Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Gehen wie ein Italiener

| 369 Lesermeinungen

Ich fühl mich einsam, wenn ich allein durch die Wüste gehen muss
Ich stell mir vor, die Sphinx gibt mir einen Zungenkuss
Die Ärzte, Gehen wie ein Egypter

Zu neuen deutschen Leitkultur des öffentlichen Moralherzeigens gehören drei urdeutsche Merkmale: Erstens das Verbot einer Leitkultur, vorgetragen etwa vom Tagesspiegel („Darf es nicht geben“). Zweitens eine  innerdeutsche Ablehnung anderer Minderheiten („Wir sind nicht Lederhose“ der Grünen Jugend in der Welt). Drittens das Bekenntnis zum neuen, besseren, durch Zuwanderung veredelten Volkskörper, der auf gar keinen Fall die Ideologie des vorhergehenden, inzwischen hinweggefegten, biodeutschen Systems der 50er Jahre benötige. Da zittern die morschen Knochen der “alten, weissen Männer”! Deutschland hat sich verändert. Mal wieder.

Normalerweise würde ich nun erklären, warum die Grünen nächstes Jahr aus dem bayerischen Lederhosenlandtag fliegen und Mitarbeiter des Tagesspiegels nicht ganz zufällig in einem Slum hausen, und auf dem Weg zur Arbeit mit der S-Bahn durch einen Cordon der nochnichtsolangehierseienden Drogenkultur geleitet werden. Aber ich bin in Italien. Italien ist das schönste Land der Welt, es ist unendlich freundlich zu mir, und das Wetter ist auch sommerlich. Ich plumpse in Italien wie eine fette Hummel in den Honigtopf, und ich passe mich hier so perfekt an, dass mich alle für einen der ihren halten. Wenn ich sprachlich an eine Grenze komme, bewundere ich das Land und alles ist gut.

Wobei der Deutsche in mir sehr genau registriert, dass er mit vielem, was er hier sieht, überhaupt nicht einverstanden ist. Wer hier länger lebt, erkennt auch die – aus deutscher Sicht – Schattenseiten des italienischen Systems. Mit jemandem, der beim Begriff “deutsche Leitkultur” echt preussische Pickelhaubenpickel bekommt, war ich auch hier, und der hiesige entspannte Schlendrian, der an den Umgang Berliner Bürgerämter mit den Leibeigenen, nur in freundlich, erinnert, warf ihn aus der Bahn. Es fehlte ihm einfach die urdeutsche Hingabe an die Pflichterfüllung. Die ist so deutsch, dass Deutsche sie erst erkennen, wenn andere ihr nicht entsprechen. Daheim ist das so normal wie Atmen, aber in Italien ist nichts normal.

Es gibt hier vieles, das man ganz einfach anders und besser machen könnte. Aber man müsste es anders machen und umdenken, und alle müssten mitmachen. Das klappt manchmal wie beim Rauchverbot und manchmal nicht, wie bei den Steuern und Abgaben, Öffnungszeiten von Museen und beim Bau von Rennrädern, wo man immer erst die Gewinde in deutscher Präzision nachschneiden sollte und nie weiss, ob sich unter dem Columbus-SLX-Aufkleber nicht ganz anderes Rohr verbirgt. Ich kenne hier einen Rahmenbauer, der die wüstesten Geschichten über Marken mit bestem Ruf erzählt: Wenn Stahlkünstler A einen Exportengpass hatte, gravierten Stahlkünstler B, C und D seinen Namen in unbrauchbare Reste, lackierten sie neu und verschickten sie nach Amerika.

In Deutschland wäre das Betrug, in Italien ist es kreative Problemlösung. Aber was soll ich sagen: Ich bin auf der L’Eroica-Rennserie in der Toskana und sehe Amerikaner, die mit Tränen in den Augen, von der Emotion überwältigt, diese teuer erworbenen Schrottkisten wie eine Monstranz zum Start tragen. Es hat also funktioniert. Warten Sie, ich zeige Ihnen das an meinem neuen Capodivento-Rahmen mit der italienischen Flagge.

In den 70er Jahren wurde es schick, das Tretlager mit Bohrungen zu versehen, um den Rahmen leichter zu machen. Das brachte vielleicht 10 Gramm und wäre sinnlos gewesen, weil man mindestens 20 Gramm Rostschutzlackierung im Rahmen hätte aufbringen müssen. Das ist aufgrund der Enge der Rohre schwierig, also umging man das Problem durch schiere Nichtlösung, und so kommt einem an dieser Stelle der Rost entgegen. “Produkthaftung” ist nicht ohne Grund das unitalienischste Wort der Welt – aber dafür kauft man auch nicht italienisch.

Man sieht diese unterschiedliche Auffassung auch beim Rennen selbst. Als ich hier zum ersten Mal startete, dachte ich, es sei eine kostümierte Rundfahrt, die sich einfach einen harten Anschein gibt. Ich baute ein ganz normales Rennrad, mit dem ich daheim jeden Berg hoch komme, und erlebte eine der schlimmsten Niederlagen meines Lebens. Solche Anstiege kann man sich auch in wüsten Träumen nicht vorstellen, es ging an meine ´Substanz, und danach sagte ich mir das, was man sich oft sagt: Nie wieder! In der Erinnerung ist es aber doch ganz schön, die Schmerzen werden vergessen und die Begeisterung kommt zurück, und man erinnert sich genau an den Hügel, als die Italiener alle schon ganz unten abstiegen, aber der Deutsche, der ging aus dem Sattel, der drosch das Rad nach oben, bis es wirklich nicht mehr ging! Gut, danach war der Deutsche auch wirklich platt und bekam einen Asthmaanfall, während die Italiener plaudernd an ihm vorbei liefen, aber so ist der Deutsche nun mal: Lieber sterben als versagen.

Und wenn man doch versagt hat, wenn man den Italienern hinterher laufen muss, setzt beim Deutschen die Problemlösungskompetenz ein. Mein erstes Rad für die Toskana war ein herkömmliches Colnago, mein zweites Rad dagegen ein Spezialprojekt, in das alle meine Erfahrungen geflossen sind. Es hatte optimierte, unzerstörbare Reifen. Es hatte einen hohen Lenker. Es war deutlich länger gebaut und hatte flachere Winkel. Es war weicher für all die Erschütterungen durch die Schotterpisten, und es hatte ein drittes, kleines Kettenblatt vorne und einen riesigen Zahnkranz hinten. Die Italiener stiegen ab, ich schaltete runter und blieb auf dem Sattel. Gut, es gibt auch alte Männer hier, die aussehen, als bräuchten sie einen Stock, und dennoch mit riesigen Kettenblättern die Berge hoch und an mir vorbei drückten. Aber immerhin musste ich fast nicht mehr absteigen. Die Suche nach einer technischen Lösung ist sehr deutsch, und beim Start in Buonconvento am Sonntag war ich auch zuversichtlich, gegen all die diesmal erlaubten, neuen Räder zu bestehen.

Ehrensache! Hatten sich doch eher kleine Italiener, fast so kurz wie der deutsche Zensurminister, auf riesige, ultramoderne 29er gequetscht, um mit breiten Reifen unheldenhaft über jenen Schotter zu rollen, auf dem unsereins heldenhaft Haut und Knochen riskiert. Früher glaubten manche, 7 Löcher im Tretlager machten sie schneller, heute glauben sie, dickere, schwerere Reifen und Vollfederung machten sie schneller. Auf 20 Minuten unpünktlich erfolgte der Start, und zwischen all den Rennrädern wurden die 29er ganz schnell nach hinten an das Ende des Feldes durchgereicht.

Ansonsten ist es hier eben so, wie es ist. Man fährt zusammen, schaut sich in der Landschaft um und sieht irgendwo eine steile, weisse Schotterpiste im Grün der Crete Sienesi, und denkt sich: Wer baut solche Strassen und wer soll da bitte hoch kommen? An der Schotterpiste biegt man ab und erfährt, dass einem die Éhre zuteil wird, hier Beinmuskeln und Lungenvolumen gegen den Berg zu werfen. Alle schalten hektisch hinunter, und dann trennt sich schnell die Spreu vom Weizen: Die einen legen ihr ganzes Gewicht in die Pedale und ziehen hinauf, die anderen steigen plaudernd ab und schieben. Der Deutsche jedoch zündet seine technische Geheimwaffe und kurbelt hochfrequent und mit Untersetzung den Berg hinauf. Es ist kaum schneller als das Laufen, aber es sieht aus, als könnte man hier wirklich bestehen.

Von Betrug reden, wäre verfehlt, denn ich komme aus Deutschland, und da sagt die Kanzlerin, Saudi-Arabien würde etwas gegen den Terror unternehmen und in Zeitungen steht geschrieben, Migranten würden zukünftig die Rente bezahlen, was bedeutet, dass Sie und ich nicht befürchten müssen, als Flaschensammler zu enden. Das ist die deutsche, eherne Leitkultur der Wahrheit, da ist so ein kleines, verstecktes, französisches Kettenblatt unter all den schönen, aber riesigen Kurbeln der Italiener allenfalls das, was man als Alternative Fakten bezeichnet. Deutsche betrügen nicht, Deutsche gleichen mangelndes Training im Winter durch geistige Höchstleistungen aus. So sehe ich das, und die ersten Bergsiege geben mir recht.

Und so halte ich mit und komme auch voran. Sicher, ich bin am Berg nicht schnell, aber bergab lasse ich die Bremsen einfach los und fliege todesmutig in Abgründe, während meine Begleiter die Bremsen betätigen. Sie tun das, weil der Italiener als ein solcher das Überleben dem deutschen Heldentod vorzieht, so, wie er auch lieber die Grenzen zieht, als dass er edel, hilfreich und alternativlos im Strassengraben sagt: Jetzt bin ich aber nun mal da. So ist er, der Italiener, und insgesamt strample ich mit und komme gut voran, in einer Landschaft, die Seelen erblühen lässt.

20 Kilometer vom Start entfernt kommt noch ein Hügel, und wie gewohnt keuchen die Gefährten und ich schalte auf mein kleines, französisches Kettenblatt, kurble eine halbe Umdrehung munter weiter, und dann blockiert die Kette, während mich der Schwung der eigenen Beine fast über den Lenker zieht und ich schlingernd zum Halt komme. Möglicherweise ist ein Kettenglied steif, denke ich mir, und lobe mich für die deutsche Gründlichkeit, einen Kettennietdrücker – was für ein herrliches urdeutsches Wort, fast so schön wie Netzdurchsetzungsgesetz – mitzuführen. Ich wehre Hilfsangebote ab, drehe das Rad um und suche das widerborstige Glied. Statt dessen finde ich ein vom heftigen Schalten offensichtlich verbogenes, kleines Kettenrad. Meine Geheimwaffe ist kaputt. Und schlimmer noch, Ersatz wird seit 30 Jahren nicht mehr gebaut, und das französische Spezialwerkzeug, das ich nun bräuchte, ist in Deutschland.

Es sind nur zwei Zähne, aber man kommt nicht an sie ran. Ich versuche alles, mit Fingerspitzengefühl, mit Gewalt, mit Fluchen, mit brutaler Gewalt, mit bayerisch Fluchen, jozefixkruzinesenbianbamundhollaschtaudnhundsvarecksbladlhalleluia, es wird besser, es geht drei, vier Umdrehungen, dann klemmt es wieder. Ich habe noch 52 von 72 Kilometern und 1200 von 1500 Höhenmetern vor mir, und de facto ein Rad wie ein Italiener: Das kleinste Kettenblatt mit 42 statt 26 Zähnen und das grüsste Ritzel mit 28 Zähnen. Damit fahre ich vielleicht Hügel mit 8% hoch. Aber nicht das, was am Ende des Berges auf der anderen Seite des Tales sichtbar wird: Den mörderischen Anstieg hoch zum höchsten Punkt von San Quirico d’Orcia. Dort oben ist eine grandiose Festung des Mittelalters, die heilige Katharina von Siena lebte und schrieb dort – ich, das ist absehbar, werde schieben.

Immerhin schiebt man hier in der schönsten Landschaft der Welt. Es könnte schlimmer sein. Und so schön sehen die Gesichter derjenigen, die sich mit letzter Kraft an einem vorbei drücken und den Körper in die Pedale stemmen, auch nicht aus. Es dauert etwas länger, aber man hat mehr Zeit, sich umzuschauen. Man will ja eigentlich gar nicht so schnell sein, denn wo immer man später ankommen wird, wird es kaum schöner sein. Manche Italiener hier halten schon nach 5 Kilometern an und setzen sich in ein Cafe und sehen dabei auch nicht schlecht aus. Es ist eben immer eine Frage der Zielsetzung: Will man Bergsiege erreichen oder ein schönes Leben?

Nach einer Weile kommen die anderen nicht nur von hinten, sondern auch von vorne. Das bedeutet, dass dort oben die erste Raststation ist, und also gar nicht mehr weit weg sein kann. Manchmal, wenn es geht, fahre ich, manchmal schiebe ich, meine Beine melden sich schon, wenn es nicht mehr geht, und irgendwann ganz weit oben steht ein Mann am Strassenrand und winkt mir zu. Nach links, bitteschön, da ist die Verpflegungsstelle, und da sind auch die anderen, die etwas langsamer sind, und zeigen nicht das geringste Anzeichen von Scham, dass das Hauptfeld längst über die nächsten Hügel entschwunden ist.

Eigentlich ist es gar nicht so schlecht, denn ich war hier noch nie, und der Ort ist wirklich hübsch. Weil es ohnehin zu spät ist, die anderen noch zu erreichen, verweile ich etwas und schaue mir die verwinkelten Häuser an, statt hier einfach sinnlos vorbei und in die Tiefe zu stürzen.

Weiter hinten schiebe ich hoch zum nächsten Castello und bleibe einfach eine viertel Stunde sitzen, um die Landschaft zu geniessen. Da vorne ist Montalcino und dahinter wieder Buonconvento. Der sorgenfreie Italiener in mir vergessen, sich die Route im Internet anzuschauen, aber ich gehe mit italienischer Gelassenheit davon aus, dass es nun zurück zum Start geht.

Wieder unten im Tal freut sich der Deutsche in mir, dass die 29er gerade erst am Fusse des Berges angekommen sind, den ich gerade hinunter gerast bin – trotz meiner Schieberei habe ich fast eine Stunde Vorsprung. Gleichwohl muss der Deutsche in mir die Entdeckung machen, dass es nach links zurück nach Montalcino gehen würde, und der Pfeil des Weges unerbittlich nach rechts zeigt. Oder, wie es hier üblich ist, in Richtung der nächsten staubigen Piste, die ich mit dem kleinen Kettenblatt bezwingen würde. Jetzt ist es halt so, dass ich fahre, bis ich absteigen muss. Aber je länger die Strecke wird, je weiter ich komme, je mehr Berge sich in meinen Weg stellen, desto öfters merke ich: So schlimm ist das gar nicht. Ich gehe aus dem Sattel, ich drücke mich hoch, es tut zwar etwas weh, aber andere kämpfen auch, manchmal steigen wir dann ab und manchmal kommen wir zusammen oben an.

Es folgt eine neue Abzweigung nach links zurück nach Buonconvento und ein neuer Pfeil nach rechts zur nächsten Rampe. Eigentlich bin ich schon deutlich am Ende meiner Kräfte, und vielleicht habe ich auch schon einen Hitzschlag, der das Gehirn außer Kraft setzt und mich deshalb nur vegetativ den Berg hochfahren liess, aber ich ergebe mich, man kann es eh nicht ändern und que sera, sera. Und wie ich dann so radle, merke ich, dass der Schotter gar nicht mehr so hart über den Sattel ins Gesäss geleitet wird. Der Schotter wird angenehmer, weicher, der Hinterreifen bügelt ich immer besser weg, je weiter ich komme, das ist prima, und nach ein paar hundert Meter stelle ich mit wissenschaftlicher Präzision fest, dass ich hinten massiv Luft verliere. Es ist dies meine 7. L’Eroica, noch nie habe ich hier einen Platten gefahren. Jetzt ist es so weit. Aber ich habe deutsche Ersatzschläuche und eine deutsche Pumpe dabei, und das alles ist doch alles kein Problem.

Ich wechsle den Schlauch und pumpe. Der Schlauch wird voll, ich pumpe weiter, der Schlauch wird voller, das Pumpen wird schwerer, und dann macht es leise krks, wie eine Grille, und das Pumpen wird ganz leicht. Ich pumpe weiter und sage mir, es kann doch nicht sein, dass eine deutsche Qualitätspumpe so versagt, wie ein deutscher Technikspezialist an einem französischem Kettenblatt, ich pumpe und pumpe und langsam verliert der Reifen auch wieder Druck. 20 Kilometer vor dem Ziel habe ich ein ruiniertes Kettenblatt, einen platten Reifen und eine gebrochene Pumpe, und obendrein schon längst kein Wasser mehr in der Flasche. In der schönsten Landschaft der Welt und einer der regenärmsten Regionen Europas. Da sage ich mir mit dem Innersten meines Deutschtums: Und wenn es das Letzte ist, was ich tue – ich komme mit diesem Rad in Buonconvento an. Blutige, verantwortungslose Schwüre ohne substanzielle Berechtigung, das können wir Deutsche gut. Wir haben ja nicht umsonst eine Regierungschefin, die sagt, wir schaffen das.

Aber es kommt anders, es kommt italienisch und es kommt mit einem Geländewagen, der anhält, und ein grosser, bärtiger Italiener steigt aus und fragt, gerade als der Reifen wieder ganz leer ist, ob er helfen kann. Ich erkläre mein Problem, und er holt eine steinalte italienische Silca Standpumpe aus dem Kofferraum, und knallt Luft in den Reifen. Bene, fragt er, und ich sage naja, denn beim Pumpen habe ich auch gemerkt, dass das Hinterrad einen Achter hat, und der wiederum eine Ursache: Éine gebrochene Speiche, eine deutsche, alte und eigentlich unverwüstliche Prym-Speiche. Aber da kann man eben auf die Schnelle nichts machen.

Natürlich könnte ich jetzt in den Wagen steigen, das wäre auch noch eine Option, aber sie ist weder deutsch noch italienisch, sondern nur dann erlaubt, wenn wirklich keine Alternative bleibt. Ich öffne die Bremse hinten, denn ich bremse ohnehin kaum mehr, stelle erfreut fest, dass das Rad noch in den Rahmen passt, und fahre weiter. Eigentlich bin ich wirklich am Ende, aber auch in jenem tranceartigen Zustand, in dem einem alles egal ist, so wie einem italienischen Beamten die Frage, ob der Antrag eines anderen heute noch bewilligt wird. Es gibt nur noch mich, ein Ziel und eine Strecke, die zu überwinden ist, mit welchen Mitteln auch immer.

Und weil ich so fertig bin, schreite ich nicht mehr wie ein arischer Recke durch die Landschaft, ich wanke ein wenig, wie die Italiener das auch tun, wische mir den Schweiß aus dem Gesicht und denke mir überhaupt nichts mehr dabei. Ich steige viel seltener ab, als ich dachte, aber wenn ich es tue, mache ich es mit der Würde des Einsichtigen in die eigene Begrenztheit. Innen treibt der Deutsche weiter, von aussen nehme ich es mit Gelassenheit. Ich ertrage Schweres mit Würde. Sprezzatura nennen Italiener das, was ich nun zeige, bis zur letzten Abfahrt, an der ich mir die Frage stellen sollte, ob es wirklich weise ist, mit Tempo 90 und einer gebrochenen Speiche diesen Steilhang hinunter nach Buonconvento zu jagen.

Aber so sind wir Deutsche und Italiener halt alle, vielleicht ist es auch nur männlich und die, die es überleben, sind dann voreingenommen und sagen, ach was, Tempo 90, das hält mit der gebrochenen Speiche schon, das hat schon immer funktioniert, keine Angst. Die Angst und alle Befürchtungen, sie enden hier bei der letzten wilden Jagd mit der Schwerkraft, die einen aus allen Strapazen entlässt und eine kleine Träne der Rührung mit dem Fahrtwind waagrecht nach hinten wandern lässt. Männer weinen nicht. Männer kennen keinen Schmerz. Männer kommen an, wenn sie nicht sterben, egal ob Geröll, Kettenblätter, Steigungen, Pumpen, Hitze, Speichen, Durst oder Schläuche dagegen sprechen. Und wenn es sein muss, auch nur auf dem letzten verbliebenen Kettenblatt, weil 10 km vor dem Ziel auch noch der Umwerfer streikte.

Am Ziel reissen mir begeisterte andere alte Italiener das alte, geschundene und staubverschmierte Rennrad aus den Händen und lassen sich damit ablichten. Ich bekomme den letzten Stempel mit einer sehr späten Uhrzeit, aber ich habe es überstanden. Man hängt mir eine Medaille mit rotweissgrünem Band um den Hals. Etliche haben es nicht geschafft, manche mussten aufgeben, aber ich bin hier, aus eigener Kraft und mit dem eigenen Rad, und es war offensichtlich noch nicht das Letzte, was ich getan habe.

Statt dessen schiebe ich italienisch locker hinüber zum Markt, um das zu tun, was wir Italiener immer tun, wenn wir etwas vollbracht haben: Wir belohnen uns. Deshalb gibt es bei uns in Italien auch überall diese Inschriften, auf denen steht, wer von uns hier wann was gebaut hat und warum das ein Grund ist, stolz zu sein. So sind wir halt, so bin ich auch, und auf dem Markt treffe ich den Mechaniker mit der Pumpe wieder. You made it, sagt er, und wir reichen uns die Hand. Meine ist sonnenverbrannt, verschwielt und an den Spitzen dreckig wie wie eine Schmutzkampagne von Correctiv, aber so muss das in Italien eben sein

Und dann schreite ich leicht federnd durch Buonconvento, die gebrochene Speiche klimpert das Lied vom Überleben, die Sonne scheint, und wie ich da so als zufriedener, braun gewordener alter Mann von allen Mühen und Zielen befreit durch den Ort gehe, falle ich nicht mehr auf, und bin mehr als nur angekommen. Ich kam als Deutrscher und gehe aus Buonvonvento wie ein Italiener.

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369 Lesermeinungen

  1. fast so kurz wie der deutsche Zensurminister
    Hihi.
    .
    Der Spiegel nennt kleine Andersdenkende abfällig „Knirpsi“.
    .
    Ok, nicht den Minister selbst. Das wäre fast mutig, das wagt der Spiegel nicht. Der Spiegel greift so nur Menschen an, die sich nicht wehren können.
    .
    Aber warum nicht tun, wovor der Spiegel Angst hat?

    • wer ist denn da gemeint? Und wer macht das? Der Spiegel hat ja auch Autoren, die nicht zwingend Modellmasse aufweisen.

    • wie kurz denn nun ? RANDY, ja der, singt es !
      für alle betroffenen nun deren hymne:

      short people…………..https://www.youtube.com/watch?v=8bfyS-S-IJs

    • "Knirpsi"
      „Knirpsi“ ist O-Ton Hasnain „Wir beanspruchen Deutschland für uns“ Kazim über Paul Ziemiak
      http://www.huffingtonpost.de/2017/05/02/ziemiak-kazim-twitter_n_16386654.html

    • Wie ist das Wetter in Pakistan denn so?

    • Ein Herr Kasim,
      der ist beim Spiegel und scheint einen selbst für unsere Zeit erheblichen Hass gegen Nichtmigranten zu schüren.

    • ‚Naja, Teil der antideutschen Hassclique. Kazim, Yücksel, Mely Kiyak, Stokowski. Alle mit so viel Verachtung für das Volk, das sie grüsser machte, alks sie sind.

    • naivete oder kismet
      OT Ich mag den Denis Yüczel für Manches, was er gesagt hat. Mir gefällt seine Sprachgewandtheit.

      Ist er naiv und unschuldig oder ist er berechnend und will ein Märtyrer werden? Obwohl ich Muslime kenne und beschäftige, ist mir der Islam, ist mir die muslimische Geisteshaltung sehr fremd und unglaublich schwierig zu deuten.

      Kismet ist etwas, über das wir uns lustig machen. „outside locus of control“ sagt man über Leute, bei denen xyz verantwortlich ist, für ihren aktullen Zustand.
      Kismet gibt es in Abstufungen, vom Astrologieheiner bis zum echten Fatalisten.
      Kismet ist „Schicksal geschieht, ganz egal ob ich Luft in den Reifen fülle, die Bremsbeläge prüfe“
      Kismet ist der Grund, warum ich nicht mehr mit Turk Hava Yollari fliegen werden.

      Ist Kismet auch der Hintergrund für das leichtsinnige, dreiste Auftreten des Yüczel in der Türkei und jetzt im Gefängnis? Er muß doch jetzt mit Einzelhaft und Kontaktsperre rechnen.
      Oder ist es das heisse Blut des Märtyrers, der sich für Ataturks Türkei opfert?
      oder war es nur naive, dumme, unschuldige, unwissende Leichtfertigkeit, die Yüczel dazu brachte, gegen Erdogan zu rotzen wie gegen einen deutschen Sarrazin.

      Wer kann die Türken begreifen?

      Ein Türke muß doch wissen um die Tradition und Selbstverständlichkeit von Grausamkeit. Wir schaudern beim Gedanken an eine Oubliette. Für einen orientalischen Despoten ist es einfach ein Platz für eine Sorte Aufmüpfiger.

      Yüczel tut mir leid. Ich habe großes Mitleid empfunden mit den gemeuchelten Wehrpflichtigen auf der Bosporusbrücke. Den Zehntausenden in Erdogans Löchern und Lagern, die ohne jede Hoffnung jahrelang unter Hunger, Schmerzen, Kälte, Hitze, Dunkelheit leiden werden, die heute schon beinahe vergessen sind, gilt meine Sympathie.

      Merkel muß mit Lukaschenko und Zuma und Erdogan verhandeln. Ich muß nicht.
      Ich darf Merkel und Wulf für ihre unbedachten Worte zum Islam anspucken, wenn ich kann.
      Auf Merkels Grab werde ich nicht spucken. So tief will ich im Haß nicht sinken.

    • .... der Denis ..
      „Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. (…)“

      „Im Interesse der deutschen Sprache können die Deutschen gar nicht schnell genug die Biege machen (…)“

      Das was er über Herrn Sarrazin in der Taz von sich gab will ich garnicht wiederholen, weil vorsätzlich persönlichkeitsverletzend, jedenfalls alles andere als „naiv“ oder „unschuldig“. Mitunter wird ihm ein ähnlich gemeines Zitat der Perle der Zeit-Publizistik, Mely K., untergeschoben, das geht natürlich nicht.

      Ob der nun zu Recht im türkischen Gefängnis hockt? Wer weiss das schon. Jedenfalls muss er die schlimmen Deutschen nicht mehr ertragen, das wird ihm ein Trost sein.

    • Wer kann die Türkei/Türken begreifen?
      Das Land und das gemischte/multikulti Volk der mehreren Ethnien, Aleviten als die echten Türken.

      Lieber Herr Melursus, da gibt es wirklich nichts zum nicht verstehen. Es ist bloß ein Land, momentan unter einer korrupten Führung. Staatseinnahmen werden hauptsächlich für den Erhalt einer widerwärtigen, eleganz- und kulturlosen sünnitischen Prägung verwendet, mit einem Diyanet, mächtig wie Vatikan, D-bezogen einer der größten Immo.besitzer in D und Beschäftigung der Sektenmitglieder in der TR. Eine Verschwendungsmaschinerie, ohnesgleichen, islamistisch, feindlich gegenüber dem Westen, obwohl die meisten davon, konvertiere ursprüngliche Christen sind. Sie handeln und agieren mit allen möglichen Methoden der Täuschung, Lug und Trug (Referandumsergebnisse),Desinformation, Gehirnwäsche usw. Die Hauptverantwortlichen dabei sind die ungebildeten Sektenführer, die sich wie kleine Fürsten über das Schicksal des Landes und des Volkes betrachten, unter Erdogan eine Masse von geistig kontrollierten, fanatisierten Männer und Frauen kreiert haben, mit denen es äußerst schwierig ist eine vernünftige Konversation zu führen. Dies alles führt dazu, dass Außenstehende es nicht durchschauen können und sollen. Es soll ja auch ein Nimbus von was Mysteriösem haben. Dabei ist es bloß ein archaisch ja gar anachronistisches System, das wir bald zerstören werden, im Sinne vom freiheitlichen Kemalismus.
      Ich gehe davon aus, dass bald ein Bürgerkrieg ausbrechen wird, da demokratische Lösungen von akp verhindert werden. Der Oppositionführer hat heute eine Erklärung abgegeben, dass sie, am Abend des Referandums von sofortigen Protesten abgesehen haben, weil sie von den Sicherheitsbehörden eine Warnzng bekommen haben von den bereitstehenden bewaffneten akp Anhängern !!!

  2. Sprezzatura
    Sprezzatura – Schweres mit Würde tragen, ein sehr schön spritzig klingendes Wort, nicht masochistisch angehaucht, nicht pessimistisch, sondern lebensfroh.

    Ihre kleine Beschreibung des Mann-Werdens oder sich wieder mal Beweisens, zum x-ten Mal, sich lebendig und verantwortlich Fühlens, es ist ein Genuß ohne Fieber.

    Und der Hohe Mut und der selbstironische Realismus, das Eintauchen und Akzeptieren einer anderen Kultur, das Verbindliche der anderen Umgebung annehmend, zu schätzen wissend, das Gute am Anderen wahrnehmen, die eigenen Grenzen erfahren und daran doch wachsen, an Lust und Freude und Demut, eine Hochgemuthsunterstützung für die Einfalt des Michels.

    Frühlingstext – wie es wohl dem Göthe erging?

    Herzlichen Dank

    • Ganz ehrrlich, der Text kam aus guten Gründen erst nach vier Tagen Verdrängung….

  3. Bravo
    Lieber Don Alphonso, ich bin hin und weg. Ich kenne diese Landschaft und weis auf welchen Wegen Sie sich und das Rad malträtiert haben. Hut ab und danke für den schönen Bericht.

  4. 42/20
    nie aus dem Sattel dabei, das waren noch Zeiten… und bergab molto pericoloso. Heute nur noch mit Schlitten bergab.
    Also dieses kleine Popel-Ritzel da vorne, das entspricht nicht meinen ästhetischen Vorstellungen, das geht einfach nicht. Dann lieber mit Motor im Rahmen oder schieben oder mehr trainieren. Aber sowas, das ist ja fast MTB-Stil. Sie merken, ich provoziere.
    Beängstigend aber, dass einer der Sponsoren aus Berlin kommt. Bereits Verhipsterisierungsgefahr?

    • Das war bei den Franzosen aber mal so üblich. Ich betrüge historisch korrekt.

    • TA Spécialité
      mit triple plateau war nach meinem Kenntisstand vor allem an Reiserädern verbaut.

    • Das ist ja auch eine Radreise und kein Rennen.

    • Ich fahre 20/36
      Die 20 vorne, wohlgemerkt :-) Es gibt nichts Besseres für 25 kg Gepäck am Wurzenpaß.

    • Ich habe am Pfitscher Joch mit 15 Kilo und dem Crosser 24-32 benötigt, aber das ging gut.

  5. Danke für die Fotos,
    die eines doch sehr schön zeigen: in die italienische Landschaft aus grün, blau und umbra fügt sich ein Bianchirad immer am besten. Celeste eben.

    • Da habe ich halt leider kein Passendes.

      Oh moment! DAS IST EINE PHANTASTISCHE AUSREDE!

  6. Sinn und Lesevergnügen!
    Wie immer: Danke!

  7. Enhorabuena!
    Geehrter Don, das ist ja ein Krimi.

    Ich glaube, mit den Betrugsvorwürfen sieht man es hierzulande nicht mehr so genau, der Begriff ist weit dehnbarer geworden seit dem Dieselskandal, muß neu definiert werden. Was sind da falsche Rohrqualitäten, solange sie nicht brechen.

    Dank für die schöne Story.

    • Gern geschehen. Der Dieselskandal war ja deutsche Ingenierskunst, die Italiener haben einfach was weggelassen.

    • Diesel...
      Der Dieselskandal IST deutsche Ingenieurskunst!
      Eine Software zu entwickeln, die autonom erkennt, wann das Auto am Prüfstand steht…

      Wäre es nicht so illegal, wäre es eine Meisterleistung!

    • Ist das denn wirklich illegal gewesen? Das Problem sind doch die Normen.

    • Illegal ...
      … war das nach meinem Verständnis aus der Berichterstattung nur in den USA – aber man kann das dort ggf. auch als Notwehr der Dieseltechnologie gegen eher industriepolitisch als umweltpolitisch motivierte, strenge Abgaswerte schönreden.

    • Deutsche Medien haben ja hinreichend mitgeholfen. Es gibt einfach zu viele Prekaristen in deutschen Slums, mit Dienstwägen wäre das nicht passiert.

    • Wer immerfort fortfährt mit FORD fortzufahren...
      Ein Ingenieur von FORD, der namentlich ungenannt bleiben wollte, hat in einem amerikanischen Blog geschrieben, die Betrugsvorwürfe wären Schwachsinn. Weil amerikanische Motoren zehnmal soviel Hubraum hätten, als Europäische, saugten sie pro Umdrehung auch zehnmal mehr Volumen an Luft an, folglich wäre die Schadstoffkonzentration im Abgas zehnmal niedriger. Zwar wären die EPA Grenzwerte wie in Europa in Gramm pro Strecke angegeben (in den USA „Gramm pro Normmeile“), gemessen und verglichen würden aber aus messtechnischen Gründen die Konzentrationen.
      Zu den mysteriösen Abschaltvorrichtungen hat er nichts gesagt. Vermutlich haben die die auch.

  8. Titel eingeben
    bin ehrlich froh, dass Sie heil da runter kamen und weiterschreiben
    Sie MöchtegernVerderberderJugend. ich glaube nicht, daß U40 mit gebrochener Speiche und nur Vorne Bremse so eine Abfahrt nachmachen. Die sind klüger.

    Noch schönen Aufenthalt.

  9. der mob wünscht diesen text in den STÜRMER
    werter freund DON, ein echtes heldenepos, das mit erneut an David Halberstam, den Pulitzer-Preisträger erinnert…………..

    aber warten sie lieber auch ab: es wird stimmen geben, weibliche vor allem, die werden diesen text als ausschliesslich für den STÜRMER geeignet bewerten und sie werden grösster sozialer missachtung ausgesetzt sein.

    nur mit brutal anti-deutschen äusserungen können sie heute noch menschenmengen für eine free-willy demonstration am TOR begeistern oder vom texter für Mutti-ulF als menschenrechtsverletzter heiliggesprochen werden.

    • die L’eroica versucht dauernd, Frauen anzuziehen. Jede, die kommt, wird klar bevorzugt. sie kommen aber nicht und schon gar nicht aus Deutschland. Es liegt also an denen, dass es hier so testosteronlastig zugeht.

      Und über Yoga kann man so etwas nicht schreiben.

    • ÖSTROGEN schlägt TESTOSTERON !
      werter DON, ich wollte schon mal gar nichts gegen frauen sagen, da gibt es grosse sportlerInnen und mannschaften………….hier ein bild vom Frauenachter aus Linz, der in der ruder-bundesliga fährt…………

      wir verloren auf der langstrecke 2 minuten gegen die, eine noch sehr junge mannschaft, wir eine sehr alte mannschaft, lauter weise, heterosexuelle, potente, alte und gefährliche männer, zudem viele ingenieure an bord.

      http://www.wikinglinz.at/blog/2016/08/deutsche-ruder-bundesliga-linzer-frauenachter-jku-wiking-linz-schafft-in-leipzig-den-sprung-ins-vordere-mittelfeld/

    • Oha. Dazu kommt aber, dass man hier auch Dreck mögen muss.

    • Die weiblichen Stimmen sollten, bevor sie los"stürmen" sich besinnen
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/un-studie-untersucht-das-selbstbild-des-arabischen-mannes-14998492.html

      Und vielleicht erkennen, dass zwar ein Don es schaffen kann, mit all den Widrigkeiten eines fahrbaren Untersatzes und einigermaßen zusammengebissenen Zähnen und seinem unbesiegbaren Willen ans angepeilte Ziel zu kommen – wir aber hier alle kläglich damit versagen werden und müssen.
      Millionen von arabischen Männern werden hier eins nicht tun: sich dem Genderismus zu eigen machen.
      Und nicht nur weibliche Stimmen sollten, bevor sie auf die Falschen eindreschen, erst mal in sich gehen und die Welt betrachten, wie sie sich im Mai 2017 so um sie herum zeigt.

    • Ernsthaft, ist da jemand überrascht? Demnächst stellt man noch fest, dass es antiisraelische Einstellungen und Ablehnung von Homosexualität gibt. Solange bitte weiter sorgsam Oktoberfestlügen erfinden und Schleier gut finden.

    • A propos Schleier
      So bekommt er mehr Volumen https://youtu.be/pjKod_YO1hA

    • @Trojaner
      Das konnte man schon vor 20 Jahren lesen, bei Joris Luyendijk: „Die Kinder der Midaq-Gasse, ein Jahr Ägypten“. Das hölländische Original hieß übrigens: „Ein guter Mann schlägt manchmal sein Frau“. Übrigens wurden damals solche Bücher sogar noch in der ZEIT vorgestellt.

    • Mein lieber Herr Django hat ne Monatskarte
      Ein österreichischer Frauenachter der Wikingjugend fährt im Mittelfeld der deutschen Ruder-Bundesliga. Ist schon wieder Anschluss?
      Spätestens jetzt werden die Antifa-Hyänen und Hyäninnen ihre weissen Zähnchen fletschen und Ihnen einen Shitstrom hintwittern, dass Sie nie wieder daran denken werden, einen K & K Alpenachter in deutschen Gewässern zu bewegen.
      Wie wir aber von Frau Kahane und Kompliz..Mitarbeitern wissen, spricht der gemeine Rechtsradikale in Code-Wörtern, die natürlich nicht zu schwierig sein dürfen, ist man rechts von der Amadeus-Sonstwie-Stiftung doch schlichten Gemütes.
      Wo wir wieder beim „Achter“ wären. Schreibt doch der Führ…Initiator dieses Blogs, Zitat: „Bene, fragt er, und ich sage naja, denn beim Pumpen habe ich auch gemerkt, dass das Hinterrad einen Achter hat, und der wiederum eine Ursache: Éine gebrochene Speiche, eine deutsche, alte und eigentlich unverwüstliche Prym-Speiche“. Zitat Ende.
      Da haben wir also zunächst mal zwei Achter, die was mit dem Anschluss der deutschen Ostprovinz zu tun haben. Und was gibt „zwei Achter“? Natürlich „88“, sehr verdächtig. Und „Bene“ heisst zweifellos „Benito“ und die alte, unverwüstliche deutsche Speiche, wer hat die normalerweise im Hinterrad? (In Anbetracht der Tatsache, dass zwei Buchstaben links von „P“ das „N“ steht, einer rechts von „R“ ist „S“ und das kyrilische „y“ das lateinische „u“ ist)? Eben. Die entschlüsselte Geheimbotschaft latet damit: „Benito, 88 + NSU planen Anschluss“. Aber nicht mit Andrea AlteKanne und ihrer Andrea-Ambrosio-Stiftung oder wie immer die wirklich heisst.

    • Alt-Rights hinschicken?
      „die L’eroica versucht dauernd, Frauen anzuziehen. Jede, die kommt, wird klar bevorzugt. sie kommen aber nicht und schon gar nicht aus Deutschland.“

      Ich sehe das auch in anderen Zusammenhängen. Konferenz im vergangen Jahr. Die haben alles richtig gemacht: politisch korrekter code of conduct, eine Transgender im Vorstand, ein Ableger und Events, speziell für Frauen, keine bedrückende Atmosphäre, seit Jahren keine Skandale … es kamen weniger Frauen als im Vorjahr.

      Vielleicht wären mehr gekommen, wenn man einen Alt-Right für eine Keynote eingeladen hätte … ?

    • Ich halte diese Förderei auch für weitgehend sinnbefreit, aber Radeln macht halt mit Frauen mehr Spass.

  10. Imposant. Und ehrlich
    Alle Achtung!
    Glückwunsch!
    Ich weiß mit Sicherheit, dass ich in den Geländewagen gestiegen wäre, vor allem wegen Durst.

    Aber Produktfälschung gibt es in D auch, der Zoll fischt ständig was raus, meist made in China.

    Toller Bericht, reichlich schöne Bilder, Lesevergnügen, danke.

    • Nein, wenn man dabei ist, kommt der Punkt, an dem man nach all der Schinderei einfach nicht mehr aufgeben will. Danach findet man sich doof. Aber in diesem Moment gibt man nicht auf.

  11. Die Nordlichter können das Wort "Temperament" nicht mal buchstabieren
    und wenn dann quälend langsam. Als eher Süddeutschem ist mir das schon oft aufgefallen. Ja was ist denn nun das Ideal, der diszipliniert-piefkefleißige Norden oder der gschlampert-kreative Süden mit dolce vita? Es gibt eine hochinteressante Figur der deutschen Geschichte, eine Heldenfigur, die wie Lohengrin nicht von den Nazis instrumentalisiert werden konnte: im Jahre 9 n.Chr. hat ein gewisser Arminius (so sein lateinischer Name) nördlich von Osnabrück in der sog. Varusschlacht den gleichnamigen römischen Feldherren nebst drei seiner Elitelegionen vernichtend geschlagen. Wer war Arminius, ein tumber teutonischer Neanderthaler, ein Barbar mit Bärenfell und Zottelbart? Mitnichten, er (auch Hermann der Cherusker genannt)war ein germanischer Fürstensohn, im Kindesalter von den Römern verschleppt. Wohin? Nach Rom, damals Hort der Hochzivilisation. Dort lernte er wohl Latein, erwarb römische Ritter- und Offizierswürde, Bürgerrecht (für einen Sklaven außergewöhnlich), kämpfte danach als Führer germanischer Hilfstruppen in Diensten Roms und mehrte so dessen Macht. Ende zwanzig kam er zurück nach Germanien und war geschockt von den Missetaten des Varus (der zuvor im Nahen Osten eine unrühmliche Rolle als blutrünstiger Okkupator gespielt hatte, u.a. als Chef eines gewissen Herodes), der die Germanen wie Vieh behandelte, sie rücksichtslos erniedrigte, ausbeutete, drangsalierte, misshandelte. Er wurde daraufhin zwar ein Feind Roms, wurde aber letztendlich von eifersüchtig-neidischen Germanen umgebracht, mittels Gift. Dieses hatten sie zunächst von den Römern erbeten, die lehnten es aber ab, sie wollten Arminius im ehrlichen Kampf besiegen. Was sagt uns das? Dass die eigentliche Feinde des Germanen immer eher im eigenen Land sind (wie oben von DA anfangs beschrieben). Ich spekuliere hier mal: was mag Arminius durch den Kopf gegangen sein in den letzten Augenblicken seines Lebens? Vielleicht das hier: “ nun habe ich mich für die eigenen Leute zerrissen und zum Dank dafür werde ich von ihnen vergiftet. Die Römer waren es nicht. Und: die Zeit in Rom war auch sehr schön, der viele Glanz…“. Wir wissen nur durch die römische Geschichtsschreibung von Arminius, vor allem von Tacitus, aber auch von Zeitgenossen wie Velleius Paterculus, einem Reiteroffizier, der Arminius schilderte als „jungen Mann, ungewöhnlich begabt, weit jenseits dessen was ein Barbar zu leisten imstande ist, schon seine Augen und sein Gesichtsausdruck verrieten das Feuer seines Geistes.“ In der heutigen Zeit wäre Arminius vielleicht ein Fliegerass gewesen, gebildet, kultiviert aber auch temperamentvoll und leidenschaftlich. Und es war wohl nicht zuletzt auch der Kontakt mit der römischen Kultur, die diese Eigenschaften in ihm geweckt oder zumindest verstärkt hat.

    Was kann man daraus lernen? Als Deutscher kann man von der romanischen Kultur lernen. Englisch als germanische Sprache ist vielleicht deshalb so erfolgreich und Weltverkehrssprache geworden weil es unter den germanischen Sprachen den stärksten romanischen Einfluss aufweist (über das Französische, siehe Normannen 1066). Ich mag weder fette, versoffene Libertinagetypen wie der Varus wohl einer war noch diese deutschen Piefkes, deren Strebertum sich heute überwiegend in Form von Refutschi-Wällkomm äußert, die sich als Brunnenvergifter groß tun aber nicht darüber hinwegtäuschen können dass sie trotz ihres dumpfbackigen Weltoffenheitsbeteuerungsgetues, trotz des ganzen Zwangstoleranzgedöns und trotz Afrika-Afrika am Fließband in Wirklichkeit nichts anderes sind als tumbe Barbaren, die überall mit der Keule aufkreuzen (die Nazikeule ist nur eine aus diesem Sortiment) und jeden fertig machen wollen, der lebendiger ist als sie. Wenn ich romanische Inspiration suche fahre ich nach Frankreich (für mich nicht weit), und da kann ich (genauso wie in England) über diese ganzen pseudointellektuellen Halbstarkenfiguren (wie von DA oben zu Anfang beschrieben) hierzulande ungestraft und nach Herzenslust herziehen. So wie in diesem Blog. Es macht Spaß gegen Unreife, Verlogenheit, Heuchelei und Pharisäertum zu kämpfen (wie beispielsweise die grüne „Jugend“, die eher an geistiger Arteriosklerose zu leiden scheint)

    Also: der wahre Humanismus, er lebe hoch!

    • nee
      Harry, da sitzte Deinen eigenen Gespinsten auf, wa
      ? Im Norden sitzen nu die janzen kreativen Süddeutschen und zeigen die jrüne Willkommenskultur der ansässigen Bevölkerung, die nach der südwestdeutschen Einwanderungswelle nun noch südlichere Exemplare integrieren darf und dabei meist denkt und handelt wie der Flensburger Werbespot “ So viele Sprachen und dat und noch mehr, aber jenützt hats dem nich. https://m.youtube.com/watch?v=Vl6GHr_OMfQ

    • Jaja, aber das andere lebt auch noch.
      Die braune Wurzel treibt grün. Mit roten Blüten.

    • Also mein lieber Herr Charles,
      der gute Hermann wurde weder vergiftet, noch aus Neid getötet. Der Gute hat in Rom ein bisschen zuviel an den Winden der Macht geschnüffelt und wollte sich doch tatsächlich nach dem Ende des Feldzugs zum König der verbündeten Stämme erklären.
      Dies ging den eher egalitär eingestellten* Stammesfürsten, die „Erste unter Gleichen“ qua Wahl waren, dann eindeutig zu weit, also stachen sie ihn ab.
      Er war auch kein Sklave, aber seine hohe Position im römischen Heer und sein Einfluss in der Politik waren in der Tat aufsehenerregend.

      * Machterhalt hat bestimmt auch eine kleine Rolle gespielt.

    • Naja, lieber mit 18 noch unreif...
      …als mit 40plus noch der Meinung „refugees welcome“ sei Piefketum. Da muss die geistige Arteriosklerose wohl woanders zugeschlagen haben.

  12. sauber
    sog I… hatte schon befürchtet, Sie wären irgendwo im Süden verschollen… schöner Text, danke mal wieder!

  13. Als eben so „zufriedener, braun gewordener alter Mann ..."
    … darf ich Ihnen gratulieren, zum menschlichen und sportlichen Triumph und zu diesem Textjuwel, das ich später am Abend noch mal genüsslich lesen werde, eine Bottilie Montalcino in Griffweite und voller Vorfreude auf nächtliche Träume von langen Rampen und rasanten Abfahrten in bukolischen Landschaften.

    Grazie di tutto e buon viaggio!

    • Ich danke für die Aufmerksamkeit, und am Sonntag geht es ja in Montalcino weiter!

  14. Achterbeseitigung
    Gebrochene Speichen zu ersetzen und die Acht aus dem Rad mit einem Speichenschlüssel zu drehen ist der letzte Mist, weil es höchstens ein rundlaufendes Rad geben kann. Also 100% nicht mehr und nicht weniger – einfach öde…
    Besser ist es mit Gilles Villeneuve für Ferrari um die Poleposition in Monaco zu kämpfen und später in Monza Champion zu werden
    https://www.youtube.com/watch?v=z8WpHI49U0U&t=710s

    • Ich habe es schon wieder repariert und nochmal 70km heruntergerissen – hält!

  15. Schöne Geschichte
    Hat Spaß gemacht, den Text zu lesen. Als Nicht-Radsportler, der bisher immer nur ein großes Fragezeichen und Achselzucken für in knallenge Radlerhosen gequetschte Presswürste übrig hatte, den offensichtlichen Qualen bisher gar nichts abgewinnen konnte, ging mir beim Lesen nun ein Licht auf. Ja, wenn auch beim Radsport der Weg das Ziel ist in einer schönen Landschaft und nicht die maximale Leistung alles ist, was zählt, dann könnte ich sogar mit dem Radsport etwas anfangen. Ich fürchte aber, würde ich mich einer Gruppe hiesiger Radsportler anschließen, hätte sich das mit der Muße erledigt.

    • Das geht mir auch so, daher radle ich allein zu Baudenkmälern und wieder zurück, wie es mir gefällt und nicht den anderen. Die Hosen trägt man halt. Ich bin da nicht verbissen.

    • Titel eingeben
      „Die Hosen trägt man halt.“
      .
      Diese bunten, häßlichen?
      Nun gut. Aber wieso eigentlich?

    • Nein, nur halt die schwarzen und in eng und Jycra.

  16. Rad in die Ecke stellen. Spazieren eine Alternative?
    Don,
    sehr schön Ihre gedanklichen Metamorphosen beim Radfahren vom Deutschen zum Italiener. Klasse, diese Transformationen als Anpassungen an und zur Bewältigung von Wirklichkeit. Gratuliere zur
    Handhabung und gelungenen Darstellung des psychischen Reservetanks.

    Bei aller Bewunderung für Ihr Starten, Durchhalten und Ankommen – wäre für die „Deutschen“ nicht eine radlose Zeit eine Alternative?

    Mehr spazieren und flanieren, damit wir nicht überrascht werden von
    den Wettbewerbsausstiegen der Beppo Grillos, Franzosen…die nicht mehr mit uns im Euro-Sandkasten spielen und nun auf ihre eigene Art Radfahren wollen?

    Spazieren, in die Luft gucken, dem Windradrauschen auf hoher See nachhängen? Wettbewerb Wettbewerb und Angela Merkel, Angela Merkel sein lassen?

    • Ja, aber dann fehlt leider auch die die Spannung und das Erreichen der Grenzen.

  17. ... Heroenhaft ...
    … in jeder Hinsicht. Grazie Mille!
    (die Dreifachkurbel finde ich sehr nachvollziehbar)

  18. Zum Weinen schön...
    …und aufregend-spannend, der Artikel.

    Dank dieses Blogs habe ich mir ein Stahlrahmenrad aus den 80ern gekauft, alternativ zum 29er ;-)

    • Das freut mich! Am Samstag ist hier Altrad-Markt in Montalcino.

    • Ex Zeitleser
      Mist, meine Mutter hat mein altes 1980iger Rennrad vor einigen Jahren heimlich „entsorgt“, auch weil in ihrer Garage weiteres altes „Gerümpel“ von mir und meinem Vater herumstand. Letztes Jahr erst verkaufte ich mein altes Kreidler, das über 25 Jahre stand in gute Hände……. Von dieser Qualität (z.B. eine Motorsäge fast 50 Jahre alt, die noch anspringt und sofort los sägt, deutscher Traktor BJ 1954) und dem Charme dieser Teile kann man heutzutage nur noch seinen Kinder erzählen. Einzig was in der Garage fehlt ist ein roter Mercedes SL 300, das schönste Auto ever.

      Mein altes Stahl Trekkingrad hatte einen Rahmenbruch. Einige Spezialisten lehnten Reparatur ab. Mein Nachbar nahm es dann in eine Autowerkstatt zum Schweißen und ich bin dann noch 3 Jahre gefahren.

      Don gestern habe ich an Sie gedacht, als ich per Zufall einen Bericht über Gino Bartali las. Forza! Don

    • Nun, sie können ja wieder eines nachkaufen – gebraucht sind sie billig, ich habe hier gerade ein Battaglin 3Cime im Zulauf, früher 2900€, heute 370. Damit kann man auch schön fahren, bei „nur“ 20 Gängen.

  19. Sehr sympathisch das!
    Text eingeben

  20. 50 verweht
    Lieber Don,
    täusche ich mich oder lese ich aus dem Text Wehmut angesichts des bevorstehenden Geburtstags?
    Jedenfalls alles Gute!

  21. Outing
    Ok, wenn sich hier alle als Rennradler outen: Ich habe auch mein Pinarello, das dem roten Rad in den Fotos verdammt ähnlich sieht, stilecht mit Campagnolo und zwei (!) vorderen Ritzeln mal wieder aufgemöbelt. Das war Heros genug für mich. Die Eroica dachte ich immer, sei von Beethoven. Aber bloggen bildet.
    Bin beim Reparieren meines Trekkingrades auf die Rohloffnabe aufmerksam geworden. Hat hier jemand Erfahrung mit dieser Nabe?
    Ansonsten rieche und schmecke ich förmlich bei der Lektüre Ihres Reiseberichts Italien, und das macht Lust wieder mal hinzufahren.

    • Alle, die ich kenne und die sie fahren, sind sehr angetan, aber sie ist halt teuer. Und die L’Eroica iast eine schöne Gelehenheit, so ein Rad mit Gleichgesinnten zu bewegen.

    • Die 14-Gang-Rohloff-Nabe ist sehr zu empfehlen...
      Ich benutze sie seit ein paar Jahren und bin äußerst zufrieden.
      Sie lässt sich sehr leicht schalten, auch im Stehen, und bietet meiner Meinung nach für jede Bedingung einen optimalen Gang.
      Und Rohloff bietet einen sehr guten Service bei nachträglichen Problemen
      (Bei meiner Nabe ein undichter Dichtring und eine Nachjustierung der Gangeinstellung, dazu musste die Nabe zu Rohloff eingeschickt werden). Und man sollte einen guten Fahrradhändler in der Nähe haben, denn 1x im Jahr wird ein Ölwechsel von Rohloff empfohlen.
      Der Fahrkomfort ist auf jeden Fall einmalig.
      http://meine-fahrrad-reisen.blogspot.de/

    • Danke
      dann muss ich halt mal auf eine Rohloff sparen.

    • Rohloff
      Wenn man etwas Feines haben und das Geld dafür ausgeben möchte, ist es sicher eine gute Entscheidung.
      Falls das Geld dafür dann doch zu weh tut, ist die 11er Shimano auch nicht so schlecht, sie schaltet nicht ganz so präzise und hat etwas weniger Spreizung, ist dafür aber halt auch ganz deutlich billiger.
      Ich habe sie anstelle einer SRAM 3 x 9 in mein Moulton eingebaut und das paßt wirklich prima.

    • Ich halte 3×9 auch für das Optimum, was Präzision und Haltbarkeit angeht. Ausserdem kann man da auch wild mischen, Campa packt zb 34er Shimanoritzel, und mit einer 46-36-24-XTR-900-Kurbel ist das auch mit einem kurzen Schaltwerk möglich.

    • 3 x 9
      Die 3 x 9 ist natürlich auch noch im Gebrauch, im selbstgebauten Trike.
      Abgesehen von der Flexibilität bei der Abstimmung hat es sich dort als sehr praktisch erwiesen, daß man die 3er im Stand schalten kann. Wenn man vor dem Anhalten nämlich vergessen hat herunterzuschalten ist so ein schweres Gerät sonst nur mühsam wieder in Gang zu bringen.
      Beim Moulton mit den 20″-Rädern war mir das Schaltwerk zu nah am Boden, weil ich damit nicht nur auf der Straße fahre. Außerdem ermöglicht die Nabenschaltung eine bessere Kettenabdeckung, was vor allem für den Transport sehr nützlich ist (das Rad ist teilbar und die Kette ist dann irgendwie ständig im Weg).

    • Titel eingeben
      Ich fahre seit 10 Jahren Rohloff und bin zufrieden. Ich würde aber die Nabe heute nicht mehr kaufen. Aus meiner Sicht ist sie „overengineered“, löst Probleme, die es ohne sie nicht gäbe, und es ist schwer, fachgerechten Service für sie zu finden.

  22. Italien - amore mio ...
    …jahrelang immer im Juni 2 – 3 Wochen Toscana – mit´m Wohnmobil zu fünft …

    2 Fahrräder und ´ne kleine Honda-Dax hinten drauf …

    … nie auf irgend einem Camping-Platz auch nur eine Nacht verbracht …

    … immer Einheimische nach Plätzchen gefragt …Kinder spielten mit den Kindern und Haus-Hund-Katzen …

    … wundervoll schmeckende Brote ect ect. vom Bauern oder Markt gekauft …keine einzige schlechte Begegnung gehabt …

    … ach wie ich dieses Licht und diese weiche Luft vermisse …

    … danke dass Sie daran erinnern – ich schau´mir grade die Foto´s von damals an! Genießen Sie das Dolce Vita ausgiebig (der nächste Winter …) …

    … wer weiß – vielleicht miete ich mir doch noch einmal ein kleines Bett-Fahrzeug und schnattere gen SÜDEN …

    … und am Abend ein zwei Gläschen Wein … (ich muss aufhören).

  23. Titel eingeben
    Das ist der beste, liebenswerteste, aufmunterndste Beitrag seit langer Zeit. Voll köstlicher Selbstbeobachtung. Geschrieben von einem glücklichen Mann und Radler, der in Italien weilt. Alles besser als ein Bericht aus Berlin. Danke für hinreißenden Lesegenuß.

  24. Ein Essay der obersten Kajüte ...
    .. wieder einmal. Denn Sie werden auch sprachlich und rhythmisch immer besser, bisweilen an Hemingway in „Fiesta“ oder „For Whom the Bell Tolls“ erinnernd — manchmal auch an „Death in the Afternoon“.
    Dazu müssten Sie sich auch mal in Spanien umtun.
    Aber warum sollten Sie das? Sie haben Italien und die Italiener, aber auch sich selbst besser begriffen als die meisten Zeitgenossen.

    • Hier kenne ich kich halt aus, die Leute liegen mir einfach, das ist auf der iberischen Halbinsel anders.

  25. Be strong, saith my heart; I am a soldier; I have seen worse sights than this.
    Dons Odyssee…nur die Sirenen fehlten…ansonsten wieder einmal alle anderen Schreiberlinge von Hamburg über Berlin bis nach München lässig an die Wand gefahren.
    Vielen Dank.

  26. Ich bin kein Sportler, schon gar kein Radler, aber ich verstehe,
    .
    .
    dass man sein letztes an Mensch und Material gibt, um ein rennen zu vollenden.

    Was ich weder verstehen will, noch wofür ich mich im geringsten lang machen werde,
    ist das Projekt ,,Wir schaffen das“ .
    Es ist nicht mein Projekt, und solche Gäste hätte ich niemals eingeladen,

    ich fall‘ denen nicht mal in ihren eigenen Ländern als Gast zur Last,
    und außerdem weiß ich, dass wir es nicht schaffen. Vielleicht kann sie eine richtige Regierung, so wir so eine noch einmal bekommen,
    ausschaffen, wie der Schweizer sagt.

    Muß nicht freundlich sein, sind keine Freunde.

  27. Ognuno la intende a modo suo
    Wieder mal ein wunderbarer Text mit schönen Bildern über Europa. Wir hier kennen ja den Unterschied zwischen dem Kontinent und der Apparatschikbeschäftigungsmaschine.

    • Man muss ganz oft darauf hinweisen – der Beitrag ist eine Ergänzung zum letzten.

  28. Alles grün in Italien??
    Letztes Jahr, lieber Don, fuhren meine Frau und ich mit dem Rad von Florenz zunächst an die Riviera, dann von La Spezia über Cinque Terre nach Norden, über die Berge in die Po-Ebene und schließlich über die Alpen Richtung Deutschland.

    Sie haben Recht – die Italiener, insbesondere die älteren, erwiesen sich teilweise als unglaublich nett und gastfreundlich, und das Land ist dort, wo es seine Ursprünglichkeit erhalten hat, ganz wunderbar. Uns wurde eisgekühltes Wasser gereicht, in einem kleinen Dorf in Cinque Terre lud man uns zum Zelten ein, nachdem kein Zimmer mehr frei war, direkt auf dem Kirchplatz neben dem Brunnen, in 300m Höhe mit Blick die Ligurische Küste.

    Aber auch Italien vergreist und gibt sich der Einwanderung hin. So wie Deutschland zu Arabien wird wähnten wir uns an manchen Bahnhöfen Norditaliens in Schwarzafrika. Die kleinen Dörfer in den Bergen vergreisen, in einem Hotel begrüßte uns der 85-jährige Inhaber, und wir waren, mitten im Sommer die einzigen Gäste in einem Zimmer, das an sich ordentlich war, aber erkennbar aus den 70ern. Nicht schmutzig, aber Spinnweben und Staub überall, wahrscheinlich waren wir seit Monaten die einzigen Gäste.

    Die Alpen schließlich sind irgendwo zwischen überlaufen und unerträglich, und das Wochenende am Stilfser Joch holte ein Möchtegern-Niki-Lauda meine Herzallerliebste auf 2400m Höhe vom Rad – natürlich ohne anzuhalten.

    Nein lieber Don, es gibt keinen Anlaß, Italien zu idealisieren. Sie haben ähnliche Problem wie wir – der Unterschied ist: Sie versuchen gar nicht sie zu meistern, sind dabei aber irgendwo zwischen unverschämt wild und herzensgut geblieben. Ob es ihnen so langfristig besser ergeht? Ich bin nicht sicher.

    • Nein, es ist natürlich nicht alles gut, aber die deutschen Schlepper landen an, was geht, und die Leute reisen dann weiter gen Norden, zumindest mehrheitlich. Es ist denen egal, was sie Italien damit antun. Aber ich sehe auch, wie die Gesamtweltlage die Leute wieder nach Italien bringt, und das ist auch gut.

    • Schlepper
      Seit Tagen ist die mutmaßliche Verbindung zwischen Schleppern (scafisti) und NOG ganz großes Thema auf allen Kanälen Italiens.
      Staatsanwalt Zuccaro aus Catania hat die Diskussion mit seinen Ermittlungen losgetreten.
      Wenn es auch keine direkten Geldflüsse und Anreden geben mag, so nutzen die Scafisti natürlich die Anwesenheit der NGO Schiffe aus; insbesondere, da diese die Migranten innerhalb der 3 Meilen aufnehmen und nach Europa bringen, anstatt die „Geretteten an die libysche Küste zurück zu bringen.
      Es bleibt spannend, ob Zuccaro überhaupt weiter ermitteln darf!

    • Bei den deutschen Schleppern würde mich gar nichts überraschen.

    • Na, irgendwann stören die Probleme auch die Weiterwurschtler beim Weiterwurschteln..
      …und dann wird vermutlich mit einer ganz ungeahnten Energie irgendwas gemacht. Irgendwann werden die Gated Communities womöglich alternativlose Fakten sein.

    • Titel eingeben
      Hat nicht die italienische Marine mit dem Schleppen angefangen?

    • Nein, erst auf internationalen Druck hin.

  29. kek
    Das Grösste.
    Bisher.

  30. Ganz großes Kino !
    Ich habe regelrecht mitgelitten und mitgeflucht (Scheixxkettenblatt, vareggts, so eon Glump, de Bumbn). Ja, der Italiener in uns…
    Ist die Eroica jetzt für alle Räder offen ?

    Ciao, Desillusionierter

    • Nur die Eroica Nova. Alle anderen sind nur für alte Räder. Aber ich war auch nicht langsamer als die Carbonteile.

  31. Mille Grazie!
    Hach, war das ein Vergnügen Ihren Text zu lesen. Eine richtige Freude am Abend!
    Auch wenn ich nicht wirklich ein Radfahrer bin. Vielleicht hätte ich auch einfach immer nur das falsche Rad ;-).

    Ja, Italien hat was.
    Mein Bruder lebt dort zur Zeit und ist hellauf begeistert. Dass er fließen diese schöne Sprache sprechen kann macht das Leben dort natürlich auch ein wenig einfacher, hilft einem bei der dortigen Bürokratie aber leider auch nicht immer.

    Ich habe letzte Woche bei einem Italiener ein Ledertäschen für eine alte Kamera bestellt. Was soll ich sagen, wunderbare Handarbeit und ein richtig liebenswerter Kontakt. Einfach: schön.

    Ihnen noch alles Gute lieber Don!
    Genießen Sie Ihr Italien!

    Sven

  32. Zum Niederknien...
    Meine Güte, werter Don, ich hatte fast schon vergessen, wie schön die Toskana ist… Vielen Dank für die Bilder und den genußvollen Text! P.S.: Gedanklich bin ich nach kurzem Mitstrampeln – des onständige Fluacha inkludiert – lieber gleich zum „Damenprogramm“ übergegangen. Als Bayerin bin ich der absoluten Überzeugung, man soll das Leben doch genießen, wenn sich einem so eine wunderbare Gelegenheit bietet. Ihnen noch eine schöne Zeit in bella italia!

    • Danke!! Es ist hart, aber es macht auch Spass und man zehrt davon noch lang.

    • Mein Damenprogramm hab ich hinter mir. Vier Geburten ohne Betäubung.
      (Ging zu schnell. )
      Nichts für ungut, Donnerl, aber ich würde mich bestimmt nicht auch noch freiwillig mit nem Rennrad den Berg hochquälen… ich würde Vespa fahren… aber so ne alte, pink lackierte Stinkgurke, ohne Helm und mit Marktkörbchen, wo vorne Vitello und ein Schlückchen Porter für die Pause und natürlich ein paar Safranbiscotti drinstecken…
      …aber ehrlich, alleine würd ich heute auch nicht mehr in Mondlandschaften rumfahren wollen.

    • Vater von 4 Töchtern
      Bill Cosby, der Vater von 4 Töchtern ist, schrieb in „Fatherhood“: „Eine Geburt ist etwas Wunderschönes. Schmerz- und Beruhigungsmittel bis zum Abwinken und nach getaner Arbeit noch einen Drink. Nur die Mutter, die kriegt nichts. Aus Sorge um das Kind“.

    • Chesini
      Ich hatte mal ein italienisches Chesini-Rennrad. Mit dem bin ich keine 10 km gefahren, denn wenn man einem Kieselstein nicht ausgewichen ist, war irgendwas kaputt oder krumm. Eignen sich diese Räder eigentlich für solche Schotterpisten, wie sie auf den Bildern zu sehen sind? Und was ich auch noch dunkel in Erinnerung habe: die Reifen waren auf die Felgen geklebt. Kann das sein?

    • Heute ist das alles mit Drehtreifen, Schlauchreifen nutzt man da nicht. Einem Kollegen habe ich für Sonntag ein Chesini gebaut. Ich habe selbst 5 Stück, die sind alle prima. Aber so Mitte der 80er gab es auch mal einen schlechten Zulieferer.

    • Also für mich gabs nach der Geburt Piccolöchen zum Wurstbrot.
      Gottseidank hatte gerade ne alte Hebamme Nachtdienst. Nicht so´ne überkandidelte Zauberschülerin. Aber es ist wie überall, es kommt halt alles drauf an, an wen man gerät. Wer das rote Telefon im Kabuff stehen hat und nicht seinen Reflexen folgt, weil er Menschenkenntnis und Altersweisheit hat, der hat Autorität.

  33. Krass_gut
    Perfetto, e *mille grazie* !

    Das besagte Blatt war von T.A.? Habe mit denen bisher gute Erfahrungen gemacht. Aber noch nicht extrem getestet.

    • Ja, aber es wurde schon recht hart misshandelt. Morgen probiere ich mal eine andere Kette.

  34. Don und Luis
    Die gefährlichste der Fragen, zu denen der schwarz-rot-grüne furor teutonicus europaweit geführt hat, lautet: „EU? Wozu?“

    Zur Beantwortung sollte jeder Europäer zwei Publikationen lesen, die zwar nicht punktgenau, aber grob gesehen im selben geographischen Raum angesiedelt sind:

    1. Don A.: Das heutige Blog.
    2. Luis Trenker: Sperrfort Rocca Alta.

    Wer nach Vergleich beider immer noch nicht weiß, wozu EU, dem ist nicht zu helfen. Der kann weiter grün wählen. Oder Front National, was auf’s selbe rauskommt.

    Don, danke.

    C.

    Ceterum censeo Europam esse construendam

  35. Sapperlot!
    Ach wie wunderbar. Mich peitscht der Neid. Meinen Glückwunsch zur bestandenen Prueba!

  36. Respekt
    werter Don für die 90 km/h. Ich bin bis 78 gekommen und fühlte mich schon nicht mehr germanisch sondern eher im japanischen Kultuerkreis als Kamikaze-Pilot

  37. Che sarà, che sarà Don,
    senza responsibilità del prodotto. Man könnte dieses Mal von einem technikbedingtem fiasco, in Neudeutsch „failed race“ reden. Es wäre als Mann von Stand an der Zeit, sich eine Art Katschmarek, in Radrennfahrerkreisen einen Wasserträger zuzulegen. Oder ist Rädertausch bei der Eroica ausgeschlossen, sollten also strengere Regeln als bei der Tour gelten?
    .
    Zudem lassen Sie mich Rätseln mit Ihren selbst manufakten Maschinen, die angeblich in Bayern anderen physikalischen Gesetzen, speziell den Hangabtriebskräften unterliegen wie in der Toskana. Denn, führe ich dort mit, so könnte ich den toskanabedingten Leistungsabfall leicht erklären. Bei Ihnen aber?
    (DdH)

    • Nun. da stibt jeder für sich allein, nur grössere Teams haben auch historische Teamautos. Ich habe im Frühjahr zu wenig trainiert.

  38. bellissimo...
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    toller Artikel, vielen Dank,
    auch für die Bilder.
    …..bellissimo!

  39. Ich habe ja den Verdacht ...
    … Don Alphonso könnte eine L´Eroica der hier Kommentierenden im Sinn haben.

    So wie er alle ermuntert, sich aufzuraffen :)

    Auf denn, sich den Dämonen stellen.

    • Nein, ernsthaft, das wäre unverantwortlich. Man muss so etwas wirklich wollen, sonst ist es einfach nur Schinderei. Das waren real 1700 Höhenmeter.

    • nicht ohne meine macchina
      Hiermit beantrage ich jetzt schon, dass ich mit einem Cabrio hinterherfahren darf. Bringe auch Wasser für die Liegengebliebenen. Auch gern Speichen, Pumpen, Kettenblätter, nur bitte lasst mich mitfahren, aber mit meiner macchina!

    • das daxhte ich früher auch, aber es ist nicht so lustig. Man fühlt sich dann im auto irgendwie… unsportlich. Das muss doch gehen, sagt man sich.

  40. Eine der bezauberndsten Geschichten, die ich jemals gelesen habe
    Don, Sie ziehen ja aber auch wirklich alle Register. Von der Materialschlacht über das Mitleid für den so tapfer Kämpfenden, dann doch scheinbar Gescheiterten, bis hin zur wunderbaren Rettung seiner Ehre, die ihn allerdings wiederum in entsetzliche, abschüssige Gefahren stürzt.

    Hautnah durchlebt man alle Schindereien, alle Hochs und Tiefs, als würde man sich selbst abstrampeln. Tränen laufen einem über die Wangen und es quält einen ein gehöriges Seitenstechen – allerdings nicht aus Mitgefühl, sondern vor lauter Lachen.

    Danke Don

  41. @PaulZiemiak sagt: "Wer zu uns kommt,muss sich auch anpassen."Ich sage:"Nicht in diesem Ton, Knir
    https://twitter.com/HasnainKazim/status/859351488631631872

    [*quote*]
    Hasnain Kazim‏ @HasnainKazim

    CDU-Kindergruppenchef @PaulZiemiak sagt: „Wer zu uns kommt, muss sich auch anpassen.“ Ich sage: „Nicht in diesem Ton, Knirpsi!“

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    Frithjof Klepp
    HE
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    Lucy 🇪🇺♀
    Fabian Jaskolla
    Marcel Keienborg
    Veterinärtheologe
    flavilabris

    8:18 AM – 2 May 2017
    [*/quote*]

  42. Friedvolle Landschaft in die Sie fuhren
    Lieber Don Alphonso

    Sie haben mit tiefe Wehmut ins Herz getrieben. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich mein Rad schon Jahren verkaufen. Nicht mal das geht mehr. Nur meine Augen funktionieren noch sehr gut wenn ich Frauen sehe.

    Ihre Fotos haben mich begeistert. Absolut. Was für eine traumhaft schöne, friedvolle Landschaft.

    Ich revanchiere mich mit einigen Fotos, zwei von der härtesten Radtour der Welt (so die Werbung) die „Tour der Conquistadoren“, in Costa Rica.

    http://www.canadiancyclist.com/races09/laruta/_DSC9109.jpg
    (So ist es hier halt mitunter….)

    Oder so: http://costaricacloseup.com/wp-content/uploads/2012/03/costa-rica-la-ruta-de-los-conquistadores.jpg

    Diese Zugstrecke bin ich vor Jahren schon gefahren. Wahnsinn!

    Hier zum Genuss:
    http://www.naturbike.com/wp-content/uploads/2014/04/Nicaragua-costa-rica-panama-cycling.jpg

    und eines das für Sie eine Spazierfahrt wäre.
    http://static.at-reisen.de/1920x1080x75/reisen/amerika/costa-rica/costa-rica-aktiv-erleben–amcr007/img-0659.jpg

    Das sind jene europäische Großstädter, die sich mal in die Natur wagen.
    Natürlich sind die Verhältnisse hier komplett anders, aber die Lust des Radfahrens….ich glaube, die ist auf der ganzen Welt gleich.

  43. Don Alfonso hoch zu Roß, o Caramba
    Don Alfonso hoch zu Roß, o Caramba

    „Don Alfonso hoch zu Roß, o Caramba Zog auf Abenteuer los, o Caramba
    Als die Mittaghitz‘ war groß, o Caramba Kam er an ein Märchenschloß, o Caramba“
    (Lied von Johannes Holzmeister)

    Lieber Don Alphonso,

    ob es daran lag, daß er immer und überall dabei sein wollte weiß ich nicht, doch am 19. März 2004 starb Marco Pantani in einem Hotelzimmer in Rimini an einer Überdosis Kokain.
    „Marco war ein sehr fragiler Charakter“, sagte sein Freund Savini damals. Erschütternd, finden Sie nicht auch?

    Dieses immer und überall dabei sein zu wollen ist ja in Mode. Jetzt auch wieder bei diesem dummen Gerede über die Leitkultur. Als Theo Sommer diese Wortschöpfung aufgriff war der Ansatz vielleicht noch ehrlich gemeint. Mit Friedrich Merz und Maizière führen Politiker es im unsauberen Mund und hat längst das Odol verdrängt und Feuil­le­to­nisten springen auf die neue Alte Sau auf, wie auf einen Fahrradsattel.

    Deutschland ist angehäuft von Kulturkapital in Form von kulturellen Gütern, Bildern, Büchern, Musik, Lexika, Instrumenten oder Maschinen usw., in denen bestimmte Theorien und deren Kritiken, Problematiken usw. Spuren hinterlassen oder sich verwirklicht haben. Bourdieu nannte dies Objektiviertes Kulturkapital. Die Menschen wissen um den Wert von Bildungstiteln, Zertifikaten oder (Schul -)Abschlüssen, was unter dem Begriff von Institutionalisiertem Kulturkapital bekannt ist, wie letztlich das Inkorporierte Kulturkapital, worunter Bourdieu Bildung, im Französischen „culture“, einen zum Habitus gehörenden Bestandteil sieht, der im Gegensatz zu Geld, Besitz oder Adelstitel nicht verschenkt, vererbt oder gekauft werden kann und, wie Bourdieu zusammenfaßt, aus Haben – Sein wird.

    Mit diesem Hintergrund wird das gegenwärtige Gerede nur noch lächerlich. So erscheinen die Ausführungen des FAZ Feuil­le­to­nchefs, ob „Lord Byron, Stendhal oder Victor Hugo mindestens einen Doppelpass“ benötigen als pos­sier­liche Gedanken
    der Kulturkonfektion des Kaub´schen Feuilletons.

    Deutschland hat seine Leitkultur. Schon lange. Politiker sollten aufhören die Bürger zu verdummen mit den angeblichen Vorteilen der „leichten Sprache“. Die Politik muß Gelder bereitstellen für Bildung, Kunst, Kultur. Für Schulen, Universitäten, Theater, statt Milliarden für Islamis auszugeben, die nie zu einem unsere Kultur bereicherndem Bestandteil werden. Vorteilhaft wäre sicher auch, wenn Herr Kaube ein ansprechendes Feuil­le­to­n zustandebrächte, statt sich in einem grandiosem Aufriß mit der Überschrift „Wenn Leitgedanken kranken“ den für seinen Wahlkampf wieder neu entdeckten Kulturbegriffen eines zweifelhaften High Scorers auf der F-Skala, Herrn De Maizières, zu beschäftigen.

    Wer Bildung besitzt reicht bei der Begrüßung seinem Gegenüber die Hand und versteckt sein Gesicht nicht hinter Lappen.

    Ihr letzter Beitrag, selbst kein Highlight, hatte, wenn auch ganz versteckt unter den vielen Kommentaren einen kleinen, rührigen Zweizeiler als jedoch großen Beitrag zur Leitkultur:
    „Don Alphonso sagt: 2. Mai 2017 um 16:29 Uhr
    Der Deutsche sollte halt auch schön sein und SEINE GOTTVERDAMMTEN Sportsandalen daheim lassen.“

    Ich hatte gerade beruflich in Florenz zu tun und es ist doch im Hinblick auf die Bekleidung stets wieder ein enormer Unterschied, ob man dort über die Piazza della Signoria flaniert oder über den Münchner Marienplatz geht.

    Ebenso bedauerlich, ja peinlich, wie die von Ihnen angesprochenen Sportsandalen empfand ich gestern aber auch die nicht der italienischen Sprache mächtigen Herren in fortgeschrittener Lebensphase, mit leichtem Bauchansatz in ihren hautengen Strampelanzügen, die ihre gestylten Zweiräder über die Piazza della Signoria schoben, die wohl den populären Geschmack der unteren Klasse vertreten und sich durch kulturellen und ökonomischen Mangel auszeichnen.

    Das ist aber wohl auch gegenwärtig nicht zu ändern, solange die Angehörigen der unteren Klassen in ihrer Sport- und Freizeitbekleidung keine Vorstellung vom Bedürfnissystem der kultivierten, privilegierten Klassen haben.

    „was den einen eine verrückte Anschaffung, ist den anderen lebensnotwendig.“

    Zu einem kultivierten Auftreten im Allgemeinen, wie auch beim Besuch der unsere Kultur prägenden Städte Italiens gehört nun einmal ein aus der Freiheit geborener goût de luxe, der durch einen Sinn für Distinktion und die legitimierten Werke der (herrschenden) Kultur gekennzeichnet ist.

    Bei dem Ihrer kleinen Einleitung zur „Leitkultur“ folgenden Radltourbeschreibung fragte ich mich ja schon, ob diese nicht besser als persönlicher Abenteuerbericht im rubusteren Sportteil oder unter der Rubrik „Reise und Abenteuer“ der FAZ aufgehoben wäre, als im Feuil­le­to­n ?

    So ganz persönlich sehe ich das mehr wie Siegmund Freud in seinen „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“:

    „Die moderne Kulturerziehung bedient sich bekanntlich des Sports im großen Umfang, um die Jugend von der Sexualbetätigung abzulenken; richtiger wäre es zu sagen, sie ersetzt ihr den Sexualgenuß durch die Bewegungslust und drängt die Sexualbetätigung auf eine ihrer autoerotischen Komponenten zurück.“

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • The mind is a metaphor of the world of objects
      Wer Bildung besitzt, der nennt bei der Begrüßung seinem Gegenüber den Namen und versteckt seine Identität nicht hinter einem Object… :-)

      Über Zivilisation sprechen, wenn man sich Stahl durch und Silikon in den Körper treibt, um Fruchtbarkeit zu kommunizieren, das ist äußerst ambitioniert. Von plastischer Chirurgie zur Moschee ist es oft nur ein Katzensprung. Auch wenn es die andere Seite der Differenz, so ist es nicht die Einheit. Die ist eher bei den Strümpfen in den Sandalen.

    • SIGGI F. und die AUTOEROTIK des bücherschreibens !
      wie wir alle wissen war Siggi F. ein total unsportlicher mann…ist es da ein wunder, dass es zur dämpfung seiner enormen kognitiven dissonanzen zu solchen sprüchen wie in seinen abhandlungen zur sexualtheorie gegriffen hat……………..ER der nun gar keine „BEWEGUNGSLUST“ verspürte und ER, um von seinem sicher vorhandenenen sexualgenuss auch hin und wieder abzulenken sich ins dauerhafte bücherschreiben als höchst autoerotische komponente flüchtete ?

      ja war ihm eine mögliche kombination von sexualgenuss UND bewegungslust in seinem bürgerlichen leben gar völlig fremd und abwegig ?

    • Titel eingeben
      Was manche Leute immer gegen Sandalen haben…
      da möchte ich die erst recht anziehen, dazu natürlich weiße Socken, die ja auch – niemand weiß warum – ‚verboten‘ sind. Heiko Maas?
      .
      Wieso tragen Männer eigentlich keine Hüte mehr, wie auf allen Fotos der zwanziger bis fünfziger Jahren zu sehen ist? Ich liebe besonders den ‚Pork Pie Hat‘ (Lester Young, Buster Keaton) und trag ihn sogar ….manchmal, wenn’s nicht so windig ist.


    • wenn’s nicht so windig ist
      Eben das ist das Problem bei Hüten: sie halten nur, wenn es nicht so windig ist. Für Fahrtwind bei 90 km/h den Berg runter schlicht nur zum Verlieren geeignet. Wahrscheinlich ist auch schnelles Laufen schon zu windig dafür.

    • ObjectBe: Schlechte Zeiten fürs Geschäft
      Ich kann die Frustration verstehen, die aus Ihrem Post spricht. Die Zeiten haben sich seit Freud geändert. Heute ist die „Bewegungslust“ nicht mehr kompensatorische Ersatzbefriedigung, sondern bei vielen steht die Autoerotik an erster Stelle.

      Wie schon ein frühreifer Kumpel mit Spitznamen „Goofy“ uns „Jungfräuliche“ aufklärte: „Das F*cken ist nie so schön, wie man sich dies beim Wichsen vorstellt.“

      Das ist jedoch keine anthropologische Konstante, aber kennzeichnet die Normalität der Geschlechterbeziehungen in unserer Gesellschaft.

      Deshalb der Boom bei den Sex-Seiten im Internet, während der reale und normale Heterosex immer mehr an Spannung verliert.

      So gibt es Männer, die beim Strampeln hohen Lustgewinn haben. Daher der Fahrradboom und die Massen der strampelnden Männer.

      Und die richtigen Luststrampler geben ihr Geld lieber für teure Fahrräder und Sportbekleidung und –accessoires aus als für käuflichen Sex.

      Das sind schlechte Zeiten fürs Gewerbe, denn als Kunden kommen hauptsächlich nur noch Psychopathen und Perverse.

    • @kdm
      >>Sandalen & weiße Socken<<
      .
      Verboten ist das sicher nicht.
      Es brennt nur in den Augen.

    • Titel eingeben
      Am 18. April kommentierte eine Leserin den Beitrag „Eine neue Heimat für Grüne und Erdoganwähler“ wie folgt:
      „Vor wenigen Tagen schrieb Dushan Wegner bei Tichy einige nette Zeilen mit der Überschrift: „Moral von der Geschicht“ bei Tichy, die mich sehr bewegten.
      Früher hätte ich ja noch gedacht, daß solche Gedanken von Ihnen kommen könnten.
      Herr Wegner leitet seine Gedanken damit ein, daß er in letzter Zeit wenig geschrieben habe und der Grund darin zu sehen sei, daß es ihn langweilt zu sagen, was früher schon gesagt wurde.
      Na ja, Sie sehen es halt anders. Obwohl ich ja glaube, daß Herrn Wegner´s Haltung auch diesem blog gut tun würde.“
      Wenn sich diese Einsicht doch auch bei Ihnen durchsetzen könnte!
      Bei allem Unterhaltungswert – die immer schriller, um nicht zu sagen hysterischer werdenden Keifereien gegen den Blogbetreiber haben mittlerweile etwas äußerst Ermüdendes, auch wenn die Ausschmückung mit allerlei hochtrabendem Gesülze ja variiert. Beständig ist dagegen der souveräne Umgang mit Ortho-graphie und Grammatik. Ach ja, Freud hatte übrigens kein „e“ im Vornamen.
      Und – spricht dieses nicht sehr damenhafte Gezeter Ihre hoch kultivierte Klientel wirklich an?

    • Es könnte auch ein Textgenerator sein
      Hauptsache, der Blog ist beworben.

    • Ohne Freud kein Leid
      Wenn ich eines über die Natur gelernt habe, dann, dass sie 100,0% Funktion ist. Ein Lebewesen in der Natur ist wie ein kleines Raumschiff, das auf eine Reise von zig Milliarden Jahren geschickt wird, ohne zu wissen, wohin, und was einem da alles über den Weg laufen wird.
      Deshalb ist in der Natur kein Platz für Verzierungen und Spielereien. Die Natur macht keine Spielchen und führt keine Operetten auf.
      Selbst der betörendste Duft, die schönste Blüte dient in der Natur einem Zweck, zum Beispiel der Fortpflanzung. Und nicht nur das. Das meiste in der Natur ist mit Doppel- oder Dreifachfunktionen belegt. „Ohne Funktion“ oder „Zierrat und Tand“ gibt es in der Natur nicht.
      Die Natur wurde niemals irgendeine Spezies mit dem gentisch fixierten Trieb ausstatten, der über Milliarden von Jahren das Risiko in sich birgt, dass diese Spezies sich selber ausrottet, so wie beim „ödipalen Wunsch, den Vater zu töten und die Mutter zu begatten“.
      Wenn das so wäre, dann hätte sich die Natur den ganzen Klamauk mit unterschiedlichen DNS-Sequenzen, die sich später miteinander vereinen, wobei kranke oder abgebrochene Teile von der gesunden DNS überschrieben werden, einfach sparen können.
      Bei direkten Verwandten ist nämlich die Chance, das Brüche der DNS an der geichen Stelle liegen, am höchsten. Deshalb führt Inzucht so oft zu Behinderungen.
      Die Natur hätte uns zu Mehrzellern machen können, die sich durch einfache Zellteilung vermehren. Das sie das nicht gemacht hat, ist ein Zeichen, das sie Inzest nicht mag.
      Das gilt auch für den „ödipalen Wusch“ des jungen männlichen Erwachsenen.
      Die Natur muss ja davon ausgehen, dass, wenn auch nur ein ganz kleiner Teil der Menschen diesen Wunsch nicht beherrschen könnten, deren Anteil immer grösser wird, solange bis die Menschheit nur noch aus mutterbegattenden Söhnchen besteht, die die, die sie daran hindern wollten, auch noch um die Ecke bringen würden, was über die lange Zeit, in der die Natur „rechnen“ muss, zum Aussterben unserer Spezies führen würde.
      Soetwas macht die Natur nicht. Dazu ist sie nicht blöd genug. Hier irrte sich Freud. Das ist ihm nicht vorzuhalten. Wie soll man eine „Normalität“ erkennen, wenn man der erste ist, der etwas sieht.
      Ein Eskimo von früher dachte wahrscheinlich auch, die ganze Erde sei ganzjährig von Eis und Schnee bedeckt.
      Das gleiche gilt für den Sport. Ein koksender Zigarrenraucher kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen, das ein gehobenes Körperbewusstsein, welches Sportler im allgemeinen haben, zu besserem Sex führt.
      Wie sollte er auch. Er trieb ja keinen Sport.

  44. Aquila con penne alla bava
    Alles Wissen eines Menschen ist in der Spitze seiner Feder
    All seine Klugheit liegt beschlossen in seinen Zeilen
    Erst die Tinte ist es die einen Mann in jenen Rang erhebt
    den das Szepter sonst nur einem König zugesteht
    S. Ha-Nagid

  45. Respekt...
    … scheint ja ein tolles Rennen gewesen zu sein.

    Haben Sie sich mal überlegt, ob Sie nicht Laufen gehen wollen? So Langstrecke, alles über Marathon.

    Da gibt es auch ganz tolle „Mottorennen“.

  46. Heroisch in postheroischer Zeit
    das hat was Antizyklisches! Als Speichenlösung bietet sich eine Notspeiche aus Kevlar an, die ich hier bezogen habe: https://www.vakantiefietser.nl/de/produkt/fiberfix-speiche/

    • Ich hatte eine Drahtspeiche — im Koffer.

    • Drahtspeichen dehnen sich noch
      und sind daher nicht so geeignet wie Kevlarspeichen. Aber im Koffer macht das keinen Unterschied.

  47. Danke wieder einmal
    für diesen schönen und treffenden Bericht, lieber Don!
    Rein technisch betrachtet, stand das Rennen ja unter keinem günstigen Stern…. aber ehrlich, am meisten hat mich geschockt, dass nun auch solche bunten, hippen Kasper – Typen mit ihren albernen Mountainbikes bei diesen Veranstaltungen zugelassen werden. Unglaubliche Verrohung der guten Sitten und Traditionen.

    • Nur einmal, dieses kommende Wochenende ist alles wieder wie immer. Nur alte Räder!

  48. Goethe und Don Alphonso: Die Italienische Reise
    Wenn man es richtig anstellt, kann eine Reise nach Italien uns Deutschen einen Persönlichkeits-Entwicklungsschub bescheren. Jedem auf seine höchstpersönliche Art. Wir Heutigen sind viel weiter, aber für Goethe war die Reise wohl auch sexuell befreiend. Vorher war er angeblich verklemmt in Partnerwahl (Werther!) und Beziehung, Italien hat auf ihn befreiend gewirkt (falls es unter den Foristen Goethe-Kenner gibt, lasse ich mich gern korrigieren).
    Für uns Bayern liegt die aktuelle Fehlentwicklung (die ich für tragisch halte) in der Orientierung nach Berlin. Nur ein kleines Beispiel von meiner jüngsten Berlin-Reise: Repräsentativ für den dortigen Politwahnsinn steht der Flughafen. Von 16.000 bekannten Mängeln sind 6.000 behebbar, die anderen nicht wirklich. Etwa die kabelführenden Rohre, statt erforderlicher 75cm Durchmesser haben sie nur 35. Abreißen und Restart wäre das einzig Vernünftige.
    Man muß sich in Erinnerung rufen, daß die Ansprüche der Politelite von denen geprägt sind, die nach dem Mauerbau zu lahm*ig waren, die Stadt zu verlassen, halt die Zurückgebliebenen.
    Früher war Bayern nach Italien orientiert, man denke zurück bis zu den Besitzungen des Klosters Benediktbeuern in Tirol. Auch heute wäre eine wie auch immer geartete Verbindung mit Norditalien vernünftig, aber natürlich unrealistisch. Träumen wird man doch dürfen – und in real nach Italien reisen – sozusagen D.A.-artig, wenngleich viel weniger sportlich.

    PS: Donald Trump hat eine Rede auf der Intrepid gehalten, die in vielerlei Hinsicht sehr interessant ist.

    • Vom Tegernsee aus ist Siena genauso weit entfernt wie Berlin.

    • Titel eingeben
      Wen’s tatsächlich interessiert (und wem Ironie nicht abhold ist):
      „Goethe unter Frauen“ von Eckhard Henscheid; 1999 Alexander Fest Verlag. Mit Zeichnungen von Klaus Ensikat (!)
      Index:
      Frau Rat Aja, Mutter
      Friederike
      Charlotte I
      Lili
      Charlotte II (Frau v. Stein)
      Christiane, Ehefrau
      Bettine von Arnim, geb. Brentano
      Marianne
      Ulrike
      Ottilie, Schwiegertochter
      Gretchen Faust

    • ..., vorher war er ...
      „Vorher war er angeblich verklemmt in Partnerwahl (Werther!) und Beziehung, Italien hat auf ihn befreiend gewirkt (falls es unter den Foristen Goethe-Kenner gibt, lasse ich mich gern korrigieren).“

      … na ja, sagen wir mal so: Vorher war er in dieser Hinsicht bürgerlich-Erfolgsschriftstellerhaft-normal, „verklemmt“ sicher nicht, dafür gab es auch zu viele weibliche Fans, die Italienreise führte wohl zu einer Vertiefung der Praxis …

    • Wahnsinn
      Wäre ja schön, wenn der Wahnsinn auf die 480 km2 plus das was in 1990 dazukam, beschränkt wäre.
      Ist aber leider nicht, also nützte auch eine Riesenbombe nicht zur Ausrottung desselben. Rein figurativ, natürlich.

      Was da am BER passiert, ist teilbegründbar durch die sogenannte Ausbildung deutscher Ingenieure in Bologna-Tradition. (Und damit wären wir wieder in Italien, also beim Thema!)

      Humboldt sorgte sich, ‚Universitäten dürften keine Schulen werden‘, und Wagner formulierte „Deutsch sein heisst, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun“. Beides zusammen führt zu den Unterschieden in amerikanischen und deutschen Studiengängen: In Amerika kommt der Abschluss als XYZ; mehr oder weniger zufällig Bachelor und Master; in Deutschland hat man Bologna zum Selbstzweck erhöht.
      In vielen Fakultäten geht es nicht einmal mehr um die Entwicklung, persönlich und fachlich, sondern nur noch um die Erfüllung eines Kriterienkataloges, nach dem ein entsprechender Abschluss überhändigt werden kann.

      Deutsche Ingenieurskunst, my foot!
      Ersetzt durch immer mehr Vorschriften, und vor allem Normen, die mechanistisch abgehandelt werden. Da ist dem einzelnen Bauausführenden auch kein Vorwurf zu machen, denn bei seiner Arbeit versteht er nicht länger Zusammenhänge, wofür z.B. der Kabelkanal gebraucht wird. Man hat ihn zum Spezialisten für die normgerechte Erstellung von Kabelkanälen gemacht. ‚Runtergedumpt‘, könnte man auch sagen. Einer von mehr als mittlerweile 18000 Studiengängen, der ausserhalb seines spezialistischen Wissens nicht mal mehr einen Hammer von einem Nagel zu unterscheiden weiss.

      Äh, bevor ich mir die Finger wund tippe: was hat Don Trump gesagt, in grober Näherung, bitte?

    • ....
      Es braucht halt einfach das heilige römische Reich deutscher Nation wieder, das hatte Norditalien auch.

    • @Uwe Dippel: Event auf der Intrepid zum 75ten Jahrestag der Schlacht im Korallenmeer
      Natürlich sieht-hört man sich am besten die Rede im Original an: http://www.breitbart.com/big-government/2017/05/04/pinkerton-president-trump-remembers-the-battle-of-the-coral-sea-and-its-lessons/
      Aber wenn Sie mich schon fragen, würde ich abstellen auf das setting, die Rede und den Vergleich mit der Behandlung Merkels.
      Der als Navy-Museum fungierende Flugzeugträger Intrepid (besuchenswert) ist zumindest für die New Yorker das herausragende Sinnbild amerikanischen Heldentums. Anwesend waren u.a. 7 Veterans, die Trump einzeln namentlich nannte (!). Auf seine gewöhnungsbedürftige Weise überhäufte Trump den australischen Premierminister und seine Frau mit Gunstbeweisen und beschwor die amerikanisch-australische Waffenbrüderschaft und Freundschaft. Er bezeichnete nachdrücklich Australien und die USA als die „rebellious children oft he same parent“. Er betonte, daß seit 100 Jahren in wichtigen Konflikten Amerikaner und Austalier „shoulder zu shoulder“ gekämpft haben. Sein Gesamtverhalten impliziert auch eine Entschuldigung ggü Turnbull wegen des rüpelhaften telefonischen Erstkontaktes.
      Eine weitere Steigerung, auf Turnbull&Frau und auf Australien zuzugehen, kann ich mir kaum vorstellen.
      Sehr deutlich wurde, daß Trump – vielleicht weil ihm internationale Politikerfahrung fehlt – seinen Gefühlen vertraut (immerhin haben sie ihn zum Präsidenten gemacht). Dabei mag man ihm eine grobe Freund-/Feind-Kennung vorwerfen.
      Für uns ist der Vergleich mit der Merkel zuteil gewordenen Behandlung wichtig.
      Trump hat ihr in der Pressekonferenz im März trotz Aufforderungen durch Journalisten („Handshake!“) einen Händedruck verweigert. In seinem Wahlkampf hat er überdeutlich seine Verachtung ausgedrückt („she is a desaster“). Er fühlt sich u.a. von D betrogen, weil es sich zwar verpflichtet hat, 2% des BNP in die Rüstung zu stecken, dies aber seit Jahren nicht tut, sondern nur ca. 1,2% (Differenz ca. 30 Mrd/Jahr) UND keinerlei Anstalten macht, diesen Betrug zu korrigieren.
      Vergleicht man den Intrepid event mit den jährlich immer kläglicher werden Steuben-Schurz Veranstaltungen, wird der Bedeutungsverlust Ds überdeutlich. Wir haben keinen Einfluß mehr und keine Fürsprecher in der Administration.
      Welche Bedeutung man dieser Konstellation beimißt, möge jeder selber abwägen. Ich halte es für äußerst kritisch, daß D von maßgeblichen amerikanischen Politikern, allen voran der President, mit guten Argumenten verachtet wird.

    • Bleed san's net, die Omerigoner..
      Vor New York liegt ein deutsches UBoot, das man nicht bergen kann, weil noch zu viel scharfe Munition an Bord ist.
      Dafür ist es einem mutigen Taucher gelungen, irgendwo aussen eine grosse Mutter abzuschrauben, die man jetzt auf der „Intrepid“ besichtigen kann.
      Auf der Mutter steht: „DRÄGER M 100“ und darunter wird erklärt, das „M“ wäre das römische Zeichen für „1000“, das hätte man bei den Nazis überall draufgeschrieben, wegen dem „Tausendjährigen Reich“.

  49. Der Klassiker
    die Geschichte hat mich an einen gewissen Ernest H. erinnert, der alte Mann und noch mehr.
    Dramatisch und sogar besser denn alle Sub- und Objekte haben es überlebt. (naja vielleicht bis auf die Pumpe) und konnten danach in einen neueren und frischeren Zustand versetzt werden.
    Deswegen beide Däumchen hoch für die Story

  50. regen
    Ich fahre seit Anfang April Rad — draußen, im Norden Deutschlands, bei diesem Sch .. wetter, heute regnet es besonders günstig. Ich bekomme Zustände, lese ich von diesem toskanischem Wetter. Weitermachen, solange man kann.

  51. Und wohin geht er? FAZ' Don Alphonso schreibt übrigens immer so! exquisit, dass man sich inzwische
    ständig selbst daran erinnern muß und möchte: Ja das ist dieser Don Alphonso, der so gut schreibt, macht der ständig, Texte mehr als wie nur zum mitlesen strömen nur so aus ihm heraus.

    Eine Anmerksammlung unserer mitgelesenen gedanklichen Nichtigkeiten? Die Hand ist schön, die Frauen laufen ihm nach. Die Steinhäusergäßchen bei den Nebenstrassen sehen in Portugal und Spanien der Provinz genauso aus. Sogenannter Strukturwandel macht, dass sie in Portugal schon mehr leerer stehen, die Strassen und Häuser, dafür aber in der Zeitung steht, Portugal ist wieder auf einem guten Weg nach Europa. Die Sphinx ist aber nur ein Tier und wirkt wie agressiv mit Mundgeruch. Weshalb auch wir fremden Bildern nicht immer folgen. Die Verschmelzung Europas in eins durch den Euro muß wohl dazu führen, dass manche Teile Europas, so wie, hüstel, Deutschland kulturell höchst unbewohnbar werden. Die offenen Grenzen machen, dass man(ches) flieht, also sich alles neusortiert. Ganz Mitteleuropa kann ein Pennsylvania sein, auf dem Weg von der Schwerindustrie zu weltvergeblicher Dienstleistung. Und gestrig Grüne Fahnenplakate kleben noch dran, es ist nun einmal alles so schön bunt hier, das Grau. Mal sehen also, wohin Europa kommt, wenn sich nur die Währung anpasst. Innerhalb der Generationen aber ungeschicktes Übergehen der Probleme durch soziokulturelle und biologische Nichtlösung unbewusst weiter angesagt bleibt. Und deutsche Geheimwaffen haben zum Beispiel in England, hüstel, auch noch nie funktioniert. Und war auch gut so. Darum exportieren wir ja auch nicht mehr gewaltsam, sondern machen Angebote. Und die anderen holen dann freiwillig ab, durch Kauf. Und mörderische Anstiege in Italien unter deutscher Beteiligung? Das erinnert an sengende Sonne und Staub, und Staubwölkchen und auch an etwas wie Cordit in der Nase, und wie das war, als die Deutschen bereits oben, als Verteidiger – und hieß Monte Cassino? Uns zumindest kommt den Fahrradlern auf so italienisch-idyllischen Strassen zwischen Alleen ins Licht meist dann und wann doch auch schon mal ein Willys-Jepp entgegen, immer noch, und wir sagen leise danke. (Schweres mit Würde tragen, das tun auch heute noch manche Amerikaner). Männer kommen an, wenn sie nicht sterben? Egal ob Geröll, Kettenblätter, Steigungen, Pumpen, Hitze, Speichen, Durst, Schläuche oder die Leere von empty space dagegen sprechen? Ja. Sind die Teams nur groß genug und intelligent genug gemanagt, kommen sie auch wieder zurück. Die überlegene Kultur weiß es auch aus Instinkt vorher und sprechen auch schon einmal aus, … and return him safely to earth. Das aber nicht neu. Und wer zum Beispiel glücklich verheiratet ist, hat ein Frau im Ziel, die wartet dort, und möchte ganz selbst seine große Hauptbelohnung sein, sie weiß das für immer. Und wirft sie sich ihm noch mehr an den Hals als eine Medaille, so wird er sie stolz bewahren, zu bewahren suchen, den öffentliche Gefühle sind komplementär – und müssen und sollen so bleiben! Und es wäre soviel mehr noch zusagen, die Hauptsache aber bleibt einmal unser Danke!

  52. Titel eingeben
    Hübscher Text, vielleicht etwas langatmig, aber immerhin auch langer Atem, um über staubige Pisten oder weite Strecken Geschichte zu schreiben. Neueste deutsche Geschichte. Geschichtsschreibung, die die Deutungshoheit nicht den fabulierenden und rabulistischen Geschichtsklitter_innen in Hamburger Mainstream-Medien oder auf der Berliner Regierungsbank überläßt …
    Und der deutschen Erinnerungskultur wunderbar pointiert, mit feinen Sottisen ins Gedächtnis bringt, dass in dieser Epoche eine Wendehälsin im Bundeskanzleramt hantiert, die einen in der Geschichte der BRD einmaligen Kontrollverlust initiiert hat …. (und plötzlich die „Schuld“ bei anderen sieht).

    • Titel eingeben
      Als Gegenmodell zum Don (oder Klonovsky) ist ein „Herr M.“ zu erwähnen, im eigentlich löblichen „Rubikon“, der ebenfalls Aufklärungsartikel – gegen die Mainstream-Medien & die Regierungsbank – hinschreibt, aber wegen seiner Holzhammersprache unangenehm scheitert, obwohl man ihm gerne Recht geben würde. Aber diese Sprache…
      .
      „Botschaften zählen weniger als Stil“ schrieb Nabokov einst; das mag übertrieben sein, aber MIT Stil liest sich’s wirklich besser, man verschlingt’s mit Genuss und man vertraut dem Autor (und sich ihm an, …wie man beim Don an den Kommentaren sieht).

  53. @DA
    Vielen Dank für diese spannende Tourbeschreibung.
    Und so kann auch Deutschsein sein, alles einfach mal ein wenig unverkrampfter sehen! Und doch seine Herkunft nicht verleugnen.
    „Wer nicht über sich selbst lachen kann, der ist kein ernsthafter Mensch“.Chaplin glaube ich.

  54. .
    „Vorn sind die Bleistifte, hinten die Radiergummi“
    … ist zwar ein Spruch aus der Läuferszene,
    passt aber auch auf die Radler.
    Nur bergab rollt’s mit Tortenschubkraft besser.
    Lasagne soll übrigens auch gut für die Seele sein.
    .
    Heute beginnt der 100. Giro d’italia auf Sardinien:
    1.Etappe, Alghero – Olbia, 203,0 km / Start 15:00

    Das Bora-hansgrohe -[Multikulti] – Team
    aus Raubling in Oberbayern hat nur einen
    deutschen Fahrer. Und der ist aus Cottbus!
    .
    In den 60igern löste Rudi Altig (hm, what a man!)
    in Deutschland ein Rennradfieber aus.
    1966 und 67gewann er 2 Etappen beim Giro.
    Rudi Altig hatte den Spitznamen „die radelnde Apotheke“
    Doch das hat DAMALS niemand interessiert.

    • Haha, ich erinnere mich.
      Zu Zeiten des vom Team Telekom ausgelösten 3. (nach Altig und Didi Thurau) Radrennhypes war er Cokommentator und Experte während der Live-Übertragungen der TdF. Auf Doping angesprochen, sagte er sinngemäß, dass er die ganze Aufregung nicht verstehe. Schon zu seiner Zeit hätte jeder, dem die Kräfte nachließen halt „ä Knallerbs neigeworfe“ und schon gings wieder. Das Wort „Knallerbse“fiel mehrfach und der peinlich berührte Sportreporter, der sichtlich nach einem Loch im Boden suchte, in dem versinken konnte, gab schnell „zurück ins Studio“.
      Köstlich.

    • Hier ist alles Natur- und Rotweindoping.

    • Don Alphonso sagt: 5. Mai 2017 um 14:43 Uhr
      Natur- und Rotweindoping, voilà c’est ça !

  55. "Vom Tegernsee aus ist Siena...."
    Da muss auch ich trotz aller Vorbehalte Prioritäten setzen.
    Altes Kunsthandwerk, von Generation zu Generation in kleinen Familienbetrieben weitergegeben, das ist fast schon Zauberei. Jedem Berliner —(das böse Wort mit dem großen F) Start-Upper vorzuziehen.
    Der zur Qualität gehörende Respekt vor der wertvollen Handarbeit, der auf den Kunden bezogene Maßanfertigung, können Sie in einem Land, in dem alles schon Juni/Dez. verramscht wird, lange suchen. Da sind exklusive Kreationen in Siena gerade erst im Geschäft ausgepackt.
    Ich kriege gleich Gänsehaut vor Glück, denke ich an die Stoffe in Venedig -Rubelli und wie sie alle heißen.

    Sprezzatura hat für mich weniger Castiliones „Cortegiano“, sondern der Edelmann der Manierismus Malerei. Kühl, vornehm und wenige Tage später schon gemeuchelt, vergiftet…
    Sehr chic.
    Ihre Fotos, wie beiläufig und umso gekonnter geknipst, einfach herzerfrischend. Gratuliere auch zu Ihrer Leidensfähigkeit!

    • Nun ja, mit dem Knipsen – meist aus voller Fahrt – habe ich genug Erfahrung. In den letzten 8 Jahren war ich genau 1 mal in Berlin und 12, 15 mal in Siena.

  56. OT 1 (muss nicht unbedingt heraus)
    Schulz (der mit dem Zug) will nicht, dass Türken in Deutschland beim Todestrafeneinführungsreferendum mitstimmen dürfen. Wovor hat der Mann Angst? Dass die Zahl der Befürworter bekannt wird?
    .
    Lassen wir die Türken in Deutschland doch teilnehmen. Das wäre offen, transparent, demokratisch und – ehrlich.

    • Man sollte ihnen anbieten: Wollen Sie die Todesstrafe und die damit verbundene Ausweisung aus Deutschland?

    • Das wird schwierig
      Die Inder wollen jetzt auch wieder Leute hinrichten.

      Was ich merkwürdig finde ist das man vor wenigen Jahren
      in Berlin jemanden gefeiert hat der selbst die Todesurteile
      vollstrecken ließen.
      Nein ich meine jetzt nicht die letzte Hinrichtung
      in der DDR sondern den Vorgänger von D. Trump.

      Wie will Dr. Merkel denn die Abstimmung verhindern?
      Alle Briefe aus oder in die Türkei öffnen und lesen lassen?
      Man könnte auch in den Konsulaten einen Wahlraum einrichten.
      Wird der dann von der Bundespolizei gestürmt?

      Interessant wird es erst wenn Massenhaft PKK Leute
      nach Deutschland flüchten denen die Todesstrafe droht.

      Ich glaube sie befürchtet eine Massenflucht türkischer und kurdischer
      Terroristen nach Deutschland und Sie kann sie aus politischen Gründen nicht ausliefern.

      Die Frage ist um Wessen Interessen es da wirklich geht.
      Stellen wir die wirtschaftlichen Beziehungen ein
      wenn Menschen von Staats wegen getötet werden?

      Wenn man das konsequent durchhalten will
      muss man aber alle Bundeswehrsoldaten nach Hause
      holen!

      Bei Kundus starben mehr als 100 Menschen.
      Ich warte immer noch auf die Liste
      mit den Angaben des Alters und des Geschlechts
      der Opfer.
      Das haben die deutschen Moralisten bis heute nicht geschafft.

      PS Was ist aus dem Asyl für Snowden geworden?

    • Dann schimpfen Sultan und Grüne uns aber als intolerant und undemokratisch!
      Naja, wenigstens hätte Böhmi dann eine Steilvorlage für seinen nächsten Song. Zu seinem Welt-Song hat er sich ja angeblich von Schimpansen die Textversatzstücke liefern lassen. (Oder ist das fake news, weil er das selber behauptet hat?)

    • Böhmi hat Konkurrenz bekommen vom NDR, Frau Nefriteti
      Und der Kläger gegen Verunglimpfung Erdogan hat Konkurrenz von Alice Weidel bekommen…

  57. OT 2 (muss nicht unbedingt heraus)
    Immer wieder rühmen sich Politiker oder werden gerühmt, „Kümmerer“ zu sein.
    .
    Das weckt bei Menschen, die der deutschen Sprache wirklich mächtig sind, immer schönste Heiterkeit.
    .
    Nur als kleiner Hinweis zur deutschen Sprache: der „Kümmerer“ ist im Wurf das schwächste und am wenigsten überlebensfähige Ferkel.
    .
    Naja, so gesehen: warum das Wort nicht für Politiker nutzen?

  58. Danke!
    Werter Don,

    welch herrlicher Text. ein kleines Heldeneops, voller Selbstironie und klugen Gedanken. Andere würden dafür Jahre benötigen, Viele nie eine solche Meisterschaft erreichen – und Sie schreiben das mal so nebenbei beim Erdulden des Muskelkaters.
    Hat mich dazu bewogen, mal wieder Beethovens Eroica aufzulegen. Und dabei interessante Parallelen ausgemacht: Der Einstieg schwungvoll, Allegro con brio. Ungewöhnlich daran hier, dass Beethoven einen 3/4-Takt wählt. So wie der Don ein 3. Ritzel wählt, ebenfalls schwungvoll anfährt und die 29er hinter sich lässt. Dann Marcia funebre, ein Trauermasch. Das dritte Kettenblatt versagt. Es folgt der dritte Satz, Scherzo (allegro vivace), wieder beschwingt und mit einem ewigen Spannungsaufbauenden und erwartungsschürenden Pianissimo, welches endlich in einem forte mündet. Der ganze Satz mit vielen Stakkati gesprenkelt. Don schiebt, gönnt sich eine Pause, geniesst die Landschaft und rast den Berg hinunter. Und immer wieder muss er aus dem Sattel und auch mal absteigen. Dann der vierte Satz, das finale. Viele Variationen des gleichen. Zuerst allegro molto, also wieder ein beschwingter Einstieg. Don ist schon etwas geschafft aber strampelt ebenfalls tapfer weiter. Dann Wechsel in C-moll. Don fährt weicher, Unheil kündigt sich an. Dann langsames poco andante – der Rhythmus, in dem Don seine Luftpumpe betätigt. Und weiterradelt. Und schliesslich das Presto, Fanfahren, ein herrlicher heroischer Abschluss. Dons selbstmörderische Abfahrt hinunter nach Buonconvento und schliesslich der Einlauf des Helden, der sein verdiente Medallie um den Hals gehängt bekommt!

    • Ach, die Medaille ist es nicht. Es ist der Moment, da man weiss, man kann es tun.

    • @ Hans Nase: Ihr Beitrag - einfach wunderbar
      … heute Abend Eroica – was denn sonst?!

  59. Weisse Männer
    Weisse Männer haben diese Welt gebaut. Alles was die Feinde des weissen Mannes für ihren Angriff auf ihn benutzen, Technologie, Philosophie sowie Ideologie, haben weisse Männer in die Welt gesetzt.

  60. Das Leben ist hart aber ungerecht!
    Der Don im schönen (warmen) Montalcino an der Brunello-Quelle und er trinkt nix!

    Der BlackBlacky im verregneten Germania weit weg vom Brunello, den er aber ohne zu zögern per Druckbetankung reinpfeifen würde.
    Ach mann.

  61. Titel eingeben
    Danke!

  62. Titel eingeben
    Man möchte ja ungern die Freude stören, aber gerade hatte der für seine überbordende Menschenliebe und politische Diskretion nicht gänzlich unbekannte Herr Soros mit dem italienischen Ministerpräsidenten Gentiloni ein Geheimtreffen, das nun aber unangenehmerweise so geheim nicht blieb. Es ging wohl darum, Herrn Gentilone dazu zu bewegen, die ungebührlichen Angriffe der italienischen Justiz gegen die Schlepper … pardon, gegen diverse NGO’s zu unterbinden, die, wie man weiß und auch nachvollziehen kann, über mitunter verschlungene Pfade nahezu immer irgendwo und irgendwie von Herrn Soros (mit-) finanziert werden.
    Il Giornale brachte das bereits am Mittwoch.

    Ansonsten: Herrliche Schreibe, großartige Bilder, ein Hochgenuß, wie immer!

    • Es gibt auch noch M5S und Lega Nord. Und wenn es so weiter geht, haben die die Mehrheit.

    • Spekulantenseelen
      muss man die verstehen?

      Auch die Meldung auf Spon, wenn Le Pen gewinnt, ist der
      Euro in 48 Stunden erledigt.
      Wo fliehen die Investoren mit ihrem Geld dann hin. Nach Mali oder Bangladesh?

  63. Alles eine Frage der Mentalität, des Wetters sowie der Natur,
    oder doch der gesellschaftlichen Strukturen oder gar der Geschichte und des Umgangs damit?

    Wie dem auch sei, mal wieder sehr unterhaltsam und entspannend, geradezu motivierend. Ein wenig mehr italienische Lebensart würde der deutschen Lightkultur sicher gut tun.

    • Da versuche ich ja zu helfen

    • Kultur?
      Mehr Leid- als Leicht- (und noch weniger Licht-, zumindest aktuell)?


    • Na ja, das light für leicht, eher im Sinne von nicht (mehr) vorhanden, war eben dem Gehör geschuldet, sprachlich …

      Aber das macht ja auch nichts, denn mit Kultur ist ja auch weniger Kultur denn gesellschaftliche Realität gemeint, die kulturell betrachtet doch eher ein Desaster ist.

  64. Den mittleren tumolo auf dem 19. Foto von oben,
    diesen sachte gerundeten, wie einst die Brust von Madonna (wenn sie sich in der Waagerechten ablichten ließ), den möchte ich gerne mal grabungstechnisch untersuchen. Ohne Kenntnis einer Behörde, versteht sich. Vermutlich ist dieses aber längst geschehen und die Funde schmücken den Salone irgend eines regionalen Chigi, Spada oder Riccardi.
    .
    Eher nicht graben möchte ich dagegen in den Akten des BANF, wo der Innere jetzt angeblich graben lässt. Auf die dort zu erwartenden Fundstücke kann man noch gespannt sein.
    .
    Sinnbildlich „gegraben“ hatte man jetzt ja auch in Illkirch und die gute Stube des OLt Franko Albrecht (wo noch gleich nannte man Kinder früher Franko, René, Kai, Maik, Ronny….? ) bisher Franco A. sowie den Gemeinschaftsraum einer Kompanie ausgegraben. Mit genau den Darstellungen an den Wänden, wie sie älteren Franzosen, Belgier und Holländer vor 77 Jahren minus 5 Tage evtl. noch geläufig sind.
    .
    Mal ehrlich, was sind das für geistige Hohlladungen als Scheffes, die in einer Kaserne auf französischem Boden derartige Darstellungen durchgehen lassen? In einem Gemeinschaftsraum werden schließlich sicher auch einmal französische Kameraden aufgetaucht sein?
    .
    Bin gerade beim Packen. Wegen der Sandalen bekam ich einen gehörigen Schreck. Aber nein, ich nehme sie mit. Trage sie schließlich nicht in der deutschen Version mit Tennissocken und Krampfadern. Habe aber auch schon skurrileres gesehen, Engländer am Pont du Gard, mit Kniestrümpfen.
    (DdH)

  65. Palazzo kaufen
    Lieber Don,
    ich hätte eigentlich erwartet, dass Sie das Vendesi-Grundstück auf dem ersten Bild kaufen. Macht einen neugierig, was wohl hinter dem Tor liegt.
    Aber Vorsicht: Sie sollten dann auch dorthin umziehen, wg. der notwenigen Umbauten. Und Ihre Silberkannen können Sie auch mitnehmen, wenn Sie diese nicht verkauft haben sollten zwecks Finanzierung des Kaufpreises.
    PS.: Italien ist seit 1973 meine 2. Heimat, bin jedes Jahr in Umbrien.

    • Ich wüsste schon, was ich hier kaufen würde, nördlich von Siena. Aber es geht biographisch nicht.

    • Hatten Sie nicht letztes Jahr ein altes Anwesen
      im Auge?
      Oder war das wegen des Textes?

      Es klang wie ernsthaftes Interesse … .

  66. @Don: “Radeln macht halt mit Frauen mehr Spaß”
    Vielen Dank für das Kompliment! Soweit ich verstehe handelt es sich bei der L’eroica um 205km. Beim Boston Marathon laufen nach Aussage meiner Tochter mindestens 30% Frauen. Das schaffen Frauen in 4 Stunden. Aber die doppelt lange derartige Anstrengung ist für Frauen – glaube ich – nicht mehr eine Frage des Trainings und der Emanzipation. Es ist einfach ein bißchen zu viel. In zwei Wochen werde ich la Chouffe Classic radeln, aber nur die mittlere Entfernung von 105km. Letztes Mal sah ich da bestenfalls 10% Frauen.

    • Nein, es geht los bei etwas mehr als 40km, also ist das überhaupt nicht schlimm.

  67. Radkultur
    Ein gelungener Text. Radsport kann sicher auch etwas schönes sein, so fühlt man es dem Autoren nach.

    Gerade die italienischen Ausflüge sind mit Liebe und Inbrunst verfasst, die Innensicht erheitert und verstärkt des Lesers Empathie.

    Eigentlich wollte ich noch etwas zur Leitkultur schreiben, aber ich bin es leid.
    Immer wird vor kommenden Wahlen versprochen, geleitkulturt und gerechtiggekeitet bis es nicht mehr geht, und nach den Wahlen dürfen wir wieder alles schaffen, was an politischen Grausamkeiten durch Politikerignoranz entsteht.

    Fahren Sie durch die schöne italienische Landschaft, solange es Ihnen noch kein europäisches Normenkontrollausschussgesetz verbietet.
    Noch ist Zeit!

    • Letztlich muss man Leitkultur selbst leben, das nimmt einem kein Politiker ab.

    • Letzlich muss man Leitkultur selbst leben...
      Werter D.A., dass ist doch das Problem. Zeigen Sie mir einen
      Deutschen egal woher, der seine deutsche Leitkultur nicht lebt.
      Deswegen ist der TAZ zuzustimmen, Leitkultur braucht’s nicht.
      Das wäre overdressed.
      Es gibt nur ein Problem, im Ausland wäre jeder gern ein anderer,
      das gelingt kaum einem, ausser Ihnen in Italien.

      Auch bitte etwas Nachsicht mit Frau Merkel, sie kann nichts dafür
      soooo deutsch zu sein und mit dem Aussehen.
      Oder nehmen sie Frau Stokowski. Niemand hielte sie für eine
      Italienerin.

      Kurz gesagt das Ausland ist fies zu den Deutschen, wenn sie mal
      was anderes als ihre eigene Leitkultur genießen wollen.

  68. Was euch nicht angehört
    Müsset ihr meiden,
    Was euch das Innre stört,
    Dürft ihr nicht leiden.

    abgeschrieben aus Faust 2

  69. @ Sirisee sagt am 5. Mai 2017 um 10:12 Uhr
    …, vorher war er …

    „… na ja, sagen wir mal so: Vorher war er in dieser Hinsicht bürgerlich-Erfolgsschriftstellerhaft-normal, „verklemmt“ sicher nicht, dafür gab es auch zu viele weibliche Fans, die Italienreise führte wohl zu einer Vertiefung der Praxis …“
    .
    Aber dann: Gehen wie die Italiener – Fare amore come Goethe.

    „Der nordische Himmel, der unglaublich auf mich lastet…..Wenn das Barometer tief steht….wie kann man da leben?….
    An Jacobi, 21. Juli 1788. „Sitze in meinem Garten hinter der Rosen Wand, unter den Aschenzweigen (Eschen) und komme nach und nach zu mir selbst. => Liebesstunden mit Christiane Vulpius…
    .
    Eines glücklichen Paares schönes Geheimnis zuletzt….hebet am Ende / Sich ein brokatener Rock nicht wie ein wollener auf?…Schon fällt dein wollenes Kleidchen, /So wie der Freund es gelöst falltig zum Boden hinab…Wird ich auch halb nur gelehrt, bin ich doch doppelt vergnügt. / Und belehr ich mich nicht? Wenn ich des lieblichen Busens/Formen spähe, die Hand leite die Hüfte hinab…Wird doch nicht immer geküßt, es wird vernünftig gesprochen….Oftmals hab´ ich auch schon in ihren Armen gedichtet / Und des Hexameters Maß, leise, mit fingernder Hand, / Ihr auf den Rücken gezählt…
    .
    Uns ergötzen die Freuden des echten nackten Amors / Und des geschauckelten Betts lieblicher knarrender Ton.=> Für ihre Liebeslust [….dein Gleinnes nadur Wessen…] ist eine mehrfache Reparatur des Bettes notwendig: „Bett beschlagen, 6 Paar zerbrochene Bänder dazu mit Nageln….ein neu gebrochenes Bette beschlagen zum unterschieben“ . So lauten die Rechnungen des Schlossers j. Ch. Spangenberg an den Meister.
    (DdH)

  70. Zwischenfrage - Zwischenantwort
    @kdm sagt:
    „Wieso tragen Männer eigentlich keine Hüte mehr, wie auf allen Fotos der zwanziger bis fünfziger Jahren zu sehen ist?“

    Und die Damen ebenso, wo sind all die wunderschönen Damenhüte geblieben, die Damen zu Damen machten?

    Ich verrate es ihnen:
    Die männlichen Köpfe stecken unter den grauenhaft-hässlichen US-amerikanischen Baseballkappen, die nicht mal zum Essen abgenommen werden und die sich so mancher halb ausgegorene Jugendliche und weniger Jugendliche schräg auf die Rundung haut, die er Kopf nennt. Die Hässlichkeit (die nicht nur in den allermeisten US-Filmen zu tragen kommt) feiert Hoch-Zeit. Und der tumbe Mensch aus Deutschland feiert mit.

    Es gibt nichts Männlicheres, als wenn ein Mann mit selbstverständlichkeit einen Hut trägt. Ich besaß jahrelang einen Borsalino, die man mir bereits vom Kopf weg abkaufen wollte. Nichts da. Ich besitze ihn nicht mehr, weil ein angeblicher Freund (ein Banause) meinen Hut, den ich beim raschen Verlassen seiner Wohnung vergaß, natuerlich in Deutschland, dem Kopfbedeckungsbanausenland, in den Müll warf.

    Kein Lebensstil.

    Und die Damen, die sich ihres damenhaften Wesens bewusst waren, und großrandige Hüte trugen, Wagenräder gleich oder kleine zierliche, mit Blumen und Tüll und Taff und was es alles an Phantasie gibt – wo sind sie geblieben?

    Die wurden allesamt weggegendert und Ge-schwarzert. Und zwar genau an jenem 7. September 1968 als der BH verbrannt und die Weiblichkeit geächtet wurde.

    Es gibt keine Schönheit mehr. Nur Baseballkappen.

    Da kann man sich nur noch zum Sterben hinlegen…..ob dieser widerlichen Hässlichkeit.

    • Es ist sogar noch schlimmer!
      So manche ‚Dame‘ trägt mittlerweile auch Baseballkappe. Brrrrr

    • ...wo sind nur die Hüte geblieben ...
      … nö, das stimmt jetzt aber net …

      die Hüte waren vor 68 schon mehrheitlich in den Schränken verschwunden bzw. irgendwohin entsorgt …

      …wie gesagt – meine Mutter trug Hüte bis sie …
      … mein Dad Sonntag´s – zu meiner Freude – jedesmal wenn ihn jemand grüsste, wurde er (der Hut) mit einer eleganten Handbewegung gelüpft…

      oh ja – das waren noch andere Zeiten …

      … ich besitze etliche – hin und wieder führ´ich sie aus …

    • Titel eingeben
      Ich sah in den letzten Tagen ein paar (sehr) alte Filme mit Katharine Hepburn: tolle Hüte. Sowas traut sich HEUTE keine Frau. Oder war’s doch „nur Kino“?
      .
      In meinem Kommentar ging’s mir um die komplett verschwundenen Hüte der Männer. Kein Fäuletonist bemerkt das?!

    • Wo die Hüte geblieben sind?
      Hier bei mir, in Japan.
      .
      Gut, die einfachen Fabrikarbeiter tragen sicher auch Baseballkappe,
      noch Schlimmeres oder einfach nichts.
      Aber ich bin oft mit (lokalen) Musikern zusammen.
      Von denen tragen noch so einige (Männer) Hüte.

  71. Man weiß gar nicht, wohin mit dem Dank an unsere
    geliebte Führerin.
    .
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/leipzig-sek-nimmt-mutmasslichen-is-kaempfer-fest-a-1146235.html
    .
    Unbedingt MERKEL wiederwählen. Bitte noch mehr Terroristen ins Landderschonlängerhierlebenden. Islam heißt Frieden.

  72. MIt Rollsplit und Brunello
    Letztes Jahr, Don, fuhr ich mit dem Auto in etwa diese Strecke, langsamer als mit dem Rad wegen des Lackes. Ich weiß also ziemlich genau, wie es dort aussieht. Im Gegensatz zu Ihnen hatte ich später mehr Vergnügen daran, einige Weine in diesem wunderbaren Weinkeller an der Festung, der die Flaschen in einem Brunnenschacht untergebracht hat, zu kaufen.

    Ein kleines OT:
    Wie kann einer behaupten, der Verlust von 6 Arbeitsplätzen durch einen Roboter wäre nur ein kleines Problem?:
    „Das Ergebnis war deutlich, aber nicht desaströs. In den besonders roboterstarken Regionen gingen Beschäftigung und Löhne im Vergleich zum Rest Amerikas zurück, allerdings begrenzt. Wenn auf 1000 Arbeiter in einer Region ein neuer Roboter die Arbeit aufnahm, stiegen die Löhne um 0,7 Prozent langsamer als im Rest des Landes. Und es gingen Arbeitsplätze verloren. „Pro Roboter verlieren 6,2 Arbeiter ihre Stelle“, schreiben die Forscher.“
    http://blogs.faz.net/fazit/2017/05/04/ein-roboter-kostet-sechs-arbeitsplaetze-8673/

    Ohne sinnvolle Tätigkeit, auch mit Grundeinkommen, würden die Menschen unzufrieden. Daher finde ich (linke Position), dass Roboter so besteuert werden sollten, dass die sechs Menschen halbtags bei vollem Lohnausgleich arbeiten können. Von 11 bis drei. Das wäre endlich ein Leben.

    Eine gute Tour am WE wünsche ich und schönes Wetter!

    • @Oberländer
      Links sein ist nicht per se schlecht.

      Linke träumen von einer besseren Welt.

      Wovon träumen Rechte? Von Mutti?

      Und wovon träumt ulF, wenn sie denn schläft oder nicht gerade unterwegs ist, um die Welt zu retten oder sich selbst?

      Die Industrie VierPunktNull will uns vormachen, der Mensch sei überflüssig.

      Deshalb brauchen wir ROBOTER, damit wir international wettbewerbsfähig bleiben.

      Und wenn wir wettbewerbsfähig sind, was kommt dann?

      Die IndustrieFünfPunktNull.

      Die Logik des Kapitalismus ist absurd. Das wissen wir seit Marx und Camus.

      Bin auch für ein Grundeinkommen und eine Besteuerung des Robotereinsatzes und vollen Lohnausgleich bei einer Arbeitszeit von 11 bis 3, damit wir alle mal in Ruhe nachdenken können.

      Damit wir mal lernen, was es bedeutet zu leben.

      Tja, lieber Don. Weiterhin Gute Fahrt.

  73. und das alles in der stadt von SISSI !
    @Der Tiger und werter DON

    „radeln macht halt mit frauen mehr spass“…………………oh wie wahr…………..und noch mehr dinge gibt es natürlich, die mit frauen deutlich mehr spass machen denke ich…………..rudern zum beispiel.

    und nur der vollständigkeit halber ein bericht aus Genf:

    LE TOUR DU LEMAN, das längste ruderrennen der welt wurde ja 2016 wieder von echten hell-bio-deutschen gewonnen, der „Entente Bayer Leverkusen, Bonner RG und Siegburger RV“. mit an bord war BARBARELLA, unterwegs mit 4 männern in die nacht hinein rudernd.

    das ist doch tolle autoerotik für alle, 12 stunden und 10 minuten lang um dann mit 24 sekunden vorsprung zu gewinnen. wer wollte da nicht mit dabei sein ? pure BEWEGUNGSLUST.

    natürlich gab es das noch nicht, als Siggi F. seine von ObjektBe liebevoll zitierten sätze schrieb, eher sollte sich diese LUST damals noch an so kastrationsgeräten wie reck, barren oder seitpferd austoben.

    wers in Genf zweimal miterleben durfte so wie ich, der kann nur den hut vor BARBARELLA ziehen!
    und über gendergesabber nur lachen !

    http://www.nautique.ch/fr-ch/events/2016-09-23-44eme-tour-du-leman-a-l-aviron-7eme-course-d-aviron-inter-entreprises

  74. setzt zeichen gegen die verrohung in den öffentlich-rechtlichen !
    noch ein kommentar zur steilvorlage von DON und den flanken und torabschlüssen der kommentatoren:

    nichts freut mich heute nach einer langen reise durchs stauland BaWü mehr, als dass hier in den texten bisher,heute und auch hoffentlich in zukunft nicht von

    HURENSÖHNEN oder gar

    NAZI-SCHLAMPEN

    gesprochen wird.

    wir erleben eine verrohung der korrekten köpfe und der sprache ohnegleichen !

    • ja, grausam
      aber gut, dass sie es noch erwähnen. man nimmt es schon hin und denkt an die nächste Gebührenerhöhung durch die Öffenlich-Rechtlichen.

      Derweil wird der christliche Nachwuchs mit allerlei Geschichten beschult, dergestalt, dass Mohammed die Gebiete alle friedlich erobert hat.

      Ich hab‘ meinen Sohn etwas auf Krawall gebürstet und fachlich unterfüttert und werde beim nächsten Elternsprechtag mit Levitikus meine Bekanntschaft machen – nur so eine Ahnung.

    • Nahuatl sagt:
      Oh, echt, so weit geht bereits die obrigkeitliche Geschichtsverfälschung im Dienste der Islam-Missionierung/Islamisierung?!

      Ist das so eine Geschichtsklitterung, die unter dem Label „Interkulturelle Kompetenz“ läuft und Religionsbekenntnis oder religiöse Halluzinationen als kulturelle Praxis verkauft?!

      Wo bzw. in welcher Region geht das denn ab? Ein rot-grün-regiertes Bundesland? „Ruhrgebiet“? Oder Salafisten-Mainland um Frankfurt?

    • Das läuft so unweit vom Don
      In Religion.

  75. Wetter
    Don Alphonso, Sie können einen aber wirklich neidisch machen…Schöner Bericht,schöne Fotos:das mit dem Greif zeigt wunderbar,wie Schönheit entsteht,wenn man sie nur läßt – und das Foto mit dem Tretlager ein
    Beispiel für eine hier kaum glaubliche Sorglosigkeit…Vermutlich liegt’s am Wetter.Weiterhin schöne Touren!

  76. ......
    Deutschland und das Deutschtum haben sehr grosse Vorteile für sich aufgrund von Werten, Mentalitäten etc. nur das diese Leitkultur unter dem permanenten Ansturm ihrer Gegner langsam zusammenbricht. Unter Kohl wäre ein solcher Verfall deutscher Sitten schlicht undenkbar gewesen. Es war damals nicht alles besser aber ein solcher Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung wie an den deutschen Grenzen, auf der Kölner Domplatte oder im „Görli“ wäre undenkbar gewesen.
    Heute sind wir aber bereichert und da ist das eben so, denn wir sind vom deutschen Volk binnen weniger Jahre zu den Längerhiers geworden.
    Die Italiener haben ebenfalls sehr vieles für sich aber auch denen blüht das wohl leider, denn auch da ist die Bereicherung mittlerweile angekommen und die ist auch in Italien kaum tatsächlich bereichernd.
    Und auch in Italien hält sich momentan der Widerstand ziemlich in Grenzen (zumindest sehe ich das so).
    Solange aber dieser Widerstand nicht kommt, so lange haben beide Leitkulturen ein Problem, denn das der Dealer im Görli oder der Bettler in Rom sich integrieren ist kaum zu erwarten, die warten einfach bis genug ihrer Landsleute da sind und haben dann in den diversen Islamverbänden und „Communities“ genug Hilfe das ihre importiere „Leitkultur“ akzeptiert wird.

    • Der "brachiale" Anstieg und tiefe "Gang" des deutschen Volkes
      „Die Erde will sich schneller drehen, damit das Elend; schneller dahinsiecht. ~Wir~ helfen ihr gern! ~Wir~laden die Welt nach Deutschland ein, weil ~Wir~ein reiches Land sind. Und ~Wir~ so Y E A H!>>>>>https://www.youtube.com/watch?v=NGk-nTyj-rs.“

      „Spaß“ beiseite.

      .

      Wenn man in Dons Text tiefer blicken will, dann erkennt man das Leben, dass durch äußere und technische Einflüsse immer beschwerlicher wird, und nicht jeder die Kraft besitzt, bis zum Ende durchzuhalten. Auch den Kultur-Deutschen lässt er blicken, den, der so vehement und verbissen strampelt, es allen zeigen will: Ich bin ein Deutscher, komme was wolle, EGAL! ich zieh durch. Verdammt! Oben!

      Doch wäre es an der Zeit, auch die heimische Hemisphäre, der eigenen Deutungshoheit Platz einzuräumen, um die sichtlichen Gefahren einzudämmen und geltendes Recht zusprechen, damit man solche Meldungen (http://www.mopo.de/hamburg/polizei/todes-crash-in-der-city-die-opfer-kamen-gerade-von-der-nachtschicht-26847860 ) nicht mehr lesen muss.

      Weil die Politik(+++) falsche Entscheidungen traf und immer noch trifft, werden die Generation(en) dadurch eine kulturelle Eiszeit erfahren, der sie sich jetzt entgegenstellen müssen.
      Und hier zeigt sich auch der vermittelte Geist (+Verstand), durch Eltern, Bildung und des eigenen Denkens.

      Der Zusammenhalt in der Familie, in der Gruppe, beim lernen und anderen alltäglichen Tätigkeiten, wird durch die Zunahme politischer und gesellschaftlicher Extreme, die der Mehrheit den familiären Mittelpunkt nimmt, weiter vorangetrieben. Die Unterminierung des deutschen Volkes als solches, durch Vermischung von ungebildeten Ethnien, deren „Ingenieure“ und „Fachkräfte“, durch vergewaltigen, morden und Erpressung die Rentenkasse auffüllt, bereichert nicht nur den Deutschen an sich, nein, er bleibt bisweilen zu ruhig.

      Dieses abwarten ist tödlich! Das sollte man verinnerlicht haben, wenn man eine Veränderung herbeisehnt. Doch der laut-leise Deutsche, der konsumiert, lässt sich vernebeln und schiebt seine geregelten, unbezahlten(spitz) Überstunden. Zahlt die verlangte Lohnsteuer, all die anderen Mehrbeiträge und duckt sich weg, so wie es ihm vorsätzlich beigebracht wurde.

      Wehren? I wo! „Wozu?“

      Die Grenzen, in der sich unsere momentane Politik bewegt, überschreitet den Handlungsrahmen und die verfassungsrechtliche Ordnung. Vielleicht ist meine Aussage einfach nur falsch(?)

      .

      „Wenn Politiker nicht zur Verantwortung gezogen werden können, macht Politik nicht im entferntesten – für ein Volk Sinn.“

    • Und bis dahin nutzen sie die Gunst der Stunde! 14-16 Identitäten! Wer bietet mehr?
      Da kommen leicht tausende von Euro monatlich zusammen.
      Und da soll man sagen, dass man in D nur am Zähne zusammen beißen ist, um zu etwas zu kommen. Da haben welche ganz schnell verstanden, wie mühsam gezahlte Steuergelder der „Längerhiers“ (danke!) leicht abzugreifen sind.
      Weil in einem Land die Zusammenarbeit der Bürokratie nicht funktioniert, wo man das niemals vermutet hätte und dennoch nicht aufhört, mit den Fingern gerne auf andere zu zeigen. Und dabei mehr und mehr das Gesicht verliert.
      https://www.wp.de/staedte/meschede-und-umland/mann-mit-mehreren-identitaeten-in-meschede-festgenommen-id210448323.html
      Ist vDLs Augenmerk auf die BW momentan nur Ablenkungsmanöver vor einem unendlich großen Skandal bei der BAMF?

    • ... köstlich-abgründig ...
      … ist der verlinkte Artikel, wo es gleich am Anfang doch glatt heißt:

      „Er hatte gleich mehrere Identitäten. Sein Motiv ist noch nicht klar.“

      Ich habe die Vermutung, dass die Verfasserin / der Verfasser dieses Artikels zum Wechseln und Aufpumpen eines Reifens außerstande wäre.

    • Das dürfte ein Ablenkungsmanöver von uvdl sein
      am 5.11.2016 wurde berichtet, dass der MAD 20 Islamisten in der BW enttarnt habe und von mindestens 60 weiteren Fällen ausgeht. In „islamistischen Kreisen“ werde der Dienst in der Bundeswehr befürwortet, um den Umgang mit Waffen zu lernen.
      http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/extremismus-in-deutschland-20-islamisten-in-bundeswehr-enttarnt/14798036.html

      Ab Juli 2017 sollen Bewerber intensiver geprüft werden… Das wurde einmal berichtet und seitdem herrscht wieder das Schweigen im Walde.
      Der NSU-Prozess lockt auch niemanden mehr hinterm Ofen vor, Beate Zschäpe mal für schuldfähig und kein halbes Jahr später wieder nicht eingestuft wird… wen interessiert das noch, da braucht’s was neues.

      Dazu kommt das offensichtliche Versagen des BamF, das auch der flotte Herr Weise nicht verhinderte, eher verschlimmerte? Dass noch immer nur überlegt wird, die Handydaten der Asylsuchenden auszulesen, dass keine vernünftigen Dolmetscher zur Verfügung stehen, dass das ganze Theater in den bald zwei Jahren nur Chaosverwaltung war, der die deutsche Gründlichkeit gänzlich zum Opfer fiel und dass das natürlich vor den Wahlen nicht kommuniziert werden darf.

      Lieb Vaterland magst ruhig sein oder „Am längsten braucht ein abtretendes Volk, um die Verachtung der Nachrückenden zu begreifen, die sich um seine Stelle prügeln.“ (Zitat Jürgen Große bei Klonovsky).

    • Wie die Leute ticken
      Gestern Abend vor dem Vatikanischen Museum. Drei ältere Deutsche sitzen in einem Bistro und unterhalten sich über Politik. Den Wahlomaten hat er betätigt, er der immer die FDP gewählt hat und nun kamen die „Rechten“, die AfD, als Empfehlung heraus. Er ist entrüstet und fühlt sich manipuliert, vom Wahlprogramm der AfD, die er für eine verkappte NPD hält und auch vom Wahlomaten. Er möchte gerne wieder die FDP wählen, wollte sich nur mal die Meinung bestätigen lassen und wurde getäuscht.

    • Gehupft wie gesprungen
      Als nächste Beschwichtigungsstufe wird der Einwand, dass doch sowieso alle mehrere Identitäten haben, kommen, und dass es deswegen sich nicht um 1,5 Mio + , sondern um eine vernachlässigbare Menge Goldes handele, derentwegen man sich nicht so haben solle. Das muss sich einrütteln.

      Nebenbei gehört: In den Gemeinden wird der MUFL-Zähler wieder auf NULL gestellt, um für die nächste Tranche usw. usz.

      Hätte bei meinen Urlauben den Gesichtspunkt des Heimischwerdens mehr beachten sollen; bei der nächsten Eskalationsstufe
      ( Flutung der Kleinstädte) kann man schauen, wo man bleibt.

      Gut, daheimbleiben geht immer, wenn man die durch die EU-Osterweiterung Geschenkten und deren skills verdrängt,
      aber dazu bin ich noch nicht bettlägerig genug.

    • vdls derailing
      der eigentliche Skandal ist ja das Durchwinken von Gesockse jeder Art und nicht, dass man in der BW rechte Umtriebe findet. Die gab es schon immer und die wird es solange geben, bis sich die Antifa fürs Vaterland verpflichtet.

    • @Renate Simon, UvdL und geistig moralistische Stringenz. Die Stürmung der Kasernen.
      Tja, Frau Simon, da greift jetzt diese Frau bei der Bundeswehr ganz hart durch.
      Und wenn man jetzt bei den Hausdurchsuchungen der Kasernen auch noch Waffen bei der BW findet, dann wird es ganz übel und man müßte den Verein dann eigentlich abschaffen! Ich sag das in aller Bescheidenheit als ehem.Wehrdienstverweigerer aus Gewissensgründen… jene, die mich damals über 3 Verhandlungen als „moralisch inkompatible Existenz“ von ihren Pfründen und Parteibüchern herab als 17-,20- und 24-Jährigen schmähten, haben sich anscheinend mehr als besonnen.

      Leute wie M.Klonovsky oder Imad Karim, wie Nicolaus Fest, Hadmut Danisch (und der hiesige Herr des Blogs) pp. sind eigentlich die letzte dünne Linie, die diese Gesellschaft vom ganz offenen Wahn trennt.

    • Herr Feldmann, das ist ganz großes Kino
      was uvdl bietet. Ich frage mich, wie ein Soldat ohne Nationalstolz oder wie auch immer man dieses Gefühl, fürs Vaterland, das wir auch nicht mehr haben, nicht mal mehr das, Kriegsdienst leisten soll.
      Wenn man es genau betrachtet, geht das doch nur mit einer „rechten“ Gesinnung und nicht mit rotgrünem Hass auf Deutschland, das sich abschaffen soll und sowieso Scheiße ist.

      Gottlob wählte Frankreich ja die Rettung von allem Übel; auf das böse Erwachen ob dieser Hohlbirne darf man gespannt sein.
      Und angesichts der Landtagswahlen erwarte ich die absolute Mehrheit für Merkel. Dann wird’s ganz heiter, rette sich wer kann.

    • Zur "Rettung Frankreichs durch Macron" sollten Sie folgende Analyse eines
      Pariser Professors lesen, Frau Simon:

      https://philosophia-perennis.com/2017/05/07/frei-gewaehlter-niedergang-macron/
      (wie man als islamischer Kolonalist und mit gescheiterter Wirtschaftspolitik auch noch bei Ablesen von Reden, die man selbst nicht versteht, Präsident werden kann)

      Zu „großes Kino“: Ich finde den Film lausig, irgendeine Endlosschleife mit Rampenniveau (sowas hatten wir nicht mehr seid dem Schulzzug räusper)
      und der Eintritt ist nicht nur zu teuer, sondern er wird Manche das Leben kosten.

      Für mich haben Figuren wie uvdL wie auch c.roth durchaus Züge der apokalyptischen Reiter- ich möchte bei Letzterer nur eines nicht sein: nicht das Pferd sein! (wenn ich das jetzt ausführe, dann wird es teuer, denn das ist ja keine ******mpe)

      Ich habe mich immer gefragt, warum eine Zeit sich plötzlich für Zombie-Filme begeistern kann. Jetzt weiß ich es- leider(es wäre mir besser verborgen geblieben).

    • Könnten wir bitte solche Begriffe generell meiden.

    • @ DA. Entschuldigen Sie, es war ironisierend zitiert.
      Ich verwende solche Begriffe nicht. Denke aber, daß man inzwischen deutlich stigmatisieren muß, daß Leute einer bestimmten politischen Couleur eben so ein Repertoir ihren politschen Gegnern gegenüber nahezu durchgängig benutzen.
      mfG PF

    • Ich will hier einfach keinen vermeidbaren juristischen Ärger, das ist alles.

    • @D.A. Verständlich
      Inzwischen leben wir wirklich in Verhältnissen, in denen Satire und Ironie nur noch erlaubt ist, wenn man dabei die richtige politische Einstellung zeigt.

  77. Mal so als Laie gefragt
    Wieso kaufen Sie sich nicht einfach für ein paar Hunderter ein Noname Rennrad mit aktueller Technik? Vermutlich hätte man damit weniger Defekte auf der Strecke.

    • Damit gäbe es auch Defekte und normalerweise sind solche Räder da nicht erlaubt.

  78. Ich mache mit
    Der Beitrag von DA inspiriert. Danke! Ich wusst gar nichts von dieser schönen Veranstaltung. Da ich das Laufen auch nicht mag, wird geradelt. Im Keller steht mein original 1984-er Villiger Rennrad. In rot, schmale Rennreifen. Ich melde mich an und nehme am 1. Oktober teil.

  79. Das Wort zum Berg oder der Hesychasmus des Cyclisten
    „Am Berg kann ein Radfahrer in einem Rhythmus treten, der die Gedanken fokussiert.

    Er kann bei gleichmäßiger Intensität seinen Atem die Geschwindigkeit bestimmen lassen und Ruhe in der Anstrengung finden.

    Genau deshalb werde ich Berge hinaufstrampeln, bis ich zu alt bin oder zu gebrechlich, um auf ein Rad zu steigen.“

    (Michael Barry)

    • Ich bin nicht alleine :-)
      Danke für den Hinweis.
      Sehr schön beschrieben, ich muss das noch üben denn
      auch ich habe die Neigung den Berg lieber hinaufzufahren.

      Manchmal versteht man über die Beschreibung dritter
      besser was man selber gerne tut ohne wirklich zu wissen
      warum man es tut.

      Ein Feind dabei ist ggf die Langeweile,
      deswegen ist eine schöne Abfahrt mit ein paar Kurven
      zwischendurch nicht schlechtes, vor allem dann wenn
      es etwas leichtes hat, fast wie fliegen.

  80. >Die Lösung
    „Der Putsch sollte vor den Wahlen erfolgen, da sonst die BW-Truppe zu Bunt werden würde. Glück Auf!“

    PS:In #17, will der Herr mit seinem Plagiat einziehen. Er träumt vom Sonnenuntergang; in #17. Natürlich!

  81. Europa
    Macht schon Lust auf mehr, wobei bei RTFs auch Frauen mitradeln und nicht allzu verbissen sind.

    Wenn man das ganze von außen betrachtet aus Asien, dreht sich Europa aber doch ziemlich um sich selbst.
    Im etwas grösseren Kontext wird die Republik der 70er bis 2000er als eine kleine glückliche Episode der Geschichte eingehen und der Untergang als eine Verkettung unglücklicher Umstände…
    Die Murksel hat ihren Platz im Geschichtsbuch sicher, unter den tragischen Gestalten, irgendwo zwischen Bismark, dem Maler aus Österreich und dem Saumagenfreund. Nur wird dieser Teil der Geschichte eines kleinen dummen Volks in Mitteleuropa vermutlich untergehen, zwischen den Mühlensteinen des Druckes aus Afrika und dem Ehrgeiz Asiens. Das eine mittelalterliche Religion dabei eine Rolle zu spielen vermag, ist mehr ein Treppenwitz.

    Besuchen Sie Europa, solange es noch geht…

  82. Italienische Leitkultur
    „Die Italiener haben ebenfalls sehr vieles für sich aber auch denen blüht das wohl leider, denn auch da ist die Bereicherung mittlerweile angekommen und die ist auch in Italien kaum tatsächlich bereichernd.“

    Ich habe den Eindruck, die können das hier in Rom ganz gut auseinandersortieren. Natürlich ist jeder Irrsinn denkbar, selbst eine Leitkulturdebatte mit dem amtierenden Papst, aber die Stadt sieht doch so aus als wäre das römische Reich – und mit ihm die griechische Antike – nie untergegangen, als hätte es stets Mittel und Wege gefunden, sich durch die Jahrtausende fortzusetzen.

    Ein kleiner Videosaal in den Diokletiansthermen. Archäologen und 3D-Designer versuchen sich an einer visuellen Rekonstruktion des Ortes, vor dessen Niedergang. Dabei entsteht ein charmanter Werbefilm voll der visuellen Reize, die man gleich nebenan, nur funktional und inhaltlich verschieden, in der Basilika zu sehen bekommt, die ein Stück des alten Gebäudes für sich abgeschnitten hat.

    Die Moderne ist hier nicht stilbildend, sie dient der Organisation der Menschenmassen, etwa wenn man die Vatikanischen Museen betritt und den Eindruck hat, im Checkin eines Flughafens gelandet zu sein. Ist man dann über die Rolltreppe im Obergschoss angekommen und betritt den ersten Saal mit den großen Wandteppichen, dann verschwindet all das wieder im Hintergrund, in der Klimaanlage, in der Wegführung, die man aber auch als Mittel der Prozession verstehen kann. Es ist kein gewöhnlicher Ort, an dem sich die Leute frei über die Räume verteilen, wie in anderen großen Museen. Die Droge kann einsetzen und sie durchdringt für 1-2 Stunden die Schutzschichten des Bewusstseins. Warum sollte man sonst hier sein?


    • Hm, ist der Eingang/Ticketkauf noch in dem Raum mit den sagenhaften verzwirbelten Wendeltreppen, oder inzwischen woanders? Vor 40 Jahren, als ich dort war, fand ich diesen Eingangsraum wirklich beeindruckend.
      Damals wurde wohl auch gerade ein neuerer Flügel angebaut, für neuere Sammlungen aus dem 20. Jhdt. – Die Handschriften waren sehr versteckt und man mußte weit laufen dafür, leider habe ich sie deshalb recht spät entdeckt. In 1-2 Stunden ist man da niemals durch, nichtmal mit Rennen. Ich legte damals immer wieder den Laufschritt ein, um vor lauten Gruppen zu flüchten; wenn ich mich recht erinnere, habe ich 4 h dort zugebracht, unter bewußter Auslassung des „modernen Teils“.

    • Titel eingeben
      Widerspruch provozierende Wahrnehmung.

      Ich bin auch gerne und regelmäßig a Roma und liebe diese Città Eterna sporchissima …. in den Musei Vaticani halte ich es auch schon mal länger als acht Stunden in Folge aus ….

      Nichts­des­to­we­ni­ger kann die Schönheit der Tiberpanoramen, der Fori Romani, der Via Appia Antica, die schier unendliche Fülle von Baustilen und einer storia quasi toccabile kaum darüber hinwegtäuschen, dass Italien ein Failed State ist, der in den Regionen südlich von Rom gänzlich unregierbar und eher ein Flickenteppich von Raubritter-„staaten“ ist …. Diese unselige Allianz der US-Amerikaner mit dem Organisierten Verbrechen, um den Sturz Mussolinis zu bewerkstelligen …

      Auch in Roma ist es nicht lustig, sobald man sich senza conoscenze mit der Bürokratie hermschlagen müßte. Lustig ist es höchstens, wenn die Carabinieri mit freundlichem Zuruf die schwarzafrikanischen Verkäufer (Clandestini, ovviamente) am „unteren“, Tibernahen Ende der Via della Conciliazione auffordern, ihre erkennbar „hochwertigen“ Ledertaschen von Gucci bis Prada doch bitte woanders anzubieten ……

      Und außerdem hatte Don Alphonso an diesem Blog-Ort bereits beschrieben, wie sich die unschönen Folgen unkontrollierter (Armuts-)Migration im Norden Italiens ausnehmen …. A Roma e Milano bietet sich ein ganz ähnliches Bild …..

    • Strömungsmechanik
      Die Wendeltreppen bin ich hinabgestiegen. Man kommt gewiss über sie auch hinauf, aber ich habe auf eine Gebäudeexploration verzichtet.

      Die 1-2 Stunden beziehen sich auf den Parcour, der für Menschenmassen organisiert ist, die eher einen langsamen, kontinuierlichen Strom bilden und gegen deren Widerstand sich niemand gern bewegen möchte, es sei denn er hat seinen Schlüsselbund oder sein Handy verloren. Dieser Weg ist mit einem Spannungsbogen versehen, s.d. die Sixtinische Kapelle den dramatischen Höhepunkt bildet. Es ist der einzige Saal der durch Sitzbänke an den Rändern, die Besucher zum verweilen einlädt. Auf diesem Weg durchläuft man auch Ausstellungsräume, die Kunst des 20-ten Jahrhunderts zeigen. Der didaktische Wert eines solchen Kurses ist schwer auszumachen. Das Ganze ist sicher gedacht als Fest für die Sinne und als Schau der Werte. Die Gegenreformation hat nie aufgehört. Am Ende geben sie noch einen Rausschmeißer in Form lauter Jazz-Musik, aber auch das ist nur ein weiterer Aspekt der Lösung eines strömungsmechanischen Problems.

      Ich erinnere mich auch daran, dass ich mich vor ca. 15 Jahren länger dort aufgehalten und auch freier bewegt hatte.


    • Strömungsmechanik
      @Dreamtimer: ah, so ist das. Die Kurzstrecke für den Fußgängerstau. Ja, ich kam damals auch oben an der Wendeltreppe wieder raus. In der Sistina war ich gar nicht, weil es mir zu voll war und man eine Stunde oder länger anstehen mußte, wenn ich mich recht erinnere. Irgendwann konnte man aus den Massen abbiegen in ruhigere Gefilde. Aber auch dort gab es viele geführte Gruppen zu 20 Personen oder so, oft mehrere hintereinander. Es dauerte, bis man an Stellen kam, wo nur so 4, 5 Leute waren.

    • Failed State
      @Gast, die Staatsmacht zeigt hier überall Präsenz, mit Maschinenpistolen. Ich nehme an, in Deutschland würde man sich sofort in einem „faschistischen Staat“ oder sowas wähnen.

      Die große Armut, die aufdringlichen Straßenhändler, die Taschendiebe, … verleihen „der ewigen Stadt“ auch in der sozialen Dimension Tiefe und Ursprünglichlichkeit, fast so als würde man gleich mit der Antike weitermachen wollen und das bürgerliche Zeitalter und die Sozialdemokratie, also das ganze moderne, progressive und protestantische Mittelmaß einfach auslassen. Wer Geld hat kann offenbar auch in einem failed state ganz gut leben.

  83. Ausland
    Laut Sputnik((aktualisiert 18:54 05.05.2017): 35 Tote und 717 Verletze bei Maduro Protesten.

    Kein Wort im Großraumschiff. Schauen sie sich die Bilder genau an. Das ruft bei mir die Ukraine und Odessa wieder hervor.

  84. "für /alle/ Räder offen"...
    (Vorheriges bitte löschen, da war ich zu schnell…)

    … meint aber doch sicherlich nur Zweiräder, oder? Ich bin nämlich seit fast drei Jahren nur noch auf drei Rädern unterwegs (https://plus.google.com/photos/104293208918348075978/album/6262693288960324609/6262693340228860386), aber Interessiert wäre ich schon…

  85. ... kleiner Nachtrag zu den Hüten ...
    … sogar einen „Wald-Hut“ mit schöner Feder zähl ich zu meinem Besitz …

    … kommt zum Tragen beim Jagd-Ansitz mit´m ältesten Sohn …(erlegen kann ich nicht)…

    … doch die JAGD ist Senior Alphonso etwas suspekt (wenn ich mich recht erinnere) …

    … meiner Meinung nach sollte man viel mehr J A G E N …

    … jetzt aber nicht auf dumme Gedanken kommen …

  86. Walking - Ägypter, Italiener,
    zur Ergötzung / Ergänzung am Wochenende, gegen die Tristesse in Politik und parallel zur Sonne:
    https://www.youtube.com/watch?v=mb5xJLIxvIA

  87. Rost und Löcher im Tretlager
    Ich habe mir 2 neue (Pseudo)Rennräder
    mit Stahlrahmen gekauft weil ich weder
    Alu noch Plastik wollte und überlege ob
    eine Hohlraumversiegelung sinnvoll sein könnte.

    https://www.voelkner.de/search/search.html?query=HOHLRAUMVERSIEGELUNG&channel=voelkner&queryFromSuggest=true&userInput=hoh&ignoreForCache=userInput&ignoreForCache=queryFromSuggest&frm=ffs__hoh

    Vielleicht hilft so etwas ja auch den alten Stücken.
    Sie werden das sicherlich kennen, haben aber ggf eine
    bessere Lösung (im doppelten Wortsinn) gefunden.

    Ganz vergessen:
    Vielen Dank für ihre täglichen Mühen.

    PS:ggf kann man die Teilnahme an so etwas
    auch eher risikieren wenn man weis das scheitern
    ein normaler Teil des daseins ist und man
    sehr wahrscheinlich niemanden
    auf der Straße liegen lässt.

    PSS: Aus immer wieder aktuellem Anlass:
    ggf ist der Kontakt mit den Menschen dort
    besonders dann erfreulich wenn man nicht
    auf die Idee kommt den Leuten zu erzählen wie
    sie leben sollen.

    Damit wären wir wieder bei der €U, dem Brexit
    und der wirklichen blöden Idee heute in diesem Verein
    Mitglied zu sein oder werden zu wollen.
    Noch eine kurzer Schlenker an die Menschen im Südosten:
    Liebe Türken, lasst es bleiben und an Erdogan:
    Gewähren sie Touristen aus Syrien Reisefreiheit
    und spielen sie nicht den Grenzsoldaten für Frau Dr. Merkel.

  88. @ G - sie haben recht
    endlich hat einmal einer den Mut mit der Dame Klartext zu reden.
    Der Don sollte solche Leute einfach sprerren, die gehören nicht hierher.
    J.

    • Object-Dame
      Die Dame hat vor nicht allzulanger Zeit hier noch ganz anders geschrieben, nämlich beim Don an der Tür gekratzt, im Vorgarten gegraben und gebaggert, z.B. er „könne ihr aus Italien ja ein Antiquarbüchlein mitbringen etc. pp.“, was dieser zumindest hier nachlesbar im Blog „nich ma ingnoriert hat“, wie der Balina sagt. Das ist nun das Resultat – ganz saure Trauben, die zudem auch noch so hoch hängen…

  89. Das Wort zum Berg (Nachtrag)
    Michael Barry war als Profiradler ja gedopt, aber welcher Fahrer war das in der Zeit nicht, was er da aber über das Bergfahren sagt, trifft, finde ich, sehr viel über den Sinn, den Bergauffahren macht. Abfahren ist natürlich auf andere Weise toll, und ich kann Don Alphonsos Haltung gut verstehen – sinngemäß, man kann nur so schreiben, wenn man so abfährt – nur ein Tip aus dem Buch, aus dem Barrys Zitat stammt, den ich persönlich sehr hilfreich finde: Bei Gebirgsabfahrten auf einigermaßen gesicherten Straßen sind Leitplanken, auf die man zufährt, meist ein sicheres Zeichen dafür, dass es hinter diesen tiefer hinab geht als an anderen Stellen ohnehin. Falls man die Kurve nicht mehr kriegen sollte – bewusst sich flach legen – besser ein paar Knochenbrüche auf der Straße als ein Genickbruch im Abgrund. Instinkt ist natürlich eine wichtige Sache, wie immer und überall. Also, wie auch immer, weiterhin gute Texte & gute Fahrt!

  90. Glückwunsch
    Herzlichen Glückwunsch! Es muß wirklich schwer gewesen sein, kaum Einlassungen zum Weltgeschehen. Sie sind auf einem guten Weg.
    Stellen Sie das nächste Mal das Rad bitte nicht mehr auf den Kopf, der linke Bremszug, also die Außenhülle, obwohl, vielleicht auch schon der Innenzug, haben bereits einen bösen Knick, und verabschieden Sie sich von der Vorstellung, Prymspeichen seien unkaputtbar. Meine Frau schwärmt von den Nadeln zum Stricken, Nähen, Häkeln und sonstwas aus demselben Hause, aber die Speichen, nein mein Lieber, die haben noch nie was getaugt, obwohl Made in Germany, mir sind unzählige gebrochen, natürlich immer hinten auf der Zahnkranzseite am Nabenflansch. Hätten Sie mich vorher gefragt, so hätte ich Ihnen auch von T.A. abgeraten, die haben zusammengeschmolzene Legierungen aus verunreinigtem Kriegsgerät aus Algerien verwendet, durchsetzt von feinsten Sandkörnern aus der Sahara. Aber sonst, wie gesagt: Sie sind auf einem guten Weg.

  91. Rom, eine Droge?
    Wenn man Vatikanstadt betritt, befindet man sich
    in einer anderen Galaxie.
    Nur mit einem Führer kommt man an der vermeintlich
    lustigen Schweizer Garde vorbei und darf dann den
    „Campo Santo Teutonico“ besuchen.
    Eigentlich müssten Deutsche und Österreicher ungehindert
    den Friedhof erreichen dürfen. Wissen wohl nur wenige.
    Nur 70m vom Eingang entfernt, steht man in einer Oase.
    Es ist auf einmal sehr still.
    Das Gewusel in der sixtinische Kapelle wird schnell
    unangenehm. Man steht, hält den Kopf nach oben
    und verliert seine übliche Distanz zu den Fremden.
    Da stellt sich umgehend ein veritabler Durst ein, der
    einen dann subito zur Flucht antreibt.
    .
    Verzückte Amerikaner mit verdrehten Augen neben
    kleinen Ganoven die ihnen den Geldbeutel wegzaubern
    … neben einer unglaublicher Frömmigkeit …
    die man immer wieder auf dem Petersplatz in Gesichtern
    lesen kann, das berührt. Auch aufgeklärte Ungläubige.
    Das eigentümliche Bischofs-Outfit reizt dann wieder
    zum Lachen.
    Rom ist ein Gesamtkunstwerk > aus Himmel + Hölle.

  92. Der Zensurminister
    ist ein ganz guter Marathonläufer. Da sind die Kleinen ohnehin im Vorteil. Ich vermute, er würde den Don auch auf dem Drahtesel bergauf alt aussehen lassen. Und bergab zieht er die Mietbremse, die bekanntlich nicht funktioniert, und rast allen davon.

    • Der Zensurist
      Der läuft und bewegt sich, als hätte er einen Drehschlüssel im Rücken.
      Wer den wohl aufzieht? Aber das gibt sich irgendwann wie bei den Duracell-Hasen > s. youtube

      Auf der Marathonstrecke oder bergauf lässt der bestimmt niemanden alt aussehen. Runter kann jeder – bis zur entscheidenden Kurve.

    • ...und zieht die Mitpreisbremse
      die bekanntlich nicht funktioniert.

      Ich warne dringend vor dilettantischen
      Bremsmanövern.

      Ich lag nach einem Bremsfehler 1 Woche
      im Krankenhaus. Der Helm schütze vor
      schlimmerem als der Commotio Cerebri.

      Ich konnte noch mein Fahrrad einsammeln
      und setzte mich auf irgend eine Türschwelle.
      Die nächste kurze Erinnerung ist der Transport Richtung
      Klinik. Eine kurzes Erinnerungsstück: Aufenthalt
      in der Röntgenabteilung. Durchgehende Erinnerung
      später auf einer chirurgischen Station.
      Meine Aufstehversuche endeten anfänglich nach wenigen Metern.

      ggf befindet sich Maas ja auch in einer Art Dämmerzustand
      wie ich nach dem Kontakt mit der Bordsteinkante oder
      was es auch immer gewesen ist.
      Nur, was ist die Ursache bei unseren lieben Ministerinnen und Ministern?

  93. Titel eingeben
    Tico, hinsichtlich der Hüte …

    würde ich meinen, daß es einen direkten Zusammenhang zwischen Aufkommen privater Bäder und Hut gibt. Nach dem Krieg, mit dem Wirtschaftswunder und dem Bauboom spätestens ab den 1960er Jahren waren die zuvor nur einer kleinen, meist vermögenden und eher städtischen Schicht vorbehaltenen privaten Bäder dann auch einer breiten Mehrheit der Bevölkerung, auch auf dem Lande, zugänglich. Und von da an gab es nur noch wenig Grund, das Haupthaar zur Vermeidung von Verschmutzung und zum Schutz vor dem Wetter zu bedecken, denn das ist ja der eigentlich Sinn eines Hutes, wenn das auch durch die Zeiten weniger stark im Bewußtsein blieb und im Rückblick heute eher als eine Sache der Mode angesehen wird. Die Generationen vor 1950-60 (sofern sie nicht wirklich vermögend waren und ein privates Bad, Zentralheizung oder Dienerschaft besaßen), wuschen sich einmal pro Woche das Haar, beim samstäglichen Bad, weil etwas anderes gar nicht möglich war, erstens mangels eigenem Bad in der Wohnung bzw. im Haus und zweitens, weil Durchschnittsfamilien sich ein öffentliches Bad nur höchstens einmal pro Woche leisten konnten, falls überhaupt. Ansonsten wurde sich täglich in der Küche gewaschen, da war geheizt. Zum Waschen gab es Waschlappen, die zu ihrer Zeit großartigsten Bakterienkolonien des Planeten (vergessen Sie die Idee, daß die Dinger täglich gewechselt und gewaschen wurden), und es gab Seife, die man wohl nie ganz loswurde, egal wie sehr man sich nach dem Einseifen abwusch – wenn genug warmes Wasser vorhanden war. Meine Großmutter wußte da noch lustige Geschichten zu erzählen.

    Ich habe dann selbst in Westberlin um 1980 den zivilisatorischen Rücksturz in die damals ganz und gar nicht unübliche Etagenwohnung mit Kohleheizung und ohne Durchlauferhitzer durchlitten. Danach weiß man, was für ein Aufwand getrieben werden muß, um die Haare zu waschen, vom Rest des Körpers ganz zu schweigen. Genug zusätzliche Kohlen aus dem Keller in die oberste Etage schleppen, Herd anfeuern, Kessel aufstellen, Schüsseln bereitstellen, hoffentlich vorher an Waschsalon (Handtücher!), Zeitungen und Anfeuerholz gedacht, die ganze Sache eine ungeheure Aktion, die entspannt eine Stunde und deutlich mehr dauern konnte. Dann im Winter einmal durch die Stadt (ohne Hut, den feinen schwarzen Borsalino trug man nur im Nachtleben zur Sonnenbrille) mit all den Kohleheizungen und man konnte das Spiel eigentlich von vorne beginnen, weil die Haare wieder voller Kohlenstaub waren. Und wenn man dann endlich die sündteure Klapperdusche aus dem Baumarkt in der riesigen Altbauküche stehen hatte und alles irgendwie angeschlossen war, dann reichte das heiße Wasser aus dem je nach Laune funktionierenden immer zu kleinen Boiler nie aus, man wußte auch nie, ob und wann der Stromschlag kommt, und der Boden unter dem Ding war irgendwann ruiniert, zum Ärger der Vermieter, die das Aufstellen dieser Teile ohnehin zumeist verboten hatten, was ignoriert wurde. Zudem hat man sich beim Duschen *immer* den Hintern abgefroren, mit den steinalten Fenstern, den elend hohen Decken und ohne Zentralheizung. Erst nach der Wende 1989/90 hat sich das alles geändert und auch Westberlin erreichte im Altbau Stück für Stück großflächig die banalen Standards, die man in Westdeutschland auch im gottvergessensten Kaff in jeder Bauernkate seit den 1960ern gewohnt war.

    In London hatte ich das in den 1990ern dann wieder wie in Westberlin vor der Wende, nur noch schlimmer. Die haben da ja auch den Segen des Einhandhebelmischers und der Steckdose im Bad bis heute nicht wirklich verstanden, aber das ist ein anderes Thema, britisch skurril.

    Die meisten Leute haben entweder keinerlei Vorstellung oder sie haben es schlicht vergessen, wie es ist, meinethalben mit schickem Hut, aber ohne täglich gewaschene Haare, Zentralheizung, fließend Warmwasser und Dusche zu leben.

    Also: Mit Aufkommen der jederzeit verfügbaren Möglichkeit des Haarewaschens verschwanden der Hut, die Brillantine, das Pudershampoo, das Haarnetz, der Dutt und das Kopftuch. Und klar, die Mode tat ihr Übriges, aber das hatte maßgebliche Gründe im Wandel der Haarpflege, die oben aufgeführt sind. Von alledem abgesehen kann man einen Hut mit normalem, vollem, frisch gewaschenem Haar ohnehin nicht tragen, da ein Hut noch jede Frisur zerdrückt und man beim Abnehmen desselben dann aussieht wie ein Trottel, es sei denn, man hat eine Glatze, einen wirklich sehr kurzen Schnitt oder man benutzt Brillantine.

    Zuletzt: Basecaps sind (außerhalb von Baseballstadien oder des maximalpigmentierten Bevölkerungsteils der USA) keine Hüte, sondern die völlige Absenz von Würde und ein tragisches Trauerbild für den totalen Stilverlust weiter Teile des Westens.

    Und jetzt lese ich was über die begnadeten Schneidermeister von Mailand und Neapel, damit ich wieder in jene Gefilde zurückfinde, von denen der Hausherr so köstlich zu berichten weiß.

    • Zeitachsen
      Ich fürchte, Sie beschreiben nicht die Vergangenheit, sondern die Zeit um 2025/2030, wenn sich fortsetzt, was sich derzeit abspielt.

      Nun gut, anlässlich Maggies Fight mit den Kohlekumpeln habe ich in London das Nassrassieren gelernt, bei Kerzenlicht, mit kaltem Wasser, aber mit allerfeinsten Seifen, british made …
      https://www.truefittandhill.co.uk/collections/face-body

      Ging doch und war eine Lektion fürs Leben.
      Komme, was kommen mag

    • Ergänzung
      Wussten Sie, wie es früher genannt wurde, wenn die Leute soviele Läuse auf dem Kopf hatten, dass durch deren Urin und Exkremente alles zu einer einzigen, störrischen, stinkenden Masse zusammengebacken war, als hätte man sich heissen Schusterleim über den Kopf gekippt?

      Weichselzopf (falls Sie das mal irgendwo lesen).

      Ich kenne übrigens einen Fall, wo ein Arbeiter nach Feierabend seinen Kohlebadeofen angeheizt hat. Solange, bis das Wasser warm war, hat er ein paar Bierchen getrunken, hat dann das Wasser einlaufen lassen und weil es ein Bierchen zuviel war, ist er dabei gestolpert, ins Wasser gefallen und war sofort tot. Das Wasser kam da nämlich kochend raus. Das musste man nach dem Einfüllen erst mit kaltem Wasser verdünnen.

    • Man spricht nicht umsonst von Gentrifizierung
      Zwei Wasserhähne, aber keine Steckdose – das finden Sie unverständlich? Don Alphonso erschließt sich das sofort, und auch in Ihrem Kommentar klingt die Lösung ja schon an: Wenn sich die einzige Alternative nur mit einer großen Dienerschaft realisieren lässt, dann bleiben die „ungewaschenen Massen“ eben diese. Stallgeruch, und so weiter. So geht Klassenkampf von oben!

      Deshalb liest man bei Engländern, die beruflich nach Amerika gezogen sind, aber zu Weihnachten nach Hause fliegen, dass ihre Landleute irgendwie alle ein bisschen zu müffeln scheinen…

  94. Ein Totensignal mit der Trompete nach Mitternacht im Mondschein unter Freunden war ein Theater.
    GastausTHR – 6. Mai 2017 um 01:11 Uhr […] Links sein ist nicht per se schlecht. Linke träumen von einer besseren Welt. Wovon träumen Rechte? Von Mutti? Und wovon träumt ulF, wenn sie denn schläft oder nicht gerade unterwegs ist, um die Welt zu retten oder sich selbst? […]

    Jean Raspail (Das Heerlager der Heiligen. Eine Vision), der Nationalsozialismus wie selbstverständlich zur Linke gezählt hat, schrieb: „… Die Linke ist ein Brand, der verzehrt und zerstört. Die Rechte ist eine wandelbare Flamme, die fröhlich tanzt, ein Irrlicht in einem düsteren verbrannten Wald. …“

    „… Echte Freunde einer Tradition sind die, welche sich nicht ernst nehmen und lachend in den Krieg ziehen, weil sie wissen, daß sie für etwas verschwindend Kleines sterben werden, das ihrer Fantasie entsprungen ist. Oder vielleicht feiner ausgedrückt, hinter der Fantasie steckt eine männliche Zurückhaltung aus guter Veranlagung, die nicht lächerlich wirken will, weil sie für eine Idee kämpft.

    Daher verbirgt sie sich hinter ohrenbetäubenden Trompetenstößen, hohlen Worten und einem unnötigen falschen Schein und bringt ein Opfer aus lauter Spaß an der Freude.

    Das hat die Linke nie begriffen. Daher äußert sie sich auch nur in gehässigem Spott. So beispielsweise, wenn sie auf eine Fahne spuckt oder auf eine Gedenkflamme pißt oder albern über alte Dummköpfe mit Baskenmützen lacht oder beim Anblick von weißgekleideten Hochzeitspaaren »Frauenbewegung« ruft und sich dabei schrecklich ernst gebärdet.

    Wenn sie sich selbst beurteilen könnte, müßte sie sich als blöd bezeichnen. Die wahre Rechte dagegen macht sich nicht wichtig. Daher wird sie von der Linken gehaßt, etwa so wie der Henker einen haßt, der hingerichtet werden soll und dabei lacht und sich lustig macht, bevor er stirbt. …“

    • .
      Das linke Lager hat mit seiner überschießenden Moralität
      doch das rechte Lager erst mobilisiert.
      Nach dem Yin/Yang-Prinzip hat das wahrnehmbare
      „Eine“ immer zwei Seiten (vgl. Kehrseite der Medaille)
      Schön schafft hässlich
      Gut schafft böse ..usw
      Klammheimlich handeln Linke ebenso wie die Rechten,
      in dem sie VERBIETEN wollen.
      Sie greifen zur selben populistischen Technik wie
      die Gegenseite und so schließt sich der Kreis.
      Daher hilft nur das Rezept vom Don: Selber denken!

    • @Dunque
      Bleibt dann nur die Frage:Woran merkt man, dass man auch wirklich selber denkt? Also wirklich EIGENE Gedanken hat und nicht nur mehr oder weniger gekonnt Vorgedachtes nachplappert?

      Die trügerischen Annehmlichkeiten des Meinungskuschelns werden immer gern ausgeblendet. Schließlich ist noch jede Gruppe, egal, ob rechts, links, mitte, liberal, konservativ oder was auch immer, von sich und der Richtigkeit eigener Ansichten und eigenen Tuns fest überzeugt.

      „Die Linke hat … das rechte Lager erst mobilisiert.“ Ist das überhaupt ein Gedanke?

      Tipp meinerseits:Die Wahrheit findet sich IMMER auf der dritten Seite der Medaille. Wenn man schon mit Zahlwörtern hantieren will.

  95. danke
    Ahhhh wie schön. Es gibt noch Menschen, denen die Leichtigkeit des Humors, das Rennradfahren und Italien wichtig sind. Danke, Danke, Danke.
    Der Marsch durch die Wüste der Moderne ist schlimm, aber mit der Gewissheit, die ein solcher Text vermittelt, wird aus der Strapaz eine Heldensage. Trotz Blasen an den Füßen.

  96. Im Blog oder neben der Spur?
    dr. plagiator am 5. Mai 2017 um 23:35 Uhr:
    >Die Lösung
    „Der Putsch sollte vor den Wahlen erfolgen, da sonst die BW-Truppe zu Bunt werden würde. Glück Auf!“
    PS:In #17, will der Herr mit seinem Plagiat einziehen. Er träumt vom Sonnenuntergang; in #17. Natürlich!

    dr. plagiator am 6. Mai 2017 um 08:51 Uhr:
    Ausland
    Laut Sputnik((aktualisiert 18:54 05.05.2017): 35 Tote und 717 Verletze bei Maduro Protesten. Kein Wort im Großraumschiff.

    Ist das hier Ihr toter Briefkasten? Oder sollen wir Sie einfach für die unerreichbare Höhe und Schärfe Ihrer Gedanken bewundern?

    • .
      ich bin der postwurfminister: der wirft post in fremde briefkästen. kostenlos.

  97. Titel eingeben
    …mit deutscher Gründlichkeit: Eine Speiche bricht nicht, sie reisst. Und „das Tretlager angebohrt“ hat auch noch kein nicht-Lebensmüder. Mit so wenig Sachverstand sollte man sich vielleicht lieber gar nicht auf ein – zumal altes – Rennrad setzen. Ich weiß, ich bin ein typisch deutscher Spielverderber…

  98. Der Mann ohne Schatten.
    Würde die Sonne einer Leitkultur, die sich nicht per Dekret verordnen lässt, immer so hoch scheinen wie hier, in diesem Artikel, dann wäre Thomas de Maizière ein Peter Schlehmil, dessen fehlender Schatten nie mehr ins Gewicht fiele. Wunderbar. Mein Fahrradhändler hat noch einen Bernard Hinault Rahmen hängen, mit Columbus Niva-Chrom Rohrsatz, Campa Gewindesteuersatz, wunderschön lackiert; ich werde anfangen, darauf zu sparen.

  99. Rennradweiberleut
    Siehe dazu „acta diurna“ vom 30.April von Michael Klonovsky
    auch sonst außer Augen- auch Leseschmauß.
    Wãre sie nicht auch Durchhaltemotivation für unseren Rennradmaestro?

  100. Wow!
    Ich schäme mich fast, dass ich hier lesen darf, ohne dafür zu zahlen.
    Ein wunderschöner Text, mit allem was dazu gehört.Der Blick nach außen, der innere Kampf, die kleinen Hinterfotzigkeiten gegen politische Nichtsnutze im fernen Germanien. Hinter letztem steckt keine Wut, sondern kalte und distanzierte Verachtung. Alles andere wären diese Wichtige auch nicht wert.

    Als Buch würde ich die gesammelten Werke von Don kaufen. Aber nur im Urlaub lesen. Oder mich in den Urlaub lesen? Auch für später als historisches Dokument, wenn die Fragen kommen: Hat das denn keiner kommen sehen? Wo waren denn die Intellektuellen, die dagegen anschreiben? Einer war in Italien.

    • Aufmerksamkwit ist Dank genug.

    • Das haben Sie schön geschrieben!
      … Hut ab deshalb – ausnahmsweise mal Richtung Westen über den Seerücken – und selbstverständlich Richtung Süden zum unseraller Schmerzensmann, der sich für seine lüsternen Leser an immer neue Kreuze nagelt.

      Irgendwann werden die da in Padanien Martrl aufstellen.
      Foit si bloß, dass dann a jeda miserablige Followa do hifahrt und Bleamekränz oblegn wui. Doat wo d’Speichn brochn is, da Schlaa plotzt, des Ritzl si derangschiert hod.
      Grausam und mir san imma mittn drin. Ned zum Aushoidn auf Daua.

  101. Europa ist Vielfalt
    Man kann daraus auch etwas einfältiges machen.

    Ein anderer Blickwinkel ist hilfreich
    für die Vervollständigung der Wahrnehmung.

    Der folgende Link führt zu einem Interview
    mit einem Osteuropaexperten.

    https://www.nzz.ch/meinung/nzz-standpunkte-osteuropa-fluechtlinge-und-starke-maenner-historische-lasten-und-neue-freiheiten-ld.126172

    • Natürlich, Herr Keller, haben die Osteuropäer kein Interesse,
      .
      .
      .
      von einem Hegemon unter den nächsten zu stolpern !

      Viele waren zuerst deutsch besetzt, was oft schrecklich genug war, wurden dann sowjetrussisch besetzt, und blieben das jahrzehntelang,

      weil auch die USA ein doppeltes Spiel mit den ,,Interessenssphären“
      spielten (s. die angebliche Lichtgestalt Kennedy ),

      und jetzt sollen sie unter die Achse Berlin-Brüssel (mit französischer Mitbestimmung) ?

      Und wann, bitte, höre ich die Leute in diesen Ländern fragen, ist Freiheit ?

      Wann Selbstbestimmung ?
      Wann ein Ende des sowjetischen Widersinns?

      Jetzt sollen sie, weil Merkel spinnt und/oder völlig unfähig ist, hunderttausende Goldstücke aufnehmen, dauerhaft, die so sind, dass ihre eigenen Länder sie nicht wieder zurücknehmen ?

      SIE sehen die Probleme und die Chancenlosigkeit bzgl. einer Lösung,

      wissen, dass das niemand schafft, und auf Gelaber aus Brüssel geben sie nichts.

      Ja, sie kriegen erhebliche Geldmittel, aber niemand kann ihnen soviel geben,

      dass sie zurück unter eine Knute wollen.
      Warum bei uns die Leut‘ so krank sind, dass sie, nach Nazis und DDR, wieder in eine Diktatur wollen,

      die noch dazu schon im Sterben liegt,

      und den massenhaften , jährlichen Invasionen Beifall klatschen,
      erschließt sich mir nicht.

      Ich glaube zwar nicht dn Umfragen, die dem WÄÄKAAM-Lager
      eine Mehrheit bescheinigen,

      weil ich niemanden kenne, der so denkt (oder nichtdenkt) ,

      aber die Einheitspampe wird in allen Wahlen sturheil wieder gewählt .

      Demokratie (oder haben wir schon Demokratur ?) kann ganz schön schattenseitig sein,

      es wäre etwas, das man lernen müßte.

      Aber nicht in Schulen oder Unis in Doitschland.

      Da regiert der Mob aus 68ern und Gutties samt AntiFa-SA .

      Nicht ganz im Sinne des Erfinders der Demokratie,

      auch der ÖR und die gleichgeschalteten , sonstigen Medien nicht ,

      aber FORMAL ist doch alles blitzsauber,

      angebliche Meinungsfreiheit Marke DDR, Wahlen finden statt, mit

      praktisch immer demselben Ergenis, give or take a few ,

      also
      DARF sich auch niemand beschweren .

      Der motorisierte Hosenanzug hat gesagt, dass er keine Mäkler will.

      Sonst ist das nicht sein Land, dem Hosenanzug seines.

      DIE ist wirklich Ausländer in Deutschland ohne Integrationswillen !

      Und…
      wird gewählt.

      Jo, do legsd Di nieda !

    • Bei uns wird ja schon ein Text wie "Marionetten" angegiftet und als "rechts" aussortiert:
      https://www.musikexpress.de/marionetten-von-xavier-naidoo-und-soehne-mannheims-lest-hier-den-kompletten-songtext-795183/

      Wie ich das lese, will er nur zum Nach-Denken anregen. Ist das heute auch schon zu viel?

  102. Titel eingeben
    „Walk like an Egytian“ ist nach meiner Erinnerung ein Lied der Bangles aus 1984 und die Autorin ist Frau Susanna Hoffs. Kann mich auch irren.

    • Ja, aber die Ärzte passen hier besser.

    • Titel eingeben
      „Music producer Liam Sternberg wrote the song“
      Und zwar Musik & Text.
      .
      Deutscher Text:
      FELSENHEIMER, BELA B
      LIEBING, HAGEN
      URLAUB, FARIN
      (Die Ärzte)

  103. „Er hatte gleich mehrere Identitäten. Sein Motiv ist noch nicht klar.“
    @Sirisee, 6. Mai 2017 um 11:03 Uhr
    Die Frage ist vielleicht gar nicht so abgründig – denn kann es sein, dass es nicht nur um erhöhte Alimentierung monatlich geht, sondern auch um den „Familien-„nachzug?
    Wenn sich so ein Neuer hier mit den Namen sämtlicher seiner weit verzweigten Verwandten und Bekannten angemeldet hätte, könnte er doch wahrscheinlich auch mit Leichtigkeit alle Erst- und Zweitfrauen derer mitsamt der großen Kinderschar hier auf Staatskosten einfliegen lassen, zudem das dann, so ich ahne, auch nicht mehr nur in Händen der BAMF liegt.
    Und eine weitere Überprüfung findet für die Nachzügler nicht statt, die finden als „Migranten“ nicht mal Eingang in eine Statistik.

    https://www.merkur.de/bayern/bamf-chefin-jutta-cordt-raeumt-fehler-im-fall-soldaten-ein-8259566.html
    „Wir können abgeschlossene Asylverfahren nur dann wieder aufnehmen, wenn wir Anhaltspunkte dafür haben, dass relevante Kriterien nicht berücksichtigt wurden. Das ist eine Einzelfallentscheidung.“

    Wie Frau Cordt in dem Artikel weiter beschreibt, wurde die Belegschaft der BAMF seit 2015 von 2.500 auf 10.000 aufgestockt – dass da nicht jeder in so kurzer Zeit eingearbeitet ist und alles wissen kann, leuchtet ein. Und dass die bundesweite Vernetzung immer noch ein Desaster ist, liest man zwischen den Zeilen. Auch, dass alles, bis auf 200.000 laufende Verfahren, abgearbeitet wäre, sorgt mich eher.
    Schnelligkeit scheint Vorrang vor Voraussicht und Gründlichkeit zu haben.

    Und bei der BAMF werden nur die gezählt, die sich dort melden…

    Und die nächste Welle rollt übers Mittelmeer nach Italien…

    • Wir schaffen das! Mit den deutschen Rettungsvortäuschern im Schleppereinsatz am libyschen Strand.

    • @Trojaner
      … das sehe ich auch so und es liegt ja auf der Hand, weil alles nur auf eigenen Angaben beruht; absurd und wahrwitzig, so als wenn wir uns alle nur als Verwandte der Merkel ausgeben müssten um in den Genuss einer Staatsrente zu kommen.

      Angesichts der laxen Prüfungspraxis lassen sich nahezu beliebige Leute auf diesem Weg legal ins Land bringen und großzügig unsere Sozialkassen plündern.

      Viele angebliche Türken sind auf dem EU-Ticket gekommen und haben sich mittlerweile als staatenlose Palästinenser oder Libanesen entpuppt , die wir – obwohl es zT hochkriminelle Grosssippen sind – niemals mehr los werden.

      Davon zu trennen allerdings ist die ideologisch begründete Verbohrtheit der selbstdefinierten Qualitätsmedien, die aus dem angeführten Zitat zum Ausdruck kommt.

    • Wäre man böse
      könnte man glatt behaupten, dass Gaddhafi genau für diesen Zweck, nämlich den Weg für die Schlepper/Retter/Flüchtlingsnepper frei zu machen, gepfählt wurde.

    • @Nahuatl - Ja - und wenn man dann noch wüsste, ob und wie die von Sarkozy
      weiter entwickelte Union für den Mittelmeerraum UfM, ausgegangen aus dem Barcelonaprozess, inzwischen noch Tagesordnung bei der EU ist, könnte man doch glatt denken, dass gerade das erklären könnte, was heute hier nicht ohne Kollateralschäden zu verursachen, geschieht. Im Netz findet man leider recht wenig darüber.
      War es nicht Sarkozy, der die Bomber damals recht rasch und eigenmächtig Richtung Libyen gelenkt hat?
      Könnte es sein, dass auch hier Junckers Wort gilt, dass man mal etwas versucht und wenn dann nicht dagegen protestiert wird, man damit weiter macht (finde das Originalzitat der Aussage leider gerade nicht)?

  104. Super!
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/soulsaenger-alphonso-ist-deutschlands-neuer-superstar-15004012.html
    .
    Und da denken wir, Sie seien aufs Schreiben und Sammeln begrenzt…

  105. Es soll da
    bei den Franzosen nicht nur in der Legion Etrangere einen gewissen Wehrmachtskult geben.
    .
    Der Vater der derzeitigen Kandidatin für das höchste Amt inin Frankreich​ soll davon auch nicht ganz frei gewesen sein.

    • Nicht nur
      Ich kann Ihnen ein paar Links zu Doktorarbeiten der US Army geben. Was da an Wehrmachtsverehrung drinsteht, das ist schon vergleichbar mit einem Fanclub 13-jähriger Mädchen für die Backstreet-Boys (früher, die sind heute heute Ü30 und die Backstreet Boys sind Backstreet Rentner).

  106. Meldung in der "Welt": ALPHONSO SIEGT...
    … aber Bohlen hat keine Zeit für ihn.“

    Okay, auf den zweiten Blick habe ich dann gemerkt, dass es in dem Artikel um „Deutschland sucht den Superstar“ geht. Und ich dachte schon, unser Don schlägt bei der Eroica alle.

    https://www.w elt.de/vermischtes/article164286162/Alphonso-siegt-aber-Bohlen-hat-keine-Zeit-fuer-ihn.html

    Danke für den tollen Blogbeitrag. Habe mich heute beim Rennen auch wieder schweißgebadet an unserem Hausberg abgearbeitet und dabei an Sie gedacht.

  107. Hechelnd in den Tod
    Heute, am Sonntag morgen zum Lago di Albano, einem wunderschönen Vulkansee, wo die Päpste früher Ferien machten, bis Franziskus die päpstliche Sommerresidenz im Castel Gandolfo aufgab und in ein weiteres Museum verwandelte.

    Keine Ahnung warum die hier alle um den See joggen oder auf fast ebener Strecke mit dem MTB unterwegs sind. Macht das Spaß, ist das Pflicht, so wie früher einmal der Kirchgang? Selbst diejenigen, die nicht hecheln und laufen wie die Hunde, tragen Sportkleidung, machen ihren Sonntagsspaziergang in Jogginghosen. Auch die fetten Frauen, deren Beine aneinander reiben, bleiben so Teil des sportiven Kollektivs.

    Irgendwo auf der Strecke stolperte einer der Jogger oder er hatte einen Kreislaufzusammenbruch, ein Mann um die 60, umgeben von einer Schaar von Helfern, die ihn nach ein paar Minuten wieder auf die Beine brachten. Ich frage mich, ob das nicht genau das ist, was er wollte, was sie alle hier wollen? In Rom hat die Überquerung der Straßen etwas artistisches, in die Natur gehen sie zum sterben, suchen hechelnd den Tod durch Verausgabung und Gestrampel.

  108. ... aus der heutigen Welt ..
    „Alphonso siegt, aber Bohlen hat keine Zeit für ihn“

    Mit dem E-Bike wäre das nicht passiert…

  109. Der schönste Satz
    „Ich plumpse in Italien wie eine fette Hummel in den Honigtopf“ Danke dafür!

  110. sowas ist im Deutschen Dumsehen nie möglich..
    haha Grazie
    https://www.youtube.com/watch?v=pOrVxMKclnA

  111. Sie gehört auch zur besten Republik
    Ruhe in Frieden
    https://www.youtube.com/watch?v=_ifJapuqYiU

  112. Frankreich hat verwählt....
    .
    .
    .
    Ein glitschig-ungreifbares Musterschülerlein, das einen gemeinsamen Haushalt aller EU-Länder will, noch mehr Zentralismus und Schnorrerei der Minderleister, also,
    und der Merkels Idiotie in Sachen Invasion der Unerwünschten ausdrücklich gelobt hat.

    Ich bin neugierig auf die erstaunten Gesichter derjenigen, die meinen, Hauptsache nicht die schröckchlüchöö LePen, wenn offenbar wird,

    was Macron bedeutet.

    • Macron bedeutet
      …dass die Pariser Schickeria gewonnen hat.

      Dagegen hat Merkel keine Chance.

      Die MSM werden nur noch nach Paris schauen.
      Damit wären wir wieder bei der Leitkultur angekommen.
      ( die deutsche können wir begraben )

    • Naja, Otto Moser,
      manchmal mit ihnen einig.
      In diesem Falle nicht.

      Frankreich hat ziemlich gut gewählt: ca. 20 Prozent für eine Marine Le Pen, die Frankreich souverän haben will. Ca. 20 Prozent für einen Trotzkisten, der sich um die Armen und Abgehängten kümmern will, und um die Ökologie, und ganz besonders um die Unabhängigkeit. Einen, der hast am Staatsdefizit arbeiten will, und 500000 Beamte an die Luft setzen will, und auch 20 Prozent der Stimmen kassiert. summa summarum 60 Prozent Erkennen der Probleme und angehen.
      24 Prozent für einen selbstverliebten Sunnyboy. Vergleichen Sie das mit dem Wahlverhalten in Deutschland: Solange 80 Prozent die Einheitspartei wählen, sollte man keine Steine im Glashaus werfen. In Frankreich haben 26 Prozent die Etablierten gewählt.

      Derzeit nehme ich keine Wette an, für wen Macron schlechter ist: Franzosen oder Deutsche. Wenn Merkel ihn nicht richtig unter die Fuchtel kriegt, werden die Deutschen schwer in die Schuldenunion abdrücken müssen.

    • Herr Dippel, alles richtig, was Sie schreiben ,
      .
      .
      aber letztlich wurde Macron gewählt (was mich jetzt nicht überrascht hat ) ,
      und er IST President de la Republique .

      Dass das michelige Wahlverhalten unterirdisch und nicht nachvollziehbar ist, habe ich schon mehrfach konstatiert,
      und meine Erwartungen bz. BTW sind entsprechend.

      Ich hoffe nur auf eine parlamentarische Opposition aus AfD , mehr ist da nicht zu hoffen .

      Aber deutsche Jubelperser (-pressler ?) für Macron bleiben mir fremd, weil es SEHR teuer für Deutschland wird.
      Vielleicht kostet es das ganze Land .

      IM Mutti ist zu einem Ausverkauf zu Schleuderpreisen jederzeit bereit .

    • Das ist Diplomatie, Herr Moser.
      Merkel ist laut Spiegel immer noch überzeugt von ihrer Flüchtlingspolitik. Sie hält aber die Klappe, weil man im hohen Haus über die schlechten Meinung unsereins bestens informiert ist durch Umfragen, die sie in Auftrag gegeben hat.

      Macron lobt sie höchstwahrscheinlich, um sie für seine Forderungen empfänglich zu machen. Wie groß Merkels Ego ist, sah man immer, wenn sie neben Obama stand.

  113. nur mal so als Anmerkung zur Technik
    Wenn es darauf ankommt und man keine technische Panne haben darf, ist es eigentlich sinnvoll, ein bewährtes Rad zu fahren, mit dem man schon große Strecken ohne Defekte zurückgelegt hat. In der Technik gibt es die Regel: „wenn es funktioniert, Finger weg!“ Die Gefahr der Verschlimmbesserung ist zu groß. Ich habe mir 1980 ein Rennrad von Motobecane gekauft. Damit fahre ich seit 37 Jahren täglich und bin bis jetzt immer nach Hause gekommen. Außer den normalen Reifenwechseln habe ich in all den Jahren nur die hintere Felge und die Hinterachse (nur Achse, nicht Nabe) wechseln müssen, alles andere ist noch original. Dabei stand das Rad jahrelang bei Wind und Wetter ungeschützt im Freien, da ich damit auch zur Arbeit gefahren bin. Grüße Uli.

    • Es war ein erprobtes Rad und dennoch…

    • eine Antwort vom Don
      eigentlich fand ich Dons Bericht und die Bilder wieder klasse. Ich wollte nur mal eine Antwort vom Meister persönlich bekommen und das funktioniert am besten mit einem Anflug von Kritik.
      Grüße von einem treuen Leser, Uli

  114. Für Renate Simon
    Das Gesicht vom Stegner für Ihre Sammlung?

    Eine Meldung, Don bitte. Wir wollen alle wissen, dass Sie bergab überstanden haben.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article164338716/Alle-Wahlziele-verfehlt-perfekte-Klatsche-fuer-die-SPD.html

    • Danke Oberländer, aber Schuld hat ja nicht Stegner
      Schuld hat Albig, weil er der Bunten ein Interview gab und seine Frau als geistig etwas zurückgeblieben geschildert hat. Da ich die Bunte nicht lese, ist das an mir vorbei gelaufen.

      Zumindest ist das die heutige Lesart der SPD und nächsten Sonntag werden sie eine neue Ausrede finden.

      Übrigens, Stegner sammel ich nicht, hin und wieder den kleinen Heiko, der zur Mietpreisbremse wieder dieses kleine verkniffene Gesicht im Mutterschiff hatte.
      Mme Macrone habe ich kürzlich gesucht und einiges gefunden, man darf auf die Zukunft mit dem Gatten, der absolut kein Programm hat, aber Europa äh uns plündern will, gespannt sein.
      Was dann die Jubelperser in Politik und Presse wohl nach dem Erwachen von sich geben?

    • Es regt sich schon Widerstand,
      Frau Simon.

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/emmanuel-macron-wachsende-kritik-an-macrons-europaplaenen-a-1146752.html

      Die CSU sagte gestern schon, dass DAS nicht ihr Programm sei.
      Eher traut man sowas wohl Martin Schulz zu, drum sein Absturz.Da ist auf den Mann im Rollstuhl eher Verlass.Sollten gemeinsame Schulden kommen, können wir uns doch vorstellen, was passiert. D muss es so ausballancieren, dass wir nicht nur noch gehasst werden.
      In Frankreich streiten die Linken auch schon wie die Besenbinder.Trotzdem habe ich großen Respekt für jeden, der sich überhaupt zur Wahl stellt und sich das alles antut…

      Ein kleines Programm hat Macron allerdings schon – für Frankreich.

    • hin und wieder den kleinen Heiko
      Immer wieder aufschlussreich festzustellen, welche Feindbilder man hier so hat: Gauck, Maas, Claudia Roth etc. etc. Mit wem ist man da bloss fast deckungsgleich? Ob man es beim Erfolg des Oberleutnants zumindest zur Minimaleinsicht des Mescalero schaffen würde, trotz dessen klammheimlicher Freude?
      Don Alphonso ist ja im Scherz auch schon für Zurückschicken von Türken, die für Todesstrafe sind – auch bei US-Bürgern, die hier leben?
      Über eine Antwort würde ich mich freuen…

    • Ja, ich würde auch gern Amerikaner dieser Einstellung gern ausserhalb der EU sehen.

  115. inzwischen hinweggefegten, biodeutschen Systems der 50er Jahre
    Passen die 30er und 40er Jahre da nicht besser ?

    Sie waren also bei einem Radrennen, daher solange kein BLOG. Und ich dachte schon, was man so über die Herren-Arbeit eines Oberleutnants gelesen hat, könnte Sie doch noch zum Zweifeln daran gebracht haben, dass die Gefahr und die Schäbigkeiten nur von links und von den Grünen kommen…

    • Möchten Sie bitte jemand anders betrollen gehen?

    • An Gasti
      Die Gefahr wurde dadurch verdeutlicht dass der Herr OberleUtnant als Asylbewerber durch gegangenist.
      Betätigt man un die Gehirnzelllen so kommt man zur Frage: Wenn ein Deutscher Offizier durchkommt, wie viele des Asyls und des Schutzes nicht Bedürftige aus Nah-und Fernost kommen dann erst recht damit durch.

      Da ist die Gefahr fr das Land! Verursaacht durch Rot, Grün und Mutti.
      Und wie kommen Sie auf Schäbigkeit?
      Wennn zehn-oder hunderttausende mit unerklärlichen motiven zu uns kommen und die sozialsysteme plündern und Unter ihnen potentielle gefährder sind so ist das hochgefährlich aber nicht schäbig.
      Die Gefahren kommen vom Oberleutnant, de Gefährdern und Denen diensie entge

    • @ gasti :)
      Ja, auch Kleinvieh macht Mist. Um so größer die Freude bei
      den blinden Hühnern, wenn sie auch mal ein Korn finden.

    • An Gasti -Teil 2
      ich bitte um Nachsicht, habe mit Tablet und externer tastatuur unterwegs mit Fehlern und abgehacktem Ende geschrieben.

      Soll heißen: Gasti benennt, von woher überall Gefahren kommen. Sie kommen nach meiner Beobachtung vom Oberleutnant, von zugewanderten Gefährdern, von zugereisten Sozialbetrügern und von Denen die gegen den Asylmißbrauch zu wenig vorgehen, also schwarz rot grün …
      Gefährdet sind unter anderem das Sozialsystem und die echten Flüchtlinge.

      Über einen erstaunlichen Umgang mit Flüchtlingen, hinsichtlich Fairness und Klugheit kann heute, 09.Mai, bei achgut, Herrm Weißgerber, nachgelesen werden.

    • Nein, ich möchte genau Sie betrollen wie Sie das nennen
      Bei mir fällt mir diese Einseitigkeit besonders auf und bei Ihnen ist sie mir besonders unverständlich.

  116. Frage
    Wieso bringen die deutschen Medien nichts über den „geheimen“ Besuch von Soros im Palazzo Chigi? Was macht der da? Gibt er Anlagetips (Zocken gegen Deutschland), damit Italien weiter die von seinen Org. mitproduzierten „Flüchtlinge“ nimmt und nach Deutschland schiebt?
    Skandalös. Der Palazzo Chigi mutiert damit zu Little Bilderberg?
    Wie kann das passieren in einer laufenden kriminalistischen Untersuchung (Zuccaro) mit mutmaßlichen juristischen Folgen?

    Warte auf Ihren nächsten Bericht. Offenbar haben Sie bergab heil überstanden.
    Die SPD fährt auch flott bergab. Wer liebt denn Stegner?

    • Also Soros muss mal wieder her halten
      Hatte der Oberleutnant den auch auf seiner Liste? Ich passe mich in Bezug auf Sachlichkeit an diesen BLOG an…

  117. Schweres Zugunglück befürchtet!
    Der Schnellzug von Brüssel nach Berlin scheint grosse Probleme zu haben.
    Mittlerweile steckt er fest auf offener Strecke, und keiner weiss, wie und wann es weitergehen wird.
    Zuerst sah alles total super aus, doch dann, auf einem kurzen Abzweig nach Saarbrücken, gab es die ersten Antriebsprobleme. Auch der Kontakt zur Gleisanlage war nicht immer perfekt, so dass der Zug ins Schwanken geriet. Er ist dann auf bekannten Gleisen nach Kiel weitergeleitet worden, als kurze Zwischenstation.
    Seitdem hängt der Zug kurz hinter Kiel fest, auf freier Strecke. Bisher ist es nicht gelungen, ihn wieder flott zu bekommen.
    Sollte es in den nächsten Tagen nicht gelingen, ihn aus eigener Kraft wieder anfahren zu lassen, steht Schlimmes zu befürchten, denn in den kommenden Tagen ist täglich mit Treibsand zu rechnen, der womöglich den Gleiskörper unterspülen könnte, so dass am kommenden Sonntag ein Umkippen des kompletten Zuges nicht mehr ausgeschlossen werden kann.

  118. Jetzt gibt es ein Herzblatt mit 22 Identitäten - wenn es so weiter geht, kommen wir
    bei der Zählung Ein- abzüglich der Ausreisenden noch auf einen Minussaldo!
    Spätestens dann sollte man aber bei der Sozialindustrie hieb- und stichfeste Abrechnungen verlangen, wohin die abgezogenen Steuergelder geflossen sind.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article164357143/Polizei-erwischt-Mann-aus-Serbien-mit-22-Identitaeten.html

    „Der Verdächtige ist Berufsverbrecher. Er hat vermutlich auf jede Fahndung nach ihm damit reagiert, sich eine neue Identität zuzulegen“, so ein Sprecher der Bundespolizei.“

    • Irrsinn
      Habe mal die EDV-Umstellungen Euro, Jahr 2000 und Plz 5 stellig als Projektleiter in einer Bank mit geplant und festgeklopft.
      Irrsinnig viele, schlecht dokumentierte Programme, Redundanzen, Abhängigkeiten, die man nicht kannte, kurz: never change a running system. Ging aber nicht.

      Zeit: jeweils ca. 15 Monate. Alles klappte.

      Kaum vorstellbar, dass es so immens schwierig ist, einen Fingerabdruck als key aufzunehmen.

      Das klopft doch eine 3Mann-Truppe aus Informatik-Erstsemestern in 1 Jahr fest.

  119. In Italien treten, in Frankreich jubeln
    Stelle wir uns mal vor, also nur mal rein theoretisch, weil so etwas wohl nie eintreten kann, stellen wir uns also mal vor, es gäbe Gleichberechtigung.

    Bei uns in der Schule haben wir einen Lehrer, der sich in ein Mädchen verliebt hat. Jeder in der Klasse wusste davon, so etwas geht nie zu verheimlichen. Der Lehrer ist verheiratet und hat drei Kinder. Die Nachricht über sein Verhalten erreichte auch die Schulbehörde. Das Fernsehen mischte sich ein und es gab Umfragen. Der allergrößte Teil der Befragten empfanden es als unmoralisch, dass ein Ehemann, der auch Vorbild für seine Kinder sein soll, seine Frau mit einem jungen Mädchen betrügt, die nicht einmal volljährig ist. Die Schülerin ist gerade mal 15 Jahre alt, da nutzt der Lehrer seine Machtposition natürlich aus, um das Mädchen zu verführen und die, als stünde sie unter dem Stockholm-Syndrom, macht mit, weil es reizt und weil sie nicht weiß, was geschehen kann, wenn sie sich weigert.

    Dass so etwas „Unzucht mit Abhängigen“ ist, gibt es auch bei uns. Der Lehrer wurde umgehend aus der Schule geworfen und ist in der Nachbarschaft wie geächtet.

    In Deutschland wäre das wohl ebenso. Unzucht mit Abhängigen, das ist schon ein starkes Stück Verachtung. Respekt vor der seelischen Entwicklung des Mädchens hat dieser Lehrer sicher nicht und nie gehabt.

    Dazu kam, dass der Lehrer seine Frau und seine Kinder wie heiße Kartoffel fallen gelassen hatte, um mit diesem kleinen Mädchen im heimlichen weiter zu spielen.

    Eigentlich eine fassungslose Art mit den eigenen Kindern (und der Ehefrau sowieso) umzugehen und ihnen deutlich vor Augen zu führen, wie unwichtig sie sind. Der sexuelle Trieb ist wichtiger als alles andere. So ein kleines Mädchen ist halt entscheidender für den 20 Jahre älteren Lehrer, als Treue, oder gar Erziehungsvorbild für seine leiblichen Kinder.

    Wahrscheinlich bekäme er in Deutschland auch eine Anklage.

    „Unzucht mit Abhängigen
    Wer einen seiner Erziehung, Ausbildung, Aufsicht od. Betreuung anvertrauten Menschen unter 21 Jahren od. wer einen anderen unter Ausnutzung seiner Amtsstellung od. seiner Stellung in einer Anstalt für Kranke od. hilfsbedürftige zur Unzucht missbraucht, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter 6 Mon. bestraft (§ 174 StGB).“

    Und jetzt drehen wir die Sache um:

    Jetzt stellen wir uns vor, wie dieser Lehrer Jahre danach umjubelt wird von Massen, die ihm begeistert zuklatschen und ihn umjubeln.

    Unter diesen Massen steht die betrogene Ehefrau und die drei Kinder die den Vater an ein anderes Kind verloren haben und verstehen die Welt nicht mehr. Das wird noch umjubelt? So ein Mensch, der nicht mal Anstand kennt?

    Und jetzt drehen wir alles nochmal um und schon sind wir beim derzeitig neu gewählten Präsidenten Macron und seiner Ehefrau, die genau das getan hat, was ich beschrieb. Unzucht mit Abhängigen, Verführung eines Minderjährigen, Ehemann verlassen und die drei leiblichen Kinder verstoßen.

    Und alle jubeln ihr zu und die Presse schwelgt in Worten wie „feministisch und stark und selbstbewusst“
    Das nennt man wohl „Gleichberechtigung“.

    Würde man es auch Gleichberechtigung, stark und selbstbewusst nennen, wenn ein Mann, ein Lehrer, seine 15jährige anvertraute Schülerin sexuell missbraucht haben würde, und dafür seine Ehefrau und seine drei Kinder verstoßen hätte?

    Und zugleich wird Alice Weidel von der AfD als „Nazi-Schlampe“ öffentlich hingerichtet und eine andere AfD – Politikerin ebenso öffentlich als „Hure“ und „Nutte“ denunziert, weil Europa doch eine saubere Gemeinschaft sein will.

    Wisst ihr was, „ihr“ in Europa (Verzeiht die Verallgemeinerung) kotzt mich an mit eurer verlogenen Moral, in dem pädophile Lehrerinnen abhängige Kinder verführen und die eigenen Kinder wegtreten kann, zugleich andere Frauen als Hure und als Nutte beschimpft werden dürfen.

    Und wenn ich an Italien denke, denke ich auch „Bunga-Bunga“, egal wie man zu dem Kerl steht, dann kann ich nur sagen: Die ach so liberale Presse ist ein widerlicher Haufen von Heuchlern, die das schreiben, was der Auftraggeber will, und jene vernichten, die nicht am gleichen Strang ziehen. In Deutschland eine schwere Straftat, in Italien ein Strafverfahren und in Frankreich: Jubelnde Massen und „Oh la la“.

    Und so einer darf nun Präsident spielen und auf die Mama hören, mit der er ins Bett steigt, und die, ja, die ist nun „erste Dame“.

    Mit welcher Moral des sogenannten Präsidenten und seiner Buhlin darf Europa in Zukunft kalkulieren?

    • grausiger comment über ein Liebespaar
      Die Bezeichnung „Nazi-Schlampe“ für Alice Weidel ist unterirdisch.

      Ihr Post aber über das Ehepaar Macron ist das ebenfalls. Der Junge ging dann nach Paris auf ein Gymnasium. Das hätte das Ende der Geschichte sein können. Der junge Abiturient aber vergaß die Frau nicht und ist mit ihr seit ca. 20 Jahren fest zusammen, davon zehn Jahre verheiratet.

      Es war seine Entscheidung, die er bei beiden Familien durchkämpfen musste, ungewöhnlich wie sie ist. Sie hat ihn sicherlich nicht vergewaltigt. Bei Ihrem umgekehrten Fall geht es um Missbrauch, Odenwaldschule und so. Hier geht es um Liebe.

      Lassen Sie das Paar am besten in Ruhe oder schreiben Sie comments bei Gala oder Bunte.

      Ob ich seine Politik mögen werde, steht in den Sternen. Das Paar aber ist sympathisch, jede(r) für sich und beide zusammen. Frau Müntefering wirkt übrigens auch sehr selbstständig, nix Papa.

    • Ach Tico, das Konstruieren des Falles
      wäre nicht nötig gewesen. Der Wahlgewinner in Kiel war überhaupt nur im Rennen, weil man einen seiner Vorgänger wegen genau der gleichen Differenzen (16/40) mit Wonne medial hingerichtet hat. Im Trump-Land haben rollige Lehrerinnen dann Chance, den IQ in den Frauenknästen zu erhöhen.

    • Ein Fall für den Staatsanwalt
      wäre es seinerzeit gewesen. Auch ich drehe das Beispiel um und kann mir lebhaft vorstellen, welches Echo in der Presse erschallen würde.

      So würde es Männern ergehen, Madame wird in der Presse gehuldigt und diese ach so putzige Liebesgeschichte ausgewalzt.

      Übrigens will er für Madame, die sich schon Rat bei Carla Bruni geholt haben soll, einen eigenen Status schaffen, um ihre Rolle klar zu definieren, denn ohne Madame ist Monsieur ein Nichts.
      https://www.welt.de/politik/ausland/article164339357/Macrons-Ehefrau-holt-sich-Tipps-bei-Carla-Bruni.html

      .
      Die Welt verstieg sich gestern doch tatsächlich zu dem Satz:
      „Macron hat im Alleingang mit enormem politischem Mut die EU gerettet.“ (Dazu dieses Deutsch, grauenhaft)
      https://www.welt.de/politik/ausland/article164340377/Hoffnung-fuer-Europas-Klub-der-Hilflosen.html

    • Zustimmung, @ Oberländer
      Es waren Bilder der ganzen Familie am Wahlabend zu sehen, also ihre Kinder und Enkelkinder. Macron bekommt “ Familienleben“ auch mit, ohne selbst Kinder zu haben.

      Die Liebe, die Liebe ist eine Himmelsmacht…Im Theater wird das immer gern gesehen.

  120. Rennen wie eine Italienerin - Roma termini
    https://www.liveleak.com/view?i=5c4_1494033553

    • Auf liveleaks
      gibt es genügend Bildmaterial, „aus das wir nicht verlinken möchten.“
      So diverse Medien, in deren Blogs ich o.g. verlinkt habe.

      Ich bin füher oft mit dem Nachtzug München-Florenz gefahren – und retour. Seit 10 Jahren nur noch Individualverkehr oder Flug, auf Spießrutenläufe habe ich keine Lust.

      Zur Einwanderungsfrage hatte ich immer eine klare Meinung, v.a. ich jemanden in der Familie habe, der sich auf Trägerebene mit den importierten Problemen auskennt und ich merkte, dass nichts davon an die Öffentlichkeit drang.
      Aber ich gestand zähneknirschend den Gutmenschen ihre Ansichten zu.
      Nachdem ich die ersten liveleaks-filmchen von Süditalien und von der Balkanroute gesehen habe, frage ich mich, wie man, wenn man das Filmmaterial kennt, bei seiner Meinung des „kommt nur, kommt alle“ bleiben kann. Das habe ich mal gemeint, als ich fragte, wie man soo verblöden kann. Damit meinte ich nicht Bildungsdefizite, sondern den unbedingten Willen, sich den Sensenmann ins Haus zu holen.

  121. Joghurt aus NRW
    Gute Plasberg-Darstellung in der Welt.

    O-Ton SPD (Lauterbach):
    Lauterbach verhedderte sich in seiner Forderung nach mehr Aufklärung für die Bevölkerung. Weil selbst bundesweit nur drei Prozent aller Einbrüche aufgeklärt würden, sollten Bürger sich mehr schützen. „Für 400 bis 800 Euro können sie eine Wohnung sicher machen, für 2000 Euro ein ganzes Haus“, sagte Lauterbach. Willkommen in Lauterbachs-Alarmanlagen-Laden.

    Grüne dagegen schließen lieber ab:
    Es ist der Punkt der Sendung, an dem sich Plasberg vielleicht selbst fragt, ob er eine Satire moderiert. „Wollen sie wirklich so zitiert werden? Wir zahlen doch Steuern, können wir dann nicht vom Staat erwarten, dass er uns schützt?“ Lauterbach bleibt dabei, und Hauptkommissarin Höhn steht ihm noch mit einem Polizeitipp zur Seite: „Immer abschließen, dass kostet nichts.“

    WÄHLT SIE AB!
    Auch in NRW

    https://www.welt.de/vermischtes/article164386134/Bei-de-Maiziere-da-ist-der-Joghurt-ueber-das-Datum.html


    • Ohne Zwangsfinanzierung könnte man darüber ja noch lachen. So aber kann man das, was einem vom ÖR in Sachen Politik so zugemutet wird, nur noch als eine einzige Unverschämtheit bezeichnen.

  122. ...Hosenanzüge ... Sandalen ... Tennissocken ...
    @ Otto Moser –

    … eine schwarze Hose (selbige muss immer sein bei AM) –

    … grünblaurotlilagelb-farbiges IRGENDWIEHÄSSLICH-Oberteil –

    … ist kein HOSENANZUG – wenn es wenigstens ein kompletter Hosenanzug wäre …(elegante Erscheinung Frau Lagarde – rein optisch)

    … dazu trägt AM fettige Haare ohne richtige Farbe …

    … frag´mich immer ob dies Teil ihrer Strategie ist – sie sieht fast identisch aus wie viele FRAUEN vor und hinter ihrer Altersklasse – guckt doch – bin doch EINE wie IHR!!! Also wählt MICH! WIR verstehen uns doch …

    … ähnliche Klamotten – ähnliche Frisur – ähnlicher Gesichtsausdruck …

    … fehlen nur noch die Sandalen – aus denen die gelbweißen Tennissocken lugen …

    … bei den Männern ist´s schon soweit …(Ausnahmen bestätigen die Regel)

    … mit Grausen wende ich mich ab und den SCHÖNEN Dingen (selten Menschen) zu…

  123. BLM
    Derweil in Amerika:

    A London-born doctor murdered with his fiancee in their luxury Boston penthouse sent a last text message saying: „A gunman in the house“.

    Dr Richard Field and Dr Lina Bolanos, two anaesthesiologists who planned to marry, were found tied up with their throats cut on Friday night.

    Suspect Bampumim Teixeira, injured when confronted by police during the attack, was charged with two counts of murder in his hospital bed.

    Gefunden auf yahoo. Die Polizei hat ihn nicht erschossen, nur so nebenbei.

    • Sicher ein Moslem?
      Obwohl Teixeira eher brasilianisch oder portugiesisch klingt. Was wollen Sie uns eigentlich sagen?

  124. An Tico
    ῾..weil Europa doch eine saubere Gemeinschaft sein will“

    Verehrter Tico, das ist Europa schon lange nicht mehr. Es stellte sich heraus dass die neuen Mitglieder Polen und Rumäniien den US-Streitkräften auf Wunsch Areale zur Verfügung stellten, in denen auch gefoltert wurde. Das wurde lange danach dann zugegeben …man wollte gefügig sein um den Nato-Beitritt nicht zu gefährden.

    Also Folter auf EU-Gebiet.
    Dann werden nach wie vor die Drohnenbefehle zur Tötung unbeliebter Personen/Terroristen über Ramstein geleitet. Dass dabei oft Kinder getötet werden ist nicht wiklich ein Problem für Politiker.

    Über die ständigen Brüche der EU-Verfassung (Lissabon), Maastrich, Dublin brauch ich ja nichts schreiben.
    Ebenso wenig über Großmaul Juncker der mit den Briefkästen bei sich in Luxemb. die Steuereinnahmen der restlichen EU gehörig reduziert. Er ist der Gute.

    Fehlendes Geld holt man dann über gestohene Daten aus der Schweiz, dass es dort eine Straftat ist ..na ja. wir haben Werte und solange blaue Fähnchen am Wochende geschwenkt werden sind die Schafe ja brav.

  125. Reha
    Ich lese hier nicht mehr mit und wurde heute nur aufmerksam, weil auf der FAZ-HP eine andere Autorin in den „Stützen“ angekündigt wurde…Hochzeitsfotos. Wer’s mag.
    Bin dann aus Nostalgie und Neugier hier wieder reingestolpert und gehe nach drei Absätzen Don und fünf willkürlich gewählten Leserkommentaren wieder raus.
    Falls jemand ähnlich wie ich hier mitliest, weil er den Don eigentlich interessant schreibend findet, aber schon lange Bauchgrimmen mit der Schar in den Kommentarspalten hat und auch den immer, immer wieder gleichen Feinden – ohne geht’s einem besser! Konservativen Vorlieben im Leben (die ja angeblich von bösen Mächten verboten werden) geht man ohnehin lieber alleine oder mit Vertrauten nach (und v.a. nicht nur online).
    Gut schreiben können andere auch. Aber vor allem: Bücher und längere Texte haben kaum NSAFD-Verehrer mit Pseudobildung im Schlepptau.

    Ich jedenfalls fühle mich beim Lesen politischer Literatur ohne Blogs (nicht nur ohne diesen!) wunderbar entschlackt und weniger schlecht gelaunt. Und was ist mir entgangen? Berlin ist schlecht, linke Blogger sind böse und dann ist da diese Stiftung…muss man mögen, das ein- bis zweimal die Woche remixt zu bekommen. Ich nicht mehr.

    PS: Ich will’s eigentlich nicht genau wissen, aber schwingt hier bei ein einigen Kommentatoren eine gewisse Wehmut mit, dass es die Nazisse in Paris nicht geschafft hat? Dann sollte sich der Don vielleicht doch mal ein anderes Volk wählen. Und wie sich das dann dialektisch zum Schöpfer dieses Sprachbildes und seinen kommunistischen Verstrickungen verhielte – das wäre doch mal was, um elitär zu sein, ohne sich den falschen Leuten anzubiedern.

    • „Dann sollte sich der Don vielleicht doch mal ein anderes Volk wählen.“

      Ich erlaube Debatten, ohne mich selbst davon beeinflussen zu lassen. Mit Frankreich kenne ch mich nicht genug aus, um eine fundierte Meinung niederzuschreiben, aber ich glaube auch, dass man es sich angesichts des Ergebnisses nicht so leicht wie „Nazisse“ machen sollte

    • Vive la France!
      Ich bin ebenfalls nicht besonders frankophil.
      Mir ist nur beim Anblick der Jubelbilder vor dem Louvre aufgefallen, dass da zwischen abertausenden „Drapeau national de la France“ die EU-Flaggen in homöopathischer Dosis zu suchen und finden waren.
      Die Mär vom „EU-“ oder wahlweise „Europa-rettenden“ französischen Wähler erscheint mir als (der muss jetzt sein!) „Grand Brie“, also „Großer Käse“.
      Es ging am Sonntag in Frankreich um die Nation, es ging um das Land. Punkt. Wer das hierzulande nicht begreift und weiter mit Schmutz auf Begriffe wie Heimat, Nation, Kultur und Land sowie deren Symbole wirft, der wird sehen, wohin das führt.
      Die Diskussion darüber muss geführt werden, und zwar entkrampft. Von allen Seiten.

    • Olala
      Das hört man in Frankreich bestimmt gerne, wenn ausgerechnet Deutsche die Vorsitzende der französischen Nationalen mit den ehemaligen Besatzern vergleichen. Die Verkennung der Historie nenne ich aber auch eine gewaltige Pseudobildung.
      Dann weiterhin Augen auf bei der Literaturauswahl, das Böse steckt ja mittlerweile immer und überall drin, sogar in Songtexten aus Mannheim und in jeder Kasernenstube und und …….

    • Wie man ja heute seehn muss, ist die grosse Politik mit Macrons EU-Verschuldung auch nicht glücklicher. Man hat also ein anderes Ende der EU, wie wir sie kennen. gewählt

    • @Osmin
      Reha.
      Was ich nicht verstehe, muss ich aber auch nicht, wenn man einen Blog nicht so besonders findet, und nach 5 Kommentaren – die auf rechte Gesinnung und nur vorgebliche Bildung hinweisen – wieder weiter-zap-ped, warum dann so einen langen Kommentar?
      Oder: bei so einem langen Kommentar wäre es doch schön, zum einen oder anderen Punkt ein Argument mitzuschicken. Ein inhaltliches Argument, zum Beispiel. Für eine Diskussion.

    • Vorsitzende der französischen Nationalen mit den ehemaligen Besatzern vergleichen?
      Was heißt hier vergleichen? Die Dynastie Le Pen ist doch die ideologische Fortsetzung des Kollaborationsregimes von Vichy – also meinetwegen petainisse passt besser als nazisse. Und das die ein Drittel der Wählel (die einen gültigen Stimmzettel abgaben, also immerhin noch fast ein Viertel) gewählt haben, ist schon erschreckend.

    • Passen sie mal auf. Ich versuche hier, die Debatte so zivilisert wie möglich zu halten, und wenn Sie sich beteiligen wollen, versuchen Sie, Ihre Meinung ausgeglichen zu formulieren, etwa mit Belegen, wo Le Pen sich positiv über Vichy äussert. Oder ich gehe dazwischen und ziehe solchen überflüssigen – und mich in D obendrei gefährdenden – Anschuldigungen den Zahn.

    • ...so, so...
      … „Bücher und längere Texte haben kaum NSAFD-Verehrer mit Pseudobildung im Schlepptau.“ …

      Ich dachte zunächst fast daran, das einzurahmen , wie die Übergriffigkeiten von Kasim, Mely K, Yücel, Prantl oder den Böhmermann, denn in solchen kleinen Passagen steckt ja nahezu die ganze Katastrophe drin und man kann sie in 20 Jahren vielleicht wieder hervorkramen.

      Aber ich kann dem Don nur beipflichten. Wer nix mit den Texten anfangen kann, weil er/sie ein verbohrter Fanatiker ist und nix kapiert, kann woanders herumtrollen; das Internet ist weit.

      Und Frankreich und Le Pen versteht nur, wen es nicht stört dass die begeistert ihre Marsaillaise singen, Atomwaffen haben, überhaupt keine Lust auf „Goldstücke“ aus der „Hochkultur“ und im Invalidendom der Freiheitsheld, Massenmörder und Kunsträuber Napoleon ganz friedlich und im Schatten glorreicher Fahnen ruht.

    • Marine Le Pen äußert sich weder positiv noch negativ zu Vichy
      so wie sich ein Funktionär der Linkspartei nicht öffentlich über die DDR schwärmt, sie aber auch nicht pauschal als Verbrecherstaat bezeichnet.

      Drei wichtige Wurzeln des Front National sind traditionskatholische Anhänger von Marcel Lefebvre, Vichynostalgiker und aus den nordafrikanischen Kolonien vertriebene „Pied Noir“. Unterstützt wird die Partei von reaktionärem Großbürgertum und Angehörigen landadliger Familien.
      Auf deutsche Verhältnisse übertragen wäre das in etwa so, als hätten in den Achzigerjahren Anhänger der Pius-Brüderschaft zusammen mit Heimatvertriebenen und Dönitz-Begeisterten eine Partei gegründet, die dann von reichen Patrizierfamilien und Bundeswehroffizieren aus ostelbischen Landjunker-Geschlechtern unterstützt worden wäre.

      Um Missverständnissen vorzubeugen, will ich das Wort „Vichynostalgiker“ noch näher konkretisieren. Damit sind keinesfalls Leute gemeint, die es ganz in Ordnung finden, dass man damals der Besatzungsmacht bei der Deportation der Juden zur Hand ging.
      Auch die Kollaboration sehen die gewiss nicht als Herzensangelegenheit. Sie werden höchstens sagen, dass die Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht damals, 1940 ein notwendiges Übel war, um weiteren Schaden vom französischen Volk abzuwenden. Wie es dann enden würde, hätte man 1940 ja schließlich noch nicht sehen können.
      „Familie, Vaterland, Arbeit“ – das Motto der Vichyregierung, das liegt den Menschen, die ich als Vichynostagiker bezeichne, aber deutlich näher am Herzen als das „Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit“ der Republik. Daher ist der Spruch von der „ideologischen Fortsetzung“ von gasti wohl nicht ganz falsch.
      Der Front National ist gewachsen und hat sich anderen gesellschaftlichen Gruppen geöffnet, auf deren Befindlichkeiten er auch Rücksicht nehmen muss. Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob seine Wurzeln, die ich hier genannt habe, noch so allein den Weg der Partei bestimmen. Er spielt auf jeden Fall im Parteiensystem Frankreichs eine ähnliche Rolle wie die FPÖ in Österreich.

      Ideologisch ist auf jeden Fall Frau Le Pen näher an Vichy als Herr Macron. Fragt man aber nach der Bereitschaft sich dem Willen eines übermächtigen deutschen Nachbarstaates zu beugen, dann ist in diesem einen Aspekt, meine ich, Herr Macron näher an Vichy als Frau Le Pen.

  126. Don hat's zu einem comment gebracht, immerhin
    Na ja, immerhin existieren Sie noch. Der Mensch gewöhnt sich. Auch an den Arbeitsaufwand eines anderen, das regelmäßige Schreiben.

    Wenn dann nach einer Schilderung von waghalsigen Abfahrten mit nur einer Bremse nichts nachfolgt, fängt man an zu grübeln. Wenn Sie Kinder hätten, würden Sie das nicht so machen.

    Nachdem Sie noch existieren, aber nichts Neues schreiben, gehe ich vorläufig davon aus, dass Sie eine leichte Depression haben, weil Sie nicht ins Ziel gekommen sind. Oder Sie sind ein SPD-Fan. Man weiß letztlich nichts über Sie, nur dass Sie sonst regelmäßig schreiben, gerne Photos machen und Ihre alten Räder lieben.

    Letztes Jahr lernte ich das hier erst kennen über Piero della Francesca. Die Uffizien haben etwas sehr Seltenes: Einen Corregio von unglaublicher Güte, meine ich, denn der Maler stellt Maria und Jesus als reine Mutter-Kind-Szene dar. Jesus ist ein richtiges Baby. Exquisit.
    Tun Sie wenigstens Ihrer Frau Mutter den Gefallen, nicht so wild die Berge runterzufahren. Ich kenne einen jungen Mann, der gestürzt ist. Er war in einer hervorragenden Klinik, und sie haben ihn gleich operiert, aber er blieb querschnittsgelähmt.

    Nehmen Sie das bitte ernst, dass man als Fremder anfängt, sich Gedanken zu machen. Mit dem Schlitten haben Sie’s ja auch. Sie haben irgendeine Obsession mit waghalsigem Bergab. Sie sollten Fliegen lernen, dann können Sie Loopings machen. M.f.G.

  127. It's so slow here ...
    Don Alphonso, ich hoffe, und wünsche Ihnen, dass die Schneckengeschwindigkeit dieser Tage ausschliesslich auf Ihrem Wohlbefinden und den Vergnügungen in bella Italia zuzuschreiben ist!
    Lassen Sie es sich gut gehen, es ist wohlverdient!

    In order to change the subject completely, and OT: Als regelmässiger Verfolger der ZIB scheint mir, dass wir im Herbst doch noch eine weitere Wahl in diesem Jahr erleben müssen, in Österreich. Der Obmann der ÖVP hat heute Mittag alles hingeworfen, und nun stellt sich die Frage nach dem Nachfolger. Und ob die Koalition wirklich noch hält.
    Effektiv stellt sich die Frage aber anders herum: wird Sebastian Kurz jetzt schon zur Verfügung stehen, als ÖVP Obmann, für den Fall von Neuwahlen? Dann nämlich wären die Prognosen so, dass er mit der ÖVP sogar Bundeskanzler werden könnte. Andernfalls – derzeit – wäre es Kopf an Kopf SPÖ – also Christian Kern, der amtierende Regierungschef – gegen Strache, den FPÖ-Chef. Also schon wieder zittern (und vielleicht beten?) gegen die pöhsen Rächtsbobulisten!

    • Online arbeiten ist bei den Mauern hier schwer, ich müsste in den obersten Stock des Palazzos….

    • Wir leben in interessanten Zeiten
      Auch Herr Macron in Frankreich sieht sich ähnlichen Schwierigkeiten
      wie Herr Trump in den USA gegenüber.
      Personen finden sich auf
      Wahllisten, die davon keine Ahnung hatten und auch nicht kandidieren
      möchten. Bündnisparter fühlen aich hintergangen.
      Seine Präsidentschaft wird eine schwere Geburt. Auch Herr Macron
      wird sich mit der etablierten Bürokratie anlegen müssen.

      Und nun auch Österreich. Vom Hinterhof ganz zu schweigen.
      In D brauchen wir nicht viel zu tun. Das erledigen unsere Freunde.

  128. ... fast immer schwarze Hose ...
    @Renate Simon –

    … stimmt, Frau Simon – wenn die „SCHWARZEN“ alle in der „chemischen Reinigung“ sind – darf´s zur Ausnahme auch mal `ne „FARBLOSE“ sein!! (ist „WEISS“ eine Farbe)???

    … streng genommen dürfte uLF kein weiß tragen …

    … ist es doch die Farbe der REINEN UNBEFLECKTHEIT …Hochzeit…Taufe…

    …ach ja – in manchen Erdteilen trägt man sie zum Zeichen der Trauer …

    …hmmmm…

    … aber danke, dass Sie aufmerksam sind …

  129. Für Tico und Renate
    So herum geht’s aber fei scho, oder?:
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/lauren-greenfield-generation-wealth-hauptsache-reich-fotostrecke-147393.html
    (Photo 1)

    Ich glaube, das Buch muss ich mir kaufen. In den Alpen erkennt man die an goldenen Shiern von Willy Bogner und so.

    • Ach bitte, das sind halt ein paar ausnahmen,

    • Geschmacklosigkeit ist keine Ausnahme bei nach oben Gespülten
      Och, Ausnahmen sind das nicht. Der Altersunterschied sollte auch nicht das Thema sein, außer bei solchen Entgleisungen:
      http://www.rawa.org/images/ghulan_haider.jpg

      Diese entsetzliche Geschmacklosigkeit hat mich gereizt, das zu verlinken.

      Falls Sie ein gutes Weingut mit Internetanschluss in jedem Zimmer bei Montalcino wollen, kann ich Ihnen eins empfehlen. Mit Piscina.

    • hauptsache reich ...
      … mir tun nur oft die Kinder leid, die in solch „klinisch sauberen“ RÄUMEN aufwachsen müssen …

      … die Gesichter der Kinder sprechen Bände …

      … vor meinen Enkeln würde man sie warnen – „SPIELT NICHT MIT DEN SCHMUDDELKINDERN“ –

      … der Aufenthalt in der freien Wildbahn hinterlässt halt Spuren …

      … eine bestimmte Dosis Dreck bewahrt uns vor allergischen Reaktionen

      … und macht glücklich – siehe Don Alphonso!

    • hauptsache reich ...
      … mir tun nur oft die Kinder leid, die in solch „klinisch sauberen“ RÄUMEN und Erwachsenen-Kleidung in Miniatur aufwachsen müssen …

      … die Gesichter der Kinder sprechen Bände …(die kleinen Gestalten in ihren Status-Outfits merkwürdig starr)…

      … vor meinen Enkeln würde man sie warnen – „SPIELT NICHT MIT DEN SCHMUDDELKINDERN“ –

      … der Aufenthalt in der freien Wildbahn hinterlässt halt Spuren …

      … eine bestimmte Dosis Dreck bewahrt uns vor ALLERGISCHEN REAKTIONEN …

      … und macht glücklich – siehe Don Alphonso!

    • Freilich geht's so fei scho, lieber Oberländer
      mein Mann war 19 Jahre älter als ich, und ich meine, ein Mann altert anders (und meist zu seinem Vorteil) als eine Frau.

      Mein Mann sah mit 80 immer noch wie ein flotter Anfangsechziger aus und auch ich werde heute mit 71 von anderen für 20 Jahre jünger gehalten. Das mag zum einen vielleicht an den vielbeschworenen Genen und zum anderen an meinem kindlichen oder soll ich sagen kindischen Gemüt liegen;-) Wenn ich mir dagegen Mme ansehe, die so alt ausschaut, wie ich nicht mehr werde, denke ich fast an Leichenfledderei.
      https://s6.postimg.org/i6hkjp6wh/10313163.jpg
      https://s6.postimg.org/c49xt7igh/C1f1p_MNXEAI3_QM8.jpg

      Ihrer romantischen Vorstellung zu dieser „Liebe“ kann ich wirklich nicht folgen. Wobei mir Monsieur absolut nicht leid tut, ich frage mich nicht einmal, wie das in 5-10 Jahren bei denen sein wird, es ist mir egal. Denn schön war die Frau noch nie, ganz grauenhaft das Hochzeitsvideo, da muss sich Frau fremdschämen.

      Aber Ihr Beispielfoto ist herzig, soviel Holz vor der Hütten bei beiden, wenn auch an verschiedenen Stellen und der Altersunterschied fällt nicht so arg auf, er sieht jünger aus, sie älter, passt scho. Aber diese Einrichtung, nun ja, wenn’s gefällt, ich muss dort ja nicht putzen.

  130. Ein Hauch von Leben
    https://twitter.com/faz_donalphonso/status/862778688957546496

    Mich würde interessieren warum das Dorf verlassen ist. Diesem leeren Idyll Leben einzuhauchen, macht in gewisser weise; einen Heiden Spaß!

    .

    PS: Ein aufrichtiger Kommentar, den @Oberländer geschrieben hat. Schließe mich an!

    Jedoch erwähnten Sie, wie sie zu jenem Sensenmann stehen.

  131. NRW - und der Blog-Herr sitzt im Palazzo mit den dicken Wänden ...
    Das hier ist schwer subjektiv, konnte aber nicht ausbleiben:
    Waren vorhin auf dem grössten Platz Duisburgs, vor der Oper, zur ‚Schlussspurtveranstaltung der NRWSPD. Endlich mal Hanni und St. Martin leiblich sehen.

    Nicht subjektiv ist, dass da nicht 1000 Leute waren. Die Hälfte sass gelangweilt auf der Wiese und schaute gleich anderswo hin, und die da standen, also da war nicht die Hälfte beim enthusiastischen Klatschen.
    Also auf keinen Fall mehr als 200 Klatscher. Keine Fahne, ausser Ver.di, 3 Plakate, A2-Grösse, „Kraft* und der hashtag NRWIR.
    Das hätte irgendeine Partei sein können, mit irgendwelchen Politikern. Landesmutti Hanni und der St. Martin, also wir haben uns die Augen gerieben. Danach dürften am Sonntag kaum mehr als 5 Prozent diese Partei wählen.

    Wahrscheinlich werden die allermeisten traditionell entweder SPD oder CDU wählen, mit FDP als ‚Alternative‘.
    Die GroKo ist mittlerweile fast nicht mehr zu vermeiden.

    • Ach Sie waren der einsame Besucher da...
      der Focus sagt zu der Veranstaltung in Duisburg:

      Schulz wirft sich in den NRW-Endspurt – nach knapp zehn Minuten ist er fertig

      Ich werde mir morgen noch geschwind Kartoffelchips holen, vorher wählen gehen und dann die erste Prognose abwarten, die da lauten wird, es läuft auf eine GroKo hinaus. Was sonst… Es muss immer erst schlimmer werden, ehe es besser werden kann.

  132. @Oberländer sagt
    @Oberländer sagt
    „Die Bezeichnung „*********“ für Alice Weidel ist unterirdisch.
    Ihr Post aber über das Ehepaar Macron ist das ebenfalls.“

    Erst ziemlich spät ihre Erwiderung gelesen. Spät auch meine Antwort, wenn es denn noch funktioniert:

    Mein lieber Oberländer,
    fühlen Sie sich in irgendeiner Stelle angesprochen, dass sie so tief schlagend reagieren und meine Betrachtung mit der Nazischlampe auf eine Stufe stellen? Oha, habe ich da meinen Finger in eine Wunde gelegt?

    Für euch in Europa, in denen aus meiner Sicht alles sexualisiert wird, auf einem Kontinent, der nur anscheinend nur Sex und Geld im Hirn besitzt, in dem angeblich erwachsene Männer stolz sind kleine Mädchen verführen zu dürfen und Frauen sich mittlerweile Liebhaber wie Gummipuppen suchen und das auch noch gepriesen wird, auf so einem Kontinent kommt mein Vergleich natürlich schlecht an.

    Ich lebe aber auf einem Kontinent , auf dem Moral immer noch mehr zählt als alle sexuelle Gier. Ja ich weiß, Moral ist ein Schimpfwort geworden.

    Bei uns aber nicht. Wir hatten so einen ähnlichen Fall, die Lehrerin wurde geschasst, die Bevölkerung befragt und alle empfanden es als empörend.

    Ja ich weiß, wir sind altmodisch, nur eine Bananenrepublik und hinter der Zeit. Gottseidank. Ich verrate noch etwas: Hier gibt es auch keinen Altersrassismus. Hängt mit der Moral hier zusammen.

    Ich finde es widerlich, wenn die Mama den Jungen verführt und der Junge sich psychologisch gesehen nicht auf Augenhöhe mit Mädchen treffen will. Das zeugt von einer seelischen Entwicklung, die gar keine sein oder werden kann. Und was die „ganze“ Familie betrifft, na, vielleicht haben sie sich notgedrungen wieder befriedet, wer weiß das schon?

    • mein lieber scholli, dégoutant
      Sie können es einfach nicht lassen. Der Mann sieht sehr gesund aus. Wenn er Hilfe bräuchte, würde er Sie ohne einen Tico finden. Paris ist die Heimat von Lacan. Abgesehen davon ist er der gewählte Präsident von Frankreich.

      Was die Moral in Lateinamerika betrifft, habe ich andere Sachen von brasilianischen Freunden gehört. Ein Bekannter von Freunden saß mal kurz wegen unter 18. Die VW-Versorgung dort scheint Ihnen auch entfallen zu sein.

      Ich denke, dass Sie nicht über Moral reden sollten, wenn Sie sich derartig unappetitlich an einem Ehepaar abarbeiten.
      Die sexuelle Moral scheint mir in jedem Land ähnlich. Die einen machen es offen, die anderen heimlich.

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