Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Durchsetzung sozialer Sicherheit mit öffentlichem Tanz und Enthauptung

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Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel mit dir nichts anzufangen!
Augustinus von Hippo

Nicht immer entsteht grosse Kunst in grossen Zeiten: Der Sieneser Künstler Ambrogio Lorenzetti war seiner Epoche weit voraus, als er um das Jahr 1338 den wichtigsten Ratssaal des Palazzo Publico mit dem ausmalt, was die Kunstgeschichte als “Allegorie auf die gute und schlechte Regierung” bezeichnet. Er war damit aber auch aus der Zeit gefallen, denn dieser Höhepunkt der Kunst der frühen Renaissance mit revolutionären, säkularen Bildschöpfungen entstand zu einem Zeitpunkt, da Siena die besten Zeiten schon hinter sich hatte. Gegen 1300 brach das bis dahin dominierende Bankhaus Europas, die Gran Tavola von Siena, nach einer Serie von Hiobsbotschaften zusammen. Es riss dabei den restlichen Kreditsektor der damals blühenden Handelsstadt mit sich, und leitete den ökonomischen Abstieg der Stadt ein. Der Rat der Neun, der zwischen den Gemälden der guten und schlechten Regierung tagte, war in jenen Tagen also auf dem Weg vom Ideal zur Dystopie, bis 1348 mit dem Schwarzen Tod die Hälfte der Bevölkerung starb.

Davon kündet das Bild der guten Regierung nicht. Es versucht, dem Betrachter eine Vorstellung Sienas in den guten Zeiten zu vermitteln. Wir sehen eine prosperierende Stadt des Wachstums, in der der Handel und das Handwerk florieren. Die Häuser sind herausgeputzt, es wird gebaut und vergrößert, die Menschen tragen prächtige Gewänder, und jeder hat seinen angenehmen Platz im Leben. Ins Zentrum dieses Lebens hat Lorenzetti nicht etwa männliche Oligarchen gestellt, sondern eine Gruppe von offensichtlich gut gelaunten Frauen, die sich an den Händen halten, und singen und tanzen. Zu einer Zeit, da man nördlich der Alpen noch schaurige Gabelkreuze schnitzt, steht hier im Mittelpunkt der Öffentlichkeit die Freude an der Körperlichkeit von Frauen.

Das ist es, das viel gepriesene Menschenbild der Renaissance, scheinbar frei von allen Zwängen des Christentums, die man mit dem dunklen Mittelalter verbindet. Die Sichtweise ist nicht ganz korrekt, denn Tanz gab es natürlich auch im Mittelalter. Auch die Kirchen wussten, dass Männer und Frauen zusammen kommen mussten, und Tänze waren da ein probates, durch Regeln moralisch tragbares Mittel. Wir wissen aus der schriftlichen Überlieferung, dass früher sogar in Kirchen profane Feste mit Tanz stattfanden. Es wurde nur nicht auf Wände gemalt, die den Marienbildern und Gekreuzigten vorbehalten waren. Lorenzetti erkor die freie, ungehinderte Bewegung von Frauen in der Gesellschaft zum Herzstück des gesamtgesellschaftlichen Wohlergehens.

Auf der anderen Seite, bei der schlechten Regierung, ist es anders. Diese Seite ist nicht so gut erhalten, aber an einer Stelle erkennt man eine Frau im roten Gewand, die von zwei Soldaten “bedrängt” wird, so nennen es Kunstgeschichtler, um nicht das deutlich anzusprechen, was hier zu sehen ist: Ein Übergriff, bei dem sich die Männer einig sind, einer Frau Gewalt anzutun. Das Motiv ist weniger neu, die Tradition der beiden Älteren, die Susanna im Bad begehren und sexuell missbrauchen wollen, hat eine lange Tradition in der Malerei. Aber es ist recht offensichtlich, dass Gruppentanz und, sagen wir es deutlich, Gruppenvergewaltigung ein antagonistisches Paar in der guten und schlechten Regierung darstellen.

Und das in einem Freskenzyklus, der besonders gern abgebildet wird, wenn sich europäische Politiker in eine lange Tradition des guten Handelns stellen wollen. Lorenzettis Malerei ist eine Inkunabel des gerechten Staatsverständnisses, und dabei übersieht man auch großzügig, dass der den Auftrag gebende Rat der Neun eine Versammlung der Sieneser Oligarchen war, die demokratisch wie die EU-Kommission letztlich der untergeordneten Stadtverwaltung anschafften, wie sie die Stadt in ihrem Sinne zu führen hatte. Es gibt unter den Bildern einen warnenden Appell von Lorenzetti, das Gemeinwohl nicht aus den Augen zu verlieren – und vielleicht hat er auch deshalb die Frauen gewählt, weil das Motiv dem Auge der hohen Herren nicht schlecht gefallen hat.

An der Stirnseite gibt es übrigens noch die berühmte Darstellung der Tugenden, unter ihnen die Figur des Friedens mit einer damals unerhört lasziven Körperhaltung im leichten Sommerkleidchen. Nebenan in der Pinacoteca Nationale kann man sich übrigens anschauen, wie aus den ikonenartigen, steifen Madonnen Duccios mit herabgezogenen Mundwinkeln emotional bewegte, sinnliche und sexuell auch heute noch attraktiv wirkenden Frauen Lorenzettis werden. Kopftücher werden zu leichten, allenfalls zu ahnenden Schleiern, unter den Gewändern wird Figur deutlich: Renaissance ist, wenn aus der Mutter Gottes eine Frau wird, und wenn man diesen Schritt erst einmal gemacht hat, kann man die Frauen auch tanzen lassen.

Dazu sollte man vielleicht wissen, dass öffentliche Tänze in der europäischen Kulturgeschichte stets zu den Symbolen des guten Lebens gehörten. So wird beispielsweise von einem Einzug Kaiser Maximilians in Regensburg berichtet, der von Westen kam und dabei das Bordellviertel passieren musste. Die dort wohnenden Frauen haben ihm zu Ehren eine Tanz aufgeführt, und Maximilian stieg vom Pferd, um mit ihnen zu tanzen: Vor der versammelten Bürgerschaft und seinem eigen Hof. Das, womit die aktuelle Regierung mit ihrem katastrophalen, angeblichen Prostitutionsschutzgesetz vermutlich scheitern wird, hat Kaiser Maximilian durch seinen gesellschaftlich inklusiven Tanz in der Öffentlichkeit allen vor Augen geführt: Diese Frauen, zeigte er, gehören in die Mitte der Gesellschaft, und sind gut zu behandeln, wenn er selbst das schon tut. Gute Regierung durch gutes Beispiel.

In Tübingen soll es bei einer Tanzveranstaltung zu Übergriffen gekommen sein – ein Umstand, der nur in die größere Öffentlichkeit kam, weil der Oberbürgermeister der Stadt eine nachträgliche Entschuldigung der Veranstalter weit verbreitete. Der SWR hat nach eigenen Angaben zwei Zeuginnen ermitteln können, die nur anonym sprechen wollen, und es gibt zwar eine Ermittlungskommission, aber noch keine Anzeige. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, dass die eher links orientierten Betroffenen und Zeugen kein Interesse daran haben, aks Kronzeugen für ein Bild herhalten zu müssen, das nicht der guten Regierung entspricht. Was 2015 bei der Grenzöffnung von vielen Seiten versprochen wurde, sollte Ähnlichkeit mit der guten Regierung Lorenzettis haben, mit Fachkräften und Zuwanderern, die im Durchschnitt gebildeter als die Deutschen sein sollten, und die für ein neues Wirtschaftswunder sorgen und später einmal in unserer überalternden Gesellschaft die Rente zahlen werden. In Köln hatte man eher den Eindruck, das Bild der schlechten Regierung zu sehen, wo unter den Untugenden dann auch die Gerechtigkeit gefesselt und unfähig zum Urteil dargestellt wird. Wir haben jetzt für exakt solche Fälle zwar ein drakonisches “Nein heisst Nein”-Gesetz. Aber auch Betroffene, die schweigen, es ins Leere laufen lassen, und nicht mehr zu jeder Zeit, an jedem Ort ungehindert tanzen.

Manche werden sagen, da würden sich eben patriarchalische Strukturen äussern und Deutsche machten das auch – aber das ist nicht richtig. Patriarchat ist nicht Patriarchat. Tanz ist im europäischen Kontext eine Ritualisierung der Annäherung zwischen zwei Geschlechtern in einem monogamen Rahmen: Es war möglich, miteinander zu tanzen, zum Zwecke einer gewünschten körperlichen Vereinigung – und unter einem immensen sozialen Druck, der diese Entscheidung für einen einzigen Partner dann auch exklusiv umsetzen wollte. Frühere europäische Kulturen waren zwar tanzfreudig, aber vor allem vor dem Hintergrund, dass Menschen erfahren sollten, ob sie gut miteinander umgehen konnten. Andere Kulturen haben da andere Vorstellungen, und bei den Saudis tanzen dann eben Männer zusammen mit Schwertern. Auch das ist Ausdruck einer bestimmten Haltung, aber eben nicht einer alteuropäischen Tradition, die bei uns schon im Kindergarten eingeübt wird. Man muss die dahinter stehende Moral nicht mögen, die früher auf Exklusivansprüche am Partner abzielte, Schon Boccaccios Decamerone ist nicht umsonst voll mit Geschichten, die in genau jener Zeit diese Moral hinterfragen. Aber auch dort finden zwischen Männern und Frauen Gespräche, Musik und Tänze gleichberechtigt und nach klaren Regeln statt, die allen bewusst sind.

Lieblich sind die Bilder von Lorenzetti, und den Rat der Neun gibt es schon lange nicht mehr, so dass man heute dazu neigt, hier eher ein Idealbild der Gesellschaft zu sehen als das, was es ist: Eine Handlungsanweisung, bei denen die Guten eine Belohnung und die Schlechten buchstäblich ein Schwert in den Nacken bekommen. Wenn sie als Fürsten nicht taugen, wird ihnen die Krone entrissen. Das sind für unser heutiges Verständnis teilweise radikale Vorstellungen von Gerechtigkeit, aber so war das damals in den Städten der Renaissance: Entweder man ordnete sich dem System und seinen Zielen unter, oder man wurde radikal ausgeschlossen und vertrieben, die Bürgerrechte wurden entzogen und die Häuser gebrandschatzt. Es gilt als feinsinnig, die Gemälde Lorenzettis zu bewundern, aber seine Empfehlungen entsprechen doch eher dem, was Donald Trump gerade nach dem Anschlag von Manchester gesagt hat: Man müsste diese Leute aus den “Communities” verdrängen.

Man könnte natürlich auch das eine oder andere Element aus der Darstellung der guten Regierung entfernen ohne dass dessen Grundaussage irreversibel geschädigt wäre. Die Wirtschaft würde immer noch florieren, wenn die Frauen nur noch in einem abgeschlossenen Haus tanzten, mit einem Wächter davor, der andere aufhält und einem Podesta, der aus Parteiräson schweigt. Es wäre vielleicht etwas, sagen wir, irritierend, und es wäre nicht mehr die absolute Sicherheit der guten Regierung, sondern eine relative Sicherheit mit Lebensrisiken. Genauso könnte man übrigens dann auch argumentieren, dass auf der anderen Seite gar keine schlechte Regierung dargestellt ist, sondern nur eine gute Regierung in ihren alternativlosen Möglichkeiten, mit den unvermeidlichen Lebensrisiken des 14. Jahrhunderts, in der es keinem schlechter geht. Also Allegorie der guten Regierung und der Regierung mit Herausforderungen, die gar nicht so auffallen, wenn der Bürgermeister endlich den Mund halten würde.

Ich mag, das möchte ich hier sagen, Lorenzetti sehr, und man kann natürlich immer im Schlechten das Gute sehen: Wäre Siena nach dem Fresko nicht so abgestiegen und verarmt, hätte man die Gemälde vermutlich später abgeschlagen, bepickelt und mit weniger brutalen, gefälligeren Darstellungen übermalt. Ein ist ein Unglück für Siena, und ein Glück für die Kunstgeschichte. Natürlich hätte ich damals nicht leben wollen, und auch heute möchte ich, dass man immer, überall, nach Lust und Laune hemmungslos und selbstbestimmt körperlich sein kann, in bester, europäischer Tradition, und dieser Konsens von allen verstanden und getragen wird, sofern sie nicht Bekanntschaft mit dem Richtschwert und seiner heutigen Entsprechung machen wollen. Weit sind wir gekommen in der Entwicklung, aber das dachte man in Siena auch, als man Lorenzetti den Auftrag gab. Unsere Freiheiten waren und sind kein Naturzustand, und schnell weg, wenn man sie nicht entschlossen und ohne falsche Rücksichten verteidigt.

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290 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Dass es jemals ein ‚finsteres Mittelalter‘ und eine blühende ‚Renaissance‘ (= Wiedergeburt) gab, wussten die Zeitgenossen ja überhaupt nie. Dies wurde erstmals nachträglich von Giorgio Vasari konstatiert.

    • Es war den Menschen allerdings bewusst, dass sich gerade einiges ändert. „Vita Nova“ von Dante etwa ist ein Ausdruck dieser Erkenntnis.

  2. Titel eingeben
    Danke

  3. Ich danke Ihnen sehr herzlich
    für die gesamte Betrachtung, aber ganz besonders für den letzten Satz.

  4. Die Verteidigung der Freiheit
    Ja, lieber Don, die Freiheit zu verteidigen, das wäre an der Zeit.

    Offensichtlich genießt das Wort jedoch keinen guten Ruf mehr, vielleicht wegen der Unterstellung, Freiheit sei nur Ausdruck des persönlichen Egoismus. Bei uns ist es ja unmöglich, das Wort Freiheit ohne das Wort Verantwortung im selben Satz zu verwenden. Welch ein Misstrauen da gegen die eigenen Landsleute zum Ausdruck kommt, und sich selbst, ist schon seltsam. Gibt es das in anderen Ländern auch?

    Leider haben Generationen von linken und grünen Volkserziehern den Menschen, vor allem den jungen, beigebracht, dass der Staat es besser weiß als der Einzelne, alle Chancen und Gefahren eingehegt und durchreguliert werden müssen und Freiheit darin bestünde, für seinen tatsächliche oder eingebildete Besonderheit öffentlichen Respekt einzufordern.

    Wie sonst soll man sich erklären, dass Hunderttausende gegen freien Handel auf die Straße gehen, gegen das Zensurgesetz von Herrn Maas, Sprachvorschriften durch Genderismus oder die systematische Behinderung einer kleinen neuen Partei jedoch keiner?

    • Antwort: Masse und Macht
      anders: Duckmäuser

      Es kommt einem mittlerweile die koprophage Ernährung von Fliegen in den Sinn, und die Frage, ob sie auf den Menschen übertragbar ist.

    • Freiheit
      Die Sehnsucht nach dem alles regulierenden Staat scheint mir bei den schon länger hier Lebenden und sogar bei den schon nicht mehr hier Lebenden (formerly known as „Deutsches Volk“) vorhanden gewesen zu sein. Vom National- über den real existierenden bis zum Welcome-Öko-Gender-Sozialismus ist das für mich eine durchgehende Linie. Nun bietet sich überraschend eine Alternative. Wir können die unbequeme Freiheit auch durch die Unterwerfung unter den Islam loswerden. Überraschend ist allerdings, dass die neue Zielrichtung gesamt-westeuropäisch (ohne UK) zu sein scheint.

  5. Das sind wie immer sehr schöne und nette Erwägungen...
    …werter Don Alphonso,

    aber: Zu spät! Der Zug ist schon längst unterwegs; doch immerhin, der Bahnsteig steht bröckelnd zur Zeit noch. – Aber auch das nicht mehr lange.

    Der Arzt frägt: „Hat der teure Verblichene vor seinem Hinscheiden tüchtig geschwitzt, ja? – Schön, sehr schön!“

    • Das sehe ich auch so
      Der Zug ist längst abgefahren.
      Es macht keinen Sinn den Verfall des Bahnhofs zu betrachten.
      Auf zu neuen Ufern.

  6. Eine Handlungsanweisung
    Eine Handlungsanweisung, bei denen die Guten eine Belohnung und die Schlechten buchstäblich ein Schwert in den Nacken bekommen.

    ggf erwartet man von einer guten Regierung das sie handelt wie ein guter Vater. Ob Kaiser Maximilians in Regensburg wusste mit welcher Art Frauen er es zu tun hatte weis ich nicht, vermutlich schon, er wusste aber instinktiv das gewünschtes Verhalten gelobt/unterstützt werden sollte. Wer nur Sanktioniert ist mit seinen Möglichkeiten schnell am Ende (Die Erfahrung machte ich als Krpfl in der Psychiatrie und die Erfahrung macht die Bundesregierung heute im Umgang mit der Türkei)

    Ich habe vom letzten Blog noch den Gedanken des Backups im Hinterkopf. – Der Vater als Backup für die Tochter die beim Verkehrsunfall bedroht wird und der heftig (über)reagiert als er hört das man ihm vorwirft das er seinen Pflichten nicht nachkommt.

    Ein drastisches Beispiel gibt es aus Ex Jugoslawien.
    Ein Bundeswehrsoldat hält mit Hilfe seiner Pistole einen LKW auf.
    (Ort und Zeit sind mir nicht in Erinnerung)
    Erfolgreich war der Soldat auch aufgrund des ihn stützenden Backups.
    Ein Leopard 2 mit 120mm Glattrohrkanone,
    dahinter ein Zug, eine Kompanie, die Bundeswehr und als
    Maximum die NATO selbst. Das hilft aber nicht immer.
    Ab das ein Bundeswehrsoldat heute tun würde?
    Mit einem Backup in Form von Frau Dr. med. U.v.d.L
    und diversen Untersuchungsausschüssen?

    Oberst Klein (Stichwort Bombenabwurf bei Kundus, der Mann wurde zwischenzeitlich befördert) musste vermutlich länger zittern
    bevor ihm das zuständige Gericht in Deutschland Absolution erteilte.

    Ein Teil des klugen Handels ist sicherlich der Rückhalt
    der Truppe (Polizei, Bundeswehr,etc) in der Gesellschaft
    und die angemessene Sanktionierung von Fehlleistungen.

    ggf sind deshalb die Soldaten bei einem Übergriff dargestellt.
    Ob ggf ein Zugriff gezeigt wurde, mit dem angedeutet wird
    das die Sitten verrohen, kann ich nicht berurteilen.

    PS Hatte der Künstler Zugang zu Darstellungen aus der
    Römerzeit die ja eine andere Darstellungspraxis kannte?

  7. Tanz um das eigene Weltbild...
    „Bis heute gibt es noch keine Anzeige. Die Studentin, mit der ich gesprochen habe, will das am Dienstag machen. Sie ist momentan krank und sagt, sie hat das vorher nicht geschafft. Warum andere keine Anzeige erhoben haben, wissen wir nicht. Aber das ist nicht so ungewöhnlich bei solchen Taten. Frauen schämen sich oft nach derartigen Übergriffen. Oder sagen: Den Täter findet man doch eh nicht.“

    Sagt die SWR-Reporterin Sandra Müller nach dem Gespräch mit einem der Opfer von Tübingen (20 Jahre alt, Studentin). Und ich denke, man kann ihr nur zustimmen. Woher die „vermutlich linke Einstellung“ der Opfer und Zeugen in die Sache hinein kam, wissen eigentlich nur Sie, lieber Don – auch wenn an der Fassade des Epplehauses groß „Kein Mensch ist illegal“ geschrieben steht. Ja, seit wann gibt die Fassade eines Clubs die politische Einstellung all seiner Besucher wieder? Da muss mir was entgangen sein.

    Und dass Martin Schulz, der sagte, die Flüchtlinge seien wertvoller als Gold, zu diesem Zeitpunkt genauso wenig wie heute Mitglied des Kabinetts war… ja, meine Güte, wer wird so kleinlich sein? Man hat verstanden, wie viel Sie von der Bundesregierung halten, und darauf kam es ja wohl an.

    • Es nervt. All die JJahre wuerde gesagt, man müsste etwas tun – und dann kommen solche Leute dank eines positiven Rassismus davon.

    • Ihr relativierender Furor in Ehren, Herr Stipich,
      aber wir wissen doch alle noch sehr genau, daß den Frauen, die die Übergriffe in der Silvesternacht vor dem Woelki-Dom (damals noch ohne Flüchtlingsaltar) wagten , anzuzeigen, dafür als „rassistisch und fremdenfeindlich“ geschmäht wurden.

      Wir wissen auch, was im Namen von… so ein sogen. „Flüchtling“ so durchschnittlich für eine gewalttätige Vergewaltigung vom RichterIn bekommt…. Ich weiß, ich bin „Rassist“,- Türken (so sie sich denn nicht zu sehr assimiliert haben und quasi als Deutsche durchgehen) bekommen auch eher den Freifahrtschein für „gewalttätigen Sex“, was woanders für einen Mitteleuropäer von denselben „RichterInnen“ als schwere bestialische Vergewaltigung erkannt würde.

      Und mit dem evangelischen „Bischof“Dröse wissen wir jetzt auch, daß die Christenverfolgung „dramatisiert“ wird.- Vermutlich wieder mal durch negativRassisten.
      Und wenn ichndann noch vin der „promovierten“ Kässmann höre, daß alle, die deutsche Eltern haben, Nazis seien und die AfD die Nürnberger Rassenreinheitsgesetze neu auflege, weiß ich auch, wie eine positivRassistin aussieht und wie hässlich das ist!

    • Die Protestanten
      und deren Arbeitsethik waren mir schon immer suspekt.
      Die Crossover-Veranstaltungen der Kirchen mit unseren Politikern gehen mir mittlerweile extrem aufs Skrotum.

      Wo sind eigentlich die Liberalen geblieben?

      Und damit meine ich jetzt nicht Lindner und Konsorten, die protestgewählt wurden, weil dem Michel für echten Protest der Arsch zu niedrig hängt.

  8. Das Problem mit dem entschlossenen Verteidigen der Freiheit
    Viele waeren ja schon froh, wenn ihre eigene koerperliche Unversehrtheit verteidigt werden koennte.
    Handelt aber der Staat, um Gewalt einzudaemmen, ist es auch wieder nicht recht. Heiko Maas versucht sich nach dem durchaus nachvollziehbaren Motto „Wehret den Anfaengen“ mit viel Energie und wenig Sachverstand an der Verordnung eines zivilisierteren Umgangs im Netz, andere wollen Telekomdaten auf Vorrat speichern und wieder andere pflastern die Staedte mit CCTV-Kameras zu. Die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit ist schwer zu finden – das gilt uebrigens auch fuer einen konsequenteren Umgang mit der „Religion des Friedens“, fuer die die Religions- und Gewissensfreiheit auch gilt.

  9. Erholsam
    Lieber Don Alphonso;
    Eine intellektuell-kulturelle Betrachtung über Lebensfreude und Körperlichkeit, die endlich wieder einmal, trotz aller politischer aktueller Hinweise, aufatmen lässt und ihnen würdig ist. Bravo. Es war erholsam ihren Text zu lesen. Danke.

  10. schööön!
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    schöne Bilder, nicht mindere sätze
    ändern wird sich nichts solange die da oben so grün (hinter den Ohren oder sonst wo) sind
    Danke

  12. Unsere Freiheiten
    Wenn man auf der FAZ Seite die Auktionserlöse von „Hochkultur“-Kunst gelesen hat- eine Bronzerübe für 50 Millionen, von einem, den gerademal Kunstspezialisten kennen dürften – dann fragt man sich schon, was unsere „höchsten Güter“ sind, für die wir unsere lieb gewordenen Kröten aus unserem Sack herauswandern lassen.

    Ein neues Kunstwerk ist doch auch nur unwesentlich anders als ein neues nettes Modellauto für 119 Euro. Man schaut es ein paar Tage intensiver an, und dann landet es bei seinen Vorgängern im Regalarchiv.

    Jeder Sammler kennt das wohl. Und wo es schmerzhaft wird, wenn wir – im Nachklang zum letzten Beitrag- an echte Oldtimer denken, da kann die persönliche Brieftasche in Schieflage geraten, wird wohl geraten, wenn man auf einer Oldtimermesse endlosen Edelschrott um die 50.000 Euro sehen muss, der in einigen Jahren eher bei 10.000 Euro landen wird als bei 100.000 und bis dahin jede Menge Reparaturgeld verschlungen haben wird.

    Der Boom auf dem Oldtimermarkt hat und wird endlos viele Leidensgeschichten hervorbringen, wenn Illusionen so platzen wie Investitionen in Schiffsfonds, die man auf Anraten hochseriöser Berater der Deutschen Bank und Komplizen und Kollegen gezeichnet hat.

    Steht uns Sienas Niedergang auch bevor? Wenn die Vermögenspreis-Inflationsblase platzt – die Zinsen steigen, es werden keine Immobilien mehr teurer verkauft, dann müssen Aktien in Liquidität zurückgetauscht werden – und dann sitzen wir wieder in einer analogen Situation wie 2008 – nur dass am Boden von Mario Draghis Zylinder dann kein Quantitative Easing Kaninchen mehr sitzt.

    Nur noch ein Hasenschädel, der wenigstens dem Historiker beweist, dass man wenigstens bei dem vergangenen Festessen nicht Katzengold, sondern noch echtes Karnickelgeld verspeisen durfte.

    Und auch nur eine kleine Elite durfte die Mille Miglia und die Auktionshäuser geniessen, wahrscheinlich werden sie es immer können, zumindest solange es uns Mäusekinodeppen immer noch Spass macht, unseren Göttern auf Fratzenbuch und Co. hinterher zu hecheln.

    • Oldtimer sind ja derzeit primär Steuervehikel
      … also etwas mit dem man den Fiskus überzeugt das er die Hand nicht so aufhalten soll.

      Da ist Gewinn gar nicht so erwünscht, muss ja klar unter Liebhaberei fallen.

  13. Die Renaissance war politisch nicht korrekt
    und bei näherer Betrachtung gilt das für Vieles, was uns an positiven Werten überliefert wurde. Ich habe mir auch schon ganz schön das Hirn zermartert in Bezug auf die Unterscheidung zwischen Gut und Böse und wie man die menschliche Existenz durch Eliminierung des Bösen optimieren kann. Eines ist sicher: einfach ist das nicht. Es kostet nicht nur viel Energie, es verlangt auch enorm viel Um- und Vorsicht. Der Satan macht es dem Menschen nicht leicht und scheint die Angewohnheit zu haben, immer irgendwie den Fuß in die Tür reinstrecken zu wollen. Dinge, die gut anfangen und durchaus Sinn machen verkommen nach einer gewissen Zeit, indem beispielsweise die falschen Leute mitmischen.

    Als Beispiel ziehe ich immer gern die Grünen heran. Wer weiß wie man in den 1970-ern beispielsweise vielerorts noch ohne Hemmungen ungeklärte Abwässer in Flüsse leitete hat eine Ahnung davon was ich damit meine. Kein Fortschritt und keine Firmenbilanz rechtfertigt die Zerstörung der unmittelbaren Lebensumgebung und die Vergiftung von Gewässern, in denen man als Kind noch gebadet und geangelt hat. Wer Ende der 1970-er vorausschauend war (und da gehörte nicht mal viel dazu, nur etwas Beobachtungsgabe) der musste ganz einfach grün werden.
    Das Ganze wurde dann schnell zum Trend. Einerseits gut, wenn da nicht die wären, die man als Trendritter bezeichnet. Karrieregeile Heuschrecken, die kurz zuvor noch als Chemieingenieur oder Betriebswirt den schnellen, möglichst mühelosen Erfolg suchten ohne Rücksicht auf die Natur zu nehmen sahen den neuen Trend und rannten in Scharen dorthin. So kam es, dass die Grünen zu einer Partei opportunistischer, zumeist urban geprägter Karriereyuppies wurden, die dem Satan Tür und Tor öffneten. Der malträtiert uns mit der ihm eigenen Zerstörungswonne seit der Zeit mit naturwidrigem Teufelszeug wie political correctness oder gender-Krimskrams. Was haben die Grünen eigentlich in ökologischer Hinsicht erreicht?

    Ich bin mal so kühn zu behaupten: fast gar nichts, die wesentlichen Fortschritte, wie die Einführung des geregelten Katalysators oder Recycling-Initiativen kamen von der Industrie. Hier zeigt sich, dass Profitinteresse, wenn es professionell daher kommt, durchaus auch etwas bewegen kann.

    Die Grünen sind immer weiter degeneriert und heute eigentlich eine „Naturverachtungspartei“, in der sich Typen tummeln, die man nicht nur in der Renaissance gern in die Wüste geschickt hätte. Ein Beispiel für das was die Grünen der Natur antun: als Globalisierungsbefürworter tragen sie dazu bei, den ganzen industriellen Komplex derart anzukurbeln, dass immer mehr Energie im Großmaßstab nicht verbraucht, sondern vergeudet wird. Das Ganze versucht man abzufangen durch eine verheuchelte Energiewende wo u.a. karrieristische Ingenieur/innen unsere Wiesen und Wälder mit immer mehr Windmühlen zupflastern, statt darauf einzuwirken, dass der Mensch im Sinne edler Bescheidenheit weniger Energie sinnlos vergeudet (z.B. durch weniger Handy-Klatsch-und-Tratsch). In manchen Fällen stehen die Brachialluftschrauben an Orten wo gar kein Wind weht. Wenn sie sich trotzdem ab und zu drehen: mein Verdacht ist, dass sie als überdimensionale Zeugnisse eines ebenso überdrehten Ehrgeizes (der als Selbstverwirklichung bemäntelt wird, vor allem im Falle von Frauen, wo man es als emanzipatorische Errungenschaft schönredet) grüner Strebertypen da nicht Strom liefern, sondern welcher reingepumpt wird um die Dinger rotieren zu lassen. Die Experten werden mich jetzt vielleicht Lügen strafen, aber ich habe mal gelernt, dass jeder Dynamo eigentlich ein umgedrehter Elektromotor ist.

    Wie dem auch sei: in einem Land, wo eine fahrlässig verursachte Massenmigration (die kamen her weil 2012 das BVG ein Urteil sprach, wonach jedem anerkannten Asylbewerber ab diesem Zeitpunkt wesentlich höhere Leistungen mit Komfortrundumversorgung zugesprochen wurden-nach ein paar Monaten setzte dann die Welle ein-komisch, dass es plötzlich in völlig unterschiedlichen Teilen der Welt blitzartig angeblich zu massenhafter politischer Verfolgung kam; das einzige was mich dabei wunderte war, dass die Schlepper- und Schleusermafia doch tatsächlich Monate brauchte bis sie sah welcher Goldesel sich da vor ihnen aufbaute) durch allerlei Propagandatricks
    (der Ausdruck ist wohl berechtigt) schöngeredet wird halte ich auch so etwas für möglich.

    Hätten die Grünen wirklich etwas bewegt gäbe es noch Maikäfer. Der Wonnemonat verabschiedet sich gerade und ich habe noch keinen einzigen (!) gesehen. Als ich Kind war gab es sie noch massenhaft-man konnte sie von Bäumen schütteln oder abends mit dem Federballschläger unter der Straßenlaterne runterholen. Über Nacht hatte man sie in einem Schuhkarton unterm Bett und schlief mit ihrem Gekratze im Ohr ein. Am nächsten Tag hat man sie als Naturfreund wieder freigelassen.
    Unsere grobschlächtige, zwangsglobalisierte Ellbogengesellschaft verträgt solch feinsinnige Naturbetrachtung nicht mehr und ist auch sonst in fast allem das Gegenteil der hehren Ideale der Renaissance.

  14. Titel eingeben
    Schöner Text, aber der Appell wird ungehört bleiben. Das deutsche Establishment hat sich auf eine radikal islamophile Linie festgelegt und wird da auch nicht mehr zurückweichen (siehe Schäubles Aussage, man könne vom Islam lernen, und ähnlich tönen sie alle, bei jeder Gelegenheit). Das wird natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Vorstellungen vom rechten Verhältnis zwischen den Geschlechtern bleiben. Und da ein Drang zur Selbstauslöschung in Deutschland mittlerweile als Tugend gilt und die meisten Deutschen das auch schön brav alles schlucken, wird sich daran nichts ändern.

    • Warten Sie es ab, die Hand, die einen ernährt, wird sicher weiter gebissen.

    • @Vom Islam lernen...
      … „Gastfreundschaft und Toleranz“ könne man da lernen. TOLERANZ !!! Ja, das hat er gesagt, der Schäuble, die „Schnull“.

    • @tommy: Drang zur Selbstauslöschung durch mangelndes Selbstwertgefühl ...
      …ist eine seelische Störung im „Grenzbereich“ zwischen Psychose, Neurose und Persönlichkeitsstörung.
      „Ich kann im Hirn des Menschen über Indoktrination und dauernde Belehrung Strukturen aufbauen , die diese Menschen gegen ihre Eigeninteressen und gegen die Interessen ihrer Gemeinschaft handeln lassen“
      Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Zoologe und Verhaltensforscher

  15. Kompliment
    Ein paar alte Bilder, schon gräbt der Don tief in der Kiste mit den Metaphern und Parabeln, und erschafft einen weiteren hervorragenden Blogeintrag.

    Mir geht derzeit so allerlei durch den Kopf. Ich habe zwar nicht Kunstgeschichte studiert (ich hätte 1320 auch als Hochgotik bezeichnet), habe aber ein lebhaftes Interesse an Geschichte und lese viele Bücher zum Thema.
    Herr Maas meinte ja, das Internet sei für die Entwicklung von „Hate Speech“ verantwortlich. Nun, wer sich einliest findet sehr hässliche Beleidigungen schon lange vorher. Bei Schmähschriften wie damals über Marie Antoinette käme manche heutige Feministin wohl aus dem Ritzen gar nicht mehr heraus.

    Gute Regierung, schlechte Regierung. Zu unserer Regierung fällt mir immer Henry VI ein, der hat auch nie eine Entscheidung getroffen, sondern die Entscheidungen trafen ihn, oder sein Umfeld hat, meist unvorteilhaft, für ihn agiert. Nur eines machte er stets selbst, nämlich Nazis, äh Yorkisten aus dem Weg räumen.

    Geschichte wiederholt sich, das ist gut und schlecht. Gut, weil man Muster schnell erkennen kann, zumindest wenn man unter Geschichte nicht nur Deutschland in den letzten 100 Jahren versteht.

    • Es ist genau der Punkt, an der die Gotik durchbrochen und damit beendet wurde. Und es ist der Punkt, da nicht mehr die Kirche, wie noch bei Giotto, sondern der Künstler das Sagen hat. Danach war alles anders.

  16. dolce vita in sena amoena: utile, necessario e di diletto
    Mit Aristoteles wird Siena als arbeitsteilige, Stadt und Land umfassende, Gemeinschaft porträtiert, wo sich der Mensch als Bürger und zoon politikon gemäss seiner Natur zu verwirklichen mag. Es ist die Gemeinschaft, die der Sieneser Politik als Idealbild vorschwebt. Das Glück, das sich hierdurch einstellt, wird im Bild direkt offensichtlich. Gezeigt wird nicht die ganze Wahrheit, die auch Missernte, Krieg und Armut kennt, sondern Siena in glücklichen Zeiten, so wie Agnolo di Tura del Grasso das Jahr 1338 beschreibt: „Die Stadt Siena war in diesem Jahr friedlich, in ausgezeichnetem Zustand und erfüllt von Glück, und das Geld war für die meisten Personen im Überfluss vorhanden.“
    Die Menschen gehen zufrieden ihrem Tagwerk nach, während auch Zeit für die Muse bleibt: Tänzer bevölkern den Hauptplatz, der Edle geht zum Vergnügen mit der holden Dame auf Falkenjagd, während die lieblichen Villen in der Landschaft an geruhsame Erholung von städtischer Hektik denken lassen. Auch werden, wie der Hochzeitszug zeigt, Feste gefeiert. Der Akt der Ehe stellt ausserdem die Verbindung zur Familie her, die gemäss Aristoteles, der so auch von der christlichen Lehre rezipiert wird, als Kern der Gesellschaft gilt. Die Gemeinschaft von Mann, Frau und Kind wiederholt sich auch ausserhalb der Stadt, wo eine Familie mit einem Esel über das Land zieht. Als Paar erscheinen auch die beiden Edlen, die sich gemeinsam bei der Jagd vergnügen, während die Frauen der Bauern und der Bauarbeiter an der Seite der Männer tätig sind. Jene der wohlhabenderen Bürger indessen erscheinen in den Fenstern, an den Türschwellen und auf den Dächern der Paläste, sich um den Haushalt kümmernd oder das Treiben in der Stadt beobachtend. Gleichzeitig tauchen immer wieder Kinder im betriebsamen Geschehen auf.
    Auffallend ist, dass in diesem bürgerlichen Leben die religiöse Lebensform fast ausgespart ist: Weder Mönche, Prediger noch Nonnen bevölkern die Straße, nur ein christlicher Würdenträger, den ein Diener begleitet, reitet auf die Stadt zu, während sich ein Pilger auf der Straße nach Rom niedergelassen hat.
    Zusammenfassend kann dieses Bild also als ein idealisiertes Porträt Sienas und seines Contado gesehen werden, das in den Farben der Stadt und ihres Umlands die arbeitsteilige, auf der Familie begründete Gemeinschaft der Menschen als die ideale Form des Zusammenlebens darstellt…also fast wie in Bayern.
    Auszug aus der online verfügbaren Dissertation Dagmar Schmidts über Lorenzettis Freskenzyklus in bezug auf Dantes Commedia, aus der man auch erfährt, dass der in italienischen Städten beliebte französische Roman de la rose zu vermehrtem Tanzen auf öffentlichen Plätzen geführt haben soll, woraufhin in Siena Männern selbiges in Frauenkleidern untersagt worden sei.
    P.S Auch ich mag Lorenzetti sehr.

  17. Nur, wie kommen wir zu einer guten Regierung?
    Die Frauen tanzen seltener und müssen vorsichtig sein. Täglich kann man von Vorfällen lesen ohne danach zu suchen. Die Wählbaren bleiben dennoch bei ihren „Prinzipien“. Lustig fand ich die Äußerung heute vom WWF: Sie gehören nicht nach Deutschland. Man wird sie wohl nie wieder wegbekommen. Sind sie erst mal da, ist da kaum was zu machen. Man muss vermeiden, dass man neue Tierarten importiert. sagt Roland Gramling vom WWF in Bezug auf Nutrias. Zumindest die Flora und Fauna darf als Gut geschützt werden….

    • Es darf halt sowas wie „Niklas“ nicht mehr passieren und Gerichte müssen dafür sorgen, dass die Verbrecher nicht grinsend aus dem Gerichtssaal gehen können – oder dass Opfer eben schweigen, um die Täter zu schützen.

  18. mille grazie
    Text eingeben

  19. Balsam für die Augen...
    … und die Seele! Nach annähernd 700 Jahren sprechen die Fresken noch immer aus, was so manche person in charge nicht wahrhaben möchte: Macht soll dem Allgemeinwohl dienen und nicht der Installation einer Schreckensherrschaft. Dass sich Frauen in unserer bislang freien und ungezwungenen Gesellschaft zunehmend mit einem unguten Gefühl und erhöhter Wachsamkeit durch Hauptbahnhöfe oder „bunte Viertel“ bewegen, kann ich selbst bestätigen (da erweisen sich meine 2 Jahre St.-Pauli-Erfahrung wiederum als sehr nützlich) und, ja, ich hasse dieses unentspannte Gefühl.
    Werter Don, wieder einmal besten Dank und nur eine kleine Anmerkung zu der abgebildeten Dame in rot, hoch zu Ross auf Bild Nummer 3: Sie gehört mMn nicht zur beschriebenen „Gangbang“-Szene des Cattivo Governo, scheint sie doch (noch) entspannt und in untadeliger Begleitung zu sein. Oder täusche ich mich und sch***e wieder Tüpferl?

  20. Titel eingeben
    Werter Don,
    Danke für den schönen und tiefsinnigen Text – und natürlich die zugehörigen Bilder.
    Mit dem Artikel können Sie sich wieder einmal um den Ruf der Kassandra des Jahres bewerben (so wie früher der Peter Scholl-Latour) – und das meine ich als Kompliment.
    Weißt er doch ganz klar darauf hin, dass Wohlstand und Sicherheit ganz klar etwas mit einer Kultur, einem gesellschaftlich anerkannten Norm, also einem Werteverständnis zu tun haben, welches auch umgesetzt bzw. gelebt und verteidigt wird.
    In Zeiten, in denen „den schon länger hier Lebenden“ von den „Neu hinzu gekommenen“, namentlich genannt die sog. Integrationsbeauftragte Özuguz das Recht, ja die bloße Existenz einer Leitkultur – über nichts anderes reden wir hier (auch im politischen Sinne) – abgesprochen wird und Exekutive ebenso wie Judikative bei der Umsetzung von Recht und Ordnung auf einer Linie versagen, bestes Beispiel unter vielen seien hier die Vorgänge zu Köln Silvester 2015/16, eine sehr gute Gegenüberstellung mit historischem Bezug und Verweis auf den damaligen Ausgang (Bedeutungslosigkeit).

    Über die heutige Regierung/Legislative mit bestem Beispiel „Tiefflieger im Amt“ und neuerdings auch Buchautor (ich sollte auch mal ein Buch schreiben) Heiko Maas möchte ich mich hinsichtlich Moral, Versagen und Realitätsverlust ja eigentlich nicht mehr äußern. Dekadenz, Intoleranz, Naivität und fehlender Intellekt sind hier meiner Meinung nach zu deutlich.
    Einzige Frage mit der ich mich dbzgl. beschäftige ist die, wie sich die Entwicklung Deutschlands bzw. Europas in den nächsten Jahren bzw. Dekaden hin zu einer Multitribialen Gesellschaft bzw. einem zusammenbrechen des Staatswesens für mich persönlich bzw. meine Familie auswirkt – und wie ich das beste für uns daraus machen kann. Man kann ja in jedem Abstieg und jeder Krise ein Chance sehen bzw. es wenn man die Dinge schon nicht ändern kann zumindst versuchen – auch wenn das ganze zugegebenermaßen recht bitter ist.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute – und freue mich auf den nächsten Blog

    • Danke, das Thema ist schon gefunden.

    • Die Krise als Chance ist Auswanderung
      und wer sich etwas schlau gemacht hat bzgl. des Punktesystems der klassischen Einwanderungsländer, der weiß, dass es sich ab einem gewissen Alter um eine vertane Chance handelt.

      Ich hätte auf einen Freund hören solen, der, anscheinend seherisch gesegnet, ähnliche Verhältnisse vor 10 Jahren kommen sah und sich Richtung Canada absentiert hat.
      Ich dachte, er wäre ein Panikbruder.

  21. Klug. Und das Richtige.
    Lieber Don,

    sie machen das hier ganz wunderbar. Einen Schritt zurücktreten (statt den Unterklugen rund um Heiko McCarthy in direkter Linie zu erwidern, so groß und berechtigt auch die Versuchung). Das Große und Ganze über mehrere Epochen zu sehen. Und einfach mal etwas bemerkenswertes und moralisch lehrreiches hervorzuheben.

    Dumme, böse und (neu) aktivistische Menschen singen nicht nur keine Lieder. Sie machen sich auch keine weitergehenden Gedanken, und reflektierne ihre eigene Haltung daran.

    Fran Kee.

  22. Allegorie, kein Naturalismus
    Die da tanzen bei Lorenzetti, das sind junge Männer. Und auf ihren Kleidern sind Motten und Würmer zu sehen …

    • Das kann jeder sehen, wie er mag.

    • Tanzende Männer
      @ La belle chocolatiere
      Sie haben zweifellos recht, es handelt sich um Tänzer, allerdings nicht um Antänzer, auch nicht allegorische …
      Wie Jean Frankfurter weiter oben zitiert: „… dass der in italienischen Städten beliebte französische Roman de la rose zu vermehrtem Tanzen auf öffentlichen Plätzen geführt haben soll, woraufhin in Siena Männern selbiges in Frauenkleidern untersagt worden sei“.
      LGBT-Aktivismus im spätgotischen Siena? Oder eher Männer, die Frauen spielten, weil den Frauen solche Auftritte verboten waren?

      @ Don
      Auch lesenswert – sorry wegen des Links, aber damals, 2009, betrieb die Zeit noch guten Journalismus oder beschäftigte wenigstens Schriftsteller, die den Namen verdienten – und über die Banca Monte dei Paschi sprach man mit allem Respekt …

      http://www.zeit.de/2009/33/A-Siena/komplettansicht

      Sehr schön übrigens, dass Sie in aller Selbstverständlichkeit an das Hausrecht des Gastgebers erinnern und passend den Vielgeschmähten DT zu Wort kommen lassen … „Man müsste diese Leute aus den Communities verdrängen“. Dazu müsste man sich allerdings erst mal erman(n)en. Bisher nicht viel zu sehen davon in der Politik.

      Reines Lesevergnügen im Ganzen. Danke!

  23. Lorenzetti
    Schöne Bilder, guter Text aber der Hinweis auf eine zusammengebrochene Großbank 1300 ist schon fast gemein;)
    Siena bräuchte auch heute wieder einen Lorenzetti. Nachdem die Stadt mit der, in der „Dauerrettungsschleife“ steckenden, Monte dei Paschi di Siena einen Haufen finanzielle Probleme hat. Fast keine Gewerbesteuer mehr und auch sonst einiges an Förderung eingebüßt, das jetzt die Stadt leisten muß/soll. (Das Verhältnis zur Stadt war ungefähr so, wie das des Landrats von Bad Tölz zu seiner Sparkasse). Und das Damoklesschwert der kompletten Schließung der Bank schwebt schließlich weiter über der Stadt.

    • Siena hat in den fetten Jahren enorm viel Substanz aufgebaut, von der die stadt jetzt noch eine Weile zehren kann.

  24. Die Mär von den Fachkräften
    des Jahres 2015 liegt IMO an der Dummheit der Journalisten, ihrer Neigung, gerne zu berichten, was in ihr Weltbild passt, und ihrem Hang zur Verallgemeinerung. Wenn Journalisten damals mit Flüchtlingen sprachen, dann verständlicherweise nur mit den des Englischen mächtigen. Das war dann auch genau jene Bildungselite, die uns allenthalben präsentiert wurde. Der teilalphabetisierte Rest wurde galant übersehen, vom spöttischen Kommentar eines Torsten Hinz in der JF mal abgesehen. Erst Monate später wagte die FAZ gegen die vorgegebene Meinung ein Interview mit der Sozialderzenentin Frankfurts, in dem zu lesen war, die große Masse bewege sich auf den Niveau eines noch nicht erreichten Hauptschulabschlusses. Da war allerdings das Kind schon in den Brunnen bzw. der Millionenstrom nach Deutschland eingefallen. Immerhin, der Staat müht sich kräftig und unterscheidet fein, den „Deutsch für den Beruf“-Kurs könne er meiner Frau leider nicht zuteil werden lassen, sagte der nette Herr vom Arbeitsam , sie sei schließlich freiwillig gekommen und müsse sich selber kümmern. Zur Ehre des Menschen muß man erwähnen, dass es ihm sichtlich peinlich war.

    • Ich habe da von Anfang an darauf hingewiesen.

    • düstere Zukunft
      Zitat:
      „Die Mär von den Fachkräften“

      Wenn man diese „Fachkräfte“ dann in Zusammenhang mit der nächsten industriellen Revolution sieht,
      dass heisst Ersatz von Menschenarbeit durch autonome, Ki gesteuerte Maschinen und damit zwangsläufig verbundenen Jobabbau auch von echten Fachkräften…

      Es schwant mir böses…

      Zynisch gesagt:
      Die einzige Schnittstelle zwischen diesem Prekariat und der Industrie 4.0 werden wohl nur die KI gesteuerten Kampfroboter sein, die Unruhen
      in „No Go Areas“ niederkatätschen.

    • Sie lieber Don
      sind ja auch kein Journalist.

    • Sie lieber Don sind ja auch kein Journalist.
      Hört, hört! MMW kann noch nicht lange Leser des Blogs sein, wenn er Don Alphonso derartig ungelenk an seine Berufsehre geht. (Nach allem, was ich hier las, ist Don durch und durch ein (zu Recht) „stolzer“ Journalist und versucht mit allen stilistischen Mitteln und fachlicher Kompetenz auf seinem Spezialgebiet die Berufsehre zu verteidigen. Aber vielleicht meinte MMW ja auch nur „nicht so ein Journalist, wie bei …“)

    • Ich meinte
      zumindest kein lohn/auftragsabhängiger Schreiber, wie die meisten.

  25. Und heute?
    Schade, daß es nur wenige Künstler vor großes Publikum schaffen, die mit unseren heutigen Verhältnissen ähnlich differenziert und auf handwerklich vergleichbaren Niveau wie Lorenzetti umgehen.
    Man muß Lorenzetti neben das stellen, was heute von Kunstkritikern als sozialkritische Kunst bejubelt wird, im näheren Betrachten aber Auftragsarbeiten aus dem mit viel Staats/Steuergeldern finanzierten politischkorrekt-pseudokulturellen Komplex sind.
    Denn das wird bei heutiger Kulturförderung gerne unter den Tisch gekehrt, daß mit vielen Steuergeldern bevorzugt Künstler subventioniert werden, die die „richtige“ politische Haltung mit ihren Werken transportieren. Oder haben sich schon „Kulturschaffende“ hinter echte Regierungskritiker, z.B. die AfD gestellt?
    Wer nicht links ist, hat als Künstler keine Chance.
    Wenn van der Bellen in Österreich damit prahlt, daß alle „Kulturschaffenden“ hinter ihm, dem (Ex-Grünen) Präsident(schaftskandidat)en stünden, sagt das mehr über die derart vereinnahmten Künstler aus, als ihnen lieb sein kann.

    • Zumindest bei der geförderten Staatskunst hat er nicht unrecht, bei denen, die selbst verdienen, ist das anders.

    • Musiker & ihre Lakaien
      Künstler sind keine Heilige.
      Sie werden oft arg überschätzt; siehe diverse talkshows wo sie zu Dingen befragt werden (wurden; ich hab schon lange keine mehr gesehen), von denen sie keine Ahnung haben …und trotzdem labern sie drauflos. Und was reden sie? Natürlich das, was von ihnen erwartet wurde, sonst hätte man sie ja nicht eingeladen. Langweilig.
      .
      Max Goldt hat das Nötige dazu schon vor Jahren geschreiben. Er hatte Recht.
      .
      Künstler privat, …das ist wieder was anderes. Da reden sie oft Tacheles. Nur ist das natürlich oft oder manchmal der gleiche Stuss oder es sind die gleichen Perlen, den/die auch Nicht-Künstler von sich geben.
      (ja, ich bin in der Branche).
      .
      Positives Beispiel:
      Zwar kein aktiver Musiker, „nur“ der schwarze aber schon grauhaarige „bandboy“ Leo, der seit Jahrzehnten beim Duke Ellington Orchester seinen Job tat, mit dem plauderte ich an einem day-off mal ausführlich (ich war damals, vor 44 Jahren als Tourleiter noch jung und dumm, unerfahren. Er lag in der Badewanne, ich stand im offenen Hoteltür-Rahmen; ja: seltsame Szene). Ein Satz, den er sagte, der blieb bei mir hängen und ich kenne und beherzige ihn noch heute: The truth keeps your heart clean.
      .
      Toller wär’s natürlich, hätte der (unter Jazzern) berühmte Harry Carney (bariton sax) mir das gesagt; aber der freundliche Alte (mit immer noch einem Kindergesicht) war ja mit seinen schlimmen Beinen beschäftigt…
      .
      Und Charlie Parker, auch so ein Künstler-„Gott“, der soll ja ein Riesenarschloch gewesen sein. Von Miles Davis ganz zu schweigen.

    • Künstler können ihre Werke häufig selbst am wenigsten erklären und interpretieren
      Der kreative Prozess ist emergent, der Kopf in dem er abläuft hat da selbst keinen echten Einblick.

      PS: Der Held von „Watchmen“ ist Rorschach, ganz gegen den Willen von Alan Moore.

  26. Hoffentlich wird das von Augustinus erreichte Alter nicht die Regentschaft von *****übersteigen
    „Ich würde nicht einmal dem Evangelium trauen, wenn mich die Autorität der Kirche nicht dazu bewegen würde.“
    .
    So der vielgerühmte Augustinus. Für einen derartig geschätzten Geistesmenschen nach heutigen Maßstäben etwas schmal. Die aktuelle Kirchenpolitik in unserem Lande wird m.E., ist die ganze Chose mit mehr oder weniger Beschädigungen für unser Land einmal ausgestanden, eher zu weiterem Autoritätsverlusten der Anmaßenden führen.
    .
    Ach übrigens, hat jemand schon einmal die cinque stelle aus obigem Titel tanzen sehen?
    (DdH)

    • @ MMW
      Ich habe den Text gelesen und finde ihn gut.

      Andererseits gilt der Satz von Adam Smith: „There is a lot of ruin in a nation“. Es kan böse ausgehen, muss es aber nicht, wen wir gegensteueren. Deutschland ist nicht alleine in Europa, wie wir bei der Schließung der Balkanroute feststellen konnten.

      Im Übrigen kann man man auch ohne Migration tief ins Schlamassel geraten, wie man gegenwärtig am Fallbeispiel Venezuela feststellen kann. Wäre ohne Grenzöffnung 2015 alles weiter seinem gewohnten Gang gefolgt, hätten unsere grünen und roten Khmer die Demokratie allmählicher abgeschafft und Wirtschaft und Gesellschaft langsamer und um so sicherer bedroht.

      Und wir wären noch schlechter als ohnehin darauf vorbereitet, den echten Massenansturm übers Mittelmeer abzuwehren.

  27. Vorsatz und Planung der Aufvolkung
    Seit mir bewusst wurde, dass Syrien quasi „nebenan“ ein Nachbarland mit Namen Saudi-Arabien hat, das mehr als 17000 Busse, riesige klimatisierte Zeltstädte, Krankenhäuser, Großküchen und andere perfekt ausgebaute Infrastruktur für 4 bis 5 Millionen jährliche Pilger im Monat der Hadj bereithält – also 11 Monate im Jahr leerstehen lässt…
    ABER leider wohl nicht 1 Glaubensbruder aus dem Kriegsgebiet aufnahm….

    Seitdem ist mir klar, dass die Regierung unter Merkel einer geplanten Agenda folgt, die nicht kommuniziert wird! Die nicht „alternativlos“ genannt werden kann.

    Leider ist der deutsche Untertan traditionell nicht willens Bösartigkeit als solche zu begreifen.

    • Der Untertan fürchtet sich davor, dass R2G noch schlimmer wäre.

    • geplante Agenda?
      Erkläre nie mit böser Absicht, was man mit einfacher Unfähigkeit erklären kann.

      Die Maßnahmen unsere Regierung zeigen sich seit Jahren durch Orientierung an kurzfristig guter Presse/Wahlergebnis und nicht durch eine sorgfältige Abwägung möglicher langfristiger Folgen aus.

    • R2G oder nicht
      macht auch keinen Unterschied. Eine ungespaltene AfD, die unter Lucke evtl. koalitionsfähig geworden wäre, hätte das Ruder nach der Wahl gemeinsam mit CDU/CSU vielleicht noch rumreißen können.

      Noch besser wäre ein CSU gewesen, die sich von der CDU lossagt hätte und bundesweit angetreten wäre inklusive Austritt aus der bestehenden Koalition. Ich bin sicher, die CDU-Basis wäre in Scharen gewechselt und im Herbst 2017 wäre die CDU zu einer 10%-Partei geworden, neben einer 30%-CSU. Aber von Seehofer kamen außer vielen klugen, mahnenden Worten nichts, und so ist er das geblieben, was er schon immer war – der Bettvorleger der Kanzlerin.

      Deshalb wird sich auch nichts ändern in diesem Land. Wieder werden >80% rot-gelb-grün-schwarz wählen. Man muß es akzeptieren, daß sich dieses Land demokratisch quasi selbst abschafft. Wem das nicht paßt, der geht besser – umschauen nach einem Altersruhesitz, der diesen Namen verdient, werde ich mich ab diesem Sommer.

    • Vorsatz @domenq
      Ja, vielleicht , aber welcher Syrer geht ohne Hadsch freiwillig nach Saudi ?? Wohl die wenigsten! Warum? „Because The Wahabits are crazy“! Und das wurde mir selbst so in Syrien antebellum erzählt.
      Sie können unsere Welt nicht auf deren übertragen, das funktioniert nicht. Ich empfehle hier Karl May.
      Aber da fällt mir noch eine Anekdote ein, eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien, die in meinem ursprünglichen Heimatort Zuflucht fand, sie wollte da nie hin, sondern sie wurden von ihrem Ziel Dubai, weil dort schon Verwandte wohnten, mit dem Vermerk zurückgeschickt, wenn Deutschland sie nicht aufnimmt sollten sie es halt nochmal versuchen.

    • der Untertan
      hat doch gar keine Grundlage für eine vernünftige Entscheidung. Die eine Seite hat noch nie eine getroffen und fühlt sich dafür als Sieger, das wurde auch eingeübt. Die andere hat mal eine getroffen und weiß, dass sie verloren hat; auch das wurde eingeübt.

    • An Domenq und MMW
      Nur keine Panik, es sind viel zu wenige Migranten, um eine echte Gefahr für das Gemeinwesen an sich dazustellen, trotz der unschön gestiegenen Kriminaltät und der damit verbundenen individuellen Gefahren. Noch einmal eine Million Migranten, dann werden die Schotten dicht gemacht.
      Zumal Deutschland auch nicht alleine in Europa ist. Siehe Schließung der Balkanroute, der Brenner wird bald folgen.

    • Das Problem ist: Sicherheit ist nicht, wass weniger passiert, sondern dass nichts passiert. Und die, die etwas passieren lassen, sind oft schon länger hier.

    • Aber Deutschland ist zu klein, um es so lange laufen zu lassen, wie früher in den USA
      Spätestens, wenn die Wirtschaftsleistung ensthaft bedroht ist, werden sie aus Eigeninteresse doch etwas tun müssen. Die S-Bahnen, mit denen Arbeitskräfte aus dem Umland in die Städte fahren, sind hier der Flaschenhals.

    • @Agent Provoque
      Das ist leider falsch, wenn man die demographische Entwicklung bzw auch schon die derzeitige Situation berücksichtigt. Hier die Altersverteilung Deutschlands vor 12 Jahren (also bitte ca. 12 Jahre der Skala dazuaddieren)

      https://en.wikipedia.org/wiki/Demographics_of_Germany#/media/File:Pyramide_Allemagne.PNG

      Das Maximum liegt zwischen 45-55. Danach kommt wenig bzw wird gerade per Massenmigration aufgefüllt. 15-20 Jahre und die Generation jener Zahlreichen ist in Rente, bedarf verstärkt sozialer Leistungen etc… Das ließe sich vielleicht noch irgendwie managen, denn die Alten bleiben heute viel länger fit und aktiv als früher und helfen sich z.T. selbst.

      Die Frage ist aber, wie soll ein Sozialsystem aufrechterhalten werden, wenn nicht nur viele Alte rausnehmen, sondern auch noch viele der neu Dazugekommenen? Und was passiert, wenn das Sozialsystem nicht aufrechterhalten werden kann? Was, wenn z.B. keiner mehr Lust hat, bei der Polizei zu arbeiten, wie es derzeit schon in Schweden der Fall ist? Was, wenn sich gebildete Migranten z.B. aus China etc… lieber ein anderes Land aussuchen? Was, wenn selbst die Deutschen selbst bevorzugt auswandern, statt den „Laden“ hier fortzuführen?

      Das sind apokalyptische Szenarien, aber keineswegs unmöglich. Es gab neulich bei Tichys Einblick einen gut recherchierten, sehr nüchternen Artikel dazu aus Informatiker-Perpektive: „Ein Blick auf die nächsten 50-100 Jahre Deutschland“ von Jochen Heistermann.

      https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/ein-blick-auf-die-naechsten-50-bis-100-jahre-deutschland/

      (Ich hoffe, lieber Don, der Link auf TE ist OK, wenn nicht löschen sie ihn einfach. Der Artikel ist etwas länglich, aber in keiner Weise hetzend).

    • An die Person im diplomatischen Dienst ohne diplomatischen Charakter
      „Noch einmal eine Million Migranten, dann werden die Schotten dicht gemacht.“
      Da wiehern die Auguren aus vollem Hals, trotz der unschön (Duden: unschön = gar nicht schön, hässlich) gestiegenen Kriminalität und der damit verbundenen individuellen Gefahren.
      Wenn die Schulmedizin versagt, hilft nur noch das Gesundbeten. Ich empfehle hier statt Karl May den heiligen Atisha:
      Erinnere dich am Morgen daran, dass dies ein neuer Tag ist, ein Neubeginn. Und triff tief in deinem Herzen eine Entscheidung: „Heute werde ich diese Gelegenheit nicht verpassen. Genug ist genug!

    • @ peter bernhardt
      Wenn sie schon das Gesundbeten erwähnen, muss ich entgegnen, dass Verzeiflung eine Sünde ist:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Desperatio

      Merkels CDU ht nur so gute Umfragewerte, weil die Wähler wissen, dass RRG regelmäßige Fährendienste übers Mittelmeer bedeutet. Und sie hat ausgerechnet auf dem Ev. Kirchentag verstärkte Abschiebungen angekündigt und die Buh-Rufe kassiert.

      Die üblichen Verdächtigen bekommen es allmählich selbst mit der Angst zu tun. Simone Peter ist nicht umsonst die einzige aus der Grünenspitze, die über die NGO-Schipper tweetet…

  28. dial 'M' for motherfucker
    Als ich nur jung war, da war die Welt noch großes Kino. Denn die Welt, die war die Welt im Kino. Sie war nicht zwei Klick weiter zum 48€ einmal Tagestrip Globalisierung Hin- und Zurück Easy-Berlin-Ryan-Air-Ticket, nein, es war noch 9 DM Guten Abend wollen Sie nen Eis, gleich gehts los, nach dem Werbeblock. Die Welt war klein, in diesem dunklen Saal, weil die Welt auch draußen eher dunkel, und klein, denn nach Osten war eine Mauer mit Todesstreifen, im Süden war nur Armut und Wüste und im Westen war kannste nicht bezahlen Flug in den Wilden Westen.
    Da blieb man dann doch lieber zu Hause, in seiner Welt. Und ließ andere die großen Abenteuer erledigen, da draußen, auf der Leinwand. Andere alte weiße Männer. In teuren Anzügen, mit der Walther in der einen und den Wodka-Martini in der anderen Hand, damals noch geschüttelt, nicht gerührt.
    Mein erstes Mal in dieser neuen Welt, war damals, als der alte weiße Mann mit dem Wodka Martini die Welt verließ, um im Weltraum andere große alte weiße Männer mit seltsamen Zähnen zu bändigen. Das war mein erstes Mal, und erst später begriff ich, dass für den alten weißen Mann in der großen weiten Welt, nicht nur auf der Leinwand, es eher das letzte Mal gewesen sein sollte.
    Denn dieser alte weiße Mann war nicht mehr der junge alte weiße Mann, der er mal war, als er loszog, in die weite Welt. Damals, ja damals, da war die Welt da draußen noch voller netter Wilder, die „Sir“ sagten und sich auf Anweisung des alten weißen Mannes in den Untergang warfen. Damals gingen große blonde Frauen noch artgerechten Tätigkeiten wie dem Muschelsammeln nach, wenn sie nicht dem alten weißen Mann im Bett zur Verfügung lagen. Unbewaffnete Gegner wurden kaltlächelnd erschossen, Männer an sich kannten weder Freundschaft noch Gefühle, gar Liebe oder solchen Kinderkram. Selbst alte Omas aus dem Osten wurden fürs Happy End liquidiert. Ja, die Welt da draußen war eine Welt der Herrschaft des bösen alten weißen Mannes, exekutiert mittels brutalstmöglicher Gewalt, Gnadenlosigkeit und etwas Sex und Alkohol.
    Damals. Bevor die Gewalt zwischen Männern immer weniger, dafür aber sich alles nur noch um die Frau, d.h. Sex drehte. Die Frauen nannten sich Pussy Galores und Männer und Frauen wechselten sich dabei ab, anderen Männern in die Eier zu treten, zu schießen oder gar zu lasern. Irgendwie war die Welt da draußen, in den 60er und 70er Jahren, ganz wild damit beschäftigt, Männer zu enteiern.
    Was gelang, denn dann verschwand dieser böse alte weiße Mann, und an seiner Stelle trat ein hübscher Partyboy. Es hörte dann auch auf, mit dem Enteiern, weil ja nicht mehr viel zu enteiern, weil der alte weiße Mann ja jetzt nett und schön und mit Manieren und redegewandt und halt so, wie eine Frau einen Mann haben möchte… wenn sie nicht gerade Sex will.

    So war mein erstes Mal in meiner Welt des dunklen Saals nur noch eine Betrachtung des Nachspiels der Herrschaft des alten weißen Mannes. Ein letzter Abflug von der Welt, hinaus in die weiten des Alls. Bye, bye.
    Der Playboy war dann irgendwann zu alt um hübsch zu sein und wurde ersetzt. Mann versuchte es mit einem nicht so hübschen und wieder maskulinen Typ, aber die Revolution misslang, und so engagierte man dann einen noch viel hübscheren und jungen Mann, viel hübscher als all seine Gespielinnen, die ja jetzt auch keine Gespielinnen mehr, sondern „Onatop“ damit beschäftigt, unwillige alten weißen Männer mit ihren Schenkeln zu zerquetschen.
    Das war die Zeit, als ich immer weniger ins Kino und immer mehr selbst im Flieger. Auf der Suche nach dieser Welt, als der alte weiße Mann noch Mann und Herrscher und….

    Whatever, ich habe diese Welt nicht mehr gefunden. Der neue alte weiße Mann auf der Leinwand ist jetzt nicht mehr so schön, eher derb und voller Muskeln und ganz wild und richtig Mann, nur zwischen den Ohren, da ist er jetzt Romantiker und der Liebe verfallen, dem Töten müde und sein Chef ist… eine Frau. Er ist nur noch Hund. Für die Frau. Wie die CDU für …

    Nun gut, lassen wir das, mit der Politik und so. Wir sind ja im Kino. Wir brauchen ein Happy End.

    Lasst uns tanzen. Wie neue alte weiße Männer.

    • Digital Naives
      Schön, wie sie die Entwicklung von James Bond über Sean Connery und Roger Moore zu Daniel Craig beschreiben (unter Nichtberücksichtigung von Timothy Dalton und Pierce Brosnan). Aber sagen Sie um Himmelswillen dazu, dass es sich um Karrikaturen des alten weissen Mannes handelte, um Persiflagen auf den Kalten Krieg, gemischt mit versteckter Werbung für touristische Ziele und einem Haufen Product Placement (von der Walther PPK über Aston Martin zu BMW und AUDI). Die Millenials von heute denken nämlich sonst, es wäre wirklich so gewesen.
      Vor kurzem habe ich in Jetzt.de gelesen, Vergewaltigung in der Ehe sei vor 1997 straffrei gewesen. Die Kommentare darunter lassen sich darüber aus, in welcher Zeit der Barbarei wir vorher gelebt haben müssen und das wir keine Ahnung von Menschenrechten gehabt hätten. Das das davor als schwere Nötigung und Körperverletzung angeklagt und bestraft wurde, weil im Paragraph 177 StGB nur die aussereheliche Vergewaltigung auch „Vergewaltigung“ hiess (noch früher hiess sie „Notzucht“, was dem ersten etwas näher kommt) hat man natürlich weggelassen. Genauso glauben die Millenials, „Mord“ wäre ein rassistischer Nazi-Paragraph, weil er Täter- und nicht Tateigenschaften beschriebe, und man müsste den Paragraphen deshalb abschaffen. Dort steht geschrieben: „Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet“. Zitat Ende. Das sind alles Tatmerkmale und Motivationsbeschreibungen, aber keine rassistische Täterbeschreibung. Man hätte natürlich auch schreiben können: „Einen Mord begeht….“, aber wer stielt ist eben ein Dieb und wer mordet ist ein Mörder. Das ist noch lange nicht Nazi.
      Angeblich durften bis in die 90er die Frauen auch nicht ohne Einwilligung des Ehemannes zum Arbeiten gehen. Wenn ich da an meine eigene Mutter denke, kann ich da bloss lachen.
      Das Problem kurz zusammengefasst: die Millenials fühlen sich als „Digital Natives“, wissen alles aus WikiPedia, können ihr ganzes Wissen heranwischen, lassen sich nichts erzählen, dabei sind sie so naiv, dass sie alles glauben, wenn es über Twitter oder SnapChat an sie herangetragen wird.
      Also bitte: wenn sie eine Satire machen, sagen Sie, dass es eine Satire ist. Sonst halten uns die Digital Naives noch vollends für Barbaren.

    • You're a kite dancing in a hurricane, Mr Bond.
      @Marx

      Ich habe Timothy Dalton (gescheiterte Revolution mit maskuliner Typ in den 80er Jahren) und Piece Brosnan explizit (schönster Bond aller Zeiten zwischen den Schenkeln von Onatop) erwähnt.
      Und all das ist kein Satire. Bond war nie Satire. Bond war und ist immer die beste aktuelle Gesellschaftsbeschreibung. Die Welt in den 50er Jahren war genauso wie in Dr No, Liebesgrüße aus Moskau, etc. Nur leider haben wir alle vergessen, dass da ein kalten Krieg, später Vietnam-Krieg, Rassenunruhen in den USA, kein Frauenwahlrecht etc. existierte.
      Fälle wie der Mord an Benno Ohnesorg wären keinem Ian Flemming jemals in den Sinn gekommen, so etwas Irres, dass ein deutscher Polizist ohne Grund einen Demonstranten in den Kopf schießen kann und dann freigesprochen wird. So wie Ken State, wie My Lai etc.
      All das ist passiert, all das haben wir vergessen.
      Wir sind geschichtslos, haben uns in der Moderne verirrt, halten die Gegenwart für Vergangenheit, begreifen nicht, dass alles Ursachen und Wirkungen und einen Preis mit sich führt, jede Inklusion auch eine Exklusion voraussetzt. Dass Gewalt immer da, und zwar da, wo keine Grenze. Dass weiße alte Männer der Welt den Frieden brachten. Mittels Gewalt. Weil Gewalt immer notwendig, auch für Frieden.

      All diese Paradoxien können die Menschen heute nicht mehr denken. Weil niemand mehr erwachsen sein will und wird und kann. Denn Erwachsen bedeutete einmal, per definitionem, die Widersprüche des Lebens aushalten zu können. Nur so ist Zivilisation möglich. Nicht mit Kinder an die Macht.

    • Karras
      Das der Mörder von Ohnesorge, der Polizist Karras, IM des Stasi war, haben Sie vergessen, zu erwähnen. Heute wäre er bei einer Stiftung und würde darüber wachen, das wir das nicht sagen dürfen.

  29. Titel eingeben
    Lieber Don, Sie sind der Größte. So schön zu lesen und so wahr! Herzliche Grüße..

  30. Wunderschön
    Unsere Freiheiten sind kein Naturereignis und schnell weg, wenn wir sie nicht entschlossen verteidigen.
    Wie wahr!Leider sind viel zu viele uninteressiert und vergessen vor lauter “ die Hände zum Himmel“, Tooor! und Tischlein deck dich, wie schnell es anders sein kann.

    Das Bild der Tugenden hat es mir angetan. Dieser Faltenwurf und das Muster des „Sofas“…Begnadete Künstler waren das.

    Die Madonna mit den heruntergezogenen Mundwinkeln erinnert ein bißchen an Melania beim Papst mit der mittelalterlich anmutenden Haube.

    • Mich an Ralf Stegner nach den Wahlen.

    • Der hatte aber...
      …kein Kleid an und eine Haube auf. Aber sonst, ja passt.

    • Ich kann mir nicht vorstellen, daß Ralf Stegner
      auch nur irgendwo so eine gute Figur macht, daß ich ihn im Kleid sehen möchte!
      Ja, bei Heiko M. wäre das anders (solange er nicht den Mund aufmacht und die Schminckung pastös genug ist)!

  31. Eine danteske Vision im Palazzo Pubblico von Siena
    Mhhh

    „…Wer den Biographien und den Forschungsinteressen der einzelnen Interpreten des Freskenzyklus nachgeht, wird sicherlich einige Beziehungen zwischen den Lebensläufen, Bibliographien und der jeweiligen Interpretation des Wandbilds feststellen können.
    Wesentlich ist, dass der Betrachter sich wirklich auf den Dialog mit der „sprechenden Malerei“ einlässt, das heisst, nicht zufällige Beliebigkeit „im Dialog des verstehenden Lesens mit sich selbst“ walten lässt…“
    http://verdi.unisg.ch/www/edis.nsf/SysLkpByIdentifier/2656/$FILE/dis2656.pdf

  32. So gerne ich die Texte
    vom Don auch lese, so gerne ich mich auch von seinen Bildern inspirieren lasse, habe ich dennoch ein schlechtes Gefühl…

    Die schönsten und besten Texte nützen nichts, wenn nicht die BILDlesende Mehrheit täglich über die Vorgänge bei uns wachgerüttelt werden…

    Bis zur BTW wird also weiter verdeckt, verschwiegen, beschwichtigt und geschlafen, danach wird – für die meisten total plötzlich und unerwartet – sich in Wehklagen geübt…

    Die schon länger hier leben, werden erst wach, wenn es am eigenen Geldbeutel weh tut…

  33. Wenn die magern Jahre kommen, Saug an der Erinn'rung Tatzen!
    @The Great Artiste – Was das Platzen der nächsten Finanzblase betrifft, halte ich mich an Victor von Scheffel:
    .
    Hiddigeigei spricht, der Alte:
    Pflück‘ die Früchte, eh‘ sie platzen;
    Wenn die magern Jahre kommen,
    Saug an der Erinn’rung Tatzen!

    • spare
      in der Not, dann hast du Zeit.

    • Noch ein fürsorgliches, romantisches Poem, für die, die schon länger hier leben!
      Pflücke die Rose, noch ist es Zeit,
      noch wohnt das Glück hier im Land.
      Doch dieselbe Blüte, die heute dich erfreut,
      welkt morgen in deiner Hand.

  34. Allegorie auf die gute und schlechte Regierung
    ggf geht es auch um die Frage ob man gute Entscheidungen trifft
    und wie man dazu kommt. Der Rat der 9 (G8 oder Bundesregierung)
    wird ja erwähnt.

    ggf wird man ja auch Entscheidungsunfähig
    Die Idee der 9 ist schon gut, da es sich um eine ungerade Zahl handelt,
    das garantiert aber noch keine guten Entscheidungen.

    Frau Dr. Merkel weist im Konflikt mit der Türkei und dem Besuch von Luftwaffenstützpunkten darauf hin das die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist als ob die Bundesregierung die eine parlamentarische Mehrheit hat gar nicht verantwortlich sei.
    Sie versteckt sich m.E. hinter dem Gremium so dass sie
    selbst letztendlich für gar nichts steht.
    So kann man manchmal aber nicht vernünftig regieren.
    Wären wir hier Konsequent könnten wir die Bundesregierung abschaffen da ja sowieso das Parlament verantwortlich ist.

    Ich denke die türkische Regierung sollte als gute Regierung weiterhin selbst entscheiden welche Personen sie ins Land lässt und wer eben draußen bleibt.
    Ich habe nämlich den Eindruck das es z.B. bei den Besuchen auf den Flugplätzen um sehr differenzierte Einzelfallentscheidungen geht.

    PS So weit ich weis dürfte Frau R. die Soldaten außerhalb des militärischen Sicherheitsbereiches treffen. Ihr wurde also nicht einmal die Einreise verweigert. ggf ist die türkische Regierung doch nicht sooo gut.

    • Apropos "Schlechte Regierung"
      Unser Bundesjustizminister hat es geschafft, ein Buch über seinen Kampf gegen den Rechtsradikalismus zu veröffentlichen.
      Das hat von 95 Bewertungen (Stand: 26.05.2017, 23.00 Uhr) bei Amazon 91 Mal die schlechteste aller Noten (einen Stern), einmal 4 Sterne und 3 Mal 5 Sterne bekommen (daraus folgt: Familie Maas hat 4 Mitglieder und eins davon kann nicht bis 5 zählen). Aber so eine Übereinstimmung gab es noch nie. Die geschriebenen Kommentare darunter sind es ebenfalls wert, gedruckt und als Buch herausgegeben zu werden. Hier stellvertretend eine von 95: „Unser „Justizminister“, auch bekannt als Taschennapoleon und Bonsai-Mielke, hat hier ein Pamphlete über alles was ihm nicht in den linken SPD Kram passt, verfasst. Die Meinung Andersdenkenkender hat für ihn und seinen Sta.si-Fanklub um DDR Relikt Kahane keine Bedeutung und gehört verboten oder zumindest zensiert! Ein furchtbares „Buch“ eines noch schlimmeren Polit-Kaspers, der tatsächlich meint über dem Gesetz zu stehen und anderen ihr Recht auf freie Meinung zu nehmen… PFUI DEIBEL! Zitat Ende. Muss man gelesen haben (die Kritiken) . Einfach köstlich. Plötzlich glaubt man wieder an das Gute in den Deutschen.
      https://is.gd/ENECfV

    • Das Buch von dem Maas-Mänsche
      Bitte auch die „5-Sterne“ Rezension von JFLR vom 25. Mai 2017 lesen falls noch nicht geschehen. Einfach köstlich!

  35. Anläßlich des 700. Geburtstag der Sienesischen Verfassung schrieb 2009 die ZEIT:
    „Für ebenjenes mächtige gotische Rathaus schuf Ambrogio Lorenzetti dreißig Jahre später, zwischen 1337 und 1339, seinen berühmten Freskenzyklus über »die Wirkungen der guten und der schlechten Regierung«. Lorenzetti hatte von den »Nove«, den neun regierenden Beamten Sienas, den Auftrag bekommen, die Vorzüge der Republik malerisch zu rühmen. So stellte er auf der linken Seite, an der südlichen Wand, die Tyrannei dar…..“
    Weiter: ….“An der nördlichen Wand des Saales aber wird alles gut.“
    .
    Mir war nicht bewusst, daß „rechts“ damals schon ein zu vermeidendes Wort gewesen war oder warum schrieb man nicht: “An der nördlichen, der rechten Wand (an der rechten, nördlichen….) des Saales, aber wird alles gut.“
    .
    Oder könnte es sein, dass schon der lorenzettische Teufel der linken Seite unter dem Bogen der Tugenden schon unsere Gedanken in Besitz genommen hat?
    .
    Danke Don, für die Hinweise. Ich scharre schon mit den Hufen damit die hessischen Herbstferien nahen. Von San Vincenzo bis Siena sind es kaum 100 Kilometer.
    (DdH)

    • Es hängt davon ab, ob man vor dem Rat steht, oder im Rat sitzt. Wer davor steht, sieht die gute Regierung rechts.

  36. Allegorie auf die gute und schlechte Regierung
    Bedeutung der Opposition.(und des militärischen)

    Oppositionsführer S.Gabriel befürwortet den Einsatz der Nato gegen
    den IS und die Beteiligung der Bundeswehr daran, lehnt aber
    scheinbar den Einsatz militärischer Mittel ab.

    Vor kurzem gab es in der FAZ einen Text über die Nutzung von Gelegenheiten am Beispiel des konstruktiven Misstrauensvotums.

    Da die SPD Kanzlerkandidatenversuche ja tatsächlich glauben Chancen zu haben: Hier ist sogar eine.

    Der Einsatz bestimmter militärischer Mittel ist in Deutschland unbeliebt geworden,man akzeptiert das nur noch im Einzelfall im Ausland.
    (Der Einzelfälle sind aber schon viele geworden)
    – Man könnte auch sagen:
    Der Bäume waren so viele,
    ich muss wohl im Wald gewesen sein.

    Dr.Merkel und Dr.Med.U.v.d.L planen/tun
    (wenn man unterstellt das es keine Planung ist)
    dies offensichtlich, wenn (was zu loben ist) auch nur im Ausland .

    Wenn Herr Schulz oder Herr Gabriel Kanzler werden wollen, könnten
    sie die Gelegenheit nutzen denn eine Rot(h)-Rot-Grüne Mehrheit ist da.
    Man könnte dann auch ganz anders mit der Türkei umgehen wenn Chem Özdemir Verteidigungsminister geworden ist (was nicht zum pazifistischen Ansatz meiner Überlegung passt)

    Zu den Soldaten selbst.
    Generale sind Fachleute des militärischen,
    wir hören ihre Meinung idR aber erst wenn
    sie in Pension gegangen sind.
    Eigensicherung ist ein Lobenswerter Ansatz,
    man kann es aber übertreiben.

    Es geht mir nicht darum der Bundeswehr freie Hand zu lassen.
    Ich möchte aber von ihren Fachleuten hören was passiert wenn man sich für ein bestimmtes Vorgehen entscheidet oder Erläuterungen
    darüber das c Folge von a und b sein wird.

    ggf Wissen das Fachleute des BND auch noch,
    die Erzählen uns das bekanntlich aber auch nicht.
    Beide dürfen es nicht wenn ich mich nicht irre.
    Ich Denke das ist zu ändern.

    Na mal ran Opposition!

    Wer sich wundert, mir geht es um den Bezug
    zum Alltag. Ich Danke für Ihr Verständnis
    auch wenn sie mir nicht zustimmen.

    • Eigensicherung ist ein Lobenswerter Ansatz
      In der Taktikausbildung lernt man aber bei der Stellungswahl „Wirkung geht vor Deckung“

  37. Aus den Möglichkeiten das Beste für alle machen.
    Die Sicherheit wird immer dann fragwürdig, wenn sie die Freiheit, die sie doch vorgeblich schützen soll, zu sehr einschränkt. Gute Regierungen wissen das, schlechte Regierungen ignorieren das, um ihre für sie selbst alternativlose Ideologie durchzusetzen.

    Nur, auf Dauer hat das doch noch nie funktioniert, der Kampf um das rechte Maß ist halt ein permanenter. Das Pendel ist in stetiger Bewegung, die Ausschläge mal größer und mal kleiner, zeitlich betrachtet.

    Und so läßt sich die Freiheit nicht wirklich und zur Gänze durch Gesetze und Regeln unterdrücken, jedenfalls nicht, solange die Unterdrückung nicht subtil genug daherkommt. Gute Regierungen wissen das, schlechte haben einen Maas und andere.

    Die Denunziation, die nun schon in Kitas beginnen soll, ist ein Indiz für den zunehmend fehlenden Konsens zwischen Herrschenden und Untertanen, ein Indiz unter vielen. Aber auch die angestrebte totale Überwachung sowie der Versuch der kontrollierten Meinungsbildung sind Indizien für einen Weg, dessen Ziel die umfassende Gleichschaltung ist. So sollen wohl die aktuellen und zukünftigen Probleme beherrscht werden, deren Lösung man aus eigenem Kalkül nicht anstrebt.

    Das Traurige daran ist, daß es wieder unnötige Opfer kosten wird, bis die Freiheit erneut die Oberhand gewinnen wird, was unausweichlich ist. Denn das Pendel wird nicht stillstehen.

  38. Titel eingeben
    Schöne Allegorie auf Manchester, Köln, etc. Wird Weitertanzen die Fans des Todes und der geistigen Wüsten von ihren Todessüchten abbringen?

  39. Schöner Text
    Lieber Don, wieder einmal finde ich es faszinierend, was Sie für schöne Gleichnisse finden, um Zeilenzwischenraumsinhalte zu transportieren.
    Vielen Dank für Ihre Texte.

  40. Ganz recht, wir müssen unsere Freiheit verteidigen'!
    Was du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!

    Dieses Goethezitat hat immernoch Gültigkeit.

    Deshalb bin ich für die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht und zwar diesmal auch für Frauen, denn jeder Teil unserer Gesellschaft soll ihre Werte schätzen lernen.

    • Allgemeine Wehrpflicht für Frauen
      halte ich für ungerecht.

      Ganz überwiegend sind es Frauen, die innerhalb der Familien für Betreuung und Pflege bedürftiger Angehöriger zuständig sind,
      seien es nun Kinder, betagte Eltern oder Schwiegereltern.
      Das reicht allemal.

      Landesverteidigung ist Männersache, dann braucht man auch keine weichgefederten Panzer, damit bei hochschwangeren Soldatinnen die Fruchtblase im Einsatz nicht platzt…

    • ... allgemeine Wehrpflicht - auch für Frauen ...
      … liebe/r Westzipfel …

      … super Idee – das mit der allgemeinen Wehrpflicht – auch für Frauen …

      … die FRAUEN hatten und haben so überhaupt gar keine Ahnung von den WERTEN … nee ne???!!!

      … früher wie heute gebaren und gebären sie ihre Söhne und verloren und verlieren sie für die WERTE des Vaterlandes …

      … und nun sollen sie (die Frauen) – ihrer Ansicht nach der Werte wegen, (die die Frauen ja nicht kennen) die Wehrpflicht absolvieren – vielleicht im 6. Monat schwanger einen Panzer steuern und oder auch noch – während schwanger – Aufenthalt zu „Frieden – sichernden Maßnahmen“ – in irgendeinem Krisengebiet dieser Welt –

      – (oder muss Mann/Frau in dieser Zeit dem Sex-Leben abschwören) – von oben herab so verordnet …

      … auf was für Einfälle manche so kommen – tsssstssstss….

    • ... wofür ...?
      … damit wir noch mehr Soldaten nach Afghanistan schicken, derweil die jungen Afghanen hier sind, zT klauen und „grapschen“ oder als Pakistani (Kassim) herumtönen, dass ihnen unser Land bald gehört …

      … damit noch mehr Soldaten sinnlos ihre Zeit absitzen und Fluthelfer spielen dürfen, wenn es Bilder in Gummistiefeln braucht ?

      Die Sicherheitsprobleme verschwinden erst dann, wenn die Verursacher mit „Hochkultur“ verschwunden sind.

      Die Bundeswehr sollte eine professionelle Armee sein, nicht mehr nicht weniger.

    • Alberne Argumente
      Kaum spricht man von Gleichberechtigung, schon scheren die ersten Frauen aus: gleiche Rechte hieß schon immer gleiche Pflichten.

      Schwangere im Panzer sind Schmarrn, da sind wir uns wohl einig.

      Was in Israel geht, sollte doch wohl auch in Deutschland machbar sein!?

    • Werter Krächzit, die "Fruchtblase im Einsatz" finde ich sehr schön ...
      …. sarkastisch beschrieben.
      .
      Ich bin jedoch der Ansicht, dass Ihr in DE durchaus wieder über Pflichtdienstzeiten (einheitlich für Männlein, Weiblein und Eure vielen tatenlos herumlangweilenden Neuankömmlinge) nachdenken solltet.
      .
      Die Abschaffung des deutschen Wehr- und Ersatzdienst halte ich für einen Fehler, der m.E. auf Druck „der Wirtschaft“ mit Ihrem Hunger nach immer jüngeren Berufseinsteigern fabriziert wurde.
      .
      Ich verstehe durchaus, dass nach Verkürzung der Schulzeit …. die dadurch extrem gestresste Jugend eben doch mal zwei Jahre Zeit haben muss, um zu chillen.

    • Freiheitsentzug zur Verteidigung der Freiheit
      Die Aussetzung (nicht Abschaffung) der Wehrpflicht
      war Folge mangelnder Gerechtigkeit.
      Nur ein Teil eines Teils der tauglichen Männer wurde eingezogen.

      Freiheitsentziehende Maßnahmen, die Wehrpflicht ist eine,
      müssen gut begründet werden.
      Schon die Weizsäcker-Kommission stellte z.B. fest
      das die Wehrpflicht nicht mit dem Zivildienst begründet
      werden könne – Es gab Bedenken das Gesundheitswesen
      könne zusammenbrechen formuliere ich ein mal überspitzt.

      Eine Widerauflage der Kommission ist ggf eine gute Idee.
      Wichtigste Fragestellung:
      Wie lautet der Auftrag.

      ggf ist das Hauptproblem der Bundeswehr das man sich nicht
      auf die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland konzentriert.
      Ich erinnere hier gerne an den Amtseid:
      Ich schwöre(gelobe) der Bundesrepublik Deutschland treu
      zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes
      tapfer zu verteidigen.

      In dem Text steht nichts von islamischen Republiken am Hindukusch.
      Man könnte auch zu folgendem Ergebnis kommen:
      Neutralität ist kein Verrat (Buchtitel von General G. Kießling)
      Besonders dann wenn man auf der militärischen Führungsmacht
      und anderen wichtigen Partnern beinahe täglich herumhackt.

      Ich bin für eine Freiwilligenarmee.

      Der wehrpflichtige Obergefreite hatte auch nie die Aufgabe
      den Bataillonskomandeur zu kontrollieren.
      Die Vorgesetztenverhältnisse bei der Bundeswehr sind eindeutig.

      Verteidigung im Kollektiv zu organisieren ist keine schlechte Idee.
      Von der Bundesregierung kommt idR aber der kleinstmögliche Beitrag.
      Das wirkt oft absurd.

      Die AWACS Systeme sind dafür ein gutes Beispiel.
      Man soll aufklären (zB den Luftraum) die Bundeswehr darf
      sich aber nicht an Einsätzen beteiligen bei denen tatsächlich das Ziel am Boden bekämpft wird. (vgl Gaffer auf der Autobahn die nur glotzen
      und Aktive behindern.)

      Auch die bisherigen Bündispartner hätten größere Planungssicherheit.

      Ich kann mir nicht vorstellen das sich die Bundeswehr an der Entwaffnung von Separatisten in der Türkei oder der Ostukraine beteiligt. Die Kanzlerin meinte in Bezug auf die Gewaltakte in der Ostukraine das es keine militärische Lösung gibt.
      Militär allein reicht natürlich nicht, aber Militär könnte die Vorrausetzung für eine politische Lösung schaffen, in dem es Gewalttätern die Waffen wegnimmt.
      In der Ostukraine gerne auch NATO und Russland,
      wenn es sich denn beteiligen will und die Ukraine einverstanden ist.
      Wenn nicht dann geht es auch ohne Russland.
      Frau Dr. Merkel stellte den Separatisten einen Freibrief aus.
      Im Kirchentagssinne könnte Sie sagen.
      Liebe Ukrainer haltet doch bitte auch eure andere Wange hin
      und stört mich nicht bei der Pflege meines Selbstbildes.

    • Wehrpflicht
      Ich empfand diese als Freiheitsberaubung und verschwendete Lebenszeit. Einziger Nutzen: ich kann im Sitzen schlafen.

      Die Abschaffung der Wehrpflicht in dem Moment, als auf die Armee Einsätze zukamen war richtig und hat viele Tote vermieden. Kein Wehrpflichtiger ist wirklich qualifiziert, in einem Auslandseinsatz sicher zu überleben und wirksam zu sein. Einziger Fehler: man hat nur ausgesetzt statt abgeschafft.

      Wehrpflicht für Frauen ist ebensolch Unsinn wie Kitas bei der Bundeswehr. Kämpfen ist seit Jahrtausenden Männersache und diese sind genetisch und körperlich besser dafür geeignet. Es gibt Frauen mit ähnlichen Neigungen und (auch körperlichen) Qualifikationen, aber die Mehrzahl der Frauen tickt anders. Auch bei Männern sind viele (nicht nur Softies) dem Kampf abgeneigt, insofern ist Wehrpflicht für Männer wie Frauen unsinnig. Soldat ist ein Beruf und keine gesellschaftliche Aufgabe.

      Dienstpflicht mit Schwangerschaft aufzurechnen finde ich auch zu kurz gesprungen. Wollen Sie Frauen, die mit 40 weniger als Kinder geboren haben, dann einziehen? Von wegen Gerechtigkeit und so?

      Vielleicht sollten wir uns einfach mal von der Vollkaskomentalität und dem Heilsbringer Staat lösen und diesen auf seine wesentlichen Aufgaben zurückschneiden, innere und äussere Sicherheit, Rechtssicherheit, Bildung, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Eigentumsschutz und Einhaltung wirtschaftlicher Spielregeln, die für alle zu gelten haben.

    • Kant: Die Leidensbezogenheit entscheidet
      Wer allgemeines Wahlrecht will, muss auch allgemeine Wehrpflicht gutheißen. Jedenfalls wenn man Kant und seiner Schrift zum „ewigen Frieden“ folgt. Die Entscheidungsträger, so sein Argument, müssen die Folgen ihrer Entscheidungen am eigenen Leib erfahren oder früher erfahren haben. Sonst ist es ihnen egal. Das ist schon ein gewichtiges Argument.

      Gegen eine Adelsklasse? Für eine Frauenwehrpflicht? Gegen weibliche Entscheidungsträgerinnen? Derzeit herrscht sowieso organisierte Verantwortungslosigkeit und folglich allgemeine Gleichgültigkeit. Richtig ernst wird es nur, wenn jemand was unerwünschtes in dieses Neuland reinschreibt.

    • Frauen vorgetreten: Sie sind ab jetzt Freiwillige!
      Es ist ganz einfach: alles was Frauen freiwillig machen dürfen, müssen sie auch machen, wenn es zur Verpflichtung wird.
      Alle Ausreden haben sich damit von selbst erledigt.
      Rechte zu verlangen, bedeutet, sich auch den damit verbundenen Pflichten zu stellen.
      Und heulen sie nicht herum und schimpfen Sie auf den weißen alten Mann. Das waren die Frauen selber, die unbedingt irgendwo irgendwen töten wollten. Ob sie es nur „dürfen“, oder bei Bedarf „müssen“ macht nur den kleinen Unterschied, das „dürfen“ ethisch noch viel verwerflicher ist. Herzlichen Glückwunsch, Willkommen in der Realität.

    • Ich frage mich schon, weshalb deutsche Soldaten im mittleren Osten ....
      …. Dienst schieben, während bei Euch in DE von den von dort zugereisten Jungmännern, aufgrund von Langeweile, Perspektivlosigkeit und enttäuschten Erwartungen die Sicherheit im öffentlichen Raum nicht eben verbessert wird.
      .
      Meine Lösung: Der unberechtigter Grenzübertritt mündet direkt in der allgemeinen öffentlichen Arbeitspflicht.
      .
      Mädchen und Frauen werden für die Betreungs-Arbeit in Altenheimen geschult.
      .
      Die Kerls werden direkt kaserniert und in einem einjährigen „Wir befreien Syrien“ Programm auf den mindestens 10 jährigen Einsatz in ihrem „Heimatland“ von deutschen Uffzen vorbereitet.
      .
      Wehruntaugliche Männer werden zur Instandhaltung des heruntergekommenen öffentlichen Raums und der Gebäude (einschl. Toilettendienst im eigenen Wohnheim) abgeordnet. Denn wer den Dreck aufsammeln muss, der lässt ihn nach einer bierseeligen Parkbankzusammenkunft auch nicht mehr herumliegen.
      .
      Wer da nicht mitmacht der fährt schon sehr balb wieder nach Hause.

    • Freiheit gibt es in der Tat nicht umsonst
      Das ist die Hauptaussage des Artikels, der ich nur zustimmen kann.

      Was sind Dinge wert, wenn keiner für sie kämpfen will, nicht nur mit Worten (wie bequem) sondern auch mit Taten?

      Ich habe meine Bundeswehrzeit auch gehasst, auch die erfahrene Wehr(un)gerechtigkeit, nach der ich „gezogen“ wurde, andere kerngesunde Mitstreiter aber nicht mal zur Musterung geladen wurden.

      Mir scheint, dass zwar alle unzufrieden sind mit der Situation (ich sehe auch nicht ein, dass „Deutschland wird am Hindukusch verteidigt“ eine sinnvolle Aussage sein soll) aber niemand sich die Hände schmutzig machen möchte. Wir haben heute eine MannInnenstärke von ca. 160 000, demgegenüber standen zu Zeiten des Kalten Krieges 460 000 Männer und Frauen unter Waffen. Trump sollte man unter diesen Voraussetzungen auch als Chance verstehen, zu mehr Souveränität für Europa, durch mehr Eigenverantwortlichkeit.

      Übrigens ist es üblich, dass in einer Verteidigungssituation in letzter Konsequenz auch Frauen in den Krieg ziehen (z.B. in der roten Armee im WK II), dann hätte ich als Frau doch auch Vorteile, wenn man mir vorher gezeigt hätte, wie eine Waffe funktioniert, anstatt im Schnelldurchlauf ausgebildet und in die sprichwörtliche Feuertaufe geschickt zu werden.

      Was man hier nur an den Kommentaren sieht, ist das die vielen Jahre Frieden, der als selbstverständlich hingenommen wird, negative Auswirkungen auf unseren Willen und die verstandesmäßige Akzeptanz schlicht notwendiger und unangenehmer Wahrheiten haben.

      Die Ablösung des Verstandes vom Pragmatismus und der harten Realität zu Gunsten der Bequemlichkeit, kennt man auch unter den Begriffen Verweichlichung und Dekadenz.

    • Titel eingeben
      @Klaus Keller Vielen Dank. Als W15 Erlebt habender weiß ich, wovon ich schreibe. Ich weiß auch von den Beschränkungen meiner Kenntnis, da ich weder Offz noch Seal war.
      Die Waffen waren alt bis veraltet. Munition 20 Schuß am Mann und etwa nochmal soviel bei der Kompanie. Danach Stoßgebet „Nachschub Roll“
      Übung an der Waffe – fast null. Panzer, Fahrzeuge Einsatzbereitschaft …. Vielleicht etwas besser als die Hubschrauber heute.

      Erst ist zu klären das Ob. Füe welche Bedrohungslage brauchen wir eine Armee, eine Miliz, Carabiniere, SEK, Kripo, Polizei?

      Dann das Wie

      Wehrpflicht nur, wenn dass Ob passt und die notwendige Ausrüstung zur Verfügung steht. Einschließlich Air Supremacy zumindest in allen Einsätzen unterhalb eines finalen Krieges mit der Roten Armee.
      Wehrgerechtigkeit und Frauenwehrpflcht brauche ich nicht. Wehrpflichtige müssen Sold bekommen und entsprechend Vergünstigung an Fachschulen und Uni.
      Lieber habe ich Männer um mich, die mich ein Stück weit tragen können, die Panzerfaust, MG und Munition tragen können, als Frauen. (Ja ich respektiere Mikaela Kellner; doch ist sie nicht repräsentativ)

      Ich würde, mittlerweile im „Volkssturmalter“ an einer Miliz teilnehmen. Dafür würde ich allerdings richtig gute Ausbilder verlangen.

      Lesetip: We were Soldiers once and young über den ersten offiziellen Kampfeinsatz regulärer US-Truppen in Vietnam und Black Hawk down.
      jede romantische Anwandlung von ritterlichem Kampf geht in zehn Minuten flöten.
      (Lesetip, nicht Filmtip)

      Gut ist auch Die Nackten und die Toten, Catch22, und zu sehen American Sniper, Hurt Locker

  41. Wo sind die tanzenden Damen der Jetztzeit?
    Sehr geehrter Don! Bei allem Charme Ihres Berichts habe ich große Schwierigkeiten was die tanzenden Damen betrifft. Wie soll ich die in die Jetztzeit setzen? Tanzende Merkel, van Leyen, Nahles oder Petry? Oder diese grünen Damen? Als Dame sollte man ja nicht über andere Damen urteilen. Dennoch möchte ich andeuten, sehr gelenkig kommen die mir alle nicht vor – weder physisch noch intellektuell.

  42. Islamophile
    Was mich umtreibt: wie entsteht diese blinde Islamophilie?
    Bei den jungen Mädchen ist es wohl die Exotik, die sich in Erotik verwandelt hat und die Anziehungskraft der „bunten“ Clubs ausmacht. Da kann man dann hinterher auch keine Anzeige mehr machen. Lt. Statistik sind von den Flüchtlingshelfern, die keine Rentner sind, 80% Frauen. Da mag eine Anziehungskraft wie bei den Latin Lovern wirken.
    Aber was treibt einen alten Mann wie Schäuble dazu, jetzt zum wiederholten Mal von den Moslems zu schwärmen? Glaubt er wirklich, daß er von denen jemals Steuern bekommt? Geht es nur auf Teufel komm raus um eine Erhöhung der Geburtenrate in D? Ist Quantität wirklich wichtiger als Qualität? Ich würde gerne die Motive der Islambefürworter verstehen.
    Grüße Uli

    • Ich hoffe doch sehr,
      dass das dem Wolfi Wählerstimmen kostet.A Schwob/ Badener wird doch nicht so weit gehen und das unterstützen? Dann schreiben sie hier wieder an die Autobahnbrücken über der A7 : Gelbfüßler, gang hoim…
      Und bleib auch dann da.☹️

    • göttliche Eingebung
      Man hat manchmal den Eindruck diese Politiker wüssten spirituell mehr als der Normalsterbliche.

      Hat „der größte Gott“ etwa persönlich zu unserer Regierung gesprochen und gesagt der „andere“ sei nur eine Lüge, last meine Jünger das Land übernehmen?

      Oder steckt doch eher der Gott Mammon dahinter in Form von Petrodollern vom arabischen Meer?

    • ...
      Hern Schäubles Islamophilie ist wohl eher dem Geld
      islamischer Investoren geschuldet. Es gibt da durchaus
      einen europäischen Schönheitswettbewerb.

      Da muss er sich auch vor islamischen Migranten verneigen.

    • Frauen und "Flüchtlinge" ist eh so ein Thema...
      Gestern erst erzählte mir ein Bekannter von einer Freundin (35 A), die ihn um Rat fragte, da sie einen Pakistani, der- von London kommend. hier Wurzeln schlagen wollte, scheinehelichen wollte. Dieser würde ihr auch 10.000 Eur zahlen… .
      Also die Frau ist 35 Jahre, hat 2 Kinder, sollte also eigentlich erwachsen sein!

      Mein Bekannter hat ihr erklärt, daß sie sich damit strafbar machen würde, und hat die Sache dann übernommen.

      Warum versuchen diese Frauen es immer mit Fernstenliebe, es gab hier schon genug Menschen, die unverschuldet unter die Räder gekommen waren und die Hilfe brauchten. Die Caritas kümmert sich nicht mehr um diese armen Deutschen, denn mit sogen.“Flüchtlingen“ verdienen die 3x mehr.
      Und schließlich haben sich die beiden christlichen Amtskirchen in letzter Zeit v.a. als Sozial-Großunternehmen mit enormem Verdienstpotenzial geoutet. Glaube bringt ja auch nicht mehr so viel ein….

    • Das mit den Frauen
      als Flüchtlingshelfer, das kann ich erklären, denn in meiner Verwandtschaft ist auch so eine. Sie war bislang Hausfrau+Mutter, hat nach spätem Kindbekommen den Wiedereinstieg in den Beruf nicht geschafft, das Kind ist fast groß, Mann verdient gut, so hat sie schätze ich einfach nicht viel zu tun, freut sich jetzt ob der sinnvollen Aufgabe und entwickelt späte Mutti-Gefühle. Die Schüler seien unheimlich nett und dankbar, sowas habe sie noch nie gesehen, und sie versteht überhaupt nicht die Probleme, die andere Leute wie ich damit haben.

      Klar, sie sieht natürlich auch die Wiß- und Integrationsbegierigen unter den Flüchtlingen, aus dem Alter, in dem man nachts um 2 aus dem Klub kommt und den netten Herren auf der Suche nach Frischfleisch begegnen könnte, ist sie auch raus, zumal sie nicht in der Großstadt wohnt und so glaubt auch sie die Mär von den zukünftigen Fachkräften, die mal unsere Rente zahlen.

      Ein islamisches Land hat sie im Gegensatz zu mir noch nie von innen gesehen, ihre Begeisterung ist die des unbedarften Türkei- oder Iranreisenden, der nur die grenzenlose Gastfreundschaft wahrnimmt und den Rest, der sich einem erst beim 2. Hingucken erschließt, ausblendet. Die Welt ist so einfach, wenn man nur sieht, was man sehen will.

    • 80% Frauen
      Autochthone Frauen fraternisieren immer mit den Besatzern.

    • @ MMW - Könnten Sie da etwas mehr erzählen?
      Wie verhält sich das mit der Gastfreundschaft und warum sieht sie auf den zweiten Blick anders aus?

    • ... der Islam
      … ist eine totalitäre Ideologie mit einfachen Kategorisierungen und klaren Ansagen; das macht ihn – neben der Bunti-Bunti-Exotik – unheimlich attraktiv für Linksgrüne. Wer islamische „Werte“ verinnerlicht ist immer anständig, Werteavantgarde und der Rest sind dumme Loser und Abgehängte, die nix zu sagen haben und gefälligst Ungläubigensteuer zu zahlen haben (die Parallele zur GEZ ist augenfällig). Der Islam bedient daher das Avantgarde- und Checkergehabe, dann passt er auch noch bestens zur Globalisierung und liefert quasi-sozialistische Konzepte. Attraktiv erscheint wohl auch, dass man sich durch einfaches Bekenntnis dazu optieren kann (das ist also nicht so wie bei den Jesiden).

      Dass das alles durch und durch bizarr ist, steht auf einem anderem Blatt, aber dieselben Leute haben ja schon die DDR mit ihrer glorreichen FKK-Kultur schöngeredet und geheult, als sie ihren gerechten Untergang fand …

    • @Willem Hold
      Gerne doch. Wenn man zum ersten Mal ein Land wie die Türkei oder den Iran durchquert (ich war mit dem Rad dort), fallen vor allem die unglaublich Gastfreundschaft, die beständigen Einladungen zum Tee oder auch zur Übernachtung etc. auf. Gelegentlich wird einem auch einfach Essen zugesteckt oder in der Bäckerei für einen bezahlt, ohne dass man danach gefragt hätte. Man ist erst ganz geplättet.

      Man merkt jedoch auch, dass recht schnell mal das Messer gezogen wird, wenn was nicht so läuft, wie geplant. Eines Tages saß ich in einem kleinen türkischen Dorf beim Tee mit Einheimischen, als ein Jugendlicher einem anderen wütend mit dem Messer hinterherlief. Meine Frage, worum es denn ginge, wurde achselzuckend mit: „Ach um irgendein Mädchen“ beantwortet. Im kurdischen Teil der Türkei und des Irans ist es ziemlich normal, als Radfahrer von Kindern mit Steinen beworfen zu werden, einfach so, ohne Anlaß. Das scheint Teil der Kultur zu sein, denn ich habe auch schon Erwachsene Steine auf neugierige Kinder werfen sehen, um diese zu vertreiben. Ein Besoffener Cafebesitzer, der mich zunächst freundlich eingeladen hatte, fuchtelte ohne erkennbaren Grund mit einem Gewehr vor meiner Nase rum und schoß dann in die Luft. Ist man bei einer Familie eingeladen, kann es sein, daß man die Mutter/Schwester des Gastgeber maximal dann kurz zu Gesicht bekommt, wenn sie das Essen bringt. Der Autoverkehr – geballtes, männliches, rücksichtsloses Macho-Gehabe, die Vorfahrt wird nach Gewichtstonnen des Fahrzeugs bestimmt, wer klein und schwach ist, darf kuschen. Früher dachte ich, es sei Rassismus, wenn Türken in der deutschen Autoversicherung mehr bezahlen müssen. Der Besuch dort hat mich eines Besseren belehrt.

      Natürlich ist nicht es nicht immer und überall so. In den großen Städten Irans lächeln einen die Mädels an, als wollten sie sogleich eine nach schiitischem Recht legale „Kurzehe“ eingehen, und Istanbul ist sicher europäischer als manches Balkandorf. Aber gerade auf dem Land findet man beschriebene archaische Strukturen. Der Film hier zeigt es recht gut.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Mustang_(2015)

  43. Welch wundervolle Bilder
    die in natura zu sehen mir verwehrt bleiben wird. Man könnte wohl Stunden verweilen, um das bunte Treiben zu erkunden und zu bewundern. Danke für diesen Einblick in eine vergangene Zeit.

    Gleichzeitig kommt mir die Frage, wie würde heute ein Lorenzetti eine Stadt und ihre Bewohner malen. Er bräuchte nicht viele Farben, vieles ist grau in grau, eintönig von den Mauern bis hin zu den Menschen. Und keine tanzenden Frauen auf der Straße. Viele Menschen mit gebeugten Häuptern, auf ihr Smartphone starrend, andere nicht wahrnehmend, mit Stöpseln in den Ohren, völlig abgeschottet vom anderen und dem Hier und Jetzt. Von der Kleidung ganz zu schweigen.

    Wir müssen eine sehr schlechte Regierung haben, wie sonst ließe sich das, was wir täglich sehen und erleben, anders erklären? Welche Menschen braucht es, um eine gute Regierung zu bekommen?

    • Äpfel und Birnen
      Smartphone gab es damals nicht, aber unscheinbare Ecken auf jeden Fall. Sie müssen das Richtige vergleichen. Drüben habe ich Ihnen einen Link eingestellt von Pippa Middleton’s Hochzeit. Sie müssen sich vorstellen, dass Lorenzeitti die malen würde. Ein signifikanter Unterschied wäre nur in der Mode zu bemerken.

      Man darf nicht Adelsszenen auf Fresken oder Bildern vergleichen mit dem täglichen Leben der Normalos. Wenn, muss man Adel mit Adel vergleichen. Die Normalos wurden damals recht selten überhaupt dargestellt. Und ich würde meinen, dass sie es heute besser haben als damals, schon wenn man an die Pest denkt und sanitäre Verhältnisse.

      Ich hatte Ihre Leidenschose auch lange, schon im Studium und klagte einmal bei meinen Eltern, ich hätte im 18. Jh lieber gelebt. Sie musterten mich nachdenklich, darüber sinnierend, was sie falsch gemacht hatten. Schließlich fragte mein Vater nüchtern: „In welchem Stand?“

    • Schöner Schein
      Hier ist es gut beschrieben:
      Wie humanistische Lobredner ihre Städte ansehnlicher machten, als sie in Wirklichkeit waren, wie sie stinkenden Unrat, Misthaufen und Schlamm auf den Strassen verschweigen, so sind auch die Veduten geschönte Bilder. Wird doch einmal ein Galgen samt baumelndem Missetäter ins Bild gerückt, unterstreicht das unschöne Detail nur, dass die jeweilige Stadt über die Hochgerichtsbarkeit verfügt, Macht hat über Leben und Tod. Selbst das Bild der Richtstätte wird so zum Accessoire patriotischen Stolzes. Dazu werden wichtige Gebäude übergross abgebildet und in «reale» Topografien placiert; aber die Künstler retuschieren, polieren, arrangieren. Sie wählen imaginäre, erhöhte Standpunkte und kombinieren unterschiedliche Perspektiven, so dass alles Wichtige ins Bild kommt; sie verbreitern Strassen und verbergen Bretterbuden, den Schindanger oder Ruinen.

      Für solche Abweichungen von der Wirklichkeit lassen sich theoretische Begründungen finden. Die Theoretiker der Renaissance forderten zwar unverdrossen, es komme darauf an, die Natur nachzuahmen, also die Welt so zu zeigen, wie sie ist. Doch brachten sie zugleich das Kriterium des «decorum» ins Spiel: Die Maler hatten Schicklichkeit zu wahren, Hässliches – auf Porträts etwa körperliche Mängel – zu verschweigen. Sie sollten die Dinge zurechtrücken, die Realität organisieren, Poesie, nicht Prosa geben.
      https://landschaftentbindung.wordpress.com/category/storia/page/3/

      Lorenzetti hätte keinerlei Probleme, etwa Berlin in angenehmstem Licht darzustellen. Weglassen und Beschönigen, woher kenne ich das nur?
      Im Prinzip waren Redner und Künstler damals die Presse.
      Die Realität wäre allenfalls unter Bad Government zu sehen, das Anzünden eines Obdachlosen wäre dort zu sehen und andere Dinge.

    • Ach Oberländer,
      jetzt reden Sie nicht von Pippa Middleton als Adel, was für ein Blödsinn. Sie lesen anscheinend zuviel Bunte o.ä. Die Frau ist dermaßen gewöhnlich, dass es schmerzt. Aber gut, träumen Sie weiter von Pippa, Mme Macron oder wem auch immer, aber lassen Sie mich da außen vor. Das ist nicht mein Thema.

    • Ja, Frau Simon,
      und mit dem abgewandelten Sizilien-Goethe, dass die Welt ohne (Sizilien)-Italien-und aber speziell ohne Siena, Florenz, Lucca und Arezzo kein Bild in der Seele mache, sollte kein Mensch diese Erde verlassen sollte.
      .
      Gäbe es eine Möglichkeit-ich würde sie Ihnen, im Rahmen meiner Möglichkeiten ermöglichen-klandestin. Sagen Sie nur wie? Ich habe dieser Welt und diesem Land unendlich viel zu vergüten.
      (DdH)

    • Lieber DdH, mir reichen die Berichte vom Don
      und dazu der Link von Dunque aus der Welt, in der diese Malerei gezeigt wurde, um große Freude daran zu empfinden.

      Ich habe so wenig von der Welt gesehen und vermisse doch nichts. Kann dank Internet, Büchern oder mancher TV-Doku all das sehen, was mir sehenswert erscheint. Direkt vor Ort könnte ich nicht so viel mehr berührt sein, als grad hier in diesem Blog – auch dank Ihnen und anderer lieber Foristen.

      Darum herzlichen Dank für Ihr großherziges Angebot, heben Sie es für die noch nicht offenbarten Wünsche der Enkelin auf, deren Erfüllung dem Großvater zur Freude gereichen.

  44. Sienas Schicksal: Pandemie
    Genial gemacht mit der Freiheit der Frauen im Mittelpunkt und der Warnung an Frauen, ihre Freiheiten nicht leichtfertig, zum Beispiel durch Verschweigen, auf’s Spiel zu setzen:
    „Unsere Freiheiten waren und sind kein Naturzustand, und schnell weg, wenn man sie nicht entschlossen und ohne falsche Rücksichten verteidigt.“

    Mit der Darstellung, dem Freskenzyklus, selbst habe ich gewisse Probleme, nicht in puncto Ausführung oder Farbenpracht, sondern bezüglich der Interpretation.
    Bad Government kann man es nicht nennen, wenn die Beulenpest, vermutlich von Asien über die Krim kommend, Siena inklusive der Gebrüder Lorenzetti und halb Europa niederrafft und in Chaos und Armut versinken lässt. Im Gegenteil ist die Pest eine Folge der in Good Government dargestellten Vorgänge, denn sie breitete sich so rasant aus wegen der auf Handelsschiffen mitreisenden Ratten, war also eine direkte Folge des internationalen Handels und seine Schattenseite.

    Auch heute existiert diese Schattenseite. So ist bekannt, dass AIDS beim Bicentennial in den USA eingeschleppt wurde, als unzählige Schiffe und Matrosen von allen Ecken der Welt New York City bevölkerten. Über unerwünschte Pflanzensporen und Insekten will ich gar nicht reden.

    Daher meine ich viel eher, dass solches Geschehen aufgrund seiner rasanten Destruktion erst Bad Government hervorrufen kann. Natürlich war die Beulenpest nie eine Folge von Bad Government, womit für mich klar ist, dass die schöne Seite zur schlechten überleitet. Dargestellt sind vermutlich Frauen im Umfeld der Nova und Noveschi, die nach den Jahren der Pest gestürzt wurden.
    Die Globalisierung, die es auch damals gab, hat einfach ihre Nachteile neben unzähligen Vorteilen.

  45. Fortschritt
    „So wird beispielsweise von einem Einzug Kaiser Maximilians in Regensburg berichtet, der von Westen kam und dabei das Bordellviertel passieren musste. Die dort wohnenden Frauen haben ihm zu Ehren eine Tanz aufgeführt, und Maximilian stieg vom Pferd, um mit ihnen zu tanzen: Vor der versammelten Bürgerschaft und seinem eigen Hof.“

    Tja, die Freuden der homogenen Gesellschaft. Man stelle sich diese Szene in der heutigen Zeit vor. In die heutigen Rotlichtviertel traut sich teilweise nicht einmal mehr die Polizei, weil dort ausländische Großfamilien eine Paralleljustiz mit eigenen Regeln errichtet haben. Die Prostituierten gibt es noch, aber sie würden mit Sicherheit keinen Tanz zu Ehren des Kaisers aufführen, da sie aus allen Ecken der Welt stammen, und in keinster Weise eine Verbundenheit mit dem Land oder dessen Regierung empfinden. Sie wüssten wahrscheinlich nicht einmal, daß sich ein Kaiser anschickt, durch ihr Viertel zu ziehen, da die meisten lediglich marginal die Landessprache beherrschen und viele überdies mit (ebenfalls damals noch unbekannten und erst im Zuge der Globalisierung nach Deutschland importierten) Drogen vollgepumpt sind.
    Aber so sieht sie nun einmal aus, die schöne neue Welt, die von unserer progressiven Elite konstruiert und verwirklicht wird. Und wir haben uns gefälligst darüber zu freuen.

    • ein Saarländer,
      dessen Namen mir jetzt nicht einfällt, Bogenpieser oder so, galt zu seiner Zeit als profunder Kenner der Bordelle seiner Heimat.

    • Drogen...
      Nur eine kurze Anmerkung: Rauschmittel sind deutlich seltender außereuropäischen Ursprungs, als viele gemeinhin denken. Natürlich ist Dortmunder Kokain überregional ob seiner Qualität bekannt, stammt im Kern allerdings aus sehr südlichen Gefilden. Was Stimulantien, Halluzinogene, Sedativa und andere Genussmittel-Medizin-Giftmischereienkanndennnichteinmaljemandandiekinderdenken angeht, können die europäischen Kulturen allerdings eine reiche und lange Herstellungs- und Kultur-Geschichte bis in die Präantike vorweisen. Eine Menge im eigentlichen Wortsinn toller Sachen gebar gar die deutsche Industrialisierung, etwa Heroin. Das ist bei den illegalen* Drogen übrigens das schlimmste Teufelszeug zwischen Walhall und Hel, obwohl es ursprünglich als Medizin gegen anderes Teufelszeug konzipiert war.

      In Kürze: Für jede asiatische Betelnuss kann ich einen urgermanischen Eintopf mit Kahlköpfen aus dem heimischen Wald aufbieten. Nicht immer muss Problempotential erst einwandern.

      * Benzodiazepine sind so schrecklich wie legal.

    • Titel eingeben
      Atatürk: ja, da korrigieren Sie mich zurecht. Ich hatte beim Schreiben an die Anbaugebiete gedacht, dabei stammen in der Tat, wie ich mir danach dachte, sowohl Heroin als auch Kokain im Grunde aus westlichen Laboren.
      Also den Satz mit den Drogen nehme ich dann zurück. (Wie man hier dann dennoch wieder aus anderer Perspektive über das Thema „Fortschritt“ sinnieren könnte.)

  46. Um errungene Freiheit entschlossen zu verteidigen, müsste man begreifen können,
    was für einen unermesslichen Wert sie hat. Woher soll dieses Begreifen kommen, im betreuten Kindergarten Deutschland?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • da,wo ich seit
      gut zwanzig Jahren wohne, wuerden viele nur allzu gerne auf diese Freiheit verzichten, wenn sie dafür einen sicheren Arbeitsplatz hätten.
      .
      Ach so, die vielen Ausländer gab es dort unter dem Ancien Regime auch nicht, noch nicht einmal Wessis.

  47. dieser merkwürdige helle Fleck
    gleich im ersten Bild: sie haben doch nicht etwa ruchlos die empfindlichen Fresken angeblitzt???

  48. Zum Thema passte
    ein kürzlicher Bericht im Hamburger Abendblatt (die führende lokale Zeitung hier) bez. des Bevölkerungsanteils von Menschen mit Migrationshintergrund in Hamburg.
    http://www.abendblatt.de/hamburg/article210668385/Wo-die-meisten-Migranten-leben-und-die-wenigsten.html
    Danach haben aktuell 34% der in Hamburg Lebenden einen Migrationshintergrund, bei Menschen unter 18 sind es an die 50%.
    Aus einem Kommentar des Abendblatts dazu: „…Vor allem aber sollten uns die jüngsten Zahlen des Statistikamts ein wenig stolz machen. Dass es vermehrt Menschen aus aller Herren Länder an die Elbe zieht, hat wohl auch mit der Art und Weise zu tun, in der wir zusammen leben: Gleichberechtigt in dem Sinne, das jeder Mensch nach seiner Fasson glücklich werden darf.“
    So kann man kontinuierliche Zuwanderung natürlich auch glorifizieren.

    Übrigens:
    Ein Bericht über Schwimmbäder in Deutschland wäre auch nicht schlecht,
    s. FAZ-Online vom 24.5.:
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/foto-verbot-im-freibad-der-kampf-in-offenbach-geht-weiter-15028126.html

    • Security im Schwimmbad
      ist auch ein interessanter Aspekt der neuen Ordnung. Kann sich jemand an sowas in den 70ern oder 80ern erinnern? Ich nicht.

  49. Titel eingeben
    Guter Text und erstaunlich,welche Bezüge und Zusammenhänge Sie aus alter Kunst herausextrahieren.

    Ich bin momentan doch wieder einmal aufgebracht, Wutbürger eben :-) v.a bezüglich unserer Medien und etablierter Parteien. Alleine letzte Woche und in meiner Region und Umfeld kam es binnen weniger Tage gleich zu zahlreichen „Vorfällen“. Fast alle werden nicht groß thematisiert oder als wenig konkreter Einzelfall behandelt, ja es liegt ein auffällig lähmender Schleier des Schweigens von Ursachen/Wirkung darüber. Man will es partout nicht wahr haben

    Tübingen ist meine Geburts- und Heimatstadt. Aber o.k. links-orientierte Studentinnen sind ja emanzipiert und selbstbestimmt und müsssen wissen was sie tun oder nicht tun. Dann aber in Augsburg, Studienort meiner Tochter Übergriff auf Joggerin in der Nähe der Laufstrecke der Tochter. In Freiburg, meiner ehem. Unistadt und langjährigem Wohnort ebenfalls wieder ein Übergiff auf eine Frau. Last not Least wird in Karlsruhe, wo wir Verwandte haben noch ein Mädchen erstochen.

    Ich bin wirklich geladen und auch ziemlich stinkig auf unsere Journalisten, die nicht einmal in der Lage oder Willens dazu sind die Kriminalstatistik zu analysieren oder zu interpretieren. Meine Güte, was interessieren mich momentan Taschen- und Ladendiestähle oder Einbrüche, ich mache mir wirklich Sorgen um die Unversehrtheit und Freiheit meiner Töchter in D. Deshalb werter Don nochmal mein Dank, dass Sie gerade diesen Punkt thematisieren.

    • Zustimmung
      Ich hab gerade, bevor ihr Posting freigeschaltet, einen kleinen Text zu eben diesem Thema beim Don eingereicht. Vielleicht können Sie ihn demnächst weiter unten lesen. Da geht es um Übergriffe von Männergruppen auf Biergärten und Restaurationen, die es so – meines Erachtens – bisher auch noch nicht gegeben hat.

  50. Etwas Schönes
    Eine weitere fesselnde und liebevolle Beschreibung der Fresken habe ich gerade gefunden:

    „Der Freskenzyklus von Ambrogio Lorenzetti über die gute
    und die schlechte Regierung
    Eine danteske Vision im Palazzo Pubblico von Siena“

    D I S S E R T A T I O N
    der Universität St. Gallen,
    Hochschule für Wirtschafts-,
    Rechts- und Sozialwissenschaften (HSG)
    zur Erlangung der Würde einer
    Doktorin der Staatswissenschaften
    vorgelegt von
    Dagmar Schmidt

    Die Arbeit ist online und ich habe mich festgelesen.

  51. Ist zwar halbwegs, wenn auch nicht ganz OT,
    meine aber, Sie dringend darauf aufmerksam machen zu müssen, zumal Lassahn einer unserer Besten in Deutschland ist:

    „So auch bei Vergewaltigungen. Mithu Sanyal, die für diverse Rundfunkanstalten und für die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt, stellt im ‚Spiegel‘ ihr neues Buch vor und erklärt, dass sie sich von Opfer-Täter-Zuschreibung verabschiedet hat und grundsätzlich in Frage stellt, dass eine vergewaltigte Frau das Opfer und der vergewaltigende Mann der Täter sei.

    Sie meint, dass es das Wort „Opfer“ in diesem Zusammenhang gar nicht mehr geben solle. Vielmehr solle man in Zukunft bei vergewaltigten Personen, aber genauso beim Vergewaltiger von „Erlebenden“ sprechen. Das sei neutral und wertfrei und würde die klassische, genderproblematische Rollenverteilung – aktiver Mann hier, passive Frau da – aufbrechen.“
    http://www.achgut.com/artikel/versteckte_taeter_in_sprachlichen_grauzonen._die_sprachveraenderung_3

    • Diese Frau hatte wahrscheinlich noch nie...
      ..das Glück einer(vielfach) Erlebenden, sonst könnte sie solchen Stuss wohl nicht schreiben. Ist ja schon älter…

  52. Und wieder, Don, ...
    … denken und schreiben Sie wissender und unterhaltsamer als die meisten zeitgenössischen (no pun intended) Feuilletonisten. Sooft ich in einer der sogenannten Edelgazetten blättere, fällt mir Karl Kraus ein, der Journalisten als „Tintenstrolche“ bezeichnete, schon vor bald 100 Jahren.
    Deswegen werde ich mich, obwohl Ihr ständiger Leser, mich mit Lob künftig zurückhalten; denn ich könnte mich nur wiederholen: „Chapeau, Don Alphonso.“

  53. Kraft durch Käufer und Kopflose Künstler
    Was ist die Selbstsicherheit vieler in den Medien präsentierter Visagen anderes als lediglich die Attitüde sich mit durchlauferhitzenden, zumeist plattesten Behauptungen vom gemeinen, leichtgläubigen Kreditkartenzahler abzugrenzen.
    Eine Art Wortwall, ein Gestrüpp überwiegend erbärmlicher Sätze, die mit plumpen, stereotyp intonierten Schlagwörtern und Aphasie provozierender Mimik die Öffentlichkeit narrt.

    So hatten sich die Surrealisten und DaDaIsten das in etwa vorgestellt? :
    (ziemlich) durchgeknallte Typen, die wie selbstverständlich die Welt mit gröbsten Widersinn überziehen.
    Ohne suadisches Talent besitzen zu müssen.

    Deutschland : mit professionell betriebener Akribie Gewinne generieren,
    bis zum Exzess: alles verwerten. [inklusive emotiver Ressourcen]
    Deutschland: das Land der eliminierten Handwerker, der gepushten PseudoExperten, der Kulturbanausen
    mit einer 18’er // 45’er Zäsur (Novemberrevolution // Siegermächte gestalten die Fragmente des Deutschen Reiches, Neugründung einer Konsumgesellschaft aus Bauschutt und DIN-Normen)

    Deutschland nach 89: der geplünderte Materialismus virtualisiert sich, Auflösung, Zerfall der Nachriegsstrukturen, geostrategische Neuformulierungen, gezielte Destabilisierungen mit Gefährderprophylaxe: KleinGeistBewältigung als KleinRaumBewältigung für Badende in Flachgewässern.

  54. Wiederkehr
    einer akademischen Frage …
    Was macht ein Ethologe vor dem Drucker….?
    Einen Ausdrucks-Tanz…..

  55. la bellezza
    Dankeschön, lieber Don, für diesen Text. Schönheit ist nicht der schlechteste Schlüssel, um die Dinge des Lebens aufzuschließen.

  56. Tanzvergnügen
    Es gibt momentan eine Reihe von recht kryptisch formulierten Meldungen, in denen „Gruppen“ von „Männern“ private Feste oder gastronomische Einrichtungen stürmen und dafür sorgen, dass die Polizei einschreiten muss. Am Vatertag in Dinslaken waren es 30 an der Zahl, die in einem Biergarten randalierten. Die Presse rätselte: Hooligans? Der Polizeibericht sprach von „Männern“ aus Duisburg und Düsseldorf.

    Ein paar Tage zuvor stürmten 250 (!) Männer eine private Geburtstagsfeier im (gastronomisch genutzten) Kettwiger Bahnhof. In dem besagten Artikel/der Polizeimeldung ging es aber vorwiegend um einen Taschendiebstahl an der Garderobe; nur in Beisätzen wurde erwähnt, dass sich die Tat in dem entstandenen „Trubel“ abgespielt hat, der entstand, weil die Veranstaltung (wegen der feindlichen Übernahme?) überhastet abgebrochen werden musste.

    Das sind nur zwei aktuellere Beispiele dafür, dass „Gruppen“ von „Männern“ irgendwo spontan auftauchen und eine Veranstaltung sprengen. Nicht mal ein Festival oder ein Stadtteilfest, die dringen jetzt anscheinend auch in ganz normale Kneipen und Restaurants ein, belästigen die Gäste und kloppen sich mit der Polizei. Und (ebenfalls anscheinend) wird darüber nicht berichtet – oder eben nur stark verklausuliert.

    Und dabei läuft die Biergarten- und Freibadsaison gerade erst an …

  57. ja. der Don und ich.
    Wir haben die Ungnade der zu späten Geburt…

    • maciste grüßt den gast
      ich sage zu meinem gegenüber (mittelalterschwärmer u. sonstige) bei solchen einlassungen immer, daß er sich das noch einmal überlegen soll, wenn er das nächste mal auf der toilette sitzt.
      battle on.

  58. Kaiser Augustus, der unsere
    Später, so in 500 Jahren, werden sie dann sagen: Das muss ein guter Regent gewesen sein. Er sieht fast aus wie Kaiser Augustus. Wahrlich, die Kunst ist ein Geniestreich, so verlogen wie sie ist. Für Kunsthistoriker und Freunde der Künste ist sie eine eierlegende Wollmilchsau:

    http://www.kulturtussi.de/img/immendorf_schroeder.jpg
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/immendorff-malt-schroeder-goldfinger-im-kanzleramt-1410037.html

  59. Ihr Essay würde sich wunderbar in einen Reiseführer /Kunstführer Siena machen
    Dieser Text hatte mir vor Jahren noch mehr über das Bild beim Betrachten vor Ort geholfen. Danke!

  60. wer sich für die Kriminalstatistik 2016 abseits der Beschönigung interessiert
    dem sei folgender Link empfohlen:
    https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/auslaenderkriminalitaet-die-gewaltspirale-dreht-sich/
    Es ist erschreckend daß hierüber nicht berichtet wird (wobei ich davon ausgehe daß Tichy vertrauenswürdige Informationen publiziert)

    • Was Tichy publiziert
      ist teilweise richtig (ich habe die Zahlen, zumindest in Ansätzen, aus dem Original-Dokument rausgesucht), teilweise aber auch unsinnig. Wenn er schreibt, die Flüchtlingskriminalität habe sich 2016 gegenüber 2015 verdoppelt, kann man nur sagen: Ja logisch, sind ja auch doppelt soviel Flüchtlinge da. Von daher ist der Artikel, so schön einige Graphiken aufbereitet sind, mit Vorsicht zu lesen. Auch Herr Tichy ist ein Journalist, der gerne schreibt, wovon er schon vorher überzeugt ist.

    • Titel eingeben
      Gerade kritische Geister, die versuchen, die „Wahrheit“ ans Licht zu bringen, werden sich hüten, Märchen zu erzählen, so wie die, deren Schweigen oder Vertuschen sie aufdecken und beschreiben. Sie wären sofort unglaubwürdig; dafür würden ihre vielen starken Gegner schon sorgen (q.e.d.).

    • Verdopplung
      @MMW

      Tichy rechnet vor, dass sich die Zahl der (ermittelten) Tatverdächtigen pro 100 000, an anderer Stelle pro 1 Mio, der jeweiligen Gruppe bei diversen Delikten erhöht hat. Das ist ein Unterschied. Er setzt das auch in Relation zur Bevölkerung mit deutschem Pass pro 100 000 / Mio.

  61. Für den Gast um 14:35
    Vor 45 Jahren war es in Tübingen auch nicht so anders. Auf der Neckarinsel trieb sich ein Exhibitionist herum, gerade da wo die jungen Mädchen morgens auf dem Weg zum Gymnasium vorbei mussten. Die Polizei fand es nicht wert, ein Protokoll darüber aufzunehmen. Außerdem kann ich mich noch vage daran erinnern, einem anderen Mann ebendort in die Weichteile getreten zu haben, weil er nicht nur ein Exhibitionist sein wollte. Nach meiner ersten Erfahrung mit der Tübinger Polizei, meldete ich den aufdringlicheren Fall erst garnicht. Auch anderorts in Tübingen lernte ich in meinen ersten Semestern, mich gegen zudringliche Männer notfalls handgreiflich zu wehren und insbesondere um angetrunkene (sehr deutsche) Verbindungskameraden einen Bogen zu machen.

    • Sicherlich richtig, gab es immer schon
      aber müssen wir deshalb einen vorhandenen (und zu bekämpfenden) Mißstand mutwillig enorm vergrößern ?

    • Nana
      Ich habe vor 41 Jahren in Tübingen studiert und dort gab es nur die Wahl zwischen „Ganz Links“ und „Linksextrem“. Die Frauen waren 100% alternativ und/oder feministisch und wurden ob ihrer modischen Präferenzen von uns „Teppichhändler“ genannt. Die einzigen, mit denen man etwas anfangen konnte, waren die Sportstudenten. Da, wo ich gewohnt habe (im Philosophenweg) hatten alte Leute den letzten Winkel eines Hauses noch an Studenten vermietet und einmal trieb ein Spanner sein Unwesen, den wir letztendlich durch „Wachsamkeit“ vertrieben haben.
      Was nicht ganz unbeachtet bleiben darf, sind die amerikanischen Besatzungstruppen, die zu dieser Zeit schon Berufssoldaten, keine Wehrpflichtigen mehr, waren und es in Amerika die Möglichkeit „Knast oder Armee“ gab. Einige dieser Einheiten (z.B. die 2nd 33rd FA bestanden fast nur aus Knastis). So etwas schlägt sich natürlich in bestimmten Quoten nieder, vor allem, weil es damals auch (fast) keine Frauen in der US Army gab.

  62. Buchempfehlung
    Werter Don,
    Sie haben keine Vorstellung davon, wie sehr mir, einem eingefleischten Kunstbanausen, Ihre Ausführungen helfen, das Dargestellt zu begreifen. Deshalb möchte ich Ihnen ein Buch nahelegen. Es enthält Beschreibungen interessanter Kunstwerke aus einer gegebenen Region; die Beschreibungen wiederholen aber nicht einfach, was man sieht, sondern geben wieder, was dargestellt ist. So wie in Ihrem obenstehenden Aufsatz. Kein Wunder: Es sind Ihre Beschreibungen, denn das Buch ist noch nicht geschrieben; Sie müssen das noch erledigen.
    Ich würde ein solches Buch erwerben wollen.

    • Mir geht es ähnlich
      Allerdings habe ich schon eine Quelle: im Cicero gibt es in jeder Ausgabe eine Bildbesprechung von Beat Wyss. Ob es ein Buch mit gesammelten Erläuterungen gibt, weiss ich nicht.

  63. Freiheit ? Nehmen sich andere
    Lieber Don,
    wieder ein herzliches Dankeschön für diesen Artikel.
    Freiheit verteidigen? Sie tun etwas mit Ihren Artikeln dafür. Der größte Teil Ihrer Leserschaft wird wie ich zu resigniert und mittellos sein, um den tobenden Horden der sog. Antifa, den Stegnern, den „Idealchristen“ usw. usf. öffentlich entgegen zu treten. Und dann noch die Wählerscharr, die heute das nächste Model wählt und morgen den Bundestag….
    Lieber Don, schenken Sie mir Hoffnung, die Geschichte gibt sie für Deutschland und Europa nicht mehr her.

  64. Man sollte genau hinsehen, wer gemeint ist
    @Thomas Marx sagt:
    „Mir fällt auf den Bildern beim besten Willen keine Dame in rotem Gewand auf, die von irgendjemandem bedrängt wird.“

    Im dritten Bild von oben, ganz rechts an der Hausseite. Man muss solche Gemälde schon genau betrachten. Immer wieder verstecken die Künstler Andeutungen, die dem Gesamtbild eine ganz andere Wendung geben können. Außer natürlich bei heutiger feministischer Malerei (Elvira Bach etwa), da wird nichts angedeutet, sondern knallhart sozialistisch-feministisch agitiert. Wie sie es auch privat macht und ihre (weiblichen) Hilfskräfte wie übles Gesindel unter Wert behandelt. Selber erlebt.

    • Oben rechts
      Diese Dame habe ich selbstverständlich in Betracht gezogen und auch in der hohen Auflösung beäugt: sie wird von einem einzigen Mann in einer Art angegangen, die nicht sehr gewaltsam aussieht und sie verhält sich auch nicht, als würde sie bedrängt. Die 3 Gestalten davor nehmen von den Zweien keinerlei Notiz, sondern beschäftigen sich mit Würfelspiel oder einer Schweinehaut (so genau kann man das nicht unterscheiden).
      DAS als Vergewaltigungsanbahnungshandlung zu interpretieren, würde unseren Aufschrei-Tussis mit ihrem Team (hab‘ den Namen vergessen, Sie wissen schon, wen ich meine) gefallen, sonst niemandem. Oder gab es in der Renaissance schon „Stare Rape“ und wird die Dame Mangesplaint?

    • Körpersprache
      Wenn Sie Körper- und Kopfhaltung der Dame betrachten, dann befindet sich diese in der Vorwärtsbewegung, während der angebliche Sittenstrolch, der seiner Gesprächspartnerin übrigens 2 Gewichtsklassen unterlegen ist,wie angewurzelt stehen bleibt. Ich habe zwar noch nie jemanden vergewaltigt, aber so stelle ich mir das nicht vor.

    • @Tico
      Die Frau kann eigentlich nicht gemeint sein. Sie wird nicht von zwei Soldaten bedrängt. Ob der Mann, der sie mit seiner linken Hand am Arm fasst und sie offenbar am Weitergehen hindert, ein Soldat ist, weiß ich auch nicht, jedenfalls ist er determiniert, sie zu hindern, sich den anderen anzuschließen, die sich ungehindert bewegen können. Sie senkt ein wenig den Kopf, wie um ihn zu bitten. Er kommt ihr nicht aber entgegen und hält seinen rechten Arm energisch vor ihren Spielraum. Vielleicht täusche ich mich; aber die Frau in Rot sieht dem Frieden ein Bild weiter (dort im durchsichtigen Gewand) etwas ähnlich.

      Wenn ich mal frei assoziieren dürfte, so würde ich sagen, dass der Frieden die freundliche Einladung zu einem Tanz ist. Davon sind wir weiter entfernt denn je. Der Autor hier tanzt ja auch nur für das Publikum, wie die Damen des Bordellviertels einen Tanz für den Kaiser aufführten. Aber während Maximilian tatsächlich in Person mittanzen durfte (wer sagt denn, dass sich die Damen dazu verpflichtet fühlten? Die bekommen normaler Weise Geld für ihre Dienste, und das schon länger, als es Kaiser gibt!) dürfte hier nichts einen anderen Rhythmus reinbringen. Das wären ein für alle mal „falsche Rücksichten“.

      Das kommt halt davon, wenn man die Sache und die Motivation dahinter immer, immer, immer in einen Topf schmeißt. Hier hat irgendwer, ich glaube, der Oberländer, auf Bernhard Lassahn hingewiesen; da kann man das gut ablesen. Die Zumutungen der Gendersprache sind ohne Abstriche und ohne Einwände komplett und vollständig falsch. Indem er das darlegt, hat er bei jedem, der überhaupt kommunizieren möchte, schon gewonnen. Dem ist nichts, gar nichts hinzuzufügen! Aber ich habe mich mal mit so jemandem – so einem Genderfreund – trotzdem leicht unterhalten, wir haben also tatsächlich – getanzt. Ich hab mir dabei nichts vergeben und ich habe meine innere Position nicht einen Millimeter verrückt. Aber weil derjenige nicht so biestig war, sondern eben getanzt (gelacht) hat, und mein Lachen ertrug, hat mich da etwas angeweht, das die Sache wieder von der Person entkoppelt hat. Der hat sich tatsächlich Gedanken gemacht, wie und wann man als Frau und wann man als Mann kommuniziert. Ich fand das jedenfalls keine Zeitverschwendung, mal darüber nachzudenken, mir hat nur die Konsequenz, die Gendersprache, nicht gefallen. Aber, wie gesagt – wir haben gelacht und uns nicht angefeindet oder uns lächerlich gemacht, obwohl wir in der Sache eigentlich ernst geblieben sind. In dem Moment wollte aber zufällig gar keiner gewinnen, und nur aus solchen Momenten kann überhaupt etwas entstehen (nein, im konkreten Fall entstand gar nichts, aber das war kein Drama).

  65. Was Kunst ist, bestimmen die Galerien
    @The Great Artiste sagt:
    „… eine Bronzerübe für 50 Millionen, von einem, den gerademal Kunstspezialisten kennen dürften – dann fragt man sich schon, was unsere „höchsten Güter“ sind, für die wir unsere lieb gewordenen Kröten aus unserem Sack herauswandern lassen…“

    und

    „…wenn man auf einer Oldtimermesse endlosen Edelschrott um die 50.000 Euro sehen muss, der in einigen Jahren eher bei 10.000 Euro landen wird als bei 100.000 und bis dahin jede Menge Reparaturgeld verschlungen haben wird.“

    Sie werfen zwei Dinge durcheinander.

    Kunst und Oldtimer.

    Der Kunstmarkt wird nicht von „Kunstspezialisten“ bestimmt, sondern von Galerien. Wenn Sie als unbekannter Künstler (Der Begriff ist nicht geschützt!) einen Agenten haben, der es schafft, dass ihre Kehrschaufel in einer Kunsthalle New Yorks als Beispiel mutiger Alltagsbewältigung ausgestellt wird, sind Sie mit einem Schlag berühmt und ihre verdreckte Schaufel bekommt den Höchpreis, so dass sie sich endlich drei Putzfrauen täglich leisten können.

    Die gleiche Schaufel in einer Lagerhalle in Wanne-Eickel ausgestellt, wandert umgehend in den Mülheimer. Es sind also immer die Ausstellungsorte, die Galerien und die Agenten der Maler und Bildhauer und Gestalter, die die Preise und somit den „Wert der Kunst“ bestimmen. Niemals der Künstler selber. (Ich habe Jahrelang im Kunstmarkt gearbeitet und immer wieder die gleiche Klage der Künstler gehört). Ein Penk konnte nur deshalb so bekannt werden, weil er aus der DDR war und Kritzelmännchen malte. Mal was Neues.

    Oldtimer bewegt man nicht oder nur ganz selten. Die stehen in einer wohltemperierten Garage und werden ständig gepflegt. Mit solchen Autos aus den 20er oder 30er Jahren fährt man nicht im normalen Straßenverkehr, daher gibt es auch so gut wie keinen Verschleiß.

    • Oh, wenn sie doch fahren würden...
      Die überteuerten Mobile sind meistens jünger, und werden bewegt, wenn sie sich bewegen lassen…
      Denn wer kennt sich heute noch gut mit einer Drei- oder Mehrfachvergaseranlage aus, oder einem Automatikgetriebe sder Fünfziger…

      Eigentlich kein Hexenwerk, aber wo sind die Dichtungen und die Mechaniker, für die das noch Alltag war..
      Die Preisinflation von 911 Porsches oder allem was offener Mercedes vor 1980 ist ein ähnlicher Hype wie bei der Kunst.

      Es gibt halt (noch) genug Leute, denen die aufgerufenen Preise es wert sind.

  66. Heute fasst man das mit "Nazi" zusammen...
    „Entweder man ordnete sich dem System und seinen Zielen unter, oder man wurde radikal ausgeschlossen und vertrieben, die Bürgerrechte wurden entzogen und die Häuser gebrandschatzt.“

    Übrigens gibt es von den damit öffentlich und rechtlich Beauftragten eine Audienz: Am Sonntag, den 28.05. um 19:00 macht Kai Gniffke den Anfang für Kritiker, welche aus der Anonymität hervortreten sollen…

    https://www.tagesschau.de/inland/sags-mir-ins-gesicht-101.html

    • Titel eingeben
      Das Perfide (eins davon) ist, dass Gniffke ja nicht „Kritiker“ anspricht, sondern nur den Teil, von dem er glaubt, dass er sich selbst entblößt und er dann wie der hehre Ritter dasteht: „Wir fordern Verfasser von Hasskommentaren dazu auf, sich uns von Angesicht zu Angesicht zu stellen.“
      .
      Die wollen also keine Kritiker, die wollen bestätigt haben, dass der Wind, der ihnen entgegenbläst allein und immer nur aus idiotischen Backen kommt. Je doofer & aggressiver desto besser, das erspart auch ihnen intelligente Argumente.
      .
      Nee. besser ist, diesen ganze ARD/ZDF-Klumpatsch gar nicht mehr zu schauen. Ignorieren. Oder, wenn’s schon arg juckt, dann: auslachen. Oder mit so übertrieben zustimmenden Kommentaren hochjazzen, wie’s die drei einzigen „positiven“ Amazon-Kommentatoren beim Maas-Buch machten.
      .
      Wenn wir schon gezwungen werden, diese Show und diese Showmaster zu bezahlen, müssen wir das Zeugs ja nicht noch auch schlucken?
      .
      Denn schon Kästner bemerkte:

      „Was immer geschieht:
      Nie dürft ihr so tief sinken,
      von dem Kakao, durch den man euch zieht,
      auch noch zu trinken!“
      .

    • Interessant
      Unter dem Tagesschau-Link liest man:

      Wenn der Hass sich aber gegen Journalistinnen und Journalisten als Personen richtet, geht es oft nur teilweise um die Inhalte, die jemand berichtet. Relevant für den Hass ist auch, wer diese Inhalte berichtet. Der britische „Guardian“ hat vor einem Jahr die Untersuchung von 70 Millionen Leserkommentaren veröffentlicht.

      Das Ergebnis: Von den zehn Autorinnen und Autoren des „Guardian“, die die meisten Hasskommentare erhielten, waren acht Frauen. Die beiden Männer waren nicht weiß. Auch der Hass, der der ZDF-Journalistin Dunja Hayali nach ihrer vielbeachteten Berichterstattung von Pegida-Demonstrationen entgegen schlug, wurde noch dadurch befeuert, dass sie eine Frau ist, mit Migrationsgeschichte in der Familie, und homosexuell. Viele der Hetzkommentare bezogen sich darauf“.
      Zitat Ende

      Zum „Guardian“ könnte man natürlich dazusagen, dass die Kommentatorin, die am meisten proletarisch unflätige EMails erhält, Jessica Valenti ist, eine Kampfemanze, die in ihrer wöchentlichen Rubrik: „Diese Woche im Patriarchat“ Gift und Galle über den weissen alten Mann verspritzt und aktuelle zu Manchester kommentiert: „…We could win over the confidence of marginalised communities by cracking down on hate speech and crimes. Incendiary comments deliberately designed to inflame fraught situations should be investigated.
      We should incorporate dissent and accommodate diverse voices, because we are a society that is prepared to debate and learn…“.

      Wir, das heißt: die „nichtmuslimische Gesellschaft“, die ja hauptsächlich aus rassistischem Patriarchat namens „alte weiße Männer“ besteht, muss nur ihren Hate-Speech gegenüber Einwanderern zähmen und nicht mehr so viele Verbrechen an ihnen begehen. Außerdem sind WIR intellektuell zu rigide und sollten „Vielfalt“ noch mehr gut finden, weil wir von den anderen was lernen können….“. Schon liegen sich alle in den Armen und lieben sich.
      Das am Tag nach dem Attentat und mein Kind wäre unter den Opfern gewesen, dann hätte sie von mir eine Hate-Mail bekommen, das ihr der Bildschirm geschmolzen wäre.
      Aber zurück zum Link: die ARD-Tagesschau erzählt uns, das „den radikalen Feminismus mit den gleichen Waffen zu bekämpfen, auf Frauen-Hass dumpfhirniger Rechtspopulisten fußt.“
      Da freut man sich doch gleich noch viel mehr, diese gleichgeschaltete Propagandaveranstaltung seit Jahren nicht mehr über sich ergehen lassen zu müssen. Plötzlich sieht man: es gibt ein Leben außerhalb der staatlichen Filterblase.

  67. Markus Lüpertz und der Kirchentag IV
    Lieber DON,

    ich hoffe Sie verzeihen mir wegen der modernen Kunst. Aber meine letzte Begegnung mit M. L. in der Paris-Bar, endete – wegen vier wunderschöner Frauen, die nahezu eng um ihn herumgeklammert, mich als (noch) jungen Kerl, furchtbar neidisch (auch ob meiner eigenen Genialität) machten – fast in einer Schlägerei…..plötzlich schauten wir uns in die Augen und wussten sofort, dass wir hier die Platzhalter der Körperlichkeit in ihrer augenblicklichen Herrlichkeit waren. Und alles war gut. Der Tanz konnte beginnen.

    Herzlichst PvK.
    .

    https://www.youtube.com/watch?v=OddO9i8-uYE

  68. Kostümrömer
    Heute in Ostwestfalen-Lippe gewesen, in Detmold. Meine Güte, was für eine schöne Stadt! Obwohl SPD regiert, wirkt sie ein wenig, als wäre sie von der Zeit vergessen worden.

    An der Musikhochschule findet eine Party statt. Die Studenten verkleiden sich als Römer und ziehen mit Bierflaschen durch die Strassen. Irgendwie will ihnen der Römergruß nicht ganz gelingen, wofür wir alle Verständnis haben, aber sonst scheinen sie die ‚kulturellen Aneignung‘ ganz naiv zu genießen. Vielleicht läuft das künftig auf bilateraler Ebene und teutonische Detmolder Musikstudenten und römische Togaträger versichern sich gegenseitig ihrer Völkerfreundschaft. Eines der paradierenden Mädchen schafft die Tonlagen der ‚Königin der Nacht‘. Gerne beziehen wir auch Österreich noch in die Allianz mit ein.

    Ich mache Witze. In Bielefeld, einer Stadt, von der es heißt, sie würde gar nicht existieren, las ich vorgestern, dass der dortige Integrationsrat ‚Vielefeld‘ zum Wort des Jahres gekürt hat, ein Wort, so integrativ, humanitaristisch und geistreich, wie nur je ein Parteifunktionär mit Migrationshintergrund. Einer im Rat fordert aus Protest dessen Auflösung weil noch nicht in jeder der Schulen Islamunterricht angeboten wird. Offenbar zieren sie sich. Vielleicht würden sie auch gerne mal als Römer … ach, schön waren die Zeiten, aber bleiben wir realistisch, sie sind vorbei. In Detmold hat man das nur noch nicht gemerkt.

  69. Während es in Tübingen beim Tanzen in Einzelfällen Probleme mit dem Schritt gab,
    brachte in Manchester ein „Gott-sei-Dank-kein-Flüchtling-sondern-nur-Flüchtlingssohn“ die Verhältnisse zum Tanzen: Glaubensbrüder bomben Kinder und Jugendliche ins Jenseits.

    Die Eine findet das „unbegreiflich“, die anderen schicken erstmal ein Reporterteam an den Ort des Unbegreiflichen.
    So auch die ARD mit Julie Kurz. Nach einem harten Tag mit Kamera und Mikrofon twittert die Qualitätsjournalistin dann abends:
    „Es war ein schreckliches Ereignis. Ein Dank an das Studio-London Team für den Einsatz. Das Leben geht weiter #impub“.
    Selbstverständlich mit einem der Situation angemessenen Selfie:
    https://mobile.twitter.com/juliekurz/status/867491016433164289

    Ich finde ja, es haben schon Leute für weißgott weniger ihren Job verloren.

    • Erziehung, Empathie, Anstand...
      … man kann nicht ergründen, woran es hauptsächlich mangelt.

      Mos maiorum und alles, was damit zu tun hat, sind nur noch große Unbekannte.

    • Julie Kurz
      Danke für den Hinweis! Man muß auch die „Entschuldigung“ von ihr lesen, die alles nur noch schlimmer macht. Dazu dann noch die Kommentare, die sie in Schutz nehmen und „verstehen“. Einen solchen Verfall der guten Sitten und einen solchen Mangel an Empathie hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich dachte die ARD will Vorbild sein (welch Ironie die Kampagne: „Sags mir ins Gesicht“). Wie gut, daß ich schon so alt bin.
      Grüße Uli

    • so ist das Leben,
      von der Beerdigung gehen wir zum Leichenschmaus, und stellen, Kopf ins Genick, fest, dass wir erstmal am Leben sind, tot ist diesmal jemand anders.

    • Darf ich diesen thread aufnehmen, bitte, und ganz leicht zwerven?
      Twitter:

      Auch der gute alte Opa der niederländischen Presselandschaft, die NOS, hat es für erwähnenswert gehalten, diese Meldung zu bringen:
      http://nos.nl/artikel/2175119-tweet-van-wilders-in-duitsland-verwijderd.html

      Soviel zu Twitter, und Manchester, und deutscher Pressefreiheit.

      Also Twitter sagt offiziell, dass sie von einer ‚deutschen Regierungsbehörde‘ aufgefordert wurden, den Twit von Geert Wilders zu Manchester in Deutschland unerreichbar zu machen. Und Twitter ist der Aufforderung gefolgt.

      Gibt es einen Juristen im erlauchten Kreis, der mir den ruhigen Schlaf rettet, indem er mir glaubhaft versichern kann, warum das alles korrekt im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist; und nicht eine willkürliche Zensurmassnahme einer bundesdeutschen Behörde?

      Ich würde ihn gerne einfügen, kriege aber selbst jetzt noch die Nachricht von Twitter. Und habe jetzt keine Lust, herauszufinden, wie ich meinen Screenshot irgendwo hochladen kann.
      Ich würde den Twit auch gerne übersetzen, geht aber mangels Text nicht. ich vermute einen für Geert Wilders üblichen, knallharten, Text, der dennoch im Rahmen der Meinungsfreiheit angesiedelt ist.

      Drucken Sie sich’s aus, schnippeln Sie überflüssiges Papier weg, stecken Sie’s in das Portemonnaie, und ziehen Sie’s bei nächster Gelegenheit, wenn mal wieder ein Schwachkopf durch die Gegend läuft und was von ‚Freiheit‘ und ‚keine Zensur‘ faselt.
      Ist natürlich nur ein Vorschlag von mir, jeder denkt und tut, was er will.(Scheibenkleister, dass ich das jetzt noch hinzufügen muss. Scheibenkleister, dass wir schon so weit sind.)

  70. Da werden noch einige mit der Realität Bekanntschaft machen
    „Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, dass die eher links orientierten Betroffenen und Zeugen kein Interesse daran haben, aks Kronzeugen für ein Bild herhalten zu müssen, das nicht der guten Regierung entspricht.“

    Da werden noch einige mit der Realität Bekanntschaft machen, die bedeutet, dass dort, wo sich Frauen nicht sicher aufhalten können und dort, wo die eigenen Freundinnen tendenziell belästigt und belagert werden, erst die Single-Frauen und dann die vergebenen Frauen nebst Partner fortbleiben, worauf der Rest der Kundschaft ohne ausschließlichem Alkoholbedarf aber mit Geld in der Tasche ebenfalls sehr zügig fort ist.

  71. Die Bronzerübe, wie Sie das nennen, The Great Artiste
    hat mich sehr berührt, ich finde den Kopf wunderschön. Die momentan gehandelten Preise muten obszön an und haben mit dem „Wert“ des jeweiligen Stückes nichts zu tun.

    Grundsätzlich haben alle Dinge nur den Wert, den wir ihnen zugestehen, was nicht heißen muss, dass andere den gleichen Wert sehen.

    Ich räume gerade in meiner Wohnung auf, damit es dem polnischen Bekannten nicht zuviel wird. Und immer wieder habe ich ein Stück in der Hand, das mir mal lieb und teuer war. Überlegungen, bei eBay müsste ich dies oder das dafür bekommen, kommen schnell an ihre Grenzen, denn für andere haben sie nicht den Wert, den ich in ihnen mal sah. Da ich die innere Trennung vollzogen habe, tut diese Einsicht nicht weh.

    Ob der Käufer des Bronzekopfes im Fall eines späteren Verkaufs seine Auslagen decken kann, kommt auf die Zeit und vielerlei Umstände an. Heuer ist grad die Zeit des überhitzten Marktes und vielen Geldes, das untergebracht werden will. Der Markt kann sich in anderen Zeiten sehr schnell abkühlen.

  72. Nichtschwimmer ohne Fischbesteck
    Großartiger Beitrag, besonders danke auch ich für den letzten Satz, bei dem ich verweilen möchte.
    Unsere Kultur umfaßt ein weites Spektrum von Elementen, deren wir uns nicht bewußt sind, sondern die wir ohne Nachdenken quasi reflexhaft leben. Etwa, daß man einen am Boden liegenden Menschen nicht mit dem Fuß gegen den Kopf tritt, daß man in der U-Bahn für einen gebrechlichen Fahrgast den Sitzplatz räumt, daß den Kindern Schwimmen beigebracht wird, daß die Hausfrau ihren Namen verdient, weil sie kochen und den Haushalt in Schuß halten kann und daß zu einem gutbürgerlichen Haushalt (in Dons Kreisen ohnedies) ein Fischbesteck gehört.
    Wer vorwiegend Pizza aus dem Pappkarton ißt, wie möglicherweise gewisse SPD-Politikerinnen, schätzt diese Kultur weniger, am einfachsten indem man ihr Vorhandensein leugnet.
    Sorge bereitet mir die „Wehrhaftigkeit“ der Mehrheit der heutigen Menschen, besonders, aber nicht nur in Deutschland (England, noch mehr Schweden!).
    In der Geschichte war die freiwillige Machtaufgabe von Herrschaft wohl eher selten, ganz im Gegenteil kämpfte man mit allen Mitteln um ihren Erhalt (von den Visconti bis Maduro). An diese Beobachtung möchte ich einen Ihnen im ersten Augenblick vielleicht sehr schräg erscheinenden Gedanken knüpfen.
    Die kulturelle und materielle Dominanz Europas (ich würde die gut 400 Jahre von den großen Entdeckungen der Seefahrer vor 1500 bis 1914 ansetzen) beruhte ganz wesentlich auf der körperlichen Wehrhaftigkeit gegen Infektionskrankheiten. Die spanischen conquistadores (einige hundert Mann) hatten zwar das Pferd, die Eroberung der Reiche Mittel- und Südamerikas ab 1919 jedoch erklärte sich nicht durch militärische Überlegenheit (ein Pferd macht bekanntlich noch keinen Sommer), sondern der Wehrlosigkeit der eingeborenen Bewohner gegen Masern, Grippe, Pocken&Co. Sie wurden buchstäblich dahingerafft. Ähnliches geschah später beim Aufeinandertreffen englischer Siedler mit Indianern Nordamerikas.
    Sonst wären die Amerikas nicht von den Europäern kolonialisiert worden. (Den Ursachen der Widerstandsfähgkeit der Europäer, wie Haustierhaltung, gehe ich hier nicht nach).
    All diese Infektionskrankheiten lassen sich heute durch Impfstoffe verhindern. Aber (so schätze ich) rund ein Drittel der heutigen Menschen lehnt Impfungen ab, sog. Impffeinde. Der Gedankenschritt wie einstens „Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam“ überfordert die Leute. Ich fürchte, daß analog die Verteidigungsfähigkeit unserer Kultur heute zu viele überfordert. Sie ist da, wie die Luft, die man atmet. Ist sie aber weg, ist es zu spät. Dann herrschen die Pappkartonfresser, die gegen den Kopf treten, Messerstechen, und für die Frauen Freiwild sind (was möglicherweise manche Frau unbewußt ersehnt – „endlich beachtet mich mal jemand, und zwar so richtig stürmisch“).

  73. Versuch pro Horst
    OT
    eine Ausweitung der CSU auf Deutschland wäre kläglich gescheitert, meine ich.
    Schon unter Strauß hatte die CSU nicht das Personal und nicht das Geld, sich auf Deutschland auszuweiten.

    Wie die Neumitglieder sichten? Wie die Marke sichern?

    CSU funktioniert regional als gut strukturiert. CSU ist fast überall gut aufgestellt mit Mandatsträgern, Ortsvositzenden und Mitgliedern.
    München und Nürnberg konnten nie dauerhaft erschlossen werden. Wie sollte Bremen, Hannover gelingen?

    Sie alle profitieren von der Existenz eines CSU-Bayern als Leuchtturm, als abschreckendem Beispiel oder lästigen Vorbild. Mehr kann CSU nicht leisen.
    Ich bin 13 ausgetreten.

    • Eben.
      Die Personaldecke ist schon innerhalb der etablierten Parteien sehr eng, ausserhalb ist es noch schimmer.
      .
      Wenn ich daran denke, was das für Gestalten waren, die da in Sachsen als DSU eine Ausweitung der CSU versuchten … nicht ohne Grund hat man das dann auf sich beruhern lassen und weg wars.

  74. Zum Kirchentag und zur schlechten Regierung
    It’s Kirchentag in Berlin.
    Für die Friedrichswerdersche Kirche -erbaut von Schinkel-
    die durch die Annäherung von heutiger Brutalarchitektur erzitterte und fast in die Knie ging und deshalb in ihrem Inneren ein (schmerzhaftes, ja doch!) Stahlstützkorsett
    tragen muss, gibt es keine Gebete,
    den der traurige Realist weiß, Gebete helfen nix gegen Obrigkeiten, die mit dem Geld verbandelt sind.
    .
    Dito sind Gebete für die > eben so anmutige
    St. Matthäus-Kirche, die von Schinkels Schüler
    August Stüler erbaut wurde, obsolet.
    Dieses Juwel wirkt ja nur auf aufmerksame Flaneure,
    die dann allerdings magisch angezogen dort einkehren,
    nur um in aller Bescheidenheit innezuhalten um
    > nachzudenken. Man darf da auch weinen!
    Es drängelt keiner mit Bekehrung.

    Touristen in Eile übersehen das alles ganz bestimmt.
    Genau an diese Ströme und ihr locker sitzendes Geld
    will man heran. (Genauso wie alle Trickdiebe auch)
    Es geht ums Geld.

    Deshalb muten „Die Entscheider der Stadt“ genau
    dieser St. Matthäus-Kirche eine höchst brutale
    Schweizer Scheunen-Architektur zu.
    Monsterhaft wird alles verdeckt, was einst entstand.
    H & M schlugen zu und der Kulturbeutel Berlin nickte ab.

    Die Allegorie der schlechten Regierung:
    In der Mitte thront die Tyrannei, darüber schweben die
    Kardinalslaster Geiz, Hochmut und Eitelkeit. Zur rechten
    und zur linken sitzen > die Grausamkeit, der Verrat, die
    Täuschung, die Wut, der Zank und der Krieg.
    Am Boden liegt die Gerechtigkeit.

  75. Schlechte Regierungen
    dazu hat bazonline heute einen lesenswerten Kommentar
    http://bazonline.ch/ausland/europa/donald-trump-hat-recht/story/20414327

    …Es braucht eine gewisse Chuzpe, so zu reden, Krokodilstränen zu vergiessen, wenn man das Krokodil nur «mutmasslich» für schlimm hält. Wie anders redet Trump: Und jedes Mal, wenn er gerade bei Verstand ist und dann etwas sagt, leuchtet mir ein, warum diese Elite des Status quo – nicht nur hier in Brüssel, sondern auch in Washington – ihn so hasst und bekämpft. Denn er hat recht, und die, die ihn bekämpfen, wissen es….

    • Sie müssten alle gegen sich selbst vorgehen,
      liebe Frau Simon.Der Irak hätte nicht angegriffen werden dürfen und bei Libyien ist es auch nicht besser gemacht worden, von Anderem davor und danach mal abgesehen.

      Ich kann das Gewäsch auch nicht mehr hören. Von wegen: unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen, wir beten für sie. Das wird noch lange so weitergehen.

      Mit Trump kann ich aber auch nichts anfangen. Eine Änderung der Politik kann man auch höflicher vermitteln. Der Mann ist ein Rüpel in meinen Augen.Ein Boss,der keinen Widerspruch duldet.Ein Milliardär, der denkt, ihm kann keiner was.

      Gestern im Auslandsjournal extra wurde gezeigt, dass Pickups dort am meisten gekauft werden und teilweise 30 ltr. schlucken. Wieder mal wurden auch die Rennen gezeigt, bei denen schwarzer Ruß ohne Ende produziert wird. Auf dem Land versteht sich, wo Langeweile herrscht und wo urige Männer nur Geistvolles von sich gaben.

  76. Schön! Mal wieder erfahren wir, als Erinnerung, dass der Lauf der Welt
    manchmal von Kleinigkeiten beeinflusst wird. So wie der sprichwörtliche Schmetterling das Wetter beeinflusst.
    Eine Laune, ein Fingerschnipp. Und wäre Siena nicht so untergangsgeweiht gewesen, welche Fresken würden wir dann heute sehen, statt der vorweggenommenen Renaissance?

    Was wäre gewesen, hätte Hollande nicht vor beinahe zwei Jahren des nächtens vor dem letzten Tag zur ‚Griechenlandrettung‘ Angela Merkel angerufen, und ihr gesagt, dass Griechenland doch gerettet werden müsse? Am darauffolgenden Tag hatte sie das dann auch Schäuble ‚mitgeteilt‘. Vielleicht wäre bei einer Drachmenisierung Griechenlands der knappe Brexit anders ausgegangen?
    Wie stünde die EU heute da, und die Deutschen, hätten damals die Österreicher – also genauer gesagt die SPÖ – nicht ihren Kanzler Feymann geschasst, und Sebastian Kurz beherzt mit den Balkanländern die Grenzen geschlossen?
    Es ist müssig zu spekulieren, ob die EU schon auseinandergefallen wäre, der eh schon knappe Brexit anders ausgegangen wäre, und ob Merkel weiterhin Kanzlerin wäre.

    Überraschend Nichts ausgemacht hätte es wahrscheinlich, wenn der ‚Sympathieträger‘ (so hiess das im letzten Jahr) in Brüssel geblieben wäre. Haushoch gegen Merkel verlieren hätte Gabriel auch gekonnt.

    Die Iden des März haben beinahe schon alle vergessen. Am 15. gab es die Wahlen in den Niederlanden. Nach beinahe 70 Verhandlungstagen (mit einer Pause von 12 Tagen) ist mittlerweile alles festgefahren.
    Nun wird heftig überlegt, welche Pläne B, C und D nun noch möglich sind, um wenigstens im Herbst den Etat beschliessen zu können.
    Bemerkenswert, und auch bedenklich für eine Demokratie, ist die Tatsache dass die zweitstärkste Partei – oder, um es genauer zu sagen: die Partei, der die Wähler am zweitmeisten Stimmen gaben – bisher nicht einmal zu Gesprächen eingeladen wurde.
    Ich weiss, es gibt 1001 Gründe, das nicht zu tun. Aber wer entscheidet das? Wenn nicht der Wähler?
    Die Frage stellt sich im Zusammenhang mit dem Thema dieses Beitrages: Welche Konsequenzen könnten sich daraus ergeben, dass alle anderen Parteien Gott und die Welt bewegen möchten, um die zweitstärkste Partei herumzuarbeiten?
    Das bin nur ich, aber als Wähler würde ich nächstens ausschliesslich die PVV wählen können, weil alle anderen sich offenbar eine Dreck um den Wählerwillen scheren.

    • EU
      Man tut immer so, als ob die Koalition der Willigen ( €U incl. Migrantenpolitik ja ) in der Mehrheit wäre.
      Das Gegenteil ist der Fall: 18 von 28 sind gegen die von der €U oktojyierte Flüchtlingspolitik.

    • Nicht nur die Flüchtlingspolitik ...
      !!!

      Mir fehlt die Musse, diese Zählung, die Sie für die Flüchtlingspolitik gemacht haben, für andere Bereiche zu wiederholen.
      Mir deucht, es gibt jede Menge Themen, die so quasi halb-un-demokratisch aus Bruxelles den Staaten aufoktroyiert wurde.

      Das ist vielleicht der Hauptpunkt, an dem die EU reformiert werden müsste: die Kommission ist nicht vom Wähler gewählt, und nicht weisungsgebunden (bezogen auf das europäische Parlament). Aber was sie entscheidet, ist bindend. Sonst gibt es ein teures (Strafe) Vertragsverletzungsverfahren.
      Demokratie geht ganz einfach anders. Aber gerade Länder wie Deutschland wollen das nicht, weil, dann würden ja 500 Millionen entscheiden. So wird das oftmals auf privater Ebene ausgekaspert, zwischen Deutschland, Frankreich, manchmal noch Italien, und ‚der Kommission‘. Angela Merkel kann man auf eine Art unterstellen, dass sie den deutschen Einfluss weiter ausgebreitet hat in Europa, als es dem österreichischen Schnauzbart jemals gelang.
      In a nutshell: Weder DE, noch FR oder IT haben *irgendein* Interesse, die Machtverteilung in Europa zu ändern.
      Und die ‚kleinen‘ haben weder richtige Mitspracherechte, noch die Möglichkeit eines Austrittes. Belgien, Österreich, wie stünden die da; ohne EU? Ohne Euro? Die würden doch sofort ‚eingemacht‘, und zwar viel leichter als GB im Falle eines *xit.

      Sagen wir es ruhig so, es ist eine Mafia, bei der > 20 Staaten keine Chance haben, ihre Interessen zu vertreten. Und ’njet‘ geht auch nicht.
      Wie bei Mackie Messer: Mafia.

      Um *ein* Beispiel dazuzufügen: Einwanderung in Sozialsystems. Österreich wollte nicht länger Kindergeld für nicht in Österreich lebende Kinder bezahlen, in österreichischer Höhe, sondern nur noch in Höhe des am Wohnort üblicherweise gezahlten. Das Verbot kam aus Bruxelles.
      Die Hälfte der Menschen mit ‚Mindestsicherung‘ (so etwas wie das alte ALG2) in Wien sind ausländische Staatsbürger.
      Das kann man sich gut auf der Zunge zergehen lassen. Ändern? Dann gibt es trouble mit Bruxelles. Wäre ich Österreicher und fiele unter die Mindestsicherung würde ich so rechnen, dass dann im Prinzip das Doppelte für mich zur Verfügung stünde, würde die Mindestsicherung auf Staatsbürger begrenzt.

      Leider haben die Junckers und Merkels u.s.w. die Menschen propagandistisch gut unter dem Daumen: Sobald eine Partei, auch eine der Verruchten, was von *xit erzählt, FN, FPÖ (um ein paar Beispiele zu nennen), bricht der Mehrheit der Bevölkerung der kalte Angstschweiss aus. So eingeimpft ist das schon. Dabei wäre für einige Länder ein *Austritt* unter den derzeitigen Bedingungen ein Vorteil; ganz genauso wie es für diese Länder ein Vorteil wäre, in einer gerecht und demokratisch organisierten EU zu *verbleiben*.

      Sie glauben doch wohl nicht, den Junckers und Merkels u.s.w. ginge es „wirklich* um eine Verbesserung der Lebensbedingungen der EU-Bürger?? Natürlich wollen die solche Veränderungen deshalb *schon gar nicht*.

  77. Sammelsurium
    @ Keller
    Herr Keller, dieser Vorfall ereignete sich so um den 7.6.1999. Ein gelber Lada (so damals der Spiegel, ich hatte eher einen Zastava in Erinnerung) raste abends auf Soldaten zu, die mit drei Panzern eine Stellung sicherten.
    “ Der Beifahrer hielt eine Handgranate aus dem Fenster,
    der Wagen machte vor einem deutschen Panzer eine Vollbremsung, mit einer Kalaschnikow feuerten die Serben auf den Soldaten in der Kommandantenluke – der Feldwebel vom Gebirgsjägerbataillon aus Schneeberg wurde am Arm verletzt. Die Deutschen erwiderten das Feuer. Der Lada-Fahrer starb sofort, sein Beifahrer wurde von Kugeln durchsiebt. Bevor er abtransportiert wurde, bäumte sich der Verletzte noch einmal auf: „Ich heiße Zarko Andrejevic und trage eine Waffe, weil mein Volk mich dazu aufgerufen hat.“
    .
    „Der deutsche Zugführer, ein 24jähriger Leutnant, analysierte den tödlichen Schuß auf den Fahrer zwei Stunden später kühl: „Ich habe ihn nicht getötet, weil ich es wollte, sondern weil ich mußte – und glatt getroffen. Wenn schon, denn schon.“
    .
    Zu den Fresken. Auch ich kann beim besten Willen keine bedrängte Frau in rotem Kleid erkennen. Für mich sieht die bezeichnete Szene eher wie ein vertrauliches Gespräch mit untergehakter Hand am Arm aus. Eher Zweifelhaftes spielt sich bei der Dreiergruppe vor diesem Paar ab. Der wie abgerubbelt aussehende Fleck kam sicher nicht ohne Grund dahin.
    .
    Was auch bei Lorenzetti auffällt, sind die Schwierigkeiten eine ordentliche Perspektive (Gebäude) zustande zu bringen. Es sei ihm aber verziehen.
    .
    Anstatt wie bisher, in den Ristorantes oder Trattorien im weiten Oval vor dem Palazzo Publico nur hastig den leibliche Genüssen hinzugeben, (und bei kaum leerem Teller vom Kellner bedrängt zu werden) hätte ich mir besser diese Fresken mal angeschaut. Aber das wird nachgeholt.
    (DdH)

    • Die Darstellung des Raums kam gerade erst auf
      Das Perspektivische bzw. die Dreidimensionalität kam gerade erst auf, daher sei ihm zu verzeihen. Hauptvertreter: Giotto:

      Während für die herkömmliche Malerei zweidimensionale Figuren charakteristisch waren, die als Symbole vor einem mit Symbolen dekorierten flächigen Hintergrund angeordnet waren, stellte Giotto plastisch modellierte Individuen in einen perspektivischen Raum, die zueinander Beziehungen unterhalten.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Giotto_di_Bondone

      Giotto ist wohl der Größte, wenn man bedenkt, was er alles selbst erarbeitet hat. Und dann noch die Architektur.

  78. Titel eingeben
    Wie sagte mein Sohn – 16 Jahre – neulich so schoen zu der ganzen Thematik: „Der Vorhang ist laengst gefallen, aber das Orchester spielt noch!“ Und in zehn bis 15 Jahren, wenn die friefertigen Verhaeltnisse von frueher nur noch eine vage Erinnerung sind, fragen sich wieder alle, wie „das“ nur passieren konnte. Alle Fakten liegen auf der Hand, noch kann man etwas tun und was passiert? Nichts!!

    • Widerspruch
      Nein, man wird sich fragen, wie trete ich schnellstens und unverletzt
      einer gewissen Glaubensgemeinschaft bei.
      Dann wird bei Bedrohung aus dem effeff das Glaubensbekenntnis geschmettert.

      Es wird sich halt angepasst.
      Es war schon immer so.

      Ob es etwas bringt, ist natürlich eine andere Frage…

  79. Sind wir nicht alle ein bißchen - zuviel - Kehrschaufel? Tanzen wir nicht zuviel?
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    die Überschrift Ihres Beitrages ist ein „Sozialisationsprogramm“. Unter aktuellen Bezügen ist man – selbstverständlich – für den Tanz und die Kreuze auf historischen Bauwerken (auch auf den wieder Errichteten, die der Krieg oder die Bolschewiken-Kommunisten-Taliban vernichteten).

    Aber,
    ist Tanzen an sich (im Eingangstext am Ende: „möchte ich, dass man immer, überall, nach Lust und Laune hemmungslos und selbstbestimmt körperlich sein kann“), tatsächlich die Lösung und ein Zeichen vom guten – sich selbst – Regieren?

    Ist das freie
    untenrum-bunte-und-nach-allen-Seiten-offene Tanzen (diversity, polyamorie…) tatsächlich der Flitz am Hut gegen die Langeweile in der Postmoderne der Paarbeziehungen oder doch nur wieder der „Untergang Roms“ (und damals war sogar noch das Christentum für den keuschen Lebenswandel) oder gar der friedliche Übergang zum neuen Frieden (vgl. Unterwerfung, Houellebecq)?

    – Alles für Minderheiten,
    aber wieviel „Selbstbestimmung“ für alle ist möglich ohne neue unterdrückte „Minderheiten“ (Heteronormative, Thekensteher, Wenig-Tänzer) zu schaffen?

    @Don, danke für die sonntäglichen Anregungen und – u. a. – an @Tico für die ewige Geschichte von des Kaisers neue Kleider: von der Kunst und der Kehrschaufel.

  80. "Soziale Standards" ist der richtige Begriff
    Standard impliziert Norm auf der Basis von Gesetzen + allgemeinem Gebrauch. Nicht alle Gebräuche gehören dazu. Zum sozialen Standard gehören weder Dirndl noch deutsche Einsprachigkeit, aber die Fähigkeit zum Gebrauch der deutschen Sprache. Oder der gleiche Respekt für Männer und Frauen, und nicht nur das, was im Gesetz zur Gleichberechtigung dazu steht. Das Grundgesetz gibt keine sozialen Standards vor, und wer die Integration auf diese Norm beschränkt, greift zu kurz. Wenn jemand die nationalen Werte auf das Grundgesetz reduziert wie Habermas und seine Followers, leugnet den Gesellschaftsbegriff genauso wie die turboliberale Margret Thatcher. Eine rationale Diskussion über Integration sollte darüber gehen, was zum sozialen Standard gehört und was nicht. Man kann nicht ständig von Integration reden und die Übernahme auch der sozialen Standards ablehnen, wie das gemeinhin von sozialliberaler Seite geschieht und zB heute auf Phönix vertreten wurde.

    • Gesetz und Gesellschaft
      Wer soziale Normen, gesellschaftliches Miteinander auf Gesetze reduziert, vergisst in saudummer Weise vor allem, das schon unter Juristen zu jedem Sachverhalt gilt: Zwei Juristen – mindestens drei Meinungen. Zur korrekten Auslegung des Grundgesetzes, die Königsdisziplin, hat zwar selbstverständlich nicht nur jeder Politiker seine unmaßgebliche Meinung, die aber regelmäßig und immer wieder vom BVerfG kassiert wird.

      Wenn Politiker – AUSGERECHNET Politiker, ausgerechnet aus CDU, SPD, Grünen, Der Linken – daher schwafeln, dass das Grundgesetz der Maßstab von Integration ist, dann kann das nur der Beleg dafür sein, dass diese sämtlichen Kontakt zum Volk verloren und diese selbst in der eigenen Integration versagt haben, ein gestörtes Verhältnis zu diesem Land haben.

    • Das sagen sie, weil sie das Grundgesetz kaum kennen. Wenn man den Amssstab anlegt, was ist dann mit Politikern, die Gesetze machen, die gegen die Verfassung verstossen?

    • Berlin gehört den Clans
      Wer wissen will, wie mit sozialen Standards umgegangen wird, lese heute die FAS: „Berlin gehört den Clans“. Dann weiß man auch, warum Integration nicht immer funktioniert.

    • „Und die Stadt gehört Dir“ war ja auch das Motto der Linken. Die einen reden, die anderen handeln.

    • (Und wir in Bayern schnappen ihre Drogenkuriere aus Italien)

    • @Don
      Sage ich ja. Das ist doch grotesk, dass die Politiker, die im Wahljahr nicht einmal eine verfassungskonforme Wahl gewährleisten können und wollen, hier das Grundgesetz zum Maßstab machen wollen. Von den Missachtungen in der Flüchtlingskrise, die Di Fabio in seinem Gutachten attestiert hat, ganz zu schweigen.

  81. Respekt mit dem Nudelholz durchsetzen...?
    Was würde ein Ambrogio Lorenzetti wohl heute malen?
    Vielleicht diese Szene:

    Begegnung der Oberhäupter:

    http://www.faz.net/aktuell/vom 27.Mai 2017
    „Handwerker der Macht
    Macrons fester Händedruck mit Trump geschah mit Absicht
    Keine Zugeständnisse, nicht einmal symbolische – diese Logik will Frankreichs Präsident gegenüber Präsidenten wie Trump, Erdogan oder Putin verfolgen. Sein Handschlag habe dazu gedient, sich Respekt zu verschaffen“

    Da, ich wusste es. Die Lächerlichkeit des Seins, wo ein Männchen auf peinliche Art ein Mann sein will.

    Es fehlt eigentlich nur sein Hinweis, dass er den ungebändigten, energischen Willen hat, den Gegner mit einem tiefen zornigen Blick in dessen verschlagene Augen in die Knie zu ringen und dabei „Viva la France“ rufen zu wollen.

    Wem will er das zeigen? Seiner Mama? Der Merkel? Und wen will er damit beeindrucken? Einem Kerl wie Trump? Soll er doch mal Venezuelas Präsident Maron so begrüßen. Dessen Leibwache wird es adäquat beantworten.

    Was passiert als nächstes? Ringkampf gegen den politischen Gegner? Schläge mit dem Nudelholz? Wenn es denn dem Respekt dient… Das ist also die neue und sehr infantile Art auf französische Weise Politik machen zu wollen. Die Jugend haut dem Alten real in die Visage. Des Respekts wegen. Das Grab des grossen Charles de Gaulle wurde bereits geschändet, Macron gibt ihm den Rest.

    Eigentlich fehlen mir die Worte für so eine idiotische Begründung.
    Aber dafür liebt ihn ja Merkel. Immerhin, nun hat er drei Mütter.

  82. Vorsicht, Affe beißt!
    Ein weiterer Beitrag zur
    „Völkerverständigung“:
    Das LKA Berlin teilt den Polizeibeamten mit, dass bald der Ramadan beginnt und dass Fastende leichter reizbar sein können – 1. April oder was?

    http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/05/polizei-berlin-hinweise-ramadan-fasten-muslime-reizbar-sensibilisieren.html

    • Ramadan ist traditionell die Zeit sehr übler Vorkommnisse – aber auch an Weihnachten kracht es bekanntlich.

      Aber zu viel Rücksicht sollte jetzt auch nicht sein.

    • Foetor ex ore
      kann dem Gegenüber schon einiges abverlangen.

    • von wegen 1. April
      eine (hier: infolge nicht erfolgter Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit) Unterzuckerung führt zu schlechter Laune, der Unterzuckerte wird mürrisch und unfroh.
      .
      Soviel Fürsorge hätte ich der Berliner Polizeiführung nicht zugetraut.

  83. Zum Eppelhaus hat der SWR noch einige interessante Artikel...
    …die deutlich über den von Ihnen verlinkten hinaus gehen.

    „Sandra Müller: Bislang hatte ich mit einer einzigen Augenzeugin direkt Kontakt. Eine 20 Jahre alte Studentin. Sie schildert, wie sie von vielen Männern nacheinander massiv angegangen wurde. Man habe sie an Brust und Hüfte begrapscht, bedrängt, ein Nein wurde nicht akzeptiert. Als sie eine Freundin schützen wollte, habe sie einer der Männer angespuckt und bedroht mit den Worten: „Ich bring dich um.“ Sie sei dann irgendwann schockiert und voller Angst gegangen. Sowas habe sie noch nie erlebt. Auch nicht im Epplehaus. Sie sagt: Alle, die sie da bedrängt hatten, haben schwarze Hautfarbe. Das muss man offen ansprechen.“

    http://www.swr.de/swraktuell/bw/tuebingen/was-wir-ueber-die-sexuellen-uebergriffe-in-tuebingen-%20%20wissen-bedroht-angespuckt-begrapscht/-/id=1602/did=19591334/nid=1602/1wxr1ix/index.html

    Eine Frau, die nach eigenen Angaben im Epplehaus war, meldete sich bei Oberbürgermeister Boris Palmer. Sie schrieb: „Gegen späterer Stunde mutierte die Feier zu einer Katastrophe. Ich wurde einfach angefasst, gezogen, man hat mich trotz mehrfacher Gegenwehr nicht in Ruhe gelassen. Meine männlichen Freunde haben sich fast in eine Schlägerei verwickeln lassen, da auch diese nichts gegen die wildgewordenen Männer unternehmen konnten, bis wir die Party schließlich verließen.“ Palmer hatte das Schreiben anonym auf Facebook veröffentlicht.

    http://www.swr.de/swraktuell/bw/tuebingen/sexuelle-uebergriffe-in-tuebingen-jugendhaus-raeumt-%20%20fehler-ein/-/id=1602/did=19570748/nid=1602/1pq7ksu/index.html

  84. Antwort auf Manchester: "Aber der Breivik!"
    So hat etwa Michael Seemann getwittert:

    „es ist wirklich ein interessantes phänomen, dass breivik bei terrorthemen immer wieder aus dem gedächtnis fällt:“

    https://twitter.com/mspro/status/866972027248402434

    Retweetet von ca. 1400 Leuten, geliked von ca. 2900. Das ist der harte Kern, der verzweifelt genug ist, um zu diesem Strohhalm zu greifen.

    ich kann hier auch nur ein Sprichwort abwandeln: Wer sich mit @mspro hinlegt, steht mit Flausen im Kopf wieder auf.

  85. Off topic: Antifa in Booten
    Da lagen Sie richtig.

    Bei diesen Threads auf Twitter sind die Tweets von sea-eye.org interessant. Wer so etwas von sich gibt, schippert die Migranten nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern aus Feindseligkreit gegenüber den eigenen Mitbürgern heraus über das Mittelmeer:

    https://mobile.twitter.com/ErikMarquardt/status/868338876229853184

    https://mobile.twitter.com/ErikMarquardt/status/865899211790929921

    https://twitter.com/seaeyeorg/status/865788692325167104

    • RACHE für,die eigenen gescheiterten Gesellschaftsutopien
      Das führt bei den Linken offensichtlich zum rassistischen
      Selbsthass.
      Dummerweise gelingt es ihnen nicht, trotz aller medialen
      Bemühungen, den Rechten diesen Selbsthass einzuimpfen.

  86. Mein Gott, Margot!
    Das Berliner Schaulaufen verzückter Frauen mit praktischen Frisuren und ihrer testosteronreduzierten Begleiter mit fehlfarbenen Schals ist weiter oben dankenswerterweise bereits thematisiert worden.

    Man mag darüber lachen, doch darf man sich nicht täuschen.

    Diese Menschen, endlich auf den Wiesen vor Weimar lagernd wie einst die Türken vor Wien, meinen es ernst. Die gelassene Hochkultur tanzender Frauen von Lorenzetti ist ihre Sache nicht. Sie jubeln ihren Führern zu, halten Herrn Bedford-Strohm und seine ex-Hannoveraner Gehilfin für Intellektuelle und setzen Gesang und Tanz nicht als Ausdruck von Lebensfreude ein, sondern als Kampfansage. An die Ungläubigen, die Andersdenkenden, die Falschwähler.

    Nun mag man befriedigt darauf hinweisen, dass die EKD seit Jahrzehnten heftig geschrumpft ist. Gut so! Aber Vorsicht: Zusammen mit den Kameraden von der anderen Feldpostnummer stellt sie noch immer die Hälfte der Untertanen (bitte zu würdigen, wie geschickt ich den Begriff „…des Volkes“ vermieden habe). Damit ist der Ausgang der näherrückenden Bundestagswahl vorprogrammiert. Und weil der Erfolg Mitläufer anzieht wie das Licht Motten, wird der Mëinstriehm weiter anschwellen.

    Dante Alighieri hat es bereits zu Zeiten von Lorenzetti gewusst: „Ihr, die ihr schon länger hier lebt, lasst alle Hoffnung fahren!“ Oder so ähnlich.

    Ceterum censeo Europam esse construendam

    • Bei den Bildern mit den vielen orange Schals
      dachte ich, die Sannyasins und Bhagwan sind zurück. Wie ich dann in den Nachrichten nebenbei hörte, war das der schönste Kirchentag überhaupt, wahrscheinlich, weil der Messias alias Obama persönlich da war.
      Die Leute sind wirklich mit einfachsten Mitteln zu begeistern.

      Nachdem die Kanzlerin heute bei der Diskussion mit Schülern eine Faszination für Europa feststellte, dürfen wir uns auf alles gefasst machen. Die Träume von Schäuble, Schulz, Macron und wie sie alle heißen werden nach der Wahl wahr.

    • der kleine feine Ki-Tag
      Er muss zum schönsten Kirchentag überhaupt deklariert werden, weil viel zu wenige von den erwarteten Teilnehmern kamen. Er war miserabel besucht. Daher der schönste. Nach meiner Lektüre hatte er gefühlt eine Veranstaltung, die wirklich unteressant war: Die mit Ourghi, der auf den Tisch brachte, was auf den Tisch gehört.

    • Haltungsfehler
      Ich glaube, dass Ihnen etwas entgangen ist. Niemandem ist das aufgefallen: Sie hat Hohlkreuz, und die Schultern fallen dabei leicht nach vorn.

      Das Bild ist Gold wert, Juncker natürlich, aber vor allem Trump, der sich nur für Macron zu interessieren scheint. Dessen Frau stand zuweilen breitbeinig wie auf einem französischen Pissoir. Aber sicher zum letzten Mal, denn man wird es ihr schon gesagt haben.

    • Titel eingeben
      Die Zahl der Mitglieder der EKD schrumpft seit Jahren. Anlässe auch in der Nachbarfraktion Franzis geben immer wieder den Anstoß zum Austritt.
      Die mobile Gesellschaft wirkt durch verminderte Sozialkontrolle mit. Nach einem Umzug erfolgt oft der Austritt.

      Noch schwimmt die Kirchenkasse oben auf, dank der Vollbeschäftigung und der guten Konjunktur. Das kann sich schnell ändern. Gespannt ich bin, ob und wo die Kirchenoberen dann sparen werden. Hunderte dummer Programme verschlingen Pfarrstellen. Gespart wird heute an den Pfarrstellen in den Gemeinden und bei Organisten.
      Geplante Vakanzzeiten lassen Gemeinden bis ein Jahr von Hirten.

      Ich bin kein Neider, sehe die Arbeitsbelastung und die Leistung als sehr variabel zwischen guten, engagierten Pfarrern und Verdi-mäßigen stellenbesetzern. A13 bekommen sie alle. Zwei Stufen über dem Hauptkommissar. Leistungsabhängig oder Kundenzufriedenheitsabhängige Faktoren kann ich nicht erkennen.

      Ich weiß nicht, ob die Oberen unter Kirchgängern oder unter Mitgliedern gelegentlich Umfragen machen. Mal sehen wo die Ev Landeskirche Bayern 2026 steht. Von Mckinsey haben sie sic schon beraten lassen.

    • Der DFB
      hat, nach Meinung vieler Fussballfans den Eventcharakter des DFB-Pokals so überzogen, dass der Fussball zu kurz kam.
      .
      Mal sehen, wenn die Kirchentagsbesucher ähnliches merken.
      .
      Die Protestanten und mit ihnen die restlichen Christen merken noch nicht einmal, wie sehr sie mit dem Reformationsgedöns über Martin Luther und seine Weggefährten belogen werden.

    • "Die Leute sind wirklich mit einfachsten Mitteln zu begeistern."
      Text eingeben

    • "Die Leute sind wirklich mit einfachsten Mitteln zu begeistern."
      So ist es.
      Siehe z.B. diese kleine Auswahlliste:

      Helene Fischer „Weihnachten“ 2015 4x Platin
      Helene Fischer „Best Of“ 2015 10x Platin
      Helene Fischer „Farbenspiel“ 2015 10x Platin
      Helene Fischer „Farbenspiel“ 2015 1x Diamond

      Herbert Grönemeyer „Mensch“ (2002) 21 × Gold
      Best of Andrea Berg (2001) 15 × Gold
      Pur „Abenteuerland“ (1995) 4 × Platin

      usf.

    • Bei der Liste falle ich gleich in Trance
      https://www.youtube.com/watch?v=pvFSsVfjqL8&list=RDpvFSsVfjqL8#t=340

      Man müsste mich schon anbinden, ehe ich mir Fischer u.a. anhörte bzw. dann krampfhaft weghören würde.
      Von Pur hat früher mein AD geschwärmt, keine Ahnung, welche Musik die machen und von Grönemeyer gröle ich nur Mambo bei der Parkplatzsuche. Ansonsten Pink Floyd, Queen, Parsons, und etliche andere Gruppen, Cohen, Orbison, Cash usw. und zwischendrin Techno House, Trance, dann wackeln hier ein bisschen die Wände.

      Die Klassik lasse ich mal außen vor, sonst wird das hier tu matsch.

      Aber anscheinend gefällt dem Volk solche Musik, wie sonst läuft immer noch Carmen Nebel oder Silbereisen im TV? Das verstehe, wer will. Ich krieg schon die Schwämmchen, wenn ich die Ankündigungen sehe.

    • (bitte zu würdigen, wie geschickt ich den Begriff „…des Volkes“ vermieden habe)
      Ja Civilitas, aber Sie haben „Kameraden“ gesagt.
      Vermutlich sind Sie ein ganz obstinater Militarist!

      Eigentlich wollen die Leute von der pc-Fraktion, daß man gar nichts mehr sagt – und dann schließlich zu denken aufhört…
      Letzteres kann „Kirchen“tagsbesucher (die meisten eh 4×2 Nazis, Margot dixit!) allerdings nicht treffen.

      Was bleibt ist, auch für die Weltkirche Armut neben der Ehelosigkeit zu fordern. Also, raus aus dem Kirchensteuerkonzept, das so Existenzen wie Kässmann, Bedford-S. pp am Leben hält.
      Wie sinnvoll das Zölibat wäre, sieht man in erschreckender Weise an den Produkten jener Pfarrhäuser und ihrem Wirksamwerden in der Politik.

    • Im Volk überlieferte alte Weisheit, allgemeine Erfahrung ausdrückend!
      @Patrick.feldmann
      Kinder von Priestern (Pfarrern, Pastoren, Predigern) leben in einer privilegierten, abgehobenen Sondersituation. Nicht umsonst lautet ein altes Sprichwort: „Pfarrers Kinder, Müllers Vieh geraten selten oder nie.“
      Man erlebt es in erschreckender Weise an den Konstrukten jener Pfarrhäuser und ihrem segensreichen Wirken in der Politik. Auch hier reproduziert das vergammelte, erstarrte System sich selbst .

  87. Vorhang auf und den Schleier fallen lassen
    Lasst uns lesen und lasst uns tanzen – zwei Freuden, welche der Welt niemals einen Schaden zufügen werden.

    Voltaire

    Wenn Frauen Engel sind – und das sind nicht viele, dann hat einerseits A. v. Hippo recht und A. Lorenzetti eine weitaus bessere Weitsicht bewiesen, als jene Polit-Baronessen, denen zu viele immer noch auf den Leim gehen. Aber hoffen wir, dass sich ungeförderte Künstler finden, deren Eingebung durch unsere zerrüttete, kriegerische und unmenschliche Zeit, ein ebenbürtiges Werk erschaffen, damit die Geschichte nicht nur durch leblose Zeilen von einem Maschinencode erzählt werden, sondern durch wirken, freier Geister. Und mögen die späteren Amtsinhaber mehr Güte und Weitsicht walten lassen, damit der Mensch, nicht als Objekt gieriger Interessen ausgesetzt ist: Er solle doch Mensch sein.

    Unsere Bilder sind durch ein Dutzend Jahre, verstaubt.

    Ihr historisches Bild gleicht einer Rose, derer Dornen fehlen.

    https://pbs.twimg.com/media/DAnw7s8XcAA34MP.jpg

    .
    .

    PS: Jetzt wird auch noch verkündet, dass 1,5 Mio Ukrainer der Arbeit wegen kommen möchten. Darunter sind dann auch Nazis. Damit passt das Bild der Schranzenschaft wieder, weil das ja dann och Volk ist, was hier lebt…
    Ich frage mich wer das Schwert in den Nacken bekommt?

  88. ein paar Tage offline
    und dann finde ich diesen wunderbaren Beitrag. Pflichtschuldigst an Freunde verteilt, die alle mit mir den Kopf schütteln. Auch über Freisprüche für türkische Vergewaltiger, denen es ja an Unrechtsbewusstsein hat mangeln müssen, weil die 4stündige Vergewaltigung doch (kulturell bedingt) nichts weiter war als regulär wilder Sex.
    Den Schluss-Satz “ Unsere Freiheiten waren und sind kein Naturzustand, und schnell weg, wenn man sie nicht entschlossen und ohne falsche Rücksichten verteidigt.“ möchte ich gerne bei einer öffentlichen Erklärung unterzeichnen.
    Danke.

    • Titel eingeben
      es sollte uns allen eine Pflicht sein, die Schriften des Dr Martinus Porcamadonna zu verteilen.

      Bei all dem Schrecken können die Freunde sich an schöner Sprache und neuem Wissen erfreuen.

  89. Für SJW bietet der Beitrag viel Stoff
    Nur weil die alten weissen Männer es aufgegeben haben gegenseitig
    ihre Privilegien zu checken, wird das Stehlen bei anderer Kulturen sei
    es auch nur mit den Augen, nicht verziehen.
    Sie vergreifen sich am kulturellen Besitz anderer Nationen, werter DA!
    Lassen Sie sich das nicht mit Indianerkostümen oder mex. Tacos
    einfallen.
    Auf ZeroHedge gibt es dazu einen aufschlußreichen Artikel
    “ Two white women forced to close Buritto Shop because of
    cultural Appropiation.“
    Der Artikel schließt mit der Feststelling:
    „Ironically, it sounds an awful lot like regular old racism
    It used to be that liberals fought ideologies that segregated
    races and cultures.Now these people are fighting for the same
    thing that racists in the past fought for. The purity of certain
    races and cultures“

  90. ...
    Eine Frage hab ich noch: Dürfen Mexikaner Basball Kappen tragen?

    • Was darf wer?
      Baseballkappen sind verzichtest, was ist mit der Benutzung von Autos oder Flugzeugen?

  91. @Sirisee; die Vereinfachungen des Islam... und die Nähe der Linken
    zu Ihrem Beitrag 28.5.17 20.44
    Ich habe gerade eine Reportage über eine mathemat.gestützte Untersuchung des Koran gelesen, die das von Ihnen Gesagte unterstützt:
    https://philosophia-perennis.com/2017/05/28/der-koran-aus-mathematischer-sicht/

    (Prädikat: sehr lesenswert)

    Ergebnisse: A) der KOran hat mindestens 50 Autoren, B) in vielen Aussagen beruft er sich auf Teilaussagen des Christentum, leugnet jedoch die Quelle und die Partialität und Geschichtlichkeit der Aussagen. Er nimmt sie aus dem Diskursverlauf und verabsolutiert sie. Das Resultat ist eine MIschung aus verquastem Wahrheitsanspruch und bornierter Ignoranz, die simple Gemüter magisch anzieht, weil es zu keiner Behauptung eine Frage geben darf.
    Und dies Letzte erinnert in fataler Weise an das deterministische Welt-und Geschichtsverständnis der Linken !

    • @Patrick.feldmann
      Sie bestätigen einen Leitgedanken der SJW:

      „And of course, it generally only applies to white people
      as they are going to ruin every culture they touch.“

    • [ahem. Don]
      Dem würde ich diesen lesenswerten Beitrag hinzufügen: https://philosophia-perennis.com/2016/11/29/evangelisch-linke-gruene/

    • @Patrick.feldmann
      … das kann nicht überraschen. Der Islam entstand als Einigungswerk für bestimmte (arabische) Stämme mit Lock- und Werbeangeboten für eine größere Kundschaft. Lesenswert dazu Hamed Abdel Samad mit der – in der Islamwissenscahft wohl unstreitigen – Unterscheidung zwischen „medinischen“ und „mekkanischen“ Teilen des Koran, vereinfacht gesagt: Die schönen, melodischen Teile waren Aushängeschilder für die Anfangsphase, als man sich mit christlichen und jüdischen Stämmen gutstellen wollte; als man die Herrschaft etabliert hatte, ließ man die Maske fallen und sagte, was Sache ist – ganz ähnlich wie der Journalistendarsteller Kassim vom Spiegel, der insoweit nur auf den Spuren des Propheten wandelt.

      Der Absolutheitsanspruch ist Religionen inhärent und auch praktisch kein Problem, so lange sie sich nicht auf demselben Territorium begegnen und um Zugang zu knappen Gütern streiten; in diesem Fall kennt der Islam nur das Gesetz der Unterwerfung; weshalb es ein offener Wahnsinn ist, Anhänger dieser Religion massenweise und ohne jede Zugangskontrolle in das eigenen Land zu lassen, da hat Herr Trump einmal völlig recht …

    • E.R.Binvonhier; Ich verstehe nicht ganz
      was habe ich/ bzw. meine Anmerkung mit diesen social justiz Rassisten zu tun?

    • ...
      Sorry, Herr Feldmann ich meinte nicht Sie persönlich, sondern
      Ihren Punkt A) Der Koran hat mindestens 50 Autoren usw.

      Die mathemat. gestützte Untersuchung des Korans würde wohl
      keinem rechtgläubigen Muslim einfallen.

  92. Ausgetanzt
    Lieber Don Alphonso,
    es ist ausgetanzt. Ob wir es wollen oder nicht, wir schränken uns bereits in vielen Bereichen ein. Die Integration des Islam in Europa ist zum scheitern verurteilt. Je mehr Anhänger dieser Friedensreligion nach Europa eingeladen werden, desto mehr werden wir von unserer Freiheit verlieren. Wer traut sich noch Mohammedkarrikaturen zu veröffentlichen? Mohammed oder den Islam mit der gleichen Kritik wie der katholischen Kirche oder Jesus zu begegnen? Unbeschwerte Konzert- oder Fussballbesuche gehören der Vergangenheit an. Wir können ab jetzt auf dem Grab der Freiheit tanzen.
    Beste Grüße
    Zakay

    • Teils kontra
      Man muss keine Mohammed-Karikaturen veröffentlichen. Sie waren nicht einmal besonders amüsant. Wir wissen alle nicht, ob Mohammed befürworten würde, was da abgeht, zum Beispiel in Manchester, Berlin oder Nizza, die Opfer Familien, Kinder, Jugendliche.

      Wir müssen ihm an sich the benefit of doubt geben, insinuieren, dass er all das nicht befürworten würde. Denn wir kennen ihn nicht, und niemand kennt ihn. Nach seinem Tod wurde erstmal gestritten und gekämpft, und dann kam der Salaaf. Daher ist es ziemlich überflüssig, sich mit Prophetenschelte – dies betrifft das Christentum genauso – zu bekleckern. Wir wissen einfach nichts über diese halblegendären Persönlichkeiten.

      Das andere unterschreibe ich. Dass der Ki-Tag nicht voll war, mag an Vorsicht gelegen haben. Es wäre typisch, wenn Dieselben, die jeden sogenannten Flüchtling aufnehmen und Kirchenasyl für Abgelehnte bieten, Muffe vor einer Großveranstaltung hätten. Die zwei Gesichter der Religion. Aber wenn eine AfD-Frau auf Bühne über Muffe reden will, wird sie verlacht. Die Kirchen sind durch und durch verlogen.

    • @Oberländer, doppeltes 'Ach!'
      „Man muss keine Mohammed-Karikaturen veröffentlichen.“

      Sie meinen … was? ‚müssen‘ im Sinne von Verpflichtung, oder im Sinne von Erlaubnis? Es klingt als wollten Sie sagen, ‚man sollte keine Mohammed-Karikaturen veröffentlichen“.
      Korrigieren Sie mich, wenn Sie etwas anderes meinten, bitte,

      „Denn wir kennen ihn nicht, und niemand kennt ihn. Nach seinem Tod wurde erstmal gestritten und gekämpft“

      Nun, vielleicht. Es gibt aber mehr als eine Milliarde Menschen, die überzeugt davon ist, ihn genau zu kennen. Geben wir denen ‚the benefit of the doubt‘?

      Und nur zur Komplettierung: Alle 4 nächsten Nachfolger des Propheten sind eines gewaltsamen Todes gestorben. Kein guter Anfang für eine Religion, denke ich.

      Voll einverstanden allerdings bin ich mit Ihrer Meinung, dass Angst nicht die entscheidende Rolle gespielt hat, bei einer Entscheidung den Kirchentag zu besuchen. Ich kenne genügend Evangelikale, die der AfD näher stehen als Bedford-Strohm. Die dürfen das nur genauso wenig sagen, wie sich die Merkel-Kritiker in der CDU derzeit zu Wort melden können.
      Oder diejenigen, die vor wenigen Monaten den Chulz-Zug mit 100% auf die Schienen stellten, und sich heute fragen, was sie damals wohl geraucht haben müssen.

    • "Man muss keine Mohammed-Karikaturen veröffentlichen."
      … na ja, dann muss man auch keine Bücher wie Salmam Rushdi, Sabatina Jones und Hamed Abdel Samad schreiben oder öffentlich auftreten. Die leben alle unter ständigem Polizeischutz, ohne dass dieser Skandal dazu führt, Verharmloser und Propagandisten des Islam mit einem Tritt in den Hindern aus dem Land, aus Funk und Fernsehen und allen Ämtern zu jagen….

    • Muss nicht
      Nein, ich meinte „man muss nicht“ unbedingt, da oben beklagt wurde, dass keiner mehr wagen würde, sie nachzudrucken. Also übersetzt: Sie fehlen mir jetzt nicht dezidiert. Was mir fehlt, ist die gleiche Chose noch einmal, aber mit bin Laden oder dem Obermacker von IS und gucken, was dann passiert. Aber ich schätze, das traut sich auch keiner. Das wäre auf jeden Fall bei der Realität angesiedelt und daher keine Provokation, während die durchgeführte Version Unterstellung und Provokation war. Aber übrigens darf man das auch nicht sagen, nur stört es in diesem Fall Rechte. Auf PI würde ich Haue dafür kriegen, aber da les ich nicht.

      Ich halte wenig von Kirchen, sehe aber keinen Grund, ihre Religionsgründer aus fernsten Zeiten zu beleidigen. Übrigens werden ja in Nahost Christen und Kopten vertrieben, zerbomt oder zusammengeschlagen. Wie nennt Trump solche Leute?: Loser, ganz recht. Aber Defätismus gegen Jesus hört man von muslimischer Seite nicht so. Es geht ganz konkret zu: Hauen und Stechen. Im Propheten- oder Gottessohnbeleidigen finden sich die Loser auf unserer Seite, sorry.

      Im AT steht auch viel Schrott, und Jesus ist nicht gekommen, uns den Frieden zu bringen, sagte er wohl. Im Islam besteht bislang zu wenig Bereitschaft, nicht zu machen, was da steht bzw. nur das Gute rauszupicken.

      Was mir noch mehr fehlt, ist die Sicherheit. Im Dunkeln durch eine Stadt gefällt mir nicht mehr. Gehen Sie auf den nächsten post, da schreibt jemand, wie ihm zweimal im Urlaub die Scheibe eingeschlagen wird. Das gibt es schon ewig (um das jetzt mal von Flüchtlingen, die das teilweise übernehmen, zu entkoppeln). Deswegen war ich noch nie in Siena, denn ich habe keinen Bock, mein Auto außen abzustellen. In Florenz nur mit Hotel mit Parking. In kleineren Städten passiert weniger.

    • Der Unterschied zwischen Pionieren und Leibeigenen
      @ Sirisee
      Sabatina James ist ein typisches Schicksal. Floh vor Zwangsheirat, wurde Apostata und ist heute Verfolgte und Menschenrechtsaktivistin. Das ist etwas ganz anderes.

      Abdel-Samad macht Exegese, zusammen mit weiteren. Um diese Exegese kommen die Muslime nicht herum. Und Abdel-Samad müsste gewusst haben, dass er gefährlicher lebt als Voltaire. Das sind Pioniere, die extrem viel Respekt und Unterstützung verdienen.

      Die Karikaturen waren dagegen eine sinnlose Provokation, durchgeführt von Leibeigenen, die wohl nicht wussten, was das nach sich ziehen würde.

  93. aktuell, aber OT
    Leitende deutsche Blätter scheinen lediglich die NYT zu kennen. Selbst bei CNN, jetzt nicht gerade Trumps Hausmedium, wird seine Reise aus amerikanischer Sicht erstmal als Erfolg gewertet:
    http://edition.cnn.com/2017/05/26/opinions/trump-trip-a-success-gardiner-opinion/index.html

    Hier dagegen: NYT, mein Herr und Meister, sagt:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article165022036/New-York-Times-schreibt-von-tektonischer-Verschiebung.html

    Was Merkel natürlich nicht verstehen kann, ist, dass Trump erstmal für seine Wähler arbeitet, nicht etwa für europäische Wunschlisten.

  94. tanzen und Bilder
    Lieber Don Alphonso

    vielen Dank für die Erläuterungen der Bilder sowie den daraus abgeleiteten Gedanken zur heutigen Zeit!

    Ich habe an ein Bild in der FAZ denken müssen, es zeigt den eiseren Steg an Silvester. Ich kenne diese Brücke als Frankfurts Wohnzimmer, wo die Bürger zusammentrafen, das Feuerwerk anschauten, einander ein gutes Neues wünschte und das Publikum bunt gemischt war. Männer, Frauen, alt und jung, sogar Kinder waren dabei.

    Dieses Jahr war der Steg schwarz. Nur dunkelhaarige Männer, augenscheinlich nordafrikanischer/türkischer Herkunft, keine Frau zu sehen und schon gar keine Kinder.

    Die Zeit des Tanzens ist vorbei, ein Ort der Begegnung aufgegeben, es bleibt eine große Traurigkeit.

  95. Is that all there is?
    Was die isoliert aufgewachsene Frau von i h r e r
    Erkenntnis über den Abschied von Amerika erzählt,
    ist Mumpitz.
    In gedankenfreien Selbstgewissheit hat sie in den
    90igern das sich anbahnende Desaster der USA schlicht
    nicht kommen sehen.
    Sie hat sich da nämlich grad aus der Umarmung Kohls
    befreit, in dem sie ihm kalt –per FAZ-Artikel-
    sozusagen ins Knie schoss.
    .
    Bill Clinton ließ schießen: auf Ziele in Afghanistan und
    im Sudan. Er schoss sich dabei auch selbst ins Knie,
    weil er glaubte, sich damit aus der Affäre Lewinsky
    befreien zu können.
    (Vgl. SPON: „Bill Clintons eiliger Krieg“)
    Dafür ! beschwörte er die Gefahr der Konfrontation
    mit der islamischen Welt herauf. Zum Speien !
    .
    Hilary „Killary“ Clinton / Obama 2011 on Qaddafi:
    „We came, we saw, he died“
    DAS war doch schon längst nur noch das Amerika
    der (über-)eifrigen Transatlantiker.
    .
    Diese Ost-Madam „glaubt“ nun,
    dass sie mit ihrer neuen Positionierung in der Politik,
    gegen die Folgen jener Lage, die sie selbst befeuert hat,
    beim Wähler punkten zu können.
    .
    Sie sagt, Hesses „Stufen“ sei ihr Lieblingsgedicht.
    Sie begründet genau damit ihre Fähnchen-in-den-
    Wind-halten-Politik. Für sie sind es halt nur „Stufen“
    ***
    Is that all there is?
    Is that all there is?
    If that’s all there is my friends
    Then let’s keep dancing
    Let’s break out the booze and have a ball
    If that’s all there is…

    • Diese Waisenhausdirektorin
      wird die“Germany“ genannte Agglomeration gründlicher in den Sand setzen, als es ihrem schrecklichen Vorgänger im Berliner Kanzleramt gelungen ist.

  96. Wir alle: Zu satt 65% Nazi
    „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht‘“, gefunden von Henryk Broder.

    http://www.achgut.com/artikel/margot_kaessmann_holt_die_nuernberger_gesetze_aus_der_versenkung

    Diese Frau treibt auch Leute aus der Kirche.

    • Und dann wundern sie sich, wenn die Leute aus- und Muslime nicht eintreten.

    • was treiben die denn ?
      welche leute treibt den frau Kässmann aus der kirche ?

      die Kirchen sind doch eh leer, ausser an weihnachen höre ich !

    • hat ja auch was Gutes, nicht wahr ...
      Ohne KGE stünden die Grünen besser da, und ohne Frau Kässmann – denke ich – die evangelische Kirche.

      Vielleicht wäre es besser, Narzissten würden weder Präsident der USA noch eine Kirchen-Führerin.

    • Sekten sind nichts dagegen
      Die AfD hatte wohl empfohlen, aus den Kirchen auszutreten und das passt Frau Kässmann nicht. Könnte ihr doch egal sein,ihr Gehalt kommt doch von allen dt. Steuerzahlern,selbst von denen, die ausgetreten sind,nicht von der Kirchensteuer.
      Keiner ist imstande, diese Dame wegen Verleumdung zu belangen?Denn das ist es doch und Hetze dazu.
      Wenn Sie als Großmutter schon türkischstämmige Enkel hat, ist‘ s ja gut. Muss sie aber andere, die das nicht haben, so vor den Kopf stoßen?

      Oh Gott,Don, und wenn sie erst noch wüsste, dass es auch bei meines Mannes Vorfahren Leibeigene gab!1355 ist was Schlimmes geschehen…
      1418 was Gutes usw.

  97. Zum Thema: Schlechte Regierung 2015? Gute Regierung 2017? Schlechte FAZ 2015? Gute FAZ 2017?
    „We also recognize the need to support refugees as close to their home countries as possible, and enable them to return safely to and help rebuild their home communities. At the same time, while upholding the human rights of all migrants and refugees, we reaffirm the sovereign rights of states, individually and collectively, to control their own borders and to establish policies in their own national interest and national security.“

    Zitiert aus Ziff. 24 der Abschlusserklärung des G7 Gipfels in Italien am vergangenen Wochenende.

    Elementare Aussagen wie sie FAZ-Herausgeber Kohler noch im Herbst 2015 richtigerweise energisch vertreten hat, aber die in der heutigen FAZ nicht einmal mehr unter Verweis auf die Abschlusserklärung wörtlich zitiert werden. Haben wir jetzt auch eine Gute FAZ?

    • Man muss nicht jede Aussage, die das Papier nicht wert ist, kommentieren. Was etwas bringen würde, wäre ein ende der schlepperei nach Sizilien, sonst nichts. Die meisten Leute kommen aus Nichtkriegs- und Nichtverfolgungsstaaten wie Nigeria, Gambia und, Überraschung, Myanmar. Ausserdem hat man gerade einen Schleuserring somalischer Islamisten hochgehen lassen-

    • Griechisches Co-Crime
      Man wollte in Nordafrika Auffanglager einrichten. Ich sehe nirgendwo, was daraus geworden ist. Außerdem müsste man NGO’s, die mit den Schleppern zusammenarbeiten, vor Gericht bringen.
      Dazu muss man lernen, die Kirchen inklusive Papst vollständig zu ignorieren, denn es handelt sich, wie Merkel und Obama auf dem Kirchentag konstatierten, um eine rein staatliche Angelegenheit.
      Lesen Sie mal das:
      https://spectator.org/greece-george-soros-trojan-horse-against-europe/

      Es ließe sich übrigens eine prima Grenze vor Griechenland bauen. Man sollte diesem Tsipras die Stirn bieten.

  98. LOHN DER ANGST
    der altstalinist der GRÜNEN Bewegung, der weisse, alte, heterosexuelle mann im vorstandsanzug stellt fest, ulFuM hätte einen realitätschock in Sizilien erlitten. ja, so kann mann ihre gesichtszüge deuten, fast so als hätte ihr jemanden einen zettel gereicht auf dem die immer wieder ausfallende offene rebellion oberschwäbischer ortsgruppen und ihr marsch auf Berlin gemeldet werden.

    kein wunder, nach acht jahren der gegenseitigen belobhudelung mit dem neuen schwarzen golfspielenden messias mit dem sie ein wählerwirksames öffentlichkeitsarbeitmanipulationskartell betrieb.

    aber kommen wir zu DON und seinem Thema der sozialen Sicherheit zurück, zu der ich auch zähle, unbeschwert mit einem öffentlichen bus fahren zu können.

    das lesen wir doch, dass der busmitfahrer DEGOWSKI, der mitfahrende nicht etwa begrapschte, sondern lieber gleich erschoss endlich freikommen soll, unter neuer identität versteht sich, denn was BRIGITTE MOHNHAUPT (neuer name noch unbekannt) recht ist, kann einem DEGOWSKI nicht billig genug sein.

    aber ich habe meinen guten glauben natürlich nicht aufgegeben: wer bei einem begleiteten freigang sich gleich eine Helene Fischer CD kauft, der ist sicher voll resozialisiert in dieser republik.

    so -durch belohnung der täter – lässt sich öffentliche sicherheit sicherstellen und wer will da täter aus einem Tübinger jugendhaus noch ermitteln, geschweige denn bestrafen wollen ?

    schluss mit diesen gedanken, gedenken wir GREG ALLMAN, der uns nun auch verlassen hat und hören eine Version des Mountain Jam mit Derek Trucks der schon als 13jähriger mit der Allman Band spielte.

    https://www.youtube.com/watch?v=-vgcJrz696g

    für alle schwarzen in den Südstaaten……………..!!!

    • Ich glaube, für diese Haltung gegenüber den Amerikanern werden wir alle noch teuer bezahlen. Spätestens mit der neuen Wehrpflicht.

    • and the winner is............................
      aber werter DON, sie werden doch nicht mit der wehrpflicht bezahlen müssen, kaufen sie einfach statt einer zusätzlichen immobilie ein paar RHEINMETALL-AKTIEN……………

    • Wehrpflicht
      Ich finde Wehrpflicht für alle sehr gut!
      Mit Wahlrecht, ob bei der Wehrmacht oder Zivildienst.

    • @django
      Genauso interpretiere ich den Gipfel in Taormina auch. Die Kanzlerin wäre aber nicht die Kanzlerin, würde sie auch aus diesem für sie unerfreulichen Gegenwind Kapital schlagen. Schon wirbt Sie für ein starkes Europa, das natürlich nur von einer geführt werden kann. Sie ist halt wirkliche eine Gute, die St. Angela. 37% der deutschen Wähler sind, äh, können nicht irren.

  99. Während die Sprecherinnen des Staatsfunks (Moma)
    …nicht in der Lage zu scheinen dem Zuhörer den deutschen Namen einer deutschen Schauspielerin ohne amerikanisch gefärbte Prononcierung zur Kenntnis zu geben, beschwört die selbst erdachte Anführerin des sog. Westens, zgl. gemäß aktueller Umfragen Exponentin des buon governo, eine neue Morgenröte europäischen Selbstbewusstseins herauf. Vor allen anderen europäischen Führern. Da werden die Freunde outre Rhin aber die Ohren gespitzt haben. Ach, hätten sie das nur schon vor 3 Wochen geahnt und die Briten werden sich entspannt zurücklehnen.
    .
    M.E. heiße Luft, diese „Ende einer Ära-Rede“, so heiß wie die Luft im Bierzelt.

    • its the alcohol, stupid !
      werter DdH, es war der alkohol, haben sie gesehen, wie ulFuM den bierkrug hielt……………

      spätestens beim Heilbronner Weinfest oder beim richtfest des neuen bootshauses der Ruderschwaben verkündet ulFuM nach einem glas Cleebronner-Güglinger Riesling die belagerung von RamsteinAirbase und den neubau von Zeppelinen um endlich Lakehurst zu rächen………

  100. Don zitiert Trump zum Anschlag in Manchester
    Einen dazu passenden guten Kommentar liefert auch mal wieder Jonathan Pie:
    https://www.youtube.com/watch?v=kIvZ2EBqdEQ
    Er hat es satt, Teelichter anzuzünden.
    Grüße Uli

  101. Nur nicht aus der Reihe tanzen.
    Ohne diesen Beitrag hätte ich mir vermutlich niemals tiefschürfendere Gedanken über das Tanzen gemacht. Insbesondere nicht im Sinne eines Augustinus. Man lernt eben nie aus.

  102. Ein paar Gedanken,
    die mir beim Lesen der Antworten so durch den Kopf gingen.

    Täglich sterben ca. 30.000 Kinder an Hunger, Durst und daraus resultierenden Gesundheitsschäden. Eine Völkerwanderung ist längst im Gange. Da braucht es keinen Krieg oder Terrorismus mehr, Kapitalismus reicht da völlig aus. Grenzen und Gesetze gegen Millionen von Menschen bieten da wenig Schutz.

    Trump und immer wieder Trump. Bislang hat der noch nichts geleistet, was Anlaß zu echter Sorge böte. Außer schlechtem Benehmen gibt es da nur die Unberechenbarkeit, aber das war ja schon vor seiner Wahl bekannt.

    Merkel trommelt für ein starkes Europa und das hat einen ganz einfachen Grund. Sie sieht die Gefahr, daß Trump Europa spalten könnte, indem er sich auf die Seite derer schlägt, die Deutschland für die schlechten Zustände in Europa und der EU verantwortlich machen. Mit wirtschaftlichen Problemen von außen könnte Europa mit einem starken Deutschland schon fertig werden, ohne Deutschland wohl eher nicht. Das weiß Trump und es bleibt nur zu hoffen, daß Europa das auch weiß und nicht zum Werkzeug Trumps wird.

    • Immer wieder soll der Kapitalismus schuld sein.
      .
      Wie wäre es denn, einmal das Bevölkerungswachstum in die Betrachtung
      mit einzubeziehen?
      Denn, wenn das so weitergeht, dann fängt das auch keine andere
      Gesellschaftsform ab. – Meiner Meinung nach.


    • Das mit dem Bevölkerungswachstum ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Allerdings zeigt sich doch, daß das Bevölkerungswachstum nur in weniger entwickelten Ländern derart stark ist. Je stärker die Ausbeutung und je geringer die Bildung der Menschen, desto stärker das Wachstum der Bevölkerung.

      Der Kapitalismus nutzt diese Unterschiede und verstärkt sie noch, durch Nutzung billiger Arbeitskräfte, geringerer Produktionskosten (Umweltschutz) und Flutung der Märkte mit billigen Lebensmitteln, die die einheimische Wirtschaft zerstören. Und ganz nebenbei werden auch noch die Rohstoffe quasi gestohlen und natürliche Ressourcen (Fischerei) ohne Rücksicht auf Verluste ausgebeutet und zerstört.

      Der Kapitalismus, liebevoll auch als Marktwirtschaft, gar als freie und soziale Marktwirtschaft bezeichnet, ist letztlich eine der Ursachen, wenn nicht die Hauptursache für diese Entwicklung.

    • Nun haben Sie mir viele der Nachteile des Kapitalismus aufgeschrieben.
      Allerdings auch die Vorteile weggelassen. <– Die gibt es nämlich auch.
      .
      Was Sie aber immer noch nicht benannt haben, ist:
      Welche andere Gesellschaftsform sollte das alles denn besser lösen können?
      .
      Aus der Geschichte ist keine bekannt. (mir jedenfalls nicht)
      Auch die Versuche(!) der Kommunisten / Sozialisten sind diesbezüglich straff
      gescheitert.
      .
      'Wohlstand für alle', mit eingeschlossener Schonung der Ressourcen unserer Erde,
      hat es noch nicht gegeben und wird es wohl auch nicht geben.
      .
      Und um so mehr Menschen es auf dieser Erde gibt, desto unwahrscheinlicher wird das.


    • Im Grunde gab und gibt es ja nur den Kapitalismus. Kommunismus gab es meines Wissens nach noch nie, Sozialismus ist nur ein Kapitalismus mit sozialem Touch, und selbst Sklavenhaltergesellschaften waren immer kapitalistisch strukturiert.

      Die Frage ist also, ob es etwas geben könnte, das den Kapitalismus ersetzt oder ihn derart reguliert, daß er dem Gemeinwohl nicht schadet. Persönlich sehe ich da eher schwarz, da so etwas nur global umsetzbar wäre. Und so bleibt es eben dabei, daß der Kapitalismus die Hauptursache der Entwicklung ist.

      Aber gegen die Überbevölkerung hat der Kapitalismus ja einfache Mittel, die das Problem bislang noch immer gelöst haben. (Achtung: Zynismus)


    • Im Grunde gab und gibt es ja nur den Kapitalismus.
      Ja, dann, wenn das alles ist…
      mich dünkt solcherlei Denken säkularisiertes Engelseinwollen, frei schwebend im Halleluja-Chor, nie eigene Entscheidungen treffen wollend, wie mit der gegenwärtigen Situation umzugehen sei, sondern immer nur die Ewigkeit betrachtend und wie sie dermaleinst sein könnte.

    • Na, das ist ja beinahe schon clever
      Wenn Sie, Herr Meier, im Nachhinein jeden gescheiterten Versuch zu einem:
      „Das war kein richtiger“ (<– Kommunismus) deklarieren, dann erhalten
      Sie sich natürlich die Chance auf unendlich viele Fehlversuche.


    • Nun ja, die Realität gibt eben wenig Grund zur Hoffnung, die Geschichte ebensowenig.

      Bis auf einige Naturvölker in denen es so etwas wie Kommunismus gab, solange sie die „Zivilisation“ nicht überrollt hatte, sind doch alle Versuche eines alternativen Gesellschaftssystems gescheitert. Von der SU, Kuba, Venezuela bis hin zur DDR war das doch eine einzige Liste des Scheiterns. Und das Scheitern kam nicht (nur) durch äußere Einflüsse zustande, sondern das haben die Menschen in diesen Systemen selbst zu verantworten.

      Es sind genug Bücher darüber geschrieben worden, die sich mit den Ursachen des Scheiterns auseinandersetzen. Ich beschränke mich hier auf einen einzigen Aspekt, die Unfähigkeit des Menschen zu einer den eigenen Lebensbereich überschreitenden Solidarität.

  103. Solange das Erdöl sprudelt
    Solange das Erdöl sprudelt, wird man sich mit der Fundi-Version des Islam herumschlagen müssen. Man kann froh sein, wenn Leute wie M. Khorchide Hauptlinien des Islam Europa-kompatibel reformieren wollen (Stichwort Historisch-kritische Exegese). Bis sich solche Interpretationen durchsetzen, werden noch viele Autos mit saudischem Öl angetrieben werden. Was natürlich die Befangenheit mancher Politiker erklärt. Sie führen nur aus, was die meisten eh wollen. Das ist die Krux bei der Sache: Der individualistische Lebensstil einer Mehrheit hierzulande ist angewiesen auf Saudis und Co. Insbesondere, wenn andere Energiequellen schlechtgeredet werden. Gleichzeitig besteht in den Herkunftsländern kein Zwang zur Erneuerung. Bildung und geistige Veränderung sind sekundär, wenn genügend Öl fließt.

    Tatsächliche Unabhängigkeit wäre nur über einen anderen Lebensstil mit anderen Energiequellen möglich. Einstweilen aber müssen z.B. in Schulen alle wesentlichen Aktivitäten auf die Zeit vor dem Ramadan verlegt werden. Manche Kinder dürfen bis Sonnenuntergang nicht einmal Wasser trinken. Je nördlicher, umso unmöglicher wird diese Variante des Islam. Sie sammeln dafür Bonuspunkte für das Jenseits. Andere sammeln Boni im Diesseits…

  104. Frau Käßmann oder das Stigma der Abstammung
    Weil ihre Äußerungen jetzt doch einige Wellen schlagen…

    Man sollte Frau Käßmann hier doch Grechtigkeit widerfahren lassen und ihre „2 x 4 = verdächtig-Formel“ in ihrem Kontext sehen.
    Immerhin ging es ja um die Familien-/bevölkerungspolitischen Positionen der AfD, und da kann man in seinem moralischen Furor schon ein bissel danebengreifen. Dies und auch das Trumpbashing ziemt sich heutzutage nun mal für jeden aufrechten Menschen. Allerdings schwillt da einer, die nicht viel Sympathie für die AfD oder einen Trump hegt, doch schon der Kamm.
    Denn ich habe zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern. Zudem hatten meine Eltern das Pech, im „Dritten Reich“ erst Kinder und dann junge Erwachsene gewesen zu sein. Also alle beide zu Nazis sozialisiert.
    Das ist jetzt wirklich ganz dumm für mich gelaufen. Wobei… Zumindest väterlicherseits habe ich nachweislich Migrationshintergrund. Der liegt zwar schon über 300 Jahre zurück, aber da hoffe ich auf Milde. Zumal ich dunkle Haare und Augen habe. Die stammen allerdings von meiner Mutter bzw. deren fränkischen Mutter. Hm, auch wieder dumm gelaufen, oder?

  105. Das Matratzen-Mädchen ist zurück, Kolja Bonkes twitter Account gesperrt
    Vorsicht, das ist wirklich häßlich:

    https://broadly.vice.com/en_us/article/mattress-girl-emma-sulkowicz-is-backand-channeling-her-rage-through-bdsm

    Kolja Bonke wieder gesperrt

    https://twitter.com/account/suspended

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