht, und schon gar keinen andalusischen."
      E.R.Binvonhier – 30. Januar 2017 um 12:37 Uhr … Der Herkunftsraum der Migranten ist wohl identisch mit dem der Investoren. … – Wie wahr! (Eventuell „gleich“ statt „identisch“, die Gegend, der herrschende Glaube.)

      Wo liegt wohl der Hund begraben?

    • Wofür, E.R. Binvonhier?
      Wofür? Kämpfen?
      Natürlich war es Unrecht und ist auch so klassifiziert worden, wenn jemand *mit* einem Visum oder Aufenthaltserlaubnis an der Einreise gehindert wird. Schnee von gestern.

      Es macht mich grinsen, dass jetzt Foristen in diesem Blog sich zu solidarisieren scheinen mit dem Wunsch/Bedürfnis der amerikanischen Medien und Hollywood, neu Personal aus diesen 7 Ländern zu rekrutieren.

    • Für das geplante Geld für die lange Mauer zu Mexiko -
      kriegen sie hier nicht mal einen funktionierenden Bahnhof.
      By the way – Grube schmiss hin! Pofalla ante portas?

    • Billich wird die Mauer nich
      Warten wir es mal ab, ob die Yankees je 1000 Kilometer Mauer bauen können für annähernd das Geld, für das ehemals weltberühmte deutsche Ingenieure einen bestehenden Flughafen *nicht* erweitern können.

  163. Titel eingeben
    HansMeier555 sagt:
    30. Januar 2017 um 09:24 Uhr ….

    ….Die sind wie ein Flugzeug. Da muss schon jemand im Cockpit sitzen, der weiss, wozu diese ganzen Instrumente und Knöpfe eigentlich da sind.

    Herr Meier, jetzt musste ich schmunzeln, erinnert mich an ein Gespräch mit einen damaligen Pan Am Linienpiloten .
    Zitat :
    Irgendwann sitzen im Cockpit nur noch der Pilot und ein Hund.
    Der Hund passt auf, dass der Pilot die Finger von den Knöpfen lässt.


    • Der Hund passt auf, dass der Pilot die Finger von den Knöpfen lässt.
      Während des Fluges. Aber das Landen, das Landen! ist der schwierigste Teil, und ob das so mit Autopilot geht… eher nicht.

      Apropos Hund, wenn Trumps Geburtsjahrangabe in Wikipedia stimmt, ist er nach dem chinesischen Horoskop ein „Feuer-Hund“…

    • Ein Hund ist er schon ...
      https://www.google.de/search?q=%22a+hund+isser+scho%22&gbv=1&num=100

      12. Dezember 2005 … Update: Der Dreistigkeit, mit der der kaum aus dem Amt geschiedene Altbundeskanzler Schröder sich persönlich bereichern will, kann die SPD nicht nur mit lahmer Kritik begegnen. Schröder meint: „Ich bin erst 61 Jahre alt und will arbeiten“. …

      14. Sept. 2013 … A Hund isser scho! Der CSU-Chef wechselt seinen Kurs so häufig wie kein anderer Politiker, er bedroht …

      22. Mai 2014 … Könnte diese Gelassenheit auch dem Steuerhinterzieher Uli Hoeneß zugutekommen? Heißt es am Ende einfach: „A Hund isser scho“? Nein …


    • @colorcraze
      Trump ist Sternbild Zwillinge. Das sind Menschen, die zwei widersprüchliche Persönlichkeiten haben.
      Manchmal macht er einen durchaus seriösen Eindruck.;-)

    • @Colorcraze "Der Hund passt auf, dass der Pilot die Finger von den Knöpfen lässt.
      Während des Fluges. Aber das Landen, das Landen! ist der schwierigste Teil, und ob das so mit Autopilot geht… eher nicht.“
      Deshalb fliegt ja ulF auch eine Luftnummer nach der anderen – und brachte bisher keine zu einer guten Landung.
      Bin neugierig, wann eindeutig klar wird, was uns da alles an angesammeltem an Dreck auf den Kopf fliegen wird.
      Da hilft der größte „Rettungsschirm“ dann nicht mehr weiter – wenn der Sprit ausgeht.

    • Ein Pilot der Zukunft
      @ FJ45 @ HansMeier555

      Ist gar nicht so abwegig.;-)

      Sorry, ist ein Youtube-Link, Shadow, the rescue dog flying a plane, von ABC News
      https://www.youtube.com/watch?v=82DoCawpJCE

  164. @Sabine
    Ja, da stimme ich Ihnen zu. Worte können auch weh tun – so fühle ich mich als jemand, der bzw.die schon länger hier wohnt, durch diesen Ausdruck sehr verletzt und in die Ecke der “ deplorables“ gestoßen. Ohne Worte geschieht dies nach meinem Gefühl auch durch das listige Manöver Siegmar Gabriels, der damit seine Intelligenz und gleichzeitig mangelndes Einfühlungsvermögen bewiesen hat; derart weitreichende Entscheidungen über Zeitungen mitzuteilen, degradiert nicht nur die SPDBasis. Macht mich traurig.

    • Das unten schreibt Konovsky zu Gabriel - dieser Teil des Interviews
      im Stern wird bisher gar nicht so doll diskutiert:
      „Ein Heerrufer des Trivialen, bislang Vizekanzler und damit an den Geschehnissen vollkommen unbeteiligt, S. Gabriel, sagte im stern-Interview: „Niemals hätten Kanzler wie Helmut Schmidt, Helmut Kohl oder Gerhard Schröder Entscheidungen über die Öffnung der Grenzen getroffen, ohne wenigstens einmal mit unseren Nachbarn zu sprechen.“ Angela Merkel habe Deutschland und Europa „in eine Sackgasse geführt“. Als Ursachen dafür nennt er „Naivität oder vielleicht auch Übermut“. Schau an. Der Merkel-Stellvertreter sagt, die Dame sei naiv und übermütig (ich legte mich fest auf „übergeschnappt“). Gabriels Resümee: „Europa steht vor der akuten Gefahr, zusammenzubrechen. Die Aufbauarbeit von zwei Generationen steht vor der erneuten Zerstörung.“ So ein lupenreiner Rechtspopulist reist jetzt als deutscher Außenminister durch die Welt, wenn er sich nicht gerade um seine Familie kümmert! Und welcher Schewardnadse wird erst noch auf diesen Gromyko folgen?“

  165. Dynastien im US Politdschungel - oder eine Begrenzung der Amtszeit wäre in D auch wichtig
    Dynastien klingt in Bezug auf die USA ein wenig übertrieben. Entgegen verschiedener Diktaturen (z.B. Nordkorea) oder Herrscherhäusern mit Krönchen wird ja nicht von den Eltern auf eines der Kinder vererbt.

    Dynastien sind eher die des politischen Establishments, die über viele Jahre sich dort eingenistet haben und davon profitieren. Da ist die begrenzte Dauer von 2 Amtszeiten für den US-Präsidenten doch ein gewisses Symbol für Wandel.

    Entgegen unserer deutschen Einrichtung der möglichen Dauerkanzlerschaft über mehr als 8 Jahre. Denn durch diese wird ja eben gerade die dauerhafte Postenschacherei und Günstlingspolitik ermöglicht. Die verlogene Parteienfinazierung und vorallem Postenbesetzerei nicht nach Qualifikation sondern Nutzen für die herrschenden Lobbyisten (die es allerdings auch in den USA und allen anderen Ländern gibt) ist das schlimme.

    Mit Wehmut erinnere ich mich noch an den damaligen Schattenminister Prof. Dr. Kirchhoff (der Professor aus Heidelberg) oder dem einstigen Merkelgegner Merz mit ihrer „Bierdeckelsteuer“ und der Abschaffung sämtlicher Subventionen, eines einheitlichen Steuersatzes von 25 % auf sämtliche Einkünfte für Alle bei einem Grundfreibetrag.

    Seit Jahrzehnten schrauben hier die gleichen Politiker den Schraubstock zum auspressen des Staates, ohne Konsequenzen für ihr Handeln. Aber sie erzählen uns vor den Wahlen immer wieder die Mär, mehr Sozialstaat zu garantieren. Mitnichten. Ich glaube das einzig vernünftige Mittel hier Einhalt zu gebieten, ist eine Amstzeitbegrenzung für politische Ämter und Politiker und eine sich an den tatsächlichen Lebensverhältnissen unseres Landes bemessende Alimentation und Altersversorgung. Dies würde auch eine größere Meinunsvielfalt mit sich bringen, da die staatlich versorgten Politiker nach vorhersehbaren Perioden wieder selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen und „frischer Wind“ durch neue Leute (überalterte Politkaste) helfen kann, die Versäumnisse sozialverträglich nachzuholen.

    • @gast ffm: Amtszeitbegrenzung
      „Ich glaube das einzig vernünftige Mittel hier Einhalt zu gebieten, ist eine Amstzeitbegrenzung für politische Ämter und Politiker und eine sich an den tatsächlichen Lebensverhältnissen unseres Landes bemessende Alimentation und Altersversorgung.“
      Der Glaube – gestatten Sie mir diese kleine Ironie – kann Berge versetzen, aber sicher keine Amtszeitbegrenzung etc. für Politiker bewirken, denn da reden wir doch über das „Trockenlegen der Sümpfe durch die Frösche“ – oder?


    • Es hat auch seine Vorteile, wenn Menschen über einen längeren Zeitraum dieselben Funktionen ausüben. Eine permanente Fluktuation kann nämlich durchaus destabilisierend wirken. Wirklich durchschlagende Wirkung hätte eben nur ein imperatives Mandat. Denn solange es Lobbyisten gibt, werden Politiker immer in Versuchung geraten.

      Der Wehmut schließe ich mich an.

    • Westalgie
      Otto Meier – 30. Januar 2017 um 12:59 Uhr … Wirklich durchschlagende Wirkung hätte eben nur ein imperatives Mandat. … – Das klingt nach westdeutschen Studentenparlamentariern vergangener Jahrzehnte.

  166. Ist Putin doch ein lupenreiner Demokrat?
    Vergleicht man den Regierungsstil von Putin und Trump, muß man ja zu diesem Ergebnis kommen.

    Vergleicht man den gestrigen Auftritt von Martin Schulz bei Anne Will mit den beiden Protagonisten, könnte man sich einen deutschen Trump ja fast schon wünschen. Als Werbung für die SPD oder einen Kanzler Schulz war das wohl nichts.

  167. Reaktionen bestätigen Trump
    M.E. ist an den Absendern der Reaktionen auf die Erweiterung des Einwanderungsstops sehr gut sichtbar, dass Trump Recht hat: Pappbecher-Billigplörre-Hersteller Starbucks will 10.000 einstellen (ein Schelm, der Böses dabei denkt), Silicon Valley, wo die Unterbezahlung auf höherem Niveau abläuft, überschlägt sich fast vor Wut.

  168. Titel eingeben
    Oberländer sagt:
    30. Januar 2017 um 13:41 Uhr

    Reaktionen bestätigen Trump
    M.E. ist an den Absendern der Reaktionen auf die Erweiterung des Einwanderungsstops sehr gut sichtbar, dass Trump Recht hat: Pappbecher-Billigplörre-Hersteller Starbucks will 10.000 einstellen (ein Schelm, der Böses dabei denkt), Silicon Valley, wo die Unterbezahlung auf höherem Niveau abläuft, überschlägt sich fast vor Wut.

    Ich kann den Schrott, der teilweise heir geschrieben wird, nicht mehr lesen, bin raus.
    Erster Punkt:
    Herr Oberländer gründen Sie eine Firma , dann sehen wir weiter.
    Zweier Punkt:
    Silokon Valley:
    http://karrierebibel.de/arbeiten-im-silicon-valley/
    http://www.bilanz.ch/bildergalerie/die-15-silicon-valley-firmen-mit-dem-hoechsten-gehalt
    http://www.businessinsider.de/diese-silicon-valley-firmen-zahlen-das-hoechste-gehalt-2016-8

    • Reisende soll man nicht aufhalten
      Werden eben andere blogs mit BTF-High-Börsentipps und Marketing für Vulgärlibertarismus zugespamt. Mei.. F*JuVierFünf :)

  169. Conflict of Interest
    Warum gilt das Einreiseverbot für Länder, deren Staatsangehörige seit 1975 keinen einzigen Terroranschlag verübt haben? Seit über 40 Jahren ist kein einziger Amerikaner durch einen terroristischen Akt durch Staatsangehörige jener sieben Länder umgekommen, bei welchen das Verbot gültig ist.

    Es ist auffällig, dass Trump keine Hotels und keine anderen wirtschaftlichen Interessen in jenen Ländern hat.

    Im Gegensatz dazu hat Trump fünf Länder mit dem Verbot verschont, nämlich Saudi-Arabien, Ägypten, die Emirate und die Türkei.

    Rein zufällig hat Trump Hotels in jedem dieser Länder. :->

    15 der 19 Attentäter von 9/11 waren Saudis.
    4 weitere 9/11 Terroristen kamen aus Ägypten bzw. den Emiraten.
    Die radikalisierte Ehefrau, die sich am Attentat in San Bernardino beteiligte, hatte sich Jahre lang, bis zu ihrer Einreise in den USA, in Saudi-Arabien aaufgehalten.
    Ein durch Terrorismus extrem gefährdetes Land ist die Türkei.

    Quelle ua.: „Trump’s hotels already creating conflicts“
    Washington Examiner, 29.1.17
    http://www.washingtonexaminer.com/trumps-hotels-already-creating-conflicts/article/2613250

    • ja, Fragen
      Ausnahme: Somalia

      Vielleicht verkauft er ja die Hotels, wir werden sehen. Ansonsten ist die Penunze ohnehin das Hauptproblem. Immer mal wird einer auf der Straße erschossen, aber keiner geht an die Hintermänner. Und Qatar, das angeblich zu den Financiers von IS gehört, soll eine Fußball-WM ausrichten.

      Aber das Ganze ist als Zeitgewinn angelegt, zum Beispiel, um Daten und Personen genauestens zu überprüfen. Deshalb (und wegen Mazyek, dem Armen, der gar nicht betroffen sein wird) protestiert Frau Merkel. Was genaue Datenüberprüfung betrifft, war ja hier etwa das Gegenteil zugange, wie man an Amri und dem Mörder von Maria L. gut sah.

  170. Politiker im Zustand von Realitätsverlust
    Wer gestern Schulz bei Will gesehen hat, für den war der Realitätsverlust offenkundig.

    Aber Schulz ist keine Ausnahme, sondern er repräsentiert die gegenwärtige Geistesverfassung von PolitikerInnen. Egal, ob Merkel, von der Leyen, Nahles, Wagenknecht …

    Euphemistisch sprechen heute die Medien von „postfaktisch“, früher nannte man es Wahn.

    Ein Schulz ist kein Lügner, denn ein Lügner weiß, dass er lügt. Der Lügner kennt die Wahrheit.

    Insofern sind Politiker mit Realitätsverlust viel gefährlicher und bedrohlicher als jene, die bewusst lügen.

    Das Gleiche gilt für Medienleute und Journalisten in den MSM. Die sind sich gar nicht bewusst, dass sie lügen.

    Der gesellschaftliche Realitätsverlust führt selbstverstärkend in die kollektive Psychose. Die Gesellschaft wird zum Irrenhaus.

    Die Deutschen scheinen dafür besonders anfällig zu sein, siehe den Größenwahn und Rassenwahn ab 1933 f., siehe die heutigen neoliberal-links-grünen Wahngebilde. Der Glaube an die Intelligenz von „Mutti“, der Glaube an den Markt und die Globalisierung, der Gender-, Multikulti-Wahn, der Glaube an eine Rückkehr zur „Sozialen Marktwirtschaft“ usw. usf.

  171. Wer tanzt nach wessen Pfeife?
    Tamarisque – 30. Januar 2017 um 00:36 Uhr – Niemand würde darüber weiter reden, wenn nicht Trump selbst dauernd auf das Thema hinweisen würde, …

    HansMeier555 – 30. Januar 2017 um 11:59 Uhr – Die „Hysterie“ war doch von Trump angestrebt …, … eben als Medienbrüller. Meinen Sie, man sollte so was ignorieren? Lieber nicht. Wer weiss, was der Irre dann als nächstes anstellt, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen.

    Auch wenn wir dazu verdammt sind, die Politik zu ertragen, brauchen wir nicht auf jede hingestellte Zimmerpflanze hinaufzuklettern; übrigens auch nicht jede(n) hingeknallte(n) Kanzlerkanditatin/en zu wählen, nicht einmal indirekt.


  172. Was hier in vielen Posts überhaupt nicht beachtet wird, dass das Einreiseverbot für *alle* Bürger jener Länder gilt, nicht nur für Flüchtlinge, wie z.B. bei Obama.

    Nun musste z.B. ein britischer Journalist, ein Reporter bei der BBC, der seinen iranischen Pass abgegeben hatte, weil er dort in Opposition war und für die Menschenrechte kämpfte, bei der Ankunft in Chicago über sich ergehen lassen, dass seine ganzen Unterlagen und sein Smartphone etc. durchwühlt bzw. nach Extremismus untersucht wurden.
    http://www.belfasttelegraph.co.uk/news/uk/chigago-airport-checked-my-phone-for-political-views-bbc-man-35407908.html

    Auch haben Personen sogar mit einem Green Card oder mit einer doppelten Staatsangehörigkeit große Probleme.

    Und was ist mit Irak? Das sind Amerikas Verbündete, sind zu Unrecht angegriffen worden, manche haben ihr Leben riskiert und unsagbar gellitten, ihr Land wurde zerstört. Und auch sie sind von dem Verbot betroffen.

  173. Geistige Gesundheit benötigt Widerspruch und Opposition
    Das menschliche Bewusstsein benötigt Widerspruch und Opposition. Nur so kann es den Realitätsbezug bewahren und sich weiter entwickeln.

    Das nennt man dialektisches Prinzip.

    Ohne Widerspruch und Opposition erstarrt das Bewusstsein, wird entwicklungsunfähig und driftet von der Realität weg bis hin zur kollektiven Psychose.

    Warnende historische Beispiele sind insbesondere der Nazi-Faschismus und der Stalinismus.

    Aber auch die poststalinistischen, „realsozialistischen“ Gesellschaften erstarrten und waren entwicklungsunfähig.

    Das Gleiche gilt für den Neoliberalismus mit links-grüner Ideologie, dessen Bewusstsein durch Meinungstotalitarismus und Realitätsverlust gekennzeichnet ist.

    Trump bricht diesen Meinungstotalitarismus etwas auf. Deshalb wurde er gewählt. Damit sich etwas ändert.

  174. Mord im Weißen Haus
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    ziehen Sie bitte in Erwägung, dass Herr Joffe bei seinem Einwurf nicht zum Mord an Herrn Trump aufrufen wollte, sondern an den US-Spielfilm „Murder at 1600“ (dt.: „Mord im Weißen Haus“, mit Wesley Snipes u.a.) aus dem Jahr 1997 dachte. In diesem Film geht es um eine Verschwörung mit dem Ziel, den US-Präsidenten zum Rücktritt zu bringen, indem seinem Sohn ein Mord angehängt wird. Dieses Szenario passt auch gut zum Thema des Gesprächs. Schließlich ging es in den Ausführungen von Frau Stelzenmüller ja darum, dass ein erfolgreiches Impeachment-Verfahren nur bei schwerwiegenden Verfehlungen des Amtsinhabers denkbar wäre.
    Natürlich kann nur Herr Joffe wissen, wie er seine Äußerung gemeint hat, aber der Film ist nicht ganz unbekannt und wurde erst am 21. Januar 2017 – also am Tag nach Herrn Trumps Amtsübernahme – auf Sat 1 wieder einmal gezeigt.

    • Keine chance
      werter Cineast
      .
      Der beste Bodygard des Herrn Trump ist sein Vize.
      Scheint ein echter Reaktionär zu sein.

      Konnte man so bereits vor Herrn Joffes Äußerungen in
      der Zeit lesen. Ja man macht sich dort so seine Gedanken.

  175. an Don Alphonso
    Leider habe ich den Artikel: „Wie mich Hugo Chavez vom Elefantenhocker geworfen hat“ von 2013 erst heute gelesen. Es ist nicht meine Absicht, jetzt einen verspäteten Leserbrief zu schreiben, aber es wäre großartig, wenn Don Alphonso ihn lesen würde.

    Ich habe Jahrzehnte in Venezuela gelebt und den Aufstieg Hugo Chávez seit seinem ersten Auftritt im Fernsehen als Zeitzeuge miterlebt. Nach meiner Rückkehr musste ich erstaunt feststellen, dass viele wichtige Ereignisse in Venezuela hier falsch dargestellt wurden und weiterhin werden.
    Als nur ein Beispiel möchte ich den Putsch von 2002 anführen, der bisher immer in der offiziellen Version erwähnt wird:
    „Am 11. April 2002 marschierten Demonstranten zum Präsidentenpalast. Es war der Auftakt des von der Rechten, dem Generalstab und der CIA geplanten und den privaten Medien angefeuerten Umsturzes. Beihilfe erhielten die Putschisten von der Hauptstadtpolizei, die mit Scharfschützen auf Chávez Anhänger schossen. Am 12. April wurde der Vorsitzende des Industrieverbandes, Pedro Carmona, zum Präsidenten ernannt, dessen Regierung die USA anerkannte. Der Staatsstreich endete durch die Proteste von Millionen Chávez loyaler Bürger“.

    Wenn man in eine Suchmaschine „Putsch Venezuela 2002“ eingibt, werden 99% der Treffer den Hergang im Kern so beschreiben, obwohl sehr gut recherchierte Publikationen im Ausland diese Version als unwahr widerlegen.
    Dabei stellen sich mir zwei Fragen: Warum haben sich öffentlich-rechtliche Sender, liberale Printmedien, Auslandskorrespondenten, Buchautoren sowie Wissenschaftler namhafter Institute für Lateinamerika Studien so täuschen lassen, und warum besteht keine Bereitschaft, diese alten Klischees, Halb- und Unwahrheiten zu überprüfen, obwohl ich seit Jahren darauf hinweise?

    Gerne maile ich Ihnen meine Arbeit über den Umsturz mit weiteren Hinweisen.


  176. @ Otto Meier
    „Kinderglaube ist, das „System“ sei mehr als das Mittel zum Zweck einiger weniger Menschen.
    Die Trumps haben nur Interesse an Trumps, das ist das ganze System.“

    Lieber Otto Meier, Sie haben mit wenigen Worten den Kern erfasst.
    Das „System“ hat Glück, dass ihr „Frontmann“ ein Showman, ein grandioses Verkaufstalent ist, dank welchem er die dazu empfänglichen Massen begeistern kann.

    Durch seine perfekte Inszenierung und Manipulation der Medien zieht er das öffentliche Interesse täglich an sich, sodass die Menschen durch das geballte Ladung „Programm“ in einem permanenten freudigen Erregungszustand schweben oder aber lernen müssen, mit Gefühlen wie Wut, Hilflosigkeit und Zukunftsängsten zu leben und diese als Dauerzustand zu ertragen.

    • Manipulation der Medien durch Trump?
      Was kann der Mann dazu, dass die MSM so hysterisch jeden Pups registrieren, den der lässt?
      Und dann zumeist auch noch fehlerhaft wiedergeben, so dass beständig Horrormeldungen draus werden?
      Ist es wirklich eine Nachricht wert, dass eine Schauspielerin hier jammert, sie könne ihre Familie in Amerika jetzt nicht mehr sehen?
      Ein bisschen Nachdenken und Originalpapiere lesen, dann wird man feststellen, dass das meiste Geheule gerade fake ist.
      Und Tam – Entschuldigung – sie beißen sich in den Mann gerade fest wie ein kleiner Terrier.

  177. Titel eingeben
    So sorry, ich finde den Mann nach wie vor großartig. Insbesondere daß er bei diversen Leuten mit den einfachsten Mitteln hysterischen Schaum vor dem Mund zu erzeugen in der Lage ist, erfreut in allerhöchstem Maße und zeigt nur, daß er wohl an den richtigen Stellen die Stellschrauben ansetzt.

    Hier fängt gerade endlich mal jemand an, den linksbizarren Augiasstall der westlichen Welt auszumisten, und sämtliche Rindviecher brüllen nun herum wie irre und drehen bald hohl deswegen. Sehr schön! Und weiter so!

    • Ich finde auch, da platzen ein paar Blasen in den Köpfen und
      vielleicht fängt der eine oder die andere ja dann doch an darüber nachzudenken, was hier gerade gemacht wird – und wo das endet, wenn das alles so weiter geschehen gelassen wird.
      Es würde ja schon genügen, die Augen aufzumachen und mit wachem Blick auch ein wenig hinter die Kulissen zu schauen.


  178. @ coloccraze
    Vielen Dank für Ihre Antwort. Was Sie bzgl. Europa schreiben, macht sehr viel Sinn.

    Es gibt in den US Medien unschöne Vergleiche mit einem deutschen Phänomen der dunkleren Art, und zwar in Bezug auf die Art und Weise, wie Trump mit absolut loyalen Verbündeten ein kompaktes Machtzentrum im Weißen Haus aufbaut, aus welchem er das Land regieren will. Dafür spricht auch, wie er sein Immigrations-Dekret aufgestellt hat, auf die Schnelle, ohne Hinzuziehen der Expertise des Außenministeriums.

    Besorgniserregend ist auch, dass er seiner rechten Hand Steve Bannon in seinem National Security Council eine Schlüsselrolle einräumt.
    Bannon Is Given Security Role Usually Held for Generals
    https://www.nytimes.com/2017/01/29/us/stephen-bannon-donald-trump-national-security-council.html?_r=0

    Man wird sehen, ob Trump bzw. seine Verbündeten die rechten Bewegungen z.B. in den Niederlanden, Frankreich und auch Deutschland unterstützen werden bzw. sich nationalistisch aufgestellten Regierungen wie Ungarn und Polen zuwenden.

    Dann würde die Nähe zu Russland nämlich auch Sinn machen: Russland, als Unterstützer der rechten Bewegungen in Europa. Dies hielt ich vor noch gar nicht allzu langer Zeit für eine bösartige VT, aber jetzt zeichnen sich Tendenzen ab, die mir Angst machen.

    Dieser Artikel erschien vor knapp zwei Wochen, noch vor der Nominierung Bannons ins Security Council.
    https://www.washingtonpost.com/news/josh-rogin/wp/2017/01/19/inside-trumps-shadow-national-security-council/?utm_term=.66225c518df1

    Es lohnt sich auch, die Kommentare zu dem Artikel zu lesen. Dort wird Tacheles geredet.

    Ja, unter solchen Vorzeichen wäre ein starkes Europa enorm wichtig.

  179. Kunstgeschichte reloaded
    Respekt. Seit ich diesen Blog lese, ist mein Respekt vor dem Fach der Kunstgeschichte deutlich gestiegen. Sehr schöner Artikel. Nur fand ich immer dass das Tolle an der Renaissance ist, dass sie hinter uns liegt. Was liegt vor uns? Sultan Erdogan, Zar Putin, und nun auch die Stadt auf dem Hügel? Das mißfällt mir. Muss alles nicht sein. House Lannister übernimmt.


  180. @Tamarisque: die Kommentare in der WaPo werden mir nicht angezeigt, 2 Artikel in der NYT über Bannon las ich jedoch mit Interesse. Ich finde schon auch, daß die EU eine andere Struktur bräuchte, die die Nationalstaaten in ihren Belangen nicht erwürgt, aber auf der anderen Seite verhindert, daß wir wieder 1895 einsetzen mit Englands „Balance of Power“, denn sonst kommt wieder dasselbe raus. Aber die EU wird sich substantiell ändern müssen, und sie wird die Aufgabe, den Massenzulauf von $sonstwo abzuhalten, endlich angehen müssen. Vielleicht muß es dazu erst bei den Wahlen richtig krachen, weil Brüssel immer noch nicht mitbekommen hat, daß jetzt Schubumkehr herrscht. –

  181. Wo werden all die Trump-Fans wohl am Jahresende unterwegs sein?
    Das ist etwas, was mich wirklich interessieren wird.

    Hat er die USA, Europa, die Welt aufgeschreckt und zu einem neuen großen Frieden geführt, oder wird er, wie so viele befürchten, das Chaos noch vergrößert haben?

    Ich würde sehr gern all seine aktuellen Applaudierer dann nochmal hören und lesen wollen.

  182. Titel eingeben
    @Gast, 30. Januar 2017 um 23:38 Uhr

    Wir werden sehen, wo wir am Jahresende stehen. Das völlig überdrehte linksbizarre Gekreische und Gekeife hinsichtlich Trump eignet sich gerade wunderbar dazu, die allein von Deutschland verursachte Krise der massiven illegalen Migration nach Europa in den Medien elegant eine Weile lang zu überkleistern, das erfreut die Medien und die Politik.

    Ich persönlich hätte nur gerne meine Heimat zurück, und ich verzichte dankend auf eine dem Land von moralisch selbstüberhöhten linken Multikulti-Refugee-Welcome-Wahnsinnigen aufgezwungene Radikalveränderung des ganzen Lebens einer Nation ohne Rücksicht auf irgendetwas oder irgendwen. Insoweit Herr Trump mit seiner Politik hier nicht nur ein wenig Sand, sondern ganze Felsbrocken ins deutlich zu heißgelaufene Getriebe des deutschen, europäischen und globalen Irrsinns zu werfen in der Lage ist, hat er meine Zustimmung durchaus. Und ja, ich möchte diese ganz gewisse als Religion getarnte totalitäre Ideologie hier nicht haben, die einem seit Jahren das ganze Leben vergällt und bedroht, und wenn Herr Trump in seinem Land etwas gegen diesen Hirnriss aus der Wüste unternimmt, was vielleicht auch uns hier helfen kann, so hat er doppelt meine Zustimmung.

    Warten wir die Wahlen in Frankreich ab. Und in den Niederlanden. Und die Landtagswahlen hier, danach die Bundestagswahl. Der Wind dreht sich gerade massiv, und weite Teile der Bevölkerungen vieler westlicher Länder stimmen diesem Wechsel im Grundsatz durchaus zu, auch wenn einige Leute aus der Schreihalsfraktion das immer noch nicht wahrhaben möchten und es vorziehen, auch weiterhin in ihrer lustigen Traumwelt die Schneeflöcklein zu spielen.

    Niemand kann heute sagen, was am Ende des Jahres sein wird. Insofern sehe ich gelassen dem entgegen, was da noch alles auf uns zukommt. Und gebe dem Mann seine hundert Tage, wie sich das traditionell gehört.

  183. Offener Sadismus
    Trumps Einreisedekrete sind offen sadistisch.
    .
    Füge Schwächeren Unrecht und Schmerz zu und weide Dich an ihrer Reaktion.
    .
    Und das Rudel brüllt vor Begeisterung.
    .
    Ja das ist Faschismus.
    .
    Krawallblogger, die sich da noch anbiedern wollen, sollten sich beeilen, denn der Spuk könnte weitaus früher vorbei sein als sie denken.

    • Bullshit or I tell you the truth.
      … gesagt – getan …

      Sie sind halt nur gewöhnt, ständig angelogen zu werden und haben das verinnerlicht. Wenn einer die Wahrheit sagt, bereitet es Menschen wie ihnen Schmerzen. D.T. setzt das um, was er angekündigt hat. So einfach ist das.


    • Erwarten Sie doch von den Hardcore Fans von Trump kein Verständnis. Obwohl Trump erwieserner Weise dauernd lügt oder Sachen verdreht, wird Ihnen unterstellt, dass Sie die Wahrheit von der Lüge nicht unterscheiden können.

      Es gibt viele Unterstützer von Trump, bei welchen es nicht um politische Inhalte geht, sondern um einen Personenkult. Trump ist ein Idol, und ein Idol macht alles richtig.

      Es gibt zwar täglich Berichte über den Murks, den er veranstaltet bzw. besorgniserregende Meldungen, aber das macht nichts. Wer sich nur noch auf Breitbart et al. informiert und andere Medien des Lügens bezichtigt, ist bald zu verblendet, um sich mit der Realität zu beschäftigen.

      Hier in Dons Blogs kenne ich eigentlich nur zwei Teilnehmer, die immer noch eine günstige Meinung über Trump haben, mit welchen man sachlich diskutieren kann, das sind Oberländer und Uwe Dippel. Die anderen sind zu einer sachlichen, themenbezogenen Diskussion kaum oder gar nicht fähig, ohne persönlich beleidigend zu werden.

  184. Wo sind eigentlich all die geblieben,
    die für das Schließen der Grenzen sind?

    • ....
      Sie sind ein Nostalgiger.

      Wir haben jetzt „Trump“.

    • Wieso?
      Herr Meier, sind die weg? Oder wird ihnen vielleicht nur das Wort abgeschnitten?

    • Immer der Reihe nach oder hier kommt die Flut.
      Wo jetzt Martin Schulz das Wasser teilt? Freie Bahn für neue Bürger.
      Jetzt kommen die Vereinigten Staaten von Europa.
      Bundes-Ursula lässt schon die Schützenpanzer mit „Just married“-Schildern ausrüsten.

  185. falsch
    natürlich sind Sie ein Nostalgiker.

    Wir haben jetzt andere Sorgen. Wir müssen alle gegen die USA,
    China, Russland und die Islamisten aufstehen (Tusk ).
    Wir verteidigen unsere Werte und stehen geschlossen hinter
    Angela Merkel.


    • Und damit die EU zügig richtig stark werden kann [auch, um den Verlust von UK zu kompensieren], werden die in der Warteschlange währenden Länder: Albanien, Mazedonien, Serbien, Montenegro und Türkei und in Bälde auch noch Kosovo in der EU aufgenommen. Förderlich dabei ist doch, dass in Gruppen organisierte Gewerbetreibende aus einigen der Länder schon allerorts in Deutschland ihre geschäftlichen Aktivitäten entfalten, um die Wohlstandsbürger um ihren Überflüssigen Besitz er erleichtern. :->

  186. Titel eingeben
    naphthalin sagt:
    30. Januar 2017 um 16:36 Uhr

    Reisende soll man nicht aufhalten
    Werden eben andere blogs mit BTF-High-Börsentipps und Marketing für Vulgärlibertarismus zugespamt. Mei.. F*JuVierFünf :)

    Mal schnell noch mal hier reingeschaut, hat sich gelohnt, hihi

    Ach die Antifa Tröte aus HH, glaub, doch nicht, dass ich dich nicht erkennen würde.

    Erster Punkt.
    Aus jedem Technikforum haben sie dich Troll . Spamer rausgeworfen

    Zweiter Punkt
    Wenn ich einem Technikforum rauswollte, mich wolte niemand aus Foren rauslasssen., trotz Bitten von mir, meinen Account löschen

    Musste dann dem Forum Betreiber mal kurz auf den großen Zeh treten, hi hi, dann gings

    Lauf hinter deiner roten Fahne her, mehr kannste eh nicht.

    Dritter Punkt.
    Von mir kann man was lernen.

  187. Minuteman Trump, was schert mich mein Geschwätz von gestern:
    The time the embassy said it was informed the deal was going ahead was 9:15 p.m. in Washington, one hour and 40 minutes before Trump suggested in a tweet that it might not go ahead.

  188. Jeden Tag Murks
    @ Fans von Trump
    Bitte über das Kommandounternehmen in Jemen informieren.
    Weil er es nicht nötig hat, sich geheimdienstlich zu informieren, weil er so smart ist, aber trotzdem ein Überfallskommando angeordnet hat, sind Zivilisten, u.a.ein 8-jähriges Mädchen umgekommen. Wie viele Zivilisten umgekommen sind, wird noch nicht gemeldet. Außerdem verstarb ein US Soldat.

    Dann informieren Sie sich noch bitte über das peinlichste Telefonat ever, das ein Politiker ever geführt hat, und zwar mit dem PM von Australien.

    Die Peinlichkeiten und Flops werden nicht aufhören.

    Weil er manchmal durchaus kompetent und beherrscht wird, nehme ich an, dass er an Stimungsschwankungen leidet und nicht belastbar ist.

  189. Dr. Seltsam sagt am 1. Februar 2017 um 12:47 Uhr
    “ Jetzt kommen die Vereinigten Staaten von Europa.
    Bundes-Ursula lässt schon die Schützenpanzer mit „Just married“-Schildern ausrüsten“.
    .
    Pfeifendeckel! Oder haben Sie schon von der Freigabe des Kampffahrzeuges SPz Puma für schwangere GrenadierInnen in schweren Gelände gehört? Das war vor ca. 1,5-2 Jahren mal Thema bei der Mutterschaluppe. Sie wissen, Gefahr der Fruchtwasserschädigung. Aber bis zur endgültigen Auslieferung der letzten Fahrzeuge in 2020 ist ja noch ein wenig Zeit Schwangere zu Testzwecken auf dem Grünenberg in Trier spazieren zu fahren. Bis dahin wird man sich auch auf den hinteren panzerverglasten Ausguck als kombinierten Schminkspiegel geeinigt haben.
    So eine schöne Wehr hatte unser Vaterland noch nie. „Es ist so schön Soldat zu sein, Rohooosemarie, nicht jeder Tag bring Sonnenschein Rohooosemarie….“
    (DdH)

  190. Jahrtausende wird es bei Trump nicht dauern:
    Sein Leibarzt vor 2015 Dr. Bornstein: T. nimmt – permanent ? – Propecia(als Haarwuchsmittel), Antibiotika gg. Rosazea, Statime (Cholesterin-Senker) und ein bischen Aspirin…

    also der hätte in BRD eine Klage wg ärztlicher Schweigepflicht am Hals!

    Dr. Bornstein und Trump nehmen beide Propecia und BEIDE gelten als launisch…ach was?

    Wie ich hier bereits anmerkte, T. weist ein Medikamentenproblem auf.

  191. 'Hier sollte ein trumpfeindlicher Text stehen'
    Er stand. Aber nicht lange. Dann war er weg, als ich meinen Kommentar abschicken wollte.
    Wer ihn noch offen hat, bitte speichern. Er ist nun seit einer Stunde verschwunden, von der Frontpage der FAZ genauso wie unter den ‚Stützen‘.

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