Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das identitäre Patriarchat feiert ungeniert Josefi

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Sloopy lives in a very bad part of town, and everybody, yeah, tries to put my Sloopy down
The McCoys, Hang on Sloopy

Da lagen wir also am Kirchsee, und aus seinen moorschwarzen Fluten erhob sich die K.. Sie hatte sich heldenhaft ins noch reichlich kalte Wasser gestürzt, während wir Männer nur schaudernd die vom Radeln heissen Füsse hinein hielten, und lachte uns aus. Weil wir da nicht hinein gingen, wo es doch so schön warm sei. Tatsächlich heizt sich der Kirchsee schnell auf, denn er ist sehr flach und hat einen rabenschwarzen Sumpfgrund, aber ich sagte der K., dass ich erstens kein Fisch nicht sei, zweitens kein Wasser nicht möge und drittens seien da drin zu viele Waller, und wenn so einer neben einem auftaucht, kann das einem den schönsten Sonntag verderben. Den Waller kannte die K. nicht, also erklärte ich es ihr: Ein bis zu drei Meter langer Raubfisch, der im sumpfigen Grund dort unten liegt, mit seinen kleinen, bösen Knopfaugen nach oben schaut und Enten, Schwäne oder sogar ab und zu einen unvorsichtigen Dackel reisst. So gut wie jeder schwimmende Bayer hat schon mal einen empor schnellenden Waller gesehen oder davon gehört, das sei unheimlich, aus dem Nichts kommt plötzlich diese riesige Fischschlange. Und gerade hier, am Kirchsee, dem besten nur denkbaren Habitat, gibt es die grössten Waller, die nur einen Flossenschlag brauchen, um aus dem flachen Schlick an die Oberfläche zu kommen. Du ver*rscht mich, sagte die K.. Nein, hochheiliges Bayernehrenwort, sagte ich, aber die K. kennt die Details meiner Abstammung und glaubte mir nicht. Bis sie daheim bei Wikipedia nachschaute. Seitdem waren wir im Kirchsee nicht mehr schwimmen.

Ich erzähle das, weil es ist nämlich so, wenn man vom Kirchsee durch das Hochmoor wandert, dann kommt man an ein paar Kühen vorbei auf einem gewundenen Weg pfeigrod zum Kloster Reutberg, wohin ich gerne Gäste nehme, um ihnen Bayern von seiner besten Seite zu zeigen. Reutberg hat ein Kloster, eine Brauerei im Besitze der dort wohnenden Bauern, einen Biergarten und einen Blick auf die Berge, den man sonst lange suchen muss. Ausserdem herrscht im Biergarten immer eine gute Stimmung, begründet vom Wohlstand der Besucher und der spezifisch oberländischen Distinguiertheit, die ein Nebeneinander von Bayern und Armutsmigranten aus dem Norden, Trachtendirndl und Radlerlycra, Jung und Alt klaglos hinnimmt. Wenn Bayern ganz, ganz gut ist, dann ist es so wie dieser Biergarten, und die Zugewanderten, die ich mitbringe, verlieren ihre angeborene Scheu vor dem Neuland und seinen Bewohnern, von denen man viel hört, aber man kennt sie bislang noch nicht so richtig.

Der Bayer als ein solcher steht ja im Verdacht, ein Reaktionär reinsten Brauwassers zu sein, verstockt und stets bereit, alle Errungenschaften der Moderne abzulehnen, den Main zu verminen und das Königreich Bayern in die Unabhängigkeit zu führen. Im Biergarten von Reutberg sieht man, dass nichts dergleichen zu befürchten ist. Es ist nicht unkommod. Ein jeder wird zuvorkommend bedient. Vor bayerischer Kulisse mit Kuh kann sich ein jeder breit machen, wie es ihm behagt. Der Himmel ist blau, der Kies knirscht, nirgendwo kann hier ein Waller der Reaktion im Grund liegen, warten, lauern, mit seinen kleinen Augen böse schauen, und dann blitzartig den kleinwüchsigen Pinscher der Progessiven anfallen. Denkt man, wenn man Josefi nicht kennt.

Josefi ist heute, also am 19. März, und es ist ein Hochfest der katholischen Kirche. Immer noch. Früher, vor dem Sozialismus, war der Tag zum Gedenken an den Mariengemahl St. Josef so eine Art 1. Mai des Katholizismus. Der Tag markierte den Beginn des Frühlings und lag praktischerweise mitten in der Fastenzeit, was in Bayern Starkbierzeit bedeutet. Masskrüge werden mit dunklem Bier gefüllt, das 7 und mehr Prozent Alkohol mit sich bringt, und so war Josefi neben Lichtmess – Wahlspruch “Licht aus, Messer raus!” – auch stets Anlass zu Exzessen, Trunkenheitsfahrten, Schlägereien und Szenen, die man seitens der Obrigkeit gern unterbunden hätte. Das gelang auch, Anno Domini 1968, denn während die Studenten streikten, strich in Bayern die CSU – ausgerechnet! – Josefi als staatlichen Feiertag. In ländlichen Regionen wurde trotzdem noch eine Weile daran festgehalten, Beamte waren dann halt einfach nicht da und trafen sich mit Firmenbelegschaften und Vereinen im Wirtshaus. Aber der Fortschritt war unausweichlich und unbesiegbar, und ich selbst kenne Josefi und die zugehörigen Schlägereien nur aus Erzählungen der Verwandtschaft. Josefi geriet in Vergessenheit, die Leute gingen weniger in die Kirche, traditionelle Kleidung wurde zum Landhausstil für Ewiggestrige. Trotzdem fahren seit dem 17. März nun Busse aus dem ganzen Oberland auf den Reutberg, und dass das Busunternehmen Biersack heisst, ist nicht unpassend. Denn hinter dem Biergarten steht ein Zelt.

Und wer gedacht hat, man müsste nur einen Feiertag abschaffen und die Leute in die Arbeit schicken, damit die dem Götzen Mammon und den internationalen Geldströmen dienen – der hatte eine Weile recht. Eine Weile, in den 70er, 80er Jahren, zerstörte die Flurbereinigung die letzen Hecken, und wer sein altes Haus demolieren oder mit neuen Eternitplatten verschandeln wollte, der durfte das tun. Ausgerechnet die Zeit von Franz-Josef Strauss war eine Epoche der rücksichtslosen Modernisierung, der niedergeholzten Alleen und Streuobstwiesen, der hineinbetonierten Gewerbegebiete und des Niedergangs der Landwirtschaft. Jugendkultur auf dem Dorf endete mit dem Kauf eines Mofas und dem freien Weg in die Stadt. Die Dorfläden gingen pleite, die Dorfmetzger mussten schliessen, die Haushaltswarengeschäfte, die Bäcker – dafür eröffneten Fahrschulen und Autohäuser. Früher hatte jedes Dorf mindestens einen Brauer, die einer nach dem anderen verschwanden. Der Strom kam aus dem AKW, die Blasmusik aus dem TV und das Bier aus der Dose. Und als die kleine, genossenschaftliche Brauerei Reutberg im Oberland 1987 versuchte, das Josefifest 19 Jahre nach Abschaffung des Feiertags wieder zu etablieren, dann war das antizyklisch.

Aber da muss etwas Widerständiges in diesem Schlamm der wegfaulenden Kultur gelegen haben. Wenn der Bürgermeister von Sachsenkam heute das Fass mit einem einzigen Schlag anzapft und die Honoratioren willkommen heisst, sitzen im Publikum nicht nur die alten Leute, sondern vor allem die Jungen. Das Wort “Leitkultur” mag im Rest des Landes kritisch gesehen werden, aber hier existiert sie ganz selbstverständlich mit grünen Filzhüten, Lederhosen, Dirndl, und wer hier wirklich auffallen möchte, kommt in Outdoorkleidung ohne jede Referenz an die Trachtentradition. Oder, noch schlimmer, in dem, was auf dem Oktoberfest als Tracht gilt.

Denn hier reisen die Burschenvereine aus Garmisch und Miesbach an, und die Gebirgsschützen aus Lenggries und Wolfratshausen, es kommen die Trachtenerhaltungsvereine aus Miesbach und Benediktbeuren, und so sieht das dann auch aus. Der Brauerei geht es übrigens blendend, ihre Biere sind das, was man in der Hand halten sollte, wenn einem Fremde etwas über Tegernseer Hell erzählen, und jeden Abend sorgt eine andere Kapelle aus dem Umland für die musikalische Umrahmung. Wem die Heimat nicht egal ist, der taucht dort früher oder später auf. So gegen 10 wird es dann auch ausgelassener, dann spielen sie auch das über 50 Jahre alte Hang on Sloopy, auf dass man sich mit Mitsingen näher kommt.

Irgendwo werden Geschlechter dekonstruiert und Megafusionen von Nahrungsherstellern eingeleitet, und Ernährungswissenschaftler finden Gefahren im Brathuhn und dem Fett der Haxen, während aus kultureller Rücksichtsnahme Kindergartenessen umgestellt wird, sei es für Veganer oder Muslime. Aber hier feiert, lacht und ratscht eine in sich geschlossene Parallelgesellschaft, sie setzt sich mit Kleidung und Verhalten ab von den Normen, die woanders gelten, und dass Männer und Frauen zusammen ein Fest mit patriarchalischer Grundüberzeugung feiern, wird erst gar nicht erwähnt. Es ist eben so. Ein paar Kilometer weiter kann man auch “Sylt meets Tegernsee”-Wochen haben. Hier ist Josefi noch so, wie es früher gar nicht war.

Es wird voll. Randvoll. Es setzen sich Mädchen in Dirndl dazu, die erzählen, sie seien der Harem und ihre Bürschen wären da drüben, manche Augen werden glasig, aber die Stimmung ist gut und überhaupt nicht aggressiv oder bösartig. Der Verfasser hat als Abstinenzler noch einen scharfen Blick für etwaige Störungen, aber es ist nur ein grosses, volles Zelt auf einer Wiese, vorne spielt die Musik und hinten sitzt man zusammen. Es ist offen, weil die Isartaler hier auf die Chiemgauer treffen, es ist bunt, weil sich die Frauen herausputzen. Aber von aussen betrachtet ist es, möglicherweise, eine Verweigerung der gängigen Realität. Ein jeder kann kommen. Nur sollte man mit dem enormen Anpassungsdruck umgehen können.

In Restdeutschland tut man sich mit einer derartigen Selbstversicherung der eigenen Identität vermutlich schwer, denn es fehlen die klassischen Entschuldigungen für Rückbesinnung wie “bio” oder “nachhaltig”. 10 Tage wird hier ohne Rücksicht auf die sonst üblichen Konventionen gefeiert, am Ende gibt es noch einmal eine Trachtenmodenschau, und dazwischen das, was man eben so macht: Forderungen an die Politik stellen und ritualisierte Kämpfe der Männlichkeit austragen.

Wer es kennt, kennt es halt. Wer die schlechte, alte Zeit kennt, der kennt auch die unkontrollierten Exzesse der Landjugend, die sich besoffen mit dem Auto um Bäume wickelt oder die unüberbrückbare Diskrepanz zwischen engem Dorf und abweisender Stadt mit Drogen auffüllt. Das Josefifest ist Ritual und Identität, und gibt den Menschen Halt und Selbstbewusstsein. Von aussen betrachtet ist es natürlich ein schlagartiger Bruch mit der Moderne und ihren Anforderungen, und der Beweis, dass hinter der glatten Oberfläche einer reichen Region noch etwas lauert, das sich nicht zähmen und kontrollieren lässt, und einfach so, ohne Bedenken und Kritik, eigentlich nicht sein darf.

Deshalb bringen Medien lieber ein paar tausend empörte Frauen in Berlin, die für Genderismus demonstrieren, und reden gar nicht weiter über erheblich mehr Menschen in Bayern, die ein patriarchalisches Fest in ihrer Leitkultur begehen. Es ist eine Heimat, die vielen sehr fremd ist. Fremd und unberechenbar wie der Waller im Schlamm drüben im Kirchsee, der mit seinen kleinen, bösen Knopfaugen nach oben schaut und genau weiss, dass er am Ende der Nahrungskette steht, und ihm hier bei uns keiner etwas kann.

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593 Lesermeinungen

  1. The Real McCoy
    … würde sagen: also Ramadan wird in der Tagesschau immer vermeldet.

    PS Mit Frau Biersack war ich mal auf dem Ball, sie hatte auch einen herrlichen Vornamen!

    • Diese Fixierung auf den Islam und religiöse Pflichten, auf die die Mehrheit der Muslime pfeift, ist übrigens auch sowas.

    • Was die Mehrheit einer Volks-/Religions-/Sonstwas-Gruppe tut
      ist – leider – völlig irrelevant. Relevant ist einzig, wie groß und gewalttätig diejenige idiotisch radikale Minderheit ist, die anderen ihren Lebensstil aufdrücken möchte.

    • Die Frage ist halt, ob es ihnen dabei auch nur ansatzweise gut geht. Solche schönen bilder gibt es bei denen nicht.

    • Na, warum wohl?
      1. @Real McCoy Ich sage nur: Weltreligion!

      2. Die jesuitischen Metropol-Katholiken und KGE-Evangelen glauben dummerweise, dass der Feind ihres Feindes (Atheisten) ihr Freund sei. Dies Naivität wird ihnen baldmöglichst schwer auf die Füße fallen.

  2. Mediale Relevanz
    Der letzte Absatz, in dem der wieder mal schöne und besonnene Artikel gipfelt, illustriert augenfällig, wie Medien heutzutage anscheinend so manches Mal nicht mehr berichten „was ist“, sondern „was zu sein hat“. Obgleich sich natürlich die Frage stellt, wie oft das wirklich der Fall ist, und ob das früher(tm) so viel anders war…

    • Ja, es war in der Bonner Republik anders, da hatte man eine langweilige Beamtenhauptstadt, und das war gut so. Berlin ist bevölkert von armen, faulen und dummen Schreiberlingen, Professoren und Nebenberufsfaschisten, die ihre eigenen totalotären Ideologien verbreiten wollen und gut damit leben, dass 200km um Berlin herum nichts ist. Wir leben in einer multitotalitären Mediensimulation. Wann haben Sie das letzte Mal einen Beitrag über Kesselfleischessen gelesen und wie viele Beiträge über Veganismus gibt es?

    • Kesselfleischessen
      Ja das fällt mir im Vergleich zu den französischen Medien auf, Le Figaro und Le Monde haben neben der Berichterstattung ganz selbstverständlich Beiträge zur guten Küche, nicht etwa nur Restaurantkritiken, und was stand letztens prominent auf der Homepage? Das Rezept für bouef bourguignon!
      q.e.d.

    • Es gibt in Reutberg auch Kesselfleischessen, aber zu dem Zeitpunkt bin ich nicht dort. Es passt aber auch nicht, denn Fleisch ist nur als Grillgut erlaubt, oder eben gar nicht. Selbst wenn die Realität ganz anders aussieht (Hack 2,99 fürs Pfund). Wir bauen uns eine mediale Realität ohne Bezug zur Wirklichkeit, und am Abend, sah ich gerade fressen die Ideologinnen Pizza vom Lieferdienst aus dem Pappschachteltrog.

  3. Sloopy vs Snoopy
    also, das wäre jetzt geklärt.
    D.A., dieser Beitrag macht Lust,
    mal wieder im Cabrio von Berlin nach Bayern runter zu brettern und sich in der dortigen Parallelgesellschaft unterzuschmuggeln. Ich denke, das ist dort wohl stimmungsmässig einem sauerländischen Schützenfest nicht gänzlich unähnlich, oder?
    „Setz di hera, samma mehra!“
    Das hört sich doch gut an, jedenfalls besser als „Was guckstu, Schweinefresser?“

    • Ich war noch nie im Sauerland, aber effektiv ist es so, dass man sich hier jedes Wochenende etwas heraussuchen kann. Kirchweh, Fahnenweihe, Prozessionen, Tanzvergnügen, es gibt immer etwas zu sehen.

    • Kirchweh
      Aua!

      Kommt man mit einigen Leuten in Kontakt, die schon seit vielen Generationen hier leben, und vom Umland als Dritte Rass bezeichnet werden, u.a. ihres auf einige qkm beschränkten Heimatempfindens wegen,
      erfährt man, dass man sich genau solcher Feste wegen den Schmuser sparen kann.

      Da gibt es kein „Im Internet kennengelernt“ , sondern es werden genau die vom Don aufgezählten Feste genannt.
      Und anscheinend ist das ganze Drumrum ziemlich guter Kitt, um so etwas wie Stabilität zu gewährleisten.

      Ums Eck gibt es an Fasching den Grausam-Boi, und falls noch ein Einheimischer am nächsten Tag gegen Mittag bei Minusgraden auf der Bank vor der Tür seinen Schlaf nachholt, weckt man den lieber nicht, weil neben dem selbst der Don beim Holzhacken wie ein Konfirmant aussieht.

    • Der Einfluss der Freiwilligen Feuerwehren und Burschenvereine (so eine Art Dauersozialeslebenjahr) wird auch manchmal deutlich unterschätzt. Dass es eben nicht der Bauernsohn aus dem Kuhstall ist, der hier in Erscheinung tritt, sondern besonders heruasgeputzte Leute, erkennt man auch schnell. Wie auch den Zweck der Veranstaltung.

    • Sauerland, och nö
      da fährt man und fährt und fährt und kommt nicht an.

    • Eine Ode an die Tradition
      Dem kann ich mich nur anschließen.
      Eine gewisse Ähnlichkeit ist definitiv zu erkennen auch wenn ich aus Erfahrungen leider sagen muss das je nach Stadt die örtlichen Schützenfeste mittlerweile weniger und weniger besucht sind.
      In meiner Heimatstadt musste bisweilen einer der ansässigen Vereine sein Zelte abbrechen und die Feierlichkeiten aus Kostengründen und Besuchermangel in eine Turnhalle verlegen.

      Und ja Frau Simon, man fährt und fährt und kommt nicht an, aber ist das nicht das schöne ?
      Wenn das Wetter einmal mitspielt und man mit offenen Fenstern oder offenem Verdeck Wälder, Wiesen und Hügel durchfährt.

  4. Kultur ist Identitär
    Ja, lieber Don,

    Danke für die schönen Impressionen.

    Es geht immer nur um die Identität. Georg Simmel sagte: „Kultur ist der Weg des Menschen zu sich selbst.“ Ohne Leitkultur scheint’s demnach wohl nicht zu gehen.

    Angesichts der von Merkel verordneten Gastkultur dann doch lieber die Leitkultur des Josefifestes als ein Waller im Tschador.

    Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.

    • Ich halte Lokalkolorit ja auch für ein kleines Übel, aber eben, ein kleines Übel. Wenn das wegbricht, suchen sich die Leute etwas anderes. Jugendgangs in Polyester, Islamischer Staat, Fussball, Netflix-Fandom. Manches ist nur konsum und später peinlich, manches ist schlimm, und ganz ehrlich: Die bunte Gesellschaft ist eine Erfindung, es gibt sie nicht. Das machen aber auch nur die Deutschen.

  5. One Hit Wonder
    Für alle Unwissenden, außer
    natürlich Renate Simon:

    https://m.youtube.com/watch?v=TlTKhPkZSJo

    • .
      Im „Riverboat“ am Hohenzollerndamm (Berlin) hörte ich
      zum ersten Mal „Hang on Sloopy“.
      Und zwar von den „Phantoms“!
      Sie spielten den Song besser als The McCoys fand ich
      und so hakte er sich auch für immer als Ohrwurm ein.
      .
      Das Riverboat befand sich im heutigen Bürgeramt.
      http://www.rockarchiv.infopartisan.net/berlinszene/locations/riverboat.html

      (Unvergessen auch Tanja Berg mit der rauchigen Stimme)

    • Ich bin außer Gefecht
      der Prozessor kackt dauernd ab. Das Elend nimmt kein Ende, warte auf neuen Rechner

    • Ärgerlich. Deshalb habe ich immer einen Not-PC.

    • Not-PCs stehen zwei im Schlafzimmer und Hits
      aber bis der eine sich zu etwas aufraffen kann… ich muss mir den anderen mal wieder anschauen, ich glaube, da habe ich sogar win7 drauf. Wenn der hier gleich wieder aufgibt, komischerweise hält er sich grad ganz gut, wahrscheinlich will er die Kommentare lesen, werde ich schauen, ob ich mit dem alten Hünxchen klar komme.

      @Tenerifo
      In meinem zarten Alter kennt man halt diese feinen ollen Kamellen. Letztens wurde hier Those were the days erwähnt, ach Gottchen ja, das war 1968 dann mal kurzfristig das Lied in Verbindung zu einem Verehrer. Lang ist’s her.

  6. Zusatzfrage
    Ist das eigentlich da unten am Kirchsee ordentlich geregelt mit der 3. Toilette für die 0,0012% der Bevölkerung, wo grübelt, wos hineingehört?

    • Es gibt keine. So einfach!

    • Aber natürlich gibt es Klos
      Am Ende vom Parkplatz am Nordufer, ein ganzes Toilettenhaus, gut geputzt und ohne Teller fürs Trinkgeld.
      Wird sogar benutzt.
      Nicht, dass noch Gäste ausbleiben, weil sie der Meinung sind, der Kirchsee sei eine Jauchelackn.

    • Man muss vpm Südufer halt zurücklaufen und kommt eh an Reutberg vorbei.

    • Geschlechtsneutral
      Worin liegt eigentlich das Problem? Wenn ich auf einer Hütte übernachte, ein dringendes Bedürfnis verspüre, die Männertoilette gerade besetzt ist, dann gehe ich halt in die freie Damentoilette. Da ich den Ort so sauber verlasse, wie ich ihn vorgefunden habe, hat sich noch niemand beschwert.

    • Da kann man sich aber nicht öffentlich beklagen.

    • Damentoiletten
      Die bessere Hälfte behauptet immer, Damentoiletten seien in deutlich schlechterem Zustand als Herrentoiletten.
      Bisher habe ich mich nicht bemüssigt, zu ergründen ob das nur in NRW so ist; oder eher symptomatisch-durchgängig.

      Fiel mir – etwas OT – nur eben so ein, wegen „Da ich den Ort so sauber verlasse, wie ich ihn vorgefunden habe, hat sich noch niemand beschwert.“

    • Klos
      Stimmt! Beim Spaziergang am Südufer braucht man eine gute, starke, feste Blase. Empfehlenswert ist der Spaziergang vor der Einkehr, weil man sich in Reutberg gut in eine gewisse Antriebsschwäche hineinsitzen und -trinken kann.

    • Das Südufer ist aber wegen des Weges auch schöner, finde ich.

    • Ja, klar,ist es dort wesentlich schöner
      bloß sind wir auch ab und zu beim Baden dort, und die roten Waldameisen haben uns da das Südufer, das anscheinend ihr Revier ist, etwas verleidet.
      Der Kiosk ist übrigens auch ganz nett.

      An Silvester vor ca 20 Jahren kamen 2 Freunde und ich übrigens auf die glorreiche Idee, auf unserer Fahrt nach Innsbruck, wo einer verbandelt war, einen Abstecher zum Kirchsee zu machen, um bei einem Schwumm etwas auszunüchtern, weil wir vorgefeiert hatten.

      Da ist das weibliche Immunsystem anscheinend stärker als das männliche, den Abend haben wir noch überstanden, danach waren wir alle einige Tage lang krank. Kann natürlich auch andere Gründe haben.
      Da fällt mir ein, dass wir als Freunde Henscheids mit „Da brumm‘ ma glei durch zur Wacker Mathild“ unser tiefsinniges Gespräch am Laufen hielten.

    • Bei 3 Promille war das sicher das Wasser des Sees, das ist immer so! Garantiert!

  7. Artikel welche die Welt nicht braucht
    Das ist Journalismus? Oh je, die FAZ ist tief gesunken.

    • Was passt Ihnen denn daran nicht?

    • Die FAZ doch nicht, mein Lieber...
      Text eingeben

    • Titel eingeben
      Was lesen Sie den so, „Phantom“?
      (vielleicht erklärt das Ihre Unlust)

    • Liebes Phantom,
      die Lebenszeit ist begrenzt und daher ein kostbares Gut, man sollte also vorsichtig mit ihr umgehen.

      So gebe ich Ihnen hiermit einen wohlmeinenden Rat: Die Welt ist voll mit gedruckten oder ins Internet gestellten schriftlichen Informationen, dereinst viel mehr in Buchform, heute von mir in jeder Materialisation beliebt.

      Wenn ich also feststelle, ich lese etwas, was mich im Innersten gar nichts angeht oder mich nicht berührt, so nehme ich mir die Freiheit, sofort mit dem Lesen aufzuhören und mich einem anderen schriftlichen Elaborat (durchaus positiv gemeint) zuzuwenden. Man erspart sich und der lesenden Umwelt dann viel Ärger.

      Nichts ist blöderer Stolz, als Dinge zu lesen, die man nicht lesen mag weil irgendwer, irgendwann einem die Prämisse eingebleut hat, man müsse Texte zu Ende lesen, weil vielleicht noch etwas spannendes kommt oder weil man sonst nicht wertneutral in der Lage sei, den Text richtig beurteilen zu können.
      Wenn Sie nicht Deutsch- oder Literaturlehrer oder -Dozent sind, können Sie sich getrost von derartigen Durchhalteparolen verabschieden.
      Sie sind nicht mehr in der Schule (so nehme ich an) und können lesen was und wieviel Sie wollen. Aber Sie müssen auch keine Texte oder Bücher lesen oder zu Ende lesen, die Ihnen nicht gefallen. Sie sind frei tun und lassen zu können, was immer Sie auch wollen (so hoffe ich zumindest)!

      Im Gegensatz zu Ihnen gefallen mir gerade die Texte vom Don mit dem bayerischen Lokalkolorit sehr.

      In meiner Jugend und meinen frühen Erwachsenenjahren war ich häufig zu Gast auf bayerischen Folkloreveranstaltungen, natürlich ordnungsgemäß-preußisch in Outdoorkleidung geoutfittet.
      Das hat damals scheinbar niemanden gestört, man durfte durchaus auf der Bierbank mit älteren, trachtengekleideten Personen sitzend und sowohl freundlich, als auch interessiert mit diesen Konversation betreiben.
      Die Trachtenkleidung war damals noch sehr normal, eher der Standard und sah in meinen Augen immer schon ein wenig lustig aus, aber vermutlich sahen wir in den Augen der Trachtengekleideten auch komisch aus.

      Böse Worte hörten wir dort nie, oder wenn doch, so verstanden wir sie nicht oder wollten sie nicht verstehen. Der sehr selten erklingende „Saupreiß“ wurde von uns eher als Kompliment empfunden: Wir wussten, wo wir herkamen und hatten es der urbayerischen Bevölkerung erfolgreich vermitteln können.
      Als Gäste fühlten wir uns – trotz der zum Hochdeutschen deutlich bestehenden Differenzen – immer willkommen.

      Ich freue mich immer, etwas über bayerische Urtümlichkeiten lesen zu können, vor allem, wenn es so schön und einfühlsam geschrieben ist. Meiner Meinung nach sind diese Texte Perlen, aber wer das nicht mag, muss es ja nicht lesen!

    • Ver-rückt?
      Phantom, kann es sein dass Sie beim Blättern in der FAZ wo falsches geclickt haben, Ihren Kommentar loszuwerden?

    • Aber Uwe....
      Geben sie sich keine Illusionen hin, der Typ war ein ganz normaler Durchschnitts Deutscher—-

  8. Gerade zurueck vom Besuch der Tochter
    „Das Josefifest ist Ritual und Identität, und gibt den Menschen Halt und Selbstbewusstsein.“

    „Es ist eine Heimat, die vielen sehr fremd ist.“

    Alles schien mir nur Vorwort, um in diesen beiden Sätzen, nein, Erkenntnissen zu gipfeln.

    Denn darum geht es, ob Kleinkind oder Erwachsener oder alter Mensch:Identität, Halt und Selbst-Bewusstsein, ohne dem der Rest des Daseins in Chaos versinkt.

    Eigentlich möchte ich nur Danke sagen für diese beiden Sätze

    • Oh, bitte, gern geschehen, ich wollte halt mal was zeigen, das man sonst nicht so oft sieht.

  9. Jo mei, der Anpassungsdruck
    Ganz so schlimm wie es Gerhard Polt beim Oktoberfest beschrieben hat , wird’s schon nicht überall sein:

    https://www.youtube.com/watch?v=tQjHD2n-yGU&sns=em

  10. Titel eingeben
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    ein sehr schöner Text!

    Gruß aus dem Isratal

    • Gern geschehen! Für Sie ist es ja nicht weit.

    • 5 Tage alte Semmel sind trocken,
      beim Schneiden springen Brösel ab.Wie Sie sagen: Eier geben die Bindung.Zuvor gebe ich nicht zu viel heiße Milch drüber und decke die Schüssel mit einem Teller ab, das habe ich von Vincens Kling übernommen.Der Dampf zieht dann nämlich ins Semmelbrot ud macht es gleichmäßig feucht.Nach einer Weile kommt das Gemansche und Zwiebeln, Petersilie etc.

    • Vince
      Ja, das ist ein Guter. Aber er heißt Vincent Klink.
      Und er schreibt auch viel & gut.

    • kdm
      Wo Sie recht haben, haben Sie Recht. Freunde schreiben sich Kling, daher kam es wohl und Vincent, naja, so genau wusste ich es nicht.

  11. Ja da möcht man doch direkt mitfeiern
    fröhlich sein, mitsingen und lecker essen. Nachdem mir meine Semmelknödel von Anfang an schon arg verunglückten und der Probekloß das versprach, was die anderen nicht hielten, sie fielen einer nach dem anderen im Wasser auseinander. Gerade ausreichend für meine Rahmschwammerl hielten sich zwei in Form, sehr fein im Geschmack, aber es waren halt letztlich dann nur zwei von insgesamt acht. Zwei habe ich wütend gar nicht mehr ins Wasser getan, es schwamm genug Knödelzeugs drin rum, ich hatte die Nase knödelvoll.

    .
    Was nun den Waller angeht, so sagen manche Leute, dass er sehr fein im Geschmack ist. Ich habe noch nie Waller gegessen, gedenke das auch nicht zu tun, Fisch fängt bei mir mit Hering und hört damit auch gleich wieder auf, aber in Franken oder auch in Bayern soll das Walleressen Tradition haben. Erzählte mir mal eine Bekannte aus der Nürnberger Gegend, die jedes Jahr auf die Saison wartete und zum Walleressen ins Lokal ging.

    Mit den Wallern ist es eh sehr merkwürdig, in meiner Kindheit wurden kübelweise Jungwaller von Anglervereinen in die Weser gesetzt, sie müssen unterdessen riesig sein, so sie noch leben, aber der Waller wird sehr alt und rausgeholt hat bisher kaum jemand einen.

    .
    Da es hier keine Josefifeste oder auch nur annähernd ähnliche Festivitäten gibt, es gibt Japantage und anderes Hochgeschraubtes, was aber mit Tradition oder Leitkultur nichts zu tun hat, lausche ich noch ein wenig der Nachtigall, im Hinterkopf noch immer Sloopy, mache mich bettfein und vielleicht bin ich dann träumend auf einem Josefifest.

    • Ich habe auch gar nicht verstanden...
      …liebes Simönchen, warum Sie erst mal bei 50^ im Backofen Chips erzeugen, um Knödel zu machen.Ich schneide 3-5 Tage alte Semmel(n) um sowas herzustellen…

    • Die Teigmasse muss saugfähig sein, und deshalb geht das am besten mit trockenen Semmeln.

    • Haben Sie Ei hinein getan? ein ei auf 3-4 Knödel, dann sind die auch ausreichend hart und zerfallen nicht. Erst die Eier in die Masse und dann Milch nachschütten, bis der Teg die richtige baazige Konsistenz hat.

      Waller bekommt man hier auch hin und wieder, das Problem ist natürlich, dass das nicht die alten, grossen Tiere aus freier Wildbahn sind, die wirklich Badegäste verschrecken können. Gern auch zur Fastenzeit – ich habe es allerdings gar nicht mit Fisch.

    • Frau Simon
      Nein, Waller gibts in Franken nicht, bei uns sind Karpfen angesagt, und zwar die gebackenen. Und tatsächlich ist für mich die schönste Zeit in Mittelfranken die Karpfenzeit mit den R-Monaten. Der Karpfen sollte in Butterschmalz in der Pfanne, nicht im Frittiergerät, gebraten werden. So schmeckt er am besten. Karpfen ißt man auch noch in der Oberpfalz (da schmecken sie aber wegen der Panade und den Beilagen schon anders) und in Böhmen. Auch da bereitet man sie anders zu, da gibt es die Karpfen in Stücke geschnitten. Ein berühmtes Rezept ist das nach Petr Vock (googeln sie mal). Waller ißt man eher in Bayern und Österreich.

    • Aischgrund heisst die Region, und man kann das mit einem Besuch von Pommersfelden verbinden.

    • Frau Simon,
      Die Semmeln mit heißer Milch übergießen, dann etwas ruhen und abkühlen lassen. Die Eier und den Rest dazu, alles durchkneten, und unbedingt(!) nochmal durchziehen lassen, damit sich alles gut verbindet.

    • Walleressen
      Wer in Franken Walleressen möchte, wird ums Studium der Dorfpostillen nicht herumkommen. So ein Waller ist eine Trophäe, ein alter großer Einzelgänger, und das Recht, ihm nachzustellen, wird nur selten gegen teures Geld versteigert.

      Erst gibt es also irgendwo in den Erlanger Nachrichten oder im Gemeindeblättchen die stolze Nachricht von der Versteigerung, später das Trophäenphoto, und dann muß man sehr genau wissen, bei welchem Gasthaus der Fang wohl landen könnte.

    • Bei uns – wer’s mag – gibt es einen Teich beim Kirchsee, wo Waller auch gefischt werden und dann einen Gasthof einen Ort weiter, wo es ihn traditionell gibt. Die Sache ist halt, dass ein Waller ein Raubfisch ist und daher schwerer zu halten ist. Vom Fischen mal ganz abgesehen, weil er schwer und kräftig ist.

    • Meiner Mutter sind die Serviettenknödel, so längliche Torpedos,
      immer zerfallen.

      Sie schimpfte und jammerte, und sagte, jetzt schmeiße sie sie weg, während wir sie begeistert aufaßen, weil geschmacklich waren die herrlich, und das übrige Essen auch, und wir sind ja nicht bei Hofe,

      wo repräsentiert wird, sondern dahoam, wo‘ s schmeckt.

      Der Waller oder Wels ist ein sehr feiner Speisefisch, und er möselt auch nicht so, wie die mir weniger genehmen Grätenbomben von Karpfen,
      muß also nicht zuerst ,,gwassert“ werden, sondern kann fangfrisch in die Küche.

      Es ist aber ein eher fetter Fisch, weniger für Diät.

      Aber schmeckt, wie gesagt, sehr gut, und gefangen werden die sogar im Rhein, man macht da Geräusche auf dem Wasser, mit so einer Art Löffel, um sie anzulocken.

    • Diät, was ist das?

    • Lieber Don, Diät ist zum Beispiel auch, wenn einer kein Fleisch,
      also auch kein fettes, ißt, und keinen Alkohol trinkt.

      Hähähhähhä !

      Nua Zuaspeis‘, Gmias und Knedln, und koa Fleisch,
      des is aso, wia waun ma de Frau liegenloßd, und nua mid da Wäsch‘ spuid .

    • Ich mache Ihnen gleich ein Bild von meinen Rahmsemmelknödeln!

    • Bild von de Rahmsemmiknedln jederzeit,
      owa essen derf is momentan ned, oda nua aomoi in da Wocha.

      I muaß vo hundatfiarazwoanzge owa, und de Laborweate woan a goa ned guad,
      do wea sogoa I katholisch.

      Oba Buida vo oana guadn Speis oiwei, nua hätt‘ I daun sicha a Fleisch dabei.
      A Gseichds gangad do guad dazua, oda a Blunzn, oda Rostbradln, waum ma de Soß glei midn Fleisch osdimmd, so oda so a Rahmsoß-

      Lauda guade, vabodane Sochan.

      Da gaunza Schepfung is a Fleckalteppich, wia wauns finf Beaumde, de wos ned gfreid, noch Dienstschluß midn Schuach zammagschoum häddn.

      Vom Fressa miaßad ma onema, vom saufn gsund wean, und so weida.

      In da idealn Wööd :
      Arzt zu Patient: Wos hoasd des, Se kennan ned mea wia zwoa Hauptspeisn essa ?
      Se miaßn eana ZWINGA, des ged schoo.

      A hoiwads Hendl hintauße ged oiwei.

    • Könntet ihr euch bitte einigen, ob
      erst die Milch und dann die Eier oder umgekehrt? Ich hab’s bisher so gemacht, Milch drüber, Deckel drauf, zwischendurch umrühren und dann auf 3 Klöße, danke lieber Don, ein Ei. Knödel mache ich nicht soo groß, aber gestern dann doch 3 Eier, weil ich reichlich Toast dazu tat.

      Die Semmeln waren vom Samstag, darum der Röstversuch im Backofen. Ging natürlich etwas schief, halt noch meine alten Toastbrotwürfel dazu und leider die Zwiebeln vorher nicht geschmelzt, das wird der Haken gewesen sein, dass mir das Zeugs dann im Topfe schwamm.
      Was ich essen konnte, war sehr fein. Beim Rest war’s nur schade um den schönen Käse drin, aber nun, erledigt.

      Bin etwas im Stress, mein Rechner ist im Eimer, Bluescreen, hatte ich lange nicht, Nachforschungen ergaben, dass wohl der Prozessor am Ende ist, neuer Rechner grad gekauft und gleich kackt der hier wieder ab.

      Scheibenhonig… um das milde auszudrücken.

    • Ich tue zuerst die Eier rein, denn mit der Milch kann man die Konsistenz gut dosieren. Ween der Baaz eh schon feucht ist, sind Eier nochmal zu viel.

      Ausserdem werden sie fester, wenn man sie 4 – 6 Stunden halbwegs kühl und abgedeckt stehen lässt.

    • Liebe Philomena,
      die Semmeln waren frisch vom Samstag und ich schneide die dann am nächsten Tag mit dem Allesschneider in sehr dünne Scheiben und zupfe das Zeug auseinander. Geht m.E. besser als die Würfelei, zieht auch besser die Feuchtigkeit.
      Da die Semmeln also gestern innen doch noch recht frisch waren, halt mein Trocknungsversuch via Backofen, den ich allenfalls hätte vorheizen und die Klappe ebbes auflassen sollen.
      Zwiebeln habe ich vorher auch nicht angeschmelzt und es war ne große Zwiebel, nicht so fein gewürfelt, das wird’s vielleicht gewesen sein.

      Aber nun, zwei Knödel habe ich ja gerettet, den Rest in den Müll getan.
      Geschmeckt haben die übrigens sehr gut.

      .
      Don, wenn Sie erst die Eier reintun, kann doch keine warme/heiße Milch drüber, sonst haben Sie ja Rührei im Mixer.
      Scheint doch ne Wissenschaft für sich zu sein, dabei haben die ersten Knödel wunderbar geklappt, je öfter ich die mache, umso mehr Blödsinn passiert.

      Bild von Rahm?semmelknödeln? Bitte, unbedingt und endlich das Rezept.

      Bei Fisch sind wir uns fast einig, ich mag Hering sehr gern, sehr gern in Sahnesoße oder als Matjes, ansonsten jibbet hier keinen Fisch.

      Schaudern bei Viktoriabarsch oder Tilapia, Antibiotika inklusive. Aber die Leute kaufen das Zeug wie dumm, wahrscheinlich, weil’s nicht nach Fisch schmeckt.

      .
      @Helga Schäfer
      Karpfen? Den mit den vielen Gräten… einmal und nie wieder. Die kann man doch in vielen Teichen streicheln, aber doch nicht essen.

    • 4-6 Stunden hatte ich gestern nicht
      aber gut, ich werde alles ausprobieren, mir wieder mehr Zeit lassen und eigentlich waren die Knödel für gestern auch gar nicht vorgesehen. Mich hat’s nur plötzlich gerissen, die Schwammerl standen hier und so mussten halt die Knödel auch geschwind da sein.

      .
      Und jetzt weiß ich nicht einmal, ob’s was Neues auf der Welt gibt, ich bin hier nur mit diesem dösigen Rechner beschäftigt, alles neu aufgespielt, ging auch wunderbar, bis ich dann die Kommentare hier lesen wollte. Wieder eingefroren, abgekackt, bluescreen, Neustart usw.

      Man bekommt im Laufe der Zeit doch wieder eine gewisse Routine.


    • Vielen Dank an alle für die zahlreichen Anmerkungen.
      Bergkäse als Standard, ja, so habe ich mir das gedacht. Überrascht bin ich über den Pecorino. Den tue ich gern zusammen mit Parmesan in meinen Risotto.
      Aber ich hätte da noch eine schriftlich relativ schwierig zu beantwortende Frage… der Teig muß baazig sein, hieß es. Nur: wie sehr? So wie Kartoffelknödel (also relativ trocken), oder mehr so wie Eierpampe (weich+matschig)?
      Wenn genug nicht-geronnenes Ei als Härter und Klebstoff drin ist, klappts vielleicht auch in matschig, oder sehe ich das falsch?

    • Tja Colorcraze, das ist die Frage
      aber zu matschig sollte es wohl nicht sein. Meine seit Wochen laufenden Versuche hatten von sehr drög bis ziemlich matschig alles, aber weder sehr drög noch sehr matschig waren das, was mir schmeckte.

      Je nachdem, wie trocken die Semmeln sind, braucht’s wohl etwas mehr Milch, ich nehme auf 250g Semmeln 250ml Milch und nun 2 Eier. Sonntag ging alles ziemlich daneben, es waren sicher 350-400g Semmeln alles in allem, dazu 300ml Milch und 3 Eier, das Ergebnis hatte ich ja beschrieben.

      Folgt man der Empfehlung des Don, packt erst die Eier rein, er nimmt auf 3-4 Knödel 1 Ei, und wartet, um dann nicht zu viel Milch hinzuzufügen, werden die Dinger wohl fester, was mir auch lieber wäre.

      Da wir anderen aber alle umgekehrt und ohne Braun-Mixer arbeiten, erst die Milch und dann die Eier, könnte man, die Rezeptempfehlung von
      Vallin 21. März 2017 um 11:50 Uhr Semmelnknödeln
      umgerechnet, auf 250g Semmeln 250 ml Milch und 2 Eier nehmen, das müsste ungefähr die Konsistenz der Donschen Knödel ergeben. Man muss der Pampe nur ausreichend Zeit lassen.

    • Semmelknödel
      Damit hab sogar ich es geschafft:
      https://youtu.be/-IMhPqOUhac

  12. Schön beschrieben
    Ich kenne das Josefifest noch aus Erzählungen meiner Oma selig, Jahrgang 1909, echte Bayerin, erzkatholisch und dabei die Verkörperung der Liberalitas Bavariae. Sie hatte da nämlich Namenstag (nota bene Josefa, nicht Josephine). Da ging es früher wirklich rund.

    Früher ließ man sich halt noch solche Geschichten erzählen, anstatt auf kleine Bildschirme zu starren. Aber diese Art der Bereicherung gerät ja zunehmend in Vergessenheit.

    • Wie man auf den Bildern sieht. ist da kaum ein Handy zu sehen, das ist auch so eine Erfahrung. Aber ich will da auch nichts beschönigen, das Original der zivilisierten Kopie war ein Inferno mit Mord und Totschlag und zerdepperten Einrichtungen, dass man sich mit solchen Vorfahren nicht über Flüchtlinge beschweren sollte – wil früher gab es Schläge, wenn andere nur aus einem anderen Dorf kamen.

    • Auch nicht schön
      Und leider nicht ganz verschwunden, diese „Wo kummst nachad du her?“ Mentalität. Das haben ich und ein paar andere vor wenigen Jahren erfahren, als wir auf einem Dorffest waren. Übrigens noch im Münchner Stadtbusgebiet, also nicht in der bairischen Pampa.

      Ich möchte anfügen daß es zu keinerlei echten Feindseligkeiten kam, aber etwas argwöhnisch beäugt wird man schon, da wo jeder jeden kennt. Aber ich kenne die rauhen Sitten noch aus dem Geschichten meiner Oma. Frauen scheinen da auch nicht zimperlich gewesen zu sein, ich erinnere mich daran wie mir berichtet wurde „do hod na de oane de andere vom Danzbon* owegwadscht“. Starkbier macht Frauenpower!

      *Tanzboden

    • Das nudelholz fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm. und es gab natürlich auch durchsetzungsfreudige Damen, ohne Zweifel.

      Das Oberland ist durch den Zuzug eh keine geschlossene Region mehr, echte Bauernsöhne sind recht selten, insofern muss man lernen, andere mit einzubeziehen. Härter ist es ganz klar in der städtischen Oligarchie, die ihre Codes weder vermittelt noch kopiert sehen will.

    • Auch eine Tradition
      Wir haben vom Großonkel einen gebundenen Jahrgang der Satirezeitschrift „Fliegende Blätter“ aus München – von anno 1884. Da gibt es natürlich auch etliches „Lokalkolorit“ (sehr schön gezeichnet!) und die Festvergnügungen der Landbevölkerung werden regelmäßig als, nun ja, sehr rustikal beschrieben.
      Neben den Brauern müssen danach auch die Maßkrughersteller und Schreiner ein sehr gutes Auskommen gehabt haben…

    • Das lag damals am noch deutlich anders ausgeprägten Ehrbegriff und der Neigung, es „unter Männern“ auszumachen. Das ist heute selten, allein schon, weil man dem anderen nicht den Hut wegnehmen kann, den er nicht trägt. Und Frauen sind auch kein Quasieigentum mehr. auf das man Ansprüche anmelden könnte.

  13. Titel eingeben
    alles gut, nur warum wirken die bierzeltkulturteilhabenden auf mich als norddeutscher immer so eingesperrt? ab und zu sieht man diesen aus bayern herbeigeschafften bierzeltimport auch im hohen norden aufgebaut und hoffnungslos unterbesetzt. oder das zelt ist zu groß gewählt. die bewölkungs- und bevölkerungsdichte ist in vorpommern auch nicht so hoch. sind halt alle am strand. hoffentlich geschieht das zeltaufbauen nicht wegen der höchstmöglich erreichbaren bierumsatzdichte.

    • Ich denke, die Eventkultur, die das im Norden bekommen soll, hat überhaupt nichts mit dem zu tun, was bei uns stattfindet. Das sind hier ganz normale Familienfeste und am Tag mit extrem hohem Kinderanteil. Das hat sich hier und andernorts halt so entwickelt, siehe auch

      http://www.kirnerzelte.de/starkbierfest

      ebenfalls eine Gründung nach der Abschaffung des Feiertags. Niemand denkt daran, das in den Norden zu exportieren.

    • warum wirken die bierzeltkulturteilhabenden auf mich als norddeutscher immer so eingesperrt?
      Weil sie nicht ihn den Norden gehören. Die wirken dort wie Karneval in Sachsen. Es ist peinlich. Das ähnlichste dazu sind in NRW die Kirmes-Feste und in Sachsen die Jahrmärkte und Rummelplätze.

    • Hier kann es Ihnen passieren, dass Sie einfach so reinstolpern, weil es halt da ist.

    • @haynhawk
      „warum wirken die bierzeltkulturteilhabenden auf mich als norddeutscher immer so eingesperrt?“
      Vielleicht liegt es an der Jahreszeit? Im Frühjahr und im Herbst ists halt schon kalt, da kann man es im geschlossenen Zelt besser aushalten. Im Sommer entfernt man die Zeltwände und ist dann für jeden Gewitterguss gewappnet… Eine ordetnliches Fest hat übrigens auch immer noch irgendwelche Buden oder Fahrgeschäfte vor dem Zelt stehen.

    • @Don
      Volle Zustimmung. Feste in Bayern – von Franken bis ins Oberland – sind (bis auf die grossvermarkteten wie die „Wiesn“ etc.) Familien und Dorffeste. Zwecks Stabilisierung und Zurechtrüttelung“ der Sozialstruktur – sprich Dorfgemeinschaft – übrigens unersetzlich.

      http://www.braukultur-franken.de/fraenkische-kerwa/fraenkische-kerwa.html

      Eine Perle übrigens die Neunhofer Kerwa. Was die Leute hier auf die Beine stellen mit Kostümen, zig aufwendig dekorierten Umzugswägen (zwengs der Rivalität zwischen dem Oberndorf und dem Unterndorf und den zwei sich übertrumpfen wollenden Kerwasburschen) ist einmalig!
      https://www.flickr.com/photos/neunhof/albums/72157671199444203

      Liegt wohl daran, dass das Umland (speziell Knoblauchsland) von Nurnberg/Fürth/Erlangen noch bodenständig ist, da bäuerlich geprägt – sprich Jeder hat – auch bei Anstellung bei Siemens, Schäffler, Adidas, Rehau und wie die ganzen Weltmarktführer in der Region heissen – zumindest noch einen bäuerlichen Betrieb in der Verwandtschaft oder Nachbarschaft. Und da selbst hart arbeitend auch einen Sinn fürs zusammen Feiern und für die Gemeinschaft…

    • Und das vermutlich auch ohne Reservierung und Zwangsverzehr, nehme ich an.

    • @Don
      Reservierung und Zwangsverzehr ist Kommerz und kenne ich nur von der Wiesn. Da war ich ich vor längerer Zeit einmal. Bzw. zweimal: Das erste und das letzte Mal.

    • @Hans_Nase
      Beste Grüße aus Boxdorf nach Neunhof!

  14. Titel eingeben
    Anpassungsdruck
    vor wenigen Jahren, nicht ganz bis ins unselige 2015 hatte ich den Luxus, Anpassungsdruck abzulehnen und die Anonymität der guten Wohngegend zu genießen.
    Stadtluft macht frei, wenn man ausserhalb der Hartzviertel lebt und solange man nicht in besonderer Weise dazugehören will; wer sein will.

    Heute freue ich mich über Reste des Anpassungsdrucks; über ordnende Linien. Heute fürchte ich die Zwangseinweisung von „Schutzsuchenden“ ins eigene Haus und lehne neue U-Bahnstation in der Nähe ab.
    Fremdes und allzu Fremdes drücken.

    • Es hat sich in den Städten etwas verändert, das erlebe ich auch. Viel Western Union.

    • Nicht nur Western Union
      Es ist nicht nur Western Union. Gehen Sie mal durch Bad Godesberg, das war vor 30 Jahren ein beschaulicher Stadtteil von Bonn, mit einer ganz normalen Fußgängerzone. Jetzt ist ein erheblicher Teil der Läden ausschließlich oder zumindest wesentlich größer in arabisch beschriftet.

      Mir sagte eine Bewohnerin, dass ihre Töchter schon lange nicht mehr in bestimmte Gegenden gingen, das wisse auch jede.

    • Ja, über Bonn hört man nicht nur Schönes, fürchte ich.

    • Bunt und "bunt"
      Das besonders Traurige in Godesberg ist ja auch, daß es dort „zu Regierungszeiten“ wirklich so bunt war, daß man einen Werbefilm für die Welcome-Fraktion hätte drehen können: dort hatten nämlich die meisten Botschaften ihren Sitz und in der Fußgängerzone konnte man fast meinen, auf einer Tourismusmesse zu sein. Selbst im biederen Hertie gab es bei Lebensmitteln ein riesiges Angebot aus allen fünf Kontinenten.
      Tempi passati – jetzt ist davon halt nur noch der Bodensatz übrig und man möchte gar nicht so genau wissen, wer dort lauert. Für das Lokalkolorit gibt es dann allenfalls gelegentlich Besuch aus dem angrenzenden Kottenforst, wenn den Wildschweinen die Eicheln zu fad werden.

    • Freiflächen
      Man muss beim Umzug in München mittlerweile auch aufpassen, dass nirgends unbebautes Land rundrum ist.
      Sonst werden ruckzuck Parkplätze o.ä. mit Stelzenhäusern bestückt, deren Mieter es sicher nie in den erweiterten Bekanntenkreis schaffen.

      Das Dantebad in München wird von mehreren Seiten in die Zange genommen:

      1) Von einem Sozialen Zweckbau am Reinmarplatz, etwas überdimensioniert vielleicht, aber gut durchmischt,
      2) Vom Stelzenhaus am Parkplatz vor dem Wintereingang, das günstiges Wohnen in 1-2-Zimmer-Wohnungen bieten soll, mit etwas Phantasie kann man sich die zukünftige Belegung ausmalen.
      3) Im Bad selbst werden Bäume gefällt und Kabinen abgerissen, um Wohnungen für städtische Bedienstete zu bauen.

      Mich interessiert, ob es irgendwo einen kritischen Punkt gibt, ab dem weiteres Nachverdichten so aufs Gemüt schlägt, dass man absiedelt.

    • Ich habe es jedenfalls nie bedauert, ins Oberland gegangen zu sein.

  15. Ideals are dangerous things. Realities are better. They wound, but they're better.
    Ich denke, man sollte diese Josefisten beim Verfassungsschutz melden.
    Die gehören überwacht. Die sind eine Gefahr für die Moderne.

    • Es gab gestern den Bericht vom Verfasungsschutz über die echten Identitären, dass die eventuell provokative Aktionen planen.Jenseits des Internets! Da musste ich beim Schreiben daran denken. Frau Kahanes Spitzel hätten bei uns viel zu tun.

  16. Vielen Dank
    für die Einblicke in das bayrische Brauchtum. Ich freue mich immer wieder, darüber zu lesen. Als Protestant war Josefi bisher kein Begriff für mich. Und das Kloster Reutberg werde ich bei Gelegenheit besuchen.

    Dass Trachtentragen einmal etwas beinahe subversives haben könnte, hätte vor ein paar Jahren niemand gedacht. Dabei ist so eine regionale Identität und die Vereine, die sie pflegen etwas, was die Herrschenden schon immer skeptisch gesehen haben, weil sie sich eben einer von oben gewünschten Gleichmacherei nicht unterordnen wollen. Und weil das keine offene Revolution ist, sondern ganz still und unauffällig im Mantel der Tradition daherkommt.

    Im übrigen scheinen sich gerade verschiedene Presseorgane darauf zu besinnen, dass es diese „Parallelgesellschaften“ gibt und dass es tatsächlich Deutsche gibt, die nicht in Hamburg oder Berlin wohnen. Eine große Wochenzeitung hat eine eigene Serie gestartet. Da wären Sie der Zeit ganz schön voraus gewesen, werter Don.

    • Ich weiss, was diese Wochenzeitung so schreibt, und ich weiss auch, dass denen hier der Einblick in die Strukturen abgeht. Wir sind jeweils 30km vom Ende des Landes entfernt, und ich würde es mir auch nicht anmassen, etwas Tiefergehendes über den heruntergewirtschafteten Drogensumpf Hamburg zu schreiben. Es reicht auch nicht, da mal in ein Fest zu gehen. Es sind bei uns sehr viele Eigenheiten, die ineinander greifen und erklären, warum vieles hier nicht anders sein kann. Es ist einfach ein anderes Land, zufällig innerhalb einer Grenze mit Hamburg.

    • einfach ein anderes Land
      Es ist schon öfters darauf hingewiesen worden, dass es da weniger eine Trennungslinie zwischen Ost und West, sondern eine gibt, die sich verblüffend nahe an die Linienführung des uralten Limes anschmiegt.

    • Der Katholizismus spielt untergründig auch eine ganz wichtige Rolle.

    • ja der auch
      Rom, eben.
      Ein Trachtenvergleich und Vergleich der Gebräuche bei den einen mit denen der anderen wäre auch nett.

    • 30 km der Grenze
      Ist hier ähnlich, im Norden. Das war bis vor Kurzem noch Dänemark und fühlt sich teilweise immer noch so an. Hamburg ist hier schon etwas entfernt. Nicht nur räumlich, sondern auch emotional.

  17. nachhängendes Bewußtsein - immer wieder überraschend
    Don Alphonso Ihr trefflicher Text vom sozialen Wandel und dem Unterschied zwischen Stadt und Land und dem Verblassen der Magnetwirkung der Stadt (Moped, Auto, Drogen, Dosenbier) und der
    Wiedergewinnung von Selbstbewußtsein mit der Anlehnung am Althergebrachten – sehr gut. Besten Dank.

    Immer wieder schön, die Dialektik des nachhängenden Bewußtseins. Gern auch volkskatholisch und mit Genossenschaftsbier.

    • Gern geschehen. Ich schreibe das aus Notwehr, weil man so etwas gerne übersieht. Regional weiss es ohnehin jeder, aber überregional sieht keiner die Relevanz. Obwohl es überhaupt nicht egal ist, ob so ein Trachtengewand jetzt 2000 Euro kostet und Handwerker und Kleinbetriebe unterstützt, oder 150 Euro und in Polyester aus China kommt. Oder ob Leute das Bier in eigenverantwortung brauen oder es aus einer Abfüllanlage in Holland kommt.

  18. Nicht nur in Bayern
    In Salzburg ist es der Rupertikirtag (Kirchtag/Kirmes des Heilgen Rupert), an dem sehr viele in Tracht kommen.

    Vor der Maturafeier wurde auch nur über die whatsapp Gruppe der Klasse kurz durchgegeben, „Dirndl?“, allgemeine Zustimmung und es erschienen 11 der 13 Mädchen im Dirndl.

    In den ländlichen Gebieten gehört die „Musi“ selbstverständlich zu allen Festen und die Masse erscheint in Tracht. Als Zugezogener ohne Dialekt wird man auch nicht schief angesehen, wenn man zu solchen Anlässen auch in Tracht erscheint, sondern es wird beifällig als Integrationsversuch gesehen.

    • Vor allem hat man ja auch keine Alternative. Wenn man als Fremder kommt, wird man als Fremder angesehen. Auch am Tegernsee, wo höchstens 50% der kinder keine zugewanderten Eltern haben, erscheinen 100% der Kinder in Tracht. Schon zur Einschulung.

  19. Polyester
    Ja mei, das Trachtengewand aus Polyester kommt halt aus der gleichen Familie wie billige, fertig gekaufte Faschingskostüme. Und deshalb sieht es ja auch auf der Wiesn zunehmend so aus wie auf einem riesengroßen Faschingsball. Nach irgendeiner Relevanz wird da von vielen nicht mehr gefragt, die sehen das gar nicht.

    (Disclaimer: Ich mag weder Wiesn noch Fasching)

    • Ich auch nicht. Bei uns wäre man da, wie gesagt, am falschen Ort, weil das eben auch Ausdruck von Armut ist und man hier schon auf Diridari schaut.

    • Titel eingeben
      In der Ecke aus der ich komme ist die Faset (Fasching dürfen Sie als Zugezogener sagen, Karneval niemals) das, was dem Südbayern die Trachtenfeste. Das ist altes Brauchtum und wird ernst genommen. Da gibt es dann auch wenig Polyester sondern handgeschnitzte Häsen und liebevoll gemachte Kostüme. Ist alles auch ein wenig speziell und exotisch wenn man es nicht kennt.

  20. Das Leben besiegt eben ab und zu doch die Bigotterie
    Ich liebe Bayern. In Südwestdeutschland geboren und aufgewachsen habe ich die Sommerurlaube meiner Kindheit mit meinen Eltern regelmäßig in Ramsau bei Berchtesgaden verbracht. Irgendwann wuchs ich da raus, so dachte ich, verspürte den Ruf der großen weiten Welt, sah die Heimat als etwas provinziell an, habe studiert, usw., usw. Ich war dann viele Jahre nicht in Ramsau. Vor allem meine Auslandsaufenthalte haben mir gezeigt, dass woanders auch nur mit Wasser gekocht wird und dass die Heimat bei weitem nicht so provinziell ist wie man als unreifer Teenie dachte.
    Nach vielen Jahren der Abwesenheit war ich (und das sage ich jetzt nicht nur wegen dieses Blogs, es ist echt so) im zurückliegenden Monat gleich zweimal in Ramsau. Manches hat sich geändert, vieles ist aber (gottlob!) gleich geblieben. Und mittlerweile habe ich den Wert von Traditionen, Beständigkeit und Kontinuität schätzen gelernt.

    Als ich an München vorbei in Richtung Salzburg gefahren und von der A 99 auf die A8 kam offenbarte sich schon in der Ferne das Alpenpanorama. Auf der Autobahn allerdings: Hetze, Hektik, Stress. Auf den Autobahnparkplätzen sprang einem die hässliche Seite der Globalisierung in Form von LKW-Schlangen ins Auge. War eine Beleidigung für die ansonsten wunderschöne Szenerie. Und die Gegend um den Chiemsee hatte ich irgendwie ruhiger in Erinnerung. Nach dem Verlassen der Autobahn in Richtung Inzell üble Befürchtungen: es ist nicht mehr so wie es war, der Stress hat auch diese Gegend heimgesucht. Aber dann: hinter Inzell, beim Umfahren der ersten imposanten Felswände hat sich mehr und mehr Ruhe eingestellt. Ist es etwa doch noch so wie es einst war? Je näher ich an Ramsau heran kam desto behaglicher und sicherer fühlte ich mich. Im Autoradio hatte ich einen alten Hit in der Wiederholungsschleife laufen: „I still get that same old feeling…“ von Pickettywitch. Und als dann die breite Westwand des Watzmanns vor mir auftauchte packte es mich mit voller Wucht. Eine mystische Wiedersehensfreude und das Gefühl „hier bist du sicher, die Hektik ist auf der A8 zurück geblieben, deren LKW-Massen gegen diese Felswände eben doch nicht ankommen.“
    Und ich fühlte keinen Ansatz von Provinzialität. Im Unterschied etwa zu dem sehr aufgedonnert wirkenden Berchtesgaden oder naheliegenden Schönau war in Ramsau noch Ursprünglichkeit in Form einzelner Höfe erhalten. Die sahen so aus wie sie auszusehen haben, eben nicht so geleckt und gelackt. Ich bin selbst ursprünglich kein Städter, daher hatte ich immer einen sehr vitalen Bezug zum Landleben, fernab vom eher kränklichen Interesse urbaner Stressmeni am Biobauer(un)wesen.

    Das Bild mit dem Waller ist gut gewählt. Ich angle seit meiner Kindheit und kann das nur bestätigen was hier gesagt wird. Es gibt übrigens in Gegenden Bayerns (Donau und Nebenflüsse) den sog. Huchen, einen ebenfalls bemerkenswerten Fisch, ein Salmonide (Lachsartiger), der bis zu 1,5 m lang werden kann und dessen Anblick bei verwöhnten, verzogenen Stadtmenschen den Respekt vor der Natur auch schlagartig wieder herstellen kann.

    Tja, da war ich nun wieder am Fuße des Watzmann. Als ich zuletzt dort war wusste noch niemand etwas von gender, Feminismus wurde in Ansätzen diskutiert, hatte aber noch nicht diese pathologischen Ausmaße, political correctness war auch noch kein Begriff. Ich versuche schon seit Jahren dem ganzen dekadenten Dreck mutig die Stirn zu bieten und habe all dem den Kampf angesagt. Man fühlt sich jedoch oft sehr allein dabei. Aber inmitten der Berge wusste ich dann, dass ich richtig lag. Sollen alle anderen machen was sie wollen, das ist mein Weg, und das bleibt er, Ende Gelände.

    Die Natur zeigt allen Pharisäern die Grenzen auf. Ob in Form des nach oben blinzelnden Welses oder einer (hoffentlich) unverrückbaren Felswand – es gibt mehr Ketten als rasende Hunde.

    Ich will demnächst wieder einen ausgedehnteren Urlaub (mit Watzmannüberschreitung) in Ramsau verbringen. Nicht als Touri, eher als Fast-Einheimischer. Bayern, es lebe hoch!

    • Watzmannüberschreitung, das ist schön. Ich schaffe es leider vor Italien nicht, noch eine Transalp zu radeln. Der Waller ist das Sinnbild für das schlammige, aber ommer präsente Unterbewusstsein, das sich eben dann und wann Bahn bricht.

    • Sie werden es kennen,
      halt für die Anderen.

      https://www.lyrix.at/t/ambros-wolfgang-der-watzmann-e5b

    • @Philomena
      Oh ja, der Watzmann.
      .
      Unvergessen die live-Version aus 1991 (Circus Krone). Zigmal gehört und im Freundeskreis auf Parties lauthals mitgesungen.
      https://www.youtube.com/watch?v=dfQxhlB974A
      .
      Das war übrigens das erste Mal, dass unsereins was von Hubert von Goisern hörten (Gastauftritt, Minute 41)
      .
      Und M.O. Tauchen als „Gailtalerin“ – unübertroffen ;) (Minute 59)

    • @ DON
      mit dem Fahrrad uffen Watzmann, also ich wär schon froh wenn ich es zu Fuß rüber schaffen würde (soll ja nicht ganz ohne sein) aber wer’s als Erster mit seinem Drahtesel schafft kommt sicher in die Geschichtsbücher.

      Zum Thema Unterbewusstsein: macht mir keine Angst, ich denke ich hab alle meine Schluchten sauber und kann in jeden Abgrund reinschauen ohne dass etwas zurück kuckt, imaginärer Waller oder was auch immer.

      Zum Thema Waller real: so schlimm ist der nicht, habe noch nie gehört, dass jemand durch ihn zu Schaden kam. Er kann zwar schon groß werden (knapp 3m), aber mit seinen Minibeißerchen, was will er da schon groß machen? Schlimmstenfalls könnte er einen packen und unter Wasser ziehen, dann hätte man ein echtes Problem. Aber warum soll er, der Mensch ist nicht sein Beuteschema und unnötig Kraft vergeuden will er wohl auch nicht.

      Wenn Sie Ihrer Bekannten echt Angst machen wollen zeigen Sie ihr doch mal ein Gebiss von einem über 1,20m langen Hecht, Huchen oder besser noch Zander (auch alles einheimische Fische und obendrein noch wesentlich schmackhafter als der meist im Schlamm lebende Waller). Die sind zwar auch nicht der weiße Hai, aber sie sehen schon furchterregend aus mit ihren Hauern. Und wenn man als Angler seine Rachensperre nicht dabei hat kann’s auch schon mal weh tun. In jedem Fall Petri heil!


    • Und M.O. Tauchen als „Gailtalerin“
      oh ja, den Watzmann fanden wir in den frühen 90ern auch klasse…

    • colorcraze
      In den 90ern? War Ambros nicht in den 70ern?

    • Gibt es den nicht auch heute noch?


    • War Ambros nicht in den 70ern?
      Gut möglich, aber sein epochales Werk „der Watzmann“ machte auch später noch die Runde. Der Neffe meines Ex hatte sich die Platte bei einem Bergsteigeurlaub in Bayern (oder war es Österreich) gekauft, und brachte zu einem Besuch in Moabit eine überspielte Kassette mit. Spätestens beim zweiten Durchlauf sangen alle die Refrains mit…

    • Titel eingeben
      Ich hab mal nachgeschaut, es war 74… Die Blütezeit der Anarchos…
      ach, Jugendzeit…

  21. Snoopy hätte auch gepasst
    …war das nicht der Hund, der in seinen Tagträumen Luftkämpfe mit dem Roten Baron ausfocht? In seiner von Kugeln zersiebten Hundehütte?
    Manfred von Richthofen hat hier in Wiesbaden seine letzte Ruhestätte gefunden. Schuld war die DDR. Die Familie hatte ihn überführen lassen.
    Ebenfalls aus der DDR scheint sich auch die Übernahme des Internationalen Frauentags (8.März) eingeschlichen zu haben. Haben wir das noch nötig?
    Außer den netten Bekannten, die ich beim diesjährigen Empfang im Rathaus getroffen habe, mutete die Veranstaltung ziemlich anachronistisch an.

    Josefi kannte ich noch nicht einmal dem Namen nach.

    • Den Frauenkampftag ghab es wirklich nur bei den Zonenleuten, und entsprechend bedeutungslos ist er im Westen. Aber es gibt halt viele Zonenfrauen in den Medien, die offensichtlich wieder wochenlang um Bananen anstehen wollen.

  22. Vorschlag an den BR
    Vielleicht könnte der BR statt eines Halbmondes während des Ramadan eine Brezn am Josefitag einblenden.

    • Der BR ist eh so eine ganz besondere Nummer geworden. Vom Staatsfunk zum angepassten Vollformats-Buntibuntidurchreicher.

    • Titel eingeben
      Den BR kannst vergessen. Diese linke Bazille Süß, die verquälten Staatshumoristen, maximalpeinliche Sendungen wie „Dahoam is Dahoam“, bei „jetzt red i“ wird vorgecastet und voraufgezeichnet. Vollkommen schleierhaft, warum sich die CSU das alles bieten lässt.

  23. Hock di hera....
    So kann es auch laufen… (Polt), nix Schlimmes.
    Anpassungsdruck: https://www.youtube.com/watch?v=9cJRqOCmyuQ

  24. „Da lagen wir also am....."
    ……..so beginnen oft Reiseerzählungen früherer Generation-oder altes Liedgut. Etwa so: „und so schritt ich dann auf dem Molo zum Meere hin, ganz und gar in Betrachtung von Posilippo und Vesuv… (Goethe, Neapel, März 1797) oder „Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord…(hallo, @ Frau Simon, nicht überleiten in die Politik, hier war wirklich die Pest oder Skorbut gemeint)
    .
    Geht es nur mir so oder ist es Ihnen auch schon aufgefallen-und ich möchte Don keineswegs mit Privatismen in Verlegenheit bringen aber er erwähnt in seinen letzten Artikeln immer wieder gemeinsam mit jungen Damen verbrachte Freizeit. Das wäre ja ein Knaller wenn ER eines Tages sich beim Gegensteuern der von Sarrazin an die Wand projizierte Demographiefunktion beteiligen würde. Oder den von Erdogan zu Sturmgeschützen erhobenen weiblichen Bäuche.
    .
    Ja, diese Worte des Meisterdiplomaten haben Wirkung, sogar durchschlagende. Ich muß immer daran denken, wenn oben auf der Straße, auf dem Weg zum Einkauf, eine dieser zuckerhutförmigen Damen in 95%-Verhüllung – und in angemessenem Abstand von drei Schritten dem Herren mit der gehäkelten Kopfbedeckung hinterherschreitet. Ich frage mich stets: Hat diese Dame ihren Sturmgeschütz-Auftrag bereits erfüllt? Don, ich gehe davon aus, nach all den starken Worten aus Ankara hier sowas doch gesagt werden darf? „Sind sie zu stark-sind Sie zu schwach“.
    .
    Und unser Don erzählt auch kein Anglerlatein wenn er von entenvespernden Wallern erzählt, die hier bei uns Wels heißen.
    Die benötigen nicht immer einen moorigen Kirchsee sondern fühlen sich auch in Flüssen wohl, die ja inzwischen so sauber sind, das darin liegende, beim Discounter für den einmaligen Alkoholtransport zum Pennersaufplatz „entliehene“ Einkaufswagen noch in 3 Metern Tiefe zu sehen sind. Ebenso die zum schnellen (Durst ist schlimmer als Heimweh!) Erreichen des oben genannten Sophistikertreffen „entliehenen“ Fahrräder.
    .
    Sehen Sie Don, mir reichte schon wieder ein Satz um auf den Zug zu springen. Den Rest des Artikels ziehe ich mir am Nachmittag rein.

    (DdH)

    • Die K. ist die Partnerin eines Freundes und als Paar haben sie Kinder.

    • moi aussi
      da adam und d’eva
      de schwimman im see
      da adam geht unta
      und d’eva ind‘ heh

      des dümmste wos da heagott schuf
      is bei neapl da vesuv
      ea loßt sei raucherei ned bleibm
      obwoi ea woas ea muas schpeibm

    • Demographie
      Kinder sind nicht alles, aber nach einer Generation ohne Kinder ist alles nichts.
      „This Problem is not well understood“ Elan Musk

    • ein Problem vom Bär
      obwohl – machmal, wenn man genauer hinschaut – möchte man annehmen, dass schon die Richtigen aussterben.
      Das ist dann auch etwas.

      Hoffen wir, dass der Don auch nicht alles ausplaudert, wer weiss, vielleicht weiß er selber alles nicht so genau, was sogar bei Frauen vorkommen soll.

    • Aussterben gehört dazu, das ist ganz normal und Sie würden einen Baalskult und keltische Menschenopfer jetzt auch nicht so prickelnd finden – auch wenn die Kulturen voll überzeigt waren, wie prima das ist.

  25. Felicitación cordial
    Estimado Don Alfredo,

    das beeindruckt mich jetzt wirklich. Sie schreiben nicht nur scharfsinnig, Sie tun es auch noch korrekt. 99,9% der Großstadtschreiberlinge, Professoren, Freizeitfaschisten, Genderisten und all jene, die Sie nicht mit aufgezählt haben, hätten Tiefgehenderes geschrieben ohne zu merken, dass es sehr viel Tiefergehendes gibt.
    Chapeau!

    Saludos Cordial von
    Demda

  26. Kleiner Nachtrag zum Red Baron
    Am Poppy Day befestigte ein Schotte die Erinnerungs-Mohnblume am Grab des unvergessenen Kampffliegers. Ich habe es selbst gesehen und es hat mich sehr berührt.

    • das ist etwas off-topic Sehr geehrte Frau Biniok, gestatten Sie mir eine Meinungsäußerung.
      Vielleicht bin ich an der Stelle etwas anti-traditionell und regelrecht kleinkariert eingestellt, vielleicht interpretiere ich in Ihren Beitrag auch zu viel hinein, das Sie gar nicht so meinen, aber ich verstehe es so und kann nicht ganz folgen.
      Der unvergessene Kampfflieger. Weshalb ist er denn unvergessen? Weil er selber abgeschossen wurde. Und bis dahin hatte er persönlich großen Ehrgeiz (manche meinen sogar Spaß), möglichst viele andere Menschen zu töten. Ein Menschenjäger – kein Schweitzer oder Einstein.
      Die Poppies sind schon eine sehr sehr schöne Geste und ständen dem deutschen (Nicht-) Gedenken der Katastrophe ebenfalls gut. Allerdings trauere ich persönlich mehr um die vielen vielen zwangseingezogenen Namenlosen, die sich haben totschießen lassen müssen und deren Massengräber leider durch Granatbeschuss um- und umgepflügt wurden und die daher nicht durch eine Umbettung sogar posthum noch gerettet werden konnten, als um die Berufsmilitärs, die z.T. völlig zu Unrecht das Bild des Kriegs prägen. Was wollte der Herr Rittmeister denn in seinem Leben? Kämpfen. Eine Konsequenz könnte das Sterben sein. Was wollten die vielen Land- und Fabrikarbeiter in ihrem Leben? Kämpfen? Sicher nicht! Kennen Sie die Aufzeichnungen von Dominik Richert? Sehr empfehlenswerte Lektüre. Ebenso auch das Sachbuch „Killing time – Archaeology and the first world war“.

    • Kriegsgedenken
      Auch das gibt es in Bayern oft anders: es gibt am nördlichen Stadtrand von Ebersberg (Oberbayern) eine kleine Allee neben der heutigen Ausfallstraße wo an jedem der Bäume eine alte Gedenktafel für damals Gefallene hängt. Kein pompöses Kriegerdenkmal für den Bürgermeister und den Veteranenverein, sondern für jeden eine etwa A4-große Tafel von damals, nicht für den Freiherr, sondern für den Moser Sepp, gefallen mit knapp 18 in den Ardennen (oder wo auch immer).

    • Richthofen
      Richthofen ist wie Udet eine Legende, weil sich die Flieger damals als „Ritter der Lüfte“ empfanden, die dem industrialisierten Sterben am Boden einen letzten Rest von „Ehrenkodex“ entgegensetzten (Dabei darf nicht vergessen werden, dass auch Ritter sich gegenseitig töteten).
      Dieser „Flieger-Kodex“ hatte sich auch bis in den Zweiten Weltkrieg fortgesetzt. Wenn im Ausland eine Geschichte eines Deutschen Jagdflieger bekannt geworden ist, dann die von Franz Stigler mit seiner Me 109 und seine Gegnerin, eine total zerschossene B 17 namens „Ye olde Pub“ mit deren Piloten Charlie Brown (kein Witz).
      Obwohl Stigler ein einziger Abschuss für das Ritterkreuz fehlte, brachte er es nicht fertig, die B 17, die zufällig im Tiefflug über den Flugplatz flog, wo er gerade gelandet war, endgültig „fertigzumachen“, sondern geleitete sie über die Nordsee, wo sie von englischen Fliegern übernommen wurde.
      Wegen der antideutschen Propaganda der Briten wurde die Geschichte dann geheimgehalten und bis vor kurzem einfach vergessen.
      Stigler wanderte nach dem Krieg nach Kanada aus und sein Ex-Gegner Brown wohnte 200 km entfernt in Chicago.
      Irgendwann suchte der dann den, der ihn damals verschonte und fand ihn über eine Zeitschrift ehemaliger deutscher Jagdflieger.
      Von Stigler, seinem Werdegang (in Bayern) und dieser Begegnung gibt es ein amerikanisches Buch: A Higher Call.
      Von der ersten Begegnung der Beiden nach dem Krieg (im Jahre 1990) gibt es einen sehr schönen Videoclip, der hier unten verlinkt ist. Beide starben im gleichen Jahr (ich glaube, es war 2004).

      https://is.gd/HWTVSC

  27. Fastnacht im Oktober?
    Bei uns (ehemals bayerischer Rheinkreis, gibt es aber auch in den ehemals preußischen Rheinlanden) wird seit einigen Jahren von einem geschäftstüchtigen Veranstalter (als Anhänger der Marktwirtschaft – hier auch wörtlich zu verstehen – habe ich nichts dagegen) ein Oktober-Bierzelt-Fest veranstaltet. Der Wochenmarkt, den meine Frau besucht, muss dafür in die Umgebung ausweichen.
    Die Besucher fühlen sich verpflichtet, in „Tracht“ aufzutreten, wie beim Münchner Oktoberfest.
    Ich komme mir vor wie an der Fastnacht: Menschen laufen durch die Stadt in Kleidung, die sie normalerweise nie tragen würden. Männer mit (Gaudi-)Hüten, auf denen Schweißer- oder Gletscherbrillen montiert sind, Frauen mit Phantasie-Dirndl.
    Wofür steht dieser Kult? Ausdruck von Kultur ist es ja wohl nicht.

    • Ja, das ist dann natürlich schräg, zumal andere Regionen ja andere Traditionen hätten. Aber irgendwie traut man sich nur, wenn wes bayerisch ist.

    • Sehnsucht
      Ich erlebe das Gleiche in meiner Heimatstadt. Meine Vermutung geht dahin, dass die, welche schon länger hier leben, sich unbewusst (da guckt der Waller) nach einer Selbstvergewisserung sehnen, die in Bayern solche Feste bieten oder dazu führen, dass Kinder in Tracht eingeschult werden.
      Wir anderen haben es halt ausgetrieben bekommen in unseren Bindestrich-Bundesländern und sind von unseren Traditionen abgeschnitten. Wenn es sie denn gab.
      In industriellen Großstädten lebt seit rd. 200 Jahren das Proletariat, Hinzugewürfeltes nach dem letzten Krieg kam dazu. Ich kann mich da leider als Arbeiterkind mit familiären Wurzeln im Norden und in Pommern nicht ausnehmen. Schön, dass es noch solche vom Don beschriebenen Oasen gibt.
      Ich selbst z.B. liebe meine regelmäßigen Aufenthalte in der Oberpfalz. Meinem Mann drohe ich immer an, mit Renteneintritt nach Bayern zu ziehen und katholisch zu werden. Andererseits gibt es hier in der Nähe die Pfälzer Weinfeste. Auch ganz schön.

    • Oase ist vielleicht etwas übertrieben – die Feste kamen ja erst, als die Feiertage verschwunden waren. Es hat tatsächlich einen Austausch gegeben, und nicht viele, recht schmale Lebenslinien über die schwierige Zeit hinweg. Man übersieht leicht, dass Bayern nach dem 2. Weltkrieg auch dri grosse Einwanderungswellen zu verdauen hatte: Östflüchtlinge, Gastarbeiter und dann Arbeitsumzieher aus dem Norden. Das hat aber so einigermassen gepasst, vor Ort war auch ein asiatisches Paar und ein afrikanisches Mädchen in Tracht. Den Unterschied zwischen Bayern und anderen Migrantengruppen erkennt man eh eher schlecht, die meisten Polen und Kroaten zum Beispiel fallen hier gar nicht mehr auf (es gibt viele davon nebenan in Hausham).

    • Drei Einwanderungswellen
      Sie haben natürlich recht, Don. Bayern hatte nach dem zweiten Weltkrieg erhebliche Zuwanderung zu verkraften. Das vergessen viele, für die Bayern nur hinterwäldlerische Deppen sind. Aber beweist diese Erfolgsgeschichte nicht auf das Schönste, dass Integration gelingen kann, wenn die aufnehmende Bevölkerung eine selbstbewusste Identität und eine gefestigte Leitkultur hat? Da will man dann dazugehören.
      In meiner Heimatstadt rühmt man sich, dass Menschen aus 100 oder sonstwieviel Nationen „friedlich“ zusammenleben. Je nun, die südosteuropäischen Bettelbanden vor dem HBF lässt man halt in Ruhe, weitgehend auch die ghanesischen Drogendealer in der Innenstadt aus dem nahe gelegenen Asylbewerberheim. Es sei denn, dem Referenten des OB wird mal ein bißchen was angeboten – da verfällt man pressewirksam zwei Tage in Aktionismus. Die Geschäfte (auch die Ketten) machen zu und die Leerstände werden dann von türkischen Gemüseläden oder Augenkrebs verursachenden Brautläden übernommen.
      Man lebt halt so nebeneinander her und Bürgerliche meiden bestimmte Viertel. Wohin sollten sich die Neuankömmlinge denn auch integrieren? Da lobe ich mir schon das bairische Modell.


    • Polen und Kroaten sind ja auch katholisch, da fällts mit der Integration leichter. Ist im Rheinland auch nicht anders. Gibt da viele …-ski.

      Ich vermute nur, die Adaption des Oktoberfestes in nördliche Regionen ist einfach Merchandise plus dem (örtlichen) Fehlen von zu dieser Zeit stattfindenden Festen geschuldet. Wenn man mit Bierzelten an sich zu anderen Gelegenheiten was anfangen kann, dann ist der Schritt zum Oktoberfest nicht so weit. Ausreden zum Feiern werden immer gerne genommen.

    • @Dörflicher Akademiker
      Ich dachte immer, in den nördlicheren Breiten gibts neben den grossen Karnevals-Aktivitäten (immerhin von November bis Februar) eine Schützenfest-Kultur. Oder ist diese bereits wegen Waffenverherrlichung wegpazifiziert?

    • @Don
      Ja, das mit den Einwanderungswellen ist ein interessantes und vielschichtiges Thema. Nahmen wir die Gemeinde Bubenreuth nördlich von Erlangen. Dort kam nach dem Krieg eine komplette Gemeinde an. Zu 400 Bubenreuthern kamen 1600 Schönbacher. Aber eben ähnliche Kultur, fleissige Leute (Geigen- und Zupfinstumentenbauer, die Beatles hatte Instrumente von dort…), daher klappte das Zusammenleben schnell recht gut, bestehendes Brauchtum (Kerwa…) wurde übernommen und mitgebrachtes hinzu- und eingefügt. Eine echte Erfolgsgeschichte. http://www.bubenreuth.de/index.php?id=0,26
      .
      Die dritte Welle hat leider nicht so gut funktioniert. Viele Siemensianer und Universitätsangestellte kamen in den 80er und 90er Jahren dazu. Nutzniesser des kulturellen Lebens (Kinde in die Vereine, Feste etc.), aber ohne sich selbst einzubringen, sich selbst wohl zu gut, um mit den Dörflern abzugeben. Und genügemd, um sich mit sich selbst abzugeben. Hier gelang die Integration eher über deren zweite Generation, die zusammen mit der ursprünglichen Dorfjugend gross wurde, wenn ich das recht verstanden habe.
      .
      Vor diesem Hintergrund ist man dann doch recht froh, dass die Menschen, die noch nicht solange hier sind, nach Norden in die Nichtabschiebegebiete streben. Hat auch den Vorteil, dass es dann wenig genug und v.a. die Integrationswilligeren hier in Bayern bleiben… Macht zusammen mit einer etwas stärker gelebten „Leitkultur“ Hoffnung für die Zukunft. Bleibt nur die Frage, inwiefern sich der Gesetzesdruck aus Brüssel und Berlin inkl. weiter steigendem Länderfinanzausgleich negativ auswirkt…

    • Naja, die Siemensianer braichen halt eine Generation, dann wird das aber auch.

    • @Hans_Nase
      Die Kultur gibt es immer noch, doch leider ist es mit den Waffen tatsächlich so wie Sie sagen (also man versucht das von bekannter Seite zu verleiden wo möglich).
      Wobei man sagen muss, dass es da auch zwei verschiedene Gattungen gibt. Die wirklichen Sportschützen mit ihren Festen und die historischen Schützenbruderschaften. Letztere schießen eventuell einmal im Jahr auf einen Holzvogel, das wars. Da hat auch niemand außer den Schießmeistern ein Gewehr zu Hause, wobei das dann allenfalls ein Zimmerstutzen oder sogar nur ein Luftgewehr ist.

      Aber zum Oktoberfest: Die Hochsaison der Schützenfeste ist Ende Mai bis Mitte September (sog. Sommerbrauchtum) und da geht es sich mit dem Okoberfest hintendran einfach ganz gut aus. Man muss ja nicht so früh anfangen wie in München.

  28. Der Josefstag ist mir ...
    …ein Begriff, da ich einen Schwager Namens Josef hatte. Wir haben hier an Martini Kirbe; aber nur einen Tag und ohne Zelt. Da kommen Verwandte oder Freunde zum Mittagessen.Vorher ist in der sehr schönen, größeren Kapelle mit barocker Ausstattung, Gottesdienst.Den versäume ich allerdings immer, ich muss ja (bevorzugt) kochen…Nun fällt der 11.11.inzwischen auch in die tourismusfreie Zeit und viele sind dann schon im Urlaub.

    Feste gibt es hier auch überall, besonders im Sommer.Was Klöster angeht, muss ich sagen, dass mir Benediktbeuren oder St.Ottilien besser gefallen, als Andechs mit seinem geschäftstüchtigen Rummel.

    Gestern habe ich mir die Brettl – Spitzen angetan und ich fand’s gut, mal was Anderes.Freche Kehrverslieder volkstümlich, Tango mit Tuba usw.Das Publikum (viel Junge) war überwiegend im Dirndl und der Tracht zu sehen – und das in München.Da war der BR irgendwie mein Retter des Abends.Auch das kommt vor.

  29. Stimmungsvoll
    Das war ein sehr stimmungsvoller Artikel mit ein paar angemessen milden Kritikpunkten an der Presse.

    Ich als entschiedener Nichtbayer und Nichttrachtler finde übrigens die typisch bayerischen Klischees gar nicht so bestätigt, von wegen urwüchsig!

    Man kann gestandene bayerische Mannsbilder sehr leicht verletzen, wenn man die krawallig, ordinäre Variante es Nordrhein-Randalen verkörpert. Verbal können letztere nämlich dermaßen und eindeutig vulgär sein, dass es der vermeintlich rustikalen Landbevölkerung fast überall im Lande dauerhaft die Sprache verschlägt.

    Die ursprüngliche, unzivilisierte Version solcher Zeltbesäufnisse kann man in der Druckbetankungsvariante übrigens in Belgien (Schützentreffen oder Dorffest) noch erleben: Fressen, saufen ab drei Zelt zumachen, 20 min später zuverlässig dann
    , so dass man seinen Chronometer danach stellen kann, wüste Schlägerei.
    Liegt wohl an den höheren Umdrehungen, belgischer Hopfenkaltschalen, so vermute ich.

    Ich sehe, dass auch so, dass ein gewisser Teil der Medienleute völlig abgekoppelt ist von der echten Entwicklung im Land. Themen werden zu solchen erkoren, die eigentlich keine sind, und die von kaum einem wahrgenommen werden. Das sind Luxus- oder Elitendiskussionen über eher akademische Fragen. Diskussionen die bestätigen, wie gut es uns geht, und dass das allzu oft nur „zu gut“ bedeutet.

    Man MUSS halt was schreiben, um seine Brötchen zu verdienen, da springt man halt auf jeden Zug auf und macht jeden Sch… mit und rennt jeder Sau her, die durch unser neues Bundeshauptdorf getrieben wird.

    PS.: Wels ist für mich eine echte Delikatesse, mit seinem festen Fleisch erinnert er an viele sündhaft teurere Fische wie Seeteufel, ist aber meist preiswert zu haben und besitzt einen ihm eigenen Geschmack. Karpfen z.B. ist ziemlich öde dagegen.

    Am besten genießt man den Waller wohl nach Müllerinart.

    • Es geht uns nicht gut. solche Debatten sind ablenkungsversuche vor den wahren Problemen im Land. Sie finden vermutlich mehr Beiträge über Lesben als über alleinerziehende Mütter und mehr Beiträge über Transkinder als über die Folgen der Inklusion. Was Sie überhaupt nicht finden, sind Beiträge über FOS und Realschule, die gibt es offensichtlich gar nicht in Deutschland.

    • Es geht uns gut
      Schön gesagt: Ich frage mich immer, ist das reine Auftragsschreiberei, unsoziale Einschnitte vor- oder nachzubereiten oder mangelndes Wissen, was vor, sagen wir mal, 20 Jahren Standard war, ist.
      Ich könnte zig Beispiele aus dem Gesundheitswesen aufzählen, die allesamt zeigen, dass medizinisch sinnvolle Behandlungen nicht wahrgenommen werden, weil sie mit Zuzahlungen verknüpft sind.
      Mein Sohn lernt gerade in der Schule Statistiken zu lesen.
      Es ist schon beschämend, wie weit die Lebenserwartung zwischen Armen und Reichen mittlerweile auseinanderklafft.
      Ich weiß nicht, wen man mit dieser Jubelpresse noch erreicht, es gibt doch genug Leute, die mitbekommen, wie sich die Lebensumstände verändern.

    • @ Nahuatl
      Jaja, „die Schere geht immer weiter auseinander“ uswusf.

      Stimmt alles nicht, denn wichtiger ist auch mal der Blick über den Tellerand. Englische Rentner dürfen sich täglich neu entscheiden, ob sie lieber essen oder heizen wollen oder obs für die Pillen sein soll.

      In den USA sieht’s noch schelchter aus.

      Wir kriegen von der Linkspresse zu Tode gequälte Statistiken vorgesetzt, die keiner mehr Nachvollzeihen kann.

      Gottkanzler Schulz sagt der Agenda 2010 den Kampf an, trotzdem muss seitdem keiner hier Hungern.

      Sind Sie schon mal zu Fuß von der Wall Street zum Central Park gelaufen und mussten dabei mittendrin über komatöse Drogenopfer mitten auf dem Trottoir liegen steigen.

      Diese Probleme existieren lediglich in der gesellschaftsspaltenden linken Presse und das sind dazu noch Probleme, von denen anderswo alle nur träumen können.

      Ich brauche nur mal nach Namur oder Dinant zu fahren, da sieht man wie ein verpasster Strukturwandel aussieht und das ist noch nicht mal ein Beispiel aus der anglophonen Sphäre des Neoliberalismus.

    • Jetzt muss ich mal dumm fragen.,
      weil ich keine Ahnung habe. Gelesen habe ich doch, dass ärmere Menschen auf Antrag von der Zuzahlung befreit werden.Oder ist die Einkommensgrenze dafür zu tief angesetzt? Für chronisch Kranke soll es doch auch was geben.Alles Fake News?

    • @Philomena
      Die Belastungsgrenze liegt bei zwei Prozent der Bruttoeinkünfte pro Kalenderjahr. Bei chronisch Kranken liegt die Grenze bei einem Prozent. Darüber hinaus wird man von Zuzahlungen befreit.

      Für Empfänger von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II und Grundsicherung kommt zum Ansatz: Regelsatz 2017 für den Haushaltsvorstand: 409 Euro monatlich (im Jahr: 4.908 Euro)

      Belastungsgrenze 2 Prozent: Hier müssen Zuzahlungen bis zu einem Betrag in Höhe von 98,16 Euro geleistet werden. Belastungsgrenze 1 Prozent: Chronisch Kranke müssen Zuzahlungen bis zu einem Betrag in Höhe von 49,08 Euro leisten.

      Aber: In den letzten Jahren wurden zunehmend füher verschreibungs-pflichtige Medikamente frei verkäuflich, z.B Magensäurehemmer, viele Schmerzmittel, so gut wie alle Allergiemedikamente. Das alles fällt nicht unter die Belastungsgrenze, es muss in der Apotheke selbst bezahlt werden. In meinem beruflichen Alltag sehe ich schon, dass das für etliche Menschen schwierig wird.

    • @Philomena, @Westzipfel
      Zuzahlungen zu Behandlungen, Bsp: Zahnersatz: Minimallösungen ( Eisenzähne, Kiefernorthopädie: Minimallösungen, auch da muss man vor BBehandlungsbeginn 1-2 Tausend hinlegen , die man nach erfolgreicher Behandlung zurückbekommt.
      Haben nicht alle. Die Minimallösungen schauen so aus, dass man sie seinem Kind nicht zumuten möchte.
      Physiotherapien: Mit Zuzahlungen, das kann man mit Riesenaufwand zurückfordern.
      Medikamente: Ausweichen auf billigere Generika
      Abgesehen von Abrechnungen nach Fallpauschalen, wo man sich nicht im Krankenhaus auskuriert, sondern 2 Tage nach einem „minimalinvasivem“ Eingriff heimgeschickt wird. Wenn es nicht klappt, neuer Fall, neue Rechnung.
      Privat schaut’s anders aus, bei den meisten Versicherern.
      Kurzum: Armut verkürzt das Leben und ist extrem sichtbar. Jetzt auch vermehrt in Deutschland.

      Nur in Kürze.
      kenne zig alte Leute, die Medizinisch sinnvolle Medikamente nicht nehmen, weil sie die Zuzahlung nicht leisten können und zu stolz sind, Tage im Sozialbürgerhaus zu verbringen.

      @Westzipfel

      Nein, dort bin ich noch nicht spazieren gegangen, habe aber ähnliches Elend woanders gesehen.
      Ich kenne nur die Entwicklung in Deutschland. Das beurteile ich, da arbeiten die meisten mehr als vor 20 Jahren und haben geringere Lebensqualität. Und müssen mehr Kröten schlucken. Samstagsarbeit, Erreichbarkeit, jährliche Verlängerungen befristeter Verträge o.ä.
      Gut, man kann schauen, dass man Probleme mit Geld erschlägt, aber manche Probleme gab es früher nicht und viele haben das Geld auch nicht.

    • Vielen Dank für die Auskünfte,
      meine Damen oder Herren.Ja, das sah mal besser aus. Für jemanden, der sehr wenig Geld hat, sind 2% auch schon viel.

      Mit Sodbrennen habe ich manchmal auch zu tun, besonders bei Süßem, wenn’s gekauft ist.Mir hilft da Kieselsäure sehr gut und auch einfach ein trockenes Roggenknäcke. Die Medikamente meide ich, weil Alluminium drin ist.Bei Allergien sei Zink gut. Aber:alles summiert sich, Kleinvieh macht auch Mist, sagt man.Mir gefällt das nicht, man könnte doch für frei Verkäufliches mindestens mal ein Limit geben.Verwaltungen halt, ohne jede Flexibilität.

    • Armes reiches Land
      Ich hatte vor kurzem beruflich mit einer 81-jährigen Bäuerin zu tun, die in ihrem eigenen Bauernhaus erfroren war.
      Daran denke ich, wenn ich in den Kommentarspalten lese, was wir für ein reiches Land sind und wie gut es uns allen geht.
      In einem reichen Land, in dem es allen gut geht, erfrieren keine Menschen in ihrer eigenen Wohnung.

    • Ich wollte nur berichtigen,
      dass es Kiesel e r d e heißen muss. Wie kam ich denn auf Säure?

      Dabei habe ich Sie, @Mx, gelesen. Das ist traurig, ja. Eigentlich bekäme die Frau doch eine kleine Bauernrente, zu wenig zwar.Wir hatten eine Frau hier im Ort,der konnte man aber auch nicht helfen.Es wurde von Gutmeinenden versucht. Verkauft haben hinterher die (fremden) Erben. Hätte sie sich trennen können, hätte sie besser gelebt.

      Man muss aber auch sagen, dass Banausen zu alten allein lebenden Leuten kommen, um sich an ihnen zu bereichern.Dadurch werden einige dann zu misstrauisch und handeln überhaupt nicht mehr. Wohl dem/der,die ehrliche Leute um sich haben…

    • @Labrador123, Philomena et al.
      Zuerst Grüsse nach Boxdorf. Bin zwar nicht aus Neunhof, aber kenne die Gegend ein wenig.
      .
      Oh weh, das Gesundheitswesen und Medikamente… Ein gaanz trauriges Thema. Nur ein paar Stichworte: Wer zum Arzt geht und nichts Verschrieben bekommt, fühlt sich nicht behandelt. Ärzte sind sich zu schade, alte Hausmittel statt Medikamenten zu verschreiben und trauen sich nicht, Patienten mal einfach so nach Hause zu schicken. Alles pauschalisiert und budgetiert, Gespräche werden nicht gezahlt. Früher war der Anteil der Medikamentenkosten im Gesundheitswesen vielleicht 1/3, heute >50%. Exakt die selben Medikamente kosten in D weit mehr als im EU-Ausland. etc.pp. So kann man keinem gerecht werden. Gerade auch denen nicht, die es nötig haben. Ein total verkorkstes System, das man eigentlich nicht mehr reformieren kann sondern nur ein völliger Neustart Hilfe bringen kann. Na ja, der Neue Messias Schulz wirds bestimmt richten…

  30. Titel eingeben
    Sehr schön, das St. Joseph Fest (der eigentliche Vatertag in katholischen Ländern), nicht zu vergessen die Duft-oder Märzveilchen, die an diesem Tag gereicht werden. Aber hat FJS damals etwa auch die Syntax aus den bayerischen Schulen gestrichen?!

    • Nein aber wenn so etwas drinstehen tut, dürfen Sie niemals nicht vergessen, dass es dialektgebunden auszusprechen ist.

  31. Es verändert sich doch einiges im Oberland
    Ich bin mir noch immer unschlüssig, ob wir es hier mit den Resten des, wie Sie es nennen, bayrischen identitären Patriarchats zu tun haben, das sich nach Jahrzehnten des Niedergangs noch immer im Abwehrkampf befindet, oder doch mit dessen Renaissance. In gewisser Weise kann man schon beide Entwicklungen sehen.

    Der Augenöffner für mich war mein letzter Besuch in meinem Elternhaus: zum ersten Mal seit langer Zeit bekam ich wieder eine Episode des „Bullen von Tölz“ zu sehen. Betrachtet man die Serie rein als Krimi, bleibt selbstredend nur ein müdes Lächeln als Urteil, aber im Grunde handelt es sich um eine hervorragende Sozialstudie des Oberlandes in den neunziger Jahren (abgesehen von den horrenden Mordopferzahlen, aber naja). Der gezeigte Filz mit allen relevanten Akteuren, Landrat, Bürgermeister, der übereifrige Bauunternehmer, und die ganzen anderen Möchtegern-Gschaftlhuber war leider gar nicht so fiktiv. Der Punkt ist nur: All das kann ich mir heute, zwanzig Jahre später, so nicht mehr vorstellen. Die Figur des Toni Rambold als schmieriger, arroganter Bauunternehmer, wie ihn Gerd Anthoff auf hervorragende Art und Weise verkörpert, kann es in seiner Dreistigkeit und Offensichtlichkeit schlicht nicht mehr geben, nicht einmal im abgelegensten Hintertupfing. Und so viel Bairisch (ausdrücklich mit „i“ geschrieben) wie in der Serie wird hierzulande auch nicht mehr gesprochen, bei weitem nicht mehr. (Wobei mich spontan interessieren würde, wie Sie das auf dem Fest konkret erlebt haben, speziell bei der Jugend.) Und uns‘ Ede gibt es ja auch nicht mehr im Bierzelt zu sehen.

    Umgekehrt gibt es eine deutliche Trendwende hin zum „Bayerischen“ (ausdrücklich mit y geschrieben) – damit meine ich nicht nur das seit der Jahrtausendwende vermehrt zu beobachtende Auftreten von Lederhosen und Dirndl auf der Wiesn und anderen Volksfesten. Biermösl Blosn, Gerhard Polt und Hans Söllner mögen ihre beste Zeit hinter sich haben, eine Gruppe wie LaBrassBanda dagegen passt wesentlich besser nach 2017 denn nach 1997. Die Leute kaufen sogar massenhaft T-Shirts mit aufgedruckten Dialektwörtern, was lapidar erscheinen mag, aber aus anderen Gegenden Deutschlands ist mir das nicht bekannt – also mag das „Bayerische“ doch wieder eine gewisse „Coolness“ aufbauen. Ich bin mir sehr unschlüssig, wie sich das Land in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickeln wird, und welche Entwicklungslinie letztlich die Oberhand erhält im Oberland.

    • Oiso so umnmanand hod a jeda baorisch gred, nua i ned wei i a Zwidawuazn bin und nochad glei wieda ind Obbosition foi.

      Ernsthaft, krachbairisch ist das eine, süddeutsche Dialektfärbung das andere. Ersteres war, äh, mitunter schwierig, zweiteres ist tatsächlich im Kommen.


    • Die Figur des Toni Rambold als schmieriger, arroganter Bauunternehmer,
      ….war genau die Figur, die mich an diesen Krimis am meisten begeisterte. Ich lachte mich schlapp bei der Baugenehmigung nach dem Bau und über seine murksige Beziehung zu Yoga-„Hasi“ und was dergleichen realitätspralle Details mehr waren. Die geschäftstüchtige Mutter des „Bullen von Tölz“ mit ihrem hier-und-da-Flyer-Aushängen und dergleichen brachte mich aus dem gleichen Grund gleichfalls zum Lachen.
      Solche Figuren kamen in den (eher öden) „sozialkritischen“ NRW-Krimis nie vor, und doch gibt es so ähnliche in der Realität. Mir hat es jedenfalls sehr gefallen, auch mal Klein- und Etwas-größer-Unternehmer in ihrem Geschäftssinn abgebildet zu finden, ich fand das sehr erheiternd.

  32. Abrüstung
    Lieber Autor,
    Bayern ist unzweifelhaft lebens- sowie liebenswert und sein Brauchtum eine Bereicherung – ich weiß das als Zugezogener sehr zu schätzen. Ebenfalls eine Bereicherung sind in aller Regel Ihre Artikel/Glossen, die sich wohltuend vom gedankenarmen und realitätsfernen Einheitsbrei der Medien absetzen, die die eigentlichen politischen Probleme gerne ignorieren bzw. einseitig schön färben oder gar offen manipulieren. Allerdings ist die Rückkehr auf das Land wohl kaum die Lösung aller unserer Probleme, die zum Teil schlicht auf die Diskrepanz zwischen den Lebenswelten und -wirklichkeiten unterschiedlicher großer Bevölkerungsgruppen (und zwar der Einheimischen!) zurückzuführen sind. Der fehlende Ausgleich wird von den Medien derzeit verhindert und nicht ermöglicht, was schlimm ist. Einen gemeinsamen Nenner im Land wird man aber wohl auch kaum hinbekommen, wenn man aus der berechtigten Kritik an bestehenden Missständen das ländliche Oberland zum Maßstab der Dinge erklärt – Gleiches gilt umgekehrt selbstredend für Kreuzberg. Und wenn man die andere Seite als „arme, faule und dumme Schreiberlinge, Professoren und Nebenberufsfaschisten“ bezeichnet, geht das über ordentliches Granteln doch weit hinaus – so macht man sich mit dem Jargon gemein, den man selbst bei der Gegenseite völlig zu Recht kritisiert.
    Also bitte unbedingt verbal abrüsten!

    • Die Antwort ist gar nie nicht, weil ich da gern Stachel im Fleisch sein will. Natürlich gibt es Gegenätze, aber ich glaube da wirklich eher an ein natürliches Auseinanderbrechen denn an ein Konstrukt namens Deutschland, das gerade so hemmungslos in Totaltoleranz mit jeder lauten Minderheit und Gleichstellung jeder psychischen Verirrung gepeitscht wird. Man sollte ruhig einmal darüber reden, dass da im Zelt die Mehrheit der Gespräche „Hate Speech“ und das meiste Verhalten Sexismus wäre. Weil es halt so ist. Und sich die Welt nicht nach dem Soziologieseminar der HU Berlin richtet.

    • Das seh ich auch so.
      Lieber Don, ich kann Ihre Argumentation verstehen, bin allerdings derselben Ansicht wie Die verlassene Mitte: verbale Abrüstung käme gut. Ich habe langsam den Eindruck, Sie (und manche der treuen Foristen) scheinen sich zu radikalisieren. Und es wäre doch schade um einen so gehaltvollen Schreiber in einer (oder sogar der letzten) deutschen Qualitätszeitung.

    • Nicht wirklich, ich war schon immer so (und es war schon immer die Kritik an diesem Blog).

    • Genau
      deswegen liebe ich diesen Blog so!
      Machen Sie bitte genauso weiter. Sie beleidigen niemanden und die Wahrheit ist nunmal ab und zu eine Keule, aber eine wesentlich wirkungsvollere als die Populismus-,Nazi- und die -Rassismuskeule.
      Ich komme selbst aus einem katholischen Landstrich in Hessen und die Denke dieser bayerischen Bevölkerung ist mir gut vertraut. Schön, dass es sowas wie Heimat noch gibt.

    • Also bitte unbedingt verbal NICHT abrüsten!
      Sonst gerne, waffentechnisch, faustschlägerisch, aber bitte nicht verbal abrüsten! „Hunde, die bellen, beißen nicht“, uralte Volksweisheit, denn: Solange gebellt wird, kann nicht gebissen werden. Außerdem ist der Überdruck raus, man hat’s ja gesagt!

    • "Kommt der globale Wahlkampf der türkischen Regierung an seine Grenzen?"
      http://media0.faz.net/ppmedia/aktuell/733538796/1.4931286/width610x580/karikatur-greser-und-lenz.jpg

  33. Einspruch
    Ich denke schon, dass wir relativ gesehen sehr gut dastehen, sogar auch mit unserer Presse.

    Wenn man bedenkt, dass die größten Zeitungen in GB fast alle rausgeflogen sind aus den seriösen (wiss.) Diskursen und bei uns nicht mehr verwendet werden dürfen, dann stehen wir deutlich besser da.

    Artikel in der Daily Mail wie „Why Blacks have smaller brains…“ muss ich hier (noch) nicht in der Zeitung lesen, dass ist dann wirklich hate speech.

    Es zählt für mich immer die Relation, unsere AfD (schon der Name alleine ist grotesk, Alter native ZU D, nicht „für“, Ihr Analphabeten!) ist nur ein müder Abklatsch der UKIP, die dort 2015 LANDESWEIT 15% geholt hat.

    Aber hier macht man sich ins Hemd, wenn das woanders schon die Norm ist.

    Die Themen die Sie für unterrepräsentiert halten, sind halt noch neu und da gibt’s über noch nicht so viele Kollateralschäden zu berichten, das kommt noch.

    Als alter Berufsnonkonformist können Sie DA den Trend ja mal umkehren…

    • Ich bin ja a) tolerant und b) de facto eher links. Wenn ich wirklich rechts wäre, hätte ich wirklich gute Gründe, mich ausgegrenzt und diskriminiert zu fühlen, Das ist heute in vielen Medien so üblich, was rechts ist (und was ich mehrheitlich auch ablehne) wird entweder totgeschwiegen, weil es einfach nicht passt, wenn Leute eine simple Vorstadtbeziehung mit Kindern und sicheren Jobs ohne sozialklimbim wollen. Oder es wird niedergemacht, wenn jemand sich mal hinstellt und erzählt, wie eine nigerianische Gruppe auf Alk nach Frauen für Heirat und EU-Pass sucht. Es gibt diskurse und Lebensrealitäten, die kaum dargestellt werden. Und natürlich hat man in gewissen Redaktionen Angst davor. Gehen Sie mal zu Zeit Online – da werden Sie kaum jemanden treffen, der nach Vorstellung meiner Welt normal ist. Noch nicht mal ich passe da gut rein. Und ich hin jetzt weiss Gott kein Feind des Landes.

    • Sie können ja mal versuchen, in den deutschen Medien ausserhalb der FAZ
      Artikel zu plazieren, die
      – herkömmliche und immer noch meistverbreitete Frau/Mann Zweierbeziehungen positiv darstellt
      – Männern sexuelles Begehren zugesteht
      – Grundlagen der westlichen Zivilisation (unbedingte Geltung des Rechts, Gewaltenteilung, Redefreiheit, Entzug bürgerlicher Rechte nur nach Gerichtsprozess) positiv würdigt und dabei erwähnt, dass diese ausschliesslich weissen alten Männern zu verdanken sind
      – sich fundiert kritisch mit den „Theoriekonzepten“ der Intersektionalität oder der „Rape Culture“ auseinandersetzt
      – Heimatgefühle oder Nationalstolz nicht herabsetzt
      – Bildungs- und Berufswahl NICHT ausschlisslich als patricrchale Unterdrückung, sondern als freie Wahl darstellt
      – Wahl von Frauen für die (ausschliessliche) Mutterrolle nicht niedermachen
      (Aufzählung sehr unvollständig)

      Viel Vergnügen :-). Alles übrigens nicht-extremistische und in der Bevölkerung (inklusive der gebildeten) weitverbreitete Auffassungen, die nicht gegen harte wissenschaftliche Erkenntnisse verstossen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Es geht ewventuell, aber nicht ohne mindestens zwei Gegenstimmen, sofern es überregionale Presse ist. Statt dessen ist die Gegenrede ja schon fest etabliert, etwa das, was Plöchimger aus jetzt.de gemacht hat, oder Ze.tt oder Bento – überall finden Sie andere Sichtweisen in Reinkultur.

    • Alternative zu / für
      Lieber Alphabet Westzipfel,
      es gibt eben Beides: Eine Alternative zu Deutschland wäre z.B. Teneriffa (sowas meint die AfD aber nicht). Eine Alternative für Deutschland ist aber z.B. eine Partei mit einem bis dato fehlendem Angebot (etwa eine Alternative zu den bisherigen Parteien). Schwierig?

    • @DA
      Sehr herzlich gelacht. Und das schon am frühen Morgen. Danke!

      „Ich bin ja a) tolerant und b) de facto eher links.“

      Tatsächlich? Aber wer jetzt? Sie oder Ihre Kunstfigur immer mal wieder an einem Nachmittag?

    • Wenn Sie Berlin Mitte zugrunde legen, bin ich natürlich rechts von deren Mainstream. Aber in Gmund gelte ich als Knallroada, Kommunist und Fisimatentenmacher.

    • @DA und die Zeit
      Also, daß die meisten Journalisten links sind, geschenkt, klar.
      Aber zu der Zeit, als ich in einer kleinen Redaktion der WAZ- Gruppe gearbeitet hatte, da war von den Redakteuren keiner außer der Sportredateur in einer funktionierenden Beziehung.
      Erst habe ich das gar nicht so sehr mit dem Beruf in Verbindung gebracht, bis mir dann auffiel, daß das in anderen Redaktionen auch nicht groß anders war.
      Vielleicht schließt Journalismus und ein ( in meine Augen normales) Familienleben einfach aus?
      Nun gut, ich bin ja dann auch kein Journalist geworden, jetzt lebe ich mit Fraun und vier Kindern.

    • Journalismus ist ein Beruf für Leute mit sozialen Störungen. Früher war es die Scheidung, heute ist des de facto so eine Art Psychiatrieersatz. Manche schreiben ja ganz offen bei Twitter, was sie an Psychopharmake einwerfen, oder von den Therapien.

    • @DA
      In Gmund? Tatsächlich? Scheint eine irgendwie engere Gegend zu sein.

      Ich vermute mal so aus der Ferne, dass dort 8/10 der Einwohner Deutschlands „links“ eingeordnet werden. Dabei sollte man doch vielleicht auch schon nach der Realschule (oder gar der Hauptschule) mitgenommen haben, dass das mit diesem Ein- und Aussortieren von Menschen völliger Unsinn ist. Bestenfalls hilflos. Oft aber gänzlich anderes.

      Übrigens ist Berlin-Mitte wesentlich weniger „links“, als Sie vermuten. Und so ist eben auch nicht alles, was die pseudoautonom und sonstigen Verwirrten in Kreuzberg nicht verstehen und niemals verstehen werden, rechts. Aber genauso wenig ist alles, was halt die Anderen nicht verstehen wollen oder können, links. Das sind alles so Spielchen. Kämen wir mal zu der Frage, wozu die wirklich gebraucht werden, so wären wir einen großen Schritt weiter.

      Tegernsee? Hatte es da den Stasi-Oberst Schalck-Golodkowski nicht hinverschlagen? Hätte nicht allen Stasis (den Anderen natürlich auch) ein solches Refugium die „deutsche Vereinigung“ leichter machen können? Und wir hätten es zu einem wirklich einigen Deutschland schaffen können? Stattdessen….

    • Ich glaube, die wenigsten wissen, was auf dem Land wirklich los ist und wenn sie es wüssten, bekämen sie Angst. Und wir sind noch relativ zivilisiert – ich verschone Sie hier mit Geschichten aus der Region Coburg oder Niederbayern odr auch nur dem Jura hinter dem Altmühltal. Ich war auf Bürgerversammlungen, da war jedes Wort Hatespeech.

    • @DA
      Weiß ja nun nicht, was Sie mit den „wenigsten auf dem Land“ meinen. Aber da doch nun mal sehr, sehr viele auf dem Land wohnen, dürften die erwähnten defizitären Ansichten vielen kaum fremd sein. Unwissenheit und intellektuelle Schlichtheit sind überall anzutreffen, denke ich mal. Viele sehen sich da zuhause. Der deutsche Stammtisch tagt, nehme ich mal an, überall. Natürlich auch in den Städten. Keine Frage.

    • Inzwischen habe ich ja den eindruck, es geht gar nicht mehr um Inhalte, sondern um die Frage, ob man andere überhaupt noch leben lässt. Komischerweise laden mich hier Leute ein, die genau wissen. dass ich andere Ansichten habe, während es Bewegungen gibt, die mein Erscheinen beim CCC-Kongress und auf einer Lesung aktiv verhindern möchten. Und dort stimme ich mit den meisten in den meisten Punkten eher überein.

  34. Memento mori
    Besonders parallel wirds in Bayern, wenn an Hubertus die Pferde aus dem Stall geholt werden und die Pferdekutschen, die den Rest des Jahres neben den 150K€-Schleppern (mind. zwei) als Sportgerät in der 1Mio€-Scheune stehen. Gegen diese Protzerei sieht jedes Berliner oder Hamburger Großmaul alt aus, obwohl da auch einige zu Geld gekommen sein sollen.

    Zuvörderst für die ehem. sauerwiesenbayr. Oberlandler gilt: Kommt der Bettelmann aufs Roß, kann ihn der Teufel nicht derreiten. Wie es gehen kann, wenn die EU-Förderung abreisst, erleben parallelbayrisch die ehem. Gäubodenzaren.

    • Der Milchpreis hat auch bei uns zu Verwerfungen geführt, dazu mehr auch bald auf diesem Kanal.

    • Titel eingeben
      Nix Protzerei, Gast

      Die vermeintliche Übermotorisierung ist dem Nebenerwerb geschuldet. In der Freizeit muss bei passendem Wetter schnell gearbeitet werden. Mit Mann und Maus an den Geräten.

  35. Bierzelte
    Solche Feste und Bierzelte im Allgemeinen waren mir, als Bayer, schon immer suspekt. Miefig, spießig- die Köpfe sowohl nüchtern als auch betrunken dumpf. Ich kann daran nichts gutheißen, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.
    Als Abstinenzler sollte man übrigens nicht über die Qualität von Bier urteilen, das Tegernseer Hell ist schlecht vergleichbar mit nem Josefibier oder Weißbieren- und über jeden Zweifel erhaben ;-)

    • Meins ist es auch nicht, aber man sollte alles mal gesehen haben und es gibt Schlimmeres in der Böllstiftung.

    • Bierzelt keine bayrische Besonderheit
      Ich kann mich an Zeltfeste im Münsterland erinnern, zu denen wir von der Bundeswehr eingeladen wurden, kein großer Unterschied zu Oberbayern. Die Tracht fehlte halt, dafür war der Schützenverein in Uniform da, während die im Gebirge eben in Tracht auftreten.

    • Varianten
      Soweit ich weiß, hat jede Gegend ihre eigenen Anlässe, sich gemeinschaftlich Ethanol in größeren Mengen zuzuführen. Anderswo sind es dann halt Wein-, Feuerwehr- oder Schützenfeste.
      Wenn dann statt Bier Hochprozentiges getrunken wird, wie ich das im Norden erlebt habe, gibt es auch gar keine große Gelegenheit für spießiges Benehmen, weil man ja viel weniger Flüssigkeit durchbringen muß bevor man betrunken ist.

    • @ astroklaus
      Nicht statt. Sondern immer abwechselnd! In Westfalen auch Steinpilskur genannt. Oder gleich zusammen. Bekannt als „Lüttje Lage“ oder „Bier Westfälisch“. Und da wo ich herstamme, kommt der Kron aus dem Kloster.

      http://www.woeltingerode.de/startseite.html

      So wie in Sachsenkam das Bier.

  36. Triumph des real existierenden Matriarchats
    Der Anlass ist delikat. Gefeiert wird Josef, der Maria zur Frau nahm, obwohl sie nicht von ihm schwanger war, und der ihre kapriziöse Darstellung der Zeugung akzeptierte – was seither in vergleichbarer Form kaum je einer anderen Frau gelungen sein dürfte. Dafür wird aber nicht sie, sondern der gutmütige Josef gefeiert.
    Im Ergebnis: eine frühe Patchworkfamilie mit vier Vätern.

    Josef ist der unverzichtbare Antagonist zur zentralen Figur der Maria, die sich in Bayern herausragender Verehrung erfreut, gewissermaßen an 364 Tagen im Jahr, während Josef – gerecht ist gerecht – immerhin ein Tag gewidmet wird.

    Hinter der Marienanbetung wiederum stehen frühere matriarchale Kulte, u a. jener der Ištar („Sex und Krieg“), die sich in unterschiedlichen Formen unter der vermeintlich patriarchal bestimmten Oberfläche bis heute gehalten haben, gerade in Bayern. Die beinahe im ganzen Alpenraum zu beobachtende Kuh- und Milchverehrung spricht Bände. Ob die Dirndl-Mode in diesem Kontext zu verstehen ist, darüber mögen sich die Volkskundler streiten.

    Für jeden in Bayern Lebenden wäre es aber ein leichtsinniges Unterfangen, diesen blasphemischen Spuren weiter zu folgen.
    Man genießt und lebt mit im Takt der Jahreszeiten und Volksfeste, der Volksfrömmigkeit und dem Beharren auf Brauchtum und Eigenständigkeit.

    Den boshafteren Geistern sei Oskar Panizzas „Wallfahrt nach Andechs“ unbedingt zur Lektüre empfohlen, allen anderen die mit dem Josefitag verbundene Ganzjahreswetterprognose …

    „Josefi klar – ein gutes Jahr“

    • Man sollte sich natürlich sein kritisches Bewusstsein waren – und wie in den Kirchsee bin ich darin nicht baden gegangen, sondern habe nur den Fuss hinein gesteckt.

    • gewissermaßen an 364 Tagen im Jahr, während Josef – gerecht ist gerecht – immerhin ein Tag ge
      Schauen Sie in den Heilgenkalender und denken noch einmal ganz neu nach, ok?

    • @ E.R.Langen
      Vergessen Sie die kalendarische Heiligenliste und betrachten Sie die kirchliche Bedeutung Marias, die zahlreichen Marienaltäre, -bildnisse, -statuen-, -kirchen, -gebete, -wallfahrten, -wunder etc.:

      Maria ist da außer Konkurrenz, das ganze Jahr über, es sei denn am 19.3., an dem für einmal Josef in den Vordergrund rückt.

  37. Pingback: Kultur aus der Retorte

  38. Spot on!
    Kann ich nur unterschreiben!

    Sehe ich zu 100% genauso, dass der wahre Rebell heute der ist, der sich als konservativ outet.

    Mit „Deutschland verrecke!“ kann man als Spätpubertierender heute keine Mädchen mehr ins Bett kriegen. Eher mit“ Ich bin Mitglied der jungen Union und trete für die Schutz der Familie ein“.

    Stimmt genau, die Spinner bilden die Mehrheit, der Normalo ist die zu diskriminierende Minderheit, und die zu liberale Gesellschaft führt nicht zu Erleuchtung und Selbstverwirklichung sondern bloß zum Zerfall derselben und der Destruktion des allgemeinen Konsens.

    Die immer schon viel liberaleren Niederlande weisen uns da den Weg.
    In Zersplitterung und Chaos, wie zuletzt bei den Wahlen dort gesehen.

    • Die Mehrheit in den Medien, wo man am Abend Nudeln aus dem Topf isst. Aber versuchen Sie mal, hier als Mieter eine Hausbesitzerstochter zu umgarnen.

    • Junge Union? Ernsthaft?
      Der Standpunkt „Ich bin Mitglied der jungen Union und trete für die Schutz der Familie ein“ hilft auch heute nicht. Das haben zahlreiche meiner damaligen Kommilitonen zu ihrem Leidwesen empirisch bestätigen können. Speziell in Bayern mag die JU zwar imagetechnisch in einer etwas besseren Situation sein, aber man muss sich nur mal das „Musikvideo“ ansehen, über das wir Studenten uns seinerzeit prächtig amüsieren konnten (siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=2BVLqAwRjHE), um zu erkennen, dass es in Sachen Coolness doch noch sehr düster aussieht.

    • Naja, macht’s halt Bergwandern und Hüttengaudi und Kochkurse auf der Alm, dann wird das schon. Schlimmer als die Grüne jugend kann es auch nicht sein.

    • Letzten Endes hat es doch bei einigen noch gereicht...
      … was mich als Nicht-JU’ler bei so einigen doch noch gewundert hat. Beim einen oder anderen vom Land mag der Besuch des einen oder anderen Volksfest ja vielleicht doch noch geholfen haben. Für die Schwarzen aus der Stadt hingegen war dann ein Stallgeruch, wie ihn seinerzeit Leute wie Gottfried Ludewig vom RCDS verbreitet haben (jener, der Arbeitslosen das Wahlrecht nehmen wollte und dafür bei Anne Will von Gästen und Publikum gleichermaßen genüsslich verbal filetiert wurde) doch nicht erträglich. Und soweit ich das mitbekomme, ist der Geruch im Wesentlichen immer noch da. Da hätten auch Wanderungen oder Kochabende nichts mehr geholfen.

    • gut, generell muss man sagen, dass Cool sein in der Regel immer ausserhalb von Organisationen stattfindet. Und man kann ja auch mit reaktionären Haltungen schockieren, ohne gleich Mitglied der JU zu werden.

    • Titel eingeben
      „Eher mit“ Ich bin Mitglied der jungen Union und trete für die Schutz der Familie ein“.“

      Diese angepassten Bubies von der Jungen Union sind immer noch uncool. Vielleicht gibts ja Mädels, die für identitäre Aktivisten schwärmen, die auf ihre Weise wirklich radikal sind…aber Junge Union??? Bestimmt nicht.

  39. Heimatlich
    Wie findet man etwas Heimatliches? Es ist ja nicht für alle möglich, im Geburtsort Ausbildung und Beruf und eine bezahlte Tätigkeit zu finden. Ein Studium verlängert nicht nur die Adoleszenz, dafür muss man oft die heimatliche Umgebung verlassen und kann nur mit Glück zurück. Meine drei Kinder wohnen alle hunderte von Kilometern voneinander und von uns Eltern entfernt, so ging es meinen Eltern auch mit mir. Das Heimatgefühl kann auch durch eine Tätigkeit entstehen, die zur jeweiligen Familientradition passt. In meinem Fall ist es das Singen im Kirchenchor, das für mich auch Kindheitserinnerungen wachruft – aber das ist speziell meins,ein anderer findet sein Heimatgefühl vielleicht in der Gartenarbeit oder im Vereinsleben.

    • Das mit dem Wegziehen ist bei ujns jetzt nicht so das Problem, weil die meisten eh bleiben wollen (weit über die hälfte meines Abijahrgangs lebt im Umkreis von 100km) und die Arbeit hier einfach zu haben ist. Das ist das kleinste Problem, im Gegensatz zum heimisch werden im eigenen Haus.

    • Heimat bleibt Heimat,
      auch wenn die linken Hetzer dies dem Hate-Speech zuordnen. Habe lang im Blog gelesen, um den Heimatbezug des Artikels in den Kommentaren wiederzufinden.
      Heimat ist Identität und keine Hetze !
      Bayern und Sachsen sind letzte Bastionen gegen die Selbstaufgabe und Unterwerfung, die Limeslinie ist da eher nicht so zutreffend. Im Rest des Landes sind Anschlagsopfer und Minarette, höher als Kirchtürme, schon normal, als Zeichen der Unterwerfung, äh Toleranz.Da wirkt alte deutsche Kleidung wirklich schon als Fasching, die den Untergang ausstaffiert.
      Es ist traurig und zum Kotzen, da der positive Populist, Sankt Martin, die Leute blendet und die es nicht erkennen. Die negativen Blauen Populisten, sind Kuffar und werden geköpft . Denkt bitte nun selbst !!!

  40. „Es g’hert vui mehra g’schmusti“
    “ – aus der Nachbarschaft, alles echt: http://www.bv-holzhausen.de/

  41. Puh,
    …ich hoffe dass die schönen Fotos alle „Schadmünchner“ und „Isarpreissn“ bis zum Frühsommer vergessen haben… also bitterechtsche Herr Don Alphonso, wo soll ich denn dann meine Hollerkücherl mit Himbeermark essen wenn dort auch noch eingefallen wird?

    • Des duad ma leid, owa es is wias is. Am Wochenende vergisst der Münchner das Reservieren und unter der Woche arbeitet er.

      Ausserdem lesen das hier eh keine Bayern, weil es weder der Merkur noch die SZ ist. Der Prantlhausener liest nur seine Prantlhauseneer Zeitung. Aber wenn Sie mich sehen, winken Sie – ich bin heute abend bei den Milchbauern im Zelt.

    • Prantlhausen
      Einspruch! Ich bin Prantlhausener, lese aber nicht (mehr) deren Zeitung und mit großen Genuss diesen Blog!

    • Das freut uns natürlich!

    • Ja, die Milchbauern...
      … waren auch nicht clever. Als die Quote fiel, haben manche geschüttet, was das Zeug hält und die Preise verdorben – noch bevor es Sanktionen gegen Putin gab.2300 sollen 2016 in Bayern aufgegeben haben.

      Sie sollten sich ein Beispiel an Hermes nehmen, die ihre Taschen limitieren, um sie dann zum Mittelwagenpreis und teurer zu verkaufen.Der Schlimmste war und ist da schon immer der Bauernverband mit seinem Weichen oder Größerwerden. Man tut so, als wäre man für Familienbetriebe, fördert aber lustig Agrarfabriken.

      Wenn man mal wissen möchte, was man sonst als Durchschnittswert überall erfahren kann, kommt immer zuerst die Frage schon beim Landwirtschaftsamt(!): Sind Sie Mitglied beim Bauernverband? Nein, ich habe nur das Land, der Pächter ist doch schon Mitglied!Dann können wir Ihnen keine Auskunft geben… Das muss man sich mal geben!

    • A thing is not necessarily true because a man dies for it.
      @Philomenia

      Ja, Hermes, da war ich kurz vor Weihnachten und wollte, Mann kennt das, noch schnell ne Tasche für die Dame zum Fest erwerben…. dachte ich, in meiner Parvenü-Naivität, bis die schicke Verkäuferin am Ende des furchtbar netten Gesprächs die Preise dieser Birkin Bag erwähnte, was meinen Blutdruck doch merklich erhöhte: Handtasche oder drei Jahre keinen Urlaub.
      Beim „Ich hätte da noch die Krokodilvariante für 54 tsd.“ war ich schon im Rückwärtsgang Richtung Ausgang.
      Ich bin dann beim Prada Shop nebenan gelandet, was preislich eher H&M, verglichen mit Hermes.

      Zu Madams Geburtstag werde ich den Hermes Shop erneut in Angriff nehmen. Wäre doch gelacht, auch wenn ich die nächsten Sommer Urlaube auf bayrischen Volksfesten verbringen muss.

    • Sie haben auch sehr schöne Tücher,
      @ Goodnight. Die Taschen überlassen wir doch lässig den Oligarchen, Oelscheichen und anderen Milliardären.👜Bree ist auch hübsch.


    • keine sorge, auf eine birkin warten sie offiziell vier bis fünf jahre.
      aber ein grosses risiko gehen sie mit einer bestellung nicht ein, denn nehmen müssen sie sie dann nicht. wer nimmt sie dann: honi soit…

      natürlich sind die dort sehr nett, und man bekommt auch kleine geschenke.
      andere boutiquen öffnen die champagnerflaschen. das können ziemlich lustige tage sein.

    • Heute einen Borsalino gefunden, für 5 Euro – suche jetzt noch eine schwäbische Hausfrau.

    • Alles unter einen 5€ - Hut?
      Das wird nicht klappen. Leider kann ich hier nicht so, wie ich gern möchte…Einblicke täte ich schon haben.
      Die Taschen werden ja nun zu Sammlerstücken hochgejubelt, was leider mit Milchprodukten nicht geht…

    • Das Flechtkörberl ist so schlecht auch nicht und hält auch alles, möchte ich da sagen. Obwohl so ziemlich alle, die ich kenne, gern solche Taschen hätten. Mei.

    • Hermes & Co
      Eine Münchner Schmuckverkäuferin, die in selbst in San Francisco fertigen lässt, geht mit ihrem Fiffi gern in solche Läden, allein um auch Anregungen für ihr Schmuckdesign zu bekommen und überhaupt.
      Der Fiffi bekommt bei Chanel sein Wässerchen im echt güldenen Schüsselchen, das mit weißen Handschuhen gereicht wird, serviert und Frauchen darf sich am Schampus laben.
      Die Gute hat jedesmal ein großes Vergnügen und einen schönen Tag.

      .
      Ich habe viele Jahre von einem Armani-Hosenanzug geträumt, auf der Kö wäre dieser Traum in Größe 36 gut zu erfüllen gewesen. Aber schon allein der Anblick der fürchterlich blasierten Damen im Laden hielt mich davon ab, den jemals zu betreten.
      Diverse Schmuckgeschäfte machten einen ähnlich abschreckenden Eindruck, ein Besuch bei Piaget auf der Kö war ein Erlebnis der besonderen Art. Was für ein Zirkus dort veranstaltet wird… Wahnsinn, dabei sind die nicht einmal auf der „schönen“ Seite der Kö.

      Dagegen war der Besuch bei Piaget in Montreux sehr lässig, der Geschäftsinhaber hat sich mit mir fast zwei Stunden über Gott und die Welt in sehr bequemen Sesseln unterhalten, obwohl aber auch nicht ein Ring auf meine damals noch zarteren Finger passen wollte. Das wäre in Düsseldorf völlig undenkbar.


    • eines muss man den handtaschen zugute halten:

      sie sind deutlich erschwinglicher als vergleichbare spielzeuge wie ein im ansehnlichen und fahrbereiten zustand sich befindender rolls royce oder ferrari – von einem bugatti oder duesenberg ganz zu schweigen (auch mit einer 2 cv und einem schraubenschlüssel kann man weitkommen; oldtimer, anyone?), und üblicherweise günstiger als ein buick oder gar ein [mantel des schweigens].
      gesellschaftlich betrachtet und im hinblick auf den status spielen sie – je nach ausstattung – in diesem segment.

      wertverlust bei einer birkin? nicht nennenswert oder gar nicht, wenn sie halbwegs gesittet damit umgehen. das ’schlimmste‘, was geschehen könnte, wäre ein totalverlust.
      ach ja, und es gibt weder unterbringungsprobleme (nun gut: kaum, wenn man stapeln kann) noch versicherungen, steuern und überbordende, unerwartete reparaturen (der angetraute wird angesichts dieser zeilen noch mehr ins leiden kommen, aber das kommt davon).

      zurück zu den geschäften:
      von blasierten gestalten muss man sich nicht beeindrucken lassen: höflich gar nicht ignorieren.

      natürlich sind intellektuelle gespräche nicht unbedingt zu erwarten, wohl aber anregende. die verkäufer sind stets froh um einen halbwegs normalen menschen, wenn er denn solvent ist.
      und versuchen sie doch mal mit scharfen ohren den angestellten zuzuhören, was diese hinten beim einwickeln ganz leise von sich geben. sehr amüsante einblicke!

    • Nothing spoils romance so much as a sense of humor in the woman
      @Philomena

      Yep, vielen Dank. Madame meinte auch etwas wie „die haben auch schöne Clutches“.
      Mitleid ist die Höchststrafe, die Frauen an Männer verteilen können.

      Ich werde doch nicht an so ne Birkin Tasche scheitern. Wäre doch gelacht. Und wenn ich all meine Uhren verkaufen muss…oder ich warte doch bis Weihnachten, da stapeln die diese Tasche günstiger beim Auktionshaus, weil all die jungen Dinger ihre Geschenke von den Sugar Daddys in Bargeld wechseln.

      Meine ersten Rahmengenährten habe ich mir damals als Student auf der Kö erworben, unabhängig davon, dass der Verkäufer nach der Echtheit meiner Kreditkarte fragte. Als Parvenü ist man bezüglich gesellschaftlicher Grenzen völlig respektlos.

      Übrigens wurden die 440 DM Schuhe wenige Wochen später im Checkers von einer jungen Dame mittels 10 cm Absatz gekillt (incl. mein rechter Zeh), nur weil ich mich da respektlos von hinten herangearbeitet hatte…aber das gehört hier jetzt nicht hin…obwohl.. was kümmert mich Anstand :-)

    • With freedom, books, flowers, and the moon, who could not be happy?
      @donna laura

      Letztens die Blondine an der Tanke:

      „Haben Sie eine Paybackkarte?“

      „Nein“

      „Das habe ich mir gedacht. Sie sind kein Sammler. Sie sind ein Jäger!“

      Das mit den Handtaschen ist so ne Frauensache. Das mit den Oldtimern etwas für alte Männer.
      Sobald ich damit anfange werde ich mir Testosteron spritzen lassen.
      (Und jetzt verkaufe ich all meine Uhren)

  42. Frohlockt
    Auf zum fröhlichen Bierkrug Schädeleinschlagen. Wahres Vorbild.

  43. Sind das die verbleibenden Alternativen?
    Vegane Berliner Genderaktivisten oder ritualisiertes Saufen in (zumeist Pseudo) Tracht? Ich persönlich bin froh, dass bestimmte Erscheinungen aus meiner Kindheit ausgestorben sind, z.B. Rauchen im Auto mit Kindern auf der Rückbank oder sinnlose väterliche Besäufnisse an Himmelfahrt oder zur Dorfkirmes. Wenn das für Sie identitätsstiftend ist…jo mei, es findet sich immer irgendein Grund ein Saufgelage zu rechtfertigen, aber deswegen muss man das nicht gleich kulturell überhöhen. Sagen Sie wie es ist, die Leute die da zusammen kommen saufen sich gerne die Hucke voll und das anscheinend gerne am Werktag. Wenn’s schön macht…

    • @ Gast und sinnloses Besäufnis
      Also, ich finde ja, ab und an muss man mal Dampf ablassen können.

      Und mancher macht das halt am Vatertag und gibt sich da massiv die Kante. Brauchen wir alle mal.

      Ist das nicht auch der Sinn von so Institutionen wie Karneval, dass die soziale Ordnung infolge allgemeiner Alkoholseligkeit mal nicht gilt?

      Ich für meinen Teil gehe lieber raus und laufen, oder mit den Skikes oder wandern. Da kann man auch ins Delirium kommen.

      Aber das muss denke ich jeder selber wissen.

    • Ich blogge. Das macht mich ruhig und ausgeglichen.

    • Titel eingeben
      „und gibt sich da massiv die Kante. Brauchen wir alle mal.“
      .
      Alle?
      Wie kommen Sie darauf?
      Ich schon mal nicht.

    • Sind das die verbleibenden Alternativen?
      Am Samstag gab es in Frankfurt am Main eine schöne Veranstaltung für Freunde der kurdischen Kultur und des Terroristenführes Abdullah Öcalan.
      Der Veranstalter hatte den Leuten leider nicht gesagt das Fahnen und Transparente der PKK nicht gezeigt werden dürfen und so hatte die Polizei dann doch viel Arbeit.

      Wenn die Türkei ein bisschen anders wäre, dann könnten die Kurden in ihrer Heimat so leben wie die Bayern hier bei uns.
      Die Bayern haben aber den bewaffneten Kampf gegen den größeren Rest aufgegeben und sind ein friedliches Volk geworden.

      Es geht auch anders als bei uns, ich sehe darin aber nichts Vorbildhaftes. Da nutzt es auch nix wenn man türkischen Politikern Veranstaltungen in Deutschland verbietet denn so kann man das Prinzip der Toleranz und friedliche Koexistenz nicht vermitteln.

    • Naja, die Kunflikte Bayern vs. Rest waren immer nur recht kurz und hatten fast nie den Charakter eines Volkskrieges, insofern kann man das schlecht vergleichen. Prinzipiell sind die Kurden natürlich die Verlierer der Geschichte.

    • An D. Alphonso: Naja die Bayern gehören auch zu den verlierern der Geschichte
      Die größte Ausdehnung hatte Bayern um 9xy.
      In Deutschland ist die CSU eine Minderheit
      (bekommt Bundesweit im Herbst ggf weniger Stimmen als die AfD),
      und stellte nie den Kanzler.

      In Bayern hat man aber schließlich auf friedliche Koexistens gesetzt.
      Selbst Franz-Joseph Strauß und andere Extremisten in der CSU waren nicht auf die Idee gekommen einen Preußen nach 1945 zu erschießen,
      es sei denn er wäre ein schlimmer Verbrecher gewesen.

      Ich muss aber ehrlich zugeben das ich lieber mit den Bayern zu den verlierern gehöre als mit linksnationalistischen Kurden zu den Gewinnern.

      Auffällig ist aber das aktuelle Türenbashing schon.
      (Die CSU kann sich dahinter wegducken)
      Es gibt so gar in der FAZ Überlegungen man müsse verhindern
      das in den bayeri ups türkischen Konsulaten Wahlwerbung betrieben wird. Da frage ich mich doch wer das kontrollieren soll.
      Der BND, der Verfassungsschutz, die Grünen?

    • Na ja, Tradition gibt es auch anderswo
      Bolle reist jüngst zu Pfingsten…
      Oder in Rixdorf gibts Musike …
      Und heutzutage Mayfest …

    • Was sonst so passiert
      eine dpa Meldung aus der FAZ vom 20.3.2017

      Die türkische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt drei Verdächtige am Istanbuler Flughafen Atatürk festgenommen. Sie würden verdächtigt, in Verbindung zum Attentäter Anis Amri gestanden zu haben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Die Festnahmen seien schon vergangene Woche erfolgt. Die drei Verdächtigen seien deutsche Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte auf Anfrage, die Festnahmen seien nicht aufgrund von Haftbefehlen aus Karlsruhe erfolgt.

      Bereits früher hatten die türkischen Behörden in der Küstenstadt Izmir einen Mann wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Amri festgenommen. Der Tunesier Anis Amri hatte am 19. Dezember einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. Zwölf Menschen wurden getötet, rund 50 verletzt.

      Quelle dpa

      Was man ggf nicht sagen darf:
      Die Regierung Merkel spielt die starke Truppe.
      Es ist offensichtlich auch in Deutschland Wahlkampf.
      Die Behörden arbeiten derweil gut zusammen, d.h.
      die Polizei in Frankfurt ermittelt gegen PKK Anhänger
      und die türkische Polizei verhaftet Verdächtige anderer
      Organisationen die bei uns schwerste Straftaten begehen.

      Was man sonst lesen konnte:
      Jeder Bürgermeister von Rotterdam bis Hintertupfingen
      macht Innen und Außenpolitischen Wahlkampf
      auf Kosten der Türken in dem er die lokale
      Sporthalle nicht vermietet. ggf will man das Feld
      nicht der AfD oder anderen Überlassen.

      Meine Wahrnehmung ist:
      Ausbaden wird es die Kassiererin mit dem Kopftuch
      an der Kasse im Supermarkt in Ypsiolonhausen

    • Hier ist noch eine Alternative
      Taxifahrt mit Walter Röhrl, der übrigens auch gerne Rennrad fährt.
      Hier aber nicht.

      https://www.youtube.com/watch?v=edc4yRbX3wM

    • @ Diverse
      @ DA: wenn ich Frau Wizorek mal begegne, richte ich es aus.

      @ kdm: Trauerspiel! Bildungslücke! Verschwendete Lebenszeit!

      Wissen Sie, wie nach Herodot die alten Perser wichtige Entscheidungen trafen? Genau: nur mit Freunden. Nur Abends. Und nur betrunken. Und wenn die Idee morgens noch gut schien, wurde sie gemacht.

      Mein Vorschlag: versuchen Sie doch mal die Sandkerwa in Bamberg – as good a place as any to start.

      Wegschießen für Fortgeschrittene: betrunken den Maßkrug „klauen“ und morgens merken, dass man dafür (horrend) Pfand gezahlt hatte – das vergessen Sie ihr Leben nicht, mein Maßkrug steht heute noch im Regal.

      Aber vielleicht hat der werte Don noch Vorschläge oder andere Foristen hier.

    • @Klaus Keller
      —Ich muss aber ehrlich zugeben das ich lieber mit den Bayern zu den verlierern gehöre als mit linksnationalistischen Kurden zu den Gewinnern.—

      Meine Mutter, politisch und auch sonst alles andere als korrekt, hatte mit Blick auf unattraktive Leute den von ihrer Großmutter tradierten Spruch parat: „Lieber an einer guten Sache mit ein paar Prozent beteiligt sein als an einer schlechten zu 100.“
      Durchgezogen hat das meines Wissens nie jemand in unserer Familie, aber ich musste jedesmal grinsen, wenn sie mit dem Spruch wieder ihre Sprachflinte lud.

  44. KBJP
    Als Badener mit bayerischer Verwandtschaft (in der kleinen dummen Stadt an der Donau) und oberfränkischer Liebschaft wurde ich schon vor Jahren von alten Kameraden aus Altenstadt für die KBJP gekeilt: ich bin also schon aus Parteiraison gezwungen, den Josefstag zu feiern! Was wir auch heuer in kleinem Kreis abseits von Kühbach getan haben … Prost, habe die Ehre und „basst scho'“

    http://www.kbjp-aichach.de/

  45. Spitze
    Also das ist mal ein gemäßigter Artikel von D.A., viele andere sind mir zu eingleisig/negativ. Auch hier wieder ein meiner Meinung nach unnötiger Schwenk zum „Feindbild“:
    „Deshalb bringen Medien lieber ein paar tausend empörte Frauen in Berlin, die für Genderismus demonstrieren“.
    Naja, ohne diese Spitze hätte man auch verstanden, worum es im Kern geht, und das ist ein guter Punkt. Irgendwie kann man als Autor den o.g. Damen und allen anderen Andersdenkenden auch dankbar sein (heimlich), dass man sich mit Enthusiasmus über sie aufregen kann , immer wieder. Vermutlich kann man sich als Autor (auch heimlich) selbst eingestehen, dass es fast schöner ist, wenn mehrere Lebensansichten nebeneinander stehen, sonst würde man auf ewig in seiner Suppe, mit der Zeit etwas gelangweilt, so angenehem es auch ist, dahindümpeln. Viele Grüße aus München

    • Es ist schon gut, wenn mehrere Ansichten nebeneinander LEBEN, aber woanders meint man ja, dass es auch mal an der Zeit sei, andere zu bevorzugen und das auf Kosten derer zu tun, die das nicht wollen. Feministinnen dürfen gern in vulvakostümen und mit Pussyhats rumlaufen, solange ansonsten Plakate Frauen auch anders zeigen. Aber genau das will der Genderismus ja verbieten. Sie können sich ja mal bei der social Media Stasi von Pinkstinks, finanziert von Schwesig, dazu einlesen.

    • Titel eingeben
      Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. (Friedrich Schiller)

      Es wäre ja alles kein Problem, würde diese Klientel nicht versuchen ihre nicht mehrheitsfähigen Ansichten durch extreme Lobbyarbeit in die Parteien und damit in Gesetze zu drücken. Wenn es den Leuten an den Geldbeutel geht, dann murren sie, geht es an ihre Tradtionen oder an ihre Kinder, dann gibts Gegenwind.

    • Können Sie sich erinnern, das sim letzten Wahlkampf jemand ein Gina Lisa Nein heisst Nein Gesetz in der heutigen irren form vorgeschlagen hat?

  46. Tradition ist hip!
    Bei uns im Dorf werden von der Jugend seit geraumer Zeit wieder die alten Kirwa-Bräuche gepflegt: Kirwa-Ausgraben, Baum-Aufstellen, Sautrogrennen, Rumspielen im Dorf, Kirwa-Austanzen und zum Schluß die Kirwa tieftraurig zu Grabe tragen. Mit Stammlokal und Facebook-Auftritt. Tradition, Brauchtum, Tracht.

    Auch im Hauptort, dem wir, trotz nur 5% der Einwohner, geschickterweise das Dreifache an Stadtratsmitgliedern entsandt haben, gibt es seit Jahrhunderten Ende Juni/Anfang Juli das Gregorifest. Nicht mehr wie früher zum Schluß der Winterschule, auch seit 1853 nur einen statt zwei Tage lang, aber immer mit einleitendem Böllerschießen als Signal des Stattfindens, Trachtenkindern und aufgeführten Tänzen aller Art. Vor Welt- und Europameisterschaften immer gerne mit schwarz-rot-goldener Färbung.
    Die örtlichen Einzelhändler schließen an diesem Tag allesamt ab 12 Uhr ihre Läden, und wer sein Grillfleisch und seine Semmeln bis dahin dort nicht gekauft hat, der muss mit der Discounterware vorlieb nehmen.
    Dort, und nur dort, findet er dann auch die TAZ, Tagesspiegel und ZEIT. Aber nur ganz unten, wenn er sich weit vorbeugt.

    http://www.gs-pegnitz.de/gregorifest.html

    • Ich wollte diuesen Sommer eh einen Monat durch Franken radeln und einfach schauen, was kommt.

    • Für den kleinen (Sprint) zwischendurch>
      „Die „Pegnitz Tour“ wurde bereits 2005 zu einer der 10 schönsten Single-Trail-Touren Deutschlands gewählt.“

      https://www.vgn.de/radfahren/pegnitztour.pdf

      Vielleicht trifft man sich mal.

    • Titel eingeben
      20.3 14:29
      Mithalten ist nicht gut möglich. Auflauern klingt unfreundlich. Doch Aufpassen werde ich. Vielleicht gehtsi do wos zamm.

      Es gibt alkoholfreie Getränke in Franken und es gibt fleischlose Genüsse ohne Fisch. Doch nicht überall. ist nötig. Unterfranken ist Weinbaugebiet, in Mittel- und Oberfranken wird noch viel mehr Bier gebraut als in Baiern.
      Die identitärsten Gerichte sind Klöße, Gleiss aus überwiegend rohen Kartoffeln und das gebackene Schulterblatt vom Schwein, das Schäufele. Karpfen bis April, Forelle das ganze Jahr lassen wenig Wünsche offen.
      Einige gute Wirte befriedigen diese Wünsche dann auch. Vorbereitung und Planung können Sie ja.

    • Vorsichtig mit dem Begriff „Identitär“, mich hat man damit gerade angepflaumt ;)

      Ich bin da auch etwas unschlüssig, soll man das vertiefen und sich eine Blösse geben, statt es zu lassen wie es ist und zuschauen, wie hier die Mistgabeln geschliffen werden? Das Thema der Identität wird uns schliesslich erhalten bleiben.

    • Alles eine Frage der Quellen..
      Und eine Frage, aus welcher pseudointellektuellen Ecke dieses „Anpflaumen wegen des Verwendens ungewaschener Wörter“, wie „Identität“ oder „identitär“ kam.
      Eventuell bezog man/frau auf der Suche nach seiner/ihrer Lieblingsdefinition sein gefestigtes Halbwissen aus der „Neue-meine-Wahrheits-Bibliothek Wikipedia“, die da ja eigentlich nur die Unaussprechlichen vermerkt, oder aus dem guten, alten, verstaubten Duden, der da von „Deckungsgleichheit, Entsprechung, Gleichartigkeit, Übereinstimmung, Wesensgleichheit; (bildungssprachlich) Analogie, Konformität, Kongruenz, Konvergenz“ salbadert.
      Vielleicht wäre das jahrelang andauernde Drängen der OECD auf die Wiedereinführung deutscher Studiengebühren gar nicht mal eine so schlechte Idee.

  47. Titel eingeben
    also Herr Alfons

    im Kirchsee gibt’s keine Waller

    in Reutberg aber eine gute Aussicht

    • Beweisen Sie es!


    • im Kirchsee gibt’s keine Waller
      Das sagen Sie so, wo doch selbst in der Krummen Lanke ein Wels sein Unwesen treiben soll! Der weltbummelnde englische Fernsehangler hat ihn sogar gesucht! Was der Krummen Lanke recht ist, kann dem Kirchsee nur billig sein!

  48. Pink stinks
    Ohne das genannte Projekt bislang genauer angeschaut zu haben:
    „Es ist schon gut, wenn mehrere Ansichten nebeneinander LEBEN, aber woanders meint man ja, dass es auch mal an der Zeit sei, andere zu bevorzugen und das auf Kosten derer zu tun, die das nicht wollen“
    -> sich selbst als Opfer zu stilisieren („auf meine Kosten“) ist ziemlich übertrieben hier;
    ->“andere zu bevorzugen“ -> aha, es wurde also vorher jemand anders bevorzugt. Lieber die bevorzugen, die schon immer bevorzugt wurden, ist das die Aussage?
    Und : „solange ansonsten Plakate Frauen auch anders zeigen“
    -> was heißt „anders“? Ohne Pussyhat (was auch immer das ist)? Darauf können sich sicher alle einigen. Oder?

    • Wiso?
      Ameisen beborzugen doch auch Blattläuse, oder? Und die bevorzugen meine Rosen, wenn ich an deren Fuß keine Knofelzehe stecke.🌹

  49. Titel eingeben
    Der 1. Mai liegt nicht in der Fastenzeit.Fastenzeit ist von Aschermittwoch bis Ostern.Fastenzeitliche Grüße Bernhard Wabnitz

  50. Über Bruchtumspflege
    hab ich mal sinngemäß gelesen, dass man die brennende Fackel und nicht die verbrannte Asche weitergeben soll.
    Wenn ich ehrlich sein soll – mir fällt es schwer, das auseinanderzuhalten, wobei mir viel wie verbrannte Asche vorkommt. Aber ich bin Außenstehender.

    • Es ist kompliziert, aber die Veränderungen bringen es eben mit sich, dass alles stets neu erfunden werden muss. Und auch aus der Asche kann man lernen.

    • cadra fra poco in cenere
      Teile von Karthago stehen wohl noch, sogar sehenswerte.

      Mit Brauchtum gefällt mir so ein Fest auch besser, ohne sieht es, wie leider hier in der Gegend, schnell nach sinnlosem Besäufnis aus. Nicht, dass das nicht trotzdem Sinn machen würde.

  51. Wie sich doch die Zeiten ändern
    Früher brachte man Blutopfer, um sein Sittengesetz zu verteidigen. Heute ist bereits ein werktägliches Besäufnis ausreichend. Das gibt es auch in meiner Heimat Ostfalen.

    http://www.hallowochenende.de/nachrichten-und-aktuelles-aus-salzgitter/schuetzengilde-feiert-gross-in-salzgitter-ringelheim/

    Schützenfrühstück in Salzgitter-Ringelheim. Immer an einem Montag im Juli. Wenn auch das oberbayerische Niveau nicht ganz erreicht wird. In guter Tradition haben mein Vater, meiner Brüder und ich diese Veranstaltung mehrmals nur mit fremder Hilfe verlassen können. Bis vor etwa 25 Jahren waren Damen nicht zugelassen. Und noch heute sitzen sie in einem separaten Bereich. Umso erstaunlicher, dass ein Sigmar Gabriel dort Dauergast ist und dies in der Welt Erwähnung findet.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article162894218/Die-grosse-Sigmar-und-Martin-Show.html

    „Der örtliche SPD-Chef lobt abermals überschwänglich Gabriels Wirken im Wahlkreis, erwähnt dessen Präsenz beim Schützenfrühstück in Salzgitter-Ringelheim.“

    Und hier schließt sich der Kreis. Stolz können die Bewohner Sachsenkams auf ihre Vorväter sein. Handelt es sich doch um renitente Altsachen, heute Niedersachsen, die von Karl dem Großen kurzerhand zwangsumgesiedelt wurden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsenkam

  52. Transalp
    Tschuldigung, dass ich Sie belästige.
    Habe mich schon ein bisserl schlau gemacht, würden Sie eiinem Erstling das MTB, das Rennrad oder ein Tourenrad empfehlen.
    Ich möchte ohne genauen Plan und nicht in der Gruppe los.
    Trainingszustand ist in Arbeit, das wird noch.
    Grobrichtung: Sylvenstein, Achensee, Innsbruck, Brenner, Sterzing und dann weiterschauen. Evtl zurück höher rauf.
    Als fahrradtyp eher Schisser, nicht wie Sie, mit 100 runter.
    Nach einem schlechtgeklebten Schlauch und den entsprechenden Folgen habe ich immer einen Platzer im Hinterkopf.

    • Eindeutig solides Rennrad mit Dreifachkurbel und Untersetzung, also 22 vorn 27-30 hinten. Wenn man noch nie einen Pass hoch ist, ist das hilfreich. Und auf alle Fälle Drahtreifen, idealerweise 25 mm.

    • danke
      muss ich mir noch einen Rettungsanker draufmachen lassen.

  53. Das ist fein beobachtet.
    Das darf man sicherlich wiederholen, ehe es überlesen wird:

    „Weil es halt so ist. Und sich die Welt nicht nach dem Soziologieseminar der HU Berlin richtet.“ (Don)

    • Das ist halt so. Was glauben Sie, wie weit die Welt der Soziologen vom eigentlichen Betrachtungsgegenstand entfernt ist.

  54. Titel eingeben
    Lieber Din,
    wieder mal las ich eine Ihrer Texte mit Genuß.
    Lediglich beim Wiederaufwärmen des Berliner Kurzzeitstaatssekretärs (nicht meine Formulierung) fand ich es ein wenig langweilig.
    Mancher Kalauer hat irgendwann seien Halbwertszeit hinter sich.

    Aber ansonsten – gern wieder!
    Ein Piefke, der bei seinen sehr seltenen Besuchen in Baiern (immer wieder) staunend miterlebt, daß Welt auch anders funktionieren kann.

  55. Männerquälerei
    Erstaunlich wie viel Gegner von Festen, Bräuchen und Traditionen sich hier finden. Lasst doch die Leute tun, wenn es ihnen etwas gibt, was jene nicht verstehen wollen.

    Es ist auch Brauchtum am 1. Mai in Berlin die Autos abzufackeln, Geschäfte zu plündern und Polizisten mit Mollis, Stahlkugelschleudern und Steinen zu bewerfen, – und wenn ich das mit einem Bierfest vergleiche, da kommt mir das Bierzelt doch sympathischer rüber.

    Costa Ricas Hauptstadt ist San Jose.
    Die Einwohner sind die Josefinos. Und so haben wir mit Bayern trotz Entfernung etwas gemeinsam.

    Und Zapote ist ein Städtchen am Rande von San Jose. Da pflegen wir seit etwa 200 Jahren jedes Jahr eine unsere Traditionen, wie man auf den Bildern unschwer sehen kann. Inmitten der Arena versammeln sich der Nachwuchs und die Männer des Landes. Der Gegner ist nicht der neue Ferrari des gehassten Berliner Reichen, nein, es ist ein simpler aber wütender Stier, wie man hier ungefiltert sehen kann.

    http://www.ticotimes.net/wp-content/uploads/2014/12/141224Bullfight1.jpg

    oder auch hier:

    http://www.ticotimes.net/wp-content/uploads/2014/12/Toros-Zapote-2014-10-1000×662.jpg

    Und als Abschluss hier:

    http://qcostarica.com/wp-content/uploads/2013/12/nildoracas.jpg

    Das Fest findet jedes Jahr statt, geht über eine Woche, hat einen Riesenzulauf, wird im Fernseher ausgestrahlt und es hat jede Menge zorniger Stiere in der Arena.

    Und natürlich finden sich neuerdings weibliche (!) Nörgler, Ableger der Protestwelle, die es Tierquälerei finden, wenn der Stier sich auf die Menschen stürzen darf.
    Auch eine Möglichkeit einem das Leben zu versauen.

    Nachtrag: Es wurde noch nie ein Stier verletzt oder gar getötet.
    Dennoch: Tierquälerei.

    Nachtrag 2:
    Es werden aber stets Menschen verletzt und manchmal getötet.
    Keine Quälerei, sind ja nur Männer.

    • Irgendwie muss man die kürzere Lebenserwartung ja erreichen.

      Wenn irgendwo ein Spass ist, ist da auch immer irgendwo eine Protestgruppe, die ihn verderben will.

    • Keine Männerquälerei
      Das wäre es nur, wenn sie im Säuglingsalter den Familie entrissen würden, um sich als junge Erwachsene den Stieren stellen zu müssen. Hier aber begeben sich die Jungmänner doch freiwillig in die Arena. Ähnlich wie hierzulande die meist männlichen Fahranfänger, die sich in ihren Testosteronschleudern um die Bäume wickeln.
      Entschuldigung Herr Tico, die Klarstellung konnte ich mir nicht verkneifen.

      Im Übrigen: Tolle Bilder, danke dafür.
      In Nimes hatte ich eines schönen Sonntagnachmittags das Glück und die Gelegenheit, einen provencalischen Stierkampf zu sehen. Außer unserer Familie nur kenntnisreiche Einheimische. Dort müssen Bänder und Kokarden von den Stierhörnern „gepflückt“ werden. Es war alles in allem ein herrliches Schauspiel mit prächtigen Tieren. Ich hatte nicht einen Augenblick das Gefühl, die Stiere würden gequält. Im Gegenteil: Fast schien es mir, als tänzelten sie im Fall des Sieges (nicht alle Trophäen entrissen) geradezu stolz und schadenfroh aus der Arena.
      Wie ich später erfuhr haben solche Stiere darüberhinaus auch ein angenehmes Leben in ihrer Freizeit.

    • .. wenn der Stier sich auf die Menschen stürzen darf.
      @Tico
      Lebensfremde, tief frustrierte, infantile Feministinnen, miefig, spießig, die Köpfe sowohl nüchtern als auch betrunken dumpf! Ein Sorbisches Sprichwort warnt: Die Welt nimmt eine schlimme Wende, gerät der Mann in Weiberhände.

  56. im Würselener Spassbad sind wir alle gleich !
    nur ganz von ferne, aus einem trainingslager im schönen Varese kann ich die hell- und dunkeldeutschen befindlichkeiten beobachten, alles aktuell rundum nur petitessen was DON da beschreibt, petitessen eben wie schon mal ein bedeutenden pfeifenrauchenden SPD – spitzenmann sagte.

    bald werden die kulturellen unterschiede zwischen Berliner Hipstern, Görlisten und wallfahrern nach Andechs eingeebnet mit dem Schulz-Bulldozer………..die BRDDR wird in ein mega-spassbad nach Würselener-vorbild verwandelt……………im italienischen fernsehen sieht man „Dutch Schulz“ vorne und hinten von cheerleading ostseebarbies beflügelt in überfüllte hallen einmarschieren, ja es kommt fast schon Sportpalast- oder Rockpalast-atmoshäre auf.

    BRDDR was willst du mehr, im Würselener Spassbad gelten andere regeln, denn:

    wir betreten vollbetrunken
    himmlischer dein Heiligtum

    …….

    Freude trinken alle Wesen
    aus den Brüsten der Natur

    Untergang der Lügenbrut

    • Er wird es nicht, dafür wird der Hype zu schnell an Tragkraft verlieren.

    • Türkisches Spassbad in Würselen ??
      werter DON, gibt es für Dutch Schulz denn irgendwelche ernstzunehmenden gegenkandidaten oder -kandidatinnen ?
      haben sie diese frau im sinn, die bei dDT so erstaunt die reale welt um sich herum betrachtete und plötzlich der idylle ihres kanzleramtes und den schalmeinenklängen ihres für sie lebenswichtigen regierungssprechers entrissen wurde ?

      für Dutch Schulz habe ich nur die frage:
      wird die BRDDR gar ein türkisches spassbad nach Würselener vorbild ?

      mit frau Schwesig als dekoration wie beim Dutch Schulz einzug in die halle ? früher gab es dafür auch den begriff Groupies, wie lautet denn die heutige korrekte bezeichnung ?

    • Tit for tat
      Was soll die SPD denn machen?

      Erst klaut die Merkel CDU den anderen Parteien das Programm,
      und jetzt klaut die SPD der CDU das Label
      „Kanzlerwahlverein“.

  57. Mal eine Bekleidungsfrage
    Werter Don,

    auf dem Bild zwischen ansprachehaltendem Bürgermeister und einzelnem Bierkrug ist ein junger Mann mit einem Stehkragenhemd abgebildet. Das Hemd sieht bequen aus. So etwas gibt es hier (Pfalz) nicht. Wie heißt diese Art Hemd?

    Vielen Dank!

    P.S.: Ein angenehmer Artikel, den ich wie so viele andere von Ihnen gern gelesen habe.

    • Das sind hier die ganz normalen Leinenhemden mit nicht durchgehender Knopfleiste – darum geht es auch u.a. im kommenden Beitrag

    • Riegel, der Kragen heißt Riegel
      Einfach „Trachtenhemd mit Riegel“ googeln, da werden Sie fündig.

    • Oh....
      Der angetraute Textilbeauftragte (nicht wenns um waschen und bügeln geht) meinte eben, der Riegel sei das wo die Knopfleiste aufhört. Das nennt man dann wohl Meinungsdiversity.

      Egal, mit den beiden Suchbegriffen werden Sie fündig.

  58. Wieland
    Lieber Don, vielen Dank für den schönen Text, der streckenweise an den hochgeschätzen Dieter Wieland erinnerte, der jüngst seinen 80ten feierte. Der ist im übrigen ein fabelhaftes Mischwesen aus Berliner Geburt und Landshuter Großmutter bei der er auch aufwuchs – die Sozialisierung ist halt doch mehr als die halbe Miete.

    • Exakt Laura,
      hab´s vergessen anzumerken. Don muß kürzlich den unvergessenen Dieter Wieland mit „Unser Dorf soll hässlich werden“ auf BR-alpha geschaut haben. Erinnert sich noch jemand an seine Beschreibung des Po? Das ist großes Kopfkino (im Po gibt’s übrigens ganz große Waller).
      .
      Dieter Wieland, Wolf Euba, Gustl Weishappel, Wolf Feller, Axel Wostry, Susanne Franke, Susanne Franke, Anouschka Horn, Sophie von Puttkamer………auf die Stimmen des BR möchte ich nicht verzichten-auch wenn der Sendeanstalt zu viel Staatsnähe nachgesagt wird.

    • Das war früher. Es ist aber etwas anderes als die Bentokopierer vom Schündfunk oder von Puls, was auch keiner hört. Damals ging es um die FRettung der Heimat. Heute geht es darum, den Leuten einzureden, dass alles, was nicht wie der BR ist, Nazi ist. In der Winter-Muh hat so ein BR-Heini sechs Seiten ununterbrochen aus heutiger Sicht und ohne Kontext Ludwig Thoma niedergeschrieben, Man kann an Thoma ja wirklich viel kritisieren, aber diese widerliche, moralsaure Pressbappn, sie sich da auskotzt, ist nicht zu ertragen.

    • Schündfunk
      hab ich schon zu meiner Jugendzeit gerne gehört. Heute muss man halt flink am Aus-Knopf sein, bevor man die nächste Belehrung abbekommt. Riskant ist natürlich das Einschalten. Falls es ein Wort-Beitrag ist – gleich wieder Aus-Knopf. Nervt ein bisschen und verschleißt den Ein-/Ausknopf.

    • Radio Letschnbene. Es gibt wenig, was ich so sehr eingestellt sehen möchte wie diese aufgeblasenen Berufsjugendlichen. Zum Glück sind die trotz Gebührenschmarotze im Netz total unfähig.

    • Titel eingeben
      „flink am Aus-Knopf“

      Hach je. Wie sich doch die Zeiten ändern…

      BR (Radio) war mal am Ural ein gern gehörter Dudel-Botschafter aus dem Jenseitigen, nur dumm, dass das nicht überall willkommen war.
      Da musste man auch schnell am Aus-Knopf sein – wenn nämlich das Da-dam-da-dam-da-daaaa-daaa einsetzte. Oder im running gag: Das-ist-der-fal-sche-Seen-deer.

    • Warten Sie es ab, wenn die Maasi mich zwingt, aus Trumpistan zu berichten. Einmal gelernt…

  59. Vivat bavaria!
    War vor 3 Jahren an Josephi auf Besuch in München.
    Da ham’s mich auf a Maß eingeladen.
    Des war sehr lieb.

    Mei Vadder wollt ach immer nach Müchen.
    Jetzt is er leider nimmi.

  60. Schöne Erinnerungen an dort verbrachte Wintertage
    als ich noch dort in der Nähe wohnte, sind wir im Winter dorthin zum Schlittschuhlaufen auf den Weihern gefahren. Und danach, wenn man ordentlich durchgefroren war, in die Gaststube des Klosters und eine Leberknödelsuppe und ein Bier. Da wußte man, daß man im besten Land der Welt lebt

  61. Licht aus, Messer raus ...
    Schöner alter Gassenhauer
    https://www.youtube.com/watch?v=g-YUaszw4gs

  62. Global denken, im Lokalen handeln
    Ein Prosit dem Autor für die kurzweiligen Zeilen!
    Wir gehen als interkulturelle Familie jedes Jahr auf das Zeltfest in meinem Heimatdorf und auf die Wiener Wiesn. In beiden Fällen ist die Atmosphäre äußerst belebend. Speziell meine Frau aus dem fernen Rio scheint sich dabei im Ausseer Dirndl immer herrlich zu amüsieren. Viele Leute sind dort freundlich, lustig und konkret weltoffen. Und das Bier verbindet natürlich auch. Beim „Fest des Huhnes“ (Film Walter Wippersperg über afrikanischen Forscher im Bierzelt) wird richtig kommuniziert und zelebriert.

    Provinzieller sind oft die, die auf der halben Welt immer in die gleichen Gegenden hirschen und glauben, sie wären aufgeschlossen. Sie hören dann etwa kubanische Volksmusik, deren Texte oft sehr gefühlsbetont und einfach sind, schämen sich aber ihrer eigenen Wurzeln. Nur ohne Verstehen können manche Intellektuelle zu Gefühlen stehen.
    Volkstümliche Feierlichkeiten vor Ort sind eine ausgezeichnete Möglichkeit für Zuwanderer, die Einheimischen in ihrer Lebensfreude kennen zu lernen und nicht nur als Gedanken- und Beschwerdenträger. Vorurteile verschwinden da für eine Weile. Und es stimmt auch: Immer mehr Jüngere frequentieren solche Events.

    • Titel eingeben
      Man sollte das, was der Don hier oben vorstellt, nicht mit dem Wort „Event“ beleidigen.

  63. Tracht
    Die Tracht war seit jeher Träger eines Zeichensystems, das die Identität des Trägers bzw. der Trägerin, sprich den Status, ob verheiratet, verlobt oder zu haben und die materielle Situation, etwa Grundbesitz etc. sowie regionale Zugehörigkeit bis ins Kleinste wiedergegeben hat und auch so verstanden wurde. Dies wurde durch Details wie Farben, Knöpfe und andere Utensilien bewerkstelligt. Feste waren in hohem Maße Märkte, wo Bindungssuchende ihnen im Status gleichrangige aufsuchen und finden konnten. Sloopy hätte also sehr eingeschränkte Chancen gehabt. Heute ist das vergangen, manche bedauern das, andere begrüßen es als Befreiung von hierarchischen Statusordnungen. Man geht einfach in ein Geschäft oder zum Schneider und besorgt sich so ein Ding und kein Mensch weiß mehr um die Bedeutungen und kann sie lese, neue Identitätsweisen. Statusunterschiede verlaufen nicht einmal mehr zwischen guten Stoffen und chinesischer Ware (die Anzüge bei H&M sind übrigens aus in Bella erzeugten Stoffen gemacht), weil Deutschland eine Stilwüste ist. Das zeigt, wie sehr Identität ein volatiles Resultat sich ständig verändernder Neu- und Umschreibungen ist.

    • „Statusunterschiede verlaufen nicht einmal mehr zwischen guten Stoffen ..."
      Sie waren noch nie in Bayern, oder?

      Und auch noch nie in einem echten Trachtengeschäft oder auf einem Markt, auf dem Kleidung – auch moderne – gefertigt aus einheimischen Rohstoffen, Leinen, Loden, Leder, Wolle, Hirschhorn angeboten wird?

      Tja, dann mag Ihnen Deutschland als Stilwüste erscheinen – und natürlich auch, weil Bayern nicht wirklich Deutschland ist, sondern eben Bayern.

  64. Hurra
    Morgen bin ich praktisch da, in Bad Tölz.
    Sehr geehrter Herr Don A.,
    Ich danke Ihnen für den schönen , wahren Aufsatz und für die Extras drin, die vielen Anregungen , Ihr Oberbayern zu entdecken. Das Busnetz werde ich ausgreizen!
    Im fortgeschrittenen Alter hab ich bestimmt Identität angesammelt , auch wenn ich aus einer fast “ trachtenlosen“ Gegend , dem Ruhrgebiet, komme. Das richtige Gebetbuch habe ich wenigstens. Am Tonfall wird man mich erkennen. Ich habe auch nicht vor, mir im Urlaub eine neue Identität zu zu legen, weil ich meine als nicht würdig erachte oder sie gar verachte….nein, so nicht. Aber ich werde vergleichen….soll ja ne wissenschaftliche Methode sein,also vergleichen, beobachten , lauschen , zuhören , genießen, essen u trinken, die Mannsbilder und Weiberleut anschauen u mir die kulturelle Aneigung via Dirndl erlauben…aber nicht so ein schmokiges Chichidings.

  65. Bildungsminister
    Der Urtext ist mal wieder launig und sehr gut, aber heute will ich es mit dem Loben mal noch doller treiben: jede Menge erfrischende Kommentare.

    Also noch was, gehört von einem aus dem Münsterlande, beim etwa dritten Blonden, übers Bieraufmachen, Kronkorkenabschnapseln: Manche könnten das in Ermangelung sonstiger Werkzeuge dort sogar über die Augenhöhle.

    Den Rest der Geschichten, die der wackere Mann erzählte, in der Vermarktung tätig für eine große deutsche Firma, will ich aus Gründen des Jugendschutzes – eher Jungenschutzes – hier lieber nicht wiedergeben.

    Eine echte Erfrischung, dass es diesen Blog gibt.

  66. DARAUF EINEN JOSEFI-BOCK...
    Werter Don, angesichts der sympathischen Schilderung nur schade, dass Sie nicht den Reutberger Spezialitäten selbst zusprechen. Ich genieße gerade einen Reutberger Josefi-Bock, wenn auch nicht im Zelt in Sachsenkamm.

    • @ Alex, Vermutlich kommt jetzt "Du schreibst zu schnell"
      Bier. Josefi-Bock. Kürzlich Ankündigung eines Krimis im Fernsehen. Irgendjemand soll da im Bier ertrunken sein. Anfrage des Kriminalers in der Vorschau: „Woos wors nocha fir a Bier?“ (schön, das Bier dialektfrei bleibt und selbst in Polnisch noch verstanden wird)

  67. Don Legasthenico, du raffst es in diesem Leben nicht mehr
    „… die vom Radeln heissen Füsse hinein hielten, und lachte uns aus. Weil wir da nicht hinein gingen …“

    DUDEN

    hi­n­ein­hal­ten

    Wortart: ℹ starkes Verb

    hi­n­ein­ge­hen

    Wortart: ℹ unregelmäßiges Verb

    • Für 17000 Leser war es gut genug, also regen Sie sich ab.

    • Durch das genaue Einhalten grammatischer Regeln, und die konstante
      Belehrung wildfremder Menschen bezüglich jener, erreichen Sie Ihr Lebensglück, oder gehen zumindest einer

      erklecklichen Anzahl Ihrer Mitmenschen auf die ..Nerven .

      Glück Auf, wie die Sozis gerne sagen !

    • Er wollte doch nur seine Gelehrtheit aufzeigen. Und jetzt wird er so neidauchd.

    • Gelehrtheit zeigen ? Ansatzloses Duzen, und Gossensprache
      wie ,,raffen“ für begreifen, aber gelaarig und der Verteidiger der deutschen Sprache ?

      Hmmmmm…….

      Ein Hinweis auf einen Fehler, wenn es das Verständnis oder was immer betrifft, ist OK.

      Aber so ein niggeliges Oberstudienratgetue ist einfach kein Diskussionsbeitrag, sondern eine Selbstdisqualifikation.

      Trolling für Arme .
      Ich rieche schwitzige Birkenstöcke bis hierher.


    • @Grammaticus: würden Sie uns noch verraten, welcher Duden? Von wann? Der Inhalt ist nämlich nicht alle Jahre gleich.

    • Oh je..
      Werter Pedantikus,
      wer Rechtschreibfehler findet, darfsie be halten, wieman so schönsagt. Warum halten sie Esnicht einfachso, an statt hierden klein karierten Haar-Spalter zugeben und Alphonsos Namen zu verballhunzen?
      Als lebendige Sprache unterliegt Deutsch stetem Wandel – siehe althochdeutsche Lautverschiebung früher und anatolische Lautverschiebung(Hassu konnckrett Probläm Alda?) dem nächst.
      Bisdahin er freuen wiruns doch lieberan einem bunten, vielfältigen und inklusiven, multikulturellen neben Einander der Dialekte, Worte soiwe deren Schreib-Waisen, harren der Linkschreibreformen, die uns aufoktroyiert werden, anstattuns gegenseitig La Ppalien aufdie Brötchen/Semmeln/Schrippen zu schmieren.

      Mit Grüßen an die zusammengeschriebenen Verben

      Salbei T.

    • Was Sie alles wissen, Grammaticus
      starke Verben, unregelmäßige Verben… mir sagt das alles nix, ich erinnere mich dunkel, dass in der Schule wohl davon die Rede war, ich mich aber über den Ausdruck Plusquamperfekt so amüsierte, dass ich alles andere nicht mitbekommen habe.
      Und ich meine, es hat mir nicht geschadet.

  68. ein fach grauen haft
    „einen empor schnellenden Waller“

    emporschnellen

    schwaches Verb – a. rasch auf-, hochspringen; b. im Wert, in der Menge, …

    • Ein abtauchender Grammaticus wär toll
      Text eingeben

    • Alle Hefte korrigiert, und jetzt
      sind die Blogs dran ?

      Obacht, dass Ihnen der Waller nicht einen Scheaz ausm Wadl beißt !

    • Scheint fast so, als fühle sich der Grammaticus ...
      … seiner persönlichen Neigung nach zum „Blog-Wart“ berufen (pun intended…).

      Ist das gar mal wieder eine staatsfunknahe IP-Adresse…. ?

    • Blockwart? -> SchallundRauch
      Im Englischen heisst so jemand normalerweise Grammar Nazi.

    • ein Schneller
      ja wo schnellt er denn hin?
      … empor, hintenrunter oder raus der rote Stift?
      Grammaticus, Sie können kein Deutsch.
      Gut, dass Sie nicht versuchen, was gescheites zu schreiben, das haben Sie immerhin kapiert.

    • Man müsste Herrn oder Frau Grammaticus aber schon zugestehen,
      dass früher die Rechtschreibregeln strenger eingehalten wurden. Wie übrigens noch so manche andere Lebensregeln, deren Aufweichung oder Abschaffung heute auch hier so vehement beklagt werden. Es soll ja, sicherlich aus dem links-grünen-GenderistInnen-Lager, sogar Bestrebungen geben, die Rechtschreibung gleich ganz abzuschaffen.

      Denke, die Spielregeln auch an den bayrischen Stammtischen sind völlig alternativlos einzuhalten. Oder?


  69. Daß der Josephitag 1987 von einer kleinen Brauerei wiederbelebt wurde, ist ein sehr interessantes Detail.
    Ob der in Vorderösterreich oder im Ermland auch eine Tradition hatte, weiß ich nicht. Wenn, dann vermutlich schon länger „unterdrückt“ wie in Bayern. Ich habe nur vage Andeutungen auf „Josephsfeste“ im 19. Jhdt. Ob das auch am 10. März war – keine Ahnung.

  70. Strauss, Hoppel und die Milchabuern
    Als vor dem Don geborener schiebe ich das jetzt auf seine späte Geburt. Der „Unfug“ in Bayern ist durch Goppel gekommen; v.a. die Gebietsreform und seinen generellen Reformwahn. Strauss – jetzt verteidige ich ihn, so weit kommt es noch – wurde viel zu spät MP und hat eher den Reformdruck/Moderniesierungswahn des Vorgängers zurück gefahren.

    Zur Milch. AUs der Erfahrung der damals konventionell geführten Milchviehwirtschaft: Zum einen haben die Bauern ein geniales Geschick die eigenen Genossenschaften abzuschiessen. Bei uns erinnere ich mich an den Milchhof Amberg, und dessen Niedergang durch Abwanderung zu den Milchwerken Regensburg etc. Die meisten zogen dann ein paar Jahre später schon wieder weiter.

    Ja und ansonsten: Es steht jedem frei Ökolandwirt zu werden. 2016 sind sehr viele Milchbauern diesen Weg gegangen, sagte mir der Prüfer im Auftrag von abcert

    • Und, TDV,
      fliegen Sie ein? Vielleicht als schwarzes Schaf?😉

    • @Philomena: Und TDV, fliegen Sie ein?
      TDV hat da sicher keine Zeit. Ende März/Anfang April ist Sakura. Eine echte Herausforderung für einen alten Anarcho.

      Siehe z.B. das Foto aus dem Ueno-Park in Tokio:

      https://tokyocheapo.com/events/ueno-cherry-blossom-festival/

      Auf dem Boden sind mit Klebestreifen Carrés markiert, in die man sich mit seiner Decke, Essen und Trinken zum Feiern setzt. Gerne im schwarzen Business-Outfit. Dabei achtet man peinlich darauf, seinem Nachbarn nicht auf die Pelle zu rücken. Leicht anarchisch ist das nur, wenn die Japaner einen über den Durst getrunken haben. Wozu es bekanntermaßen nicht viel braucht.

      Auch farblich ist das Ganze unglaublich. Ein einziger Rosa-Overkill wohin man schaut: Essen, Trinken, Werbung, Deko, der Wetterbericht …. Da sollte man mal rosa-allergische Gendertröten zur Desensibilisierung hinschicken. Danach gehen die Damen freiwillig im Dirndl auf bayrische Volksfeste.

    • Der Bund für Geistesfreiheit gehört zu den tapfersten Bünden von
      ganz München.
      Hier ein Interview mit Herrn Wladarsch (1. Vorsitzender; ich betone, den Namen nicht kommentiert zu haben):
      .
      „Herr Wladarsch, mit Ihrem `Heidenspass´ am Karfreitag beweisen sie großen Mut!“
      .
      Wladarsch (grinst selbstgefällig): „Ich weiß!“
      .
      „Sie setzen sich der Gefahr aus, von den Todesschwadronen des Papstes verfolgt zu werden oder den Kampfverbänden der Mutter Theresa.“
      .
      Wladarsch (stolz): „Wir wissen um die Gefahr für Leib und Leben. Wir stehen aber entschlossen zu unserem Christenhass und setzen uns dafür den größten Gefahren aus!“
      .
      „Und haben Sie auch schon eine antiislamische Feier an einem islamischen Feiertag geplant?
      .
      Wladarsch (Panikflackern in den Augen, japst nach Luft, brüllt) „Sie Nazi! Sie Rassist!“
      .
      (Für die 95%, die einer Studie zufolge Ironie nicht erkennen: Dieser jämmerliche Bund zeigt, wie Brecht schon verächtlich formulierte, „Tapferkeit vor den Wehrlosen.“ Dieser Haufen Feiglinge hält sich für tolle Hechte, weil sie den Christen ins Gesicht schlagen. Der Gratismut dieser Waschlappen bricht sofort zusammen, wenn man ihnen rät, sich einmal mit dem Islam zu befassen. Das wäre mutig – und daher für diesen Bund der Vollpfosten undenkbar.)

    • Was Panizza getan hat, war noch mutig, aber heute… es gäbe andere Themen, die wichtiger wären. Etwa die Arbeitsbedingungen bei der Caritas.

    • Ostern käme ja danach...
      HANAMI, hieß doch auch der Film mit Hannelore Elsner und Elmar Wepper?
      Ja, unglaublich, dieses Blütenmehr der Kirschen.

    • Hat die Caritas...
      …schlechte Arbeitsbedingungen? Schlechter als die der Diakonie? Oder der Kahanestiftung oder des IS?
      .
      Bin gespannt, was Sie dazu sagen.

    • Es machen hier gerade ein paar Geschichten über Abrechnungsprobleme und Finanzbewilligung bei Flüchtlingsbetreuung die Runde, die dazu führten, dass die Caritas hier plötzlich mit Mitarbeitern, aber ohne Auftrag dastand. sowas ist dann für das Fussvolk immer wenig erbaulich. (Ich weiss noch nicht, ob ich das auswalzen will)

    • @ Don
      „Etwa die Arbeitsbedingungen bei der Caritas“

      Mei, da rühren Sie an ein heißes Eisen.
      Es soll bei den Kirchen schließlich was hängen bleiben von den zig Mia Migrationsausgaben, nachdem die Herrschaften sich bei ihren „ethischen Investments“ gelegentlich verzocken.

    • Da gibt es einerseits Abrechnungsprobleme und andererseits Überkapazitäten, die ganz brutal nicht mehr staatlich finanziert werden. Die Zeiten des Chaos sind vorbei, jetzt wird aufs Geld geschaut.

    • Was is' denn heut'?
      Blütenmeer…

    • Titel eingeben
      Philomena, ich würde gern, schon allein um Schmidt Salomon zutreffen, aber ich bin nicht reich genug für Extravagantes.

      Stand Your Ground,
      wenn ich nach halblinks durch Fenster schaue, dann sehe ich einen unserer Kirschbäume in voller Blüte (wir haben auch einen in rosa/weiss)

      https://postimg.org/image/z6x3q7oyx/

      Die Japanerlein sitzen rund um den Wassergraben des Kaiserpalastes keineswegs auf Decken, sondern auf den hier zu allen Zwecken sehr beliebten blauen Plastikplanen, die Jungen in Jeans, die älteren im (allerdings Dimensionen schöneren!) Dirndl Äquivalent, dem Kimono. Und alles ohne Kellerfalte, denn auch wenn man sonst nicht viel Gutes über Japaner sagen kann, so sind sie doch ein für die Augen und die Seele erfreulicherer Anblick, als männliche Fettbäuche und weibliche „gebärfreudige“ Becken, deren Anblick man in Bayern leider nirgends vermeiden kann. (Ist das jetzt diskrimininierend wenn man zu Frauen höflicher ist, und das Wort Fettärsche vermeidet?)

      Ich weiss nicht recht ob man jemand wie Langen wirklich was erwidern sollte. Aber wissen sie, ich kann mich noch an meine Jugend in München erinnern, in der man damals an gewissen Tagen in der Tat nicht viel anfangen konnte, (wenn man nicht die Geheimtips kannte, zB das Cosy) weil eine riesige Horde schwachsinniger Deppen, die auch noch die letzten Ammenmärchen glauben, die Macht hatten anderen vorzuschreiben, wie man zu leben hat…
      Man war nicht den päpstliche Todesschwadronen ausgesetzt, aber die ausgesprochenen Geldstrafen waren saftig, wenn man erwischt wurde.
      Aber warum sollten sich Schwätzer wie sie sich für die Realität interessieren, gell?

  71. Bayern-Heimat-Folklore
    Werter Don,
    noch ein Bayern Loblied…,
    wenn das mal nicht zu weit führt und die treue Bloggemeinde die Contenance verliert und ein Lied anstimmt.

    Bayern, Bayern über a…….

    Es ist ja nett anzusehen und auch sollte man manchmal über so etwas berichten, aber in Europa und der Welt ziehen überall dunkle Wolken auf, und das politische Personal kann und will nicht die Probleme angehen, hier in Deutschland schon gar nicht.

    Nichts für ungut…

    Grüße aus der norddeutschen Tundra

    Michimax

    • Da haben Sie natürlich recht, aber ich will mir auch mein sonniges Gemüt behalten.

    • @Michmax
      Interessant, dass sie das Deutschlandlied anbringen und auf Bayern ummünzen. Das passt in der Tat sehr gut. Denn der Text „Deutschland, Deutschland über alles…“ entstand ja in einer Zeit, als es eben noch kein Deutschland gab und will nichts anderes sagen, als dass der Wunsch nach einem solchen Deutschland über allen anderen stehen sollte. Gesunder Patriotismus war das damals. Erst mit dem 3. Reich, wo man nur noch die erste Strophe sang, diese damit aus dem Zusammenhang riss und damit die kranke Idee der Überlegenheit der Arier ausdrücken wollte, gings daneben. Bis heute, wo man das absingen von allen drei Strophen in die rechte Ecke schiebt, weil eben die erste Strophe dabei ist… Was ich sagen will: So falsch wäre das also vielleicht gar nicht, diesen Ursprungsgedanken des Liedes der Deutschen auf Bayern zu übertragen. Im Sinne einer Unabhängigkeit…

  72. Frau Simon,
    habe Sie grad erst gesehen, vermisste Sie schon.Schmeißen Sie die alten Dinger ‚raus, das gibt wieder Platz.( fürs Wiegemesser)

    Semmelknödel habe ich erst hier kennengelernt und zwar so, dass es eine Verwertung älterer Semmeln ist, die man sammelt bis es genug sind.Ich schneide auch dünne Scheiben und gebe die heiße Milch zuerst dazu. Sie sagen es ja schon, heiße Milch aufs Ei könnte flockig werden – aber Don hat ja eine Manschmaschine…Für mich ideal, arme Ritter sind nicht so meins.Versoffene Jungfrauen (mit Wein) kann man wohl auch noch machen.

    Gutes Gelingen dann für den wortwörtlichen Neustart,ich wäre für sowas zu doof.Soweit wollte ich mich nie damit befassen, mähe lieber Rasen.Ich habe übrigens russische Tomaten ausgesät in Töpfe. Sie kommen von einer Gäste- Olga und sollen robust sein für das Freiland.

    • Mit Wein????

      Es gibt in Bayern in der Hinsicht auch bierlastige Rezepte, aber normalerweise braucht man dazu Bier welches gar nie nicht so weit wie als in den Topf gelangem tut.

    • Ja, mit Weißwein,
      der über die ausgebackenen Scheiben geträufelt wird.Gibt Säure.

      Was ma us Semml no alls mache ka:
      Kartäuserklöß, Semmelkratzat,Milschnitte, Arme Ritter, Bockseckl(!) und
      Scheiterhaufen.

      Zum Nachtisch oder Kaffee gibt es noch Nonnefürzle aus Brandteig…

    • Versoffene Jungfern und kein Neustart
      hab grad nach dem Rezept geschaut, ausbacken für mich allein macht zu viele Umstände. Obwohl allein der Name schon sehr anregend ist.

      Ansonsten ist der Neustart bzw. neue Rechner verschoben, der alte läuft seit gestern frühen Nachmittag, also praktisch, seitdem ich einen anderen kaufte, heute Mittag storniert. Weiß der Teufel, was win7 mit Bluescreen in Dingsbums 1031 sagen will.

      Heut den ganzen Vormittag mich mit Thunderbird rumgeärgert, der hatte die Papierkörbe in den Orkus befördert, verlangte ständig meine Passwörter zu den Mailkonten, schickte von der Standardadresse keine Mails ab, alle anderen bei gleichem Provider/Ausgangsserver gingen.
      Ich liebe meinen Computer, aber an solchen Tagen möchte man das Fenster doch sehr weit aufmachen.

      Was mir noch bevorsteht, sind die zigtausend Updates, ich hab noch nicht eines geladen. Werde heute Abend die Sticks rausholen und mich den Updates widmen, es macht unbeschreiblichen „Spaß“.

      Philomena, man ist dafür nicht zu doof, aber ich hatte etliche Kollegen, die sich selbst beim Kopierer für zu blöd erklärten… die Simon macht das schon. Solange man jemanden hat, der einem die Sachen richtet, mag Blödheit ja angehen, aber ich habe niemanden und an meinen Rechner lasse ich eh niemanden ran.

      Ich bin zu doof für Tomaten, alldieweil zu ungeduldig und dann kein Platz für die kleinen Pöttchen, das ist nicht meins. Dafür ist heute eine neue Rose gekommen, Flora Danica, Farbe passt hier zwar nicht so gut, aber der Duft ist wunderbar. So eine hatte ich schon vor 6 Jahren. Sie hatte die erste Blüte Ende April, so dass ich die meinem Mann mit ins Krankenhaus nehmen konnte bzw. sie dann der Stationsärztin schenkte.

      PS: Wiegemesser noch immer unauffindbar

    • Damit ich sie nicht verliere, hängen sie bei mir an der Wand.

      Computerärger ist natürlich doof. Ich hatte hier letzthin übelste WLAN-Probleme, aber ein neuer, gebrauchter Rechner kostet ja nur 100 Euro und für mich reicht das.

    • Neuer gebrauchter
      nun ja, ich hatte bei dem Verkäufer, bei dem ich vor fast 3 Jahren den aktuellen erwarb, einen neuen für 179,90 geordert, mit unnötigem win7 (liegt hier ja eins), 4GB RAM, anders läuft mein Photoshop ja nicht.
      Gut, das sind 180 Euro, die ich nun retour erhalte, aber ich muss nächste Woche auch noch zum TÜV… hoffe natürlich, dass mein Gustav sobutz die Plakette bekommt. Aber so läppern sich die Ausgaben, besonders die, mit denen man gar nicht rechnete und das sind meist die schlimmeren.

      Wiegemesser, sollte es mir ja noch einmal über den Weg laufen, hänge ich es auch auf. Momentan hirne ich immer noch, wo das Teil sein könnte. Gebraucht habe ich es eigentlich hier nie, da die Semmelknödel ja erst kürzlich Einzug hielten und ich glatte Petersilie gefroren in der Tüte kleinwalzte. Evtl. hatte ich es auch in den Haushalt meines Mannes mitgenommen, dann wäre es wirklich weg, vielleicht habe ich es aber auch in der Küche so gut vergraben oder in einer der vielen Blechdosen untergebracht, dass die Buddelarbeiten halt noch andauern. Ich muss die Schränke ausräumen und vor allem mal aufräumen, es könnte so vieles weg, was man nie benutzt, allein ich trenne mich so schwer.
      Und wenn ich mich von etwas getrennt habe, kommt prompt der Moment, wo einem dann das Teil fehlt. Aber nicht das Wiegemesser, das war ein kleines handliches, ganz putzig. Werde ein evtl. Wiederfinden natürlich sofort hier kundtun.

      Jetzt sortiere ich erst einmal die Updates, bin dann mal wech.

  73. Neapel, Josefitag den 19. März 1787
    „….Es war auch heute das Fest des heiligen Josephs; er ist der Patron aller Frittaruolen, d.h. Gebacknesmacher, versteht sich Gebacknes im gröbsten Sinne. Weil nun immerfort starke Flammen unter schwarzen und siedenden Öl hervorschlagen, so gehört auch alle Feuerqual in ihr Fach; deswegen hatten sie gestern abend (ja Grammaticus, bevor Sie hier einen Auftritt haben, Goethen schrieb das unbeleckt aller Rechtschreibreformen klein) vor den Häusern mit Gemälden zum besten aufgeputzt: Seelen im Fegefeuer, Jüngste Gerichte glühen und flammen umher. Große Pfannen standen umher auf leicht gebauten Herden. Ein Gesell wirkte den Teig, ein anderer formte, zog ihn zu Kringlen und warf ihn in die siedende Fettigkeit. An der Pfanne stand ein dritter mit einem kleinen Bratspieße, er holte die Kringlen, wie sie gar wurden, heraus, schob sie einem vierten auf ein ander Spießchen, der sie den Umstehenden anbot; die beiden letzten waren junge Burschen mit blonden und lockenreichen Perücken, welche hier Engel bedeuten. Noch einige Figuren vollendeten die Gruppe, reichten Wein den Beschäftigten, tranken selbst und schrien, die Ware zu loben; auch die Engel, die Köche, alle schrien. Das Volk drängte sich herzu; denn alles Gebackene wird diesen Abend wohlfeiler gegeben und sogar ein Teil der Einnahmen den Armen…..“
    .
    Bevor ich auf die Zuständigkeiten vom Heiligen Joseph eingehe: Frittaruolen nannte man also dort die Inölsieder, heute hier Fritten- und sonstige (Sesamkringel) Bräter. Heute würden bei uns viele der modernen Frittaruolen wg. anderer Ansichten nicht unter den Zuständigkeitsbereich des Heiligen fallen. Wobei mich Goethens „Feuerqual als ihr Fach“ schaudernd daran denken lässt, daß mancher unserer Heiligen und HeiligInnen ihren Ruhm erst durch diese Behandlung erlangten.
    .
    Vielfältig übrigens ist die Zuständigkeit des Heiligen Joseph als Patron der Ehepaare und der Familien, der Kinder und Jugendlichen, der Erzieher, der Zimmerleute, Holzfäller, Tischler, Handwerker, Arbeiter, Ingenieure, zudem Schutzheiliger in Wohnungsnot.
    .
    Auch für die Zimmerleute. Wobei, gehe ich nach der neuesten Hornbach-Werbung mit dem zusammenbrechenden Haus, daß hier ein Atheist, zumindest ein Protestant am Werke gewesen sein muß, für den sich der Heilige Joseph nun mal nicht zuständig fühlen kann
    .
    http://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/Baumarkt-Kampagne-Warum-die-neue-Hornbach-Kampagne-eine-echte-Niederlage-ist-156553
    .
    Meine Großmutter in der Eifel hatte noch diese Kalender, in denen die jeweiligen Heiligen, Sonnenauf- und Untergang, Mondstand und eine Bauerregel angezeigt wurden. Als Kind Gegenstand immerwährender Inspiration.
    Damals wurde in dieser Region kein Geburtstag sondern der Namenstag gefeiert. Bei der seltsamen Namensgebung heutiger Eltern für ihre Kinder ergäbe das so manche Enttäuschung. Mit der seltsamen Namensgebung, also bevor man hier Kervin hieß, nein Quatsch, ist ja in Irland auch ein Heiliger, also sagen wir Levi für einen Jungen und Cheyenne Blue für Mädchen, war uns übrigen die Soffjettzone (Originalton Adenauer) weit voraus, sieht man mal vom der Region Grabfeld ab, für die sich Heilige einfach nicht mehr zuständig fühlten.
    .
    Das Ergebnis ist bekannt. Für einen Ringo oder Devit fühlt sich halt kein Heiliger zuständig. Anders als in Bayern oder den katholischen Rheinlanden, wo sich die Menschen an der Leiter der Heiligen vom Anfang bis zum Ende des Jahres hochhangeln.
    .
    Übrigens, der Namenstages unseres Aufgabenstellers hier, Saint Jean, 24. Juni, zgl. Sonnenwende, wird in Frankreich, wo gefühlt 500 Ortschaften mit „Saint-Jean-xxxx“* benannt sind und auch der Bahnhof von Bordeaux ganz groß gefeiert. Unsere deutsch-französischen Freunde aus Cuttoli-Corticchiato in den Bergen östlich Ajaccio berichten jedes Jahr, wenn wir nicht selbst dort sind, über die Johannisfeuer in den weit auseinanderliegenden Ortsteilen
    .
    Also vormerken, 24. Juni ist Jean, Hans, Schäng, Johannes…
    * Aber Saint-Martin sind mehr.
    (DdH)

    • Das mit den Heiligennamen hat eine eigene Beandtnis: Unehelichen Kinder wurden stigmatisierend auf den Namen des Heiligen ihres Geburtstages getauft. Deshalb wusste man mit so einem Kalender, wie man sein eigenes kind auf gar keinen Fall taufen sollte.


    • Ich erinnere mich an einen Grabstein, den es zu meiner Kinderzeit noch gab (inzwischen ist er natürlich längst weg), der an eine Frau Crescentia Irgendwas erinnerte. Da vermutete ich auch so eine „Notnamensgebung“ – „zunehmende Mondin“ ist schon etwas – naja…

    • Stasi - extra für Don
      Schon aufgefallen, wie oft man das hier hört? Als Kosenamen für einen Vornamen, den ich hier gar nicht vermutet hätte.

    • @colorcraze
      Creszenz hieß die Kuh, mit der der Knecht in oben gelinkter Watzmann-Aufführung „geübt“ hat. Hach, ein herzliches Vergelt’s Gott an das Forum für die Reaktivierung all der schönen Erinnerung an den „Watzmann“…

  74. Also ich finds nett, dass
    man hier so Einiges über das südwestliche Ausland erfahren darf.

    Nicht persönlich nehmen, aber wir sind halt kulturell sehr divers hier in Deutschland, da gibt es jüngst gezähmte Bayern, noch zu zähmende Berliner, neblig, stoffelige Norddeutsche und halbniederländische Synapsensägen mit französelndem Akzent im Westen.

    Westfalen und Düsseldorfer soll es auch noch geben.

    Wobei mir der furztrockene, völlig abklärte Humor im Ruhrgebiet noch am Besten gefällt, dazu eine Anekdote von vor ein paar Jahren:

    Ort: Regionalexpress nach Dortmund, Verzögerung kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof von Mühlheim adR, Zug steht still auf dem Viadukt. 2 waschechte Ruhries auf dem Heimweg nach der Schicht.

    R1: *schaut aus dem Fenster und betrachtet die „City“ von Mülheim, die weiß Gott keine Schönheit ist* „Hömma Heinz, bisse nich auch von hier!?
    R2: Jo!
    R1: Dann bisse hier im schönen Mühlheim aufewachsen, hass die Lehre gemacht, bisken Spaß mit die Weibers gehabt, Kinder un Enkel jekrich, geeane auf Schalke gegangen und bis getz kurz vor’ne Rente, woll. So wie ich.
    R2:Jo!
    R1:Un getz kuck ich mir die Stadt an, wo ich wech komm, und wie sieht datt hier aus!
    R2: Jo, Scheisse, ne! Sieht datt aus!
    [Pause]

    R1: Un dann gibtet auch noch Ooate wie Parriss und London un Feneedich… Unn wir leben in Mühlheim…
    [Pause]

    *Schallendes Gelächter von Beiden*

    Ich mag das.

    • Die Faszination von London hat sich mir noch nie erschlossen.

    • Stimmt!
      Die von Wanne-Eickel aber auch nicht.

    • Hömma Kumpel,
      wense vonn Müllhaim anne Ruhr sprichs, dann sach dat doch glaich. „Mühlheim“ wo soll datt denn sain?
      .
      Dat sächd Dir ainen, der in Essen-Haarzopf geboren is. Glaich neben Müllhaim. Da wo Onkel Williii*, dat war der mitte Staublunge unne Ferdedecke inn´ Sommer auffen Schooß un sain gütich Tinchen, de Schwesta vonn maine Omma Finchen außen Altenhoff II, da bein´ Schwaaz-Waiß-Stadion, en Stücksken vonn´ Uhlenhorst wech de Straße hoch. Woll.

      (dem Alphabet von der Ruhr fehlt einfach das richtige „i“, so ein langgezogenes, besonders scharfes. Ich meine, die Franzosen (und andere) können sich mit dem doch auch ein mit ihrem Trema- „ï“ ein Spezial-„i“ erschaffen)

    • Die WAZ hatte doch mal den...
      …Kumpel Anton.Gibt’s den noch?

      Story vom Nebelhorn, wo es auch den Seealpsee gibt und ER schwärmt: Fischkes jibbt dat hier,Trude kuck ma! Sagt die: Du immer mit deine Fischkes, da! da is‘ ne janze Rudel Jämsböck, dat is ma wat!

    • auch noch
      der Osten besteht nicht nur aus Berlin und Preußen:

      https://www.youtube.com/watch?v=IWFKjzVWabI

      GH

    • Bitte dabei nicht vergessen
      daß bei den Ruhris sehr viel Osteurapa assimiliert ist, die haben da schon die deutsche Leitkultur bereichert.

  75. Nur mal so oder nur ein Gedanke.
    Freiheit ist nicht zuerst die Freiheit der Anderen –
    sondern die Eigene.

    In Zeiten wo immer mehr Geld und Macht nicht durch Arbeit entsteht, sondern durch virtuelles Geld das virtuelles Geld erschafft und politische und diktatorische Herrscher, nimmt die Versklavung des Menschen zu.

    Gehen wir das Ganze also mal an.

    Zuerst muss man die Decknamen der Sprache vom Konstrukt trennen.
    Welche Mechanismen werden durch die Sprache/Sprachgebrauch erst als allgemeindienlich verschleiert/umgedeutet/manifestiert.

    Welche Programme laufen sozusagen unter falscher Flagge.
    Konform/angepasst wird definiert als „allgemeindienlich“ somit als gesellschaftlich akzeptabel.
    Dies kann/soll als Header bzw. als Auslöser/Ansprechtitel/Deckname des Programms fungieren.

    Was als allgemeindienlich“ somit als gesellschaftlich akzeptabel gilt, wird von „den Eliten/Machthabern/Adepten/dem System definiert.

    Die Sprache als Schöpfer schafft erst durch Definition, diesen virtuellen Raum – macht so logische Widersprüche möglich. Die Sprache als eine „Andere Dimension“ macht unsinnige Sachverhalte denkbar und schafft dadurch die Möglichkeit Dinge/Sachverhalte Als-ob-Wahr zu behandeln.

    Chauvinistisches (P1) Denken und Verhalten werden aus einem Überlegenheitsgefühl (P2) generiert.
    Dieses Programm nährt sich aus Wertungen wer allgemeindienlich wertvoller (P3) eingestuft wird.
    Die Implementierung/Differenzierung von Wertigkeit wird durch Konditionierung/Propaganda/Ungleichbehandlung/Führung indiziert.
    Chauvinistisches (P1) Denken und Verhalten wird also zu Als-ob-Wahr.
    Dabei ist zu beachten:

    1. Unser Denken wird durch Andere manipuliert.
    1.1 Also ist unser Denken manipuliert.
    1.1.1 Dieses manipulierte Denken manipuliert aber wieder unsere
    nur „scheinbar eigenen“ Gedanken.
    1.1.1.1 Wir sind Opfer unserer eigenen manipulieren Simulation der Welt.
    1.1.1.1.1. Unsere Simulation der Welt ist nicht die Welt.*
    1.1.1.1.1.1 Ohne ein Metaprogramm M1(*) – keine Kontrolle über P1, P2, P3, P3+x ….

    • Das Haus verliert eben nichts,
      @Frau Simon.Sie sind nächtens ja ganz schön fleißig, gut, dass Sie nicht über mir wohnen☺️, ich bin Frühaufsteherin.
      Maultschen bekomme ich manchmal aus dem Schwäbischen, hausgemacht.Mir schmecken sie im Sommer auch, wenn ich aus eigenen Tomaten ein Sugo herstelle und die Täschle darin ziehen lasse.Hier ißt man sie auch abgeschmelzt zum Kartoffelsalat.

      Ach ja, ich würde die Semmeln heute schon heute kaufen, es ist ja schon Mittwoch. Hier gibt es Stengel, das sind 4 Semmeln in Reihe.Mit Spinat sind sie auch gut.

    • Ich bin völlig lautlos
      liebe Philo, mich hört kein Mensch. Teppichboden, wenn auch nicht in der Küche, keine laute Musik, ich singe auch nicht laut, alldieweil ich mich einfach nicht traue. Sie müssten also reineweg nichts befürchten, sollte ich über Ihnen wohnen.
      Den Kuchen habe ich nicht zu nachtschlafender Zeit gebacken, muss so gegen 20h gewesen sein und die 4 Eier mit dem Zucker schaumig rühren geht schnell.

      Ich bin eine Nachteule, schon immer gewesen, dafür stehe ich nun morgens so gegen 9h auf. Wenn sich die Sonne endlich aufrafft, mir morgens ins Gesicht zu scheinen, bin ich auch früher flott auf den Beinen und ab Mittag in der Loggia zum Lesen.

      Das Wiegemesser ist wirklich der Witz des Tages, aber gut, der Schrank hat 60cm Tiefe und das Messer stand natürlich völlig verdeckt hinten in einer Ecke. Dazu die mühsame Beleuchtung mit einer 100W-ähnlichen Energiesparlampe mitten in der Küche, die so elend lange und immer länger braucht (überm Herd habe ich Unterbauleuchten, sonst sähe ich nix in meinen Pötten). Werde mal meine Glühbirnenbestände durchsehen, da muss noch was Vernünftiges da sein.

      Semmeln habe ich heute gekauft, im Bauernladen hat’s die runden, wie man sie aus Bayern usw. kennt. Normalerweise gibt’s hier ja nur gewöhnliche Brötchen, also die länglichen.

      .
      @Dr. Seltsam
      Ihre Erinnerungen an James Grieve u.a. alte Apfelsorten ließen mich in Erinnerungen schwelgen, was gab es doch feine Äpfel. Gern aß ich auch den Berlepsch, den es nur alle zwei Jahre in halbwegs ausreichender Menge gab. In meinen Düsseldorfer Anfängen vor über 40 Jahren war dieser Apfel noch in einem Obstladen anzutreffen, seitdem ist er mir nicht mehr begegnet.

      Boskop ist hier seit Wochen aus und der Jonagold ist wirklich nicht zum Essen und zum Backen auch nicht, wenn auch die Netzsuche den heftig empfahl. Die Leute haben keine Ahnung bzw. lobt jeder sein Angebot über den grünen Klee. Heute scheint das Kriterium Allergiefreundlichkeit zu sein, ein Blödsinn. Ich bin Allergiker auch in Sachen Apfel, aber das hindert mich doch nicht, herzhaft in einen feinen Apfel zu beißen. Mir geht das auf den Keks wie Lactose oder Gluten.

  76. Semmelnknödeln
    Liebe Frau Simon,
    Haben Sie nun ein gscheites Rezept zusammengekriegt?

    Hier das von der Großmutter …

    Sie benötigen zunächst 1 Pfund Semmeln oder Weißbrot, mindestens 2, besser 3 oder 4 Tage alt.

    Zunächst die Semmeln in dünne Scheiben schneiden.
    Einen halben Liter Milch erwärmen und über die Semmeln geben.
    Eine halbe bis dreiviertel Stunde ziehen lassen.

    Je eine Prise Salz, Pfeffer, Muskat, einen Bund feingehackte Petersilie und zwei gut aufgeschlagene Eier in die Masse unterkneten.

    Die fein gehackte Zwiebel in einem knappen EL Butter andünsten, aber nicht bräunen … wenn Sie’s deftig mögen, dünsten sie eine Handvoll Speckwürfel mit … unter die Masse geben und sorgfältig durchkneten.

    Die Hände mit Mehl bestäuben und Knödel nach gewünschter Größe formen, kräftig zu halbwegs gleichförmigen Kugeln zusammendrücken.

    Die Semmelnknödeln in einem großen Topf mit gesalzenem, schwach kochendem Wasser 20 – 25 Min. ziehen lassen. Größere etwas länger.

    Was Sie nicht essen mögen, im Beutel einfrieren.

    An Guadn!

    Und damit das auch geklärt sei …

    Karlstadt: „Semmelknödel sind Semmelknödel“
    Valentin: „-deln“
    Karlstadt: „Deln?“
    Valentin: „-deln!“
    Karlstadt: „Was deln?!?“
    Valentin: „Es heißt Semmelnknödeln!“

    • Titel eingeben
      …weil ja mehrere Semmeln für die Knödel (ebenfalls Plural) benutzt (benutzt?) werden.
      .
      „Und wenn alle Stricke reißen, häng‘ ich mich auf.“
      (= mein allerliebster K.V.)

    • mehr Buntheit in der Rein
      a griasknedl und a lewaknedl
      haum si goa ned vatrogn
      hod da griasknedl in lewaknedl
      vom söchbangl owigschlogn

      Nochspeis: Bsoffener Kapuziner mit Schlagobers

    • Komischerweise sagt man bei uns ja Griasnoggal.


    • Das ist schonmal recht übersichtlich, danke für die Mengenangaben.
      Mich reizt aber DAs Variante mit Käs. Käs, Ei, Muskat geben immer eine gute Mischung ab.
      Ich würde aber gern wissen wollen, welche Art Käs und wieviel ungefähr auf ca. 500 g altes Brot.

    • Naja, was halt noch da ist, fest ist und weg muss. Emmentaler, Scamorza, Pecorino, Bergkäse – letzterer ist der Klassiker.

    • Semmelnknödeln und ein halber Liter Milch?
      boah, das ist ebbes viel oder nicht? Die vielen Rezepte, die man so unterwegs im Netz findet, sagen 250ml und ich mache je nachdem schon mal 300 draus, was m.E. dicke reicht bzw. dann fast schon wieder zuviel ist.

      Übrigens kommt bei mir noch Petersilie dazu und gewürzt wird kräftig, Mehl gibt’s nicht, auch nicht zum Knödeln, das mache ich mit nassen Händen.

      Allerdings schneide ich die Semmeln auch in ganz dünne Scheiben (der Allesschneider jault dann wie ein Steppenwolf) und zupfe das Zeug dann auseinander. Ein früherer Versuch, die Dinger zu würfeln, wurde mir dann doch zu dumm und ich meine, gezupft zieht besser als gewürfelt.

      Mein Fehler war wohl die Sache am Sonntag etwas zu hektisch anzugehen. Samstag der Röstversuch, Rausfisseln der völlig verkohlten Stückchen, aber nur der ganz verkohlten, die anderen blieben drin, grad die gerösteten gaben übrigens einen ganz tollen Geschmack und ich werde den Versuch wiederholen, dann noch Toastbrotwürfel, die hier schon zwei Wochen aus einem Versuch mit Vollkorntoast (die Knödel waren grässlich) stehen, dazu, die Zwiebel zu grob gewürfelt und nicht angeschwitzt… das Ganze nicht hinreichend durchziehen zu lassen, weil ich ja schon sabberte und die Rahmschwammerl warteten.

      Speck brauche ich nicht in den Knödeln, ich packe Bergkäse rein und um den vom Sonntag war’s dann echt schade.

      Also alles in allem wie Ihr Rezept, aber das mit der Milchmenge müssen wir noch klären.

    • Ich brauche für 6 mittlere Knödel – 3 Portionen – vielleicht 100-200ml. also wirklich nicht viel.

    • griasknedl, Griasnoggal, Griaskleesla
      Wia ets …

      … sands ament Griaskleesla.
      Äba fiar dia Griaskleeslessubb.

    • @ Renate Simon
      Reduzieren Sie die Milchmenge nach Gutdünken. Ich ging von 1 Pfund altbackenem Brot aus. Je nach dem braucht’s da ziemlich Flüssigkeit.
      Das bayerische Kochbuch (DIE BIBEL!) spricht von 3/8 l Milch.
      Ausprobieren!

      Petersilie steht im Rezept, zusammen mit den Eiern und den Gewürzen.

      Probleme entstehen hauptsächlich aus zwei Gründen:

      1.
      Die Eier erst dazugeben, wenn sich die Milch abgekühlt hat, sonst gerinnt das Eiweiß und nix is mit der Kohäsion.

      2.
      Semmel- oder Brotqualität ist wichtig. Die fluffige Leichtschaumware mit den x Zusatzstoffen taugt nichts. Besser bei einem guten Bäcker kaufen, der traditionell herstellt. Da geht auch mal ein ordentliches Baguette vom Vortag.

      Käse: Alpkäse, Parmesan, Greyerzer, Pecorino
      Sehr fein auch Spinat (kein TK Rahmspinat …), blanchiert, fein gehackt

      Mengen für Spinat/Käseknödel: 250 g altbackene Semmeln, 250 g Spinat, 50 g Käse (oder nach Gusto etwas mehr)

    • Wobei das dann Spinatknödel sind, und dazu sollte man Camenbert dazumischen.

    • verfressene Bande, Fostnzeit is!
      Griasnoggal und bochane Lewaknedl in da Suppn
      Griasknedl zum Gsöchtn (wähh!), kochte Lewaknedl san mir eigentlich blunzn, weil des Beste aus oide Sömmen san überhaupst Schnien (ohne Fleisch fia mi) und Sömmekren und nocha nu Pofesn.
      Bon appétit!

    • Genau! Her mit den Mehlspeisen!

    • Fastenzeit
      … und her mit die Mauldasche („Hergottsbscheißerle“)!

      Ist zwar lange her, aber da haben die Schwaben echt mal was Brauchbares erfunden ;–)

    • Verboten ist ja nur Fleisch, aber nicht Butter zum Schwimmenlassen von Maultaschen.

    • Ich habe jetzt richtig Kohldampf
      6 Brötchen im Rheinland ergeben ein knappes halbes Pfund. Ein Pfund zu vermantschen wäre mir ein bisschen viel, selbst wenn ich den Überschuss einfriere. Was aber viel zu verführerisch ist, sich die Dinger schnellstens in die Pfanne zu hauen.

      Auf Spinatknödel verzichte ich, wenn auch auch der Camembert da drin mich neugierig macht. Aber nach so arg viel schmecken tut der ja auch nicht, es sei denn Rustique bei Zimmertemperatur, doch das kommt gut rüber. Oder welchen Vorschlag dazu hat der Don?

      Ich habe schon Greyerzer, teuersten Pecorino und Sonntag fein duftenden Bergkäse reingepackt und allein der Gedanke lässt meinen Magen knurren. Aber nicht mal mehr Apfelkuchen gibt’s hier, der Rechner hielt mich vom Backen ab. Könnte ich eigentlich gleich machen, wenn die Updates laufen… genau, ich backe gleich.

      Ansonsten mache ich ja alles wie angegeben, nur am Sonntag habe ich gepfuscht, ich geb’s ja zu. Ich war zu zu schnell, grad so, wie es hier die Blogsoftware immerfort behauptet.

    • Ich mache demnächst wirklich mal das Rezept.

    • Es ist wieder da. Wer? Das Wiegemesser
      Halleluja, ein Griff in den Schrank, ein kleines Sieb vorgezogen und was sahen meine müden Augen, das Wiegemesser.
      https://s6.postimg.org/ufkqjzooh/wiegemesser.jpg
      Sofort zwei Bund Petersilie bearbeitet und nun hängt das Messer überm Herd und kann hoffentlich nicht wieder weg. Kuchen ist übrigens auch fertig.

      Maultaschen sind auch was Feines, mag ich sehr gern, in Brühe oder geschmelzt, aber mir macht ja keiner welche.

      Sodele, die ersten 463 Updates sind drin, grad ist mir nach dem Hochfahren die Helligkeit völlig versprungen, weiß der Teufel, was nun wieder ist, immer diese Probleme.

      Wann kann ich bzw. können wir mit dem Rezept der Spinatsemmelkäsewasauchimmerknödel rechnen? Wenn ich Sonntag welche essen möchte, sollte ich ja morgen schon mal die Semmeln besorgen oder?

    • @ Renate Simon, Als finale Lösung
      schlage ich Ihnen, falls es gar nicht klappen sollte (und der eigene Ehrgeiz nicht im Weg steht) einfach den käuflichen Erwerb der schmackhaften Erdäpfelrundlinge vor.

      Bürger (kennt man von den leckeren Maultaschen) macht gute Speck- und Spinatknödel und ist hier im Rheinland leicht verfügbar.

      Meine Empfehlung sind deren Leberknödel und -spätzle, die sind nun wirklich ein Gedicht, denn wenn man die selber machen will ist das ansonsten eine Heidenarbeit.
      Gibt’s bei uns hier im Westzipfel z.B. bei Rewe und anderen Supermärkten.

    • Danke für den Tipp, Westzipfel
      da muss ich dann doch mal beim Rewe rein. Bürger kannte ich noch nicht, wie so vieles andere auch nicht, aber das lässt sich ja ändern.

      Am Wochenende sind erst noch einmal Semmelnknödeln angesagt, die Semmeln sich gewürfelt und trocknen vor sich hin, die Schwammerl muss ich noch besorgen.

      Bin auf den neuen Versuch gespannt, aber nach dem BR-Filmchen, den Cinderella01 verlinkte und der ein großes Glas Milch, also pi mal Daumen 300ml und 2 Eier angibt, sollte es doch mal wieder klappen. Gematscht wird am Samstag, dann hat der Klötsch ausreichend Zeit, sich zu sammeln.

      Und nach all den Semmelnknödeln wäre Abwechslung nicht schlecht, also auf zu Rewe.


    • @Renate Simon: haha, Sie können ja bald eine Filiale von Stiftung Warentest für Semmelknödel und Apfelkuchen aufmachen! (Ich bin froh um Ihre Meldungen. Wenn ich mich mal an die Semmelknödel mit Käs ranwage – nicht vor in 2, 3 Wochen – weiß ich schonmal etwas Bescheid).
      @westzipfel: Ja, Maultaschen von Bürger hatte ich auch schon mal. Es gibt die von verschiedenen Firmen, negativ aufgefallen ist mir noch keine. Bei uns im Kaiser’s hatten sie die lange Zeit. Nun ist es Edeka, aber ich gehe davon aus, die haben es auch.

    • Fortsetzung und Erweiterung der Testreihe
      Nach dem Hinweis auf Rewe habe ich bei denen online geschaut, Maultaschen von Bürger haben die, aber sonst Fehlanzeige.
      Aber immerhin Maultaschen und da ich schon in deren Onlineshop war, die erste Bestellung/Lieferung kostenfrei ist, ich also nicht faul den ganzen Laden durchstöbert und frischen Babyspinat gefunden.

      Die gewürfelten Semmeln schnell gewogen, 375g, da kann ich also einen Teil für den nächsten Test aufbewahren, denn im Rezept werden
      200g Semmeln und 750g Spinat gefordert. Der ist aber zu 300g gepackt, also 600g gekauft, ich will’s ja nicht übertreiben mit dem Gemüse.
      Dazu kommen 50g Ricotta, habe ich auch noch schnell geordert, weiß natürlich wieder nicht, was mit den restlichen 150g anfangen, es gäbe noch ein interessantes Apfelkuchenrezept mit Ricotta, das meinem Rezept nicht unähnlich ist, Bergkäse ist im Haus, morgen Vormittag liefert Rewe und dann geht’s dabei.

      Die Semmelwürfel sind schon so trocken, dass es staubt, daran soll es also nicht scheitern und für diejenigen, die das ausprobieren wollen hier der Rezeptlink
      http://www.kuechengoetter.de/rezepte/suedtiroler-spinatknoedel-2955#comments

      Angeblich und lt. Bewertungen soll das schmecken, ich werde es ja morgen oder übermorgen feststellen und die Testergebnisse posten. Ach ja, dazu gibt’s bei mir Rahmschwammerl oder nur Butter und Parmesan, das lasse ich noch offen. Ist den Knödeln auch sicher egal.

      Zu Bürger, unser Kaisers hatte nur Steinhaus. Ob die jetzt als Edeka Bürger führen… ich werde das kommende Woche mal erkunden.

      .
      Hatte übrigens den grad zu vertilgenden Apfelkuchen mit einer Sorte aus der Gala Royal-Serie gebacken (bei Aldi Süd gefunden), ist minimal säuerlicher, alles in allem besser als Jonagold und braucht bei bis zu 1800g Äpfeln doch etwas mehr Backzeit. Werde zukünftig Zitronensaft zugeben, den Äpfeln mangelt’s allen an Säure.

  77. ..eine lustige Begegnung in München ...
    … viele Jahre lang weilten wir (2 Ehepaare) immer ein paar Tage lang im März in München – Steuerfachtagung und „Starkbierzeit“ – beide „Veranstaltungen anstrengend, „Schlaf raubend – doch in jeder Hinsicht lehrreich und vergnüglich …
    nach einer fast schlaflosen Nacht – München will ja ausgiebig erkundet werden – trudelten wir vormittags im Augustiner-Bräu ein …
    Die Herren bestellten sich selbstredend eine M a s s – (werd jetzt ein paar Fehler machen – man möge sie mir verzeihen) – da mir der Sinn nach so viel Bier noch nicht stand – damals ging ich davon aus, dass man in einem „Brauhaus“ auf jeden Fall ein Bier zu bestellen hat – in München sowieso –
    wollte auch zeigen, dass ich mich anpassen will – (war noch ziemlich jung damals) –

    jedenfalls meine etwas unsichere Frage an die Dirndl tragende und mit mächtig „Holz vor der Hüttn“ ausgestattete Kellnerin – ob ich vielleicht eine „kleine M a s s“ bekommen könnte – ließ sie verstummen – sie beugte sich mir entgegen – stemmte ihre kolossalen Arme in die Hüften und legte los:

    jo jetzat wiads dog – waast wos madl – kummst hoid widda wennsd a
    m a s s verdrogst – i bring dir nochad en kaffeeee …

    … wie haben schallend Tränen gelacht …

    spätestens seit dieser Begegnung bin ich diesem Land und ihren „Bewohnern“ in Liebe zugeneigt …

    MfG Mira Belle

    • Es heißt
      Moss, sagt mir ein Urbayer, und wenn man ihn richtig ärgern will sagt man in Spiegel-Deutsch aus Franz-Josef-Zeiten „Moaß“.

  78. Tico sagte am 20. März 2017 um 17:41 Uhr
    „Männerquälerei“ -Stierquälerei-Tierquälerei.
    .
    Gut, die Grünen hätten hier in diesem Artikel, in dem es um Heilige geht, eigentlich nicht zu suchen, aaaaber…
    .
    Gestern Aben erfuhr ich in unserem Landessender folgendes: Da man in unseren Regionen ja nun wieder den Luchs angesiedelt hat und auch die ersten Wölfe wieder einwandern sorgen sich die Schafzüchter um ihre Herden.
    .
    Zäune, sogar elektrische, haben sich als teilweise unwirksam gezeigt weil der gute Luchs da einfach drüber springt und über den Hunger hinaus mal kurz 3-4 Schafe reißt (so einen hohen Zaun wie Donald vorschwebt kann ja der gemeine Schäfer nicht mobil mit sich führen).
    .
    Nun schützen Schäfer seit ewigen Zeiten vor allem mit Hirtenhunden. Das Tierschutzgesetz, daß der stets grünbeschlipste B.-W.-Landwirtschaftsminister aus dem Odoforest, präziser odenwäldisch Badisch-Sibirien, kommagenau umgesetzt sehen will verbietet aber das Halten von Hirtenhunden innerhalb von Niederspannung (nach der ersten Zuckung wüsste der Hund wo er nicht hinpinkeln darf).
    .
    Aber damit nicht genug. Das TSG schreibt auch eine wärmeisolierte Hundehütte für den Hirtenhund vor. Halloooooo, Hirtenhunde wurden auf das Draußensein ohne Bodenisolierung und Serviettenhalter neben dem wohltemperierten V2A-Freßnapf gezüchtet. Die Schweizer sehen das übrigens pragmatischer.
    .
    Und einen Mann, in dessen Affenkäfig solche Ideen geboren und in verbindliche Texte gegossen werden wollt IHR im Herbst zum Nachfolger von ulF?
    (DdH)

    • Im bayerischen Wald werden Luchse regelmäßig umgebracht.
      Auf grausamste Art und Weise.Die Jägerschaft selbst steht auch unter Verdacht, die Ermittlungen bleiben erfolglos.Überall das große Schweigen…

    • Ja, das ist unangenehm. Mir ist diese ganze Jägerei ja ziemlich unheimlich.

    • @Jägerei
      Kenne ein paar passionierte Jäger und wenn mir selbst daran der Spaß etwas suspekt ist, so ist die Notwendigkeit zwecks mangelnden Raubtieren einfach da.

      Wenn allerdings die wieder heimkehrenden Wolf, Bär und Luchs gezielt und ungeklärt getötet werden, dann wirds haarig.

    • Platz wäre ja eigentlich genug da…

    • @ Philomena
      Ich kenne zuwenig Jäger, aber was mir eine ehemalige, zu früh verstorbene Freundin und die furchtloseste Frau, die ich jemals kennengelernt habe, glaubhaft versichert hat, ist Folgendes:

      Ort des Geschehens: Bayerischer Wald
      Benötigt wird: Überfahrenes Wild, eine geladene Büchse, Schnaps.
      Das Wild kommt in den Kofferraum und gelangt über einige Zwischenhändler an einen Jäger, der Teile davon unter einem Hochsitz drapiert.
      Oben auf dem Hochsitz wartet der Jäger, eine Flasche Hochprozentiges im Arm. Kommt, durch den Geruch angelockt, ein Fuchs vorbei, war’s das für ihn. Reiser hätte das nicht besser erfinden können.
      Der Jäger ist übrigens ihr Vater.

      Von meiner Freundin stammt auch der geniale Satz,: „Ich weiß genau, wo der Hase herweht.“ Zur Verwendung hiermit freigegeben.

    • "nach der ersten Zuckung wüsste der Hund wo er nicht hinpinkeln darf"
      Och, Zuckungen sind keine Hürde. Hatte ich anfänglich noch tatsächlich geglaubt, eine stattliche Anzahl ausgebrochener Schafe zwischen Mann, Maus & parkenden Autos auf dem Wald-Parkplatz würde die Schäferfamilie schon aus Haftungsfragen interessieren. Denkste. Die Frau Schäferin war – wegen tel. Nichterreichbarkeit ersatzweise durch Ordnungskräfte benachrichtigt – ausgesprochen sauer, daß sie für solche Lapalie extra ihren Haupt-Job unterbrechen und anreisen mußte. Ein andermal hing so ein RasenMÄHer-Ersatz stranguliert zuckend im Elektrozaun. Ihr Junges blökend daneben. Schaffte es weder selbst raus noch ist es mir gelungen, das arme Viech zu befreien. Hätte ich den Zaun außer Betrieb gesetzt, um die Schlinge durchzuschneiden, wäre der Rest der Herde dem Teil der auch diesmal schon wieder Ausgebrochenen auch noch hinterher. Schäfer mußte also wieder anreisen. Kopf im Elektro-Zaun passiert leider häufiger wie sich im Laufe der Jahre dann zeigte.

      Womit ich über Euer Greenhorn nichts gesagt haben will. Für die Holzwirtschaft hier sind die eh Feindbild No. 1. Und wer als Integrationswilliger liebgehabt werden will, sollte sich tunlichst nicht als Natur- oder Tierfreund zu erkennen geben. Nix für zartbesaitete Landlust-Leser.

    • Grün sind alle meine Kleider
      Jäger einfach mal so verdächtigen, geht gar nicht.
      Es gibt eine Reihe gesellschaftlicher Gruppen, die mit den wieder auftauchenden Raubtieren ihre Probleme haben. Als Jäger freue ich mich über die Rückkehr von Luchs, Wolf und Bär. Gibt in meinem jagenden Bekanntenkreis keinen, der das anders sähe.

      Eine ehrbare Tätigkeit im Übrigen und eine Lebensschule.
      Die Ersten, die in den Wäldern Bayerns auftauchten, waren Jäger.
      Nach dem Willen der meist noch nicht so lang Hierseienden, sollen sie auch die Ersten sein, die aus der Landschaft wieder verschwinden.
      Sie stören die Jack-Wolfskin-Naturfreunde.

      Das ernste Weidwerk und das schlichte Lodenkleid passen halt schlecht zu der ganzen knallbunten Goretex-Freizeit-Spaß-Gesellschaft, die die Landschaft und die Wälder zunehmend okkupiert und nur ungern daran erinnert wird, dass Fleisch von Tieren stammt, die ihr Leben dafür lassen. Nach stadtläufiger Ansicht wachsen Hamburger, Haxen, Braten und Würste offenbar in den Kühlregalen. Mir ist der Reh- oder Hirschbraten lieber. Das Tier, von dem er stammt, hat bis zu seinem letzten Tag wenigstens frei gelebt.

      @ Don
      „Mir ist diese ganze Jägerei ja ziemlich unheimlich“
      Ihnen, dem Enkel eines Jägers, ernsthaft?!?
      Da muss es einen ziemlichen Bruch in der Familientradition gegeben haben. Schade, aber so was kommt vor.
      Bei uns sind seit Generationen alle Jäger und Fischer. Kann aber sein, dass auch hier die Tradition abbricht. Die Verteufelung der Waffen, Natur- und Tierschutz, Diffamierungen, Vorschriften, Regulierungen, Hetz-Kampagnen, Zeitaufwand …

      Nebenbei: einem Salat bei lebendigem Leib den Kopf abzuschneiden, und ihm die Geschlechtsteile rauszureißen, ist nicht wirklich nett.
      Bin mal gespannt, wann die ersten Gemüseanwälte auftauchen.

    • Die selektive Wortwahl bei der Verurteilung gesellschaftlicher Gruppen
      Für viele gesellschaftliche Gruppen ist deren gesamthafte Verteilung oder Ausgrenzung zu einem gesellschaftliches Tabu geworden beziehungsweise man möchte es dazu machen. Da müssen dann sogar Polizeibehörden ihre angeblich diskriminierende Wortwahl ändern. Nur bei den Jägern sieht dies anders aus. Eine diskriminierende Wortwahl ist allgemein akzeptiert. Dabei ist § 292 StGB in dieser Hinsicht eindeutig. Wer illegal Wolf, Bär oder Luchs tötet, ist ein Wilderer.

    • @ Philomena oder die selektive Wortwahl bei der Verurteilung gesellschaftlicher Gruppen
      Die Jägerschaft steht unter Verdacht? Und beim nächsten islamistischen Anschlag ist es dann gerechtfertigt alle Muslime unter Verdacht zu stellen?

      Für viele gesellschaftliche Gruppen ist deren gesamthafte Verteilung oder Ausgrenzung zu einem gesellschaftliches Tabu geworden beziehungsweise man möchte es dazu machen. Da müssen dann sogar Polizeibehörden ihre angeblich diskriminierende Wortwahl ändern.

      Nur bei den Jägern sieht dies anders aus. Eine diskriminierende Wortwahl ist allgemein akzeptiert. Dabei ist § 292 StGB in dieser Hinsicht eindeutig. Wer illegal Wolf, Bär oder Luchs tötet, ist ein Wilderer.

    • Der Jäger aus Kurpfalz
      @ Nahuatl, mein Schwager war Jäger und hat einiges erzählt.Das mit den Luchsen habe ich vom BR, es sind so schöne Tiere und im Bayerischen Wald sollten sie doch niemandem etwas wegnehmen.

      Anders sehe ich die Zunahme der Wölfe, weil unser Land inzwischen doch sehr hoch bevölkert ist.Es gibt nicht mehr viel unberührte Natur bei uns und der Mensch kommt ja in alle verwunschenen Ecken. Hier wurde vor Jahren ein Biber angesiedelt. Wenn man sieht, wie der sich vermehrt und haust…Es melden sich Kritiker.Ehrlich gesagt, möchte ich meinen Garten auch nicht in einer Wildschweinzone haben.Da sind mir die Füchse, die mir meine Gartengaloschen nachts verziehen, wenn ich sie nicht sichere, lieber.

      Bestimmt 20 Jahre lang führte der 1.Weg einen Dachs nach seinem Winterschlaf auf unsere Terrasse, um die am Boden liegenden Rosinen für die Amseln zu fressen. 2x hatte er seine Madame dabei. Was lästig war, sie wollten wohl am liebsten einen Bau im Garten anlegen… Seit 2 Jahren ward kein Dachs mehr gesichtet.Ob ihn ein Auto oder Jäger zur Strecke brachte, weiß ich nicht.

    • Seien Sie froh, Philomena, dass noch keine Waschbären da sind.
      https://www.youtube.com/watch?v=D3LpQkOpD20
      Ab ca. min 2 sieht man, wie der aufrechte Gang erfunden wurde.

    • @ Nahuatl
      „Reiser hätte das nicht besser erfinden können“

      Da haben Sie wohl recht.
      „Überfahrenes Wild, unter einem Hochsitz drapiert, geladene Büchse, Schnaps“ … meine Güte, das Weidwerk will gelernt sein.

      Lassen Sie den Hasen unbedingt weiterwehen.
      Bloß nicht füttern!

    • @ Ernst Wilhelm,
      wegen dieses Paragraphen ermittelt die Polizei ja – und kommt nicht weiter.

      Warum fühlen denn Sie sich nun angegriffen? Ich denke, jeder Gruppe kann es passieren, was ich nicht gut heiße,verdächtigt zu werden.Beispiele versage ich mir jetzt.

      Bevor mein Schwager endlich den Jagdschein machen durfte, hat er gewildert, weil er mit der Selektion nicht einverstanden war.Auch die Krucken hat er im Februar zuerst “ gefunden“.Immer stand er mit denen vor unserer Tür, weil es zuhause Besuch bekam. Mein Mann konnte ihn nicht davon abhalten.Tricks haben die auf Lager…

      Aber ich beleidige Sie hoffentlich nicht, wenn ich meine: ein eigenes Völkchen seid Ihr schon? Sogar Könige wie Juan Carlos enttäuschen einen da.Nix für ungut, ich weiß, Ihre Zunft hegt auch. Trotzdem ist es immer eine Heidenarbeit, wenn ich die 3000 neuangepflanzten Bäumchen die ersten Jahre jedes Frühjahr an den Spitzen mit Schafswolle umwickeln muss. Der Hammer war, dass man mir 3 schöne Eiben, die hier angeflogen waren und der Sohn in die Mark pflanzte, einfach auf m e i n e m Boden herausgerissen wurden. Welcher Paragraph gilt jetzt da, wer könnte das gewesen sein?

      Als ob ein Viech nicht wüsste, dass das nix für ihn ist. Hier stehen Eiben, die Jahrhunderte alt sind…

    • @Hubert
      tschuldigung, wenn ich jemandem an den Karren gefahren sein sollte.
      Wahrscheinlich sind das nur Auswüchse einiger schwarzer Schafe.
      Folgende Geschichte führte zu einem Streit beim Abendessen.

      Besagter kam von einer Großwildjagd in Namibia zurück.
      Anscheinend konnte man damals so etwas wie Punktekarten kaufen, die Abschüsse waren je nach Tier verschieden teuer. Es waren noch Punkte auf der Karte übrig, mit einem Strauß wurden sie verbraucht.

      Ist schon schräg. Ich weiß, mir dem Geld für die Abschüsse werden Ranger finanziert.

      Trotzdem: Irgendwie erinnert mich das Ganze irgendwie an
      „Bombing for peace is like fucking for virginity“

    • @Nochmal Hubert
      Es ist bis jetzt zu 100% untergegangen, dass ich hohen Respekt vor Jägern habe.
      Als Städter verdrängt man gern, dass Tiere sterben müssen, damit man sich sein tierisches Eiweiß zuführt.

      Wenn das Leben der Tiere ok ist, ist es für mich auch ok, wenn sie sterben müssen. Das ist bei der Jagd definitiv so, in der FleischProduktion definitiv nicht.

      Mir ist nur die Persönlichkeitsstruktur von Jägern nicht klar und etwas unheimlich, siehe oben. Ist schon mehr als Hege und Pflege, aber auch hier bin ich mal wieder Außenstehender und kann nicht mitreden.

    • @ Philomena
      Ich fühle mich weniger angegriffen. Ich wundere mich eher.

      Woher hatte Ihr Schwager denn die Waffe und die Munition?

      Vielleicht wollte mit den Eiben jemand ein Pferd vergiften? Meines Wissens nach sind Hase, Reh, Wildschwein und Rothirsch unempfindlich gegenüber den Giften der Eibe.

      Im übrigen gebe ich gerne zu, dass ich bei der Jagd positiven Stress empfinde, der bei mir Glücksgefühle hervorruft. Deshalb schlage ich Jagdgegnern immer vor, auch mal ein Tier zu jagen. Vielleicht verstehen sie dann, dass das Thema weit über diskursive Tierethik hinausgeht.

    • @ Herr Wilhelm,
      durch meinen Jungschutz kommt nie kein Pferd nicht, nur Reh und Hirsch. Die Eiben standen auch mittendrin.
      Woher die Flinte kam,kann ich Ihnen nicht sagen. Später gabe es ja den abschließbaren Schrank.

    • @ Nahuatl
      Mir ist nur die Persönlichkeitsstruktur von Jagdgegnern nicht klar und etwas unheimlich …

      … wenn man da verallgemeinern darf.

      ;–)

  79. Bayern ...
    ist schön, ich mag die Kultur, die Landschaft, die Leute, mir passt s .. und bin grad in Bayern unterwegs, hab zum allerersten Mal ein Wallerfilet genossen… Danke für den Hinweis lieber Don …

    • Gern geschehen!

      Ruht der Waller erst mal fett im Magen
      muss man keine Furcht mehr vor ihm haben.

    • Waller wachsen prächtig und schmecken köstlich...
      …wenn sie im Teich ein gutes Quantum Jauche düngt. Details zum Wallerwachstum eignen sich gut zu Tisch :-)

    • Soso, damit macht man sich gute Freunde.

  80. Titel eingeben
    Wer sich für die beschriebenen Orte und ihre entschleunigte & auch sonst empfehlenswerte Kultur (incl. Gast- und Wirtshäuser) interessiert, dürfte auch hieran Gefallen finden:
    http://www.oaseverlag.de/Abels_Kolumnen/Aktuelle_Kolumnen_von_Wolfgang_Abel/
    .
    …oder auch an den so schönen wie kritisch aufklärenden (aber immer unaufgeregten) Filmen von Dieter Wieland im BR. Hier sind einige erwähnt, mit Links:
    http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/unter-unserem-himmel/dieter-wieland-topographie-100.html

  81. Chiens de berger et chiens scientifiques
    Bei der Hundezucht können aber auch schon einmal Pannen passieren: Der (junge) Hund unseres Physiklehrers wollte nach bewährter Sitte sein Revier abgrenzen, als er neu in das Ferienhaus der Familie kam. Leider gab es da statt Nieder- die übliche Netzspannung und der Lerneffekt war zusammen mit dem Hund perdu…

    • Das tut mir leid, mit dem Hundle
      War also das Ferienhaus schuld, weil die zuhause keine Steckdosen hatten oder hatte Hundle dort Hausverbot?
      (DdH)

  82. Titel eingeben
    „und das Königreich Bayern in die Unabhängigkeit zu führen“

    es sollte eher heißen:

    „und das Königreich Bayern WIEDER in die Unabhängigkeit zu führen“

    P.S.: die Wiedererlangung der Unabhängigkeit – als Republik – wäre gut;
    ein Königreich braucht dagegen kein Mensch!

    • So ein leicht debiler König zur Repräsentation hätte aber auch schon was.

    • Monarchie
      „… ein Königreich braucht dagegen kein Mensch“

      Weshalb eigentlich nicht? All die leeren Schlösser …

      König (außer Wurst-, Bier-, Schützen- und anderen Königen) scheint grad keiner im Angebot, aber einen Kaiser hätten wir, dem die politische Immunität evtl. gelegen käme. Nur scheitert die Chose womöglich an Dons perfidem Anforderungsprofil.

    • Kaiser ist zu viel, König reicht, finde ich. Kaiser, das hat so einen Subsaharageschmack inzwischen.

    • was zum richtigen Jubeln
      Aber wohl einer, der selbst dann wenn er leicht debil ist, also wenn er nicht glaubt, selbst mit Konkubine sei er noch Pfarrer umd mit „Dunkeldeutschland“ rumpöbelt, sich noch benehmen kann.

      Ja, dann würden sogar ein paar Bauprojekte fertig.

    • Naja, irgendwo wird man schon einen erblich degenerierten Erzherzog auftreiben konnen, der für ein paar Millionen in einem Schloss sitzt und den Touristen zuwinkt, und jeden Monat einen prächtigen Umzug macht und Taufpate jedes 10. Kindes wird, und nach dem man Torten benennt und mit dem Hoflieferanten auszeichnet.


    • Da kommt man vom Kaiser zum König und dann noch zum Erzherzog…
      also, fangen wir doch mal ganz unten an: ein Fürscht muß fürs erste reichen.

    • ... der touristische Wert ....
      … eines Königtums würde die Kosten leicht einspielen.

      Und uns blieben Possenreißer à Steinmeier erspart, die sich alle 4 Jahre mit einer Appanage von > 200.000 Euro und abgewohnten Möbeln im Schloß Bellevue (= Generalsanierung) verabschieden.

      Ich wäre für Markus Heinrich Franz Joseph Luitpold Maria Wittelsbach Prince of Bavaria. Born on May 16, 1974 in Freiwaldau, jung und medienaffin.

    • Wir brauchen da aber einen Hallodri, der dem bayerischen Naturell entspricht.

    • Mit Kaiser oder König wäre das nicht passiert
      Ich darf darauf hinweisen, dass Adolf Hitler, der Kanzler Nr. 27 der Weimarer Republik, nur dadurch zum Diktator werden konnte, weil in der mit heißer Nadel gestrickten „Weimarer Verfassung“ der Kaiser durch einen genauso mächtigen (gewählten) Präsidenten ersetzt worden war. Nach Artikel 51 der Verfassung wurde der „bei Verhinderung“ (vorübergehend) durch den Kanzler ersetzt. Der Kanzler, bei „Verhinderung des Präsidenten“ jetzt Präsident und Kanzler zugleich und mit dem Recht ausgestattet, den Reichstag zu entlassen, konnte auf dem Boden der Verfassung so die komplette Gewaltenteilung aufheben, sich selbst ernennen oder entlassen und ganz legal zum Diktator werden, was natürlich jeden „Widerstand“ zunächst einmal unmöglich machte.
      Zu diesem Diktator konnte theoretisch jeder werden, auch ein Kommunist, wenn einer am Todestag des Präsidenten Hindenburg Kanzler gewesen wäre. Das war der Kardinalfehler in der Weimarer Verfassung. Und weil die, die diesen Fehler eingebaut hatten, heute noch um parlamentarische Ämter ringen, hören wir nur eine ziemlich geschönte Geschichte dieser Vorgänge, mit der Betonung auf: „Das Volk hat Adolf Hitler gewählt“.
      Beim Tod des Kaisers hätte der nur durch einen Nachfahren des Königs von Preußen ersetzt werden können und das war Adolf Hitler, der vielleicht viel war, garantiert nicht.

  83. Biersack???
    Is des sowos wia z.B. a Tennis-Arm?!

    (so vui konn ma doch goa net sauffa, oda?!)

  84. Zur Grammatik bei Nietzsche und dem himmelhochjauchzenden SPD-Parteitag
    „Die ‚Vernunft‘ in der Sprache: oh was für eine alte betrügerische Weibsperson! Ich fürchte, wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben“ Friedrich Nietzsche.

    Deleuze zeichnet anhand des § 13 aus der ersten Abhandlung von GM die Reaktivität einer Grammatik des Bewusstseins nach. Nietzsche beschreibt darin die Ideologie der Schwachen anhand der Metaphorik von ‚Lämmern‘ und ‚Raubvögeln‘. Die Lämmer, Ausdruck der Schwäche unterstellen einfach, „es stehe dem Starken frei, schwach, und dem Raubvogel, Lamm zu sein“. Deleuze erklärt den Fehlschluss des Ressentiments:

    Der Paralogismus des Ressentiments beruht darauf: der Fiktion einer Kraft, die getrennt ist von dem, was sie kann. Nicht zufrieden damit, sich faktisch der Aktivität zu entziehen, müssen sie auch noch das Kräfteverhältnis umkehren, sich den aktiven Kräften entgegensetzen und sich ihnen gegenüber als überlegen darstellen.

    Die Schwachen führen das Konzept der Willensfreiheit ein. Und sie tun dies aus zwei Gründen. Erstens können sie den Starken als ‚böse‘ bezeichnen, denn er hätte ja seine Kraft zügeln können. Zweitens sind sie dadurch in der Lage, sich gegenüber den ‚Raubvögeln‘ als ‚gut‘ abzugrenzen, indem sie vermeintlich eine Kraft unterdrücken, über die sie tatsächlich nicht verfügen. Deleuze erklärt bezüglich dieser Umwertung durch die Schwachen: „…die reaktiven Kräfte ‚projizieren‘ ein abstraktes und neutralisiertes Bild der Kraft“. Aus Sicht der ‚Lämmer‘ beruht die Tugend der schwachen auf dem Lob eigenen Unvermögens, während die ‚Bösartigkeit‘ der Starken auf deren Vermögen basiert. Dabei spielt sich die aktive Kraft des Starken jenseits der Unterscheidung zwischen starkem und schwachem Wille ab.

    Die Schwachen installieren mit ihrem umgewerteten Kraftbegriff das gesamte reaktive System des Bewusstseins samt seiner Fiktionen wie Kausalität, Substanz, Atom etc. Die zugrunde liegende Ideologie „hat den Glauben an das indifferente wahlfreie ‚Subjekt‘ nöthig aus einem Instinkte der Selbsterhaltung, Selbstbejahung heraus, in dem jede Lüge sich zu heiligen pflegt“. Die wesentlichen Charakteristika der Sklavenmoral lassen sich gleichzeitig zur Beschreibung von Bewusstsein und Sprache heranziehen. Deswegen kann Deleuze schreiben:

    Dies haben wir zu begreifen: Der Instinkt der Rache bildet die Kraft, die die Essenz dessen ausmacht, was wir Psychologie, Geschichte, Metaphysik und Moral heißen. Der Geist der Rache ist das genealogische Element unseres Denkens, das transzendentale Prinzip unserer Weise zu denken.
    Das Ressentiment des vornehmen Menschen, selbst wenn es an ihm auftritt, vollzieht und erschöpft sich nämlich in einer sofortigen Reaktion, es vergiftet darum nicht: andrerseits tritt es in unzähligen Fällen gar nicht auf, wo es bei allen Schwachen und Ohnmächtigen unvermeidlich ist.

    Daher plädiere ich für eine Philosophie der kleinen Räume, die große Menschen ermöglicht
    PvK

    Leopold Kohr:
    http://www.leopold-kohr-akademie.at/lka/modules/biografie/index.php?id=1:2

    (siehe Zitate)

    • Die Grammatik bei Nietzsche ...
      Äußerst interessante Gedankenführung, aber Rache als Grundmotiv des menschlichen Handelns ist mir fremd. Genuss, Genussmaximierung wäre mir da lieber. Die Welt und das alles was vorhanden ist, ist auch zu genießen. Nein, bei all meiner Bewunderung für Nietzsche, ich werde alles Mögliche an Kraft dafür einsetzen, dass ich wenn ich mal älter bin, niemanden verachte und nicht verbittert werde …

    • I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability
      Einige Anmerkungen:

      Rache ist ein recht cleveres Konzept, denn es besiegt die immer und ausschließlich gegenwärtige Natur mit dem Konzept einer gerade nicht gegenwärtigen Beobachtung. Die Gegenwart wird in Vergangenheit und Zukunft aufgelöst (vulgo: Zeit) und dann, jetzt kommt de Trick, wieder mittels Rache als Einheit von Vergangenheit und Zukunft zusammengefügt. D.h. mittels Rache kann man aus der Zukunft auf die Vergangenheit zurückgreifen. Damit ist man einer Gegenwart allein schon aus dem Grund überlegen, dass die Gegenwart immer nur auf Ressourcen der Gegenwart zurückgreifen kann. Die Rache hingegen kann auch Ressourcen der Zukunft aktiveren, d.h. seine Brüder holen.

      Whatever, grundsätzlich ist zu sagen, dass die Zivilisation die Erfolgsgeschichte der Schwachen war und ist. Der Mensch ist nun einmal schwach (in der Natur, d.h. der Gegenwart) und folglich ist es relativ sinnlos, ihm eine Stärke anzudichten. (Sorry Nietzsche). Erst das Eingeständnis seiner Schwäche hat dem Mensch den Weg zum Ruhm eröffnet.

      Dass Nietzsche gerade auf SPD Parteitagen im Jahre 2017 eine Wiederaufführung erlebt, das ist natürlich völlig unnatürlich, gerade zu grotesk, aber real, da gegenwärtig. Da bleibt nur Rache mittels Luhmann, in der zukünftigen Gegenwart.

  85. Ich, Adolf.
    Adolf Hitler; Eine synoptische Glosse zur Erholung der stark gebeutelten Kommentatoren.

    (Editiert. Sein’s ma ned bös, und ich weiss auch, wie es gemeint ist, aber das könnte so heftig in die falsche Kehle gelangen, dass ich hier die Kommentare schliessen müsste. Don)

  86. bin auch für König
    „Eine Staatsverfassung, in welcher bloß das abstrakte Recht, ohne allen Zusatz von Willkür und Gewalt, sich verkörpert, passt nicht für Wesen, wie die Menschen sind. Weil nämlich die große Mehrzahl derselben höchst egoistisch, ungerecht, rücksichtslos, lügenhaft, mitunter sogar boshaft und dabei mit sehr dürftiger Intelligenz ausgestattet ist, so erwächst hieraus die Notwendigkeit einer in Einem Menschen konzentrierten, selbst über dem Gesetz und dem Recht stehenden, völlig unverantwortlichen Gewalt, vor der sich Alles beugt, und die betrachtet wird als ein Wesen höherer Art, ein Herrscher von Gottes Gnaden. Nur so lässt sich auf die Länge die Menschheit zügeln und regieren.“ — (Arthur Schopenhauer 1788-1860 — P. II, 269)

    • Mir geht es ja mehr um sündhaft verschwenderische Hoftage, Feuerwerke und laszives Prassen mit Hofschranzen. Also sowas wie die ARD, nur in schön und anständig.

  87. mein Körper ist bereit für Dutch Schulz !
    werter DdH, wer ist denn der mann, der in einem Affenkäfig ideen gebiert ?

    meinen sie diesen konkurrenten aus dem konkurrierenden kanzlerwahlverein, der die blonden groupies gnadenlos ins rechte! lampenlicht setzt beim einzug in den sportpalast ??

    sehen sie, ich komme frisch aus dem boot und lese bei DONs freundin Stokowski, dass ihr „körper bereit für Dutch Schulz“ sei. und das von Margarete, unglaublich oder ?

    wenn das so ist, dann ist der Würseler spassbademeister nicht mehr zu stoppen.

    haben wir von DON jemals gelesen, dass „sein körper bereit sei“, z.b. für HC oder Schwesig oder gar ulF ? da fehlt es einfach – lieber DON – an engagement und körpereinsatz !

    wir hatten heute körpereinsatz genug, gleich mal bei den startübungen im skiff eine kenterung – von einer frau natürlich !

    • Stokowski 'n Schulz
      Die (Achtung: Triggerwarnung) Stokowski schreibt auch, der Wahlspruch „Jetzt ist Schulz“ sei so spannend, als sage der Hautarzt: „Der nächste bitte!“. Das stimmt aber garnicht, der ist so spannend, als sagte der Hautarzt: „Jetzt ist Fusspilz“ (Und für das blöde Volk ein Schuss Kanzlerkämpferimage: „8 Jahre Herpes, jetzt ist Fusspilz“).
      Als weitere Wahlslogans hätte ich zu bieten: „Oma muss weg, jetzt kommt Opa“, „Lasst jetzt uns mal Amok laufen“, „Was die Alte nicht kann, können wir noch besser nicht“, „Unser Schulzi ist die erste Wahl (auch wenn diese Wahl die letzte ist)“, „SPD – alles Retro, oder was?“ und: „Liebling, wir haben den Trump geschrumpft!“.

  88. Vollkommen OT, aber wenn der heilige Sankt Martin..
    ins Spiel gebracht wird, gestehe man mir auch die Frage zu, die mir geradezu unter den Nägeln brennt. Die Staatsanwaltschaft z´Minga, ist die mit Transgendertoiletten ausgestattet? Ich frage jetzt nicht wegen der mutmaßlichen Delinquenten.


    • praktisch wäre das aber schon.

      je nachdem, welche toilette gerade unzugänglich ist, wandelt sich probeweise das geschlecht.

    • Dutch Schulz ist niemals OT !
      werter freund „GAST“, der Dutch Schulz ist doch nicht OT, nein der wird die kulturellen unterschiede in Deutschland auf dem geringst möglichen Würselen-niveau einpendeln lassen und bei DON werden endlich plattenbauten errichtet………………the race to the bottom hat schon begonnen – hauptsache die gerechtigskeitslücke – von der inzwischen sogar schon herr Frantzscher vom DIW schwafelt – wird geschlossen.

      natürlich werden da TGT eingerichtet,flächendeckend, die mittel kommen vom Bundeswirtschaftsmysterium aus dem innovationsfond.

  89. Ausnahme Hilfsausdruck
    Das wunderschöne Bayernloblied (Semmelknödel und volle Kanne hyggeligt) möchte ich einbrezen äh eingrenzen.

    Und zwar, weil Münchner voll die präpotenten Angeber sind. Da kein Loblied.

    Was muss ich sehen, Riesen-Blowup (aufgeblasen, sagt schon ois) am Gärtnerplatz:
    „Investieren Sie in Moderne Kunst!
    Geben Sie Ihrem Barista Trinkgeld.“
    (In gedachten Klammern: Sie Schwein, Sie Geizhals)

    Gnigger.

    Gemeint Münchner oder Pseudomünchner, die Ihrem Kellner oder Barmann kein Trinkgeld geben, aber am Gärtnerpaltz rumfläzen tun und an Schmäh waafen, weils so schön und so reich san. Außen hui und inna pfui. Und des mittn in Bayern. Sauber.

    • Münchner haben auch nicht mehr Geld, sie verteilen es nur anders. Das wäre übrigens auch mal ein Thema.

    • MÜNCHEN HATS JA ODER AUCH NICHT
      in münchen wird ein neuer konzertsaal gebaut, für endlose summen versteht sich…………….die olympiaruderstrecke in Oberschleissheim teilt das schicksal der sportanlagen in Brasilien, sie verrottet kläglich und verfällt und wird weiter verrotten und in sich zusammenfallen , den – so die stadt münchen – geld ist keines da.

      derweil stinken die sanitären verhältnisse zum himmel über bayern !

      wahrscheinlich ist das wählerpotential der konzersaalbesucher grösser !

    • Die sind doch auch vergräzt, weil die Halle nicht zentral liegt.

    • Ach, diese Baristas
      Quereinsteiger aus dem Nichts.
      Da hat jede Angestellte eines an die Tanke angeschlossen Imbissladens an den italienischen Autobahnen mehr drauf. Gut, sie zeichnet keine Herzen und Farne auf den Schaum, und hat auch keinen Zopf über dem Undercut, aber unter dem Strich ist sie ansehnlicher. Und schneller.

      Diese Quereinsteiger geben dann, wenn sie 3 Monate lang an einer E61 gewirkt haben, Wochenendseminare über das richtige Erwärmen der Espressotasse. Die Tasse muss man mitbringen.

      Schätzungsweise haben vielleicht 10% aller Münchner in München geborene Großeltern, einige Zuzügler aus Altbayern, einige wordgewandde Vertriebler aus Franken, einige von weiter oben und viele aus Ländern, in denen die Sonne früher aufgeht.
      Mit Bayern hat München eigentlich nix mehr zu tun, war schon immer so, aber anders.

    • Da ist es wieder,
      dass man Allgäuer einfach nicht zu den Bayern zählt.Von denen gibt es in München eine ganze Menge.Von Betrieben bis zu Unis.;-)

    • vergessen
      Die sind natürlich auch da, und ja, seltener im Bodensatz aufzustöbern.
      Alemannen sind aber ein anderes Thema.
      Allgäuer haben, aber wenn ich das von einigen Bekannten hochrechnen darf, auch ein stark ausgeprägtes Heimatgefühl und Traditionsbewusstsein.

      Nochmal zur Brauchtumspflege, Fackel und Asche:
      Hubert von Goisern war in meinen Augen einer, der eine stark lodernde Fackel weitergegeben hat. Vielleicht ist das stark Lodernde auch der Grund dafür, dass einige Fackelträger aus dem Alpenraum und aus Wien (hab Ambros kürzlich gesehen) extrem schnell gealtert sind.

    • Die grossen Umverteiler anderer Leute Besitz und der Wahrheit
      Es ist völlig müßig, Ruderer gegen Konzerthausbesucher oder Münchner gegen den Rest von Bayern auszusspielen. Da freuen sich nur die darüber, die das Geld anders verteilt haben, um ihr durch den deutschen Schuldkult anerzogenes Dauerschuldgefühl abzuarbeiten. Das Geld wäre ja dagewesen.
      Und die größte Ironie ist, dass der Schuss nach hinten losgegegangen ist. Jetzt sitzen sie bei der UNO, UNICEF und wie sie alle heissen, auf der Anklagebank, weil Frauen und Kinder nicht komfortabel genug untergebracht sind.
      Ruderer und Konzertliebhaber müssen sich gegen die zusammenschliessen, nicht gegeneinander ihre Energien verschwenden.
      Auf der Anklagebank zu sitzen, hätten die auch leichter haben können.

      Und wenn wir schon von Anklagebank reden: wenn die Entwicklung der Flüchtlingskrise tatsächlich so war, wie sie in „Die Getriebenen“ geschildert wird, dann sind wir von dieser Regierung und allen ihren Mitgliedern kontinuierlich, vorsätzlich und schändlich nach Strich und Faden angelogen worden und werden es immer noch.

      Dann sollten sich die, die gegen „Fake News“ ins Feld zu ziehen vorgeben, die lächerliche Wahrheitsministerien gründen und jeden, der an ihren „alternativen Regierungsnarrativen“ rüttelt oder zweifelt, als rechtsradikales Nazipack verteufeln, zunächst einmal selbst vor Scham im Boden versinken bevor sie Wörter wie „Ethik“, „Moral“ und „Ehrlichkeit“ wieder in den Mund zu nehmen wagen.


    • Ach, diese Baristas – Quereinsteiger aus dem Nichts
      Warum „aus dem Nichts“, die haben doch bestimmt ein ordentliches Studium.

    • ... weil Münchner voll die präpotenten Angeber sind.
      Eine vollblütige La Barista in einem etabliertem Bogenhausener InzuchtSchickiMicki-Hotspot sonderte stets zur späten Stunde kapriziös die Essenz ihrer einschlägigen Lebenserfahrung ab: „München lebt vom Schein!“ Karl Kraus konkludiert messerscharf und unwiderlegbar: „Schein hat mehr Buchstaben als Sein“. Sic est!

    • Getriebene
      Die einzigen Aufrechten, so als Beamte, waren de Maiziere und Schäuble. Da habe ich doch gestaunt.
      Der 2Ztr.- Mann verhielt sich genauso, wie ich ihn mir vorstellte.Andere auch.Ganz klar erkennbar auch das Unwesen Merkels, widerlich. Dafür will Waigel nun werben, der Herr Euro…Ich denke, für Seehofer wäre es besser gewesen, auf Gauweiler zu hören.

    • Nach dem Studium
      (wahrscheinlich nicht MINT) wird man Taxifahrer, macht Stockfotos oder schaut, wie man mit geschäumter Milch auf Kaffee herummalt. Im Endeffekt hält sich da eine Gruppe mit gehypten Produkten rund um Kaffee gegenseitig die Steigbügel, um ein mehr oder weniger erträgliches Auskommen zu haben. Nix Schlimmes, und es verträgt sich gut mit einer second-life-attitüde von leuten, die viel Geld und veil Zeit haben.
      Da es eher ein Trinkgeldjob ist, werden auch Zuwanderer nciht so schnell zu ernsthafter Konkurrenz, von one-world-buden abgesehen.

  90. "..., wie lautet denn die heutige korrekte Bezeichnung?"
    Zuallererst: Nazis, alles Nazis; eventuell irgendwann dann – bei guter Führung – Genosse (wiewohl sich die Nazis PG=Parteigenossen nannten). „Einer von uns, ohne Wenn und Aber“.

    https://de.nachrichten.yahoo.com/tim-allen-vergleicht-hollywood-nazi-124339018.html … „Du musst hier ziemlich vorsichtig sein oder du wirst verprügelt“, erzählte Allen mit einem Lächeln auf den Lippen. „Wenn du nicht an das glaubst, an das jeder glaubt, läuft das hier wie in den 30er Jahren in Deutschland ab.“ Mancher könnte sich bei solch einem Statement durchaus fragen, ob dem tollpatschigen Heimwerker-König nicht vielleicht einmal zu oft ein Hammer auf den Kopf gefallen ist.

    Damit spielt Allen jedoch darauf an, dass ein Großteil der Kreativen in Hollywood seit jeher für sehr liberale Denkweisen bekannt ist. Will heißen: Als Trump-Supporter hat man in der Traumfabrik einen schweren Stand – und Allen hält Donald Trump (70) nun einmal für den richtigen Mann für das Amt des US-Präsidenten. … Das Wort „liberal“ hat längst seine ursprüngliche Bedeutung verloren, leider. Selbst die FDP nennt sich nicht mehr „liberal“.

    Der Kanzlerkandidat in Deutschland und seine Begeisterten erinnern mich an die Berichterstattung aus Nordkorea, so leid es mir tut, das zu schreiben. Stalinismus zu vermuten, wäre bei Schulzens Verhalten eine starke Untertreibung.

    • Naja, manche heben den hoch, um ihn dann aus grösserer Höhe plumpsen zu lassen. Ich lese das alles nicht.

    • Kim-Song-Schulz, eben ,
      passt zur SPD .

      Marxisten lassen früher oder später immer die Maske fallen
      und heraus kommt die Fratze der Diktatur.


    • Naja, manche heben den hoch, um ihn dann aus grösserer Höhe plumpsen zu lassen.
      o_o_O…
      Ich bin mir da unschlüssig, so überzeugt wie Sie bin ich da nicht.
      Allerdings glaube ich Meinungsumfragen nicht.

      Uns versucht seit Wochen immer so eine Meinungsausforschungsinstitution zu erreichen – gerade habe ich sie mit Fax angepfiffen -, aber mein Mann geht eh nie wählen und ich erzähle aus Prinzip die Story vom Pferd, weil die das nichts angeht.

    • Ich glaube denen auch nicht. Wer nur einen Funken Hirn nat, weiss genau, dass doe Antwort AfD riskant ist,

    • Mulholland Drive – Prachtstraße der Vergewaltigung und des Mordes.
      Kam mir warum auch immer wieder in Erinnerung.

      Alle wollen junge Mädchen f…en!
      http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/roman-polanski-wenn-du-geschwiegen-haettest-hollywood-1894793.html

      Zum Drive:

      … aus der Erinnerung aus einer Dokumentation über den Mulholland Drive (ca. 25 Jahre her). Ein Sheriff wird zitiert (40er, 50er oder 60er Jahre):

      „ … fast täglich fanden wir die Leichen geschändeter junger hübscher Frauen die achtlos am Drive entsorgt wurden …“

  91. djangohatnemonatskarte sagte am 21. März 2017 um 17:49 Uhr
    „mein Körper ist bereit für Dutch Schulz !“ und
    „werter DdH, wer ist denn der mann, der in einem Affenkäfig ideen gebiert ?“
    .
    Django, ich habe heute schon so viel geschrieben, daß man den Eindruck gewinnen könnte, ich hätte nichts zu tun. Dabei war ich zwischendurch auf meinen Ländereien und habe den Hundescheißeabwehrzaun aus Weißdornästen wieder gerichtet, den mir böse Hundebesitzer wieder durchlässig gemacht hatten. Ich will ja nicht, daß, wenn ich demnächst meinen AS-Alleswegputzer in Betrieb nehme, mir die Hundekakka um die Ohren fliegt.
    .
    Dabei gingen drei in einer seltsam abgehackten Sprache sprechende Schüler vorbei und moserten was von „Typisch deutsch“. Auf meine Frage, ob sie was gegen „Deutschsein“ hätten, antwortete einer von ihnen nein, er sei selbst Deutscher. Ich solle selbst sehen, wobei er seine Schildkappe anhob. Es war ein ganz, ganz kurz geschorener Haarschnitt zu sehen, der mir eher nach „türkischer Gefängnisinsasse“ dünkte (den anderen Gedanken lassen wir lieber weg, denn einen Fingerzeig darauf traue ich ihm dann doch nicht zu). Das mit dem Deutsch sein mußte ich ihm abnehmen, bei „Ius Soli“ hin, „Ius Sanguinis“ her.
    .
    Habe dieses Mal die Weißdornäste um einen gespannten Draht gewirkt. Der Pionier sagt dazu bei gelegten Minen „aufnahmesicher“.
    .
    Danach bat mich mein Siebenbürgischer Nachbar, der mit Hund an der Leine die Sicherungsarbeit bewunderte, daß ich einmal eine Expertise seines Selbstgebrannten nehmen solle. Er sei sich nicht sicher ob der noch genießbar sei.
    .
    Das mit der Stokowski verstehe ich nicht. Ich lese das Zeug von derartigen Medienziegen ja nur selten und hier ausschnittweise bei Don.
    .
    Das mit dem gekenterten Boot zu Varese, nun was soll ich sagen? Wie war das mit der Soldatin in Paris? Hatte man nur versucht ihr das Gewehr zu entreißen oder war das schon action accomplie? Ich will mir´s ja auch nicht mit den ganzen Damen hier im Blog verderben, mit Philomena, Object B, Frau Simon, Sirisee, Colorcrace, Laura, Donna Laura und Tamarisque (Aufzählung unvollständig, Verzeihung).
    .

    Obwohl ich der Ansicht bin, Letztere hätte mich ja schon mal nach dem Buch von dem Franzosen fragen können, der da Monate bei kalter Gemüsesuppe mit erstarrtem Olivenölkruste drauf und mit toten Fliegen drin-und Mönchen, die ihm ab und zu an die Wäsche wollten- auf dem Berg Athos verbracht hatte. Schon wegen der Baumerwähnungen.
    (DdH)


    • Also gut, weil Sie es sind, aber bitte ganz kurz: was für ein Buch?
      Inhalt in 3-5 Sätzen?
      Wenns geht ohne gruselige Details wie gefrorene Suppe auf dem Athos.


    • Habe dieses Mal die Weißdornäste um einen gespannten Draht gewirkt. Der Pionier sagt dazu bei gelegten Minen „aufnahmesicher“.
      Bekannte bauten eine Mauer, um die Nachbarn vom lästigen Hereinglotzen ins ebenerdige Badezimmer abzuhalten. Hatten sie uns gerade erzählt, beim Kaffee unterm Apfelbaum. Gingen sie Kaffeenachschub holen und Verwandte setzen sich zu uns. Barmten über die Mauer, ach, so trennend und undurchlässig… mein Mann und ich unterdrückten mühsam das Kichern und Prusten.

  92. Men always want to be a woman’s first love. Women like to be a man’s last romance.
    BTW:

    ich habe es doch schon immer gewusst, jetzt ist es amtlich:
    das ganze Gefühlsgedöns der Frauen ist krank!

    „Sie ist 25 und begehrt nur, wenn wirklich alles stimmt. In einer Gesellschaft in der sich alles um Lust zu drehen scheint, fühlt sie sich wie behindert. Dabei ist sie nur demisexuell“

    https://www.welt.de/vermischtes/article163003528/Demisexuell-Sex-will-sie-nur-mit-echten-Gefuehlen.html

    Wieviel Zeit meines Lebens habe ich mit all den Gesprächen mit diesen Demisexuellen verplempert…anstatt einfach Liebe zu machen…ARRGGHH

    • Ja, Duseltanten sind ZeitdiebInnen .
      Wenn sie labern will, soll sie Schauspielerin werden, aber dieses ewige -eine Tonne Geschwätz, und dann gibt es erst keinen Sex- soll man möglichst schnell abdrehen.

      Sie kann ja dann eine Bekannte werden, mit der man ins Leere labert, aber kein Objekt der Begierde mehr.

      Mit ,,Schatz, wir müssen reden“ bräuchte mir keine kommen, da wär‘ ich schon gegangen .

    • Hoffentlich nicht zuviel
      Ich hätte Sie eher als jemanden eingeschätzt, der ohne Umschweif relativ schnell zur Sache kommt.

    • Nachtrag: Auch anderen fiel das Warten schwer
      To His Coy Mistress
      Andrew Marvell, 1621 – 1678

      Had we but world enough, and time,
      This coyness, Lady, were no crime.
      We would sit down and think which way
      To walk and pass our long love’s day.
      Thou by the Indian Ganges’ side
      Shouldst rubies find: I by the tide
      Of Humber would complain. I would
      Love you ten years before the Flood,
      And you should, if you please, refuse
      Till the conversion of the Jews.
      My vegetable love should grow
      Vaster than empires, and more slow;
      An hundred years should go to praise
      Thine eyes and on thy forehead gaze;
      Two hundred to adore each breast;
      But thirty thousand to the rest;…..

  93. Der beste Artikel des Tages...
    …ist neben Ihrem, lieber Don, dieser hier in der österreichischen Presse von Safranski:

    http://diepresse.com/home/bildung/4949948/Safranski_Den-politischen-Islam-will-ich-nicht-bei-uns-haben

    PS bei Twitter kann man Don im Josefi- Gewand bewundern. Schee is er scho

    • Danke
      für den Lesetipp!

    • Titel eingeben
      Safranski hat ja so Recht. Aber bitte nicht übersehen: das Interview erschien vor einem Jahr.

    • prima, frauke
      aus welchen Schatzkästchen in Ihrem Kopf Sie Dingelchen herausholen können.

      Ich muss gestehen, dass in meinem Hirn eher nur für Unwichtiges Platz war:
      Rösner, Degowski und den im Drumrum erwähnten Spruch aus einem Telefonat zwischen den beiden: „Ich hab‘ die Bude voller Weiber und den Kühlschrank voller Bier und muss jetzt definitiv wissen ob du kommst.“
      Fällt mir nur gerade ein, weil einer von beiden kürzlich irgendeinen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt hat.

    • Lieber Nahuatl, Schatzkästchen? Hmm, eher Müllhalde, nach der bislang noch nicht einmal
      aufgestellten These, dass dort, wo sich schon jetzt jede Menge anderer stinkiger Abfall häuft, kein Platz mehr für dementia plaque übrig bleibt, gansbreitgrinz…

    • @kdm
      das ist ja das schöne. Genau vor einem Jahr, man könnte denken der Text sei neu, ist aber nicht.

      Für mich deutet das an, dass wir eine Phase relativer Stabilität erreicht haben, bezogen auf grundsätzliche Probleme mit der Einwanderung. Nach der Grenzöffnung vom 4. September 2015 war doch alles sehr viel mehr im Fluss; es wurden direkte Entscheidungen diskutiert. Derzeit sind wir weitläufig bei Sekundäreffekten angekommen. Und dazu sollten auch Diskussionen auf einer höheren, abstrakteren, Ebene geführt werden.

      Bloss die Medien verweigern diese; leider auch der eine oder andere Forist (‚DA, gibt es wirklich nichts wichtigeres?!‘).
      Dabei wäre es jetzt, mit wenigstens derzeitig geringen AnkommendenZahlen, der richtige Moment für grundsätzliche Diskussionen. Zum Beispiel bevor die Kanzlerin (oder ein zukünftiger Kanzler) übernacht in einen Panikmodus umschalten muss.

      Und hier in vielen Beiträgen die ebenfalls überfällige Diskussion von Leitkultur. Nein, KGE, CR_00 u.s.w. führen diese nicht; sehr zu meinem Leidwesen. Denn „jau, jawoll, alles schön bunt!“ ist wirklich keine Kulturdiskussion.

    • 9000 im letzten Monat offiziell, wobei es vermutlich viele gibt, die es in Holland und Frankreich schon versucht haben.

    • Liebe Frauke, dieser These wohnt ein Zauber inne
      und wenn man sie auf alle meine Lebensbereiche erweitert, bin ich allumfassend gefeit.
      Muss nur aufpassen, dass ich kein Universal-Messi werde; die Anlagen dazu hätte ich.

    • Tja, die Anlagen sind zweifels(es könnten auch noch mehr als zwei Felsen sein)frei vorhanden.
      Sie müssten dann nur neue Visitenkarten drucken lassen:
      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~
      Universal Messi

      Nahuatl

      Humane Assault in Silver
      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~
      (Buchstaben einfach messimäßig durcheinanderwirbeln!)

  94. die funkenden Körper von Margarete Stokowski !
    werter DdH……..nehmen sie das mit der kenterung einer weiblichen person nicht so ernst, es hätte ja genausogut ein mann sein können, aber da der Blog unter der überschrift „Patriarchat“ steht wollte ich diese spitze unbedingt noch setzen…………….das ganze passierte auch bei startübungen, da kann es schon mal vorkommen, wenn auf volles risiko beschleunigt wird.

    Margarete schreibt in dem von ihnen offensichtlich ignorierten magazin:
    „mein körper ist bereit, aber der funke springt nicht über“

    sie hat sich – nach eigenen aussagen – STUNDENLANG Dutch Schulz – reden angehört und hat das überlebt.

    für mich ist das eindeutig, die frage ist nur: ist der ganze Margarete – körper bereit oder nun einzelne teile, welcher funke soll überspringen ? alles sehr schwierig.

    ich hatte mal eine beziehung, da sprang der funke über, aber der von mir angefunkte körper war nicht bereit. auch schwierig.

  95. Da ist noch mehr
    Netter Blogbeitrag – und typisch DA.

    Ich denke bei Kultur und Identität eher an individuelle sowie kollektive Leistungen statt an traditionelle Hedonismen.

    Dass sich kollektive Leistungen auch in dem kollektiven Drang zu allerlei modischen Irrsinn wie moralischem Imperialismus, Planeten- und Klima- sowie Menschheitsrettung, Befreiung vom Patriachat und Genderismus äußern, tut dem keinen Abbruch. Im Gegenteil, es ist eher Ansporn die Leistung zu vollbringen, diesen ansich produktiven Drang zu regulieren und in seine Besatndteile zu zerlegen.

    Aber was weiß ich schon als „armer, fauler und dummer Schreiberling, Professor oder Nebenberufsfaschist, der seine eigenen totalitäre Ideologie verbreiten will und gut damit lebt, dass 200km um mich herum nichts ist.“

    …Ihr Anti-Berlinerismus ist schon irgendwie putzig. ^^

  96. Lesens und hörenswert zu scobel
    Die nds haben heute dankenswerterweise eine Kritik der Scobel Sendereihe in 3sat auf ihrer Webseite. Scobel war bis vor drei oder vier Jahren ja wirklich aussergewöhnlich, aber dann setzte eine nur mehr peinlioch zu nennende reaktionäre Gegenbewegung ein, die mir zB die ganze Sendereihe verleidete..

    Albrecht Müller: Bloß keine Gleichmacherei! Gerd Scobels subtiles Plädoyer für soziale Ungleichheit

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=37500

    • Scobel
      Tyler, mir war die Veränderung bei Scobel vor Jahren auch aufgefallen und ich erkläre es mit der Trennung von seiner Frau. Wer da wen verlassen hat weiß ich nicht. Susanne Fröhlich war damals, auch schon wieder 10 Jahre her, mit ihrem neuen Buch und Yoga omnipräsent in Presse und TV und nebenbei erfuhr man, dass sie die Frau vom Scobel war. Was mir völlig unverständlich oder gar abwegig schien, aber immerhin waren die beiden wohl über 20 Jahre verheiratet oder zusammen.

      Fazit, Frauen ändern bei solch gravierenden Ereignissen im Leben die Frisur, Männer ihr Verhalten bzw. Ansichten oder so ähnlich.

    • Die Augen stets verschlossen marschiert ...
      „Die Runde selbst ist das Ergebnis einer unsichtbar bleibenden Arbeit. Da ist zum Beispiel die ganze Arbeit der Einladung: Manche Leute lädt man gar nicht erst ein; andere lädt man ein, und sie lehnen ab. Schließlich steht die Runde und das Sichtbare verbirgt das Unsichtbare. Ein konstruiertes Sichtbares zeigt die sozialen Voraussetzungen seiner Konstruktion nicht.“ (Pierre Bourdieu, Über das Fernsehen, S. 46-47).

      Schaute man am Sonntag Anne Will wo das „Sichtbare“ schon soooooooooooooo einseitig besetzt war – wo soooooooooooo eindeutig, einseitig und einfachste Propaganda-ihr-dummes-Fussvolk-Deppen-kapier-endlich-deutschland-ist-längst-verkauf-und-ihr-zahlt-die-zeche-ob-ihr-wolt-oder-nicht-und-die-wahlen-werden-daran-auch-nichts-ändern-geht-das-nicht-in-eure-leeren-schädel- Aussagen verbreitet wurden – bekommt man ein klare Beschreibung über den Zustand Deutschlands.
      Aber dazu müsste man das Unsichtbare hinter dem Unübersehbarem erkennen:

      Deutschland – kaputt.

    • TDV
      Ich antworte mal hier.
      Schade, dass es für diese Route keine Schnäppchen gibt, lang ist sie auch noch und was wäre mit dem Frollein?

      Schmidt – Salomon trifft auch meine Einstellung, Sie haben ja das Netz.Würden Sie es zugeben, wenn Sie auch mal das Heimweh überkommt?

      Ich war an solchen Tagen immer fein raus, weil ich wirklich jeden Feiertag anwesend sein musste, hab‘ ich es doch auch nicht mit der Kirche, von Haus aus schon nie.

      Früher habe ich mich auch geärgert, wenn ich z.B. in unserer Dorfbäckerei so ein Lamm kaufen wollte für den Ostertisch und die alte Bäckerin meinte, des is nix für di, Philo, des is gwiechet( geweiht). Sauber, im vollen Laden.

      Irgendwann war mir das egal und es hörte auch auf. Osterlämmer backe ich seitdem selber…

    • Titel eingeben
      Tja, leider ist das nun mal auch non-stop ein 11 Stunden Flug, wobei ich lieber nicht in DE lande, sondern bei Freunden in der Schweiz. Der Hund ist bei Frau und Schwiegermutter bestens aufgehoben, aber dann halt immer an der Linie bei Spaziergängen. Japaner haben die unausrottbare Angewohnheit aus Angst zu funktionieren, und einen Hund ohne Leine haben nur Ausländer.

      Heimweh habe ich wenn, dann wegen des Essens. Ich finde japanisches Essen völlig überbewertet, z.T. sogar widerlich. Wie alles japanische in erster Linie auf Äusserlichkeit bedacht. Ich hab Jahre gebraucht um endlich zu wissen wo ich alles bekomme was ich will. (1Kilo banalstes Roggenmehl für Sauerteig kostet hier 8 Euro! Bioläden sind unbekannt) Also manchmal möchte ich schon einfach zum Dallmeier rein und alles kaufen was das Herz und das Auge begehrt…. Aber aus Erfahrung weiss ich, dass in München mein Heimweh bereits nach wenigen Tagen vergangen ist, und ich frag mich warum all das Geld für den teuren Flug. Nur… Der August ist in Japan nur für völlig Perverse zu überstehen, 40 Grad bei 99,9% Luftfeuchtigkeit, sechs Wochen waren der Rekord in denen die Aussentemperatur nicht eine Minute unter 25° gefallen ist, da reicht nicht mal mein Hass auf A/C, da geht’s Schlafen nichts ander. Alles modert und schimmelt.
      Und dann, dann bin ich in München, und was seh ich? Die Staatsoper hat Ferien…

      Ostern und Weihnachten sind hier ganz normale Tage, Religiöses sieht hier anders aus. Im April kommt ein Fest in Kawasaki, dort bin ich immer zu Gast. Setzen sie sich, bevor sie sich das anschauen. Falls sie noch einen Flug kriegen, der erste Sonntag im April ist diesmal schon am 2.4…. ich reserviere ihnen mal ein Zimmer.

      https://www.everfest.com/e/kanamara-matsuri-kawasaki-japan

      Dazu gibt’s auf YouTube „eindruckvolle“ Videos, einfach auf einer YouTube Seite „kanamara matsuri“ in die Suchzeile eingeben.
      Lohnt sich, mal was garantiert Neues! ;-)

    • Danke für den Blick aufs Land
      @TDV, das hört sich an wie Sierra Leone mit dem Klima.Ich kenne das aus Erzählungen, die haben da eine Regenzeit, wo dann die Hotelbetten auch klamm und feucht sind.

      Im August hat nicht nur das Deutsche Theater geschlossen. In Brüssel haben dann alle Übersetzer Urlaub und nichts kann bewerkstelligt werden.Kein Notdienst wie anderswo. Somit konnte Schäuble i.S.Invasion auch nichts machen Anno 2015…

      Ich vergaß Ihnen noch vorzuschlagen, ein so von Ihnen beschriebenes weibliches Hinterteil doch einfach einen A*** wie ein Tausendmark-Roß zu beschreiben. Weil wir jetzt in dieser Gegend angelangt sind: Ihr Fest dort gefällt mir genauso wenig, wie die Wagen bei Christopher Day-Umzügen und was es sonst noch so gibt. Ich bleib daheim.Die Fenster haben es nötig.;-)


    • @TDV mal was garantiert Neues!
      Harhar, sowas kannte ich bisher nur von Herodot, der von so einem Fest bei den Ägyptern berichtet. Schon erstaunlich, was für antike Bräuche in Japan anscheinend bis in die Gegenwart erhalten sind. –
      Sie sagen, manches Essen finden Sie widerlich – Natto?
      Hab darüber nur mal was gesehen oder gelesen, irgendwelche vergorenen Bohnen, die aussehen wie Schimmel- und Botulismuszucht, sehr unappetitlich. Schmecken soll es angeblich käseähnlich, und natürlich soll es angeblich gesund sein. Oder gibt es noch mehr so grusliges Zeug?
      An Sushi und Sashimi hat man sich inzwischen gewöhnt, schließlich ist das fein säuberlich filetierter Fisch ohne Gräten.
      Aber ob ich Natto probieren könnte – lieber nicht.

    • Doitsu go wakkarimaska?
      Wir wollten in Tokio mal japanisch essen, ohne Bilder, was man bekommt und ohne auf unsere empfindlichen Geschmacksnerven getrimmte japanische Küche.
      Also sind wir in ein kleines Restaurant unterhalb der U-Bahn am Akasaka-Markt gegangen, wo sie nicht englisch konnten und schon zweimal nicht deutsch (und wir nicht japanisch) und haben mit Händen und Füssen erklärt, dass wir irgendwas gutes Japanisches und viel davon zu essen wollen. Und was haben wir voller Stolz gekocht gekriegt? Antwort: Wiener Schnitzel in kleine Streifen geschnitten, damit man es mit Stäbchen essen kann. Die sind extra für uns auf den Markt gegangen, weil sie die Zutaten natürlich nicht da hatten. Vom „Wiener Schnitzel“ Aspekt her war das sogar gut. Wir hatten nur etwas anderes erwartet. Die dachten wahrscheinlich, wir essen nichts anderes.

    • Nihon-go wakkarimaska?
      Ich kenne nicht die gesamte japanische Küche, habe mich jedoch immer erfolgreich geweigert, Fischkutteln (Kutteln = Gedärme) zu mir zu nehmen, weil ich mich in Schwaben auch lebenslang geweigert habe, saure Kutteln zu essen. Nummer zwei meiner kulinarisch-japanischen No-Gos waren diese eingelegten Rettiche, die wie Käsefüße riechen und wo, als es die zum ersten Mal im Flugzeug zum Frühstück gab, ich gedacht habe: „Mensch, wer hat denn hier seine Schuhe ausgezogen?“.
      Den Rest (ausser Suki Yaki und Shabu Shabu) habe ich irgendwie fischig in Erinnerung, aber wenn man bedenkt, dass die Landfläche von Japan, das etwa so groß ist wie die Deutschland, nur zu 20% besiedelbar ist und dort 120 Millionen Menschen leben, dann ist landwirtschaftliche Nutzfläche eben nicht viel da, beziehungsweise diese befindet sich im Meer und da schmeckt eben alles irgendwie fischig.

    • Schwäre Sproch
      Übrigens: „Doitsu“ wird „Doits“ gesprochen und heisst „Deutsch“, Doitsu-go heisst „Deutsche Sprache“ und „Doitsu-go wakkarimaska“: „Verstehen Sie Deutsch?“. „Nihon“ heisst „Quelle der Sonne“, auch „Nippon“ oder „Japan“, der Rest ergibt sich aus Obigem (Nihon-go wakkarimaska: Verstehen Sie Japanisch?“) Ich hoffe nur, ich habe es richtig in Erinnerung.

    • Titel eingeben
      Philomena
      Zwei Dinge… „Ich vergaß Ihnen noch vorzuschlagen, ein so von Ihnen beschriebenes weibliches Hinterteil doch einfach einen A*** wie ein Tausendmark-Roß zu beschreiben.”
      Wir Bayern nennen sowas „einen A***** wie ein Brauereigaul“

      Es ist einer der ganz, ganz wenigen Vorteile Japans gegenüber Europa, dass der christliche Einfluss hier fehlt. Wenn Mädchen hier mit einem Penis-förmigen Lutscher im Mund rumrennen so hat dies einen völlig anderen Stellenwert wie in DE. Wer Freud und Reich kennt, sollte solche Teile der Kultur zu schätzen wissen, und ich tue das.

      Colorcraze
      Ja die vergammelten oder wie man hier sagt, fermentierten Soyabohnen schmecken ein wenig harmlos, aber selbst meine ästhetisch zumindest nicht überentwickelten Sinne erlauben es mir nicht das Zeug zu essen.
      Es geht um das Essen in Izakayas, den normalen Kneipen, in denen das Zeug stundenlang auf dem Herd steht und vor sich hinkocht… Die berühmten 12 oder 15 gängigen Menüs, sind eine Preisfrage und zumindest für das Auge eine wahre Orgie. Aber für gute Qualität kann ich in München im Walterspiel besser essen.
      Sushi ist übrigens hier mehr oder weniger eine arme Leute essen, die Herstellung kostet nahezu nicht du daher gibt es in DE an jeder zweiten Strassenecke eines, wenig Arbeit, nur Reis Kochen, und absurde Profite von dummen Konsumenten.
      Mx beschreibt das alles übrigens ganz gut, sonst hat er es ja nicht so mit der Realität… ;-)
      Es gibt diese Rettiche, Gurken du Karotten Mischung übrigens auch nur in Salz eingelegt, da schmecken sie ganz hervorragend. Das einzige was ich noch weniger mag als die eingelegten Käsefüsse, die man hier Pickles nennt, sind Gerichte in denen Shuyo (Schnaps) mit gekocht wird…
      wiiiiiderlich der Geruch“
      (wakarimaska wohl doch eher mit nur einem k, aber sonst korrekt) Das mit dem Doitsu liegt daran, dass man beim Ausprechen solcher Worte ein kurzes u angeht. Sehr viel Worte kommen ohnedies direkt aus anderen Sprachen und man hängt einfach ein kurzes „u“ dran, Hoteru (R ist immer auch L) Weinu, Bieru…


    • TDV, mich täte interessieren, was die in den Izakayas stundenlang verkochen (Art der Gerichte).
      Ich meine, bei Brühe (aufgesetzte Knochen und Fleisch oder Fisch mit Wasser und etwas Salz, evt. noch Gewürz) ist stundenlanges Kochen ja nichts schlechtes, im Gegenteil, das muß so.
      Aber bei Gemüse… oh je oh je.
      Wir hatten auch mal so ein Erlebnis mit einem richtigen Landgasthof im tiefsten Brandenburg, als mein Mann meinte, Spargel bestellen zu können, nur weil sie die auf der Karte hatten. Ich nahm wohlweislich die Kohlrouladen für 6,35 EUR; ich dachte, das ist ihr Standard, das werdenen sie wohl einigermaßen können. Das Gebotene entsprach genau meinen Erwartungen: Kohlroulade eßbar, Spargel furchtbar (zerkocht, geschmacklos). Mein Mann war schockiert (er ist halt Berliner und geht von dem seltsamen Aberglauben, überall zu jeder Zeit passables Essen bekommen zu können, nicht ab; ich als ehemaliges Landei weiß aus Erfahrung: nein, bekommt man nicht), aber davon wurden die Spargel nicht besser.
      In Südbaden gab es derlei vor 30, 40 Jahren auch noch (schwarzfleckiger Blumenkohl o.ä., Schnitzel mit 1/2 cm Panade in Maggisauce), ist aber zugunsten weit besserer Qualität dort inzwischen praktisch ausgestorben.
      Gehe ich recht in der Annahme, daß die Izakayas dieser Art von Essensbevorratung huldigen?

    • やややや
      .
      ちがうちゃんはなさないでください.

    • @ colorcraze
      Nun halt alles, was man von Mittag bis abend warm halte muss, Gemüse, Kartoffel, wie hier die berühmte beef-bowl aussieht können sie selber begutachten, zugegeben, es ist billig:
      https://www.yoshinoya.com/en/index_sp.html

      Im Unterschied zu den Izakaya ist Yoshinoya allerdings noch eine Stufe tiefer.
      In manchen Restaurants ist man allerdings auch gut aufgehoben. So sitzen Oberschüler mancherorts lieber im Cafe Gusto als bei McDonald, wo das Essen nicht besonders, aber gut geniessbar ist, und es gibt für 2 Euro die gesamte Drink–Bar, mit Softdrinks und Cafe/Tee so viel man will. Die Kids verbringen ganze Nachmittage dort und sind auch nach Stunden noch genauso freundlich. Trinkgeld ist in Japan unbekannt. Samstag morgens kommt der neue e-Spiegel und ich sitze dann bei 8 Orangesaft und 14 Capucchino zu 2 Euro und eine wenig essen und lese ihn nachmittags auf dem tablet durch. Die Bedienungen haben mich ins Herz geschlossen, weil, ich freundlicher als japanische Männer bin.

      Meine Kritik, damit das nicht missverstanden wird, bezieht sich auf Restaurants, der vermeintlichen obere Mittelklasse und unteren Spitzenklasse, bei denen halt gerade in er Ginza alles immer wunderbar aussieht, aber keineswegs erfreulich schmeckt. Japan ist das Land der Äusserlichkeiten, „Schein statt Sein“ sagte man in DE dazu.
      Wenn man nach einer Beerdigung mit 30 anderen im Sunshine Tower im 60. Stockwerk sitzt, und auf den Fuji freien Blick hat, bleibt für die Geschmacksnerven nicht mehr allzu viel Energie übrig, denn diejenigen die Alkohol vertragen (so um die 50%), sind sowieso jenseits von allem nach der ersten von vier Stunden, für 15 Gänge.

      Wenn ich gut essen will, also täglich, dann kauf ich selber ein, ich kenn eine deutsche Bio-Bäuerin! hier und koche dann auch selber. Ein japanischer Bäcker, Meisterprüfung in Freiburg im Breisgau, versorgt mich mit Roggenmehl zum Brotbacken.
      Auch wenn ich es schon öfters geschrieben habe, muss ich es wiederholen. Die Japaner sind zum grössten Teil ein wunderbares Volk. Die Geschichte mit den alten weissen Männern aber, hier ist sie nicht zu leugnen.
      Nicht mal ich schaffe es bei jeder sich bietenden Gelegenheit sarkastisch zu sein, diese Menschen hier haben zu viel an Unschuld an sich. Ich könnte deren Gutmütigkeit nicht ausnützen, ohne mich dabei schlecht zu fühlen. Eine Vorstellung die mir in Deutschland völlig absurd vorkäme….
      In Japan ist ausser dem S-Bahn Verkehr nahezu alles schlechter als in DE, aber die Menschen machen es wett…

    • @TDV
      Das, was Sie über Japan schreiben, ist aber nicht Japan,
      sondern nur das Japan, das Sie erleben.
      .
      Ich erlebe es sehr viel anders
      und deutlich angenehmer.

  97. @ colorcrace / @ Django hnM
    § 1 colorcrace. Aber sische´ doch!
    Jaques Lacarrière GRISCHISCHER SOMMER Wanderungen in Hellas.(franz. Original: L´été grec) Erschienen bei Limes, ISBN 3-8090-2278-0

    Nicht gefrorene Suppe sondern aufgrund der geringeren Wichte des Olivenöls zu Wasser und dem Auftrieb geschuldet (so viel Physik muß unter einer, in diesem Fach promovierten Kanzlerin sein) an der Oberfläche erstarrte Fettschicht mit Fliegeneinlage. Der Klosterkoch (archontaris) vom Kloster Esphigmenou soll eine faule S** gewesen sein und beliebte nur einmal in der Woche eine fassolada zu kochen (natürlich nur für Gäste und Novizen). Zum Glück beschäftigt sich der Autor nicht nur mit den Athos-Klöstern.
    .
    § 2, Django: „….aber der von mir angefunkte körper war nicht bereit.“
    .
    DdH vermutet mal, daß es sich bei der nicht aufnahmebereiten Anode um eine Schwäbin handelte? Ja, wär doo nix vor´zweise hod, Boomstickle enname Bau´gbiet, Wengert em Zabbergei, e Fabrickle…
    Bloos a Rennboot macht noch koi Liab´.
    (DdH)

    • @DdH
      §1: immerhin nur Fliegen, noch keine Maden, wie auf der Fähre Folkestone-Oostende. – Und womit beschäftigt der Autor sich denn so, wenn die umgebung eher, naja: trist ist? Man muß sich ja ablenken vom Fliegenzählen.
      §2: *pruuuust* oh ja, oh ja. So sehen sie in echt aus, die knallharten Anforderungen, wenn man sie nicht mit mitleidig-weichzeichnenden Geschwätz („demisexuell“ harharr) überspielt.

  98. Ein Kommentar zu Prantls Kommentar in der Welt, in dem er das Landleben gegen
    Populismus setzen will zur Freude des Don und der Leserschaft hier:
    „Ulf-Christoph S.
    vor 14 Stunden
    Das sieht so aus als hätte Rainer Meyer dem Heribert Prantl ein Buch geghostwritet.“

    • Äh, da ahbe ich wohl was verpasst.

    • Landhausmode
      Das scheint ein neues Wie-lenke-ich-von-der-Zuwanderungskatastrophe ab-Modethema der Qualitätsmedien zu sein:

      „Die Städter sehnen sich nach dem Land, stellen Ansprüche, wie es dort zu sein hat, und beargwöhnen die Leute, die dort leben. Doch die Furcht vor einer politisch reaktionären Landbevölkerung ist übertrieben.“

      Findet man heute auf Faz.net.

      Also in etwa: Die Städte sind eh verloren, auf dem Land geht noch was. Oder so ähnlich …

    • Wo steht das denn?

      Der soll mal hierher kommen, dann erlebt er was.

    • Prantl, der alte Blender
      Wanzt sich an die Landbevölkerung ran, jetzt, wo auch auch er nun endlich gecheckt hat, dass seine Präferenzen in der Einwanderungspolitik ein paar klitzekleine Nachteile in puncto verfügbarer Wohnraum haben. Nur liest den Prantl auf dem Land wohl kaum einer.
      Bei uns läuft das so: Wir haben zwar auch keine Wohnungen, brauchen aber nur viel Steuerfördergeld, damit wir den Mangel „auf gesunden Beinen finanziert“ verwalten können. Außerdem nun auch noch ein steuerfinanziertes Haus, in dem „Wohn-, Job- und Freizeitangebote für Flüchtlinge und Bürger mit Migrationshintergrund an einem zentralen Knotenpunkt gebündelt werden.“ Plus eine Halle, wieder steuerfinanziert, für die Möbelspenden, weil wir ja keine Wohnungen haben zum Reinstellen, und Sperrmüll auch nur zweimal im Jahr ist.
      Außerdem ist die „kulturelle Anbindung schon längst in Schwung gekommen“, was immer das heißen mag, und es gibt auch schon „durchaus Bereitschaft, Flüchtlinge einzustellen beziehungsweise ihnen eine Chance zu geben“, Namen der Firmen nennen wir aus unerfindlichen Gründen aber lieber nicht.
      Bürgeranfragen nach dem Erfolg des „100.000 Ein-Euro-Programms“ für Flüchtlinge des Bundesarbeitsministeriums beantworten wir erst gar nicht, wo kommen wir denn sonst hin.
      Ach, und: Wir haben Lehrpfade in die Stadtgesellschaft“.

      http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/integrationshaus-ist-das-nachste-projekt_559970

      Wie schaffen das eigentlich die anderen Einwanderungsländer weltweit so?

    • Die bekommen internationela Hilfe und wir bekommen das nächste Winterhilfswerk.

    • "Wir werden ihnen die kleinen Orte und Städte nicht überlassen“
      Voll auf Regierungslinie, der Herr Prantl. Man will die neuen Massen verstärkter – nicht nur in Erstunterkünften – raus auf’s Land verteilen wie es neulich aus der CDU tönte und nun Prantl:

      „Man muss heute vielen Bürgermeistern und Stadträten Respekt zollen für ihr Engagement und ihre Unverdrossenheit Anfeindungen gegenüber; und man wünscht sich, dass diese Bürgermeister und Stadträte nicht den Mut zu einer Politik der Integration und Verständigung verlieren in Zeiten, in denen einige von ihnen dafür mit Hassmails und Bedrohungen überzogen werden.“.

      … und kreiert dazu schon mal vorsorglich einen ländlichen „Populismus“, den es zu bekämpfen gilt. Dazu paßt das geplante „Heimatministerium“, das dann wohl für den ländlichen „Umbau“ sorgen wird.

      „Wir werden ihnen die kleinen Orte und Städte nicht überlassen“, sagte Thüringens CDU-Fraktionschef und Vorsitzender der Konferenz, Mike Mohring.“

      Jahrzehnte zu spät würde ich mal sagen. Der Investitionsstau ist mittlerweile so hoch, daß es äußerst schwer werden dürfte, Leute hinter’m Ofen vorzulocken, damit die in Ortschaften mit kaputten Straßen, Brücken, ohne Bäcker, Apotheke, Post und oft genug auch ohne Verkehrsanbindung zum nächsten Supermarkt ziehen. Aktuell werden etliche Sparkassen dichtgemacht. Nicht mal mit den rd. 10.000 mangels Erben an den Staat gefallenen, alten Häusern – „Den Rekord hält mit weitem Abstand Bayern, wo sich nach Angaben des Münchner Finanzministeriums derzeit 7251 Wohnhäuser im Besitz des Freistaats befinden …“ – ist man bislang fertiggeworden. Das Erbe gammelt weiter vor sich hin. Aber wer weiß, die Idee, in alte Häuser Zuzügler reinzusetzen, hatte man in diesem Land ja schon einmal. Edikt von Potsdam und so.

      Neulich beim Deutschlandfunk ein Beispiel für „kreative“ Ideen: man solle unsere Gäste hier deren Städte nachbauen lassen.

      Whatever. Ich fürchte, wir werden unser Land unter zentralistischer Fuchtel – s.a. EU-Verweis im Landlust Mutterschiff-Artikel – bald kaum mehr wiedererkennen.

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article162766811/Die-Union-plant-ein-Heimatministerium.html

    • Die Pranthauswener Zeitung hat immer nur voller Verachtung auf genau diese Bürgermeister geblickt – es gab eine richtige Kampagne gegen den CSU-Mann in Eching, dem man einen Haufen renitenter Leute vor die Tür gesetzt hat.

    • Wo Prantl wohl lebt, dass er so was nicht mitkriegt:
      „Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Europäer vor einer weiteren Verschärfung des Streits mit seinem Land gewarnt.

      „Wenn ihr Euch weiterhin so benehmt, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt einen Schritt auf die Straße setzen können“, sagte er bei einer Rede in der türkischen Hauptstadt Ankara. „Wenn Ihr diesen gefährlichen Weg beschreitet, werdet Ihr selbst den größten Schaden davontragen.““

      Wir können machen, was wir wollen: wir werden es nicht schaffen. Was auch immer „es“ ist.

    • Allerweltskommentator Prntl
      Schon lange nicht mehr ein derart seichtes Gestammel gelesen. Ein Text, aus dem nichts als schiere Ratlosigkeit spricht.

      Der Herr Ressortchef wähnt sich immer noch in Respekt gebietendem Deutungsvorsprung, offenbar im Unklaren darüber, dass die helleren unter den ehemaligen SZ-Lesern längst das Weite gesucht haben.
      Was er konkret fordert oder anregt, erschließt sich nicht. Schulz wird’s wissen.

      Hilfreich wäre allein eine Reform der Gemeindensteuer. Den wesentlichen Beitrag an die Gemeindefinanzen liefert heute die Gewerbesteuer. Sie verhindert eine – oft sinnvolle – Umnutzung von Gebäuden in den Innenstädten z. B. für Wohnzwecke, weil die Gemeinden keine Einkommenssteuer erheben können und deshalb keinen Quadratmeter Gewerbefläche preisgeben.

      Es wäre ohnehin zu wünschen, dass ein größerer Anteil der Einkommenssteuer unmittelbar in den Gemeinden und unter der Kontrolle ihrer Bürger verbliebe. Ergeben sich doch beim Umweg über die Landes-, Staats- und EU-Kassen – d. h. bis wieder was in die Region oder Stadt zurücksickert – erhebliche, bureaukratiebedingte Leitungsverluste.

    • "Wie schaffen das eigentlich die anderen Einwanderungsländer weltweit so?"
      Die schauen vorher gut, wer da kommen darf – sowohl in Kanada, in Australien, in den USA und sogar im Vatikan gibt es eine harsche Auswahl und wenig Sozialleistungen. Da muss vorher geklärt sein, dass der Eingereiste die Kosten für sich und seine Familie auf Dauer selbst tragen kann.
      Da gibt es keine Kinderbelustigung wie bei uns – da muss jeder selbst sehen, wie er den Anschluss findet!
      Aber Ihre Frage war sicher rein rhetorisch – weil so was wie hier hats noch nie gegeben auf der Welt – noch nie!

      @ Derek Butter sagt – 22. März 2017 um 14:53 Uhr

    • Tja, das klang früher mal anders ...
      Bux T. Hude sagt:
      22. März 2017 um 15:22 Uhr
      „Wir werden ihnen die kleinen Orte und Städte nicht überlassen“
      Whatever. Ich fürchte, wir werden unser Land unter zentralistischer Fuchtel – s.a. EU-Verweis im Landlust Mutterschiff-Artikel – bald kaum mehr wiedererkennen.

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article162766811/Die-Union-plant-ein-Heimatministerium.html

      … da sprach man noch vom Lebensraum im Osten.
      Seltsame Zeiten.

      ….

    • "Tja, das klang früher mal anders ... da sprach man noch vom Lebensraum im Osten"
      @Dr. Seltsam:
      Tja. Bis hin zum 2+4-Vertrag. Klang auch mal anders.

      http://www.reuters.com/article/us-russia-missiles-kaliningrad-idUSKBN13G0W9

  99. Bux T. Hude sagte am 21. März 2017 um 22:26 Uhr
    „nach der ersten Zuckung wüsste der Hund wo er nicht hinpinkeln darf“
    .
    Siehste-und schon ist´s passiert. Gestern berichtete ich darüber daß ich sperrpioniermäßig eine aufnahmesichere und natürliche Hundesperre aus Weißdornästen (wirklich ganz ekelige Stacheln, deren Stiche sich gerne entzünden. Ich hatte mal gelesen, daß die deutsche Besatzung in der Provence ab 1943 sowas in der Crau, einer Ebene geeignet für Fallschirmlandungen, dieses Zeugs auch flächendeckend ausgelegt hatte). Aber ich schweife ab.
    .
    Also, heute Morgen, zwei Damen als Hundeausführer labernd dahinschreitend, 5 Hunde, der nachhängende begibt sich auf das betreffende Wiesle und protz artilleristisch gesehen vorbildlich ab. Als er seinen Deutschuß gesetzt hatte nahm er unvorteilhafter Weise den Weg über das höchste Geäst. Sein vorher einwandfrei runder Trott war nun einem Humpeln gewichen. Die in sich vertieften Damen haben übrigens nix mitbekommen. Bin ich jetzt ein Tierquäler oder dürfte man die Aktion als Erziehungsmaßnahme durchgehen lassen?
    .
    Mein Nachbar, dessen Selbstgebrannte übrigens noch einwandfrei war, erzählte mir, daß sich die Hirten in Rumänien furchtbar über 1 Hund-pro-100-Schafe-Regelung des Brüsseler Thinktank aufregen. In den Karpaten gibt es ja nicht nur Einzelwölfe sondern ganze Rudel. Und Bären. Was ich vermutete, daß sich nämlich keiner daran hält, wurde bestätigt.
    .
    Die EU hätte vielleicht gut daran getan den Tierschutzkommissar mit 600 Schafen und nur 6 Hunden 2 Wochen lang in den Karpaten auszusetzen. Aber Selbstversuche sind beim Spitzenpersonal der Gemeinschaft scheinbar nicht so beliebt.
    .
    Die unter Gast gestellte Frage, ich komme darauf zurück weil ein Forist sagte „Transgender seien zu feige“ sich festzulegen (oder ähnlich), also mit den Gendertoiletten bei der Staatanwaltschaft Minga ist mir nicht hinreichend genau beantwortet. Daher muß ich etwas präzisieren: bei der Presseabteilung.
    (DdH)

    • Schön raffiniert..
      fragen Sie, was ich mich auch schon gefragt habe.

    • "1 Hund-pro-100-Schafe-Regelung des Brüsseler Thinktank"
      Verstehe ich nicht. Will diese Regelung nun weniger Hund als die Rumänen brauchen oder mehr?

      Hierzulande jedenfalls werden auch selfmade-Möchtegern-Hütehunde eingesetzt. Nach deren planloser Treibjagd humpeln beim Abtrieb dann die Lämmer.

      Anders ein paar Orte weiter. Der dort regelmäßig durchziehende Wander-Schäfer hat zwar auch keine Hirtenhunde im Einsatz, aber sehr gut ausgebildete. Der gute Mann versteht noch was von seinem Geschäft und braucht keinen Zaun.

    • Hirtenhunde
      Bux T. Hude sagt:
      22. März 2017 um 18:33 Uhr
      „1 Hund-pro-100-Schafe-Regelung des Brüsseler Thinktank“
      Verstehe ich nicht. Will diese Regelung nun weniger Hund als die Rumänen brauchen oder mehr?

      Es geht nicht um Hütehunde, sondern um Herdenschutzhunde.
      So Marammo und Kuvas und so.
      Die bewachen die Herde selbstständig und sind immer dabei.
      Wölfe haben keine Freude an denen.

    • "Herdenschutzhunde."
      @Arminius: Keine brauchbare Idee also, eine solchen (oder anderen, egal) wegen E-Zaun überspringenden Luchsen mit ins Gatter setzen zu wollen.

      Wenn schon E-Zaun, dann dafür geeignete Hunde draußen in einer der Herde und dem Areal angepaßten Zahl.

  100. Es gibt solche Traditionen und solche
    https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/hamed-abdel-samad-und-das-thema-freiheit/

    Und die von Ihnen oben zu Josefi geschilderten gefallen mir ungemein besser als die neu hierher gebrachten.
    In der Hoffnung, dass die weiss-blauen und viele andere auch Stand halten…

  101. Bux T. Hude fragte am 22. März 2017 um 18:33 Uhr
    „1 Hund-pro-100-Schafe-Regelung des Brüsseler Thinktank“
    Verstehe ich nicht. Will diese Regelung nun weniger Hund als die Rumänen brauchen oder mehr?“
    .
    Die EU will weniger Hunde. Dabei, so erzählt mein Nachbar, hatten die in den wilden Karpaten bisher für kleine Herden schon 5-6 Hunde. Macht ja auch Sinn, finden Sie nicht? Und in Rumänien werden die Hunde ja sicher auch nicht mit Dosen-Luxusfutter in Bioqualität von Terracanis durchgefüttert.
    .
    So verstehen Sie doch, der Hirte in den Karpaten braucht neben gut ausgebildeten Hirtenhunden, die sich nach Dunkelwerden wie ein guter Postenplan um die Herde legen, dabei aber auch etwas auf die Waage bringen. Ich habe einmal eine Dokumentation von dort gesehen, daß diese Hunde sogar die Bären vertreiben. So und jetzt finis pecore a pascolare.
    (DdH)

  102. Ist das das neue XY? Einzelfälle chronologisch
    http://www.refcrime.info/de/verbrechen/daten?order=date

  103. Willkommensfanatisch? Nicht mir uns!
    „Wie schaffen das eigentlich die anderen Einwanderungsländer weltweit so?“

    Gottseidank ist Costa Rica kein Einwanderungsland. Wer hier leben will, muss richtig Geld haben oder als Rentner mindestens 2500 Dollar per Monat nachweisen, und zwar für wenigstens die folgenden zwei Jahre, eine Begründung warum man eigentlich im Land leben will, sich zwingend Krankenversichern bei der staatlichen Krankenversicherung, den üblichen Kram wie Geburtsurkunde, polizeiliches Führungszeugnis und so weiter. Dann bekommt man aber nur eine begrenzte, eingeschränkte Aufenthaltsgenehmigung, ohne Arbeitserlaubnis.

    Man kanns auch kurz machen: Heiraten. Aber bevor man dann die Dauer-Aufenthaltsgenehmigung bekommt, muss man wenigstens 3 Jahre verheiratet sein. Gibts vorher Scheidung oder Trennung, gehts zurück ins geliebte Deutschland zu Señora Merkel…

  104. @ Tico sagte am 23. März 2017 um 00:16 Uhr
    „Willkommensfanatisch? Nicht mir uns!
    „Wie schaffen das eigentlich die anderen Einwanderungsländer weltweit so?“ und weiter:

    „Gottseidank ist Costa Rica kein Einwanderungsland. Wer hier leben will, muss richtig Geld haben oder als Rentner mindestens 2500 Dollar per Monat nachweisen, und zwar für wenigstens die folgenden zwei Jahre, eine Begründung warum man eigentlich im Land leben will……“
    .
    Hmmm, vielleicht vernachlässigt das fünfte Rad der USA, daß nach Presseberichten des vergangenen Jahres gar nicht mehr so „rica“ sein soll, einfach die Zukunftsvorsorge wie wir das unter der vorsorglich handelnden mächtigsten Frau der Welt praktizieren? Habt ihr genügend Rentenkasseneinzahler, intellektuellen Nachwuchs und neues inzuchtverhinderndes Genmaterial in Vorhaltung, so wie wir ?
    .
    Und dann noch etwas. In meiner Vorstellungswelt ist Costa Rica naturgegeben bunt. Aber wird diese Buntheit auch der zukünftigen NWO genügen?
    .
    Sie sagen „Nein“? Sehense!
    (DdH)

  105. @ Don Alphonso sagte am 22. März 2017 um 17:43 Uhr
    „Ich glaube denen auch nicht. Wer nur einen Funken Hirn nat, weiss genau, dass doe Antwort AfD riskant ist,….“
    .
    Oh Don, ich glaube Sie sollten sich mäßigen bei Ihren Aussagen zur AfD. Bleiben Sie einfach trallalla-juchheisasa-neutral und niemand reibt sich an Ihnen. Sonst, fürchte ich, geht Ihnen ein Stück des treuen Teils der Gefolgschaft von der Fahne. Und wie wollen Sie, drücken wir es mal in historischen Metaphern aus, wenn „unser Athen und Syrakus“ durch den neuen Alkibiades aus Würselen übernommen wird und alles nur noch um eine Zehnerpotenz schlechter wird, denn dann argumentieren?
    .
    Daß die AfD unter derzeitigen Bedingungen niemals in volle Regierungsverantwortung kommt, wissen Sie so gut wie ich. Und sollten die jetzt Verantwortlichen es so weiter treiben dann werden Sie und wir eine radikalere Partei als die AfD auch nicht verhindern können.
    .
    Bis dato hat diese Partei aber ihre den ulF-Größenwahn retardierende Wirkung mehr als bewiesen. Und, haben Sie vom Alki schon was gehört, wie er die Auszehrung unseres Landes durch illegale Zuwanderung und die Mithaftung für die Südschiene regeln will? Er drischt umso heftiger und glasig werdenden Augen auf die Le Pen ein, die zum Franc zurück will (was ich für eine leere Versprechung halte). Dabei wäre das für unser Land doch die Beendigung von Kohl und Mitterands Versailles II.
    .
    Hier erwartet ich dann doch eine dezidierte Antwort.
    (DdH)

    • Was soll ich sagen? Ich mag die AfD nicht und halte es mit dem Spruch „Lumpn sans olle“. Die Partei, die ich möchte, gibt es nicht, und ich bin momentan einfach sehr angewidert.

    • Titel eingeben
      Falsch Herr/Frau Hirschverzehrer
      Ich darf hier bestimmt für viele sprechen, wenn ich mich kurz fasse und nicht abschweife:
      Don ist unser Don. Liebevoll-bissig, charmant-belehrend, würzig-informativ, tiefgründig-hintergründig in einer beeindruckenden Bandbreite unterhält und bildet er uns Leser.

      „Wir“ haben Don gelesen, als er SPD-Mitglied war. Wir haben Don genießend ertragen, wenn er dezidiert progressiv schrieb.
      Wir lesen ihn und wir lesen ihn weiter. Niederträchtiges ist nicht von ihm zu erwarten.
      Wer gehen will, der gehe – falls er den loskommt.

      Persönlich kann ich Dons Aussage zu dem aktuellen Angebot an Parteien nur zustimmen. Als ehemaliges Mitglied wähle ich vielleicht mit Bauchschmerzen CSU. Für die Lucke-AfD habe ich Unterschriften gesammelt. Wählen Petry-AfD?
      FDP habe ich Freunde. Wählen?
      Freie Wähler vielleicht im Landtag.
      piratten? Graue? Dicke? Bibeltreue Christen?
      Wenn mich Sarah Wagenknecht in den Keidenzeller Hof zum Essen begleitet, wähle ich die Linke. Kämens da mit, Thorha?

    • @ ...reste du cerveau - - Le Pen will einen Volksentscheid über die Währung - soweit
      wird es aber kaum kommen.

      Unterdessen macht Oppermann heute in der FAZ auf Seite zwei die AfD zum „Verfassungsfeind“.

      Dass die FAZ sich für derlei hergibt?!

      Außerdem legt Oppermann noch Otto Wels drauf, der Hitler im Reichstag beim Ermächtigungsgesetz herzergreifend entgegentrat: Sehr mutig, und auf sehr verlorenem Posten.

      Oppermann steht nun also in den Fußstapfen des großen Otto Wels, denn auch er ist Fraktionsvorsitzender – und auch wir sind irgendwie von Hitler bedroht. Hitlers konfusionistischer Geist ist scheints in Oppermann gefahren, sodass er nun überall heranwachsende Adolphe aufkeimen sieht. Oder aufsprossen. Und die FAZ gibt diesem Zombie-Gekleister auch noch Platz und Renommée.

      Mir ist schlecht.

    • " ... und ich bin momentan einfach sehr angewidert."
      Na geh’ns, Don, WENN schon Depri, dann mit offenem Cabrio und einer richtig richtig geylen Weltuntergangs-Hymne in den Sonnenuntergang. YEAH!

      https://www.youtube.com/watch?v=0-7IHOXkiV8

    • Titel eingeben
      Für Hardcore Verachter der Demokratie, die verstanden haben, dass auch eine Stimme für Wagenknecht verschwendet ist, weile der Rest der Partei da mit dran hängt, empfiehlt sich letztlich nur Herr Sonneborn und Die Partei.

      http://www.titanic-magazin.de/

      Seehr empfehlenswert heute dort auch der Artikel zur Gesichtserkennungssoftware bei Kriminellen mit religiös begründeten Motiven.

    • Dezidierte Antworten
      „Hier erwartet ich dann doch eine dezidierte Antwort“

      Gestatten, wie lang ungefähr – werden Sie warten?

      Als Beobachter wundert man sich Tag um Tag über die in diesem Land herrschende Zurückhaltung, die Gleichmütigkeit, Duldsam- und Fügsamkeit gegenüber den „Autoritäten“.

      Kein Parlament, kein Abgeordneter, keine Partei, kein Medium, kein Journalist, kein Bürger, die dem offensichtlich auf breiter Linie ausgebrochenen Irrsinn in Sachen Migration, Euro, CO2-Klimatismus, „Energiewende“, Bildung, Meinungsfreiheit, durchgeknalltem Genderismus & Buntismus etc. echt und wirksam die Stirn bieten.

      Untertanenvolk, schuldkomplexhaft erzogenes. Alle betroffen, aber zu ängstlich, um sich zu wehren und zu organisieren, allein nur sich öffentlich zu äußern. Feige und ohne Hoffnung auf Zulauf und Support durch andere Mitbetroffene.

      Ablästern dagegen geht gut, kostet nix und schweißt irgendwie zusammen, zu seltsamsten Koalitionen gelegentlich, wenn linke und rechte Gesinnungen sich freundlich und unbeirrt austauschen wie ausgesperrte Raucher vor der Tür. Die infantile Lust an der Heimlichkeit. Man findet sich vorzugsweise hinter dem Rücken jener, die oder deren Urteile man fürchtet.

      Das Oppositionsdingsda sollen gefälligst der Don richten oder Danisch oder Tichy oder Sahra Wagenknecht. Als Leser – virtuell gern nah und in der ersten Reihe vorn an der Front dabei – kümmert man sich inzwischen um die Versorgung bzw. fiktive Aufrechterhaltung der Kampfkraft, um Knödel-Rezepte und Videotipps.

      Etappe halt und das Wiehern von maulheldenhaften Etappenhengsten, -wallachen und -stuten.
      Kriege werden hier nicht gewonnen, aber nirgendwo ist anschaulicher – beinahe wie bei Joseph Roth – zu betrachten, wie sie verloren gehen.

      Anders rum, und die Frage lautet dezidiert einfach: wenn Sie die AfD aus strategisch-/taktischem Kalkül für die einzige politische Alternative halten, wann bitte haben Sie Ihrem CDU/CSU/FDP-Abgeordneten zum letzten Mal ordentlich Dampf gemacht – oder ihm zurecht und dezidiert in den Allerwertesten getreten?

    • Fein gesprochen, Chili
      Ich, für meinen Teil, zuletzt auf einer Bürgerversammlung vor 2 Jahren, als sich ein Punkt der Tagesordnung, eine Gruppe fahrenden Volkes , das sich auf einem Spielplatz neben einer Grundschule breitgemacht hatte, mit sämtlichen unangenehmen Begleiterscheinungen , anders als erwartet entwickelt hatte. Nachdem sich die Versammlung in einen Tränendrüsenknetwettkampf zwischen den Parteivertretern beim Schildern der Lebensumstände der Sinti und Roma entwickelt hatte, ergriff ich das Wort und fragte nach, ob die Gesandten der Parteien noch ihren Wählern verpflichtet seien oder nicht. ich blieb dann standhaft und für meine Verhältnisse erstaunlich ruhig. In der Folge würde wieder lang und breit erklärt, warum was nicht geht, und ich bekam überdeutlich vor Augen geführt, warum ich Engagement auf derlei Veranstaltungen immer zurecht für Vertane Zeit gehalten habe. Entweder man investiert wesentlich mehr oder man lässt es bleiben.

    • "Kriege ... nirgendwo ist anschaulicher ... zu betrachten, wie sie verloren gehen"
      @Chili: Sie wollen also einen Krieg gewinnen? Hm. Erklärt man den nicht erstmal? So für den Anfang? Also jedenfalls, wenn man kein Feigling ist?

      Aber gut. Nehmen wir einfach mal an, irgend so ein armes Hascherl hätte sich nicht getraut und folgen Ihrer Einschätzung, dass der nicht erklärte, aber offenbar stattfindende Krieg hier fast an Knödeln und anderen perfiden Zersetzungsmaßnahmen verloren zu gehen droht. Was meinen Sie also als sicher in jeder Hinsicht konsequenter Mensch in Sachen Genfer Flüchtlingskonvention und so … sollten wir dann lieber ins linke Kanada oder ins rechte Ungarn zum Herrn Orban flüchten? Der war ja jüngst so freundlich, seine Tür für die in der EU Verfolgten zu öffnen. Nett, oder? Schwer bewachtes, eingezäuntes Container-Leben mit jeder Menge Bakterien auf engstem Raum ist zwar jetzt auch nicht so wirklich der Hit, wenn man entsprechend vorbelastet ist, aber immer noch besser als hier bei einer in „Aufruhr“ umgedeuteten Demo nach EU-Menschenrechtsdingsbums Paragraf schießmichtot hopps zu gehen, oder?

      Und nö, keine Panik. Ich erwarte keine dezidierte Antwort. Schon gar keine mit eingeschaltetem Logik-Modul. Bin eh beschäftigt mit der Freitagsfolge aus der Serie „Einstimmungs-Training“. Man gönnt sich ja sonst nichts.

      https://www.youtube.com/watch?v=oaW9FwFE4vQ

    • @ Chili
      Chili
      Was erwarten sie denn von einem denkenden Menschen angesichts eines Urnenpöbels, der die 5 Einheitsparteien immer aufs neu wählt, und eine Wahl zwischen Merkel und Gabriel/Schulz für Demokratie hält?

      Die Deutschen sind das Volk, das die Gestapo anruft um SIE abholen zu lassen, wenn sich die erstbeste Gelegenheit bietet.

  106. Gerade von Kap Horn her angekommen, Berthold Kohler heute im Guano-Clipper
    „Auch Deutschlands politisches „Establishment“ besteht nicht nur aus Übermenschen. Doch würde man Lammert, Dreyer, Gauck oder den neuen Bundespräsidenten Steinmeier gegen Trump oder gar Erdogan tauschen wollen?“
    .
    Nein eintauschen gegen Dramp und rɛˈd͡ʒɛp taˈjip ɛrdoˈan nicht aber den eventuellen Anbietern würde ich die Genannten kostenlos als Surplus überlassen. Diese Guten könnten doch dort die Hebelverhältnisse ein wenig zur Ausgewogenheit in unserem Sinne hin bewegen. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, wäre das jetzt schon hatespeech ?
    (DdH)

    • Hebelverhältnisse zugunsten Deutschlands...
      bedarf lediglich den Unterlass der Unterstützung der pkk seitens DE und dem Schluss mit dem Aufbau eines nationalistischen Frontes mit Bulgaren, die ja ethnisch Türken sind, gegen die Türkei … So einfach wäre dann das Auskommen mit der Türkei … Mir persönlich wiedert dieses Politische hin und her, möchte damit nichts zu tun haben … Also ihr zwei Länder, D und die TR, reißt euch zusammen und findet eine gute Lösung …

    • Tauschgeschäfte
      Die Subtilität von Kohlers Frage ist Ihnen hoffentlich nicht entgangen?

      Wichtig ist, wen er NICHT aufzählt. Die fleischgewordene Kellerfalte und der Erlöser aus Würselen sind ausdrücklich nicht erwähnt.


    • Wenn die die nehmen, immer!


    • @El.pe: kennen Sie „Michael Kohlhaas“?

    • @ colorcraze
      Wenn ich nur den Namen schon lese….

      Seit ich das mit 12 zum ersten Male in Finger bekam, wollte ich davon eine Version mit angemessenem Ende schreiben, aber man kommt ja zu nichts.

      Kleist, das ist deutsche Kultur wie sie leibt und stirbt.
      Eine lächerliche Militaristen Klamotte zu einem „Prinzen“, eine Vergewltigung in der Oberschicht, ein paar albern, kindische LIebesdramen und dann diesen Revolutionär der vor dem Gerechtigkeits Ansinnen der Obrigkeit einknickt, geschriebn von einem Geisteskranken, der sich Jahre zu spät ersäufte…
      Bei all dem Widerlichen das man bis heute als Kultur verkauft ist Kleist das Dümmste.

  107. Weshalb viele Bürger auch Politikerinnen verabscheuen:
    Die Premierministerin May sagte vor den Abgeordneten, am Mittwoch habe jemand versucht, „unsere Demokratie zum Schweigen zu bringen, aber heute treffen wir uns hier wie immer“.
    .
    Wie bitte!? Ähm, nein, Frau May. Erstens müssen Sie uns Ihre überlegenen Überlebensmöglichkeiten nicht unter die Nase reiben. Es ist ja schön, dass ihr euch heute so trefft wie immer. Ihr tut das, weil ihr geschützt seid. Sollen wir euch dazu gratulieren??
    .
    Die Opfer treffen sich nicht heute so wie immer, Frau May. Warum übersehen Sie das so verächtlich?
    .
    Und, Frau May: Kein Terrorist ist so blöde, zu glauben, er könne mit seinem Anschlag „unsere Demokratie zum Schweigen bringen.“ Das ist nicht sein Anliegen. Er will töten und Angst verbreiten. Das, Frau May, ist ihm gelungen. Dagegen misslingt Ihr Versuch, Frau May, uns auf eine falscher Fährte zu locken und uns zu beschwichtigen, indem Sie den erfolgreichen Täter (bezüglich eines von Ihnen fingierten Zieles) für gescheitert erklären.

    • Frau May wurde laut Nachrichten...
      …sofort in irgendeinen Tunnel geführt, den es unter dem Gebäude gibt. Ich war ja gestern schon wieder auf einer Versammlung und wir haben uns echt amüsiert, dass nur die eine Person so wichtig war und die Abgeordneten auf ihren Sitzen bleiben sollten.

      Wie es heißt, war der Polizist, der erstochen wurde, unbewaffnet, um den Eingang zu schützen.Unborstellbar für mich.

    • Titel eingeben
      Wer, politisch völlig inkorrekt, mal über Terrorismus ein wenig intensiver nachdenken möchte, dem sie dieses Interview empfohlen:

      https://kenfm.de/gerhard-wisnewski-verheimlicht-vertuscht-vergessen-2017/

      Nicht die Antworten, die Fragen und das selber Denken sind immer das Wichtige…

    • Titel eingeben
      Es gibt aber auch den gemäßigten Islam.
      Mein Taxifahrer und mein Gemüsehändler z.B.
      Beide haben mir versichert, daß sie durchaus nochmal bereit wären, mit uns (Deutschen) zu reden.
      Sie haben mir beide auch versichert, daß sie mit Gewalt gegen Nichtjuden nicht unbedingt einverstanden sind.

  108. OT
    Nun ist mir klar, warum die MSM die Twitterei so mögen:

    Der londoner Bürgermeister sagt, Trump jr. twittert unsägliches.
    Schon hat man etwas, dass man zu ellenlangen Artikeln
    auswalzen kann, ohne eine neue Information oder einen neuen Gedanken liefern zu müssen.

    Feiner Job!

    • Es gibt zu wenig Informationen über den Attentäter, daher das Ausweichen.

    • ...
      Als Ausweich-und Ablenkungsmanöver eignet sich Trump- Bashing
      allemal. Nur ändert es nichts.

      E.R.Langen, das war schon ein Angriff auf Westminster. Der Attentäter
      wurde vom Bodygard eines Ministers erschossen. Ein anderer Minister
      versuchte dem erstochenen Polizisten zu Hilfe zu kommen.

      Stellen sich die Szene mal vor dem Reichstag vor.


    • Trump-Bashing ist nun inzwischen auch ziemlich boring.
      Karneval ist vorbei.

  109. Gedanken zu London, Antwerpen und unzähligen Einzelfällen .
    Ein durchgeführter Terroranschlag, vier tote, unzählige Verletzte, ein knapp verhinderter, und das alles in einer endlosen Schlange von Einzelfällen, von der Stänkerei über das Anzünden von Obdachlosen bis zu Vergewaltigung und Mord und Terror am Berliner Weihnachtsmarkt.

    Als Reaktion der Leute, die den Platz unserer Vertreter verkleben, statt aufzustehen und wortlos zu gehen :
    ,,Besonnenheit“ , Dümmlichkeit, Toleranzgeschwafel, und noch offenere Grenzen, noch mehr ,,Zuzug“, noch mehr, viel mehr wert, als Gold.

    Daneben wachsen Zorn und Haß, ob das jetzt erlaubt ist, durch so ein Pipimädchen von Pseudominister, oder nicht.

    Wachsender Zorn und Haß sind Tatsachen, und auch nicht verwunderlich.

    Bürgerliche Normalmenschen fühlen sich mit solchen Emotionen nicht wohl, vor allem nicht, wenn sich diese als dauerhaft erweisen.

    Dafür dass wir leben, wie wir leben, sind wie wir sind, und für die dumme Gutheit, werden wir von den Fremden immer mehr gehaßt und verachtet.

    Und jetzt das kleine Rätsel zum Selberdenken :

    WOHIN führt das ?


    • Bürgerliche Normalmenschen fühlen sich mit solchen Emotionen nicht wohl, vor allem nicht, wenn sich diese als dauerhaft erweisen.
      Nein, garnicht, der bürgerliche Normalmensch will, daß a Ruah is, und daß Kriminelle bestraft und, noch wichtiger, vor allem von der Öffentlichkeit ferngehalten werden – damit sie nicht weiteren Schaden anrichten.
      Was zu mir durchdrang (bei den Radionachrichten klappte ich die Ohren zu) war a) daß es sich mal wieder um jemand Polizeibekannten handelte und b) daß wegen dem Scheiß wohl wieder die halbe Stadt in Mitleidenschaft gezogen wurde.
      Fangen wir mit dem wichtigeren an: b). Das geht so nicht. Nur weil einer eine Polizistin angreift, kann man nicht gleich einen ganzen Flughafen lahmlegen (Orly neulich), und wegen einem Fußgängerkiller nicht gleich Parlamentssitzungen lahmlegen (Westminster). Gegen die lethalen Folgen für die Täter schimpfe ich ausdrücklich nicht, und bedauere im Gegenteil die vielen verletzten Beamten, die ihren kühlen Kopf hinhalten (müssen) – es ist extrem schwierig, den Punkt zu finden, zwischen „harmlosem Touristen“ und „Fußgängerkiller“ zu unterscheiden. Generell tendiere ich dazu, daß Angriffe auf Polizisten – auch, -gerade -, verbale Beleidigungen gegen Polizistinnen – folgenreicher, und zwar unmittelbar sofort, sein sollten.
      Besser als tote Täter wären natürlich gefangene Täter, denen die Einwohner der Stadt alle Schand sagen können, denn das ist deutlich unangenehmer als mal eben kurz sterben, zumal wenn man das sowieso vorhat. Das ändert aber nichts am Problem Stadtalarm, den man vielleicht doch nach einigen Studien, wie derlei abläuft, vielleicht ein wenig anders gestalten könnte.
      An a) wird man nichts ändern können, denn präventiv Leute aus dem Verkehr ziehen (außer evt. durch unmittelbaren Zugriff zur Abschiebung, wenn X oder Y vorliegt, aber das betrifft ja die wenigsten) geht nicht.

    • Es führt nirgendwo mehr hin - wir sind da schon, wohin es führt.
      Und die Verbrechensstatistiken wären noch viel deutlicher, hätten „wir“ nicht unser Verhalten schon von Grund auf geändert.
      Weshalb die in Regensburg nicht? Wer weiß?

    • Titel eingeben
      Göttlich… der Prototyp aller Spiesbürger beschreibt sich selbst beim Nicht-Denken. Das Wiederkäuen von Vorgesetztem ist halt einfacher, gell?

    • @ Moserotto,
      könnte man die Summe der Einzelfälle aus Mohammeds, Alis und Amris bereits eine Cloud nennen. Oder Schwarmintelligenz?
      (DdH)

    • @tdv
      Was haben Sie nur immer mit dem Denken, wohin soll das
      führen. Jeder hat doch begriffen:
      1.Migration ist gut
      2 Migration ist toll
      3.Migration ist suppi – egal woher oder wohin und wozu.
      Hauptsache
      MIGRATION.

    • Beim Selberdenken kommt jeder woanders raus.....
      Der TDV findet mich spießig, weil ich über fremde Anschläge und Straftaten nachdenke, anstatt selber welche zu begehen, wie spießig aber auch von mir.

      colorcraze meint, es funktioniere eh alles prima, aber immer gleich Absperrungen, die Behörden müßten Anschläge lockerer sehen, und überhaupt kann man nichts machen, sie sind nun einmal da, die Briten aus Mittelengland, nicht wahr ?

      number 15 meint, wir sind bereits im Endprodukt der Verdauung, und weil wir uns wegducken, passiert nicht noch mehr.

      Und Ddh fragt sich, ob die Einzelfälle nicht eigentlich die Norm in gewissen Personenkreisen seien.
      Schwarmkriminalität, Schwarmmord.

      So verschieden sind wir.

    • Lahmgelegte Städte
      Ganz einfach, und ziemlich risikolos:
      Seit ca. Einem Jahr in München auf der Stammstrecke der s-Bahn während der rush-hour : Personen imGleisbereich.

    • Krise welche Krise oder tatsächlich gibt es mehr Land als Wasser.
      Ich fasse mal die Gesamtsituation zusammen.

      Patient: Herr Doktor, wie ernst ist die Lage?
      Arzt: Ganz ehrlich, wir können ihnen nicht mehr helfen. Der Tod wird sie bald und plötzlich ereilen.
      Patient: Gott sei Dank – und ich hatte schon die Angst, daß es was Schlimmes ist.


    • colorcraze meint, es funktioniere eh alles prima,
      Wie kommen Sie auf diese völlig abwegige Idee?
      Ich denke über praktische Abhilfe nach. Die ist aber nicht durch bloßes laut auf den Tisch hauen erreicht. Die Ressourcen sind nämlich endlich, und Eskalationen, die man gleich wieder zurücknehmen muß, sind nicht wirkungsvoll. Also muß man schon überlegen, wie man mit welcher Situation umgeht und Eskalationen auch durchhält.

    • Ach... Otto....
      Wie kann man so dummdreist und aufgeblasen daherreden:

      „Der TDV findet mich spießig, weil ich über fremde Anschläge und Straftaten nachdenke…“

      Sei denken doch keineswegs darüber nach! Sie dreschen dumpfe Stammtischphrasen!
      Zu was ánderem, insbesondere Nachzudenken sind sie doch gar nicht in der Lage.
      Jener Herr, der seit vielen Jahren in London gelebt hat, war schon ein wenig zu Recht verärgert, wenn man es bedenkt. Im Gegensatz zu Schröder/Deutschland hat sich Blair/England an dem verbrecherischen Massaker an den Iraqern unter erfundenem, verlogenem Vorwand beteiligt! Und auch jetzt mordet man dort noch munter weiter. Nicht vergessen: Merkel findet den Iraq Krieg auch heute noch ganz toll!
      Wenn man nun die Minimal Intelligenz berücksicht, die jemand haben muss, der eine solche „Religion“ ernst nimmt, dann sind die nun erfolgten Konsequenzen doch schlicht und einfach absehbar.
      Ebenso wie vorhersehbar ist, dass es davon, und zwar ganz genau davon, noch mehr geben wird. Man nennt so was asymetrische Kriegführung, ein Beil, ein Messer, ein LKW. Gegenwehr unmöglich!
      Und alles was den Regierungen dazu einfällt ist, den völlig sinnlosen Zirkus zu veranstalten, den corolorcraze zu Recht angeprangert hat, weil er dazu dient die Mensch in Angst zu halten. Gegen den Terrorismus ist man machtlos, aber wenn man diesen nur ins masslose aufbläst, so glaubt der dumpfe Spiessbürger an die Gefahr durch das „Böse“ und kommt gar nicht erst auf die Idee, zu fordern, man möge das eigene Militär dort endlich abziehen, damit irgendwann wieder Frieden möglich wäre.

  110. I think God ...
    Wunderschöne Spannung des Racheaktes auf die Zeitachse, Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft … Jedesmal wenn ich jdmn auf die Strecke gebracht habe, habe ich mich hinterher sehr schlecht gefühlt, will dieses Gefühl nimmer, so bleibe ich fern den jenigen die mir in so eine Lage bringen könnten. Gott sei Dank der Gabe, dies schon vorher einzusehen … Sie sind wunderbar, sowie die anderen Kommentatoren, und selbstverständlich der liebenswürdige Don, der all dies möglich macht….

  111. Die Hunde und die Männer aus Mittelengland
    Herdenschutzhunde wie Maremmani, Kuvacs oder Pyrenäenberghunde müssen zu mehreren arbeiten, um effektiv gegen Wölfe oder Wildschweine zu sein.
    Man sieht mal wieder, dass sog. Spezialisten in Brüssel keinen blassen Schimmer haben, Hauptsache, eine neue Richtline. Weder die Pyrenäenbauern, noch Rumänen oder Abbruzzesi werden sich einen Deut um den Unsinn scheren.

    Den deutschen Zeitungen fällt zum Terrorattentat ein „Mann aus Mittelengland, 52“ ein. Wir haben schon verstanden, dass man Fremdsprachen können sollte.


    • „Mann aus Mittelengland, 52“
      Das Alter wundert mich. Ist üblicherweise eine Zeit, in der man gesetzter wird/ist.

    • Kuvasz, sprich: kuwwass, (hungarian pronunciation: [ˈkuvɒs])
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kuvasz#Herkunft_und_Geschichtliches

      … Bei dem Attentäter von London handele es sich um einen 52-jährigen Mann namens Khalid Masood aus Mittelengland. Das teilte Scotland Yard mit. … – Man hat wieder einmal ein Bezeichnungsproblem.

      Noch heute Nachmittag hieß es bei einem der Dudel-Hörfunk-Staatssendern, er sei, so wörtlich, „ein gebürtiger Brite“ – und kein Wort mehr! Er mag als britischer Staatsangehöriger im Vereinigten Königreich geboren sein, in Ordnung. Da war aber noch etwas, was die gleichgeschalteten Sender glauben, verschweigen zu müssen.

      https://www.uploadarea.de/files/eu1/c0birGqlD-ein-gebuertiger-Brite-und-den-Geheimdiensten-bekannt-gewesen.gif – Später hieß es dort wörtlich: „Der mutmaßliche Attentäter sei in Großbritannien geboren und den Geheimdiensten bekannt gewesen. Das sagte May im britischen Parlament.“

      Deutsche, ihr könnt stolz sein auf unser Land, stimmt ja wohl einerseits, andererseits: Lernt jedoch noch mehr Fremdsprachen! „Sind die Österreicher
      Deutsche?“ Deutschsprachig allemal, und deren Zeitungen verschweigen derzeit auffallend weniger als die im kollektiven Freizeitpark. https://news.google.at/

    • Womit hat das denn schon wieder nichts zu tun?
      Cassius Clay hatte sich auch umbenannt, er sagte oft, er sei der Größte, und er schwieg meistens bezüglich des Allergrößten.

      Herr Bunzinnenminister, Ihr Auftritt: „Das hat mit Dingsda nichts zu tun“, treudoof in die Kameras blickend!

  112. war doch nur ein EINZELVERKEHRSUNFALL
    ja, ekelhaft wie diese migrationsgegner den neuesten anschlag in London zur hetze missbrauchen……….die FAZ mutterkuttermerkelmaschine arbeitet an subtiler „richtigstellung“.

    wir stellen fest, es war kein terrorakt, nein ein ANSCHLAG. wie wäre es, wenn wir doch bitte wörter wie VORFALL oder ZWISCHENFALL verwenden könnten. oder gleich sagen, es war ein VERKEHRSUNFALL EINES BRITISCHEN STAATSBÜRGERS AUS MITTELENGLAND aus frustration über das POLDI-tor ?

    und dann noch vielleicht es war ein EINZELVERKEHRSUNFALL EINES PSYCHISCH LABILEN FUSSBALLFANS ! keine sorgen bitte !

    ja in metropolen – so sollen wir lernen – sind solche arten von vorfällen als ganz normal anzusehen.

    komme gerade über den Gotthard retour, grenzen bei Mendrisio wagenweit offen, zu beginn der steilstrecke aber absperrung und blick in jedes auto, ganz rechts steht unauffällig ein mann mit einem mittellangen schlanken schwarzmetallic metallstück……….ob mit oder ohne magazin konnte ich nicht erkennen.

    • „mittellanges schlankes schwarzmetallic metallstück"
      Am Münchner Bahnhof stehen und patroullieren paarweise hochgerüstete Polizeikräfte. Das hat was martialisches, distanzgebietendes, aber anders als man vermuten würde, wenden sich regelmäßig Leute vertrauensvoll an die Polizisten mit den MPs, um nach dem Weg zu fragen oder um ein paar launige Bemerkungen auszutauschen.

      So ist das in Bayern mit dem weitgehend ungetrübten, auf Respekt und Vertrauen beruhenden Verhältnis zwischen Bürgern und Polizei.

      Noch, wäre anzufügen, denn spätestens nach dem Londoner Anschlag und den Messerattacken gegen Beamte auch in Deutschland dürften die Finger an der MP bei unbedarften Spontanannäherungen künftig nervöser werden.

      Nur eines der Beispiele dafür, wie sich KGEs prophetischer Satz „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch“ derzeit erfüllt.

      Dass auch der zweite Teil des Satzes „… ich sag‘ euch eins, ich freu‘ mich drauf, vielleicht auch, weil ich schon mal eine friedliche Revolution erlebt habe. Dieses hier könnte die sein, die unser Land besser macht“ sich ungeteilter Zustimmung erfreut, ist eher zweifelhaft.

    • Die Zukunft der dem Presserat folgenden ,,Medien'' :
      Irgendwo ist irgendwas passiert, möglicherweise hat irgenwer etwas gemacht.

      Fertig. Das ist die ganze Zeitung, dann vielleicht noch gendern, damit Weiber, die eh keiner anschaut, zufrieden sind,
      voila, mehr braucht es nicht.
      Und dann Werbung.
      Und oben den stolzen Namen des ,,Leitmediums“ .

    • Da fehlt
      Das Trauma in meinen Augen. Gründe gibt’s genug.

  113. Feindbild Ausland
    @En pensant jour et nuit à l avenir de lAllemagne sagt

    „Aber wird diese Buntheit auch der zukünftigen NWO genügen?“

    Erklären Sie, der sich den beeindruckend scheinen wollenden Namen gab „En pensant jour et nuit à l avenir de lAllemagnet“, um zu demonstrieren, dass er etwas französisch kann, erst einmal was NWO ist. Punkt.

    Zwotens:“Hmmm, vielleicht vernachlässigt das fünfte Rad der USA…“

    Ich weiß nicht, wen Sie damit beleidigen wollen, mich und die andren Ticos kann aber die blühende Phantasie eines von Vorurteil behafteten Pseudofranzosen nicht in die Jauche des Schmuddelkindes ziehen.

    Mit etwas mehr Wissen wussten Sie, dass wir uns in vielen Dingen gegen die USA stellten und stellen. Wir leisten uns sogar besondere kleine Freuden. Es war uns etwa eine doppelte Herzensangelegenheit die USA unter Leitung des deutschen Klinsmann mit 4:0 im Fussball abzuziehen.

    Drittens: „daß nach Presseberichten des vergangenen Jahres gar nicht mehr so „rica““

    Ach ja und jetzt plötzlich ist es die gute wahre wahrhafte von allen einseitigen Interessen bereinigte Presse….machen Sie sich nicht lächerlich Mann!

    Nach den Presseberichten, die ich wiederum über SIE las….ich will das gar nicht zitieren, das wäre zu beschaemend….

    Wissen Sie wie es in der Hölle aussieht? Nee. Aber es wird darüber geschrieben. Von Leuten, die niemals dort unten waren. So sind die Berichte über fremde Länder ebenso.

    Und hier: „einfach die Zukunftsvorsorge wie wir das unter der vorsorglich handelnden mächtigsten Frau der Welt praktizieren“

    Die mächtigste Frau der Welt, ein leichter Anflug von Größenwahn hat den Deutschen schon immer begleitet. Wissen Sie wer mächtig ist? Die Bank.
    Zukunftsvorsorge….tolles Wort
    Darf man davon ausgehen, dass es also Deutsche gibt, die ihre Töchter, sofern sie welche Zustande brachten, gerne den Nafris als Übungsgut zur Zukunftsvorsorge zur Verfügung stellen, um ebenso vorsorglich zu sein, wie es ihre Frau Merkel täglich demonstriert.

    Wirklich sehr vorsorgliches Denken ihrer Herr Bundeskanzlerin.
    Es gibt Wesen, da weigert sich meine Sprache den Begriff „Frau“ auch nur in den Mund zu nehmen.

    Davon abgesehen haben sie nicht die geringste Ahnung vom Wesen und der Denkform der Latinos, wir normal lebende machen uns keine Zukunftsvorsorgen, wie die in Panik hausenden Deutschen. Wir sagen: es kommt, wie es kommt, es ist alles in Gottes Hand.

    Im übrigen denken wir: Merkel spinnt. Und warum? Weil wir Illegale rausschmeißen, weil wir auch legale aber kriminelle Ausländer rausschmeißen, und weil wir ein Stück Mauer zwischen uns und Nicaragua haben. Merkel spinnt echt.

    „Habt ihr genügend Rentenkasseneinzahler, intellektuellen Nachwuchs und neues inzuchtverhinderndes Genmaterial in Vorhaltung, so wie wir ?“

    Ja, das passt zu ihnen, jemanden der nicht so verbiestert wie Sie in die Welt blickt, als Inzuchtverdächtig anzudeuten. Sie haben nicht mal den Charakter und Mumm das deutlich zu sagen, für mich sind Sie nicht mal Satisfaktionsfähig.
    Leisten Sie sich bitte weiter ihre Feindbilder. Ich glaube Sie brauchen das.
    Guten Abend.

    • Alles falsch, Tico
      Die Antwort entnehmen Sie dem Namen-und, Sie sollten den Schlips kürzer binden.
      (DdH)

    • Don Tico, da haben Sie sich verrant, scheint's mir ...
      http://www.bing.com/search?q=nwo – Anstatt jemanden frontal anzufahren, erst einmal tief Luft holen (alte stadtindionische Weisheit) und die Suchmaschine Ihrer Wahl befragen!

      http://www.nacion.com/m/sucesos/ – Wenn ich so costarricense Bilder aus dem prallen Alltagsleben betrachte, im Internet freilich, werden mir viel Uniformierte gezeigt, Ordnung muss sein.

      Küstenschutz, Verteidigung im Angriffsfall: durch Verträge mit den USA geregelt. Costa Rica ist mir sehr sympathisch, will die friedfertigkeit der Ticas und Ticos nicht anzweifeln.

      Anderseits sehe ich im Kommentar des Frankophilen auch keine Agression, eher verspielte, beißende Ironie. Und so etwas sollten wir hier wirklich erkennen und aushalten. Pura Vida!

  114. für tdv
    https://www.youtube.com/watch?v=iA7YUBzMom4

    … tief in dir gibt es ein licht …

    • Hallo Doctor...
      Ein weiser alter Inder hat mir mal gesagt: Life is not a problem to be solved.. it is a mystery to be lived.

      Allerdings im Gegensatz zu Toya, ohne „Bells ringing in my head“, ist es mir weitaus lieber.

      Ich hätte beinahe schon weiter oben auf ihren Doktor Witz geantwortet:

      Telefon klingelt spät abends beim Doktor „Herr Doktor, mein Mann sagt es gehe ihm wirklich schlecht!“ „Beruhigen sie sich, ich habe es ihm heut nachmittag erklärt, er bildet sich nur ein, dass es ihm schlecht geht“…..

      Eine Stunde später wieder Telefon, selbe Frau: „Herr Doktor, jetzt bildet er sich ein, er sei tot!“

  115. "Ein paar Kilometer weiter kann man auch “Sylt meets Tegernsee”-Wochen haben."
    Lieber Don,
    Sie haben gerufen?

    Man pflegt auch auf Sylt seine Trachten. Das Problem ist halt, daß man seit einem Dreivierteljahrtausend auf einer Insel lebt, was einerseits über die von Ihnen angesprochenen „Details eigener Abstammung“ erhaben macht, welche andereseits jedoch genau zu dem naheliegenden Problem führen.
    Immerhin konnte man noch vor ein paar Generationen der Tochter entgegenhalten, daß das Kleid mit dem unbezahlbar schweren Silberschmuck ihrer Omamutter oder Tantennichte gefälligst auch gepasst hat.

    Andererseits: Fast tausend Jahre, bevor Ihre Ahnen und die Ostflüchtlinge ein paar Seppeln das dringend benötigte frische Blut gebracht haben, hat man hier schon schöne (Wehr-)Kirchen gebaut. Unere beiden ältesten sind älter als unsere Insel.

    Old Germany – Old Europe. Don A. meets Don R.

  116. hey, sry - kurze frage:
    hey, offtopic, dies, das…

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/le-pen-afd-und-co-wie-migrationsgegner-den-anschlag-fuer-sich-nutzen-wollen-14939736.html

    das ist eine reuters.meldung, oder?
    keine meinung oder glosse – direkt aus der agentur?

    • Steht eigentlich klipp und klar da- was Gutties immer schon wußten-
      .
      .
      Schuld an solchen Anschlägen sind die Gegner der freien Migration, sie haben sie gewissermaßen verübt,äähh, weil, äääh , ja .
      Ist eben so.

      Da steckt ein kluger Kopf dahinter, mhm, und wer es nicht glaubt, ist

      pöhse.

  117. Titel eingeben
    Wobei – Migrationsgegner, das neue abgehängt?

    • Schaut das so aus?
      Hier, in diesem Blog? Abgehängte?

    • Ja, so sieht's aus, die schreiende Mehrheit ...
      … und die schreibende Mehrheit will mit den Siegern sowohl marschieren als auch schlagen. Vancouver, Chicago, Detroit lassen grüßen.

  118. El.pe sagte am 23. März 2017 um 17:57 Uhr
    „Hebelverhältnisse zugunsten Deutschlands…“.
    .
    Madame, Sie sollten sich als Beraterin unserer Regierung zur Verfügung stellen.
    (DdH)

  119. Ecce homo
    Zitat:
    „Wie viel Wahrheit erträgt, wie viel Wahrheit wagt ein Geist?
    das wurde für mich immer mehr der eigentliche Wertmesser.
    Irrtum ist nicht Blindheit, Irrtum ist Feigheit …
    Jede Errungenschaft, jeder Schritt vorwärts in der Erkenntniss
    folgt aus dem Mut, aus der Härte gegen sich, aus der Sauberkeit gegen sich …
    .
    Und woran erkennt man im Grunde die Wohlgerathenheit.
    Dass ein wohlgerathner Mensch unsern Sinnen wohlthut:
    dass er aus einem Holze geschnitzt ist, das hart, zart und
    wohlriechend zugleich ist. Ihm schmeckt nur, was ihm
    zuträglich ist; sein Gefallen, seine Lust hört auf, wo das
    Maass des Zuträglichen überschritten wird.
    .
    … Er glaubt weder an »Unglück«, noch an »Schuld«:
    er wird fertig, mit sich, mit Anderen, er weiss zu vergessen,
    – er ist stark genug, dass ihm Alles zum Besten gereichen
    muss. –
    ***
    Nietzsche. Ecce homo.
    Herausragend vorgelesen von Konstantin Graudus.
    Er liest diesen Text mit spröder Stimme so gut und
    so einfühlend > genau zu der Sprödigkeit des Textes
    passend, dass es ein Fest für die Ohren und natürlich
    auch für die andere (grauen) Zellen ist.

    https://www.youtube.com/watch?v=ZFP1mUgNSpI&index=13&list=PLXB8IlIteP1nuKM2fmrlPFg3kEzF-n9bl

  120. Kanamara matsuri
    habe ich inzwischen gekugelt,@ TDV.

    Ein Schrein mit Fruchtbarkeitskult hat den Japanern nun auch nicht groß weitergeholfen, oder? Und dann ein verliebter Dämon, der in Hochzeitsnächten Penisse abbiß, die nun eisern sind? Das ist doch auch nix Anderes als Woodoo oder die Kirchen. So sehe ich das als völlig Ungebildete.

    Wäre es nicht auch besser, Prostituierte würden, als an diesem Schrein zu beten, von sex.übertragenden Krankheiten verschont zu bleiben, anders vorzusorgen? Das sind doch auch nur Globolie und keine Medizin in meinen Augen.

    Ich staune, dass ausgerechnet Sie solch einen Aberglauben toll finden. Sie sind halt auch nur ein Mann…der sich nicht mal getraut hat, ganz ordinär vom Brauereigaul zu reden – und das als Bayer?

    • Sex sells oder wen juckt's
      … was für eine kaputte Welt. Sex kaufen?

      Ja tatsächlich, nach über 20 Jahren in der Werbung kann ich mich immer noch nicht an kaputte Menschen, neurotische Charaktäre, Herrschaftswissen, Blender und Mobbing gewöhnen.

      Gewissenmaßen klärt es Geist und Seele.
      Summa summarum: Wen juckt’s

      ….

    • Titel eingeben
      Also zunächst mal muss ich gestehen, dass ich wie die meisten Angehörigen des männlichen Geschlechts auch eine Phase hatte, wo ich die Ähnlichkeit mit einem solchen Tier recht, wie soll ich es sagen, anregend fand. Hier in Japan gibt es solche Hinterteile nur bei Angehöriginnen der US Streitkräfte.

      Die Ästhetik des Anblicks so ziemlich aller Japanerinnen von hinten ist allerdings auch so schon schwer zu überbieten.

      Ich weiss jetzt nicht, haben sie sich ein paar der YouTube Videos des Festes angeschaut? Ihre Antwort klingt so als hätten sie nicht… Das ist einfach eine fröhliche Feier der Sexualität schlechthin, für Geniesser deutschen Sauerbiers allerdings nicht geeignet.
      Die ernsten Zusammenhänge die sie erwähnen, interessieren ausser ein paar alten Priestern keinen hier, glauben sie mir.

      https://www.youtube.com/watch?v=5HMwASzcdIU

    • Seit 1969 gibt es das,
      Scheint also ein Marketing – Ding zu sein? Überall werden ja so Geschichten ausgegraben, um Stimmung in die Bude zu bringen. Wem’s gefällt…Mit Kirchenabstinenz hat es wohl weniger zu tun.

      Das hatte ich gelesen und Sauerbier mag ich nicht.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kanamara-Matsuri

      @ Frau Simon, gibt es das auch schon in Düsseldorf? Da soll es doch eine
      Menge Japanerinnen geben.


    • Seit 1969 gibt es das
      soso, die japanische Antwort auf 68: wir werden ganz antik…

  121. Al Quidas und Deutsche
    „Es gibt aber auch den gemäßigten Islam.“

    Seit kurzem haben wir lauter junge Al Quaidas im Büro, ruhige, gut erzogene, höfliche junge Männer, aus Marokko, die sich flüsternd(!) unterhalten, ganz im Gegensatz zu den quirligen Deutschen in ihrem Alter, die ständig lärmen und sich aufführen, als wären sie gerade aus dem Kinderladen gepurzelt und mit denen ihr Boss dann auch schon mal Fangen spielt oder sie anderweitig unterhält und verbal kitzelt, v.a. wenn das Abteilungsgirlie da ist, ein sonniges Gemüt, dass über alles lacht, was wiederum die Männer ganz toll finden.

    Zu ihrem Glück kommen die Mauren gelegentlich zu mir und stellen Fragen. Das könnte schlechter laufen. Es ist leicht, sich zu verirren oder umgekehrt zu erwarten, dass das Studium immer weiter geht und immer Personal da sein wird, dass sie an die Hand nimmt, sie beschult, betreut und einen Staffellauf an Übungungsaufgaben für sie inszeniert, damit sie durch ihn ins Ziel finden. Für mich ist noch nicht ausgemacht, wer von all denen, von den Deutschen oder den Muslimen, das bessere Menschenmaterial ist, um sie einmal zur Meisterschaft zu führen.

  122. Unser Franz-Mann in Antwerpen
    http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5188855/Belgien_Womoeglich-Nachahmertat-in-Antwerpen-verhindert – „ein Franzose“ (erbeutet in der ausgehenden Kolonialzeit)

  123. Ihre Gedanken auf Twitter zum Aufhören hier...
    …Ich hätte mich fast nur zum Antworten auf Twitter angemeldet. Habe jetzt keine Zeit. Lieber Don: bitte Nein!!!! Dann habe ich das Gefühl, nun ist es wieder soweit wie vor 89…Können wir hier irgendwas tun, um Sie auf andere Gedanken zu bringen?? Vielleicht auch das Diskutieren hier nicht ausarten lassen quantitativ, weil Sie sich irre moderieren müssen??? Bitte nicht, bitte, bitte, bitte.

    • Liebe crossrennradfahrerin, er schrieb vom "letzten", nicht vom "jüngsten" Beitrag: v.gd/1hUVlR
      der letzte liegt noch in der Zukunft, alles ist derzeitheetspiitschdiametralgut.

  124. Liebe Renate, entfernen Sie die Handgriffe von https://s6.postimg.org/ufkqjzooh/wiegemesser.jpg
    (aus http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/03/19/das-identitaere-patriarchat-feiert-ungeniert-josefi-7537/#comment-155551 , hübsche Kommentarnummer!) und ersetzen Sie diese zur Erleichterung Ihrer Küchenarbeit durch Bft7Wd8QElw – viel Vergnügen! (Jaja, lieber Nahuatl, ich weiß: mein Müllhirn, fiesgrins…)

    • perpetuum mobile
      ich hab’s mir einfach gemacht und die Kommentare gelesen.
      nach wie vor: Schatzkästchen mit gesteigertem Dendritenwachstum.
      Ihr Wiegemesser eignet sich vom Namen her als Logo für parship oder Bauer sucht Frau (Narumol, wenn ich mich richtig erinnere, wie eine Kopfschmerztablette).

  125. Angeblich hat der menschenverachtende Dreckhaufen namens SPD...
    …13.000 neue Mitglieder bekommen. Offenbar eine Sammelstelle für Kriminelle und andere Vollpfosten.
    .
    Deren Lieblingsspiel besteht darin, Menschen zu schlachten:
    http://cicero.de/berliner-republik/computerspiel-schulzzug-voellig-entgleist
    .
    Liebe 13000 Nullnummern: Ihr seid sooo jämmerlich doof :-)

  126. Nachtrag Bürger HIT nicht Rewe
    Hab mich vertan, es war „Hit“, nicht Rewe.

    Ich würde einfachmal bei Bürger auf deren Webseite nachschauen (Produktfinder), wo genau die in Ihrer Nähe zu haben sind.

    Bin Vertriebler und ca. 6x im Jahr in Stuttgart, in Ditzingen/Feuerbach liegt die Fabrik direkt an der Autobahn, das sind keine 5min Umweg. Ich lade mir dann den Kofferraum mit allerlei Sachen voll (kann man gut einfrieren) u. A. auch mit Spätzlemehl, das man hier sonst gar nicht bekommt.

    Maultaschen in der Pfanne schön angeröstet, dazu ein Salat mit Vinaigrette, einfach ein schnell zubereiteter und preiswerter Hochgenuss!

    • Was bei HIT so alles im Regal steht, zeigt, dass HIT Rewe ist...
      Text eingeben


    • @Fr. Amgelin: nicht so ganz. Ich habe den direkten Vergleich durch 2 Läden. Hit scheint noch so bißchen regionale Schwerpunkte zu haben, Billigalltagskram wie Mülltüten und Kaffeefilter sind aber von Rewes „Ja!“-Marke.

  127. War´s mal wieder so weit, Tico?
    Ich verstehe ja, daß die brillierende Sonne in Höhe des 10 Breitengrades Nord, also in relativer Nähe zum Äquators dem gemeinen Europäischabstammenden ganz schön zusetzen kann.
    Nun, ein gewisser @ Tico sonderte hier im Blog am 20. Januar 2017 um 21:17 Uhr folgendes ab:

    „Lästerhaftes
    Ich weiß, ich bin nur eine alter dummer Hinterwäldler, der vergessen hat, sich dem neuen Zeitgeist anzuschließen und dem Aussterben nahe ist.
    „In meiner Jugend und im Erwachsenem leben und später, also etwa vor 10 Jahren, habe ich noch richtig lesen können und meistens verstanden, was mir der Autor damit sagen wollte.
    Aber mein hinterwäldlerischer Kopf weigert sich strikt die neue deutsche Sprachform zu akzeptieren, was sicher ein Zeichen meiner geistigen Unbeweglichkeit sein muss.
    Ich finde hier in Dons – sicher intelligenten- Beitrag einen Wust an Begriffen, die mich erschlagen, bzw. in die Psychiatrie bringen, bzw. mich alt erscheinen, bzw. mich fragen lassen, ob es keine anderen Begriffe gibt.“
    .
    Aha. Das erklärt einiges, entschuldigt aber nicht. Wenn man absolut unfähig ist Ironie (es war sogar zum Teil Selbstironie) aus meinem Post heraus zu lesen, sollte man besser von Foren lassen-und zumal von einem phantastisch zusammengesetzten wie diesen hier von Don.
    .
    Meine ironischen Einstreuer über Ihr Costa Rica hatte ich übrigens der Mutterplattform dieses Blogs entnommen, die unlängst nicht ganz ohne Ironie über das Land berichtete.
    .
    „…um zu demonstrieren, dass er etwas französisch kann….“. Ach, wissense Tico, als ich vor ca. 2 Jahren hier im Blog einstieg, wunderte ich mich über die vielen langen Textpassagen in der Sprache Ihrer Schutzmacht. Da dachte ich mir, dieser übermächtigen Sprache müßte doch etwas entgegenzusetzen sein. Das Französische ist mehr und mehr auf dem Rückmarsch. Und ich verwende es ja auch nur quasi als Einstiegsmotto. Mir geht das Herz auf, wenn hier kurz einmal Italienisch oder Spanisch aufflackert-wegen mir auch Finnische, Türkisch oder Russisch, so lange der Gesamttext unbeschädigt und allgemein lesbar bleibt. So lassen Sie mir doch meinen kleinen täglichen Exerzitien.

    MfG Götz von Berlichingen

  128. Identität: BBC und ISIS
    BBCs Andrew Neill zeigt, wie Identität geht. Sollte man gesehen haben. Er meint wohl auch den Sultan:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4345478/Andrew-Neil-gives-defiant-response-jumped-jihadis.html

    Never ever underestimate the Brits. Sollten wir Deutschen eigentlich mittlerweile kapiert haben. Nach drei britischen Weigerungen, den Wünschen Berlins zu willfahren (Aug. 1914, Sommer 1940, Sommer 2016).

    @DA auf twitter: Bitte nicht schwächeln. Harte Zeiten. Da müssen wir durch.

    • Es ist manchmal nicht leicht, weil ich etzt schon weiss, was nach dem nächsten Beitrag kommen wird.

  129. "Menschenverachtender Dreckhaufen" - "Kriminelle" - "Vollpfosen"
    für Menschen wie Du und ich, weil Parteimitglieder …

    Die Ausdrucksweise des Pöbels.

    Thorsten Haupts

  130. Frau K. "makes loving fun"
    @Sandner

    ja, die KGE hat schon recht: unser land verändert sich drastisch, das letzte mal, dass jemand im beisein einer maschinenpistole in mein auto schaute (damals Polo 1000ccm) war zur zeit der fahndung nach dem beim villenbesitzer D.Dehm angestellten C. Klar bei der samstaglichen einfahrt nach Stuttgart ins Institut in den 70ern des letzten jahrtausands.

    das waren damals terroristen. heute sind das ja nur in einen VORFALL verwickelte verwirrte testosteron gesteuerte einzeltäter, gegen die hilft nichts ausser liebe (sagt die Audirotfahrerin K.) !

    https://www.youtube.com/watch?v=9uVjvXBivmE

    K. hat recht: hören sie rein: YOU make loving fun !!!!!

  131. Justement en additionnant tous les cas isolés sagt:
    Dass die Aufgeklärtheit, den drei Juden, Moses, Jesus und Muhammed, immer noch nach tausenden von Jahren, unser Dasein, wie, wo, worauf bestimmen lässt, ist mir unverständlich…

  132. Frau K. "makes loving fun"
    @Sandner

    ja, die KGE hat schon recht: unser land verändert sich drastisch, das letzte mal, dass jemand im beisein einer maschinenpistole in mein auto schaute (damals Polo 1000ccm) war zur zeit der fahndung nach dem beim villenbesitzer D.Dehm angestellten C. Klar bei der samstaglichen einfahrt nach Stuttgart ins Institut in den 70ern des letzten jahrtausands.

    das waren damals terroristen. heute sind das ja nur in einen VORFALL verwickelte verwirrte testosteron gesteuerte einzeltäter, gegen die hilft nichts ausser liebe (sagt die Audirotfahrerin K.) !

    https://www.youtube.com/watch?v=9uVjvXBivmE

    K. hat recht: hören sie rein: YOU make loving fun !!!!!

  133. Don
    Da ist bei DeM noch was im Rohr. Entweder entladen oder Feu frei. Bitte/Danke.

  134. El.pe sagte am 24. März 2017 um 18:31 Uhr
    „Justement en additionnant tous les cas isolés sagt:
    Dass die Aufgeklärtheit, den drei Juden, Moses, Jesus und Muhammed, immer noch nach tausenden von Jahren…..“
    .
    Verehrteste, mit mir als sozialisiertem Katholen können Sie absolut keine Diskussion über zwei der drei alten Herren da oben führen. Über unsere Heiligen schon eher.
    .
    Sie müssen übrigens den Namen da oben nicht in einem Psalm suchen, auch wenn er sich so anhört. Schönes Wochenende.
    (DdH)

  135. @foersterliesel et al
    Schlechter Tag für das Wienerlied. Der große Karl Hodina ist gestorben. RIP. http://derstandard.at/2000054825233/Wienerlied-Saenger-und-Maler-Karl-Hodina-81-jaehrig-gestorben

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