Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die gebaute Islamophobie im Alten Europa

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Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Recep Tayipp Erdogan

Kommen Sie mit mir noch ein paar Kilometer mit, über die Hügel meiner Teilzeitheimat nördlich von Siena, hinunter ins Tal hinter dem verlassenen Dorf des Patriarchats – über einen steilen Schotterweg kommen wir in das schmale Seitental der Elsa, das heute die Weinbauregionen Chianti und Chianti Classico trennt. Ich möchte Ihnen da noch etwas anderes zeigen.

Wir sind in einem Italien, italienischer könnte es kaum sein, und rollen langsam den ersten Hügel des klassischen Chiantigebietes hoch. Es sieht hier auch nicht anders aus als auf den Hügeln ein, zwei, drei vier Hügelketten weiter. Italien wie aus dem Bilderbuch, sollte man meinen, und wenn es hier um Identität geht, hört man am ehesten von den Konflikten, die Florentiner im Norden und Sienesen im Süden im späten Mittelalter in dieser Region ausgetragen haben, und die künstlerische Begleitung dieser Machtkämpfe, aus denen die Renaissance erwuchs: Duccio, Simone Martini und die Brüder Lorenzetti in Siena, Giotto, Brunelleschi und Michelangelo in Florenz.

Burgen künden von den damaligen Konflikten in ihren späteren Ausbauphasen. Aber wenn man ehrlich ist, muss man zugeben, dass die Streitigkeiten zwischen Städten und verfeindeten Clans in der Toskana dank der Kunst bedeutender wirken, als sie wirklich waren. Lokale Fehden, Streitereien um Käffer und Kirchen, ein paar Strauchdiebe, teils mit und teils ohne Adelstitel, dazu ein paar Bank- und Handelshäuser, die zwei Jahrhunderte gute Geschäfte machten und dann bedeutungslos wurden: Die toskanische Renaissance hat eine gute Propaganda, und dadurch wird anderes überdeckt. Wie etwa die Epochen davor.

Wir biegen ab auf eine kleine, marode Seitenstrasse praktisch ohne Verkehr, denn die Strasse wird oben in einem Dorf enden, hinter dem nur noch undurchdringlicher Wald die Heimat der hiesigen Wildschweine ist. Gegenüber liegt ein weltbekanntes Weingut, hier zerfallen ein paar Häuser, und man ist schnell auf dem kleinsten Gang, denn die Strasse wird steil, sehr steil, und verlangt dem Radler alles ab. Das Tal bleibt weit unten zurück, und wenn man hier so hoch keucht, wundert man sich schon, warum dieses Dorf hier ganz, ganz oben auf einem Berg liegt, ganz hinten beim Wald. Man fragt sich im Pinienduft, was das früher für eine Plackerei gewesen sein muss, alles, was man brauchte, auf den Berg zu schaffen.

Es findet sich hier oben, auf einer Terrasse mit bestem Blick über das Tal, und an ganz klaren Tagen vielleicht sogar bis zum Meer, eine alte Kirche, die Zeugnis vom frühen Ausbau des Landes zu Beginn des letzten Jahrtausends ablegt. Sie ist schlicht, hat wuchtige Mauern, kleine Fenster und nur wenige Ornamente, und erinnert mehr an einen Bunker denn an eines dieser lichterfüllten Gotteshäuser der Gotik. Sie wurde gebaut und nicht erweitert, was durch den überschaubaren Erfolg dieser abgelegenen Gründung erklärbar ist: Es war zu weit oben auf dem Berg für friedliche Zeiten. Aber der Ort selbst entstand nicht in Zeiten des Friedens, sondern in einer Epoche der multikulturellen Bedrohung Europas.

Damals gab es noch keine Abos der Zeit, die den Menschen erklärten, wie großartig Bereicherung durch andere Kulturen denn sein können. Statt dessen litt Europa im späten 9. und 10. Jahrhundert massiv unter Einfällen von Leuten, die bei den Einheimischen nicht bejubelt wurden, und das auf Routen, die heute auch wieder benutzt werden. Aus Skandinavien, von wo aus die EU mit Gendertheorien und Müllmöbeln überschwemmt wird, kamen damals die Wikinger auf Booten, die leider noch nicht auseinander fallendes Geraffel von Ikea, sondern hochwertig genug für Einfälle waren. Auf der heutigen Balkanroute kamen die Ungarnstürme, die erst beendet wurden, als wir Bayern die Österreicher erfolgreich versklavten. Und über das Mittelmeer kamen die Sarazenen, deren Nachfolger heute kurz vor den Küsten vor allem von Deutschen abgeholt werden, was in Italien inzwischen für Wut und Ärger sorgt. Die Sarazenen kamen, genau genommen, bis Korsika und Sardinien, und setzten sich bis ins 11. Jahrhundert dort an den Küsten fest.

Nur über Ungarn unter Orban darf man heute noch ohne Risiko Unausgewogenes sagen, Skandinavier, Sarazenen und Subsaharabewohner dagegen sind freundlich zu behandeln, aber das ändert nichts an den historischen Fakten: Haupteinnahmequellen der Sarazenen waren, das ist von beiden Seiten des Konflikts verbürgt, Raub und vor allem Sklavenhandel. Dieses Italien hier an der etruskischen Riviera war keine Nation, sondern aus Sicht der einfallenden Muslime eine Region, die wirtschaftlich, politisch und religiös ideale Eigenschaften für Raubzüge aufwies. Die Zentralgewalten in Europa waren schwach oder bekriegten sich gegenseitig, und so konnten die Invasoren aus Skandinavien, dem Balkan und Nordafrika weitgehend ungehindert ihrem religiös erlaubten und geförderten Tagewerk nachgehen. Die Sarazenen kamen dabei bis weit in die Schweiz, nach Rom und Frankreich, aber die am schlimmsten betroffenen Regionen waren nah, ländlich, zersiedelt und schlecht verteidigt. Wie hier.

Das änderte sich erst im 10. Jahrhundert, als sich Europa konsolidierte und zuerst – ex Bavaria lux – in Süddeutschland die Ungarn vernichtend geschlagen und daraufhin das heutige Österreich erobert wurde. Danach räumte man im Norden mit den Wikingern auf und zwang sie teils mit militärischer Gewalt, teils mit Handel und teils mit kultureller Verführung, sich entweder zu integrieren oder unterzugehen. Und die Epoche der Sarazenen endete um 1030/50, als sich die Handelsstädte Genua und Pisa verbündeten und die Inseln im Mittelmeer nach zwei Jahrhunderten und schweren Kämpfen befreiten. Danach beginnen der Aufstieg der Toskana und die Renaissance, deren Bauten man in Pisa bestaunen kann. Aber solange die Sarazenen auf den Inseln waren, baute man wie hier oben kleine, festungsartige Kirchen in zurückgesetzter Lage, und hoffte, dass die Angreifer genügend Opfer in Massa Maritima hinter den Sümpfen der Maremma oder bei Volterra auf einem Berg über der Ebene fanden.

Die Vernichtung der sarazenischen Herrschaft auf Korsika und Sardinien beendete die Sklavengewinnung an Europas Küsten nicht, aber sie nahm zumindest einiges an Druck von der direkten Grenz- und Kriegsregion, deren Zeichen Kirchen wie diese sind: Hoch oben, gut gesichert, und allem misstrauend, was vom Meer kommen mag. Insofern hat hier auch einmal und vermutlich ohne Absicht Aydan Özoguz (SPD), die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung recht, die letzte Woche im Tagesspiegel (https://causa.tagesspiegel.de/gesellschaft/wie-nuetzlich-ist-eine-leitkultur-debatte/leitkultur-verkommt-zum-klischee-des-deutschseins.html) zur Leitkulturdebatte sagte: “Schon historisch haben eher regionale Kulturen, haben Einwanderung und Vielfalt unserer Geschichte geprägt.“

Davor sagte sie aber auch etwas, das wissenschaftlich nicht haltbar und eher bei der antideutschen Antifa zu verorten ist, und in Italien, der Türkei und vielen anderen Ländern mit Sicherheit ihre politische Karriere sofort beendet hätte – also etwas, das auch wieder sehr deutsch ist: „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“ Das ist schon für Deutschland eine Fake News, und es war auch hier definitiv im 10. Jahrhundert anders. Wer hier war, konnte Landwirtschaft betreiben, wer drüben bei den anderen war, musste auf Ruderbänken sitzen, als Sexsklavin auf dem Markt stehen oder als gezwungener Söldner den Kopf für Erdogans Vorgänger hinhalten. Und das alles nicht nur im fernen hohen Mittelalter, sondern bis zur technischen Entwicklung der eisernen Dampfschiffe, die erst im 19. Jahrhundert Komponisten die Stoffe für Opern wie “Die Italienerinnen in Algier“ von Rossini entzogen: Mit der europäisch eindeutig einseitig kulturellen Kanonenbootpolitik gelang es, die Piraterie im Mittelmeer zu beenden. Davor hatte man es in Europa vor allem mit dem Wunsch nach kultureller Sicherheit zu tun. Wer hier in den Pedalen stehend hoch keucht und seinen Schweiss auf dem Asphalt vergiesst, der fühlt körperlich, wie wichtig diese kulturelle Sicherheit den Menschen gewesen ist. Es ging da nicht nur um die Frage, ob Siena oder Florenz den Steuereintreiber schickt. Es ging schlichtweg um alles.

So gesehen könnte man die Kirche hier oben aus heutiger Sicht als gebaute Islamophobie bezeichnen, und es stimmt vermutlich sogar. Die Menschen waren auf allen Ebenen der Gesellschaft in ihrer Kultur verhaftet, egal ob die Aspekte aus unserer heutigen Sicht gut oder böse waren. Heute mag das anders sein, Eliten sind zunehmend mobil und international durch die Wirtschaft geprägt, aber hier oben werden immer noch Gebete wie vor 1000 Jahren gesprochen. Manche unten in den Städten haben für sich alternative Kulturräume entdeckt. Sehr viele davon arbeiten in den Medien. Aber hier oben und an vielen anderen Orten ist man noch nicht ganz so weit. Da wünscht man sich auch weiterhin kulturelle Sicherheit in Selbstbestimmung.

Und Kontrolle darüber, wie viel Fremdheit man haben will. In die Flanke der Kirche hat man später auch ein gotisches Fenster im französischen Stil gebrochen, und die Via Francingena, die unten im Tal nach Rom führte, war für alle in dieser Region mitsamt den Fremden ein wichtiger Wirtschaftszweig. Historisch gesehen gibt es durchaus Beispiele, dass Kulturen mit hoher kultureller Sicherheit sehr wohl bereit waren, mehr Fremde aufzunehmen: Idealbeispiele sind die italienischen Städte der Renaissance, die vor Selbstbewusstsein nur so strotzten und deutsche Handelshäuser, flämische Maler, Juden und, wenn sie im Frieden kamen, auch Muslime vertrugen. Aber dazu mussten erst einmal die Inseln im Mittelmeer erobert werden, im Sinne der kulturellen Sicherheit, und alle mussten helfen, das Wohlergehen der Stadt zu fördern. Es gab keine lohnende  Einwanderung in Sozialsysteme, sondern in harte Arbeit und Anpassung fordernde Kulturräume. Wer sich wie manche Adelsgeschlechter nicht anpasste, flog raus, und danach plünderte man seine Häuser. So war das früher mit der Leitkultur in Europa.

Ich bin nur ein von der Sonne verbrannter Radler, der sich hier oben vor der Kirche ein paar Gedanken macht, über Geschichte, aus der niemand etwas lernen muss. Aber vielleicht, möchte ich sagen, gibt es auch heute noch signifikante Teile der Bevölkerung, für die Sicherheit und Identität mehr ist als der Wunsch, nach 22 Uhr noch eine U-Bahn ohne jedes Risiko und ohne Belästigung fahren zu können. Gewisse Aspekte unseres aktuellen Daseins – die SPD fordert gerade heute nach der Wahlpleite in NRW, kriminelle Ausländer abzuschieben, und es wird über Migrantenquoten für Klassen diskutiert – scheinen darauf hinzuweisen, dass die Distanz zwischen der Kirche hier und der Küste Korsikas nicht die einzige ist, die wir heute in Europa noch erfahren können, und möglicherweise wäre eine differenzierte Debatte ohne den vorschnellen Vorwurf islamophober Einstellungen und Rückständigkeit wirklich hilfreich. Aber was weiss ich schon, Ich bin nur ein Radler, lang genug hier gesessen, und so löse ich die Bremsen, und rausche wieder hinunter ins Tal.

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533 Lesermeinungen

  1. kleine Besserwisserei
    „a, ab, abs / e, ex, de / cum und sine / pro und prae“ (oder: „a und ab, e, ex und de, cum und sine, pro und prae“) stehen immer mit dem Ablativ“.

    Also muss es heißen: Ex Bavaria Lux

    • Danke.

    • richtig richtig
      E Bavaria! „Ex“ nur, wenn das folgende Wort mit einem Vokal beginnt.

    • Ex Bavaria Lux
      Heißt ja auch deus ex machina…
      Aber es gibt da so ein Land, ich glaube, es heißt Bavaria, das hat oft eigene Regeln. Die unterscheiden beim Sprechen auch das „c“ in „s“ und „k“.

    • Mehr Deutschsein geht nicht........
      als bei einem solchen Thema, das übrigens fesselnd abgehandelt ist,
      sich an einem grammatikalischen Lapsus aufzumanteln und das wars
      dann. Ein Fliegenbein in der Blutsuppe entdecken. Darüber hinaus ist
      der Sprachenkundige wohl der Ansicht, der Abscheu der Alten vor
      dem Raubgesindel fußte auf Religiös begründeten Phobien oder gar
      verabscheuungswürdigem vormodernem Faschismus, angeheizt
      von papistischer Propaganda des 10. Jahrhunderts.

    • Titel eingeben
      Steht doch auch so im Text ‚ex Bavaria Lux‘, oder ? (inzwischen verbessert?)

    • Ja.

    • Rudi hat Recht, Ich find es auch sehr vielsagend....
      Deutsche Kultur besteht also in den ersten Kommentaren hier schon aus Schamhaarspaltereien in einer Sprache, die aus äusserst suspekten Gründen, obwohl mausetot, künstlich am Leben erhalten wird, damit sich so mancher Leitkulturler über dem Pöbel erhaben fühlen kann. Woraus er sodann den Schluss zieht, dass seine politische Einstellung auch wesentlich richtiger ist, als die Aberrationen die eine Demokratie unübersehbar mit sich bringt.

      Wenn man nun den Zusammenhang zwischen Intelligenz und Humor mal erkannt hat, und dann sieht, wie humorlos manche Leute doch sein müssen, um nicht mal die Ironie ihrer eigenen Worte zu bemerken, sic aber für Experten für Kultur zu halten.

      Und, Don…. Wenn sie weiter unten schreiben „Die Debatte müsste weg von Leit hin zu kulturellen Räumen. Dann wäre es weniger verbissen.“

      So stimmt das natürlich, aber was sie da vorschlagen, das würde den hier anwesenden Verteidigern der Leitkultur die Motivation nehmen.
      Denn diesem Teil der Gesellschaft geht es nun mal um das „Leit….“.
      Dieses typisch deutsche Dumpf-Autoritäre ist aus einer deutschen Leitkultur nicht wegzudenken.


    • Und es heißt auch nicht aufzumanteln (denn mit einem Mantel hat das nichts zu tun), sondern aufzumandeln, von der fränkischen Form für Männlein, Manderl, – es bedeutet nämlich: sich als Männchen aufplustern.
      Außerdem heißt es nicht Standart, denn das ist eine Sorte von Messeständen, sondern Standard.
      Soviel Deutsch und Englisch sollte schon sein, nachdem die Regeln der lateinischen Grammatik wenigstens ein bißchen dem Vergessen entrissen wurden.

    • kleine Bestwisserei
      Mein Geschichtslehrer sagte nicht (denn er hätte es wohl nicht gewusst), dass die Schlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955 gar nicht in Bavaria stattfand, sondern in Suevia, wenngleich das wackere Schwabenkontingent die Schlacht nicht entschied. Gewonnen haben sie wohl die sächsischen und fränkischen Panzerreiter, mit Lanze und Schwert zugleich die deutsche Nation schmiedend. Übrigens ein Detail, das auf den Tag genau eintausend Jahre später gewürdigt wurde durch die Gründung der Bundeswehr. Heute wüsste kein Mitarbeiter von der Leyens noch etwas mit dem Datum anzufangen.

  2. Titel eingeben
    qui habet aures auriendi, audi
    qui habet oculi videndi, vide

    Statt Lob und Dank für diese fünf Finger zu schreiben, lieber Don will ich die ganze Hand nehmen. Will diese Bilder und Ihre Worte auf youtube hören und sehen. Auf BR oder auf alpha

    Niemandem verpflichtet Sie sind.
    Sie tun weit mehr als die meisten, allermeisten Journalisten. In der alten BRD gab es erhellende Fernseberichte über ferne Länder und manchmal über ferner liegendes bei uns.
    Sie könnten das heute.

    Was berechtigt mich zu diesen Wünschen? Sie sind ein Linker. Sie bekennen sich zu linken Idealen. Marx, nicht Maas hat gefordert: Jeder nach seinen Fähigkeiten

    Ihnen sind große Fähigkeiten gegeben. Für Mai 2017 haben Sie geliefert. (für Juni mit)
    Ihr Auge ist scharf, Ihr Mund gewitzt. Bitte machen Sie weiter, Bitte machen Sie mehr. Das bewegte Bild ist das Medium von heute.

    • Das freut mich, gern geschehen.

    • wenn schon, dann richtig
      oculos!

    • Ich habe eine Bitte, und ich hoffe, wir verstehen und da: Ein Kommentator, ein Nick, eine IP. Nicht ein Kommentator, mehrere Namen und eine IP.

    • wenn schon richtig, dann
      audiendi

    • aures audiendi
      Nicht zu fassen, was da sofort für ein Chaos entsteht, wenn ein lateinisches Zitat auftaucht und Bildungsreste mobilisiert werden, verbunden mit Seitenhieben gegen die zurückgebliebenen Ochsen, die tatsächlich noch ein bißchen Latein verstehen und dann gar noch an Fehlern Anstoß nehmen. Zum Glück liest hier propheta minor mit, allerdings auch Gastritis, mit viel Hochmut und wenig Kenntnissen.
      Also: Der erste Satz steht bei Matth. 11,15 und nochmals 13,9: Qui habet aures audiendi, audiat. (Wer Ohren hat zu hören, der höre). Die Stelle wird von Augustinus zitiert und ergänzt: et qui habet oculos videndi, videat. (Enarratio in Psalmum 49)
      Die z-Aussprache von c war spätestens seit der Karolingerzeit allgemein üblich, wie ja die unendlich vielen Fremdwörter beweisen (Kondition aus condicio usw.) In der römischen Antike allerdings war c stets k, wie Pflanzennamen zeigen, die noch während der Römerzeit übernommen wurden: cerasus > Kirsche, cydonia > Quitte. Die im Gymnasium geforderte Aussprache „Käsar“ ist übrigens grundsätzlich Unsinn: entweder heißt der Mann „Kaisar“ auf Römisch oder „Zäsar“ auf Lateinisch. So sieht’s aus.

  3. Das war einmal.
    Keine Kultur kann ewig bestehen. Auch das wissen wir aus der Geschichte. Kulturelle Sicherheit in Selbstbestimmung wünschen sich heute höchstens noch böse alte weisse Männer, die bald tot sein werden. Wir wollen uns unterwerfen und nichts wird uns davon abhalten.

    • Sie waren wohl längeer nicht in der bayerischen Provinz?

    • On a long enough timeline, the survivability rate of everyone drops to zero...
      … eigentlich erwarte ich diesen Satz an dieser Stelle von Goodnight, aber vielleicht kommt da noch was.

      Eine Kultur, die ihre Werte nicht gegenüber jedermann zu verteidigen bereit ist, verdient ihren Fortbestand nicht. Ich präge hiermit den Begriff und die Wissenschaftssparte des „Kulturdarwinismus“ und beanspruche alle Urheberrechte an diesem Begriff für mich.

      Sollte er schon vorher bestanden haben, ist das auch egal, Herr Trump erfindet ja auch gerne längst existierende begriffe ganz eigenständig neu („priming the pump…“).

    • Das b l e i b t immer so!
      Es ist genau umgekehrt, liebes Hausschwein:

      „Die Kultur verspeist die Strategie zum Frühstück – culture eats strategy for breakfast.“

      Dieser wunderbare Spruch von Peter Drucker bringt es auf den Punkt.

      Islam bedeutet wörtlich übersetzt: UNTERWERFUNG.

      Gegen den Versuch der Unterwerfung kann man/muß man sich wehren.

      Unterwerfung impliziert immer auch den Auftrag/das Vorhaben, dies umzusetzen.

      Islam hat nichts mit Frieden, Friedfertigkeit, Liebe, Toleranz, Menschenrechten, schon gar nichts mit GENDERgedöns, etc. zu tun.

      Das ist Brainwashing für Kufr (Ungläubige).

      Lesen Sie mal die islamischen „Vordenker“ der „Moderne“. Da steht alles drin.

      ….

      Ein schöner Artikel, garniert mit schönen Bildern, lieber Don.

      Später mehr.

    • @S&R: Kulturdarwinismus
      einfach mal bei Wikipedia eingeben! Da ist nix mehr mit Urheberrechten.

    • Nichts besteht ewig
      Auch Sie werden nicht ewig leben, darf Sie deshalb jeder jederzeit erschlagen?

    • Ironie ist in geschriebenen Texten nicht immer erkennbar.
      Deshalb ja auch die Emoticons für kürzere Texte.

      @rhadamanthys Und, nein, man darf nicht. Es besteht sogar die Gefahr, dass ich sehr gereizt reagiere wenn man versuchen würde, mich zu erschlagen.

    • Öffentliche Unterwerfungsrituale der üblichen Verdächtigen sind unschön, aber nützlich
      Man kann amüsiert und angeekelt zusehen, jede Menge Screenshots machen und diese bei de richtigen Gelegenheit online stellen, am besten bei einem ausländischen Hoster.

      Dieses kriecherische Verhalten wurde vom Publikum geduldet, solange wir keine echten Probleme hatten, aber nun, da es zu einer echten Gefahr wird („seht Brüder, mit den Ungläubigen kann man machen, was man will“), wird es mit der Geduld rasch vorbei sein.

  4. abgestufte Identitat
    Sehr geehrter Don A., Ihren Gedanken ist kaum zu widersprechen.
    Aber wie weit sind wir schon gekommen, dass es für Viele schon mal sehr beruhigend wäre, wenn der Wunsch nach „Sicherheit und Identität (sich schon darin erschöpfen könnte) nach 22 Uhr noch eine U-Bahn ohne jedes Risiko und ohne Belästigung fahren zu können.“
    Allerdings musste ich auch in der Regionalbahn schon des Öfteren erleben, dass „Biodeutsche“ sich schon vor 22 Uhr weit weg von jeder „Leitkultur“ benommen haben.

    • Sicher, kulturelle Sicherheit muss auch gegen Deutsche erarbeitet werden, keine Frage. Ich schrieb ja: In der Renaissance konnte jeder aus der Stadt fliegen.

  5. Die gebaute Islamophobie .....
    Eine wunderbare Meinungsäußerung zur Diskussion über die Leitkultur. Vielleicht wäre es tatsächlich besser, die Diskussion nicht auf eine Deutsche Leitkultur zu verengen, sondern zumindest dass westliche Europa mit einzubeziehen. Wir haben unendlich viele Gemeinsamkeiten.

    • Die Debatte müsste weg von Leit hin zu kulturellen Räumen. Dann wäre es weniger verbissen.

    • ...es würde uns sehr helfen ...
      … denn in anderen europäischen Ländern ist eine „Leitkulturdebatte“ undenkbar, da ist man Italiener, oder in seiner Identität noch kleinräumiger, bis hin zum Stadtviertel, und käme keiner auf die bescheuerte Idee, dass man mit einem Italienischsprachkurs und einem nachgeschmissenen Pass zum Italiener oder gar Venezianer wird …

      Das ist halt das unselige Erbe des deutschen Idealismus, der Romantik, des NS und des DDR-S, dass wir einen vergleichsweise hohen Bevölkerungsanteil mit primitivsozialistischen Ideen und ausgeprägtem technokratischem Größenwahn haben, die ernsthaft glauben, dass man mit ein paar Sprachbrocken und nachgeschmissenem Pass die Identität ändert. Aber das ist letztlich die Lebenslüge der kranken „Integrationspolitik“, die uns hunderte Milliarden kostet, von Toten und Verletzten ganz zu schweigen …

    • @Sirisee
      „Das ist halt das unselige Erbe des deutschen Idealismus, der Romantik, des NS und des DDR-S, dass wir einen vergleichsweise hohen Bevölkerungsanteil mit primitivsozialistischen Ideen und ausgeprägtem technokratischem Größenwahn haben, die ernsthaft glauben, dass man mit ein paar Sprachbrocken und nachgeschmissenem Pass die Identität ändert.“

      Nein, das liegt nicht am Idealismus, nicht an der Romantik und ganz sicher nicht an der DDR, wo man ausdrücklich gegen ein oberflächliches, erzwungenes „Weltbürgertum“ eingestellt war. Das gibt sogar Wikipedia her, ich bitte Sie! Wer dumme Phrasen dreschen durfte, war in der DDR nämlich viel strenger limitiert als heute; der meinungsbefreite Rest machte sich im Zweifel nämlich bloß verdächtig, gar kein Staatsbürger zu sein (denen war die Meinungsfreiheit vorbehalten), sondern westlicher Agent.

      Primitivsozialistische Ideen wurden währenddessen von den Nachkommen der Nazis kultiviert, die ihrerseits leicht daran zu erkennen sind, dass sie sich immer noch vorrangig darüber definieren, dass sie ihre Landsleute denunzieren, beschimpfen und unter Rechtfertigungsdruck setzen, weil sie sich selber qua Geburt (nach ´45, auf der richtigen Seite der Elbe) für kulturell überlegen halten. Gibt bestimmt auch IQ-Tests, die das belegen! Diese und nur diese sind auch der ganz festen, auch mit der nächsten Erdogan-Wahl gewiss noch unverrückbaren Überzeugung, man müsse die Loyalität von Menschen doch zu kaufen kriegen und wo nicht, seien diese eben, tja, „natural born killers“ oder so?

      In der DDR war man demgegenüber nur der Überzeugung, man könne die Arbeitskraft kaufen (und das war schon mühsam genug) und schickte die Leute hernach konsequent wieder in deren Heimat; man bildete sich nicht ein, dass die ganze Welt auf Kleinpusemuckel stünde, weils da so schön ist …. sondern höchstens, wenn und soweit es lukrativ ist …. und das war ja meistens nicht der Fall.

    • @norddeutscher
      … mit der Ausländerpolitik der glorreichen DDR haben Sie recht, soweit es um die Vertragsarbeiter (kuba, Vietnam) geht, aber die wir-schaffen-das-Haltung, den Deutschenhass, den kompensatorischen Internationalismus und die quasireligiöse Geschichtstheologie gab es auch dort und das ist nicht von null auf gekommen … Ein besonders trübes und kaum beleuchtetes Kapitel ist der Umgang mit den Vertriebenen, die im DDR-S als „Umsiedler“ diffamiert wurden und jetzt perfiderweise vorgezeigt werden, um den „Goldstücken“ Glanz zu verleihen …

  6. Titel eingeben
    Sehr schön auf den Punkt gebracht DA!

    Özoguz scheint wie so viele in der Politik und der linken Journaille keine Ahnung von deutscher Kultur im Besonderen und Kultur im Allgemeinen zu haben.

    Indem Sie die Deutsche Kultur degradiert wird sie den Moslem, den Araber oder Türken aber nicht auf Konkurrenzniveau anheben.

    Ich warte noch auf die vielen muslimischen Nobelpreisträger mit ihren technischen Errungenschaften, den segensreichen neuen Impfstoffen, die sie ständig erfinden, den Umwelttechnologien, die (lach) sensationellen neuen Lebensentwürfe und Gesellschaftsimpulse die uns aus dem mittleren und nahen Osten ständig überfluten.

    Erdogan z.B. ist eine der begnadetsten Politcomedians, die die Welt je hatte, Ferkel Böhmerman kann sich da allerdings noch einige Scheiben von ihm abschneiden: Von der Ausweisung niederländischen Milchviehs bis hin zu witzigen Nazivergleichen, die stante pede von der Bitte um Wirtschaftshilfe aus Almanya gefolgt werden, der Mann lässt einfach keine Peinlichkeit aus, keine Gelegenheit sich fürstlich zu blamieren.

    Was wollen solche Gestalten wie Özoguz eigentlich?
    Zeigen wer sie sind, sich öffentlich bloßstellen, als Märtyrer oder Selbstmordbomber ihrer eigenen Partei in die Geschichte eingehen?

    Herrlich wie Sie gerade das Leben genießen können DA!
    Das ist jetzt die schönste Zeit im Chianti, ich kenne die Gegend wie meine Westentasche. Noch ist alles grün, aber schon ab Juni kommen die Touristenströme und das unerbittliche, alles erbräunende Inferno des mediteranen Sommers.

    Liegt die Kirche irgendwo bei Colle di Val d’Elsa?

    • Da gibt's doch diesen Witz ...
      „Ich warte noch auf die vielen muslimischen Nobelpreisträger mit ihren technischen Errungenschaften, den segensreichen neuen Impfstoffen, die sie ständig erfinden, den Umwelttechnologien, die (lach) sensationellen neuen Lebensentwürfe und Gesellschaftsimpulse die uns aus dem mittleren und nahen Osten ständig überfluten.“
      Anlässlich progressiv daherkommender Boykottaufrufe gegen Ju, pardon, Israel, las ich mal : „das ist unfair, da man nicht im Gegenzug arabische Produkte boykottieren kann‘.
      Wobei Saudi-arabien neben Öl als Exportschlager auch reichlich Hass in der Welt verteilt. Da sollte ein Boykott ansetzen.

    • Lieber Westzipfel,
      ich frag mich da schon, wer peinlicher ist, der türkische Präsident mit dem übersteigerten Nationalstolz, der nun wieder einmal die Kaffeefahrten deutscher Parlamentarier nach Incirlik blockiert, oder doch eher unsere Regierung, die all das mit sich machen lässt und dennoch brav weiter zahlt…

      Unterhaltsamer ist sicherlich Erdogan, aber peinlicher finde ich eigentlich das Verhalten unserer Regierung. Wie man sich bettet so liegt man, und dann muss man sich auch über das erratische Verhalten von Erdogan nicht wundern – der verhält sich nur so, wie es unsere Regierung mit sich machen lässt.

      Mit bestem Gruß aus dem sonnigen Westen
      SchallundRauch

    • Wobei, eine Erfindung fiel mir heute ins Auge:
      „Die MamaPride soll dabei helfen, dass die Würde der Frauen auch während der Geburt gewahrt ist. Strenggläubige Muslime vertreten häufig die Haltung, dass eine Frau neben dem Intimbereich ihre „Aura“ schützen müsse – dazu gehört es, den Bauch und die Beine einschließlich der Fußgelenke bedeckt zu halten.“

      Da merke ich erstmal, wie rückständig unsere Kultur vergleichsweise noch ist. Wir lassen die Frauen rumlaufen wie Kannibalen.

    • Özuguz
      … hat weder Kenntnis noch Interesse an deutscher Kultur oder deren Erhalt, sondern nur das Partikularinteresse ihrer Ethnie im Blick, was dadurch geschickt verschleiert werden soll, dass es keine Deutschen gebe sondern nur eine „Bevölkerung“, die subkutan immer mehr auf muslimische Eigenheiten („Hochkultur“) umgepolt werden sollen …

    • journaille etc.
      wie Sie schreiben, ist, zugegebenermaßen, teilweise schon eklig und erinnert an das Zeitungsdeutsch in der verblichenen DDR

    • Bitte, Beleidigungen sind hier wirklich nicht angebracht.

    • @S&R
      Sie fragen ja, „wer peinlicher ist, der türkische Präsident (…), der nun wieder einmal die Kaffeefahrten deutscher Parlamentarier nach Incirlik blockiert, oder doch eher unsere Regierung (…)“
      Wir sehen ja gerade eine Diskussion über unsere politische Führung und deren Umgang mit und deren Respekt vor den Angehörigen der Bundeswehr. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Besuche nicht auch in die Kategorie „peinlich“ fallen sollten. Denn man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass diese nicht um der Soldaten willen gemacht werden, sondern gerade eben wegen Erdogan. Was die dienenden Soldaten dort – mal wieder – nur instrumentalisiert und zu Statisten degradiert.

    • Ötziwutz
      Ums mal vom Standpunkt der Kultur zu erklären:
      Wie soll eine Person, die aus einem sog. Kulturkreis stammt, deren „Kultur“ es war über 500 Jahre lang in fremde Länder einzureiten, den Einheimischen die Köpfe abzuschlagen, ihnen alles zu rauben und dann weiterzuziehen, ohne je etwas Bleibendes zurückzulassen, wie soll so jemand wissen, was Kultur ist?

      Ein zentralasiatisches Reitervolk, durch nomadische Lebensweise zum Verzicht auf eine materielle Kultur gezwungen, konnte erst recht auch keine geistige Kultur begründen. Das Osmanische Reich als sich selbsterhaltendes Eroberungs- und Expansionsprinzip musste folgerichtig zu Grunde gehen, als es nicht mehr expandieren konnte.
      Solche Gebilde lassen nichts zurück, wenn sie aufhören zu bestehen.

      Das erklärt ihren Nihilismus voll und ganz.

    • Özoguz
      hatte ein Impulspapier der Migrant*innenorganisationen…. vorgelegt. Darin kommen Deutsche gar nicht vor. Nur Forderungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte an Menschen ohne Einwanderungsgeschichte. – Sie finden das Papier nicht? Einfach mal auf der Ditibseite nachsehen.

    • Özuguz
      Özuguz ist also der Meinung, die deutsche Mehrheitsgesellschaft habe keine Kultur. De Maiziere hält die Deutschen für so beschränkt wie ihr (oder vielleicht sein – man schließt ja gern von sich auf andere) Bücherregal. Herr Schäuble meint, die Deutschen sind ohne Flüchtlinge dabei, in „Inzucht“ zu „degenerieren“. Herr Gabriel nannte all die, die eine Schließung der Grenze fordern (so liest es sich im Zusammenhang) „Pack“. Nur eine kleine Auswahl.

      Das sind unsere Volksvertreter, die sich dieses Volk selbst gewählt hat. Alles in Butter…

    • @Westzipfel
      Jedes Imperium hat irgendwann aufgehört zu expandieren und brach dann zusammen. Nur konnten dazwischen Jahrhunderte liegen. Es macht keinen Sinn das Osmanische Reich zu delegitimieren, dasselbe für das k.k-Imperium aber nicht zu tun. Wo war dessen Legitimität gegenüber den Unterworfenen? In der gemeinsamen Religion und im Schlagober, aber das reichte irgendwann auch nicht mehr. Das Osmanische Reich war lange expansiv, das Russische Reich, das britische Imperium und andere waren das auch. Gesteht man den Russen noch Abwehr gegen die Mongolen zu (die übrigens lange nicht islamisch waren und mit Übernahme des Islam anscheinend friedlicher(!) wurden), kann man eine spanische Abwehr gegen die Indios und eine britische gegenüber Indien nur schwer statuieren. Anders gesagt: Ich halte nichts von einer Verteufelung von Imperien, und noch weniger von einer Verteufelung des Osmanischen Reiches, das eben keine Ausnahme war, sondern der Regelfall. Ihre Behauptung einer fünfhundertjährigen Kultur des Kopfabschlagens ist genauso albern wie es die postmoderne Behauptung eines ewigen weißen Imperialismus ist, der Länder erobert, Schwarze nach Amerika als Waren einführt und sich – wenn das Eroberungswerk getan ist – in Weltkriegen selbst verzehrt und die Juden umbringt. Europa ist unendlich mehr als sein Zerrbild, und das Osmanische Imperium ist es -vermutlich, lesen Sie Ivo Andric- auch. Wenn Chinesen und Inder derart nachtragend über Weiße dächten, wie Sie über Türken, dann könnten sie nicht mit ihnen interagieren, was sie aber meist problemlos tun. Über die Sinnhaftigkeit moslemischer Einwanderung ( sehe ich eher skeptisch) ist damit noch nichts gesagt, aber so platt -mit Verlaub -wie Sie es anführen, ist es eben nicht. Die fünfhundertjährige Tradition des Kopfabschlagens hinderte komischerweise die Osmanen nicht daran ihr Schicksal vertrauensvoll an die politische Klugheit des Deutschen Kaiserreichs zu knüpfen, – keine gute Idee. Die unterworfenen Christen überlebten das Osmanische Imperium als Bürger zweiter Klasse viele Jahrhunderte, den kemalistischen Import des europäischen Nationalismus aber nicht mehr. Und auch nicht die momentane Neuformulierung des Islams, die erstaunlicherweise viel intoleranter ist als die Herrschaftspraxis Mohammeds und seiner Nachfolger (und das waren sicher keine Engel). Kulturelle Grenzen sind nicht naturgesetzlich und mit gutem Willen überwindbar – da haben die Multikulturalisten eindeutig recht. Sie haben aber Beharrungsvermögen und damit sollte man rechnen, – da haben wiederum die Einwanderungsskeptiker recht, zumal guter Wille zu allen Zeiten Mangelware ist. Weswegen es Unfug ist islamische Einwanderung von heute mit islamischen Raubzügen von vor 1000 Jahren gleichzusetzen ( freundliche Kritik an den geschätzten Inhaber des Blogs) , ihre Motive sind überwiegend ganz andere. Sie kann aber trotzdem furchtbar schiefgehen und das wird man nicht mit liberalem Therapeutengeschwätz zudecken können ( hier ein Dank an den geschätzten Inhaber des Blogs für die Seitenhiebe gegenüber der ZEIT).

    • @ propheta minor
      Wenn sie mit Begriffen von mir wie „linke Journaille“ die DDR assoziieren habe ich doch mein Ziel voll erreicht!?

    • @candidesgarten
      Beschäftigen Sie sich doch mal eingehend mit der Türkisch osmanischen Geschichte!

      Was genau ist an den heutigen Türken den noch eigentlich türkisch?
      Vielleicht hatte Özuoguz doch Recht, als Sie meinte, „nur die Sprache“!?

      Ethnisch zum größten Teil eine Mischung aus Kelten, Kleinasien-Griechen und den vorgriechischen Kulturen wie Kurden und Armeniern (oh Schmach) auch Persern und Hethitern ist vor allem die zentralasiatische Sprache das einzige Überbleibsel ihrer Herkunft.

      Wer Istanbul kennt weiß, dass die Moscheen dort nur sparsam umgestaltete byzantinische Kirchen sind, die Hagia Sofia beweist das.
      Ein Großteil der Kultur dort ist griechisch-byzantinisch oder römisch oder sogar noch älter oder aber von mittlerweile ethnisch gesäuberten und vertriebenen Völkern. Umgekehrt kann ich mich nicht erinnern, dass die Deutschen ihre Nation auf Eroberung oder den Völkermord an 6 Millionen Juden gegründet hätten.

      Das Osmanische Reich zerfiel direkt nachdem es die größte Ausdehnung hatte, Dank eines institutionalisierten Korruptionssytems das auf Nepotismus aufbaute. Die Expansion wurde stets wie auch im dritten Reich durch Schulden finanziert, immer mussten zukünftig zu erobernde Länder den Haushalt ausgleichen. Plünderungswirtschaft; als neue Eroberungen ausfielen, war das Osmanische Reich prompt pleite.

      Das britische Empire hat da sogar gegensätzlich gewirkt und einheimische Industrie und vor allem Landwirtschaft zu Gunsten der Kolonien benachteiligt.

      Wenn Sie also meinen, türkische und europäisch deutsche Geschichte hätten etwas gemeinsam kann ich Ihnen nicht folgen, denn der Kolonialismus und auch das dritte Reich als kolonialer „Lebensraum im Osten“ quasi als Spätfolge, hatte immer ERST eine Nation als Ursprung und dann folgte die Eroberung. Im Gegensatz zur Türkei bei der das Imperium eben keinen nationalen Vorgänger hatte bzw. einziger Zweck des Imperiums war.

      Eroberung als Selbstzweck hat noch nie eine Nation erschaffen -das geht nur durch eine verbindende Kultur die hier eben fehlte-, es waren erst die brutalen Genozide an Griechen, Armeniern und jetzt auch Kurden, die die Türken als Volk entstehen ließen.

  7. Verantwortung praktizieren
    Eine ausgezeichnete Wanderung durch ein Stück Geschichte und Kultur.
    Was mir auffällt: Gegenüber „Neuhinzukommende“ wurde nicht nur Verantwortung übernommen sondern auch ganz einfach praktiziert, und ggf. wurden sie eben auch „zum Teufel“ gejagt.

    • Ja, das waer damals wirklich hart. Aber die Aufnahme war aucbh leichter: In Lucca reichte es, ein Jahr dort zu wohnen und dreimal um den Brunnen zu gehen, um Bürger zu werden.

    • Wobei: die Anzahl der Neuzugänge in Lucca seinerzeit sicher
      eher übersichtlich war – da wird man sich auch angepasst haben und das beste Gewand getragen haben, um sich positiv bekannt zu machen, beim Rundgang, der ja sicher unter Publikumsbeteiligung stattfand. Denn auch da waren, wie bei uns im Mittelalter, die Strafen bei Fehlverhalten körperlich gut spürbar. Man denke nur an Bäcker, die für zu sparsam geformte Brote getaucht wurden. Das vergisst man sicher nicht so schnell – besonders dann, wenn es draußen auch noch kälter ist.
      Bei uns residieren inzwischen einige Familienclans, deren Sitten und Gebräuche, Größe und Macht sowie Gewaltgebaren auch gegenüber Menschen in Uniform nur sparsam an die Öffentlichkeit dringt.
      Das heißt, es geht nicht mehr um ein paar Sarazenen auf „Inseln“, sondern die, die sich nicht anpassen wollen, sind haufenweise mitten unter uns und tun und lassen zum Teil nur das, was ihnen genehm ist. Mitsamt gelerntem Fausrecht, das dann auch mal vermeintlich Unbeteiligte harsch trifft und als Kollateralschäden zurück lässt.
      Die BAMF untersucht ja zur Zeit an die 2000 final geprüfte Asylverfahren im Umkreis des Franco A. genannten Soldaten und findet hunderte von Fehlinterpretationen, zu Gunsten der Neuzugänge.
      Und was ist mit all den Bescheiden, die nicht weiter überprüft werden?
      Das geht in den Meldungen der Gazetten unter und erinnert an den Wiki Eintrag über Hearst, der auch lieber sex & crime und ihm vordringlich erscheinende politische Nachrichten machte und druckte, um mit seiner Meinung die Welt so zu gestalten, wie er sie haben wollte.

  8. Gesellschaftliche Stabilität
    … ist ein hohes Gut, das in Deutschland all zu oft als gegeben hingenommen wird. Wie sehr diese kulturell bedingt ist, übersehen jene, die glauben, es reiche für das friedliche Zusammenleben aus, ein schönes Grundgesetz zu haben.

    • Ja, das ist etwas simpel betrachtet.

    • Nein, verehrter Don!
      Stephan bringt es auf den Punkt und der ist überhaupt nicht simpel. Was macht denn die Attraktivität von Deutschland aus, die in internationalen Umfragen immer wieder bestätigt wird? Es ist der soziale Frieden und die gesellschaftliche Stabiltät, die u.a. von ausländischen Investoren sehr geschätzt wird. Und diese Stabilität ist aus Jahrhunderten von guten und auch sehr schlechten Erfahrungen gewachsen, man nennt das auch Kultur. Wenn nur das Grundgesetz der Grund wäre, bräuchten es nur alle Staaten der Welt „abzukupfern“ und wären damit genau so attraktiv wie Deutschland!?

  9. „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“
    Wie herrlich arrogant! Sieht schwer danach aus, als ginge Özoguz Blick zielgerichtet nur bis zum eigenen, begrenzten Tellerrand, den sie mit Macht anderen überstülpen möchte.
    Man sollte nicht glauben, dass diese Frau in D geboren und hier aufgewachsen ist, ohne den sie umgebenen Reichtum an Kultur zu erkennen und zu genießen.
    Vielleicht gebietet ihre religiöse Ausrichtung auch hier Beschränkung?
    Ihr „Leitbild zur Einwanderung“ ignoriert ja auch so ziemlich alles, was der religiös-politischen Lebensgrundhaltung gewisser Zuläufer im Wege stehen könnte und verlangt mehr oder weniger die Integration der schon immer da seienden in deren frühzeitlichen nicht reformierbaren Kosmos.
    Also zurück in mittelalterliche Zeiten, wo man sich in festungsartig gebauten Kirchen schützen musste, um nicht vom eindringenden Mob die Kehle durchgeschnitten zu bekommen?
    In einem Kaufhaus im Rheinland sollen gestern Nachmittag 2 Männer aufeinander los gegangen sein – einer mit einem Hammer und der andere mit einem Messer – mitten in der Stadt.
    Hat so was etwa Kultur?
    Auch nur ansatzweise?

    • Ich frage mich, wie man mit so einem Weltbild so weit nach oben kommt. Ich bin ja dafür, die positiven Seiten der anderen auch zu betonen, aber dieses Rumtrampeln, dieses kulturelle Ignorieren, das finde ich schon hart. Und es kommt direkt aus der Mottenkiste des Ahnenerbes, so etwas sagte die SS auch über Osteuropa.

    • Dieses Weltbild hat auch Macron
      der doch tatsächlich noch nie französische Kultur gesehen haben will.

      Die Jugend heutzutage… liegt es an der EU-Verblendung oder am mangelnden Horizont oder was mag der Grund für derart lächerliche Aussagen sein?

    • Özoguz in guter Gesellschaft
      „Es gibt keine französische Kultur, es gibt eine Kultur in Frankreich, und die ist vielfältig“ – diesen Spruch leistete sich Macron noch im Vorfeld der Wahl. Schwer vorstellbar, dass ein so hoch gebildeter junger Politiker seinen Rivarol nicht kennt, nicht die Rolle der Académie française, nicht den Stolz auf Kunst und Literatur auch dann, wenn die Beschäftigung damit im Alltag keine zentrale Rolle spielt, um von der Alltagskultur noch gar nicht zu sprechen. Anders als bei Özoguz würde allerdings nicht eine religiöse Orientierung als Ursache für solche Aussagen vermutet, es sei denn, man betrachtet bestimmte modische Denkweisen ebenfalls als Religion bzw. als Religionsersatz. In diesem Fall wären je nach Perspektive offene oder geschlossene Weltbilder auch kein Hindernis, sondern vielmehr eine besondere Qualifikation für politische Karrieren, internationales Prestige ist dann auch noch garantiert und lässt Irritation und Verärgerung über Arroganz und Destruktivität im eigenen Land zumindest ein wenig verschmerzen. Was mich an dieser „Kulturstürmerei von oben“ – von der Leyen lässt sich hier aktuell auch mal wieder einreihen – am meisten fasziniert, ist dieses Paradox: man gibt sich weltläufig, hat aber offensichtlich keine Ahnung von der Welt. Keine Ahnung vom Stellenwert, den die Landeskulturen in den einzelnen Ländern spielen, von den Bedürfnissen und Befindlichkeiten der Menschen in der näheren Umgebung erst recht nicht. Womit im Falle Özoguz nicht ihre hinreichend bekannten Interessensgruppen gemeint sind.

    • Weil sie ihr wesensfremd ist
      „Man sollte nicht glauben, dass die Frau in D geboren
      und hier aufgewachsen ist, ohne den sie umgebenen Reichtum
      an Kultur zu erkennen und zu genießen.“

      Diese Kultur, in der das menschliche Antlitz und die menschliche
      Gestalt dominiert und zu so etwas wie einem Grundgesetz geführt
      hat. Wie sollte sie.

      Frau Özogüz versteht nicht nur die deutsche Kultur nicht,
      auch eine europäische wird ihr fremd bleiben.

    • @ Renate Simon
      Die Parallele zwischen Özoguz und Macron fällt nicht nur ins Auge, sie ist auch recht aufschlussreich und wirft zwangsläufig die Frage auf, wie es dazu kommt. Es gibt wohl mehrere Ursachen, eine wichtige sehe ich neben Medien und Politik in den Universitäten. Im letzten Semester gab es hier an der LMU eine Ringvorlesung zu sozialwissenschaftlichen Themen, einmal sagte eine Referentin sogar ausdrücklich, man habe sich in ihrem Fachbereich darauf geeinigt, bestimmte Begriffe wie „Nation“ oder „Kultur“ gar nicht mehr bzw. nicht unkritisch zu verwenden. Interessanterweise haben sehr viele ältere Zuhörer applaudiert, kritisch hinterfragt hat das niemand. Dieses Weltbild ist also schon länger angelegt, richtig virulent ist es bei der Generation Erasmus, und je ehrgeiziger die jungen Leute sind, desto dogmatischer agieren sie, so meine Beobachtung. Ich hatte auch schon mehrfach Gelegenheit, französische ENA-Studenten im „Gedanken“-Austausch mit bayerischen „Elitestudenten“ zu erleben: kein Satz ohne die einschlägige Terminologie, ohne überflüssige Spezifizierungen von Liebesbeziehungen, Ehen oder Phänotyp, Gendern im Übermaß sowieso. Das alles auf eine Weise anstrengungslos und mit einer solchen Selbstverständlichkeit, dass irgendwann der Eindruck von Sprechmaschinen bei mir entstanden ist. Die Vokabel „bourgeois“ abwertend zu verwenden, hat in Frankreich schon eine längere Tradition, „bürgerlich“ so auszusprechen, als wäre das ein besonders hässliches und gefährliches Insekt, und das ebenfalls wie automatisiert, kannte ich bis dahin erst von einem Emissär der Amadeu-Antonio-Stiftung. Und das mit zumeist durch und durch bürgerlichen Hintergrund! Ähnlich verhält es sich mit „Kultur“ und das ist ja auch paradox: diese recht jungen Leute fühlen sich zur Kultur berufen, betrachten sie letztlich aber als Steinbruch, um ihr Weltbild komfortabel zu möblieren. Das sind die Früchte der Postmoderne, die Folgen verinnerlichten Dekonstruierens und Konstruierens von was auch immer.
      Nun weiß ich nicht, wie repräsentativ diese Beobachtungen sind und erst recht nicht, wie weit Macron durch diese Atmosphäre beeinflusst ist, es scheint mir aber schon sinnvoll, den Zusammenhang zwischen Karrierestreben und modischen Weltbildern im Auge zu behalten und sei es nur, dass man sich nicht allzu sehr darüber wundert, wie und warum bestimmte Karrieren möglich sind, zumal in Frankreich, wo eine bestimmte Ausbildung und die Karriere in Politik und Verwaltung noch wesentlich enger verknüpft sind als in Deutschland.

    • Es liegt an den Sprechern, Frau Simon
      Ich war gestern mit zwei Chinesinnen auf Europareise in der Fränkischen Schweiz, und während der Wanderung lief ein chinesischer Podcast über Wagners Tannhäuser und die Meistersinger von Nürnberg.

      Auf dem Programm standen bisher außerdem kunsthistorische Museen, Kirchen, Konzert- und Opernbesuche, und in diesem Stil wird es, getragen von einer großen Begeisterung für Bach, auch weitergehen.

      Für reiche Mittdreißigerinnen in China ist die Teilnahme an dem, was für Frau Özuguz nicht identifizierbar ist, ein wirksames Mittel zur sozialen Distinktion.

      Nun könnte man entgegnen, Hochkultur hätte mit der Kultur der kleinen Leute oder dem täglichen Leben nichts gemein, doch auch dann gäbe es Gegenargumente: Kultur zeigt sich nämlich auch beim Essen. Herr Macron würde Baguette und Croissant sicherlich ebenso vermissen wie manch Deutscher Sauerteigbrot, Sauerkraut und Würste – die Esskultur ist ein wichtigerer Teil des Lebens, als man gemeinhin vermutet.

      Unser Essen ist übrigens etwas, mit dem die meisten Chinesen nichts anfangen können, das aber ganz deutlich als typisch deutsch identifiziert wird.
      Dass Frau Özuguz das nicht aufgefallen ist, läßt nur vermuten, dass sie sich nach Art ihrer Eltern ernährt.

      Oder aber das Alles ist Quatsch und die Sprecher dieser Sätze sprechen sie wider besseres Wissen, um ihre Agenda voranzubringen oder zu rechtfertigen.

    • Macron kommt Özoguz ja auch anders entgegen
      er will mehr Einwanderung und mehr Moscheen bauen lassen. Die Probleme der Banlieues anscheinend völlig ignorierend. Soviel Verleugnung der Realitäten ist schon sehr gewagt.

      .
      Wenn der Gebrauch der Begriffe Nation oder Kultur nur noch kritisch erfolgen soll, darf man wohl ernsthaft am Verstand der Protagonisten zweifeln. Dass die Zuhörer da völlig unkritisch applaudieren zeigt nur, wie verblödet unsere Mitbürger unterdessen sind. Die Wahlergebnisse haben das überdeutlich gezeigt, die BT-Wahl wird dem noch die Krone aufsetzen.

      .
      Rainer Zitelmann veröffentlichte in den 90er Jahren einen ganzseitigen Artikel „Wenn Herrschaftsfreie herrschen“. Darin heißt es schon in der Einleitung: „in der Folge der Kulturrevolution von 1968 kam es zu einer Verschiebung des politischen Koordinatensystems. Die einstigen Tabubrecher haben neue Tabus aufgerichtet. Denkverbote behindern die freie Diskussion. Der linke Konformismus hat zu einem Pluralismus-Verständnis geführt, das rechte und konservative Positionen ausgrenzt.“
      http://vera-lengsfeld.de/2017/05/08/wenn-du-nicht-mehr-brennst-starte-neu/#more-1325

      Jetzt weiß ich, was ich vergessen habe, ich wollte mir das Buch kaufen.

    • Man fragt sich, gibt es überhaupt spezifische (andere) Kulturen?
      Wen ja, welche und warum hat gerade D keine? Und wenn nein, könnte es logischerweise auch kein MultiKulti geben, nur Einheitsbrei.

    • @ DA 17.05., 11:09h
      Lieber Don,
      ich glaube nicht, daß Sie sich das fragen sondern daß Sie das – genauso wie die meisten der Leser hier und nicht zuletzt ich selbst – beklagen.
      Denn es zeigt überdeutlich, daß zum Erreichen einer gesellschaftlich (und ebenso auch bei wirtschaftlich) relevanten Position keine Erziehung, keine Kultur, keine gereifte Persönlichkeit die notwendigen Voraussetzungen sind. Was solche Leute wiederum auszeichnet ist eine Energie und ein Willen, um in solche Positionen zu gelangen, die / der mir bedauerlicherweise völlig abgeht.

  10. Titel eingeben
    letzte Zeile: läse ich…
    = löse ich die Bremsen…

    ..
    Ansonsten: Danke, wieder mal.

  11. ex Bavariam lux...?
    Lieber Don,

    sofern Sie oben auf die Schlacht auf dem Lechfeld anspielen – angeführt wurden die Panzerreiter von einem Sachsen! Mit dem Ort haben Sie natürlich recht…

    Gruß

    • Davor haben die Bayern die Ungarn auch schon zurückgeschlagen.

    • Lieber Don...
      … Sie haben recht! Wissenslücke meinerseits.

      Gruß

    • Otto I. der Große
      War ein Sachse aus dem damaligen Stammesherzogtum Sachsen. Zum heutigen Freistaat Sachsen hat das Stammesherzogtum Sachsen keinen territorialen, sprachlichen und nur mittelbaren historischen Bezug.

    • Augsburg und die Schlacht auf dem Lechfeld
      Der Ort, nämlich Augsburg, lag definitiv im Gebiet der Alamanni = Schwaben, und der hl. Ulrich, der Augsburg verteidigte, war auch ein Schwabe, von dessen Familie die Habsburger abstammen. Ulrich ist Leitvorname im alemannisch/schwäbischen Bereich.
      Augsburg wurde erst von Napoleon dem unkultivierten Bayern zugeschlagen. Leute wie die Fugger wären als Bayern undenkbar gewesen, wegen mangelnder Hirnmasse der Bayern.

  12. Messerscharf und brillant. Danke!
    Don,
    wie Sie das alles so durchziehen, ich bin sprachlos. Chapeau.

  13. Der Italiener an sich,...
    gerade der hochmittelalterliche, hatte ja eher wenig übrig für Häretiker, unter die Mohammed damals gerechnet wurde:

    „Kein Faß, das in der Mitte oder auf der Seite seines Bodens eine Daube verliert, kann so durchsichtig seyn, als ich da einen Verdammten sah, der vom Kinn bis an den Wannst herunter ganz von einander geborsten war. Zwischen den Beinen hiengen ihm die Gedärme herab. Das Eingeweide lag frey. Und der unreine Darm, der aus dem, was man hinunterschlingt, den Unflath in sich sammlet, auch der war da zu sehen.

    Indem ich mich gänzlich damit beschäfftigte, ihn genau zu betrachten, sah er mich an, öffnete sich mit den Händen die Brust, und sagte, O! siehe, wie ich mich nun in Stücken zerlege, siehe, wie verstümmelt ich, Mahomet, nun bin! Vor mir her geht und weint Ali, dessen Angesicht vom Kinn bis an den Wirbel gespalten ist. Und alle die andern, die du hier siehst, waren in ihrem ehemaligen Leben Stifter von Aergernissen, Trennungen und Religionsspaltungen, und daher sind sie nun hier also zerspaltet.

    Denn dort hinten ist ein Teufel, der uns mit der Schärfe eines Schwerdts grausam zertheilet, und wann wir die schmerzhafte Straße herum sind, einem jeden von unsrer Gattung diese Trennung von neuem aufhauet. Denn die Wunden schließen sich erst wieder zu, ehe einer wieder vor ihm vorbeygehet.“

    http://www.dantealighieri.dk/Bachenschwanz/hoelle/dgk-h28.htm

    Da mussten erst fast tausend Jahre vergehen, bis politisch korrekte Feingeister heftig Anstoß nehmen konnten:

    http://www.telegraph.co.uk/culture/culturenews/9140869/Dantes-Divine-Comedy-offensive-and-should-be-banned.html

    Mit kuriosen Folgen:

    http://diepresse.com/home/kultur/literatur/4776632/Mohammed-in-der-Hoelle_Italien-setzt-Dantes-Grab-unter-Schutz

    Auch anderweitig im Mittelmeerraum katzbalgt man sich um nicht mehr zeitgemäße Kunstwerke:

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/spain/1467621/Public-outcry-forces-church-to-keep-Moor-Slayers-statue.html

    Dem Vernehmen nach hat man aber die Statue des Santiago Matamoros kirchlicherseits mittlerweile mit reichem Blumenschmuck umgeben, so dass die zu Füßen des Rosses herumliegenden abgeschlagenen Maurenschädel nicht mehr so auffallen.

    Wenn man sich mit den Inseln im Mittelmeer, speziell Sardinien beschäftigt, kommt man zu dem Schluß, dass sie eigentlich immer geplündert wurden, erst von fremdländischen Invasoren (Punier, Römer, Sarazenen, Spanier.. usw. usf.), dann von den „eigenen“ Leuten.

    Nach der „Einigung“ Italiens (auch so ein Thema, ähnlich der deutschen Machtergreifung Preussens 1870/71), wurden als Erstes die reichen Eichenwälder Sardiniens durch die Piemontesen abgeholzt und zu Eisenbahnschwellen für das Festland verarbeitet.

    Es bestätigte sich wieder einmal der alte sardische Spruch:

    „Furat chi vene da o mare – wer übers Meer kommt, stiehlt!“

    • Quellen
      Nur als Anmerkung, Nazi-Hetzblätter wie den Telegraph zitiert man besser nicht, schon alleine um dem eigenen Ansehen nicht zu schaden.

      Die rechte englische Presse ist durchweg aus dem wiss. Diskurs geflogen, selbst die im Vergleich zu Telegraph noch etwas mildere Daily Mail ist mittlerweile sogar durch Wikipedia gebannt worden, und letztere hat ja bekanntermaßen nicht die allerhöchsten Standards.

      Grüße,
      W.

    • In Bologna konnten 2002 und 2006 2 geplante islamistische Anschläge verhindert werden
      Geplante Terroranschläge

      Wikipedia:
      „Im Jahre 2002 plante eine Al-Qaida-Zelle, bestehend aus fünf Männern, die Basilika in die Luft zu sprengen. Sie machten sich verdächtig, als sie innerhalb des Gebäudes Videoaufnahmen von dem Fresko machten, das Mohammed als Opfer eines Dämons in der Hölle zeigt. In einem abgehörten Telefonat machten sie ihre terroristischen Absichten deutlich, was zu ihrer Verhaftung führte.Ein weiterer Anschlagsplan im Jahre 2006, der zudem noch die Metropolitana di Milano zum Ziel hatte, wurde ebenfalls vereitelt. Hierbei wurden sieben Verdächtige festgenommen.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Basilika_San_Petronio

  14. Wikinger und Geraffel, das schnell auseinanderfällt .
    .
    .
    Die Normannen, Ex-Wikinger, die sich in Frankreich, eben der Normandie, ansiedelten, und die französische Kultur übernahmen,
    hatten in hundert Jahren Frankreich ihre eigene kulturelle Identität, namentlich den Bootsbau,

    dermaßen verlernt, dass, als Wilhelm der Eroberer 1066 nach England übersetzte,

    ihre Boote so miserabel waren, wie heute nur Müllmöbel.

    Wäre das Wetter nur ETWAS ungnädiger gewesen,

    die ganze Sippschaft wäre abgesoffen, wie die Ratten.

    Was die deutsche Kultur angeht, dfiniert die natürlich nicht unsere völlig heruntergekommene Politik,
    und schon gar nicht eine selbstgewollt Fremde, die darin nichts verloren hat.

    Aber weggenommene Fähnchen und eine DDR-gesinnte Gonslerin, die linkem Müll hinterherrennt,

    zerstören nicht nur das Land,

    sie verhindern mithilfe von StaSi-Personal auch jede Diskussion, jede Verteididgung, unseres Landes .

    Mainstream-Medien, ich nenne sie offen Lügenpresse, tragen ihr Scherflein dazu bei .

    Mit Führungsfiguren habe ich ein grundsätzliches Problem, ich mochte meine harmlosen Chefs nie, meine Seniorpartner,
    ja, mit meinen Eltern kam ich erst zu einem passablen Auskommen, als ich nicht mehr unter ihrer Fuchtel stand.

    Und politische Führungsfiguren haben sich praktisch immer selbst disqualifiziert .

    Das schreibt Geschichte, ist aber gerade deshalb für die Zeitgenossen keine Basis für menschenwürdiges, gutes , Leben .

    Aber heute ist der Karren so verfahren, dass es wohl eines Karl Martell bedürfte, um diesen

    Augiasstall zu säubern.

    Das Hoffen auf Integration, das zeigt gerade eine Özuguz, ist lächerlich,

    und der ,,Liebe Gott“ wird nicht herabsteigen,

    und irgendwas richten.

    More of the same führt zur beschleunigten Katastrophe.

    Ich will keine Einzelfälle mit System und Methode.

    Ich will meine Ruhe wiederhaben,

    und wer sie mir mit
    Multikulti-Geraffel, das als gesellschaftspolitisches Konzept von selbst zusammenfällt,
    nimmt,

    ist mein Feind.

  15. Den Leierkasten kann jeder spielen
    aber wer ist schon Klaviervirtuose? Das mechanische Reproduzieren der Zwangstoleranzphrasen, das mittlerweile zum Repertoire eines jeden Spießers gehört ist ohne viel Zutun von echter geistiger Leistung möglich. Und wer hat es nicht gern bequem, wer bohrt nicht lieber dünne als dicke Bretter? Die Spießer von heute, sie sind immer noch dieselben (früher waren sie allerdings eher rechts), sie meinen nur sich mit linksalternativem Gelabere besser tarnen zu können.

    Und von wegen kulturelle Vielfalt (die hierzulande in der Tat so gern propagiert wird von der im DA-Blog genannten Zeitung, die mittlerweile Texte produziert, von denen man angesichts der sprachlichen Gestaltung Kopfweh bekommt-hier ist wohl schon die Generation am Werk, die Schreiben nach Gehör gelernt hat): welcher denkende und vielgereiste Mensch würde ernsthaft bezweifeln, dass Einflüsse anderer Kulturen die unsere bereichern können? Das setzt allerdings voraus, dass wir eine erkennbare haben und sich nicht alles in einem undefinierbaren Kuddelmuddel auflöst. Alles ist aber eine Frage des Maßes. Hierzu mal ein Beispiel aus der Medizin (bevor jetzt die Pharisäer wieder laut aufheulen weil ihr Simpelhirn mal wieder nicht weiter kommt schicke ich voraus: nein, ich setze Ausländer nicht mit Krankheitserregern gleich): eine Impfung besteht darin, dass einem Körper nicht ein Medikament verabreicht wird (also beispielsweise keine synthetisch zusammengesetzte Chemikalie), sondern eine geringe Dosis der Erreger genau jener Krankheit, gegen die man immun gemacht werden soll. Das Blut hat dann Gelegenheit
    dagegen Antikörper aufzubauen, bei einer zu großen Dosis an Krankheitserregern funktioniert das Ganze allerdings nicht, dann bricht die Krankheit aus. Ich benutze diesen Vergleich wie gesagt nur um darzustellen wie sehr alles eine Frage des Maßes ist.

    Sich kulturell bereichern zu lassen ist eine Sache, sich komplett überrennen zu lassen eine andere. Die Frage nach der Leitkultur erübrigt sich eigentlich, letztere sollte selbstverständlich sein und der Umstand, dass hierüber diskutiert werden muss zeigt eigentlich nur, dass bei uns schon enorm viel aus dem Lot geraten und verrutscht ist.

    Die Gründe hierfür liegen eigentlich auch auf der Hand: es ist einerseits mediale Berieselung durch Kitsch wie „Lindenstraße“ oder zeitgenössische Werbung (wo es offensichtlich interne Multikultiquoten gibt, denn heute ist es nicht mehr der Papi mit dem Hut, der gleich nach der Rückkehr vom Bürojob an den Kühlschrank läuft um als erstes sein Lieblingsjoghurt zu löffeln, sondern irgendein ach-so-hipper Adebisi), andererseits haben die Multiplikatoren an den Schulen, unsere Lehrerlein, zugeschlagen. Dort produzieren genau die spießigen und weltfremden Muttitypen, die eigentlich nur „schaffe-schaffe-Häusle bauen“ im Hirn haben heutzutage „Afrika-Afrika“, „Mulitkulti-backe-backe-Kuchen“ und Gendergequatsche wie am Fließband (siehe Leiserkastenallusion), nicht sehend, dass die Dosis längst überschritten ist und immer mehr „Afrika-Afrika“-Appeasement jetzt denn doch das Häusle schon nachdrücklich gefährdet. Aber da viele halt mit einem tiefergelegten Hirn herumlaufen merken sie so etwas eben erst sehr viel später.

    Das nach links gewendete Spießertum, es ist nicht nur unerträglich, sondern für unsere Heimstatt zu einem existenzgefährdenden Problem geworden. Vor allem die 68-er haben das Sägen am eigenen Ast zu einer feschen Attitüde gemacht. Fesch war es vielleicht anfangs auch noch, solange eine überschaubare Anzahl von Leutchen gesägt hat. Mittlerweile sind aber die ganzen fleißigen Spießertypen, die Hinterherrenner. die „Dahintens“, auf den Zug aufgesprungen und sägen mit. Und so kommt es, dass ein einstmals stark und fast unüberwindlich scheinender Ast der Bürgerlichkeit jetzt fast wegzukrachen droht.

    Solange die Flagellanten nur sich selbst erwischen könnt’s mir noch egal sein. Aber mittlerweile hauen die in ihrer Hysterie so um sich, dass sie immer auch Unbeteiligte erwischen. Und wenn man selbst eher auf Kontemplation steht und es nichts gibt, wofür man büßen müsste ist irgendwann Schluss mit lustig. Dann muss man eben das argumentative Florett auspacken und den im Fieber liegenden Fanatikern ihre Geißel aus der Hand hauen.

    • Malen nach Zahlen
      „hier ist wohl schon die Generation am Werk, die Schreiben nach Gehör gelernt hat“

      Mit den sprachlichen Fähigkeiten ist es auch sonst nicht weit her. Interview nach der Wahl in NRW in der Zeit: „Die Grünen sind in Nordrhein-Westfalen beinahe halbiert worden. Sie haben in Schleswig-Holstein eine Woche zuvor fast doppelt so viele Stimmen geholt.“ Also erst einmal werden da Menschen halbiert. Dann: Stimmen in SH: rd. 190.000/ Stimmen in NRW: rd. 539.000. Mathematik wurde wahrscheinlich vor dem Abitur abgewählt. Und solche Leute sind dann die großen Welterklärer.

      Unglaubliches Niveau!

    • Kulturdarwinismus
      Es läuft halt irgendwie darauf hinaus, dass man (1) genug Kinder haben muss um die eigene Bevölkerung in etwa stabil zu halten (+/- 1%/a stellen vermutlich kein Problem dar) UND (2) diese auch so erziehen muss dass sie ausreichend produktiv und intelligent sind, sich in der echten Welt durchzusetzen.

      Im Falle von ’schland kann ich nur spekulieren dass eine kulturelle Kastration etwa 1950 stattgefunden hat und in deren Folge man die ’68er sowie deren Wirken die aktuelle Misere erklären können.

    • @Wassermann 18:03
      das mit der „kulturellen Kastration“ hätte ich gern genauer erklärt. Ich hoffe, Sie kommen da nicht mit irgendwelchen Verschwörungstheorien wie „die Westalliierten waren’s“. Dass es nach dem Krieg eine Umerziehung gab will ja niemand bestreiten. Aber wenn man sich mal ansieht wo heute die Westalliierten stehen (Brexit, Trump, mit Russland an der Seite, Frankreich mit Le Pen in der Stichwahl) und das vergleicht mit dem wo wir stehen: ich glaube, die haben sich eigentlich gar nicht so sehr verändert, wir sind aber ganz einfach extrem verrutscht.
      Wenn es eine „kulturelle Kastration“ gab, so kann man sie nicht den Westmächten anlasten. Ich würde sogar sagen wir hatten unsere kulturelle Souveränität schon wieder zurück lange bevor wir die volle politische Souveränität wieder hatten (eigentlich erst mit der Wiedervereinigung, und das wurde bis heute auch nicht in vollem Umfang genutzt). Nein, nein, die Misere ist hausgemacht, und ich würde es in der Tat vor allem an 68 festmachen.
      Wenn in Deutschland mal etwas ins Rollen gerät und wenn dann noch der typische preußische Piefke-Ehrgeiz dazu kommt, dann dauert es lange bis man die Dampfwalze wieder anhalten kann. Die kulturelle Tragik liegt darin, dass man diese preußische Untertanen- und Gehorsamsmentalität mit dem wesensmäßig genauen Gegenteil, nämlich 68, verbunden hat. Und nur dadurch hat es dann diese zerstörerische Dynamik entwickelt, die unsere Gesellschaft immer weiter destabilisiert. Sehen Sie sich nur mal die FAZ an (ich weiß nicht ob DA riskiert das jetzt zu bringen, von mir aus kann er es auch weg lassen): da gibt es immer noch solide (wert-)konservative Charaktere wie Stelzner oder Müller. Aber sehen Sie sich mal an was die jüngeren Redakteure so abliefern. Oh je, oh je, kann ich nur sagen, bei denen hat die linksalternative Gehirnwäsche in den Schulen aber ganze Arbeit geleistet. Tragisch, aber es ist ein selbstverschuldetes, hausgemachtes Problem. Ich rede aus Erfahrung, war viele Jahre Gymnasiallehrer (schreibe gerade ein Buch darüber), und wenn man sich ansieht was bei uns an der Bildungsfront so läuft, da kann ich nur sagen, Sie haben gar nicht so unrecht mit Ihrem Begriff der „kulturellen Kastration“. Aber es ist eine selbstbeigebrachte, zur Kunstform erhobene Eigenkastration.

      Naja, ich wollte mich nicht kastrieren lassen!

  16. Ex Zeitleser
    Wirklich sehr gelungener, hintersinniger Beitrag mit schöner bildhafter Sprache im historischen Kontext

    Klasse auch: „Damals gab es noch keine Abos der Zeit, die den Menschen erklärten, wie großartig Bereicherung durch andere Kulturen denn sein können“ samt nachfolgenden Ausführungen.

    Übrigens die Zeit „selektiert“, äh natürlich wählt immer noch sehr stark und auffällig Kommentarbeiträge aus. Sehr viele bezüglich der Migrationsdebatte kritische, aber absolut sachliche, nicht polemische oder gar beleidigende Beiträge kommen da erst gar nicht an oder werden gelöscht. Ich vermute da zwischenzeitlich fast schon eine Art Netzfeuerwehr. Jedenfalls eine ganz einseitige Angelegenheit.

    • Ja, ich weiss, die nZeit ist da echt hart geworden. Ich nehme ihre Leser aber gern!

    • .......die Zeit ist da echt hart geworden?
      Beißendes Urteil von Fritz J. Raddatz über Gräfin Dönhoff („Zeit“-Chefredakteurin): „Die ganz verlogene Dönhoff in einem TV-Gespräch … ekelhaft, wie die Leute ihre eigenen Lügen im Bleyle-Kleid mit Perlenkette glauben und man sie ihnen, sind sie Gräfin, glaubt.“
      Und über die Medien: „Wir sind heute mit all diesen Medien dümmer, als wir ohne sie waren. Wir leben in einer Zeit des pseudo-informierten Analphabetentums. Was ich in den Medien lese oder höre, ist fast nur noch Schrott.“

  17. Noch ein Mühlstein
    Diese Frau ist auch so ein Mühlstein. Nichts von dem, was sie sagt, hat Hand und Fuß, und das merken sogar die dreißig Prozent der Türken, die angeblich AfD wählen. Die sagen sich auch, wieso sind sie hierher gekommen, und dann kommen andere gelaufen, die im Herzen immer noch ihre Feinde sind (weil das Osmanische Reich dort Besatzer war), und kriegen Geld und Neubauten hinterher geworfen.

    Natürlich haben wir eine Kultur, die in den Ländern offensichtlicher ist als in Berlin. Und wenn sie so ein Statement bringt, müsste sie das auf die Türkei ausdehnen oder Frankreich und Italien oder am besten Russland und würde massiv Ärger kriegen. Sie ist sehr problematisch. Die SPD besteht wie die Grünen nur noch aus Mühlsteinen mit wenig Corpus, einer der Gründe, warum ich meine, eine absolute Mehrheit täte der CDU/CSU gut, denn dann müssten sich alle in Opposition neu aufbauen, und die Regierung hätte Opposition von links und von rechts.

    Heute ist das doch ein wenig anders, denn wir leben ohne Waffen, im Gegensatz zu damals, und wie man an Wahlausgängen sieht und an der ganz plötzlichen Begeisterung der SPD für Ausschaffung Krimineller, will die Bevölkerung von der Regierung beschützt werden. Gendern ist eine Mode. Moden sind vorübergehend. Schutz ist etwas Permanentes, etwas, das man braucht. Denn, wenn man das nicht hat, muss man wieder auf den Berg und sich bewaffnen. Dann wird man lokaler Taliban sozusagen. Bei der CDU stimmt auch ein wichtiges Detail nicht: Die Armee gehört in die Hände eines Mannes. Sie scheint in einem verheerenden Zustand zu sein. Außerdem sollte sie von jemandem geführt werden, der Bodenerfahrung mit ihr hat, so wie in den USA. So was wie Mad Dog Mattis.

    Dabei denkt man immer wieder darüber nach, ob separat nicht besser wäre, Bayern ohne dieses angeblich kulturlose Deutschland, das mit solchen Bemerkungen zu entsprechenden Überlegungen einläd.

    • Wenn ich die SPD wäre, würde ich die Frau verstecken, das ist so eine Art SPD-Ponader. Reinstes Urnengift.

    • Bayern
      Nach vier Tagen Oberbayern –
      Lebensfreude aufgetankt
      für vier Wochen.

      Bloß gut: das Gute liegt für uns so nah.

      Noch eine Anmerkung:
      Leider können Bayern keine Kanonenbootpolitik machen.

    • Urnengift
      Die SPD hat noch mehr Wahlurnengift: Ich sag nur Stegner …

    • Verstecken von SPD-Mitgliedern
      Wenn ich die SPD wäre, würde ich folgende Leute verstecken: Stegner, Schulz, Maas, Steinmeier, Gabriel, Schwesig, Nahles, Özogus, … Die Frage ist nur: Was ist dann noch übrig von der SPD? Stattdessen hat man gerade Helmut Schmidt aus einer Bundeswehrkaserne verbannt, weil er – man höre und staune – seinerzeit eine Wehrmachtsuniform trug.

      Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die BW-Uni in Hamburg auch umbenannt wird. Gerüchteweise hört man, dass Flugzeuge mit Strahltriebwerken und Luft-Luft-Raketen wegen der Reminiszenzen an ME262, Horten 9 und R4M demnächst aussortiert werden sollen. Das Land der jetzt gerade hier Wohnenden wird dann wieder in aller Welt politisch korrekt mit Propellerflugzeugen verteidigt.

  18. Aydan Özoguz
    „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar“

    Dass mag aus der Perspektive der Dame durchaus zutreffen, stammt sie doch aus einer Familie, in der ganz andere Vorstellungen von Kultur gepflegt werden, spezifischere, klarer identifizierbare, darf man anfügen. Passend forderte sie z. B. von den Sicherheitsbehörden der angeblich nicht identifizierbaren Kulturnation – aus ihrer Sicht wohl eine Art leere, aber kultivierungsgeeignete Petrischale – schon mal „Augenmaß“ beim Vorgehen gegen Islamisten.

    Leute wie sie konnten in der SPD zu Einfluss gelangen, weil sich dort nicht wenige in deutschem Selbstekel und kultureller Unterwürfigkeit bis zur Unkenntlichkeit bzw. Nichtidentifizierbarkeit förmlich wälzen.
    Große Koalitionen – es soll für alle was abfallen – befördern solche Haltungen bis in höhere Ämter.

    In den USA übrigens, der crazy Mutter aller Einwanderungsländer, sind die Probleme und Aufgaben der Integration beim sogenannten „Heimatschutzministerium“ untergebracht.
    Die Umbenennung der entsprechenden Amtstellen nach diesem, seiner Herkunft nach völlig unverdächtigen Vorbild müsste man sich mal in Deutschland vorstellen.

  19. "ex Bavariam lux"
    Bitte nehmen Sie den Ablativ nach „ex“, danke!

  20. Vergleiche
    „Es ging da nicht nur um die Frage, ob Siena oder Florenz den Steuereintreiber schickt. Es ging schlichtweg um alles.“

    Der Steuereintreiber kommt heutzutage nicht mehr persönlich vorbei, der badet Dagobert gleich in seinen zusätzlichen Steuermilliarden. Für uns Anschaffer gibt’s nix Zählbares ausser ein paar Krümel zurück, das hat der gewiefte Bruder ja schon verlauten lassen, seine Chefin auch. Es ziehen noch keine marodierenden Horden umher und meucheln, aber – über ein mehr oder weniger stark retardierendes Moment – es geht wiedermal schlichtweg um alles. Vielleicht noch nicht für uns alten weissen satten Mitteleuropäer*, für die Nachkommen hier aber auf jeden Fall. Die Weichen sind gestellt. Die meisten wissen es nur noch nicht (oder wollen es nicht wissen). Was mich so fuchsig macht, ist diese Bräsigkeit, diese Wurschtigkeit, dieses Blicken bis zum eigenen noch gut gefüllten Suppentellerrand (oder bis zur sauber geschnittenen Gartenhecke, Ordnung muss sein), aber nicht darüberhinaus. Cocooning. Keinerlei Weitsicht, Interesse, irgendeine Idee wie es hier in 30-40 Jahren aussehen wird oder aussehen soll. Dem Schicksal ergeben. Eine identitätsloses willfähriges und gut zu steuerndes arbeitssames Abgabenheer, das die (Finanz-) Eliten durch Steuern und Billig-Konsum zu füttern hat.
    Wenn die Umpfragen so weitergehen liegt die CDU (und damit Merkel) im Sept. bei 115%. Mindestens. „Tolle“ Aussichten. Nur nicht so schön wie auf den Hügeln des Chianti-Gebietes.

    • Die CDU bei 115%
      mindestens. Diese Aussicht auf die absolute Mehrheit von Merkel macht mich seit Sonntag völlig depressiv. Die Leute kriegen den Arsch einfach nicht hoch, man hört zwar hier und da Gemecker, aber in der Wahlkabine immer wieder das gleiche Spiel.

      Auf dem merkwürdig gefalteten Wahlzettel standen sehr viele Parteien, man musste halt das blöde Papier mal auseinanderpusseln. Aber nein, es wird immer wieder derselbe Mist gewählt und dann will’s wieder keiner gewesen sein und keiner wird was gewusst haben.

      Mir hilft nicht einmal das wunderschöne Wetter, die heute einsetzende Blüte der Anne Boleyn, auf die ich mich so gefreut hatte und sie gibt sich doch alle Mühe an dieser exponierten Stelle in meiner Loggia.
      https://s6.postimg.org/r7mytd2k1/anne_boleyn1.jpg

      Ich gehe jetzt Apfelkuchen backen, vielleicht heitert mich das auf.

    • Liebe Frau Simon, die CDU bei 115 % hat was.
      Vielleicht würde dann endlich offensichtlich, dass der Kaiser nackt ist, was man durch größere oder kleinere Koalitionen bisher immer gut verbergen konnte. Finden Sie nicht auch?
      Es rennt uns halt nur die Zeit davon – und mit weiter so ist das Land spätestens bis zur übernächsten Wahl dann tatsächlich unwiederbringlich am Ende. Vielleicht muss es wirklich noch schlimmer werden, ehe es wieder besser werden kann?
      Er hats erkannt – deshalb kann man getrost alle Hoffnung fahren lassen, und wenn man nichts mehr halten will, lebt es sich vielleicht doch ein wenig freudiger und leichter:
      Noam Chomsky:
      “Die Mehrheit der gewöhnlichen Bevölkerung versteht nicht was wirklich geschieht.
      Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht.”

      Und haben Sie Freude an Ihrem Apfelkuchen und an der Anne Boleyn! Gerade und trotz allem!

    • Frau Simon, ich möchte Sie aufheitern.
      Meine englischen Rosen sind erfroren im April, als es hier nochmal minus 10^ gab in 2 Nächten.Weigelia, Deutzie, Schmetterlingsflieder und andere sehen erbarmungswürdig aus. Wir hoffena alle, dass es einen Nachtrieb gibt.So etwas gab es noch nie.

      Über die Wahl hatten wir uns ja schon unterhalten.Wenn man bedenkt, dass Frau Ö. doch wohl auch Abitur hat, frage ich mich schon, was heutzutage, oder besser, schon länger an unseren Schulen los ist/war.Ich jedenfalls quatsche immer gegen solchen Blödsinn an.Ist es so, weil der Koran da immer wichtiger ist, als alles Andere? Es mag noch heiter werden…

      Heute bin ich einäugig; aber kein König unter all den Blinden.Es wurde eine Implantation der Hinterkammer – Linse bei mir durchgeführt, im Volksmund grauer Star genannt.Ich hätte vorher einen Joint rauchen sollen, weil die Pupille sich sehr bitten ließ, um sich zu weiten.

      Wenn Sie Ihren Apfelkuchen fertig haben, essen Sie bitte ein Stück auf mich? Ich könnte es auch gebrauchen.

    • Im Rollstuhl...
      baden, mal was ganz Neues!

    • @BlackBlacky: Das neue Glück im modischen Trend: Cocooning oder Bionade-Biedermeier
      Der Deutsche Michel sieht’s mit Grausen,
      und es beschert ihm Nabelsausen,
      wenn er an seine Zukunft denkt,
      die nur am seid’nen Faden hängt.
      Die Zukunftsangst ist fürchterlich!
      So setzt er sich an seinen Tisch
      und stützt den Kopf in beide Hände:
      Die Sorgenfalten sprechen Bände!
      Willy Meurer

    • The FIXX in Deutschland
      @ Frau Siomon

      Ach was, blöde Politik … ist doch nur ein Nebenschauplatz des Lebens.
      Gute Musik anhören und sich des Lebens freuen …
      Hier 2 supertolle Livemitschnitte einer der genialsten Musiker bzw. Band auf Erden:

      https://www.youtube.com/watch?v=dq0W7Ej3bNc
      https://www.youtube.com/watch?v=VhzGNG_ywmg

      Öffnet das Herz und macht Laune.
      Mehr geht nicht. Hall of Fame.

    • @peter bernhardt
      Der Tisch, der ist aus Resopal
      dem Michel sein Gesicht wird ganz fahl

      Vor ihm liegt der Rentenbrief
      da sitzt er nun, in seinem Mief
      (BlackBlacky, soeben)

      … der Willy kann’s besser…

    • Noam Chomsky spricht die Wahrheit sehr gelassen aus
      und das ist es, was mich wahnsinnig macht. Die Leute merken nicht einmal, wie blöd sie sind. Das tut denen selbst nicht weh, aber ich könnte schreien vor ohnmächtigem Zorn.

      Anderes Beispiel hat weiter oben Theresa genannt, die Leute applaudieren völlig hirnamputiert, ohne zu hinterfragen, was sie gerade gehört haben.

      Abitur, ach liebe Philo, das sagt doch heute nix mehr. Ich habe nur 6 Jahre Volksschule und zwei Jahre Aufbauzug (war so etwas ähnliches wie Realschule) und wenn ich Mathe vorher abwählte, bekäme wohl auch ich locker das Abi.
      Pupillenweiten ist ätzend, ne Blindschleiche war sehend gegen mich. Ich wünsche Ihnen gute Besserung und wann wird gelasert? Auch dazu alles Gute, dreimal Holz und über die linke Schulter gespuckt.

      Kuchenbacken hat nicht geholfen, mich treibt eine innere Unruhe, die ich mir nicht erklären kann. Nun bin ich eh schon ein Hibbel, aber seit Sonntagabend habe ich einen Wahlkater oder wie soll ich das nennen, der mich nicht ruhen lässt.

      Den CDU-Abgeordneten (nicht, dass ich die Partei wähle, aber der wurde als einziger direkt gewählt und geriert sich als IT-Fachmann) hier vor Ort wegen des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes angeschrieben, er hat sogar geantwortet, sieht noch Verbesserungsbedarf, aber auch Bedarf an diesem Gesetz… also ich versteh’s nicht mehr.
      Aber damit bin ich nicht allein, ein SPD-Abgeordneter stellt fest, dass man den Wähler nicht mehr verstehe
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article164643188/Wir-verstehen-die-Menschen-nicht-mehr.html

      Lieben Dank an alle für den Zuspruch, für die Musik (die Gruppe kannte ich gar nicht – ich schäme mich ja schon – bin auf Pink Floyd u.a. gepolt). Aber, es hilft alles nichts, weiß der Teufel, was da auf mich oder uns zukommt, so viel innerer Aufruhr verheißt erfahrungsgemäß nichts Gutes.

    • Apfelkuchen
      Liebe Frau Simon, für Rhabarber ist jetzt die Zeit. Im Streuselkuchen sehr lecker. Passt auch politisch. Aussen rot, darunter grün, innen etwas sauer.

      Nehmen Sie die Wahl nicht zu ernst. Frau Kraft ist zu recht abgewählt worden, die Linkspartei ist in NRW auch nicht überzeugend, die Grünen waren einfach schlecht, also blieben nur drei andere Parteien. Da die immer noch sehr stark unter merkwürdigem Personal leidende AfD von vielen abgelehnt wird und die CDU unverändert mit dem Flüchtlingsthema kämpft, wurde Lindner stark gemacht.
      Das ist kein Sieg der CDU, sondern eine Abwahl einer Regierung, die schlecht war und eine Wanderung zum vermeintlich kleineren Übel.

      Wenn ich meine Mutter höre „wer soll es denn sonst machen“, klingt das für mich nach „besser Buchweizengrütze als leerer Magen“, also alles andere als begeistert.

    • Rhabarber geht gar nicht, ich bekomme schon wieder lange Zähne
      und Streusel sind auch nicht so meins. Aber vielen Dank für die Anregung, ich bleibe lieber bei Apfelkuchen.

      Anne Boleyn sitzt voller Knospen, hat mindestens 8 Blüten auf, die leider nur einen Tag halten, aber hübsch ist sie
      https://s6.postimg.org/q1nk8b3n5/anne_boleyn1.jpg
      und wenn ich vom Schreibtisch hochschaue, fällt mein Blick rechts auf Anne, links auf zwei Clematis, deren Blüten sich zum Garten hin recken und dazwischen über ein halbes Dutzend anderer Rosen, die nun auch so langsam ihre Knospen öffnen.

      .
      Allerdings kann man fragen, wer’s denn sonst machen soll. Es gibt nirgendwo Alternativen, die zu wählen sich lohnte. Womit wir wieder beim kleineren Übel wären.

      Gestern bei Maischberger die Erzählung des Recken aus Bordesholm, was Özuguz mit ihrer dämlichen Bemerkung gemeint habe. Wäre noch zu fragen, warum die Leute nicht das aussprechen, was sie gemeint haben könnten. Ansonsten keine neuen Erkenntnisse, es ist ein Trauerspiel.

    • @BlackBlacky
      Mief ist die Herzenswärme des Spießers.
      Gerhard Uhlenbruck

  21. Wehren, Helfen und Heilen
    Sehr geehrter Don,

    was für ein schöner Artikel. Und die Bilder machen Sehnsucht selbst mal wieder gen Italien zu fahren.
    Warum wohl gründeten die Ritterorden im Mittelalter Niederlassungen nicht nur im Heiligen Land, sondern gerade an Straßen, auf Hügeln und an Flüssen? Sicher nicht nur „wegen der Logistik“, der Begriff war nicht einmal geprägt. Sondern um Pilger wie Händler ( Händler und Reeder besorgten das was man heute Logistik nennen würde) zu schützen. So entstanden Kirchen und Kapellen, Kommenden und Burgen, später teils zu Schlössern umgebaut. Johanniter und Deutscher Orden bauten dazu Hospize, in denen erkrankte (oder bei Überfällen verwundete) Pilger (und Reisende) gepflegt werden konnten. Das gebar nachgerade einen eigenen Baustil, es haben sich zweistöckige Kapellen – Anlagen erhalten, bei denen es in einem Stock direkte Verbindung in einen Saal gibt. Nein, das war nicht der Kapitelsaal, das war der Krankensaal. Es gibt Dokumente, Regeln, consuitidines, Manuskripte, in denen man das nachlesen kann. Das gehört zur kulturellen Vergangenheit – na wovon, einer Region?
    Es hat auch Spuren in den Eigenliturgien hinterlassen, etwa hinsichtlich des „allgemeinen Gebets“ bzw. der Fürbitten. Erwähnte ich schon, dass wir stramm katholisch sind?
    Und all das, Calatrava Ritter, wie Johanniter (später Malteser), Deutscher Orden, bis nach Sizilien hinunter. Italienische Historiker haben sich in den letzten Jahren damit beschäftigt, und in Süditalien gibt es inzwischen wieder eine Komturei des Deutschen Ordens.
    Die Templer übrigens waren ein anderes Thema, erstens galten sie als Raufbolde, also quasi die Rocker-Clubs des Mittelalters, zweitens waren sie im Finanzgeschäft aktiv, das machte sie zum lohnenden Ziel.
    Über all das könnte man bei einem schönen Chianti Riserva nachsinnen.
    Auf eine gute Zeit da unten, bzw. oben auf den Hügeln, Don Alphonso.

    • Danke, eine Johanniterburg gibt es hier übrigens auch direkt auf dem Weg, unten, und die wird auch noch benutzt – aber das kommt irgendwann später.

  22. Titel eingeben
    Die kleinen Tippfehler gehören ja schon fast zum sympathischen Erscheinungsbild des Blogs, aber hier dürfte noch ein „e“ aus dem Einleitungs-Zitat verschwinden, scheint mir. (Oder ich verstehe es nicht.)

    Ansonsten freue ich, dass gerade aus Italien immer wieder besonders schöne Don-Texte kommen. Allein diese kulturelle Stimulanz sagt schon so viel über uns.

  23. Historie und Aydan Özogus ...!!!??
    … tut mir leid – jetzt platzt mir aber der Kragen …

    … solange geistig völlig Minderbemittelte – und so wie´s aussieht, noch nie in ihrem Leben sich mal ausgiebig mit der deutschen Geschichte beschäftigt und auseinandergesetzt habende Menschlein vom Schlage einer oben genannten Integrations-Irgenwas-Dame …

    … will man gar nicht mehr wissen, was da noch so alles an Blödheiten über Deutsche Jahrtausend alte Kultur gedummschwätzt werden wird …

    … ich habe die ehemalige Heimat meiner Eltern (Böhmen-Mähren) schon öfter besucht und selbstverständlich auch kritisch betrachtet …

    … selbst was heute noch davon übrig ist (einiges wunderbar restauriert in den letzten 20 Jahren) …

    … treibt einem Tränen in die Augen – in Gedanken daran – welch`kulturelle Schätze dieses VOLK einst hervor gebracht hat …

    … vielleicht sollte sich so mancher „Modernisierer“ und „Islamisierer“ erst mal ausgiebig einlesen, ehe … nein, dann würde keiner mehr so einen unseligen Schwachsinn wie Frau Aydan Özoguz verzapfen !!!

    • ... vor allem auch ...
      … weil man davon ausgehen kann, dass jede vermeintlich kulturelle Äußerung der sog. „Hochkultur“ von Ö & Co. unter Denkmalschutz und Respektseinforderung gestellt wird.

      Es gibt, nebenbei bemerkt, hier türkischstämmige Fußballvereine und Moscheen, die ungeniert nach notorischen Christenverfolgern benannt werden, so ähnlich, wie wenn man den FC Zschäpe gründen würde …

    • Perlen vor die Säue
      Mein Beileid!

      Aber: das kommt davon wenn man Perlen, äh Pässe vor die Säue wirft.
      Der nächste Trump wird dann eben ’schland auch auf die Sperrliste setzen müssen…

  24. Gebete wie vor tausend Jahren
    Werter Don, an historischen Denkmalen kommen mir auch oft ähnliche Gedanken. In den italischen Gefilden bin ich buchstäblich nicht bewandert, sondern bereise oft die Gegenden, in denen es aus derselben Zeitepoche merowingische, karolingische und ottonisch-sächsische Bauwerke gibt. Die damalige Herrschaftssicherung hatte bekanntlich auch immer mit höchst komplizierten italisch-römischen Angelegenheiten zu tun. Da ist Ihr Text eine interessante ultramontane Ergänzung.

    A propos Gebete wie vor tausend Jahren. Ich hatte mal vor Jahren ein typisches Erlebnis im Kloster Maulbronn. Eine Führerin erklärte den monastischen Tagesrhythmis im Mittelalter und war völlig überrascht von mir zu hören, dass es heute noch Klöster gibt, in denen die Horen eingehalten werden und zwar in Latein.

    Sie benutzen den Begriff kulturelle Sicherheit, der auch in den letzten Wahlanalysen gelegentlich auftauchte. Dass Politikwissenschaftler, bspw. gestern in der Phönix-Runde Herr Korte, dieses Wahlmotiv jetzt zur Kenntnis und auch ernst nehmen, halte ich für bemerkenswert.

    Nach Ansicht der Bundesbeauftragten gibt es jenseits der Sprache keine identifizierbare spezifisch deutsche Kultur. Was ist es dann? Nun ja, dann muss ich wohl ein lupenreiner Rassist sein, wenn ich zu einem wolgadeutsch-kasachischen Mütterlein mit Kopftuch mehr Nähe empfinde als zu einem anatolischen.

    edSE

    • „Kulturelle Sicherheit“ heisst, dass man aus Opportunismus nicht mehr Nazi, Pack und Dunkeldeutsch sagen will, weil der Mörder von Niklas gerade mal eben straffrei ausgeht.

    • Kulturelle Sicherheit
      Aus derselben „Kulturellen Sicherheit“ heraus darf man dann auch eine AfD-Kandidatin als „Nazi-Schlampe“ bezeichnen, immer unter dem Titel Satire selbstverständlich und bei milder Beurteilung derartiger Formen von „Satire“ durch eine kulturell wohlgesonnene Justiz.

      Woher auf einmal all die Satiriker kommen? Muss was mit Kultur zu tun haben, auch wenn die Integrationsbeauftragte deren Vorhandensein partout nicht zu erkennen vermmag.

    • Ich fand das auch schäbib, obendrein sexarbeiterfeindlich und möchtre nicht, dass so etwas von Zwangsgebühren finanziert wird.

    • @ Don
      Zwangsgebühren: sollte sich nicht die ebenfalls staatlich alimentierte Frau Kahane mit ihrer orwellschen Dienststelle der Sache annehmen?
      Klarer Fall von hate speech plus Misogynie und Sexismus.

    • @D.A.
      „Kulturelle Sicherheit“ heisst, dass man aus Opportunismus nicht mehr Nazi, Pack und Dunkeldeutsch sagen will, weil der Mörder von Niklas gerade mal eben straffrei ausgeht.“

      Wenn Sie meinen, dass die Ressentiments gegenüber den „Dunkeldeutschen“ in den meisten Fällen tiefer gründen als eine gesellschaftliche Pflichtübung, einen Angehörigen einer ganz allgemein (man könnte auch sagen: totalitär, durchschlagend) „schlecht“ dargestellten Gruppe auch genauso allgemein – d. h. in allem, was er tut oder sagt – einzubremsen, es sei denn, er geriere sich seiner Stellung entsprechend devot – dann wäre ein Verzicht auf solche Vokabeln natürlich sinnlos; ist er vermutlich auch. Ebenso, wenn davon ausgeht, dass es sich bei der entsprechenden Gruppe tatsächlich um Nazis, Pack und Dunkeldeutsche handelt.

    • Mich fragte grad der polnische Bekannte,
      ob man Frau Merkel auch so bezeichnen darf… Ich hab ihm gesagt, ausprobieren und abwarten, was kommt.

      Das Urteil zur Na******, das Urteil zum Libanesen-Clan in Hameln, lässt einen nur noch schaudern. Rechtsstaat? Ich sehe keinen.

    • Identitäten erkennen vor allem nur die von Aussen
      @et du Saint Empire

      Die spezifisch deutsche Identitär erkennen z.B. die Romands in der CH. Also eine kulturelle Identität jenseits der politischen. Ein solcher Romand sagte mir damals ca. 1976 in Berlin: also den Deutschen macht der Schützenverein aus.
      Von Franzosen werden wir Deutschen z.B über die Tierliebe und die Arbeitsfreudigkeit charakterisiert.
      Und den Begriff „Nation“ muss man in der Tat differenzieren: politische Nation vs. kulturelle/sprachliche Nation, kulinarische Nation u.s.w.

      Würde mich über Antworten freuen.

  25. Sklavenhalter und Mao
    Ich habe nie verstehen könne, dass bei Sklaverei immer auf den weißen alten christilichen Mann gezeigt wird, der Einfluß des arabischen Islams jedoch komplett ignoriert wird.

    Im Zuge der Islam-Diskussion darauf hinzuweisen, daß die Existenz der werten Zeit-Redaktion auf der Abwehr des Islam beruht, hat mich mal meinen Zeit Account gekostet.
    Tja, „some…. are more equal“.

    Ein Malcomx hätte 1964, bei seinem Besuch in Mekka, sicher mehr als einen schwarzen „Ex“-Sklaven finden können.
    Der IS hat diese kultursensible Tradition ja wiederbelebt.

    Um mit Mao zu sprechen, „die Macht kommt aus den Gewehrläufen“.

    Wenn Du nicht um die Sklavehalter kümmerst , kümmern die sich um dich.
    Unsere Vorfahren haben das offenbar begriffen.

    Das ist, denke ich, übertragbar auf NAFRIS, organisierte Kriminaltät, …., bento Redakteure,…., irgendwas mit Aktivist.

    Am Ende sitzt man sonst auf einer Sarrazenen Galleere oder hat einem Termin beim neuen Ministerium für Wahrheit. (Gesetzeslesung war gestern!)

    Allerdigs haben wir es hier im Land der Germanen nicht so mit dem begreifen.

    Nur der „deutsche Michel“ ist so beschränkt eine CDU in NRW zu wählen die gegen die SPD mit dem Slogan „Mehr Sicherheit“ punktet.

    • Mehr Sicherheit mit der CDU
      das war der Knaller überhaupt. Diese Dummdreistigkeit geht mir tierisch auf die Nerven und die Leute schlucken das auch noch.
      Eine Fortsetzung des Chaos-Duos hätte ich nicht ertragen, aber dass nun ausgerechnet die CDU, Verursacherin allen Übels, davon profitiert, ist die Höhe und für mich nicht mehr nachvollziehbar.

  26. ... danke dafür verehrter Senior Alphonso -
    – ihre Bilder berühren die Seele –

  27. Danke
    Danke, Herr Alfons! Ja, (West-)europa hat scheinbar die wichtigsten historischen Lektionen vergessen. Das historische Bewußtsein reicht nur so weit zurück oder ist so selektiv, dass man nur noch die eigenen Untaten erinnert. Und die Bajuwaren haben die Österreicher „versklavt“. Dafür müssten sie doch eigentlich dankbar sein so wie den Römern.

    • der Aufstand
      der Ex Sklaven hat begonnen, diese bauen gerade einen Fluchttunnel (BBT), Endstation Berlin, Zwischenhalt am Starnberger See, ist mit Brüssel so vereinbart.

  28. auf ruderbänken sitzend !
    „wer drüben bei den anderen war, der musste auf ruderbänken sitzen…………als sexsklavin………….“

    ja der DON, der schreibt ja wieder geschichten am laufenden band und zitiert auch noch frau Özuguz……………die so recht hat, dass in BRDDR schon von alten zeiten her REGIONALE kulturen das geschehen bestimmten und keinesfalls schlecht integrierte integrationsbeauftragte, die einer sich desintegrierenden partei angehören.

    sollten wir nicht froh sein heute, dass die Sarazenen und die Türken und wer auch immer an den südufern des mittelmeeres auf den ruderbänken primär sklaven beschäftigten aus den angrenzenden eroberten regionen………….und ihre eigenen fertigkeiten auf raub und mord und frauenunterdrückung focussierten ?

    gründet aus diesen uralten kompetenzen der aufstieg der rudernationen Italien, Kroatien oder Serbien ? ja selbst Spanien darf sich nach den letzten weltcup – ergebnissen in Belgrad wieder hoffnungen machen, in Sevilla und Banyoles wird wieder eifrig gerudert.

    https://www.youtube.com/watch?v=9f06QZCVUHg

    also, grüsse an euch alle im digitalen orbit und nach Bordesholm………..mein song für den heutigen tag, es ist ja sommer

    allerdings nicht summer of 69

    wie immer er es gemeint hat der gute !

  29. Titel eingeben
    Lieber Don Alphonso,

    zunächst Grüße in die kleine dumme Stadt an der Donau aus benachbarten Unistädtchen an der Altmühl, ausgesprochen von jemandem, der Ihre Berichte seit gut einem Jahr mit viel Zustimmung verfolgt.

    Ich schreibe zum ersten Mal einen Kommentar, weil mich der verlinkte Beitrag von Frau Özoguz nun wirklich fassungslos gemacht hat.
    Zum einen wegen der absurden Leugnung des Offensichtlichen. Wer der Meinung ist, es gäbe keine spezifische deutsche Kultur, der möge sich nur einmal die Frage stellen, ob die deutsche Romantik mit Novalis, Eichendorff etc. zur selben Zeit in z.b. Portugal oder der deutsche Expressionismus zur selben Zeit in Südindien möglich gewesen wären. Oder umgekehrt, ob Dante um das Jahr 1300 in Norddeutschland möglich gewesen wäre. Wenn es keine spezifischen nationalen Kulturen gibt, dann müsste ja alles gleich sein, denn ohne Besonderheit gibt es keine Differenz.

    Wer diese Fragen dagegen verneint, wird nicht umhin kommen anzuerkennen, dass es so etwas wie je spezifische Überlieferungszusammenhänge gibt, in denen künstlerische (und damit meine ich nicht nur die „Hochkultur“, sondern auch Brauchtum etc.) und intellektuelle Möglichkeiten erwachsen, die in anderen Überlieferungszusammenhängen nicht möglich sind.

    Zum anderen beginne ich das Ganze langsam wirklich persönlich zu nehmen. Wenn es keine deutsche Kultur gibt, was macht dann eigentlich meine Identität aus?

    • Nun, das ist Verhandlungssache. Aus Berliner Sicht sind Sie zuerst einmal Steuerzahler und das ist ja auch schon was. Alles andere ist eine Interpretationsfrage, aber die SPD weiss schon, warum sie diese Frau sprechen lässt.

    • ... danke auch an den DON ...
      … hab´dem „Staat“ noch zu DIENEN – daher nicht immer Zeit für ausgiebige Recherche …

      ich nehme es seit Längerem sogar sehr p e r s ö n l i c h!!!

      … hoffe SPD und der ganze Haufen Ekel ertrinken an ihrer eigenen bornierten Dummheit … pfui Deibel …

    • Herr Rothhaar, danke für das deutliche Statement!
      Es sind eben jene kulturellen Linien mit ihren Bedingtheiten und Bedingungen, die erst so etwas wie eine Kulturgeschichte bzw. Geistesgeschichte möglich machen!

      Um diese Linien erkennen zu können, muß man sich etwas mit eben dieser Geschichte beschäftigt haben und auskennen . Man könnte das, was Sie in der deutschen Literaturgeschichte andeuten, in vielen Bereichen der Kultur durchdeklinieren.
      Man muß sich dazu nur ein wenig auskennen….
      Und die meisten unserer „Eliten“ sind da weder neugierig noch fähig!
      Ich bezweifele, daß Fr.Özugus pp. (die bestimmt irgend ein Kurzstudium hingelegt hat) die Türkische Geschichte auch nur in Umrissen erfasst. So jemandem, der nur in Schemen lebt-hier wie dort- erscheint natürlich alles gottgegeben und schicksalhaft egal. Damit ist die Dame allerdings Paradigma des antideutschen (und genaugenommen anti-europäischen) mainstream.

      Nur Geist zeugt Geist, nur Glauben ermöglicht Glauben. Blödheit generiert eben das: Blödheit!

    • Steuerzahler
      Don,

      SteuerZAHLER ist eine dramatische Untertreibung.
      Man darf im Falle von ’schland wohl schon mehr von Steuersklaven sprechen. Dies einerseits wegen der Höhe der Abgaben für den produktiven Sektor, aber natürlich auch weil der Steuerzahler keine wirksame Mitsprache über die Höhe und Verwendung seiner Abgaben hat.

      (Ich sehe einen legitimen Staat zunächst als Verein dem man beitreten kann oder auch nicht und den ich nach der Qualität und dem Preis-Leistungsverhältnis seiner Dienste beurteile. Dazu gehört natürlich auch die Qualität seiner Mitglieder. D.h. wenn ich NAFRIs möchte, finde ich die auf alle Fälle im Maghreb in ausreichender Zahl und zu deutlich geringeren Kosten!)

    • ... Ihre Identität ...
      …ist regierungsoffiziell, dass Sie „schon länger hier leben“. Das ist alles.

      Und dann vielleicht noch, dass Sie nicht Burka sind. Und die Hand geben.

      Für die Özuguz ist aber auch das schon zu viel. Denn für die „Hochkultur“ zählt nur der Gläubige und am besten in Abstammungslinie zum Propheten. Dann dürften Sie einen schwarzen Turban tragen.

    • Um von Dante zu sprechen:
      Haben Sie auch schon davon gehört, daß die Italiener sein Grab in Ravenna,
      seit Neuestem bewachen müssen, weil die Korangläubigen sich an seinen
      Gebeinen für dessen „Islamophobie“ rächen wollen?
      Es wird nicht nur ein blutiger, sondern auch noch ein waschechter
      Kulturkampf werden, wird damit angekündigt.
      Ob die europäische Intelligenzia dazu willens und dafür bereit ist,
      das steht in den Sternen. Wenn ich so um mich blicke,
      sehe ich wenig Ermutigendes.

    • ... ich darf erinnern ...
      an Hamid Kassim, den pakistanischen Journalistendarsteller beim Spiegel, der fröhlich twitterte.

      „Wir sind hier, werden immer mehr und beanspruchen Deutschland für uns. Ob du willst oder nicht.“

      Das ist was Özuguz, Denis Yücel, Fahimi, Dunja H., Cem, Mely K. usw. meinen, noch nicht so offen sagen, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

  30. Anekdotisches Wissen ist Ursache vielen Übels
    Will meinen: Wir (Menschen) neigen dazu einzelne Erfahrungen zu generalisieren. Pars pro toto.

    Meine Kollegen aus Marokko und Syrien sind hochintelligent und extrem arbeitsam. Also bin ich persönlich geneigt, Syrer und Marokkaner in diesem Licht zu sehen. Als Bereicherung am Arbeitsplatz und im intellektuellen Diskurs. Und wenn ich dann über ein Alkoholfreies Weizen über verschiedene Aspekte der historischen Interpretation des Koran sprechen kann, dann ist auch das erfrischend.

    Wenn ich diese Kollegen nicht habe und stattdessen rund um den HBf nur seltsam dürre und dunkle Eckensteher sehe, die kleine Päckchen im Ärmel tragen. Oder wenn die nette kopftuchlose Kioskbetreiberin von der Ecke von Ihrem Mann erstochen wird, eben weil sie ohne Kopftuch die Kunden bedient und ihnen sogar (der Himmel möge mir auf den Kopf fallen) die Hand gibt, dann ist mein Bild vom Migranten ganz anders. Übrigens auch, wenn meine Putzfrau, eine Irakerin mit laufendem Asylantrag, kündigt. Vor allem wenn sie kündigt, weil ihr Mann nach einem zweiwöchigen Urlaub in der Heimat Irak ihr die Arbeit verbietet, weil „haram“. Übrigens: auch er ist im Irak so verfolgt, dass er in Deutschland um Asyl ersucht. Ich verstehe zwar den Aufenthalt im Land der Verfolger nicht, das muss ich aber auch nicht.

    Alles nur Anekdoten. Ich übe keinen politischen Einfluß. Also kann ich mir anekdotisches Wissen leisten. Von meinen Regierungsvertretern verlange ich hingegen faktenbasierte Regierung. Nicht Ideologie. Die hatten wir schon.

  31. Es ist wie immer,
    Text eingeben

  32. Fröhlicher Ausverkauf
    Pence hielt letzte Woche eine Rede beim World Summit for the Defense of Persecuted Christians in Washington, die man im Internet findet, notfalls auf der Seite vom Weißen Haus.

    Unsere hier die sitzen dort in diesem Reigen, der zusammen mit Özoguz Kultur, die angeblich inexistent ist, bestimmen wollen. Ja was unsere Kirchenvertreter in den letzten Jahren so angestellt haben, spricht in der Tat für einen völligen Gedächtnisverlust, sowohl in Bezug auf Deutschland, als auch auf Israel als auch auf Juden und Christen generell. Die stehen an so einem Ausverkaufsstand für jegliche einheimische Werte und scheuen nicht davor zurück, ihren Heilsbringer zu einseitig zu interpretieren und damit grotesk zu vereinfachen.

    So was nehme ich nicht ernst. Da war das von de Maizière besser, denn in der Tat, „wir sind“ nicht mehr Papst, aber auch nicht Burka, und Wien verbietet sie gerade.
    Im Prinzip muss man auswandern. Man kann nicht in einem Land bleiben, das einen beim Ausverkauf verscherbelt, die Kinder als Nachhilfelehrer und für frühsexuelle Experimente missbraucht, Steuern nicht zurückzahlt, wenn endlich möglich und Kriminelle machen lässt.
    Eine Chance noch gebe ich der CDU/CSU noch und auch der FDP, die Stegner gerade adoptieren wollte, was Kubicki verhindert hat.

    Ernsthaft: Wer glaubt, dass ein FDP-Wähler sich Stegner wünscht, hat ein Loch im Kopf. Wenn die FDP mit diesen abgeglittenen Genossen geht, ist sie endgültig hin.

    Ach übrigens, Don, wollte ich Sie schon lange mal fragen, wie ich nach München zum Einkaufen und für Konzerte kommen soll, falls der Diesel verboten wird? Meine Antwort: Ich lasse das dann einfach und wünsche den Münchnern ein Fröhliches Weihnachtsgeschäft, falls andere das auch so machen sollten.
    Ich mag mein Auto. Kann sein, dass ich es einfach auf ein Schiff packe und zu Trump umziehe. Den überleb ich eher.

    • München ist Italien, da würde ich einfach reinfahren. fertig.

    • Luther hatte schon recht, als er erkannte, dass es einen direkten Weg
      zu Gott, wie auch immer man ihn verstehen will, gibt.
      Ohne Umweg über irgendwelche erklärenden Pfaffen.

  33. Titel eingeben
    Sg Herr Don,
    Vielen dank für einen wieder einmal wunderbaren Text.
    Und endlich sans wieder am Radl

  34. Es ist wie immer,
    eine wahre Freude Ihre Artikel lesen zu dürfen. Vielen Dank für die kostenlose Lehrstunde und dem teilen Ihres bemerkenswertes Wissens.

    Grüsse aus dem Chiemgau

  35. Lechfeld
    Der Autor sollte – bei allem nachvollziehbaren Lokalpatriotismus – nicht vergessen, dass die Ungarn von einem sächsischen Kaiser vertrieben wurden.

  36. Selbst schuld
    Wenn man in einem Traktat über vormittelalterliche Geschichte keine einziges Wort über das heilige römische Reich verliert, das ab dem 13. Jahrhundert „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ genannt wurde, welches das „Erste Reich“ war (das Kaiserreich war das zweite, das Dritte Reich kannt man aus Film, Funk und Fernsehen und aus dem Geschichtsunterricht) und das 844 Jahre überdauerte, der Grund, warum das „Dritte Reich“, in der Hoffnung, es möge länger bestehen, auch „Tausendjähriges Reich“ genannt wurde, in welchem auch die oben genannten Ungarn besiegt wurden, Zitat: „Am 2. Juli 936 bestieg Otto I. den Thron des Ostfrankenreiches und gelobte der Kirche seinen Schutz. Unter seiner Herrschaft gelang es im Jahre 955 die, seit Jahren plündernd durch das Land ziehenden, Ungarn auf dem Lechfeld (nahe Augsburg) zu besiegen und ein für allemal aus dem Reich zu vertreiben. Nach diesem Sieg rief ihn Papst Johannes XII. nach Rom um ihn als Beschützer der Kirche die Kaiserkrone anzubieten. Er sah nun das östliche Reich als Nachfolger des Kaisertums unter Karl dem Großen und als Fortsetzung der römischen Kultur. Die Kaiserkrönung von Otto I. am 2. Februar 962 gilt als die Geburtsstunde des Heiligen Römischen Reiches“ Zitat Ende, und Deutsche Geschichte, die wohl an diesem 2. Februar 962 begonnen hatte, auf die 12 Jahre von 1933 bis 1945 reduziert, dann muss man sich nicht wundern, wenn niemand irgendeine Deutsche Kultur sieht. Die ist schliesslich überall in Europa. Nur keiner traut sich, hinzuschauen und zu sehen, was man da gerade zerstört.

    • heiliges römisches Reich deutscher Nation und Ikea ...
      … danke …@Thomas Marx …

      mal weniger zu Ikea pilgern …

      …dafür öfter den geistigen Horizont per Geschichtsbüchern erweitern …

      … aber gerade dies geht heut`wohl nicht mehr zusammen …

      … mein wunderschöner Jugendstil-Schreibtisch mit seinen herrlich gestalteten „Fenstern“ lacht mich grade an …

    • ... man kann es auch so sehen ..
      … man redet halt schäbig, was man billig übernehmen möchte, so wie sich ein Hausverkäufer mitunter Unverschämtheiten anhören muss…Mich macht nur fassungslos mit welcher Chuzpe von hergelaufenen Leuten aus failed States aufgetreten wird (aber das ist zT wohl einfach durch die „Hochkultur“ bedingt).

  37. Doof ist der "Michel" nicht; er weiß, was 'ne Traufe ist
    Der immer Michel genannte ist so dumm nicht. Vermutlich ist er clever genug, wenn er denn AfD haben will, die mit einer Stimme zu wählen. Er wird aber wissen, dass nur eine der größeren Parteien den Kanzler stellen wird. Man kann nur hoffen, dass der sogenannte Michel sich für das kleinere Übel entscheidet, und das ist CDU/CSU, was einem mal wieder aufgeht, wenn man etwas von dieser Traufe liest wie hier.

    Außenpolitisch würde ich darüber hinausgehen. Außernpolitisch mag sie zu denen gehört haben, die eine Ausweitung der Kampfzone Ostukraine verhindert haben. Diplomatisch ist sie schon, und vor allem kann sie charmant sein auf eine zurückhaltende Art. Es muss diesen Grund haben, dass die CDU/CSU bereit war, noch einmal mit ihr anzutreten. Und bitte, wer halst sich diese schwierigen Zeiten freiwillig auf?

    Dass es schwierige Zeiten sind, muss man ihr zugute halten, ohne die Fehler zu vergessen, als da wären: Viel zu drastische Energiewende, Versäumnis, 2015 den Sommer und Herbst über vorübergehend die Grenzen zu schließen, evtl. Griechenland nicht zurückzulassen in die Drachme.

    • @Oberländer - der Michel und die Merkel
      Wann ist genug, genug?

      Ich habe hier im CDU Ortsverein gestandene Männer, die als Merkel Sockenpuppen das Mantra der Alternativlosigkeit nachgeplappert haben.

      Von E, wie Energiewende, bis Z, wie Zuwanderung, alles mit Liebe gemacht aus der Manufaktur Merkel & Co.

      Niemand hat Frau Merkel und die CDU gezwungen in einem bizarren Gestaltungswillen den heißen Scheiß der 80er umzusetzen;

      Im Glauben, dass es aureicht den Kompaß auf Bionade und Vegan einzustellen und per Nudging, ÖRR und Demoskopen den Traum von Karl Rove zu schaffen.

      OK, bis nach dem “ Sie kennen mich“ Wahlkampf hats funktioniert.
      Aber bei Bankenrettung, Griechenland und „Fukushima“, ging es ja nur um das Geld anderer Leute. Ab Domplatte, Amri & Co. wurde die Melodie deutlich anders.

      Die Volte in NRW – „CDU=Sicherheit“, wird im Bund nicht gelingen, das hat sogar ein Stegner im DLF verkündet.

      Die meisten Wähler verliert die CDU an die Partei der Verstorbenen, glauben sie diese CDU schafft es noch bis 2027 mit Merkel durchzuhalten? Weil TINA?

      „Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll“

    • den Michel unterschätzen ist nicht hilfreich
      Gerade der Michel, den die SPD für ihren Wähler hält, ist nicht dumm im Sinne von unclever, denn die im Grünen Wohnenden wählen eher grün.
      Der SPD-Michel würde ja mitwählen: Özuguz, Schwesig, Maas, Hendrix, vielleicht auch Stegner. Auch Oppermann ist wenig beliebt. Nein, ganz dumm ist Michelchen nicht. Er hat schon die Grünen 2013 wegen Bevormundung in die Sackgasse fahren lassen. Die SPD ist längst auf demselben Trip. Es gibt ein paar Dumme, denn sonst würden beide Parteien unter fünf landen, und das wäre mal was Interessantes.

      Der Michel mag Lichtgestalten, Obama, Macron. Die SPD hat nicht eine zu bieten. Dann schon lieber Mutti, die kennt man. Und die wird wenigstens international einigermaßen respektiert. Wie sie mit Macron auftrat, hatte Würde, und gleichzeitig schafft sie einen ansehnlichen Auftritt mit Ivanka, einem ganz anderen Typ.

    • Ach lieber Oberländer,
      Ihren Kommentaren entnehme ich, dass Sie immer noch ein Merkelfan sind. Der Auftritt mit Macron… haben Sie überhört, dass sie ihm zugestand, man könne vorhandene Verträge selbstverständlich ändern? Und wann fangen Sie eigentlich die Rechnerei der nicht mehr zählbaren Fehlleistungen dieser Frau an? Griechenland, Energiewende? Da war vorher schon einiges, aber das scheint Ihnen entfallen zu sein.
      Mir jedenfalls fällt weder ad hoc noch nach reiflicher Überlegung auch nur eine gute Tat der Frau Merkel ein.

  38. geschichte und geschichtelchen
    Oh, der Historiker spricht. Und zwar ganz ohne Quellenkritik. Ohne die aus dem Germanischen tradierten Unfreiheiten und Hörigkeiten auch nur zu erwähnen. Denn lustig war das Bauernleben diesseits, wo man die freie Landwirtschaft betreiben durfte. Heissa, wie gerne gebe ich Zehnten, Lehn, Jungerfernschaft und eigenes Fell, solange der Herr nur diesseits ist. Es wäre ja auch zu einfach, die Nachteile des Lebens der (damals vorherrschenden) Unterschichten mit den anderen Nachteilen, die eine sarazenische Versklavung oder ein Wikingereinfall unzweifelhaft waren, ins Verhältnis zu setzen. Aber in Ungarn herrscht noch Freiheit. Vielleicht aber auch die Idiotie, die behauptet, Jesus war Ungar und nicht Arier. Ist bestimmt interessant, zu sehen, als was für eine Kulturbereicherung dort die damaligen Ungarnfeldzüge gewertet werden. Und was die Aussagen von Özuguz betrifft: die kann man gerne bestreiten. Doch letztlich sagt sie nur, dass Deutschland aus regionalen Kulturen besteht. Was daran falsch ist, möge jeder selbst entscheiden, der vom Tegernsee (= Barbarei der Sonnenbrillen) nach Hamburg (= Zivilisation) gefahren ist. Kann es sein, dass einige Leute hier Minderwertigkeitskomplexe haben? Und dann diese Insinuationen: die Mittelmeerüberquerer als Nachfolger der Sarazenen … In dem verlinkten La Stampa-Artikel steht nichts über deutsche Freiwillige … Ach, was ist nur aus dieser einst schönen Kolumne geworden.

    • Mein Faible für Leibeigenschaft ist hier dauernd Thema, und ansonsten muss das hier ja keiner lesen. Ich bin da ganz entspannt.

    • Wer ohne Sünde ist ....
      Ich hatte den Hinweis auf deutsche Retter im Mittelmeer in dem italienischen Artikel auch vergeblich gesucht, aber wer dem Don Ungenauigkeiten anlastet und Quellenkritik verlangt, sollte zur sauberen Lektüre eines Zitats in der Lage sein. Der zitierte Özuguz-Satz ist, auch wenn man den (vom Don übrigens erwähnten) Kontext mitberücksichtigt. eindeutig.

    • @ propheta minor
      Oh, wie bereits von jemand anderem bemerkt, widmet sich die Kolumne z. B. ausweislich des Zitates von Erdogan immer denselben Problemen – die sind halt nicht gelöst; aber Sie können ja mal einen Vorschlag machen, ich bin gespannt.

      Und was Frau Özoguz angeht, so sind Sie mir der beste Beweis dafür, dass Herr Erdogan recht hat: Seine Landsleute haben die meinen assimiliert und ich bin echt nicht begeistert.

  39. "Multikulturelle" Gesellschaften und die Demokratie
    sind meist nicht einfach zu vereinen. Das liegt u.a. an dem immer auftretenden Spannungsverhältnis zwischen der „Herrschaft der Mehrheit“ und den Minderheitenrechten, die auch als kultureller Schutz vor der Mehrheit gedacht sind. Ist eine Gesellschaft zu stark fragmentiert, kann es zudem schnell zu mangelnder Identifikation und Solidarität untereinander kommen. Die meisten multikulturellen Staaten werden autoritär bis diktatorisch, im besten Fall monarchisch regiert, sowohl heute als auch in der Vergangenheit. Oder sie versinken im Bürgerkrieg.
    Die wirklichen Einwanderungsländer sind oft auch nicht so multikulturell, wie es manche gerne glauben wollen. Die USA ist dafür ein gutes Beispiel, auch dafür, was Verfassungspatriotismus ist. Denn hier ist die Verfassung in der Tat konstitutiv für den Staat, sie hat ihn begründet, auch kulturell. Auch die Liebe zur Flagge – die uns oft seltsam erscheint – rührt daher. So etwas ist auf Deutschland etwa gar nicht anwendbar, da das Grundgesetz für die Gesellschaft und deren (Kultur-)Geschichte nicht dermaßen grundlegend ist oder auch nur sein kann.
    Man kann auch gerne die, die schon länger in Amerika oder auch Australien waren und nicht mehr so zahlreich sind. mal fragen, was die so von Einwanderung, religiösen und wirtschaftlichen Flüchtlingen und kultureller Bereicherung halten.

    • Multikulti und Einwanderungsländer
      Ich finde Sie stellen wichtige Fragen.
      Allerdings kann ich Ihnen nicht uneingeschränkt zustimmen.

      Klassisch Multikulti ist zunächst einmal die Schweiz!
      Da wird gezeigt wie man viele Probleme diskutiert und löst, nämlich durch direkte Demokratie und Subsidiarität.

      (Auch Kantone unter 100’000 Einwohnern haben Kompetenzen die deutlich größer sind als die eines österreichischen Bundeslandes. Die verbindlichen Volksabstimmungen und der Steuerwettbewerb verhindern eine verfettete Bürokratie à la française, EU, etc.)

      Was sich aus meiner Sicht nicht vereinbaren lässt ist Einwanderungsland + Sozialstaat – weil da eine negative Auslese begünstigt wird.

    • ... multikult...
      Text eingeben

    • ... die Schweiz ist nicht multikulti ...
      … sondern hat eine sehr klare Identität, gelebte Traditionen und Geschichte und wird aufgrund ihres Erfolges mit der „Massenzuwanderung“ noch gut fertig…Leute wie Özuguz sind entweder bei extremistischen Parteien oder im Kuhstall, aber nicht Aushängeschild einer Volkspartei … Die haben ebenfalls massiven Ärger mit eritreern und Nordafrikanern mit „Hochkultur“.

    • @Sirisee
      Alles eine Frage der Sichtweise. Die Schweiz besteht im Prinzip aus vielen Tälern mit vielen Eigenheiten, die sich durchaus als kulturelle Einheit im Gegensatz zu anderen Schweizern begreifen. Man nehme nur die 4 Landessprachen, den Röstigraben etc. Insofern ist das in der Tat Multikulti. Jedoch im Spiegel der Einwanderung aus grundsätzlich anderen Kulturräumen ist man sich aber auch ganz schnell einig in seinen – aus dieser Perspektive – sehr vielen kleinen und fast unerheblichen Differenzen, Identitäten und Traditionen – und steht dann eben schnell als ein Kulturraum „Schweiz“ da. Unter anderem, weil eben das ganze politische System diese vielen kleinen Kulturräume berücksichtigt (z.B. durch einen entsprechenden Föderalismus, der mehr und anders Verantwortung bei den unteren Ebenen belässt als in D) und damit dieses System in der Tat „die Schweiz“ abbildet.

  40. Lieber Don, ganz beckmesserisch
    meine ich, das Erdogan-Zitat schon einmal als Aufhänger eines Ihrer Blog-Beträge gelesen zu haben. In Zitat allerdings, das hervorzuholen sich wirklich lohnt. Herr Erdogan meinte sicher die türkische Kurdenpolitik.

  41. Kollektive Identitäten
    werden bemüht, wenn der eigene Hintern brennt, oder zumindest in Gefahr zu brennen gerät.

    Wir werden hoffentlich noch lange genug uns über solche Dinge aufregen können, wie einen 2000$ teuren Bumerang von Chanel, mit dem ein irgendwie zwischen allen Identitäten sitzendes Wesen seinen Spass hat und twittert.

    Nichts Neues unter der Sonne hat auch seine Vorteile, und solange der heilige Martin fürchtet, mit Rotrotgrün keinen Stich zu machen, wird wohl das Merkelinische Zeitalter solange weitergehen, bis die inflationierte Vermögenswert-Preisblase doch platzen sollte.

    Bis zu welchem Kursgewinn-Verhältnis gibt es noch „preiswerte“ dividendenstarke Aktien und wieviel tausend Euro darf ein deutscher Immobilienquadratmeter kosten, um noch für einen Normalverdiener finanzierbar zu sein?

    Wenn da ein gewaltiger Einbruch kommen sollte, wird es weitaus ungemütlicher als 2008 – aber ich hoffe, dass die Manager des Status quo das Jonglieren mit der Wolke roher Eier noch ein Weilchen hinkriegen.

  42. Patrona Bavariae
    Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Mutter Gottes hinweisen, die in ihrer Darstellung als Patrona Bavariae (aber auch in anderen Ländern, die unter islamischer Bereicherung litten) mehr als islamphob dargestellt wird: Sie tritt die Mondsichel kurzerhand in den Staub. Erinnerung an eine Zeit, in der meist nur noch Gebete gegen die Türken und die Nafris halfen (bis schließlich Prinz Eugen und die Polen vor Wien aufräumten…)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Munich_-_Maria_column_04.jpg

  43. „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“
    Eine solche Aussage einer Subalternen passt doch sehr gut zu einer Regierungschefin, die am Wahlabend ein harmlos geschwenktes Deutschlandfähnchen, mit spitzen Fingern und angeekeltem Gesicht, vergleichbar einer gebrauchten Windel, eiligst aus dem Blickfeld der Kamera entsorgt.

    Trotzdem werden wir die Türkei und die damit verbundenen Konflikte nicht los:

    https://www.welt.de/politik/ausland/article164643322/Zwei-tuerkische-Generaele-beantragen-in-Frankfurt-Asyl.html

    Ehrlich gesagt, zu meiner großen Freude. Erstens sind das ziemlich sicher vernünftig säkular orientierte Neuzugänge, die eher nicht der erdowahnschen Gemeinde zuzurechnen sind, zweitens kommen wir endlich in die Regionen, wo die Bundesregierung für ihre „humanitären Regungen“ nicht umstandslos und unter Zugabe von ein paar Euros entlegene Städte und Gemeinden in Haft nehmen kann, ohne sich selber weiter zu kümmern, sondern es werden politische Preise zu zahlen sein, Madame La Chancellière, von Jüngling Macron eben noch liebevoll gebauchpinselt, bekommt bei ihrem politischen Jonglierspiel noch eine Kugel obendrauf.

    Nebenbei frage ich mich, wenn ich mir die „Falsche-Syrer-Affäre“ bei unserer Wehrmacht, pardon Bundeswehr so anschaue (die ja eigentlich eher ein BAMF-Skandal sein sollte!), ob Frau vdL nicht gerade versucht, uns den Riesenbären einer deutschen „Gülen-Bewegung“ aufzubinden. Der Verfolgungseifer läßt schon tief blicken.

    • Sündenbock Bundeswehr
      Wir sind ohnehin nahe an dem Zeitpunkt (oder schon dort) wo sich BW-Angehörige nicht mehr trauen, in Uniform vor die Türe zu gehen. Das ist ein Armutszeugnis für die deutschen „Politiker“ (Sorry, aber ohne Anführungszeichen geht mir das nicht mehr aus der Tastatur). Man betrachte sich auf YouTube einmal das Willkommen für heimkehrende Truppen in den USA. Im Gegensatz dazu darf sich die BW hierzulande ein ums andere Mal verhauen lassen, aber im Ausland die Kastanien aus dem Feuer holen. Übrigens: Laut US-Militärseiten hat die US-Regierung die Angehörigen der US-Soldaten auf der Basis Incirlik bereits abgeholt. Ein Schelm, wer seine Schlußfolgerungen daraus zieht … Frau vdL sollte sich endlich um ihren Job kümmern anstatt um ihren Verfolgungseifer.

    • Ich sage es mal so: mit der Frau an der Spitze ist das kein schöner Arbeitgeber mehr.

    • @Roland
      Aus familiären Gründen bin ich selbst Wehrdienstverweigerer, und hätte auch ohne diese Hintergründe verweigert.

      Beruflich hatte und habe ich immer immer Probleme mit Z-lern, ein eigener Schlag.

      Das gesellschaftliche Ansehen der Soldaten allerdings ist mittlerweile unterirdisch. Leider. Die Aussetzung der Wehrpflicht und die Rekrutierungskampagnen, die sich vermehrt an Perspektivlose richten, tun ihr Übriges, wie auch vdLs Bildersturm.

      Überspitzt formuliert haben wir am Hindukusch genausowenig verloren wie der Hindukusch bei uns.
      Unkorrekt formuliert ist nicht einzusehen, dass deutsche Soldaten in Afghanistan ihr Leben lassen, während wehrfähige Afghaner hier in Gruppen Leute drangsalieren.
      Klar, nicht jeder, aber wesentlich mehr, als man in den Medien mitbekommt.

    • Nahuatl...
      Recherchieren sie doch mal, zählen dann zusammen und erstatten hier Bericht:

      Wieviel Deutsche haben die Afghanen hier schon umgebracht, und wieviele Afghanen haben deutsche Soldaten in Afghanistan ermordet?

      Falls in ihrer Augen ja möglicherweise eine Deutsche zu drangsalieren genauso schwer wiegt wie einen Afghanen zu töten, dann will ich ihnen das durchgehen lassen.
      Nicht, dass sie vor lauter Differenzieren noch Kopfweh kriegen.

      Sie könnten natürlich auch mal drüber nachdenken, ob nicht zwischen der Anwesenheit deutschen Miltärs in Afghanistan und den danach auf einmal in Deutschland eintreffenden Afghanen ein ursächlicher Zusammenhang bestehen könnte…?

    • Ich dachte, wir sorgen dort dafür, dass Mädchen in die Schule gehen?

    • ...
      Natürlich besteht ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem
      Bundeswehreinsatz in Afghanistan und den hier ankommenden
      Afghanen.
      Das wurde berichtet: Sie waren alle als Dolmetscher für die Deutschen tätig und werden deshalb verfolgt. Nur die Relation ist etwas merkwürdig.
      Je Soldat 100 Dolmetscher.
      Dass sie uns aus Wut über den deutschen Militäreinsatz heimsuchen,
      ist nicht überliefert. Das würde eine nationale Solidarität vorausetzen.
      .

    • @TDV
      Ich weiß jetzt nicht genau, ob Sie der sind, der im Land der aufgehenden Sonne sitzt und von „hier“ scheibt.

      Dann ist man natürlich auf „Nachdenken“ angewiesen, wie auch immer. Ich nicht. Ich habe verlässliche Informationen aus erster Hand.

      Deshalb: kein oder kaum Zusammenhang.

    • @TDV
      In einer etwas älteren Antwort habe ich mich versehentlich Ihres nicks bemächtigt. Entschuldigung

  44. was für ein Hammerartikel
    niemals zuvor las ich eine solch brutale und realistische Darstellung der historischen Wirklichkeit, wie hier bei IHNEN. Man fragt sich, was geht den anderen durch die matte Birne? Meine Geschichtslehrer am Liebiggymnasium in Frankfurt am Main lehrten mich genau dieses vor 60 Jahren.

  45. Die Chiffren der Identität
    Wie Sie im Mittelteil sehr schön beschreiben , DA, gab es zwar immer die viel beschworene Durchmischung (Zuckmayer, Des Teufels General, „das ist natürlicher Adel“), aber es war immer eine Dialektik der Identität!

    Wer Durchmischung ohne Identitätsanspruch verlangt, vertritt nicht nur eine anti-naturale, sondern auch eine anti-humane Ideologie, die gegen alle Prinzipien der Philosophie, der Theologie, der Geschichte und der Soziologie verstößt. Ja, ich könnte sogar mit der Medizin (Immunsysteme und ihre Deregulierung mit Folgen: Autoimmunerkrankungen, Immundefiziens-Syndrome) argumentieren.

    Gleichheit ohne Verschiedenheit ist eine Existenzlüge! Das legen Sie, Don, hier ja gut dar.

    Warum sie aber die andere Lüge einfach kolportieren, indem Sie unkritisch Begriffe wie „Islamo-Phobie“ übernehmen, ist mir nicht recht eingängig! Denn a) handelt es sich bei Phobie um einen psychopathologischen Terminus Technicus, zu dem physiologische Stigmata der Angst gehören: dies trifft auf die Kritiker des Islam seltenst zu! und b) diskreditiert dieser Begriff eben den Begriff der Kritik als einer Verstandesleistung, derer sich leider die Meisten nur seltenst bedienen.
    Man leistet damit einem misologen Klima Vorschub.

    • SEHR LEICHT AUSZUMALEN IST DAS,
      denn in allen Ländern und Kulturen der Welt und zu allen Zeiten ging es
      denen ans Leder, die in Zeiten der Bedrohung die Tore von innen aufmachten. Montezuma mußte das bitter büßen.

    • Verstehe nicht ganz, Rudi Meergans,
      den Bezug Ihrer Äußerungen.
      mfG PF

    • Der Layouter hat sich vergriffen
      Lieber Herr Feldmannn!
      Verzeihen Sie bitte, aber mein Einwurf bezog sich auf keinen Ihrer
      Texte und war keine Antwort an Sie. Das wurde vom Layouter
      verfuschelt.

  46. von Taleb, Autor vom Scharzen Schwan ...
    „SKINNY-FAT WARMONGERS [Excerpt from Skin in the Game]
    One speculation. Nature seems to have a way to tame strong people, those to whom it gave strength and potential destructive powers. It makes them nicer. Stronger but nicer. A robust result shows that men with elevated testosterone levels tend to be more generous and peaceful, but get much, much more aggressive when insulted –as per Fat Tony’s ethos, they take no crap but give no crap. This is well known in the military and in weightlifting circles. Put someone through an Olympic-style weighlifting regimen and he will be less likely to be startled.

    It is no wonder that when you see a warmonger in the bureaucrato-journalistic class, you will notice something jarring: many look like nerds who have been bullied on schoolgrounds, or, worse, skinny-fat marathon runners on a vegetarian diet, your local college teacher who specializes in gender history or postcolonial theory, or some political forecaster still whining about the election results.

    Jarring it is. It is quite offensive for nature to have people without the means impose their will on others, and technology allows such aggressiveness without the breaks spontaneously brought about by organic systems.“

  47. ...auch die Grünen: Die Monarchie!
    „Heute heißt es: aufstehen, Krönchen richten, weitermachen.“
    Nur, wie ist das gemeint? Drohung? Verheißung? Ach egal.

    • @Derek Butter
      … aufstehen, Krönchen ….

      … hätte sie noch ein Krönchen auf …die katrin-göring-eckart – ne – lächerlicher kann man sich nicht mehr machen …

      … Frau Unsympathi und Goldstück-Schwurbelschwätzerin dieser Nation …

  48. Danke wieder einmal mehr für die herrlichen Bilder...
    …und natürlich den Text!! Und, keine Ahnung ob es schon jemand gebracht hat hier, keine richtige Zeit zum Lesen leider: auch ein anderer Kämpfer für unsere Kultur, die der Meinungsfreiheit, ist zurück. Der Milo- Spannend: verklagt den Verlag, der ihn hängen ließ, gründet seinen eigenen und will dem Verlag die besten konservativen Autoren abjagen…der Mann hat halt nicht nur eine herrlich lose Zunge, sondern auch was im Kopf…das ist immer meine Resthoffnung: die Konservativen haben doch mehr im Hirn als die Schwesigs und Maasmännchen dieses Landes, die noch dazu von ihren Neurosen beherrscht werden…

  49. @Frau Simon...
    …verstehe Ihre Depression. Es ist ja auch zum Verzweifeln. Aber dann sehe ich wieder so junge Leute wie den Milo und seine Fans, den Sebastian Kurz und andere. Die haben noch alles vor sich im Leben und kämpfen und vernetzen sich. Gerade das was in Ösiland passiert, wird auch auf uns Rückwirkungen haben, denke ich. Bei der CDU/CSU herrscht jetzt Burgfrieden vor der Wahl. Wer jetzt gegen M. opponiert, wäre automatisch Schuld an einer Wahlniederlage, nicht die Politik von M.. Und die glaubt echt, die Leute wählen sie und erzeugt weiterhin Bilder für die Schlepper (Dauerstreicheln dunkler, aber nicht dunkeldeutscher Köpfe…). Aber Spahn und co. gibt es auch noch. Und auch wenn jetzt ein Laschet und Cöó. feiern- der Preis war sich einen der stärksten Merkelkritiker an die Seite zu stellen…Da kommt noch was. Wir brauchen Geduld und müssen die Zuversicht behalten und so lange toben wir uns hier aus, um nicht verrückt zu werden. Und jeder macht, was er kann in seinem Rahmen…

    • von Preis kann nicht die Rede sein
      Bosbach, der im Herbst nicht mehr für den Bundestag kandidieren wird, hat sich unterworfen und wurde umgedreht:
      Plötzlich mußte Ralf Jäger auslöffeln, was Merkel ihm eingebrockt hat, und am Samstag waren die Reihen fest geschlossen, als auch Merkel die Kriminalität in NRW geißelte.

      Dass Bosbach in NRW für Laschet Wahlkampf machte, war eine Niederlage für Bosbach und ein Sieg für Merkel.

    • Bosbach hat doch nichts mehr zu verlieren
      und ich habe ihm dieses Engagement, zu dem ja dann auch die dämliche Plakatiererei zwengs der Sicherheit gehörte, persönlich sehr übel genommen.
      So quer stand die Kuh nie im Stall, wie sie immer von sich behauptete und wenn ich meinen Mailwechsel mit ihm aus 2015/16 betrachte, kocht mir wieder die Galle hoch.

      Natürlich wird jetzt niemand in der CDU gegen Merkel opponieren, das wäre Selbstmord. Wobei ich in Spahn nun wirklich keinen Hoffnungsträger sehe, auch er ein Opportunist, der sich immer nur so weit aus dem Fenster lehnt, dass es ihm nicht schadet.

      Für Geduld und Zuversicht bin ich zu alt, mir reicht’s.

    • Bosbach
      Mit dem Herrn hatte ich auch mal einen Briefwechsel…es ging um griechische Reeder und Besteuerung, die Tonnagesteuer, die dort ca. dreimal so hoch ist wie Deutschland. Sein Schreiben war blabla, ahnungslos, Rückzug auf juristische Grundsatzthemen, Ignoranz der wirtschaftlichen Konsequenzen und „schreiben sie doch mal ne Synopse“. Ich dachte immer, es gibt im BT wissenschaftlichen Dienst. Aber das war letzlich ein „wimmel den mal ab“. Auf deutsch gibt es ein passendes Zitat von Goethe.
      Die interessieren sich alle nur für Geld und Macht und nicht für den Bürger oder Fakten und jeder bastelt dann an seinem Markenkern, Spahn, Murksel, Bosbach, Kubick, Stegner, alle gleich.
      Meine Oma war ne kluge Frau: „alle in einen Sack, feste mit dem Knüppel draufhauen, triffst immer den Richtigen“. Sie bezog den Satz manchmal auch auf ihre Kinder oder Enkelkinder…

  50. Bingo! - und Frankreich, Venedig, Deutschland
    Bingo!
    Don, Ihre unnachahmliche Art, sehr Grundsätzliches in klitzekleinen Tageserlebnissen („eine Radltour“) zu finden, begeistert mich. Erstaunlicherweise finde ich in Ihren Essays eine gewisse Ähnlichkeit zu denen Montaignes. / Eine ergänzende Perspektive zu Ihrer Erfahrung mag das Frankreich zu Zeiten Karls des Großen liefern. Hierzu sehr zu empfehlen (leider nur auf Französisch – Achtung! Ände Och! Ich bin ein partieller Fanzos): Henri Pirenne „Mahomet et Charlemagne“ Paris 1970, ISBN 2130548857. / Das Verhalten der deutschen Linken i.w.S. würde ich medizinisch unter Autoimmunerkrankungen subsumieren: Der Körper frißt sich selber. / In Frankreich kann man die nächste Krankheitsphase beobachten. Ich hoffe sehr, daß der blitzgescheite Macron (auch mit Blick auf de Gaulle) die wahren Interessen Frankreichs verfolgt. Leider ist das aus seinem bisherigen Werdegang nicht offensichtlich. Immerhin wirft die Treue zu seiner Frau ein günstiges Licht auf seinen Charakter. Die Verführung als Jüngling ist das eine – bei ihr geblieben zu sein ist das eigentliche Bemerkenswerte. Oder „On revient toujours a son premier amour“ – er ist directement gleich bei ihr geblieben. Hoffen wir für Frankreich.
    Und Deutschland? Dazu ein Blick auf die Entstehung Venedigs.Solange sich die Zahl der Einwanderer bezogen auf die Staatsbevölkerung in Grenzen hielt, gelang deren Integration gut. Die Migranten konnten sogar in die höchsten Staatsämter, z.B. beim Militär, aufsteigen. Dann aber sprach sich in den armen Auslandsregionen herum, wie gut man im Staat lebte und eine große Anzahl der kulturell weniger hoch stehenden Menschen drängte nach (z.B. über den Brenner, damals in südlicher Richtung), in der Erwartung, auf das Niveau des Staates gehoben zu werden. Seine sozialen Systeme jedoch konnten den Ansturm nicht bewältigen und brachen zusammen. Im Ergebnis fiel das Leben auch der Staatsbewohner auf das Niveau der Eindringlinge zurück. Neben dem Absturz des Lebensstandards in jeder Hinsicht (z.B. Nahrung, Kultur) war die sich ausbreitende Unsicherheit das beherrschende Merkmal der neuen Situation. Die Staatsbewohner flüchteten sich auf die Bergspitzen und bauten Mauern darum herum – Burgen. Um die Nahrungsmittelversorgung wieder in Gang zu setzen, boten die Burgherren den umliegenden Bauern Schutz an – natürlich für Gegenleistungen aller Art (z.B. ius primae noctae). Letztlich sanken die Bauern zumeist auf die Leibeigenschaft herab. Dieser unerfreuliche Zustand, den wir heute das finstere Mittelalter nennen, währte 800-1000 Jahre (je nach Abgrenzung, Beginn der Renaissance oder 1492). Ein Sonderfall waren die Menschen in der Gegend des heutigen Mestre: Sie hatten keine Berge, aber Inseln, auf die sie flüchteteten. Und da sie sich notgedrungen mit dem Meer befassen mußten, machten sie aus ihrer Notlage etwas Ordentliches. Sie wurden zu hervorragenden Seleuten und bauten in der später größten Schiffsfabrik ihrer Zeit, den Arsenalen, eine schlagkräftige Kriegs- und Handelsmarine auf, mit der sie den Wohlstand Venedigs, der Serenissima, begründeten. Es dauerte halt einige Jahrhunderte. Sind wir heute nicht in einer ähnlichen Situation? Der damalige Staat war das Römisches Reich der heutige ist die BRD.

  51. Leitkultur...
    Werter Don, Sie schreiben weiter oben:
    „Die Debatte müsste weg von Leit hin zu kulturellen Räumen. Dann wäre es weniger verbissen.“
    Wie wahr…
    .
    Für mich steht die Debatte über eine „deutsche Leitkultur“ leider – wie übrigens viele andere Dinge auch, die aus dem RHS und dem Umfeld der dortigen Politbüros kommen – in direkter Tradition zu den Gleichschaltungsbestrebungen der Nazis. Und ist genau so zu deuten. Es geht bei dieser Diskussion nicht um eine Beschreibung dessen, was ist – dieser Eindruck soll bei der Wählerschaft nur hervorgerufen werden, Wahlzeiten. Sondern es geht darum, eine Leitkultur neu zu definieren, Ein weiterers Mittel, die hiesiege Bevölkerung – ähem ich meine, die die schon länger hier sind – auf Kurs zu bringen. Also nichts als eine weitere Facette der Umerziehungsrepublik Deutschland. Als käme es direkt aus der Nudging Taskforce im Kanzleramt. Insofern ist Ihr obiger Wunsch, werter Don, in der Sache natürlich völlig korrekt – jedoch völlig konträr zu den Zielen der Auslöser dieser Leitkulturdebatte. Was mich mit dem Wunsch schliessen lässt, dass wir, das Volk, diese Debatte vielleicht dennoch – zumindest ein wenig – in die von Ihnen gezeigte Richtung schieben können. Und hoffe auf noch viele weitere Beiträge Ihrerseits zu diesem so wichtigen Thema.

    • von Menschen zu Leit'
      Auf der Seite des Cicero erklärt Bassam Tibi aktuell ganz oben, wie er sich das mit der europäischen – nicht deutschen – Leitkultur und der Idee vom Einwanderer als Citoyen damals eigentlich gedacht hat.

      Ich denke, dass sich seine Idee teilweise schon erfüllt hat, dass, gerade vor dem Hintergrund der Migrationskrise, vielleicht aber auch schon davor, jedes Gespräch mit einem wahren Einwanderer in seinem Verständnis dessen Hautfarbe innerhalb kürzester Zeit unerheblich werden lässt und sich das Gefühl einstellt, man spräche mit „einem von uns“.

      Individuen, nicht Kollektive, sollten betrachtet werden: da würde auch die Betrachtung des Kulturkreises nur in einer Hinsicht helfen, nämlich Aufmerksamkeit auf Integrationshindernisse im Islam zu lenken.

      Den Islam prägt in der Lehre von der Umma als Gesamtheit aller Muslime mit der idealen Lebensform Scharia ein kollektivistisches Verständnis, das der Integration eines Individuums als Bürger in einen europäischen Staat entgegensteht.

      Für die gescheiterte Integration, die wundersamerweise nur Muslime betrifft, kann man dann aber die Mehrheitsgesellschaft bzw. „das System“ verantwortlich machen und hat plötzlich ein Element des Faschismus zur Vereinigung der Massen, die dem Kollektiv angetane Ungerechtigkeit. „Europas Muslime“ Teil 2 auf arte mit Abdel-Samad und Frau Gökdemir ist hier sehr erhellend.

      Ich würde mich schon freuen, wenn statt von Menschen von Leuten die Rede wäre, denn Leute impliziert ein soziales Element und damit auch ihr Verhalten, während die Rede von den „Menschen im Land“ biologistisch ist, wahrscheinlich in dem Versuch, Unterschiede durch Diskurshoheit gewaltsam zu überdecken.

      Ich würde mich an Merkels Stelle ja hüten, eine Gattungsbezeichnung in einen so lange rassistisch dominierten Diskurs einzuführen, aber sie und die SPD wissen sicher, was sie tun.

  52. Özoguz
    Danke für das Özoguz-Zitat, wonach es gar keine deutsche Kultur gibt. Ergo man sich auch nicht kulturell in Deutschland beheimatet fühlen kann.

    Das gilt dann im Fall von den Profiteuren der deutschen Kultur der humanistischen Grosszügigkeit, auch Frau Özoguz hier kostenlos studieren zu lassen, doch auch umgekehrt, oder?

    Ich meine, Frau Özoguz plärrt ja auf NDR Info, sie fühle sich deutsch und türkisch kulturell beheimatet – wo es doch gar keine Kultur hier gibt, dann sagt sie damit, dass sie auch integriert in die SPD eigentlich nur eine türkische Kultur fühlt.

    Aber sie ninmt alle Freiheiten für sich selbst in Anspruch, die in der Türkei – nach ein paar Jahrzehnten des Versuchs, sich nicht mehr von islamische Imamen dominieren zu lassen – kulturell für sie als Frau nicht vorgesehen sind – wie sich jetzt gerade wieder gewaltsam zeigt.

    Die SPD sägt Albig und Kraft ab – und behält Özoguz.

    Und da wundert sich die Beamtenpartei panisch und täglich auf ALLEN ARD-Sendern in Dauerduskussionen, warum die Wähler lieber Parteien wählen, die sie zumindest nicht so offensichtlich für ihre Posten verkaufen. Für dumm und ohne eigene Kultur verkaufen.

    Aber Frau Özoguz ist die letzte, die aus ihrer Position entlassen wird.

    Martin Schulz würde diese Wahl brilliant gewinnen, wenn er solche faulen Eier aus der SPD-Führung wirft aufgrund mangelnder Loyalität.

    Da hätte Merkel keine Chance mehr, mit dem camouflieren derselben Unterwürfigkeit, nur ohne dies so offen zu zeigen wie die Linksgrünen mit ihren Integrationsleitfiguren wie Öuoguz. Gegen diese Frau ist selbst Özdemir ein entschiedener Verteidigiger europäischer Aufklärung…

    Und das will etwas heissen. Aber Schulz wird Özoguz niemals besiegen, vorher wird Schulz abgesägt.

    • Katastrophentourismus
      So langsam schlägt mir das auf den Magen. Wessen Ministerin ist die Frau dann, wenn es doch gar keine Deutschen gibt? Welche dämliche Rolle sollen wir überhaupt in dieser Schmierenkomödie spielen? Der Hausherr schwingt sich auf sein Rad und fährt fort, nachdem er mal kurz und böse gelacht hat, denn unsere 1000 Jahre sind abgelaufen und keine gnädige Dornenhecke hat uns beschützt.

  53. Die Natur will Dich zurück
    Lieber Don Alphonso,

    offensichtlich war es Ihnen sehr wichtig im letzten Absatz Ihrer Geschichte zweimal zu betonen, daß Sie nur ein Radler, der lange genug gesessen und von der Sonne verbrannt, sind. Wer wollte Ihnen da noch widersprechen?

    Wenn vor diesem Hintergrund auch sehr verwunderlich, so sind Ihre Gedanken zur „Epoche der multikulturellen Bedrohung Europas“ umso erfreulicher, wenn auch außer dem netten Abstecher in die bewegte Vergangenheit Ihres Urlaubsortes nichts davon in die Gegenwart zu übertragen möglich scheint.

    Als vor zwei Jahren die deutsche Einheitsregierung das neue Merkel´sche Leitmotiv ihres Handels, unter dem Motto: „Unsere Mauern brachen, aber unsere Herzen nicht“ den Bürgern offenbarte und von der gar nicht so freien Presse gebetsmühlenartig wiederholen ließ, leitete sie einen weiteren ir­re­ver­si­blen Niedergang der europäischen Kultur ein.

    Seither herrscht wieder einmal eine weitere Krise, wobei man richtig stellen sollte, daß für diese Regierung das Wort „Krise“ nur das aktuelle Beschönigungswort für Niederlage ist !

    Mit scheint so ist der Lauf der Welt und wir müssen ihn lächelnd akzeptieren. Gerade gestern war ja in der Presse von den neuen „offiziellen Leitkulturthesen“ (Die WELT) zu lesen.

    Im Gegensatz zu Ihnen, der wohl einsam in der Pampa in der mittelalterlichen Geschichte der Toscana sinniert, hat der Maizière mit „entspannten Lächeln“ und einer Anekdote die „Leitkulturthesen“ als Problemlösung vorgestellt.

    Er erzählte von der „britische Autorin Ann Morgan, die beim Blick auf ihre Bücherregale einst feststellen musste, dass sich darin nur englische und amerikanische Literatur befand. Also faßte sie den Entschluss, innerhalb eines Jahres jeweils mindestens ein Buch aus jedem Land der Erde zu lesen. Den meisten Menschen gehe es ähnlich wie Ann Morgan, meint Maizière: Sie seien anfangs ebenso beschränkt wie der Inhalt ihres Bücherregals.“ (Die Welt“)

    Wenn ich mir vorstelle wie, wenn überhaupt vorhanden, die meisten Bücherregale der Bürger bestückt sind, hat er vielleicht gar nicht so unrecht, doch was da von der Merkelregierung eingeladen wurde und heute, der Einfachheit halber, wohl gleich und stillschweigend weiter eingeflogen wird, sind halt keine Bücher und da hält der Herr Maizière die Bürger schon mal wieder für saudumm, was er auch damit zum Ausdruck bringt, wenn er sagt, daß die Deutschen so beschränkt seien wie ihr Bücherregal.

    Klarer kann man es nicht gesagt bekommen.

    Vielleicht gibt es ja jetzt ein paar neue, hoch bildende Bücher mehr, z.B. einen Krimi über den Islami, der wegen 50€ einem anderen Islami im hessischen Schlüchtern die Augenlider abgeschnitten und die Ohren zerfetzt haben soll. Das wird ein ganz neuer Roman, so eine Art Hannibal Lecter mit islamischer Tradition. Hannibal Lecter arbeitete ja auch für das FBI und vielleicht hat im Roman der augenstechende Islami Chancen bei der Bundespolizei oder im Personenschutz für Herrn Maizière oder die Bundeskanzlerin.

    Um das bundesdeutsche Bücherregal weiter aufzufüllen findet sich vielleicht auch ein Autor, der eine Dokumentation schreiben wird über den syrischen Clan, der in Naumburg Polizisten in die Flucht treibt und bedroht.

    Etwas Erotik sollte aber auch nicht im Bücherregal fehlen und die Grundstory könnte der n-tv Bericht mit der Überschrift sein: „Minderjährige Flüchtlinge gehen in Berlin anschaffen“, oder im Stile des von Miriam Gebhardt geschrieben Buches: „Als die Soldaten kamen: Die Vergewaltigung ..“
    Im Klappentext steht dort: „Die Soldaten, die am Ende des Zweiten Weltkriegs Deutschland von der nationalsozialistischen Herrschaft befreiten, brachten für viele Frauen neues Leid.“, was ja schnell in: „Die Islamis, die in der Merkel´schen Regierungszeit eingeladen wurden brachten für viele Frauen neues Leid.“ umzuändern wäre.

    Jetzt berichten die Medien, entgegen der Leitvorgaben des Presserates, mehr davon und man kann darüber spekulieren, da der Sachverhalt ohnedies nicht zu ändern ist, daß die neue Parole lautet, die Berichterstattung auf Abstumpfung zu trimmen, oder ich sage es mal vornehmer, auf Desensibilisierung ausgerichtet sein soll.

    Na ja. „Es gehe darum, den Neuen gegenüber liberal zu sein, ihnen nicht mit Gleichgültigkeit zu begegnen.“ sagte Herr Maizière noch als er die 15 Thesen der Leitkultur vorstellte. So mag er halt, wie einst Luther in Wittenberg seine Thesen an die Türen der komfortablen Islamiwohnungen nageln.

    Mit so einem beschränktem Gesichtsfeld macht man solche Äußerungen ja schon und er hat das ja nur in Bezug auf den Umgang mit den Islamis gesagt.

    „Leitziel des Liberalismus ist die Freiheit des Individuums vornehmlich gegenüber staatlicher Gewalt, er richtet sich gegen Staatsgläubigkeit, Kollektivismus, Willkür und den Missbrauch von Macht bzw. Herrschaft.“ (Wikipedia)

    Nachdenklich machte mich doch eine Textstelle Ihrer Zeitung, die Bezug nahm auf Professor Kai Niebert vom Deutschen Naturschutzring. ( ? )

    „Die Integration von Geflüchteten kann leichter sein als die der Menschen, die in Dresden proklamieren ‚Wir sind das Volk'“

    Die 9.These von Herrn Maizière lautet: „Die parlamentarische Demokratie lebt durch Engagement.“

    Ich weiß ja nicht wie es Ihnen damit geht, aber ich warte noch darauf, sollen sie doch erst einmal im Paralament damit beginnen.

    Ach, so am Ende hätte ich noch etwas Heiteres für Sie. Einen Werbespot von Schweiz Tourismus.

    https://www.youtube.com/watch?v=9zLGn0wnv8k

    Bei Ihrem Satz; „man ist schnell auf dem kleinsten Gang, denn die Strasse wird steil, sehr steil, und verlangt dem Radler alles ab.“ dachte ich ganz spontan an den Film „Fear and Loathing in Las Vegas“ wo es heißt:

    „Der sich so zum Tier machte, befreit sich von dem Leid, ein Mensch zu sein.“

    Na dann, seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Film?
      He who makes a beast of himself gets rid of the pain of being a man.
      Dr Samuel Johnson

  54. vorstellbar
    Bereits im Dezember lieferte ein Computermodell Hinweise, dass die Campi-Flegrei-Caldera vor einer gefährlichen Phase der Aktivität stehen könnte. Eine neue Studie bestätigt das. Eine Eruption wäre verheerend.

    https://www.w elt.de/kmpkt/article164632683/Europas-einziger-Supervulkan-koennte-bald-aktiv-werden.html

    • Und was hart das mit dem Thema zu tun?

    • Lückenpr...e?
      Die WELT bezeichnet die Campi-Flegrei-Caldera als einzigen (aktiven) Supervulkan Europas. Da hätten Sie lieber man geschaut, auf was sie quasi selber sitzen.
      Über den Laacher See zwischen Koblenz und Andernach und den Ausbruch vor 12 900 Jahren schreibt die Hobby-Vulkanologen-Seite volcanodiscovery.com:

      „With an estimated Volcanic Explosivity Index value of 6, this eruption was 250 times larger than the eruption of Mount St. Helens in 1980″….

      „The Laacher is still considered to be an active volcano, proven by seismic activities and heavy thermal anomalies under the lake. Carbon dioxide (CO2) gas from magma still bubbles up at the southeastern shore (mofettes), and scientists believe that a new eruption can happen at any time, which, today, would be a disaster beyond all description“.

      Soviel zu Wissenslücken auch bei der Presse.

      https://www.volcanodiscovery.com/laacher_see.html

  55. Titel eingeben
    Während meines Studiums hatten wir einen sehr klugen Dozenten, der uns den Rat gab, dass man von einer dauerhaften Beziehung – in Bayern versteht man darunter eine Ehe – mit einer Person absehen solle, wenn man mit ihr über „gewisse Dinge“ überhaupt diskutieren müsse. Ganz einfach weil die Ehe seiner Meinung nach dann aufgrund komplett falscher Einstellung/Wertvorstellungen zum scheitern verurteilt sei. Zu diesen „Dingen“ zählte er z.B. Treue in der Beziehung – oder auch die persönliche Freiheit, die einer der Partner krampfhaft zu verteidigen sucht.
    Ich denke er hatte recht.
    Ich würde die Aussage heute auch auf andere Themenbereiche ausweiten: Wenn wir in unserer Gesellschaft eine ernsthafte Diskussion darüber führen müssen, ob es hierzulande überhaupt eine Leitkultur – was ja nichts anderes ist als die in Jahrhunderten entstandene Kultur/Werte/Bräuche der hiesigen indigenen Bevölkerung – gebe bzw. ob die hiesige Bevölkerung ein Recht darauf hätte, dass diese Kultur auch hier gelebt bzw. von Migranten eine Integration hierin eingefordert werde, dann ist diese unsere Gesellschaft mitsamt Kultur und Werten doch bereits zum Scheitern verurteilt.

    Insofern ist die Diskussion bzgl. Leitkultur doch nichts anderes als ein weiteres Symptom einer zerfallenden Gesellschaft, eines sich zersetzenden Staatsgebildes und einer untergehenden Kultur (sarkastisch betrachtet könnte man auch ganz im Sinne von Frau Özoguz & Co. von „sich weiter entwickelnden“ sprechen).

    • Herr T - Sie formulieren eine alte Einsicht - wenn Selbstverständlichkeiten eigens angesprochen
      werden, sind sie nicht mehr selbstverständlich.

      Das Komische ist, dass wir unserer Sache als Deutsche offenbar insgesamt so unsicher sind, dass Leute wie Frau Özoguz auch dann als hochkompetente Diskussionsteilnehmerinnen durchgehen, wenn sie offensichtlichen Unsinn reden.

      Insgesamt ist diese Sache aber schon immer paradox: Zu verstehen, dass da ein Problem liegt, setzt ein erhebliches Maß an Kultiviertheit voraus.

  56. Kultur wird überschätzt
    Neulich saß in einer dieser Runden im ÖR eine bedeutende Philosophin oder
    etwas in dieser Art und verkündete, deutsche Kultur gäbe es wenn überhaupt
    erst seit sehr, sehr kurzer Zeit. Vermutlich verwechselte sie die Begriffe Staat
    und Kultur, oder sie ist einfach dumm und ungebildet.
    Allerdings konnte sie sehr flüssig reden. Ich bin mir daher sicher, dass sie mit
    der Doppelquote (Frau/Migrantin) bald in einen Lehrstuhl gedrückt wird, wo
    sie ihr Banausentum an kommende Generationen weitergeben kann.

    • die DOPPELQUOTE
      nichts wird einfacher als das: eine passende berufungskommission wird sich dafür – von einem Grünen-hochschulministerium strukturiert und einer willfährigen rektorin oder rektor ausgewählt – sicher finden……………wie sie ja wissen, gibt es heutzutage alles OHNE:

      1. romane ohne handlung (sprachfabulierer)
      2. hochschulpräsidentInnen ohne hochschulabschluss (BaWü)
      3. currywurst ohne fleisch (Grünen-wahlparty NRW)
      4. könig ohne land (könig Johann von England, gest. 1216)
      5. no borders
      liste ist endlos fortsetzbar……………

    • Gegen den Strich
      Der „Roman ohne Handlung“ ist ein guter Katalog der mittelalterlichen Kirchenschriftsteller und hat uns immerhin den Dorian Gray beschert.

    • baizuo
      @白左 , 18. Mai 2017 um 11:24 Uhr

      „Der weiße Linke“ – sind Sie’s wirklich?

    • Nein
      @Lichtenberg Ich habe lang überlegt, aber ich glaube, dass ich Ihnen hier nicht mit „Ja“ antworten kann.

      Mir gefällt der Begriff, weil er weiter gefasst ist als SJW und gleichzeitig in der eigentlichen Wortbedeutung die Erklärung für das verspottete Verhalten schon mitliefert.

      Er ist einfach treffend. Diese Verhaltensweisen gibt es nur bei uns, in der weißen Linken.

    • west-östlich
      @白左

      Sie haben recht – der weiße Linke ist eine treffende Charakterisierung.
      Und: baizuo bereichert die chinesische und die deutsche Sprachkultur.

  57. INTEGRATION
    ich lese gerade, die bezeichung NAZI – SCHLAMPE für eine blonde politikerin sei satire und durch die meinungsfreiheit gedeckt.

    frage an das gericht oder an DON: wäre auch der begriff INTEGRATIONS – SCHLAMPE satire und durch die meinungsfreiheit gedeckt ?

    da heute sommer ist noch ein musikalischer gruss an euch alle im orbit und nach Bordesholm und an UvdL:

    https://www.youtube.com/watch?v=fhNrqc6yvTU

    let the sunshine in !

    • Gute Frage!
      ich würde allerdings am Beispiel der hier promintent zitierten Türk’schländerin vorschlagen, über Leidkultur***** nachzudenken.

      (Ähnlich wie 1945 in der SBZ. In Budapest hoffte man ja wirklich befreit zuwerden, änderte allerdings nach etwa einer Stunde die Meinung. D.h. die Ungarn waren schon damals genauso undankbar wie heute wenn sie keine Lust auf Muselinvasion oder uLF-Diktate haben.)

      [Editiert, lassan’S bitte einfach solche Wörter, danke, Don]

    • sensibel
      Don,

      ICH kann ja Ihre Sensibilität gut verstehen, aber wenn deutsche Gerichte diese Art von Satire befürworten, sollte sie nicht zu einseitig verwendet werden…

  58. Phobien, Leit.- und Begleitkulturen
    Hier kann man was lernen. In diesem Fall meine
    ich aber: Alles im grünen Bereich.

    Da habe ich gelernt das es in der Landwirtschaft nicht nur Leitkulturen sondern auch Begleitkulturen und Migranten gibt.

    Im Text hier habe ich gelernt das unterschiedliche Leitkulturen
    nicht immer harmonieren und es passieren kann das
    eine Kultur der anderen den gar ausmacht (oder wie man das im deutschen nennt) wenn sie keine Verteidigungsstrategien entwickelt hat.
    Kulturen die sich beim besten Willen nicht vertragen können sich trennen (Das kennt man auch bei eingetragenen Partnerschaften)

    Zur Phobie.
    So etwas ist m.E. ziemlich normal.
    Die entscheidende Frage ist ob die Phobie
    das täglich Leben mehr als notwendig beeinträchtigt.

    Wer eine Hundephobie hat muss nicht jedem Hund die Hand ins Maul halten, sollte aber beim einkaufen am Dackel an der Tür vorbeikommen können.

    Jemandem eine Phobie zu unterstellen ist zunächst einmal ein
    erfreuliches Ereignis denn jener welcher eine Phobie hat, ist in der Regel kein Psychopath. Die sind manchmal, also nicht immer das größere Problem. Es kommt auch hier darauf an was man mit seinen
    Fähigkeiten (Beim Psychopathen oft Angstfreiheit, hohe emotionale Belastungsfähigkeit) macht.

    Als Psychopath kann ich ausgezeichneter Chirurg oder Devisenhändler werden, aber auch skrupelloser Politiker oder Straftäter.

    Man könnte so weit gehen zu sagen:
    Wer einen anderen für Islamophob hält
    (Die Frage ist immer was bedeutet das für den Alltag)
    und das beim anderen gar nicht nachempfinden kann,
    ist vielleicht ein Psychopath der eben nicht empfindet was andere Empfinden.

    -Ich wäre gern ruhig und gelassen- sage ich.
    -Das ist ein Stein auch-, meinte die Psychotherapeutin-

    Was nun.
    Das mit dem Psychopathen klappt leider nicht
    mehr. Ich bin eindeutig ein Phobiker.
    Als islamophober Kunde im Supermarkt hatte ich
    aber noch nie Probleme mit der jungen Dame mit dem Kopftuch an der Kasse. Die will mir auch nicht erzählen wie ich leben soll.
    Da wäre für mich heute die Grenze.

    PS Zur Assimilierung:
    Den europäischen Juden halfen Ihre Bemühungen sich zu assimilieren
    spätestens zwischen 1933 und 1945 gar nichts.

    Ich bevorzuge das Konzept der Leit.- und Begleitkulturen.
    Bedingung ist wohl das die Regeln für alle gelten.
    Bezogen auf Religion zB:
    -Es gibt keinen Zwang im Glauben –
    als Grundsatz der Glaubensfreiheit und nicht die Idee:
    Religion darf alles.

  59. Nationalismus kann schnell entstehen
    Zum Beispiel durch Konfrontation mit gewalttätigen Zuwanderern bzw. Wirtschaftsflüchtlingen. Wo hätte der deutsche Nationalismus in den letzten Jahrzehnten auch herkommen sollen? Wir sind von Freunden umgeben und sind die Hauptprofiteure der Europäischen Union und des Euros. Nationalismus kann erst durch Konfrontation mit widrigen Umständen von außen entstehen.

    Die Zuwanderer sind so gesehen eine wahre Vitaminspritze (aber anders als Thorsten Albig sich das vorgestellt hat.

    Ich denke aber, das wird kein ethnischer Nationalismus, sondern ein Wir-Gefühl der Bevölkerung, also Deutschen mitsamt der integrierten Mitbürgern mit Migrationshintergrund (wir sitzen alle im gleichen Boot etc.). Gerade auch die Erfahrung, gemeinsam von der Politik verarscht zu werden, ist wertvoller als Gold (hallo Herr Schulz, ich weiß, Sie meinten es anders)

    Was Boote angeht: Erik Marquardt und auch die Hamburger Landesvorsitzende der Grünen Anna Gallina schließen sich in den nächsten wochden der nautischen Antifa an und beschimpfen alle Kritiker auf Twitter pauschal als Rassisten. Dass durch solche Aktionen auch etliche Intensivtäter nach Europa gelangen, müßte den Beteiligten klar sein.

    Bei den Bundestagswahlen wird sich das bei den Ergebnissen noch deutlicher bemerkbar machen als in NRW.

    • Ex Zeitleser
      Ich denke auch, je mehr Zuwanderung und je mehr Konflikte, um so mehr Nationalismus. Aber der neue mitteleuropäische Burgenbau wird soziale Abschottung und Differenzierung sein. Im gehobenen Vorstadt-Gründerzeitvillenviertel, in Privatschulen und abends mit Taxi in der Oper werden kaum Konflikte aufschlagen.

      Es beginnt mancherorts aber schon etwas kritisch zu werden. Nach der brutalen Vergewaltigung an einer 15- Jährigen und tatverdächtigen Migranten kocht in der österreichischen Stadt Tulln die Volksseele und der Bürgermeister verweigert bis auf weiteres die Zuteilung weiterer Flüchtlinge.

    • Das mit Tulln habe ich gesehen
      Ich denke aber, dass Deutschland insgesamt zu kompakt ist, um sichere Rückzugsorte zu biete, sobald die Exkremente erntshaft zu dampfen beginnen.

    • Da Sie Österreich erwähnten: Grüner Jugend droht Parteiausschluss
      Grüne drohen Jungen Grünen mit Rausschmiss
      Nach Rücktrittsaufforderung an Parteichefin Eva Glawischnig soll den Jungen Grünen offizieller Status als Jugendvertretung aberkannt werden

      http://derstandard.at/2000054815224/Gruene-drohen-Jungen-Gruenen-mit-Rausschmiss

      Wenn doch nur beide Seiten verlieren könnten

      Reaktion der deutschen Grünen Jugend:

      SOLIDARITÄT MIT DEN JUNGEN GRÜNEN ÖSTERREICH
      https://gruene-jugend.de/solidaritaet-mit-den-jungen-gruenen-oesterreich/

    • Ist das Nationalismus oder nennt man das nicht besser "Vernunft"?
      Alles, was jemand zur Zeit dem vorherrschenden Dilettantismus entgegen setzt, wird zwar von den Dilettanten irgendwie benannt, wobei Nationalist wohl noch das geringste Übel scheint.
      Aber muss man sich von „Verrückten“ alles anhängen lassen?

    • Diffamierungen muss sich niemand gefallen lassen
      Bei den bewußten Diffamierern handelt es sich aber auch um eine relativ kleine Minderheit. Also nicht beunruhigen lassen

    • Zwi Festnahmen in Tulln, Grüne AT haben sich inzw. von Jugend getrennt
      Ein Afghane und ein Somalier haben sich gestellt, ein dritter Täter wird noch gesucht

      Und die Grünen dort haben sich tatsächlich von ihrer Jugendorganisation getrennt

      http://derstandard.at/2000055110108/Junge-Gruene-entschuldigen-sich-bei-Eva-Glawischnig


    • Im gehobenen Vorstadt-Gründerzeitvillenviertel, in Privatschulen und abends mit Taxi in der Oper werden kaum Konflikte aufschlagen.
      Das ist ein bißchen Derrick-überzeichnet, aber doch eigentlich Gegenwart. Insofern gehe ich davon aus, daß es so nicht bleibt, denn es ändert sich ja immer was. Ich glaube nicht, daß arg viele noch so unberührt ihre Füße in der Luft halten können in Zukunft.

  60. Oh neee ...
    Der Erdoğan, der Mistkerl, ich muss mir ein bisschen Zeit nehmen, um den ganzen Text von Don zu lesen …

  61. Titel eingeben
    Mit Verlaub, aber die Verlinkung auf LaStampa läßt keinen „Ärger“ über die verfehlte Migrationspolitik der dt Bundesregierung, die dt profitorientierte Care-Industrie oder die diversen Aktivist*innen erkennen, die sich eigenhändig u. vor Ort für „Seenotrettung“ oder No-Borders einsetzen … (-;

    Im Gegenteil. Die Migrations“lawine“ u. der parallele Subventionsstrom haben sich als „ökonomischer Motor“ erwiesen:

    „Nel 2014, il Centro è costato 14 milioni di euro. Quasi 100 milioni in otto anni. E su questi soldi si sono buttati in tanti. Il principale accusato si chiama Leonardo Sacco ed è il gestore da una decina di anni. La «sua» Misericordia nel frattempo è diventata il motore economico del paese: non soltanto fa lavorare 300 famiglie per i servizi accessori al Centro, ma gestisce il poliambulatorio, il centro anziani, un ex cinema che stanno trasformando in bar-ristorante, la polisportiva annessa al santuario della Madonna greca.“

    Soll das eine trappola sein, um die Leserschaft auf ihre Ital.kenntnisse u. ihre Beharrlichkeit in der Recherche oder die „Leserbindung“ zu prüfen? (-;

  62. Özoguz & die Neuen Deutschen
    Interessante Diskussion, die hier gerade stattfindet.

    Woher kommt das von Frau ÖZOGUZ et al. verbreitete GEDANKENGUT?

    Von DENKERN, die sich in sogenannten DENKFABRIKEN herumtummeln,

    weil Politiker sich nicht mehr die Mühe machen, vielleicht auch nicht

    können, einen vernünftigen Diskurs über die Zukunft unserer Gesellschaft

    zu führen.

    Als ob man Denken fabrizieren könnte.

    Exemplarisch die neue Publikation von dem Berliner Politik-Professor

    Herfried Münkler und Gattin:

    DIE NEUEN DEUTSCHEN. Ein Land v o r seiner Zukunft.

    Demnach steht uns die Zukunft noch bevor. Fragt sich nur welche?

    Herr Münkler versteht sich gern als Vordenker und war seinerzeit Berater

    von Außenminister Josef Fischer, der nun bekanntlich auch Berater ist.

    Der Einfluss dieses staatlich hochdotierten Professorenpaares auf die

    Politik und die Meinungsmacher in den Medien ist nicht gering

    einzuschätzen.

    Vor dem Kauf empfiehlt sich, die Rezensionen bei Amazon zu lesen, aber

    die mit einem *

    Lesen lohnt sich trotzdem und wer verstehen will, wohin die Reise wirklich

    geht und nicht so viel Geld für dieses Buch ausgeben möchte, kann es für

    Vier Euro Fuffzich bei den Bundeszentrale für politische Bildung bestellen

    unter: http://www.bpb.de

    Quo vadis, Germania?

    • Münkler und sein Klient
      …Herr Münkler versteht sich gern als Vordenker und war seinerzeit Berater von Außenminister Josef Fischer, der nun bekanntlich auch Berater ist.

      Ich denke man sollte hin und wieder die Betroffenen fragen.
      In dem Fall Prof. Münkler mit der Fragestellung
      was von Fischers Politik mit der Beratungsleistung
      von Münkler zu tun hat.
      Auf mich wirkt Fischer eher Beratungsresistent.

      ggf hat Münkler aber drauf hingewiesen was ein €U Beitritt
      der Ukraine für Kosten mit sich bringt.

  63. "... Epoche der multikulturellen Bedrohung ..."
    Kultur als Mittel zum Zweck sicherlich, aber ob das wirklich eine Bedrohung im kulturellen Sinne war? Ging es bis heute denn jemals um die Kultur?

    Bei Incirlik geht es jetzt wohl um die Wurst. Die Haltung gegenüber der Türkei verlangt nun nach mehr, als nach Aussitzen.

    Und was die Assimilation betrifft, so wäre dazu wohl mehr notwendig, als der freiwillige Aufenthalt von Türken in Deutschland.

    Die Albrecht-Tochter hat Heute einen schweren Tag, die FDP treibt in NRW die CDU vor sich her, Trump demontiert sich zusehends selbst und das Gespann Merkel/Macron macht mich nachdenklich. Ansonsten ist es verdächtig ruhig, wenn das mal nicht am Wetter liegt. Vielleicht erweist sich das Aussitzen aber mal wieder als politisch beste Strategie.

    • @Meier
      Herr Meier,

      Erdogan erscheint mir übergeschnappt genug, dass er die Verlegung deutscher Soldaten möglw. behindert. Da könnte man Aussitzen in der Tat für sinnvoll halten. Ich tue das nicht. Ich glaube, Erdo braucht Grenzen. Man sollte einen Mittelweg wählen: Man sollte die Amerikaner bitten, ihrerseits die Deutschen um Verlegung nach Zypern oder Jordanien zu bitten, irgendwelche Gründe könnten fingiert werden. Das wird auch Recep der Große nicht ablehnen können. Sein Spiel ist bisher, sich mit Einzelgegnern anzulegen und einfache Siege der Selbstbehauptung zu inszenieren. Es ist an der Zeit, diese Strategie höflichst zu unterlaufen.

    • Multikulturelle Bedrohung
      …die letzte ging ja von ca. 500 bis 1500, also ein Jahrtausend (im Falle von Wien bis fast 1700!)

      Auch wenn Europa ab 1000 zu durchaus brauchbaren Gegenraktionen fähig war, wurde arabische Sklavenhändlerei erst durch die französische Besetzung um 1800 beendet.

      Nach der Unabhängigkeit hat es nur gute 50 Jahre gebraucht bis sich Libyen und Nachbarn wieder auf die gute alle Tradition (Leitkultur!) besannen und in vielfältiger Art daran anknüpfen.

      Das ist allemal billiger als eine arabische Atombombe. Jeder „Flüchtling“ zahlt mindestens 1000 € an die Küstenbewohner, die EU wahrscheinlich an die 100’000 € pro Nase für Integrationsversuche die zu über 50% negativ ausgehen.

      [Editiert. Reissen Sie sich am Riemen. Don]

    • @Candidesgarten - Gibt es noch deutsche Diplomaten, die so einen deal aus-
      handeln könnten?
      @ Meier – Und Trump: sicher, dass er sich selbst demontiert?
      Oder hat ihn die Presse jetzt endlich da, wo sie ihn hin haben wollte?
      https://de.wikipedia.org/wiki/William_Randolph_Hearst

    • Verdächtig ruhig?
      Macron hat seine halb-und-halb-und-halb-und-halb Minister vorgestellt.

      Österreich macht seit gestern keine Kabinettspolitik (‚Ministerrat‘) mehr, sondern nur noch im Parlament.

      Die vor 2 Monaten stattgefundene Wahl in den Niederlanden hat vorgestern zum Unterschreiben eines Schlusskommuniques geführt: Die anvisierte Koalition kann endgültig nicht zustande kommen.

      Der deutsche Michel scheint der letzte Bewohner des alten Kontinentes zu sein, der noch immer meint, es gäbe alternativlos nur die zwei Altparteien und die Wippe: wenn die eine höher steht, steht die andere niedriger. Und der Wähler kann (darf?) sich nur auf eine der beiden Seiten schlagen.
      Renate Simon hatte es davon. Aber es fehlt bei 115% Merkel nicht daran, dass der Deutsche den Allerwertesten kaum hoch bekäme. Der Deutsche wählt einfach anständig, und folgsam. Und hat mit der Muttermilch aufgesogen, dass wenn man der SPD eins auswischen will, ist das zwangsläufig mit der CDU. Und umgekehrt.
      Deshalb stürzen jetzt wieder alle unter Muttis Rock.


    • Candidesgarten: Nur der Flüchtlingsdeal erklärt das Verhalten unserer Bundesregierung gegenüber der Türkei. Eine Behinderung des Abzugs durch Erdogan halte ich für unwahrscheinlich, daß er den Abzug politisch nutzen würde, ist dagegen absolut wahrscheinlich.

      Wassermann: Herrschaft sollte nicht mit Kultur verwechselt werden.

      Trojaner: Eine interessante Überlegung. Dennoch, die Presse hat die gegebenenfalls streitigen Verbindungen zu Putin ja nicht erfunden, sondern allenfalls aufgedeckt. Und das ist schließlich ihre vornehmste Aufgabe.

      Uwe Dippel: Angesichts all dessen ist es doch verdammt ruhig, sieht man von Griechenland einmal ab, oder nicht? Und was ist denn mit den Enthüllungen im Fall Amri? Wo bleibt der „Aufschrei“, da sich zeigt, daß nicht nur in der Bundeswehr einiges im Argen liegt?

    • Aufschrei, Otto Meier!
      Ich weiss nicht, in welchem Land Sie leben. In dem wo ich lebe, gibt es keinen Auf- und schon gar keinen Schrei.
      Keine Demo. Kein Boykott.

      Griechenland? Na, die Kanzlerin hat jetzt im 8. Jahr der ‚Rettung‘ natürlich vor, zu bezahlen. Deshalb ist sie ja auch schon abgerückt von der Prämisse dass ’nur, wenn in Zusammenarbeit mit dem IWF‘. Und jetzt eben ohne IWF, weil, so sagt sie (bzw. ihr Finanzverwalter) die Verhandlungen mit dem IWF so mühsam sind.

      Ihre Zustimmungswerte sind wieder gegen 50 Prozent, und die CDU steht wieder auf 38 Prozent.
      Da würde ich als Kanzler auch am Fenster des Reichstags oder des Bundeskanzleramtes stehen, und – tock-tock-tock – den Finger gegen die Stirn, und denken: „Die spinnen, die Deutschen. Erst werden sie von mir in den A…lerwertesten gef… eiert, und dann küssen sie meinen Schürzenrand.
      Wenn das Steuergeld der Deutschen also ungestraft nach Griechenland gehen kann, nur zu!
      Wenn der Attentäter Amri von einem V-Mann den Weg zum Breitscheidplatz geebnet kriegt, also … von mir aus.
      Und wenn die Bundeswehr wehruntauglich in den Kasernen rumlungert, und Nazi-Devotionalien aufhängt, wie zum Beispiel des Bild des Altkanzlers, was solls!?

      Als Alternative gibt es ja sowieso nur die SPD, da ist doch alles egal und in Ordnung solange man auf dem Sofa sitzend Chips reinwerfen kann und Dschungelcamp schauen.


    • „Wenn das Steuergeld der Deutschen also ungestraft nach Griechenland gehen kann, nur zu!“

      Wenn es dort denn hinginge, könnte man darüber ja noch ernsthaft nachdenken, Herr Dippel. Dem ist aber nicht so, sondern es werden mit dem Steuergeld die privaten Verluste internationaler, auch deutscher, Zocker sozialisiert. Immer schön an die Rente denken. ;-)

      Ansonsten, mal sehen, wie lange die Ruhe vor dem Sturm noch anhält.

    • Herr Meier,
      das ist ja die Crux. Es braucht nicht, mir zu erzählen, wohin auch mein Steuergeld geht.

      ‚Ruhe vor dem Sturm‘. Ruhe, ja. Welcher Sturm? Täglich mehr Stimmen für CDU und täglich bessere Werte für die Kanzlerin.

      Ich darf meine Mutter zitieren: „Im April 1945 hat die Mehrheit der Deutschen [die sie kannte] noch an den Endsieg geglaubt“.

      Frankreich, das haben wir gerade erlebt: Ein Präsident, der nicht aus den etablierten Parteien hervorging.
      Österreich: Zwei Präsidenten in der Stichwahl, bei der nicht einer der zwei aus den etablierten Parteien hervorging.
      Niederlande: Nach 2 Monaten Verhandlung ist die Koalitionsverhandlung I für Rutte III gescheitert, alle haben unterschreiben. Innerhalb der letzten 2 Tage ist der zweite Versuch, Rutte III zu koalieren, gescheitert (D66 will einfach nicht mit den Evangelikalen).

      Deutschland: Alles in Butter, Mutti ist beliebter denn irgendwann im letzten Jahr, AfD im Abwind, die Grünen in ihrer faschistoiden Spielecke, Maas erklärt Soziale Medien zu ‚Rundfunk‘ und zensiert anständig rein.
      82 Prozent der Deutschen sind sehr zufrieden.


    • 82 Prozent der Deutschen sind sehr zufrieden.
      Ach, die Umfragen…
      bis zur Wahl im Sept. ist es noch eine Weile hin…


    • Nun, Herr Dippel, ich wollte Sie nicht belehren, aber Sie schrieben nunmal, das Steuergeld ginge nach Griechenland. Ansonsten, auch ich reibe mir verwundert die Augen, wenn ich mir die Entwicklung in Deutschland betrachte. Und ich denke, das kann nur in einem Sturm enden.

  64. Kirchen als Burgen
    Ich komme ursprünglich aus dem Südosten der Türkei. Dort sind alle Kirchen und Klöster burgähnlich und teilweise ohne Fenster konzipiert. Die eine oder andere Kirche hat auch während des Genozids vor 100 Jahren das Leben der christlichen Bewohner gerettet, da sie vor den massakrierenden Moslems Schutz geboten hat. Es wäre wünschenswert, wenn das Abendland mit seiner Kultur sich jedenfalls nicht freiwillig dem Untergang weiht. Die Özoguz dieser Welt verfolgen jedenfalls diesen Ziel. Jeder, der eine Weile in der Türkei oder anderen islamischen Ländern lebt, wird feststellen können, dass sich die Kultur dort fundamental von der unserigen hier unserigen unterscheidet. Ich habe 10 Jahre dort verbracht. Nur ein blinder Ignorant oder jemand mit Hintergedanken wird die deutsche Leitkultur verneinen. Ich bin jedenfalls sehr froh in dieser Kultur zu leben

  65. Kleiner Nachtrag
    Kleine Lektüreempfehlung für Frau Özoguz et al.

    Araber predigen und finanzieren Islamismus im Kosovo.

    Laut Bundesregierung verbreitet Saudi-Arabien im Kosovo Islamismus durch Moscheebau und radikale Prediger. Doch nicht bloß die Araber erheben einen gefährlichen „politischen Gestaltungsanspruch“ auf dem Balkan

    https://www.w elt.de/politik/deutschland/article164638965/Araber-predigen-und-finanzieren-Islamismus-im-Kosovo.html

    • Ich bin übrigens keine Müllabladestelle von Links zu Springer. Es nervt.

    • @Kleiner Nachtrag bzw. Ihre Reaktion auf den Link
      Lieber Don,

      ich verstehe Ihre Gereiztheit nicht (wirklich).

      Bin auch kein Freund der Springer-Presse, auch nicht des ÖR bzw. der Privaten usw.

      Nur gab es diese Nachricht nirgendwo anders zu lesen.

      Aber sie beweist doch den globalen Anspruch des Islams durch eine
      von den Saudis offensiv verfolgte STRATEGIE der ASSIMILIERUNG nichtmuslimischer Gesellschaften an Muslime (= Islamisierung) durch:

      1. Migranten aus islamischen Herkunftsländern bzw.

      2. Konvertiten, die in „Moscheen“ von selbsternannten IMAMEN die Absolution, das gedankliche Rüstzeug und die Logistik dafür erhalten.

      Dass diese Konvertiten, psychoanalytisch gesehen, PHOBIKER oder PSYCHOPATHEN sein müssen, liegt auf der Hand, hilft aber auch nicht weiter.

      Deren AUFTRAG (Mission) ist klar:

      Den Umgang mit Waffen in einer nationalen Armee erlernen und/oder in Echtzeit militärische Erfahrungen in Syrien etc. sammeln.

      Zurück in die EU bilden sie dann die Speerspitze des Islams.

      DEUTSCHE Sicherheitsbehörden und Politiker haben angeblich (?) lange nichts gemerkt, gewußt, gehört, gesehen oder sich vorstellen können.

      Dann kamen die ÜBERRASCHUNGEN.

      Kann Ihnen versichern, dass ich über das Bedrohungspotenzial des politischen Islams (= Islamismus), der sich zuerst in dessen Heimatländern austobte (Muslimbrüder) und dann in die EU kam, schon vor 30 Jahren in der islamwissenschaftlichen Fachliteratur studienhalber lesen konnte.

      Zu jener Zeit haben deutsche Politiker, Behörden und der BND noch geglaubt, in Moscheen würden Muslime nur BETEN.

      Das glauben sie vielleicht immer noch, weil in Kirchen ja auch keine Attentatspläne und solche Dinge ausgeheckt werden.

      Diese Naivität, ob gewollt oder nicht, zieht sich wie ein roter Faden durch die bundesrepublikanische Politik der letzten 20/30 Jahre.

      Man muß sich nun wirklich fragen, WEN Frau Özoguz auf der Basis welcher Werte/Normen als Integrationsbeauftragte der Bundesregierung denn i n t e g r i e r e n will.

      Hat irgendjemand mal Frau Özoguz gefragt, welche Werte/Normen sie vertritt?

      Anscheinend reicht ein Parteibuch.

      Das Problem ist m. E. nicht das Fehlen einer deutschen LEITKULTUR.

      Das ist nur ein Manöver. Eine Vernebelungsstrategie, die die Rat- und Hilflosigkeit der Politik kaschieren soll.

      Was fehlt, ist vielmehr eine offene Diskussion, ein Konsens und das Bekenntnis zu den Werten/Normen und einer Geschichte als Teil gemeinsamer Erfahrungen, die uns Deutsche auszeichnen, und die für uns wichtig sind einschließlich der symbolischen Formen. Dazu gehört nicht nur das MADE IN GERMANY.

      Erst dann schaffen wir so etwas wie ein Gemeinschaftsgefühl und eine nationale Identität, zu der wir uns bekennen (können) und die uns die anderen europäischen Staaten, auch die USA, traditionell voraus haben.

      Wenn Sie das also nervt, lege ich wohl mal eine Blog-Pause ein.

      Besten Gruß

    • K Ö N N E N S I E VIELLEICHT hier schreiben wie jeder andere normale Mensch? Halten Sie die Leser für doof? Natürlich sind die Leute gereizt, wenn man mit Deppensprache daherkommt.

  66. Die Assimilation und der blöde Erdoğan
    Dass er so was sagt, der für den Amt des Türkischen Staatspräsidenten nicht die verfassungsmäßige Qualifikation hat, der blöde Erdogan, der Staatsfeind, korrupt bis zum geht nicht mehr, und das Sie ihn zitieren, der liebe Don, unakzeptabel ist es … Es ist einfach unakzeptabel, dass Sie ihn zitieren, und dass was er zu sagen hat, gilt nömmer, da er korrupt ist …

  67. „Eine spezifisch türkische Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“
    Das wäre doch ein Traum, wenn eine Zeitung diese Überschrift als Schlagzeile bringen würde. Was gäbe das für einen Aufschrei, der Presserat würde einschreiten und Mutti würde die Schlagzeile persönlich als „nicht hilfreich“ bezeichnen. Erdogan würde die Zeitung vor einem deutschen Gericht verklagen und Claudia Roth würde mit Schnappatmung in allen Talk-shows von der wunderbaren Bereicherung durch die türkische Kultur schwärmen.
    Es bleibt leider ein Traum, viele Grüße, Uli

    • Irrtum. Es gibt (bald) DIE EINE türkische Kultur
      Die Griechen wurden ausgesiedelt (allerdings im Tausch gegen die Türken in Griechenland und auf Geheiß der Westmächte), das Schicksal der Armenier kennt man. Christliche Glaubensgemeinschaften wurden aus der Türkei vertrieben, leben jetzt vor allem in Deutschland. Mit den Kurden gibt es noch Probleme.
      Wer nicht so verfährt, dem wird die eigen Kultur eben aberkannt.
      Im osmanischen Reich war das anders, da lebten viele Kulturen in Frieden. Wenn auch den Nichtmuslimen bei der Darbietung ihrer Steuern ein Klaps auf den Kopf gegeben wurde, damit klar blieb, wer Herr im Hause ist.

  68. Schon Thomas Jefferson konnte ein Lied davon singen
    „From the Halls of Montezuma
    To the shores of Tripoli;
    We fight our country’s battles
    In the air, on land, and sea;
    First to fight for right and freedom
    And to keep our honor clean;
    We are proud to claim the title
    Of United States Marine“

    Lautet das Lied des US Marine Corps, die unter Thoams Jefferson gegründet und später unter John Adams die Piraterie gegen US Handelschiffe der Mauren (Neudeutsch: Nafri) im Mittelmeer bekämpfte.

    • Thomas Jefferson...
      Thomas Jefferson? Thomas Jefferson?

      War das nicht einer aus der Clique die irgend so ein besonderes Dokument verfasst haben, in dem allen Menschen die Freiheit zugestanden wurde?
      Und bestand nicht diese ganze Clique auch schon aus Sklavenbesitzern?

  69. Ein Kontrolle der deutschen Grenzen ist möglich!
    Aber halt nur zum G20 Gipfel – danach dann eher wieder nicht.

  70. Ein Novum der Geschichte.
    Die Hunnen, die Wikinger, die Ungarn, die Sarazenen, die Osmanen. Sie allesamt wurden nicht eingeladen. Die von Merkel ausgesprochene Einladung ist einmalig in der Geschichte. Und dafür wird sie wiedergewählt werden. Bisher kannte ich den Begriff „Autogenozid“ eher im Zusammenhang mit Pol Pot…

    Ceterum censeo Merkel esse removendam. Und zwar nicht durch den Würseler Buchhändler.

    • Danke
      Meine Unterstützung haben Sie.

      Es soll aber gegen Ende des weströmischen Reiches zu ähnlichen Geschmacksverirrungen gekommen sein.

    • Sondern, durch wen?
      Seehofer wird langsam viel zu alt. Es bliebe nur noch Kanzler Lindner (noch jünger als Monsieur le Président, wenn auch seine Gattin nicht sooo viel älter als er ist). Seine Partei hat noch immer die längste Regierungserfahrung in der Bundesrepublik Deutschland.

  71. Untergang genießen
    Lieber Don,
    vielen Dank für den schönen Artikel. Ich sitze hier in NF im Garten, schaue Richtung Nolde und verinnerliche Ihren Text. Eingehüllt in Fliederduft träumt man den Untergang entgegen (nur das Alter lässt solche Träume zu).
    Schön die Formulierung „Kulturraum“. Sind wir Spinner, weil wir dessen Substanz erhalten wollen? Scheint so.
    Gruß aus dem fernen, flachen, burgenlosen aber trotzdem zauberhaften Norden.

  72. Warum das zaghafte Handeln gegenüber Erdogan?
    Alles schön und gut was Don Alphonso schreibt.

    Warum das zaghafte Handeln gegenüber Erdogan?

    https://www.w elt.de/print/die_welt/finanzen/article162858685/Schulden-der-Tuerkei-werden-zum-Druckmittel.html

    Gut 270 Milliarden Dollar, umgerechnet 255 Milliarden Euro, haben die Banken weltweit der Türkei geliehen. Vor allem spanische Geldhäuser müssen zittern: Immerhin führen sie mit 87 Milliarden Dollar (82 Milliarden Euro) die Liste der Gläubiger an. Französische Häuser haben rund 42 Milliarden Dollar im Feuer, deutsche Institute rund 15 Milliarden Dollar und italienische immerhin noch rund elf Milliarden Dollar.

    • Das sind häufig rollierende Schulden, d.h. die Türken müssen die nach einer gewissen Laufzeit bezahlen und dann neu ausschreiben. Würden sie das einmal nicht machen, gingen die Zinsen durch die Decke.

  73. Danke für den Beitrag
    Özoguz, Maas, Jäger, Stegner.
    Ich wünsche der SPD als Partei ein Nahtoderlebnis,
    auf dass sie sich von diesen Gestalten befreit.

    • Mit flüchtigem Blick erhascht
      Pöbel-Stegner heute zu Gast bei Maischberger, was ich mir NICHT antun werde. Ein Self-Healing wird es bei der SPD wohl nicht geben, denke ich, mit oder ohne einschneidendem Erlebnis. Das müssen die Wählerinnen und Wähler übernehmen.

  74. Sizilien war von den Arabern besetzt, Süditalien war tributpflichtig
    Montecassino wurde von Sarazenen geplündert… bis um das Jahr 1000 herum Normannen, also Wikinger aus der Normandie, auf der Rückreise von einer Pilgerreise im Heiligen Land in Salerno eine Rast einlegten und bei dieser Gelegenheit, dem Fürsten von Salerno behilflich die jährliche Tributzahlung unterbanden. Auf Bitten des Fürsten schickten sie arme Verwandschaft, hier vor allem die Famlie Hauteville / Altavilla. Die verdingten sich einige Jahre als Söldner, übernahmen dann Süditalien und leiteten den ersten Roll-Back ein, den Europa bis dahin gegen die Mohammedaner hatte, d.h. bis Sizilien befreit war. Die Tochter des letzten Normannenkönigs Roger II, von Hauteville, Konstanze wurde mit Heinrich VI verheiratet und als ihre beiden Brüder starben, wurde Friedrich II König von Süditalien und Sizilien und auch Deutschland. Alles Unser! (Spass :-))
    So viel zum Thema Wikinger, Normannen.
    Bzgl. Dampfschiffen und Piraterie… Na ja, einige Tage bevor es Dampfschiffe gab, fand die Seeschlacht von Lepanto statt; die, bei der Cervantes seine Hand verlor; am 07.Okt. 1571.

    • Seeschlachten und Kultur
      Genau, deswegen wurde das Mittagsläuten mit dem Engel des Herrn eingeführt, zum immerwährenden Gedächtnis des Sieges bei Lepanto.
      Aber der Don hat auch nicht ganz unrecht, erst mit Navarino verloren die Piraten im Mittelmeer ihre Schutzmacht (1827), Griechenland gewann seine Freiheit vom Sultan und die westlichen Mächte konnten an der Südküste des Mittelmeers Piraten einsacken, wie auch Kolonien.
      Navarino war die letzte durch Linien-Segelschiffe ausgetragene Seeschlacht, etwas später war dann schon Dampfantrieb dabei.
      Nach einem alten englischen Buch stehen die drei Randleisten auf dem Matrosenkragen der Matrosen in der „christlichen Seefahrt“ übrigens für Lepanto, Trafalgar und Navarino, die Abwehr einer Übermacht oder eines Tyrannen.

    • s' Schwoabaländle bei de Afrigaaner
      Im Jahre 406/407 überquerten die Sueben (heute: Schwaben) zusammen mit ihren Verbündeten, den Vandalen, den Limes, zogen nach Spanien (Andalusien = Vandalusien), setzten 429 nach Marokko über und eroberten die römische Provinz „Africa“ und im Jahre 439 Karthago. 455 n. Chr. eroberten (und plünderten) die Schwaben und die Vandalen Rom. Seitdem gibt es da überall Kehrwoche.

      http://www.neu.antikefan.de/plaintext/kulturen/spaetantike/germanen/vandalen.html

  75. Wer seine eigene Kultur verleugnet
    liefert die Gesellschaft fremden Kulturen aus. Das hat nichts mit Multikulti zu tun. Viele Merkmale anderer Kulturen sind ab einer bestimmten Konzentration ihrer Vertreter durchaus dominant (Sprache, Beschneidung, Gotteshäuser, Religions-Schulen, Essen, Kleidung, Umgang mit Frauen, Rangordnung innerhalb der Gruppe, eigene Gesetzbarkeit, Nicht-Anerkennung deutscher Gesetzbarkeit, Nicht Anerkennung von Ungläubigen, eigene Medien, Gewaltbereitschaft, usw). Und die Ghettos werden immer größer, in nicht wenigen Teilen Deutschlands sind Deutsche bereits eine Minderheit (zB Offenbach).

  76. So ganz Unrecht hat Aydan Özoguz sicher nicht, wenn Sie sagt:
    „Kein Wunder [Problem der Bestimmung einer Leitkultur!], denn eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar. Schon historisch haben eher regionale Kulturen, haben Einwanderung und Vielfalt unsere Geschichte geprägt. Globalisierung und Pluralisierung von Lebenswelten führen zu einer weiteren Vervielfältigung von Vielfalt.“

    Soweit würde ich Aydan Özoguz sofort zustimmen, denn Kultur ist kein statischer Zustand. Beim Fazit trennen sich dann allerdings die Wege. Eine spezifisch deutsche Kultur gibt es zwar auch meiner Meinung nach nicht, aber eine zeitlich und räumlich zu spezifizierende Kultur in Deutschlands Regionen, die gab und gibt es selbstverständlich immer. Und damit gibt es auch keinen quasi kulturfreien Raum, sondern eine gesellschaftliche Realität, der sich Fremde durchaus anpassen sollten, wollen sie nicht für immer Fremde bleiben. Das weiß auch jeder Deutsche, der nach Bayern zieht.

    Fremde kulturelle Einflüsse werden grundsätzlich assimiliert, solange sie integrationsfähig und -bereit sind. Treten sie zu sehr in den Vordergrund, werden solche Einflüsse abgelehnt und führen von Diskussionen über Leitkulturen bis hin zu offener Feindseligkeit.

    Politiker und Parteien, die sich in solchen Fällen gegen die Kultur der Mehrheit stellen, werden das auf Dauer politisch niemals überleben. Sollten die Flüchtlingszahlen wieder und weiter steigen, wird sich das noch in diesem Jahr zeigen.

    Kultur ist am Ende kaum mehr als ein Istzustand der Gesellschaft, der sich jederzeit ändern bzw. gegen Änderungen wehren kann. Welche kulturelle Entwicklung Deutschland nimmt, bleibt abzuwarten.

    • @Otto Meier
      Herr Meier,

      sind wir uns einig, dass z.B. bayerisches Brauchtum, solange Bayern noch zu Deutschland gehört, auch deutsches Brauchtum ist, jedenfalls kein französisches oder türkisches? Es geht nicht darum, ob jeder Deutsche, nicht einmal jeder (vielleicht für viele dann nicht echter) Bayer, dieses pflegt, sondern darum, dass es aus Deutschland kommt und oftmals auch jedem Deutschen großteils bekannt ist.

      Ein anderes Beispiel ist die Speisekarte in Deutschland, die durchaus ihre Eigenheiten hat. Hier geht es nicht darum, dass jeder Schweineschnitzel oder Haxe essen muss, dass diese aber hierzulande seit Ewigkeiten bei denen auf dem Tisch standen, die es sich leisten konnten. Und jetzt kommt der Punkt: Aus vermeintlicher Rücksichtnahme auf Dahergekommene werden die Deutschen auf kurze Sicht diese nicht von der Karte streichen, wie die Franzosen sich garantiert nicht den Wein aus der Karte streichen und mit Bier ersetzen lassen werden. Ja, das Bier und andere alkoholische Getränke, das trinkt man hierzulande sogar in der Öffentlichkeit im Restaurant/Kneipe. So ist das hier, aber nicht im Iran. Dass Frauen, die es ebenfalls trinken dürfen ohne deshalb Huren zu sein, dabei das Haar unverhüllt tragen und möglicher knappe Hose und Oberteil tragen, ja das gibt es hier unter Deutschen – möglicherweise aber nicht unter Dahergekommenen. In ganz Deutschland weiß jeder Deutsche, dass das gesellschaftlich akzeptiert ist, zur Kultur gehört, wenn es auch nicht jeder tut oder nur in Maßen.

      Die Liste lässt sich ewig fortführen.

      So einfach ist das, die These von Ö. zu widerlegen.

    • Kleiner Nachtrag, ein bisschen ekliger Natur - für unseren Kulturkreis über D hinaus
      Es gibt Kulturkreise, Sie sind Kenner wie ich, die sich über das Regionale ausdehnen, aber sehr seltsame Bräuche/Traditionen pflegen.

      Einer z.B., weit verbreitet und doch gibt es solche, die dort trotzdem da nicht mitmachen (wenige je nach Region und Religion), fordert den Beweis der verlorenen Jungfräulichkeit der Braut nach der Hochzeitsnacht dadurch, dass das nicht nur mit Blut der Braut, sondern auch mit der Mitgift des Bräutigams verschmierte Bettlaken von nahen Verwandten allen nahen Verwandten präsentiert wird. Ja, das ist der Kulturkreis, wo Sex ein Tabu-Thema ist. Gut, Sex unter Verwandten zweiten Grades ist dort staatlich geduldet, wenn religiös verheiratet.

      Aber können Sie sich vorstellen als Verwandter und hier sozialisierter Deutscher mit dem vollgespritzten Bettlaken Ihrer beiden Verwandten vor den anderen zu stolzieren? Also, ohne zu kotzen und ohne Gummihandschuhe?

    • Definitionssache
      Deutsche Kultur ist die Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden und sozialen Schöpfungen des deutschen Volkes.

      Selbstverständlich hat die deutsche Kultur Schnittmengen mit anderen europäischen Kulturen, aber auch jede Menge proprietär deutsche Elemente: Von der Biergartenkultur, der Vereinskultur, der Bauhausarchitektur über die bayerische Lederhosen und die schwäbischen Käsespätzle bis zur faktenstierenden Humorlosigkeit.
      Fallen Sie nicht auf das Auseinanderdividieren und Relativieren von linksgrüner Seite rein. Bayern gehört zu Deutschland und Bayern sind Deutsche, also ist die bayerische Lederhosn auch deutsches Kulturgut.

      Wenn Frau Özoguz und Konsorten die Frage in den Raum stellen, was deutsche Kultur sei und gleich die Antwort „Es gibt keine deutsche Kultur!“ mitliefern, geht es offensichtlich nicht um ehrliches Interesse an dieser Frage. Der hinterfotzige Hintergedanke lautet: Wenn es keine deutsche Kultur gibt, ist die von uns betriebene Überfremdung durch andere (Nicht-)Kulturen ja gar nix schlimmes ;-)

    • Dieser ganze Kulturquatsch ist eine ganz böse Falle.
      Denn es ist einfach unübersehbar, daß die Kultur durch die Bestimmung als Deutsche Kultur instrumentalisiert wird. Das wollte Aydan Özoguz in meinen Augen auch zum Ausdruck bringen. Daß sie dabei selbst in eine Falle tappte, indem sie spezifische kulturelle Eigenheiten mehr oder weniger zur Belanglosigkeit erklärte, liegt auf der Hand.

      Schuberts Pianist: „Deutsche Kultur ist die Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden und sozialen Schöpfungen des deutschen Volkes.“

      Wer ist denn das deutsche Volk? Ein Blick ins Telefonbuch gibt da näheren Aufschluß. Der Döner ist übrigens auch deutsch, nur mal so am Rande. Aber was ist mit entarteter Kunst, was mit unserer Schrift, unserer Sprache, unseren Nobelpreisträgern, unseren Hauptreligionen? Alles deutsch? Und selbst das regional unterschiedliche Essen, ist das nicht eher den Zeiten geschuldet, als Bananen noch nicht importiert wurden, als man aß, was die Region hergab? Die Liste ließe sich doch endlos fortsetzen. Nur, was daran ist deutsch im Sinne einer Kultur des deutschen Volkes? Schaut man mal in der Geschichte zurück, so ist doch unübersehbar, daß es ursprünglich keine Deutschen waren, die deutsche Dichter und Denker inspiriert haben. Und selbst die Kodifikation des BGB geht auf die Römer zurück.

      Im Grunde ist das, was in Deutschland Kultur ist, ein Sammelsurium aus unterschiedlichsten Quellen, selbst gewählten aber auch aufgezwungenen. Daraus hat sich etwas entwickelt und entwickelt sich permanent weiter, was man im Sinne von lokaler Einordnung zwar als deutsche Kultur bezeichnen kann, aber eben nicht als deutsche Kultur im Sinne von deutsch. Denn was deutsch überhaupt sein soll, von einer lokalen Bestimmung einmal abgesehen, kann in meinen Augen niemand wirklich überzeugend erklären.

      Ach ja, da waren ja noch die Bayern und die Frage, ob das Deutsche sind. Nun, laut Paß jedenfalls.

    • ... das Märchen von der Sonder- und Erlöserstellung ...
      … von D in anderer Fassung.

      Natürlich gibt es eine spezifisch deutsche Kultur, ebenso wie es eine spanische, italienische, rumänische usw. Kultur gibt. Und natürlich gibt es Regionalismen, die gibt es aber ausgeprägter noch in Italien und Spanien oder Frankreich, ohne dass irgendwer auf die Idee käme, dass es keine französische Kultur gäbe. Und natürlich gibt es übergänge und feine Unterschiede, genauso wie es Spezialisten braucht um deutsche Malerei des 15. JH und niederländische Malerei zu unterscheiden (die damals ohnehin zusammengehörten)

      Im Grunde genommen ist das wieder der unselige Gedanke von der erlösenden Sonderstellung von D auf der Welt. Das einzige europäische Kulturvolk, das seine eigene Kultur überwindet und jeden zum Afrikaner und Asiaten Deutschen erklärt, der die Grenze mit falschen Namen überquert, nur einigermaßen Deutsch radebrecht und sich an die Gesetze hält und das dabei wieder in Wir-schaffen-das-Manier voranschreitet.

      Das was sich in D – auch aus Sicht der Nachbarstaaten – periodisch wirklich auffällig wiederholt, ist politischer Irrsinn; das ist vielleicht ein Aspekt der Nationalkultur…

    • @Otto Meier
      Hier wird nichts instrumentalisiert. Es geht in der Sache hauptsächlich darum, was hierzulande Usus ist und was nicht. Ob es irgendwo anders auch so gemacht wird oder anders, spielt keine Rolle. In Deutschland gibt es einen gesellschaftlichen Rahmen, wie in jedem anderen Land, in dem man sich problemlos bewegen kann, der nicht fixiert ist, in Bewegung, aber definierbar. Nicht Gesetze definieren diesen Rahmen, sondern die Menschen. Gesetze erlauben sehr viel mehr als die Gesellschaft zulässt. Sitten und Unsitten sind es, die aus dieser gemeinsamen Kultur definiert werden. Man kann hier auf alle Sitten pfeifen, aber man wird dadurch immer wieder anecken bei denen, den allermeisten, die gesittetes Verhalten erwarten. Es gibt Bräuche und Gewohnheiten in diesem Land, die es in anderen Ländern nicht geben würde. Hier wird im Karneval/Fasching ausgiebig gefeiert, was für manche Ausländer und Inländer aus anderen Regionen einem (sorry DA, ausnahmsweise mal Großbuchstaben) KULTURSCHOCK gleichkommt.

      Für Dahergekommene aus der muslimischen Welt gibt es besonders in Deutschland derartig viele Kulturschocks, so dass die männlichen darunter hier regelmäßig ausrasten, in erster Linie bei der Konfrontation mit dem weiblichen Geschlecht, egal ob es dann die eigene Frau, die neue Freundin oder irgendeine fremde Frau auf der Straße trifft. Ja, das passiert aus gleichen Gründen auch in den Niederlanden und Schweden. Aber nur weil der normale Umgang und die Sitten dort ähnlich sind, heißt das noch lange nicht, dass diese Sitten nicht zur allgemeinen deutschen Kultur gehören, aber eben auch zur Holländischen.

      Es geht also nicht darum was spezifisch deutsch ist, sondern genau genommen darum, was hier nicht üblich und unerwünscht ist. Dazu zählen Unsitten genauso wie dreiste Forderungen nach einer unangemessenen Rücksichtnahme auf irgendwelche Befindlichkeiten. Nein. Hier ist Deutschland und hier läuft das so und nicht anders, je nach Region noch einmal anders. Man drückt auch mal ein Auge zu, ein Recht darauf gibt es aber nicht. Und wer z.B. als Muslim ins Restaurant geht, muss damit leben, dass am Nachbartisch Schwein gegessen wird und es keine extra Pfanne für spezielle Gäste gibt.

    • Titel eingeben
      Sie, mein lieber Otto Meier, scheinen ein Problem damit zu haben, Definitionen von Abstrakta zu akzeptieren.

      Natürlich könnte man das deutsche Volk auch anders benennen, aber dies ist nun mal die Bezeichnung für diesen genetisch (siehe prozentualer Anteil der Y-Haplogruppen) und kulturell abgegrenzten Teil der Menschheit.

    • @DkbmP
      Was die Speisekarten betrifft, so gibt es diesen vorauseilenden Gehorsam durchaus.
      Zwar nicht in Restaurants, sondern in Kitas. Schwein nicht mehr dabei.
      Vielleicht hat es ja mit der Meldung zu tun, dass deutsche Frauen wieder mehr Kinder bekommen. Unterschlagen wird dabei, dass die Migrantinnen erheblich dazu beitragen.

    • Kulturen
      Ich habe den Eindruck, die ganze Diskussion krankt auch daran, daß viele dazu neigen, den Kulturbegriff ausschließlich entweder regional, national oder übernational zu definieren. In Wirklichkeit ist eine Kultur natürlich vielschichtiger, es fließen Elemente aller Ebenen ein, von der lokalen bis zur globalen. Die deutsche Kultur hat sich über die Jahrhunderte entwickelt (und diese Entwicklung schreitet stetig fort), und natürlich hat sie wie die Kulturen von Nachbarländern Wurzeln in den Kulturen der Antike, aber eben auch andere Einflüsse, die es in den Nachbarländern nicht oder nicht so deutlich oder anders gegeben hat. Das reicht von der Küche über die Architektur bis hin zur Mentalität, und in die deutsche Mischung dieser Elemente ist anders als die niederländische, polnische oder französische, bei aller gegenseitigen Beeinflussung. Wer einen unterhaltsamen Einblick in die Gemeinsamkeiten und Unterschiede nationaler Kulturen bekommen möchte, schaue sich einfach mal die Fernsehprogramme der verschiedenen Länder an und dort insbesondere die Werbung.


    • Pianist: „… genetisch … und kulturell abgegrenzten Teil der Menschheit.“
      Na also, geht doch. Das muß nicht weiter kommentiert werden.

      Es ist doch ein einziges Herumgeeiere, DkbIP, oder nicht? Die meisten westlichen Kulturen sind sich doch ebenso ähnlich, wie das bei den meisten muslimisch geprägten der Fall ist. Daß es da kulturelle Unvereinbarkeiten gibt, ist doch unbestreitbar. Und ebenso unbestritten ist die unterschiedliche kulturelle Identität und das Recht darauf. Das alles ist doch nicht der Punkt, sondern das, was der „Pianist“ für Töne von sich gibt, wenn er von deutscher Kultur klimpert. Nur darum geht es mir, darum habe ich auf die Entstehung und Ursprünge von kultureller Entwicklung sowie deren permanenter Veränderung durch äußere Einflüsse hingewiesen.

      Das ist in meinen Augen auch die Intention von Aydan Özoguz, der aus meiner Sicht fälschlicherweise etwas anderes unterstellt wird, deren Beitrag in durchsichtiger Weise instrumentalisiert wird.

      Solange von deutscher Kultur im Sinne von in Deutschland anzutreffender Kultur die Rede ist, spricht ja nichts dagegen. Sobald aber Kultur in Richtung eines rassetypischen Merkmals instrumentalisiert wird, und das scheint mir doch eindeutig bei manchen der Fall zu sein, hört der Spaß auf.

    • @AH
      Allerdings!
      (Leit-)Kultur ist keines der 10 Dinge als die der Innenminister es zu definieren versucht hat. Es kann nie eine Liste von Dingen sein, die festgefügt und unveränderlich ist.

      *Geben* tut es sie dennoch. Aber als holistisch-Ganzes, ähnlich wie die Atmosphäre eines besonderen Hauses; die sich auch nicht aus soundsoviel Kg Stuck, soundsoviel qm Solnhofer Platten, soundsoviel Kronleuchter mit diesem und jenem Gewicht und einer bestimmten Stückzahl mehr oder weniger renommierter Kunstwerke zusammenstückeln (oder auseinander dividieren) lässt.

      Sprache formt Gedanken, und damit *auch* Kultur. Natürlich nicht nur. manche Traditionen gehen verloren, andere kommen hinzu.

      Maibaum, Jahrmarkt, Weihnachtsbaum (auch wenn lange religiös sinnentleert), Vereine (auch wenn lange im Niedergang), Schützen- und Brieftaubenzüchter, heruntergelassene Rollläden (ganz im Gegensatz zu Holland), unfreundliche Distanz (im Gegensatz zu den USA), meist (noch) förmliche Anreden, eher Bier als Wein, Finkenwerder Fischerhemden, lüttje Lage, quadratisch-praktische blitzsaubere Häuser mit Gartenzwergen, eine ehemals pünktliche Bahn.
      Und dann natürlich Dichter und Komponisten, deutsche Schlagersänger die fast ausnahmslos aus dem Ausland kommen, politisches Kabarett aber weitverbreitete Humorlosigkeit.
      Und noch 1001 andere Kleinigkeiten, und jemand ist typisch deutsch.

      Keine feste Liste, nichts, das unbedingt vorhanden sein müsste. Vieles, das mir persönlich nicht gefällt. Und dennoch, manchmal erkennt man ‚den Deutschen‘. Positiv oder nicht.
      Auch ich würde mich verwehren, wollte man mir eine white-wash-Liste eines ‚must-do‘ vorschreiben um zu denen gehören zu dürfen, die schon länger in diesem Land wohnen.

      Ob ich in Sevilla, Colombo, Carcassonne oder Kuala Lumpur gewohnt habe, oder da wo ich jetzt in Deutschland wohne: Integriert bin ich nirgends gewesen. Aber überall war ich neugierig auf das Neue, und das Andere. Überall habe ich das Essen und Trinken probiert, und wenigstens einen Teil davon als ‚durchaus akzeptabel‘ gefunden, und mich daran gelabt, und zwar gerne. Nie habe ich erwartet, dass man sich an mich anpasst, und nie habe ich verlauten lassen, man müsse so leben wie ich. Und nirgends habe ich versucht, die jeweils tragende Religion herabzuwürdigen.

      An allen Orten war so etwas wie eine ‚Leitkultur‘ zu spüren, ein gemeinsames Ganzes, manchmal auch über die kulturellen Grenzen der an diesen Kulturen Teilhabenden, die selbst oftmals aus verschiedenen Kulturen stammten, hinaus.

    • Ach Otto...
      Kultur entsteht nicht von Zauberhand, sondern durch Menschen.
      Deutsche Kultur entsteht durch Deutsche.
      (Gleichwohl können Deutsche fremde Kultur praktizieren oder durch Eigenbeiträge „einbürgern“.)

      Dass sie Anstoß an der wissenschaftlichen Tatsache nehmen, dass sich Deutsche genetisch von Finnen, Iren, Griechen und ganz zu schweigen von Arabern, Afrikanern etc. unterscheiden, zeigt wie vernunfthassend die vormals aufklärerischen Linken heute unterwegs sind.
      Traurig.

    • Betreffend Otto Meier
      Ihre Haltung und die von Frau Özuguz ist eine potentiell genozidale. Sie dissoziieren deutsche Kultur von ethnisch Deutschen und beziehen sie nur auf die im geographischen Deutschland praktizierte Kultur. Dann wäre es ja nicht schlimm, wenn die Deutschen in ihrem eigenen Land ethnisch verdrängt werden.

      Geschickt auch, wie sie jede Verbindung von deutscher Kultur zu Deutschen bestreiten und mit emotionalisierenden Worten bekämpfen („da hört der Spaß auf“, „instrumentalisiert“, „rassetypisch“).

    • Titel eingeben
      Linke relativieren und deskonstruieren gerne, indem sie auf kleinere Teile des Ganzen verweisen, damit die Rezipienten nur noch Bäume sehen aber keinen Wald. Beispiele: „Einzelfälle“ von Migrantengewalt oder hier eben „regionale Kulturen in D“, aber keine deutsche Kultur.

    • @Otto Meier
      Zunächst möchte ich betonen, dass ich Sie weder persönlich angreifen möchte, auch nicht den Eindruck habe, Sie fühlten sich persönlich angegriffen, aber dass ich gerne mit Ihnen diskutiere. Meinen Satz weiter unten mit dem „begreifen“ sollten Sie bitte auch nicht so genervt verstehen, wie er vielleicht (rückblickend nun für mich) klingt.

      „Herumgeeiere“ – das sehe ich höchstens da, wo es um den austauschbaren Begriff „Leitkultur“ geht, aber der Gedanke und die Absicht dahinter in der Diskussion verloren geht. Hier geht es darum, wie man in diesem Land erfolgreich seinen Lebensmittelpunkt gestalten kann und wie wahrscheinlich nicht, zumindest dann nicht, wenn man sich nicht nur in parallelen Strukturen aufhalten will, it einem Bein wieder in der alten Heimat ist, sondern gesellschaftlich akzeptiert und integriert sein will. Dass dieses Ankommen für die allermeisten Ausländer, egal ob aus der EU oder außerhalb, sehr schwierig ist, ist bei uns beiden unstrittig. Die Idee ist also, einen Leitfaden mit allgemeingültigen Minimalanforderungen an das Verhalten zu formulieren, die landesweit, vielleicht auch regional, immer ein gutes Ankommen gewährleisten, sofern die Mitmenschen wohlwollend aber nicht anbiedernd gesinnt sind.

      Ob Sie den Satz hinterher bereuten, über den muslimischen und den christlichen Kulturkreis, weiß ich nicht. Diese Erkenntnis hätte ich aus Ihren vorherigen Beiträgen nicht erwartet, es lässt sich aber kaum mehr leugnen, je länger die Sozialisation fortgeschritten ist in den verschiedenen Kreisen. Der christliche ist heute in vielen Ländern zu großen Teilen atheistisch. Je weiter fortgeschritten in diese Richtung, desto größer der Kontrast.

      Was Frau Ö. betrifft, bin ich sehr sicher, dass Sie ihr hier auf den Leim gehen. In der Talkshow mag sie wie ein Schaf herüberkommen, das Feld gibt sie sich dann. Der familiäre/berufliche Hintergrund der Frau und ihres Mannes, frühere Aussagen und Forderungen, belegen eindeutig, welche Agenda auf ihrem Plan steht. Überall Relativierungen, unangemessene Forderungen, dreiste und haltlose Vorwürfe noch und nöcher. Nein, natürlich ist sie nicht der Teufel in Person, sondern eine Lobbyistin für ihre Glaubensgenossen. Die größte Gruppen der „Ausländer“ in Deutschland stellen übrigens die Polen und Russen/Russlanddeutschen. Auch deren Integration muss stattfinden und das tut sie. Nur eben ohne so große Probleme und nicht mit Milliarden Euros und Förderprogrammen, mit ständiger Belehrung über deren Kultur und Bedürfnisse, sondern als Bringschuld. Die meckern ja auch nicht, sondern klotzen.


    • Es mag sein, daß ich mich in Aydan Özoguz täusche, was ihren Hintergrund betrifft, DkbIP, denn den kenne ich nicht. Dennoch bleibe ich dabei, daß die Kulturdiskussion der Instrumentalisierung dient. Und nichts macht das deutlicher als viele der Erwiderungen, die ich hier auf meine Beiträge erfahren habe.

      Neben völlig abstrusen genetischen Gedanken und der nicht fehlen dürfenden politischen Einordnung als Deutschland hassender Linker habe ich eigentlich nur noch auf den Nestbeschmutzer etc. gewartet. Das gilt nicht für Sie, DkbIP, bevor da ein Mißverständnis entsteht.

      Am Ende halte ich für mich fest, daß das Thema zu sehr emotionalisiert ist, als daß eine sachliche Diskussion darüber möglich zu sein scheint. Auch ich sehe die Probleme, speziell mit den Menschen aus muslimischen Kulturen, auch ich sehe die Integration als unumgänglich und sehr schwierig an, auch ich möchte nicht noch mehr Parallelgesellschaften, aber ich bin nicht bereit, das auf eine kulturelle und sehr pauschale Art und Weise zu beantworten. Es gibt da ganz andere Möglichkeiten auf der Basis von Menschenrecht und Grundgesetz, mit diesen Problemen umzugehen. Eine deutsche Kultur im Sinne von spezifisch deutsch gibt es in meinen Augen nicht und die braucht es auch nicht zur Lösung der Probleme.

  77. Herr Zakay, ich wünsche mir
    sie mögen möglichst häufig ihre Stimme erheben. Sie könnten einige Politiker zum Nachdenken bringen, vielleicht erinnern sie sich dann, wofür es sich lohnt zu kämpfen. Gerade auch ohne die AFD. Einige Leute in der SPD und CDU sind da völlig von der Rolle. Die Grünen, na ja, demente Spasspartei.

  78. Auch das ist kulturelle Zukunft in Deutschland
    https://netzpolitik.org/2017/wir-veroeffentlichen-den-gesetzentwurf-der-grossen-koalition-zum-massenhaften-einsatz-von-staatstrojanern/

    Was waren das doch noch Zeiten, als es noch einen Bundestrojaner gab.

  79. Toynbee-Zitat; Kann es noch schlimmer werden?
    Hallo aus den USA! Lieber Don Alphonso, ich lese Ihren Blog immer mit Begeisterung. Zum ersten Mal will ich mir einen kurzen Kommentar erlauben, ich möchte Sie auf das folgende, unglaublich naive und lächerliche Zitat vom berühmten Historiker Arnold Toynbee hinweisen: „The extinction of race consciousness as between Muslims is one of the outstanding achievements of Islam, and in the contemporary world there is, as it happens, a crying need for the propagation of this Islamic virtue.”
    Nicholas Zumbuliadis
    Rochester, NY
    USA

    • Danke!

    • Elimination des Rassengedankens
      … oder auch der Nation oder anderer Gemeinschaften ist keine Erfindung des Islam, sondern grundsaetzlich Teil jeder Religion (es sei denn, sie beschraenkt sich wie die juedische auf ein auserwaehltes Volk). Vor Gott sind alle Menschen gleich, heisst es doch so schoen. Und auch nichtreligioese universalistische Philosophien oder Ideologien (z.B. der Marxismus in allen seinen Spielarten) ebnen die Unterschiede nach Rasse oder Nation ein – ein Historiker wie Toynbee wusste dies sicher, und seinem Zitat wuerde es wahrscheinlich gut tun, wenn es im Kontext dargebracht wuerde.

      Die Realitaet sieht – im Islam wie auch woanders – dann oft wieder ganz anders aus. Zu beobachten am Schicksal mohammedanischer Gastarbeiter in reichen Golfstaaten (natuerlich im Vergleich zu Einheimischen, nicht zu nichtmohammedanischen Gastarbeitern).

    • @ Zumbuliadis
      1. nichts für ungut, aber es muss heißen: „…des berühmten Historikers…“

      2. was Toynbee äußert ist seine persönliche Sicht der Dinge, es sind aber keine wissenschaftlich belegbaren Fakten; die Muslime mögen es vielleicht verstanden haben, die Kontroversen und Diversitäten innerhalb ihrer eigenen Religion (von Volksgruppe kann man gar nicht reden) zu beseitigen. Aber Toynbee kennt nicht die Gegenwart: es ist vor allem ihr aggressives Verhalten und der von ihnen geschürte weltweite Terrorismus an dem Toynbees Idee von der Weltgemeinschaft scheitern muss. Die wie ich finde allerdings naiv ist, auch wenn Sie hier versuchen durch Ironie jede berechtigte Kritik daran auszuhebeln.

    • Praktischer Idealismus von Graf Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi
      Graf Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi war ein japanisch-österreichischer Schriftsteller, Politiker und Gründer der Paneuropa-Union. Zudem war er der erste Träger des Karlspreises.
      Zitat aus dem Buch „Praktischer Idealismus“ von Graf Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi — Wien 1925.
      Seite 22f: Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen.

    • ... das ist schon eine spezifische muslimische Erfindung ...
      … die ja Abstammungslinien nicht ausschließt, schließlich streiten sich Sunniten und Schiiten erbittert darüber … und selbst Abu Bakr legitimiert sich als Nachkomme des Propheten … Deshalb ist das schon ein perfides Propagandamittel um die Leute unter die Knute zu bringen …. Das Christentum ist zwar auch eine universelle Religion, aber nicht mehr mit dem Anspruch alle Völker unter eine weltliche Autorität mit geistlicher Führerschaft zu versammeln. In dieser Propaganda sind sich Islam und Sozialismus vielmehr ähnlicher …

  80. Davor haben die Bayern die Ungarn auch schon zurückgeschlagen.
    Nee, kollaboriert hamse mit denen. Freier Durchzug gegen Verschonung. Heiliger St. Florian at its best! Siehe z.B. Arnulf.

  81. Geschichte
    Ich bin geschichtsinteressiert.
    Ich weiss, dass seit der Gründung des Islam Eroberungswellen starteten, die ganz Nordafrika einnahmen und erst im Norden Spaniens aufgehalten wurden.
    Ich weiss, dass Konstantinopel erobert wurde und Teile des Balkans.
    Schliesslich weiss ich, dass Osmanische Heere mühsam mehrfach vor Wien aufgehalten wurden, unter hohem Blutzoll.
    Diese Feldzüge waren immer unterbrochen durch friedliche Zeiten, wo die Angreifer sich konsolidierten, bis wieder zum Schwert gegriffen wurde.
    Das geht seit Jahrhunderten so.
    Soll das jetzt anders sein, nur weil die naiven „Westler“ meinen, im achso tollen, toleranten 21. Jahrhundert zu leben?

    Seufz, vielleicht steht auch nur mein Bild im Lexikon unter „Islamophob.“

    • Ein "altbekannter Hetzer" aus gut Lutherischem Hause über die feindseligen Seiten des Islam
      „Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby“, d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.“

      Hier gibts den ganzen Sermon in der Studienausgabe:
      http://www.mlwerke.de/me/me10/me10_168.htm

    • Der wirkliche Historiker solle wissenschaftlich neutral bleiben
      und dann auch erwähnen, dass eine Christliches „Heer“ 1099 Jerusalem eingenommen und alle darin befindlichen Moslems, Juden und Koptischen Christen umgebracht hat,

      dass ein Christliches „Heer“ unter Venezianischer Führung 1204 das Christliche (griechisch-Orthodoxe) Konstantinopel eingenommen, ein Massaker veranstaltet und alles geplündert hat (Die Quadriga an der Markuskirche Venedigs ist aus dieser Beute),

      …dass ab 1492 die beiden Amerikanischen Kontinente vollständig von Christlichen Mächten erobert, ausgebeutet und christianisiert wurden. Von Schilderungen des Schicksals der ursprünglichen Bewohner dieser beiden Kontinente und weiteren Aufzählungen will ich absehen

      ….sonst landen wir noch bei den Fragen warum die Queen das Staatsoberhaupt von Australien ist, waurm Martinique ein Französisches Departement ist und warum die Inder Linksverkehr haben.

    • Aufrechnung von Massakern
      Eine kurze Anmerkung zum Christentum: die christliche Religionslehre hat sich seit dem Mittelalter weiterentwickelt, nicht zuletzt durch die dort grundsätzlich mögliche Selbst-Infragestellung, erst durch den Protestantismus und dann im Austausch mit der Aufklärung und unter Nutzung eines umfangreichen Instrumentariums über Kirchengeschichte, Kirchenrecht, Religionsphilosophie bis hin zur Exegese. Diese Öffnung zur kritischen und ergebnisoffenen Wissenschaft steckt im Islam noch (oder schon wieder) in den Anfängen.


    • AH: „Diese Öffnung [des Christentums!] zur kritischen und ergebnisoffenen Wissenschaft …“

      Heiligs Blechle …

    • Mathematiker
      Die gesamte Erdbevölkerung betrug bis ins 16. Jahrhundert ziemlich konstant 250 Millionen Menschen. Das sind weniger, als heute die USA Einwohner haben. Wenn man dem bösen weißen Mann heute also vorwirft, indigene Völker anderer Kontinente „ausgerottet“ zu haben; wieviele werden das gewesen sein? 100 000? 200 000? Die Antwort: schon einer ist zuviel, ist sicher richtig, aber warum haben 100 000 Menschen, die zufällig auf einem gigantischen Kontinent geboren wurden, das Recht, diesen in Besitz zu nehmen und gegen alle anderen zu verteidigen? Ich bin in Bad Homburg geboren.Besitze ICH Bad Homburg vor der Höhe?
      Im 16.Jahrhundert begann man, Exponentialfunktionen zu berechnen und die prospektive Überbevölkerung Europas, die man jetzt sehen konnte, startete das Zeitalter der Entdecker.
      Diese „Entdecker“ waren sicherlich auch „Eroberer“, aber: Wieso sollten die paar Aboriginees den ganzen Australischen Kontinent ihr eigen nennen, während die Europäer auf ihrem überbesiedelten Stück Land ersticken? In welchem Gesetz, in welcher Ethik steht das geschrieben?
      Ausserdem: schauen sie sich mal ein paar Spanier und dann ein paar Chilenen oder Peruaner an. Dann können Sie sehen, wo die Azteken und die Indios abgeblieben sind. Die wurden nicht ausgerottet. Im Gegenteil.
      Der steile Teil der Wachstumskurve der Erdbevölkerung bedingte übrigens, dass die Ein-Milliarden-Grenze im Jahre 1814 überschritten wurde. Bis dahin hätte Don Alfons den Starnberger See für sich alleine haben können. Mangels Nachbarn. Für uns ist das heute unvorstellbar. Leider.

    • AH live high
      Ich schließe mich AH an, dass die Reformation die eigentliche Kulturleistung der westlichen Gesellschaft war.
      Durch sie gab es nicht nur eine zweite christliche Religion, sondern man hat man auch den Katholiken gezeigt, dass es eine Alternative gibt, eine zweite Meinung, einen Ausweg aus dem Dogma.
      Auch der Katholik hat gesehen, daß es nicht „Wahrheit“, sondern „Meinung“ ist, was da von der Kanzel gepredigt wird und daß es auch eine andere gibt. Das war die Initialzündung der Wissenschaften, ohne das lebten wir heute noch im schwärzesten Mittelalter und glaubten an Hexen und an Zauberer
      Die Reformation wiederum wäre nicht passiert ohne den (meiner Meinung nach übertriebenen) Sinn der Deutschen für Gerechtigkeit, der Luther trieb, als er gegen den Ablass zeterte und die Ablehnung steiler Hierarchien, wie er sich in der militärischen Tradition der „Auftragstaktik“ zeigt.
      Wer einmal im Ausland gearbeitet hat, der erkennt das plötzlich.
      Das ist der pragmatischen R & D -Ansatz, bei dem auch Fehler erlaubt sind.
      Meine Mutter sagte immer: „Am Ende haben wir wenigstens eine Erfahrung gemacht“. Das gibt es in anderen Ländern so nicht.

      Und genau das ist es, das dem Islam fehlt. Wer glaubt, Handlungsanweisungen aus dem 8. Jahrhundert hätten heute noch irgendeine Gültigkeit, der sollte zurück in seinen Kraal, der ist für unsere Zeit nicht geschaffen.

    • An Herr Marx
      Verehrter Herr Marx,
      es mag schon gerechtfertigt sein einen fast leeren Kontinent in Anspruch zu nehmen. Wie dies geschieht kann auf verschiedene Arten geschehen.

      Ist man nobel, arrangiert man sich mit den Usprungsbewohnern, lässt ihnen Kultur und Religion zum Beispiel.

      Oder man macht es wie die katholischen Spanier für die die Indianer offenbar Tiere waren. Sie mussten bis zum Tode in Silberbergwerken arbeiten in denen man nicht aufrecht gehen konnte.

      Das nicht nur die Einnahme von Lebensraum sondern ein damit einhergehendes menschenverachtendes Verbrechen.

      Wenn ich es richtig verstanden habe –ich lasse mich bei Irrtum gerne berichtigen– haben die Engländer, nachdem sie den Webstuhl erfunden hatten, Textilien nach Indien exportiert und die Herstellung solcher Waren in Indien unter Todesstrafe gesetzt.

  82. Pingback: #Özoguz´ Negierung einer deutschen Kultu – Einzelfallinfos

  83. Danke
    Don, Ihre geschichtliche Betrachtung hat mich sehr nachdenklich gemacht…
    Und die Bilder des gedrungenen, festungsartigen Kirchleins über der herrlichen Chianti-Landschaft hat mir direkt die Tränen in die Augen getrieben,
    es sagt so viel, das Kirchlein!

    Zu Frau Ö: wie kann ein Politiker so unklug und so undiplomatisch sein? Warum wird ein so unbedarfter Mensch mit so wichtigen Aufgaben betraut? Hat ihre Partei schon ihren Rücktritt gefordert? (Natürlich nicht, ich weiss).

  84. Titelseite: Don Trump
    Ich hab Ihre Hackübungen oben betrachtet, die System haben bezüglich des Trennens zwischen w und e, einer neuen Trennform.

    Wissen Sie, die Leute können nix dazu, wenn heute in der FAZ nichts steht. Die scheinen so fixiert auf Trump, dass sie nicht mal Platz fanden für die einzelnen Hintergründe der MInister des gouvernement francais. Nur nebenbei: Sehr gemischt. Der CAC 40 ist nicht beeindruckt soweit.

    Aber Ihr Stück steht auf der Startseite. Das ist gut.
    Für Newcomer:
    http://www.faz.net

  85. @ Otto Meier um 18:22 Uhr
    Sie sagen: „Eine spezifisch deutsche Kultur gibt es nicht“.
    Ich empfehle Ihnen einmal für mehrere Jahre auszuwandern, dann werden Sie merken, daß Ihr Satz falsch ist. Ich habe mehrere Jahre sowohl in Hamburg als auch am Bodensee gelebt, immer habe ich mich zu Hause gefühlt. Nach 3 Jahren USA hatte ich dagegen ein solches Heimweh, daß ich zurückgekehrt bin. Gefühle kann man nicht rational vorhersagen, das muß man selbst erleben.
    Grüße Uli


    • Gefühle sind keine Kultur. Selbstverständlich gibt es kulturelle Unterschiede und die sind auch nicht unbeachtlich oder beliebig oder wie man es auch immer ausdrücken will. Aber etwas spezifisch deutsches gibt es nicht, nicht einmal eine spezifisch deutsche Kultur. Oben habe ich es noch einmal weiter ausgeführt und ich bin gerne bereit, das detailliert zu erläutern, falls Sie mir ein spezifisch deutsches Beispiel nennen können.

      Deutsche Kultur als Lokalisierung einer Kultur – ja. Deutsche Kultur im Sinne von spezifisch deutsch – nein.

    • Das Regionale in der Kultur
      Ich habe manchmal den Eindruck, die Überbetonung der regionalen Komponente einer Kultur ist auch wieder etwas typisch Deutsches und hat mit der historisch bedingten ambivalenten Wahrnehmung der eigenen Nation zu tun. Ich persönlich erkenne bei der Rückreise aus dem Ausland das typisch Deutsche bei Grenzübertritt auch sofort wieder und fühle mich heimisch, egal über welche Grenze und in welcher Region ich den heimatlichen Boden betrete. Übrigens: im Ausland werden Deutsche als Deutsche wahrgenommen. Und auf anderen Kontinenten allenfalls noch als Europäer.

      Man stelle sich vor, der regionalbewusste Deutsche würde in einem englischsprachigen Land (egal welches) auf die Frage „Where’re you from“ mit „Lower Saxony“ antworten. Ich male mir gerade die Reaktion aus und muss schmunzeln.


    • In der Fremde wird das Fremde immer als fremd erkannt, es sei denn, es entspricht international einheitlicher Uniformität. Dann dauert es manchmal etwas länger.

      Nur, mit deutscher Kultur hat das nichts zu tun, wenn Deutsche im Ausland so rumlaufen wie daheim nur im privaten Garten. Oder die Engländer krebsrot und besoffen am Strand liegen. Oder die Japaner kaum hinter Kamera oder Smartphone erkennbar sind – obwohl, das gilt ja fast schon generell.

      Überhaupt, je kleiner das globale Dorf wird, desto mehr verschwinden die Unterschiede. Und tatsächlich, was bleibt, sind die regionalen Eigenheiten – noch.

    • Herr Meier - die "spezifische deutsche" Kultur schenke ich Ihnen - von mir aus: Sage aber zugleich
      So what?!

      Ooch, gerade gelernt, die Bayern und die andern Süddeutschen sind heute noch per Genom voneinander abgrenzbar. Streng wissenschaftlich nachgewiesen.

      Und auch kulturell. Spezifisch Bayrisch – halt, so sollte ich das nicht mehr nennen. Ich sage einfach bayrisch und württembergisch usw. …

      Es ist ja in der Tat ein wirklicher Unterschied zwischen den bayerischen und den württembergischen und den badischen Evangelischen.
      Und das sind alles kulturelle Unterschiede. Wer das bezweifelt, kriegt es mit mir zu tun (Bischof Huber – weiß ich nicht ganz sicher – er wackelt immer mehr – – )!

      Sehr schön kürzlich hier auf dem Blog die asiatischen süddeutschland-Reisenden. Übrigens fast alle Bildungsbürger, hehe. Für die besteht kein Zweifel an der Deutschen Kultur. – Ihnen würden Sie, Herr Meier, es vielleicht auch nachsehen, wenn sie die leicht verwackelte Formulierung von der spezifisch deutschen Kultur verwendeten.

      Ich hab das vorletztes Jahr in Nördlingen gesehen: Man muss das mal sehen, an einem ganz schönen sonnigen Oktoberdonnerstag in Nördlingen: Touristenverteilung: 15 % Deutsch, 25 % europäisch, 5% Welt allgemein, die gute restliche Hälfte, voller Hingabe und sichtlicher Begeisterung, Asiaten. Davon wiederum die Hälfte unter dreissig.

      Ganz ähnliches Erlebnis 2016 in Titisee, ebenfalls im goldenen, aber erheblich kälteren Oktober. Nur dass dort die Schweizer sich deutlich hervortun unter den Europäern – und dass die Asiaten mit Mundschutz um die Ecke kamen- in Vierer-Reihen… und voller Begeisterung. Sie nahmen sogar den präparierten Hecht im Kurmittelhaus auf, den ich sonst ganz allein für mich habe…


    • Der Ausgangspunkt für mich, Herr Kief, war der in meinen Augen etwas mißglückte Versuch von Aydan Özoguz, sich gegen rassistische Tendenzen durch die Instrumentalisierung der „deutschen“ Kultur zu wenden. Und wie sich anhand der Reaktionen und auch hier anhand etlicher Kommentare zeigt, lag sie da wohl nicht ganz falsch.

      Daß es unterschiedliche Kulturen und auch genetische Unterschiede gibt, ist doch unbestritten. Es kommt halt auf die Bewertung an. Da wird es dann mit mir mitunter auch etwas ungemütlich.

  86. Mr. Ohneabi
    Den Schulz Martin mag ich nun auch nicht so. Dennoch muss ich anmerken, dass mir das mit dem „Buchhändler aus Würselen“ (oben in comments) unwichtig erscheint. Der Schulz sei Autodidakt, sagt man, habe viel gelesen und sei ziemlich polyglott. Daran sieht man, dass Abi überschätzt wird. Trotzdem macht den das nicht besser, aber auch nicht schlechter.

    • Ja, dat kloppt, ...
      … man vergleiche das internationale Ansehen der ehemaligen Außenminister Ohne-Abi-Joschka Fischer und Mit-Ehemann-Guido Dr. Westerwelle (Gott habe ihn selig). Was aber Fischer gelang, wird Schulz nie erreichen.

  87. Özoguz ist Spitzenkandidatin der SPD bei der BTW auf der Hamburger Landesliste
    Deutsche Kultur ist wohl eine reine Frage der Semantik, denn dass es in diesen Landstrichen seit längerem verschiedene Arten von Kulturen gibt, manche eher schlicht und trostlos, andere durchaus reizvoll, das kann man ja schlecht bestreiten. Vielleicht hat sie es ja auch so gemeint. Hat denn nicht mal ein Journalist die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und Frau Özoguz gefragt, ob es denn eigentlich eine türkische Kultur gibt? Egal wie die Antwort lauten würde, sie würde wohl für großen Unmut in Teilen der Bevölkerung sorgen.

    • Die türkische Kultur, das hat Erdogan nachgewiesen, besteht zweifellos - & sie hat keinen Hitle
      Auch das hat Erdogan noch nachgewiesen: Hitler ist bei den Kartoffeln. Die Hauptkartoffel Merkel aber ist Oberhitler!! Denn die Kartoffeln haben den Hitler, das ist historisch Fakt, Opfer!! – ! – – Ganz speziell für SPD und Frau Özoguz.
      Ich meine so: Man soll in diesen Dingen in der Tat streng sein, und Dummerle wie Frau Özoguz und ihre parteipolitischen und medialen Unterstützerinnen unbedingt tatzen!

    • Wählen Sie doch bitte ...
      … dann einfach die FDP, damit liegt man meistens auf der richigen Seite (flach). Ohne Scherz‘ – so furchtbar waren doch die Jahrzehnte mit deren Regierungsbeteiligung gar nicht, nur die Jahre unter Merkel, leider …

    • Die alte Tante SPD
      versucht doch weiterhin, sich selbst (wieder) unter die 20 Prozent-Hürde zu bugsieren.

      Von mir aus auch gerne unter die 5-Prozent-Hürde.

      Die Ingredienzen stimmen:
      Stegner, Maas, Nahles.
      Die kulturelle Begleitung:
      Özoguz.

  88. Danke
    Danke.

  89. Titel eingeben
    Schöner Text, mit auch sehr schönen Bildern, danke!

  90. Ich bin nur ein von der Sonne verbrannter Radler - auch heute schien die Sonne
    Dieses verdrehte Geschichtsbewusstsein der besagten SPD-Funktionärin steht nur stellvertretend für diese geschichtslosen Generationen, die faktisch keinen Geschichtsunterricht hatten, der noch einen kleinen wissenschafltichen Anspruch hatte. Man muss sich nur diese staatlich verordnete Verblödung in der Schulpolitik ansehen und die vornehmen Formulierungen der Geschichtslehrerverbände ansehen. Was Don hier anspricht, wird in Kernlehrplänen und Schulbüchern als „Begegnung der Kulturen“ bezeichnet. Die bei Don als Angreifer dargestellten Völker werden bestenfalls als etwas aufdringliche Gäste ausgemalt. Die „Türken vor Wien“ erscheint eher als Verweigerung kultureller Kontaktaufnahme und verpasste Chance verstanden. Verteidiger gegen diese fremden Usurpatoren erscheinen eher anrüchig, weil sie sich verteidigt haben und das auch noch mit brutalster Gewalt, das Angebot auf kulturellen Austausch aber ausgeschlagen haebn. Nein – wie kann man nur so grob sein – konnte man das nicht ausdiskutieren? Was die Parteiapparatschiks angeht, so lernen die ihre Sätzchen in der Kaderschmiede der Antifa, steuerbegünstigt. Wer gut versorgt in seinem Beamtensessel sitzt und nicht weiss, wer ihn ernährt, kann sich diese moralische Arroganz leisten, dazu eine Wahrheitspolizei, die jetzt bei der Bundeswehr genau das tut, was auch in diesem Blog oft schon aufs Korn genommen wurde. Das ist die perfekt-perverse „Entgeschichtlichung“! Man wird die Geschichte weiterhin entstellen und das politisch erwünschte Geschichtsbild in den Schulen von eigenes geschulten Propagandisten, die man Lehrkräfte nennt, vermitteln lassen. Mit Pegida etc. habe ich nichts zu tun, ich kommentiere nur einen Trend, den man nicht mehr einfach in Abrede stellen kann. Die Reaktionen auf die „Leitkultur“ sind entsprechend. Das hier erscheint hier als eine Kultur in der Phase der Selbstaufgabe, inhaltsleer hat sie nichts zu bieten als die totale Beliebigkeit, die Furcht vor einer Selbstverpflichtung, verunsichert und bereit sich anderem unterzuordnen, der mit aller inneren Stärke seine Werte nach aussen lebt und verteidigt. Widerstand kommt nicht – also beansprucht er, dass seine Kultur die Leitkultur ist. Und das ist die schleichende Islamisierung. Die Wahlen in den Ruhrgebiets-Hochburgen der SPD in NRW dürfte darauf hindeuten. Die SPD-Wähler gingen scharenweise zur AfD, die in diesen Wahlkreisen sächsische Verhältnisse erreichte. Warum wohl?

    • Herr Mühl, die Analyse der Wahlkreise und die punktuell sächsischen AfD Ergebnisse in NRW -
      – das ist ein wichtiges Ergebnis dieser Wahl. Wer es auch nur wahrgenommen haben will, muss sich an solche Orte wie diesen Blog begeben.

      Der Rest von Medien-Deutschland hat Erkenntnis-Unlust und Einsichts-Furcht.

      Ihnen vielen Dank für diesen Hinweis!

  91. Mal n Apfel, mal ne Birne
    Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt. Schade, Don Alphonso hat gute Beiträge geschrieben, aber hier versteigt er sich. Die Zuwanderer des 21. Jahrhunderts ernsthaft mit den mordenden Banden der Eroberer im Mittelalter zu vergleichen, ist perfide.,
    Zur Bewertung heute empfehle ich Zuckmayers „Völkermühle Europas“.

    • Man kann etwas auch grob missverstehen wollen. Haben Sie den Beitrag überhaupt ganz mit dem Anbschnitt über Renaissancestädte gelesen?

  92. Nicht auszumalen,
    was wohl dem widerfahren wäre, der versucht hätte, bei der letzten Wientürkenbelagerung ein Tor von innen zu öffnen.

    Sicher ein hübsches Schlachtfest zu seinem Nachteil, und der Klerus hätte ein frommes Gesicht dazu gemacht.

    • Sandra, vorsicht, der Klerus war nicht immer so tranfunzelig wi heutigentags. Die Türken
      wurden auch von den Pfaffen zu Beginn der Neuzeit, ja durch das gesamte Mittelalter mit einiger reserve angesehen. Wie die Muselmanen überhaupt. Das schönste Dokument dieser Geistegegenwart scheint mir das Rolandslied des Pfaffen Konrad zu sein.

      Ebenfalls sehr imposant: Das – hie und da noch antiquarisch gehandelten, aber ansonsten schamvoll von den Evangelischen versteckte Türkenbüchlein des Schwäbisch Hällischen Reformators und Großgeistes Johannes Brenz. Eines weithin unterschätzen Schriftstellers und Predigers und Gelehrten der frühen Neuzeit.

  93. Geschichte?
    Wundere mich schon ein wenig. Dass es in Europa jahrhundertelang gekracht hat hat jede von uns im Geschichtsunterricht gelernt. Dass da auch die Sarazenen, die Wikinger, etc mächtig draufgehauen habe, auch dass hat man zumindest im Gymnasium in Karlsruhe erfahren. Nur: inwiefern taugt dies für einen Beitrag zur Leitkultur? Tatsache ist doch auch: im 30. jährigem Krieg haben unsere Achso kulturell Überlegen und friedfertign Urväter in weiten Teilen des Reichs die Bevölkerung auf 30% dezimiert. Alles im Namen der Kirchen, die Protestanten auf der einen, die Katholiken auf der anderen. Und das 700 Jahre nach den vom Don beschriebenen Gräuel durch Sarzenen, Wikinger, etc
    Die Sklaverei wurde in den USA (Bevölkungsateil aus Europa100%, zumeist protestantisch) 1865, nach einem blutigen Bürgerkrieg, abgeschafft. Das iPad auf dem viele der doch so kulturell einzigartigen Kommentatoren geschrieben haben: erfunden vom Sohn von Sarazenen, gebaut von modernen, chinesischen Arbeitssklaven, die zu Hunderttausenden in den Fabriken von Foxconn in Shenzen um Umgebung arbeiten. Die Zutaten (seltene Erden) schön von Kinderhand in den Minen im Kongo abgebaut. Und zu den Sexsklavinnen: naja, ich sag nur: Paschas. Oh, das ist ja gar nicht in Damaskus, sondern in der heiligen Stadt Köln. Honi soit….

    • Wenn es denn so wäre
      Weder der Islam, noch das Christentum oder Judentum, ausdrücklich auch NICHT Jesus Christus, hatte je ein Problem mit Sklaverei oder Spielarten, wie Leibeigenschaft und Knechtschaft gehabt, andere Worte für Sklaverei und nur verschämte alternative Übersetzungen – alternative Fakten.

      All solche Belege dafür sind nicht nur im Koran präsent, sondern auch in der Bibel und Thora, ausdrücklich auch im neuen Testament.

      Die Kirche hat sich nur im Rahmen der Aufklärung und Säkularisierung davon distanziert, Passagen gestrichen oder neu interpretiert, aber die unmissverständliche Realität ist in vielen Texten erhalten. Bereits die zehn Gebote nennen die Sklaven, zu denen auch die eigene Frau in aufsteigender Reihenfolge gehört.

      Und deshalb gehört Religion abgeschafft.

  94. scio non nescio
    Werter Don Alphonso,

    ich sage einfach nur bitte weiter so! Wichtig ist auch, dass nicht nachvollziehbare Aussagen wie von der SPD-Politikerin und Ministerin verbreitet werden. Ich vermute, sie hat nicht im Ausland zumindest ein Jahr lang gelebt und sich dabei Zeit zur Reflektion genommen. Was sich in Deutschland abspielt, ist, ich möchte sachlich bleiben, krankhaft. Als Vorbild schwebt mir die Berichterstattung von einer Fussball-WM oder -EM, das fröhliche Miteinander von Fans verschiedener Nationen. Die Kultur nicht verleugnen, auch wenn sie relativ ist. Mit Ihren Beiträgen sorgen Sie dafür, dass etwas Geschichtsbewusstsein geweckt wird. Herzlichen Dank!

    • Untertolerant und überdeutsch
      Scire – wissen nescire – nicht wissen
      kurz: das non ist überflüssig

  95. Man will es eigentlich immer noch nicht so recht glauben:
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/mann-in-neukoelln-erschlagen-clan-mitglieder-fuerchten-toedliche-racheakte-26921092

    Aber es findet mitten in diesem Lande statt. Noch nicht täglich, immerhin.

  96. Die sollte ihren Eltern erst mal Deutsch beibringen.
    Lieber Don Alphonso

    Ich glaube, diese schreckliche Frau Özoguz weiß nicht, was sie spricht. So jung und schon Altersdemenz. Die arme Frau.

    Ich habe mich geschüttelt, als ich diesen Beitrag von ihr zur Leitkultur las. An alle zweifelnde Deutsche kann ich aber versichern: Doch doch, es gibt eine Leitkultur und sie liegt jenseits auch der Sprache. Alle Länder dieser Welt haben sie. Bestimmte Ereignisse und Vorgehensweisen, die es nur in genau diesem Land gibt. Und wenn diese Gestalt meint, es sei so schauderhaft für Ausländer sich der Leitkultur anzupassen, dann soll sie doch gehen.

    Überhaupt ist diese ganze Diskussion, von wegen „wie integriere ich den Nafri richtig“ so etwas von absurd. Es ist nicht unsere Aufgabe ihn zu integrieren, es ist dessen Aufgabe sich selber zu integrieren. Das soll man mal nicht vergessen. Im Übrigen wäre es meiner Ansicht nach besser gewesen, der Minister hätte nicht von deutscher Leitkultur, sondern von Besinnung auf deutschen Werten gesprochen. Denn das wollen sie ja alle.

    Diese SPD-Frau etwa ist nicht integriert. Sie spricht zwar deutsch, hat aber keine Empfindung für deutsche Werte, zu denen die mehr als 2000 Jahre alt Geschichte ebenso gehört wie der Paulskirchenerlass oder die Schlacht im Teutoburger Wald. Es waren übrigens die Römer, die sich schimpfend über dieses Volk jenseits des Limes aufregten, ein Volk das sich – anders als die anderen Völker- nicht Unterwerfen und integrieren lassen wollte. Das war damals schon die deutsche Leitkultur: Hartnäckig darauf zu bestehen kein Römer oder Moslem zu sein, Frechheit sowas.

    Und jetzt kommt so eine Moslem-Tante und will uns auch noch diese Errungenschaften absprechen. Soll sie doch erst mal was über das Wesen der Minnesänger , der Tag und Nachtminne, lernen, bevor sie etwas über die deutsche Sprache faselt, die sie ihren Eltern gefälligst mal beibringen sollte, oder wozu gibt es sie als Integrationsbeauftragte in der SPD?

    Was den Islam betrifft – nach dem Einfall der Moslems in das Gebiet des heutige Spaniens haben sie alle Christen am Leben gelassen, die zum Islam konvertierten. Nur sieben brave Männer, angeblich Bischöfe, wollten weder konvertieren noch umgebracht werden. Sie setzten sich in ein Boot und segelten nach Westen. Hier beginnt dann die Mär der sieben goldenen Städte, zu der Cabeza de Vaca die Basis legte.

    Also, wer weiß, ob den Deutschen durch die Multi-Kulti-Fanatiker nicht auch ein ähnliches Schicksal blühen wird. In die Boote und nichts wie weg. Dann überlassen wir den Chaoten mitsamt der SPD das verbrannte Land. Ihr werdet sehen wie schnell die nach der deutschen Kultur zurück rufen und sich nach den Zeiten sehnen, da sie nicht in Frage stand.

    Wenn man im Ausland sagt, man ist Deutscher, dann kommen sofort diese Begriffe. Hitler. Pünktlichkeit. Ordnung. Intelligenz. Gute Arbeit. Bayern München. (Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, mitunter kommt auch noch „Kaiser“ dazu, Beckenbauer.)

    In welchem Land lebt eigentlich diese SPD-Migrantenverantwortliche, um eine deutsche Kultur glauben verneinen zu können und sich nur auf Sprachverhunzung zu stützen?

    In der Sahel-Zone?

    • Deutsche Begriffe - deutsche Werte
      Die Liste von Begriffen lässt sich ergänzen durch andere, die dann je von Land zu Land verschieden sein können. So gab es zum Beispiel in Thailand vor mehreren Jahren (wie es jetzt ist, kann ich nicht sagen) T-Shirts mit Bildern von Adolf Hitler und die offizielle Flagge Deutschlands zwischen 1935 und 1945 zu kaufen. Hitler war dann auch ein Begriff in Thailand, ebenso „Autobahn“.
      In Südkorea, um ein anderes Beispiel anzuführen, sind es dann aber eher „Bier“, „BMW“ (englisch ausgesprochen), „VW“ (englisch ausgesprochen) oder „Benz“. „Hitler“ ist erstaunlicherweise nicht so präsent. Ja, und ein Renner, was vor allem eine Folge des Freihandelsabkommens zwischen Südkorea und der EU ist, ist „Haribo“.

    • @Tico
      Sie sagen. „Im Übrigen wäre es meiner Ansicht nach besser gewesen, der Minister hätte nicht von deutscher Leitkultur, sondern von Besinnung auf deutschen Werten gesprochen. Denn das wollen sie ja alle.“
      .
      Ich denke, sie enttäuschen zu müssen. Meiner Meinung nach (siehe Kommentar oben) ist das Absicht. Es geht nämlich nicht um eine Besinnung auf deutsche Werte sondern um eine Neudefinition. Strategie: Erst mal eine Diskussion um „Leitkultur“ entfachen, ohne diese zu definieren. Damit das Thema an sich positiv in der Bevölkerung verankern (weil jeder was anderes ihm genehmes in den Begriff packen kann). Und dann zentral so (um)definieren, wie es dem Politbüro passt. Also so was wie „weltoffen“, „tolerant“ und so weiter… Ich sag nur „nudging“:
      https://www.welt.de/wirtschaft/article138326984/Merkel-will-die-Deutschen-durch-Nudging-erziehen.html
      Die Aussagen einer Özguz passen perfekt in diese Strategie…

    • Die Crux der ganzen Sache
      Ist leider die, daß diejenigen, denen es nicht genug kunterbunt und identitäts- und kulturfrei zugeht, diejenigen sind, die die Mittel und Connections besitzen, sich hier als Erstes vom Acker zu machen wenn es etwas „enger“ werden wird. Das Leben ist hart, aber ungerecht.

      Wenn ich König von Deutschland wäre, wären die Boote voll. Boote ab Hamburg und/oder Kiel, warten auf ablandigen Wind, und weg mit grobem Schubs.


    • @HansNase, ich glaube, Ihr Mißtrauen ist gerechtfertigt. Kultur muß gelebt werden und sich mittelbar in die Politik übertragen, keinesfalls umgekehrt, sonst geschieht ein Unglück.

    • @Hans Nase
      Seh ich ebenso:
      Jeder merkt, wenn er aus einem Kulturkreis in einen anderen wechselt, sei es als Einheimischer, sei es als Gast.

      Es geht in erster Linie nicht um das sog. kulturelle Erbe, mit dem man erstmal als Einzelner relativ wenig am Hut hat (Anwesende ausgenommen), sondern um Übereinkünfte des Zusammenlebens.

      Klar, das ist schon von Wohnung zu Wohnung unterschiedlich, doch jeder weiß, was gemeint ist.
      Ein Grünwalder würde sich im Hasenbergl in München schwer tun, und andersrum.
      Trotzdem kommt man miteinader zurecht, weil man mit allen in irgendeiner Schnittmenge steckt, sei es das Alter, die Sprache, das Klima, der Verein.., longum est.

      Es hieß nie, dass die gemeinsame Kultur genau definiert werden müsse, jeder wusste, was gemeint war oder gemeint sein könnte.

      Wer jetzt dieses Fass aufmacht, weiß genau, dass man nur schwer gemeinsam geschöpfte Butter bei die Fische geben kann.
      Je konkreter man wird, umso absurder wird es wahrscheinlich.

      Beispiel Handgeben: Ich kenne Leute, die sich mit Verweis auf Hygiene verweigern.

      Dieser Testballon steigt nur, weil verhandelt werden soll.

      Mittlerweile bin ich auch dafür, auf die Debatte zu verzichten ( bringt nichts, der kleinste gemeinsame Nenner ist wahrscheinlich die gemeinsam verbrauchte Luft), und nur das Grundgesetz gelten zu lassen.

      Angesichts der kultursensiblen Gerichtsurteile hat wahrscheinlich auch kaum jemand Lust, ernsthaft darüber zu reden.

      Nebenbei: Was wurde denn eigentlich aus den Hotspots, den Zentren in Libyien, den Prozessen gegen NGO-Schlepper, die von verschiedensten Politikern, die sogar an der Regierung sind, gefordert wurden? Nichts? Was soll man dann von dieser Debatte erwarten?

  97. Sie riefen
    in den USA „Weiße haben keine Kultur“ und schauten dann blöd aus der Wäsche, als sie Trump bekamen.

    Dass die Kirche dafür da ist, ihre Schäfchen vor den Wölfen zu schützen ist wirklich nicht mehr Teil ihrer Identität. Als Gebäude und metaphorisch. Siehe Domplatte

  98. Schon Rom
    hatte eine maritime Vergewaltigungskrise.
    Ca. 67 vor Christus gingen fremde Männer, die übers Meer kamen und Seeräuber genannt wurden, dazu über, südlich von Rom anzulanden und auf den Ausfallstraßen junge Frauen, die arglos vielleicht auf einer Besorgungsfahrt in in die Stadt waren, auszurauben und zu vergewaltigen.

    Man reagierte, indem man Pompeius mit Heer und Flotte ausstattete. Und bald gab es keine Seeräuber mehr.

  99. Danke
    Danke Don Alphonso,

    mehr kann und möchte ich nicht sagen.
    Das gibt nur Ärger.

  100. Özoguz & Kultur
    Mal ein Beitrag zur Ent-schleunigung:

    „Kultur ist der Weg des Menschen zu sich selbst.“ (Georg Simmel)

    Die amerikanischen Anthropologen sagen:

    „Culture is communication and communication is culture.“ (Melville Herskovits)

    Darüber einfach mal 15 Minuten in Ruhe nachdenken.

  101. G'scheit dummschwätza
    Auf Schwäbisch sait mr so zura settiga Intellektualität. D’Sarrazina kommet – jetzt au in dr FAZ.

    A noi, sia kommat jo ibrs Meer, mit ihre Kampftruppa, fallet ei und erobrat. Kammer ibrall seha in Italien, natierlich net do oba, abr am Meer hots scho a baar arme Hund, dia do rumlungrat.

    So ischs, detmols hend dia d’Waffa ghet, und heit hond se halt mir und da Sarrazin hots mit de Sarrazena scho a bissale. Sind onsre Sklava heit, die da kommat, weil wemmer ne elles wegneamat, dann wendse halt no was zom fressa hon.

    Isch so im Islam: d’Sklaav hot Rechte, do gugsch naa!

    Bei eis hotter koine. Er isch “Flichtling”.

  102. Monferrato oder die bessere Toscana
    Sehr geschätzter Don,
    ich war neulich unterwegs in den Langhe und eher durch Zufall auch im benachbarten, weniger berühmten, doch weitaus eingebungsreicheren Monferrato: Nach einer kompletten (!) Verwüstung des Landstriches durch die Sarazeneneinfälle wurde das Land behutsam, aber eben gleichmäßig wieder besiedelt, so dass eine gleichmäßige – weil gleichzeitige – Kultur flächendeckend entstand. Als im Laufe des Mittelalters die oberitalilenischen Städte ihre Strahlkraft entfalteten, entvölkerte sich dieser Landstrich erneut – auf andere, aber heute ebenfalls bekannte Weise (Landflucht) – und es blieben zurück: die Kapellen auf den Bergrücken!
    Fahren Sie bitte in diese (noch) bessere Toscana und die von Ihnen insinuierten Parallelen zu heutigen Zeiten werden noch augenfälliger zutage treten. Allein die Baugeschichte der Abbazia di Vezzolanno und die sehr gute, so gut wie kaum besuchte Ausstellung in deren Kreuzgang sind ein himmlich-einsamer Augenöffner des christlich-europäischen Mittelalters für heutige Vorgänge, die uns in ihrer Gegenwärtigkeit doch oft unerklärlich bleiben.
    Mit verbindlichsten Grüßen
    Rwrt

  103. Narrativ
    Der Erzählung des Don haben die Multikulturalisten, Özoguze und NGO- Nobilen auch eine entgegenzusetzen. Da steht gegen Lechfeld, Korsika und Sardinien (was ist eigentlich mit Sizilien?); El Andalus. Und da liegt das Lamm neben dem Löwen und der Averroes neben dem Maimonides und der gütige Kalif bittet im Rosengarten seine Gelehrten und Wesire zum Vortrag. Alles war voller Rosenduft und Wissenschaft und Mohammdaner übersetzten den Juden und die den Christen die Werke von Aristoteles und Solon. Aber nachdem schon Karl Martell den Siegeszug der Toleranz und Weisheit aufgehalten hatte zerstörten der Cid und Ferdinand und Isabella den Wunderborn und es begannn das finstere Zeitalter von Torquemada und Autodafe….

    • Das mag ja sein, und sobald die grüne jugend und der SPD-Parteivorstand und die Antifa auf Booten vor Sizilien auf Retter aus Libyen wartet, sind wir dann auch quitt.

    • El Andalus
      Die Multikulturalisten sollten es einmal mit „Islam und Toleranz“ versuchen, insbesondere mit dem Kapitel „Ein angenehmes Märchen; Die Wiederentdeckung und Neugestaltung des muslimischen Spanien“ von Siegfried Kohlhammer.

  104. Lehren der Geschichte
    Ist alles Geschichte, die Erde dieser Wein, Grappa, Architektur und Kunst hervorbringenden Hügel und Täler, blutgetränkt und unter wechselvoller Herrschaft.

    Dass da auf Dauer Ruhe walten, die halbwegs noch spürbare sich unbefristet erhalten könnte, würde jeder geschichtlichen Erfahrung widersprechen. Tatsächlich brechen wie zu allen Zeiten zuvor von den Rändern her Invasoren ein, die eine Einladung für die erste jener Gepflogenheiten halten, denen sie sich nicht verpflichtet fühlen. Von den weiteren zu schweigen.

    Bis historische Einsichten wie „Es ging da nicht nur um die Frage, ob Siena oder Florenz den Steuereintreiber schickt. Es ging schlichtweg um alles“ – als ernst zu nehmende Aufforderung zu gegenwärtigem Handeln in die no-borders-besoffenen Köpfe und die Herzen tausendjähriger Selbstkasteiung dringt, dürfte es noch dauern.

    Beitrag und Autor dagegen leisten ihr Bestes, indem sie darlegen, dass es letztlich nicht um Islamophobie geht, sondern um eine Kultur des „Selbstbewusstseins“, weil erst eine derartige Kultur – wenn sie im Frieden kommen – auch Muslime willkommen heißen kann.
    Einsichtig, dass dazu einer kulturellen Sicherheit Geltung verschafft werden muss, die als „Beitrag aller, das Wohlergehen der Stadt/des Staates zu fördern, harte Arbeit und Anpassung fordernde Kulturräume“ zwingend einschließt.

    Wer sich darin nicht fügen will, mag in der Tat rausfliegen. Besser heute als morgen. Die Kulturrelativierer und -defästisten gern gleich hinterher.

  105. Zur Ergänzung des Themas,
    werter Don, empfehle ich Ihnen – da Sie ja des Italienischen mächtig scheinen- auf Youtube einmal nach dem vollständigen Film „Branca Leone“ zu schauen.
    Deutsch synchronisiert tauchen leider nur Häppchen davon auf der Tube auf.

  106. Äußerst elegant und feinsinnig!
    Werter Don, sie haben sich mal wieder selbst übertroffen! Vielen Dank, dass wir Sie bei Ihren Exkursionen durch Land und Historie und v. a. Ihren Betrachtungen begleiten dürfen.
    Eines möchte ich noch anmerken: Als dieses bemerkenswerte Gebäude errichtet wurde, berief sich der Bauherr und machtbewußte Souverän auf Gottesgnadentum – gestützt durch den Klerus. Sein Leibeigener kam qua Geburt aus der Nummer fast nicht heraus und konnte nur darauf hoffen, dass er Massl mit der Geschäftsleitung hat. Heute steht derselbe selbstverantwortlich aber einfältig da und delegiert seine Interessen an gut promotetetes „Spitzenpersonal“, welches er durch einen Verwaltungsauftrag für 4-5 Jahre an sich bindet. Die Spezialität dabei: Ohne von den spärlichen Möglichkeiten der Korrektur oder Einflußnahme nach Vertragsschluß (Wahl bzw. Regierungsbildung) jemals Gebrauch zu machen. Das mit dem Klerus bleibt natürlich ebenfalls Bestandteil des Vertrages…
    Wer seine Geschäfte so weiterführt, ohne den Vertrag schnellstmöglich zu überarbeiten oder direkt einzugreifen, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Mäuse auf den Tischen tanzen und noch die Musik bestimmen. Mir stellt sich nur die Frage, ob diese „Verwaltung“ heimlich schon für die Konkurrenz arbeitet, sie hat ja keine Nachteile zu befürchten.

  107. Pulse of Eurpe, AD1017: Ungarn, Wikinger und Sarazenen vertreiben, Leitkultur... Plus Ultra!
    Toller Text, lieber Don. Und wenn man nur etwas bei möglichen ausgedehnten Geschichtsstudien via Wiki und anderen Quellen (die verlinken ja auch seriöse Fachartikel) nachliest, dann weiß man, dass das alles noch nett formuliert ist. Aber die Menschen glauben, wie unlängst an einer Diskussion sah, lieber was sie wollen. Es ging um die Rolle des Christentums in unseren Breiten, der ja viele noch andere Religionen beigesellt sehen möchten.

    Und das prägt natürlich zuweilen auch Wikibilder, die neuerdings gern mit Artikel von FemBio.org verknüpft werden: http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/johanna-die-wahnsinnige/ (sowas geht nur im Patriachat!). Und der Karl, der 5., der konnte lt. entsprechendem Artikel ja noch nicht mal Deutsch, ach dann doch außer Französisch noch ein paar Sprachen… (Ja, das HRR DN, diese verfluchte DN… der Ver-Karl herrschte nicht nur als Regent seiner Mutter, sondern auch über Inseln, wo sich spannende Dinge in der EU abspielten: https://de.wikipedia.org/wiki/Turks-_und_Caicosinseln – die Überseegebiete einiger EU-Staaten machen immer wieder Trubel – und man kann auch mal schauen, wie man das mit Kern-Frankreich definiert, die auch angeblich kein Geld haben: lt. Wiki über: France métropolitaine.

    „France métropolitaine, kurz la Métropole, deutsch metropolitanes Frankreich oder Metropolitan-Frankreich (ISO-3166-1-Abkürzung: FX, FXX bzw. .fx), wird das Mutterland Frankreichs genannt, das heißt der zum europäischen Kontinent gehörende Teil Frankreichs, der das französische Festland und die vor seiner Küste im Atlantik, im Ärmelkanal und im Mittelmeer liegenden Inseln einschließlich Korsika umfasst“

    Was für ein wildes Hin und Her jedenfalls in den Überseegebieten, wo nicht selten der Euro Zahlungsmittel ist (im Grunde wie in den Jahrhunderten zuvor – Kanada ist da eigentlich weit weg, wobei es dort auf Grund ähnlicher Erlebnisse Sympathien gibt, wie man woanders ergänzend erfährt, und die Briten ist es wohl zu aufwendig, nur warum hatten sie es aus dem Jamaikanischen herausgelöst? Vermutlich strategische Gründe…)

    Weil Sie auf Pulse of Europe verwiesen. Dieses „Plastic-Movement“, dass so schön Handlungsdrang abführt, von deren Auftritt in Paris wieder groß in der Tagesschau hofberichtet wurde, anlässlich des Treffens unserer ersten Madame mit dem Franzosen („Deutschland geht es nur gut in der EU. Und der EU nur mit einem starken Frankreich.“ – Also muss wer was von wem erwarten können?). Die stehen im EU-Ausland vor Kameras und die Bilder werden im hiesigen „News-Geschäft“ dankbar verwendet, wie passende potemkinsche Dörfer, und gelten als Beleg, dass diese deutsche Bewegung (huch) so übernational war. Aber manchmal kommt dann doch etwas ans Licht, z. B. wenn man die Campact-Infomails empfängt (die sind generell nichts für empfindlichen Magen) – man wirbt am 22. März um mehr Engagement für die EU und teilt dabei mit:

    „Mit einem Netzwerk europäischer Schwesterorganisationen versuchen wir diese Bewegung in alle Mitgliedstaaten zu tragen. WeMove.EU startet europaweite Kampagnen, de-clic mit großem Erfolg in Rumänien, Akcja Demokracja in Polen, #aufstehn in Österreich, Uplift in Irland und 38 Degrees in Großbritannien. Mit den Spendengeldern der Campact-Aktiven haben wir den meisten dieser Organisationen Starthilfe gegeben – und arbeiten weiter daran, das Netzwerk dichter zu weben, um Europa sozialer und kologischer zu machen.“

    Und heute bietet man sogar richtige Propagandisten an (und das erinnert so an „FDJ-Studienjahr“ und SED-Agitation:

    „Sie laden Freunde und Bekannte ein oder öffnen Ihre Diskussion für andere Campact-Aktive. Unterstützung gibt es von Campact: mit einem kostenlosen Materialpaket, Diskussionsleitfaden und einem Unterstützer-Team für Ihre Fragen.

    Doch damit wir Ihnen das Material rechtzeitig zusenden können, brauchen wir Ihre Anmeldung bis Sonntag dieser Woche. Egal, ob in privater Runde mit Ihren Freunden oder als öffentliche Runde in einem Café gemeinsam mit anderen Campact-Aktiven: Stoßen Sie ein Gespräch an – und sorgen Sie für einen Aufbruch!“

    Na klar doch! Bin ja gespannt, was für Forderungen an die Politik dabei entstehen sollen. Umweltschutzprojekte, von denen man noch nichts weiß, wie das Reinigen der verdreckten Weltmeere oder gar soziale Forderungen?

    Die EU steht nicht gerade für soziale Rechte, sondern für „Marktliberales“ und „flexibles Arbeitsrecht“ usw. schlicht für Arbeitgeber- und Kapitalanlagepositionen. Und wer dabei zufrieden ist, und das sollen in etwa 2/3tel der Gesellschaft sein, der braucht noch nicht mal Alternativen zu Merkel, wie man sieht.

    Und dann wird in der Tagesschau.de-Debatte jubiliert, dass sich das Volk (das Wort höre sich leider seit AfD und Pegida so gruselig an – als seien die daran schuld) eben nicht zu extremen Wahlentscheidungen hinreißen ließe, wo es doch angeblich so unzufrieden mit Merkelianern wäre.Und hat dann gleich die entsprechede Antwort – letztlich auch zu ihrem Artikel: „Warum nur, gibt es in diesem Land so viele Menschen, die Angst davor haben, daß sich die Hautfarbe ihrer Nachbarn über Nacht schalgartig verändern könnte? … Angst kann man nur vor etwas haben, was einem fremd ist! Also liegt es an jenen die Angst haben etwas gegen diese Angst zu tun und nicht einfach nur den Ausweg in Traditionspflege zu suchen. Am Einfachsten geht das, wenn man gnaz sinpel mal mit dem Anderen spricht und sich kennen lernt. …
    Wanderungsbewegungen hat es immer gegeben. Ohne diese würden in Europa wohl vielleicht immer noch die direkten Nachfahren der Neandertaler hausen und dem Neumenschen weit in der Entwicklung hinterher hincken! Also wovor haben wir Angst!
    Statt auf Nationalitäten und Abstammungen stolz zu sein, sollten wir uns vielleicht einfach mal des Menschseins bewußt werden, was nicht zuletzt in einer wahren Leitkultur des Friedens und der Vernunft auf E

  108. auch ein Gedicht
    Der deutsche Michel liest grad Faust,
    als Unbill auf ihn niedersaust.
    Da haut die Dame Özoguz
    schon wieder einmal auf den Putz.
    (Pardon, sprich Eidu Ousegüs,
    doch reimt sich darauf grad noch tschüss)
    Sie meint, die deutsche Leitkultur
    besteht aus deutscher Sprache nur.
    Kultur, das ist, du dumme Trudel
    Renate Simons Apfelstrudel !

    • Noch'n Gedicht
      Den Apfelkuchen a la Simon würd ich gern probieren
      statt mich im Özoğuz‘ Geschwafel zu verlieren

      Dieses Geschwätz dringt aus allen medialen Poren
      aber noch sind wir nicht verloren…

      (jetzt ist’s aber gut, finis)

  109. ~>-
    Eingepflegte Identitaeten
    Taeten besser ihre eingeredeten

    Komplexe verschenken
    Und denken komplexer

    Oh die Ladies kommen
    Augenwonnen oh die Welt ist….

    Sie gehen aus und ich nach Haus
    Nett dass sie mir den Schlüssel geben

    Nett dieses schusselige Leben

    (((Denken komplexer )))

  110. Ingenieurleistung als Teil der Nationalkultur
    Ich möchte auf die Eingangskommentare (Lateinlehrer und so) zurückkommen. Man kann es übertrieben finden, dass hier grammatische oder orthographische Fehler (wenn auch mit einem kleinen ironischen Grinsen) moniert werden.
    Aber ein Kollege, der mit einer osteuropäischen Frau verheiratet ist, hat mal folgendes erzählt: Seiner Frau sei aufgefallen, dass Deutsche etwas auch dann verbessern, wenn die Verbesserung nur einen geringen Beitrag zur Funktionalität leistet. Man ruht sich nicht aus bei mit dem Gedanken „es geht doch auch so“, sondern will es verbessern.

    Ich weiß nicht, ob es in anderen Sprachen das Synonym „verbessern“ für „korrigieren“ gibt, aber ich glaube, es sagt schon etwas aus.

    Und damit bin ich bei der Ingenieurleistung: Dass Deutschland eine der führenden Nationen in technischen Leistungen ist, dürfte damit zusammenhängen, dass unsere Ingenieure sich nicht einfach damit zufrieden geben, dass etwas funktioniert, sondern immer wieder nach Möglichkeiten suchen, etwas noch besser zu machen.

    • Gut erkannt
      Ergänzend dazu kommt noch die deutsche Eigenart, skeptisch bezüglich grösserer Neuerungen zu sein – vielleicht weil man das Bestehende ja immer weiter optimiert hat. Man sieht das daran, dass in D schwieriger ist, „early adopters“ zu gewinnen.
      .
      Eine Reise in die USA ist hier immer ganz hilfreich. z.B. ein Blick auf Sanitäranlagen („American Standard“, seit Jahrzehnten nicht verändert und verbessert, mit Auf-der Wand-verrohrung), die Elektroinstallation (keine SCHUtzKOntakt-Steckdosen) oder die dortigen PKWs (Hauptsache gross, Fokus auf Optik und Annehmlihckeiten, aber unter dem Blechkleid Technik aus den 50ern wie Starrachse etc.).Gäbe es keine deutsche oder japanische Konkurrenz, würden sie immer noch in Schlitten wie aus den 60ern herumfahren. Aber viel Begeisterungsfähiger für wirklich Neues – (zumindest sofern es aus dem eigenen Land kommt).

    • Gut beobachtet JohannB
      Ich bin Ingenieur. So ist es.

    • Ergänzend noch
      Die ständige Suche nach Verbesserung, welche sie unter den Begriff „Ingenieurleistung“ summieren, ist auch gut mit einem anderen Wort zu beschreiben: „Tüftelei“. Diese Anlage zur Tüftelei hat meiner Ansicht nach sehr spezifische Gründe. z.B. die klimatischen Bedingungen und die Lage in der Mitte Europas. Aufgrund der geografischen Lage wurden die Deutschen Landen immer durchwandert – v.a. natürlich über die alten Handelsstraßen. Damit blieben immer auch Ideen, Konzepte, Geschichten über technische Neuerungen usw. hängen. Klimatisch gesehen gab es über den Winter immer viel Zeit, die man in den eigenen 4 Wänden verbracht hat. Diese durch das Klima aufgezwungene jährliche „Klausur“ in Verbindung mit dem über das Jahr gehörten, hat wohl u.a. diese Kultur der Tüftelei hervorgebracht. Wie auch die sog. bäuerliche Kunst (Schnitzereien etc.). Ich würde sogar wagen, diese Tüftelei-Kultur eher etwas nach Süd-Westen zu verorten, da z.B. im Gegensatz zum Norden und Osten (Landjunker) die Leute hier ihre eigene – wenn auch of kleine – Scholle bewirtschafteten, womit eine gewachsene Kultur der Eigenverantwortung einhergeht. Auch liegen mehr alte Handelsstädte und die damit die verbundenen Handelswege im Südwesten. Und schließlich gibt es im Südwesten Deutschlands mehr Mittelgebirge, wo es in den Tälern auch länger Winter blieb (mehr Zeit zum tüfteln) und man im Gegenzug auch kreativer sein musste, um mit einer kürzeren Vegetationsperiode zurechtzukommen. Sei es zum Bau von Gebäuden, zur Aussaat, zur Ernte etc.
      .
      Man kann das gut an der Anzahl der Patentanmeldungen festmachen:
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158337/umfrage/anzahl-der-patentanmeldungen-nach-bundeslaendern/
      .
      Ja, JohannB, das ist in der Tat deutsche Kultur. Und ja, Fr. Özguz, richtig, keine gesamtdeutsche Kulur, sondern eine eher regionale süd/westdeutsche. Und ja, sie haben das dort oben in Hamburg auch nicht mitbekommen können. Geschenkt. Ja, geprägt von der Hafenstrasse. OK. Ja, also regional geprägt. Gerne. Aber dann maßen sie sich bitte auch nicht an, für das ganze Deutschen Volk reden zu können.

  111. Özoguz … wer?
    Wenn sie meint – eine spezifisch deutsche Kultur sei,
    jenseits der Sprache, ‚schlicht‘ nicht identifizierbar –
    dann heißt das zuallererst, dass sie nichts erkennen
    konnte – oder wollte.
    Es sagt also mehr über sie selbst aus:
    Sie ist nicht so gut integriert, wie es –
    bei entsprechendem Interesse- möglich gewesen wäre.

    Ein Mensch sieht nur das, wozu er auch eine Affinität
    hat, sonst rauscht alles vorbei.
    Wie bei ihren Brüdern; diese wurden zu Islamisten.
    Betreiber des Muslim-Marktes.
    .
    Kant: »Der Mensch ist das einzige Wesen,
    das erzogen werden muss.«
    »Eltern erziehen gemeiniglich ihre Kinder nur so,
    dass sie in die gegenwärtige Welt, sei sie auch verderbt,
    passen. Sie sollten sie aber besser erziehen, damit ein
    zukünftiger besserer Zustand hervorgebracht werde.«

    Aber was heißt „besser“ ?
    Genau darin besteht der grundlegende Unterschied
    zwischen unserer Kultur und deren Kültür.
    Frau Özoguz ist deshalb eine schwere Fehlbesetzung
    in einem > Integrations-Amt.

  112. Zeitgeist
    Es gab einmal eine Zeit in der es dem europäischen Zeitgeist entsprach die Deutungshoheit der Religion mittels des Einsatzes von Ratio zu brechen. Es gab auch einmal eine Zeit in der insbesondere egalitäre politische Bewegungen Religion verächtlich machten, Religion als Opium für das Volk betrachtet wurde und Gläubige zunehmend Spott und Häme für ihren irrationalen Glauben zu ertragen hatten. Eine Zeit in der Religionsfreiheit und dringend notwendige säkulare politische System in Europa etabliert wurden.

    Diese Zeit kann man sogar als in vielerlei Hinsicht definitorisch für eine bestimmte Region dieses Planeten betrachten. In derselben Region wird dasselbe heute mit Bezug auf eine hier definitiv fremde Religion als eine Art Krankheit betrachtet, die es auszumerzen gilt – als eine irrationale politisch rückständige sowie bekämpfenswerte menschenfeindliche Ideologie.
    Nur mit Bezug auf eine bestimmte Religion, denn wenn bspw. Pussy Riot in christlich-orthodoxen Kirchen „riotet“, dann wird dies immernoch als freiheitlicher Akt gefeiert. Nur die Religion, die sich mysteriöserweise für globalen Terrorismus missbrauchen lässt, steht unter einer Art Welpenschutz. Eine Religion, die dort wo ihre moralischen und sozialen Normen herrschen, praktisch alle Kriterien für ein zivilisiertes und freiheitliches Miteinander verletzt. Eine Religion, die per Definition keinerlei Trennung von Religion und weltlicher Herrschaft kennt; für die man sich aber trotzdem einen -Ismus ausgedacht hat, um diese Trennung illegitimerweise vornehmen zu können. Eine Religion, dessen ursprünglicher Prophet selbst als Anhänger dieses künstlichen -Ismus eingestuft werden muss.

    Kurz: Es wird eine irrationale Angst gegenüber einer Religion formuliert, die, sofern man nicht vollkommen verblendet ist, klar ersichtlich praktisch allen zivilisatorischen Errungenschaften der letzten 500 Jahre feindlich gesonnen ist.

    PS: Und Allen „Es gibt diese eine Religion ja gar nicht, sondern nur viele Interpretationen und Strömungen“-Apologeten sei hinter ihre grünen Ohren geschrieben: Doch, die gibt es. Diese eine Religion besteht aus den Fundamenten dieser Religion. Ihrem heiligen Buch sowie ihrem Propheten bzw. den Geschichten über ihn und dem Rechtswerk, dass sich aus beidem herleitet. Das IST diese Religion und verbindendes Element aller apologetisch angeführten „Interpretationen“ und Strömungen.

    • The subaltern has no voice
      „Gott will es so“ und „Das hat mit dem Islam nichts zu tun“ sind unvereinbare Positionen, und dass dieser Widerspruch nicht aufgelöst wird, offenbart einen fundamentalen Rassismus:

      Der islamistische Terrorist wird nicht ernstgenommen, weil er ein Moslem ist.
      Stattdessen wird er zum Träger „psychischer Probleme“ umgelabelt (Foucault’scher Irrenhausdiskurs).

      Während die Inhalte und Ziele allen Terrors europäischer Prägung von RAF über IRA und ETA bis zu Breivik und dem NSU entschieden abgelehnt wurden, ist der islamistische Terror ein Phänomen, „mit dem wir leben müssen“, als sei er ein Ungezieferbefall, und so wird er auch bekämpft: heimlich, still und verschämt.

      Und niemanden stört das.
      Und das geht nur, weil Mazyek sagt, die Terroristen irrten sich, was auch niemand überprüft, weil doch keiner einen Moslem für voll nimmt.

    • Ursprung des Islam
      @ Rightwing Liberal : Der Islam war eine Reaktion auf den Hellenismus, d.h. eine dem ursprünglichen Monotheismus durch die herrschenden Nachfolger Alexanders d.G. aufgepfropfte, genuin europäische Religion in Form des Christentums (zu Hellenismus cf. Droysen).
      Und diese Identitäre Haltung hat sich bis heute gehalten, der Islam entspringt aus Ressentiment.
      Freue mich auf Antworten

  113. Geschichte
    ist vorbei, mag interessant sein, aber die Frage ist, wie anpassungsfähig ist der Islam? Was oder wie könnte er Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur im engeren Sinne bereichern? Wie stehts mit Demokratieverständnis,Toleranz gegenüber Andersdenkenden? Ein Blick auf die islamische Welt bietet kein besonders gutes Bild. Schauen wir uns den „Human Development“ Report der UNO an, auf den hinteren Plätzen, Afrika und dieislanmische Welt,
    Fazit:Ohne Islamophobie, da ist enormer Reformbedarf! Toleranz ist gut, aber Kritik muß ohne Gefahr möglich sein!

  114. Özguz und die Inseln
    Werter Don, Sie zitieren Özguz: “Schon historisch haben eher regionale Kulturen, haben Einwanderung und Vielfalt unserer Geschichte geprägt.“ Schon erstaunlich, wie realistisch diese Dame auch sein kann. Gerade die Masseneinwanderung von Menschen muslimischen Glaubens prägt ja schon seit Jahr(zehnt)en unser Land (btw. die regionale „Kultur“ vieler v.a. grösserer Städte). Nur dass statt wie früher die Sarazenen von Inseln im Mittelmeer aus ihre Raubzüge und Eroberungszüge starteten, tun sie es heute von ihren Stadtvierteln aus, einige bereits zu von Clans behaupteten „no go areas“ ausgebaut. Der Unterschied zu damals ist nur, dass die Machthaber das heutzutage auch noch aktiv mitmachen, befördern und unterstützen (über Verschenken der Staatsbürgerschaft, öffnen von Grenzen, verhinderung von Abschiebung etc.) – z.T. aus Verachtung der eigenen Bevölkerung gegenüber (scheint vor allem eine grün/rot/linke Eigenart zu sein – womit ich bei „links“ Teile der CDU einschliesse). Was wiederum bedeutet, dass man – dem historischen Vorbild folgend – vor dem „Rückschlagen der Sarazenen“ zunächst erst mal seine eigene Regierung wieder auf Kurs bringen muss – und das wird wohl leider dauern… In historischen Dimensionen sind das ja nur kleine Zeiträume, über die wir hier sprechen – aber wenn man mittendrin sitzt, so wie unsereins, dann ist es doch schon ziemlich unerfreulich. Selbst wenn man aus der Geschichte lernte…

  115. FRAU Ö
    leitkultur jenseits der sprache ist nicht vorhanden sagt sie………………

    das stimmt wohl auch nicht, denn deutsche muttersprache wird ja ausser in BRDDDR noch in
    Österreich
    Italien
    Belgien
    Schweiz
    Ungarn
    und vielen anderen ländern gesprochen, ohne gesamtdeutsche kultur……………….und ganz nah in Österreich finden wir nun mal eine sehr spezifische kultur, auch regional stark geprägt durch historien und topographien. und erst recht in der Schweiz, wo wir echte gegenkulturen zu BRDDDR und Frau Ö. finden.

    dafür finden wir „deutsche“ kultur auch ausserhalb des sprachgebietes. denken wir nur als beispiel an den so schönen Ruderverein Teutonia in Buenos Aires

    http://www.rvteutonia.org/

    und nun noch ein musikalischer gruss, natürlich in deutscher sprache, ich grüsse euch alle, heute besonders in Bordesholm und im rest des digitalen orbits………….

    https://www.youtube.com/watch?v=Q9xCXO_PCQI

    • Resettlement finanzieren auf freiwilliger Basis
      Schön herausbearbeitet. Und zweifellos, die Ladiner, die immer noch neben Italienisch und Ladinisch Deutsch sprechen, haben eine ganz andere Kultur, die sie zu bewahren wissen. Sie haben es etwas leichter damit, weil sie traditionell besetzt wurden dort an der Etsch, während D Besatzer allerorten war.

      Die Schweizer können uns nicht einmal leiden, odr, obwohl sie dütsch parlieren im Norden.
      Die Niederländer, deren Sprache sich von plattdütsch ableitet, betrachten uns auch mit Skepsis, und der Rudi ist tot.
      Nein, die Sprache ist es nicht. Es ist etwas, das Özogussy nicht kennt, ganz offensichtlich. Oder aber sie tut nur so, denn sie ist ja verheiratet, nicht wahr.

      Das Problem liegt woanders: In den oberen Schichten, wo man im Ausland studiert und arbeitet oder auch in der Politik, lernt man, sich zu arrangieren und spricht in der Regel mehrere Sprachen. Was man aber denkt über manch andere Sitte, wird nur hinter vorgehaltener Hand kolportiert. Da denke ich zum Beispiel an breitbeiniges Sitzen mit Gemächtedemo, wenn dann auch noch das überschlagene Bein eines Botschafters kritisiert wird.

      Diese gut Abgeschirmten verlangen gern, dass alle anderen auch über ihren Schatten springen, und das wird niemals zu machen sein, jedenfalls nicht mit solchen, die Halbwüchsige mit Messerchen und Gruppendynamik hervorbringen, denn was sind die oben, die etwas werden? Das sind Individualisten, die wenigstens vor dem Abitur jeglicher Gruppendynamik feindselig gegenüber stehen und dann mal kurz feiern gehen, das war’s. Die sind Macron, wenn auch nicht ganz so gut.

      Unten aber, wo die Gruppendynamik mit Messer den Fleiß und die Ratio ersetzt hat, ist keinerlei Brücke mehr möglich.

      Und daher würde ich sagen, dass seit dem Ende des WWII zu unserer Leitkultur gehört, Stein auf Stein zu schichten, den Fleiß zumindest zeitweise ins Kalkül zu ziehen und vor allem auf andere kompromissbereit und friedfertig zuzugehen. Wo das gegeben ist (fast alle Polen zum Beispiel) gelingt das Leben hier. Wo aber in Gruppe der Macker gegeben wird, inzwischen selbst auf Polizeirevieren, ist alles von Anfang an verloren, und es wäre sinnvoll, nicht nur Rückflugtickets zu finanzieren, sondern Starthilfen für kleine Häuschen dahoam oder sogar Mikrokredite à la Yunus, denn solche Jungs fühlen sich hier unwohl, offensichtlich.


    • denn solche Jungs fühlen sich hier unwohl
      Nein, eben nicht, das ist doch genau das Problem. Die fühlen sich im Gegenteil hier sauwohl im Vergleich zu sonstwo (auch da, wo sie herkommen), weil kein Mensch hierzulande sie sich mal zur Brust nimmt (und ich meine das durchaus physisch, denn diese Sorte reagiert allenfalls auf physisch), sondern alle nur ängstlich ausweichen und „auf sie Rücksicht nehmen“.

  116. Existenzängste....
    Wenn man viele der Kommentare liest bekommt man den Eindruck, wir lebten in einem Land in den wir uns ernsthaft Sorgen über die Zukunft machen müssten. Ich komme täglich in Unternehmen. Das größte Problem? Kein qualifizierteres Personal. Woher sollen die Leute kommen, die die Rente der Kommentatoren verdienen sollen? Wenn wir uns als Land nicht darauf einstellen, dass wir auch mit anderen Kulturen zusammen- und ja, auch nebeneinander leben können, dann droht uns das Schicksal von Japan. Schon merkwürdig: die erfolgreichesten Unternehmen der Welt werden heute von absoluten Multikulti Teams geführt. Man arrangiert sich und lässt den Leuten ihren Eigenheiten und reibt ihnen nicht täglich unter die Nase, dass ja ihre Vorfahren vor 1000 Jahren im Mittelmeer gemordet haben und sich Sklaven gehalten haben. Wo soll das hinführen? Oh, ich höre es schon. Ja, aber uns wirft ma doch auch täglich das 1000 jährige Reich vor. Der Kommentar kommt dann von Leuten, die ihr Leben in Castrop-Rauxel verbracht haben und einmal im Jahr nach Malle fahren. Ich habe viele Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet. Das war, außer um zotige Witze zu reißen, nie ein Thema…..

    • Das wollen Sie ernsthaft
      mit Masseneinwanderung in die Sozialsysteme lösen?
      Deutschland, bald ein Land nicht nur von von Bürokraten, sondern auch von Schuhputzern?

    • ... das ist ja alles richtig ...
      „Wenn wir uns als Land nicht darauf einstellen, dass wir auch mit anderen Kulturen zusammen- und ja, auch nebeneinander leben können, dann droht uns das Schicksal von Japan. “

      geht aber am Thema vorbei, weil es Özuguz und Co nun einmal nicht um das Zusammenleben mit „anderen Kulturen“ geht, sondern darum, dass es eine „deutsche Kultur“ jenseits der Sprache und – erstaunlicherweise – den Normen des Grundgesetzes überhaupt nicht gebe und sich die Deutschen gegenüber einem muslimischen „Goldstück“, das gestern aus dem Bus stieg und die Hand aufhält, allein dadurch auszeichnen, dass sie „schon länger hier leben“ und die Sprache sprechen, was aber kein Verdienst ist, sondern nur ein Zustand, der mittels Sprachkursen und Quoten im öffentlichen Dienst überwinden ist, schließlich habe man ja Mitschuld an den Rüstungsexporten, dem Wegfischen von Fisch in Afrika und ohnehin sei die Geschichte kontaminiert und das gefährliche Land in der Mitte Europas müsse in verantwortungsvolle Hände usw. usw. …

    • das Schicksal von Japan
      Das Schicksal von Japan ist aber ganz erheblich leichter zu ertragen
      als das Schicksal von Deutschland.
      .
      .
      Schöne Grüße aus Japan.

    • It's not as simpel as that
      Da ist was dran, nur leider nicht alles (oder nicht genug): Natürlich können Einwanderer eine Gesellschaft bereichern, das hat auch in diesem Forum (soweit ich weiß) nie jemand bestritten. Wer in Europa beneidet die USA nicht um ihre äußerst leistungs- und auch durchaus anpassungswiligen Immigranten aus Indien und Fernost? Und dass der/die einzelne nicht nach Herkommen diskriminiert werden darf, versteht sich ebenso. Das Gelingen der Immigration ist aber eine Frage der Zahl und der Qualität (horribile dictum bei Menschen): Wer in weithin unkontrollierter Anzahl beliebig (un-)qualifizierte Personen in das Land lässt, ja womöglich sogar aufgrund der nicht vorhandenen Einwandungspolitik faktisch eine Negativauslese vornimmt und auch Kriminelle geradezu einlädt, wird nicht nur die erhoffte Bereicherung des Arbeitsmarktes nicht erreichen, sondern handelt sich eben viele Probleme ein. Ob diese sofort, mittel- oder langfristig zum Untergang führen, weiß man natürlich noch nicht. Aber besser wird es so, wie es derzeit läuft, für D keinesfalls. Auch das beste social engineering wird das Heer derjenigen, die schon gekommen sind und noch kommen werden (und deren Kinder) wohl kaum mehr sinnvoll zu den Fachkräften ummodeln. Da kann man seine eigenen Kinder in der Tat nur bestmöglich darauf vorbereiten, später ggf andernorts zu leben. Schade, sehr sogar, ist aber so.

    • Qualifiziertes Personal
      Grundsätzlich ja – aber bei mir im Multi-Kulti-Problemviertel werden Sie da kaum welches finden … es geht doch darum, WER kommt! Und nicht, dass welche kommen.

    • Ich denke, Sie lassen völlig außer Acht,
      dass diese Firmen/ Länder sich ihre Zuwanderer aussuchen.Gegen Integtierte hat doch keiner etwas.Wenn Sie aber mal den Weißrussischen Kollegen meiner Tochter fragen,was er und seine Familie alles hinter sich bringen mussten, um hier sesshaft werden zu können, dann wird er Ihnen sagen, dass er Merkels Flüchtlingspolitik weder versteht noch gut heißt.

    • Der Prä-Roboter-Immigrant, den wir aus NRW kennen
      Japan: Währungsproblem. Auf den Yen wurde lange spekuliert, das kann nicht gut gehen. Japan mit dem US-Dollar würde fluppen. Die Japaner könnten niemals mit so gemütlichen (gelinde ausgedrückt) Leuten zusammen arbeiten.

      Brain-Drain ist das, was Sie verlangen. Der Brain-Drain aus Iran und Afghanistan fand in den Achtzigern statt. Aus Arabien oder dem Sudan kann nicht viel kommen. Die einzige Lösung wäre, arbeitslose junge Franzosen oder Italiener zu fördern. Ein Jahr, dann könnten sie Deutsch und besseres Englisch.

      Ansonsten muss man aus der Kompetenzfestung raus und Firmen in Afrika bauen, die Leute dort schulen und sich mal zwei Generationen Zeit nehmen. Was Sie hier ausdrücken, sind Wünsche der Industrie. Die pickt sich dann fünf bis zehn Prozent raus, was sie auch vor Ort könnte, der Rest wird dem Steuerzahler vor die Füße geknallt. Wie schon in den Fünfzigern: Schnell ein paar Türken in den Bergbau, der am Sterben war. Es sind diese Ihre Leute, die für den heutigen Zustand im Ruhrgebiet verantwortlich sind. Firmen entwickeln sich immer mehr zu einer Zumutung.

    • Kein qualifiziertes Personal
      Da geht es diesen Firmen wie den Fleischern. Die finden
      auch keines. Da läuft doch viel verkehrt.
      Irgendwann, so darf man vermuten, gibt es auch keine
      Absatzmärkte mehr – wegen kein Personal.

      Ihre Auslandserfahrungen in Ehren, aber die beschreiben
      auch nur eine Vergangenheit, von der Sie hoffen, dass es
      Zukunft sei. So geht es allen hier.

    • Lieber Chiant,
      zum einen ist es so viel unterhaltsamer, den Niedergang der Welt zu bejammern als ihn sich schön zu schreiben, sofern man denn Wert auf Stil und Ausdruck legt. Jubelperser finden Sie, sofern Bedarf besteht, zur Genüge bei ZO, SPON etc., wobei nach meinem Eindruck auch dort nur noch mit abnehmender Konviktion.

      Im Übrigen möchte ich aber darauf spekulieren, dass die Mehrheit der Foristen hier gegen die von Ihnen bemühten erfolgreichen konzernleitenden Multikulti-Teams nicht das Geringste hat, sondern gern mehr von diesen Riesenrentenbeitragszahlern in diesem, unserem Lande willkommen heißen möchte.

      Allein bei der unwesentlichen Detailfrage, ob denn genau die gerade zu uns Kommenden dazu geeignet sind, zeigt sich die hier versammelte Forenmehrheit dann leider, leider nur eingeschränkt optimistisch. Und das ist keineswegs böse gemeint.

      Sie verstehen: sein Verhalten kann man natürlich kontrollieren, aber was man glaubt und was nicht, da sind – allen bisherigen Bemühungen von HeikoM. zum Trotz – der voluntativen Eigeneinflussnahme leider Grenzen gesetzt. Wieviel glücklicher wäre mein Leben, könnte ich weiter an die Unfehlbarkeit des Papstes in ex-kathedra-Fragen glauben, aber unseliger Weise ist mir dieser Glaube irgendwo unterwegs abhanden gekommen.

      Wir hier in diesem Forum hören also wohl, dass das alles rentenbeitragszahlende Ärzte, Wissenschaftler und Ingenieure sind, die da kommen, und wenn nicht die, dann spätestens die aus dem Familiennachzug, und wenn auch die nicht, dann spätestens deren Abkömmlinge, und wenn die dann doch lieber wahabitische Moscheen bauen, dann aller-allerspätestens aber deren Nachfahren usw.

      Wir möchten das also gerne alles glauben, was man uns sagt, dass es hier niemandem schlechter, sondern allen besser gehen wird. Denn dann ginge es uns ja gefühlt selbst besser und wir würden uns hier im Forum nicht so schrecklich dialektisch quälen. Allein: Die Moral ist willig, aber der Geist ist schwach (oder je nach sichtweise: zu stark).

      Geben Sie uns, Heiko M. und seinem NetzDG noch etwas Zeit: in ein paar Jahren glauben auch wir sicherlich alles, was wir sollen – selbst die, die in Castrop-Rauxel sitzen und nicht das Glück wie Sie hatten…

      Mit herzlichem Gruße aus dem Kraft-losen Westen der Republik
      SchallundRauch

    • ...
      Nur die Medien und die Genderwissenschaften haben keinen
      Personalmangel.
      Dafür aber ein Kommunikationsproblem.

    • Titel eingeben
      Wenn Deutsche noch 10% der Bevölkerung hierzulande ausmachen, dann ist es piepegal, wie die Wirtschaft läuft. Dann sind Deutsche in ihrem eigenen Land auf die Gnade der kolonialistischen Mehrheit angewiesen, im eigenen Land nicht diskriminiert oder gar verfolgt zu werden.
      Ohne Not solche existenziellen Risiken einzugehen, ist monumental dämlich.

      Die Lösung des Demographieproblems kann also nur über Familienförderung laufen. Vorbild Frankreich: Familien mit drei und mehr Kindern zahlen in Frankreich fast keine Steuern mehr.

      Und was ist denn das Schicksal Japans? Eine homogene, erfolgreiche Industrienation zu sein?

    • Titel eingeben
      „…Die erfolgreichesten Unternehmen der Welt werden heute von absoluten Multikulti Teams geführt. …“ und lassen in Billiglohnländern in der dritten Welt produzieren. Sie glauben doch nicht ersthaft, dass die seit der Merkel-Selfies ins Land gekommenen unqualifizierten Nicht-Asylberechtigten uns vor dem Schicksal Japans, welches immer das sein soll, bewahren. Nichtmals die zu vielen bildungsfernen Nachkommen vieler türkischer Einwanderer erweisen sich als intergrationsfähig, da kann man sich an zehn Fingern ausrechnen, wie es mit den Nigerianern, Afghanen, Pakistani, Somaliern, Senegalesen, Eritreern, Maghrebinern etc. der letzten zwei Jahre steht. Wenn man sich in den Städten bei Bus-Bahnhöfen bewegt, bekommt man einen leidlichen Eindruck. Was Sie schildern, ist eine Mittelschicht, die nur in homöopathischen Dosen herkommt. Das Gros sind die, die nichtmals auf Englisch einen geraden Satz herauskriegen, aber in jede hingehaltene SPIEGEL-TV-Kamera treuherzig „I want to study“ sagen.
      Nebenbei: Wo sind eigentlich die Personenschützer dieser Frau, wenn sie gebraucht werden?

    • Anywheres und Somewheres
      Chiant gehört vermutlich zu den Anywheres:

      http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/international/abo/lzhp/klassenkampf-in-zeiten-des-globalismus;art9640,1031179

      Ich gehöre zu den Somewheres, und die muss es ja auch geben, sonst bekommen die Anywheres z.B. am Flughafen beim wichtig-um-die-Welt-jetten kein belegtes Brötchen mehr, und Leute wie ich tragen die Belastungen der grenzenlosen Migration. Klar hab ich da eine andere Sichtweise.

    • die n-te
      Zum Fachkräftemangel folgender Film: https://www.youtube.com/watch?v=lFq2aAcf-8s
      (ARD)


    • Zunächst, ich bezweifle daß die Japaner ein größeres Problem mit der Demographie als die Deutschen haben. Die bleiben halt unter sich und halten den Rückgang aus, so wie die Europäer in Zeiten der Pest auch mit dem Rückgang fertigwerden mußten.
      Das ist auf alle Fälle die klügere Variante.
      Die belastendere ist, zu den eh schon wenigen Nachwuchskräften auch noch unqualifizierte Anspruchsvolle dazuzuholen, denn Anspruchsvolle gibt es weiß Gott genug.

    • Währungsproblem
      Nun gut.
      .
      Schauen wir uns einmal die beiden Währungen JPY und EUR über
      einen Zeitraum von – sagen wir mal: der letzten – 10 Jahren an.
      .
      Wenn dann das Stichwort: Währungsproblem fällt . . .
      .
      .
      an welche der beiden Währungen denkt man zuerst?


    • Nur die Medien und die Genderwissenschaften haben keinen
      Personalmangel.

      Das Frisörhandwerk auch nicht.

    • Expat
      Ich weiss nicht, in welchem Land SIE gelebt haben, aber ich habe in England und in Frankreich gelebt und während man in England, jedenfalls früher, von jedem hergelaufenen Penner hintergeschrien bekommen hat: „My grandfather was in the camps…“* sagen Franzosen darüber kein Wort.
      Ganz im Gegenteil, die gesamte offizielle Geschichtsschreibung der Franzosen ist zehn mal deutschfreundlicher als unsere eigene.
      Wer dann in Frankreich mit dem Herumproleten und rezitieren „deutscher Schuld“ angefangen hat, war ein neuer belgischer Kollege. Dem habe ich zwei Bücher gekauft, nur um ihm zu zeigen, das er nicht die allergeringste Ahnung von Geschichte hat**.
      Danach hat er den Mund gehalten.

      * das war so penetrant, das ich am Ende ein paar Mal zurückgeschrien habe: „My father was in the camps too, he was the commander“.

      **die Bücher:

      http://waragainsttheweak.com/
      http://transferagreement.com/

  117. Langsam mache ich mir Sorgen...
    …um Sie, liebe Frau Simon.Denken Sie an Ihren Blutdruck, wenn Sie heute hören, dass die Sozen heute beschließen, das Wahlalter auf 16 festzulegen, um Jugendliche für Politik zu interessieren.So ein Quatsch. Würden sich mehr Erwachsene dafür interessieren, hätten wir andere Ergebnisse.

    Es ist ja nicht nur Bosbach, auch Söder und Seehofer sprechen in höchsten Tönen von ihrer kompetenten Kanzlerin, einfach ätzend.Der Spahn macht Opposition gegen die eigene Partei, damit Doofis denken sollen: der sagt es, den wähl‘ ich.

    So gend die Gäng holt.

    Als ich das Foto sah, auf dem Merkel Macron gegenüber stand, kam mir glatt der Gedanke, sie könne schwanger sein.Wär‘ das nicht schön? Dann müsste sie endlich in den Mutterschutz.

    Ich kann nicht umhin, zur deutschen Kultur gehört auch die Oldenburger Palme. Früher war der Grünkohl noch höher und die Strunken wurden zu Zäunen und Besenstielen verarbeitet…

    • Oha, der Blutdruck
      war gestern doch ebbes zu hoch. Die Pillen gegen Hochdruck habe ich längst entsorgt, mehr Neben- als eigentliche Wirkung.

      Das Wahlalter auf 16 zu setzen ist bescheuert, noch bescheuerter war die Forderung der Jusos bzw. da der Frau Uekermann, schon Neugeborenen das Wahlrecht einzuräumen. Diese Jugend heutzutage hat Einfälle, schlimmer als ein altes Haus.

      Dass die Leute doch vermehrt wählen gehen, hat man ja bei den letzten drei Wahlen gesehen, nur wählen sie dann leider immer wieder das, was sie beschimpfen. Die Hemmung, den Wahlzettel genauer zu studieren, muss angeboren sein, anders kann ich mir das nicht mehr erklären.

      .
      Mme Merkel scheint Drillinge zu erwarten. Das türkisfarbene Jäckchen, welches gern in Asien oder SA von ihr getragen wird, spannt ja schon heftig über dem Bauch. Nun in pink, ich dachte so für mich dahin, an Stelle der dbK würde ich doch ein Korsett tragen. Sie muss es ja nicht wie Susan Sarandon machen, bei der man Gläser abstellen kann.
      https://s6.postimg.org/eqkwjxws1/merkel-macron3_15.5.17.jpg
      https://s6.postimg.org/smt4vtt0x/susan_sarandon2.jpg

      .
      Doch zu den wichtigen Dingen, die Oldenburger Palme ist leider auch nicht mehr das, was sie einmal war. Der Kohl wird so süß gezüchtet, dass er ungenießbar wird, so er auch noch Frost bekommen hat. Dabei war das mit mein liebstes Essen und die Enttäuschung, als ich mir im Frühjahr Grünkohl zubereitet habe, groß. Ich habe nur eine Portion essen können, der Rest kam in die Mülltonne. Chicoree ist auch so ein enttäuschendes Gemüse, von wegen bitterer Keil… Früher war eben doch manches besser.
      Nun hoffe ich, dass meine Semmelnknödeln heute gelingen, mal ohne Käse, nur was es dazu gibt, ist mir noch nicht klar.

    • .
      zu: „Als ich das Foto sah, auf dem Merkel Macron gegenüber stand, kam mir glatt der Gedanke, sie könne schwanger sein.“

      …und ich habe gedacht,
      sie küsste „Le Petit Prince“ nicht, weil sie wegen ihres
      dicken Bauches nicht so recht herankam…(Pardon)

    • Liebe Dunque, so weit wollten wir in unseren Überlegungen
      nicht gehen. Wobei man bei der Begrüßung doch rätseln konnte, schiebt sie ihn zurück oder was soll die Hand an seiner Schulter? Und dieser tiefe Blick in die Augen… je öller, umso döller
      https://s6.postimg.org/59v3dbcxd/merkel-macron4_15.5.17.jpg

      Aber wie man den Bauch so entspannt in die Gegend halten kann, ist mir schon rätselhaft. Nicht, dass ich keinen hätte, aber doch nicht so. Schon Scheiße, wenn man so klein ist, bei mir verteilt sich’s dann doch auf einige Zentimeter mehr ;-)

    • Bei mir wächst ...
      …der Grünkohl im eigenen Garten, das haben wir noch nicht festgestellt. Er verlangt ja sogar einen 1/2TL Zucker beim Kochen, damit er schmeckt. Saison ist bei uns von Nov. bis Ende Februar.

      Zu Semmelknödeln passen Pilze oder Gulasch, auch noch Wild.

  118. Titel eingeben
    Lieber Don,
    gibt es für das „vor allem von Deutschen abgeholt werden“ irgendeine gute Quelle? Nicht weil ich es nicht glauben würde – im Gegenteil, nichts anderes würde ich vermuten! -, sondern weil es eine schöne Sache ist, sich auf Quellen berufen zu können.. Nicht jeder ist ja ein Menschen- und Völkerkenner.

  119. Andrićs Dissertation
    Was es hieß, sich als Christ islamischen Eroberern unterwerfen zu müssen, hat Ivo Andrić eindringlich in seiner an der Universität Graz – der Stadtname ist übrigens slawischen Ursprungs und bedeutet „kleine Stadt“ – entstandenen deutschsprachigen Dissertation beschrieben. Die Wortwahl ist der Zeit entsprechend für das heutige Verständnis teils etwas ungewöhnlich, was aber nichts an der Bedeutung und Richtigkeit der Arbeit ändert.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/ivo-andric-die-entwicklung-des-geistigen-lebens-in-bosnien-leben-unter-dem-muslimischen-joch-11817153.html

  120. Titel eingeben
    OT @tdv
    Latein ist tot? Vivat
    Wer seinen proles Gutes tun will, lasse sie Latein lernen. Spanisch kann spaeter. Holländisch bei Bedarf und wenn Übung möglich.

    Hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder, flink wie Windhund
    Wissen im notwendigen Maas und Worte schön nach maasBedeutung verwenden.

    Tertium non datur war als Lüge entlarvt, lange bevor ÜausdU Alternativlos fabulierte.

    Latein hat meist mehrere, manchmal (scheinbar) gegensätzliche Bedeutung. Disciples lernen die richtige Bedeutung zu suchen.
    Altus ist hoch und tief

    Distinction suche ich hier nicht. Hier muss ich wissen, dass es in jeder Disziplin Grössere gibt.
    DA ist auch nur primus inter pares. TDV secundus inter pares est. Zu Rechten des Don.

    Sie lesen english, TDV? Jedes abstrakte Wort ist aus Latein oder Griechisch gebildet. Leaf/foliage dog/canine
    K, th, ph, ch verraten Ihnen die griechische Herkunft.

    BildungsbürgerEnglisch ohne Lateinkenntnisse ist mühsam, fast unmöglich zu lernen. Ivy League codes oder Oxbridge codes sind impregnable. Das gibt nur peinliche parrot momente.
    Liebe Grüße an alle Don-aldisten

  121. zu Kommentar Chiant
    Chiant, ihr Kommentar geht etwas am Thema vorbei. Deutschland war immer Einwanderungsland, spätestens seit den Kelten. Es gibt allerdings Einwandernde, die eine Bereicherung sind (Hugenotten zum Beispiel) und Einwandernde, die die Gesellschaft negativ verändern. Zu letzteren zählt ein erheblicher Anteil der Flüchtlinge 2015 ff. Zu großen Teilen schlecht gebildet, entwurzelt und in einer archaischen Gesellschaft aufgewachsen. Daraus wird kein Fachkräftenachwuchs entstehen oder frühestens in der dritten Generation.
    Ich habe auch keineswegs Angst, ich bin allenfalls wütend. Ich zahle nämlich die ganze Chose mit meinen Steuergeldern und habe als Ausgleich die Lasten zu tragen. Denken sie darüber nach, bevor sie Dinge zusammenbringen, die beim besten Willen nicht zusammenpassen.

    Don Alphonso, vielen Dank für ihre erfrischenden Texte! Ich lese schon seit längerem still mit, und bin zunehmend begeistert.

    • Titel eingeben
      „Zu großen Teilen schlecht gebildet, entwurzelt und in einer archaischen Gesellschaft aufgewachsen.“

      Man munkelte auch, dass in manchen nordafrikanischen Ländern die Gefängnisse geöffnet wurden und der dortige Staat froh war, durch die Merkel’sche Einladung endlich ein paar tausend ihrer weniger geliebten Mitbürger loszuwerden.
      Ob’s stimmt?

    • Ich finde es besser, wenn man Migranten sagt, weil Flüchtlinge unter den Zuziehern
      einen winzig kleinen Teil ausmachen.

      Übrigens, 2016 sollen es gut 300 000 gewesen sein, und für diesjahr zeichnen sich 240 000 ab.

      Das alles läuft in der Öffentlichkeit unter der Überschrift: Die Lage hat sich beruhigt.

      Es gibt nur so merkwürdige Phänomene wie das, dass in Ba-Wü die Gefängnisexperten unzufrieden sind, – wegen Überbelegung. Es gibt diesjahr erhebliche Engpässe. Braucht man ein Dringlichkeitsprogramm.
      Oh – und es wurde im SWR Fernsehen gemeldet, knapp die Hälfte derer, die einsitzen, seine bereits Migranten.

    • Im Knast ist kein Zimmer frei
      deshalb hat Jäger vllt. nichts wegen Amri unternommen. Wir sind absolut überbelegt, es geht nichts mehr. Zwar stünden noch Räumlichkeiten zur Verfügung, aber in so desolatem Zustand, der die potentiellen Insassen nur noch mehr traumatisieren würde…

  122. Ach, Renate
    Ich bin nur Strudelfan, kein Merkelfan. Rein rationale Überlegungen und gewisse Zugeständnisse. Das Gedicht von Inez oben ist gut.
    Macron-Fan bin ich auch nicht, ich lasse nur gewisse Dinge gelten. Um es klar zu sagen: Früher war ich mal Pavarotti-Fan, aber nachdem Signore zu den Cherubim gegangen ist, bin ich nur noch Fan vom FC Bayern, insbesondere vom Franck und vom Arjen, beide Gastarbeiter.

    Macron, sehr brav, hat besetzt 1:1, wie sich das heutzutage gehört. Hoffentlich sind auch alle qualifiziert. Soweit gefällt mir seine Mannschaft, schon weil sie Mélenchon und Cambadélis nicht zusagt.

    • Ach Oberländer
      Ich verstehe zwar nix von Fußball, aber FCB geht hier gar nicht. Wirklich.

      Pavarotti, einverstanden, habe in den 90ern an lauen Sommerabenden Türen und Fenster aufgerissen, eine CD eingelegt, volle Lautstärke und auch meiner Nachbarin, die dem Meister auf ihrem Balkon lauschte, Freude gemacht. Wahrscheinlich haben sogar die Leute auf dem Wehrhahn mitgehört, laut genug war’s.

      Bei Macron werden wir wohl abwarten müssen, was Merkel unter dem „sensiblen Moment der Geschichte“ im einzelnen versteht. Macrons Wünsche müssten ihr und Schäuble doch kräftig entgegenkommen.

    • mia san mia
      Der FC Bayern geht schon allein deshalb, um dem finanziellen Irrsinn der Vereine in England und Spanien zu entgegnen – wenn man denn überhaupt für Fußball ist. Er sollte nur gegen Spanien öfter gewinnen – oder die Schiedsrichter öfter grüßen.

  123. Wo bleibt eigentlich Goodnight ?
    Seine an Defätismus grenzenden Endzeitvisionen fehlen mir…

  124. Wie immer:Sauber!
    Ihre Texte, lieber Don Alphonso, sind mit Abstand das Beste was die FAZ zu bieten hat. Dafür meinen herzlichen Dank. Machen Sie bitte weiter so!

  125. Wandsbek
    Der Wahlkreis von Frau Ö:

    „Wandsbek zählt zu den weniger wohlhabenden Hamburger Stadtteilen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Steuerpflichtigen betrug hier im Jahre 2010 etwa 26.844 Euro und ist niedriger als der Hamburger Durchschnitt (35.567 Euro) „.

    Im Prinzip sagt das doch alles. Dort geht es weniger um Kultur, denn um Jobs und Geld. Die SPD hat dort etwas über 50% bekommen, ein Absatz drunter.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Wandsbek

  126. Titel eingeben
    Nur zur Erinnerung. Der zweite Vorname wird Tayyip geschrieben. Zu den deutschen Ingenieuren: Es gibt auch die Verschlimm-Besserung. Mit vier neuen VW in 38 Jahren könnte ich das sogar empirisch nachweisen.

    • Kann ich bestätigen
      Stimmt, nach der Rostlaube Golf I kam der IIer Golf, ein Ausbund an Zuverlässigkeit. Als ich meinen nach 18 Jahren mit einem Km-Stand von über 300.000 verkaufte (nicht verschrottet!), beging ich einen Fehler.

      Bei dem, was hinterher kam, hatte dann Lopez die Finger drin, was auch sofort an der Qualität zu merken war.

  127. Rosige Betrachtungsweisen gefährlich?
    Aus einem link oben zur FAZ über Ivo Andric:
    “ Die Türkenherrschaft hat bei Andric zur „Verrohung der Sitten und zu einem Rückschritt in jeder Beziehung“ geführt. Die Unterwerfung Bosniens durch die Osmanen im Jahr 1463 erscheint denn auch als „Invasion eines nach Glauben, Geist und Rasse fremden Eroberervolkes“, das „den serbo-kroatischen Rassen- und Sprachenkomplex in zwei Teile geteilt“ habe.

    Über die Knabenlese, also die systematische Entführung von balkanischen Christenjungen nach Istanbul, schreibt Andric…..“
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/ivo-andric-die-entwicklung-des-geistigen-lebens-in-bosnien-leben-unter-dem-muslimischen-joch-11817153.html

    Aus einem kleineren Outlet (man kann sicherlich Besseres finden):

    “ Es folgte eine unglaubliche Zerstörung der Insel. Kirchen wurden entweder dem Erdboden gleichgemacht oder in Moscheen umgewandelt. Sogar vor Straßen und Verteidigungsanlagen machten die Eroberer nicht Halt.
    Viele Bewohner Kretas flohen von der Insel, um der Verfolgung der ottomanischen Regierung zu entgehen. Tausende andere wurden gefangengenommen oder flüchteten in die Berge. Eine große Zahl türkischer Siedler kam nach Kreta und machte das Leben der schrumpfenden christlichen Bevölkerung noch schwerer. Die Kreter hatten höhere Steuern zu zahlen als die andere Untertanen des Ottomanenreiches, Bauern wurden zu Hörigen und Privatbesitz wurde beschlagnahmt. “
    http://www.crete.tournet.gr/de/crete-guide/17-history-of-crete/40-Turkish%20Occupation%20in%20Crete

    Zypern. Armenien.

    Für mich leiten sich daraus vor allem folgende Fragen ab:
    Wie viel von diesem Geist ist noch ungebrochen in der Flasche?
    Und: Ist es so sinnvoll, wegzuschauen und Jugendliche einfach machen zu lassen mit Sprüchen gegen Juden oder „Schlampen“, Erpressungen mit Messerchen, Gangmentalität?
    Und: Wie gefährlich ist das?
    Und: Ist es besonders sinnvoll, alle Boshaftigkeiten dieser Erde immer nur bei Hitler und den Deutschen zu verorten? Oder sollte mal ein generelles Aufräumen beginnen über die Taten anderer Länder?
    Wie realistisch ist es, sich solitär für alles Unglück dieser Erde verantwortlich zu fühlen, wenn das Böse ubiquitär ist und zudem das Hemd wechselt?
    Und: Gefährdet man mit einem solitären Fokus auf Deutschland die Deutschen und unter ihnen die Juden und Zuwanderer anderer Länder?

    • Bosnien
      ist nicht repräsentativ für das osmanische Reich. Dort ist herrscht islamische Kultur vor, nicht in rumänischen, bulgarischen, serbischen, griechischen u.a. ehemals osmanischen Gebieten. Den Sonderfall Bosnien als typisch osmanische Herrschaftweise darzustellen ist falsch.
      In Bosnien lebten Türken, Juden und Christen. Ivo Andrić ist slawischer Bosnier und schreibt aus dieser Perspektive. Scharfsichtiger als er in seinem großen Roman „Wesire und Konsuln“ kann man die Probleme der multikulturellen Gesellschaft in Bosnien zur Zeit Napoleons nicht schildern.
      Bosnien ist ein Musterbeispiel, wie das rechte und schlechte Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen sich in reines Unglück verwandeln kann. Nicht umsonst war Bosnien der schecklichste Kriegsschauplatz im Jugoslawienkrieg.

    • Achtung, der FAZ-Redakteur Jan Grossarth ist auf Fälle wie Ihren spezialisiert und registriert
      unfehlbar: Tollkühner (= kryptofaschistischer) Umgang mit dem Holocaust.

      Sie relativieren. Heißt: Sie sind (= befinden sich…) auf Hitlers, wenn nicht gar i n Hitlers Spuren.

      Jan Grossarth: Der FAZ-Nazi-buster – he’s perfect!!

      Er hat letzten Freitag einen subtil argumentierenden Toten (Rolf Peter Sieferle) sozusagen hingerichtet. Im Andenken an Hitler. In der FAZ – alles ok!!

  128. A propos Erdogan
    Beim Staatsbesuch von Erdogan in den USA haben seine Personenschützer sowohl Anti-Erdogan-Demonstranten als auch Polizisten verprügelt. Ein toller Gast auf jedem Parkett.

    Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/erdogan-in-washington-us-regierung-kritisiert-tuerkische.1939.de.html?drn:news_id=746287

  129. Sklaven-Leibeigene-kinship
    Dieser Beitrag des Don ist für mich sein bislang schönster. Ganz persönliche Geschichtsbetrachtung.
    Danke auch an den Foristen prince Matecki für die Info zu den Streifen am Matrosenkragen. Ich habe mich mal mit Osmanischen Kleiderordnungen beschäftigt, aber nur am Rande.

    Sklaven und andere Abhängige: Churchill hat den Begriff in „The River War“, seinem Kriegsbericht über den Mahdi-Aufstand, dem 1. asymmetrischen Krieg der Neuzeit, mit sinngemäß „Jeder gehört (in der islamischen Welt) jemandem“ auch für uns zeitnaher eingefangen.
    Diese Abhängigkeiten innerhalb der Familie bis in alle ihre Verästelungen, verpflichten zu unbedingtem Gehorsam. Der ältere Brüder bestimmt über den jüngeren, die ältere Schwester über die jüngere u.s.w.
    Strenge Hierarchien, die im Gegenzug von der Fürsorgepflicht des Bestimmenden etwas aufgeweicht werden.
    Spricht sich rum. Darum schläft der arabische Koch lieber bei einem Einheimischen in der Küche, als dass er bei Europäern trotz dreifacher Bezahlung eine Stelle annimmt. Bei Ersterem gehört er sozusagen zur Familie.

    Hat mir auch meine schlesische Tante noch erzählt, ihre polnischen Arbeiter küssten ihr bei Einstellung ins Sägewerk die Füße.
    Umgekehrt verabreichte sie in manch durchwachter Nacht dem fiebernden Kind der Untergebenen Wadenwickel. Breslau oder der nächste Arzt waren weit weg.

    Mit meiner eigenen Abneigung gegen überkommene Hierarchien, ersetzt durch instinktive Ausgrenzung von allem, was nicht gut für mich ist oder sein könnte, rümpfe ich gern die Nase beim Vertrauen in den Assimilationswillen der meisten muslimischen Flüchtlinge.
    Diese wollen doch zu uns, weil hier schon der Onkel, Cousin oder wer auch immer ihm weiterhilft und der ihm gegenüber jetzt verpflichtet ist. Ob er will oder…nicht weil er unsere Ansichten über was auch für hehre Ideale teilt.
    Nachzug von Familienangehörigen? Schnell ein Bein stellen.

    Soviel Vertrauen im Vorschuss wäre auch eine Ohrfeige für die mustergültigen Beispiele gelungener Integration der jüngsten Vergangenheit. Für solche Menschen, die sich (auch im Konfliktfall) für unsere Art zu leben entschieden haben, hätte ich gern mehr öffentliches Beifall klatschen.

  130. Forward to the Past
    Außerdem muss man sich natürlich fragen, ob alles, was die Türkei schon ad acta gelegt haben schien, wieder zurückkommt.

    Selbst in Washington DC:
    Watch the following video. It shows TPPD officers launching a coordinated attack on pro-Kurdish protesters outside the Turkish ambassador’s residence.

    Read more at: http://www.nationalreview.com/article/447732/turkey-secret-service-protesters-attack-washington-dc

    Incirlik ist nur ein Teil davon. Da übernimmt sich einer gewaltig. Das kennen wir in D am besten.

  131. Jeder fälscht sich die Geschichte, wie es ihm passt - warum auch nicht
    Lieber Don,
    ich lese Ihre Beiträge wirklich gerne und halte sie mit für das Beste und geistig Nahrhafteste, was man weit und breit kriegen kann- aber diesmal energischer Widerspruch gegen Ihre völlig falsche Vereinnahmung eines unschuldigen Bauwerks für Ihre vorgetragene Geschichtsdeutung: Wie man an Mauerwerk und Bauzier leicht erkennen kann, stammt die Kirche nicht aus der von ihnen so plastisch geschilderten „dunklen“ Zeit am Jahrtausendbeginn, sondern komplett aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts – auch das Fenster ist nicht später eingebrochen. In Italien gehen die Uhren halt anders, was die Stilentwicklung angeht, und die „Hochgotik“ wird dort zwischen Romanik und Renaissance meist einfach ausgelassen (das Fenster ist mit seinem archaischen Plattenmasswerk auch nicht sonderlich „französisch“). Steht übrigens auch auf dem so schön altertümlich wirkenden Relief des Türsturzes, das allerdings vom Vorgängerbau stammen könnte (dies ist in der Region manchmal stilistisch kaum zu unterscheiden). Die von Ihnen in Anspruch genommene Theorie der „Wehrkirche“ dürfte noch nicht mal mehr in München vertreten werden, da sie mittlerweile in den allermeisten Fällen als romantische und ahistorische Projektion der Moderne entlarvt wurde. Mal nachgeforscht, um was es sich dabei überhaupt handelt (etwa Kloster / Pfarre / Eigenkirche etc) und eruiert, ob sich nicht hieraus Lage und Gestalt ableiten lassen?
    Mit der selben Einseitigkeit könnte man auch die „deutsche“ Geschichte – und niemand hier wird wohl bestreiten, dass es so etwas bis 1870/71 eben gar nicht gibt, was nicht heissen soll, dass es nicht trotzdem eine übergreifende kulturelle Prägung des später euphemistisch als „heiliges römisches Reich teutscher Nation“ genannten Flickenteppichs zwischen französischem Königreich und östlichen Nachbarn – als ununterbrochene und daher tief in der „Kultur“ verwurzelter Abfolge von Versklavung und Krieg unter christlicher „Leitkultur“ erzählen: Von den sich der Zwangschristianisierung verweigernden und dafür tausendfach abgeschlachteten Sachsen durch den „grossen“ Karl und seine Mordbrenner über die Vergewaltigungs-, Raub- und Plünderzüge der „christlichen“ Kreuzzügler bis hin zum gegenseitigen Massenmord des dreissigjährigen Krieges zwischen Sunniten und Schiiten, ach nein Katholiken und Protestanten – oder ging es dabei am Ende doch nur um Machtpolitik und gar nicht um Religion, was anderswo ja nictnienimmer sein kann? Ach ja, und man könnte auch mal aus Sicht eines römischen Bürgers fragen, wie er es empfunden hat, als das römisch-imperialistisch geprägte Abendland mit seinem bunten Götterhimmel plötzlich von einer fremden und nur noch einen Gott kennenden Religion dominiert wurde – diese merkwürdigen Andersgläubigen haben übrigens damals ihre ersten Gotteshäuser in Privathäusern oder Gewerbeflächen in den Industriegebieten der römischen Städte eingerichtet, kommt das irgendwem bekannt vor? Nun wäre das so natürlich völliger Blödsinn und ebenfalls völlig ahistorisch, aber das gilt für die hier vorgetragene Theorie in dieser Einseitigkeit eben leider auch…

    • Der Großistoriker spricht
      und behauptet mal einfach, dass Kleindeutschland dasselbe wie Deutschland sei. Ab wann es D gab, mag dahingestellt bleiben, genauer, hängt von der Definition ab und die von der politischen Einstellung. Die sollte man nicht mit sinnvollen Aussagen verwechseln.

    • Relativierungen
      Alles korrekt, aber während in dem einen abrahamitischen Missionierungskult die Fanatiker keine große Rolle mehr spielen, sondern ehr der Kuschelmodus eingeschaltet wurde, ist der andere Kult in den letzten Jahrzehnten in den Eskalationsmodus übergegangen. Aber das scheinen Sie entweder nicht bemerkt zu haben oder wollen das bewusst relativieren.

      Kein heute Lebender ist für die Fehler oder das Verhalten seiner Vorfahren verantwortlich. Ihre Argumentation ist nur eine der gern Varianten des Schuldkults.

    • @Adam Cartwright 19:19
      Geehrter Herr Cartwright,
      das bestreite ich auch nicht, und da liegt nun tatsächlich die Gefahr für heute. Das habe ich aber auch nicht bestritten – wie Ihnen vielleicht aufgefallen ist, bemüht der Don aber ebenfalls eine segr lange vergangene Vergangenheit, und alleine auf diese einseitige Interpretation der Verhältnisse vor 1000 Jahren habe ich mich bezogen. Und wieso sollte dann -wenn man ihre eigenen Aussagen als Gültig ansieht und sie damit auch für die heutigen Migranten und Flüchtlinge gelten, die mit den von Don geschilderten Sklavenzügen historisch-politisch wohl kaum in einer direkten Traditionslinie stehen und für diese unschönen Vorkommnisse damals eben auch „nichts können“ – irgend etwas über die heutigen Verhältnisse sagen? Ach, daran haben sie jetzt aber irgendwie garnicht gedacht? Gerne geschehen. Und „Schuldkult“ – jetzt mal im Ernst, auf dieses Niveau wollen die trotz allem vor Bosheit, Wissen und Klugheit geradezu funkelnden Don´schen Lehrstücke nicht ziehen. Trotzdem haben Sie leider Recht: Die Verteilung der (gewaltbereiten und gewalttätigen) Fanatiker ist momentan eindeutig und sollte auch nicht verschwiegen werden.

    • Drumrumreden
      „… sollte nicht verschwiegen werden..“
      Mit solchen Worten verschweigt man. Mit solchen Worten kündigt sich das Sinnverdrehen an.
      Festzuhalten ist: die m[verzichten Sie auf diesen Ton, butte. Don] Landnahme wird gegenwärtig von Terror flankiert. Wie ehedem.

    • Oh ja, ist das Wort
      Danke, Don, dass Sie das „m“ stehen lassen haben. Das genügt, denn, richtig, die Leute können Deutsch.
      Im Grimmschen Wörterbuch, das seit 1852 zum deutschen Kulturgut gehört (man muss das heutzutage dazuschreiben, damit gewisse Frauen mit Migrationshintergrund „aha“ sagen können), also im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm steht zu diesem Wort noch: „also lassen sich Türken gerne nennen“. Das Wort steht auch im neuen Duden, dort freilich ohne diesen Zusatz.

  132. Dekonstrutionsgeplapper...
    Den Unsinn, daß es eine spezifizierte Kultur nicht gebe, hat Macron ausgerechnet in Frankreich versucht:

    „Die anderen prangern seine Auffassung von Globalisierung an: Macron stehe für die Auflösung der französischen Identität. Als sich der Präsidentschaftsanwärter Macron vor einigen Wochen den Satz erlaubte, „die französische Kultur gibt es nicht“, musste er einen Sturm der Kritik über sich ergehen lassen – und einknicken: Er habe gemeint, eine französische, einheitliche und starre Leitkultur sei ohne Einflüsse von außen nicht denkbar. In den Ohren vieler eine späte, unehrliche Abbitte.“

    Zeit 10.05.17 unter der Subline „Auflösung der französischen Identität“.

    Eigentlich müssten man nun erst den Kulturbegriff klären (siehe insbesondere Alfred Kroeber und Clyde Kluckhoh), der allerdings grundsätzlich eben nicht als starr und sehr wohl wechselnden Einflüssen unterworfen interpretiert wird. Insofern ist aber das, was Özoguz in klassischer Dekonstruktionsmethode behauptet, nicht typisch deutsch, sondern eine um sich greifende und unbelegte Geirnwäsche-Phrase der Globalisierer. Man sollte Özoguz als Claudiarothisierung der SPD weiter plappern lassen, so daß die 20% dann mutwillig unterschritten werden.

  133. Deutschland ist UNSER Land, das Land der Deutschen,
    .
    .
    .
    denen man im Regelfall nicht zu erklären braucht, dass es eine deutsche Kultur gibt, die mit dem Spracherwerb nicht allein aufgenommen ist.

    Nicht das Land Fremder, die uns ins Gesicht spucken, wie eine Özuguz .

    Der Mainstream hat sich von der Realität entfernt, nicht etwa umgekehrt.

    Abgesehen von stasigen Ex-Kadern , will wohl kaum ein ehemaliger DDR-Bürger die DDR zurück.

    Schlecht für uns, dass IM Merkel ein Ex-Kader ist, und die CDU gekapert hat, wie einstmals die K-Gruppler die Grünen .

    Dass nirgends, in Partei und Land, gehöriger Widerstand entsteht, ist der DDR-mäßigen Einschränkung der Freiheiten geschuldet.

    Wenn eine Schweisig keine Gefahr von links ortet, und AntiFa-Leute mit Steuergeld sponsert ,

    wenn die Lügenpresse (was soll ich um den heißen Brei herumlügen, zum Teufel !)

    jeden Widerstand, im Gleichklang mit der etablierten Politik, als nazig oder Pack diffamiert,
    wenn Menschen berufliche Nachteile, bis hin zum Verlust der Existenz ,gewärtigen müssen, wenn sie dem Müll widersprechen,

    wenn Unternehmen in ethisch mieser Weise gutmenschlich werden ,

    wenn dann noch Gerichte, im In-und Ausland Unrecht judizieren,
    wenn der EU-Moloch,

    ohne jede demokratische Legitimation im Sinne der Linksverschiebung des Landes mitwirkt,

    dann wird es schwer.

    Wählen gehen.

    Auch, wenn der Michel an der Urne derselbe Trottel ist, wie sonst,

    und man mit seiner Stimme nur wenig bis nichts am Wahlergebnis ändern kann.

    Wählen gehen für den eigenen aufrechten Gang .

    Zweimal am Tag zähneputzen, OHNE ins Waschbecken kotzen zu müssen, ist

    auch ein Wert.

    • ...und da wo noch größerer widerstand ist und eine...
      …selbstverständliche Normalität, dass dies unser land ist, im dunkeldeutschen osten halt (neben Bayern), gibt’s gleich wieder ne große Maßnahme: die heute gehypte Studie über die bösen ostdeutschen. und wieder so eine unterfickte, sorry…, hässliche ostdeutsche…Frau geickel. und die Studie ist nur der erste schritt für Maßnahmen, die dann wieder frau schwesig finanziert…wetten. aber die haben keine Ahnung, was sie erreichen. wer ein bisschen was verstehen will, was dieses draufschlagen anrichtet, sollte „eisenkinder“ lesen von sabine rennefanz. ein erhellendes buch.

  134. Islamophobie kann hilfreich sein
    wenn man gar nichts auf die Reihe bekommt und es sich
    mit alten Freunden verscherzt hat.

    Gabriel bittet Amerika im Streit mit der Türkei um Hilfe,
    titelt die FAZ.

    Man muss natürlich dazu sagen das vor hundert Jahren
    die Verhältnisse völlig anders war.
    Das deutsche und das osmanische Reich waren verbündete
    und wollten von den Gegnern nicht aufgeteilt werden.

    Das heutige deutsch türkische Verhältnis hat mit gemeinsamen Interessen scheinbar gar nichts mehr zu tun. Ich habe eher den Eindruck manche Deutsche wollen den Türken, wie anderen auch, erzählen wie sie leben sollen. Das machen konservative türkische Politiker natürlich nicht mit und schon eskaliert der Streit.

    Anstatt festzustellen das man sich auseinander gelebt hat und sich trennt bittet nun Herr Gabriel ausgerechnet bei jenen um Hilfe die er sowieso nicht ausstehen kann.
    Nur mit der €U haben wir eine Chance gegen die USA und China,
    sagte er oft so unpassend.

    Nun lautet die Devise:
    Nur mit den USA haben wir Chancen auf ein friedliches Nebeneinander mit der Türkei.

    Wie sagt es der türkische Außenminister so treffend
    ….(und) tschüss. …. Herr Gabriel würde ich sagen.

    ggf ist die SPD auch im Dauerwahlkampf,
    das muss eine Art Massenpsychose sein.

  135. Leute vergesst die Leitkultur
    Kinder unter 5 Jahren sind überwiegend Ausländer. Ab 2030 haben die M[editiert. bitte keine Abwertenden Begriffe. Don] hier die Mehrheit. Wer dann nicht weg ist, dem geht’s an den Kragen. Sucht Euch eine Koranschule und sagt die Shahada. Sonst ist Euer Leben bald alternativlos …

  136. Das Plagiat hat Fragen:
    Wie viele Leichen müssen in der nächsten Zeit, in unseren Städten noch geborgen werden, um keine Phobie, in alten Gemäuern zu verankern?

    Wie hoch sollten unsere persönlichen Werte der hoheitlichen Freiheit sein, um für diese zu demonstrieren?

  137. Kolonialismus und Nordafrika "...to the shores of tripoli"
    Gerne wird in Diskussionen der Kolonialismus angeführt, um unsere angebliche „Schuld“ gegenüber nordafrikanischen Staaten in klingende Münze umzuwandeln.
    Man google nach „Barbaresken“ und wird finden, daß die nordafrikanischen Staaten jahrhundertelang von Beutezügen nach Europa bis Island hin lebten, Millionen Europäer(innen) versklavten, raubten, mordeten. Silvester in Köln kann man so auch unter einem anderen Licht betrachten, muß man aber nicht.
    Nach der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten zahlten die USA zeitweise bis zu 20% ihres Staatshaushalts an diese Sklavenhalter- und Erpresserstaaten um ihre Handelschiffahrt im Mittelmeer zu schützen. Bis die US Navy und das US Marine Corps dort aufräumten und der Sklavenjagd und Freibeuterei der Muslime ein Ende bereiteten.
    Hymne des US MArine Corps: „From the Halls of Montezuma
    To the shores of Tripoli;
    We fight our country’s battles“.
    So kann man leichter verstehen, warum die USA lieber 4% des Haushalts für Marine Corps und Flugzeugträger ausgeben, als 20% für Lösegelder und Tribute.
    Irgendeine „Schuld“ aufgrund Kolonialismus haben wir gegenüber diesen Staaten nicht, eher umgekehrt.
    Gut, daß Don Alphonso mit seinem Beitrag an die dunkle Zeit islamischer Sklavenjagd und Raubbeuterei zu Lasten Europas hingewiesen hat. Man sollte nicht vergessen, die aktuellen Entwicklungen zwischen Europa und Nordafrika auch im historischen Kontext sehen.

    • Nur mal so aus Interesse, Don....
      Es muss ihnen doch sicher schon mal der Gedanke gekommen sein, dass etliche langjährige Foristen hier nicht mehr teilnehmen, weil es eine gewisse Grenze gibt, unterhalb derer man halt nicht mehr teilnehmen möchte?

      Wie geht man damit um wenn man wie sie eine Abneigung gegen Zensur hat?

    • @TDV
      Schon mal darüber sinniert, daß intellektuelle Grenzziehungen immer ein festes Milieu voraussetzen, eine gewisse Sicherheit und Konstanz der Rahmenbedingungen? Und daß dies spätestens seit Herbst 2015 eben nicht mehr gegeben ist? Womit alte Gewißheiten eben nicht mehr Gewiß sein können. Und daß einem Menschen von Kultur – wie unser Gastgeber – dies nicht egal sein kann, weshalb er dies immer wieder thematisiert. Das ehrt ihn aus meiner Sicht. Wissen Sie, es ist jedem unbenommen, die Augen vor der Realität zu verschließen, lieber zu schweigen, wegzusehen und sich abzuwenden – es ist schliesslich sehr unangenehm, sein eigenes Weltbild in Frage gestellt zu bekommen… Ich rechne es dem Don daher hoch an, dies nicht zu tun: wegzuschauen, sich abzuwenden. Obwohl er sich damit ganz klar für den Einsatz der Nazi-Keule gegen ihn prädestiniert. Ich lese aus Vielen seiner Zeilen die Verzweiflung heraus, daß die Welt, in der er ein Linker sein konnte, der Zerstörung anheim gegeben wurde. Wenn sich von Ihnen geschätze Mitforisten dazu entschlossen haben, sich selbst zu zensieren – warum auch immer – so ist das sicher schade. Aber dem Don Niveaulosigkeit zu unterstellen, nur weil er wie kaum ein Anderer unangenehme Realitäten anspricht – nun, das schon eine sehr interessante Sichtweise. Vielleicht sollten wir in 10 Jahren noch mal an diesen Punkt der deutschen Geschichte zurückkommen – ggfs. sprechen wir dann viel über Propheten, die im eigenen Land nichts galten…

    • Hans Nase....
      Es ist etwas absurd, mir vorzuwerfen ich würde Don Alphonse jemals irgendetwas derartiges unterstellen…

      Ich wollte lediglich wissen, wie er damit umgeht, dass wahrlich kluge konservative, nicht reaktionäre, Foristen offensichtlich wegen zu viel Stammtisch und BILD Niveau hier nicht mehr schreiben.

      Was den Herbst 2015 und dessen Konsequenzen landesweit für intelligente Diskussionen bedeutet, da bin ich ganz bei ihnen. Ich persönlich habe nichts gegen härtere Positionierungen und radikalere Standpunkte, ich mag durchdachte Meinungen, rechts und links ist mir da zweitrangig.

      Ich meinte die Fragen an Don Alphonso genau so, wie ich sie geschrieben habe, da gibst keinen versteckten Hintergrund oder doppelten Boden.
      Glauben sie ich als radikaler Linker würde hier kommentieren, wenn ich seine Art der politichen Heimatlosigkeit nicht verstehen würde? Ich bin mir sicher er hat meine Fragen missverstanden…

    • Woher, sehr veehrter TDV,
      nehmen Sie eigentlich den Mut zu Ihrer Überzeugung, wer hier schreibt, und wer nicht mehr und warum?

      Ich kann nur hoffen, dass der Rest Ihrer Aussagen fundierter ist als solche Behauptungen. Es sei denn, sie kennten diejenigen, und hätten offline tatsächlich sondiert, wie es sich jeweils verhält.

    • @TDV
      Sie schrieben „weil es eine gewisse Grenze gibt, unterhalb derer man halt nicht mehr teilnehmen möchte“. Das las ich doch doch in der Tat als Vorwurf von Niveaulosigkeit an den Hausherrn. Scheint, das habe ich missverstanden. Tut mir leid, Ihnen das unterstellt zu haben. Beim zweiten Lesen sehe ich, sie meinen die Kommentare anderer Foristen. Wahrscheinlich von Neuzugängen. Was mich übrigens zu einem Interessanten Gedankengang bewegt. Ist es nicht eine bemerkenswerte Parallele, wenn Sie feststellen, daß viele schon länger hier gewesenen Foristen durch solche, die noch nicht so lange hier sind, verdrängt werden?

    • 19. Mai 2017 um 02:55 Uhr
      „… eine gewisse Grenze …, unterhalb derer …“ – Wieso nicht AUSSERHALB? Tja, wenn die Nase ständig hochgehalten wird, verengt sich der Gesichtskreis irgendwann auf den Radius von Null, dann gibt es nur „wir hier oben und ihr da unten“ in der eigenen Vorstellung.

    • Nein, Hans Nase, auch wenn sie es noch so oft probieren...
      Sie verstehen es immer noch miss… Ich hoffe für sie, dass sie das wenigstens vorsätzlich tun?

      „Ist es nicht eine bemerkenswerte Parallele, wenn Sie feststellen, daß viele schon länger hier gewesenen Foristen durch solche, die noch nicht so lange hier sind, verdrängt werden?“

      Ich meinte, recht deutlich übrigens, nicht die Quamtität, sondern die Qualität. Daher meine Wortwahl „Stammtisch und BILD Niveau“.

      Aber fragen sie ruhig, ich helfe ja gerne.

    • Ich fände es ganz reizend, wenn hier nicht so pauschal abgewertet werden würde. Bildkommentare sind eine andere Kategorie. Und generell mache ich mir hier keinen Kommentar zu eigen.

  138. Satire macht Frei
    Nach dem wiederholten Versuch, eine Beleidigung den Gar aus zu machen und derer Abweisung, überlege ich mir nun doch einen Piep-Account zum vigeln zu erstellen. Satire darf halt alles. Bin ich dann quasi abgesichert, wenn ich im linken Strang, die Erklärung: – Satire-Account – stehen habe?

  139. So weit ich (nicht) alles gelesen habe,
    ist der Begriff der Deutschen Kultur immer noch nicht mit Leben gefüllt worden. Nun wird es aber langsam Zeit, sonst folgt schon wieder der nächste Blog.

    • Füllmenge
      Man sollte sich der Umerziehung widmen(West wie Ost), bevor man einer Leitkultur-Debatte, Raum gibt.

      Aber in der Zeit, wo wir über diese diskutieren, brennen in Schweden die ersten Moscheen, werden Nagelbomben gebaut und die Grenzen n u r für einen Gipfel geschlossen.

    • Herr Meier
      Da Sie es nicht begreifen wollen, hilft bei Ihnen vielleicht nur der Gegenbeweis mit Beispielen, was sicher nicht originär zur heutigen deutschen Kultur gehört:

      Kopftücher, das Recht Frauen zu schlagen, dass Frauen weniger Rechte haben, Pizza, Paella, Wodka, Sauna, der Ruf des Muezzin, Katzen und Hunde zu essen, Auspeitschen, Steinigen und die Hand Abhacken, Bestechungsgelder,…

      Und alles was übrig bleibt, wenn Sie die Liste vervollständigt haben, gehört dann wohl zur deutschen Kultur, möglicherweise in Teilen aber auch zur dänischen, österreichischen, …

    • Falsche Fährte
      Es muss doch gar niemand „deutsche Kultur“ definieren?
      Denn es geht ja ultimativ um die Frage, wen wir in unserem Land haben wollen und wen nicht.
      Also nicht ablenken ;)

      Zudem wurde Ihnen bereits weiter oben von mehreren Seiten erklärt, was alles deutsche Kultur ist.

    • Herr Meier, sie wollen es nicht verstehen
      Ich hatte Ihnen weiter oben schon geantwortet, daß Sie nur vom Ausland zurück nach D kommen müssen, dann werden Sie mit allen Ihren Sinnen unsere Kultur fühlen und erfahren. Sie haben den Sinn meines Kommentars verdreht und nur geantwortet „Gefühle sind keine Kultur“. Offensichtlich sind Ihre Sinne schon so abgestumpft, daß Sie umständliche Erklärungen über das Wesen der deutschen Kultur benötigen. Wenn man Kultur erklären muß, dann hat man keine! Deshalb ist auch die Diskussion zu einer sog. „Leitkultur“ so lachhaft und überflüssig. Ich empfehle den Artikel von Gunnar Heinsohn zur Diskussion über die Leitkultur:
      https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/integration-maizieres-leitkultur-thesen-oder-kompetenz-der-geholten/
      Grüße Uli

    • Aydan Özoguz
      Na, wenigstens ehrlich, wenn der Pianist sicher im Sinne vom Plagiator schreibt: „Denn es geht ja ultimativ um die Frage, wen wir in unserem Land haben wollen und wen nicht.“

      Was Gunnar Heinsohn dazu schreibt, Uli49, beantwortet die Frage auch nicht. Daß es kulturelle Unterschiede und dadurch Integrationsprobleme gibt, bestreitet doch niemand. Aber eine spezifisch deutsche Kultur im Sinne von deutsch gibt es eben auch bei Heinsohn nicht, wenn ich mich nicht irre.

      Um mich nicht zu wiederholen, DkbIP, verweise ich einfach auf meine Antwort an Sie etwas weiter oben.

    • ... nicht mit Leben gefüllt, ...
      – das empfinden Sie so, weil Sie nicht fühlen (wollen) – wie Sie meinten, Gefühle seien noch keine Kultur. Stücke deutscher (und anderer) Komponisten wecken dann keine Gefühle, sondern den Ruf: Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Was ja leider anscheinend auch passiert, in kultureller Hinsicht zumindest.

  140. Edelmetalle leiten
    Ach ja, mit dem Leiten ist es so eine Sache, daran wird sich kräftig abgearbeitet, ohne jedoch zu verstehen. Und kulturelle Räume kann man auch nich so recht deuten, was sie sind. Sind das die Stadtbibliotheken, die jetzt zusätzlich bevölkert wurden? muß wohl. Jenseits der Kulturen gibt es ja noch was Greifbares wie Elektrowagen, Neusprech emobility, und da meinen 2 Ministerinnen der Umwelt und Wirtschaft, man solle das von der Kanzlerin verabschiedete Ziel von 1 Mio. E-Autos bis 2020 nicht kampflos aufgeben. Nein, D solle gar der Leitmarkt und Leittechnik o. s. ä. werden. Dios grande, von Akkutechnik versteht man hierzulande zu wenig, die Zellen kommen wie immer aus Fernost und die hiesige Industrie hat wenig Interesse – der Diesel muß richtig sein – ebenso wenig wie die Verbraucher trotz Subvention von 4.000€/Auto. Warum müssen Ahnungslose in einer für sie fremden Welt vom Leiten schwafeln? Nur weil der Leithammel Musk mit seinem Tesla mit den 6684 AA-Batterien und den Mia. an abgegriffenen Subventionen die Menschen kirre macht, nur keinen Gewinn. Solarworld, der Leithammel und Sonnenkönig läßt aus seinem Schloß grüßen grüßen.

    Von Xenofobia in Spanien wollt jetzt nicht schreiben. Da muß ich zu weit zurück. Und ich hab keinen jamon serrano im Haus.

  141. Meiers erwünschte Liste
    1. Seit 1945/48 das Bemühen um Friedfertigkeit
    2. Leben, gleicher Zeitpunkt als Start, im Rahmen des Grundgesetzes

    Schon ewig
    3. Leistung
    4. Bemühungen, die Kinder weiterzubringen!
    5. Feiertage, sensibel besetzt, insbesondere Weihnachten, Glockenläuten vor allem am heiligen Sonntag
    6. Autos, Autofahren, Reisen in fremde Länder
    7. Neuerdings auch vermehrt Radfahren
    8. Feiern mit Alkohol
    9. Fußball
    10. Sport überhaupt
    11. Toleranz, gelegentlich überzogene, dann gern Duckmäusertum
    12. Auseinandersetzung mit Politik
    13. Essengehen, Ausflüge am WE
    14. Kunst, Literatur und Musik, alles nach Gusto und Alter
    15. Neben Heiraten Partnerschaften, auch gleichgeschlechtliche.
    16. Lebhafter Austausch mit Nachbarländern und USA, Schüleraustausch, Studien
    17. Neben deutscher internationale Küche, dadurch Erweiterung der Palette
    18. Vermummungsverbot
    19. Bis vor kurzem relativ gefahrfreies Ausgehen nachts
    20. Silvesterfeiern

    Es geht einem seit Silvester 2015/2016 auf, dass es ein recht friedliches Land war. Allerdings trauten sich Polzisten allein schon davor nicht in manche Viertel und mussten Verstärkung holen.

    21. Diszipliniert und pünktlich. Auch Konzerte fangen pünktlich an.
    22. Manchmal ausgelassen, WM’s
    23. Unstolz wegen Nationalsozialismus, manchmal antideutsch, ebfs. deswegen, zu wenig stolz daher auf bessere Phasen in der Geschichte.

    Noch was? Ideen?

    Soll gebrochen werden, zusammen mit Frankreich. Klar, wenn Macron davon auch anfängt. Vermutlich verabredet bei den geheimen Verhandlungen zu TTIP. Bitter. Und inakzeptabel.

  142. die verhungern ja
    Während der Kutter nur noch Trump kennt, schreibt spon ein ins Gebein gehendes Stück über Griechenland:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-rentner-und-arbeitnehmer-verzweifeln-am-neuen-sparpaket-a-1148304.html

    • Die Griechen haben ein durchschnittliches Haushaltsvermögen, das das der Chinesen
      bei weitem übersteigt – aber sie haben weniger Interesse und Fortune darin als die Chinesen, einen funktionierenden Staat zu bauen. Ergebnis: Der chinesische Staat kauft den Griechen den bankerotten Hafen von Piräus ab – und betreibt ihn profitabel.

      Man darf offenbar nicht bei Spon arbeiten, wenn man derlei Dinge benennt. Es verträgt sich nicht mit dem Ethos der Augstein Erben und der Mitarbeiter KG. Deren Ethos ist dem der Chinesen weit überlegen – und reicht wer weiß vielleicht sogar an das der netten Griechen heran!

    • Die armen Griechen
      Würde man ein Stück ins Gebein schreiben, wenn es deutsche Rentner trifft? Natürlich nicht, man schaut erst in die Welt, ob es da nicht was wehleidigeres zu melden gibt, als über alte deutsche zu schreiben, deren hart erarbeitete Rente auch noch besteuert wird.

      Es soll sogar welche geben, die Flaschen sammeln.

      Aber als Politiker geht man gern große Wege, wenn man in der eigenen Hemisphäre helfen will. Siehe die zwei, die ihrer gluck-gluck-Partei einen riesigen gefallen tun und den verbooteten, neuen ~Sachverständigenrat für Wirtschaft~, aus „Seenot“ retten will. Das sie sich strafbar machen, ist unrelevant.

      Viele Politiker scheinen ihre Mandate beim Gemini-Kroketten-Preisausschreiben gewonnen zu haben, wenn man deren Vorgehen, gegenüber ihrem Land und Volk verfolgt. Das gleiche gilt für die alimentierten Kleriker.

      „Herzlich“ egal ist ihnen die Bevölkerung, aus dem Staat, der sie nährt. Dabei ist das an der Nordafrikanischen Küste alles gewollt. Menschen retten? Bitte vor Ort! In dem sie dort helfen, könnte man Konflikte eindämmen. Aber sie wollen dort nicht helfen. Sie wollen Deutschland zerstören! Von dem sie alimentiert, ein Butterweiches Leben führen. Die ekeln mich – so was aber auch von – an!

      Während der Krise haben sich 1000te Griechen das Leben genommen.

      Aber auch in Deutschland, sind H4ler einen Selbstbestimmten Weg gegangen. Und nicht die unerwähnt zu lassen, die keine Aussicht mehr in diesem System hatten. Die über 50 jährigen.

    • ... die Griechen ...
      … haben ein höheres Durchschnitts- und Medianvermögen als die Deutschen, zT deutlich höhere Renten, die Italiener auch. Vereinfacht: Bei uns ist der Staat reich, in den Südländern der Clan und bevor die einen Euro an ihren Staat zahlen, machen die ein orientalisches Geschrei, als ob sie vor dem Sterben stehen und marschieren mit Roten Fahnen und Merkelbildern mit Führerbart, während sich der Deutsche sogar die Zudringlichkeiten einer Özuguz bieten lässt und allenfalls die Faust in der Tasche ballt… Dass es dort Arme gibt, liegt an der unsolidarischen Gesellschaft dort; aber es ja bequemer, andere zur Kasse zu bitten und klappt ja auch gut …

    • @Sirisee. Für signifikant höhere Renten müssen Sie nicht nach Griechenland paddeln
      Eine Wanderung (oder Radtour!) über die Alpen zu unseren österreichischen Nachbarn reicht aus. 14x Rentenzahlung, im Durchschnitt 40-50% (die veröffentlichten Zahlen und Vergleiche schwanken leicht) höhere Renten bei vergleichbaren Erwerbsbiographien und RV-Steuersätzen.
      Na. Geht doch!
      Meine jungen italienischen Nachbarn oben in der wunderbaren Maisonette (ET, nicht Miete) sagen klipp und klar, daß in Italien ausser in Hotspots wie Rom, Mailand etc. fasst jede(r) eine Wohnung, gar ein Häuschen (mehr auf dem Land) sein eigen nennt.
      Na. Geht doch!

    • ... ja das stimmt ..
      … und es ist mir unbegreiflich, wieso die Leute sich das geduldig gefallen lassen, von der politischen Klasse und angeschlossenen Medien um die Früchte ihrer Arbeit gebracht zu werden. „Wir sind ein reiches Land“ empfinde ich als Hohn; „wir“ sind das Land, dass das effektive Auspressen des Einzelnen nur auf die Spitze treibt …

  143. Erste Zweifel
    Las gerade in „The Corner“ von Andrew Stuttaford (macron-post-partisan-and-other-stories), Macron benutze Leute, so lange er sie brauche und erniedrige sie dann:

    He doesn’t seek enduring allies. Instead he seduces useful people, then drops and humiliates them.

    Read more at: http://www.nationalreview.com/corner/447749/macron-post-partisan-and-other-stories

    Das klingt gar nicht gut.

    • Das klingt garnicht gut.
      .Die französischen Medien erfahren gerade wie das klingt.

      Die MSM haben ihn ins Amt geschrieben, jetzt will Macron
      den Umgang mit ihnen auf Trump oder LePen Niveau
      senken. Empört sich der Spiegel.

    • Seit wann sind moderne Politiker keine Politiker mehr?

  144. 20.000 Arbeitsstunden .... für jeden illegalen Grenzübertritt ....
    …. rückzahlbar durch verpflichtende Arbeitsleistung oder alternativ durch Zahlung des deutschen Mindestlohns. Für jede unentschuldigt nicht angetretene Stunde gibts noch ne Stunde extra oben drauf.
    .
    Bei 50 Strafstunden => Abschiebung
    .
    Das sollte die Attraktivität doch merklich senken.
    .
    Wenn jetzt jemand meint, das sei ja Sklaverei, dann erinnere ich daran, dass der Tag ab dem der indigene DE Trottel sein erstes nicht staatlich konfisziertes Geld kassiert, auch dieses Jahr noch in der Zukunft liegt.

    • Sie sind mir
      aber einer…
      Sie erdreisten Sich ja, Sachen zu schreiben. Also bitte. sowas kann man nicht sagen!

      (Komisch aber, dass jeder rechtschaffene Steuerzahler so denkt…)

  145. Die spezifisch deutsche Kultur gibt es nicht ?
    Es kommt halt darauf an, zu was man das in Relation setzt. Im Vergleich zur Kultur von unkontaktierten Eingeborenen-Völkern ist die deutsche Kultur schon spezifisch, im Vergleich zu den direkten Nachbarn vielleicht eher nicht.
    Was es aber unbestreitbar gibt, ist eine große Vielfalt an deutschen Regional- und Lokalkulturen. Was ja in anderen Völkern auch nicht anders ist. Diese Vielfalt an spezifischen regionalen Kulturen zählt zu unserem immateriellen Erbe. Sie ist gemeinschaftlicher Besitz der Gemeinschaft, die sie trägt, ein Schatz, den es zu schützen und zu pflegen gilt. Diese regionalen Kulturen sind ja doch das Vermächtnis, der Generationen vor uns. Indem wir sie schätzen und achten und das was uns wert erscheint, als Traditionen pflegen, setzt sich in gewisser Weise ihr Leben in uns fort. Das ist, finde ich, im Hinblick auf unsere Vergänglichkeit, ein tröstlicher Gedanke.
    Ja, Kulturen verändern sich durch den Austausch untereinander. Und ja, es gab schon immer Migration. Das kann beides zur Bereicherung der örtlichen Kultur führen, aber genauso zu ihrer Verarmung und Zerstörung. Die Qualität einer Substanz und ihre Dosis machen sie zum Gift.
    Kultureller Austausch und Migration sollte idealerweise so gestaltet werden, dass sie nicht zur Verdrängung der ansässigen Bevölkerung führen, sondern zu ihrer Bereicherung. Das gilt für indigene Völker in Amerika genauso wie für Friesen, Oberbayern, Lombarden oder Provenzalen.

    Lebt die lokalen Bräuche im Jahreslauf im Kindergarten! Lehrt Heimatkunde in der Schule! Interessiert die Kinder für ihre ethnische Identität! Gebt lokaler Kultur Raum in den Medien! Sorgt dafür, das Eltern genug Zeit mit ihren Kindern haben, um Traditionen in der Familie zu leben! Und nicht zuletzt: Verachtet nicht eure Herkunft, achtet und respektiert sie! Dann, wenn ihr selbstbewusst eure Kultur lebt, dann wird sie ganz von allein zur Leitkultur. Gesetzliche Vorgaben habt ihr nur nötig, wenn ihr schwach seit.

    In der Analyse bin ich mir nun also fast mit Frau Özoguz einig. Meine Schlußfolgerungen unterscheiden sich aber wohl deutlich von den ihren.

  146. Kulturen
    “ spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“ Das ist schon für Deutschland eine Fake News“
    Äh, von einem Kulturwissenschaftler (oder -kenner?) erwarte ich da doch etwas anderes. Spezifisch deutsche Kultur ist wirklich schwer identifizierbar. Man könnte höchstens von einem spezifisch deutschen (auf Deutschland bezogen) Kulturenmix sprechen. Ich habe kulturell jedenfalls mehr mit holländischen Limburgern gemein, als mit den weit entfernten Bayern. (Nunja, Holländer sind auch nur Deutsche aus dem niederfränkischen Ast, aber verraten Sie’s denen lieber nicht.)
    Ich weigere mich jedenfalls, mich zu sehr mit Bayern oder Preußen gemein machen zu lassen (auch wenn mein Lieblingsverein Borussia im Namen trägt).
    Eine gemeinsame Sprache macht noch keine gemeinsame Kultur. & eine Leitkultur, die sich in 10 Punkten zusammenfassen läßt, erscheint mir sowieso eher ärmlich. Integration ist ja gut & schön, aber ich möchte mir nicht von einem Minister sagen lassen, wie meine Kultur aussieht (oder gar, wie ich sie zu leben habe). Auf’s Händeschütteln z.B. kann ich gut verzichten.

  147. Wg. Leitkultur - Faustkultur.de ergänzt Erdogans "Hitler-Deutschland" mit dem "Psychotiker Luthe
    man wird konzedieren müssen, dass derlei Grossverwirrung wie im o. a. Luther-Beispiel auf Faustkultur.de – – nämlich und explizit die Großverwirrung der Grundbegrifflichkeiten der Psychopathologie, der Historiographie, der Relgionswissenschaft und der Sprach- Geschichts- und Literaturwissenschaft usw. – äh, dass derlei nicht eben selten anzutreffende Großverwirrungen sagt‘ ich, nicht eben einfach wieder herzurichten sind – : – insofern haben es so Geister wie die Frau Özoguz, die ja dem Milieu von Faustkultur und Frankfurter Rundschau usw. entstammt, nicht ganz einfach. Es fällt mir nicht leicht, aber ich will ihr das doch halbwegs chevleresk zugute halten – : -übersichtlich ist weder unser Land, noch unsere Kultur noch unsere Öffentlichkeit. Es ist, wie – apropos Leitkultur – der gute alte Schelling schon ziemlich gut wußte, alles verzwickt.

  148. Werter Don, 59 Gebäude liegen an Fahrradstrecken ....
    … da ist doch sicher was dabei…..
    .
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/tourismusfoerderung-italien-verschenkt-100-historische-gebaeude/19821182.html
    .
    Ich käme dann gerne mal mit dem Radel vorbei ….

  149. Kulturelle Entwicklung auf Merkelscher Art
    Aus der heutigen FAZ:
    „Offenbar mit Baseballschläger
    Vater vor Mehrfamilienhaus in Berlin totgeschlagen
    (… )
    Es soll sich um ein Verbrechen im Milieu krimineller arabischer Großfamilien handeln.“

    Haben wir hier die Definition einer anderen Kultur, an der wir uns als Deutsche negativ partizipieren, das heißt, in dem wir diese archaische Struktur ablehnen, definieren wir unsere deutsche Kultur?

    Es war Heinrich Mann, der den „Untertan“ schrieb, das Ducken, die Hörigkeit und Unterwerfung unter allem was über uns steht. Autoritätsgläubigkeit.

    Die haben wir dann eingetauscht gegen diese 68er und danach kommenden „Grünen“ die einzig die moslemische Autorität akzeptierten (Roth: Ich liebe die Tuerkei!) (das Windrad und die politisch korrekt angebauten Bananensorten nicht zu vergessen).

    Was also ist unsere Kultur? Und von welcher reden wir eigentlich?

    Die US-Bürger zerteilen vor dem Essen das Fleisch mit dem Messer und essen dann, auf den Ellbogen gestützt, alles nur mit einer Hand und der Gabel.
    Wir hingegen benutzen beide Hände, sowie zugleich Messer und Gabel.
    Essenskultur.

    Und so gibt es eine ganze Liste von Kulturarten, die man nicht alle unter einem einzigen Begriff sammeln kann. Man kann nur einzelne Punkte aufzählen. Natürlich kann dann sensibel integrierte SPD-Tante behaupten: ach, das haben die Türken auch, zwar anders, aber sie habens. Zerreden kann man alles. (Gabs in der Türkei oder sonstigem moslemischen Land jemals einen „Kirchenstürmer“ a la Luther? Den haben nur wir).
    Widerspricht das der Autoritätsgläubigkeit ? Nein.
    Als ich hier einem Kriminalbeamten sagte, dass man in Deutschland die staatliche Erlaubnis zum Kauf einer Waffe braucht, schaute er mich entgeistert an und meinte (wörtlich) und empört: „Der Staat ist doch nicht mein Papa!“.

    In Deutschland wohl doch. Also, deutsche Kultur, immer unterwerfen, unter Kaiser, Könige, Magnaten, Bischöfe, Grafen und Barone. Und in der Modernisierung sieht es so aus: „Ihr“ unterwerft euch dem Willen der Merkel. Auch wenn gemeutert wird, hier und da ein klein wenig. Im Grunde aber duckt man sich und akzeptiert. Und wenn es mehrere sind, die meutern, werden sie von der großen Mehrheit verteufelt, bzw. zu Nazis umfunktioniert. Und schon ist wieder Ruhe im Haus.

    Kultur des Duckens. Typisch deutsch? Des „hinnehmens“, der „Leidensfähigkeit“ bis hin zur Selbstaufgabe. Sozusagen seinem Wert „Treu bis in den Tod“ oder eher wohl in die Versklavung unter den okkupierenden Massen.

    Und diese Verunsicherung, die sich nur aus der Geschichte erklären lässt, nutzen dann natürlich die Freibeuter aus, die Filibuster, die Eroberer des Glücks, die invasionsgleich mit den Schlepperbooten ins heilige reiche Land einfallen.

    Wie anders kann man erklären, dass dieses Land den Ansturm moslemischer Massen zujubelt und begrüßt und das arme Mütterlein von nebenan aus an der „Armutstafel“ kaum noch ein Brötchen zum fressen kriegt, weil auch da die illegalen Eroberer hindrängen.

    Wir hatten mal eine Zeit der wirkliche freien Geister, die Zeit der Weimarer Republik, in der sich die Nobelpreisträger der Welt in Berlin trafen, eine „Fackel“ erscheinen konnte, ein Tucholsky scharfe Texte und ein Laternenputzer namens Erich Mühsam Gedichte schrieb. Die Zeit kultureller Freiheit. Die dann schnell wieder und buchstäblich erschlagen wurde.

    Was also macht Deutschsein aus? Für mich ist es immer noch die Sprache, aber nicht jene, die Regional verfärbt wurde durch geflüchtete Ostjuden, Rotwelsch, oder polnischen Kürzeln, auch nicht durch die Völkerwanderung, sondern eine im Land gewachsene Sprache. Und da, ich sagte es schon, hängen wir wieder bei den Ursprüngen, der Minne und den Minnesängern, die die Sprache ausgetestet haben, neue Begriffe erfanden, überhaupt neue Ideen einbrachten. Und daraus entwickelten sich dann die Romane (die zuerst von Nonnen geschrieben wurde fromme Traktate, ja doch, aber durchaus bereits Romane).

    Nun schau ich mir das Neudeutsch der arabischen Schlagetote mit dem Baseball an: Ey alter geh harzen. Du gehen sterben.

    Bedauerlicherweise haben diese Leute mit unserer Sprache nichts im Sinn, im gegenteil, die lachen uns aus. Und der Buchstabe „Z“ oder „Q“ eignet sich schlecht zum werfen, wie etwa ein Wackerstein oder, eben, Baseballschläger.

    Also ich kann dieses Kauderwelsch, dieses kuriose Gemisch von deutschen und kuenstlich gebrochenen Buchstaben nicht. Was hat das mit deutscher Sprache gemeinsam? Außer einigen Buchstaben? Der Sinn ist verloren.

    Ein kultivierter Deutscher lässt heute den Baseballschläger in der Ecke stehen und überlässt ihn denen, die ihn brauchen, um ihren Platz im Morgen als unsere Ingenieure, Ärzte und Wissenschaftler im Atomforschungsbereich erobern zu können.

    Das nennt man dann kulturelle Entwicklung auf SPD-Art.

    Nebenfrage: Was, liebe Frau Simon, haben sie gegen abgestellte Gläser? Ich liebe solche Orte. Sie heben sich so klar, deutlich und weiblich von der falschen Frau aus, deren tumbes Antlitz irgendwie…abstossend aussieht, in ihrer hinterfotzigen Freundlichkeit.

    Ich darf nicht zuviel schreiben, sonst langweilt sich hier ein bestimmter, oh, fast hätte ich „Herr“ gesagt.

    • .... das ist verkürzend ...
      „Was also macht Deutschsein aus? Für mich ist es immer noch die Sprache …“

      Das ist sozusagen Özuguz und übersieht, dass die Sprache nur EIN Ausdruck von vielen kleinen Verhaltensformen und Werten ist, die tradiert werden und in der Summe die kulturelle Identität und entlang der Familienhistorie die Volkszugehörigkeit ergeben. Eine Özuguz mag akzentfrei Deutsch sprechen und einen deutschen Pass haben, aber sie ist sicherlich keine Deutsche, sondern eine Türkin mit deutschem Pass und in Staatsanstellung und das ist als Befund ja auch nichts Negatives, sondern nur ein Befund. Die Volkszugehörigkeit war bei uns bis zur Zuwanderungskatastophe kein Thema; sie war es aber immer im Ausland und in gescheiterten Vielvölkerstaaten, wie in Ö-Ungarn.

    • Lieber Tico, grundsätzlich gar nichts
      es schaut nur so völlig unnatürlich aus und grad bei dem Foto sieht man doch, wie hübsch ein junger, natürlicher, kleinerer Busen neben dem hochgequälten alten Fleisch ist. So ein Ergebnis erzielt man allenfalls noch mit Silikon, diese Punchingbälle, die manche Frau durch die Gegend trägt und sich selbst nicht mehr auf die Füße schauen kann.

      Dass dbK mir nicht lieb und teuer ist, muss ich doch nicht extra erwähnen, meine Meinung dazu dürfte doch unterdessen hier Allgemeingut sein.

      .
      Zur Kultur; ich habe gestern mal die Suchmaschine nach französischer Kultur befragt und fand etliche Beispiele, die da die Künste, also Literatur, Musik usw. nannten, Sprache und Essen (was z.B. junge Türken in dritter Generation ebenfalls als Teil ihrer Kultur nannten, die sie bei den Eltern leben) und einiges mehr, also die Summe all dessen, was in einem Land entstand bzw. entsteht, gelebt wird und von dem ein jeder zehrt.

      Dazu gehört sicher nicht das Neudeutsch mancher Gruppen, geh Aldi oder so ähnlich, die zu faul nicht nur zum Sprechen sind.

    • Titel eingeben
      Zur Ihrer Anfangsmeldung, Tico hier noch was typisches aus und in meiner Heimatstadt, nachzulesen bei Danisch: https://is.gd/jBp8vE
      Er übertreibt nicht.

  150. Titel eingeben
    Bester Oberländer: Da wird in 18 Monaten ein Eliteschüler zum Präsidenten hochge“beamt“. Hat jemand mal gefragt, von wem? In GB wurde das EU-Projekt leider etwas gebremst. Also das Verfahren, dass die Elite bestimmt, was gemacht wird (EU-Kommission) und das EU-Parlament der Elite applaudieren darf (denn es hat keine gesetzgeberische Kompetenz).
    Dann passierte in den USA der Betriebsunfall, dass nicht die Transatlantiker ihre Präsidentin durchbekamen sondern die kruden national orientierten Rechten. Seitdem haben wir im deutschen Transatlantiker-Journal ZON diesen Gottseibeiuns, diesen unfähigen Immobilienmakler täglich auf der Leitseite.
    Und dann müssen wir uns – vor allem in der Ukraine – gegen diesen KGB-Bolschewisten wehren. Der hat es doch tatsächlich geschafft, Exxon, Halliburton und Academi von der Exploitation der Rohstoffe des Landes auszuschließen! Der Vermaledeite! Dabei hält sogar die rechtschaffenste umweltorientierteste Dosenpfand-Partei der Welt, vertreten durch Frau Marie-Louise Beck, den rechtskräftig verurteilten Steuerbetrüger, Herrn Chodorkowski, für den legitimierten Nachfolger dieses KGB-Subjekts. Daran sollten wir arbeiten. Denn dieser Putin hat nicht nur die Wahl in den USA manipuliert. Er wird auch dafür sorgen, dass der nächste Bundeskanzler Schulz heißt.
    Er hat sich das nämlich als Höchststrafe für uns ausgedacht. Weil wir so blöd sind. Zugegeben: das Merkel für die nächsten vier Jahre ist auch nicht besser. Vielleicht straft Putin uns mit Merkel. In jedem Fall werden wir von der FSB-/KGB- Internettechnik dahin manipuliert, wo sie uns hinhaben wollen. WannaCry war ja nur der Anfang. Bitte alle sich ganz viel fürchten. Und immer erinnern: der Putin war´s.

    • ...to put a sleeper in the White House, and that's what's going on Rosie.
      @Braun

      Macron ist nicht umsonst nahe bei Manchurian.

      Nicht einmal bei den Namen geben die sich noch Mühe :-)

    • An Folkher Braun
      Sie haben das Talent die Gegebenheiten kurz und treffend zu beschreiben.

      Um den „unfähigen Immobilienmakler“ loszuwerden schreckt man auch vor Geheimnisverrat nicht zurück, der letztendlich die nationale Sicherheit betreffen könnte, es aber nicht tut wie nachfolgend erläutert.
      In Kürze:
      Seit Wochen stand in den Zeitungen dass bald Laptops auf USA-Flügen verboten werden.
      Trump will etwas angeben und sagt im vertraulichen Gespräch dem Russenminister dass er das von einem Agenten beim IS weiss, das mit den Sprengstoff-Laptops.

      Das ist die Gelegenheit, den Immobilienmakler loszuwerden, schnell zur Zeitung, die druckt es. Falls der IS nicht schon längst gemerkt hat dass einer aus seinen Reihen die Laptop-Pläne ausgeplaudert hat, wird er jetzt von der Washington Post und Weltpresse nochmals eindringlich darauf hingewiesen den Verräter zu suchen und hinzurichten.

      Die meisten Leute merken nicht, da von zu viel Fernsehen die grauen Zellen schon etwas aufgeweicht sind, dass nicht Trump sondern die Zuträger der Washington Post und diese selbst die Verräter von Geheimnissen sind.

      Einzig Putin hat gemerkt, dass diese Laptop-Info ein alter Hut ist und sich entsprechend amüsiert. Dieses Vergnügen hat er redlich verdient.

    • viel Lärm um nichts
      Großes Geschrei auch damals wegen Snowdon. Putin aber sagte, da sei nichts Neues dabei gewesen. Könnte es sein, dass Putin, einst beim Geheimdienst und heute Staatschef, einfach besser informiert ist?

      Viel Lärm um nichts? Das wird die Untersuchung zeigen. Vielleicht stößt Mueller dabei auch wieder auf die Clintons und ihren Urandeal. Madame bringt sich gerade wieder in Stellung. Wenn das nicht klappt, wird sie wohl ihre potthässliche Tochter lancieren. Der Beltway ist ein seltsames Ding.

      Dass der Gefährdete jetzt erst recht gefährdet ist, dachte ich auch. Oder er ist längst draußen.

  151. Der Leibhaftige und sein Feindkutter
    Er winkt schon wieder, wenn man die FAZ anklickt. Jeden Morgen winkt er. Da ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Wie die amerikanischen Medien selbst schreiben, kann diese Untersuchung Jahre dauern und muss nicht zwangsläufig zum Impeachment führen. Daher kommt das Winken stark verfrüht. Bei den Kommunisten drüben aka democrats versucht man vorsichtshalber schon, etwas Dreck auf Pence zu werfen. Sie können die Fleischtöpfe nicht loslassen. Arme Seelen.

    Was da von Seiten vieler Medien versucht wird, ist eine Art nudging. Du sollst denken, da stünde der winkende Leibhaftige. Die anderen sind alle reine Seelen.
    Zon lese ich gar nicht. Das ist doch ein Käseblatt geworden.

  152. Deutschland, ein Frühlingsmärchen
    „Was also macht Deutschsein aus? Für mich ist es immer noch die Sprache, aber nicht jene, die Regional (sic) verfärbt wurde durch geflüchtete Ostjuden, Rotwelsch, oder polnischen Kürzeln…“

    Was hätte Marcel Reich-Ranicki dazu gesagt?

    Geschichtsbewusst und weltgewandt auch dieser Kommentar:

    „…während man in England, jedenfalls früher, von jedem hergelaufenen Penner hintergeschrien (sic) bekommen hat: „My grandfather was in the camps…“*…* das war so penetrant, das ich am Ende ein paar Mal zurückgeschrien habe: „My father was in the camps too, he was the commander“.“

    Michael Martens zitiert in der Frankfurter Allgemeinen Ivo Andrić:

    „Immer wieder kehrte Andrić gedanklich zu den Deutschen zurück, so in einem Eintrag von 1953: „Sie wollten die Welt in Stücke hauen und in einem Bierkrug hinunterstürzen. Wollten aus allem, was nährt, noch das kleinste Körnchen sich nehmen und vertilgen (. . .) Das wollten sie, und das haben sie getan, soweit sie konnten. Ihr habt euch eure Sklaven zusammengeraubt, und um euch nicht vor euch selbst und vor ihnen schämen zu müssen, habt ihr sie zu niederen Rassen und Untermenschen erklärt. (. . .)“.

    „Die sonst so leichte französische Luft, / Sie fing an mich zu drücken; / Ich mußte Atem schöpfen hier / In Deutschland, um nicht zu ersticken.“ (Heinrich Heine)

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/der-krieger-und-der-opportunist-ivo-andri-und-ernst-juenger-14220754-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  153. Deutsche Kultur
    Sehr geehrter Otto Meier,

    ehrlich gesagt habe ich auch den Eindruck, dass Sie die Beiträge zur Frage der spezifischen deutschen Kultur nicht gelesen bzw. bewußt ignoriert haben.
    Immerhin erkennen Sie an, dass es regionale Kulturen gibt. Das ist insofern schon einmal gut, als ich nicht damit anfangen muss, zuerst die postmodern-foucaultianische Kulturwissenschaftler-These zu widerlegen, es gäbe so etwas wie verschiedene Kulturen gar nicht und alles, was als solches auftrete, seien nur sozial konstruierte Macht“dispositive“.
    Wenn es nun aber authentische Regionalkulturen gibt, die spezifisch und voneinander unterscheidbar sind, warum dann nicht auch Nationalkulturen. In ihren Beiträgen scheint mir so etwas wie die These durchzukommen, dass die regionalen Kulturen irgendwie „authentisch“ und „ursprünglich“ wären, während die Nationalkulturen irgendwie abkünftig und unauthentisch sein. Ich frage mich nur, woran man das festmachen sollte.
    Was wir deutsche Kultur nennen ist das komplexe Ergebnis eines Zusammenwachsens der regionalen Kulturem, der Adaption kultureller Traditionen der Antike etc. Diese Genese bedeutet aber nicht, dass es eine deutsche Kultur nicht geben würde.
    Das, was wir Deutschland nennen, hatte seit dem frühsten Mittelalter einen politischen Rahmen im Hl. Römischen Reich und weitgehende sprachliche Gemeinsamkeiten, aus denen dann die deutsche Hochsprache entstanden ist. Die gemeinsame Hochsprache, aber auch schon die Ähnlichkeit der deutschen Dialekte hat so einen Raum der Kommunikation und des Austauschs geschaffen, der zwischen z.B. Deutschland und Italien oder Deutschland und Schottland nie gegeben war (In der Wissenschaft gab es zwar das Lateinische, das aber nur eine kleine Elite beherrschte).
    Der gemeinsame politische Rahmen wiederum führte zu einer gemeinsamen Geschichte, die sehr weitgehend die Mentalitäten hierzulande prägte (erst das HRR als Träger des antiken Reichsgedankens, dann die Territorialisierung, Reformation und Gegenreformation, der 30jährigen Krieg und die folgende Zersplitterung etc.)

    Aus allen diesen Faktoren hat sich eine Nationalkultur herausgebildet, die die regionalen Kulturen ebenso überwölbt, wie sie auf ihnen aufbaut und sie teilweise in sich integriert.
    Es gibt eben ab dem Spätmittelalter einen gemeinsamen Sprach- und Kommunikationsraum in einem gemeinsamen politischen Rahmen, der dazu führt, dass sich bestimmte Überlieferungs- und Traditionsstränge herausbilden, bestimmte Arten und Weisen zu denken, die Welt zu verstehen und zu gestalten, die es anderswo nicht gibt.
    Nehmen Sie nur den Umstand, dass sich in der deutschen Spätrenaissance von Hameln bis Nürnberg, von Heidelberg bis Görlitz dasselbe Stilempfinden ausdrückt, das wiederum von dem der italienischen Renaissance eindeutig unterscheidbar ist (vergleichen Sie nur einmal das Pellerhaus in Nürnberg mit dem Palazzo Farnese).

    Oder nehmen Sie die deutsche Mystik des Spätmittelalters, die in anderen europäischen Ländern keine Parallele hat; oder die deutsche Romantik; die deutsche Tradition des Kunstliedes von Beethoven über Schubert bis Hugo Wolf; den deutschen Idealismus in der Philosophie, angestoßen durch Kant und über Fichte und Schelling bis Hegel und seinen Epigonen reichend.

    Dazu kommt dann noch, dass die regionalen Traditionen sich nicht nur sehr stark ähneln (auch wegen ähnlicher klimatischer und ökonomischer Bedingungen), sondern auch in die übergreifende Nationalkultur teilweise aufgenommen wurden, weil sie als besonders „typisch“ für die Nation galten. Oder eben anderswo im Land rezipiert wurden. Ein schönes innerbayrisches Beispiel dafür ist die Lederhose, die ursprünglich nur im Oberland zuhause war, sich dann aber über ganz Bayern verbreitet hat, weil sie als besonders „typisch“ galt.

    Natürlich gibt es da immer auch Interpretationen und Grenzfälle. Aber, wie Samuel Johnson so schön bemerkte (zitiert nach der Kollegin Anscombe): „Der Umstand, dass es eine Dämmrung gibt heißt nicht, dass man Tag und Nacht nicht voneinander unterscheiden könnte.“ Leider ist das genau das, was uns Kultur- und Sozialwissenschaftler à la Foucault immer weißmachen wollen: dass man Tag und Nacht nicht unterscheiden könne, weil es eine Dämmrung gibt.

    • Das ist doch weitestgehend unstreitig, Herr Rothhaar.
      Und darum ging es mir in meinem ursprünglichen Beitrag auch nicht, eine regional oder national, also lokal begrenzte Kultur zu verneinen. Nicht einmal um die Bezeichnung als deutsche Kultur im Sinne dieser Lokalisierung ging es, sondern um die Instrumentalisierung der „deutschen“ Kultur in rassistischer Weise. Das war in meinen Augen auch die Intention von Aydan Özoguz, was die Reaktionen auf ihren Beitrag ja auch wohl bestätigen. Und nur auf deren Beitrag und die Reaktionen bezog sich mein ursprünglicher Beitrag.

    • Grimm
      Vielen Dank, Herr Rothhaar, für diesen Beitrag. Dass es überhaupt nötig war ihn zu schreiben, stimmt mich nachdenklich.

      NB: Ich darf Ihren Beispielen für spezifisch deutsche Kultur noch einige hinzufügen:
      Das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm, die Deutschen Rechtsalterthümer – und „Grimms Märchen“.

    • Foucault, Mystik, Lederhose: Chapeau, Herr Rothaar, den Zusammenhang hat vor Ihnen noch nie
      jemand aufgemacht!

      foucault und Lederhose – klar. Mystik und Foucault- da wirds schon schwieriger.

      Mystik und Lederhose – ab da scheidet sich hundert pro die Spreu vom Weizen, und es wird wirklich interessant.

      Und dann noch die Zugabe: Anscombe, Johnson und die Dämmerung als Scheidelinie, aber nicht (!) als Negation von Tag und Nacht. Das ist ja im Grunde schon wieder reinste deutsche Romantik. Besser noch: Fränkischer (= menschenfreundlicher!!) Titanismus – – – à la Jean Paul!

      Wunderbar! – Eigentlich sollte das wer Frau Özoguz mailen, hehe.

    • @Markus Rothhaar,19.5.10:05 Deutsche Kultur
      Sehr geehrter Herr Rothhaar,
      Deutschland hat doch wahrlich große Liedkomponisten hervorgebracht. Etwa Robert Schumann oder Felix Mendelssohn Bartholdy, um nur zwei meiner Lieblinge zu nennen.
      Warum also grapschen Sie sich die Österreicher Franz Schubert und Hugo Wolf ?
      Manchmal wird man den Eindruck nicht los, dass die Deutschen zu wenig Selbtbewusstsein haben.

  154. Das Tier kennzeichnet sein Revier...
    @Goodnight

    Bei manchen Dingen geben die sich schon Mühe… ;-)
    Z.B. beim Abstimmungsergebnis, das ja auch ohne große Konsequenzen für den weiteren Verlauf 67,01% oder 65,98% hätte lauten können. Es lag aber bei 66,06%.

    Rainer Zuphall.

    • The greatest trick the devil ever pulled was convincing the world he did not exist.
      Tja, Luhmanns Soziale Systeme haben die bei Suhrkamp auch die Nummer 666 gegeben. Zurecht! Reines Teufelszeug….

      Bei Macron dachte ich erst an FSB, weil das wirklich interessant gewesen wäre, eine Le Pen zu finanzieren, aber insgeheim einen Gegenkandidaten zu erzeugen und durchzudrücken.
      Leider oder zum Glück ist die Welt der Geheimdienste nicht so intelligent …

      Wahrscheinlicher ist daher nur eine die Karriere pushende Ehefrau… Am Ende ist alles immer nur banal…

  155. @ Ihr Aufschrei am 18.05 um 3:26 Uhr
    Lieber Don,

    Sie können es veröffentlichen oder lassen. Das ist mir gleich.

    Bevor ich mich endgültig von Ihrem Blog verabschiede, ein paar kurze Anmerkungen.

    „Können Sie hier vielleicht schreiben wie jeder andere normale Mensch“?

    Wow, diesen Ton hatte ich nicht erwartet. Zumindest nicht bei meinen wenigen Beiträgen.

    Ich bin/schreibe also nicht „normal“.

    Vielleicht habe ich Ihre „Richtlinien“ nicht gelesen.

    Vielleicht habe ich, wie jemand hier vor kurzem meinte, die „versteckte Ironie“ in den Blogbeiträgen, wenn ich es noch richtig erinnere, auch nicht verstanden.

    Verstanden habe ich, dass ich mich hier in einem illustren „Kreis“ bewege, zu dem ich nicht gehöre.

    Das wurde übrigens schon mehrfach auch von anderen Foristen beklagt.

    Abschottung als Distinktionsmerkmal.

    Von Ihren anderen Blogs weiß ich, dass Sie wohl einen „festen“ Autorenstamm haben müssen, sagen wir es mal so.

    „Halten Sie die Leser für doof“?

    Nein, ich halte niemanden für doof.

    Ich finde manchmal den einen oder anderen Beitrag grenzwertig und rechtslastig. Stört mich aber nicht weiter.

    „Natürlich sind die Leute gereizt, wenn man mit Deppensprache daherkommt.“

    Von einem Gereitztsein in Form von Kommentaren zu meinen Beiträgen habe ich nichts gelesen.

    Ich bemühe mich grundsätzlich sachlich zu argumentieren, ohne zu beleidigen. Ich stelle keine grundlosen Spekulationen an, wie hier oft der eine oder andere.

    „Deppensprache“: Das ist unter Ihrem Niveau und unterhalb der Gürtellinie.

    Da sollten Sie vielleicht mal den einen oder anderen Beitrag genauer lesen.

    Vielleicht war es auch nur die vorgerückte Stunde (3:26 h), die Sie zu einer solchen Reaktion hinreißen ließ.

    Sei‘ s drum. Ich kann meine Zeit besser ausfüllen. Das hier brauche ich definitiv nicht.

    Alles Gute.

    • Gast aus Thüringen?
      Text eingeben

    • Gast aus Thüringen?
      Wir – einige Blogidealisten- haben ein Problem mit Ihnen: Sie argumentieren autoritär und erpressen mit Beteiligungsentzug.
      Das sind typische Ossi-Reaktionen – 28 Jahre nach der Wende sollte dieses Problem eigentlich überwunden sein.
      Es gibt viele Wessis, die sich mit dem hohen Standard dieser Diskurse überfordert sehen. Sie schweigen, oder diskutieren vorsichtig. Warum? Weil sie neugierig sind, lernen notfalls mit Wiki, wollen ihr Wissen erweitern. Ihr Respekt vor der geballten Wissensleistung dieses Blogs veranlaßt sie zu vorsichtiger Wortwahl. Und: sie sind dankbar und glücklich, daß es den Don Alphonso mit seiner Unbestechlichkeit gibt und um ihn herum Professoren und sonstige Selberdenker, die immun sind gegenüber der seit der Wende grassierenden Nivellierung nach unten.
      Neugierig sein – Ralf Dahrendorf (siehe bei Wiki) hat 1992 im Radio ex-DDR ein gnadenlos voraussichtiges Referat gehalten und alle Ossis gebeten, Neugierde zu erlernen, Neugierde auf Wissen und Leben.
      Er ist tot, und die Adressaten dieser Bitte scheinen sie für „Besserwessi“- Geplauder zu halten, wie Sie in diesem Beitrag auch…
      Das macht mich traurig, bestätigt es doch meine Erfahrung als gebürtige Erfurterin, sozialisiert im Westen, zurückgegangen nach der Wende mit einem pulsierenden Unternehmen, Arbeitsplätzen und Freiem Denken im Gepäck, gescheitert an diversen in allen Behörden zuhauf anzutreffenden Stasihasis , die meine Zuversicht mittels unsagbar dümmlicher DDR-Blockaden zermürbten.
      Vielleicht sind Sie jung und / oder dynamisch genug, diese Konfrontation konstruktiv zu bewältigen. Dann hätten Sie meinen Ablaus, sollten Sie aber weiterhin beleidigt sein – was soll`s? Dann „füllen Sie Ihre Zeit halt besser aus“.

  156. Ein Quantum Trost
    Sehr geehrter Don, auch weiterhin Spenden mir ihre Beiträge Trost. Übrigens auch Freude, weil ich viel über die Oberland Kultur meiner Frau erfahre, die ich von dort entführt habe.

    Leider schaffe ich es nicht alle Kommentare zu lesen und deshalb schreibe ich auch keine derzeit.

    Eine Bitte, da es mir peinlich wäre meine Schwägerin zu bitten, gibt es eine Übersetzung für den Sea-Eye Bericht?

    Und könnten Sie Mal rausfinden, wie das steuerrechtlich gemacht wird, wenn Frau Hohenstein da 10.000€ für diese Organisation „gewinnt“. Zähle ich das über den Rundfunkbeitrag und Frau Hohenstein setzt das dann auf Kosten der Allgemeinheit von der Steuer ab, weil der Gewinn ja steuerfrei ist?

  157. @ Gasthaus THR ...
    …etwas harsch fand ich DA Antwort auf @Gasthaus THR Kommentar …

    … mühsam und kryptisch zu lesen war er schon durch die vieelen Absätze -(Absätze sind hilfreich, doch dieser von DA kritisch monierte Kommentar von @GasthausTHR) – hatte definitiv zu viel davon …

    … möglich, dass DA der „GasthausNick“ zu so später Stunde auf die Leber schlug

    …nur so´n Gedanke …

    • Nette oder Direkte?
      DA ist nicht nett. Der Vorteil ist, dass er das selbst zugibt. Wie war das noch mit seiner Lieblingslektüre?

      Nun muss man damit leben und sich ein wenig erziehen lassen. Schließlich sind die von der ZEIT meistens nett.
      Der Don ist sehr direkt, erfrischend.

  158. Lieber Gast aus THR,
    interessant, diese Entwicklung zwischen Ihnen und dem Don („Boy, that escalated quickly…. I mean that really got out of hand, fast“). Falls Sie dies hier noch lesen:

    Nach meinem Verständnis ist zumindest ein Teil dieses Konflikts auf ein Missverständnis zurückzuführen: Es hilft nicht, wenn Sie ständig CAPSLOCKEN. Das ist die virtuelle Form des ANSCHREIENS des Lesers und gilt nach meiner Kenntnis in Online-Kreisen als EXTREM UNHÖFLICH, was Ihnen, so mein Eindruck, aber eher nicht bewusst zu sein scheint.

    Daher mein Vorschlag – sine ira et studio -: kein Capslock, keine Springerlinks und möglicherweise etwas mehr „Lametta“ in Sprache und Argumentationsführung. Wer hier liest, ist im Regelfall in der Lage, auch zwei oder drei-Satz-Argumentationsfolgen geistig nachzuvollziehen (auch wenn TDV dies weitgehend in Abrede stellen wird).

    Ich freue mich immer, wenn jemand dieselbe Meinung vertritt wie ich, aber ich freue mich mehr, wenn jemand aus mir bislang nicht bekannten Gründen eine andere Meinung hat. Dann kann ich mir die Gründe ansehen und selbst schauen, ob es mich überzeugt oder ob ich doch bei meiner Meinung bleibe. Daraus bezieht dieses Forum einen erheblichen Teil seines Reizes. Wenn ich hundertmal denselben Kommentar lesen will, gehe ich zu SPON.

    Daher die – mit Verlaub sehr freundlich gemeinte – Anregung: kommen Sie aus der Schmollecke zurück und bringen Sie sich ein, aber vielleicht nicht gerade nur mit lauter apodiktischen Aussagen im Stakkato-Stil… ich hoffe eine gesichtswahrende Versöhnung ist so möglich.

    Mit bestem Gruß aus dem Land, wo Super-Laschet bald alle Probleme löst
    SchallundRauch

    • Erstaunlich
      Wer sich alles berufen fühlt, die Don’sche Leitkultur den Foristen zu erläutern.
      Ich kann mich noch vage erinnern, dass dem Don einstmals die langatmig und geschliffen formulierten Beiträge sauer aufstießern und er anmerkte, er wolle keine Co-Referate.

      Wenn es um deutsch sein geht, so empfinde ich diesen kurzen Faden nach THRs Post als deutsch. Unangenehm deutsch, um genau zu sein.
      Und um ehrlich zu sein, den Don als etwas launisch.

    • Falls das kritisch gemeint ist: Ich mache das hier in meiner Freizeit, und in der lese ich gern, wie vermutlich jeder andere in der Freizeit, angenehme Gespräche. Manchmal hoffe ich, dass sich das ein oder andere einrenkt oder vorsichtige Hinweise funktionieren. Ich riskiere hier als Moderator schliesslich einiges. Und als Moderator ist mir auch bewusst, dass ein bestimmter Tonfall auf Dauer dafür sorgt, dass es anderen wie mir geht, und keine Lust mehr haben, solche Kommentare zu lesen. Ich kann also entweder gar nicht freischalten, deutlich mahnen oder schlucken, auch wenn mir etwas nicht passt. Ich denke, der Mittelweg ist der einzige, der wirklich sinnvoll ist. Beleidigte Reaktionen nehme ich in Kauf, ich habe das alles schon zigmal gehört, mei. Niemand muss das lesen.

    • @S&R
      Liebe(r) S&R,

      herzlichen Dank. Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Und ein großes Kompliment, wenn Sie erlauben, Ihr Engagement finde ich toll.
      Sie haben mich überzeugt, die Schmollecke zu verlassen.

      Ihre Ausführungen haben mich etwas nachdenklich gemacht. Ich habe mir beim Schreiben keine Gedanken darüber gemacht, wie das Sperren von Wörtern auf den Leser wirkt. Das nervt schon, da haben Sie recht. Links zu den Mainstream-Medien auch.

      Ich möchte Ihnen und allen anderen Foristen nur sagen, ich respektiere Ihre Meinungen und Ansichten. Ich möchte hier keineswegs belehrend auftreten.

      Früher war mehr Lametta, das stimmt. Aber mit fortschreitendem Alter läuft man Gefahr, zu reduzieren. Werde mich bemühen.

      Ob der Super-Luschet hier in NRW den Erwartungen der Wähler gerecht wird, darf man ruhig bezweifeln. Er wollte sich ursprünglich mit dem 2. Platz hinter Hannelore zufrieden zu geben und versucht’s jetzt mit rheinischem Humor. Bis Berlin schafft er’s aber nie und nimmer.

      Wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende.

  159. @colorcraze wg. AUFMANTELN
    Wenn schon Sprachkritik, dann aber Vollrohr.
    Aufmandeln ist der Dialektausdruck für Aufmanteln.
    Das Aufmanteln ist i.d. Jägersprache jener prachtvolle Anblick, den der
    Auerhahn bietet, wenn er alle Federn spreizt und mit seinen
    crazy colors prunkt, um die Auerhühner gehörig zu beeindrucken.
    Im Fränkischen und auch z.T. in München macht man daraus „aufmandln“.
    Mein Grimmsches Wörterbuch gibt sich eher zugeknöpft und schreibt:
    „Aufmandeln, die Garben in Mandeln zusammenlegen.“
    Sprachkultur, wie Kultur überhaupt, oszilliert eben stark und ist bei
    Weitem nicht so fixiert wie manch eine(r) wähnt.


    • Jägerlatein kann ich mangels Bekanntschaft mit einem solchen nicht überprüfen. „Aufmandln“ ist mir als Ableitung von Mandl/Männchen i.S.v. „auf die Hinterbeine stellen, aufplustern“ jedenfalls plausibler als ein Jäger-Auerhahn-Mantel.

    • Ach so
      Ich dachte bis jetzt es kommt von Mandl, kleiner Mann.

  160. Deppensprache
    ist boarisch. Wir werden das weiter verwenden, auch wenn es nördlich des Mains Anstoß erregt.

    Der Depp ist nix Schlimmes. Der Trappatoni war einer, der Strunz auch, der Uli war wahnsinnig deppert mit seim Geld.
    Der Seehofer redet so viel ohne Taten, dass man denkt…..

    Der Depp passt in jeden Blog, man sieht das an mir. Aber Beleidigte gehören nicht in Blogs. Autoren muss man aushalten.

    • Es geht mir darum, dass hier ein halbwegs sauberer Ton gewahrt wird, das ist alles. Die Leute verstehen Deutsch und brauchen keine extra Hinweise, wie sie Sätze zu lesen haben.

  161. @ Dieter Kief
    Danke für den Hinweis. Aber man kann den Holocaust nicht relativieren. Wenn man ihn vergliche mit anderen Untaten, wäre er immer noch das größte Verbrechen.
    Daher geht es nicht um Vergleichen. Es geht darum, nicht wegzuschauen. Der Holocaust ist letztlich auch eine Folge von vielleicht achtzig Jahren Wegschauen gewesen. Der Antisemitismus war allgegenwärtig, Ellis Island hat alle Dokumente von eingewanderten Juden.
    Es kommt ergo die Zeit vor Hitler immer zu kurz, die Zeit, in der sich die Bereitschaft aufbaute, die europäischen, vor allem osteuropäischen Juden, ins Messer laufen zu lassen und später mit den Schergen beliebig zu kooperieren oder wegzugucken.
    Ohne diese reichliche Mitarbeit hätte auch ein Hitler nicht viel anrichten können. Ganz normale Bürokraten wie Eichmann.
    Allüberall wird weggeschaut und meistens wegen Exporten.

    • @ Oberländer - ja, sie haben recht wg. Holocaust - und doch: Auch solche redlichen Köpfe
      wie Sie werden von den Phrasendreschern à la Jan Grossarth/ FAZ dann den Holocaust-Leugnern oder Relativierern oder Verharmlosern zugerechnet.
      Was Sie oben gestern um 13. 07 geschrieben haben, reicht Hilfsdenkern wie Grossarth dafür locker aus. –

      Das beelendet mich, unter anderem deswegen, weil es in der FAZ stattfindet. Man muss sich langsam damit abfinden, dass die Holocaust-Erörterung zunehmend beliebiger und fahriger wird.

      In der Wocheend-taz analysiert ein „Stuttgarter Philosoph“ namens „Weingarten“ Sloterdijk und AfD-Mann Jongen als Hitler-Vertreter, weil sie a) dem Zorn in der Politik nachsinnen, und weil sie b) den Nationalstaat über die internationalen Großgebilde wie die EU und die Uno stellen.

      – Die zunehmende Bedeutung des Nationalstaates in Zeiten der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Globalisierung – das war eine der großen Thesen des unvergleichlichen Oxforder Ideengeschichtlers und Philosophen Issiah Berlin – eines gebürtigen Sankt Petersburger Juden, nota bene.

      Das alles wird in der aktuellen Wochenend-Beilage der taz haargenau mit Hitler enggeführt. Die Hitler-Bekämpfung nimmt in Deutschland (aber auch in den USA) unglaubliche Formen an. Das hat so keinen Sinn – und das dürfte so auch nicht weitergehen. Wird es aber – day in, day out…


    • Die Hitler-Bekämpfung nimmt in Deutschland (aber auch in den USA) unglaubliche Formen an.
      Je länger tot, desto größer.
      Ich halte das für eine Flucht aus der heutigen Realität, mit der man sich nicht befassen will, stattdessen bildet man sich Kämpfe mit Monstren, Mumien, Mutationen ein. Es ist einfacher, sich in ein Reenactment einzureihen, als treffende Beschreibungen für die Gegenwart zu finden und darin eine Position zu finden.

  162. Oh Herr Meier - das eben unterscheidet uns: Sie sind langmütig mit Frau Özoguz
    – weil die Frau die Rassisten abwehrte.

    Ich finde, auch die Abwehr von Rassisten rechtfertigt ihre Dummheiten nicht.

    Ich gehe noch einen Schritt weiter: Mit Frau Özoguz‘ Methoden p r o d u z i e r t man Rassisten, oder wenigstens „Rassisten“, also solche die frau Özoguz, nach hie und da sehr törichten Maßstäben, als Rassisten zu bezeichnen beliebt. Sie spricht dann nicht nur dumm, sie verhält sich in diesen Fällen insgesamt unverantwortlich.

    Noch eine kleine Anmerkung: Warum um Himmels willen hört man solche ausgesprochenen Dummheiten überwiegend aus islamischen und/ oder islamfreundlichen Mündern?!

    Warum – verstehen die nicht, dass sie sich auf diese Art z. B. den hier lebenden Buddhisten gegenüber, die sich insgesamt erheblich klüger verhalten, selbst zurücksetzen?

    (Das Nähere finde ich hervorragend erläutert in solchen Büchern wie denen von Ruud Koopmans oder von Fawzia Zauori oder Robert Putnam – oder in Rolf Peter Sieferles überragenden kleinen, knackig geschriebenen Buch „Das Migrationsproblem“).

    • Titel eingeben
      Über Sieferle und wie (und wer) man ihn nach seinem Tod noch „fertigmachte“, kann man bei Klanovsky nachlesen:
      http://bit.ly/2qGq4Go

    • A bisserl viele Links zu dem Herrn hier, finden Sie nicht?


    • Nun, Herr Kief, ich bin mit fast allen Menschen langmütig, denn ich weiß, wozu Menschen fähig sind, tritt man ihnen zu sehr auf die Füße.

      Was den Rassismus angeht, so ist das doch eine alltägliche Erscheinung, von der sich vermutlich niemand freisprechen kann. Oft findet er ganz unbewußt statt. Entscheidend ist die Reaktion, wird der Rassismus erkannt und/oder benannt.

      Auch wenn Don Alphonso schreibt, die Leser wären der deutschen Sprache mächtig und verstünden schon, was geschrieben steht, so möchte ich das doch relativieren. Wir alle betrachten Texte nunmal durch unsere eigene Brille und daraus können schon mal sehr unterschiedliche Meinungen über Intentionen resultieren. Darüberhinaus kann eine geschickte Argumentation die Wahrnehmung eines Textes ebenso in sein Gegenteil verwandeln, wie dies auch durch Unterstellungen und Behauptungen möglich ist. Lasseen Sie sich mal von einem Moslem das deutsche Grundgesetz erklären, Sie wären vermutlich überrascht, wie gut das zum Koran paßt.

      Der Verweis auf Bücher ist immer so eine Sache. Persönlich beschleicht mich da oft das Gefühl, die falschen Bücher oder eben doch zumindest andere Bücher gelesen zu haben. Der Diskussion in einem Blog sind solche Verweise wenig hilfreich, falls die Bücher nicht bekannt sind.

      Kulturen sind nunmal verschieden und sollten sich mit gegenseitigem Respekt begegnen. Falls das nicht möglich ist, haben weder Integration noch Assimilation eine echte Chance. Das sollten sich alle ehrlich eingestehen, dann braucht es auch keinen Rassismus o. ä.

  163. Nachgeschmissener Pass
    @ sirisee:
    den Pass kriegten Immigranten vor allem in la douce france nachgeschmissen. Und damit hat selbiges Land ja jetzt die Probleme in den Banlieues.

    • ... Frankreich ist ein seltsamer Staat ...
      … in manchem kommt mir das so vor, wie ein maas’sches utopia, eine stolze DDR mit Schlössern, gutem Essen und iPhone und viel Anständigkeit, ein Technokratenparadies…

      btw.: unbedingt alle mal den Maas’schen Gesetzentwurf über Hasskriminalität im Netz lesen und zwar die Gesetzesbegründung. Wer nicht allein aus dem Duktus merkt was Ressentiment und totalitäre Bevormundung ist, kann ohne weiteres bei Frau Kahane anheuern. Für den Don sollte man allmählich netfunding einrichten; Maasi wird teuer.

  164. Danke an die IBD für ihren Einsatz!
    Das, was dem linken Spektrum vor langer Zeit ihr handeln war, münzt heute in der PC. Und dafür bekommen sie die Quittung!

  165. Bericht aus Wolkenkuckucksheim - alles kein Problem -
    sondern massenhaft Chancen! Und wieder hat sich die zugrunde liegende Zahl der Einwandernden für diesen Bericht von einem Prof. Dr. Herbert Brücker, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), nachzulesen z.B. auf der ersten Seite von t-online, auf ganz wundersame Art und Weise verringert. Auch hier ist die Frau Integrationsministerin an vorderster Stelle, um mit dem Herrn Professor die guten Nachrichten der baldigen Vollstbeschäftigung aller ans Volk weiter zu leiten. Dass denen nicht die Schamröte ins Gesicht steigt, wenn sie so was, abseits jeder Realität, präsentieren?
    In Mainz lacht man sich übrigens kaputt: einem Menschen südländischen Aussehens gefiel, wohl seiner Sitten und Gebräuche gemäß, nicht, dass sein Busfahrer im öPNV wegen einer älteren Dame anhielt und diese vor dem Bus über die Straße gehen lies – er herrschte diesen dieserhalb verbal an. Einer, der schlichten wollte, bekam daraufhin die Faust der mitgebrachten „Kultur“ ins Gesicht und ging zu Boden – der Kämpfer jedoch verließ den Bus an der nächsten Haltestelle unerkannt…
    Wer hält denn auch wegen einer Frau einen ganzen Bus an?
    Im Iran sicher keiner. Da sind zwar Wahlen, aber:
    erst der Ayatollah, dann der Präsident. Ohne den Ayatollah geht im Iran nichts. Auf Lebenszeit ernannt, bestimmt er die Politik des Landes in allen wichtigen Fragen. Dahinter führt der Präsident die Regierung. Doch es gibt noch weitere Institutionen, die mitreden – siehe Tagesschau.de.
    Das hat Kultur! Das weiß dass jeder, dass der eine von anderen abhängig ist – wie ist das bei uns? Wer zieht die Fäden?
    In wie vielen Bezirken und Wahlkreisen in NRW außer in Mönchengladbach hat man sich am Sonntag übrigens noch auf 0% für die AFD geeinigt? Was der Revision im Nachhinein natürlich nicht stand hielt…

    • Sehen sie...
      … es ist diese widerliche mit Dummheit gepaarte Selbstgerechtigkeit der Laut-Schwätzer hier.

      Sie haben keine Ahnung vom Iran waren niemals dort, aber haben in den Medien, die sie tagaus, tagein seit Ewigkeiten konsumieren, weil ihnen diese verlässlich ihre vorgefasste Meinung stets bestätigen, darüber etwss gelesen.
      Ich war einige Male im Iran, und zwar nicht nur am Flughafen und dem Holiday von Teheran, sondern boin dort herumgereist und habe mit vielen englisch soerchenden Leuten übert das Land gesprochen, vor 78 und nach 78.

      Und sie dürfen es getrost glauben, Busse halten dort wenn eine Frau am Strassenrand winkt! Denn es ist kein Land deutschen Leit-Kulturlern denen alles nach Vorschrift zu gehen hat.

    • TDV, wollen Sie bitte Vorwürfe an spezielle Personen und nicht an die Allgemeinheit richten? Danke!

    • @TDV: Kein Mensch beschreibt, dass der Mann im Bus aus dem Iran stammt.
      Ich da oben auch nicht. Zumal die Herkunft vieler hier zunehmend im Ungewissen bleibt.
      http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rhein-main/mann-will-in-mainz-streit-in-bus-schlichten-und-wird-niedergeschlagen_17900622.htm

      Und bevor Sie mich und andere beschimpfen, informieren Sie sich oder lesen Sie wenigstens genau. Sie dürfen meine statements auch gerne „über“-lesen.

      Andererseits stelle ich mich gerne in Frage und freue mich über ergänzendes Hintergrundwissen. Ihnen spreche ich Ihr Wissen und Ihre Erfahrung nicht ab, ihre Einstellungen und Haltungen schon gar nicht.
      Es wäre nur angenehmer und leichter anzunehmen, wenn Sie es nicht manchmal so wüst garnieren müssten.

  166. Es ist doch so:
    Sie werden sicher verstehen, dass dieses Thema das heikelste ist (deshalb sind sie ja bei meinen Leuten so überaus beliebt) und ich es daher vorziehe, erst nach 432 Lesern hier etwas aufzuschreiben.

    Aber es ist so: Das Thema ist zu polarisiert und wird nur in Extrema besprochen. Daher erstmal Respekt für ihre Arbeit, die Einblicke in das Denken heimatverhafteter ist Gold wert für Leute wie mich, denen das nicht sehr wichtig ist. Die Einblicke hatte ich zwar seit meiner Kindheit und habe unter ihresgleichen gelebt, aber es ist nocheinmal etwas anderes, das ausformuliert zu lesen. Danke dafür.

    Haidt sollte weiterhelfen, er hat recht genau herausgefunden, welche psychologischen Mechanismen da aufeinanderprallen. Hier hat er es recht ausführlich beschrieben: https://www.the-american-interest.com/2016/07/10/when-and-why-nationalism-beats-globalism/

    Da müssen einige Themen ohne Angst angesprochen werden, die von meiner Seite gerne negiert werden. Obergrenzen sind da noch das einfachste und logischste, aber es geht natürlich wie immer tiefer. Nun ja.

    Ich wollte sie nur wissen lassen, dass das Thema nicht ignoriert wird, jedenfalls nicht von mir. Und Angst… naja, sie kennen mich ;)

    • söhne MANNHEIMS
      ja, auf zur gedächtnistour für einen der besten söhne aus dem Mannheimer SÜDEN……………………….

  167. Wunsch- und Leitkultur
    @ TDV um 12:33 Uhr
    Es wird ja nun doch eher umgekehrt ein Schuh draus. Nach 9/11 (mit ca. 3000 Toten), konnte wohl keine westliche Regierung sich dem unausgesprochenen Wunsch der USA auf eine Beteiligung am militärischen Engagement verweigern. Ohne den Einmarsch nach Afghanistan wäre der nächste Terrorangriff der Taliban/Bin Laden-Menagerie wohl nur eine Frage der Zeit gewesen.

    Das Eintreffen afghanischer Jünglinge in D dürfte mit dem Einsatz speziell deutscher Soldaten kaum zu tun haben. Die wären auch gekommen, wenn sich nicht ein deutscher Soldat nach Afghanistan gegangen wäre. Dafür ist die Geburtenrate dort einfach viel zu hoch und das Leben dort zu armselig.

    Ein Beispiel hierfür. Darf ich vorstellen? Samir aus Afghanistan. Wie er sich vor ein paar Jahren das Leben in Europa vorstellte.

    Zitat: “I have a Swedish passport, I will live in my own house, have a blonde wife and go to every concert of Shakira! He exclaimed. “ He drew up a gamebox Sony PSP and started showing to me Shaki’s videos full of expensive cars, wealthy well-dressed Europeans, lavish houses and happy parties.

    https://translate.google.com/translate?sl=sv&tl=en&js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&u=https%3A%2F%2Fputilov.org%2F2017%2F05%2F09%2Ftickande-bomber-i-sveriges-fororter%2F&edit-text=

    Angesichts der Tatsache, das die Bildung von Samir aus ein paar Jahren Moscheeschule besteht, ist die Erfüllung seines Wunsches eher unwahrscheinlich. Viel eher dürfte der so trefflich von Egor Putilov beschriebene Effekt eintreten. Die Enttäuschung wandelt sich in Hass gegenüber den vermeintlich am Misserfolg Schuldigen; die Gesellschaft in die man eingewandert ist, die „Rassisten“, die Ungläubigen.

    Die ersten Resultate dieser Entwicklung sind seit ein paar Jahren in Malmö-Rosengård, Stockholm-Rinkeby usw. zu beobachten. Die Schweden sind da noch ein paar Jahre voraus.

    Aber was sage ich Ihnen. Sie sind ja nach Japan, wahrscheinlich nicht zuletzt wegen der dortigen Leitkultur, die Sie als Zuwanderer gerne akzeptieren. Genau deswegen sind Sie doch dorthin, weil es Ihnen dort gefällt und nicht, weil Sie die dortige Gesellschaft nach Ihren Wünschen anpassen wollen, oder nicht?

    • Das ist das Schöne an ihnen...
      .. da weiss man der Name ist Programm.

      Da verwundert einen so ein Satz auch nicht mehr gross:

      „Nach 9/11 (mit ca. 3000 Toten), konnte wohl keine westliche Regierung sich dem unausgesprochenen Wunsch der USA auf eine Beteiligung am militärischen Engagement verweigern.“

      Nur völlige Dummköpfe können das heute noch so sehen. Leute die DENKEN haben sich in den fast 20 Jahren irgendwann mal die Mühe gemacht, da ein wenig zu recherchieren.
      Es gibt zu viele Hinweies darauf, dass wir weit weniger über das alles wissen als wir glauben. Ich weiss natürlich dass ein Adama Cartwright Fan in all seiner aufgeblasenen Selbstgerechtigleit niemals etwas selber recherchieren würde, das ihm von einer US Regierung erzählt wird, aber einige andere hier tun das. Ich weiss das aus langer Erfahrung.

      Fangen wir an mit dem Gebäude WTC 7. Das Gebäude wurde kurze Zeit vor dem 9/11 zu überhöhtem Preis angekauft und zu einem absurden Preis neu-versichert. Es fiel dann zeitig günstig, übrigens ohne vorherigen Flugzeugeinschlag, in sich zusammen.
      Nun raten sie mal wer das, selbstverständlich rein zufällig gekauft hatte…

      Es gibt tausende von Bildern vom Einchlag des Flugzeuges ins Pentagon, nur ist darunter nicht ein einziges auf dem auch nur das kleinste Flugzeugteil zu sehen ist. Ich habe mich in der Woche nach dem 9/11 bei ALLEN deutschen Qualitätstmedien danach erkundigt warum das so ist und nicht eine einzige Antwort erhalten. Honi soit…

      Der UA Flug 93 schlug bekanntlich auf einem Feld ín der Nähe von Shanksville ein. Als man den Schepperer im nahen Dorf hörte, war der Bürgermeister von Shanklsville als erster am „Einschlagsort“ und man kann seine Aussage in einem Film bestaunen, in der er behauptet, dort zwar ein enormes Loch vorgefunden, aber nicht ein einziges Teil eines Flugzeuges. Der Film sollte im WDR gezeigt werden, wurde aber auf Regierungs Anweisung abgesetzt. Der Link lässt sich finden…

      Wie wir spätestens seit Anis Amri (das ist der mit dem Chauffeur des BND) wissen, haben muslimische Terroristen die Angewohnheit prinzipiell immer ihre Pässe an den Tatorten zu verlieren. Eigenartigerweise verdampfen die Flugzeuge, sogar inkl der Tubinen(!), wegen der Brände, zB im WTC. Aber die betreffenden Reisepässe verbrennen niemals, sie liegen nicht nur leicht angekokelt dort, sondern sogar stets ganz oben auf dem Haufen der eingestürzten Gebäude.

      Wer will darf die Liste noch fortsetzen…

      Und Leute wie sie, Adam Cartwright, müssen schon entschuldigen wenn ich Kommentare die mit solch ideologischem Schwachsinn wie der ihre beginnen, dann gar nicht erst zu Ede lese.

    • Titel eingeben
      „Es wird ja nun doch eher umgekehrt ein Schuh draus. Nach 9/11 (mit ca. 3000 Toten), konnte wohl keine westliche Regierung sich dem unausgesprochenen Wunsch der USA auf eine Beteiligung am militärischen Engagement verweigern. Ohne den Einmarsch nach Afghanistan wäre der nächste Terrorangriff der Taliban/Bin Laden-Menagerie wohl nur eine Frage der Zeit gewesen.“
      .
      Wieviele Millionen Tote haben die USA durch ihre (auch noch illegalen, unter verlogenen Vorwänden geführten) Kriege und sonstigen Aktivitäten ihrer CIA in zig Ländern seit 1945 und auch schon vor 9/11 zu verantworten? Momentan haben sie 5 – oder sind’s 7? – Länder einfach mal so bombardiert. Weil sie’s können.
      .
      Und was hat Afghanistan mit den Flugzeugentführeren zu tun, die 2001 in die New Yorker Hochhäuser der Weltwirtschaft reinflogen? Waren die verantwortlichen Terroristen nicht (fast) alle Saudis? (ich glaube, 9 von den 11). Wieso bombardiert die USA dann nicht Saudi-Arabien? Wenn schon denn schon.
      .
      Achwas…
      Öl? Geopolitik? Weltmacht sein wollen?
      Sieh mal an.
      .

    • Titel eingeben
      @TDV
      Sie bezeichnen meinen Beitrag als ideologischen Schwachsinn, kommen dann aber selber mit Argumenten der „Loose Change“ Verschwörungstheorie, die von Leuten wie Alex Jones gemacht wird?

      Nur ein Beispiel. Ich war vor vielen Jahren mal an der Absturzstelle eines Starfighters. Der hatte sich mehrere Meter tief in den Boden gebohrt. War nichts mehr von zu sehen. Was meinen Sie, weswegen die ganzen Fliegerbomben alle aus mehreren Metern Tiefe geholt werden? Gibt übrigens auch Bilder, wie die Reste von Flight 93 später mit dem Bagger ausgebuddelt wird.

      Und um meine (nicht rhetorisch gemeinte) Frage haben Sie sich mittels Beleidigungen herumgedrückt. Das sich jemand in einem Beitrag so selbst diskreditiert, wie Sie oben, ist schon selten.

      @kdm
      Natürlich sind die USA für Millionen Tote seit dem 2. Weltkrieg verantwortlich. Die lange Reihe brauche ich nicht aufzuzählen, die kennen Sie selber. Fakt ist aber auch, ohne die USA wären ganz D nach dem 2. Weltkrieg Teil von Sowjetdeutschland geworden.

      Und die Attentäter von 9/11 sind in Terrorcamps in Afghanistan ausgebildet worden. Das sich die USA die Taliban/Al-Kaida durch die Unterstützung der afghanischen Mujaheddin erst herangezogen haben, steht auf einem anderen Blatt.

  168. Kultursicherheit ...
    Kultursicheit, die Sicherheit der gewohnten Kultur, die Kultur an die man gewöhnt ist, auch gesichert ist, wo man sicher fühlt, schön findet, sind die wichtigsten Stichwörter, die ich bei diesem Blogartikel vom Don, ich mir bemerkt habe. Der Don, ich mag ihn wirklich sehr. Deshalb sage ich, warum mir der Erdogan nicht gefällt, und die Kultur, die er propagiert und die Menschen, die ihm folgen. Mein Wut darüber, dass sie eine Kultur zerstört haben in Istanbul, in der ich aufgewachsen bin, und Kritik dafür, dass das Bekennen dazu gleich mit Landesverrat gleichgetan wird, und ich dafür beschwimpft werde. Mein Vater, ein Spritueller, hat jedes Jahr im Sommer im größten Insel nähe Istanbul ein Ferienhaus gemietet. Der Vermieter, Monsieur Joseph, ein Nachfahre von Genovesischen Händlern, seit Jahrhunderten ein Bewohner Istanbuls, ein leidenschaftlicher Bridgespieler, verheiratet mit der Tochter eines griechischen Bäckers, die Türkischen Griechen nennt man Rum( Römer) da sie Nachkommen von Byzanz, des oströmischen Reiches sind. Ganz liebe Menschen. Im Nachbarhaus auch eine Rum Familie, deren Mieter eine jüdische Familie. Millie und Nellie deren Töchter, die mir damals eine Methode beigeracht haben, wie ich mich mein
    curly Haar, gerade bekomme, im halbnassen Zustand am Scheitelende ein Teil des Haares mit einem Lockenwinder einwickeln, den Rest des Haares darum drehen und mit Haarklammern befestigen. Das Nachbarhaus wurde verkauft, meine Rum Spielkameraden, von denen ich ein visschen Grieschisch gelernt hatte, sind nach Griechenland ausgewandert. Dabei war es doch schön mit ihnen. Ich weiß noch, dass sie im Sommer so lange keine Trauben gegessen haben, bis die griechisch orthodoxe Kirche die Trauben geweiht hat. Wir sind mit denen auf die Weichkirche mitgepilgert. Es gab noch ein Kloster mit griechesischen Mönchen, wo wir mit der Familie, zu Fuß auf dem steinigen Hügel bis zum Kloster gegangen, Wein von der Klosterkelleri getrunken, Hünchen und Pommesfrites aus deren Küche gegessen haben. Ich weiß und erinnere mich noch daran, wie das Nachbarhaus an einem armenischem Patriachen( gregorianisch oder katholisch, weiß ich nicht mehr) , verkauft wurde, ganz liebe Menschen, wie mein puppy love, ein Armenischer Junge aus der Nachbarschaft. Mein Vater sagte immer, dass es ein Kulturverlust war, dass die nicht muhammedanischen so zahlreich ausgewandert waren. Ist tatsächlich so. Momentan haben wir in Istanbul, Etdogan Anhänger, die diese Geschichte von Istsnbul kennen, die bereits, die ganze Stadtkultur zerstört haben ….

  169. Sprache als kulturelle Identitaet
    @kdm sagt:
    „Zur Ihrer Anfangsmeldung, Tico hier noch was typisches aus und in meiner Heimatstadt, nachzulesen bei Danisch: https://is.gd/jBp8vE
    Er übertreibt nicht.“

    Also wenn das im Allgemeinen die Zustände in Deutschland symbolisieren, ja, das macht mich sprachlos. Auch wenn es aber „nur Berlin ist (3,5 Millionen Habitantes, wir haben 4 Millionen, ich sehe also die Verhältnismäßigkeit)

    Ich meine, nix gegen Mord und Totschlag, wir alle schauen uns gerne mal Krimis an, aber einen Homo zu beleidigen, das ist wirklich…. Staatsschutz? Härter noch: Beck, übernehmen Sie!

    Auch bei uns hat sich die Kriminalität seit ca. 10 Jahren verschärft, hauptsächlich Drogenkriminalität, die Polizei geht da knallhart vor. Wer geschnappt wird mit Drogen, kriegt Knast nicht unter 8 Jahren und die sitzt er Tag für Tag ab ohne Halbstrafe oder ähnliches. Bei Drogenbarone werden auch schon mal 160 Jahre verschenkt, von denen er wenigstens 50 (!) absitzen muss.

    Und wie werden die geschnappt? Da stürmt ein Rollkommando morgens um 5 das Haus, komplett umstellt. Zack Zack die Tür ist eingeschlagen und alle liegen am Boden.

    Ach ja, gerade Anfang der Woche wurde ein Drogenbaron umgebracht, ein, na wer sagts denn, Libanese.

    Wen wunderts?

    Aber ich will nicht diskriminieren, wir haben nur so 5 oder 6 im Land, allesamt stinkreich, die haben alle mit selbstgebastelten orientalischen Kunstgegenständen ihr Geld verdient….ja ja, der Tourismus….

    Als ich Sprache als wichtiges Kulturmittel erwähnte, wollte ich es nicht allein auf Sprache, also Wortschöpfung begrenzt wissen, wie es hier wohl ankam, sondern auf die gesamte damit einhergehende psychosoziale Entwicklung. Denn erst durch die Sprache (denken wir an Luther) ist eine kulturelle und auch seelische Verständigung möglich. Der Minnesang etwa war mehr, als nur schnöde (aber schöne) Liebeslieder, eher eine Art Knigge für Ritter. Wie man sich zu verhalten hat. Und da liegen doch unsere Wurzeln seit mehr als tausend Jahren. Unser Verhalten. Unser Umgang miteinander. Walter von der Vogelweide brachte ja als erster die Nachtminne. Die Tagminne war idealisiertes, war theoretisch. Die Nachtminne nicht, und er war der erste (in der „niederen Minne“) der vor den Mägden und Bediensteten den gleichen Respekt verlangte (besang) wie vor der Gräfin oder Burgherrin. Das war revolutionierend in der gesamten Gesellschaft. Das hat die gesellschaftliche Verhaltensweise veraendert. Minnesänger hatten auch immer eine didaktische Funktion übernommen: Sie belehrten über vorbildliches Verhalten.

    Aus der höfischen Dichtung ging es hinüber zu den höfischen Romanen und von dort ist es eine Linie zu Grimmelshausen, Mann und Grass. Und das ist gewachsene deutsche Kultur. Das ist (dazu zähle ich auch mich im Ausland) unsere deutsche Identität.

    Sprache ist nicht nur ein Alphabet, wie diese SPD-Tante meint. Da strotzt die Dummheit aus jeder frustrierten Falte ihres Gesichts.

    • Integrations-Schl....
      … ja die hat ihre Integration verschlampt.
      Integrations-Schl…. eben.

      edSE

    • Können wir hier bitte auf solche Begriffe generell verzichten? Ich werde sonst grantig, echt.

    • Ich zoch mir einen Falken?
      Sehr interessant, bis zum Minnesang zurückzugehen. Sie wissen viel. Wobei ich zwischen Mann und Grass doch Unterschiede sehe. Grass quasi als Fortsetzung von Minnesang, nun ja. Was machen Sie jetzt mit dem Falken vom Kürenberg? Ist der nicht ein Symbol für etwas anderes? Fast globalisiert (sieht man ihn schoene fliegen)?

      Politiker sind Sphinx-artige Gestalten. Hat sich doch Macron im Wahlkampf zu ähnlichen Äußerungen wie Ö., die vielleicht hier auch abkupfert, hinreißen lassen und bringt dann eine Verlegerin, Francoise Nyssen als Ministerin für Kultur, eher vielversprechend (Artikel im Feuilleton).

      Kulturen sieht man sehr gut in Diaspora, finden Sie nicht? Deutsche, die sich in Lateinamerika zu Lesungen oder auch zum Biertrinken treffen, China-Town, Littke Italy. In der Toscana schlafe ich gern auf einem Weingut, dessen Besitzer in Südamerika wohlhabend wurde bzw. seine Vorfahren. Er kehrt praktisch zurück in die Heimat.

      Nun hätte ja niemand Einwände, wenn beispielsweise Türken ihre Dichter oder ihr Essen mitbringen, und jeder kauft ohnehin den Döner oder importiertes Obst am Stand, köstlich. Nein, das Problem liegt darin, dass wir in Deutschland Leute haben, die für den türkischen Staatschef ticken, und das ist ein Riesenproblem wie auch die Erkenntnis, dass dieser immer tiefer in eine Richtung abgleitet, die mit Atatürk nichts mehr zu tun hat.

      Mikrokulturen sind wie Mikroklimata, Inseln eines anderen Klimas, absolut vertretbar, ja, siehe NYC, bereichernd.
      Was aber der Herr E. probiert, ist eine feindliche Übernahme im Namen des Islam, der sich dafür leider gut missbrauchen lässt.

  170. Leitkultur von oben
    @Hans Nase – http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/05/17/die-gebaute-islamophobie-im-alten-europa-7718/#comment-161808

    Einen Hinweis dazu, wie das ausschauen könnte, findet sich in einem Interview was Ruud Koopmans der Welt gegeben hat. Der niederländische Sozialwissenschaftler sagt dort: „Für mich ist etwas ganz spezifisch Deutsches der Umgang mit der Vergangenheit. Das historische Erbe des Zweiten Weltkrieges und des Holocausts, das ist deutsche Leitkultur. Man kann nicht deutsch sein, ohne sich für den Holocaust zu schämen.“
    Eine nationale Leitkultur, die auf Fremdscham aufbaut, scheint mir allerdings nicht sehr attraktiv und ein echtes Integrationshindernis zu sein. Wer will schon zum Volk der Täter gehören? Etwas entgeistert frage ich mich nun, ob ein Einwanderer aus Israel auch erst dann deutsch ist, wenn er sich ganz aufrichtig für den Holocaust schämt.

    Ganz interessant, auch als Gegenthese zu dem Beitrag hier, ist die Heidelberger Hochschulrede von Martin Schulz zum Thema „Heimat, Flucht und Identität in Zeiten der Globalisierung“. Auch hier glänzt ein wenig durch, wie so eine von oben verordnete Leitkultur ausschauen könnte. Wer den Kontext des „wertvoller als Gold“ Zitates noch nicht kennt und sich dafür interessiert kann es hier nachlesen:
    http://www.hfjs.eu/md/hfjs/aktuell/2016-06-09_heidelberger_hochschulrede_redetext.pdf. Es ist aufschlussreich.

  171. Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Geheimes Deutschland).
    „Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding.“

    Erwin Schrödinger

    „SCHWUR (des Graf Stauffenberg)

    Wir glauben an die Zukunft der Deutschen.

    Wir wissen im Deutschen die Kräfte, die ihn berufen, die Gemeinschaft der abendländischen Völker zu schönerem Leben zu führen.

    Wir bekennen uns im Geist und in der Tat zu den großen Überlieferungen unseres Volkes, das durch die Verschmelzung hellenischer und christlicher Ursprünge in germanischem Wesen das abendländische Menschentum schuf.

    Wir wollen eine Neue Ordnung, die alle Deutschen zu Trägern des Staates macht und ihnen Recht und Gerechtigkeit verbürgt, verachten aber die Gleichheitslüge und fordern die Anerkennung der naturgegebenen Ränge.

    Wir wollen ein Volk, das in der Erde der Heimat verwurzelt den natürlichen Mächten nahebleibt, das im Wirken in den gegebenen Lebenskreisen sein Glück und sein Genüge findet und in freiem Stolze die niederen Triebe des Neides und der Mißgunst überwindet.

    Wir wollen Führende, die aus allen Schichten des Volkes wachsend, verbunden den göttlichen Mächten, durch großen Sinn, Zucht und Opfer den anderen vorangehen.

    Wir verbinden uns zu einer untrennbaren Gemeinschaft, die durch Haltung und Tat der Neuen Ordnung dient und den künftigen Führern die Kämpfer bildet, derer sie bedürfen.

    Wir geloben:
    untadelig zu leben –
    gewissenhaft zu dienen –
    unverbrüchlich zu schweigen –
    und füreinander einzustehen.“

    http://www.ruedigersuenner.de/Geheimes%20Deutschland.pdf

    • Ganz ehrlich, ich habe enorme Probleme mit dem Mann und finde das absurd pompös, was der da schrieb. So ein Operettennationalismus ist wirklich verzichtbar.

    • Kritische Betrachtung dringend notwendig
      Sie sollten wohl auch mal lesen von Fred Uhlmann: Der wiedergefundene Freund.
      Es handelt sich um Fiktion mit einzelnen biographischen Einschlüssen. Mit Konradin zu Hohenfels könnte von Stauffenberg gemeint sein, vieles deutet darauf hin. Man sieht einen Sohn aus einem Hause, das dem Nationalsozialismus freundlich gegenüber stand, der in späteren Jahren zu einer Umkehr findet. Deutlich wird beides. Diese Gestalt muss entsprechend kritisch betrachtet werden mit später Würdigung, versteht sich. Das Buch ist schriftstellerisch und vom Inhalt her einfach großartig.
      http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.der-emigrant-fred-uhlman-der-stadt-stuttgart-trotz-allem-page2.1524ae5f-34a7-4a19-95f0-fb140c73e52d.html

      Kurz: Er war Teil des Problems und auch Teil der Lösung des Problems. Diffizile Jahrgänge auch. Wilhelminischer Gehorsam. Umkehr viel zu spät. Als Vorbild nur im späten Widerstand tauglich.

      Viele waren so. Bonhoeffer, mit dem die Protestanten sich schmücken, wollte die Juden bekehren, denn er hielt sie für unfertig.

      Vielleicht war es so: Es sah niemand etwas wie „Die Endlösung“ voraus. Etwa wo wie heute auch, wo geflissentlich übersehen wird, dass sowohl Hamas als auch Fatah die Juden aus Israel eliminieren möchten.
      Macron (ein Pluspunkt heute) wird Palästina nicht anerkennen.

      Sie sollten obiges Zitat mit einem Datum versehen. Gerade in diesem Fall ist ein Datum extrem wichtig.

  172. wird heute die 500 überschritten.........................
    die magische zahl, DON gratulation ! und das ALLES OHNE so worte wie sie im NDR zu hören sind……………………..

    https://www.youtube.com/watch?v=QATIHWbN-sM

    dafür spielt DJANGO für ihn mal ein nettes liedchen zusammen zusammen mit dem DUKE

    und dann noch an euch alle in Bordesholm: grüsse aus dem digitalen orbit………………..

    die ihr nun laut
    MUTTIISTDIEALLERBESTEMUTTERKUTTER als alleinschuldige dastehen sollt, vielleicht endet ja alles wie ein ordentliches projekt in der industrie z.b. bei SIEMENS oder beim DAIMLER:

    1. belohung der unbeteiligten
    2. bestrafung der kreativen ideengeber

  173. andersrum wird ein Schuh draus:
    „Jenseits ihrer Religion und ihrer SPD-Mitgliedschaft ist bei Frau Özoguz schlicht keine spezifische Kultur identifizierbar.“ (Alexander Wendt, via Klonovsky)

  174. Another orphan of a bankrupt culture who thinks he's John Wayne?
    Ohne das Thema zu vertiefen:

    Kultur ist NICHT Sprache. Globalisierung funktioniert ja gerade durch Sprache (Englisch) …d.h. sie funktioniert, weil jeder mittels dieser Sprache unabhängig von seiner Kultur operieren kann.

    Kultur ist all das, was wir in den Sozialwissenschaften nicht definieren können. Ich nannte es einmal den Mülleimer der Sozialwissenschaften.
    D.h., dass jeder Wissenschaftler, der von Kultur redet, belegt, dass er als Wissenschaftler gescheitert ist. Weil er nur von Kultur reden kann. Also von Einheit ohne Differenz. (Was ist das Gegenteil von Kultur? … gibts nicht! Folglich existiert auch keine Kultur!)

    Wie schon gesagt, will ich nicht vertiefen, weil dann wird es zu kompliziert.

  175. Schubert als Deutscher
    @ Ine Jezo-Parovsky:

    Wieso Schubert und Wolf. Ganz einfach: Zum einen weil sie Teil der Tradition des deutschen Kunstliedes sind bzw. das deutsche Kunstlied ohne Schubert gar nicht existieren würde. Kulturell – nicht (mehr) politisch – gesehen ist Österreich ein Teil des deutschen Kulturraums so wie Bayern, Hessen oder Sachsen und die besagten Herren insofern (kulturell gesehen) Deutsche – wie sie sich übrigens auch selbst verstanden haben.

    Zum anderen, weil zumindest zu Zeiten Schuberts „Österreich“ nichts anderes war als die Bezeichnung für einen deutschen Gliedstaat, so wie das Herzogtum und spätere Königreich Württemberg oder das Großherzogtum Hessen. Für die Zeit Schuberts zu sagen, jemand sei „kein Deutscher, sondern Österreicher“ gewesen ist dementsprechend so sinnvoll wie wenn man heute (oder damals) von jemandem sagen würde, er sei „kein Deutscher, sondern Hesse“ oder „kein Deutscher, sondern Niedersachse“. Die Aussage Schubert sei kein Deutscher, sondern Österreicher gewesen, ist mithin ein kompletter Anachronismus.

    • @Markus Rothhaar 20.5.2017 11:44 Schubert
      Text eingeben

    • @Markus Rothaar 20.5.2017 11:44 Schubert im deutschen Gliedstaat
      Österreich ein deutscher Gliedstaat um 1800 ???
      Schon mal was gehört vom Habsburger Reich oder vom Wiener Kongress ?

      Ich will hier nicht böse werden und ich habe volles Verständnis dafür, dass Sie stolz sind auf Deutschland. So soll es ja sein. Aber bitte nicht übertreiben.

      So wie Sie argumentieren, wäre auch Haydn ein Deutscher und die Kaiserhymne zu Recht in deutschen Kehlen.

  176. Özoguz nochmal
    Houellebecq hat seinem Buch Unterwerfung die These zugrundegelegt, dass es einer Einwanderung von deutlich weniger als 50 % brauchen kann, um die hergekommene Kultur des Einwanderungslandes zu unterdrücken. Hier in Deutschland reichen schon weniger als 5%, um sich die Integration von jemandem gestalten zu lassen, der ersichtlich nicht integriert ist, wie die besagte Dame. Sie kann ja noch nicht einmal die Deutsche Kultur erkennen. Oder will es nicht. Beides spricht nicht für ihre Integration.
    Die Wirklichkeit überholt die Fiktion.

    Ich habe übrigens bei meinen Mandaten viele türkische Mitarbeiter kennengelernt. Sie sind perfekt ausgebildet (Studium), arbeiten bei renommierten Unternehmen, sprechen Deutsch genauso gut wie ich. Integriert sind sie aber nur von 9 bis 5. Danach geht es wieder in die Parallelwelt.

  177. Danke
    Vielen Dank für den Text. Gefällt mir sehr gut.

  178. Genusstext
    Haben Sie Dank für den mir mit dem Text bereiteten Genuss.

  179. Nochmal Österreich
    Natürlich habe ich schonmal was vom Wiener Kongreß und von Habsburg gehört.
    Das ändert aber nichts daran, dass Österreich zum einen ein Teil der deutschen Sprach- und Kulturnation ist. Und dass es zum anderen bis 1866 auch die politische Geschichte des restlichen Deutschlands geteilt hat: Das Herzogtum Österreich war nach der Abtrennung vom Herzogtum Baiern 1156 im Konflikt zwischen Staufern und Welfen ein Fürstentum des deutschen Königreichs wie jedes andere (und ebenso wie die anderen heutigen Landesteile Tirol, Kärnten, Salzburg etc.).
    Die Habsburger waren nunmal bis zum Reichsdeputationshauptschluss Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation und nicht „Kaiser von Kakanien“. Und Wien die Hauptstadt des HRRDN. Im Deutschen Bund nach 1815 war Österreich dann nicht nur Mitglied, sondern führte in Erinnerung an die Kaiserkrone auch den Bundesvorsitz.

    All das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass vor 1945 mit Ausnahme einer Handvoll Austrofaschisten kein Deutsch-Österreicher auf die Idee gekommen wäre, sich nicht als Deutscher zu verstehen.

    Als Süddeutscher wäre es mir ohnehin lieber gewesen, Österreich hätte sich 1866 in Deutschland durchgesetzt. Im Fall Preußens – des historischen Preußen – habe ich viel eher meine Zweifel, was seine kulturelle Zugehörigkeit zu Deutschland angeht, als im Fall Österreichs.

    Und ich bin auch heilfroh, dass Österreich heute ein eigenständiger Staat ist, da sonst die Balkan-Route kaum geschlossen worden wäre. Aber die ständige Geschichtsklitterung, mit der viele Österreicher heute versuchen, sich entgegen den Tatsachen eine außerdeutsche Geschichte zu erfinden, finde ich als (Nebenfach-)Historiker ehrlich gesagt irgendwas zwischen ärgerlich und albern.

    • Titel eingeben
      @rothhaar ich stimme Ihnen gerne zu und ergänze: Ohne den Rest an Föderalismus innerhalb der Bundesrepublik Deutschland hätten die Durchregierer von rechts und links das bayerische Gymnasium und Abitur längst geschleift. vieles Schöne wäre jetzt platt.

      Der Flickenteppich des Heiligen Römischen Reiches schützte uns vor der Wucht einer Zentralgewalt und vor einer überbordenden Hauptstadt.

      Ansonsten müssen wir nur den Don lesen. Die bayerische Oberhoheit über die Ösis bringt er öfters noch, als den running gag vom RSH.

      Um dem Gastgeber und allen Oberbayern eine mitzugeben:
      Die Krönung des Herzoges von Bayern zum König war der Anlaß der Aufgabe des Heiligen Römischen Reiches durch die regierenden Habsburger. Hätten sie es Aussitzen sollen?
      Krieg gegen Kgr Bayern v N G?
      Klage vor einem Reichsgericht? Einberufung eines Reichstages zusätzlich zum Immerwährenden?
      Kaiser von Österreich fail.

      Noch eine Watsche: Der Bayern-Kini trug Wilhelm die kleindeutsche Kaiserkrone des Zweiten Reiches an.

      Schamds Eich Bayern, Baiern und Altbaiern

    • Reichsdeputationshauptschluß und Ende des Reiches
      der Reichsdeputationshauptschluß war nicht das Ende des Reiches, sondern der letzte Versuch die Ordnung wiederherzustellen und das Reich sinnvoll zu ordnen. So die freundliche Version, die unfreundliche, die mächtigsten Fürsten entschädigten sich für die Verluste durch die Franzosen, in dem die geistlichen Gebiete säkularisiert wurden und die meisten reichsunmittelbaren gebiete und Städte einem der verbliebenen Gebiete zugeschlagen wurden. Das war 1803, 1804 rief Franz II sicherheitshalber noch das Kaisertum Österreich aus, das er ab 1806 als Franz I regierte, nachdem er unter französischem Druck die deutsche Kaiserkrone abgelegt und das Reich für aufgelöst erklärte hatte.

  180. @Markus Rothhaar (habe ich beim letzten Posting vergessen!)
    Daher hier nochmal:

    Ihre verschwurbelte Denkweise und ihre Überheblichkeit sind sensationell.

    P.S.: Bitte, wenn geht den Kommentar ohne Namensbezug löschen ! Bitte !

  181. Angst vor dem Islam, nicht Islamophobie
    Der Islam gehört zu Europa – als Bedrohung, so bekommt der Satz einen Sinn.

  182. Eine Geschichte beginnt immer am Anfang
    Ein wunderbarer Artikel von einem nachdenkenden ,sonnenverbrannten Radfahrer…,auch der Ausflug in die lateinische Grammatik ist erbaulich,die Rettung der Bayern vor den Ungarn erfolgte übrigens durch Otto ,der kam seinerzeit extra aus Magdeburg angebraust.

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