Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Leben und Feinde finden am See

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Endless days of summer longer nights of gloom, waiting for the morning light
Genesis, Home by the sea

Es gibt zwei Arten von Menschen auf dieser Welt: Die einen wollen wissen, wie man reich wird. Die anderen wollen wissen, wie man mit guten Freunden glücklich wird. Und ich bin in der vorteilhaften Situation, beide Fragen umfassend, ehrlich und ohne die an dieser Stelle üblichen Lügen von Ehrbarkeit und Zuneigung beantworten zu können. Technisch gesprochen wird man in Deutschland reich, indem man in eine reiche Familie geboren wird, und das Vermögen später übernimmt. Das ist ganz einfach, das machen viele, es funktioniert, man kann an den Tegernsee ziehen, und man muss noch nicht einmal etwas dafür tun.

Die andere Frage kann ich zumindest von meinem Klassenstandpunkt aus beantworten: Man lebt mit wenigen, wirklich guten Freunden, wenn man sich mit aller Welt zuerst einmal befreundet und dieser aller Welt dann das Versprechen glaubt, sie würde einen als Mensch so nehmen, wie man ist. Wenn man dann exakt so ist, wie man ist, kommen nur die Wenigsten damit wirklich klar, weil unerreichbare Privilegien unverständliches Verhalten zur Folge haben. Es kommt nun mal nicht gut an, Menschen mit regulärer Arbeit auf das schöne Wetter unter der Woche hinzuweisen und sie zu einer Radtour einzuladen. Es ist nämlich laut meiner Recherchen in diesem Bereich so: Gewöhnliche Menschen müssen dafür bei einem Vorgesetzten erst einmal um Urlaub bitten oder blau machen, und werden in aller Regel so einen Vorschlag ablehnen müssen. Wenn man das zu oft macht, mit Reisen, in der Freizeit, beim Konsum, beim Wegwerfen, in kulturellen Fragen und Fragen des Unverständnisses, warum andere nicht so können – dann bleiben halt am Ende nur ein paar wenige Freunde übrig, die gut sind, weil es ihnen genauso ergangen ist, und die keine alternativen Freunde haben. So entstehen dann Westviertel und deren Kinder, die gar nicht wissen, dass manche keinen Garten haben. Leute wie ich eben.

Zum Trost kann man sagen, dass es letztlich Feministinnen, Mönchen, ARD-Mitarbeitern und Stasioffizieren auf deutlich niedrigerem Niveau mit ihren festgefügten Vorstellungen auch nicht anders geht. Der Unterschied – und das nun ist das eigentliche Thema – ist die Fähigkeit in meinen Kreisen, andere nicht nur mit schwerer Arbeit und hässlichen Debatten um politisches Fett und korrekter Einstellung zu vergraulen. Unsereins muss nicht lange unüberwindliche ideologische Differenzen aufzeigen, oder Gruppendenken in kleingeistigen Zirkeln praktizieren. Es ist möglich, andere nachgerade abzusprengen, wenn man einfach nicht aufpasst und den absoluten Kardinalfehler begeht: Eigene Privilegien, die andere dringest begehren, verächtlich zu machen. Etwas besitzen und gar nicht zu wollen, was andere nicht haben und auch nicht haben werden. Ich bin bekanntlich einer von den Sozialsten der Sozialisten, die noch Cem Özdemir öffentlich diskriminieren, wenn er mit dem Pedelec zur Industrielobby fährt, während ich selbst alte Räder rette: Trotzdem bin ich – in meiner Rolle als Reflektiertester der Reflektierten – selbst nicht frei von solcher Schuld der Hybris.

Das, was bei anderen das alte Rad ist, das sie im Hof verrotten lassen, ist bei mir “der See”. Der Verlauf der Donau und der Abbau von Kies haben es so gewollt, dass es in bequemer Nähe auf der richtigen Seite der Donau nur einen einzigen grossen, vorzeigbaren See mit guter Infrastruktur gibt. Der See eben, der eine Kneipanlage, Kioske, Wasserwacht, Minigolf, Tennisplätze, ein Restaurant und viele knallgrüne Wiesen haben, die sich an die braunen Stämmen alter deutscher Sumpfeichen schmiegen. Es mag nicht der schönste See sein, und es fehlt ihm ein Bergpanorama und ein Bootsverleih und eine Jahrhunderte alte Geschichte des Reichtums. Kein Kaiser hat hier gekurt, keine Geschichte wurde geschrieben, nur nebenan, als der See noch ein Altarm des Flusses war, gab es im Schmalkaldischen Krieg einmal eine Kanonade. Es ist ein See bei einer kleinen, dummen und vergessenen Stadt mitten in Bayern, die durch ein paar Zufälle reich wurde und trotzdem in der Nähe der Stadt nur diesen einen See hat.

Deshalb fährt in den Ferien und an den Wochenenden gefühlt die ganze Stadt hierher, wie es deren Grosseltern schon taten, als hier noch Kies abgebaut wurde. Es ist die beste aller möglichen Welten für fast jeden, der die Stadt bewohnt. Man könnte auch Industrieanlagen anschauen, Einkaufszentren und ihre Parkplatzuntergeschosse, petrochemische Industrie und jene Neubaugebiete, in denen Menschen vor ihren ökologisch sinnvollen und brandtechnisch riskanten Isolierschaumstoffen Angst haben. Aber in aller Regel einigen sich die meisten doch darauf, dass sie, egal zu welcher Jahreszeit, den See besuchen. Auf die meisten macht der Anblick von Wasser irgendwie einen beruhigenden Eindruck, obwohl man darin ertrinken kann, weil der Mensch ein Landlebewesen ist. Es gibt allerdings auch Ausnahmen von der Regel der hierher Fahrenden: Jene, die nicht zum See fahren, weil sie nämlich dort wohnen. Und dort, wo sie wiederum wohnen, werden Kinder wie ich aufgezogen, die den See mit Apathie und Desinteresse sehen.

Die Stadt ist noch nicht lange reich und die Reichen wohnen noch nicht lange beim See: Wir sind die erste Kindergeneration vom See. Wir waren da früher schon mal vor der Schule schwimmen, während andere in Bussen über die Dörfer herangekarrt wurden. Wir kannten die besten Plätze, wir waren als erste da und wir hatten die grössten Handtücher, Surfbretter und Taucherflossen, um die Claims möglichst umfassend zu gestalten. Es war uns durchaus bewusst, dass es mehr Prestige bedeutet, hierher laufen und die besten Plätze besetzen zu können, als einen weissen Porsche 924 zu benutzen und zu spät zu kommen. Aber an all das gewöhnt man sich schnell, man kennt irgendwann alle Bahnen der Minigolfanlage, man wird älter und ist dann doch ganz froh, wenn man zum Studieren nach München gehen kann.

Für die Eltern, die bewusst hierher gezogen sind, die hier Grundstücke bekamen und ihr Selbstverständnis in Villen und Gärten ausdrückten, in Bungalows, Doppelgaragen und Wohnflächen jenseits von 200m², mit Klavierzimmern und Tischtenniskellern und eigenen Bädern für die Kinder, war der See das Ziel. Es muss auch heute noch so sein, denn die Grundstückspreise sind hier enorm hoch, wenn einmal ein Platz frei wird. Aber die erste Generation, die hier geboren oder aufgewachsen ist – sie nimmt den See, wenn überhaupt, als Wasserfläche im Wald hinter den Häusern zur Kenntnis. Der See ist für mich etwas Abwechslung, wenn ich mit dem Geländerad durch die Auwälder fahre. Im Winter will ich keinen Platten weit draußen vor der Stadt riskieren. Dann fahre ich die Wege um den See ab. Ich treffe dort nie Freunde aus meiner Jugend. Viele sind weg. Und wer noch da ist, geht trotzdem nicht an den See. Wir treffen uns auf dem Wochenmarkt und im Konzertverein, aber nicht am See. Und ich schaffe es selbst nicht zu verstehen, wieso man diesen See und unsere alte Wiese so romantisch findet, dass man dort Zelte aufbauen und Hochzeit feiern muss.

An dieser Stelle hat die K. ganz unromantisch an der Zigarette gezogen und dann hinterhältig dem nicht rauchenden J. einen ausatmenden Zungenkuss gegeben, an dem er fast erstickt wäre. Wir haben hier mitleidlos hässliche Bremsen erschlagen. Heute muss ich dauernd aufpassen, keine Hochzeitsphotographen. Brautpaare, Kinderwagengeschwader und Joggergruppen umzunieten. Es ist viel los am See. Jeder will hier sein und auf einem Steg in den Sonnenuntergang schauen, der sich im Wasser spiegelt. An den Grillstellen bereiten sich muslimisch Familien auf das Fastenbrechen vor, indem sie drei Stunden vor Sonnenuntergang schon das Essen und Trinken üben. Studentinnen werfen sich Bälle beim Beach Volleyball zu und radeln dann in die engen, stickigen Wohnheime, und wünschen sich vielleicht, auch einmal so eine Villa beim See zu haben, wie jene, die ihren Weg säumen. Für mich ist es der See. Er ist halt da.

Ich bin nicht gefühlskalt. Ich verehre den Umstand, dass es fliessendes Wasser gibt, und eine Polizei, die bei uns nach einer Minute da ist. Es gibt viele Privilegien, die ich als essentiell für mein privates Wohlbefinden erachte, und die mich fraglos geformt haben. Aber in der Frage, die hier über Prestige und sozialen Status entscheidet, bin ich seltsam apathisch. Die K. war eine schöne Frau, aber der See war ohne sie eher langweilig. Wenn man mich nun fragt, warum ich im alten Haus in der Stadt wohne, und nicht draußen am See, wo es genug Platz gäbe, schütze ich, schlau durch Schaden, den Heuschnupfen vor, und tatsächlich sind all die Gärten für mich eine Qual. Aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mich einfach nicht dazu durchringen, das Besondere, das Privileg zu sehen, und darin mehr als das Gewässer im Wald hinter den Häusern zu erkennen. Das macht angesichts der auseinander brechenden Gesellschaft der Stadt, die auch gut verdienende Manager in kleine Hütten in den Dörfern zwingt und manche sogar über der Donau wohnen müssen, also auf der Seite, wo man nicht wohnt, keinen guten Eindruck. Das wirkt angesichts der Gegebenheiten arrogant und abgehoben, selbst wenn die K., der J., der O. und die S. es auch nicht anders halten. Und vielleicht ihre Eltern besuchen. Aber nicht den See.

Man sollte das nicht tun. Man sollte auch nicht die Augen verdrehen und “ausgeben” sagen, wenn man gefragt wird, wie man die ersparten 20.000 Euro anlegen soll. Man sollte nicht das Silberbesteck von Tante Gerti am Montag auflegen und sagen, das bessere Silber käme erst Dienstag. Man sollte die Namen der Rosen kennen, die im Garten stehen, und nicht sagen, das sei irgendso eine Rose, die hier halt steht. Man sollte über Privilegien nur reden, wenn man angesprochen wird, und dann mit Bewusstsein und Hochachtung. Man sollte nie noch mehr fordern, wenn man oben ist, egal wie viel jene fordern, die weiter unten sind, und sich hier über fehlende Gendersternchen aufregen, während Islamisten auf den Philippinen Frauen massakrieren. Es gibt einen schmalen Grat zwischen Privilegierung und dem richtigen Umgang mit Privilegien, mit viel Decorum und einer gewissen Einsicht in die prinzipielle Ungerechtigkeit des Daseins, der es erlaubt, darauf mit anderen eine gewisse Strecke des Weges zu wandeln. Allerdings hilft oft auch grösstes Decorum nichts, und dann geht es gründlich schief, und man fragt sich, warum man so dumm war, sich für a soichane Hodalumpn zum Polante z’mocha solche Leute auch noch zu bemühen.

Trotzdem klatsche ich jedes Mal frenetisch mit, wenn am See ein Brautpaar gefeiert wird, und lasse die türkischen Kinder mitkommen, wenn sie unbedingt mit mir Rennen fahren wollen. Der See gehört allen, und es ist schön, wenn sie damit mehr verbinden, als ich es je tun könnte. Mein Desinteresse hebe ich mir meistens für die Gelegenheiten auf, zu denen man dergleichen zum Signalisieren der richtigen Standesdünkel und zum Erwählen der für alle Stürme des Lebens angemessen indolenten Partnerin benötigt. Ansonsten meine ich es nicht so, auch wenn es mir immer wieder passiert. Es rutscht mir halt manchmal so raus.

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  1. Ein gutes Rad
    Verehrter Don,
    seit gut einem Jahr kenne ich Ihre Blogs und hatte zur Kenntnis genommen, dass Sie ausschließlich mit Rennrädern unterwegs sind und solche hegen und restaurieren.
    Ich erinnere mich wie Sie von der Eroica etwas herablassend über die dortigen (29er?) geschrieben haben.

    Ich selber liebe MTBs für kürzere und 28er MTB-ähnliche Räder für längere Strecken wegen der Robustheit und Pannensicherheit der Reifen.

    Mit etwas Staunen und Freude sehe ich nun dieses tolle Rad. Das passt einfach zu Ihrem „robusten“ Gewicht. Sieht edel und nach Qualität aus. Ist nicht aus dem Fundus der „vergessenen Räder“, oder?


  2. Ja wenn man halt nicht gern bootfahrt, macht See nicht so richtig Spaß.

  3. wer ist dieser Boerne?
    Lieber Don, irgendwie erinnern mich Teile Ihrer Textpassagen immer an den von Jan Josef Liefers hervorragend gespielten Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne aus der Tatort-Serie … ich mag diesen Typ mit seiner sympathisch herablassenden Art sehr …
    Boerne ist ein eloquenter Plauderer, der auf alle Fragen zwar nicht immer eine Antwort, aber zumindest einen beeindruckenden Text parat hat. Er fühlt sich als die Krönung der Forensik, ja des Lebens überhaupt, und möchte nicht nur von seiner kleinwüchsigen Assistentin, die er nach dem Nibelungenzwerg Alberich nennt, entsprechend gewürdigt werden ….
    und bitte, Don, jetzt seien Sie kein Snob und sagen, Sie wüssten nicht, wer dieser Boerne sei, da Sie ja Ihre Abende generell in Gesellschaft gut betuchter Freunde in Opernhäusern und nicht allein vor dem Fernseher verbringen … danke ;-))


    • Das ist derzeit auch die einzige Sendung, die mich davon abhält, in das Gemeuter der Anti-GEZler einzustimmen. Natürlich ist es so wirklichkeitsfremd wie Feuerzangenbowle, aber der Unterhaltungswert ist wirklich hoch und es macht Spaß, sich diese Geschichten anzuschauen.

    • Ich liebe Männer wie Boerne
      Die metrosexuellen Mediokren unserer Tage finde ich nicht sexy.

    • Das kann Ihnen niemand verdenken.

  4. Wie wird man reich?
    Werter Don, wer reich geboren wurde, braucht nicht mehr reich zu werden, insofern sind Sie eine Antwort schuldig geblieben. Schade, ich hatte – naiv wie immer – auf ein paar Tipps gehofft.

    Ein Freund von mir, der mal in meinem Beisein seinen Vater fragte, wie man schnell reich werden kann, erhielt zur Antwort: „Ehrlich währt am längsten, mein Sohn“.

    • Tipps für zukünftigen
      nicht ererbten Reichtum sind nicht einfach zu bekommen. Rückblickend könnte man sagen, Sie hätten 2003 facebook gründen sollen.

    • Zu viel Arbeit!

    • Wie sagte ein Kollege von mir mal so schön:
      „Ich habe in meinem Leben eigentlich nur zwei Fehler gemacht: Ich bin nicht reich geboren und ich habe nicht reich geheiratet. Alles andere habe ich richtig gemacht.“

      Da habe auch ich plötzlich meine Fehler erkannt….

    • Titel eingeben
      gewieft sollte man halt schon ein bisschen sein, aber echt unehrlich uebersteigt der meisten Menschen intellectuelle Faehigkeiten.

    • Reichtum
      Oder wie es ein Bekannter mal sagte. „Für einen armen Vater kannst du nichts, für einen armen Schwiegervater schon“. In diesem Sinne, wohl bekomm’s!

    • Titel eingeben
      Eigentlich ist es recht einfach: man gibt weniger Geld aus, als man einnimmt, und man gibt noch weniger Geld aus, indem man nur langlebige Dinge kauft oder noch besser erbt, und diese dann lange nutzt. Und dabei nicht zur Miete wohnt.
      Und wie wir immer wieder lesen können, muss man da gar nicht auf Laster wie Frauen (in Öl), Fahrräder (geölt) und Fernreisen (zu den Ölbäumen) verzichten.

      Bis auf das mit der Miete kann das eigentlich fast jeder, und, zumindest relativ betrachtet, man kann damit auch ziemlich weit kommen. Am Anfang ist das vielleicht ein bisschen schwieriger mit dem Wochentags-an-den-See-fahren, aber, was der Autor nur gelegentlich durchblicken lässt, auch er hatte offenbar schon mal andere Zeiten und auch Arbeitszeiten.

      Es >macht< aber nicht jeder, und die zahlreichen Gründe oder auch Verhaltensweisen dafür, von denen lebt diese SdG Blog.

      Silberbesteck ist z.B. so eine Sache, oder auch Geschirr oder Bettwäche oder Tischwäsche. Muss man eigentlich nicht kaufen. Ich habe jeden meiner Fernseher ererbt, noch nie einen gekauft (und oide Leit kaufen halt auch awos gscheids). Ein paar aufgearbeitete Möbel einer meiner Urgroßmütter und ein Biedermeier-Dachbodenfund passen hervorragend auch zu modernen Möbeln. Zum Essen liegen Servietten aus der Aussteuertruhe meiner Großmutter mütterlicherseits auf dem Tisch. So man ein Auto hat, kann dieses bei entsprechendem Modell und guter Pflege auch in KM-Regionen vordringen, die sonst nur Taxen erreichen. usw usw

      Und andere nehmen halt einen Kredit auf, um sich Spanholzmöbel und China-Wäsche und -Fernseher neu zu kaufen. Dazu einen Leasingvertrag fürs Auto, Kabelfernsehen. Um die dann nach wenigen Jahren wegzuwerfen, weil sie verschlissen sind.

  5. Hab ich nicht verstanden oder doch
    Ich finde nicht, dass Sie Ihr Dasein erklären müssen. Wenn man so leben will, wie man selbst bestimmt, ist man zwangsläufig unangepasst. Auf einen großen Beliebtheitsgrad muss man in einem Land, dass Refugees so positiv selektiert wie es Juden einstmals (zuweilen noch heute) negativ selektiert hat, verzichten.

    Wenn jemanden Ihre Privilegien stören, hat er nicht alle im Schrank, denn er hätte in keinem Fall etwas von ihnen. Die einzige Möglichkeit, Privilegien zu erarbeiten, ist, über drei bis vier Generationen zu denken, und die müssen dann alle konstant fleißig sein.

    Genießen Sie die Vorteile Ihres Lebens, bleiben Sie demütig, aber erklären Sie nie. Bei jeder Gelegenheit, bei der Sie sich erklären, gewinnen Sie einen, der Sie versteht und verlieren einen, der kein Verständnis dafür hat.

    Augstein, der Junge, der Zehlendorfer, kennt seinen Garten und seine Rosen und schreibt oft für Linke, die sich nicht veräppelt vorkommen. Die Masse will doch nur belogen werden. Sind Sie offen und ehrlich, erzeugen Sie Anstoß. Zeit-Herausgeberin von Dönhoff hatte bekanntlich Porsche und Pferd. Sie wäre niemals auf die Idee gekommen, sich dafür rechtfertigen zu müssen.

    Das ist kein natürlicher See, oder doch?

    • "...“der See”. Der Verlauf der Donau und der Abbau von Kies haben es so gewollt, ,,,"
      Wahrscheinlich deswegen auch nicht sonderlich tief, also auch für Khmer 3n8B79bOJUc geeignet…

    • 8 Meter maximal, glaube ich.


    • 8 Meter maximal
      Ach, das ist doch schon ganz ordentlich. Da würde sich ein Waller/Wels doch sicher auch wohlfühlen.

    • Privileg
      Leben und Leben lassen.
      Das fehlt mir in Deutschland sehr.
      Das beinhaltet:
      Lebensfreude
      Toleranz
      Wertschätzung des Fremde und eigenen
      Respektvollen Umfang miteinander
      Keinen Neid

  6. Aphatisch
    Ja, das Phänomen des „Apathischen“ gegenüber Dingen oder Umständen, die andere herbeisehnen, ist bekannt und weit verbreitet.
    Es gibt zB Bewohner von ostfriesischen Inseln, die schon jahrelang nicht mehr am Strand gewesen sind….

  7. Reichtum und Erbschaftsteuer
    Neben dem aufgezeigten Beispiel gibt es zum Glück noch weitere Möglichkeiten, reich zu werden. Sonst würden die ständig wiederkehrenden Diskussionen über die Erbschaftsteuer unangemessen ausufern, ist es nicht?

  8. Feinde vs. "Freunde...
    … in der Not wären selten? – Im Gegenteil! Kaum hat man mit einem Freundschaft gemacht, so ist er auch schon in der Not und will Geld geliehen haben,“ sagt jedenfalls der große Arthur.

    Ich habe seit langem gar keinen menschlichen „guten Freund“ mehr, nur noch Bekannte, – und ach, wie wunderbar schön ruhig ist das Leben zwischen zwei Meeren! Unsere bepelzten Freunde sind immer authentisch.

    Mine Fru und ich fragen uns morgens immer: „Kommt heute jemand?“ – „Nein? Na gottlob!“

  9. Da kann man schon neidisch werden
    als jemand, der zwar in eine einigermaßen bürgerliche Familie hineingeboren wurde, dem aber lange der Ehrgeiz fehlte auf brachiale Weise in kurzer Zeit neureich zu werden. Werter Don, ich gebe zu, Ihrer Klasse gehöre ich nicht an, auch wenn es stammbaummäßig da zumindest klitzekleine Ansätze gab. Grundbesitz (der aber oft nicht viel wert ist) hatte früher auf dem Dorf fast jeder.
    Ich will jetzt hier keine Kalendersprüche bemühen wie „Geld allein macht nicht glücklich“-denn wenn man gesund ist kann es eine ganze Menge Frust kompensieren helfen. Ich bin nicht Teil des Prekariats aber irgendwo auch stolz darauf kein Neureicher geworden zu sein. Schon zu Beginn des Studiums versuchte ich dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, wurde aber für den Versuch, eine „sanfte“ Karriere zu machen (Lehrer) vom Schicksal bestraft. Heute bereue ich teilweise, dass ich mich nicht rechtzeitig dem Gordon Gekko-Persönlichkeitsideal („all these MBA-types don’t add up to dogshit-give me guys that are poor, hungry and have no feelings, you win a few, you lose a few, but you Keep on fighting“) zumindest teilweise verschrieben habe. Man sah halt früher wie manche beispielsweise als Chemieingenieur Luft und Wasser verseucht haben-und durch Naturzerstörung wollte ich nicht zum Porsche kommen. Naja, man hofft immer noch auf eine wenigstens bescheidene Karriere-aber genug Selbstdarstellung.

    Sie seien gelobt, Don, für die offene und ehrliche, ja leicht ironische Weise wie Sie mit Ihrem offenbar vorhandenen Wohlstand umgehen. Und aus genau dem Grund sei er Ihnen gegönnt. Denn wenn es etwas gibt was ich nicht ausstehen kann, dann sind es feige Hinterträger, Heuchler und Schleimer, solche, die als Moralapostel auftreten und dann hinter ihrem selbstgestrickten Heiligenschein umso beinharter, oder soll man sagen ellbogenmäßiger, Karriere machen. Die als große Fackelträger der Humanität auftreten und in Wirklichkeit über Leichen gehen. Und davon gibt es gerade heute so viele wie nie zuvor. Ich habe hier schon sehr viel geschrieben um die Grünen als Partei urbaner Karriereyuppies zu outen, die immer vorgeben sich in den Dienst einer Sache zu stellen und dabei doch nur statusbewusst denken.

    Wenn sich einer zu Beginn eines BWL-Studiums (einem der Standardwege der Bürgerlichen schnell reich zu werden) hinstellt und sagt, er wolle mit 26 den frisierten 3-er gegen einen Boxster eintauschen und den spätestens mit 30 gegen einen 911-er, dann ist das soweit OK. Abzüge gibt es dann, wenn er sein Geld mit Tierversuchen oder Naturzerstörung macht. Viel schlimmer als so jemand ist aber einer, der zwar BWL studiert, aber Mitglied in der grünen Jugend ist, als Vorbild Albert Schweitzer und Mutter Teresa nennt, einer Inititiativgruppe zur Förderung des gender-mainstreaming angehört und auf die Vorteile der Migration für unsere Wirtschaft hinweist. Und der dann wundersamerweise irgendwann doch im Boxster daher kommt-denn was ist schon eine kleine Transformation? Rückgrat und Aufrichtigkeit sind was für die Dummen, und zu denen will man nicht zählen. Stattdessen will man reich sein und nicht zum Plebs gehören. Diese Geisteshaltung, die seit Anfang der 80-er kulitiviert wurde hat heute sogar den Plebs erreicht, der wie ein guter Grüner sich durch Lindentraßengucken und grüne-Sprüche-Klopfen immunisiert sein will gegen jeden Verdacht, ein Arbeiter zu sein. Denn wer arm ist, der ist böse, ein Nazi gewissermaßen, denn war das nicht eine Arbeiterpartei? Nein, nur dem Namen nach, in Wirklichkeit war es eine Partei der Beamten und Mittelständler, genau der Leute, deren Abkömmlinge später zuerst mithilfe des 68-er, dann des grünen Heiligenscheins Karriere machen wollten. Aber eben nicht auf die offene Art und Weise-erst nervt man andere mit alternativem Gequatsche, dann sitzt man irgendwann vielleicht doch als Berater im Aufsichtsrat eines Energieunternehmens oder ist sonst Funktionsträger.

    Wendehalsmentalität ist zum Kotzen, wie gut zu wissen, dass es noch reich Geborene gibt, die das nicht nötig haben und sich stattdessen um den guten Geschmack und die Wahrhaftigkeit verdient machen-beispielsweise indem sie einen Blog eröffnen und dann im Sinne echt demokratischen Meinungsaustauschs anderen die Möglichkeit geben sich zu äußern. Aber zu viel des Lobes sei nun auch nicht-denn ich will ja nicht als Schleimer gelten.

    Stattdessen sitze ich nur da und träume davon reich zu sein.


    • Stattdessen sitze ich nur da und träume davon reich zu sein.
      Das ist doch auch was.
      Andere stehen sich die Beine in den Bauch und kommen gar nicht dazu, solchen Gedanken nachzuhängen.

      Ich habe auch nicht viel, alles Geld steckt in der Bude.
      Wenn ich mir vorstelle, ich würde 1 Mio im Lotto gewinnen, würde das schätzungsweise nichts wirklich ändern, denn ich würde das ausschließlich als Alterssicherung und Erbe betrachten. Gut, ich könnte mich vielleicht einrichtungsmäßig besser verwirklichen, und Möbel vom Schreiner machen lassen. Und meinen Mann müßte ich bremsen, weil der den Reiserappel kriegen würde, worauf ich nicht so sonderlich Lust habe.
      Aber erst so bei 3 Mio ++ würde es mich zecken, eine Firma aufzumachen. Browser- und Betriebssystementwicklung würde mich jucken. Die könnte man mal wieder von vorne anfangen, finde ich.

    • Plebs
      Ist übrigens feminin.

      Der Bildingsadel lässt grüßen.

    • @ die Antwortenden
      @colorcraze: Betriebssysteme intelligenter machen, das wär doch was. Beispielsweise so, dass man nach updates nicht immer wieder neu booten muss. Vieles könnte da besser laufen-wie im übrigen Leben, wenn die Leute flexibler wären.

      @der wahre Bildingsadel: sowohl m. als auch f. (Plebs), laut Duden.


    • Neu booten nach dem Update war noch nichtmal das, was ich dachte, ich denke eher an einen stärker modularen Aufbau; ich hätte es gern, daß ich Verbindungen z.B. zum Internet bewußt ein- und ausschalten kann. Programme sollten auch auf externen Festplatten laufen, nicht daß man sie immer im Rechner aufsetzen muß. Solche Sachen. Weiß aber nicht, ob sowas geht.

    • Aufsetzen, colorcraze,
      geht immer auch auf der externen Festplatte. Bei Windows angeblich auch, bei den neueren Versionen.
      Allerdings kann ich da nichts zu beitragen, weil bei mir seit 1999 auf den Benutzer-PCs ausschliesslich Linux läuft, und das ist bei default multiboot-fähig, und läuft von irgendeinem Speicher, jedem Speicher, Ihrer Wahl.

      Seit 5 Jahren bin ich da allerdings nicht mehr auf dem Laufenden, es gab aber immer – und gibt es wahrscheinlich noch immer – solche Systeme, die auch auf ‚readonly‘ laufen, bei denen also niemand was speichern kann (Staatstrojaner). Allerdings Sie dann auch nicht. Und dann auch solche Kompromisse, wo das Betriebssystem und alle Anwendungen voll auf ‚readonly‘ stehen, und alle Benutzerdaten auf einer anderen Partition. Das macht sich auch insoweit gut, dass alle PCs gleich aussehen können, und Sie dann Ihre Nutzerdateien als USB einstecken können.
      ‚Readonly‘ kann per Software gehen, aber für die Paranoiker auch mechanisch, durch Umlegen eines Hebelchens, so dass physikalisch keine Schreibspannung zur Verfügung steht.

      Aber jetzt höre ich auf, für spezielle Fragen können Sie gerne nachfragen.


    • Danke, @U.Dippel, für diese tour d’horizon, ich habe (leider?) mit Linux-Derivaten keinerlei Erfahrung (daß es dort nicht so ein Theater ist mit der Ablage von Programmen, hatte ich schon gehört; daß die Updaterei noch unkomfortabler als bei Windows ist, allerdings auch), und die 3-6 Programme, die ich brauche, sind alte Windows-Versionen. 64er-Windows habe ich auch nicht, aus eben diesem Grund, und was man so gerüchteln hört, soll Win10 ja gar gräßlich userentmündigend und nach-Hause-telefonierend sein.
      Knoppix wollte ich immer mal ausprobieren, weil es so winzig ist.
      Hab mich aber bisher doch nie dazu aufraffen können.

    • Nachsicht bei den eingedeutschten Fremdwörtern
      Leute, die weder sein noch haben konjugieren können aber eine grappa bestellen, sind peinlich, ebenso das Gerede über pasta statt Nudeln, wenn man in Deutschland ist.

    • Updaterei
      colorcraze, ich behaupte nicht, dass Linux einfacher wäre. Es gibt da schon eine Lernkurve.
      Updaten, wie seit längerem, mit Windows, ‚please wait, …‘ während des Shutdown, ‚Please wait, …‘ während des Hochfahrens, und manchmal noch ein Reboot ist absolut unprofessionell und nervig.
      So etwas gibt es bei *nix nicht. Auch wenn sich hier niemand dafür interessiert, *warum* das so ist, möchte ich doch dazugefügt haben, *dass* es so ist.
      Ein weiterer Vorteil der Updaterei bei Linux ist, dass nicht – wie bei Windows – nur das Betriebssystem oder, auf spezielle Anforderung, wenigstens die Microsoft-Programme mitupgedated werden, sondern einfach alles was bei der Distribution im Programm ist. Also, z.B. Browser, Flash, etc.

      Knoppix ist eine wunderbare Distribution, die ich jahrelang für meine Lehrveranstaltungen für Computer- und Datensicherheit verwendet habe; wegen der mitgelieferten tools (nmap, ethereal, etc.), die sich aber wirklich kaum updaten lässt.

    • Linux
      Natürlich ist die Live-Version von Knoppix das beste Werkzeug, streikende Computer wieder zum Laufen zu bringen. Gestartet wird von DVD, installiert wird nichts, und nachdem man die zerschossenen Systemdateien oder Zugriffsberechtigungen wieder eingerichtet hat, läuft das Windows- oder APPLE-Baby wieder. LINUX schert sich nämlich einen Dreck um die Zugriffsberechtigungen von Windows. Mit KNOPPIX öffnet, löscht oder ändert man auch Dateien, von denen Windows behauptet, es gäbe sie garnicht.
      Für Windows7-Enthusiasten bietet sich aber das Ubuntu* an. Da ist fast kein Unterschied. Und wer weniger Multimedia und mehr ernsthafte Dinge machen will, der wird mit Debian garantiert glücklich.
      Das mit dem „Shutdown“ und „Wait“ bei Windows hat meiner Meinung nach damit zu tun, das laufende Systemprogramme nicht einfach gelöscht und im laufenden Betrieb durch ein neues, upgedatetes Programm ersetzt werden können.
      Wie LINUX das löst, weiss ich nicht. Es gibt aber auch LINUX Updates, die einen Neustart erfordern.
      Das schöne an Ubuntu oder Debian ist, dass sie sich selber einrichten. Das geht leichter, als mit Windows. Und sie unterstützen auch Multi-Boot Systeme, das heisst, beim Hochfahren kann man wählen, ob der Computer unter LINUX oder Windows starten soll.
      Ein paar Anwendungen gibt es aber leider nicht unter LINUX. Für die habe ich 2 Laptops, auf denen immer Windows 7 laufen wird.
      Auf den 2 anderen läuft Ubuntu.

      *Debian und Ubuntu sind kostenlose Sammlungen verschiedener LINUX Programme und werden von eigenen Arbeitsgruppen laufend upgedatet.

    • Titel eingeben
      Zitat: „Leute, die weder sein noch haben konjugieren können aber eine grappa bestellen, sind peinlich, ebenso das Gerede über pasta statt Nudeln, wenn man in Deutschland ist“.

      Ich kann’s:
      Lösung 1
      „Ich habe konjunktierlich nicht nur seinen Grappa gewedert, sondern auch das Gerede genudelt, solange, bis ihm die bestellte Pasta peinlich wurde. Kommt davon, wenn man in Deutschland isst“.

      Lösungsvorschlag 2:

      Der peinliche Haber sucht die Ent‘ in der Weder, dabei liegt sie in der Oder. Jetzt liegt die Nudel auf der Reede und die Pasta nudelt peinlich vor sich hin. Dabei ist die Ent‘ entweder in der Weder oder in der Oder. Das habe ich selbst konjugiert.

      Vorschlag 3:
      Mutter Weder sagt zum kleinen Haber: „Du sollst nicht immer deine Nudel konjugieren, das ist doch peinlich“. Da sagte der kleine Haber Weder: „Ok, dann nudel‘ ich halt die Grete Weder“. Das sagt Mutter Weder zum kleinen Haber: Du nudelst weder Gretens Weden, noch sonst irgendweden seine Gräten. Sonst kommt der Lehrer Oder und haut dem Haber Weder seinen Moder in die Oder.

    • Updates windoof 7
      Seitdem TDV mir den Tipp gab, die Updaterei von Microsoft zu vergessen, schaue ich am 16. jeden Monats auf dieser Seite nach Neuigkeiten http://update7.simplix.info/
      Google übersetzt die Seite ganz gut, die einzelnen Dateien und vorhandenen Updates, erwünschte und unerwünschte, werden unten aufgelistet.

      Das sind zwar jedesmal riesige Datenmengen um die 658 MB, die der Rechner lädt, installiert werden aber, wie jetzt im Juni bei mir, nur 2 Dateien. Das automatische windowsupdate habe ich abgestellt, hatte mit der simplix-Seite bereits einen Tag nach der putzigen Sicherheitslücke im Mai meine Dateien auf Vordermann.

      Was Microsoft einem auf den Rechner schiebt, und das meist dann, wenn man so gar keinen Nerv dazu hat, ist damit hinfällig, braucht man nicht. Nachdem ich meinen Rechner im Frühjahr neu aufsetzen musste, habe ich nur simplix-Updates genommen und keine Probleme damit.

  10. Ach was
    „Zum Trost kann man sagen, dass es letztlich Feministinnen, Mönchen, ARD-Mitarbeitern und Stasioffizieren auf deutlich niedrigerem Niveau mit ihren festgefügten Vorstellungen auch nicht anders geht.“
    Unsinn. Woher wollen sie das wissen? Mönche sind in der Regel eher freundlich interessiert und durchaus lernbereit, gerade die Benediktiner. Oder die Jesuiten. Also ich bitte doch.

    • Titel eingeben
      Hab mich auch etwas gewundert, wieso die Mönche in diese kleine Liste kommen, da gibt’s passendere.
      Oder wollte er tippen: „…manche ARD-Mitarbeiter…“?

    • Da stand erst was anderes, aber ich wollte kein Risiko mit Fetten eingehen.

  11. Melancholia
    Melancholischer Beitrag, gefärbt von (privat)herbstlichen Vorahnungen, dazu dieser zumindest auf zwei Bildern nach rechts geneigte, mithin auslaufende See, eine unbeabsichtigte Metapher?

    Mir scheint, dass Sie jedesmal und kurz nachdem Sie ein paar Tage zuvor von Fleischeinkäufen berichtet haben – vermutlich ein dezenter Hinweis auf die umsichtige Vorbereitung ernstzunehmender Dates – vom Blues oder Fado befallen werden.

    Natürlich in gekonnter und routinierter Sublimierung und ohne die Sache explizit anzusprechen, die Ihre Leser ja auch gar nichts angeht. Man will Ihnen denn auch in keiner Weise zu nahe treten, aber dieses Bild von Brautpaaren, denen Sie frenetisch (!?) applaudieren, die Kinder, die nicht Ihre eigenen sind, denen Sie aber gern eine Gaudi gönnen, der Hinweis auf die Kulturtechniken beim „Erwählen der für alle Stürme des Lebens angemessen indolenten Partnerin“, der wie zum Sterben hingelegte Stahlgaul auf dem Steg, Sonnenuntergang etc. etc.

    Gerät der alte Hagestolz doch hin und wieder ins Wanken?

    Wenn schon Fado, dann gleich richtig. Empfehlung: Ana Moura,
    https://www.youtube.com/watch?v=lh9YHtZzHfk

    A falar, não posso dar-me
    Mas ponho a alma a cantar e as
    Almas, as almas sabem escutar-me

    Hilft übers Ärgste weg ;–)

    • Na, Herr Gerndt, bei der Ana Moura bin ich gleich
      .
      .
      ..
      .
      .
      eine Stunde versunken .

      Was für eine gut verbrachte Zeit .

    • @ Otto Moser
      Mei, des gfreit mi!

      Ich kann ihr tagelang zuhören (und zusehen).

      Hören Sie sich – weil’s hier um Wasser geht – Aguas do sul an … https://www.youtube.com/watch?v=WACfgDnb6fc

      Und unbedingt … Amalia Rodrigues, a rainha do fado.

    • _la dolce vita_
      Olá Gerndt, oha, grandios, wirklich! Diese wunderschöne Frau mit ihrer unbeschreiblich emotionalen Stimme mit Tiefgang zu hören. Ich bin beeindruckt und habe dankend dieses herrliche Fado-Gesamtkunstwerk sofort mehrfach inhaliert.

      PS 1: Gestatten Sie bitte, eventuell passt dann doch das von Ana Moura _la dolce vita_ geträlllerte Liedchen „Dia de Folgas“ (https://m.youtube.com/watch?v=KjN0BoDO_Sw) zu dieser _Don Alphonso am See Posse_ besser? Weil dieser besungene freie Tag immerhin Rädchen, Wasser und Zuckasüsses obendrein zu bieten hat, abgesehen von den glücklich ‚dreinschauenden Personen …

      PS 2: & deshalb könnte, das ‚rumMetaphern auch ganz schön auf’s Glatteis führen.
      … obwohl, dass nun wiederum eine gute Abkühlung beinhalten könnte. Oder?

    • @ Déjà
      … solang noch etwas Glut in der Asche glimmt, wird es wohl schwierig sich an der Dame und ihrer Stimme abzukühlen.

      Dass selbst mir oiden Grantler auf einmal sensiblere Seiten offenbaren … bei Moser hört man förmlich die Pfunde purzeln. Demnächst passt der in eine dieser Zipfizoagahosn und schwingt sich aufs Rad. Bleibt zu hoffen, dass es dem Temperament nicht schadet.

      „Dia de Folgas“: sehr schön. Da können Sie sehen, wie schlecht es den Portugiesen tatsächlich geht.

  12. Was aber ist, wenn sie kollektiv im eigenen See ersaufen?
    Also eigentlich im Tümpel der Selbstbesoffenheit im grünen Moor versinken und der einzige Bademeister völlig vergeblich mit dem Rettungsring wedelt?

    Google> Kretschmann Grüne Elektroautos

    „Wir als Fraktion im Bundestag bedienen unser eigenes Klientel und versuchen das zu vergrößern.“

    • Kretschmann spricht Klartext über "Grüne Elektroautos"
      https://www.youtube.com/watch?v=57UOP5s0mvg

    • Klientel
      Ist auch feminin.

    • @Der wahre Adel
      Dass Kretschmann sich nicht an sein Latinum erinnert, können sie aber niemandem vorwerfen als ihm selbst – es muß ja nicht hinter jedem Zitat ein „(sic!)“ stehen.

    • Kretschmann
      Danke Herr Bernhardt, für den Link, das Video ist lustig aber auch nicht mehr, denn Kretschmann wusste sicher, daß er gefilmt wurde und es dann verbreitet wird. So kommt er als „good cop“ rüber, der ja Realist ist und es immer schon wußte, wohingegen Antonia dann böse ist..Die Grünen Khmer eben ;)
      BTW warum alle immer vom Laden an der Tankstelle reden? Ein E Fahrzeug kann prinzipiell überall geladen werden wo es Strom gibt, nicht nur an der „Stromtankstelle“. Wenn sich die E Fahrzeuge weiter verbreiten wird jeder Aldi, Lidl und Co, bzw. jeder Fastfoodtempel und jeder Biergarten, sogar in Scheyern, Anschlußmöglichkeiten bieten, sowie es heute E Fahrradladestationen an fast jedem Biergarten gibt.

    • @ Problembär
      „Wenn sich die E Fahrzeuge weiter verbreiten wird jeder Aldi, Lidl und Co, bzw. jeder Fastfoodtempel und jeder Biergarten … Anschlußmöglichkeiten bieten“

      Toll! Und die hängen dann da alle zwischen 8-12 Stunden?
      Zeitgemäße Variante des teutonischen Badetuchauslegens … „ich stell meinen Tesla immer schon vor Sonnenaufgang auf den Aldi-Parkplatz“

    • Grüne Träumereien
      @ Problembär: An jedem Supermarkt, an jedem Biergarten in 20 Minuten laden? Überall Schnelladestationen? Oha.

      Schauen Sie mal hier, ab Minute 21:00; sooo lange ist das noch gar nicht her:

      https://m.youtube.com/watch?v=kSK4ZGp_Q9g

    • Jaja, hätte eben besser zum vorigen Beitrag gepasst, aber da wir
      nun einmal hier schon wieder dabei sind:

      Mich interessierte, wer und warum er das gefilmt hat. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass beide Protagonisten wie miserable Schauspieler dann doch mal kurz in die Kamera blinzeln.
      Zumindest wüssten auf Nachfrage beide, wer ihnen gegenüber sass, haben wahrscheinlich auch die Kamera gesehen.

      (Im Nachgang zu oben:) Wenn es dann schon ‚inszeniert‘ war, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Aussage von Cem am Ende so vorgesehen war.
      Letztlich eine Dokumentation einer Partei in disarray.

    • Ich glaube nicht, dass die mit jouewatch zusammen arbeiten würden. Natürlich kann sich Anton jetzt nur noch abservieren lassen, zumindest wäre das in jeder anderen Partei so, a la „Machn’S a Sondersendung“ vom Seehofer.

    • ein "100 kg schwerer Kameramann und eine Kamera auf einem Stativ" sind kaum "heimlich
      -gefilmt“ wie es der Blätterwald rauschen lassen will.
      Viel wahrscheinlicher ist doch die Situation wie sie auf jouwatch geschildert wird:
      „Skandal: Linke Hetzblogs bezeichnen JouWatch als rechten Hetzblog!“

    • Heimlich oder nicht,
      Patrick.feldmann, ist mir etwas egal.

      Ich möchte gerne den Hintergrund dazu verstehen. Oben wurde ‚good cop – bad cop‘ vermutet. Also Inszenierung. Aber dafür sind beide Protagonisten zu schädigend, Kretsche mit „Schwachsinn“ und der andere „unser Klientel bedienen“. Das ist kaum werbewirksam-positiv.

      Und der Cem, am Ende – Heiko. bitte einschreiten, und zwar sofort! – lügt offenbar dass sich die Balken biegen, wenn er sagt, Kretsche und alle anderen stünden 100% hinter dem gemeinsamen Programm.

    • "Ich möchte gerne den Hintergrund dazu verstehen. "
      Dann , Herr Dippel, sollten Sie den bösen „Rechtsblog“ jouwatch zur Sache lesen, Titel wie angegeben, denn die waren das ja mit dem video!

    • Ich glaube gern, dass so etwas über Bande gespielt wird – aber über diese Bande? Schwer vorstellbar. Da hätte es andere Optionen gegeben, sich erwischen zu lassen.

    • Wie auch immer, der Text von Kretschmann ist raus
      und die Grünen stehen als das da, was sie sind: Traumonanierer.

      Im Übrigen ist der Umgang der orthodox-rechtgläubigen Grünen mit dem ehrlich-realistischen Palmer ja auch nicht gerade von offenem Gespräch, sondern von Denunziation und Rufmord geprägt.

      Sie glauben doch nicht, daß Leute, die über Bande spielen, auf die aus ihrer Sicht, moralische Wertigkeit der Bande schauen? Ich erwarte das nicht. Aber der Text ist raus.

    • Good cop bad cop
      Seh ich auch so, inszeniert wie Seehofer&Merkel. Sich breiter aufstellen, nennt man das wohl.

    • Cal Lightman
      hätte seine wahre Freude am Geblinzel von Cem

  13. Ach
    so ein schön sommerlicher Text. Wie der Hausherr weiß: Ich bin auch nicht frei von Verpflichtungen. Und noch dazu weit weg. Aber jedwede Einladung zu Radtour oder Wanderung ist mir willkommen. Und ich gelobe, dass ich Bescheid gebe, wenn ich in der Nähe bin.

  14. nur zur Kenntnisnahme,
    denn, soweit ich mich richtig erinnere, wollten Sie dieses Thema irgendwann aufgreifen.
    Ivy League:
    the class vows to teach students “the tools and theory needed to become successful activists” and to fight for “social justice” in the realms of LGBTQ and immigration rights, among others.
    https://pjmedia.com/parenting/2017/06/20/brown-university-teaching-high-school-kids-to-be-social-justice-warriors/

    • Feminism is Cancer!

    • @Oberländer 13:27
      hat hiermit wahrscheinlich gar nichts zu tun, aber ich assoziiere ab und zu gern. Und hatte folgendes Bild: ein wunderschönes Gebäude an dem lange gebaut wurde wird innerhalb kürzester Zeit und mit emsig Anstrengung (auch unter Zuhilfenahme intellektueller Vorschlaghämmer, die abstrus genug denken können um Gründe zu finden) abgerissen, die Planierraupen fahren wieder und wieder drüber bis alles nur noch Krümel sind, dann Sand und den nimmt man um einen Weg zu bauen-eine Einbahnstraße in die Wüste, am Ende eine Sackgasse. Auch eine Art Fortschritt.

    • SJW
      Ich habe heute auf Radio Z ein Interview mit der Pressesprecherin von Ende Gelände gehört, einem Verein, der beabsichtigt, mit seinen „Körpern“ „als Menschen“ für „Solidarität“ und „mehr Gerechtigkeit in der Welt“ einzutreten, indem er diese Körper im Braunkohletagebau vor die Maschinen stellt.

      Die Frau wiederholte sich immer wieder.

      Vielleicht würde sie ja etwas anderes machen, wenn sie auf der Brown gewesen wäre?

    • @chinesische oder japanische Schriftzeichen
      sind das dieselben Weiber, die immer dann irgendwo mit ihren nackten Titten herumlaufen wenn sie gehört haben, dass in der Arktis ein Bär geschlachtet wurde? Oder die dagegen protestieren, dass sie sich selbst zur Prostitution zwingen (alles nur eine Masche der Kampfemanzen, die jetzt sogar die Nutten aufwiegeln wollen)? Dass die sich immer wiederholen hat einen einfachen Grund: Das übersteigerte Mitteilungs- und Belehrungsbedürfnis steht in keiner Relation zu dem was sie an Argumenten drauf haben. Aus dem Grund laufen sie auch nackig herum: weil sie sonst nichts vorzuweisen haben: „Ich kann halt Liebe nur, und sonst garrrrrr nichts!“. Außer vielleicht dem Talent bei anderen nach Fehlern zu suchen.

    • @ Harry Charles
      Ich glaube, mit femen haben die nix zu tun, es liegt den Leuten wohl eher am Klimaschutz und Aktionismus als an Frauenrechten.

  15. Feinde am See
    Kenne ich nur zu gut: Mücken, Stechfliegen, Bremsen, Schnaken, Spinnen, Wespen, Zecken und ähnliches , meine Nähe stets suchendes Getier!


    • oh ja, oh ja. Das sind die Nachteile von Seenähe.

    • Früher galt das hier als „Schnakenhausen“.

    • Folgen von...
      …Alkoholmangel!


    • Folge von Alkoholmangel?
      Kann ich mir nicht vorstellen. Die Schnaken stechen, ob mit oder ohne Alkohol. Man kann nur mit der Zeit indolent gegen Schnakenstiche werden, aufhören tun die mit nix.

    • Na also, Feminismus ist evolutionsbedingt in den weiblichen Erbanlagen verankert! Gelle?
      Nur die weiblichen Mücken stechen und saugen das Blut von Säugetieren und Vögeln, aber auch wechselwarmen Tieren. Das Blut, das die weiblichen Tiere saugen, dient als Proteinquelle für die Eireifung.

    • Allerdings hat auch diese BTI-Medaille nicht bloß eine Seite:
      https://www.uni-koblenz-landau.de/en/campus-landau/faculty7/environmental-sciences/ecotoxicology-environment/research-transfer/projects-terr-ecotox/old/MOSCOFEE/endbericht-geinsheim

      Es kommt halt darauf an, was jeder Stichbetroffene für sich für wichtiger hält: Permanentunfreiwilligesblutspenden oder eben nicht.

      Vorstellbar wäre eine etwas zeitversetzte Zuckmückenzucht, deren Brut erst nach erfolgter Vernichtung der Vermaledeiten und dem Abbau des dabei verwendeten BTI in die Natur ausgebracht wird…

    • @Colorcraze
      Alkohol hilf auf jeden Fall gegen die Stecher. Z.b in Form von Gin-Tonic. Es soll ja Spinner geben, die das dem Tonic in die Schuhe schieben, aber wer glaubt denn so was ;)


    • Ach, ich glaub eher, daß mans mit Alkohol nicht so merkt, daß man angezapft wird. Das Geschwirre wurde nicht weniger, wenn ich Wein oder Spritz auf dem Tisch hatte.
      Zählen tut man dann später…

  16. Titel eingeben
    „. Der See eben, der eine Kneipanlage, “

    zur Rechtschreibung hat’s auch nicht gelangt!!! Pfarrer Kneipps Anlagen haben mit Kneipen nichts zu tun…..

  17. Zu: Leben und Feinde finden am See
    Super-Thema und so toll geschrieben, besonders der Text zwischen den Zeilen. Gratulation und bitte mehr davon.

  18. Trek
    Zu heiss für den Ventoux. Also im Halbschatten der Domaine des Tilleuls diesen wunderbaren – äh – Erguss? Beitrag? Aufruf? Eingesogen. Den Berg mach ich später nieder. Oder er mich. Wie auch immer: nun liegt alles in Heiterer Ordnung vor mir, was selten ist. Danke.

  19. Titel eingeben
    immer wieder erfrischend, wie man ahnungs-und wissenlos so viele worte für so wenig sinn finden kann.
    der autor sollte auf den unterdruck achten, den er vermutlich in seinem körper erzeugt, aus dem er doch soviel herauspresst, das eigentlich gar nicht da ist. irgendwann implodiert der gute.
    und das dann noch an einem völlig überlaufenen see.
    ich will ja nicht angeben, aber hier in brandenburg gibt es mehr als 3000 davon. der autor sollte mal hierher kommen. vielleicht kann er sein inneres wieder füllen.
    cheers.

    • Stimmig,
      wenn Form (Kleinschreibung) und Inhalt zusammen passen.

    • Ich habe noch nie behauptet, hier etwas anderes zu tun ausser zu plaudern.

    • Der Ossifluss
      Ist Ihnen schoneinmal aufgefallen, dass die Flüsse der Ossis alle in den Westen fliessen, während die Donau der einzige Fluss Mitteleuropas ist, der in den Osten fliesst? Graf Dracula (Siebenbürgen) sprach vermutlich schwäbisch und saugte Blut, „weils nix koscht“.

    • Es gebührt sich nicht...
      …für wahrhaft freie Männer, bei allem und jedem nach dem Sinn zu fragen (Aristoteles).

  20. so ist das, Don
    The MH370 obsessives continued attacking the problem. Since I was the proprietor of the major web forum,

    it fell on me to protect the fragile cocoon of civility that nurtured the conversation.

    A single troll could easily derail everything.

    http://nymag.com/daily/intelligencer/2015/02/jeff-wise-mh370-theory.html

    Nebenbei der interessanteste Krimi dieser Dekade. Ich schau immer mal nach news hier.

    • Ich glaube, die Russentrolle meiden das Forum hier.

    • no wreckage under the sea
      Es gibt eine antirussische Theorie, Schriftführer Jeff Wise, und eine anti-CIA-Theorie, die auf der Maersk Alabama anfängt auf den Seychellen. Ich finde, dass beide gute Unterhaltung bieten und sich gegenseitig quasi neutralisieren. Bei der antirussischen fliegt der verlorene Vogel nach Norden, bei der anti-CIA nach Süden. Die Pings, evtl. auch künstlich erzeugt, passen zu beiden. Die anti-CIA verlinke ich nicht, denn wenn die Hintergründe so stimmen würden, würde ich ein gewisses Verständnis entwickeln, und die armen Passagiere wären, gemessen in Zahlen, ein geringeres Opfer. Tatsache: Arme Passagiere, aber kein besserer Krimi in den letzten 16,5 Jahren.
      Dass das Fluggerät am Meeresboden liegt, glaubt doch wohl keiner, der weiß, wie der Air-France-Flug im Atlantik gefunden wurde: Durch Passagiere, die in ihren Sitzen angeschnallt auf der Oberfläche des Atlantiks auftauchten.

    • Cui Bono
      Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber seit Ex-Präsident Bush vom Internationalen Gerichtshof in Kuala Lumpur (Malaysia) als Kriegsverbrecher angeklagt und verurteilt wurde, deshalb schon mehrere Vortragsreisen (Schweiz, Kanada) absagen musste und derselbe Gerichtshof ankündigte, auch gegen Bushs Helfer und Helfershelfer zu ermitteln, fällt eine Malaysische Maschine nach der anderen vom Himmel. Die „Cui Bono“ Frage wäre für mich damit (fast) geklärt („Fast“, weil ich natürlich nicht weiss, wer in den Maschinen saß).

      https://www.foreignpolicyjournal.com/2012/05/12/bush-convicted-of-war-crimes-in-absentia/

  21. Imaginär ist Ihr Beispiel repräsentativ
    Ganz Deutschland hat Lust an Ihrem Beispiel.
    DIE bekannte Boulevardzeitung lieferte heute zu 65 Jahre seit der Ersterscheinug ungefragt eine kostenlose Ausgabe. Gleich werde ich mich um den Wunschgewinn 50000 Euro bewerben. Die sollten sich schämen,daß keine halbe Million ausgeschrieben wird.

    • Wurde hier schon komplett entsorgt. Widerliches Teil.

    • Danke für den Hinweis!
      Haben schon mit viel Vergnügen des Pudels Kern gelöst, die schwerste Frage war wohl die nach dem Autoren der Glocke:
      a) Sportfreunde Stiller
      b) Friedrich Schiller
      c) Henry Miller

      Danach war die Lösung einfach: Das Bringt Nur Bild
      Nicht überzeugt hat uns dann die Anruferei. Da gibt es drei verschiedene Nummern, jede für einen bestimmten Gewinn, und jede kostet 50 Cent pro Anruf. Wahrscheinlich rufen da mehr Leute an, als insgesamt an Gewinnen ausgeschüttet wird, also sogar noch ein Geschäft. Also beteiligen wir uns dann doch nicht.

      Und wenn Merkel Deutschland buchstabieren muss, fällt ihr bei ‚M‘ natürlich ‚Muslime‘ ein; dafür aber auch be ‚C‘ ‚Chef‘ und ‚Chefin‘.

      Und so geht auch hier das gute Stück in die Tonne. Ein bisschen amüsiert haben wir uns schon!

    • Titel eingeben
      @ Don Alphonso sagt: 22. Juni 2017 um 16:43 Uhr

      Volle Zustimmung.
      Abgesehen von der großformatigen Werbung hat mich am meisten der „Theo, wir fahr´n nach Lodz“-Artikel aufgeregt.

      War Lodz doch das zweitgrößte Ghetto in Polen und Durchgangsstation zu den Vernichtungslagern Auschwitz II, Chełmno, Sobibor, Majdanek, Treblinka
      Und zwischen 1940 und 1944 starben 43.441 Personen innerhalb des Ghettos.

      Aber Sensibilität ist ja nicht mehr gefragt im autoritär-konservativem „Bewegungsstrudel“ (damit sind Sie nicht gemeint!)

    • Hilfestellung
      Wenn jemand eine Hilfe braucht beim Lösen des heutigen BILD-Rätsels, hier kommt sie:
      Die Frage – unter dem Titel: „Seit 65 Jahren BILD“ war, in welchem Jahr die erste BILD erschienen ist:
      a) 1492
      b) 1962
      Die richtige Antwort muss ‚b‘ lauten.

      Bitte den Gewinn mit mir teilen!

    • Peinlich-Peinlich
      … erst gelästert, und dann selbst vertippt!
      Leider kann man seinen Schund nicht selbst korrigieren. :-(

  22. Aha?
    Der alte Mann und der See?

    • Ist mir halt so eingefallen. Sooo alt bin ich jetzt auch wieder nicht.

    • Das Alte Rad und der See (und die Stürme)
      Na, Sie san jung.

      Aber was mich aus persönlichen Gründen interessiert: Wenn sie „hier“ sagen, meinen Sie die Stadt ad Donau oder Gmund mit der Entstehung des Heuschnupfens? Hier unten wabert schon viel Pollen.

      Im Moment scheinen Sie lieber in Ihrem Altbau zu sein. Vorletzte Nacht hat’s hier gekracht, die ganze Nacht lang. Macht niemand ein Aufhebens von. In Hamburg sind sie aus Zucker, zu viele Wochenblätter wahrscheinlich. Gehagelt hat’s auch schon ein paar Male. Besser man stellt die Fahrzeuge unter und zieht eine Kopfbedeckung auf. Es ist einfach zu schwül. „Tornado“ haben wir hier gefühlt einmal im Monat im Sommer, mindestens. So lange es nichts wegreißt wie in Augsburg vor wenigen Jahren, muss man mit den Ausdrücken Tornado und Hurrikan vorsichtiger sein. Die werden gleich inflationiert bei einem Sturm.

  23. Mal eine Frage
    Lieber Don, wie schmerzfrei müsste eine Partnerin sein, um sie zu erwählen? Bitte entschuldigen Sie diese Frage, aber jetzt haben Sie mich doch neugierig gemacht.

    • Ich bin eigentlich auskömmlich und pflegeleicht. Es ist wohl mehr eine Frage des gemeinsamen Erfahrungsschatzes.

    • ?
      Der Erfahrungsschatz wird doch aber geteilt und auch so bewertet: Mindestens von der K. (auch Raucher sind Menschen und es gibt ja Balkone … pardon: Terrassen und Kaugummi und außerdem kam die K. schon mal vor, auch an einem See, da haben Sie sie von den Wallern gewarnt und sie wollte nicht hören, scheint also eine Schmerzfreie zu sein und schön noch dazu und passt also prima oder ist J. etwa doch nicht erstickt? Kann er doch mal nachholen, gelegentlich!), der S. und auch noch der O.

      Bleibt die bange Frage: Vielleicht doch nicht so auskömmlich und pflegeleicht? Oder gratulieren wir zur K?

    • Raucher und Balkone
      Wie eine griechische Bekannte einmal sagte, wenn bei uns die Männer rauchen wollen, gehen die Frauen auf den Balkon …

  24. Titel eingeben
    Inklusive „Feministinnen“ und „Gender-Sternchen“ ( das lässt einen leichten Einblick in den geistigen Raum des Verfassers zu) herzzerreissendes Blabla…aber weil es so heiss ist heute, eben dieser Kommentar…

    • Mehr geht heute nicht.

    • Ja, schieben wir alle alles auf die heutige Hitze...
      deswegen eröffne ich hiermit den Limerick-Contest zum Thema „Feministinnen und Gendersternchen“ und fange mal mit folgendem Beitrag an:

      „There was a young student of gender,
      who physically wasn’t quite slender,
      Only when she applied,
      for a job that she liked,
      she learned she ‚d studied a career ender.“

      Leicht falsches Versmaß und die Anspielung auf fat acceptance ist auch eher gar nicht zu verstehen und wird daher hier klarstellend nachgetragen, aber – „mehr geht heute nicht“.

      Macht irgendwer mit ?

      (Bitte um Nachsicht, Don, falls ich wieder mal über die Stränge schlage, dann ignorieren Sie diesen Post – immerhin heute ohne Galgen-Aphorismen. Kritik an Kritik am Genderwesen triggert mich immer so fürchterlich, dass ich nicht ernst bleiben kann, und dann diese Hitze, Sie verstehen das wohl und „Köln“ sicher auch….)?

    • Sehr schön!

    • Au ja, ich LIEBE limericks
      There was a woman studying Gender
      Misunderstanding Butler as an expander
      She grew stronger and fatter
      And became mad as a hatter
      Instead of charming and slender.

    • @S&R
      hihi, haha, kicher, kicher; gut gegeben, wo gibt’s die Dinger denn (Limericks meine ich, nicht übergewichtige Emanzen)? Oder muss man sie sich selbst einfallen lassen? Übrigens, fügen Sie doch ein: She learned THAT she’d studied a career ender. Dann stimmt’s, stimmt’s? Und so viel Zeit muss sein bei diesem tollem Thema. Den Cellulite-Feminanzen mit steinernem Männerhass nur noch Saures!

    • Eng: Ort im Karwendel, Österreich
      I kenn oana aus Eng
      die hat a weng zweng.

      Ich hab ein wenig Angst, dass ihr die zu sehr verbittert alle. Die sind ja noch jung, wenn sie das anfangen. Ich mein, ich find das schon witzig, und es ist Sommer, da muss man an sich in den Club Med zur Abendveranstaltung zum Blödeln. Aber Philosophie kann auch ein career ender sein, und nicht jeder mit Geschichte kommt bei der FAZ unter.

    • Ja, der Gedanke war, selbst welche zu erfinden...
      … und ich muss gestehen, aktuell liegt Sirisee vorne…

    • @ Harry Charles
      Nachtrag: Lieber Herr Charles, vielen Dank auch für Ihren Vorschlag. Sprachlich ist das natürlich richtiger, das Problem ist aus meiner Sicht – zumindst nach der strengen Limerick-Lehre – die Silbenzahl.

      Die Reimfolge AABBA bekommt man leicht hin, aber an sich ist auch die Silbenzahl beschränkt, und die letzte Zeile bei meinem Versuch dürfte eigentlich nicht mehr als 9 Silben haben….

      Daher müsste man verschiedene Silben verkürzen bzw. wegapostrophieren, im Sinne von:

      „she learn’d she’d studied a c’reer ender“

      oder hier mal mit durchnumerierten Silben (jeweils nach der Silbe eingefügt):

      „she (1) learn’d (2) she’d (3) stu(4)died(5) a(6) c’reer(7) en(8)der(9)“

      Aber vielleicht kennt da jemand die Limerick-Gepflogenheiten besser als ich….

    • Sirisee Twelve Points;)
      Unsereiner kann sich nur noch an den Klassiker erinnern, dafür immerhin auswendig;)
      There was a young Lady of Riga
      Who smiled when she rode on a Tiger
      They came back from the ride
      with the Lady inside
      And a smile on the face of the Tiger.

    • @Oberländer
      So richtig bayrisch sind Sie aber nicht, oder?
      Sonst müßte es wohl “ i kenn oane aus Eng“ hoaßen;)

    • Ich erspare jedoch anderen Teilnehmern vergebliche Mühen:
      https://www.astro.umd.edu/~avondale/extra/Humor/SexAndLove/Limericks.html

      Naja, vielleicht kann das eine oder andere Beispiel auch als Anregung dienen…

    • Teilweise ziemlich anzügliche ähem auszügliche, beispielsweise:
      http://bestforpuzzles.com/word-play/limericks.html

      http://laugh.housewifemafia.com/0207laughDirtyLimericks.html

      Mein Liebling:

      http://jokes.cc.com/funny-gross/inl1ec/woman-from-ealing–limerick-

    • Limerick
      Schaut so aus als würde Genderquatsch auch Limerick nicht verschont hat: http://www3.ul.ie/gcs/index.html

      .
      Ansonsten hier mein Versuch

      She decided to become a gender student.
      Obviously she wasn’t very prudent
      in her choice. But well
      so she goes to hell.
      Being another human pollutant.

    • Frau Amgelin,
      ich bin begeistert ob Ihrer Fundgruben, allerdigs fehlt mir nach erstem Sondieren der spezifisch feministische Kontext.

      Und was heißt „Gendersternchen“ eigentlich auf Englisch (gibt es dort vermutlich nicht, mangels sprachlicher Differenzierung von m/w)… ?

    • Limerick...
      Auch das gute alte Limerick ist schon gendergeentert:
      http://www3.ul.ie/gcs/index.html

      Ansonsten hier mein Beitrag zum contest:
      She decided do become a gender student
      Obviously she was not very prudent
      in her choice. So well –
      there she goes to hell.
      As another human society pollutant.

    • @Köln
      Sehr schön! Ich komme aus einer Welt, da man das Wort „Feminismus“ nicht benutzte. „Gender“ war noch gar nicht erfunden. Da, wo ich herkam, wars böse, hat man mir gesagt. Denn: da gabs keine echte Meinungsfreiheit nicht, weshalb niemand „Feministin“ oder „Gender“ gesagt hätte, weil die Leute dann nämlich Zweifel daran bekommen hätten, ob so jemandem nicht mehr geholfen wäre, würde man ihn animieren, seine Meinung bei sich zu behalten, bis sie sich gebessert habe.

      Das war natürlich voll gemein für den Meinungsbeschränkten, der ja seinen individuellen Irrtum lieber weiter verfolgt hätte. Also taten sich die Meinungsbeschränkten zusammen und – simsalabim: Heute korrigiert sie niemand mehr, heute gelten sie nicht als Irrende, die besser werden können, sondern als richtige Meinende oder als böse Meinende und letzteres gilt wiederum als böse Meinungseinschränkerei: Denn es hat sich doch glatt rausgestellt, dass die eifrigsten Meiner nicht nur die meisten sind, sondern meist auch den größten Irrtümern frönen!

      Undsoweiterundsofort.

    • Deswegen gibt's von mir auch Nichtsdiesbezügliches, allenfalls An/Auszügliches
      7: Ei-ne_Glo-ri-a_von_…_und_…

      7: wer-kel-te_oft_mit_dem_Mund:

      7: „…es_schnack-selt_der_Ne-ger_ja

      3: ger-ne_da…“

      8: Drauf_geht’s_im_Tee_Vau_a-ber_rund…

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      Gendersternchen = gender asterisk

      Das Zeichen asterisk wurde wohl erstmals bei der Verwendung von Suchbegriffen ohne bekannten, weiteren Wortverlauf nach den ersten drei Anfangsbuchstaben eingesetzt: wildcard für eine Vielzahl von Ergebnismöglichkeiten, aber das werden unsere Geschichtler (ohne overfluid*) sicher besser darlegen können…

      NS: overfluid? Jaja, genau, ganzlieblächel…

    • yeah, about that...
      Ich möchte behaupten, in jedem englischen Satz, in dem man ‚that‘ nicht durch ‚this‘ ersetzen kann, kann man es weglassen, getrost weglassen.

      Tolle Limmericks, vielen Dank – meiner sperrt sich noch.

    • Limerick
      There was once a language of gender
      To which everyone had to surrender
      Until one day we saw
      It was ruining the core
      Of families and relationships tender.

    • Oberländer
      Eng wird übrigens mit dem bestimmten Artikel verwendet, es heißt die Eng. Ich schätze mal, dass das Brummen des Problembären berechtigt ist.
      Einheimische Oberländer wissen das.

  25. @ Don A. "in meiner Rolle als Reflektiertester der Reflektierten". Weiter so!
    Ein Kabinettstückchen: Das Ich, der See und die Menschen und die Rollen, die sich ergeben können und die man – mit Entschiedenheit – pflegt.

    Mir kam dabei „Oblomow“ in den Sinn und Sie als als dessen „Widerpart“ Stolz – aber als Oblomow (für die Lebensklugheit bei der Entschiedenheit).

    Sie ziehen den „Morgenmantel“ immer wieder aus, schaffen sich durch Rollenreflexion Freiräume und radeln – Martin Luther zum Gruße bzw. in uralt bundesdemokratischer Streitkultur – los: Hier schreibe ich!
    Gratuliere.

  26. muslimisch Familien
    oder muslimische Familien?

    Ob sich muslimisch Familien auf Ramadan … oder muslimische Familien auf Ramadan führt zu verschiedenen Lesarten.

    • Lesart hin oder her,
      schön ist das in keinem Fall. Laut, intolerant, aggressiv und binnen Sekunden völlig vermüllt.

    • Tassilo, das ist eher eine Insidergeschichte
      Wenn man so häufig wie wir Ramadan in einem islamischen Land erleben konnte, war es uns jeweils eine Lust, die Leute vorm Fastenbrechen zu sehen, eine Stunde, ohne Übertreibung, manchmal auch länger, vorm fertig gekochten Essen sitzend, und vorm Trinken, und nichts anzurühren, bis der Muezzin rief, und dann auf das Essen und Trinken wie die Polen auf Oberschlesien … .
      In vielen Fällen überversorgt, in einem mit 15 Teilen Hühnern KFC im Pappeimer, 3 Leute, und dann reingehämmert innert 20 Minuten.
      Nein, das kann nicht halal sein!

      Vielleicht fiel es mir deshalb auf, und ich frug wenigstens mich, ob das nicht mit ‚muslimisch Familien‘ und ‚üben‘ gut beschrieben wäre?

    • Nach Aussagen eines Bekannten gilt da eh die Mekka Zeitzone. Man sollte nichts verallgemeinern. -beim Fasten kennt jeder seine Tricks.

      Im Mittelalter zB erklärte man den Biber zum Fisch.

    • Stimmt nicht, Don Alphonso,
      die Aussage Ihres Bekannten.
      Es gilt immer die jeweils vom lokalen Oberhaupt ausgegebene Zeit von Sonnenauf- und Untergang.
      Sie werden sogar finden, dass ernsthafte Muslime Apps hantieren, die von GPS den Zeitpunkt minutengenau berechnen, und sich dann ‚melden‘.

      Was meinen Sie, welches Theater aufgeführt wurde, als der erste islamische Astronaut unterwegs war. Der konnte ja schlecht alle 90 Minuten Auf- und Untergang haben, in in 90 Minuten jeweils 5-mal beten. In *dem* Falle wurde tatsächlich entschieden, dass er sich nach der Zeit in Makkah richten solle.

    • Hier ist das nicht so genau, wirklich.

    • Muslimische Polarforscher...
      Haben dann wohl gewisse Möglichkeiten, Sie sollten nur die jeweils gerade passende Polkappe erforschen….

    • Polkappen - Jahreszeiten sind enorm wichtig
      Einige Monate ohne Essen und Trinken wird kaum gehen. Andersherum, wäre ich gezwungenermassen Muslim, wäre natürlich die *andere* Polkappe sehr attraktiv, weil die Nacht, in der man essen darf, einige Monate lang anhält.

      Ich meine, also das Ganze ist doch alles nur ein grosses Missverständnis. Literal, ähnlich wie die Zeugen Jehoves.
      Zu Zeiten des Propheten zogen die Karawanen für gewöhnlich durch die Nacht, auch wegen der Sterne und der Orientierung. Nein, GPS war damals noch nicht erfunden. ;-) Es war sowieso tagsüber zu heiss, durch die Wüste zu ziehen.
      Und dann wurde tagsüber an der nächsten Karawanserei oder anderer Oase geruht, und geschlafen, Und nach Sonnenuntergang gab es dann ein grosses Frühstück, sozusagen, oder ‚Spätstück‘, als Stärkung für den nächsten nächtlichen Zug. Nächtens durfte selbstverständlich gegessen und getrunken werden, es wurde ja auch gearbeitet. Der Prophet war nicht so dumm oder weltfremd, wie man vielleicht vermuten könnte. Da war schon Vieles auch vernünftig. Unvernunft setzte später ein, als man nicht analog für Arbeit tagsüber dann das Fasten auf die Nächte verlegte.

    • Ramadan...=Fasten?
      Ich weiß nicht, ob ich 12 Stunden nichts essen und trinken „fasten“ nennen würde!

      Ich habe einige Exerzitien mitgemacht und früher einen recht asketischen (Askese= Übung) Lebenswandel geführt. Auf die Idee, 12 Stunden ohne Nahrung als Fasten zu bezeichnen, wäre ich nie gekommen, weil das auch medizinisch physiologisch an Lächerlichkeit grenzt.

      Dagegen, das sich Aufblasen vor aller Welt mit jenem „Fasten“, das sehe ich durchaus, ebenso wie alle anderen Stigmata der unkritischen Selbstüberhöhung und der gezüchteten Wampe!

      NT, Mth.6 : „wenn ihr betet, dann tut das nicht wie die Heuchler! Sie beten gern öffentlich“…. „Wenn ihr fastet, dann schaut nicht so drein wie die Heuchler! Sie setzen eine wehleidige Miene auf und vernachlässigen ihr Aussehen, damit jeder merkt, dass sie fasten. …Bei dir soll es anders sein: Wenn du fastest, dann pflege dein Äußeres so, dass keiner etwas von deinem Verzicht merkt “

      Ramadan und Fasten ist eher eine ostentative moralistische Assoziation. Auch daher ist es politischer Unsinn, den Figuren zum „Fastenbrechen“ zu gratulieren. Desayuno und breakfast habe ich jeden Morgen… kommt einer mir zu gratulieren- außer der Kaffetasse und dem Frühstücksei? Kann ich daraus irgendeinen moralischen Mehrwert ziehen? Also!

    • Fasten, Patrick Feldmann,
      ist in meinen Büchern keineswegs totaler Verzicht auf Flüssigkeit.
      Bei den Muslimen allerdings das wichtigste, so dass einige nicht einmal ihren Speichel schlucken, sondern jeweils ausspucken. Deshalb ja auch die Meldungen dieser Tage, dass muslimische Schüler nicht in den Schwimmunterricht dürfen, weil sie dann eventuell Wasser schluckten.

      Wie oben gesagt: halal ist anders. ‚halal‘ heisst eigentlich ‚gut, förderlich, für den Menschen‘. Das kann ich da nicht ausmachen. Anders als bei Schweinefleisch, das immer mal wieder auch aus nicht-religiösen Gründen nicht anempfohlen wird, wegen Harnsäure, Gicht, u.s.w.

    • In diesen Wüstenländern ist Verzicht auf Wassertrinken mehr als eine lässliche Dummheit
      , Herr Dippel. Es ist ehr so der Kurs für Anfänger: Wie bastele ich mir selbst Nierensteine?

      Also dafür,- meine betonte Verachtung!

      Wenn jetzt jemand ökoreligiös argumentiert: Sie wollten damit das Kostbarste in der Wüste als Kostbarkeit herausstellen, dann stellt sich die Frage, warum der Wasservwrbrauch unserer muslimischen Bigottchen in den Asylheimen jenen eines Durchschnittsdeutschen um das Vierfache!! übersteigt- auch während des Ramadan.
      Keiner von denen bezahltnseine Wasserrechnung selbst! Die bezahlt– lassen wir uns raten… .
      „Fasten“ im Islam ist wie Barfußlaufen bei Schusters: im besten Fall Snobismus! Im Normalfall ostentative Bigotterie !

    • vom psychiatrisch pflegerischen Standpunkt aus gesehen
      ist die Idee während der Hitze des Tages nichts zu essen nicht verkehrt.
      In weniger warmen Gegenden hat man sich dazu entschieden
      in der kühle der Nacht nichts zu essen.

      Das Fastenbrechen (Breakfast) erfolgt dann folgerichtig am Morgen.

      Ich bin dafür das individuell verschieden zu gestalten.

      Die islamische Variante des fast fastens (als nur wenn es hell ist)
      kommt den Gläubigen m.E. sehr entgegen im Vergleich zur Idee
      wochenlang nichts zu essen.

      Das machen zur Zeit
      ich Leute in …(? hab das Land vergessen) in Gefängnissen die sowieso
      nichts arbeiten.

      Zur Rechtslage beim Hungerstreik:
      Ich würde sagen das man Zwangsmaßnahen erst einleiten sollte
      wenn die Personen ihr Bewusstsein verlieren.
      Ein Suizid ist ja keine strafbare Handlung, auch der Versuch nicht,
      man muss aber in dem Moment aktiv werden in dem der Betroffene mangels Bewusstsein nicht mehr handeln kann. Es ist davon auszugehen das ein Mensch leben will und muss dann in diesem Interesse handeln. Der bewusstlos gewordene Hungerstreikende kann es ja nicht mehr.

      Also bleiben sie als Gefängniswärter gelassen wenn Ihre Schutzbefohlenen nichts mehr essen wollen.
      Die Ernährungssonde kann dann bei tiefer Bewusstlosigkeit
      in Ruhe gelegt werden.

      Ich bin natürlich für die Einführung der veganen Ernährung in allen
      Gefängnissen.

      Ich komm wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen…

    • Echtes Fasten, egal ob bei Hindus,bei Buddha oder im Katholizismus (oder auch bei den säkularen Hei
      -suchern führt zu einer Stoffwechselumstellung (Sie wissen das wie ich es weiß, Herr Keller). Diese Umstellung des Stoffwechsels und die totale Entlastung des Darmtraktes führt zu einer gesteigerten intellektuellen und spirituellen Aktivität und Aufnahmefähigkeit -Stichwort-Ketonkörper.

      Nichts davon passiert, sondern spirituell wie physiologisch eher das genaue GEGENTEIL, wenn man sich Abends die Wampe vollschlägt.

      Vllt. habe ich auch deshalb lange vergeblich gesucht (gefunden habe ich niemanden und habe es jetzt aufgegeben, WEILS MICH NICHT MEHR INTERESSIERT!), der mir die spirituellen Dimensionen des Islam darlegen kann.

      Klar,- jeder nach seiner facon… , aber dann muß man auch damit leben, daß manche Leute und „Methoden“ nie aus der Höhle rausfinden. Interessiert mich inzwischen auch nicht mehr.

      Wie so eine Fastenkirmes aussieht, kann man sich in erschütternder weise im Dortmunder Norden anschauen. Ein Artikel findet sich unter:
      https://www.dortmundecho.org/2017/06/laermbelaestigung-und-verkehrschaos-ramadan-fest-sorgt-in-der-nordstadt-fuer-aerger/
      oder unter: „Ramadan als Machtdemonstration“ von Michael Paulwitz

  27. Karlchen fährt Rad
    Eine merkwürdige Alte-Herren-ich-habe-mein-Leben-gelebt-und-fühle-mich-nicht-mehr-zuhause-in-dieser-Gesellschaft-Position breiten Sie da aus. Idiosynkratisch hoch drei – Erkenntniswert? Bitte um Hinweise jeder Art.
    Nachsatz: Sowas nimmt die ZEIT sicher gern fürs Feuilleton an.

    • Überhaupt nicht. Es geht um etwas, das andere schätzen und ich nicht. Und zwar noch nie, das Problem existiert, seitdem ich hier bin.

    • Idiotiekratie...
      Schauen Sie, lieber Günter: Wer meint „idiosynkratisch“ sagen zu müssen, wo „eigen“ oder besonders“ es auch täte, wird schwerlich begreifen, dass die feinsinnig-verhaltenen Erzählungen des Don keine „Narrative“ (meist Märchen) sind, wie sie von den „Zeit“-Genossen bevorzugt verbreitet werden…

    • @Günter: Möglicherweise
      – ich will mich nicht streiten – haben Sie das Adjektiv falsch gebildet oder der Google-Treffer, aus dem Sie Ihr Wissen beziehen, ist fehlerhaft.

    • Alphons fährt Rad und alle haben Freude und Gewinn!
      So, ungefähr, Günther,
      sehe ich die Sache. Und wenn Don von Guglhupf und Radreparatur berichtet, so finden sich in den meisten feingeschnittenen Haupt-und Nebensätzen mehr fundierte intellektuelle Kritiken am Zeitungeist als in etlichen Leitkommentaren der Vertrauensmedien.

      Und by the way: Ich bin älter als ich mit 17 gedacht habe, daß man in diesem Universum werden könnte (meine Vorstellungsgrenze war, nicht ganz kohärent, so 30 Jahre…). Andererseits weiß ich nicht so recht, ob es sinnvoll wäre, mich als „alten Herren“ zu bezeichnen. Ich hätte da ja nichts dagegen, aber wo steckt man dann all die deutlich Älteren* hin- sprachlich?
      * Und was für einen geistreichen Esprit und Elan / Witz hier viele Ältere haben, das ist auch immer wieder ein Grund hier im Blog zu lesen.
      Wenn ich sehe, wie indoktriniert die Studentenkreise an den Hochschulen sind, dann will ich gerne zu den Älteren gehören!

      Und ja, auch ich fühle mich in dieser grenzenlos-alternativlos-Merkel-Gesellschaft, vorher auch schon in der Joschka-Gesellschaft der arrivierten Steinewerfer, nicht mehr zu Hause!
      Merkel hat mir mit ihrem Wahn die Tür gezeigt und ich bin gerade dabei, sie zu nehmen bevor jemand auf die dumme Idee kommt wieder zu verneinen, daß man nicht vorhabe eine Mauer zu bauen. Da geht dann ein Facharzt, der noch 20 Jahre hätte arbeiten können. Und jemand, der im Kunstbetrieb eigene Positionen in die Konfliktsuppe geworfen hat.
      Ich bin- ganz sicher – entbehrlich.
      Nur eins: die nazifa bleibt da und auch alle anderen Läuse im Pelz des Sozialstaates! Wenn das Mode macht, daß die Leistungsträger gehen, aber die Leistungsabhängigen bleiben bzw. noch gezielt geholt werden, dann können wir über den Daumen den Termin nennen, zu dem der Sozialstaat die Pforten schließt.

      in summa: hier wird viel geplaudert und der Plausch ist mitunter hochexplosiv. So ungefähr stelle ich mir die Salons des ausgehenden 19.Jhdts. vor. Wandlungen künden sich an, im Lehnstuhl und auf dem Chaiselounge. Engführungen werden benannt und erste Ideen für einen Wandel durchbuchstabiert.
      Nicht die faschistoiden Gewaltaufrufe von linksunten.indymedia ändern irgendetwas, sondern das Denken, das Menschen verändert. Das ist Dynamik! Gewalt hat etwas von Stillstand.

    • @patrick Feldmann 20.46
      Sehr schön geschrieben.

  28. Heuschnupfen,
    werter Don Alphonso, hat als Ursache sehr oft auch eine psychische Komponente. Das sage ich aus eigener Erfahrung.

  29. Wenn ich Sie nicht besser kennen würde,
    tät ich doch glatt behaupten, dass Sie das Schild vom letzten Bild umgetreten haben, weil im feministischen Teil Ihrer Seele kurz ein „pink stinks“ hochloderte. Frenetisches Mitklatschen in diesem Fall natürlich nur Tarnung.

  30. Im Blödwinkel
    Als Maasnahme politischer wie kultureller Hygiene unterliegen Links zu konkurrierenden Schreibern der sorgsamen Zensur unseres geschätzten D.A. – doch Google hilft den Titel finden, den mein verehrter Dichter und Denker Akif Pirincci gerade von der Feder ließ. Im übrigen auch einem FAZ-Feuilletonisten gewidmet.

    [edit: Nein, es nervt mich einfach nur extrem, dass Sie hier ihr eigenes Blog mit Koreferaten und inzwischen auch Unterstellungen pushen. Don]

  31. Katholenseeland...
    Vorsicht! Jesus schleicht sich ein wie ein Dieb, sagte er.
    Da sind Privilegien ein begehrtes Diebesgut, kann ich mir gut vorstellen…
    bei Jesus:=)

    • aber Jesus würde nicht die Grünen wählen.

    • Titel eingeben
      Jesus war ein Wutbürger. Machen wir uns nichts vor.

    • Er hätte mal Linke, Piraten und AfD gewählt. Und die ARD-Gebühren nicht bezahlt.

    • Er ist ja selbst "Auserwählter"...da braucht er nicht zu wählen.
      Die Gewählten, die Gequälten, wenn man sich die Geschichte anschaut.
      Grünohrige…Blauäugige…Schwarzselige…Schlitzo/b/h(oer)rigkeit?

    • Wutbürger gefällt mir.
      :=)

    • Jesus hätte...
      …mit Sicherheit etliche ideologische Marktschreier unserer Tage aus dem Tempel gekehrt… und Luther dürfte sich dieses Jahr schon mehrfach im Grab gedreht haben, als Pharosäer und Heuchler ihn in Munde führten.

    • Ja, diese Regierung macht es einem schwer, noch an Politik zu glauben.

  32. Ein großer Garten
    ist zwar schön, aber in erster Linie sehe ich ihn als Abstandshalter zu den Nachbarn.

    Stimmt nicht ganz, aber ich merke, dass sich mit zunehmendem Alter meine Distanz- und Raumzonen ziemlich ausgedehnt haben. Wird teuer, wenn das so weitergeht. Oder ich sitze irgendwann in der Pampa, wo keiner hinwill.

    • so waren hier früher einfach die Grundstücke – heute würde man da zwei Würfel für 6 Familien über eine Tiefgarage setzen.

    • Apropos Abstandshaltet
      Unsere Steuergelder und unsere GEZ-Gebühren werden jetzt endlich sinnvoll verwendet. SPON und der Bayerische Rundfunk haben in einer wissenschaftlichen Studie bewiesen, das Wohnungsvermieter, wie ein gewisser Herr, dessen Name hier zu nennen mir der Anstand verbietet, asoiziale Mega-Ar.l.cher sind, weil sie wohnungssuchende Ausländer diskriminieren. Justizminister Maas ist schon empört.
      Zwar ist nach meinem Verständnis der Statistik die gesamte statistische Berechnung Bullshit, aber soviel verstehe ich auch nicht davon, als das ich das mal einem richtigen Statistiker zum drüberschauen und die Urheber wegen übler Nachrede verklagen würde.
      Die haben in 10 Städten auf ca. 8000 Wohnungsanzeigen ca. 20 000 Bewerbungen verschickt, jeweils 2 von getürkten Ausländern und eine eines getürkten Deutschen. Aus den 8000 Antworten, die sie bekommen haben, berechnen die den „Grad der Diskriminierung“.
      So errechnen sie, das in München am meisten diskriminiert wird, danch kommt glaube ich, Frankfurt.
      Das das ganze stark davon abhängt, wieviele Anfragen der Vermieter bekommen hat, nicht davon, wieviele Bewerbungen die verschicken, ist der erste Fehler. Ein Vermieter der 1000 Bewerbungen bekommt, haben 3 Bewerbungen eine geringere Chance, als bei einem, bei dem sich drei bewerben.
      Wieviel Rücklauf aus den einzelnen Städten kam, ist auch nicht aufgeführt, im Prinzip hätten 7990 Antworten aus Erfurt kommen können und je eine aus den anderen Städten. Was dann?

      Der Hauptfehler liegt m. E. aber in der sogenannten 4-Felder-Tabelle. Die ist so aufgeteilt: Positiv für Deutsch, positiv für Ausländer: pp. Positiv deutsch, negativ Ausländer: pn, Negativ deutsch, positiv Ausländer: np, Negativ beide: nn.

      Die Diskriminierungsrate ergibt sich dann für die aus: (pn – np) / (pp + pn + np).
      Hier sieht man, dass „nn“, also zwei Absagen, nicht mitgezählt wurde, weil es „den allgemeinen Druck auf den Wohnungsmarkt ausdrückt“. Das stimmt natürlich nicht. Es bedeutet: „gleiche Diskriminierung für beide“ und ob es für „allgemeinen Druck“ steht, kann man nicht beantworten, wenn alle Antworten aus Erfurt kommen und ausserdem würde es das gewünschte Ergebnis wahrscheinlich nicht bringen.
      Es kommt aber noch schlimmer: sie haben ZWEI Bewerbungen pro Wohnung für Ausländer, und EINE für einen Deutschen verschickt.
      Danach müssen sie eine 8-Felder Tafel mit ppp, ppn, pnn, nnn, npn, npp, nnp und pnp rechnen. Viel Spass dabei.
      Wie gesagt: ich bin kein Statistiker. Aber komisch finde ich das schon.

    • @Thomas Marx
      Als Wohnungsvermieter bin ich auch ein böses A.. geworden. Denn auch ich hatte schon einen Fall mit einem unserer Bereicherer vor ein paar Jahren, der mir, nachdem ich die Unverschämtheit besaß, nach zwei Wochen Überfälligkeit, dezent nach der Mietzahlung zu fragen, Rassismus und Nazitum unterstellte. Mit der absurden Begründung, das würde ich nur machen, weil er Ausländer sei! Ist ja auch völlig logisch! Deutsche müssen schließlich keine Mietzahlung leisten. Daraufhin beschloß ich, in punkto Mietern, wählerischer vorzugehen.
      Und, daß die Statistik das bestätigen soll, was die Prämisse ist, ist gerade in diesem Fall, den Sie zitieren, politisch gewünscht. Denn Rassismus gibt es ausschließlich bei Deutschen.

  33. Nur ein See? Wie Ordinär.
    Lieber Don Alfonso,
    alles mit großem, sehr grossem Vergnügen gelesen und mich an einigen Stellen gefragt: Lieber Don Alfonso, schreiben Sie von sich oder von mir?

    Nun lebe ich nicht am See, aber ich habe das Gewässer sozusagen vor der Haustür und das gleich doppelt. Rechts die Karibik und links der Pazifik. Da fährt allerlei Gesindel hin, also Besucher, die jauchzend und grölend am Wasser liegen, den Bachboys beim Surfen zuschauen, (die Damen bewundern die knapp bekleideten braun gebrannten Jungs) die Picknickdecke ausgebreitet, auf denen die Colaflaschen stehen und die Hendel liegen. Und dann wimmelt es an manchen Tagen von Leuten, die alle ganz großartig beteuern, wie schön es doch ist und dass, wenn sie hier leben würden wie ich (tun sie aber nicht) , jeden Tag genießen würden (wobei sie vergessen, dass sie ja auch Geld verdienen müssen und keine Zeit für das Gewässer bleibt).

    Ich hingegen tu mir das erst gar nicht (mehr) an, das habe ich in meiner jüngeren Zeit gemacht. Was soll ich an die Karibik fahren oder an den Pazifik, was soll ich mich mit Wellen herumschlagen oder mit idiotisch stinkenden Motorbooten, wenn ich doch jeden Tag, wann immer ich will, an das Wasser fahren kann, sogar dann, wenn keine Besucher da sind?

    Bin ich nun privilegiert? Scheint so.

    Was, du fährst nicht ans Meer, kommen dann so unglaubliche Fragen, also wenn ich du wäre (ist er aber nicht) , wenn ich hier im Paradies wie du leben würdest (mei, tust du aber nicht). Und weil ich es habe und kann, fahr ich nicht. Ich kann mir die Zeit lassen und ganz nach Lust und Laune gehen. Ja, sicher, da kommt der Umstand hinzu, als Pensionado über mehr Zeit zu Verfügen, als so eine arme Arbeitskraft aus Deutschland, der ein Jahr lang ackern muss, um hier 2 Wochen herkommen zu können. Das respektiere ich schon und trotzdem erkläre ich mich aus meinem Privileg nicht solidarisch mit ihm , jauchze nicht am Wasser, miete mir keinen Liegestuhl und vermeide überhaupt den lästigen Rummel am See. So sagt man nämlich auch zur Karibik, die karibische See.

    Den Snapper, wenn ich ihn mal esse, hole ich mir aus dem Fischmarkt, der ist garantiert frisch gefangen und dazu muss ich nicht erst in irgendwelche, mit meist jugendlich grölendem Publikum vollgepfropfte Buse steigen, wo mir die Leute ins Ohr grölen, wie toll doch das Leben sei. Ja ja, für 2 Wochen und dann gehts wieder zurück in die Kaufhalle an die Kasse.

    Also ihre Privilegien, dass sie den See vor der Tür haben, das imponiert mir nicht, auch nicht aus Solidarität, da habe ich ja, wie gesagt, das doppelte. Tja, Sie haben nur einen See. Wie Ordinär. Der Unterschied liegt, wenn man mich fragt, im Wellengang. Die Karibik ist meist ruhiger (außer beim Hurrican (Hurracan, der aztekische Herr der Winde und des Zorns) und der Pazifik ist a bisserl heftiger, was mir eher entgegenkommt. An der Karibik trinkt sich besser der Piña Colada mit feinem Rum Flor de Cañe oder dem Centenario, an der anderen Seite , ah, da trinken wir halt auch Piña.

    Natürlich ist es was leichtes in ein Auto mit Freunden zu steigen ( Freunde hat man 2 oder 3, der Rest sind Bekannte) und mal kurz einen Abstecher ans Wasser zu machen, aber wenn, dann nicht dorthin, wo sogar Hochzeitsfeiern am Meer organisiert werden, bei Sonnenuntergang womöglich, weil dann alles so strahlend gülden aussieht (kommt auch mehr und mehr in Mode, das güldene soll dann den Ehekrach in einigen Jahren übertünchen). Da kenne ich ein paar Geheimecken. Und wenn ich von den üblichen Besuchern gefragt werde: Kennst du nicht ein paar Geheimtips, dann sage ich, sicher kenne ich die. Und, wo finde ich die? Dann gebe ich zu Antwort: sag ich nicht, ist geheim.

    Ist ja logisch.

    Da wo ich schwimmen gehe, kommt keine Sau hin, also kein Mensch hin, da grölen im Blätterdach nur die Brüllaffen und ich liegen im klaren Flusswasser Menschenseelenalleine und bin mir meines Privilegs sehr bewusst.

    Nur das mit dem Geld, da haben wir ein Problem, da bin ich nicht mit dem Privileg gesegnet, also schauen Sie zu, dass sie rüberkommen und einen dicken Batzen Scheine für mich mitbringen, aber bitte keine kleinen Scheine, Sie wollen doch nicht schäbig sein!

    • Meer ist auch so eine Sache. Ich fahre oft in die Nähe, aber selten hin. Es ist halt – Wasser. Das habe ich auch aus dem Wasserhahn.

    • Die Bachboys beim Surfen
      die leichte Seite der Kirchenmusik

      Ist Costa Rica jetzt eigentlich eingemeindet worden?


    • Wasser. Das habe ich auch aus dem Wasserhahn.
      Schon. Aber wenns heiß ist, den Badanzug überziehen und reinspringen und bissel schwimmen, um sich abzukühlen! DAS ist doch der Sinn dabei!

    • Tico und DA
      So ist das halt mit dem Paradies und dessen Zuständen!
      Für die, die es nicht haben, ist es ein Traum, eben weil sie es nicht haben.
      Für die anderen ist es kein Paradies, weil es immer da ist, damit ist so ne Artk Singularität weg.
      Man sieht das dann komplett anders, deswegen: Paradiese gibt es nur in der Fantasie, alles andere ist dann schnöder Alltag, da ist es manchmal besser, wenn es das Paradies wenigstens noch im Traum gibt.

  34. Ein seltsam traurig ...
    … wirkender Text mit einer Prise Selbstbestätigungs-Mühsal und weniger gesundem Zynismus als sonst, will mir scheinen. Eher nachdenklich, das Ganze. Müssen wir uns Sorgen um unseren Don machen? Liebeskummer? Fahrrad gestohlen? Benz kaputt? Bild von der Wand gefallen? Sollen wir Apfelstrudel und Schokolade schicken?

  35. Titel eingeben
    Eine Elinor oder Elizabeth also für Sie, Don Alphonso und keine Marianneoder Lydia, keine Laura S Dornheim oder Hegemann.

    indolent ist quite british, stiff upper lip, verstehe ich.

    Anderen gegenüber durchaus einfühlsam und möglichwerweise auch warmherzig, großzügig.
    Oder meinten Sie „schmerzfrei“, „schmerzbefreit“ wie eine moderne Angela?
    Gewiß nicht; Sie schreiben Partnerin.

    Die alten Standards beachten Sie doch? Abends Haare waschen oder ausbürsten, verpollte Kleidung außerhalb des Schlafraumes ablegen. Haben Sie schon Wärme getestet? Mir hilft ein heißfeuchtes Tuch auf den Augen. Für die Nase gibt es beheizte Sticks. Es lindert den Reiz. ZUmindest heute Abend wünsch ich Ihnen reine Luft durch ein Gewitter Kachelmannschen Ausmaßes. (Ohne Hagelschlag)


    • Ach, Gewitter! 5 CM GROSSE HAGELKÖRNER hatte man versprochen. Stattdessen ein Blitzlein, viel später leises, aber wirklich nur ganz leises, Donnern, und ein bißchen Gießkannenregen.
      Die Bäume wirds gefreut haben, ich bin auch zufrieden wg. Abkühlung, aber Spektakel war das nicht.

    • Hier ist gar nichts.

    • Ach, wissen Sie, die entlaufenen besseren Töchter kommen auch irgendwann zurück, keine Sorge. Und dann wird ihnen vergeben.

  36. Titel eingeben
    Sie Schelm wollen uns neidisch machen?
    .
    (gelungen)
    .
    Danke.

    • Nicht wirklich. Hart, wirklich hart ist es, wenn man am Abend am Gardasee losfährt und dann hierher kommt.


    • und dann hierher kommt
      Warum?
      Wegen der Schnaken und fehlenden Eß- und Einkaufsgelegenheiten?

    • Zu voll, aber vielleicht das größte Juwel der Alpenländer
      Na ja, der Gardasee ist schon ein schöner. Er ist der Rest eines Gletschers, sehr tief und schön grün. Wenn viele Segel drauf sind, ist er noch besser. Am schönsten ist er von oben und hier von der okzidentalen Seite, wenn man auf die grüne Fläche und den Monte Baldo dahinter blickt.
      Man kann ihn nicht mit einem kleinen Baggersee vergleichen.

      Er ist italienisch bebaut mit farbigen Häusern, und den Frühling bekommt er zusammen mit dem Genfer See als erster. Er hat oft Wind, was ihn auch im Sommer erträglich macht. Seine Südseite ist inzwischen zu urbanisiert. Im Westen und Osten haben die Berge das Schlimmste verhindert.

      Im Juli und im August gehört er Nordrhein-Westfalen. Die wohnen alle unten und sehen meistens aus wie Grillwurst. Im Frühling und im Herbst ist er ein Vorort von München, und von November bis Mitte März ist er vollständig italienisch.

      Aber das Allerschönste, den schönsten Ort am Gardasee, dürfen Sie weitgehend allein genießen. Mit dem Auto angekommen, nehmen Sie am besten ein Hotel auf der Spitze von Sirmione, damit Sie einfahren dürfen. Mit dem Fahrrad können Sie wohnen, wo Sie wollen. Und dann gehen Sie die alte Römervilla, die nach Catull benannt ist, ansehen, laufen Sie dort herum unter den Pinien mit Ausblicken auf den See, und gucken Sie mal etwas weiter Richtung Ort in die Kirche. Und klettern Sie dort irgendwo an den See, wo Sie dürfen, und baden dort in dem grünlichen Wasser über den großen flachen Steinen. Und dann träumen Sie davon.

      Den Ort selber kann man inzwischen vergessen. Trauben und Trauben an sich durch die Gassen quälenden Blinden, die schwitzen und shoppen und essen. Man möchte sie gern fragen, ob so was Spaß macht, aber sie glotzen einen sandalig-böse an, weil man mit dem Auto durch fährt (ungerecht!). Das wiederholt sich in Garda, Lazise, Malcesine, Limone, alles deutsche Touristen, die sich durch Gassen quälen. Man muss sich die einsameren Stellen suchen, die, wo man Gleichgesinnte findet und die, die man nie mehr vergisst. Catullos Villa, die Berge gegenüber, die Hügel über Morcote am Lago di Lugano oder die Hänge über dem Vierwaldstätter See. .
      Das andere ist alles kaputt, weil Bürgermeister den Rachen nicht vollkriegten und Leute bereit sind, sich mit Bussen dahin kutschieren zu lassen, wo schon andere Busse sind. Die Engländer, die dort zu finden sind, füllen dann die Buden auf, die man an Deutsche nicht mehr los wird. Danach kommen meistens die Russen. Man muss sich von alldem loslösen an wenig besuchten Plätzen, wo man ihn schön sieht, den See. Er ist eigentlich ganz wunderbar. Seine Farbe ist traumhaft. Er hat Palmen und ist sehr mediterran.

      Ich verlinke Ihnen was (wenn es der Don verlinkt) aus Amerika: Eine Einladungskarte von Al-Qaida. Die beschreiben manches so, wie einige von uns das auch empfinden. Und dann tun sie so, als gäbe es nur das oder Jihad. Alles Käse. Es gibt Rückzugsräume und Alternativen. Auch Bagger- und Moorseen.
      https://pjmedia.com/homeland-security/2017/06/22/as-isis-caliphate-crumbles-al-qaeda-coaxing-western-recruits-to-syria/

  37. Der Dissident des eigentlichen Lebens oder Für ein paar Euro mehr
    .
    Wär´ ich Knulp, dann wäre ich, gelegentlich: unter Freunden.

  38. Feuer verzehrt, Wasser ernährt (Deutsches Sprichwort)
    Bin ganz durcheinander… Ingolstadt Auwaldsee. Tegernsee. Ja was denn jetzt?

  39. Welche Privilegien?
    Lieber Don,

    gerne würden wir mehr über Ihre Privilegien erfahren, nicht, daß wir da zu kurz kommen.

    Welche staatlichen/gesetzlichen Vorteile genießen Sie denn, die anderen Bundesbürgern nicht zuteil werden? Ach so, keine…naja dann.

    Und das Häuschen Ihrer Familie ? Manche nennen das auch Privateigentum. Der Sozialismus ist tot, zum Glück haben ihn Ochs und Esel auf dem Weg in den Abgrund nicht aufgehalten.

    Viel Freude noch am See, und bei den ausgedehnten Radtouren, vielleicht auch bald wieder am Jaufenpaß, wenngleich ich dort doch das Auto bevorzuge. Diesel, versteht sich.

  40. uff
    .

  41. Genesis!
    Lieber Don, Sie sind sowieso prima; nun aber auch noch Genesis-Kenner (das Stück gehört nicht zu den Hits), also denke ich: Guter Mann. Weiterschreiben.

    • Gern geschehen. Das hört man zu der Zeit, in der die Geschichte spielt.

    • Perry Rhodan...
      Dieses Album (Genesis) ist für mich auf ewig mit Perry Rhodan verbunden. Ich hatte damals zeitgleich ein paar Heftchen zusammen mit der Platte geliehen bekommen. Auf Band gebannt (die Älteren unter uns könne sich sicher noch an die gute alte Compact-Kasette erinnern und Diskussionen, ob mit Dolby A oder B) hörte ich die Scheibe etliche male (Autreverse), auf der anderen Seite das Album Abacab… Mir war der Sound neu, da ich vorher nur die Prog-Rock Alben hörte (mein Favorit: Selling England by the Pound). Na ja, habs schon immer etwas komplexer gemocht (obwohl das Zeugs ja definitiv nicht Mädels-kompatibel ist). Habe deshalb neben Klassik immer Prog-Rock im Program. Momentan gerne Spock’s Beard…

  42. MTB
    Cannondale Jekyll mit Doppelbrückengabel, oder? …. war vor ca 15 – 20 Jahren mal der ultimative Rahmen entweder mit Lefty oder mit Headshok. Die jetzige Gabel dürfte nachgerüstet worden sein …

    • Nein, Votec M6 light aus deutscher Herstellung. Aber sehr ähnlich.

    • die letze Instanz
      …ist für mich immer noch cannondale mit leie-time-warranty. Jedoch nicht mehr mit dem Bapperl/pegatina: Made in USA. Aber was solls, das Klime will Abwechslung.

  43. Irgendwie finde ich keinen Ansetzpunkt
    für einen Hebel zu Ihrer Schotterteich-Poesie. Nicht nur weil draußen 36 Grad, pratiquement regne la canicule . Mit Baggerseen habe ich ohnehin meine Probleme seit mir an den Unterelchinger Baggerseen mein T2, zu nahe ans Ufer zurückgesetzt, sich dortselbst hinten eingrub…und kurz vor dem Skandinavien-Urlaub eine ökonomisch nicht vorgesehenen Motoren-Inst erforderte. (das mit den Mücken an den schwedischen Seen von Värmland wäre eine eigene Geschichte)
    .
    Also, wie sagte mein gymnasial gebildeter Sohn zu seinem englischscheuen Vater: „Me falls not more into“.

    Ach, soviel noch:

    Ahugahagahuga! Ahugahagahuga!

    An der Copacabana und am (streiche: Wörther -setze Tegern)
    starke Männer sind nie passé,
    an der Copacabana und am Schotterteich,
    bei Muskeln werden alle Mädchen weich,
    weil Marmor, Stein und Eisen schmilzt,
    a wenn du deinen Body buildst!

  44. Privilegien, Perspektiven, Provokationen
    Heiner Müllers dialektische Antwort auf die Frage, ob er einem Bettler etwas geben würde:

    „Nein, ich stecke mir eine extra dicke Zigarre an, bestelle mir einen besonders teuren Whisky und führe ihm vor, wie gut es den Reichen geht. Das wird seinen Zorn wecken.“

    • Das ist es auch nicht. Aber ich kann mit Fheaterleuten eh wenig anfangen. Siehe Hegemann.

  45. Mit Verlaub...
    … aber wo Sie sind, ist nicht oben. Noch lange nicht.

    Vermutlich leben Sie ganz gut, weil Ihr Vermögen recht wenige Verbindlichkeiten mit sich bringt – den Reiz von wirklichem Geld, wirklichem ‚Oben sein‘, der scheint Ihnen Fremd zu sein.

    • Da haben Sie recht, es geht immer noch weiter. Da haben sich die Massstäbe massiv verschoben. Trotzdem bin ich, gemessen am realen Leben, nicht ganz unten. Man übersieht, dass in Blocks auch Menschen leben – und in einem Block mehr Menschen als im ganzen Seeviertel.

    • Ebenfalls mit Verlaub, @Jensdono,
      wer sich am Narrativ des Don mit der Begründung stört, dass es ja noch viel reicher geht, zeigt nur, dass er erstens das Selbstverständnis des Blogbetreibers als Kunstfigur nicht versteht und zweitens im Zweifel selbst eher zum Neid tendiert.

      Die aus meiner persönlichen Sicht maßgebliche Unterscheidung zwischen den verschiedenen Formen des Reichseins (nein, ich selbst bin es leider ausdrücklich nicht, habe aber hin und wieder beruflich mit sehr Reichen zu tun), ist im Übrigen nicht diejenige zwischen „viel Vermögen“ und „unverschämt viel Vermögen“, sondern eher zwischen altem Geld und neuen Geld.

      Neues Geld ist regelmäßig erst weniger als 100 Jahre in der Familie, geht getreu der Buddenbrookschen Maxime oftmals in der 2. – 3. Generation mit Verantwortungslosigkeit oder gar Maßlosigkeit einher (und ist dann durchaus kurzlebig), es hat regelmäßig kein Interesse an echter Kultur (sondern allenfalls an zeitgenössischer Kunst) und würde hier bei uns in Düsseldorf auch durchaus mit dem Lambo und quietschenden Reifen für alle sichtbar über die Kö fahren.

      Altes Geld ist anders. Es bildet über die Generationen eine Charakterpatina an seinen Vermögensträgern. Altes Geld muss sich nicht profilieren, denn es sieht sich als selbstverständlich an. Es weiß, wo es herkommt und wo es später hingehen wird. Für altes Geld ist klar, was die Familie erwartet und dass Reichtum ohne irgend eine Form der Bildung untragbar ist. Es stellt nicht die Frage, ob der Sohn studiert, sondern allenfalls, ob er es bei einer einzigen Promotion belassen kann, falls nicht irgendwoher noch ein schöner Professorentitel erlangt werden kann.

      Altes Geld weiß durchaus um die Bedeutung des Vermögens, beschränkt sich aber gerade nicht darauf. Es werden neben „klassischer Karriere“ auch andere, meist kulturell oder karitativ orientierte Lebensinhalte akzeptiert, die zwar den Lebenswandel nie finanzieren könnten, aber dann dennoch nicht als berufliche Mesalliance angesehen würden.

      Altes Geld denkt nicht in Börsenkursen, sondern in Generationen. Und daher muss sich altes Geld mit neuem Geld nicht messen oder in seiner Entwicklung mit diesem mithalten. Es muss nur sicherstellen, dass es auch für die nächsten Generationen noch für ein gleiches Leben mit denselben Werten und derselben Geisteshaltung reicht.

      Daher ist altes Geld weniger spekulativ, weniger auffällig und vielleicht auch weniger erfolgreich bei der weiteren Vermögensbildung als die einzelnen, öffentlich bekannten Extremfälle des neuen Geldes, auf die Sie sich möglicherweise beziehen. Aber altes Geld würde niemals, niemals, niemals hier auf der Kö mit dem Lambo an der Ampel einen Kick-Start machen.

      Gut, manchmal schlagen altes und neues Geld wohl doch aus der Art und man kann sie dann verwechseln. Aber bis neues Geld wirklich altes Geld geworden ist, dauert es.

      Mein Verständnis ist jedenfalls, dass es im heutigen Blog-Beitrag keinesfalls um Abgrenzung nach Zahlen, sondern ausschließlich um altes Geld geht. Und daher halte ich – mit Verlaub – Ihren Einwand absoluter Grenzwerte gleich in mehrerlei Hinsicht für verfehlt….

      Mit bestem Gruße aus dem Armenhaus der Republik
      SchallundRauch

    • "wirklich"
      „Wirklich oben“ ist keine Gewissheit, sondern ein Zustand. Richard S. Fuld (Lehmans) fällt einem ein oder derzeit Boris Becker. Auch Björn Borg. Oder die Schleckers. Oder Schickedanz. Man muss auch Glück haben.

  46. Titel eingeben
    Vielleicht haben Ihre „Freunde“ auch frei, nur es will keiner mit ihnen was unternehmen. ;)

  47. So ein bisschen summertime blues
    ist würdig und recht, jetzt wo die Tage wieder kürzer werden. Hölderlinsche Vorahnungen künftigen Winters am Ufer des heilignüchternen Wassers. ;-)

    Wird Zeit, das ich das Darkmobil anschirre für einen Ritt nach Süden!

  48. Titel eingeben
    Verehrter Meister,
    sie schreiben zu schnell,oder ich bin beim Denken zu langsam.
    Während ich noch über den vorherigen Artikel nachdenke und noch gar nicht damit fertig bin entdecke ich schon ihren Nächsten,also gemach,gemach.Sie schreiben doch nicht zum Broterwerb,oder?
    Trotzdem Dank für den Artikel!

  49. Aschenputtel, Pretty Woman
    Ein sehr armes aber sehr schönes Mädchen hat meistens mehr Chancen, wohlhabend zu werden als ein junger Mann gleicher Herkunft.

    Ein Beispiel dafür, wie social injustice ebensogut mal Männer treffen kann.

    • @ Oberländer
      Es kommt darauf an, wie Sie „social injustice“ definieren … Sehen Sie, seit Aschenputtel haben sich die Dinge geändert: Damals hat der Gutste dann eben unter seiner Würde, pardon, seinem Stand geheiratet und es blieb dabei. Theo Fontane, den ich für einen der fiesesten Miesepeter unter der Sonne halte, hat sich mal über so ein dummes Schicksal verbreitet … aus vertrottelter Liebe heiraten und sich dann die Trulle sein Lebtag vorhalten lassen müssen, hahaha! – Titel ist egal, denn ich promote ausdrücklich keine Schund- und Schmutzliteratur und pflege diesbezüglich ein schlechtes Gedächtnis. Heute jedenfalls ist das für den Gutsten kein Malheur mehr, denn Theos Erben haben den Notfall einkalkuliert und durchgesetzt: Sobald der Gutste seinen Verstand also wieder erlangt hat, lässt er sich halt wieder scheiden, das ist heute viel weniger dramatisch als damals; ein Hoch auf den Feminismus, nun wissen wir, wer den herbeigeredet hat! Aber – sie muss ihren Stand verlassen, wird ausgestoßen aus dem Leben, das sie geführt hat – oder sie sucht sich raschest den Nächsten aus der Liga und wenn sie sich überwinden muss! Praktischer Ausweg: Viele Kinder in kurzer Zeit, so dass er wie ein Monster da stünde und den Moment verpasst, da er abspringen müsste. Ganz cool! – Nennen Sie mich also unromantisch, aber so ist das nunmal; ich hab mir das echt nicht ausgedacht und die Verantwortung für Theo lehne ich ab, das haben dem doch seine frivolen französischen Wurzeln eingegeben, die er als Apotheker getrocknet und gemörsert und exakt bemessen hat, der alte … binschonstille.

      Wie ist es umgekehrt? Hochgeheiratete Männer sind selten Anhängsel sondern haben echten Ehrgeiz, auch was aus der Situation zu machen, für die ist das ein Lottogewinn. Das gesteht man denen aber auch leichter zu; ich weiß nicht, wieso, aber vielleicht hat das noch was mit den Resten eines Ehrbegriffs zu tun: Hat man einen Mann mal akzeptiert, so stößt man ihn nicht wieder aus den Reihen, nur weil dessen Gattin zickt und flieht, sondern man versucht, ihn dort zu halten. Wenn Solidarität noch einen Platz hat, dann dort! Es gibt einen alten Text vom Don … mit Prinzen und zu vielen Prinzessinnen … dem habe ich entnommen, dass er auch so handeln würde. Oder handelt. Zu Gunsten des Mannes! Wie dem auch sei: Die Ehre der Frau ist traditionell an den Stand des Mannes gekoppelt und wenn der Mann sich der Frau entledigt, dann fallen die Damen also wieder aus der Sphäre – ebenfalls wie bei Theo, nur dass man heute dafür nicht mal mehr ein lästiges Duell erledigen muss, dafür hat der feige Miesepeter ja auch gesorgt. Das mit dem Nachobenheiraten machen also vernünftiger Weise nur noch Goldsucherinnen … von denen es wiederum so viele gibt, dass man sich nicht langweilen muss, sondern kurz vor der Angst wieder aussteigen, denn jede Mutter bei Verstand wird ihren Sohn warnen und sprechen: Bleib in Deinem Referenzrahmen, mein Goldschatz, Du ersparst Dir was! Ich würde nichts anderes sagen.

      Emanzipation wäre im Zweifel, sich in Zeiten der Ehe so zu etablieren wie der Mann. Ohne überragende Talente ist aber das ganz, ganz schwer. Eigentlich unmöglich – wie der Don schon sagte.

      Also halten wir fest: Die Klassenschranken, die das Geld diktiert, sind ja vielleicht flach wie eine Pfütze, aber dafür um so härter und kälter und nahezu unüberwindlich. Also – für Leute, die altmodisch geprägt sind, Heimat und Zuhause brauchen statt einem Citywohnhaus in einer suburbia hell und daraus (dem Zuhause) nicht einfach wieder vertrieben werden wollen.

    • @ Oberländer 18:07
      das ist aber nicht sehr gendergerecht was Sie da sagen. Wollen Sie etwa sagen, dass Frauen mehr auf sozialen Status stehen als Männer? Wenn ja stimme ich Ihnen zu.

    • Pretty Woman geht immer, wenn nicht gar zu doof
      Männer stehen auf Schönheit. Dafür machen sie mal Kompromisse. Frauen würden ungern runterheiraten. Es kommt vor, aber selten.
      Männer sind für Frauen attraktiv, wenn sie Macht haben. Umgekehrt kann das abschreckend sein.

      Äh ja, der Froschkönig erzählt das auch. Als Frosch ist er vollkommen uninteressant.

    • @Oberländer
      Naja, ich gebs auf. Entweder bin ich zu dumm oder nicht schön genug, um Ihnen in die Märchenwelt zu folgen. Vermutlich trifft beides zu.

    • @ Oberländer 21:50; @ Gast ohne Namen 8:32
      @Oberländer: „…umgekehrt kann das abschreckend sein…“. Stimmt. Sehen Sie mal nach wie der Duden den Begriff „Flintenweib“ definiert

      @Gast ohne Namen: Es lohnt sich immer wieder, Oberländer zu lesen. Ich glaube ich weiß was er mit dem Froschkönig meint: es ist ein alter Männertraum (wie beispielsweise bei den Gebrüdern Grimm), dass eine Frau bei einem Mann, dem es gerade mal nicht so gut geht (aus Gründen, die er selbst nicht zu verantworten oder weil er sich aufgrund von Charakterstärke [the policy of truth]mal wieder eine Watschn‘ eingefangen hat) auf dessen FÄHIGKEITEN sieht, also auf sein Potenzial, und nicht darauf was er bereits erreicht hat (mit welchen Mitteln auch immer, die sind der statussüchtigen Henne meist leider egal). Der Mann hofft eben, dass Frau ihm die Möglichkeit gibt sich zu entpuppen.
      Umgekehrt funktioniert das übrigens nicht, soll heißen es gibt hier eine erhebliche Geschlechterasymmetrie. Eine Frau kann einen Mann gefahrlos ausprobieren und damit dazu beitragen, dass er „gemacht“ wird. Denn die Verhütungshoheit liegt bei ihr. Ein Mann kann einer Frau normalerweise kein Kind unterjubeln, gegen ihren Willen.
      Die Frau andersrum schon. Und wenn dann aus einer hässlichen Ente eben kein schöner Schwan wird hat man als Mann die Arschkarte. Dann hat man nämlich nicht nur die hässliche Nulpe, sondern auch noch ihren Brägen am Hals. Wenn Mann was auf sich hält wird er also nur dann mit einer etwas anfangen, wenn die schon gemacht ist, soll heißen so aussieht, dass es keine Katastrophe ist wenn sie schwanger wird.
      (War jetzt hoffentlich nicht zu lang!)

    • @Harry Charles
      (War jetzt hoffentlich nicht zu lang!)

      Doch. Meine Aufmerksamkeitsspanne reicht nicht für Sie.

    • Nachtrag
      … aber für den Oberländer reicht sie: Don hat doch beschrieben, wie das mit den Freunden ist. Wie sehr das an die Schicht oder den Stand geknüpft ist. Wenn das jemand durchbricht, dann ein Mann. Eine Frau nur in den seltensten Fällen. – Ich meine, dann gibt es da natürlich auch noch wahre, beständige Liebe. Ein so flüchtiges Reh, dass man, wird man diesem ansichtig, regelrecht erstarrt und lieber gar nichts tut, bis es dem Reh mal langweilig wird. Männer sind da ziemlich gut, Frauen auch.

  50. Titel eingeben
    Kein deutscher See ohne Remmi-Demmi, die lautesten und unausstehlichen sind wie oft die flotten Rentner. Man muß sich und anderen schon etwas beweisen wollen müssen, um an einem Ort zu wohnen, wo sich alle tummeln, brrr. Verstehe also die Gleichgültigkeit vollkommen, ich halte sie nicht für blasiert, sondern nur für vernünftig.

  51. Die schwerwiegende Mehrheit
    @SchallundRauch
    War es im H.-H.-Antiquariat? , naja, jedenfalls berichtete mir ein Antiquariatbetreiber, er hätte manchmal Kunden mit recht viel und seltsamen Bücherbedarf: die kaufen Bücher (mit / ohne Goldschnitt / quer durch die Klassikergarde) meterweise, damit die Hütte nach Kultur aussieht. Geld spielt keine Rolle, Hauptsache das Bücherelement in der Wand wird voll & macht was her.

    • Lieber Ferry,
      Nein, Antiquariat ist es nicht. Da wird sicherlich ordentlich Dünkel mitschwingen. Die Investition in Scheinbildung halte ich aber durchaus für eine lässliche Sünde – vielleicht weiß die nächste Generation damit etwas anzufangen…

    • Professionelle Buchzerleser
      Damit die Bücher nicht nur teure Tapete sind, hat Flann O‘ Brien verschiedene Angebote des Zerlesens in Angebot, falls ein Gast auf die Idee kommen sollte, eines in Augenschein zu nehmen.
      Einfache Ausführung Eselsohren, Anmerkungen und Unterstreichungen, Luxusausführung mit abgetrennten Eintrittskarten kultureĺler Veranstaltungen als Einmerkerl, Widmungen und lange beigefügten Kommentarpassagen.

  52. Haben Sie den Blues, Don?
    Doch nicht etwa, weil der Tag morgen einige Sekunden kürzer ist?
    D a s. ist nun wirklich kein Grund „zum Plaudern“.

    Vielleicht haben ja einige Ihrer Bekannten manchmal keine Zeit, weil die Firmen so ungern ein 3-Monats-Sabbatical genehmigen? Dann wollen es nämlich alle, wo kommen wir da hin? Bei einer 4-Tagewoche dito.Dann kämen auch alle daher. AT – Facharbeitermangel halt.

    Wer hat schon das Glück, zwischen 2 Seen wählen zu können? Ich besaß übrigens auch mal einen mit anderen zusammen, den uns unser Onkel hinterlassen hatte.Wir haben ihn verkauft mitsamt den Seerosen und Bäumen drumherum…Leider habe ich keinen Scanner, wie Frau Simon.

    http://www.mein-italien.info/musik/papaveri-e-papere.htm
    Oder die süßesten Früchte.

    • Sorry, habe vergessen,
      meinen Namen einzutragen.Gast war ich.

    • Teich mit Seerosen...
      wie schön, ja beneidenswert. Mit so etwas kann ich leider nicht dienen, ja nicht einmal mit einem Tropfen Regen, die Gewitter haben uns weiträumig umrundet.
      Dafür Grace, unterdessen mit der ersten Blüte durch, die beiden Clematis sind noch zugange
      https://s6.postimg.org/b4slfarld/grace3.jpg

      Übrigens ist ein Drucker, der auch kopieren und scannen kann, gebraucht sehr preiswert zu bekommen. Ich habe einen HP 2540 (erst die Rezensionen bei amazon gelesen, zu was anderem brauche ich den Laden nicht), vom Händler überholt, für 35 Euro bei eBay gekauft. Diese all-in-one-Dinger sind sehr praktisch, ich lebe seit Jahren mit solchen Druckern und möchte sie nicht missen.

      Übrigens hatte ich gestern ein wenig den Blues, sagte dem polnischen Bekannten, der längste Tag ist morgen, es geht auf Weihnachten zu. Ja da muss man jetzt nicht lachen, das geht so geschwind, bald sind die ersten Lebkuchen in den Geschäften und so geht es weiter und schon ist wieder ein Jahr rum. Und je älter man wird, umso schneller geht das ungerechterweise.

    • Das war schon ein See,
      @ liebe Frau Simon. Die Wasserfläche hatte 2 ha. Bis auf einen, waren wir aber alle überall verstreut.Gekauft hat ihn jemand aus NRW, der auch Ihnen ein Begriff ist.

      Zum Druckscanner muss ich sagen, dass der 30 Stufen höher stehen müsste, wo der PC ist.Man wird allerdings bequem mit dem Tablet, das Training verkommt.

      Die Rose ist schön, ich habe eine ähnliche, die erst jetzt Knospen hat, durch den Frostschaden ist nur noch die Hälfte da.

      Zu sone und sone: Von NRWlern lernte ich was über sone und monde.🌜

      Wir warten hier auch sehnsüchtig auf Regen.Bevor es auf Weihnachten zugeht, kommt wohl noch ein Sommer wie 2003, erfuhr ich gestern.

      Die Zeit vergeht so schnell, weil wir langsamer werden, Simönchen.Der Lack ist nicht nur etwas ab, sondern es geht an die Grundierung.
      Trotzdem, Kopf hoch.Wenn uns nichts mehr wehtut, sind wir tot.

    • Der Lack blättert so ab 25
      und ab Mitte 40+ ist man auf der Grundierung und kann nur noch spachteln.

      Das mit immer schneller vergehenden Jahren-Gefühl habe ich aber nicht erst gestern, sondern bestimmt schon 20 Jahre und damals war ich nicht langsam, das bin ich erst in den letzten drei Jahren geworden, allerdings habe ich heute einen sehr guten Tag und komme fast auf alte Geschwindigkeit. Und überhaupt kein Weh, den Staubsauger schon ausgiebig geschwungen, was mir sonst nicht gut bekommt.

      Gegen einen nochmaligen Sommer 2003 hätte ich absolut nichts einzuwenden, es war der Sommer, in dem ich meinen kleinen Laden fand und mich darin sauwohl fühlte. Der Sommer war einfach genial, die Leute jammerten ob der Hitze, die Simon fühlte sich wie der Fisch im Wasser und strahlte jeden Tag mit der Sonne um die Wette.
      Vor allem keine Probleme mit irgendwelchen Knochen, die bei Regen durchnumeriert werden wollen.

      Regen, es zieht sich hier immer wieder zu und es zieht wieder weg, das wird also nix.

      Dass sich Leute aus NRW in Ihrer Gegend Gelände unter die Nägel reißen kommt wohl daher, dass der Westerwald schon seit sehr vielen Jahren völlig ausverkauft ist. Hinz und Popel, also halb Düsseldorf hatte sich dort ne Hütte gekauft, auch ein Kollege, gebürtiger und typischer Schwabe hatte dort ein Haus. Mir völlig unverständlich, heißt es doch, dass über die Höhen der Wind so kalt weht.

      Tablet, so bin ich nicht ausgestattet. Ich habe einen ganz normalen PC und zwei externe Platten, die Kabel nerven ganz fürchterlich und ich rätsel immer mal, ob die wirklich alle nötig sind, drei große Steckdosenleisten liegen hier rum, alle belegt, aber mit was?
      Versuche, das zu ergründen, enden meist damit, dass ich mein Telefon bzw. den AB neu programmieren muss.

    • Von NRW ins Oldenburger Land
      und zur Küste sind die Verbindungen ja gut.

      Die Leute hatten damals 4 heranwachsene Kinder und wollten ein Freizeitgelände für sie.Als Erstes wurde ein Ponton bestellt.

  53. Widerliches Teil
    @ Don Alphonso, 22. Juni 2017 um 16:43 Uhr: Wurde hier schon komplett entsorgt. Widerliches Teil.

    Werter Don, ich habe Kindheitserinnerungen – vielleicht Sie auch – von Ferienzeiten auf dem Bauernhof, in denen die Bild fein säuberlich geschnitten, gelocht und am Faden aufgehängt im Häusl zu finden war.

    Seit einigen Malen nutzt meine Frau die unaufgefordert zugestellte Bild zu einem netten Zeitvertreib. Beim letzten Mal musste ich die zehn Kirchen erraten, die man in Deutschland besucht haben „muss“. Heute ging es um Ann-Sophie Mutters zehn Favoriten der klassischen Musik. Mir macht das Rätseln großen Spaß, aber ich vermute, dass meine Frau damit eher einen heimlichen Demenztest verbindet …

    Ansonsten stimme ich Ihnen zu: Papiertonne.

    edSE


    • die Bild … im Häusl
      oh ja, als ich in den Kindergarten ging, in den 1960ern, gab es aus Sparsamkeitsgründen das auch auf dem Klo.
      Ich bekam Pickel am Hintern davon, und traute mich nach einiger Zeit denn doch, das mal meiner Mutter zu erzählen. Die war zu meiner Überraschung fassungslos empört, hatte sie doch kurze Zeit zuvor extra Klopapiergeld gezahlt.
      Das schien gewirkt zu haben, bis ich in die Schule kam, kam es nicht mehr vor.

  54. Dispo
    Sehr schöne Definition des Begriffs Dispositionsfreiheit (nach dem in einigen Antworten gesucht wurde) – mit der’s nach der Jugend vorbei ist, außer bei Snobs und Bauerwartern.

  55. Barbarensicher
    Zur Sprengung der an-Nuri Moschee.

    Ich frage mich manchmal, ob man in Zeiten archäologischer 3D-Rekonstruktion, nicht in der Position absoluter Macht gegenüber Akten symbolischer Zerstörung von Kulturgütern ist. Zwar ist die Asymmetrie des Aufwands zwischen Zerstörung und Rekonstruktion asymmetrisch und wird es auch bleiben, aber entscheidend ist eine Form der systematischen Entmutigung angesichts einer zwar langsamen, aber beharrlich arbeitenden Wiederauferstehungsmaschine.

    Der Krieg gegen den IS mag militärisch in die Letzte Runde gehen, aber in den Köpfen geht er weiter, ebenso wie der Terror. Ich glaube nicht, dass man ihn dort auf Gutmenschenart gewinnen kann, durch Betroffenheitsgesten, Friedensdemos oder gar Selbstkorrektur angesichts berechtigter Ziele aufständiger Unterdrückter usw. sondern nur durch Design. Eine Welt, in der sie gewinnen können, ist unwahrscheinlicher zu machen, sozusagen barbarensicher. Zivilisationen sollten nicht so fragil sein, dass sie gleich im ersten Barbarensturm untergehen.

    • Gründungsgeschichte American Navy
      Das geht offenbar schon länger:
      In the late 1700s, the newly independent republic of the United States was continually beset by piracy at sea from four Muslim … states: Algiers, Tunis, Tripoli, and Morocco. The U.S., with limited military resources and staggering debts from the War for Independence, sought to establish secure routes for international commerce to spur rapid economic growth needed to build the emerging country. Yet the U.S. faced constant Ottoman attacks on its merchant ships.
      http://www.americanthinker.com/articles/2017/06/the_forgotten_war_that_changed_american_history.html

    • ?
      Ich weiß von Stephen Decatur und dieser Geschichte, verstehe aber nicht, was das mit meinem Posting zu tun hat.

    • Sicher ein Barbar...
      Herr Traumzeitler,

      Sie meinen also, wenn einer die Nike von Samothrake zu Marmorstaub zerpulvert, dass sich aus demselben mittels 3-Drucker mühelos eine gleichwertige Nachfolgerin fabrizieren lässt? Die dann dieselbe Wirkung hat?

      Nein, ein historisches Artefakt lässt sich für einen intelligenten Menschen nicht mehr reproduzieren, genau darin liegt ja das Irreversible und Schändliche dieser Verbrechen.

      Wenn Sie es aber besser wissen, nennen Sie mir doch jemanden, wo ich meinem La Licorne L760 von 1933 eine originalgetreue Nitrolackierung verpassen kann – hier und da hätte er/sie es nötig…

    • ?
      „Sie meinen also, wenn einer die Nike von Samothrake zu Marmorstaub zerpulvert, dass sich aus demselben mittels 3-Drucker mühelos eine gleichwertige Nachfolgerin fabrizieren lässt?“

      Ich habe nichts dergleichen geschrieben.

    • Vieles, was wir heute noch zu sehen bekommen, ist ohnehin nicht mehr original.
      Beispiel Paestum:

      bpE1UvPVpVg

      yeI7svk8CII

    • die Punkte
      Die Verbindung liegt in den drei Punkten dritte Zeile hinten.

    • Stand der Kenntnisse
      @Frauke Amgelin, wie weit man gehen soll? Bis zum jeweiligen Stand der Kenntnisse, würde ich sagen. Erinnern Sie sich, als in 2015 in Kathmandu Tempel und Monumente durch ein Erdbeben zerstört wurden? Mir war als, wäre die Reaktion der Bevölkerung die gewesen, dass dies zwar schlimm sei, aber nicht das erste Mal passiert wäre und man sie nun wieder aufbauen wolle. Materalfetischisten sind sie dort offenbar nicht in Nepal, es geht ihnen nicht um jedes einzelne, handverlesene Atom. Eine Organisation wie die Unesco ist da natürlich nicht ganz so frei wie eine gewachsene Kultur, aber warum sollte sie nicht auf den jeweiligen Stand des Wissens und der Technik zurückgreifen.

    • Die Zerstörung
      unliebsamer Kulturgüter um sie dem Vergessen anheim zu
      geben, ist in diesen Zeiten wirklich schwierig.
      Auch die Geschichte der barbarischen Zerstörer wird konserviert.
      Ort, Tag, Uhrzeit.
      Es gibt kein Entrinnen.

    • @dreamtimer
      In dem von Oberländer verlinkten Artikel steht, das muslimische Piraten früher amerikanische Schiffe überfallen und geplündert haben. Um dass zu vermeiden, bot 1785 eine US Delegation an, so wie die anderen westeuropäischen Staaten Schutzgelder zu bezahlen. Weiter liest man:

      Both Adams and Jefferson registered astonishment at the excessive tribute amounts and inquired how the Barbary States could justify „[making] war upon nations who had done them no injury.“ The Tripolitan ambassador declared that „all nations which [have] not acknowledged the Prophet were sinners, whom it was the right and duty of the faithful to plunder and enslave.“ Kilmeade and Yaeger describe the two founders as being „horrified by the [envoy’s] religious justification for greed and cruelty.“ Exhibiting no remorse or regret, the Tripolitan further explained that „every mussulman who was slain in warfare was sure to go to paradise. Zitat Ende

      Diese abartigen religiösen Rechtfertigungen, mit denen der IS heute kämpft, gab es auch schon 1785. Das wollte Oberländer wohl sagen und er hat damit recht. Wenn DAS im Islam heute noch gelehrt wird, dann gehört er verboten.

  56. Angriff der Killermücken
    An besagtem See wurde ich vor zwei Jahren derart von Kriebelmücken zerbissen, dass ich ihn seither gemieden habe.
    Aber im Sommer ist ein Leben ohne See ein Irrtum.

  57. Der geteilte Fluss
    Eins muss man sagen: Für eine Kunstfigur hält er immer das Richtige zur passenden Zeit bereit. Für mehr hätte es heute bei mir wegen der Schwüle nicht gereicht. Habe mal wieder zwei schöne Spek-Theorien aufgefrischt, die sich gegenseitig, wie oben gesagt, neutralisieren. Nichts Neues unter der Sonne.

    Las kürzlich an einem ähnlichen Tag über den Verlauf der Donau. Faszinierender Fluss mit seiner Versickerung. Ein Teil mündet in die Nordsee, was ich nicht wusste, und zwar der Teil, der in den Oberrhein fließt. Bei dem Sprüchlein haben sie inzwischen auf Gerechtigkeit geachtet. Es heißt jetzt: Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen fließen ihr entgegen, 4:4. In meiner Kindheit fing das mit der Altmühl an. Schönes Tal dort. Wenn’s heiß wird, liest man nützliche Sachen.

    • Das erinnert mich an die Suche nach der Quelle
      die mein Mann und ich vor vielen Jahren bei ein paar Urlaubstagen auf dem Brend im Schwarzwald unternommen haben. Wir fanden sie auch und zeigten sie ein Jahr später meinen Eltern, mit denen wir dort ein paar Tage Zwischenstopp auf dem Weg nach Riccione eingelegt hatten.

      Wäre mein Vater nicht auf die ziemlich dösige Idee gekommen, sich im Urlaub das Rauchen abzugewöhnen, wäre es netter gewesen. So erinnere ich mich nur glucksend an ein Mittagessen, bei dem mein Vater einen Beerenwein entdeckte, dem die Männer lebhaft zusprachen. Meine Mutter und ich hatten einen sehr angenehm ruhigen Nachmittag.

    • Soziales Konstrukt der Flüsse
      Drei Quellen, Breg und Brigach und dort, wo sie zusammenfließen, ein sog. Quelltopf, dann relativ bald die Versickerung im Sommer in ein ausgedehntes Höhlenssystem.

      Ich kenne sie nur zwischen Regensburg und Wien.
      Letztes Jahr war ich an der Rheinquelle, die imposanter ist, oberhalb von Andermatt in den Schweizer Bergen. Aber das Interessanteste ist, dass der Rhône dort auch entspringt. Außerdem Ticino und Reuss. Man steht also an einer Stelle, von der das Wasser ganz nach Norden und ans Mittelmeer fließt. Fand ich gedanklich faszinierend. Das sind also echte Flüsse. Die Donau würde ja nach der Versickerung nie mehr zum Leben erwachen, wären da nicht Iller, Lech, Isar, Inn mit ihren Quellen in den Bergen und später Drau und andere österreichische Bergflüsse.

      Ich nehme sie also nicht für voll, da sie nur ein gespeister Fluss ist, eine Art soziales Konstrukt der Flüsse. Und das mit der Radolfzeller Ach im Rhein als Donau ist auch eine verwegene Denkleistung, irgendwie deutsch (wo Nutella draufsteht, ist auch Nutella drin).

    • Der See im Fluss
      Übrigens haben Sie auch Tegernsee in der Donau, aber erst östlich vom Don und seiner kleinen dummen Stadt, in Passau, denn der See fließt ab in die Mangfall, die in den Inn fließt, der bei Passau, bei drei Wochen Regen zu deren Unglück, in die Donau mündet.

      Ich habe mir den Donauradweg angesehen, der sich hinter Budapest wohl nicht lohnt, da sie selten zu sehen ist. Der Rhein von der Quelle bis zur Mündung dagegen ist eine Show und meistens sichtbar. So ist auch die Donau in Bayern, Österreich und Ungarn toll. Wenn man sowas liest, merkt man, dass Deutschland schön ist, aber sich verzettelt mit übermäßiger Politisierung und einer unterirdischen Bevölkerungspolitik.

    • Einfach so
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Illerursprung

      Ein erfrischender Ort.

    • Donau-Iller
      Ich habe früher auf Donau und Iller gerudert. Die Iller war so klar, dass die Forellen unter dem Boot oft Schatten gesucht haben.
      25 Jahre lang war am Zusammenfluss der alten Donau und der Iller der Stromkilometer 0,0, also der offizielle Anfang der Donau. Dann plötzlich wurde der in 2587,9 umgewandelt. Seitdem beginnen die Flüsse offensichtlich an der Mündung. Finde ich komisch.

    • Ich komme mit meiner Geographie nicht mehr zurecht ..
      östlich vom Don? <– Aber das ist doch tiefstes Russland!

  58. Nur kein Wasser
    Nach über 30 Jahren Andalusien: Die besten Plätze sind im Hinterland, und das liegt nicht weit vom Wasser. 10-20 Min. mit dem Rad oder Auto und erspart sich den Dreck und Pöbel der Küste. Kein Mensch bei Verstand kauft bspw. in F, I oer E ein Haus am Meer. Wollen nur Deutsche, Skandinavier u. a. sonnen- und wasserhungriges Volk mit Müßiggang und Sommerfrischedenke. Schlechte Küche und übellauniges Personal. Und nur keine Gleichgesinnten. Der Klassenkampf ist unerträglich überdies.

    „Der Porsche 924“, hochgeehrter Gastgeber, also nun wirklich, ist in etwa so böswillig wie ein Zossen der MiFa als Toscana geeignet zu bezeichnen.

  59. Falsche Prämisse
    Es gibt viel mehr ‚Arten‘ von Menschen auf dieser Welt. Deshalb Vorsicht mit der Conclusio. Arten von Menschen ist im übrigen ein Begriff, der dem nationalsozialistischen Denken recht nahe kommt.

    • p.c. ?
      Jehova… Autobahn… Arten …

    • zwei Weisen von Menschen
      Was soll man denn sonst sagen? Arten und Weisen?

    • Quark!
      Peinlich!

      Sie wittern hier „nationalsozialistisches Denken“, weil Ihnen entweder die Bedeutungen des Wortes „Art“ nicht klar sind, oder weil Sie den Begriff aus welchen Gründen auch immer missverstehen möchten?

      Wenn Sie nicht zwischen den Bedeutungen „Gruppe, Eigenart, Sorte, Typ“ etc. und „Art“ im Sinn von „Spezies“ zu unterscheiden vermögen, besorgen Sie sich ein etymologisches Wörterbuch oder lesen Sie hier …

      https://de.wiktionary.org/wiki/Art

      Haben Sie den Begriff „Art“ evtl. mit „Rasse“ assoziiert? Wäre noch peinlicher.
      Und wo übrigens ist im Text hinsichtlich der Begriffsbedeutung „Arten von Menschen“ eine Prämisse oder eine Conclusio aufgeführt? Dass es, laut Verfasser und in bestimmter Hinsicht, zwei davon geben soll?

      Die Nazis übrigens verwendeten – wie Sie in Ihrem Kommentar – ebenfalls die Begriffe „Menschen, Vorsicht, Begriff, Denken“ usw. usf.
      Umgehende Selbstanzeige bei Kahane?

      Nachdem die Vorsicht, zu der Sie raten, Ihnen bereits beim Gebrauch und beim Verstehen simpler Begriffe abgeht, sollten Sie von einer weiteren Beratertätigkeit und perfid konstruierten Konklusionen besser absehen.

    • Es ist schon schlimm mit der deutschen Sprache, wirklich
      Drum sage ich ja immer, es gibt sone und sone und dann auch noch andere, die völlig aus der Art schlagen. Eltern beschuldigen sich dann gern gegenseitig, von mir hat das Kind das nicht.

    • Problem gelöst
      Umgangssprachlich ganz einfach: so’ne und solche!

    • Herr Resner
      Ich möchte nicht schon wieder den ganzen Text über die Entstehung der Rassenlehre und wie die Nazis diese aus den USA importiert hatten hier posten. Ich gebe Ihnen zwei Quellen und wenn Sie die gelesen haben, reden wir wieder über nationalsozialistisches Denken.

      http://waragainsttheweak.com/

      http://www.sfgate.com/opinion/article/Eugenics-and-the-Nazis-the-California-2549771.php

    • @ Marx
      Es geht hier um den von DA im Beitrag eingangs notierten Begriff „Art“ und um den Versuch, den Begriff – und vermutlich den Autor – dahin zu denunzieren, dass er „dem nationalsozialistischen Denken recht nahe“ komme.

      Das ist nichts als grober und heimtückischer Unfug, wie Sie bei sorgfältiger Lektüre feststellen dürften.

      Was Rassenlehre, Nazis, nationalsozialistisches Denken usw. anbetrifft, besteht meinerseits nicht der geringste Belehrungsbedarf. Adressieren Sie Ihre entsprechenden Angebote deshalb an wen auch immer, aber unterlassen Sie diese zudringliche Ich-weiß-auch-was-Attitüde.

    • @Herrn Resner
      Ich hatte Herrn Hock gemeint. Das ist, was ich weiss:
      Das Konzept des blonden und blauäugigen arischen „Übermenschen“ wurde erstmals von von Madison Grant, dem Gründer des New Yorker Zoos, in seinem 1916 erschienenen Buch: „The Passing of the Great Race“ beschrieben.
      Adolf Hitler las das Buch während seiner Festungshaft in Landsberg. 1923 schrieb er dem Autor einen Brief, in dem er dessen Buch als „seine Bibel“ bezeichnete.
      Das erste Land der Welt mit Gesetzen zum Schutz der arischen „Master Race“ war Schweden, gefolgt von 27 US Bundesstaaten und der Schweiz. Nazi-Deutschland war 1934 das 33. Land der Welt mit solchen Gesetzen, die eine Übersetzung der Rassehygienegesetzgebung des US Bundesstaates Kalifornien waren.
      Der amerikanische Rassenhygieniker Charles M. Goethe schrieb 1934 nach einem Besuch in Deutschland an den Präsidenten der amerikanischen „Human Betterment Foundation“ zu den „Nürnberger Gesetzen“:

      „You will be interested to know that your work has played a powerful part in shaping the opinions of the group of intellectuals who are behind Hitler in this epoch-making program. Everywhere I sensed that their opinions have been tremendously stimulated by American thought . . . I want you, my dear friend, to carry this thought with you for the rest of your life, that you have really jolted into action a great government of 60 million people.“

      Als Anerkennung dieser Leistung sprach im gleichen Jahr auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Public Health Association in Pasadena/Kalifornien ein Mitglied der SS über Deutsche Rassenhygiene.

      Die Nazis warben zuhause für Rassenhygiene mit dem Spruch des US Supreme Court Buck vs. Bell von 1927:

      It is better for all the world if, instead of waiting to execute degenerate offspring for crime or to let them starve for their imbecility, society can prevent those who are manifestly unfit from continuing their kind. ….Three generations of imbeciles are enough.

      Die Nazis schrieben darunter: „Wir sind nicht allein!“

      Die amerikanische Rockefeller Foundation gründete und finanzierte am Kaiser Wilhelm Institut in Berlin Dahlem (heute: „Max Planck Gesellschaft“) das Institut für Anthropologie, Vererbungslehre und Eugenik unter Ottmar von Verschuer.
      Dieser untersuchte eine von zwei Hypothesen zur Funktion der menschlichen Vererbung:
      die Theorie, das grossmolekulare Eiweisskörper im Zellplasma oder im Blut Träger der Erbinformation sind. Diese wurden in Berlin mit Hilfe der dort erfundenen Röntgenbeugungsspektroskopie analysiert.
      Die Alternativhypothese, dass Erbinformationen auf den damals schon bekannten Chromosomen gespeichert werden, untersuchte Oswald Avery in New York mit Hilfe des in Berlin ebenfalls erfundenen, von der Rockefeller Foundation gekauften und nach New York geschafften Elektronenmikroskops.

      Verschuer benötigte für seine Untersuchungen Zwillingspaare, weil nur die Eiweisskörper, die bei diesen identisch waren, als Kandidaten für weitere Untersuchungen in Frage kamen. Alle anderen waren Immunglobuline oder Transporteiweisse aus der Ernährung, die später im Leben hinzugekommen waren.

      An diesen Untersuchungen beteiligt war ein Münchener Veterinärmediziner, der bei Verschuer an seiner humanmedizinischen Dissertation arbeitete: Josef Mengele. Weil es im Deutschen Reich offensichtlich nicht genug Zwillinge gab, teilte Verschuer seinen Geldgebern im Jahre 1943 mit: „Dr. Mengele ist der SS beigetreten, um seine Studien in Auschwitz fortzuführen“.

      Bei der Rockefeller Foundation will man davon heute nichts mehr wissen. Die Tatsache aber, dass Mengele genau 6 Wochen, bevor Avery seine Erkenntnisse veröffentlichte, seine „Arbeit“ in Auschwitz einstellte, ziemlich genau die Zeit von Einreichung einer Publikation bis zu deren Veröffentlichung, spricht dafür, dass beide bis zum Schluss miteinander verbunden waren. Über wen ist nicht bekannt. Es liegt jedoch nahe, dabei an den Sponsor beider Studienzweige zu denken.
      Die Max Planck Gesellschaft bekennt sich zu dieser Geschichte, meint aber, nicht zu wissen, warum Mengele damals regelmässig Blutproben an das Institut für Klinische Chemie in Berlin Dahlem geschickt hatte.

      Nach Averys Veröffentlichung wurden zunächst die Nazis gehängt und die Zeit der Rassenhygiene für beendet erklärt. Die fünf Weltkongresse für Rassenhygiene wurden aus der Geschichtsschreibung gestrichen und offiziell „vergessen“ (London, Berlin, Rotterdam, 2x New York).
      Die internationalen Journals für Rassenhygiene wurden bis auf eine Ausnahme umbenannt (in Journals für „Human Biology“ und „Human Genetics“). Die Ausnahme: Das US Journal of Psychiatry, das 1942 die Euthanasierung „psychisch abnormaler Kinder“ jeden Alters gefordert hatte und Mitleid mit diesen Kindern als eigenständige psychiatrische Erkrankung bezeichnete.

      Die letzten Rassenhygienegesetze der Welt wurden erst 1976 wieder zurückgezogen – in Schweden und in Kanada. Bis dahin waren nach schwedischen schöngerechneten Schätzungen ca. 120 000 vor allem junge Frauen aufgrund „abnormalem Sexualverhaltens“ in Lager gesperrt und zwangssterilisiert worden. Amerikanische Schätzungen gehen etwa von der doppelten Anzahl von Opfern in den USA aus. Hier wurde das letzte Rassenhygienegesetz im US Bundesstaat Virginia im Jahre 1968 für verfassungswidrig erklärt.

      http://www.sfgate.com/opinion/article/Eugenics-and-the-Nazis-the-California-2549771.php

      https://www.law.cornell.edu/supremecourt/text/274/200

      http://waragainsttheweak.com/

      http://www.brown.uk.com/teaching/HEST5001/joseph.pdf

      http://www.economist.com/node/155244

  60. Privilegien und Decorum
    Werter Don,

    Ihre Betrachtungen werden immer tiefgründiger und besser! Ich mag es sehr, diese mir mehrmals langsam auf der Zunge zergehen zu lassen und nehme mir dann gerne auch die Freiheit, sie zu abstrahieren. Ein Genuß für´s Hirn, besonders in einer lauen Sommernacht!

    Beim Lesen zwischen den Zeilen fallen mir eine Reihe von Privilegien ein, die alle von uns hier wie selbstverständlich und z. T. sehr verschwenderisch genießen, egal, auf welcher Sprosse der Hühnerleiter man auch hockt. Allein die Möglichkeit, hier (noch) in entspannter Plauderatmosphäre Lesen uns Antworten zu können, sei Beweis genug für meine Grundthese.

    Voraussetzung für einen zierenden Anstand ist mMn ein tragendes Gefühl und Selbst-Bewusstsein für die eigene glückliche Situation – gewürzt mit einer Prise Dankbarkeit und „Gönnen-Können“. Gibt es beizeiten gratis ohne KiTa in der guten Kinderstube mit, sofern vorhanden. Auch Reisen bildet, wie man weiß. Dann klappt´s auch mit den Freundschaften, von denen man nicht viele, aber gute braucht.

    Sich wie Neureichs durch´s Leben zu tra(u)mpeln war schon immer peinlich und ungustiös fur das Umfeld, denn (Zitat aus meiner frühen Jugend):
    „Nur der Scheich ist wirklich reich“ (Ideal – Blaue Augen). Mei, und nicht mal mehr der, wie man aus Katar hören muß…

  61. Mit erhobenen Röcken
    @ Nahuatl sagt:
    „Die Bachboys beim Surfen
    die leichte Seite der Kirchenmusik
    Ist Costa Rica jetzt eigentlich eingemeindet worden?“

    Sie,mein guter Nahuatl, als alter Aztekenfresser sollten Sie das aber wissen! Auf schnöde Fragen gibt es keine Antworten. Außerdem habe ich eine ältere Dame, so um die 75, als Gast, die sucht sich gerade einen jungen Bachboy als, wie heißt das neuerdings, Gameboy? Lustknabe? Na, Sie wissen schon, die mexicatl, die man ganz falsch als Azteken beschimpft, sagten dazu, das sind jene, die mit erhobenen Röcken über die Straße gehen.

    Verraten Sie mir warum Sie sich Nahuatl nennen, einfach blöde Idee oder Bezug? Ich frage aus, Ähem, wissenschaftlichem Interesse…..

    Ja, das Meer ist im Grunde nur Wasser, lieber Don Alfonso, wie Sie richtig fest stellten, aber ich muss schon sagen, auf dieses Stück Meer ganz schön viel Wasser. Leider blieb die Antwort nach dem schnöden Zaster aus. Habe ich befürchtet. Die Welt ist halt nicht vollkommen.

    • Die Eingemeindung
      Hab Sie während einer geistigen Absence in Puerto Rico angesiedelt und blöde gefragt.
      Entschuldigung .

      Nahuatl. Sentimentalität

    • Lieber Tico,
      ich glaube der Fachbegriff, den Sie suchen, ist „Toyboy“ – Gameboy war was anderes…

    • ...die sucht sich gerade einen jungen Bachboy als, wie heißt das neuerdings, Gameboy?
      Cuba Slang: Jinetero (Reiter). Kein Kulturtransfer aus den USA, Kein schöngerechneter Werbejargon, Keine Jungen, Knaben oder gar Hotellaufburschen.
      Nach mutmaßlichen Hörensagen, sollen hier und da auch Jineteras (Reiterinnen) gesichtet worden sein?

  62. Denn wer keinen See hat der hat
    auch keine Feinde alte Weisheit aus Saudi-Arabien

  63. Langweilig
    Mehr kann ich dem Don dazu nicht sagen. Entschuldigung!

  64. Aschenputtel, so schön wie die Sonne, wird jetzt auch beerdigt
    An so einem schönen Sommertag braucht der Don noch ein Geschenk:

    Nun liegt eine neue Bewegung im Trend: Body Positivity. Das Motto: Egal wie dick, adipös, ungesund – jeder Körper ist schön, jeder Körper gehört gefeiert. (Und wer das nicht wunderbar findet, ist Teil des bösen Patriarchats). Anfangs gestartet als Protest gegen Models, die aussahen, als stöckelte nur mehr ihr Skelett über den Catwalk, und gegen den Schönheitswahn im Generellen, driftet auch diese Strömung ins Lächerliche: „Wir möchten fette Körper sehen, alle Arten von Körper, auf dem Cover von Mainstream-Medien“, erklärt eine Aktivistin kämpferisch.
    http://www.achgut.com/artikel/zeigt_her_eure_cellulite

    • Ach immer diese vergleichenden Mädels
      pah, guck mal, was die für Dellen hat, so schlimm seine meine noch nicht. Auch die Frau mit dem Superhintern Kardashian hat oh was Wunder ganz grässliche Dellen, was für ein Desaster bzw. für die nicht so Schönen dann wieder Genugtuung, dass es anderen auch nicht anders geht.

      Sah ich doch Montag ein Nilpferdpärchen über die Straße gehen, eine einzelne Nilpferdin ging hinterher und schaute der anderen so verächtlich und mißbilligend auf den Hintern, dass ich im Auto schallend gelacht habe. Manchmal möchte man doch ins Hirn anderer Leute schauen.

    • Was sind denn "Dellen" bei Frauen, Frau Simon?
      ?
      Die sonstige Intention Ihres Beitrages verstehe ich.

    • Dellen sind die Vertiefungen
      in meinem Sprachgebrauch. Bei Beulen im Auto, also Vertiefungen, spricht man ja auch von Dellen.

      Ganz schlimm wird es ja, wenn das in Cellulitis ausartet, manch eine und auch viele sogen. Frauenzeitschriften kriegen das einfach nicht geregelt.

      Ich habe schon viele Sportlerinnen gesehen, die Cellulite an den Oberschenkeln haben, irgendwie tröstlich ;-)

    • Titel eingeben
      Tipp an die Frauen: einfach mal die Cellulite weglassen!

  65. Gesundheitsgefährdend
    Ich versteh nicht, wie man Menschen antun kann, bei der Hitze den ganzen Tag nichts zu trinken. In NO ist es meistens so heiß.

  66. Wenn ich ein See seh, brauch ich kein Meer mehr...
    Aber das mit den Freundschaften ist wohl ob der Verluste, wie mit Antiquitäten, je älter sie werden, desto wertvoller werden sie…

  67. Privilegien
    Das Privileg an einem See zu wohnen, zeigt sich hier am Würmsee in unterschiedlichen Formen. An den Hängen hoch über den Ufern steigen die Preise für Grundstücke und Mieten, wenn auch nur aus einem Winkel des Balkons und zwischen den Bäumen der vorgelagerten Nachbarn ein Stück Blau zu sehen ist, und sei es im Winter, wenn die Blätter runter sind, oder beim Blick aus der Dachluke, falls man auf einer Leiter steht. Das Pflanzen von Tannen, des Bayern liebster Gartenbaum, wird deshalb von den Nachbarn argwöhnisch beäugt und u. U. anwaltschaftlich unterbunden.

    Direkt am See verfügen die wenigsten über einen privaten Zugang. Die meisten Grundstücke wurden für die Uferwege bzw. zum Zweck einer oft eher zweifelhaften sozialen Teilhabe und ihrer täglich zu besichtigenden Hinterlassenschaften zerschnitten. Deshalb finden sich die Villen und Gärten meist etwas zurückgesetzt. Vor ihnen liegt der Geh- und Radlerweg, und vor dem Weg, zum See hin, gelegentlich ein schmaler Uferstreifen mit privatem Steg und Bootshaus. Ein Arrangement von zweifelhafter Exklusivität, zumal bei sommerlichem Massenandrang.

    Großartig dagegen die hinterlassenen Stiftungen und ihre Parks, die zwischen Starnberg und Seeshaupt im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhundert von schwerreichen Industriellen(erben) zusammengekauft und so vor einer bedenkenlosen Überbauung bewahrt wurden.
    Wunderbarer, visionärer, idealistischer, engagierter, nicht erbschaftbesteuerter, nachhaltiger, umwelt- und naturrettender Kapitalismus!

    Und natürlich gibt es die paar außerordentlich exklusiven Anwesen des alten (Geld)Adels oder der Eigentümer von sehr viel neuem Geld, die hinter hohen Hecken oder Mauern über einen eigenen Seezugang verfügen. Ein Privileg, still genossen, gepflegt und geschätzt.

    Die meisten Seeanwohner indessen fliehen im Sommer den See, nicht wegen der Schnaken, sondern weil eine sonnenschirm-, luftmatratzen- und strandtuchbewehrte Occupy-Walze aus der nahen Stadt alles überrollt, was nach Wasser ausschaut und über S-Bahn-, Pommesbuden- und Eisdielennähe verfügt.
    Eine Zeit, in der es im umliegenden Wald und an den Bächen deutlich angenehmer ruhiger und kühler ist als in der Hektik der überlaufenen Seeufer.

    Und ja, es trifft zu, wer die echten Seeprivilegien genießt oder genossen hat, schaut ohne romantische Anwandlungen auf die Wasserflächen. Sie sind einfach da, und man muss sich ihrer Gegenwart nicht ständig versichern, geschweige denn damit angeben.

  68. Eine Frage des Alters vom Nachwuchs - wenn es ihn gibt
    mit Kinder/n bzw. Jugendlich/en schätzt man den Baggersee wieder sehr.

  69. Warum
    es viele Menschen immer zum Wasser zieht, um dort auch zu wohnen, verstehe ich auch nicht (mehr). Mücken ohne Ende(Binnensee), oder Meeresgedonner mit klebrigem Salz überall(@Folkher Braun, sogar mein mitgebrachter Stahlwilleschraubenschlüssel setzte Rostpickel an), vom Sandfeinstaub, der wirklich in jeder Ritze hängt, gar nicht zu reden, dann Hochzeitsfeiern und Party mit der Boombox bis 6 Uhr früh als Zuckerl obendrauf, nein das ist nichts! Nach knapp einem halben Jahr hier am Pazifikstrand, hat es uns gereicht, und wir haben uns ins „Landesinnere“ verkrümelt. Man muß vermutlich Hardcoresurfer sein um das länger gut zu finden. Wenn ich Strand will fahr ich hin ,um, z.B. den Sonnenuntergang zu genießen.
    BTW Im letzten Thread ging es auch um die Antisemitismusdoku. Die, und vor allem die Diskussion bei Maischberger, waren durchaus interessant, da hat sogar der „die Rente ist sischer“ Blüm ein paar Sätze zu sagen gehabt, man wundert sich. Aber der Herr Wolffsohn hat es eigentlich auf den Punkt gebracht als er zum ARD „gequält lächel“ Repräsentanten sagte (aus dem Gedächtnis zitiert) “ wenn Sie an ihre anderen Produktionen auch einen so hohen Qualitätsstandard anlegen, wie Sie behaupten es hier getan zu haben, dann müssten Sie den halben Tag nur Testbilder senden“. Einfach schön!
    Und die Runde war sich einig, Israelkritik ist nicht per se automatisch antisemitisch. So etwas, kann ich mich zumindest nicht erinnern, im ÖRF in der Form, gehört zu haben. (Man denke nur an diese extrem peinliche Veranstaltung damals mit Peter Scholl Latour zurück.) Ob das aber jetzt der Herr Netanjahu auch schon weiß?

    • Israelkritik
      Also, der Satz
      „…Israelkritik ist nicht per se automatisch antisemitisch“ wird doch eigentlich in den Medien ohne Unterlass vorgetragen?

      Leider sehr häufig, um antijüdische Klischees einzurahmen und sich dabei selbst den Anstrich des neutralen Kritikers zu geben.

  70. Titel eingeben
    Och, das geht auch ohne See .
    Wie sich die geneigte Leserschaft vielleicht erinnert, war Kreuzberg mal ein Ort, wegen dessen westdeutsche Familien ihrer Kindern verboten in Berlin zu studieren.
    Da stand nun, Anfang der Neunziger Jahre, ein aus dem Bundesgebiet zugezogener Kommilitone und potentieller Pretendant mit mir am Ufer des Landwehrkanals. Da drueben ist Kreueberg, wisperte er aufgeregt. Und? Da ist mein Augenarzt, erwiderte ich. Die Beziehung ist nie zustande gekommen.

  71. Es ist Merkel-Republik.
    Ich lese wirklich jeden Text des Don mit Genuss – Form, Inhalt, Stil sind immer gediegen. Aber das mit dem „gefühlt“ muss aufhören.

  72. Auf einer Wellenlänge
    Da bin ich ganz bei Ihnen, werter Don. Privilegien haben und schweigend genießen.
    In meinen jüngeren Jahren bin ich 1-2 mal im Jahr an die mondänen Orte dieser Welt geflogen um es da mal so richtig krachen zu lassen. Daheim habe ich meine Freunde, Mittelschicht die meisten, die zwar ungefähr von meiner Familie wissen, aber auch nicht mehr.
    Ich bezahle dann halt gemeinsame Urlaube oder schenke etwas größeres.
    Und den Wert meiner Uhren erkennen nur Eingeweihte, nichts goldene Rolex.
    In Deutschland muss man ja sowieso aufpassen, wer was von einem weiß. Und obszön dargestellter Reichtum vergrault die Menschen.

  73. Wie und wo?
    Mich würde interessieren, wie und wo Sie Ihre materielle Existenzgrundlage erhalten. Oder sehen Sie optimistisch bis sorglos in die nähere Zukunft?

  74. Das Leben am Pool
    Man kann gegen das chlorhaltige Wasser in unserem Swimmingpool viel einwenden, aber dafür ist es keine wirklich gut geeignete Brutstätte für Mückenlarven. Ich mag unzerstochene Beine, v.a. wenn es meine eigenen sind und so toll ist Modder an den Füßen auch wieder nicht, dass ich jeden Weiher aufsuchen muss. Ich habe zwar einige Römer beneidet, auf deren Dachterasse ein Pool ist, von dem aus sie einen herrlichen Blick auf die Stadt werfen können, andererseits habe ich dort nie Leute gesehen. Luxus ist, wenn man ihn außerdem hat.

  75. Sie möchten mehr Kommentare?
    Sehr gern.

    Ich habe mich in Ihrem Text durchaus wiedergefunden – der See ist in der Tat ein Ort, den man primär in seiner Jugend aufsucht, derer gab und gibt es in meiner oberländischen Heimat sehr viele, und man hat in der Tat viele schöne Erinnerungen in Tage und Nächte am und im Wasser. Aber einen Unterschied gab es doch: Niemand – selbst jene, deren Eltern in der Tat ein Haus oder zumindest ein Grundstück am See haben – hat jemals vergessen, dass das Leben mit dem See ein Privileg ist. Das gilt nicht nur für den Starnberger oder den Tegernsee, sondern auch für den oft zu Unrecht als „Bauernsee“ geschmähten Ammersee, die Moorseen zwischen Seeshaupt und Iffeldorf oder solche kleinen Tümpel wie Kirchsee und den Riegsee bei Murnau. Das ganze Oberland selbst ist ein einziges Privileg. Nie, nie, nie wurde dieser Gedanke aus den Augen verloren, gleich, welchen Alters oder welcher Schicht man war.

    Wo ich länger darüber nachdenke und den Text nochmals überfliege – es gibt noch einen Unterschied. Das Ufer, oder sagen wir einmal großspurig „der Strand“, war immer ein ur-biodeutscher Ort. Ich kann mich nicht einmal erinnern, im Ambacher Erholungsgebiet am südöstlichen Ufer des Starnberger Sees – wer es kennt, weiß, dass sich in den Sommerferien dort gerne gesfühlt ein Viertel der Bevölkerung Münchens dort versammelt – jemals türkische bzw. türkischstämmige Familien gesehen zu haben, und das Gebiet war nun wirklich kein Refugium für finanziell Bessergestellte. Die Gründe dafür wären tatsächlich einmal einer kurzen Nachforschung wert.

    • Klar wie Klosbrühe,
      zu viele Zwiebeltürme mit allahlästerndem Geläut, fängt in Greifenberg an und hört einmal um den See herum in Inning auf, zu viel unerschütterlich katholisches Volks darum herum, trotz einiger Schadmünchner, die man als solche einstufen könnte. Dazu noch diese Schweinsbroodnfestung Andechs, die womöglich Schweinshaxn katapultiert, ebenfalls mit Zwiebelturm. Aus allen Richtungen, die vielen Klöster, gar eine Autobahnkapelle, Marterln und Wegekreuze, da kann beim Muslim keine Freude auf Grilllamm aufkommen. Sie würden sich auch nicht in den Gülhane-Park in Konstantinopel setzen und das gestrige Lidl-Angebot Schweinebauch zum Grillen, 500 Gramm für 1,99€ kokeln.
      .
      Ich erwarte zumindest eine Gegendarstellung aus der RHS.

    • An den Zwiebeltürmen wird es eher nicht liegen
      … warum sollte es auch. „Der Muslim“ würde ja in Ambach auch nur ins Wasser gehen und ein Eis essen wollen, und ob man jetzt über den Feuerstellen Schwein oder Lamm brät macht auch keinen Unterschied – man schaut ja nicht dem Nachbarn in die Flammen.

      Und ich weiß nicht, ob ich mich in den Gülhane-Park setzen würde – das hinge davon ab, ob man dort grillen darf. Ganz generell bin ich aber überhaupt schon skeptisch, ob man als Deutscher dort noch recht gern gesehen ist, deswegen fahre ich gar nicht erst hin. Von Konstantinopel ist ohnehin nicht mehr allzu viel übrig, und das, was noch da ist, wird sicher nicht mehr werden.

  76. Seen und Flüsse
    Wenn man solche Betrachtungen anstellt, wird einem klar, warum sich dieses Land so schwer tut mit Kultur. An den Flüssen Burgen und Klöster, Zeitzeugen einer Geschichte vor Deutschland, vor den Kriegen, vor der BRD. Wenn man eine Leitkultur von einer einzigen Stadt, Berlin, aus definieren will, muss man scheitern, und das wird ständig gemacht. Die ältere Kultur, die vor allen Katastrophen bestand, liegt im Land verteilt an den Wasserstraßen und steht dort teilweise schon Hunderte von Jahren. Derweil zerfetzt man sich in Berlin um das Kreuz auf dem Stadtschloss, was für ein Kindergarten.

    Solche sinnlosen Diskussionen um die Demontierung von Geschichte (und Geschlecht) machen ärgerlich, die Betrachtung der Geschichte des Landes um die Flüsse, das Gedenken an das Alte, nostalgisch. Im Prinzip hatten wir hier, wenn man die Kriege gesondert betrachtet, noch nie eine so unwürdige Zeit. Währenddessen trifft man sich auf Gipfeln, tätschelt sich die Wange oder die Schulter und versucht, sich eine überregionale Würde zu verleihen, die bei kaum einem Menschen ankommt, erst recht nicht in Frankreich oder dem Vereinigten Königreich.

  77. Renate Simon sagte am 23. Juni 2017 um 01:00 Uhr
    „Ach immer diese vergleichenden Mädels…
    pah, guck mal, was die für Dellen hat…“
    .
    Dellen konkav oder konvex? Konvexe Dellen bleiben der Männerschaft lange in guter Erinnerung. Anita, Sophia, Brigitte,…. (letztere nach dem ersten Vokal so aussprechen wie Entwicklungshilfeminischdr Millr von der CSU das bei „Niger“ tut).
    .
    Lolo Ferrari lassen wir mal außen vor, da mit unlauteren Mitteln zur Ergötzung ihres Kerls immer wieder nachgetunt wurde. So lange bis alle natürlich gegebenen Kräfteverhältnisse buchstäblich außer Kraft gesetzt waren. Haben Sie z.B. einmal eine Materialzugprobe von Baustahl angeschaut, die Einschnürung, die Bruchstelle? So stellte ich mir das bei der auch vor.
    .
    Übrigens, mein neuestes Hobby. Aktuell betrachte ich mir immer den neuen Jupiter und die Unsere wenn sie vor dem Hotel Matignon auf die Dragoner mit den hochgestellten Brotmessern zugehen (die Gelegenheiten sollen sich nach eigenen Aussagen nun mehren). Ich achte dabei auf eine gewisse Situation in Parallelität und prüfe geübten Auges die Kongruenz (die Mathematik benennt das mit: Deckungsgleichheit von Punktmengen). Aber diese Kongruenz, vor allem ab der Gürtellinie abwärts achtern? Kann man Australien etwa deckungsgleich über den amerikanischen Kontinent legen?
    .
    Sie finden das nicht gut? Ich erwarte ohnehin jeden Tag, daß da zwei Typen mit Gesichtern wie dieser Martin Brambach eines hat (also übernommene Truppe), vor der Haustüre stehen und……
    .
    Ach, gestern war ich mal wieder beim Buchhändler O. (meines (früheren) Vertrauens). Öde, keine SZ, keine FAZ mehr (d´Leid solled Biacher kaafe, ned Zeydung läse…). Wie z.B. soll ich Dons Anspielungen auf Prantelhausen bewerten ohne SZ im Zeitungsstock? Zudem, der Kaffeeautomat aus der Schweiz, mehr hie (defekt) wie…
    Diese neuen Druckerzeugnisse, Wahnsinn! Walter S., Heiko M., Olaf Sch., alleine 4 verschiedene von Martin Sch., ein etwa 1,2 cm dickes Buch von der Makkarone für knapp 23 €, ein Büchlein, noch dünner (Format Reisepaß, damit immer dabei) von Heribert P. über den Umgang mit Populisten, Bücher über gesäten Wind und geerntete Stürme…..Nach dem Weihnachtsgeschäft im Januar 2018 vermutlich in der 1€-Kiste. Der Maas, vierreihig nebeneinander, soll bleischwer liegen sagte man…Wer kauft ein Buch zum Preiß eines leckeren Essens auf dem Wartberg?
    (DdH)

    • Verkäuferblues
      Werter DdH, auf Ihre Anregung hin habe ich kürzlich ein Verhandlunggespräch
      mit einem Antiquariatsbetreiber vollumfänglich [also mit lässigem Unterton] durchgezogen, um in den Besitz der Werke Seumes mit winkenden Lesebändchen, zu gelangen.
      Und, was soll ich sagen, der Mann war ja vollständig betrunken!
      Auf meinen alternativ scherzhaften Preisvorschlag [€ 10,00], der deutlich unter seiner Auspreisung lag, hob er seine Arme wedelnd in die Luft und verkündete glänzend generös: jawoll, mein Herr, ich akzeptiere, nehmen Sie den Huuhugo von Hohoffmannsthal auch gleich mit, weg ist weg!
      Hm, natürlich hatte ich gemischte Gefühle, weil …
      aber nunja, gebongt ist gebongt.

    • Es kommen lausige Zeiten
      zeugen soll man sofort, wenn die Polizei das verlangt, gleichgültig, ob man zeugen kann oder nicht. https://www.lawblog.de/index.php/archives/2017/06/23/schoene-neue-zeugenwelt/

      Dumm daher schwätze geht ab nächster Woche auch nimmer, alldieweil der kleine Heiko sein allerdümmstes Gesetz durchbringt, bei dem man nun aber nicht FB und Gezwitscher allein die Verantwortung überlassen will, nein, die sollen Beschwerden auch an neue gemeinsame Einrichtungen abgeben können. Wobei mir nur Kahane einfällt.
      Sie denken an Brambach (der das nicht verdient hat), den unauffälligen Mann im Regenmantel. Könnte sein, dass wir Bekanntschaft mit solchen Typen machen werden, endlich mal wieder Herrenbesuch ;-)

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/maas-gutes-ergebnis-koalition-einig-bei-gesetz-gegen-internethetze-15074749.html

      In was für einer Welt leben wir eigentlich? Wird es so kommen, dass die ehemaligen DDR-Bewohner den alten Status zurück haben wollen werden?

      Ob sich jemand erbarmt und gegen diesen ganzen Schwachsinn in Karlsruhe streiten wird?

      Wieso Politiker auch noch Zeit finden, unlesbare Bücher zu schreiben, ist mir ja schon schleierhaft. War da nicht irgendwas mit alle Kraft dem Volke? Ich werde mir keinen dieser Ergüsse zulegen, auch nicht unter Strafandrohung. Und Prantl lese ich vielleicht ein- oder zweimal im Jahr, aber doch nicht gebunden oder geleimt.

    • Doch, gegen das Prostutuiertenverfolgungsgesetz wird ja auch geklagt.

  78. Bezahlen für Macron
    Beim Geld hört die Freundschaft auf.
    https://www.welt.de/wirtschaft/article165845053/Macrons-Klimaschutz-bringt-Deutschland-in-die-Bredouille.html

    Der Bua hat gelernt, wie man andere ausbeutet. Da muss ein Nein her.

    • Haben Sie etwas anderes erwartet?


    • Klimaschutz ist sowas von Nullerjahre. Wir brauchen was neues.
      Es sollte ursprünglich nie mehr als ein Marketingargument sein, daß es sich dann quasireligiös aufgepumpt hat, war bei weitem zuviel.
      Und nun haben wir den Dreck mit brennbaren Styroporhäusern und Ökostrom stets wenn man ihn nicht braucht.
      Eine Runde aufräumen und Hausaufgaben machen wäre angesagt.
      Und die Rückkehr zu „Umweltschutz“, unter Nichtberücksichtigung von „Welt retten“.

    • Macron wurde schon zum Disziplin-Oberlehrer der EU befördert
      Sah gerade um 16.00 h Zdf-X-Press-Nachrichten. EU-Gipfel in Brüssel. Bevor die 28 zusammensaßen gab es eine kleine „Disziplinar-Runde“. Die Ost-Eu-Staatschefs unter Vorsitz von Macron. Macron mahnte die ungehorsamen Kinder dass das so nicht gehe …..Eu sei kein Selbstbedienungsladen und so weiter.

      Fragen: — Seit wann ist die EU kein Selbstbedienungsladen? Schulz hat sich doch bedient und er war/ist sicher nicht der Einzige.

      — Warum hat Macron nicht Herrn Juncker wegen des Steuerschadens aufgrund der Lux-Oase angemahnt?

      — Wie konnte Monsieur M so schnell zum EU-Gleichschaltungs-Disziplinar-Beauftragten aufsteigen? Eine Blitzkarriere fürwahr.

    • Ich eimere mich ...
      auch hier im Blog wird immer schön geschimpft, Macron hoch, Macron runter, Merkel hoch (eher runter).
      Und nun zeigt mal einer der Angela wo die Glocken hängen, und – man versammelt sich hinter der elF.
      Ist doch irgendwie pervers, oder? Da reitet Merkel das Land in jeden Sch….haufen, die Energiewende koste jeden nur so viel wie eine Kugel Eis (mittlerweile sind es 7 Cent pro KWh), so dass im Schnitt in D eine KWh 29 Cent kostet, in F im Schnitt 17. Und Gabriel hat letztes Jahr ein tolles neues Kohlekraftwerk eröffnet, das jetzt – unter anderem – Strom zu Dumpingpreisen nach AT exportiert und der dortigen Energiewirtschaft die Luft abdrückt … .

      Und jetzt hat Macron seine schlauen Jungs mal rechnen lassen, wie man *endlich* die Deutschen an die Kandarre nimmt (nachdem es die deutschen Wähler schon nicht mit der Regierung tun), und wiederum versammelt sich die Stammtisch- (oder Blog-)Belegschaft *hinter* der Regierung.
      Ich betone, dass ich kein Macronist bin (Philomena wird das bezeugen können), im Gegenteil. Es scheint aber – leider auch hier – kaum durchgedrungen, was für eine egotistische Politik hier betrieben wird, auf Kosten anderer EU-Länder, und natürlich der eigenen Bevölkerung.
      Da hatte ich doch hier eher erwartet, dass man sich jetzt nicht ’solidarisch‘ hinter dieser verdrehten, inkongruenten Politik aufstellt. So kann es ja nie zu einer Verbesserung kommen!
      Wenn die Suppe eingebrockt ist, muss sie auch wieder ausgelöffelt werden, und da zerren offenbar auch mehr und mehr der europäischen Partner dran. Auf Dauer kann es nicht gut gehen, wenn sich die Bevölkerung statt einer Kurswende zu ’noch mehr Brocken in die Suppe‘ solidarisiert.

      Natürlich muss Deutschland nachgeben. Nicht wegen der Franzosen, und schon gar nicht wegen Macron. Deutschland muss nachgeben, damit endlich wieder eine Chancengleichheit in Europa entsteht. Neben Deutschland kann kaum ein Land atmen: Die Griechen werden mit deutschem Feta überschwemmt, so billig dass der einheimische nicht mehr verkauft werden kann, die Österreicher mit Energie, die Franzosen kommen auch auf keinen Zweig …
      Ja, liebe Leute, wie sollen die sich denn fühlen? Wie fühlt es sich denn so an, als bully on the block? Exportieren bis zum Anschlag, das ist doch kein Nullsummenspiel.
      Es gibt nur zwei Alternativen: die anderen zu unterstützen, zu finanzieren (da habe ich mal hier den Teufelsadvokat gegeben), ODER die EURO-Zone aufzulösen.

      Jammern nutzt da nix.

    • Merkelmacron
      der Emmanuel ist ein Guter, der darf das und ulF spielt mal wieder Mutti und erlaubt es ihm.


    • Blitzkarriere
      Sowieso. Nicht nachhaltig.
      Ceterum censeo daß die Visegrad-Staaten recht haben mit ihrer Ablehnung völlig unregulierter Einwanderung – und daß sie sich durchsetzen sollten.

    • Herr Dippel, für EU-Befürworter haben Sie ja recht,
      ich für meinen Teil brauche die EU nicht und ebenso wenig einen Target2-Saldo von derzeit 857.272.347.967,06 Euro.

      Sie können sich drehen und winden, die EU ist am Ende, so richtig lief es nie, es geht immer nur um das Geld von anderen, verbrämt mit fast gotteslästerlichem Brimborium.

      Wenn ich mir die Lichtgestalten ansehe, die die EU als solche und die Mitgliedsstaaten vertreten, könnte ich fast an den Suff geraten, wobei man sich da und überhaupt aber auch gar nichts schönsaufen kann.

    • Wie konnte Monsieur M so schnell ... aufsteigen?
      https://de.wikipedia.org/wiki/Macron#Investmentbanker – ein junger Mann mit Erfahrung (mit einer Frau mit noch mehr Erfahrung). Er sieht besser aus als sein Vorgänger im Amt, er wird bestimmt nicht mit dem Mofa (für Schweizer: Töffli) nächtlich zur Geliebten fahren. Vielmehr versucht er, die Neue WeltOrdnung tagein tagaus zu popularisieren (alles andere wäre „populistisch“).

      Zitat: Visegrád [ˈviʃɛgraːd] (deutsch Plintenburg) ist eine Stadt … ca. 40 Kilometer nördlich von Budapest an der Donau gelegen. Bekannt ist sie durch eine auf einem 247 m hohen Bergkegel am Donauknie gelegene, um 1247 entstandene Burg, die sogenannte „Zitadelle“ mit dem Salomonturm und dem ab 1323 entstandenen Königspalast. Der slawische Ortsname više grad („hohe Burg“) stammt aus dem 9. Jahrhundert und bezog sich auf das spätrömische Kastell auf dem Sibrik-Hügel.

      Die Stadt ist Namensgeber der Visegrád-Gruppe, ein Bündnis der Staaten Slowakei, Polen, Tschechien und Ungarn (auch als V4 bezeichnet). … Zitat-Ende

    • @ Herr Dippel,das mache ich sogar freiwillig.
      Meine Frage ist ja tatsächlich auch, was eine Gesellschaft davon hat, wenn: sie billigst arbeitet, Menschen arbeitsrechtlich z.T. demütigt usw.um dann die Waren alle zu liefern, ohne jemals Geld dafür zu sehen.Bezahlen können diese Kunden doch niemals.Wer sind denn nun die eigentlichen Nutznießer?

      Bei unsereinem mit seinem Soll-und-Haben-Verständnis ein Unding.Ich stelle mir vor, dass das alles ein besonderes Perpetuum mobile ist, damit es nicht zum Knall kommt.Mir scheint, es wird überall so gemacht und bringt dem unteren Teil der Gesellschaften nur, dass sie weg von der Straße sind und nicht auf dumme Gedanken kommen.

      Was passierte denn, wenn alles zusammenbricht, liebe Frau Simon? Ich will es mir gar nicht erst ausmalen.Ein geordneter, ehrlicher Crash scheint nicht einfach zu sein.Oder warum wagt man den nicht?Weil einige ihre Schäfchen noch nicht im Trockenen haben? Möglich.Mir leuchtet aber auch ein, dass kein Land der EU allein gegen den Rest der Welt bestehen könnte.

      Wenn wir zu blöd sind und zumindest nicht mal gegen Werkverträge, ewige Zeitarbeit,dauernde Bereitschaft beim Verkaufspersonal z.B.aufzumucken, ist uns doch nicht zu helfen.Überall wird komischer Weise auf Geiz ist geil gemacht – nur nicht bei iPhon und Co.
      Autos, die zwei Nr. zu groß sind gegen Billigfraß etc. Irgendwie tut mir keiner mehr leid.Das machen ja nicht nur Arme.

      Jetzt hoffe ich erst mal auf unsere Nachbarn, dass die auf die Barrikaden gehen.Wenn es allerdings so läuft, wie in der Energiewirtschaft, wo alles dem Steuerzahler (2x) aufgebrummt wird…Ich bin ratlos und froh, dass ich auf dem Land wohne und einen Garten habe und Holz. Kerzen sind auch vorhanden.Vielleicht sollte man sich noch so eine Lampe wie in der 3. Welt anschaffen. Sie wissen schon, die aus Flaschen, mit Sonne.

    • Verhauen, Frau Simon
      Vielleicht bin ich so bitter, weil ich mich so verhauen habe, und viel Geld verloren habe?
      Mir war mein vorletzter Satz seit 5 Jahren klar. Er ist auch heute noch richtig.
      Nur: Ich hatte viel Geld darauf gewettet, die Deutschen erinnerten sich der möglichen Zweitverwendung eines Dreschflegels und trieben damit ihre Regierenden in den Spreebogen, sollten diese auf die Idee kommen, der ersten Lösung (Finanzierung des EURO-Raumes) den Vorzug zu geben.

      Ein Spagat würde es immer sein, der stereotype Deutsche ist geizig und obrigkeitsergeben. Ich war allerdings sicher, dass ihm am Ende das Portemonnaie näher als die Obrigkeit wäre. Deshalb hatte ich auf einen bestimmten Termin gewettet, dass der Deutsche, sollte bis dahin Griechenland noch immer ‚gerettet‘ werden, zu drastischen Massnahmen greife.
      Stattdessen hat er sich ein Loch in den Hosensack schneiden lassen. Und ich musste für meine Fehleinschätzung blechen.

    • Die EU ist ein Elitenprojekt
      Angedacht in den 20er Jahren vom Grafen Coudenhove-Kalergi, der die Pan Europa-Union gründete, finanziert von dem jüdisch-amerikanischen Bankier Warburg mit 60.000 Goldmark. Wie wir wissen, verteilt die Pan Europa den Europa-Orden, den von Adenauer bis Juncker alle möglichen Politiker tragen, auch Merkel.

      Den Gedanken Kalergis griffen Churchill nach dem Krieg auf, er hielt einige von Kalergi verfasste Reden und Monnet, ebenfalls aus den USA finanziert, der Schumann zur Montan-Union beeinflusste.

      Es ging bei all den Überlegungen grundsätzlich nicht hauptsächlich um das gedeihliche Zusammenleben der verschiedenen Völker. Es ging, wie immer und überall, um wirtschaftliche Interessen verschiedener Gruppen, das von de Gaulle erträumte vereinte Europa der Vaterländer passte da niemandem in den Kram, nicht einmal Adenauer. Wobei mir das von de Gaulle angedachte Europa bis heute das liebste wäre.

      https://www.sozialarchiv.ch/2016/09/18/vor-70-jahren-take-off-der-europaeischen-integration-von-der-schweiz-aus/

      http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=549

      https://www.konrad-adenauer.de/stichworte/europapolitik/europaeische-einigung

      Was im Laufe der vielen Jahre daraus wurde, ist weder demokratisch noch in irgendeiner Art und Weise für alle beteiligten Länder sonderlich förderlich. Die armen bleiben arm, Deutschland war schon immer der starke Teilnehmer und brüstet sich nun mit seinen Exportüberschüssen, denen viel zu wenig Importe gegenüber stehen. Ein Gleichgewicht zwischen allen hat es nie gegeben, das eigentliche Ziel, Deutschland klein zu halten, ist verfehlt worden.

      Wenn auch heute bestritten wird, dass der Euro der Preis für die Wiedervereinigung gewesen sei, sondern bereits in den 80er Jahren angedacht wurde, die Wirtschaft hatte den ECU und kam damit bestens zurecht, so bleibe ich bei meiner Meinung, dass der Euro doch nur dem Zwecke dienen sollte, Frankreich aus mancher Misere raus- und uns gerade dort hineinzubringen. Diese Zielsetzung muss Kohl bekannt gewesen sein, den Preis zahlte er ohne Volksabstimmung für die Wiedervereinigung, die uns also, solange die EU und der Euro bestehen, zu den Zahlmeistern macht.

      Übrigens sprach schon Adenauer vom Europa der zwei Geschwindigkeiten, das Geschwafel von Merkel & Co hat also ganz andere Urväter.

      Was brächte ein Rückbau der EU zu einer EWG oder einem ähnlichen Konstrukt, das die wirtschaftlichen Interessen bedient, unter Aufgabe des Euro bei Einführung einer dem ECU ähnlichen Währung für die Transaktionen der Wirtschaft.

      Darauf, wie Philomena zu hoffen, dass andere aufstehen und den Dreck wegräumen, kann man machen, ist aber nicht hilfreich, wenn andere Gleiches von uns erwarten.
      Die Probleme der EU inkl. Euro hat hauptsächlich Deutschland zu verantworten und da insbesondere Merkel. Es macht keinen Sinn, die EU-Erweiterung so voranzutreiben, wie es gerade geschieht. Es machte auch keinen Sinn, den Juncker-Plan, Euro für alle, umzusetzen, es sei denn, man sieht das alte Ziel, Deutschland den anderen anzupassen. Der umgekehrte Weg, dafür zu sorgen, dass andere mit Deutschland halbwegs Schritt halten können, wird nicht gelingen, also muss Deutschland geschwächt werden (Pläne dazu hat es reichlich gegeben, Morgenthau, Kaufmann, Hooton).

      Merkel tut das ihre mit der Grenzöffnung, verlangt völlig unrealistisch und wohl auch nur fürs heimische Publikum, dass andere EU-Partner sich des Problems ebenfalls annehmen, wohl wissend, dass weder irgendwelche Vertragsgrundlagen noch Übereinkommen andere dazu verpflichten.

      Was aber Juncker u.a. übersehen oder übersehen müssen ist, ein geschwächtes Deutschland macht aus der EU einen armseligen Haufen, der für niemanden ein vollwertiger Handelspartner wäre. Wobei das auch wohl nicht im Interesse der Handelspartner liegen kann, je schwächer die EU, umso mehr ist sie auf andere angewiesen.

      Wir sollten uns von dem Gedanken freimachen, der Nabel der Welt zu sein, wir waren es nie und wir werden es nie sein. Weder mit einer EU noch mit sonstwas, die Musik spielt ganz woanders.

    • so schaut's aus,
      @ Frau Simon und da kommen wir auch nicht mehr raus ohne die anderen mit ihrer Stimmberechtigung. Es wäre aber schon schön, wenn hier auch mal was abginge an Protest.Der Lissabon – Vertrag erlaubt dann, wenn es ganz schlimm käme, das Schießen auf uns, ich weiß.Uns ist sogar ein Generalstreik verboten.

      Das die USA hauptsächlich nicht mit de Gaulles Ansinnen einverstanden waren, wurde nochmal in der Doku zum 100. Geburtstag Kennedys gezeigt.

      Unsere Politiker sollten das Wort Demokratie nicht mehr in den Mund nehmen.Was man in letzter Zeit so über Adenauer lesen konnte, war teilweise auch erbärmlich.Wovor der alles Angst hatte…Für mich eher krankhaft, eben keine Größe.

      Wie sagt man?
      Willst du geschimpft werden, musst du heiraten.
      Willst du gelobt werden, musst du sterben.

    • Sehr gut recherchiert, und argumentiert!
      Wie alt sind Sie eigentlich, Frau Simon, um nicht mitbekommen zu haben, dass am Deutschen Wesen, naja, Sie wissen schon.
      Nicht so zur Gänze fällt es den meisten Deutschen allerdings auf, dass zwischen den Forderungen nach Lebensraum (wo auch immer) und den Forderungen, Merkel müsse die Freie Welt … , und Klima, und alles muss wie die Grünen (auch wenn der Obergrüne publikumswirksam fragt, ‚ah, unn wo solle die all danghe?‘), und alles E-Mobil, u.s.w. die Differenz nicht so gross ist.
      Die ganze Welt beglücken, zur Not mit ein paar Daumenschrauben … .
      Finsteres Mittelalter, scheint mir!

    • Herr Dippel, ich habe am 1. Mai das zarte Alter von 71 vollendet
      stehe also im 8. Lebensjahrzehnt (was mich immer fürchterlich erschreckt, weil sich das richtig alt anfühlt).

      Wie auch immer, ich versuche mein bisschen Verstand (ohne Abi und Studium) zu gebrauchen, mich in alle möglichen und unmöglichen Situationen reinzudenken, was oft zu sehr langen Nächten führt, weil man vom Hundertsten ins Tausendste kommt. Die Ergebnisse sind dann so, dass man sich entweder gleich die Kugel geben oder doch abwarten möchte, was noch alles geschehen muss, bis ein Umdenken stattfindet.

      Unterdessen weiß ich, dass ich dieses Umdenken, das eines Tages kommen muss, es führt m.E. kein Weg dran vorbei, nicht erleben werde.

      Links-grüne Ideologien sind nie bei mir angekommen und das Gejohle hier um Kretschmanns dämliche Äußerungen und vermeintliche Emotionen (die nicht spontan sind, das ist fake) zeigt, dass der Zweck erfüllt wurde. Ich halte von dem Mann absolut gar nichts, ein alter Kommunist-Marxist, der für meine ostwestfälischen Ohren auch noch ein unverständliches Deutsch spricht, den ich mit sehr viel Vorsicht beobachte.

      ~
      Liebe Philomena, der Lissabon-Vertrag schließt auch die Todesstrafe nicht explizit aus. Ich habe den Vertrag auf dem Rechner und soweit ich verqueren Beamtensprech verstehen kann, ist es geradezu abenteuerlich, was da beschlossen wurde.

      Adenauer muss man aus seiner Zeit heraus beurteilen. Er war ein schlauer Fuchs, der als Kölner OB im 1. und nach dem 2. WK seine Verdienste hatte. Für Adenauer stand der Feind im Osten, darum also die Westanbindung, vereintes Europa, Nato usw.

      Während De Gaulle, Dreyfus-Anhänger, Patriot und Militär, mit den Westmächten über Kreuz lag, sich mit Churchill u.a. anlegte und sich Gladstones Ausspruch zueigen machte: Frankreich hat keine Freunde, es hat nur Interessen.

      Darum brachte mich eine Zeitungsmeldung dieser Tage doch sehr zum Lachen, die Macron mit de Gaulle verglich (allein der Größenunterschied ist immens). Wenn Macron auch die Westbindung nicht infrage stellt, den Satz von de Gaulle könnte er sich wohl zueigen machen.


    • gewettet, dass der Deutsche, … zu drastischen Massnahmen greife.
      Aber Herr Dippel, wie kommen Sie denn auf sowas? Gibt die deutsche Geschichte das her? Wie verliefen die Bauernkriege? Was war 1918 ff.? Wann begann der Aufstand gegen Napoleon?
      Eben.
      Deutsche ticken anders als Elsässer, die schon viele Infusionen französischen Auf-die-Kacke-Hauens verabreicht bekommen haben und wie die Franzosen zu Tumult neigen.
      Deutsche neigen eher zu der Ansicht, daß man mit Tumult den kleinen Rest, den einem die Obrigkeit noch läßt, auch noch kaputtmacht. Und daß Anarchie noch schlimmer ist als steuerschraubende Obrigkeit (der 30jährige Krieg und diverse Nachkriegszeiten sind da einschlägige Erfahrungen).

  79. unbedingt ansehen -Kretschmann und E-Tankstellen
    Verehrter Don
    normalerweise verschone ich Sie bewusst mit Links zu Y-T-Videos, dies hier ist jedoch so unschlagbar -gefunden bei achgut- das ist ein Muss ,
    nix für ungut

    https://www.youtube.com/watch?v=57UOP5s0mvg&feature=youtu.be

  80. Wer kennt sie nicht, die Sprüche
    Geld allein macht zwar nicht glücklich, aber es beruhigt kolossal.

    Wahre Freunde erkennt man in der Not.

    Da muß man nicht reich sein, um das im eigenen Leben zu erfahren. Auch der Umstand, daß Reichtum nicht immer der Empathie förderlich ist, dürfte nicht neu sein, obwohl, auch da wirkt der Reichtum wohl nur als Verstärker sowieso vorhandener charakterlicher Schwächen. Denn wer es sich leisten kann, der läßt auch schon mal die Sau raus, wo andere noch ihre Privilegien checken müssen.

    Problematisch ist halt die ständig steigende Zahl derer, die mit sich und ihrem Leben nicht zufrieden sind. Denen es keiner recht machen kann und die selbst nicht reflektieren, woran das liegt.

  81. Ach, werter Don,
    wenngleich Ihr Text und seine Bilder eines – nein sogar DES – Baggersees auch bei mir Kindheitserinnerungen hervorrufen, die mich in ein Stadium „paradoxer“ Emotionalität versetzen (wofür ich Ihnen auch wieder dankbar bin), kann ich den Verdacht nicht abwehren, dass Sie uns bewusst aus dem Zentrum Ihrer „kleinen, dummen“ Heimatstadt an seine allgemein geteilte Freizeitperipherie ziehen, wo es – zumindestens für den Intellekt – doch gar nicht so viel zu entdecken gibt. Viel interessanter ist doch das, was Sie jeden Tag in unmittelbarer – oder zumindestens fußläufiger – Entfernung umgibt: Eine Jesuitenhochburg mit sehr reichhaltigem historischen Input und nachhaltiger Prägung – gerade auch für die Zeit, die wir jetzt gerade erleben dürfen. Oder wollen Sie zum Ausdruck bringen, dass die Gründung des Bundes der Perfektibilisten eine „kleine Dummheit“ war, die die Welt besser vergessen sollte? Aus meiner bescheidenen Sicht ist einer der größten Leistungen des Gründers darin zu sehen, dass er das „Aufbauprinzip“ erkannte, wie man Wissen kompartimentieren muss, damit die „volle Wahrheit“ nur an der Spitze der jeweiligen Struktur erkennbar ist. Mit „Struktur“ meine ich etwas, das sich auf Mediales, Militärisches und Monetäres (bzw. Monetatives) bezieht. Natürlich sind solche Erkenntnisse auch leicht im Bereich sog. Verschwörungstheorien zu verorten. Aber dank des Netzes müssen wir beobachten, dass das kleine „sog.“ heute eher als grosses „SOGENANNTER“ wahr..genommen wird. Einfach weil die Wahr..scheinlichkeit, dass es wahr ist, im Laufe der Zeit größer geworden ist als die Wahr..scheinlichkeit für die Annahme des Gegenteils.

    Vielleicht sollten wir vom Baggersee zurück ins historische Zentrum geher -da kann man sehr viele Anregungen finden…

  82. .
    An einem See möchte ich nicht unbedingt wohnen.
    Ohne Wind ist mir so ein See a bisserl zu fad.
    Aber ein Leben am Fluss könnte mir gefallen.
    Das kommt sicher daher, weil meine Mutter
    mich als Kind wegen meiner Husterei immer isaraufwärts
    geschleppt hat.
    Gern fahre ich ins Karwendel.
    Von Mittenwald aus, radl ich zum Isarursprung.
    Es rührt mich, wie das Wasser –unermüdlich- so
    köstlich sauber + rein aus dem Berg kommt und dann
    durch den Felsabrieb seine schöne blaue Farbe erhält.
    Husten habe ich trotzdem noch.
    Aber wer lange hustet, lebt lang.
    https://www.bing.com/images/search?q=Isarquelle+hinterautal&FORM=HDRSC2

    • Da geht es mir genauso
      Flaucher, Ascholding, Tölz, Lenggries,Karwendel, wunderschön.

      Kinder schwoapt`s leider leicht weg, deshalb sind jetzt Seen Hauptprogramm.

  83. Weishäuptiges
    Als postscriptum zu meinem Schrübsal hier ein Vortrag von Walter Veith, dessen Perspektive ich nicht als vollständig begreife, die aber als Einführung in die historische Geheimwelt Ihrer Heimatstadt und ihrer internationalen Vernetzung durchaus sehenswert ist. Zumal der Vortrag aus 2004 stammt und vorhergesagte Dinge anspricht, die gerade im Moment mit der doch gezeigten ARD-Dokumentation thematisiert sind.

    Es gibt da keinen Zufall.

    https://www.youtube.com/watch?v=h63UrvX-UWY

  84. Feinde finden
    Werter Don, war zwar nicht am See, hab aber vorhin auch einen Feind ausgemacht. Da war ein Wahlplakat der MLPD gesehen: „gleiche Rechte für Migranten und Deutsche“. Man könnte meinen, die wollen sich Mutti andienen – die ist ja auch nicht fähig und willens, zwichen Migranten und Asylberechtigten zu unterscheiden. Wenn das so weitergeht, dann gibt es für Priveligierte auch imer mehr zu tun, diese Privilegien irgendwie zu sichern. Aber ob man sich dann noch so schön darüber lächerlich machen kann?

    • Unterschiede
      Zwischen Migranten und Nach-Asylantrag-Nicht-Ausgewiesenen (unabhängig von der Berechtigung ) wird sehr fein unterschieden. Um ihren erweiterten Sprachkurs müsse sie schon selber kümmern, beschied man meiner Frau. Sie sei schließlich „freiwillig gekommen“ (also legal). Vielleicht hätte ich was von Zwangshochzeit erzählen sollen?

  85. Ex Zeitleser
    @Millennial
    Ein Seenkenner? Darunter jedenfalls mein bevorzugter Badesee seit 30 Jahren, war erst letzte Wo. dort. Da gehen selbst meine ältesten Kinder noch gerne mit. Jedoch muss ich dahin 1,5 h Autofahren. Na ja, wer träumt nicht von einem seenahen Grundstück, allerdings ist nicht jedes Gewässer ein „richtiger“ See und an bewährten Zielen sind Immobilienpreise für Nichtgroßerben eben so ziemlich unerreichbar. Da darf man natürlich ein bisschen träumen oder mal kurz neidisch sein. Allerdings ist Seelage auch nicht alles und auch im Hinterland ist es schön. An unserem o.g. Badesee traf ich im Sommer öfters Hausbesitzer vom Starnberger Ufer und co, denen es da schlicht zu turbulent war. Und bei einer Familienradtour um einen bekannten bayerischen See im letzten Jahr, sah ich zwar viele tolle Traumimmobilien, aber ich kam dabei auch mehrmals in Kontakt mit nicht so „zufriedenen“ Besitzern (Ärger mit Kindern, Partnern, Erbstreitigkeiten, leider auch Krankheiten und zunehmende Angst vor Kriminalität- Die ganze Palette eben).

    Apropos Don: Meine Vermutung einer mittelfristig wieder zunehmenden Stadtflucht in ländliche Regionen, solange diese nicht völlig in der Pampa liegen, „bestätigt“ sich bei uns auch in aktuellen Immobilienanzeigen:“……
    wenn Sie ein Zuhause suchen, das nicht zuletzt aufgrund einer sicheren Lage mit einer grünen Umgebung, …… Ihrem Nachwuchs eine liebevolle Kindheit schenken wird “ Zumindest als Verkaufsargument. Tja unser Land steuert voll auf zunehmende (v.a.) soziale Spaltung zu.

    • @ Christian BW
      Eine Wanderung mit meiner Gattin am Ammersee, 2006, von Stegen nach Herrsching und zurück, wunderbare Immobilien, mitten im Grün, z.T. nochmals mit Sichtschutz zum Nachbarn versehen. Toll dachten wir, should have, aber nicht ganz ungefährlich (dabei haben wir es selbst schön).
      .
      An was wir nicht dachten, waren die offenen Schengen-Grenzen zu Teilen des Balkans ab Januar 2007 und das Konjunkturprogramm der EU für Sicherheitsdienste und Sicherungstechnik. Heute wollten wir, nach der schockartig zusätzlichen Erweiterung des Genpools durch unsere Allerbeste dort nicht mehr wohnen.
      (DdH)

  86. Erhobene Röcke II
    @ Nahuatl sagt:
    „Die Eingemeindung
    Hab Sie während einer geistigen Absence in Puerto Rico angesiedelt und blöde gefragt.
    Entschuldigung .
    Nahuatl. Sentimentalität“

    Akzeptiert und Verständnis dafür. Mir schrieb mal ein Freund: du auf deiner Insel (er meinte Puerto Rico). Ich gab zur Antwort: Costa Rica ist keine Insel, sondern Festland.
    Da schrieb er mir Respektlos zurück: Du auf deiner Insel, die nicht mal eine Insel ist….

    Was sollte ich da noch gegen diese schwerwiegende bösartige Diskriminierung (seufz) argumentieren? Wir werden öfter verwechselt.

    Nahuatl, Sentimentalität? Mexico besucht, schöne Frauen getroffen, Schwiegermutter die Klippe runtergestossen, unsterblich verliebt, großes Abenteuer des Mannseins durchlitten? Ach, das passiert mir fast jeden Tach…..

    es sprechen noch etwa 1 Million Indios das reine nahua. Wenn man allerdings die Sprachmischung mitzählt verdoppelt es sich. Bei uns sprechen Teile der Indios ein Gemisch, so bedeutet „Maleku“ im nahua „Zunge“. Und Zunge steht für Sprechen. Und Sprechen steht für Mensch, denn nur der Mensch kann sprechen. Maleku, also Zunge, heißt somit korrekt übersetzt „Mensch“. SO muss man die Sprache betrachten. Die moderne Archäologie sieht auf alten Maya-Tempel (als ob es neue gäbe!) oftmals rote Handabdrücke und behauptet, der Künstler habe sich verewigt. So denken die wichtigtuerischen Europäer, die unter jedes Bild ihren Namen kritzeln um Einmalig zu erscheinen. In Wirklichkeit bedeutet die rote Hand etwas ganz anderes.

    Diese immer wieder auftauchende „blutige Hand“, die erstmals auf Tempel vor mehreren tausend Jahren erschien, bedeutet “Mani”, das heißt “alles vergeht”.

    Mani! Mensch, erinnere dich: “Alles vergeht”. Das war die Ankündigung der blutigen Hand. Nichts also, was wir sehen, muss das bedeuten, was wir sehen wollen.

    In diesem Sinne, Tapi Tapi

    Toy-Boy….neee, was et allet jibt….die Weiber werden auch immer – ick verschluck et.


    • Mani! Mensch, erinnere dich: “Alles vergeht”.
      Mani war der „Erfinder“ des Manichäismus, oder nicht?
      Komisch, daß in Mittelamerika auch Manis existieren.

  87. OT: Justiz stellt sich quer
    Die Vorratsdatenspeicherung ab Juli 2017 scheint erst mal vom Tisch. Das OVG NRW in Münster hat per Beschluß die pauschale Datenspeicherung als unvereinbar mit europäischem Recht vorläufig gestoppt.

    http://www.ovg.nrw.de/behoerde/presse/pressemitteilungen/36_170622/index.php

    Was wohl aus dem Zugriff auf Messenger-Dienste etc. wird?

    • Oppermann tönt schon wieder vom NetzDG, Die SED geht nie vorbei.

    • ich habe gerade im wdr3 radio gehört, daß das hatespeech-gesetz im web durch sei!
      heißt jetzt wohl bloß anders…???


    • Söder meinte Gestern im ZDF, speziell auch auf sich bezogen, Politiker seien ehrliche Menschen und würden das tun, was die Bürger wollen.

      Und es hat keine/r der Anwesenden gelacht oder geweint.

    • Das NetzDG
      War offenbar nur die Camouflage für Schlimmeres:

      http://www.lawblog.de/index.php/archives/2017/06/23/schoene-neue-zeugenwelt/

      Für Zeugen! hat sich unsere Regierung im Schatten jetzt was ganz besonders Schönes ausgedacht. Da heißt es antreten wie befohlen, sonst setzt’s aber was. Willkommen im Polizeistaat.

    • Noch nicht, aber so gut wie, Herr Feldmann.
      Das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“, NetzDG, steht kurz vor der Verabschiedung im Bundestag, an der ich keinen ernsthaften Zweifel hege.

      http://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/gesetz-verbesserung-rechtsdurchsetzung-sozialen-netzwerken-kommt

      Im Grunde vertraue ich darauf, daß die größeren „sozialen Netzwerke“ diesem in meinen Augen verfassungswidrigen Spuk mit ihren Anwaltskanzleien ein schnelles Ende bereiten werden. Ein Meinungsprivatkontrollverpflichtungsgesetz kann rechtlich keinen Bestand haben.

      Die krude Argumentation zum NetzDG erinnert mich auch sehr an die zur Zwangsfinanzierung des ÖR. Und noch ein Gedanke kam mir in diesem Zusammenhang. Wenn also ein Zwang zur Löschung mißliebiger Kommentare gesetzlich verankert wird, dann sollte dem eine gesetzlich verankerte Verpflichtung zur Veröffentlichung anderer Kommentare jedenfalls umgehend folgen. Allein das zeigt doch wohl, wie absurd das NetzDG ist.

      Die unzensierte öffentliche Meinung ist ein Stimmungsbarometer der Gesellschaft. Und gerade in einer Demokratie sollten die Politiker ein großes Interesse daran haben, die gesellschaftlichen Stimmungen frühzeitig zu erkennen, um darauf reagieren zu können. Sich dieses Mittels zu berauben, ist in meinen Augen nur als Dummheit zu bezeichnen. Falls, ja, falls man davon ausgeht, man lebe in einer Demokratie.

    • Herr Meier, ich habe gerade näheres zu diesem Gesetz um Staatstrojaner, Fahrerlaubnisentzug
      gefunden.
      Es heißt wohl „Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens« und wurde gestern durchgewunken.
      Die Datenschutzbeauftrage mußte wohl erst zur Jagd getragen werden, da ihr gar nicht klar war, was da im Gesetz versteckt ist. Wieder so eine hervorragende handcrafted @maas Arbeit.
      Ich zitiere den Artikel aus der Blogzeitung freieWelt:
      „Gestern nachmittag, getarnt mit dem alles- und nichtssagenden Namen »Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens«, wurde die rechtliche Grundlage dazu geschaffen, dass demnächst die Gesinnungspolizei sowohl Zugriff auf die privaten Computer haben darf wie auch in WhatsApp-Nachrichten auf den Smartphones rumschnüffeln darf.

      Besonders bemerkenswert neben diesem erneuten Verstoß der Merkel-Regierung gegen grundlegende Freiheitsrechte ist darüber hinaus das Zustandekommen dieser umfangreichen Erweiterung. Zunächst ging es in der ursprünglichen Gesetzesvorlage einzig und allein darum, ob und wie die Entzug einer Fahrerlaubnis bei Straftaten ermöglicht werden soll, die gar nichts mit dem Straßenverkehr zu tun haben. Das war der Originalansatz dieses Gesetzes. Dann aber kam die Merkel-Regierung auf die glorreiche Idee, den Trojaner als Trojaner in der Gesetzeserweiterung zu verstecken.

      Wie erhofft ging diese Sauerei an der Öffentlichkeit weitestgehend vorbei; selbst die Bundesdatenschutzbeauftragte wurde erst durch Dritte auf diesen fast schon als Betrug zu bezeichnenden Akt hingewiesen. Ihr halbherziges Veto wurde von der Demokratur aus Union und SPD bestmöglich ignoriert, der geänderte Gesetzesvorschlag kam zur Abstimmung und passierte lässig den Bundestag. Eine weitere Stufe zum totalen Überwachungsstaat wurde genommen. “

      Aber es ist wohl nur als Testfall für das NetzDG gelaufen!
      Den Rechtsabtlgg. der sozialen Netzwerke traue ich überhaupt nichts zu, ihrem Opportunismus jedoch alles. Sie mögen mich widerlegen- ich wäre erfreut!


    • Nur noch kurz vor dem wohlverdienten Wochenende, Herr Feldmann.

      Der Rechtsweg für die Bürger wird schon seit Jahren immer mehr beschnitten. So möchte man sich wohl der „Querulanten“ entledigen. Das Ende der Meinungsfreiheit ist nun an der Reihe. Die Bürger sollen endgültig durch Zwänge aller Art ihrer Freiheit beraubt werden. Und der Zeitpunkt ist günstig für derlei Vorhaben. Der Terrorismus machts möglich.

      Persönlich versuche ich, soweit ich dazu Zeit habe, mich durch Querlesen und-verfolgen aller Arten von Medien möglichst umfassend zu informieren und gegen Mißbrauch meiner Daten zu wehren. Mehr kann der Einzelne kaum tun.

      Was Facebook und Co. betrifft, die werden sich schon wehren, denn der gesetzlich verordnete Blödsinn wird so oder so teuer. Und sobald es an den Profit geht, halten die auf Dauer nicht still. Andernfalls sollte mich das doch sehr wundern.

      Obwohl, hoffentlich kommt es bald zu einer Feuerprobe vor Gericht. Maas verklagt Facebook, das möchte ich doch zu gerne erleben. Das wird ein Spaß. Und vielleicht brauchen wir dann doch ganz schnell einen neuen Justizminister. Irgendwie erinnert der mich mit seinen Gesetzen an Blüm. Der ist auch regelmäßig auf die Nase gefallen.

  88. Osten ist groß
    Mit dem Rad:
    Nach Nordosten über Kelheim nach Regensburg, dann nach Südosten über Deggendorf nach Passau, immer an der Donau entlang. Wenn man es genau nimmt, liegt östlich von Ingolstadt Deggendorf. Passau liegt OSO. Ich hab überlegt, ob ich das mal mit dem Rad mache, aber so viel Rad würde ich eh nicht fahren, also würde ich lieber Krems-Wien im Herbst machen. Mit dem grünen Veltliner am Abend.

    Weiter nach Osten radelnd kämen wir nicht zu Putin, sondern zu Orbán, zunächst Bratislawa passierend. Der hat sich heute wirklich von so einem apollonischen Jüngling, den Michelangelo lieben würde, zurechtstutzen lassen? Kann ich mir nicht vorstellen. Wirklich nicht.

    Wir können weiter und weiter radeln, wir kommen nicht nach Russland.
    Wer nach Russland will, hat zur Auswahl Wolga und Dnepr.

    • Ja, die Stadt Pressburg heißt heute Bratislava.
      … Nach manchen Autoren gelangte die Stadt um 990 wieder zu Bayern, kam aber kurz danach als Mitgift von Gisela von Bayern bei ihrer Heirat mit dem ungarischen König Stephan I. zum ungarischen Staat. … (Ja, so informativ ist Wikipedia.)

    • Osten ist groß - und groß ist relativ
      Für mich ist Osten dort wo die Sonne aufgeht. (solange man auf der Erde ist)
      .
      „Mit dem grünen Veltliner am Abend.“?
      Es sei Ihnen gegönnt. Ich mag die Grünen nicht und führe dann lieber allein.
      Das wird mich aber so schnell nicht ereilen.
      .
      Und – ja, Preßburg heisst jetzt Bratislava, Ofen heisst Buda und Königsberg heisst jetzt
      Kaliningrad. Rom, allerdings, heisst immer noch Rom und Karl-Marx-Stadt gibt es nicht mehr.
      So ist der Lauf der Dinge.
      .
      Ein paar mehr Flüsse (als nur Wolga und Dnepr) haben Sie aber schon, falls Sie in/nach Russland
      radeln möchten.

    • Kurz und knapp:
      http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/10/06/autobahnbau-gegen-pegida-6986/#comment-136778

    • Radautobahn Passau-Wien
      Bei aller landschaftlichen Schönheit, würde ich mir die Zeit gut aussuchen von Krems nach Wien!
      Ich bin vor 2 Jahren mit dem Rad von Bonn nach Wien und zurück gefahren.
      Der Radverkehr an der Donau von Passau nach Wien war tlwse. extrem.
      Dabei hängt es aber am Wochentag, denn die Meisten fahren wohl am Montag von Passau los. Auf der Rückfahrt war ich dagegen fasg allein bis Passau und ab da sowieso

  89. Das kleine Tornadogespenst (von Gottfried Feixler)
    Das muss man lesen:
    Einen Wirbelsturm über der Millionenstadt müssten eigentlich zahlreiche Menschen bezeugt haben. Doch der Hamburg-Tornado ist rätselhaft.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/geruechte-um-naturgewalt-der-geister-tornado-von-hamburg-a-1153701.html


    • Also wenn Ihr mich fragt (tut zwar keiner, aber trotzdem): ich halte das Medienunwettergedöns von gestern abend für meistenteils aufgeblasenen Medienhype. In Kreuzberg sollen Äste durch die Luft geflogen sein, hier in Charlottenburg war es ein braver Regen, nicht mehr.
      Es war großartig unwettergewarnt worden, und das wird dann im Nachgang versucht zu rechtfertigen. Aber 2000 Feuerwehreinsätze hatten wir auch schon ohne Warnung und Sondersendung.

    • @ colorcraze
      Sie Spaßbremse, Sie!

      Da können wir uns schon keinen Trump leisten und dann machen Sie uns auch noch das kleinste Tornadöchen madig.

      Jedenfalls – und nicht vergessen – Klimawandel, eindeutig, zu 97,97%.


    • Gestern in der Kneipe erzählte wer von 6 CM GROSSEN HAGELKÖRNERN und so viel kleinem Hagel, daß es weiß war.
      Er hatte das aber aus den Medien.
      D.h., irgendwo wird das schon so gewesen sein, aber in Berlin???
      Wohl eher nicht.
      Tornados in Brandenburg gab es vor Jahren ein paar, aber die auch wirklich glaubhaft mit Bildern, Zeugen und Schäden. Dito 5 cm große Hagelkörner.
      Aber vorgestern… naja.

    • Tornado
      Tornados heissen bei uns Windhose. Und so selten sind die gar nicht. Der Tornado ist eigentlich ein nordamerikanischer Wirbelsturm. Und die sind ein bischen grösser, als unsere Windhosen.


    • @Arminius: Ja, da haben Sie wohl recht. Es waren nur Windhöschen, die ein paar Straßenzüge verwüsten, keine Tornados, die ganze Städte abreißen.
      – Wenn man an dieser Unterscheidung festhält, dann gab es in HH sicher KEINEN Tornado.

    • als es noch ein Ausnahme-Naturereignis war
      Aus den Zeiten vor der Klimaerwärmung:
      http://www.naturgewalten.de/2hagel840712.htm

      Das ist echt. ich war dabei. Inside. Auto auch in der Garage.

    • Lothar-Schätzchen
      Da war ich auch daheim. Ich hatte dem Hund was zum Untersichlassen auf der Terrasse aufgebaut, und das war gut so, denn wo wir normalerweise gingen, kippten zwei riesige Bäume mitsamt ihrer Wurzel aus ihrem Bett:
      http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/orkan-lothar-weihnachten-1999/


    • @Oberländer: Oh, das 9 CM HAGELKORN München 1984! Ich muß zugeben, das ist bisher das größte, von dem ich ein Bild gesehen habe. Bisher unerreichter Rekord, oder?

  90. Die Imaginierten
    Unglaublich:
    Stolz wies man in Brüssel auf die Triumphe von europafreundlichen Politikern bei den jüngsten Wahlen in Frankreich und den Niederlanden hin. Doch was sind das überhaupt für Triumphe, bei denen die antieuropäischen Rechtsparteien ihren Anteil stark vergrößerten, bei denen die Sozialdemokraten gnadenlos pulverisiert wurden und nur eine bürgerliche Einheitsfront den Unmut breiter Schichten gegen die EU eindämmen konnte?
    https://www.welt.de/politik/ausland/article165882948/So-eklig-wird-das-Tauziehen-um-den-Brexit.html

    Sie brauchen einen See. Und dazu ein Narrenschiff. Der See darf keine Ufer haben.

    Dass sie sich dort nicht schämen, diese Show weiter aufzuziehen, wissend, dass der Bürger sich darüber in Grund und Boden ärgert. Dass Merkel das Wort „Achse“ in den Mund nimmt. Dass sie so tut, als wären Sarkozy und Hollande inexistent gewesen, als hätten keine Beziehungen bestanden. Dass Macron ignoriert, wie diese Show die Franzosen, die gar nicht erst zur Urne gegangen sind, erzürnen wird. Dass Merkel, das Fähnlein im Winde, nicht merkt, wie sie Hollande und Sarkozy eine Ohrfeige verpasst.

    • Hitzetage
      „Lieber Freund, was für ein Sommer! Ich denke Sie mir im Zimmer sitzen, mehr Omelette als Mensch“ (Nietzsche)

      Abregen … die Hitze … die Nachrichten …
      Sie zeigen sich als aufgebrachter Zeuge von Vorgängen, die Ihren Widerspruchsgeist reizen, wenn auch vergeblich. Wie man z. B. in kürzester Zeit einen neuen französischen Präsidenten aus dem PR-Hut zaubert bzw. aus der Retorte erschafft und ihm knapp 25% Wahlberechtigten-Anteil zuschustert, auch wenn eine resignierte oder gleichgültige Mehrheit den Weg in die Wahllokale gar nicht erst auf sich nehmen mochte.
      Mehr scheint heutzutage auch nicht nötig, um Europas blanken Hintern mit einem frivolen Demokratiefähnchen zu bedecken, dessen Wirkung als eher entblössend als bekleidend beschrieben werden darf.

      Dass der Präsident, demografisch ein Präsidentchen – Jesuitenschüler, auf eigenen Wunsch katholisch getauft, Magisterarbeit zu Machiavelli – umgehend auf höheren Ablasszahlungen des deutschen Wirtschaftsriesen pochen würde (CO2-Besteuerung), hätte man im Land des unablässig die eigene Schulter klopfenden Energiewendeweltmeisters so unverblümt nicht erwartet.
      Aber möglicherweise stecken da weniger freundnachbarlicher Druckversuch und schnöder Eigennutz dahinter als der gemeinsame, d.h. in/von Berlin geduldete Plan, die störrisch erfolgreichen Teutonen endlich enger an die Kandarre des lateinischen Schlendrians zu nehmen, bevor die am Ende ausbüxen und wieder mal ihre eigene Agenda verfolgen möchten …

      https://www.welt.de/wirtschaft/article165845053/Macrons-Klimaschutz-bringt-Deutschland-in-die-Bredouille.html

      Interessante Zeiten – für kühle Köpfe.
      Bayern übrigens, katholisch bis auf den Grund und bis zum Rand seiner bezaubernden Seen, ist eine ganz andere Geschichte.

    • Apropos Einheitsfront
      Bei uns hat sich nach 100 Tagen Koalitionsverhandlungen unter dem zweiten Vermittler – die erste hatte aufgegeben – am Ende, am letzten Ende, nun doch eine mögliche Koalition wenigstens abgezeichnet.
      Staatsraison. Und nun treten womöglich die Evangelikalen dem sogenannten ‚Motorblock‘ zu einer Regierung mit 1 Stimme Mehrheit bei.
      Hauptsache, die zweitstärkste Partei mit ihrem blondierten Halb-Indonesischen judenfreundlichen Führer Geert Wilders bleibt aussen vor.
      Es braucht wenig Phantasie, vorauszusagen, wer in den nächsten Wahlen noch mehr Stimmen bekommt. Wäre Pim Fortuyn noch am Leben, würde die PVV schon die Regierung stellen.
      Ähnlich wie in Österreich, hätte Jörg Haider sich nicht gegen die Wand gefahren.
      Dann stünde Angela Merkel eh schon with her trousers down.

    • Um Europas blanken Hintern mit einem frivolen Demokratiefähnchen zu bedecken!
      @Sorndt
      Als Einzelwesen mag der Mensch halbwegs vernunftgesteuert sein. Als Kollektiv bleibt die Spezies „homo sapiens“ eine Affenhorde, die stets einen Oberaffen braucht, der sie führt – und sei es ins Verderben.
      Roland Baader (Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Fachartikel zum klassischen Liberalismus.)

    • Und sie umgeben sich mit hohlen Nüssen
      „Sie zeigen sich als aufgebrachter Zeuge von Vorgängen, die Ihren Widerspruchsgeist reizen, wenn auch vergeblich.“

      Vergeblich weiß ich nicht. Erstmal ja. Aber der „störrische Teutone“ hat folgnde Weisheit parat:
      Steter Tropfen höhlt den Stein.
      Da Merkel diese praktiziert, muss man sie auch praktizieren, gemeinsam und angemessen. Nur mit Standhalten und stetigem Widerstand kann man eine solch urteutonische Gestalt zum Nachdenken bringen, wenn überhaupt.

      Ob schon einmal jemand zu ihr gesagt hat: „Obacht, der kann auf jeden Fall Frauen in Ihrem Alter einwickeln – Obacht.“?
      Was so herum geht, geht, natürlich nur im angedachten Sinn, auch andersherum:
      https://www.welt.de/geschichte/article165880040/Diese-Sexfalle-trieb-Napoleon-III-in-den-Krieg.html

      Und wenn einer weiß, wie das geht, nur mit Blick und Accolade, dann die Franzosen. Derweil wurde Mme von Arnie charmiert, Küsschen, Küsschen. Die Presse schrieb Wange, was aussah wie Mund, eine extrem eklige neue Sitte der Elite. Mr. Nespresso war letztes Jahr schon auf dem Sofa im Kanzleramt.

      Bin ich allein damit, wenn ich sage, dass ich weder von Kalifornien aus, noch von Hollywood regiert werden möchte und dass Schauspieler raus gehören, raus aus der Politik, ab, ab zu ihren hohlen Oscars und Festspielen, wo sie ihren Darstellungstrieb ausleben können, Cannes, Berlin, Venedig, LA?
      Abgesehen davon hat niemand von diesen Pappmaché-Marionetten darauf bestanden, dass in Kalifornien in der vierjährigen Trockenzeit mehr Stauseen angelegt wurden, so dass der nach Verschwinden von El Ninyo eintretende lang anhaltende Regen ungehindert in den Pazifik abfloss. Ich mag nicht so gern, dass Gestalten, die ihr halbes Leben damit verbringen, zu entscheiden, ob sie Versace oder Valentino auf der Oscar-Gala tragen (hier ist auch Jolie gemeint) sich in europäische Politik einmischen, wenn sie nicht mal Wasser daheim auffangen können. Sie sollen da bleiben, wo sie hingehören: Auf ihrem Hügel in Hollywood, in ihren Zweitwohnsitzen in Mexico, Berkshire (Clooney) oder Frankreich (Jolie, zum Verkauf), aber unsere Politiker lassen sie ran. Und Arnie in Going im Gasthof beim Weltcup, ja, da gehört er hin, auch gern zu Familie Kennedy, aber bitte nicht in die europäische Politik, nachdem er in Kalifornien abgewählt wurde.

      Sowas muss man thematisieren.

      Dann noch nebenbei: Wenn Clooney sich einmischt, mischt sich dann indirekt auch Assange ein, wenn seine Frau, die dessen Verteidigerin ist, dabei hockt? Können die ihren Beruf nicht ausüben, ohne sich in alles einzumischen? Oder glauben Politiker, dass machte einen guten Eindruck? Ja, ich weiß, die Medien finden’s toll. Das macht Klicks.

      Aber der reelle Vorwurf hierin lautet: Nichts getan in Kalifornien. Alles Gerede, Werbung und Show. Hohle Nüsse.

    • Jörg Haider
      Da gab es ja neben der offiziellen Version seines Todes (Promille im Straßenverkehr) ja einige Verschwörungstheorien.
      An die offizielle Version war ein Nick angelehnt, den ich vor einigen Jahren sah: Alk – Haider. Phonetisch sehr ähnlich, naja, Sie wissen schon.

  91. Generation "Y" hatte 23. Juni 2017 um 16:01 Uhr eine Untersuchung gefordert
    Voilà, zwar keine Untersuchung wie diese „wissenschaftlichen“, die gerade auf Kosten des Steuerbürgers zu allen Belanglosigkeiten angeschoben werden.
    Es handelt sich um jahrelange eigene Anschauung rund um diese Seenplatte und den Lech entlang. Hier bleibt man streng katholisch. Wer einmal die alternativen Wahlergebnisse der letzten LTW in dem genannten Raum ausgewertet hat, wird sich vorstellen können, daß Horstis Zickzackkurs in Sachen Zuwanderung im Verhältnis zur „dame responsable“ noch einmal mit minus 5% zuungunsten CSU ausfallen könnte.
    .
    Im soziversifften protestantischen Närnberch ist genau das Gegenteil zu beobachten. Von der nicht bayerischen Neckarregion ganz zu schweigen. Z´Schduegard, am Max-Eyth-See, setzt man daher schon auf so klammheimliche Vergrämungstaktiken wie der ungebremst rasanten Nilgänsevermehrung (wegen der Spinatminchen in den Wiesen)
    (DdH)

  92. Kennen Sie den Cum-Cum-See?
    Da segeln die Cum-Cum-Fischer riskante Kurse –
    verdammt hoch am Wind, sie kreuzen hin und her,
    danach bringen sie ihre Beute mit einer leichten
    achterlichen Brise still nach Hause.

    Die großen Steuermänner passten nicht auf.
    Ein Ungeheuer tauchte aus dem Cum-Cum-See auf,
    eine Seejungfrau hat es aufgescheucht!
    Nun fassen sich alle auf dem wild wogenden See an den
    Händen und schlupfen fix unter die große Schweigedecke.
    Der See verschlammt und es stinkt zum Himmel.

    • Titel eingeben
      Kennen Sie den Cum-Cum-See?
      Ja, von meiner letzten Bukkake-Party.

    • ich hab leider
      einen tief gelagerten Humor, Sylter – Sie haben mich soeben mit Glückshormonen überschwemmt.

    • .
      *;* Bidde (rotwerd)
      Ich ! meinte natürlich ! die Schweinereien der
      STEUER-Trickbetrüger die in ihrem Aktiensee
      nach Dividenden fischten und das Finanzamt
      betrogen. > Und Schäuble schweigt sich aus.
      Das lateinische Wort „cum“ heißt „mit“.
      Also hier: „mit“ Aktien + „mit“ Anspruch auf
      Dividendenausschüttung.

    • magna cum laude
      Ich wollte letztens Bukkake zu: „Sag´s mir in Gesicht“ einwerfen, weil (der) Reschte das voll anmacht, wen´s HassWort kommt.

      https://pbs.twimg.com/media/C01qj3fWQAAL0w4.jpg

  93. Elitism and its Discontents
    Na schön, da hat die Generation Ihrer Eltern erst das Westviertel in den Sumpf gesetzt und dann die Plebejer mit Kiosk und Minigolf an einen nahen See gelockt, um die Mückenschwärme dorthin zu dirigieren und abzufüttern. Pragmatisch. Typisch. Belanglos. Was mich dagegen brennend interessieren würde – und was Sie in all den Jahren hier noch nicht einmal angedeutet haben:

    Wo Sie in Ihren Kreisen eigentlich die Leichen entsorgen.

    Ein Seebegräbnis nach Mafia-Art erscheint mir unter den geschilderten Umständen ausgeschlossen. Und Sie können Ihre Beklagenswerten ja auch nicht einfach anonym im Industriegebiet ablegen. Duelle mit tödlichem Ausgang werden als Erklärung nicht mehr akzeptiert. Ergo: Raus mit der Sprache!

    Auch ließe gerade ein aktueller Aufhänger konstruieren, nachdem Helmut Kohl nun eher doch nicht im Aachener Dom beigesetzt wird. Der Platz im Grab Karl des Großen bleibt wohl Martin Schulz vorbehalten.

  94. Für Herrn Hold
    Als Grabstelle empfiehlt sich immer der Beton. Italien hat mit Cifa auch kombinierte Fahrmischer/Betonpumpen im Programm. Die werden die entsprechende Nachfrage haben. Zudem keine Beerdigungs- und Grabpflegekosten. Bei uns bekommt man die Geräte auch bei Liebherr und Stetter.

  95. Röcke III
    @colorcraze sagt:
    „Mani! Mensch, erinnere dich: “Alles vergeht”.
    Mani war der „Erfinder“ des Manichäismus, oder nicht?
    Komisch, daß in Mittelamerika auch Manis existieren.“

    Von Vorteil ist, wer lesen kann: und so lautet der Text: „Diese immer wieder auftauchende „blutige Hand“, die erstmals auf Tempel vor mehreren tausend Jahren erschien, bedeutet “Mani”, das heißt “alles vergeht”.

    Vor mehreren tausend Jahren. Der Erfinder des Manichaeismus hat sich also nach dem Mayawort benannt, nicht umgekehrt. Logisch denken bitte. Immer diese Hitzeopfer bei euch….

    Und zum anderen heisst „Mani“ im Spanischen nix anderes als Erdnuss. Haben Sie was gegen unsere Erdnüsse? Sagen Sei es ruhig frei raus. Mantequilla de Mani, Erdnussbutter. Und dieser Herr Manichaesmus, dem sagen Sie bitte, er sollte sich schaemen anderer Leute Namen zu verwenden.

    Und nun zu den Mücken. Den Schnaken. Den Blutsaugern. Und wie ihr sie alle nennt. Mensch Leute, ich hab das Mittel dagegen und schwöre, es hilft.

    Es ist so einfach, vergesst die Chemie, vergesst die Moskitos, vergesst das Verhindern von sich-stechen-lassen. Lasst euch stechen. Je mehr umso besser. Nur zu, sollen sie doch den feigen Rüssel in die Haut bohren und den letzten Tropfen Blut am See saugen.

    Je mehr sie saugen, desto bessre für den Seewanderer und Seeurlauber.

    Denn er wird – wie beim Impfen- Immun. Das ist es. Er wird Immun gegen die Stechmücken. Und sie stechen nicht mehr. Da liegt irgendein Stoff im Blut, dass die Viecher dann davon abhält euch zu stechen und auszusaugen.

    Was glaubt ihr wie viele Moskitos es in unserer Gegend wohl gibt. Milliarden. Und, schmiere ich mich ein? Hülle ich mich in Verpackung? Nix da, ich lauf nur mit Shorts rum und werde nicht gestochen. Weil ich mich früher habe stechen lassen.

    Kein Witz.

    Also, geht an den See und bietet den Viechern eure erbarmungslos nackte Haut an, und lasst sie stechen. Und im nächsten Jahr auch Und im übernächsten Jahr gibts kaum noch Stiche. Und danach gibts gar keine mehr.

    Das schwöre ich bei meiner Dingsda. Toydame. Mit den erhobenen Röcken.
    Was fuer ein irres Thema der Don aufgeworfen hat! Was da alles drin steckt.
    Ich bin ein wenig heiter und gelöst, ich war mit meiner Herzensdame unterwegs. Jetzt weiss ich wieder, wozu ich lebe….!
    Ich weiss, interessiert eh keinen. Egal, was raus muss, muss raus…..
    Buenes noches y dulce suenes por todos.

    • Alles muß rauß!
      so gesehen vor ca 2 Jahrzehnen in der Sonnenstr. in München.
      schon sehr kraftvoll und zum Kauf verleitend.

      Gegen die Mücken wurde mir von einem teureZigarrenrauchendemFreund (siehe Frauke Amgelin) dereinst Zedernöl empfohlen, was ich dann kurz darauf in einem dieser Läden, die ich sonst nicht betrete, erstand und der Sonnencreme beimischte.

      Zu der Zeit wegen eines Bänderrisses an Krücken, fuhr ich mit dem Auto zur Floßlände und wuchtete mich mit Krücken zwischen Marienklausenbrücke und Großhesseloherbrücke, zu Zeiten, in denen das Gebüsch noch nicht zurückgestutzt war.

      So zerstochen wurde ich noch nie und außerdem wurde mir Naivem erst nach der 10ten Anmache klar, dass ich mich am Lustpfad, einer einschlägig bekannten Cruising-Area niedergelassen hatte.


    • @Tico: wenn wir diesen August am See wieder Mückenstiche zählen und in höhere zweistellige Bereiche kommen, werde ich Ihre Geschichte zum Trost erzählen… (aber vermutlich werden wir auch in 5 Jahren noch jedesmal stark angezapft, weil wir nie den ganzen Sommer lang den Stechmücken ausgesetzt sind, und der Immunisierungseffekt dann eben doch nicht eintritt, odr?)
      @Nahuatl: so sind sie, die Geheimtips.

    • Plan B
      „Also, geht an den See und bietet den Viechern eure erbarmungslos nackte Haut an, und lasst sie stechen. Und im nächsten Jahr auch Und im übernächsten Jahr gibts kaum noch Stiche. Und danach gibts gar keine mehr.“

      Und wenn es nicht klappt …?

    • @Tico
      “Alles vergeht” <– Ist falsch.
      .
      "Alles fließt" – ist richtig = Panta Rhei
      .
      Es 'vergeht' nur das aktuelle. Dabei entsteht aber anderes.
      .
      "Du" kannst niemals zweimal in den selben Fluß steigen.

    • Anscheinend ist an Ticos These etwas dran
      denn mich mögen die Viecher schon seit Jahren nicht mehr. Wann genau es anfing aufzuhören, weiß ich überhaupt nicht, aber ich stellte fest, dass trotz Mückengeschwader mich keine anrührte.

      O.k. ich bin alt, ich bin wahrscheinlich auch den Mücken längst viel zu zäh, aber das allein kann’s ja nicht sein. Also ausprobieren und Juckreizgel aus der Apotheke parat haben. Das kühlt und lindert.

    • Mal schauen, was Sie so Schönes in Ihrem Lebenssaft angesammelt haben.
      Da sollte sich doch ein Impfstoff konzentriertgewinnen lassen können, der nach Ordentlicherzufuhr nicht erst in Fünfjahren seine Vollewirksamkeit entfaltet. Wozu ham wa schließlich dat neuje Jesetz, wa?!

  96. Klassizismus
    „Und jetzt hat Macron seine schlauen Jungs mal rechnen lassen, wie man *endlich* die Deutschen an die Kandarre nimmt (nachdem es die deutschen Wähler schon nicht mit der Regierung tun), und wiederum versammelt sich die Stammtisch- (oder Blog-)Belegschaft *hinter* der Regierung.“

    Die Ablehnung der Regierung ist keine Fundamentalopposition. Die meisten hier dürften dagegen sein, dass Deutschland irrationale Handlungen ausführt, weil es das Gewissen der Welt zu spielen versucht, mit Angela Kässmann an der Spitze. Im Gegensatz zum politischen Messianismus jedweder ideologischer Farbe, dürfte die gute, alte Interessenpolitik mit Friedens- bzw. Gleichgewichtsintentionen, das was man früher mal als politischen Realismus bezeichnet hat, hier nicht auf viel Widerstand stoßen. Wenn die Bundesregierung oder Macron oder die Visegrad Staaten das betreiben, dann wird das nicht verurteilt. Deswegen sind auch Putin oder Trump nicht so schlecht gelitten, wie bei der deutschen Presse, nicht weil man sie kuschelig findet oder die Russen in Berlin haben möchte.

    Ich würde hier, recht frei, eine Präferenz für politischen Klassizismus unterstellen und wer weiß, ob Metternich nicht doch Recht damit hatte, Demokraten und Nationalisten zu unterdrücken und Bismarck später die Sozialisten, also all jene Kräfte, die die Politik langfristig entpolitisieren und Legitimität durch Gesinnung, Moral und Gefühl zu erlangen versuchen, ein sumpfiger Grund, in dem auch gerne Kommunisten, Linksgrüne und Faschisten ihre Wurzeln versenken. Es gibt und gab schon schlimmeres als Nüchternheit.

    Nun könnte man argumentieren, dass die meisten Nationen diesen Modus nie verlassen haben, dass nur die politische Rhetorik gewechselt hat. Bei den Deutschen ist man sich da aber nicht so sicher, weil sie Idealisten sind, weil sie an die Realität der Ideen glauben, nicht an eine Realität unterhalb der Ideen, die von den Ideen nur verzerrt gespiegelt wird. Deswegen sind sie auch für jeden Radikalismus anfällig, so als würde ein Fluch auf ihnen lasten, der sie immer zu Extremen antreibt.

    • @Dreamtimer: Der Deutsche, autoritätshörig und unmündig wie er in der Mehrheit leider ist.
      „Weil sie an die Realität der Ideen glauben, nicht an eine Realität unterhalb der Ideen, die von den Ideen nur verzerrt gespiegelt wird.“
      Prof. Dr. Wilhelm Schwöbel, deutscher Zoologe:
      Die Deutsche werden verwirrt und es macht sie unberechenbar, sobald es ihnen nicht gelingt, für einen Unsinn eine moralische Rechtfertigung zu finden, den sie sich mangels praktischer Vernunft geleistet haben.

    • Aktivität, Dreamtimer!
      Irgendwie wird zeitlich parallel diskutiert, was so passiert, wenn man sich in der lauen Abendluft zum See begibt: Mücken!
      Das passt schon auch zu diesem Thema. Sie schrieben zurecht dass „Deutschland irrationale Handlungen ausführt, weil es das Gewissen der Welt zu spielen versucht“.

      Ja nun. Handlungen sind nicht herausgeschnitten aus Raum und Zeit, sie basieren auf der Vergangenheit und beeinflussen die Zukunft. Diese Finanzierungsgeschichte kommt nicht aus dem Blauen herab zu uns gefallen, sondern entstand aus Bedingungen. Karl Marx lässt grüssen.
      Es muss doch klar sein, dass eine bestimmte Handlung eine Sache nach sich zieht, ein Karma. Und das Karma, seit der Wiedervereinigung Deutschland – oder besser den deutschen Kanzler – als de-facto Führer der EU zu haben, generiert Karma. Vor allem, wenn sich Deutschland dann aufführt wie in der Migrationspolitik und ähnlichem.

      Also, Deutschland führt in ziemlicher Regelmäßigkeit irrationale Handlungen aus. Seit Jahren. Man gibt den Arroganten, wenn Trump den Pariser Akkord aufkündigt, und fühlt sich haushoch überlegen.
      Hallo, Hallo, Deutschland ist auf dem schlechtesten Wege, diesen Akkord zu erfüllen, hat mit seinen Kohlekraftwerken und deren Stromexporten sogar im letzten Jahr den CO2-Ausstoss gesteigert.
      Das ist vollkommen inkohärent, und damit schlechtes Karma. Das ist doch beinahe wie Nord-Korea, irgendwelchen Stuss reden und das Gegenteil davon tun. Selbstgefällig. Also noch immer schlechtes Karma.
      Jetzt, wo es um das Bezahlen geht, sagen die Deutschen ‚aber, aber – aber nein‘. Versuchen Sie das mal im Media Markt: Einkaufsmässig den Zampano aufführen, und dann ohne Bezahlung durch die Kasse.
      Nain, da ist nichts Irrationales dran! – Sie haben den ganzen Mist in den Wagen geladen, und nu ist Bezahlung angesagt.
      Den Mücken können Sie auch nicht predigen, Sie hätten sich zum See verlaufen. Also, versuchen schon. Wird nur nichts nutzen.

  97. Schöne Einleitung, lieber Don
    Um es mit Maike Richter zu sagen: Wer schon nicht arbeitet, soll wenigstens gut erben.

  98. two types of tragedies in life. One is not getting what you want, the other is getting it.
    Wilde hat damit schon alles gesagt, zu den Privilegien: Nichts ist langweiliger, als das Leben derer, die alles haben können.
    Sportwagen sind langweilig, wenn man sie besitzt, große Häuser, wenn man in ihnen wohnt, selbst schöne Frauen sind furchtbar langweilig, wenn man mit ihnen frühstücken darf.
    Das interessante Leben ist dazwischen, zwischen wollen und noch nicht haben können.
    Deshalb sucht selbst der Don immer wieder neue Herausforderungen, weil es langweilig wäre, die Berge in einer S-Klasse hoch und runter zu fahren. D.h. er versetzt sich immer wieder zurück in den Zustand zwischen wollen und noch nicht können.

    • .
      Gesundheit ist langweilig, nur Genesung ist schön.

    • achja
      >>wenn man mit ihnen frühstücken darf.<<
      .
      Solange man darf, ist es ja OK.
      Sobald man muss, ist es unerträglich.

    • all I am is what i am going after.
      @Dreamtimer

      Sinn benötigt immer Anschluss. D.h. ohne Ziel ist kein Sinn und ohne Sinn ist alles sehr schnell sehr sinnlos. Und Existenz benötigt ein Ziel. Denn wir sind immer nur unserer aktuelles Ziel, selbst wenn unser Ziel die Kommunikation der Zielerreichung in der Vergangenheit sein sollte.

      Höchste Lebenserwartung haben übrigens Beamte und Priester. Stellt sich nur die Frage, ob die auch das sinnvolle Leben haben. Denn in der Retrospektive erscheint ein statisches Leben wie ein nicht gelebtes Leben, weil Zeit ohne Weg nicht kommunizierbar. Deshalb fährt der Don ja jeden Tag von A nach B. Weil ansonsten sein Sein nicht messbar, nicht kombinierbar, und folglich nicht ist.

    • Oder wie ich immer sage,
      ein Leben ohne Wünsche ist möglich, aber sinnlos.

    • Sinn
      „Ein Leben ohne Wünsche ist möglich, aber sinnlos.“

      Gewiss, aber worin besteht der Sinn des Sinns?

      Der Schlüssel ist, denke ich, Substituierbarkeit. Sobald der Satz verstanden wurde, wird der Satz nicht mehr benötigt. Er kann gegen den Sinn getauscht werden. Der Sinn einer Berechnung ist der Wert der Berechnung. Existiert der Wert, benötigt man die Berechnung nicht mehr und so weiter und so einfach.

      Konzeptionell anspruchsvoller wird der Sinn erst durch Dualisierung: man kann die Kanten in einem Graphen zu Ecken machen und umgekehrt. Es ist wie mit diesen unzähligen Feiern, für die wir Anlässe suchen oder unsere ungezählten Spaziergänge und Fahrradtouren, für die wir uns Ziele vorstellen, nicht weil diese Ziele einen Sinn hätten, der geeignet wäre, die Tour zu substituieren und gnadenlos abzukürzen, sondern um der Bewegung Festigkeit und Struktur zu verleihen. Das gleiche gilt für Spiele, es sei denn diese dienen primär dem Erwerb oder dem Prestige.

      Die Spannung zwischen Sinn und dualem Sinn ist unverkennbar. Man kann dieses Spiel aber auch noch etwas weiter treiben. Nehmen wir an, die Reise wird der Fotos und der Geschichten wegen unternommen. Dann ensteht wieder ein Sinn und mit ihm das Problem der Authentizität: die Reise könnte auch von jemand anderem unternommen worden sein, die Fotos aus dem Archiv stammen, die Geschichte ist sowieso geklaut, die News sind Fake und außerdem lief alles ganz anders ab, als geschildert. Wären wir einfach beim dualen Sinn stehen geblieben, wäre nichts passiert, aber da wir mit ihm wieder zum Sinn zurückgekehrt sind, muss nun leider auch noch der Pfad verifiziert werden.

      Ja, der Sinn ist so eine Sache …

    • greed for life, for money, for love, knowledge has marked the upward surge of mankind
      @Dreamtimer

      Der Sinn ist die Mutter der Kommunikation. Und die Kommunikation ist das, was uns vom Tier unterscheidet.

      Der Sinn der Natur, d.h. auch unserer Natur, liegt wahrscheinlich in der Fortpflanzung, deren Sinn wiederum auch wir nicht kennen. Weil wir auch den Sinn der Natur nur konstruieren, mittels Sinn in der Kommunikation. Da wir letztlich keinen Bezug zur Realität, sondern nur eine Idee, eine Beobachtung, eine Konstruktion von ihr besitzen. Wobei auch die Realität für uns nur ein Konstrukt der Kommunikation um Sinn zu erzeugen…

      Whatever, alles darüber hinaus gehende ist jedenfalls Kommunikation und damit Sinn im Sinne unseres hier in der Kommunikation relevanten Sinns. Vulgo: Zivilisation.

      Ergo: Auch der, der meint, er könne sinnlos operieren, d.h. leben, der operiert immer und überall sinnvoll, da er ja die Sinnlosigkeit zum Sinn erklärt. Er entkommt ihm nicht, dem Sinn. Der Sinn bestimmt alles. Und so sehr wir auch hoffen, wünschen, meinen, dass wir selbstständig entscheiden können, so stehen wir jeden Tag auf und folgen den Strukturen, die die Kommunikation uns vorgibt, mittels Sinn.
      Was zur Folge hat, dass der Besitzer eines Porsches immer dann auch noch einen Ferrari haben wollen, dass der Don mit seinen 250 qm immer auch noch ein Domizil am See und dann noch eins ganz weit draußen und…nach 1 Mio. Silberkannen, 1. Mio. Gemälden und 1. Mio. Zweirädern und 1. Mio. Stück Torte immer noch eins mehr, oder zwei oder drei….

      Wir nennen das Individualität, während draußen die Kommunikation laut lacht.

    • Immer dieses Ge-wir-se und Ge-uns-e ...
      Zitat: „Der Sinn ist die Mutter der Kommunikation. Und die Kommunikation ist das, was uns vom Tier unterscheidet.“

      Soll was bitteschön heißen? Das wirse anders kommunizieren? Besser, sinnhafter? Dass wir uns vom Tier dadurch unterscheiden, dass dieses gar nicht kommuniziert? Ich bin da etwas ratlos, dachte ich doch bisher, dass in der Natur alles miteinander und untereinander kommuniziert. Das macht das Leben ja so spannend. Verschiedene Codes, mal auf optischem oder akustischen Wege; bei den Pflanzen gern auch über die Chemie. Oder einer Mischung daraus. Was ist also gemeint?

      Zitat: „Der Sinn der Natur, d.h. auch unserer Natur, liegt wahrscheinlich in der Fortpflanzung, deren Sinn wiederum auch wir nicht kennen.“

      Och, wir haben zu dem Thema schon so einige spannende Gedanken von klugen Leute gelesen und gehört, auch wenn Ihnen das entgangen zu sein scheint. Nur als Tip: Es hat was mit Evolution zu tun! Ohne Fortpflanzung funzt die irgendwie nicht, weshalb Mutter Natur auch lange an ihr gebastelt hat, um die Entwicklungsmöglichkeiten zu verfeinern, ohne sie ausufern zu lassen.

      Das ist alles so hochinteressant und wunderbar, dass ich einfach nicht verstehen kann, weshalb Siese sich dazu nicht mal ein-zwei Bücher ausleihen. Das würde nicht nur den Horizont erweitern, sondern auch die Kommunikation verbessern …

  99. Hat nix mit See zu tun, ber das wollte ich mal zur Diskussion stellen
    Abschied nehmen zuhause: Überführung in die Leichenhalle spätestens nach [Stunden], nach Bundesland, in Stunden

    Baden-Württemberg 36

    Bayern, keine Frist

    Berlin 36

    Brandenburg 24

    Bremen 36

    Hamburg 36

    Hessen 36

    Mecklenburg-Vorpommern 36

    Niedersachsen 36

    Nordrhein-Westfalen 36

    Rheinland Pfalz 36

    Saarland 36

    Sachsen 24

    Sachsen-Anhalt 36

    Schleswig-Holstein 36

    Thüringen 48

    Man kann also davon ausgehen, daß im ehemalig zu Bayern gehörenden LU altbayerisches Recht angewandt wird.
    .
    Und „sous béton“, @ Folkher Braun sprach es an, siehe Gibêllina Vecchia, Sizilien (nein , nein, ich denke dabei nicht an…..)
    .
    Wenn nun mit dem großen Europäer aus Oggersheim die Ära der „Europäischen Staatsakte“ eingeläutet werden, können wir uns auf ein zukünftiges Gerangel einstellen. Schade-und Rache der Geschichte, daß wir die von uns so gewünschten selbst nicht mehr miterleben dürfen. Warum legt man ihn nicht in Speyer gleich zu den Saliern?
    (DdH)

    • Auch in Ludwigshafen gelten 36 Stunden Frist
      So las ich dieser Tage in der anderen großen Zeitung. Auch dass wohl eine Klimaanlage im Wohnzimmer installiert sei und der Leichnam mit Trockeneis gekühlt würde. Was aber nicht ausreichend sei, wie ein Bestatter der anderen großen Zeitung erzählte, alldieweil der Leichnam sich nach bestimmter Zeit schwarz verfärbe.

      Nun kann man ja weiter mußmaßen; Kohl verstarb morgens um 9:15h oder so, Diekmann gab den Tod aber erst nach 18h bekannt, da hatten alle Zeitungen ihre Deadline hinter sich und die andere große Zeitung und Bild hatten die Nase in dem Trauerspiel vorn.

      Was aber geschah in der Zeit dazwischen mit der Leiche? Viele Bestatter bieten den Service Thanatopraxie = moderne Einbalsamierung und ohne die würde Kohl wohl heute nicht mehr im Wohnzimmer, sondern im Kühlhaus liegen. Anders kann ich mir die lange Funkstille und vor allem die Aufbahrung bis zum Trauerakt nicht erklären.

      Warum man den armen Kerl in Speyer so mutterseelenallein, ohne jegliche Nachbarschaft zum Plauschen verbuddelt, wird wohl nicht einmal die Witwe plausibel beantworten können.

    • Kenotaph?
      Man könnte auch Herz und Rest des Körpers getrennt bestatten und zusätzlich einen oder mehrere Kenotaphe errichten, oder läßt die Bestattungsordnung das nicht mehr zu? Dann muß die CDU sie ändern! Mein Vorschlag: kleiner Kenotaph im Dom zu Speyer, Herz in Friedrichsruh, sonstige sterbliche Hülle in Oggersheim, Riesen-Kenotaph in Pyramidenform direkt auf der aktuellen deutsch-französischen Grenze, Gedenkplätze in Aachen und Verdun. Hab ich was vergessen? Es ist alles so unsagbar peinlich!
      VG Kalchas

    • Titel eingeben
      Ab Kehl kann er dann im Gepäckwagen mitfahren (aufrecht an der Luke sitzend und im Wind scheinbar winkend)
      „wssndehnnlre“

  100. Ach ja, noch was
    wer „Baggersee“ sagt, darf „Autobahn“ nicht auslassen.
    (DdH)

  101. See und Schubert
    einen See aufzusuchen kann viele Motivationen haben. Am und erst recht auf dem See fällt mit immer Franz Schuberts Lied „Auf dem Wasser zu singen“ ein, passenderweise in einer Aufnahme von Irmgard Seefried. Klappt aber nur mit ausreichend Abstand zu Kneip/p- und Minigolfanlagen.

  102. Na, endlich
    haben, die Grünen ihren “ heißen shit“ für den Wahlkampf
    gefunden. Nicht KGE sondern Kretschmann wirbelt mit
    „seinem“ Video den Wahlkampf auf.
    Die Migrationskrise ist vergessen, wenn es um das Auto geht.

    Der Autoindustrie wird es recht sein; was sie braucht, ist ein
    Planungshorizont.

  103. Antisemitismus-Dokumentation
    anderes Thema: „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“ Gibt es was von Ihnen dazu? Danke.

  104. Im Antisemitischen Rundfunk Deutschland (ARD)
    ist der WDR der widerlichste Haufen. Wann wird dort aufgeräumt und der Judenhass dieses furchtbaren „Senders“ unterbunden?
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wdr-stellt-autoren-abgelehnter-dokumentation-bloss-15072754.html

    • Titel eingeben
      Auch auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole:
      Es gibt ein sehr kluges Büchlein, das alles sagt, was man über Antisemitismus in Deutschland wissen muß.

      Und da es von einem promovierten Juristen und nicht von einem Jourhurnalisten verfasst wurde, verfügt es über einen umfangreichen Quellenapparat (Übersetzung für den WDR: das ist so etwas ähnliches wie „Faktencheck“ – nur eben nicht so, daß Anja Rescke bei Ernst Zündel schaut, ob das auch stimmt)

      Dort wird auch nachprüfbar erläutert, wie WDR und der Kölner Dom die tägliche Hetzausstellung der Hamas auf der Domplatte unterstützen, d.h. sogar erst ermöglichen.

      Man lasse sich von dem poppigen Umschlag und dem Vorwort von Broder nicht abschrecken. Der Tarach hat sich richtig Arbeit gemacht. (Und seine Quellen sind eben nicht die „Protokolle“ oder was Sozis und Klerikalfaschischten sonst so zur Unterfütterung ihres als „Israelkritik“ verbrämten Antisemtismus heranziehen, sondern „israelkritische“ Medien von TAZ über FR bis NYT):

      https://www.amazon.de/ewige-S%C3%BCndenbock-Verlogenheit-sogenannten-Nahostkonflikt/dp/300026583X

  105. Bevor es vielleicht gleich wieder verschwindet:
    etwas Heiterkeit für den Nachmittag.
    Bei so vielen echt durchdachten Rezensionen verstehe ich Wahlergebnisse immer weniger.
    https://www.amazon.de/Angela-Lebensgrosse-Pappfiguren-Stehplatzinhaber-Aufsteller/dp/B00GLD5I9S/ref=cm_cr_arp_d_pdt_img_top?ie=UTF8

    • Danke, tausend Dank
      Die Rezensionen sind wieder super, wenn auch nicht so wohlformuliert wie bei Maas, aber man muss Gott ja für alles danken.

      Nun überlege ich, wen ich mit Angela zwangsbeglücken könnte, fürchte nur, die alte Dame trifft dann der Schlag vor Freude. Unsere Kanzlerin zum Anfassen, das ist einfach zu schön.

      You made my night… Durch Festbinden des Aufstellers im Kirschbaum fiel meine diesjährige Kirschernte unerwartet groß aus. Die Stare brachten sogar die Kirschen vom letzten Jahr wieder. Super Sache (Y)

      .
      Und ganz speziell für Otto Moser:
      Ich stelle die Figur während der geplanten Mahlzeiten neben den Tisch. Da vergeht einem aber wirklich alles! Habe schon 7 kg abgenommen.

    • Grüßauguste
      Harrharr… Kann man sich ja vorsorglich als Kinder- und Elternschreck für Halloween einlagern.
      Wenn die Qualität dem Original entspricht, erübrigt sich sogar ein sorgfältiges Einlaminieren: Sämtliche Angriffe perlen entweder rückstandslos ab oder werden von ihr einfach aufgesaugt!

    • Starschnitt
      Werte Renate,
      wenn Dir die Lebensgrößen gefallen, hier ein Beispiel aus meiner Jugend
      http://www.bravo-archiv.de/nmimage.php?z=starschnitte/043%20Alice%20Cooper/Alice%20Cooper%20gesamt.jpg&width=228&height=600&title=Alice%20Cooper%20gesamt
      Was meinst Du was der alles bewirken könnte?

    • Die Angela ist wohl leider nicht wetterfest
      sie quillt im Regen auf und verliert völlig die Form. Nun könnte man das vom Original zwar auch irgendwie sagen, aber es empfiehlt sich wohl, die Figur nicht der Witterung auszusetzen.
      Im Haus ergeben sich aber auch vielfältige Einsatzmöglichkeiten, man lese nur die Anregungen der Käufer.

      Wenn ich an den Wahlabend denke und in jeder Wohnung stünde eine Angela am Fenster, leider unberautet, da hat der Hersteller gepatzt, das wäre doch ein Zeichen der absoluten Verbundenheit mit unserer über alles gF.
      Sie würde sofort ihre Kandidatur für das Jahr 2021 und darüber hinaus erklären und das Volk könnte sich endlich völlig dem Dämmer hingeben.

      .
      Mich hat die gestrige Meldung heftig begeistert, dass sich Merkel und Hendricks der Dämmstofflobby ergeben haben. Die Hausdämmung wird wieder gefördert, Leute kauft Styropor.

      Trotz und gerade wegen der Ereignisse in England, trotz der dort gerade stattfindenden Häuserräumungen, weil die Feuerwehren keinerlei Sicherheit gewährleisten können und wollen.
      Wir werden uns doch nicht wegen ein bisschen Styropor und völlig ausgebranntem Hochhaus den Dämmwahn nehmen lassen.

    • Lieber Wikthor, erkenne den Unterschied
      welchen Aufwand muss der gute Alice treiben, um zum Schreckgespenst zu werden? Und welchen treibt uns Angela?

  106. Von Mücken und Menschen
    @Dreamtimer sagt:
    „Plan B
    „Also, geht an den See und bietet den Viechern eure erbarmungslos nackte Haut an, und lasst sie stechen. Und im nächsten Jahr auch Und im übernächsten Jahr gibts kaum noch Stiche. Und danach gibts gar keine mehr.“
    Und wenn es nicht klappt …?

    Pech gehabt. Tragen Sie es dann wenigstens wie ein Mann!

    Sagt mal, dieser Hofreiter, sieht der wirklich so aus? Ist ja gruselig.

  107. "Wir haben Gegen-Gesellschaften"
    Die Zahl der Deutschen schrumpft, die der zugewanderten Moslems wächst.
    Die Demographie werde zur Waffe, sagte der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg
    > und das bereits 2006!
    Daran kann man erkennen, wie autistisch diese Frau
    vor sich hinwurstelte…
    https://www.welt.de/print-welt/article201022/Wir-haben-Gegen-Gesellschaften.html

    • ...
      Die Demografie wurde in Deutschland nur durch Bevölkerungswissenschaftler wie Herrn Birg zur Waffe.

      In Japan hat das nicht geklappt.

      Und in Polen, Ungarn und Tschechien klappt es auch nicht.

      Als man ihm endlich sein Institut schloß, war es bereits zu
      spät. Herr Birg war nur ein williger Erfüllungsgehilfe für Herrn
      Biedenkopfs Rentenpläne. Ihm verdankte Herr Birg auch sein
      Institut.

  108. Wirtinnenverse, 321. Vers
    Frau Wirtin, einst am See zum Bade
    Und Reinigung der Bundeslade
    Es kam wie bei Kaparnaum
    Fischgetümmel, Fischvermehrung
    Ganz wie im Evangelium.

    • Gamsi, a weng OT, ohne Schweinkram, ohne Zugentgleisung (Versmaas achten)
      Frau Wirtin, nach Zeitungsmeldung fürderhin liquide,
      erscheint dem jungen Welchen un peu comme aphrodite,
      alors enfants, maintenant en marche,
      bevor Noël la France am A…..

      (kürzlich in einer Magazinsendung zu sehen: Ovriers einer Firma auf der Kippe legen jetzt schon Sprengladungen für den Fall, daß der Messias nicht über Wasser gehen kann)
      (DdH)

  109. Mani und die Mayas
    @ Tico am 24. Juni 2017 um 04:21 Uhr

    Lieber Tico,

    Eloquenz ist nicht alles, macht aber manchmal viel her.

    Ich vermute, Ihre nachfolgenden Zeilen sind nicht ganz ernst gemeint:

    ** Von Vorteil ist, wer lesen kann: und so lautet der Text: „Diese immer wieder auftauchende „blutige Hand“, die erstmals auf Tempel vor mehreren tausend Jahren erschien, bedeutet “Mani”, das heißt “alles vergeht”.

    Vor mehreren tausend Jahren. Der Erfinder des Manichaeismus hat sich also nach dem Mayawort benannt, nicht umgekehrt. Logisch denken bitte. Immer diese Hitzeopfer bei euch…. **

    Die Altamerikanistik/Archäologie Altamerikas, was immer auch Ihr Fachgebiet sein mag, liefert uns immer wieder erstaunliche Ergebnisse.

    Nur, den Perser Mani (216-276 n. Chr.), Gründer der nach ihm so benannten Religion des Manichäismus, in einen Zusammenhang mit den altamerikanischen Maya zu bringen und das hier auch noch glaubhaft (?) zu vertreten, ist schon verwegen.

    Ich hoffe, Sie sind nicht auf den Spuren eines Erich von Däniken.

    Der Prophet Mani lebte im 3. Jh. n. Chr. in einer ganz anderen geographischen Region (Reich der Parther bzw. der ihnen nachfolgenden Sassaniden im heutigen Irak/Iran) und in einem ganz anderen soziokulturellen Kontext.

    Und es gibt bislang KEINE wissenschaftlich verifizierten/verifizierbaren Hinweise über mögliche Kontakte/Einflüsse zwischen Altiran und Altamerika.

    Wie sollten die stattgefunden haben?

    Etwa auf kosmischem Wege wie bei Erich von Däniken?

    Manis Muttersprache ist das Aramäische (wie bei Jesus).

    Das ist eine semitische Sprache (wie das Arabische), die nicht nur ganz anders geschrieben wird als die Bildersprache der Maya.

    Ich kann daher hier keine linguistischen Überschneidungen erkennen.

    Das sollten Sie eigentlich wissen. Zumindest ich habe das im Studium gelernt.

    Der Manichäismus vereinigt ferner Elemente aus dem Zoroastrismus, dem frühen Christentum und dem Buddhismus.

    Sehen Sie auch hier evtl. Einflüsse der Maya?

    Es gibt m. W. auch keine archäologischen Artefakte, die auf einen (möglichen) Kulturkontakt usw. deuten.

    Und schließlich, was ist mit der gleichnamigen Provinz Mani in Griechenland?

    Sehen Sie hier auch einen frühen Einfluss der Maya?

    Das müßte dann aber ein mir noch unbekanntes MAYA-Prinzip sein!

    Also: „der Erfinder des Manichaeismus“ hat sich nach gar nix benannt, schon gar nicht nach einem Mayawort.

    Das dürfte er auch nicht gekannt haben.

    Es sollte an dieser Stelle nicht nur um logisches Denken gehen, Sie meinen vermutlich Plausibilität, sondern um historisch nachprüfbare Fakten.

    Die Frage ist nur, wie viele Hitzeopfer es in Costa Rica nun wirklich gibt.

    • seine Maya, seine Ananas, seine Mosklitos
      Er ist wohl eher auf den Spuren einer Überhöhung eines der blutigsten Völker der Geschichte:
      http://www.die-maya.de/die-maya-einleitung-2/kriegswesen-der-maya

      Die Damen und Herren sollen ja unglaublich geschrumpft sein im neunten Jh. Die Ursache ist nicht genau bekannt. Ich könnte mir vorstellen, dass sie so’ne Art Republikflucht begannen, nur ohne Genscher.
      Ich will jetzt nicht auch den Däniken machen, aber möglich wäre, dass sie einen Kriegsherrn hatten, der zufällig auch Mani hieß, und mit einer blutigen Hand auf ihn hinwiesen.
      Jedenfalls sind solche Richtigstellungen nötig.

    • Stein auf Stein, Sonne in der Mitte sein
      Ich war mal in Tehutehuacan und muss gestehen, dass ich die Faszination mit diesen Hinterlassenschaften nicht ganz nachvollziehen kann.
      Einerseits bezeugt es große Arroganz, dass man Menschen in der Vorzeit nicht zutraute, Steine aufeinanderzuschichten und nach der Sonne auszurichten, andererseits betrachte ich das als Basics. Allenfalls Machu Picchu mag etwas Besonderes sein wegen der Lage und der erschwerten Zugänglichkeit.

      Das wird extrem überhöht. Eine wirkliche Hochkultur ist die NASA, und das ist bekanntlich kein menschenopferndes Völkchen.

      Tico, wenn sie so weitermachen, finden Sie noch den Kristallschädel, und er wird Sie weiter vor Mückenstichen bewahren. Der Gringo in seiner erbärmlichen Überlegenheit ist immer noch am besten, wenn er wenigstens einen Blockbuster daraus macht. Sie sollten Ihre Mückenimpfungsidee an Spielberg senden. Er hasst alles, was kriecht und sticht. Ich werde auch selten gestochen. Am liebsten mögen die Viecher bestimmte Parfums und dünne Haut. Kinder sind übel dran.
      Passen Sie auf, dass Sie nicht Dengue einladen.

    • Krude Thesen
      Vielen Dank für die längeren Ausführungen, gerichtet an die Hitzeopfer von Costa Rica! :-) Leider schlägt auch bei uns die Witterung arge Schneisen in gesundes Denken. Oder etwa … ach, ich schieb’s einfach aufs Wetter.

      Bezug: Vor zwei Tagen erschien in der Welt ein Artikel zu Darwin & den Lehrplänen der Türkei. Man muss sich dazu einfach die Kommentare durchlesen. Entweder verliert man den Glauben an unser Schulsystem (sofern man noch über einen solchen verfügt) oder man prustet den Kaffee gegen den Monitor.

      So viel Schwachsinn kann nicht mal mehr durch trollende Provokateure erklärt werden; zumal es in Kommentarspalten zu Berichten mit Darwin-Bezug stets ähnlich abgeht. Traurig ist auch, dass viele Poster, die die Lehre Darwins (und darauf basierende neue Erkenntnisse) durchaus unterstützen, einige grundlegenden Dinge nicht verstanden zu haben scheinen. Aber lesen Sie besser selbst …

      Ausnahmsweise möchte ich hier die Welt verlinken. Es geht mir nicht um den Artikel, lediglich um die Bemerkungen dazu: https://www.welt.de/politik/ausland/article165878515/Darwin-verschwindet-aus-tuerkischen-Schulbuechern.html

    • D2D: Darwin to Däniken in Mittel- und Südamerika. Diesmal Peru. Naszca.
      Nur als Einwurf zur Diskussion gedacht, da gerade hochaktuell: https://www.youtube.com/watch?v=xZPDhPeQnRY
      Wieder eine Mumie mit der von anderen „Langschädlern“ bekannten Fontanellenanomalie. Hinzu kommen diesmal charakteristische Veränderungen an den Extremitäten – bei den Digiti kann man nicht mal bis fünf zählen. Sieht aus wie ein hoax, watschelt wie ein hoax, wird ein hoax sein…

      Mal sehn… Wird wahrscheinlich wie beim Atacama-Humanoiden enden, wo es ab 2013/2014 nicht mehr richtig weiterlief. Kann man ja auch verstehen: Extraordinary claims require extraordinary evidence. Welches Labor wagt es schon, sich gegen das herrschende anthropozentrische Weltbild zu exponieren? Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas heute in einem career suicide enden wird, ist wohl eher groß als klein, was jedem Wissenschaftler bewusst sein dürfte.

    • Krude, weniger krude Thesen, Hypothesen, Erkenntnisse, Spekulationen ...
      @Thorsten K
      Darwins Theorie ist ein anregender, zur Forschung animierender, zur geistigen Expeditionen ins Unbekannte einladender Ruf, eine Einladung der besonderer Art, die die Artenvielfalt auf der Erde u.a mit der natürlichen Selektion erklärt und wegen ihrer konträren Haltung zur herkömmlichen Theologie, dessen Erforschung eine gehörige Portion Individualität und Entschlossenheit bedarf. Es ist eben dieser Aspekt der Individualität, was den konservativen Islamisten zuwieder ist, da der Mensch sich dem Allah und seinen Vertretern auf Erden zu ergeben und zu glauben hat, was man ihm sagt. So haben die schon ihr System der geistigen Versklavung und somit eine leichte Regierbarkeit der Massen, ob damit eine Hochkultur zu Stande gebracht werden kann, wie in D, ist mehr als nur fraglich, gar nicht möglich. Also Darwin versus Kreationismus, wobei die Werke und die Schriften von Intellektuellen von 18. bis in die 20. Jh. bezeugen doch von tiefer Spritualität, ein Recht merkwürdiges Phenomen, Voltaire, Kant, Nietzsche, Schoppenhauer, Goethe, Darwin, Newton und viele andere mehr.

  110. Zwei Dinge noch,
    liebe Frau Simon.Zerstörer sind ja auch diejenigen, die dauernd gegen die Währungen einzelner EU- Länder gewettet haben, oder Störfeuet kommen doch auch gegen den € immer aus einer Richtung, weil man keine 2. Leitwährung möchte.Die „Beratung“ Griechenlands kam woher? Selbst Putin wollte doch seine Ölexporte schon in € abrechnen.

    Ich habe mir den langen Text durchgelesen und finde, wir stehen im Moment auch da,wo damals die Nationalisten standen und frage mich: Was wäre geworden, wenn man den Pan- Europäern gefolgt wäre?

    In der Zwischenzeit torkeln wir von einer Katastrophe in die Nächste zu unser aller Nachteil.Juncker und Co. sind doch nicht mal fähig, etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu unternehmen. Merkel scheint’s auch wurscht zu sein, lieber holt sie mehr Ungelernte nach Europa.

    Richtig traurig macht mich heute, dass Merkel so im Aufwind sei.Es ist nicht zu fassen.Und die FDP fordert dasselbe wie dienGrünen. Ich rätsel noch, ob das eine Anbiederung ist, oder Stimmenklau.

    Richtig froh macht mich nur der ersehnte Regen samt Abkühlung. Wunderbar. I’m singing in the rain…

    PS: Sie meinen, wir Importieren zu wenig? Was ist mit all den Booten und Schwimmwesten, die im Meer verschwinden? Ist doch ein Welt – Konjunkturprogramm, auch für die Schlepper und Union- Western.Die Hilfsindustrie nicht zu vergessen.Selbst schuld, wer nicht mitmacht in Europa.Der soll bestraft werden.Der Rubel rollt.(Satire)Vorsichtshalber.

    • Woher der Wind weht, ist uns doch allen klar, liebe Philomena
      Die Frage, was wäre wenn ist müßig. Es ist, wie es ist und das ist nicht gut, nur Änderung leider nicht in Sicht. Niemand wird sich hinstellen und zugeben, dass das alles ein Irrweg geradewegs in den Abgrund ist. Das Banner des vereinten Europo muss hochgehalten werden, komme was da wolle und wenn es ein Macron ist, der das Elend noch verstärken möchte. Nun wäre ein Elend mit Ende ja irgendwie erträglich, aber dieses Ende wird man hinauszögern, bis wirklich gar nichts mehr geht.

      Wenn man die Märkte, wer auch immer das ist, nicht reguliert, was wurde in 2008 nicht alles versprochen, muss man sich über die Zügellosigkeit von Hedgefonds und derlei nicht wundern, die Gier ist ungebrochen.

      Was die Importe von anderen Kontinenten angeht, die so viele NGOs nähren und ihnen überhaupt erst den Daseinssinn geben, die die Boot- und Schwimmwestenhersteller in China erfreuen, die unseren Sozialstaat ans Ende seiner Tage führen werden, auf dass ein Schulz noch mehr soziale Gerechtigkeit wird fordern können, für wen auch immer, ach wer wollte das denn unterbinden?

      Niemand in deutschen Parteien in Sicht, der dagegen angehen wollte. Ganz im Gegenteil, man überbietet sich doch geradezu in Ausübung der Mitmenschlichkeit, dabei die vergessend, die schon länger hier leben und das alles bezahlen müssen und dabei so dämlich friedlich bleiben.

      Die Beweggründe FDP waren immer die Gleichen, es hat sich nichts geändert, das Fähnchen hängt immer noch im Wind und so ist es Anbiederung und Stimmenklau, die Tröge der Macht sind zu verlockend.

      .
      Die (von mir nicht ersehnte) Abkühlung haben wir auch, ganz ohne Regen.

  111. Oder aber man verbietet andere Autoren
    Hübsch formuliert:
    Jetzt warten wir mal ab,was aus den von ihm initiierten Gesetzen wird und freuen uns auf sein nächstes Buch. Es soll ein Ratgeber für junge Autoren werden. Der Titel ist ein Zitat von Mark Twain: „Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weglassen.“
    http://www.achgut.com/artikel/fundstueck_heiko_maas_im_freien_fall
    http://www.achgut.com/artikel/heiko_maas_auf_platz_24_203

  112. @Philomena: ...wir Importieren zu wenig?
    Der Internationale Währungsfonds fordert mehr Inflation für Deutschland. Die Institution unter der Leitung von Christine Lagarde machte bereits seit Jahresanfang klar, manche Mitglieder der Eurozone bräuchten wieder eine Inflationsrate von über zwei Prozent.
    Das Hauptargument lautet: Länder mit hohen Exportüberschüssen tragen dazu bei, dass andere Staaten sich hoch verschulden, um ihre Importe zu finanzieren.
    Das ist eine Nebelkerze um die Flutung der EU mit frisch gedrucktem Geld herunter zu spielen und die Inflation anzuheizen!
    In den Bilanzen von Italiens Banken türmen sich Kredite in Höhe von rund 360 Milliarden Euro, bei denen Kunden Probleme mit der Rückzahlung haben. Das entspricht einem Drittel der gesamten faulen Darlehen in der Eurozone.

    • Ich weiß, Herr Bernhardt...
      …2% Inflation bei weiteren Nullzinsen.Es ist nicht nur eine Enteignung der Sparer, sondern auch der Altersversorgungen, ein Elend.

  113. dr. plagiator sagte 24. Juni 2017 um 16:20 Uhr
    „NzStasiFreiheitsZonenGesetzPolizist…“
    .
    Sie werden lachen, ich hatte seit gestern um 11:00 kein Netz, die Nachbarn aber auch nicht. Und das sind keine Autobahn-Hinweiser.
    .
    Neben den Autobahnen gibt es die schönsten Baggerseen. Und die von zwischen 1935-1940 sind inzwischen reinste Naturparadiese, Her…, nein Aale so fett wie der Göring, Hechte, Waller….Wer einmal die A8
    nach München fährt und Zeit hat, sollt einmal die BAB bei Oberelchingen verlassen und über Unterelchingen über Riedheim nach Leipheim fahren und die alten Baggerseen entlang der Donau besuchen.

    http://nu.neu-ulm.de/de/neu-ulm-erleben/freizeit-sport/badeseen-naherholung/
    .
    http://www.nacktbaden.de/295-0-langenau–riedheim.html
    .
    http://www.seen.de/68309-mannheim/umgebung/
    .
    und um nicht zu südlastig zu bleiben: https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_29
    (DdH)

    • Danke für Erinnerungen, DdH
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Friesische_Freiheit

      haben Sie das zufällig auch gesehen?

      Im Weser-Jadeport können die größten Containerschiffe anlegen, wenn man nicht in HB und HH so uneinsichtig wäre.Wenn ich richtig informiert bin, könnte man sich die Elbvertiefung spaten…

    • Ereignisse
      Manchmal vergehen 90 Tage und 1 Woche – „richtiges“ – fasten, wie im Flug. Es scheint, als sei Autobahn integriert.

  114. Korruption
    Die Ur-Domäne der Grünen war Natur. Wenn man Natur schützen will, muss man hohe Haftstrafen für zum Beispiel Brandstifter und korrupte Bürgermeister fordern. Was man nicht kann, ist Natur, Opfer und Kriminelle gleichzeitig zu schützen. Deswegen scheitern sie auch. Sie verfassen Verhaltensregen, zum Beispiel auch beim Essen, kümmern sich aber wenig um ihre ursprüngliche Domäne und relativieren Vergewaltigungen. Und deswegen hört man auch nichts zu diesem hier (Brandstiftung):

    „Für das Naturschutzgebiet Doñana könnte der Brand verheerende Folgen haben. Die Naturschutzorganisation WWF warnte bereits im letzten Winter davor, dass das Naturschutzgebiet auf der schwarzen Liste steht, weil dem Park schon seit Jahren automatisch das Grundwasser durch illegale Entnahmen abgezapft wird und ein spanisches Unternehmen dort Erdgas suchen will, was die Artenvielfalt bedroht.“
    https://www.welt.de/vermischtes/article165913825/Riesige-Rauchwolken-ueber-uns-Asche-faellt-auf-die-Zelte.html
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Coto_de_Do%C3%B1ana

    Störche en masse. Luchse.

    Apropos Seen und Pools (eindrucksvoll), nur nebenbei:
    http://www.spiegel.de/video/elefantenkalb-von-mutter-und-verwandten-aus-becken-geholt-video-1776638.html

    Oft wird in Südspanien und Portugal einfach gebaut, wenn etwas abgebrannt ist. Die Gerichte halten das ebenso oft an. Die Gebäude „zieren“ als Betonskelette jahrelang die Landschaft.
    M.E. muss man sich um so etwas europäisch übergreifend kümmern (handfest), statt die Temperatur um wenige Grad herabschrauben zu wollen (utopisch). Aber Handlungen sind anstrengend, Utopien bequem am Schreibtisch zu erledigen.
    Man wünscht sich langsam einen Gene Hackman-Typus als Politiker (The French Connection).

  115. Sinn
    im Schwachsinn den Starksinn erkennen:
    Nach dem Tod seines Freundes
    Hunter S. Thompson
    hat Johnny Depp dessen Asche mit einer
    Kanone in den Himmel schießen lassen.
    +++
    Im Starrsinn den Schwachsinn erkennen:
    Glandiosi beri Bimbes
    mauli nonni cadavi Kohli
    Gadjama Bimbes beri galassana
    Bandosi glossala tuffm i Bimbesini
    Krasso GalaKassa strafilosi Vata

  116. Deutschland, der Nabel der Welt
    @ Ehemaliger Gast sagt:
    „Mani und die Mayas
    @ Tico am 24. Juni 2017 um 04:21 Uhr
    Lieber Tico,
    Eloquenz ist nicht alles, macht aber manchmal viel her.
    Ich vermute, Ihre nachfolgenden Zeilen sind nicht ganz ernst gemeint:
    ** Von Vorteil ist, wer lesen kann: und so lautet der Text: „Diese immer wieder auftauchende „blutige Hand“, die erstmals auf Tempel vor mehreren tausend Jahren erschien, bedeutet “Mani”, das heißt “alles vergeht”

    Und:

    „Nur, den Perser Mani (216-276 n. Chr.), Gründer der nach ihm so benannten Religion des Manichäismus, in einen Zusammenhang mit den altamerikanischen Maya zu bringen und das hier auch noch glaubhaft (?) zu vertreten, ist schon verwegen.“

    Glaubhaft vertreten habe ich die Bedeutung „Mani“ , was sie natürlich überhaupt nicht interessiert hat, mein lieber Mituser, und nicht den Zusammenhang einer bestimmten, wohl nur ihnen bekannten Religion mit den drei Stämmen der Maya. Ich erklaerte ein Mayasymbol, aus dem sie gleich etwas anderes machten. Es ist immer erhebend, wenn die Menschen nicht auf das eingehen, was zuerst gesagt wird, um zu demonstrieren, dass auch sie etwas wissen.

    Ich kann nur in Zusammenhang bringen, was ich kenne. Also bitte nicht mir das Wort im Hals umdrehen.

    Ich habe den Begriff Manichäismus natürlich nicht gegoogelt, wenn ich alle Begriffe googeln würde, die hier auftauchen, käme ich nie zum schreiben. Also gut, alter Perser ist Erfinder. Hängt sogar mit Buddha zusammen, wer hätte das gedacht?

    Ich denke, bei ihnen muss ein Mathematiker auch ein blendender Biologe sein oder ein exzellenter Traumdeuter, er darf sich nicht mal einen Irrtum in einem anderen Fachgebiet leisten, weil dann die Wölfe über ihn herfallen.

    Sie haben aber nicht drauf eingehen können, was ich über die Bedeutung „Mani“ hier in die Welt geworfen habe. Denn darauf kam es an, das war der Schwerpunkt meiner Worte. Die Verbindung haben dann Sie hergestellt. Dazu hatten sie nichts zu sagen?

    Mich in Zusammenhang mit Däniken zu bringen, wäre unter anderen Umständen eine Satisfaktion in Form schwerer Säbel erforderlich. Aber wir sehen es milde und verstehen es als Ironie und geben Pardon, auch wenn ihr Fehltritt der glitschigen Art war und manche ihn als Beleidigung (um das hässliche Wort „Frechheit“ auszulassen) auffassen könnte.

    Nein, ich kannte ihren Begriff nicht, daher ging ich automatisch davon aus, dass die jahrtausend alten Mayaformen zuerst vorhanden waren.

    Danke für die Belehrung. Ich hoffe, es hat ihnen gut getan.

    Und Danke für die Verbissenheit, mit der sie mir etwas widerlegt haben, was ich nie behauptet hatte und danke, dass Sie es unterstellend als Hitzeopfer im Costa Rica andeuten (wie einige andere User auch, die nicht mal dran denken dass ich auf der anderen Seite der Weltkugel lebe) .

    Liegt vielleicht an eurer Hitze, denn wenn sie schon so toll recherchieren, dann wüssten Sie, dass wir in Centroamerica gerade Regenzeit haben…..Tja, manchmal klappts halt nicht so richtig mit der Hitze.

    Und nun wissen wir alle, dass auch Sie etwas wissen. Gratulation.

    Und nein, mein lieber Herr Oberländer, es ist nicht möglich dass es einen Kriegsherren namens Mani gab, das sind alles so europäische Mutmaßungen von Menschen, die niemals mit den indigenen Völkern zu tun haben.

    Ich könnte eine ganze Reihe von Beweisen liefern, wie falsch der Europäer die Symbole der alten Urvölker deutet (weil er sie mit seinen europäischen Augen deutet) . Das führt sicher zu weit. Aber glauben Sie mir, ich lebe seit mehr als 20 Jahren unter diesen Völkern und weiß ein wenig mehr als jeder Mutmaßer. Brauchen Sie aber nicht zu glauben, denn meine Erfahrung ist,wer nicht Deutsch denkt, denkt falsch.

    Ihr Zitat: „Tico, wenn sie so weitermachen, finden Sie noch den Kristallschädel,…“ lese ich amüsiert. Kristallschädel sind eine Erfindung der weißen Menschen, die sich gegenseitig betrügen und bescheißen. Ich sehe aber hier Sturschädel , die so von ihrer europäischen Denkform eingefangen sind, dass sie nicht mal akzeptieren, dass andere Völker anders denken. Und Anders heißt wirklich Anders, wie es sich ein Europäer nicht einmal vorstellen kann. Ich empfehle ihnen den Kauf meines Buches über 6000 Jahre Ureinwohner Zentralamerikas, bevor ich hier gegen Felsen predige.

    Und was die Mücken betrifft – seltsam, alle, die wir hier leben, bleiben ungestochen, nur die europäischen Besucher werden zerstochen. Liegt wohl am Pass. Mensch, Herr Oberländer, sogar Sie können noch etwas lernen aus anderen Welten, Deutschland ist nicht der Nabel der Welt.
    Saludos

    • PS D2D: Darwin to Däniken in Mittel- und Südamerika. Diesmal Peru. Nazca.
      Man möge mir verzeihen, dass ich zu diesem Fall noch keine eigene Meinung entwickelt habe. Ich sehe allerdings, dass sich da ein gewaltiger Internet-Hype zusammenbraut, der mit der typischen Verzögerung von vielleicht 2 – 3 Wochen auch Deutschland erreichen wird. Ich halte es daher – angeregt durch die Discussion über Maya, Mani, Däniken und Tico’s deutlicher Reaktion, mit Däniken in Verbindung gebracht worden zu sein – für angezeigt, auf gewisse „Behaftungen“ in diesem Blog hinzuweisen. Stellen Sie sich vor, @Tico, dass eine Zeit kommen könnte, in der dieses „in Verbindung gebracht werden mit Däniken“, eher als Kompliment bewertet ist…

      Egal: Es sind zwei Reaktionen der internationalen Presse zu erwarten. Da ist zum einen die Seite Gaia.com, die als Internet-Pay-Channel organisiert ist und zugleich unter den 70 wichtigsten „Fake News“-Seiten seitens der NYT aufgelistet wurde. Ich bin hier nicht der Einzige, der sich fragt, ob das eher als „bashing“ oder eher als „promotion“ aufzufassen ist. In jedem Fall wird klar, dass Gaia.com voll darauf setzt, mit dem Nazca-Humanoiden im Wettbewerb der fake news/= alternative news Seiten zu gewinnen, wozu es wahr zu sein hat – langfristig jedenfalls – und kurzfristig so lange, bis die Sache von Nature (Holtzbrinck) oder Science (AAAS) aufgegriffen wurde. Will heissen: Gaia.com steht entweder kurz vor der Insolvenz, oder spielt hier das Spiel „the winner takes it all“. Ich selbst habe Gaia.com abonniert und halte die Seite im Bereich „esoterischer Interessen“ für durchaus – wie sagt man bei „linken“ Zeitgenossen – satisfaktionsfähig.

      Grössere Akzeptanzprobleme habe ich dadurch, dass ein gewisser Jamie Mausson als „Vermittler“ involviert ist. Der verkauft sich als investigativer Journalist aus Mexico, muss aber – vor dem Hintergrund tatsächlicher fake news, die mit seinem Namen in Verbindung stehen – mit der allergrößten Vorsicht betrachtet werden.

      In diesem Sinne…

    • Tico und Mani
      Lieber Tico,

      die Hitze hier in Zentraleuropa ist abgeklungen und die Gehirne arbeiten wieder einwandfrei. So auch bei mir.

      Und weil Sie mit mit viel Enthusiasmus und Kenntnis über Ihre neue Heimat Costa Rice schreiben, will ich Ihnen gerne antworten.

      Also, erstmal ruhig durchatmen.

      Hier will Sie niemand mit Erich von Däniken gleichsetzen. Das ist ein Gauner und war an dieser Stelle ironisch gemeint, vielleicht etwas überspitzt, aber keineswegs beleidigend.

      Dass hier im Blog viel Ironie im Spiel ist, gelegentlich auch Häme, mußte ich auch lernen und über allem wacht bekanntlich der D. und bald der Heiko M.

      Ihre Schlußfolgerung Mani + Maya kam mir einfach etwas abenteuerlich vor.

      Das fand ich schon herausfordernd zumal ich mich in der Region, in der der Perser Mani wirkte, seit fast vier Jahrzehnten studienbedingt, beruflich und auch privat bestens auskenne. Dazu brauche ich kein Wikipedia u. ä. Quellen. Und was ich nicht weiß, steht bei mir zuhause im Regal.

      > „Danke für die Belehrung. Ich hoffe, es hat Ihnen gut getan.“ „Und danke für die Verbissenheit..“ <

      Nee, ich sah meine Replik eher etwas sportlich intendiert, wie bei so vielen anderen Beiträgen hier. KEINE Zurechtweisung.

      Obwohl, ein bisschen mit der Mayakultur kenne ich mich doch aus, denn einer meiner Professoren war Deutschlands hervorragendster Mayaforscher. Das bitte nur am Rande. Will Ihnen hier nichts streitig machen.

      — Wenn der Autorenhinweis stimmt,

      "Peter F. Tico ging in Darmstadt zur Schule und später in das Abendgymnasium. Der Zufall führte ihn zum Theater, in der Schauspielschule Genzmer absolvierte er seine Ausbildung. Peter F. Tico schrieb und veröffentlichte als freier Autor im damaligen RIAS und SFB. Mitte der 90er Jahre verließ er Deutschland und ging nach Costa Rica. Sein Wissen über Lateinamerika sammelte er durch Recherchen für seine Essays für den Rundfunk in Deutschland. Er heiratete eine schöne Indianerin, dadurch wurde er Teil der indigenen Bevölkerung, die ihn mit der Zeit als einer der ihren akzeptierte."

      — dann bewundere ich Ihren Mut und ihr Geschick, denn es ist nicht so einfach, von Angehörigen einer fremden Kultur akzeptiert und respektiert zu werden. Werde die Pumaschildkröte… mir besorgen.

      Was für Sie, da Sie vor Ort in Mittelamerika sind, vielleicht auch interessant sein könnte, lesen Sie ruhig B. Traven.
      Der sollte ohnehin wiederentdeckt werden.

      Und wenn Sie mal im Reich des Mani oder aktuell, des Mahdi, unterwegs sein sollten, empfehle ich meine Publikationen :-)

      Sie sollten nur nie vergessen, dass wir alle in unserem kulturellen Korsett gefangen sind, aus dem wir nicht ausbrechen können. Das bezieht sich nicht nur auf die "europäischen Sturschädel", das gilt für alle Völker.

      Culture matters, wie es so schön heißt.

      Khoda Hafez, Ihr E.G.

    • Rassistische Mücken
      „Und was die Mücken betrifft – seltsam, alle, die wir hier leben, bleiben ungestochen, nur die europäischen Besucher werden zerstochen.“

      Sind halt Rassisten, die Mücken. Andererseits, wenn es gegen den bösen, weißen Mann geht, ist es ja bekanntlich kein Rassismus …

    • PPS D2D: Darwin to Däniken in Mittel- und Südamerika. Diesmal Peru. Nazca.
      Ich glaube inzwischen, dass es sich eher um einen hoax handelt. Man nehme eine „historische“ Langschädler-Mumie, trenne derselben die Daumen und kleinen Finger ab, verfahre bei den Füssen ebenso, lasse an den Trennstellen „nachmumifizieren“ und biete das Produkt einem Jaime Maussan an. Beim „Abtrennen“ hat man sich wohl nicht sehr viel Mühe gegeben, das könnte in den Röntgenaufnahmen die seltsame Anordnung der Fingerknochen im Handwurzelbereich erklären. Mehr Mühe hat man sich wohl bei der Auswahl des Langschädlers gegeben. Es gibt solche, bei denen im Säuglingsalter ein Abbinden („cranial deformation“) erfolgte, allerdings eine normale Fontanellenstruktur vorlag und solche mit „Fontanellenanomalie“, bei denen ein (echtes oder scheinbar) nahtloses Zusammenwachsen der Schädelplatten zu beobachten ist.

    • Toll!
      Es gibt ein ähnliches Foto von mir mit Onkels Ottos Dekawuppti, da könnte ich Romys Schwester sein.Gleiche Frisur, gleiches Gesicht, das damals bei ihr auch noch etwas voller war.

  117. Gab.ai
    Ist es bald soweit?

  118. +Telegramm+-STOP
    +VENCEREMOS+STOP

  119. Twitter und Stasi-Kahane
    Twitter arbeitet gerade die von Stasi-Kahane geleiteten Organisationen (AmadeuAntonio, Netz gegen Nazis) erstellten Listen missliebieger Schreibenden z.B. bei Twitter ab.

    Derzeit ist zu beobachten, dass Stasi-Kahane alles in die Wagschale wirft, um ihre Daseinsberechtigung nebst der von ihr geführter Initiativen vor dem Untergang zu bewahren.

    Dazu ist ihr jegliche Denunziation recht.

    Man kann das sehr gut an den Accounts sehen, die verschwunden sind, die #withheld in Germany sind – also in Deutschland nicht zu sehenden Accounts oder noch aktuelle und viel raumgreifender #shadowbanned sind.

    Wie ich darauf komme?

    Don Alphonso wies bereits früher darauf hin, dass Stasi-Kahane und Konsorten eifrig Listen erstellen.

    Und nun sei man bitte baff erstaunt, wenn man sieht, was Twitter selber offenbart:

    Man gehe auf folgende Seite:
    https://about.twitter.com/de/safety/resources

    Suche dort die Rubrik Beleidigungen und schaue sich an, wer in Deutschland Partner von Twitter ist:

    AmadeuAntonio Stiftung und Netz gegen Nazis und noch was.

    Das heißt, Twitter löscht einfach das, was denen von Stasi-Kahane vorgegeben wird.

    —–

    So sehr ich das NetzDG verabscheue, ein Gutes hat das dann vielleicht doch am Ende, bevor es vom Bundesverfassungsgericht einkassiert wird.

    Es muß ein Bevollmächtigter auch von Twitter in Deutschland benannt werden, an den zugestellt werden kann.

    Damit dürften auch Klagen zugestellt werden können.

    Und ich hoffe sehr, dass unendlich viele Klagen zugestellt werden, die auf Grundlage dieser elendigen Zensur erfolgen.

    —–

    Ich hoffe aufgrund dieser Entwicklung auch sehr, dass die SPD auf Jahre keiner Bundesregierung mehr angehören wird, auf dass Stasi-Kahane nicht nur künftige Mittel gestrichen werden, sondern ebenso bereits gezahlte Mittel einer Revision unterzogen werden.

    Mit der von mir erwünschten Folge, dass diese Mittel zurück geholt werden und Stasi-Kahane wegen mißbräuchlicher Erschleichung und Nutzung öffentlicher Mittel strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wird.

    —–

    Ich bitte jetzt schon um Entschuldigung dafür, dass ich dieses vielleicht in einem künftigen Blogbeitrag von Don Alphonso kopieren oder ähnlich schreiben werde.

    Aber das ist dann doch zu bedeutend.

    Entschuldigen Sie das bitte und gewähren Sie mir es doch.

    • Es liegt nicht nur an der SPD
      Maas & Co. haben die volle Unterstützung der Kanzlerin, die die Notwendigkeit des Maasschen Gesetzes in einer PK hervorhob und ebenso ihren Gefallen daran.

    • frau Simon
      Mir ist insbesondere das Verhalten des Fraktionsvorsitzenden der Union Volker Kauder durchaus bewußt.

      Bei meinem auf die SPD bezogenen Wunsch handelt es sich um folgendes:

      Ich hoffe, dass eine geraume Zeit das Bundesfamilienministerium von einer Person geleitet wird, die wie einst Kristina Schröder sämtliche Förderung unter den Vorbehalt der Prüfung auf Extremistisches stellt.

      Des weiteren hoffe ich, dass dann eben vergangene Förderung einer Prüfung unterzogen wird und somit u.a. das doch sehr merkwürdige Finanzgebahren der Amadeu Antonio Stiftung unter die Lupe genommen wird und möglicherweise Konsequenzen daraus gezogen werden. Dies gilt selbstverständlich auch für andere geförderte Organisationen.

      Die Chance darauf könnte höher sein, wenn das Ministerium eben nicht von einem SPD-Mitglied geführt wird, der Interesse daran haben könnte, die frühere Ministerin Schwesig zu schützen.


    • Kristina Schröder
      Die fand ich auch sehr in Ordnung.
      Ja, sie hat ein Kind gekriegt während sie gearbeitet hat. Aber sie hat es trotzdem (oder deswegen?) ganz gut hinbekommen, was sie machen sollte.
      Ich fand die seit X Jahren die Beste in diesem Job.
      Sie sagte dann hinterher, daß sie sowas nicht nochmal machen wollte, aber sie war gut und ich hoffe, es hat ihrem Kind nicht zu sehr geschadet.
      Sie war mE ein Beispiel, wie das mit Frauen mit Kind halt in der Realität wirklich ist – da und dort zuwenig Zeit, Hektik, Ungewissheit, ob das so wirklich läuft etc.
      Aber wie gesagt, sie war gut! Sie hat es richtig gemacht!
      Von daher: soviel „Slack“, daß Ministerinnen auch Kinder kriegen können, sollte schon sein.

    • Ich fürchte, die gerufenen Geister werden wir so schnell
      nicht wieder los. Es läuft so vieles so furchtbar schief und völlig anders, als es der Wähler sich wünschen würde.
      Man denke nur an das Theater mit der Privatisierung der BAB und Bundesstraßen, die die Länderchefs für mehr Geld für die Zuwanderer billigten. Man denke an die Energiewende und vorgestern beschlossene neuerliche Förderung der Dämmstoffe, trotz London oder gerade drum, an die Rettung der Banken, die Änderungen im GG grad dieser Tage wieder, ach es lässt sich alles gar nicht mehr aufzählen, was einfach so dahinläuft, ohne dass das Parlament oder gar der Wähler auch nur einen Mucks machen.

      Ich glaube, die Gehirnwäsche hat allenthalben längst ihr Werk vollbracht. Für eine Änderung bräuchte es völlig neue Leute, die wir aber wohl leider nicht haben. Die wir wohl erst bekommen, wenn links-grüne Indoktrination kein Thema mehr ist.

      Frau Schröder hielt ich im Amt für etwas überfordert oder zumindest machte sie auf mich den Eindruck, den sie mir allerdings vor über einem Jahr durch mehrere Veröffentlichungen kräftig revidierte.


    • Frau Schröder hielt ich im Amt für etwas überfordert oder zumindest machte sie auf mich den Eindruck,
      „überfordert“ ist vielleicht das falsche Wort, sie war halt schlaflos wegen Baby, wie das halt in der ersten Zeit so ist. Sie war auch nicht sooo arg fernseh/medienpräsent – aber das waren andere Familienministerinnen (auch kinderlose) auch nicht. Wenn sie sich zu Wort gemeldet hat oder was angeleiert hat, erschien es mir aber immer sehr vernünftig, ich kann mich an nichts unsinniges erinnern. Üblicherweise ist immer was unsinniges dabei. Bei ihr erinnere ich mich nicht an solches, deswegen finde ich sie gut: besser als andere.

    • diese Thematik
      habe ich im neuen Blogbeitrag von Don Alphonso ähnlich aufgegriffen, damit auch die vielen anderen lessen und sich beteiligen können.

      Ich habe es auch ein wenig erweitert :)

      Vielleicht setzen wir dort die Debatte unter Beteiligung oder zumindest lesender Teilnahme anderer fort.

  120. Indiana Jones, Senhor Tico
    Nun Tico, die Ureinwohner von Lateinamerika werden vorläufig nicht mein Thema werden, einfach nur, weil es in der Historie einen Berg von Material gibt, der mich interessiert. Ich besuchte mit jemandem, der beruflich damit zu tun hat, Römerstätten, und es machte click. Ich liebte sie einfach und werde noch Jahre damit beschäftigt sein, und, falls je wieder Frieden und Aufbaustimmung in Nordafrika herrschen sollten, wäre das natürlich eine faszinierende Erweiterung.

    Einmal las ich in einem Roman über die Ureinwohner des Pantanal und fand sie recht gut beschrieben. Das ist „Das Testament“ von John Grisham, ein faszinierendes Buch, in dem der Autor die Auswüchse ganz oben der Einfachheit im Urwald gegenüberstellt.
    Aber der Pantanal ist wohl kaum Costa Rica, das viel entwickelter ist.

    Mit den Römerstätten war es ganz anders. Sie waren nah, mir jedenfalls. Sie sind also noch in uns. Wir stammen teilweise von ihnen ab, und manchmal spürt man so etwas, und zwar dann, wenn man etwas zu verstehen scheint, eine Denkweise, eine Bauweise, eine Ästhetik. Ihre Vielgötterei finde ich ausgesprochen liebenswert, weil sie viel mehr Spielraum zu lassen scheint.

    Das mit dem Kristallschädel war übrigens ein Scherz (Indiana Jones IV).
    Es ist heiß genug zum Blödeln gewesen.

  121. Respekt
    @Ehemaliger Gast sagt:
    „Tico und Mani
    Lieber Tico,
    die Hitze hier in Zentraleuropa ist abgeklungen und die Gehirne arbeiten wieder einwandfrei. So auch bei mir.“

    Danke für die freundlichen Worte! Das ist sehr ehrenhaft.
    Und ja, der Eintrag stimmt, ich war das erste mal 1989 in den Bergen Talamancas als Gast bei den Bri-Bri (bei einem Treffen von Indios aus Nord-Mittel- und Südamerika) und ging endgültig 95 rüber. Keine 6 Wochen später lernte ich meine spätere Frau kennen. Sehr beeindruckend.

    Ach der Däniken behauptet auch unsere Espheras, die berühmten (?) runden Steine seien Hinterlassenschaften der Außerirdischen. Man muss aber die Legenden und Mythen der Indios kennen, um die Bedeutung der Steine und anderer Funde richtig zu interpretieren. Genau das werfe ich den europäischen Archäologen vor: dass Sie zwar viel Technik im Spiel haben, viel Wissen um Zahlen, aber die Mythen und Denkformen der Ureinwohner eben nicht kennen, und daher zu oft falsch (mit europäischen Augen also) interpretieren. Das beginnt bei den angeblichen Königen, geht über Prinzessinnen und endet beim Hochadel. Alles europäische Begriffe mit europäischen Inhalten, die es bei den Ureinwohnern so nie gab.

    Lassen wir es gut sein, haben wir beide Respekt voreinander. Sehr freundliche Grüße!
    Tapi Tapi (wie die Maleku sagen)

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