Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Nur Vandalen hassen die Polizei

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In Amerika, dem Stiefmutterland von Freiheit, Demokratie, Waffenbesitz, Alkohol ab 21 und dem Recht, Invasoren auf dem eigenen Grund niederzuschießen, gibt es einen Witz:

Was ist ein Republikaner?
Ein Demokrat, nachdem er von einer Gang überfallen und ausgeraubt wurde.

Was so viel bedeutet wie: Edle Ideale schmelzen bei der Begegnung mit einer Realität, in der man an der Umsetzung derselben durch unschöne Gewalterfahrung gehindert wird, schnell zusammen, und führen zu einem lebenserhaltenden, wenngleich nicht unbedingt menschenfreundlichen Umdenkprozess.

Das kann bei Gewalt so sein, aber nicht immer und überall: Zum Beispiel scheiben heute jene Autoren, die im Blog Publikative das Verhalten der Polizei nicht eben zu Uugunsten der Autonomen anprangerten, etwas Ähnlichs im Zusammenhang mit der Gewalt von Hamburg erneut, indem sie die Fehler bei der Polizei suchen und – wenig überraschend – auch finden. Es findet nicht mehr nur bei einem linken Blog mit einem selbst gewählten Schwerpunkt auf „Polizeigewalt“ statt, sondern bei der gebührenfinanzierten ARD. Auch entnimmt man der linkenfreundlichen Presse, dass das gar keine Linken gewesen sein sollen, weil Linke spätestens seit Pol Pot nicht mehr gewalttätig sind. Die Polizei habe zudem falsch reagiert und müsste sich die Fragen anhören, die erstaunlicherweise aber niemand den Autonomen stellt, die sich und ihre Taten mit Bezug auf einen RAF-Terroristen bei Indymedia ausgiebig und unbehelligt feiern.

Und weil es gerade so gut in die Verlagerung der Schuld weg von den Autonomen hin zur Staatsmacht passte, wurde dann noch das seit Monaten bekannte Polizeiaufgabengesetz in Bayern aufgewärmt. Im Gegensatz zu Bremen und Niedersachsen, wo es für die Präventivhaft keinerlei zeitliche Begrenzung gibt, gibt es in Bayern eine von zwei Wochen auf drei Monaten angehobene maximale Dauer – dann muss ein Richter neu entscheiden. Man hätte an dieser Stelle darüber reden können, was Juristen dazu in den letzten Monaten gesagt haben, oder über den eigentlich harten Aspekt der Reform: Das gleich Gesetzespaket erlaubt nämlich den umfangreichen Einsatz des Staatstrojaners. Aber die Schlagzeile einer unbegrenzten Präventivhaft passte besser zum Wunsch, weg von der linken Gewalt hin zum polizeilichen Übergriff zu gelangen. Niemand redet heute mehr darüber, die Rote Flora einzuebnen und einen Biergarten darüber zu errichten, und die 40 Millionen Schaden bezahlt der Staat, also wir alle. Wir sahen alle die netten Bilder vom Aufräumen. Hamburg bleibt bunt.

Man vergisst so etwas schnell, aber heute Nacht wurde ich wieder daran erinnert, als unten von der Strasse Rapmusik zu mir nach oben drang. Das ist vor dem Ende der Schulzeit in Bayern normal, heute beginnen die Ferien, davor wird gefeiert, und dann ziehen die Jugendlichen mit Musik durch die Stadt. Dann knallte es, und es gehörte eindeutig nicht zur Musik, es wurde gebrüllt, und da drehte ich schon das Schaltwerk in das Schaltauge – denn gestern ist ein neuer Rahmen für ein Rennrad eingetroffen, ein früher absurd teurer Isaac Sonic, deutsche Carbonkunst mit nur 900 Gramm Gewicht. Ich legte also den Inbus weg und nahm schon einmal das Telefon in die Hand, denn es klang, als würde da unten etwas zerstört. Und tatsächlich lag da unter der Laterne gegenüber ein Rad. Und ein junger Mann in der heutzutage üblichen Hooligantracht mit Hoodie sprang darauf herum.

Seine Freunde riefen ihm unter Erwähnung seines Namens zu, zogen aber reichlich unberührt weiter, und während er vom Rad abliess, hatte ich schon die 110 gewählt, einen Beamten an der Leitung und schilderte ihm die Gruppe, den Täter und den Weg, den der junge Mann zusammen mit einem Freund in Wellenlinien beschritt. Man sollte denken, dass sich solche Leute unauffällig und schnell vom Tatort entfernen, aber sie wankten langsam und ohne jeden Blick zurück die Strasse hinunter. Der Schaden war angerichtet, das Leben ging weiter. Man tut etwas und schreitet voran, und wenn man etwas betrunken ist, legt der andere einem den Arm um die Schulter. So einfach. So banal. So völlig frei von jeder Sorge und schlechtem Gewissen. Er hat das Rad zusammengetreten, wie andere einen Zigarettenkippe wegwerfen.

Nun kann man sagen, dass es klügere Ideen als das laute Trampeln auf einem Rad vor den Fenstern eines Radliebhabers gibt. Man kann sagen, dass ich meiner Bürgerpflicht gerecht wurde, ohne jeden Skrupel, und die kleine Schar kam auch nicht besonders weit – sie lief, wenn man so will, der Polizei direkt in die Arme. In Berlin entkommen Autoanzünder auch nach dem 5. Anschlag, in Bayern fragt man, ob man hinunter gehen soll und schauen, wohin sie weiter gehen, und der Beamte meint nur, aber nein, das machen sie schon, und nach der 5. Minute haben sie die Gruppe. Jetzt gibt es einen Beschuldigten und eine Gang, die dabei war und daheim bei den Eltern, wenn sie keine Gangstaz und Hoolz mehr sind, etwas zu erklären haben. Das ist nicht angenehm, aber wenn es jetzt passiert, passiert so ein Vandalismus vielleicht, hoffentlich, nie wieder. Sie lebten in der Vorstellungswelt, dass man so etwas machen kann, ohne auch nur ein schlechtes Gefühl zu haben, und wissen jetzt: Nach nur 5 Minuten ist das vorbei.

Ich baue mein Isaac mit einer Campagnolo Record Gruppe auf. Der Rahmen kostete früher so viel wie vier von jenen Markenrädern, von denen eines da unten zusammengetreten wurde. Die Gewalt traf nicht den reichen Bonzen oben unter dem Stuck, der auf altem Parkett Titanschrauben in gefräste Ausfallenden dreht, sondern ein Stadtrad einer Frau. Kein Rennrad, sondern ein Lastenpferd mit Licht, Gepäckträger und Schutzblechen. Keine Sattelstütze mit dem Namen Masterpiece, sondern ein dickes Alurohr. Keine federleichten Proton-Laufräder von Campagnolo, sondern dicke Felgen, die trotzdem verbogen wurden. Immerhin kann die Geschädigte jetzt die Kosten geltend machen, denn es ist klar, dass das Rad da unten ein ökonomischer Totalschaden ist.

Es ist in meinem sozialen Umfeld kein teures Rad, neu kostete es nicht mehr als 700€. Es gibt zwei Arten von Menschen auf dieser Welt, für die einen ist das ein halber Laufradsatz, aber für andere ist das Rad ein halber Bruttomonatlohn. Ganz normale Leute, die sparen, um dann in ein Fachgeschäft zu gehen und ein Rad zu kaufen, mit dem sie 15, 20 Jahre zu fahren gedenken. Sie haben nicht 10 oder 20, sondern nur dieses eine, und wenn es zerstört ist, haben sie keines mehr. Es sind Leute, die Steuern und Abgaben zahlen, und die sich entscheiden müssen, ob sie dieses neue Rad kaufen, oder mit ihren Kindern eine Woche mehr Pauschalurlaub bezahlen können. Vielleicht gehört es auch einer Studentin aus dem Wohnheim gegenüber, vielleicht ist sie gerade knapp bei Kasse und könnte kein neues Rad kaufen, wenn sie das Wrack zur Werkstatt getragen hat – gut ein Kilometer weit – und dort hören würde, dass man hier nichts mehr machen kann. Vielleicht gehört so ein Rad auch einer Flaschensammlerin, die wir in diesem Land bei all dem Reichtum und den vielen Milliarden für Integration wegen der Altersarmut haben – für die wäre das dann das Ende der individuellen Mobilität.

Es ist lange her, dass ich einen Fernseher besaß, aber damals lief ab und zu der neorealistische Film “Fahrraddiebe” von Vittorio de Sica, der an einem individuellen Beispiel erzählt, was für einen Menschen davon abhängt, ob er ein Rad hat, oder nicht. Vielleicht ist das heute nicht mehr gar so schlimm, vielleicht bedeutet es nur einen Anruf bei einem Vater, der ohnehin nicht wusste, was er seiner Tochter noch zum Geburtstag schenken sollte. Oder jemand steht zwei Wochen in einem Lager eines Discounters, um das benötigte Geld für eine Neuanschaffung zu erarbeiten. Oder es ist das Rad einer Alleinerziehenden, die nicht auf ein Auto ausweichen kann und auch nicht nahe an einem günstigen Supermarkt wohnt – dann muss ein Kind vielleicht länger allein daheim warten, weil ihr der Edeka nebenan zu teuer und der Weg zur günstigen Alternative weit ist. Es muss nicht ausgehen wie bei Vittorio de Sica, und man muss den Film auch nicht gesehen haben. Man muss eigentlich nur ein klein wenig über das nachdenken, was man tut, und welche Folgen es haben kann. Ich schraube konzentriert mit dem richtigen Drehmoment die Schraube für die vordere Bremse ein, weil mein Leben davon abhängen wird. Ich weiss nicht, was beim Opfer des Vandalismus davon abhängt, und ob es mehr ist als ein paar Scherereien bei der Polizei.

Aber ich weiss, dass die abgehobene Debatte um Polizeigewalt gegen Demonstranten nur in Ausnahmefällen -wie etwa Stuttgart 21 oder beim Münchner Übergriff gegen eine Dolmetscherin – zu Ungunsten der Behörden verläuft. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen für den Stand der Gesellschaft und ihrer Sicht auf jene Behörde, die befugt ist, angemessen Gewalt auszuüben. Selbst mit meiner Vorgeschichte, die einige der heftig kritisierten Einsätze der Polizei in München und Wackersdorf mit einschliesst, ist der normale Umgang so gut und professionell wie in dieser Nacht, wenn der Wagen schnell zur Stelle und meine Aussage aufgenommen ist. Wir alle könnten uns eine schönere Situation vorstellen, ich oben beim Rad und die Polizisten daheim bei den Familien. Ich war am Freitag bei einer Radldemo – neudeutsch Critical Mass – bei der die Polizei ausgesprochen freundlich war. Die Polizei wird dafür sorgen, dass das Unrecht in dieser Nacht nicht straffrei eines bleiben wird, und sie wird den Teil zur Erziehung von einer Gruppe betragen, den die Eltern, aus welchen Gründen auch immer, nicht erbringen konnten. Nur um das klar zu sagen: Es waren eindeutig junge Deutsche.

Die Sichtweise unter jenen, die ein geklautes Rad, ein eingeworfenes Fenster oder einen abgetretenen Aussenspiegel nicht einfach mit zwei locker geschriebenen Plaudereien oder Faktenchecks auf Gebührenzahlerkosten refinanzieren können, ist nach meinen Erlebnissen noch weniger konziliant und vielschichtig als meine: Noch nicht einmal der Einsatz der Bundeswehr im Inneren wird da abgelehnt, wenn es darum ginge, die fraglichen Personen mit ihre Böllern von den Dächern und hinein in die Alter zu befördern. Ich schreibe das noch nicht einmal so drastisch auf, wie es in der Realität formuliert wird, aber nur die wenigsten Bürger sehen sich als Ziel eines Wasserwerfers, oder geben Anlass, ihr Nachtschwärmertum als überführter Vandale auf dem Revier zu beenden. Das Grundrecht, das Rad nach einem Abend in der Stadt unbeschädigt vorzufinden, wiegt da mehr als das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit einer Person, die es zerstören möchte. Es gibt dort keine Sympathien für den Schwarzen Block, Ausschreitungen und akademische Debatten, ob nicht doch die Polizei mitschuldig gemacht werden kann. Es ist empirisch leichter, die Folgen eines zerstörten Rades zu verstehen, als die juristische Bewertung der Polizeibefugnisse, die stetig – und auch im Bereich Datenschutz zu meinem Missfallen – ausgeweitet werden.

Um so mehr, je mehr passiert und je weniger aufgeklärt wird, und danach auch noch billige Ausreden wie “Es war nur Gewalt gegen Sachen”, ‘es war nicht links”, „die Bankenkrise war teurer“ und “oh schaut mal, ein Neonazikonzert” formuliert werden. Es gibt an einem zerstörten Rad so wenig zu beschönigen, wie an einem Flaschenwurf gegen einen Polizisten. Manchmal muss jemand noch nicht einmal selbst von anderen überfallen werden, um seine Meinung zu ändern. Bilder reichen schon mitunter.

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604 Lesermeinungen

  1. in Deutschland gibt es bald auch einen Witz
    Was ist ein Grünen-Wähler? Ein schon immer bestehender Grünen-Wähler, nachdem er von einer Gang überfallen und ausgeraubt wurde und es mit Problemen im persönlichen Umfeld des Täters oder fehlendem kulturellen Verständnis der Gesellschaft versucht zu begründen.

    PS: Herrliche Komposition – der Rahmen vor dem Rahmen!

    • Oder die es als Audgleich für koloniale Verbrechen betrachten

    • Kennen S' den?
      Was haben Grüne und Blasfrösche gemeinsam?

      Beide lassen sich zu Unzeiten mit schrillem Gequake vernehmen; beide pumpen ihr Image reziprok zur wahren Bedeutungslosigkeit auf. Welche andere Minderheitenpartei maasst sich schließlich derart an, gleich ganz Europa mit- „gestalten“ zu wollen?

  2. Ich lese
    Ihre Blogs schon seit ca. 10 Jahren.Seit ca.2012/13 erlebe ich Sie gewandelt von linksliberal hin zu konservativ-liberal.Trifft also der zitierte Witz über Demokraten und Republikaner auch auf Sie zu?

    • Nein, sicher nicht, ich hätte das, was ich über die Critical Mass geschrieben habe, auch über andere Demos schreiben können. Ausserdem unterstütze ich persönlich Aktionen wie Zivilcourage.ro, aber auch um den Preis, dass ich zu dem Thema hier nichts schreibe, oder Mehr Demokratie. Es ist micht meine Schuld, dass die Grünen, die früher voll hinter dem bundesweiten Volksentscheid standen, inzwischen höchst kritisch bei plebiszitären Elementen sind. Sexuell freizügige Werbung haben wir früher als Durchbruch gegen die Spiessermoral gesehen, und ich sehe das immer noch so – aber die Linken wollen dagegen Gesetze machen, wie die CSU. Ich bin meinen Überzeugungen treu geblieben, und lebe sicher bewusster als die meisten „Grünen“. Aber dort gelten jetzt andere Sichtweisen, und die antideutsche Pest hat das Ruder übernommen. Ich sage nicht, dass die Antiimps früher besser waren. Ich sage nur, dass Linke heute jene Toleranz bekämpfen, die sie frühger gefordert haben. Ich bin unter der CSU von Strauss gross geworden und will so einen Halbfaschismus nicht nochmal mit Maas und Kahane und gleichgeschalteter Antifapresse.

    • Gute Antwort Don,
      mir geht es ähnlich. Anfang der 80er hatte ich große Hoffnungen in die Grünen gesetzt, da ging es noch um die Durchsetzung von bürgerlichen Freiheiten. Die rigide soziale Kontrolle durch die Kirche und die Autoritäten machte das Leben für Freigeister unerträglich. Sex vor der Ehe war noch rebellisch. Heute fühlt man sich als Atheist und Verfassungspatriot heimatlos.
      Grüße Uli

    • Geht mir auch so. Sexuelle Freiheiten sind ganz sicher nicht bei den Grünen, solange man nicht auf der LBGTXYZ-Schiene ist.

    • Ich war auch mal links, oder dachte das zumindest
      Aber die „neuen Linken“ haben alles konterkariert, wofür links früher einmal stand. Heute sind die es, die aufschreien, wenn Frauen zuviel Haut zeigen, wenn ihnen jemandes Sexualität nicht passt, wenn Frauen eine Rolle wählen die ihnen nicht passt, und Religionen verteidigen die Menschen aufgrund ihrer Sexualität verdammen. Das sind die neuen Puritaner.

    • Gute Frage, gute Antwort
      Mir geht es ähnlich. Es ist aber nicht leicht, das auszuformulieren.
      Ich sage mal etwas simplistisch: welcome to the club.

    • Da fällt mir zu den Fröschen (und heutigen Grünen) etwas Lautmalerisches ein:
      Quamquam sunt sub aqua, sub aqua, maledicere temptant.

      Obwohl sie unter Wasser sind, versuchen sie zu lästern.

      Auch die Geschichte von mitleidlosen Bauern, die in Frösche verwandelt wurden, passt.

    • @die Antwortenden
      ich schließe mich in gewisser Weise an. Ich komme zur Hälfte aus einem Elternhaus mit langer sozialdemokratischer Tradition. Heutzutage würde ich mich selbst als sehr konservativ bezeichnen, ich bin definitiv ausgesprochener Trump-Fan.

      Gründe für meine „Wandlung“ (ich bin aber eigentlich so geblieben wie ich immer war, nur das Umfeld nicht): ich lasse mich nicht gern von der spießigen Masse vereinnahmen, der Individualismus ist mir heilig. Dann ist es so, dass unsere Gesellschaft einen unglaublichen, brachialen Linksrutsch erfahren hat. Und dabei ist alles was früher rechtsspießig war jetzt linksspießig. Die langen Jahre GroKo haben dem Land ebenfalls alles andere als gut getan. Auch die Entwicklung der neuen Prüderie, die droht eigentlich alle Errungenschaften der sexuellen Befreiung zunichte zu machen muss bedenklich stimmen (siehe allein schon der Gebrauch eines Wortmonstrums wie „sexistisch“). Ich habe Anglistik und Romanistik studiert, bin grenznah zu F aufgewachsen und habe mich immer als weltoffen gesehen.

      Aber ich bin kategorisch gegen Refutschi-Wällkamm. Alles ist heutzutage so übertrieben, so inflationär-geschmacklos, so total entwertet. SO haben wir damals nicht gewettet. Ganz gleich wo man weg wollte (ich dachte früher auch, kein Strauß-Fan zu sein, finde ihn aber auf dem Hintergrund der Situation von heute nicht mehr so schlimm), da wo unsere Gesellschaft heute ist wollten wir alle nicht hin. Und das hat auch nichts mit Modernisierungsfeindlichkeit oder -angst zu tun (Krebs wird auch als ZellNEUbildung bezeichnet, neu ist also nicht per se gut wenn es nur anders, aber nicht besser ist). Es ist vieles sogar rückschrittlicher (siehe Prüderie). Unsere Gesellschaft schwankt zwischen fieberhaft-kalter (das Oxymoron gönne ich mir) Promiskuität und steinzeitartiger Sexualfeindlichkeit.

      Denunziation und Meinungsgleichschaltung (political correctness) bestimmen die Szenerie genauso wie faschistoid-pathologische Käfighaltung à la gender.

      Wer kurz nach der sog. „Wende“ mal in einem ehemaligen Ostblock-Land war (5 neue Länder) und gesehen hat wie es dort aussah, der müsste wissen: der Kommunismus ist keine Alternative zu irgend etwas, der kann nicht funktionieren. Ich kämpfe daher für eine neue Form der Bürgerlichkeit, eine sehr dynamische ohne gesellschaftliche Verkrustungen, aber auch ohne die Käfighaltung im Mutti-Staat. Sehr optimistisch bin ich allerdings nicht.

      Wenn man sich mal ansieht wie das neidische Weib, wie die ganzen engstirnigen Bürokraten- und Buchhaltertypen (und die finden sich auch bei den Medien) à la Bernie Sanders im Moment Trump in den USA die Hölle heiß machen-ich war nach seiner Amtsübernahme hoffnungsfroh, dass der spießige Panzer dadurch etwas aufgebrochen und das uns auch hierzulande Luft schaffen würde. Aber der Aufstand der freiheitszerstörenden Feminanzen (die den Mann am liebsten in einen zu engen Käfig sperren würden), der kleinkariert-pharisäerhaften Apparatschicks und der neidisch-niederträchtigen Spießer macht mir Angst.

      Ich habe Angst um Trump und damit auch um meine Freiheit.
      Mich kotzt diese ganze verlogene, linksversiffte Pseudomoral, dieses virulente Neospießertum nur noch hochgradig an.

      ALLES HÖCHST UNAPPTETILICH!

    • Was Sexismus angeht: Das steht jeden Tag in der Alpenprawda, aber auf dem Lnd wird das ganz anders gesehen. Man darf ein Land nie nach den prekären Problemfällen ohne Geld und mit Aussicht auf ein Wohnloch mit 15m² beurteilen.

    • Halbfaschismus
      Ich kenne die beiden zitierten Varianten nur vom Hörensagen, bevorzuge aber trotzdem die von Strauss.

      Besser BMW als Pol Pot!

    • ... ich sage mal so:
      … es war mal etwas Anderes, das Hoffung verbreitete, wie ein schöner Urlaubskatalog; aber es stellt sich heraus, dass der Pool mit Weitwinkel aufgenommen wurde und an der Poolbar nicht eine unbekannte Schönheit mit einem Cocktail, sondern Heiko Maas, KGE und Frau Kahane mit einem Sklavenkostüm, lauen Worten und einer Preisliste warten; das ist nicht wirklich attraktiv …

    • "ich war früher auch mal links, aber ..."
      Entschuldigung, hier meinen wohl einige, sie seien „früher auch mal links gewesen, aber…“. Ich wage zu behaupten, sie verwechseln da was: Sie waren früher jung, und deshalb „sexuelle Freizügigkeit“, „ich mach was ich will“, „blöde Elterngeneration“, „scheiss Staat“ usw. – aber links? Was heißt denn „links“?
      Was Links (oder ein Synonym: Sozialismus) ausmacht, ist im Kern dies: Das Kollektiv (BRD-Sprech: „die Gesellschaft“, SPD: „das Wir“) ist relevant, der Einzelne hat in jeder Frage, wo es zu einem Konflikt/Widerspruch zwischen ihm und Kollektiv kommen könnte, zu unterliegen.
      Alle anderen Punkte und Details sind dem nachgeordnet und führen dann nur noch zu unterschiedlichen Strömungen von „Links“/Sozialismus. Dass die Grünen am Anfang nicht links waren, dürfte klar sein. Dass sie seit Anfang/Mitte der 90er links wurden oder unterwandert wurden, – wie praktisch jede andere Partei und Institution in der BRDDR – dürfte ebenso klar sein.

      Ich hab früher, als ich jünger war, auch alles ausprobiert und geil gefunden. Aber der Gedanke, dass „die Gesellschaft“ absolut und kategorisch wichtiger sei, als ich, den hatte ich glücklicherweise nie. Teilt man diese Idee nicht, dann ist man nicht Links. Genau so wie man kein Libertärer ist (wie sich heute so viele Internetkids nennen wollen), wenn man nicht die radikale Gegenmeinung hält.)

    • Ich halte die Gesellschaft nicht für wichtger, aber ich denke, wenn sie funktioniert, kommt auch mehr Freiheit für mich dabei heraus.

    • Das ist wohl der Gang der Dinge
      Nehmen wir mal die Burschenschaften. Bei ihrer Entstehung kämpften sie gegen den Feudalimus und für Bürgerrechte. Wurden dann auch recht schnell verboten (Karlsbader Beschlüsse). Marschierten dennoch lang durch die Institutionen und waren dann zahlreich in der Paulskirche vertreten. Die waren also Treiber für die durch eine Verfassung verbrieften Bürgerrechte, Wegbereiter unserer heutigen Demokratie. Und heute? Da gibts bei denen viel Mitte bis rechtsaußen (das echte „deutschtümlende“, „völkische“) und generell nicht allzuviel Gutes über diese Vereine zu sagen.
      Das scheint mir also ein gewisses Muster zu sein. Man hat Ideale und Vorstellungen und will die Welt verbesseren – wenn man dann aber seine urspünglichen Ziele halbwegs erreicht hat, dann stellt man die Arbeit nicht ein und freut sich seines Lebens sondern macht weiter. Sucht sich andere Ziele. Und irgendwann macht man das genaue Gegenteil von dem, weswegen man eigentlich einmal losgelaufen ist und schämt sich noch nicht mal dafür… So gehts den o.g. Burschenschaften, so scheint es der SPD zu gehen („Arbeiterpartei“ ohne Arbeiter), so gehts den Grünen (wie Don so schön darlegt), so gehts der FIFA… Und wenn sich der moralische Kompass eines Einzelnen nicht verstellt hat, erscheint dieser plötzlich konservativ-liberal statt linksliberal zu sein…

    • @mika
      Ihre Umschreibung der politisch Linken ist nicht richtig. Wie viele andere haben sie diese Sache nicht verstanden. Ich kann ihnen aber weiterhelfen.
      Bei „Links“ ging es immer um Emanzipation von gesellschaftlicher Tyrannei. (Motto: „Keine Herren, keine Sklaven“)
      Bei „Rechts“ ging es immer um die bedingungslose Unterordnung bzgl der Hierarchie. (Motto: „Führer befiehl, wir folgen dir“. Oder heute: „Merkel befiehl irgendeinen Schwachsinn, wir nicken den ab“)
      Wenn sie das nicht verstanden haben, dann können sie tatsächlich „links“ von „rechts“ nicht unterscheiden.
      Wir haben tatsächlich nämlich einen dramatischen Rechtsruck in D (und auch im Ausland) zu verzeichnen. Erinnert alles an die 30’er Jahre. Wer Augen zum sehen hat, der sollte diese mal eben dazu benutzen.
      Der Faschismus ist wieder da und er verkleidet sich als aufgeklärte demokratische Mitte.

    • früher war links besser...
      Als links konnte ich mich nie ansehen, dafür gab es zuviel Erfahrung mit dem Kommunismus in meiner Familie. Und darum waren Grüne und Linke für mich willige Einäugige…

      Das Konservative war mir oft zu rigide und eineingend. Ebenso wie die linke Gruppendynamik, und so kam es, dass ich mich nirgends zugehörig fühlte. Grün lebe, schwarz wähle.

      Inzwischen kann ich allen Kommentierenden nur erneut zurufen: es wird immer dann schlimm, wenn wir „das Private zum Politischen machen“.
      Das gilt für die heutigen Grünen mit ihren Moralgeboten ebenso wie für Putin, der gleichzeitig Zar, Stalin und Popen aufleben lässt. Und es gilt für orthodoxe Juden, Christen und Moslems ebenso wie für Sekten- oder Gangsterbandenführer, die einen Kult um sich betreiben.

      Sie alle machen ihre private Sicht und Lebensweise zu einer politischen. Oder was macht Herr Maduro genau heute?

      Strauss in Bayern habe ich nur noch am Rande als Kind erlebt. Kohl habe ich weitaus intensiver erlebt. Und auch wenn es viele kleinbürgerliche CSU-Kleingeister gab, die für „alternative Lebensweisen“ nichts übrig hatten, so muss ich doch sagen, dass die wahrhaft Konservativen immer auch liberal im Privatleben waren – alle, die ich erlebte in der Generation meiner Eltern. Bei den Sozialdemokraten war das anders: eher „in or out“ – wer nicht zu uns gehört, wird nicht akzeptiert… intolerant erlebte ich die so sozial Eingestellten!

      Doch warum sagen Kulturschaffende, dass sie letztlich unter CDU-Regierungen oftmals die meisten Freiheiten erhalten? Ich bin überzeugt, dass es eben die Ferne vom Dogma im Privaten ist, die freie Kunst und innere Freiheit erlauben. Und das geht nur, wenn man das eigene Private nicht zum politischen Dogma erhebt.

      Mehr Demokratie ist deshalb mE nicht zielführend: sie erkennen nicht den Punkt, ab dem dauerhafte Abstimmung bzw. mehr Einfluss für gutsituierte Lobbygruppen kein besseres politisches Handeln mehr erlaubt.

      Das Maßhalten gilt eben immer, politisch wie privat. Und darum relativiert sich auch links und rechts. Nur im Austausch und permanenten Abwägen durch liberal gesinnte Bürger sind Unwuchten oder gar despotische (Un-)Moralgesellschaften von nicht mehr zu hinterfragenden Gender-/Klima-/Religionserzählungen (oder den üblichen -Ismen) zu vermeiden. Nichts Anderes hat Hannah Arendt mit ihrer Idee der Vita activa beschrieben. Links und rechts war nicht ihr Thema dabei. Wie auch?

    • Titel eingeben
      @QuestionMark Was Sie hier als das Wesen von „Links“ darstellen wollen, lässt sich jedenfalls geschichtlich oder über die linke Theorie- und Ideologie-Literatur (von Rousseau über Marx über Stalin über Horkheimer-Adorno über Habermas über RAF über indymedia usw. usw.) überhaupt nicht belegen. „Kein Herren, kein Sklaven“, das ist Anarchismus oder Libertarianismus.
      Rechtsruck? Ah, verstehe – Ehe für Alle, Ökowahn, Quoten, Massenmigration, Einwanderung+Hartz IV als Menschenrecht, Milliarden im Kampf gegen Rechts, Genderisums, Abitur für Alle, 100% Reichensteuer, Erbschaftssteuer usw. usw. sind dann wohl alles Symptome dieses „dramatischen“(?) Rechtsrucks.

    • Linksliberal
      Brandenburger, der Don ist nach wie vor linksliberal, wenn man von der in jüngster Zeit üblichen Einengung dieses Begriffs auf Gender-Tschekisten absieht.

      Linksliberale waren im 19. Jahrhundert zunächst diejenigen, die neben den Interessen des Bürgertums – das noch gegenüber dem Adel benachteiligt war – auch die Interessen der Schwächeren vertrat. Das waren damals Frauen und Arbeiter.

      Heute kanns man sagen: Der Liberalismus hat seine historische Aufgabe erfüllt – weshalb liberale Parteien kaum noch Wähler haben. Vor dem gleichen Problem steht heute die Sozialdemokratie, die in Europa zwischen den Weltkriegen die Linksliberalen ablöste – und heute verzweifelt eine neue Aufgabe sucht, weshalb sie die Interessen transsexueller kirgisischer Biobergziegen mit mehr Inbrunst vertritt als die rechtschaffener schwäbischer Facharbeiter.

      Der Don ist linksliberal im klassischen Sinne, weil er die Lebenslage ganz normaler Frauen und Arbeiter, jeweils heterosexuell und steuerzahlend, beschreibt – das sind die Leute, die Rotrotverbot heute völlig egal sind, weil sie nicht dem Opferadel angehören.

    • Eigentlich bin ich nur aus Not libksliberal . wenn es nach mir ginge, gäbe es längst wieder eine Leibeigenschaft und Sklaverei war auch nicht so schlecht wie ihr Ruf.

    • Leibeigenschaft
      Man muss den Knechten und Mägden nur weismachen, sie seien die Herr*innen der Zeit nach dem weißen, alten Mann – und schon empfinden die Neoleibeigenen die größte Freude an ihrem Tun, wie etliche angeleint (engl.: online) schreibende Weltverbesserer beweisen. Es braucht nur noch eine Aufgabe für jene Frondienstleister, die nicht mal die Sünddeutsche dafür gebrauchen kann, dem Rest der Menschheit ein schlechtes Gewissen einzureden – aber es dauert noch, bis die Weltverbesserer im Pflegeheim sind.

    • Nochmal links und rechts
      @Gast sagt: 1. August 2017 um 12:24 Uhr
      Sie haben es nicht verstanden. Wennn sie links und rechts voneinander unterscheiden wollen, dann geht es im Kern um ihre Position zur Hierarchie.
      Der radikale Linke lehnt Hierarchie ab. Er empfindet diese als Unterdrückung und Freiheitsberaubung.
      Der radikale Rechte befürwortet die Hierarchie. Er fühlt sich darin wohl. (Beispiel aus einer Hitlerrede: „…und wenn sie nach zwei, drei oder vier Jahren zurückkehren, dann nehmen wir sie, damit sie auf keinen Fall rückfällig werden, sofort wieder in die SA, SS und so weiter, und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben und sie sind glücklich dabei.„)

      Dazwischen (zwischen radikal links/rechts) gibt es Graustufen.

      Zu den pseudolinken Themen die sie erwähnt haben, nur kurz: Schwachsinn für die Doofen. Ablenkungsmanöver. Volksverdummung.

    • Noch nie gab es so viel Sklaverei wie heute
      @Don Alphonso 1. August 2017 um 18:23 Uhr
      Die Sklaverei ist so schlecht wie ihr Ruf. Zumindest für den Sklaven. Und Sklaverei gibt es vielleicht nicht mehr in der traditionellen Form.

      Aber was glauben sie beispielsweise ist heutzutage ein Arbeitsvertrag?
      Bei einem Arbeitsvertrag handelt es sich um einen Mietvertrag. Ein Sklave vermietet sich an einen Sklaventreiber. Entsprechend verliert der Sklave seine Freiheitsrechte im Rahmen des Mietvertrags/Arbeitsvertrags (verlorene Freiheitsrechte: Bewegungsfreiheit etc.)
      Bei einem Arbeitsvertrag handelt es sich also um einen „Sklavenmietvertrag“.
      Die Sklaverei exisitiert also weiterhin. Und es gab noch nie so viel Sklaverei wie heute. Die Dinge sind nur gesellschaftlich sehr effektiv verschleiert.

    • Ja, aber Sklaverei kommt meinem Besitzstreben einfach mehr entgegen.

    • Nein, @QuestionMark
      Die Links-Rechts-Dichotomie erklärt sich am besten durch den Gegensatz Gleichheit-Freiheit.

      Die Linken hassen nicht die Hierarchien, sie hassen die Differenz.

    • Sklaverei
      Aber nur so lange wie sie selbst kein Sklave sind. Dann führen sie freilich ein feines Leben. Aber eben auf Kosten der Sklaven.

    • Ja sicher! Das ist ja der Grund!

    • Gedankenloser und wissenbefreiter Progressivismus
      Dass DA keinesfalls konservativ-liberal ist, erkennt man daran, der er sich nur mit Symptomen der heutigen Linksgrünen bzw. den absurden Blüten, die diese treiben, beschäftigt, statt mal darüber nachzugrübeln, wie die Wurzeln dieser Blüten aussehen. Vielleicht käme er zum Schluss, dass Positionen und Handlungen der heutigen Linksgrünen die logische Konsequenz der eigenen Ideale sind. Oder anders formuliert: DA ist ein Linksgrüner, dass wogegen er anschreibt sind linksgrüne Extremisten, die sich selbst ebenfalls gern als progressiv betrachten aber zutiefst regressiv sind.

      Der englische Sprachraum fasst dieses Phänomen begrifflich unter „regressive Left“.
      In Deutschland bestimmen dagegen die Kategorien „Rechtspopulisten“ vs. „demokratische Kräfte“ (implizierend Erstgenannte wären Antidemokraten) in bester orwell’scher Manier das Denken.

      Joa. Mal schauen ob und wenn ja, wann es DA dämmert, dass auch das Bayern unter Strauß nicht faschistisch war, sondern ein konservatives System (ein imperfektes System aber welches ist schon perfekt*), dass gute Gründe hatte, ihn und seinesgleichen, also die Vorkämpfer derjenigen, die den Linksgrünen von damals (wie ihm), heute um die Ohren fliegen, zu bekämpfen und er an dieser Stelle im Blogbeitrag meine These bestätigt.

      *An dieser Stelle zeigt sich ebenfalls die linksgrüne Abrissbirne, die systematisch funktionierende Systeme zertrümmert, um Platz für die eigene Heilsvorstellung zu schaffen, ohne auch nur einen einzigen Gedanken darauf zu verwenden, wie das bestehende System eigentlich entstanden ist und warum es funktioniert(e).
      Gedankenloser und wissenbefreiter Progressivismus – generationenübergreifend.

      DA ist einer von ihnen, wenn auch eine andere Generation.
      Götterdämmerung hat eingesetzt.

      Gruß aus Berlin :P

  3. Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung
    Das zieht sich durch, kann sich noch jemand an Frau Ypsilanti und ihrem Einsatz für die Gesamtschule erinnern? Der eigene Sohn war aber auf einem privatem Gymnasium. Frau Roth sieht auch nicht so aus, als ob sie ihr Ferienhaus in der Türkei mit einer kombinierten Rad-Segeltour erreicht.

    Naturschützer wollen die Wiederansiedlung des Wolfes, sich und ihre Kinder aber nicht in die Nahrungskette einordnen.

    Solange die eigene, kleine Lebenswelt nicht betroffen ist engagiert man sich für die moralisch richtige Weltrettung, ansonsten schaut man schon auf den eigenen Vorteil.

    In dem geschilderten Fall geht es aber sicher nicht um eine „politische“ Aktion, sondern um Dummheit im Suff, wahrscheinlich täte die persönliche Übergabe des neuen Rades mit einer Bitte um Entschuldigung auch mehr weh als der rein finanzielle Ersatz und bliebe auch nachhaltiger in Erinnerung.

    • Es erwischt hier nicht nur einen, sondern indirekt auch die, die mit dabei waren. Das heisst, es wird weitflächig gelerrnt und falls nicht, ist das in Bayern deutlich weniger lustig als in Berlin oder NRW. Und ich glaube, anders geht es einfach nicht. Wenn man da nichts unternimmt, treten sie morgen ein Auto zusammen und übermorgen ist vielleicht ein Zeuge im Weg.

    • Dummheit im Suff
      Al-Kohol senkt die Hemmschwelle.
      Die Leute trauen sich mehr zu.
      Später geht es ggf auch ohne
      dieses Hilfsmittel.

      Es gibt keinen vernünftigen Grund
      Straftaten unter Alkoholeinfluss anders
      zu bewerten.

      Genau genommen ist Al-kohol
      Hilfsmittel zur Tatbegehung.
      – also wie wenn sie ein Auto stehlen
      um einen Bankraub begehen zu können.

      PS Al-kohol tötet in Deutschland
      mehr Menschen als Al-Qaida
      und seine Ableger.
      Es gibt keinen Grund diese chemische Verbindung
      und seine Effekte im Körper im allgemeinen und
      im Gehirn im besonderen zu verharmlosen und dann auch noch alkoholisierte Straftäter milder zu bestrafen.

    • Mag sein, aber warum ist es den anderen auch egal? das begreife ich nicht.

    • @Klaus Keller
      Hemmschwelle hin oder her, wer im Suff anderer Leute Eigentum beschädigt, Frauen dumm anmacht oder gar vergewaltigt, oder Mitmenschen gegenüber aggressiv wird, der/die hat wohl generell eine eher niedrige Hemmschwelle.

      Da stimmt erstens etwas mit dem Wertesystem nicht, und zweitens sollten sich solche Menschen wenigstens soweit im Griff haben, sich nicht zu besaufen.

    • Früher war das auch anders gelöst
      Jugendliche Suffvandalen hätten erst Polizeigewalt, dann häusliche Gewalt zu spüren bekommen und zum Schluss vielleicht noch den richterlichen Rat das der Kaiser doch immer Soldaten braucht und das jemand der sich verpflichtet hat schlecht im Zuchthaus stecken kann.

      Gibt es alles aus guten Gründen nicht mehr, heißt aber das der Schwarze Block und lokale Suffvandalen einfach nicht das Echo bekommen das sie innehalten liesse.

      Früher war Anarchie was für die Fanatiker, die wirklich überzeugten, heute ist ne Strassenschlacht ne Art Jugendbespassung soll heißen da laufen viele mit die es nicht machen würden wenn die Polizeigewalt so heftig wie von links behauptet wäre. Und die Justiz mal mit der Faust tief in den Af… der Randalierer dringen würde statt Streicheleinheiten zu verteilen.

    • Die eigene, kleine Lebenswelt der Claudia Benedikta Roth im Ferienhaus in der Türkei
      @rhadamanthys
      In der „Münchner Runde“ im BR am 5. Oktober 2004
      „Die Türken haben Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut.“
      Fernsehinterview beim Ball des Sports in Frankfurt am 3. Februar 2007:
      „Türkei ist für mich zweite Heimat. Ich mache seit 20 Jahren Türkeipolitik, das ist viele Jahre. Und ich liebe die Menschen in der Türkei. Und ich liebe die Konflikte in der Türkei, es gibt immer wieder Probleme, immer wieder Konflikte. Mir gefällt in der Türkei Sonne, Mond und Sterne, mir gefällt, Wasser, Wind. Mir gefallen die Meze, mir gefallen Kichererbsenpüree, mir gefallen Börek. Ich kann gute Börek machen.“
      Herzblatt-Geschichten, FAZ, 31.7,2016:
      „Wie kann er es nur wagen? Nimmt Herr Erdogan nach dem gescheiterten Putsch ausgerechnet Claudia Roth erst Freunde und dann auch noch das Ferienhaus weg.“

    • Muss man Claudia Roth als politische Versagerin betrachten?
      “ Ich mache seit 20 Jahren Türkeipolitik.“

      „Ich liebe die Türkei, ich liebe die Konflikte in der Türkei.“

    • Der Schutz der Kriminellen vor sich selbst
      Ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass man junge Leute auch mal vor sich selbst schützen muss. Es ist besser, so ein kleiner Drecksack zerstört ein Rad und wird dafür bestraft ( und schämt sich als 40-jähriger oder denkt behaglich an die eine Straftat seiner Jugend zurück), als dass man mit viel Toleranz ( also Gleichgültigkeit, das was früher Toleranz war, gibt es ja nicht mehr) zusieht wie er vom Vandalismus zur Körperverletzung übergeht und dann mal jemanden ersticht, der genauso doof und wichtigtuerisch ist wie er selbst. Eine harte Justiz kann furchtbar sein, sie hat aber auch schon viele gerettet. Ich erinnere mich an einen mir gut bekannten Richter, der ein furchterregender Grantler war. Er sprach am liebsten milde Urteile, – fasste die Jugendlichen aber in der Verhandlung knallhart an, und wenn es sein musste, sprach er ungern auch harte Urteile. Eine Kuscheljustiz und Kuschelpolizei haben manches Täterleben schon zerstört. Bayern ist da in manchem milder als man es sich im Norden denkt.

  4. Vom Vielfachen krimineller Taten zum Einzelfall
    Gute Gegenüberstellung von Anlässen, die für die innere Sicherheit und das vielgeschmähte subjektive Sicherheitsgefühl des Einzelnen von großer Bedeutung sind. Im Positiven wie im Negativen. Die Relativierungen nach den G-20 Krawallen sind ein Alarmzeichen für Gleichgültigkeit und eklatante Fehler im System eines Rechtsstaats wie Deutschland.
    Danke Don dafür.

    • Ich finde es unerträglich, wie der NDR mitr seinen Antifaleuten da einseitig die Polizei beschuldigt und völlig ignoriert, was die Täter selbst schreiben.

    • Wo gehobelt wird, da fallen Späne...
      Der autonome Block hatte seine Kriegserklärung lauthals rausposaunt.

      Jeder (nicht nur in HH – außer Scholz natürlich) wußte, was da anrollt…

      Jetzt wundern sich der (und auch linksgrüne Medienfreaks), daß Gewalt Gegengewalt erzeugen kann…ja, wo sind wir denn?!

      Schwarz vermummte „Kinder“ wollen nie erwachsen werden, verwöhnt und unerfahren.

  5. Todesstrafe für Fahrraddiebstahl
    Werter Don,

    früher wurden Pferdediebe mit dem Tode bestraft. Das Fahrrad kann man durchaus als neuzeitlichen Fortbewegungsmittel-Ersatz für ein Pferd ansehen. Die Anschaffungskosten sind auch vergleichbar. Die Zerstörung eines Fahrrads bzw. die Tötung eines Pferds ist natürlich noch weitaus schlimmer als ein Diebstahl.

    Manche Dinge waren früher irgendwie besser…

    • Ich bin für Neupreis in der Geriatrie bei 8,50 Stundenlohn erarbeiten und zahlen lassen.

    • @Don 18:33
      Werter Don,

      derartige Gerichtsurteile gab es vor nicht allzu langer Zeit recht oft. Hat aber offensichtlich keine abschreckende Wirkung.

    • lag dir
      der Drahtesel auf der Zunge?

    • @Thoas 19:34
      Über die Bestrafung von Esel-Diebstahl in früheren Zeiten ist mir nichts bekannt. Sie hatten nicht eine solche Bedeutung wie Pferde. Die Bezeichnung „Drahtesel“ finde ich daher unpassend. Ein Esel ist eher vergleichbar mit einer Schubkarre.

    • Don, ...
      … hier haben Sie meine volle Unterstützung.

      Zentrales Element einer Rechtsreform sollte sein, für die Wiedergutmachung von Schäden aufzukommen.

      Unter mildernden Umständen nur für die direkten, wie von Ihnen hier vorgeschlagen. Falls solche nicht klar erkennbar sind, auch für die Rechtsdurchsetzung. Das Risiko, hier eine Klasse von Zwangsarbeitern zu erzeugen, sollte zumindest experimentell eingegangen werden.

      Wer’s in der Geriatrie nicht schafft, kann immer noch in libysche Hotspots versetzt werden, im Zelt ohne Klimaanlage.

    • Das ist wegen der Flogzeugabgase nicht biologisch, und fürs Rudern ist es etwas weit.

    • @Wassermann 07:11
      Haben Sie mal probiert, einen zivilrechtlichen Titel durchzusetzen?
      Das können Sie vergessen!!!
      Ich schätze mal, dass in fast allen Fällen dauerhaft nichts zu holen ist.
      „Wiedergutmachung von Schäden“ ist in der Realität ein Witz! Weder von den (Klein-)Kriminellen, noch vom Staat kann man da irgendetwas erwarten. In dieser Hinsicht hat sich unsere Gesellschaft seit der Steinzeit keinen Millimeter weiter entwickelt. Es ist und bleibt ein fressen und gefressen werde – nur auf höherem Niveau.

    • Für's Rudern zu weit?
      @Don Alphonso
      Libyen war mal römische Kolonie, die sind dort auch ohne Verbrennungsmotor hingekommen. Wenn es ein netter Galeerenkapitän war, wollte der auch nur selten Wasserskifahren.

    • Abarbeiten in der Geriatrie ... besser nicht
      Werter Don, ich bin da öfters, und muss sagen: Ersparen Sie das den alten Leuten doch bitte.

      Ich votiere alternativ für den Schlachthof, oder das Entfernen von Graffiti mit üblen Lösungsmitteln und Wurzelbürste.

  6. Summa summarum
    Recht auf Rausch ja, Recht auf Randale im / ohne Rausch nein.

    • In meiner Welt gälte bei Alk die Scharia. Und bei anderen Drogen das Recht von Singapur.

    • In Singapur
      … ist auch Randale (Aufruhr) mit hohen Strafen belegt. U.a. mit Körperstrafen und sehr langen Gefängnisstrafen.
      Bei uns durften das mit den Körperstrafen auch die Lehrer noch. Und meistens haben’s nur die Jungs abgekriegt.

    • Seien Sie froh, daß es die Scharia nicht gibt
      denn so ein totalitäres System kann man entweder ganz oder gar nicht haben. Scharia nur für Alk und Drogen ist unrealistisch und unmenschlich. Ich kenne einige, die früher gerne mal ein bißchen gekifft haben, ohne je auffällig zu werden, und heute ganz normale Mitglieder der Gesellschaft sind. Warum Alk hierzulande strafmildernd wirkt, ist aber auch mir unverständlich.

    • @MMW
      „… Als ich diese Richter sah, wußte ich sofort: Hier wird dem Angeklagten Trunkenheit als wesentlich mildernder Umstand zugebilligt! Ja, auf diesen Gesichtern lag volles Verständnis für das wichtigste Argument der Verteidigung. …“ Karl Kraus: Sittlichkeit und Kriminalität – Kapitel 29

  7. Es ist schon ein Kreuz mit der Empathie.
    Frage: Wieviele Politiker welcher Parteien waren denn bei den verletzten Polizisten (neun sind schwer verletzt, sieben stationär behandelt worden) des G-20-Gipfels?
    Antwort: Ich finde keinen.

    Einer, den seine Wahlkampfberater dazu erst überreden müssen, schlägt eine Woche später widerwillig im Schanzenviertel auf.

    Darüber wird dann so berichtet:
    http://blog.ard-hauptstadtstudio.de/schulz-hat-keine-chance-aber-er-nutzt-sie/
    Der Besuch wird mit dem Wort „Courage“ Verbindung gebracht. Wow.

    PS. Falls da jemand die politische Richtung „Links“ in Verbindung mit den Tätern von G-20 in Hamburg sucht, wird er nicht fündig. Das „Narrativ“ muss unter allen Umständen beibehalten werden, wir haben schließlich Wahlkampf in der ARDDR.

    • @frauke perscheid's, nicht seyfried 's , werd's gleiche sei, oda?
      schnell, schnell, hurtigruten und so weiter. Zweifel immer als Nachhut.

  8. Sport gegen Aggressionen
    In meinem Viertel wird das Fahrrad in die Wohnung getragen. Anzeige und Reparatur hätte noch mehr Wut zur Folge (Volkssport kräftig seitlich in die Speichen treten). Deshalb 1500 brutto – und Fahrradtragen, dabei dem Hund selbst ein Fahrrad wünschen.

    • Ja, unangenehm. Aber es ist hier nicht üblich, ich sehe so etwas vielleicht einmal im Jahr, trotz Disco die Strasse runter.

    • Nasir14 @ 30. Juli 2017 um 17:01 Uhr
      Nasir14 sagt:
      „In meinem Viertel wird das Fahrrad in die Wohnung getragen.“

      In ganz Berlin muss man das machen. Ein gutes Rad an der Straße anketten heißt, dass es am nächsten morgen nicht mehr da ist.

      Ich hab das jahrzehntelang gemacht, 4 Stockwerke, 111 Stufen.

    • seitlich in die Speichen
      So habe ich an der Donnersbergerbrücke in München 2 Räder eingebüßt.
      Insgesamt ca. 15 Räder in 40 Jahren. Einige mies mit Zahlenschloss gesichert, das letzte aus dem Gemeinschaftskeller geklaut.

      Vielleicht 3* bei der Polizei gewesen, das war vertane Zeit.

    • Einfach Fahrräder ohne Speichen benutzen!
      https://i0.web.de/image/464/32398464,pd=3.jpg

    • Seitlich,@Frauke
      Ich befürchte, ich habe via Fremdaneignung genügend Indianerblut oder so (https://www.freitag.de/autoren/soloto/ueber-den-umgang-mit-dreadlocks) in mir, um die Stammstrecke der s-Bahn in München auf Seyfried’sche Art zu durchschallen. Wahrscheinlich müsste sich mein Anwalt auch einen guten Grund einfallen lassen, warum die Räder nicht mehr eingespeicht sind.
      Mein nächster Beitrag dann aus St. Adelheim.

      Ende des Vorhergehenden.

      Bisher ging ich davon aus, dass es Frauen schlichtweg am Gespür mangelt , wenn sie im Weg umgehen.
      Ich war mir auch sicher, dass, wenn es so etwas wie Zeitschleifen gäbe, 3 Mütter mit wahlweise hormoninduzierten Mehrfachgeburts-Kinderwägen oder aber banalen Rad-Anhängern, in denen die Brut Brezenteile zermümmelt, Leonidas an den Thermopylen überflüssig gemacht und die Perser 3-Frau-hoch aus Europa hinausblockiert hätten.

      Jetzt lese ich das von den Batterien und welche Mühe das cherrypicking macht.. Das wirft ein vollkommen neues Licht auf die Obstruktionen. Die besseren Hälften verstopfen nur alle denkbaren Wege und Ausweichrouten, weil sie sich über teilentleerte Batterien unterhalten.

    • Tun sie aber nicht, weil sie davon gar nichts wissen und natürlich auch keine Messgeräte besitzen.
      Olle Einbiszweizellentaschen“lampen“, mithilfe derer sich Trockenzellenrestladungen wenigstens grob abschätzen ließen, hat offenbar außer mir wohl niemand mehr. Die Mädels können also bloß noch mit anderen Themen (not really anagrams to: The men, breitgrins…) zu den beklagten, enormen (Ver)Stopfungen beitragen – es ist schon ein Jammer…

  9. Ich gehöre auch zu jenen,
    … die für die Gewaltexzesse des sog. Schwarzen Blocks und seiner Sympathisanten nicht das allergeringste Verständnis haben, und die ein robusteres Vorgehen der sog. Ordnungs(ohn)macht durchaus begrüßt hätten. Und ich vermute ganz stark, dass ich damit in diesem Blog zu einer deutlichen Mehrheit gehöre. Genauso, wie die Mehrzahl Ihrer Leser kopfschüttelnd von seltsamen Entscheidungen einiger Richter lesen. Umso mehr freuen mich Ihre Beiträge – aber auch damit werde ich hier nicht alleine sein.
    Mutmaßlich wird sogar die Mehrheit, nicht nur, aber auch, der schon länger hier wohnenden das ganz genauso sehen. Die Frage, die ich mir stelle, ist dann nur: wenn unsere sog. Volksvertreter das zumindest im öffentlichen Diskurs mehrheitlich auch so sehen, warum lassen Sie dann den schönen Worten nicht auch die erforderlichen Maßnahmen folgen? Oder wenn, dann gleich ins andere Extrem umschlagen?

    • Die Mehrheit im Volk ist etwas anderes als die Mehrheit in den Expertengremien, wo Soziologen das Elend verwalten und nette Gutachten geschrieben werden.

    • Die Mehrheit im Volk ist etwas anderes als ... in den "..."gremien, wo Soziologen...Elend verwalte
      Daher meine alte Forderung:

      Volksabstimmungen über Sachfragen, insbesondere Steuersätze und Großausgaben!

      (Ceterum censeo, res publicam esse construendam)

    • Ja, das ist auch meine Meinung, aber da sind alle Parteien dagegen. Auch die Grünen.

    • wenn unsere sog. Volksvertreter das zumindest im öffentlichen Diskurs mehrheitlich auch so sehen
      Im öffentlichen Diskurs – so es ihn denn noch gibt – (Der ö.D. setzt ja mindestens zwei Meinungen voraus, deren freie Bildung durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz gerade verhindert werden soll.) pflegen Politiker genau das zu sagen, was sie aufgrund von Meinungsumfragen meinen sagen zu müssen, aber auf keinen Fall machen wollen.

    • ungern, aber
      @aquario,
      ACI, auch fürs Substantiv -> rem…..

      hat was korinthenkackerisches, aber immerhin: Latein!

    • @RalfHausB
      Tja, warum? Darf ich an Münteferings internationale Heuschrecken erinnern? (Darunter durchaus auch an die lustigen Witwen Mohn und Springer?)

  10. Die Polizei kann leider für gar nichts sorgen...
    Die Polizei kann bestenfalls die Namen der Täter feststellen und die Sache zum Gericht weiterleiten. Dort wird dem Opfer dann leider nicht weiter geholfen. Für die Zerstörer gibt es ein freundliches Du, Du, Du und der Geschädigte kann in einem Zivilprozess versuchen seinen Schaden ersetzt zu bekommen. Das dauert aber ewig. Der Erfolg ist zweifelhaft weil sich der Täter leicht arm rechnen kann und leider nicht in der Lage ist den Schaden zu begleichen. Trotzdem schön, das zumindest für wenige Minuten klar gestellt war, das die Täter nicht ungestört weiter machen könnten.

    • Bei uns gibt es dem Vernehmen nach kein Du Du Du sondern mitunter den informellen Hinweis, dass man jetzt schon einmal mit so etwas aufgefallen ist und vielleicht besser nicht mehr in der Nähe sein sollte, wenn so etwas nochmal auffällt. Ganz doof ist die Polizei auch nicht.

    • Warnschussarrest
      Für ganz eifrige gibt es ja auch den Warnschussarrest. Es scheint dieser aber nur hier in Bayern nennenswert angewendet zu werden.

    • Titel eingeben
      @Freitag: Ach, malen Sie den Teufel nicht an die Wand. Die Kosten für so ein Verfahren halten sich in Grenzen, und ein Titel gilt 30 Jahre.

      Manche fahren die Taktik, alle drei Jahre mal einen Vollstreckungsversuch zu machen, und die Zinsen sind ja auch nicht schlecht. Verjähren zwar, aber drei Jahre lang bekommt man sie. Andere lassen sich Zeit, bis die Leute arriviert sind, ich weiss von einem Fall, wo sich jemand 25 Jahre lang Zeit lies. In jenem Fall ging es aber nicht darum, das Geld endlich zu bekommen.

  11. gut gemacht DON!
    gut gemacht DON!

  12. Ich bin kein Law and Order -Fanatiker ,
    .
    .
    . trotz Juristerei , und konservativer Grundeinstellung.

    Gerade, weil wir auch viele saudumme Gesetze von noch saudümmeren Politschranzen in Geltung haben, was wir saudümmsten Mitwählern danken.

    ABER :

    Ohne eine Grundordnung, die auch konsequent durchgesetzt wird, und deren Durchsetzung eben NICHT von Politschranzen behindert wird, die der Polizei in den Rücken fallen, und nicht von einer doofen Kuscheljustiz,
    die den Namen nicht verdient, den sie in den Dreck zieht ,

    geht Staat , geht Leben, geht Zivilisation – nicht !

    Wer bewegen uns auf ein gewalttätiges Chaos zu, weil die Demographie nicht passt, und nur passend gelogen wird, weil Erziehung nicht mehr geleistet wird, Bildung hintertrieben ,

    weil die öffentliche Ordnung sich selbst zerlegt .

    Liebe Frau Simon :

    seit Donnerstag unter HUNDERT, derzeit im Tiefst 98,9 kg .

    gleich mal gefeiert , und sie war nicht etwa nur hübsch, sei war schön wie eine Göttin .
    Mehr sag‘ ich nicht, sonst kommt wieder die, die absolut nicht OK ist, und meckert ihren säuerlichen Senf .

    Heut‘ ist Freßtag, gestern gab es, ganz im Plan , ein halbes Kilo Filetsteak (zwei Stück halt) ,demi-anglais.

    Heute aß ich mein Fettfrühstück aus Speck und 4 Eiern mit weniger Appetit, als früher, da werde ich was auswechseln.

    Abends Wirt.

    Was meine Einreibeempfehlung angeht, bedaure ich herzlich , dass es Ihnen nicht hilft.

    Was helfen heiße Bäder, Wechselbäder , oder Dolorex- spray ?

    Oder eine Wärmelampe ?

    Oder Sauna, Dampfbad ? Sandbäder ?

    Unter Ärzten, das bin ich ja nicht , gibt es richtige Schmerzspezialisten, so einen sollten Sie vielleicht einmal konsultieren.

    Uns allen alles Gute, solange Deutschlands Reste noch bewohnbar sind, und sonst ein nettes Fluchtland.

    • Ich bin mal gespannt, was bei Konstanz noch alles herauskommt, und wie der Täter früher von den Gerichten behandelt wurde.

    • Don Alphonso @ 30. Juli 2017 um 18:19 Uhr
      Don Alphonso sagt:
      „Ich bin mal gespannt, was bei Konstanz noch alles herauskommt, und wie der Täter früher von den Gerichten behandelt wurde.“

      Man muss ehrlicherweise eben berücksichtigen, dass nicht viele Richter die Ambition haben, an einem Baum aufgehängt im Tegeler Forst aufgefunden zu werden.

    • Der Schwiegersohn war's mit einer M16
      die ja jeder so daheim liegen hat. Auf keinen Fall ein terroristischer Anschlag, reine Familiensache…
      ht tp://www.bild.de/news/inland/schiesserei/konstanz-pk-52708896.bild.html

      Drum prüfe, wer sich ewig bindet oder so ähnlich.

    • Was Konstanz angeht, lieber Don, erwarte ich leider nur begründeten
      .
      .
      . Anlaß für herbe Urteilsschelte, natürlich nur in dem Teil der Medien, der noch nicht komplett ohne

      Kette radelt .

      De ondan hods scho laung die Keddn ausseghaud .

    • Was, Don Alphonso,
      Soll da noch herauskommen?
      DEFINITIV ein Einzelfall (schreibt Ihr Arbeitgeber), kein Flüchtling, kein islamistischer Hintergrund.

      Ich schätze mal, wie immer, psychisch instabil. Also alles in Butter.

    • Diskothekenbetreiber
      sind Halbwelt, so einfach ist das mit den Waffen.

      Vielleicht nicht alle, aber die paar, die ich kenne, schon.

    • Nun wars der Schwager, auch egal
      irgendwann ist er auch noch psychisch gestört gewesen.

      .
      Herr Moser, das sind ja wunderbare Nachrichten, ne Ecke unter 100, super. Die Göttin sei Ihnen gegönnt.

      Mein Rückenweh ist momentan besser, denn manchmal hilft ja schon, es einfach jemandem zu erzählen, das habe ich hier gemacht und wenn’s nun zwackt, reibe ich mich ein, schlucke Tabletten und gut ist’s. Die Attacken lassen sich z.Z. gut aushalten, mag auch am wärmerem Wetter liegen, aber so genau will ich das grad gar nicht wissen.

      Die Blöd fragt, warum man zur Hamburger Messerstecherei nicht Terror sagt. Bohrende Fragen täten sich auf. Tja, die haben wir schon länger, but the answer, my friend, is blowin‘ in the wind.

    • @Suizid_auf_Hilfe
      „Wenn nicht mal die Sicherheit, einer leitenden juristischen Person gewährleistet werden kann, dann fallen die Urteile zugunsten des Täters aus.“

      Beispiele, die der Androhung von Gewalt, in Ämtern einhergehen(Wir wissen du sie wohnen), sind bestimmt auch nur, bestätigte Einzelfälle. Die Gewaltenteilung scheint die dümmlichen Erpresser des deutschen Sozialstaats nicht zu interessieren. Dafür werden sie ja auch gründlich hofiert und von den Hofieren, auf jedes noch so schmarotzende Detail, im Staate der steuerlichen Erpressung, hingewiesen.

      https://pbs.twimg.com/media/DFaMha-XYAE2gjf.jpg

  13. Ursache...
    …und (die) Wirkung ist in Berlin noch nicht so ganz angekommen.

  14. Glückliches Bayern
    Ehrlich, ich stelle mein Fahrrad
    lieber an einen Baum in meinem
    bayerischen Lieblingsbiergarten
    Aumeister als bei der Roten Flora
    in HH.

  15. Heutzutage Polizist
    Wer heutzutage bereit ist, als Polizist oder Soldat für diesen „Staat“ seine Gesundheit zu riskieren, der hat meinen vollsten Respekt und meine Dankbarkeit, kann aber nicht ganz bei Trost sein.
    Der Lohn ist doch nicht nur Undank, sondern auch das Risiko, von großen Teilen der Gesellschaft, der Medien, der Justiz und mehrheitlich von der Politik grundsätzlich haftbar gemacht zu werden, während Chaoten und Kriminelle nicht nur meistens mit lachhaften Sanktionen davon kommen, sondern sogar unterstützt werden. Wir sehen lächerliche oder keine Strafen, allergrößtes Verständnis für die Täter, Hohn für die Opfer, Mitleid und Hilfe für die Täter sowie Unterstützung aus Steuergeld für Kriminelle, die vorgeben, „links“ zu sein.
    Während der normale Bürger damit konfrontiert ist, an jedem Ort und zu jeder Zeit ein Opfer werden zu können, was aber niemand interessiert.
    Deutschland ist einfach nur noch lächerlich.

    • Erstaunlich viele junge Leute wollen heute wieder zur Polizei, ich habe letzte Woche die Anwärter gesehen – das waren viele, und sie waren fest entschlossen.

    • Don Alphonso @ 30. Juli 2017 um 18:18 Uhr
      Don Alphonso sagt:
      „Erstaunlich viele junge Leute wollen heute wieder zur Polizei, ich habe letzte Woche die Anwärter gesehen – das waren viele, und sie waren fest entschlossen.“

      Und erstaunlich ist, wieviele Schüler und junge Leute ihre Lehrer und andere deren grünrote Predigten und Besserwissereien verachten, und zwar ganz anders als wir früher unsere rechten Lehrer nicht mochten – die haben wir kritisiert, aber letztendlich doch noch respektiert.

      Von Respekt und Achtung ist da gar nichts mehr übrig.

    • Zumindest Bundeswehr ist inzwischen schlimm
      Nicht nur ein eklatanter Mangel an Material, Aussage eines Kameraden der an einer Rahmenübung zu einer Baltikumlage als Reserveoffizier teilnahm. „Ohne die Amis können wir da nichts mehr“, man wird auch ganz offiziell für pinke Propaganda eingesetzt.

      Offizieller BW Instagramm account:

      https://www.instagram.com/p/BWunsaHj3z1/

      Zur Materiallage

      http://augengeradeaus.net/2016/11/materiallage-der-bundeswehr-selbst-schoengerechnet-nicht-schoen/

      Ist wohl nicht besser geworden, Personalersatz ist was man von aktiven Kameraden hört auch eher schwierig.

    • Kein Steuergeld für Kriminelle ...
      … wäre doch schon ein brauchbares Schlagwort für eine Rechts- und Staatsreform!

      Alle Eigentumsdelikte können durch die Täter ersetzt werden, auch als Solidargemeinschaft…

    • @ Foxrommel 19:01
      „erstaunlich ist wie viele Schüler und junge Leute ihre Lehrer und andere deren grünrote Predigten und Besserwissereien verachten…“

      Na schön wär’s ja. Vielleicht sind Sie in der Stadt schon so weit, aber ich war bis vor kurzem Lehrer an einem eher ländlichen Gymnasium. Der ganze rot-grün Kack hat sich mittlerweile überlebt-das wissen Sie, das weiß ich; aber auf dem Land entwickeln sich Modererscheinungen immer mit 10-20 Jahren Zeitverzögerung, soll heißen die fangen mit rot-grün jetzt erst an. Und da Schüler aus Karrieregründen heraus (sie wollen möglichst widerstandslos Abi machen) sich immer den jeweiligen Autoritäten beugen, ist das Gros der ländlichen Schüler mehrheitlich linksgrün. Alles was früher JU oder Schülerunion war ist heute grüne Jugend.

      Und auch bei den ländlichen Eltern ist das nicht anders.
      Sicher, es gibt eine unappetitliche Diskrepanz zwischen dem was sie wirklich sind und dem was sie anpassungsbedingt nach außen zeigen-aber das hilft ja auch nicht weiter.

      Als jemand, der sich opportunistischer Überanpassung nicht beugt weil er sie zu billig findet hat man dann einen schweren Stand. Es würde dieser Gesellschaft erheblich besser gehen, wenn die grünen Pharisäer bei der Bundestagswahl rausfliegen-und die Jugend hat da ein gewichtiges Wort mitzureden. Die werden wenn dann noch immer mehrheitlich von denen gewählt. Naja, ich lasse mich ja gern überraschen.

    • Polizei ist Ländersache
      Weswegen es einen großen Unterschied in der Attraktivität des Polizeiberufes unter den Bundesländern gibt. Man unterhalte sich mal mit Polizisten in Bayern und zum Vergleich mit welchen, die unter rot(rot)grün dienen. In Bayern wird man als Polizist respektiert: vom Dienstherrn also auch von der Bevölkerung (Ausnahmen bestätigen die Regel). Der Dienstherr ist sich seiner Führungsaufgabe bewußt: dazu gehört Wertschätzung und Loyalität (das Gegenteil davon sehen wir bei vdL, ebenfalls einer Dienstherrin). Das größte Problem bayerischer Polizisten sind die zu hohen Lebenshaltungskosten in München…

  16. Schrebergärten mit beschränkten Werten
    Wieder sehr treffend auf den Punkt gebracht. Wenn zu viele sich in privaten Schrebergärten einbunkern, darf man sich nicht wundern, wenn öffentliche Institutionen nicht ganz so gut funktionieren. Lob an die Bayern. In anderen Gegenden regiert die Devise: Ich will was vom Staat. Wenn der aber was will, bin ich stad (verhalte mich ruhig). Deshalb Respekt an all jene, die noch an ein übergeordnetes Ganzes denken. So wie der Autor, vom Hochsitz aus. Eine Gesellschaft ist nur so viel wert, wie viel die darin Lebenden der Gesellschaft Wert beimessen.

  17. Links unten
    Ein ein wenig verstörender Link, darauf war ich nicht vorbereitet nach meiner Radtour durch den befriedeten Odenwald und dem -schon etwas gefährlicheren- Bad im Weinheimer Waidsee…

    Weltbilderweiternd auch die Kommentare unter dem vor Haß nur so strotzenden redaktionellen Beitrag (Herr Maas, bitte einmal Netzwerkdurchsetzung, aber ganz schnell…), schon interessant zu sehen, wie wenig sanft sie sich gegenseitig anfassen, wie Kritiker in den eigenen Reihen weggebissen werden, als wären es Anhänger von der AfD. – Aber das kennt man ja schon, sobald guillotiniert wird, wird guillotiniert, da bleibt am Ende kein Kopf unverschont…

    • Man könnte die Hinterleute von Indymedia schon hops nehmen – der Punkt ist, Mitgründer arbeiten im Bundestag.

    • indymedia-Terror: das macht dann eben eine weitere Aussage über den BT
      wenn da #terrorunterstützer Immunität bekommen. Das ist dann fast ähnlich wie der Mißbrauch des Kirchenasyls als politisches Erpressungsmittel!

  18. gG3AKoL0vEs
    „Es waren eindeutig junge Deutsche.“ aus Bayern, ganz sicher? Oder Besucher von außerhalb, für die möglicherweise andere Gerichte zuständig sind?

    • Nein, die waren ziemlich eindeutig von hier. Am Abend vor den Ferien gibt es immer solche Probleme.

    • DONnerwetter @ Frauke Amgelin
      ·
      ▸ Vandalen in der Innenstadt (Polizei Ingolstadt)
      ·
      Nach Eingang einer Mitteilung über Vandalismus in der Altstadt, kontrollierte eine Polizeistreife 4 Jugendliche am Omnibusbahnhof, die mit dem Vorfall in Verbindung gebracht werden. Laut Aussage des Zeugen war zuvor durch eine Gruppe Jugendlicher, die grölend durch die Altstadt zog, ein in der Johannesstraße abgestelltes Damenfahrrad beschädigt worden.Gegen einen 17-Jährigen aus der Gruppe wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt. Eine Alkoholüberprüfung ergab einen Wert von 1,78 Promille. Der Schaden am Fahrrad wird mit 200.- Euro beziffert.
      (copy ▸ browse) polizeibericht.com/vandalen-in-der-innenstadt/
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      ▸ Randalierer in der Innenstadt (Donaukurier)
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      Die Polizei ermittelt gegen einen 17-Jährigen, der ein in der Johannesstraße abgestelltes Damenrad beschädigt haben soll. Ein Zeuge hatte den Beamten gemeldet, dass eine Gruppe von vier Jugendlichen randalierend durch die Altstadt zog. Eine Polizeistreife fand die vier Jugendlichen schließlich am Omnibusbahnhof. Gegen einen 17-Jährigen aus der Gruppe wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt. Eine Alkoholüberprüfung ergab einen Wert von 1,78 Promille. Der Schaden am Fahrrad wird mit 200 Euro beziffert. Die Eigentümerin des Damenrades wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Ingolstadt unter Telefon (0841) 93 43 22 22 zu melden.
      (copy ▸ browse) donaukurier.de/lokales/polizei/ingolstadt/Ingolstadt-dkonline_PMG-0815-Randalierer-in-der-Innenstadt;art64745,3477827
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      Bei ▸ Schlägereien in der Ingolstädter Innenstadt (3. Absatz)
      … zwei junge Türken in der Jesuitenstraße …
      (copy ▸ browse) polizeibericht.com/schlaegereien-in-der-ingolstaedter-innenstadt-2/
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      Bei ▸ Zwei handfeste Streitigkeiten in der Innenstadt (2. Absatz)
      … zwei 19-Jährige …
      (copy ▸ browse) donaukurier.de/lokales/polizei/ingolstadt/Ingolstadt-dkonline_PMG-0815-Zwei-handfeste-Streitigkeiten-in-der-Innenstadt;art64745,3479326
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      Ob eine Drahteselei – als verhinderter Klingelstreich,
      Tierquälerei oder Radfrevel (… mit Freiheitsstrafe
      bis zu zwei Jahren … [§ 303 StGB]) besteht …
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      oder die Anti-Veloten der Abschussklasse: Schallemission
      an ihrem Recht auf Intervention im öffentlichen Raum,
      sowie Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes festhalten …
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      das weiß nur die kleine Raupe Nimmersatt … welche neulich
      beim Mercedes-Stern ausreißen (zetschgen) erwischt wurde.
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      Rifugio Velo (della Madonna)
      – – – – – – – – – ▾ – – – – – – – – – – – – ▾ – – – – – – – – –
      ▸ ▸ https://de.wikipedia.org/wiki/Rifugio_Velo_della_Madonna
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      Cock and Bull Story:
      Content-Vandalismus in der CAI-Schutzhütte (Kategorie D):
      Die mutmaßlichen Täter der Generation Alt-right verwandeln
      während ihrer Studien von »De consolatione Philosophiae«
      die Operazione »Fiocco di neve« zu »Fiocchi di neve«.

    • Ich sag nix ohne Anwalt ;)

  19. Hochinteressant!
    Der Artikel ist auf seine Art sehr aufschlussreich. So erfährt man, dass es Armut in Deutschland gibt, und dann auch gleich die Ursache dafür, ich zitiere: …“den vielen Milliarden für Integration wegen“.
    .
    Darum!
    .
    Gelungene Integration kann übrigens dazu führen, wie neulich in Hamburg Barmbek, dass ein Rudel muslimischer und nicht muslimischer Araber und Türken (plus ein Deutscher) den Amoklauf eines Salafisten unterbrechen und damit weitere Morde verhindern. Den entscheidenden Schlag übte dann ein Deutschtürke mit einer Eisenstange aus, äußerste wütend übrigens darüber, dass dieser Salafistenmörder sich erdreistete, erstens, auf Menschen in seiner Heimatstadt einzustechen (was u.a. zu Blutspuren auf seinem Auto führte), zweitens, dass dieser Mörder auch noch „Alahu Akba“ darbei herumschrieh.
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    Schaut man sich die Gruppe dieser mutigen, cirka 6-8 Personen einmal genauer an, welche im Teamwork weitere Untaten unbedingt verhindern wollten – und auch verhinderten, so wird es interessant, sehr sogar!
    .
    Man wird feststellen, dass der Integrationsgrad dieser Menschen auf des Äußerste unterschiedlich ist, aber niemand darunter ist, dem man vorwerfen könnte, er würde zur Altersarmut der Pfandsammlerin beitragen. Es ist exakt anders herum, die meisten haben einiges zu den Sozialkassen beigetragen. Im Übrigen ist fast zu vermuten, dass die von Don so schmerzlich bemängelten Integrationsausgaben nicht den größten Ausgabenblock im Staat ausmachen. Da gäbe es z.B. komplett sinnlose landwirtschaftliche Subventionen oder übertrieben hohe Rüstungsausgaben und vieles andere mehr, über das man sich kürzend hermachen sollte, ohne damit irgendeinen wirtschaftlichen oder sozialen Schaden auszulösen.
    .
    Doch Dons Denke kennt als böseste aller Ausgaben die Integrationsausgaben. Tjanun. Glücklich ist in solchen Fällen immer, wer sich seiner Ansichten so sicher sein kann wie Don. Vielleicht gelingt es ihm ja eines Tages, ein knapp 100 Seiten langes politisches Büchlein mit hochgedrechselten Formulierungen zu verfassen, das einen kleinen Skandal auslöst, wie eben das von einem Umwelthistoriker namens Sieferle. Dort kann er dann den unausweichlichen Untergang Deutschlands (wegen der Integration!), den wirtschaftlichen Tod unserer Finanzen (wegen der Integration!) und das Herunterdämmern der Intelligenzquotenten (ähnlich wie Sarrazin!) lautstark monieren.
    .
    Es würde ihn noch wohlhabender machen! Und wer weiß, vielleicht fände sich Don bei derlei schriftstellerischen Treiben genauso in Übereinstimmung mit sich selbst, wie im Artikel oben. Dann wäre es ein finanzieller und moralischer Zugewinn!
    .
    Ich glaube allerdings, die Wirklichkeit ist etwas komplexer. Und so wenig wir jetzt weitere Jahre mit Millionenzuwanderung benötigen: Wir benötigen auch Integrationsausgaben, wir benötigen zudem eine wirksame Politik gegen die Verarmung, wir benötigen aber auch eine Polizeiführung in HH, die vernünftige Einsatzplanung betreibt und dafür sorgt, dass weniger Polizisten Übergriffe (ja: die gab es) auf Demonstranten unternehmen, und zudem etwas mutiger ist, die Randale und Brandstiftungen in einem Viertel zu unterbinden, wo die Kontrolle verloren wurde.
    .
    Statt sich das alles nur anzuschauen, die Probleme wegzuignorieren und sich dann wohlgefällig über die Integrationskosten zu verbreiten. Das ist dann der unbequemere Weg. Aber dafür einer, der unseren Staat deutlich eher voran bringt. Meine ich.

    • Ich verstehe einfach nicht, warum wir auf der einen Seite nach einem echten Berufsleben Aufstocker haben und auf der anderen Seite die Jungs importierem, die hier nebenan reihenweise nach zwei Wochen die Deutschkurse schmeissen, und lieber um 11 mit der Bierflasche hinter dem Rathaus sitzen. Ich kann Ihnen gern mal einen Beitrag mit einem Lehrer von nebenan machen, der mit besten Absichten ran gegangen ist und es jetzt nicht mehr packt.

    • Don Alphonso @ 30. Juli 2017 um 18:12 Uhr
      Don Alphonso sagt:
      „Ich kann Ihnen gern mal einen Beitrag mit einem Lehrer von nebenan machen, der mit besten Absichten ran gegangen ist und es jetzt nicht mehr packt.“

      Ich finde das herrlich.
      All meine Freunde, die damals meine Warnungen und Befürchtungen verlachten und schließlich die Freundschaft aufkündigten, sind jetzt kleinlaut und desillusioniert, ihre selbstherrliche Welt ist kleiner geworden, ihr kindisches Selbstbild als coole Durchblicker, wie es wirklich auf der Welt zugeht, ist zerbrochen.

      So etwas nennt man Erwachsenwerden.

    • Ja, es ist schwer zu verstehen
      Ich bewundere Menschen, die sich in der Integrationsarbeit teils aufreiben. Das kann mitunter ausgesprochen entmutigend sein, wie bei diesem Lehrer. Allerdings ist es imho ein klarer Fehlschluss davon auszugehen, dass es unter den 1,5 (oder etwas weniger) frisch Eingewanderten lediglich eifrige Bierkonsumenten gäbe.
      .
      Unter den Frischeingewanderten gibt es echte Kriegsflüchtlinge (grob geschätzt 1/3), echte Arbeitsmigranten (noch einmal 1/3) und einen Haufen Menschen, wo sich die Motive mischen, ähem, sowie noch andere. Sicher auch ein paar Menschen, auf die man gut verzichten könnte. Ich weiß nicht, warum der Beraterkreis rund um Merkel ihr in jovialsten Wirtschaftsliberalismus dazu riet, die Grenzen zu öffnen. Möglicherweise (so gerüchtet es) fürchtete man in diesen Kreisen steigende Lohnkosten, und die wären ja – simmsalabimm – durch Einwanderung in Griff zu bekommen. Dummerweise haben wir aber seit einiger Zeit eine politische Kultur und in Gestalt der Kanzlerin ihre prototypische Verkörperung, wo man sich nicht mehr offen über Motive unterhält – und stattdessen nach Nützlichkeitserwägungen und vermuteten Wirkungsvektoren kommuniziert.
      .
      Vielleicht war es auch etwas ganz anderes, und die sonst so ungemein, man könnte fast schon sagen: bizarr übersteigert – sachliche Merkel ließ sich aus einer Mischung aus schlagartig frei gesetzten christlichen Mitgefühl (welches sie für unsere Aufstocker nicht empfindet) und einem irrigen tagespolitischen Moment leiten. Die Umfragen sahen damals ja eine Zeit lang „pro Flüchtlinge“ aus – und wer könnte sich Umfragen schon entziehen? Merkel jedenfalls nicht.
      .
      Ich bin bis heute unverändert der Meinung, dass diese von Merkel geradezu angesaugte (und heute politisch eingedämmte) Masseneinwanderung deutlich überzogen war – unser Land könnte vielleicht 500.000 Kriegsflüchtlinge/Arbeitsmigranten aufnehmen, ggf. sogar ein paar 100.000 mehr, nur werden wir mit der Integration deutliche Probleme bekommen, zumal in einer Gesellschaft, die arbeitswillige und beruflich befähigte Langzeitarbeitslose eher zu ächten pflegt, denn zu integrieren.
      .
      Mit anderen Worten: Wenn wir in unserer teils sehr verkrusteten Gesellschaft schon mit Aufstockern und arbeitswilligen Langzeitarbeitslosen (ein geradezu aufreizend deutsches Problem) Schwierigkeiten haben, wenn knapp die Hälfte aller Alleinerziehenden trotz Arbeit (oder eben ohne Arbeit) in Armut leben, dann sollte unsere Gesellschaft in Fragen der Zuwanderung etwas zurückhaltender agieren.
      .
      Das war damals schon meine Meinung, wo es teils noch als schick galt, die Neuankömmlinge (denen die Einwanderung oftmals auch keine große Freude bereiten wird) winkend zu begrüßen. Genau so bin ich aber unverändert der Auffassung, dass (sollten wir uns in Zukunft derartiger Fehler enthalten) unsere Gesellschaft die Kraft und die Möglichkeiten hat, mit diesen 1,5 Mio Frischeingewanderten zurande zu kommen.
      .
      Die sind jetzt halt da – ein Teil wird sich (teils unter Mühen) in den nächsten Jahren in den Arbeitsmarkt eingliedern, der andere Teil macht zumindestens die Immobilienbesitzer glücklicher – und unsere Aufgabe sollte hier nicht in Hysterie und Feindseligkeit bestehen, sondern darin, wirkungsvolle Integrationsstrategien zu entwickeln.
      .
      Peinlicherweise hört man hier von Frau Merkel nichts. Und zwar so rein garnichts. Ich halte diese Frau nicht für wählbar – und den „Europa wird alle Probleme lösen“-Onkel von der SPD, den halte ich für fast exakt genauso deplatziert als Kanzler. Die FDP ist unverändert verantwortungslos, die Grünen sind nichts als eine FDP mit Öko-Ideologie (und frei drehender Parteijungend), die AfD war schon immer eine Partei des Ressentiments – und ohne vernunftorientierte Politikansätze, tja und die Linken…
      .
      Es sind schwierige Zeiten. Nur eben bin ich felsenfest davon überzeugt, dass es nicht ganz ausreicht, sich über Merkels politische Fehler (und da kommt einiges zusammen) aufzuregen.
      .
      Wir benötigen mehr Rationalität, mehr Vernunft in der Politik, weniger Ressentiments, mehr Streit mit argumentativen Gehalt, weniger Filterblasen-Logik, mehr Wissen. Mehr Wissen, das benötige ich übrigens auch. Gab es da nicht einene FAZ-Autoren, der rechte intime Kenntnisse darüber veröffentlicht hat, warum Merkel damals diese seltsame Entscheidung getroffen hat?

    • Titel eingeben
      Danke Don. Bitte bleiben Sie dran.

      Bitte machen Sie den Beitrag. Es muß alles auf den Tisch. Klarheit und Wahrheit (nicht philosophisch, doch im Sinne von Ehrlichkeit). Ehrlich zu sich (uns) selbst.

    • @Foxrommel
      mir geht es ähnlich

      meine -entweder unpolitischen oder linken- Bekannten, erzählen mir, ich sei zu negativ. ich solle das Internet meiden und das Leben genießen.

      Mit dem Vorwurf des Beinahe-Vaterlandsverräters (m/w) habe ich jetzt eine Trennlinie gezogen. und den Bekanntenkreis überdeutlich verkleinert.

      Mit Entsetzen stelle ich fest, wie politisch ungebildet die meisten meiner Bekannten sind, war ja nie Thema bis jetzt.

      Man kann goodnight nur vollumfänglich zustimmen in seiner Einschätzung, und ich erwähne goodnight, weil er mit den wenigsten Parametern auskommt. Allen anderen, die die Kerbe vertiefen, muss man natürlich ebenso zustimmen.

    • @John Dean
      schöner, aktiver Text.
      Aber die Zukunft fängt jetzt an, und wir sollten schon schauen, dass es möglichst wenige „Sind halt jetzt mal da“s gibt.

      Die Süditaliener beuten die Leute aus, was auch nicht o.k. ist, aber, ganz deutlich: Ich vertrete meine Interessen, und die meines Clans. Ohne Gesetze zu brechen und mit relativ hoher Steuerlast.
      nemo ultra posse obligatur, deshalb: auch auf dem Absprung.

    • Hört endlich mit diesem Zuwanderungsbashing auf, denn ich verkünde Euch eine frohe Botschaft:
      1,3 Mio sollen 2015 gekommen sein
      0,6 Mio sollen 2016 gekommen sein
      0,4 Mio sollen 2017 bisher gekommen sein
      0,6 Mio sollen illegal hier sein
      0,x Mio soll die Familienzusammenführung zugesagt sein
      x,x Mio sollen auf Grenzabfertigung nach der BT-Wahl warten.

      Immer sollen, sollen. Wir wissen gar nichts, es ist fremdenfeindliche Propaganda vom rechten Rand, die tatsächlichen Zahlen müssen weit niedriger sein, denn:

      https://www.vebeg.de/web/de/verkauf/browse.htm?DO_SUCHE=1&SUCH_KAT=17&SHOW_AUS=1732371

      Beruhigt Euch also, Friede Euren Hütten.
      Aber an dieser Stelle der 324 (glaub ich). Wirtinnen-Vers:

      Frau Wirtin hielt sich auch Migranten
      Für sich, die Oma und die Tanten
      Die Oma wollt es nicht verachten
      Doch sei da niemals ein Vergleich
      Mit Opa nach den Flandernschlachten.

      oder, mit spezieller Würdigung der Kenntnisse des DdH:

      Frau Wirtin hielt sich auch Migranten
      Für sich, die Mutter und die Tanten
      Die Mutter wollt nicht, dachte nur
      Wie ihrer heil vom Feldzug kam
      Mit der Notre-Dame-Figur.

    • @Foxtrommel
      „Ich finde das herrlich.“

      Ich nicht. Ich hätte mich liebend gerne geirrt. Da sind noch andere Dinge, noch nicht eingetroffen, aber auf der zu-erwarten-Liste, bei denen ich mich auch gerne irren würde. Allein, mir fehlt der Glaube.

      Recht behalten macht nur dann Freude, wenn die Konsequenzen nicht desaströs sind.

    • @John Dean
      Sie fordern so etwas wie konstruktive Mitarbeit ein. Das hat unter normalen Umständen auch seine Berechtigung, weil man sonst bei nichts über „geht nicht“, „alles falsch“ und „ohne mich“ hinauskommt. Vorausgesetzt, man hätte sich auf ein gemeinsames Ziel verständigt. In Wirklichkeit haben wir es aber mit einer obrigkeitsstaatlichen Vorgabe zu tun. Noch schlimmer: Jede Kritik wird de facto schwer sanktioniert. „Packen wir es an“, erscheint mir gerade nicht die richtige Reaktion darauf zu sein.

      Was lässt die Integrationshelfer denn ausbrennen? Doch wohl der Widerspruch zwischen Ideologie und Wirklichkeit. Die inneren kognitiven Dissonanzen, über die sie weder öffentlich noch in ihrem Umfeld sprechen können.

      Und was ist mit Ihnen? Sie liefern wertvolle Infos zu dem Vorfall in Hamburg und dann beginnen Sie einen langen, thematischen Rundumschlag in zwei Beiträgen. Die Frage ist doch: Warum gerade hier? (Ich vermute: Weil es hier geht, woanders nicht.)

    • @John Dean Nr1
      „Ich glaube allerdings, die Wirklichkeit ist etwas komplexer. (…)“
      Mag sein, das muß sie aber nicht. Wir haben ein ziemlich eindeutiges Asylrecht. Ließe man nur die ins Land, die Asylberechtigt sind, wäre die Aufgabe für Alle viel einfacher. Und eine der maßgeblichen Fluchtursachen wäre bekämpft. Aber dazu müßte man konsequent Transitzonen, also Auffanglager (das böse Wort!!!!) unterhalten und nur diejenigen durchs Tor gehen lassen, welche eindeutig berechtigt sind. Dazu helfen gültige Pässe (statt diese wegzuwerfen, was heutzutage ja hilft). Freiwillige offenlegung der Datenspur auf dem Smartphone (Kontakte, Standorte etc.) Und konsequent abschieben. Hatten erst gestern wieder einen Fall im Gespräch, wo einer 12 Jahre nach Ablehnung immer noch in D ist. Weil ein einfaches „dann bring ich mich um“ genügt, um von der Flüchtlingsunterkunft statt in den Flieger in die Psychatrie zu kommen. Zum X-ten Mal.
      Insofern könnten die Integrationskosten um ein Vielfaches geringer ausfallen – viel Geldf, was anderweitig gut angelegt wäre. Weshalb ich es als absolut angebracht halte, sich „wohlgefällig über die Integrationskosten zu verbreiten“.

    • @John Dean Nr2
      „Ich glaube allerdings, die Wirklichkeit ist etwas komplexer. (…)“ Ja, da stimme ich mit Ihnen überein. Weswegen ich so dümmliche Ausspruche wie „wir benötigen aber auch eine Polizeiführung in HH, die vernünftige Einsatzplanung betreibt (…)“ nur mit einem Kopfschütteln quittieren kann. Die Polizeiführung sowie die im Einsatz befindlichen Kräfte konnten nur verlieren. Es gab nichts „vernünftig“ oder richtig zu machen, denn darauf waren die Krawalle ausgelegt. Auf Provokation. Auf Eskalation. Auf Gewinnung von starken Bildern. Es gab nur die Möglichkeit, die Dinge anders falsch zu machen. Wobei „falsch“ auch noch im Auge des jeweiligen Betrachters liegt. Daß das Schanzenviertel drauf ging, finde ich z.B. richtig. Besser hier als woanders. Auch daß man nicht überall gleich robuster vorging, fand ich falsch. Daß man das Vermummungsverbot nicht konsequent durch Einsatz von Schlagstöcken (auf Hände, Ellenbogen zur Entwaffnung und auf die Knie zur Immobilisierung) durchsetzte hat, finde ich auch falsch. Ebenso daß kein wirksamen Entfernungswaffen (Gummigeschosse) eingesetzt wurden, fand ich falsch. Alsi in Summe, daß man die persönlichen „Kosten“ für die Gesellschaftsterroristen (Aktivisten genannt) nicht hoch getrieben hat, fand ich falsch.

    • Wo liegen die Schwierigkeiten?
      Als Antwort auf meinen Beitrag gab es eine Reihe von bedenkenswerten Antworten, bei denen ich vielleicht nicht überall die Meinung teile (aber: dann wäre es auch langweilig), wo ich gerne antworten würde. Leider ist meine Zeit im Moment etwas begrenzt, ich schnappe mir mal etwas heraus, was ich als besonders wichtige Frage ansehe, fast schon als Schlüsselfrage:
      .
      „Was lässt die Integrationshelfer denn ausbrennen? „,
      .
      Das ist eine gute Frage! Nicht alle Integrationshelfer brennen aus, ein beachtlicher Teil (übrigens: sehr oft der bürgerlichen Gesellschaft entstammend, aber doch sehr vielfältige und unterschiedliche Menschen) brennt nicht aus. Worin liegen die Gründe aber dafür, wenn es schief geht (und das tut es leider deutlich häufiger, als wir alle hoffen)?
      .
      Manchmal mag es sogar an der jeweiligen Person bzw. ihren Hintergründen liegen. Auch ein gelernter und berufsgestählter Oberstudienrat könnte mit seinem Vorgehen und Ansprüchen schlicht daneben liegen bzw. Mängel haben, sich auf die konkrete Klientel einzustellen – wo andere (sogar formal schlechter qualifizierte) Helfer dann bessere Erfolge erzielen. Die Aufgabe ist neuartig und sehr groß! Es gibt noch nicht so viele erfolgreiche Vorbilder (aber: die gibt es), und die Helfer/innen bekommen auch nicht immer die Unterstützung, die sie benötigen. Der Gegenpart, „die“ Flüchtlinge, ist ebenfalls sehr vielfältig. Vermutlich ist es eher keine gute Idee, Menschen mit extrem unterschiedlichen Voraussetzungen und Ambitionen gemeinsam zu schulen – besonders dann nicht, wenn den Helfern und Pädagogen das dazu notwendige Werkzeug fehlt.
      .
      Es gibt aber auch erstaunlich ressourcenarme und erfolgreiche (!) Vorbilder, beispielsweise Flüchtlingsheime und die angegliederten Schulen und Maßnahmen in Billbrook, die aus dem Mangel und den Schwierigkeiten heraus verblüffend wirksame Gegenstrategien entwickelt haben. Zu den erfolgreichsten Maßnahmen scheint es zu zählen, wenn schon nach kurzer Zeit motivierte Flüchtlinge als Integrationshelfer eingebunden und weiter ausgebildet werden. In gewisser Weise: Hilfe zur Selbsthilfe und Hilfe bei der Selbstorganisation.
      .
      Ich glaube tatsächlich, dass dieser Weg keinesfalls einfach ist, keinesfalls ausreichend, und gleichwohl in vielen Fällen Erfolge versprechend. Bei einer europaweiten Untersuchung stellte sich heraus, dass das bloße Verwalten bzw. ambitionslose Selbstüberalassen von Flüchtlingen (das ist typisch für Schweden und Großbritannien) die schlechtesten Erfolgsquoten aufweist. Es gibt sehr unterschiedliche Verfahren, sehr unterschiedliche Vorgehensweise und beileibe nicht alles davon taugt etwas.
      .
      Man wird in dieser Frage ganz gewisse einen langen Atem benötigen, einen sehr langen Atem sogar. Es lässt sich aber vieles erreichen!
      .
      Nur habe ich Zweifel daran, ob das ausgerechnet in einem Land gelingen kann, wo die meisten Menschen sich darauf konzentrieren, anderen vor allem wohlfeile Vorwürfe zu machen. Wir schaffen es – wie schon oben gesagt – ja nicht einmal, qualifizierte und arbeitswillige Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder die Lage von knapp 50 Prozent verarmte Alleinerziehende adäquat zu analysieren bzw. hier Verbesserungsvorschläge zu entwickeln.
      .
      Es gibt keinen Grund, unserem Land hier etwas zuzutrauen. Wir sind alle – pardon – einfach nur dämlich, was solche Fragen betrifft. Hetzen, Herumlamentieren und eifriges Beklagen aber:
      .
      Das können wir Deutschen wirklich sehr gut!
      .
      Unsere überdeutliche Unfähigkeit (u.a.: zur würdevollen Diskussion und Analyse von Problemen – und zur aktiven Integration) wird sich in den kommenden Jahren kaum verbessern. Das wird uns viele Probleme erhalten, die wir hätten lösen können. Der Untergang unseres Landes (das ja auch Stärken hat) wird sich daraus aber gewiss nicht ergeben, und auch nicht daraus, dass wir 1,5 Millionen Flüchtlinge haben, von denen ein Teil auch darum zu uns kam, weil die Politik der NATO (auch das gehört zu den Wahrheiten) Flüchtlingsbewegungen ausgelöst hat.
      .
      Wir sind eben dumm. Und dann regen wir uns über die anderen auf. Über Sozialschmarotzer, über Alleinerziehende, über verhärtete Feministinnen (als ob die in unserem Alltag eine Rolle spielten), über Langzeitarbeitslose, über Flüchtlinge, über den Islam an sich.
      .
      Das ist ja so herrlich bequem. Wer so denkt (bzw. sich so aufregt), der benötigt keine echten Lösungen. Der kann es sich in seiner Wut einfach bequem einrichten.
      .
      Wie gesagt: Wir sind so dumm.

    • Die Stelle, wo ich mich über Alleinerziehende aufrege, möchte ich einmal sehen.

    • @Gamskampler
      So geheim sind die Zahlen ja nicht. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurden in 2015 476 249 Asylanträge gestellt, REGISTRIERT wurden in 2015 1 087 487 Flüchtlinge, also 2,28 Mal soviele.
      In 2016 wurden 745 545 Anträge gestellt. Über die Zahl der nur registrierten Flüchtlinge gibt es keine Zahlen für 2016. Damit kann man für 2016 entweder den selben Faktor für die nehmen, die in 2015 registriert wurden, aber keinen Asylantrag gestellt haben, das wären dann 745 545 x 2,28 = 1,702 Millionen, oder man nimmt an, dass von denen, die 2015 registriert, aber ohne Antrag waren, viele diesen Antrag in 2016 gestellt haben und das Verhältnis Registrierte Flüchtlinge/Flüchtlinge mit Antrag in 2016 kleiner ist, als 2,28, zum Beispiel 1,56, das Verhältnis Anträge 2016 / Anträge 2017. Überträgt man das auf die Zahl der registrierten Flüchtlinge ohne Antrag 2015, dann erhält man 916 587 Flüchtlinge ohne Antrag in 2016, plus denen mit Antrag erhält man 1,66 Millionen. In 2015 und 2016 dürften damit 2,6 bis 2,7 Millionen ausländische Staatsbürger hier hereingelassen worden sein.
      Plus die 500 000 Illegalen macht 3,1 – 3,2 Millionen (ich bin vielleicht „rechter Rand“, meine Zahl er „Illegalen“ ist aber trotzdem kleiner als die Ihre).
      Bei 80 Millionen Bundesbürgern wären das. wären die alle „integriert“ wären und die deutsche Staatsbürgerschaft hätten, 3,73% des Staatsvolkes und auch damit des deutschen Wahlvolkes.
      Da 3,7% einer Wählerschaft in unserem System durchaus über Regierungskoalitionen entscheiden können, hat die böse Grossmutter, unsere geliebte Kanzlerin, hier Hand an den obersten Souverän einer Demokratie gelegt: sie hat die Zusammensetzung der Wählerschaft verändert. Und das als Exekutive, das heisst: als „ausführende Gewalt“, nicht als Gesetzgeber, das ist das Parlament.
      Das ist nicht der einzige, aber meines Erachtens der Schwerste aller Verfassungsbrüche, die sie begangen hat und deswegen bin ich nach wie vor der Meinung, sie gehöre nicht „abgesetzt“, sondern „abgesetzt und angeklagt“ (in dem von Verfassungsrechtlern geschriebe Buch: „Der Staat in der Flüchtlingskrise“ sind meiner Erinnerung nach noch 20 andere Verstösse der Kanzlerin gegen das Grund- und andere Gesetze aufgelistet).
      Wenn man DAS durchlässt, kann man das Grundgesetz sowieso in die Tonne kippen. Das wird dann nur noch zur Unterdrückung des Bürgers benutzt, das Regime ist daran nicht mehr gebunden. Das eine Verfassung und das „Recht“ den Bürger seit der Römerzeit vor der Willkür der Obrigkeit schützt, ist dann nicht mehr gegeben. Auch ein schöner Erfolg für die linken Verfassungsabwracker und ihre hässliche Königin.

    • @John Dean
      „Unsere überdeutliche Unfähigkeit (u.a.: zur würdevollen Diskussion und Analyse von Problemen – und zur aktiven Integration) wird sich in den kommenden Jahren kaum verbessern“. Diese Diskussion hätte man sich im Sommer 2015 gewünscht. Unnötig allerdings ist eine Diskussion über Asylberechtigte, illegale Migration und die Aushebelung inneneuropäischer Verträge, denn diese Rechtsbrüche sind klar. Die Diskussion müsste allerdings dahingehend geführt werden, wer für die Aushebelung verantwortlich ist.

      Wir als Deutsche sind aber nicht so herrlich bequem, wie die meisten anderen Europäer, und wie Sie glauben, wir brauchen es schon komplizierter, vielleicht, damit wir was zum lamentieren haben. Aber es ist so herrlich bequem, das ganze Elend der Welt, dem blöden Deutschen aufzuhalsen, auch das braucht er anscheinend.

      Zur „Islamphobie“ empfehle ich einfach einen Blick auf http://www.refcrime.info mit der Fragestellung nach der Religion der Täter.

    • Titel eingeben
      Don, ich würde nicht einmal in Traum daran denken dir vorzuwerfen, du würdest gegen Alleinerziehende Hetzsprüche heraushauen. Das passt nicht zu dir, und du bist in deinen politischen Auffassungen auch deutlich komplexer (ja sogar: sozialdemokratischer) als es für viele deiner Leser deutlich ist, die ich imho überwiegend als „konservativ“ und teils rechtsorientiert einstufen würde.
      .
      Ich sprach beim allgemeinen deutschen Larmoyanztalent von „allen“, und nahezu jeder gute Deutsche hat da so seine Lieblingszielgruppe, über die er sich dann bevorzugt hetzend äußert.
      .
      Da bin ja sogar ich vom gleichen Übel befallen (und dabei würde ich mich deutlich lieber als einen reifen Vertreter von Besonnenheit, realistischer Beobachtungsgabe und Nachdenkvermögen einstufen).
      .
      Was das betrifft, bin ich ein „guter Deutscher“ – Don, und du bist es auch. Du hast da selbstverständlich schon deine Zielgruppen für dieses Talent gefunden, das wegen deiner schriftstellerischen Befähigung sogar noch deutlich bunter aufzublühen versteht.
      .
      Zur Hälfte verstehe ich es sogar. Zum Beispiel, dass dir die allermeisten Linksextremisten verhasst sind, und du keineswegs innerlich vor Schmerz zusammenzuckst, wenn da irgendwo in Hamburg verblendete, buntgekleidete, junge Alternativlinke bei ihren Blockadeaktionen vielhunderte von Polizeifäusten im Gesicht spüren.
      .
      Das lässt dich inzwischen so kalt wie z.B. Scholz oder andere Vertreter der bürgerlichen Gesellschaft. Diese Menschen sind dir eben verhasst, und wenn es die trifft, dann war es für dich halt keine Polizeigewalt oder kein Gewaltübermaß (so würde ich es eher nennen – ich mag den pauschalen und oft falsch konnotierten Begriff „Polizeigewalt“ nicht).
      .
      Ist halt so. Und da gibt es noch mindestens ein halbes Dutzend weiterer „Lieblinge“, die du so hast. Radikalfeministinnen (mit denen ich auch eher nur sehr wenig anfangen kann) zählen dazu, und halt so viele andere.
      .
      Ich glaube nur nicht, dass ich da besser bin. Wo du dich schmissig, polemisch und emotional zu all diesen verhassten Gruppen äußern kannst, ja sogar schriftstellerisch – da hätte ich nur komplexe und verschrobene Zustandsbeschreibungen, bei denen ich ständig deutlich machen müsste, wie viel Wissen und Verständnis mir in der Beurteilung und Einschätzung fehlt.
      .
      Du hast es halt einfacher. Und – so vermute ich es: Neben deiner grundengagierten Haltung (die du mit einer guten Dosies Abtand und Ironie einwickelst, damit sie nicht so deutlich hervor tritt) ist es eben auch die tägliche Routine, nämlich das professionelle Schreiben (u.a. in deinen Blogs), die dich und deine Urteilstätigkeit formt.
      .
      Ich müsste so oft schreiben: Da weiß ich nicht genug. Ich glaube kaum, dass das irgendwen interessieren würde. Nur, ich kann mir den Luxus dieser Haltung eben auch erlauben – und ich fürchte, du eben nicht so ganz.
      .
      Mit anderen Worten: Wir werden alle durch die Umstände geformt, in denen wir uns befinden.

    • „Du hast es halt einfacher.“

      Nicht wirklich, ich stehe auf diversen Abschusslisten ganz weit oben. Irgendwann schreibe ich das alles mal auf.

    • @John Dean - „Packen wir es an!“
      Die örtliche Stadtbibiothek, eine so unterfinanzierte Einrichtung, dass sie nur durch ehrenamtliche Arbeit und Spenden auf dem bisherigen Niveau gehalten werden kann, veranstaltet seit letztem Jahr mithilfe dieser bürgerlichen Zuwendungen den in Hamburg begründeten „Dialog in Deutsch“ für Zuwanderer. „In lockerer Atmosphäre“ sollen „Ängste abgebaut“ werden; das wendet sich generell an Zuwanderer, auch die bisher weniger Integrierten und ist prinzipiell eine gute Sache. Intern gibt es allerdings Bekleidungsvorschriften für die beteiligten „geschulten“ Ehrenamtlerinnen, die mit dem amerikanischen „modest“ recht gut beschrieben wären: keine Ausschnitte, möglichst wenig Haut zeigen. Übergriffige Teilnehmer können von der Teilnahme ausgeschlossen werden, die Vorab-Anpassung an die Moralvorstellungen der Zuwanderer irritiert mich dennoch. Soll das die Zukunft sein?

    • Als die Notwendigkeit
      der Integration erklärt wurde, habe ich wohl gerade nicht aufgepasst. Kann bitte nochmal jemand kurz erklären, warum „Flüchtlinge“ (nach der oft beschworenen Genfer Flüchtlingskonvention) integriert werden sollen? Die wollen doch nach Ende der kriegerischen Handlungen sofort zurück in ihre Heimat, oder?

    • @Gast
      Es gibt sehr wohl Zahlen von 2016 über Flüchtlinge, sogar recht detaillierte, direkt vom BMI. Hier z.B. der Link vom Juli 2016.

      http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/08/asylantraege-juli-2016.html

      Wenn Sie in der URL das Datum anpassen, bekommen sie jeden Monat ausführlich aufgeschlüsselt. Der „juli-2016“ bezeichnet den Monat, für den die Zahlen sind, „2016/08“ bezeichnen den Monat der Veröffentlichung, i.d.R. immer den nachfolgenden.

    • Wir hatten tatsächlich aus Erfahrungen mal was gelernt.
      FMPBVUgyRiI

      Tja, eigentlich wollten die ja bloß kurze Zeit hier ordentlich Geld verdienen, viel davon sparen (konnten sie anfangs auch, als Bauhilfsarbeiter waren sie in Baracken auf der Baustelle der Neubausiedlung zusammengefercht (das Haus, in das wir einzogen, war das zuerst fertiggestellte, wir haben also gesehen, wie das dann bei den übrigen Häusern ablief)) und bald wieder heimkehren, um daheim vom Ersparten für damalige, dortige Verhältnisse fürstlich leben zu können.

      Hat irgendwie nicht so richtig geklappt, die sind hier alt (naja, nicht viele und auch nicht sonderlich alt) geworden und die wenigen Rentner/witwen sind immer noch da, ihre Kinder und Enkel sowieso – warum sollte das mit Flüchtlingen aus langwierigen Kriegen anders verlaufen?

    • @Don Alphonso
      „Ich verstehe einfach nicht, warum wir auf der einen Seite nach einem echten Berufsleben Aufstocker haben und auf der anderen Seite die Jungs importierem, …“
      Aus dem immerselben Grund. Sinn und Zweck dieser Maßnahmen ist das Lohndumping um den Reichen noch größere Profite zuzuspielen. Deshalb auch die Einführung der BlueCard und die Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU.
      Gleichzeitig ermöglichen diese Maßnahmen auch die Sprengung des deutschen Sozialstaats. Die entsprechend aufkeimende zunehmende gesellschaftliche Gewalt wird durch einen totalitären Polizei- und Überwachungsstaat aufgefangen. That’s it.

    • Nicht schlecht. Aber...
      John D.,

      oha!

      Diese drei (oder waren es vier?) Langtexte, die Sie da vor uns ausbreiten, in geschliffenem Ausdruck, funkelnder Sprache, gedanklicher Klarheit und ganz ohne die kleinen Schreibnachlässigkeiten, mit denen selbst unser Blogbetreiber, der wahrlich etwas von Sprache versteht, zu kokettieren pflegt, nötigen dem Leser Hochachtung ab. Besonders, da Sie ja schon weit oben mitteilen, eigentlich für uns keine Zeit zu haben.

      Nun, Ihre wirklich vorzüglichen Texte schreibt niemand binnen dreißig Minuten herunter, selbst Sie nicht. Glauben Sie mir, denn ich kenne mich aus damit. Sie scheinen sich also doch mehr Zeit genommen zu haben, als Sie eigentlich hatten (danke dafür), und daher fasse ich mich nun kurz.

      Nur zweieinhalb Punkte:

      • Studieren Sie Clausewitz. Thema: Kulminationspunkt des Sieges. Wichtig! In Kenntnis dessen hätten Sie nach dem ersten Beitrag aufgehört. Jeder hätte gesagt: „Wow!“ Stattdessen geht es immer weiter. Aber sogar für den Weltgeist zu Pferde kam irgendwann Moskau.

      • Unterlassen Sie schon aus Gründen der akademischen Selbstachtung die Behauptung, die NATO löse Fluchtbewegungen aus. Da Ihre Zeit begrenzt ist, führe ich das hier nicht weiter aus. Vielleicht in einem späteren Blog.

      (•) Hinweis, abseits vom Thema: Duzen macht hier Eindruck, aber nur seltsamen.

      Gruß,
      C.
      Ceterum censeo Europam esse construendam

    • Verfassungsbrüche à la Merkel
      Wenn ich mir so ansehe, wie Madame Rautenzeichen nach Gutdünken mit unserer sogenannten „Verfassung“ umgeht, die ja ebenfalls aufgrund eines Verfassungsbruches existiert, von Gewaltenteilung will man schon garnicht mehr reden, dann würde ich mich, wenn ich Rechtsanwalt der G 20-Brandstifter wäre, mich auf das Widerstandsrecht nach Artikel 20 Absatz 4 des „Grundgesetzes genannt Verfassung“ berufen. Das ginge zwar nicht durch, denn wo haben wir noch unabhängige Richter, aber es wäre ein schöner Gag und würde mich weltberühmt machen.
      Ausserdem würde ich, Rechtsanwalt oder nicht, bei den Demos, die DAS als Grundlage haben, selber mitmachen. Denn das ist echt ein Grund.

    • @Frauke Amgelin
      Der Unterschied liegt vielleicht in der Erwartungshaltung.
      „hier ordentlich Geld verdienen“ war die Motivation der
      Migranten, deren mehr oder weniger gute, jedenfalls friedliche,
      Integration Sie und ich miterlebt haben.

      Mir fällt es nicht so leicht diese Migrationsprozesse als
      ähnlich anzusehen. Der jetzige erscheint mir eher wie eine
      Wirklichkeit gewordene Vision Raspails.

      Ein Land in Europa hat um seinen Untergang gebeten und wird
      in bekommen. Dass dies auch zu einer Destabilisierung in
      Gesamteuropa führen wird, bekommen unsere Nachbarn mal wieder
      von uns serviert.

  20. Titel eingeben
    Danke Don,

    Danke fuer den Text und Danke fuer die Wachsamkeit und Danke fuers Bekennen zum Rechtsstaat

  21. Die Theorie des zerschlagenen Fensters
    besagt: daß jeder Regelverstoß direkt eine Ahndung braucht. Erfolgt diese nicht, so ist bald direkt daneben ein weiteres Fenster zerstört. Es folgt die Straße, der Bezirk, der Stadtteil.

    Insofern (und mit etwas Sarkasmus): ich beglückwünsche Sie, dass Sie a) sofort reagierten und b) in einer Stadt wohnen, in der die Polizei dann auch wirklich kommt und darin von einer Richterklasse gedeckt wird, hinter der eine tatwillige Politikerschicht steht… (naja, das Letztere war schon Zynismus meinerseits, obwohl es auf Lokalebene in Bayern noch funktionieren mag).

    PS.: ein Glück, daß es „Deutsche“ waren, ansonsten dürften Sie jetzt mit einer Anklage wegen Rassismus rechnen.

    • Ich zeige alles an, ich hasse alle Menschen gleich.

      An die Broken Window Theorie habe ich in Berlin zu glauben gelernt. Meine Wohnanlage wurde mit einer Mischung aus Härte und Freundlichkeit umgestaltet.

    • kaputte Fenster
      Ich erinnere mich, vor zig Jahren, als ein neuer Bürgermeister in New York mit dem eisernen Besen aufräumte: Strafe SOFORT. Die Verbrechens- und Mordrate sank rapide.
      Darauf wurde diese „Broken-Windows-Theorie“ kurzfristig auch überall in der deutschen Presse erwähnt & diskutiert; der New Yorker Bürgermeister kam auch nach Berlin (resp. Berliner Politiker schauten sich das in N.Y. C. an) … aber nix hat sich geändert, hier. Es wurde immer schlimmer.
      Wieso lernen die deutschen Zuständigen nix?

    • Titel eingeben
      @kdm: so sehr ich dafür bin, Straftäter nach den für die begangene Tat geltenden Strafvorschriften zu bestrafen, so wenig kann ich Ihnen folgen, was Giulianis ZeroTolerance Projekt angeht.
      Das war eine systematische Rechtfertigung für Willkür, Übergriffigkeit und letztlich übergeschnapptem Verhalten der Polizei, weit entfernt von jeglichem rechtsstatlichen Grundsatz, Bürgerrechten und „due process“. ZeroTolerance sorgte dafür, dass nicht mehr Augenmaß und Verantwortungsbewußtsein die arbeit der Polizei prägten, sondern Gewalt und Übergriffigkeit und Verantwortungslosigkeit, was gepaart mit dem latent ja immer vorhandenen Problem des Korpsgeistes solcher Organisationen dafür sorgt, dass damals und bis heute immer noch, oder eigentlich immer öfter, Menschen zu Tode kommen deren einziges Problem darin besteht, sich in den USA aufgehalten zu haben und in Schussweite der Polizei gewesen zu sein. ZeroTolerance ist die hilflose Reaktion der Führung einer kollektiv psychisch kranken und gewaltgeprägten Gesellschaft.
      Und ZeroTolerance war der Keim für solche Schwachsinnsregeln an Schulen, bei denen Kinder bestenfalls traumatisiert und meist gleich von der Schule geschmissen werden, weil sie was falsche anhatten oder was falsches sagten oder was falsches dabeihatten. Die Fälle sind Legion, und die Beweise, dass ZeroTolerance unkritisches und verantwortungsloses kadavergehorsames Handeln fördert, Legion. ZeroTolerance ist Gift.

      Ich hab nichts gegen eine schnelle Reaktion der Polizei, oder Strafe. Aber ZeroTolerance, es ist das Falscheste vom Falschen, um da was zu erreichen.

    • @kdm: Ich denke, es geht um bewusste Destruktion der Gesellschaft
      und ihrer Ordnung. Sieferle hat es in seinem Buch, Epochenwende,* 1994 unter dem Prinzip des Behemot (vs. dem des Leviathan) , des Willens zur Anarchie brillant analysiert. Nachlesen kann man es dieser Tage bei M.Klonovsky in seinen acta diurna. Das Buch wir im Herbst wiederaufgelegt und ist derzeit vergriffen.

      * Es wurde in den folgenden Jahren allseits hochgelobt…und ist vermutl. brisanter als finis germania…(ich kenne nur Ausschnitte von Epochenwechsel)

      Wenn Sie fragen, wer die Strippen ziehe, so wird es komplex, obwohl die Linie durchgehend sichtbar ist. Als fast ebenso beliebiges wie pathognomonisches Beispiel las ich gerade über eine KI von google, die Kommentare in ihrer Toxizität gewichtet… Wenn Sie den folgenden Beitrag lesen und v.a. die aufgeführten Beispiele gouttieren, so ist Ihnen (wie mir auch) alles klar!
      http://www.journalistenwatch.com/2017/07/30/wie-google-unsere-gespraeche-vergiften-will/

    • @greenbowlerhat: Es mag Ihnen nicht gefallen, aber es wirkte!
      Nur einer von vielen Beiträgen über das Phänomen:

      http://www.n-tv.de/panorama/New-York-ist-sicherer-als-gedacht-article14243826.html

      1990: 2.245 polizeilich aufgenommene Mordfälle
      2013: 345 polizeilich aufgenommene Mordfälle

      Das heisst, die von Ihnen kritisierte Politik hat die Mordrate um 85% reduziert. Und dafür nähme ich Schikanen und Willkür gerne in Kauf. There ain´t no such thing as a free lunch.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  22. Die Bigotterie..
    macht es noch schlimmer.
    Aufschreien, wenn der eigene Rollersattel im Tempelhof ein kleines Brandloch hat aber bei Twitter den Antifa Terrorismus von Hamburg relativieren!

  23. Titel eingeben
    Das grundsätzliche Problem liegt möglicherweise ganz woanders. Unsere vergleichsweise milde Strafgesetzgebung und die noch mildere Rechtsprechung in weiten Teilen der Republik rekurriert auf Zustände, die es so ja nicht mehr gibt: das Wissen um ungeschriebene Regeln, Konventionen, Anstand. So ein Land eben, in dem man vor roten Ampeln stehenbleibt und abgestellte Fahrräder (ganz zu schweigen von Menschen auf U-Bahntreppen) nicht kaputtritt.
    Inzwischen ist die allgemeine Rücksichtslosigkeit so weit fortgeschritten, daß einen selbst die harmlose Fahrt zum Wocheneinkauf das Gruseln lehren kann angesichts drängelnders SUVs, amokfahrender Radler und Prolls, die grundsätzlich auf dem Behindertenparkplatz parken und die man besser nicht anspricht, wenn man Wert auf Umversehrtheit legt.
    Diese Ungleichzeitigkeit wird noch stärker, wenn wir die jungen Herren einberechnen, die uns von der Kanzlerin als Goldgeschenke ins Land gerufen wurden und die von zuhaus ein wesentlich rustikaleres Auftreten von Polizei und Justiz gewohnt sind.
    Die Staatsorgane stehen also vor der zweifelhaften Alternative, entweder ohnmächtige und unterbezahlte Zeugen der weiteren sozialen Desintegration zu sein oder die Zügel mittelfristig kräftig anzuziehen. Dann wird der Staatstrojaner nur der Anfang gewesen sein.

    • "...rekurriert auf Zustände, die es so ja nicht mehr gibt:...
      … das Wissen um ungeschriebene Regeln, Konventionen, Anstand.“

      Man könnte es auch so fragen:

      Was ist nur aus dem guten, alten, „Was Du nicht willst das man Dir tu‘, das füg auch keinem anderen zu!“ geworden? (Ich hab das so noch von meiner Oma gelernt.)

  24. "Schaltwurk in das Schaltauge"-klingt nach Montaganleitung gedruckt in China
    Aber zur Sache.

    „Was ist ein Republikaner?
    Ein Demokrat, nachdem er von einer Gang überfallen und ausgeraubt wurde.“
    .
    „Was ist ein AfD-ler?
    Ein ehemaliger Christ-oder Sozialdemokrat nach 12 Jahren Angela Merkel und davon 4 Jahre GroKo, kombiniert mit Speichelleckermedien. Mit der Aussicht auf weitere 4 Jahre mit M & S.
    (DdH)

    • Unterschrieben!
      Das unterschreibe ich jetzt dreimal.

    • some game
      The Queen of Hearts („freundliches Gesicht“) is now known as Queen of Diamonds (=Rauten).
      Some poker game!
      I prefer the Germany of 2014 with the predominant blue-and-white Southern diamonds

    • ich seh's erst jetzt
      M & S .. wirklich ungute Assoziationen. Außer: wer’s mag.

  25. Lernen durch Anzeigen
    Lieber Don Alphonso

    herzlichen Dank für diesen Text. Leider kann ich ihnen aus eigenem Erleben nur zustimmen, solcher Vandalismus ist Alltag.

    Auf der anderen Seite beschwert sich der ’normale Bürger‘ auch zu wenig an offizieller Stelle. Mir war das bis vor kurzem auch immer zu spießig und intolerant. Wer will das schon sein?

    Mittlerweile habe ich meine Meinung dazu gründlich geändert. Gerade habe ich eine Mail an einen Tourismusverband geschickt, weil mich Mountainbiker von einen reinen Wanderweg scheuchen wollten, was verboten ist.

    Wenn es ein Verbot gibt, sollte es auch durchgesetzt werden, andererseits ist es nichts wert. Insofern bin ich jetzt uncool und spießig, irgendeiner muss den Job ja machen.

    Augenzwinkernde Grüße von der Hessin.

    • Mountainbiker sind doch auch nur jene, denen die Einfahrt mit ihrem Diesel nach
      gotham cityäh, Sttgt verbotenen worden ist.

      Je toleranter diese Gesellschaft obskuren Gestalten und Ideologien (wie bspw.LBGTQ,islam,nazifa pp) gegenüber wurd, desto heftiger tobt der Krieg zwischen normal sozialisierten Deutschen, die als Gleiche einfacher erreichbar und aggressionsauslebiger verfügbar sind. (auch wieder eine abgewandelte Sieferle-Prophetie)

  26. Richtig so!
    Im Falle des Vandalismus vor Ihrem Haus durch den vermutlich jugendlichen Trunkenbold gebe ich Ihnen völlig recht und finde es absolut richtig und vernünftig, die Polizei verständigt zu haben, und auch Ihre örtliche Polizei verdient ein Lob, so schnell, konsequent und erfolgreich auf Täterfang gegangen zu sein. Doch der Weg zu einem neuen Fahrrad ist für den/die Betroffene noch weit.

    Der Täter, vermutlich betrunken, war folglich nicht mehr Herr seiner Sinne und könnte so vor Gericht als vermindert schuldfähig gelten, da die vielleicht bei der Polizei erfolgte Blutabnahme eine hohe Konzentration an Blutalkohol aufweist.
    Der junge Mann wird in nüchternem Zustand vor dem milden Jugendrichter Stein und Bein schwören, so eine Tat in nüchternem Zustand niemals begangen zu haben und überhaupt kann er sich an die Tatnacht und die ihm zur Last gelegte Tat gar nicht erinnern, wie der hohe Blutalkoholwert auch beweist. War der Täter gar wer anders und ist in der dunklen Nacht entkommen?

    Der gnädige Richter weis, ein strenges Urteil macht keinen Sinn, man will dem jungen Mann nicht die Zukunft verbauen, er sucht gerade eine Lehrstelle und da sind Einträge ins polizeiliche Führungszeugnis wahres Gift für die weitere berufliche Zukunft.

    Vielleicht fließen sogar noch ein paar Tränen bei der Verhandlung und der mutmaßliche Täter beteuert, er war es sicher nicht, er sei unschuldig, so bleibt dem Richter nur der übliche Freispruch, wenn Sie es bei Nacht und schlechter Beleuchtung nicht ganz genau gesehen haben sollten.
    Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen, der junge Mann hat andere Kleidung an, hat eine andere Frisur, vielleicht sogar gefärbte Haare und trägt seinen Konfirmandenanzug mit Krawatte oder vielleicht sogar einen neuen, den die Eltern ihm spendiert haben. Er ist inzwischen einen halben Kopf größer. Ich hoffe, Sie können ihn dennoch identifizieren, sonst ist außer Spesen wieder nichts gewesen.
    (Ich hoffe übrigens inständig, dass der Fahrradbesitzer entschädigt wird.)

    Möglicherweise funktioniert die Rechtsprechung in Bayern auch noch etwas besser als bei uns in NRW, dem Land mit den rechtsfreien Räumen, die es offiziell nicht gibt.
    Bei uns ist die Polizei nur noch frustriert. Diese fangen die Täter, aber leider lassen die Richter viel zu viele frei, die vor 80 Jahren über eine Verurteilung zur Umerziehung noch heilfroh gewesen wären.

    Apropos Bayern: Von dort kommt doch unser Verkehrsminister Dobrindt?
    Dieser ließ verlauten, er sehe eine „verdammte Verantwortung“ für den Diesel-Skandal bei den Granden der Autoindustrie.

    Nanu?

    Wenn die Herrschaften keine Verantwortung übernehmen für die Daten, die sie den Autokäufern nachgewiesernermaßen bewusst und fälschlich beim Autokauf übermittelt haben, so muss man diese eben zur Verantwortung ziehen.

    Und das mache ich als Minister nicht, indem ich weinerliche Interviews und starke Statements abgebe, sondern indem ich entweder die Polizei oder einen Innenminister beauftrage schnell zu handeln!

    Ich verstehe nicht, warum nicht schon längst Einsatzhundertschaften der Polizei Beweismaterial in den betrügerischen Auto-Konzernzentralen sammeln.
    Die entsprechenden Manager gehören verhaftet und hinter Gitter, aber nicht nur sporadisch, sondern ebenfalls bis zur Ingenieursebene.
    Da steht der Laden dann eben mal für ein paar Wochen still, wenn wegen gewerbsmäßigen Betrugs und widerrechtlichen Absprachen ermittelt werden muss.

    Und die Verantwortung für die Ermittlung und Klärung der Vorwürfe gegen diese Leute, die ihre Kunden vermutlich mehrhunderttausendfach in aller Welt betrogen haben, hat der Staat und die ihn vertretenden Organe, also sowohl der Minister und selbstverständlich auch die Ermittlungsbehörden.

    Der Ruf der deutschen Autoindustrie dürfte für längere Zeit beschädigt sein.
    Insofern sollte man die beteiligten Manager und ihre technischen Mitwisser genauso zur Verantwortung ziehen wie andere Rechtsbrecher auch. D.h., man sollte die den Autokunden entstandenen Schäden diesen natürlich ersetzen. Und meinethalben auch gerne mit dem Privatvermögen der jeweiligen Manager und Ingenieure.

    Der Fahrrad-Vandalist muss das Fahrrad möglicherweise auch von seinem Taschengeld oder Lohn ersetzen.
    Ein Betrug von der Dimension des Diesel-Skandals muss natürlich von denen bezahlt werden, die diesen Schaden wissentlich verursacht haben.
    Der Steuerzahler kann hier nicht gefordert sein, sondern nur die Verursacher.
    Und diese sollte man ganz schnell festsetzen.

    Ein deutliches Exempel zu statuieren wäre auch als Warnung für andere Branchen sicher angebracht.
    Wenn man durch gewerbsmäßigen Betrug alles verlieren kann, auch seine Eigenheime und Vermietungsobjekte und auch die Oldtimersammlung, dann überlegen sich andere Branchen vielleicht etwas genauer, ob man die Kunden, die Kaufentscheidungen eben von gefälschten, veröffentlicheten Daten abhängig machen, wirklich weiterhin hinter die Fichte führen möchte.

    Die Verantwortung zu handeln hat hier der Staat, und nicht die Täter! Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden, wie jeder Schwarzfahrer, der zweimal schwarz fährt, auch wegen Schädigung des Gemeinwohls mit Gefängnis rechnen muss.

    Hier sehe ich aktiven Handlungsbedarf durch den Verkehrsminister und die Ermittlungsbehörden.

    • Oh den Handlungsbedarf sah Seehofer auch und
      regt an, mal wieder so etwas wie ein Abwrackprämie rauszuhauen. Was aber dann idiotischerweise gerade den Betrügern zugute käme. Auf die Idee, von denen das Geld für eine solche Prämie zu fordern, ist Seehofer noch nicht gekommen.
      Dafür garantiert! er, dass sich 2015 nicht wiederholen wird. Auf die Frage, wie er das garantieren will, kam, genau Geblubber, aber er garantiert das trotz einer Merkel. Man möchte ja lachen ob dieses Gewäschs.

      Herr Gnadenbrotler, dass diejenigen, die immense Schäden verursachen, auch einmal zur Rechenschaft gezogen werden, werden wir beide nicht mehr erleben. Geschah solches überhaupt schon einmal?

    • Betrug
      § 263 I. StGB

      Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

      —-

      Formal sind natürlich alle Straftatbestandteile erfüllt.

      Aber dennoch würde ich sehr gerne noch einmal den Punkt ‚Irrtum‘ weniger formal beleuchten: Irrten wir wirklich über die in den Prospekten angegeben Verbrauchs- und Umweltwerte? – Ich bin mir da nicht so sicher, das Vertrauen auf diese war doch noch nie da, gewissermaßen vom Verkehrsministerium auch noch gefördert.

      Ich weiß nicht, wie man in der kleinen dummen Stadt an der Donau aktuell darüber denkt. – Ich denke: Ein weiteres Kapitel in der Tragikkomödie: Deutschland schafft sich ab.

      Sehr zu empfehlen zu dem Thema ‚Auto‘ die Anstalt vom 7. März, zu dem von Ihnen angesprochenen Thema insb. ab 14:40.

    • Chancenlos.
      Wenn man das macht, mit der Autoindustrie, ist nicht nur die am Ende, auch der Rest des Landes geht bergab.
      Am Ende wird der Durchschnittsdeutsche das auch befürworten; bevor sein eigenes Auto und der Urlaub auf Malle nicht mehr leistbar sind.
      Brot geht vor Gewissen.

    • Die Verantwortung zu handeln hat hier der Staat, und nicht die Täter
      Ich sprüh’s auf jede Häuserwand
      [….]
      Kratze es in Birkenrinde
      [….]
      schreib’s in Gold auf die Altäre
      [… ]

      Neue Männer braucht das Land.

    • Seien Sie beruhigt....
      bei unter 2 Promille wie hier gibt es schlicht keine verminderte Schuldfähigkeit.
      Und by the way: Wozu sollen sich Einsatzhundertschaften in die Auto-Konzernzentralen begeben? Dazu braucht man Kriminalbeamte. Uniformierte können da nicht helfen – bestenfalls beim Kistentragen.
      Außerdem ist die Polizei gar nicht berufen, hier tätig zu werden und in der Konsequenz auch kein Innenminister. Das ist vielmehr ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Und die muß dann erstmal prüfen, ob es für die vom Spiegel behaupteten Kartellabsprachen überhaupt den erforderlichen Anfangsverdacht gibt. Lassen Sie uns also etwas warten, was dabei herauskommt.
      Ich finde es im übrigen wirklich kurios, wie „der Blog“ es schafft, auf Themen wie den Diesel-Skandal einzuschwenken, obwohl der Don hier eigentlich über einen deutschen Rotzlöffel und den fehlenden Respekt vor unserer Grundordnung berichtet hat.

    • Die Abwrackprämie
      hat sich für den Staat allein aus der MwSt für die Neuwagen gerechnet. Es war also ein gutes Geschäft für alle Seiten

    • Ich sehe das anders
      „Hier sehe ich aktiven Handlungsbedarf durch den Verkehrsminister und die Ermittlungsbehörden.“
      Ich sehe hier gar keinen Bedarf. Das hier ist Thema, bei dem die Kanzlerin von mir mal gerne Recht und Gesetz aussetzen sollte. Und dann erst mal aufarbeiten, warum die verabschiedeten Grenzwerte so extrem und unnötig niedrig sind und so ganz zufälligerweise ausschließlich due deutschen Automobilkonzerne treffen. Und das zufälligerweise in den USA (OK, das haben wir nicht in der Hand) sowie in Europa (das hätten wir in der Hand, wären wir nicht so sehr von Selbstzerstörern duchsetzt).

      Ich sage also, es muß ein Moratorium geben, Euro 5 und Euro 6 gehören sofort ausgesetzt. Und nachgebessert. Oder ersatzlos gestrichen. Denn es gibt keine NOx-Toten. NOx in den fraglichen Konzentrationen ist nicht toxisch. NOx ist nur eine neue Keule der Autohasserlobby. Die Autohasserlobby, die nur Marionetten für Industriepolitik zu ungunsten der deutschen Automobilbranche sind.

    • @ Hans Nase
      Ich bin auch dafür, dass man den Umweltfetischismus ein bisschen zurückfährt und die Antidieseleiferer daran erinnert, dass bei aller sehr berechtigten Konzern-Kritik für alle viel auf dem Spiel steht. Umweltauflagen sind zwar sicher nicht ganz unwichtig, aber bitter stoßen sie jetzt schon auf als Zugabe zu einer nichtendenwollenden Dauerserie systemischer Eigentore durch verschiedene autochthone Akteure (Welcomefetischismus, institutionelles wie spirituelles Sturmreifschiessen der Familie, steigende Bauverteuerung und Schwächung des Industriestandorts D durch Ökojakobinismus, jahrelanges Leugnen linksextremer Gewaltaffinität und Laisser-faire in puncto systemzersetzender Parallelgesellschaften…) Wie werden Dritte sich da freuen, wenn sich die Deutschen untereinander streiten und gegenseitig die Butter vom Vollkornbrot kratzen!
      Dabei gibt es keine Regel ohne Ausnahme, haben wir gelernt. Nicht umsonst haben nicht wenige Wichtige Leute schon mitten im Migrantenansturm gefordert, die sich abzeichnende Wohnungsknappheit auch durch Rückbau des Energieeinsparregelungsdickichts zu parieren. Und was unsere Autoindustrie angeht: senkt die Baukosten und die Grundsteuern, dann gibts vielleicht weniger Pendler?

    • @Gnadenbrotler: Der Ruf der deutschen Autoindustrie dürfte für längere Zeit beschädigt sein.
      Der chinesische Mandarin, der orientalische Pascha, der russische Oligarch, der afrikanische Stammesfürst, der indische Nabob, der karibische Zuckerbaron, der hispanische Macho interessiert sich einen Teufel um hysterische kleindeutsche Angststörungen über Nitro Oxyd Werte!
      Er will leben, genießen und nicht von einer spießigen, engstirnigen, parasitären und umständlichen Politker- und Beamtenwirtschaft bevormundet und gegängelt werden.

    • Wie die Welt den Dieselskandal sieht, FAZ 3.8.17. Da lachen die Auguren giftgrüne Tränen!
      Der Diesel-Skandal erschüttert die Bundesrepublik. Die Reaktionen aus dem Ausland hingegen reichen von Hohn über Spott bis zu Gleichgültigkeit, berichten FAZ-Korrespondenten.

  27. Ach, lieber Don
    „… den Teil zur Erziehung von einer Gruppe betragen, den die Eltern, aus welchen Gründen auch immer, nicht erbringen konnten.“

    Ich bin es leid, über Gründe nachzudenken. Auch bin ich es leid, Sätze zu hören wie „Da kann man nichts machen“. Spoileralarm: Doch, kann man!
    Ein Kind kann mit drei oder vier Jahren schon sehr wohlerzogen sein. Darauf kann man dann auch aufbauen, und den Kleinen Respekt für das Eigentum Fremder beibringen. Früher hat das sehr gut geklappt.

    Heute im Biergarten war ich wieder einmal Zeuge, wie ein Kind am Nachbartisch jegliche Unterhaltung zwischen fünf Erwachsenen unmöglich gemacht hat. Müde, knatschig, schlechter Tag, jede nur erdenkbare Entschuldigung wurde vorgebracht. Ich schätze das Mädel war fünf, in der Schule war sie noch nicht. Nebenbei bekam ich auch noch mit, daß man der kleinen Tyrannin die Entscheidung über den Urlaubsort überlassen hat. Das würde mir auch noch einfallen…

    • Seit wann dürfen Kinder am Tisch reden, wenn die nicht gefragt werden?

    • Tja
      Sie meinen „Wenn Erwachsene sich unterhalten, bist du still“, oder? Ja, daran kann ich mich noch erinnern. Es hat gut funktioniert.

      Vielleicht liegt es ja wirklich auch an der Umwelt, daß Kinder heute so sind? Hormone, Weichmacher, Antibiotika und anderes Zeug ist heute überall.
      Aber selbst wenn, das alleine kann es doch nicht sein, denke ich.

    • Weichmacher, Samsara,
      Gefällt mir gut. ;-)

    • @Samsara
      Zuviel Nachsicht und zuwenig Konsequenz in der Erziehung sind wohl bei den Gruenden weit vorne dabei (Erziehung kostet eben Kraft und Nerven). Unserer ist auch noch lange nicht gesellschaftsfaehig – haben mit den besten Absichten und vermeintlich guten Gruenden in den ersten Jahren die Zuegel schleifen lassen, und wetzen die Scharte nun muehsam aus.

      Guilty as charged …

    • Kleine Tyrannen
      Ja, die können nerven. Aber es gibt sie auch heute noch, die netten Kinder. Und das sage ich den Begleitpersonen dann auch immer!
      Im übrigen nerven mich all diejenigen, die sich als soziale Autisten „outen“: und da gibt es viele, in jeder Altersstufe.
      Ich bin dann je nach Laune und Tagesverfassung durchaus geneigt, mal an den Nebentisch zu gehen und darauf hinzuweisen, dass die „Erwachsenen“ wohl auch selbst noch viel Freude mit ihrem „Nachwuchs“ oder sollte ich „Wildwuchs“ schreiben werden. Nach dem Motto: ich musste mir dieses Geschrei jetzt nur eine halbe STunde anhören, Sie haben länger was davon. Das gleiche gilt für „STaubmantelträger/innen“, die sich an der Kasse immer vordrängeln. Auch hier die Bemerkung: Gerne,Sie haben ja nicht mehr viel Zeit.
      Soll heißen: in weiten Bereichen fehlt die soziale Kontrolle durch die Umgebung.
      Man macht sich nicht eben beliebt, weiß ich. Aber es muss sein…

    • "Seit wann dürfen Kinder am Tisch reden, wenn die nicht gefragt werden?"
      Also ich denk, in etwa seit Körperstrafen verboten sind und die Kinder ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung haben.
      Vielen Eltern ist das gewaltfreie Erziehen zu anstrengend. Sie überlassen das lieber den Kindergärten und Schulen und sind viel lieber die besten Freunde und Freundinnen ihrer Kinder.
      Nicht dass ich jetzt ein begeisterter Anhänger von regelmäßigen Züchtigungen bin, aber ich glaube, man hat damals in den 90er Jahren die Schraube vielleicht ein wenig zu weit gedreht. Kindesmisshandlung war schließlich vorher auch verboten.

    • Bei uns wurde das ohne Züchtigung so gehalten. Die Eltern bemühten sich, etwas Spannendes zu erzählen, die Kinder hörten zu. Ganz einfach.

    • Der Wunsch, erwachsen zu werden, und die Rolle der Eltern
      Letztens war ich auf einem Kindergeburtstag… ein Kind, ganz wie das aus dem Biergarten im Kommentar weiter oben.

      Mein Schluss ist: Es kommt darauf an, ob das Kind erwachsen werden will, oder lieber nicht.

      Es waren noch andere, teils noch jüngere Damen zugegen, die schon jetzt viel erwachsener sind als die kleine ABC-Schützin, nebst Eltern. Die Stichprobe beweist (obwohl statistisch natürlich nicht haltbar):

      Je interessanter die Eltern erzählen können, je positiver sie auch in die Zukunft schauen, desto stärker der Wunsch der Kinder, selber so erwachsen zu werden, und desto umgänglicher und manierlicher sind sie. Ging mir damals übrigens genauso.

      Je weniger die Eltern auf dem Gebiet mitbringen, desto schwieriger das Kind, und desto geringer der Wunsch, selber erwachsen zu werden, und in Gesellschaft jetzt schon so zu tun als ob.

      Warum sollte ein Kind auch erwachsen werden wollen, wenn die Eltern nur maulen können; über die Regierung; über den Chef; laut sagen, sie wollen kündigen und Hartzen gehn (und es dann doch nicht tun), die Schlitzaugen machen uns eh‘ bald platt, und der ganze EU-Sch****….

      Da bleib‘ ich doch lieber Kind, mit Rundumversorgung, und alles hört auf mein Kommando (sonst gibt es ja keinen am Tisch, bei dem zuhören lohnt).

    • Hafis, der Sänger von Schiras sagt: Wenn du zu weich bist, wirst du zerschmettert werden
      @Samsara:
      Weichmacher sollen dick, krank und impotent machen. Die chemischen Substanzen, die Plastik geschmeidig machen, finden sich auch in abgepackten Lebensmitteln.Die Europäische Union hat die Weichmacher Phthalate DEHP, DBP und BBP als fortpflanzungsgefährdend eingestuft. Das bedeutet, dass die Fortpflanzungsfähigkeit von Menschen und Tieren beeinträchtigt werden kann. Zudem können Föten im Mutterleib geschädigt werden.

    • "Die Eltern erzählten was Spannendes, die Kinder hörten zu"
      Stimmt, so ist das bei uns auch oft gewesen. Aber einfach hatten es unsere Eltern nicht immer mit uns. Was die Erziehung betrifft, haben wir, glaube ich, einfach recht viel Glück mit unseren Eltern gehabt.

      Viele Kinder haben keine Eltern, die sie bei Laune halten können, indem sie sie lehrreich unterhalten. Wenn damals die meisten Kinder ruhig, sittsam und manierlich bei Tische saßen, geschah das auch, weil sie wussten, dass der Watschenbaum umfallen kann, wenn sie nur kräftig genug daran rüttelten.

      Früher gab es weniger Kinderlärm in den Biergärten, heute gibt es weniger offene Gewalt in den Familien. Beides ist begrüßenswert aber wohl nicht gleichzeitig zu haben. Dafür reicht das pädagogische Geschick der Mehrheit der Eltern nicht.

      Zwischen dem perfekten Elternhaus und der Kindeswohlgefährdung gibt es einen weiten Graubereich. Und die allermeisten Eltern befinden sich irgendwo in diesem Graubereich. Ich bin kein Freund von Gewalt. Ich weiß aber, dass Eltern Fehler machen, sich bisweilen Schwächen erlauben. Die einen mehr, die anderen weniger.
      Ich halte nichts davon, den ganzen Graubereich mit einem gesetzlichen Verbot zu belegen und damit die Mehrheit der Eltern zu kriminalisieren. Das hilft wenig gegen die Gewalt, führt aber zu mehr Scheinheiligkeit.

      Es muss nicht alles verboten sein, was ich missbillige. Toleranz bedeutet auch in gewissen Umfang Dinge zu dulden, die ich nicht mag. Und wenn etwas erlaubt ist, dann ist das noch lange keine Aufforderung es zu tun. Freiheit ist immer auch die Freiheit etwas zu unterlassen. Daher hätte ich es besser gefunden, nicht alle Gewaltanwendung, ob sie nun körperlich, verbal oder psychisch ist, pauschal explizit zu verbieten. Die Frage sollte nicht sein, ob die Eltern ohne Fehl und Tadel sind, sondern ob sie gut genug sind. Ohne Fehl und Tadel sind die wenigsten. Warum also die anderen Verunsichern? Am Ende machen sie zwar einiges anders, aber in der Summe nichts wirklich besser.

    • Austoben konnten wir uns allein, bei den Eltern waren wir brav. So hat sich das ganz gut ergänzt, und wir sind halt irgendwie so mitgelaufen.

    • Aus Erfahrung
      Aus Erfahrung von 25 Jahren als Alleinerziehender (was stetig aber kontinuierlich in den Begriff „Alleinzahlender“ übergeht): natürlich dürfen Kinder am Tisch mitreden. Sie dürfen nur nicht dauernd dazwischenquatschen oder anderswie nerven.
      Was „Kindergeschrei“ angeht: das hasse ich genauso und ich stehe dazu. Die Natur hat „Kindergeschrei“ (gemeint ist das Geschrei der Säuglinge und Kinder, bevor sie sprechen können) nämlich zum hässlichsten, unmelodischsten und grausamsten aller Geräusche gemacht – damit man sich darum kümmert, es abzustellen. Wenn es wie Mozart klingen würde, würde kein Kind die Kindheit überleben (weil Alle möglichst lange zuhören wollten).
      Eltern, die ihre Kleininder dauernd schreien lassen, begehen damit Psychoterror (an der Umwelt).

    • Dann hatten Ihre Eltern also auch Glück mit Ihnen.
      Bei uns ist es eher umgekehrt. Hier in Haus und Garten drehen die Kleinen voll auf und fordern uns bis zur abendlichen Erschöpfung. Sind wir woanders zu Gast, dann sind sie meist so schüchtern und brav, dass ich mir oft überlege, woher sie die guten Manieren haben.

      So herum hat das aber auch seine Vorzüge.


    • Die Natur hat „Kindergeschrei“ (gemeint ist das Geschrei der Säuglinge und Kinder, bevor sie sprechen können) nämlich zum hässlichsten, unmelodischsten und grausamsten aller Geräusche gemacht – damit man sich darum kümmert, es abzustellen.
      Oh ja, oh ja. Das ist ein evolutionäres Feature.
      Aber es dauert halt, bis sie sich anders äußern können als mit Geschrei.
      Müssen sie halt alles erst lernen.

  28. Isaac/Proton
    Verspricht ein sehr schönes Rad zu werden oder bereits geworden zu sein, insbesondere dieser Übergang von dem Sichtcarbon zum weißen Steuerkopf…

    Und dann einmal mehr diese kluge Entscheidung für 3-fach,
    die uns heutzutage niemand mehr bieten will, dafür aber elektronische Schaltunterstützung…

    Überrascht, wie günstig man auch diesn LRS in guten Zustand gebraucht bekommen kann: http://www.ebay.de/itm/Campagnolo-Proton-Laufradsatz-/172767049701?hash=item2839b7f7e5:g:F3sAAOSwOMdZXh5W

    P.S.: Sie kennen ‚Männer auf Rädern‘? – Erst gestern mal wieder schmunzeln müssen… Bei youtube hat es ein paar Schnipsel, ansonsten den ganzen Film hier: http://www.fratelli-cycle.de/shop/maenner-auf-raedern.html

    • Ich hatte elende Probleme, eine grosse Kassette zu montieren, momentan läuft es mir 26 vorn und 27 hinten – aber es dauert halt, bis die Einstellung stimmt. Ich drehe jetzt gleich die erste Runde.

    • Übersetzung
      Seit Monaten steht ein Cross-Projekt in der Ecke, das nur zögerlich voranschreitet und bei dem ich noch schwanke, ob ich die Optik der angestrebten Funktionsweise vorgehen lassen soll: Die 6703 Kurbel würde fraglos optisch besser zu dem Titanfinish des Rahmens passen, aber die zunächst vorgesehene 6603 Kurbel die Option eines 26er Blattes zulassen, hinten wird mein Lieblingsschaltwerk verbaut XTR 952, mit 32er Kassette, Option auf 34er. Meinetwegen können sich alle am Berg quälen wie die Sau und drücken, drücken, drücken. – Ich mag das nicht so. – Und wenn es dieses Jahr doch noch zur Kaunertaler Gletscherstraße oder so reichen sollte, dann will ich schon gewappnet sein für alle Eventualitäten.

  29. Die Vandalen
    hatten mehr Kultur, als man ihnen zuschreibt.
    Die Araber bewunderten sie so sehr, dass sie einen ganzen Landstrich nach ihnen benannten: „al_(w)andaluz“ das Land der Vandalen, heute Andalusien.
    Also schimpfen Sie bitte nicht zu sehr auf die „Vandalen“ ,bitte.
    Für schlecht erzogene Halbstarke sind sie ein schlechtes Beispiel.

    • Wenn die Araber sie bewunderten,
      müssen sie furchtbare Schlächter gewesen sein.

    • Ha no, mir gangat vandalisiere, weil's nix koscht!
      Die Vandalen brachen mit ihren Nachbarn, den Sueben, durch den Limes, zogen auf die Iberische Halbinsel, siedelten in (V)andalusien, überquerten den sogenannten Schlauchboot-in-Seenot-Kanal in die andere Richtung, wie die modernen, zeitgenössischen, in Seenot stechenden Seenotfahrer, eroberten Karthago, zogen dann wieder nach Europa und eroberten Rom. Danach zogen zumindest die Sueben wieder hoim nach Stuagert, weil sie noch Kehrwoch‘ machen mussten und die Spätzle sind auch schon lange fertig gekocht (und weil sie den Pfennig so oft hin- und herdrehten, erfanden sie später den Kupferdraht).

  30. Common Sense muss wieder schick werrden
    Wenn Nachbars mal zu laut feiern, versteh ich das und denk dran, dass ich früher auch gern aufgedreht habe. Aber Räder kaputttraten, geht zu weit. Ich hätte diese Vandalen auch angezeigt. Ich habe mehrfach festgestellt, dass die Broken Window Theory kein Fetisch ist.
    Was auch hilft: mitvernünftigen Nachbarn Wachsamkeit verabreden. Damit man sich nicht in die Nesseln setzt, nur weil der Urlaubsblumengiesser einem suspekt vorkommt🙂

  31. Werte
    Lieber Don,

    schoener Artikel.

    Aber ich glaube nicht, dass den Jungs irgendetwas passiert. Ein Staatsanwalt wird sich der Sache nicht annehmen, denn er verklagt lieber arme, alte Leute, die Pfandflaschen aus den Glascontainer „retten“ und die Richter schicken lieber eine alleinstehende, ostdeutsche Mutter fuer drei Monate in Erzwingungshaft, weil sie die Rundfunkgebuehren nicht zahlen kann oder will.

    Insgesamt ist es doch alles ein Ergebnis der „Umwertung aller Werte“ was dazu fuehrt, dass viele gar keine Werte mehr haben. Der einzige Wert, der fuer die meisten dann noch besteht ist das eigene „Ich“. Reflektion entfaellt und wird auch gar nicht mehr eingefordert.

    In diesem Zusammenhang habe ich eine Bitte an den Radlbegeisterten (Grossgeschrieben!) Don: bitte schreibe doch mal einen Beitrag ueber die Radlrambos in den deutschen Staedten. Die haben auch keine Werte (mehr) und sehen nur sich auf dem Rad. Nuelich konnte ich das wieder an einer Bushaltestelle beobachten: der Bus kam und hielt an. Eine Gruppe von 5 bis 7 Personen ging deshalb vom Buergersteig ueber den Radweg, um dort auf das Oeffnen der Bustueren zu warten. Dann kamen drei Fahradfahrer im vollen Tritt und schimpfen ueber die Personen, die auf dem Radweg standen und in den Bus einsteigen wollten. Ein Ruepel haette dabei beinahe eine aeltere Dame umgefahren. Auch fuer ihn galt bzw. gilt: Ich, Ich , Ich.

    Thema Ruecksicht und Empathie ist nicht vorhanden. Aber alle schimpfen auf Donald Trump! Die solten alle mal in den Spiegel schauen.

    Beste Gruesse vom andern See.
    SeeMichel

    • Das mit Bus oder Straßenbahn
      erlebe ich auch öfter andersrum. Die Leute treten schon auf die Straße oder den Radweg, weil 100m hinter einem der Bus kommt, den man als Radler natürlich noch nicht sieht, und kümmern sich einen Dreck, dass man gerade die leicht abschüssige Straße mit dem Tempo 35 runterkommt.

    • Umsicht und Rücksicht sind nun mal nicht weit verbreitet – und wo ich radle, istz sonst kaum einer.

    • O Gott, die Mär von der armen verfolgten Mutter...
      …mal wieder. Die Dame hat die Zahlung aus prinzipiellen Gründen verweigert, weil irgendein Gutachten aus dem Internet das Ganze als verfassungswidrig bezeichnet hat. Das kann aber nur das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Sie hat sich drei Jahre lang bei Vollstreckungsversuchen etc. totalverweigert – ersrt dann kam der Knast. Sie kann weder als Beispiel dienen noch ist hier Mitleid angebracht

    • @Michael Richartz
      Rischdisch! Wen aner die Demokratieabgabe (Bru ha ha) ned zahlt, gibts nur aans: Kopp ab unn dann in’n Knast!

    • Radln macht frei
      Hier in Haidhausen fährt man nicht auf dem Fahrradweg, wenn mans eilig hat, sondern zwängt sich gern auch auf dem Gehweg durch die Passanten mit Kinderwagen oder an der Bushaltestelle, an der Kreuzung Wartenden durch. Wer da nicht gleich Platz macht, wird völlig zu Recht als A…loch tituliert, denn München soll noch radlerfreundlicher werden. Auf der Insel von der Ludwigs- zur Maxbrücke, wo ausschließlich Fußgängern das Lustwandeln erlaubt ist, fährt sichs natürlich nochmal so gut. Überhaupt: Die Fußgänger! Derschossn gherns!

    • Ja, es gibt nervige Radfahrer, es stimmt. Ich bedaure das auch.

  32. Vorstellungen
    „Wie im Höhlengleichnis, so wird auch hier gesagt, dass die Umwendung von den Vorstellungsbildern zu der Wirklichkeit des Seins nur unter Zwang geschieht, und dass es Schmerzen bereitet“, G. Picht, Platons Dialoge, S. 10. Diese Schmerzen erfahren wir alle im Verlauf eines Lebens, auf vielfältige Weise. Ob sie dazu führen müssen, die Gesinnung zu wechseln, wie in ihrem Eingangszitat? Ich weiß nicht. Torberg hat einmal über den Fußballklub Austria Wien gesagt, Anhänger ist, wer es trotzdem bleibt.

    • Im Original...
      Wenn Sie Platon nach Picht lesen, sitzen Sie immer noch in der Höhle.
      Er ist dann einer der Puppenspieler.
      Lesen Sie Platon im Original, wie ein Ex-verteidigungsminister als Urlaubslektüre…könnte natürlich auch sein, dass die „Realität“ inzwischen von andren per Kommunikation eine andere, als die der „Ideen“ ist…
      nix für ungut…MfG

  33. Ganz nüchtern und ein wenig zynisch betrachtet:
    Die jetzt über Wochen laufende Relativierung/Entschuldigung/Leugnung linkseextremer Gewaltexzesse in nahezu allen deutschen Leitmedien ist aus meiner Sicht eine nicht zu unterschätzende Wahlkampfhilfe für die drei Parteien, die man damit nicht in Verbindung bringt: CDU/CSU, FDP und AfD. Hier wie an einigen anderen Stellen zeigt sich nur offen, wie gross die Kluft zwischen der Mehrheitsdenke und dem linksliberalen (Medien)Milieu geworden ist.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Natürlich, Frau Dr. M. konnte nichts besseres passieren, und deshalb bleibt sie auch sehr ruhig und äußert sich nicht. Warum auch, sie hat im Wahlkampf wirklich großartige Gegner, die sich fortlaufend selbst zerlegen.

      Sie ist für die Politik das, was für den Anlageerfolg mit Aktien ein ETF ist – wenn 95% der Trader und der Manager von aktiven Fonds den Markt auf Dauer nicht schlagen, der ETF aber immer mindestens den Markt erreicht, dann ist Nichtstun die logische beste Option.

    • ...
      Wenn man sich die verlinkte indymedia-seite von linksunten anschaut, hat man das Gefühl, die begreifen es nicht ansatzweise, wem sie da mit ihrem Gewaltexzessen eigentlich in die Karten spielen. – Die große Staatsratsvorsitzende jedenfalls und Ihre Wahlkampfstrategen, ein solcher wird auch die Entscheidung für Hamburg getroffen haben, kommen aus dem Schenkel- und gegenseitigen Schulterklopfen wahrscheinlich gar nicht mehr raus.

      Die Sympathien im bürgerlich-liberalen Lager bröckeln, man erwartet eine klare Distanzierung, doch die Distanzierung bleibt aus.

      In einem Vorort von Heidelberg war vergangenes Wochenende eine AfD-Veranstaltung, die Spitzenkandidatin war persönlich zugegen: Mehrzweckhalle, 450 Stühle, 250 Besucher, großes Polizeiaufgebot – und: 30 Gegendemonstranten.

      Im Jahr zuvor, Luftlinie kaum mehr als 10 Km, wurden in Mannheim-Feudenheim noch etwa 500 Gegendemonstranten gezählt.

      War seinerzeit die Situation so viel aufgeheizter oder ist es ein Zurückschrecken der Bürger, die sich im Kampf gegen Rechts nicht mehr vor den Karren von Links-Extremisten spannen lassen wollen?

    • Die Aufrufe der Antifa, etwas gegen die AfD zu tun, haben inzwischen eher gegenteilige Wirkung – viele wollen nicht mit denen auf einer Seite stehen.

  34. Nachsatz
    Nach diesem Muster der Täuschung und Enttäuschung sind übrigens alle guten Stücke der Literatur gebaut, weil es das ist, was uns fesselt. Und auch sie hören nicht auf, an ihren Rädern zu schrauben, wie viele Rahmen auch immer brechen.

  35. Titel eingeben
    Lieber Don, der letzte Beitrag war einsame Spitze. Und für den aktuellen einfach nur ein großes „Danke“.

  36. Meine Idee
    Man sieht den Tätern oftmals an, was ihre Eltern so beruflich machen. Und da sollte man die aus besserem Hause einfach mit Sirene und Blaulicht aus den Daunenfedern klingeln und mit ihrem Blag konfrontieren. Das ist mir mal passiert, als ich als Grundschüler unter der großen Tanne neben der Schule zusammen mit Marvin ein Feuer gemacht habe und es da zum Glück noch einen ständigen Hausmeister gab.

    Das Gesetz vergibt, aber Nachbarschaft vergisst nicht.

  37. Nach Paris, mich juckt die Säbelspitze
    Der Gumbrecht hat sich ja hier gerade am Thema Gewalt versucht. Naja.

    Als zur Gewalt.

    Gewalt ist eine Kommunikationsform. Wie Sprache. („Die Sprache der Gewalt“).

    Das Schöne an der Gewalt ist, dass jeder sie versteht. Ohne Google Translate. Und zwar sofort. Man kann daher mit Gewalt sehr schnell kommunizieren.
    Das Unschöne an der Gewalt ist, dass ihr Vorteil auch ihr Nachteil ist, d.h. sie Komplexität unendlich reduziert. Gewalt ist Leben oder Sterben. Und darauf wird alles runter gebrochen. D.h., eine Gesellschaft die Gewalt als Kommunikationsform zulässt, die reduziert Komplexität, die erlaubt nicht mehr Moderne. In einer solchen Gesellschaft ist kein Platz mehr für StartUps, Philosophie und Atomphysik. Weil in einer solchen Gesellschaft alle damit beschäftigt sind, Gewalt auszuüben bzw. der Gewalt auszuweichen. Tag und Nacht.

    Folglich haben sich moderne Gesellschaften dazu entschlossen, die Gewalt aus der Kommunikation rauszunehmen. Die Gewalt wurde an den Staat gegeben, und dort von dem Recht umzingelt. Und jeder, der sich als Modernist outen will, wie so viele Journalisten, der zeigt dies, indem er über Gewalt, d.h. in modernen Gesellschaften über Staatsgewalt schimpft.

    Leider hat er dabei meist nicht begriffen, dass man diese Gewalt benötigt, denn Gewalt ist in modernen Gesellschaft zwar weg von der Straße, aber sie ist immer noch sine qua non der Gesellschaft. So wie Familie. So wie die Liebe. So wie die Arbeit. Alles Grundpfeiler der Moderne. Alle nicht mehr im Blick, es gibt Porno und Patchwork und leistungslosen Einkommen. Aber das ist nur die Bühne. Darunter ist ein Gerüst, welches die Bühne trägt.

    Whatever, die Gewalt war immer da,ganz weit untern, und jetzt hat sie jemand auf die Bühne gelassen. Derjenige, der die Grenzen öffnete, für eine große Anzahl von jungen Menschen, die Gewalt noch als lebendige Sprache der Gesellschaft kennen und sprechen. Ist halt so, wenn man aus einer Gesellschaft kommt, in der der Staat nicht wirklich Staat und Gewaltmonopol ein Fremdwort.
    Kann man denen nicht vorwerfen, aber dafür haben die guten Menschen ja die Integration erfunden, weil man ja so meint, die Gewalt in der Sprache durch die Sprache der Liebe zu ersetzen… oder so.

    Der Witz an der Sache ist nun, dass die Gewalt jetzt als Sprache in der modernen Gesellschaft erscheint, und dort auch von den modernen Menschen beobachtet wird. Sie beobachten, wie man mittels Gewalt ganz schnell Dinge ändern kann, viel schneller als mit all den Meetings und Powerpointvorträge. Und mit Gewalt bekommt man auch ganz viel Aufmerksamkeit. Viel mehr als bei Instagram.

    Und da denkt sich der moderne Mensch: Das kann ich auch.

    Hat ja auch keine Konsequenzen. Die Polizei ist nicht mehr da, Diebstahl wird gar nicht mehr bestraft, die Gerichte überlastet, die Gefängnisse voll, …. da ist ja gar keine Gewalt mehr auf Seiten des Staates.

    Also fangen die jungen deutschen Menschen auch mal an, auszutesten. Man macht Party extrem, man macht mal was kaputt, …. und nichts passiert. Da geht dann noch mehr. Viel mehr.

    Die Gewalt ist dann lebendig. Sie ist Sprache der jungen Generation. Sie ist hipp und cool.

    Dann sind wir da, wo der Mann ohne Eigenschaften endet.

    Wie soll der Staat reagieren? Aussitzen, sich verstecken, hoffen. So wie die aktuelle Regierung? Oder doch mehr Polizei, mehr Gesetze, mehr Gewalt des Staates?

    So oder so, die Sache ist gelaufen, die Gewalt ist wieder auf der Straße. Der Staat kann nur noch mit auf die Straße. Mitreden, bei der Gewalt.

    Die Gewalt ist da. Sie wurde reingelassen. ImSeptember 2015.

    Jetzt ist es zu spät.

    Deshalb haben Eure Eltern immer gewarnt: Wehret den Anfängen.

    Aber Ihr habt nicht begriffen.

    • Goodnight, das ist eine nett klingende Theorie.
      Sie hat nur einen Fehler – sie ist nicht wahr :-). Die Kleinkinder, die 2015 enthusiastisch die Grenze aufgemacht haben, lernen bereits. Sichbar. Und sie werden mehr lernen (müssen) in den nächsten Jahren. Denn wie man mit Gewalt auf der Strasse umgeht, wissen uralte Gesellschaften sehr wohl.

      Das ist letztlich der Teil, der mir am wenigsten Sorgen macht.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • ja, danke für diese kurze Geschichte der Gewalt
      und auch für ihren Langmut, ihr immergleiches Anliegen in immerneue Beiträge zu gießen.

      Das Schlimme ist: Gewalt funktioniert.

      Vor diesem Hintergrund muss ich Dinge befürworten, gegen die ich früher auf die Barrikaden gegangen bin.

    • Titel eingeben
      „Der Gumbrecht hat sich ja hier gerade am Thema Gewalt versucht.“

      Das ist doch der feine Herr Professor, der die Kommentarfunktion unter seinem „Blog“ abgestellt hat. Finde sowas ein absolutes Unding, sowas gehört m.E. aus der Liste der Blogs rausgeworfen, da der Autor offenkundig das Konzept eines Blogs nicht wirklich verstanden hat.

    • @Goodnight: Sprache der Statistik
      Bei allem Respekt, aber die deutschen Polizeistatistiken sprechen widerrum eine andere Sprache:

      Der Vandalismus, oder -um die armen Vandalen nicht zu beleidigen- die Kaputtmachgewalt ist eher auf dem Rückzug, trotz „G20“ und „Nachts, beim Don vor dem Hause“. Und das schon seit Jahrzehnten.

      Die körperliche Gewalt hat seit September 2015 -unerklärlicherweise- wieder stark zugenommen. Insbesondere die schweren Körperverletzungen, auch mit Todesfolge, Vergewaltigungen und auch der allgemeine Terror feiern neue, fröhliche Urständ. Wer täglich Zeitung ließt, kann wissen, woran es liegt, ich will es hier nicht wiederholen!

      Gewalt jedoch als Sprache zu definieren, und zur Kommunikationsform zu adeln, geht mir dann doch etwas zu weit, auch wenn ein würdiger Professor hier eine Vorreiterrolle für diese absurde These übernimmt und es sicherlich an Belegen nicht mangeln läßt. Hier zeigt sich jedoch, dass die deutsche universitäre Bildung sich nicht erst seit einigen Jahren
      auf dem absteigenden Zweig befindet. Die Bildungskrise dauert schon länger an und hat zumindest Teile der Professorenschaft längst erreicht. Auch universitärer Erfolg kann nicht vor Irrlehren schützen!

      Gewalt ist meiner Meinung nach die Abwesenheit von Kommunikation. In dem Moment, wo die Kommunikation oder auch die Diplomatie endet, kann die Gewalt beginnen und ausgeübt werden.

      Wenn sich z.B. jemand über meine Worte so aufregt, dass er meint, mir Gewalt antun zu müssen, kann er sprachlich nicht mehr seinen Unmut artikulieren und fällt in ein emotionales Loch, aus dem er sich nur noch meint befreien zu können, indem er eine körperliche Aktion zur Verletzung meiner selbst ausführt (und sich strafbar macht). Manchmal ist Gewalt bequemer, weil es einem das Nachdenken erspart.

      (Exkurs: „Nachdenken kann sehr anstrengend sein und zu Kopfschmerzen führen,“ meinte meine ehemalige Lateinlehrerin, „daher lassen es einige lieber gleich ganz bleiben.“)

      Und die, die nicht so gerne ihren Kopf benutzen und vielleicht nicht so eloquent argumentieren können, fühlen sich dann oft mental zurückgesetzt und kriegen Probleme mit dem Selbstwertgefühl, die sie dann durch kurzzeitige, plötzliche und abrupte Gewaltausübung am Gegenüber meinen kompensieren zu müssen.
      Sie sind körperlich stark, das muss auch das klugscheißerische Gegenüber einsehen.

      „Die Welt gehört dem Starken“, „nur der Starke überlebt“, wir alle kennen derartige oder ähnliche Sprüche entweder aus der eigenen Erziehung oder haben diese sozialdarwinistischen Ansichten anderweitig irgendwann mal als ideologiefreie Wahrheit präsentiert bekommen.

      Dennoch stimmen diese „Wahrheiten“ nicht und führen auch zu keinem privaten oder gesellschaftlichen Fortschritt.
      Sonst würden immer noch bevorzugt „die“ mit der Keule oder der Peitsche in der Hand regieren.
      Den Verzicht auf Gewalt nennt man Kultur, bzw. kulturellen Fortschritt, auch wenn Kultur durchaus gewaltvolle Elemente enthalten kann. Aber sie muss diese Elemente nicht enthalten!

      Der chinesische Philosoph Konfuzius hat das auch mal sehr schön sinngemäß so ausgedrückt: „Wenn sich der Reichtum erjagen ließe, würde ich ihm den ganzen Tag mit der Peitsche in der Hand dienen. Da er sich aber nicht mit Gewalt erjagen läßt, folge ich lieber meinen Neigungen.“

      Also hören Sie besser nicht auf den deutschen Philosophen, der Gewalt predigt. Sein Name wird unbedeutend, bzw. verachtet bleiben.

    • Das mit dem Vandalismus glaube ich als Altstadtbewohner nicht – allein schon wegen des „Wegbiers“ und was alles mit den Flaschen gemacht wird. Vieles, was früher angezeigt wurde, wird heute erst gar nicht mehr verfolgt. Letzthin haben sie bei uns einen Profiraddieb geschnappt: Nicht mal jedes 4. Rad war angezeigt.

    • Gewalt
      Sie, sehr geehrter Goodnight, sind ja offenkundig keiner von den Hilflosen, die nachts in durchschnittenem Gelände orientierungslos über das Gefechtsfeld irren.

      Das macht jeden Ihrer Beiträge lesenswert und damit die Aufstellung einer Rangfolge eigentlich unmöglich. Der da oben aber ist m.E. einer der bisher besten.

      Japp, stimmt – sie ist wieder da.

      Die Gewalt. Im öffentlichen Raum.

      Tatsächlich war sie ja nie weg, sondern nur zeitweilig woanders, nämlich beim Staat.

      Spätestens mit dem Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten war klar, wo der Bürger sein Recht zu suchen hat und finden wird: Beim Staat.

      Hinter diese fortschrittliche Lage des Jahres 1794 fällt der Staat des Jahres 2017, gemanaged nicht mehr von der Administration des Alten Fritz selig, sondern von modern eingestellten und offen denkenden Führungspersönlichkeiten wie den Damen Merkel, Hendricks, Dreyer, Käßmann, Göring-E., Özuguz (pardon, Frau Ö., aber mein tablet kann dies fremdartige Zeichen über dem g in Ihrem Namen leider nicht generieren, bitte dieserhalben um Verständnis), Künast, Schwarzer, Springer, Mohn and you name them sowie von deren (wie wir dank der Aufklärungsbemühungen der freien Presse seit jüngstem wissen, spermienreduzierten) Hilfswilligen leider zurück.

      Die Gesellschaft, die in 2017 diesen Staat beherrscht, schreckt vor Gewaltausübung durch ihren eigenen Staat entsetzt zurück, empfindet es aber als wunderbar erleichternd, dass der irakische Schwager eines irakischen Discobetreibers in Deutschland zwar mit einer Kriegswaffe mitten im Frieden einen Menschen ermordet und diverse weitere, darunter einen unserer Polizisten, in mörderischer Absicht umgenietet, dies aber aus rein persönlichen Gründen vollbracht hat und nicht etwa im Auftrag seines Propheten. Guter Mann!

      Inwieweit Deutschland bei seiner Integration versagt hat, wird Heribert uns zu gegebener Zeit mitteilen.

      Aus Regierungssicht ist diese Konstanzer Familienangelegenheit auch wegen ihres Verdrängungseffektes auf die Berichterstattung über den jüngsten Vorgang im Tor zur Welt als positiv einzuschätzen, hat der hanseatische Messermörder sich doch, wie man liest, verbal auf seinen Gott berufen, was nicht nur allgemein von den Zuschauern der Lindenstraßenserie, sondern gerade im Vorwahlkampf besonders von den Mitläufer*Innen der Antistaatsgewaltparteien als wenig hilfreich empfunden wird.

      Nieder mit ihm! Wenn er schon in einem Lebensmittelgeschäft einen Menschen abschlachten musste, hätte er dabei wenigstens den Mund halten sollen. Das ist doch das mindeste, was die wahlkämpfenden Antistaatsgewaltparteien von ihm verlangen können.

      Worauf wird diese von der Mehrheitsgesellschaft geförderte Entstaatlichung, also Dezentralisierung, der Gewalt hinauslaufen?

      Natürlich zu mehr Gewalt. Mittelfristig womöglich zu überbordender Gewalt. Und langfristig? Ich wünschte, ich wüsste es.

      Was also ist zu tun? Ganz einfach: Keine Experimente!

      CDU wählen, die Partei der Inneren Sicherheit! In der Grenzmark zu Habsburg ersatzweise CSU, die knallharte Mutter aller Obergrenzen.

      Da wir somit das Gewaltproblem gelöst haben, wünsche ich nunmehr eine gewaltfreie Nachtruhe.

      Gruß,
      C.
      Ceterum censeo Europam esse construendam

    • können nicht argumentieren
      „Und die, die nicht so gerne ihren Kopf benutzen und vielleicht nicht so eloquent argumentieren können, fühlen sich dann oft mental zurückgesetzt und kriegen Probleme mit dem Selbstwertgefühl, die sie dann durch kurzzeitige, plötzliche und abrupte Gewaltausübung am Gegenüber meinen kompensieren zu müssen.“
      Die haben einen Namen: „Social Justice Warrior“, wobei sie – weil ja sprachlos – weder sozial noch gerecht sondern kriegerisch (brüllen und zuschlagen) agieren.

    • Gewalt ist Kommunikation, @Gnadenbrotler
      Denken Sie zum Beispiel an den Unterschied zwischen einem Faustschlag und einer Ohrfeige und den jeweiligen Zweck.

    • Brute Force
      @Gnadenbrotler

      Gewalt ist eine Form von Kommunikation.
      Nicht in der Natur.
      Aber in Gesellschaften. Auch in Vormodernen.

      Man führte jeden Monat eine Person zum Fallbeil auf dem Marktplatz, damit alle sehen und verstehen, wer die Macht hat und was mit denen passiert, die sich der Macht entgegenstellen.

      Mitteilung, Verstehen… alles da, was Kommunikation ausmacht.

      Und all das reichte um Königreiche zu stabilisieren…über Jahrhunderte

    • top
      Sie brauchen ihren eigenen FAZ blog. Goodnight & good luck.

    • @Don: "Vieles, was früher angezeigt wurde, wird heute erst gar nicht mehr verfolgt."
      Das ist auch meine Beobachtung/Erfahrung. Weshalb das Argumentieren mit offiziellen Statistiken in unseren Medien so witzig (oder traurig) ist – die einen reden über statistische Abnahmen, die anderen über reale Zunahmen (von Kriminalität).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • „Nächtliche Ruhestörung“ zum Beispiel.

    • Ihr Rechenknecht braucht sowas wie ğ auch nicht zu können. Dafür gibt's Netzsklaven:
      thefreedictionary.com

      Am rechten Ende der Suchbegriffeingabezeile prangt eine stilisierte Tastatur. Einfach daraufklicken, auf Türkçe klicken et voila!

    • Nachbarschaftshilfe
      Sehr verehrte Frau Amgelin,

      Dank für die Anleitunğ!

      :-)

      Herzlichen Gruß,
      C.

    • Falls es mal etwas mehr als de.wikipedia.org/wiki/Breve_(Zeichen) sein muss und
      beispielsweise de.wikipedia.org/wiki/Hatschek / Caron auch nicht reicht:

      de.wiktionary.org/wiki/Hilfe:Sonderzeichen/Tabelle

      de.wikipedia.org/wiki/Hilfe:Sonderzeichenreferenz

      ( aus

      google.li/search?num=100&newwindow=1&site=&source=hp&q=sonderzeichen+tabelle )

    • Frau Ö. und die Sonderzeichen
      Danke, Frau Amgelin.

      Spätestens seit 2005 frage ich mich, welchem Zweck außer dem Verzehr von Steuermitteln dies Integrationstaatsministeramt im BK eigentlich dient. Die Integration verbessert es ja offenkundig nicht, wie erneut in Hamburg und Konstanz erkennbar wurde.

      Dank Ihrer ist die Frage nun beantwortet: Ohne die gegenwärtige Amtsinhaberin (i.Ü. die fünfte weibliche in Folge aus insgesamt sechs seit 1978; hinterfragt das niemand?) wäre ich nie in den Genuss Ihrer Sonderzeichen-Hilfe gekommen.

      Ergo: Niemandes Existenz ist sinnlos – nicht einmal die der Integrationsstaatsministerin.

      Gute Nacht!
      C.

    • Je mehr kommen (180000000 in 50 Jahren), desto mehr Infragestellungen bringen die mit sich -
      desto mehr civilitatisierte Antworten könnte es meinerseits geben, vergnügtschmunzel…

  38. Die unreife Wut der halbstarken Bourgeoisie
    Es tritt sich leicht gegen das Fahrrad einer Kassiererin (die für knapp 1000€ Netto im Monat ultrahart malochen muss und ihren Drahtesel nicht deshalb nutzt weil er ökotrendy ist, sondern weil er billiger ist als Bus und Bahn) wenn man als verwöhnte Rotznase von den knapp 6000€ Netto der Eltern leben kann, eines Lehrerehepaars, das seinen Sprösslingen sowie seiner Schülerschaft eine Verachtung materieller Werten vermittelt.
    Das, obwohl jahremäßig angegraut, mit dem Alter nicht klüger wurde und immer noch den Schrott glaubt, den genauso weltfremde, lebensunerfahrene linke Pauker ihnen ehedem ins Hirn impften.

    Es ist das Markenzeichen vor allem des bourgeoisen Teils der Jugendlichen (meist Gymnasialstreber), dass sie unendlich viel wollen, die Welt besser machen und sonst noch so vieles-idealerweise in Verbindung mit Verfolgung ihrer eigenen Karriere. Nun ja, Wollen hat mit Wulst zu tun, ab einer bestimmten Reife (die man sich aber erst erarbeiten muss) wird, wenn man Glück hat, aus dem Wollen dann irgendwann Können (und das hat mit Kunst zu tun).

    Die von materiellen Zwängen befreite bourgeoise Jugend (die nicht frühmorgens zur Schicht in einer Werkhalle muss, wo sie zwischen ratternden Maschinen Eisenspäne aufzufegen hat) will viel, beispielsweise offene Grenzen im Rahmen der Völkerverständigung. Es wird ihr so vermittelt von gealterten, aber nicht sehr gereiften Erwachsenen, die ihre Geringschätzung des Naheliegenden eher der Unkenntnis des Entfernteren verdanken als irgendwelcher tieferen Einsicht. Wer mal längere Zeit an bestimmten Orten im Ausland war wird beispielsweise die bei uns vorzufindende (immer noch) relative Sauberkeit nicht mehr geringachten oder als selbstverständlich hinnehmen, er wird sie zu schätzen wissen.

    Und er wird das Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung nicht mehr als spießig ansehen, weiß er doch genau, die sind alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Der Tritt gegen das Fahrrad der arbeitenden Bevölkerung und das Refutschi Wällkamm, es ist alles eine Soße.

    Und dem unreif-jugendlichen Bourgeois bleibt es auch verborgen, dass viele Refutschis nicht deshalb hierher streben weil sie aus Ländern kommen, die vom bösen Norden ruiniert wurden. Sie kommen zumeist aus selbstverschuldeten „failed states“ oder um hier möglichst mühelos Kohle abzugreifen (ihre Schuld sei insofern zu relativieren, als ihnen wohl zumeist von irgendwelchen Schleppern der Floh ins Ohr gesetzt wird es gäbe hier nur Millionäre und keine Supermarktkassiererinnen/Bandarbeiter, die mit ihrem hart erarbeiteten Steuergroschen das virtue signalling und den zur Schau gestellten Edelmut des bourgeoisen Lehrerehepaars finanzieren müssen).

    Das Refutschi dröhn dröhn ist so gesehen lediglich eine Form blanken bourgeoisen Zynismus, so wie es die Geringachtung eines rotznäsig-halbstarken Bourgeoisiemuttersöhnchens gegenüber dem hart erarbeiteten Eigentum anderer ist.

    Wenn Trump eine Mauer bauen will, so ist das kein Ausdruck von Boshaftigkeit, es entspringt eher dem Realitätsverständnis des Gereiften, der weiß, dass illegale Einwanderung eher mit Drogen- oder Einbruchskriminalität sowie der willkürlichen Gewalt marodierender Banden zu tun hat als mit völkerverständigendem Ringelpietz.

    Hier noch ein paar Aphorismen berühmter Männer zum Thema Reife, nur mal so in den Raum gestellt:

    Hugo von Hoffmannstal: „Reife ist wenn man das Vollkommene nicht im Ungewöhnlichen, sondern im Alltäglichen sucht.“

    Schiller: „Einfachheit ist das Resultat der Reife.“ (ist das dann Populismus von Seiten des Dichterfürsten?)

    Jean Paul: „Die Jugend ist enthusiastisch, der Mann nicht.“

    Ganz genau, Idealismus ist oft ein Zeichen von Unreife, das sollten sich jugendlich-bourgeoise Besserwisser, die gegen Fahrräder treten, mal gesagt sein lassen.

    • @foxrommel, harry
      Mir geht’s wie Ihnen. Aber Rechthaben macht mir einfach keinen Spass. Hätte lieber die funktionierende Gesellschaft von 2014 zurück.

    • Leben ist die Guillotine der Wahrheiten
      Die Dummheit der Jugend nennt sich Genie, die Beschränktheit des Erwachsenen Lebenserfahrung und die Blödheit des Alters Weisheit.
      (aus schwachem Hirn, das sich Gedächtnis nennt, sehr frei nach Nicolás Gómez Dávila zitiert, weil der Band gerade nicht greifbar ist.)

      Wie so oft: Volle Zustimmung @Harry Charles, @Goodnight und viele andere und natürlich den Hausherrn!

  39. Ich bin kein Polizist...
    So wie es scheint, werden Polizisten ausgeschlossen, wenn es um die Wahrung von Menschrechten geht.
    Das wissen alle, die nichts weiter zu tun haben.
    Polizisten darf man anspucken, verprügeln, Böller in den Kragen schieben, auch wenn ihnen dabei Hören und Sehen vergeht.
    Man darf auch sagen:
    Ich stech dich ab, du Sau!
    Und nichts passiert…
    All das, was uns Menschen ausmacht, darf ein Polizist nicht.
    Polizisten müssen wie ein Uhrwerk funktionieren, ein Funken Emotionalität, auch wenn die Lage noch so brenzlig ist, darf es nicht geben, denn schließlich machen sie „nur“ ihren Job.
    Polizisten bilden den Schutzschild unserer „freien“ Gesellschaft und dafür darf man sie auch nach Strich und Faden verkloppen, weil man gerade frustriert ist, oder weil man sonst nichts weiter zu tun hat.
    Seien Sie froh, dass sie in Bayern wohnen, lieber Don, in Berlin ist es viel, viel Schlimmer…dank unserer verständnisvollen Richter, die ein offenes Herz haben…für alle, die anders sind…

  40. Wird ein Fahrrad zerstört, kommt die Polizei, wird ein Staat zerstört …
    Wird ein Staat durch Krieg zerstört, so ist das Motiv dafür eine Kombination aus perverser Zerstörungslust und Profitgier. Krieg ist längst zu einem Geschäftsmodell in Zeiten kapitalistischer Überproduktion geworden– und keine Lüge ist zu doof, um nicht als Kriegsgrund herzuhalten.

    Vandalismus im Kleinen basiert meist auf Zerstörungslust zur Aggressionsabfuhr. Die Aggression ist eine Reaktion auf Frustration.

    Je frustrierender die soziale Umwelt, desto häufiger und intensiver werden die Aggressionsdelikte.

    Die Gewalt kommt aus dem Gesellschaftssystem.

    Je mehr Verschärfung des Konkurrenzkampfes um den Erhalt des Arbeitsplatzes oder um den eigenen Aufstieg, desto rücksichtsloser, hinterlistiger und brutaler wird das Mobbing.

    Mitte der 70-er Jahre kam das Wort von der Ellenbogengesellschaft auf.

    „Als Ellbogengesellschaft wird eine als abzulehnend verstandene Gesellschaftsordnung bezeichnet, die auf Egoismus, Konkurrenz, Rücksichtslosigkeit und Eigennutz basiert und bei der also die sozialen Denkweisen und Verhaltensnormen unterentwickelt sind.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ellenbogengesellschaft

    Damals hatte sich der Konkurrenzkampf in den Schulen und Universitäten verschärft, die Gesellschaft war von zunehmender Exklusion und Prekarisierung durch Arbeitslosigkeit gekennzeichnet.

    Proportional dazu entwickelten sich Aggressionsdelikte, Mobbing, Vandalismus und Gewaltexzesse bis hin zum Mord an Unschuldigen. Als nur ein Beispiel
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mordanschlag_von_M%C3%B6lln

    Heute fängt die Polizei vielleicht ein paar besoffene Schüler, die am letzten Schultag ihren Frust rauslassen.

    Aber gegen die vom System ausgehende Gewalt und Aggression ist die Polizei so hilflos wie ein Hund, der den Mond anbellt.

    Logischerweise werden sich im System Gewalt und Aggressionen steigern.

    Sehr gut zu beobachten in den USA, wo sich die Entwicklungen in den kapitalistischen Gesellschaften immer ein paar Jahre früher zeigen.

    „Ende 2011 befand sich jeder 45. US-Amerikaner (2,2 % der Bevölkerung) entweder im Gefängnis (2,2 Millionen), oder sie waren zur Bewährung (4,0) oder zur Haftaussetzung (0,85) auf freiem Fuß. Damit stehen die Vereinigten Staaten im Verhältnis von Gefängnisinsassen zur Einwohnerzahl mit Abstand weltweit an der Spitze.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4ngnissystem_der_Vereinigten_Staaten

    Warum werden so wenige Haftstrafen in Deutschland verhängt?

    Einer der Gründe ist, dass die Haftanstalten bereits überbelegt sind. Zudem ist ein Tag Haft für die Gesellschaft weitaus teurer als eine Hotelunterbringung.

    Müssen neue Gefängnisse gebaut werden, wird es noch wesentlich teurer.

    Mehr Polizei und mehr neue Gefängnisplätze kosten viel Geld. Steuererhöhungen sind erforderlich. Aber dann jaulen dieselben Rechten, die härtere Strafen fordern.

    Zudem sind diese Maßnahmen weitgehend wirkungslos, weil das System immer mehr Gewalt, Frustrationen und Aggressionen erzeugt.

    P.S.
    Die Fluchtwellen wurden durch die Kriege des Imperiums erzeugt. Die Gewaltdelikte der Migranten sind systemisch betrachtet, ein Bumerangeffekt. Und nichts weiter als zwangsläufige Kollateralschäden des Wirtschaftssystems.

    • Polizei so hilflos wie ein Hund, der den Mond anbellt
      Die Polizei ist eine der Berufsgruppen, die wissen, wie es in der Gesellschaft wirklich zugeht, nämlich dass sich diese Gesellschaft im Stadium der Verbrecherherrschaft befindet und dass die Polizeiarbeit daran nichts ändern kann.

      An die großen Verbrecher kommt die Polizei nicht dran. Weil die Gesetze so sind. Und die Politiker, die ihre Dienstherren sind, dies verhindern.

      Ich kenne viele Polizisten. Bei nicht wenigen ist die Ehe kaputtgegangen, insbesondere aufgrund des Schichtdienstes. Zudem wird viel Alkohol konsumiert, um den berufsbedingten Frust hinunterzuspülen.

      Im Grunde sehnen sich fast alle der älteren Polizisten nach dem Zeitpunkt, wo sie endlich in Pension gehen können.

    • "....warum werden so wenige Haftstrafen in Deutschland verhängt"
      Nun, lieber Herr von Goslar, ein Grund ist wohl, daß die massenhafte Inhaftierung von Bürgern in den USA die Gesellschaft eben nicht schützt, sondern daß sie wohl ihren Teil dazu beiträgt, daß viele gesellschaftliche Aspekte in den USA heute so beschaffen sind, daß wir da wohl alle nicht wohnen wollen. Das soll nicht heißen, daß Deutschland der Maßstab ist. Ein bißchen mehr Konsequenz gerade bei Gewaltdelikten würde die Lage schon entschärfen – und wenn nur dadurch, daß ein Inhaftierter wenigstens eine Zeitlang einfach daran gehindert wird, anderen wehzutun.

    • Sonderfall Deutschland
      @Michael Richartz 31. Juli 2017 um 13:08 Uhr
      „Ein bißchen mehr Konsequenz gerade bei Gewaltdelikten würde die Lage schon entschärfen …“

      M.E. braucht es mehr.

      Denn in Deutschland herrscht seit Jahrzehnten – so ab ca. 1970 – ein verkehrtes Bewusstsein.

      Vorher war es die Aufgabe (Bringschuld) der Schüler, geforderte Leistungen zu erbringen. Heute sind die Lehrer schuld, wenn Schüler schlechte Leistungen zeigen.

      Lernen und leisten ist die Aufgabe von Schülern. Völlig idiotisch zu glauben, dies könne ein Lehrer für seine Schüler übernehmen. Wie soll das funktionieren?

      Rechtskonformes Verhalten und soziale Anpassung von Straftätern nach Entlassung aus dem Gefängnis war früher eine Aufgabe der Täter. Und als Wiederholungstäter wurden sie hart bestraft. Heute wird Resozialisierung primär als Aufgabe der Gesellschaft angesehen. Über eine derartige Idiotie lachen die Berufsverbrecher.

      Früher gab es noch Zuchthaus für Schwerstkriminelle, heute erinnert ein Gefängnisaufenthalt an eine Reha-Kur.

      Früher war es selbstverständlich, dass Immigranten sich zu assimilieren haben. Heute wird Integration als eine Aufgabe der aufnehmenden Gesellschaft angesehen.

      Ein Blick über die Grenze zeigt, dass es sich bei alldem um ein deutsches Phänomen handelt.

      Nehmen wir die Schweiz als Beispiel:

      Dort gibt es noch Zuchthäuser.

      Kriminelle Ausländer werden ausgewiesen. Illegale Grenzübertritte ohne Einreiseerlaubnis werden bestraft und die Täter kommen in Ausschaffungshaft.

      Den Unterricht störende Kinder werden von den Lehrern nach Hause geschickt. Eltern, die ihre Erziehungsaufgaben nicht erfüllen, werden bestraft.

      Ausländer haben sich an Schweizer Verhältnisse zu assimilieren und nicht umgekehrt.

      Wer als Ausländer nicht für seinen Lebensunterhalt sorgt, sondern Sozialhilfe bezieht, bekommt seine Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert bzw. bekommt keine Einbürgerung.

      Fazit:
      Die Schweizer Verhältnisse entsprechen jenen in Deutschland vor 1970.

      Woher der Verlust der geistigen Gesundheit in Deutschland resultiert, müsste analysiert werden. Als Zeitzeuge kann ich mit Gewissheit sagen: Die 68-er sind jedenfalls nicht die Ursache dafür.

    • Zweierlei 68-er
      Zuvor schrieb ich, dass für den Verlust der geistigen Gesundheit in Deutschland die 68-er nicht die Ursache sind. Das ist zutreffend, wenn darunter die politischen 68-er verstanden werden. Also jene, die in der APO aktiv waren, gegen den Schah und die Springerpresse demonstriert haben und viel Theoriearbeit geleistet haben. Das waren die „sozialistischen 68-er“.

      Zugleich gab zunehmend auch die „liberalen 68-er“. Die wollten sich vor allem aus den gesellschaftlichen Zwängen und Pflichten entziehen. Diese Leute waren liberal-anarchistische Produkte der Konsumgesellschaft, bei denen die Befriedigung ihrer individuellen (egoistischen) Bedürfnisse im Vordergrund stand und denen die Verantwortung für das gesellschaftliche Ganze am A… vorbei ging. Das waren die Aussteiger, Hippies, Weltenbummler, Drogenkonsumenten, Gammler – insgesamt besaßen sie der Gesellschaft gegenüber eine leistungsfeindliche und parasitäre Einstellung.

      Die sahen in der Gesellschaft einen Selbstbedienungsladen und wollten keinen nützlichen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Sie sahen sich als „links“ an, hatten aber mit der traditionellen sozialistischen Linken nichts gemein.

      Diese a-sozialen Linken dominierten dann später die Grünen. Und dieser a-soziale Zeitgeist ging dann auf die ehemaligen Konservativen über. Die dann mit Deutschland wie mit einem Steinbruch umgingen.

  41. Die Realität
    Versetzen wir uns doch mal in die Lage eines Polizisten oder einer Polizistin. Also, „Demo“: Du haust einem vermummten Chaoten, der Molotow und Pflastersteine wirft, Läden plündert und Autos anzündet, eine mit dem Schlagstock runter und beförderst ihn in Gewahrsam. Am nächsten Morgen wirst Du feststellen, dass der Typ freigelassen wurde, dass es mangels Beweisen keine Anklage gibt und dass stattdessen Du ein Verfahren am Hals hast wegen Gewalt gegen Demonstranten. Ein paar Politiker aus dem Bundestag werden sich auch finden, die behaupten, Du hättest Gewalt angewendet, anstatt mit dem Typen zu diskutieren. Irgendein Bürgermeister wird sich auch finden, der sich zuerst bei der Polizei bedankt und einen Tag später findet, diese sei zu hart vorgegangen. Du hast ein Diszi-Verfahren am Hals und wirst auf Schadenersatz verknackt …
    Das ist doch die Realität. Plus Medien, Politiker und Parteien, die solche Demos auch noch anheizen und sich dann darin gefallen, die Polizei dranzukriegen, schlecht zu machen und die nächste Gewaltorgie schon mal vorzubereiten. Mit Steuergeldern. Aber wenn du in sozialen Medien auf das Ganze hinweist, dann bist du dran und wirst als Nazi geoutet, während es das allergrößte Verständnis für den armen Chaoten gibt. Auch die Überwachung Deiner natürlich rechtsradikalen Äußerung wird wieder mit Steuergeldern finanziert…
    Aber das interessiert ja alles niemanden, nicht wahr?

    • Ja.

      Deshalb dürfen Sie diesen Beitrag auch ein klein wenig als Wort des Dankes eines normalen Bürgers betrachten.

  42. Che bella Machina
    Wirklich ein schönes Stück. Und die Bremsen der alten Record-10fach- Gruppe sehen einfach schön aus.

    Was die Gewaltidioten angeht: Besonders bezeichnend die Interviews mit dem Schwarzen Block, wo die Gewalttouristen frank und frei sagten, warum sie sich nur vermummt interviewen lassen wollen: damit der Chef es nicht mitbekommt.
    Sprich rückgratlose, armselige A***hl*cher. Dummes, wohlstandsverwahrlostes Pack. Genau die Sorte denkunbefähigter, veranwortungsabgebender Subjekte, zu denen die Schwesig, Maas und co die Bevölkerung machen wollen. Nur halt unbeaufsichtigt.
    (Kämen meine Kinder auf solche Ideen, sie wüßten: sofortige Enterbung plus Praktikum im Kühlhaus.)

    • Gewalthandhabung
      @ Renate, liebe Frau Ihre Textpassagen gefallen mir sehr gut und werden gerne erwartet. Aber, wenn ich an unsere Sozialisationen Gedanken verschwende, denke ich Sie haben keine Wehrdienstausbildung/Militärerfahrung.
      Weil jeder hat ein Leben neben der Gewalt. Deshalb scheinen Ihre pauschalen Reaktionen, Antworten voll abstrakt – jenseits der Gewaltwelt.
      Zur Wahl, da keine Alternativen innerhalb des Systems sind, sehe ich dort wie viele hier keine Besserung.

      PS
      Letzte Woche ist ein Soldat beim Marsch gestorben.
      Hat der Staat diese Gewalt nötig?
      Empfehle 15 Monate Wehrdienst für die Enkel und-innen.

    • @Don
      Chapeau!
      Und welch Fotokomposition: In der Abendsonne, wohl nach einem Regenguß, fast schwebend siehts aus dort auf dem Anstieg…

    • Das Rad schaut "bullig" aus
      hinten zierlich, fast filigran und vorne sehr stabil. Kuhfänger auf zwei Rädern.

    • Ja, wie ein wilder Stier mit grossen Hörnern.

    • Rad auf Photo in Sonne
      Kann man nix von sagen.

  43. Zwei Dinge
    1. Wer unter Alkohol oder Drogen eine Straftat begeht sollte härter bestraft werden, das ist ja eine Vorbereitungshandlung
    2. Religion ist, medizinisch betrachtet, nie Psychose, demzufolge sind all diese Täter psychisch gestört.

  44. Merkel öffnete die Grenze
    In der Hoffnung auf den Friedensnobelpreis

    • @ Alsaya
      Darf ich mal paar Sachen mutmaßen?

      1. M. öffnete die Grenze weil sie eine Frau ist. Dazu gäbe es UNENDLICH (!!) viel zu sagen, was ich aber nicht tue weil hier nicht genug Platz dazu ist und es aufgrund meiner Schärfe in der Diktion dann nicht gebracht wird. Ich hoffe aber, es gibt zu dem Thema demnächst mal eine Blog-Eröffnung (und ich verspreche ich werde dann sachlich, aber deutlich sein).

      2. M. öffnete weil es interne Strategiediskussionen der CDU mit Tauber gab, wo man sich darüber unterhielt wie man die CDU zukunftsfähig machen kann was die Wählerstimmen angeht. Da man erkannt hat, dass das Gros der Jugendlichen, die früher JU/Schülerunion waren heute „grüne Jugend“ ist (die sind alle von links-grün-versifften Paukern entsprechend indoktriniert worden, und nachdem sie berufliche Verantwortung übernahmen haben sie es dann ihrerseits multipliziert-sehen Sie sich mal in den Redaktionen ehemals konservativer Zeitungen um, dann wissen Sie dass es so sein muss) hat man versucht rot-grüne Inhalte zu kopieren um das Jung-Stimmvieh nicht zu verlieren.

      3. Ihre Vermutung stimmt sicher auch. Es kann aber auch sein, dass noch Kontrollverlust und mangelnder Überblick dazu kamen.

    • Oder in Hoffnung
      auf den Posten des UN-Generalsekretärs. Oder einfach nur aus Unbedachtheit und mangelnder Weitsicht – zeitlich wie räumlich. Es ist letztlich egal. Viel schlimmer ist, daß sie daran festhielt und das im Prinzip immer noch tut. Mehr als 10 Jahre auf dem gleichen Posten – das Phänomen nennt man in der Industrie „betriebsblind“. Nur, in der Industrie rollen im Zweifelsfall Köpfe, wenn die Zahlen nicht mehr stimmen.

      Die Amtszeit sollte dringend auf 2 Legislaturperioden begrenzt werden. Beim Bundesgrüßaugust ist das schließlich auch so, obwohl es beim Bundeskanzler viel dringender geboten wäre.

    • Das wäre wirklich mal eine gute Idee.

    • Österreich diskutiert derzeit über eine maximale Amtsdauer von acht Jahren, bei uns
      jedoch sind’s erst mal zweieinhalb Legislaturperioden. Eine spätere Wiederwahl ist auch nach zwei absolvierten Amtszeiten nicht ausgeschlossen, wenn zwischenzeitlich ein anderer Bundespräsident im Amt war (de.wikipedia.org/wiki/Bundespräsident_(Deutschland)). Und im Kriege….

    • Versehen?
      Ich glaube eher an die Theorie, sie wollte die 1500 Personen vom Bahnhof einladen. Um Ungarn zu entlasten. Und hat mehr aus Versehen diese allgemeine Einladung ausgesprochen. Damit war das in der Welt gesetzt.
      Blöde Videos vom Bundesfremdeneinladungsamt und ungeschickte Selfies mit AM und Zudringling taten den Rest.

  45. Der Täter ist ein armes Opfer!
    Bin eben auf tagesschau.de gerutscht, die ersten beiden Schlagzeilen lauten:
    „Die Ermittler prüfen, ob seine Tat mit einer psychischen Erkrankung zusammenhängen könnte.“

    „Nach Messerattacke in Hamburg:
    Angst im Flüchtlingsheim“

    Die Angst der hiesigen Bevölkerung ist offensichtlich irrelevant. Wir haben ja so viel Verständnis für den armen Täter und sein Umfeld, aus dem er kommt. Und diese Gehirnwäsche bezahlen wir mit Zwangsabgaben.

    • Ich bin auch n icht der Meinung, dass es diese ARD braucht. Zum Anschlag gab es übrigens ein „Refugee-welcome“-Bild. Wobei der Täter nach seinen Stationen in europa ja eher kein Refugee ist.

    • Täter = Refugee?
      Für mich sieht die Geschichte des Täters wie der typische Weg/Irrweg eines Palästina-Flüchtlings aus. Das hat mit der ab Juli 2015 forcierten Flüchtlingswelle so rein garnichts zu tun – da bin ich bei Don.
      .
      Es ist immer hässlich, wenn man mit vorgefassten Urteilen mit der Realität konfrontiert wird – und diese zu den vorgefassten Urteilen nicht passt. Wir werden abwarten müssen, was die weiteren Untersuchungen heraus finden.
      .
      Der Tatablauf war in der Tat ungewöhnlich, und wirft eine Reihe von Fragen auf. Da geht der Täter also ins EDEKA, kauft sich ein Toastbrot, steigt dann in den Bus, steigt gleich wieder aus, geht erneut ins EDEKA, steuert zielstrebig auf ein großes Küchenmesser zu und dann sogleich auf ein 50-jähriges Opfer, das er dann ermordet. Anschließend rennt er mit dem großen Küchemesser wie ein Amoktäter durch die Gegend, und vesucht erst einmal jeden zu erstechen, den er habhaft werden kann – sofern dieser nicht wie ein Ausländer aussieht. Eine 6-8 köpfige Gruppe aus Muslimen (und einem Deutschen) verfolgt diesen irren Salafisten, um ihn von seinem Mordtreiben abzuhalten, bis dann ein wuchtiger Schlag mit einer Eisenstange eine deutschtürkische Schulter entkugeln lässt und den Mörder stoppt. Recht kurz danach kreuzt die Polizei auf und freut sich, dass der Großteil der Verhaftungsarbeit bereits verrichtet ist, der Salafist liegt überwältigt und wehrlos in einer kleineren Blutlache. Recht kurz danach zeichnet sich die Hamburger Polizei durch eine ihrer besonderen Spezialitäten aus, und verbreitet in einer Pressekonferenz dreiste Lügen, mit denen sie den Beitrag und die Gegenwehr der gemischten muslimischen Gruppe (inkl. einem Deutschen) klein redet und die Geschwindigkeit des polizeilichen Handels absichtsvoll falsch darstellt, um damit besser da zu stehen.
      .
      Im Anschluss konzentrieren sich die rechten Kulturkämpfer wider der Islamisierung Germaniens erneut auf ihre Untergangs- und Lügenparolen, wie wir sie alle zur Genüge kennen. Der bürgerlich-konservative Teil beweist im gleichen Umfang, dass er die Vorgänge nicht verstanden hat und nutzt die allgemeine Erregung zur Forderung schnellerer Abschiebungen und der Inhaftierung von bekannten Gefährdern. Das sind zwar zwei Forderungen, die man stellen kann (und je nach Umsetzung auch ablehnen), nur haben sie mit dem konkreten Fall so rein garnichts zu tun. Der tatsächlich interessierte Teil des Internets, sofern er sich an Diskussionen beteiligt, posaunt rechte Parolen sowie wütenden Hass heraus, gegen den Islam insgesamt, wegen dem in Kürze anstehenden Untergang Deutschlands, naja, das ganz normale Programm halt.
      .
      Schön, schön. Da kann man ja wirklich nur gratulieren. Die meisten von uns sind also des Wahnsinns fette Beute. Mein besonderer Dank geht übrigens an jene, die genau genug beobachten, an jene, die noch differenziert nachdenken, und ganz besonders an den modernen Muslim Ömer Ünlü.
      .
      Ich denke, es sagt sehr viel über die Leserschaft, dass dieser Dank an Ömer Ünlü nur von einem gesagt wird – und nur von einer klaren Minderheit (ich schätze: maximal 10 Prozent der Leser und Diskutanten hier) empfunden wird. Obwohl dieser Mann ein Held ist, weil er mit seinem entschiedenen Einsatz ganz eindeutig weitere Morde verhindert hat. Dafür gibt es keinen Dank – dafür gibt es an vielen Orten des Internets nur kalte Ignoranz bis echten Hass. Das trifft genauso auch jene, die sich über gelungene Integration Gedanken machen, über Mittel und Wege, wie man tatsächlich dort hin kommt – so schwer die Aufgabe auch in vielen Fällen sein mag.
      .
      Was das konkret bedeutet, ist hoffentlich jedem hier klar.

    • Man wird vorsichtig beim Beklatschen von Jedermann-Festnahmen, im Fall davor – psychisch Labiler mit Flasche im Supermarkt – war die öffentliche Meinung nicht ganz so nett.

    • @John Dean
      Ach wissen sie, mit dem (Nicht)Dank an Ömer Ünlü machen es doch nur unseren Vorbildern nach.
      Sprich der Nicht(Dank) unserer Staatslenker und -innen (wie außen) an gewissen polnische LKW-Fahrer…

    • @Don: Die öffentliche Meinung
      also ich nehmen an, sie meinen die der Massenmedien, hängt halt auch immer davon ab, wer diejenigen sind, die Selbsthilfe üben, der böse Ossi oder gute Türke.

      Ins Arnsdorf hatte der Mensch zwar noch keine Straftat verübt, kein blutiges Messer in der Hand, aber immerhin bedrohlich mit 2 Weinflaschen vor der Verkäuferin herumgefuchtelt. Andererseits war die Reaktion der Arnsdorfer „Bürgerwehr“ auch im Vergleich im Hamburg sehr moderat. Trotzdem ist der Vergleich der Reaktion der Medien auf die Vorfälle kennzeichnend für unsere Tendenzpresse. Und noch nicht mal Simone Peters fragte, ob das mit der Eisenstange über den Kopf wirklich nötig war.

    • @ John Dean (der von Nixon?)
      Für die Sicherheit in D ist die Regierung zuständig, das Gewaltmonopol hat der Staat. Wenn der einzelne Bürger einspringen muß, hat der Staat bereits versagt. Ich erwarte von meiner Regierung, daß sie vorsorgend meine Sicherheit gewährleistet und keine tickenden Zeitbomben unkontrolliert ins Land läßt. Ich brauche auch keine Beispiele gelungener Integration, die darin bestehen, daß Herr Ünlü mit Steinen und einer Eisenstange dem Täter fast den Kopf zertrümmert. Ich finde es gut, daß die Eingeborenen in D so erzogen wurden, daß sie Hemmungen haben gewalttätig zu sein. Leider sind wir jetzt hilflos, da niemand mit einem solchen Staatsversagen rechnen konnte.

  46. Wissen, wovon wir reden
    In den 80er Jahren, in einem Staat, wo brutale Misswirtschaft Natur, Produktivkräfte und Moral verwüstete, sympathisierte ich mit den Grünen. Das Recht auf freie Meinung war mir so viel wert, dass ich meine berufliche Existenz in der DDR drangab. Einige Journalisten der Rundfunkanstalten im Westen gaben Rückhalt.
    Heute sind die Grünen – mit rühmlichen Ausnahmen – für mich moralinsaure Spießer, deren Kooperation mit SED-Nachfolgeorganisationen auf Denunziation und Zersetzung, auf Bevormundung der Bürger bis zur Diktatur hinarbeitet. Und die ÖRR gehören weithin zu ihrer Gefolgschaft, wie damals Presse und Fernsehen von Gnaden der SED. Den verlinkten Text – eine fiktive Rede von Erich Honecker zum 20. Einheitsjubiläum 2010 – hat Michael Klonovsky verfasst. Er ist witzig, treffend und bitter. Ich teile seine Position insofern, als ich den Marsch in die „sozialistische Demokratie“ für verhängnisvoll halte. Ich sehe Leute wie Maas und Kahane an der Macht, und ich weiß, wer beim Fortgang dieses Zuges mehr oder weniger Ahnungsloser zuerst über die Klippe gehen wird. Es sind nicht die Funktionäre. Wer nicht zu ihnen gehörte und ihren Sozialismus erlebt hat, weiß den Wert von Demokratie und Rechtsstaat samt deren unentbehrlicher Polizei zu schätzen. Erfahrungslose Bessermenschen sehen das anders. Ob sie verstehen, was auf sie wartet, wenn sie ihr Heil bei „Antifa“ suchen, der Legitimation von SED und Stasi? https://www.michael-klonovsky.de/artikel/item/108-qgenossen-wir-sind-auf-einem-guten-wegq

  47. Linke --> "Es war nur Gewalt gegen Sachen"
    Meist sind diese „Sachen“ nur ein Tausch für Lebenszeit (Arbeitszeit). Zerstörte „Sachen“ bedeuten doppelte Fronarbeit faktisch für die Katz. Ich persönlich lasse mich nicht gerne zum arbeitenden Sklaven degradieren. Insofern ist es eben nicht nur „Gewalt gegen Sachen“, sondern gegen meine körperliche Unversehrtheit. Maloche ist eben etwas völlig anderes, als faul in der Roten Flora herum zu fläzen.

  48. Vandalen
    Ist fast eine zu nette Bezeichnung.
    Denen könnte man tatsächlich fehlende Kultur zugute halten.
    Dem Fahrradrowdy als biodeutschem Produkt nicht. Der muss prinzipiell die Kultur mit der Muttermilch eingesogen haben, nicht einem Radbenutzer und dann noch mit Billigrad dasselbe niederzutreten. Dem gehört anständig was hinter die Löffel.

    Das ist – wie oben schon gut beschrieben – etwas das viel früher und kleiner anfangen muss. Beim Pausenbrot und bei der roten Ampel. Nun bin ich selbst nicht kleinkariert mit Vorschriften. Allerdings hat man mir die Sache mit dem Unrechtsbewusstsein durchaus eingetrichtert. Das scheint an jener Stelle vollkommen gefehlt zu haben.

  49. Toll geschrieben
    Gefällt mir sehr gut, insbesondere die Gedanken über verschiedene Typen von Menschen, die auf ihr Radl angewiesen sein könnten.
    Mit (abgefackelten) Autos verhält sich das nicht wesentlich anders.

    Oben ein comment über Guiliani. Dieser hat auch, wenn ich mich recht entsinne, den gefühlt halben Beamtenapparat ausgewechselt. Wenn man heute sieht, wie NGO’S mit Schlepperkooperation sowie die Einbindung der Mafia toleriert werden, ist das bei uns auch nötig und erst recht in Italien.

    Zu diesem „Ich bin für Neupreis in der Geriatrie bei 8,50 Stundenlohn erarbeiten und zahlen lassen“ (co-comment Don) muss ich allerdings sagen, dass man Leute, die Vandalismus betreiben, nicht an Alte, Kinder oder Behinderte lassen darf.

    Fenster- oder Gebäudereinigung tut’s auch, und Gartenarbeit in öffentlichen Parks oder auf Friedhöfen kann eine harte Strafe sein, besonders ab 28°C.

    • Es gibt auch in der Geriaterie Jobs, die hässlich sind, ohne dass man dabei mit Menschen in Kontakt kommt.

    • Giuliani und seine Law-and-Order-Exzesse....
      …sind ja auch nicht das ganze Bild des „Broken-Window-Syndrom“. Dort geht es ja auch darum, daß man Häuser/Strassenzüge/Infrastruktur nicht einfach verfallen lassen darf. Auf deutsch: das zerbrochene Fenster muß halt sofort repariert werden. Und das ist vor allem eine zivile Aufgabe. Mühseliges Stichwort dazu: „Kölnberg“

  50. Unbegrenzte Präventivhaft in Bremen und Niedersachsen - bisher keine Diskussion?
    Ich habe von dem neuen Gefährder-Gesetz in Bayern aus der Sueddeutschen (Online) erfahren und bei mir fühlte sich mein inneres Vorurteil bestätigt: Naja typisch Bayern – Kein Respekt vor dem Rechtsstaat. Kennt man von der CSU ja schon etc. … Jedenfalls habe ich von diesem Gesetz aus dem Kommentar Heribert Prantls erfahren in dem u.a. steht: „In Bayern gibt es künftig eine Haft, die es nirgendwo sonst in Deutschland gibt.“ Ich glaube eigentlich nicht, dass es sich um eine bewusste Verfälschung durch Auslassung (Lückenpresse) handelt. Vielleicht bin ich zu vertrauensseelig? Gibt es irgendetwas, dass die Präventivhaft in Bremen und Niedersachsen in einem milderen Licht erscheinen lässt? Seit wann gibt es denn dort unbegrenzte Haft ohne Straftat und Gerichtsurteil? Ich habe keine Diskussion dazu mitbekommen. Jedenfalls hoffe ich, dass bei der SZ auch dieser Blog gelesen wird. Vielleicht kommt dort ja noch ein Artikel zu der Lage in Bremen und Niedersachsen.

    • Das ist schlichtweg eine Lücke in der Gesetzgebung. Bremen verweist darauf, dass kaum jemand länger als 2 Tage in Haft gesessen ist. So, wie Prantl das darstellt, ist das auch in Bayern nicht gemeint – daher ja auch die richterliche Prüfung alle 30 Tage, und die Hürden dafür sind wegen des Grundgesetzes enorm hoch. Prantl wollte seine Welle, er hat sie bekommen.

  51. Broken windows
    Rausgemobbt wurde ich wegen meiner ausgeübten Konsequenz. Die Betroffenen selber haben diese akzeptiert, da sie auf vorher aufgestellten Regeln basierte, für alle galt – wie auch für mich selber. Letztendlich gab sie auch Halt und Schutz.
    Von seiten der Vorgesetzten und Behõrden wurde sie nicht gestattet, aus Angst und Schwãche. Lieber immer beschwichtigen und nachgeben, einfach Liebkind und Sympathietrãger sein. Am Ende verachtet.
    Die Jugendlichen müssen verstãndlicherweise immer weiter ausholen und ausprobieren, um Aufmerksamkeit zu erhalten, auf Biegen und Brechen. Im Gesprãch befürworten sie Sanktionen im Sinne von Broken Windows, alles Weiche finden sie lãcherlich. Verantwortungsvolle Elternhãuser kõnnen diesem Trend nichts mehr entgegensetzen.

  52. Alster?
    hinein in die Alter

  53. Ach?
    Man braucht uns doch?…. Schön zu wissen! Das kam mir hier bei all dem fein ziselierten Argumentieren doch immer etwas zu kurz bisher.

    Aber wir sind es ja gewohnt. Geht es den Leuten gut, wollen sie nichts mit uns zu tun haben. Ist etwas nicht in Ordnung…. Schreien alle nach uns… Wir kennen das zur Genüge. Gut, daß die Kollegen sich davon nicht beeindrucken lassen und einfach ihre Pflicht tun.

    https://www.youtube.com/watch?v=b5ekGLc-2Ao

    • Ich kann natürlich auch mit dem Knüppel selbst runtergehen… nein ernsthaft, es ist gut, eine Polizei wie in Deutschland zu haben.

    • Polizist
      „Geht es den Leuten gut, wollen sie nichts mit uns zu tun haben. Ist etwas nicht in Ordnung…. Schreien alle nach uns…“
      .
      Polizei (oder Feuerwehr, oder einen Arzt, oder einen Handwerker) ruft man nun mal nur, wenn es notwendig ist.
      Das ist richtig, normal und so gewollt.

    • Gut, daß es Euch gibt....
      …auch wenn Ihr manchmal (Straßenverkehr) nervt ;-). Aber viel lieber dann mit Euch streiten als alleine mit dem Pöbel klarkommen müssen..

    • Polizei lernt
      Meine Erfahrungen in Workshops mit Polizistinnen und Polizisten bewiesen mir schon vor 25 Jahren, dass sie mit den „VoPos“ der DDR wenig gemein hatten. Der Alltag in BaWü bringt immer wieder erfreuliche Begegnungen, Offenheit und Kontakte zum Bürger – auch mittels sozialer Medien – helfen beiden Seiten. Mehr davon! – und Danke an den Don, dass er’s mit einem pointierten Text klar macht.

    • Lieber Oskar, ich muss doch mal ein Loblied auf die Polizei singen
      Ich wurde kürzlich Opfer eines Paypal-Betrügers, der sich einen Tag zuvor bei eBay USA angemeldet hatte und auf meine Omega Constellation spitzte. Er bot mir 800 Euro inkl. Versand per Mail, wollte meine Paypal-Adresse, die ich ihm dummerweise parallel zu einem entsprechenden Preisvorschlag schickte und dann kam erst einmal nichts.
      Zwei oder drei Stunden später eine Mail von Paypal, die etwas merkwürdig aussah, eine Adresse in Nigeria enthielt und ich Dämlack hatte nichts Eiligeres gegen 16h zu tun, als die Uhr zur Post zu tragen.
      Ein Blick in mein Paypalkonto zeigte keinen Geldeingang, auch im Laufe des Abends nicht. Freitagmorgen bei Paypal angerufen, ach da können sie lange warten, da kommt nix… Ich also DHL angerufen, versucht, mein Paket aufzuhalten, das ginge nur mit Strafanzeige, die Polizei habe direkten Kontakt zur DHL.

      Auf zur Polizei, dort bei einer mit engelgleicher Geduld ausgestatteten jungen uniformierten Beamtin meine Anzeige aufgegeben und eben auf diesen angeblichen DHL-Kontakt verwiesen. Das war ihr völlig neu, aber sie telefonierte durchs Haus, ob ein anderer da mehr wisse. Sie landete bei einem Herrn von der Kripo, der sofort herbei eilte, sich die Unterlagen schnappte, er hätte da Kontakt zu einem Securitymann bei der DHL. Nach dem Telefonat mit diesem Mann war der Kripobeamte guten Mutes, dass ich mein Paket und somit meine Uhr zurück erhalte, zumal es sich noch im Paketzentrum Krefeld aufhielt.

      Tja und dann ging die Uhr nach Rodgau, sie ging auch ins Exportzentrum und ich rief bei der Polizei an, fragte nach dem Herrn mit der DHL-Erfahrung. Im Dienstzimmer wusste die Dame sofort Bescheid und verband mich. Der sofort wieder mit der DHL telefonierte, mein Paket verharrte dann zwei Tage in Frankfurt und plötzlich ging es weiter südlich nach Saulheim in ein Paketzentrum.

      Ich verfolgte das Geschehen online im Sendungsstatus, bekam zwischendurch Mails von dem angeblichen Käufer, der mir seine Glaubwürdigkeit zu versichern versuchte, auch mittels Führerscheinscans aus Nevada und weiß der Kuckuck woher. Wobei das Geld natürlich nie ankam.

      Und endlich kam online die Meldung, dass das Paket in der Importabteilung in Rodgau sei, dann dass es zurück zum Absender gehe und mir plumpsten etliche Zentner vom Herzen. Den Kripomann angerufen, dass nun doch wohl alles gut würde und mich herzlich bei ihm bedankt. Er hatte zwischendurch mehrfach versucht, mich telefonisch zu erreichen, was ihm nicht gelang, mir völlig unverständlich, da ich dauernd daheim bin.

      Das Paket kam nach 8 Tagen zurück zu mir, meine Freude und Erleichterung waren unbeschreiblich, vor allem, weil das lt. AGB der DHL überhaupt nicht möglich und vorgesehen war.

      Vorletzte Woche Freitag klingelt es bei mir, xy von der Kripo. Ich etwas ratlos gefragt und Sie wünschen von mir? Sie waren das doch mit der Uhr, aaaaaach ja und den Herrn raufgebeten. Er wollte wissen, ob das alles geklappt hat und holte dann sein privates Handy raus, klingelte bei mir durch und wir rätselten, wieso er mich sonst nicht erreichte. Abends kam mir die Erleuchtung, anonyme Anrufer landen im Nirwana gem. Einstellung im Router. Ich ihn also am Montag angerufen und erklärt, wieso er mit dem Diensthandy hier keine Chance hat. Ja die Rufnummerunterdrückung wäre landesweit so bei den Diensthandys, da könne er gar nichts machen, aber gut zu wissen. Ich habe mich nochmal bedankt und ihm eine gute Zeit gewünscht.

      Ich habe in meinem langen Leben bei den doch recht wenigen Kontakten zur Polizei nie negative Erfahrungen gemacht. Man kann wohl wie überall im Leben sagen, wie es in den Wald schallt…

    • kenne nicht viele Polizist(inn)en,
      aber die, die ich kenne, sind ok.
      Machen Sie doch Ihre Arbeitsbedingungen publik, die Berge an Überstunden, die Einsätze in der Bayernkaserne, wo Sie mit Schutzanzügen reinmussten, das Revier in der Nähe mehrmals desinfiziert wurde usw. usw. usw.
      „bevor mir einer eine reinhaut, hau ich zu“, da hätte ich mich früher aufgeregt, inzwischen nicht mehr….wobei´s natürlich nicht sein muss, dass man jemandem beim Einsteigen ins Auto noch eins in die Eier gibt, wenn er eh schon Handschellen trägt….

    • Perspektive
      Wir leben schon in einem komischen Land. Aber den Knüppel selber in die Hand zu nehmen? Sicher das geht. Nur, wenn aus dem einen Fahrradtrampler plötzlich wieder fünf werden? Mit welchem Funkgerät ruft man dann welche Verstärkung? Ein gefährliches Gedankenspiel.

      Nein, ich meine einen Umgang mit den Menschen in dieser Uniform, den ich nicht gut finde. Es wird häufig von „die“ Polizei gesprochen, aber nicht von denen, die in Wirklichkeit das umsetzen müssen. Ich kritisierte das, was seit Ulrike Meinhoffs unsäglicher Aussage von den Bullenschweinen ( http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44931157.html ) in diesem Land (aber nicht in diesem Blog) hoffähig geworden scheint. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, wie viele Kollegen das sehen und erleben, kann hier lesen: https://polizistmensch.de/2017/07/auf-ein-wort-weil-wir-polizisten-sind/ . Da schwingt schon sehr viel Wut und Frustration mit. Dabei bleibt natürlich zu beachten, daß auch das die Einzelmeinung des Autors dort ist und sich nicht notwendig mit dem Empfinden aller deckt. Doch es regt allemal zum Nachdenken an.

      Daher auch mein Unverständnis über viele Äußerungen zum „G20, Einsatz am Schulterblatt“. Es gibt halt einfach nicht „Die Polizei“, sondern es ist immer die Summe aller Menschen in Uniform, die da für andere ein Problem lösen, das eigentlich nicht ihres ist. Ansonsten Danke für die positiven Wortmeldungen hier.

  54. Der Eingangswitz hat auch ein Pendant im Waffenrecht
    What’s a gun-right advocate?

    A liberal that’s been raped.

    Den Pendant hört man recht häufig und wird oft gleichwertig gebraucht.

  55. es sind zu viele Ausnahmen
    Danke für den Beitrag! Schön geschrieben, der Vandalismus des einzelnen Idioten als Parallele zum Vandalimus der vielen Angeblich-Weltverbesserer in Hamburg ist wunderbar herausgearbeitet.

    Und dennoch Widerspruch…

    „Aber ich weiss, dass die abgehobene Debatte um Polizeigewalt gegen Demonstranten nur in Ausnahmefällen … – zu Ungunsten der Behörden verläuft.“

    Ja, es sind Ausnahmen, auch wenn man noch ein paar hinzufügen könnte. Aber es sind zu viele. Sie sind ebenso wenig zufällig, sondern in der Struktur der Organisation bedingt, wie die „Ausnahmefälle“ sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche. Und die Bereitschaft zur Aufklärung ist da wie dort gleichermaßen gering ausgeprägt. Nicht, dass ich die, die „Freund und Helfer“ sein sollten, deswegen hassen würde („Fight the police“ vom Sprecherwagen der G20-Demo, und sich dann über Eskalation beschweren – geht’s noch???) – aber viel Vertrauen, dass ich von dort Schutz und Wahrung meiner Rechte erwarten darf, ist bei mir nicht mehr übrig, und seit Hamburg noch sehr viel weniger.

    Schön auch, dass Sie in „5 min Polizei hatten“. Darüber hätten sich die Bewohner Altonas sicher auch gefreut, als der Schwarze Mob bei ihnen zum Frühsport vorbeischaute. Vor einem halben Jahr haben Sie sehr anschaulich ihre Emotionen zum Verhalten der Sicherheitsbehörden rund um das Berliner Attentat geschildert (http://blogs.faz.net/deus/2016/12/22/die-freiheit-des-anis-amri-und-die-unfreiheit-der-buerger-3969/). Mir geht es ähnlich, wenn ich mir vor Augen führe, dass Polizei & Co. es akzeptiert haben, dass nach Genua und Seattle ein G20-Gipfel mitten in Hamburg stattfinden soll, und es dann nicht geschafft haben, die Krawalltouristen Europas von der Stadt fern zu halten. Was empfehlen Sie als sommerliches Äquivalent zum Aufhängen von Christbaumkugeln?

    • Ich denke, die Schanze ist da ein spezielles Problem, und ich kann verstehen, dass die polizei da nicht einfach ringestürmt ist. Sicher keine leichte Entscheidung. Aber was wäre gewesen, wenn da ein paar Räumpanzer reinfahren? Dann hätten wir jetzt eine Genuadebatte und die Autonomen den ein oder anderen Märtyrer. Es gibt da keine Lösung, bei der alle zufrieden sein können – ausser man einigt sich gesellschaftlich darauf, gegen solche Leute ohne jede Rücksicht durchzugreifen und auch die Gaffer mitzunehmen.

    • "Fight the police"
      Haben die in Hamburg wirklich englische Parolen gerufen?
      …weil’s schick ist?
      War das ganze also nur (oder: auch) ’ne unreife Modetorheit?

    • kdm, der Sprecher hat auf englisch die Menge angeheizt
      und ich habe mich gefragt, warum man dem nicht den Saft abdreht. Auf die Idee ist aber wohl niemand gekommen, wäre aber ein probates Mittel gleich zu Beginn gewesen. Wenn die Krieg wollen, sollen sie halt lauter rufen.

    • @kdm Sehen und hören Sie selbst
      Hier ab ca. 0:37:
      https://www.youtube.com/watch?v=AAcpg-3obNg

      (verlinkt auf:
      http://www.polizei.hamburg/10-09-juli-np/9008868/10-09-juli-a/ )

      Ich denke mal, das richtete sich gleichermaßen an das internationale Fernsehpublikum wie an die Vermummte Internationale.

      An den Don: klar, die Schanze war ein Fall für sich. Ich meinte die Randale in Altona am 7. Juli morgens: http://www.spiegel.de/video/g20-wie-der-schwarze-block-durch-hamburg-altona-zog-video-1781069.html
      Dass da keine Polizei aufgetaucht ist, ist für mich Staatsversagen in Reinform.

  56. Durchsetzung des Rechts in NRW et al
    Ich bin wirklich gespannt darauf, ob die Landesregierungen mit CDU und/oder FDP Beteiligung wie z.B. in NRW es schaffen werden, nicht nur die Polizei zu stärken sondern auch die Justiz zu veranlassen, dem Recht Genüge zu tun.

    Warten wir es mal ab.

    Schön wäre es jedenfalls und notwendig allemal.

  57. @Don Alphonso
    Ich selbst habe sehr unterschiedliche Erfahrungen mit der Polizei gemacht, für mich persönlich waren diese aber nie wirklich sehr schlecht oder bedrohlich. Besonders unterschiedlich waren diese im Vergleich zwischen ländlichem Raum und Stadt, was ich auch auf deren übliche Klientel und Stresslevel zurückführen würde.

    Wenn ich derartiges sehe, wie im Artikel beschrieben, rufe ich auch die Polizei. Als ich das erste Mal die Polizei rief war es etwas heftiger. Damals in der Stadt, bedrohte ein junger Mann eine junge Frau mitten in der Nacht mit einem Messer, beide aus der Punk-Szene/Drogen-Milieu, ich bemerkte es im Schlaf, als sie lauthals um Hilfe schrie, so dass eigentlich niemand schlafen konnte. Sie wurde, obwohl die Polizei nach 15 Minuten kam, aber in die falsche Straße abbog, vorher in Sichtweite stand, nicht abgestochen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, außer dass ich dort dann demonstrativ vorbei ging. Bei anderen Geschichten auf ähnlichem Niveau, wie im Artikel, erlebte ich in der Stadt stets „Good Cop, Bad Cop“ mir wohlgemerkt gegenüber als Anrufer, auf dem Land durchweg nur „Good Cop, Good Cop“. Siehe oben, vielleicht Stresslevel geschuldet.

    Die Foristen im Blog sind natürlich erfahren genug, benötigen keine Ratschläge, aber vielleicht hadern andere Leser ja schon mal damit, anzurufen: In jedem Fall ist es eine Überwindung, die Polizei zu rufen. Die können auch schonmal etwas genervt sein, wenn es um Lapalien geht. Deshalb gibt es die Möglichkeit, kleinere Probleme oder Beobachtungen online bei der örtlich zuständigen Polizei zu melden, wenn nicht dringend Hilfe nötig ist. Dazu gehört aber auch, dass man den Arsch in der Hose hat und seinen Namen nennt und die Umstände, wie es zu der Beobachtung kam. Dazu kann ich nur sagen: Wer einmal über den Schatten sprang und nicht weiß, ob es wirklich notwendig war oder nicht, ob er genervt hat, der hat diese Hürde hinter sich. „Hat man sich erst mal blamiert, lebt es sich ganz ungeniert.“ (Wegen jedem Scheiß sollte man natürlich nicht ankommen.)

    Aber, wie gesagt, in der Stadt sind sie eigentlich immer etwas ruppiger.

    • Ich bin da wirklich frei von Skrupeln. Anders wird man dne Problemen nicht Herr. So etwas passiert ja nicht aus dem Nichts.

  58. Titel eingeben
    Wer nicht grundsätzlich gegen die Polizei ist, der ist ein mentaler Knecht. Vermutlich Büttelabkömling oder so.

    • Reden Sie sich das nur ein
      Der neu erstandene Leviathan wird Sie und Ihresgleichen von seinem Leib abstreifen wie Schuppen vom Ärmel eines Jackets.

    • Oh, aha, nun.....
      …da ich dann ja unter vielen vortrefflichen Menschen bin, lasse ich mich auch ungestraft von Ihnen einen „Büttelabkömmling“ nennen – möchte dann aber wenigstens richtig geschrieben werden, lieber nm. Dann müssen wir die Definition jetzt nur noch auf Sie erweitern, wenn es beliebt: „Wer nicht wenigstens grundsätzlich für die Polizei ist, der ist ein mentaler Amokläufer. Vermutlich Nachkomme von Staßenräubern oder so.“
      Wären Sie damit einverstanden?

  59. Ist normal
    Ein zertretenes Fahrrad ist in Ordnung. Ist bei uns im NRW-Landeshauptslum normal. Es gibt dann die abgetretenen Außenspiegel, mit dem Tretlager vom Öko-Bike in die Auto-Seitentür fahren oder zu Dritte sich auf die Motorhaube setzen um sie zu verbeulen. Oder der Schichtdienst-Altenpflegerin den linken Scheibenwischerarm am Toyota Yaris so herausbiegen, dass er komplett für 178,00 € ersetzt werden muss.
    Wir hatten hier im Haus auch einen, der den Strom für seine Einraumwohnung über Wochen aus einem Anschluss im Treppenhaus sich besorgte. Alles sorgfältig von Eigentümern dokumentiert. Dann kam das Schreiben der Staatsanwaltschaft, es bestehe „kein öffentliches Interesse“, den Stromklau zu bestrafen. Ich habe dann als Beirat in der Eigentümerversammlung vorgeschlagen, wir sollten alle unseren Strom aus den Anschlüssen im Treppenhaus ziehen. Nur so können wir uns selbst in die Tasche greifen und uns hinterher um die Anteile am Verbrauch prügeln.
    Also: die Eigentümer und anteilig die Mieter haben den Stromklau solidarisch bezahlt. Was sollten wir auch machen. Unser Ex-Mitbewohner sitzt im Knast. Der klaute auch woanders.

  60. Unschlagbar: Al Pacino in "Der Duft der Frauen"
    Nur mal so nebenbei ein Hinweis auf einen klasse Artikel auf dem Gastgeber:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/anthony-scaramucci-the-wuerstchen-of-wall-street-15126329.html

    Wenn man diese Personalie betrachtet, ahnt man in etwa, warum Banken und zum Teil Wirtschaft seit mindestens einem Jahrzehnt in üblem Zustand verharren. Der Haut Gout hat auch Spuren bei poltischen Ränkespielern hinterlassen.

    Der FAZ ein Lob für die gradlinige Darstellung im Feuilleton. Erschütternd nicht nur, dass Trump den Mann eingestellt hat, sondern dass so jemand bei Goldman gearbeitet hat (a) und seinen Hedgefonds an Irgendwen! (b) nach dem Motto meistbietend verkauft hat.

    • Für Unterhaltung ist jedenfalls gesorgt, und bei Breitbart sägt man schon an seinem Stuhl.

    • Nun doch..
      noch eine Antwort von mir heute, dank der FAZ und dieser so fundierten Recherche die Oberländer so begeistert erwähnt.
      Der Hass auf die USA treibt eigenartige Blüten und der Hass auf Trump ganz besonders.
      Was mich besonders freut ist wie sich D entwickelt, wie sich linksliberale wenn sie dann etwas besitzen zu nach Gesetzen rufenden rechtsliberalen wandeln.
      Und von anderen Bloglesern dann befunden wird dass ja wohl keiner in den USA leben möchte.
      Habe das mal vorausgesehen…und nun amüsiere ich mich über die Merkel die ihr nicht mehr loswerdet….die Steuerabzocke…die Rückständigkeit und die Fahrradfahrermanie, steige in mein dickes Auto und summe leise hinter Rennradprofis drein bis sie mir freundlich Zeichen durch Absteigen geben dass sie meinen 8 Zylinder nicht soo gern im Nacken haben…Überholen geht ja nicht wegen der durchgehenden Linie über die die Polizei wacht und mit der Polizei legt man sich als kluger Bürger nicht an…Warum auch, die Gesetze sind dazu gemacht eingehalten zu werden zum besseren Zusammenleben.
      Alles ganz einfach wenn man dann im richtigen Land lebt…Ihr aber müsst nun leiden da ihr nur hasst und griesgrämig seid und je nach Lebensabschnitt den oder den oder den hinter Gitter schicken möchtet und euren Heilsversprechen niemand glaubt….die Welt in Bayern ist nicht besser, nur langweiliger noch als in BadenWürttemberg und die dummen Hamburger waren schon immer Rot.
      Alles selbst zubereitet also ertragt die Araber, jedes Volk hat die Regierung die es verdient.
      Und wenn man dann in einem freien Land lebt und einen frei gewählten Präsidenten hat dessenPolitik einem zusagt weiss man doch dass man vor über 20 Jahren die richtige Entscheidung getroffen hat ….es tut so gut nach getaner Arbeit den Fröschen zu lauschen und nicht den Besoffenen.

  61. Werter Don,
    mir deucht, wir betreten unruhige Zeiten. Ich wollte eigentlich mitteilen, dass Ihr Erlebnis der Beobachtung einer „Wut auf Volksfahrräder“, ausgelöst durch die mutwillige Zerstörung eines unschuldigen Fahrrades seitens eines alkohol- und testosterongetränkten bajuwarischen Zeitgenossen, mich an Bilder erinnert, die aus jenem Jahr stammen, als die Begriffe „Dunkeldeutschland“ und „Pack“ geboren wurden. Ich habe das damals offenbar missverstanden. Der damalige Bundespräsident war offenbar entsetzt darüber, dass seine Landsleute „Volksfahrräder“ forderten, obwohl es nicht einmal vernünftige Radwege mit ausreichender Beleuchtung gab. Er musste ja auf die Idee kommen, dass solch „krude Forderungen“ nur einem „Dunkeldeutschland“ entstammen konnten. Und es wurde ihm recht gegeben seitens eines Herrn Gabriel, dessen Vater Nazi war – was selbstverständlich alles erklärt. Solch unverschämte Forderungen, nämlich Volksfahrräder auf beleuchteten Radwegen von Vater Staat zu verlangen, konnten ja nur von einem „Pack“ stammen…

    Die Sache wurde dann getoppt durch die Meldung der ARD (Pinar Atalay, Tagesthemen), dass Putin nach Ausweisung von 755 US-Diplomaten offenbar nach wie vor bereit sei, mit der USA zusammenzuarbeiten. Und zwar bei der Terrorismusbekämpfung. In Syrien und im Weltall. Richtig gehört: Im Weltall.

    Jetzt sind Schlauere dran…

    • War wohl etwas zu spät... ;-)
      …bei der Terrorismusbekämpfung. In Syrien. ODER im Weltall.

      Und vielleicht haben die Dunkeldeutschen auch etwas anderes skandiert, was sich in helldeutschen Ohren wie Volksfahrräder anhört.

    • die 755 Diplomaten sind keine
      Mal die NZZ von heute lesen. Es handelt sich um Angestellte der US Vertretungen, die meist Russen sind. Putin schiesst sich selbst ins Knie !

    • Kicherprustchrchr
      „Volksfahrräder“. Exzellent. Danke dafür!

  62. Titel eingeben
    In dem Land hier gibt es irgendwie nur noch Positivnachrichten über daran gekoppelte Negativnachrichten.

    Was einfach mal Fröhliches passiert hier irgendwie nicht mehr. Aber nahezu alle stehen darauf.

    Ich glaube, wir haben eine kollektive Krankheit.

    • Ich schreibe auch wieder was Nettes.

    • Aber ja doch!
      „Was einfach mal Fröhliches passiert hier irgendwie nicht mehr. Aber nahezu alle stehen darauf“
      .
      Das längst fällige Ausscheiden unserer Damen-Kicktruppe war für mich ein solches. Tut mir leid.
      .
      Auffällig: den Stolperdamen mit Lizenz zum Fehlpassen fehlte eindeutig die Unterstützung der Kanzlerin. Anders die Engländer*Innen, die wurden mit Erfolgswünschen von Prinz Härri persönlich verabschiedet.
      (DdH)

    • Wahrscheinlich kommt jetzt dann der Beitrag, der fehlende Förderung im Vergleich zu den Männern beklagt.

  63. Ach so!
    Der Witz:

    „Was ist ein Republikaner?
    Ein Demokrat, nachdem er von einer Gang überfallen und ausgeraubt wurde.“
    …ist hystorisch gesehen zumindestens fragwürdig:
    http://www.whatdoesitmean.com/index2348.htm

    Kann man ja nachprüfen. Ob es Demokraten oder Republikaner waren, die Sklaverei nicht so gut fanden. Selbst Wiki kann da nicht lügen. Hat sich übrigens bis heute nicht verändert.

    NWO = Global slavery

    Der Witz macht also genau anders herum einen Sinn:
    „Was ist ein Demokrat?
    Ein Republikaner, nachdem er von einer Gang überfallen und ausgeraubt wurde.“

    • Es gibt in den USa genug kriminelle ohne afroamerikanische Vorfahren, insofern möchte ich hier noch einmal auf das von mir favorisierte System der Leibeigenschaft für alle ohne grossbürgerliche Vorfahren hinweisen.

  64. PS: OK. "Was ist ein Demokrat?"
    Ein Republikaner, der…

    • @ Nat.
      Soll das heißen, dass ein Demokrat ein ausgeraubter Republikaner ist?

      Wenn nein: was soll es denn heißen?

      Wenn ja: … haha. Das überzeugt doch niemanden. Und das ganze Gerede, mit dem versucht wird, den Leuten einzureden, sie hätten bei G20 in Hamburg gar nicht gesehen, was sie gesehen haben.

      Ist halt blöd, wenn es Videos gibt, wo die Idioten wahllos Autos anzünden.

      Doch halt – klar, das eigentliche Problem ist die Polizeigewalt. Die Idioten wissen sich ja nur nicht anders zu helfen.

      Wenn Ihnen jetzt nicht klar wird, warum momentan immer die anderen gewinnen, kann ich Ihnen auch nicht helfen.

    • Ja, das soll es heissen. Hystorisch wahr,
      werte/r DwM, ist, dass die Sklaven (Don: übrigens auch weisse) überwiegend von Kräften ins Land geholt wurden, die den Demokraten nahe standen. Als Sklaven, und das sollte in den Augen der Demokraten auch so bleiben. Es waren nicht Demokraten, sondern Republikaner, die die Sklaven dann befreit, mit allgemeinen Bürgerrechten und schliesslich sogar mit dem Wahlrecht „beglückt“ haben (13.-15. amendment). Nicht alle Befreite konnten mit diesen neuen Freiheiten allerdings etwas anfangen. Viele wurden kriminell und organisierten sich in Strassengangs.

      Ich bleibe daher bei meinem Umkehrwitz ;-)

      Ähnlichkeiten mit den heutigen Verhältnissen in diesem unseren Lande sind natürlich rein zufällig. Bei uns gibt es ja nur Spezialdemokraten (nach eigenen Angaben spezialisiert auf „christlich“, „sozial“ oder beides) und (noch) keine Republikaner, wenngleich die AfD…

      Hmm.

      Sklaven heissen die heute auch nicht mehr. Sondern Migranten. Gebraucht werden sie auch nicht für Baumwollfelder, sondern für eine Spezialform von Industrie, in der Kapital aus schierer menschlicher Existenz gewonnen wird. Fast wie im Hollywoodkino: Matrix. Da ist zwar auch noch Arbeit im Spiel, aber die fliesst aus demokratisch angeschlossenen Sozialberufen ein und wird vor allem aus der Erwerbstätigkeit einer fleissigen Gesamtgesellschaft als Kostenträger abgeschöpft. Genial an dieser Industrie ist, dass Gewinn auch dann entsteht, wenn die Gesamtkonstruktion in die Pleite führt.

    • Scaramucci draussen.
      Gut so. Ist nämlich relativ einfach, die Steigerungsform des „natürlichen Menschen“ zu identifizieren (ca. 3% von uns laut Bubiak und Hare). Geht sogar ohne „Political Ponerology“: Irgendwann macht ein Psychopath nämlich echt doofe Fehler. Z.B. Steve Bannon als Lutscher seines eigenen Genitals zu bezeichnen. So was geht natürlich nicht. Würde des WH und so. Also Fired!
      Drain the swamp!

  65. des Nachts in Kyoto
    Letzten Herbst verbrachte ich wieder einige Tage in Kyoto, wie meistens einquartiert nahe des Zentrums in einem kleinen B&B inmitten vieler anderer alter liebevoll gepflegter Holzhäuser. Also dort, wo die local Gentry sorgfältig für ihre winzigen Gärtchen sorgt, die teilweise nur aus einer Reihe mehrerer Blumentöpfe entlang der Hauswand bestehen. Die stehen dort direkt neben der -wenig befahrenen- Strasse, sodass jeder Hooligan bequem reinlatschen könnte, wenn es denn solche hässlichen Gestalten gäbe. Ja ja, auszuschliessen ist natürlich nichts.

    Anlässlich eines nächtlichen Heimgangs auf den fast menschenleeren Gassen fiel mir zum ersten Mal auf, an wie vielen Fahrrädern wir vorbeikamen. Fast jedes Haus hatte mindestens eines. Da die meisten Häuser ziemlich klein sind, bleiben die Fahrräder nachts draussen stehen. Das wirklich Auffällige aber war, dass kein einziges Rad abgesperrt war. Kein einziges. Haben die Japaner noch nicht die Technologie von Fahrradabsperrvorrichtungen gelernt?

    Wieso bloss treten anderswo Leute Fahrräder zu Schrott? Und jetzt raten Sie mal, warum ich bereits sieben Mal in Kyoto, immerhin einer Millionenstadt, einen erholsamen Urlaub verbrachte.

    • Fairerweise muss man sagen, dass man bei uns schon sehr sicher lebt und auf einen Deppen hunderte kommen, die friedlich feiern.

    • Japan
      Ich las mal den Reisebericht einer Engländerin, die Japan mit dem Fahrrad erkundete. Darin war der Bericht, dass an einem beliebten Aussichtspunkt eine sehr teure Uhr in einer Plastiktüte hing, mit dem Datum des Auffindens, das wohl schon einige Tage her war.

    • Japan
      Japan hat die niedrigste Kriminalitätsrate weltweit.

      Das hat verschiedene Gründe:

      1.) Zunächst einmal würde man einen Touristen niemals bestehlen.
      Wenn man Sie aus Zufall, sozusagen „aus Versehen“, bestiehlt und der Dieb hinterher merkt, er hat einen Touristen bestohlen, so würde er Ihnen das entwendete Stück umgehend mit Entschuldigung persönlich zurückzugeben.
      Niemals soll ein Tourist erleben, dass ein Japaner einen Ausländer bestiehlt. Das ist einfach eine Sache der Ehre!

      2.) Die japanische Polizei ist sehr breit aufgestellt, es gibt in jedem kleineren Stadtviertel eine immer besetzte Polizeiwache. Sie befindet sich meist an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt, sodass sofort auffällt, wenn jemand in das Viertel kommt, der fremd ist oder irgendwie nicht dorthin gehört.
      Die Polizei ist bevölkerungsnah und sehr freundlich und hilft gerne, was manchmal nötig ist, da das japanische Adress- und Hausnummernsystem selbst für örtliche Briefträger nicht immer nachvollziehbar ist.
      Es enthält aus unserer deutschen Sicht keinerlei Logik. Straßennamen können sich plötzlich ändern und Hausnummern werden irgendwie verteilt, meist nach dem Datum der Fertigstellung des Hauses, das muss aber nicht so sein. Die einzigen, die mit Sicherheit wissen, wer wo wohnt, sind die Polizisten des Viertels.

      3.) Und daraus resultiert auch schon, dass der Polizeibeamte die Leute seines Viertels vom Sehen nahezu alle, viele auch mit Namen kennt. Die Bereiche sind sehr klein, und die Polizisten werden im Regelfalle nicht versetzt oder müssen anderswo Dienst schieben, das ist nicht vorgesehen, bzw. kommt wohl nicht vor.

      4.) Man traut es sich kaum zu schreiben, aber die Japaner sind eine rassisch homogene Gemeinschaft. Der Anteil an Ausländern beträgt in den Metropolen Tokyo, Osaka und Kyoto unter 1%. Im übrigen Land wird man kaum auf Ausländer treffen.
      Ausländer bleiben in Japan immer Ausländer und bekommen keine Staatsbürgerschaft hinterhergeworfen.
      Es gibt sehr seltene Ausnahmen, aber kein einklagbares Recht. Einigen wenigen Ausländern wird eben die Ehre zuteil, Japaner sein zu dürfen. Meines Wissens werden pro Jahr etwa fünf bis sieben Ausländer zu japanischen Staatsbürgern ernannt.
      Natürlich werden Ausländer erst bedient, wenn alle wartenden Japaner schon bedient wurden. Dafür muss man als Ausländer Verständnis haben, Japaner gehen in Japan nun einmal vor, schließlich sind sie hier zu Hause. Das ist in den Touristenzentren und den Metropolen wohl nicht mehr immer so, aber man erlebt es auch dort noch hin und wieder Mal.
      Straffällige oder sonstwie auffällige Ausländer werden umgehend abgeschoben. Es gibt keine für Ausländer irgendwie zuständige Gerichtsinstanz.

      5.) Bereits in der Schule lernen die kleinen Japaner Disziplin zu lieben. Man trägt seine Schuluniform mit Stolz. Disziplin, sowie Erhaltung, Stützung und der Ausbau des Gemeinwesens sind zwei elementare Bestandteile der japanischen Schulerziehung. Man könnte hier noch viele Gründe aufzählen, warum das japanische Schulsystem die Schüler zu Höchstleistungen zu motivieren versucht, im Gegensatz zum deutschen Schulsystem. Aber es hat auch seine Schattenseiten: Es gibt kein „Sitzenbleiben“, so durchlaufen oftmals Schüler, die gar nichts mehr verstehen, weiterhin den Unterricht und werden von anderen Schülern gehänselt und gemobbt. Die Zuweisung in die einfache oder höhere Schule erfolgt erst spät, nach der sechsten Klasse. Durch dieses rigorose Durchziehen des Stoffs (-alle japanischen Schüler machen am gleichen Tag diesselbe Prüfung im ganzen Land, nur so ist eine Vergleichbarkeit der Leistungen gewährleistet-) gibt es natürlich viele, die dem Schulstress nicht gewachsen sind. Japan hat eine der höchsten Selbstmordraten bei Schülern jeden Jahrganges. Das hat bei diesem Personenkreis nicht unbedingt etwas mit mangelnder Leistung zu tun, einige können den Anpassungs- und Prüfungsdruck nicht aushalten und wählen von daher den Freitod. Wer immer eine „eins“ schreibt, und bringt in der Prüfung eine „zwei“, kann durchaus das Gefühl haben, seiner Ehre verlustig gegangen zu sein. Und das ist bereits ein hinreichender Suizidgrund.

      6.) Das japanische Gefängnis dient der Umerziehung und ist keine Vergnügungsstätte.
      Selbstverständlich tragen alle Gefangenen die gleiche Uniform, stellen sich beim Morgenapell der Größe nach in einer Reihe auf und reden nur, wenn sie gefragt werden. Jeder hat sich täglich zu waschen und Körperpflege zu betreiben, dies wird selbstverständlich täglich kontrolliert, ebenso wie die kargen Zellen ohne Luxus.
      Bei Widerspruch oder Nichteinhaltung der gewünschten Norm erfolgen sofort drakonische Strafen. Der Gefängniswärter trägt immer einen Gummiknüppel und setzt diesen auch gerne zur argumentativen Unterstützung ein.
      Selbstverständlich tragen alle Insassen eine Glatze. Sonderregelungen für Muslime (oder sonstwie anders Geartete) a la: „ich brauche aber einen Gebetsteppich und einen Koran, sonst rufe ich bei amnesty international an“, oder: „Haareschneiden ist Körperverletzung und behindert mich bei der Ausübung meiner Religion“ gibt es in Japan nicht.
      Jeder Einsitzende hat gegen das Gesetz verstoßen, dass macht alle Insassen gleich und zwar absolut gleich. Die bürgerlichen Ehrenrechte sind verwirkt, und das Gefängnis soll Besserung bringen, und zwar durch Arbeit und Disziplin. Nur so kann eine Resozialisierung in späterer Freiheit gelingen, sofern diese überhaupt noch vorgesehen ist.
      Der Delinquent ist in das Gefängnis gekommen, weil er sich nicht den gesellschaftlichen Normen anpassen konnte. Diese Anpassung kann man im japanischen Gefängnis garantiert lernen, notfalls mit Zwang.
      Selbstverständlich gibt es in Japan die Todesstrafe.

      Deshalb kann man in Japan sein Fahrrad unabgeschlossen stehen lassen.
      Wohnungen werden in Japan im Regelfalle auch nicht abgeschlossen. Man hat nichts zu verbergen und der Rechtsstaat fun

    • Japan, das etwas andere Land
      @K. Gnadenbrotler
      Ich beziehe mich auf Ihre 6-Punkte Darstellung und habe dazu eigentlich so einige
      Fragen, von denen ich eine an hier anwesende Japankenner stellen will.

      Vorab:
      In Punkt 4.) schreiben Sie:
      „Es gibt keine für Ausländer irgendwie zuständige Gerichtsinstanz.“

      Hm, so weit so gut – erst mal.

      In Punkt 6.) schreiben Sie dann zu den Verhältnissen in japanischen Gefängnissen:

      „Selbstverständlich tragen alle Insassen eine Glatze. Sonderregelungen für Muslime (oder sonstwie anders Geartete) a la: „ich brauche aber einen Gebetsteppich und einen Koran, sonst rufe ich bei amnesty international an“, oder: „Haareschneiden ist Körperverletzung und behindert mich bei der Ausübung meiner Religion“ gibt es in Japan nicht.“

      Sie gehen also davon aus, dass es in japanischen Gefängnissen auch ausländische Insassen gibt.
      (Und meines Wissens nach gibt es die wirklich!)

      Jetzt die eine meiner Fragen:
      Wie sind denn die (Ausländer) da hineingekommen? <– In das Gefängnis.
      Wenn es doch für diese Menschen gar keine Gerichtsbarkeit gibt.
      So ganz ohne Gerichtsurteil? Ohne Richter, ohne Schuldspruch?

      Tja, es ist wohl wirklich ein etwas anderes Land, dieses Japan.

    • Japanisches Sprichwort
      „Auf einen hervorstehenden Nagel haut man drauf!“. Aka U N I F O R M.

      In einem Gefängnis in Japan war ich noch nicht, aber vieles was Hr. Gnadenbrotler sagt, stimmt. Punkte 1-5 kann ich vorbehaltlos unterschreiben, und gerade deshalb wollte ich dort auch – mit oder ohne Schuldspruch – nicht unbedingt in den Knast wandern.

      Übrigens sind alle Nicht-Japaner für die Japaner ‚Gaijins‘, und der Begriff ist nicht immer positiv konnotiert. In Tokyo in den feuchtheissen Monaten (in der übervollen Metro) auch stinkende…

      Aber NoGo Areas gibts dort keine. Wirklich keine, also auch keine zum Leugnen. KGE würde sich nicht wohl fühlen, zumal dort noch Grenzen Grenzen sind (jedwede Art von ‚Grenze‘ gemeint).

      Mir hat’s durchaus gefallen. Auch die Mandelaugen.

    • >>1-5 kann ich vorbehaltlos unterschreiben
      Ich nicht.
      OK, dann nächstes Beispiel:

      Punkt 2.) halte ich für überzogen dargestellt.
      Zumindest hier bei mir (ausserhalb der großen Städte) gibt es sicher mehr Polizeipräsenz
      als in D., allerdings nicht ‚in jedem kleineren Stadtviertel‘.

      Und der Polizei auffallen kann ein Fremder, der dahin kommt, auch nur dann, wenn er eben
      diesen Koban passiert. Der Zutritt geht aber auch anders.

      Straßennamen können sich auch nicht ‚plötzlich ändern‘, sondern Straßen, die überhaupt einen
      Namen haben, können umbenannt werden (oder Straßen, die bisher keinen Namen hatten,
      können einen bekommen). Ersteres gibt es auch in D.
      Und dann dauert es eine Weile, bis der neue Name bei Postbeamten oder Taxifahrern bekannt ist.
      Danach ist wieder alles OK.

      Das Hausnummernsystem enthält durchaus eine Logik.
      Es werden in der Abfolge der Bautätigkeit die Nummern verteilt. Nicht nach der Örtlichkeit,
      sondern nach der zeitlichen Abfolge also.
      Ich bin nicht ganz sicher, aber ich meine, die Vergabe der Nummern erfolgt bereits bei Erteilung
      der Baugenehmigung. Es kann aber auch die Hausfertigstellung sein – da bin ich unsicher.

      Und wenn ein Haus abgerissen wird (was meiner Meinung nach häufiger passiert als in D.),
      dann entfällt diese Nummer. Was dann zu Lücken in der Nummerierung führt.
      Davon muss man sich aber nicht irritieren lassen.

      Auch Punkt 3.) stimmt – meiner Meinung nach – nur bedingt.

      Punkt 5.) halte ich ebenfalls für überzogen dargestellt.
      Da werden deutliche Minderheiten, bis Ausnahmefälle, so dargestellt als ob ‚dies so sei‘.
      Allerdings ist es richtig, dass auf Disziplin sehr, sehr viel mehr geachtet wird als in D.
      .
      .
      Ich würde also nur Punkt 1. unterschreiben.
      Und zu Punkt 6. kann ich mich nicht äussern. Dazu hatte ich noch keinen Kontakt.

      Ausserdem bewerte ich in Punkt 4.) noch folgende Aussage als klar falsch:
      „Natürlich werden Ausländer erst bedient, wenn alle wartenden Japaner schon bedient wurden.“

      Das habe ich in jetzt bald 17 Jahren (ohne Unterbrechung) noch nie, wirklich niemals, erlebt.
      Wo soll es denn das geben?
      Das ist mir so noch nicht passiert – und gesehen habe ich es auch noch nie.
      Komische Aussage.
      .
      .
      .
      Und @BlackyBlack, die Bezeichnung ‚Gaijin‘ ist sogar sehr häufig als abwertende Bezeichnung gemeint
      (Ausnahme ist: man ist miteinander sehr gut bekannt / befreundet / familiär.
      Dann wird auf langwierige Höflichkeit gern verzichtet.)

      Die höflich-formale Form ist ‚Gaikokujin‘. Das ist aber so oder so nicht weiter störend.
      Aufhorchen sollten Sie, wenn Sie als Namban bezeichnet werden.

  66. "Es ist lange her, dass ich einen Fernseher besaß
    aber damals lief ab und zu der neorealistische Film “Fahrraddiebe” von Vittorio de Sica“

    Ich hatte auch bis vor einiger Zeit einen Fernseh, aber da lief ab und zu „Aktenzeichen XY“ oder „Auf Streife“ oder „RTL-Zuschauer schauen aufmerksam aus dem Fenster“ – und so habe ich ihn ebenso abgeschafft.

    Wenn unsere Motive, nicht mehr TV zu glotzen, auch gegenläufig sind, lieber Don, einen sie uns doch im Ergebnis.

    Recht herzliche Grüße (trotz oder aber)
    https://www.youtube.com/watch?v=SfPQB-mtQDY

  67. Er hat das Rad zusammengetreten, wie andere einen Zigarettenkippe wegwerfen.
    Dafür gibt es auch eine Lösung: Singapur!

    Sicher nicht im Sinne des traditionellen mitteleuropäischen Staatsverständnisses (nicht einmal in der Schweiz), aber in einem multiethischen Umfeld durchaus angezeigt.

  68. Tell me why I don´t like Mondays
    Gut gemacht, Don. Wie man hört, hat sich der Knabe ordentlich einen angebrannt (1,78 Promille), was ihn aber nicht von so einer blödsinnigen Tat freisprechen soll!

    OT: Mal wieder GEZ-finanzierte Meinungsmache gleich am Montagmorgen: Wie ich heute früh auf nüchternen Magen im ARDDR-MoMa erfahren durfte, sind Windkraftgegner per se böse, heimattümelde Zukunftsverweigerer. Nur AfD´ler unterstützen derlei Ungeist und die Grünen erklären den Brandenburgern, was richtig ist…

    • Als es nur 3 Programme gab und die um 16 Uhr begannen: Das war eine gute Zeit. Da gab es zwar auch grauenvolle Leute beim Staatsfunk, aber nicht so viele.

    • Wirklich?
      Afd-ler sind gegen Windräder und Grüne dafür? In meinem Elternort wurden die Bauarbeiten für zwei Windräder unterbrochen, ein Grünwähler hat geklagt. Privat redet er von Verschandelung der Landschaft, womit er recht hat. Vielleicht ist er politisch durchaus für Windräder, aber eben nicht dort am Waldesrand, wo er gebaut hat. Grüne sind ja auch für Eisenbahnen, und gegen den Bahnhof in Stuttgart. Das muss man nicht verstehen. Ich nehme es dem ÖR nicht mehr übel, dass Logik keine Rolle mehr spielt. Doppeldenk ginge ja noch, aber Multipel-Denk? Vor dem Kaffeetrinken? Unzumutbar.

    • Windkraftgegner
      Mein Steuerberater in Nordfriesland gehörte seinerzeit zu den ersten, die die Zukunft erkannt hatten, ohne sie zu verweigern.
      Er hat sich mit 50.000 Mark beteiligt und erhält heute Jahr für Jahr eine Tantieme von ca. 50.000 Euro aus „seinem“ Wind. Hübsch, nicht?

      Und so ergeht es einer ganzen Reihe von Kackbauern, Verzeihung: nordfriesischen Landwirten. Sie kaufen sich von ihnen in den Schoß fallenden Pachtzinsen und Dividenden von Zeit zu Zeit eine „Anlageimmobilie“ auf den Inseln und sorgen zugleich dort durch Schmierung dafür, daß diese „touristisch besonders bedeutsamen Gebiete“ von Generatoren frei bleiben.

      Ihr Ackerland wird ja durch die Windräder kaum beeinträchtigt. Dort bauen sie jetzt aber auch nichts mehr an, was ihre primitive Existenz rechtfertigen könnte, sondern vielmehr „Biosprit“ und ähnlichen umweltschädigenden Dreck.
      Die Subventionen aus der EU sind da nur noch ein Taschengeld, mit dem sich ihre inzestuösen Gören (die haben mitunter keine Augen aber dafür z.B. Brüste am ganzen Körper) bereits mit 16 J. einen Mercedes kaufen dürfen, um sich zwischen Niebüll und Klanxbüll gegenseitig zu Matsch zu fahren.

      So hat der Wimpernschlag einer anmutigen Elfe aus der Uckermark einen Sturm unter friesischen Ferkelwemsern ausgelöst.

      Wer also irritiert auf die Summe seiner Stromrechnung blickt, dem kann ich versichern, daß das seine Richtigkeit hat.
      Ölscheichs sind sparsame und kultivierte Menschen – wenn man sie mit dem Blut-und-Boden Pack hier vergleicht, das sich seine Gummstiefel neuerdings in London anfertigen läßt und seine Brut mit Kleidung im Wert von 1000 Euro am Körper allmorgendlich im Porsche Cayenne vor der Sonderschule absetzt.

      Wenn das kein leistungsloses Grundeinkommen ist!

    • Die ganze Energiewende
      entpuppt sich wohl als ineffizientes Bürokratiemonster.
      Kein gutes Beispiel für deutsche Rechenkenntnisse
      und deutsches Organisationstalent.
      Das kommt dabei heraus, wenn man der Welt ein
      Beispiel geben will und wie bei der Flüchtlingskrise
      vorbildlich zukunftsfähig ist.
      Die Deutschen, die mal rechnen und organisieren konnten
      gibt es wohl nicht mehr.

      Am deutschen Wesen genesen, lohnt sich für keinen.

  69. Das Rad der Gewalt. Ja mei, es dreht sich.
    Verehrter Don, klasse Text und super Bilder. Der Brüller ist das Tandem. Hab mich gefragt, ob die Genderisten sich auch bald dieses Themas widmen. Solange die Butch vorne sitzt und tretet wohl alles kein Problem?

    Jedenfalls ganz herzlichen Dank für den herrlichen Zeitvertreib.

  70. @ Roland sagte am 30. Juli 2017 um 17:32 Uhr
    „Heutzutage Polizist
    Wer heutzutage bereit ist, als Polizist oder Soldat für diesen „Staat“ seine Gesundheit zu riskieren, der hat meinen vollsten Respekt und meine Dankbarkeit, kann aber nicht ganz bei Trost sein….“
    .
    Hand auf´s Herz, für wen sollen Soldaten und Polizisten wenn es richtig kracht denn den Kopf hinhalten?
    .
    Für abenteuerliche Militärpolitik außerhalb Europas, mit erlogenen Argumenten („Verteidigung der Demokratie am Hindukusch“, Struck ). Ein Abenteuer, das trotz längst erkannter Sinnlosigkeit immer wieder verlängert wird. Es hat inzwischen, wenn ich nicht irre, mehr als 80 Gefallene gefordert und riesige Geldsummen verschlungen. War es bzw. ist es das wert, wo doch die jungen Menschen von dort ihr Heil bei uns suchen anstatt ihr Land in Ordnung zu bringen?
    .
    Mali. „Im Dienst für unser Land ihr Leben gelassen“. So kürzlich UvdL. Es durchfuhr mich wie ein Säbelhieb. „Im Dienst für unser Land“. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Hätte sie wenigstens gesagt „Im Auftrag der Völkergemeinschaft“.
    .
    Das offizielle Ziel der Operationen in Mali war es, die malische Armee beim Aufhalten, Zurückdrängen und Ausschalten militanter Islamisten aufzuhalten und die Sicherheit der 6000 französischen Zivilisten zu gewährleisten. Wissen Sie, für wen die Masse dieser „Zivilisten“ arbeitet? Und“ Ausschalten militanter Islamisten“ ist wirklich eine Dreistigkeit wenn gleichzeitig seit September 2015 die Grenzen für diese Leute offen sind und auf dem Mittelmeer die östlich über Libyen ausgewichenen Wirtschaftsflüchtlinge Quasifährdienste eingerichtet sind.
    .
    Aber, bleiben wir im Land bei der Sinnhinterfragung der oben genannten Dienste und schauen uns mal an, wer da, neben all´ den „anständigen“ Leuten im Land unter Einsatz von Leben und Gesundheit noch geschützt werden möchte (bin mir aber nicht sicher).
    .
    – Der Vermieterhai, bei dem der Polizeimeister für 2 Zi/Kü/Bad mehr als ein Drittel seiner Bezüge abliefern darf?
    .
    – Der Bundes-oder Landtagsabgeordnete, der ihnen auf eine schriftlich gestellte Anfrage die kalte Schulter zeigt?
    – Der Fleisch –und Wurstfabrikant der südosteuropäische Menschen zu unwürdigsten Bedingungen, unter Umgehung sämtlicher arbeitsrechtlichen Vorschriften. Und dann noch die mit Sklavenarbeit erwirtschafteten Gewinne an der Steuer vorbei in
    Steueroasen wie dem seriösen EU-Mitglied Luxemburg diese nach Panama transferieren lässt.
    .
    – Für die Nachbarin aus dem Kosovo, die sich das Aufenthaltsrecht in Deutschland durch eine Scheinehe mit einem alten Deppen erschlichen hat und die in dessen ehemaligem Haus per Scheinfirma Schwarzarbeiter aus ihrer Herkunftsregion beherbergt und die dort hausen, daß man inzwischen Rattenfallen ums Haus aufstellen muß?

    – Für Besitzer und Träger von Alten-und Pflegeheimen, die ihr Personal mit Hungerlöhnen abspeisen und im Gegenzug die Angehörigen umso unverschämter zur Kasse bitten?

    – Für die Bewohner völlig versiffter Stadtquartiere, die, wenn auch nicht aktiv mit Gehwegplatten oder Brandflaschen, die Polizei bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung stören oder zumindest die Gewalttäter moralisch unterstützt?

    – Für Politiker, die bei den vielen Straftaten der bei uns Schutzsuchenden immer wieder die gleichen Leierformeln von sich geben und überhaupt die uns den illegalen Zustrom von analphabetischen und kriminellen Wirtschaftsflüchtlingen als Gewinn für unser Land predigen?

    – Für Politiker, die großzügig mal eben mehr als 25 Milliarden Euro per anno für mehr als zweifelhafte Migration blitzschnell parat haben aber viele Hundertausende Rentner mit Minimalrente dem Flaschensammeln überlassen?

    – Für Menschen, die seit 40 Jahren hier leben ohne einen einzigen Satz in deutscher Sprache von sich zu geben in der Lage sind. Die von sich aus ohne Widerstand sog. No-go- Areas einrichten in denen Kriminalität und Diskriminierung blühen?

    – Für Politiker, die unsere Grundversorgung unter dem Vorwand „Haushaltskonsolidierung“ (z.B. Wasser, Energie, Wohnraum…) an privatwirtschaftliche ausländische Finanzjongleure verramschen und anschließend die Haushaltsschulden um keinen müden Euro verringert haben weil man zwischenzeitlich ja noch eine Bundesgartenschau als bleibendes Denkmal an sich gerissen hat.
    Bevor ich mich über die erlaubte Zeichenfolge in Rage schreibe lasse ich es jetzt mal gut sein und überlasse Ihnen die weitere Ergänzung „für was Soldaten und Polizisten doch bitteschön ihren Kopf hinhalten sollen?
    (DdH)

    • 100% richtig ...
      … bis ins Detail. Und die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

    • Willkommensgruß am Hindukusch
      Militärpräsenz ist auch Kommunikation. So wie in Afghanistan wird das in Mali die nächste Vorstellungsrunde des „netten Deutschen“. Wo vorher überhaupt kein Bezug bestand, wird dieser nun etabliert. Da kann man auf die nächste Migrationswelle schon Wetten abschließen.

      Durch die kriegerische Vergangenheit bestanden in Afghanistan Berührungspunkte mit den Briten, den Russen und den Amis, aber Deutschland muß für den Durchschnittsafghanen terra incognita gewesen sein – bis Strucks nützliche Idioten dort ihr Lager aufschlugen. Jetzt weiß man am Hindukusch auch auf dem hintersten Dorf, wie die harmlos-naiven Bewohner aus Merkelstan ticken, und daß man sie gefahrlos ausnehmen kann. Man hat vielleicht schon einen überzähligen Drittgeborenen vor Ort, in den Sozialbauvierteln bildet sich eine ethnische Community, und schwupps haben wir uns ohne Not das herangezüchtet, was GB und F (banlieues) dank Kolonialgeschichte schon viel länger haben, auf das ich aber gerne verzichtet hätte.

      Demnächst, dank Mali, also Westafrika. Viele Pfadfinder sind ja schon hier.

    • „Im Dienst für unser Land ihr Leben gelassen“
      Interessante Formulierung, aber geht das obszöne Possessivpronomen „unser“ noch konform mit der geltenden Doktrin von den Länger-hier-Seienden und den Neu-Dazugekommenen? Und ist hier nicht von dem Land die Rede, dessen Grenzen sich nicht schützen lassen, von einem Land außerdem, das über keine (soll wohl heißen verteidigungswürdige) Kultur verfügt? In Mali aber schon … ?!?

    • Tiger in Mali
      … schmeißen Sie mal „Mali“ und „Uran“ in eine Suchmaschine. Dafür crashen unsere jungen Männer.

      edSE

    • Der Einsatz in Mali ist einzig dazu nütze,
      die Uranvorkommen für die Franzosen zu sichern. Alles andere ist Nonsens hoch drei. Ich habe gestern fast einen Schluckauf beim Anblick von uvdL bekommen, ganz in khaki mit schwarzem Trauerband um den Hals stakste sie durch den Sand wie ein Trampeltier. Dann die üblichen Floskeln, die sie immer parat hat.

      Menschen, die seit 40 Jahren hier leben und noch immer kein Wort Deutsch können, haben wir in Gerresheim auch, „klein Italien“ ist so ein Fall, nur dass die Italiener nette Nachbarn sind. Ein bisschen Mafia ist auch vertreten, aber das ignoriert man halt.

      Zum Fährdienst in Libyen, nachdem die Aquarius ihre Ladung in Sizilien abgeliefert hat, ist sie nun wieder kurz vor der Küste von Libyen bei den fünf anderen, die dort patrouillieren. Open Arms und Phoenix liegen im maltesischen Hafen.

      Und sonst werter DdH, schreiben Sie all das und nicht einmal vollständig, was einem den Hals schwellen lässt. Da nützt es auch nichts, wenn sich der Chefredakteur der Blöd gestern echauffierte und sich ziemlich verarscht angesichts der derzeitigen Politik „Nur Ausreden“ und überhaupt vorkam.
      Die Wahl ist gelaufen, ob wir hingehen oder nicht, einzig ein Scheitern der Grünen könnte mich kurz und heftig aufheitern.

    • ein embedded Journalist beschwerte sich heute, dass keine Boote kommen.

    • Die Aktion "Rettet Afrika"
      wird vermutlich alles in den Schatten stellen, was sich
      Europäer bisher dort geleistet haben.

      Da passt er gut ins Konzept, der islam. Terror.

    • Eine tränende Heiterkeit hat das EU-Schlauchbootembargo ausgelöst
      Die EU greift wirklich durch, da kann man nicht meckern.
      Das Embargo wird gewiss zu einem starken Rückgang der Zahlen führen.

      Von der heimischen Schlauchbootindustrie kamen noch keine Klagen. Hat dieser bedeutende Industriezweig die Nachricht noch nicht verarbeitet? Ja, und ein Exportverbot für Flickzeug sollte die EU noch nachschieben.

    • Die Boote kommen aus China. Zur Not kann die aber auch jeder Sattler mit LKW-Planen kleben.

    • Sie saaged äs üüberdeudlich
      Wo sich wohl eine Partei, die das Abstellen der von Ihnen genannten Missstände wohl einsortieren würde?

      Man kommt relativ schnell zum Rotationsprinzip, das von Pfründesuchern- und bewahrern flugs eingestampft wurde.

      Politische Karrieren sollten zeitlich limitiert werden, nach Vorgaben, die von DAs blog aufgestellt werden.

      Ich kann mich noch vage erinnern, wie der weibliche 5fach-Gebärer-Albrecht-Fechser etwas von „Mali stabilisieren“ schwafelte. Ein Witz natürlich, der dreister kaum sein kann.

      Mir generell unerklärlcih, wie man sich noch im Spiegel betrachten kann, ohne der Bulämie anheimzufallen. Die Lösung ist natürlich, sein Spiegelbild nicht mehr zu betrachten – und so sehen auch einige aus.

  71. Ach, wären die Radfahrer doch wenigstens Vorbilder ;-)
    „Wenn nur die Fahrradfahrer nicht wären. Meral blickt von der Arbeitsfläche auf. „Guck mal! Weißt Du, wie schnell der fährt? Vierzig, fünfzig Sachen. Das ist doch nicht normal“, schimpft Meral, den sonst wenig aus der Ruhe bringt. Doch hier geht es um das Wohl seiner Kunden. Und das ist ihm heilig. “
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/bosporus-in-frankfurt-das-doenerboot-im-fluss-14248459.html

    ..

    • Ja, es gibt in den grossen Städten auch Rüpelradler. 50 km/h halte ich aber für übertrieben, dafür muss man schon sehr trainiert sein.

    • Wir Alt Eisen Fahrer sind immer Vorbilder...
      … es muß kein Ess El sein oder Porsche, aucn nix ausgefallenes aus jap. Hause, es genügt auch ein Zwo Zeh Vau. ;-)
      Viel Vergügen mit dem Filmchen, ich lasse mir die Laune nichr vermiesen, niemals !
      https://www.youtube.com/watch?v=BAEA7oeUu8o&t=0s

    • Rüpelradler
      Geht schon. Bin neulich in der Stadt im Pkw von so einem bei 50 km/h überholt worden. Pedelec natürlich. Fuhr wie vom Teufel verfolgt.

  72. Günstig
    Bei den Campa GRUPPEN , den aelteren , ist es wichtig, das Kette, Ritzel und Blatt, bzw, die Verlaufswinkel, Schaltabstände stimmen, sonst nuetzt die guenstigste recordschaltiung hinten nichts.
    Mir wurde es so von einem Fachmann, campa fan, erklärt.
    Ich hatte auch zuvor ein ebay Angebot einer Carbon record 9 fach abgelehnt,.. die bei meiner alten chorus 9 fach nur Chaos angerichtet haette beim Einbau.
    Bei so vielen edlen Rädern in der Sammlung kommt man sich selbst, ebenso sammelnd, bewahrend, bastelnd mit edlen Teilen , so gering vor.
    Ist das die Absicht des Autors?
    Die Unsitte des Zerstöh ens von Rädern, sowie
    das unkontrollierte, lange Parken von Schrottraedern in Städten, massenhaft sind für mich unversändlich und scheint eine Eigendynamik zu haben.

    • Mei, Campa war noch nie so perfekt wie Shimano – allerings bin ich auch nicht wirklich an einer erlaubten Kombination gescheitzert, sondern am Versuch, ein 32 Ritzel bei 24 Zähnen Unterschied vorne anzusteuern. Mit 27 hinten geht es.

  73. Je sinnloser die Tat, desto härter die Strafe!
    Unserem Strafrecht fehlt ein wichtiges Element: Die Härte der Strafe müßte sich bemessen nach der Sinnlosigkeit der Tat. Denn sinnlose Gewalt zersetzt die Gesellschaft.

    Zur Erläuterung: Wenn jemand aus finanzieller Not eine Bank überfällt, dann erschüttert das nicht mein Grundvertrauen in das Gesellschaftssystem. Der Räuber hat aus seiner Perspektive rationale Gründe für sein Handeln.

    Anders sieht es da aus, wo Unbeteiligte gemessert oder die Treppe heruntergetreten werden, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Oder wo Autos abgefackelt oder, ja, Räder zusammengetreten werden. Diese asozialen Taten gehörten aufs Drakonischste bestraft, einschließlich Zwangsarbeit im Steinbruch und körperlicher Züchtigung. Denn sie zersetzen die Gesellschaft – „broken windows“…

  74. Le nihilisme...
    …on ne le combattra que par augmenter le nombre de familles autochthonnes nombreuses…
    C’est les hédonistes qui nous conduiront à l’anarchie, après avoir détruit la famille traditionelle. Et l’anarchie, ça attirera alors les djihadistes.

    • @ Mme Poison (Obj. ?) sagte 31. Juli 2017 um 09:42 Uhr "Le nihilisme...
      …et l’anarchie, ça attirera alors les djihadistes.
      .
      C´est vrai, et avant tout les rats de tout le monde. Ecoutez vous les ronger?
      (DdH)

  75. Kultivierte Gewalt versus primitive Gewalt
    @Goodnight 30. Juli 2017 um 19:53 Uhr
    „Die Gewalt ist da. Sie wurde reingelassen. Im September 2015.“

    Goodnight, Sie behaupten, die Gewalt sei da, weil sie im September 2015 reingelassen wurde.

    Sorry, das ist kompletter Nonsens. Denn Gewalt war schon immer da. Sie reduzieren Gewalt auf physische Gewalt.

    Und aus dieser Simplifizierung kann nichts Vernünftiges herauskommen.

    Physische Gewalt ist nur eine Form der Gewalt, eine elementare und primitive Form wie sie auch Tiere praktizieren.

    Welche Funktion besitzt Gewalt in der Beziehung zwischen Menschen?

    Gewalt ist ein Machtmittel, wobei Macht hier unter dem Aspekt der Willensdurchsetzung betrachtet wird, nämlich innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen (cf. Max Weber).

    In primitiven Gesellschaften war und ist es üblich, physische Gewalt einzusetzen, um andere Menschen zu versklaven und zu vergewaltigen.

    Selbstverständlich ist physische Gewalt auch ein Erziehungsmittel. Wer nicht hören will, muss fühlen. Frei von physischer Gewalt kann menschliche Interaktion nur sein, wenn Gesellschaften eine höhere Kulturstufe erreicht haben bzw. ein Kind/Individuum soweit „kultiviert“ wurde, dass es gemeinschaftsfähig ist.

    Im Rahmen kultivierter Verkehrsformen ist Gewalt nicht reduziert auf physische Gewalt, sondern andere, nicht physische Formen der Gewalt werden in der Gesellschaft angewendet, um „innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen“.

    So sind die Migranten auch Gewaltopfer. Als Kriegsflüchtlinge sind sie Opfer kriegerischer Gewalt, als Wirtschaftsflüchtlinge sind sie Opfer ökonomischer Gewalt.

    Zudem sind sie Opfer psychologischer Gewalt. Denn sie wurden angelockt durch Illusionen. Unter dem Mantel von verlogener Humanität, in Wirklichkeit waren sie von Anfang an nur Mittel zum Zweck, profitable Gechäfte machen zu können.

    Nun sind viele frustriert und lassen zum Teil ihre Frustrationen in Form von aggressiver physischer Gewalt heraus. Später werden sie zu Experten der Ausbeutung des Sozialstaats und/oder eine kriminelle Karriere einschlagen. Nur ein Teil wird wollen, das Leben als Arbeitssklave mit Armutslohn zu leben.

    • Try again, please
      @Charles

      Bitte darum meine Texte auch zu Lesen, wenn man schon kommentiert.
      Ich habe Gewalt als Form der Kommunikation beschrieben, d.h. gerade nicht reduziert auf physische Gewalt. Physische Gewalt ist jedoch immer Referenz der kommunizierten Gewalt.

      Das ist ein bisschen kompliziert, sollte aber mit Hochschulstudium nachvollziehbar sein.

      Ebenso habe ich beschrieben, dass Gewalt immer da ist, sie aber in der Moderne funktional strukturiert in einen Teilbereich abgeschoben wurde. Seit September 2015 ist sie wieder unstrukturiert auf der Straße .

      Bitte erneut Lesen. Danke.

    • nette Ausführungen
      Aber Goodnight widerlegen Sie nicht. Die Gewalt war natürlich schon vorher da. Aber eben nicht bei uns. Und das ist das Entscheidende. Für uns. Als hätte man uns mit dem Schuldkult auch schon vor 09/15 nicht schon genug Gewalt angetan…

    • ja...
      Es gab noch nie gewaltfreie Gesellschaften und es wird sie (kulturpessimistisch gedacht) nie geben (Z. Baumann).
      Die Formen von Gewalt und das, was innerhalb einer Gesellschaft als Gewalt angesehen wird, schwanken (historisch betrachtet).
      Was meiner Meinung nach nicht verhandelbar ist, ist physische Gewalt gegen Personen und deren Eigentum. Da gibt es keine „legitime“ und „illegitime“ Gewalt. Rechtlich ist das doch eigentlich klar?
      Eine besondere Gewalt geht im übrigen hier von einigen Foristen aus,
      die die Möglichkeit zur „sprachlichen Äußerung“ für ihre mehr als zweifelhaften Elogen nutzen. In völliger Überschätzung ihrer eigenen Bedeutung….wenn Wort töten könnten….

    • ...and those walls have to be guarded by men with guns.
      @Sufferah
      „Rechtlich ist das doch eigentlich klar?“

      Rechtlich ist garnix klar, wenn das Recht nicht mehr auf die Gewalt des Staates zurückgreifen kann.

      Das ist der Witz an der Sache. Und das Problem…. der Gutmenschen, die Rechtsstaat abstrakt jenseits von Gewalt denken.

    • Das Problem...der Gutmenschen
      scheint mir folgerichtig zu sein.

      Sie leben nicht mehr in einer analogen Welt. Ihr ganzes
      Sinnen und Trachten richtet sich auf die Gestaltung einer
      zukünftigen Gesellschaft in der digitalen Welt.

      Da geht die Gewalt von Wörtern und Zeichen aus.
      Die Erziehung findet nicht mehr im persönlichen Umfeld,
      sondern im Netz statt.
      Dazu braucht es PC und Gender und ein Grundgesetz,
      das in eine immaterielle Form überführt wurde – daran
      arbeiten hoffnungsfrohe deutsche Jura-Professoren seit
      Jahren.
      Dazu muss die nackte körperliche menschliche Existenz
      mit ihren vielfältigen Ausdrucksformen zuverlässig
      unterdrückt werden.

      Alles was diesem Ziel dient ist gut.


    • Rechtlich ist garnix klar, wenn das Recht nicht mehr auf die Gewalt des Staates zurückgreifen kann.
      Goodnight, sie bringen es in einem einzigen Satz auf den Punkt, was andere in Jahrzehnten nicht verstehen.

  76. Täter & Opfer: ein ungleiches Paar
    Lesenswert zur gesellschaftlichen Macht von Kriminellen:
    https://www.nzz.ch/feuilleton/terror-und-selbstinszenierung-die-taeter-stehen-im-rampenlicht-die-opfer-verschwinden-ld.1308093
    Besonders die beiden letzten Abschnitte sind eine gute Zusammenfassung.
    Merci Don für Ihre Zivilcourage.

    • Das Thema hatte letzte Woche schon jemand, der
      sich fragte, wieso der Staat für die NSU-Opfer einen hochoffiziellen Trauergottesdienst abhielt, aber für die unterdessen 120 Terroropfer nur Leerfloskeln übrig hat. Ich weiß im Moment nicht, wo ich das gelesen habe, aber die Frage wieso, weshalb, warum ist ja mehr als berechtigt.

    • Weil der Druck so hoch und der Akt gut fürs Image war.

    • ….wenn Wort töten könnten….
      Sie sind da auch dem (Gender?/p.c.?) Holzweg.
      Das Wort „Hund“ hat noch nie jemanden gebissen.

  77. Vandalisierende Jugendliche und ihre Mentoren
    Saufende und Schaden stiftende Jugendliche bilden nicht wirklich ein neues Phänomen. Ein Heuchler, wer behauptet, in seiner Jugend nie etwas mit mutwilliger Zerstörung oder dummen Streichen zu tun gehabt zu haben, sei es als Täter, als duldender Zeuge oder Mitwisser.

    Langeweile, Trunkenheit, Übermut, gegenseitiges Aufstacheln in der Gruppe, Dummheit, mangelnde Erziehung, Charakterdefekte und überschäumende Hormone sorgen für einen explosiven Mix, der manches erklärt – aber nichts entschuldigt.

    So etwas wie früher-war-alles-besser oder eine ländliche Unschuld gab’s in dieser Hinsicht auch nicht. Nächtliche Überfälle von Dorf zu Dorf waren noch vor 40, 50 Jahren gang und gäbe. Der Brauch des Maibaumstehlens lenkt die überschüssige und zerstörerische Energie von orientierungsschwachen Jugendlichen in etwas friedlichere und geregelte Bahnen – in Bayern wenigstens.

    Dass man für seine Handlungen verantwortlich ist und geradezustehen hat, will eine Minderheit von Wirrköpfen oft erst spät und auf die harte Tour lernen und einsehen, zumal wenn sie es zuhause nicht erfahren hat. Es gibt aber keinen Weg einer vernünftigen Sozialisation, der an der nachdrücklichen Vermittlung solcher Einsichten vorbeiführt.
    Mit Giulianis Zero Tolerance Policy wurde in Bayern denn auch nie und bis heute nicht gefremdelt, zum Glück.

    Eine ganz andere Geschichte ist es, das zerstörerische Potential orientierungsloser Halbwüchsiger politisch auszubeuten und ihnen mit ideologischen Versatzstücken von der DDR-Resterampe eine willkommene Gewaltlegitimation zu liefern.
    Da geschieht dann vom Entglasen, Abfackeln, Zerstören, Terrorisieren und „Bullen“-mit-Steinen-und Pyros-Bewerfen auf einmal alles unter dem Zeichen eines vorgeblich übergeordneten und zutiefst moralischen Zwecks, wohlwollend begleitet, gefördert und entschuldigt von den eigentlichen Anstiftern.

    Sie, die Anstifter und Dulder, nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen, müsste das wesentliche Ziel der anhaltenden Debatten bilden, aber wie zu sehen ist, schlängeln die sich mit dem Support durch nicht minder verantwortungs- und orientierungslose Medien wieder mal fein raus.

    Ein Drittel der Bayern wünscht sich die staatliche Unabhängigkeit. Die Zahl könnte nach der BT-Wahl deutlich ansteigen.


    • Saufende und Schaden stiftende Jugendliche bilden nicht wirklich ein neues Phänomen.
      Nein, wirklich nicht.
      Aber jede Generation muß halt wieder eingebremst werden, wie die Generationen vor ihr. Und da sind die Mittelalten in der Verantwortung, mit „Konsequenz und Nerven“.

    • Und genau das, liebe colorcraze, klappt eben nicht mehr.
      Die Mit-Erziehung durch die gesamte menschliche Umwelt. In den siebzigern, selbst frühen achtzigern noch absolut selbstverständlich. Seitdem zwei Generationen durch die Mühlen von Antiautorität, „Erziehung ist faschistisch“ und „Selbstdisziplin ist Selbstverstümmelung“ gedreht, eh voila: Das Ergebnis.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  78. Sicherheit/Unversehrtheit
    „Das Grundrecht, das Rad nach einem Abend in der Stadt unbeschädigt vorzufinden, wiegt da mehr als das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit einer Person, die es zerstören möchte.“

    Ganz meine Meinung, aber leider unter Journalisten offenbar nicht unumstritten, wie schreibt der Tagesspiegel in Bezug auf den Vorfall in Hamburg?

    „Der Rechtsstaat darf nicht dem Schutz der Bürger geopfert werden“
    http://www.tagesspiegel.de/politik/angriff-von-hamburg-der-rechtsstaat-darf-nicht-dem-schutz-der-buerger-geopfert-werden/20124766.html

    • Der Tagesspiegel ist auch ein elendes Schmutzblatt voll mit Meisnerjauche.

    • Dieser Artikel im Tagesspiegel
      ist einfach nur hinterhältig.

      Der Rechtsstaat darf nicht dem Schutz der Bürger
      geopfert werden?
      Nein, die wehrhafte Zivilbevölkerung verfolgt und
      richtet. Bis zur Lynchjustiz kein weiter Weg.

    • Der Rechtsstaat
      darf nicht mehr mit so profanen Dingen, wie dem Schutz
      der Bürger belastet werden.
      Seinen Glanz entfaltet er erst in seiner immateriellen Form.

    • Der Rechtsstaat IST zum Schutz der Bürger da! Wofür sonst?!
      Es entspricht dem sonstigen NIveau der Qualitäts-Vertrauensmedien daraus eine Antinomie machen zu wollen!

      Die perfide Form, wie da das Eine gegen da Andere ausgespielt werden soll, spricht allerdings Bände über das kaputte Gesellschaftsverständnis mancher Journaille.
      Einerseits werden Staat und Obrigkeit überhöht als Selbstzweck…, andererseits werden all ihre Strukturen aber aufgelöst und ad absurdum geführt. Relativismus als Endsieg.
      Diese Taktik der Idealisierung zur Destruktion ist – perfide und zynisch, aber auch nur ein Baustein, wie man Ideologie von Wahrheit und Wirklichkeit unbefleckthält. Und ja, ich ziehe jetzt nicht den nah-historischen Vergleich, an wen mich solche Methodik erinnert…

    • Der Tagesspiegel ist auch ein elendes Schmutzblatt voll mit Meisnerjauche
      Sie haben sicher recht, ich weiß es aber nicht wirklich weil ich solchen Schund noch nie gelesen habe!

      Das betrifft mittlerweile weitgehend auch die SZ (ausgenommen Dilbert) und Spiegel…

    • Ja über diesen Satz....
      …bin ich auch gestolpert. Überall wird im übrigen darüber berichtet, dass derzeit 35 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten bezüglich G-20 laufen. Nirgends liest man etwas darüber, wieviele Ermittlungsverfahren eigentlich gegen die Vandalen von Hamburg laufen, weiß jemand genaueres?

    • Nach meinen Informationen eine vierstellige Zahl, und ein paar Dutzend sind noch in Haft.

  79. Prognos-Institut veröffentlicht Studie...
    Die Ganztagsbetreuung in Grundschulen ist unser drängendstes Problem, so ermittelt Prognos in einer Studie für das Bundesfamilienministerium.

    Aha. Die banale Aggression lässt sich künftig noch viel öfter antreffen: dank genztagsbetreuter Gleichgültigkeit statt Empathie, ab Babyalter überladen mit Sinneseindrücken, dafür frei von enger emotionaler Bindung zu erwachsenen Bezugspersonen (die nicht aufs Smartphone schauen, während sie den Kinderwagen schieben).

    Psychische Probleme erlauben dann auch den Aufenthalt in der Klinik in Deutschland, nachdem man jemanden ermordet hat, anstatt den längst überfälligen Aufenthalt im Flieger heim.

    Und was die Schuld der Polizei angeht, da muss sich niemand wundern: die eigenen Kinder werden immer unterstützt und verteidigt, egal was sie tun. Schlechte Note? Schuld der Lehrerin! Klage vor Gericht, zumindest Termin beim Direktor mit Mail ans Schulamt… Bis zur Uni wird begleitet und betreut (na gut, letzteres ging natürlich nur abends in der „Kuschelstunde“), die so erfolgreichen und selbständigen Kinder wissen schon, was sie tun. Und das ist immer richtig!

    Und wenn Noten, Lehrer, Dozenten nicht passen, wird ebenso geklagt, wie natürlich es einen Grund gegeben haben wird, warum die eigenen Kinder auf einer „Demonstration“ zu Zwille, Stein oder Brandsatz greifen mussten, um sich gegen die Staatsmacht zu wehren…

    So unterstützen viele die linksextreme Antifa-Gewalt, auch wenn es nur banale Zerstörungswut, banaler Hass, banaler Gewaltthrill ist – einen Grund zur Schuldprojektion finden etliche Eltern immer, die ja selbst oft Opfer des Systems sind…

    • Das G8 war ein Fehler. Und es geht nichts über gute Eltern.

    • G8
      Mich hatte es – als CDU-Mitglied damals – aus den Socken gehauen, als ich feststellte, dass die schnellere Verfügbarkeit für die Sozialkassen mit G8 tatsächlich von CDU-/FDP-Ministerien ausgestaltet wurde, dass gleicher Lehrplan bestehen blieb… während zugleich die Bachelor-Studiengänge ebenfalls gedrückt und verschult worden waren.

      Anfangs hatte ich bei G8 gedacht, klasse Idee – wir hatten faktisch das letzte Halbjahr so wenig Unterricht noch, das hätten wir uns sparen können und für Auslandsreisen, Arbeiten oder Universitäts-Einführungskurse nutzen können. So wäre eine bessere Organisation des Übergangshalbjahres sinnvoll gewesen…

      Nichts da. Im Gegenteil – welche Unterrichtsausfälle heute bei unseren Kindern eingeplant sind im Normalmodus (Lehrgänge, Seminare, Projekte, Weiterbildung, Konferenzen), das wäre in meinen 80er-Jahren undenkbar gewesen. (Außer bei unserem GEW-Bezirksvorsitzenden, der war ca. 35% der Schulstunden anwesend, was perfekt geeignet für seine Wahl beim Grundkurs Gemeinschaftskunde war :-)).

      Nun, sentimale Verklärungen beiseite gelassen: Ja, Eltern mit einer einigermaßen reifen Persönlichkeit, vielleicht noch etwas Humor und Gelassenheit, Realitätssinn und Zuversicht, einer musischen, praktischen oder intellektuellen Eigenheit als Prise hinzugefügt, das hat noch nie einem Kind geschadet.

      G8 und Bachelor waren jedoch Lachnummern verglichen mit der Abschaffung von Sonderschulklassen, speziell für Kinder mit Sprach- und Verhaltensschwierigkeiten. Und der Inklusion als Instrument, die Eine-Schule-für-alle einzuführen, ohne sie so zu nennen. Das ganze kulminiert an den Grundschulen – und wir haben die aktuellen Änderungen von 2009-2016 erlebt, allerdings sind alle Änderungen gerade erst eingeführt worden just in den Jahrgängen nach unseren Kindern!!

      Ganztagsbetreuung an einer Grundschule habe ich mit einem pensionierten Ex-Grundschulrektor und einer jungen Lehrerin gemeinsam als Elternvertreter organisatorisch konzipiert und dem Oberbürgermeister zugesendet. Antwort lautete: das ist doppelt so teuer als wir bugetiert haben – Qualitäten runter, Gehälter auf 3,50 / Stunde runter (Schnitt unter Einsatz von „Nebenkräften“, Essen wird nicht frisch gekocht. Sanierung des Gebäudes aus den 1950er-Jahren (im Originalzustand!) wird nur im Rahmen von Fördermitteln für Inklusion / Ganztagskantinenanbau sowie neuen Fenstern realisiert.

      Und das war vor der Flüchtlingswelle. Und dann waren Milliarden da. Einfach so. Aber noch immer nicht für die Schulqualität…

      Man muss eben Prioritäten setzen!

      Und als ich 2015 kommunalpoltische Akteure aufforderte, für ausreichend Deutschlehrer in Sprachkursen zu sorgen, bezahlt, Teilnahme verbindlich für Sozialhilfeempfänger – da wurden alle so ausweichend. Jetzt heißt es, für 30% gibt es Kurse bei der VHS, allerdings erst ab 2019, aber mit Familiennachzug müssen wir jetzt rechnen und es gilt, alle zu integrieren, die nun einmal da sind.

      Nein, nein, nein, wie konnten wir das ahnen, dass es nicht eben Sprachkurse für alle gibt. Eine Schule für alle – hier wäre es richtig und wichtig, aber genau hier tauchen dann alle ab, die no borders rufen. Sie sind einfach weg, wenn es konkret an die Arbeit geht, von ein paar echten Idealisten abgesehen…

      Die merken in Berlin nichts mehr. Allesamt merken sie nichts mehr. Sie fahren auch keine S-Bahn in Berlin. Dann weiß man nämlich, wo die Probleme einer Gesellschaft liegen. Man muss nur hinsehen und zuhören. Wie es gute Eltern eben auch tun.

      Doch dazu braucht es eben einigermaßen reife Persönlichkeiten. Die nicht ihren Eitelkeiten oder Komplexen primär folgen – anders kann ich G8, Inklusion und open borders meinen Kindern nicht mehr erklären…


    • Sie fahren auch keine S-Bahn in Berlin.

      Achherrje, kennen Sie nicht mehr den uralten Witz aus Westberliner Zeiten:
      „treffen sich 2 Senatoren in der U-Bahn…“
      (das war bereits der Witz, weil Senatoren eben nicht U-Bahn fahren, sondern Dienstwagen.)

  80. Titel eingeben
    Das man nicht grundlos auf ein Fahrrad eintritt, dürfte selbstredend sein. Wahrscheinlich war es dem Genuss berauschender Mittel geschuldet. Aber was kann man erwarten, wenn ein anderer meint, mit einem M16 in einer Diskothek rumballern zu müssen?

  81. Cui bono?
    Laut Sozidenke bestimmt das Sein das Bewusstsein. Bei solcher Erkenntnis ist es logisch, dass Rote den Esel schlagen, der die Säcke trägt: den Staat. Angenehmer Beifang: Selber so ein Sack und arbeitsscheu durchs Leben getragen kommt eine/r unbehelligt davon. Nennt sich rotwelsch ‚Soziale Gerechtigkeit.

    Mehr soziale Gerechtigkeit? Klartext: Mehr Esel! Sofort! Wer als Junger kein Linker war, hat kein Herz. Wer im Alter kein Rechter ist, hat keinen Verstand und ist auf weiche Wissenschaften /Bürgermeister von Würselen ausgewichen – auf heisse Luft also. Die steigt auch nach oben.

    • "Das Sein bestimmt das Bewusstsein"
      letztlich stolpert der Sozialismus immer über so eine Kante, denn übersetzt bedeutet das ein Primat der Materie vor dem Geist, welches wiederum dekretiert, daß der Sachzwang und nicht der findige und willensstarke Geist den Lauf der Dinge bestimmt! Angela übersetzt es unprätentiös in „alternativlos“, der Muslim nennt diesen Fatalismus inshallah… Nah sind sie alle beieinander. Paradoxerweise wollen genau jene, die den freien Willen/Geist, ja die Freiheit des Menschen schlechthin (auch als politische F.)leugnen, den Ton angeben…- was mich etwas ratlos zurücklässt .. . Und sie machen das dann mit geistigen Versatzstücken wie „soziale Gerechtigkeit“ oder phlegmatischen Aggressiva wie „one-world-no-nation-Gefasel“. Viel trifftiger können meine Darmanhangsgebilde von Wahrheit und Notwendigkeit sprechen, sie haben sie vorher nämlich nicht großmäulig geleugnet!

      Was den eigentlichen „Lastesel“ angeht, Gast, – es ist eben nicht der Staat, sondern der Bürger, noch spezieller: der Steuerzahler!
      F.Hollande, damals enthusiastisch auf dem gekappten Thron Frankreichs verkeilt und zwischen dessen Kissen und seinem Vespa-Bezug gen Angeliebter verknotet, sprach zu einem Kritiker der Kosten seiner Projekte:“ Das kostet nichts,- das bezahlt der Staat!“ Daß der Gute sich bis zuletzt als Sozialist verstand, erschüttert nicht wirklich.

  82. Fahrradklau in Japan
    Klauen Sie mal ein Fahrad in Japan. Vor den U-Bahnstationen stehen viele Raeder, einige davon offensichtlich stehengelassen, oder vergessen. Ein Kollege von mir (nach zuviel Kirin Bier) dachte auch er koennte sich eins an einer U-Bahnstation in Tokyo mitnehmen um schneller nach Hause zu kommen. Daraus wurde dann nichts, weil er schon an der naechsten Bruecke von der Polizei (ein Polizist auf einem Fahrad) angehalten wurde. Ein angeschickerter Gajin auf einem Damenfahrrad kam dem wohl verdaechtig vor. Also musste er mit in die lokale Dienststelle (Koban) und sich dort erstens eine laengere Belehrung anhoeren, dann eine schriftliche Entschuldigung schreiben, und schliesslich das Fahrad zurueckbringen. Strafrechtlich passierte nichts. Aber: Der Beamte im Koban (eine kleine Station, nur mit zwei Mann besezt) hatte seine Entschuldigung in der Akte. Falls das – oder etwas anderes – nochmal passiert waere, waer es nicht mehr so einfach abgetan wordern. Immer wenn es um „Community Policing“ oder “ Kontaktbereichsbeamte“ geht fallen mir diese Kobans ein, die mit Fug und Recht als Fundament der Japanischen Polizei gelten. Die zwei Mann die da sitzen, kennen ihr Viertel genau. Sie haben keine Streifenwagen sondern nur ein laecheriches Fahrrad. Aber sie haben die einzige genaue Karte der Gegend (zu meiner Zeit noch handgezeichnet), sondern wissen auch wer wo wohnt, da sie einmal im Jahr ale Haustueren abgehen und nachsehen. Und sie haben die Kartei ueber jeden der schon mal irgendwie aufgefallen ist. Vielleciht etwas zu engmaschig fuer Deutsche Anschauung, aber in Tokyo konnte man zu jeder Tages und Nachtzeit und ohne Angst mit tausend USD in der Hosentasche rumlaufen. Nebenbei: Zu der Zeit hatten alle Auslaender wie ich eine Gaijin-Karte als Ausweisdokument, mit aufgedrucktem Fingerabdruck. Ich fand das zwar etwas befremdlich, aber da es eine japanische Regel war war es zu aktzeptieren wenn man da arbeiten wollte. Es kam mir aber nicht in des Sinn wegen „Verletzung meiner Menschenwuerde“ rumzuschreien.
    Ich frage mich immer warum solche Karten nicht in Deutschland fuer die Menschen verwendet werden die wertvoller als Gold sind.

  83. "Das kann Merkel vor der Wahl noch gefährlich werden" - oder: die Quellen der Vernunft?
    Entspannung im Urlaub sieht doch anders aus.

    http://www.bil d.de/politik/inland/angela-merkel/das-kann-ihr-vor-der-wahl-noch-gefaehrlich-werden-52709826.bild.html

    (Entsprechend den Regeln der Supervision aufbereitet :-))

  84. Jenseits des Themas
    Wenn es erlaubt ist, möchte ich auf etwas hinweisen, was ich für einen weiteren Skandal halte, um zu zeigen, wie dreist sich gewisse „Führungseliten“ in diesem Staat aufführen, ohne die geringste Kompetenz aufzuweisen.

    Es geht um den bisher freiwillig nicht erfolgten Rücktritt der Frauennationalmannschaftsfußballtrainerin Steffi Jones.

    Da werden die seit 30 Jahren schlechtesten Ergebnisse eingefahren und die gnädige Dame hat keinerlei Einsehen in ihre eigene Unfähigkeit.
    Es ist zum fremdschämen!
    Was für eine Schande!

    Natürlich kann man nicht erwarten, dass die Deutsche-Frauen-Fußballnationalmannschaft jedesmal im Halbfinale oder Finale mitspielen darf oder sogar den Titel holt. Aber wenn man die seit Jahrzehnten schlechtesten Ergebnisse erzielt, sollte man so viel Anstand haben und spätestens am nächsten Tag selbst zurücktreten.

    Wenn Frau Jones es gar nicht kapiert, dass sie nicht genug vom Trainergeschäft versteht, dann muss eben der DFB zügig, klar und eindeutig handeln.

    Erstaunt hat mich auch, dass man die derzeitigen Nationalspielerinnen nach ihrer Meinung über die Trainerin gefragt hat.
    Diese wurden von der Trainerin aufgestellt und werden doch den Ast, auf dem sie sitzen, nicht selbst absägen. Manus manum lavat! (Eine Hand wäscht die andere!)

    Unglaublich dass die Presse sogar noch Sätze daniederschreibt wie:“Wir haben aus der EM gelernt, bzw. wollen mit Steffi aus der EM lernen… .“
    Ich staune nur!
    Die EM als Lernphase!
    Kommen die Damen denn gar nicht in der Realität an?
    Die EM war der Ernstfall und dieser ist gründlich danebengegangen, und zwar so schlecht, wie noch nie!
    Da sollte es keine Diskussion geben, sondern den fälligen Tritt in den Hintern.

    An diesem Beispiel lässt sich ermessen, über wie wenig Gewissen die durch Seilschaften sich etabliert habende Klasse in unserer Gesellschaft überhaupt noch verfügt.

    In früheren Zeiten hätte jeder Bundestrainer aus Anstand noch am Abend oder spätestens am nächsten Tag das Amt für andere zur Verfügung gestellt. Zumal sich Fachleute bereits sehr über die Ernennung von Steffi Jones zur Trainerin gewundert hatten, da sie über keinerlei Trainererfahrung verfügte.

    Wir wissen von anderen Beispielen, dass Spitzenfußballer nicht unbedingt gute Trainer sein müssen, z.B. Lothar Matthäus. Aber selbst er es hat immer relativ schnell verstanden, wann es besser ist, dass man geht.

    Man hat das Gefühl, die herrschende Klasse, sowohl die Politik als auch das Geschäftsleben und der Sport sieht ihr Pöstchengeschacher wie eine Therapiegruppe. Kein Abstieg mehr möglich, wir fassen uns alle an den Händen und lernen daraus für das nächste Mal. Konsequenzen werden keine gezogen, man kennt sich ja.

    Steffi Jones soll ruhig lernen.
    Meinethalben auch gerne als Trainerin, in einem Verein, der ihrem Trainerniveau entspricht, also dritte oder vierte Liga vielleicht.
    Das sie selbst eine Spitzenfußballerin war, bezweifle ich nicht! Aber sie hat bewiesen, dass sie eine miserable Trainerin ist. Schluß jetzt!

    Auswechslen! Und zwar sofort!

    • Ich habe es offen gesagt nicht mit Fussball.

    • Kurt, als Mann
      haben Sie kein Recht, Frauen zu kritisieren.

    • 3 Ecken 1 Elfer
      Lieber Gnadenbrotler,
      allein dass sie beim Blogtitel „Vandalen…“ auf das Thema Frauenfußball kommen ist ganz großartig. Danke!

    • Comics
      Die Frauen der Nationalmannschaft haben ja, wie man liest, Comicfiguren zugewiesen bekommen, etwa Robin Hood für Frau Maruszan oder Tinker Belle für Frau Islacker. Frau Jones hat (gemäß Münchner Merkur) Charlie Brown (Aha!) bekommen. Ich hätte eine Empfehlung: Psychodingsbums streichen, dafür Stoppen und Passen üben.

    • Erster alles*
      Steffi Jones darf nicht gehen.
      Als offene Lesbe hat sie Vorbildfunktion und muss via Werbung die queere Sache vorantreiben.
      Dafür kann mandann schonmal in der Vorrrunde rausfliegen.

  85. Die Kaputtmacher
    dieser Welt sollten sich vielleicht mal Aristoteles Satz: „Das Ganze ist mehr als die Summer seiner Teile“ zu Gemüte führen.
    Darüber lässt sich übrigens wunderbar bei einer ausgedehnten, absolut unstrapaziösen, Rennrad-Tour durch die Wetterau sinnieren.

  86. Die ARD relativieren den Holocaust:
    https://www.welt.de/vermischtes/article167196737/Am-Ende-loescht-der-ARD-Reporter-den-geschmacklosen-Tweet.html
    .
    Für die Antisemitischen Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) nicht wirklich überraschend.

    • Es ist erstaunlich, was alles so bei der ARD Platz findet – und wie lang das mit der Einsicht gedauert hat.

      Aber wehe , man empfiehlt ein Buch!

    • Buchempfehlungen
      Don, du meinst offenkundig das Buch des Mannes, der sich auf dem Dachboden erhängt hat – den nahen Untergang Germaniens im Sinn. Findest du das Buch denn empfehlenswert?

    • Ich finde es verquast, aber ich finde es falsch, dass man es nicht empfehlen darf, wenn man dafür Argumente hat.

    • Ich war ja so blöd, mir dieses Buch doch zuzulegen.
      Jo. Das übliche, mir aus dem Usenet bereits in den neunzigern bekannte, Nationalkonserven-Untergangsgeraune. Erstaunlich, dass sich das in immer neuen Auflagen bis heute hält – Spengler und Toynbee haben das bereits vor vielen Jahrzehnten auf die maximal mögliche intellektuelle Höhe (Bauchnabel) getrieben.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Interessante Stellungnahmen zum Untergang Germaniens!
      @ Herr Haupts

      Danke für Ihre Einschätzung! Es hätte mich bei Ihnen auch gewundert, wenn Sie von diesem Werk tiefer ergriffen gewesen wären. Sie suchen ja doch eher nach geistigen Gehalt. Einige recht hübsch wirkende Formulierungen sollten sich in dem knappen Büchlein aber finden, nur zur Gänze…, ist es doch eher sehr abgestanden und halt etwas unappetitlich.

      Ich bin bei so etwas (zumal dann, wenn es aus diesem Verlag kommt…) ohnehin sehr skeptisch, und erwarte da eigentlich nur, dass da ein immens enttäuschter Bildungsbürger den kurz bevorstehenden Untergang Germaniens mit aktueller (und deutlich überdrehter) Migrationskritik vermengt, und dies dann in einem Stil vorzutragen sucht, der glänzen will – indem er Autoren wie Carl Schmitt zu ähneln sucht. Dazu noch eine große Dosis Entfremdung von der Demokratie, als Elitenkritik getarnte rechtskonservatie Larmoyanz – Schnappatmung wegen dem „Schuldkult“, der die Politik unseres Landes vollkommen lähme – natürlich etwas feiner formuliert – und bereits fertig ist quasi das ganze Werk.

      Sollte das wirklich so sein, dann traue ich mir mit Leichtigkeit zu, ein vergleichbares Werk binnen einer Woche zu verfassen. Viel gehört da nicht zu, denke ich.
      .
      Eine ganz andere Frage ist aber, ob der Spiegel so klug beraten war, mit der Entscheidung, dieses Werk von der Bestenliste zu entfernen. Ich habe bei dieser Sache durchaus Verständnis für den Spiegel, halte die Entscheidung aber für falsch – nicht zuletzt darum, weil diese Art von Entscheidungen den politischen Diskurs mindestens genauso vergiftet, wie es solche giftigen und ins Deutschnationale chargierende Esssays eben tun.

  87. Das ist jetzt etwas OT, aber ich möchte doch das Lachen teilen: Bernd Zeller
    in der Zellerzeitung.de auf S.457 bringt folgende Überschrift:
    “ Angela Merkel ritzt sich, um ihr Mitgefühl auszudrücken“- natürlich mit genialer Zeichnung über/unter dem Text!

  88. "Edle Ideale schmelzen bei der Begegnung mit einer Realität ..."
    Wenn das so wäre, gäbe es längst eine Obergrenze, oder? Ideale zu haben, steht überhaupt nicht im Widerspruch zum Realitätssinn. Denn aus der Realität ergeben sich nunmal die Ideale.

    Ideale schmelzen auch nicht dahin, sondern münden in Frustration und Gewalt, falls die Verhinderung ihrer Umsetzung als ungerecht empfunden wird. Und das zeigt sich nicht erst seit Hamburg.

    Sorry, aber die Polizei ist immer noch nicht das Problem. Die Polizei ist weisungsgebunden und bis auf einige persönlich bedingte Fehltritte in ihren Handlungen politisch gesteuert.

    Eine politische Auseinandersetzung findet jedoch nicht statt. Die Politik ignoriert alle Forderungen, die ihr nicht in das Konzept passen. Sie läßt keine demokratischen Mittel zu, die ihre Vorstellungen gefährden könnten. Sie nutzt das Machtmonopol des Staates, nicht nur in Form der Polizei, zur Unterdrückung von Meinungen und Forderungen. Sie führt das Demonstrationsrecht ad absurdum, indem sie Demonstranten vom Ziel der Demonstrationen fernhält.

    Es ist müßig, über Gewalttourismus zu streiten, solange durch derartiges Verhalten der Politik politische Auseinandersetzungen auf scheindemokratisches Palaver in Parlamenten beschränkt bleibt. Denn das ist letztendlich der Auslöser der Gewalt.

    Nicht, daß Gewalt eine Lösung wäre, aber es sollte nicht so getan werden, als wäre die Gewalt eine einseitige Angelegenheit, nur weil sie sich in ihrem äußeren Auftreten unterscheidet.

    Beim Fahrrad ist die Sache klar, bei den politisch bedingten Auseinandersetzungen im Grunde auch – es mangelt an echter Demokratie. Das aber kann nur die Politik ändern, die das jedoch nicht will. Würden wirksame plebiszitäre Elemente auf Bundesebene zugelassen, dann sähe die Sache anders aus. Aber auch nur dann.

  89. Naivisten
    merken garnicht, wie durch Sabine Adler indogtrinierte machtgeile Nachwuchsjournalisten im ö-r DLF Sirenenklänge der Kriegspropaganda auf sie projeziert werden. The Carlyle Group läßt grüßen.
    Da ist Gewalt ein Federstrich.
    Deshalb mal wieder ein paar legale Drogen, in Bayern Lebensmittel, reinziehen und zum Konzert gehen, um friedlich abzudancen…
    https://www.youtube.com/watch?v=yBGKHBpbFH8

  90. @ Lady Catherine sagte am 31. Juli 2017 um 09:24 Uhr
    some game…..
    I prefer the Germany of 2014 with the predominant blue-and-white Southern Diamonds“
    .
    I’m awfully sorry Lady Catherine. Wir hatten das hier schon einmal und Don bekam fürchterlich Hiebe von seinen Landsleuten/Landsleut*Innen wg. „blue-and-white Southern Diamonds“. Merken Sie sich, zuerst die Wolken dann der blaue Himmel darüber. Der Bayer maaßt sich nicht die göttliche Perspektive an.
    .
    Dem Don hatte ich mal den „Wagen von der Linie 8“ (Weißferdl, https://www.youtube.com/watch?v=WRoQM4plkKI ) als Eselsbrücke an´s Herz gelegt.
    .
    Pfiat Eahna.
    (DdH)

  91. Blue Monday
    Wie sollte ich als Frau militärische Erfahrung haben, zumal ohne Kinder, also auch ohne Enkel. Aber ein Leben jenseits der Gewalt führe ich nicht, wer kann das schon. In mir kocht es, es kocht gewaltig und da halbwegs phantasiebegabt, male ich mir alle möglichen Situationen und meine möglichen Reaktionen aus, die nicht immer gewaltfrei wären. Wenn ich hier schreibe, versuche ich sachlich zu bleiben, zügel meine Emotionen. Würde ich so schreiben, wie ich wütend oft genug empfinde, könnte der Don das meiste davon nicht freischalten.

    Ihre Frage, ob der Staat die Gewalt des Heeres braucht, kann ich nur so beantworten, dass ich mich schon als Kind fragte, wozu wir eine Bundeswehr brauchen, mich erinnere, als 7jährige absolut dagegen gewesen zu sein, um ein Jahr später entsetzt hören zu müssen, wir haben nun eine Bundeswehr.
    Den Tod des jungen Mannes während eines Marsches, den ein normal sportlicher, gesunder Mensch bewältigen können sollte, müssen andere untersuchen und ergründen. Ich kann mir das momentan nur so erklären, dass die allgemeine Verweichlichung und Überbehütung da ihren tragischen Ausdruck fand. Organische Ursachen zu finden ist Sache der Obduktion.

    Mir wäre schon als Kind die Neutralität des Landes am liebsten gewesen, aber mein Wünschen hat noch nie jemandem geholfen.

    So wie mein Wünschen hinsichtlich der anstehenden Wahl völlig müßig ist, ich wünschte noch was ganz anderes, aber der liebe Gott wird da wohl nicht eingreifen, mir selbst fehlen Mittel und Gelegenheit und so wird es kommen, wie der Wähler will, alles bleibt, wie es ist und wird schlimmer werden.
    Gegen die Dummheit der Menschen scheint kein Kraut gewachsen zu sein und es gibt viel Dummheit.

    • Klug und erfahren
      können, wir noch viel von Ihnen lernen geschätze Frau Simon.
      Habe in der Jugend mit meinen Omas über die Heimat, den Krieg mit Vertreibung dann den Wiederaufbau und wachsenden Wohlstand diskutiert.
      Es ist eine Schande was Schröder + Merkel mit unseren Staat gemacht haben. Es ist unser Schicksal diese Politik abzuwählen und ich weiß auch nicht wie. Aber aufgeben zählt nicht.
      Beim Marsch unserer Truppe ist einer nach 15 KM umgefallen und schrie auf dem Rücken liegend alle zusammen, so dass die Leitung den Rückmarschbefehl gab und wir unsere Blasen bei Bierchen pflegten.
      Auch einen 25 KM Marsch bei -15 Grad haben wir überstanden, weil diejenigen die nicht mehr konnten oder wollten aufhörten.
      Bei der Gesundheit hört Zwang auf. Doch heute hat die BR D eine Mörderarmee für Sicherung von Rohstoffen aus der Welt und sinnlose Treue.
      Mich ekeln die verlogenen Verantwortlichen an und am besten die würden nicht mehr in Funk und Fersehen auftreten.
      Es ist eine Schande für Staatsbürger derart betrogen zu werden.
      Der Nachwuchs ist nicht mehr ernstnehmbar aber keine Lachnummer einfach langweilig.
      No future at all
      Bleibt Beobachtung und Dokumentation.
      War es das weshalb die Großeltern mit einem Sack Kartoffeln hierher flüchteten?

    • Neutralität ist nicht unbedingt unbewaffnet
      So hat die Schweiz bspw. noch 134 Leopardpanzer und 133 Panzerhaubitzen. Die Bundeswehr will jetzt durch den Rückkauf von gebrauchten Pnazern und deren Hochrüstung wieder auf etwas +über 300 Panzern kommen, im Augenblick gibt es einen Buchbestand von ca. 220. Bei den Panzerhaubitzen gibt es 123 Buchbestand. Ok, beide Systeme sind moderner als die Schweizer Varianten, aber das Verhältnis passt trotzdem nicht.

    • Neutralität ...
      … ist eine gute Sache, Frau Simon.

      Wenn sie glaubwürdig und wirksam sein soll (à la Schweiz), wird sie eher mehr kosten als eine NATO-Mitgliedschaft.

      A la Österreich oder Belgien (im 1. u. 2. WK) ist sie eher lächerlich und ein bloßes Schönwetterprogramm…

      Innere und äußere Sicherheit sind die Kernaufgaben eines jeden Staates, der Rest ist verhandelbar.

      Wie man das organisiert und finanziert sollte selbstverständlich von den Stimmbürgern und Steuerzahlern entschieden werden, nicht zu sehr von Generälen, Kanzlerinnen, etc.

    • If you ladies leave my island, if you survive recruit training, you will be a weapon.
      Anekdöttchen aus der vor Ursula-Zeit:
      40 Km Marsch. 10 Km vorm Ziel fängt einer an zu jammern:
      Er „kann nicht mehr.“

      Oberfeld gibt Befehl, dass wir eine Trage bauen, zwei sein Gepäck und das Sturmgewehr übernehmem und vier ihn dann auf der Trage die letzten 10 KM tragen…und zwar Trage auf den Schultern.

      Wir haben ihn dann alle 10 Meter fallen lassen. 10 km lang.

      Er konnte vor lauter Prellungen eine Woche nicht schlafen.
      Er hat nie wieder gejammert.

    • Lieber Goodnight, das war damals ein bewährtes Mittel,
      um wehleidige Gemüter zu kurieren. Ich hörte in den 60ern von meinem ersten Freund auch von allerlei Prozeduren, wie man unwillige Kameraden zu Gemeinsinn und Ordnung brachte.

      Aber nichts desto trotz, you made my day.

    • "Er hat nie wieder gejammert."
      Er ist aber auch nicht in der Folgewoche verstorben.

  92. Schon vergessen?
    Gab es schon immer. Ventil geklaut, Reifen zerstochen, Speichen zertreten, Rad geklaut usw. Vorzugsweise am Bahnhof, beim Schwimmbad oder in der Schule. Inklusive Kommentar meiner Mutter „hast Du wohl wen geärgert“…Anzeige sinnlos, Ärgern bringt nix. Damals noch rein deutsche Assen. Heute sind die bereichert, aber das Problem ist schon länger da.

    Das ist auch die Antwort auf die Frage, warum man mit dem Auto zum Sport fährt, weil man als Kind zu oft das platte Fahrrad zurückgeschoben hat.

    Ich möchte das nicht kleinreden, und Alkohol ist m.E. auch nicht strafmindernd sondern straferhöhend anzusehen, ebenso wie andere Drogen oder unbehandelte psychische Störungen.

    Mein Fragen des Tages: gibt es bei ebay Sturmgewehre und ist der Verkaufsstop von Messern bei Edeka wirklich ernstgemeint?

    Ceterum…schliesse mich da den Mitforisten an.

    • ebay verkauft keine Waffen oder Waffenteile
      dafür gibt es egun.

    • Rheinland 1972;
      wir vier oder fünf Kinder mit dem Fahrad zum Hallenbad,das Ventilstehlen war berüchtigt.Die Mutter schlug vor,die Ventile mit in die Halle zu nehmen. Nach dem Schwimmen zum Fahradstellplatz zurückkehrend, wartete eine freundlich interessierte Polizeisteife auf die Fahradeigner.

  93. @ Harry Charles
    Sie haben den 4ten und einzig richtigen Grund vergessen :
    http://www.un.orgpublication
    ….replacement migration
    Dort wird explizit dargelegt wieviel pro Land “ benötigt “ werden….
    Größter Beitragszahler in den Topf “ UN “ ist????
    Stimmt,Germoney

  94. Links? Rechts? Bullshit!
    Keine dieser Kategorien funktioniert noch. Wir alle sind so individualistisch. Und das ist gut so. In meiner Jugend gab es sehr schlichte Katechismen die vorgaben, was man als Linker oder Rechter zu denken hatte. Alles komplett obsolet. Deshalb hat die ehrwürdige alte Dame Sozialismus (in allen Schattierungen) diese Argumentationsprobleme. So wie der Martin aus Würselen. Das Soziale Elend beginnt bei manchen, wenn die Finanzierung des dritten Familienautos für die Tochter in der zweiten Selbstfindungs-Phase ein wenig klemmt. Ich vermute aber, das mehr als 90% die Polizei rufen, wenn man sich bedrängt oder bedroht fühlt. Auch gut so

  95. Zellerzeitung (wurde irgendwo oben zitiert) ist ganz witzig,
    aber erreicht nicht immer die Feinheiten der Realität. Der Terrorismusexperte des ÖR, ein Genie namens Elmar Theveßen, orakelte nach einem der jüngsten Terroranschläge im Gespräch mit der ehrfürchtigen Nachrichtenaufsagerin: „Wir müssen von mindestens einem Täter ausgehen.“
    .
    Am ÖR scheitern die Satiriker kohortenweise. (Muss daran liegen, dass die Satiriker nachdenken. Dann sind sie klar im Nachteil.)

    • Ansagerinnen
      Es gab eine Zeit als die letzte Sprecherin im ÖRTV verschwunden war.
      Diese goldenen Augenblicke sind Botox gewachsten Monstergirlies und Supersoftjimmies gewichen.
      Da muß die Kohle mal gewaltig abgesaugt werden…

    • danke
      für diese geteilte Beobachtung >0

    • Deshalb haben die Besten ja längst aufgegeben
      Schramm und Pispers fiel gegen soviel Idiotie nichts mehr ein, zumal dieser Zustand grundsätzlich schon Jahre herrscht.

    • Kollege, so geht das nicht.
      … nicht einfach Pseudonyme mitnehmen… tzzz

  96. Sag, für wen dein Herz schlägt.
    … ein Einzelfall von Vandalismus auf dem Lande … diesmal unter Einfluss von Alkohol – der legalen aber gefährlichsten Droge überhaupt …

    In Zeiten wo Jörg Meuthen stets bemüht ist, sich mit dem Wort Patrioten (Gute Bürger) von Nationalisten (böse Bürger) abzugrenzen … Heimatliebe nur in Verbindung mit degeneriertem Erbgut und dümmlichen ewig Gestrigen in Verbindung gebracht wird … sinkt auch das Verständnis für ein soziales Miteinander.

    Ist es nicht fehlende Abgrenzung … wo es nur noch schwarz und weiß … aber keine Schattierungen von Grau oder gar Farbnuancen gibt, die dem ganzen Werteverfall Vorschub leistet. Ich denke, wenn von der hohen Politik und den Wirtschaftseliten nur noch Etikettenschwindel vorgelebt wird, wo soll es den herkommen. Überall wird nur noch ein Etikett draufgepappt – Inhalt Fehlanzeige.

    Wenn Unworten wie „alternativlos“ höchste Regierungsvermögen angedichtet werden, wenn kritische Stimmen am totalen Politikversagen mit der Begründung „alles ist gut“ als ungehörlich eingestuft werden, kann sich nur eine Unschärfe der Wahrnehmung einstellen. Wie sagte letztens ein Berliner im Gespräch: „Früher haben die linken Autonomen so was abgefackelt – auf einen vorbeifahrenden Jaguar zeigend – heute aber zünden sie alles an“. Ich denke da spielt eine Menge Ohnmacht mit. Das oft genannte Abgehängt sein. Wenige reiche Gewinner – viele Verlierer.

    Fehlende Abgrenzung in Hinsicht auf das Eigentum aber auch auf die Unversehrtheit und Gesundheit Anderer, ist doch nur ein Fingerzeig darauf, dass der kulturelle Zusammenhalt in diesem Lande schon Schaden genommen hat. Als Helmut Kohl 1982 die Ellenbogengesellschaft mit seinem kalten Staatsstreich ausrief, kam der Stein ins rollen.

    Wenn die Deutung was falsch und was richtig ist, wahr und unwahr, Recht und Ordnung, Scharia oder Grundgesetz, Journalismus oder Lügenpresse so schwerfällt, wenn darüber schon Welten der Wahrnehmung liegen, wo soll dann die Differenzierung stattfinden, ob ich an einem Fahrrad das nicht mir gehört einfach vorbeilaufe, oder ob ich als Tat des zivilen Ungehorsams definiere indem ich es platt trete.

    Nein, nicht alles ist gleich, nicht alles ist gut – nur weil es bestimmten Interessengruppen dienlich ist.
    Wenn so gut wie alles dem Profit, der Globalisierung und des Machterhalts dient –
    dann opfert man auch vieles Menschliche. Dann aber heuchlerisch auf die Anderen zeigen, die ja so böse sind, ist ein Zeichen für kaltes Kalkül und der Beschränktheit des Geistes.

    Vieles in Deutschland ist es wert es zu schützen; ob es das Gesundheitssystem für alle ist; das human freiheitliche Grundverständnis etc.. Beispiele gibt es genug denke ich. Jeder sollte mal in sich gehen und nachdenken, was für ihn persönlich wertvoll genug ist, um es in unserem Heimatland zu erhalten. Dafür einzustehen und dafür auch mal Flagge zu zeigen. Nicht mehr weiter wegsehen sondern endlich darum kämpfen.

    Schau ich mir die politische Priesterschaft in Berlin und anderswo an, sehe ich nur eine Beliebigkeit des Reagierens und des Nichttuns. Schlimmer noch, teuer erkämpfte Errungenschaften werden mutwillig von der Politik zerstört und entwertet. Nein, Frau Merkel, Deutschland besteht nicht erst seit 1945 oder 1989 oder wie sie denken seit den Bundestagswahl 2005.

    Die Übereinkunft, dass es In Deutschland mehr Geschichte, mehr Werte, mehr Kultur und mehr Gutes gibt, das es zu erhalten gilt, muss wiederhergestellt werden. Das dieser Impuls vom Volke ausgehen muss, steht für mich außer Frage. Die regierende Politik hat nicht mehr den Willen und die Einsicht dazu.

    Frau Angela Merkel, treten SIE und ihre gleichgeschaltete Mannschaft noch heute zurück. Machen sie ihrem zerstörerischen Treiben, ihrem Antideutschland ein Ende. Geben sie Deutschland und dem Amt des Bundeskanzlers die Würde zurück die es verdient hat.

    Einigkeit und Recht und Freiheit.

    • Alkohol – die legale aber gefährlichste Droge
      Ich wollte eigentlich einen langen Beitrag schreiben, um die 80 000 Toten p.a. kleinzureden, erinnerte mich aber rechtzeitig daran, daß relativieren tötet.

      Allerdings: https://en.wikipedia.org/wiki/ Carfentanil

  97. @ Renate Simon sagte 31. Juli 2017 um 13:28 Uhr
    „Der Einsatz in Mali ist einzig dazu nütze,
    die Uranvorkommen für die Franzosen zu sichern. Alles andere ist Nonsens hoch drei. Ich habe gestern fast einen Schluckauf beim Anblick von uvdL bekommen, ganz in khaki mit schwarzem Trauerband um den Hals stakste sie durch den Sand wie ein Trampeltier. Dann die üblichen Floskeln, die sie immer parat hat.“
    .
    Verzeihung Madam, sandfarben, Afrikakorps, Rommel, von Senger und Etterlin, wissense!- und das schwarze Trauerband ließ mich an alte Western mit Burt Lancaster und Kirk Douglas denken, nur schlampiger gebunden (müssen unsere Fußballer das Trauerband zukünftig auch am Hals tragen?).
    .
    Wenigstens ist sie nicht in ein Erdloch gestolpert und auf die Fresse geflogen wie 1993 der Rühe-Volker in Belet Uen (DtUstgVbd Somalia), wo in nibelungenüblichvorauseilendem Gehorsam ein deutsches Logistik-Unterstützungsbataillon hingekarrt wurde um eine indische Infanteriebrigade zu versorgen-die sich niemals nach dort auf den Weg machte.
    .
    Und was erlaube? „Nonsens hoch drei“. Niemand niemals, auch nicht die pastoral säuselnde Intrigantin Schavan, kann ihre Statements in einem solchen zwitschernden Nachtigallenschlag verkünden. Diese Frau als Bischöfin wäre eine Optimalbesetzung bei der Hannover´schen Kirchenasylbehörde. Da könnte die andere spröde Tante aus Hannover aber abstinken.
    .
    Was Mali anbelangt, so hat sich der l‘ Armée français neben den Truppenteilen Heer, Luftwaffe, Marine, Gendarmarie, Pompiers und der ohnehin stark mit Deutschen bestückte Légion étrangère noch eine zweite Legion angeschlossen. Ungebeten*, um nicht zu sagen aufgedrängt – und Unterhalten total vom deutschen Steuerzahler-alles im Rahmen dieser unverbrüchlichen amitié franco-Allemande aus der zukünftig ja siam.. äääh ein Macro-Merkeltilistisches Zwillingspaar heranreifen soll.
    .
    * ähnlich wie das FlaRak-Btl in die Türkei, das am Ende der Tage froh sein konnte nicht als Geisel von diesem krummen Hund (çarpık köpek) in Ankara zu enden.
    (DdH)

    • Bitte mehr DhH,
      es braucht keine Bilder, ihre Worte malen wundervoller als jeder Pelikantuschkastengequälte jemals zu träumen wagte.
      https://www.papiton.de/Bilder/Detail/pelikan-deckfarbkasten-geha-f250-12-12-farben-721217-02.jpg
      Bin gebürtiger Hannoveraner und mit Pelikan sowie Geha erfahren

    • Ja und das Witzigste ist, dass Mali unseren Einsatz überhaupt nicht will
      aber das kümmert ja niemanden hier und schon gar nicht uvdL. Sie hat einen Textbaukasten, der für fast alles zu gebrauchen ist, egal ob in einer Talkshow, beim Tigerabsturz in Mali oder islamistischen Terror. Sie variiert da wenig, analog zu ulF, die ja auch nur sehr beschränkt in Wort und Geist ist, aber allerliebste Urlaubsfotos bietet, ich will Ihnen zumindest eines nicht vorenthalten https://s6.postimg.org/k5oawir3l/sulden_2017.jpg

      Da ich der evangelischen Kirche seit bald 40 Jahren nicht mehr angehöre, mag dort rumkaspern wer will und beim Halstrauerband fragte ich mich doch glatt das Gleiche wie Sie, es sah zu albern aus. Burt Lancaster u.a. hätten es mit mehr Grandezza getragen.

      Was die Allianz mit dem Möchtegernnapoleon angeht, ach auch da gibt es doch hübsche Fotos, ein trotziger Junge auf dem Thron, aber gut, er wird uns noch teuer zu stehen kommen. Und nicht nur der Einsatz in Mali wird dann vergessen sein, ich würde mit Ihnen wetten, wenn ich vor hätte, das zu erleben mir antun zu wollen. Rechnen Sie mit allem, ulF meinte ja, sie bräuchte da nach der Wahl evtl. die Legitimation des Parlamentes, was uns zeigt, dass ihr die Meinung des Volkes bzw. der Wähler am breiten Achtersteven vorbeigeht. Das wäre zwar nichts Neues unter der Sonne, aber so deutlich selten geäußert.

    • Populäre Mythen zu Somalia
      >wo in nibelungenüblichvorauseilendem Gehorsam ein deutsches >Logistik-Unterstützungsbataillon hingekarrt wurde um eine indische >Infanteriebrigade zu versorgen-die sich niemals nach dort auf den >Weg machte.
      Mit Verlaub,
      die indische Brigade kam sehr wohl, sie wurde vom UN UNOSOM II HQ im Süden eingesetzt, war um Baidoa stationiert und phasenweise im heftige Kämpfe verwickelt. Heftige Kämpfe im Busch waren nun aber nicht Kernkompetenz der Bundeswehr und auch politisch nicht erwünscht, denn die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht zum Auslandseinsatz in Somalia speziell und mit Waffeneinsatz allgemein stand noch aus. Das Urteil erging am 12.07.1994, nach dem Ende der deutschen Beteiligung an UNSOSOM.
      Soviel zur historischen Wahrheit.

    • Frau Simon
      Respekt. Wo haben Sie immer nur dieses Repertoire an Fotos der Kanzlette her?

      Ganz ehrlich: ich würde diese Dummglotzerin in der Zweiergondel so nicht erkennen. Echt nich. Ein Chamäleon ist ein Punk dagegen.
      In Köln soll dieser Tage eine Gondel durch technischen Defekt ausgefallen sein. Warum passiert das immer an den falschen Orten?

    • BlackBlacky - einfach nur alle Zeitungen lesen
      ein Kölner Seilbahnunfall hätte uns nix genützt, es wurden ja alle gerettet. Nicht, dass ich das in dem Fall bedauern würde, aber meine Phantasie gibt doch da ganz andere Szenarien über tiefem Abgrund her.

      Noch zum Foto, haben Sie die Seidenstrümpfe des Ehegespons bemerkt, ich habe laut gelacht, in Bergschuhen… nun ja, vornehm geht die Welt zugrunde.

    • @Renate Simon
      Danke für den Detailtipp. Wenn Feinstrümpfe, dann nur zwischen Haut und Baumwollsocken. Und ich hatte mich nur auf den negativen Gesichtsausdruck links im Bild konzentriert. Wie hält der rechts im Bild das nur aus. Muss wohl Liebe sein.

  98. Das Schlimme ist...
    …die allgemeine Verantwortungslosigkeit und die fehlende Disziplin. Auch der Politik, aber nicht nur dort. Es zieht sich durch die gesamte Gesellschaft.

    Würde der Fahrradvandale tagsüber zur Tat schreiten – würden Sie, lieber Don, ihn maßregeln, zur Rede stellen oder der Polizei übergeben?

    Noch banaler:

    Weisen Sie einen Jugendlichen, der ein Papier oder eine Kippe (gibt’s erfreulicherweise immer seltener) auf den Boden wirft, zurecht? Würden Sie ihn auffordern den Müll aufzuheben?

    Wer ignoriert nicht, wenn der Nebensitzer in der U-Bahn die Füße auf die Sitzbank legt?

    Wer spricht einen Kopfhörer-Hörer an, wenn die Musik zu laut ist?

    Spricht jemand eine jüngere Person im Bus für an, für eine alte Dame aufzustehen?

    Die Liste kann verlängert werden. Politik, Handeln der Behörden, Gerichtsurteile, Konsequente Strafverfolgung u.v.m.

    Es wird einfach weggesehen – und die meisten wissen, dass es nicht gut und richtig ist.

    Wo ist das Verantwortungsgefühl?
    Wo die Disziplin?

    • Ich habe hier zum Kippenwegwerfen einen nie veröffentlichten Beitrag – da geht es um die Frage, warum ich nicht an gewisse Flüchtlinge vermieten würde. Das ist hier nämlich ein Problem und eines, bei dem ich die Migrationskrise spüre, seitdem nebenan Deutschunterricht stattfindet. Und zwar mit unverholener Verachtung, auch bei Ansprache.

    • Titel eingeben
      Ich habe junge Männer darauf hingewiesen,dass Spucken auf den Boden verboten ist und mit einer Geldstrafe geahndet wird-verächtliche Blicke.

    • Ein Straßenkehrer in Stuttgart - ein junger Mann läuft vorbei und schnippt
      seine Kippe gekonnt Richtung bereits gekehrter Fläche.
      Nach Ansprache hockt er auf dem Boden und des Straßenkehrers Zeigefinger deutet auf die Kippen, die er in einem gewissen Umkreis aufzulesen und in den Mülleimer zu schmeißen hat.
      Ist allerdings schon ein paar Jahre her – und dennoch denke ich gerne daran.
      Besonders wenn ich sehe, wie es heute allüberall aussieht. Auch wäre der Mann im öffentlichen Dienst heute alleine nicht mehr sicher, da ja irgendwo ein paar Verwandte lauern oder zugeschaltet werden könnten…

    • "zurechtweisen"
      Ich hab das früher manchmal gemacht (z:b: Raucher in U- und S-Bahn); ich mach’s schon seit einigen Jahren nicht mehr, wg. schlichter Angst, eine Faust ins Gesicht zu bekommen.

    • Dabei ist das Frankfurter Pflaster - das mit dem Strand darunter, Sie erinnern sich sicher -
      um etliches holpriger als das Ingolstadter:

      rebellmarkt.blogger.de/stories/2432980/

    • Fragen über Fragen
      Sie listen diverse – auch von mir negativ gesehene – Verhaltensweisen auf und suggerieren, dass diese üblich sind. Ich kenne Ihre Erfahrungen nicht und Sie teilen Sie auch nicht mit. Das macht ein Gespräch darüber unmöglich. Ich finde, dass der Don mit dem Anruf bei der Polizei richtig gehandelt hat. Es ist eine Sache zu fragen, wo Verantwortungsgefühl und Disziplin bleiben. Es ist eine andere Sache zu überlegen, wie wir Verantwortungsgefühl und Disziplin im Alltag „praktizieren“ können, ohne uns und andere dabei unnötig in Gefahr zu bringen.

    • @Mommsen - Hartnäckig bleiben!
      Lieber Herr Mommsen, ihr Ärger ist ebenso verständlich wie die von Ihnen aufgeführten Beispiele realitätsnah sind. Es nimmt uns aber dennoch niemand die eigene Courage ab, die Einhaltung von elementaren Regeln wirksam einzufordern.

      Meine Erlebnisse hierzu:

      ad Fahradvandale: natürlich nur, wenn Sie sich nicht gefährden. Ansonsten rufen Sie besser die Polizei. Gleiches gilt für Situationen, in denen Gefahren für Dritte drohen. Hier sollte Hilfe selbstverständlich sein.

      ad Sitzbankbeschmutzer: mehrfach in der Straßenbahn und im Hauptbahnhof in Leipzig interveniert, meist mit Erfolg.

      ad Kopfhörermusik: letztens im ICE von Berlin Richtung München, die Angesprochene dreht genervt die Lautstärke auf ein akzeptables Niveau.

      ad Aufstehen für Ältere, Schwangere und andere: Metro in Warschau, das Platzmachen ist dort selbstverständlich, Verstöße werden umgehend von älteren Damen sanktioniert :)

      Jammern über Disziplin- und Anstandslosigkeiten hat noch niemanden weitergebracht. Da muß man halt dran bleiben. Oder ist der berühmte Ordnungssinn der Deutschen schon Geschichte oder eher eine Metapher?

  99. Anscheinend sprechen des deutschen Mächtige eine deutliche Sprache und trauen
    sich auch, der Bundeskanzlerin zu sagen, was sie von ihrem Handeln halten:
    https://de-de.facebook.com/pg/AngelaMerkel/posts/?ref=page_internal

  100. Im Bus nach Düsseldorf...
    2 ältere Frauen, gut gelaunt, in Vorfreude auf ein ausgedehntes Shoppingerlebniss.
    Einstieg einer Gruppe junger, brauner Männer.
    Frau am Gang sitzend wird hart angerempelt. Dann gleich nochmal ein Ellbogen in die Schulter gerammt. Dreht sich freundlich lächelnd zu den jungen Leuten um und meint: „Ach, passt doch ein bischen auf Jungs“.
    Reaktion: Ganze Bande fängt an Kaugummikugeln auf die beiden Frauen zu spucken.
    „Ey Jungs was soll das“?
    Gelächter, und noch mehr Kaugummis.
    Eine andere Passagierin geht zum Busfahrer und bittet um Einschreiten.
    Der Busfahrer, – ein brauner Mann- kommt, sieht sich die Schweinerei an, und sagt zu den beiden belästigten Frauen.
    „Wenn ihnen das nicht passt, steigen sie gefälligst aus“.
    Danke Merkel !

    • Wenn das stimmt
      braucht man sich nicht zu wundern, wenn aus dem deutschen Michel über kurz oder lang ein Kohlhaas wird.

    • Glaube ich nicht,
      das haben Sie sich ziemlich schlecht zusammengedichtet.
      Solch ein zusammengereimter Mist hilft in den Grundsatzdiskussionen nicht weiter. Hat Ihnen wahrscheinlich ein Freund, der einen kennt, welcher mit dem Mann einer Mitreisenden zum Kegeln war erzählt. Tststs

    • @bunnebacke
      Wenn Sie und ihre Truppen nicht schnell eine
      alltägliche Situation herstellen, in der niemand
      solche Geschichten glaubt, können Sie sich
      Grundsatzdiskussionen schenken.

      Sie sind in der Pflicht, nicht die Geschichtenerzähler.

    • Das ist mir passiert!
      Und während Sie in Ihrem Wolkenkuckucksheim Grundsatzdiskussionen über die Frage ob Sie rosa oder schwarze Scheuklappen tragen möchten führen, muss ich mir überlegen ob und wie ich mich in Zukunft schützen kann.

    • Und?
      Was haben SIE unternommen?

  101. Bin darüber hinweg ...
    Hinweg über die Polizeigewalt, die ich erfahren hatte und sehe all die Polizisten, die dabei waren, mit völlig anderen Augen, obwohl das Ereignis mein Leben völlig umgestürzt hatte. Die Jenigen in meinem Alter haben womöglich mehr oder weniger dieselben Sorgen wie ich, die Jüngeren, oh mei, Bildung ?, Weitsicht ? , frei von Vorurteilen ? , kann man schlichtweg übersehen, da der Job gerade jetzt so schwer geworden ist für die Polizei. Hass und dergleichen empfinde ich selbstverständlich nicht, habe dafür ein zu weiches Herz. Ich werde jedoch die von damals nicht verzeichen. Und folge im facebook, einen ganz netten, vernünftigen antifa-Aktivisten Frank Stollberg, den habe ich in ganz Türkei berühmt gemacht …

  102. Lieber DA,
    darf man fragen, weshalb dieser nie veröffentlichte Beitrag nie veröffentlicht wurde?
    Wurden Sie von nachträglichen Skrupeln bzgl. des Themas gepackt? Oder fand sich kein Medium, das die Veröffentlichung eines solchen Beitrags hingenommen hätte?

    • Weil es zu dem Thema einfach bessere Zugänge gibt.

    • Lieber DA,
      gibt es wirklich bessere Zugänge zu diesem Thema (damit meine ich die teils unverhohlene Verachtung mancher genschätzten Neubürger gegenüber den alteingesessenen Kartoffeln) als Ihren Blog?
      Ich lese schon Texte zu diesem Thema, allerdings eher auf teils fragwürdigen Seiten und in oft fragwürdigem Ton.
      Ich kenne ja Ihren nie veröffentlichten Text nicht, bin aber der festen Überzeugung, daß Sie die Kunst der Gratwanderung in derart delikaten Fällen sicher besser beherrschen als, sagen wir, ihre Kollegen bei PI.
      Nur Mut….

    • Es ist eionfach kein Spass, wenn der Aschenbecher gut sichtbar 10 Meter weiter ist und einem die Kippe trotzdem grinsend vor die Füsse geworfen wird. Es gibt ein paar dieser Alltagsirritationen – bei einem auffälligen Somalier in der schalterhalle kommt ein Mitarbeiter, wenn es fünf sind, traut sicher keiner so richtig ran – und die wissen das und nützen das auch aus. Das wäre, egal welche Herkunft, ganz einfach mieses Gschwerrl. Und auf einen nigerianischen Styler mit Anzug und Krawatte kommen halt 10 Möchtegern-Gangstas.

  103. -
    Zusammenfassung:

    Sie holen die Polizei, weil jemand ein Rad demoliert – was übrigens noch keine Straftat darstellt (darüber müssten Sie sich normaler Weise freuen!) Womöglich war´s nämlich der Eigentümer selber und hatte dafür so seine Gründe. Womöglich gingen die Sie gar nichts an. Womöglich wollte er den Abglanz Ihrer Räder nicht schmälern! Womöglich war er aber auch reicher und großzügiger als Sie und vernichtete den Mehrwert, damit neue Fahrräder verkauft werden können!! Einerlei – vom Hoodie auf den Menschen zu schließen, überzeugt nicht. Und das Herausstellen des Umstandes, dass Ihr Rahmen bestimmt vier Mal so teuer bezahlt wurde wie das Rad, das der Vandale zusammengetreten hat, hat keinerlei erzählerische Funktion, die sich mir erschließen würde – es sei denn, Ihnen war es gar nicht um das Rad als solches zu tun, sondern es sollte Ihnen lediglich zum Spekulieren über eine Zwangslage des Eigentümers dienen: Der soll es entweder dringend brauchen (was soziales Gewissen signalisieren soll) oder den Ersatz vom Vater bezahlen lassen (now its father´s day, and everybody´s wounded … first we take manhattan … ).

    Für andere gäbe es da überzeugendere Motive.

    • ach kommen Sie…

    • @D.A.
      Wenn ich Sie nach warum und wohin frage, gibt´s doch sowieso keine Antwort, also kommen Sie! Als wenn … ja, genau: Als wenn jemand die Polizei ruft, ohne dass er über das „virtue signaling“ hinaus überhaupt irgendein Anliegen hätte. Et voilá – wir sind beim Dauerthema.


    • Man kann Quark auch breittreten.

    • @Unerwünscht
      Möglicherweise habe ich die Pointe nicht verstanden, aber das Beschädigen eines fremden Rades ist natürlich und vollkommen eindeutig eine Straftat. Sachbeschädigung. Dass der Eigentümer es selbst zerstörte ist hingegen unwahrscheinlich. Falls aber doch, kann er es der Polizei problemlos nachweisen. Wo also sollte bei einer irrtümlichen Anzeige das Problem sein?
      Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn erst die Polizei gerufen wird, wenn die Straftat vollkommen eindeutig ist, dann würden viele Opfer arm dran sein. Können Sie eine Vergewaltigung von einem wilden Rollenspiel unterscheiden? Nein? Oder ob nur der Fernseher zu laut war? Warum also bei weiblichen Hilfeschreien die Polizei rufen? Oder das Jugendamt, wenn das Nachbarskind wiederholt Striemen aufweist. Kann ja wirklich eine Treppe runter gefallen und in der Wäschespinne gelandet sein. Geht mich ja nichts an. So Ihre Maxime. Die im Ergebnis – wenn denn ernstgemeint – nur asozial ist. Abstoßend asozial.

  104. Paranoia
    cool,

    der anonyme, allerdings googlebare Don Lohnschreiber aus dem besten aller Bundesländer schrieb mal wieder …

    Folgt man dem Gros seiner Folger wie ihm selbst, versteht man endlich die Wandlung einiger Sozialisten hin zu den Nationalsozialisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die wurden einfach zu viel gegängelt! Von Politikern, von Lehrern, von Mutti (oh, mein Gott: Mutti!). Dass es so einfach ist …

    Gruß aus einem schlechteren Bundesland (iiih – mit Grünen und so)

    • Sie machen es sich mit dem National aber hübsch einfach. Wie so ein Sozialist mit National.

  105. Ich kenne ihn, den schweren Gang.
    Habe ich schon gemacht. Als Student mein zusammengetretenes Rad, 10 Jahre alt, Weihnachtsgeschenk als ich ca. 12 Jahre alt war (bezahlt mit allem was zusammengekratzt werden konnte), zur Werkstatt getragen. Dann gehört, dass nichts mehr zu machen sei. Nicht mein stolzester Moment. Mordgedanken. Bewusstes Zerstören von Fahrrädern sollte härter bestraft werden als eine „gewöhnliche“ Sachbeschädigung. Vor allem, wenn es an einem Bahnhof geparkt ist. Ist schlimmer als Diebstahl. Wenn ich der Despot von Deutschland wäre, wäre die Strafe vermutlich ein Brandzeichen. Stilisierter Fahrradreifen. Auf der Stirn.

  106. Auch eine Art Vandalismus an der Volkswirtschaft im Lande der Physikerin
    Ein Gedanke lässt mich seit Wochen nicht mehr los- und dieser Blog steckt, wie man schon sehen konnte, voller technischer Genies.
    Vielleicht kann mir mal einer dieser Käppsele erklären wie das funktionieren soll, wenn bis, sagen wir 2030 alle „Dieselstinker“ (PKW, LKW, Dieselloks, Traktoren, Baumaschinen….), eigentlich alle „Verbrenner“, also auch die Ottos außer Betrieb genommen sein sollen. Also ich betrachte hier nur den Diesel und den Dieselverbrauch in der DDR-Nachfolgerepublik für 2015 (eigentlich hätten wir das gerne von der Physikerin erklärt)

    Ich entnehme:

    – Heizwert/Brennwert Dieselkraftstoff Ø 12 kWh/kg ≙ 9,7 kWh/L

    – Gesamtverbrauch BRDDR 2015 37 Mio Tonnen ≙ 41 Milliarden Liter Dieselkraftstoff

    – Somit wären theoretisch und grob gerechnet durch elektr. Energie (Ladeleistung) zu ersetzen: 41 Milliarden Liter à 9,7 kWh => rd. 400 x 10 hoch 9 kWh => also 400 GWh (Gigawattstunden)

    – Die aktuelle monatliche Stromerzeugung in der BRDDR: Ø 40 TWh

    – Installierte Leistung aller Kraftwerke/alle Energieträger (von Wasserkraft, Kohle, Kernkraft, Solar, Wind, Biomasse…..) 2017: rd. 200 GW (Gigawatt)=> also wenn alle am Netz liefern die (theor.) in einer Stunde 200 GWh.

    Hier habe ich nur mal Dieselstinker-Ersatz herausgegriffen. Kann mir jemand in einfachen Worten erklären, wo die zukünftig erforderliche Kraftwerksleistung für eine gesicherte Mobilität von heutigem Level herkommen soll, wenn Genehmigungsverfahren z.T. 10 Jahre und mehr dauern und Kohle/“Mutterboden“ und Kernkraft bald ganz entfallen soll?
    .
    Merkt das keiner in diesem Land oder sind wir nun völlig so verblödet, daß nicht einmal die benzingetriebenen Schöttelötter-Werners mid ihre Moppäds in Brüssel, bei den Grünen und bei ulF vorbeischauen (oh, all´ die schönen Harleys auf´m Schrott! Gnade, Gnade europäische Gemeinheit, Gnade Angela…, thut dat nauth?)
    (DdH)

    • Immerhin können Sie dann w/ S21 in 28 Minuten von Stuttgart nach Ulm fahren -
      beschied mich gestern ein CDU Politiker. Ist doch auch was.
      Nur, was soll man dann als Stuttgarter schon in Ulm?
      Auch wird die Gesamtbahninfrastruktur bis dahin auch nicht besser und ist damit im Gesamtblick keine Ausweichmöglichkeit – zumal die Erfahrungen der Damen im Bus oben von Damen im Zug jetzt schon geteilt werden.
      Wer die Gesinnung vor sich her trägt ist des Rechnens nicht mächtig?
      Oder vielleicht werden Fakten bis dahin noch obsoleter?
      Vielleicht steht irgendwo eine „Geheimwaffe“ bereit?

    • Bin in Physik nie richtig fit gewesen,
      aber: ohne jetzt die Rechnung aus Unwissen ungeprüft zu übernehmen, das kann wohl so nicht funktionieren, wie „gedacht“. Man wird Strom importieren, zertifiziert nach irgendwelchen Kriterien und ich vermute, das wird richtig teuer. (Zertifizierungswahn wäre auch mal ein Thema für Don A.).
      Was noch eine Rolle spielt, ist wohl auch der Energieaufwand bei der Akkuproduktion, oder? Berechnungen zur Effizienz?

      Ich denke mal, wenn Ihnen eine/r Ihr Fortbewegungsmittel aus Jux und Tollerei „zertritt“, dann rufen Sie im Fall des Fahrradrowdies die Polizei, die dann das Verfahren zur Bestrafung anleiert.
      Wen rufen Sie, wenn es um „Verbrennungsmotoren“ geht???
      Die „Umweltpolizei“? Ironie aus.
      Aber darum ging es doch hier in dem Blog, oder?

    • Die Karenzzeit
      bis zur Lösung Deiner unerbittlichen Fragen läuft erst nach der Bundestagswahl ab, wenn Zensursula das Verkehrsministerinnenamt übernimmt.
      Bis dahin etwas Geduld und Vorfreude.
      https://i.ytimg.com/vi/rWVZQhQ9Dhs/maxresdefault.jpg

    • Sie nun wieder mit
      diesem rationalen Ansatz. Das ist passé! Der Glaube ist heute wieder gefragt, zB der Glaube an die Gleichberechtigung

      http://www.ardmediathek.de/radio/MDR-/Ich-glaube-an-Gleichberechtigung/mdr-de/Video?bcastId=15123138&documentId=42895142

      Und, ja, die Harleyeisen müssen auf den Schrott!

    • auf den Schrott?
      Verschenkt sie an die Russen, die haben noch Öl.

    • Es geht um TeraWattStunden (nicht Giga...)
      @Moi…
      darf ich mich erkühnen, auf einen kleinen Schreibfehler beim dritten Spiegelstrich hinzuweisen?
      Die in D jährlich gebrauchte Menge Dieselkraftstoffs entspricht nach Ihren Angaben rund 400 TWh, also 400*10hoch12 Wh (nicht GWh, was ja nur 10hoch9 Wh bedeutet und realistisch bereitzustellen wäre).

      Da die jährlich in D bereitgestellte elektrische Energie in derselben Größenordnung wie die durch Dieselverbrennung liegt, ist Ihr klar nachvollziehbares Argument also: wenn man die bisherige Nutzung elektrischer Energie nicht deutllich einschränkt, dann müsste die Stromerzeugung rund _verdoppelt_ werden!
      (Kleine Anmerkung: die Abschaltung aller Flachbildschirme für Flachköpfe und der dafür betriebenen Produktions- und Verstrahlungsinfrastruktur würde ich persönlich sehr begrüßen.)

      Zurück zum Thema: Dass die zu bewältigende Größenordnung immens ist, sieht man auch ohne große Rechnung an Grafiken bzw. Tabellen, die sogar das Umweltbundesamt veröffentlicht (Hauptseite aufrufen und die Adresse ergänzen um „/daten/energiebereitstellung-verbrauch/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren“, ohne Hochkommata). Die Tabelle „4_datentabelle-zur-abb_eev-sektoren-et_2017-02-17.pdf“ sagt alles Wesentliche!

    • Europäische Lösung
      ist wie immer das Allheilmittel. Bis das klappt machen wir eine Raute und schweigen. Wir haben die Energiewende erfolgreich durchgeführt, dann schaffen wir die Transportwende auch. BER ist nur der Anfang.

  107. Witzchen und die unschöne Realität
    „Was ist ein Republikaner? Ein Demokrat, nachdem er von einer Gang überfallen und ausgeraubt wurde.“

    Mit der Gang meinen sie vermutlich den Staat? Kann das sein?
    Vom Staat werden wir alle tagtäglich ausgeraubt. Schauen sie sich mal die Steuer- und Abgabenlast des Ottonormalverbrauchers hier an.
    Ein zertretenes Fahrrad ist doch dagegeben ein geringfügiger materieller Schaden. Geradezu eine Petitesse.
    Und, um im Bild zu bleiben: Nur ein dämlicher „ausgeraubter“ Demokrat wird anschließend obrigkeitshörig und damit zum Republikaner.
    Vielleicht ist das so ein Problem vieler Rechtsgesinnter? Haben die eventuell einige Schwierigkeiten mit dem Stockholm-Syndrom? Nach „unten“ treten ist vielleicht viel einfacher? Die Radfahrergesinnung?

  108. Eine Spur Freude
    Ich möchte es gerne einmal sagen. Ich freue mich jedesmal über einen Kommentar von Ihnen.

  109. Due tolle bayerische Polizei, ja ja
    Also MIR schuldet die ach so tolle Bayernpolente noch drei Fahrräder für inzwischen insgesamt über 5000 Euro. Teils von videoüberwachten Firmen-Fahrradständern, teils aus dem Haus raus geklaut. Ich sehe hier keinen Vorteil gegenüber Bremen, Hamburg und Berlin. Und zum Rest des Artikels nur soviel: Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche… Aber schön, das sich der Geläuterte n schicken Carbonrenner von seiner neuen Meinung leisten kann. Herzlichen Glückwunsch.

    • „Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche“

      Der maximale öffentliche Exzess meiner Jugend war um 5 Uhr Morgens „You gotte fight“ singend zum Parkplatz gelaufen zu sein. Und das war auch nicht laut.

  110. @ unerwünscht
    Ist ihr Friseur gestorben?

    • @mettmän
      Mein Friseur gestorben? Nein, Friseuren gehts immer gut. Aber die Inspiration vom Don ist tot. Offensichtlich. Aber wenn Sie ein Anliegen dieses Textes finden … dann können Sie es ja Ihrem Friseur erzählen.

  111. Deutschland – eine Failed Society
    @ Roland sagte am 30. Juli 2017 um 17:32 Uhr
    „Heutzutage Polizist
    Wer heutzutage bereit ist, als Polizist oder Soldat für diesen „Staat“ seine Gesundheit zu riskieren, der hat meinen vollsten Respekt und meine Dankbarkeit, kann aber nicht ganz bei Trost sein….“

    Und A… antwortete 31. Juli 2017 um 08:35 Uhr
    „Hand auf´s Herz, für wen sollen Soldaten und Polizisten wenn es richtig kracht denn den Kopf hinhalten?“

    Ja, das ist die Frage. Warum sollen bestimmte Berufsgruppen für andere Menschen ihre Gesundheit oder ihr Leben riskieren, zumal sie schlecht bezahlt werden und von der Gesellschaft keine Anerkennung erhalten?

    Dass Polizist oder Feuermann gefährliche Berufe sind, weiß jeder Mensch mit normaler Hirnfunktion.

    Aber auch andere Berufe sind gefährlich, wie der Krankenpflege- und der Arztberuf. Vermutlich gibt es dort mehr berufsbedingte Todesfälle als bei Polizisten. Aber wen interessiert dies?

    Heutzutage sieht man es als selbstverständlich an, dass es Menschen gibt, die einen helfenden Beruf ausüben, häufig schlecht bezahlt, mit geringem Sozialstatus und fehlender Anerkennung.

    Ehrlich gesagt, ich würde im heutigen Deutschland weder den Beruf eines Polizisten oder eines Arztes ausüben wollen, weil in diesem Deutschland das elementare Grundprinzip eines gelingenden Gemeinschaftsleben nicht mehr existiert, nämlich das Prinzip von Gegenseitigkeit.

    Es gibt eine rücksichtslose, raffende und parasitäre Oberschicht, die leistungsinadäquate Einkommen sich aneignet, darunter eine immer mehr verrohende, sozialdarwinistisch eingestellte Mittelschicht, die in ihren KMUs ihre Lohnarbeiter ausbeutet und unten eine demoralisierte Schicht von Sozialleistungsempfängern, die es normal findet, Sozialleistungen, wie z.B. medizinische Versorgung, in Anspruch zu nehmen, ohne irgendeine für die Gesellschaft nützliche Tätigkeit als Gegenleistung auszuüben. Da gibt es Leute, die lassen sich an den Tafeln füttern, so als seien sie zahlende Restaurantgäste, ohne sich an der Tafel-Arbeit zu beteiligen.

    Es ist leicht zu verstehen, dass Immigranten sich mit diesem Deutschland nicht identifizieren wollen und können. So sehen sich Kinder und Enkel von türkischen Immigranten, obwohl die Familien schon seit drei Generationen in Deutschland leben und alle deutsche Staatsbürger sind, nicht als Teil einer deutschen Gemeinschaft, sondern einer türkischen.

    Nicht verwunderlich in einer sozialen Situation, wo viele Deutsche sich nicht mehr mit Deutschland identifizieren, sondern „anti-deutsch“ eingestellt sind, von der deutschen Gesellschaft angewidert sind und von der Massenimmigration sich ein „besseres Deutschland“ erhoffen.

    • Das mit den nicht integrierten "Türken" hat auch andere Hintergründe.
      Die haben ein anderes Papier, das sie über jedes vom Staat stellen – und auf dieser Grundlagen gliedern sie sich nicht ein.
      Ansonsten steht vorne, dass es auch an nicht erreichten Schulabschlüssen liegt, das Outlaw-Dasein.
      Natürlich zählen von Ortsansässigen geputzte Asylbewerberunterkünfte und gemachte Betten, auch die Vollalimentierung dazu, uns für komplette Deppen zu halten.
      Auch erlebte (Nicht-)Sanktionen für Freveltaten, die in deren Heimat zu Verurteilungen geführt hätten.

    • There are no "Werte" here, just "Worte"
      Text eingeben

  112. Danke für den guten Beitrag
    Danke für den guten Beitrag, werter Don.
    Ich hege allerdings Zweifel an der Lernfähigkeit mancher Linker bezogen auf den Republikaner-Witz. Ich erinnere an die Linken-Politikerin, die von Flüchtlingen vergewaltigt wurde, darüber gelogen hat und als es nicht mehr zu verschweigen war, sich bei dem Täter in einem Brief entschuldigte. Ich denke so hart kann, in diesen Kreisen, die Realität gar nicht zuschlagen, dass die eigene Ideologie ins Wanken geriete.
    Viele Grüße in das schöne Bayern!

  113. Leben zwischen bescheiden strukturierten Flach- und Politvandalen.
    Lieber Don Alphonso,

    die Vandalen waren ein germanisches Volk. Sicher ist es Zufall, denn große Gemeinsamkeiten mit Hans Ulrich Gumbrecht haben Sie ja nicht, sie schreiben ja mehr für bobos, doch dieser schrieb gerade auch einige Gedanken zur Gewalt in dieser Gazette.
    Schön, wie immer, hat Gumbrecht geschrieben.

    Die Flachvandalen scheinen heute aus Deutschland und den angrenzenden Ländern für irgendwelche Anlässe, wie z.B. Hamburg anzureisen, um mit Steinen oder anderen gerade erreichbaren Gerätschaften möglichst viel Zerstörung anzurichten, während die Politvandalen in gepolsterten Sesseln Islamis einladen, die stets in „Einzelfällen“ und unter starker psychischer Belastung Angst in der Bevölkerung verbreiten und ihrer Masse das eher schon dürftige Kulturniveau in Deutschland weiter nach unten drücken.
    Und dann schreibt heute der kuschelige Herr Kaube:
    „Kein Europäer kann in Europa Exilant sein“

    Na ja, mit einer, wie ja zwischenzeitlich bestätigt wurde, selbstzensierenden Presse, wird es schon noch soweit kommen, daß mancher aufrechte Bürger zum Exilanten im eigenen Land wird…. oder ist es schon so weit?

    Bis bald und verlieren Sie nicht den Überblick in Ihrem Sammelsurium für Drahteselteile.

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

  114. Wirklich nur Vandalen?
    Ich las mal von einer Statistik, nach dem der Anteil der Bürger, die der Polizei kritisch gegenüberstehen, mit zunehmendem Alter größer wird. D.h. junge Menschen vertrauen den Beamten eher mehr als die Älteren. Wenn das stimmt, wäre es ein eindeutiges Indiz, dafür, dass es eben doch die ERFAHRUNG ist, die den Bürger Vorbehalte gegen unsere Ordnungshüter entwickeln lässt. Ein Beispiel: Hat die Polizei in Ihrem oben genannten Beispiel ernsthaft versucht die Täter zu ermitteln und wurden diese dann für ihre Tat zur Rechenschaft gezogen? Oder endete es, wie jüngst in der Stadt Köln, wo ein Diebstahlsopfer, welches den Verlust seines Fahrrads bei der Polizei anzeigen wollte, auf der Wache nur ausgelacht wurde? Wer gar schon einmal auf zwei Rädern von einem Autofahrer genötigt oder bedroht wurde, kam vielleicht auch auf die Idee die Polizei einzuschalten? Ist Ihnen das noch nie passiert, Herr Alphonso? Wenn ja, berichten Sie doch mal von Ihren Erfahrungen. Ich für meine Person, bin ich jedenfalls stolz, wenn man mich zu den Vandalen zählt. Und ich bedrohe niemand an Leben oder Gesundheit noch beschädige ich sein Eigentum. Mit UNSERER Polizei möchte ich trotzdem nichts zu tun haben!

    • Ich glaube, das hängt ein wenig vom Wohnort und der Grösse der Gemeinde ab. Ausserdem war Polizei unter Strauss und zimmermann etwas anderes, als sie heute ist, insofern will ich meine Jugenderfahrungen nicht verallgemeinern. Bei uns habe ich jedenfalls gute Erfahrungen gemacht.

    • Erfahrung
      Lieber Horst Schmidt,
      kürzlich wurde auf einem Parkplatz mein Auto angefahren; nur ein Lackabrieb. Bin zur Polizei und hab gefragt, ob ich es überhaupt anzeigen soll. Der Beamte hat sofort alles aufgenommen mit Foto-Doku.
      Vor einiger Zeit in Autobahnbaustelle hielt ich mich an Geschwindigkeit, was Mitbürger missfiel. Überholte mich und bremste mich dann aus.
      Bei Autobahnpolizei würde ich äußerst zuvorkommend behandelt. Anzeige aufgenommen und bedankt bei mir.
      Wegen Einbrüchen im ganzen Land zur Polizeiberatung gegangen.
      Beamten sehr bemüht mit guten Ratschlägen.
      Je älter ich werde, desto höher schätze ich unsere Polizei.
      Alle Erfahrungen aus Bayern.

    • Titel eingeben
      Es kommt wohl auch darauf an, wie man den Polizisten begegnet, wie man sie anspricht, wie man sich selbst gibt. Ich meine so altmodische Dingen wie, na sagen wir mal: Höflichkeit, Freundlichkeit, Respekt.
      .
      Denn bei mir ist’s gerade andersrum: je älter ich werde, desto weniger Antipathie habe ich gegen Polizei. Als dummer Junge, na klar, da war ich natürlich gegen JEDEN Ordnungsmachtvertreter.
      .
      (Kann natürlich auch daran liegen, dass man heute nie welche sieht).
      .
      Sie sind „jedenfalls stolz“, wenn man sie zu den Vandalen zählt? Seltsam.
      Ich bin nur stolz, wenn ich (m)eine Arbeit zu meiner Zufriedenheit sehr gut erledigt habe.


    • Das hängt wohl eher mit der Anzahl der Punkte in Flensburg zusammen, könnte ich mir vorstellen.


    • Ich las mal von einer Statistik, nach dem der Anteil der Bürger, die der Polizei kritisch gegenüberstehen, mit zunehmendem Alter größer wird.
      Dafür habe ich keinerlei anekdotische Evidenz, ausschließlich für das Gegenteil: daß viele, die in der Jugend gern mal wild tun, dann nach manchen Vorfällen doch merken, daß Polizei eine sinnvolle Sache ist.

    • Eigene Erfahrung
      Was ich beruflich schon erlebt habe, wie Polizisten (in Bayern und Baden-Württemberg) beleidigt, bespuckt und verhöhnt werden, da bewundere ich immer deren Selbstbeherrschung.
      Ich hätte schon mehr als einmal einem dieser Rotzlöffel die Zähne aus dem Maul gehauen.

  115. Polizeigewahrsam Niedersachsen
    Hinsichtlich Bremen kann ich nachvollziehen, dass § 18 BremPolG (http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/justizportal_nrw.cgi?xid=168683,21) keine Höchstdauer vorsieht, aber nach dem niedersächsischen Gesetz über die öffentliche Sicherheit Ordnung, namentlich § 21 S. 2 NdsSOG, scheint die Höchstdauer vier oder 10 Tage zu betragen (http://www.voris.niedersachsen.de/jportal/?quelle=jlink&query=SOG+ND+%C2%A7+21&psml=bsvorisprod.psml&max=true).
    Übersehe ich etwas, oder handelt es sich hins. Niedersachsen um sog. fake news?

  116. Rückfrage
    Wie finden Sie als jemand, der sich als liberal bezeichnet, es, unabhängig von der Sympathie für die politischen Positionen der Betroffenen, wenn die Staatsgewalt so mit Bürgern umgeht, die von ihrem Recht zur Versammlungsfreiheit Gebrauch machen? Und warum genau ist in Ihren Augen bereits die Berichterstattung darüber „Verlagerung der Schuld weg von den Autonomen“?

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/g-20-gipfel-polizei-sperrte-grundlos-friedliche-demonstranten-ein-15127937.html

    • Jeder hat vorher gewusst, dass da der schwarze Block aufmarschiert. Wenn ich zu so einer Demo fahre – und das habe ich weiss Gott oft genug getan – dann muss ich nach Ausschreitungen damit rechnen, mit denen in Verbindung gebracht zu werden. Da können Fehler seitens der Polizei passieren, dass die die Falschen kassieren. Das ist mir mal bei einer Republikanerveranstaltung passiert, da haben sie mir nicht geglaubt, dass ich ganz brav bin, und mein Auto gefilzt und mich hochnotpeinlich befragt, weil sie mich offensichtlich verwechselt haben.

      Das ist sowohl für Demonstranten als auch für Journalisten Berufsrisiko. Problematisch wäre es, wenn das einfach so im Alltag passiert. Aber dass die Polizei nach so einem Exzess nicht einfach jeden Bus durchlässt, ist die normale Härte. Natürlich kann man danach jammern und Fehler beklagen, die da nun mal passieren. Aber echte Repression sieht anders aus.

    • echte Repression
      echte Repression sieht in der Tat anders aus – und das Aufheulen der linksgrünen, wenn sie EINMAL nicht bekommen, was sie möchten, ist einfach nur noch lächerlich.

      1) verwüstete Infostände – wie ist das mit der Meinungsfreiheit? Wo bleibt der Aufschrei? da lacht sich die grüne Jugend eins, wenn die Antifa politische „Feinde“ gesetzeswidrig mobbt und offen bis subtil bedroht (sie stehen ja nur herum…)

      2) empfehle nur einmal eine Demo in Moskau 2017 zu besuchen

      3) oder gleich nach Venezuela zu gehen. Das ist Repression – aber natürlich für eine gute Sache und gegen den Imperialismus.

      Aufschrei beim NDR?
      Fehlanzeigen.

      Bericht über Polizeigewahrsam und rüdes Verhalten, das ist völlig in Ordnung. Tagelange Diskussionen über Polizeigewalt – das weist einfach nur darauf hin, dass wahre Gewalt relativiert werden soll.

      Letzteres – das Relativieren – erinnert an jede despotische Regierung. Und das schreibe ich bei uns NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zu, aber nach wie vor nicht der Polizei.

      Wenn die Polizei allerdings weiterhin von Rechtsanwälten, Lehrern und Grüner Jugend so wie in den letzten Jahren behandelt wird, werden diese sich ebenfalls zunehmend emotional verhalten. Das möchte ich nicht, und darum ist das Relativieren von links aktuell alles andere als akzeptabel.

    • TANSTAAFL, mein Lieber.
      Es gibt, wenn in Demonstrationen das Mitmarschieren bekannter Gewalttätiger geduldet oder befürwortet wird, keine irgendjemandem auf der Welt bekannte Polizeitaktik, die nicht zwangsläufig auch formal Unschuldige mittreffen wird.

      Gegenmittel ist eigentlich ganz einfach: Niemals auf Demos mitlaufen, in denen der schwarze Block befürwortet oder geduldet wird. Die autonomen Gewaltkrawallos ausgrenzen, aktiv.

      Nur genau das will die deutsche Linke nachlesbar auf g a r k e i n e n Fall. Und dann greift halt das „There ain´t no such thing as a free lunch“ Prinzip.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  117. Maas , Kahane und irgendetwas von Antifa-
    die Provinz von diesem Don schlägt zurück. Diese drei Komponenten der Klischeebürger rund um AfD und sonstige Propagandisten sind völlig unwichtig in gesellschaftlichen Prozessen. Minister Maas hat sogar ein paar gute Ideen von Heute, aber das interessiert nicht diese leisen Wutalfonsos. Das ganze Ding der Klischees und Trivialität ( ich war damals Links, bla, bla) hat sich hier überlebt. Da gibt es steifere Internetsngebote für dieses Publikum. Damals gut von Sch. gedacht- heute sehr schlecht
    gemacht !Tschüss vom weißen Block !

    • Only for you M.C. - ein Gedicht
      Der Esel

      Hab nichts, mich dran zu freuen,
      Bin dumm und ungestalt,

      Ohn Mut und ohn Gewalt;
      Mein spotten, und mich scheuen
      Die Menschen, jung und alt;
      Bin weder warm noch kalt;

      Hab nichts, mich dran zu freuen,
      Bin dumm und ungestalt;
      Muß Stroh und Disteln käuen;
      Werd unter Säcken alt –

      Ah, die Natur schuf mich im Grimme!
      Sie gab mir nichts, als eine schöne Stimme.

      Von Matthias Claudius.

  118. Easy come - easy go
    Manches ist schöner in Amerika.
    Ich weiß noch, wie wir uns alle über diesen Pofalla geärgert haben und das über Monate.
    Leider wird’s jetzt weniger unterhaltsam.

  119. Sehr gelungener Artikel
    Das Recht eines Opfers zur Aufklärung der Straftat wird von den meisten „Experten“ immer ausgenommen, bzw. nicht gesehen. Dabei ist die Rechtssicherheit der Kitt der unsere Gesellschaft zusammenhält, die Sicherheit da kommt jemand und hilft. Sollte das nicht mehr stimmen, haben Populisten leichte Hand.

  120. Für alle Dauerverzweifelten, notorische Schwarzseher, Wutbürger, Skeptiker, und evtl. AFD-Wähler
    Leute,

    beim Stöbern mal wieder auf die Literatur zum Thema gestoßen.
    Jetzt im Ramsch bei Jokers (keine Firmenbeteiligung meinerseits ;-)).

    Das ALLES für 3,99 € (Früher 16,99 €)

    Mikal Hem. Wie werde ich ein guter Diktator.

    *Schnell aufsteigen – lange bleiben – viel Geld machen*

    Klappentext zu „Wie werde ich ein guter Diktator? “

    „Diktator werden leicht gemacht. Macht ist etwas Wunderbares. Wer an der Macht ist, hat Einfluss, viele Bewunderer und ist in den meisten Fällen stinkreich. Leider jedoch sind der politischen Macht des Individuums in westlichen Demokratien Grenzen gesetzt. Als Diktator dagegen ist Ihr Spielraum ungleich größer. Ohne lästige Oppositionspolitiker oder vorwitzige Medien steht Ihren politischen und privaten Zielen weitaus weniger im Weg. Sie können ein enormes Vermögen anhäufen, lustige Gesetze erlassen, an die Sie sich selbst nicht halten müssen, Gott sein, Sportwettkämpfe gewinnen sowie Monumente, Paläste und Städte zu Ehren Ihrer selbst errichten. Sie haben unbegrenzten Zugang zu attraktiven Sexpartnern und wälzen sich im Luxus. Dieses Buch zeigt, wie man Diktator wird und bleibt und wie man sich am besten als solcher aufführt. Dazu bietet es viele praktische Beispiele. Die besten Despoten ihres Fachs sind vertreten. Folgen Sie den Ratschlägen dieses Buches, und Sie haben gute Chancen, ein ausgezeichneter Autokrat zu werden.“

    –Schönen Gruß an die Wahlkampfbuden von

    –CDUCSUSPDFDPLinkeGrüneAFDRoteGelbeBlaueSonnenblumenpartei+

    –DeutscheMigrantenparteietcppp

    –Ihr bringts nicht mehr. Armes Deutschland.

    –Wann kommt endlich Wilhelm III?

    –P.S. Das könnte Euch auch gefallen:

    Roland Spitzlinger, Julia Draxler. Probier’s doch mal mit Korruption!

    Klappentext zu „Probier’s doch mal mit Korruption! “

    „Der Weg zu den Sonnenplätzen der Gesellschaft. Wie erziele ich einen Stundenlohn von 25.000 Euro? Wie komme ich zu einem Gratis-Luxusurlaub? Manche Menschen schrecken vor dem Königsweg zu Reichtum und Glück zurück, weil sie annehmen, Korruption sei illegal und würde von ihrem Umfeld geächtet. Doch Deutschland und Österreich haben in den letzten Jahren international anerkannte Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Korruption hervorgebracht, mit denen wir praktisch vor der Haustür die verschiedensten Formen der Korruption und ihre saubere Ausführung studieren können. Deren Wissen macht dieses Buch nutzbar. Es erklärt anhand der aktuellen Best-Practice-Modelle, wie Korruption funktioniert. Es hilft, Fehler zu vermeiden und mit Know-how und Umsicht konsequent vorzugehen. Die Anleitung zu einem Businessplan und Tipps zum Krisenmanagement, falls negative Presse, Untersuchungsausschüsse oder eine Anzeige zu überstehen sind, runden dieses praktische Kompendium ab.“

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    • Ich persönlich halte ja das Gründen einer...
      … religiösen Sekte für die wesentlich stressfreiere Variante, um sich willige Lakaien und Tributzahler zu organisieren, aber wenn Sie das lieber über die politische Ochsentour machen wollen, lieber ehemaliger Gast, dann viel Erfolg damit…

    • Titel eingeben
      Kommentare, die „Armes Deutschland“ drin haben, sollte man…

  121. Wasserspiele
    Als ich noch wettkampfmässig gerudert und jeden Tag auf der Donau trainiert habe, habe ich oft im Wasser Fahrräder gesehen, die von den Dieben, die damit Spritztouren gemacht haben, nicht einfach stehengelassen wurden, sondern auch noch in der Donau versenkt werden mussten.
    Lagen sie im flachen Wasser, habe ich sie selber herausgeholt und aufs Fundbüro oder zur Polizei gebracht.
    Wenn das nicht ging, habe ich nur bei der Polizei angerufen und die Stelle beschrieben, wo man wieder ein neues Fahrrad unter Wasser blitzen sehen kann. Das führte dann immer zu einer Taucherübung der örtlichen Wasserwacht.
    In 50% der Fälle meldet sich kein Besitzer. Dann bekommt man nach einem Jahr ein Postkärtchen, dass der Fund jetzt einem selbst gehöre und man den Gegenstand bitte abholen solle.
    Die Rädchen habe ich dann immer ein bisschen geputzt, ein paar Züge wieder hingeschraubt und habe sie irgendjemandem, der gerade eins brauchte, geschenkt.
    Einmal habe ich den Fehler gemacht, im lokalen Wochenblatt eine kostenlose Anzeige aufzugeben: „Älteres Damenrad (reparaturbedürftig) zu verschenken“.
    Plötzlich brach sie Hölle los. Das Telefon läutete Tag und Nacht und ich bin noch 2 Wochen später 10 mal am Tag angerufen worden. Insgesamt werden es 200 bis 300 Anrufe gewesen sein und ich war schockiert, was es bei uns an Armut gibt. Alte Leute, die dem Enkel nichts zum Geburtstag schenken können, Hartz 4-er, die unverschuldet irgendwie einen Unfall hatten und jetzt die 5 km in die Stadt nicht mal mehr laufen können, ÖPNV können sie sich sowieso nicht leisten. Alles solche Geschichten und eine rührender, als die andere.
    Ich hätte am liebsten 200 Fahrräder verschenkt und bei jeder Geschichte, bei der man sagt: „Tut mir leid, ist schon weg“, kommt man sich hinterher wie ein A..loch vor.
    Deshalb halte ich die Bemerkung, es habe sich um ein billigeres Rad gehandelt, das in dem hiesigen Fall zerstört wurde, durchaus nicht fehl am Platze. Auch die, oder vielleicht gerade die, können für jemanden sehr wertvoll sein, dessen Besitz man jetzt aus Jux und Tollerei zerstört hat.
    Deshalb habe ich dafür auch kein Verständnis. Ich würde die Burschen das Rad reparieren lassen und sie verknacken, nochmal 20 Liegengebliebene aus dem Fundbüro zu restaurieren und über solche Anzeigen unter die Leute zu bringen. Damit sie mal sehen, was so ein Fahrrad für jemanden bedeuten kann.

    • Schöne Geschichte
      … aber wie uns eingetrichtert worden ist sind 200 bis 300 Anrufe für ein kostenloses Fahrrad für sich gesehen ein Einzelfall.

    • ...en Olm un om Olm rom, heidanai
      200-300 Anrufe. Darauf würde ich nicht viel geben. Der eine oder andere Schluri / Schluri*In macht natürlich den spottbilligen Anruf-wenn der eigene Drahtesel g´rad Plattfuß hat.
      (DdH)

    • en ulm om ulm ond om ulm rom
      Letzte Woche starb Gretel Bergmann im Alter von 103 Jahren in New York.
      Erst 2009 erkannte der Deutsche Leichtathletik-Verband ihren deutschen Rekord im Hochssprung mit 1,60 aus dem Jahr 1936 an und fügt ihn seinen Statistiken hinzu.

  122. Bella Macchina
    Vom Politikgedöns einmal abgesehen: Che bella macchina!

  123. Die wahren Motive zur Grenzöffnung
    @Goodnight 31. Juli 2017 um 12:12 Uhr
    „Ebenso habe ich beschrieben, dass Gewalt immer da ist, sie aber in der Moderne funktional strukturiert in einen Teilbereich abgeschoben wurde. Seit September 2015 ist sie wieder unstrukturiert auf der Straße .“

    Derartige Aussagen sind Simplifizierungen und zudem falsch.

    So wir Ihr Satz: „„Die Gewalt ist da. Sie wurde reingelassen. Im September 2015.“

    Gegen die falsche und systemverschleiernde Darstellung der Wirklichkeit richtet sich meine Kritik.

    Damit kommen Sie vielleicht bei einem Publikum auf Stammtischniveau der AfD an, welches aufgrund eines Mangels an historischer und soziologischer Bildung komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge nicht begreift.

    Realität ist: Die Gewalt war nie ganz weg von der Straße.

    Es gab Zeiten, wo diese Gewalt häufiger auftrat, wie zur Zeit der 50-er und 60-er Jahre. Da gab es regelrechte Schlägerbanden, die ihre Aggressionen an willkürlich ausgewählten Opfern ausagierten.

    Danach – ab Mitte/Ende der 60-er – gab es bessere Zeiten. Den Menschen ging es erheblich besser, sie waren weniger frustriert und aggressiv.

    Mit zunehmender Massenarbeitslosigkeit und Prekarisierung kam wieder mehr physische Gewalt auf. So wurde eine ältere Frau aus meiner Verwandtschaft von einem aggressiven deutschen Sozialhilfeempfänger in einer U-Bahn-Haltestelle zusammengeschlagen. Kein Einzelfall. Häufige Aggressionsobjekte waren Ausländer, insbesondere jene mit anderer Hautfarbe. Eine Zunahme von Aggressionsdelikten war auch bei Jugendlichen zu verzeichnen, die andere Jugendliche zusammenschlugen und ausraubten.

    Alles lange vor 2015.

    Es ist über 10 Jahre her, als Bekannte von uns noch in England lebten. Der Mann arbeitete als Investmentbanker in London, sie selbst wohnten etwas weiter weg. Der Mann musste für die Fahrt zum Arbeitsplatz öffentliche Verkehrsmittel nehmen. Um nicht als Banker erkannt und Opfer von Aggressionen zu werden, zog er sich auf dem Arbeitsweg alte Klamotten an.
    Das hatte nichts mit Islam oder Flüchtlingen zu tun.

    Die Behauptung, dass die Gewalt erst „seit September 2015 wieder unstrukturiert auf der Straße ist“ ist falsch. Richtig ist vielmehr, dass seit Mitte/Ende der 70-er Jahre mit Zunahme der ökonomischen Gewalt durch Massenentlassungen, Prekarisierung etc. eine Zunahme der Gewalt im öffentlichen Raum einhergeht. Genau wie die Gewalt am Arbeitsplatz in Form des Mobbings.

    Die Soziologin Vivianne Forrester spricht zutreffend vom „Terror der Ökonomie“, der die arbeitende Bevölkerung nun auch im Inneren des Imperiums betrifft. Nach außen zeigt sich der Terror der Ökonomie besonders in den Kriegen, die ein Geschäftsmodell des militärisch-ökonomischen Komplexes sind. Und diese Kriege schaffen Millionen von Kriegsopfern und Flüchtlingen. Sie produzieren auch Menschen, die ihre Aggressions- und Tötungshemmungen verlieren.

    Die Grenzen wurden geöffnet, weil die Massen von Flüchtlingen und Migranten neue Geschäftsmodelle und Profitmöglichkeiten eröffnen. Profitgier war das Motiv des Establishments bei der Grenzöffnung, heuchlerisch verkleidet als Humanismus. Viele Menschen fielen und fallen immer noch auf die massenmedial verbreitete Manipulation hinein. Im Glauben, etwas Gutes zu tun, machen sich hilfsbereite Menschen unbewusst zu Helfershelfern skrupelloser Profitgeier und deren Komplizen in Politik, Medien und Wissenschaft.

    Jedem klar denkenden Menschen war 2015 bereits früh bewusst, dass eine Folge der Grenzöffnung und der Massenimmigration eine Zunahme der Gewalt im öffentlichen Raum sein wird. Das hat die Profitgeier und ihre Komplizen kaltgelassen. Genauso wie die immensen Kosten, welche dadurch verursacht wurden und werden. Das ist typisch für die kapitalistische Raubbau-Ökonomie im jetzigen Stadium: Wenige werden immer reicher und die Massen verarmen immer mehr. Und die Mittelschicht driftet immer weiter nach unten ab. Die zivilisatorischen Errungenschaften gehen verloren.

    Die manifeste physische Gewalt im öffentlichen Raum ist nur ein kleiner Teil der Gewalt, die vom kapitalistischen System erzeugt wird. Und diese vom System ausgehende Gewalt wird zunehmen und eine terroristische Form annehmen, weil anders die Kapitalakkumulation nicht aufrechterhalten werden kann und ansonsten das System kollabieren würde. Das kennen wir aus der Geschichte.

    Logischerweise wird die physische Gewalt im öffentlichen Raum zunehmen, wenn sie nicht mehr primär „nur“ ein Mittel der Aggressionsabfuhr bleibt, sondern eine „Bereicherungsökonomie von unten“ entsteht, die mit Raub, Erpressung, Entführungen etc. einhergeht.

    Wenn die Entwicklung zum Failed State weitergeht, dann wird sich auch die Polizei ändern. Sie wird korrupter werden, Komplizenschaften mit Kriminellen werden entstehen. Usf. So wie dies aus anderen Staaten kennen.

    • Pieces of paper with pictures on it so we don't have to kill each other just to get something to ea
      @Goslar

      Jesus, jede Generation nimmt halt ihre Theorie mit ins Grab.

      Ich mach es kurz und schmerzvoll, da ich gleich dem Kapitalismus dienen muss:

      Das ganze Theoriegedöns der 68er, diese ganze Frankfurter Schule und all die queren Marx Exegesen, all das ist schon lange widerlegt.

      Aus und vorbei. Nicht einmal mehr an AFD Wähler zu vermitteln

      Der Kapitalismus hat überall Frieden und Wohlstand gebracht.

      Der Kapitalismus ist der größte Friedensstifter ever.

      Sagt wer? Alle empirischen Studien.

      Ebenso ist belegt, dass die Gewalt auf den Straßen in Deutschland in den letzten 70 Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist (bis 2015). Jegliches Auftreten von Gewalt ist immer auf Gegner des Kapitalismus zurückzuführen: Siehe ehemalige Außenminister, die Polizisten verprügelten, siehe RAF, siehe Verbrecherbanden aus Osteuropa, etc.

      Man kann eigentlich sagen:
      Wer gegen den Kapitalismus ist, der ist für Gewalt.

      Denn: Kapitalismus ist im Kern ein System, welches Gewalt durch Geld ersetzt.

      Aber um das zu verstehen bedarf es einiger abstrakter Gedankengänge, welche ich kaum noch in diesem Land voraussetzen kann.

      Man könnte hier einmal wirklich auf akademischen Niveau argumentieren, d.h.: Gesellschaft beschreiben.

      Die FAZ wäre eigentlich der natürlich Ort für eine solche Operation.

    • Heinssohn, ganz einfach, der Kriegsindex
      Das ist ein guter comment.
      Hinzuzufügen ist, dass die meisten Staaten überbevölkert sind. Auch in Europa gibt es schon lange Orte, die viel zu dicht besiedelt sind mit miserablem Wohnraum. Die Vorstädte von Paris oder East-London sind Brutnester für Gewlt, und Berlin geht tapfer-naiv in diese Richtung, Hauptsache mehr Transfers, die i.d.R. Lokalpolitikern, Firmen und Organisationen jeglicher Art zugute kommen, nicht aber dem Einzelnen, der auf Gelder für Soziologen pfeift.

      Aus der Tierwelt kennt man drei Arten von Gewalt, die zwischen zwei Tierarten, die sich gegenseitig als Speise betrachten, die um ein weibliches Tier in der Paarungszeit und diejenige, die entsteht, wenn ein Revier zu dicht besiedelt ist, gut zu besichtigen auf zu kleinen Pferdeweiden.

      Daher ist das Hauptversäumnis der internationalen Politik das Ausbleiben einer gezielten Bevölkerungspolitik und das Hauptvergehen der Pharmaindustrie, dass die Pille in armen Ländern nicht verschenkt wird. In Zeiten einer zu erwartenden Rarefizierung der Arbeit, Zeiten, wo es schon Rasenroboter gibt und der Migrant nicht mal mehr den Gärtner machen kann, ist es höchste Zeit, das Bevölkerungsproblem anzugehen, wie China schon vor Jahren, denn sonst wird es gelöst durch Kriege und Bürgerkriege, und das ist schon feste im Gange, siehe Syrien oder Nigeria.
      Bei weiterer Migration wird Europa auch seinen Happen davon abkriegen. Kaum jemand würde seine Hand dafür ins Feuer legen, dass es in den nächsten 20-30 Jahren hier keinen Bürgerkrieg geben wird.

      Allerdings denke ich nicht, dass Gewalt Hand in Hand mit Armut geht, weil es sehr anständige Arme gibt, sondern dass Erziehung und ein erhöhter Testosteronbesatz eine signifikante Rolle spielen. Einer der gewaltbereitesten Menschen auf Erden, bin-Laden, war reich.

    • "Im Glauben, etwas Gutes zu tun ..."
      Da fiel mir doch sofort das Ehrenamt ganz allgemein ein, die Suppenküchen und Kleiderkammern und und und. Was wäre der „Sozialstaat“, gäbe es das alles nicht.

      Zur physischen Gewalt fielen mir dann noch die „Rucksackdeutschen“ ein, auch lange vor den Flüchtlingen.

      Und zum Gewaltmonopol des Staates, zu Leibeigenschaft und Versklavung bleibt eben auch nur festzustellen, daß sich da im Laufe der Zeit nichts verändert hat, außer daß alles ein wenig subtiler vor sich geht.

      So subtil mittlerweile, daß Gewalt als solche nur noch erkannt wird, wenn sie physisch stattfindet. Daß Gewalt immer Gewalt erzeugt, die Art der Gewalt sich nach Möglichkeiten, Kosten und Erfolgsaussichten richtet, solche Trivialitäten müssen scheinbar wieder explizit genannt werden.

    • Endlich mal ein Blick auf diese Zusammenhänge
      Der verstorbene Münchener Soziologe Ulrich Beck sprach in diesem Zusammenhang schon vor Jahren von der sog. „Verbrasilianisierung“ deutscher Metropolen. Dazu gesellt sich auch das subjektive Gefühl, das irgendetwas faul sei im Staate „Dänemark“ und man selber wenig Chancen „gegen die oben“ und das „System“ hat. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass die deutschen Diesel-PKW-Besitzer sich nicht organisieren und gegen dieses Kesseltreiben bestimmter Gruppen vorgehen. Die IG-Metall nennt es „kalte Enteignung“, die Betroffenen schweigen und überlassen den Sektieren den öffentlichen, medialen Raum. Und das paar Wochen vor den Bundestagswahlen. Diese Apathie sagt eigentlich alles.


    • @HvG: da sind wohl ein paar richtige Anekdoten untergemengt, aber wenn das Analyse sein soll, daß „die ökonomische Gewalt wegen dem Kapitalismus zunimmt“, dann pfeife ich auf „Analyse“, weil das dann wohlfeiles selbsterwärmendes Gemeinplätzchenschieben a la Zurückführung konkreter historischer Situationen auf „Hochmut kommt vor dem Fall“ und ähnliche Weisheiten ist.
      Zu den interessanten Anekdoten, mir wurde berichtet (vor Jahrzehnten von älteren Arbeitskolleginnen), daß es etwa in den 50ern/60ern bei örtlichen Tanzveranstaltungen denn schonmal Streit gegeben habe und man sich mit Rebmessern beschnitzte.
      Weiters erlebte ich Mitte/Ende 60er auch ein (natives) Früchtchen an der Schule, das mit seiner Hauptschülergang die jüngeren Schüler terrorisierte (irgendwann zog diese Familie wohl weg, und es war Ruhe, aber das hörte ich erst viele Jahre später von anderen damaligen Haupt- und Realschülern. Was da genau gelaufen ist, bzw. wie man die los wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht wurde er irgendwann strafmündig und kam in den Knast.).
      Ja, das gab es.
      Es gab auch Vergewaltigungen und Chefs, die ihre weiblichen Angestellten als Harem betrachteten, und die unangenehmen Greise, die Schülerinnen die Leiter hochschickten, um ihnen unter den Rock zu schauen.
      Aber was es nicht gab, und das gibt es eben erst seit kurzem, waren irgendwelche durchgeknallten Typen, die mit Messer oder Axt Passanten bzw. am hellichten Tag wildfremde Leute im Zug oder einem Geschäft anfallen. Sowas gab es definitiv NICHT, das ist NEU.
      Auch massenhafte vergewaltigungshafte Belästigungen von Frauen (wie Silvester in Köln) gab es NICHT, das ist NEU (importiertes „Taharrush“).
      Auch die Brutalität der Einbrecher hat seit einigen Jahren massiv zugenommen.
      Das sind alles Formen von Gewalt, die es die 50 Jahrzehnte, die ich bis vor ein paar Jahren schon gelebt habe, NICHT gab.
      Auch Zusammenrottungen GEGEN Feuerwehr und Rettungsdienste: da kann man sagen, in den 80ern wurde in Kreuzberg auch schon mal die Feuerwehr angegriffen, aber das war dann auch wirklich nur am 1. Mai, sonst nicht.
      Also, was Goodnight da von sich gibt, ist KEIN Hirngespinst, sondern eine durchaus nicht abzustreitende Zeitmarke, wenn auch diverse „Ghettokönig“-Phänomene schon in den Jahrzehnten davor um sich griffen.
      Massenhaft Glücksritter von sonstwo ins Land lassen, die anders als ordentliche Touristen nichtmal Geld für den Rückweg haben, sorgt halt für Kriminalität. Und warum nun gerade wir die Überzähligen aller Länder an die Brust drücken und mit Vollpension beschenken sollten, wo es genug arbeitssuchende Junge in Europa gibt, die sich kaum über Wasser halten können, entzieht sich meinem Verständnis völlig.
      „Brauchen wir“ wirklich eine stärkere Unterwelt aus abhängiger Prostitution, gewalttätigen Einbrüchen, im besten Fall jahrzehntelang Kücheschrubben ohne gesehen zu werden? Ich meine, man kam früher ohne aus und braucht es auch jetzt nicht.

  124. Vielen Dank für einen neuen, schönen Beitrag
    Ich lese Ihre Werke immer mit Genuss. Weiter so! Grüße aus Malta

  125. Die Komsomolskaya Prawda po Frankfurt , immer bemüht um
    .
    .
    .
    .
    .
    schlabbrige Hofberichterstattung für Genossin Raute, die Ausverkäuferin Deutschlands ,
    spielt nun das wilde Lied von der Abschiebung .

    Ja, sogar vom Gedanken des Schutzes der länger hier Vegetierenden zeigt sich das Zentralorgan angekränkelt ,

    es sei, so lügt man umseits munter, eben nicht voll Nazi und falsch ,

    dass man, sofern es Persönlichkeits-, Datenschutz- ud andere wohlerworbene Rechte von Migranten nicht auch nur randweise stört, oder gar beeinträchtigt ,

    Biodeutsche ein wenig leben läßt , ja sogar schützt, indem man kriminelle Elemente unter den Bereicherern
    (gibt es die, oder sind das Hetzereien dr AfD ?)

    abzuschieben vortäuscht,

    denn –

    im Oktober wird gewählt , und wir wünschen uns doch alle DDR-Ergebnisse von

    99,9% für die linke Einheitspampe von Rabenmutti und Mieselsuchtschulz samt grünem ich-mach-alles-für-Pöstchen-Anhang.

    Und auch die zurecht vielgelobten, exhumierten, magentafarbenen

    Benütz-mich-und schmeiß-mich-weg-Hauptsache-ich-habe-Mövenpick-gedient-aufrecht-Gerechten

    wollen weiter in die Lesergunst geschrieben sein.

    Bussi !

    Ich bin’s, deine ehemalige Qualitätszeitung…….

    Wie wird man uns nicht nach der Wahl die Steuererhöhungen und Leistungskürzungen des ehemals Deutschland genannten Okkupationsgebietes

    schmackhaft machen , im
    schleimtriefenden
    Lügenfeudel,

    um es mal hanseatisch zu sagen,

    sofern das nicht rääächds ist .

    Pfiad God, und übergeben Sie sich recht gründlich !

  126. @ H. v. Goslar sagt am 1. August 2017 um 01:25 Uhr unter anderem
    „Die wahren Motive zur Grenzöffnung…..
    Gegen die falsche und systemverschleiernde Darstellung der Wirklichkeit richtet sich meine Kritik. Damit kommen Sie vielleicht bei einem Publikum auf Stammtischniveau der AfD an, welches aufgrund eines Mangels an historischer und soziologischer Bildung komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge nicht begreift………“
    .
    Nun stellen Sie sich vor, Meister Hagen aus Goslar, alle Leute die ich kenne, die ihre Zuneigung zur AfD als reine Notwehr sehen, können diese „historischen und soziologischen Zusammenhänge“ sehr gut begreifen. Daher schreiten sie zur Protestwahl. Weil sie unsere Nation in Gefahr sehen und nicht weil sie von einem Kaiser oder Diktator regiert sein wollen. Sie wollen einfach diese unsäglich diktatorische Frau mit Hang zum Staatsvandalismus in der chilenischen Wüste sehen, so wie ihre einstigen Auftraggeber (R.I.P.)
    .
    Die zweite Regierungszeit Merkel zeigte einige Züge einer Diktatur (Ausschaltung des Parlaments bei wesentlichen Entscheidungen)
    .
    Unser tägliches AfD-bashing wie beim lohnschreibenden Mutterkutter gib´ uns heute, könnte man sagen. So wie in den Herbst-und Frühjahrmonaten ein täglicher Beiträge über eine Kristallnachtplünderung (Gewalt), Synagogenbrände und KZ-Befreiungen. Als ob das hülfe bei einer nachwachsenden Gesellschaft, deren Jugend in großen Teilen die Zeit mit Ballerspielen, sog. Taktikspielen und Kettensägen-Massakern totschlägt. Oder im Museum von Vernon-Giverny, mit den Schuhen auf dem Sofa Blödspielchen auf dem Smartphone spielt, während die Eltern in Monets Garten lustwandelten.
    .
    Also, für einen, der sich selbst den Adelstitel vergibt (gestatten, Wolfe von Heilbronn, alter Ostpreußischer Landadel mit Ulanen-Vergangenheit) sitzen Sie auf einem ganz schön hohen Roß (obwohl ich ihre Artikel im großen Ganzen bisher schätzte)
    .
    „Mit zunehmender Massenarbeitslosigkeit und Prekarisierung kam wieder mehr physische Gewalt auf…..“
    Dem stimme ich vorbehaltlos zu. Das Problem ist aber zu vielschichtig um es hier in Gänze darzulegen. Aber packen Sie noch die immer weiter abnehmende klassische Bildung* in den Schulen und die Rolle der Medien, insbesondere der privaten Sendern hinzu wird es langsam stimmig. *Als bei einer Stadtführung in Paris der Reiseführer, ein älterer Herr, der unserer Gruppe entstammte, im Cour d´ Honneur zu Henri II von Orleons bei den Weibern ins Straucheln kam-und meine Frau mit Catharina von Medici und Diana de Poitiers aushalf, wurden wir abends beim Essen gelöchert, ob wir Geschichte studiert hätten. Wir hätten ein paar Bücher aber keine Videokassetten im Regal war die Antwort. Aber was soll´s,
    das mit dem wirklich wichtigen Wissen hört schon viel früher auf. Oder haben Sie noch nie einer Aushilfskellnerin (Studentin!) beim Addieren von 5 Positionen zugeschaut?
    (DdH)

    • Die deutsche Gewalt
      Was bei der deutschen Gewalt oft nicht beachtet wird, ist meines Erachtens, daß Sie einen Deutschen relativ gut einschätzen können.

      Sie dürften in der Lage sein, überwiegend zutreffende Mutmaßungen bezüglich der Lebensituation Ihres Gegenübers oder auch nur von Passanten abzugeben, teilweise bis hin zur Wahlentscheidung.

      Und das gilt auch für die Gewaltbereitschaft. Die einschlägigen Milieus wie betrunkene Fußballfans/Hooligans, Skinheads und das Alkoholikermilieu erkennen Sie schon von weitem – wahrscheinlich wissen Sie sogar, welche Kneipen oder Plätze Sie meiden wollen.

      Unser auf westliche Gesellschaften tarierter Radar ist aber bei anderen Kulturkreisen weniger zuverlässig, und außerdem haben die neuen Deutschen alle dieselben finanziellen Möglichkeiten.

      Alle haben denselben Status, die Araber haben sogar alle dieselbe Frisur: die aus Köln.
      Alle sind zwischen 20 und 35. Jetzt differenzieren Sie mal.

      Sie wissen genau, wie weit Sie einen Deutschen reizen können, bevor er zuschlägt.
      Sie wissen aber nicht, wie ein neuer Deutscher reagiert, von dem Sie nicht einmal wissen, wie viel er versteht.

      Außerdem führt der gewöhnliche Deutsche kein Messer.

    • Was erwarten Sie von einer AfD im Bundestag?
      @Déjà ennuyé á l´ aube du matin sagt 1. August 2017 um 08:37 Uhr
      @ H. v. Goslar sagt am 1. August 2017 um 01:25 Uhr unter anderem.
      „Nun stellen Sie sich vor, Meister Hagen aus Goslar, alle Leute die ich kenne, die ihre Zuneigung zur AfD als reine Notwehr sehen, können diese „historischen und soziologischen Zusammenhänge“ sehr gut begreifen. Daher schreiten sie zur Protestwahl.“

      Nun. ich habe bereits im anderen Thread geschrieben, dass ich zwischen Protestwählern, die AfD wählen, und Parteigängern der AfD unterscheide, also denen, die sich mit der reaktionären AfD zu identifizieren.

      Es ist etwas anderes, AfD aus Protest mangels Alternative zu wählen, als sich mit der reaktionären AfD zu identifizieren.

      Auch ich hab aus Protestmotiv die AfD bei einer Landtagswahl gewählt.

      Aber inzwischen ist eine Alice Weidel Spitzenkandidatin, die sich Prof. Oberender als Doktorvater ausgewählt hat. Denjenigen, der eine Liberalisierung des Organhandels wollte. Das passt zu ihrer gesamten neoliberalen Biographie.

      Ich sehe nicht, was man mit der Wahl der AfD aus Protestmotiv erreichen kann, außer Wirtschaftsfaschisten und Rechtspopulisten in den Bundestag zu bringen.

    • Komischerweise müssen sich ein gewisser Linkspopulismus (hoher Preis für Organe) und Liberalismus (verkauf sie) nicht widersprechen, und ich denke, das ist ein Grund, warum Arbeiter AfD wählen.

    • "Außerdem führt der gewöhnliche Deutsche kein Messer."
      Das, liebe(r) Baizuo, dürfte sich irgendwann in den kommenden Jahren auch zunehmend ändern…

    • Sehr geehrter H.v.Goslar,
      meine Motivation wäre, eine kritische Stimme zur Zuwanderungspolitik in den Bundestag zu wählen.
      Nur durch die Abbildung im Bundestag wird unser Widerstand gegen diese Politik das Gewicht in der Presse erhalten, das er verdient – denn bei der Berichterstattung über Prozesse im Bundestag kommt die APO eben nicht vor, und alle bereits vertretenen Parteien sind, bis auf Frau Steinbach, einer Meinung.

      Seehofer hat hier enttäuscht. Auf Merkels „Das Asylrecht kennt keine Obergrenze.“ hätte er antworten müssen: „§18 (4) Asylgesetz aber schon:

      „(4) Von der Einreiseverweigerung oder Zurückschiebung ist im Falle der Einreise aus einem sicheren Drittstaat (§ 26a) abzusehen, soweit

      1.(…)
      2.
      das Bundesministerium des Innern es aus völkerrechtlichen oder humanitären Gründen oder zur Wahrung politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland angeordnet hat.““

      https://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__18.html

      Wenn das BMI es anordnet, muß man nicht zurückschieben – sonst schon, siehe Satz 3 der Norm. Ausnahmen kann man aber beliebig viele machen – 200 000, 890 000, oder 0.

      Seehofer hat mich und alle anderen, die seit 2 Jahren auf ein „doch“ warten, im Stich gelassen.
      Das Kasperletheater mit der Obergrenze ist nur ein Spiel auf der Bühne, damit ihm die Felle nicht davonschwimmen.

      Höcke, Ehebrecher, Meuthen, der Stuttgarter Holocaustleugner, die speziellen Ansichten von Frau Weidel in den Bundestag, nur, damit jemand widerspricht?

      Was sind denn die Alternativen? R2G und Vollgas geben?

      Hoffen wir mal auf den 3. September und die Ankündigung des Tigers.

    • Die AfD @Goslar
      hat sicher einige gestrige oder unappetitliche Positionen – aber zu Themen, die mir momentan am Gesäß vorbeigehen.

      Für mich gibt es momentan nur ein Thema, das meine Lebensumstände schon verändert hat und weiterhin verändern wird und sowohl Zeit und Geld als auch Heimat kostet.

      Mir ist es auch egal, ob Merkel ein großes Herz hat oder eines aus Stein oder gar keines, und ob es sich bei den Proleten aus aller Herren Länder um Traumatisierte, Terroristen oder bloß Tunichtgute handelt.

      First things first,

  127. Links/Konservativ/Liberal - alles unbefriedigende Definitionen
    ich war seit je her der Meinung, dass das Wohl vieler (Gesellschaft) mehr wiegt, als das Wohl von Einzelnen, dass aber manchmal das Wohl Einzelner auch mehr wiegt, als das von Vielen. Damit zitiere ich Mr. Spock aus dem 2. Star Trek Film – und Star Trek ist eine Utopie, welche ich für die Zukunft gar nicht so unsympathisch ansehe. Wo es eben nicht um Maximierung des persönlichen Profits geht (es scheint in dieser Utopie genug für alle zu geben), sondern wo die Lebensziele der meisten darin bestehen, ihren bestmöglichen Beitrag zum gesellschaftlichen Fortschritt zu leisten. Das ist jetzt Fiktion und Utopie – aber ich halte es für durchaus nicht unmöglich, dass wir irgendwann zu einem bedingungslosen Grundeinkommen kommen (weil es nicht mehr genügend für Menschen zu tun gibt, aber viele Güter und Dienstleistungen zur Verfügung stehen) und die Menschen Zeit und Muße haben, das, was jetzt „Ehrenamt“ ist, mit viel mehr Zeit auszuüben und somit den Gemeinnutzen zu mehren. Aber obschon ich mit dieser Utopie liebäugele bin ich natürlich Realist und sehe, dass wir den Weg dahin (oder in welche Zukunft auch immer) mit sachlich begründeten Entscheidungen beschreiten müssen, für die Zahlen, Daten, Fakten maßgeblich sind. Die meisten mir bekannten Menschen denken ebenso und auch viele, die dieses nicht so explizit formulieren würden. Da ich mich nicht in einem speziellen Milieu befinde, sondern (wenn man die klassischen, m.E. unbefriedigenden Definitionen zugrunde legt) in einem Umfeld, wo von Links bis Konservativ und vermutlich auch AfD alles wählt, erkenne ich hier eine Art gesellschaftlichen Konsens – auch wenn meine sozialen Erfahrungen natürlich keinen repräsentativen Charakter haben. Aber mal ehrlich – ich beschreibe meinen Denkansatz kurz – wenn man soziale Gerechtigkeit als wichtig für inneren Frieden ansieht, freie Entfaltung des Menschen als Person und ggf. auch als Unternehmer als wichtige Voraussetzung für Wohlstand anerkennt, die Notwendigkeit, die natürlichen Ressourcen zu erhalten als unabdingbar für ein lebenswertes Leben anerkennt und dennoch auch der Meinung ist, dass Hau-Ruck-Umkrempelungen eine Gesellschaft gefährden und Veränderungen behutsam und sorgfältig bedacht auf dem Bestehdnen aufbauen sollten, ohne gesunde Grundlagen zu zerstören, nur um der Veränderung Willen – was ist man dann bzw. was wählt man dann ?
    Dass es Polizeigewalt und Polizeiwillkür gibt, ist in manchen Fällen leider so. Toleriert werden darf das nicht und es wird auch in den meisten Fällen nicht toleriert. Sinnlose Gewalt (auch nur gegen Sachen) gibt es leider sehr häufig. Wie diejenigen hier eine Rechtfertigung ableiten, was sie damit angeblich verbessern wollen, erschließt sich mir nicht auch nur ansatzweise. Sowohl bei den EZB-Krawallen wie auch jetzt in Hamburg, wurden keine Villen gestürmt und keine Eier auf die G20-Teilnehmer geworfen. Das hätte ich zwar auch vehement abgelehnt, es würde jedoch einer gewissen inneren Logik folgen. Betroffen sind normale Arbeitnehmer (Autos) und Kleingewerbler (Läden, Kioske…). Diese stellen sicher nicht die Achillesferse des ach so bösen Kapitalismus dar. Die Kosten trägt der Steuerzahler. Prinzipiell wird damit also der Kleinbürger geschädigt und der Großkapitalist profitiert sogar (Ausschalten der „kleinen“ Konkurrenz, Folgeaufträge….). Mit dem Ruf nach mehr Überwachung wird die bürgerliche Freiheit weiter eingeschränkt und solche Gewaltakte führen auch dazu, dass die Auftritte friedlicher Demonstranten, die durchaus Wichtiges zu G20 zu sagen hatten, in der Wahrnehmung ins Hintertreffen geraten. So, wie Mephisto im Faust anerkennt :“ Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft.“, so muss man all den Vandalen und sogenannten Autonomen vorwerfen, dass ihre Methoden letztlich als Ergebnis das genaue Gegenteil zur Folge hatten, was beabsichtigt war. Da Menschen, wenn sie nicht extremen kognitiven Störungen unterliegen, was man bei so vielen Vandalen/Autonomen zumindest für den Großteil ausschließen muss, sich nicht selbst zuwiderhandeln, muss es eine andere Erklärung geben. Ich habe zwei parat. Eine Erklärung wäre, dass das hehre Ziel blosse moralische Begründung für eigentlich angestrebte, sinnlose aber „spassmachende ?“ Randale ist, die andere Erklärung wäre, dass die Aktivisten entsetzlich dumm sind.

  128. Wie in den Fifties & Sixties? Ha!
    „Es gab Zeiten, wo diese Gewalt häufiger auftrat, wie zur Zeit der 50-er und 60-er Jahre. Da gab es regelrechte Schlägerbanden, die ihre Aggressionen an willkürlich ausgewählten Opfern ausagierten.“
    .
    Ich bin in dieser Zeit Teenager & Twen gewesen, und das in Berlin-Kreuzberg. Ich kann diese generelle Einschätzung nicht bestätigen. Ich hab sogar – die Beatles kamen gerade auf – ehrenamtlich in einer der ersten „Discotheken“ am Mehringdamm gejobt; nicht mal in dieser Umgebung gab’s wirkliche Probleme, keine „Schlägerbanden“ weit & breit.
    .
    Meinen Sie die paar „Halbstarken“ mit Kamm in der Gesäßtasche, die auf Rummelplätzen den starken Mann spielten? Vor denen hatten wir keine Angst.
    Gleiche Zeit, Fifties, frühe Sixrties: Jeden Sommer waren wir fast täglich im öffentlichen Bad am Columbiadamm (Neukölln, war aber nicht weit von Kreuzberg weg). Es gab dort keinerlei Probleme, schon gar keine, wie wir sie heute erfahren. Ich war EINMAL mit meiner Gattin um 2006 oder 07 in einem öffentlichen Bad (am Insulaner, bürgerliches Steglitz): das war derart unangenehm, dass wir das nie wiederholten.
    Noch (oder bereits) damals durfte man aber nix dagegen sagen, sonst war man ja auf der falschen Seite: Neonazi. Uns vertrieben rücksichtslose, aggressive, männliche Heranwachsende, die uns das Badevergnügen versauten. Nein, keine „Halbstarken“, die Marlon Brando (oder nun Steve McQueen) nachäfften. Die Aufdringlichen sprachen diesmal nicht Deutsch. Fühlten sich aber dort im Bad „wie zuhause“.
    .
    In den Endsechzigern und frühen Siebzigern wohnte ich preiswert in einer Einzimmerwohnung Hinterhof, Außentoilette in der Görlitzer Straße (ja, in DER). Keinerlei Probleme. Keine „Banden“, auch keine Ausländer. Nicht mal dort! Schon gar keine, die aggressiv auffielen.
    .
    Die Zeiten waren damals – verglichen mit heute – harmlos und die Straßen, U- und S-Bahnhöfe waren – verglichen mit heute – sicher; keiner hat sich damals gegen die von Ihnen behapteteten „Banden“ bewaffnet, keine Frau hat sich Pfefferspray (gab’s das überhaupt schon?) besorgt. Man sah auch ab und zu einen Schupo auf den Straßen. Und hatte Respekt vor ihm. Heute? Seit 40(?) Jahren hab ich so einen hier in Berlin nicht mehr gesehen.

    • Danke.
      Das erspart mir die – vermutlich deutlich unhöflicher ausfallende – Antwort. Ich kann das ganze noch für die achtziger bestätigen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  129. 50 Prozent, Mamma mia
    Mittlerweile haben auch 2,3 Millionen Menschen ihre Wurzeln im Nahen und Mittleren Osten. Das ist ein Zuwachs von fast 51 Prozent im Vergleich zu 2011. Auch die Zuwanderung aus Afrika gewinnt an Bedeutung. Rund 740.000 Menschen sind afrikanischer Herkunft, das sind gut 46 Prozent mehr als im Jahr 2011.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article167245133/18-6-Millionen-Einwohner-mit-auslaendischen-Wurzeln-in-Deutschland.html

  130. Arbeitserleichterung
    Don, Ihre Beiträge gefallen mir immer besser.
    Nur beneide ich Sie nicht um die Kommentarprüfung.
    Daher ein Lösungsvorschlag:
    Viele Kommentare kommentieren andere Kommentare. Der Stamm ist nicht so viel größer als früher, aber die Verästelungen wachsen.
    Wäre es programmiertechnisch und rechtlich möglich, dass Antworten nur noch für die direkt betroffenen Personen (eingeloggt) sichtbar sind?
    Und ließe sich der Kommentarbereich so programmieren, dass „originäre“ Beiträge von oben nach unten erscheinen, Antworten darauf aber von links nach rechts quasi aufgeklappt werden können?

    Ein Beispiel:
    Don
    Brandenburger [- Don – Uli 49 – Don – Samsara – … ]
    rhadamanthys [-Don – …]

    statt
    Don
    Brandenburger
    Don
    Uli 49
    Donusw.

    Die Kommentare in eckigen Klammern wären nur für die dort Schreibenden, nicht aber z.B. für Bay. Transatlantiker sichtbar.

    Ihre Beiträge lese ich immer noch sehr gerne, und früher las ich auch gerne die Kommentare – mittlerweile sind aber oft schon 400 davon aufgelaufen, bevor ich angefangen habe den Beitrag zu lesen. Wenn es in html möglich und rechtlich zulässig wäre, dass die Antworten nur für den Beantworteten und die Antwortenden – was natürlich eine Anmeldung erforderlich macht – sichtbar sind, wäre der Kommentarbereich übersichtlicher – und Sie könnten sich einen Haufen Arbeit sparen.

    • Ich überlege auch immer, aber eine bessere Lösung fällt mir nicht ein. Ja, es ist eine enorme Arbeit, aber ich mag sie.


    • In html ist sowas schonmal überhaupt gar nicht möglich, denn dafür bräuchte es eine Eingabe des Pseudonyms mindestens (also PHP oder dergl; und sowas ist in wordpress auch nicht vorhanden, würde also einen selbstprogrammierten Zusatzteil benötigen, und der fliegt beim nächsten Update dann wieder völlig ab, zwangsläufig).
      Ich wüßte auch nicht, was das soll mit derart „personalisierten“ Ansichten.
      Ein Blog ist ein Stück Öffentlichkeit und nicht ein persönlicher 1:1 Telefonservice.

  131. Nichts gegen das Vorgehen von Don Alphonso gegen den Fahrradtreter
    Rechtsstaatlich. Diesen Linksstaat können aber sowieso alle hier bald in der Pfeife rauchen. Da helfen dann auch keine intelligenten eloquenten Blogbeiträge mit Mega-Scrolling-Vorbedingung mehr.

    Aische’s Fahrrad, mit dem sie in Ingolstadt ins Büro fährt. Ihre 4 Brüder und die 6 Cousins, die gerade aus Ostanatolien zu Besuch sind, schauen zufällig in dem Moment aus dem Fenster, in dem dieser besoffene Halbstarke randaliert und Aische’s Fahrrad demoliert.

    Warum kann die Welt NICHT EINMAL gerecht sein?? Wenigstens EINMAL.

  132. Presseschau heute - alles unter Kontrolle im Hause Springer, Journalismus kann mehr als Valium
    Alles auf einer Online-Seite (Die Welt)

    „18,6 Millionen Einwohner mit ausländischen Wurzeln in Deutschland“

    „Mehr Asylbewerber klagen vor Bundesverfassungsgericht“

    „Medien haben gewalttätige Einwanderer als Angstfigur entdeckt“

    „So kapituliert die Politik vor der Langzeitarbeitslosigkeit“

    „Arbeitskräfte aus dem Ausland sind so wichtig wie nie“

    „Wovor die Deutschen am meisten Angst haben“

    „Wissenschaftliche „Kanzlerformel“ sagt diese Koalition voraus“

    „Das Comeback der Abschiebehaft in Deutschland“

    „Krankenkasse muss nicht für Fettschürzen-OP aufkommen“

    …Besser radeln wie D.A.

    • Mögen Springer Tastenklimperer die dreistesten Sedierer der 'Welt' sein
      Es beschränkt sich leider nicht auf dieses unsägliche Medium.
      Heute im Kabel eins Videotext ganz vorne folgende TED Umfrage gelesen (ich zappe gerade dort rum weil auf diesem Sender im Moment die alten Arnie-Äckschn Movies laufen, alles Gute zum 70ten noch, Arnie):

      Wer koaliert mit der Union?

      Ich erspare Ihnen und mir die Ergebnisse, nur: die Grünen lagen gleichauf mit ‚ich weiss nicht‘.

      Wir sagten als (freche) Buben aber früher immer: Zum Verarschen gehören (mind.) immer zwei.

  133. ... der Spruch ist aus den 70ern und kam im Zshg. mit NYC auf.
    Der lautete sinngemäß, dass es dort keine Verbrecherversteher mehr geben würde, weil die alle schon mal überfallen wurden.
    Irgendwas mit Demokraten oder Konservativen erinnere ich nicht in diesem Zshg. Das ist wohl aus deutschen Verhältnissen übertragen.
    Wobei Sozialismus, Sozialdemokratie auch schon mal dort angefangen hatte, wo man den Leuten, die sich kein anderes Wohnumfeld leisten konnten, Sicherheit gewährte; und man war stolz drauf.
    Heute solidarisiert man sich angesichts des Mangels an Industrieproletariat mit dem, was Marx und Engels Lumpenproletariat nannten und rot sind nur noch die Laternen.

  134. Nur Gourmets lieben Tomatensuppe
    1 KG Tomaten entstielen in Wasser kochen danach mit Stabmixer pürieren je nach Lust&Laune;
    1 Eßlöffel Gemüsebrühe (ohne Hefeextrakt),
    Prise Salz und Pfeffer (bunt),
    125 Gramm Reis, etwas Wasser und alles 10 Minuten mit Deckel köcheln,
    Tomatenmark vom oberen Kochtopfrand wieder unterrühren ab zum
    Servieren :
    Da Tag und die Gesundheit sind gerettet!
    Bon Appetit…

  135. Im Nebel des Stammtischdozenten
    „Und diese vom System ausgehende Gewalt wird zunehmen und eine terroristische Form annehmen, weil anders die Kapitalakkumulation nicht aufrechterhalten werden kann und ansonsten das System kollabieren würde. Das kennen wir aus der Geschichte“

    Meinen Sie damit die von Don geschilderte Intervention der Ingolstädter Polizei, die jüngste Geschichte Hamburgs oder die des verblichenen Arbeiter- und Bauernparadieses?

    Ihre Sorgen betreffend das „Stammtischniveau der AfD“ oder den „Mangel an historischer und soziologischer Bildung“ – was immer man in Niedersachsen bzw. in der Soziologie unter Bildung verstehen mag – sind leider berechtigt und durch Ihren Kommentar hinlänglich belegt. Das ideologisch verbohrte, vermeintlich unfehlbare Verständnis „komplexer gesellschaftlicher Zusammenhänge“ und die Klage über dessen Mangel bei anderen lassen durchaus Formen einer geistigen „Bereicherungsökonomie von unten“ erkennen. Konsequent immerhin.

  136. Hier ein Beispiel für "das Ende der Geduld"
    Die FAZ berichtet über einen Fall, bei dem mittelschwere Jugendstrafen verhängt wurden. Also 4-6 Jahre für Wiederholungstäter. faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/kein-mord-qual-von-rentner-in-toenisvorst-war-todschlag-15126412.html. Sind es die Richter, oder das Strafrecht an sich, hier insb. der Ansatz des Jugendstrafrechts.

  137. Titel eingeben
    Handelt es sich bei den Markennamen um Produktplatzierung oder um ’ne verquere Variante des Namedropping?

  138. Immer ist der Kapitalismus schuld
    „Die Grenzen wurden geöffnet, weil die Massen von Flüchtlingen und Migranten neue Geschäftsmodelle und Profitmöglichkeiten eröffnen.“
    .
    Das ist totaler Quatsch. Die Grenzen wurden geöffnet, weil Fr. Merkel in der veröffentlichten Meinung nur Gutmenschlichen Jubel las und dachte, auf dieser Welle ggfs. bis zum Friedensnobelpreis reiten zu können (Obama hatte ja schon einen).
    .
    Solche eine Zuschreibung zum Nutzen des bösen Industriellen Komplexes ist nichts als eine Schutzbehauptung von grünlinken Gutmenschen, die zumindest soweit denken können um zu erkennen, daß hier die Büchse der Pandora geöffnet wurde. Und sich nun reinwaschen wollen und daher die Schuld wie immer dem bösen Kapitalisums in die Schuhe schieben wollen.
    .
    „Die manifeste physische Gewalt im öffentlichen Raum ist nur ein kleiner Teil der Gewalt, die vom kapitalistischen System erzeugt wird. Und diese vom System ausgehende Gewalt wird zunehmen und eine terroristische Form annehmen, weil anders die Kapitalakkumulation nicht aufrechterhalten werden kann und ansonsten das System kollabieren würde.“
    .
    Korrektur: Es wird so kommen, weil die Nutznießer des heutigen Systems (also alle, die auf Kosten des Proletariat leben: Die Politik und ihre Apparate, Medien, Künstler, NGOs, (Geistes)wissenschafter etc.pp.) die Aufrechterhaltung der Machtverhältnisse benötigen, um ihre eigene persönliche egoistische Kapitalakkumulation zu schützen. Weil gesinnungsethisches Handeln überhand genommen hat. Und die Aufrechterhaltung dieser Traumwelten erfordert Eingriffe in die Bürgerrechte & Einschränkungen der Freiheit und vollen Zugriff auf die Brieftaschen des Proletariats (komplette finanzielle Transparenz der Bürger gegenüber dem Staat, Abschaffung des Bargeldes etc.) – was irgendwann zurückschlagen wird. Nicht der Kapitalismus ist unser Problem sondern dieser Feudalismus der deutschen Moderne, in der immer größere Bevölkerungsgruppen unter dem Siegel von Moral und Ethik und Solidarität etc. von immer weniger echten Erwerbstätigen finanziert werden wollen (zu Lasten z.B. des Gewaltmonopols) – der Zehnt reicht dazu schon lange nicht mehr… Was aber auch gar nichts mit der sozialen Marktwirtschaft (eine ganz gut funktionierende Spielart des Kapitalismus unter dem Primat verantwortungsethischen Agierens) zu tun hat, die wir mal hatten.

    • Die lange Suche nach Gründen...
      Tja, vermutlich war es eben doch weitaus komplexer. Wer glaubt, dass eine Politerin wie Merkel sich vornehmlich von „gutmenschlichen“ politischen Reflexen leiten lässt, hat vermutlich die Entwicklung der letzten 10 Jahre verpasst. Frau Merkel ist, nichtsdestotrotz, keine Weltverbesserin in langjähriger Regierungsverantwortung, sondern zuallererst eine Machtpolitikerin und wirtschaftsnahe Pragmatikerin. Das ist jedenfalls meine Überzeugung.
      .
      Im Sommer 2015 gab es im Grunde genommen für jede Geschmacksrichtung Entwicklungen, welche zur eigenen Voreingenommenheit bzw. dem eigenen Erklärungsmodell passen:
      .
      A) Für die Theorie der „Gutmenschen-Merkel“: Die nicht gerade plangemäß verlaufende Begegnung mit einem 14-jährigen Flüchtlingskind könnte tatsächlich etwas ausgelöst haben. So sagt sie es jedenfalls über sich selbst. Ihren eher ungewohnt kämpferische Verteidigung dieses (eigentlich illegalen) Öffnungsbeschlusses unterstützt diese These. Dazu diese Selfies… Zyniker sagen allerdings, dass Politiker praktisch jeden Fehler begeistert mit Argumenten unterfüttern, sofern er denn selbstgemacht ist – und als Entscheidung eigentlich doch eher zufällig zustande kam.
      .
      B) Für die Theorie der „wirtschaftsliberal motivierten Entscheidung“: Merkels damaliger Beraterkreis (und gerüchtehalber auch ihr halbes Küchenkabinett) äußerten sich damals in diesem Sinne. Quasi: Einwanderung als Chance: Für niedrigere Löhne und mehr Wachstum. Gegen die Alterung in der Gesellschaft. So in der Art. Da gab es in diesem Zusammenhang eine umfangreiche Rede von Merkel vor Wirtschaftsvertretern, die dies in diesem Sinne wiedergab, tja, und eine Reihe von Äußerungen von Personen, die zum wirtschaftsliberalen Umfeld von Merkel gerechnet werden. Aber nun: Wären diese Kreise so immens einflußreich, lägen die Unternehmenssteuern inzwischen bei unter 2 Prozent, der gewinnträchtige Verkauf von Unternehmensteilen und die Vererbung von Betriebsvermögen erfolgte inzwischen zur Gänze steuerfrei. Oh, upps…
      .
      C) Für die Anhänger des „welthistorischen Zufalls“ – das wäre so eine Art Theorie für die ich mich immer recht gerne begeistere: Mazedonien öffnete im Sommer 2015 die Balkanroute (womit niemand rechnete), was sich wie ein Lauffeuer unter Flüchtlingen und Fluchtgewillten herumsprach. Das war durchaus sehr überraschend. Tja, und plötzlich brach er los, der lange Flüchtlingstreck – aus Sicht der Flüchtlinge war das eine historische Chance. Zugleich spitzte sich die Krise in Syrien weiter zu (nach Ansicht der meisten Leser hier haben weder die Interventionspolitik der USA, noch der NATO etwas damit zu tun) und die Versorgung der Flüchtlinge in UN-Lagern verschechterte sich rapide, nicht zuletzt, weil die USA und andere Länder plötzlich die Finanzierung einstellten – während der Finanzierungsbedarf durch die Kriegsereignisse und damit ausgelösten Flüchtlingsbewegungen enorm anwuchs. Zudem veränderte Assad seine Einberufungsspolitik für die Armee, was ebenfalls zur massenweisen Flucht junger Männer beitrug.

      Vermutlich war es eine Mischung. Da sich Frau Merkel sich zur eigentlichen Motivlage nicht offen äußert, wuchern natürlich umso mehr die Mutmaßungen. Ich jedenfalls glaube ihr nicht, wenn sie im Nachhinein so sehr das humanistische Motiv betont.

      Pardon: Das stinkt.

    • Darf ich vielleicht einmal eine viel einfacherere Erklärung anbieten:
      Merkel wollte ursprünglich tatsächlich nur den mehreren zehntausend in Ungarn gestrandeten, überwiegend syrischen (also echten) Flüchtlingen helfen.

      Und wurde danach von den Ereignissen überrollt. Wie die meisten „normalen“ Menschen, wenn sie sich einer für sie selbst unvorstellbaren Krise gegenübersehen.

      Nur um das klarzustellen: Für die amtierende Regierungschefin eines der wichtigsten Länder der Erde ist das mitnichten eine Entschuldigung …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @John Dean
      Ich tippe auf Feigheit.

      Frau Merkel hat in ihrem Kabinett niemand gefunden,
      der für sie die Grenzen geschlossen hielt. Es blieb
      an ihr hängen. So ging sie den Weg des geringsten
      Widerstands.
      Sie kann nicht so unwissend gewesen sein. Sie wusste
      um die Inszenierung des Flüchtlingstableau in Ungarn.

    • @John Dean - Merkel-Gründe
      Das gesamte Leben ist komplex, Herr John Dean. Das ist kein Argument für irgendetwas.

      Aber immerhin können Sie mir dann auch zustimmen, dass die Motive unserer Entscheidungen vielschichtig sind. Somit sämtliche Dogmen immer auch etwas ausblenden oder übersehen müssen…

      In Ihrer Aufzählung zu Frau Merkel fehlt der wesentliche Kernpunkt all ihrer Politik, der letztlich auch alleine ihre Entscheidung 2015 verstehen lässt. Man liest oder hört ihn nur selten – weil es eben das Kernziel der CDU, SPD, FDP, Grünen und Linkspartei sind: die Europäische Union als zentrale staatliche Entscheidungsebene – anstelle des Nationalstaates, des deutschen Volkes und der deutschen nation allzumal!

      Nur das rigide und unnachgiebige Festhalten an EU-Schengen-Freizügigkeit und darin offenen Grenzen erklärt, warum partout weder Obergrenzen, noch überhaupt ein wahrhafter Grenzschutz von Frau Merkel gewollt werden. Hätte sie 2015 die Grenzen nicht für Massen von Menschen geöffnet – die EU wäre als zentralstaatliche Ordnung obsolet geworden.

      Das Problem ist nur… weder funktioniert Dublin-Regelung (siehe Griechenland und Italien), noch sind sämtliche anderen EU-Länder zur unbegrenzten Aufnahme von Immigranten bereit… so dass nun Deutschland ganz alleine und plötzlich wieder hegemonial droht, die Zahlungen einzustellen, wenn die Satelliten nicht nach der politischen Pfeife Berlins tanzen. Merkel macht genau dies auf regierungsamtlichen Wegen, und Martin spricht es offen aus. So spalten sie zwar die Bevölkerungen in Europa, aber die fixe Idee der Überwindung von Nationalstaaten ist so borniert, sie richtet sich weder nach den Bürgern, noch wird dieses Ziel offen und klar ausgesprochen. Es wird nur verdruckst verfolgt.

      Leider begreift allmählich die Mehrheit, dass nur deswegen noch Tausende Menschen im Mittelmeer ersaufen, oder später hier in Deutschland für die Schleuser-Mafia-Netzwerke wie Leibeigene ihre Schulden abbezahlen müssen als Prostituierte oder mit kriminellen Aufgaben anstelle ordentlicher Arbeit, nur deswegen, weil Deutschlands Politik die Grenzen weiterhin faktisch für alle, die es bis hierher schaffen, offen hält.

      Für die EU-Zentralstaatsidee sind unsere Politiker aktuell bereit, alles herzugeben, wirklich alles, was von den Bürgern hier aufgebaut wurde.

      Das ist Ihnen sicherlich nicht komplex genug?

    • If i were not Alexander, I would be Diogenes
      Jesus, die Dame im Kanzleramt denkt nicht in Dimensionen, die die Gegenwart überschreiten. Da ist keine Vision, keine Strategie, kein Bewusstsein für Geschichte.
      Keine Vergangenheit und keine Zukunft.
      Da ist nur der Wille zur Macht. Und der ist gegenwärtig.
      Jeder Entscheidung ist immer nur der Frage geschuldet: Wie kann ich meine Macht halten, wie kann ich sie ausweiten.
      Das war im September 2015 nicht anders.

      Und deshalb ist sie immer noch im Kanzleramt.

      Es ist ein Fehler der Akademiker, immer und überall Komplexität zu suchen. Insbesondere da, wo Komplexität maximal reduziert wird: In der Politik.


    • @Recha: das ist mE die plausiblere Erklärung. Die psychologischen Ferndiagnosen, die sonst gerne gestellt werden, halte ich für falsch, weil sie in keiner Weise Machterhalt und Entscheidungsmöglichkeit berücksichtigen.

    • @John Dean
      Nur kurz: ich vertrete nicht A). Ich sage, daß Merkel Gutmenschentum allerorten sah (-> Medienberichterstattung, Teddybärenwerfer etc.), dies für die Mehrheitsmeinung hielt und sie dies einfach nur für sich instrumentalisieren wollte. Wie immer. Ich konstatiere also reinen kalten Machterhaltungsdrang ohne jegliche Haltung oder inhaltliche Position. Alles Gequatsche danach zu dem Thema ist nur Tünche.

    • Triple loop
      Achtung, der folgende Text wird Sie irritieren:

      Stellen wir uns vor, im Kanzleramt sitzt ein Person, die sich nicht um das Wohl des Volkes oder des Staates sondern nur um das eigene Wohlergehen kümmert.
      Stellen wir uns vor, dass dieser Egoismus die Grundlage für jede erfolgreichen Politikerkarriere ist.
      Stellen wir uns vor, dass das kein Problem ist, wenn das Volk ebenso egoistisch denkt und jeden Politiker gnadenlos abstraft, wenn er nicht liefert.

      Stellen wir uns vor, das wäre die Realität.

      Und dann fragen wir uns, was gerade falsch läuft.

    • Herr Recha hat Recht
      Es gibt einen sehr guten Artikel darüber von dem ehem. tschechischen Ministerpräsidenten Vaclav Klaus. Googeln Sie „Migranten als Kittmittel Europas“.
      Excerpt: Diese [Migranten] haben keinerlei Bindung zu irgendeinem der jetzigen Staaten Europas, können sich daher viel einfacher mit einem neuen multikulturalistischen Europa identifizieren. Die Migranten sollten als „Kittmittel“ einer neuen europäischen Nation funktionieren.

      Keine Aluhut-Theorie. Das liegt so glasklar vor einem wie stinkend waberndes Eiweiss. Daß (noch) nicht alle EU Länder da „mitziehen“ ist im Moment eben „nicht hilfreich“. Aber die Tante aus dem Kanzleramt „kriegt“ das auch noch hin, keine Bange. Die indigenen Deutschen spielen insofern nur die Rolle des Zahlmeisters. Nun ja, so klar wird das natürlich nicht kommunistischiziert. Over and Out.

    • Gründe
      Warum einen umfassenden Plan vermuten, wenn es auch einfach Inkompetenz, also schlechte Folgenabschätzung gewesen sein kann? So möchte ich nur halt eigentlich nicht regiert werden.

      Wurde letztes Jahr Ohrenzeugin, wie man da hoffte, bis zur Wahl sei das Thema ja aus den Medien raus, und keine Berichterstattung=kein Problem.

    • Merkel - Motive und Folgenabschätzung
      @Merkelmotive-Kommentare:

      Rückblickend ist relativ egal, was „Frau Merkel“ innerlich umtrieb und zu Ihrer Entscheidung 2015 außerhalb von Gesetzen und Parlamentszustimmung brachte, den Grenzschutz vollkommen aufzugeben, unbegrenzt quasi.

      Ich hatte die zentrale politische Motivation ausführlich genannt, die mE die gesamte taktierende und oft willkürlich ad hoc präsentierte Politik von „Frau Merkel“ erklärt: die wesentlichen staatlichen Aufgaben auf die EU zu übertragen!

      Im Herbst 2015 war dazu nötig, nicht die offene inner-Schengenraum-Grenze zu Österreich offen zu halten! Dazu war das nötig.

      Daneben gab es natürlich weitere Faktoren, die eine solche ad-hoc-Entscheidung und ihre melodramatische Präsentation als „Rettungsaktion“ bestimmten:

      – Im Juni / Juli 2015 war ausschließlich Griechenland-Schuldenkrise ihr Thema, sie war so damit beschäftigt, dass „Frau Merkel“ die bereits drastische Fluchtbewegung aus der Türkei nicht mitbekam bzw. erst zu spät, als die ungarische Regierung nicht mehr bereit war, wie all die Jahre zuvor im Sommer Durchgangslager zu spielen…

      – Im Fernsehstudio traf „Frau Merkel“ auf eine Jugendliche, die zu weinen anfing, als sie palaverte und schwadronierte, ohne dabei zu bemerken, dass sie damit gerade diesem Mädchen mitteilte: „sorry, Du bist auch bald outofhere“. Als „Eiskanzlerin“ betitelt war sie nicht mehr linkskirchengrün akzeptiert – also steuerte sie um und stellte von „sachlich-rationale Physikerin“ ihre Medienauftritte auf „Mutter mit Herz“ um.

      – Natürlich dachte sie, als beherzte Retterin die Zustimmung der Mehrheit zu erhalten, und damit war sie all die letzten (damals) neun Jahre bestens gefahren und hatte SPD wie den Grünen, gar der Linkspartei den Wind aus den Segeln vor jeder Wahl genommen, so dass 2013 völlige inhaltliche Flaute herrschte im Wahlkampf (Euro-Krise war gemeistert und wurde in den Medien wegen der AfD-Neugründung ausgeschwiegen, es hieß keine Anti-Europa-Populismus-Hetze veröffentlichen…).

      – Sie kennen mich. Natürlich war 2015 der Machterhalt im Zentrum von Frau Merkels Entscheidung – eine erneute an Umfragen und Stimmungen orientierte ad-hoc-Entscheidung, die Abschätzung von Folgen oder Fragen der Umsetzbarkeit ausblendete, da das nicht ihr Problem als Kanzlerin, sondern untergeordneter Ministerien und Beamter ist, bestenfalls, aber nicht ihres bei der diesjährigen Wahl im September sein sollte…

      Frau Merkel hat sich dramatisch verkalkuliert.
      Doch warum lief sie überhaupt dieses Risiko?

      Ich glaube, sie war eben von diesem Fernsehstudio-Mädchen noch immer persönlich berührt. Und sah in diesem Moment der emotionalen Schwäche die Missachtung des Asylrechts durch Offenhaltung der Grenzen ohne jegliche Einreisekontrolle für den Weg um die Europäische Reisefreiheit um jeden Preis aufrecht zu erhalten. EU über alles.

      Das ist meine Zusammenfassung für die Geschichtsbücher in Kladde.
      Komplex genug, und doch so simpel gedacht.
      Das ist Politik.

      In jedem Fußballverein dasselbe Drama wie auf der großen Bühne, und Ex-Kanzler Schröder sagte einmal so herrlich offenherzig, er wundere sich, dass ihm immer so viel Strategiedenken unterstellt werde, wo er doch fast immer schlichtweg intuitiv Machtpolitik betreibe, dafür sei er schließlich als Bundeskanzler von den Leuten gewählt worden!

      Frau Merkel würde das so nie sagen, sie arbeitet dafür auch viel zu sehr über Bande und spielt mit Klischees.


    • @panna Kraweel: das halte ich für ausgeschlossen, daß es keine Folgenabschätzung gab. Die wird natürlich nicht herumverzapft, um die Kurve „Wahl“ zu kriegen, aber die gibt es schon, da bin ich sicher.

  139. Warum regen sich alle so auf...
    Hier in Wiesbaden könnte man anlässlich des Theatriums, unseres netten Straßenfests beobachten, wie sich Einheimische und Gäste von ausserhalb bei den Polizisten bedankten fürs aufpassen während wir….tankten.

    Auf der anderen Seite: Strafrechtler fragen. Warum können bei sog. Asylbewerbern vereidigte Übersetzer/Dolmetscher nicht unterscheiden, ob ein passloser was auch immer einen nordafrikanischen Slang oder einen syrischen hat. Kann selbst ich mit sehr, sehr, sehr rudimentären Kenntnissen des klassischen Arabisch.
    Geht weiter mit Islamwissenschaftlern, die ständig ihren Senf zu kulturellen Unterschieden zu Protokoll geben. Sind das Theologen, an westl. Unis ausgebildete Fachleute?..

    • Das können sie sehr wohl
      und weisen bei Anhörungen vor Gericht auch darauf hin.
      Allein: Es interessiert keinen.

    • @Nahuatl
      Es interessiert keinen? (Worauf die Übersetzer hinweisen.)

      Könnten Sie das etwas ausführen?

  140. Angela Merkel und ihr Zwillingsbruder Martin Schulz wissen:
    Raupttierkapitalismus ist erklärtermaßen der Grundpfeiler gelebter sozialer Demokratie.

    Seit wann/was/wie/wieso in diesem Land (und auch anderen Landen) alles aus dem Ruder läuft kann unterschiedlich betrachtet werden. Nur wie diese „Sachen“ (Bankenrettung, schere arm und reich etc.) Fahrt aufnehmen ist schon alarmierend. Seit Jahrzehnten wird uns allen vorgelogen nichts hätte irgendwelche Nebenwirkungen.

    Umweltverschutzung, Milliarden Tonnen Öl pro Jahr verbrennen, Meere leerfischen. Atomkraft, Demokratieabbau, verblödung der Massen durch die Medien, absenkung der Hemmschwellen, Zuzug von Millionen Menschen, Bevölkerungswachstum, Raupttierkapitalismus, Lügenmentalität der Medien und Politik – all das hat keine Auswirkungen und Nebenwirkungen. Nein, nie, niemals

  141. @ Oberländer
    Das Versagen der westlichen Medizin ist nicht bei der Nichtgratisabgabe der Pille in Afrika, der Fehler lag in der Reduzierung der Säuglingssterblichkeit.
    Im Spiegel war, vor kurzem, ein netter Artikel mit Grafik übder den Rückgang der Kinderzahl pro Mutter, nicht erwähnt wurde der viel stärkere Rückgang der Säuglingssterblichkeit.
    Wir haben die Weisheit Glorias von Thurn und Taxis einfach zu spät erkannt: Der Neger schnackselt gern.

    • Deshalb sage ich ja bei sich bietenden Gelegenheiten
      Dank an Bill Gates, der sich mittels seiner Stiftung um die Säuglingssterblichkeit kümmerte, aber dann vergaß, sich um die Überlebenden zu sorgen.

      Davon abgesehen wäre die kostenlose Abgabe der Pille trotzdem zu begrüßen, Verteilung von Kondomen, parallel dazu Aufklärung zur Anwendung und überhaupt und der katholische Kirche bzw. dem Papst mal das Wort zu verbieten.

    • Verhütung in Afrika
      Es gibt da auch eine Injektion, die 3 Jahre wirkt, von den Stiftungen. Kürzlich in einem Bericht ging das so: Eine Frau hatte 9 Kinder und brachte es ohne Zustimmung ihres Mannes nicht fertig, sich eine setzen zu lassen. Eine andere hatte bereits 12 Kinder und hat das Angebot dankbar angenommem, ohne ihren Mann zu fragen.Beide lebten auf dem Land.

      Ich frage mich öfter, was wohl mit dem Kontinent passiert wäre, wenn es die Entwicklungshilfe in dem Maß nie gegeben hätte? Das Geld ging meistens in die falschen Hände, weil die Regierungen ein Staatsverständnis, wie wir es haben, nicht kennen oder wollen.Ist man noch kreativ, wenn immer von irgendwo Hilfe und Bevormundung kommt? Gute Beispiele gibt es oft nur im Kleinen, Privatem.Nepotismus und Kleptokratie haben oft die Überhand.

      Es ist wohl so, dass Eliten in den Städten auch überwiegend nur noch 2 oder 3 Kinder haben.

      Mein Besuch, der gestern wieder gefahren ist, sagte auch, dass es in christlich geprägten Ländern oder Landteilen, die es ja auch gibt, geordneter zugeht, als bei den Anderen.

  142. @ prince Matecki sagte am 1. August 2017 um 10:35 Uhr
    „Soviel zur historischen Wahrheit……
    Heftige Kämpfe im Busch waren nun aber nicht Kernkompetenz der Bundeswehr und auch politisch nicht erwünscht, denn die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht zum Auslandseinsatz in Somalia speziell und mit Waffeneinsatz allgemein stand noch aus.“
    .
    Die Bundeswehrführung hatte ihre Truppe (ohne Kampfauftrag, natürlich) in Beledweyne (Beled Huen) also mindesten 250-300 km vom Operationsgebiet platziert. Sie hätte diese Truppe also auf 500-600 km lange Versorgungsfahrten in unsicheren Gebiet geschickt. Da kann man sich fragen, was gefährlicher gewesen wäre. Bei der Brigade oder weitab. Uns in Deutschland wurde damals kommuniziert, daß die indische InfBrig nie in Marsch gesetzt worden sei. Wie Sie bestätigen jedenfalls nicht in den Bereich des Bw-Unterstüzungs-Btl.
    .
    Mir kommt das ein wenig so vor wie damals im Februar 1991 als die Bw-Führung Teile des Alpha-Jet (hieß bei mir immer Luftmoped) nach Diyabakir in Ostanatolien verlegte, wohl wissend, daß von dort diese spärlich bewaffneten Mühlen mit ihrer geringen Einsatzreichweite niemals in irgendwelche Kämpfe hätten verwickelt werden können. Vom Unwillen und dem plötzlich aufflackernden „Gewissen“, vor allem unter Offizieren ganz zu schweigen, Herr Kaptein.
    (DdH)

    • Verlegung
      Wie ich aus dem damaligen HQ autoritativ bestätigen kann, hatte die UN Deutschland gebeten die Unterstützungsgruppe mit Logistik, Pionieren usw. aus Belet Huen (so damals unsere Schreibweise) in den Süden zu verlegen. über den dortigen Hafen hätte man auch die Nachversorgung aus D bzw. Kenya leicht durchführen können. Der Standort Belet war ja nicht zwangsläufig. Die Verlegung war jedoch nicht im deutschen nationalen Interesse.

    • Ergänzung zu oben
      …Teile des Alpha-Jet-Geschwaders aus Oldenburg (Kampfgeschwader 43 wenn ich nicht irre, früher LeKG 43)
      (DdH)

  143. Bay. Transatlantiker sagt: 1. August 2017 um 11:07 Uhr
    Darf ich den ersten Teil (Kommentare lesen nur für diejenigen die
    eingeloggt sind) so interpretieren das Sie hier eine Zensur installieren
    möchten?

    Denke ich irre mich aber eine Klarstellung wäre nett, finde ich.

    • Zensur durch Masse
      @ Simple Reader:
      Nein, mir geht’s nicht um eine Zensur, sondern um eine bessere Übersicht. Schauen’s, früher ging’s mir manchmal so, dass ich einen Blog des Don las, und es waren 0 Kommentare dazu da, und am Ende vielleicht 300, von denen ich viele mit Genuss las. Heute lese ich den Blog, und es sind da schon 300 Ergänzungen aufgelaufen, bevor ich überhaupt die Gedanken des Don zu Ende gelesen habe, und bald ist die Tausendermarke nah. Ein erheblicher Teil der Anmerkungen enthält vor allem kleinere Hinweise zu den „Hauptkommentaren“. Diese Antwort hier interessiert vor allem Sie und mich, erscheint aber für alle Leser – wie 100 weitere allein seit gestern. Zumindest ich scroll dann irgendwann gar nicht mehr runter, weil ich ewig rumsuchen müsste, bis der nächste originäre Beitrag, zu einem anderen Hauptaspekt, auftaucht. Wenn also die „Nebendiskussionen“ von links nach rechts aufklappbar wären, könnte man leichter von Oberthema zu Oberthema springen – und wenn sich die Verzweigungen des Diskussionsbaums „privatisieren“ ließen, hätte der Don weniger Arbeitsaufwand. Um Zensur geht’s nicht, sondern um Übersicht. Denn im Moment verbietet sich die Lektüre der Kommentare allein schon durch ihre schiere Anzahl – Indifferenz statt Index.

      @ Don:
      Wie wär’s mit einem Freischaltungssklaven?


      Beim Bader gewesen, den Friseurbedarfsartikel „stern“ (Herausgeber: Konrad Kujau) überflogen:
      Deutschland wird bunt.

      Bares abgehoben, beobachtet vom dieser Tage Geldautomaten allerorten umlagernden monetären Mob; die BOB genommen für den Weg zur Brienner: Abfahrt Oberland, Ankunft Unterschicht – langsam sollte man von Bahnhofshälfte sprechen, Viertel reicht kaum mehr; eine Kopftuch tragende Bekannte aus Nordwestkorea (Volksrepublik Großpankow) getroffen, die nicht mehr U-Bahn fährt, weil sie sich von den vielen Braunhäutigen dort belästigt fühlt; auf einer Beerdigung einen alten Verwandten getroffen, dessen Jugendsünde im Tragen einer schwarzen Uniform bestand, und der den öffentlichen Raum in der Hand einer, wie er es nennt, „Solarium-SA“ wähnt:
      Deutschland wird braun.


    • @Bay. Transatlantiker, Baumstruktur:
      das gibts im Usenet und bei heise (Telopolis).
      Ja, das ist in der Tat ein Mittel der Strukturierung.
      Einer anderen.
      Aber eben nicht wirklich besseren.
      Mit der Baumtiefe wie jetzt, das wurde vor einiger Zeit ausprobiert, kommt die Diskussion mittels unten ansetzenden neuen Beiträgen mehr auf 3, 4 Punkte, die dann länger durchgekaut werden.
      Wenn man tiefer verästelt, verläppert alles in Privatdiskussionen.
      Lesen Sie hier, lesen Sie heise oder usenet, vergleichen Sie.
      Das Problem ist das Verläppern.

  144. @D.A.
    Gerade die Besitzerin des Rades kennengelernt.

    Ehrenmann?

    • Wie meinen Sie das? Ein junges Mädchen, das ziemlich verstört war, und froh, dass es nicht bei dem Schrottrad bleiben wird.

    • D.A.s-Radshop
      Ich meinte die Hilfe ihrerseits, zum neuen Radl.

  145. O. T. - Europas EU ist nicht als Urknall einer neuen Zeit entstanden, sondern
    laut Adenauer als Wiederherstellungsprojekt.

    http://www.marcogallina.de/2017/08/01/die-unseligen-beschwoerer-des-abendlaendischen-untergangs/

    Und da wird von spezifischer Kultur gesprochen und einer Idee, die der heutigen, offiziellen EU=Europa=Euro=Alternativlos vollkommen widerspricht.

    Leider habe ich keine Zeit, all die schönen, bereichernden Gedanken zu lesen, die neben Dons völlig altmodisch anständigen Handlungserzählungen* zur geistigen Erhebung angefügt werden.

    Bis bald mal wieder.

    * Handlungen wie diese und hoffentlich auch wie die der Polizei und hoffentlich auch wie die des juristischen Apparates und hoffentlich auch die der Durchsetzung einer Sozialisationsförderung der jungen Menschen, alle solche Handlungen – integriert und unterstützend –
    waren für New York die Rettung von Zerfall, Gewalt und Vandalismus. Das faszinierende Buch von Gladwell https://en.wikipedia.org/wiki/The_Tipping_Point zeigt auf, wie der Zerfall einer Gesellschaft (diese Zerstörungs-„Kleinigkeiten“ hinzunehmen) beginnt, kulminiert und gedreht werden kann.

    Ein optimistisches Buch – noch ist die Masse in Deutschland noch nicht groß genug, um wirklich etwas zu verändern – zuerst muss es schlimmer kommen – und das wird es. Doch in 10 oder 20 Jahren sieht es besser aus, schätze ich – wenn es dann noch Deutschland als Nation gibt.

    Rezension in der NYT
    http://www.nytimes.com/books/00/03/05/reviews/000305.05wolfet.html

  146. Grenzen der Panikmache
    Im Mutterschiff steht mit dem o.g. Titel ein Bericht über die Schadstoffbelastung.
    In dem Zusammenang „oute“ ich mich mal als Massenmörder. Seit 40 Jahren fahre ich Diesel-Pkw. Der aktuelle ist der siebte. Zusammengerechnet bin ich mit den Dingern 1,1 Millionen Kilometer gefahren. Erst der vor elf Jahren gekaufte hat ein Rußfilter. Zudem hat er eine Wasser-Luft-Standheizung, weil unsereins das mit dem Kaltlauf seit Jahrzehnten bekannt ist. Keins der Fahrzeuge hat jemals mehr als 6,2 Liter/100 km verbraucht.
    Massenmörder wurde ich 1977 als Lkw-Fahrer. Mit den schweren Kisten habe ich in 20 Jahren zwei Millionen Kilometer gefahren. Und nicht mit Autobahnverbrauch von 35 Litern mit 40 t Gesamtgewicht sondern auch mit 70 Litern bei der Innenstadtbelieferung von zum Beispiel Wuppertal. Wer den Stuttgartern Gutes tun will, sieht sich mal an, was in Untertürkheim vor der Lkw-Einfahrt vom Motorenwerk welche Schadstoffbelastung auftritt. Und dann sollten sich da Schwoba mal überlegen, ob diese Metallbuden nicht alle raus sollten aus dem Loch Stuttgart.

    • Rape Culture Beauftragter
      Zu Ihrem Massenmörder füge ich noch meinen Serienvergewaltiger hinzu. Laut FAZ von heute wurden 50% aller australischen Studenten in der Uni oder auf dem Weg dahin schon Opfer sexueller Gewalt.

      Diese ist definiert als:
      -Nach jemandem starren oder schielen
      -unnötige körperliche Nähe, zum Beispiel sich an jemandem zu reiben oder Berührungen
      -zweideutige Kommentare oder Witze*
      -Beleidigungen oder Schmähungen sexuellen Inhaltes
      – aufdringliche Fragen nach jemandens Privatleben
      -Bilder, Magazine oder Bildschirmschoner mit sexuellen Inhalten zu zeigen
      -Textnachrichten oder EMails mit expliziten Inhalten verschicken**
      – unangebrachte Annäherungsversuche in sozialen Netzwerken
      – erotische Seiten im Internet zu besuchen
      – Anfragen nach Sex oder wiederholte unerwünschte Einladungen, auszugehen und
      jedes Verhalten, das als Vergehen gegen das Strafgesetzbuch gesehen werden kann, als da wären: physische Gewalt, unzüchtige Selbstdarstellung, sexuelle Belästigung, Stalking oder obszöne Kommunikation***.

      *“Zweideutig“ wurde nicht definiert, auch nicht, ob „zweideutige Witze oder Bemerkungen“ unter Erwachsenen ausgetauscht werden, die das wollen.
      **es steht nirgendwo, dass es sich nur um ungewollte sexuelle Kommunikation handelt. Der Begriff beinhaltet jegliche sexuelle Kommunikation unter erwachsenen Menschen.
      *** das gleiche gilt für „obszöne Kommunikation“. Wer immer „obszön“ auch definiert, Erwachsene, die das wollen, haben das Recht, so zu kommunizieren.

      Ich bekenne mich in vielen Punkten der obigen Liste schuldig. Vor allem das Besuchen der Seiten von Playboy.com und Playboy.de macht mich zum notorischen Wiederholungstäter.
      Eine Freundin, die hinten bei mir auf dem Motorrad saß, habe ich auch einmal als „heisse Braut“ bezeichnet und den Witz: „Leiden Sie an perversen Phantasien“, „Nein, ich geniesse sie“, sowie: „Herr Doktor, ich habe ein Glied wie ein Baby“ – „So klein?“-„Ja, 90 cm gross und 40 Pfund schwer“ habe ich schon mehreren unschuldigen Personen weitererzählt. Bitte knasten Sie mich ein (aber bitte mit Peitschen und Leder!)

      https://is.gd/QS3eX2

      Seite 26

    • Und genau deswegen, Thoma Marx, werden die Urheber dieses Schwachfugs
      verlieren. Sie versuchen, Begehren in jeder Form zu kriminalisieren. Ihr Problem: Dabei macht nicht einmal eine Mehrheit der Frauen mit. Ich korrigiere – nicht einmal eine signifikante Minderheit.

      Man muss nur leider wieder und wieder erklären, was die Schnepfen des intersektionalen Femimis als „sexuelle Belästigung“ betrachten. Das gesamte Paarungsverhalten nämlich (männlich wie weiblich).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  147. On Topic - Spieltheorie praktisch
    Was es ausmacht, wenn ein paar Idioten wirken dürfen, wie sie wollen, weil sich obernaive Ichbinimmerzuallennettegalwasdietun-Tülpel nicht auf eine sinnvolle Strategie einigen wollen, die die Böseschlautölpel einhegen … das kann man hier selbst ausprobieren.

    Und Gegenstrategien entwicklen. Nicht dass es hier zu pessimistisch wird. Und vielleicht wird es ja gar nicht mehr so lange schlimmer, bevor es dann – vielleicht in Bayern – wieder ganz ganz gut tut.

    http://ncase.me/trust/

    Interaktiv – Phantastisches Instrument zur Szenariobildung – auch für @Harry Charles, wenn er mal eine gute Schule aufmachen will – Test fürs Lehrerinnenkollegium: wie sollte das optimale Kollegium mit schwierigen Leuten umgehen?

  148. Lieber Don Alphonso, lieber Otto Moser. (@von Goslar)
    Mittels Feuerwehr wegen schwerem Asthma in eine quasi-sozialistische
    (nach dem Grad der Organisation) Berliner Klinik verbracht und abgefüllt
    mit über 300mg Cortison, stehe ich nun wegen diesem vor ähnlichen Proble-
    men wie Otto Moser:…allerdings nehme ich dieses Zeugs,
    in systemischer Weise, schon einige Jahre, täglich, und nicht sündigen gelingt nicht täglich; zunehmend entziehe ich mir mit den Kohlehydraten, wenigstens beides. Habe also überwiegend wegen dem Cortison Entzugsprobleme und kann nicht Kanzler werden und der Don schreibt und schreibt bei ähnlichen Obstruktionen wunderschöne Texte und habe in der Klinik mit 67 den „Alterssex“ verpasst.
    .
    .
    Wir könnten uns aus dem Jenseits einen Helmut Schmidt einfliegen lassen,
    (aber nicht als Engel) der noch 2004 im HA folgendes schrieb:

    „Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, daß sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.“ – Hamburger Abendblatt 2004 Helmut Schmidt – .
    .
    .
    zum anderen ist es doch nicht ganz unmöglich, ein im Keimen befindlichen
    Politiker zu finden, der diesem Größenmaß entspricht.

    Er müsste (durch den Blog) noch einigermaßen gedrechselt werden.

    Einstweilen schlage ich dafür @Goodnight vor:

    „Goodnight sagt:
    25. Juli 2017 um 10:30 Uhr

    Into the great wide open
    @little nemo

    Man sollte unterscheiden zwischen Problemen, die modern sind, und denen, die die Moderne zurück in die Vormoderne ziehen wollen.

    Die Überflutung durch Flüchtlinge wird die Moderne zerstören. Die Probleme junger Menschen hinsichtlich ihrer sexuellem Rolle, in einer Gesellschaft, in der neben Liebe und Treue und Ehe und Emanzipation das Ausleben jeglicher Sexphantasie gefordert wird, dies sind moderne Probleme. Und damit sinnvoll. In der Moderne.“.
    .
    (zu bedenken bleibt bei ihm: «Wollte Gott, nach christlicher Grundlehre, Mensch werden, dürfte jemand sich wundern, dass der Mensch, seiner noblen Herkunft von einem Macher gewiss, zweite Maschine werden will?» Peter Sloterdijk).

    @von Goslar geht nicht, weil er immer noch die Weltrevolution will und das „System“ die Ursache allen Übels ist;

    (was mir an ihm gefällt, ist seine Vorstellung, daß Frauen für höchste Positionen in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, nicht geeignet sind; (in den Ausschattungen der Kultur sind bisweilen superbe Ausnahmen zu gewärtigen; Meinerseits würde ich hier im Gegensatz zu @von Goslar, nicht Rosa Luxemburg nennen,
    sondern Lou-Andreas von Salomé. Bei Hannah Arendt sind wir uns einig.)…..

    sie sind Hohlkopf und Holzkopf gleichermaßen, sofern sie das Absolute der klassischen Metaphysik, also dem linkshegelischen Absoluten in marxistischer
    und enzyklopädischer Manier, seine für immer abgeschlossene Wertung geben.

    Das Geheimnis der Souveränität!

    „Souveränität und Überschreitung

    Souveränität ist für Bataille weniger die Ausübung von Herrschaft (wie z. B. nach der Definition von Carl Schmitt: „Derjenige ist souverän, der über den Ausnahmezustand gebietet“). Bei Bataille handelt es sich vielmehr um eine machtlose Souveränität, die damit gleichzeitig subversiv zu allen Mächten wird. Bataille unterscheidet dabei drei historische Stadien von Souveränität:

    Das archaische Stadium, in dem der Priester oder die Priesterin eine sakrale Souveränität ausüben, die von aller Macht ausgeschlossen ist.
    Die Souveränität im klassischen Sinne eines absolutistischen Herrschers.
    Die Souveränität des Künstlers, die in actu subversiv wirkt und sich von aller Herrschaft unterscheidet.

    Dabei handelt es sich bei der Überschreitung (Transgression), die von Foucault in Bezugnahme auf Bataille als ‚nicht-affirmative Bejahung‘ definiert wird, allein um das Movens der Souveränität, um das dynamische Element, das nach Bataille in der Souveränität verborgen liegt.“.

  149. Loblied auf den Kapitalismus
    @ Goodnight 1. August 2017 um 07:50 Uhr
    “Ich mach es kurz und schmerzvoll, da ich gleich dem Kapitalismus dienen muss:
    Das ganze Theoriegedöns der 68er, diese ganze Frankfurter Schule und all die queren Marx Exegesen, all das ist schon lange widerlegt. …
    Der Kapitalismus hat überall Frieden und Wohlstand gebracht.
    Der Kapitalismus ist der größte Friedensstifter ever.“

    Alles widerlegt – diese Behauptung kenne ich von Kapitalismus-Apologeten schon seit über 40 Jahren.

    So hat man in den 70-ern behauptet, der heutige Kapitalismus sei ganz anders als der frühere. Krisen gäbe es nicht mehr, diese könne man mit keynesianischer Politik verhindern.

    Die marxistische Verelendungstheorie?
    Mega-out. Verelendung gab es im 19. Jahrhundert zur Zeit des Manchester-Kapitalismus, aber doch nicht mehr, seit es die Soziale Marktwirtschaft gibt.
    Massenhafte Verarmung und Prekarisierung – das wird niemals wieder sein. Denn der moderne Kapitalismus schafft wachsenden Wohlstand für alle.

    Kriege aus wirtschaftlichen Motiven, so wie der WK I und der WK II? Das wird es niemals mehr geben. Wir haben die friedenserhaltende NATO.

    @Goodnight:
    „Der Kapitalismus hat überall Frieden und Wohlstand gebracht. Der Kapitalismus ist der größte Friedensstifter ever.“

    In welcher Realität leben Sie, Herr Goodnight?

    • Kuba
      In Kuba hätte Fidel schon vor Jahrzehnten die Lichter ausmachen müssen, hätten die Amis die Flucht der Kubaner nicht massiv erschwert.
      Ohne west. Tourismus Industrie, die den Fidels dort DEVISEN reingespült hat, weiter reinspült, wäre die Lage noch schlimmer.
      Nur mit Represionen, einem massiven Überwachungsstaat, Günstlingen in Militär und Polizei, auch wieder zu sehen in Venezuela, können die Herrscher sich dort über Wasser halten, aber ideologisch vernagelt, wie manche sind, wird das alles ausgeblendet.
      Den Wagenknechts in diesen Gesellschaften geht es blenden, aber der Rest will weg aus den Paradiesen,curios, curios. ….
      Diese mad Uros dieser Welt wissen genau, nur durch Diktatur können sie sich vor lebenlangem Knast oder Galgen bewahren.

    • Alles eine Frage der Perspektive
      Nehmen wir das Beispiel eines (Reis)bauern irgendwo am A der Welt, welcher immer noch genauso seine Felder bestellt, wie seine Vorfahren es vor 500 Jahren getan haben. Und kontrastieren diesen nun mit einer typischen Großstadt in dessen Nähe.
      Aus einem relativen Vergleich zw. Bauern und z.B. nem Banker in seinem Glaspalast (Enkel eines anderen Reisbauern) kann man wunderbar eine Prekarisierung herauslesen. Weil z.B. die Lebensumstände oder Einkommensunterschiede so stark differieren. Pfui, du böser Kapitalisums!
      Schaut man sich aber den absoluten Wohlstand an, so ist festzustellen, daß es dem Reisbauern nicht schlechter geht als füher. Es einige Reisbauern aber zu gut verdienten Bankern gebracht haben. Somit hat der Kapitalismus Wohlstand gebracht – nur halt nicht allen gleichermaßen… Aber er bietet zumindest die Chancen dazu.
      .
      Das ist das Wesen typischer Kapitalismuskritik, von linker Ideologie: Es geht primär um die Ablehung von Differenz. Selbst wenn es objektiv gesehen mehr Leuten besser geht als zuvor, ist dies dennoch des Teufels…

    • Get real....
      @gast

      Ja, der Kapitalismus ist wirklich eine einzige Enttäuschung, eine Katastrophe…verglichen mit dem Paradies.

      Im Vergleich zu Realität ohne Kapitalismus ist der Kapitalismus hingegen das Paradies.

      Whatever, vor dem Kapitalismus war 18 Stundenschicht auf dem Feld bei Leibeigenschaft.

      Im Sozialismus war es dann die Kolchose …also auch Feld und Leibeigenschaft.

      So, das war’s, mit Realität.

      Und jetzt noch viel Spass bei den feuchten Traum vom Paradies ….danke.