Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Zeit des Redens ist im Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel vorbei

| 705 Lesermeinungen

Civilizations die from suicide, not by murder.
Arnold J. Toynbee

Ich mag Menschen mit Prinzipien, denn ich bin selbst einer, und ich mag Menschen mit Moral, denn ich habe davon mindestens zwei, je nach Bedarf, und diesen Bedarf gibt es in meinem Leben oft. Weil, schauen Sie, bei SPON wird gerade von einer Frau Berg der Schwarze Block der Antifa mitsamt seinen Methoden gegen “Rechts” gelobt, und da kann es natürlich sein, dass auch ich, wenn ich meine Heimatregion verlasse, mir so einen gedruckten Spiegel trotz meiner Ablehnung von Gewalt gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe lege. Das ist zwar schlecht für meinen sonst eifrig gepflegten Ruf als Bildungsbürger, aber gut für die Sicherheit bei der Fahrt durch weniger vom Schicksal begünstigte Regionen, die eine Antifa-SPON-Koalition aufweisen. Irgendwann einmal, wenn es wieder nötig sein sollte, mache ich das. Si fueris Romae, Romano vivito more; si fueris alibi, vivito sicut ibi.

Das „wunderbare Buch“ ist diese anarchistische Kampfschrift. Allerdings bin ich für die Verhältnisse meiner echten und adaptierten Heimatregionen sicher näher an der Antifa denn am gesellschaftlichen Grundkonsens, der in vielerlei Hinsicht für mich selbst völlig unwählbar ist: In Bayern haben CSU, AfD und Freie Wähler eine erhebliche Mehrheit. Meine Sieneser Bekannten träumen von einem Großherzogtum Toskana. Die Lombardei und Venetien stimmen heute unter rechter Dominanz über ihre Autonomie ab, Meran liegt in Südtirol und dort herrscht die SVP, und dazwischen muss ich durch Österreich. Ich drehe privat die Hand nicht zwischen ÖVP, SPÖ und FPÖ um, das sind meiner Erachtens alle die Gleichen – aber die öffentliche Meinung meint auch dort einen massiven Rechtsruck zu erkennen. Und schon bei den Wahlen zu den Länderparlamenten in Österreich vernahm ich von deutschen Aktivisten ein Stöhnen und die Ansage, dass sie nun nie mehr in Linz anhalten, sondern immer nur zwischen dem auch nicht mehr so ganz roten München und dem rotgrünen Wien durchfahren würden.

Denn in Wien, da gibt es die Stefanie Sargnagel und den Robert Misik und den Falter und das Tatblatt und den Standard und die Futurezone und man hört FM4 und niemand rückt am Sonntag in Tracht aus, um mit dem Gewehr zur Blasmusik in die Luft zu schiessen. Wien ist wie Berlin, nur halt auf österreichisch und der Kaffee ist besser, und Wien steht für Österreich auch genau so, wie Berlin für Deutschland steht: Überhaupt nicht nämlich, und so erklärt sich auch die Vorliebe deutscher Medien für Protagonisten einer Wiener Kulturkruste, unter der man bei Wahlen öfters mal mit grossem Entsetzen feststellt, dass dort mehr die Krone als das Werk von Frau Sargnagel gelesen wird. Auch ist Österreich in seiner Gänze kein Klagenfurter Vorlesewettbewerb, sondern ein bergiges Land. Wäre es Afghanistan, würde man in Deutschland die Diversität der verschiedenen Stämme loben, aber es ist halt nur Österreich, und dass dort keine Frauen beim Ehebruch gesteinigt werden, und statt Haschisch mehr echte Heumilch produziert wird, hilft im öffentlichen Ansehen auch nicht weiter: In all den Tälern, auf dem hügeligen, flachen und bergigen Land, da haben sie jetzt den Kurz und sogar den Strache gewählt. Obwohl ihnen die Süddeutsche Zeitung deutlich gesagt hat, dass sie das nicht tun sollen.

Und Frau Sargnagel reist umher, tröstet ihre Anhänger und fordert weiter die Abschaffung des Männerwahlrechts. So ist das. Frau Sargnagel wundert sich öffentlich, warum der Stand des Neurechten Götz Kubitschek noch auf der Buchmesse steht, und die Deutschen wundern sich, wie man Kurz und Strache wählen kann, wenn es doch auch so liebreizende, kluge, witzige, charmante, spannende und authentische Stimmen des Volkes wie Frau Sargnagel gibt, die so wunderbare Texte aus dem Leben schreibt. Es ist ein Mysterium der Filterblasen in den immer gleich denkenden Metropolen, die überhaupt nicht verstehen, warum man jenseits der Innenstadtbereiche nicht mehr den wohlmeinenden Empfehlungen zur Handarbeits-Antifa, Aufstehen gegen Rechts, Twittern für Metoo, zu veganem Streetfood und politischen Slogans auf Jutetaschen folgen will. No Borders, No Nations heisst die Devise, und es mag auch sein, dass Migranten in die Innenstädte kommen – aber um die Innenstädte herum, da bilden Regionen mit unerträglichen Einstellungen eine neue, nationalistische Grenze des Grauens.

Weshalb man in Berlin schon nicht mehr in’s verpönte und alles umgebende Brandenburg fährt, sondern “auf’s Land”. Und bis zum letzten Freitag konnte man sich auch in den Zug setzen und nach Prag fahren, was bis dahin auch so eine schöne, beliebte, urbane, kunstsinnige, entspannte Metropole war. Also, wenn man nicht so genau hinschaute und es in Ordnung fand, dass für den Tourismus der Prager so weggentrifiziert wurde, wie der biertrinkende Prolet der DDR auch aus Friedrichshain gen Lichtenberg zu verschwinden hatte, wo man ihm nun Siedlungen für jene Flüchtlinge zugesellt, für die man im multikulturellen Kreuzberg leider, leider keinen Platz hat. Berlin schafft das, mit etwas gutem Willen ging es, und Prag war auch nicht anders, wenn man ignorierte, dass die Prager Lehrerin während der Ferien bei der deutschen Kulturelite putzte, die dafür im touristischen Prag das Wohnen verteuerte – bis Freitag. Jetzt gab es dort Neuwahlen. Sie gingen klar für Kräfte aus, die dem deutschen Primat in Europa nicht folgen, und, schauen Sie, weil auch ein wenig tschechisches Blut in meinen Adern fliesst, möchte ich vielleicht darauf hinweisen, dass es da so ein paar historisch bedingte Vorbehalte gegen deutsche Protektion gibt: Vielleicht schaffen es die deutschen Feuilletons es ja diesmal, die Tschechen und ihren freien Willen so rücksichtsvoll zu behandeln, dass sie nicht wie jüngst die viel gescholtenen Polen auf die Idee kommen, die Frage der Weltkriegsreparationen neu zu eröffnen.

Das wäre wirklich sehr nett. Gerade Bayern hatte wegen der Benes-Dekrete, der uneinsichtigen CSU und ihrer chauvinistischen Flüchtlingsverbände jahrzehntelang ein unnötig miserables Verhältnis zu den Tschechen. Da sollte man nicht hin, wurde einem im kalten Krieg gesagt, so wie jetzt öfters mal zu lesen ist, dass ein anständiger Deutscher auch nicht nach Sachsen fährt. Sachsen ist mit der Wahl in Tschechien jetzt aber auch nur noch der nordwestliche Frontstaat einer politisch unerwünschten und aus Hamburger und Berliner Sicht nicht hinzunehmenden Großregion, die Ostdeutschland (außer Berlin), Polen, Bayern, Tschechien, die Slowakei, die Schweiz, Österreich (außer Wien), Ungarn und Oberitalien umfasst. Ich lebe und ich reise dort, und ich kann schon mal sagen: Der restdeutsche schwarze Block der Antifa, den Frau Berg im SPON beschwört, diese Sturmtruppen des einzig wahren Lichts wären in dieser Zone der Finsternis nicht wohl gelitten. Und als Menschenfreund, der stets bereit ist, beiden Seiten ihre Moral zu belassen, solange man mir meine Privilegien lässt, erkenne ich natürlich das Problem, wenn nun die verbliebenen Städte der Aufklärung Wien und Berlin isoliert in feindlicher Umgebung bleiben müssen. Niemand hat die Absicht, durch Sachsen, Tschechien und Österreich einen neuen Danziger Korridor zu legen.

Und Flugreisen, das hat man in progrünen Wiener Kreisen gerade wieder getestet, sind zwischen Berlin und Wien auch nicht wirklich eine Option, weil es da immer noch ein Problem mit dem Flughafenbau gibt. Was also tun, wenn auf dem Erdenrund andere als die gewünschten Lichter angehen und es für das Ansehen der urbanen Eliten unverzichtbar ist, den Abscheu vor falschem Wählerwillen durch boykottierende Verachtung auszudrücken? Wenn man schon nicht mal mehr nach Prora und Usedom zu den Modernisierungsverweigerern fährt, kann man erst recht nicht über die Höcke-Babis-Strache-Transversale nach Wien. Es muss einen sicheren Fluchtweg zwischen den Metropolen der Erleuchtung geben, damit man sich ungehindert trösten und der einzig richtigen und alternativlosen Einstellung in den richtigen Cafes und staatlich bezuschussten Lesebühnen versichern kann. Ich bin moralisch flexibel, ich würde mir auch den Spiegel bei den Reisen ins Antifaland ins Auto legen, aber man kann natürlich von gefestigten Aufklärern nicht erwarten, dass sie die Verlagsvorschau des Antaiosverlags oder Kopp-Bestseller beim Sachsentransit vorweisen. Ich habe nachgedacht, und weil ich ja dauernd durch die Berge fahre und am Brenner-Basistunnel vorbei komme, auch eine Lösung gefunden:

Wir brauchen einen Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel von Hamburg nach Berlin und weiter nach Wien, in die Frontstadt des neuen, kalten Kriegs in Europa. Der Weg ist, zugegeben, nicht ganz kurz, aber er garantiert wie die Geisterbahnhöfe im Berlin der DDR, dass niemand in Kontakt zu anderen Leuten kommt, die eine abweichende Meinung haben, oder gar auf die Idee kommen, diskutieren zu wollen, und das auch unter der unverschämten Bedingung, dass sie einem am Ende nicht zustimmen und auch nicht drei Metoo-Tweets und eine Spende für das Zentrum für politische Schönheit absetzen müssen. Ich lebe hier in so einer AfD-Hochburg mit 15,1% – Sie glauben gar nicht, was die Leute hier alles so öffentlich sagen, ohne dass man ihnen dafür einen Stand der Kahanestiftung vor die Nase setzt. Der Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel dagegen könnte Intershops einplanen, mit TV-Geräten, die nur drei Staatsfunkprogramme empfangen, und Bücher aus sauber gereinigten Bestsellerlisten. Kurzweil würden nur der Spiegel, Die Zeit, Der Standard, die taz und die Untergrundversion von linksunten.indymedia bieten.

Der Wahrheitsexperte Leo G. Fischer von der Titanic hätte die richtigen Voraussetzungen für die nötigen Säuberungen. Bei der Süddeutschen Zeitumg könnte man eine Abzweigung errichten, und dort einen Zukunftspark Europa 3000 aufbauen, wo alle friedlich und im Konsens zusammen leben, wie auf einem Wandgemälde in Peking. An jedem Kilometer gäbe es ein Notruftelefon, mit dem man beim NDR anrufen und die Fakten auf die richtige Einstellung prüfen lassen kann, und das Gratisinternet dort unten wird von Heiko Maas persönlich handkuratiert. Über den Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel kann man auch schnell die Einsatzkräfte der Antifa verlegen, wenn es nötig ist, und in alle Belüftungsschächte sind natürlich Gedankenfilter aus reinem Globuli eingebaut. Von Hamburg aus geht es dann in die Welt, sofern sie eben noch weit und richtig denkend ist, also momentan noch Schweden, Kanada, Brooklyn, die EU-Kommission in Brüssel und das Silicon Valley.

Dass der Rechtsruck nur eine Phase ist, das hört man über Ungarn nun schon seit Orbans Amtsantritt, und es sieht gerade nicht so aus, als würde sich die als finster wahrgenommene Zone zeitnah verkleinern. Ich befürchte zwar, dass nach BER und Elbphi und den diversen Korruptionsskandalen in Wien der Bau des Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnels ebenfalls eine gewisse Weile dauern könnte, und wegen leichter Konstruktionsfehlern auch an Orten herauskommt, die man gar nicht eingeplant hatte, wie etwa Pjönjang, Teheran oder Mogadischu. Aber für das reine Gewissen der urbanen und tonangebenden Eliten, die die richtige Einstellung haben und nur mit ihresgleichen reden wollen, sollte der Gesellschaft kein Preis zu hoch sein.

Was? Die Kosten? Ach was, die sind läppisch, die Kosten für die Untergrundversorgung mit dem staatstragenden Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel kann man gleich mit dem Rundfunkbeitrag einziehen, und den laufenden Betrieb über die oberirdische Autobahnmaut finanzieren, während da unten natürlich jeder zur Erreichung der E-Auto-Quote einen staatlich geförderten Gratis-Tesla bekommt In knallgrün, Sondermodell Göring-Eckardt.

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705 Lesermeinungen

  1. Geil
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  2. schöne Blumen auf dem Bild
    Im Berliner Tiergarten ist das Bild sicher nicht aufgenommen.

    Ein „Rechtsruck“ ist es nur, wenn man alles ausserhalb des eigenen ideologischen Spektrums als rechts dämonisiert. Ein kluger Mensch hat mal ein Buch „den Sozialisten in allen Parteien“ gewidmet.

    • Die Blumen sind von der Landesgartenschau in Pfaffenhofen.

      Ich habe den Eindruck, die Menschen verstehen linke Politik einfach nicht mehr, und wollen auch keine linke Gewalt. Das ist per se noch kein Rechtsruck.

    • Don Alphonso @ 22. Oktober 2017 um 21:31 Uhr
      Don Alphonso sagt:
      „Ich habe den Eindruck, die Menschen verstehen linke Politik einfach nicht mehr, und wollen auch keine linke Gewalt. Das ist per se noch kein Rechtsruck.“

      Die Leute wollen schon linke Politik, aber nicht die durchgehalten Chargen, die sich derzeit vor die Mikrofone und Kameralinse quengeln.

      Als (relativ rechter) Volkswirt hätte ich gerne mal diskutiert, warum in Deutschland seit 15 Jahren die Löhne nicht mehr steigen, die schuftenden Arbeitnehmer hätten darauf ein verdammtes Recht.
      Das wäre linke Thematik.
      „Linke Politiker“, die so etwas diskutieren, gibt es nicht mehr, nur noch Knallchargen. Aber vielleicht es das ja gewollt.

    • Älpler @ 22. Oktober 2017 um 21:22 Uh
      Älpler sagt:
      „schöne Blumen auf dem Bild
      Im Berliner Tiergarten ist das Bild sicher nicht aufgenommen.“

      Nein, dort hat die Entwicklung eine andere Wendung genommen, siehe zB

      http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/berlin–obdachlose–prostitution–mord—der-tiergarten-hat-probleme-7651850.html

      Summiert habe ich im Berliner Tiergarten Jahre meines Lebens verbracht.
      Vormittags war er meistens leer, vor alle zu Westberliner Zeiten – ein riesiger Park, mitten in der Stadt, ganz für sich alleine, heute unvorstellbar.
      Lesen, fürs Studium lernen, Radeln, sich sonnen, essen, Tee trinken …

      Auch das ist jetzt vorbei.
      Aber die Alten meckern ja immer.

    • Rechtsruck
      Ein anderer recht aktiver Blogger schrieb vor einiger Zeit einmal: es gibt keinen Rechtsruck, es gibt eine Linksflucht; so sein Eindruck.

      Die Verluste, die sich in den Wahlergebnissen widerspiegeln, bestätigen das.

      GH

    • @ Foxrommel 21:46
      Das sehen Sie genau richtig. Linke Politik ist nicht mehr arbeitnehmerfreundlich. Das „virtue signalling“ des Refutschi Wällkamm war/ist eine rein bourgeoise, also arbeiterferne Sache. Die mit enormen Belastungen gerade für Geringverdiener einhergeht. Eine Partei wie die SPD hätte die Pflicht gehabt, dagegen anzugehen. Schon allein deshalb, weil sie mit ihrer Historie unverdächtig gewesen wäre, rechts zu sein. Damit hat sie einmal mehr eine große Chance vertan. Die Wähler haben die passende Antwort darauf gegeben. (Die Niedersachsen-Nordlichter sind für mich nicht maßgebend, die sind doch eh‘ total verpeilt, leben nie am Nerv der Zeit.)

      Aber auch die waren nicht immer so. Helmut Schmidt, ein SPD-ler und Nordlicht würde von den Verpeilten heutiger Tage als rechtsradikal verunglimpft. Schon allein daran sieht man wie sehr hier Dinge verrutscht sind.

      Aber der Kosmos rückt sie vielleicht wieder gerade.

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      Ich hab mich mein Leben lang als „Linker“ gefühlt (und entsprechend gewählt); seit ein, zwei Jahren erfahre & bemerke ich, dass ich (nach Antifa-Kriterien) „ein Rechter“ bin.

    • Geht mir auch so.

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      @kdm: dito. Man kennt ja den Spruch, von wegen wer jung nicht links war, usw., aber ich glaube, da passiert was fundamentaleres. Es fehlt eine – im positiven Sinne – Utopie, ein Leitbild, und eine Ideologie dazu, wie man dort hinkommen könnte. Stattdessen funkeln lauter Sternchen in alle Richtungen, bewegen sich im Wind, sind bunt aber kraftlos, so wie diese Glasfaserbündelpuschellampen aus den 1980ern.
      Manche haben das erkannt – so Gruppe um die die auch schon mal als Steinzeitsozialdemokraten titulierten Nachdenkseiten, und sehr viele nicht.
      Ich bin ja fest davon überzeugt, wer ein in sich schlüssiges, überzeugendes Angebot für die Menschen hat, welches dafür sorgt, dass es vielen zumindest etwas besser geht, und den Leuten das Gefühlt gibt, in einem gut und zuverlässig funktionierendem Staat zu leben, der hätte sehr viel gewonnen.

      Aber stattdessen werden uns Witzfiguren vorgeworfen, wie von einem Autoren, der sein Publikum hasst. Manche gar seltsame Kreatur hat noch viel seltsamere Bezüge zu irgendwelchen Think Tanks und Lobbygruppen aus den USA, was sich auch im Abstimmungsverhalten niederschlägt. Wieder andere finden nichts dabei, mit nachweislichen Lügen auf Wahlplakaten um Kanzlerstimmen zu werben – früher wurde man wenigstens noch geschickt angelogen, heute ist das so dummdreist offensichtlich.
      Dass den Leuten da, zuerst langsam und mittlerweile immer schneller, unwohl wird und erst die Wählerliebe entzogen und sie dann einer anderen Partei zugetan wird, die behauptet, sie wisse eine Lösung – wer kann es den Menschen verdenken?

    • Noch einer.
      Also ein [nach Gusto des derzeitigen Mainstreams] ‚Rechter‘ meldet sich hier.
      Heute zu Mittag bei ‚unserem‘ Pakistaner gesessen. Da kommen auch schon mal Gutmenschen und lobpreisen dessen gelungene bunte Integration. Herrgottnochehmooh, der ist seit 14 Jahren mit seiner Familie hier und spricht Deutsch mit seinen Angestellten (ausser sie wären muttersprachlich auf Urdu).
      Und ‚Draussen vor der Türe‘ durchwühlt ein Mensch die Abfalleimer, findet zu seiner grossen Freude 4 leere Bierflaschen, je 8 Cent das Stück, und zieht sogar noch weggeworfene, angegessene belegte Brötchen aus dem Müll.
      Die derzeitige ‚Linke‘ interessiert sich aber kaum für solche Leute. Für den auch nicht, weil der nämlich ganz klar zu denen gehört, die schon länger und leider wahrscheinlich auch zukünftig noch länger hier leben werden.
      Ausser, er wäre vielleicht ein Transgender, oder wenigstens schwul.
      Wahrscheinlich ist man – bin ich – schon ‚rechts‘ (als Linker), wenn ich mich mit dem Schicksal dieses Mannes beschäftige anstatt ‚weltoffen‘ zu sein und mich über ‚fehlende Toleranz‘ gegenüber Wirtschaftsmigranten aus Ghana zu beklagen.

      Natürlich will die grosse Mehrheit der(un)artig definierte ‚linke Politik‘ nicht. Und die grosse Mehrheit will auch keine Leute, die einen Bücherstand zusammenkloppen, weil da Bücher drauf liegen, die ebendiese sogenannte Politik angreifen.

    • Ist das Sokrates
      der sich da an die Stirn tippt?

    • Kluger Mensch:
      Hayek, Weg zur Knechtschaft

    • Hier ist noch eine alte Zecke,
      die sich unversehens in der rechten Ecke wiedergefunden hat.

      Das ist das vielleicht schönste am Internet: Immer wieder die Feststellung treffen zu können, nein, man ist nicht der einzige, dem es so geht.

    • Der Sozialdemokrat der 80er ist der Nazi von heute.

  3. Österreich und die reine Lehre
    Hier in AT ist das mit reinen Lehre auch nicht so einfach. Es wird behauptet, wenn die FPÖ das Innen- oder Verteidigungsministerium übernehmen würde, dann würde das ein Linksruck sein.

    Die Krone hat tatsächlich einen unvergleichlichen Einfluß, da es keinen lokalen Revolverblätter gibt und die Krone berichtet ziemlich ungeschminkt, was die Goldstücke so treiben.

    • Ja, aber deutsche Journalisten lesen aus Österreich

      – den Standard

      – den Falter

      -eventuell noch Profil.

      Und sie verstehen nicht, wie kompliziert das Land ist.

    • Standard
      Am Rande…

      Ich erinnere mich noch an ein WDR 2 Interview mit einer Journalistin dieses Blattes, wo der Moderator Thomas Bug mehrfach aufgeregt ankündigte:

      „Jetzt kommt ein Interviev mit der „Qualitäts“- zeitung „Standard“!“

      Das „Qualitäts“- Merkmal wiederholte er ungelogen sieben oder acht mal.

      Wahrscheinlich hatte er angst, dass man das Blatt mit der „Krone“ verwechselt.
      War zum Fremdschämen.

    • Der Standard ist m.E, wirklich eine gute und gut gemachte Zeitung, das muss man neidlos anerkennen. Das Forum da ist wirklich spitze, da komme noch nicht mal ich auch nur ansatzweise ran. Den Vorzug für die Grünen muss man denen nachsehen.

    • Titel eingeben
      Also bitte doch nicht die Glanzleistungen von oe24 (auch bekannt als Österreich) und seinen Herausgeber Wolfgang Fellner unter den Revolverblättchen-Teppich kehren.

      Man gönne sich mal dieses Video
      https://www.youtube.com/watch?v=5RCsCQqn93A&feature=youtu.be

    • „Qualitäts“- zeitung „Standard“
      Der Standard ist vor einigen Jahrzehnten angetreten, der Presse etwas frischeres entgegenzusetzen. Das gelang zunächst. Ich habe ihn jahrelang gern gelesen. Jetzt bevorzuge ich wieder die Presse…

    • Die Presse hat dazu gelrnt, aber einen miesen Webauftritt und keine Community wie derStandard. Die ist einzigartig.

  4. Die längste Bahnlinie der Welt
    Die längste Bahnlinie der Welt erstreckt sich von Zentralchina zum Duisburger Hafen und war vor Jahren noch als Fieberphantasie abgetan. Wer heute noch in Lybien kämpft, kämpft morgen im Jemen und kämpfte vor Jahren in Tschetschenien. Wer heute noch Assi im Klinikum in Offenbach ist, kann morgen schon in Norwegen oder Neuseeland entspannt leben. In den Medien erfährt man von all dem nur, wenn man gezielt danach sucht Wien und Berlin werden, wie schon öfter, von den Entwicklungen zerstampft werden.

    P.S.: Tschechien ist eine Zier Europas.

    • Ja, absolut, ich möchte die Tschechen auch nicht schlecht behandelt sehen.

    • Don Alphonso @ 22. Oktober 2017 um 21:34 Uhr
      Don Alphonso sagt:
      „Ja, absolut, ich möchte die Tschechen auch nicht schlecht behandelt sehen.“

      Ja, das wird auch nicht mehr gehen. Erst Ungarn, dann Polen, Sachsen, Bayern, kürzlich Österreich und jetzt auch noch Tschechien – das können nicht alle Nazis sein, da muss schon ein neues „Narrativ“ her, oder?

      Da, psychisch bedingt, Ideologen immer recht haben und Selbst- oder Besinnung überhaupt, psychisch bedingt, bei ihnen nicht funktioniert, steuert alles auf Aggression hin, oder eben auf ein neues Narrativ.
      (Ideologie und geringer IQ sind übrigens hoch korreliert).

    • Was hat sie gesagt
      Ich hab es nicht verstanden aber möchte es verstehen, weiß ja nicht ob sie ein Kopftuch trägt …

  5. Absolut köstlich
    Don Alphonsos Feder ist wie immer scharf wie ein Rasiermesser.

    • Ich war mir nicht ganz sicher bei dem Beitrag -danke.

    • Ich kann Sie beruhigen ...
      das war angemessen böse und sehr lustig.
      Fast wie ein Abgesang, irgendwie fühlt es sich im Moment tatsächlich nach Zeitenwende an. Heißt natürlich nicht unbedingt dass die Zeiten besser werden, die beschriebenen Parallelweltbewohner sind sowohl Teil des Problems als auch Symptom für eine tiefere Krise.

    • Rasiermesser helfen aber nicht immer
      Rasiermesser helfen, wenn man kleine Dinge präzise schneiden möchte. Gegen die groben Klötze aus dem Hause taz hilft das nicht, wobei da wahrscheinlich nichts mehr hilft.

      „die Paranoia vor einer – was auch immer das sein soll – Islamisierung der deutschen (wortwörtlich) Dreckskultur hält Kartoffeln“

      Ich bezweifle, dass es als Satire durchgehen würde, wenn man von Dreckskultur anderer Nationen sprechen würde.

    • Hengameh ist weniger Muslimin als vielmehr Genderistin. Die benutzt den Islam nur für ihren Hass auf Deutsche. Das ist nicht der Islam, bei Muslimen hat die Frau m.E. nichts zu melden.

    • Danke und Verzeihung
      Danke für die klare und pointierte „Medienrundschau“ zur aktuellen politischen Literaturszene, die sich fürwahr längst im Tunnel befindet.

      Schrieb die FAZ nicht vor kurzem, dass AfD-Wähler im Internet gerne fake-news folgten? Ich habe nur den Titel gelesen. Und dachte nur an meine Hamburger Presselandschaft, den NDR und die linke Szene von SPD über Özoguz/Trittin bis zur Antifa. Tunnelraser.

      Verzeihung für zwei vorheriger Kommentare, die letztlich nur wiederholen. Aber die Vertunnelung der linken Szene birgt eben die Gefahr, dass die Aggressionen wachsen. Wer sich zu Unrecht gegen das Monster „die Rechten“ in die Minderheit fallen sieht, der wird eben kompromisslos wie Frau Berg: eine Neurotikerin rettet die Welt durch unausgesprochenen Gewaltaufruf.

      Ich habe mit NPD-Mitgliedern gesprochen. Und es ist mir eiskalt den Rücken herunter gelaufen. Und ich bin allen unseren Polizisten für die Arbeit dankbar, die sie leisten angesichts der vielen durchgeknallten, verirrten „politischen Weltretter“ – oder „Volksretter“. Ist das gleiche letztlich.

      Ich will mich aber nicht retten lassen. Und auch nicht zum Abschuss freigeben lassen, wenn ich Frau Berg widerspreche. Ich will widersprechen können, wem ich widersprechen will. Und darum läuft es mir eiskalt den Rücken herunter, wenn ich lese, dass nun das Reden eingestellt werden soll.

      Ehrlichkeit. Offene Rede. Integrität der Person. Gute Politik kann nur auf dieser Basis ausgeübt werden. Die wirklich rassistische Rechtsextreme gibt vor, so zu sein, das ist in der Tat gefährlich. Aber Frau Berg liefert ihnen alles, was ihnen nutzt – die Feigheit, sich selbst gegenüber selbstkritisch zuzugeben, dass die Internationalistische Bewegung leider von der Mehrzahl der Menschen nicht unterstützt wird und daher nicht das Reden einstellen und die Gewaltbereitschaft auf Dauerfeuer gegen jegliche Kritiker stellen kann.

      Mein Gott, SPIEGEL, was ist aus Dir geworden?

      Verzeihung für diese Kommentare, aber heute Abend bin ich einfach erschüttert, wie tief das geistige Niveau der literarischen Elite a la Berg vor der Tastatur sitzend gesunken ist. Sie stiften an zu Gewalt – und werden ihre Hände in Unschuld waschen.

      Und das Schlimmste daran ist: es ist eine rückwärts gewandte Selbstbeschäftigung, oft entsprungen aus familiär bedingten Persönlichkeitsstrukturen, für die wir Übrigen aber nichts können, wir haben unsere eigenen zu leben, eine Selbstbezogenheit, die die heutigen Lebensverhältnisse auf unserem Globus in keinerlei, wirklich keinerlei Weise gerecht wird.

      In diesem Tunnel von Hamburg nach Wien können sie ihre Familiengeschichte aufarbeiten – aber bitte lasst die Finger von der realen Geschichte, die jeden Tag neu weitergeschrieben wird, solange ihr nicht einmal mehr miteinander reden wollt.

      Die Linke (linksgrüne Kirche nenne ich sie ja gerne) erschreckt mich vor allem durch ihre Unfähigkeit zur Kritik, Selbstkritik. Lieber das Reden verweigern, als sich selbst hinterfragen.

      Was daran ist gut? Moralisch. Ethisch. Faktisch. Praktisch. Was?
      Es fördert nur Gewalt und Hass.

      Don, es ist wichtig, scharf wie ein Rasiermesser zu schreiben. Scharf im Heraustrennen dessen, was Wesentlich ist. Wie die japanischen Sushi-Meister es beherrschen in ihrer Kunst.

    • Aber nein, ich plaudere doch nur und bin nett zu allen. ;)

    • Titel eingeben
      „Das ist nicht der Islam, bei Muslimen hat die Frau m.E. nichts zu melden.“

      Genauer: „…haben Frauen nichts zu melden“ (?)

    • ganz speziell diese Frau ist aber da nicht zu verorten, die benutzt das nur.

    • Beautiful x Powerful: Papperlapapp und Schabernack mit Hengameh
      Oscar Wilde hat einmal über eine schrille Dame der Gesellschaft geschrieben, dass sie „alles vom Pfau“ habe, „nur nicht die Schönheit“.
      Gerupft sieht der Pfau allerdings auch nur aus wie ein großes adipöses Suppenhuhn.

    • Titel eingeben
      Unglaublich guter Text, meine Hochachtung!

    • Mit grösstem Vergnügen!

    • Titel eingeben
      „… Aber die Vertunnelung der linken Szene birgt eben die Gefahr, dass die Aggressionen wachsen. …Die Linke (linksgrüne Kirche nenne ich sie ja gerne) erschreckt mich vor allem durch ihre Unfähigkeit zur Kritik, Selbstkritik.“ Alexander Wendt hat dieses Biotop schön beschrieben (und der Don ja auch oft und sehr treffend ;-) ):
      „Das Wort vom „Mainstream“ suggeriert fälschlich, dass überhaupt noch etwas strömt. In Wirklichkeit handelt es sich bei dem etablierten Meinungspool längst um ein stehendes Gewässer ohne nennenswerten Zu- und Abfluss. Wie bei allen Biotopen dieser Art wächst oben Entengrütze und drumherum der Sumpfstreifen. Mit anderen, nämlich Frank Zappas Worten: Euer Hoheitsgewässer ist nicht tot, aber es riecht komisch.“

      „Ich will widersprechen können, wem ich widersprechen will.“ Leider ist die Zivilgesellschaft in diesem Land noch ganz unentwickelt. Man gibt lieber die Verantwortung nach oben ab und beschwert sich dann hinterher.

  6. Titel eingeben
    Herrlich

  7. seltsame Welt
    In Leipzig verprügeln Linke Linke, weil sie die für Rechte halten.

    In Berlin wird eine Demo gegen Hass veranstaltet, auf der zum Hass aufgerufen wird.

    In Frankfurt demonstriert die Stasi-Stiftung mit Vielfalt-Plakaten gegen Bücher-Vielfalt.

    ……..

    • Titel eingeben
      Und der oben verlinkte meedia-Artikel zeigt ein Foto eines aggressiven rechtsradikalen Glatzkopfes voller Tattoos, …
      …der allerdings – wie sich herausstellt – linker Antifa-Kämpfer ist.

    • Das steht auch im Beitrag, da wurde im Netz massiv gefakenewst.

    • Mit Hurrah,aber auch,
      Auf zum letzten Gefecht und tralla tralla tralla la la, hau drauf

      das Mön scheen recht.

    • Na, man wird sehen, ob nicht noch das allerletzte Gefecht kommt.

  8. Wessen Sargnagel?
    Mit einigem Stolz kann ich vermelden, dass ich von einer „Sargnagel“ noch nie gehört habe.
    Offensichtlich bewege ich mich intellektuell in ganz anderen Sphären.
    Dafür bin ich dankbar.
    Es gibt derzeit genug durchgeknallte Existenzen, von denen man auch gerne nichts wissen möchte.

    • Müssen Sie auch nicht. Haben Sie auch nichts versäumt.
      Hat letztes Jahr den vielleicht wichtigsten deutschen Literaturpreis (Publikumspreis) ausgehändigt bekommen für durchgeknalltes Zeug. Stefanie, nur wenn Sie’s unbedingt wissen wollten, oder gar nach ihr googlen wollten.

  9. Titel eingeben
    Ich dachte schon, dass die Aufzählung der Bösen Länder und Bundesländer meine Lieblingsstelle im Text bleiben müsste (unglaublicherweise die komplette Aufzählung all meiner freiwilligen Reisen in den letzten 10 Jahren, wenn man Slowenien mal noch frech addiert), aber die Aufzählung der verbliebenen Guten Länder war dann doch noch bisschen schöner.

  10. Zum Schreien
    Er hat heute irgendwas gegessen, was mit Humor gewürzt war oder sein Obstsaft war gegoren.

    Danke, Don, herrlich!

  11. Respekt
    Mit der Frisur und Stimme von Urban Priol würden Sie so ganze Säle zum Johlen bringen.

  12. Das Beste ...
    seit langem! Kein Grund zur Unsicherheit, aber gar keiner. Hab mal wieder richtig laut und lang lachen können. Danke!

  13. Bunter
    Ich weiß gar nicht, was die Linken jetzt wieder zu mosern haben? Die wollten doch eine bunte Republik! Jetzt haben sie halt auch braun dabei!
    Es lebe die Farbigkeit!
    Von der Toleranz ganz abgesehen.

    Im übrigen:
    Die Idee mit dem Tunnel finde ich super. Wenn die dann aber bitte alle da unten bleiben und mir keiner hochkommt, bevor die nicht das Endziel erreicht ist.
    Dann würde man die ganzen Deppen nicht mehr im Rest des Landes sehen!
    Welche phaszinierende Vorstellung in herbstlicher Stimmung.

  14. Da Trump "Stern"- und ca. auch Jockl-Fischer! -"Nazi" ist, müsste man den Tesla fast "Göring
    nennen, statt Göring-Eckart. Fischer macht doch auch in „Mobilitätsberatung“, na, mit bissl ruckeln und drückn würd‘ I sogn: Bassd scho!

    (Sybille Berg les‘ ich seit Äonen nimmer. DA, Sie sind tapfer).

  15. Chapeau .... Lichter aus!
    Alors … auch ich stolperte heute über die Kolumne der werten Frau Berg.
    Las es 3mal, da ich geneigt war, es als Satire zu deuten.
    Aber leider nein, keine Satire. Nur ein neuer Tiefpunkt des deutschen Journalismus.
    Ganz im Gegensatz zu Ihren Texten Monsieur Alphonse ….
    Merci.

    • Gern geschehen.

    • Sybille Berg
      Ich hab Sybille Bergs Bücher immer sehr gerne gelesen, ich denke da an „Die Fahrt“ oder „Amerika“, und auch damals die Zeit-Kolumne fand meinen Zuspruch. Aber irgendwie ist sie in den letzten Jahren seltsam abgedriftet. Schade.

    • SPON macht auf Dauer jeden kaputt.

    • das "komische" ist
      Das „komische“ ist, dass Frau Berg bei einem Israelurlaub Tatzeuge eines Terroranschlages durch einen Palästinenser auf eine Bar wurde.
      Wo tauchte der Beitrag dazu auf….

      Weltonline.

      Also ich behaupte: Sie ist nicht kaputt oder abgedriftet.
      Sie schreibt einfach vorauseilend, was ihr Auftraggeber erwartet.
      Das nennt sich neudeutsch: Empathie (Hehe)

  16. Welch' wunderbarer Abschluß
    eines (meteorologisch) mittelklassigen Sonntags! Ich danke Ihnen für dieses fantasievolle „Geschreibsel“ und wünsche mir, dass die beinharten Kommentatoren der letzten Wochen sich mal kurz verzaubern lassen.

  17. Die Lösung
    Genau in diese Richtung führt die mangelnde Diskussionsbereitschaft unsere Gesellschaft, wobei wir leider viele separate Zugverbindungen bräuchten. Weg vom moralischen Rigorismus von Antifa und Pegida, die zwei Seiten der falschen Medaille sind. Der Einsatz der politischen Vernunft ist erforderlich, die sich nicht von einem moralischen Rigorismus in die Enge treiben lassen darf.
    Es bedarf aber Repräsentanten der politischen Vernunft. Die Hoffnung, dass dies die großen journalistischen Schiffe wie Spiegel und Zeit wären (vom ÖR ganz zu schweigen), erweist sich nicht nur durch die zitierte Sybille Berg, die schon immer die Argumentation durch die Provokation ersetzte (sie hat mal gefordert um Weimar, ihrem Geburtsort, eine Mauer zu bauen), als Illusion. Die Intellektuellen der Buchmesse können Schilder hoch halten, aber trauen sich nicht in die Diskussion zu gehen. Ich könnte die Reihe fortsetzen.
    Wenn es uns aber nicht gelingt , dem von Don Alphonso so wunderbar ironisch geschilderten Prozess, Einhalt zu gebieten, dann ist die Demokratie am Ende.

    • Titel eingeben
      „zwei Seiten der falschen Medaille“ …?
      Sehr schiefer Vergleich, denn:
      Die eine Seite ist uniformiert, prügelt, zerstört, und wird zudem von Parteien/Steuergeldern unterstützt,
      …die andere demonstriert friedlich und wird von allen Medien & Parteien als Deppen und Nazis behandelt.

  18. Titel eingeben
    Gedankenfilter aus reinem Globuli
    Nicht eher reinen?
    Aber jedenfalls ein hübsches Bild, sehr fluffig und mit Julians Bälleparadies unbedingt kompatibel.
    So eine Super-Metro ist ja schon angedacht, in der NZZ war vor einiger Zeit ein Plan, aber so wie es dort aufgemalt war, möchte man es vielleicht doch nicht haben: https://www.nzz.ch/schweiz/hyperloop-1000-kmh-fuer-die-schweiz-und-europa-ld.1308253

  19. Auf den Punkt
    Ich kann gar nicht sagen, wie mich dieses Getue nervt. Und ich kann gar nicht sagen, wie es mich nervt, nicht sagen zu können wie es mich nervt.
    Ich habe immer Abstand von dem Wort Gutmenschen gehalten, weil es mir, auch wenn ich nach heutigem Maßstab eher konservativ bin, schon ein wenig anrüchig „rechts“ schien.
    Aber langsam wächst mir das Wort doch ans Herz. Mir sind die 87% bzw. diejenigen die ständig herumposaunen sie gehörten dazu, längst näher an der neuen Herrenrasse, als die Konservativen, die meinen in der AfD eine neue politische Heimat gefunden zu haben (oder das, was dem am nächsten kommt).
    Neulich wurde ich wieder einmal bedrängt, Freundschaften aufzukündigen. Langjährige Freundschaften mit Menschen, die sich nicht geändert haben, sondern zu den mißliebigen 13% zählen. Heute erzählte mir gar eine Freundin, sie würde im Freundeskreis geächtet, weil sie nicht wählen war, wo sie ihre Stimme doch gut gegen die „rechten“ hätte einsetzen können.

    Ein ungutes Klima. Ich bin sehr für den Tunnelbau! Alle Nutz_er*_in_nen sollen auch ein e-mobil bekommen, damit sie möglichst oft und lange drin steckenbleiben. Je weniger ich von denen höre und lese, desto besser geht es mir.

    • Ein sehr guter Artikel zur E-Mobilität:
      „Peter Heller, E-Mobilität: Zwang zu Bus und Bahn durch die Hintertür“

      in dem nicht nur die – für mich überraschende – Historie der E-Mobilität dargestellt wird.

  20. Sehr hübsch
    Mir hat es auch gefallen. Ich frage mich jedoch, ob die beschriebenen Großstadt-Milieus stabil sind, oder ob sie zerfallen werden. Ich wüßte nicht, worauf ich wetten sollte.

    • Das hängt von der Finanzierung ab. Berlin bleibt sicher links.

    • Berlin bleibt sicher links?
      Wenn das Geld alle ist, ist’s auch dort vorbei mit links.

    • Was ist ein Großstadtmilieu?
      Was ist denn noch ein resistentes Großstadtmilieu? In NRW ist die Sache unangenehm klar: Die hippen Stadtteile, in denen Werbetreibende, Anwälte, Ärzte, Studenten, Lehrer, Rentner neben eher aufstiegsorientierten Migranten leben, die bleiben erstmal noch einigermaßen resistent gegen die AfD.Die ärmeren Stadtteile derselben Städte -zwei U-Bahn-Stationen weiter – sind das aber jetzt schon nicht. Ob Duisburg-Marxloh, Gelsenkirchen oder Köln-Kalk, – die AfD hat abgesahnt. Schimanski hätte es heute im Pott schwer. In NRW war es – anders als in Bayern- das ländliche Milieu, das sich gesperrt hat, und das solide Elfenbein-NRW von Münster. Und auch bei den Hipstetn glaube ich nicht, dass die ewig SPON lesen werden, wenn sie es denn noch tun. Inzwischen kann man jede Kolumne, jeden Kommentar korrekt einschätzen, ohne ihn gelesen zu haben. Das hat dann aber den Effekt wie früher Antifa-Flyer an der Uni. Bei Regen musste man aufpassen, vor der Mensa nicht auf ihnen auszurutschen. Die Papierkörbe waren eh überfüllt. Ich glaube nicht, dass die hippen Stadtteile sich ewig gegen den Einbruch der Realität, die sie selber leichtfertig mit heraufbeschworen haben, wehren können. Wäre die AfD nicht so jämmerlich nach rechts gerutscht, wäre die Sache noch klarer. Wetten Sie also ruhig.

  21. Alle Menschen werden Brüder ....
    ich denke ja, wir erleben gerade eine Vertiefung Europas. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde wohl nicht mehr so viel gegen unsere Nachbarn gehetzt wie unter Merkel, nur kommt das außer bei ein paar Twitterkaspern nirgendwo mehr so richtig gut an. Wer den Islam als modernes wie alternativloses Gegenmodell zu polnischem Katholizismus feiert hat halt verschissen. Auch und gerade bei Leuten, denen eben jener Katholizismus auf die Nerven geht.
    Schon vor einem Jahr konnte man rührende Verbrüderungen in den Kommentarspalten deutscher Zeitungen betrachten, wenn z.B. Tschechen begeistert gefeiert wurden weil sie Deutschen scherzhaft Asyl anboten.
    Das wird Merkels Vermächtnis, sie hat ganz Europa gegen ihre moralisch verbrämte Großkotzigkeit aufgebracht und in Frieden vereint.

  22. Diesmal herausragend
    Dieser Artikel ragt mal wieder heraus. Alle Achtung.

    Wäre es aber nicht einfacher, anstatt immer mehr Regionen abzuspalten, stattdessen einfach eine Grenze um Berlin, Hamburg und Wien zu ziehen. Moment, hier fehlt ja NRW in der Liste. Das wäre doch viel eher eine Win-Win-Situation. Und unliebsame Besucher werden einfach nach dort abgeschoben.

    • Danke für das Lob

    • Freistädte
      Man könnte ihr Konzept mit dem biblischen der Freistadt verbinden, vgl. Dtn 19,1-13. Wem zum Beispiel die Hand an der Axt außer Kontrolle gerät, so dass selbige unglücklicherweise den japanischen Touristen im Zug trifft statt die Fichte im Würzburger Stadtwald, der braucht zum Schutz vor den intoleranten Fahrgästen eine Asylstätte. Das kann alleine nur eine der aufgeklärten und toleranten Großstädte sein, wo ja bekanntlich auch die Psychotherapeutendichte hinreichend hoch ist, um die Behandlung des Tätertraumas sicherzustellen. Wegen der anderswo beständig tobenden Nazi-Eingeborenen müssten diese Orte dann natürlich mit einem antifaschistischen Schutzwall umgeben sein. Man sollte das schnellstmöglich in einer Lex Künaxt gesetzlich regeln, ehe vielleicht zu viele Randzonen von den Toleranzorten sezedieren wollen. Ich würde mich gerne anheischig machen, unter den Eingeborenen anderswo für das freie Geleit zu den Asylstätten zu werben; die tauglichen Argumente liegen auf der Hand oder auf der Straße.

    • Das wäre ja schon die Idee für einen weiteren Beitrag.

    • Sanctuary Cities
      Da sind die Guten schon dran: http://fluechtlingsforschung.net/sanctuary-cities-in-der-brd/

    • "sich anheischig machen"
      Wunderbar! Ein Leser der Übersetzungen von David Foster Wallace?

      Die „beständig tobenden Nazi-Eingeborenen“ gefallen mir auch sehr
      gut. Das ist doch was wir täglich um uns herum erleben, oder?

    • Nicht nötig
      Dazu fehlt es NRW doch annerkanntermaßen an intellektuellem Tiefgang.

      Tunnel an deren Ende keine Kohle liegt, brauchen wir auch nicht.
      Und hiesige Firmen wandern eh alle in die Niederlande aus…ergo:

      Der Regierungsbezirk Düsseldorf wird als Provincie Duisburg Teil der Niederlande. Ebenso der Regierungsbezirk Arnsberg mit mindestens den Teilen des Regierungsbezirks Münster die auch zum KVR gehören. Als Provincie Winterberg und ggfs. Provincie Münster.

    • Solange ich da noch ein mikro-Wort mitzusprechen habe, Christian Seidel
      gibt es eher eine Mauer als eine Eingemeindung

    • Neuer Beitrag + Wallace
      @DA: Nur zu mit dem neuen Beitrag! Sie sind sich ja wohl beständig Ihrer Verantwortung bewusst, Ihren Lesern denn doch nicht so viel zu lachen zu geben, dass wir durch ausgelöste Apnoe-Anfälle und folgenden Sauerstoffmangel im Hirn geradezu ministrabel werden.

      @Hausschwein: Ein Wallace in der Originalsprache lag ein Jahr auf dem Nachttischchen, ohne jeden Fortschritt, inzwischen verschenkt, weshalb ich völlig ohne Wallace-Kenntnisse bin. Für das Verständnis deutscher politischer Denkstrukturen und Verhältnisse ist wohl ohnehin Christoph Martin Wielands „Geschichte der Abderiten“ die sinnvollere Lektüre. Immer noch frisch wie am ersten Tag. Alleine wenn ich an die Froschgräben dort und ihre fatalen Konsequenzen denke … Wenn Sie neuere Satiriker vorziehen: Herbert Rosendorfer, „Die goldenen Heiligen oder Columbus entdeckt Europa“. Nur eine Sache darin ist gar zu unglaubhaft, dass die Erdenbewohner, Minkna vorneweg, beständig in diese bildgebenden Handgeräte hineinstarren und davon dann geradezu verblöden sollten.

    • Jaja, ich mach ja schon, habe gerade ein Ministerium nett angeschrieben.

    • Rosendorfer/Wallace
      Danke für den Tip mit Rosendorfer! Ich kenne fast alles von ihm, „Die goldenen Heiligen …“ werde ich mir gleich zulegen.

      An Wallace-Produkten, besonders „Infinite Jest“ im Original hatten viele nicht viel Freude, ich auch nicht, habe nach der
      Hälfte aufgegeben.

      Aber man kann auch mal eine Übersetzung lesen, besonders wenn der Übersetzer für seine Arbeit auch einen Preis gewonnen hat, wie Marcus Ingendaay für „Kleines Mädchen mit komischen Haaren“, eine Sammlung von Kurzgeschichten.

      Die Titelstory war für mich – evtl. auch für andere, die sich von political correctness erholen möchten – sehr sehr unterhaltsam.
      Aus dieser Übersetzung resultierte auch meine letzte Begegnung mit der Wendung „sich anheischig machen“.

    • Möchte noch ergänzen...
      „hier fehlt ja NRW in der Liste. Das wäre doch viel eher eine Win-Win-Situation. Und unliebsame Besucher werden einfach nach dort abgeschoben.“

      … wenn es nicht an der Regelung sicherer Herkunftsstaaten scheitern sollte. Wer ist da noch sicher?

  23. Die Kaharawane...
    wird das Projekt begeistert aufnehmen, auch ich sage aus vollem Herzen Dankeschön: Sprudelnde Ideen für eine Bewegung, die nie mehr aufzuhalten sein wird. Danke, Danke, Don Alphonso, vor allem dafür, dass die Tunnelein- und ausgänge ziemlich weitab von mir liegen.
    Was die Hauptstädte anlangt, besteht Hoffnung, dass der studentische Nachwuchs zumindest in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern noch eine Weile bei der Stange bleibt. Die Erfahrung – das bezeugt die verlinkte Publikation, verspricht auf lange Sicht eine Niederlage der Weltenretter, ob sie im Tunnel bleiben oder vorher schon Fluchtstollen in maasvoll gefährliche Regionen graben – wer weiß. Soviel ist sicher: Es wird wieder teuer.

  24. handkuratiert
    klingt irgendwie obszön.

    Tolle Prosa. Ein Gedicht, sozusagen.

    • Man tut, was man kann. Ich finde die Vorstellung von so einem Kontrolleurs-Barackerl im Tunnel, funzelig beleuchtet mit dem Maas drin, wirklich schön.

  25. Kompliziert
    Wieso meinen Sie, dass Österreich kompliziert ist? Sind doch lauter den Bayern entlaufene Leibeigene. Oder denken Sie an Fontanes „Der Eine fragt, was kommt danach/ der Andere nur, ist es recht/und also unterscheidet sich/der Freie stets vom Knecht.“

  26. Tu felix Austria
    Sehr schöner Text – ich musste stellenweise schmunzeln. Vielleicht werde ich ihn meiner linken Wiener Schwägerin aus der Kulturszene empfehlen – sie wird mich dann noch mehr hassen. Trotzdem: Besser ein kleines Gulasch im Prückel als ein Steak im Borchardt.
    P.S.: Wann öffnet das Puck denn wieder, das war doch Ihre Empfehlung?

    • Ja, ich weiss nicht, wie es da ausschaut, solange würde ich ins Cafe klene in der alten Pinakothek gehen.

      es ist absehbar, dass es Druck auf die Wiener Szene geben wird, das war unter Schwarz-Blau auch schon so, und das ist alles andere als nett. Man muss sich nur mal den Misik beim Standard anschauen, dann versteht man, wie gross dort die Angst ist. Misik ist zu prominent, und Wien selbst hat auch Geld, aber insgesamt werden das schwierige Zeiten, speziell für die rotgrüne Staatskunst.

    • "...schwierige Zeiten, speziell für die rotgrüne Staatskunst."
      Wieso? In der Kunstszene bleibt alles beim Alten: Betten neu beziehen! Das altrömische Verständnis von Sänger*innen und Schauspieler*innen als Prostituierte kursiert bis heute.

      Stellungswechsel gehört zum Gewerbe. Wenn die neue Kundschaft wegbleibt, kann man*frau den Bettenzwang immer noch medial ausschlachten wie bei Weinstein. Zuletzt bliebe ‚Mörtel‘ Lugner für ein Ticket zum alljährlichen Staatsnuttenauftrieb im Walzertakt – allerdings begrenzt genderfähig.

      Alles wird gut.

    • Ich weiss nicht, wie das in Wien möglich sein soll. Woanders ist man flexibel, aber Wien ist so festgelegt… ich glaube es nicht.

    • rotgrüne Staats"kunst"
      Don,

      Sie haben da die Gänsefüßchen vergessen!

      Mein Deutschlehrer pflegte zu sagen, Kunst komme von KÖNNEN.

      Wenn es nur wollen (statt können) gäbe, sei es bloß WUNST.

      Bitte auch dementsprechend von StaatsWÜNSTLER zu sprechen, wenn möglich…

  27. deutsche Aktivisten ... stöhnen ... nun nie mehr in Linz
    Wie schön!
    Da sollte sich Linz aber freuen.
    Es gibt ja dafür viel mehr kaufkräftige Kreuzfahrtstouristen

    Obwohl:
    Ein sozialistischer Bürgermeister ist noch da, die Schulden aus dem Hirngespinst, dass der Schweizer Franken ähnlich wert“haltig“ sei wie die neue E-Lira, ebenfalls.

  28. Halleluja.
    Text eingeben


  29. Videbam et laetissima ridebam .

    Rofl.

    Dankeschön!

  30. SIE HAT EINFACH DAS KNOWHOW NICHT
    sagt Roland Berger, ausnahmsweise mal mit seinen Partnern und nicht mit den häufig anzutreffenden Praktikanten in einem beitrag des sog. ManagerMagazins, einer art BILD für leute, die sich für Manager halten.

    ABER: wo er recht hat über ulFuD hat er recht und deshalb wird es auch niemals etwas werden….mit dem tunnel meine ich….denn

    1.“Niemand hat die Absicht, einen Tunnel zu errichten“ und dann
    2. wissen wir ja, solche projekte im dunstkreis von inkompetenten scheitern wie BER, S21, Eisenbahn bei Ettlingen oder dauern ewig wie ElbPhi
    3. sprechende Rollmöpse passen in keinen solchen tunnel und es gibt da auch nicht so gute öffentliche klos für die Sargnagel, die geht ja nur in die im Museum, die sind so gut abgeschirmt sagt sie.

    http://passenger.at/blog/26

    und so bleibt für die Berliner und Wiener ScheinEliten nur der weg in die isolation und inzucht und der hat bekanntlich schon weltreiche zerstört und nicht nur die CDU.

    ja, das war es mal wieder von der österreichischen fäkalelite, von der nobelpreisträgerin wollen wir heute schweigen, die Sargnagel reicht aus.

  31. Sargnagel-Tunnel ...
    … erinnert an das alte realsozialistische Projekt der Tschechen unter Ösistan moralische hocherhobenen Hauptes an die Strände des Bruderlandes der Jugos zu brausen.

    Wäre ich Anrainer würde ich das als Einladung zur billigen Restmülldeponie verstehen. [ahem. don]

  32. Ein Tunnel zwischen Berlin und Wien so um 1974
    Irre, so einen Tunnel gab es mal. Ich studierte in Wien und hatte einen Freund in Berlin. Die billigste Art hin- und herzufahren (außer Anhalter) war die Eisenbahn über Prag. Dazu holte ich mir ein Visum für die Tschechoslowakei, stieg abends in Wien in einen Zug namens Prinz Eugen (soweit ich mich erinnern kann) und durfte bis Ost Berlin nicht aus dem Zug. An der tschechisch – ostdeutschen Grenze wurde der Pass kontrolliert und ich hielt den Atem an. Zeitschriften waren auch wichtig. Da haben sich die Zollbeamten gefreut, etwas einkassieren zu können. Die Brigitte war sehr beliebt, aber auch der Spiegel. Sie sagten sogar “Leider müssen wir das” und merkten ganz genau, dass ich Ihnen einen Gefallen tun wollte und Brigitte mit Spiegel einladend neben meinen Platz gelegt hatte.
    .
    Der Zug war immer praktisch leer. Ich glaube, er diente nur zur leichten Ein- und Ausreise von Spitzeln und einer sparsamen, abenteuersuchenden Studentin.
    .
    Morgens so um 5:00 hielt Prinz Eugen in Dresden. Von da an war es ein normaler Ossi-zug und viele Ossis stiegen ein, um damit nach Berlin zur Arbeit zu fahren. Mich haben sie neugierig angeguckt und ich tat so als ob ich schlief, damit ich deren Unterhaltungen zuhören konnte. Viel geredet haben sie aber nicht. Das Ossi aftershave stank penetrant.

  33. Leo G. Fischer-Ungeziefer
    Der gute (?) Mann sitzt ja nicht nur im Glashaus – dieses scheint sogar auf einer Glasbrücke errichtet. Da muss er gar nicht mit Steinen schmeißen, lautes Schreien kann sein Paradies schon zu Einsturz bringen.

  34. Was in den letzten Wochen von diesen Seiten kommt
    … das ist nur noch das letzte Aufbäumen vor dem totalen Kollaps. Im Podemos-linken Barcelona sind die Nationalisten unterwegs, also die katalonischen und die spanischen. Und feige Besetzungscoach-[ahem] melden sich nun mutig zu Wort, damit, falls irgendeine andere über sie selbst das ausplaudert, wem sie selbst so alles was durchgehen ließ und schöne Augen machte, man auch auf der richtigen Seite steht, wenn die Fassade bröckelt. Das entgleitet der Linken alles völlig. Am Ende werden es mehr Nationalstaaten und nicht weniger, nicht mehr Opfer, sondern mehr Karriere-[ahem] – denn die Gefahr ist durchaus gegeben, dass die eine oder andere #metoo-Tante von den Kolleginnen doch noch als echte [ahe. Mann, reissen Sie sich am Riemen, das ist knapp an der Löschung. Don.] im Zickenkrieg entlarvt wird und nicht als Opfer.

  35. Eine Wohltat für meine gekränkte Seele
    In den letzten Tagen habe ich soviel „Tolles“ in bestimmten Medien gelesen, dass mir ganz übel geworden ist.
    Jetzt geht es mir wieder besser.

    Danke Don Alphonso

  36. time is on my side, yes it is.
    Die Linken verlieren die Nerven und schlagen um sich.

    So what.

    Sie begreifen, dass die Zukunft den konservativen Kräften gehört.

    Für sehr lange Zukunft.

    Ein letztes Aufbäumen

    …dann ist 68er Geschichte.

    Bifurkation…sagte ich ja schon…

    • Trump
      Ich habe eben auf YT den neuesten Kommentar über Trump von Styxhexenhammer gesehen (ich finde seine Kommentare immer hörenswert und lasse mich nicht von seinem merkwürdigen Äusseren täuschen).
      Die Demokraten sind personell so ziemlich am Ende. Jetzt müssen sie schon Bush jr. rausholen zum Trump bashing. Ausgerechnet den Totalversager.
      Chefinvestigator Muller findet auch nix gg Trump obwohl jeder Stein umgedreht wird.
      Was ganz wichtig ist: Trump gelingt es die MSM als Fake news zu branden. Mit grosser Wahrscheinlichkeit bekommt Trump einen second term. Und da ist ja auch noch Bannon der das Feld von hinten aufrollt.

  37. Spieglein, Spieglein...
    Lieber Don,
    mir bleibt nichts anderes übrig, als ganz tief meinen Hut zu ziehen: Dieser Artikel ist nichts weniger als großartig…

  38. Hermetisch abgeriegelte Tunnel durch Finstereuropa sowie das nordwestlich gelegene Dunkeldeutschland
    Herrlich.

    Gruß aus dem Berliner Grenzgebiet (Ost-Berlin).
    Heute Mittag sind auch wieder Truppen der Selbstgerechtigkeit an der Grenze aufgefahren bzw. haben am Brandenburger Tor gegen Nazis, AfD, Rechts, Hass, Unbuntigkeit, etc. pp. demonstriert. Aber eine Deeskalationsstrategie seitens des menschgewordenen Menschenhasses hat dazu geführt, dass die Lage an der Grenze nicht eskaliert ist. Man ist einfach Zuhause geblieben.

    • Das Wetter war wohl schuld an den geringen Teilnehmerzahlen. they don’t make Reichsaufmärsche as they used to.

    • I´am afraid Don,
      dass sich die angedachten Tunnelröhren unten durch Böseuropa in den nächsten 5 Jahren als Fehlinvestition herausstellen würde. Abgesehen von utopisch langen Bauzeiten, wenn solche Leuchtturm-Projekte wie Alphi und BER (B-ereits E-ine R-uine) als Maßstab herhalten sollten..
      .
      Die Idee ist an sich prima, nur sollte sie als Übergangslösung* aus Kostengründen überirdisch eingerichtet werden. Auf Straßen wie derjenigen auf der ich kürzlich von Porto Santo Stefano nach Porto Ercole zu fahren versuchte und absitzen lassen mußte. Für unsere Verhältnisse: Klassifizierung: Landstraße < 3. Ordnung, in Straßenkarten auch gerne als dünner grauer Strich eingetragen.
      .
      * hoffentlich gewährt mir der Herrgott noch die Zeitspanne um mitzuerleben wie der softe Teil des Linksgrüngeschwirrls die Fahne wechselt.
      .
      Im weitesten Sinne zum Thema gehörend: Da war das heute doch mit dem "Lebenslänglich" für den Reichsbürger. A bisserl plemplem sans eh, denn, hätte er sich nicht wie jener Rocker in der Pfalz, der den Polizisten durch die Haustüre erschossen hatte, von Linksaktivisten bedroht ausgeben können.
      (DdH)

  39. Unlustig
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    diese Leute marschieren unter dem Banner einer scheinbar überlegenen Moral und hinterlassen auf ihrem Weg eine Schneise der Verwüstung in unserer Gesellschaft. Was bedeutet schon Meinungsfreiheit, wenn sie dem höheren Ziel im Wege steht. Nein, diese Leute sind die Totengräber der Freiheit, die sie doch angeblich verteidigen.
    Das ist alles nicht mehr lustig.

    • Aber es gefällt ihnen nicht, wenn man sich darüber lustig macht. Schauen Sie sich die Berg ujnd die Stokowski und die Sargnagel doch mal an. Glauben Sie ernsthaft, diese Astralkörper haben wirklich strassenkampftaugliche Kräfte?

    • Sargnagel ... Astralkörper ... strassenkampftauglich
      Don,

      das nenne ich Hochkultur!

      Hier wird aus [Ahem] noch Genuss distilliert!

    • Bitte, bringen Sie mich nicht in Kalamitäten.

  40. Krass Aldah!
    Sehr schön, Volltreffer. Abend mit messerscharfem Humor gerettet.

    Daher hiermit Verleihung des

    ~ Waschbeton-Kreuzes 1.Kl. mit Asbestnadel ~ .

    Weiter so!
    Beste Grüße aus NRW.

  41. Zwillinge
    Witzig finde ich, dass Babis und Özdemir sich ähneln :)

    • Stimmt, das ist mir noch gar nicht aufgefallen.

    • Stimmt...
      …zuerst dachte ich auch: Na, ungeschminkt schaut der aber schon ziemlich alt aus der Czem, die Sondierung setzt im wohl sehr zu ;-)

    • Lieber Foxrommel,
      da gibts noch eine viel frappierendere Ähnlichkeit.
      Ist Ihnen schon mal der – selbstverständlich ausschließlich optische – Wiedergänger von Adolf Eichmann aufgefallen?
      Kleiner Tipp: schaun Sie mal ins Justizministerium, aber beeilen Sie sich, bald ist der nicht mehr dort.

    • Ja die Migration
      in Vergangenheit und Gegenwart führt zu einem unbunten Ergebnis
      in Europa.

      Immer.

  42. Titel eingeben
    Das bald entdieselte Wolfsburg und Salzgitter – siehe Link – auch untertunneln, damit aus dem ICE, der die schwäbischen Lehrerkinder nach Mitte bringt, keiner aus Versehen aussteigt. http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-1173710.html

  43. Eine Frage aber noch...
    Auf Twitter las ich Ihren Tweet zu der TAZ-Kolumnistin. Dass der Artikel von diesem Stück unterste Gosse ist, braucht man wohl nicht erwähnen. Meine Frage wäre: Schreibt die auch so bei Facebook und Twitter und wurde die schon wegen Hatespeech gesperrt, oder muss ich die noch melden?

    • Melden bringt nichts. Man muss sich damit halt auseinandersetzen.

    • P.S.: Auftritte von Hengameh werden unter anderem von der ARD finanziert (siehe das Programm Funk) und von den Förderern der Konferenz Tincon https://tincon.org/speaker/hengameh-yaghoobifarah/

      Es ist also überhaupt nicht so, dass die in der Subkultur daheim ist. Der Versuch, die hier im Genderrprojekt „10 vor 8“ zu installieren, konnte noch verhindert werden.

      Und wenn Sie irgendwo einen Event mit Missy sehen: Das sind die, die diese Frau lancieren.

    • Hengameh ist linksradikaler Mainstream ...
      Zwei Drittel der Netzfeministinnen würden zumindest öffentlich jeden Satz von ihr unterschreiben. Nach meiner Wahrnehmung werden solche Leute auf der Linken eingesetzt, um das Wasser zu testen. Gibt es im eigenen ideologischen Echoraum sowie in den direkt angrenzenden (hier: Linksliberalismus) keinen Widerspruch, kann man die Grenzen des öffentlich Sagbaren weiter verschieben.

      Funktioniert genauso, wie bei den Rechtsradikalen. Unterschied – niemand in den „seriösen“ Medien wird das jemals kritisieren.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Ja, es sind Blockadebrecher, aber leider gibt es Leute, die diese Gruppe auch noch fördern. Es ist kein Zufall, dass die Hengameh hier bei der FAZ von der 10vor8-Giftspritzentruppe noch schnell untergebracht haben, bevor sie einen Tritt bekamen, die nächste Station für diese Frau war dann die Zeit.

    • Hengamehs Gemähre
      Vielen Dank für diesen herrlichen Blog – wenn man nicht zwischendurch mal herzhaft lachen kann…
      Den zitierten Damen gemein ist eine ausgesprochene Verbissen- und Humorlosigkeit, die im Falle Hengamehs auch auf einer demonstrativen Vielfach-Diskriminierungsopfer-Pose beruht, die auch schreibenden Kolleginnen durchaus auf die Nerven geht, sei es die Fat Acceptance-Schiene (man google „Sommer Körperpolitik“), die „kulturelle Aneignung“ (ht tps://missy-magazine.de/blog/2016/07/05/fusion-revisited-karneval-der-kulturlosen/) oder der generelle Mangel an Substanz ihrer Pamphlete. Selbst für die einstellige Prozentzahl-Zielgruppe ist das etwas zu viel Special Snowflake-Gehabe. Dass sie nun offenbar den Islam für weiteres Diskriminiertsein entdeckt, ist, wenn man es angesichts der diversen addierten Diskriminierungen recht bedenkt, alles andere als klug, auch wenn es ihr erlauben würde, ein weites, verhüllendes Gewand zu tragen – gegebenenfalls tragen zu müssen. PS: Werfns alles beherzt naus, was net passt, die Frau triggert mich einfach. Wenns denn mal um die Arbeitsbedingungen der Frauen in den Tankstellenshop ginge, statt nichtsmals akademischem Wähwähwäh.

    • Hengame ist eine sexistische Rassistin, ganz einfach. Und die Missy ist das Magazin für solche Gsellschaftsvorstellungen.

    • Titel eingeben
      Eigentlich kann man dieses Gezeter doch nichtmals ignorieren. Diese Frau hat mehr als ein Problem und keines davon ist ihr messerscharfer Verstand.

    • Titel eingeben
      Wie kriegen es diese Leute nur immer hin, genauso auszusehen, wie man es sich vorstellt?

    • @El mocho
      „Wie kriegen es diese Leute nur immer hin, genauso auszusehen, wie man es sich vorstellt?“

      Sie passen sich an.

      Wieder einmal keine Neuigkeiten von meiner Seite also… ;)

  44. Einen offenen Gewaltaufruf im SPIEGEL hätte ich mir vor 10 Jahren
    auch nicht vorstellen wollen und können. Gegen Leute, von denen bisher absolut niemand eine Ausrottungspolitik, einen Vernichtungskrieg, einen neuen Lebensraum oder die Tötung minderwertigen Lebens forderte. Deren Vergehen also nur darin bestand, den Prantl-Domscheidt-Helm Test auf normkompatible Meinungen nicht zu bestehen.

    Sturmgeschütz der Demokratie 2017 …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Man hört, dass die „neue“ Chefredakteurin von SPON jetzt nicht ultrabeliebt ist und möglicherweise bald einen neuen Job annehmen könnte. Es würde mich wundern, wenn der Text beim Print-Spiegel gut ankäme.

    • ....got every lawman in three fucking states up my ass.
      Vor 10 Jahren wäre da eine Staatsanwaltschaft und ein Presserat und …. egal.
      Tja, man beobachtet einen Rechtsstaat, der funktional nicht eigenständig operiert.

      Das ist bemerkenswert.

      Da muss die Moderne nachbessern.

    • Es ist an der Frenze formuliert, da kommt kein Staatsanwalt.

    • "Als Beamte sind Staatsanwälte
      – anders als Richter – weisungsgebunden und unterliegen uneingeschränkt der Dienstaufsicht durch Vorgesetzte.
      Damit ist die Einflussmöglichkeit auf die Staatsanwaltschaften und Staatsanwälte gegeben, zumal die Weisungsgebenden nicht an die Schriftform gebunden sind.“ (sagt Wikipedia)

      Wir haben aber trotzdem die Pflicht, Justizreformen in EU-Nachbarländern scharf zu kritisieren.

      Schließlich sind wir doch die Guten, oder?

    • Ma-Ma is not the law... I am the law
      Don,

      weder Sie noch ich entscheiden ob etwas an oder schon über der rechtlichen Grenze formuliert ist.
      Das allein entscheidet das Rechtssystem.
      In einem funktionierenden Rechtsstaat.

      Ebenso wie keine Antifa oder Frau Berg das Monopol über Gewalt an sich reißen darf, denn auch das darf nur der Staat, in einem funktionierenden…

      Wie haben verlernt.
      Und noch schlimmer:
      Der Staat hat verlernt Staat zu sein.

    • Schauen's, mein Bester
      SPON betreibt Polarisierung als Geschäftsmodell, um sich anschließend über die fortschreitende Polarisierung der Gesellschaft zu beklagen…

      Zwischen Artikeln über Faszienyoga und Nazi-Ufos wird dort die schöne deutsche Sprache plattgedrückt, bunt angemalt und zum Verkauf feilgeboten.

      Vielleicht sollte man diesem Milieu doch eher mit Gelächter begegnen als mit Aufregung.

  45. den Au-Be-Sa-Tunnel
    könnten ja die Schweizer bauen (lassen).
    Die können’s.

    (Entschuldigung für Sa, hat sich so ergeben.)

  46. Wollt ihr den totalen Krieg?
    Elegante Antwort.

    Nicht alle werde so gelassen sein. Und man siehe, neben der Illustration bei der Berg (houps – vor eine Woche war es noch eine SPON-FAKE, der aggressive, minderhaarige Mann – nun ist es wie eine Kampfansage die sagen soll: „Ja, und?!“) die Leserbriefe. Zur einen Hälfte Entsetzen, zur anderen Seite wie ein zustimmendes Auf gehts!

    Mein erste Gedanke war Entsetzen. Seit wann wird in einer Demokratie das Reden für beendet erklärt? Oder sind wir schon in Erdoganhausen, wo nicht nur massenhaft Gesinnungs-Täter eingekerkert werden (sogar Deutsche – aber die Merkel hat mit der EU gottlob die Förderungen aufrecht erhalten), sondern wo seit langer Zeit massenhaft Kriegswaffen gegen große Teile der Bevölkerung (oder will man deshalb keine Verwendung der „völkischen“ Worte, damit man keinen mehr in soetwas wie seine Bevölkerung einbeziehen muss?) in riesigen Landesteilen eingesetzt werden, ohne dass darüber viel in der EU diskutiert wird. Klar, die Pforte ist ja dank Merkel und Sorros am Drücker und könnte jederzeit fluten.

    Dieses: Die Zeit des Redens ist vorbei, begleitet seit jeher Kriegserklärungen.

    Und so mancher, der sich für links, fortschrittlich und offen hält, denkt so wie sie. Und das kann in Verbindung mit der Sehnsucht endlich mal etwas Bedeutenderes als den nicht durchweg geliebten und meist schlecht bezahlten Bürojob zu leisten, einmal wirklich das Menschengeschick beeinflussendes zu tun, wirklich Gefährliches auslösen .

    Der Jurist fragt immer nach der Beteiligung an zurechenbaren Taten. Wer nicht selbst Täter ist, kann Anstifer sein oder Beihilfe leisten: u. a. durch „durch motivierendes Bestärken (psychische Beihilfe)“. Der Spiegel wird sich fragen lassen müssen, welcher Botschaft er hier Vorschub leistet. Es könnte sogar das Erwecken der Tatbereitschaft sein. Oder eben Verhetzung.

    Bisher war es noch immer Grundkonsens, dass friedliche Kommunikation das einzig zulässige Mittel in einer Demokratie ist und das Gewaltmonopol beim Staat zu verbleiben hat.

    Die Berg erdreistet sich allein den anderen Brüllen und Hassen zu unterstellen und vom Beschmieren der Fensterscheiben zu schwafeln. Nun, nicht nur Linken gehts so, dass Autos, Büros und Heimstätten angegriffen wurden. Es wurde ein 71jähriger Wahlkämpfer (im Lande der Linken unter Kipping) so niedergeschlagen, dass er ins Krankenhaus musste und massenhaft Orte von AfD-Anhängern beschmiert, wie sie es beschreibt. In Sachsen vor kanpp 2 Jahren sogar CDU-Einrichtungen. Und Brüllen – na das geht schon in Ordnung, wenn es gegen „Das Nazi“ geht. In der Süddeutschen haben Linke sich unlängst auch in Selbstkritik geübt und dabei auch das Entmenschlichen des Gegners eingeräumt: http://www.sueddeutsche.de/kultur/mit-rechten-reden-maenner-contra-schneefloeckchen-1.3706351

    Hoffentlich bleibt es friedlich, aber es sieht nach sehr viel Hysterie (und auch Paranoia) aus. Die Menschlichkeit retten, drunter geht es ja nicht – das kennt man vor allen aus Superhelden-Comics.

    Wenn man die Verteidigung der ganzen Menschlichkeit als Notwendigkeit aufruft, was hat man da nur vor?

    • Es ist halt so, das viele Linke Weimarer Verhältnisse proben, mit der folge einer Radikalisierung in kleinen Zirkeln und Ablehnung bei der grossen Mehrheit.

    • ... man muss fairerweise sagen ...
      … dass sich Sibylle treu ist. Schon zu Sarrazin-Bashing-Zeiten hat sie sich im Sinne der Schrei- und Kotbeutelwerf-Fraktion hervorgetan. Das ist eine **** (ahem, bitte Zurückhaltung…) konsequentesten Ausmaßes.

  47. Das musste mal gesagt werden
    … und zwar genau in diesem Ton, endlich hat einer die losen Enden zusammen gebunden! Vielen Dank, lieber Don, ich grinse grad breit während ich die Tunnel der Völkerverständigung nochmal vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen lasse.

  48. Infrastrukturtechnsch ...
    … funktioniert das Konzept leider nicht. Zwei Herrenknecht-Tunnelbohrmaschinen schaffen 50 Kilometer in zehn Jahren. Zugegeben: durch Granit. Das Projekt würde mindestens 100 Jahre dauern für Berlin – Wien. Als Positivum möchte ich hervorheben, dass H. immer schön die CDU sponsert. Die bliebe uns also weitere 100 Jahre erhalten.
    Ich möchte dagegen zuverlässige Schweizer Technik vorschlagen: Wir nehmen ein paar Güterwaggons mit ISO-Container-Verriegelungen, also 2×5.853 mm längs und 2.295 quer. Ist weltweit genormt. Darauf kommen diverse Isolier-Wohncontainer mit EN283/284-Abtelltechnik. Der Anteil der Schweizer besteht in der Innovatrain(.ch)-Horizontal-Umschlagsanlage. Die braucht keinen Kran und funktioniert auf jedem Gütergleis.
    Dann sammeln wir in Berlin die Interessenten, laden sie in die Vollversorgungs-Container und fahren sie mit 18 km/h (durchschnittliche Güterzug-Geschwindigkeit) Richtung Wien. Der Kurz kriegt einen Anfall, wenn er diese Studienabbrecher, Prollitologen und sonstwie Halbgebildeten beim Lokwechsel in Schärding zu stehen hat. Er wird zur Einreise nur Personen mit Staplerschein zulassen. Da den keiner hat, müssen alle zurück nach Ainring, um beim Palfinger in Ladekran und Mitnehmstapler geschult zu werden. Das lässt der Palfinger sich natürlich von den Berlinern bezahlen.
    Wir hätten mehrere Vorteile: Streckennetz, Waggon- und Containerequipment sind sofort nutzbar. Die Albern-Naiven, Marienverehrer und was da sonst noch kreucht, können in der Politik nichts mehr kaputt machen. Sie bringen ihre Wohnquartiere mit, sind also sehr flexibel einsetzbar. Bei Amazon, DHL oder Schenker sind Staplerfahrer gefragte Leute. Allerdings müsste der Arbeitsvertrag mit einem der rumänischen Subunternehmer abgeschlossen werden.
    Angenommen, wir schaffen je Güterzug 100 Container ´raus, haben wir das Parlament in einer Woche leer. Die Belgier und die Niederländer haben bewiesen, dass der Laden auch ohne Parlament läuft.
    Aber nur wir hätten das passende Modell der Anschlussverwendung von Parlamentariern.
    Bei der nötigen Schulung täte ich nicht als Ausbilder freiwillig melden, habe Meisterbrief und Schulung nach AEVO bestanden.

    • Für den Kurz ist das ein Nulsummenspiel, es gibt ja auch genug Wiener, die nach Deutschland wollen.

    • Der Elon Musk schafft das schon...
      … ein Gott auf Erden. Hiermit schlage ich Berlin – Wien als Teststrecke für den Hyperloop vor. Ob das dann defizitär ist, ist auch egal, weil vom Elon.

  49. Vielen Dank, werter Don
    für das abgefahrene Kopfkino! Interessante Idee, das muss man Ihnen lassen ;)

    Ich stelle mir gerade vor, wie sich nach längerer Tageslichtabstinenz der gemeine „ABS-Tunnel-Beheimatete“ allmählich und nicht nur optisch dem Heterocephalus glaber (Nacktmull) annähert – mit einer Koloniekönigin Angela I.
    Gruppenkuscheln, tonangebende Weibchen, keine Störungen von außen: bei CR dürfte der Adaptationsprozeß rasch abgeschlossen sein!

  50. In Afghanistan hatte die Bundeswehr zur Verlegung der Soldaten spezielle gepanzerte Container
    Die Container hatten wohl sogar recht bequeme Sitze und Klimaanlage. Sie hatten zwar auch noch Fenster, in der speziellen Version für den Transport von social justice warriors, Netzfeministen und ähnlichem würde man diese allerdings weglassen. Man könnte dann entweder den Container irgendwo in Kreuzberg auf einen LKW laden und den so transportieren, oder ihn im multimodalen Verkehr auf die Eisenbahn umladen. Wie im Containerverkehr üblich wird selbstverständlich der Container vom Versender versiegelt. Um Gefahren für die Menschheit zu vermeiden müssten die Richtlinien der ADR und IDR (Anhang C) angewandt werden. Städte und Ortschaften sollten aus Rücksicht auf die Bevölkerung nicht durchfahren werden,
    Alternativ könnte man sie auch in Sonderzügen mit verplompten Türen und verhängten Fenstern befördern. Hierbei müsste allerdings eine möglichst ununterbrochene Fahrt geachtet werden, bevor den Zug noch jemand mit der RE4 nach Bamberg verwechselt und dann dem geballten Irrsinn ausgesetzt ist.

    • Einrichtung
      In jeden Container eine Mohrenlampe, dann sind die Insassen beschäftigt!

      GH

    • Und wer lacht, fliegt sofort raus.

    • Geschichtssensible Assoziationen
      Mohrenlampe ist super.

      Nur mit dem ideellen Verfrachten von Menschen in Containern bzw. Waggons wäre ich zurückhaltend. Da gibt es nazi-deutsche Praktiken der übelsten Form …

  51. Sand in den Kopf stecken
    ginge auch noch, um nicht weiter Reden zu müssen (Copyright gehört einem mir nicht mehr präsenten Fußballer). Danke Don für diesen Gestaltungsvorschlag. Sie beschreiben zutreffend die Filterblase durch Auswahl der der eigenen Gesinnung zugewandten Zeitungen /Zeitschriften.

  52. Oben/ Unten bleiben?
    Kann so ein Tunnel (=analoge Echokammer für Millennials/ Hipster, Grüne/ Linke o.ä) denn überhaupt kommen?? Mir fallen da spontan die Stuttgarter Proteste gegen die Tieferlegung des dortigen Hauptbahnhofs ein.

    Andererseits könnte o.g. Tunnel bereits als fertiggestelltes Teilstück umgewidmet werden

  53. Sybille Berg
    „Die Zeit des Redens ist vorbei.“

    Es ist Zeit, für die Menschlichkeit zu kämpfen.

    Warum nicht gleich, Frau Berg, postulieren: Es ist Zeit für die Menschheit zu kämpfen, um jeden Preis, mit allen Mitteln, ohne zu reden, ohne zu fragen, jetzt entschieden in den digitalen und analogen Endkampf!

    Sybille Berg hat ein Problem mit Menschen. Mit Menschen, auf die sie sich nicht persönlich einlassen kann, muss sie auch nicht. Literatur ist gut in solchen Fällen. Auch mal ein Blogbeitrag bei SPON.

    Wenn mich jedoch irgendwann jemand krankenhausreif schlägt, ersticht oder mit Benzin übergiesst – und dann sagt, die Zeit des Redens sei vorbei, Menschenfeinde gehörten bekämpft – dann wird Frau Sybille Berg dazu nichts zu sagen zu haben. Sie wird nicht einmal fragen (fragen heißt reden und mit freiem Geist denken), ob ich überhaupt ein Menschenfeind war! Wird schon stimmen.

    NKWD. 2017. SPON.

    Das sind meine Hashtags.

    Und wer meint, das sei übertrieben… empfehle gerne Bücher über die Ereignisse unter Stalin. Und Berija. Geredet wurde da auch nicht mehr.

    Schon gar nicht offen oder ehrlich. Das wurde nämlich geahndet. Die Zeit zu reden war da nämlich vorbei. Trotzki und Lenin längst tot.

    Daran erinnert mich der irre Ton der Frau Berg.
    SPON druckt es ab.

    Na ja. Immerhin kann keiner mehr sagen, er habe nicht wissen können, was geschah, wenn es bald zu Übergriffen kommt. Und die werden kommen, spätestens wenn nach Paris auch Berlin erkennt, dass vielleicht nicht alle Triebtäter von Sozialhilfe und Drogenverkauf hier abhängen können sollten.

    Dann wird nicht mehr lange geredet, sondern gehandelt. Wen man dann so erwischen kann mit Selbstjustiz zur Verteidigung der Menschlichkeit.

    • Manchmal gibt es hier kommentare, die in die Rechtung Gewaltrelativierung gehen – da greife ich dann ein. Dass das offen – und nach meiner Zählung schon zum dritten Mal – so bei SPON steht, macht nicht den eindruck, als sei das mal durchgerutscht. Allein, eine SPON-Antifa sehe ich nicht, die Gewaltfreunde dort sind alle körperlich nicht geeignet. Manche sind einfach zu fett, andere sind zu morbide und zu alt für solche Taten.

    • Gerade weil sie selbst fett und alt sind, versuchen sie ja, andere aufzustacheln.
      Wie Sie selbst im Vorbeitrag belegten, gibt es mittlerweile viele junge Opfer der Bildungsexpansion, die in eine bürgerlich/konservative Gesellschaft nicht mehr integrierbar sind. Die können nichts, außer Gesinnung.

    • Ja, aber es wird kaum DIESE Gesinnung sein, die keine ökonomischen Vorteile bringt und auch nur mögliche Partrner, die keine möglichen Partner sind, um es mal nett zu sagen.

    • @vonMicha
      Die Gnädige wohnt ja nicht mal im bunten Berlin, sondern in der nationalistischen Schweiz :o) Von ihrer dort sichereren Position aus pöbelt sie dann fröhlich gegen Deutschland. Nun ja, sie hatte eine schwere Jugend (Mutter Alkoholikerin, später Selbstmord) und sie hat wahrscheinlich so ziemlich jede Neurose, die man sich zulegen kann. Man müsste ihr mal Kontakt mit der Realität wünschen – so, wie man Spinnenphobiker durch kontrollierten Kontakt mit Spinnen heilt, sollte man die Frau Sibylle mal in ein Flüchtlingsheim setzen, damit sie von ihrer Angst vor Männern geheilt wird. Als nächste Stufe können es dann weiße Männer sein …

  54. Sie können doch gar nicht
    schlecht schreiben verehrter Don. Scheint eine Sucht zu werden. Das Lesen aber auch.
    Danke

  55. Werter
    Don, sicher unterhaltsam, aber ätzend wie Königswasser. Vielen Dank. Müssen wir uns nicht langsam Sorgen um Ihre Sicherheit machen?

    edSE

    • Ja, es gibt konkrete Drohungen in meine Richtung, aber das gehört zum Job.

    • Titel eingeben
      Auch Karl Kraus wurde mal verprügelt.

    • Niedersachsen
      Mache mir auch Sorgen um Ihre Gesundheit. Wenn’s mal schlimmer wird, biete ich sicheres Asyl im ländlichen Niedersachsen, da vermutet Sie keiner. Und genug Einstellplatz für die vielen Räder gibt’s auch, allerdings kaum Berge, um sie anständig auszufahren …
      Toller Beitrag, dennoch zum Heulen diese Thematik. Unfassbar, was sich SPON leistet.

  56. + einem Tunnelausgang beim Mutterschiff; s. 21.10.17:
    „AfD-Wähler anfällig für Falschnachrichten“ lt. FAZ + Spiegel; 1. Beweis: 75% dieser AfD-Hirnis glauben, jeder 2. Flüchtling habe keinen Schulabschluss, tststs
    auch die weiteren FAZ „Belege“ sind echt cool, denn
    … whisky-tango-foxtrott is Käßmann?
    … Q arbeitet für Bond, James Bond!

    vielleicht waren die AfD-Wähler früher temporäre ZEIT-Leser, s. http://www.zeit.de/2015/47/Integration...

    Ob die GdP sich das noch lange ansieht??? = BULLENSTREIK!

  57. Danke
    für diesen grossartigen Text.
    Der originäre Sprengnagel Nachname als Kampfname statt Sargnagel wäre die bessere Nichtwahl gewesen.
    Böse weisse alte Tischlermänner stellen den Nagel auf den Kopf und hauen ( furchtbar, nicht wahr?) mit einem Eisenhammer ( ganz schlimm) auf die Spitze, dann sprengt der Nagel das Holz ( am Rande! ) nicht mehr immer und kann dann als Sargnagel verwendet werden.
    Es gibt soooo viele stumpfe und brauchbare einfache Nägel.

    Beste Grüsse zu Ihnen

  58. Don... beste Glosse seit langem.
    Aber lachen kann ich darüber nicht, dafür ist es zu ernst.

    Die Trennlinie in diesem Land geht nicht zwischen links/rechts, sondern zwischen anständig/unanständig.
    Beides gibt es in jeder sozialen Gruppe.

    Das scheint aber nicht jeder zu begreifen.

    Die wachwerdenden Grossväter, vor denen goodnight warnte… sie kennen keine Parteigrenzen.

    • Die radikalen Kräfte geben leider der Ton an, das ist auf beiden Seiten so, und ich fürchte, Österreich ist in der Entwicklung einfach nur ein paar Jahre voraus.

  59. Mit wohligem Schaudern lese ich
    … und freue mich diebisch. Der Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel. Mit Agitations-Tankstellen!
    Eine etwas andere Zukunftsvorstellung als die inzwischen 12 Jahre alte Dystopie aus der ersten Zone mit den Koch-Wulff-Raketen, die kreischend in die Nacht fliegen:
    https://rebellmarkt.blogger.de/topics/Sehr+zu+empfehlen/?start=100

    Meinen Glückwunsch zu diesem Text, der über traurige Umstände zum Lachen anregt.
    Und meinen Dank. Wirklich köstlich!

    A propos traurig: Da hat mir doch jemand meinen fahrbaren Untersatz geklaut. Sapperlot. Nun bin ich auf der Suche nach einem Cyclocrosser, der macht in der Stadt mehr Strecke und Pace als der Breitreifen-Hobel. Hoffe ich.

    • Oh, das tut mir leid. Leider habe ich einen Crosser in Deiner Grösse gerade erst abgegeben. Was soll es denn sein?

    • Fahrradschloss
      Ich rege mich bei Fahrraddiebstählen auch immer mächtig auf! Kleiner Tip: Laut Herrn Danisch soll es beim Spiegel derzeit eine Abo-Aktion geben, bei der man als Prämie ein (wohl recht) gutes Abus-Faltschloss bekommt. Abo = 39,90 Euro, Prämie = 1,- Euro. Das Schloss allein wird wohl (habs jetzt nicht nachgeprüft) für über 70,- Euro verkauft.

      Da kann man nicht nur einen Batzen Geld sparen, man sieht nebenbei auch, wie verzweifelt der Spiegel derzeit um Abonnenten werben muss. ;-)

    • Die SPON-Nachwuchs-Leser fragen sich halt, warum sie den Spiegel bezahlen sollen. ausserdem ist SPON inzwischen ein reines Yellow-Magazin.

  60. ... der aktuelle Spiegel lohnt sich wegen eines Houellebecq-
    – Interviews, in dem er u.a. sagt: „Die linken Gesinnungswächter sind seit einiger Zeit wahrhaft unausstehlich geworden. Sie verhalten sich wie ein Tier, das in der Falle sitzt und fühlt, dass es bald zu Ende ist“ (126).

    Das ist Sibylle und mehr ist nicht dran.

    • Ich beobachte beoi SPON schon seit längerem eine gewalttolerierende Haltung, so wie es beim NDR auch Antifaaktivisten gibt, denen freie Hand gelassen wird. Es sind ganz schön viele.

    • @sirisee
      „… mehr ist nicht dran.“

      Hoffen wir darauf, dass sich Anstand und Menschlichkeit durchsetzen.

      Leider ist es heute so, dass geschwiegen wird von den 87%-Parteien, wenn politisch motovierte Gewalt von links gegen Einzelne ausgeübt wird. In welcher Form auch immer, bisher meist subtil auf Mobbing-Ebene.

      Es wird weggesehen. Mein OB deckt das ganz offiziell.

      Die Linksextreme wächst, wie die Grünen an Wählerstimmen verlieren. Und Identitäre oder Saubermänner a la Höcke-AfD streuen dieselbe Aggression.

      Solange die Mehrheit der Bürger das akzeptieren, schweigend oder blabla-relativierend „mit Hetze gegen Hetze“, radikalisieren sich die Lager weiter.

      Probleme löst das nicht, reine ärgerliche Selbstbeschäftigung.

      Der Spiegel müsste nun ein Zeichen zu Zivilcourage setzen. Doch schweigen sie.

    • ... vergebliche Hoffnung ...
      … nur dass die wie ein Tier aggressiv in der Enge hocken, heißt nicht dass die aufgeben werden. Es bedurfte 40 Jahre Agonie und den ökonomischen Zusammenbruch des Ostblocks um die elende DDR loszuwerden und die SED sitzt noch immer im BT und Frau Kahane an den Fördertöpfen. Silvie ist vielleicht 50 (?) – die treibt das noch mindestens 25. Jahre; die anderen Fanatiker der „Zivelgesellschaft“ sind noch jünger … ohne Massenverelendung oder Besetzung durch GB und Österreich- wofür ich wäre – werden wir die nie los …

    • Identitäre
      finde ich hier im Blog häufiger in Auflistungen der ganz Bösen.

      In ihren medialen Erscheinungsformen (zB auf YT) konnte ich das Verwerfliche bei denen bisher nicht erkennen.

      Möglicherweise habe ich nur das falsche Material gesehen?
      Wäre also dankbar für Hinweise (aber bitte keine Links), wie ich in den Medien zum bösen Kern der IB vorstoßen kann.

    • Identitäre, Hausschwein,
      sind alles andere als wirklich böse.

      Als Problem sehe ich allerdings, dass sie eine klare, ethnische Aussage haben. Und zwar eine, die sich nicht so besonders von der des Schnauzbartes unterscheidet, was die Trennung von Ethnien betrifft. Wenn auch nicht unbedingt eine Überlegenheit.
      Dennoch kann ich nicht dahinter stehen, ein Staatsgefüge anzustreben, in dem ‚die Deutschen‘ leben. Die gibt es sowieso nicht, und hat es nie gegeben. Die Völker haben ich derartig vermischt, in den letzten tausenden von Jahren, dass eine ‚deutsche Identität‘ eben eine zufällige wäre, z.B. diejenige des Jahres 2017.

      Leitkultur ist anders, weil nicht ethnisch belegt. Wenn zu meinen Berliner Zeiten die zweite Generation Türken am Samstag ihre Autos echt voll gewaschen und poliert haben, besser und mehr als ich das aus meiner Kinderzeit auf dem Lande kannte, war das in meinen Augen schon eine Befolgung der Leitkultur.

    • Identitäre
      Das Problem an den Identitären ist meines Erachtens, dass sie eine Vorfeld-Organisation sind.

      Vor vier Jahren traf ich auf völlig unspektakuläre deutsche Jugendliche, die einfach nicht links waren und das Wort „Heimat“ aussprechen können wollten, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Und denen wurde selbst bis in die CDU hinein keine politische Heimat mehr geboten:

      SPD-Grün-LINKE ohnehin nicht. FDP ist auf dem Globalisierung first, Bedenken keine-Trip. Und in der CDU bekamen sie Heimat als zu angreifbar-spießig-rechts von den eigenen Mitgliedern gestrichen, nur in Sonntagsreden vor den Senioren wurde dann die Heimatliebe kurz erwähnt.

      Nun, und dann sehen sie diese Jugendlichen, die berechtigte Fragen stellten – und niemand war da, der 19jährige junge deutsche Männer darin politisch vertrat, dass die Verhältnisse in der S-Bahn am Wochenende abends eben völlig indiskutabel und inakzeptabel geworden sind.

      Doch diejenigen, die das Identitäre organisierten, die organisierten auch die NPD-nahen Aktionen.

      Es ist wie mit der Grünen Jugend und der Antifa. Die einen reden noch, die anderen handeln schon. Was könnte man gegen die Grüne Jugend haben?

      Das ist das Problem. Nichts Böses, einfach nur Vorfeldorganisationen für die uralten dämlichen links-rechts-Lagerkämpfe. Als hätten diese Lager irgendeinem Bürger jemals etwas Positives gebracht außer Hass, Diktatur, Krieg und Gewalt…

      In einem Satz:
      Identitäre sind so wie Gregor Gysi.

      Dass dies passt, dürften Sie daran erkennen, dass sich beide ärgern (oder es lachend abtun), sollten sie es jemals lesen.

    • Ich tue mir mit den Identitären auch schwer. Ich finde die Einstufung als rechtsextrem zwar fragwürdig, weil sie in vielen Aspekten nicht einfach „Nazis“ sind, aber die elitären Vorstellungen und etliche andere, ideologische Aspekte sind in meinen Augen sehr ungemütlich. Und vermutlich sind sie auch ein Problem beim Versuch, über Heimat offen zu reden.

    • Heimat, bester Don, ist da, wo man im Grundbuch steht.
      In Berlin und Wien dominieren die Mieter, das erklärt so einiges. Und Stadtschreiberinnen sind auch nur auf Durchreise.

    • Heimat ist aber auch dort, wo man Nebenkostennachzahlungen zu berappen hat. In gewisser Weise jedenfalls.

    • Danke für die Kommentare!
      @Uwe Dippel: Es mögen Fake-News sein aber im Wikipedia-Artikel
      „Identitäre Bewegung“ heisst es, dass die IB „ethnopluralistisch-kulturrassistische Konzepte“ vertritt. Das „rassistisch“ würde ich als Hinweis darauf werten, dass zumindest Teile des Artikels nicht von IB-nahen Menschen geschrieben wurde.

      So jetzt das Eigentliche:
      Die „klare, ethnische Aussage“, […] „, die sich nicht so besonders von der des Schnauzbartes unterscheidet.

      Laut o.a. Artikel folgt die IB „dem Konzept des Ethnopluralismus, das statt von einer biologisch gestifteten Einheitlichkeit einer Volks- und Abstammungsgemeinschaft, wie sie etwa im NS-Rassismus dominant war, die kulturelle „Reinhaltung“ der Gesellschaft anstrebt. Die IB erhebt die Forderung nach „ethnopluralistischer Vielfalt“ statt „kulturellen Einheitsbreis.“

      Das würde sich schon als Hinweis darauf sehen, dass es starke Unterschiede zum Schnauzbart gibt. Dass der Widerstand gegen eine global-universale Einheitskultur als unmoralisch angesehen werden sollte, kann ich nicht nachvollziehen.

      Danke auch für den Hinweis bzgl. Vorfeld-Organisation. Das ist möglich und ich kann das nicht beurteilen.

    • Danke, Hausschwein, für Ihr 'Danke'!
      Nu, ich hatte ja auch nicht vertreten, dass die Identitären NSDAP seien.
      Aber persönlich bin ich quer-konträr gegen ‚Reinhaltungsforderungen‘.
      Ob genetisch oder kulturell. Dann sässen wir noch immer auf den Bäumen, hätten unsere Vorfahren sich nicht römische Kultur übergestriffen.
      Legendär gibt es das bei den Pythons, und den Errungenschaften im Life of Brian.

      Vielleicht wollen die Deutschen mehrheitlich in 250 Jahren unter der Sharia stehen? Nun, dann los! Und das meine ich so. Nur: in 2017 ist das sicher nicht so. Und die Mehrheit schreit auch nicht nach halal Essen. Und zwanzigtausend andere Beispiele. Bloss, unsere neue Minderheit ist überzeugt davon, dass man uns zur Not dazu ‚überwältigen‘ muss; nicht unbedingt mit Gewalt. Aber überwältigen.
      Und, so wie hier schon oft genug geschrieben, das *auch* tut in reiner Ausübung ihrer Religion, die genau das vorschreibt.
      Deshalb stehe ich einhundertprozent hinter den Aussagen von Glaser; von heute, bei Phoenix und sonstwo anzusehen.
      Und da unterscheide ich mich von den Identitären, bei aller sonst möglichen Sympathien: Für die ist Status Quo ein eigentlich relativer, fixer, historischer Punkt. Eigentlich vollkommen willkürlich: die ‚Reinhaltung‘ eines Ist-Zustandes.

      Dabei muss Kultur, Tradition, auch evolvieren können. Aber als bewusst betriebener Vorgang durch eine Mehrheit (nicht unbedingt im demokratischen Sinne) derjenigen, die schon länger in einer Region leben.
      Sonst kann es keinen Fortschritt geben.

    • Heimat ... ist ... im Grundbuch ...
      … halte ich für eine intelligente Aussage!

      Da kann man dann nämlich nicht so schnell und billig weglaufen…

  61. Flugreisen ... zwischen Berlin und Wien
    Dafür gibt es einen perfekten Rahmen:

    Mit Air Berlin zum ProblemBERen!

    Schließlich kann Wien nicht alles bieten.
    https://www.nzz.ch/international/europa/der-unheimliche-tiergarten-ld.1323223 gibt es meines Wissens in dieser Intensität noch nicht bieten!

    Wer es gerne exotischer hätte, dem sei das gute alte Kuba empfohlen:
    „… die Peso-Gehälter verharren bei 25 Dollar im Monat.“
    https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/kubas-zoegerliche-oeffnung-unter-raul-castro-die-ewigen-revolutionaere-ld.129763

    Auch Simbabwe mit Comrade Bob wäre nicht schlecht!
    Man komme mit einem Kübel Wasser ins Spital – das ist doch schon nahe an echtem Sozialismus!

    Link aus NZZ kann nachgereicht werden…

  62. Wunderbar!
    Feine Satire, nur den Text von Frau Berg finde ich nicht mehr spaßig, die antifa als schlagkräftiger Held gegen rechts, ernsthaft

  63. Dying from parasitism - or from laughter
    Der Tag war eher mau, aber Ihr Beitrag gibt ihm eine unerwartete Wende und lässt ihn heiter enden. Sehr willkommen und von großartig boshaftem Witz!

    Am Nachmittag beschäftigte ich mich mit Jared Diamonds „Kollaps“ und der Debatte um seine Thesen zum Untergang Copáns bzw. der Maya-Kultur. Auffallend die Hybris der Eliten, die überwiegend parasitär lebend, irgendwann die Geduld und Opferbereitschaft des arbeitenden, Leistung erbringenden Gesellschaftsteils überforderten.

    Über mögliche gesellschaftliche Überforderungen macht sich das linke Spektrum schon lange keine Gedanken mehr. Der Kapitalismus hat’s ja und zahlt, wenn man ihn nur richtig quetscht, in Berlin, Hamburg, Wien etc.
    Wenn allerdings das Umland den Stecker zieht, wird’s zappenduster in den bright cities.

    Kleine konstruktive Anregung: aus Brandschutzgründen unbedingt eine Flutungsmöglichkeit des Tunnels vorsehen

    • Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis sich eine alt-right kulturszene herausbildet – in Österreich/Südtirol hat man das nämloch teilweise schon. Frau Sargnagel wirkt da wie ein Brandbeschleuniger, und die Versuche, aus ihre eine Großliteratin zu machen, sorgen für eine Gegenbewegung. In Deutschland ist gerade die Jagd auf Tellkamp eröffnet, weil er die Charta 2017 unterschrieb. Tja.

    • Ich nenne das seit kurzem:
      Wir basteln uns eine Französische Revolution.
      Gerade durfte ich mich auf Twitter von zwei Herren der Jungen Union, mit denen ich mich zunächst ganz gesittet über die Reaktionen auf die Merkelrede und den einsamen Rücktritts-Rufer in der Wüste des JU-Parteitags unterhielt, plötzlich „anonymer Frustbot“ nennen lassen, weil ihnen wohl nicht gefiel, was ich zum Verhalten der JU zu sagen hatte. Arroganz sondergleichen. Nichts erreicht diese Typen…

    • Titel eingeben
      „Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis sich eine alt-right kulturszene herausbildet – in Österreich/Südtirol hat man das nämlich teilweise schon. “
      Es würde reichen, wenn ein Schwergewicht wie Menasse nachdenklich würde. So was haben wir hier aber nicht mal. Vom Sinn für Vielfalt ganz zu schweigen.

    • Brandschutz-Flutung ...
      … ist in der Tat die wichtigste Ausrüstung des Sargnagel-Tunnels (vor Asfalt)!

      Wenn Hitz- und Knallköpfe mit Elektroautos unterwegs sind, geht es auf keinen Fall ohne.

      Diese Schutzmaßnahme sollte aber auch öfter ohne Ankündigung getestet werden, damit sie sicher funktioniert wenn man sie wirklich braucht…

      (Achtung Satire!)

  64. Repartionen und Vertriebene
    Gestatten Sie mir bitte noch kurz meinen Widerspruch zu den Ansichten hinsichtlich polnischer Reparationen und der Vertriebenenverbände zu erwähnen. Es ist nun einmal ein Fakt, dass mit ca. 14 Mio Vertriebenen aus den Ostgebieten gerechnet wird. Polen hatte die Ostgebiete, die immerhin ein Drittel des bisherigen Staatsgebietes ausmachten, bis 1990 unter völkerrechtlicher Verwaltung und kann sie seit der deutschen Wiedervereinigung sein Eigen nennen. Das ist nicht gerade wenig – weder in der einen noch der anderen Hinsicht.

    Da haben viele Millionen ihr Zuhause verloren. Kein Wunder, dass sie zusammenhielten und Hoffnungen hatten. Würde man bei jedem Migranten verstehen. Landsleute halt. Die übrigens allzumeist unsere Sprache in Wort und Schrift beherrschten, weil das ja so gern verglichen wurde im Herbst 15. Und die Gepflogenheite kannten (und in Bayern vermutlich viele Wähler stellten – es sollen nur 4,5 in die DDR gegangen worden sein, und die meisten von jenen sollen dann bald weiter gezogen sein, also waren in Westdeutschland viele).

    Vor ein paar Jahren begegnete ich in der Bahn einer etwa 70jährigen, die mir erzählte, wie sie bei der Flucht erlebt hatte, wie ihre Mutter die 2 kleineren Geschwisterkinder auf dem Misthaufen zu entsorgen hatte, weil sie erfroren waren. Die Frau beschwor, dass sie keine Revanchistin wäre, aber bekam feuchte Augen, als ich sagte, eines Tages werde man Dr. Erika Steinbach dankbar sein, weil sie das Offensichtliche angesprochen und das Gedenken an das bittere Schicksal vieler, die übrigens unstrittig zu unserer Bevölkerung gehören, bewahrt (und wie wurden sie t. w. jahrzehntelang behandelt, wo die Flüchtlinge ankamen!). Und ich sehe mich klar als Linker. Sie sei so froh das zu hören, denn wie ihr ginge es vielen. Und ich sehe gar keinen Grund das nicht verstehen zu können.

    Danke, dass ich das noch hinzufügen durfte, für den Fall, auf den ich hoffe.

    Wenn immer gefordert wird, dass wir uns unserer Geschichte stellen, dann gehört nach meiner bescheidenen Meinung auch das dazu.

    („deutsche Dreckskultur“ – sind die so bar von Kenntnissen der Literatur, der Musik, der Geschichte? Vielleicht wirklich? Vielleicht nur noch Amiserien und Marvel-Superhelden konsumiert? Man kann es kaum glauben, denn wenn man sich nur einigermaßen in der Historie auskennt und gute Musik liebt, kann man kaum zu solchem Unfug kommen.)

    • Tschechen und Polen haben mit ihrer Unfreiheit für die deutschen Verbrechen bezahlt – ich kann verstehen, dass die immer noch einen Groll hegen, selbst wenn jetzt in Tschechien ein Ex-Apparatschik gewählt wurde. Es ist einfach zu viel Unrecht geschehen.

    • Schon irgendwie...
      … aber letztendlich weiß man nicht ob es nicht in jedem Fall Krieg gegeben hätte und wie ein Krieg Frankreich und England gegen die Rote Armee ausgegangen wäre. Polen, Ungarn und Tschechien standen schließlich ohnehin auf Stalins Speisekarte. Nur wenn ein aufgerüstetes Deutschland auf der Seite der Westmächte gestanden hätte, hätte Stalin es sich wahrscheinlich eher nicht getraut.
      Aber das ist alles viel Kaffeesatzleserei – trotzdem ohne Expansionsbestrebungen des russischen Kommunismus keine Unfreiheit für Polen und Tschechien, selbst mit Nazideutschland.

    • Unfrei
      Deutschland war 1945 ein Nichts und konnte über Freiheit oder Unfreiheit von Garnix entscheiden. Soweit ich es sehe, hätten einzig und allein die Amerikaner 1945 verhindern können, daß Osteuropa unfrei wurde. Sie hatten aber keine Lust mehr dazu, was man auch verstehen kann.

      Im übrigen bin ich eine Anhänger der Idee, daß derjenige für eine Tat verantwortlich ist, der sie tut, und nicht der, der sie möglicherweise hätte verhindern können, oder der etwas ganz weit davor getan hat, das dann viel später zu etewas geführt hat. Insofern sehe ich die Kommunisten in der Verantwortung für alle Verbrechen, die sie begangen haben, und niemand anders.

    • Da kann ich ja vielem nur zustimmen, nur...
      es ist ja auch eine Frage der Empathie für Leidende. Dass die millionen Vertriebenen versucht haben ihre alte Kultur zu erhalten und zu pflegen, kann man nur verstehen. Das verstehen wird doch bei anderen Opfern von Krieg und Elend auch.

      Es ist ein ganzer Sagenschatz mit den Orten verbunden, man schaue nur mal nach dem Rübezahl, die verlassen werden mussten. Und dennoch wurde viel gelästert über das, was bei den Treffen passiert ist. Die Kritik kam immer von oben herab, wie bei so manchen der Linksbizarren bei Dingen die sie nicht wahrhaben (und am liebsten ausmerzen) wollen, und schnell und hart.

      Ja, ich bin doch selbst mit der immer nur einseitig und vernichtend Kritik der Revanchistentreffen groß geworden. Da waren das dann schnell nur Rückwärtsgewandte und eigentlich Nazis. Die den Krieg neu anzetteln wollten.

      Dabei wollten sie sich in vielem auch einfach gegenseitig Trost spenden und ihrer Heimatliebe Nahrung geben. Würde man bei jedem verstehen, dem es sonst so ergangen ist. Was wird zB mitfühlend, zu Recht, berichtet, wenn Dörfer für die Kohle oder Staudämme weichen müssen.

      Übrigens gibt es lustige Protokolle, wie Stalin den Polen Rügen verweigert und es ihnen gleichzeitig für den Fall eines nach einem 3. Weltkrieg verspricht. Oder aus der ostberliner Führung, als die Polen in Danzig übernehmen. Wie schnell dann doch die erst auch unter ostdeutschen (oder mitteldeutschen) Kommunisten stark abgelehnte Anerkennung der Oder-Neisse-Grenze kam…

      Da ist vieles unbekannt, wie der langjährig so wichtige Ministerpräsident Preußens Otte Braun (wie so viele mit Ostdeutschland besonders verbunden) oder Bismarks wilde Jugend. Und es wird nicht erzählt, so dass man sich vielleicht vielleicht so etwas einbilden kann:

      „Ich möchte die Autorin mal darauf hinweisen, dass es eine spezifisch deutsche Kultur außerhalb der Sprache traditionell nicht gibt, wenn man vom spezifisch deutschen Antisemitismus mal absieht, der zum Holocaust geführt hat.“

      Das stammt aus der Diskussion zu dem fürchterlich-hetzerischen Artikel der türkischstämmingen bekennend muslimisch-quer-feministischen Hengameh Yaghoobifarahm „Deutsche, schafft Euch ab!“ in der taz (gibt es keinen Presserat mehr?), die übrigens auch breit gegen die angebliche Diskriminierung Fetter schreibt. Und schrieb: „aber die größte Problemkindergruppe vergessen: die Deutschen selbst. Sie schaffen sich selber ab. Ich hoffe, sie beeilen sich.“

      Wem würde man wo sonst so etwas durchgehen lassen? (Polen und Tschechen werden ihr nicht zustimmen)

      Fakt: Polen war mehrfach zeitlich nicht existent und niemand würde auf die Idee kommen eine polnische Kultur zu leugnen! Und schon gar nicht so abfällig und demütigend über diese zu sprechen (meine Eltern sind mit Tschechen, Slowaken, Polen befreundet – wir waren sehr oft dort).

      Vielleicht sollten wir umdenken in der Bewertung jener, die zu den Vertrieben gehalten haben (das wurde ja hinsichtlich jener, die für die an die Wiedervereinigung glaubten, ebenso).

  65. links oder rechts?
    http://meedia.de/wp-content/uploads/2017/10/Frankfurter-Buchmesse-Text.jpg

    tja, liebe Frau Berg. Einer Ihrer Verteidiger der Menschlichkeit. Hätte mich jetzt beinahe getäuscht und gehandelt, ohne zu reden…

    Hört doch einfach alle auf mit der Ignoranz anderen Menschen gegenüber.
    Ihr sucht doch nur Gründe, die es rechtfertigen, wie ihr selbst lebt. Unzufrieden und zerfressen vom Hass gegen Anderes als der eigenen Perspektive.

    Welche Hybris.

    Welche Verschwendung von Lebenszeit.

  66. kein Titel
    „Großregion, die Ostdeutschland (außer Berlin), Polen, Bayern, Tschechien, die Slowakei, die Schweiz, Österreich (außer Wien), Ungarn und Oberitalien umfasst“

    Das ergibt auf der Landkarte ja einen schönen Riegel durch Europa, von der Ostsee bis zur Adria.

    • Ja. Insofern kann ich die Besorgnis auch verstehen, denn dieser Block hat weitaus mehr Gewicht als die Visegrad-Staaten.

  67. Im Tunnel wird nicht gefummelt
    Im Tunnel ist man vor Sexismus geschützt.

    Die da oben auf den Straßen und Plätzen schützt man vor „Komplimenten“ aber nicht vor Antänzern.

  68. Ein Tunnel ist zu teuer. Ein nach oben offener, im Querschnitt rechteckiger
    Trog, aus Stahlbetonfertigteilen zusammengesetzt, tut es auch. Extra tief natürlich um die Sicherheit herzustellen –
    und nach oben mit Netzen abgedeckt, damit keine gemeingefährlichen ‚Fremdmeinungsbedroher‘ von oben einsteigen können – denn fremde Meinung ist fast immer bedrohlich.

    Der Trog wäre aber die viel ökologische Variante, schließlich hatte er einen Teil des Tages Tageslicht und bekommt frische Luft von oben ohne Gebläse. Und außerdem kann der Rest der Bevölkerung bei schönem Wetter auch schon mal winken kommen.

    Und nur in dystopischen Romanen träte ggfls. ein Pinochet auf und würde sagen ‚die Straße im Trog ist ab sofort ein Fußballstadion‘.

    Und Röhren haben auch den Nachteil, dass man ihnen durch Diktatoren auch Vergeltungswaffen zusammenschrauben lassen kann, unter leichtem Zwang, abschnittsweise.

    Alternativ kann man vermutlich auch Trinkwasser hindurch leiten oder Erdgas.

    Eventuell wüsste ja Hollywood vielfältige weitere Möglichkeiten noch für das Drehbuch.

    Und überhaupt kommt das sowieso alles demnächst, wenn erstmal die autonom fahrende Elektromobilität verwirklicht ist, kann ja jeder auf jedem Weg durch politisch oder sonstwie als unangenehm empfundene Gegenden oder überhaupt die Scheiben zu ziehen und die Realität ausblenden – und sich innendrin eine eigene, wunschgemäße Realität nach eigenen Vorstellung schaffen, das alles kommt eben sowieso.

    • Ein nach oben offener, im Querschnitt rechteckiger Trog ...
      … war bei uns immer ein Sautrog!

      Wenn er 100e km lang sein muss, dann soll es eben so sein…

  69. Rot-goldene Zeiten am östlichen Horizont
    Der Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel als horizontale Verwirklichung des Weltraumaufzuges. Genial!

    Authentisch ausgestattet mit stinkenden Bahnhofstoiletten und den Bahnhofsvorstehern mit Gulag-Aufseher-Attitüde Ost-Berlins.

    Mit dem knallgrünen Tesla wird dann auch herstellerüblich das lästige Gewerkschaftsproblem beseitigt.
    http://www.automobilwoche.de/article/20170901/NACHRICHTEN/170909982/arbeitnehmer-rechte-tesla-soll-gruendung-von-gewerkschaft-behindert-haben

    Denn dieses Gewerkschaftspack hat ja schon seine Jugend nimmer im Griff. Will es doch unglaublicherweise die Kombattanten von morgen nicht beitragssubventionieren! Zeiten sind das…
    https://m.facebook.com/JUNGEPOLIZEI/posts/1674704989268930

  70. hie Sibylle Berg mit der Wiedergeburt als Bolschewikin, da Charta 2017
    Man tut sich schwer mit den Gesinnungs- und Kahane-Prozessionen rings um die Buchmesse. Ist das schon gelenkte Demokratie oder noch Blockflötenabsicherung des Buchhandels vor der gefühlten Mehrheit gegen „Dunkeldeutschland“?

    Oder steht der Faschismus schon mit dem Stiefel in der Tür wie am 17. Juni 1953, mit den Notstandsgesetzen in Westdeutschland … oder ist er schon über die Schwelle mit Götz Kubitschek, seinem Verlag, seinem „Rittergut“, seinen Ziegen?
    Kann nur der Schwarze Block uns retten, wie Sibylle Berg aktuell auf Spiegel online meint?

    Der Qualitätsjournalismus ließ einem damit ziemlich allein. Neulich auf 3-Sat, Kulturzeit, half eine – einseitige – Buchautorin der Journalistin auf die – flehentlich – erbetenen Sprünge. Und, das war nur ein Beispiel für den geistigen Bettel-Journalismus gegen „Rechts“.

    Man konnte sich aber selbst die Infos zusammen tragen und dann – beispielsweise – die Charta 2017 einer Dresdner Buchhändlerin als Notzeichen gegen die Verwirrung von meinungsbörsenabhängigen Frankfurter Buchhändlern unterschreiben.

    Für Sibylle Berg, einer Ausreiserantragstellerin aus der DDR (Wikipedia) die damit zwangläufig auf dem Ticket der Deutschen Nation segelte, um den Antifaschistischen Schutzwall des Bolschewismus zu verlassen, ist die Charta 2017 eine profaschistische Petition. Reden ist wie die andere Wange hinhalten, das sei jetzt vorbei.

    Anfangs nahm ich an, Sie ist – wie etliche andere – auf das Klischee-Foto und die Saga darum hereingefallen.

    Ihr Text gibt das nicht her. Er ist der bolschewistische Rückfall hinter die Mauer.

    • Es ist der Weg zu einem anderen Deutschland, in dem man mit nicht weiter bestimmten Positionen zum Freiwild wird. Ich verstehe nicht, warum SPON das ernsthaft gebracht hat.

    • Titel eingeben
      Absichtliche Wahlhilfe für die AfD? Man darf eines nicht vergessen – der Aufstieg der AfD hilft auch den Linksradikalen. Spätestens beim Einwerben von Staatsknete.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Herr Haupts
      Bin etwas anderer Meinung. Die AfD steht bei den Linksradikalen und Staatsknetenempfängern, bei den alimentierten Künstlern, Kirchen und der ÖR-Bande für ein Mittelchen, das ggf. das Imunsystem des weiter zu plündernden Wirtssystems stärken könnte. Deshalb auch das (nach-) treten, spucken und geifern in jedwede Richtung, aus der auch nur der zarteste AfD-Hauch weht.

      Ja, erstmal weiterer Zaster im K(r)ampf gegen rächz, wenns aber kippt dann gibts nix mehr. Wie bei allen lockeren Schrauben so auch hier: nach fest kommt ab!

    • Berg ruft!
      Wollen Sie mal einen richtigen Schreck bekommen (oder Albträume, je nach Belieben)?

      Geben Sie auf UTube:

      Schulz & Böhmermann | Sibylle Berg: Episode 13

      ein (aber Vorsicht, wenn Kinder in der Nähe sind).

      So sähe die Welt aus, wenn die Berg etwas zu sagen hätte. Jetzt weiss ich, woher der Ausdruck „Cyborg“ kommt.

    • Thomas Marx @ 23. Oktober 2017 um 16:18 Uhr
      Thomas Marx sagt:
      „Geben Sie auf UTube:
      Schulz & Böhmermann | Sibylle Berg: Episode 13“

      ->Wollen wir den kleinen Torben gebären, oder langt ein Hund?

      Das fragt sich also so manche ♀.
      Mir war klar, dass viele dieser Knallchargen und sargvernagelten „Literaten“ in Psychotherapie sind, das ist offensichtlich.
      Aber es bewegt sich noch in ganz andere Dimensionen hinein.

      Danke für den Link.

  71. Apropos Twitter und Facebook
    Mir kam gerade ein Gedanke, vielleicht kann man den verifzieren oder falsifizieren.

    Das NetzDG ist nach allen bekannten juristischen Begutachtungen verfassungswidrig. Mir kam nun der Gedanke, dass das durchaus eingeplant sein könnte, denn die Zensoren sind ja teilweise ausgelagert (oder nicht?).

    Kann es sich hier um den Marsch durch die (digitalen) Institutionen 2.0 handeln? Ziel: Wichtige Stellen mit eigenem Personal besetzen und damit Zensur- und Debatten-Hoheit erlangen?

    Eingeplant verfassungswidrig, weil das Gesetz dann zwar abgeschafft wird, aber das Personal dann an der richtigen Stelle sitzt.

    • Ich weiss nicht, ob es da lukratrive Stellen gibt. Da sind sehr viele Indianer und wenige Häuptlinge, mal abgesehen vom Vortragszirkus zu „Hass im Netz“ mit Häppchen.

    • NetzDG
      Danisch hat das ja beschrieben als hektische Aktion, als Wunderwaffe um auf den letzten Drücker vor der Wahl wenigstens in den sozialen Medien das Stimmvieh vor den falschen Einsichten bewahren zu können. Juristisch ist das theoretisch eine Eintagsfliege, aber wer weiß. Wenn es um die gute Sache bzw Merkels Wünsche geht, zählt das Paragraphengewese ja nichts mehr.
      So weit ich das beobachten konnte, bestätigen die Sperrungen diese Annahme. Es wurde weniger nach Radikalität/-Wahrheitsgehalt der Inhalte geblockt als nach (Facebook)Prominenz der kritischen Stimmen bzw Relevanz der Kritik. Und das waren keine Algorithmen die da blockten. Da haben Leute gespitzelt und gemeldet. Die Beiträge die zu Sperrungen von Nutzern führten hätten ebenso gut im Editorial einer seriösen Zeitung stehen können. Oder des „Spiegel“ vor 10 Jahren.

    • Man wird sehen. ob die FDP Wort hält und das Gesetz zu einer Lebensdauer wie bei den Netzsperren der Fake News Ministerin von der Leyen macht.

  72. Ansonsten gälte eventuell vielleicht noch 'Einfried heißt das Sanatorium'
    Indem am Ende viele Einzelne zusammen sind, in einem übertragenen Sinne fast so, wie hunderttausend Leute zusammen sind die allesamt an ihren häuslichen Radioapparaten die gleiche Radiosendung hören.

    ‚Gott bewahre, es ist nicht die Lunge Gabriele, es ist nur die Röhre‘, so könnte eventuell die Realität der Gegenwart in der FAZ als Wiedergängerrei früher bereits gehabter Weltliteratur lauten.

    Und es ist der unbändig-schrecklich gesunde Herr Klöterjahn, der das zu und von seiner etwas naiv und, bezogen auf, hüstel, Weltkenntnisse leicht unterbelichtet wirkende, hübsch-schwächlich-naive Ehefrau sagt. (Der Frauentyps ist ja zum Glück inzwischen vollständig ausgestorben. Genauso wie der dumme Mann.)

    Und es liegt viel Verdrängung, Wunschdenken, hoffnungsvolle Selbstablenkung und was nicht noch alles in Klöterjahns Aussage denn ‚die Röhre‘, das wäre ja sozusagen nur die minderschwere Form der Entartung, also der Krankheit.

    Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, früher wollten die Ereignisse so einfach wie bei der ‚Röhre‘ nicht stehen bleiben. Der Körper der Gabriele Klöterjahn stellte sich eben ein kleines später als ein vielfältig negativ infiziertes Gemeinwesen heraus. Das war auch dem Erzähler dienlich.

  73. Literarische Bildung?
    Don, Sie sind ein Schöngeist und doch verwechseln Sie hier frech die Topoi. Die Eloi, Elben, Feen usw. wandeln auf Gottes Grüner Erde, die Morlocks, Orks, Oger trollen sich durch Satans Tunnel. Zu welcher Gruppe gehören wohl jene, die im Sinne des Wahren, Guten und Schönen die Atomisierung von Verlagsständen und Mercedes-Coupes fordern?

    Und wo wir schon beim Unterschied zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung sind: Durch Ihren Artikel ist mir stollenmäßig klar geworden, warum das mit der Integration nicht klappt.

    Wir stellen einfach zu hohe Anforderung an die Einwanderer. Wenn es schon neurotischen alten weißen Mann nicht gelingt, sich in eine Kultur zu integrieren, deren prominente Vertreter offensichtlich einem alten Megärengeschlecht entstammen, wie soll das dann bei normalen Nafris – ähem syrischen Ärzten und Ingenieuren funktionieren?

    Deshalb schlage ich vor, dass wir die Grenzen für die nächsten 50 Jahre schließen und sich die Bergs&Co. daran versuchen, erst einmal unter den schon länger hier Lebenden zivilisierte Zustände herzustellen. Dann braucht’s auch keinen Tunnel und keinen BER.

  74. Hey Don, im berliner Tunnelsystem aus dem Nazireich
    werden immer noch Pfandflaschen der damaligen Brausäfte gefunden – mit Ploppverschlüssen.
    Ansonsten sehr gut zu lesen am Sonntagabend.
    Auf zu den letzten Gefechten in die Unterwelten…

  75. Don, Sie schaffen ale.
    Sie sind derjenige, der Stoff gibt, wenn Sie wüßten, wie dankbar ich Ihnen bin. Sie bringen es auf den Punkt. Nallhart. Knallhart. Echt.

  76. entsetzlich...
    Werter Don,

    ich bin entsetzt, dass Sie zu der „politisch unerwünschten und aus Hamburger und Berliner Sicht nicht hinzunehmenden Großregion“ unser nettes BaWü nicht hinzuzählen!

    Liegt das am Kretschmann? Der ist ja eigentlich ein CDU-Mann und keiner weiß, warum er bei den Grünen ist.

    Und unsere AfD-Quote liegt auch nur minimal unter dem Bundesdurchschnitt.

    Was müssen wir noch tun, um in den erlauchten Kreis aufgenommen zu werden?

    • BaWü ist, siehe Mappus etc., wie Sizilien und Albanien ein Sonderfall.

    • Ich plädiere...
      …für privilegierte Partnerschaft mit Bawü unter Ersetzung des Regierungsfunks durch das neue Westfernsehen (die Podcasts von Roger Koeppel)

    • @ Nedda Gschempft
      Ich habe in BaWü mal eine Referendarausbildung (Lehramt an Gymnasien) absolviert. In voller Absicht dort, obwohl ich ursprünglich von weiter westlich komme. Die angeblich besseren schulischen Standards und das höhere fachliche Niveau waren der Grund. Es waren die letzten Jahre der CDU-Regierung, die dort mal genau so fest im Sattel saß wie die CSU ehedem in Bayern. Ich war bass erstaunt, dass man in BaWü schon damals heftig auf dem Rot-Grün-Trip unterwegs war, zumindest in Sachen Lehramt.

      So wurde innerhalb weniger Jahre das nach dem Krieg dort mühsam aufgebaute bildungspolitische Kapital leichtsinnig und auf fahrlässige Weise „verschludert“. Das Ganze war insofern besonders schlimm weil die CDU dort wie gesagt eigentlich fest im Sattel saß. Ich erkläre es mir so: Die Schüler wurden vom rot-grünen Trend erfasst (auch in BaWü unterrichten Pauker aus anderen Bundesländern), und da die CDU-Leute viel Familiensinn haben und meinten sich auf diese Weise zukunftsfähig zu machen sind sie eben im Sinne von Appeasement auf den rot-grünen Zug aufgesprungen. Mit dem Resultat, dass sie dann dort abserviert wurden.

      Man könnte folgendes Bild heran ziehen: Sie wollten ein Haus schützen, aber die Schutzmaßnahmen waren schlimmer als die Bedrohung und das Haus wurde durch sie zerstört. Die CDU hat sich dort selbst ein Bein gestellt, durch exzessives Rot-Grün-Appeasement. In gewisser Hinsicht hat das Ganze aber auch wiederum eine bestimmte Logik: der ultraspießige Kretschmann (übrigens ursprünglich auch Pauker) hat auf Umwegen das „Schaffe-Schaffe-Häusle-Baue“ in einer vermeintlich geläuterten Form wieder reinstalliert.

      Jetzt könnte man ja sagen: so weit so gut, die alte Spießigkeit ist ja erhalten worden bzw. wurde wieder hergestellt und hat sich nur irgendwie ideologisch immunisiert. Das Problem ist nur, dass auch dadurch immenser Flurschaden angerichtet wurde. Sie haben nämlich in BaWü mittlerweile auch massenweise Gesamtschulen, mit Inklusion und all so Zeugs. In jedem Fall ist das ehemals bestens funktionierende Schulsystem dort durch die Grünen mehr oder weniger ruiniert worden. Die Langzeitfolgen sind noch nicht abzusehen, aber es ist nicht mehr das BaWü was viele noch in der Erinnerung haben. Und das wird es so schnell auch nicht mehr.

      Wenn ich das richtig mitbekommen habe sind sie im innerdeutschen Vergleich bildungsmäßig mittlerweile ganz schön nach unten durchgereicht worden, statt eine Vorreiterrolle einzunehmen.

      Ein gutes Beispiel für das süße Gift des Appeasements und dafür was Bequemlichkeit, Denkfaulheit und Inkonsequenz so alles anrichten können.

    • Sonderfall BaWü
      Ich kann die Ausführungen von Harry Charles nur bestätigen. Die Vergrünung der baden-württembergischen Schulen begann schon vor Jahrzehnten. Das waren zunächst nur „Empfehlungen“, aber wer sich „oben“ ranwanzen wollte oder im immer wieder auftretenden Konfliktfall nicht der Dumme sein wollte, der tat als Lehrer gut daran den „Empfehlungen“ nachzukommen. Am besten einfach herumposaunen, was für wunderbare Ergebnisse man mit den zeitgeistigen „Empfehlungen “ doch gemacht hätte, auch wenn in Wahrheit das Chaos herrschte. Da standen Kritiker dann schnell als angeblich unfähig in der Schusslinie. Mit Schulz-Hector fing es an, die hat es wohl einfach lieb gemeint, Anette war knallhart mit ihrem berüchtigten Schavanismus! Jeden Monat eine neue Anordnung, eine so unausgegoren wie die andere, aber von den Medien bejubelt. Grundtenor: Aufwendige Schülerbespaßung, die als Selbstläufer zu super Ergebnissen führen sollte. Angeblich alles von Bertelsmann belegt. Was jetzt zu „Kretsches“ Zeiten in unseren Schulen abgeht (wir stecken alle zusammen in ein Zimmer, dort lernen sie „selbständig“ und alle kommen dann schlauer wieder raus) ist nur die auf die Spitze getriebene Fortsetzung dessen, was schon längst im Schwange war.
      Da gehören viele mit in den Tunnel!

  77. Rechtsruck?
    Mir ist unverständlich, dass so viele von einem Rechtsruck schwafeln, wo es den Bürgern um mehr Rechtsstaatlichkeit geht.

    Die Menschen wollen den Rechtsstaat umgesetzt sehen, ganz gleich, wer was wo angestellt hat, und zwar für alle mit gleichen Maßstäben.

    Vermutlich wünschen sich sehr viele auch, dass die maßgeblichen Medien das auch endlich mal verstehen würden. Zeit genug dafür hats ja gegeben.

    —–

    Mugabe wäre ein guter Berater jener Tunnelprojektaktivisten, verhält der sich doch Andersdenkenden konsequent so gegenüber, wie jene es gern können würden.

    • Ja, mir ist auch klar, dass „rechts“ schon ist, wenn man die Einhaltung geltender Gesetze verlangt. Oder in meinem Fall, bei einer Massenschlägerei die Polizei ruft.

    • Rechtsruck für Rechtsstaatlichkeit ...
      … wäre in der Tat eine Mindestforderung intelligenter Bürger, die keine Bettler sind!

      Staats“wünstler“ und andere Unproduktive sehen das zu recht als zu rechts und Bedrohung ihrer von sinnvoller Leistung befreiten Grundversorgung…

  78. Ihre 2.te Headline
    Civilizations die from suicide, not by murder.
    Arnold J. Toynbee
    Werter Don,
    Sie bringen es auf den Punkt.
    Und wie Sie das durchziehen, das nötigt mir den größten Respekt ab.

    • Es ist halt so dahingeplaudert.

    • Zivilisations-Suizid
      Ja und das kann auch unabsichtlich passieren.

      Das spätere Westrom (evtl. auch Ost-) starben wohl eher an Verwirrung und Kulturrelativismus als an militärischer Überforderung.

  79. Warum Augenrollen?
    Haben Sie eine Erklärung dafür, warum so viele Konservative über diese Sargnagel-Linke mit wachsender Empärung den Kopf schütteln, anstatt darin die Vorzeichen eines historischen Selbstmord zu sehen? Jeder Sargnal-Tweet IST ein Sargnagel a gauche! Warum sich darüber ärgern?
    Liege ich mit „die können doch gar nicht anders“ wirklich falsch?

    Vielleicht ist es der Grund, dass die Konservativen als demokratische Musterschüler in den Linken der Fraktion Sargnagel Mitbürger sehen, diese aber in den Konservativen nur Nichtlinke, auf die sie somit losgehen, weil ja außerhalb der „Wahrheit“ stehend?

    Nur, warum aufregen darüber, wenn es vor dem Ende (siehe den Makrotrend linker Wahlergebnisse) noch einmal schrill wird?

    Ihr schönes Bayern ist doch der Prototyp für das Regieren der Zukunft in der Post-Gaga-Zeit. Es finden seit Jahrzehnten korrekte Wahlen statt, bei denen es unmöglich ist, dass ein linker Minister ins Amt kommt.

    Die Sargnägel bajuwarisieren Europa.

    Würde man statt dem Augenrollen die Fraktion Sargnagel nicht besser anfeuern? Oder durchschaut man es und ist es ein subtiler Trick und man tut nur so, als reibe man sich die Augen? Aber wenn das so ist, warum wirkt die Empörung dann so verdammt echt? Ist das klug? Ich finde es gut, wenn die von Ihnen hier hervorragend persiflierte Richtung sich europaweit in Richtung der Bayern-SPD heruntersargnagelt. Am Ende des Tages korrespondieren Wahlergebnisse dann doch mit Zurechnungsfähigkeit. Auch des vorpolitischen Raumes.

    • Ich glaube – wenn man sich das Forum des Standard anschaut – dass Sargnagel ihren Teil zum Aufstieg der „Rechten“ und Niedergang der Grünen gelietet hat. Sie ist Teil des unangenehmen Klimas und verschärft die Spaltung. finde ich Kubitschek gut? Nein. Aber finde ich Aufrufe gut, den Stand zu zerlegen? Nein. Und genauso übel ist es, wenn einerseits Jagd auf Leute gemacht wird, die bei Facebook was Übles sagen, aber wenn Sargnagel sich eine Sperre verdient, das Feuilleton mit Solidaritätsadressen reagiert. so entsteht halt der Eindruck einer linken Seilschaft, die auch nicht schöner als die rechte Seilschaft ist.

    • Allerdings
      Aber sind Sie hier nicht, werter Alphonso, zuweit auf dem Gebiet der Wünsche unterwegs? Machen Sie es sich nicht zu leicht? Täuscht der Eindruck wirklich, dass Sie – in anständiger Manier und guter Form – hier ein feines Abstraktum postulieren und sich dann von allem distanzieren, was diesem widerspricht? Igitt, Sargnagel, igitt, Kubitschek. Dagegen ist „stilistisch“ nichts zu sagen – aber ein politisches Denken, das auf Wirkungen, auf Auswirkungen schauen muss, ist das aus meiner Sicht nicht. Bringt man die Dinge durch eine apolitische Äquidistanz wieder in Harmonie? Die Welt ist nicht statisch, das Pendel schlägt zurück und mir fällt es schwer, die intellektuelle Rechte – im Moment – als etwas anderes zu sehen als Korrektivfaktor. Da kommt richtig Yang im Moment des nach 1968 überwiegenden Yin. Und weil man versucht, das Ruder des Staatsschiffs und der öffentlichen Meinung gewissermaßen auf Backbord zu arretieren, ist hart Steuerbord tatsächlich die Losung der Stunde. Nicht „an sich“, denn das sind Kategorien für Ideologen, sondern „natürlicherweise“. Das ist das Hauptmotiv für den europäischen Rechtsruck aus meiner Sicht.
      Selbstverständlich würden den Steuerbordfaktor vielleicht besser andere vertreten – aber sie (kleingeschrieben) tun es ja nicht. Das Unionsmilieu läuft im „Kampf gegen Steuerbord“ ja weitgehend mit und wird deswegen Stück für Stück der Brücke verwiesen. Und weil auf dem meta- oder mit dem alten Wort: vorpolitischen Raum die seriösbürgerliche Publizistik im Punkte der Richtung zu lasch ist, reüssieren eben Kubitschek & Co. Es gibt Gründe für deren Erfolg und an diesen ändert sich nichts, wenn man sich Äquidistanz gefällt angesichts eines Ringens um die Frage, ob das Ruder des Staatsschiff ideologisch arretiert oder sachpolitisch lenkbar sein soll, sondern indem man der harten Steuerbordfraktion hilft, die sturheile Backbordfraktion da wieder wegzubekommen, aber dann verhindert, dass die Fraktion Steuerbordfraktion ganz übernimmt und nach rechts arretiert. Um das legitimerweise zu tun, muss man aber jetzt ein Gegner der Linksarretierung sein und sich die Kritik an den Rechten für später aufheben, für den Moment indem das Pendel an Maß und Mitte vorbeikommt.

      Die Hände ans geistige Ruder!

    • Absätze helfen bei der Lesbarkeit.

    • Oh Lord
      Was für eine schnöselige und inhaltsleere Antwort.

  80. Der Highway to hell....
    hilft vermutlich wenig gegen die Massenpsychose. Zeitonline fragt heute ernsthaft bezüglich der Berliner Tiergartenproblematik: „Sollte der Staat die Camper abschieben – obwohl sie aus der EU stammen?“ Herr, schmeiß Hirn!

  81. Titel eingeben
    Montag beginnt gut. Die Woche beginnt gut mit Donnie Doomsday

  82. Es liegt am Fachkräftemangel!
    Also der Tunnel geht nicht. Oben bleiben! Müsste seit S21 eigentlich klar sein.

    Gegen die bedenkliche Entwicklung ausserhalb der urbanen Wohlfühlzonen hilft eigentlich nur eines, ein antifaschistischer Schutzwall. Der hielte zwar keine Flüchtlinge ab, aber Faschisten schon (hat ja früher auch funktioniert, jeder der in die DDR fliehen wollte konnte das tun

    Das Sachproblem ist aber eh ein anderes, der Fachkräftemangel. Es fehlen einfach linke Tunnelbauer oder Maurer, darum wird das alles nix. Aber so lange man genügend Schläger hat ist man zumindest in der Beziehung handlungsfähig. Man tut halt was man kann.

  83. Köstlich
    In meiner Phantasie wäre das dann eine Mischung aus der Trueman Show und Demolition Man…

  84. Flüchtlinge zugesellt, für die man im multikulturellen Kreuzberg leider keinen Platz hat
    in Kreuzberg? Auch welchen angeblichen Fakten basiert diese Unterstellung? Und wenn Don Alfonso die WHl der PIS verteidigt (wohlwollend ausgelegt) – verteidigt er auch deren Methoden, die anderen politischebn Richtungen möglicht nicht mehr zum Zug kommen zu lassen mit Umbau des Justizsystems?

    • müssen nach wie vor 37.000 Menschen in Sammelunterkünften wohnen
      Das klingt nach Unfähigkeit der Berliner Verwaltung. Bei Ihnen klingt es danach, als wäre es Unwillen der Menschen in Krezberg und insinuiert wohl vor allem den der „Linksgrünen“, oder?
      Und dass es in Kreuzberg besonders wenige sind laut der Grafik bezieht sich eben genau auf die, die in Sammelunterkünften wohnen. Es sagt nichts darüber aus, wie viele auf würdigere Art untergebracht sind und wie hoch da der Anteil (auch der prozentuale, den die Grafik nicht zeigt) Kreuzbergs ist.
      Ich weiß das auch nicht, aber Ihre Art der Statistiknutzung ist schon harmlos mit Taschenspielertrick zu bezeichnen.

      Sie erwecken ja auch den Eindruck, gegen die AFD wären fast nur die Intellektuellen in den Zentren der Metropolen – komisch dass die dann nicht einmal das von Ihnen als Minimum prognostizierte Minimum von 15% holen (evt. haben sich weiter 5% überlegt die zu wählen und wurden dann durch zu radikale Sprüche abgeschreckt).

      Und Ihr Anführen der Wahlen in Tschechien und Österreich (dank der Strategie von Kurz?) lässt die Vermutung zu, sie wollten sich damit trösten, dass Sie bei uns daneben lagen – eigentlich schizophren wo Sie die selbst angeblich nicht wählen können und dtattdessen lieber die Piraten…

    • Dann fragen sie bei nder Kreuzberger Verwaltung nach, wie viele Migranten die inzwischen in landeseigenen Immobilien untergebracht haben. theoretisch müsste ein bestimmter Prozentsatz für die reserviert sein – aber da ist a) eine lange Warteliste und b) wird kaukm was frei. Mit dem Ergebnis, dass die Migranten in den eher unbeliebten aussenbezirken wohnen. Erst in den Containeranlagen, später in den Wohnanlagen. Das haben Sie übrigens nicht nur in Berlin. sondern überall in Deutschland. Essener Norden, Hamburg, Frankfurt – Migration wurde in die schlechten Viertel verteilt.

    • Migration wurde in die schlechten Viertel verteilt
      Immerhin geben Sie jetzt einen sachlichen Grund an, im BLOG unterstellen Sie unterschwellig Unwillen, und sagen, dass es überall in Deutschland ist – nicht nur dort, wo es ein grünes Direktmandat gibt… Übrigens ist es relativ neu und auch umstritten, Kreuzberg als besseres Viertel zu sehen, aber Sie wollten natürlich Kreuzberg als Beispiel und nicht Blankenese oder das Lehel – vielel Menschen sehen Kreuzberg immer noch trotz der inzwischen hohen Mieten als inakzeptabel an z.B. wegen des weiterhin hohen Ausländer- und Migrationshintergrundsanteil der Bewohner dort, vermutlich auch viele der hier in Ihrem BLOG .
      schreibenden.

      Jedenfalls wollte ich auf Ihre extrem unsachlhce Art der Argumentation hinaus.

    • Sie haben eine zu hohe Anspruchshaltung. Und ich mag Ihren Quengelton auch nicht.

    • Recht
      Da hat er Recht, Don, wenn das Thema verarsche ist, dann hofft man doch bei dir auf ein bisschen Aufrichtigkeit, statt bequemem Blick in der Linse.

    • Sie haben eine zu hohe Anspruchshaltung?
      Ich habe noch den Spruch „Und SPON nennt sowa Journalisnus“ im Ohr…

      Um mich zu wiederholen: Sie wollten natürlich Kreuzberg als Beispiel und nicht Blankenese oder das Lehel.

  85. hmmmm....
    Wäre nicht auch eine – zugegeben monarchische – lösung probat, die bei herrn uljanow doch ganz gut funktioniert hat:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Reise_Lenins_im_plombierten_Wagen

    Man bedenke die klagen der ganzen grünen häuslebesitzer gegen jedes bauliche großprojekt, sofern es sich nicht um ein WKW handelt…

  86. Titel eingeben
    Frau Bergs Text war wirklich atemberaubend.
    Die Zeit des Redens sei vorbei, die G-20-Krawalle seien im Grunde harmlos und aufgebauscht (Würde sie Bierflaschenwürfe wohl immer noch nur ironisch „krass“ finden, wenn sie selbst mal deren Ziel wäre? Wohl nicht, oder? Empathie? War da was?), und schließlich noch ein Lob der Antifa und ihrer Methode als wirksames Mittel gegen Rechts?

    Das kann man zusammengenommen eiegntlich nur als Befürwortung linker Gewalt verstehen. Erstaunlich, dass SPON das so veröffentlicht.
    Bemerkenswert ist aber, dass sich Frau Berg dann doch nicht traut, ihren Gewaltaufruf explizit auszuformulieren. Der bleibt schön unausgesprochen zwischen den Zeilen versteckt.

    • „die G-20-Krawalle seien im Grunde harmlos und aufgebauscht“

      Das ist zumindest der Tenor gewisser NDR-Beiträge, deren Macher wiederum in einem losen Netzwerk mit Autoren von SPON und Zeit sind. Es ist keinZufall, dass da an einer Umdeutung der Ereignisse im Sinne der Autonomen gearbeitet wird. Ein Spammer hat hier mal zwei IPs verwendet, eine vom NDR und eine eines autonomen Zentrums.

    • Ein Spammer hat hier mal zwei IPs verwendet
      Klingt nach Datenschutz in Extensio… Ich nehme mal an, Spam bedeutet, Sie haben es nicht publiziert im gegensatz zu den antisemitischen Tiraden, die neulich zu lesen waren?

    • Sie werden lachen, ich schreibe gerade einen Beitrag darüber. Wenn sie mich vielleicht etwas netter ansprechen würden, dann könnte ich Ihnen meine ausgewählte Höflichkeit auch entgegen bringen.

    • Es kommt Ihnen also auf den netten Ton an,
      war der gewählte Ton bei dem Antisemiten so nett?

    • Freundchen: Letzte Warnung. Noch so eine derbe Unterstellung und Sie fliegen.

    • Sie bestätigen mich ja auch noch voll!
      Mir drohen Sie, dass ich fliege, die seitenweisen Tiraden von Antisemiten in äußerlich distingiertem Duktus keine Reaktion.

    • Das ist jetzt die letzte Warnung. Es reicht mir mit Ihren Unterstellungen.

  87. Betrachtungen aus Helvetien
    Hihihi

    Ihr heutiger Blog ergänzt gerade mein Gespräch, dass ich heute mit einer Freundin aus Frankfurt über die Berliner „Wir sind die Guten und haben eine Mission“-Blase geführt habe.

    Ich möchte bestätigen, dass die Antifa hier in der Schweiz auch äusserst unerwünscht ist und dass hier – mit vielleicht zwei kleinen, aber isolierten Ausnahmen innerhalb von Zürich (Koch-Areal) und Bern (Reithalle) immer noch diese furchtbar rechte Vorstellung herrscht, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt und – wenn nötig – vom Staat auch mit Gewalt durchgesetzt werden darf, weshalb man dann von Festnahmen von Gewalttätern liest und nicht von verletzten Polizisten und Polizistinnen, wenn es zu Ausschreitungen kommt.

    Wenn jemand denken sollte, es sei eine gute Idee, dem Vorschlag von Frau Kiyaks in der Zeit vom 18. Oktober zu folgen, die geschrieben hat: „Es steht jedem Bürger in diesem Land zu, demokratiefeindliche Rechtsextreme niederzuschreien, sie am Sprechen und Publizieren oder an Auftritten zu hindern.“, möchte ich darauf hinweisen, dass je nach Ausführung dieser Anregung unsere rechtsunterwanderte Justiz das als Nötigung oder Freiheitsberaubung oder Körperverletzung verstehen könnte und wir immer noch dieses rechte Institut der Untersuchungshaft kennen, die u.a. bei Fluchtgefahr angeordnet und auch verlängert werden kann, sofern deren Dauer das zu erwartende Strafmass nicht übersteigt.

    Wir werden voraussichtlich auch das Burka- Verbot an der Urne annehmen, meine Prognose liegt bei einem deutlichem Ja. Ich würde auch nicht darauf wetten, dass das Referendum gegen die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie, trotz Ausnahmen für die Schweiz scheitern wird mit der Konsequenz, dass wir aus Schengen ausgeschlossen werden. Aus Berliner Optik wird es daher bei uns auch zusehends dunkler. So richtig schwarz. Islamophob und gegen die Segnungen der EU. Gleich zwei der Todsünden des neuen Katechismus erfüllt. Ich erwarte bereits gespannt den Artikel, den Herr Daum aus seinem (Berliner?) Exil in der Zeit schreiben wird.

    Im Hinblick auf diese weiteren Verdunkelungstendenzen rate daher auch dazu, den Tunnel grossräumig um die Schweiz herumzuführen.

    Ich habe mich mehrmals gewundert, mit welcher Geschichtsvergessenheit, moralischer Überheblichkeit und einem durch humanitäre Selbstbeweihräucherung genährten Furor in teils Medien und Kommentarspalten man denkt, Deutschland habe das Recht, den Visegrad-Staaten die Zusammensetzung ihrer Bevölkerung vorzuschreiben. Und als ein Diktat von Deutschland wird die im Notstandsgesetzgebungsverfahren beschlossene Umverteilung in diesen Ländern wohl verstanden.

    Dass es in einer Nation wie die ungarische, die sich Jahrhunderte lang zu Recht davor gefürchtet hatten, von den Osmanen angegriffen und unterworfen zu werden, gewisse interne Wiederstände in der Bevölkerung geben könnte, wenn dann Bewohner des damaligen osmanischen Reichs, oder um genauer zu sein, hauptsächlich junge Männer im wehrfähigen Alter an der Grenze stehen und sich gemäss Fernsehbilder durchaus auch mit Gewalt den Grenzübergang erzwingen wollten, ist ja so überraschend nicht. Zumal es noch nicht so lange her ist, dass die Ungarn die UDSSR als „Schutzmacht“ los wurde.

    Aber ohne Herrn Orban würden die Ungarn natürlich sofort einsehen, dass der Islam ausschliesslich eine Religion des Friedens ist, denn wer was anderes sagt, ist ein islamophober „hate-speaker“, und sie würden sich freudig der no border-Bewegung anschliessen. Nur dumm, dass die Immigranten und Flüchtlinge nicht so viel Geld in die Hand genommen und ihr Leben in Gefahr gebracht haben, um dann in Ungarn zu stranden. Das wäre wohl das Nieten-Los in der derzeit stattfindenden, zynischen Migration-Lotterie, wo doch Deutschland so nahe ist und als Hauptgewinn winkt.

    Was wäre aber, wenn z.B. Polen tatsächlich nachgibt, aber die zugewiesenen Flüchtlinge und Migranten sich bei erster Gelegenheit nach Deutschland aufmachen. Bringt man sie dann mit Gewalt zurück nach Polen? Was dann? Internierungslager? Auf polnischem Boden? Indirekt auf deutsche Anweisung hin?

    Difficile est saturam non scribere.

    • Oh, danke, das mit der Frau Kiyak, die dergleichen eher nicht im türkischen Teil Kurdiatns schreiben würde, habe ich ganz übersehen. Hoffen wir, dass der tunnel nicht versehentlich in Ankara rauskommt!

    • Titel eingeben
      Möglicherweise führt ein Abzweiger des Tunnels auch versehentlich nach Riad.

      Frau Backhaus hat z.B. am 11. Oktober in der Zeit folgendes geschrieben:

      „Da ist etwa der ägyptisch-deutsche Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad, der sich mit seiner Islamkritik bei AfD-Veranstaltungen beklatschen lässt und dessen Bücher Der islamische Faschismus oder Mohamed, eine Abrechnung wochenlang Bestseller waren. Abdel-Samad wiederholt stetig, dass der Islam immun gegen Reformen sei – obwohl es seit Jahrhunderten islamische Reformbewegungen gibt. Oder dass die Entstehung von Terrorgruppen eine zwingende Folge der Lehre des aus seiner Sicht zutiefst gestörten Propheten Mohammed sei. Da ist die Soziologin Necla Kelek, die meint, dass Frauen, die ein Kopftuch tragen, einen „Scharia-Islam“ verträten, oder suggeriert, dass der Islam ein Regime sei, das stumpfe Untertänigkeit erwarte. Diese Autoren unterscheiden nicht zwischen der Religion und ihrer politischen Zweckentfremdung. Damit haben sie Erfolg. Sie haben sich mit ihrer sogenannten Islamkritik ein Geschäftsfeld erkämpft – und gehören heute zu den am meisten zitierten „Islamexperten“ Deutschlands, obwohl sie sich gar nicht theologisch mit dem Islam befassen, sondern ihn nur pauschal aburteilen.„ 

      Kein Wort davon, dass Hamed Abdel-Samad sein „erkämpftes Geschäftsfeld“ oder – wie man das aus liberaler Sicht bezeichnen würde – die Ausübung seines Grundrechts auf freie Meinungsäusserung mit der konstanten Gefahr, ermordet zu werden und 24-Stunden-Personenschutz bezahlen musste. Bei dem Beitrag wie dem zitierten („sogenannten Islamkritik“, „Islamexperten“. „pauschal aburteilen“) sind wir nicht mehr weit weg von jenen Stimmen, die nach Charlie Hebdo und ähnlichen Vorfällen den Opfern insofern eine Mitschuld gegeben haben, als dass sie fanden, die Opfer hätten die Taten provoziert. Und in der Gedankenwelt von Frau Kiyak oder Frau Berg sind das wohl islamophobe Rechte, die es zu bekämpfen gilt („bei AfD-Veranstaltungen beklatschen lässt“).

      Ich sehe das eine gewisse Parallele hinter der Geisteshaltung von Todes-Fatwas und hinter der der Geisteshaltung, die zu Aufruf und Rechtfertigung von Gewalt gegen Andersdenkende „Rechte“ steht.

    • Naja, die Zeit ist, was Islam angeht, tolerant und offen.

      Ich bin es nicht, aber ich bin ja auch Atheist und wünsche mir einen Staat, in dem Religion wirklich Privatsache und nicht politischer Ausdruck ist. Und ja, ich neige auch zu einem restriktiven Umgang beim Thema Verhüllung.

    • @Gast
      „Ich sehe das eine gewisse Parallele hinter der Geisteshaltung von Todes-Fatwas und hinter der der Geisteshaltung, die zu Aufruf und Rechtfertigung von Gewalt gegen Andersdenkende „Rechte“ steht.“

      Das ist ein einfaches Freund/Feind-Schema. Die Gegenwart des Bösen dient dazu, Nebenwidersprüche zu verkleistern. wie z.B. den, dass unsere Polit- und Medienapparatschiks sich zu Lobbyisten eines reaktionären und frauenfeindlichen Islam machen. War bei Antiimperialisten schon immer so, so lange noch Jud, pardon, Zionisten auf der Welt sind spielen Frauenrechte keine Rolle.
      Man kann seine Mitmenschen ganz gut danach einschätzen ob sie andere als „linke“ oder „rechte“ abqualifizieren oder sich lieber jeweils auf etwas Konkretes beziehen. Wer nur mit der Händigkeit argumentiert hat sonst wenig auf der Pfanne.
      Und obwohl ich böse Blogger wie DA lese und mir inzwischen das „No Borders“-Gesabbel so gut wie möglich erspare, sehe ich im Netz wesentlich häufiger den Vorwurf jemand sei „rechts“ als umgekehrt. Ein guter Gradmesser dafür, wo aktuell die Vernunft zu finden ist.

    • Tunnel grossräumig um die Schweiz herumführen ...
      … ist in der Tat anzuraten!

      Humorlos wie die Schweizer nun mal sind beanspruchen sie sicher ein Tunnelmonopol unter der Eidgenossenschaft bis zum Erdmittelpunkt – es sei denn, man zahlt entsprechende Maut! (Dann würden sie den Tunnel sogar selbst errichten und vorfinanzieren à la NEAT.)

    • Ernsthafte Rechtsstaatlichkeit
      @Wassermann:

      Ja, in der Tat!

      Die Schweizerische Eidgenossenschaft würde wohl tatsächlich die Tunnelbauer auf das Hoheitsrecht der Schweizerischen Eidgenossenschaft auf die Erdsäule unterhalb des schweizerischen Staatsgebiets und daher auf die Notwendigkeit hinweisen, dass eine Tunnelkonzession eingeholt werden müsste, falls nicht sogar auch noch ein Enteignungsverfahren durchgeführt werden müsste, falls die Erdsäule noch im Bereich liegt, der zum Eigentumsrecht des Grundstückes oberhalb gehört. Da kommt ganz viel humorlose und spiessige Rechtsstaatlichkeit ins Spiel. Das wollen wir doch wirklich niemanden zumuten. Daher nochmals mein dringender Rat: Grossräumig umfahren!

      Ausserdem würde wohl statt einer Maut eher eine Konzessionsgebühr in Frage kommen, die im Voraus und innert Frist zu leisten wäre. In CHF, versteht sich.

    • Tunnel großräumig um die Schweiz herumführen
      Aber liebe Schweizerin,
      wie wollt ihr die Frau Sibylle denn dann loswerden? Die wohnt doch in Zürich!

    • Zürich - Die Revolutions-Hölle
      @Empörter Gast:

      Das ist eine Frage der kritischen Masse der Anhängerschaft. So lange Frau Berg sich hier auf den Schiffbau und das Neumarkt-Theater beschränkt, wo der Einfluss auf die Antifa aufgrund der Billet-Preise eher gering ist und das Bildungsbürgertum verkehrt, während die Anhänger ihres Vorschlags einer Neugestaltung des gemeinsamen Zusammenlebens sich an Orten wie Wien und Berlin befinden, kommen wir mit der Frau Berg schon aus. Wir sind ja geübt in Demokratie und dazu gehört es auch, sich ab und zu die Meinung der anderen höflich anzuhören. Und da wir jetzt halt den Schiffbau schon haben, ist das ein netter, geschützter Rahmen dafür. Man kann sich etwas gruseln und danach noch gepflegt ins LaSalle essen gehen.

      Ausserdem kann man ausländischen Gästen Frau Berg zeigen, die man immer wieder in den Cafés im Umkreis vom Pfauen sehr gesittet sitzend antreffen kann und zum Lokalkolorit beiträgt. Das ist gut für den Tourismus und für unser Image als eine weltoffene Stadt.

      Wenn dann Frau Berg die Revolution 2.0 gegen „Rechts“ ausrufen möchte, kann die SBB sicher sofort einen Bahnwagon zur Verfügung stellen und dem Railjet nach Wien anhängen. Plombiert bis Feldkirch. Wir können da auf einschlägige Erfahrungswerte mit Lenin zurückgreifen.

      Aufgrund der uns ja konstatierten Humorlosigkeit macht Revolution hier in Zürich zudem auch nicht wirklich Spass. Insbesondere die Kantonspolizei zeigt sich völlig unfähig dazu, den notwendigen Humor und Sportgeist aufzubringen, um tagelang mit der Antifa Katz und Maus zu spielen – und dabei die Rolle der Maus zu übernehmen. Ausserdem ist der Zustand der Strassen zu gut, um daraus einen ausreichenden Vorrat an Wurfgeschossen herauszubrechen zu können. Und herbeigetragene, am Strassenrand angelegte Wurfgeschoss-Depots würde „Grün Stadt Zürich“ wohl zuverlässig innert kürzester Zeit dem Recycling zuführen, nachdem auf der entsprechende, den Stadtbewohnern zur Verfügung stehenden App die erste Meldung über illegal am Strassenrand deponierten Müll eingegangen wäre. Ich würde damit rechnen, dass die erste Meldung innerhalb von spätestens 15 Minuten nach Anlegen des Haufens abgesetzt würde. Wahrscheinlich von einem Grünliberalen, der mit seinem Velo gerade vom Schiffbau zu seiner sanierten Altbau-Wohnung im Seefeld fährt und sich über die skandalöse Einschränkung des Veloverkehrs durch illegal deponierten und nicht sachgerecht entsorgten Müll auf dem Velostreifen aufregt. Sie sehen, die Antifa hat es in Zürich nicht leicht.

      Ein Abzweiger des Tunnels für Zürich erscheint mir daher ein schlechtes Kosten-/Leistungsverhältnis zu haben.

  88. Weniger ist mehr!
    Etwas weniger wäre mehr!

  89. Mögliche Intention des Spiegels ...
    … und anderer könnte sein, rechte Gewalt zu provozieren.

    Denn dann wäre deren Selbstbildnis endlich, endlich wieder im reinen in der Selbstgewißheit.

    Und es würde endlich die Gewalt seitens der radikalen Linken relativieren und zu verteidigen erlauben.

    Das Problem von SPON, TAZ und der „linken“ Filterblase ist doch, dass Gewalt durch die Antifa und deren Sympathisanten ausgeübt wird, nicht jedoch durch „Rechte“.

    Zudem dürfte die Furcht umgehen, zunehmend von Subventionströgen abgeschnitten zu werden.

    Siehe Bildung einer Bundesregierung ohne Schwesig und Maas, Wechsel der Regierungsverantwortung in NRW usw..

    Da wünschen halt einige, dass andere für sie Schmutziges machen, um die eigene Einstellung bewahren und damit weiter kassieren zu können.

    Die Luft scheint wohl dünner zu werden.

    Also rufen Leute wie Frau Berg andere dazu auf, ihr Weltbild und ihr Einkommen zu retten, da diese sich selber nicht wagen, für das von ihnen selber vorgetragene Erforderliche entsprechend selbst zu handeln.

    Widerliches Volk, da so durchschaubar.

    • Titel eingeben
      „Das Problem von SPON, TAZ und der „linken“ Filterblase ist doch, dass Gewalt durch die Antifa und deren Sympathisanten ausgeübt wird, nicht jedoch durch „Rechte“.“

      Stimmt für die Wahrnehmung dieser Leute nicht, in weiten Teilen des linken Spektrums ist man auch tatsächlich davon überzeugt, dass in Sachsen andauernd Asylbewerberheime von Rechten angezündet werden. Also jede Woche sowas wie Rostock-Lichtenhagen. Nun gibts zwar zweifellos tatsächlich hochgefährliche Rechtsextreme (bestimmt einige hundert oder tausende), aber das ist schon eine Wahrnehmung, die für mich etwas Wahnhaftes hat.
      Ich bin im Übrigen davon überzeugt, dass das, was das linke Milieu in Deutschland treibt, irgendwann zu Toten führen wird…hat man in den Niederlanden damals bei der Ermordung Pim Fortuyns gesehen, wohin diese „antifaschistische“ Hysterie führen kann.

    • ... ja sehe ich genauso...
      … die leben in ihrer Hysterieblase und inbrünstig-Religiös werden Oury Jallow, NSU und Gurlitt und Reichsbürger hochgebetet um die Alltagskriminalität der Goldstücke speziell mit Hochkultur zu verbergen …

    • @tommy
      Bei den Linken wird es nicht bei Böllern aus Polen oder Tschechien bleiben.
      Da wird bald richtig Blut fliessen und der Staatsschutz, mit Linksmedien, wird die bösen Nazis, aka AfD, dafür verantwortlich machen.
      Schöne Analyse und erneut,ein grandioser Artikel vom Autor.
      PS: Da Linke Gewalt immer das Gute schützt, wird es natürlich nicht zur Sühne durch den bösen „Rechts“Staat kommen, wie schon so oft.
      Rechte Böllerwerfer(Kein Gold- Mensch wurde verletzt) werden im Staatsschutzverfahren zu Mehrjährigen Haftstrafen verurteilt und Linke, die Polizisten tatsächlich verletzt haben ???
      Wie auch Goldmenschen immun gegen den „Rechts“Staat sind, dank ihrer Helfer in der Invasionsindustrie.
      Da ist der nächste Sargnagel !!!

  90. Meisterhaft, Danke!
    Werter Don,
    Sie haben schon viele verdienstvolle und gut belegte Analysen abgeliefert, aber das hier übertrifft an hellsichtiger und liberaler Qualität alles, was ich bisher von Ihnen lesen durfte. Danke dafür!
    Anders als manche anderen zustimmenden Kommentatoren finde ich Ihre Erkenntnisse aber im Ergebnis nicht amüsant, sondern verstörend und deprimierend. Das von Ihnen perfekt gewählte Toynbee-Zitat zu Beginn ist leider hochaktuell und sehr real. Sie wissen es selbst.
    Sollte es nach dem durch wohlstandsverwahrloste Schwachhirne und fanatisierte Menschenfeinde (die sich groteskerweise in beiden Aspekten für das Gegenteil halten) herbeigehetzten Kultur-Suizid noch halbwegs vollständige schriftliche Aufzeichnungen geben, können die Historiker zumindest eines Tages sehen, daß es im aufkochenden Irrsinn von (hauptsächlich, und an den Schalthebeln der Macht befindlich) Links und (noch relativ wenig, aber zunehmend ‚von oben‘ gezüchtet) Rechts auch noch ein paar liberale bürgerliche Stimmen gab, die neben Klarsicht auch Mut bewiesen. In der noch gebildeten Mitte (genau da sind Sie zu verorten) = in der Zange. Erschütternd ähnlich war die Lage vor knapp 90 Jahren schon einmal, nur diesmal mit vertauschten nominalen RechtsLinks-Rollen.
    Hochachtungsvoll, Ihr Leser VM

    • Danke. Ich will mich von denen halt nicht runterziehen lassen, daher der Tonfall. Die sollen wissen, dass sie sozial auch im Tunnel unterwegs sind.

  91. Titel eingeben
    Wie kommt die Figur zum Gesicht von Sokrates?

    • Titel eingeben
      Sie meinen das erste Foto? Ich bin mir zwar bei weitem nicht sicher, aber Sokrates war auch mein erster Gedanke. Herrliche Geste jedenfalls. Vielleicht bekommen wir ja noch die Auflösung, wen und was wir da sehen?

    • Das ist eine statue in der Orangerie der eremtige von Bayreuth, vermutlich der Rest eines älteren Brunnens. Zuordnen kann ich den Mann auch nicht, ich hätte aber einen Bacchus angesichts seines Körpers vermutet.

  92. Die Tragik der Millenials besteht darin, dass sie im eigenen Saft kochen
    Es ist eine Generation, die nicht aus Erfahrung heraus oder über echte Herzensbildung lebt, sondern durch Indoktrination. Dass die Titanic auf diesen seichten Trip aufgesprungen zu sein scheint ist doch bezeichnend. Die hatten in den 80-ern mal ein Titelblatt, wo ein gut aussehender, gepflegter Jüngerer einem älteren, ungepflegten, offenbar 68-er Hippie-Typ gegenüberstand, vermutlich Sohn und Vater. Der ältere sagt: „Lass Dir endlich mal die Haare wachsen.“ Damit sollte wohl die damals schon sehr angegraute 68-er Mischpoke auf die Schippe genommen werden. Und zwar sehr gekonnt.

    Das Tragische daran: deren Nachkommen, die jetzigen Titanic-Redakteure (vermutlich alles Millenials) sind irgendwie wieder voll auf dem 68-er Trip gelandet. Sie merken nicht einmal welcher untoten, gestrigen, devitalen Ideologie sie da aufgesessen sind. Wie konnte sowas passieren? Ganz einfach: durch Indoktrination, hauptsächlich an den Schulen. Es ist ein Kreislauf: am Anfang stand das linke 68-er Spießertum. Dieses hat die Universitäten infiltriert, die dann wie am Fließband links ideologisierte Pauker produziert haben. Und die wiederum haben die Schülerschaft einseitig links gehirngewaschen. Dass Universitäten nicht immer links waren sieht man schon daran, dass es mal sowas wie Burschenschaften gab (und zum Teil immer noch gibt).

    Der Linksrutsch ist also kein unabwendbares Schicksal, man muss ihm nur entgegen treten. Die bedauernswerten realitätsverunfallten linken Millenials haben immer noch nicht begriffen, dass es mittlerweile eine weltweite „grass roots“-Bewegung gegen die utopistisch-idealistisch-weltfremde Champagnersozialismus-Ideologie gibt. Letztere hat solch massive gesellschaftliche Schäden verursacht, dass eine Gegenbewegung eine historische Zwangsläufigkeit ist.

    Klar, sie kriegen jetzt die Schnappatmung angesichts des Umstandes, dass ihr (zwar fanatisch zusammengezimmertes, aber dabei doch höchst oberflächliches) Weltbild mehr und mehr zusammenbricht. Sie dachten schon es sei für die Ewigkeit gebaut, dabei sah der kundige Beobachter von vornherein, dass es nur ein Kartenhaus sein konnte.

    Trump, AfD, Babis, FPÖ, Kurz, es wird immer so weiter gehen. Der Fanatismus der Linksverpeilten ist nur das laute Pfeifen im dunklen Wald.

    Die massive, basisdemokratische, universalkonservative Gegenbewegung besteht aus Leuten, die nicht mehr in verdünnter Luft, in beschleunigter Beliebigkeit, in globalisierter Leere, im Zuchthaus sinnfreier aber peinigender, politisch korrekter Worthülsen leben wollen.

    Der linke Zynismus hinter seiner humanitären Fassade wird da enden wo noch alle realitätsverweigernden Ideologien gelandet sind: auf dem Müllhaufen der Geschichte.

    Der Mensch will wieder mehr Authentizität, er will Fülle statt Leere, den Busen von Mutter Natur statt der Flachheit menschenfeindlicher, polarisierender Ideologiesatanismen (Feminismus, Gender, etc.).

    Die Millenials leben im seichten Flachwasser ideologischer Moden. Und da sie keine Vergleichsmöglichkeiten haben sind sie auch nicht in der Lage ihre Misere wahrzunehmen. Sie halten es für die Normalität. Ist es aber nicht. Sie setzen keine Maßstäbe, sie werden von den Maßstäben am Ende wieder zurecht gebogen.

    So gesehen können einen Erscheinungen wie oben beschrieben dann auch eher kalt lassen. Sicher, sie sind ärgerlich, laut, nervig.

    Aber sie werden keinen Bestand haben.

    • ... das ist schon klar ...
      … aber die Frage der Kosten ist das entscheidende und Sibylle & Co treiben sie in das Unendliche hoch … der NS-Irrsinn hat uns 1/3 des Staatsgebiets, zerstörte Städte und Millionen Tote und Ermordete gekostet. Der SPD/KPD (SED) – Irrsinn zerstörte Städte, Tote und Ermordete, der Merkel-Irrsinn führt zu Kollektivem Selbstmord und Sibylle steht jubelnd auf dem Scheiterhaufen …

    • Titel eingeben
      Es stimmt, dass diese jungen Menschen von ihrer antideutschen Lehrerschaft dumm und kulturlos gehalten werden, aber das ist nur ein Teil der Erklärung für den gravierenden Mangel an Wissen und Urteilsvermögen, der einen bei dieser Generation regelmässig in den Blutrausch treiben kann.
      Viel wichtiger ist, dass sie die vorsätzlich durch 68er verhinderte Enkulturation nicht durch Reisen ausgleichen können, wie es in den der Generation davor noch problemlos möglich war. Millenials sind auch arm, weil sie das jüngste Opfer von 20 Jahren neoliberaler Pest in Deutschland sind, weil sie nur den Riesenbetrug bei den Löhnen kennen und sich gar nicht mehr vorstellen können, dass die alte Bundesrepublik einmal unerreichtes Vorbild bei der gerechten Wohlstandsverteilung war. Sie sind endverspiessert und konformistisch, reagieren auf alle politischen Zumutungen mit belanglosen, moralisch gefärbten Relativierung und merken nicht, wie ihnen ihre wertvolle Lebenszeit ohne jede Gegenleistung gestohlen wird.
      Und weil sie so arm sind, kommen sie ausser mit ein paar konformistischen Ballermann-, Erasmus- und Rucksacktrips nicht wirklich in die Welt hinaus und bleiben im schlechtesten Sinne weltfremd.
      Das alles zusammen macht sie zu hilflosen und hochnützlichen Beifahrern im Tunnel, die völlig kopflos Refugees welcome schreien und weder Voltaire und seinen elenden Kampf gegen die Islamisten seiner Zeit kennen, noch wissen und schätzen können was seither erreicht wurde, die kein Urteil davon haben, was dogmatische Hadith-Gebundenheit in Verbindung mit Sitten und Gebräuchen räuberischer Nomaden vor Ort oder im zivilisierten westeuropäischen Alltag bedeutet oder die zumindest minimal irritiert sind, wenn die Schwester vom Muslim-Markt auf Steuerzahlerkosten in der Pressekonferenz der Regierung hockt, oder die sich wenigstens fragen könnten, ob es nicht doch irgendwo so etwas wie eine spezifisch deutsche Kultur gibt, oder ob zumindest die Aufbauleistung früherer Generationen so viel wert sein könnten, dass man sie schützt.
      Sie finden bei dieser Generation: NICHTS davon .

    • @ Sirisee
      … das ist schon klar …

      Ich weiß nicht ob das wirklich so klar ist. Was ich meine ist der Umstand, dass die verpeilten, weltfremden und naturfernen Millenials im Moment die Medien dominieren. Und vermutlich von erfahreneren Leuten sogar noch als Nachwuchs aufgebaut werden. Das Problem: DIESER Nachwuchs hat nicht die charakterliche Eignung, er müsste erst entideologisiert, neutral „programmiert“ und seine Verpeiltheit müsste ihm bewusst gemacht werden. Grundvoraussetzung dafür wäre allerdings, dass man bestimmte Webfehler in unserem Bildungssystem korrigiert und sich eingesteht: „da ist über eine ganze Strecke mächtig was sehr sehr schief gelaufen“. Davon ist man aber leider weit entfernt.

      Man muss es immer wieder bewusst machen, dass die Welt der Millenials nicht die Normalität ist und dass sie dem Kontakt mit der eigentlichen Realität nicht standhalten wird.

    • @Besucher
      Sie sehen das sehr analytisch und ich würde Ihnen auch in fast allem recht geben. Was ich nicht ganz verstehe ist die Sache mit der „neoliberalen Pest“. Es stimmt zwar, dass das Wohlstandsniveau der 80-er Jahre-Bundesrepublik (und die Lebensqualität insgesamt) zum Teil erheblich höher war als heute, aber ich denke das ist nicht das Problem der Millenials. Die, die ich meine (vor allem die nervigste Ausprägung, also jene, die in den Mainstreammedien meinen, Ton und Taktzahl vorzugeben) kommen wohl überwiegend aus Familien mindestens der (gehobeneren) Mittelschicht, weniger aus der Arbeiter- oder unteren Mittelschicht.

      Und deren Problem ist eher, dass es ihnen zu gut geht. Die reproduzieren kritiklos das was ihnen von schlecht ausgebildeten (nicht selten bestenfalls halbgebildeten) Rot-Grün-Paukern (und das sind heute alle, selbst die, die Mutti gewählt haben) eingeimpft wurde. Sie halten diese Lehrer fälschlicherweise für Autoritäten, nur weil sie zugegebenermaßen eine Art von Establishment sind.

      Hier ist ein Riesenflurschaden angerichtet worden weil es noch längere Zeit dauern wird bis diese Lehrergeneration (und auch unter Paukern gibt es ja mittlerweile viele Millenials) durch eine bessere ersetzt wird.

      Man kann nur auf die kosmischen Regelkreise hoffen, aber ich denke die werden das schon irgendwie machen.

    • Wenn immer nur verpeilte Pauker neue verpeilte Pauker heranzüchten, die ihrerseits...
      … dann sehe ich ‚black‘, also schwarz. Perpetuum Paukermobile quasi. Siehe Grünenergebnis BT-Wahl 2017. Rette sich, aber wer kann?

  93. Doxing
    Aus der Reihe „Rechte kopieren Vorgehen von Linksaktivisten (genauer: posten von persönlichen Daten wie zB bei indymedia)“:
    RT Deutschland hat die persönlichen Daten eines Aktivisten veröffentlicht (hier besonders das Linkedin-Profil).

    Das sorgt natürlich für einen Aufschrei, AfD-Mitglieder oder Mitglieder der Neuen Rechten (oder was man dafür hielt) zu veröffentlichen war aber okay. Es ist wirklich zum Kotzen, diese Bigotterie. Der Schutz der Persönlichkeit steht jedem zu, solange das Interesse der Öffentlichkeit nicht schwerer wiegt. Dazu gehört allerdings in keinem eine Angabe der privaten Adresse.

    Wobei es schon eine Sache gibt, die in dem Kontext des Aktivisten durchaus von Relevanz und mMn berichtenswert ist und man sich nicht auf den Schutz des Persönlichkeitsrechts berufen kann:
    Der angeblich private Demonstrant/Aktivist arbeitete in der Vergangenheit schon für die AAS und nun bei Werk21, einer „Full-Service-Agentur aus Berlin für Kunden aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Verbände und NGO“ mit Kunden wie der Bundesregierung, dem Aspen Institute, der Heinrich-Böll-Stiftung sowie der SPD-Bundestagsfraktion. Das darf man mEn für den Rezipienten zur Einordnung seines Verhaltens schon angeben. Aber ich bin kein Fachmann und kann mich irren.

    Links kann ich auf Nachfrage beisteuern. Findet man aber auch so, wenn man nach Nato-Troll sucht.

    • Titel eingeben
      Die ganze Nummer war ja nun auch von ausgesuchter Dämlichkeit. Bei der Bambule vor der AfD-Wahlparty „spontan“ mit NATO-Fahne in der Hosentasche erscheinen – dachte der Typ wirklich, er käme so glaubwürdig als „Aktivist“ rüber?

      Wer RT derartige Steilvorlagen liefert, braucht sich nicht zu wundern, wenn die aufgegriffen werden. Und kann sich auch das Rumgejammer über die Niederlage im Informationskrieg sparen.

  94. Fugu-Blog
    Das ist schon mehr als Florettkunst.
    Beachtlich, wie Don das ganze hochgiftige Zeug seziert und einen Hochgenuss kredenzt, bei dem man sich nie ganz sicher ist, ob nicht doch…

    Der Tunnel könnte in späteren Zeiten mal eine ähnliche Funktion übernehmen wie Hitlers Reichsautobahnen. Für die zukünftigen Ewiggestrigen.

    Und, falls man gezwungenermaßen 10 Mio echte Arbeitslose schnell in Lohn und Brot bringen müsste, dulce et decorum est per cryptam mori. win-win.

    Was ich mich ernsthaft frage, wie man so weit herabsinken kann, dass man das Umsichwerfen mit absolutem Dreck vor sich selbst legitimieren kann.

    • Indem man schon ein Dutzend solcher Bewiträge geschrieben hat, Mitmenschlichkeit forderte und niemand so richtig darauf ansprang. Dann eben Holzhammer,und die Aufmerksamkeit ist da. Nachdem Stokowski und andere das auch machen, ist das so eine Art, na, Spiegel-Online-Syndrom.

    • falscher Hals.
      Das mit dem Dreck bezog sich auf die Bessermenschen, die moralisch Ausverfeinerten.

      Es sollte eine Art Hass-o-Meter entwickelt werden, das den Schaum vorm Mund und im Hirn farbig einfärbt – und dann sehen wir weiter.

      Zig Gewaltaufrufe, und zwar kaum mehr durch die Blume, und niemand schreitet ein, das gibt schon zu denken.

      Bei Sargnagel allerdings frage ich mich ernsthaft, ob die nicht zu blöd ist, um überhaupt links zu sein.

  95. Tunnel ist ..
    … auch dieser Artikel.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-erfolg-in-salzgitter-wenn-die-stimmung-kippt-a-1173710.html

    „Da sind plötzlich diese 13,7 Prozent [AfD], von denen keiner weiß, wer sie wirklich sind.“

    Ich weiß wer die sind. Ich bin dort aufgewachsen. Welch geistige Blindkeit hat SPON-Reporter befallen?

  96. Tunnelblick
    Ich hab nicht verstanden, was die Berg da schreibt, nur nebenbei. Herrlich ist, dass sie Juden mit aufführt. Attacken auf Juden in Paris, Toulouse, Frankfurt und Berlin in den letzten Jahren kann man googeln. Kein Rechter dabei, nirgends. Sie gebraucht Juden als Alibi. Juden (und Jüdinnen, versteht sich) sind bei Linken zum Mittel zum Zweck geworden.
    Sie werden in der Argumentation so geflissentlich mitgenommen wie schnell mal die Butter im Supermarkt.

    Oder hab ich sie falsch verstanden? Meint sie rechte Muslime?

    Über den Tunnel erneut gelacht.

    • @Oberländer
      „… Attacken auf Juden in Paris“ Da hat die Frau Sibylle doch wohl glatt übersehen, dass nach diesen Attacken – ich rede von dem Angriff auf Leute in einem jüdischen Supermarkt – sich unser Herr Justizminister Maas tröstend in eine MOSCHEE zu den Gläubigen gesetzt hat, um sie vor den bösen Rechten zu beschützen. Warum er sich nicht in eine SYNAGOGE begeben hat, werde ich nie verstehen …

    • Da war er sicher auch schon mal und hat auch eine Rede gegen Rechts gehalten.

    • Heiko Maas
      Nicht der geringste Nutzen der letzten Wahl ist es, daß man nichts mehr von Heiko Maas hört. Ich finde, das kann ruhig so bleiben, auch in diesem Forum.

      Und schon wäre die Welt wieder ein bißchen schöner.

    • Ich bin gespannt,
      wie schnell Natalia Wörner Herrn Maas entsorgen wird.

      Jetzt, wo aus ihm eine Art sinkendes Schiff geworden ist.

  97. a difference that makes a difference
    Differenz Tunnelwelt/Realität:

    Während die Politikelite jetzt den Weinstein-hype reitet und gegen sexuelle Diskriminierung von jungen weißen Mulitmillionärinnen klagt, muss sich die Straße mit wirklichen Problemen herumschlagen:

    https://www.w elt.de/vermischtes/article169902690/Mann-spuckt-Frau-ins-Gesicht-weil-sie-nicht-flirten-will.html

    • Bei Breitbart gibt es einen grossen Beitrag über sexuelle Belästigung im EU-Parlament.

    • Rückzugsgefechte
      Ich fürchte mich vor dem Grad der Radikalisierung, wenn wir über die
      Rückzugsphase hinaus sind und dem Linken Lager die Niederlage
      bewusst geworden ist. Wie sie weiter oben schon schrieben:
      Es sind ganz schön viele und nicht alle sind zu, fett zu alt
      oder vollkommen unintelligent.
      Welcher Prozentsatz da bereit ist selber Gewalt anzuwenden bzw
      als direkter Unterstützer von Gewalttätigen zu agieren ist
      unklar. Es sind viele.

    • qed
      @Märsch

      Die Deutschen können keine Demokratie, d.h. sie können Konflikte nicht friedlich lösen.
      Deshalb benötigen sie immer eine strenge Führung.

      Nun, wir erkennen einen Konflikt (Flüchtlingsfrage) und wir sehen als Führung Frau Merkel neben KGE und 1 Lindner.
      Da die drei Letztgenannten Führen mit Lächeln verwechseln, sehe ich keine Chance, den Konflikt außerhalb der Straße zu lösen.

      Das hat auch Frau Berg und der Spiegel erkannt. Frau Berg ruft nicht nach dem Staat oder der Regierung. Sie ruft nach der Antifa!

      Das sollte man beobachten und verstehen.

      Weder Rechts noch Links glaubt noch an diesen Staat.

      Das sollte Angst machen. In Berlin.

      Aber für Angst benötigt man zunächst ein Gehirn.

  98. Fortschreitende Zurüstung zum Bürgerkrieg
    Wenn es eines Tages darum gehen wird, sich zu vergewissern, wie unser Land in bürgerkriegsähnliche Gewaltexzesse hat rutschen können – denn ich befürchte, daß es so kommen wird, wenn es so weiter geht -, wird man auch auf die vom DON zitierten und trefflich kommentierten Textpassagen von Berg, Sargnagel et al. stoßen.

    Und sich dabei auch fragen, wieso sich das einstige „Sturmgeschütz der Demokratie“ an der Verbreitung solcher Aufrufe wie dem Berg’schen beteiligte.

    Es ekelt einen nur noch an.

    Quo vadis, Germania ?

    • Es sind m.E Rückzugsgefechte, vor 2 Jahrem wäre das gar nicht nötig gewesen, da hatte man die Lage gleichklingend unter voller Kontrolle.

  99. Titel eingeben
    „(…) hätte ich gerne mal diskutiert, warum in Deutschland seit 15 Jahren die Löhne nicht mehr steigen (…)”

    Das ist eigentlich ganz einfach: Wir haben — politisch gewollt — die Frauen aus den Häusern heraus in die Büros getrieben und so das Angebot nahezu verdoppelt. Das bleibt natürlich nicht ohne Wirkung auf den Preis.

    • Quatsch
      Ich wurde nicht aus dem Haus ins Büro getrieben. Dass Frauen ihr eigenes Geld verdienen und finanziell unabhängig sein wollen, passt wohl nicht in Ihre Ideologie?

      Man kann es auch übertreiben.

    • Titel eingeben
      @M:

      Grundsätzlich könnte ja ein grösseres Angebot an Arbeitskräften tatsächlich zu niederen Löhnen führen – sofern das Angebot die Nachfrage deutlich übersteigt. Da aber Deutschland – für deutsche Verhältnisse – seit Jahren eine rekordtiefe Arbeitslosenquote hat und offenbar ein Fachkräftemangel herrscht, ist die Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt wohl nicht der Grund für die tiefen Löhne.

      Im übrigen sind die Schweiz und Deutschland bezüglich der Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt sehr ähnlich und die Lohnsituation ist bei uns eine andere. Bei uns ist es vielmehr so, dass eine noch bessere Beteiligung der gutausgebildeten Frauen am Arbeitsmarkt als wünschenswert angeschaut wird, um die Netto-Imigration von ausländischen Fachkräften reduzieren zu können, da darin politischer Sprengstoff enthalten ist und immer die Gefahr droht, dass es zu einer Kündigung der Bilateralen Verträge mit der EU wegen der Personenfreizügigkeit kommt.

      Sie werden wohl den Grund für die nicht steigenden Löhne in Deutschland anderswo suchen müssen.

      Allerdings sehe ich einen sich anbahnenden Arbeitskräfteüberhang in Deutschland im Bereich der überhaupt nicht bis sehr gering Qualifizierten. Ein Segment des Arbeitsmarktes, in welchem es bereits jetzt kaum noch ausreichend bezahlte Arbeitsplätze gibt. Entweder werden in diesem Segment die Löhne massiv sinken, sofern der Arbeitsmarkt tatsächlich besteht, und es entsteht wieder ein Präkariat wie im 19. Jahrhundert oder auf diesem Teil des Arbeitsmarkts wird in diesem Segment durch die soziale Absicherung bzw. Harz IV die freie Preisbildung ausgeschaltet, weil die Menschen statt zu arbeiten von Unterstützungsleistungen leben können. In diesem Fall nehmen diese Menschen aber nicht am Arbeitsmarkt teil, sondern werden durch Abgaben auf dem Erwerbseinkommen der anderen alimentiert. Das führt netto zu sinkendem Erwerbseinkommen der arbeitenden, besser qualifizierten Bevölkerung. Die Frauenerwerbsquote spielt dabei nur eine geringe Rolle, da bei den Menschen, die neu auf den Markt der sehr gering qualifizierten strömen werden, die Frauen traditionell kaum einer Erwerbsarbeit nachgehen.

    • Frauen ... in die Büros getrieben
      Ja, aber nicht nur.

      Soll es für Chinesen und Nachbarn verboten sein, sich und ihren Kindern eine bessere Zukunft zu wünschen?

      Wenn ja kann man den Wettbewerb verbieten – es wird aber nciht funktionieren. (Man erkundige sich über die Geburt von „Made in Germany“!)

      Wenn nein, ist es klar dass man nur durch angewandte (Aus-) Bildung und Produktivität vorne bleiben kann. (Stillstand ist Rückschritt.)

      Schlechtere Bildung garantiert für ein Land mit wenig Rohstoffen natürlich schnelleren Rückschritt…

      Dafür braucht man keinen bösen Neoliberalismus.

    • Schweizerin, ...
      Ein weiterer Grund, der Ihnen auffallen könnte, Deutschen aber kaum ist die übertriebene Belastung von Arbeit mit Steuern und Abgaben. Ich schätze dass sich dadurch insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit und Marktgängigkeit von Billigarbeiten verringert.

      Es scheint mir kein Zufall, dass man in der Schweiz etwa doppelt soviel verdient wie bei den Nachbarn (außer LI ntürlich!), dafür aber (prozentuell) die halben Abgaben zahlt und auch nur die halbe Arbeitslosenquote hat!

      Für mich immer der lebhaftige Lächerlichkeitsbeweis für alle Sozialisten und ihre Theorigebäude…

    • @M
      Ich empfehle Ihnen, nach Saudi-Arabien auszuwandern.
      Das dortige „Wir“ hält „die Frauen“ noch weitgehend in den Häusern fest.

    • "Eigenes Geld verdienen und finanziell unabhängig sein"
      Ich bin ja auch erwerbstätig, arbeite sogar im Büro, habe aber weder den Eindruck eigenes Geld zu verdienen noch finanziell unabhängig zu sein.

      Sobald ein paar Kinder da sind, macht man sich da wohl etwas vor, wenn man glaubt, eigenes Geld zu besitzen. Wer das haben will, der sollte besser ledig bleiben und sich ja keine Kinder zulegen.

      Aber was soll’s: Ich bin auch mal ledig gewesen und hab eigenes Geld gehabt. Das hatte auch sein gutes, war alles in allem nicht schlecht, aber ich war nicht so glücklich und zufrieden wie heute.

      Das Privileg zu dienen und nicht ganz alleine um sich selbst zu kreisen hat auch seine Vorzüge.

    • Löhne und Zusammenhänge
      @Wassermann: Ja, die Abgabenlast ist bei uns eine andere.

      Festlegung des Steuerfusses durch Volksabstimmung in den jeweiligen Körperschaften, Finanzreferendum in den Kantonen, Schuldenbremse sowie der Umstand, dass man seine Steuern selber bezahlen muss und man dann sieht, wenn das nette Schreiben mit dem Einzahlungsschein vom Finanzamt kommt, dass der Staat einem zuerst Geld wegnimmt, bevor er es verteilen kann, ist hilfreich. Und die föderale Struktur.

      Die staatlichen Einnahmen sind ja das eine. Die andere Frage ist, welche Leistung der Staat damit erbringt und ich habe den Eindruck, das Leistungsniveau, das wir für unsere Steuergelder erhalten, ist bei uns sehr hoch.

      Ich staune hingegen immer wieder, wie wenig in deutschen Medien hinterfragt wird, was der Staat mit dem seit Jahren in die Kassen strömenden Rekordsteuersegen anfängt.

      Zu Bildung und Innovation als lohnrelevante Faktoren:

      Ich habe gerade ein weltweites Universitätsranking gesehen. Unter der ersten 100 Universitäten hat es 10 in UK, 4 (mit HSG 5) in CH und in der EU (ohne UK) 23.

      Unter den ersten 50 Universitäten hat es in UK 6, in CH 2 und in der EU (ohne UK) 3.

      Die bestgerankte EU-Universität kommt allerdings erst nach 5 Universitäten in UK und 2 Universitäten in CH.

      Man kann sich über den Sinn und die Methode solcher Rankings streiten, aber ein wenig sagen sie schon was aus. Die Debatte, ob genug in dieses Segment der Bildung und in Forschung investiert wird und ob die Rahmenbedingungen auch richtig dafür sind, scheint mir in D nicht wirklich geführt zu werden – oder sie ist an mir vorbeigegangen.

    • Das Leistungsniveau ... für unsere Steuergelder ... ist bei uns sehr hoch
      Ja, exakt, verehrte Schweizerin!

      Die Referendumspeitsche und der Steuerwettbewerb wirken.

      Nach meiner groben Schätzung wird in Ö für das doppelte an Steuern (prozentuell, d.h. in absoluten Beträgen etwa gleich) etwa das gleiche geboten.

      Mit anderern Worten, die zweite Hälfte der Staatseinnahmen versickert irgendwie unproduktiv, z.B. für hypertrophe Parteienfinanzierung, einschließlich deren Wirtschaftsimperien.

      Die Bedeutung der Universitätsrankings ist auch hervorzuheben. Ich kenne keinen besseren Indikator um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft abzuschätzen!

      (Es gibt da verschiedene Ausgaben, aber in den von Ihnen gemachten Aussagen unterscheiden sie sich nicht dramatisch.)

      Das heißt auch: fünf Millionen Deutschschweizer haben nicht nur die beste deutsche Zeitung sondern auch die beste Universität Kontinentaleuropas!

      Das ist nicht alles, aber es hilft doch immer wieder.
      Von links-grünen Ignoranten wird ja immer wieder gern unterstellt dass die Banken den größten Wettbewerbsvorteil verschaffen.

      Wenn ich mir die Zahlen anschaue, sehe ich aber Nestle, Roche und Novartis weit vor den Banken und auch Google beschäftigt tausende Leute in Zürich wohl wegen der ETH und nicht wegen welcher Bank auch immer…

  100. Der Wahn der urbanen Prekären, die so gerne als Eliten gesehen würden
    Der Tunnel mit Intershops für diese Menschen, die so gerne die Irritationen der (von Ihnen verursachten) Realität wegblenden wollen, weil ihr zartes Gemüt nicht erträgt, daß es eine Wahrheit des Faktischen außerhalb der Idee gibt, dieser Tunnel ist eine hervorragende Idee- … und für unsere Regierungs-Polit-eliten gibts sowas ja schon. Wo kann man sonst solche Papageienkleidung in Bierzeltgröße wie für Mdme Roth oder die Jüppchen für Mdme M. erstehen- als in irgendwelchen subplanetaren Cavationen?
    Leider gäbe es aber keinen Anschluß für die in der sicheren Schweiz lebende Frau Berg. Nun die ist da sicher verwahrt. Und irgendwann haben die Schweizer die Nase voll und werfen sie über den Zaun in die dann kochende deutsche Arena. Ich sehe schon die fragend bedauernden Gesichter der hungrigen Löwen, denn auch jene werden wenig Substanz an ihr finden.

    Der vemeintliche „Rechtsruck“ stellt sich den außerhalb des Tunnels den SchonlängerhierLebenden dann aber vermutl. schlicht als Suche der Gesellschaft nach Gegengewicht zur Diktatur der selbstEliten und als Versuch, das Gesagte wieder mit der Existenz in Übereinstimmung zu bringen, dar .
    Gewalt sehe ich bisher (entgegen der gezinkten Statistiken: der „neonazi“, der auch so aussah…, bei der Schlägerei vor dem Antaiosstand auf der Messe des verbotenen Buches- trug ein antifa-T-Shirt) allein von den Tunnelfahrern ausgehen.

    Die Polarisierung zwischen den Hinsehenden und den Tunnelblinden (man kann meinetwegen auch Rechte und Linke sagen) nimmt allerdings zu. Und dabei werden auch Personen, die gerne im plaudernden Schillern verweilen möchten, wie Sie Don von sich behaupten, irgendwann einer Seite zugeschlagen. So fand ich gestern in einer Kompilation deutscher Alternativmedien auch den Hinweis auf die Stützen der Gesellschaft.

    ht tps://philosophia-perennis.com/2017/10/22/empfehlenswerte-alternativmedien/

  101. Grandios!
    Lieber Don,

    einer Ihrer besten Texte seit langem!

    habe gleich für dessen Verbreitung gesorgt!

    Danke!!

  102. Tunnelprügler
    Wie ich bei Danish gerade gelesen habe, verprügeln jetzt in Leipzig sogar Linke Linke (weil sie sie für Rechte halten).*
    Wenn ich nen Linken sehe, denke ich inzwischen nur noch an Platons Höhlengleichnis. Man kann da auf vielen Ebenen Erscheinung für Sein und Gewissheit halten. Pardoxerweise gerrieren sich aber gerade diese
    Figuren immer als „Aufklärer“.

    *http://www.danisch.de/blog/2017/10/22/linke-verpruegeln-aus-versehen-linke/#more-20040

    • -bedauerlicher Zwischenfall.

    • Kleiderordnung
      Das ist jetzt aber schon eine Stufe schärfer! Sechs Jugendliche wollen ein Konzert besuchen, sind aber falsch gekleidet und fallen unter das „Nazi-Profiling“ der Conne-Island-Aktivisten. Daraufhin kaufen sie sich im linken Merchandising-Shop die „richtigen“ T-Shirts, um sich brav anzupassen. Während sie noch an der Kasse stehen, wird ein vermummter Mob aus ca. 20 Leuten zusammengerufen, der die jungen Leute dann ansatzlos attackiert, als diese zu ihrem Wagen gehen und sich umziehen wollen.

      Das hat doch nichts mehr damit zu tun, dass zwei Gruppen auf offener Straße spontan aneinanderrasseln. Mir kann doch keiner erzählen, dass sich da 20 Vermummte prophylaktisch in irgendwelchen Hauseingängen rumdrücken, falls mal ein paar böse Andersdenkende auftauchen. Diese Schläger wurden doch eindeutig aus dem „Kulturzentrum“ heraus mobilisiert – handelten also unter Vorsatz!

    • Die eigentliche Frage ist, wieso man solche Parallelstrukturen erlaubt und nicht beseitigt.

    • KaffeMarat, RoteFlora usf. DGB-Haus München...
      Diese Strukturen sind vielfältig verankert und ich argumentiere einmal frei mit Sieferle aus seinem Vorwort zum Epochenwechsel, 1994: Man kann aus der Geschichte nichts lernen: „Geschichte ist aber insofern ein schlechter Lehrmeister, als sie sich niemals wiederholt. Wer aus ihr lernen möchte, läuft Gefahr, sich an Gegebenheiten zu orientieren, die längst ihre Geltung verloren haben.“

      Die Nazi-Jäger sind im besten Fall Verwirrte.

      @Thomas K. („Das hat doch nichts mehr damit zu tun, dass zwei Gruppen auf offener Straße spontan „)
      Es ist die Frage, ob das sonst Fälle sind, wo „zwei Gruppen aneinandergeraten“ oder ob es nicht in mehr als 90% der Fälle (ich schränke das mal ein) in den letzten 1 1/2 Jahren reine Schlägeraktionen und Brandstiftungen spontan aus der nazifa-Ecke sind. Wobei ich die 10% nur aus taktischen Gründen offen halte, man kann das sehr viel höher ansetzen.
      Und haben Sie die Äußerungen Danischs dazu gelesen … (s.link), der ja recht überzeugend darlegt, daß sich da auf der linken Seite (Merkel->Stegner->nazifa) ein System als selbstentzündlicher Selbstläufer verfestigt hat, das nicht nur die Demokratie, sondern selbst eigene Parteigänger gefährdet.
      Es gibt eben nicht dieses… zwei konkurrierende Gruppen, sondern nur …eine Schlägertruppe.
      Und das sind genau jene, für die Berg die Apologie und Epiphanie von ihrem Wohnsitz in der Schweiz singt! (das ist Clooney-mäßig sozial)

  103. Wo ist Prantl?
    Haben Sie den wunderbar scharfzüngigen Text schon vor der Ausstrahlung von Prantls Warnung vor der Österreichisierung Deutschlands geschrieben oder ihn absichtlich nicht am Tunnel-Namen teilhaben lassen?
    Es ist schon eine ziemlich dummdreiste Analyse der letzten Wahlen.
    http://www.sueddeutsche.de/politik/prantloesterreichisierung-prantloesterreichisierung-1.3711022

    • Das ist ja die Abzweigung, die ich im Text erwähnte.

      Aber ernsthaft, Prantl macht nicht das, worum es im Text geht – die Aufforderung zu Gewalt und Nazijargon.

    • Prantl
      liefert eher den geistig-moralisch, intellektuellen background für die Bildungsmittelschicht und traut sich immer mehr aus der Deckung.

  104. Don, falls Sie es in Ihrem Leben noch schaffen sollten....
    „mir so einen gedruckten Spiegel * trotz meiner Ablehnung von Gewalt gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe lege. “

    ….etwas vernüftiges 4 Rädriges unter Ihren zarten Bobbes zu bekommen,
    bietet es sich an , einen Wackeldackel hinten auf der Hutablage oder einen
    Wackel- Elvis vorne auf dem Armaturenbrett zu plazieren
    https://i.pinimg.com/originals/fa/8c/85/fa8c85f170a541bdc5be19abc68475ed.jpg

    http://www.ksta.de/image/388598/2×1/940/470/c0b77bfd492776014038ad0987679c34/rN/71-74661667–der-wackel-elv–28-09-2014-14-57-18-754-.jpg

    * Schpeigel muss wirklich nicht sein. ;)

    • Bei mir ist eine " Indianerfeder und....
      …. noch eine Schildkröte
      (kann man auf diesem Bild nicht sehen, da sie von einem Magneten am Blecharmaturenbrett gehalten wird) drin….
      wackelt hübsch mit den Füßchen die Kleine, wenn wir über Strassen & unbefestigtes „Material“ hoplern ;)
      https://abload.de/img/dsc01629-001k4uh1.jpg

    • Die Schildkröte mit ihren Wackelfüßchen ...
      …. und natürlich wackelt das kleine Köpfchen ebenfalls, ist auch schon
      historisch. Durfte schon in diversen alten Autos mitfahren.
      Sie ist aus Holz, sehr, sehr filigran gearbeitet. Füße und der Kopf sind an kleinen Federn befestigt…. bestimmt auch schon `ne Million Dollar wert, mein kleines Krötchen. ;)

  105. We are all living in a bubble, bubble
    Ich habe erst neulich von einem tatsächlich sozial sehr engagierten und getreuen SPD-Wähler aus HH gehört, dass die Anti nicht schlimm sei, denn sie begehe 1.) nur Gewalt gegen Sachen, 2.) sei linke Gewalt ganz generell nicht so schlimm wie rechte (und zwar im Sinne von: Da Hitler böser war als Stalin & Mao ist Antifa besser als Neonazis & rechte Hools) und 3.) gibt es schließlich die AntiFa bereits sprachlich nur deswegen, weil es die bösen Fa gibt. Und als Beweis dafür, dass die Antifa Gewalt gegen Personen kategorial ablehnt dient der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft HH noch keine Anklage wg. versuchten Totschlags/Mordes gegen die Stahlzwillenbenutzer und Steinplattenwerfer des G20-Gipfels eingeleitet habe. Dass das wohl primär daran liegt, dass man der Täter nicht hat habhaft werden können, dringt offenbar nicht durch und auch die „Sause“ bei der EZB-Eröffnung ist vergessen und all die anderen Angriffe der Antifa etwa auf Polizisten, die vermutlich einfach keine Menschen sind, spielen keine Rolle. Hauptsache die Bubble platzt nicht.
    So etwas sagen durchaus sonst vernünftige Menschen – die brauchen dann aber auch keinen Tunnel mehr von HH über Berlin nach Wien, die sähen die Realität auch dann nicht, wenn sie am hellichten Tag im Regionalzug von HH nach Wien säßen und im Schritttempo durch die bunte Republik fahren.
    Nachtrag 1: Selbiger Gewährsmann für die „linke“ Weltsicht sah bereits vor der Präsidentschaftswahl in AU, dass dort „Pogrom-Stimmung“ herrsche (gegen wen auch immer), da könne man eh nicht mehr guten Gewissens hinfahren.
    Nachtrag 2: Das geplante „Flüchtlingsheim“ in der unmittelbaren Nachbarschaft sei natürlich skandalös, allerdings nur deswegen, weil es in einem Naturschutzgebiet entstehen soll…

    • für das, was in Wien kommt, ist es bemerkenswert ruhig.

    • Pilz hat doch schon angekündigt, dort zu kandidieren.
      Zumindest die österreichischen Grünen sind wohl schon mal Geschichte. Eines sollte bei all dem nicht vergessen werden, dass nämlich die linken Hetzer eher dem grünen Umfeld entspringen. Die Sozialdemokraten sind doch nur auf den Zug aufgesprungen, weil sie die vergebliche Hoffnung hegten, verloren gegangene Wähler zurückgewinnen zu können.

      Mit den Grünen wird auch dieses großstädtische Milieu verschwinden. HartzIV macht keinen Unterschied zwischen afrikanischen Analphabeten und Prekariatsakademikern.

    • In Deutschland simd sie zu meiner Überraschung leicht gewachsen, während sie jetzt auch in Tschechien verschwunden sind.

  106. Ein riesiger Fritzl-Keller ohne Ausgang
    .
    .
    . statt des sündhaft teuren Tunnels tät’s auch.

    Da drinnen könnten die besonders Guten tazeln und spiegeln und und und ….
    Im Ernst, solche Gewaltaufrufe fallen nicht mehr unter Pressefreiheit , hier müßte der Staat, wenn das Merkel einen übriggelassen hätte,

    sein Gewaltmonopol durchsetzen.
    Ich meine , wo sind wir denn ?

    Übrigens eine ernstgemeinte Frage.

    Das Vernichten und Wegbrechen jeder vernünftigen politischen Mitte , der Tod der CDU/CSU ,

    das Siechtum der SPD, das Komplettverblöden der GrünInnen ,

    über den Opportunistenhaufen FDP nur Schweigen ,

    führt zu einer Polarisierung.

    Nachdem die alten Parteien dem Gutmenschentum hinterherhecheln,

    werden die Gutties immer radikaler, und bestärkt in ihrem Wahn,
    irgendetwas außer krank und doof zu sein.

    Aber den Bürgerkrieg anzuzetteln, der vielleicht noch früh genug kommt,

    sollte schon staatliche Reaktion auslösen.

    Kommt natürlich nix, sind ja Linke, wie Merkel, Nahles, der ganze traurige Zauber aus Soros‘ Puppenbühne.

    Und wo Rechtsruck ?

    Merkel bastelt sich mit trogaffinen Äffinnen ein Jamaika, dass dem Bürger noch die Tränen kommen werden.

    Und über allem das ständige Geplärr Linksradikaler .

    Und die schleichende Lüge in der linksgrünen Medienwelt.

    Ich denke, es ist angerichtet.

  107. Und Elon Musk entwickelt dafür....
    dieses tolle Röhrengefährt.

    Sie haben aber vergessen, Zürich anzubinden.

  108. ganzweitlinke Nichtdenker
    Ein großes Dankeschön an Don Alphonso für diesen nachdenklichen aber auch erheiternden Text.
    Ich lese querbeet, niemand kann mir vorwerfen, dass ich mit Scheuklappen durch die Welt laufe.
    Die Kolumnen von S. Berg überfliege ich meistens nur noch, weil man irgendwie schon weiß was kommt. Sie selbst hat in einer ihrer Kolumnen geschrieben, dass sie die Kommentare selten liest, es interessiert sie also nicht, was die Leser denken.
    Das ist das Problem der ganzweitlinken Nichtdenker, sie können nicht zuhören, weil sie es nie gelernt haben.
    In der taz schaue ich ab und zumal rein, um meinen Blutdruck in die Höhe zu treiben, obwohl, die Kommentare sind dort doch recht überschaubar, da weht hier bei ihnen, werter Don, ein ganz anderer Wind.

    Gestern im Presseclub sagte Angelika Hellemann ( Bild am Sonntag ) in etwa folgende Worte:
    „… das ist das große Problem von Jamaika, es ist keine Regierung die Gesamtdeutschland vertritt, es gibt nicht einen Wahlkreis um Osten, wo Jamaika eine Mehrheit hat. Es ist eine Westregierung…wo zwei elitäre Westparteien…die Grünen und die FDP mit tonangebend sind…“

    Gestern erschien ein Essay im Tagesspiegel.
    Sie, werte männliche Kommentatoren, sollten die Worte des Autors beherzigen, denn es geht um ihre männliche Identität, und wie sie aus dem Schlamassel, indem sie sich wohl gerade befinden, herauskommen können.
    Zum Gruseln …
    Wir brauchen einen Feminismus für Männer
    http://www.tagesspi egel.de/politik/maennliches-selbstbild-in-der-krise-wir-brauchen-einen-feminismus-fuer-maenner/20483596.html

    • danke. Es ist sogar noch schlimmer, CDU, Grüne und FDP stehen auch im Westen für ein ganz bestimmtes Klientel. Diese Regierung wird bald enorm verhasst sein, besonders die Grünen.

    • Sie, werter Don, sind doch nach Herkunft und Ausbildung Stammklientel von Jamaika.
      Aber Sie arbeiten ja eifrig daran, später einmal beweisen zu können, dass sie eigentlich nichts mit denen zu tun hatten.

    • Ich bin das Stammklientel der Klassengrenzen und echten Leibeigenschaft für alle, die darunter sind. Ich will daher die meistgen Parlamentarier nicht im Bundestag, sondern bei körperlicher Arbeit sehen, naturnah und bio.

    • Jamaika
      … ist ein Selbstmordkommando für die Grünen, wenn ich je eins gesehen habe. Nicht nur, daß Merkel denen beim Über-den-Tisch-ziehen die Reibungshitze noch als Nestwärme verkaufen wird, die sind so komplett notgeil, endlich wieder an Regierungspöstchen zu kommen, daß sie das nicht mal merken. Nach 4 Jahren wird von denen nichts mehr übrig sein.
      Lindner allerdings scheint verstanden zu haben. Ob er in der Lage ist, Merkel standzuhalten, wird man sehen. Daran hängt jedenfalls, was aus der FDP wird.

    • Grüne fordern zwei Vize-Kanzler
      Die Grünen zerlegen sich gerade selbst.
      Die Sondierungen haben gerade erst begonnen und schon geht es ran an die Veggi – Töpfe.
      Sie schaffen es nicht einmal den Anschein zu wahren, also wenigstens so zu tun, dass es ihnen nicht vordergründig um Macht und Posten geht.

    • Niemand, der die Systempartei der Grünen kennt, ist davon überrascht.

    • Jamaika - Schall und Rauch
      Jamaika wird nicht kommen.

      Nicht der Grünen wegen, Trittin und Peters sind mit 40% Stimmenverlusten nicht mehr in der Position, die Ministerposten den Realos zu verweigern.

      Die CSU wird keinen Selbstmord begehen wollen. Ob Neuwahlen, oder eine SPD, die erkannt hat, dass sie nur mit gesetzesmäßiger Asyl- und Sicherheitspolitik ihre Sozialpolitik beibehalten und ihre Beamtenschaft als letzte Wählerbasis wiedergewinnen kann.

      Der Erfolg von Weil in Niedersachsen sollte den machtorientierten SPD- und CSU-Funktionären klar gemacht haben, dass sie nur ohne Merkel noch im Parteienspektrum überleben werden.

      Falls ich irre, und Jamaika kommt, dann hat uns die Wahl in Tschechien gezeigt, was auch bei uns folgen wird. Das Verschwinden ehemaliger absolute-Mehrheits-Parteien CSU und SPD. Die CDU ist soweiso momentan nicht zu helfen, nach Merkel werden sie aufwachen, schmerzlich.

    • Parlamentarier ... bei körperlicher Arbeit ..., naturnah und bio
      Don,

      ein herrliches Bild!

      Bitte in alle kommenden Beiträge einbauen, wie ceterum censeo, res publicam construendam, o.s.ä.

    • Titel eingeben
      @vonmicha
      Welche Realos meinen Sie?
      Die Realos, die ich von den Grünen kenne, kommen doch gar nicht für ein Ministeramt in Frage.
      Die Grünen werden von gutbürgerlichen und verwöhnten kleinen Scheißern vor sich hingetrieben, und das sind Verirrte, die die ganze Welt retten wollen, aber noch nie einen Cent an Steuern gezahlt, geschweige denn Verantwortung übernommen haben.
      Daran sind die Grünen selber schuld, und ich glaube, dass sie damit nicht gerade glücklich sind, denn sie haben ihre Ideologie ohne jegliche Selbstkritik an gutgläubige Minderjährige weiter vererbt.

      Die Geister die ich rief…

      Und ich glaube, wenn sie könnten, dann würden sie all die Verirrten sonst wohin schießen, weil sich in ihren Reihen mittlerweile auch alte weiße Männer und Frauen befinden, die das gar nicht mehr so schick finden, wenn junge und unverbrauchte, sagen wir mal wissenschaftliche Mitarbeiter, ohne Sinn und Verstand, den Ton angeben.
      Jeder bekommt das was er verdient…
      Ich hoffe es…

  109. Herrlich
    Lieber DA,

    Sie haben mir einen trüben Morgen gerettet. Herzlichen Dank!

    Beste Grüße aus dem westl.Salzkammergut

  110. Aderlaß
    Sehr amüsant, Don, aber es gibt ja noch Klausphobie, die man im Tunnel bekommt, ganz zu schweigen von der Enge, die unter Gleichgesinnten zur Panik führen kann. Da müßten doch sehr viele Schnappatmungplätze eingerichtet werden.

    Besser wäre wohl eine Brücke nach Venezuela, da kann der frische Atlantikwind helfen. Migration funktioniert auch anders herum.

    • Gut, stelen wir noch alle 10km einen Drogenbeauftragten auf, frisch aus dem Görli, für beruhigende Substanzen.

  111. Hätte so auch in der Titanic stehen können... ;-)
    Endlich mal wieder was zum Lachen!
    Danke!

    • @muscat
      in der Titanic der 80er Jahre vielleicht.

      Mittlerweile ist die Titanic nur noch einer der vielen Bettvorleger der Kanzlerin.

      Ich bin mir sicher, F.K. Wächter und Robert Gernhardt rotieren stetig in ihren Gräbern angesichts von unsäglichen Titanic-Redakteuren wie Leo Fischer.

  112. wunderschön geschrieben,
    ich bin restlos begeistert. Danke für dieses Vergnügen, wenn auch auf beinahe trostloser Realitäts-Grundlage.

    Ich fürchte allerdings, Ihr Szenario ist immer noch viel zu nah dran am Denken der moralisch erleuchteten, um wirklich als Satire durchgehen zu können.

    PS Ich habe zwar amtlich großes Latinum, aber das Römerzitat zu Beginn wäre doch eine Herausforderung, müsste ich es offiziell verdeutschen. Aber was soll’s, ein wenig Distinktionsgewinn will ich Ihnen schon gönnen. Wem, wenn nicht Ihnen, geehrter Don?

    • Das zitat am Anfang ist Mittellatein der späten Gotik, das ist für Normallateiner nicht leicht zu verstehen.

      Ich habe es mal auswendig gelernt, musste aber auch eben nachschauen.

      Es ist nicht Satire, es ist halbernst. Ich kenne wirklich Leute, die ihre Urlaubsentscheidungen so politisch begründen.

    • Si fueris Romae ...
      Den Migne, Patrologia latina habe ich nicht zur Hand – aber wenn ich mich nicht sehr täusche, stammt die gedankliche Vorlage aus den Augustinus-Briefen (II, 54, 3; hier in dt. Übersetzung):
      „Ich glaube es dir schon einmal erzählt zu haben, will es aber doch auch hier anführen. Da meine Mutter zu mir nach Mailand gekommen war und fand, daß die dortige Gemeinde am Sabbate nicht faste, geriet sie in Unruhe darüber und war im Zweifel, was sie zu tun habe. Obwohl ich selbst mich um solche Dinge damals nicht kümmerte, so fragte ich doch um ihretwillen den Ambrosius hochseligen Angedenkens. Er antwortete mir, er könne mir nur sagen, woran er selbst sich halte; denn wenn er etwas Besseres wüßte, so würde er sich selbst danach richten. Ich dachte nun, er wolle ohne Angabe eines weiteren Grundes durch Hinweis auf sein eigenes Beispiel uns raten, am Sabbate nicht zu fasten. Allein er fuhr fort und sagte mir: „Wenn ich nach Rom komme, faste ich am Sabbate; wenn ich hier bin, tue ich es nicht. So beobachte auch du, wenn du in irgendeine Gemeinde kommst, ihren Gebrauch; dann wirst du es vermeiden, daß jemand an dir oder du an jemandem Ärgernis nimmst.“ Das erzählte ich meiner Mutter, und sie war wohl damit zufrieden“.

  113. Titel eingeben
    Das Tatblatt wurde schon vor 15 Jahren mangels anarchistischer Leserchaft eingestellt und die restlichen Blätter wie der Standard leben nur noch wegen der hohen Presseförderung
    Ansonsten volle Zustimmmung
    Grüße aus Wien

    • Stimmt, das habe ich vergessen, die wurden ja eingestellt.

      Ich bin froh um den Standard, das ist immer noch meine erste Anlaufadresse für Österreich, mit einem genialen Forum.

  114. Köstlich!
    Ist doch alles in Ordnung die Antifa geht in den „Tunnel-Untergrund“ inkl. Ihrer Kahane-Stände („unser Dorf soll schöner werden“) Der Tunnel wird eh nie fertig (s. Flughafen-BER). Am besten lässt man die Anhänger und Leser von Augstein und Co. ehrenamtlich Graben unterstütz von ihren Muslimischen Freunden („Ramadama“).
    Im übrigen empfehle ich nur Wackeldackel aus guter, edler Zucht!

  115. Sie halten die kognitive Dissonanz nicht mehr aus
    Köstliches Antidot gegen nach Berg-Lektüre verstimmtes Gemüt!

    Berg und Konsorten scheinen es kaum auszuhalten, dass die von ihnen überall vermuteten Nazis einfach kaum in Erscheinung treten. Da muss man halt beim Conne Island einfach irgendwen verprügeln, hätte ja ein Nazi sein können.

    Oder Sachsen komplett meiden: „Dann wird Hagemeyer sehr grundsätzlich – und auch drastisch. Er ruft andere Händler auf, Sachsen generell zu meiden. „So gesehen hat Street-Food gar nichts in Sachsen zu suchen. Wir stehen auch nicht dafür zur Verfügung, dass Sachsen sich als weltoffen darstellt, während rundrum ständig Asylunterkünfte unter dem Beifall der Nachbarn abgefackelt werden. Ein Boykott dieser Regionen ist sicher das probatere Mittel, um Missstände zu bekämpfen.““ (https://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/ZWICKAU/Gastronom-ruft-zu-Sachsen-Boykott-auf-artikel10029332.php)
    Diese Sachsen aber auch, keine Ausländer da, ständig werden die Unterkünfte der Nichtvorhandenen in einer Art Volksfest abgefackelt und dann wollen sie auch noch weltoffen sein… Schade, dass anscheinend auch SPON, Zeit und Taz sich vor lauter Angst vor den Nazihorden gar nicht zu trauen scheinen, über diese ständigen Vorfälle zu berichten. Vielleicht sollte Frau Berg auch da den Dialog einstellen und dem Augstein mit robusteren Methoden klar machen, dass das nicht geht.

    Herr Hagemeyer wäre also für den Tunnel sicherlich zu erwärmen.

    Leider wird diese diesmal anscheinend völlig gerechtfertigte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit andernorts nicht konsequent eingesetzt. Bremerhaven scheint ein Hort der Ausbeutung von Migranten zu sein, da klaut man sogar das Geld für Nachhilfestunden der Kinder. https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-fuer-patrick-Oeztuerk-wird-es-eng-_arid,1611007.html
    Vielleicht ist die Antifa aber auch nur verwirrt, weil die Migrantenausbeuter sich so gut getarnt haben: „Seit 2015 ermittelt die Seestadt-Kripo gegen die Vereine „Agentur für Beschäftigung und Integration“ (ABI) sowie „Gesellschaft für Familie und Gender Mainstreaming“ (GFFG), die beide von der Familie Öztürk gesteuert wurden.“

    Wenn ich heute unglücklich bin, weil die Ehe einer Freundin gerade daran zu Grunde geht, dass ihr Mann ihr Nichttragen eines Kopftuchs nicht mehr aushält, seit so viele sittsame Frauen in der Nachbarschaft zugezogen sind, dann kann ich das gegenüber Bekannten die der SPD nahe stehen nicht mehr thematisieren. Denn dann mache ich mich aus deren Sicht der Islamophobie verdächtig und sie sich mit ihren Äußerungen aus meiner Sicht zu rassistischen Frauenfeinden (denn selbst würden sie so ein Ding nie tragen, aber als Türkin wäre das doch ein Zeichen von Selbstbewusstsein).

    Der Dialog ist ohnehin kaputt, die letzten 2 Jahre werden sehr schwer zu korrigieren sein.

  116. Wieder mal eine Schau,
    dieser Artikel mit seinen imaginären Bildvergleichen!

    Wie/wo lernt man so schreiben?

    Muss sagen, bin wieder mal beeindruckt und hochneidisch :-)

  117. Danke Don !
    Einfach sehr gut!! Habe laut gelacht, vielen Dank dafür!

  118. Schanze
    Lieber Don,
    köstlich und bitter. In Hamburg hat die ANTIFA beim G20 durch vorsorgliche Evakuierung des Kindergartens dafür gesorgt, dass der Nachwuchs in einem besseren Stadtteil an einem Vormittag in den Genuss elterlicher Erziehung kam. Wenn das zur Regel werden sollte, habe ich wieder Hoffnung für den hiesigen Nachwuchs.

  119. Linke Politik
    Ich glaube viele verstehen noch nicht, dass sich die linke Politik nicht mehr primär um ökonomische Ungleichheit kümmert, sondern um Ungleichheit aufgrund von Ethnie, Geschlecht und Sexualität.

    Diese versuchen sie durch Identitätspolitik zu lösen, die kollektivistisch bestimmte Menschen aufgrund ihres Geschlechts, Hautfarbe etc. diskriminieren. Ich kann mich damit anfreunden, dass Menschen aufgrund ihres ökonomischen Status anders behandelt werden (Steuern etc.), aber nicht damit, dann man aufgrund seines Äußeren diskriminiert wird.

    • Das hat sich in den letzten 10 Jahren massiv geändert, Der Deutsche wurde vom ziuel der Bemühugen zum Nazifeind, jeder Mullah, jeder Bootsbesteiger vor libyen ist wichtiger. Man kann sich nur wundern, was Leute, die noch nicht mal hier sind, in einer Koalitionsverhandlung verloren haben.

    • Habsburger, ...
      … was Sie da beschreiben klingt verdächtig nach ANC.

      Dem gehts hoffentlich auch bald an den Kragen.
      Man sollte als kriminelle Vereinigung einen Staat nciht dauerhaft kontrollieren können (ansonsten sind die Bürger wohl zu dumm und verdienen es nicht besser…)

  120. Tunnellanten
    Wunderbarer Beitrag und überaus anregend.

    Wie wär’s mit einem Theaterstück unter dem Titel „Die Tunnellanten“?

    Eine Art Panoptikum der vorwiegend lichtlos vegetierenden Flora, wie etwa Chrookokkazeen, Oszillarieen, Nostokazeen, Rivularieen oder Schistostega osmundacea – darunter u. a. auch Bergsibyllen, Sargnelken, Wycoreceae etc.
    In Nebenrollen der Keller-, Spalt- und Grubenpilzexperte R. Misik zusammen mit dem Nebenwerwerbsentomologen Leo. G. Fischer.

    • „Mord im Berlin Berlin-Wien-Express“

    • Tunnellant ...
      … frei nach Fendrich:

      Einst war ich Fabrikant, Madame,
      heut bin ich Tunellant, Madame,
      morgen sicher Negerant, Madame,

      PS:
      Zu den verkannten Stärken des Wienerischen gehört für mich das Eigenschaftswort neger für Pleite. Für mich als alten Wahlafrikaner, eine Ohrenweide und Intellektblitz erster Güte…

  121. vielleicht trübt
    die Luftverschmutzung in den großen Städten die Sicht doch etwas? Wenn man die schönen Bergwiesen in Bayern und Österreich kennt, kommen einem schwarzer und brauner Block ziemlich gleich vor.

  122. Tunnel nach Teheran, Mogadischu usw.
    Sehr böse, und natürlich mit dem nicht ausgesprochenen Hintergedanken formuliert, daß ein solcher Tunnel in beide Richtungen befahren werden kann. Damit die Bereicherung keine Einbahnstraße bleibt. Kann man für den Bau irgendwo spenden?

  123. Satire vom Feinsten!
    Danke, DA, für diese Medizin am Montag: ein schallendes und herzhaftes Lachen, echt befreiend.

  124. schön bissig geschrieben
    .
    Kommentare habe ich noch keine gelesen.
    Aber der Text [vom Don] Klasse!

  125. Die Selbstermächtigten...
    Die übliche gefährliche linke Selbstermächtigung, wenn es gegen den meist hallizunierten Faschismus, gerade auch in den eigenen Reihen, geht.

    Ich habe vor einigen Jahren mal ein Interview mit einem Ex DDR Minister gemacht. Immer wieder sehr interessante Interviewphasen. Er war bereits nach seiner Studentenzeit in den Dreissigern lange in der Sowjetunion gewesen und wehrte aber alle Fragen nach Opfern mit der immer wiederkehrenden Chiffre ab, da seien halt welche „repressiert“ worden, aber Schuld sei der Faschismus, weil man sich eben habe auf potenzielle Gegner mit Entschiedenheit habe einstellen müssen. Davon war er auch bei Einzelschicksalen nicht abzubringen. Niemand hat die Linke bisher gezwungen ihren bedrohlichen geistigen Stalinismus zu verarbeiten, so läuft er immer in neuem Sackleinen auf. Immer wieder farbig modisch frisch aufgepeppt, mit den pawlowgestrickten Mustern per Tiefendruck eingeprägt….

    Benes aber nur als Randnotiz verarbeiten zu wollen, ist ein wenig gewagt bis alltagskühn.

    • Man muss das ganz klar sehen: Wo gesäubert wird, gibt es auch Profiteure bei den Überlebenden.

    • Profiteure bei den Überlebenden ...
      … scheinen mir üblicherweise eine Hauptmotivation für als „Säuberungen“ verbrämte Verbrechen!

      Die am öftesten real existierende Dialektik in der Politik des Sozialismus ist nun einmal: lügen – stehlen – umbringen. (Auch die nazionale Variante muss sich da nicht verstecken. Ein Monopol gebührt ihr aber keineswegs.)

  126. Bravourös
    Diesmal haben Sie sich selbst übertroffen und das war sicher eine große Herausforderung.

    Frau Berg halte ich für eine perfekte Verkörperung des Selbsthasses, sozusagen einer gesellschaftlichen anorexia nervosa. Solche Menschen bräuchten fachliche Betreuung statt eines öffentlichen Forums zur Selbstdemontage und zwecks Projizierung suizidaler und destruktiver Tendenzen auf andere. Eins ist sie ganz bestimmt nicht, nämlich „links“.

    Denn das bedeutete eigentlich mal, sich für die Rechte und Interessen der „einfachen“ Bürger einzusetzen. Die Pseudo-„Linken“, die sich heute als Linke (miß-) verstehen, vertreten dagegen die Interesse internationaler Oligarchen und ganz sicher nicht die Interessen irgendwelcher Bevölkerungen.
    Von daher ist die Zuordnung der (nach dem Prinzip „divide-et-impera!“ geplanten und gewünschten Polarisierung in Richtung Bürgerkrieg) Parteien in „links“ und „rechts“ m. E. falsch. Richtiger wäre eine Einteilung in „Realisten“ und „Utopisten“ oder auf globalpoitischer Ebene in Multipolaristen und Unipolaristen.

    Zugegeben: Als ehemaliger Wähler der Partei „Die Linke“ tut es mir immer noch ein bißchen weh, viele manipulierte Idealisten als hilflos hassende und verzweifelt agierende Fußtruppe internationaler Konzerninteressen zu beobachten und dabei auch die guten und vernünftigen Ansätze linker Ideen für mindestens ein Jahrhundert zu desavouieren.

    Da alles auch eine gute Seite hat, werden wohl nicht zuletzt die absurden „Argumentationen“ der „Antifa“- und SJW-Jugend („Jeder, der gegen unkontrollierte und unbegrenzte Zuwanderung ist, ist als Faschist zu betrachten“) dazu führen, daß einige Gedankenkrusten und stetig sich verkleinernde Zirkelschlüsse aufbrechen. Die Vorbedingung dafür, daß Verantwortung, Vernunft und Rechtsstaatlichkeit wieder Wirksamkeit erlangen können. Wenn der wachsende Wahnsinn der „no nations, no border“-Protagonisten dazu führt, dort schneller hinzukommen, hat er seinen Sinn.

    Was den Bürgerkrieg betrifft, den Frau Berg et al sich offenbar wünschen, werden Schneeflöckchen, Schwarzer Block und andere SJW zu den ersten Opfern ihrer salafistischen Schützlinge gehören. Gewinnen werden sie dabei jedenfalls nichts, schon gar nicht ihre verzweifelt vermisste Deutungshoheit zurück.

    • Ich habe am Wochenende so einen Fall erlebt, da wurde jemand von einem Redakteur der FR öffentlich gedemütigt. Freunde der Betroffenen haben aber brav den Mund gehalten und mit einem Mobber aus dem gleichen Haus lieber ein Interview gemacht. Man kann sich nur wundern, was der Internationalsozialismus aus den Leuten macht.

    • @ 'Frau Berg halte ich für..."
      Kunstbanause! Von Fremd- und Selbstverstümmlern wie van Gogh über Otto Muehl bis Jelinek und Berg als Kunstprozess nie was gehört?

      Berg ist Lehrbeauftragte an der Züricher Kunstakademie, hochsubventionierte Schreibse ‚unserer‘ linksdrehenden Kulturlandschaft und Gründungsmitglied von ‚Kaputt Lives matter!‘ Einer aus ihrem Stall fasst zusammen:

      Bergs Figuren sind „prall gefüllt mit unerfüllbaren Sehnsüchten, in gruseligen Beziehungen lebend und mit unzulänglichen Körpern ausgestattet“ (wiki).

      Jemand erkannt?

    • Das kann zum Problem werden
      „…als hilflos hassende und verzweifelt agierende
      Fußtruppen internationaler Konzerninteressen…“

      Furchtbar wird es für alle anderen erst, wenn sich die
      Konzerninteressen wandeln. Davor ist niemand gefeit.

  127. Tunnelverlängerung (Viadukt?) zu den Maghreb-Staaten, in die Subsahara etc.
    Schlage ich vor. Unbedingt. Win-Win. Es wächst zusammen was zusammengehört. Projektierung aber durch schweizer Planungsbüros. Sonst wird das (wieder) nix.

  128. Gratulation
    Ein schöner Wochenanfang dank Ihrer stringenten Plauderei!Etwas melancholisch sehe ich freilich schon länger die Titanic im Tunnel verschwinden.

  129. "um die Innenstädte herum,
    da bilden Regionen mit unerträglichen Einstellungen eine neue, nationalistische Grenze des Grauens.“

    Aus meiner persönlichen Erfahrung kenne ich das anders. Es gibt zwar Regionen mit unerträglichen Einstellungen, die Einstellungen kommen aber aus dem Islam und der Scharia.

    Die Region kenne ich als Bewohner seit 25 Jahren und ich kann Ihnen versichern, dass ich noch vor 5 Jahren nicht geglaubt hätte, dort heute zu einer Minderheit zwischen Orientalen und Afrikanern zu leben.

    Für die von Ihnen angesprochenen unerträglichen Einstellungen muss man schon weiter raus fahren um die nationalistische Grenze des Grauens zu erreichen.

  130. Klasse
    Klasse!
    Wie immer.
    Vielen Dank dafür, passen Sie auf sich auf.

  131. Goodnight sagte am 22. Oktober 2017 um 22:28 Uhr was über die kommende Bifurkation
    Ich bin verwirrt. Mit einer Bifurkation kann auch eine Körpermodifikation, z.B. die Spaltung des Penis von beiden Seiten, gemeint sein.

    Penisspaltungen alter weisser Hetero-Männer, das war es aber sicher nicht was Sie meinten, oder?

  132. Warum hasst man die Linken? Warum wählt man die Rechten?
    Was bedeutet eigentlich „links“?

    Die Bezeichnung leitet sich ab von der Sitzordnung im Französischen Parlament. Links saßen jene, die gegen die existierende – damals feudale – Herrschaftsordnung opponierten und für gesellschaftlichen Fortschritt waren.

    Solche Linken gibt es im Parlament nicht mehr, jedenfalls nicht mehr in Deutschland. Was sich heute als „links“ bezeichnet, ist herrschaftskonform und keineswegs fortschrittlich.

    Die SPD hat die Seiten gewechselt und ihre Klientel verraten, bei den „Grünen“ dominieren opportunistische Realos. In beiden Parteien bestimm(t)en „68-er-Konvertiten“, wie diese von Peter Scholl-Latour verächtlich bezeichnet wurden, die Politik. Man denke an Scharping, Schröder, Fischer, Cohn-Bendit und viele andere, die früher linksradikale „Spontis“ oder Mitglieder von stalinistischen und maoistischenen K-Gruppen waren. Die Liste derer ist lang.

    „Rechte Leute von links“ nannte sie Gremlitza, der Herausgeber von „konkret“. Häufig bezeichnete er sie als „Lumpenintelligentsia“.

    Der politische und wirtschaftliche Erfolg einiger Konvertiten rief auf Seiten weniger erfolgreicher Neid hervor. So wurde im „Spiegel“ ein Bericht über den Grünen-Aufsteiger Fischer mit dem Titel „Die grüne Raupe Nimmersatt“ versehen.

    Immer mehr entwickelte sich Seiten jener, welche vorgaben, als BerufspolitikerInnen „linke Politik“ zu machen, ein Phänomen, was man als „Linksparasitismus“ bezeichnen kann.

    Da gab es die abgebrochenen StudentInnen, die bei den Grünen Karriere machten.

    Politische hochdotierte Jobs als Landtags-, Bundestags- und Europa-Abgeordnete waren als lukrativer „Nebenjob“ begehrt, während man studierte, promovierte oder als Anwalt, Berater etc. „Kohle machte“.

    So gibt es im Establisment der Linkspartei erfolgreiche SpitzenpolitikerInnen, die noch nie „richtig“ gearbeitet haben und mit bürgerlicher Berufstätigkeit nie ihr derzeitiges Einkommen und ihren Lebensstandard erreichen würden.

    Im Grunde ist dies ein allgemeines Phänomen des Berufspolitikertums.

    Den gleichen Typus von BerufspolitikerIn gibt es in allen Parteien. Selbstverständlich auch bei den „Rechten“: „abgebrochene Studenten“, gescheiterte UnternehmerInnen, Bankrotteure, PromotionsbetrügerInnen etc.

    Demnächst wird ein „abgebrochener Jura-Student“ Bundeskanzler in einem Nachbarland werden.

    Nun, so etwas gab es auch in Deutschland. Nicht nur in Person des „böhmischen Gefreiten“. Auch ein Willy Brandt besaß keine Berufsqualifikation.

    Warum wählt man die Rechten?

    Die Antwort ist einfach: Weil es keine Wahlalternative gibt, welche die Interessen der arbeitenden Bevölkerung vertritt und gesellschaftlichen Fortschritt repräsentiert.

    So will beispielsweise eine pseudo-linke Gallionsfigur wie Sahra Wagenknecht zurück zur definitiv untergegangenen „Sozialen Marktwirtschaft“. Aber jeder Mensch mit Verstand weiß, dass dies unmöglich und daher nur eine betrügerische Illusion ist.

    „Rechte“ Parteien werden in Europa vor allem gewählt, weil sie einen Kurswechsel in der Immigrationspolitik versprechen.

    In den USA ist dies anders. Da war mit der Wahl von Trump die Hoffnung verbunden, dass die anti-sozialen und parasitären Eliten ersetzt werden.

  133. Tempo
    Man kommt ja bei dieser Schlagzahl gar nicht mehr hinterher. Habe mich wie viele hier köstlich amüsiert. Es plätschert sprachlich wie eine leichte Sequenz von Mozart oder Rossini so daher, schön anzuhören.

    Witzigerweise hat Klonowsky gestern ebenfalls was über Sybille in seinem Tagebuch rausgehauen, das kommt dann aber eher wie Wagner oder Ludwig van rüber. Es ist immer so schwer und bedrohlich.

    Hier ist einfach heller und klingender.

    Ich teile aber nicht Ihren Optimismus, daß es sich um Rückzugsgefechte handelt. Wer sollte denn z.B. hier im Norden in den Verlagen oder beim NDR ein entstehendes Vakuum bei Meinungsbildung (-manipulation) füllen? Oder im Westen bei WDR und Funke?

    • Niemand, aber mit der Klimaerwärmung ist der Norden eh Geschichte. ziehen Sie besser um, solange es im Dunkelland noch erlaubt ist.

    • Suche
      Ich suche gerade. Südlich des Mains. Es ist hier oben so kalt. Land und Leute. Und es geht nix über Schäufele.

    • oh je
      Schäufele. Musste das jetzt erwähnt werden? Mir läuft das Wasser im Mund zusammen.

    • Laurentius,
      bin mit NDR und WDR groß geworden…
      habe die DNA der Germanen intus,
      ihr Romanen wollt in der Sonne und Hitze verglühen
      statt Wind, Wasser und Wälder zu geniessen
      empfehle gegen den Blues ein Stück Torte aus der Grapengiesser Straße 12
      http://www.salzbaecker.de/wp-content/uploads/backwaren/salzbaecker-mozart-cremetorte.jpg
      die Elbe ist lebendiger als alles andere auf der Welt und in Hamburg spielen die besten Bands
      The Warning von Queensrÿche mitsingen Take hold of the Flame
      der Don liegt falsch, nicht der Norden, der Süden wird durch die Tektonik gefaltet

    • Ja
      @Oberländer, mußte jetzt sein. Manchmal phantasiere ich von sowas.

      @Blue Monday, Mal Sandocks Hitparade bei wirdackelnfürrau2, was für Zeiten. Aber die Torte vom Wiechel werd ich mal testen. Die wär bestimmt auch was für den Hausherrn. Aber die beste gab`s beim Mondmann, der hat aber ja leider zu, weggentrefiziert.

  134. Wunderbar... Also bewundernd, nicht mich wundernd
    „Wir brauchen einen Augstein-Berg-Sargnagel-Tunnel von Hamburg nach Berlin und weiter nach Wien,… Der Weg ist, zugegeben, nicht ganz kurz, aber er garantiert wie die Geisterbahnhöfe im Berlin der DDR, dass niemand in Kontakt zu anderen Leuten kommt, die eine abweichende Meinung haben, …“
    Bei Durchfahrt durch die genannten Bahnhöfe schaute die Intelligenzia damals beflissen in die von Ihnen genannten Blätter, um nicht mit der Realität konfrontiert zu werden. Der geplante Tunnel müsste also antifalich mit Graffiti (Schmierereien) a la „Kein Viertes Reich!“ und „Warum die Zeit totschlagen, es gibt doch Nazis!“ ausgestaltet werden, um den Gesinnungs-Adrenalin-Spiegel hoch zu halten auf dem langen Weg. An Zwischensstopp wird ausgestiegen und spontan gesäubert, z. B. bei Don in seiner 15,1% Region.

  135. Tunnel-Realität
    Die Tunnel-Fiktion Berlin-Wien hat bei mir unmittelbares Verständnis ausgelöst.

    Was mir allerdings noch nie eingeleuchtet hat sind die Gründe für den Bau der Hochgeschwindigkeitsverbindung München-Berlin. Wer will von da nach dort und umgekehrt ?
    Sogar das Argument des touristischen Effekts auf das der RMD-Kanal letztendlich reduziert wurde findet bei der Bahn keine Anwendung.

    Übrigens, wenig überraschend wie die kürzliche Rettungsübung gezeigt hat: wenn es in Thüringen auf der Strecke knallt haben die Überlebenden keine Chance.

    Wie das wohl im Antifa-Basis-Tunnel wäre ?

  136. Totalitarismus
    „…Man kann sich nur wundern, was der Internationalsozialismus aus den Leuten macht…“

    Die menschenverachtende Behandlung von Dissidenten ist ein Merkmal totalitärer Staaten. Der Grad der Unterwerfung unter den terreur ein Zeichen für deren Macht.
    Umso absurder ist, daß sich SJW und „Antifa“-Akteure sowie deren Biedermänner/-frauen/-X im Hintergrund tatsächlich als „Widerständler“ verstehen: Sie agieren in einem Machtverbund sämtlicher, gesellschaftlich einflußreicher Gruppen (Kirchen, Gewerkschaften, „NGO“s), gefördert und aufgehetzt von Politik und Groß-Medien. Sie verwenden Original-SA-Methoden gegen Andersdenkende. Möchten im Verbund mit den herrschenden Parteien und Lobbyisten Meinungs- und Pressefreiheit abschaffen. Und halten sich dabei für „den Widerstand“…
    Es ist nicht nur eine unglaubliche Verachtung gegenüber den Opfern wirklicher Widerständler gegen totalitäre Regime sondern auch ein lächerlicher, kindischer Größenwahn, der sich in solch kruden Gedanken äußert.

    Die wirklich Mutigen sind nicht die, die nicht in der Masse mitschwimmen sondern selber denken. Die manipulierten und verzogenen SJW-Schneeflöckchen gehören jedenfalls so wenig dazu wie die Systemschleimer und Brandbeschleuniger in Politik und Groß-Medien.

    Bei allem Schaden, den sie schon angerichtet haben und noch eine Weile anrichten können, ist es tröstlich, daß sie mittelfristig keine Chance gegen die Vernünftigen und die echten Menschenfreunde haben.

    Ethnopluralismus, Rechtsstaatlichkeit und Völkerrecht sind die richtigen Gegenkonzepte zu falsch verstandenem Internationalismus (und zu Internationalsozialismus sowieso).

  137. Welch Supernova...
    …am ohnehin schon überhell gleißenden Firmament Don A`s ist dieser Beitrag!
    Danke

  138. Dieser Blog
    ist das Beste, was man lesen kann, zumal in einer Zeit der zunehmenden Verdummung.
    Ein echter Lichtblick, Danke Don Alphonso!

  139. vielen Dank erstmal, die Wirklichkeit
    ist schwer zu ertragen, da hilft Humor ein wenig.
    Stellvertretend auch für andere Stellen, die mir zusagen:
    „einen Zukunftspark Europa 3000 aufbauen, wo alle friedlich und im Konsens zusammen leben, wie auf einem Wandgemälde in Peking.“

    Es gibt Linksextremisten, die prügeln Menschen allein auf den Verdacht hin, dass jemand eine rechte Gesinnung haben könnte und die zuständige Staatsanwaltschaft lädt einen nicht vor, es gibt keine Fotos zum Anschauen, die Videos werden bereits nach 24 Stunden gelöscht, die Antifa trifft sich in Darmstadt in der Oetinger Villa, dieses Kulturzentrum wird von der Stadt über einen Verein finanziert, Darmstadts Finanzlage ist bescheiden, das stört in diesem Zusammenhang kaum jemand.
    Die verantwortlichen Politiker könnte man Illusionisten nennen.

    • Ich habe hier einen halbfertigen Beitrag über einen Antifa-Demoknipser und wer ihn ales schon gefördert hat. Der ist quasi-staatlich.

    • Antifa-Demoknipser
      Sie meinen nicht zufällig den Andreasch alias Bezler?

    • Nein, ich meine einen früheren Mitarbeiter des Bewegungsmelders.

    • Ach, der Sören ...
      Mein schlechtes Namensgedächtnis ist ja legendär! Musste also noch mal googeln, weil mir dieser narzistische kleine Bewegungsmelder (im wahrsten Sinne des Wortes) damals einen ziemlichen Hals bereitet hat. Wenn ich mich recht entsinne, war er auch einer der Leute, denen beim G20-Gipfel mittendrin die Akkreditierung entzogen wurde. Mann, darauf kauten die Medien noch wochenlang herum.

      Hab auf Twitter dann mal höflich angefragt, warum man sich den so tierisch aufregen würde. Wenn man Aktivisten mit Presseausweisen bestückt, dann sei es doch kein Wunder, wenn letztere nicht mal mehr das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind.

  140. Auf den Punkt
    Einer der besseren Artikel der letzten Wochen. „…wo alle friedlich und im Konsens zusammen leben, wie auf einem Wandgemälde in Peking…“ bringt es auf den Punkt. Und der Graben zwischen uns und ihnen wird größer. Wo wir sie nach 1989 doch schon für erledigt gehalten haben.

  141. Ehrenrettung
    Wir haben in Österreich seit bald 30 Jahren eine AfD-ähnliche Partei im Parlament, zuletzt mit einem knappen Drittel der Stimmen gewählt. Diese Leute sind fest im Sattel und treten entsprechend selbstbewusst auf – Gewaltbereitschaft inklusive: Ein Kollege, harmloser Kulturredakteur beim ORF, war so unvorsichtig, eine Gruppe lautstarker Hofer-Adoranten anzumosern um dann mit zertrümmertem Gesicht im Spital aufzuwachen. Einen groben Keil, wie Frau Sargnagel halten diese Typen schon aus.
    Diese Frau ist meistens derb aber oft passt der Wurschtelpraterhumor, mit dem sie über das blasierte Getue der Wiener Identitären herzieht. Den inkriminierten Tweet über den Antaios-Messestand sehe ich als eine mutterwitzige Replik, dafür dürften Sie als Süddeutscher eh´einen Sensus haben – bei uns nennt man diese Art von Schmäh jemanden “eine Goschn´anhängen”.

    Ungerecht finde ich, die Sargnagel in den selben Topf wie R. Misik zu werfen. Der ist tatsächlich langweilig, belehrend und selbstgerecht (und nicht umsonst ein erfolgreicher Moralexportartikel fürs deutsche Ausland).

    Zu Ihrer Tunnelidee: Vielleicht unterschätzen sie die österreichischen Resentiments gegen deutsche Überlegenheitsallüren – egal ob die jetzt von rechts oder links kommen: So beeindruckend finden sogar unsere möchtegernlinken Milieus Berlin nun auch wieder nicht, dass man sich derart gemein machen möchte. Dass Berlin immer etwas Parvenühaftes, Übertriebenes, Suspektes hat, ist bei uns rückenmarktiefe historische Gewissheit. Dazu ein alter Gassenhauer, im Walzertakt zu singen: “Es gibt nur a Kaiserstadt und das ist Wien, es gibt nur a Räubernest, das ist Berlin”.

    • Mir ist schon klar, dass man es als Österreichvernaderer in Deutschland leichter hat, als ein moralischer Anschliesser aus Deutschland in Österreich, zumal wenn der Schmäh fehlt.

      Und ich weiss auch, dass die FPÖ abscheulich ist. Aber auf der buchmesse im Ausland sein und die Stimmung so anzuheizen, ist m.E. durchaus so, dass man darüber mal reden muss. Es war schon schlimm genug, was da passiert ist, importierte Scharfmacher braucht es bei uns so wenig wie deutsche Rechtsaktivisten als Aufwiegler in Südtirol. Sonstg kann das alles sehr schnell sehr hässlich werden.

    • Humormissverständnis
      …ja, vermutlich ein Humormissverständnis. In Deutschland hört der Spass wahrscheinlich früher auf – das Zynische ist da wohl mehr aufs Eindeutige aus & es gibt weniger Platz für Übertreibungen.

    • österreichischer Aktivisten
      Vielleicht unterschätzen Sie die deutschen Ressentiments gegen österreichische Aktivisten, denen ihr eigenes Land zu klein geworden ist. Wir haben hier in Deutschland unsere spezielle Erfahrung mit so einem. Und dann will’s mal wieder kein Österreicher gewesen sein.

    • Österreichische Klassiker
      …ja, der, von dem Sie reden, musste anderswohin, damit er werden konnte, was er zu Hause nicht werde durfte. Dazu auch ein passendes Zitat: „.. in Kakanien wurde überdies immer nur ein Genie für einen Lümmel gehalten, aber niemals, wie es anderswo vorkam, schon der Lümmel für ein Genie.“
      Aber Sie haben schon recht, das Österreichische wird in Deutschland oft fatal beim Wort genommen und dann kommt ein Schlamassel raus.

  142. Korrektur
    Es sollte natürlich heißen „Die wirklich Mutigen sind nicht die, die in der Masse mitschwimmen sondern selber denken.“

    Mobber und Stalker, die aus einer schützenden, großen Gruppe heraus (und ermutigt von den Lehrern) agieren, sind schließlich auch keine „mutigen“ Widerständler“.

  143. ein kleines Vetochen (so wie Sie bei Bahners kürzlich)
    Ich verstehe die Berg selten, meine auch, dass sie keine hohe literarische Qualität hat, die Sargnagel lese ich nicht, aber den Augstein will ich gelten lassen. Abgesehen von seiner israelkritischen Einstellung, die mir nicht gefällt und ihm schon einen Preis jenseits des Atlantiks eingetragen hat, schreibt er keineswegs immer dasselbe. Erstens schreibt er gut und zweitens denkt er nach, bevor er schreibt. Meinungen wie seine muss man zur Auseinandersetzung haben.

    Machen Sie doch den Tunnel rein weiblich. Es wird Ihnen schon noch wer einfallen. Ja. Kiyak wurde schon erwähnt. Die Lichter zucken ja auch munter in den Tunnelbildern fast wie lispelnde Blitzekarikaturen.

    • Ich schätze feine Ironie
      und erkenne sie deshalb auch ohne … , hier umrandend „… schreibt er gut … und denkt er nach … Machen Sie doch den Tunnel rein weiblich“.
      Chapeau!

  144. Lüftungsschächte - ach...
    Lieber Don,
    eine scharfsichtige Analyse des links-prekären Tunnel-Syndroms, danke dafür. Aber beim Lesen, insbesondere auch der Kommentare, beschleicht mich doch der Verdacht: Ist nicht das, was wir hier betreiben, auch so ein Grummeln im Tunnel? Im Nachbar-Tunnel quasi?
    Lüftungsschächte tun not – auf allen Seiten, und ohne Filter. Wer fängt an, sie zu bauen? Immer zuerst die anderen, bitteschön?

    • Also, ich lese ja alles und verweigere mich auch keiner Debatte.

    • Hier, Herr More, kann und darf man diskutieren.
      Im anderen Schacht nicht. Versuchen Sie mal bei SPON oder ZON eine abweichende Meinung unterzubringen.

      Also, wer ‚anfängt zu bauen‘ ist nicht die Frage. Wer sie glücklicherweise noch offen hat, und wer nicht mehr.
      Oder meinten Sie, ‚wann fängt jemand [endlich] an, auch hier ‚weltoffen und tolerant‘ seiend, ‚Hass und Hetze zu bekämpfen‘?

  145. Rechts oder Links. Welch große Frage.
    Vor ihr stand Beckenbauer einst, als er von Rummenigge angespielt sich frug, wohin des Leders Rund er flanken sollte.

    Ja, ein Kampf der Ideologien.
    Eher nicht – oder doch. Ja, nein, jein, vielleicht.
    Hier der Mensch und auf dem Gegenpol, der idealisierte Propagandamainstream der korrekten Interpretation von chauvinistischer Weltsicht.

    Rechts oder Links. Welch große Frage.

    Es passt eben nicht. Weder die linke oder rechte noch die Mitte. Die digitale 4.0 Version wird es auch nicht bringen. Die Neue Weltordnung geht am Menschen vorbei. Das ICH im Menschen wehrt sich. Ideologien sind eben doch nur Versuche alles gleich zu machen. Die Schnittmenge ist klein. Oder verschwindend gering. Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

    Hochglanzverpackung für marode Strukturen. Die Eliten kehren die Scherben ihrer von Hochmut getrieben Gier nach Verherrlichung zusammen. Kitten hier und da. Aber es hilft nichts – es gibt kein heiles Ganzes mehr. Schein oder Sein. Nein, es ist die große Parade des Versagens. All die Versprechen sind auf Pump oder richtiger ausdrückt auf Sand gebaut. Eine leere Pralinenschachtel.

    Berlin. Da steht neben dem Brandenburger Tor ein Denkmal der Schande.

    Tausende von Betonklötzen.
    Panzersperrengleich.
    Ein Westwall wie von Rommels Händen, sperrt es aus und wehrt ab.
    Wellen von marschierenden Soldaten.
    In diesem Labyrinth, oh kleiner Mensch bist du allein.

    Kalt, unnahbar, kein Ort der Heilung, des Vergebens, der Trauer, des Verstehens, des Dialoges.
    Zeigt allem die kalte Schulter. Abweisend und nicht lebendig.
    Keine Aussöhnung mit seiner Vergangenheit.
    Keine Aussöhnung mit dem begangenen Verbrechen.
    Kein Händereichen.
    Kein Zusammenwachsen.
    Hier ist kein Frieden zu finden.
    Mit sich, mit Anderen, mit der Welt.

    Es ist ein Sinnbild des Verdrängens.
    Vor allem der politisch parlamentarischen Machteliten.
    Nichts ist verstanden.
    Nimmt hin diese Steine und pflanzt sie in eure Herzen.

    Ein Ort des großen Verschweigens.
    Eine hohle wertlose Geste die so typisch ist für die Politik nach Willy Brand. Vergebene Chance die Wunden von 3. Generationen zu heilen.
    Ein verlogenes Mahnmal.
    Ein Mahnmal kleiner Menschen.

    Rechts oder Links oder Mitte. Egal.
    Sie marschieren wieder – die kleinen Menschen.

    • Kein Ort
      Wenn ich höre, dass dieses Denkmal von Kindern als Spielplatz genutzt, oder mangels öffentlicher Toiletten anderswie genutzt wird, dann fallen mir unterschiedliche Erklärungen ein:

      Der Symbolcharakter der Betonstelen wird nicht erkannt. „Konzeptkunst“ bei der man erst eine Gebrauchsanleitung lesen muss, um zu wissen, was Künstler und Auftraggeber sich dabei gedacht haben.

      oder

      Die Installation wird zwar als Denkmal/Kunst erkannt (im realen Leben hätte das Ding auch keine Funktion), aber das symbolisch Gemeinte sagt einem nichts. Warum sollten türkisch- oder arabischstämmige Kinder, selbst wenn sie sich eindeutschen ließen, irgendwelche moralischen Verpflichtungen aus „Auschwitz“ ableiten? Özoguz hat ja auch gemeint, dass es keine spezifisch deutsche (Erinnerungs-)Kultur gebe.

  146. Grenzgenial
    Eine Freude, das zu lesen!

  147. Zustimmung
    Lieber Don Alphonso,
    Gratulation auch von meiner Seite, Sie sprechen mir aus dem Herzen.
    Ist „Heumilch“ ein Zufallstreffer, oder wußten Sie, das „Gras“ (auf der Wiese wachsendes) auf Arabisch حشيش heißt? Dann müßte ich den Hut noch tiefer ziehen. Mehr davon bitte!

    • Nein, es gibt halt den feststehenden Begriff für Heumilch, sprich Milch, die noch von der alm kommt und mit Grasfütterung gemacht wird. Österreich ist da Vorreiter.

    • Lohnt sich - nach Pasteurisierung und Microfiltrierung -
      geschmackstechnisch übrigens überhaupt nicht. Kann bei echter Frischmilch (die gibt´s wohl nur direkt beim Bauern, wenn überhaupt?) anders aussehen. Aber bei Milch wie bei Kaffee killt die industrielle Verarbeitung besonderen Eigengeschmack.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Heumilch ...
      Die empfiehlt der Bauer seinen Kindern, im Unterschied zu der im Großlaufstall hauptsächlich mit Silage, eine Art Kimchi für Turbokühe, erzeugten Emulsion, die als Milch verkauft wird.

      Die Silage und die erzwungenen Höchstleistungen bescheren den Kühen ein im Schnitt 4-5 Jahre dauerndes Sch***-Leben bzw. eine Existenz im Dauerdurchfall bis hin zur völligen Auszehrung, bevor’s zum Abdecker geht.

      Vier bis fünf Silage-Grasschnitte sind heute auf dem zunehmend ausgepowerten Boden üblich, der nach jedem Schnitt mit der in gewaltigen Mengen anfallenden Gülle geodelt (gedüngt) wird, die dabei beinahe alles vernichtet, was da früher mal zu kreuchen und fleuchen pflegte, Insekten, Mäuse …
      Entsprechend fällt für die Lerchen, Schwalben, Greifvögel etc. kaum mehr etwas ab. Sie verschwinden aus den Agrarsteppen, die zwar noch grün aussehen, aber kaum mehr Leben bergen, keine Artenvielfalt in den Gräsern, keine Blüten, keine Kräuter. Glyphosat braucht’s da zur Flurbereinigung gar nicht erst.

      Wer im Supermarkt beim Griff nach der Milch primär nach dem Preis schielt, wird sich darum keinen Deut scheren, sollte aber vielleicht doch mal darüber nachdenken, was er den Kühen, der Natur und sich selbst zufügt.

      Für Feinschmecker: Käse, der nicht mit Heumilch erzeugt wird, taugt grundsätzlich nichts, genau so wenig wie Fleisch von Silage-Kühen.
      Agrar-Sondermüll in meist irreführender Verpackung.

    • Titel eingeben
      @Thorha fahren Sie mal die B2 nach Norden. In Igensdorf, Dorfhaus (lillachtal) und Kemmathen gibt es Milch ab Hof am Automaten. http://www.milch land-bayern.de/genusswelt/milchtankstellen/

      Auf Almhütten in Tirol und Südtirol nehme ich statt Wein manchmal (Roh-)Milch oder Buttermilch.

    • Zuvielgesellschaft, ...
      … also beim Käse bin ich meist Snob:

      Wer weit langem gut und gerne Käse macht nimmt Rohmilch – und NATÜRLICH kann er da kein Silofutter im Stall brauchen (wegen übertriebenen Risikos von Fehlkeimen).

      Vieles vom großen Rest ist zwar noch kein Analogkäse, geht aber doch in diese Richtung…

  148. Vision
    In vielleicht 30 Jahren wird Europa wie Beirut aussehen und auch so funktionieren. Die hier erwähnten Regionen um Ostdeutschland (außer Berlin), Polen, Bayern, Tschechien, die Slowakei, die Schweiz, Österreich (außer Wien), Ungarn und Oberitalien, werden der christliche Teil sein.
    Wäre zumindest eine Option für unsere Kinder…

  149. Technische Fragen
    Der rechte Tunnelbohrkopf wäre der erste Namensgeber ja selbst, der – verbohrt, wie er ist – mit dem Kopf durch die Wand geht. Immerhin wäre es für ihn, den im tiefsten Sinne in seinem Sohnsein verharrenden, die erste produktive Tätigkeit seines Daseins. Erblich vorbelastet in doppelter Hinsicht von zwei Vätern war bislang der natürlichste Lebensraum allein der ererbte Salon, in welchem man nach Herzenslust, wenn auch theoretisch, das Ausrufen der Weltrevolution üben kann.
    Ist dieser Tunnel erst einmal gebaut – was man allerdings dann doch vorzugsweise der Ägide der Genossen aus China überlassen sollte, die es derzeit einfach besser verstehen, größere Baustellen zeitnah zu schließen, wird er sicher gleich zu einem Hort der Reminiszens an die Londoner Underground gedeutet werden, so daß man sich dort unten wohlig als weiteres Opfer eines darüber tobenden neuen faschistischen „Blitzes“ fühlen kann.
    Muß man noch etwas zu Frau Sargnagel sagen? Nein, ich denke nicht. Ihr Name, gerade weil selbstgegeben, spricht für sich selbst, zumal unter der Erde.
    Es böte sich weiterhin wohl dann an, ein Prequel der „Zeitmaschine“ zu schreiben, ach was, gleich zu drehen (lesen tut eh niemand mehr), um so zu klären, daß die Morlocks, „nach Empfinden des Zeitreisenden hässliche, affenartige, lichtscheue Wesen, hausen in unterirdischen Höhlen“ (zit. nach Wikipedia, „Die Zeitmaschine“), in ihren Ursprüngen auf enttäuschte Idealisten zurückgehen, die sich aus Ekel vor der Realität in den Untergrund zurückzogen, wo sie ihr wahres Ich entdeckten und in äußere Gestalt umwandelten: Misanthropie als Gestalter des Spiegelbildes.

    • Sargnagel? Name, ... selbstgegeben, spricht für sich selbst ...
      Das finde ich auch und zwar seit ich das erste Mal von ihr gehört habe.

  150. Das ist nun mal ein richtig großer Text unter den Edelsteinen von DA!
    Da haben ein paar wirklich noch nicht verstanden, dass der Schwarze Block von Brandenburg bis in die Schweiz reicht. So schaut’s aus! Zwar ist mir bei der Vorstellung nicht ganz wohl, denn mir ist es egal, welche Art von Spießern meine Freiheit einschränkt. Aber ein bisschen Bewegung fördert das Denken.

  151. Summa cum laude!
    Es tat einfach gut, das zu lesen!

  152. Achgottchen
    Als ob es „die Antifa“ gäbe, Herr Meier.
    Das sind ein paar studentische Kleinstgruppierungen, keiner Ü25 (weil danach wird’s schwer mit Dauerstudium und wer arbeiten geht, gehört zum system) und alle eigentlich recht harmlos.

    Allgemein kann ich die von Ihnen analysierte Kausalkette „Am Rechtsruck sind die Linken schuld“ nicht wirklich nachvollziehen.
    Zum Rassisten wird man nicht gemacht oder als solcher geboren, dieser Ideologie folgt man freiwillig.

    • Verstehe!
      Wenn ich mit meiner Axt auf andere Fahrgäste im Zug einhacke oder einen LKW in eine Menschenmenge lenke, liegt es an meiner Traumatisierung: „Das hat die Gesellschaft aus dem armen Kerl gemacht!“

      Wenn ich sage, dass der durchschnittliche IQ in Singapur 108 und der in Ghana 69 ist (Ergebnissen von 9 internationalen Studien), bin ich freiwillig – aus dem bösen und verdorbenen Kern meines Selbst – ein Rassist.

      Ok, bin Rassist. Und?

    • @anderer Max
      Sie finden unter den Lesern des Blogs jede Menge Leute, die die „rechte“ Stimmabgabe mehr als Notwehr empfinden denn als ueberzeugende Alternative. Und die sich uebrigens keinesfalls ideologisch gebaerden. Freiwillig sieht anders aus.

      Alles was nicht im linksgruenen Mainstream verortet werden kann, gilt gleich als rechts, darunter auch jede Menge buergerliche und konservative Positionen. Wenn sie Ideologie wollen, werden Sie da kaum fuendig, gehen Sie lieber in die Rote Flora oder an eine Bremer Gesamtschule.

  153. Me too
    „Also, ich lese ja alles“ – Von inymedia bis pi-news. Anders kann man sich keinen Überblick verschaffen.

    Bezüglich Nah-Ost- und anderen, globalen Entwicklungen zusätzlich z. B. arabische, libanesische, chinesische, israelische, iranische, chinesische, russische Medien (es gibt bei fast allen englischsprachige Versionen). Wer ausschließlich der Berichterstattung deutscher Groß-Medien vertraut, ist nicht nur diesbezüglich eher des- als informiert. Traurig, aber wahr.

    Die Filterblasenproblematik betrifft meinen Beobachtungen zufolge eher nicht die Dissidenten sondern die Apologeten der Globalisten, Unipolaristen und „one world“- sowie „no borders, no nations“-Politik. – Zumindest ist bei Diskussionen mit Letzteren oft ein erschreckendes Ausmaß an Unkenntnis politischer Ereignisse und Entwicklungen festzustellen. Oft fehlt es schon an rudimentären Kenntnissen in Geschichte und Geographie. Und das stelle ich als Landarbeiter fest, nicht als jemand, der über besondere Bildung verfügt.

  154. Ähnlich hat offenbar auch Herr Grau gedacht ...
    ht tp://cicero.de/kultur/dissidente-kuenstler-scheinhelden-fuer-deutsche-medien

    Erinnert sehr an das Beispiel der ZEIT, wo austauschbare Bilder entweder zu ‚the mob rules‘ wird (sofern in Ostdeutschland lokalisiert) bzw. zu ‚youths demonstrate for inclusion‘ (sofern im Ausland zu lokalisieren).

    Auch hier steht zu vermuten, dass Brandschatzung in Russland von der Leserschaft als ’sexy‘ eingestuft wird; und der Täter als ‚guter Wilder‘.
    Anders wäre alles anders. Alles im Kontext.

    So ähnlich wie in Katalanien. Da wird Puigdemont insbesondere von deutschen Medien gerne zum Freiheitshelden hochstilisiert; eine Art Ableger von Jeanne d’Arc.
    Forderte ein Alois Müller ähnliches in Bayern, würde er als ‚verfassungsfeindlicher nationalistischer Tölpel‘ oder ähnlich gebrandmarkt.

  155. Feministische Statistik
    Auf der von Ihnen verlinkten Website über die Unannehmlichketen des Fliegens befindet sich ein Link auf die feminstische Seite keinekleinigkeit.de, auf der Userinnen anoym „sexuelle Belästigungen“ melden können, „und zwar alles, von dem sie sich belästigt fühlen“.

    Gleich am Anfang wird gezeigt, seit einer Woche wären 35 529 Meldungen eingegangen.

    Und zwar:

    231 „Belästigungen ohne Worte“, die da wären:
    41 unangemessene Blicke
    45 vulgäre Gesten
    88 Mal hinterhergepfiffen
    und
    13 anzügliche Geräusche

    dann

    137 verbale Belästigungen, also:
    80 Kommentare zu Äußerlichkeiten
    23 Anzüglichkeiten
    19 ungefragte Einladungen

    dazu kommen:
    198 online Belästigungen
    102 körperliche Belästigungen
    75 x Exhibitionismus
    und
    50x Sonstiges.

    Das Problem:

    Genausowenig, wie (41+45+88+13) = 231 ergibt, (80+23+19) nicht 137 ist, ergibt (231+137+198+102+75+50) nicht 35 529.

    „Rechnen können“ ist eben auch keine Kleinigkeit (neben vielen anderen Dingen).

    • Rechenkünste
      Wer in der Szene etwas werden will, muss evtl. vorhandene Rechenkünste gut verbergen, am besten auch vor sich selbst.

      Passt auch zum gemäßigten Flügel der Szene, der SPD, wenn ich mich richtig erinnere sind auch Oppermann und Steinbrück wegen Mathe zweimal sitzengeblieben, vom großen Vorsitzenden ganz zu schweigen. Immerhin kannte sich dieser mit den Zulagemöglichkeiten in Brüssel aus.

      Möglicherweise ist Palmer auch deshalb ein Außenseiter, weil er die Zahlen der Realität nicht ganz so ausblenden kann.

    • @rhadamanthys, 16:17 Uhr
      Aus Anlass dieser ersten ESM-Abstimmung interviewte ein Fernsehteam Politiker zu Etatfragen. Einer SPD-Bundestagsabgeordneten aus NRW wurde die Frage vorgelegt, um wieviel denn die Bundesschuld pro Tag ansteige, der jährliche Anstieg wurde ihr dazu genannt. Sie „berechnete“ daraus einen täglichen Anstieg, der anderthalb Größenordnungen neben dem wirklichen Ergebnis lag, das man ihr daraufhin nannte. Reaktion: Ein mädchenhaft-schelmischer Blick, dazu ein „Oooch, da haben Sie mich aber erwischt.“

      Die Szene hat ihr gewiss nicht geschadet. Man denke nur an die heute immer häufiger werdenden Reaktionen, wenn man Kassiererinnen für einen Einkauf in Höhe von sagen wir EUR 10,27 einen Betrag von EUR 20,57 reicht, von klein nach groß sortiert selbstredend. Meist werden einem die EUR 0,57 tadelnden Blicks zurückgereicht oder man sieht, wie der Groschen fällt, aber mit einer Geschwindigkeit wie auf einem Asteroiden.

      Man beurteilt heute „aus dem Bauch“, geht es sichtlich schief, labert man sich aus der Klemme heraus, hedenfalls wenn man wie meist ein genauso operierendes Gegenüber hat. In der Technik, den exakten Wissenschaften und der Mathematik dagegen fällt man dabei auf die Nase, was erst etwas Blut kostet, aber dann misstrauischer gegenüber sogenannten Evidenzen macht. So weit ich mich erinnere war es Auguste Comte, der meinte, in der Mathematik gebe es keine Meinungsfreiheit. Von Malcom X gibt es die Anekdote, dass er sich anfänglich für die Schulmathematik interessiert habe, dann aber ganz davon abgekommen sei, wie er erkannt habe, dass sie seinen Bedürfnissen nun überhaupt nicht entsprach: “There was no room for argument.”

    • ... hihihi ...
      … diese verzweifelten Versuche, bis zum nächsten Sylvester-Grapsch-Desaster wieder in Vorhand zu geraten sind schon bizarr.

      Jede und jeder, bis auf diese Pappnasen, weiß genau wo die Probleme sind und was die Hochkultur damit zu tun hat.

  156. Faschismus
    Die Antifa ist doch der einzig wirkliche Fa. Vielen gute Menschen sollte man mal klarmachen, was Faschismus wirklich bedeutet und woher der Ausdruck kommt. Er bedeutet nichts anderes als das, was ein Kölner Baumschutzverein gerade auf einer großen Kölner Straße veranstaltet. Und das am Deutschen Wesen Soll Die Welt Genesen der Grünen und der Purpurroten kommt für mich der modernen Interpretation von Faschismus immer noch am nächsten.

    Der Begriff Faschismus ist an grundsätzlich leer. Er wird aber gerne von WDR, NDR und SZ gemeinsam gefüllt. Die TAZ und den Spiegel nimmt doch schon lange keiner mehr ernst.

    Sonst hatte ich mal wieder viel Freude am Lesen.

    grazie mille

  157. Technische Frage an den Tunnelingenieur
    Wie gedenken Sie eigentlich der Tatsache Rechnung zu tragen, das Frau Berg in dem Paradies des von ihr so leidenschaftlich bekämpften Kapitalismus lebt, wo sie von den Zinsen der Einlagen der Vorfahren der Neonazis und den Aktiengewinnen kinderarbeitprofitierender Raubtierkapitlisten profitiert, die ihre Steuerschuld auf ein Minimum reduzieren und ihr soviel persönliche Sicherheit garantieren, dass sie quasi vom Liegestuhl aus im Nachbarland die Weltrevolution anfeuern kann, kurz gesagt: sie lebt in der Schweiz?

  158. Tunnel
    Lieber Don,

    Sehr schoen geschrieben! Die Tunnelidee erinnert mich jedoch an Marxens „Nous reconnaissons notre vieille amie, notre vieille taupe qui sait si bien travailler sous terre pour apparaître brusquement..“ (18e Brumaire) – der Maulwurf als begabter und offenichtlich linksorientierter Tunnelgraeber sollte das Tunnelprojekt durchaus so attraktiv fuer Spon et al. aussehen lassen, dass jene freiwillig das Graben beginnen werden. Und wahrscheinlich als Morlocks enden.

    VG
    Der Onkel

    • Morlocks und Eloi
      Die Morlocks waren die Menschenfleischfresser in den Höhlen und gewiss nicht naiv, wohl aber die obengebliebenen Eloi, ihre Weidetiere. Die Opferlämmlein hatten Totalversorgung ohne Arbeit. Irgendwie scheint also in Ihrem Bild die Relation zwischen Einfaltspinseln und Intelligenten, Unten und Oben durcheinandergeraten zu sein. Das ist aber auch nicht erstaunlich, wenn man diese Verwirrung alltäglich vor Augen geführt bekommt.

    • Jeder Vergleich hinkt
      aber im Ernst – waren die Morlocks so viel schlauer? Der Zeitreisende „George“ hatte sie jedenfalls innerhalb von etwa 100 Min. abserviert (in Wells‘ Buch ueberleben die allerdings). Abgesehen davon, Sargstein sehen uns alte weisse Maenner wahrscheilich als eine Art Eloi.

    • Titel eingeben
      Als Elois nicht, sondern als hirnlose Dinosaurier, da unanstellig zur allwöchentlich angesagten, noch korrekteren Binnen­­wort­inter­punktion geschlechts­gerechtig­keits­halber. Sie haben uns jedenfalls nicht gerade zum Fressen gern. Man kann damit aber ganz gut leben.

      Die wirklichen Elois mögen sie wohl aber auch nicht, weil diese so empörend sorglos, gelassen und völlig un­hyste­risch sind, dass ihnen davon un­will­kürlich der Neid kommt.

      Mein erstes Exemplar einer PEANI (Prinzipiell Empörte Anstoß­nehmerin) ist mir übrigens vor langer Zeit auf Besuch in einer studen­tischen Wohn­gemein­schaft begegnet. Man saß unter Freunden scherzend redend in der Gemein­schafts­küche, als eine Furie aus ihrem Zimmer heraus­schoß und nach dem schrillen Ausruf „Ich hasse Euch alle!“ ohne nähere Erklärung wieder abtrat. Die am Tisch haben mich dann aufgeklärt, das machte sie an­scheinend regel­mäßig, sobald irgend jemand lachte. Später ergab sich einmal ein kurzes privates Gespräch über das einzige gemein­same Interessens­gebiet, nämlich Film. Sie hatte einzig und allein „wichtige Filme“ gesehen, vulgo lang­weiligen Polit­trara.

  159. Der Standard
    Dort hat Alexandra Föderl-Schmid als Chefredakteurin aufgehört, und geht zu den Prantlhausenern.
    Die irgendwie noch einen Tunnelabzweig verdient hätten, finden Sie nicht?

  160. Verwirrt
    Was ist nun eigentlich links und was ist rechts? Kann man mir das bitte mal erklären? Und warum ist das eine per se gut und das andere schlecht? Und wer entscheidet, was was ist?
    Danke für den geschliffenen Beitrag.

  161. Welche Droge?
    Text eingeben

  162. Einfach köstlich, Ihr Artikel
    Ich liebe Ihre Beiträge! Sie sind so herzerfrischend, humorvoll, realistisch und fern der verbiesterten politischen Korrektheit. Die „arme“ Antifa, man könnte sie fast bemitleiden wegen ihrer kleinkarierten, dumpfen Scheuklappen-Sturheit, die Null Lebensfreude und Humor besitzt.

  163. Daumen hoch
    Text eingeben

  164. How to become a mensch
    „Ich mag Menschen mit Prinzipien, denn ich bin selbst einer …“

    Echt jetzt? Selbst ein Mensch? Wer hätte das gedacht …

    • Möglicherweise nur ein Zitat
      Möglicherweise nur eine Anspielung auf Groucho Marx.

      „Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.“

  165. Welche Droge?
    Frau Berg, welche Droge war das? Möchte ich mal im kontrollierten Selbstversuch probieren, um meinen linksradikalen „Gedanken“ von 1970 noch mal nachzuhängen.
    Ich habe mir den empfohlenen Text des Unsichtbaren Komitees durchgelesen.
    Das ist Tunnel im Tunnel.
    Ein Aufruf zur nihilistischen Revolution.
    Die lobenden Kommentare uber den „Stil“ von bekannten Jounalisten sollte man sich merken.

    • Frau Berg und die "eingeengte Sichtweise" ihrer "Journalistenfreunde"...
      …erinnert mich an den sprichwörtlichen „Tunnelblick“. Don Alphonso hat diesen wieder treffend dargestellt und mit seiner guten Bildfolge unterstrichen. Chapeau an den Don. Mit Ihrer „Droge“ liegen Sie laut Duden denn auch nicht so falsch, werter Herri, denn dort heisst es zum „Tunnelblick“: >Infolge eines RAUSCHZUSTANDES oder beim Fahren mit sehr großer Geschwindigkeit auftretendes EINGESCHRÄNKTES Sehen, bei dem nur die unmittelbar im Zentrum des Gesichtsfeldes befindlichen Objekte richtig wahrgenommen werden.<

      Unter diesem "Tunnelblicksyndrom" leiden seit geraumer Zeit die meisten "Mainstream-Medien" in der BRD. Da sollten diese "Citizen-Journalisten" aus Hamburg, Berlin, Köln und München etc. mal aus ihren "Redaktionsstuben" raus und es dem Don gleichtun und mit dem Rad die
      "Provinz" durchfahren und ab und zu einen Gipfel erklimmen. Dann entdecken sie vielleicht die "Weitsicht" wieder, die ihnen in den "urbanen Multikultistädten" abhanden gekommen ist. Ich habe jetzt vier Wochen Polen und Tschechien bereist und kann die Befindlichkeiten der Menschen dort gegenüber der "Berliner Belehrungspolitik" sehr gut nachempfinden.
      Sie wollen von Berlin und Brüssel nicht mehr "zwangsbeglückt" werden
      sondern weiterhin "selbstbestimmt" ihren Weg gehen. 40 Jahre Kommunismus haben die Menschen gegen den "herrschenden" Eurokratismus neu sensibilisiert.

  166. Tja
    #Don: Also, ich lese ja alles und verweigere mich auch keiner Debatte.

    Also auch hier, wenn ich das richtig herauslese: Eine gewisse Ratlosigkeit.

    Ein Ort für Debatten muss her. Tunnel sind es nicht. Frau Bergs nicht, und dieser, sorry, auch nicht. Möglichst schnell raus da. Am besten seitlich… (Dem Verlauf weiter zu folgen, vergrößert nur die Wucht beim Aufeinanderprall.)

    • falscher Ansatz
      Es gibt Orte für Debatten. Überall. Der Stammtisch, die Kantine, jede Sitzbank im Park oder an der Bushaltestelle, die Parlamente, Kommentarfunktionen in Internetforen.
      Das Problem ist, daß diese Orte nicht (mehr) genutzt werden. Aus Dummheit (Parlamente), aus Angst vor unbequemen Wahrheiten (die das eigene Weltbild erschüttern könnten) und aus Angst um die eigene Existenz (freie Meinungsäußerung kann Existenzbedrohend sein).
      Isofern sind diese Tunnel prima, da sie zur Entgiftung der existierenden Orte für Debatten führen. Und Debatten wieder möglich machen.
      Die gennanten (Berg, Sargnagel etc.) sind im Prinzip heute schon „Tunnelbewohner“ – die Morlocks der Gegenwart…

    • Ich bin neugierig, welche "Tunnel" morgen im Reichstag gestaltet
      werden. Oder ob da gar luftleere Räume zu sehen sein werden.
      Auf Debatten hoffe ich nicht – eher, dass welche in den Senkel gestellt werden.

  167. Prantl, Berg, Augstein, Guéron, Wollrad, Heigl - Pfeiler zementierter Ideologie
    Die Texte und Verlautbarungen medialer-politischer Vordenker zementieren einen ideologischen Überbau, an dem sich Kabarettisten, Feuilletonisten abarbeiten und somit ihr erträglich Auskommen finden.

    Typen wie Prantl, Berg, Gestalten aus dem ideologischen Überbau à la Guérot, Weigl, Wollrad gehören zum Hofstaat derer von und zu Merkel-Mania. Die versammelte Kabarettisten-Elite marschierte letztlich in „Neuem aus der Anstalt“ mit spürbarer Verzagtheit in Richtung Verzweiflung gegen die zementierte Ideologie der Merkel-Mania und ihrer Schranzen im Stil von Berg, Prantl, Guérot, Wollrad und Weigl.

    Fröhliche Texte wie jetzt wieder von Don Alphonso oder gerade von
    https://bayernistfrei.com/2017/10/22/prantl-kurz/
    entlasten uns als Konsumenten wie Auftritte von Kabarettisten, Clowns oder Komiker. In befreitem Aufatmen hofft ein dankbares Publikum, dass sich die Verhältnisse zum Besseren ändern. Hoffnung stirbt zuletzt.

  168. Houellebecq meint, im Spiegel,
    dass wir nun auch langsam so normal werden, wie andere Europäer, weil die AfD Einzug in den Bundestag hält.Zitat: Die Deutschen werden doch nicht 300 Jahre in Sack und Asche gehen?

    Frau Berg habe ich nie gelesen, mir sagt das Foto von ihr schon Einiges. Lebt sie nicht in der Schweiz?

    Wenn es aber stimmt, was ich über Orban und seinen Schulfreund lese und die Geschichte von Babis, der seine großen Firmen dauernd in kleine zerlegt hat, um Fördergelder der EU abzugreifen und somit ein Oligarch wurde, ist das alles für mich auch nicht das Gelbe vom Ei. Da hätte ich schon überlegen müssen, ob ich die wähle.

    Von Malta ganz zu schweigen, wo jeder Gangster einen EU-Pass kaufen kann.

    Aber es kommt ja nichts von Ungefähr.Es hätte strengere Statuten geben müssen, als die EU noch nicht so groß war, und die hätten durchgesetzt werden müssen bei Neuaufnahme.Irgendwie setzt sich bei mir der Eindruck fest, es mit unlauteren Menschen zu tun zu haben, seit langer Zeit schon.
    Welche Arbeit leisten all die hochbezahlten Beamten denn da in Brüssel?

    Mit diesem Artikel haben Sie sich selbst übertroffen, wenn das überhaupt möglich ist.Überall nur noch Rechthaber. Mit Meinungsfreiheit geht man anders um, wenn’s gut und demokratisch werden soll.Danke!

  169. #Uwe Dippel: Debatten im Tunnel
    #Hier darf man diskutieren. Im anderen Schacht nicht. Versuchen Sie mal bei SPON oder ZON eine abweichende Meinung unterzubringen.

    Lieber Uwe Dippel,
    sehen Sie: Das ist zweifellos ein gutes Beispiel für Tunnelblick. In den SPON- und ZON-Foren lese ich deutlich mehr kontroverse Meinungen (z.T. sogar unbeholfen-rudimentäre Debatten) als hier. Das lässt sich leicht empirisch überprüfen, z.B. an der Berg-Kolumne, die fanatische Zustimmung und heftigste Ablehnung erfährt.
    Also: Sollten wir nicht doch eher bei uns selbst anfangen?

    • Aha. Fragen Sie mal rum, wie viele da schon ganz normale Dinge, also ohne
      Hetze oder Hass, geschriebene Dinge abgelehnt bekommen haben.
      Da gab es auch hier schon eine Diskussion im Zusammenhang mit Israel und Syrien, die ich Ihnen aber nicht raussuche.
      Also ganz klar und gezielt Versuche, Dinge die den Moderatoren politisch nicht genehm waren, wegzudrücken.
      Schauen Sie die vielen Kommentare bei ZON an, manchmal die Hälfte, die nicht auftauchen. Und wie viele dann später fragen, wieso XYZ unbegründete Vermutung sei, oder ähnlich.

      Ihr ‚Fehler‘, Thomas Seifert, ist dass Sie dort viele kritische Kommentare sehen, das stimmt, mehr als hier. Nur ist Ihre Schlussfolgerung wahrscheinlich falsch, dass dort weniger Zensur stattfände.
      Ich selbst habe einige Dutzend mal reine Meinung wegzensiert bekommen. Hier nicht mal 5 Prozent. Und dann glaube ich, dass nur das falsche Knöpfchen aus Versehen gedrückt wurde.
      Niemand behauptet, dort gäbe es keine Widerrede. Auch in harter Form.
      Was dort allerdings stattfindet ist eine gelenkte Diskussion. So wie in ‚gelenkte Demokratie‘.
      Wenigstens ich kann darauf total verzichten.

      Im Gegenteil, ich freue mich auf den Tag, wenn bei SPON und ZON tatsächlich nur noch das wegmoderiert wird, was strafrechtlich brisant ist.
      Das könnte gut der Tag werden, von dem an Don Alphonso Moderation an Kommentaren von mir erspart bleiben könnte.

    • Tunnelblicke...
      Lieber Herr Seifert, ich weiss nicht, welchen Spon Sie lesen, aber den, den ich lese – und das seit Anbeginn- der läßt keine kontroversen Debatten mehr zu. Da mag vielleicht der eine oder andere etwas Kritik äußern, Fakt aber ist, dass zu den „relevanten Themen“ die Kommentarfunktion geschlossen bleibt, nicht nur beim Spon. Das ist schlicht nicht gewollt. Deshalb laufen ja auch die Leser weg, weil das Niveau bei Spon und die Qualität der Artikel so runtergegangen sind. Dons Blog ist hier eine rühmliche Ausnahme, das beweist letztendlich auch die Zahl seiner Kommentatoren, die noch „selbst denken“ können und dies auch tun, obwohl es manchmal wie eine „Seufzersuite“ erscheinen mag.

    • Um das klar zu sagen: Hier sind Debatten sehr willkommen.

    • ... nee ...
      … bei ZON, WON, und SPON und FAZ-Online war ich schnell gesperrt, auch für objektiv Harmloses, was den Sargnagels nicht passte, hier herrscht bajuwarische Toleranz …

    • Ich lösche halt nicht gern. Das Problem bei den anderen ist, da muss sich das communitymanagement bei den autoren verantworten. Und daher greifen die schneller durch.

    • ... ich vermache Ihnen ..
      … dafür auch einige Kunstbände für die heimische Bibliothek :-). Das beste kommt aber zu Oxfam und die Sammlung gebrauchter J. Butler-Schlüpfer kriegt die Steffi.

    • kommt alles, fast
      Ich hab hier schon manchmal was kritisiert, und es erschien alles, es sei denn, ich hätte zu schnell geschrieben.
      ;-)

    • Don, jetzt mal Butter bei die Fische:
      Das „Community Management“ muss sich vor allem gegenüber dem eigenen ideologischen „Freund“eskreis beweisen und ist in 80% der Fälle einfach linksliberal oder linksradikal.

      Die einzige deutsche Publikation, deren Kommentarmanagement merkbar und deutlich liberaler wurde, ist die gute alte ZEIT. Da erscheinen – und haufenweise – Kommentare, für die ich 2014 und 2015 endgültig gesperrt wurde. Sehr wahrscheinlich Anweisung von oben.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  170. Don Conphuso
    „Weshalb man in Berlin schon nicht mehr in’s verpönte und alles umgebende Brandenburg fährt, sondern “auf’s Land”.“

    Mit grammatischen Feinheiten will ich Don Alfonso (auch das „ph“ im Kontext mit „Don“ ist undenkbar, „ph“ darf etwa in Italien nur Sofia Loren) nicht behelligen. Ist eh für die Katz‘.

    Aber als Daumenregel (Deutsch 3. Klasse): Apostroph plus s steht für „es“, ohne Apostroph angehängtes s für „das“. „in’s“ wäre also die Kurzform für „in es Haus“, „auf’s“ „auf es Land“. So redet noch nicht einmal ein Bayer.

    „heute geht’s aufs Land“ ist die völlig korrekte Schreibweise.

    • Don Alphonse
      Sie sind aber genau.

      Mit Kunstfiguren kann man sich Namen bunt mischen aus spanischer (Don) und französischer Schreibweise.

    • Dementi
      Das hier ist ein anderer Gaston. Genaue Zeichensetzung interessiert mich nicht.

    • Ich habe ehrlich gesagt genug von diesen Charaden hier und lösche jetzt alles mit diesem Namen. Bitte da um Nachsicht, aber mir ist einfach das Risiko mit Leuten zu gross, die hier ohne Email und mit wechselnden Namen aufschlagen. Am ende hafte ich nämlich dafür.

    • (Und nein, ich diskutiere da auch nicht weiter.)

    • Ziemlich heuchlerisch
      WelchesOrthografie und Zeichensetzung zu publizieren, oder die Aussage, die interessiere jemanden nicht?

    • Welches Risiko soll darin bestehen, wollte ich fragen.
      Das ist aber nicht das Entscheidende, Heuchlerische.

      Hier gibt es neben mir sicher noch zehn andere, die „gast“ verwenden – ohne dass Don Alfonso ein Risiko darin zu sehen scheint. ABer zwei Personen, die beide „gaston benutzen“ !

      Das ist schon Willkür nach Art der CSU

  171. Grandios
    Lob & Preis dem Verfasser!

  172. Tunneleffekt
    Werter Don,

    ein schöne Metapher haben sie da mit dem Untertunneln gefunden. Auch wenn Sie laut eigener Aussage ja ein MINT Versager sind, ist es doch schön, daß ihr Gedankengang eine schöne Parallele zur Physik hat (Tunneleffekt).
    Übersetzt auf ihr Thema kann man sagen: „Der Tunneleffekt ist eine veranschaulichende Bezeichnung dafür, dass ein einzelnes Individuum eine Intelligenzbarriere von endlicher Höhe auch dann überwinden kann, wenn seine eigene Intelligenz geringer als die Höhe der Barriere ist“.

  173. Ente gut -alles gut...
    … ich hatte hier mal über einen Bericht eines Mädels *, eine Waldorf Schülerin, in einem Thema von Don berichtet, vielleicht erinnert sich noch wer daran. (Heft Oldtimer-Markt 09/2017) Dazu ein Leserbrieif in der neuesten Oldtimer-Markt aus der Schweiz:
    Kurzform zitiert:
    „… werden Kinder oft durch Waldorfschulen geprägt. Sie wissen was sie wollen und haben den Mut, sich das erforderliche Wissen und Können anzueignen. Auch um Hilfe zu bitten, sind sie sich nicht zu schade,
    Dann fährt er fort, berichtet von einem seiner Schüler, der eine Simson Schwalbe restauriert hat.
    “ Er schrieb nicht so gerne, aber das Moped und vieles mehr bekam er prima hin. Innerhalb eines Jahres hatte er dann drei davon….mal stellte er fest, dass Hasen bei 50km/h nochmal richtig Gas geben, mal war die Gabel nach einem 5m -Sprung “ im Arsch“….“ ;)
    Vor *Paulas Leistung kann ich nur den Hut ziehen…“

    • Entenpflege
      Ja, die Restaurierung der Ente ist wirklich sehr schön gemacht!
      Wobei ich mich dann schon gefragt habe, wie sie das bei der Schule „durchbekommen“ hat – Waldorf ist jetzt nicht gerade für Technikaffinität bekannt.
      Aber wenn ich es richtig gelesen habe, war ein wesentlicher Aspekt für die Schule die künstlerische Gestaltung der Karosserie und des Innenraumes. Die ist auch sehr gut gelungen – und dann kann man wohl auch als der Natur à la Steiner verpflichteter Lehrer über die halt dann auch noch notwenige Technik hinwegsehen…

  174. Tunnelblick
    Mit dem Streitwagen durch den Tunnel – und mit der Peitsche, die Blättler der Blätter geküsst.

    Keiner verletzt und doch getroffen.

    .

    Dann will ich hinzufügen, dass die -nagel Ähnlichkeit mit der -kowski hat und wenn man die vereint, ein Monchhichi Namens: -hoobi bekommt.

    Passend dazu: Ich bin meine Qual, meine Gedanken das Opfer.
    .

    Folglich: Die Naivität ist eine unterbewusste Freiheit, in der man Dinge tut, die nur für denjenigen Sinn ergibt. :D

    Danke.

  175. Psst, wiesausieht ist weissgarnix zurück
    also bis dort
    http://www.wiesaussieht.de/
    nix gegen den Don

  176. 367 Kommentare ... !
    Und ich hatte gedacht, nach den Wahlen gäbe es hier eine womöglich gähnende Leere …
    … weit gefehlt!

  177. Ihr Eingsngszitat von Toynbee
    ist genial. Das Fundstück für mich. Tja, wer war Toynbee? Jetzt muss ich wohl was lesen.

    • Dann stellen Sie sich auf viele hundert Seiten mit geringem Erkenntniswert ein.
      Toynbees Hauptwerk „A Study of History“ behandelt – auf höherem Niveau – wie Spengler (Untergang des Abendlandes) Zivilisationen wie planzliche Organismen.

      Netter Zeitvertreib für konservative Kulturpessimisten, aber wie gesagt – geringer Erkenntniswert. Eher Kunst als Historie, eher Gefühl als Analyse.

      Ich habe meinen Toynbee mit knapp 30 entsorgt, es gibt einen Haufen deutlich ergiebigerer Historiker. Schnappen Sie sich Niall Ferguson „Civilization“ :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Darf ich auch?
      Ich empfehle von David Landes Wealth and Poverty of Nations

    • Honigbär,
      auch der Empfehlung schliesse ich mich an :-).

  178. Die Wächter
    Kennt jemand noch diese Fernsehserie aus dem Jahr 1986? Zusammen mit der Idee der „Sanctuary City“ lässt sich daraus ein tolles Konzept für ein supertolles, linkes, urbanes Lebensgefühl entwickeln. Mögen sie sich dort wohlfühlen und Freiheit in der Provinz herrschen!

    • techniklos
      Ist das die Serie, wo die herrschende Schicht luxuriös, aber scheinbar ohne Technik auf dem Land mit ihren Leibeigenen lebt?

      Natürlich nur, bis es zu einem Aufstand in der Stadt kommt und man diesen mit „modernen Mitteln“ wie Kampfhubschraubern niederschlägt?

      Der Twist wird zwar nur mangels Tricktechnik und aufgrund der Kosten per Dialog offenbar, hat mich als Kind aber irgendwie beeindruckt und ist haften geblieben.

    • Im Rokoko hatte man ja auch das Leben als Schafezüchterin oder Eremit nachgestellt, weil das alles so unverdorben war.

  179. Stefanie Sargnagel...
    …wer mehr über die Bachmann-Preisträgerin und derzeitige Klagenfurter Stadtschreiberin erfahren möchte, dem sei das 1 zu 1 der Talk Interview auf Bayern 2 empfohlen.

    http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-eins-zu-eins-der-talk.shtml

    Dort ist ihr intellektueller Tiefgang zu bewundern, dem bedauernswerten Interviewer Achim Bogdahn war die Verzweiflung anzuhören, angesichts der Antworten, die von dieser Dame kamen. Ich hab es nach 15 Minuten nicht mehr ausgehalten, Bogdahn musste eine Stunde lang zuhören, der Arme.

    • Hannes Niesslbeck @ 23. Oktober 2017 um 16:52 Uhr
      Hannes Niesslbeck sagt:
      „Dort ist ihr intellektueller Tiefgang zu bewundern, dem bedauernswerten Interviewer Achim Bogdahn war die Verzweiflung anzuhören, angesichts der Antworten, die von dieser Dame kamen. Ich hab es nach 15 Minuten nicht mehr ausgehalten, Bogdahn musste eine Stunde lang zuhören, der Arme.“

      Ich verstehe wirklich nicht, wie intelligente Menschen sich ernsthaft mit solch einer pubertären Knallcharge auseinandersetzen.

      So etwas ignoriert man.

  180. Bei meedia sind scheint's gerade "Spiegelwochen",...
    11.10.2017: „Quo vadis, Spiegel Daily? Nach 100 Ausgaben scheint bei der digitalen Abendzeitung die Euphorie verflogen“

    13.10.2017: „Verlagsleiter Michael Plasse verlässt den Spiegel – Geschäftsführer Thomas Hass übernimmt dessen Aufgaben“

    18.10.2017: „Vor dem Wechsel zu Axel Springers Bild? Redaktionsleiter Timo Lokoschat verlässt Spiegel Daily fünf Monate nach Launch“

    19.10.2017: „Weiterer Abgang an der Ericusspitze: Carline Mohr wechselt von Spiegel Online zu Dominik Wichmanns Looping Group“

    20.10.2017: „Und wieder ein Abgang an der Ericusspitze: Auch SEO-Chef Raphael Raue verlässt Spiegel Online“.

    Früher nannte man so was „Absetzbewegung“ oder beschönigend „Frontbegradigung“…

    Spannend wird’s ja auch, wenn die ganzen insbesondere von der SPD astrogeturften GONGOs wegen Geldmangels eingedampft werden müssen (da ist es ausnahmsweise mal sinnvoll, den Spiegel zu verlinken, denn in dieser Deutlichkeit hat’s kein anderer aufgegriffen):

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-und-cdu-stimmenverluste-kosten-parteien-millionen-a-1171596.html

    „Nach Berechnung von SPIEGEL ONLINE hat die SPD rund zwei Millionen Wähler weniger auf ihrem Konto als noch vergangenes Jahr. Das entspricht rund 1,7 Millionen Euro, die die Partei im Auszahlungsjahr 2018 weniger vom Staat bekommen wird. Schuld sind vor allem die Verluste bei der Bundestags- und NRW-Wahl.“

    Und nachdem die ja in Opposition macht, ist das BMFSFJ, das zum Schluß zu nichts anderem mehr diente, als diese ganzen Frankensteinkreaturen zu finanzieren, auch futsch.

    Kann zwar sein, dass die Grünen sich nach Kräften bemühen werden,diese Lücke zu füllen (falls die das Ding kapern), sollte aber die FDP wirklich den Daumen aufs Finanzielle bekommen, wird’s eng.

    Auf das Hauen & Stechen der bislang eher prekär als reichlich (nicht jeder ist ein Schraven) Entlöhnten untereinander freue ich mich jetzt schon.

  181. Jeder Satz ein Löschgrund
    Ich habe (bekanntlich?) meine eigene Elle, mit der ich die Einschlags-Qualität der Don’schen Werke gern messe. Wieviele Sätze seines Blog – Eintrags hier in der FAZ sind geeignet, dass sie – und zwar jeder für sich alleine! – bei einer Leserzuschrift in der FAZ die sofortige Löschung bewirken würden?

    Je mehr, desto höher die „Einschlags-Qualität“, wie ich es einmal für mich genannt habe. Ganz einfach. Und wenn jeder Satz ein Löschgrund ist, wirklich jeder, dann ist dem Don ein Glanzstück gelungen.

    So wie dieses.

    Ich ziehe meinen Hut!

    • Ach naja, wissen Sie, Kommentare werden woanders halt ab und zu freigeschaltet oder auch nicht. Danach kann man nicht gehen.

    • Das ist ein einzigartiges Rezitat, das der BuffoDon hier ausstößt
      Sorry Don, meine Nachbars Frau ist studierte Sängerin und kennt fast jede Oper…

  182. Don as his Best!
    Danke, lieber Don.
    Lese hier schon lange mit, aber der Text ist einer Ihrer besten:
    scharfzüngig und soo wahr!

  183. Augstein-Berg-Sargnagel
    Ganz neue Abkürzung für ABS: Augstein-Berg-Sargnagel! (lol).

    Muß ma de oder die Sargnagel kenna? Gibt’s die echt oder ist dös a künstliche [seien Sie so nett und bringem Sie mich nicht in Probleme. Don.]

  184. Merci
    Danke für die vielen sprachlich gewitzten Artikel, der zutreffenden und differenzierten Analyse, der notwendigen Polemik und den tollen Fotos.

    Das macht den ganzen Irrsinn etwas erträglicher.

    By the way, wegen Ihnen habe ich die FAZ abonniert. Und die SZ endlich abbestellt.

    Ein Nichthochwohlgeborener.

  185. Geographie
    „Wenn man schon nicht mal mehr nach Prora und Usedom zu den Modernisierungsverweigerern fährt, kann man erst recht nicht über die Höcke-Babis-Strache-Transversale nach Wien.„

    Als kleinen Beitrag zur nunmehr 27 Jahre zurückliegenden Wiedervereinigung möchte ich anmerken, dass der Weg von Berlin nach Wien nicht über Thüringen führt, wo der Teufel Höcke sein Unwesen treibt, der in Sachsen weder ein Amt hat noch jemals gewählt wurde, weil es eben zwei verschiedene Bundesländer sind.

    Aber vielleicht einigen sich die Nachfolger der Wettiner irgendwann darauf, die Leipziger Teilung wieder rückgängig zu machen.

    Bis dahin eignet sich Lutz Bachmann von Pegida als Inkarnation des absolut Bösen.

    • Die Autobahn führt aber zumindest teilweise über Thüringen, kann ich mich erinnern. Da ist dann irgendwo ein Autobahnkreuz.

    • der Weg von Berlin nach Wien ...
      … führt am besten über Moskau.

      Kreml, Leninmausoleum, Stalin- (was?)

      Wichtige Pilgerstätten der Internationalsozialisten!
      (Danke, Don.)

    • Titel eingeben
      Lieber Don,

      es gibt schon seit vielen Jahren eine Autobahn von Dresden nach Prag („zum Frühstück nach Prag“ werbetrommelte einst die Dresdner FDP, wenn ich mich recht entsinne), und über diese führt der direkte Weg von Berlin nach Wien. Nur wenn Sie weiter westlich auf der A9 nach Süden tuckern, queren sie unterwegs auch mal Thüringen – aber dann gibt es eigentlich keinen Grund, später noch Richtung Tschechien und Babis abzubiegen, statt gleich weiter über Passau direkt nach Österreich zu fahren. Auch dieser Weg führt übrigens durch Gegenden, wo jüngst „falsch“ gewählt wurde. Höcke und Babis sind also eher so eine moderne Variante von Skylla und Charybdis für den reisewilligen Prenzlberger.

      Aber bei dem Feuerwerk, das Sie in Ihrem Text abbrennen, kommt es auf diese Kleinigkeit gar nicht an. Herrlich auf die Spitze getrieben, ich hab mich köstlich amüsiert. Offenbar hat der goldene Herbst am Tegernsee Sie nicht mal ein bisschen milde gestimmt, ganz im Gegenteil.

  186. Einfach großartiger Blog-Beitrag
    und mutig dazu. Danke!

  187. Humor
    Endlich konnte ich mal wieder lachen über die humorvolle Beschreibung der politischen Verhältnisse. Aber nach dem Lachen kam mir die Idee, dass das ganze fast einen realen Hintergrund hat und wir wohl noch eine ganze Weile mit dem Tunnel im übertragenen Sinne leben müssen. Ich hoffe, dass es nicht zu späte ist, wenn die Realität wieder in den Köpfen der sogenannten Eliten einzieht

  188. Alle braun außer Berg
    Wie Berg den Steuerzahler (oder sie) sieht: Alles besoffenes Fascho:

    Da fällt schon die uniforme Kleidung der Gäste auf – alle mit Ausnahme der Leitung in Braun –, die auf den Prozess einer Gleichschaltung schliessen lässt.
    https://www.nzz.ch/glueckliche_sklaven-1.12576226

  189. Titel eingeben
    Klasse Beitrag!
    M. E. kann man die gegenwärtige politische Situation nur mit einer gehörigen Portion Zynismus ertragen.

  190. Gelungener Kommentar
    Sehr geehrter Herr Alphonso, ich als kleiner unwichtiger Ingenieur aus Österreich finde Ihre Idee ausgesprochen unterhaltsam. Allerdings weiß ich nicht, ob es nicht für die von Ihnen angesprochenen Leute nicht lehrreicher wäre, sich in den Zug zwischen Wien und Berlin zu setzen und in Sachsen und Böhmen (ja, auch dort findet sich wer, der auf Deutsch oder Englisch politisieren möchte) mit Menschen zu sprechen, die nicht in der Filterblase daheim sind. Das gilt umso mehr, als Air Berlin am Straucheln ist und der direkte Nachtzug, mit dem man die Fahrt durch „dunkle“ Landschaften gar nicht mitbekommen hat, ab Dezember nicht mehr fahren wird.

    • Bei der Dargnagel habe ich den eindruck, dass die Österreich jenseits von Wien nur durch die Proteste gegen IBster kennt. Aber so wichtig ist das nicht, die Dame wird in ein paar Jahren von Jüngeren verdrängt, wie das halt so ist in dem Geschäft.

    • Falsch geschrieben
      Darknagel

  191. Ausgezeichnet
    Werter Don! Ich lese regelmäßig Ihre beiden FAZ-Blogs. Schade, daß Sie nicht für eine italienische Zeitung bloggen, das würde in Italien sehr gut ankommen (und mir viel Übersetzungsarbeit ersparen)……(Die Zeit hatte mal so ein Gemeinschaftsprojekt mit Beppe Severgnini vom Corriere della Sera und Mark Spoerrle, http://www.zeit.de/reisen/2010-04/blog-teaser-spoerrle)

    • Gern geschehen – leider bin ich des Italienischen nicht mächtig. Aber ich gebe gern zu, dass der vwrehrte Italo Calvino für mich immer eine grosse Inspiration war. Und das italienische Plaudern. eigentlich bin ich ja eh ein Buffobariton.

  192. Kein FAZ -Leser
    Rückgang der FAZ – Auflage seit Jahren.
    Hat zugenommen mit diesem BLOG

    Alles was von Schirrmacher eingekauft wurde,
    scheint über Kritik erhaben zu sein.

    • Ja, ganz schrecklich, wenn Blogs zugtausend Leser haben, dann geht die Auflage krass runter.

    • atypischer Nutzer
      Dann falle ich aus dem „üblichen“ Rahmen. Seit ich Anfang 2017 durch Zufall auf diesen Blog gestoßen bin, kaufe ich nun regelmäßig die FAZ als Druckausgabe.

      Vielleicht liegt das auch am steigendem Lebensalter.

      Werter Don Alphonso, legen Sie dies ruhig dem Verleger in die Hauspost.

  193. Das würde kein Tunnel
    sondern ein Minengang à la Sebastien le Prestre.

  194. Wenigstens Spaß auf dem sinkenden Schiff
    Schöner Artikel – danke !
    Das zunehmende Errichten nicht nur realer, sondern auch ideologischer Ghettos kann man wohl nur mit Sarkasmus ertragen.

  195. Allerdings! Bravo, da mache ich einen Film drüber...
    …Bernt Engelmann reloaded: Ihr da oben – wir da unten…Oder: Im Tunnel, ein postdemokratisches Kammer- und Trauerspiel!

    • Sie müssen sich das als Splatter-B-movie vorstellen.

    • Upstairs - downstairs
      War eine sehr erfolgreiche TV-Serie in denn 70ern. Das Thema geht immer und wurde ja in vielen Filmen aufgegriffen (Titanic, Kehraus). Die Tunnelvariante hätte einen ganz besonderen Reiz und könnte so manche Talkshow ersetzen.

      Danke für diesen herrlichen Text. Ist mal wieder das pure Lesevergnügen.

  196. Tränen der Begeisterung
    lieber Don Alphonso schießen mir aus den Augen und drohen mit steigendem Pegel mein Zimmer samt der Spannungsversorgung meines Rechners lahmzulegen. Ich beeile mich deshalb – geniale, schlaue, liebenswerte und wunderbare Texte – weiter so!

  197. Mit scharfem Humor
    auf den Punkt gebracht. Danke für diesen herrlichen Beitrag. Ich musste schmunzeln, obwohl,die Thematik doch eher recht bdrückend ist.

  198. Wien
    Wertester und geschätztester Don Alphonso,
    mit Verlaub: Die Zeilen über Wien sind ein „Krampf“. Wir haben lang genug dort gelebt. Selten eine Stadt erlebt, die so viel Integrationsleistung gerade für arme Leute leistet, von der Integration des Balkans nicht zu reden. Und das sage ich als rekatholisierter Altbayer, dessen kanonischer „Feind“ das katholische Habsburg. Österreich etc. – München natürlich auch btw. ;-)
    BTW: Wien hat ca. 20% der Einwohner Österreichs. Wie ist eine Metropole bzgl. Österreich, was Berlin nicht ist

    • Wien ist eine Metropole ... was Berlin nicht ist
      Es sei Ihnen unbenommen das so zu sehen.

      Ich meine man könnte auch sagen:

      – Wien ist im Vergleich zu Berlin ein Dorf.

      und

      – Wien übertrifft als parasitäre Blase Belin.
      Meines Wissens besteht in Wien kein nennenswerte produktiver Sektor mehr. Es geht eher Richtung albanische Volkswirtschaft: Die eine Hälfte trinkt Kaffee, die andere serviert.

      Das Geheimnis im Falle Albaniens: über eine Million ist im Ausland und schickt Geld.

      Im Falle Wien: Drei Viertel des Landes sind NICHT Wien und arbeiten überwiegend produktiv(er).

  199. Tschechien
    Also ich fahre immer gerne nach Tschechien. Wenn ich das Mitteilungsheft unserer IHK hier lese. Das ist eine der Erfolgsgeschichten – btw. auch ein großes Verdienst von Horst Seehofer – die Blockaden unter Stoiber aufzuheben, die A6, die via carolinga wieder zu dem zu machen, was sie war…

    Vielleicht auch eine Differenz zwischen dem nicht rekatholisierten und den immer katholischen Altbayern. Böhmische Gewölbe waren sehr verbreitet hier in den Häusern. Aber genug jetzt sonst enden wir noch bei der Schlacht am weissen Berg.

    Und trotz aller Kritik: Danke für den Beitrag

  200. Köstlich
    Ich gebe verschämt zu, nicht allzuviele Ihrer bisherigen Posts gelesen zu haben, obwohl ich den Blog schon eine Weile kenne. Ist mir dann meistens doch etwas zu tl;dr.

    Diesmal bin ich aber froh, mich dran gesetzt zu haben. Konnte an mehreren Stellen herzlich lachen und habe in der letzten Zeit keinen Text gelesen, der wirklich mit jedem Satz ins Schwarze trifft.

    Chapeau Don Alphonso.

  201. Aus Weimar lernen
    Warum fragen sich die linken Leitmedien nicht, wenigstens insgeheim, warum sie nun schon zum zweiten Mal nach Weimar dabei sind, die Armen (an die Rechten) zu verlieren?
    Man sollte doch meinen, dass Menschen, die die Aufarbeitung des 3. Reiches in jeden Winkel dieser Republik tragen wollen, in der Lage wären zu erkennen, was sie mit ihrer Politik anrichten. Dass sie mit der Weigerung die Beweggründe der Wähler anzuerkennen im Grunde gegen das Grundaxiom ihres eigenen Antriebs verstoßen.
    Warum sind scheinbar nur Lafontaine und Wagenknecht dazu in der Lage? Egal in welchem ‚Tunnel‘ sie alle sitzen (wollen), irgendwann muss doch mal der Realitätssinn einsetzen?

    • Prozenthuerden
      Die deutsche Parteienlandschaft ist zersplittert genug, eine Absenkung der Fuenfprozenthuerde Unsinn. Partikularinteressen gehoeren nun mal nicht in ein Regierungsprogramm.

    • Deutsche Parteienlandschaft zersplittert?
      Ich dachte, es seien 87% gegen 13%. Das sind doch nun wahrlich klare Verhältnisse.

    • Wahrlich klare Verhältnisse
      Wäre dem so, dann wäre Jamaika längst im Amt.

  202. wunderbar
    großartiger text und herrliche kommentare!

    ich teile die einschätzung, dass es sich um rückzugsgefechte handelt. allerdings wiegen sich die herrschaften m.Mn. noch immer in falscher sicherheit.

    in schland fehlt nach wie vor eine linke alternative, die selbsterhalt für legitim hält. darum halten sich wohl grüne und linke noch relativ gut. eine liste palmer/wagenknecht wäre deren ende.

    auf gewisse weise hat sich die parteienlandschaft in österreich in die richtung bewegt, die ich mir für deutschland gewünscht hätte: konservative haben sich etwas auf den rechtsstaat zurückbesinnt, rechtsausleger hat an bedeutung verloren (weniger prozent als in umfragen, geschweige denn den 35% wo sie vor der initiative kurz‘ waren), grüne sind raus, dafür eine linke partei ohne krasse ideologie.

    die lage in österreich will ich nicht schönreden, überlegen finde ich aber das flexiblere listensystem und die 4%-hürde. 5% sind aus sicht einer kleinpartei immerhin 25% mehr stimmen, die nötig sind. nur deshalb war pilz erfolgreich. uns hätte sie den oppositionslosen bundestag von 2013 erspart und die unmengen an merkwürdigen listenkandidaten, welche hochgeschwemmt wurden. zumindest letztere sind jetzt geschichte.

    nicht, dass sich die dinge dann positiver entwickelt hätten. ich habe einfach noch die naive vorstellung behalten, dass sich die dinge nur zum besseren wenden könnten, wenn sich etwas ändert.

    der antagonismus brandenburg-berlin wirkt auf mich recht belustigend, schließlich herrscht in beiden ländern die SED. doch selbst hier besteht der stadt-land-kontrast fort. so beschweren sich berliner aller couleur zunehmend über pendler, die in berlin arbeiten, aber in brandenburg leben und deshalb nicht in berlin steuern zahlen.

    doch wer nicht gleich nach bayern ausweichen will oder kann ist dankbar für die naheliegende fluchtmöglichkeit.

  203. Der Tunnel ist bereits seit Jahren im Bau
    Zuletzt verschwand irgendein kölner Stadtarchiv in der Baugrube. Aber was solls ein wenig Schwund ist halt immer. lieber Don

  204. Madame lässt aufmischen
    Den Text von Frau Berg habe ich jetzt mal gelesen und finde ihn erstaunlich halbstark für eine doch nicht mehr gar so junge Autorin. Man fragt sich, an wen hier die Aufforderung geht, mit dem rechten Gesöcks aufzuräumen. An den männlichen Begleiter? (“Sitz nicht ´rum, mach´ was!”). Und der muß dann aufstehen und identitäre Teenager vermöbeln..?

  205. Auch die taz.de will nicht abseits stehen
    … und bringt ihren Diskussionsbeitrag:

    http://www.ta z.de/Kolumne-Habibitus/!5453932/

    Der Text ist so erbärmlich, dass er nur als „lesenswert“ bezeichnet werden kann.

    • Gossenjargon
      o je, so schlimm ist es also im linksdeutschen Blätterwald. Da hat ja jede Abi-Zeitung mehr Niveau. Da ist jeder cent zuviel.

  206. Unendlich erschreckend
    Vielen Dank, Don Alphonso, dass Sie eine Replik, welche ernst-humorvoll diese unfassbare Verdrehung der Wirklichkeit beschreibt, zu diesem fürchterlichen Artikel der Sibylle Berg geschrieben haben.

    Leider tendiere ich zum Pessimismus und daher erscheint mir dieses Berg’sche Pamphlet wie die Vorankündigung einer massiven Verschärfung des Gesinnungterrors in Deutschland. Hier wird verhohlen zu Gewalt aufgerufen, welche in der Liquidierung Andersdenkender enden wird.

    Solange jedoch Menschen wie Sie noch öffentlich schreiben dürfen, bleibt die Hoffnung, das drohende Verhängnis könne verhindert werden.
    Bitte passen Sie gut auf sich auf und danke für Ihre wundervollen Beiträge, die Balsam für meine geschundene Seele sind :-)!

  207. Titel eingeben
    Schön dass im Blog auch mal der östliche Nachbar Deutschlands in der Mitte Europas erwähnt wird. Das letztemal war es (sehr schön formuliert) vor gefühltem halben Jahr im Zusammenhang mit der Nürnberger Ausstellung über den deutschen und römischen Kaiser und böhmischen König Karl den IV.
    Und dass der Don auch teils böhmische oder sogar tschechische Wurzeln hat (wie er heute mittellt) freut mich um so mehr.
    Ach der Schreck, ein zugegebenermassen etwas undurchsichtiger Herr Babis gewinnt haushoch (knapp 30 %) die Parlamentswahlen in Tschechien. Die bisherigen Systemparteien sind marginalisiert, imsbesondere die bis dato mitregierenden Sozialdemokraten. Und der Gipfel des Schrecks, die Grünen haben es auf ganze ca 1.5 % gebracht und somit Ende der Legende. Es gilt in Tschechien auch die 5% Klausel.
    Schon setzen bei den meisten deutschen aber auch Journalisten aus anderen Europäischen Ländern Pawlowsche Reflexe an.
    Populist und Antieuropäer und Antidemokrat ist dabei das mildeste was man liest. Die Wahrheit leigt wie oft woanders, Herr Babis ist wie erwähnt in der Tat etwas undurchsichtig; in der komunistischen Zeit bekleidete er einen Posten im Aussenhandel der ihn zwang, mit der STB (tschechoslowakische STASI) im Kontakt zu sein. Ob er ein Spitzel war in üblen Sinne des Wortes ist nicht erwiesen, er bestreitet es vehement. Wer dachte da nicht an Gregor Gysi oder andere ehemalige DDR Persönlichkeiten.
    Dann kam der Sturz des Kommunismus. Wie viele die damals zu Nomenklatura gehört haben und ihre Kontakte hatten, begriff er schnell die neuen Chancen und wurde zum Raubfisch-Unternehmer. So sind alle heutigen Miliardäre bzw. Oligarchen im ehemaligen Ostblock entstanden.
    Irgendwann vor 4 Jahren kam er, obwohl ihm angeblich Freunde abgeraten haben, in die Politik. Die Motive die er dabei angab klangen überzeugend und bescherten ihm mit seiner Bewegung ANO gleich den Einstieg in die Regierung unter Leitung der damals noch stärksten Partei, den Sozialdemokraten.
    In den vergangenen 4 Jahren hat er als Finanzminister sehr gute Arbeit geleistet. Sicher kam ihm auch die gute Konjunkturlage zur Hilfe aber die Zahlen sind überzeugend. Dei Tschechische Republik hat die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU, niedriger als in Deutschland. Und auch alle anderen ökonomischen Indikatoren sind vorbildlich.
    Als die Sozialdemokraten merkten dass Ihnen die Felle wegschwimmen haben sie halt alte Affären ausgegraben, alle aus der Zeit bevor Herr Babis in die Politik eingestiegen ist. Die gegenwärtig kritischste Affäre, angeblich erschlichene EU Subvention für sein Projekt „Capi Hnizdo“ (Storchennest), ein Wellnes-Resort südlich von Prag, liegt 10 Jahre zurück und wird vermutlich Jahre in Anspruch nehmen um entziffert zu werden, wenn es überhaupt gelingt. Natürlich bestreitet Herr Babis jegliches „wrongdoing“.
    Warum er gewählt wurde? Weil er die Wähler überzeugen konnte, dass er es ehrlich meint mit Bekämpfung der Korruption und Einführung von Effizienz in die Politik, insbesondere als einer, der die Strukturen genau kennt. Man muss wissen, dass nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in allen ehemaligen Ostblockländern viele wenn nicht die meisten, die in die Politik gingen, es als Gelegenheit zum Reichwerden sahen und nutzten.

  208. Großartig!
    Vom ersten bis zum letzten Satz ein wunderbar intelligenter Artikel.

  209. Titel eingeben
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    ich habe Ihren Beitrag heute unterwegs gelesen. Die Zeit reichte nur für die Lektüre weniger Kommentare und nicht dazu, selbst einen Kommentar zu verfassen. Nun stelle ich heute Abend (ich habe mich schon auf die Fortsetzung der Lektüre gefreut) fest, dass zu Ihrem Beitrag alles gesagt ist, schöner und intelligenter könnte ich die Dankbarkeit, die ich empfand, als ich Ihre Ausführungen las, nicht formulieren. Es ist so wohltuend, dass es augenscheinlich doch eine größere Anzahl von Menschen gibt, die Freude haben am Selber-denken und Austausch von Gedanken.
    Und Ihnen gelingt es immer wieder, dazu anzustoßen. Dafür meinen Dank!

  210. Pakistani besser als die diversen Sargnägel
    Klonovsky meint, dieses Video von einer TV-Sendung habe zu wenig Verbreitung erfahren, und dem stimme ich zu.

    Klonovskys Zusammenfassung erspart mir eine eigene:
    Ein pakistanischer Einwanderer ist aus Hessen nach Dresden gezogen, studiert dort Ingenieurswissenschaften, verteidigt die Dunkelsachsen gegen den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit und macht die lächerlichen Urteile der deutschen Justiz gegen eingewanderte Straftäter für die schlechte Reputation junger arabischer Männer verantwortlich, „denn für Angst muss sich ein Mensch nicht rechtfertigen“. Der öffentlich-orthodoxen Moderatorin wird sichtlich unbehaglich, während sie dies „Und sie bewegt sich doch!“ über sich ergehen lassen muss…
    Video: https://www.youtube.com/watch?v=YIJalgb4fOg

  211. Beobachtungsgabe
    „und ihren freien Willen so rücksichtsvoll zu behandeln, dass sie nicht wie jüngst die viel gescholtenen Polen auf die Idee kommen, die Frage der Weltkriegsreparationen neu zu eröffnen.“

    Gut festgestellt!

  212. Realitätsruck und Ideologiedruck
    Gratulation! Die letzten Beiträge sind besonders gelungen. Der Tunnel assoziiert bei mir: Den werden auf österreichischer Seite blöderweise mehrheitlich Fpö-Wähler bauen müssen, denn die Spö ist bei den Arbeitern nur mehr an dritter Stelle. Man kann vielleicht auch von Realitätsruck sprechen, wenn die Einzahlenden unerlaubterweise an sich selber denken. In Österreich wählen drei Vierte(r)l der Pensionisten Övp oder Spö. Bei den Unter-30-Jährigen mit Abstand und auch bis zu den 50-Jährigen ist die Fpö vorne. Es gibt zur Zeit sehr viele nachdenkliche Gesichter in den Öffis von Wien. Sie denken an die Zeit, als ihre Gedanken noch mehr Macht hatten. Obwohl sie größtenteils anders gewählt haben, haben sie von den Landbewohnern die Rechnung präsentiert bekommen.

    Es wird die abgehobenen Intellektuellen auch nicht trösten, wie es in Klassen mit hohem Migrationshintergrund (also z.B. 23 von 24 Schülern) ausschaut: Es wählen zwar viele nach wie vor die Spö. Aber es befinden sich darunter eher die strenger konservativen, das heißt oft die wirklich rechtslastigen mit grundsätzlich anderen Werten. Es reicht eine Rede Kerns, in der er sagt: Der Islam gehört zu Österreich. Schon wählen sie Spö und werden als links eingestuft. Leistungswilligere flirten zum Teil sehr wohl mit bürgerlichen Parteien. Und wählen diese auch immer öfter.

    In diesem Kontext werden Schüler aus völlig unterschiedlichen Welten ideologisch in eine Richtung gedrängt. Nicht weil es alle Lehrer so wollen. Sondern weil es von oben zentral verordnet wird. In der Volksschule beginnen sie noch mit Ich-Sätzen zu schreiben. Was Kinder mögen. In der (Neuen Modularen) Oberstufe eines Gymnasiums soll alles enden mit gleichgeschalteten semestrierten Lehrplänen und austauschbaren Lehrern. Inklusive extremer Überfrachtung. Naturgemäß haben da Zuwanderer mit einer anderen Muttersprache und anderem Sachwissen noch weniger die gleichen Chancen. Siehe Matura-Themen zu Urban Gardening, Black Tourism oder Aussteigern im Burgenland.

  213. Strohhalm Alphonso
    Don Alphonso,
    Siete una stella brillante per me nel cielo annerito da nuvole di menti privi di educazione. Dell’odore di carne insoddisfatta d’amore. Di spiriti con una negata voglia di libertà. Di frustrati intelletti mediocri languenti d’attenzione.

    Ah, che voglia di garbo e di grazia!

    Vi saluto ringraziandoVi con un sorriso divertito per l’inconfondibile suono della Vostra voce in libertà!
    Susanna

  214. Prager, ...
    … danke für Ihre Darstellung böhmischer Verhältnisse.

    Davon könnten wir mehr brauchen!

  215. Danke für diesen schönen Text!
    Lieber Don Alphonso,

    ich weiß ich bin spät dran, aber für diesen Text muss ich mich einfach zu Wort melden.
    Sie haben so viele ernste Themen hier so leicht und heiter auf den Punkt gebracht, dass ich mich beim Lesen zu später Stunde noch köstlich amüsiert habe. Vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

  216. Titel eingeben
    Ein Nachtrag zum vorherigen Text:

    In einer Situation wie vorhin beschrieben, wenn ein Herr Babis in Prag sagt, seht her ich bin reich genug und ich muss nicht stehlen und mich korrumpieren lassen, der hat ein Argument.

    Herrn Babis mit Viktor Orban oder Jaroslaw Kaczynski zu vergleichen zeugt von Unkenntnis der Protagonisten. Er ist definitiv kein Ideologe sondern ein reiner Pragmatiker. Er ist auch kein Antieuropäer, er sieht nur die gegenwärtigen Probleme der EU und möchte die Tschechische Republik als EU Mitglied in die Lösung der Probleme einbringen.
    Er lehnt gegenwärtig die Einführung von Euro in Tschechien ab (Tschechien erfüllt heute spielend die Maastricht Kriterien) mit einer in Deutschland nicht ganz unbekannten Begründung, nämlich der laufenden Verletzung eben jener Kriterien durch die gegenwärtigen Euro Länder.
    Und last not least, sein Widerstand gegen die Migrationspolitik der deutschen Kanzlerin lässt ihn in Europa sicherlich nicht zum einsamen Rufer in der Wüste werden… Was man in Deutschland in der Regel nicht weiss, Tschechien hat einige Hunderttausend Ukrainer in der letzten Zeit aufgenommen, auch wenn es nicht ganz selbstlos war, das Land leidet unter Arbeitskräftemangel…Nur sind diese in der Regel nicht Analphabeten und integrieren sich schon aufgrund der ähnlichen Sprache gut in den Arbeitsmarkt

    • Jetzt gibt es doch schon einen Becherovka
      bei den Erinnerungen an Prag und Tschechien mit der schönsten Nationalhymne für Sänger.

    • ich bin reich genug und ich muss nicht stehlen ...
      … ist sicher ein brauchbares Argument und auch dass er ein Pragmatiker ist, stört mich nicht.

      Es könnte aber auch sein, dass er zwar nicht mehr stehlen muss aber dass alte Gewohnheiten leicht weiterleben.

      Halten Sie das für Neid der weniger Erfolgreichen oder fundamental berechtigt?

    • @Treuer Leser aus Prag: Orban am Montag, den 23.10.17 in einer Rede in Budapest.
      Nachrichtenagentur dpa
      Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat Ost-Mitteleuropa zur „migrantenfreien Zone“ erklärt.
      Die EU und seien von einem nicht näher bezeichneten „Spekulanten-Imperium“ in Geiselhaft genommen worden.
      Die nicht näher bezeichnete Finanzmacht habe Europa „die jüngste Völkerwanderung, Millionen Migranten und die Invasion der neuen Einwanderer beschert um die christliche und nationale Identität seiner Völker zu zerstören.
      Man hat diesen Plan geschmiedet, der aus Europa einen Mischkontinent machen will.

    • Lieber Herr Bernhardt
      Man muss die Soros-Fixierung von Herrn Orban nicht unbedingt teilen, um Verständnis für die Entscheidungen von Osteuropa zu haben.

      Als Osteuropa der EU beigetreten ist, war nach meiner Erinnerung dort die große Furcht, dass die deutschen Vertriebenenverbände sich Schlesien und das Sudetenland wieder zurückkaufen und die Grenzen neu zu ziehen versuchen, so wie hier bei uns alle Angst vor den Billiglöhnern aus dem Osten hatten. D.h. von Anfang an war klar, dass die zwar Anschluss an die EU, aber ihre nationale Identität eigentlich beibehalten wollten.

      Letztlich hat man sich in beiden Fällen auf längere Übergangsfristen geeinigt und das Problem dadurch wohl (eigentlich) gelöst. D.h. die Polen, Tschechen usw. haben akzeptiert, dass irgendwann Deutsche kommen und zumindest teilweise Länder zurückkaufen könnten, die ihren Vorfahren irgendwann mal gehört haben.

      Nach meiner Kenntnis gar nicht diskutiert und keinesfalls von den Osteuropäern akzeptiert wurde in dem Zusammenhang aber die Frage, dass wir die Immigrationsauswirkungen deutscher Weltverbesserungsphantasien nach Osteuropa auslagern dürfen. Daher wird man den Osteuropäern auch schwerlich zum Vorwurf machen können, sie hätten doch durch den EU-Beitritt der Aufnahme islamischer Immigranten infolge der Genesung von Asien und Afrika am deutschen Wesen vorab mit carte blanche zugestimmt.

      Oder, um noch etwas zynischer zu sprechen: Die Sache wird für die Betroffenen nur eingeschränkt besser, wenn wir Deutschen den „Lebensraum Ost“ nicht mehr selbst mit Panzern befahren, aber ihn mittels Migrantenquoten durch Flüchtlinge zu besiedeln versuchen.

      Und weil nach den Gesetzen der Physik jede Aktion auch eine Reaktion mit sich bringt, kippt Osteuropa komplett nach rechts. Da hat ulF soviel Porzellan zerschlagen, dass das die nächsten 20 Jahre dauern wird, bis die osteuropäischen Staaten Deutschland wieder als „ehrlichen Makler“ ansehen könnten…

    • @Verehrter S&R: Deutsche Weltverbesserungsphantasien nach Osteuropa auslagern ..
      …durch Besiedelung des ehemaligen „Deutschen Lebensraumes Ost“ durch Migranten aus Asien und Afrika?
      Da bieten sich vor allem die noch lebenden Askari-Kolonialsoldaten des ehemaligen „Deutsch-Ostafrika“ an? Diese haben noch die militärische Kommandosprache der kaiserlichen Armee gelernt!
      Dann wird das mit Sicherheit keine 20 Jahre dauern, bis die osteuropäischen Staaten Deutschland wieder als „ehrlichen Makler“ ansehen können!

  217. Grün fliegen?
    „… Und Flugreisen, das hat man in progrünen Wiener Kreisen gerade wieder getestet, sind zwischen Berlin und Wien auch nicht wirklich eine Option, weil es da immer noch ein Problem mit dem Flughafenbau gibt.“

    Wer grün ist, fliegt nicht – aus Umweltschutzgründen. Nur blöd, dass die Neuzuzüger aus fernen Ländern, sobald es ihnen möglich ist, ihre Familien in ihren Heimatländer besuchen – und das mit dem Flugzeug. Nicht gut für die CO2-Belastung und ein echter Zielkonflikt fürs grüne Programm. Der Flug nach Eritrea ist wohl ein Menschenrecht. Die Fahrt mit dem Diesel ein Skandal.

    • Ja, das haben Sie schön erkannt. Aber „Du kannst alle Verwandten holen, die Du von Mogadischu um das Kap der guten Hoffnung nach Hamburg rudern kannst“ wird wohl kaum im Koalitionsvertrag stehen.

      (Was würde ich darum geben, bei der CSU zu sein und genau das in Göring Eckardts Gesicht vorzuschlagen… just 4 the fun of it…)

    • Grüne Fliege(r)n
      Das mag wohl sein, daß im Prinzip nicht fliegt, wer grün ist – ich meine aber gelesen zu haben, daß die Grüne Elite (aka die Bundestagsabgeordneten und Minister) durchaus eifrigen Gebrauch vom Angebot der Flugbereitschaft gemacht haben.
      Da kamen auch Vorkämpfer wie Künast und Trittin vor, die auch schon mal einen Bundeswehrjet leer bis zu den Kanaren und zurück fliegen ließen. Immerhin hatten sie damit auf eigentlich geplante Taxidienste dieses Jets in Brasilien verzichtet (allerdings nicht freiwillig, da hatte jemand dumm nachgefragt…)

    • Es soll auch einen Grünen-Politiker gegeben haben,
      der aus dem Urlaub in der Dominikanischen Republik Ratschläge getwittert hat, dass das gewöhnliche Volk aus Umweltschutzgründen das Autofahren möglichst lassen sollte…

    • @Don
      „Ja, das haben Sie schön erkannt. Aber „Du kannst alle Verwandten holen, die Du von Mogadischu um das Kap der guten Hoffnung nach Hamburg rudern kannst“ wird wohl kaum im Koalitionsvertrag stehen.

      (Was würde ich darum geben, bei der CSU zu sein und genau das in Göring Eckardts Gesicht vorzuschlagen… just 4 the fun of it…)“

      Ich muss zugeben, da habe ich gerade deutlicher gelacht als beim eigentlichen Text! :-)

      Der Text an sich, Sie sagten es in einem Kommentar ja selber, war meinem Empfinden nach ein wenig grenzwertig, allerdings vor Allem, weil er ein wenig zu redundant in den Vorwürfen und nicht scharf genug auf ein Ziel ausgerichtet war. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

  218. gruesse aus sankt petersburg
    meine lieben deutschen freind_innen,

    mit grosser freide sehe ich, dass unser grosses vaterlaendisches projekt reiche fruchte traegt.

    unsere trolle und giftigen wichtelchen peitschen das linke spektrum in merkelschland erfolgreich an und auf, damit es (aufrichtig legitimiert) hasstriefend grundwerte mit fuessen tritt und fuer eine zuegige erosion demokratischer (streit)kultur sorgt. „Hate-speech“ ist links immer ein Grundrecht auf Redefreiheit, aeh, oder so, jedenfalls.

    diese taktik hat sich als effizienter erwiesen, als in „rechten“ oder pegidanahen foren verschwoerungstheorien anzuheizen.
    „links“ ist viel aggressionsbereiter, gewaltaffiner, selbstgerechter, so umfassend demokratisch gebildet, so wirklich auf den fortbestand von „Demokratie“ bedacht …. hach, welche sozialistische freude!

    unseren besonderen dank aber senden wir aus dem „Venedig des Nordens“ natuerlich aber- und vielmals an unsere grosse freundin, die liebe IM wendehals, die so erfolgreich fuer politikverdrossenheit und alles andere sorgt, was eine post- und noch-demokratie so braucht.
    dafuer (und fuer den leckeren borschtsch letzte woche), liebe angela, als zeichen des dankes den mittelgrossen vaterlaendischen verdienstorden (und den heissbegehrten lebenslangen dauersitzplatz bei den bayreuther wagner-memorial-festivities; das bleibt aber unter uns!)

    ________________________________________
    Ironie beiseite:
    Danke Don Alphonso!

  219. Schön
    Als ich vor 44 Jahren mein Diplom von der bolschewistischen Kaderschmiede in Berlin-West abgeholt habe, war ich gefüttert mit Studien über „Deutschland und die westlichen Demokratien“ (E. Fränkel) und Otto Kirchheimers Verdikt, die Parteien mutierten tendenziell zu „Allerweltsparteien“, weil sie jedem (Wähler) alles versprechen täten.
    Die politische Richtung in Deutschland ist seit dem Lambsdorff-Papier vor 35 Jahren die Demontage sämtlicher Errungenschaften der Sozialpolitik. Kirchheimer hatte Unrecht.
    Und was haben wir heute?- Die politischen Parteien haben fertig. Warum?- Sie haben nachgewiesen, dass sie außer Sozialabbau nichts können. Da habe ich lieber einen Macron, sponsored bei Rothschild, oder einen Milliardär in Tschechien. Vielleicht subventioniert BNP Paribas demnächst den Lindner, weil wir hier im Land nur noch kranke Banken haben. Ver.di-Bsirske war bei den Bilderbergern, ich notiere ihn schon mal als nächsten DGB-Cheffe.
    Es ist also alles in Ordnung. Der Henkel will den Merz als Bundeskanzler, also den obersten Atlantikbrückler. Vielleicht kapiert er irgendwann, dass die Merz-Truppe der deutschen Wirtschaft Milliardenverluste im Russlandgeschäft eingebrockt hat. Aber wir müssen den vermaledeiten Putin wegen der Krim abstrafen. Das geht vor.
    Was diese Schauspielschar in Berlin noch aufführen wird, ist vergleichsweise unwichtig. Vielleicht könnten wir den Hopp von SAP für das Bundeskanzleramt interessieren. Oder den Thiele von Knorr-Bremse?
    Da würden wir gern unsere Demokratie etwas ausruhen lassen, damit Leute unsere Sachen regeln, die wirtschaftlich unabhängig sind. Der Spahn darf dann gern wieder nach Ottenstein.

    • Titel eingeben
      Werter Herr Braun!
      Was mich schon einige Zeit interessiert: Wie sind Sie eigentlich von der Politwissenschaft zum Güterkraftverkehr gekommen? Neigung oder wirtschaftliche Überlegung?

  220. Titel eingeben
    Fatto bene, lieber Don!
    Aber adeln Sie bitte jemanden wie Leo Fischer nicht auch noch unnötig durch bloße Erwähnung! Dank solcher Kanaillen haben sich erst die Titanic und danach die P.A.R.T.E.I. selbst zerlegt. (Sie kennen da ja auch jemanden…)

    • Die Erfahrung zeigt: Wenn ich über jemanden schreibe, hat derjenige langfristig noch nie profitiert.

    • Lieber Don Alphonso,
      ich liebe Ihre Allmachtsphantasien, besonders im Fall Leo Fischer.

      Der ist mir zum ersten Mal unangenehm aufgefallen, als er in der „Konkret“ (12/2014) Anwürfe gegen Dieter Nuhr abgesondert hat, weil dieser ein paar islamkritische Äußerungen in seinem Programm hatte.

      Fischers Ton war derart schmierig, gehässig und neidzerfressen, dass mir fast schlecht wurde.

    • Ich verstehe einfach nicht, was an Fischer satirisch sein soll – ausser die Behauptung, das zu sein.

    • Titel eingeben
      Fischer ist ein auch optisch ungewöhnlich unattraktiver Schwuler, der – aus welchen Gründen auch immer – „Witze“ über Schwule macht, sofern diese nur Repräsentanten der FDP oder CDU sind.

      Während Gärtner ein billiger Boehlich ist, hält sich Fischer für einen neuen Nuhr.
      Anders gesagt: Jener ist der Josef Wagner der Dipl.-Marxisten und dieser der Mario Barth der krampfhaft linken Kalauerfreunde.

      Früher war halt alles besser – sogar die Titanic.

    • Wenn ich über jemanden schreibe, hat derjenige langfristig noch nie profitiert.
      Don,

      und Sie wählen die Angeschriebenen so aus, dass wir uns alle drüber freuen!

  221. Guter Text
    Vielen Dank!

  222. Wie geht es denn eigentlich Frauke Amgelin?
    Wie wäre es VIELLEICHT mit einem „HashTag“/“Kickstart“ „BlumenfürFrauke“ + „GuteBesserung“ mit dem ganz kleinen Ziel 25 Euro? Ich wäre dabei! Ist aber leider nicht mein Fan…

  223. paglia e fieno
    Yeah, the world would swing..

  224. Hab´sch was an den Ohren?
    A wengle OT, aber eben im ZDF Xpress, 9 Uhr: „Die konservative AfD…..“. Oh, oh, oh….
    .
    * aber erst wenn SIE alle drin sind.(Tschuldigung Don für die Gewaltphantasie)

    (DdH)

  225. Tunnel
    Sollte der Tunnel nicht bis nach Zürich gehen?

  226. Nein, ich habe heute noch kein Worschtbrot gegessen...
    … gesund ist es ja, im Gegensatz zu der Ernährung dieses Herrn
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/vegan-koch-attila-hildmann-streitet-mit-journalisten-15260106.html
    ..scheint irgendwelche Veränderungen unter der Kopfhaut auszulösen.;)
    Früher waren die Leute entspannter…. mit Wortschebrot oder Sandwich, wie hier im England.
    http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/02563/picnic10_2563748k.jpg

    • Lieber FJ45,
      wenn man Essensfragen zur Religion erhöht, rechtfertigt halt auch Kulinarik einen Glaubenskrieg.

      Das Erschießen von Speiserezensenten fällt sicherlich noch unter die Religionsfreiheit, denn die ist ja schrankenlos, wie wir alle wissen…

    • Frage, wozu braucht ein Veganer ein Gewehr?...
      a) um Tauben im Park zu schießen?
      b) um sich zu verteidigen?

      Ach, ich mach`s kurz, kommen Sie ohnehin nicht drauf . ;)

      Antwort a ist falsch.. Tauben im Park, kann man auch vergiften.

      Antwort b ist richtig …. Salat schießt auch.


    • Ach, Hildmanns Bude, bin gerade vor einer halben Stunde dran vorbeigegangen – ja, das Fritteusengeruchproblem hat er wirklich.
      Von außen merklich.

  227. Titel eingeben
    Angenehm unterhaltendes und zynische Schriftstück für diese Tage des Grauens. Man dankt.
    Ob die staatstragende Nulpenhorde wohl irgendwann ins Exil nach Malmö geht? Dort ist doch der gesellschaftliche Wunschzustand nahezu schon erreicht. Ein Praktikum wäre ja vorher im Berliner Tiergarten abzuhalten möglich.

    • @Johann Ohneland
      Die Zustände, die u. a. im Berliner Tiergarten und in Malmö herrschen, bleiben wohl „den schon länger in Europa Lebenden“ vorbehalten. Frau Merkel dagegen soll sich gerüchtehalber schon ein Refugium in Südamerka gesichert. Schaumermal, ob sie es ohne Hilfe des Vatikans erreichen wird…

  228. Ach komm, was solls ...?
    Dass Antifa in Wirklichkeit rotlackierte Fa ist, war jedem aufmerksamen Beobachter lange bekannt. Ebenso die Tatsache, dass fast alle Schreiberlinge, gleich welcher politischen (Quasi-)Couleur, nur noch mit steilen bis senkrechten Thesen um Aufmerksamkeit kämpfen zu können meinen (wobei das Können bei denen eh das Wenigste ist). Es ist ein arg verkrampftes Kämpfen ums Obenbleiben (kann man gar nicht hinschauen, das tut ja weh!). Denken begänne durch Loslassen und Eintauchen in die (nicht vorhandene) Realität. Kommt alles noch. Demnächst in diesem Theater.

  229. Titel eingeben
    Lieber Don, vielen Dank für diesen überragend köstlichen Artikel, der mich ein bißchen auch zur Reflexion meiner letzten Tage anregte. Gegen Ende letzter Woche bin ich entspannt und oberirdisch-schön mit dem Auto aus Unterfranken nach Innsbruck gefahren. Zuerst in der untergehenden Nachmittagssonne durch die deutsche Herbstlandschaft entlang der A7 und in den Abendstunden über den Fernpaß. Dort im Gegenverkehr einige wenige der gewohnten Brummis und relativ viele klapprige Kleinstlaster mit weißen Planen und die sich sofort aufdrängende Frage „was transportieren die über den Fernpaß und warum guckt da niemand genauer hin“. Ankunft in Innsbruck, wie immer im The Penz mit dem vermutlich besten Frühstück der Stadt und der in jedem Fall schönsten Frühstücks-Dachterrasse, die ich kenne. Heute früh Sonnenschein und Blick auf die schneebedeckte Nordkette. Schöner geht nicht. Dazu in den letzten Tagen festgestellt: es gibt sie noch, die Verkäuferin, die mit Sachverstand und Menschenkenntnis bei der Auswahl der Kleidung hilft. Nicht wie in den großen Berliner Einkaufstempeln die Nicht-Beratung durch ausgemusterte Kandidatinnen von vermutet Germans next Top Model, die eher Einkaufsunlust generieren. Hier in Innsbruck verkaufen ganz normale Frauen mit dem Herz am rechten Fleck. Und ich gebe plötzlich wieder gern Geld aus, so dass der Kofferraum auf der Rückfahrt deutlich voller sein wird. Dazu eine Schumacherin, die die dünngetretenen Ledersohlen meiner Stiefel und Pumps handwerklich einwandfrei erneuern wird. Glückliches Tirol… Ich jedenfalls werde zukünftig meine Kleidungskäufe von Berlin nach Innsbruck verlagern und mich insgesamt eher in südlichere Richtung orientieren. Das Lebensgefühl ist einfach besser. Herzliche Grüße!

    • Ja, Innsbruck ist schon ein Juwel. Wenn ich noch einen Rat geben darf: Zum Essen hinaus zum wilden Mann in Lans oder zum Günwalder Hof bei Patsch.

    • Grünwalder Hof.....
      ……sonst fährt man noch vorbei und das wäre schade…..

      MfG

  230. Was sagten denn die Innsbrucker dazu?
    Diese Wagen sind auffällig oft auf abgelegeneren Straßen unterwegs, heirbei auf allen Pässen zwischen Ö und D und zwischen It und Ch. Immer wieder. Keine Aufschrift. Lieferwagen- bzw. Campergröße. Ich beobachte das auch und keine Polizei. Es wird Zeit, das zu ändern. Wo ist die Polizei in der Nähe der Grenze?

    • Polizei an der Grenze
      Ich schreibe das schon seit 2015, die Polizei steht an der Autobahn, manchmal in Piding, nie an den kleinen Übergängen.

  231. Die erheiternden Erfolge der genderpolitischen Verblödung
    das ist jetzt etwas ot, aber ziemlich gut und irgendwie begründet es auch, warum die Leute von so etwas wie realen Ereignissen nicht mehr wirklich zu beeindrucken sind.
    Ich las gerade bei Beurteilungen für ein Feuerzeug mit Piezzo-Zündung die Frage, wo man denn die Batterie für das Piezzo-Element wechsele.

    Physik ist eine reines Konstrukt…

    Aber für Elektroautos Propaganda fahren, bis der Tessla brennt- dann braucht man 11.000l zur Kühlung der Li-Akkus …echt Resourcen schonend! http://www.journalistenwatch.com/2017/10/22/brennender-tesla-laesst-sich-nur-mit-11-000-liter-wasser-loeschen/