Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Leben und gehen wie ein alter, weisser Mann

| 495 Lesermeinungen

Facelifting? Nein, dann würde ich ja alle diese großartigen Falten zerstören
Clint Eastwood

Über Jahrhunderte hinweg war das wichtigste Werk Giovanni Boccaccios – nein, nicht das Decamerone, sondern die Lebensgeschichten berühmter Männer und Frauen. Im Decamerone erlebt man den Autor in der Figur des Dioneo als jungen, adretten und anzüglich agierenden Mann, der sich nicht an die Regeln hielt; so, wie Boccaccio selbst dem Kaufmannsberuf entfloh und Schriftsteller wurde. Danach hatte er jedoch, je nach Standpunkt, eine Bekehrung oder eine persönliche Krise, und wandte sich ernsten Themen zu. Seine Sammlung der Schicksale berühmter Menschen sollte den Lesenden erklären, wie man mit Krisen fertig wird, und welche Methoden angemessen sind. Das Werk war sehr beliebt in einer Epoche, in der Krisen, religiöser Wahn, Pestbeulen und Katastrophen zum Leben gehörten wie heute der öffentlich-rechtliche Rundfunk, Genderprofessuren, orientalische Despoten und die EU-Kommission. Man konnte beim toskanischen Universalgelehrten Boccaccio lesen, wie sich historische Vorbilder aus misslichen Lagen befreiten und danach lange und zufrieden lebten.

Heute ist das bei uns anders, wir leben meist nicht mehr in den Hügeln der Toskana, Verwerfungen sind in der BRD eher selten, und wer zu der schmalen Schicht gehört, die wirklich noch Klassiker liest, gehört meist zu den Akademikern oder ihren Nachfahren, die finanziell auf neoliberalen oder ererbten Rosen gebettet sind. Früher oder später werden sie trotz liderlichen Lebenswandels nicht mehr bei der Poussage beim Fenster, sondern bei der Kanzlei des Onkels einsteigen, oder bei irgendeiner sinnlosen Stiftung oder einem Zwangsgebührenverprasser unterkommen. Jedenfalls, Vorbilder sind in dieser anstrengungslos reichen Bildungsklasse nicht mehr sonderlich gefragt, und wer sich für Rocco Sifredi zu fein ist, der liest im Decamerone, wie Alibech und Rusticus den Teufel zur Hölle schicken. Das ist vergnüglich, und außerdem, die Hölle, ganz ehrlich, was soll das: In diesen Kreisen ist das Altern zumeist ans Heim, der Tod an die private Krankenversicherung und die Hölle an die Versicherungsbranche ausgelagert. Man braucht in sicheren Zeiten keine Vorbilder für Krisen mehr, und die meisten Karrieren fliessen ruhig und träge und langweilig auf das Ziel Pensionierung zu. Was soll man da Vorbilder bei alten Eroberern finden, mag man denken. Es sei denn, man setzt sich freiwillig der Hölle aus. Genauer, der Hölle aus Regen, Nebel, Schlamm und einem nicht enden wollenden Berg, den man nach oben schnauft wie dereinst Sisyphos.

Das ist bei mir im Oktober stets die L’Eroica, und letztes Jahr war ich gerade ganz oben angekommen, als mich jemand überholte. Es fahren dort viele ehemalige Rennradidole mit, aber derjenige, der mich überholte, trug die Nummer 1. Auf einem Stofffetzen, den er selbst bemalt hatte. Und während ich dort mit einer speziell aufgebauten Maschine hochstrampelte, mit Untersetzung und neuen Bremsbelägen, hatte die Nummer 1 nur einen einzigen Gang, mit dem sie sich hier hinauf gedrückt hatte. Die Nummer 1 trug kein frisch gewaschenes Trikot in Gelb und Orange, sondern einen mottenzerfressenen Pullover. Mein Rad war frisch restauriert, das Rad der Nummer 1 rostete, wo der Lack abgeblättert war, und gammelte, wo der Lack noch dran war. Ich fuhr so mittelschnell, die Nummer 1 legte sich tief über den Stahllenker und trat in die Pedale.

Die Nummer 1 war 24 Jahre älter als ich und fuhr so schnell, als wäre ich 24 Jahre älter als sie. Aber wie es so ist, das Adrenalin war schon im Blut und das Testosteron setzte auch ein, und so verliess ich meinen Kampagnon und fuhr keuchend eine gewisse Strecke mit der Nummer 1. Die Nummer 1 hatte enorme Krampfadern an den Beinen, wie die Hydraulikleitungen eines Baggers, sie stampfte durch den Matsch und frass einen nach dem anderen, langsam, unerbittlich, unbeugsam, mit der immer gleichen Geschwindigkeit und einer unbändigen Kraft.

Diese Nummer 1 ist die volle Härte, man kann es nicht anders sagen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich das Leben auf den weissen Strassen und den brutalen Anstiegen leichter zu machen. Man kann die Herausforderungen der Hölle technisch angehen und ihnen die übelsten Spitzen nehmen, bis hin zu ultraleichten Alukreationen des Jahres 1987. Die Nummer 1 dagegen hatte ein fast hundert Jahre altes, verhautes Rad, einen einzigen Gang und eine einzige Vorderrad-Stempelbremse. Noch wahnsinniger als die Fähigkeit, mit so einem Rad Steigungen mit 14, 16, 20% hoch zu fahren, ist die Bereitschaft, mit so einem Trumm derartige Berge auch hinab zu schiessen.

Ich mein, ich überhole bergab mit dem Rennrad auch schon mal Autos und Motorräder und lasse sie im Gegenzug nicht vorbei, und wenn es sein muss, auch in der Dunkelheit ohne Licht. Auf der Skala des temporären Irrsinns gehöre ich sicher schon zu den Übergeschnappten, aber ich trage einen Helm und fahre auch bei den Klassiskern optimal eingestellte Räder. Ich habe die Nummer 1 auch bergab fahren sehen, und ich würde sagen: Zwischen dem Nullpunkt der 140 Kilo schweren Soziologin, die auf dem verstärkten Bürostuhl noch eine Tüte Gummibären isst, und dem, was die Nummer 1 da auf Schotter gemacht hat, bin ich in Sachen hochmobiles Risiko vielleicht auf der halben Strecke anzusiedeln. Und natürlich wäre ich lieber näher an der Nummer 1 denn an der 140 Kilo schweren Soziologin, die sich fragt, wann endlich das nächste Prangerportal  online geht. Man könnte sagen, die Nummer 1 war mit ihrem mottenzerfressenen Trikot und den Krampfadern, doch, ja, auf jeden Fall, ein Vorbild.

Oder ein Grund für Beschämung. Im Mai 2017 hat die Nummer 1 wieder genau das getan, was sie immer getan hat: Mich überholt, und zwar am letzten 14%-Anstieg hoch nach Montalcino, der gemeinerweise genau dann einsetzt, wenn der vorletzte Anstieg gerade vorbei ist. An dieser Stelle, mit 70km in den Beinen, ist es eigentlich keine Schande, abzusteigen und ein paar Meter zu schieben. Aber die Nummer 1 stampfte aus dem Schotter auf den Asphalt, mit dem einzigen Gang am Rad, ganz langsam, aber mit voller Kraft drückend, alle drei Sekunden eine Pedalumdrehung – und immer noch gut aussehend. Als ich das Photo oben gemacht habe, schob ich peinlich berührt meinen linken Fuss vor mein 32er Ritzel hinten und den rechten Fuss vor das 26er Kettenblatt vorne. Die Nummer 1, dachte ich mir, sollte beim Weg zum Triumph nicht die elende Schwäche und die peinlichen Tricks sehen müssen, mit denen ich hier angelangt war.

Ich schob an dieser Stelle nicht allein, das taten neben mir noch viele andere, und manche andere waren noch viel jünger als ich, und einige habe ich auch überholt. Es ist keine Schande, von der Nummer 1 überholt zu werden, aber wenn man nach den Strapazen dann ins Bett fällt, denkt man sich noch: Hoffentlich bin ich später wenigstens ansatzweise noch so stark. Hoffentlich vegetiere ich nicht mit Schlagerl oder Alzheimer in einer Klinik. Hoffentlich werde ich nicht fett und faul und hoffentlich holt mich der Teufel nicht vor der Zeit durch mein eigenes Versagen. Hoffentlich baue ich nicht ab, hoffentlich werde ich auch mal so ein alter, weisser Mann sein, der nicht den Bequemlichkeiten nachgibt. Alt und weiss sein, das ist Schicksal, daran kann man nichts ändern, aber alles andere: Da kann man selbst etwas tun. Nicht alles. Aber viel. Das sieht man jedes Mal, wenn einen ein Greis auf einem 1-Gang-Rad bergauf überholt. Wer das hier lernt, kann daheim weiter ohne die Geschichten berühmter Männer wieder das Decamerone lesen.

Vor zwei Wochen war es erst nur ein schlimmes Gerücht in der Szene der Rostfreunde, und dann traurige Gewissheit: Der Mann mit der Nummer 1, Luciano Berruti, ist beim Radfahren an einem Herzinfarkt gestorben. Er hat gelebt wie ein Mann, er ist gegangen wie ein Mann. In Italien erschienen Nachrufe, in Deutschland sprach man über Elektromobilität.

Ich nicht. Ich werde, so sieht es aus, nun dem Drang nachgeben, mich ein wenig mehr dem Ideal der alten, harten Männer anzunähern, das man ab einem gewissen Alter eben noch so haben kann. Das heisst, ich werde etwas älter werden, etwas weniger weiss und ein paar mal in den Alpen recht hoch hinaus kommen. Und ich mache es mir auch nicht ganz einfach. Diemal fahre ich mit einem alten Rad. Ein Rad, wie man es gefahren hätte, als ich noch jung war, und ich habe mir zu diesem Zweck auch eine ganz hübsche Route ausgedacht. Es gibt sie ja noch, die Ecken, in denen die Berge aussehen, als wären die 50er und 60er Jahre nie vergangen, und der einzige Anspruch, den ich an die Gegenwart habe, ist zweimal täglich Netzzugang, um über das zu berichten, was ich dort finde. Vielleicht aber falle ich einfach nur müde in ein Bett, also rechnen Sie besser mit gar nichts – ein Vorbild an Beständigkeit bin ich sicher nicht.

Ich habe nur ein Faible für das, was hierzulande ohne jedes Risko diskriminiert und verachtet werden darf, ohne Einschreiten der Gedankenpolizei und des Zensurministers und der Netzwerke, die jetzt schon Inhalte verbieten, bevor sie erst entstehen. Ich habe ein Faible ür alte, weisse Männer, die so weit kommen, wie es ihre Kraft und Ausdauer erlaubt, die sich nicht schonen und das Leben klaglos nehmen, wie es kommt. Männer, die an die Möglichkeiten denken, und weniger an die Risiken, und die die Grenzen genau kennen, weil sie ihre Grenzen von beiden Seiten angeschaut haben. Na, dieser wüste Cocktail aus diversen Körpersäften eben, die die Natur, sexistisch wie sie nun mal ist, dem Manne mitgab, der dafür weniger Wellness braucht, und statt Botox sauerstoffarmen Gegenwind mit 90km/h auf 2000 Meter Höhe.

Es gibt Geschichten um Benachteiligung und Gaps, die nur selten von Männern erzählt werden, weil sie damit nichts anfangen können und die Gaps einfach schliessen würden, so wie ich der Nummer 1 hinterher spurtete und die Lücke schloss, obwohl beinahe meine Lunge platzte. Und es gibt andere Geschichten, die Nagellack nur brauchen, um vom Schweiss gefressene Rostflecken auf dem 30 Jahre alten Stahl zu überdecken. Es wird vermutlich verschwitzt und schmutzig und einseitig, denn jeder kämpft und lebt da draußen für sich allein, selbst wenn es nur fünf Tage sind und nicht 10, und es eigentlich keinen Grund wie die Pest gäbe, die Städte zu verlassen, und das Heil in der Natur zu suchen.

Fahren wie ein Mann, solange es eben noch geht.

127

495 Lesermeinungen

  1. Go ahead, make my day.
    Und noch ein Klassiker von Clint:
    Dying ain’t much of a living, boy.

  2. Warum?
    Warum Don, tun Sie sich das an?
    Ich bin dieses Jahr 47 geworden und habe mir in den Kopf gesetzt den jämmerlichen Rest dieses Lebens zu geniessen.
    Was bringt es, wenn man fit ist und mit 70ig mit Herzversagen vom Drahtesel in die Kiste fällt?
    Ok, nach einer schweren Knieverletzung kann ich eh nicht mehr Joggen oder vernünftig Radfahren, was meine Entscheidungsfindung leicht gemacht hat.

    Mich verfolgen grade halt so typische Midlife Crisis Gedanken ;)

    • Das fragt man sich immer, wenn man 3 Stunden einen Berg hoch fährt.

      Oben weiss man es.

      Und die 15 Minuten runter sind in der Erinnerung länger als viele Wochen daheim.

      Deshalb.

    • Versuchen sie sich als Genussfahrer
      Das müsste auch mit den Kniebeschwerden gehen.
      Die Beine müssen beim Radfahren ja nicht
      das ganze Körpergewicht tragen.

      Und wegen des Herzversagens.
      Es gibt so schöne Varianten wie den Sekundenherztot.
      Man ist initial Bewusstlos und wenn niemand
      nebendran steht und anfängt zu reanimieren
      geht das sehr schnell mit dem Sterben.
      Was hätten Sie denn gerne?

      Ein Onkel von mir hatte einen Schlaganfall,
      lag noch einige Tage in der Wohnung bevor
      man ihn fand. Er starb dann im Krankenhaus.

      Wenn sie Freude an körperlicher Aktivität
      in Form von Bewegung haben, fahren Sie wieder.

      Meine Pause war viel zu lang.
      Das fahren macht mir wieder Spaß
      und ich werde langsam besser.
      2-3 Stunden gehen wieder.

      Mir hilft meine Unruhe und ich hatte
      keine Lust jedes Jahr 1 Kilo zuzunehmen
      und jedes Jahr an Leistungsfähigkeit zu verlieren.

      Man sollte wenigstens erhalten was man hat.
      Use it or loose it sagen amerikanische
      Neurologen über das Gehirn,
      das gilt für den Körper auch.

      Gute Besserung (ex Krpfl. 55)

    • ¿Warum?
      Oder Sie versuchen es mit einem Liegerad: die Belastung ist eine andere. Ich habe auch Beschwerden in den Knien, joggen o. Ä. Manchmal schmerzt das Betätigen des Kupplungspedals. Auf meinem ICE Sprint habe ich erst kürzlich knapp 700 km in sechs Tagen zurückgelegt – ohne Probleme. Machen Sie mal eine Probefahrt – Sie werden nicht mehr absteigen wollen!

    • Das fehlt mir noch in meiner Sammlung.

    • Titel eingeben
      Weil Schwäche erbärmlich ist, aber geradezu verachtenswert ist es, wenn man sich entscheidet, schwach zu sein. Sport zögert Altersdemenz hinaus. Viel Spaß im Altenheim beim Windeln wechseln. Dann lieber mit 75 auf einem Rennrad sterben wie ein Mann.

    • Leben
      Was ist denn ein Leben, in dem man nie an Grenzen kommt, Körper und Geist an diesen wachsen und man sie schließlich überwindet? Das hat doch mit Genuss nichts zu tun.
      Schon Aristoteles hätte ob so einer Einstellung den Kopf geschüttelt.
      Mit der Knieverletzung geht immer noch schwimmen, oder noch besser:
      Bei einem erfahrenen Kraftdreikämpfer oder Gewichtheber vernünftige Kniebeugen erlernen. Stabilisieren und stärken Beine und Knie und sind auch nach Kreuzbandrissen etc. meist zu empfehlen.
      Und konsultieren Sie einen guten Sportmediziner, nicht den 0815 Orthopäden oder Hausarzt.
      Meiner kriegt bei meinen sportlichen Tätigkeiten jedes mal graue Haare, bewundert dennoch meine Statur – einem Silberrücken nicht unähnlich.

    • Also, mir wird manchmal gesagt, dass Knieverletzungen und Radfahren zusammen nicht schlecht sind, weil weniger Last auf dem Gelenk ist – das ist ja aussen und die Kraft verläuft mehr innen. Ich kann bei Verletzungen jedenfalls besser radeln als laufen.

    • Sagen wir mit 80 Jahren
      Also, mit 80 Jahren, oder vielleicht auch 90 Jahren, an einem schönen klaren Tag Anfang Oktober an der 16%-Rampe hinauf zum Fedaia-Pass in den Dolomiten mit Herzversagen vom Rad zu fallen- das ist so ziemlich der schönste Tode, den ich mir vorstellen kann.

    • Ich würde gern vorher noch runterbrennen.

  3. Titel eingeben
    Lieber Don,

    das hier müßte auf die erste Seite des Feuilletons. In prima pagina (und Berruti auch… habe das Video gesehen, du meine Güte, die Eleganz, die sprezzatura dieses Mannes!)

    • Naja, es kommt auf Seite 1 von FAZ.net und hat hier mehr Kommentare als im Print und die Italiener können es auch lesen – es passt schon so.

    • sprezzatura ! Schön, dieses unübersetzbare Wort
      .
      .
      . wieder einmal zu lesen .

      Da treiben sich aber geile Originale macchine wie uomini , herum, lieber Don.

      Do passns eine !

    • Sprezzatura
      Wirklich ein schönes Wort, wenn auch für eine anstrengende Sache. Die Franzosen haben Nonchalance für die Beschreibung heiterer Lässigkeit auch im Angesicht widriger Umstände. Auf deutsch fiele mir kein vergleichbares Wort ein, und ich habe wahrlich keinen kleinen Wortschatz.

  4. Tja, Respekt für diejenigen, die das alles hier seit den 1950er Jahren aufgebaut haben,
    und für die Ideale die hierfür notwenig waren, ist verloren gegangen. In Italien offensichtlich noch nicht ganz.

    • Nein! In italien liebt man Heldentum ganz offen. Wenn Sie in Deutschland auf einem Pass ankommen, werden Sie bedauert, in Italien dagegen bejubelt. Vieles wäre bei uns unvorstellbar.

    • @ Don A.
      mir fiel die Reaktion der Italiener ein, als die beiden Polizisten den Amri (weiß den Vornamen nicht mehr) erschossen haben. Was wäre zwei Polizisten hier wohl widerfahren?

    • Sie wären gekünaxtet worden.

    • @DA
      Da ist was wahres dran, daß in Italien „Heldentum“ oder „legendäres“ anders bewertet wird. Meine Geschichte hat jetzt zwar nichts mit Radfahren zu tun, aber vor etlichen Jahren habe ich einen sehr seltenen Oldtimer „Salmson“ für Verwandte aus Italien nach Deutschland überführt. Statt mich mit meiner, doch etwas ungewöhnlichen, Fracht auf dem Autoanhänger zu kontrollieren wurde ich von den italienischen Zöllnern mit Applaus! bedacht und durchgewunken, sehr schräg, und das war vor Schengen, aber vielleicht dachten sie es handelt sich um einen Alfa Romeo;)
      Ja stimmt auch am Passo Sico zwischen Argentinien und Chile haben wir zwei deutsche Radfahrer auf rund 4800 m angetroffen, ich muß zugeben ich hab sie bedauert…

  5. Titel eingeben
    Traurig und doch sehr tröstlich

  6. Schöner Nachruf
    Dieser alte, zähe, aus der Zeit gefallene Typ Sportsmann verschwindet tatsächlich. Sehr bedauerlich. Dass hier etwas verloren geht, haben Sie gut beschrieben. Mein Rennradkollege, 15 Jahre älter als meine Wenigkeit, hat jetzt auch W.O. gegeben, nachdem ihm jahrelang immer wieder das Knie punktiert werden musste (ein neues Knie hat er abgelehnt). Am Berg hat er mich trotzdem abgehängt. Seine Ansichten waren mindestens so robust wie er selbst – da scheint es Zusammenhänge zu geben…

    • Nun, was ich erlebe ist, dass solche Sportsmänner auch wieder nachwachsen – und besonders in Italien.

    • Das täuscht
      Die zähen Brocken halten länger und sind auch die, über die man länger spricht. Das sind die Opas, die den Enkeln erklären müssen dass Flennen nur funktioniert so lange es jemanden interessiert, Taten dagegen für sich selbst stehen.
      Die Weicheier und Krakeeler dominieren nur die Gegenwart und verdrängen sich auch da noch gegenseitig im Kampf um Aufmerksamkeit.

  7. Died in the saddle...
    Was für ein bemerkenswerter Mann, dieser Signore Berutti. R.I.P.
    Und Danke, sehr geehrter Don Alphonso, dass Sie ihm in diesem Blog ein Andenken geben.
    Ich wünsche Ihnen noch viele Touren und viele Berichte.
    Mit freundlichen Grüßen
    Doris Oltramari

    • Ich habe ja meine Prinzipien und schreibe keine Nachrufe, aber hier war eine angemessene Gelegenheit, prinzipienlos zu werden.

  8. Eine schöne Geschichte...
    … und für diesen Mann sicher der Tod, den er sich immer wünschte.Eine Gnade.
    Wissen Sie, wie alt er wurde?

  9. Der Sinn des lebens.
    Werter DA sie klingen so wehmütig. Ein sehr schöner Text über Leidenschaft und die Fähigkeit etwas mit sich anfangen zu können ohne ständig die ganze Gesellschaft mit den nicht bewältigten persönlichen Problemen zu belästigen.

    War heute Nachmittag etwa 3 Stunden im vorderen Odenwald unterwegs, wenn ich von Norden komme, na ja, habe nicht so tolle alte Räder, halt so ein modernes Carbon Ding. Bin nicht sehr gläubig aber danke dem lieben Gott schon jetzt wenn ich im ähnlich hohen alter wie der beschrieben Luciano Berruti, die Numero Uno unterwegs sein kann! Das leben kann manchmal so herrlich einfach sein, besonders auf dem Rad!

    Vielen Dank!

    • Gern geschehen. Prinzipiell fahre ich ja auch alles, aber die Gazelle ist einfach unheimlich bequem und schön zu fahren, und wenn ich am Tag deshalb 15 Minuten länger im Sattel bin,m bin ich das in einer schönen Landschaft.

    • da geb ich Ihnen gerne Recht...
      Zwischen dem „belästigen“ und dem „unfähig sein mit sich etwas anfangen zu können“ besteht leider ein direkter Zusammenhang.
      Leidenschaft zu entwickeln, die Fähigkeit dazu: leider weitgehend verloren gegangen, weil ständig „Ratgeber“ und andere Überflüssigkeiten den Zugang dazu verstellen….
      Im meinem Fall geht das auch ohne Rad…aber gerne, wenn IHNEN das wichtig ist…..

  10. Schlussakkord
    Passt …

  11. Lederzähe Radrennfahrer ...
    Schöner Text. Erinnert mich an den Vater eines Sandkastenfreundes, der als der Unverwüstliche in der Lokalpresse gefeiert wurde, weil er selbst als Senior auf dem Rad alle anderen abgehängt hatte, so wie Ihre Nummer 1.

    Irgendwann kamen dann die Schlaganfälle & die Frage „Warum ich, ich hab doch alles richtig gemacht … kein Alkohol, keine Zigaretten.“ Das war halt brutal, weil wir Weicheier mit Lastern wenigstens wissen, warum uns der Rücken und die Knie und die Synapsen plagen. Für aktive & sportliche Menschen, die plötzlich aus dem Leben gekegelt werden, ist das einfach nur bitter und ungerecht.

    Als dann auch noch seine Frau gestorben ist, wollte der „Unverwüstliche“ einfach nicht mehr. Er hatte auch keine Chance, auf dem Rad einen Herztod zu erleiden. Er konnte sich dem langsamen Siechtum nicht eigenverantworlich entziehen. Sein Sohn musste einspringen. Sehr traurig! http://www.zeit.de/2015/31/sterbehilfe-beihilfe-selbstmord-schnell .

    Ich hab keine Angst vor dem Tod. Aber ich verstehe kluge Köpfe immer mehr, die betonen, dass das Sterben ziemlich fies sein kann.

    • Es gibt da einen schönen Spruch: Radfahrer leben nicht länger, sie sterben nur gesünder. Aber wenn icb mir meine Klassenkameraden so anschaue, ist das weitaus mehr als nichts.

    • Titel eingeben
      Es geht auch um die Zeit bis dahin. Auf dem Rad sieht man mehr von der Welt, und sie ist schön. Vor der eigenen Haustür. Und ja, auch in Berlin gibt es schöne Touren.

    • @Lederzähe Radrennfahrer ...
      Wenn Sie mit sich im Reinen sind sollte der letzte Schritt in dieser Welt kein schlechter Gang werden, auch nicht für Nichtgläubige.

    • Ach, es kommt, wie es kommt.

  12. Wunderbar
    Ganz einfach wunderbar

  13. Totales Offtopic: Linke Szene in Regensburg
    Kann es sein, dass Regensburg eine sehr starke linksextreme Szene hat? Ausgehend von der Menge an Aufklebern und Plakaten, die irgendwie ganz weit links bis links bizarr wirken, überall in der Stadt, vermute ich es. Der Experte für kleine dumme Städte an der Donau und abseitige linke Strömungen weiß da vermutlich mehr.

    • Naja, da sind halt alle, die sich im Umland nicht aufhalten wollen. Aber viele gibt es da nicht, vermutlich nur einige mit vielen Aufklebern.

    • Dieses Land hat zuviele weiße alternde Frauen...
      …die in der Politik Blödsinn reden. Und zwar grob tendenziös. Mal wird eine abgewählt, aber dank Genderphalanxen kommt genug nach.
      Als alte weiße Männer dieses Land regierten, wars zumindest über 50 Jahre besser. Ein Glück, dass Schröder bei Rosneft sitzt, die Männerfreundschaft nach Russland kann vielleicht ausgleichen helfen, dass Meekel und Putin zwar beide Deutsch und Russisch, aber keine gemeinsame Sprache sprechen. Mir doch Wurscht, was der Staatsfunk sagt. Jürgen Kaube, super Artikel im Mutterkutter heute! Jetzt wissen wir auch, welches Signalwort den Deutungsmonopolisten wehtut: STAATSFUNK!

    • Ich bin für Regierungsfunk, damit klar ist, dass sie nur für Machthaber sprechen.

    • Regensburg...
      Als Regensburger würde ich dem Don zustimmen:

      Ich beobachte die vielen Aufkleber auch, aber ich würde annehmen, daß es sich mehr um eine Aufkleberüberproduktion und eine begrenzte Zahl von Linksextremen handelt. Die Aufkleber konzentrieren sich an einigen Hauptachsen. Mein Eindruck ist, daß die meisten Aufkleber ohnehin „JR“ und „Jahn Regensburg“ (Fußball) zum Inhalt haben…

      Danke für den wunderbaren Beitrag und die grossartigen Bilder!

    • Gern geschehen!

    • Don: Sie haben ja so recht.
      REGIERUNGSFUNK!!! ARD und ZDF sind REGIERUNGSFUNK!

    • Regensburg
      Meines Erachtens hat R ein anderes Problem, die Innenstadt verödet zunehmend, das ist natürlich nicht alleine das Problem in R, in vielen Städten ist es das Gleiche. Schrei vor Glück und andere graben gnadenlos Marktanteile ab. Aldi und Co kann nur groß und effizient, bis jetzt. Aber Aldi macht gerade einen auf elitär, dann ist der nächste Schritt „Tante Emma“ Läden in den „leergefallenen“ Innenstädten anbieten. Das wird passieren, denn es gibt immer eine moderne Variante des Alten.

  14. Better to burn out than to fade away
    aber muß man schon mit knapp über 70 auf dem Fahrrad sterben? Aber ist Petronius eher ein Vorbild?
    Niemand außer dem Herrn kennt die Stunde unseres Todes, wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich gerne die letzten Jahre mit ein paar Trakehnern verbringen. Der alte weiße Mann braucht eine sinnvolle Pflicht. Ich habe nur die Befürchtung, daß Herr Houellebecq ein Prophet ist und die Regierung in Zukunft nicht immer dafür sorgen wird, daß bunte junge Menschen ihr hart erarbeitetes Geld alten weißen Männern statt ihren Kindern geben. Es heißt also vorzusorgen für die letzten Tage, sparsam leben, auch das Lesen der Klassiker kann dem Leben einen Inhalt geben.

  15. Sehr schön geschrieben
    Jetzt heißt es durchhalten. Ich bin ein paar – wirklich nur wenige – Jahre älter als Sie, und ich kann Ihnen sagen, ab der 5 merkt man jedes einzelne.
    Bonne chance und tally-ho,

    Ihr Zuagroaster

    (Vielleicht könnten Sie mir mal verraten ab wann man als naturalisierter Bayer gilt. Nach über 30 Jahren müsste ich mich da doch schon bewerben können?)

    • 30 Jahre reichen locker!

      Ich bin in den letzten Jahren übrigens dauernd besser geworden, das gibt mir durchaus Mut.

    • 'Locker' - Der nur kurz rechtlich relevante Art. 6 der Bayerischen Verfassung besagt ...
      (1) Die Staatsangehörigkeit wird erworben
      1. durch Geburt;
      2. durch Legitimation;
      3. durch Eheschließung;
      4. durch Einbürgerung.
      (2) Die Staatsangehörigkeit kann nicht aberkannt werden.
      (3) Das Nähere regelt ein Gesetz über die Staatsangehörigkeit.

      Letzteres wurde aber – ab dem 24. Mai 1949 00:00 naheliegenderweise – nie verabschiedet. Der BayVerfGH entschied 2013 daher (Urt. v. 12. Juni 2013, Az.: Vf. 11-VII-11), dass der Erwerb der bayerischen Staatsangehörigkeit „nicht vollziehbar [sei]“.

      Vielleicht tröstet Sie zweierlei:
      – „Staatsbürger im Sinn der Art. 7 Abs. 2 … BV ist danach jeder, der die deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Art. 16, 116 GG besitzt und in Bayern wohnhaft ist“ (BayVerfGH a.a.O.) und
      – Art. 8 der Bayerischen Verfassung:
      Alle deutschen Staatsangehörigen, die in Bayern ihren Wohnsitz haben, besitzen die gleichen Rechte und haben die gleichen Pflichten wie die bayerischen Staatsangehörigen.

      Schon weniger reicht …

    • Vergessen
      Nachdem Sie sich schon als Zugroaster bezeichnen, vergessen Sie es, nach gerade mal lächerlichen 30 Jahren sich als naturalisierter Bayer zu bezeichnen. Das geht noch nicht mal, wenn sie innerhalb Bayerns umziehen;)
      Danke an Lu Shan für die fast vergessene BayVerfassung.

  16. Gipfel
    In den letzten zwei (oder so) Jahren habe ich von Ihnen eine ganze Menge Geschichten gelesen.

    Dies war die beste.

    Gruß,
    C.

    Ceterum censeo Europam esse construendam, denn mit Nr. 1 verbindet uns mehr als z.B. mit Alice Sch.

  17. Danke für die Gnade meiner frühen Geburt
    und Danke für den anrührenden Text
    Uli

  18. Tränen ...
    … in den Augen. Danke, Don … der Tag ist gerettet, nein, er ist sogar noch schön geworden. Und viel Spaß in den Bergen!

  19. Die Nummer 1
    Ein wunderschöne Hommage an die Nummer 1 und das Radfahrer-Leben. Wehe ich „höre“ oder lese von Ihnen, dass Sie sich über das Leben beschweren!

    .

    PS: Der erste Absatz stimmt mich freudig, weil er mich in einer persönlichen Weise anspricht und der Meinung bin, dass nicht unbedingt die Schicksale von berühmten Menschen verfasst werden sollten, sondern die leicht verständlichen, mit einem Hauch Komplexität des normalen Lebens. Die Einfachheit halt. :D

  20. Klarer Fall ...
    … von Maskulinismus *.

    Wurde auch langsam Zeit ;)
    Glückwunsch jedenfalls und willkommen im Club. Genießen Sie das gesteigerte Lebensgefühl.

    Luciano: R.I.P.
    Drehe morgen ihm zu Ehren eine Extrarunde in den Löwensteiner Bergen, 3×7 allerdings, verweichlicht aber wenigstens noch in Bewegung. Am Weg die Konditorei Sammet, Traumdestination exzessiver Selbstbelohner.

    * hat nichts mit Maskulismus zu tun

    • Es ist einfach testosterontriefender Machismo.

    • Clint Eastwood.
      make my day.

    • Ach ja, Geerdt, von HN in Talheim auf die alte Trasse...
      der Bottwartalbahn und dann von Beilstein über Jettenbach nach Löwenstein ins etwas angestaubte „Sammet“. Dann mit Schuss ronder…
      .
      Hab´ ich aufgegeben und hol´ da oben nur noch meine Graupfifferlinge. Zu viele übermotorisierte Zweiradfahrer Typ Brösel mit zwanzigzölligen Kauboistiefeln oder die mit den Wehrmachtshelmen auf dem Weg zur oder von der „Platte“.
      .
      Bis zum alten Bahnhof Schozzich (Schozach), jetzt Biergarten, reichts aber noch.
      .
      @ FJ 45, gut dass Sie „Blindenwerkstatt Berlin“ geschrieben hatte, bei „Blindenheim“ hätte man auf den ersten Blick auf dumme Gedanken kommen können…Aber nach dem 24. September wird ja alles besser..
      .
      Übrigens, gut-etwas OT – aber Don, verraten Sie uns, was plötzlich in die F.A.Z. gefahren ist?
      Während des Wahlkampfs lässt die F.A.Z. erschrecken kanzlerinnenunfreundliche Leserkommentare zu. Das stellt doch alle bisherigen Urteile über die Schuhlöffelfunktion für Berlin in Frage. Oder ist es doch echte Einsicht?

    • Ich habe keine ahnung, wer da freischaltet. Vielleicht hat man es sich anders überlegt?

  21. Kleine Kettenblätter sind keine Schande
    Zunächst vielen Dank für
    die Geschichte.

    Es sind aber nicht nur alte Männer
    die locker an einem vorbei fahren.

    Am Donnerstag war ich unterwegs
    und an einer, nicht lachen, 8-9%
    Steigung überholte mich ein Paar
    mit Fahrrad und Elektrodoping.

    Ich kam später an ihnen vorbei da sie irgendwo die
    Aussicht genießen wollten.

    Ca 15 Minuten danach hörte ich eine weibliche Stimme
    hinter mir, ganz entspannt sich mit jemandem unterhaltend.

    Ach die wieder dachte ich.
    Wenig später fuhren ganz entspannt
    2 junge Damen mit ihren Rennrädern an mir vorbei.

    Ich habe noch herumfantasiert wie ich erklären
    könnte warum ich so langsam bin,
    das habe ich dann wieder verworfen
    und versuchte ihnen ein wenig
    zu folgen.

    Zum Glück muss ich sagen,
    sie kannten die Strecke besser
    als ich und zeigten mir quasi
    wo ich abbiegen muss.

    Ich habe sie später aus der Ferne noch gesehen.
    Hinterherkommen?
    Unmöglich :-)

    • Ich würde jetzt gern sagen, dass ich keinen ungesunden Ehrgeiz hatte.

      Aber vor ein paar Wochen habe ich eine Frau überholt, die wohl nur trödelte.

      Und dann habe ich versucht, sie abzuschütteln. Über 20 Kilometer. Ich habe haufenweise andere überholt, aber sie blieb dran. Und ich war danach echt fertig. Sie nicht. Tja.

    • Ja so gehts einem
      ich habe mal ein ganz unscheinbares Mädel getroffen, die eines Tages bei der abendlichen Uni-Rennrad-Ausfahrt auftauchte. Die fuhr locker mit bis die ersten Steigungen kamen. Dann wurde es lustig: Sie vorneweg und 20 Jungs hechelnd hinterher. Na ja, sagte sie verschmitzt lächelnd später, sie war 5te bei den deutschen MTB-Meisterschaften…

    • Es gibt durchaus Frauen, die wegen ihres geringeren Gewichts ganz exzellente Bergfahrerinnen sind. Musste ich selbst schon einsehen.

    • Mit fortschreitendem Alter
      merkt man deutlich, wie die Kräfte schwinden.
      Mittlerweile brauche ich für 150 km eine Stunde länger als „unlängst“.
      Solange E-Biker meine Kreise in den Bergen nicht stören, werden sie geduldet.

    • Ach, das sind halt so Schwankungen. Es gibt gute Tage und es gibt schlechte Tage.

  22. (Vorsicht, lieber Nahuatl!!!)
    Der überaus erffolgreiche Junge heißt

    S I F F R E D I

    ((( http://aforismi.meglio.it/aforismi-di.htm?n=Rocco+Siffredi )))

  23. Die weißen Männer von beschriebenen Typus...
    … gibt es auch noch in Deitschland. Sind meistens Handwerker, Leitende Ingenieure oder Doctores in Disziplinen wie Chirurgie, Frauenheilkunde, Kinderheilkunde, also wo Auswendiglernen und Nachplappern nicht reicht und wo man erfahren sein, Entscheidungen treffen und auch händisch geschickt sein muss.

  24. The soft option is the soft option, no more no less
    Den Weg des geringsten Widerstands zu gehen heißt im Englischen „to take the soft option“. Dass die Anzahl der vielen Weicheier, Clowns, Refutschi-Beklatscher, Lindenstraßentrottel, moderner Tatort-Pantoffelhelden, Grünenparteitagsbesucher, virtue-signalling-Idioten, etc. hierzulande direkt proportional ist zu denen, die es „elegant“ gelernt haben eben jenen Weg des geringsten Widerstandes zu gehen muss einen nicht erstaunen.

    Hier mal ein Bild von einem jungen weißen Mann (von früher, reißt mich auch nicht vom Hocker):
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a3/John_Forsythe_-_1957.jpg.
    und hier derselbe als alter weißer Mann (64 Jahre):
    http://images4.fanpop.com/image/photos/20700000/Dynasty-John-Forsythe-dynasty-20798065-840-651.jpg
    Ich meine, der ältere sieht besser aus, obwohl über 60 und wesentlich mehr Jahre auf dem Buckel als der jüngere.

    Zeit ist relativ, das sagt Einstein. Wenn das aber so ist, dann ist auch Alter relativ. Eines meiner Lieblingszitate von Oscar Wilde: „Ich mag Frauen mit Vergangenheit und Männer mit Zukunft.“ Dabei spielt es keine Rolle was ein Mann schon hinter sich hat, sondern was er noch vor sich hat. Wenn er sein Pulver noch nicht verschossen hat kann er auch in gesetzterem Alter noch zu Hochform auflaufen, sofern er noch nicht Rollator-reif ist. Und ob er das ist oder nicht, darüber entscheidet in hohem Maße auch seine Lebensweise.

    Wenn er geistig fit ist wird er sich diesen ganzen gegen die AWM (alte weiße Männer) gerichteten Rassismus nicht mehr lang gefallen lassen. Er wird irgendwann erkennen, dass es Möglichkeiten des Widerstands gibt, Streik z.B., oder die Rücknahme von Patentrechten (nachdem er genug Geld damit gemacht hat). Ich würde mal fast sagen, die Möglichkeiten des Widerstands sind so unerschöpflich, dass sich die ganzen bekifften, von doofen Paukern in die Irre erzogenen Rotznasen noch keinen Begriff davon machen was wirklich sein wird wenn die AWM mehr und mehr auf die Barrikaden gehen.

    Nehmen wir mal einen 18-jährigen, der als Pennäler seinen Eltern auf der Tasche liegt. Weil besagte hypersaudummdämliche Pauker ihm das Hirn mit hypersaudummdämlichen Müll vernebeln hält er sich für den Größten. Denkt, weil er an seinem Smartphone rumdrehen kann hat er die Welt neu erschaffen. Hängt am Tropf seines Pappis, der noch ein kontinuierliches, berechenbares Einkommen hat weil er noch in einem traditionellen Beruf tätig ist. Die es aber immer weniger geben wird. Der Steppke wird, wenn er mit 24 sein Bologna-Dummistudium hinter sich hat, nicht selten auf gepackten Koffern leben. Sich in einer digitalen Drückerkolonne verdingen oder von Call Center zu Call Center eilen. Mit 26 treten ihm dann schon die 22-jährigen in den Arsch. Dann wird er selbst Opfer des Jugendwahns, den er emsig mitgeschaffen hat.

    Aber es sind nicht nur weltfremde, verzogene, verwöhnte Weicheirotznasen, die die Atmosphäre in der Gesellschaft versauen, den Rest erledigen durchgedrehte Ideologen, Uralt-68-er, penisneidische Weiber (die es nicht verwinden können, dass sie mit Ende 40 Jahre ihre Menopause haben und der Mann nicht; die seit jeher dem Mann einreden wollen er habe auch Wechseljahre [viele Dummis sind immer wieder drauf reingefallen], die heute als Femi- und Genderterroristinnen unterwegs sind um ihrem verschmockten Hirnbrei sowas wie modernen Anstrich zu verleihen), Grünenwähler, etc.

    Tja, was ist Reife? Vielleicht das was Gary Cooper in „High Noon“ darstellt. Cooper ist für mich einer der Anwärter auf den Titel „Schauspieler mit einem Maximum an Charisma und Persönlichkeit“. In einem meiner absoluten Lieblingsfilme spielt er Howard Roark, einen knallharten Typ, der gegen jeden Strom schwimmt und am Ende erfolgreich ist. Nach vielen Nackenschlägen.

    Schauspieler mit Charisma, gibt es heute sowas noch? Gibt es noch Leute wie John Wayne, Clark Gable, Robert Redford? Eher nicht, es gibt nur noch Eintagsfliegen wie diesen Shia LeBoeuf, der 2 Wochen in den Schlagzeilen und spätestens nach seinem ersten Drogenexzess total out ist. „Und man hörte nie wieder von ihm.“

    Wenn Rotznasen in (auch geistig gesehen) kurzen Hosen und durchgeknallte Femi-Zicken weiter die Szenerie bestimmen, dann hat nicht nur der AWM keine Zukunft, sondern der Mensch als solcher.
    Die wollen nämlich, dass man über die Embryonalphase nicht mehr hinauskommt und höchstens eine Woche alt wird. Reife ist dann passé.

    Dann wird es nur noch Fat-in-Leggings-Emanzen geben und spindeldürre 20-jährige Nerds mit Geheimratsecken, Geißbart und Milchflaschenbodenbrillengläsern.

    Ich halte mich an alte weiße Heteromänner. Und daher gucke ich mir jetzt auch einen alten Film an: „Rebecca“ von Alfred Hitchcock (1940) mit einem sagenhaften Laurence Olivier, einem alten weißen Gentleman par excellence, bei dem solch ephemerale Erscheinungen wie LeBoeuf lernen können wie Schauspielern geht.

    Bitte, AWM, wehrt Euch, und zwar ganz energisch!

    WIE GUT, DASS ES EINEN DONALD TRUMP GIBT!

  25. So soll 's sein
    Das ist eine wunderbare, ermutigende Geschichte, und ich ziehe den Hut vor Luciano Berruti. Ein Video aus dem Web habe ich mangels Sprachkenntnis nur teilweise verstanden, aber der Mann überzeugt als Erscheinung: Er ist einzigartig – und er muss niemandem mehr etwas beweisen. Ihrer Seitenhiebe auf Gender etc. hätte es kaum bedurft. Alle diese Leute mögen als oberwichtige Kasperl Karrieren und Vermögen machen – Sie werden es nie zu einer Biographie bringen. Dazu müssten sie sich, nicht andere quälen. Ihnen viel gutes Bergauf und Bergab. Der Sisyphus war vielleicht doch nicht unglücklich. https://publizist.wordpress.com/2015/03/15/das-glck-des-sisyphos/

  26. Eine absurde Poesie der Politik Teil III
    Zur Erinnerung: 2015


    Der visionäre Roman einer Flüchtlings-Invasion aus dem Jahr 1973
    »Sie kommen über das Meer, und es sind Millionen. Europa nimmt die Fremden hilfsbereit auf, Kirche und Linke orchestrieren die Willkommenskultur. Was heute passiert, hat ein französischer Romancier schon vor über 40 Jahren beschrieben – als Albtraum.
    Seit seinem Erscheinen im Jahr 1973 ist der Status von Jean Raspails Das Heerlager der Heiligen als prophetischer Roman mit jedem Jahrzehnt gestiegen. Mehr als 40 Jahre später liest er sich verblüffender, hellsichtiger und beklemmender als je zuvor. In parabelhafter Zuspitzung schildert Raspail den Aufbruch einer Flotte von einer Million zerlumpter Inder, die auf einhundert Schiffen Kurs Richtung Westen nehmen. Auf der Flucht aus einem überbevölkerten und von Hungersnöten geplagten Land steigern sie sich in den Glauben hinein, dass in Europa ein messianisches Paradies auf sie wartet, in dem sie von ihrem Elend erlöst werden. Die Bewohner dieses vermeintlichen Paradieses, die westeuropäischen Nationen, regressiv, infantil und realitätsblind geworden, reagieren auf diese bevorstehende Invasion mit einem humanitären Taumel, in den sich jedoch ein erkleckliches Maß an Heuchelei und Feigheit mischt. Die Presse und Politiker fordern, unsere >Brüder vom Gangesglobalen Sozialismus< entschieden mit anzukündigen.
    Raspail hat dieses Szenario als bitterböse Satire in der Tradition der großen Dystopien des 20. Jahrhunderts von Robert Hugh Benson und Aldous Huxley bis George Orwell und Ray Bradbury aufbereitet. Die überbordende Fülle an pointierten, oft makabren und bizarren Szenen prägt sich dem Leser unvergesslich ein, während der Wiedererkennungseffekt an manchen Stellen geradezu unheimlich ist: Vieles davon spielt sich heute in der einen oder anderen Form tagtäglich an den Küsten des Mittelmeeres und in westeuropäischen Ländern ab. Die Klagen der Betroffenen sind nahezu identisch mit dem Text des Romans.
    Abendland in Teufels Hand
    Dass Raspail die Zerstörung des Abendlandes dennoch als einen satanischen Vorgang schildert, vorangetrieben von apokalyptischen Tieren, Antichristen und falschen Propheten, ist eine der vielen Doppelbödigkeiten des Romans. Denn zum Geniestreich wird das Werk vor allem durch den Entschluss des Autors, seine europäische Apokalypse als eine Art Persiflage auf die christliche Heilsgeschichte zu erzählen. (.) Der wesentliche Gedanke ist hier, dass die Krise und Krankheit des Abendlandes eine metaphysische, eine religiöse ist, und dass hier das im Roman refrainartig angesprochene Geheimnis seines Verfalls zu suchen ist.
    Die gerade erschienene Neuübersetzung von Das Heerlager der Heiligen tritt an die Stelle der deutschen Erstausgabe von 1985, die eine erhebliche Anzahl an sinnentstellenden Fehlern enthielt und obendrein um wichtige Stellen gekürzt war. Es ist und bleibt ein schockierendes, brutales, anstößiges, dabei grimmig-komisches Buch, dessen provokative Kraft nicht im Mindesten nachgelassen hat.


    :
    Für die Unfähigkeit zum Widerstand und die Blindheit des Westens macht Raspail die höchste Ethik des Christentums verantwortlich:

    Denn da stand die breite Masse. Finstere Bataillone von Abgeordneten der Dritten Welt in Paris. Und auch sie waren da: der „Doyen“ der Schwarzen aus den Vororten, der Chef des Rattenvolkes samt seinen weißen Beratern und dem militanten Straßenfegerpriester, dann der „einäugige Kadi“ und sein Stab, der lächelnde Mamadou, und alle Kräuselhaarigen, diese unzähligen Braungebrannten, Verachteten, Gespenster, die Fleißigen des weißen Wohlstands, die Putzer, die Höhlenbewohner, die Widerlichen und Wüstlinge, die Spucker, die Frauenlosen, die Austauschbaren, die Geopferten und Unentbehrlichen. Sie alle sagen nichts Besonderes. Sie sind die Macht, und von nun an wissen sie es und werden es nie vergessen. Wenn sie nicht einig sind, knurren sie einfach, und man bemerkt schnell, daß dieses Knurren die Debatten bestimmt. Denn wohlverstanden, fünf Milliarden Menschen auf der ganzen Erde. Wenn diese knurren! Indessen schließen mit Marcel und Josiane siebenhundert Millionen Weiße die Augen und verstopfen sich die Ohren ….

    :
    Und die Besiegtengeistigkeit,…..sie scheint dem gemeinen Habitus des mediokren Deutschen in Gestalt seines etwas ins Abstrakte und Leichte des Wohlstands und Konsums sublimierten Selbsthasses der überall übertriebenen Willkommenskultur nun zur Normalität gewordener Körperlichkeit erstanden (Habermas und die Folgen und sein physiologischer Schwachsinn der unendlichen Kommunikation (Metaphysik) und wird sie als solche nicht mehr folgern können).

    So entsteht im Übrigen jegliche Geschichte, auch die des Unheils, wonach das nahe absolute Kleinteil (Da-Sein) nicht im entsprechenden Zeitraum realisiert werden kann, es sei denn, man tritt den Fuß ins scheppernde Geschirr des Lebens und seiner einstweiligen Einrichtungen.

    • Es finden sich alle wieder
      Das erschreckende, es finden sich in diesem Buch alle Parteien wieder. Die Zauderer, die Gutmenschen, die Linken, die irre Presse. Sogar einige Politiker persönlich meint man wiedererkennen uu können. Und die Mahner, auf die keiner hört. Absolut seherisch.

    • Geht es nicht etwas prägnanter
      Das soll eine Antwort sein und keine Novelle

  27. Charakter
    Zum Handeln gehört wesentlich Charakter, und ein Mensch von Charakter ist ein anständiger Mensch, der als solcher bestimmte Ziele vor Augen hat und diese mit Festigkeit verfolgt. (G.W.F. Hegel)

    • Charakter und Festigkeit hatten die Grenzsoldaten der DDR auch
      Schopenhauer über Professoren wie Hegel:

      Leute die glauben von Staatswegen denken zu
      müssen.

      Schade niemandem:
      A. Schopenhauer.

    • Den Spruch haben schon mehrere pervertiert
      Text eingeben

  28. Eine absurde Poesie der Politik Teil IV
    „Sagen will, doch kann ich’s nicht,
    Meiner Lippe die Kraft gebricht,
    Luft gewinnen kann ich kaum,
    Und mir klebt die Zung‘ am Gaum‘.
    Was tut Ihr nun? Und was ich?
    O die Wahl ist fürchterlich!“.

    Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass in den (seltenen) Momenten der fulminanten Gegenwart, ungeheuerliche Dinge geschehen.
    Dies betrifft grobskalorisch zunächst den Bereich des Politischen, der seine relative und natürliche Unschärfe mit dem Auratisch-Ästhetischen verbindet, denn es gibt nunmehr keine glasklare Wahrheit, die die pseudoklassische Aufklärung als Hohepriesterin zu verkünden hätte. Und das Vereinzelte ist im Begriff der Buchstabierung des Neu-politischen und damit in seiner eigensten Gefahr der Sehnsucht nach Gemeinschaft (siehe das Beispiel Heidegger).
    Zur Erinnerung sei deshalb die großartige Romantizität des Botho Strauß aufgerufen:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-104674126.html


    Heidegger!

    Hannah Arendt sagte mal über Heideggers Einlassungen in den NS sinngemäß, dass selbst bei noch größerer Verwicklung in diesen, er trotzdem der bedeutendste Philosoph sei.

    Für Genderstudies ist dies natürlich eine neurotische Reaktion ihrer sonderbaren „Verliebtheit“; und wurde (in vielen Dissertationen) auf diese zurückgeführt.

    Man sollte diese linksideologischen Dissertanten teeren und federn, und ihre Lehrstühle evaluieren.

    Ich möchte nicht wissen wie viel seltsam gesampeltes Gedankengut akademisch gewürdigt wurde,

    und wie viele Moderatoren/innen und Journalisten/innen deswegen ihr mittelmäßiges Geschäft verrichten dürfen.-

    Ihr Einfluss ist sicherlich nicht unerheblich und immer wieder beschaulich in ihrer ideologischen

    Blümlichkeit der rechten linksliberalen und proamerikanischen und guten Gesinnung. (man studierte dort).


    Der deutschamerikanische Jude Leo Strauss sagte hingegen einfach:

    „Heidegger war der einzige deutsche Philosoph; er überragte alle seine Zeitgenossen an spekulativer Intelligenz; er brachte einer ganzen Generation bei, wie zu denken und zu lesen sei; er ermöglichte eine echte Rückkehr zur klassischen Philosophie, zur Philosophie von Platon und Aristoteles; im

    Vergleich zu Heidegger war Max Weber ein Waisenknabe;

    im Grund war Heidegger der einzige große Denker unserer Zeit“.

    Einzig warf er ihm vor, zuwenig elitär gewesen zu sein! Und weiter…..

    „Er ist einer der wenigen, die die entscheidenden Fragen gewagt haben.

    Er ist einer der wenigen, die die reale Alternative zum modernen Denken erkannt haben.

    Er ist einer der wenigen, die der mentalen und moralischen Katastrophe der Moderne

    standgehalten haben.

    Nahezu alle anderen verschmachten in ihren Käfigen, während er einer der wenigen ist, die ihre Ketten gesprengt haben.“.


    Ansonsten habe ich keine weitere Lust, hier Vorlesungen für die einschlägig bekannten „Erkenntnistheoretiker“ zu halten. Ich habe schon des Öfteren gesagt, dass Deutschland eine Natoation ihrer unendlichen Besiegtheit ist.

    Jetzt ist sie Nahtod und Wiedergeburt in einem.


    Es gibt Leute, die halten Rorschachkleckse für Formen der vollkommen überschätzten Blumenberg-
    Philosophie (Siehe das Raubtier im Text).Ebenso Luhmann, Habermas etc.


    Ich bitte diese neuen „Heiligen“ darum, dass sich Deutschland endlich mal (heidnisch) und naiv hinkniet und seine Ordnungsstrukturen vergisst:

    https://www.youtube.com/watch?v=gFrhKs4ZAbg&index=10&list=PL0LOQILPSeuYHsvjupMDEKc5uD67ljZHf


    :
    petervonkloss Mai 8, 2014 um 05:40

    C. G. Jung in AION (MCMLI) :

    „ Es ist bezeichnend, dass die gnostische Philosophie gerade von der Alchemie fortgesetzt wird.
    Die Mater Alchimia ist eine der Mütter der modernen Naturwissenschaft, welche letztere uns eine
    unvergleichliche Kenntnis des dunklen Stoffes vermittelt hat. Sie ist auch in die Geheimnisse der
    Physiologie und der Entwicklungsgeschichte eingedrungen und hat die Wurzeln der lebendigen
    Existenz überhaupt zu ihrem Forschungsgegenstand gemacht.

    Damit hat sich der menschliche Geist tief in die sublunare Welt des Stoffes versenkt und so den
    gnostischen Mythus vom Nous wiederholt, welcher, sein Ebenbild in der Tiefe erblickend, sich
    hinabläßt und von der Physis um- und verschlungen wird.

    Den jeweiligen Höhepunkt dieser Entwicklung bezeichnen im XVIII. Jahrhundert die französi-
    sche Aufklärung, im XIX. Jahrhundert der wissenschaftliche Materialismus und im XX. Jahr-
    hundert der politische und soziale „Realismus“, welcher das Rad der Geschichte um volle zwei-
    tausend Jahre zurückdreht und den Despotismus, die Rechtlosigkeit des Individuums, die Grau-
    samkeit, die Menschenunwürde und die Sklaverei der vorchristlichen Welt, deren „labour pro-
    blem“ durch das Ergastulum (Sklavenstall) gelöst war, zurückbringt.“

    Die „Umkehrung aller Werte“ spielt sich vor unseren Augen ab. –

    – Ergastulum : house of correction. –

  29. Wer überholt Sie jetzt?
    Ein Nachruf auf jemanden, den niemand von uns hier kannte. Und gerade deshalb berührt das. Der Kämpfer hat es verdient.
    Danke. Sympathisch.

    Ich selbst kenne die Gescicte von jemandem, der in der Freizeit immer in seine Berge ging, Dolomiten. Er zeigte die auch seinen Gästen. Dann stand er irgendwo oben und machte diese weitausholenden erklärenden Bewegungen. Als er gerade „Alter Weißmann“ wurde, bekam er beim Erzählen auf einem Felsvorsprung einen Herzinfarkt und fiel in die Tiefe.

    • Es gibt da noch viele andere alte, weisse Männer, die unfassbar fit sind. Das ist wirklich kaum zu fassen, wie gut die noch drauf sind. Und ich bin da sicher einer der Langsameren

  30. Eine absurde Poesie der Politik Teil V
    Zur Erinnerung und Besinnung.

    Niemals sollte man die Texte großer Menschen eins zu ein übernehmen.
    Aber wer tut das schon, außer den Gläubigen PvK..

    Nietzsche I

    ….Die christliche Bewegung, als eine europäische Bewegung, ist von vornherein eine Gesamt-Bewegung der Ausschuß- und Abfalls-Elemente aller Art (– diese wollen mit dem Christentum zur Macht). Sie drückt nicht den Niedergang einer Rasse aus, sie ist eine Aggregat-Bildung sich zusammendrängender und sich suchender décadence‘ Formen von überall. Es ist nicht, wie man glaubt, die Korruption des Altertums selbst, des vornehmen Altertums, was das Christentum ermöglichte: man kann dem gelehrten Idiotismus, der auch heute noch so etwas aufrechterhält, nicht hart genug widersprechen. In der Zeit, wo die kranken, verdorbenen Tschandala-Schichten im ganzen imperium sich christianisierten, war gerade der Gegentypus, die Vornehmheit, in ihrer schönsten und reifsten Gestalt vorhanden. Die große Zahl wurde Herr; der Demokratismus der christlichen Instinkte siegte… Das Christentum war nicht »national«, nicht rassebedingt – es wendete sich an jede Art von Enterbten des Lebens, es hatte seine Verbündeten überall. Das Christentum hat die Ranküne der Kranken auf dem Grunde, den Instinkt gegen die Gesunden, gegen die Gesundheit gerichtet. Alles Wohlgeratene, Stolze, Übermütige, die Schönheit vor allem tut ihm in Ohren und Augen weh. Nochmals erinnre ich an das unschätzbare Wort des Paulus; »Was schwach ist vor der Welt, was töricht ist vor der Welt, das Unedle und Verachtete vor der Welt hat Gott erwählet«: das war die Formel, in hoc signo siegte die décadence. – Gott am Kreuze – versteht man immer noch die furchtbare Hintergedanklichkeit dieses Symbols nicht? – Alles was leidet, alles was am Kreuze hängt, ist göttlich… Wir alle hängen am Kreuze, folglich sind wir göttlich… Wir allein sind göttlich… Das Christentum war ein Sieg, eine vornehmere Gesinnung ging an ihm zugrunde – das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit. – –

    • Manche scheitern aber schon
      wenn sie ihre Reifen aufpumpen wollen.

      Da hilft der ganze Nietzsche nichts.

    • Ja, solche kenne ich auch.

    • Upps?
      Im letzten (Halb)satz mag ich ja halbwegs Ihrer Meinung sein, wobei es unlängst einen würdigen Nachfolger des Christentums gibt.
      Während das Christentum durch die Aufklärung zwar halbwegs gezähmt, wenn auch nicht geläutert wurde (man schaue sich Frau Göring-Eckardt an), will sich mir der Sinn Ihres geschätzten Beitrags auch nach wiederholtem Lesen im Hinblick auf radfahrende ältere Mitmenschen nicht erschließen.

    • @PvK
      Beifall für alle Ihre Beiträge PvK. Hier, in der französischen Provinz, ist das Heidnische noch sehr lebendig.

      In meiner Nähe steht ein Stein-Denkmal aus dem 11. Jahrhundert, das von Historikern eindeutig den Templern zugeschrieben wird. Es handelt sich um ein Kreuz, auf dem ein Jesus zu sehen ist mit großen Ohren und breitem Grinsen und ausgebreiteten Armen, die nicht nach Kreuzigung aussehen, sondern nach Freude, die Welt zu umarmen.

      Ähnliches findet sich in fast allen kleinen Dorfkirchen hier, die aus dem 11. oder 12. Jahrhundert stammen. Im 19. Jahrhundert wurden solche Kirchen „christlich“ restauriert und das „infame Material“ übertüncht oder mit Holz vertäfelt, denn da gibt es auch erotische Szenen…

      Heute restaurieren Privatleute mit ihrem Geld solche Kapellen und Dorfkirchen und legen die Templer-„Frechheiten“ wieder frei, ganz zum Ärger der hiesigen Kirchen-Hierarchie.

      Die mischt sich sogar in die Restaurierungsdiskussionen mit Denkmalämtern und Handwerkern ein und verlangt zusätzlich von den zahlenden Privatleuten Faltblätter und sonstiges Werbematerial zur neuen Restaurierung, in denen Bibelzitate, vor allem von Paulus, abgedruckt werden müssen, sonst würden sie einer Freilegung der Templer-„Frechheiten“ nicht zustimmen, sondern lieber die Dorfkirchen weiter verfallen lassen.

  31. Harte Sportler...harte Arbeiter
    Tagtäglich mit einem Förderkorb…fast freier Fall…hunderte Meter tief…
    in einem 50cm Stollen mit einem „Preßlufthammer“ 8 und mehr Std.
    Kohle „abbauen“. Sie hätten die „Kumpels“ der 50er und 60er erleben
    müssen. Einen Vergl. möchte ich nicht machen:=)

    • Ja, klar, das waren wirklich harte Männer, und die Verachtung für die Nachkriegsgeneration in Deutschland durch die Studierten finde ich völlig unangebracht.

  32. nur bergauf
    … so hieß der PC im Netz eines Arbeitskollegen. Aber, was schöner ist: bei meinem ersten Mal passo stilvio, muß so etwa 1988 gewesen sein, traf ich kurz vor der Paßhöhe eine Radfahrer mit einem seltsamen Tritt. Nein, es war nicht der Mann mit dem Hammer, der ihn getroffen hatte: Er hatte im Krieg ein Bein verloren und fuhr den Paß hoch. Alter geschätzt wohl 70 Jahre. Das Gipfelfoto von uns beiden – gemacht mit einer echten Kamera, die man damals hochschleppen mußte – lagert an einem besonderen Platz.
    Danke, Don, für eine weitere „Nummer 1“

  33. Helden
    Was für ein Gegensatz.

    In der Zeit jammert gerade wieder mal eine Feministin „wo finde ich eine moderne Heldin, mit der ich mich identifizieren kann? Gibt es sie überhaupt?“ http://www.zeit.de/kultur/2017-08/weibliche-vorbilder-heldinnen-anerkennung-10nach8 Nee, keine taugt so richtig. Dabei gibt es haufenweise spannende Frauen. Aber Held sein oder einen haben kann eventuell problematisch sein.

    Und hier im Patriarchat wird sogar aus einem alten Mann mit Krampfadern und Schrottpullover ein faszinierender Held gemacht. Natürlich wieder mal mit solchen toxisch männlichen Eigenschaften wie die Zähne zusammenbeißen.

    • Jammern ist halt eher so ein Frauending. Und dass die Zeit eher in der Hand des Gewinsels ist und für Kastraten schreibt, habe ich auch schon länger vermutet. Dann soll sie halt ein altes Rad kaufen, restaurieren und mitfahren. So einfach, Driedschn.

    • @Fräulein Gwandl: Gott mit Dir, Du Land der Bayern!
      Markus Söder in „Dahoam is dahoam“ im bayerischen Regierungsfunk!

    • Bayerisch ist cool! So einfach! Noch Fragen?
      Forum, Plauderecke, augsburger-allgemeine.de,29.12.12
      Awa driedschln wenn oahna duad, dann is ea recht langsam und vaduad d´Zeid. Und a „Driedschn“ is nacha des gleiche wia a „Drudschaal“.
      A Drudschn is a etwas dumme Weibsperson und as Drudschaal a junge dümmliche Frau.
      De DRUDSCHN is a aoida Dodschn – und wenn des DRUDSCHAL – des unbeholfene, aba noch dandschige junge Weiwaleid ned aufbasst, weads aa amoi a Drudschn…
      A Drudschn is a dotschada Trampe.
      A Drudschal is sowas wia a naive Landpomeranzn, de die Goschn ned gscheid auf kriagt.
      A Druschn is a doaggads Weiwaleid!
      Ein Druschn ist ein Doaggads Weiwaleid!

    • Selbst der BR hat seine Ausreisser
      … aber er ist in der Tat immer noch ein Stückweit Gegengewicht zum Süddeutschen Beobachter, der alles derprantln will, was der Regierungsfunk NDR/WDR sowie ZDF im Süden nicht erreicht.
      Gott mit dir, du Land der Bayern ist ein frommes Stoßgebet, hoffentlich wirds erhört

    • Heldin
      Eine „Heldin“, auf die alle Kriterien der Feminanze zutreffen, war Hanna Reitsch. Aber die lebte in der falschen Zeit, da kann die Feminanze nicht über ihren eigenen Schatten springen.

      http://myth.greyfalcon.us/reitsch2.htm

    • Haben Sie gerade Autobahn gesagt?

    • @Peter Bernhard
      Versteh‘ ich nicht. Wenn ’ne Drudschaal ’ne junge Drudschn ist, warum ist dann die Drudschn ’ne alte Dodschn? Eigentlich müsste sie ja ’ne alte Drudschaal sein, sonst könnte ja auch das Drudschaal, wenn es nicht aufpasst, keine alte Drudschn werden, das könnte dann nur die Dodschn.

      (Bevor Sie mich schlagen: Vorsicht, ich wurde vor 31 Jahren offiziell auf die Bayerische Verfassung vereidigt. Sie sprechen quasi mit einer bayerischen Amtsperson (ohne Amt)!)

    • @Thomas Marx: Bayerische Amtsperson (ohne Amt!)
      Kinna dad i scho, oba meng dua i ned.
      Luja sag i, luja, zefixhalleluja…

    • @DA: Jetzt fehlt nur noch "VOLKSWAGEN"!
      Das geht gar nicht! Mega-Gau!
      Frau Anetta Kahane walten sie ihres Amtes die
      „Freiheitliche demokratische Grundordnung“ ist bedroht.
      Johannes Baptist Kerner präsentiert neue ZDF-Rateshow „Da kommst Du nie drauf!“ mit kuriosen und überraschenden Fragen.

    • Heldin 2.0
      An der „Alice-Solomon-Huchschule“ in Berlin muss auf Betreiben des ASTAs ein spanisches Gedicht von der Fassade abgekratzt werden, denn es reproduziere „nicht nur eine klassische patriarchale Kunsttradition, in der Frauen* ausschließlich die schönen Musen sind, die männliche Künstler zu kreativen Taten inspirieren“, sondern erinnere „zudem unangenehm an sexuelle Belästigung, der Frauen* alltäglich ausgesetzt sind“. Das Gedicht wirke „wie eine Erinnerung daran, dass objektivierende und potentiell übergriffige und sexualisierende Blicke überall sein können“. Zwar beschreibe Gomringer (Anm.: der Dichter) in seinem Gedicht keineswegs Übergriffe oder sexualisierte Kommentare, und doch erinnert es unangenehm daran, dass wir uns als Frauen* nicht in die Öffentlichkeit begeben können, ohne für unser körperliches ,Frau*-Sein‘ bewundert zu werden. Eine Bewunderung, die häufig unangenehm ist, die zu Angst vor Übergriffen und das konkrete Erleben solcher führt.“ Der Asta befürchtet für Frauen angesichts des Gedichts eine „Degradierung zu bewunderungswürdigen Objekten im öffentlichen Raum, die uns Angst macht“.

      Der (übersetzte) Text des Gedichtes:

      Straßen – Straßen und Blumen – Blumen – Blumen und Frauen – Straßen – Straßen und Frauen – Straßen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer

      Dass der hier Zitierte, so wie der hier über einen Nachruf Geehrte, Straßen bewundert haben könnte, weil man auf diesen per Fahrrad seine ungezügelte Männlichkeit austoben kann, ist dem Menstruierend…StudierendendenAusschuss garnicht aufgegangen. Der Ausschuss offenbart damit eine neue Variante des Verfolgungswahns. So, als rede alles über einen, alle Blicke sind auf einen selbst gerichtet, selbst der Dackel ist vom CIA…Patriachat.

      Wenn DAS unsere geistige Elite ist, dann kann einem nur Angst und Bange werden. Dann ist „Dieselgate“ nicht das Ende der Fahnnstange beim Allgemeinen Gemeinheits…Empörenden Ausschuss.
      Denn jetzt kommen die positiven zwischenmenschlichen Emotionen dran. „Bewunderung“, „Liebe“, „Sympathie“. Der gemeine Ausschuss der Studierenden empfindet das als „Sexismus“ und offenbart, das nicht das primäre Subjekt der Empörung im Zentrum Ihres Interesses steht, sondern die Empörung an sich.
      Früher nannte man das „hysterisch“, heute heisst es „Genderwissenschaften“, früher hiess es „Gummizelle“, heute heisst es ASTA.

  34. "Fahren wie ein Mann, solange es eben noch geht."
    Jep. Und im Sterben das Schwert in der Hand… Walhall!

  35. von Luciano zu Luciano
    Luciano Berutti wurde nur zwei Jahre älter als Luciano Pavarotti, der ca. dreimal so viel wog. Es scheint egal zu sein, ob einer sich vollstopft mit Pasta oder zäh mit seinem Rad die Hügel und Berge erklimmt. Man muss nur wissen, welchen Lebensinhalt man will. Er darf von Typ zu Typ verschieden sein, Hauptsache, er macht glücklich.

    Pavarotti sagte während wiederholter Diäten, die wenig brachten, ohne eine tägliche Ration Pasta würde er depressiv.

    • Das Schöne am Radeln ist ja, dass man 5000 Kalorien am Tag s´in sich hineinschaufeln kann und trotzdem abnimmt, wenn man Berge erklimmt.

    • Titel eingeben
      „Man muss nur wissen, welchen Lebensinhalt man will. Er darf von Typ zu Typ verschieden sein, Hauptsache, er macht glücklich.
      .
      Ähnliches sagte auch Stephen Fry in Filmen mit Interviews, Reden und seinem Auftritt in der Sydney Opera, die ich mir gestern einfach mal unsortiert anschaute, um mal wieder einem klugen Mann Aufmerksamkeit zu schenken. Frys Ding, das erkannte der Schlingel früh, waren words & writing. Radfahren & sports generally, damit hat er’s wohl weniger.

  36. Don, Rocco Sifredi kennt man in Ihren Kreisen einfach nicht!
    Ansonsten bin ich durchaus dankbar dafür, ein mittelalter, heterosexueller, weisser Mann zu sein. Ohne den gäbe es keine Menschenrechte, keine Medizin, keinen Rechtsstaat, keine Gewaltenteilung, keine Demokratie, keine Technik, keine Abschaffung der Sklaverei, keinen Wohlstand, keine Wissenschaft, keine Lebenserwartung von mehr als 35 etc. pp.

    Ich verstehe durchaus, warum Feministinnen weisse, mittelalte Männer hassen. Psychologisch betrachtet sehr amüsant – arme Hascherl.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Wer schlecht lebt, will halt, dass andere auch schlecht leben. Einfach nicht die Grünen wählen.

    • @Thorsten Haupts: sagen Sie es doch einfach direkt
      es gäbe keine Feministinnen… ohne mittelalte, heterosexuelle weisse Männer.

    • Einige
      wünschen sich, dass alle schlechter leben – das Wählerpotential der Grünen.

    • Sind das 5%? Frage für einen Bundestag.

    • Titel eingeben
      Wo wäre die Menschheit mit mittelalten, mittelsexuellen, mittelweissen und mittelgebildeten Männern aus mittelbemittelten Elternhäusern, die sich etwas darauf zugute halten, ein paar Arbeitnehmer zu „haben“, und nun glauben, Rechtsstaat, Demokratie und Menschenrechte seien ihr Verdienst?

      Ganz unten wäre sie immer noch. Bei den sich selbst als soche empfindenen Eliten.

      Psychologisch betrachtet sind solch aufgebrachte „Steuerzahler“ sehr amüsant. Objektiv sind sie arme Hascherl.

    • Ich habe das schon einmal geschrieben: Ich würde vor jedem Genderinstitut einen 100 Meter tiefen abgrund ausbaggern und den Insassen das Material geben, um darüber eine Brücke zu bauen. Über die kann dann jeder Student eintreten, wenn er sich traut. Dito Spiegel Online und jede Veranstaltung mit Sascha Lobo.

    • @sylter456: Sie kennen mittelalte, mittelsexuelle, mittelweisse
      und mittelgebildete Männer aus mittelbemittelten Elternhäusern, die sich etwas darauf zugute halten, ein paar Arbeitnehmer zu „haben“, und nun glauben, Rechtsstaat, Demokratie und Menschenrechte seien ihr Verdienst?

      Staun :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Der Erikativ reisst Ihren Beitrag raus!
      Klatsch!

  37. Ein wunderschöner Text
    Vom Tod der No. 1 habe ich im Eroica-Newsletter erfahren. Im Angesicht solcher Helden überkommt einen Demut. Vielen Dank für den überaus schönen Nachruf.
    Für die Tour wünsche ich dem Hausherrn alles erdenklich Gute, und mir selbst Texte, die mich von Montalcino träumen lassen! Ganz uneigennützig, natürlich.
    Bon Voyage!

  38. einfach schön
    Das Einfache.
    Danke für Ihren nachdenklichenschönen Text.
    Das Überschüttetwerden mit unter anderem aus der FAZ von heute:
    „ie verweisen darauf, dass die Betriebsgenehmigung für Tegel nach einer BER-Eröffnung wieder aufleben würde, wenn man den Widerruf dieser Genehmigung widerriefe.“ macht müde. Der Widerruf des Widerrufs und so halt.
    „who killed bambi“ und eine alte Kuckucksuhr an der Wand.
    Und Respekt, grossen Respekt vor den Menschen die in einem Gang fahren!

    Fahren Sie vorsichtig, steigen Sie ab und riechen Sie mal in die gute Luft und vor allem, schauen Sie manchmal um.

    Beste Grüsse zu Ihnen
    noch in D halt, aber bald wieder in Afrika halt

  39. Leider werde ich diesen alten weißen Mann im Oktober nicht mehr treffen können…
    Ein ergreifender Nachruf – ähnlich der Todesanzeige der Familie Rudi Altigs im letzten Jahr – und doch ermutigend!

    Wenn ich es mir aussuchen dürfte, auch ich habe mir schon oft überlegt mein Kreuzchen auf der ultimativen Liste, Sie wissen welche, beim Herztod auf dem Giau zu machen (bitte erst nach Passankunft, wenn man von Selva di Cadore kommt, hat man sich diese redlich verdient!). Das würde ich auf jeden Fall weiteren 10 Jahren dement im Pflegeheim vorziehen. Ich weiß jedoch nicht, wie es einmal kommt, das hat Luciano Berruti R.I.P. mir voraus. Aber gemach, first things first…

    Der Don-typische Kernsatz für mich: Er hat gelebt wie ein Mann, er ist gegangen wie ein Mann. In Italien erschienen Nachrufe, in Deutschland sprach man über Elektromobilität. Phantastisch und … touché!
    Das war Schmunzeln ob des Florettstichs und Gänsehaut zugleich. Italien unterscheidet sich hier eben doch dramatisch von unserem schönen Land, in dem wir gut und gerne leben. Selbst mit Italien-Light Erfahrung konnte ich bei bisher allen meiner Touren dort das alte Bonmot quasi miterleben: Cabrio-Fahrer werden in Italien bemitleidet, Motorradfahrer werden gehasst, Mountainbikefahrer belächelt … Rennradfahrer jedoch werden VERGÖTTERT!
    A propos Rennradfahren: Aufgrund unsäglich glücklicher Umstände (begünstigt durch südländische Nonchalence – alleine der Mailverkehr dazu mit den Veranstaltern wäre mit den entsprechenden literarischen Fähigkeiten eine Kurzgeschichte wert!) wurde meine verspätete Einschreibung zu l’Eroica letzte Woche tatsächlich bestätigt.

    Als Erstteilnehmer, quasi Fahranfänger sozusagen, der Fachbegriff wäre wohl Neo-Eroico, möchte ich einen Stammtisch vorschlagen, bei dem sich die Verrückten, ääh teilnehmenden Foristen – vielleicht beehrt uns auch der Hausherr – am Vorabend der Veranstaltung zum Abendessen treffen. Wer kennt ein Ristaurante in Gaiole, das sich anbieten würde? Erkennungszeichen: Silberkanne auf dem Tisch…
    Es grüßt Sie
    Ihr Tommasini

    • Auf der L’Eroica ist auch schon der ein oder andere verstorben, im Mai sagte ich den Begleitern noch, sie sollten vorsichtig runter fahren und unten lag dann ein anderer, der schlimm aussah. Da denkt man sich auch kurz…. na, Sie ahnen es.

      Aber auf der anderen Seite: Helden sterben nicht im Bett. Und hier ist es schön und man ist in angenehmer Begleitung und im Wikipediabeitrag staht dann „gestorben in Siena“ statt weniger berühmte Orte.

  40. those were the days...
    Danke für dieses schöne Andenken an den Sportsmann…und chapeau auch für Ihren Output an Texten, (auch den Blog und die Kommentare, sowie Ihre Kommentare zu den Kommentaren) die nie langweilig sind und meistens doppeldeutig genug, um in der drögen Presselandschaft ab und an zu schmunzeln – aufzuatmen oder gegen den Strom anzubellen.

  41. Eine verdiente Nummer EINS ...
    … ist er allein schon wegen seines einzigen Gangs!

    Ich nehme mir gerade vor nach meiner 20 Jahre zurückliegenden Donaufahrt (mit Beginn an den Krimmler Fällen) auch den Inn noch zu schaffen (fast bis zum Bergsturzgebiet), allerdings möchte ich mich wegen der fehlenden 2 Jahrzehnte Übung noch nicht festlegen, ob es nicht doch eine Elektrokrücke sein darf – auch wenn ich mir hier damit keine Freunde machen kann…

    • Jeder, wie er meint. Ich bin ja auch schon E-Räder gefahren, aber da fehlt mir einfach die Spritzigkeit.

  42. "Radsportler sterben gesund"
    Lieber Don Alphonso,

    bei der Einleitung Ihres Beitrages erinnerten Sie sich wohl an weit zurückliegende Beiträge von Ihnen in diesem Blog und als Ihnen zugeneigter Leser hoffte ich auf eine Art „restitutio ad integrum“ der „Stützen der Gesellschaft“.

    Doch die Hoffnung war von kurzer, sehr kurzer Dauer und es ist einfach wieder so über Sie gekommen der Hang zum Dionysischem, der Drang zur Natur, dem Leiden, demTrieb. Diese Sucht zur primitiven Fortbewegung der unteren Klassen.

    Nun ja, wenn man seinen Instinkten schon folgen muß….kann man es humorvoll auch so sehen wie die ZEIT am 13. Juli 2000 schrieb:

    „Radsportler sterben gesund“.

    Nun, Sie mögen die ZEIT ja nicht, doch Leute mit Ihrem Drang könnten den Text sogar ganz amüsant finden.

    So mag dies die verstorbene Nr 1. von der Sie schreiben, vielleicht auch gesehen haben und wenn Sie und andere dies in einer bescheidenen Anschauung für vorbildhaft ansehen ist das ja gut so.

    Meine Ansprüche sind da doch in einer kulturell weiterentwickelten Stufe zu finden.
    Bei all Ihrer Bewunderung in Ihrer Beschreibung der, sich in einer fortgeschrittenen Lebensphase radelnden NR 1. stellten sich plötzlich in mir Erinnerungen an einen älteren Herrn ein, der mir in meiner sehr frühen Jugend begegnet ist und mich auch einige Jahre meines Lebens begleitet hat, bis er aus dem Leben geschieden ist.

    Es wäre jetzt zu persönlich hier ins Detail zu gehen und Ihre Leser wollen ja lieber wilde Radlergeschichten hier lesen nach dem schlichten Motto: „Sub specie naturae leidet der Mensch.“, doch soviel kann ich Ihnen hier ganz privat sagen:

    Es war so ein Art Verhältnis wie Katherine Hepburn dies einmal von Fred Astaire und Ginger Rogers beschrieben hat:

    „Er gab ihr Klasse, sie gab ihm Sex.“

    Il Decamerone, wieder einmal aus dem Regal zu holen wäre gut in diesen Tagen. Die jungen Menschen flohen vor der Pest in ein vor der Stadt liegendes Landhaus, wo sie sich in einer Art Wettbewerb Geschichten erzählten. Gerade den Beginn der Geschichte kann man als memento mori verstehen in jener Zeit als die Pest in der Stadt wütete oder heute die Islamis mit ihrem drohendem und die Menschen verängstigendem Terrorismus in die Städte eingeladen wurden.

    In einer gewissen Neugierde erwarte ich Ihren nächsten Kulturbeitrag.

    Ach, da war doch noch etwas…
    Die Zeitung, die von sich behauptet sie stehe für Qualitätsjournalismus, also die FAZ, publizierte Anfangs des Monats einen Artikel mit der Überschrift:

    „Wie funktioniert eigentlich richtige Intimhygiene?“

    Also einen qualitätsjournalistischen Aufklärungsbeitrag. Gute Güte, wenn man in dieser Weise den FAZ Leser im 21. Jahrhundert über Intimhygiene aufklären muß, kann man sich ja auch die geistige Verfassung dieser gut vorstellen.

    Haben Sie den Artikel gelesen?

    Und für alle Radler war zu lesen:

    „Man könnte auch sagen, Schamhaare sind so eine Art natürlicher Baumwollschlüpfer, der Luft an intime Stellen lässt und verhindert, dass die sensible Haut dort durch Schweißansammlungen aufgeweicht wird.“

    Na dann, fröhliches Schweißstrampeln in der Plastikhose.

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Ich denke, ich werde in den Bergen fraglos auch etwas Kultur finden.

    • Intim,..the taste
      ..mein Urologe, auch Langstreckler, gab mir mal nach der Vorsorge den Tip, mich von meiner Freundin rasieren zu lassen.
      Weniger der Hygiene wegen, sondern weil es beim Radfahren angenehmer sei.
      Meine Erwiederung, ich lasse mir da unten nicht gern mit einem Messer rumfummeln, qiittierte er mit einem lächeln.
      Wenig später meinte er, ob es vielleicht sinnvoll sei, es mal mit Testosteron zu versuchen, der Frische wegen.
      Nachdem er den Wert bei mir gemessen hatte, erkannte er, dass alles ok sei und ich das nicht nötig hätte. Der Wert sei sehr gut.
      Wenn ich bei Sport, Leistungssport mit Hygiene beginne, kann ich ein Buch drüber schreiben, angefangen bei den sanitären Gewohnheiten bei Grossveranstaltungen und aufgehört beim Waschbeckenwasch auf langen Radtouren.
      Ohh that’s Smell ,…..(von lynyrd Skynyrd)

      ..wenn man gewisse Sachen zu zweit o. alleine,..mit wenigen macht,..sagt kein Mensch was.
      Aber als Verhaltensanleitung oder in Massen,….(…)

    • Der Mensch braucht ein Pfund Dreck im Jahr und den besten Dreck bekommt man beim Sport.

    • fröhliches Schweißstrampeln in der Plastikhose
      Gute Radsportbekleidung hat u.a.
      die Aufgabe den Schweiß von der Haut
      aufzunehmen und an die Außenluft abzugeben.

      Das übergewichtige Kulturschaffende mehr Freude
      an Sex und Kunst haben als sportliche Radfahrer
      bezweifle ich.

      Zur Intimhygiene,
      Ein wichtiges Detail hatte man dann doch vergessen.
      Die Wischrichtung nach dem Toilettengang ist
      immer von vorne nach hinten. Männer machen
      das aus anatomischen Gründen automatisch,
      Frauen leider nicht. Die Kolibakterien aus dem Darm
      verursachen gerne chronische Infekte im Vaginalbereich,
      die u.U. zu aufsteigenden Harnwegsinfekten,
      Blasenentzündungen etc führen können.

      Viel Spaß beim nächsten klassischen Musikfestival
      wenn sie einen Harnwegsinfekt haben.

    • @ Di und Don Alphonso
      Johanna König alias Klementine von Ariel würde Ihnen heute die Webseite:

      http://www.tour-magazin.de/hobbysport/news/hygiene-pflegetipps-fuer-hose-+-co/a7433.html

      empfehlen.

      Ein kleiner Auszug gefällig?

      „Kein Zweifel: Bakterien und Pilze lieben das feuchtwarme Mikroklima in der Radhose. Dass sie üblicherweise ohne Unterwäsche getragen wird, um Scheuerstellen zu vermeiden, ist aus hygienischer Sicht besonders heikel. Denn, so der Dermatologe und TOUR-Medizin-Experte Dr. Peter Manstein: “Dadurch gelangen Fäkalkeime leicht in Regionen, wo sie nicht hingehören.” Besonders, wenn die Haut durch die mechanische Beanspruchung auf dem Sattel wundgerieben oder verletzt ist, können Bakterien eindringen. Ein weiteres Problem ist, dass die fast immer aus synthetischen Fasern bestehende Sportkleidung normalerweise nur bei Temperaturen von maximal 40 Grad gewaschen werden darf. Das reicht nicht aus, um Keime abzutöten. Vor allem bei Mehrtagestouren oder im Trainingslager ist manchmal nicht genügend Platz im Gepäck, um ausreichend Hosen zum täglichen Wechseln mit zunehmen. Wenn dann noch Zeit, Lust oder die Möglichkeit für die Handwäsche fehlen, wird manche Radhose öfter hintereinander getragen als gut ist.
      Das können die Folgen sein: Sitzprobleme wie Pickel oder eitrige Furunkel im After- oder Dammbereich sind häufig die Folge kleiner Hautverletzungen und mangelnder Hygiene: Poren oder Mikrorisse können sich äußerst schmerzhaft entzünden, wenn bestimmte Bakterienarten eingedrungen sind.“

      Es stimmt doch nachdenklich, wenn ausgerechnet Männer sich so im eigenen Dreck wohlfühlen. Es soll wohl die animalische Note unterstreichen?

      Wie ich oben schon schrieb läßt sich von der Einstellung zur persönlichen Hygiene durchaus auch auf die geistige Verfassung schließen.

      Seien Sie herzlich gegrüßt
      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Dass sie üblicherweise ohne Unterwäsche getragen wird....
      Dass sie üblicherweise ohne Unterwäsche getragen wird, um Scheuerstellen zu vermeiden.

      Das ist nicht falsch aber:
      Wenn sie Unterwäsche tragen kann die
      Bekleidung eine ihre wichtigsten Funktion nicht erfüllen.

      Nämlich:Feuchtigkeit aufnehmen, abtransportieren und abgeben.

      Was nutzt dem Doktor den die schweißnasse Unterwäsche?
      Gar nix. Und ein Radsportler der nicht schwitzt
      ist vermutlich gar keiner.

    • @Klaus Keller
      Lieber Klaus Keller,

      Sie scheinen sich ja wirklich richtig ernsthaft, event. aus berechtigtem Grund, diesem Thema verbunden zu fühlen.

      Wie ich oben schon schrieb machte ich mir einige Gedanken zum qualitätsjournalistischen Aufklärungsbeitrag der FAZ mit der Überschrift; „Wie funktioniert eigentlich richtige Intimhygiene?“ und habe diesen eher belustigt zur Kenntnis genommen, da ich, wie sich jetzt herauszustellen scheint, fälschlicherweise der Ansicht war, daß dies heute, auch für Männer, kein Thema mehr ist.

      Dabei möchte ich es aber auch belassen. Event. Kleintier- oder Bakterienzüchtungen in Männerstrampelhosen sind ja doch eher Privatsache und in meinem Umfeld ohnedies unbekannt.

      Doch will ich Ihnen gerne ein Kompliment machen.
      In den lebhaften Zeilen Ihres Aufklärungsbemühens verspürt der Leser regelrecht die anale Energie, die Sie anzutreiben scheint.

      So ganz persönlich würde ich es bevorzugen hier mehr über das Il Decamerone zu plaudern, was sicher auch eher dem angedachten Niveau dieses Blogs entspräche als über Ihr bevorzugtes Thema oder Zahnkränze.

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • An ObjectBe: ggf hat man auch bei der FAZ erkannt
      das lebenspraktische Hinweise hin und
      wieder förderlich sind.

      Hoffen wir gemeinsam das es der FAZ
      auch künftig gelingt mehrere Felder
      erfolgreich zu beackern.

      Ich habe ggf zu lange in der Psychiatrie gearbeitet,
      dort wird viel reflektiert und nachgedacht.

      Manchmal stellt man aber fest das manche Leute
      einfache Dinge nicht gelernt haben oder
      bewältigen können.

      Der theoretische Überbau nutzt dann manchmal
      gar nichts. Das gibt es sicherlich auch in anderen Bereichen.
      Nehmen sie einen gebildeten Teslafahrer der nicht weis
      was er tun soll wenn ein Reifen Platt ist.

      Zu meinem ggf drastischen Hinweis zur Hygiene
      (Wischrichtung) folgende Kurzgeschichte:

      Ein Patientin hatte eine Blasenentzündung.
      Die Ärztin wollte eine Urinprobe um ein
      Antibiogramm anfordern zu können
      (man legt eine Kultur an und testet welches
      Antibiotikum am besten wirkt)

      erstes Ergebnis: e. coli
      Ihr habt nicht darauf geachtet das es „sauberer“ Mittelstrahlurin ist.

      zweites Ergebnis: e.coli
      Ihr habt bei der Einmalkatheterisierung nicht ausreichend
      desinfiziert!

      Die Ärztin führt die Einmalkatheterisierung selbst durch:
      Ergebnis: e.coli.

      Da die Dame keine Fistel hatte
      (ungewöhnliche Verbindung zwischen 2 Körperhöhlen zB)
      und mutmaßlich auch keine ungewöhnlichen Sexualpraktiken
      nachging wobei zu fragen wäre was ungewöhnlich ist)
      liegt der Verdacht nahe das sie etwas grundlegendes
      nicht gelernt hat.

      Es wird wahrscheinlich auch nicht so oft
      unterrichtet. Bestandteil des Biologieunterrichts ist Hygiene
      wahrscheinlich nicht.

      Ich habe es in der Krankenpflegeschule gelernt.

      Man könnte eine Umfrage bei Hausärzten, Gynäkologen und
      Urologen machen wie oft sie bei Harnwegsinfekten Antibiogramme
      erstellen lassen. Man nimmt wahrscheinlich gerne
      ein Breitbandantibiotikum das vielleicht wirkt und ob man
      nach der Wischrichtung fragt weis ich natürlich auch nicht.
      Ich bin in diesem Punkt Hemmungslos geworden wie man
      feststellen kann, aber ich will die Leute ja nicht ärgern.
      Meistens ist das jeden Falls so, behaupte ich mal
      ohne es beweisen zu können.

      Ich erzähle das immer gerne wenn jemand
      meint wohl zu lange auf einer kalten Bank gesessen
      zu haben und sich damit den Blaseninfekt erklärt.

      Es kann natürlich auch sein das ich falsch liege.
      Vermutlich gibt es viele Ursachen für solche Infekte.
      Aber praktisch ist es schon wenn man eine ausschließen kann.

      Bleiben Sie Gesund.

      PS Ich versuche künftig mich mehr auf die Sachverhalte zu konzentrieren. Lesermeinungen sind oft nur Stichwortgeber.

    • Es ist für niemanden leicht, sich momentan zurecht zu finden.

  43. Das wahre Leben & Clint Eastwood
    Einer Ihrer – wie ich finde, schönsten Texte. Besten Dank dafür.

    Sie haben allerdings noch keinen Grund resignativ zu klingen.

    50 verweht, so what? Es liegt noch so viel vor Ihnen.

    Werden Sie die Nummer 1. Das müßte doch genügend Ansporn sein.

    Konnten Sie wenigstens die Werkstatt von Luciano sichern?

    https://www.youtube.com/watch?v=i2MIqGXjXe0

    Clint Eastwood sagte mal,

    „Die Gesellschaft hat uns eingeredet, wir sollten unser Leben lang wie ein
    18-jähriges Model aussehen. Aber ich denke, ich kann genauso gut auch
    das sein, was ich bin.“

    P.S. Wer ist denn die 140 Kilo schwere verfressene Soziologin?

    Doch nicht etwa die Ghostwriterin der Heinrich-Böll-Stiftung?

    Oder doch? Kann man ihr ein paar Tips zum Abspecken schicken?

    Thanks in advance.

    • Das war nur ein theoretisches Gegenbeispielt.

      Ich bin auch nicht resigniert, icn, wie soll ich sagen, war von der Nachricht schockiert, und einen Moment innehalten und nachdenken ist da keine schlechte Idee. Aber jetzt geht es weiter.

  44. Cape diem
    Lieber Don,
    bitte passen Sie auf !
    Wir wuerden Sie sehr vermissen!

    • Ich habe eine laaaaange Liste derer, die ich zu überleben gedenke, die arbeite ich erst mal ab – und die Jüngsten darauf sind erst mal die Autoren bei Bento.

  45. Helden
    Don,
    Soe werden viele Kommentare ernten, von devot-bewundernd bis kritisch kommentierend.

    Keine Frage: die Leistungen am Berg, auf dem Rad, sie sind und bleiben herrlich. Beeindruckend! Wie körperlich arbeitende Tätigkeiten übrigens generell (wann haben Sie jemals Handwerker wie 45jährige Fliesenleger gewürdigt, die zwar gerne für ungenaue Fugen von Rechtsanwälten (kaufend) niedergemacht werden, deren Leistung aber von ca. 97,96% der Juristen niemals gebracht würde – über Jahrzehnte wohlgemerkt!

    Das häufige Ich im Blog lässt mich ehrlich empfehlen – weisser alter Mann, der ich bin: eine Auszeit vim Bloggen wäre gut.

    Es steht mir nicht an, dies zu schreiben, aber … es ist wie am Berg. Man spürt, was heute noch geht, oder eben einer Auszeit befarf.

    Es gibt keine harten Männer. Es gibt Fähigkeiten und ihre Ausübung. Und (gesunde) Grenzen.

    Alles Andere ist Mythos. Wohl dem, der den Mythos braucht.

    • Es ist so: Wenn ich auf dem Rad bin, fallen mir solche Geschichten hanz leicht ein, man hat ja Zeit zum Nachdenken. Danach muss ich sie nur noch auf den Rechner bringn, und die Bilder will ich eh zeigen.

    • Wenn es am Berg nicht mehr weiter zu fahren drohte,
      habe ich auf die kolumbianische Klettertaktik umgestellt.
      Da gab es nach jeder Schleife wieder Mut auch wenn eine längere Strecke zurück gelegt wurde.

  46. Herausforderungen der Hölle ...
    da gibt es ja nicht nur die Hölle des letzten Berganstieges.

    Ein jeder begegnet so seinen Höllen, doch eines ist denen gemeinsam. Und das schrieb Don Alphonso so schön:

    Hoffentlich begegne ich meiner Hölle mit Ruhe und Kraft, vielleicht erfolgreich und frohen Sinnes, vielleicht rafft es mich in der Begegnung dahin.

    Aber dann war es das wert, denn ich habe mich gestellt, den Widrigkeiten, und das meine getan.

    Für die einen sind es die Alpen, die es radelnd zu überwinden gilt, für andere ist es vielleicht, sich ein Leben ohne Alimentation zu schaffen.

    An sich ist es egal, es gilt, sich dem zu stellen, was ist, nicht zu verzagen, aus dem Möglichen das Mögliche zu machen. Gelingt es, fein – gelingt es nicht, war der Versuch alle Ehren wert und ist allein schon zu würdigen.

    Möglichkeiten ausloten statt zu lamentieren und sich alimentieren zu lassen, das alleine ist enorm viel wert.

  47. Titel eingeben
    Es ist nicht sinnvoll, ein sauberes Rennrad an einem Eicher Leopard Schlepper anzulehnen. Der hat offenbar die Zylinderkopfdichtung kaputt und das Motorenöl trieft schon hinter der Motorhaube hervor. Und das rote BayWa-Schild ist ein absoluter Stilbruch. Man klebt ja auf eine Gazelle nicht Koslowski-Herne3.

  48. Keine Hydraulikleitungen
    Lieber Don, Zeit, mal eine prinzipielle Frage zu stellen:
    Ich gehe stramm auf die 70 zu, bin nach 2 gesetzten Stents noch so kraftvoll in den Beinen, dass ich Spaziergänge über 32 km meistere, ohne danach tagelang auf dem Zahnfleisch zu gehen, laufe (i.S.v.spazieren gehen) fast jeden Tag minimum 2Stunden…habe es früher des Öfteren mit einem Fahrrad versucht, stets erfolglos, bei Steigungen, die Sie eher als Hügel bezeichnen würden, fehlte mir einfach die Kraft und Ausdauer, meine Beinvenen sind unsichtbar.Gibt es Beine,die prädestiniert sind zum fahrradfahren?
    (P.S. mein erstes Fahrrad war ein Tripad, das 3-Hasen-Rad)

    • Ich weiss das nicht, vermutlich ist es einfach eine Sache des Trainings. Ich hätte mir früher nie vorstellen können, dass ich mal von oben bis unten den Neureuth rauffahre. Aber ich kam jedes Mal zwischen den Pausen ein paar Meter weiter. Und irgendwann war ich ganz oben.

      Es ist sinnvoll, sich einen Berg herauszusuchen und an dem das immer wieder zu üben. Man erarbeitet sich Erfahrung über den eigenen Körper und nach ein paar Monaten kann man es.

  49. Alte weisse Männer
    ..jahrelang habe ich es ebenso gemacht, wie dieser ältere Herr.
    Bergpässe mit zehn kilo auf dem Rücken, auf den 26 o. 25 ..(noch weniger)
    Ritzeln zu fahren. Irgendwann ist mir auf der Hohen Wurzel, knapp 600m
    mal ein älterer, wandernder Herr begegnet, der mir erklährte, dass hohe Tretlast einfach Gift für die Knie sei.
    Da hat es gefunkt und im Herbst schon bin ich bei Stilfs, wieder mit zehn Kilo hintendrauf auf dem kleinsten, dem 26 er, vorne zweites Blatt gefahren.
    Ging auch, eigentlich locker, mental meine ich.
    Hat meinem Selbstwertgefühl nicht geschadet.
    Nebenbei ist es auch materialschonender.

    • Bei Berruti ging es um das Erleben der frühesten Epoche des Radsports, also vor 1914. Gar nicht mal um die Ritzelgrösse.

  50. Schöner Artikel
    Zumal die Nr. 1 zeigt, daß es oft mehr der richtigen Einstellung als der besseren Ausrüstung bedarf. Wobei dieser alte weiße Mann ja gerade kein snob und moralistischer Weltverbosseler ist, sondern vermutlich einfach nur arm und hartnäckig. Ja , SO sehen Vorbilder aus! Eine schöne Homage.

    • Hart und erfahren, so würde ich das erklären. Aber eben auch nur hart gegen sich selbst.

    • Ich finde das Eastwood Zitat übrigens hervorragend
      in der Tiefe des Lebensverständnisses wie im Affront gegen die Blödheit des Zeitgeistes!*

      Es ist halt ein Unterschied, ob man im catwalk-Stiefeletten-Gang J.Waynes mit Hals-und Armkettchen, oder mit stechend klarem Blick wie Clint Eastwood in die Coltmündung des Lebens blickt.

      * Nur weil sich oben jemand darüber mokkierte.

    • Eastwood hat heute noch mehr Sex als alle Feministinnen zusammen.

    • Es gibt halt auch Frauen, die Geschmack und Stil haben
      -trotzdem und immer noch!
      Auch etwas Tröstliches.

  51. Ikkyu
    … Assoziation zur hochemotionalen Realodoku und dem grandiosen Foto mit der 1 auf dem Buckel:

    eindeutig Reinkarnation von Zenmeister Ikkyu

    Alles ist EINS

    PARMENIDES lässt grüssen
    Pele

    • Da hatte ich einfach Glück, das ist leicht bergab auf Schotter mit 40km/h vom fahrenden Rad runter gemacht,

  52. Eine Frage bleibt...
    Hätte Herr Berutti eine 10-Gang-Schaltung am Fahrrad gehabt, hätte er dann nicht mit weniger Anstrengung für seinen Kreislauf die Touren bewältigen können und würde vielleicht heute noch unter den Lebenden strampeln?

    So interessant und beeindruckend derartige exzentrische Persönlichkeiten gerade im Sport sind, aber ist es nicht auch ein kleines bisschen Narzissmus, der ihn die Nummer 1 sein wollen ließ?

    Wenn er im 10-Gang-Modus einfach nur mitgefahren wäre, und sein Image als „harter Hund“ nicht so zelebriert hätte, vielleicht hätte er noch so manche Torte mit Ihnen bei guter Höhenluft und schöner Aussicht verzehren können.

    Gewiss wäre er dann kein beachteter, unumstrittener Meister der 1-Gang-Fahrweise auf altertümlicher Raddtechnik gewesen, aber das Herz hätte die Anstrengungen vielleicht leichter bewältigt und der Radfahrhimmel hätte Einsehen und Gnade gezeigt und ihn noch ein, zwei Jahrzehntchen unter den nicht ganz so historisch begabten Radfahrern vergönnt.

    Ich weis, die Frage ist frevelhaft, aber ich finde, man darf sie stellen.

    Heldentum, dass zu früherem Tod führt, ist mir immer suspekt gewesen!

    Dennoch auch von mir große Anerkennung und meine Hochachtung vor dem alten, weissen Manne auf dem alten Fahrrad, und auch mein Mitgefühl für alle sich beteiligt Fühlenden.
    Es ist schon sehr traurig, wenn so nimmermüde Exzentriker, die durch ihre sportliche Leistung uns allen Nachdenken, Freude und vielleicht sogar ein Vorbild bereiten, so früh zum ewigen Schlafe in die Arme des Knochenmannes berufen werden.

    Ein schöner und sogar notwendiger Nachruf, wie ich finde.

    • Man darf sie stellen, aber Berruti hatte dabei die Technik der Alten, nämlich den runden Tritt. Als ich klein war, war die Standardübersetzung 52/42 und 14-24, ein Rad von 1973 hat hinten sogar 13-19. Heute ist der Standard 50-34 vorn und 11-30 hinten. Man fuhr früher langsamere Trittfrequenzen, so 60-90 UpM, heute sind es 120. Daher hatte man früher auch andere Muskeln, die das wiederum treten konnten. Anders gesagt: Früher fuhr man mit Drehmoment, heute mit Drehzahl. Mit beiden Methoden kann man sich umbringen. Berriuti jedenfalls kannte und bezwang Berge, die die meisten anderen nicht hoch kamen. Er war es gewohnt.

    • "....so manche Torte mit Ihnen bei guter Höhenluft
      und schöner Aussicht verzehren können“
      .
      Empfehle daher, wenn in Gaiole:

      .http://h.priceline.com/hotel/it/villa-vistarenni.de.html?aid=826594;label=villa-vistarenni-

    • langsame Trittfrequenz- großer Kraftaufwand
      -große Belastung auf die Stützstrukturen (Sehnen u.Knochen).
      Ich habe ungefähr 4x soviel Oberschenkel (und auch sonst) Muskulatur wie Nr.1.

      Am beschwerdefreisten fahre ich mit höheren Trittfrequenzen >90/´ (obwohl mir das vom Naturell eigentl. widerspricht).

      Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie das der alte Champion das gemacht hat.
      Was die Herzkreislaufgesundheit angeht, Herr Gnadenbrotler, hat Nr.1 recht sicher nichts falsch gemacht.

    • Erfahrung. Unendlich viel Erfahrung und Gefühl für Berge.

    • Don erwähnt die Hitze
      ggf hat er zu wenig getrunken oder das Falsche.
      Bei großer Hitze benötigt man nicht nur Wasser
      sondern auch Mineralien.

      Folge kann eine Elektrolytstörung sein

      https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolytst%C3%B6rung

      und in dessen Folge:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Pl%C3%B6tzlicher_Herztod#Ursachen

      Interessant dort auch
      Vagus-Reizung bzw. starke vagotone Reaktion:
      Hier der Punkt:
      -Erholung direkt nach Beendigung einer starken körperlichen Anstrengung

      ggf kann uns den Zusammenhang ein Sportmediziner
      einmal genauer erklären.

    • Na, das sind so Grundlagen, wenn man die nicht kennt, kommt amn überhaupt nicht so weit. Ich war mit Berruti auch an der Verpflegung, das kann es nicht gewesen sein.

    • Darf man nicht mehr an einem plötzlichen Herztod sterben?
      Es kann wohl kaum darum gehen, daß wir alle 104 werden (wie meine eine Oma).

    • An Patrick.Feldmann: Natürlich darf man das
      Ich suche auch nicht jemanden der Schuld hat.
      Mir geht es eher darum das Leben oder Sterben
      manchmal mit etwas zu wenig Wasser, NaCl
      oder Kalium zu tun hat.
      (Radler essen gerne Bananen! Das ist vernünftig!)

      Mir geht es also darum ob man etwas lernen kann.

      Gegen den plötzlichen Herztod mit initialer
      (also sofortiger) Bewusstlosigkeit
      habe ich für mich persönlich gar nichts einzuwenden.
      Aber bitte nicht zu früh und unnötig.

      Es genügt ggf anstatt mit 74 mit 79 vom Fahrrad zu fallen.
      Das sind 5 Jahre Unterschied!
      Wie viele Kuchen und Kilometer können das sein?

      Ich habe nach meiner Kenntnis nur ein Leben
      und habe es mit dem Sterben zur Zeit nicht eilig
      und wenn ich Tipps geben kann tue ich das gerne.
      Mehr ist es gar nicht.

    • Herr Keller das war von meiner Seite auch gar nicht bös gemeint!
      Natürlich kann man hier über Wasserintoxikation, Elektrolytentgleisungen, Henderson-Hasselbach-Gleichungen etc. anhand des Todes nachdenken.

      Die Frage, ob der Tod zu früh kommt, ist auch immer eine Frage darüber wie gegenwärtig man Leben und Tod denkt. Das sagen Sie ja selbst in anderen Worten.

      Leben verlangt nach Ewigkeit. Und Ewigkeit kann nicht einfach „unendliche Zeit“ sein.
      Ewigkeit ist ein ganz spannender Begriff!

    • Drehmoment und Drehzahl
      Sehr geehrte Herren,

      vielen Dank für Ihre freundlichen und erläuternden Antworten, eine wirklich interessante Diskussion. Danke auch für die nette Hotelempfehlung.

      Dennoch möchte ich etwas Wasser in den sporttheoretischen Wein gießen, ganz logisch erscheinen mir Ihre Antworten -selbst als geballtes Konvolut- nicht zu sein:

      Wenn Herr Berutti in nur einem Gang fährt, hat er nicht die Möglichkeit „Mal einen Gang herunterzuschalten“, wie schon der Volksmund sehr schön auszudrücken weis.
      D.h., die Anstrengung, z.B. bei stark ansteigendem Berg geht direkt auf den Kreislauf, der in fortgeschrittenem Lebensalter zwar nicht instabil sein muss, aber durchaus nicht mehr die Qualitäten eines 20-jährigen Sportlers aufweist.

      Deshalb fahren Sie, geehrter Don, doch in kleinem Gang den Berg hoch und haben ein niederiges Tempo, wie Sie selbst schreiben. Sie wissen, dass Ihre Sauerstoffversorgung zumindest ausreichend ist, was Sie mit dem Terminus „bis die Lunge platzt“ auch sehr anschaulich umschreiben.

      Tatsächlich brauchen Sie Luft, damit der durch die Lunge aufgenommene Sauerstoff die Blutbahn erreicht. Bei diesen enormen Anstrengungen können Sie nur soviel einatmen wie es gerade geht, und müssen mit dem Sauerstoffgehalt in Ihrem Blut auskommen, da Sie sonst kollabieren.
      Aber das wollen Sie vermeiden, und dann fahren Sie etwas langsamer, schalten noch einen Gang runter oder machen vielleicht ein Päuschen, wenn es irgendwie gerade an der Zeit ist, oder die Schwindelgefühle zu stark werden. Außerdem gibt es vielleicht irgendwo in der Nähe ein schönes Stück Torte, das Sie bereits instinktiv erspürt haben.

      Insgesamt ist der Vorteil einer Gangschaltung ja gerade, dass Sie eben mit relativ konstanter Drehzahl auch Ihren Kreislauf auf konsequent hoher Drehzahl halten können und das Herz so die Anstrengungen leichter verkraftet, als wenn Sie mit immer ähnlichem Drehmoment das Rädchen am Laufen halten und das Herz Anstrengung und Nachlassen ständig mit-, bzw. nachvollziehen muss.

      Als Ein-Gang-Fahrer können Sie aber bei jeder Steigung die Kraft nur durch Reserven des eigenen Körpers erhöhen. Folglich benötigen Sie mehr Kraftaufwand wegen der Steigung und es muss gleichzeitig der Blutkreislauf und somit das Herz mehr leisten, die Lunge kann aber nur bis zu einem gewissen Grad Sauerstoff nachliefern, sodass bei erhöhtem Kraftaufwand (Muskeltonus) die Gefahr der Unterversorgung mit Sauerstoff höher ist, als wenn Sie die Möglichkeit haben, Mal einen Gang runterzuschalten.

      Auch eine historische Überlegung stützt meine These: Man hätte keine Gangschaltungen erfunden und im Radrennbereich eingesetzt, wenn man nicht gezielt den menschlichen Kraftaufwand somit zu einer ausgeglicheneren Fahrweise und somit zu Leistungssteigerungen geführt hätte.
      Die Methode mit der 10-Gangschaltung läßt Sie zwar auf der Bergetappe einem über 70-jährigen hinterherstrampeln, aber letztendlich haben Sie durch die vernünftige Nutzung Ihrer Gangschaltung eben mehr Möglichkeiten mit stabiler Herzfrequenz zu fahren, und somit eine kurzzeitige Sauerstoff-Unterversorgung Ihres Herzmuskels -auch Herzinfarkt genannt- zu vermeiden.

      Sonst würden heute noch alle Radrennen auf Ein-Gang-Fahrrädern stattfinden, wenn dies wirklich einen Vorteil bieten würde.

      Gerade die technischen Fortschritte bei Gangschaltungen u.s.w. zeigen doch, dass nur durch gezieltes Einsetzen von Kraft Höchstleistungen erreicht werden können, und nicht durch einsames Powerfahren, was uns allen zwar den gebührlichen Respekt abnötigt, aber ab dem 70.ten Lebensjahr mMn nicht mehr als „herzgesund“ bezeichnet werden kann.

      Die Anstrengung wird eben nicht mehr auf verschiedene Ritzel verteilt, sondern geht direkt auf das Herz, und führt zu oben dargestellter Überlastung des Herzmuskels.

      Die Überlastung der Muskeln zeigt sich auch sehr schön an den von Ihnen erwähnten Krampfadern. Das Herz, auch „nur“ ein Muskel, bildet eben keine Krampfadern, oder diese werden schnell zu Infarkten. Allein an Ihrer Beobachtung der Waden des Herrn Berutti zeigt sich, dass der Radsport, als Ein-Gang-Menschenmaschine-Drehmoment-Halten den Herztod leichter evoziert, als langsameres, aber sichereres Vorwärtskommen in „gemütlicheren“, aber auch mit höherer Trittfrequenz ausgeführten Berganfahrten, die nicht so sehr Herz und Kreislauf belasten, da modernere, heute schon ältere Schaltungen die Kraft auf die Gesamtstrecke gesehen, besser verteilt und somit den Kreislauf schont.

      Aber wie Sie schon zu Recht schrieben, auch mit modernen und professionellen Gangschaltungen kann man den Kreislauftod provozieren. Aber vielleicht nicht ganz so leicht.

  53. Titel eingeben
    Nach einem der letzten Artikel, in denen Sie einen Ausschnitt, vermutlich ist es nur ein Ausschnitt, ihrer Radsammlung offenbart haben, habe ich begonnen mein altes Rennrad wieder auf Vordermann zu bringen. Es ist Eroica tauglich….

  54. L'ultima pedalata di Luciano,
    Ach Don, schöner kann eine Homage nicht ausfallen. Ich hoffe nur, dass ihn der Herzi auf seinem Peugeot von 1907 getroffen hat und nicht im Streit mit einer den Erbanteil im Vorab fordernden Enkelin (nicht Soziologin, aber früher sozial engagiert in der Flüchtlingshilfe, wo sie dann einen Knacks bekam und dann gemeinsam mit Kasawoubou in die Genueser Drogenszene abglitt)
    .
    Ja, ja die Ligurer, frischen Fisch und selbst angebautes Gemüse, gutes Olivenöl („…..in famiglia eravamo poveri, ma mangiavamo cose più genuine di quelle che mangiamo adesso“) und gedient, womöglich bei den Bersaglieri ?
    .
    Aber sagens Don, 48/17 bei Trittfrequenz von 1 pro 3 Sekunden, entsprechend 2 m/sek, fällt man da nicht schon bald vom Rad, wenn man nicht gerade Steherqualität hat? Werde nachher an meinem Rad mal die entspr. Übersetzung suchen und probieren.
    (DdH)

    • Doch, natürlich ist das nicht schnell. Aber ich fahre den Jaufenpass auch nicht schneller als 5-9 km/h hoch. Es ist lahm. Aber es geht bei mir nicht anders.

  55. Grandios
    Welch wundervoller Text, der mir, im nächtlichen Garten gelesen und nur das leise Rascheln von Igel und Maus im Ohr, unglaublich schöne Momente bescherte. Und dass man eine Grenze erst dann wirklich kennt, wenn man sie von beiden Seiten betrachtet hat, darf ich den Schlüsselsätzen meines Lebens hinzufügen. Herzlichen Dank für beides.

  56. Blindenwerkstatt Berlin. Steglitz wird geschlossen...
    … hat zwar nichts mit dem Thema hier zu tun, wollte es aber auch hier publik machen.
    Heute gab es auch in der print Ausgabe des Tagesspeigel ein Artikel dazu, erscheint wahrscheinlich auch später auf ihrer online Seite.

    Aber, durch überegionale Bekanntmachung, vielleicht noch eine Möglichkeit, die Schließung doch noch abzuwenden, hoffe darauf.
    https://www.youtube.com/watch?v=HTgUIEgHZgk&feature=youtu.be

    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2017/08/blindenwerkstatt-schliesst.html

    Spenden nehmen Sie entgegen.
    Da werden Millionen in “ etwas fragwürdige “ Stiftungen gegeben, aber bei sinnvollen , kleinen Projekten, wird weggeschaut.landen die Leute auf der Strasse.

  57. Alter, weisser Mann
    Eine schöne Betrachtung über Zähigkeit und Durchsetzungswillen als Nummer 1.
    Mit ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass die Generation 50+ (ich bin 60) das Fahrrad als Jungbrunnen entdeckt zu haben scheint, wie ich als gelegentlicher Jugendherbergsgast feststelle, wenn Sommers die Silberrücken den Rhein rauf- bzw. runterfahren. Beim meinem täglichen Heimweg von der Arbeit sind auch viele Rentnerradler mit ihren Maschinen trainingshalber unterwegs. Es gibt da eine 10 km lange flache Strecke am Kölner Flughafen, die sich optimal dafür eignet. Ich beneide die Disziplin der Herren (und vereinzelten Damen).
    Ansonsten kann man natürlich auch so was ( http://taz.de/Die-Wahrheit/!5435768/) produzieren, wenn es um radelnde, ältere Menschen (in der „Satire“ mit Elektrounterstützung) geht.
    Einen schönen Sonntag in die Runde!

  58. Bezüglich des Don's
    erinnert mich dieser Artikel an Kirchengeschichten, auch da gibt es Darstellungen, in denen sich reuige Sünder, innerem Drang folgend, mit wollüstiger Wonne der Selbstkasteiung hingeben, um auf diese Art und Weise, Buße für ihr tagtägliches sündiges Tun zu erlangen, stolz der Öffentlichkeit, nach Vergebung heischend, den geschundenen Leib präsentierend.
    In Gegensatz zu seiner radelnden Lichtgestalt, wird er wohl die Krampfadern in seinem Hirn bekommen, vom ständigen krankhaften Drang nach selbstverliebter, heroischer Selbstdarstellung, da er in ererbtem Wohlstand schwelgend, wie er so oft durchblicken lässt, den kulinarischen Genüssen sehr zugewandt ist.

    • Nein, es ist keine Kasteiung. Es ist Weiterentwicklung.

    • Was einem so in den Kopf schießt...
      lässt meist mehr auf die eigenen „Leichen im Keller“ schließen, als auf das was der andere (auch) gemeint haben könnte. Ein Erkenntnistheoretisches Problem….
      Ich denke, Sie haben NICHTS verstanden geschweige „erkannt“.
      Wer seine Macken zum Beruf macht, wird „Abenteurer“, ein Held wird er nie. Und wer schreiben kann, kann es eben…leider können nicht alle lesen….wie schade.
      Danke Don Alphonso…
      Wir müssen uns den Sisyphus als glücklichen Menschen vorstellen, meint Camus. Don ist glücklich, wetten?

    • Momentan ist Don vor allem vom Regen ausgebremst.

  59. Titel eingeben
    anrührender Text … macht gute Gedanken … Danke

  60. Titel eingeben
    Ueber den grossen Teich gruessend und dem Hurrican entgegen stemmend:

    In letzten Wochen überfliege ich nur die Schlagzeilen , um mich angewidert abzuwenden. Ich mag nicht mehr den deutschen Hass auf alles, was nicht auf Linie ist.

    Diesmal sah ich einen Titel der mich interessierte. „Leben und gehen wie ein alter weisser Mann.“
    Bin ich „Alt“?

    Was eigentlich ist ein „alter Mann“

    Ich habe 30 Jahre lang geglaubt, ich werde früh sterben, nachdem viele in meiner Familie früh starben. Doch als ich 70 wurde, dachte ich keine Sekunde ich sei alt. Ich dachte und denke: Mensch Junge, so viele Jahre hast du schon geschafft. Its ja ein Ding. Es ist, wie wenn man einen Berg hochgeht und an einer geeigneten Stelle zurück schaut und das Tal überblickt und sich, der glaubte niemals so hoch steigen zu können, sagt: Gott, so hoch bist du schon! Ist das nicht wunderbar?

    @ Balik Papan sagt:

    „…bei Steigungen, die Sie eher als Hügel bezeichnen würden, fehlte mir einfach die Kraft und Ausdauer, meine Beinvenen sind unsichtbar.Gibt es Beine,die prädestiniert sind zum fahrradfahren?“

    Lieber Balik Papan, es gibt keine prädestinierten Beine. Es gibt nur Beine, bei denen das Herz Probleme hat das Blut vom Herzen in die Beine und wieder hoch zu pumpen. Das schafft ihre Müdigkeit. Sie haben zwei Stents, also Herzprobleme. Und als erstes sind die Beine dran. Das normale gehen macht kein Problem, aber die Steigung, die doppelte, ja dreifache Last, die das Herz bewältigen muss. Es ist ja nicht nur die Kraft der Muskeln , es sind die inneren Organe die es nicht mehr zulassen. Ich kenne das von mir. Wenn Sie Stents haben bedeutet es, dass im Herzen Sauerstoff fehlt. Und Sauerstoff ist der Kraftstoff. Dre Stoff der ihre Beine hoch udn runter zwingt.

    Gehen Sie lieber ihre 30 km und danken Sie ihrem Herrgott (egal ob sie an ihn glauben oder nicht) dass er ihnen immer noch diese Möglichkeit schenkt.

    Und an Don Alphonso: Ich bin sehr berührt von ihrem Text. Die alte Nummer 1 zeigte allen, worum es geht. Nicht um Sieg und nicht um Eitelkeit. Es geht um den Willen zum Leben, um den Willen sich selber zu beweisen (kann man das nicht mal fett drucken) , was man alles noch kann. Es geht darum, oben zurückzublicken und zu sagen: Gott, soviel habe ich bereits geschafft! Ich bin hart gegen mich? Nein, ich habe einen Willen der staerker ist als die Traegkeit.

    Man sollte das, was hier als „Alter“ bezeichnet wird, positiv sehen. Jemand, der viel erreicht hat (außer den Gummibärchenfressenden fetten rothaarigen Weibern in ihren Hetzsesseln) und zeigt, dass das Leben weiter pulsiert und schlägt und vorantreibt. Das sogenannte „Alter“ ist niemals das Ende, sondern nur ein weiterer Abschnitt im Leben des Menschen.

    Gehabt euch wohl.

    • Willkommen zurück!

    • Hurrikan
      Tico,

      Sie steckten in Harvey?

      Berichten Sie mal.

      Gruß,
      C.

      P.S.:

      In diesem Blog kann man naemlich auch abseits des jeweiligen Themas mehr lernen als bei der Lektuere des, nun, sagen wir mal, natuerlich nur beispielhaft, CDU-Parteiprogramms.

      Hat nicht hier ein Forist mal mitgeteilt, ab Windstaerke 12 gebe keine Atheisten mehr?

      Das deckte sich mit meinen eigenen Beobachtungen.

  61. R.I.P.
    Danke für diese wunderbare Schilderung.
    Ja diesmal, das wars.
    Ehre, wem Ehre gebührt.
    74 ist so schlecht nicht, die Resteverwertung danach ist nichts für jeden.
    Meine Verehrung.

  62. Theorie und Praxis
    Gestern las ich Dons anrührenden Beitrag zur Nr.1
    Anrührend!
    Ein paar Tränen musste ich auch verdrücken.

    Ich habe das Blog dann doch NICHT meinem
    platonischen Freund (60) geschickt,
    weil er dann denkt, ich denke, er sei auch ein alter Mann.
    Und übermorgen > vom Sessel aus, würde er mir
    seine immer noch schönen Beine vor die Nase halten.

    Ja geh waida, a bissi oid is a hoid scho, zefix.
    Ganz gewiss ist er faul. Oder gar depressiv.
    Grübel: Er spricht nicht drüber. Zum Heulen.
    Er ist kein Jammerer, sondern ein Schweiger,
    Motto: Ein Indianer spürt keinen Schmerz.

    Ein ziemlich gutes Sporttalent gibt sich auf.
    Sein Rennrad verstaubt im Flur.
    Er glaubt aber schon, er sei noch zu gut, dass mit mir
    zu trainieren, immer noch unter seinem Niveau wäre.

    Weil er aber nie übt, haben nun seine Freunde auch
    keine Lust mehr zu warten –
    und allein bekommt er den Hintern nicht hoch.

    Ich aber SEHE wie seine Muskeln dahinschmelzen
    und er immer weniger wird.
    Der alternde nette Macho tut mir leid.
    >Womöglich hat ihn seine Prostata-OP fertig gemacht.
    Kommt sowas vom Radfahren?

    ***
    Nicht ganz OT:
    Gestern kam auf Arte ein Film über 24 Std. Italien.
    Zitat: „Die Berge sind ja da, weil sie von etwas hoch gedrückt
    werden, nämlich von Erdbeben.“ Sehenswert!
    Noch 5 Tage in der Mediathek: https://www.arte.tv/de/videos/069812-000-A/italien-24-stunden

    • Man muss halt auch wissen, wann es reicht, da mache ich keinem einen Vorwurf. Man verliert mit dem Alter auch die Reaktionsschnelligkeit, und die ist enorm wichtig.

  63. Le passioni degli italiani
    .

    : : 2010 verriet Luciano Berruti in einem Interview
    über sein Fahrrad Museum – parallel – was Radfahren
    für ihn bedeutet : :

    Cycling is
    not a question of bikes,
    expositions,
    competitions…

    For me cycling is a way of life,
    a way to live healty
    l o o k i n g c l o u d s a n d s k y e s.

    If there is no joy in cycling, it has no sense. {*}

    … vielleicht ist er gerade deswegen,
    einfach mit einem einGangRad gefahren.

    Die Leidenschaft und die Schönheit
    sind stetiger ÜberallBegleiter in Italien
    und ein wesentlicher Grund für unsere
    immer wieder Aufenthalte ebenda.

    Hier spüren wir täglich den gesunden Abstand
    zu dem „nahezu alles zerstörenden pseudointellektuellen
    DeutschDenkHandelnplusSchreiberei Alltags“ ~ dass wie ein
    Krebsgeschwür sich durch den WohlstandsAlltag frißt.

    Die passionierten Radfahrer gehören südlich des Brennero
    ü b e r a l l
    von Südtirol bis Sizilien zum alltäglichen Straßenbild
    und werden immer dort zu finden sein.

    Luciano Berruti hat seine Vision mit Leidenschaft gelebt.

    Das ist B e w u n d e r n s w e r t !

    Mit_ohne das lebenserhaltende Gedöns das in der ÜberZivilisation
    künstlich – bis fast „get no|eigentlich menschenverachtend“ –
    {gewinnbringend} am Leben hält und
    wieder von Ihnen treffend : : gruselig : : beschrieben ist.

    Grazie mille : : für Ihre (eher) leisen und berührenden Worte : :
    werter Don Alphonso! . . . mit einem L’Eroica Beitrag round about
    Okt’15 habe ich zum 1. Mal Sie im worlwideweb gelesen . .

    Viel Freude bei Ihrer demnächst Tour L’Eroica in Gaiole + etc.

    PS : : Och, trotzdem, Ihr Wolhauser ist wirklich bildschöööön . . .

    {*} : : http://www.fhtn529.com/2015/11/23/luciano-berruti/

  64. mille grazie
    una storia meravigliosa con una conclusione filosofica.

  65. Jetzt haben Sie mich!
    Ich werde mir endlich ‚In Stahlgewittern‘ von Jünger besorgen. Den täglichen Einkauf besorge ich lieber auf meinem antiken Kettler-Alu. Nicht jeder weisse alte Mann muss mit einem Infarkt vom Radl fallen.

    Für einen Helden ist Herr Berruti erstaunlich alt geworden. 74? Na ja, wenns aussichtslos wurde, sind die Italiener doch eher abgestiegen als vom Endsieg zu träumen.

    • Ich denke, Berruti war das Gegenteil von Jünger. Er ist gegen niemand gefahren, er fuhr für sich und seinen Stil, sonst nichts. Er war nicht schneller. Die anderen waren langsamer.

    • meh Jünger
      lesen Sie den Text lieber mal im Inet vorher an… Literarisch is da IMHO nix zu holen. Unterhaltungstechnisch auch nicht. Wenn Sie Krieg und Heroismus interessiert gucken sie „Hamburger Hill“. Wenn es nur um Männlichkeit gehen soll… „Pale Rider“ lief heut auf Arte. Jeder Eastwood oder wegen mir Ford oder Wayne Film ist mE. künstlerisch wertvoller als Jünger. Wenn’s unbedingt ein Buch sein soll nehmen Sie „Papillon“ von Henri Charrière.

    • Guter Plan
      Gast, tun Sie’s.

      Lassen Sie die Dame ihren John Wayne angucken und lesen Sie Jünger.

      Selbstverständlich muss jeder Mann mal „In Stahlgewittern“ gelesen haben. (Mann. Müslis nicht, Schlagfluss droht!)

      Zuvor jedoch, zweckmäßigerweise noch vor der BT-Wahl, „Auf den Marmorklippen“.

      Geschrieben 1939, aber brandaktuell.

      Gruß,
      C.

    • Wenn schon Jünger
      Wenn schon Jünger, dann „Gläserne Bienen“ oder „Heliopolis“. Da ist neben marinierten Ressentiments auch viel Nachdenkliches. Und sowenig ich Jünger mag, es ist literarisch durchaus lesenswert. Die Stahlgewitter fand ich wegen ihrer Mitleidlosigkeit immer abstoßend. Im Sport, bei Privatexpeditionen durch den Urwald, beim Segeln, da kämpft und stirbt man allein. Im Krieg sterben viele, die gar nicht sterben wollen. Dass Leutnant Jünger herausragend tapfer war, das ist richtig. Er dürfte auch unter Soldaten ein fast einmaliges Phänomen gewesen sein. Aber was ist seine kalte , nur von sich begeisterte Tapferkeit gegen die traurige Pflichterfüllung des westfälischen Handwerkers, der mit Bauchschuß an seine Kinder denkt und dann stirbt? Und der im Krieg nichts je gefunden hat, sondern nur eine Last sah, die er glaubte tragen zu müssen. Es sind solche Menschen, die zählen. Nicht die Jüngers. Ich verstehe absolut, warum angelsächsiche Nationen die Wehrpflicht tendenziell verabscheuen, nur in absoluten Notsituationen einführen und Berufsarmeen schätzen.

  66. Leben geniessen
    Die größten Langweiler, die mir im Leben begegnet sind, waren die, die einfach nur noch ihr Leben genießen wollten, sorry, falls ich da jemandem zu nahe treten.

    Für die meisten bedeutete das: Urlaub machen, faul rumsitzen und sich ja nicht mehr anstrengen, sei es geistig oder körperlich.

    Der Mensch braucht etwas, wofür er brennt. Und wenn er dabei stirbt, war es wenigstens ein schöner Tod.

    Von daher: eine virtuelle Kerze für die unbekannte Nr. 1 und machen Sie weiter so, Don Alphonso. Ich habe es mit dem Radfahren nicht so, kann aber dennoch Ihre Gedanken gut nachvollziehen.

    Herzliche Grüße

    Hessin

    • Titel eingeben
      Der Mensch braucht etwas, bei dem er zufrieden wird. Ob er dabei „brennt“, hängt davon ab, ob das die ihm gemässe Art ist.

  67. Shanghai Fahrräder
    passt nicht zum Thema, aber ich wollte Ihnen das interessante Bild nicht vorenthalten:
    http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_78121218/tid_embedded/si_42/bilder-des-tages.html
    Schönen Sonntag!
    HDH

    • Shanghai Fahrräder
      inzwischen haben sich die Nummern verschoben – etwas weiter blättern

  68. Ein wunderbarer Nachruf
    der anrührendste und wunderbarste Nachruf, den ich je gelesen habe.

  69. Titel eingeben
    Vielen herzlichen Dank, dass Sie mit diesem berührenden und eindrücklichen Beitrag das Andenken an Signore Berruti und all die tapferen alten weissen Männer aufrecht halten, die Europa zur einzig lebenswerten Region der Welt gemacht haben! Und mögen sie (und Sie) uns noch sehr lange erhalten bleiben.
    Ich fahr jetzt mein knalloranges 80er Villiger zum See, regenverdächtige Wolken werden einfach ignoriert.

    • Sehr schön . hier kommt leiuder gerade ein Gewitter herunter. aber was vorher herabregnet, erwischt einen später nicht mehr.

  70. Ihr rührendster und nachdenklich-machender Artikel bisher, Danke!
    Auch wenn ich wahrscheinlich als alter weisser Mann kaum eine Chance habe, auf einem Rennrad das Zeitliche zu segnen.
    Für mich ist es einfach eine Metapher für ein nicht fremdbestimmtes Leben, das zuende gehen darf, wenn es am schönsten ist.

  71. Danke auch für die farbliche, polemische Note ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    Ihr Beitrag und Ihre Kommentare – ein interaktives Gesamtkunstwerk
    zu Blog, Leben und Rad. Klasse.

    Mir fiel zum Berg, Sie sozusagen pluralistisch flankierend, Michael Klonovsky ein. Der Berg, der Sinn des Lebens und anderes bei der Passion Radfahren
    Focus 2006, http://www.focus.de/sport/radkolumne/klonovskys-radgeber_aid_23035.html

    Zu dem alten, weißen Mann, zu dem Respekt vor diesem auch der Ingrimm gegenüber denen, die erst das Private politisierten, nun die Hautfarbe…wobei sie ansonsten gegen „jede“ Hautfarbbenennung sind…nicht unähnlich den verbohrten Genderistas, die sich nicht auf ihr Geschlecht reduzieren lassen wollen. Aber sich dieses nun sogar wie einen selbst gestrickten Strampelanzug über den Kopf streifen: „pussy hats“.

    Schön, das Sie – und Klonovsky und Thomas Fischer – nicht nur bis an die Grenze zum Hagestolz radeln, sondern auch Schreiben.

    Und, vielleicht ist man für den eigenen Todesort tatsächlich verantwortlicher als bisher vermutet.

    Hals- und Beinbruch dagegen

  72. Titel eingeben
    „Fahren wie ein Mann, solange es eben noch geht.“

    Wünsche noch ein langes, zähes Fahren!

  73. Alte weiße Männer - Was wären wir ohne sie?!
    Ich mag diesen besonders:

    Johnny Cash – His Final Live Performance 2003

    (Titel bitte selbst bei Google oder YouTube eingeben, damit der Don im Urlaub keine halbstündigen Videos zum Freigeben anschauen muss).

    Was für ein cooler Typ! Aus dem Rollstuhl zum Mikro gehoben und füllt trotzdem die Bühne. Und man beachte die Feinmotorik beim Gitarre spielen.

    RIP Johnny.

    PS: zum „Schnuppern“ doch noch ein link (3:50 min)

    https://www.youtube.com/watch?v=vt1Pwfnh5pc

  74. Wunderschoen...
    Danke!

    So einen Nachbarn habe ich zwei Haeuser weiter. Maler, seines Zeichens, 90 Jahre jung. Wir leben in einem aelteren Teil von Christchurch und haben so ein typisches Kiwi-Haus mit Wellblechdach, mit nur leichter Dachneigung (wenig bis kein Schnee im Winter).

    Letzten Sommer habe ich das Dach ausgebessert und gestrichen, und der gute John hat mir gezeigt, wie man das macht. Eine Bergziege ist nix dagegen. Wie der mit dem Quast am Besenstiel ueber das Dach fegt, ist unglaublich. Bei 30 Grad Celsius.

    Respekt.

  75. Poetisch und realistisch zugleich,
    ein Text der Mut macht, danke, verehrter Don!
    Nie wieder werde ich mich mit dem Gedanken des Aufgebens beschäftigen, beim Laufen nicht und nicht im Alltag.
    Das Radeln ist für mich eher Transportform, das Laufen Sport und Philosophie.
    Ich weiss, dass der Tod mich letztendlich einholt – aber er muss schon verdammt schnell laufen, um mich zu kriegen!
    „Er war nicht schneller – die anderen waren langsamer.“
    Vorzüglich! In memoriam Luciano Berutti!

    • Er holt einen nicht ein. Er sitzt irgendwo und wartet, denn er ist der erfahrenste der alten, weissen Männer.

  76. Ex Zeitleser
    Servus Don, nach 1 Wo Urlaub im Süden Südtirols (Unterland) mit Familie zurück. Wir sind u.a. viele Berge und Pässe (mit Auto, oh Gott) gefahren an einem Tag bis an den Gardasee (aber auch gewandert).
    Als ehem. langjähriger ambitionierter Läufer und jetzt eher Cross- und Trekkingbikeradler habe ich mir natürlich die vielen, vielen Radsportler und ihrer Räder dort etwas genauer angesehen.

    Und ganz zweifellos es gibt ihn – immer noch- „Den alten Mann und den Berg“, den lone some Kämpfer gegen das Ich und den Berg, meist etwas älter abgekämpft, verschwitzt, zielstrebig mit Tunnelblick und angestrengt aussehend, aber eben auch durchaus zufrieden. Zufall oder nicht, je weiter südlich, um so mehr Rennradler und v.a. mehr Frauen. Aber welch ein auffälliger Unterschied, selbst fast auf Passhöhe hatten diese oft noch ein (scheinbar) entspanntes Lächeln im Gesicht und sahen optisch frisch wie aus dem Modemagazin aus. Ich weiß natürlich nicht ihre Zeiten, aber scheinbar kommen sie anstrengungslos(er) auf den Berg! Na ja, bei Gelegenheit werde ich mal eine Klassifizierung/Typologisierung der Radszene wagen :-)

    • Es gibt so einen speziellen, leicht delirischen Oben.Angekommen-Blick, besonders wenn man etwas Zucker bekam. Ich sehe oben auch immer viel besser aus, als ich mich fühle. Weil, fühlen tut ich mich tot.

  77. Leben und gehen wie...
    Das will gelernt sein. Aber wo, wie und bei wem
    lernt man das, nicht jeder ist
    ein ausgezeichneter Autodidakt.

    Ich suche mal bei mir selbst.

    Die Mutter war nie verheiratet (ihr Halbbruder
    lebte als untauglicher Vaterersatz mit im Haus),
    und lebte nie mit einem Partner zusammen.

    Den Großvater väterlicherseits habe ich nie kennengelernt.
    Der Vater meiner Mutter starb 11 Jahre vor meiner Geburt
    mit 51 bei einem Motoradunfall.

    Als Vorbild taugliche Männer habe ich somit
    nicht kennengelernt. Man schaut ggf wie es bei den andern ist,
    also wenn die über ihre Väter gesprochen hatten oder
    man hat diese erlebt wenn man zu Besuch dort war

    Es gibt ein Bild meines Großvaters auf einem Rennrad
    das ich eigentlich nie mit meinen Vorstellungen von ihm
    in Einklang bringen konnte. Durch den Text oben ist es mir wieder eingefallen. Und eine scheinbar nebensächliche Geschichte.

    Mein Großvater wurde 1900 geboren und arbeitete im Krieg
    als Mechaniker beim DFS
    (die betrieben u.a. Forschung mit Segelflugzeugen)
    In der Zeit der Berliner Luftbrücke war er für die
    amerikanische Luftwaffe in Frankfurt tätig.
    Den Weg zum Flughafen legte er mit dem Fahrrad zurück.
    34 km einfache Strecke. Vor und nach jedem Arbeitstag.

    ggf sind die passenden Vorbilder jene die helfen alltägliche
    Probleme zu lösen und denen es genügt sich nebenbei
    noch andere sehr persönliche Herausforderungen zu suchen.

    Der Rest ist vermutlich persönliche Übung.
    ggf könnte man auch den Radfahrer Sloterdijk fragen.
    Der meinte u.a. :
    Du musst dein Leben ändern.

    Ganz so streng nehme ich den Buchtitel aber nicht.
    Die Idee der die Not wendenden Anstrengung
    ist aber richtig. Man sollte aber darauf achten
    dabei nicht sich und andere zu quälen.
    Das gibt dem Ganzen m.E. eine unnötige Wendung.

    PS: In der Psychiatrie fragt man immer nach den erlebten Traumatisierungen und weniger nach dem was man
    nicht gelernt hat. In biografischen Vorstelllungen in
    einer Teamkonferenz spielen die Mütter fast immer eine
    Rolle, die Väter (und erst recht nicht die Großväter) oft gar keine.

    • Mein Vater schon, von dem habe ich gelernt, wie man Räder putzt. Vielleicht schreibe ich das mal auf.

    • Väter
      Unsere („Unsere“ bedeutet: die sogenannte „Kriegsenkelgeneration“ = die in den 50ern und 60ern Geborenen) Väter hat man getötet, nach dem Krieg zu Sklaven gemacht verfemt, geächtet, beleidigt, ihnen das Prädikat „Tätergeneration“ umgehängt und trampelt immer noch auf ihnen herum. Und wenn man sich das verbittet, dann ist man ein Nazi.

  78. Alter Salvatore
    Werter Don Alphonso,
    ein anrührender Nachruf! Aber das mit italienischen Männern 70+ ist so eine Sache, besonders wenn eine Frau irgendwie im Spiel ist.
    In unserem Anwesen hatte im Frühjahr ein großer Feijoa-Strauch keine Lust mehr auf Weiterleben und ich habe ihn abgesägt, für die Wurzeln wollte ich dann ein Bäuerlein mit seinem Traktor anhalten, der sie mit unserer Kette ausreißt – so war es besprochen. Doch was sehe ich kurz darauf? Der „alte* Salvatore (76)“, ein gewesener Baumeister aus dem Olivenhain gegenüber, steht da wie ein mediterraner Berserker, um den Wurzelstock mit der Spitzhacke freizulegen und mine Fru guckt zu. Das habe ich beendet. Und miner Fru dann gesagt, daß ich nicht will, daß die zugehörige Anna ihren Mann bei uns mit den Füßen voran abholen kann wg. Überanstrengung. Das hat sie sogar eingesehen.

    *der alte Salvatore sieht viel jünger aus als der „junge Salvatore (63)“ – merkwürdig…

    • Jo, so sind Männer halt. Freunde roher Gewalt! Fragen sie die wurzel der ehemaligen Hecke meiner Mutter, denen ich mit der Spitzhacke kam. Das geht auch!

  79. YMMD
    Sie haben mir den Tag gerettet, damit alleine schon:

    „in einer Epoche, in der Krisen, religiöser Wahn, Pestbeulen und Katastrophen zum Leben gehörten wie heute der öffentlich-rechtliche Rundfunk, Genderprofessuren, orientalische Despoten und die EU-Kommission“

    und daß mich nochmal jemand an den Boccachios herrlich schlüpfrige Erzählungen erinnern würde, habe ich auch nicht erwartet. Das Buch stand seit Ewigkeiten bei meinem Vater im Regal, bis ich eines Tages neugierig wurde.

    Ansonsten danke für den Nachruf Luciano Berrutis. Ich hatte nie von ihm gehört, aber die Bilder sind herrlich. Ein erfülltes Leben bis zuletzt. Mehr davon! Mit 80 bei der Montage der Antenne vom Dach fallen, wünschte sich einst ein Freund, der Hochfrequenztechniker und Amateurfunker ist. Richtig so!

    • Gern geschehen – ich hatte schon angst, der satz könnte nicht abgenommen werden, aber er wurde akzeptiert.

    • Genau wegen dieser Bösartigkeiten
      lese ich diese Kolumne. Nicht nachlassen, bitte! Die Angesprochenen haben es redlich verdient.

  80. Vorwärts
    „Es gilt am Ende doch nur vorwärts“, sagte der alte Goethe.

    Vielen Dank Don, für den schönen Text.

    Dank auch den Foristen für ihre Herzensergiessungen…

    • Mich freut wirklich, dass er so gut aufgenommen wird.

    • @ Faustina, @ DON
      herzlichen Dank an Sie, Faustina (auch wenn Sie meinen Post nicht gelesen haben sollten), und meinerseits (ohne mich einschleimen zu wollen) herzlichen Dank an DON, denn er ist immer am Nerv der Zeit, vor allem mit diesem Thema.

  81. Alte weisse Frauen
    Ich liebe alte weisse Männer. Ich bin bald selber einer. Meine Mutter ist 80 Jahre alt und trägt im Frühjahr fröhlich pfeifend 30 Kilo schwere Blumentöpfe aus dem Keller in den Garten. Ob ich je so stark werde wie meine Mutter???

  82. Alte weisse Frauen
    Die Hoffnung nie aufgeben. Das ist am Berg wie im Leben das beste Motto!

  83. Es ist erst vorbei, wenn´s vorbei ist...
    Sehr geschätzter Don,

    einige Kommentare hier (besonders der von Tico) und Ihr wundervoller Text haben mich sehr berührt und nachdenklich gemacht.

    Sie geben einem außergewöhnlichen Menschen mit Charakter, Ehrgeiz und Härte gegen sich selbst die Ehre, dessen Altersgenossen eher ein „Wagerl“ (Rollator) als ein Rennrad im festen Griff haben.

    So jemanden hätte ich auch gerne wieder in meinem persönlichen Umfeld – als Vorbild. Leider starben bereits alle davon weg, was die Perspektive auch nicht schöner machte.

    Nun bin ich zwar weder „Mann“ noch „Ü50“ (durch diese Mann-Frau-Stereotypen fühle ich mich persönlich ohnehin nicht immer angesprochen), leuchtende Vorbilder wie Sig. Berruti halte ich jedoch generell für wichtig, wenn der innere Schweinehund sich mal wieder einnistet oder Selbstzweifel einen aufzufressen drohen.

    Man muss ja nicht gleich die No. 1 anpeilen, aber es ist motivierend zu sehen, was alles bis zum Schluß möglich ist.

    P.S.: Don, jetzt haben Sie´s geschafft! Werde ab September mit Spinning anfangen, damit sich die evtl. Anschaffung eines Rennradls ab nächstem Jahr auch rentiert – bis dahin gibt´s hier nämlich einen Radweg.

    Wünsche Ihnen einen schönen, erfüllenden Urlaub und kommen´s gesund wieder!

  84. Danke!
    Ich weiß Ihr Loblied an die alten weißen Männer zu schätzen – ich bin seit über 20 Jahren mit einem von ihnen verheiratet und würde ihn um keinen Preis gegen ein jungen bunten Neuankömmling eintauschen. Aber man sollte auch die alten weißen Frauen nicht unterschätzen. Damit meine ich natürlich nicht Mutti Merkel oder die bunte Claudia. Ich meine diejenigen von uns, die es auch ohne Frauenquote zu geistiger und finanzieller Unabhängigkeit schafften, die weder Angst vor ihrer eigenen Weiblichkeit noch vor echten Männern haben, sondern diese als gleichberechtigte Partner zu schätzen wissen. Alte Frauen und Männer wie wir sind es, die diesen Saftladen überhaupt noch am Laufen halten.
    Sicher kann ich körperlich (mit 53 kg bei 159 cm) nicht mit Ihnen (oder meinem Ehemann) mithalten und meine 20-jährige Tochter zieht deutlich wohlwollendere Blicke auf sich als ihre alte Mutter. Aber mit der von Ihnen erwähnten 120kg-Sozialarbeiterin würde ich es jederzeit in so ziemlich jeder Beziehung aufnehmen – auch wenn es ein Sozialarbeiter wäre. Denn auch ich kenne meine Grenzen von beiden Seiten, körperlich und geistig.
    Was ich eigentlich damit sagen will: es kommt nicht darauf an, ob man männlich, weiblich oder *, weiß, schwarz, grün oder pink, alt oder jung ist. Wichtig ist die Einstellung: nicht gleich bei jedem Problemchen loszujammern und nach dem/der Diskriminierungsbeauftragten zu rufen, sondern diese Schwierigkeiten als Herausforderung zu sehen, als Ansporn, an sich zu arbeiten und besser zu werden. In diesem Sinne versuche ich auch, meine Kinder zu erziehen. Bisher sieht es ganz erfolgversprechend aus. Allerdings werde ich ihnen auch nahelegen, ihre Kraft und Intelligenz nicht für den Merkel’schen Saftladen zu verschwenden.

    • Ja, sicher. Sie werden von mir keinen Diskriminierungsartikel lesen. Wer das bei mir versucht, den mache ich rund, so einfach.

    • Danke, Corinne
      Da sind wir schon zwei!

      Und dies nennt man Partnerschaft! Gleichberechtigung!
      Kennen und verstehen einige nicht, weil sie das Denken verweigern!

      Lg an das super Forum

    • Alte Frauen und Männer im Saftladen
      Corinne Henker: „Alte Frauen und Männer wie wir sind es, die diesen Saftladen überhaupt noch am Laufen halten.“

      Ja, das denke ich mir auch jeden Tag. Was würde aus dem Land, wenn die letzten, die noch wussten, wie man korrekt plant, mit augenmaß umsetzt, nüchtern bewertet und entscheidet, abgetreten sind?

      Neugebaute Brücken würden einstürzen, Tunnelenden sich nicht mehr in der Mitte treffen, Gewehre nur noch krumm schiessen, Flughäfen nie fertig werden, mehr Lehrstühle für Gender und Sozialgelaber, als für Chemie und Informatik bewilligt werden. Die Stromversorgung würde ganzheitlich destabilisiert werden, Kernindustrien würden als irrelevant diskreditiert und abgeschafft (samt Arbeitsplätzen), Renten- und Krankenversicherungsansprüche jedem Menschen zuerkannt, der es durch die offene Tür hereinschafft und noch nicht so lange da ist, Physik und Biologie würde zum sozialen Konstrukt erklärt werden, usw.

      Aber hoffen wir, daß es nie so weit kommen möge! Dass die narzistische, weltrettende Pussy-Generation irgendwann merkt, was mit ihr selbst nicht stimmt und warum alles, gesellschaftlich nach dem Ende der 90er passierte, im Rückblick so verdammt verkrebst und wertlos erscheint. Man verzeihe mir den letzten Abschnitt, aber als ohne Internet geborener Informatiker musste ich das mal raushauen, sorry.

    • Wie können wir nur alle so kritisch sein?
      Merkel hat sich auf ihren geleisteten Amtseid berufen und will für uns arbeiten und Schaden von uns abwenden…Selbstbewusstsein hat sie jede Menge nur wir sehen das alles nicht.🌍

  85. Sie sind Schuld
    … dass ich Rennradfahrer aller Couleur mittlerweile im Straßenverkehr als Heilige behandle, wiewohl die echten Profis ja dürre Kerlchen sind; auch der S. Barutti hatte sicherlich einen Körperfettanteil unter 10%.

    Schöne Zeit in Italien. Das Piemont (Langhe) ist auch ein Radparadies.

  86. Wurzel und Spitzhacke
    Der Mechanisierungsgrad der Wurzelbearbeitung ist unterdurchschnittlich. Man braucht Maurerkelle, Wasser aus dem Schlauch, Motorsäge. Mit der Kelle die Wurzeln freilegen. Mit Wasser die Wurzeln spülen. Es genügen 5 cm Wurzellänge. Durchsägen. Falls mit Pfahlwurzel: Strauch zur Seite biegen und fixieren. Spülen. Sägen.

    • Nein! Genügend Stumpf, Traktor und Kette, alternativlos...
      …und man hat auch gleich ein schönes großes neues Pflanzloch, ohne Wurzelrestewiederauferstehung.

      Etwas Wässern vorher hilft ggf. dabei, dies aber stehend vorgenommen, dabei entfällt ooch jänzlich det „[Nina Hagen]: Runter uff die Knie und jebetet wie noch nie)“ mit einer Kelle und danach mit einer Säge oder Schere.

      Was ist denn nun los @Folkher Braun: Traktor, sei es ein hochpotenter Schlüter oder nur ein klepperndes Dieselross, das müßte Ihnen doch eigentlich gut gefallen?

      Eigentlich ging es hier ja um Überanstrengung von Männern, zu deren Vermeidung diese viele schöne Sachen erfunden haben, z.B. mechanische ölgeschmierte Übersetzungen.

  87. Es gibt auch junge weisse Männer in der FAZ - Sönke Neitzel fährt auch Rad?
    Gern, sehr geehrter Don Alphonso, verweilt man auf Ihren Seiten und genießt die blockflöten-, schleimfreie Luft und hofft – auch für die FAZ –
    es wird insgesamt und langfristig besser und D wird nicht gänzlich zur
    Blockflöten-Republik, wo Bunte und Genderistas von der Farbe reden und nix als „braun“ oder „weisse Männer“ sehen und damit den Plapper-Sound für die Republik vorgeben.

    Sönke Neitzel lüftet nun, wer hätte das in der Sonntagsausgabe von faznet vermutet, die auch schon mal Rom untergehen ließ, weil das Imperium sich der Zuwanderung versperrte, nun die unerträgliche „Blockflöten-Pinscher-Decke“ über der Bundeswehr.

    Neue Kerle radeln durch das Land. Hoffentlich bleiben sie nicht nur Sternschnuppen.

    • OMG, wo steht denn das – hätten sich die Römer von den Sassaniden überrennen lassen sollen?

    • Die Grundidee ist eigentlich ganz einfach - und natürlich falsch ...
      Rom konnte bis etwa ins 4. Jahrhundert nach Christus einfallende Völkerscharen entweder vollständig eliminieren (töten und versklaven – Genozid nach heutigen Begriffen) ODER zu einem produktiven Teil des Reiches machen (per Landzuweisung). Durch Bürgerkriege ging im 4. Jahrhundert Roms Fähigkeit verloren, jeden Gegner notfalls zu vernichten. Und ebenso die Staatsklugheit, einfallende Stämme nach Einigung und Zuweisung von Land nicht mehr schlecht zu behandeln (sie kamen natürlich mit Mann und Maus, Tieren und Waffen). Eine der vielen Misshandlungen von einem der eigentlich friedlich zu integrierenden Stämme führte dann AFAIR 375 n.Chr. zur verlorenen Schlacht von Adrianopel, was der Anfang vom Ende des Römischen Reiches wurde.

      Irgendein Historiker (Name entfallen) hat dann die Symptome dieser beiden Schwächen, nämlich die zunehmend schwieriger werdende Integration neuer germanischer Stämme, zur Ursache erklärt. Und Roms Untergang auf die Unfähigkeit zurückgeführt, anders als in den Jahrhunderten zuvor Zuwanderer „schnell“ (in historischen Begriffen „schnell“) zu römischen Vollbürgern zu machen. Und damit Ursache und Wirkung verwechselt, passiert schon mal, wenn man eine zum Zeitgeist passende historische Neuberwertung raushaut.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Genozid nach heutigen Begriffen
      Ich weis ja nicht wer auf die Idee gekommen
      ist diesen Begriff zu verwenden.

      Ich bringe ihn mal in eine Reihe mit
      2 anderen, wobei klar werden dürfte
      warum jemand wie Viktor Klemperer
      möglicher Weise einen Tobsuchtsanfall
      bekommen hätte wenn jemand über
      einen Massenmord an Menschen so redet.

      in alphabethischer Reihenfolge:

      Bakterizid, Fungizid, Genozid,….

      Ist das keinem aufgefallen
      oder stört es keinen?

      Da es nicht um eine Verharmlosung gehen sollte
      bleibt für eine Konnotation nur übrig
      das es sich um ähnliche Vorgänge handelt.
      Will man das wirklich oder möchte
      man besonders intelligent klingen oder
      ist das Talent sprachlich genau zu sein
      verloren gegangen.

      Nicht jeder ist so talentiert wie
      es Sigmund Freud war, der mit Begriffen
      wie bewusst, vorbewusst und unbewusst
      Sachverhalte genau auf den Punkt bringen konnte.
      (Unbewusst ist eben nicht oben oder unten,
      gut oder schlecht wie der Fehlgriff unterbewusst andeutet sondern
      meint nur: nicht bewusst – also im Moment nicht zugänglich)

      PS War Genozid auch schon einmal Unwort des Jahres?

  88. Mann sein - in jedem Alter , was tun ,um nicht zu siechen .
    .
    . Ja, Radl fahre ich (noch) nicht , und wenn, wird es ein gebrauchtes Tourenrad mit einer bequemen Nabenschaltung , aber MIT Penis-Stange .

    Aber zumindest nehme ich ab , schraube auch an meinen Trinkgewohnheiten,
    und nein, ich bin niemandes Vorbild, dafür eigne ich mich nicht.

    Wer mich nachahmt, tut sich nicht Gutes .

    Also, in den meisten Bereichen ,halt.
    Das mit dem Abnehmen ausgenommen .

    Es wird Zeit, in dieser pieslig-verweiblichten Gesellschaft wieder den Mann herauszukehren,

    sich hinstellen, und Mann sein.

    Ich könnte eh nichts anderes , als Schneeflöckchen wäre ich so glaubwürdig ,wie Peter Tauber als Mann .

    Für Social Justice Warrior-Tum wäre ungeeignet, wie Merkel als Kanzlerin .

    Heute ist Freßtag, nach einer Haxn und Gorgonzola Dolce Latte auf Bauernbrot zum Frühstück, und einer Stunde forschen Marschierens (altersangepasste Bewegung, ned Sport ) ,

    gibt es abends Schweinszüngerl (2) und frisch eingebranntes Schnittkraut mit Erdäpfeln.

    Passd scho .

    • Pfifferlinge muss man jetzt essen!

    • Lieber Herr Moser - ab morgen wird aber wieder gefastet, sonst wird's nix mit dem Tourenrad.
      Beim Überschlagen der Kalorieneinheiten für das üppige Mahl
      kann einem nur schwindelig werden.

      Sie brauchen dringend eine eigene Kolumne in einem schönen großen Magazin, literarisch begabt sind’s schon.

      Irgendwas mit Lifestyle und die Freuden des Lebens, oder so ähnlich.

      Aber bleiben Sie uns hier erhalten.

      Damit die Kanzlerin auch weiterhin ihr Fett wegkriegt.

    • Eierschwammerl schon letzte Woche, Don ,
      .
      .
      in einem ganz leichten Saucerl , mit ganz wenig fett, und doch nach Plan.

      Aber da schlag ich schon noch einmal zu, nua koa Aungsd !

    • WENIG FETT???? WO SAMMA DO?????

    • Danke ,Herr E.Gast, und Don- wo samma do-
      .
      ..
      bein o’nehma wars , wei waun I so weidafressad, wia vurhea, nau prackads mi gaunz naarisch hea.

      I bin jo kaa Spurdla , jetz muaß I über die ,,Ernährung“ auns Züü kemma .

      Owa amoi in da Wocha is

      Fraßtag ,

      le saint Freßtag, und do guits !

    • Don: Pfifferlinge sind herrlich.
      Aber woher nehmen? Ich habe immer Angst, verstrahlte abzukriegen. Wissen Sie da was?

    • Naja, also ich habe die vom Wochenmarkt und da wiederum aus der Oberpfalz.

  89. Fit. Aber lonesome.
    Vor Kurzem an der Theke mit Batman.
    Er nörgelte beim dritten Drink.

    Weil ihm bislang ein Fahrrad vorenthalten wurde.
    Rückenschleier. Sieht halt blöd aus.

    Trollingeralternative
    http://imgur.com/gallery/dy2VQ

  90. Naja, ich habe als halber Krüppel ja eh nichts zu verlieren- Ich bin froh, wenn ich ankomme.

  91. Montalcino?
    Ist das das Montalcino auf dem Hügel gegenüber von San Quirico d‘ Orcia?
    Sehr psychedelische Natur dort unten. Vor allem im Herbst. Auch ohne LSD.
    Wer ist eigentlich der Bettler auf Foto 10? Sie haben ihm ja hoffentlich etwas gegeben?

    • Ja, in der Toskana.

      Ich sehe in Gaiole auch nicht anders aus, wenn ich vom Rad steige.

    • Hi, hi Bettler,
      wenn der wüsste, dass dort die ganzem Pedalisti und demnächst auch die Pedalist*Innen mit Sonderbesteck regelmäßig ihr Wasser abschlagen.
      .
      S´gibt gemütlichere Stellen

  92. Ralph Bollmann zum "Wir schaffen das" gegen zuviel ist zuviel (Demandt)
    Den Text pro Einwanderung in Rom als Anti-Untergangs-Alternative schrieb Ralph Bollmann am 1.11.2015
    unter den Titel „Völkerwanderung“, den „Gegentext“ dazu Alexander Demandt …“Untergang Roms“ (er wandte sich aber nicht wortwörtlich gegen den Bollmann-Text, sondern die FAZ gewährte Asyl, weil Demandt den Text nicht in einer Angela-Merkel-Zeitschrift „Die politische Meinung“ abdrucken durfte

    Der Link zu Ralph Bollmann

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/die-voelkerwanderung-ein-begriff-macht-karriere-13874687.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Der Link zu Alexander Demandt
    http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/untergang-des-roemischen-reichs-das-ende-der-alten-ordnung-14024912.html

    Beste Grüße Ihr Baldur Jahn

  93. Tico sagt: 27. August 2017 um 11:11 Uhr
    Willkommen zurück.

    Ihre Stimme fehlte hier seit einigen Wochen; wäre schön sie blieben, eine Bereicherung für wohl die meisten von uns hier im Forum.

  94. Frauen auf dem Rad
    Nun, ich bin mir nicht wirklich sicher, ob es sich bei den beschriebenen Eigenschaften um originär männliche handelt. Dazu kenne ich, ich bewege mich sehr viel unter Radfahrern, die es ernst meinen, zu viele Frauen, von außerordentlicher Klasse. Sowohl auf dem Rad als auch im Leben.
    Zwei davon sind gerade im Pamir und werden in den nächsten Tagen so auf 4600 Meter Höhe fahren. Eine andere, man findet sie leicht per Googel, ist im Winter den gesamten Baikalsee auf dem Eis langgefahren. Übigens Professorin in einem Fach, wo man richtig was können muss. Im Himalaya ist sie auch gefahren und ähnlich heftige andere Sachen. Eine andere Bekannte fuhr im Winter mit dem Zelt durch die Anden.
    Ich hätte da schon noch ein paar weitere Beispiele.
    Ich schreibe das nicht, um ihrem sehr schönen Beitrag zu widersprechen. Aber ich kenne einfach etliche außergewöhnliche Frauen, und speziell auch Radfahrerinnen, die zumindest meinen Respekt haben. Ich mag das, was ich an ihnen bewundere, nicht als männlich begreifen. Das würde meinem Begriff von Fairnis widersprechen.

  95. Hier ein noch nicht ganz so alter weisser Mann im Gespräch
    https://www.nzz.ch/video/nzz-standpunkte/

    Udo die Fabio u.a. zum Wahlkampf in Deutschland.
    Ob er auch Fahrrad fährt weis ich gar nicht.

  96. Danke
    Werter Don, die Geschichte die Nummer 1 erinnert ein wenig an den Alten Mann und das Meer. Hier und da ein Held, deren Heldentum v.a. im Bezwingen seiner selbst liegt. Menschen, die die Dinge so tun, wie sie es tun, um mit sich im Reinen zu sein. Mit Liebe und Respekt. Und nicht aus billigen effekthascherischen Gründen. Viele alte Handwerker sind auch so. Da gibt es die Reihe „Der letzte seines Standes“. Da hätte er wohl auch gut hingepasst. Und wer weiß, vielleicht gibts dort in ein paar Jahren auch einen Beitrag über den Don als den letzten aufrechten Journalisten alter Schule…

    Vielen Dank jedenfalls für diesen wundebaren Nachruf!

  97. Freund Schweinehund
    Tolles Portrait eines wirklichen Helden. In der zweiten Halbzeit des Lebens angekommen fragt man sich, was einen wirklich noch weiterbringen kann. Die selbsttätige Fortbewegung auf einen Berg hinauf gehört für mich zu den effektivsten Optionen, um länger jung zu bleiben. Laufe gerne zur persönlichen Fortbildung die beginnenden Alpen hinauf und habe dabei oft die für mich wertvollsten Gedanken. Die Natur gibt so nebenbei die besten Tipps, wie man mit Alltagssorgen umgehen kann. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, man spürt ein bisschen davon, was die Welt im Innersten zusammenhält.

    Immer mehr jüngere Leute begegnen mir zu Fuß oder mit dem Rad. Die meisten freundlich und mit sich zufrieden. Je öfter man es macht, umso schneller wird der innere Schweinehund zum Freund, der schlussendlich gratuliert, weil man wieder stärker geworden ist. Keine Lust mehr auf irgendwelche Kleinkriege unten. Oben auf dem Grat werden Wortgefechte entlarvt als Ersatzhandlungen für ein wenig intensives Leben. Es dominieren die vielfältigen Eindrücke von Mutter Natur. Die Pforten der Wahrnehmung sind offen. Mit Mücken als Fans. Mir fällt da gerade ein Mann ein, der mit über 75 noch jedes Jahr den gesamten Alpenhauptkamm abgegangen ist. Für den Weltfrieden leistet so jemand sicher mehr als die, die glauben, mit ein paar Worten die Welt oder Menschen verändern zu können. Außerdem braucht man so schnell keinen Arzt. Und die Therapie ist gratis.

  98. Elektrobike, 18 Jahre alt.
    Hallo.

    Ein Dank an unseren Gastgeber für diesen schönen Text.

    Diesen Blog ist stets ein Quell der Freude, auch wenn ich nicht jede Meinung teile.

    Jedoch teile ich die Begeisterung zur Erhaltung technischen Kulturgutes.

    Neben der enormen Kostenersparnis, die ein Qualitätsgegenstand
    aus seriösem Vorbesitz mit sich bringt, setzt man damit auch
    gerne ein Statement. Recycling lebt vom mitmachen.
    Und wie bei allem gibt es auch hier unterschiedliche Geschmacksrichtungen.

    Worauf ich hinaus möchte, Ihr Blog hat mich dazu gebracht einem
    Mercedes Benz Hybridbike, BJ.99, 5 Ah NiCd-Akku ein zweites Leben zu geben.

    Das Bike hat Features wie eine Keilriemenantrieb mit Holradenduntersetzung,
    hydr. Felgenbremse, einen 250W Motor mit Getriebe in der hinteren Radnabe.

    Keine Leistungsregelung außer dem integriertem Drehmomentsensor.
    Wer zu wenig strampelt kriegt keine Unterstützung. Fordern und fördern auf 2-Räder.

    Dem Fahrzeug wurde in einer 1 stündigen ambulanten Behandlung in meinem Spielzimmer
    ein neuer Lithiumakku unsichtbar ins original Akkugehäuse implantiert. 3 fache Kapazität bei identischem Akkugewicht.
    15Ah sind jetzt satte 100 km Reichweite. Kostet unter 200 Euro, mit Bike keine 400 Euro Anschaffung.

    Ich befürchte der ineffiziente Antrieb sowohl von der elektrischen als auch im
    Kurbeltrieb in Verbindung mit dem breiten Reifen fressen ca. 40% der Leistung,
    die ich mit einem Rennrad nicht bräuchte. Und die restilichen 60% gibts
    auch nur wenn ich mitarbeite.

    Dafür bewege ich einen Mercedes Youngtimer(Made by Sachs) der etwas anderen Art.
    Und die Energiebilanz ist trotz Neuakku bei guter Pflege weiterhin
    mehr als positiv. Für alle beteiligten.

    Gruß Clemens

  99. Ja die Deutschen sind ab und zu schon eigen
    Wenn man sieht, wie die Niederländer bei den Vierdaagse in Nijmegen (marschieren, nicht Radfahren) auch die letzten nach 200 km noch anfeuern und mit Blumen (Gladiolen) beschenken, dann ist das doch eine ganz andere Mentalität. Hier haben wir doch Nachholbedarf.
    MfG
    Alfred Haas

  100. nun ja, lieber Don....
    da gibt es eine weibliche Szene im Radsport, die nicht unerwähnt bleiben solte. Jung, eloquent und zudem bildhübsch. Besonders die Niederländerinnen. Habe mal so’ne Grazie/Gazelle beim Training in der Eifel kennengelernt und verneige mein weißes Haupt. Sie meinte, in ihrem Land gäbe es keine Berge. Heididei! Da wäre ich gerne, hechelnd hinter ihr her, den Spontantod gestorben.

    Iss natürlich nix für weibliche Großstadtjournalistinnen.

  101. Schöne Geschichte
    Es ist wirklich eine schöne gut erzählte Geschichte, aber radfahren ist nicht meines, obwohl ich in den 70 ern ein Bianchi mein eigen nannte. Das größte Problem des WAM ist doch, daß er sich nicht vermehrt hat, d.h. es wird in Zukunft keine WAM geben die sein „Lebenswerk“ fortführen. Nein es gibt JSM (junge schwarze Männer) die an seinen Platz treten. Wie hat Peter Scholl Latour geschrieben, sinngemäß, wer halb Afrika aufnimmt, hilft nicht Afrika, sondern wird selbst zu Afrika.

    • Wie solen sich aber JSM vermehren? Zellteilung?

    • Lustig
      werter DA aber die leider richtige Antwort lautet „Familiennachzug“.

    • Sooooo leicht ist das gerade auch nicht (und wird nach der Wahl mit 17% AfD auch verändert)

    • Vermehrung- Das wären zwar Kriegsmethoden, aber neu nicht
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13692097.html

      falls es Ihnen zu schmutzig ist, verstehe ich, wenn es unter den Tisch fällt.

    • Wegen SPON? Ne, passt schon.

    • Kein Problem
      Ach die Vermehrung des JSM ist keine große Sache, sie holen einfach ihre Frauen per Familienzusammenführung nach, und schon klappt es mit der Vermehrung. So einen Nachbarn hatte meine Schwester mal, der hat dann regelmäßig seine Frau verdroschen mit dem Argument dies sei in seinem Heimatland so üblich. Als mal wieder die Polizei anrückte verlachte er die und meinte Anzeige hin Anzeige her ist ihm schei..egal er hat schon den deutschen Paß, er kann eh nicht mehr abgeschoben werden. Da hat doch die Integration geklappt würde ich sagen.. Und solche JSM wird es durch die kräftige Mithilfe der halbstaatlichen Schleuser im Mittelmeer bald noch viel häufiger geben.

    • Was man so hört, sind die Hauptziele eher Frankreich und GB.

    • @DonAlphonso
      „Sooooo leicht ist das gerade auch nicht (und wird nach der Wahl mit 17% AfD auch verändert)“

      Sie haben doch selbst vor ein paar Tagen geschrieben, dass die AfD Ihrer Ansicht nach höchstens 15% bekommen wird. Ich persönlich (der ich heute schon gewählt habe, beide Stimmen AfD) gehe eher von zehn, maximal zwölf Prozent aus. Und da wird am Wahlabend dann einhellig die Linie ausgegeben werden (von all den guten Leuten von Heiner Geißler über KGE bis hin zur Linkspartei), dass das nur die üblichen Rechtsextremisten und Rassisten sind und jetzt alle Demokraten noch stärker auf deren Ausgrenzung setzen müssen.
      Und durch die Presse gingen ja heute Meldungen, dass wohl 390 000 (!) Syrer im nächsten Jahr ein „Recht“ auf Familiennachzug haben.
      Und Merkel hat ja bereits verkündet, dass sie Integrationsmaßnahmen auch für abgelehnte Asylbewerber befürwortet (soviel zu der Idee, die auch bei einigen Kommentarschreibern hier immer wieder auftaucht, die CDU habe ihren Kurs korrigiert, und 2015 sei nur irgendwie ein „Versehen“ gewesen). Sie ist sich offenbar absolut sicher, dass sie die Wahlen deutlich gewinnen wird. M.E. leider zu Recht. Und es soll sich niemand Illusionen machen: Sie wird im Bündnis mit FDP und Grünen genau auf derselben Linie wie im Herbst 2015 weitermachen.

    • Ja, das mit dem Nachzug ist irre -zumal der Krieg vorbei ist und bei uns ja nicht nur Regimegegner sitzen.

  102. Ein noch älterer, diesmal rothaariger Mann
    „Denkmäler sollen Lern- und Konfrontationsorte sein. Was aber, wenn die Botschaft so uneindeutig ist, dass nur noch politisch Rechte etwas lernen wollen und andere nur noch zum Kaffeetrinken kommen?“

    Das nennt man auch Survivorship-Bias, siehe Charlottesville. Ich wäre aber nicht so sicher, dass dieses Denkmal, nur weil es den Krieg und die DDR überstanden hat, auch die linksgrünen Garden und die laufende Kulturrevolution überstehen wird, v.a. wenn sich rechte Konterrevolutionäre dort treffen.

    • 2019 dann
      Momentan ist es noch nicht soweit, in ein paar Jahren vielleicht schon. Aber es darf auch nicht zu dicht vor der nächsten Wahl sein.
      Wir sind ja nicht die Taliban…

  103. Lesetipp Fahrradkeller
    Früher auch grüner Salon

    Erklärung zum aktuellen politischen Engagement

  104. Liciano vive, dappertutto
    Nachdem wir dem alten weißen eisernen Luciano unsere Ehrenbezeugungen erwiesen haben – und derartige Lucianos gibt es viele in Italien, das weiß jeder der sich dort hin und wieder aufhält. Wer dort mit dem Kraftwagen sonntags auf dem Weg zum reservierten Pranzo, z.B. in der Abbazia Badia di Coltibuono, die nicht immer sanften Hänge des Chianti erklimmt, findet oft genug die Gelegenheit in respektvoller Entfernung und ebenso respektvoller Anerkennung ganze Pulks dieser „älteren“ Herren zu überholen.
    .
    Ebenso in Frankreich. Bei unserem letzten Besuch auf dem Mont Ventoux am 15.Oktober 2015 hatten wir Gelegenheit uns mit einem älteren Herren zu unterhalten, der gerade von der D 974 auf die Plattform am Gipfel fuhr. Völlig entspannt, nur ganz kurz durchschnaufend. Als er sich die Windjacke angelegt hatte, gab er mit einem freundlichen Lächeln zu verstehen, dass er an einer Unterhaltung interessiert sei. Ich bat ihn die etwas indiskrete Frage nach dem Alter zu verzeihen, nun er war „erst“ 65, er führe, wenn es das Wetter zuließe, von seinem Wohnort Orange 2-3 x wöchentlich die Runde über Bèdoin über den Mont Ventoux und über Malaucène zurück nach Orange. Ich schätze das mal auf gute 120 km mit einer zu nehmenden Höhe von 1700 m. Er erzählte auch, dass eine ganze Gruppe Gleichgesinnter jedes Jahr (mit dem Rad) in den Schwarzwald führen um dort mit Freunden aus dem Raum Offenburg, Emmendingen und Freiburg zu trainieren.
    .
    Schon vor meiner schweren Herzoperation mit 4 Bypässen mutete ich mir nur eine Ersteigung des Windigen auf der Nordseite von Brantes her zu. Und da winkte die Gattin schon bei Chalet am Mont Serein mit der roten Karte.
    .
    Don, an Ihre gummibärchengemästete (grün= Waldmeister) musste ich gestern Abend bei Anne Will denken. Die Gewerkschaften mit Teilen der Arbeitnehmer*Innen gefallen sich in letzter Zeit immer öfter darin Exemplare zu derartigen Talkrunden zu entsenden, daß einem die Luft wegbleibt. Ich würde den gestrigen Fall der 160 Kilo-Frau, zwar nicht Soziologin, aber dennoch mit selbst auferlegtem soziologischem Exhibitionismus als mehr als grenzwertig bezeichnen.

    Und ich lasse mich hier gerne dafür niedermachen wenn ich darlege, dass solche menschlichen Ausuferungen, an deren Selbstvorführungen einige Politiker ihren Spaß gefunden zu haben scheinen, als hypothetischer Unternehmer nicht als Angestellte in meinem Betrieb sehen möchte. Als Kunde auch nicht an einer Ladenkasse.
    .
    Eine Person, egal ob Männlein oder Weiblein, die sich mit großflächigen grün-Tätowierungen von Armen und Hals, Piercing an den Augenbrauen und derart entstellender Frisur derart zurichtet, kann m.E. nicht ernst genommen werden. Und muß sich auch nicht wundern, daß sie Schwierigkeiten bei Beschäftigung und Entlohnung hat. Zum Glück hatte man uns ihr arbeitsloses eheliches Homolog vorenthalten.
    (DdH)

    • köstlich
      Haben Sie den Blick der Asiatin auf ihre Nachbarin im Einspieler bemerkt?

      Oder den flackernden Blick von Sarah Wagenknecht, diese Mischung aus Triumph und Abscheu?
      Die ihrer fleischgewordenen Mahnung gegenübersitzt, daß ihr Hummer von den von der SPD enttäuschten Hoffnungen der kleinen Leute bezahlt wird, und der Rilke leise flüstert, sie müsse ihr Leben doch ändern…

      Alles ab 27:53

    • Stoffwechselkrankheit
      und ein Mensch ist Spielball der Gesellschaftsinstitutionen.
      Der Wert wird an der Fähigkeit Einkommen zu schaffen gemessen.
      Wer erlaubt die Lebensmittelmüllproduktion zu verkaufen?

    • Die besagte Dame bekommt für 24 Stunden die Woche
      über 1500 € im Monat, sind über 15 € die Stunde für einen Job, der auch ohne Ausbildung geht.

    • Don Alphonso und die Nummer 1.
      Ach Don,
      da haben Sie einen so schönen Text geschrieben, so einen wunderbaren auf die Numero Uno, daß man am liebsten jetzt mit Ihnen mitfahren sollte, um sich über die Nummer 1 zu unterhalten, den Straßen- und Gipfelbezwinger schlechthin; und das mit einem alten Fahrrad ohne Schaltung. Chapeau.
      Aber auch Sie sind eine Granate und wahrscheinlich ebenso von der Sorte „Quäl Dich, Du …“ .
      Und immer wieder diese punktgenauen Texte, vom Feinsten! Sie haben auch dieses Format, Don,

    • Danke. Nein, überhaupt nicht, ich bin langsamer Genussfahrer und habe keinen besonderen Ehrgeiz. Ich kann mich quälen, aber ich kann es auch bleiben lassen.

  105. EBikes und Pedelecs
    Einer wie der Mann mit der Stempelbremse hätte sich ein EBike oder Pedelec redlich verdient – allein: er hätte es sicher nie genutzt.

    Eigentlch sollte ein Rad mit Unterstützung nur gefahren werden dürfen, wenn man nachweisbar mindestens 30000 km z.B. normal Rad gefahren ist.
    Es gibt mittlerweile nicht nur Fett in Leggins, es gibt auch Fett auf ERädern. Sitzt es auf einem vollgefederten, schaut es, wenn man nicht genau hinschaut, aus, als ob der Fahrer ritte, der Eigenschwingung wegen.

    Früher sah ich im Olympiapark häufiger Segway-Kurse, die an einem Baum Halt machten, gegen den ein Teilnehmer mangels Fahrgefühl geprallt war.
    Anscheinend gibt es mittlerweile EBike-Kurse für Rentnertrupps, die seit einigen Jahrzehnten keine Verkehrserfahrung auf einem Zweirad gemacht haben und sowohl die körperlichen Voraussetzungen wie die Kenntnis der Verkehrsregeln missen lassen.

    Diese Leute gehören erstmal auf den abgesperrten Nürburgring, meinetwegen auch zeitgleich mit anderen motorisierten Zweirädern.

    • Man kann übrigens auch mit E-Rädern zu Tode kommen, nur schreibt dann keiner solche Nachrufe – von denen man aber auch nichts mehr hat. so ist das. Leider.

  106. Zähe Hunde sollt ihr sein...
    Was wohl die Nummer eins zu dem neuesten bike mit Schaltautomatik für schlappe 7.800€ von H.H. Pardey im Test gesagt hätte…….
    Ich muß immer schmunzeln, habe ich an meinem 12 Jahre altem Hinterrad und dem Rest dazu für 400€ junge dynamische Fahrer, die bei 52/16 und 90er Kadenz abwinken müssen mit neuesten Kreationen aus den Versandhäusern jenseits der 3.000€. Es muß eben auch alles getreten werden………

  107. Auf den Inhalt kommt es an
    Wer sich derart über Menschen äußert, sollte aber auch nicht ernstgenommen werden.

    Im Grunde sehe ich mir dieses zwangsfinanzierte Schmierentheater im Dienste des Establishments ja nicht mehr an, von Ausnahmen wegen bestimmter Themen und Gäste einmal abgesehen. Gestern halt wegen Sahra Wagenknecht.

    Was die Verkäuferin auf die Frage nach den Gründen für den Wechsel von SPD zu Der Linken und ihr Wahlverhalten zu sagen hatte, war jedenfalls völlig einleuchtend. Einen Vertrauensvorschuß hat diese SPD nun wirklich nicht mehr verdient, Olaf Scholz hat das mit seinen Aussagen, nicht nur zu Hartz-IV, nur noch bestätigt. Der Gipfel der Hilflosigkeit zeigte sich dann aber in den Unterstellungen von Verschwörungstheorien bei Der Linken.

    So etwas, auch Laschets Aussagen zu der Einkommensentwicklung etc., kann man wirklich nicht mehr ernstnehmen. Dennoch bleibt zu befürchten, daß die große Koalition auch weiterhin Bestand haben wird. Die Wähler/innen haben einfach Angst vor Angeboten, die sie noch weniger einschätzen können als Dr. Merkels Regentschaft.

  108. Herausforderung braucht der Mann
    Ihr Text, Don Alphonso, hat es in sich: Vom Zähen und Harten und vom Sichdurchbeißen. Und davon, dass andere an einem vorbeiziehen und alles mit Respekt zugeht. Und Zeilen so deutlich aus, nun ja, Männerperspektive vernimmt man heutzutage auch selten.

    Habe mich gerade erholt (von einem Sturz), das Rad geputzt und spiele mit dem Gedanken, eines meiner alten Räder zu begutachten, ob eines denn vor 1987 gebaut worden ist. Oder eine ähnliche Herausforderung mit Stil. Wenn Sie von einer wissen, ich lasse mich, wie man sagt, gerne inspirieren.

  109. Erinnerung an Ernest Hemingway
    Lieber Don,
    Ihr Essay (anders kann man dieses Werk nicht nennen) über Luciano Berruti erinnert mich an Hemingways „The Old Man and the Sea“ und seinen unvergesslichen Satz „A man is not made for defeat … a man can be destroyed but not defeated.“
    Berruti hat diese Weisheit gelebt; wir alle sollten ihm nacheifern, auch die Damen — wenngleich Hemingway es unterließ, diesen Satz zu gendern.
    (Welch unverzeihlicher Fauxpas! Doch die amerikanischen Elite-Unis und die hiesigen Feministinnen arbeiten zweifellos daran, auch Hemingways Romane zu verschandeln die jene Mark Twains. Oder gleich auf dem Campus-Scheiterhaufen und vor dem Rowohlt-Verlag zu verbrennen.)
    Danke und herzliche Grüße!

    • Danke.

      Es ist halt leider so… wie soll ich sagen… das ist heute nicht mehr gefragt. Schauen Sie mal in andere Medien, was da so alles an empfindsamkeit steht. Das ist gewünscht.

    • (Tico, das ist auch was für Sie)
      Hemingway gendern! Bin gespannt wie Sie das schaffen. Das ist einer meiner Lieblingssätze:

      „If a four-letter man marries a five-letter woman, he was thinking, what number of letters would their children be?“

      Der erste Satz derselben Geschichte passt übrigens ganz gut zu diesem (nicht stattfindenden) Wahlkampf.

  110. Unfair sein macht Spass....
    @Simple Reader sagt:
    „Ihre Stimme fehlte hier seit einigen Wochen; wäre schön sie blieben, eine Bereicherung für wohl die meisten von uns hier im Forum.“

    Danke. Sie Schmeichler. So wichtig bin ich nicht.

    Aber ich kann mir das wirklich nicht mehr antun, diese Menschenfeindlichkeit in Deutschland, was man da so liest. Ich möchte das nicht mehr. Doch so ein Blogbeitrag wie dieser hier, der zeigt, wie schön die Welt und das Leben doch im Grunde ist.

    Das andere ist, ich sagte es, die Liebe. Wer liebt, kann nicht von Mord und Totschlag, Hass und Feindschaft lesen. Der kann von Helden lesen (Und ja, wenn Du einen Helden siehst, schaue genau hin, wo du dich gerade kleiner machst!) und tapferen Menschen, von Leidenschaften und Hingabe. Ich habe neulich eine Schlagzeile in einem Spon überflogen, da tauchte die wissenschaftliche Frage auf, ob auch „alte Menschen“ lieben können, „geht denn das“ wurde gefragt.

    Ja mein Gott, haben Gefühle etwas mit Jahreszeiten, Altersangaben oder Mondstellungen zu tun? Das ist der Altersrassismus in Deutschland. Die alten Säcke haben sich gefälligst auf den Friedhof zu verdrücken. Die haben sich nicht zu lieben. Und wenn doch, ist das kritisch zu hinterfragen. Die haben gefälligst verrottet zu sein, die über 60jährigen. Also ich war fassungslos als ich diese Ohrfeigenähnliche Schlagzeile mit meinen Augen striff. Die Dummheit macht fassungslos. Können alte Leute lieben?

    Nee, können Sie nicht! Weil „alte Leute“ die fühlen nix mehr, die sind so tot wie der Spiegel.

    Dennoch bringt auch bei mir die Liebe ganz prosaische Probleme mit sich, die ich nicht lösen kann. Höchstens mit einem Bankraub oder ähnlichem. Die Knarre hätte ich. Nur das Wegrennen….ich glaube das würde mir Sorgen bereiten….

    Die Liebe verhindert auch, dass ich weiter an meinem Projekt sitze, über die Cangeicero, aus der Bahia Brasiliens. Zuviel Gewalt, zu viele Köpfe, die den Cangeiceros und ihren jungen Frauen bei teils noch lebendem Leib durch die „Räder“, die Polizei, abgeschnitten und ausgestellt wurden.

    Umso leuchtender ist hier des Dons Blogbeitrag, voller Respekt und, ja, auch Liebe zu diesem Mann, den er bewundert. Toll. Meinen Respekt an Sie Don Alfonso, dass sie es wagen, sich gegen den Zeitstrom zu stellen. Denn in Deutschland gehören alte Leute gefälligst auf den Friedhof und haben da ihr Stündlein abzuwarten.

    Alte Leute, alte Männer…Himmel, ich fühle mich wie so um die 35 oder 40 (es können auch 41 sein…) und nicht alt.

    Warum fühlen sich so viele Menschen in Deutschland über 60 oder 70 als alt? Weil sie die Norm , das man aber einer Jahreszahl alt zu sein hat, übernehmen. Man will sich ja anpassen. Unser radfahrender Mann hat sich nicht angepasst, er hat wahrhaft gelebt.
    Ein so poetischer Nachruf, der eigentlich ein Loblied ist auf die eigene Wahrheit und kein Nachruf.

    Luciano Berrut. Ein Name der viel bekannter sein sollte. Ich beweise mir, dass ich es kann. Ich brauche eure Anerkennung nicht, ich lebe in und durch mich selber.
    Toller Mann.

    „Wissen Sie Herr Richter“, sagte Muskel-Adolf auf die Frage vor dem Gericht, warum die Beerdigungen der Ganoven mit so viel Pomp geschieht, mit Frack und Männergesangsverein und Vereinsfahnen, „wissen Sie, zu Lebzeiten wurde genügend schlechtes über den Mann erzählt, da soll er wenigstens bei seiner Beerdigung nur Gutes hören und haben.“

    @Dirk Gehlhardt sagt:
    „Aber ich kenne einfach etliche außergewöhnliche Frauen, und speziell auch Radfahrerinnen, die zumindest meinen Respekt haben. Ich mag das, was ich an ihnen bewundere, nicht als männlich begreifen. Das würde meinem Begriff von Fairnis widersprechen.“

    Das ist wie bei der Erfindung des Computers. Da haben ein paar Frauen Stöpsel gesteckt und werden heute als Genies bei den Feministinnen gefeiert. Und wie viele Männer haben die Basis geschaffen und den ganzen technischen Kram erfunden, gebaut und zusammen gesetzt?
    Wie viele männliche außergewöhnliche Radler gibt es und wie viele weibliche? Darf man, weil es zwei oder drei weibliche gibt, nicht mehr von männlichen Helden sprechen? Wie viele Männer starben bei der Eroberung des Südpols? Und wie viele Frauen?

    Also, bleiben wir immer schon im Gleichgewicht und verhalten uns absolut korrekt. In Zukunft heißt es : Ich kenne 18738 männliche außergewöhnliche Radfahrer und 36 weibliche außergewöhnliche Radfahrerinnen……und dazu einen radfahrenden Hund. Die Erziehung des Deutschen absolut korrekt zu sein hat gefälligst zu funktionieren. Der Fairnis wegen. Und weil das stets Fair bleiben muss, sterben Männer früher als Frauen und geben Frauen mehr Geld aus als Männer, die es verdienen dürfen. Ich mag dieses früher sterben einfach nicht als männlich begreifen, ich finde das auch unfair. Lasst also auch Frauen früher sterben. Und Männer das Geld ausgeben, dass die Frauen verdienen dürfen… Der Fairnis wegen.

    Und wenn wir schon bei Helden sind: Haben Sie jemals erlebt, dass sich eine Frau (!) bei einer Schießerei schützend über ihren Mann warf und für ihn gestorben ist? Es sind immer nur Maenner, die ihr Leben hingeben, um Frauen zu retten. Und wenn eine Frau mal ihr Kind rettet, darf man aus Fairnis nicht mehr von männlichen Helden sprechen. Tja, das ist Deutschland wie es lacht und grölt.

    • Noch einmal fies, dann wird es hier super nett!

    • @Tico
      „Es sind immer nur Maenner, die ihr Leben hingeben, um Frauen zu retten. “
      Das meinen Sie wirklich ernst?

      Ein Zitat:“Sie haben in den neun Jahren, …, sieben Mordversuche an mir begangen. Sie haben jeder Seuche in Ihrem Marstall mehr Aufmerksamkeit gewidmet als aller Krankheit und allem Leiden in Ihrem eigenen Haus; Sie hatten mehr Zartgefühl für Ihre Stutereien als für meine Wochenstube. Sie sind ein Mann, Josias. Der Mann ist der Mensch, der tötet.“ Peter Hacks, Ein Gespräch im Hause Stein….

      Heute schlagen halt manche Frauen zurück. Ohne Hacks gelesen zu haben.
      Wer führt gleich nochmal die Kriege? Wer betreibt mit allen Folgen den Drogenhandel, Prostitution, Waffenhandel, Politik etc.? Die Männer – die Retter? Naja…

    • Wenn Sie schlechte Laune haben, @ Tico,
      lassen Sie sie bitte nicht pauschal an allen Frauen aus. Sie wissen doch, dass das Quatsch ist

    • Pfeif drauf und bleib zu selbst.
      Das ist kein Altersrassismus. Es ist der tägliche Rassismus gegen alles Ehrliche, den aufrechten Gang, Respekt und so weiter. Sie lieben es nun mal andere runter zu machen und runter zu ziehen. Trotzdem, standhaft und Mensch (Mann) bleiben, heißt die Devise. Das sind wir uns schuldig.

      Ich hasse kleine Menschen. Ob Frau oder Mann spielt dabei keine Rolle.
      Kleine Menschen brauchen keine Grund und keine Argumente um klein zu sein.

    • Übrigens:
      Die Überlebenswahrscheinlichkeit für Frauen betrug auf der TITANIC 74,35%, für Kinder 52,29%, für Männer betrug sie 20,00% („Frauen und Kinder zuerst“).
      Ein weiblicher Passagier der 3. Klasse hatte eine 14% höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als ein männlicher Passagier der 1. Klasse.

      Die ärmsten Schweine waren die Männer der Zweiten Klasse. Überlebenswahrscheinlichkeit: 8,33%, gefolgt von Männern der Dritten Klasse: 16,23%, männlicher Crew: 21,69%, Männern der Ersten: 32,57%, Kinder 3. Klasse: 34,18%, Frauen 3. Klasse: 46,06%, Frauen Zweite: 86,06%, Frauen Erste: 97,22%, Kinder 2.: 100%, Kinder Erste: 100%.

      Insgesamt überlebten 31,97% der Passagiere.

  111. Titel eingeben
    „(DdH): die sich mit großflächigen grün-Tätowierungen von Armen und Hals, Piercing an den Augenbrauen und derart entstellender Frisur derart zurichtet,“
    .
    ich seh‘ TV-Sendungen nicht. Wurde aber jetzt neugierig: Gibt’s irgendwo ein Bild davon?

    • Angefangen könnte es etwa mit Michelle Anne Sinclair haben (mag sein, dass eine gewisse
      Viper noch früher und größerflächig aufgefallen ist):

      en.wikipedia.org/wiki/Belladonna_(actress) (vermutlich nach en.wikipedia.org/wiki/Atropa_belladonna )

      orig01.deviantart.net/bcf4/f/2010/130/c/a/belladonna__s_tattoo_by_icterus_studio.jpg

      (aus google.li/search?biw=1842&bih=990&tbm=isch&sa=1&q=“belladonna+tattoo“ );

      zudem

      google.li/search?newwindow=1&biw=1842&bih=990&tbm=isch&sa=1&q=%22green+tattoo+arm+shoulder+neck%22

      de.wikipedia.org/wiki/Augenbrauenpiercing

  112. Titel eingeben
    Diese hier? Ab ca. Minute 27:
    https://www.youtube.com/watch?v=_rQd4orpMSA

    • Titel eingeben
      Da braucht es die Standardforderung RESPEKT, gerne auch Respect

      Ja, ich respektiere sie als Mitmensch mit gleichem Wahlrecht und mit dem mindestens gleichen Wert in der Kirchengemeinde.

      Wenn aber ein Gastwirt die Frau neben mich setzt, dann hat er mich zuletzt gesehen.
      Soweit geht Toleranz nicht. Dulden ja. Mitleid auch mit „verschuldetem“ Elend auch. Respekt? Respekt mußte sich jeder Radler, Bergsteiger, Maler, Schriftsteller immer verdienen.

      Gerade hatte ich ein Typo drin, passend zu unserem Gastgeber: rAdler

    • Willkommen im Team!

  113. Schon a bissl narrisch OT, aber......
    .
    .
    .
    . wer Fett sparen muß, und trotzdem Liptauer, Kräuteraufstriche, udgl., auf Quarkbasis genießen will,

    ersetze einfach, der Sämigkeit und Rührbarkeit willen,

    die Butter, diverse Rahmsorten , etc., in den Rezepten,

    mit

    Wasser.
    Ein kleiner Schluck Wasser macht die Quark-Pampe rührbar und streichfähig.

    Das stört geschmacklich auch nicht, wenn man nicht bundesdeutsch, sondern boarisch würzt .

    Dann genügt ein 0%iger Magerstquark.

    Ein Grund, warum 160kg Soziologinnen und ähnliche Mißwüchse der Menschheit alte weiße Männer nicht mögen und verteufeln, ist

    dass sie ihre eigene Minderwertigkeit gegenüber solchen spüren.

    Dass aber die herrschenden Politruks, allen voran IM Erika , diese sinnlosen Randgruppen, Grüne, FeministInnen, und solcherart Gestrüpp,

    dazu verwenden , das Volk zu knechten, und ihm sein Land und seinen Wohlstand zu stehlen,

    ist ein Verbrechen, über dessen gerechte Bestrafung gründlich nachgedacht werden muß.

    • Titel eingeben
      Rühren, Rühren Herr Moser und länger rühren. Quark wird vom Rühren cremig. Wasser kippe ich vorher ab. Vor dem Öffnen stelle ich den Quark auf die Seite, dann setzt sich Wasser ab.

      OT mit ein wenig (viel) Olivenöl bekommt man aus dem Quark einen guten Ersatz für Mayo oder Zaziki.

    • Kleiner Irrtum
      Servus! Die Verteufelung von Fett in der Nahrung wird nicht nur von Biologen, sondern auch von der Praxis widerlegt: Wer kein Fett zu sich nimmt, quietscht beim Gehen und erst recht beim Radeln.

    • Servus! Das kann mir nicht passieren, ich mache eher fettsaugende Geräusche.

    • Lieber Tomahawk, nix wird verteufelt ,aber ich hab' lang genug fettreich gegessen ,
      .
      .
      . und die Folgen herumgeschleppt .

      Die Dosis macht das Gift , und wenn Sie Fett abbauen müssen, dann führen Sie nur wenig zu, und verbrennen das eigene .

      Auf den Moment, wo ICH beim gehen quietsche, warte ich, don’t hold your breath !

      Lieber Honigbär, I ria ma do koan Woif, des geht zackzack, und mim Wossa hauds hi und schmeckd ma .

      Rühren, rühren… do wea I jo von Lesn miad !

      Und Don : bei Ihrem Sportpensum können Sie eine Menge Fett essen, Sie verbrennen ja allein im Grundumsatz beim Zähneputzen a hoibads Bradl (jaja, Vegetarier ) .

    • in your face hendrieckse
      Sie dürfen mich gerne mal zur Quarkspeise einladen, Herr Moser

      Denken Sie an die Fehlbesetzungen an der Spitze von Umweltbundesamt und Umweltministerium. Dasnn dreht sich Ihr Schneebesen von selbst. Oder Sie nehmen den elektrischen und verwenden lokal co2freien Antrieb. Aber testen sollten sie es.

      Es gibt auch eine kleine Ahnung von den Möglichkeiten des Extruders. Die Lebensmittelindustrie schafft cremigst-fettes Mundgefühl aus Eiweiß oder Stärke ganz ohne Fett.

    • Fett und Salzarm auf die Bahre
      Die Leute die auf der Trage liegen,
      leben idR noch.
      Auch wenn ich vielen auf die Nerven gehe:

      EDEKA ist nicht nur der Name einer
      Lebensmittelkette sondern auch eine
      Eselsbrücke um sich die fettlöslichen Vitamine zu merken.
      Jenes Zeug das der menschliche Körper benötigt
      aber nicht selbst produzieren kann.

      Die anderen sind wasserlöslich,
      was zum einen den Vorteil hat das wir kein Fett zur
      Aufnahme benötigen zum anderen werden die
      Überschüsse über die Niere ausgeschieden.
      Vitamin C zB färbt den Urin schön gelb.

      Der Nachteil der fettlöslichen Vitamine
      ist das dies über die Niere nicht geht und
      man eine Chance auf eine Hypervitaminose hat zB :

      https://de.wikipedia.org/wiki/Hypervitaminose_D

      Es geht wie immer darum Extreme zu vermeiden.
      Bleiben sie gesund oder versuchen
      sie sich eine gewissen Lebensqualität
      im chronisch krank sein zu erhalten.

      Warten auf die Gesundheit ist hin und wieder
      nicht sinnvoll. Die Frage ist ggf eher welche
      Hilfen man benötigt, wenn man Einschränkungen hat
      um seine Ziele zu erreichen.

  114. RIP Luciano - zähe Hunde/Radfahrer sterben nie aus ...
    Schöner Nachruf, Danke Don Alphonso.
    Danke auch für Deine wunderbaren Berichte, ohne die ich niemals auf die Idee gekommen wäre, selber über die weißen Schotterpisten der Eroica zu fahren, dieses Jahr wieder über 200 km… Auch mein Vater ist auf dem Rennrad gestorben, und ich versuche (etwas) in seine Fußstapfen zu treten, nicht nur in die Pedale. Es gibt ihn also doch, den Nachwuchs – ein bisschen

  115. Eine Nr.1 und einer der auf die 1 verzichtet hat
    Es sind 2 ältere Männer die auf mich
    wirken als ob Sie frisch verliebt sein würden.

    Es gibt so viele schreckliche Bilder,
    deshalb hier von mir einmal etwas schönes.

    Die Politik muss man sich dabei aber wegdenken
    wenn das möglich ist.
    Gönnen wir ihnen diesen Moment
    der Lebensfreude. Ich vermute er wird kurz sein.

    http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/sigmar-gabriel-union-verlangt-aufkl%C3%A4rung-%C3%BCber-abendessen-mit-putin/ar-AAqMo3P?li=AA5a8i&ocid=spartandhp

  116. kek
    Formidable! kenne das – die ganz harten, alten, die einen am

    Berg überholen – an den langgezogenen Seigungen, wo es einem die

    Schuhe aus dem Pedal zieht – wahrscheinlich wieder am Mittwoch, am Klausenpass,

    trotz 36er hinten.

    Das war die längste und schönste Eloge für Einen

    von UNS. Well done.

  117. so von aficionado zu aficionado
    den rocco schreibt man mit 2 eff

  118. Meine erste RAD-Nummer 1
    passierte(überholte) mich in den Pfälzer Weinbergen, der war damals ca 30 Jahre älter als ich, Stahlseile in den Beinen und nur ein mitleidiges Lächeln übrig, der Sportsmann…allerdings fuhr der ein mind. doppelt so teures Rennrad.

    Fazit: Wenn die Landschaft und Wetter nicht so schön gewesen wären, hätte der Hustenanfall meinen Tag total versaut! Der Don scheint solche Begegnungen relaxter zu nehmen!

  119. Don Alphonso und die Nummer 1
    Ach Don,
    da haben Sie einen so schönen Text geschrieben, so einen wunderbaren auf die Numero Uno, daß man am liebsten jetzt mit Ihnen mitfahren sollte, um sich über die Nummer 1 zu unterhalten; den Straßen- und Gipfelbezwinger schlechthin und das mit einem alten Fahrrad ohne Schaltung. Chapeau.
    Aber auch Sie sind eine Granate und wahrscheinlich ebenso von der Sorte „Quäl Dich, Du …“ . Und immer wieder diese punktgenauen Texte, vom Feinsten! Danke für dieses Anerkennen.

    Sie haben dieses Format. Danke!

  120. Titel eingeben
    „Der Mann mit der Nummer 1, Luciano Berruti, ist beim Radfahren an einem Herzinfarkt gestorben.“ Nicht der schlechteste Abgang. Besser jedenfalls, als mit über 90 dement davon zu dämmern.

  121. Klaus Keller sagte am 27. August 2017 um 22:50 Uhr
    „Hier ein noch nicht ganz so alter weisser Mann im Gespräch“

    Danke für den Link zum Video. Apropos Wahlkampf.
    Ein älterer weisser Hetero-Mann ohne MigHiGru kommt gerade von einer kleinen 4h-Tour auf den Fildern mit Boxenstopp (der länger war als die Zeit des Tretens, man wird ja nicht jünger -> Bezug zum Thema).

    Entlang eines Radweges parallel zur Straße war erstmal weniger Merkel, dort hing der lokale CDU Direktkandidat Hennrich weiter grinsend über den üblichen Sprüchen, die Alte hingegen lag zusammengefaltet und zusammengetreten am Boden. Die Plakate davon meine ich natürlich, alle! So was nennt man wohl Differenzierung (nein, ich wars nicht!).

    Übrigens, Madame kann sich immer! mit humanitären Motiven bzgl. der nichtwollenden Grenzschließung herausleiern. Der kann niemand was. Und so tritt sie auf.

    • "Humanitäre Bezüge" auch noch nach Schädigung der eigenen Bevölkerung,
      einigen Morden gar, durch die illegal Einreisenden anzuführen hinkt ganz gewaltig und geht gar nicht. Spätestens seit Silvester 2015 in Köln, dem Zeitpunkt, als die ersten Straftaten öffentlich wurden und keine Änderung der Politik hinsichtlich der Überprüfung und Abschiebung der Gewalttäter erfolgte, kann sie sich hinter nichts mehr verstecken.

      Da inzwischen offensichtlich ist, dass da viele Verbrecher und Glücksritter die Gunst der Stunde nutzten, hätte sie politisch tätig werden und auch z.B. Grenzkontrollen einführen müssen – zudem die Überprüfung aller, die auf die eine oder andere Art auffällig werden – und die des Landes verweisen, statt weiter Steuergelder aufzuwenden, um sie zu alimentieren. Sie blieb untätig – alleine das sollte man ihr schon zur Last legen.

      Ich hoffe, dass die „Dame“ nicht nur wie auf den Fildern ganz bald auf dem Boden der Tatsachen ankommt (das mit dem Knick hab ich hier auch schon gesehen) und dort auch bleibt.
      Und dass sich Gerichte dereinst nicht auf Gelaber hinsichtlich der Nichtkenntnis dicker Schlagzeilen in allen MSM einlassen werden.
      Und das nicht nur bei ulF.

    • Mann aus Troja
      Entspannen Sie sich. Ich bin doch ganz bei Ihnen. Nur… wir zwei werden das leider nicht entscheiden.

    • Schon die Einweihungsbilder der Kölner Betonsperren gesehen?
      Ein Land, in dem wir gut und gerne leben…
      https://philosophia-perennis.com/2017/08/27/betonsperren-am-koelner-dom/

      Die Armlängen der Bürgermeisterin sollte man allen um die Ohren hauen.

    • Ja, ich bin fassungslos.

    • Wer wählt bloß solche NichtsnutzeInnen und IdiotenInnen?
      Wer? Ich verstehe das nicht.

    • In Konstanz wird das Wollmatinger Dorffest wiederbelebt - an anderer Stelle - wg. "schlechter Lage
      = guter Fahrzeugkompatibilität oder wie das jetzt heißen soll: Weil man halt gut hinfahren konnte – weil überall drumherum Straßen sind.

    • Kölner Sperren
      Hier sieht man doch wieder einmal, was wir für eine großartige Kulturnation sind: es sind nämlich mitnichten Betonsperren, sondern Teile des Doms, die hier verwendet werden!
      Vielleicht ist die Hoffnung dabei, daß solche Steine noch eine zusätzliche „spirituelle“ Wirkung gegen bösartige Muslime haben (etwa so wie Kruzifixe oder Knoblauch gegen Vampire)…

  122. I did it my way
    Was gibt es schoeneres als bei einer geliebten und schoenen Aktivitaet die Ohren umzulegen.

  123. Kraft
    Mir ging die Geschichte von Nr 1 und seinen Beinen
    – die ja nicht sehr muskulös waren-
    nicht aus dem Kopf.
    Denn trotzdem hatte er so viel Kraft.

    Richard Virenque, der grandiose Bergfex, hatte
    auch kaum Muskeln.
    (Nun, bei Dr. Fuentes waren wohl alle Profis)

    Bei den Extremkletterern tragen
    die FINGER ! den ganzen Kerl.

    Wo sitzt die Kraft, wenn wenig „Muckis“ da sind?
    In den Sehnen?
    Wer kann noch Klimmzüge?

    • Wenn man gut trainiert, werden die Muskeln nicht dick, sondern lang und schlank. Im Prinzip mache ich es genau falsch. Beine wie ein Baum und nichts drin.

    • Heute die Klimmzugstange mit Thera-Band an der
      .
      .
      .
      . Wohnzimmerdecke montiert gekriegt (wer nix koo, braachd ka
      Boamschin‘ ),
      mit dem Theraband komm‘ ich auf das Äquivalent vom Zielgewicht 80kg,
      und da bring‘ icch einen Klimmzug hin.

      Von hier weiter vorwärts.

    • @ Otto Moser
      Ich benutze ein „Deuserband“. Ist stabiler.
      https://www.teamsportbedarf.de/fussball/fussball-trainingshilfen/deuserband-das-original/a-1548/
      An der Heizung befestigt, mache ich damit täglich Übungen,
      die meine alten Skifahrer-Knie wirklich gut entlasten.

    • Deuserband, erinnert mich an das Deuser-Hölzchen
      mit dem meine Tennisarme malträtiert wurden. Nachdem ein Masseur sie „bearbeitet“ hatte, kam dessen Chef mit dem Deuserhölzchen, glücklich wie ein Kind und legte sich mit seinem ganzen Gewicht und dem Deuserhölzchen auf meine geschwollenen Ellenbogen und rollte das Teil über die immer zahlreicher werdenden Blutergüsse. Ich hätte den Kerl umbringen können, es hat wirklich grässlich weh getan.

    • Versuch Nummer Zwei
      Mein erster Text war Ihnen wohl zu selbstverliebt, werter Don.
      Hier eine kleine Erklärung bzgl. Kraft. Kraft ist in erster Linie ein Zusammenspiel von intramuskulärer Koordination, also gezielter Ansteuerung, und den „richtigen“ ausgeprägten Muskelfasern. Deswegen haben viele Hobbystudiogänger keine Kraft – Hypertrophie (also Training für große Mukkis, viele Wdh.) bringt wenig Kraftzuwachs. Effektiver sind da wenig Wiederholungen mit hohem Gewicht (also hohe Intensität). Intensität bringt den Muskel dazu, viel zu leisten OHNE auszusehen wie ein Bodybuilder.
      Kletterer sind unglaublich stark in Übungen mit ihrem Eigengewicht, aber auch nur im Oberkörper, die können Klimmzüge mit doppeltem Körpergewicht und mehr.
      Radfahren ist übrigens eher Kraftausdauer – ein Vielradler hat trotzdem, im Vergleich zum Durchschnitt, starke Beine. Und Bahnradfahrer oder Sprinter haben Baumstämme, sehr effektiv für Schnellkraft.
      Daher halte ich es lediglich für Koketterie wenn der Don behauptet, seine Beine hätten keine Kraft.
      Lange und schlanke Muskeln haben ebenfalls ihren Zweck, aber für wirkliche Kraft (die mit Explosivität einhergeht) benötigt es Baumstämme. Sieht man an besagten Sprintern, an den 100 und 200m Sprintern, Gewichthebern oder Kraftdreikämpfern.
      Ich kann aber nachvollziehen, dass dicke Muskeln hinderlich sind, wenn man sich durch die L’Eroica kämpft.

    • Danke für die Erläuterung -und ich schwöre, ich habe alles, wirklich alles freigeschaltet.

      Die L’Eroica ist im Kern mehr Ausdauersport als Kraftsport. Ich komme mit meinen Beinen super heim, wenn ich 5 km im Stehen fahren muss, weil die Sattelstütze nicht mehr hält. Aber in der Toskana sind es 70-140km…

    • Richard Virenque
      war bei jeder Bergetappe so voll gepumpt, dass er dachte Captain Kirk verfolgte ihn mit dem Raumschiff Enterprise und wollte sich nur hinter der Bergspitze verstecken damit er nicht zu den Vulkaniern mit genommen würde!!!
      Ich liebe die Muskeln der Siebenkampfmädels, die ohne Doping das perfekte Fleisch trainieren…

  124. Hut ab!
    Lieber Don,

    als ich gestern abend nach einer Radtour nach Hause kam und die Überschrift las dachte ich mir schon, daß es ein besonderer Text sein würde. Und so war es auch. Einer der schönsten und persönlichsten in den letzten Jahren.

    Mit einer Reminiszenz an wirkliche Vorbilder, wie sie heute fast ausgestorben zu sein scheinen aber die wir dennoch so dringend brauchen. Und, ich weiß, das Thema ist nicht für jeden spannend, auch für unsere Nachfahren selbst einmal abgeben müssen. Oder sollen Kinder, Enkel und alles was danach kommen wird sagen, der Alte war ein fauler Sack, der zwar genügend Kohle, Prestige oder sonstigen nutzlosen Klimbim hatte aber sonst kaum als ein persönliches Beispiel taugte?

    Ich habe mich sehr über diesen Text gefreut, vielen herzlichen Dank!

    Und kann entspannt weiter meine alten Räder (gestern ein 71er Sportrad) nach der Tour neben die Hightech-Bikes lehnen, wenn das Abschlußbier genossen wird. Technik ist nicht alles, Stil hat vor allem mit dem Fahrer (und harter Arbeit) zu tun.

    • Danke.

      Der Text ist alles in allem sehr unmodern, aber das macht nichts, ich bin ja auch nicjht gerade an der Spitze der Entwicklung. Nicht jedes Vorbild muss gut sein, und ein alter Radler kann besser sein als viele junge Hüpfer.

  125. Radfahren
    Hallo, mein liebster Don Alphonso,
    ich schlage vor, dass man sich „ein bisschen“ in Orthographie auskennen sollte, und ERST DANN an die Oeffentlichkeit treten duerfte. Good luck !

    • Tippfehler sind mein Markenzeichen jetz schon seitv über 8 Jahren hier bei der FAZ. Ivh weiss, viele gleuben, sie könnten es besser. Aber ich arbeite hier und Sie nicht. So ist das nun mal.

    • Knapp am Thema vorbei!
      Macht aber auch nichts, ist verzichtbar!

    • @ Gruber
      rechtschreibung ist doch sowieso zur farce geworden, wer kann sie noch ernst nehmen?

      aber selbst nach den neuen regeln schreibt man „erst“ und „dann“ klein. sogar in der mitte und am ende.

  126. Titel eingeben
    Bin 2014 nach Jahren Abstinenz im Odenwald von einem Spinnenmännchen, fast doppelt so alt, aber bestimmt 15 kg leichter und 20 cm kleiner abgehängt worden. So will ich mit ü70 auch sein. Mein Pinarello, 1992 gekauft nach dem Abi vom ersten Geld hängt schon an der Wand.

  127. alte helden
    wunderbarer text!

    ich darf gelegentlich rolf wolfshohl auf meinem arbeitsweg an meinem hinterrad spüren, mit circa 5 cm abstand. der mann ist 30 jahre älter als ich, hat schon vor meiner geburt das gelbe trikot getragen. wenn es ihm zu lax geht kommt ein knackiges „komm gib gas, du bist noch jung“.

    dann weiss ich, dass noch einiges geht bis es denn soweit ist.

  128. Tico sagt: 28. August 2017 um 15:26 Uhr
    ‚@Simple Reader sagt:
    „Ihre Stimme fehlte hier seit einigen Wochen; wäre schön sie blieben, eine Bereicherung für wohl die meisten von uns hier im Forum.“

    Danke. Sie Schmeichler. So wichtig bin ich nicht.‘

    ———————————

    Nein Tico, ich wollte ihnen keinewegs schmeicheln aber ihre Einschätzung
    meines Textes dahingehend finde ich interessant und interpretierbar.

    Ich gehe davon aus das sie einen eher schlechten Tag erwischt haben als sie den oben zitierten Beitrag verfassten –

    Contenance bitte mit einer Prise Empathie und Achtung den Frauen gegenüber die sich nicht vor die Kugel warfen, den Mann schützend.
    Wann hätten sie auch je die Gelegenheit gehabt, heutzutage und hierzulande?

    Diese Zeiten sind vorbei, auch die Männer haben kaum mehr die Möglichkeit sich derart als ‚Helden‘ ins Paradies zu befördern.

    Und das ist gut so.

    Wie viele Männer haben Kinder bekommen?
    Wie viele Frauen haben Kinder gezeugt?
    Wie viele weisse jüngere Männer wischen alte weissen Männern in Pflegestationen den Hintern ab – und wie viele Frauen machen das?
    Was ist der Wert der einen Tätigkeit oder der Wert einer anderen?
    Wie messen wir so etwas, was sind die Kriterien?

    Was ist der Kern eines menschlichen Wesens den wir alle, unabhängig
    von Rasse, Geschlecht und Alter als erstrebenswert und als vorbildhaft
    anerkennen?

    So,

  129. Alternde weiße Männer à la Putin und Trump
    Selbst wenn Putin noch faschistisch wie Mussolini die Brust entblößt, oder „unter Männern“ nackend mit seinem Kumpel Gerhard Schröder in der Sauna hockt, er bleibt doch nur ein alter weißer Mann. Die kosmetische Operation zur Entfernung seiner hässlichen Tränensäcke half Putin letzten Endes ebenso wenig wie die Radelei Don Alfonsos das Altern verhindert. Am besten ist es, die Uhren einfach anzuhalten wie die Marschallin.

    • Natürlich werde ich alt und hässlich. Ich muss auch mal das Bild erneuern, da wirke ich viel zu jung. Inzwuischen sehe ich viel mehr wie ein alter Gockel aus!

    • Gockel
      Dann dürfen wir Sie uns also in etwa so vorstellen wie Fowler in Chicken Run …

  130. Danke Don,
    für Ihren schönen Artikel. Jetzt haben Sie mich auch einmal so richtig gerührt. Und das morgens 06:30 in der Regionalbahn. Peinlich. Ich hoffe auch, dass ich lange neugierig und hungrig bleibe und mit Freunden Zeit im Freien verbringe, im Wanderschuh oder auf dem RR.
    Viel Spaß bei Ihrer Tour!

  131. Leben und Gehen wie ein Alter Schwarzer Mann
    Seine unermüdliche Energie und seine vielen Auftritte forderten schon früh gesundheitlichen Tribut. Angesichts mehrerer ernsthafter Krisen rieten die Ärzte Armstrong vom Trompetespielen ab, um seine Gesundheit zu schonen…..

    Louis Armstrong starb im Alter von 69 Jahren am 6. Juli 1971 in New York an einem Herzinfarkt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Armstrong

    Um mal zu sagen, dass es nicht von der Hautfarbe abhängt.

  132. @ Sufferah sagte am 28. August 2017 um 20:18 Uhr...schauen Sie sich das an:
    http://www.galvnews.com/news/free/article_e1ffff8e-435d-5c78-ab46-57d6bc7dc6a5.html
    .
    Aber das Wasser soll angenehm temperiert sein, sagte unser Wetterhirsch bei der Erklärung der Phänomene des vielen Wassers. Und dass nicht gerade ein paar Kaimane mit darin sind, sollte sorgsam auf geschlossene Türen geachtet werden.
    .
    Also endlich mal ein echter Grund für Rentner situationsbezogen längere Zeit übers Wetter zu reden. Aber über die Zustände in den USA, wo solche Wetterkapriolen ja äußerst selten sind und stets ganze Landstriche überraschen, lasse ich mich hier nicht aus. Auch schon um den schönen Abgesang auf Luciano nicht mit Trumpbashing zu besudeln.
    .
    G´nug g´läschdert, dem Meierotto zum Trotze einen schönen Tag.

  133. Retro-Ästhetik
    Es ist ja eine der Stärken der italienischen Konsumkultur, Verpackungen zu gestalten, die den Zauber des Höchstbesonderen und Althergebrachten heraufbeschwören. Aus einem mottenzerfressenen Pullover eine Marke zu machen: dazu braucht es ein besonderes Stilgefühl! Und es ist eine der Stärken (naja) des deutschen Tiefsinns, dem verlorenen oder schwindenden Wahren, Echten und Urtümlichen nachzutrauern. The perfect fit!

    Es ist schön, wenn ältere Menschen fit sind. Es ist auch schön, wenn Leute sich Durchhaltevermögen antrainiert haben und dieses Duchhaltevermögen vorbildlich verkörpern. Auch sind die selbstquälerischen Talente von Leistungssportlern immer wieder beeindruckend. Aber muss man das dem Quatsch der „Critical Whiteness“ und der freidrehenden Gendersensibilität entgegensetzen? Tut man dem offenkundigen Unsinn, der sich mit der Zeit von selbst erledigen wird, nicht zuviel der Ehre, wenn man sich von ihm reizen lässt wie eine klassische Hysterikerin?

    • Weil ich denen zeigen will, dass sie nicht die Keone der schöpfung sind, sondern nur Fett in Leggins, was ok wäre – wären die charaktere nicht auch so scheusslich. Sie kennen keine Freiheit und keine Leistung. Sie sind Hinterradlutscher der Medien.

    • Original
      Es geht um das Echte nicht irgendwas Nachgemachtes das aussieht wie das ursprüngliche. Das kann Mensch nur selbst erleben.
      Da geht es nicht um Ehre und nachtrauern – es ist, etwas zu schaffen.

  134. In-front-off pictures?
    den Marco P. aus Rimini, dem ich eines Morgens nahe der brackigen Wässer des Rubicone, er beim Radfahren, ich beim Joggen getroffen hatte wurde später zum Antihelden erklärt.
    .
    Man soll den Heleden nicht vor der letzten Auswertung loben, dennoch Friede seinem Kopftuch.
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=y2CO8eeQ-d4 (auch wegen des Werbevorspanns)
    .
    Witzig: Nuovi eroi (Eros R.)
    „Sie sind die neuen Helden, die jungen Leute, die mit Zorn in den Fäusten dem harten Leben begegnen, neue Helden, denn es ist nicht einfach, jeden Tag aufs Neue gegen die Angst anzukämpfen…..“
    .
    Na, dann macht mal….!

    • Pantani ist ambivalent.

      Vielleicht mag ich deshalb mein Pantani-Wilier so gerne.

      Aber unsereins dopt nicht und muss nur gegen sich selbst gewinnen.

  135. Souplesse - sprezzatura
    An die halb Entschlossenen und Zögernden: ich bin beinahe 40 Jahre lang nicht mehr Rad gefahren, bevor ich vor drei, vier Jahren wieder damit angefangen habe, mit einem geliehenen Damenrad im Urlaub. Kurze Zeit später beschaffte ich mir ein gebrauchtes Tourenrad um 200 Euro, richtete es her – und begann immer weitere Wege zu fahren, alle Einkäufe mit dem Rad zu erledigen … 12 Flaschen Wasser à 1.5 L z. B. gehen problemlos.

    Heute nähert sich der 70ste, ich bin fitter als vor 20 Jahren und plane eine Alpenüberquerung. Absteigen immer seltener und nur noch bei Extremsteigungen.

    Dons Blog stand nicht am Beginn dieses Sinnenwandels, aber er stellte (und stellt) eine großartige Quelle der Inspiration und der Ermutigung dar. Machen Sie’s nach, wenn sich die Gelegenheit bietet!

    @ Moser: tolle Willensleistung, Respekt!

    • Das freut mich – wenn Sie jemanden auf einer alten, roten Gazelle sehen, winken Sie!

    • Danke, Herr Geerdt , aber wenn Sie meine internistischen Werte hätten ,
      .
      ..
      .
      täten’S auch blitzartig katholisch werden und bleiben .

      Im übertragenen Sinn natürlich, ist so ein Spruch aus der Gegenreformation.

      Wenn man weiß, WARUM nicht, frißt man halt nicht die Wurscht zwischendurch oder täglich das Bradl,
      sondern begnügt sich mit dem

      Heiligen Freßtag .

      Und wenn amn, wie ich, a bissl kochen kann, kann man mit meinem Ernährungsplan recht gut leben.

  136. Ab und an mal die eigenen Grenzen überschreiten!
    Werter Don,

    den Artikel über Luciano Berruti und Ihre „gemeinsame“ Fahrt habe ich mit höchstem Genuss gelesen!
    Einige Kommentatoren verstehen nicht so ganz den Sinn der „Selbstkasteiung“. Ich schon …
    Ein Beispiel: Etwa 2010/2011 fuhr ich mit der Familie von Ehrwald/Tirol auf die Zugspitze – oben reifte in mir eine Idee – „Einmal auf den höchsten Berg Deutschlands aufsteigen, ohne Seilbahn oder Zahnradbahn“. Es folgte Recherche und die so genannte „Reintal-Route“ wurde gewählt, da sie weitestgehend der Erstbesteigungsroute gleicht und nur im letzten Abschnitt ein wenig alpin ist.
    Im Juli 2013 war dann Start um 8:30 Uhr in Garmisch am Olympiastadion. Gegen 17:00 waren wir oben und haben dann zünftig auf dem Matratzenlager des „Münchner Hauses“ übernachtet.
    Ich hatte mich sehr auf die „Milchstraße“ gefreut, leider blieb es am Abend dunstig. Aber das Gipfelplateau kurz vor Sonnenuntergang fast alleine für sich zu haben und in den Strahlen der Abendsonne alleine am Gipfelkreuz zu stehen entschädigt für die „Strapazen“.
    Meine Fitness ist übrigens normal und für 2018 plane ich einen erneuten Aufstieg, diesmal mit etwas mehr „klettern“ durch das Höllental.
    Nein, ich bin kein Hobbykletterer und nicht im Alpenverein. In 2013 war am Abend auf der Hütte ein Mann mit künstlichem Hüftgelenk und leichter Beeinträchtigung beim gehen – er war ebenfalls durchs Höllental aufgestiegen. Das sollte ich dann auch bewerkstelligen können.
    Es ist übrigens ein tolles Gefühl da einmal selbst hochgelaufen zu sein! Kann ich nur empfehlen!

    • Ja, das ist es – man muss es halt mal gemacht haben, dann weiss man, was geht, und es trägt massiv zur Zufriedenheit bei.

  137. Weisse alte Männer
    Die Meinungen zum Text/Radfahren sind hier durchaus interessant.
    Aber.
    Die andere Hälfte der Beiträge hier – die zum Thema „wir armen alten weissen Männer, uns geht’s ja so schlecht, alle sind böse zu uns, die doofen Feministinnen, wenn alles noch so wäre wie früher, ja, dann wäre alles besser“ – die sind einfach nur jämmerlich und das genaue Gegenteil von Nr. 1. Wenn die „AWM“ wenigstens ehrlich wären und zugäben, dass sie von Angst zerfressen sind.
    Wer mit Veränderungen nicht umgehen kann und verzweifelt am alten hängt, sollte lieber den Stab abgeben und schweigen. Am besten auch nicht mehr wählen gehen, aus Anstand. Aber für diese Selbsteinsicht fehlt es ja meist an sittlicher Bildung.

    • Es ist so: Man kann das natürlich auch alles ignorieren, aber auf Dauer habe ich dazu keine Lust. ein paar von den Vorreiterinnen kenne ich persönlich: Ganz eherlich, wer so wenig leistet wie die, muss damit leben, dass es mal scharfe Reaktionen gibt. Man muss über Nazis und Autonome berichten, und über das System, das uns Agentin etc. bringt. Ganz einfach.

    • Parolen
      „ Wenn die AWM wenigstens ehrlich wären und zugäben, dass
      sie vor Angst zerfressen sind.“

      Diese Unterstellung wird durch ständiges wiederholen auch nicht
      besser. Wer soll darauf hereinfallen?

    • "Die schärfsten Kritiker der Elche
      waren früher selber welche“ (F. W. Bernstein)

      Man könnte auch sagen, die weichgespültesten Jammerlappen werfen anderen gerne Jammern vor.

      Und was die Angst angeht: „Come get some“

    • Das Wichtige fällt unter den Tisch
      @Don
      Ich meinte mit meiner Kritik v.a. die Beiträge in dieser Kommentarspalte – und da spürt man in den Rad-fernen doch eher den Wunsch nach Stammtisch und Wagenburg als den nach klugen Gedanken.
      Aber auch in dem Text: „140 kg Soziologin“? Zweimal? Ich halte das nicht nur für abstossend sondern auch auch, viel schlimmer, für schlecht beobachtet: Mit Soziologinnen assoziiere ich 140 kg Körpergewicht nicht, eher mit SUV-Fahrern.
      Das System, das uns „Agentin“ (Der Horror! Der Horror!) gebracht hat, ist anzuprangern?
      Scharfe Reaktionen auf Wenigleister? Sie sind Journalist, also gehören sie eigentlich ja auch dazu.
      Über „Nazis und Autonome berichten“? Ich dachte, Kulturrelativismus sei des Teufels?
      Ein wenig mehr Konsistenz im Weltbild wäre schön.

    • Es gibt njun mal massiv übergewichtige Leute, die das auch noch propagaieren und sagen „Mein Fett ist politisch“. Wenn andere das tun würden, wqürde ich andere nehmen, aber es kommt nun mal aus dem 3.-Welle-Feminismus. Es ist falsch und krank. Also schreibe ich darüber.

    • Ist schon klar
      …wenn man Nazis und Autonome für Kultur hält, die
      sich relativieren lässt, ist man/frau darauf angewiesen
      das ganze Netz nach klugen Gesanken zu durchforschen.

      Viel Glück!

    • Oh, boy, ...
      … wo bleibt Goodnight, wenn man ihn braucht, damit er jemanden ordentlich zuluhmannt? Also gut, dann halt anders:

      Liebe(r/s) bcpmoon,

      Das alles ist sicherlich eine Frage der Perspektive.

      Wir hier in Ddorf assoziieren SUVs z.B. vorzugsweise mit den gebleachten und geschlauchbootlippten Trophy Wives der lokalen Vorstandsvorsitzenden und Zahnärzte, die ihre Kinder morgens zur Schule fahren und dabei die Straßen von Oberkassel durch rücksichtsloses Kurzparken direkt vor dem Schulgebäude verstopfen. Schröcklich. Da wissen die Junganwälte mit den sechsstelligen Berufsanfänger-Einstiegsgehältern schon gar nicht mehr, wo sie ihren Porsche parken sollen.

      Übergewichtig sind diese SUV-Fahrerinnen aber nur in den seltensten Fällen (sonst gehen Aggregat wie Unterhaltszahler rasch flöten), und falls es doch mal passiert, dass eine in prohibitive Bodymassindexzahlen aufsteigt, sind die Ästhetischen Chirurgen auf der Kö für ihre Diskretion zum Glück hinreichend bekannt – niemand hat also hier die Absicht, unfreiwillig Fahrrad fahren zu müssen. Aber jeder hat halt den eigenen sozialen Fressfeind, dem er diese Reichsinsignien des Unsympathentums (gemeint ist hier jetzt wieder das SUV) zuordnet – bei Ihnen mögen es nur andere sein als bei uns.

      Wie dem auch sei. Sie regen sich hier über den Stammtisch auf. Dabei ist doch der „Stammtisch“ althergebrachter Teil der deutschen Kultur (die es bekanntlich nicht gibt). Ist dann aber das Herabblicken auf denselben nicht eine geradezu (neo-)ethnozentristisch vorwerfbare Verhaltensweise Ihrerseits ? Müsste nicht gerade der Multikulturalismus bemüht sein, den guten deutschen Stammtisch als kulturell gleichwertig anzusehen und ihn schützen. Sollte also der von der Wagenburg umstellte und gesicherte Stammtisch gar zum UN-Weltkulturerbe deklariert werden? „Fragen !!!!“

      Aber jetzt mal im Ernst: sie sagen, nur weil man bestimmte Veränderungen nicht für begrüßenswert hält, sondern den status quo ante für besser hielt, soll man aus Anstand nicht mehr wählen gehen? Ihnen ist schon klar, dass Ihr Postulat keinerlei nachvollziehbares, inhaltliches Argument enthält, oder ?

      Aber wahrscheinlich fehlt mir einfach nur die sittliche Bildung, um den Mangel an Logik zu übersehen….

    • bcpmoon and "Times are Changing"
      Die Generation, die am meisten „Veränderung“ erlebt hat, sind die 1920-er Jahrgänge. Die haben mit Pferdefuhrwerken angefangen und sind über die Mondlandungen noch bis zu den Anfängen des Internets und der Massenkommunmikation gekommen.
      Ich selbst habe mit „Schwarzweissfernsehen, ein Programm (ARD), später dann ZDF, für das man ein Zusatzgerät brauchte, um es mit seinem alten Röhrenfernsehen zu empfangen, „der Nachbar hat ein Telefon“ und dem voll ausgebildeten Kalten Krieg mein Leben begonnen. In unserer Grundschule hingen noch Plakate mit Abbildungen von Handgranaten, Bomben und Artilleriemunition aus dem Zweiten Weltkrieg, weil wir als Kinder beim Spielen hin und wieder einen Blindgänger gefunden haben. Im Gymnasium habe ich ALGOL gelernt Den Computer der benachbarten Fachhochschule mit meinem Programm, welches die Mondumlaufbahn berechnete, welches man mit einem Fernschreiber und Lochstreifen auf den grossen FH-Computer hochladen musste, abgeschossen, weil ich den Befehl, irgendwann mit dem Rechnen aufzuhören, vergessen hatte. Später habe ich auf UNIX-Systemen gearbeitet, bis ich auf Wunsch meiner Kinder für zuhause ein DOS- System angeschafft habe (einen 80/286er).
      Damals hatte man 640 kB Arbeitsspeicher. Meine erste Festplatte hatte 20 MB. Mit meinem Bell Modem 75/120 (Bit/s für UP- und Download) haben wir mit BTX begonnen und dann nahtlos mit dem Internet weitergemacht. Damals musste man die EMail-Header noch selber schreiben (von mir ist nie eine angekommen).
      Später habe ich in Forschung und Entwicklung gearbeitet und unter anderem nicht unerheblich dazu beigetragen, dass die Arbeitsplatz- und Umweltbelastung durch hochtoxische Narkosegase in der Medizin weltweit um bis zu 99% reduziert wurde.
      Und ich kan „mit Veränderungen nicht umgehen“?
      Und welche Entwicklungen haben Sie gesehen? Die vom I-Phone 6 zum I-Phone7? Die „Erfindung“ von Tinder und Snapchat? Dass Justin Bieber Pickel gekriegt hat?
      Veränderungen gibt es schon immer und wird es immer geben. Leider gibt es aber negative und positive Veränderungen. Als alter weisser Mann denke ich, wer gegen die Negativen nicht anstänkert, hat die Positiven nicht verdient.
      Wenn ich von Angst zerfressen wäre, würde ich ncht hier schreiben, sondern zuhause sitzen und MTV’s berühmte Ratschläge für den weissen Mann (alt und jung) auswendig lernen. Damit man mich nicht auf Twitter mobbt. Davor haben SIE Angst.
      Und eine faschistische Hassbewegung wie den radikalen Feminismus zu tolerieren, dazu bin ich sittlich zu gebildet und nicht tolerant genug. Das gebe ich gerne zu.

  138. Das neue Layout vom Fischeinwickler, wo man die Blogs
    .
    .
    . unten suchen muß, ist keine Verbesserung .

    • Sie haben den alten Relaunch nicht erlebt – da war hier monatelang Totalkrise und interner Krieg.

    • Das Layout ist eine Mischung aus Zeit und Welt, grässlich
      vor allem sieht man nicht mehr, von wem die Artikel sind, ohne dass man sie anklickt. So bin ich grad beim Hütt rein und gleich wieder raus.
      Nee, das ist nicht mehr die FAZ. Ich finde das neue Layout nicht schön, etwas haltlos und sehr austauschbar.

      .
      @Don
      Nachdem ich hier lange mitgelesen habe, auch von mir ein Danke für den wunderbaren Nachruf auf Luciano Berutti, dessen Todesnachricht auf Ihrem Twitteraccount mich schon sehr anrührte. Auch ich kannte ihn nicht und trotzdem berührt sein Tod, macht nicht fassungslos, lässt einen irgendwie heiter melancholisch zurück.
      Wer von uns möchte nicht so mitten aus dem Leben gerissen werden, ja nicht sofort, aber doch zur gegebenen Zeit. Kann ein Leben besser enden, als bei einer Tätigkeit, die man von ganzem Herzen liebt und ausübt?

    • Ja, das ist eine Option, aber ich würde schon gern weiter leben, wenn es ginge.

    • Ein Schelm ...
      der Böses dabei denkt, dass bei den kommentierbaren Artikeln nicht länger oben ‚Leserbriefe‘ anzuklicken sind, sondern gaaanz weit unten auf der Seite, wenn man an der Werbung vorbei ist, zu sehen sind.
      Oben ist nur noch ein kleines Icon. Insiderwissen

      Leider immer noch keine Verbesserung für die Blogsoftware, die weiter auf dem Stand vom letzten Jahrtausend ist. Keine Moderation, keine Darstellung als aufklappbare threads, keine Sortierung nach Aktualität.

      Auch die Ersetzung eines klaren ‚Home‘-Button (Haus) durch ein ‚F‘ in Fraktur vereinfacht die Navigation nicht.

    • Dass die Kommentare so sind, wie sie sind, habe ich durchgesetzt – ich wollte hier kein Javascript-Elend. Das gab es hiuer mal. Es war furchtbar.

    • Ach du Schmutz
      Man gibt Individualismus auf! Will man sich der WO nähern? Da klick ich nichts mehr an, nur Links, wenn sie hier erscheinen.

      PS: Immunität von F. Petry aufgehoben. Wenn sie verurteilt wird, ist der Weg doch für weitere Vertreterinnen frei. Nicht wahr!?

    • Don, wie schaut's denn nun mit Ihrer Urlaubs-Bergtour aus?
      Eben las ich irgendwo, dass in den nächsten Tagen der Schnee auf 2000 Meter runterkommt.

      Heute ist hier ein weiterer wunderschöner Tag, es soll 34° geben, super, aber ab morgen ist der Sommer auch hier durch und es drohen ungefähr 18°, also nicht wirklich prickelnd, schon gar nicht, wenn man durch die Berge will.
      Was sagt denn der Kachelmann?

    • Wir haben hier gerade ein Problem mit dem Hauptventil…

    • Neues Layout
      Dass sich die Online-Auftritte von Welt, Zeit und FAZ nicht mehr groß unterscheiden, war auch mein erster Gedanke. Ich will aber nicht schon rummosern, da wird in den nächsten Tagen sicherlich noch einiges justiert werden. Ich halte mich sowieso bei der Kritik etwas zurück, weil ich zu den Dinosauriern gehöre, die Onlineportale noch am Rechner – via Monitor! – lese.

      Ich kenne die Abrufzahlen der FAZ nicht, könnte aber wetten, dass die Artikel überwiegend über Pads & Phones konsumiert werden. Mir unbegreiflich, aber das bedingt nunmal ein komplett anderes Layout. Ich finde das doof, aber bin auch nicht das Maß aller Dinge. Wenn ich das mit einigen ausländischen Seiten vergleiche, die ich tatsächlich nicht mehr lesen mag, weil alles zappelt, blinkt, poppt und loggt – und bei jedem Seitenaufruf 20 Tracker blockiert werden müssen -, dann kann ich mich über den Relaunch der FAZ jetzt nicht sonderlich aufregen.

    • einfach nur schlecht
      Faz.net fand ich u.a. toll, weil es bisher noch mit dem iPad1 gelesen werden konnte. Wurde zwar schlechter letztes Jahr aber es ging. Jetzt nicht mehr. Sowas kotzt mich an. Das Ding funktioniert noch tadellos und nun kann ich es wegwerfen…
      Hatte übrigens mal die Grünen angeschrieben zu dem Thema. Sprich Obsolescence aufgrund von Software. Hat die nicht interessiert. Wahrscheinlich haben sie es nicht verstanden. E-Autos sind ja auch in der Umweltbilanz supi…

  139. Lotus 80
    war das Nachfolgemodell des legendären perfekten Weltmeister Lotus 79.
    https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/6c/2d/05/6c2d05620beba49844988b2112837399.jpg
    Wundervollstes Design aber renntechnisch der totale Flop…

  140. @ Frl. Gwandl mit ihren Pfifferlingen
    Haha, der Don mit seinem Boarischen Woid

    Da wo auf der Karte aus dem Link „Rèp. tchèque“ steht, also genau unter dem „tch“ liegt sein Bayrischer Wald.
    .
    Empfehlung: lassen Sie sich die Cantarellen aus den franz. Landes (ja da in der Nähe, wo auch der Bordeaux herkommt) oder aus Spanien kommen. Aber wenn Sie nicht jeden Tag ein Kilo essen, zusammen mit Moserottos Import-Wuidschwein aus den Polesischen Sümpfen, dürfen es auch welche aus dem B-Woid sein. Wissen Sie, hier spielt auch wieder das Alter eine Rolle, wie bei Luciano.
    .
    Die oft vorgeschobenen „Stoffwechselstörungen“, in Kennerkreisen auch Michelin-oder Leggings-Krankheit, also diese um sich greifende Massenkarankheit schon bei 14-jährigen sind m. E. um einiges lebensverkürzender.

    http://bp1.blogger.com/_oYCy5HXaKpo/R6xhgRfS7JI/AAAAAAAACxc/8WQFTb7_YTA/s1600-h/artoff550.jpg
    (DdH)

    • Für eine strahlende Zukunft
      Pfifferlinge, die ich hier bekomme, sind allesamt aus dem Osten, also immer strahlend, schmecken aber trotzdem.

      Ich finde, das alles sind unnötige Gedanken, denn lebend kommt keiner aus der Chose raus, also schaden die paar Pfifferlinge auch nix.

    • an irgendwan muss man sterben.

    • >>also genau unter dem „tch“ liegt sein Bayrischer Wald
      Gewagte Aussage, @DdH.

      Ich meine, genau zwischen dem ‚c‘ und dem ‚h‘ fliesst die Moldau durch.
      Und links vom ‚c‘ (bis zur Donau) ist es doch schon ziemlich hellgelb.

      Guten Appetit also.

      [eine Jahresangabe der Daten finde ich auch nicht]

    • shroom
      Was denn für Strahlungen? Strahlungen sind bei meinen Lieblingspilzen wirklich das geringste Problem…

    • Nicht mal Dünnpfiff vom Strahlepfiffi
      Was noch drin ist nach über 30 Jahren, sind Substanzen mit langer Halbwertszeit. Die tun keinem was, soweit ich weiß.

      Heute prachtvolle Schlutzkrapfen mit Pfifferlingen drin gehabt.

    • Don't panic!
      Der verlinkte Text ist nicht verkehrt, aber es fehlt ein wenig die Einordung.
      Zunächst ist er bereits 16 Jahre alt und seitdem ist schon wieder etliches Cäsium zerfallen (Halbwertszeit etwa 30 Jahre).
      Vor allem aber ist Bequerel (Bq) eine „irreführende“ Einheit, weil sie so unglaublich klein ist (Zerfälle pro Sekunde) und weil sie wenig bis nichts aussagt über die Gefährdung durch die Strahlung. Man sollte daher einmal die Aktivität in den Pilzen (empfohlen werden wenige Dutzend Bq pro kg) ins Verhältnis setzen zur Aktivität des eigenen Körpers: etwa 9000 Bq, vor allem durch natürliches Kalium-40 in den Knochen und auch durch Kohlenstoff-14.
      Eine wichtige weitere natürliche Quelle ist Radon, das sich in Kellerräumen sammelt; es stammt aus natürlichen Zerfällen von Uranspuren, vor allem in Granit. In Deutschland sind das im Mittel etwa 50 Bq pro Kubikmeter Luft, in Österreich 400 (und je nach Gegend liegen die Werte noch weit höher).
      Das Maß für die tatsächliche Wirkung auf den Körper ist Sievert (Si) – und ohne jetzt auf die Einzelheiten einzugehen: auch hier liegt der Wert durch die natürliche (ständige) Strahlung weit höher. Die im Text angegebene Exposition im 3. Jahr nach dem Unfall entspricht etwa der durch die körpereigene Aktivität – und das ist lange her.
      Völlig ausgeblendet wird dort auch die Belastung durch die Medizin (Röntgen, Kontrasmittel etc) – das macht im Mittel etwa 40% (!) der gesamten Strahlenbelastung aus.
      Kleiner Tipp also: einmal weniger Röntgen, das gibt Reserve für viele Rahmschwammerln.

  141. @ Sufferah sagte am 27. August 2017 um 19:17 Uhr
    „Was einem so in den Kopf schießt…
    Wir müssen uns den Sisyphus als glücklichen Menschen vorstellen, meint Camus. Don ist glücklich, wetten?“
    .
    Waren unsere Vorfahren-und sind wir nicht alle Sysiphose ? In der Gewissheit, daß hier gerade andere langsam das Geschaffene übernehmen? Trotz der inzwischen eingestandenen Erkenntnis, dass sie „einen Eid geschworen habe“.
    .
    @ Renate Simon, was halten Sie davon? Die wird doch nicht….?
    (DdH)

    • Ach DdH, jetzt plant ulF doch auch noch Resettlement mit Afrika
      also Umsiedlung. Der Schminkegroßverbraucher hat sie wohl ziemlich über den Tisch gezogen, mit seinem kleinen Fluchtgipfel gestern. Wobei ich mich frage, wieso man auf einem so großen Kontinent wie Afrika keine Möglichkeit findet, die Leute dort unterzubringen. Europa ist ein Muckeschiß dagegen, aber wir brauchen ja Pflegepersonal, sagt ulF.
      Die armen alten Leute, die auf solches Personal mal angewiesen sein werden. Da wünscht man sich doch den schnellen Tod wodurch auch immer.

      Eid geschworen, den holt sie doch auch nur raus, wenn sie sonst keine Argumente hat und dann die plötzliche Neugierde auf Menschen. Allerdings habe ich noch nicht vernommen, auf welche speziell.

      Grad die Pressekonferenz gesehen, doch das tu ich mir an, man muss ja immer genau zuhören und nun ist mir ziemlich übel. Der Anblick ist mir unerträglich, erweckte den Eindruck, als sei sie etwas aufgepolstert worden, die Falten nicht ganz so scharf, der Hals sehr füllig, so dass die Kette doch ebbes eng aussah.
      Manch Journalist fragte eher ängstlich, ob sie denn auch ein 5. Mal antreten würde… na also jetzt haben wir ja erst einmal die Wahl und dann sehen wir weiter. Ich rechne fest mit einer fünften Amtszeit. Wer sollte ihr Einhalt gebieten? Solche Leute trifft leider nicht der Tod im Amt.

      Zur Erhellung, wie weit sie Honecker schon übertroffen hat
      http://vera-lengsfeld.de/2017/08/29/der-unertraegliche-personenkult-um-angela-m/

    • Wahlscheine
      @R.Simon
      Habe Wahlschein für Briefwahl angefordert.
      Diese Jahr packe ich den von der letzten Wahl und den aktuellen 2017 beide ausgefüllt in den Umschlag – mal sehen was das Ergebnis bringt…
      https://www.youtube.com/watch?v=yWOLCsR-udQ

    • @ Renate Simon: Was ist ihr Beauty-Geheimnis?
      GALA, 23.8.17
      Make-up-Artist Boris Entrup, 38, hat für spot on news den Merkel-Look analysiert:
      Wirklich erstaunlich ist, dass Angela Merkel im Laufe ihrer Amtszeit so gut wie nicht gealtert zu sein scheint. Vergleicht man ihre optische Entwicklung beispielsweise mit der Verwandlung von Barack Obama in seiner Zeit als US-Präsident, liegen in dieser Hinsicht Welten zwischen den beiden. Während bei Obama die grauen Haare deutlich sein Alter zeigen, wirkt Frau Merkel keineswegs wie eine Frau über Sechzig. Dieser Meinung ist sie auch selbst.

    • @Merkel und so, Schulter
      Ich habe Ihre Probleme nicht mitverfolgt und Laie:
      Trotzdem: Es gibt die inversen Schulterprothesen, mit der 2 Mütter von Freunden (84 und 87, die Mütter) eingermaßen Beweglichkeit erhalten haben.

      Merkel: Meine Kinder schauen mittlerweile Wahlkampfvideos, ohne mein Zutun, und mein mittlerer, der Sandwichidiot fing heute im Bad in Rottach-Egern „Merkel raus“ zu singen an. Er ist Tölzer Sängerknabe, und es hörte sich nichtmal schlecht an. sunt pueri pueri, pueri puerilia tractant.

  142. @ Renate Simon / 29. August 2017 um 10:14 Uhr
    zu „Deuserband, erinnert mich an das Deuser-Hölzchen“
    .
    Den Therapeuten umbringen, ohja das kenne ich.
    Ich hatte mir beim Skifahren durch Leichtsinn
    einen Sturz mit der Folge eines Sehnenabrisses
    in der Schulter eingefangen.
    Das musste wochenlang ohne Bewegung heilen.
    Ob das richtig war?
    Der Therapeuten, der sie gelenkig machen sollte,
    ließ sich von meiner Jammerei erweichen.
    Ergebnis: > Die Schulter blieb steif.
    Dann wurde im Krankenhaus der Arm in Narkose
    gelenkig gemacht.
    Wahrscheinlich brutal hochgeknackt und ‘rumgerührt.
    So fühlte es sich an.
    Dann kam auch noch gleich eine Folter-Frau und
    malträtierte meine wunde Schulter. (Heul)
    Der Hammer! 2 Wochen lang. Aber es half.
    (Kinderkriegen ist dagegen pillepalle)

    • Eindeutig nein, das war nicht richtig
      aber Steifigkeit nach Schulterproblemen oder -OPs sind hierzulande leider üblich. Ein LAG, den ich über 10 Jahre ertrug, ließ sich in Basel beide Schultern weiträumig operieren, Dr. Hintermann, heute Prof. in Basel, fertigte sogar Skizzen an, wie und wo er rumzuwurschteln gedachte, das ging bis weit in die Schulterblätter rein und der LAG hat dann dank seiner Disziplin (das einzig Beeindruckende an ihm) und viel Hanteltraining die volle Beweglichkeit der Schultern erhalten.
      Ein hiesiger Orthopäde meinte zu der OP, so etwas bekäme man in D nicht, niemals, da bliebe die Schulter steif.
      Also seien Sie froh, dass Sie jemanden gefunden haben, der, wenn auch mit Gewalt, Ihre Schultern beweglich bekam.

      Ich habe mir vor ein paar Jahren durch einen Sturz in der rechten Schulter auch irgendwas verrissen und abgerissen, aber mithilfe der Physiotherapie und ein Indianer kennt ja keinen Schmerz keinerlei Beeinträchtigung gehabt.
      Nur mit dem Deuserhölzchen muss mir keiner mehr kommen, dann werde ich zur Wildsau. Ein Hölzchen, wenig dicker als ein Faber Castell Bleistift, mit schärferen Kanten und das in frische Blutergüsse, ich kann’s heute noch nicht fassen. Ich habe den Arm dann immer solange beiseite gestellt, der gehörte in dem Moment nicht mir, bei der Schulter wurde das allerdings schon schwieriger.
      Ich meine, es gibt nichts Fieseres als Schulterschmerzen, nee aber auch, das tut ja weh bis zum Speiübelwerden. Meine jaulen immer, wenn Regen droht und sobald der erste Tropfen fällt, ist Ruhe. Da erübrigt sich glatt das Regenradar vom Kachelmann.

  143. Der taz-Text ist offen gesagt selten widerlich
    Sagen Sie bloß DORT gebe auch andere …

  144. Über das Altern / älter werden
    Zitat [von irgendwem]:

    „Ein Mann schaut in der Strassenbahn,
    der Reihe nach die Leute an.

    Schlagartig ist er von dem Drang befreit,
    nach jeder Art Unsterblichkeit.“

    .
    .
    P.S.:
    @Don
    Trotzdem ein schöner Artikel / Nachruf an L. Berutti.
    Sehr schön geschrieben – stilistisch & inhaltlich.

  145. Finger ... Hand
    Don 9:07
    LeserRadtour wäre großartig
    Doch bitte seien Sie so großzügig wie die Macher der l éroica und bieten Sie mehrere Strecken und Schwierigkeitsgrade an. Zum Beispiel Isartal für mich, die Hügel parallel dazu für den Otto Moser und eine Bergstrecke für den Mark und Sie
    dazu ein paar Quellen, Einkehr, Rast auf Bergwiese und ein schönes Zimmer in Tirol

  146. Nicht ganz im Sinne...
    eines hier im Blog soeben neu aufgeschlagenen Kommentators, der nach der endgültigen Auflösung von Lübberdings „Wiesaussieht“ offenbar eine neue Heimat sucht, und der am Ende seines – an Retro-Ästhetik aufgehängten – Beitrags eine geradezu „teuflisch gut“ verpackte Frage stellt, möchte ich hier mal „Schutzengel“ spielen.

    Ich weiss, dass ich das nicht gut kann – das mit dem „Schutzengel“ spielen ;-) Eigentlich überhaupt nicht, denn wer hier ist schon „Schutzengel“? Aber ich verstehe die Implikationen dieser Frage, die mir technisch gef..ckt eingeschädelt erscheint, schon. Es erinnert mich daran, dass Wahrheitsfindung stets in drei Stufen stattfindet. Und erst auf der letzten Stufe wird sie mit dem Hinweis „längst erkannt, wo ist das Neue?“ trivialisiert. Der o.g. „offenkundige Unsinn“ ist noch lange nicht allgemein bekannt – er klebt an neu erschaffenen Machtstrukturen wie etwa 200 Gender-Lehrstühlen und er benötigt NetzDG und die Amadeo-Antonio-Stiftung als Verteidigungslinien.

    Machen Sie also bitte weiter, werter Don!

    In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf die 2017er-Filmdokumentation „Zensur“ von Markus Fiedler und Frank-Michael Speer hinweisen (, selbst wenn Ersterer gewisse ästhetische Präferenzen verletzen sollte ;-) Etwa in der letzten halben Stunde erfährt man Dinge, die anlässlich der Schliessung von Agent*in und den hierdurch ausgelösten Edit-wars auf Wikipedia von Bedeutung sind. Fiedler und Speer haben nämlich herausgefunden, wie das „Weltbild-konstituierende“ Element von Wikipedia vernetzt ist. Es gibt interessanterweise Bezüge zu zwei Gruppen von Organisationen/Netzwerken, die sich einerseits – ich habe es mal so bezeichnet – „skeptischen Fundamentalisten“/“fundamentalistischen Skeptikern“/“religiöse Skeptiker“ und andererseits „Antifa International“ („Translantiker/Translantifa/Antideutsch) zuordnen lassen. Zu den Organisationen der ersten Gruppe gehören die „Brights“, die „Ruhrbarone“, „GWUP“ (Gesellschaft für die „wissenschaftliche“ Untersuchung von Paraphänomenen), sowie „PSIRAM“. PSIRAM hilft den „Antifanten“ offenbar bei der Bereitstellung von Serverdiensten.

    Fiedler und Speer haben die in der Wikipedia tätigen NWO-Schranzen diesen Gruppen zugeordnet. Hiernach gehören „Fiona Baine/Fiona_B/Fiona“, „JosFritz“, und „Schwarze Feder“ wohl eindeutig zu den (internationalen) Antifanten. Vielleicht für Leser Ihres Blogs nicht viel Neues. Ich selbst kannte die Verbindung von Wikipedia mit den Fundamentalskeptikern (selbst wenn ich diese schon mehrfach vermutet hatte) in expliziter Form noch nicht: https://www.youtube.com/watch?v=Z23_WNuPGas

  147. Eroica
    Gratulation! Welch ein grandioser Artikel, und eine besondere Huldigung an Luciano. Ich durfte ihn in den letzten 5 Jahren auf der Eroica in Gaiole erleben. Eine echte Nummer 1. Er wird fehlen in diesem Jahr und auf den zahlreichen Klassiker-Veranstaltungen. Wie er die Berge hoch-bzw. bergab fuhr. Unglaubliche Erinnerungen an einen tollen Mann.

    Es ist herrlich auf dem Rad und ich freu mich auf die Eroica 2017 in wenigen Wochen, doch die Tränen werde ich bestimmt nicht zurückhalten können, wenn Luciano zur Sprache kommt.

    Allseits gute Fahrt allen. Übrigens ist mein Papa über 83 Jahre alt und fährt noch täglich Rad und auch die Eroica. :)

    • Wenn sie mich sehen, sprechen Sie mich ruhig an (oder helfen sie mir den Berg hoch)

    • Ich hoffe mal, dass die Veranstalter genug Anstand haben,
      um die Nr. 1 zumindest für 1 – 2 Jahrzehnte nicht mehr zu vergeben… ?

    • Die Veranstalter sind sehr traurig, zurecht. Wir erinnern uns alle an die Nummer 1, auch ohne Symbole.

  148. The stronger the wood, the straighter the arrow
    Gewiss ehrt es einen Menschen, hier den Don, der einen anderen Menschen ehrt – eben jene Nummer Eins. Es ist Achtung und Respekt die gezollt wird. An die stillen leisen Idole. Die Aufrechten die sich nicht beugen lassen. Die ihren eigenen Weg gehen, nicht zu den Wendehälsen gehören. Die erkannt haben, dass man sich die Grenzen im Leben selber stecken muss.

    Es sind die Morgenlandfahrer die sich erkennen. Morgenlandfahrer ehrt Morgenlandfahrer. Gleichheit kann es nur unter Gleichen geben. Die einzige Erhöhung kann nur durch Taten nicht durch Worte erfolgen. Primus inter pares.

    Ich habe meinen Herrn mit dem Auge meines Herzens gesehen.
    Ich sagte: Wer bist Du?
    Er sagte: Du. (John C. Lilly)

    „Und die 15 Minuten runter sind in der Erinnerung länger als viele Wochen daheim.“ (Der Don)

    • Schnorchel&Badewanne&Salzwasser&Dunkelheit
      In irgendeinem Lem-Buch mal über diese Experimente gelesen, bei denen sämtliche Wahrnehmungen nach außen schwinden, incl. Zeitgefühl.

      Hat mich immer begeistert, habe es aber bisher nie durchgeführt. Mittlerweile hätte ich eine höhere Wasserlage.

      Haben Sie das jemals ausprobiert?

    • Das irrsinnige Bad
      war das, welchem sich Pilot Pirx unterziehen musste. Und dabei einen einsamen Rekord aufstellte.
      Mir schien als sei die subtile Botschaft dabei, dass Pirx‘ diesen Erfolg einer an der richtigen Stelle vorliegenden Schlichtheit verdankte, vergleichbar mit Matt Damon als „Der Marsianer“ (perfekte Besetzung).
      Pirx war ja zunächst ziemlich auf die Antiheldenrolle festgelegt, erst später wurde aus ihm ein gestandener Kapitän.
      Gibt es eigentlich heute noch Schriftsteller wie Lem ?

    • Ganz weit draußen im Inneren des Selbst.
      Lieber Nahuatl,

      Leider nein. Irgendwann einmal einen einen eigenen Samadhi Tank zu besitzen ist auf jeden Fall sehr verlockend. Als ich vor 25 Jahren Das tiefe Selbst von Lilly zum ersten Mal laß, war fasziniert von der Idee. Aber was er über Programmierung schrieb war für mich mindestens genauso spannend und lehrreich. Heute gibt es ungleich mehr Angebote zur sensorischen Isolation. Wer weiß …

      http://www.floating-verband.de/drupal/anbieter
      http://www.joergo.de/tank/tdself.htm

      Schöne Grüße
      Dr. Seltsam

  149. Paulas Projekt...
    … Restaurierung von Mutters alter Ente, als Praxis-Projekt einer Waldorfschülerin.
    Nachzulesen in der neuen Ausgabe von Oldtimer-Markt
    ( Heft: 9/2017 / € 3,90 , kommt am Donnerstag in den Zeitschriftenhandel)

    Mit 16 Jahren hat sie mit ihrer Restaurierung begonnen, ist jetzt 17 und wartet sehnsüchtig darauf, ihrer Ente mal wieder Frankreich zu zeigen.
    8 Seiten.

    Mädel dürfte allerdings für Sternchen zwischen die Buchstaben- Kleber verloren sein, so meine Vermutung, ;)
    Also lauft, radelt oder nehmt den SUV und holt euch mal diese Ausgabe von Oldtimer- Markt.

  150. @ Renate Simon sagte am 29. August 2017 um 13:35 Uhr
    „Ach DdH, jetzt plant ulF doch auch noch Resettlement mit Afrika“
    .
    Tja, ich fürchte auch mit einer erhöhten Gabe an Pfifferlingen direkt aus dem Pryjet-Gebiet ist eine 5. Amtszeit nicht zu verhindern. Da müßten schon exkorporative Mittel her (ob das jetzt schon überschrittene Grenzen sind? Obwohl, „entsorgen“ ist ja nicht gefallen.)
    (DdH)

  151. Frau Özoguz rief einmal ais:
    „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“
    .
    Viele Menschen, auch gute und sogar sehr gute Menschen frugen sich damals: Wie kann man so dumm und so kulturlos sein, einen so offensichtlichen Unsinn zu formulieren?
    .
    Heute wissen wir warum: die Dame stammt aus Hamburg.

  152. Ave atque vale
    Sehr schöner Nachruf, vielen Dank dafür. Ein kraftvolles Angedenken für Herrn Berruti in Text und Bildern. Als im wesentlichen unambitionierter Stadtradler auf schrabbeligen Mountainbike-Bastarden hatte ich von der Nr. 1 bislang noch nichts gehört. Jetzt bedaure ich das.

    Vielleicht noch zum zweiten Thema: Letztens habe ich ja übrigens in der Zeitung von einem anderen alten weißen Mann und seinen Unhold-Taten gelesen. Er lässt sich seit Jahrzehnten vom Staat aushalten, stammt nach eigener Aussage aus einer Altnazi-Familie und hetzte gerade erst in der letzten Woche gegen Ausländer, denen er erfundene Straftaten und die Belästigung deutscher Frauen vorwarf. Das waren noch Zeiten, als die Position des Außenministers traditionell nur mit honorigen Herren besetzt wurde.

  153. Liebe Frau Simon, probieren Sie mal extrakorporale Stoßwellentherapie ,

    .
    das hat mir bei Fersensporn und Kalkschulter geholfen –

    und wie !

    • Lieber Herr Moser,
      solange einem irgend etwas weh tut, lebt man noch. Um die von Ihnen genannte Therapie zu nutzen, deren Namen ich mir grad nicht einmal merken kann, müsste ich ja erst einmal zu einem Arzt und dort den ganzen Zauber ertragen. Da sei aber doch mein Unwille diesen Herrschaften gegenüber vor, je öfter man geht, umso kränker wird man doch.

      Das Geziepe in den Schultern bei aufziehendem Regen hat ja auch seine Vorteile, man weiß halt, dass es gleich Regen gibt und dass das Weh bei Regen sofort nachlässt. Das sind die kleinen Freuden im Alter und die lasse ich mir doch nicht wegtherapieren.

      Übrigens Glückwunsch zum Gewicht und Ihrem unbedingten Willen, auch die körperliche Fitness zu erhöhen. Ein Willen, den ich überhaupt nicht habe, nie hatte und nun im Alter auch nicht mehr entwickeln will.

      Mir geht’s gut, selbst der Ischias hat nun nach Tagen eingesehen, dass er mich nicht wirklich ärgern kann, außerdem hat’s hier eben den ersten Regen gegeben, also feine Sauna draußen, alles ist gut, solange es nur warm ist. Und wenn’s morgen nur noch 18° haben sollte, schaun wir weiter, aber ganz sicher nicht beim Arzt vorbei.

      Übrigens ist die erste Tube Ihrer Wundersalbe leer, das Rückenweh hat sich in die Lendengegend verzogen, wo es jahrelang nicht mehr war, wohlan, ich habe Salbenvorrat. Auch die Apfelkuchenbäckerei ist wieder eröffnet, Sie sehen, alles bestens.

    • Tut mir leid, @ Tico,
      ich kann Ihnen nicht folgen, wenn Sie mir vorwerfen, „meinen Feminismus“ austoben zu wollen.Kommt mir unsachlich vor und somit ebenfalls: Saludos.

  154. Es hat keine Männer mehr zu geben
    @Philomena sagt:
    28. August 2017 um 20:25 Uhr
    Wenn Sie schlechte Laune haben, @ Tico,“

    Ja, wenn Sie ihren Feminismus nicht austoben können….was haben Unterschiede zwischen Mann und Frau mit schlechter Laune zu tun? Erklaeren Sie mir das bitte mal logisch. Ich meine, man sollte doch auch mal nachdenken bevor man schreibt.

    Ich habe immer, wenn ich das so sagen kann, starke Frauen gehabt. Selbstständig, nicht auf den Mund gefallen. Dass ich Frauen an sich liebe, als Wesen, dürfte bekannt sein.

    Was mich aber massiv stört, ist diese plötzliche Überzeichnung, dieser savonarolische Eifer, Frauen als Gleich neben Männer zu stellen, nach dem Motto: Frau kann einfach alles, was auch der Mann kann.

    Ob Frauenquote oder Frauenveredelung, irgendwo hängt mir diese falsche schräge Bild zum Hals heraus.

    Während des Krieges haben viele Frauen Männerberufe ergreifen müssen. Es gibt sogar ein Denkmal dafür, in England. Und als die Männer nach dem Krieg zurück kamen, haben die Frauen alles wieder hingeschmissen.

    So männlich wollten sie bleiben.

    Und wer sich die Filme anschaut, USA, sieht Frauen in allen Lebenslagen die Männern überlegen sind, die können schießen auf Teufel komm raus, schlagen Schwergewichtsboxer wie Nichts zusammen, ohne es je gelernt zu haben, stechen kaltblütig und ohne Zögern dem Gegner das Schlachtermesser in den Bauch, ohne eine Miene zu verziehen.

    Ja, kann man sagen, das ist halt Film, gucks dir nicht an.

    Das ist nicht Film, das wird auf die Wirklichkeit 1 zu 1 übertragen und genau das ist die große Lebenslüge. Und wenn es Frauen gibt, die sportlich sind, werden die sportlichen Eigenschaften der Männer gleich runter gewirkt, weil ich kenne ja auch Frauen die das machen, soo besonders ist das also nicht, weder männlich noch Heldenhaft, so als gäbe es keine männliche Eigenschaften. In dem ich Mann und Frau gleich setzte als „Mensch“ ohne Differenzierung, haben wir den Einheitsbrei.

    Das ist die Lebenslüge. Der Anspruch bei der Bundeswehr wird massiv heruntergeschraubt damit auch Frauen mithalten können, ebenso bei der Feuerwehr und wer weiß wo noch. Wenn sie so gleich sind, warum muss der Anspruch herabgesetzt werden? Koennen Sie mir das auch erklaeren, so fuer einen Dummi wie mich.

    Es stimmen einfach die Proportionen nicht mehr und das ist auch gewollt, um politisch korrekt zu sein gegen jegliche Natur und Vernunft.

    Genau das habe ich bemängelt und bleibe dabei. Lest euch zum Vergnügen mal die Bücher durch, die von Frauen geschrieben gegen den Mann sprechen, wenn ein Mann das gleiche schreiben würde, der wäre existenziell vernichtet.

    Also, ich liebe Frauen in ihrer Eigenschaft als Frau und nicht im Versuch als Mann wie ein Mann dazu stehen. Das stößt mich ab.
    Hat für Sie wohl mit schlechter Laune zu tun,….wenn Sie sich bei diesem Erguss wohl fühlen solls mir Recht sein.

    Dazu bin ich zu sehr ein „alter weißer Mann“ von 70, der mit starken Frauen aufgewachsen ist, die keine künstliche Aufbauung benötigt hatten. Und keinen Feminismus der Frauen zu besseren Männern macht.

    Meine Schwester wurde übrigens zur „Frau des Jahres 2000“ gewählt, in Kanada. Aufgrund ihrer Leistung und nicht einer künstlichen Förderung.

    Ich hoffe, ich sehe bald das Foto der 70jährigen Frau, mit Beinen wie Baumstämme und Adern wie Schlaeuche und Kraft ausstrahlend, wie jenes von Luciano Berruti, um meine verwerfliche frauenfeindliche Ansicht korrigieren zu dürfen (Selbstkritisch natürlich), oder ich muss annehmen, die Einwände sind alle nur oportunistisch gebracht, um männliche Eigenschaften abzuwerten und ebenso wenig gerecht zu werden, wie den weiblichen.

    Und dass Frauen Kinder gebären, hat mit Natur zu tun und nicht mit Leistung. Und dass Männer sich schützend über Frauen werfen, hat etwas mit dem Beschützerinstinkt im Mann zu tun, letztmalig bekannt geworden als der „Joker“ im Kino der USA wild um sich schoss und junge Männer sich über ihre jungen Freundinnen warfen, damit die nicht getroffen werden. Und nicht umgekehrt. Die feministische Verseuchung ist weit fortgeschritten. Nur nicht in solchen Fällen, da soll der Mann den Kopf hinhalten.

    Das war es was ich „eigentlich“ gesagt haben wollte.

    In dem plötzlich bei solchen männlichen Mammutleistungen sportliche Frauen betont werden und sogar vorgeschlagen wird, den starken Mann sprachlich zu eliminieren und von starken Menschen zu sprechen, wird die Kraft und das Männliche des Signore Berruti schlicht abgewertet. Das war ja auch gewollt.

    Halte ich für unfair. Das ist der Hass manchen Mannes gegen sich selber, der Feminismus schlägt tiefe Wunden und er merkt es nicht einmal mehr.

    Und manche Frauen empfinden dabei Lust. Oder Gift.

    (Es sind genau Einwaende wie die ihre, die mich nicht mehr schreiben lassen, immernur Zynismus, Verachtung, Boshaftigkeit, das stoesst mich halt ab. Ich bin ein doch besseres Leben gewohnt, Menschenfreundlicher)
    Saludos

    • ..menschenfreundlicher @ Tico
      … … wie recht Sie haben – trotzdem …

      … genießen Sie jeden Tag in „wärmeren“ Gefilden unter menschlichen Menschen.

      Gruß in die Ferne
      MiraBelle

  155. @Genderterror an Alice Salomon Hochschule Berlin gegen die Kunst
    Die ASH Berlin beseitigt das Gedicht von dem Preisträger Comringer avenidas von ihrer Fassade. Begründung der Senatsentscheidung auf Antrag des linksdominierten Asta: Es diskriminiert die Gefühle weiblicher Studenten. Für alle Normaldenkenden hier der originale Wortlaut in Spanisch zur eigenen Reflexion:

    avenidas
    Eugen Gomringer:

    „avenidas
    avenidas y flores
    flores
    flores y mujeres
    avenidas
    avenidas y mujeres
    avenidas y flores y mujeres y
    un admirador“

    p.s. Als Nachtrag die Erklärung der ehemaligen Rektorin (!!) 2011: „Wir freuen uns sehr über diese bleibende Erinnerung an unseren Poetikpreisträger Eugen Gomringer und sind uns sicher, dass die Strahlkraft des Kunstwerkes weit über unsere Hochschule und den Bezirk Hellersdorf hinausgeht“, so Prof. Dr. Theda Borde, Rektorin der ASH Berlin.

    So kurzlebig kann da Denken an deutschen Hochschulen sein, wenn es sich dem Populismus öffnet. Eine Schande für die Hochschule.

    • Der AStA ist ein klassischer Fall für Leibeigenschaft und Schweinehüten. Bloss nicht in eine Stellung weiter oben kommen lassen. Keinen Fussbreit.

    • Auf der Internetseite einer Hochschule gibt es einen link zu "leichter Sprache"
      https://www.ash-berlin.eu/
      Auch interessant: bei den Management-Studiengängen gibts dann auch „Männer“-Bilder – sonst ist das Angebot wohl eher was, was Frauen lockt.
      Damit den Stützen der Gesellschaft, deren Bewunderung ja wohl auch an der Fassade passend beschrieben wird.

  156. Lieber Don; Lieber @ occitania!
    Vorerst: großer Dank für die existenziale Lobpreisung der einfachen Formen der Nummero
    Uno und den Nullpunkt des Todes und seines außerordentlichen Momentums.

    Im Zeitalter der hypertelischen Entwicklungen alles Seienden ist das Gesetz der unbeabsichtigten Entwicklung des Vorhersehbaren der reinen Positivität, zum Ersatz für die heraklitische Kompensation zur Wiederherstellung eines Gleichgewichts geworden. (das Böse und das Dunkle)

    Die exstatische, elitäre Rechte (Botho Strauß) mit ihrer wesentlichen Coincidentia Oppositorum, wird daher dieses früher oder später stattfindende Momentum begrüßen.

    Durch die Hypertelie werden sämtliche Analogien und Vergleiche mit dem Bisherigen obsolet.
    .
    .
    :
    ex nihilo nihil fit (von nichts kommt nichts),
    so wird die Wirklichkeit neu sein.

    Der erste, größere Einbruch gegen den Weltstaat und seiner Verklausulierungen unumschränkter Herrschaft, hat in Deutschland zu erfolgen; durch die Reste der deutschen Philosophie und des deutschen Geistes.

    Durch den „Humanismus“ und seiner „Moral“ wird das relative (heraklitische) Gleichgewicht fortwährend zerstört. Wer ist mächtiger, der Humanismus oder Heraklits` Einsichten.

    Mir geht es nicht um Positivismus, sondern um das absolute Glattwerden der Welt in den Bildern des Dispositivs einer guten Welt der Guten.

  157. Ich bitte darum........
    folgende Musik als zugehörig zum obigen Text zu empfinden:

    https://www.youtube.com/watch?v=h3eEHZCahVU

  158. tagesthemen
    Gerade den Kommentar von Georg Restle gesehen, er schämt sich wegen der Flüchtlingspolitik.

    „Dabei gäbe es Alternativen:

    Zuallerst eine Afrikapolitik, die diesen Namen auch verdient, die vor allem den Menschen hilft und nicht den Renditeerwartungen privater Investoren.“

    Wohlstandsmigration, Bevölkerungsentwicklung, Schlepperkriminalität, die kaum schlimmer sein kann als die der Warlords (dieselben Leute, ja?), die ruinösen Kosten in Deutschland und Europa (gestern die Bild: 390.000 Familiennachzugsberechtigte ab März ’18) – blendet er alles aus.

    Kommunismus für Afrika, fordert er da: „Politik, die den Menschen hilft und nicht den Renditeerwartungen privater Investoren“ – den Menschen helfen statt Wohlstand.

    Erstmal Planwirtschaft (und Freihandel! mit ohne Abkommen!) in Afrika aufbauen und bis dahin alle reinlassen.

    Dafür zahle ich 200€ im Jahr, und ich frage mich, wie viele andere noch nötig sind, um ihn zu bezahlen.

    200 Beitragszahler?
    Mehr?

    Der Mann hat doch keine Ahnung, aber den Tagesthemenkommentar für sein 白左-Geschmarre.

    Der Familiennachzug stockt übrigens nur, weil die Ämter nicht nachkommen.

    Er sollte sich schämen.

    • Schämen? Das kann er nicht, dazu benötigt man Haltung und Charakter
      Diese migrationsverrückte Beweihräucherung seitens der meisten Medien (insbes. ÖR-TV und alle angeschlossenen Funkhäuser) hört erst dann auf, wenn die ganzen Segnungen und goldlackierten Geschenke bei denjenigen angekommen sind, die sie in Dauerschleife herbeibeten.

      M.a.W.: die signifikanten Nachteile der Analphabetenmassenmigration müssen endlich zu den bessergestellten Vorort-Villen dieser Kommunisten und Salonlinken wie Restle geschoben werden. Dann hört’s auf. Vorher nicht.

      ÖR-TV: Selber leben wie die Maden im Speck und die a la Long unfinanzierbare Masseneinwanderung den wertschaffenden und steuerzahlenden BürgerInnen aufs Auge drücken. Ich bin froh wenn ich solchen linken Ekel-Typen nicht begegne. Eine Win-Win-Situation quasi. Mir erspar ich den guten Anwalt, den Gegenüber die Kosten für den Zahnarzt. Over and out.

  159. Es gehört jetzt hier zwar nicht direkt zum Thema, aber irgendwie schon
    jedenfalls muss ich es irgendwie loswerden, weil die Threads im redaktionellen Teil dazu schon zu waren. An irgendeiner Universität soll eine Inschrift entfernt werden. Es handelt sich um ein Gedicht, in dem die Schönheit der Frau und ihre Bedeutung für die Kunst als Muse gepriesen wird. Das soll nun entfernt werden weil es angeblich sexistischen, diskriminierenden Charakter hat.

    Unsere Bildungsanstalten im Klammergriff des Wahnsinns und der Hässlichkeit. Ich habe selbst studiert, wenn dort aber solche „Geistes-„Haltungen kultiviert werden mache ich um Universitäten in Zukunft einen großen Bogen. Da das Bildungsniveau immer mehr abrutscht kann ich es aber verschmerzen. Für mich gibt es einen Zusammenhang zwischen Dummheit und Hässlichkeit. Dass hässliche Frauen es als „sexistisch“ (was immer das ist) empfinden wenn Männer schöne Frauen ansehen ist ja kein Wunder. Was einen hingegen sehr verwundert ist der Umstand, dass immer wieder die ein oder andere Ansehnliche diesen ganzen natur- und gotteslästerlichen Irrsinn mit macht.

    Schönheit ist etwas Hehres, etwas Gottgegebenes und der Mensch hat das zu respektieren. Auch der Intellekt kann Naturgesetze nicht außer Kraft setzen. Mich hat mal während meines Studiums eine Hässliche gefragt, warum ausgerechnet ich als intelligenter Mann denn auf hübsche Frauen stehe und dass auch noch so offen zu verstehen gebe. Darauf habe ich schlagfertig gegengefragt, warum denn ausgerechnet ein intelligenter Mann auf hässliche Frauen stehen solle. Wenn man dieser Logik nämlich folgen würde, dann hätte der weniger Gebildete/Intelligente das Recht schöne Frauen zu bevorzugen, während man dem Intelligenten dieses Recht vorenthält.

    Intelligenz ist wie Schönheit ebenfalls etwas Gottgegebenes. Warum sollen beispielsweise Angehörige nicht akademisch ausgebildeter Berufsgruppen das Recht haben, dralle Blondinen zu bevorzugen und das auch zu zeigen während der Gebildetere (der ja vor Gott zumindest nicht weniger wert sein sollte) sich mit dem zufrieden geben soll, was andere übrig lassen weil sie es nicht wollen?

    Der Zusammenhang zwischen Feminismus und Hässlichkeit wird an nichts so sehr deutlich wie an diesem Fall. Es darf nicht hingenommen werden, dass unsere Bildungsanstalten mehr und mehr in den Klammergriff der Hässlichkeit und des Femi-Terrors genommen werden. Wie soll es weiter gehen, wenn dort nicht mehr konzentriert studiert wird, nur weil ein paar Durchgeknallte den ganzen Laden mit ihrem infernalischen, satanisch-feministischen Furor lahm legen wollen? Ein Mann, auch ein studierter, hat das gottgewollte Recht, Schönheit als Wert zu verehren und schöne Frauen zu betrachten.

    Wer sich der Natur in den Weg stellt und sich über sie erhebt, den wird sie zerbrechen-das sollten sich diese Sachwalterinnen des Hasses und der Hässlichkeit gesagt sein lassen.

    Der Philosoph Jean Jacques Rousseau sagte „die Frau hat die Pflicht dem Mann zu gefallen.“ Hässlichkeit ist ja nicht immer ein unabwendbares Schicksal, so können zumindest Übergewichtige ja an ihrer Figur arbeiten.

    Ich wende mich an Gott und sage: „Du, der du uns das Schöne und dem Manne das Recht gegeben hast, schöne Frauen zu bewundern, sie anzusehen und zu verehren, sprich endlich ein Machtwort und strafe die feministischen Vertreterinnen des Satans auf Erden. OK, durch ihre Hässlichkeit hast du sie schon genug gestraft, aber lass nicht zu, dass sie die Gesellschaft weiter mit ihrem Hass überziehen. Und lass deinen heiligen Geist einfließen in die Hirne der Ver(w)irrten, damit sie in ein paar Wochen die Grünen nicht mehr wählen. Denn die sind hauptverantwortlich dafür, dass sich bei uns dieser naturlästerliche Wahnwitz breit machen konnte. Siehe, wir, die normal Gebliebenen leiden unter diesem ganzen Krampf. Unterstütze uns im Kampf gegen das Hässliche, das Teuflische, das Naturverachtende. Denn wir sind deine ehrfürchtigen, demütigen Diener. Wir, die reifen weißen Männer mit Lebenserfahrung. Die wir den Wert der Schönheit zu schätzen wissen, vor allem bei Frauen. Lass nicht zu, dass schöne Frauen von Feminsmusfanatikerinnen zum Objekt des Hasses gemacht werden. Und führe unsere Bildungsanstalten auf den rechten Weg zurück. Wenn sie weiter dem feministischen Götzen, dem Satan frönen, dann strafe sie solange bis sie davon lassen.

    DU BIST DER HERR!

    • Ja, völlig irre. Der AStA ist wirklich widerlich.

    • Ad Schönheit der Frau
      Naja, auch häßliche Frauen haben ihre, meist sehr soliden Qualitäten. Ich erinnere an den legendären und hier schon erwähnten Calypso von Roaring Lion. Da spricht wirkliche Lebensweisheit aus dem Mann.

      Aber in dem Gedicht wird ja auch nur von Frauen gesprochen. Was dagegen auszusetzen ist, weiß neben dem Asta tatsächlich nur der Teufel. Vielleicht weil, darüber wird gemunkelt, die „moderne Kontexteinbettung“ fehlt, etwa in Form einer politisch korrekten Version (gegenderten bis aufs Letzte). Ich rufe alle Foristen daher gern auf, sich am Wettbewerb um das originellste korrigierte Gedicht avenideas zu beteiligen und werde auch mal in medias res gehen, mal sehen was rauskommt. Ich werde nicht umsonst gut bezahlt …

      Übrigens: Der Asta kommt bei mir nicht über die Hausschwelle, mein Ehrenwort! So ein Pfuhl.

    • Alternative Fassadengestaltung
      Also wenn es nach mir ginge, dann sollten sie Goethes Heidenröslein an die Fassade pinseln. Klassiker gehen doch immer, oder? Oder ist Goethe etwa kontrovers? Dazu gibt es dann zu jeder vollen Stunde Beschallung wahlweise von Franz Schubert oder Rammstein. Dann haben sie dort echte übergriffige Lyrik an der Wand stehen und der Kontext ist für alle klar und muss nicht weiter diskutiert werden.

    • Noch'n Gedicht
      Den Text:
      Straßen
      Staßen und Frauen
      Frauen und Straßen und Blumen
      Frauen und Straßen und Blumen
      und ein Bewunderer

      Könnte man umdichten in:

      Kahle Wände
      Kahle Wände und Emanzen
      Kahle Wände und Emanzen und ein ASTA
      Kahle Wände und Emanzen und einen ASTA
      finde ich widerlich
      ein sich Wundernder

    • Thomas Marx: der maßgebliche ASTA hat anscheinend demissioniert.
      Oder ist wegen Studienabschlusses abgängig.
      Schöne Hinterlassenschaft, das.
      Danke fürs Reimen!

    • @ Pittiplatsch – Erst übermalen sie die Gedichte
      Wettbewerb?

      Mein etwas angejahrter Translater übersetzt den spanischen Text von Gomringer wie folgt …

      Fett
      Fett und Leggins

      Leggins
      Leggins und Feministinnen

      Fett
      Fett und Feministinnen

      Fett und Leggins und Feminstinnen und
      ein Blickvermeider

      Ohne Gewähr, ich kann kein Spanisch.

  160. Zum Thema passt, daß David Tang gerade gestorben ist...
    David Tang hat mir als Agony Uncle bei der FT viel Freude bereitet. Der ist zwar nicht geradelt, konnte Ihnen aber in ziemlich vieler Hinsicht das Wasser reichen.

  161. Titel eingeben
    Ach, ich habe keine Lust (und keine Zeit) mich durch all‘ diese Kommentare zu wühlen;
    die Zeit, wiederum diesen schönen Text vom Don zu lesen, die hat mich nicht gereut :-)

  162. 3-fach?
    Sehr geehrter Don,
    mir gefallen ja alle ihre alten Mühlen – habe selbst ein Raleigh Gran Course, das der Vorbesitzer nicht fahren aber haben wollte – aber was soll denn immer diese hässliche 3-fach Kurbel? Auf Klassikern?
    Wie auch immer, wenn mal zu viel rumliegt, oder Ihnen die Burschenkurbeln ausgehen, nach Ingolstadt komme ich gerne um zu helfen!
    Grüße,
    Franz

    • An manchen Rädern ist für die Alpen oder die L’Eroica dreifach verbaut. Ich bin ein alter Mann und kein Bursch.

  163. Gendergerechte Form des Avenidas-Gedichts von E. Gomringer
    Straßen*
    Straßen* und Blum_innen
    Blum_innen
    Blum_innen und FrauInnen
    Straßen*
    Straßen* und FrauInnen
    Straßen* und Blum_innen und FrauInnen und
    ein völlig Verwirrter_Innen*
    – Buenas noches ignorant.

    (Tribute to „avenidas“ von Eugen Gomringer)

  164. maciste grüßt den don
    edler don, ein schöner text.
    bei ausübung seiner profession oder passion dem unabwendbaren anheim zu fallen, ist in unseren postheroischen zeiten ein durchaus seltenes geschenk und privileg – wird jemand solchem teilhaftig, darf die nachwelt ihn ohne einschränkung als günstling der götter betrachten und lobpreisen. die mortualia sollte heiter und erhaben ausfallen.
    leider leben wir in zeiten, in denen leichenfeiern betriebsratssitzungen gleichen und es der angemessenen rituale ermangelt, ein solch begünstigtes ende homerisch zu würdigen. um so lobenswerter, edler don, daß ihr euch der sache zumindest blog-literarisch angenommen habt.
    battle on.

  165. Nummer 1
    Dann werden auch Filme über dich gemacht: :)

    https://www.triboom.com/eroica/en/project/berruti

    [Mehr über sein Leben in der Beschreibung]

  166. Hey, ja, und wirklich schön geschrieben.

    Zwischendurch hat man voll gehofft, dass es wahr ist und nicht nur ausgedacht. Dann die Wendung, die einen aus dem Träumen reißt, bis zurück ins Gewahren dass man einen Blogg liest. Kunst.

    Und ceterum censeo, so alt bist du immer noch nicht. Wenn du weiter jammerst, werde ich es ins Latein übersetzen, damit du es ernst nehmen kannst.

Hinterlasse eine Antwort

Angemeldet als GAST





Noch Zeichen frei

Richtlinien für Lesermeinungen