Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Berliner Schulpolitik als Fluchtursache in der 3. Welt

| 578 Lesermeinungen

Jugend will, daß man ihr befiehlt, damit sie nicht gehorchen muß.
Jean-Paul Sartre

Da, schauen Sie mal, Jamaika! Sind die nicht drollig, die Politiker? Oder da, Österreicher, die nicht verstehen, was sie wählen müssen! Hübsch, nicht? Oh, und ein Sexskandal mit Hashtag! Das müssen Sie alles gelesen haben. Sie müssen doch nicht an so schwere, komplexe Themen wie Schule denken, das sind nur Nachrichten von letzter Woche, da lässt sich jetzt ohnehin nichts mehr ändern und… Ach? Sie sind doch unzufrieden, wütend, enttäuscht, weil die IQB-Studie genau das bestätigt, was Sie schon länger mit ihren Kindern erlebten? Also, wissen Sie, ich habe ja keine Kinder, ich lese nur manchmal Fragen junger Mütter aus Berlin oder Nordrhein-Westfalen, mit wem sie schlafen müssen, damit ihre Töchter auf eine gute Schule kommen. Also gut. Reden wir über den Schulbericht. Aber bitte mit dem richtigen Klassenstandpunkt.

Es sind ja nicht nur meine Bekannten, die in Berlin ein Problem haben, und mehr oder weniger still beim Versuch vor sich hin leiden, eine gute Schule zu finden. “Gute Schule” ist da ein Synonym für “niedriger Anteil an lernproblematischen Kindern mit MiHiGru”, aber das sagt man selten so deutlich. Es gibt manchmal, etwa nach der Bundestagswahl, einen wütenden Beitrag in der Bild über die Zustände in den Toiletten Berliner Schulen, und ich denke, da hat die Bild auch recht – das ist alles in einer Linie mit dem, was ich von sozial bewegten Müttern höre, die eher die taz lesen. Ich dagegen pflege keine Kinder, ich pflege einen wohlgeratenen Zynismus und Vorurteile. Ich sage, dass all die Freiheiten Berlins, die offenen Grenzen, die Spaliere von kommunikationsfreudigen Drogenhändlern, die letzthin in der ZEIT gelobt wurden, das Fehlen der Schlagstock- und Sozialkontrolle (außer bei fehlenden Gendersternchen) und die dort gelebte Seelenerziehung ohne Einflüsse westdeutscher Spießermoral, nun auch unvermeidliche Auswirkungen auf Verwaltung und Schulen haben. Man kann nicht erwarten, dass in so einer gelebten Freiheit Matratzen auf der Strasse entsorgt und Graffiti gemalt werden, und Ämter und Schulen gleichzeitig streng und effektiv die Kinder erziehen, wie ihre Eltern es daheim in Tübingen und Straubing erlebt haben.

Das Ergebnis ist, von der Höhe meines bayerischen Klassenstandpunkts aus betrachtet, dass Kinder, die in Berlin nach der vierten Klasse in die verbliebenen Gymnasien wechseln könnten, beim westdeutschen Bildungs- und erstaunlicherweise auch AfD-Spitzenreiter Bayern in die dritte Klasse zurückgestuft werden müssten, um den bis dahin erberlinerten Rückstand aufzuholen. Dort lernen sie zwar nichts über so wichtige Sozialkompetenzen wie “Puff für Alle” oder homosexuelle Genderorientierung. “Zuhören” ist in Bayern kein Kriterium zur Beurteilung von Schülern, sondern Grundvoraussetzung, wenn der Weg nicht direkt zum qualifizierten Hauptschulabschluss führen soll. Aber wer wirklich, wie so oft geäußert, nur das Beste für das eigene Kind will, müsste sich eigentlich fragen, warum er nicht konsequent ist und dorthin zieht, wo Schulen schon einen neuen Anstrich erhalten, weil die Schlossfarbe ein wenig ausgebleicht ist. So wie bei uns am Tegernsee.

Zugegeben, der Aufmarsch der Kinder in der ersten Klasse mit Dirndl und Lederhosen entlang der einzig bekannten Geschlechtergrenze ist jetzt nicht jedermanns Sache. Aber wenn ich wählen müsste, ob ich meiner Tochter ein rosa Dirndl kaufe oder mit einem Berliner Bildungspolitiker ins Be… also, ich wüsste, was ich dann täte. Ich erkläre das auch immer wieder meinen Berliner Bekannten, und darunter sind auch einige, deren Kompetenzen bei uns gesucht werden, denn wir haben Vollbeschäftigung. Die Antwort ist oft gleichlautend: Berlin sei nun mal billig, da könnte eine Alleinerziehende oder ein Paar auch mit wenig Geld, aber einer günstigen Sozialwohnung zwei Kinder erziehen. Das ist bei uns am Tegernsee – die Mieten liegen hier längst über 10€/m² und wer hier lebt, kauft ohnehin eher – kaum möglich. Früher habe ich das einfach so akzeptiert, aber wegen der neuen Schulstudie habe ich Zweifel, ob das gerechtfertigt ist.

Nehmen wir einfach mal Gmund am Tegernsee, wo diese entzückende Brücke voll mit Kindern über die Mangfall führt. Eine Wohnung, die lediglich durch eine parkartige Alm mit Seeblick von der Grundschule getrennt ist, kostet mit 100m² momentan 1100€. Das sind natürlich 600€ mehr als eine Sozialwohnung in Berlin, aber dafür bekommt das Kind auch eine Spitzenausbildung im deutschen Vergleich. Laut Studie liegen die Kinder in den schlechten Schulstandorten Bremen und Berlin in der vierten Klasse schon ein halbes Jahr zurück. Hat eine Familie zwei Kinder, ergibt sich in vier Jahren Grundschule ein kombinierter Nachholbedarf von einem Jahr. Da kann die Familie einfach zuschauen, und mit den langfristigen Folgen in Form von schlechteren Chancen bei Studium, Arbeitsmarkt und dem gesamten Dasein leben. Oder es steuert dagegen an, und bringt das Kind privat mit selbst geleisteter Nachhilfe auf den nötigen Stand. Bei uns ist die Miete zwar teurer, aber die bessere Schulbildung bekommt das Kind gratis von bayerischen Staat.

Wer bei uns arbeitet und einigermaßen normale Voraussetzungen hat, kommt leicht auf einen Stundenlohn von 20€ netto. Ein Paar erarbeitet die Differenz zur teureren Wohnung also in 30 Stunden pro Monat. Die beiden Berliner Kinder dagegen verlieren im Vergleich zu ihren bayerischen Gegenstücken bei 120 Monatsstunden rund jeweils 15 Stunden Lernleistung pro Monat – eine Lernleistung, die Berliner Eltern theoretisch selbst nachtragen müssten, nur damit ihre Kinder dann nach Berliner Vorstellungen verhasste Streber sind, und durch den Schulhof geprügelt werden. Die günstigere Miete in Berlin wird unter diesen Gesichtspunkten von der Eigenleistung der Eltern für das Schulversagen wieder aufgefressen. Vielleicht ist es auch einfach so, dass Berlin genau das in die kurzfristige Wohnungsförderung steckt, was Bayern in die langfristige Erziehung investiert. Und sage mir bitte keiner, die Grosseltern in der westdeutschen Provinz würden in solchen Heimkehrfällen nicht gern die ein oder andere Wohnung verfügbar machen, oder zumindest mit Geldscheinen diese Einsicht honorieren.

Andere Aspekte sieht so eine Untersuchung erst gar nicht, aber ich möchte darauf verweisen, dass man sich am Tegernsee teure Urlaube in den Bergen sparen kann – man wohnt schließlich schon dort, wo andere sich den Urlaub nicht mehr leisten können. Natürlich entwickeln sich Kinder anders, wenn um sie herum kein Moloch einer Stadt ist, sondern ein Naturschutzgebiet. Natürlich sind Kinder erheblich gesünder, wenn weniger CO2 und Feinstaub in der Luft ist, und natürlich sind sie entspannt, wenn der Spielplatz zum Spielen da ist, und nicht als Lager für zerbrochene Flaschen dient. Außerdem ist die Beziehung zwischen Eltern und Kindern deutlich besser, wenn das unangenehme Lernen in die Schule ausgelagert wird, und die Eltern keine Nachhilfelehrer, sondern nur für die Gaudi da sind. Neigungsgruppe Kajak und ein Schulstrand beim späteren Gymnasium Tegernsee sind zwar nicht so wild wie Sprayerkurse in Berlin, aber es gibt nun mal bestimmte Klagen von Eltern, die ich hier in den Bergen noch nie gehört habe, und aus Berlin dauernd lese.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich besuchte ein bayerisches Elitegymnasium, das schon Ende der 12. Klasse mit dem Abiturstoff mehr oder weniger durch war, und das uns in den MINT-Fächern noch zu Inhalten jenseits des Lehrplans peitschte, die ich nie brauchen sollte. Bei uns konnte man vor versammelter Mannschaft gedemütigt werden, wenn man nur einen Zettel mit Tesa an eine Glastür hängte. Es gab nur Frontalunterricht und teilweise sadistische Lehrer, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Der Drill, den wir damals erlebten, war definitiv zu viel, und ohne die damals übliche Freiheit am Nachmittag wäre das System kaum auszuhalten gewesen. Auch das damalige System hat kleine, brutale Bestien hervorgebracht, die einem von hinten den Hockeyschläger über den Kopf schlugen. Und ich, der ich Sie heute hier beplaudere, war in Deutsch wegen meiner nicht erwünschten literarischen Phantastik ein ausgesprochen schlechter Schüler, weil ich von den Normen abwich. Es ist schon gut, dass es die bayerischen Gymnasien unter Strauss nicht mehr gibt, die Kinder nur betrichterten und kaum in ihren Eigenheiten förderten. Berliner Freiheiten und Unterrichtsausfälle wären bei uns unvorstellbar gewesen.

Aber auf der anderen Seite sieht man jetzt, dass das gegenteilige Extrem mit Schreiben nach Gehör, Abschaffung von Noten, Inklusion und Betrachtung von Schulen als Kostenfaktoren mit gleichzeitiger Sozialisierung der Defizite auch nicht gut ist. Man hätte den Druck, den ich zu spüren bekam, schon damals durch den Wechsel auf eine andere Schule beenden können, und Debatten um gute und schlechte Schulen kenne ich hier auf dem Land nicht: Es gibt hier im Hintergrund ein rigides Kontrollsystem der Schulen, das Berliner Verhältnisse verhindert, lange bevor sie entstehen. Dafür haben wir hier keine Späties und kein Berghain und statt der Volksbühne nur Bergfilmtage. Es ist anders, weil es ein anderes Land ist. Aber wenn ich das Schicksal meiner Kinder wirklich ins Zentrum meiner Bemühungen stellen würde, verstünde ich nicht, wie man denen ein anerkannt und nachweislich schlechtes System zumuten kann, das in einer von Bildung abhängigen Nation wie Deutschland eine lebenslange Benachteiligung zur Folge haben wird. Zumal, wenn es 600km weiter südlich ganz anders ist.

Natürlich importiert man mit Berlinern ein gewisses Risiko, wie Berlin zu werden, weshalb dieser Beitrag bei meinen bayerischen Mitmenschen nicht ungeteilte Zustimmung finden wird. Aber ich habe keine Zweifel, dass nur die wenigsten dem Ruf folgen werden, denn in Berlin regt man sich über die Zumutungen einen Tag lang auf, um die restlichen 364 verächtlich auf Regionen zu schauen, die nicht so frei und aufgeklärt sind, und mit mehr Geld die Berliner Misere beheben sollen. Abweichler fallen schnell der Damnatio Memoriae anheim. Und dann gibt es dort noch all die Privatschulen, die es erlauben, später unbeschwert von persönlicher Erfahrung und verprügelten Kindern darüber zu urteilen, welche Beurteilung von Migration und globaler Fairness jene ist, die man zu vertreten hat, um so im einzig wahren Konsens zu sein.

Die sozialen Methoden der grossen Freiheit in Berlin wirken natürlich nur zufällig wie der ideologische Drill an einem bayerischen Provinzgymnasium unter Strauss.

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578 Lesermeinungen

  1. Es greift das Eine ins Andere...
    Als die Söhne unserer Freunde von einem Schleswig-Holsteinischen an ein Bayerisches Gymnasium wechseln mussten (oder: durften[?]), wurden sie um jeweils eine Klassenstufe zurückgestuft. Ohne irgendwelche Eingangstests – nach Erfahrungssätzen, nehme ich an. Als sie einige Jahre später nach Niedersachsen wechseln mussten ( ./. ), konnten sie sich bis zum Abi bequem zurücklehnen. Allerdings auch, weil Mathe-Unterricht aus Lehrermangel nicht gegeben wurde. Die Bayerische Basis hat trotzdem für ein Studium im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik genügt…
    Die Zukunft kostet Geld: entweder vorher, in Bildung und Erziehung, oder nachher, in sozialen Hängematten.

    • Wie gesagt, die bayerische Basis speziell in MINT ist knallhart, da wurde brutal gesiebt und gefordert.

    • ja, na klar
      die bayerische Basis speziell in MINT ist knallhart!

      Als Berliner hat ja ohnehin keinen Ruf mehr zu verlieren – aber wenn bayrische Abiturienten einer Frauke Petry solche Fragen stellen: „In Ihrem Parteiprogramm erklären Sie, CO2 sei nicht schädlich für die Umwelt und den Menschen. Wie erklären Sie sich dann die vielen Toten an den Folgen von Luftverschmutzung in China aufgrund von CO2?“ und auf Rückfrage auch noch erklären, gerade in Chemie Abitur geschrieben zu haben … Also ich habe mein Abi nicht in Chemie gemacht; dafür aber in Berlin!

      Aber es bringt eben nichts, immer nur in den Ausfallerscheinungen der anderen rumzustochern, das ist, wie D. A. sehr richtig anmerkt, reiner Zynismus.

      Es geht darum, dass das bayerische Abitur noch von seinem vor langer Zeit erarbeiteten Ruf lebt. Wie schnell sich das ändern kann und dass das nichts mit Kompetenzen zu tun hat, könnte Ihnen jeder erzählen, der sein Abi in der DDR gemacht hat; aber das würde ihm aus Prinzip hier nicht geglaubt werden.

      Es geht also, wie immer im Westen, um das Image und wer die Deutungshoheit darüber hat – so lange, bis das Niveau so weit abgesackt ist, dass das Wissen eine Renaissance erlebt und der Einäugige unvermutet zum König avanciert. Bayern hat, ich glaub im letzten Jahr, ebenfalls neue Lehrpläne mit Genderinhalten verabschiedet, also … zöge man nach Bayern, der Bildung wegen, würde man sich dort halt auch hinten anstellen. Die dummen, schmarotzenden Zugezogenen! Die Grattler!! Auf das – auch dort sinkende – Niveau obendrauf gäbs noch Fremdenmalus, weil man halt nicht reich und daher überall willkommen ist. Das ist so ungefähr die Lehre (oder sagen wir mal lieber: das Trauma) aus der Wiedervereinigung … man kann nicht versuchen, wie der andere zu werden (die ihrerseits keine Gemeinsamkeiten sehen wollen, weil sie sich aufgrund einer besseren wirtschaftlichen Situation für grundsätzlich überlegen halten) und dabei auf Respekt hoffen; das ist unverzeihlich naiv.

      Man kann nur man selber bleiben und erklären, dass es das Defizit des anderen sei, wenn er das nicht zu schätzen weiß – wie die vielen Zugezogenen in Berlin jeden Tag belegen; ja, ich rede von denen, die sogar bei einem Sturm, der sieben Menschen das Leben gekostet hat, noch gatis Möglichkeit erblicken, auf Berlin zu schimpfen, weil sie – die Zugezogenen – eben komplett moralisch verwahrlost sind. Aber sie schwärmen von zu Hause – wo sie vermutlich niemand sehen will, denn was hätten sie denn sonst in Berlin zu schaffen, das sie so verachten?

      DAS sind Berlins ärgste Probleme, denn im Schlepptau dieser von zu Hause outgesourcten Gestalten kommt ihr verkorkster Gestaltungswille daher, ihre blinde Gier nach Drogen und Ablenkung (welcher Berliner geht denn in den Berghain??) etc.pp.

      Aber – das wäre ja eine ernsthafte Betrachtung; keine zynische … und sie ist wohl deshalb hier fehl am Platz.

    • Luft und Raumfahrttechnik und bayrische Schulen
      Ist zwar schon 30 Jahre her, aber damals wurden bei uns die ersten zwei Wochen genutzt, um alle auf den gleichen stand zu bringen. Danach war man jenseits des Schulstoffs.

    • Werter Don,
      das erinnert mich an meine Studienzeit. Ein Freund (Prof an der Fachhochschule) erzählte von einem Kollegen vom ersten Studientag der Erstsemester: Nach einem langen Blick ins Auditorium meinte er: „Sie sind zu viele. Aber das bekommen wir schon. Ich habe Sie ja in Mathe 1 und 2“.
      MfG Alfred Haas

    • Soldatenkinder....
      wie damals meine, in Bayern einschulen (wenn´s passt). Dann, wenn erforderlich, zurückgelehnter Durchmarsch bis an die Grenze von Dänemark. „Hab´ acht“ allenfalls in Baden-Württemberg.
      .
      Autre chose: wer von Ihnen ist sähnlich begeistert wie ich über das Ergebnis der Studie in Sachen „Familiennachzug“? Mein Gott, es kommen tatsächlich weniger als befürchtet/erwünscht. Verdammt, nur 1 bis max. 2 Personen pro Wahrgläubiger. Wie bringen das Caritas, Arbeitersamariter, Croix rouge und die andere hilfsbegierigen Samariter das mit ihren in freudiger Erwartung antizipierten Vorleistungen nur auf die Reihe?
      Studie vor den „Trogplatzbesetzungsverhandlungen“ wie bestellt abgeliefert-danke-rühren-auf die Stuben marsch-marsch….

  2. ....früher........oha
    Ich erinnere mich an meine Lehrzeit……Berufsschule schwänzen : unmöglich. Kontrollkarten die stündlich gegengezeichnet werden mussten und am nächsten Morgen vom sehr strengen Ausbilder kontrolliert wurden. Die Hände wurden im Waschraum zum Feierabend kontrolliert, vorzeigen ob sauber gewaschen. Die Arbeitshose anlassen um mit dem Bus nach Hause zu fahren, unmöglich. Es wurde überprüft ob man sich auch ordentlich umgezogen hatte, was sollen die Leute denn von unserer Firma halten, wenn ihr schmutzig im Bus sitzt ?
    Es war echt heftig, aber man hat sehr viel gelernt, unter anderem auch Disziplin ;-)

    • warum...
      „Nurrealschule“?

      Das werde ich nie verstehen: nur Hauptschule, nur Realschule, nur BA, kein Prof. Dr. hc hc hc…

      Bei Bildung, Fähigkeit, Begabung, Talent, Willen, Ausdauer gibt es kein „nur“. Manches bringt man mit, manches kann man ausbilden, manches entwickelt sich beim Anwenden. Und manches ist eben nicht da, kommt nicht, geht nicht weiter.

      Die Wertung akademischer Berufe bzw. der unterschiedlichen Schulzweige verstehe ich einfach nicht. Wir bewerten in Geld und Status manches höher, aber das ist weder klug, noch tun dies selbstbewusste Personen, weil wir doch alle wissen, dass keiner alles kann.

      Dieses Auf- und Abwerten ist das Problem, das nun im Extrem dazu führt, dass wir nicht mehr nach unterschiedlichen Begabungen Schule anbieten, sondern allen den gleichen Mist.

      PS: Für mich ist im Übrigen noch nicht der Beweis erbracht, dass Privatschulen bessere Leistungen fördern. Sie bringen bessere Noten.

      PPS: Das Loblieb auf Bayern möchte ich um das Loblied auf BaWü ergänzen, um dann beides etwas zu relativieren: ich behaupte, das heutige Niveau an Bayerns Durchschnittsschule ist unter das Niveau früherer Durchschnittsschulen in Hessen gesunken.

      PPPS: Würden wir den unterschiedlichen Begabungen auch wieder intensive, aber unterschiedlich nach Schultypen gestaffelte Lehrangebote anbieten, die eben ausreichende und angepasste Zeit zum Verstehen, Lernen und Üben vorsehen (dem Überflieger viel Stoff, dem Kind aus Haushalt ohne Bücher viel Zeit und Zuwendung), dann wäre nicht mehr die Franz-Josef-Joschka-Fischer-Problematik der extremen entweder-oder-Bildungspolitik, sondern ein vernünftiges Schulangebot vorhanden.

      Für alle eine funktionierende Schule, anstatt eine Schule für alle gleich funktionierend.

      Das alles schreibe ich als „Nur-Durchschnittsbürger“. Quasi Experte für alles und nichts. Das Leben eben.

    • Nurrealschule @ 20. Oktober 2017 um 07:36 Uhr
      Nurrealschule sagt:
      „Nurrealschüler“ …

      Volkswirtschaftlich betrachtet sind „Nurrealschüler“ und vergleichbare Abschlüsse das Rückgrat unseres ganzen Wohlstandes. Nur anerkennen will das keiner.

  3. Und wie haben sie alle gegeifert als Hedwig von Bevernförde
    und andere mit der „Demo für alle“ gegen die sexualistischen Umerziehungsexperimente in Stuttgart demonstrierten!

    Lieber opfern sie in der Tat polit-correct 364 d im Jahr ihre Kinder auf dem Altar der ideologischen Prokrustes-Pädagogik mit Dealer -Hof und sozialer Repression.
    Schließlich können sich die polit.verantwortl.Politikergrünlinken Kleinbürger(die kinderlos sind) gar nicht vorstellen, wie man später ohne CrysMeth auskommen könnte. Biologie gilt ihnen als „biologistisch“.Mathemathik als sinistre Geheimwissenschaft. Physik als Ausgrenzung des Konstruktivismus. Deutsch als tote Sprache und Orthographie als der Anfang Rechten Denkens!
    Und so übernehmen sie die Aufgabe in Personalunion und halten die ihnen zur Bildung Anvertrauten sowohl dumm als arm.

    • Ich nicht! Ich finde, das hat in der Schule nichts verloren.

    • @ D.A.
      Aber Sie sind doch linksgrünpiratig, lieber Don. Und die Frühsexualisierung in der Schule geht nunmal von linksgrünpiratigen Leuten aus, das kann man ja nun nicht mit Gewinn abstreiten. Hier in Berlin ist Ihre ehemalige Partei, die SPD da sehr engagiert. – Kein Grund, sich zu schämen; irgendwer zahlt halt immer die Zeche. Und Sie wollen ja keine Kinder.

    • Ne, daß Sie da gegen die Kritiker der Frühsexualisierung mitgehetzt hätten, würde ich nie
      unterstellen! Das würde ja allem, was Sie so schreiben, diametral entgegenstehen.

      Aber die Presse hats halt gemacht! Alles an Diffamierung der Frühsexualisierungskritiker von „Rechtsextreme“ über „rechtsextreme Katholiken“ und sonst noch widerwärtigstes und unsinnigstes Zeug („nazis“ war vermutlich auch dabei…).
      Ein paradoxer Positiveffekt ist dabei ja inzwischen, da alle, die sich kritisch äußern, gleich in die rechte Ecke gedrängt werden, daß das nun einem Ritterschlag gleichkommt und man im Gegenzug substanzielle Kritik und konstruktive Äußerungen zu Gender und anderem gagamainstream von links gar nicht mehr erwartet….

    • Sorry...
      zur Frühsexualisierung….

      a) heißt das noch lange nicht dass ALLES was in diversen Ratgebern an Spielen steht auch gemacht werden muss.
      b) Ist das Wissen um den Körper auch bei Kindergartenkindern durchaus ein Punkt, dass sie wissen, wann etwas Richtung sexueller Missbrauch geht….wer keine Ahnung hat ist einer Täterpeson ausgeliefert…
      c) Zitieren die Kritiker zwar gerne den Satz aus dem Abs. 2 Art 6 GG „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern“ unterschlagen aber da gerne den zweiten Teil „und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“
      d) Wir können genre die „Frühsexualiserung“ streichen….dann aber ins StgB einpflegen, dass wenn Eltern ihren Pflichten nicht nachkommen, diese Eltern auch eine auf den Deckel bekommen und das richtig….denn solchen Eltern die so „Aufklären“ wie z.B. bei einem Pfadfinderlager wo ein Mädchen Panik bekam, weil sie zwischen den Beinen geblutet hat, denen gehört das Erziehungshandwerk gelegt….

      bombjack

    • Ich denka an mich und meine Klasse, als ich 12, 13 war: Nein. Um Gottes Willen nein. Gruslig.

    • Titel eingeben
      Ich denke, Sie werden unter den Anhängern der Frühsexualisierung kaum Eltern finden.

    • Bombjack(was für ein pussimartialischer name!)
      Kinder haben, entgegen einigen Erwachsenen später (mir fallen da chemsex-Politiker, die sich als „Aufklärer“ vermarkten, pp ein) noch eine Scham! Und wer keine Achtung vor der Scham von Menschen hat, der riskiert, daß Menschen wie ich die Achtung vor ihm verlieren. Und da fange ich gar nicht erst an, mich durchs Kleingedruckte zu arbeiten.

      Es gibt KEINEN menschlichen oder rationalen Grund, Kinder mit den Abnormitäten von manchen(!) Erwachsenen zuzuschütten.* Der einzige „GRund“, den ich sehe, ist, daß diese Erwachsenen in ihr Bewusstsein für die Falschheit ihres Handelns konversionsneurotisch (hysterisch) an den Kindern symptomatisieren wollen, um den Zustand ihrer Normalität zu suggerieren. Das heißt: sie missbrauchen die Kinder!

      *In bestimmten Phasen der Entwicklung fragen Jugendliche selbst danach. Und wenn man dann aus der Pubertät raus ist, dann interessiert es die Meisten nicht mehr besonders, was andere machen. Mich interessieren nur die Sexualpraktiken jener Menschen, mit denen ich zu tun haben will!

      Ganz abgesehen davon haben diese Dinge etwas mit sehr persönlicher Entwicklung und nicht mit winem Bildungskanon zu tun. Kurz: Was soll sowas in der Schule? Ich rede doch nicht mit jedem Deppen über meine Sexualität.

    • LOL
      @Patrick.Feldmann

      […]Kinder haben, entgegen einigen Erwachsenen später (mir fallen da chemsex-Politiker, die sich als „Aufklärer“ vermarkten, pp ein) noch eine Scham!
      […]

      Quark….Kinder haben keine Scham, die sind ziemlich unbedarft und scheißen sich nichts…das kennt jeder der mit (kleinen) Kindern zu tun hat….das geht über ich geh mit Dir aufs Klo bis zu „schau mal meine Erektion an (auf die ich stolz bin).

      Daher definiere Scham….kann ja durchaus sein, dass wir was ziemlich anderes darunter verstehen…und sorry mit dem Begriff Scham habe ich meine Probleme….denn der führt zur Scham über den eigenen Körper mit den ganz netten Auswirkungen wie Magersucht und anderen psychischen und physischen Problemen.

      Wenn z.B. in einem Lager in der Frauendusche ein Mädchen mit 9/10 Jahren ein Problem damit hat, dass da andere Mädchen/weibliche Betreuerin drin sind und die mit Badetuch rumläuft, dann möchte ich nicht wissen wie verklemmt die da in der Familie sind….

      Das Problem dabei ist, dass je mehr ein Terz darum gemacht wird um so stärker prägt sich der Mist aus…
      vgl.
      https://www.heise.de/tp/news/Ab-wann-braucht-mein-Kind-ein-Feigenblatt-1989797.html
      https://www.heise.de/tp/features/zieh-dir-bitte-etwas-an-3397676.html

      unterm Strich führt dann das zu diesem:
      „People Called These Photos Of An Artist’s Daughter ‚Pornographic.‘
      And This Was His Response.“
      http://www.huffingtonpost.com/2014/08/21/wyatt-neumann_n_5683243.html
      Bitte auch das verlinkte Video ansehen…

      Okay…inwiefern er/sie als Vater/Mutter da ein Recht haben Bilder zu veröffentlichen, kann gestritten werden, ist hier aber hier weniger das Thema da OT.

      […]Es gibt KEINEN menschlichen oder rationalen Grund, Kinder mit den Abnormitäten von manchen(!) Erwachsenen zuzuschütten.[…]

      Definiere Abnormitäten….warum werde ich das Gefühl nicht los, dass für eine nicht geringe Anzahl der Kritiker schon alleine die Tatsache dass auf der Straße zwei gleichgeschlechtliche Händchenhalten oder sich gar Küssen eine Abnormität darstellt.
      Ich stimmte Dir zu dass bestimmte Thematiken je nach Alter nicht thematisiert werden müssen…aber z.B. dass es Kondome gibt und wie die benutzt werden oder so Sachen dass Spermien auch schon vor dem Erguss heraus kommen können und die auch zur u.U. zur Schwangerschaft führen, sollte meiner Ansicht nach doch mal thematisiert werden.

      Konkrete Frage, falls Du Kinder hast: Hast Du Deine(n) Sohn/Tochter z.B. über die Spermien die vor dem Erguss beim Geschlechtsverkehr herauskommen können, aufgeklärt? Ja oder Nein?

      […]*In bestimmten Phasen der Entwicklung fragen Jugendliche selbst danach
      […]

      Ouch….auch Kinder….sofern da ein gewisses Vertrauensverhältnis herrscht….wo z.B. eine 9/10 Jährige mich fragte, wann bei ihr die Brüste wachsen….da ergab dann ein Wort das andere und das ging dann über Pubertät (was ist Pubertät?), Hormone, Eisprung, Periode und all den netten psychischen/physischen Veränderungen. Einige andere Jüngere bekamen da auch spitze Ohren….
      Okay…die kannte mich auch schon länger von einigen Betreuungen (Freizeiten/Zeltlagern) und wusste das ich der Chemie/Experimental Mensch bin….
      Hat allerdings auch nichts mit Sexpraktiken zu tun….und da freie Kinder- und Jugendarbeit tue ich mich wahrscheinlich da leichter, weil ich Themen nicht anschneiden muss….

      […] Kurz: Was soll sowas in der Schule? Ich rede doch nicht mit jedem Deppen über meine Sexualität.
      […]

      Gehört meiner Meinung nach zumindest grob angeschnitten…dass es nicht nur hetero gibt….und zumindest hoffe ich es, dass da die Lehrpersonen ein Händchen dafür haben wie diese Thematik rüber gebracht wird.
      Ferner….dürfte da auch dann gelten…für Näheres frag Deine Eltern….und das wird wahrscheinlich auch der Grund für den Aufschrei von Eltern sein, die haben einfach Schiss, dass sie gefragt werden und ihnen das unangenehm wird…

      Noch eine konkrete Frage an Dich: Wie ist Deine Meinung zu dem Fall wo Eltern das Mädel im Hinblick auf die Menarche NICHT aufgeklärt haben, so dass sie Panik schob. Gab dann ein langes Gespräch mit einer weiblichen Betreuerin…

      bombjack

      PS: Du kennst das Spiel „Bombjack“? Daher kommt zum Teil mein Pseudonym und der andere Teil sind wirklich auch die (hoch)energetischen Substanzen ;-) allerdings schon etwas länger her….

    • Die Entwicklung der eigenen Sexualität erzeugt Angst- so wie jede Identitätskrise
      @ B. , soviel zur Sentenz jener 10 Jährigen mit Menarche im Zeltlager.

      Abnormität, Es gibt eine statistische und eine normative Norm. Ich spreche in meinem Kommentar von der statistischen Norm! Dh. konkret: unter 1% der Erwachsenen sind echte Homosexuelle. Die Heterosexualität ist beim Menschen die NOrm.

      Im Übrigen stimme ich der „Müden Mutter“ zu: Unter den Propagandisten der Frühsexualisierung (die eben keine Aufklärung, sondern eine Form der Vergewaltigung und des Persönlichkeits- wie Zeitraubes ist!) finden sich nahezu keine Eltern. Warum wohl nicht?
      Den Frühsexualisierern geht es um die Idee und sie setzen sie höher an als den Menschen. Sie sind im Grunde totalitäre Menschenverächter!

      Ich wollte mich eigentlich nach Absenden meines letzten Kommentars bei Ihnen entschuldigen, weil mir meine Rede im Nachhinein etwas zu von-oben-herab angesetzt schien.
      Nach diesem kommentar von Ihnen habe ich aber den Eindruck, daß meine primäre Impression nicht trog und ich Ihnen avant la lettre schon die richtige Antwort gegeben habe.

      In Zeiten wie diesen mit der Verherrlichung von Bomben zu spielen ist schlicht infantil. Wir werden leider früh genug mit Gewalt unsere Werte verteidigen müssen!

    • Genderverwirrung und Menstruation als soziales Konstrukt
      Wie wir alle inzwischen wissen, ist „Geschlecht“ ein soziales Konstrukt. Wie erklärt man eigentlich denen, denen das Elter1 damals die rosa Strampler angezogen hat, dass sie ab jetzt 1x monatlich bluten und die anderen nicht? Wer hat das denen damals hinkonstruiert? Der böse alte weiße Mann?

      Der ernste Hintergrund: es geht nicht um reine Sexualaufklärung. Es geht darum, dass diese von denen gemacht wird, zu deren Ansichten ich eine eigene Meinung habe und die MEINE Kinder garantiert nicht in die Finger bekommen würden.

    • @Bombjack
      man muss nicht gleich hysterisch werden, wenn man sich
      in Ort, Zeit und Zielgruppe irrt.

      Afrika ist als Hort Ihrer Bemühungen auserkoren. Da wird
      werbewirksam Menstruationsblut gesammelt. Die Bildchen
      schaffen es auch in deutsche Medien.

    • ...
      Wenn man versucht in Deutschland nach UNO Vorgaben
      ein Bildungssystem für die Welt zu entwickeln, wird es
      das Schicksal des Transrapid teilen.

    • Titel eingeben
      @Feldmann

      Es ist aber doch ein Unterschied, ob die betreffende Person Vorgewarnt wurde…

      […]
      Nach diesem kommentar von Ihnen habe ich aber den Eindruck, daß meine primäre Impression nicht trog und ich Ihnen avant la lettre schon die richtige Antwort gegeben habe.
      […]

      LOL…richtige Antwort…wo denn? Argumente….keine….ansonsten persönliche Angriffe…weißte was…lassen wird das…wird sonst nur persönlich….und dann darf der Don löschen…..

      Btw.:
      […]In Zeiten wie diesen mit der Verherrlichung von Bomben zu spielen ist schlicht infantil. […]

      Mit Unterstellungen bist Du schnell dabei….oder woher nimmt Du diese Info? Das Teil ist von 1984….und wurde mir als Pseudo von einem Kumpel verpasst. Ferner führe ich dieses Pseudo schon seit 1998 und sehe nicht ein warum ich es ändern sollte…..

      bombjack

    • Contenance. bitte.

    • Titel eingeben
      Nachtrag:

      Die Links in
      https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Studie-Maedchen-fehlen-weibliche-Vorbilder-fuer-Technik-Interesse/Gilt-nicht-nur-fuer-Maedchen/posting-29943933/show/

      Das Schulsystem kränkelt an allen Ecken und Kanten…..und das Zitat der Gisela Lück wird mir in der Kinder/Jugendarbeit immer wieder bestätigt….wenn ich wieder mal Experimente mache oder dann auch von Kindern/Jugendlichen/Erwachsenen höre….dass sie mit mir die Chemiestunden als etwas anderes als langweilig empfunden hätten.

      Btw. Anmerkung am Rande: Didaktik…gar nicht so einfach….als mich eine Achtjährige fragte, wie flüssiger Stickstoff hergestellt wird, stand ich am Anfang etwas auf dem Schlauch.

      bombjack

    • Senf
      Will mal meinen Senf auch noch dazugeben. Meiner Ansicht nach soll siech die Sexualerziehung aud das Notwendigste – sprich die Biologie – beschränken.
      Alles andere hat außen vor zu bleiben aus dem Sexualkundeunterricht.

      Dazu Gesellschaftskunde mit einem Fokus auf Toleranz und Grenzen der Toleranz. Privatsphäre und Grenzen der Privatsphäre. Meinungsfreihiet und Grenzen dieser. Grenzen zwischen privat und öffentlich. Und dazu noch ein wenig Nachhilfe in digitalen Medien auf Basis dessen.
      Falls im Sexualkundeunterricht Fragen kommen, ist das was anderes. Dann genügt es aber ebenfalls, auf das allgemeine Toleranzgebot zu verweisen.

      Das sollte komplett genügen, ohne Kinder auch nur irgendwie zu indoktrinieren.

      Wer mehr will, der will indoktrinieren. Was auch immer für Argumente vorgeschoben werden.

    • @Hans_Nase
      ACK

      damit könnte ich mich anfreunden…allerdings gehört für mich zur Biologie auch die Verhütung und z.B. dass es keine gute Idee ist, nach Einnahme von „der Pille“ wegen hier nicht näher genannten Gründen zu erbrechen. Führte dann zu einer nicht gewollten Schwangerschaft mit 15.5 Jahren….oder das diverse andere Dinge die Pille unwirksam machen oder Geschlechtskrankheiten usw.

      Wäre für mich auch keine Indoktrination, denn ich kann mir vorstellen, dass das zum Teil (wenn es Richtung Medizin/Pharmakologie/Galenik usw. geht) Eltern da schlicht überfordert sind oder besser es einfach auch nicht wissen…..und mich würde es wundern, wenn Eltern mal einen Termin für den Jugendlichen beim Arzt ausmachen würden mit dem Auftrag dem dies alles zu verklickern. Okay…mag bei der Erstberatung bei der Pille beim Frauenarzt anders sein..hoffe ich…..

      bombjack

    • @bombjack
      Verhütung, Pille etc. fällt bei mir unter Biologie. Genauer gesagt unter intelligenten Umgang mit den gelernten biologischen Vorgängen, also praktische Umsetzung.
      Keine Thema, das gehört rein.

      Macht mich das jetzt zu einem Nazi?
      Wahrscheinlich schon, weil ich ja gegen expliziten Unterricht zu Sexualpraktiken bin sondern solche Einschätzungen den Kindern selbst überlassen will.
      Und weil ich so Dinge wie Toleranz und Meinungsfreiheit ganz allgemein fomuliere, also nicht links-zweckgebunden. Geht ja gar nicht.

  4. Bildung vs. Unterhaltung
    Wenigstens ist die Darstellung der katastrophalen – leider nachhaltigen – Bildungspolitik in unterhaltsamer Weise grandios formuliert! Danke!

  5. Titel eingeben
    Lieber Don,

    „…Kinder, die in Berlin nach der vierten Klasse in die verbliebenen Gymnasien wechseln könnten …“ das gibts dort eh nicht. „Berliner Kinder werden im Jahr ihres sechsten Geburtstags schulpflichtig und wechseln im Regelfall nach der sechsten Klasse auf die Oberschule…“ (berlin.de). Ansonsten aber wie immer lesenswert.

    • Berliner Gymnasium ab 5. oder 7. Klasse möglich - siehe grundständige Gymnasien
      Hallo ratel,

      da eines unserer Kinder die 4. Klasse besucht, sind wir mit der Sache im Moment befasst. Es gibt 2 mögliche Zeitpunkte um an ein Berliner Gymnasium zu wechseln: normalerweise ab der 7. oder an sogenannten grundständigen Gymnasien bereits ab der 5. Klasse. Deshalb erhalten wir in diesem Winter eine Einschätzung, ob das Kind so weit ist (da unser Kind, wie auch die beiden großen Geschwister, immer nur eine oder zwei Zweien, Rest Eins auf dem Zeugnis hatte, haben wir da wenig Sorgen). Auf Elternversammlung und einer Geburtstagsfeier mit vielen anwesenden Eltern von Schülern der 4. ist das derzeit das ganz große Thema: besser früher wechseln, oder später. Im Gymnasien habe man dann schnell 30Kinder-Klassen, an der Grundschule sind wir derzeit – ist nicht überall so – nur 23 (ob die Flüchtlingskinder hinzugezählt werden, weiß ich gar nicht).

      Wer mal nach „Gymnasium Berlin 5. Klasse“ googlet, der bekommt das eigentlich auch schnell raus.

      Eine passende Sache: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/berlin-brandschutz-an-anna-lindh-grundschule-schuelerin-zieht-vor-gericht-a-1171403.html
      Mangelnder Brandschutz an Schulen
      Berliner Schülerin zieht vor Gericht
      An vielen Berliner Schulen liegt der Brandschutz im Argen. Weil es an einer Grundschule im Ernstfall besonders gefährlich werden könnte, bemühen eine Siebenjährige und ihre Eltern nun die Justiz.“

      Bereits im letzten Jahr ging durch die Presse, dass
      Berliner Schulen wegen des Bauzustandes gesperrt werden mussten – und das von der Bild angeprangerte Problem Schulklos kennen wir nur zu gut. Der Elternschaft wurde gesagt, dass die Putzdienste nun mal nur nachts arbeiten dürften und der Hausmeister dürfe sich am Tage nicht um verstopfte WCs kümmern. Als die Elternschaft meinte, sie würden gern jemanden bezahlen, der sich am Tage darum kümmere, hieß es, das dürfe nicht sein.

      Es ist ein Hohn, wenn die seit vielen Jahren regierende SPD im Berliner Wahlkampf für bessere Schulausstattung plakatierte (übrigens selber Slogan wie die AfD. Nur die waren nicht in Verantwortung) – denn es passiert wie immer fast nichts. Die Direktorin sowie die Lehrer und Erzieher an „unserer“ Grundschule bemühen sich aber sonst sehr.

      Warum man aber heute einen ganzen Tag das Projekt „House of one“ promotet (man siehe allein bei Wiki die Finanzierung! Mal abgesehen davon, dass es inzwischen viel zu viel um Religion geht…), die in einer der ältesten Berliner Kirchen, der Marienkirche, vorgestellt wird… Dabei könnte man doch dort den berühmten Totentanz zeigen oder das uralte Steinkreuz, eines der ältesten Denkmäler der Stadt, das davor steht (auch andere alte Bauten sind da in der Nähe). Aber das wäre ja verpönte Heimatkunde.

  6. Titel eingeben
    Letzte Woche hatten wir Klassentreffen. Da kommt man nach 25 Jahren an das Gymna-sium – übrigens im Bildungsland No. 1 NRW – zurück, läuft durch das Gebäude und hat das Gefühl als befinde man sich in einem Museum. Die arbeiten noch mit VHS-Videorecordern, (Für die jüngeren: das ist DVD oder Streaming mit Hilfe von so lustigen Magnetbändern.) oder Tageslichtprojektoren. In der Physik stand noch ein Apple IIe rum. Kann man bei ebay bestimmt an Sammler verkaufen.

    Im Innern sah das Gebäude in weiten Teilen noch genauso aus wie damals. Kaum mal renoviert. Alles mindestens so runtergekommen wie früher. Ich fand das erschreckend. Dazu hört man über die Familie von ständigen, neuen Schul-Experimenten und am Ende haben alle ein „Sehr-gut“.

    Schließlich sitzen dann irgendwelche ahnungslosen Azubis oder Bachelor in den Unternehmen rum, die nicht mal Kaffee kochen können und „sich nicht für billiges Geld ausbeuten lassen wollen“ (Originalzitat: Ende).

    Aber was soll’s. Die lieben Eltern wählen das ja immer wieder. Und wie man an vielen Fehlentwicklungen in Deutschland sieht: Eltern oder Großeltern scheinen den Nachkommen gerne einen reinwürgen zu wollen.

    Zur Chulz’schen Gerechtigkeitsdebatte: Was ist daran gerecht, wenn alles in der Bildung so nach unten gedrückt wird, dass nur das Engagement und die Bildung der Eltern am Ende darüber entscheiden, was aus dem Kind wird. Ich dachte, das wollte man gerade nicht…

    • " die Bildung der Eltern"
      Wenn es das denn wäre! – die Bildung der Eltern färbt ja Gott-sei-Dank oft auf die Kinder ab (Ich weiß, dass das biologischtisch ist). Viel schlimmer ist ja, dass dann der Geldbeutel oder das Parteibuch über die Zukunft der Kinder entscheiden. Dass es der Beischlafpartner der Mutter sein soll, halte ich dann doch für ein bösartiges Gerücht.

    • Nach unten nivellieren
      Das ist ja insgesamt ein Problem der Linken! Aus der christlich abendländisch postulierten wesensmäßigen Gleichheit der Menschen saugen jene den Imperativ zur Gleichmacherei. Und betreiben diese unter der Piratenflagge der „diversity“.
      Noch im 19.Jhdt. gab es dafür eine Differentialdiagnose (die wir Dank Jetztsindsienunmalda und Sr.CrysMeth vllt. wieder in Betracht ziehen müssen): Neurolues!

    • "lustige Magnetbänder"
      Und woher sollen die wissen, was Magnetbänder sind?

      Wahrscheinlich denken sie zuerst an das Armband einer iWatch.

    • Danke für den Frontbericht
      China freut sich auf alle Fälle.

      Die brauchen ja aufgrund ihrer ungünstigen Demografie (1-Kind-Politik) auch bald Billigkräfte und haben dann eine Alternative zu Afrika!

    • Interessant
      „Die arbeiten noch mit VHS-Videorecordern“

      Dann kann man heute wohl anhand der Kenntnisse über veraltete Technik der Schüler auf die Ausstattung ihrer Schule schließen. Dann dürften bei diesen Schülern der Dia-Projektor, Kassettenrekorder (inklusive Bandsalat), 8mm/16mm Film und Projektor, Matrizendrucker, Rechenschieber, Kurvenlineal … ja durchaus geläufig sein.

  7. Titel eingeben
    Wunderbarer Artikel zur rechten Zeit. Letzten Sonntag brachte das Autoradio den FDP General und die gruene Fraktionsvorsitzende mit dem Stichwort “Bildungsgerechtigkeit “
    Klar, Opposition sucht nach Angriffspunkt.

  8. Schulpolitik
    Sehr geehrter Don,

    beim Versuch, Ihrer Gegenüberstellung der Kosten, die bei der schulischen Erziehung der Kinder aus Berlin, Bremen oder NRW im Vergleich zu den Kindern aus dem gelobten Tegernseer Land zu folgen, bekam ich leichte Schwindelgefühle, die nicht von der morgendlichen Uhrzeit herrührten.

    Das Argumentieren ausschließlich mit einzelnen Kostenfaktoren wie Miete pro m² in den verschiedenen Regionen ist tatsächlich unsinnig. Es gibt über den finanziellen Aspekt hinaus auch Begriffe wie Heimat, auch wenn dieser derzeit etwas vergewaltigt wird. Sicherlich haben auch die Menschen in Berlin ein Heimatgefühl, das sie Gott sei Dank in der Mehrzahl davon abhalten werden, sich am Tegernsee nieder zu lassen. Wie ich lesen konnte, wird das bairische Voralpenland ohnehin weiter zugebaut.

    Zur Schulpolitik: Auch in BaWü wurden während der grün-roten Landesregierung (2011 – 2016) schulpolitische Entscheidungen getroffen, die in Berlin schon greifen

    – Fremdsprache ab der ersten Grundschulklasse
    – Schreiben nach Gehör
    – Beabsichtigter Ausbau der Gesamtschule
    – Sexualunterricht mit Inhalten, die für Experten der Sexualkunde interessant sind, aber Schulkindern eher den Kopf mit nutzlosem Halbwissen füllen.

    Nach der Abwahl der Regierung hat die neue CDU-Kultusministerin
    diese Punkte stark revidiert. Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass politische Korrekturen möglich sind, wenn die Wählerinnen und Wähler Schwächen beim Regieren erkennen und danach handeln. Vielleicht könnte dies auch in Berlin so sein. Man kann ja hoffen.

    MfG SoS

    • Das war ja auch nur so halbernst gemeint, weil viele Berliner sagen, sie könnten sich Bayern gar nicht leisten.

    • Schreiben nach Gehör
      „Schreibhen lärnen nach gehöhr in dä ährsden Glaasse gibd ehs in beierrn middlereihle auch.“

      Wir hatten die Ehre, die Folgen dieser zwangsweise angewandten Unterrichtsmethode gerade wieder zu korrigieren.

      Daheim im privaten natürlich. Mit Duden, Papier und Stift. Gehör gehört natürlich auch dazu, anteilig.

      Wenn man konsequent daheim kontrolliert, verbessert und selbst unterrichtet geht es.

    • Ja, das war wirklich irre und ist hoffentlich bald Geschichte.

    • Don, Sie sprechen mir aus der wunden Seele
      Es gibt nach meiner Beobachtung Schülerjahrgänge, in denen selbst intelligente und bürgerlich erzogene Kinder noch Jahre später mit dem Hemmschuh z.B. unzulänglicher Rechtschreibung zu kämpfen haben, die sie „nach Gehör“ erlernt haben.
      Schreiben wie ein Halbgebildeter – das macht auch später nirgendwo einen guten Eindruck.

      Gleichzeitig segne ich Fr. v.Bevernvörde für ihre unbeirrte Zivilcourage, die Verankerung unsinniger ideologischer Inhalte im Schulcurriculum öffentlich zu kritisieren.
      Die Genderei macht selbst vor Grammatik und Matheaufgaben nicht mehr Halt.
      Das geht zu Lasten der Zukunftschancen, die umliegenden Privatschulen können sich angesichts der Abstimmung mit den Füßen vor dem Andrang kaum retten.

      So schafft man bestimmt keine Bildungsgerechtigkeit.
      So schafft man höchstens Voraussetzungen für den Industriestandort D ab.

    • Schreiben nach Gehör
      hat meine Tochter an einer Münchner Grundschule anno 2005 auch gelernt.
      Da sie unheimlich gerne gelesen hat, ist der Übergang zum Richtigschreiben ganz reibungslos und ohne elterliche Hilfe geglückt.
      Ihre allerersten schriftlichen Äußerungen haben allerdings zu großen Heiterkeitsausbrüchen bei uns Eltern und Verwandten geführt.
      Wir haben einige dieser Notizen aufgehoben…

    • Schreiben nach Gehör...
      Das größere Problem vor „Schreiben nach Gehör“ wird wohl das „Reden und Denken nach Gehör“ sein. Und wer dem nicht folgen möchte, macht dann heute vielleicht „Schreiben/Reden/Denken nach (dem) Verhör“.

      Hörigkeit, das ist wohl des Pudels Kern.

    • Schraim nachm Gehör
      Ich habe mal eine Frage an die Fachleute:

      Wenn einer schreibt: „Gästern binich mim Farat tsu meim obba gefaan unt hap mein poni gefüttert“, dann zeigt dieser Mensch, dass er den Satzbau, die Grammatik, die Zeiten, die Konjugation und die deutsche Syntax beherrscht (jedenfalls einigermaßen).
      Dieser Mensch hat auch schon gelernt, dass man, wenn man irgendetwas erfolgreich kommunizieren will, gewisse Regeln einhalten muss und dass er offensichtlich keine Probleme damit hat. Sonst hätte er geschrieben: „Poni obba ich Farat mim gestern gefaan gefüttert“.

      Wieso muss man ausgerechnet um die einzige Regel, die zu einer erfolgreichen schriftlichen Kommunikation noch fehlt, die Rechtschreibung, so eine Grundsatzdiskussion machen?
      Man gibt die Kinder damit auch noch der Lächerlichkeit preis, weil jeder, der so schreibt, mit „Depp“ assoziiert wird. Das ist auch noch diskriminierend.

  9. Titel eingeben
    Wirklich gleichen Zugang zu Bildung kann nur ein Hobel schaffen. Alle Eltern in die Produktion und alle Kinder in Grippe, KiTa, Ganztagsschule und gebundenen Hort 24/7.

    Ich habe dem Kind jeden Abend etwas erzaehlt oder vorgelesen. Auch 30, 40 Seiten. GuteNachtLied und viel Schlaf. Ungerecht?
    Kind bekam Floetenunterricht mit5 und Klavierstunden mit 8. Ungerecht? Zum Ueben konnte ich nur Keyboard rt.
    Kind reiste mit mir und Grosseltern. Skifahrern mit 6 – ungerecht?
    Oder einfach normal – wuenschenswert?

    • Aus meiner Sicht normal, aber was ist das heute noch?

    • Normal ?
      So und nicht anders SOLLTE es doch sein ! ?

    • @ helarcctos Das mit dem Hobel
      „alle Kinder in Grippe, KiTa, Ganztagsschule und gebundenen Hort 24/7.“ wird nicht klappen, weil es ad 1 gute, schlechte & Schrotthobel gibt, ad 2 engagierte Eltern Sabotage am System betreiben werden.

    • Titel eingeben
      @Ulrich Dust
      wie soll das dann werden mit der Bildungsgerechtigkeit?
      Ergebnisgleichheit ist nicht zu erwarten. Chancengleichheit am Start geht nur mit dem brutalen Hobel. Ist es „Bildungsgerechtigkeit“ nur ein linkes Schlagwort? Dann wuerde Daniel Foest von der bayFDP es doch nicht gebrauchen, oder?

      2) folgt

    • kibbuz
      Don und Leser,
      kann jemand unter Ihnen vom Betreuungssystem (Hobel) der Kibbuz berichten?
      Einige Jahrzehnte war in den kollektivistisch organisierten Wehrsiedlungen Israels (Kibbuz) die Kindererziehung und Betreuung ein sozialistischedr Traum. Der Einfluss der Eltern war auf etwa eine Stunde am Tag begrenzt. Geschwister waren in getrennten Gruppen
      Dieses System der Kinderbetreuung wurde vor gut dreissig Jahren aufgegeben.

      Kennt jemand Studien zur Wirkung auf die Kinder?
      Bildungsgerechtigkeit in Israel war das auch nicht. 1-8% Israelis waren Kibbuzim.

    • Bildungsgerechtigkeit
      Was man unter linksgrüner „Bildungsgerechtigkeit“ zu verstehen hat, kann man hier exemplarisch einem Erguß aus den Reihen der ideologisch gleichgeschalteten „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ entnehmen:
      http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/deutsche-bahn-gute-schueler-duerfen-in-sommerferien-umsonst-fahren-a-1158956.html

      Da dürfen also in Bayern Schüler mit einer Eins im Zeugnis am ersten Tag der Sommerferien umsonst mit dem Zug fahren. Das große Los hat man damit nicht unbedingt gezogen, denn wenn der Einserschüler beispielsweise als Mitfahrer mit einem „Bayernticket“ unterwegs wäre, dann würde das auch nur 6 Euro zusätzlich kosten.

      Die GEW-Expertin sorgt sich nun um Schüler, die trotz Bemühung keine Eins abbekommen haben, und sich deshalb als „Loser“ fühlen könnten. Gleichzeitig erklärt sie, daß die Schulnoten ja ohnehin eigentlich nur Zufallszahlen sind, und der mit der Eins somit keinen Grund zu so etwas wie Stolz oder Freude, etwas zu können, habe. Also umfassende Rücksicht auf die Gefühlslage derer ohne Eins, während auf den Gefühlen derjenigen mit Eins (die ja mit Beginn des nächsten Schuljahr sowieso Schnee von gestern ist) herumgetrampelt werden darf.

      Gleichmäßige Dumm- und Blödheit für alle – darum geht es bei der „Bildungsgerechtigkeit“.

    • viel Schlaf
      Es freut mich, dies zu lesen: Kleinkinder und Grundschulkinder tut viel Schlaf gut. Und Ruhe daheim – anstatt der Dauerbeschallung und rund-um-die-Uhr-Betreuung.

      Wenn ich abends heimfahre und dann die Hortkinder um 18.30 Uhr von entnervten, ausgelaugten Müttern abgeholt sehe, völlig überdreht, müde überdrehte Blicke, hektisches Gerede der Mütter, überreizte Reaktionen der Kinder – dann danke ich jeden Abend der Mutter unserer Kinder.

      Sie hat ihnen vor allem dies geschenkt: Zeit, Freiraum, Rhythmus und Gelassenheit.

      Nicht immer, nicht nur. Aber im Grunde dies.
      Schön daher, dies hier einmal zu lesen.

      Als Gegenpol zu all den seit Jahren propagierten Forderungen nach Dauerbetreuungsangeboten ohne … Muße oder Maß. Ganztagsschule und Helikoptereltern sind eigentlich dasselbe: Erwachsene, die ihren Kindern keine Ruhe lassen.

      Es gibt Orte, wo GTS segensreich sein können, aber genau dort fehlen sie. In notwendiger Qualität und Ausstattung. Mit Ruheräumen.

  10. Bayerisches Gymnasium der 80er
    Lieber Don,

    wieder mal ein prima Text, vielen Dank!

    Auch ich hatte die Ehre (aber auch gar keine andere Wahl), in den 80ern ein Bayerisches Gymnasium besuchen zu, ähem, dürfen. Ja, es war hart, aber wenigstens waren diese Jahre keine staatlich organisierte Zeitverschwendung, so wie es heutzutage mancherorts der Fall zu sein scheint. Man konnte, meines Erachtens ein nicht zu unterschätzender Aspekt, stolz sein, dies geschafft zu haben. Unser Jahrgang hat immer noch jede Menge echter Querköpfe hervorgebracht. Und auch das kann ich sagen: schon die 90er haben auch unsere schlimmsten Pauker kleingekriegt, und zwar von oben her.

    Freue mich auf den nächsten Beitrag!

    Muss jetzt zurück auf meine Alm … ;-)

    • Gern geschehen!

    • Darwinismus
      Weter Don,

      Wieder mal ein schöner Artikel.

      Ich glaube, dass Berliner Eltern darwinistisch betrachtet ihren Kindern nur Gutes tun. Wenn ein Kind einen vermüllten Spielplatz, der noch dazu mit benutzten Spritzen und Kondomen übervoll ist, überlebt und im weiteren Heranwachsen in diesen Berliner Schulen noch so viel Wissen mitnimmt, dass es ( das Kind) im späteren Leben überleben kann – im besten Fall ohne Stütze – dann hat es doch als fittester seine Überlebensfähigkeit bewiesen.

      Da muss man am Tegernsee schon viel machen, um da mitzuhalten.

    • Da sage ich nur ein Wort: Schützenverein.

  11. Vergleich mit Baden-Württemberg
    Man schaue sich nur an, wie schnell es gelang, das früher sehr gute Schulsystem in Baden-Württemberg gegen die Wand zu fahren…

    • Ja, erschreckend. Und erschreckend auch, dass man damit lebt.

    • Schulsystem
      Nicht nur das Schulsystem, sondern das ganze Land. Und wie schnell die sich alle daran gewöhnt haben, sonst hätten die Grünen zuletzt nicht mehr als drei Prozent kriegen dürfen.

      Aber der Kretschmann ist ja ein ganz toller, hört man immer wieder. Früher hieß das:

      Wenn das der Führer wüßte.

    • In BaWü wurden wohl halt einfach ...
      …im Kultusminischderium Steckenpferde bis zum Orgasmus geritten…

    • Da ist das Temperament kurz mit mir durchgegangen.
      Den Spruch oben nehm ich herzlich gern zurück. Wie man sieht, bin ich offensichtlich selber nicht ganz frei von Einflüssen des Zeitgeistes, wer weiß, wie ich als Politikerin wäre. ;-)
      Ich ärgerte mich einfach, weil es vermutlich wie bei jeder unsinnigen Reform Leidtragende gibt, deren persönliche Folgeprobleme trotz eines erkennbaren Reformrückbaus nicht ohne weiteres korrigierbar sind.

    • Das ach so gute alte Bildungssystem in BaWü
      Kann es nicht mehr hören: Die rot-grüne Landesregierung hat das Schulsystem verpfuscht! Blödsinn: Wir wohnen seit 20 Jahren im schwäbischen Teil von BaWü und ich habe mich von Anfang an mehr als einmal über das rückschrittliche Bildungssystem gewundert und geärgert. Von Nachdenken und über-den-Tellerrand-schauen keine Spur bei den Verantwortlichen, es herrschte eine für mich seltsame unreflektierte, unkritische Obrigkeitshaltung. Unsere Tochter wurde als Erstklässlerin bereits ab 2004 nach der („guten alten“) Methode Schreiben nach Gehör unterrichtet. Begründung: Das sei relativ „neu“ (hieß: Aus den Siebzigern, andere Bundesländer hatten es längst wieder abgeschafft)… Ohne nachmittäglichen Privatunterricht hätte sie wohl nie richtig schreiben gelernt und dieses Jahr Abi gemacht. Auch hier: Jetzt will man endlich die Oberstufe nach Jahrzehnten ab 2019 in einer Art und Weise reformieren, wie es zu meiner Zeit in einem anderen Bundesland gang und gäbe war. Erst in den letzten Jahren ist zum Glück am Bildungssystem von BaWü wie auch an vielen anderen Dingen „gedreht“ worden. Glücklicherweise hat man auch die unsägliche Grundschulempfehlung abgeschafft, denn sie gab den Lehrern hier auf dem „Land“ (20 km von Stuttgart) die Möglichkeit, ihre Vorurteile hinsichtlich Bildungshintergrund der Eltern sowie Herkunft in Schulkarrieren zu zementieren. Ich arbeite selber als Lehrerin an der Oberstufe eines beruflichen Gymnasiums und weiß wovon ich spreche. Da wurden Kinder einfach in der Grundschule in Schubladen und die entsprechenden Haupt- und Realschulen gesteckt, damit sich diese lohnten und damit sich die kleinkarierten Vorstellungen mancher Lehrerinnen immer wieder aufs Neue bestätigten. Nein – BaWü ist nicht wegen der grünen Mitbeteiligung an der Landesregierung so abgesackt sondern es erntet (endlich!) verdientermaßen die sauren Früchte seiner biederen, reaktionären Politik der letzten Jahrzehnte bis 2011, die allerdings ohne einen entsprechenden Rückhalt in der Bevölkerung natürlich gar nicht möglich gewesen wäre. Wenigstens nähert man sich allmählich der Jetztzeit, aber Diversität geht anders und noch strebt man gesellschaftlich eher den Staus Quo der heilen homogenen Welt an und versucht, alles, was nicht reinpasst, auszusortieren. Das Ende der Arroganz ist leider noch weit, da man seit langem daran gewohnt ist, von den hier ansässigen internationalen Firmen zu zehren. Mir gefiel der „Tegernsee“-Kommentar überhaupt nicht, ist mir zu einseitig und eine engstirnige Realität in Bayern verklärend (möglicherweise steht nicht jeder auf Dirndl-und-Lederhosen Romantik sondern sieht ein solches Heile-Welt-Szenario durchaus mit kritischen Augen. Wird der dann nach Berlin abgeschoben, egal, wo er herkommt, oder hat er ein Bleiberecht?).

    • Frau Gast
      scheint beim Steckenpferdreiten dem Höhepunkt ja schon recht nahe.

      Nur weiter so. Und dann schauen wir mal am Schluß, wer es besser vermag Klassengegensätze zu zementieren. Wir die arroganten Reaktionäre oder ihr die wohlmeinenden Hüter der Chancengerechtigkeit und Diversity.

      Meine Prognose: Ihr macht mit Euren gesellschaftlichen Experimenten die Bildungsexpansion der vergangenen Jahrzehnte zu einem großen Teil rückgängig. Am schlimmsten trifft es die Schwachen, um deren Wohl ihr Euch am meisten sorgt.
      Die starken bildungsnahen Familien können am besten reagieren. Ihre Kinder sind stark, talentiert und resilient und haben ein Elternhaus hinter sich, was sie ermutigt, beschützt und unterstützt. Die Qualität der Schulen betrifft sie weit weniger.

      Die progressive Linke ist die Kraft, die das Gute will und doch oft das Böse schafft. Gerade ist sie fleißig dabei, eine neue ständische Klassengesellschaft zu backen. Und dabei glauben sie, fest auf dem Pfad des unaufhaltbaren Fortschritts zu wandeln.

      Nur zu, ich will Euch nicht aufhalten!

      Ich sehe ja selbst, es ist hier in Baden-Württemberg nicht alles schlecht. Die Förderschulen und Spezialschulen für Behinderte beispielsweise sind, soweit ich das überblicken kann, vorbildlich und hervorragend mit Geräten und Personal ausgestattet.

      Etwas sehr schönes in Baden-Württemberg sind auch die Hector Kinderakademien zur Begabtenförderung. Die gehen jedoch auf eine private Stiftung zurück.

      Die Regelschulen haben aber einige Päckchen zu tragen und bewegen sich an der Belastungsgrenze. Aus Elternsicht sieht es so aus, als wären alle Reserven im System aufgebraucht und der Kollaps nicht mehr fern.

      Ich habe selbst die Schule in den 70er und 80er Jahren hier in Baden-Württemberg durchlaufen und erlebe nun mit meinen Kindern, wie es denn heute so ist. Mein Eindruck: Zu meiner Schulzeit war es effizienter und man war in der Lage breitere Bevölkerungsschichten auf eine erfolgreiche Berufslaufbahn vorzubereiten.

      Eines muss ich dennoch einräumen: Die Informations- und Werbebroschüren des Kultusministeriums sind heute bunter und zahlreicher. Darüber hinaus enthalten sie viele nett anzusehende Bilder von gut gelaunten jungen hübschen Menschen. Die sehen fast so aus, wie das was die Werbeagenturen uns zur Firmenpräsentation vorschlagen. Das ist doch immerhin etwas.

      Eine hübsche Fassade: Wie so ein Apfel, der vom Kerngehäuse aus fault.

  12. Paradies
    Lieber Don,
    unsere Kinder sollten es uns wert
    sein. Beste Bildung und Gaudi
    den Jugend.

    • Gaudi und Gaudí
      Gaudís Schulerfolge waren anscheinend auch eher bescheiden.
      „Wer weiß, ob wir das Diplom einem Verrückten oder einem Genie gegeben haben. Nur die Zeit wird es uns sagen.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Col%C3%B2nia_G%C3%BCell
      Berg & Bach in einer anderen Krypta (der Canisiuskirche Wien): Rezital für Gitarre.
      Noch ein Tipp für den Herbst: Versenk das trief..äh trunkne Auge ins tröstende Gelbbraun. Gianna Nannini ist auch fad allein im Paradies: Lontano dagli occhi:)

  13. Lernen unter (rot-grüner) New Left-Agenda
    In NRW ist das Schulsystem durch die zentral gelegenen Gebiete des in der Breite nicht vollendeten Strukturwandels so überlastet, dass in der so solventen und wirtschaftsstarken Peripherie wie etwa dem märkischen Sauerland einfach die dortige mittelständische Industrie Schulen faktisch übernommen hat und schon vor Jahren begann, eigene Fachhochschulen zu errichten. Gegen letztere sieht selbst meine Alma Mater in Münster aus wie ein Parkhaus in Bochum-Wattenscheid. Übrigens bildet der Ingenieursnachwuchs obiger Industrie nach dem Durchlaufen besagter Schulen und Fachhochschulen ein wirtschaftliches Netzwerk, gegenüber dem das allmächtige, allgegenwärtige und allwissende Patriarchat der reinste Witz ist, und dürfte damit unter dem alphonso’schen Blick des Klassenkampfes von oben eine Zier der Region sein.

  14. aber
    Sie würden aus Ihrer Perspektive doch gar keine „Berliner“ importieren, sondern „Heimkehrer“, hier:

    „Und sage mir bitte keiner, die Grosseltern in der westdeutschen Provinz würden in solchen Heimkehrfällen nicht gern die ein oder andere Wohnung verfügbar machen, oder zumindest mit Geldscheinen diese Einsicht honorieren.“

    Aus Ostberliner Perspektive kann ich da nur dankbar sein für Ihr Engagement … hier gibts eindeutig zu wenig Ostberliner, die Ostberliner geblieben sind …

  15. Titel eingeben
    Um Bildungsabgründe zu erschauen, muss man nicht mal weit in den Osten schwelgen. Es reicht schon eine halbe Autostunde von der unterfränkischen Provinz nach Norden zu blicken, zu unseren hessischen Nachbarn, wo die durchschnittliche mathematische Kompetenz der Oberstufenschüler unter der Kompetenz einer nachhilfebedürftigen, im einstelligen Punktebereich kämpfenden Fachoberschülerin im Abiturjahrgang liegt.
    Die Bildungspolitik hat sicherlich nicht allzu wenig von der CSU-Hegemonie hier profitiert.

    • Da hat sich wohl nichts geändert
      Schon in den 80ern und 90ern war es so, daß etliche, die es in Bayern (Grenzregion zu Hessen) nicht gesachafft haben, ins hessiche fürs Abitur gegangen sind. Mit Leistungskurs „Tanzen“ oder so.

      Das sind dann auch die, welche dafür sorgen, daß es solch Befunde gibt wie den Zusammenhang von Bildung und Herkunft. Denn nur bei den finanziell besser gestellten war es möglich, täglich die ganzen Kilometer für den Nachwuchs zu fahren.
      Bei unsereiner war das anders. So wie die Eltern/Großeltern ihre Arbeit anpackten, so wurde auch erwartet, daß man für die Schule ackerte…

  16. Vielleicht täts ja schon langen,
    wenn die Berliner das Wählen lernen würden?

    Oh je, wie soll das gehen, wenn Dummheit die herrschende Einstellung ist?

  17. Was tun?
    Tja, „you only have to spread your legs“, hat mir jemand einmal gesagt, das gilt von Berlin bis Hollywood – und München?

  18. ,,erberlinert" , ,,man wohnt schließlich schon dort , wo andere sich
    .
    .
    . den Urlaub nicht mehr leisten können “ ,

    wirkliche Schmuckstücke, geschmiedet aus der deutschen Sprache, wenn man sie denn nicht nur vom Gehör her kennt .

    Aber der ernste Hintergrund ist das Quälen und Vernachlässigen der Kinder in einem System,

    in dem nichts wachsen kann , aus dumm-ideologischen Gründen.

    Das Mitnehmen der Kinder in einen politisch-korrekten kollektiven Selbstmord.

    Ich hatte auch ein strenges, bayerisches Gymnasium, nicht unbedingt Elite, aber unbedingt streng.

    Ich war ein schlechter Schüler, und hatte eine Biologielehrerin, die als besonders streng bekannt war.

    In ihrem Unterricht hat man auch in der Abiturklasse noch eine Stecknadel fallen gehört.

    Und heute, nach vierzig Jahren und mehr , und einer ganz unbiologischen akademischen Ausbildung und Berufswahl, weiß ich noch
    eine Riesenmenge von dem, was ich bei ihr gelernt habe.

    Einfach, weil außer lernen in ihren Stunden nichts anderes möglich war, und sie den Stoff gut und interessant brachte.

    Aber ein vergnügter Blick zum Banknachbarn brachte sofort einen wenig vergnügten Blick von ihr ein.

    Das genügte.

    Immer .

    Retour auf Schiene .

    Ein bissl weniger streng, hart , straussisch, hätte es durchaus sein dürfen.

    Berlinerisch, bremisch, aber nicht.

    Denn auch dort herrscht Strenge-ideologische Strenge, die einen zum Idioten erzieht,

    und zu einer Suizidbereitschaft, wie japanische Kamikaze-Piloten.

    Für, seien wir ehrlich-

    nix.

    Für den wohligen Schauer moralischer Überlegenheit, der einer erfolglosen Studentin der Theaterwissenschaften mit 20 Semestern, oder diversen StaSi-Mitarbeitern mit beharrlicher ideologischer DDR-Richtung
    über den Rücken huschen.

    Dieses perverse Vergnügen sollte einem nicht das Wohl der eigenen Kinder wert sein.

    Oder der Kinder der Nachbarn.

    Es ist überhaupt nichts wert, genannte Politrukniki können sich meinethalben gern schlecht fühlen.

    Kein Problem.

    Keine Menschenopfer.

    Für nichts und niemanden.

    Wir sind hier (noch) nicht in Karthago.

    • Ganz ehrlich, was soll einem nach so einer Studie ausser Zynismus noch bleiben?

    • Was einem bleiben soll ? Nun, der Wille zur Änderung ,
      ..
      .
      der unbedingte Wille, solche Experimente für immer zu beenden, das Aufzeigen der katastrophalen Folgen,

      das Unterstützen derjenigen Eltern und allenfalls Lehrer und Politiker, die sich dagegen wehren.

      Durchaus alles auch möglich mit zynischen Beiträgen in einem vielbeachteten Blog.

      Sie haben Ihre Aufgabe jedenfalls gut begonnen, tät‘ ich sagen.

      Freilich will man oft resignieren, mit Bravour alles hinschmeissen,

      malerisch kapitulieren.

      Als schlechter Schüler ist meine Erfahrung aber die, NIE aufzugeben, jede noch so läppische Hoffnung aufzugreifen,

      manchmal läßt sich eine sichergeglaubte Sechs in was besseres verwandeln.

      Mit Glück, und eben der Tatsache, dass man, als das Glück kam, noch da war, noch nicht aufgegeben hatte,

      noch kämpfte.

      Fortuna fortes adjuvat ,

      nicht immer,

      aber falls und wenn , immer nur den Lebenden, Kämpfenden ,

      nie den Toten.

      Denen bleibt nur der Himmelvatta , whatever that is.

    • Checker Tobi
      Die Indoktrination geht schon sehr früh los. Mein 5 Jähriger erzählte gestern, es gäbe bei Checker Tobi (Kika) einen Beitrag zu Armengutscheinen, mit denen die Armen dann was zu Essen bekämen.

      Ich habe ihm dann erklärt, dass es in D H4 gäbe und dass der Satz in etwa genauso hoch wäre wie die €450 Euro, die seine grossen Schwestern von mir zum Leben bekämen, die damit sehr gut klar kommen und noch Geld für Parties und Konzerte haben. Deswegen braucht keiner Gutscheine, jeder der keine Arbeit hat, bekommt genug Geld von uns allen…

      Wenn der Staat die Kindererziehung komplett in den Griff bekäme, wäre dieses Land in weniger als einer Generation in die Wand gefahren.


    • @Bürger: Kika u.ä. darf man die Kinder imgrunde nicht allein schauen lassen. Man müßte es stets kommentieren und das dort verzapfte einordnen, sonst werden sie völlig indoktriniert. Das ist aufwendig, aber imgrunde nötig.

  19. Da werden Erinnerungen wach
    Nach zwei Jahren heimlichen Mitlesens wurden beim jetzigen blog Erinnerungen in mir wach: dieses „Gefälle“ gab es doch schon zu DDR-Zeiten zwischen dem Umland und Ost-Berlin – Umzügler in die Hauptstadt der DDR wurden von bisherigen Mittelfeldlern zu Vorzeigeschülern. Insofern bitte keine versteckte Kritik an unserer Hauptstadt – das ist Traditionspflege und auf keinen Fall Unfähigkeit! Bekannt ist dieses Phänomen noch viel länger. Schon zu Zeiten der Völkerwanderung, als man munter hin und her vagabundierte, kamen einige Völker mal an einer beschilderten Kreuzung zusammen. Auf einem Pfeil stand: in den goldenen Westen…und ein Drittel der Völker zog gen Westen. Auf dem zweiten Pfeil stand: in den sonnigen Süden – und ein Drittel zog in diese Richtung. Das verbleibende Drittel, das nicht lesen konnte, blieb an der Kreuzung und gründete…Berlin.

    • Titel eingeben
      (smiley)

    • @D.A.
      Ich verstehe nicht, mit welchem Recht sich jemand auf Zynismus beruft, der selber gar nicht betroffen ist, weil er doch selber gar keine Kinder haben will? Er muss sich doch gar nicht gegen die bösen Tatsachen abschotten, weil ihm da etwas naheginge. Das ist selbst für eine Kunstfigur ein Sprung in der Schüssel; wer völlig anlasslos zynisch ist, ist nämlich gewöhnlich – missgünstig.

    • Ja, vollkommen richtig, @unklar,
      wer sieht, dass etwas gewaltig falsch läuft, sollte in diesem unserem Lande darauf niemals nie nicht hinweisen dürfen, es sei denn er leidet selbst ganz unmittelbar darunter.

      Und was geht es den Don schon an, dass er als kinderloser Immobilieneigentümer einmal darauf angewiesen sein wird, dass geeignete Mieter ihm seinen Ruhestand durch Mietenzahlung finanzieren. Wir haben hier ja so viele natürliche Ressourcen in unserem Land, da sind wir auf Bildung und Ausbildung für nachfolgende Generationen ganz sicherlich nicht angewiesen!

      So, ich gehe dann mal wieder mit dem Doppeleinhorn im Sandkasten spielen…

    • Das verbleibende Drittel, das nicht lesen konnte,
      Sumpfhauptstädte – und davon gibt es nicht wenige (Brüssel wäre z.B. ein naheliegendes Beispiel) neigen nun auch einmal zur moralischen Versumpfung.

      Scheint ein Naturgesetz zu sein.
      Singapur bestätigt als Ausnahme die Regel.

      Wems nicht passt der kann ja nach Zuoz in Lyceum Alpinum – wenn er Geld hat. Da sehe ich minimales Versumpfungsrisiko.

    • @S&R
      Zynismus sollte man nur einsetzen, wenn man muss. Aber das ist wohl Geschmackssache.

      Natürlich sind die Verhältnisse am Tegernsee zum gelb-vor-Neid-werden und das weiß D. A. auch ganz genau; weshalb liest man denn eigentlich seinen blog, wenn er einen nicht an etwas Schönes erinnert, an dem man auch gern Teil hätte (nein, ich rede nicht von Geld)? Die guten Verhältnisse dort hängen aber zum Teil auch damit zusammen, dass man seine Problemkinder leicht gen Norden „outsourcen“ kann … sonst gäbe es da auch noch Verhältnisse wie unter Strauss – geordnet, sicher, aber eben auch … sehr hart für jeden, der nicht so ist. In Berlin sind wir wiederum am anderen Ende der Härte rausgekommen. Das ist aber nur bedingt unsere Schuld – insbesondere möchte ich jeden Drogentouristen gerne in der Lausitz aussetzen – und deshalb schrubbt es mir übers Nervenkostüm, wenn D. A. was von „Zynismus“ erzählt. Ich könnte mir auch Schöneres vorstellen, tatsächlich! Also – möge er sich lieber an seinen besseren Möglichkeiten freuen und sie nutzen so intensiv er nur kann. Glückliche Menschen sind mir lieber; Missmut kann ich alleine …

    • Nun, sozial gerechte Heuchelei könnte ich natürlich auch schreiben…

    • Liebe(r) unklar,
      man muss Zynismus nicht mögen. Aber einen Text als zynisch zu kritisieren, bei dem der Verfasser eingangs noch ausdrücklich und kokettierend klarstellt, dass er zu Zynismus und Vorurteilen neigt, finde ich doch etwas larmoyant und redundant. Wer Zynismus nicht mag, hätte dort zu lesen aufhören können…

      Kudos aber zu Ihrem Vorschlag, Crystal Beck in das Gebiet der Lausitz zwangsumzusiedeln. Bei erstem Lesen klang das in meinen Ohren etwas drastisch (Sie wissen, Rechtsstaat u.s.w.), aber eine gewisse Logik und Konsequenz kann ich dem nicht absprechen, liegt es doch viel näher an den Laboren hinter der tschechischen Grenze.

      Ich vermute also, da werden sie hier im Forum wenig Widerworte hören (außer von Lausitzern)…

      Mit herzlichem Gruße
      S&R

  20. Abschlüsse, ja zu was denn ?
    werter DON, so schön, dass sie mal ein Ruderboot zeigen, wenn auch noch an Land wie es von einer unsichtbaren bajuwarischen Schönheit zu Wasser gebracht wird.

    aber Spass beiseite, zu was Schulabschlüsse ?

    es geht doch ohne, werden sie z.B. Politikerin in der SPD oder bei den Grünen und sie können jeden Tag im roten oder grünen Kleid herrschaftlich und wichtigtuerisch vom Balkon winken und kräftig Einkommen kassieren.

    oder sie werden wie in KA in BaWü nach verkorkster Parteikarriere einfach mal Hochschulpräsidentin mit Hilfe einer Grünen WissenschaftsministerIn !

    und von diesem guten Einkommen lässt sich ja leicht eine Privatschule finanzieren ! damit schliesst sich der Kreis und alles ist in Butter !

    darauf jetzt noch einen Tee aus Gmundener Kanne mit örtlicher Biomilch !

    • Ja, das in BaWü ist weniger schön. Aber mei, wenn sie pleite sind, werden wir sie versklaven und die Grünen an die Hamburger verkaufen.

    • Karlsruhe
      Hinweis: diese grüne Dame war (3 Monate lang) Präsidentin der
      privaten(!) „Karlshochschule International University“ in Karlsruhe,
      und nicht an der bekannten Universität Karlsruhe (früher TH),
      die heute „Karlsruher Institut für Technologie (KIT)“ heißt.

      Geboren war sie in Hamburg … da ist noch nie nix gutes hergekommen.
      Ihr Onkel war Senator für Bildung und Wissenschaft in Bremen,
      was auch wieder wunderbar zu diesem Beitrag passt.

  21. Seltsamerweise
    scheint eine schulische Ausbildung in Bayern nicht unbedingt geeignet um im Bundestag zu re­üs­sie­ren – vielmehr führt der Weg nach Jamaika (Mit 0,159 Punkten mehr und elf Plätze höher als im Vorjahr steht Jamaika jetzt auf Platz 75. Das ist besser als zum Beispiel Griechenland, Brasilien oder die Ukraine. Die Jamaikaner haben vor allem ihr Schulsystem verbessert. Mittlerweile gehen 98 Prozent der Kinder immerhin in die Grundschule, das sind endlich Werte wie sie auch Industrieländer schaffen.)

  22. Zuagroaste, keine Neigschmeckten
    Jetzt, wo sich in Baden-Württemberg auch zeigt, was Rot-grüne Bildungspolitik (TM) alles nicht leistet, könnte es irgendwann eng werden hier in Bayern.
    Aber solang die Neubürger die Kuhglocken auf der Weide tolerieren, wird sich das schon ruckeln.
    Danke für den Text; ein eminent wichtiger Diskussionsanstoß.

    Nebenher hat mir Twitter heute das reingespült: Außen- (Innen-) Ansicht einer Chinesin auf Rot-grüne Bildungspolitik (TM) in NRW>

    http://www.dw.com/de/mein-deutschland-kulturschock-grundschule/a-41013538

    „Rechnen nach Gefühl“, das war unzweifelhaft die Basis der Kalkulation der Kosten alternativloser Projekte, wie „Energiewende“, Griechenland-Rettung“ und „Wir schaffen das“.

  23. Schulsysteme
    Ich bin Vater von Kindern. Die ersten beiden, Jahrgang 66 un 67, litten bei der Einschulung in Frankfurt am Main unter den 68ern. Ich, sehr junger Vater damals, sah meinem Sohn beim Turnen am Fenster zu, während hinter ihm ein Langhaariger mit den anderen Erstklässlern die Zerstörung des Schulmobilars übte; nagelneue Grundschule übrigens. Zwei Wochen danach wurde die nebenan liegende „KITA“ (KITA war linkskommunistisch ausgerichtet, Kindertagesstätte konventionell, beide existierten jahrelang in Frankfurt nebeneinander) mit einem „Happening“ eröffnet. Am Ende des Happenings beklagte man vier verletzte Kinder und die Einrichtung mußte zur Renovierung für 6 Monate geschlossen werden, von den Teppichböden über die Wände, Möbel und Einrichtungsgegenstände war alles zerstört worden. Der betreffende Lehrer war vorher in Dietzenbach, Kreis Offenbach, beurlaubt worden. Mein Sohn konnte nach einem Jahr weder richtig schreiben noch lesen. Die Tochter kam ein Jahr später besser weg, ich konnte beide mit riesigen Problemen bis zum Abi bringen. Danach Ehe mit einer Linken, ich Bulle, Ohrhörer, kaputt. 2. Ehe in Bayern mit einer Gynäkologin, 93 und 95 Söhne. Grundschule mit Frontalunterricht, die Parallelklasse bestand aus Problem— Ausländerkindern, was sich nur wegen der mangelnden Pausenaufsicht bemerkbar machte. Gymnasialbildung mit aus Sicht der Linken gnadenlosen Anforderungen. Geschadet hat’s keinem der beiden, wenn beiden den Leistungen nicht genügt hätten, wäre es akzeptiert worden, nicht jedes Elternpaar produziert nur Einsteins. Lehre aus allem, Bildungspolitik weg von den Linken Politikern, die nachweislich nur Unfug zu Lasten der Kinder produzierten. Wo könnten wir heute stehen, hätte man Millionen Kindern die linksgrüne Erziehung erspart.
    Jamaica ist eine Totgeburt schon aus diesem Grund.

  24. Verberlinerung der bayerischen Schulen
    Lieber Don,

    als Vater von zwei Kindern von denen eines gerade in der Grundschule in Bayern eingeschult ist, erlebe ich leider eine schleichende Verberlinerung der Schulen. Auch in Bayern geht man zwangsläufig aufgrund des gesellschaftlichen Wandel der aus Berlin gesteuert wird, in Richtung postfaktischer Freiheit statt Bildung. Spätestens wenn die Dominanz der CSU gebrochen ist und die Landespolitik zwangläufig 2018 durch eine ungeliebte Koalition weiter nach links rückt, sind die Weichen auf eine Harmonisierung des Bildungsniveaus gelegt. Leider orientiert man sich längst nicht mehr am besten sondern versucht den ungeliebten Wettbewerb, der heutzutage mit dem Kapitalismus gleichgesetzt wird, durch einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu ersetzen. Denn nur das bietet bei dem herrschenden Zeitgeist eine Chancengleichheit zwischen den beheimateten und denen die beheimatet werden wollen.
    Auch wir werden dann versuchen die notwendigen Kenntnisse privat unseren Kindern beizubringen. Das ist man als Eltern den Kindern einfach schuldig.

    c’est la vie

    • Ich wäre mir da nicht so sicher, ob die CSU nicht eine Minerheitsregierung macht. Grund: Wer hier die Hand ans Schulsystem legt, riskiert das eigene Dasein, siehe G8.

    • Aus (nicht eigener) Erfahrung
      muss ich Chris Miller zustimmen.

      Ich habe wenig Berührungspunkte in Bayern, bis auf eine Familie aus der Oberpfalz. Da hat die Tochter Abitur gemacht. Naja.
      Das war auch nicht viel anders als in NRW. Bloss musste sie jede Menge unsinniges Zeug ‚bimsen‘ für die Klausuren. Ohne Verständnis, es wurden auswendig gelernte Definitionen abgefragt. Und vor allem ganz Offensichtliches ‚vermittelt‘.
      Zum Beispiel in Wirtschaft, als es Punkte für eine Formulierung gab, nach der Selbstständige nicht immer geregelte Arbeitszeiten haben.

      Don Alphonso, vielleicht hat – an Ihnen vorbei – schon ein Exodus Berliner *Lehrer* nach Bayern stattgefunden?

    • @Chris Miller
      Ach, man muß das nicht so „schwarz“ sehen (zwinker). Einen Linksruck sehe ich jedenfalls nicht kommen, auch wenn die CSU nur unter 40% der Stimmen kriegte. Und damit auch keinen ideologischen Frontalangriff auf das Schulwesen. Denn in Bayern gibt es als Koalitionspartner immer noch die Freien Wähler. Die sind im in breiten Teilen genauso konservastiv wie die CSU und eigentlich nur entstanden, weil man in der Lokalpolitik Probleme mit der Zentralregierung in München hatte (Freiheitsliebe ist nun mal Teil der bayerischen Volksseele). Und es gibt die ÖDP. Ebenso konservativ.

      Das haben nur viele nie verstanden bzw. verstehen wollen. Man schaut immer nur auf CSU und die Medienfuzzis in Berlin oder Hamburg setzen die „nicht CSU Wähler“ mit „nicht konservativ“ gleich. Was totaler Quatsch ist. Selbst die Grünenwähler hier sind „teilschwarz“, sprich konservativ. Weil nämlich Umweltschutz (im Bayern gibt es im Gegensatz zu anderswo noch recht viel schützenswerte Natur) im besten Sinne konservativ ist. Das einzige, was in Bayern nicht konservativ ist, sind bestimmte Wählergruppen in ein paar Enklaven (große Städte), SZ Journalisten, ein Teil der Beamten und Lehrer (und die auch die nur so lange, bis sie zu schätzen lernen, daß Kinder von konservativ eingestellten Eltern ihnen weniger Arbeit machen), Jugendliche ohne Lebenserfahrung („Wer mit 20 Jahren nicht Sozialist ist, der hat kein Herz, wer es mit 40 Jahren noch ist, hat kein Hirn.“) und solche, die geistig jung geblieben sind oder sich nicht anders den Lebensunterhalt verdienen können (SPDler).

    • @D.A., blankes Entsetzen
      Sollten Sie nicht mal Mitleid mit Ihren süßen Nachbarskindern haben? Was sind Sie nur für eine Person, wozu schmieren sie den eigenen Leuten den triefenden Honig um den Bart? Die Gender-Blender sind schon längst bei Ihnen eingeritten, vertreiben Sie sie, so schnell es geht, damit Bayern … ich meine, damit wenigstens irgendwo was heile bleibt, und wenns dreimal Dirndl und Lederhosen trägt, was ja doch keine Sünde ist!!

      http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht-politik/artikel/reden-uebers-schwulsein-vorurteilsfrei.html

    • CSU Minderheitsregierung?
      Sehr geehrter Don Alphonso,
      ich finde ihre Vermutung, die CSU könne in der nächsten Legislaturperiode eine Minderheitsregierung bilden, ein wenig unintuitiv. Z.B. geht doch der Auftrag zur Regierungsbildung im allgemeinen an die stärkste Fraktion und dass eine Jamaika-CSU nach Seehoferschem Zuschnitt die stärkste Fraktion im bayerischen Landtag wird, das bezweifle nicht nur ich sondern das bezweifelt auch die Kommunalpolitische Vereinigung der CSU:
      http://www.csu.de/common/csu/content/csu/hauptnavigation/partei/parteiarbeit/kpv/Antragsbuch_KPV-Landesversammlung_2017.pdf
      MfG
      N.E.O.

  25. Soll sicher ein Scherz sein
    „Natürlich sind Kinder erheblich gesünder, wenn weniger CO2 und Feinstaub in der Luft ist“
    Das mit dem CO2 ist natürlich kompletter Unfug, denn daran ist ja nun gar nichts giftiges oder individuell ungesundes. Was ein Verfasser mit so excellenter Schuldbildung selbstverständlich ohnehin genau weiss, gell!?

    • Fahren Sie mal um den mittleren Ring mit dem Rad und dann um den Tegernsee, dann kennen Sie den Unterschied.

    • Titel eingeben
      Da ist dann das CO verantwortlich.
      Das geht eine festere verbindung mit den roten Blutkörperchen ein als Sauerstoff.
      Deshalb sind schon geringe Konzentrationen so gefährlich , da es sich quasi im Körper akkumuliert.

      Beste Grüße aus der Haupstadt

    • Ähnlich ....
      … sonst hätte ich einen neuen thread aufgemacht: Feinstaub.
      Es stellt sich tatsächlich die Frage, ob Feinstaub tatsächlich irgendeinen Einfluss auf die Gesundheit hat.
      Haaalt: bevor jemand schreit: Feinstaub ist *nicht* der sichtbare Dreck der aus einem Russschornstein kommt. Er ist vollkommen unsichtbar, geruchlos, und … naja, das habe ich hier auch schon oft genug geschrieben. Dr. Google && Wikipedia helfen zur Not weiter.

      Dass was Sie, Don Alphonso, am mittleren Ring antreffen und als Unterschied zu Gmünd ausmachen, ist ganz sicher weder CO2 noch Feinstaub.

    • Ach Michalski, Kalle, Lunte... (alle NRW?)
      Hausaufgabe: Was war das Problem bei der Mission von Apollo 13?
      (Hinweis: Sauerstoffmangel an Bord war es nicht.) Geh figuriere.

  26. Oha,
    das gibt Ärger… :)

    • Aber nein, Berliner sind doch tolerant und weltoffen.

    • Titel eingeben
      Die Berliner gibt es nur noch im Museum, oder ganz selten in freier Wildbahn.

      Der Rest sind zugezogene Bürgerkinder , die dem Kriegsdienst entkommen wollten, und zum Zivildienst zu faul waren.

      Die Zweite Welle kam dann nach 1990 mit dem Prenzberger Partyvolk.

      Beste Grüße aus der Haupstadt

    • Nee
      das gibt keinen Ärger. Die Berliner Justiz würde das niemals auf die Reihe kriegen…

  27. Berlin ist überall - auch in HH
    Ich durchleide derzeit gerade mittelbar das Bayerische „Grundschul-Abitur“, dessen Anforderungen ersichtlich weit über jedes pädagogisch sinnvolle Maß hinausgehen und das die Kinder unter einen für ihr Alter unerträglichen Leistungsdruck stellt.
    Aber evtl. ist das immer noch besser als das, was sich andernorts tut – und zwar nicht nur in Berlin: In Hamburg etwa schreibt das Schulgesetz vor, dass Kinder zwischen Klasse 1 und 10 unabhängig von der Leistung zwingend zu versetzen sind, dh keinesfalls sitzen bleiben dürfen. Außerdem darf an den dortigen Gymnasien (!) in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch – später auch in der zweiten Fremdsprache – nur einmal pro Schulwoche und Fach eine Hausaufgabe, in den Nebenfächern alle zwei Wochen je Fach eine Hausaufgabe erteilt werden. Diese „Anforderungen“ werden in Bayern bereits in der Grundschule locker überboten. Dennoch wollte die SPD genau ihr nachweislich gänzlich verfehltes Modell nach Möglichkeit bundesweit durchsetzen und kaum einer hat ihr laut widersprochen – irr.

    • also, den Übetritt habe ich noch mit links geschafft, und hatte eine gute Jugend.

    • Titel eingeben
      Ich meine irgendwo gelesen oder gehört zu haben, dass man die Bildungspolitik zu zentralisieren wünscht. Ich hoffe, ich irre mich da. Grüße aus München.

  28. Berlin ist nicht nur in Berlin
    Meines Wissens nach ist München nicht Berlin, trotzdem ist es auch in München mittlerweile nicht unüblich, dass mehr Kinder mit MiHiGr als schon-länger-hier-lebende pro Klasse in der 1. Klasse sind. Also immer schön den Ball flach halten. München, leider, verkommt, wie die meisten Großstädte in D, nicht nur in Bezug auf die Schulen.
    Genießen Sie lieber die schöne Aussicht am Tegernsee so lange Sie sie noch haben. Sie wissen doch wie das ist mit den Einladungen, die man ausspricht, die Raute hat es vorgemacht. Sie laden ein und dann werden sie überrannt von Menschen, die diese Einladung tatsächlich annehmen, und die dann vielleicht nicht dem entsprechen, was Sie gerne eingeladen hätten wenn Sie kein neo-liberaler Ausbeuter sind, dem der Rest außer seinem Profit piep-egal ist. Wobei man sich ja auf den Standpunkt stellen kann, der ist ja fein raus, bezahlen ja alles die blöden Mittelklässler, nicht die Privilegierten selbst.
    Irgendwann ist aber dann die letzte Wiese zubetoniert, der letzte Baum vertrocknet und statt Himmel sehen wir braunen Smog.
    Es ist schon seltsam, das Gejammer um die aussterbenden Deutschen. Weltweit leben so viele Menschen wie noch nie auf dem Planeten und alles, was uns dazu einfällt ist wie und wo man diese Menschen dann unterbringt und durchfüttert und nicht, wieviele Menschen dieser Planet eigentlich ertragen kann bevor das Leben darauf nicht mehr wirklich viel Spass macht.
    Woher kommt das? Dass es Gruppen gibt, die um ihre nie enden wollende Gier nach Geld zu befriedigen Verbraucher braucht, viele Verbraucher? Dass Politiker zu feige und zu blöd sind nicht mehr funktionierende Sozialsysteme aus dem ohnehin nicht möglichen Generationenkonzept in ein tragfähiges Konzept zu überführen?
    Seien Sie vorsichtig was Sie anbieten, Ihr großherziger Vorschlag könnte Ihnen irgendwann mal echt zu schaffen machen.
    Und dann müssen Sie doch noch auswandern, und das möchten Sie doch nicht, oder?

    • Den Tegernsee muss man wirklich mögen, sonst wird man hier nicht froh. Meine einladung ist also nett, aber nicht ganz ernst gemeint.

    • Aber ob die das auch wissen?
      Werter Don,

      mag gut sein, dass Sie das nicht ernst meinen. Aber ob die Eingeladenen das dann auch wissen? Denken Sie die Raute meinte ihre Einladungen ernst oder eher nicht ernst? Die Realität kann sie schneller links überholen als Sie mit Ihrem Rennradl unterwegs sein können.

    • Wir werden es sehen.

      Nein ernsthaft, ich habe es schon so vielen gesagt, niemand ist gekommen.

    • Was meinen Sie, Don Alphonso,
      wie der Tegernsee überschwemmt wird, sobald Bayern seine Unabhängigkeit erreicht hat!

      Derzeit ist es doch so, dass niemand der bayerischen Regierung irgendetwas glaubt, Obergrenze oder sonst irgendetwas, weil die Münchener ganz einfach an der Regierung in Berlin beteiligt sein wollen, und ihnen Bayern im Grunde genommen am Allerwertesten vorbeigeht.
      Seehofer – dem Sie ja auch jeweils vertrauten, ihm sei die absolute Mehrheit in Bayern hundertmal wichtiger als Berlin, hat Sie schon eines Besseren belehrt. Söder ist kein Deut anders.
      Solange die bayerische CSU im Bund (mit)regieren will, kann man Ihre Träume vergessen.

      Sobald Bayern sich von der BRD löst (mit oder ohne A, CH, …) wird auch der Tegernsee überschwemmt werden mit Migranten aus den Ländern der Rest-BRD.

    • Die Mangfallbrücke ist schnell blockiert.

    • @Bayern, die Nächtliche
      So sehr man den Kapitalismus und die menschliche Gier für sicher viele Probleme auf dieser einst so schönen Erde verantwortlich machen kann, aber für eines sicherlich nicht: Die Überbevölkerung in sog.“dritte Welt Ländern“.

      Hier ist Religion und Tradition der Übeltäter. Wer in Afrika keine Kinder hat, hat nicht die Chance später von seinen Enkeln, so er denn ein höheres Alter erreicht, versorgt zu werden. Da reicht ein Enkel nicht, vom Staat gibt es keine Rente oder anderweitige Sozialversorgung.

      Und der Priester und der Mullah sind auch gegen jede Form von Verhütung oder Familienplanung.

      Überbevölkerung ist ausnahmsweise mal nicht die Schuld des global agierenden Raubtierkapitalismus.
      Solventere, reichere Afrikaner wären vielen Kapitalisten sicher lieber als dahinsiechende Bevölkerungsmassen ohne nennenswerte finanzielle Ausstattung.

      Dass global agierende Lebensmittel-, Agrartechnik- und Chemieunternehmen selbst diese Ärmsten der Ärmsten noch um ihre letzten Cent bringen, wird von mir nicht bestritten.

    • @Bayern die Nächtliche
      Danke für Ihren Beitrag, der sehr hellsichtig ist, und das Problem auf den Punkt bringt. Apropos bringen: Bringen Sie sich ein.
      Menschen wie Sie werden gebraucht.

    • Religion
      Mein lieber Gnadenbrotler,

      Sie schreiben es doch schon: Religion, egal welche, respektive die oberen Vertreter derselben. Die Menschen dumm und angstvoll halten, ihnen predigen was sie dürfen und was nicht, herrschen und teilen und alles von ihren Schäfchen abpressen, im Namen des Herren.
      Wenn das nicht mit Geld und Gier zu tun hat, und naja, die Macht nicht zu vergessen.
      Verfügbares Menschenmaterial. Und da sie diese Armen auch ungebildet halten, zumindest das Selbst-Denken nicht fördern, haben sie damit ein immens großes Druckmittel, das sie auch gerne und bei allen Gelegenheiten einsetzen.

      Man kann von den Armen nicht erwarten, dass ihnen die Folgen ihrer Vermehrung bewusst sind. Das macht´s dann im Endeffekt bloss auch nicht besser.

    • Danke schön
      Lieber Moritzburger,
      vielen herzlichen Dank für das schöne Kompliment.
      Ich würde mich gerne noch mehr einbringen, wenn denn da nicht die täglichen Verpflichtungen wären, denen man im Rahmen des Rechnungen-bezahlen-müssens einfach nicht auskommt.

    • Religion diszipliniert.
      Wer die ausufernde afrikanische Bevölkerungsvermehrung unmittelbar auf religiösen (gemeint ist wohl vor allem katholischen) Einfluß zurückführt, verkennt seinen gepflegten Vorurteilen zuliebe die Zusammenhänge. In ursprünglicheren Lebensgemeinschaften mit zudem hohem Krankheitsdruck hat es sich evolutionär bewährt, wenn der Mensch sein Vermehrungsverhalten stärker in Richtung r-Strategie verschiebt. Dieses Verhalten ist kulturell gefestigt (ein Mann, dessen Frau(en) nicht viele Kinder bekommt, gilt als kraftlos). Wenn nun durch externe Einwirkung die Mortalitätsrate in kurzen Zeiträumen immer weiter gesenkt wird (Ernährungshilfe, medizinische Hilfe, insb. Entseuchungsprogramme), ohne daß die Zeit ausreicht, eine angepaßte Vermehrungsstrategie (K-) über die Generationenfolge genetisch zu verankern, wächst die Bevölkerung uferlos. Kurzfristige Entlastung des Drucks der intraspezifischen Konkurrenz gibt es oft nur durch kriegerische Auseinandersetzungen und/oder Migration. Nachhaltig wäre, Denken und Bewußtsein der Menschen anpassend zu verändern. Das aber versucht Religion.

      Zwar steht im AT irgendwo (Gen) der vielzitierte Satz: „Seid fruchtbar und mehret euch.“ Aber dies jeweils vor dem Hintergrund wüster Leere und Ödnis. Und es heißt weiter: „Bevölkert die Erde.“ Jedoch nicht: „Überbevölkert sie.“ Der Auftrag, sich auszubreiten und fruchtbringend und segensreich zu wirken, gilt nicht für die Menschen an sich, sondern nur für jene, die im lebensbejahenden Bund mit ihrem Schöpfer und seiner Schöpfung verbunden sind, also Adam+Eva vor dem Sündenfall, oder Noah nach der Flut. Ebenso richtet sich im NT der Auftrag, reiche Frucht zu bringen, nur an die Jünger Jesu.

      Der christliche Glaube lehrt und bringt vor allem die Freiheit des Geistes. Die Entscheidung, umzukehren und dem Weg Jesu zu folgen, soll in vollkommener Freiheit getroffen werden. Alles, was den Menschen bindet und unfrei macht, seine körperlichen Triebe wie geistigen Hoffärtig- und Eitelkeiten, soll er ablegen und hinter sich lassen. Die Kirche rät keineswegs zu unverhütetem Ausleben des Sexualtriebs, sondern lehrt geistige Kontrolle, Selbstdisziplin und reflektiertes Tun mit dem Ziel, sich gerade von den triebhaften Neigungen, die den Willen beherrschen, freizumachen. Genau so versteht sich auch die Fastenzeit, in der es nicht etwa darum geht, irgendwelche mehr oder weniger willkürlichen Verzehrgebote einzuhalten. Sondern um Askese, um Entsagung gegenüber den nicht mehr reflektierten Automatismen und Selbstverständlichkeiten.

      Wer Afrika aus eigenem Erleben kennt, weiß, daß gerade die kirchlichen Entwicklungswerke am nachhaltigsten wirken. Hier werden, entgegen verbreiteten kulturellen Gewohnheiten, die Männer zur Arbeit auf den Feldern und Plantagen eingeladen, ermuntert und angehalten. „Ora et labora“ bewirkt, daß diese körperlich ausgelastet sind, wenn das Sonnenlicht ausgeht, und darum nicht aus Übermut und Langeweile und Trunkenheit um und durch die Hütten ziehen.

    • Religion diszipliniert?
      Werter JoVolkmar, Sie schreiben:
      „Der christliche Glaube lehrt und bringt vor allem die Freiheit des Geistes. Die Entscheidung, umzukehren und dem Weg Jesu zu folgen, soll in vollkommener Freiheit getroffen werden.“

      Ich will Ihnen ja gar nicht absprechen, dass es tatsächlich Vereinzelte gibt, die tatsächlich glauben, was Sie da schreiben.
      In „Freiheit“ sich einer, zumindest in der Vergangenheit äußerst blutigen Vereinigung zu beugen, die ansonsten Tod und Enteignung über einen bringt? Die Frauen zu Hexen macht und Freidenkende, Forschende und Andersdenkende als Häretiker verbrennt und hinrichtet? Die Wissenschaft zu Teufelswerk und Ablass zum Sündenfreikauf feilbietet?
      Die wegschaut wenn ihre Geistlichen ihre Macht an Kindern missbrauchen? Ernsthaft?

      Religionen dienen und dienten sicherlich in frühester Zeit auch dazu Ordnung und Disziplin in Gemeinschaften durchzusetzen, so wie es Staatsformen, Regierungen, Gesetzgebung auch tun.

      Im Idealfall gäbe es eine Gesellschaft, die ein verantwortungsvolles und ethisches Tun im Rahmen erforderlicher gemeinsamer Verwaltung des gemeinsamen Lebensraums zum möglichst großen Nutzen aller Lebewesen erreicht.
      Den Idealfall gibt es, zumindest über längere Zeiträume, leider nicht, der existiert wohl nur in der Theorie. Der Homo sapiens scheint dafür nicht wirklich angelegt zu sein.

      In Praxi führen Religionen, und ich meinte beileibe nicht nur die katholische Kirche, sondern alle „Weltreligionen“, ebenso wie hierarchische Strukturen innerhalb von Gemeinschaften wie Regierungen innerhalb gewisser Zeiträume nahezu immer zu einer Ansammlung von Menschen, die sich diese Strukturen zu ihrem Vorteil, mit nicht nur selbstloser Agenda, zu eigen machen, und sich als Führungsriege mit ebenso veranlagtem und gezogenen Nachwuchs, samt Erfüllungsgehilfen etablieren.

      Über einen gewissen Zeitraum hinaus mag das wohl funktionieren, aber wenn die Systeme degenerieren und selbst wenn sich die Herrschenden untereinander in ihren Interessen über einige Zeit hinweg abstimmen können, es ist immer wieder zu beobachten, dass der Bezug zur Realität und Verhältnismässigkeit innerhalb dieser Gruppe schon einmal sehr lax werden mit fortgesetztem Innehaben von Macht, Geld und Einfluß.

      Es gibt einen schönen, im großen wie im kleinen häufig zu beobachtenden Zustand: Der Fisch stinkt immer vom Kopf her.

      Wir sind in der privilegierten Lage beobachten zu können was über die letzten Jahrhunderte immer wieder geschehen ist: Macht wird, wenn sie nicht wiederum durch verschiedene Strukturen kontrolliert wird, mißbraucht. Dass zum Machterhalt einige Brosamen abfallen mögen, die anderen dienen oder auch nicht, sei dahin gestellt. Diese Brosamen hätten auch ohne Religionen erreicht werden können durch Gruppen wohlmeinender oder altruistischer Menschen, die sich zusammen tun.
      Bestes Beispiel: Menschen für Menschen, das leider auch zum Schluss entsprechend anfällig war für Missbrauch, da der gleiche Effekt auch hier griff.
      Macht kann korrumpieren. Die Todsünden tragen wir alle in uns und einige von uns leben sie auch zum Nachteil anderer an prominenten Stellen sehr ungeniert aus.
      Es ist offenbar ein dem Macht-Menschen innewohnendes Bedürfnis Strukturen, die er nicht einmal kennt oder kennen möchte, zu zerstören um überall seine eigenen Bedürfnisse durchsetzen zu können, seien es Bodenschätze oder andere Reichtümer oder seien es Menschen als Material, die dann für seine Zwecke Verwendung finden.

      Mit zunehmender Halbbildung von vielen wurden dann neben Gesetzen und Erlassen (wozu ich auch die Bibel und den Koran zähle), Mitteilungen, Lehren und Propaganda etabliert, die den Halbwissenden, zu denen auch ich mich zähle, flinke, nette, kleine Informationen zukommen lassen, mit dem Zweck die eigentlichen Bestrebungen, die vielleicht nicht so nett, altruistisch und menschenfreundlich sind, möglichst zu verschleiern oder zu modifizieren, und, durchaus auch, wenn nicht anders möglich, mit möglichst viel Verve dreist zu lügen, wenn es nicht anders geht.

      Je mehr Menschen direkt und indirekt an diesen Strukturen teilhaben, und sei es nur an deren Brosamen, und wenn ihnen dies genügt, was bei sehr vielen Menschen, zum Glück für die Machtmenschen, der Fall ist, dann werden diese lange und mit Inbrunst glauben, was man ihnen als Wahrheit erzählt, schon zum Schutz der eigenen Mischpoke, und das kann ich auch gut verstehen, und halte es, aus genau diesem Grund meist ebenso.

      Aber das auch noch als freien Willen deklarieren zu wollen, meine Herren, das ist mir dann doch ein bisschen zu viel verlangt.

  29. Kühe
    Da haben Sie Ihrem Spott aber mal wieder auf sehr unterhaltsame Weise freien Lauf gelassen, und ja, manchmal sind Sie wirklich sehr zynisch. Aber wie soll man auch sonst halbwegs zivilisiert seinem nur mühsam unterdrückten Ärger Luft verschaffen?

    Aber bringen Sie niemanden auf dumme Gedanken. Sie werden ja nicht nur die zugereisten Kinder auf den Schulen haben, die Eltern kommen ja mit. Und so Großstädter in der bayrischen Provinz (am besten Anwälte oder Lehrer-Ehepaare) möchten dann gerne den Einheimischen erklären, wie das so zu funktionieren hat, in ihrer neuen Heimat. Mit der Umwelt und den Tieren und so und überhaupt.

    https://www.welt.de/regionales/bayern/article169803992/Nachbar-will-Kuehe-von-der-Weide-klagen.html

    Nur so mal als Beispiel. Leider ist hier nicht ersichtlich, woher der Zugereiste kam. Alldieweil, 100 dB halte für ziemlich utopisch. das sind ja Rockkonzert-Werte.

    • WWer sich nicht integriert, bleibt hier nicht lange. Das ist nun mal so.

    • Miesnickel
      Also, wenn er sein Meßgerät in die Glocke hineingehalten hat, mag er schon auf 100 dB kommen – aber in zwei Dutzend Meter Abstand nie und nimmer.
      Die Sorte, die auf’s Land zieht, weil es so schön idyllisch ist und dann gegen alles klagt, was die Idylle ausmacht, ist aber auch besonders mies.
      Ein ähnlicher Fall sind Leute, die direkt neben einem Sportflugplatz bauen (den es in diesem Fall schon seit 1909 gibt) und dann behaupten, auch noch die Segelflugzeuge seien zu laut.

      Wär‘ aber mal interessant zu erfahren, ob er seine Milch beim Aldi kauft oder nur Freilandhaltung gelten läßt…

    • Sorry, Don, ich muss widersprechen.
      Im Frühsommer gab es ja einen ähnlichen Fall in Traunstein.
      Es ist ein großer Unterschied, ob ich an einer bimmelnen Kuhherde vorbeigehe, oder ob ich es 24/7 ertragen muss.Glocken haben ihre Berechtigung in unwegsamem Gelände, damit der Hirte sein Vieh finden kann.Da sind wir hier im OA schon weiter.

      Hinter meinem Haus grasen z.Zt. ca 30 Kühe und keine hat eine Glocke um.Hier gab es vor 25 Jahren schon ein Grundsatzurteil, das besagt, dass erst in 200m Entfernung des letzten Hauses die kleinen Glocken angelegt werden dürfen.Vor seinem Fenster muss das nachts schon mal keiner dulden.In einem Ort im Tal spann da auch jemand und die BLÖD heizte tüchtig ein von wegen Tradition usw.Allgemeiner Tenor hier:vor 100 Jahren hatte kein Bauer das Geld, sich 20 solche großen Schellen, wie der Bauer jetzt seinen Kühen angelegt hatte, zu kaufen.

      Als der Mann das Haus kaufte, war die Wiese ungenutzt, das zählt.
      Das Traunsteiner Urteil verstehe ich als politisch gewollt.Die CSU verrennt sich da.Hier leben viele Landwirte auch vom Urlaub auf dem Bauernhof und sind viel einsichtiger.

      Ich wünsche dem Zugereisten viel Erfolg und dem Richter Einsicht.

    • Wer sich nicht integriert, bleibt hier nicht lange. Das ist nun mal so.
      Sehr blauäugig…. Fragen Sie mal in DU-Marxloh oder anderen vergleichbaren Orten…. Da stellt sich plötzlich sehr schnell die Frage, wer sich nicht „integriert“…. neinnein… so funktioniert das nur im „Föliljetong“.. In der Wirklichkeit ist das leider viel bitterer. Und die eigentliche Frag lautet dann: „WER“ bleibt hier nicht mehr la(e)ng(er)….

    • die Preise sind bei uns prohibitiv, und die Sozialkontrolle ist rigide. Das muss man mögen.

    • Sozialkontrolle zur Integration
      Könnte es etwa sein, dass jemand das Haus des Zugereisten auch gern gehabt hätte und zu lange schlief? Ich mein ja nur… Kein Ding ist unmöglich.


    • Nachbar-will-Kuehe-von-der-Weide-klagen.html
      Ach, alles schon durch, in den 70ern und 80ern, als die Kuhkäffer sich in Lehrer- und Angestelltensiedlungen wandelten, im südlichen BaWü.

  30. Drill und Leistung
    Die ignoranten und zudem pädagogisch unbedarften dafür aber quälerisch begabten Lehrer durfte man auch in Hessen erleben. Einer (Lateinlehrer Blankenberg) hat sogar Karriere gemacht und hatte laut Internet ständig Lehrer und Eltern gegen sich. Aber auch die konnte man mit Leistung besiegen. Man hatte zwar schlechte Betragensnoten, aber machte sein Abitur. An der Uni trennte sich dann schnell die Spreu vom Weizen. Top Schüler der Quäler stürzten ins Mittelmaß und die begabten starteten durch. Quintessenz: auch eine Schule für das Leben. Da kann sich Leistung lohnen, während in Berlin Leistung eher hinderlich ist.

  31. Das gelobte Land Bayern
    Man mag Ihnen zugute halten, dass Sie keine Kinder und dadurch wohl tatsächlich wenig Einblick in den aktuellen Schulalltag in Bayern haben und in das, was die Kinder dort lernen.

    Nur, weil das Bundesland gut abgeschnitten hat, heißt das nicht, dass dort alles in Butter ist. Stichwort Deutsch. Auch hier schrieben die Kinder bis vor kurzem nach Gehör – dies sind übrigens Reformen, an denen nicht nur Berlin beteiligt ist. Die neue Schreibschrift z.B. ist größtenteils ein „Bayrisches Kindl“ – leseunfreundlich und schwer zu erlernen. Ich empfehle einen Orthographietest in bayrischen Gymnasien – Sie würden sich sicher wundern. Gerne lesen Sie sich auch die Aufsätzlein von Schülern und Schülerinnen der 8. oder 9. Klasse einfach mal durch.
    Kritisch zu hinterfragen sind natürlich auch Kompetenzorientierung und kommunikationsorientierter Unterricht – hier hat aber v.a. die pädagogische Forschung versagt, die schlicht das Kind mit dem Bade ausgekippt hat, weil man von starren pattern drill wegkommen wollte.

    Ich halte es insgesamt für wenig sinnführend und zweckdienlich eine undifferenzierte – und mit Verlaub – äußerst ideologische Abhandlung über unser Bildungssystem und seine wahrlich in reichem Maße vorhandenen Probleme zu verfassen, ohne eine tiefergehende Analyse vorzunehmen, wenigstens ein bisschen in ein paar Handbücher zur Geschichte der Schulformen und der Pädagogik zu blicken, sondern schlicht in das hier beliebte und beklatschte Rot-Grün Bashing zu verfallen. Das hilft nichts und niemandem. Anzugehen wären z.B. eine zu starke Fokussierung auf die MINT Fächer (das erklärt teilweise das miserable deutsch, wohlgemerkt, ohne die Bedeutung der MINT Fächer schmälern zu wollen – aber auch hier, nicht das Kind mit dem Bad ausschütten), damit zusammenhängend die Inhalte der Curricula, das Problem der Inklusion (in der Tat ist das schlecht gelöst, in meinen Augen auch nicht hilfreich), Integration der Kinder mit Migrationshintergrund (da braucht es getrennten Deutschunterricht, sonst wird das im Leben nichts) und vieles mehr.
    Weiterhin muss man sich auch fragen, weshalb die getestete Lesefähigkeit abnimmt.Hier ist einer veränderten „Lese“kultur Rechnung zu tragen – die Kinder konsumieren Sprache im Netz, auf dem Handy, größtenteils digital. Hier spielen z.B. Flüchtigkeit, genuin andere Konzeption und andere Faktoren einer neuen Medialität eine Rolle.
    Das ständige Gemecker und Zitieren eines längst verlorengegangenen bayrischen Bildungsmythos aber ist doch ein bisschen arg simpel, so auf Dauer.

    • Ich weiss, dass es auch heute Probleme gibt, aber ich erlebe hier nicht das Heulen und Zähneklappern woanders. Das G8 war ein schwerer Fehler, ganz klar. Aber relativ, wenn man Berliner aussichten hat, will ich schon mal fragen dürfen, ob es nicht etwas Besseres gäbe.

    • Der Feind des Schlechten ist der Bessere
      Lieber Herr Mager,
      das mag ja alles sein, in Bayern ist nicht alles gülden was glänzt und die „zu beschulenden“ Kinder (grässliche Formulierung) kann sich der (Frei-)Staat auch nicht aussuchen. Aber die Schulen funktionieren eben in Bayern in weiten Teilen dennoch besser als dort, wo man systematisch auf jede Leistungsanforderungen verzichtet und ständig Experimente durchführt. Das bestätigt einem die Lebenserfahrung und auch der eine oder andere Test, der vielleicht nur Erbsen zählt und nicht nach Ursachen forscht, aber doch die Wahrheit zu Tage fördert.
      Grüße,
      die verlorene Mitte (oder was sich dafür hält)

    • Sachsen und Thüringen widersprechen
      Die sächsischen Schüler liegen bei den MINT-Fächern vorn und haben trotzdem keinerlei Defizite beim Lesen/Schreiben. (Bitte keine blöden Witze.) Im Gegenteil, auch da liegen sie in der Spitzengruppe. In Thüringen sieht es ähnlich aus: MINT sehr gut, Deutsch okay. Ein Fokussierung auf MINT führt also nicht zu schlechteren Leistungen in Deutsch.

      Was veränderte Lesegewohnheiten angeht, so würde ich auch da eher widersprechen wollen. Die Entwicklung müsste dann in allen Bundesländer sichtbar werden. (Von anderen Staaten ganz zu schweigen. Denken wir nur an die Elektronik-verrückten Japaner.) Davon abgesehen sind Bildschirme, also TV und Computer, nichts Neues.

  32. Sie ham scho recht, aber zu was führt das?
    Dies führt zu beschleunigter Segregation innerhalb Deutschlands und damit zum Zerfall. Ein Deutschland mit kleinteiligen Zonen mit mehrheitlich MiHiGru und Zonen von Leuten wie Ihnen. Die Segregation ist ohnehin bereits voll im Gang, bereits vor Jahrzehnten war es etwa ohne Türkischkenntnisse nicht sinnvoll eine Arztpraxis in Offenbach zu eröffnen. Heute ist Offenbach praktisch nicht mehr Deutschland und es gibt es viele Offenbachs, Bremen, Duisburgs Neukölln und weiß der Kuckuck wo noch. Dorthin will kein deutscher Lehrer, Polizist, Richter und so bilden sich immer mehr Gettos. Dadurch werden die Gettos praktisch „unregierbar“ und es ist kein Problem für Massen von Illegalen dort unterzutauchen. Früher ist der Verbrecher nach Mexiko oder Urugay (Chile) geflüchtet, heute kommt er nach Deutschland bei freier Vollpension. Auch der große Anteil an vernünftigen Leuten mit MiHiGru gelingt häufig nicht der „Gettoaufstieg“, wie auch sozial unter die Räder gekommenen Biodeutschen.

    • Es führt vor allem zu einem Zerfall in den Städten, wo es dann gute und abgehängte Viertel gibt.

    • Die Migrationspolitik ist die Ursache dieser Segregation
      Wer hauptsächlich Menschen aus einer bildungsfernen Kultur ansiedelt, darf sich über den Zerfall der Gesellschaft nicht wundern. Das Beispiel Bildung zeigt ja sehr schön, daß verantwortungsvollen Eltern nur das Abwandern in Gebiete mit weniger oder qualitativ hochwertiger MiHiGru bleibt.

  33. Merci
    Ich lebe nun ja im Exil in der schönen Auvergne … „Das Tegernsee“ hat mich auch schon eine Weile nicht mehr gesehen … es ist wie immer sehr genussreich, Ihre Texte zu lesen.
    Hier in Frankreich geht man ja fälschlicherweise davon aus, dass en Allemagne alles besser ist et la Merkel schon alles richtet. Ich berichte im Kollegenkreis besser nicht von den Zuständen in unserem Reichshauptslum – gerade hinsichtlich der schulischen Ausbildung trennen da doch diverse Welten die französische Provinz vom Zentrum des Fortschritts und des Genderwahns. Aber petit à petit erreichen wir die Angleichung der Lebensverhältnisse in Europa: Es sieht in manchen Banlieues im Umfeld von Marseille und Paris nicht viel anders aus als in Berlin!

    • Deutschland ist föderal, und was in einem Land gut ist, kann in einem anderen miserabel sein. Das wollen viele im ausland nicht erkennen, schon gar nicht in zentralistischen Staaten.

    • ... die Franzosen, mit denen ich spreche ...
      … haben die seltsame Vorstellung und betonen dies immer wieder, dass es doch toll sei, von einer Frau regiert zu werden.

      Die haben keine Ahnung, was die Merkel alles an Unsäglichkeiten angerichtet hat und was ihre Schwestern von der Leyen, Schwesig, Özuguz oder was uns erst durch KGE & Consorten, Kahane, Schramm usw. droht.

      Was mir bei der Gelegenheit auffällt, ist dass die Talkshows zu 3/4 fest in weiblicher Hand sind (Plasberg ist da die Ausnahme), was sicher auch zu manchem beiträgt …

    • Verehrte Sirisee
      um die Talkshows zu vermeiden gibt es ein wirklich einfaches Wundermittel, sie einfach nicht mehr einschalten. Praktiziere ich seit einigen Wochen sehr erfolgreich und es tut dem Wohlfühlen gut und man vermisst so nach 4 bis 5 Tagen nix, ohne Entzugserscheinungen. Garntiert.

  34. Warum Berliner Schüler weniger lernen - eine Ursache, die gerne übersehen wird
    Eine meist übersehene Ursache für den schlechteren Schulerfolg von Berliner Schülern im Vergleich zu bayrischen Schülern (von Schülern aus Singapur ganz zu schweigen) ist die oft mangelhafte bis chaotische interne Organisation von Berliner Schulen, sowie der Unwille vieler Schulleitungen dem Ausfall von Unterricht, dem Schulschwänzen und den gravierenden Unterrichtsstörungen entschieden zu begegnen. Diese Faktoren aber haben einen oft hohen Verlust an Bildungszeit für die betroffenen Schüler zur Folge.

    An der sechs Jahre dauernden Berliner Grundschulen sollten laut Lehrplan jährlich 827 Unterrichtsstunden stattfinden.

    • An einer gut organisierten Berliner Grundschule findet Unterricht zu 92,4% statt, d. h. der Verlust an Bildungszeit hält sich mit 7,6% (62,8 Std.) in engen Grenzen.

    • An einer schlecht organisierten Grundschule, obwohl mit durchschnittlicher Zusammensetzung der Schülerschaft, verliert ein Grundschüler je Jahr von seinen 827 Brutto-Unterrichtsstunden fast ein Viertel oder 190,4 Unterrichtsstunden.
    Geht dieser Schüler auf die sechsjährige Grundschule (wie in Berlin), verliert er in seinen sechs Grundschuljahren etwas mehr als 1.143 Stunden an Bildungszeit. Mit anderen Worten: er verliert fast 1,3 Schuljahre.

    • Für 28% schlecht geführter Berliner Grundschulen mit hohem Migrantenanteil hat der Berliner Bildungssenator für das Jahr 2009 (seitdem nicht mehr veröffentlicht, sic!) einen Unterrichtsausfall von mehr als 355 Stunden, d. h. etwa 43% der vorgesehenen Unterrichtszeit festgestellt. Dies bedeutet, dass ein Schüler an einer solchen Schule in sechs Jahren Grundschulzeit fast 2,7 Schuljahre an Bildungszeit verliert.

    An der vier Jahre dauernden Sekundarstufe 1 sollten jährlich laut Lehrplan 1.240 Stunden Unterricht erteilt werden.

    • An einer gut organisierten Sekundarschule verlieren die Schüler je Jahr 83,2 Unterrichtsstunden.

    • An schlecht organisierten Schulen mit durchschittlicher Zusammensetzung der Schülerschaft verlieren sie Jahr für 263,5 Stunden an Bildungszeit.
    In den vier Jahren des Besuchs der Sekundarschule verliert ein Sekundarschüler an diesen Schulen 1.045 Stunden an Bildungszeit.

    • An jenen 8% schlecht geführten Berliner Sekundarschulen mit hohem Migrantenanteil, für die der Berliner Bildungssenator für 2009 einen starken Unterrichtsausfall festgestellt hat und an denen in vielen Fällen ein geordneter Unterricht nicht mehr stattfindet, geht fast die Hälfte des Unterrichts (48,9% oder 482,0 Stunden) für das Lernen verloren.
    Ein Schüler dieser Schulen verliert in vier Jahren der Sekundarschule rund 1,55 Jahre an Bildungszeit.

    Dass sich an dieser Situation wenig geändert hat, zeigt der jüngste Artikel zum Thema im `Tagesspiegel´ vom 19.10.2017: http://www.tagesspiegel.de/berlin/auswertung-berliner-schuldaten-nur-zur-haelfte-regulaerer-unterricht/20469450.html

    Wenn in einem solchen Restzeit-Unterricht noch die „flexible Schuleingangsphase“, das „Lesen nach Gehör“, die Aufbewahrung am Nachmittag im sogenannten Ganztag, sowie die „Inklusion“ dazukommen, braucht man sich über die Folgen nicht zu wundern.

    • Ach??

      „An einer gut organisierten Berliner Grundschule findet Unterricht zu 92,4% statt, d. h. der Verlust an Bildungszeit hält sich mit 7,6% (62,8 Std.) in engen Grenzen.“

      Bei uns wurde mit dem Lehrplan durch den Ersatzlehrer weiter gemacht…

    • @Joachim Brunold: Krankenstand
      „Unwille vieler Schulleitungen dem Ausfall von Unterricht… entschieden zu begegnen“ ist leicht dahergesagt.

      In auswegsloser Lage gab es in Stalingrad die Selbstverstümmelung als ‚Heimatschuss‘. Den verpasst Ihnen als beamteter Privatpatient der Hausarzt heute schmerzfrei. Der Rückzug in eine auskömmliche Frühpensionierung, der wenigstens Ihre Planstelle freigibt, wurde vor ca. zwanzig Jahren versperrt.

      Ich verstehe jeden Lehrer, der in einer ‚Brennpunktschule‘ im Krankenstand ist. Ein Unterrichtsauftrag in Berlin und anderswo ist vergleichbar mit dem Durchhaltebefehl des Führers im eingeschlossenen talingrad: Keinerlei Unterstützung, nur fromme Sprüche.

      Und kommen Sie mir bitte nicht mit ‚pädagogischem Ethos‘. Rette sich wer kann!

    • Ihr „Ach??“, werter Don, stößt mir bitter auf,
      denn mir scheint, dass sie vom Schulpraktischen, wie so viele Experten, die über Schule schreiben, keine Ahnung haben. Vielleicht können wir uns auf Folgendes einigen:

      1. Um Geographie und Mathematik u.a. lernen zu können, muss ein Schüler an seiner Schule anwesend sein. In Berlin aber zeigen die Statistiken der Senatsverwaltung für Bildung, dass 20 Prozent aller Berliner Schüler der Klassen 7 – 10 im Jahr 2015 bis zu zwei Wochen unentschuldigt gefehlt haben. 4,5 Prozent schwänzten über zwei Wochen, davon 2000 sogar über acht Wochen. (Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule-berliner-schueler-schwaenzen-exzessiv/19201590.html). Die Lage verbessert sich nicht, obwohl es neue Vorschriften des Bildungssenats gibt, die meisten Schulen jedoch das Zuspätkommen und Schwänzen nicht konsequent abstellen.

      2. Um Geographie und Mathematik u.a. lernen zu können, sollte Unterricht stattfinden. In einer fernen und märchenhaften Vergangenheit in Bayern oder Baden-Württemberg mag es einmal so gewesen sein, dass Ausfallstunden durch qualifizierte Lehrer des gleichen Faches vertreten wurden. In der Berliner Realität des Jahres 2010 jedoch sind viele Schulen nicht zu 100% mit Lehrern ausgestattet, haben insbesondere in den MINT-Fächern einen chronischen Mangel an Lehrern und haben, laut AOK, eine überdurchschnittliche Krankheitsquote von 12,7 Tagen je Lehrer je Jahr an Grund- und Sekundarschulen. Darüber hinaus meldete die Senatsverwaltung für das Jahr 2008 rund 1.350 Lehrer als langzeitkrank, welche durchschnittlich während 43 Wochen nicht unterrichtet haben und für die die betroffene Schule keinen Ersatz bekam.

      Die ganz praktische Aufgabe eines Schulleiters, lieber Don, diese Krankheitstage in ihrer Häufigkeit fachadäquat und in notwendiger Qualität vertreten zu lassen, ist nicht zu leisten. Denn wie soll das möglich sein, wenn von 26 Vollzeitlehrkräften einer integrierten Sekundarschule in Berlin zu jedem Zeitpunkt des Jahres etwa 1,3 Lehrkräfte krank sind und jede Woche deren 33,8 Unterrichtsstunden vertreten werden müssen. Die meisten davon fallen also aus, die wenigsten werden fachfremd vertreten oder von Sozialarbeitern `betreut´.

      Ihr „Ach“ in Bezug auf die 62,8 Stunden Unterrichtsausfall je Jahr in einer gut organisierten Grundschule Berlins ist nicht angebracht. Auch deshalb nicht, weil Sie, um nur ein Beispiel zu nehmen, nie vor der Aufgabe eines Berliner Schulleiters stehen werden, zu Beginn des Schuljahres noch zwei Lehrerstellen nicht besetzt zu haben, was bereits innerhalb der drei Wochen, in denen diese fehlen, dazu führen kann, dass jene 62,8 Stunden schon ausgefallen sind.

      3. Um Geographie und Mathematik u.a. lernen zu können, sollte ein Unterricht ohne größere Störungen möglich sein. Es mag 1970 in Bayern noch möglich gewesen sein, Unterricht ohne große Störungen abzuhalten. Im heutigen Berlin gibt es nicht wenige Brennpunktschulen, an denen zwar Unterricht stattfindet, jedoch nicht gelernt wird. Weil morgens eine Reihe von Schülern zu spät kommen und die erste halbe Stunde kein Unterricht möglich ist, weil notorische Störer den Unterricht `schmeißen´, weil es kein Konzept der Schule für Ruhestörer gibt, bis dahin, dass viele Schulen selbst kriminelle Taten nicht mehr anden oder zur Anzeige bringen. In gewisser Weise haben die Ruhestörer die Herrschaft über die Schule übernommen. Fakt ist, dass an diesen Schulen auch vom gehaltenen Unterricht bis zur Hälfte, mindestens jedoch 15% nicht zum Lernen beiträgt.

      Ergo, Schüler die nicht da sind, oder/und Schüler die da sind, aber die nicht unterrichtet werden oder/und Schüler die unterrichtet werden, aber durch Störungen nichts lernen, diese Faktoren – vor allen anderen – führen zu den allzu bekannten schlechten Lernergebnissen.

    • Tja. so sind hier nun mal die Regeln, jeder kann „ach“ sagen.

    • trotzdem ach...
      Sehr geehrter Hr. Brunold. Was sie beschreiben, sind strukturelle Probleme, deren Lösung die Aufgabe des Landes Berlin ist. Insofern bestätigen sie den Don zu 100%.
      Arm aber sexy ist halt keine nachhaltige Lebenseinstellung für eine Gesellschaft…
      Deshalb nochmals ein ach…

    • @Gast
      Nicht nur manche Schulen ähneln Stalingrader Verhältnissen.Der ganze Staatsdienst wird,durch den Irrsinn ulF und Mutti ,verheizt. Es kommt der totale Kontrollverlust. Ein Vorgeschmack war die Invasion 2015/16. Die Schulen sind da nur ein Puzzleteil, leider zum Leidwesen der Kinder und die können es nicht ändern. Bin auch betroffen, in der Schulsache.Jedoch kann man keinen Druck machen,da sonst die Kinder leiden müssen.

  35. Schule
    Ja hier ist schlägt die Realität für die Welcome-Träumer mitunter „brutal“ zu.
    An der Grundschule meiner Tochter ist gerade ein Goldstück eingeschult worden, das schon 3 Jahre hier lebt und über erhebliche Deutschkentnisse und eine gewisse sexuelle Aufklärung verfügt – quasi integriert. Trotzdem gibt es helle Aufregung, da die beheimateten Kinder von ihm mit „Fick deine Mutter“-Sprüchen aus der Reserve gelockt werden.
    Fazit der Schulleitung: viele Schüler der 1. Klasse haben auf einmal ein „Gewaltproblem“ (Tritte), da muss mal dran gearbeitet werden.

    Aber das Lachen bleibt mir halt im Halse stecken: ich muss meine Tochter halt noch ein paar Jahre durch das System schleusen.

    • Im Gymnasium wird es anders.

    • Gymnasium
      …endet denn eine Schulausbildung IMMER in einem Gymnasium ? Da hab ich wohl was falsch gemacht ;-)

    • Titel eingeben
      Das kann ich aus dem Münchner Südwesten bestätigen. Aber mich beruhigt und tröstet es ungemein, dass ohne das Engagement vieler Migrationseltern die Schule nicht halb so gut dastehen würde. Und einer der Gymnasialanwärter hat meiner Tochter wg ihrer Mathematikleistungen seinen Respekt bekundet. Nicht Rösbeggd, ey, sondern Respekt.

  36. Sehr richtig
    Vermutlich werden demnächst in grenznahen Gebieten zu BW viele „rübermachen“, denn die IQB- Studie belegt ja auch sehr gut, was fünf Jahre grün/rote Bildungspolitik dem einstmals mit an der Spitze liegenden Land angetan haben.
    Obwohl ich immer den Verdacht hatte, dass der Durchschnitt früher von ländlichen Gebieten angehoben worden sein musste. Mindestens die Hälfte der Mannheimer Grundschulen konnten ihrer Zusammensetzung wegen schon damals nichts zum guten Abschneiden des Bundesland beigetragen haben.

    • Ich meine mich an alte Berichte erinnern zu können, dass es das schon seit der rotgrünen schulreform öfters mal gegeben hat, wenn der Weg nach Bayern nicht weit war.

    • Ganz genau
      Ich wohne schon fast mein ganzes Leben 3 km von der Grenze zu Bayern in BW. .. kurz gesagt: Haus auf der anderen Seite der Grenze ist im Bau, nächstes Jahr wird umgezogen. Meine Frau ist sehr glücklich, dass unsere Kinder in Bayern zur Schule gehen werden.

    • Schultourismus
      Als R-P noch schwarz und Hessen noch rot war haben auch etliche Landespolitiker aus Wiesbaden ihre Kinder nach Mainz in die Schule geschickt…

      Offensichtlich waren sie dann doch nicht so sehr von den Segnungen der von ihnen selbst vertretenen Schulpolitik überzeugt.

    • Die Mannemer Brick
      ist keine Einbahnstraße.

  37. Berlin
    Danke für diesen treffenden Text, wie gerade auch in den Medien zu lesen, ist Berlin die einzige Europäische Hauptstadt, die das Bruttosozialprodukt des Landes nach unten zieht, auch eine Art vom Spitzenstellung. https://www.iwd.de/artikel/wohlstand-ohne-die-hauptstadt-meist-geringer-362413/

    • Es gibt kein Problem, dass man mit einem prosozialistischen Schutzwall nicht lösen könnte.

    • @Münchener
      Ja, Sie Blitzmerker. Und vielleicht haben Sie sich auch mal mit dem Staatsorganisationsrecht auseinandergesetzt, dass die Flächenländer systematisch gegenüber den Städten bevorzugt? Das hatte mal alles seinen Grund. Aber im übrigen kann man sich eben nur einen Hauptstadt leisten, wenn man sich auch eine Hauptstadt leisten will! Ich bin das provinzielle Genörgel und diese ganzen Schmarotzer hier so langsam leid. Der nächste Zugereiste kriegt auch mal stellvertretend und anlasslos eine Maulschelle; bei jedem läuft das Faß irgendwann über.

    • @unklar
      Da haben Sie aber mal wieder die berühmte Berliner Schnauze aufjerissen, wat?

      Berlin als ehemalige Residenzstadt der deutschen Kaiser war es schon immer gewohnt, dass es am Leben gehalten wurde, ebenso das Nachkriegsberlin. d.h. der Berliner geht selbstverständlich davon aus, dass der Rest der Republik diese Stadt subventioniert.

      Im übrigen, lieber unklar, gibt es hier in Deutschland eine Menge Großstädte, die es locker mit Berlin aufnehmen können. Und wer wird denn hier so rassistisch sein, Zugezogene mit einer Maulschelle zu beleidigen.
      Und noch was: Die hiesigen Nörgler sind keine Schmarotzer, sondern arbeiten, zahlen Steuern und damit den Länderfinanzausgleich, von dem unsere stolze Hartz IV Hauptstadt (die mit dem neuen Flughafen)alimentiert wird. Soweit zur Bevorzugung der Flächenländer.

      Grüße aus der hessischen Provinz, dem Geberland neben Bayern und Baden-Württemberg.

      http://www.hessenschau.de/politik/laenderfinanzausgleich-hessen-zahlt-noch-mehr-fuer-arme-bundeslaender,finanzausgleich-104.html

  38. Zur Abrundung...
    …noch ein Link auf einen netten Artikel, der die Probleme und Dilemmata der Berliner Multikulti-Tröten beschreibt:

    ht*tp://www.zitty.de/flucht-vor-multikulti/

    • Titel eingeben
      Danke für den Link; daraus kurz:
      „In Kreuzberg zum Beispiel gibt es 20 öffentliche Grundschulen, sechs davon haben einen NdH (Nichtdeutschen Herkunft-Anteil) von über 90 Prozent, nur noch vier Schulen liegen unter 40 Prozent – und die Plätze in deren Klassen sind so begehrt, dass Eltern dafür vor Gericht ziehen. Der Wunsch einer Multikulti-Schule scheint gescheitert. Monokultur verdrängt Integration. Viele Eltern sehen nur eine Lösung: die Flucht, zum Wohle ihrer Kinder.“
      .
      Was bin ich froh, dass mein Sohn schon seit zehn Jahren die (Berliner) Schule hinter sich hat.

  39. Berliner Misere
    eine wunderschöne Zusammenfassung der Misere, in der meine Frau und ich gerade stehen. Einen weiteren Punkt möchte ich als Bewohner des Prenzlauer Berges allerdings noch hinzufügen.
    Wenn man sich die Entwicklung in der Stadt, in meinem Kiez und sogar in unserem Haus ansieht, dann weiss ich, was unsere noch ungeborenen Kinder hier erwarten wird. Die politische Indoktrination macht ja leider nicht vor den Schulen halt. Als ausgebildeter Lehrer weiss ich, welche Mitmenschen ich zukünftig auf meine Kinder loslassen würde.

    Mittlerweile ist es leider genauso schlimm, wie der Autor des Blogs geschildert hat und ich es noch vor 10 Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Mein Frau ist Thailänderin und es war gerade für sie von vornherein klar, dass wir aufgrund des Bildungssystems unsere Kinder in Deutschland aufziehen werden. Langsam werden thailändische Privatschulen zu einer echten Alternative – allerdings sind die Kosten immens und die Xenophobie der Thais ist auch nur schwer zu ertragen.
    Natürlich wäre dann der Umzug z.B. an den Tegernsee eine Alternative, aber meine Frau und ich führen jeweils ein Unternehmen in Berlin, welche sich schwerlich transferieren lassen.

    Die Stadt ist von dem Standpunkt eines Pädagogen für mindestens 15-20 Jahre verloren. Eine heute initiierte Reformierung bei der Lehrerausbildung würde mindestens diese Zeit brauchen, bis es Auswirkungen an den Schulen zeigen würde. Doch nicht einmal darüber wird ernsthaft diskutiert und das ist nicht nur eine Berliner Misere…

    Besten Gruss

    • Unter R2G wird da eher gar nichts passieren, fürchte ich, zumal diese Koalition noch die Mehrheit hat.

    • Wenn Thai zu teuer ...
      … würde ich Singapur vorschlagen!

      Die neue Schweiz wird die alte möglicherweise abhängen…

  40. "Weil es ein anderes Land ist"
    … und ob und wie – und noch!

    Man hofft, dass das so bleibt, auch wenn bei der nächsten LT-Wahl noch mehr Zuwanderer aus dem Norden die Irrtümer ihrer politischen und kulturellen Sozialisation werden einbringen wollen. Die Vorstellung des zwar gemütlichen, aber etwas rückständigen Bayern hält sich in vielen Kreisen hartnäckig.

    Gut, dass Sie entgegen dem Urteil Ihrer Pauker nicht nur schreiben, sondern auch rechnen können. Bin mal gespannt auf das Echo.

  41. Heuchler & Pharisäer...
    Zu meiner Berliner Zeit in den 80er- und frühen 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war ich mit einem Elternpaar befreundet, welches – selbstverständlich links-alternativ mit allen Schikanen – in Kreuzberg wohnhaft war.
    Kaum war die süße kleine Tochter jedoch in dem Alter, in welchem der erstmalige Schulbesuch bevorstand, wurde ein Umzug in das zuvor als spießige „No-Go-Area“ betrachtete Tempelhof vollzogen.
    Schamhaft, im Flüsterton und hinter vorgehaltener Hand vorgetragene Begründung: „Wir wollen nicht, daß unsere Tochter mit so vielen Ausländern in eine Klasse gehen muß…“.
    Mehr muß man zu diesem Thema eigentlich nicht erfahren haben.

    • Aber aber, wer wird hier denn gleich ehrlich sein?

    • Pharisäer
      ….das ist ja an Falschheit kaum zu überbieten ? Unglaublich…..

    • links-alternativ mit allen Schikanen – in Kreuzberg
      Die Leute sind also gar nicht so dumm wie sie tun,
      dafür wesentlich böswilliger als man ihnen das sonst nachweisen könnte!

    • @Nurrealschule
      Mit Verlaub, geschätzte/r Mitforist/in, Sie scheinen dieses Milieu nicht aus eigener Anschauung kennengelernt zu haben. Was für Ihre Ohren unglaublich klingen mag, ist doch eher die Regel denn die Ausnahme – hier nur symptomatisch und exemplarisch als Anekdote angeführt.

      Zwar ist diese kleine Miniatur bereits seit einem Vierteljahrhundert Vergangenheit, kennzeichnet aber das aktuelle links-alternative Spießbürgertum nachwievor in treffender Weise.

      Beispiel: „Manuela Schwesig liegt also voll im Trend“, wie das „Mutterschiff“ weiß (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/privatschulen-sorgen-fuer-positiven-wettbewerb-15191006.html).

    • @Don Alphonso
      Sie haben recht: Bei anderen ist es natürlich der um zehn Minuten kürzere Schulweg, der an die Privatschule führt.
      Der verantwortliche Redakteur für Wirtschaft und Geld&Mehr Ihres Geisterschiffes bringt auch dafür ausreichendes Verständnis auf: Zweimal zehn Minuten pro Tag mal 180 Schultage pro Jahr! Sechzig Stunden pro Jahr wären auf dem Schulweg verschwendet! Was der zehnjährige Julian in dieser Zeit nicht alles an Einkommen generieren könnte! „Total divers“ (https://wzb.eu/de/personen/rita-nikolai)!

  42. Erschütternd ...
    … miterleben zu müssen, wie dieses Land bewusst und vorsätzlich ruiniert wird.

    Bayern wird nicht lange unbeeinträchtigt bleiben, die Entwicklung in den Grundschulen ist doch absehbar. Wenn mehr als 50 Prozent ohne Deutschkenntnisse in den Klassen sitzen, ist auch das bayerische System am Ende.

    Die große Abrechnung hier erfolgt bei der Landtagswahl. Dann kriegt die CSU die endgültige Quittung dafür, dass sie jetzt schon wieder einmal umfällt. Das gerade stattfindende Spielchen in Berlin ist der absolute Tiefpunkt von Macht- und Postengeilheit. Aber Würde ist in der deutschen Politik ja ein völlig unbekannter Begriff.

    • Sagen wir mal so: Es vergrössert den CSU-Wählerstamm nicht.

    • Das ist wohl eher zeifelhaft ..
      „der absolute Tiefpunkt“ wird das sicher nicht sein,
      sondern nur „der derzeitige Tiefpunkt“.

      „der absolute Tiefpunkt“ liegt wohl in der Zukunft.

  43. Die Lösung für die Berliner
    haben Sie ja schon in diesem schönen Satz erkannt:
    “ Und dann gibt es dort noch all die Privatschulen, die es erlauben, später unbeschwert von persönlicher Erfahrung und verprügelten Kindern darüber zu urteilen, welche Beurteilung von Migration und globaler Fairness jene ist, die man zu vertreten hat, um so im einzig wahren Konsens zu sein.“
    Über das Schulniveau in Brandenburg kann ich mangels eigener Kinder nur eingeschränkt urteilen.Was auffällt.In Gruppen von Kindergarten-oder Grundschulkindern sehe ich fast nie Migrationshintergrund.Es gibt also noch hinreichend kulturnahe Pflegekräfte für mich in 20 Jahren.

  44. Laut Lottmann
    sind große Mengen von West-Hipstern in die Berliner Eigentumswohnungen ihrer Eltern eingewandert.

    Wenn die dort bleiben, könnten sie ja später Aufgaben übernehmen, die eine gewisse Lese-, Schreib- und Rechenfertigkeit verlangen.

    Die durch das Berliner Bildungssystem Gegangenen könnten ja eventuell „Irgendwas mit Geflüchteten“ machen?

  45. So einfach ist das nicht!
    Eine Bekannte erzählte noch 2006, ihr Sohn habe in der Grundschule „in der Ecke“ stehen müssen. Ob die Methoden des „Strauss’schen Schulsystems“ heute noch gepflegt werden, müsste man untersuchen. Okay, der Vater war Soziologie-Prof. für Transsexualität (getarnt als Medizin-Soziologie), sie war aus der Berliner Hausbesetzer-Szene in ein Soziologie-Diplom über „Frauenforschung“ gerutscht. Was ich sagen will: Die Erfolge des Schulsystems haben nichts mt dem „System“ zu tun, sondern mit den Menschen. Wenn die Berliner, Bremer und NRWler ihr Geld in die Hand nähmen und nach Bayern migrierten, sähe es auch dort sehr bald sehr anders aus. Ihr da unternimm Süden solltet es vielleicht besser so machen wie die Katalanen. Auf eine „biologische Lösung“ zu warten ist sinnlos, hier im Norden ist die Chose schon aus demographischen Gründen definitiv „gelaufen“.

  46. Wo kam denn die überwiegende Mehrheit der....
    … wir machen die Welt besser… ursprünglichen GrünMarxistenMaoisten her…
    .. aus dem süddeutschen Raum… gell, ebenso der Kunstmaler aus Ö.
    Schreiben sie mal ein Thema, wie die NZZ darüber:
    https://www.nzz.ch/international/die-kanzlermacher-und-der-rechte-rand-ld.1323018
    …. aber da hüpfen Ihnen 120% der Kommentatoren vom Blog, hihi.,,, bin wieder weg ;)

    • Herr Don Alphonso... noch was...
      … mehr als Sterncher zwische die Buchstawe klebe, muss mer net kenne,
      sacht ach die Böll Schtiftung…. schreibe , reschne.. alles Quatsch.
      Such jetzt noch schnell mei Schobbedeggelsche un ab gehts in die Gaddewertschaft, so en Herbstach muss mer noch genieße, gell.
      http://www.faz.net/aktuell/reise/ebbelwoi-in-frankfurt-gibt-es-ein-schoeneres-wort-als-schobbedeggelsche-13734723.html

    • Die NZZ ist auch schon weitgehend im Mainstream angekommen
      Als die NZZ die Kommentarfunktion, die meines Erachtens sehr gut funktioniert hatte, durch eine Feedback Funktion ersetzte konnte man es ahnen. Wenn man den Artikel von Meret Baumann liest kann man es wissen: „Die NZZ ist zu guten Teilen im Mainstream angekommen“. Schade. Ich schätze die freie Meinung beim Don.

  47. Das war jetzt aber richtig böse
    … und gut.
    Apropos Mihigru: Mittlerweile warte ich auf den Vorschlag aus der Politik, Schulen und Universitäten in Deutschland zu gründen, in denen Türkisch oder Arabisch die primäre Sprache ist. Schließlich ist einer der Gründe für das schlechte Abschneiden in der IQB-Studie mangelhafte Kenntnisse des Deutschen.

    • Wenn der Preis ohne Wert ist,Thesen ohne Antithesen
      Die Demokratie-Werkstatt hat sich für Sxxxxxxg viel vorgenommen.
      Das Projekt wird bis 2018 gefördert.
      Wir müssen Brücken bauen,damit Einheimische keine Angst vor fremden Kulturen haben.
      Photo untertitelt: Die Mitglieder der Demokratie-Werkstatt trafen sich jetzt mit dem Beigeordneten Rxxxxxt Vxxxxxxxxxxr.
      Die nachfolgenden Zeilen wird die Lokalzeitung in den nächsten Tagen als Leserbrief veröffentlichen:
      Zitat:“Axxxt Exxn“Ich bin dafür,dass jemanden,der eine gewisse Zeit in Deutschland lebt,zumindestens ein Kommunalwahlrecht zugesprochen wird.“sagt er.Das ist auch Sxxxa Hxxxxxxxe wichtig.Die studierte Informatikerin kam in den Achtzigern aus Algerien nach Deutschland und hat ihren weiteren Bildungsweg aufgegeben,um ihre Töchter großzuziehen.Das ihre Kinder jetzt selbst studieren,mache sie stolz.“Wir sind auch ein Teil der Gesellschaft und können uns integrieren.““
      Selbst der Herr Beigeordnete wird die von verblödeten deutschen Angsthasen ermöglichten Schulen und Universitäten gebührenfrei genutzt haben.Man lernt dort wohl nicht mehr,den Mund aufzumachen?Wo ist das Vermögen dieser Werkstatt?

  48. Gute alte Zeit ...
    Als Exil-Berliner im ländlichen Oberbayern mit drei schulpflichtigen Kindern muss ich ein bisschen Wasser in den Wein kippen:

    Auch an den Schulen meiner Kinder fallen immer häufiger Stunden aus und die „Genderwissenschaft“ hat seit letztem Jahr auch Eingang in den bayerischen Lehrplan gefunden (wenn auch die Lehrer das Thema offenbar absichtlich am Schuljahrsende behandeln – man kann ja nicht immer alles schaffen).

    Im Vergleich zu Berlin ist es aber immer noch Gold, und die Staatsregierung wird sich mit Sicherheit verstärkt Mühe geben, denn in der letzten Umfrage liegt die CSU in Bayern bei nur noch 41% und die AfD schickt sich an, die SPD zu überholen ….

  49. Wir haben fast nur noch Lehrerinnen,
    da ist das mit dem ins Bett gehen schon recht anstrengend…
    Die Behandlung der Menschen führt dazu, dass Unterrichtsausfall herrscht, weil wer will sich das antun.
    Deshalb können die Schulen meinetwegen verwahrlosen, die Kinder machen schon was aus ihrem Leben. Die haben doch so schlaue Eltern.
    „Less Cities more moving People“

  50. CO2
    Zitat:
    Natürlich sind Kinder erheblich gesünder, wenn weniger CO2 und Feinstaub in der Luft ist,….

    Kommentar:
    In Bayern (vermutlich) ist also weniger CO2 in der Luft?
    Verglichen mit welcher Gegend? (fehlt beim Komperativ)
    Kinder sind u. a. dadurch gesünder?
    Ist da vielleicht z. B. etwas mit dem bayrischen Chemie-Unterricht schief gelaufen?

  51. Verdummung durch Bürokratie
    Der Titel ist ja irre. Sollte eher heißen: Dritte Welt als Ursache Berliner Schulleistungen.

    Jahrelang wurde an diesen Problemen nur so herumgedoktert, dass neue Lehrpläne aufgelegt wurden. Das Grundproblem, dass man genügend Lehrer braucht, wurde nie behandelt. Jetzt heißt es Digitalisierung aller Orten. Dass das auch nicht die Lösung ist, weiß jeder, der erwachsene Kinder hat, die in das Computerwesen automatisch in ihrer Freizeit hineingewachsen sind.

    Nie wurde Geld ausgegeben für eine ausreichende Anzahl an Lehrern. Wenn, wurde das Geld in Gebäude oder Bürokratie gesteckt. Lernmaterial umsonst ist auch nicht des Rätsels Lösung. Eine kleine Gebühr für Schulen und Bücher würde nicht schaden, da der Mensch mehr achtet, was er kaufen muss. Als die ersten PISA-Studien herauskamen, hieß es immer „Ah, die Finnen, die haben ja Ganztagesschule.“ Was in Finnland wirklich anders war, wurde geflissentlich ignoriert: Genügend Lehrer, teilweise zwei Lehrer in den Klassen, einen für die Schwachen.

    Zudem kann man sehen, wie das Bildungsniveau in beispielsweise dem Rifh, Anatolien oder dem Hinterland von Damaskus ist. Im Zentrum von Afrika, wo jahrzehntelang Geld hineingesteckt wurde, sieht es auch nicht besser aus. Das Geld ist offenbar einfach versickert, westliches Steuergeld.

    Daher sollte man dort investieren, mit Kontrollen. Und falls man hier auch investiert, sollte man alle Lehrpläne ungeändert zwei Jahrzehnte beibehalten und das Geld für Lehrer ausgeben, digitalisiert oder nicht. Ich bin undigitalisiert aufgewachsen und weiß mehr als die meisten Jugendlichen. Die können nicht mal mehr eine Landkarte richtig lesen oder Maßstäbe ausrechnen. Arme neue Welt.

    Kürzlich einen Test in der „Welt“ für vierte Klassen gelesen. In Asien können die das im Kindergarten.


    • Es gibt keine schwachen Schüler. Es heißt „SchülerIn mit langanhaltender und erheblicher Beeinträchtigung des Lern- und Leistungsverhaltens“. Tststs.

    • Bei uns
      klagen Eltern ihren von Dyslexie und Dyskalkulie befallenen Nachwuchs zum Abi.

    • Digitalisierung
      < Jetzt heißt es Digitalisierung aller Orten. Dass das
      < auch nicht die Lösung ist, weiß jeder, der erwachsene
      < Kinder hat, die in das Computerwesen automatisch in
      < ihrer Freizeit hineingewachsen sind.

      Man muß sich darüber klar sein, daß es unmöglich ist, soziale
      Probleme technisch zu erschlagen, egal wieviel Geld man auf
      das Problem wirft. — Lutz Donnerhacke, 2008

    • Afrika
      Ich muss hier wieder einmal zu seiner (teilweisen) Verteidigung ausrücken.

      In Sachen Volksschule steht man da in weiten Teilen in etwa dort wo Europa so um 1800 war: Schulpflicht wurde vor kurzem eingeführt, Großteils auch umgesetzt. Es wurden also Klassen gebaut und Lehrer eingestellt. Bei beiden Bildungszutaten mehr Augenmerk auf Quantität. Viele Lehrer sind unterqualifiziert, -motiviert und -bezahlt.

      Das Bayern-Berlin-Bild gibt es z.B. in wesentlich verschärfter Form in Südafrika: zwischen einer Schule im Weinbaugebiet von Westkap und den ländlichen Schulen im Ostkap, die ich besucht habe liegen da mehr als man in 10 Jahren schaffen könnte.

      Daher wandern auch die besser Qualifizierten oft aus, die Unbrauchbaren machen Lärm und Karriere mit Hilfe des organiserten Verbrechens (d.h. Regierungspartei).

      Bei weiterer negativer Selektion der Zuwanderer (im hypertrophen Sozialstaat quasi ein Naturgesetz) kann man da schöne Prognosen für Schland ableiten…

    • Finnland
      Sie haben noch ein kleines Detail vergessen: viel weniger Kinder mit MiHiGru.

  52. Nö, keine Berliner, jedoch die im Golf von Neapel. Im Golf? Jau, im Golf, davon träum ich derzeit:
    Finnwalschulen (Balenottera comune) dort, hach, einfach entspannendberuhigendschön, vielleicht komm ich doch nochmal dahin…

    http://4.bp.blogspot.com/-qsRURgd7dpQ/VO8HrQn5B5I/AAAAAAAABPY/JmuvGY3zDYs/s1600/balenottera.jpg

    ( v.gd/bsfpo6 )

    • OT
      Frauke, schön!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      Vielleicht auch mit einem Blauwal, anders wird es bald nicht zu ertragen sein.

      Im Golf? Oder im Busen, auch wenn die neue Bedeutung konvex und konkav vertauscht.

      denken Sie dran, Frauke: Mer muss och jünne künne

      Vor allem sich selbst. -> ab zu der Walschule, wenn sich irgendwo ein „dorf“ reingemogelt hat, meiden!

    • Tja, lieber Nahuatl, da haben Sie mir ja interessante Vorschläge unterbreitet, finsterschmunzel
      Reisefähig – wenn der Ausflug denn mit einer Wiederkehr verbunden sein soll – bin ich noch lange nicht: Weder Flugzeug noch Bahn (ach, was hab ich die Nachtexpressfahrten München – Napoli Centrale besonders im Streckenabschnitt durch die Dolomiten(die sind ja nicht übermäßig hoch, schirmen jedoch die Großstädtelichtdome gut ab – welch prachtvoller Milchstraßenanblick!)täler geliebt…) sind momentan und in naher Zukunft zulässig.

      Derzeit käme allenfalls sowas in Betracht: https://bilder.buecher.de/produkte/47/47499/47499832z.jpg ( v.gd/urZZ5d )

      Da schwämme dann obendrein der Blauwal hilfreich ins Endspiel: http://napoli.repubblica.it/cronaca/2017/08/13/news/blue_whale_salerno-172956289/ ( v.gd/c8Umxc ) – das wäre mir dann aber doch zu umständlichanstrengend. Hab natürlich schon vor sechs Jahren auch Renatesimonähnlichepläne geschmiedet, bloß viel weniger aufwändig und ohne die von ihr hier publizierten Ingredienzen ihres Abschiedscocktails…

    • Gute Erholung, Frauke
      Der Nachtzug von München nach Italien wurde schon lange eingestellt, schade.
      Man konnte früher einen Schlummertrunk nehmen, gab seinen Pass ab und wurde um halb sieben vom Schaffner kurz vor Florenz geweckt.

      Den Zeiten, in denen es Grenzkontrollen, Mark, Schilling und Lira gab, trauere ich wirklich nach.

      Bei Walbeobachtungen im Kajak aufpassen!
      Nicht jeder mag es, wenn Eindringlinge sich breit machen.

      https://youtu.be/il7VSicTHcQ

    • Es ist nicht ratsam, auf der Brennerroute im Zug einzuschlafen, um es höflich zu sagen. Runter sollen aber die Flixbusse etc recht leer sein. Ich habe gute Erfahrungen mit einem Südtiroler Busunternehmen gemacht.

    • Uff, Entwarnung, Nachtzugverbindung gibt's noch, zwar direkt bloß bis Roma Termini, aber immerhin.
      …auch nicht mehr täglich (Winterfahrplan?). Die gemütlichste Verbindung dort hinunter begann übrigens in manchen Jahren in Köln-Deutz.

      Hä, Köln-Deutz?

      Köln-Deutz, jawoll, mit dem Autozug nach Neapel. Ich habe nie eine Fahrschule von innen gesehen, obwohl mir meine Eltern nach bestandener Hochschulreifeprüfung den Lappen bezahlen wollten – ich wollte einfach keine Versuchung zur Anschaffung eines Dreiundzwanzigstundenprotagnutzlosherumstehendenrosters in meinem Besitz haben – das war im Ort bekannt und die Reisebürotante zweifelte (wie auch der Schaffner (laut DB-Seiteneintrag zur heutigen Verbindung ist der ein Betreuer – kein Wunder, dass die Gerichte überlastet sind, pruuust) im Zug) wohl kurz nicht nur an meinem Verstand: Autozug buchen ohne Auto? Nö, warf ich ein Wiking-Modell https://www.wiking.de/uploads/images/product/selection_detail_657.1.jpg ( v.gd/1sPOLI ) aus meinem Handtäschchen auf den Tisch: „Beim letzten Waschstraßenbesuch war offenbar das Wasser zu heiß und da isses eben eingelaufen.“ Mein Ansinnen bekam nach kurzem Nachdenken einigen Charme, Buchung klappte und die Reise mit einer quasi geschlossenen Gesellschaft war angenehm, vor allem waren die ollen Waggons innen drin so was von richtig heimelig, hach schmacht!

      Mal sehen, vielleicht gibt’s das wieder, wenn ich’s doch nochmal gebrauchen kann…

      Ansonsten herzlichen Dank für den Busverkehrshinweis – derzeit wegen der dünnen Passhöhenluft nicht akut. Wenn’s später jedoch gar nicht anders geht, werd‘ ich halt meine Sechzigerjahreeuropabuserfahrungen (schröcklich, schröcklich!) kurzerhand schlicht als Vorurteile betrachten…

      (Geschlafen hab‘ ich immer nachmittags im Zug nach München – in der folgenden Nacht war ich darob durchweg hellwach)

      (Nö, nicht Kajak – stabileres Gerät (Katamaran et al.) ist angesagt – dort sind Profis zuwege: S. 55 oben links http://uk.whales.org/sites/default/files/whale-watching-in-europe.pdf ( v.gd/Zt7QaD ) )

    • Das Bild mit Neapel
      streiche ich jetzt mal.

      Sind Sie mal in Neapel U-Bahn gefahren?

      Da fährt man ein wie in ein Bergwerk.

      Besonders lustig ist es, wenn man mit Nachwuchs und Angetrauter ganz unten steht, beladen mit allerlei Unsinnigem, was man nie braucht, und dann drückt ein jugendlicher Witzbold den Nothalt-Knopf.

      Das erste mal, dass ich eine kleine Auseinandersetzung mit Einheimischen hatte. Meine Frau meinte, dumme Unbeherrschtheit sondershausen.

      Auf das Gebenze meiner Frau hin, die eine blühende Phantasie hat, haben wir dann doch ein früheres Schiff genommen, allerdings an den falschen Ort, was uns erst 1 Std nach der Abfahrt auffiel, als wir den Durchsagen zuhörten.

  53. Das hier ist immer noch ein Land. Und Berlin ist die Hauptstadt auch von Bayern. Manchen gefällt da
    nicht. Gut. Ist aber so, hat Gründe und bleibt auf längere Zeit auch so.

    Es soll Berliner und auch Bewohner anderer deutschen Gegenden geben, die mit Bayern wenig anfangen können. Auch gut. Das ewige sich selbst feiern z.B. ist schon einigermaßen unsympathisch. Die Mieten in Berlin werden übrigens u.a. von schwäbischen und bayerischen Hausbesitzern hochgetrieben. Im aktuellen Fall von Zalando. Das hat dann eben auch soziale Folgen.

    Wir sollten endlich mal begreifen, dass wir EIN(!) Land sind. Dieses ewige Bashing von wem und was auch immer mit dem uralten Hinweis, dass es bei einem selbst ja alles so viel besser sei, hilft letzten Endes genau den „zerstörerischen“ Kräften. Keinesfalls denen, die versuchen, den Laden zusammenzuhalten und eventuell sogar was aufzubauen.

    Übrigens:Union um die 9% Verluste bei der BT-Wahl. Warum eigentlich, wenn doch alles so wunderbar war?

    Soll aber gar nichts dazugelernt werden, dann hätten Orban und andere sicher noch ein paar Meter Zaun gegen in Bayern einwandernde Berliner oder andere Flüchtlinge übrig. Wer Einmauern für eine Lösung hält, der hat noch einige Erkenntnisse vor sich.

    • Masseln
      Werter Grigorij,

      ist doch gut und richtig, dass jeder versucht da zu bleiben oder dorthin zu gehen wo es ihm am besten gefällt. Im Übrigen sind Bayern Massler, das ist eine nicht zu ändernde Eigenart.
      Wir masseln auch deshalb so nachhaltig, weil wir ein Land sind. Weil wir auch durchaus unseren Teil dazu beitragen, zumindest der mittlere Teil der Gesellschaft, der so vieles finanziert, dass es ein Land bleibt, in dem man sein Leben möglichst ohne Behinderungen, Gefahren und miteinander leben kann.
      Das geht jedoch nur, wenn sich die Allermeisten an die Regeln halten und wenn das Land nicht überfrachtet wird mit Menschen, die völlig andere Vorstellungen, Einstellungen und Ansprüche mitbringen und sich eben nicht an die Regeln halten wollen. Klingt vielleicht nicht „cool“ oder „knorke“, ist aber sch..egal, ist nämlich Tatsache.
      Was der grantelnde Bayer immer häufiger beobachtet ist, dass dieses Land auf Grund verfehlter Entscheidungen einer kleinen Clique dabei ist eben das nicht mehr zu sein, und das honorierte man entsprechend bei den Wahlen, völlig zu Recht, denke ich.

      Hausbesitzer sind Hausbesitzer, egal woher sie kommen. Dass die, wie alle Habende, ihren Gewinn, ihr Geschäft, ihren Reibach machen, die Berliner wie die BWler oder Bayern, von den Anlegern in entsprechende Fonds noch nicht mal zu reden, steht auf einem anderen Blatt.
      Geiz, Neid, Gier sind klassen-, schranken- und herkunftslos. Sie sind, mehr oder weniger, Kernelemente des Homo sapiens.

    • EIN Land, niemals, und auch der Balina ist stolz
      Nein, EIN Land sind wir nie gewesen, spät zusammengewachsen aus Königreichen, Herzog- und Fürstentümern. Gut, es nervt Sie, wenn der Don, selbst kein Einheimischer, sondern ein Ingolstädter, mit dem See rumwedelt und das noch ohne Kinder beim Thema Schule. Mir geht das auch etwas gegen den Strich.

      Wir sind hier letztlich Bauern- und Urlaubsgebiet, das kann man nicht vergleichen. Es gibt hier auch Kinder, die das Gymnasium nicht schaffen und Leute, die woanders hinziehen, damit die Kinder es etwas leichter in der Schule haben.

      Aber eins ist sicher: BaWü hat unter einer grün geführten Regierung viel Wert auf Sexualerziehung gelegt zuungunsten von Mathe.
      Unsere Dialekte, Essen, Mentalitäten sind länderspezifisch, wie die Schulen geführt werden, hängt sehr von der Politik ab. Und Rot oder Grün vernichten Bildung. In NRW ist das seit ca, fünf Dekaden sichtbar. Anfang der Siebziger bekamen die Schüler dort noch einen Bonus wegen zu schweren Abiturs. Unvorstellbar heute. Rot und Grün vernichten Geld und Bildung. Letzten Endes killt ihre Ideologie jede Vernunft.

      Vielleicht sind sie ja einfach zu blöd. Abgeschlossene Studiengänge sind bei ihnen letztlich seltener anzutreffen als bei CDU/CSU.

    • Titel eingeben
      Werter Grigorij,

      es gibt in der Bundesrepublik aus historischen Gründen Bereiche, in denen „Berlin“ trotz „Bundeshauptstadt“ per Grundgesetz etc pp nichts zu sagen hat.
      Dazu gehört nun mal die Schul- und Hochschulpolitik (was wiederum ein Grund dafür ist, daß manche Bundesbildungsministerinnen so seltsam herumstrampeln – weil sie nämlich keine Weisungsbefugnis auf Länderebene haben). Und so gibt es tatsächlich wesentliche Unterschiede zwischen den Schulsystemen und ihrer Ausgestaltung.
      Das geht so weit, daß eine fertig studierte Lehrerin, also mit 1. und 2. Staatsexamen, aus dem Bundesland A nur unter erheblichen Schwierigkeiten und Behördenaufwand in Bundesland B eingestellt werden kann. Bei extremem Lehrermangel (und entsprechender Einsicht im Ministerium) wird das schon mal erleichtert, aber prinzipiell ist das nicht vorgesehen.
      Wenn das nun ein Wettbewerb um die beste Schulvariante wäre und man bereit wäre, voneinander zu lernen, dann wäre das ja sogar nützlich. De facto toben sich da aber meist die jeweils landeseigenen Ideologen aus, die für die Durchsetzung ihrer Ideen großzügig Experimente mit anderer Leute Kinder machen…

    • @Bayern, die Nächtliche
      Wenn denn alles so wunderbar läuft, wozu denn dann diese hier so zäh andauernde Aufregung?

      Und wenn die Habenden es auch mit der zweiten Millionen immer noch für nötig oder auch geboten halten, den Nichthaben noch mehr aus den schmalen Taschen zu ziehen, dann werden die Nichthabenden irgendwann und unvermeidlich reagieren. Das Eine zieht das Andere zwangsläufig nach sich.
      Im Berliner Prenzlauer Berg werden übrigens mittlerweile schon die MITTLEREN Einkommen vertrieben. Hat auch Folgen!

      Es dürfte ein sehr interessanter Prozess werden, wenn Bayern sich separieren wollte. Und auch Bayern dürfte dabei noch so einiges dazulernen.

      Aber vielleicht brauchen wir ja mal wieder einen hiesigen Krieg. Den Eindrück könnte man mittlerweile schon manchmal haben.

      Im Übrigen halte ich es gelegentlich mit Kästner:

      „Was immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.“

      Aber der deutsche Durst ist eben doch gewaltig. Uns wird das lustige Kommentieren schon noch vergehen.

    • Wer Einmauern für eine Lösung hält, der hat noch einige Erkenntnisse vor sich.
      Finde ich auch.
      Ich z.B. bin für Ausmauern.
      D.h. auch ein Korridor nach Ex-Königsberg bleibt frei.
      Von dort weiter nach West- und Ostsibirien mit Inlandsverkehr…

    • wozu denn dann diese hier so zäh andauernde Aufregung?
      Man weis das es auch anders geht.

      Alles wäre ggf einfacher wenn zB
      die Bayern Berlin nicht mit finanzieren müssten.

      Die CSU sollte wenigstens die
      Abschaffung des Länderfinanzausgleichs
      fordern. Berlin kann meinetwegen in
      Brüssel Zuwendungen beantragen.

      Darüber Hinaus kann man Don hier
      schon kritisieren. Wenn man Berliner
      oder Leute aus Kalkutta nach Bayern verbringt
      hilft man nicht Berlin oder Kalkutta
      sondern schadet Bayern.

      Wenn sie das für das für Egoismus halten haben sie
      mich richtig verstanden.

      Ein Problem das uns droht ist der mögliche
      Kampfstreik aller Gutwilligen die sich in die
      Eigensicherung retten.

      Was ich aus Berlin am wenigsten hören
      will sind aussagen darüber wie ich leben soll.

      PS Das Wahlkampfmotto der geforderten
      sozialen Gerechtigkeit war bekanntlich ein
      Rohrkrepierer.

      PPS Es könnte eine schöne Mitte-Rechts-Koalition
      im Bund geben. Frau Dr. Merkel könnte mit allen spielen.

      PPPS Die CSU sollte sich überlegen ob sie endlich Bundesweit
      antritt. Man könnte bei der nächsten Bundestagswahl damit
      anfangen. Das Potential ist ja da. ggf um die Katholiken
      einzusammeln die u.a. von der AfD und Dr. Tauber so unfreundlich behandelt werden.

      Früher nannte man die Kategorie:
      Das Zentrum.

    • Wunderbar laufen?
      Wo schrieb ich noch, dass alles wunderbar laufe? Tut es eben nicht, wie kommen Sie denn zu diesem Eindruck?
      Wir leben in neo-liberalen Zeiten, einer Form der Oligokratie ähnlich, in der der Politik u.a. eine Form des (Ver-)Mittlers zwischen Plebs und den Habenden zukommt. Den Lobbyismus nicht zu vergessen, den sie auch als eine ihrer Hauptaufgaben zu sehen scheinen.
      So eine Pseudo-Demokratie läuft einigermassen kompensiert so lange noch genug Ressourcen vorhanden sind um ein einigermassen ausreichendes Auskommen großer Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten, aber es wird eng, wenn Kernbedürfnisse der Menschen, die schon länger hier leben, nicht mehr erfüllt werden können, womöglich noch zu Gunsten anderer, die diese Gesellschaft eben nicht mittragen können oder wollen.
      Dank der zunehmenden „Todsünden“, die ich zuvor aufführte, die, das muss man fairerweise sagen, in jedem von uns angelegt sind, die aber in den letzten 2 Jahrzehnten immer dreister von bestimmten Menschengruppen auch ausgelebt wurden, wird es eben immer enger und immer hässlicher für viele von uns. Global wie regional.
      Was ich aber trotz aller Masselei noch nicht glaube ist, wie Sie vermuten, dass die Bevölkerung tatsächlich etwas Relevantes dagegen unternehmen wird. Die letzten Wahlen zeigen dass das definitiv noch lange nicht der Fall sein wird, selbst wenn es einen Schuss vor den Bug gab.

    • @Bayern, die Nächtliche
      Sie sagen es:Die Demokratie kommt endgültig auf den Prüfstand, wenn u.a. die Politik nichts mehr mit der Gießkanne vom Überfluss zu verteilen hat. Ist halt die Frage, was ist bzw. war das bisher (in den guten alten Zeiten) für eine Demokratie.

      Und dass die Verteilungskämpfe eines Tages andere als die bekannten und akzeptierten Formen annehmen würden, war doch wohl jedem denkenden Menschen schon vor Jahrzehnten bekannt. Diesen Zeiten nähern wir uns rasant.

      „„Todsünden“, die ich zuvor aufführte, die, das muss man fairerweise sagen, in jedem von uns angelegt sind,“
      So ist es. Und darüber wäre endlich mal seriös zu reden. Also nicht die Flüchtlinge, nicht die Berliner, auch nicht die Ostfriesen, die Russen oder die Bayern. Es ist in UNS angelegt! Aber das will ja niemand hören.

      Denke, viele Menschen wehren sich bereits. Sozial-, Steuer-, Kundenbetrug uswusf. Der Dauerbetrug an der Umwelt nicht zu vergessen. Der Insektenbestand soll extrem gesunken sein. Wird das Folgen haben? Aber sicher. Ist nur die Frage noch, welche?

      Die Schüsse vor den „Bug“ kann man schon gar nicht mehr zählen, soviele sind das in den letzten Jahren. Aber auch dieser Blog mit seinen Intentionen ist ein Beleg, dass da nicht soviel verstanden werden will. Die Berliner sollen nun also mal wieder Schuld sein an der Bildungsmisere. Warum nicht?

      Wie sagte Pispers einst? Ist der Feind erkannt, hat der Tag Struktur. Eine verhängnisvolle Haltung.

    • @Grigorij
      Der letzte, der meines Wissens Einmauern für eine Lösung hielt, war ein gewisser Herr Honecker. Das Land nannte sich selbst „Deutsche Demokratische Republik“ und war das Zielland der Eltern von Frau Merkel.
      Die meisten der hier Postenden wären wahrscheinlich zufrieden, wenn abgelehnte Asylbewerber statt reichlich Sozialhilfe einfach ein Rückflugticket geschenkt bekämen. Auch im Mittelmeer haben die wenigen bereits ergriffenen Maßnahmen bereits Wirkung gezeigt, ohne dass Gewalt angewandt worden wäre.
      Ich glaube auch Sie könnten Erkenntnisse gewinnen, wenn Sie einfach in der Mitte nach möglichen Maßnahmen suchen würden.

    • @Martin Bremer
      Das gehört ja doch offensichtlich ins Reich der Legenden, dass Honecker der Letzte war, der Grenzen und Mauern für eine Lösung hielt. Wollen wir mal über die kontrollierten Zugänge zu Märkten reden? Oder über die US-mexikanische Grenzmauer? Oder über Orbans NATO-Draht-Zaun? Oder über die koreanische? Oderoder?

      Oder auch ganz einfach über die Grenzen, die jeder für sich so zieht und verteidigt? Privat oder beruflich. Wäre ein sehr interessantes Thema.

      Ich halte Merkels Öffnung des Landes für eine dramatische Fehlentscheidung. Da gibt es m.E. gar nichts zu diskutieren. Aber in die Vergangenheit zurück? „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“, wusste übrigens schon der Genosse Honecker.

      „wenn abgelehnte Asylbewerber statt reichlich Sozialhilfe einfach ein Rückflugticket geschenkt bekämen.“
      Und Sie meinen, dass die dann auch den Flieger besteigen und in Gegenden fliegen, in denen sie sehr große Chancen haben, zu verhungern, gefoltert, bestohlen… zu werden?

      Aber:
      Wer hat Ghaddafi weggeschossen? Wer den Nahen Osten überfallen und destabilisiert und auf terroristische Weise Grenzen, die bis dahin so einigermaßen funktioniert hatten, zerstört und die Menschen damit ins Laufen gebracht? Da kann man doch wohl Interessen dahinter vermuten.

      Da hier ja über Bildung parliert wird. Grenzen im engen und im weiteren Sinne wäre ganz sicher ein sehr naheliegendes Thema, das mit großem Gewinn diskutiert werden könnte und müsste.
      U.a. Handel und Wirtschaft sollen also zu wessen Vorteil grenzenlos sein? Gut. Das Internet ist nun die Entgrenzung, oder soll man sagen, die Enthemmung, schlechthin und nicht mehr ohne ganz große Katastrophe einzufangen. Und hat zu besichtigende Folgen.

      Was aber ist mit all den anderen gesellschaftlichen und eben auch sozialen Aspekten, die dann, wenn es unangenehm und unübersichtlich wird, begrenzt werden sollen? Da sollen dann plötzlich wieder Grenzen her. Irgendwie doch ein Widerspruch.

      Der Honecker wusste übrigens ganz genau, warum so eine Mauer nötig war. Schauen Sie mal, was seit deren Fall so alles passiert ist. Die Flüchtlingsbewegungen und deren Ursachen(!) gehören zweifellos dazu. (Nein, den Wiederaufbau der deutschen Mauer halte ich nicht für eine Lösung, sondern schon als Gedanke für eine unterirdische Dummheit.)

      Aber vielleicht haben ja auch Sie noch ein paar Ikea-Möbel oder Haushaltsgeräte in der Wohnung, die Billiglöhner in der DDR hinter der Mauer beinah zum Nulltarif für Sie gebaut haben.

      Wie gesagt:Grenze ist ein prima Thema.

    • @Grigorij
      Sehr geehrter Grigorij,
      auch der galaktische Ansatz hat natürlich seine Meriten, daher danke für die Öffnung des Blickes. Mir ging es, wie Sie sicher schon ahnen, eher um Mitteleuropa. Natürlich haben Sie auch im Sinne des Aristoteles und der europäischen Geistesgeschichte recht, dass eben die genaue Unterscheidung die Wissenschaft ausmacht. In diesem Sinne ist die Einmauerung der DDR Bürger durch Herrn Honnecker in Mitteleuropa beispiellos geblieben und wird von niemanden, auch nicht von Herrn Orban, in auch nur ähnlicher Weise gemacht oder gedacht.
      Was die Rückflugtickets für abgelehnte Asylbewerber angeht, so ist die Unrechtmäßigkeit des Aufenthalts in Deutschland durch das Asylverfahren geklärt. Wollen Sie den Gerichten vorwerfen, Sie hätten unrechtmäßig entschieden ? Nur dann dürften Sie die konkreten Folgen in Frage stellen. Wenn ein Asylverfahren keine Folgen hat, können wir auch ganz darauf verzichten.
      Im Sinne meiner einführenden Worte bin ich natürlich wieder auf ihrer Seite, wenn Sie betonen, dass Grenzen nötig sind. Auch Grenzen in Bezug auf die Handlungen des Westens. Ich habe Breschinskis Buch „Die einzige Supermacht“ gelesen und schätze die Klarheit seiner Darlegung. Allerdings meine ich, dass wir etwas genauer auf die Kollateralschäden schauen sollten. Manche globalstrategischen Ideen sind bei genauer Betrachtung sehr unsympathisch. Das heißt aber nicht, dass man sie gänzlich aufgeben sollte.
      Vielleicht haben Sie von Jean Raspail „Das Heerlager der Heiligen“ gelesen. Im Vorwort finden Sie folgende denkwürdige Sätze:
      „Es scheint mir jedoch, dass sich uns nur eine Alternative bietet: den schicksalsergebenen Mut, arm zu sein, oder den entschlossenen Mut wiederzufinden, reich zu sein.“
      Auch im Sinne einer Bildungsdiskussion wäre das Thema sicher einer Oberstufe würdig.

    • Sehr geehrter Herr Bremer
      das könnte zweifellos eine interessannte Diskussion werden. Wo fangen die berechtigten regionalen Interessen, die wie durchzusetzen sind, an, wo hören sie auf? Und was sagen die Nachbarn, heute also:ALLE, dazu? Zu der Frage, was „der“ Westen in der Welt aus eigenen Interessen so angerichtet hat, ohne die Nachbarn auch nur zu fragen, fiele mir, das können Sie sich ja sicher denken, so manches ein.

      Sicher, europäische Interessen. Sehe ich mir dann aber dieses aktuelle Europa an, so scheint es gerade auseinanderzufliegen. Welche also sind das (noch)?
      Amerika first kann kein Weg sein. Europa first in der formulierten Absolutheit ebensowenig. Das führt unweigerlich zu Krieg. Gut, irgendwer bleibt immer übrig…

      Aus der „guten“ alten Segelschiffzeit:Auf See und vor Gericht….
      Keine Frage ist natürlich, dass abgelehnte Asylbewerber das Land zu verlassen haben. Aber wie durchsetzen? Dieses Asylgesetz, das hat sich ja mittlerweile rumgesprochen, war mal für völlig andere Verhältnisse gedacht. Und es dürfte, das gehört ja zu dieser bemerkenswerten aktuellen Situation dazu, so manchem Flüchtling in einem deutschen Gefängnis zumindest für einige Zeit sehr viel besser gehen, als in der heimatlichen „Freiheit“.
      Habe mir am Wochenende das kritisierte Camp auf dem Tempelhofer Feld in Berlin angeschaut. Also so von außen gesehen, sah das gar nicht so schlecht aus. Zu Studienzeiten und auch noch die ersten paar Berufsjahre habe ich erheblich schlechter gewohnt.

      Das Opfer hat die Macht. In so mancher Ehe ist das zu beobachten. Der scheinbar Mächtige ist in Wahrheit der Ohnmächtige, und das Opfer regiert. Ist man nicht beteiligt, kann das sehr lustig sein. In der Realität als Betroffener wird das eher zu Hölle.

      Sloterdijk „Was geschah im 20.Jahrhundert“ 1.Auflage Suhrkamp Seite 287

      „…Als Themistokles den Andriern einen Geldtribut auferlegen wollte, mit dem Argument, Athen habe zwei mächtige und dienstfertige Götter auf seiner Seite:Peitho, die Überredung, und Ananke, den Zwang, sollen die Andrier geantwortet haben:diese Allianz möge wohl Athens Glück erklären, sie hingegen seien die Heimat von zwei weniger dienstfertigen Göttinnen, Penia und Amechania. ´Da wir in den Händen dieser Götter sind, geben wir kein Geld;die Macht Athens kann niemals stärker sein als unsere Ohnmacht´“
      Amechania – Göttin der Hilflosigkeit
      Penia – Göttin des Nichthabens, die schäbige Armut

      Da scheint es mir Berührungspunkte zu Ihrem Hinweis zu geben. Offensichtlich ein uraltes Thema. Aber wer liest Sloterdijk? Wer Jean Raspail „Das Heerlager der Heiligen“?

      Und wer wählt das immerselbe Personal, dem wir so viele Schwierigkeiten verdanken?

      Ein Hinweis auf die ohnmächtige Ruck-Rede von Herzog verbietet sich. Aber weiter so kann es eigentlich nicht mehr gehen. Nur:Soll es wirklich die AfD sein?

      Eine Bitte hätte ich:Nach der aktuellen „starken“ Frau möge es um Himmels Willen kein starker Mann sein.

  54. Segregation, Tiger Mum's und Kognitive Dissonanz
    Ja, beim Nachwuchs hört der Spaß auf.

    Weshalb sich BW Kretsche trotz aller Blütenträume von „Bildung für Toleanz und Akzeptanz von (sexueller) Vielfalt“, Gemeinschaftsschule etc. nie an das Gymnasium herangewagt hat.

    Wer sich als Hauptschul-Papa mit gymnasialen Tiger Mum’s beim Edel Supermarkt um Termine für Einpackhilfen gekloppt hat, weiß wovon ich spreche – da werden keine Gefangene gemacht und aus dem Puppengesicht mit dem distinguierten Make Up blicken dich die Augen von Attila dem Hunnen an.
    Schätze die Damen waren vor der Babypause bei PWC oder KPMG und wissen wie man sich durchsetzt.

    Wirklich irre wirds dann wenn man es toll findet dass die Kinder fck Nazis sticker überall dranpappen und dann selbst sehr genau schaut wo der MiHIGru liegt.
    Wenns garnicht anders geht, auch wegen der kognitiven Fähigkeiten, wird gerne die Waldorfschule genommen.
    Ganz selbstverständlich hat man kein Problem mit Segregation wie ein Klu-Klux-Klan Redneck, diesmal entlang der >A9, B und C Besoldungsgruppen, bei gleichzeitig ungehemmten Willkommenswinken.

    Wäre das Schlechte abschneiden mit dem anteil der MIHiGru’s zu erklären, sollte es doch ein leichtes sein, schlicht die Schüler so zu durchmischen das Herkunft, Sprache und soziale Klasse die Heilige Diversity abbilden können.

    Die TigerMum’s lassen ihre Sprösslinge eh stundenlang in die frei XYZ Schule fahren und die Schlüsselkinder irrlichtern eh durch die Stadt.

    Wie wir jetzt jedoch bei Don gelernt haben würde dies den Gesetzen des Klassenkampfs von Oben widersprechen, weshalb man lieber Lehrer verheitzt und Phantome von Inklusion und Chancengleichheit durch Gesamtschule, Gemeinschaftsschule und Ganztagsschule in die Welt setzt

    • Termine für Einpackhilfen?
      Vielleicht liegt es an verkürzter Darstellung, aber warum muss man sich um Termine für Einpackhilfen (was ist das? Ich geh in keine Edelsupermäekte) kloppen?

    • kryptisch
      Ich check das auch nicht. Einkaufen bei Feinkost Käfer: An der Kasse anstellen, die Kassiererin tippt und packt gleichzeitig alles ein. Die einzigen Papiertüten, die nicht reißen, nur nebenbei.

  55. @Grigorij
    Wie will man Grenzen schützen gegen illegale Einwanderung ? Ich denke, wir sind uns alle einig, Menschen die tatsächlich vor Krieg flüchten, denen muß man selbstverständlich helfen. Aber das alles sollte schon eine gewisse Überprüfung voraussetzen, oder ? Es geht nunmal nicht anders.

    • Wobei
      ….ich mir immer noch nicht vorstellen könnte, meine Frau und meine Kinder im Krieg zurückzulassen und abzuhauen……das krieg ich nicht fertig, GLAUBE ich…….

    • nur real
      Siebzehn Jahr, schwarzes Haar, so steht er vor Dir….

      Apropos Frauen und Kinder zurücklassen…

    • Menschen die tatsächlich vor Krieg flüchten ...
      … kommen nicht nach Deutschland!

      Massenweise gibt es die im Libanon, Türkei, Uganda, u.v.a.m.

      Die letzen Kriegsflüchtlinge kamen aus Jugoslawien (auch nicht viele),
      davor aus Polen, CS, und anderen Paradiese der Werktätigen…

  56. Über das pöhse Schreiben nach Gehör
    Werter Don, zugegeben, die meisten von uns sind die besseren (Fernsehsessel-) Fußballtrainer, (Heim-) Bundeskanzler und (Besserwisser-) Lehrer. Und deshalb gehört das Wettern über das pöhse ‚Schreiben nach Gehör‘ zum Grundbestand der besserwisserisch bürgerlichen Schulkritik.

    Ihr vierjähriges (fiktives) Töchterlein hat ein Fahrrad gemalt und darunter „FT“ gezeichnet. Nun zeigt es dem Papa stolz sein Bild und kommentiert: „Und da habe ich noch Fahrrad geschrieben“.

    Der bürgerlich besserwisserische Vater wird dazu neigen zu sagen, dass das gar nicht geschrieben ist, mindestens aber, dass das so nicht geschrieben wird.

    Der bürgerlich nachdenkliche Vater wird merken, dass sein helles Töchterlein schon etwas Wichtiges über das Aufschreiben weiß: Schreiben bedeutet Zuordnen und Festhalten von Namen von Sachen, die man auch sprechen und hören kann. Deshalb hat es wichtige konsonantische Marken des Worts Fahrrad in Versalien fixiert, nämlich An- und Auslaut F und T. Fachleute nennen das Skelett-Schreibung. Wenn Kinder so zu schreiben anfangen, ist das alles andere als falsch und blöd.

    Wäre Ihr (fiktives) helles Töchterlein fünf, stünde unter seinem Bild vielleicht FARAT. Ist das schon Schreiben?

    Der bürgerlich besserwisserische Vater wird dazu neigen zu sagen, dass das aber so nicht geschrieben wird.

    Der bürgerlich nachdenkliche Vater wird merken, dass sein Töchterlein schon den gesamten Lautbestand des Wortes Fahrrad abgebildet hat. Der Vater kann das lesen, verstehen und bestätigen, dass er verstanden hat, was das Töchterlein meint. Also ist die Kommunikation schon mal erfolgreich.

    Das Kind hat nämlich innerlich genau „hingehört“ und bildet die Lautfolge des Wortes genau ab. Kann man Fahrrad ökonomischer schreiben? Experten nennen das phonetische Schreibung.

    Damit ist das Kind schon sehr weit auf dem Weg zur orthografischen Schrift. Unsere Schrift ist aber nicht phonetisch. Die schriftliche Abbildung in unserer Sprache erfolgt nicht auf der Ebene der funktionslosen Einzellaute und Buchstaben, sondern wie Experten das nennen, gemäß den Phonem-Graphem-Korrespondenzregeln und weiteren sehr komplexen Schriftprinzipien.

    Die Brücke zu bauen zwischen den meist intuitiven (aber wichtigen und richtigen) eigenen „Schreibregeln“ der Kinder zu den konventionellen komplexen orthografischen Regeln ist Aufgabe der (Grund-) Schule.

    Wir schriftkundigen Erwachsenen sind durch verinnerlichte Regeln und Schreibroutinen gar nicht mehr fähig, uns in die Lage des schriftunkundigen Kindes zu versetzen. Deshalb sind wir mit Schulkritik dann so schnell bei der Hand. Schreiben hat nun mal was mit Hören zu tun.

    Wir machen uns die unwahrscheinlich hohe Abstraktionsleistung, die die Kinder egal ob in Kreuzberg oder Gmund beim Schreibenlernen erbringen (müssen), nicht bewusst. Gmund unterscheidet sich da vermutlich nur durch die besseren Lernbedingungen.

    Wünschenswert ist aber, dass Grundschullehrerinnen und Erzieherinnen überall fachlich genügend Expertise haben, auf die individuell ganz verschiedenen Erfahrungen und Vorstellungen der Kinder über das Schreiben einzugehen.

    edSE

    • FT könnte man mit etwas Zynismus auch als Ligatur bezeichnen…

    • Ich habe ein Kind in der Grundschule
      und das hat am Ende der 3. Klasse von einer Grundschule mit 90% MiHiGru zur 4. Klasse in einer Grundschule mit wenig MiHiGru gewechselt. Das macht mir leider einen innerstädtischen Vergleich von Bildungspolitik möglich. Von der ersten Klasse bis zur Hälfte der 3. Klasse hatte mein Kind praktisch Einzelunterricht, da die Lehrer so gern mit den Kindern redeten, die Interesse am Unterricht hatten. Schreiben nach Gehör, Kompetenzlernen, Sexualkunde… fiel alles weg, weil das mit den 90% klar nicht machbar war. Es wurden Diktate geschrieben. Dann kamen die Flüchtlingskinder in die Klasse, es gab keinen richtigen Unterricht mehr, Gewalt machte sich breit. Ich habe die Notbremse zu spät gezogen, hätte ich nur auf TDV gehört…

      Jetzt nun die wunderschöne (baulich absolut top) neue Schule. Keine Gewalt, Juhu! Keine Diktate – „das ist doch schon lange abgeschafft“. Zahlreiche Mitschüler beherrschen keine Schreibschrift – „hier kann jedes Kind sich nach seinen individuellen Fähigkeiten entwickeln“.

      Es gibt keinen Stundenplan mit Fächern (wie an der alten Schule, beide normale öffentliche Grundschulen), sondern „Selbstlernzeiten“ und „Trainingszeiten“. SZ bedeutet, dass die Kinder (jedes bekommt Montags einen individuellen Wochenplan mit den Aufgaben für die gesamte Woche) selbstständig arbeiten, inkl. Material aus Aufgabenkästen suchen; TZ bedeutet, dass ein bis zwei Lehrer Unterricht geben. SZ ist häufiger als TZ.

      Ich hatte befürchtet, dass der Wechsel unangenehm werden könnte, da im letzen halben Jahr an der alten Schule hauptsächlich Chaos war. Es ist das Gegenteil – totale Unterforderung. Mittwochs ist alles aus dem Wochenplan fertig, einzige Klage dass alles zu einfach ist und der Sexualkundeunterricht „blöd und peinlich“.

      In diesem freien und modernen Unterricht gehen alle außer den leistungsstarken Kindern unter. Nur die Überflieger und die mit bildungsbürgerlichem Elternhaus haben eine Chance.

      Wenn ein Kind mit 4 oder 5 aus eigenem Antrieb etwas unter ein Bild schreibt, ist das ein himmelweiter Unterschied zu Grundschuldidaktik. Im Bestreben, es den Kindern einfacher zu machen, haben die tollen Didaktiker sich auch ausgedacht, dass die Vokale in der ersten Klasse „Piloten“ genannt werden, in der zweiten „Selbstlaute“ und in der dritten sind es dann Vokale. Super Vereinfachung!!!

      Ganz unironisch: schöner Artikel, Danke!

    • Stimmt alles
      aber ist in meinen Augen ein Umweg.
      Falsch Gelerntes muss erst wieder abtrainiert und richtig gelernt werden.
      Wer 10* FARAT schreibt, braucht einige Zeit für Fahrrad.

      Ein anderer schreibt es 10* und kann es.

      Leider wurde aus der ersten Klasse eine Fortsetzung des Kindergartens gemacht, mit Augenmerk auf alle Sinne ansprechen. Die Welt erkneten.

      Schwarze Pädagogik ist so schwarz nicht, betrachtet man das, was mit welchem Zeitaufwand hinten rauskommt.

      Und nein, sie traumatisiert auch nicht, sie gibt nur mehr ehrliche Rückmeldung.

      Nett aber, dass Sie als bürgerlicher Mitdenkvater ein Fahrrad als Aufhänger gewählt haben. Sie wissen, was sich gehört.

    • Das Problem
      ist aber nicht der bürgerlich – wie auch immer geartete – Vater, sondern der bildungsferne – wie auch immer geartete – Vater.
      Wobei „Vater“ natürlich ein Synonym für alle Beteiligten sein sollte, die sich um ihre Kinder kümmern.

      In Brennpunktvierteln der Großstädte sind die Lehrer, Pädagogen, Sozialarbeiter bereits zufrieden, wenn die Kinder regelmäßig erscheinen und darüber hinaus beglückt, wenn die Kinder ihre Hausarbeiten überhaupt erledigen.

    • Schreiben ist (normalerweise) nicht Selbstzweck!
      Ja, das ist sehr schön dargelegt, vergißt aber ein kleines Detail:
      Schreiben hat mit Hören zu tun – richtig, aber Schreiben hat auch mit Lesen zu tun!

      Man schreibt in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nicht, weil das Schriftbild eine so hohe Ästhetik besitzt (das gibt es auch, nennt sich Kalligraphie und ist leider auf der Roten Liste).
      Wenn man etwas schreibt, will man damit seine eigenen Gedanken und Empfindungen ausdrücken, und Anderen zugänglich machen. Dazu ist dann notwendig, daß diese Anderen lesen und verstehen können, was dort geschrieben ist – und zwar nur auf der Basis dieses Geschriebenen, ohne Hilfestellung und Bilder.
      Dafür sind dann leider nun mal allgemein verbindliche Regeln nötig, auch eine noch so geniale ursprüngliche Abstraktionsleistung hilft dem Leser nicht, später wieder zu rekonstruieren, was denn mit „FT“ gemeint war. (Zum Thema Regeln sei der hübsche Text „Ein Tisch ist ein Tisch“ von Peter Bichsel empfohlen).
      Da das richtige Schreiben tatsächlich eine große Abstraktionsleistung ist, wozu muß man diese von den Kindern dann zweimal verlangen?
      Einmal beim Schreibenlernen und dann noch einmal, wenn sie lernen müssen, richtig schreiben zu lernen (d.h. nach den Regeln, die auch Andere verstehen können).
      Darüber hinaus ist dann auch das eigene Lesen beeinträchtigt – wenn das Kind „farat“ schreibt, ist ihm dann ohne weiteres klar, was gemeint ist, wenn in einem Text „Fahrrad“ steht?


    • Wir machen uns die unwahrscheinlich hohe Abstraktionsleistung, die die Kinder egal ob in Kreuzberg oder Gmund beim Schreibenlernen erbringen (müssen), nicht bewusst.
      Es nützt auch nichts, sich das „bewußt zu machen“ (und sinnlos in Ehrfurcht zu erstarren, als sei es das erste Mal, daß jemand schreiben lernt), es reicht zu wissen, daß Schreibenkönnen niemals über Nacht geht und eine Übungssache ist, die viel Geduld braucht, und dieses Lernen wohlwollend zu begleiten. Aber so ab 5 eben nicht gänzlich ohne Hinweis, wie es richtig gehört, wenn mal wieder „eigene Geheimschrift angewandt“ wurde.
      Denn, wie Nahuatl es richtig auf den Punkt brachte, es hat keinen Wert, daß sich falsche Gewohnheiten verfestigen.

  57. 1100 kalt oder warm?
    Klingt verlockend, ich setzte mich gleich aufs Rad und fahr mal an der Mangfall entlang da hin. Schöne Grüße aus Rosenheim

  58. Danke!
    Dieser Artikel ist so wohltuend, verehrter Don!

    Als Vater mehrerer Kinder kann ich den Verfall des Schulsystems in NRW bestätigen. Unser jüngstes Kind besucht mit einer zeitlichen Differenz von vier Jahren zum vorletzten die Grundschule. In dieser Zeit hat es eine m. E. weitere Qualitätsverschlechterung der Grundschulen in NRW gegeben: Inklusion, Großklassen, soziale (deutsche) Problemfälle usw. (Anzumerken ist, dass die Migration eher belebend wirkte, da Provinz). Ich weiß nicht, was Bildungspolitiker_*innen so machen, aber die letzten Jahre sind eine einzige Katastrophe.

  59. Landbewohner
    Lieber Don,
    das ist alles vergeblich. Das versteht keiner – aus der Großstadt. Die Sichtweise ist viel zu einfach. Einfach nicht kompliziert genug. Vor zwei Wochen war ich wieder beruflich in Paris. Horror in den Katakomben, genannt öffentl. Nahverkehr. Die armen Leute, die dort leben müssen! Das Gleiche gilt für Berlin, insbesondere aber für Kinder. Die Großstädter, 90% wohnen nicht in den „besseren Vierteln“, wissen gar nicht, unter welch elenden Bedingungen man in der Stadt leben muss. Aber am Ende passt es wieder. Sie wissen nichts von der Kraft der Natur, verachten die Landbevölkerung gar. Es geschieht ihnen Recht, ihren Kindern Unrecht.

    • Ich kannte mal jemanden, der nannte die Öffentlichen Verkehrsbetriebe „Mutantgenschaukel“. Er ist aber immer noch in Berlin.

    • Paris
      Ich habe 10 Jahre lang in Paris gelebt (und wohne jetzt in Bayern auf dem Land. Endlich wieder viel „Grün“ um mich herum. In die Stadt bringen mich keine 10 Pferde mehr).
      Die öffentlichen Verkehrsmittel fand ich aber immer sehr gut (fahren an Feiertagen und Sylvester rund um die Uhr kostenlos, damit die Leute nicht Autofahren und saufen zugleich. An Tagen mit hoher Luftbelastung kostenlos dito).
      Weil Paris aber sehr klein ist (flächenmässig so gross wie Ingolstadt. Stuttgart ist doppelt so gross, München vier mal, aber eben nur flächenmässig) bin ich fast alles mit dem Fahrrad gefahren. Das geht sagenhaft, weil man die Bus- und Taxispuren benutzen darf. Man braucht aber eines mit einer guten Federung. Weil sehr viele Strassen Kopfsteinpflaster sind.

  60. Jawoll, wir brauchen ein bundesweit einheitliches Schulsystem
    Und zwar das bayerische. Da werden nur gerade die Berliner nicht mit machen. Sie hängen an ihren dusseligen Utopien und der Rest der Republik zahlt ja.

  61. Privatschule Berlin
    Nch dem Besuch des Gymnasiums in Brandenburg, auch dieser musste ab der 4. Klasse mehr oder minder erstritten werden, kam das Kind in den Genuß einer aüßerst mittelmäßigen Beschulung. Gelangweilte, wenig engagerte Lehrer, Lehrer, die nicht Englisch studiert hatten, umgeschult waren und keine Empathie für das Land und sie Sprache vermittelten. So wurde das Kind regelmäßig zuhause, akademische Eltern (Bayern und BaWü Abi + LMU München Absolventen) „beschult“. Eines Tages konfrontierte er uns mit seiner Wechselabsicht nach Berlin. Wir staunten. Er hatte sich eine private Schule herausgesucht, dort alleine vorgesprochen und wir durften dem zustimmen, da er wusste, wir besuchten katholisch-private Internatsschulen. Genau das, wollten wir nicht für ihn. Abgesehen von den ruden Erziehungsmethoden, erinnern wir uns an das Singen von gergorianischen Chorälen morgens um 6 an die Gemeinschaft, den Zusammenhalt gegen die miesen Lehrer, gegen die oft grausamen Erzieher und ihre perfiden Methoden.

    Gesagt, getan. Er besuchte die älteste private Berliner Privatschule. gegründet von liberalen Sozen (Dunstkreis Peter Glotz!) und mutierte zu einem wahrhaften „Wunschschulkind“, 2 Jahre, 6 Fehltage bis zu einem sehr guten Abitur. Unsere Tätigkeit als private Hauslehrer war mit dieser Schule beendet. So soll es sein.

    • Die Eltern sind das Problem, nicht die Schulen
      So muss man’s machen. Daran haperts bei vielen Zugewanderten. Ich frage mich, wann jemals jemand auf die Idee kommt, die Mütter zu bilden.

      Ich selbst habe – im Bundesland Bayern! – von einer sozial engagierten Lehrerin vernommen, man dürfe zuhause nicht nachhelfen. Ohne private Nachhilfe hätten wir kaum noch Leistungsstarke. Linken Lehrern ein Dorn im Auge.

      Zurück zu den Wanderern: Polen, Russen, Kroaten, Serben, Ungarn, Tschechen, Slowaken und auch Vietnamesen sind bekannt dafür, schnell Deutsch zu lernen und manche Kinder auf das Gymnasium zu schicken, die meisten wenigstens auf die Realschule.

      Es hapert bei vielen Muslimen an der Bildung der oft radebrechenden Mutter, die keinerlei Unterstützung bieten kann. Aber daran ist deren eigenes Denken schuld, man müsste hier also Druck aufbauen. So lange die Unbildung im Elternhaus vorherrscht und Al-Manar geguckt wird, wird sich nie etwas ändern. Mädchen sind besser, Jungen werden verhätschelt, die Mutter hat keinerlei Erziehungsgewalt über den Jungen. Das ist komplex (Thema von Kelek, die dafür angefeindet wurde), ein gordischer Knoten, der auf seinen Meister wartet.

  62. Integration
    Das importieren aus anderen Bundesländern ist doch immer wieder ein guter Integrationstest ganz im Sinne des aktuellen Mainstream.

    Nach meiner Erfahrung sind die uneinsichtigen und unbelehrbaren (=unintegrierbaren) auch schnell wieder weg.
    Ich bin überzeugt das so der eine oder andere aus Süden zugreiste besser integrieren lässt als so manch einer, der zu lange CO2 Luft deutscher Großstädte im Norden geatmet hat.

    Und- mit der genossenen (Nicht-) Bildung hat das auch zu tun.

    PS: Stamme aus NRW, Abi 88. Gott sei Dank eigenständiges Denken bewahrt. Und anpassungsfähig.

  63. Alles relativ
    Das wirklich Schreckliche daran ist ja nicht, dass Berlin auch bei den Schulen ein failed state ist. Das wirklich Schreckliche ist, dass selbst die bayerischen Schulen nur relativ gut sind. Da ist inzwischen schon sehr, sehr viel Luft nach oben, glauben Sie mir.

  64. Wehgeschrei, hilfloses
    Ein basisdemokratisches Unternehmen Schule, dem ein Schulleitungssystem ausgebildeter Schulleiterinnen und Schulleiter mit Personalführungskompetenz vorstände, dem sich geldliche Mittel zur Auswahl der gebildeten Lehrerinnen und Lehrer und die Elternschaft hinzugesellte, die Kultur nicht als Fremdwort und Religion als übergreifenden Weg zu Welt- wie Wertfindung ansähe, böte jenseits jeder Landesgrenzenbetrachtung den Rahmen, einer kindgerechten Neugierhaltung zu entsprechen, die seine Lebensperspektiven weitet.

  65. ... BERLIN ...
    … dass diese Stadt einmal so heruntergewirtschaftet werden würde – in jeglicher Hinsicht – hätte ich mir in meinen dunkelsten Alpträumen nie und nimmer vorstellen können …

    … Freunde meiner Eltern – (mein Vater war die ganzen Kriegsjahre mit einem waschechten Berliner in einer Kompanie zusammen und bis zu dessen Tode eng mit ihm und seiner Familie befreundet) – berichteten von der Zerstörung Berlin´s nach Kriegsende und der unglaublichen physischen und psychischen Aufbau-Leistung dieser Menschen …

    … all´diese fast übermenschlichen Anstrengungen und Erfolge wurden und werden durch das totale Regierungsversagen der rotgrünen Eliten seit vielen Jahren komplett pulverisiert …

    und sie wollen es nicht wahrhaben und ändern schon mal gar nicht …

    … wie sagte Wowereit grinsend: Berlin ist arm aber sexy …

    … oh nein – Berlin ist strunzdumm und schon lange nicht mehr sexy – wenn es das überhaupt je schon mal war …

    sehr tragisch – der Blick auf diese unsere Bundes-Hauptstadt BERLIN und jene, die Verantwortung dafür tragen und Eide schwören: wie etwa – Schaden von den Menschen abwenden – deren Wohlstand mehren ect.

    … was bin ich froh um meinen kleinen Enkelsohn – dieses Jahr eingeschult kam er – weit weg von Berlin in eine „Zwerg-Klasse“ von 7 – ja doch – von Sieben Schülern auf dem Land in BaWü.

    … die tollen sexy Großstädte lernt er noch früh genug kennen.

    • kommen Sie mal vom hohen Roß runter,
      Mira Belle. Erstens war Baden-Württemberg der große Bildungsabsteiger aus der letzten Erhebung; kein Grund, sich gegenüber den Berlinern aufzuspielen. Denn in BaWü gibts keine Ausrede, dorthin werden nämlich nicht die unfähigen Söhne und Töchter aus Süddeutschland entsorgt, damit sie hier klein-Schwaben spielen und das Niveau drücken können. Den Absturz haben sich die BaWüs ganz alleine zuzuschreiben und Ihr Enkel wird genauso frivol frühsexualisiert werden, wie das eben im Westen große Mode und „fortschrittlich“ ist. Aber Hauptsache, es gibt nirgends einen Nacktbadestrand, das wäre ja … DDR wäre das … !

      Die Zugereisten waren schon immer das Problem von Berlin, weil die halt oftmals keine Loyalitäten kennen. Deshalb haben die auch Wowereit gewählt – oder meinen Sie, es sei auf die Einheimischen zurückzuführen, wenn ein schwuler Katholik jahrelang im Protestantenland das Zepter schwingt?!

    • Berlin, Berlin
      @ unklar

      Oh ja, ich muss sagen ich war einmal ein bekennender Berlinhasser.
      Aber, ich habe gelernt Berlin (die Stadt) und Berlin (Regierungsviertel) gedanklich und gefühlsmäßig zu unterscheiden.

      Jetzt schütte ich meinen Spott und Hass nur noch über das Zweitgenannte aus. Ach wären sie doch in Bonn geblieben.
      Aber nein, das großdeutsche Preußentum musste ja erwachen.

      ht tps://www.welt.de/kultur/article166916316/So-schlimm-steht-es-wirklich-um-das-Humboldtforum.html

  66. Wozu Bildung in Berlin?
    In Berlin kann rotgrünes Stimmvieh ohne Schulbildung gut und gerne leben. Alle hundert Meter verhelfen den Nicht-Abgeholten Trinker- Mieter- Schuldneranlaufstellen zum Glück.

    Eine heisst ‚Casa Nostra‘, eine nette Assoziation zur Berliner Baupolitik. Gegenüber Spielcenter und Kneipe. Daneben ‚Undine'(!), ein Wohnprojekt für Leute, denen das Wasser, fünfzig Meter weiter ‚der blaue Laden‘, denen das Freibier des Berliner Senats bis zum Hals steht.

    Zehn Metern weiter die Kneipe ‚Morgen wird besser‘ für nachhaltige Fälle. Nochmal 150 Meter eine Metzgerei für die steuerbfreiten Hunde der Freibiertrinker.

    Dieser Kosmos (ugs: Blase) auf 250m Hagenstraße braucht keine Schul- und Berufsbildung. Er ist Berlins Schattenwirtschaft: Sollte das magere Salär von der TAZ nicht reichen, macht Berliner*in einen Sozialladen auf. Allen ist geholfen.

  67. Titel eingeben
    Ich habe derzeit drei Kinder im deutschen Bildungssystem. Als aus dem Nachbarländle Zuagreister meine ich zum Glück in Bayern! Aktuell gibt es übrigens sehenswerte Berichte (z.B. SWR-Mediathek) über die Zustände in den Schulen und den dramatischen Absturz der Schulleistungen in Baden- Württemberg. Etliche Lehrer meinen, dass sie zu 80% erzieherisch tätig sein müssen und nur noch zu 20% für eigentliche Lernaufgaben.

    In den letzten Wochen fuhr ich in der verlängerten Mittagspause öfters ein kurze Radlrunde über unsere Nachbardörfer und Weiler. Meist laufen dort dann gerade die Kinder vom Schulbus heim nach Hause. Bemerkenswert und auffallend, dass mich die Schüler, ob eintzen oder in Gruppen fast ausnahmslos sofort freundlich grüßten. Gestern selbst
    ein einzelner kleiner Erstklässer, der mich sicher nicht kannte. Manchmal denke ich da, was für eine „heile“, idyllische ja schon fast klischeehaft kitschige Welt. Denn zudem sieht man öfters wie daheim die Mutter (manchmal Opa oder Oma) auf ihre Kinder warten. Nein sie werden erwartet!, bekommen wohl ggf. auch Fragen/Zuspruch und v.a. steht das Essen schon auf dem Tisch. Klar solche traditionellen reaktionäre bzw. gestrigen Lebens-Familienmodelle werden von SPD/Grün und anderen regelrecht bekämpft bis diffamiert. Sind aber für die Kinder nicht das schlechteste.

    Erst gestern las ich gleich mehrere Berichte, in denen Polizisten in deutschen Städten wieder massiv angegriffen und angepöbelt wurden.
    Im Zusammenhang mit anderen Faktoren, wird dies absolut sicher dazu führen, dass es v.a bei jungen Familien eine sozial bedingte Stadtflucht gegen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern mit Verantwortung und realistischer Vorausschau (z.B innere, persönliche Sicherheit von Töchtern) hier nicht handeln.

    • Ex Zeitleser
      Gast, upps das war ich …

      Nein gerade im Grenzland wohnend und mit vielen Kontakten ins heimatliche Ländle sehe ich schon klar, dass die bayer. Schule im Schnitt deutlich besser sind. Klar ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Und man muss schon die hohe Zuwanderungsraten in Ballungsgebieten BWs sehen. Ich sehe bildungstechnisch ziemlich schwarz

      Jedenfalls kenne ich gleich mehren Kinder aus Bayern, die 20-30 km in die Schule fahren, um in BW eine besseres Abi zu erhalten.

  68. Die Mär v d Bayerischen Schule
    Ah gehen’s Grundschule 2te Klasse mittlere Oberpfalz, Mitte der 70er. 42 Kinder. 3 durften aufs Gymnasium. Wenn meine Mutter nicht mit mir gelernt hätte, die Schule hätte es nicht gemacht, den Übertritt aufs Erasmus-Gymnasium in Amberg…

    Und dann werden die bayerischen Schüler an den Unis von denen aus den anderen Bu-Ländern überholt. Bayern hat viele schöne Seiten, aber sicher nicht das Schulsystem. Auch jetzt im Vergleich mit den Erfahrungen beim Nachwuchs

    • @BertholdIV: ja klar, mittlere Oberpfalz
      Es gab in Bayern in der Tat die „Ausreißer“ am Rande.
      Liegt daran, daß am Ende natürlich der Lehrer ausschlaggebend ist. Die guten Lehrer konnten sich halt ihre Schule aussuchen können und die anderen wurden verteilt. Die landeten damals dann auf den Schulen „am Arsch der Welt“, also den Zonenrandgebieten entlang des eisernen Vorhangs. Wo man z.B. lange Wege hin zu Kulturstätten wie Theater o.ä. hatte. Und einfach generell die Befürchtung, daß es wenig Personal und Begegnungsmöglichkeiten für Schließung einer adäquaten Partnerschaft gab…

  69. Luxus
    Ich habe auch keine Kinder, allerdings unfreiwillig. (Nein, ich lebe seit über 20 Jahren in einer glücklichen Beziehung.)

    Aber nach Ganzheitsmethode bis schreiben nach Gehör, warte ich noch auf die Gender-2. Die darf dann halt auch mal ungerade sein.

    Lehrer die ich kenne, verzweifeln an den ihnen aufgedrückten Vorgaben.

    Baden-Württemberg ist ein hervorragendes Beispiel, wie es so richtig falsch laufen kann.

  70. Das Drama Schule beschränkt sich inzwischen keineswegs auf Berlin
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.schlechte-noten-fuer-grundschulen-am-rande-der-verzweiflung.0fa33901-9d02-4abe-b738-095a00152010.html

    Dieser Bericht von der Basis zeigt, dass es allüberall in den Städten eher verzweifelt zugeht und an Unterricht, wie wir ihn noch erleben durften, mangels Befindlichkeiten und fehlender Voraussetzungen der zu Beschulenden oftmals gar nicht zu denken ist.
    Eine Lehrerin schilderte mir, dass morgens und fast nach jeder Pause erst einmal wieder der soziale Frieden in der Klasse hergestellt werden müsse, da sonst an Stoffvermittlung gar nicht zu denken ist.

    • Das ist hart.

    • Wie sagte schon Lukrez: Von nichts kommt nichts.
      Das schöne Lied der Bildung – bitte nur mit 3 Akkorden.
      Grüner Studienabbrecher ohne Ausbildung sucht Job in jaˈmaɪ̯ka.
      Musische Ausbildung an Schulen – fördert doch nur völkisches Liedgut (Hey Jude).
      Wöchentliche Schulreform – Pisa, ick hör dir trapsen .
      Inklusion – Die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner.
      Wir lernen fürs Leben – Fack ju Göthe.
      Unsere Eltern sind Anhänger einer antiken Tradition – nennt sich nachdenken.

      Lehrersprüche zu meiner Zeit:
      Nicht widersprechen, sonst schlag ich dich durch Schlüsselloch.
      Schüler steht unschlüssig an der Frontalkreidetafel vor einer Gleichung:
      „Seht ihr, jetzt macht er endlich was tun sollte: nachdenken.“
      Noch ein Piep und du fliegst raus.
      In meinem Unterricht herrscht keine Demokratie. Ich rede – ihr hört zu.
      Wie, du hast deine Mathebuch nicht dabei – hast du es im Kreuz.
      He Leute, Klappe halten – wir sind hier nicht im Bundestag.
      Wieso ist die Tafel nicht ausgewischt – wollt ihr mich verarschen.
      Du da, ja genau du – aufpassen, sonst landest du in der Gosse.

      Bildung ist das höchste Gut. Betrachtet man den Bundestag beschleichen einem echte Zweifel. infantil. unreif. unfähig. Ein Trauerspiel der Dummheit. jaˈmaɪ̯ka wird schon dafür sorgen, dass Deutschland zum Dritte-Welt-Land globalisiert wird.

      Meine große Tochter ist Klassenlehrerin an einer Grundschule (Tübingen).
      Grundaussagen:

      Kinder können sich nicht mehr konzentrieren.
      Jede einzelne Aufgabe muss Schritt für Schritt angeleitet und kontrolliert werden.
      Sie sind kaum in der Lage aufeinander aufbauende Schritte selbstständig auszuführen.
      Extrem hoher Grundlautstärkepegel in der Klasse.
      Kinder müssen fast schon im Minutentakt fokussiert und zur Aufmerksamkeit ermahnt werden.
      Frontalunterricht unter diesen Vorrausetzungen fast nicht mehr möglich.
      Scheidungskinder oder Kinder schwierigen familiären Verhältnissen besitzen erkennbare Defizite in Hinblick auf das Sozial- und Lernverhalten.

      Sie ist streng aber engagiert und ihre Schulkinder vergöttern sie.
      Heutzutage Lehrer zu sein ist wohl Schwerstarbeit und nicht mehr mit früher zu vergleichen. Und ja, es gibt ein Riesengefälle zwischen Land und Stadt. Wer total überreizt ist mit unnötigen Input, ist nicht mehr leer genug für neue fordernde Aufgaben und Lernen.

    • Alles absehbar
      Man lese sich durch die Archive von frlkrise und fraufreitag, vermutlich nicht alles ausgedacht und fern der Realität.

  71. Was Sie beschreiben, hat nichts mit dem Gegensatz Bayern/Berlin zu tun,
    sondern mit dem Gegensatz Ballungszentrum/Provinz.

    Statt den Umzug an den Tegernsee hätten Sie genauso eine Umsiedlung ins tiefste Brandenburg oder ins ländliche Nordwestniedersachsen propagieren können. Das ständige herumdoktern am Schulsystem dient doch nur dem einen Zweck, das Scheitern Multikultis in den Ballungsräumen zu vertuschen.

    Entweder wir zwingen die Migranten, sich zu assimilieren oder sie werden zu einer gigantischen Unterschicht in den Ghettos der Großstädte führen, die irgendwann einfach aufgegeben werden.

    Wenn Seehofer und Co. exemplarisch für die bayerische Elite sind, dann schwant mir auch für die Zukunft ihres Bundeslandes nichts Gutes. Wie schnell ein System kippen kann, sieht man ja in BW.

    • @Deresschinimmerwusste
      „Wenn Seehofer und Co. exemplarisch für die bayerische Elite sind, dann schwant mir auch für die Zukunft ihres Bundeslandes nichts Gutes.“
      So schwarz sehe ich das nicht. Denn der bayerische Wähler hat immer wieder gezeigt, daß er sich nicht veräppeln lassen will.
      Insofern kann man an Seehofer etc. v.a. erkennen, daß sie lernfähig sind und ein Gespür dafür haben, wenn das Rad überdreht wurde (ja, natürlich mit entsprechendem rumlavieren danach, um nicht zu sehr das Gesicht oder ihren Platz am Trog zu verlieren).
      Ein Zeichen also auch dafür, wer der Souverän ist.

      Etwas, was man von anderen „Eliten“ nicht unbedingt so kennt.

      So wird G8 gerade wieder rückabgewickelt.

    • Zwang zur Assimilation
      Das mit dem „Zwingen zur Assimilation“ meinen Sie vermutlich nicht ernst, oder?

      Wodurch sollte Druck/Zwang ausgeübt werden? Hier wird noch nicht mal Zwang auf Ausreisepflichtige angewandt.

      Warum sollte sich ein Mensch aus seiner funktionierenden Parallelgesellschaft heraus- und in eine unbekannte und verachtete Kultur hineinbewegen?

      Was könnte die Attraktivität des Ziels ausmachen, an das man sich annähern könnte? Hier hatte Frau Özoguz recht was die offizielle Sichtweise auf die deutsche Kultur angeht. Wie groß ist die Chance, dass man sich aus einer vielleicht dummen aber doch stolzen Idendität in eine Idendität der Selbstverachtung (Deutschland Du mieses …) und des Selbsthasses bewegen würde?

      Deswegen werden in der Tat die Großstädte aufgegeben werden müssen. Und das wird auch gar nicht mehr lange dauern. Ich tippe auf Rhein-Main first (ausgehend von F und OF), gefolgt von Berlin.

      Wie werden Sie mit Flüchlingen aus der Großstadt umgehen, die Sie dann um etwas Essen und Wasser – wenigstens für das Kind – bitten werden?

    • Sie als Hausschwein sollten doch am ehesten wissen, wodurch man erwünschtes Verhalten
      fördert und unerwünschtes unterbindet. Die Futtertröge sind’s, die lenken. Oder was meinen Sie, warum die Migranten alle nach Deutschland wollen? Und warum die keine Veranlassung haben, sich in unsere Leistungsgesellschaft zu integrieren?

      Merkwürdigerweise kommen hier in der Provinz die paar Migranten, die dann doch hier hängen bleiben, schnell in Lohn und Brot. Die das nicht wollen, sind meistens ganz schnell verschwunden. Nur mit Fahrrädern – zu mehr reicht’s halt ohne geregelte Arbeit nicht – sind bei uns die Wege dann doch zu lang. Und auf dem Dorf schafft auch Achmed seinen Schulabschluss. Vielleicht liegt’s ja daran, dass die Grünen wegen Aussichtslosigkeit bei uns nicht mal zur Kommunalwahl antreten.

  72. Der faktenferne bayrische Lokal- Chauvenismus nervt
    .
    Ein Bekannter ist Schulexperte in Bayern. Hatte letztlich erst ein Gespräch mit ihm, wo es um die Schulwirklichkeit in Bayern ging.

    Strukturell ist es auch nicht viel anders als in anderen Bundesländern.

    Die soziale Lage entscheidet über die Bildungsbiographie der Kinder.

    Schlechte Prognose:

    1) Vorschulsituation

    Überschuldung, Armut, Prekariat, (HartzIV), Alkohol-/Drogenkonsum der Eltern

    bildungsfernes Elternaus

    Alleinerziehungskonstellation

    berufstätige Mutter, besonders wenn keine „Ersatzmutter“ vorhanden ist (z.B. Großmutter, Kinderfrau)

    unzureichender Erwerb der deutschen Sprache

    2.) Schulsituation

    hoher Anteil von Migrantenkinder

    Schule in Wohngegend mit hohen Unterschichts-, Prekariats- und kulturfremden Ausländeranteil

    3) Beim Übergang ins Berufsleben ist für einen guten Job entscheidend, über welche Beziehungen die Eltern verfügen.

    Hinsichtlich der Ausgaben pro Schüler ist Bayern keineswegs vorn:

    Werden die Fakten betrachtet, dann erweist sich die angebliche Überlegenheit des bayrischen Schulsystems als ein Mythos.

    Insgesamt sehen wir in Deutschland – nicht nur – im Bildungswesen eine sich immer weiter vertiefende soziale Spaltung in einer Klassengesellschaft.

    • Titel eingeben
      Wohlstandsverwahrlost oder einfach nur so verwahrlost? Das trifft wohl auf die allermeisten zu.

  73. Die diskrete Sicherheit der Bourgeoisie
    Statt der Aussengrenzen haben wir jetzt Mauern im Inneren.
    Die Gesellschaft teilt sich immer stärker.

    Die diskrete Sicherheit der Bourgeoisie
    Bewachtes Wohnen in Düsseldorf
    http://www1.wdr.de/archiv/staedtebau/bewachteswohnen100.html

    Das geht in keine gute Richtung.
    In ein paar Jahren wird es hier aussehen wie in Indien oder den USA wo Gates Communities gang und gäbe sind

    • Das ist nur für die schlecht
      die nichts haben und/oder nichts lernen.

      Die anderen benötigen Rechtssicherheit
      oder genauer innere Sicherheit und
      Entfaltungsmöglichkeiten.

      Wenn sie die auch noch einschränken
      wird die Gesamtsituation auch nicht besser

      und die Mauern im Inneren sind bei
      uns ja auch nichts neues.

      Wenn man alle gleich haben will muss
      man die Freiheit einschränken.

      Ich habe daran kein Interesse,
      es sei denn ich würde davon profitieren.

      Man kann die künftige Bundesregierung
      ja daran messen ob sie ein Problem ansatzweise
      einer Lösung zuführt oder ob man es vorzieht
      Konflikte zu instrumentalisieren.

      Ich bin natürlich Spießer, genauer, ich bin
      jemand der Spießer beneidet.
      Haben die sich doch etwas verteidigungswertes
      erarbeitet.
      (Das Amt benötige ich für mein Leben natürlich
      nicht, ganz doof ist es dann doch nicht gelaufen)

      Freedom is just another Word for
      nothing left to loose.

      Oh Lord wont you by me a Mercedes Benz,
      ist die naheliegende Fortsetzung.
      Aus eigener Kraft wird man es nicht schaffen.

      Die Sängerin starb dann früh weil
      sie mit Ruhm und Reichtum überfordert war.
      Man muss mi seinen Wünschen aufpassen.
      Sie könnten in Erfüllung gehen.

  74. Ach ja, die Schule... . Die Schule? Ach ja!
    Ein interessanter Blog, sehr persönlich gehalten, aber dennoch von nicht ganz abzustreitender Berechtigung.

    Das Schöne an dem öffentlichen Thema „Schule“ ist, dass sich jeder als kompetent fühlen darf, da so ziemlich jeder Erwachsene selbst mal irgendwann eine Schule besucht hat.
    Mir geht es nicht anders.
    Allerdings sind bei mir die Ambivalenzen deutlicher.

    Einerseits gibt es nichts besseres als eine für das weitere Leben (und auch eine wie auch immer geartete Ausbildung) nützliche Schulbildung, andererseits kann die Schule auch schnell zur Verwahranstalt mit Gefängnischarakter werden. Doch um meine persönlichen inneren Kämpfe und einen Rückblick auf meine Schulzeit soll es hier nicht gehen.

    Neuere Schulevaluationen in deutschen Landen lassen aufhorchen und erschrecken.
    Ist man zur Zeit Erziehungsberechtigter, so sollte man Ihren Ratschlägen folgen, das Dirndl in Kauf nehmen und seine Siebensachen packen und nach Bayern emmigrieren, solange der Freistaat noch keiner Sezession fröhnt.

    Eine solide Schulbildung ist das Nützlichste, was ein Staat seinem Bürger in spe angedeihen lassen kann.
    In letzter Zeit diskutieren wir in der Familie darüber, dass sich viel ändern muss und bald Schluß mit Inklusion, Schreibenlernen nach Gehör oder Vermutung, und auch mit niveaumindernden Migrantennachkömmlingen sein muss.

    Und Gebetsräume benötigt keine Schule (oder Universität), es reicht ein Kreuz mit Corpus an der Wand.

    Bei uns in der Grundschule beteten wir alle das „Vaterunser“ als Morgenbegrüßung vor dem Unterricht.
    Wer nicht mitbeten wollte, wurde trotzdem von den Mitschülern akzeptiert, die Lehrer gaben hin und wieder ihrem Argwohn sprachlich nach, aber meist verschwanden solche Mitschüler schnell von der Schule, es gab noch andere Schulen, in denen das Gebet nicht so inbrünstig (hi hi hi) gepflegt wurde.

    Ich glaube fest daran, dass mir das Lernen „unter dem Kreuz“, wie man heutzutage so schön sagt, nicht geschadet hat.

    Der auf dem Gymnasium -selbstverständlich direkt- einsetzende Lateinunterricht führte mich durch ein Tal der Tränen und offenbarte zwar letztlich die Sinnlosigkeit allen Seins, doch nach der Schule wurde schnell klar -unter anderem durch die verkürzte Studienaufnahme Dank bereits vorhandenem Latinum-, dass die Quälerei doch einen Sinn hatte. Plötzlich schaute und schaue ich ab und zu aus Interesse noch mal gerne in die alten Lateinbücher.

    Heute empfinde ich Latein als das Beste und Schönste -abgesehen von einem hochqualifizierten Kunstunterricht-, was ich je gelernt habe.
    Wie schäme ich mich heute dafür, damals diesem Fach nicht meinen ganzen kindlichen und jugendlichen Eifer gewidmet zu haben!

    Auch das ich zu Beginn meines Studiums das mir persönliche gemachte Angebot, Altgriechisch zu Lernen, ausgeschlagen habe, läßt mich an meiner Person und Persönlichkeit hin und wieder zweifeln. Dies unterscheidet mich sicher eindeutig von Christian Lindner und Markus Söder, obwohl mir deren Bildungsweg gar nicht bekannt ist.

    Aber ich wollte doch gar nicht von mir schreiben!

    Bei der eigentlich bereits entschiedenen Wahl zwischen Berlin und Gmund am Tegernsee spielen für seiende Eltern nicht nur schulische Bildungserwägungen eine Rolle.

    Wenn die Kinder in die Schule kommen, hat die erste Nüchternheit bezüglich der eigenen Elternrolle bereits Fuß gefasst.
    Die Kinderchen machen was wollen, weniger was sie sollen und haben sich bereits als Nicht-Mozart-Nachfolger erwiesen und noch keine Sinfonie geschrieben.
    Auch haben sich die Jungs bereits von der kleineren, asozialen Nachbarstochter vermöbeln lassen und können insofern kaum noch der Stolz ihres Vaters sein.
    Den schönen Preußensatz: „Gold gab ich für Eisen“ kannten sie noch gar nicht und gaben Omas einst wohlgehütete, chinesische Ming-zeitliche Vase für Kaugummi und Schokolade.
    Und nun soll man für diese Bagage auch noch den Wohnsitz wechseln?

    Als Eltern mit bildungsbürgerlichem Hintergrund geht man gerne mal in die Oper oder in das Theater, auch Museen frequentiert man gerne.
    Gibt es so etwas überhaupt in Gmund am Tegernsee? Wenn ja, sicher nicht in so großer Auswahl.

    Was ist, wenn man mit den Händlern im Görli-Park ein eher freundschaftliches Verhältnis pflegt, da der Staat es nicht schafft, einen geregelten Drogenhandel durch die Apotheken zu organisieren?

    Manchmal entpuppen sich Nachbarn als bösartige Feinde.
    In Berlin kann man vielleicht eher seinen Wohnsitz innerhalb der Stadt verändern, in Gmund ist zu befürchten, dass dort inakzeptable Angewohnheiten oder harmlose Schrullen die innerstädtische Gerüchteküche derart beleben, dass man dort die letzten Liberalen im Geiste verprellt und vielleicht auf dem sonntäglichen Erholungsspaziergang nicht mehr gegrüßt wird.
    Dies bitte ich bei aller wohlgemeinten Wohnortwechselempfehlung unbedingt zu bedenken.

    Berlin hat auch Vorteile. Vielleicht ist es besser, die Kleinen direkt mit der Unbill und den Härten des Lebens direkt zu konfrontieren und ihnen schon erste Sprachversuche in Türkisch auf dem Schulhof angedeihen zu lassen. Natürlich sind die stammdeutschen Kinder Ungläubige, es sind ja die Nachfahren echter Germanen und somit sollten sie auch wehrhaft sein. Wir erinnern uns an den Lateinunterricht! Sparta als Leitbild!

    Vielleicht führt aber das Beharrungsvermögen stammdeutscher Berliner Eltern auch zu neuen Schulformen, wie z.B. der „Migrantenschule“, die Ausländerkinder ohne erkennbare Deutschkentnisse oder mit Verhaltensauffälligkeiten mit den hiesigen Realitäten konfrontiert. Vielleicht müsste man dort kulturbedingt wieder den Rohrstock auf dem verlängerten Rücken tanzen lassen, wie sie es schon von zu Hause oder aus der Koranschule kennen.

    Ansonsten gilt es den Kindern in der Schule soviel Wissen und dieses so gut wie möglich zu vermitteln. Die hervorragenden Schulen in wirtschaftlich starken ostasiatischen Ländern sollten uns Vorbild sein.

    • Angebot Altgriechisch...
      … könnte ich Ihnen noch heute empfehlen.

      Latein ist dann nur mehr wie heutzutage Englisch (ein unausweichliches Terrorregime, sicher auch nützlich, aber sicher nicht liebenswert).

      Griechisch stand im Vergleich dazu für alles was Europa verkörpert(e).
      Kultur, Esprit, Eleganz jenseits der praktischen Mindesterfordernisse.

      Sie können es auch in der Pension noch versuchen…

    • Latein
      finden immer alle Leute ganz toll, die es lernen und später gebrauchen konnten. Ich habe mich 2 Jahre damit herumgequält, als 3. Fremdsprache. Dann habe ich es aufgegeben. Der größte Unsinn meiner Schulzeit. Es mag ja helfen, moderne Sprachen zu verstehen. Da kann man sie aber auch gleich lernen. Und Französisch hat mir auch beim Spanischen geholfen, da braucht man keinen Zwischenschritt über Latein. Dann wirklich lieber Farsi oder Arabisch. Ein neues Alphabet ist auch was Schickes. Khoda hafez.


    • @MMW: Latein als 3. Fremdsprache (womöglich noch nach romanischen Sprachen, bei denen auf Konversation Wert gelegt wurde) zu lernen erscheint mir ziemlich zwecklos. Man muß das als 1. Fremdsprache lernen, dann nützt einem die strukturalistische, grammatiklastige Herangehensweise was. Ich dachte jahrzehntelang, ich kanns zu nix gebrauchen, es war halt einfach nur aus Interesse (längere Perspektive bekommen, indem man sich mit Zeug von vor 2000 Jahren befaßt, nicht so kurzatmig nur die letzten 200 Jahre kennen). Und dann fing ich an zu programmieren, und auf einmal konnte ich die im Lateinunterricht gelernte Fieselei (z.B. Cäsar-Sätze in ihre 6 Ebenen zerlegen) abstrakt als Herangehensweise wieder brauchen, ich war baß erstaunt, aber das half wirklich.

  75. Schulpolitik
    Lieber Don Alphonso

    sie haben leider so furchtbar recht! Man sollte Politiker zur Strafe zwingen, Ihren eigenen Nachwuchs in eine öffentliche Brennpunktschule zu schicken.

    Hier in Frankfurt entscheidet der Stadtteil, wie schlecht die Bildung werden wird. Ein Gymnasium in einem ‚guten‘ bringt noch ordentliche Ergebnisse, teilweise mit interessanten Kooperationen mit der Uni.

    Aber die Problemstadtteile! Und was da für menschliche Ressourcen verschleudert werden, und für welche ein Heidengeld! Dabei sind die Kinder keineswegs dümmer, es fehlt nur an genügend Lehrern und seltsame (Inklusion, Rechtschreibung, Gesamtschule) Politikerzeugnisse kommen noch oben drauf. Selbstverständlich werden auch die Flüchtlingskinder in solche Schulen hineingestopft. Wohin das führt, kann sich jeder ausmalen.

    Ich kenne Eltern, die jetzt schon sparen, damit sie das Schulgeld für das Gymnasium haben (Kinder kommen jetzt in die Grundschule) und ich kenne Eltern, die ihren Nachwuchs nach Aschaffenburg schippern, um eine vernünftige Bildung zu generieren.

    Wenn sie ein bisschen Einblick haben (ich bin in dem Bereich ehrenamtlich engagiert) fällt es zunehmend schwer, das Thema mit Humor zu sehen

    herzliche Grüße sendet

    Hessin

  76. Titel eingeben
    Der zweite und dritte Link in den ersten Zeilen sind gleich; ist das gewollt?

  77. ... BERLIN ...
    … dass diese Stadt einmal so heruntergewirtschaftet werden würde – in jeglicher Hinsicht – hätte ich mir selbst in meinen dunkelsten Alpträumen nie und nimmer vorstellen können …

    … Freunde meiner Eltern – (mein Vater war die ganzen Kriegsjahre mit einem waschechten Berliner in einer Kompanie zusammen und bis zu dessen Tode eng mit ihm und seiner Familie befreundet) – berichteten von der Zerstörung Berlin´s nach Kriegsende und der unglaublichen physischen und psychischen Aufbau-Leistung dieser Menschen …

    … all´diese fast übermenschlichen Anstrengungen und Erfolge wurden und werden durch das totale Regierungsversagen der rotgrünen Eliten seit vielen Jahren komplett pulverisiert …

    und sie wollen es nicht wahrhaben und ändern schon mal gar nicht …

    … wie sagte Wowereit grinsend: Berlin ist arm aber sexy …

    … oh nein – Berlin ist strunzdumm und schon lange nicht mehr sexy – wenn es das überhaupt je schon mal war …

    sehr tragisch – der Blick auf diese unsere Bundes-Hauptstadt BERLIN und jene, die Verantwortung dafür tragen und Eide schwören: wie etwa – Schaden von den Menschen abwenden – deren Wohlstand mehren ect.

    … was bin ich froh um meinen kleinen Enkelsohn – dieses Jahr eingeschult kam er – weit weg von Berlin in eine „Zwerg-Klasse“ von 7 – ja doch – von sieben Schülern auf dem Land in BaWü. Da darf er nun noch 4 Jahre lang frei und unbeschwert aufwachsen – mit jeder Menge Natur und viel frischer Luft und ohne diese ekligen verbalen und gedanklichen „Entgleisungen“ wie: isch fick deine Mutter – und anderen Unsäglichkeiten.

    … die tollen sexy Großstädte lernt er noch früh genug kennen.

    • Selektion
      Man sollte nicht vergessen, dass über Jahrzehnte praktisch jeder, der etwas mit seinem Leben anfangen wollte, aus Berlin wegzog, weil die Möglichkeiten auf der Insel Westberlin begrenzt waren. Das war eine Auslese, die Berlin geprägt und entvölkert hat. Das wurde dann gemischt mit Jahrzehnten von unselbständig machender DDR-Indoktrination und steht in der menschenleeren, wirtschaftlichen Wüste Brandenburg. Dem muss man schon ins Auge sehen, da ist nicht nur einfach eine Regierung schuld.

  78. Der deutsche Schul"skandal" ist schon lange keiner mehr ...
    Seit fast 40 Jahren unverändert sind Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen die generellen Schlusslichter deutscher Schulausbildung, bei darüber hinaus enormen Unterschieden lokaer Natur (Bsp.: Wir hatten an meinem ehemaligen Schulort, einer westfälischen Kleinstadt, 2 Gymnasien. Wenn man mit einer Durchschnittsnote von 4 von einem zum anderen wechselte, hatte man sich binnen weniger Wochen auf durchschnittlich 2 verbessert. Offenes Stadtgeheimnis).

    Von den Verantwortlichen, weit überwiegend sozialdemokratischen Bildungsbürokraten, wurde das lange mit der angeblichen Überlegenheit in „sozialer Korpulenz“ gerechtfertigt. Und überregionale Schulvergleiche bis zur ersten PISA Studie über Jahrzehnte aktiv blockiert. Wer die dahinter stehende Geisteshaltung verstehen will: „Schwanitz, Der Campus“ lesen (yep, die Milieubeschreibung IST akkurat).

    Weswegen ich bei der Veröffentlichung des letzten Schulreportes nur gelacht habe. Der nächste wird noch erschreckender ausfallen, weil sich der weitere Zuzug minderjähriger Migranten bemerkbar machen wird.

    Unter bildungsbeflissenen Eltern, egal ob biodeutscher oder migrantischer Herkunft, gibt es seit Jahrzehnten einen ziemlich offenen Trickwettbewerb darum, wie man seine Kinder in den genannten Bundesländern auf die letzten halbwegs anständigen Schulen bekommt. Wer das nötige Kleingeld aufbringen kann, weicht vermehrt auf private Schulen aus.

    Das alles ist zwar ziemlich traurig, aber weithin bekannt und weithin akzeptiert, denn niemand ändert wirklich etwas. Dazu bei bestimmten politischen Strömungen vermutlich gewollt, der Absturz BaWüs in der jüngsten Kompetenzvergleichsstudie ist kein Unfall, sondern grünes Wunder.

    Bayern kommt auch noch dran, da habe ich wenig Hoffnung. Es gab in grauer Vorzeit mal einen Wettbewerbsgedanken, der hiess, sich an den Besten ein Beispiel nehmen. Der ist inzwischen hinreichend verdrängt worden durch das neue Leitbild, niemandem ein Scheitern zuzumuten. Die Bayern sind traditionell stur, aber letztlich auch nicht immun gegen diese Infektion.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  79. CO2 und Gesundheit?
    Warum sind denn Kinder gesünder, wenn weniger CO2 in der Luft ist?
    Das Zeug atmen wir aus, das wäre ja schlimm, wenn das so wäre

    • Sehen Sie, Herr Don Alphonso
      hätten Sie doch nur ‚irgendwas mit Chemie‘ studiert,
      statt ‚irgendwas mit Kunst‘.
      Dann wäre Ihnen das sicher nicht – oder nicht so – passiert.

      Aber, was macht das schon in Deutschland
      [nennt man das noch so?],
      wo man ‚irgendwas mit Medien‘ studiert oder die
      watschelnde Frau ‚irgendwas mit Physik‘
      studierte. <– Wenn das stimmt!

      Die wirklich wichtigen Leute haben ihr Studium eh nur begonnen.
      Abschliessen? Wozu?
      Das könnte sogar störend wirken.
      Karrierehemmer, in der Politik ziemlich sicher.

    • Egal, es steht so in der FAZ.

    • Warum...
      … werden Klassenzimmer gelüftet?

    • in der FAZ?
      .
      Achso.
      Dann muss es natürlich stimmen.

    • Klassenzimmer werden gelüftet
      weil die Kühe zu viel Methan ‚produzieren‘.

    • CO2
      Der Mensch atmet kontinuierlich 5% (50 000 ppm) CO2 aus, das im Stoffwechsel produziert wird. Atmosphärische Luft enthält 350 ppm (0,035%) CO2. In geschlossenen Räumen, Zügen und Flugzeugen werden bis zu 1500 ppm CO2 gemessen. Bei 1000 ppm (0,1%) CO2 in der Einatemluft empfinden 20% der Menschen diese als unangenehm „stickig“, dieser Anteil von Menschen steigt linear mit der eingeatmeten CO2-Konzentration.
      In Städten ist die atmosphärische CO2-Konzentration durch „abiotsche“ CO2-Produktion (Verbrennungsprozesse) meistens erhöht, kann stellenweise durch Reaktionen alkalischen Mauerwerks auch erniedrigt sein.
      In Innenräumen dient die CO2-Konzentration als Indikator für die Luftqualität. Hohe CO2-Konzentrationen lassen auf hohe Konzentrationen anderer Schadstoffe und mangelhafte Frischluftzufuhr schliessen. Diese Luft ist deshalb tatsächlich ungesund.

  80. 100 qm für 1100 Euro?
    Wenn das stimmt, dann nährt sich der Tegernsee aber rasant den Berliner Verhältnissen.

    • Hörte gestern eine Vermieterin klagen, dass sie Mühe gehabt habe, die 3000 Euro/Monat
      zu kriegen für ihre 140 Quadratmeterwohnung in KN.

      Und dabei verdient sie nicht einmal groß was daran…, das ist ja babyeinfach auszurechnen. Es wird alles immer schlimmer.

  81. Elterlicher Bildungsbeitrag
    Es ist schon absurd: in den 60er-80er Jahren, als die klassische Arbeitsteilung noch vorherrschte und selbst die in Vollzeit arbeitenden Väter noch einen echten Feierabend genießen konnten (Handys gab es noch keine, und E-Mail auch nicht), konnten die Schulen den Lernerfolg noch einigermaßen selber gewährleisten und Eltern hatten kaum einen Anlass, mittels selbst erteilter oder älteren Schülern überlassener Nachhilfe einzugreifen. Inzwischen ist die Schule eine Ganztagsveranstaltung, aus der die Kinder erschöpft mit einem immer noch beträchtlichen Volumen an Hausaufgaben heimkommen. Bei einer Kontrolle der Hausaufgaben fällt auf, daß der Stoff offensichtlich nur sehr rudimentär beherrscht wird, so daß die (inzwischen beide in Vollzeit) berufstätigen Eltern die Abendstunden darauf verwenden dürfen, das im Unterricht Versäumte nachzuholen. Von der Schule wird dann erklärend auf Unterrichtsausfall, Lehrermangel und große und heterogene Klassen verwiesen.

    • Titel eingeben
      Deswegen hängt in keinem anderen Land der Bildungserfolg so vom Elternhaus ab: manche Eltern schaffen es, ihren Kindern noch Nachhilfe zu geben und manche nicht.

  82. Die (nackte) Königin und ihre Hofschranzen...
    Erst einmal: Sehr schöner Text, insbesondere die Einleitung. Hatte irgendjemand auch so eine Buckingham-Palace-Assoziation, als die Bilder von den Sondierern auf dem Balkon durch die Medien waberten?

    Und zum Thema Bayern: Merkel unterstützt Rajoy und das Grundgesetz sieht ebenso wie die spanische Verfassung keine Austrittsmöglichkeit vor (seltsam, oder?). Insofern dürfte es bei Ihren Sezessionsträumen bleiben.

    Und wenn wir uns hier schon auf der letzten Spielwiese des Zynismus befinden: Ich lese gerade ein interessantes Buch, dass leider erst nächstes Jahr auf Deutsch herauskommt (Douglas Murray, The Strange Death of Europe). Wenn man sieht, wie etwa in Großbritannien der gleiche Multikultimist mit den gleichen Argumentationsstanzen zu ähnlichen Ergebnissen wie hier führt, ist man über Zynismus schnell hinaus. Dann bleibt eigentlich nur noch die Flucht nach Neuseeland.

    • Ja, ich!
      Ich dachte mir, jetzt sind sie total übergeschnappt, machen entweder auf Fußball oder Royals. Lächerlich das Ganze.

    • Buckingham
      Daran dachte ich zuerst nicht, aber auch ich hatte sofort den Eindruck, daß sich hier die Granden zeigen und dem gemeinen Volk gnädig zuwinken. Was sonst machen die auf dem Balkon, sind das etwa alle Raucher? ;)

    • Wieso Sezessionsträume?
      Es sind doch die Linken, die permanent die Abschaffung Deutschlands fordern. Selbst die Grüne C.Roth ist schon hinter solchen Bannern hergelaufen. Wo ist also das Problem, wenn Bayern ihre Forderungen erfüllt und den Anfang macht?
      Die müssten doch eigentlich jubeln, dass Bayern vorangeht! Und dann kommen sie mit ausgerechnet mit den Grundgesetz, das ihnen doch ansonsten weitgehend egal ist?
      Linke Logik! Jo mei!

    • Stimmt, wir helfen da nur ein wenig nach.

    • Balkon
      Wo ist eigentlich Renate Simon? Dass sie die Balkonszene auslässt, verwundert nun wirklich. Man sollte alle wegretuschieren außer Merkel und unten Macron hinstellen.

    • Cinderella01 @ 20. Oktober 2017 um 19:35 Uhr
      Cinderella01 sagt:
      „Wieso Sezessionsträume?
      Es sind doch die Linken, die permanent die Abschaffung Deutschlands fordern. Selbst die Grüne C.Roth ist schon hinter solchen Bannern hergelaufen. Wo ist also das Problem, wenn Bayern ihre Forderungen erfüllt und den Anfang macht?“

      So ist es. „Deutschland ist Sch…“, hieß und heißt der Slogan, und betrachtet man die pubertären Entscheidungen neurotischer und verträumter Politikgestalten im Nordosten, so ist dieses Statement aus süddeutscher Sicht nicht völlig von der Hand zu weisen.

    • Balkonszene ... alle wegretuschieren
      Oberländer,

      Sie Böser:
      Von Stalin lernen?

      Vielleicht hapert es ja auch deswegen bei der Physik (z.B. der Energiewende) weil zuviel Gewicht auf Marxismus-Leninismus gelegt wurde im Physikstudium?

    • @Oberländer,
      ich kann mir vorstellen, dass wir nach gewisser Zeit hier eine Gedenkminute einlegen können.

  83. Privatschulen
    Sehr geehrter Don,

    danke sehr für den Artikel (beim Lesen auf dem Mobilgerät haben 2 Links Probleme bereitet)!

    Sie hatten mal geschrieben, dass früher aus Ihren Kreisen nur jene zur Privatschule gesendet wurden, die Schwierigkeiten an der normalen Schule hatten. Fanden wir hochinteressant, denn heute gilt es ja als besondere Form der Zuwendung und t. w. bekommt man fast schlechtes Gewissen gemacht, wenn eine normale Schule aussucht wird.

    Nicht von ungefährt wählen wohl Leute wie Schwesig für ihr Kind eine Privatschule aus. Sie wollen wohl nicht mit den Folgen ihrer Politik leben.

    Unlängst hat sich die Ministerpräsidentin dazu geäußert, wobei verstörend war, dass das kein Journalist die Antwort hinterfragte oder einordnen half. Denn das was Schwesig dazu sagt, ist reine Augenwischerei, denn alle hiesigen Privatschulen sind hauptsächlich von Steuermitteln finanziert und in die Schulplanung eingebunden…

    „Sie wurden hart kritisiert, weil Sie Ihren Sohn auf eine Privatschule schicken. Wäre das bei einem Mann Thema gewesen?

    Eher nicht.

    Würden Sie die Entscheidung wieder so treffen?

    Ja. Die Entscheidung ist missverständlich dargestellt worden. Es handelt sich hier nicht um irgendein Elitegymnasium, sondern um eine Schule, die in freier Trägerschaft ist, die öffentlich finanziert wird und die zur Schulnetzplanung der Stadt Schwerin und auch zum Bildungssystem von Mecklenburg-Vorpommern gehört.“

    http://www.tagesspiegel.de/politik/spd-vize-manuela-schwesig-wir-wollen-keine-jammer-ossis-sein/20400410.html

    So kann man es auch wegreden, dass und warum man sich eine bessere Schule suchte. Wobei es natürlich auch Familie Schwesig zusteht nach der besten Schule zu suchen die erreichbar ist – das machen ja auch andere. Allerdings kann sich das eine gut bezahlte Politikerin auch viel leichter leisten.

    Eliteschule meint dort wohl auch nicht Elite im Sinne von exzellent, sondern als Schule an die vor allem Kinder von Wohlhabenden und Einflussreichen gehen (und das sind diese Schulen immer eher, als andere).

    Und da versteht man es, dass sich da viele „veralbert“ vorkommen, die bescheid wissen, etwa weil sie Kinder, Neffen und Nichten oder Enkel im schulpflichtigen Alter haben.

    Es ist so ärgerlich, dass seit Jahr und Tag behauptet wird, es müsse mehr in Bildung und damit Kinder investiert werden und es passiert fast nur Gegenteiliges.

    Statt dessen sind die Lehrer auch noch mit anderen Dingen total überfordert und das was Sie ansprachen, kann man hier bestätigt sehen: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.schlechte-noten-fuer-grundschulen-am-rande-der-verzweiflung.0fa33901-9d02-4abe-b738-095a00152010.html#

    Übrigens hat mir ein aus Bayern stammender Nachbar erzählt, ausgerechnet auf dem Weg zum Weihnachtsgottesdienst, dass er noch zu Beginn der 70er in der Schule geschlagen wurde und marschieren üben musste. Zumindest Lehrerzüchtigung war da in der DDR schon viel länger verboten – und das war auch gut so. Danke für Ihre passenden Worte.

    • Andersrum
      Es ging auch nie(leider,leider)um Lehrerzüchtigung, sondern um Schülerzüchtigung.Daß des wisset.

  84. netter Titel übrigens
    Werte Don,

    ein kleines Dankeschön für den Titel. Selten einen so schönen (weil so schön versteckten) Seitenhieb auf das RHS (3. Welt) von Ihnen gelesen.
    Hihi….

    Und damit verbunden ein großes Dankeschön für Ihre Texte (gerade hier bei den Stützen), die einem immer wieder den grauen Alltag zu versüßen vermögen – trotz der bitteren Wahrheiten dahinter!

  85. Lieber Don, eigentlich schade, dass Sie keine Kinder erziehen.
    Wer soll dann das Werk mit gepflegtem Zynismus fortführen? Und wenn Sarrazin recht hat, dann sinkt dadurch der IQ-Durchschnitt. Also vielleicht noch mal drüber nach denken ;-)

  86. "Wir müssen uns ehrlich machen"
    … forderte der BuPrä in seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit, nicht gewohnt offenbar, dass man’s auch ganz ohne Aufforderung sein kann … ehrlich … und sich dazu nicht erst „machen“ muss.

    Wie beim „Ehrlich-Machen“ am besten vorgegangen wird, erschließt sich aus den präsidialen Worten leider nicht. Ist eine staatliche Zertifizierung vorgesehen oder reicht das wohlfeile Bekenntnis zur „Zivilgesellschaft“?

    Begnügt man sich stattdessen mit einem möglichst ehrlichen Blick auf das Berliner Narrenschiff, erscheint einem sein Untergang als unvermeidlich. Kann sein, dass es sich nur deshalb noch über Wasser hält, weil es längst auf Grund gelaufen ist.

    Etwas weniger bildhaft: wenn die Schule am Ende ist, wird es die Gesellschaft in kurzer Zeit auch sein. Zyniker dürfen einwenden, hier würden Ursache und Wirkung vertauscht und es verhielte sich genau umgekehrt.
    So oder so steht Rettung nicht zu erwarten, nirgends. Die Agonie wird auch Bayern mit etwas zeitlicher Verzögerung ereilen. Darüber immerhin sollte man sich ehrlich machen und die notwendigen Schlüsse ziehen, privat und politisch.

  87. Titel eingeben
    Dazu vor ein paar Tagen im Deutschlandfunk:

    Sachsens Schulen hätten vor lauter Mathematik und Orthografie offenbar die Kernfächer Sozialwissenschaften und Ethik vernachlässigt (wegen massenhaft abweichendem Wahlverhalten, wissenschon)!

    Überhebliche „Intellektuelle“, die es in den feuchten Staatsfunktraum der meisten Schreiberlinge geschafft haben, hetzen auf Kosten der Handwerker, Ingenieure, Ärzte usw. gegen deren Bildungsgrundlagen. Kann man sich eigentlich nicht ausdenken.

    In Frankfurt am Main hat ein neues „Gymnasium“ einen gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt. Die tuen wenigstens nicht mal mehr so, als würde man da etwas lernen.

    Ist übrigens nicht beliebt bei den Eltern. Komisch.

  88. Außerschulische Bildung,Joseph Martin Fischer und die Tradition
    (faz.net,Politik,Innland,20.10)
    In einer Fernsehsendung zum Gedenken an Ariel Scharon anläßlich seines Todes im Januar 2014 memorierte Herr Fischer einen Besuch auf dessen Bauernhof.Mit freundlichem Respekt erzählte Fischer,Scharon stellte ihm einen seit Jahrzehnten angestellten andersgläubigen Landarbeiter vor,um ihm in der Folge zu erklären,daß er,Scharon,es nie wagen würde,diesem Mann den Rücken zuzukehren.
    Dieser Herr Fischer,dessen Grüne auch eine NSDAP Tradition haben,empfiehlt heute die Bildungszernichtung seiner Jamaikafavoriten.

  89. Berlin
    Mein Sohn geht in Berlin auf eine staatliche Ganztagsschule.
    Diese beginnt jeden Tag um 8Uhr und endet um 16Uhr.
    Ein Hort steht ab 7Uhr zur Verfügung bis 18Uhr.
    Es gibt ein gutes Ferienprogramm im Hort(7-18Uhr).
    Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch ab der ersten Klasse.
    Die Klassengröße beträgt 25 Schüler. Die Methode Schreiben
    durch Hörverstehen(oder so ähnlich) lehnt die Deutschlehrerin
    ab. Diktate (Deutsch und Englisch) werden regelmäßig geschrieben.
    Ach ja – die Kinder(oder deren Eltern) kommen aus ca.10 verschiedenen Ländern .

    • Den ganzen Tag in der Schule oder da sind der Lagerkoller und Spätschäden schon mal vorprogrammier
      Also ich habe meine Nachmittage beim Fußbalspielen, auf Bäume klettern, mit Schmetterlinge fangen (die heute nicht mehr zu sehen sind), Lagerbauen im Wald, etc. verbracht.

      Kinder müssen einen Ausgleich haben. Als erwachsene Arbeitsdrohnen sind wir noch lange genug in vier Wänden eingesperrt und müssen den natürlichen Fluchtinstinkt unterdrücken. Was glauben Sie wohl wieso halb Deutschland an Alkohol- und Tablettensucht leidet. Ganztagsschule ist doch Schwachsinn.

    • @ Addilette: zum Verstehen und Einordnung der Info wäre eine genauere
      Beschreibung der „staatlichen Ganztagsschule“ und Schulstandort (Ortsteil) hilfreich. Im Übrigen Glückwunsch für die richtige Wohnsitzwahl ;-)

    • Handelt es sich dabei um das SESB-Konzept, welches nur an einzelnen ausgewählten
      Schulen in Berlin angeboten wird ? Dann ist dies auf Berliner Verhältnisse sicherlich nicht verallgemeinerbar….

    • ja super
      endlich weg, die Bälger.

      Wozu genau hat man sich eigentlich fortgepflanzt?

    • Titel eingeben
      „Schmetterlinge fangen (die heute nicht mehr zu sehen sind)“

      Die bei Ihnen haben Sie wohl alle weggefangen.

      Hier in Berlin-Lankwitz geh‘ ich jeden Tag spazieren und ich seh‘ erstaunlich viele Schmetterlinge, z.B. in den Kleingartenkolonien, und diese Gartenanlagen gibt’s in Berlin massenhaft. Und auch die Schmetterlinge. Die fielen mir letztlich sogar auf, weil’s ja eigentlich schon recht kühl ist und andauernd flatterte der eine oder andere hektisch um Sträucher und Herbstblumen.
      Von wegen: „nicht mehr zu sehen“, ha! Augen auf!!

    • Dr. Seltsam @ 20. Oktober 2017 um 17:04 Uhr
      Dr. Seltsam sagt:
      „Den ganzen Tag in der Schule oder da sind der Lagerkoller und Spätschäden schon mal vorprogrammiert.“

      Das find ich auch. Ich fand die aufkommende 6. Stunden schon als Belastung.
      Durch die nachmittägliche Muße (Klavier- und Geigespielen, Basteln/Schreinern, mit dem Hund durch die Wälder streifen etc.) habe ich die Schulzeit ohne Spätfolgen überstanden und das Abitur geschafft, ohne Hausaufgaben zu machen!! Ich hab einfach während des Unterrichts aufgepasst, nachmittags war frei und dafür da, das am Vormittag aufgesogene zu verarbeiten, so seh ich das heute.

      Warum haben die Leute Kinder wenn sie Ganztagshort und Ganztagsschulen wollen?
      Das ist doch krank. Kinder sind da zum Liebhaben.

    • Nochmal Berlin
      Mein Sohn mosert wenn er zu früh aus dem Hort/Schule abgeholt wird.
      Dieses tolle Bild vom rumtollenden Kind nach vollbrachtem Tagwerk(Schule) ist in einer Stadt wie Berlin(Wilmersdorf) schon lange nicht mehr. Würde auch zu sehr „stören“….
      Wenn Sie sich heutige Schulen ansehen werden Sie feststellen, dass dem Bewegungsdrang der Junioren ausreichend entsprochen wird.
      Interessant woher viele Mitdiskutanten ihr „Fachwissen“ beziehen!?

    • Schmetterlinge
      @kdm

      Nun ja, so wie ich das sehe ist einer Stadt wie Berlin für Schmetterlinge das neue Biotop; weit mehr als die mit Spritzmittel totgespritzten ausgeräumten Fluren und meiner Kindheit. Da gab es halt noch Bläulinge, den Admiral, den kleinen Fuchs, Tagpfauenaugen, Nachtpfauenaugen, das Landkärtchen, Totenkopfschwärmer, das gelbe Ordensband, das rote Ordensband, hin und wieder ein Schachbrettfalter und einen Schwalbenschwanz, den Zitronenfalter, den C-Falter, Kaisermantelfalter und Distelfalter zuhauf. In den Waldlichtungen flatterten oft massenhaft umher. Highlight war ein Nachmittag wo hunderte Nachtpfauenaugen zeitgleich in einer alten Sandgrube mit Vogelsand ausschwärmten.

      Schöne Grüße

    • 21. Oktober 2017 um 07:09 Uhr
      Adilette sagt:
      „Nochmal Berlin
      Mein Sohn mosert wenn er zu früh aus dem Hort/Schule abgeholt wird.“

      Ja, aber der Grund fürs Mosern ist nicht, dass er vom Hort weggeholt wird, sondern dass er jetzt nach Hause muss, wo er vermutlich noch weniger Freiraum als im Hort zur Verfügung hat.
      Soviel von einem Fachwissenden.

    • Bin auch entsetzt.
      Um 13.35 Uhr, wenn nicht sogar schon um 12.45 Uhr, war Schluß mit Schule.

      Es gab zwar nachmittags noch sog. Arbeitsgemeinschaften, aber das nannte sich „außerschulisch“. Grundlage waren die ganz persönlichen Interessen und Leidenschaften der Lehrer. Ein Angebot an gleichgesinnte Schüler, das sich sehr klar vom Unterricht abgrenzte.

      Was sonst so als Gestaltung des Nachmittags gängig war, wurde ja schon genannt. Man könnte auch noch so dekadente Dinge wie Fernsehen hinzufügen. In den Schulferien pflegte dieser böse Fernsehsender auch noch, jeweils um 14.00 Uhr das Testbild wegzunehmen und einen Kinderfilm abzufahren.

      Meine Güte, Schule bis 16 Uhr: Man will sich’s überhaupt nicht ausmalen …

  90. Bei den MINT-Fächern gefehlt?
    Verehrter Don,

    in dem Satz, wo Sie über die nicht-vorhandene Luftverschmutzung reden, also „…. wenn weniger CO2 und Feinstaub in der Luft ist …“ steckt ein Verständnis-Feler – CO2 in der Atemluft schadet nun wirklich nicht und niemandem …

    • An CO2 ersticken...
      Ganz so verkürzt ist die Sache nun doch nicht, Herr Petersen, es kommt darauf an, wo die Atemluft für das Opfer gerade ist:

      In geschlossenen Räumen verdrängt das Kohlenstoffdioxidgas aufgrund seiner höheren Dichte die Luft am Boden. In hohen Konzentrationen kann es erstickend wirken, Symptome sind Verlust der Bewegungsfähigkeit und des Bewusstseins, die Person bemerkt dabei das Ersticken nicht. In geschlossenen Behältern kann sich ein gefährlicher Gasdruck aufbauen.

      Oder: Ziehen Sie sich doch einfach einmal im Selbstversuch einen Plastiksack für über den Kopf und ziehen ihn zu, den Sack… – Da werden Sie evtl. bedauern, bei MINT nicht aufgepaßt zu haben und Ihre Erben freuen sich.

    • CO2 in alten Gewölbekellern kann zum überraschenden Ableben führen.
      Drum nimmt man gerne, wenn man hinabsteigt, ein Kerzlein mit. Verlischt das unvermittelt, dann sollte man besser wieder nach oben gehen.

    • merkt man schon
      „die Person bemerkt dabei das Ersticken nicht.“

      Bitte nicht mit Kohlenmonoxid verwechseln!

      Ansonsten, das mit dem Sack – bei Kindern werden schonmal Kopfkissen benutzt, weswegen jeder plötzliche Kindstod genauestens untersucht wird – führt dazu, dass weder Sauerstoff noch sonst ein Gas eingeatmet werden, nur die ausgeatmetete Luft, ja, CO2-reich. Das Bewusstloswerden liegt aber eher am fehlenden Sauerstoff. Und die Person merkt, was los ist.

      Nur bei Kohlenmonoxid merkt sie nichts. Deswegen konnten im Januar auch sechs ca. Achtzehnjährige in einer Gartenlaube einschlafen, und als schmerzlosester Suizid galt immer der Schlauch vom Auspuff ins Auto.

    • Der ewige
      Kreislauf des Lebens.
      Zitronensäurezyklus – Photosynthese

      Ihre Plastiktüte spiegelt ganz gut Ihr eigenes Argumentationsniveau wider. Sie ersticken schließlich nicht an zuviel CO2 sondern an zuwenig Sauerstoff. Ähnlich wäre, daß Sie Wasser als gefährlich einstufen, weil man darin ertrinken kann. Aber was red ich denn, bei dem Thema regiert eh nur noch das halbe Zweidrittelwissen.

      Ich wundere mich nur darüber, warum CO2 noch nirgends in irgendeiner Gefahrstoffklasse auftaucht. Bis auf den Behälter, da er u.U. unter Druck steht.

      Mein Gott, Biologieunterricht Mittelstufe, sogar damals in grauer Vorzeit in NRW.

    • Die eigene Halbbildung ruhig mal überprüfen
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid#Physiologische_Wirkungen_und_Gefahren

      Das ist ein Absatz. Bitte lesen, und zwar ALLE an der Diskussion beteiligten. Danke.

      Sinn der Übung:

      1. Die eigene Lesefähigkeit schulen. (Worauf bezieht sich das „es“ im 3. Absatz)?
      2. Die eigene Mentalität reflektieren. Das Wissen ist wirklich nur einen Klick weit weg. Warum nicht in Zukunft erstmal selbst nachlesen, bevor man anderen Unwissenheit unterstellt? Warum anschließend nicht einfach mal die Klappe halten?

      Hier hat sich das Kommentariat schön selbst vorgeführt: Da ist man sich schnell einig, dass alle immer dümmer werden, vor allem die Jugend, erst recht in Berlin – und dann schnallt es keiner oder sucht mal selbst, wenn in den Kommentaren wiederholt Hinweise kommen.

      Falls das Absicht war, Don Alphonso, hat es geklappt.

    • CO2 im Schlafzimmer und bei der Arbeit
      Wenn Sie die Nacht in einem normalen, „undichten“ Schlafzimmer mit 2 Personen verbringen, steigt die CO2 Konzentration auf etwa 1400 ppm. Wenn Sie über dichte Fenster ohne Zwangslüftung verfügen weit darüber. Wenn Sie in einem alten Gebäude mit erneuerten Fenstern arbeiten, werden Sie je nach Anzahl der Mitarbeiter mit Werten um die 1200 ppm, also mittlerer Luftqualität arbeiten. Ich kenne eine Landesregierung, die solches untersuchen lässt, natürlich ohne es an die große Glocke zu hängen. Schließlich ist Wärmedämmung in, Müdigkeit von Mitarbeitern aber auch ein Problem.

  91. Na wunderbar !!! Gratulation !!!!
    Da bleibt dann nur eine winzig kleine Frage offen:

    Warum haben Sie Kinder , wenn die Sie gar nicht mehr sehen, so als Mutter ?

    Ich meine ne Tante die die Schultasche mit Broten oder wahrscheinlicher Geld füllt, für 30 Minuten am Morgen und am Abend dann dem liebsten Schatz brav die Schuhe auszieht , kann man doch polnischerseits, für 10 Euro die Stunde locker mieten ??

    Mit ner Mutter wie Ihnen wäre das ja evtl. auch besser, denn mit so ner Einstellung hat der Kleine ja mit 4 wählen müssen welches Gender er denn nun sein will, oder etwas Genderfluid ??

    Bin ich froh das ich in einem Land lebe wo solches Verhalten achtstrahlig in den Knast führen würde…

  92. @Don
    „Natürlich sind Kinder erheblich gesünder, wenn weniger CO2 und Feinstaub in der Luft ist,…“

    Hier bitte CO2 streichen. Nach allen Erkenntnissen interessiert es den menschlichen Körper nicht ob es 0,035 oder 0,04% CO2 in der Luft sind. Ein Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit vielen Personen ist „gefährlicher“ als selbst die Berliner Luft. Insofern ist es natürlich trotzdem besser auf dem Land zu leben und die Kinder draußen zu haben, das stimmt schon. Nur mit dem CO2 in der Luft hat das überhaupt nichts zu tun.

    • Ich sage doch immer, in MINT war ich eine Null. Ich darf da Fehler machen!

    • @Don
      Das wäre ja alles kein Problem, wenn es nicht Leute gäbe, die das eventuell unbesehen übernehmen und für wahr halten, weil es im Qualitätsmedium FAZ steht. :)
      Deswegen bitte vorsichtig mit solchen Aussagen, es gibt genügend Hype um den „Klimakiller“ CO2.

  93. Dr. hc. Joseph Martin Fischer
    .. sagt heute in der FAZ, er sehe eine direkte Linie von der NSDAP zur AfD. Ob das so zutrifft werden die nächsten 4 Jahre zeigen. Dr. Fischer und seine Partei haben insofern eine Linie von der NSDAP her bereits gezeigt indem sie 1999 mit der SPD das erste Mal seit dem 08. Mai 1945 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen ein anderes Land geführt haben. Er wurde begründet mit dem Abwenden einer humanitären Katastrophe.

    Dass eine solche nicht vorlag erklären General a.D. Heinz Loquai und Frau Norma Brown, US-Diplomatin bei der OSZE, in dem Film „Deutschlands Weg in den Kosovo-Krieg – Es begann mit einer Lüge (WDR)“ zwischen Minute 5 und 10. Dass es bis zum Beginn der Nato-Angriffe im Kosovo laut OSZE genau 39 (neununddreißig) Tote gab, ist in Minute 6:34 zu hören. (bei Youtube abrufbar)

    10.527 Albanische und 2.170 Serbische Tote (Wikipedia) gab es dann als die Nato mit der Bundeswehr 38.000 Angriffsflüge (in Worten: achtundreißigtausend) aus der Luft flog, darunter auf eine Eisenbahnbrücke bei Leskovac, als ein ziviler Zug darüber fuhr, (15 Tote), auf eine Brücke in Varvarin (10 Tote darunter jugendl. Mädchen) „die meisten von ihnen beim zweiten Angriff, als sie versuchten, sich um die bereits bei der ersten Angriffswelle Getöteten und Verletzten zu kümmern (Wikpedia)“.

    Eine Linie vom NSDAP-geführten Deutschland und dessen Angriffskriege zum ersten Angriffskrieg danach gibt es also zu den SPD-Grünen. Ob es eine solche Linie zur Afd gibt, konnten diese noch nicht beweisen und wir hoffen doch alle sehr dass sie dies nie tun werden.

    Das war jetzt OT aber dafür kurz -nix für ungut.

    • Ach, unser Putztruppenspezialst fabuliert ueber die NSDAP, na, da kennt er sich auch aus.
      @Adeo Bernard sagt:
      „Dr. hc. Joseph Martin Fischer
      .. sagt heute in der FAZ, er sehe eine direkte Linie von der NSDAP zur AfD…“

      Der ehemalige Taxifahrer, der Gewalttätige, der Steine-auf-demokratische-Polizisten-werfende“ und der ehemaligen „Putz-truppen“ angehörige Dr. hc. Fischer ist halt, mit Verlaub Don, „ein Arschloch“.

      Er kennt die Linie zur NSDAP sehr gut, er hat sie schließlich in Frankfurt/M vorgelebt.

      Ob Linksfaschist, ob Rechtsfaschist, die Gewaltbereitschaft ist auf beiden Seiten, allerdings habe ich nicht gehört, dass es die AfD sei.

      Aber wenn Joschi das sagt muss es stimmt, der kennt sich da verdammt gut aus. Man lese nur mal den Briefwechsel zwischen ihm und dem Terroristen PP Zahl, der, wie Joschka, gegen die Polizei Gewalttätig wurde. Mit Pistolenschüsse.

  94. Wenn der Fahrer die Hände vom Steuer nimmt
    landet der Bus irgendwann am nächsten Baum. Da hilft es dann auch nichts wenn er es sich schön redet: „Ja, aber wenigstens haben wir auf repressive Strukturen verzichtet, das war uns den großen Knall wert.“

    Den großen Knall, den erleben wir jetzt seit knapp 50 Jahren in Form des 68-er/links-grünen Reformpfuschs. Und es ist kein Einzelereignis, es ist eine Aneinanderreihung von Zusammenhanglosigkeiten, die in ein Riesenchaos münden. Wo immer man versucht hat linke Bildungspolitik umzusetzen, es ging in die Hose. Ob Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, man hat mittlerweile Erfahrungswerte ohne Ende.

    „Erziehung“ bedeutet „in eine bestimmte Richtung lenken“, nicht die Dinge sich selbst überlassen. Es ist anspruchsvoller zu lenken, als die Hände vom Steuer zu nehmen. Und dennoch wird letzteres als große Kunst vorgehalten. Und meist sind es am Ende die Nichtlenker, die (nachdem sie gemerkt haben, dass sie irreversibles Chaos verursacht haben) dann auf der extrem repressiven Schiene landen. Hilf-, plan- und richtungslos, dekonzertiert, wirr. Aber bemäntelt mit idealistischen, utopiegeschwängerten Euphemismen wie „liberal, nicht repressiv“.

    Auch in einer Demokratie gibt es Strukturen, die top-down organisiert sein müssen wenn sie funktionieren sollen. Strukturen ohne die keine Demokratie auskommen kann: Feuerwehr, Polizei, etc.

    Auch wenn man das nicht alles auf die Schule übertragen kann, es gilt in hohem Maße wohl doch. „Auf jedem Schiff, das dampft und segelt gibt’s einen, der die Sache regelt.“ Die Mehrzahl sowohl der Eltern als auch der Schüler hat das längst eingesehen und fordert eine Abkehr vom 68-er/linksgrünen Bildungschaos. Verbohrte Reformideologen, die sich in den Institutionen breit gemacht haben blockieren aber jede sinnvolle (Re-)Reformierung.

    Ihr permanenter Pfusch zerstört auch die für ein funktionierendes Schul- und Bildungswesen so wichtige Kontinuität. Wo Abiturprüfungsordnungen früher über 10-20 Jahre lang Bestand hatten (und sowohl Schüler als auch Lehrer wussten was sie erwartete) wird heute permanent daran herum gepfuscht. Alle 2 Wochen eine „Novellierung“. Überemotionalisierte Quotenschulleiterinnen im Machtrausch sorgen mit autokratischem Verhalten dafür, dass Lehrer versetzt oder abgeordnet werden noch bevor sie Zeit hatten an einer neuen Schule ihr Fach einzuräumen. Hier müssen Verordnungen her, die es einer Schulleiterin unmöglich machen, die Versetzung eines Lehrers vor Ablauf von 5 Jahren bei der Schulbehörde durchzusetzen.

    Wenn Ihr wirklich was reformieren wollt, Ihr linksgrünen Lumpen, dann wären Dinge wie Heuchelei, Etikettenschwindel und Verlogenheit ein weites Feld. Ist doch Eure Domäne. Ihr seid es doch, die Schülern Pseudowerte vermitteln, sie dazu anleiten sich durch papageienhaftes Erlernen hohler Sprüche einen linksalternativ-politisch korrekten Ökopharisäerheiligenschein aufzusetzen. Womit sie dann dazu legitimiert werden hinter dieser Fassade umso beinharter die Ellbogeneinbahnstraße entlang zu laufen. Ihr bringt sie doch dazu von Ökologie zu labern und unterm Strich kommt genau das Gegenteil heraus. Profitgier statt ganzheitlichem Denken, über Natur schwadronieren aber fernab von ihr leben.

    Ihr modernisiert unsere natürliche Lebensumwelt, unsere Heimat kaputt. Eure Schüler reden von Ökologie, fangen dann ein BWL-Studium an, werden Controller bei einem Billig-Discounter, zwingen durch einen unmenschlichen Preis- und Konkurrenzdruck die Bauern immer mehr in die Knie. Diese müssen dann alle Register des ihnen aufgenötigten „billig ist geil“-Wahnsinns ziehen um überleben zu können. Haben immer mehr Stress (statt auch Freude an der natürlichen Bewirtschaftung eines Hofs), pumpen die Luft immer mehr voll mit Pestiziden.

    Killen damit Insekten, die Lebensgrundlage von Tieren wie Eidechsen,
    Mauerseglern, Schwalben. Früher gab es sie in Massen (genau wie den Maikäfer, der ist praktisch schon ausgestorben), trauliche Tierarten, die das heimelige Gefühl der Geborgenheit im Daheim vermittelten.

    Ihr linksgrünen Heuchler schwadroniert von „sozialer Gerechtigkeit“ oder „Ökologie“. Und macht mit Eurem ideologischen Gewäsch die Welt immer kaputter. Euretwegen wachsen immer mehr Windspargel wie Krebsgeschwüre aus dem Boden, stählerne, graue Zeugen einer aus dem Ruder gelaufenen, von jeglichem gesunden Maß entfernten Konsumterror- und Ellbogengesellschaft.

    Der Kosmos sollte etwas unternehmen gegen Euch!

    • Es grünt so grün.
      Wenn man sieht wie die Simone Peter von den Grünen sich wie ein schleimiger Aal windet, wenn sie darauf angesprochen wird was Heimat für sie bedeutet. Die bringt es nicht fertig, einem Satz mit Heimat zu bilden, ohne das sie irgendwas von Ausgrenzung faselt. Was will man den von solchem Inventar erwarten.

      Stoßgebete bitte an den lieben Gott oder das Universum.

  95. Wenn so etwas stimmt, na dann
    Das kann man sich mal anhören (ca. 3 Minuten).
    https://www.youtube.com/watch?v=yiOXFgVRvyk

    Meine Nichte meinte, bei manchen Gymnasiasten könnte sie sich das vorstellen.

  96. Alternative Fluchtursachen 1 - 2 - 3...nur der Boden wurde denen zu heiss!
    1. Hussein Khavari:
    a) Angabegemäß ein minderjähriges Mädchen in seiner Heimat vergewaltigt; mit Geld freigekauft
    b) In Griechenland wegen Raub + Mordversuch zu 10 Jahren verurteilt bb) Bei seiner Verhaftung in GR bereits umfangreiche „Knacki“-Tattoos; s. ProtoThema…WOHER???
    c) Fall Maria L.
    2. Anis Amri
    a) Zuhause u. a. wegen LKW-Diebstahl gesucht
    b) nach Ankunft in Italien als Rädelsführer Asylunterkunft „abgefackelt“
    c) Berliner Breitscheidplatz
    3. Eric X.
    a) Zuhause Verwandten umgebracht
    b) mehrmals zumindest in D aufgefallen
    c) Raub und besonders schwere Vergewaltigung in Bonner Siegaue

    usw., s. letzter Flieger nach Afghanistan(de Maiziere: …“haben ausschließlich Vergewaltiger abgeschoben!“); Frage: Heissen wir jetzt weltweit alle a) + b)`s bei uns willkommen?

    Wenn ick so höre welche Anmachen meine 12j. Tochter im Schulbus neuerdings erhält, gloob ick, das selbst ne südamerikanische Favela Vorteile bietet; man stellt sich mit den Escobars gut und gut is…

  97. Ein paar Fakten zur Schulsituation in Bayern
    Ausgaben pro Schüler in D (2010) in Euro (öffentliche Schulen):
    Spitzenreiter: Thüringen 7.700 €
    Bayern 6.000 €
    Schlusslicht: NRW 5.000 €
    https://de.statista.com/statistik/faktenbuch/175/a/gesellschaft/bildung/schueler/

    Zum Vergleich:

    „Österreichs Schüler und Studierende zählen zu den teuersten in Europa. Mit Ausgaben von durchschnittlich knapp 8.000 Euro pro Schüler und Student liegt Österreich deutlich über dem Schnitt der EU-25 von unter 6.000 Euro.
    Laut dem 700-seitigen Nationalen Bildungsbericht sind die Bildungsausgaben nur in Luxemburg und den Nicht-EU-Ländern Norwegen und USA höher. Deutschland und Finnland liegen mit rund 6.000 Euro darunter.“
    http://newsv1.orf.at/090616-39380/?href=http%3A%2F%2Fnewsv1.orf.at%2F090616-39380%2F39381txt_story.html

    Schweiz und andere Länder:
    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsindikatoren/internationale-vergleiche/investitionen-und-kosten/ausgaben-pro-schueler-iv.html

    Schweiz:
    Durchschnittlicher Personalaufwand pro Person in Ausbildung für die obligatorische Schule 13.067 CHF (2014).
    https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/1665686/master

    Abiturnoten im Ländervergleich der BRD (2015/2006) und Anteil von 1,0-Abschlüssen:
    http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/abi-noten-im-vergleich-gibt-es-eine-inflation-guter-zensuren-a-1125528.html

    Bayern ist mit 11,5% Anteil von Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden privaten Schulen Spitzenreiter in der BRD, am niedrigsten liegt Schleswig-Holstein mit 4,8% (2014/2015). (Seite 14)
    https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Schulen/BroschuereSchulenBlick0110018169004.pdf?__blob=publicationFile

    Zu fragen ist, inwieweit beim hohen Anteil von Schülern auf Privatschulen die Bewertung der Qualität der öffentlichen Schulen in Bayern auf Elternseite eine Rolle spielt?

    Sorry für die vielen Links!

    • Kosten sind nicht alles. Wenn Schüler nichts zerstören und Lehrer nicht in die Klapse treiben, kosten sie auch weniger.

    • und Lehrer nicht in die Klapse treiben
      Lehrer in der Klapse?

      Mag es geben. Ich kann mich an keinen
      erinnern in den 20 Jahren meiner pflegerischen
      Tätigkeit. Ich nehme an die verlieren sich
      in der Suizidstatistik. Wie Polizeibeamte
      und Ärzte (von denen sind mir als Patienten
      nur 2 begegnet, Polizisten gar keiner.)

      Ich beziehe mich auf die FeldWald-und-Wiesen-Psychiatrie
      für normale Kranke.

      ggf irre ich mich ja auch und die Leute landen
      in anderen Bereichen.

      Mich würde eine Aufschlüsselung
      der Suizidstatistik nach Berufsgruppen interessieren.
      Wir reden immerhin von ca 10.000 Suiziden/Jahr in D.

      Man kann sich als Daumenregel merken:
      Von den Einwohnern stirbt ca 1%
      davon nimmt sich 1% das Leben selbst.

      Bei uns sind es etwas mehr, wir sind aber nicht Spitzenreiter.
      In den USA sind es eher weniger, dafür ist
      die Mordrate höher.

      (Was natürlich gesünder ist! Der Lehrer sollte nicht sich
      meucheln sondern eher den Rektor oder maulende Eltern
      oder Politiker der SPD und der Grünen z.B.)
      Am besten ist es natürlich wenn man niemanden
      umbringen muss sondern einfach innerlich kündigt
      oder sich beruflich neu Orientiert.

  98. Denkfehler dazu
    Die Lerninhalte entscheiden wohl in keinem Bundesland über den späteren beruflichen Erfolg der Schüler.
    .
    So überraschend es klingen mag: Erfolg haben (weitestüberwiegend) nur die Schüler, die sich rechtzeitig die richtigen Eltern ausgesucht haben.
    .
    Weniger witzelnd: Abstammung zählt, Habitus auch und Stallgeruch, natürlich auch Papas Netzwerk. Leistung dagegen nicht.

    • Leistung hilft auch
      gerade in MINT-Faechern. Wer auf Papa und Mama (wir sind ja genderneutral) vertrauen will, macht was in Jura oder Wirtschaft. Und wer ohnehin nie vorhatte zu arbeiten, kann sich sogar den Luxus eines Kunstgeschichte-Studiums leisten und schreibt dann schoene Artikel im Feuilleton.

    • gilt nur eingeschränkt
      das mit dem Stallgeuch. Zumindest da nicht, wo man auf Mark und Pfennig schauen muß. Wer kann es sich heute bei den Abgabenlasten schon noch leisten, Minderleister durchzufüttern aus Beziehungsgründen…
      Ausnahme ist wohl der öffentliche Dienst. Da ist es ja nicht das eigene Geld…

  99. Die Schulen brennen
    Aufschrei der Schulleiter

    „Allein an unserer Schule ist die Zahl der Schüler in nur einem Jahr von 260 auf 340 gestiegen wegen der Flüchtlingskinder“

    https://www.waz.de/staedte/essen/15-schulen-im-essener-norden-rufen-um-hilfe-id212290389.html

    Es ist genau das eingetreten, was einige befürchteten.
    Die Hauptlast tragen die Kinder in den Stadtteilen, aus denen die Eltern
    aus finanziellen Gründen eher nicht flüchten können.
    Die Stadt wünscht eine Wohnsitzauflage, da es besonders Syrer nach
    Essen zieht.
    Der Essener Süden ist von solchen Problemen kaum betroffen.

    • Danke für den Link.

    • Woher kommt das bloß?
      Text eingeben

    • Und jetzt sogar mit Text ...
      Im verlinkten Artikel wird ja wenigstens erwähnt, was dort das Fass zum überlaufen gebracht hat. Das ist bei der WAZ eher selten, die sich noch vor ein paar Monaten tierisch gefreut hat, dass in Essen die Einwohnerzahl endlich wieder steigt. Sie schien nicht sonderlich daran interessiert, wodurch diese Steigerung zustande kam.

      Dann folgten immer wieder ganz seltsame Wie-kann-das-sein-Artikel. Der Markt für bezahlbaren Wohnraum ist wie leergefegt (im letzten Jahr wurden 800 Wohnungen an „Flüchtlinge“ vergeben). Es fehlen hunderte von Kitaplätzen (die Zahl der Anspruchsberechtigten stieg binnen eines (!) Jahres um fast 50% … woher die wohl gekommen sind?). Und jetzt trifft es vor allem die Grundschulen. In einem anderen Artikel wird die Stadtverwaltung kritisiert, die vor zig Jahren – aufgrund der damaligen sinkenden Einwohner/Schülerzahl – Schulen stillgelegt hat. Tja, die würde heute ja nun fehlen …

      Was hätte man damals bitteschön tun sollen? Einfach mehr Schulen als benötigt vorhalten, am besten inkl. Lehrpersonal in Wartestellung, falls eine Regierungschefin mal auf die Idee kommt, unser Land mit Versorgungs-Migranten zu fluten? Das die Schülerzahlen jetzt seit etwas über einem Jahr explodieren, das hätte die Stadtverwaltung damals also aus der Glaskugel herauslesen sollen?

      Die haben auch alle den Familiennachzug gar nicht auf dem Schirm. 2018 wird da noch einmal eine gewaltige Schippe draufgelegt werden. Es gibt dazu auch (meines Wissens) keine annähernd seriösen Prognosen. Aber spätestens dann haben wir es wirklich mit Zahlenwerten zu tun, die exponentiell steigen werden – und zwar dank der Geburtenrate auf Dauer.

      Das ist alles sehr, sehr beunruhigend …

  100. Neuere Clous aus Nord-Deutschland
    Als Lehrerkollegen (in der Mehrheit zwar Frauen; doch die sind nicht so auf Lehrerinnen und Lehrer, Lehrende etc. aus, sondern bezeichnen selbst die Gesamtheit der Lehrerschaft als Lehrer) sind wir froh, den uns anvertrauten Schülern die Grundlagen des menschlichen Miteinanders vermitteln zu können. Wenn dann noch etwas Bildung (Lesen-, Schreiben-, Rechnen-Können) abfällt, ist das Schuljahr ein voller Erfolg.

    Doch Bildung ist der Politik höchstgradigst sekundärst. Ihr kommt es an erster Stelle darauf an, dass Zweitklässler Klassensprecher wählen, die dann an Schulentscheidungen beteiligt werden (so in Brandenburg).

    Das zeigt die Ziele der nord-deutschen Bildungspolitik: Die Schüler haben zwar von nichts eine Ahnung, aber zu allem eine (korrekte) Meinung, mit der sie die politisch gewünschten Entscheidungen treffen.

    Die Lehrer (viel w/etwas m) rollen dabei nur noch mit den Augen.

    • Schüler – wie reaktionär!
      Den Lehrenden sind heute schließlich Lernende anvertraut!

      Wird dieses Newspeak im öffentlichen Dienst eigentlich mit disziplinarischer Härte durchgesetzt?

  101. Die Schule ist eben fuer viele nicht zum Lernen da
    Leider gibt es viele Eltern die die Zukunft ihrer Kinder bewusst fuer eine bunte Gesellschaft opfern – frei nach dem Motto, bildungsnahe Kinder werden in integrierten Klassenzimmern gebraucht um den bildungsfernen zu helfen.

    Und dann gibt es Gruppen und Politiker wie in den USA die mit aller Kraft verhindern wollen dass weitere der i.d.R. deutlich besseren Charter Schools gebaut werden. Obwohl fuer diese ellenlange Wartelisten bestehen. Aber wo kaemen wir denn auch hin wenn Schule in erster Linie der Ausbildung der Kinder dienen sollte.

    Eltern, denen die Schulbildung der Kinder am Herzen liegt stimmen deswegen still und leise mit den Fuessen ab- es ist die Qualitaet der Schule die den Wohnort bestimmt. Selbst in der Haeuserkrise 2008 – 2012 war hier in der Eastside von Seattle in den besten Schulbezirken kaum ein Haus zu bekommen.

  102. Laut IQB-Studie verblaßt auch der bayrische Stern, langsam aber stetig
    Nachdem ich mir die der Studie zugrundeliegenden Aufgaben mal so betrachtet habe, weiß ich nicht, was ich vom Ergebnis halten soll. Es fällt mir schwer, den Schwierigkeitsgrad, bezogen auf das Alter der Schüler, und damit die Aussagekraft der Studie einzuordnen.

    In der Erinnerung an meine Schulzeit auf einem humanistisch-altsprachlichen Jungengymnasium – nicht in Bayern – tauchen immer wieder wunde Finger und Gesäße sowie blutige Nasen und andere, zart gerötete Hautstellen auf. Die Ursachen lagen nicht bei den Schülern, sondern, zeitlich bedingt, bei teilweise zumindest körperlich gehandicapten Lehrern. Da herrschte noch Zucht und Ordnung, da gab es keine Helikoptereltern, sondern daheim noch eine Zulage, war das Versagen allzu offensichtlich oder schon an die Ohren der Eltern gedrungen. Da hat es kein Schüler gewagt, sich zu beschweren oder zu jammern, da waren Schulpsychologen oder Sicherheitsdienste noch vollkommen unbekannte Fehlentwicklungen. Es war irgendwie so, wie es heute in China noch ist, zumindest aber sehr ähnlich.

    Heute würden wir so etwas unseren Kindern nicht mehr zumuten wollen.

    Früher war Schule gleich Arbeit, mit ihr begann der Ernst des Lebens. Heute ist Schule eine lästige Zeitverschwendung, steht doch alles im Netz und verstehen muß es ja niemand mehr. Wozu noch selber denken, wo doch schon alles gedacht ist. Schule stört nur die Freizeitgestaltung. Und Lehrer, Lehrer sind doch nur lästige Spielverderber, denen man die Eltern auf den Hals hetzt, werden die denn allzu lästig.

    Und ach die Lehrer, seit die nicht mehr prügeln dürfen, verlieren viele mehr und mehr an Autorität. Oft reichen die pädagogischen Fähigkeiten einfach nicht hin, die kleinen und größeren Teufelchen zu bändigen, ihnen Wissen zu vermitteln, ihren Wissensdurst zu wecken, sie zum Denken außerhalb der griffbereiten Meta-Suchmaschinen zu animieren, sie vom sinnfreien Nachplappern zu befreien.

    Ist ja auch zu verlockend, mit sinnfreien Tätigkeiten im Netz oder in den Medien, als Modepüppchen oder Gamer, mit eigenem Blog oder Youtube-Kanal, mit hirnloser Comedy, mit Sport, Spiel, Spannung die Millionen zu scheffeln. Zuviel Schule scheint da eher hinderlich zu sein. Obwohl, ein Sechser im Lotto und Kenntnisse der Wahrscheinlichkeitsrechnung wären für manche dann doch eher sinnvoll.

    Nun, es gibt auch Ausnahmen, aber sie werden seltener – laut Studie auch in Bayern.

    • Schulpsychologe, was ist das?

    • Schulpsychologen
      sind jene Psychologen die weder
      in der Werbebranche oder sonst wo
      untergekommen sind.

      Es gibt auch noch klinische Psychologen die
      dazu da sind Tests mit Leuten zu machen
      oder Einzelgespräche mit jenen führen
      die von der Ärzten mehr oder weniger aufgegeben wurden
      oder die einfach zu nervig sind.

      Es gibt dann noch die Gruppe jener Psychologen
      die aus ihrem Hobby einen Beruf gemacht haben,
      die freischaffend arbeiten und sich am liebsten um
      reiche Witwen bemühen die gerne überhöhte
      Honorarforderungen bezahlen.

      Letztere hören sich auch gerne gegen Entgelt
      die Klagen überforderter Schüler und ihrer
      Eltern an. Das Angebot gibt es natürlich auch nur
      für Selbstzahler.

    • Otto Meier, ...
      … Ihre Darstellung entspricht weitgehend meiner Erfahrung und Wahrnehmung.


    • Einen kleinen Einblick in die Arbeit und Aufgaben der Schulpsychologie findet man hier, DA: http://www.familienhandbuch.de/kita/schule/probleme/wasmachteigentlicheinschulpsychologe.php

      Zusammengefaßt würde ich zwei Aspekte hervorheben. Die Entwicklung der Familie zur Wochenendfamilie und die daraus resultierende gesellschaftliche Entwicklung sowie das Interesse an der Umsetzung politischer Ideologien.

      Die weitgehende Delegierung der Sozialisation von Kindern an Krippen, Kitas und Schulen durch die Eltern, überwiegend finanziellen Erfordernissen geschuldet, hat eben zur Folge, daß dort entsprechende Fachkräfte vorgehalten werden müssen. In meinen Augen ohne irgendeine Aussicht auf Erfolg. Es sei denn, der angestrebte Erfolg wäre überwiegend darin zu sehen, die Gesellschaft in eine bestimmte Richtung zu formen. Und wo wäre das einfacher möglich als bei den Kindern. Mich erinnert das an das Dritte Reich, an die DDR, an China und andere Systeme, in denen der Mensch nicht mehr als Mittel zum Zweck ist.

    • @ Otto Meier
      Das liest sich ja entsetzlich!
      Ich empfand die Schulzeit/Abitur Mitte 80er in München übrigens als nicht besonders schwierig – mir sind aber viele Lehrer bis heute als sadistische Krüppel in Erinnerung geblieben.
      Eigentlich das Einzige, woran ich mich in Bezug auf meine Schulzeit überhaupt noch erinnern kann.


    • Die Zeiten ändern sich, skag. In den 80ern da hatte meine Generation schon durch 68er und Hippies für eine Veränderung der Gesellschaft „gesorgt“. Manche mögen ja alte Zeiten herbeisehnen, aber nur, weil sie die nicht selbst erlebt haben. Die gute alte Zeit hatte eben auch so ihre dunklen Punkte.

      Nicht daß 68er und Blumenkinder nun unbedingt der Weisheit letzter Schluß gewesen wären, auch da war nicht alles Gold was glänzt, denn es gibt immer noch viel zu tun. Leider scheint schon seit langem eine gewisse Rückentwicklung stattzufinden und das ist sehr bedauerlich.

    • Mit Übeenahme des Mainstrams zeigt sich leider, dass die auch nicht toleranter als die Grossvätergeneration sind.


    • Das ist wohl wahr.

  103. Völlig OT, aber weil hier der sterbende Kultur
    ..
    . Thema ist, ein Tip auf ein Stückel, das noch lebt :

    Brebirousse d’Argental ,

    ein Käse sui generis.

    Gibt’s bei mir seit drei Wochen als Fixstarter am Freßtag.

    Nur 100 Gramm, dazu immer einen zweiten als Verstärkung .

    • Otto Moser, ...
      … danke für den Tip!

      Noch nie gehört.
      Bleibe beim Greyerzer/Gruyère aber werde zuschlagen wenn mir de unter die Augen kommt…

  104. Das Hussein, Anis und Eric hier auf die schiefe Bahn gekommen sind,
    wird in 10-15 Jahren an der mangelnden Integrationsleistung der Biodeutschen festgemacht.

    Beispielsweise so: Die Biodeutschen haben ja auch den Wiederaufbau nicht hingekriegt, das schafften dann bekanntlich die Gastarbeiter

    …als Ergänzung zu Alternative Fluchtursachen

    • Nein, nein, nein, das liegt schon ganz an der Sozialisation der hier her gekommenen
      selbst. Wir können, besonders bei Menschen ab Pubertät mit festen Prägungen und wenn sie das Lernen nicht gelernt haben, fast nichts mehr machen:
      https://www.youtube.com/watch?v=SjfuyKMgI7s
      Ein Bundeswehrsoldat mit Erfahrung aus Einsätzen in Afghanistan redet Klartext ca. ab 1:32:00
      Er schildert, dass diese Menschen zwar gerne lernen möchten, es jedoch nie gelernt haben, Aufmerksamkeit zu fokussieren. Die hält wohl so etwas um die 15 Minuten – d.h. von dem, was an einem Schultag so angeboten wird, können sie nur einen Bruchteil für sich nutzen. Und da der Rest vorbei rauscht verlieren sie rasch den Anschluss.

      Nun wird das mit den Kleinsten hier nicht anders werden. Wenn man hört, dass in einigen Familien doch eher lockere Strukturen gelebt werden und besonders Jungs oftmals machen dürfen, was sie wollen. Auch schon als Kleinstkinder. Analphabetismus bei Eltern ist auch nicht hilfreich. Und Religionen, die die einen unter und die anderen drüber beschreiben auch nicht. Das lässt sich kommunikativ nicht klären – das sitzt tief und wird zweifellos geglaubt und gelebt.
      Zudem gibt es das Problem der Verwandtenehen, was ja auch nicht immer zu höherer Intelligenz und höherer Lernfähigkeit der Kinder führt.

      Integration gelingt nur dem, der es will. Ob es ihm hinsichtlich der mitgebrachten Voraussetzungen glückt kann man in Frage stellen. Von außen ist da wenig zu machen, außer freundlich den Willigen die Hand auszustrecken (so sie gerade auch die von Frauen zu ergreifen im Stande sind).

  105. Gemischte Klassen
    Werter Don Alphonso,

    Gespräch heute hier auf unserer Veranda in Süditalien. Der nette Metzgergeselle Vincenzo (29) war gekommen, mit seinem Nesthäkchenbruder Matteo (11), beide noch mit weiteren zwei Geschwistern daheim bei der „Mamma“ und dem Papa wohnhaft, um uns Fleischabfälle und Knochen für unsere zahlreichen Hunde zu bringen, wie immer lautstark und fröhlich von diesen begrüßt. Der kleine Bruder spielt mit unseren Tieren.
    Er hat im Spätsommer altersgemäß die Schule in der kleinen Stadt (35.000 EW) gewechselt.
    Für die Großen gibt es heute wie immer Gin & Tonic, für den Kleinen eine große Cola. Matteo war unlängst sehr enttäuscht, daß drei von vier neuen Schulkameraden nicht seiner Einladung zu seiner Geburtstagsfeier gefolgt sind.
    Gesprächsaufnahme deswegen: „Alles O.K., funktioniert die Integration in der neuen Schule? – Ja! – Wie viele Schüler seid Ihr in der neuen Klasse? – 25! – Alles Italiener? – Ja! – Gar keine ausländischen Kinder, A****r, N***r, Rumänen, Albaner? – Nein, keiner!“ Der große Bruder erklärt: Diese kommen schon mal dann und wann hin und wieder einen Tag in irgendwelche Klassen, bleiben aber dann meist wieder weg.

    Da habe ich spontan doch lachen müssen.

  106. you do not fool me
    Tja, das ist ja alles ganz doll, das mit der ganzen Bildung und so, nur leider, leider, leider, ist das alles etwas sinnlos.

    Für die Gebildeten.

    Denn, wer sich in mühevoller Arbeit und zeitgleichen Freizeitverzicht, all diese Bildung aneignet, der endet am Ende dort, wo es endet: In der Mitte.

    Zwischen einer Unterschicht, die ohne Bildung und ohne Arbeit und mit viel Freizeit für immer und ewig 1000 € /Monat erhält, und einer Oberschicht, die ohne Bildung und ohne Arbeit und viel Freizeit für immer und ewig 1000€/Tag erhält.

    Beide Tausender werden durch viel Bildung und Arbeit erwirtschaftet.

    Von den Personen in der Mitte. Also die, die all die Bildung besitzen und ganz viel arbeiten.

    Und damit die erst gar nicht merken, wie sie rektal penetriert werden, schreibt man in der FAZ so dolle Artikel über die Wichtigkeit von Bildung, dass man sich ganz dolle Wohnungen leisten kann, mit 20 € Netto/Std.. Damit die anderen 20€ vom brutto weiterhin zu den Unten und zu den Oben fließen, plus all der Output der Arbeit und der Bildung nach ganz oben.

    Muss ja laufen, das bedingungslose Einkommen der Dons. :-)

    • Und das mit der Bildung, die alle beschwören halt
      bedarf halt ganz einfach einer Differenzierung die verloren ging.

      Bildung? Sowas mit Reflektierung und selbständigeneigenständigigen Denkenlernen? Im Idealfall mit Catull und allen schlimmen Erfahrungen auf dem Weg dazu? Nicht schlimm im Nachhinein. Vergnüglich heute.
      Rechnen und schreiben lernen? Wo ist das Problem?
      Ich lach mich manchmal ehrlich krumm.
      In Afrika lernen viele junge Leute freiwillig ein Jahr chinesisch um in China kostenlos studieren zu können. Ist halt schlimm, nicht wahr?? Früher wollten sie hier studieren. Mein Freund, ein Neger, hat in der DDR studiert, er hat eine sehr gute Bildung mitgebracht
      Und ich versichere Ihnen: sie hatten nur Frontalunterricht!
      Irgendwann kommen die Menschen wieder drauf zu differenzieren:

      Bildung oder Ausbildung. Das 2. findet gerade mühsam durchgezogen und verschleiert statt.
      Ferner bin ich der Meinung:
      Mit 18 Jahren Abitur, 4 Jahre Päd. Hochsch., dann Kinder bilden…….geht nicht.
      Vielleicht mit der Grabenmentalität:
      Ich arbeite! bei Regen und Schnee und Kälte in dem nassen und kalten Graben und erledige meine Arbeit und sie wird gut, weil es so richtig ist.

      Was mir, nach Lesen aller Beiträge auffällt…

      Eine hilflose Leere

      Es ist leer in Deutschland. Richtig leer.
      Lächerliche Menschen präsentieren sich auf einem Balkon.
      Nachgestellt. Peinlich. Lächerlich. Mussolini konnts besser. Der andere auch.
      Es ist wirklich peinlich.

      Beste Grüsse zu Ihnen allen

      P.S.:@ frauke amgelin
      Buckelwale, sehen halt nicht so toll aus, die könnte ich anbieten

    • kleines Einmaleins
      Ja, unsereiner hängt in der Mitte. Dennoch ist das Thema wichtig. Zwar wird die Mitte immer die Oberschicht mitfinanzieren (Naturgesetz), aber es wäre doch wünschenswert, wenn es unten weniger und in der Mitte mehr würden. Mittels Bildung. Damit man zumindest etwas mehr bretto vom nutto übrig hat (oder wie das heißt; muß mal Mutti fragen, die weiß das besser) und sich auch mal ein Silberkännchen aus moralisch einwandfreier Kolonialproduktion zulegen zu können. Es müssen ja nicht gleich käufliche Damen im besten Alter sein…

    • you cannot handle the truth..
      Nun, der Deutsche hat neben Demokratie auch den Kapitalismus nie verstanden. 90% aller Deutschen verstehen nicht den Unterschied zwischen Brutto und Netto Lohn. Sie kennen vielleicht die Differenz, halten es aber für ein Naturgesetz, dass der Staat die Hälfte wegnimmt.

      Noch mal zur Erinnerung: Deutschland war erst sehr spät in der Moderne, so ca. 1948. Das dauert noch, bis wir das begreifen.

      Übrigens sind wir deshalb ja auch so anfällig für den Wahnsinn, weil wir Moderne gar nicht verstehen und folglich die Grenzen der Moderne nicht begreifen und daher auch nicht frühzeitig verteidigen.

      Demnächst müssen wir ja neben der Merkel Raute auch noch die grinsende KGE daneben ertragen. Passender kann man die deutsche Elite nicht vertreten. Weil das wirklich unsere Elite ist.

    • @ Goodnight 12:22, 21.Oktober 2017
      Es nervt mich wie hier das Wort „Elite“ in falschen Zusammenhängen gebraucht und somit diskreditiert wird.

      1. Wie kann jemand, der den Mainstream vertritt „Elite“ sein?
      2. Um per definitionem zu einer „Elite“ zu gehören würde es aber auch noch nicht mal ausreichen Teil einer Minderheit zu sein. Der Qualitätsaspekt muss auch berücksichtigt werden. Don Quixote gehörte nicht zu einer „Elite“, genauso wenig wie ein Geisterfahrer.

      Was Sie meinen ist „schnarchsäckige Bourgeoisie“ oder „abgehalftertes Establishment“. Und dann schreiben Sie das doch auch. Bitte nicht so sadistisch brutal mit der Semantik umspringen.

      Bitte, bitte!

    • Mehr Tara vom Brutto!
      Die deutschen Finanzämter …

      Und wie – Balkon: Ausreise genehmigt??

  107. Titel eingeben
    Eine Münchner Richterin erzählte mir, dass ihr Sohn jetzt die letzten beiden Schuljahre in Berlin verbringt. Er möchte Medizin studieren möchte.

    Ich finde, das ist in allen Belangen eine tiefgründige Vorbereitung auf einen in aller Hinsicht herausfordernden Beruf, der nicht selten mit den Abgründen des Lebens konfrontiert ist.

    Daher sollte man um Gottes Willen nicht den NC abschaffen.

  108. es gibt keine Insel der Glückseligen
    Hier in BaWü gibt es eine private katholische Grundschule nur für Mädchen. Die gute und strenge Lehrerin ist eine Ordensschwester. Meine Frau hat heute Nachmittag 2 Mädchen bei den Mathematik-Hausaufgaben geholfen. Die Textaufgabe lautete:

    Eine Spielkonsole kostet 4,50 Euro. ALI hat 9 Euro in der Tasche, wie viele Konsolen kann er sich kaufen?

    Hoffentlich begegnen die Mädchen nicht dem Ali auf ihrem Nachhauseweg. Am Ende geht er mit denen noch hinter den Busch um ihnen seine Spielkonsole zu zeigen.

    • Titel eingeben
      Kam vermutlich aus offiziellen Lehrplänen bzw. Lehrbüchern. Irgendwo sah ich mal, wie ganz stolz von einer entsprechenden Umschreibeaktion berichtet wurde, also dem Ersatz deutscher Namen durch ausländische, insbesondere türkische.

  109. Mir fehlt noch ein Aspekt
    Die Gruppe jener die Kinder haben um
    Einkommen zu erzielen.

    Die Vorstellung das man Kinder hat um sie
    angemessen zu ermutigen und auf ihrem
    Lebensweg eine Weile behilflich zu begleiten
    ist eine schöne Vorstellung.

    Kinderreichtum kann aber auch bedeuten
    das die Kinder für die Erlangung des Reichtums
    produziert werden. Ob mit voller Absicht oder
    als Nebeneffekt ist noch mal etwas anderes.

    Ich gehe davon aus das man in Berlin
    mit 4 Kindern besser leben kann, wenn man ein
    geringes Einkommen hat, als ohne die selben.

    Problematisch wird es erst wirklich wenn die Kinderschar
    etwas größer geworden ist und auf dem Arbeitsmarkt
    geringe Aussichten hat. Ich denke wie dürfen uns
    in Bezug auf Berlin auf eine Bevölkerungsexplosion freuen.

    ps Viele Leute aus der Unterschicht die ich kenne
    halten Berlin für das non plus Ultra.
    Bayern finden diese Leute idR furchtbar.

    Man könnte formulieren:

    In Berlin wächst zusammen was zusammengehört.

    Die wichtigste Aufgabe bayerischer Politiker
    ist Landesverteidigung.
    Wenn der CSU Nachwuchs glaubt das am besten
    von Berlin aus machen zu können,
    wünsche ich viel Vergnügen.

    pps Wenn die Verhältnisse in Bayern noch
    akzeptabel sind sollte man die CSU und
    ihre Leit(d)enden nicht zu sehr
    beschimpfen.

    ppps ggf sollte die CSU doch eine
    bundesweite Ausbreitung versuchen.
    Man kann es ja mit einzelnen Bundesländern
    beginnen. Das Potential ist ja da.
    Die Möglichkeit zerrieben zu werden ist
    heute größer null.

    Ich weis aber nicht ob jemand in der CSU den großen Sprung wagt.

  110. Nord und Sued
    For generations, the northern states in the USA used to laugh at the southern states as unsophisticated and unlearned. And, compared to the northern states they were… though it was mean and arrogant to behave that way.

    What’s odd about Germany is that the northern Germans look down their noses at Germans in southern Germany and mock them and laugh. But the southern Germans/Bavaria/Baden-Wuerttemberg are richer and better educated than the northern Germans. And, may I add, better mannered.

    So what do northern Germans have going for them? Seems like not much more than arrogance.

    • Don't believe e.th. in the media
      Well, that’s not entirely true. You have to be in the right places there. There are still enough nice places, but if the Muslim-influx goes on in this unfiltered manner, the cities might be lost. In fifty years they won’t look like Detroit today, but like Karachi.

  111. Titel eingeben
    This discussion sounds so much like the 1970s in the USA

  112. simpel
    Das mit den Privazschulen ist einfach: Wo geblecht wird, fordern die Eltern Leistung ein. Daher sollte für alle Schulen gezahlt werden, gestaffelt, versteht sich, und Klassen mit mehr als fünf Prozent nicht flüssig deutsch parlierenden Migranten sollten zwei Lehrer erhalten, nicht einen Lehrer und einen Sozialmurkser, nein, zwei Lehrer.

    Der Sozialstaat muss an sich zurückgefahren werden. Selbstbeteiligungen im Schulsystem und in der Medizin wirken wahre Wunder.

    Das alte Sprichwort: Gib den kleinen Finger, nehmen manche die ganze Hand. Soll heißen Verschenken bringt nix.

    • simpel
      Das ist aber soo Singapur!

      Ganz undeutsch – auch uneuropäisch (evtl. außer Schweiz).

      Ganz böse nach gängiger sozialistischer Propaganda.
      Aus meiner Sicht allerdings zur Sicherung der Nachhaltigkeit zwingend erforderlich – wenn man das möchte…

  113. Wieder einmal Österreich
    Vielen Dank für diesen Text, Don Alphonso!
    Eine kleine Ergänzung vielleicht – wir können wieder einmal von den Österreichern lernen (ist schon auch traurig, dass dieses eher kleine Land uns inzwischen in so vielen Dingen vormacht, wie es besser laufen könnte):
    Ich war heuer relativ häufig in Wien, und habe dort auch viel Zeitung gelesen (man muss sich beim Frühstück ja irgendwie unterhalten). Dort lernte ich (was ich noch in keiner deutschen Zeitung irgendwo lesen konnte, aber ich lese natürlich nicht alle und nicht täglich), dass auch Österreich jetzt überlegt, ein Gesamtschulsystem einzuführen.
    Die Unterschiede zu Deutschland bzw. den Bundesländern fallen ins Auge:
    – Die Diskussion findet offenbar parteiübergreifend, recht unideologisch und zielorientiert statt – es geht darum, wie man den Nachwuchs am besten bildet und aufs Leben vorbereitet, nicht darum, ob pädagogische Spinnereien aus ideologischen Gründen eingeführt werden sollen, und das gilt von der FPÖ bis zu den Grünen.
    – Die Diskussion ist rational und an langfristigen Zielen orientiert. Besonders beeindruckt hat mich, dass in den nächsten Jahren Schulversuche durchgeführt werden sollen (an wenigen, ausgewählten Standorten), und dann bis – man glaubt es kaum – frühestens 2030 Ergebnisse vorliegen sollen, die erlauben, eine Entscheidung zu fällen. In Deutschland komplett unvorstellbar – da werden pädagogisch-schulpolitische Entscheidungen ideologisch beinahe im Monatstakt getroffen.
    – Ich weiss nicht, wie Österreich in Schulvergleichen abschneidet. Aber die Herangehensweise an die Bildungspolitik scheint mir doch sehr viel rationaler und sinnvoller als in Deutschland zu sein.
    – Noch eine Bemerkung, die ich nicht verallgemeinern möchte: Meine persönliche Erfahrung ist, dass die „jungen Leute“ in Österreich im Durchschnitt doch sehr viel gebildeter, höflicher, freundlicher, und ja, auch besser integriert (wenn es sich um solche mit Migrationshintergrund handelt) wirken als in Deutschland.
    Don Alphonso, hierzu eine Anregung: Sie leben doch fast in Österreich (ich ja leider nicht mehr ;-) – könnten Sie nicht auch mal eine Kolumne schreiben, in der sie Ihre Sicht auf Österreich thematisieren? Es ginge mir gar nicht so sehr um die Politik, eher ums Alltagsleben, die Leute auf der Strasse. Stimmen Sie mir zu, dass dort noch vieles „normaler“, „gemässigter“, „vernünftiger“ läuft als in Deutschland?

    • Ja, das kann ich gerne mal machen, wobei Österreich auch gross ist.

    • Reinhard, ...
      … sie mögen recht haben,

      ABER: fahren Sie doch zur Abwechslung in die Schweiz, nach Südtirol und Liechtenstein.

      Da finden Sie bessere Vorbilder!

    • ... wobei Österreich auch gross ist.
      Don, eine sehr treffende Bemerkung.

      Ö ist 700 km lang und hat sowohl an der ungarischen als auch an der Schweizer Grenze viel gemeinsames mit den Nachbarn!

      Es besteht ja in seinem Kern aus viel Gebirge, die meisten Einwohner sind aber im Flachland und orientieren sich oft zur Grenze – in ganz verschiedenen Richtungen!

      Der häufigste Ausländerfehler ist eigentlich Wien mit Ö zu verwechseln. Die beiden haben nun wirklich nicht so viel gemeinsam.

      Ihre Berlin-Vergleiche könnte man da auch in vielfältigster Art durchführen.

    • Über den deutschen Glauben, Österreich sei so eine Art Treffpunkt der Sargnagels mit Misiks im Cafe Landsmann wollte ich schreiben

    • @Wassermann
      Tja, da musste ich beruflich halt heuer nicht so oft hin.
      Was meinen Sie, könnte man in der Schweiz, Südtirol oder Liechtenstein noch besser sehen?
      Aber ich glaube, ich verstehe, was Sie meinen. Und haben vermutlich auch Recht.

  114. @ Ossi eins - - In den USA ist das seit langem das übliche Erklärungsmuster -
    – die Weißen haben es verbockt!

    Auf allen Ebenen: Beruf, Gefängnisse, Universitäten, Polizei, Mordrate, Drogenhandel, Kindsvernachlässigung…: Allübrall läuft es auf den Rassismus der weißen Mehrheit als Erklärung für desaströse Zustände hinaus.

    Resultat: Sandra Kegel, FAZ-Literatur-Chefin – z. B. (die Arme ist nur e i n Beispiel, in allen anderen Feuilletons stößt man landauf landab ins gleiche Horn…) nimmt das alles für bare Münze und lobt die entsprechenden Zeitgeist-Autoren wie Te-Nehishi Coates und pseudoanklägerische Langweiler-Romane wie jetzt grade „Underground Railroad“ über den Grünen Klee, während sie zugleich Coates unwidersprochen mit den Worten zitiert, Trump sei der größte Rassist der USA.

    Oh je, wahrscheinlich hat sie auch im Norden Abitur gemacht, die wohlmeinende und mitfühlende Sandra Kegel. Seufz.

    Meine Fantasie geht dahin, sie auf Recherchereise durch die Kommunalpolitische Vereinigung der CSU zu schicken. Zwecks Bodenhaftung für ihren global irritierten Gefühlshaushalt.
    Wahlweise zum Interview mit Michael Klonovsky und Uwe Tellkamp.
    (Aber die CSU Kommunalpolitiker wären schon besser. Also gut – wenigstens in der Fantasie: Keine Wahl für die für Trump-Verleumdung mithaftende Frau Kegel, sie soll zur Basis der CSU. Don Alfonso könnte sie ja vorbereiten – ok, der vorschlag ist gemein – ok – aber nützlich wäre er gleichwohl, hehe, man soll in Agogischen Dingen keineswegs zu feinfühlig sein).

    • Ähm – Literaturchef ist bei der FAZ Andreas Platthaus:

      http://www.faz.net/redaktion/andreas-platthaus-11104457.html

    • @ DA - ah gute Nachricht - Frau Kegel ist Ex-Literaturchefin bei der FAZ - hat sie mehr Zeit -
      – für Reportagen, hehe, bei der kommunalpolitischen Vereinigung der CSU, ich bleibe bei meiner Fantasie – – und den Bahners kann sie gerne dorthin mitnehmen.

      Der drückt sich in letzter Zeit in bayerischen Altenheimen herum und behauptet dann in der FAZ in Artikel groß wie Abortdeckel, in der Münchner Luxusunterkünft „Augustinum“ grassiere irschendwie sozenfeindlicher Ungeist nämlich brauner = AfD-affiner Färbung. Ohne die geringste Spur oder den mindesten handfesten Hinweis – einfach Hörensagen reicht dem Top-Checker Bahners schon für seine kühne und letztenendes ja gesellschaftszersetzende Spekulation. Ös is oag! Tstststs. Die FAZ, die FAZ.

      Und dann noch die Verleumdung von der Buchmesse in der Sonntagsfaz über randalierende Antaios-Mitarbeiterinnen. Ös is oag!
      (Wurde das eigentlich korrigiert, nachdem dann die Videos im Netz haarklein zeigten, dass die linken anti-Antaios-Demonstrantinnen diejnigen waren, die vom Ordnungsdienst der Buchmesse völlig zurecht hinauskomplimentiert bzw. – in einem besonders hartnäckigen Fall: Dann halt auch niedergerungen wurden? – Es würde der Sonntagsfaz sehr gut angestanden haben, hätte sie sich wenigstens dann anheischig gemacht, um Nachsicht bei ihren LeserInnen einzukommen.

      Fällt mir ein: Die Werktagsfaz hat sich in dieser Causa ebenfalls vergallopiert. Wenn auch nur in einem vergleichsweise kleinen Artikelchen, das als Messesplitter osä. firmierte.

      PS
      (Wenn ich mir das überlege komme ich zu dem Schluss, dass ich zumindest einen ziemlich langmütigen Abonennten der FAZ kenne. „Nobadi’s pöfeckd!“ (Seufz)).

    • Ich kann zu Bahners nichts sagen, ich habe den Beitrag nicht gelesen. Und zur Buchmesse habe ich mir noch keine Meinung gebildet.

  115. „Wir nehmen gerade jeden“
    In der Not auch Stewardessen (Air Berlin?) …

    http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Massiver-Lehrermangel-Hilferuf-aus-Grund-und-Mittelschulen-id40897186.html

    … während 3/4 (!) der zuletzt pensionierten Lehrer einen Antrag auf frühzeitigen Ruhestand stellten. Die konnten den neuen Herausforderungen wohl nichts Positives abgewinnen.
    Entsprechende Anträge sollen aber ab 2018 nicht mehr bewilligt werden.

    „Teilweise wüssten die Lehrer nicht mehr, wie sie den normalen Schulbetrieb aufrecht erhalten sollen“

    Nachrichten aus dem Bildungswunderland Bayern, nota bene.

    Auch der Merkur und die SZ („Merkur Lehrermangel“ oder „SZ Lehrermangel“ googeln) haben ein paar lesenswerte Beiträge zum Thema im Netz.

    „Bis 2025 gibt es in Deutschland eine Million Schüler mehr als gedacht“

    Davon kriegt Bayern einen erheblichen Teil ab und wird sich enorm anstrengen müssen, um eine Annäherung an NRW- oder Berliner Verhältnisse zu vermeiden.
    Bayern dürfte in bewährter Manier andernorts zukaufen, was an zusätzlichen Kräften benötigt wird, muss aber – Problem 2 – das zuwandernde Personal (Lehrer, Polizisten, Pfleger etc.) irgendwie unterbringen.

    • 2025
      Der Planungsrahmen ist zu lang. Das ist bis 2025
      wieder vergessen.
      Den Einbruch der Schülerzahlen Ende der 1970er
      hat man erst 14 Tage vorher registriert.

  116. per aspera ad astra
    Bei meiner Vermieterin ist gerade eine deutsche Austauschschülerin, 16 Jahre, Dresden. Reiche Eltern. Gehobene Klasse.

    Ich habe mich einige male mit ihr unterhalten. Also von Büchner, Goethe oder Schiller nie was gehört. Schulbuchprogramm: 3 Bücher pro Jahr. (Kein Tippfehler, d r e i)

    Komplett links-grün verseucht, alle aus der Welt sollte D Schutz und Hilfe bieten , das ist human, aufnehmen. Auf Stichwort Gewalt schaut sie bedaeppert.

    Na, dann sorge ich jetzt mal für den wilden Aufschrei: Als ich zur Schule ging, gab es Ohrfeigen, wurde der Kirchenbesuch nachgefragt und der Lehrer erzählte von Stalingrad. So ham mer wenigstens Jeschichte jelernt. Morgens standen wir alle neben der Schulbank, sagten laut „Guten Morgen Herr Lehrer“ und wagten nicht zu stören, bis auf die üblichen Kritzeleien, die wir auf die Tischplatte schmierten. Es gab Sport und Schulpausen und ich wurde schwer traumatisiert durch die Tatsache, dass mein Schulkollege sich eine Brezel kaufen konnte und ich nicht.

    Wir lernten Gehorsam. Und Inhalte. An Einzelheiten erinnere ich mich nach 60-65 Jahren nicht mehr, aber uns hat die Schule trotz Ohrfeigen, Gehorsam und Kirchenbesuchkontrolle Spaß gemacht und nach der Schule gingen wir Würstchen klauen oder illegale Zigaretten paffen. Schulschwänzen kam nie vor, ich entsinne mich nicht es je erlebt zu haben.

    Bei mir in Costa Rica ist es ebenso, es gibt hier keinerlei Schulschwänzer, sie alle haben Spaß und lernen spielerisch. Und sie wissen es zu schätzen in eine Schule gehen zu können, um etwas zu lernen.

    Komisch dass trotz dieser damals undemokratischen und kinderfeindlichen Zustände eine Menge von uns ins Gymnasium wollten. Wir waren halt verdorben durch elende Autoritäten.

    Ich musste arbeiten gehen mit 14, ging aber später ins Abendgymnasium und danke heute meinem Herrgott , dass er mich in der damaligen Volksschule Disziplin beibringen ließ. Und so paukte ich mit Leidenschaft auch Latein, aber es war nur das kleine Latinum, aber nicht, weil ich in die Tochter meines Lateinlehrers verknallt war.

    Und danach gings zur Schauspielschule, jede Menge Disziplin, zumal ich meinen Lebensunterhalt erarbeiten musste, zusätzlich.

    Und jetzt höre ich die Klagen über das Schulwesen, das weder Disziplin noch Aufmerksamkeit erwartet, sondern eine Gendersprache und die Gewissheit das Heterosexualität ein Krankheitsbild sein kann.

    Meine Nachbarin, die Austauschschülerin, hat, nebenbei erwähnt, nicht das geringste Interesse an der Latinokultur. Sie nörgelt eigentlich an allem rum. Weil hier alles anders ist. Sie ist zu jung um zu begreifen, welche Chance sie bekam eine andere Kultur kennen und akzeptieren zu lernen. Im Grunde ist sie wie der angebliche 17jährige Syrier in Deutschland, der keine Lust hat etwas anderes als sein Weltbild anzunehmen.

    Heute flog sie nach Panama zum Baden. Man will ja als Schülerin ganz exclusiv ins grüne Nirwana eingehen.

    Meine Schule hatte damals nur einmal im Jahr einen Busausflug, einen Tag lang. Vielleicht ist aber genau dass der Unterschied zu heute.

    Wir mussten uns alles erarbeiten. Heute haben Schüler das Geburtsrecht nichts lernen zu müssen und können den Lehrkörper wegen Sadismus verklagen, wenn erwartet wird, dass er ein Gedichtlein auswenig lernt. Zumutung sowas.

    Ordnung, Zucht, Disziplin, Strafe, Aufmerksamkeit – also mich hat das mein Leben lang begleitet und ich suche heute noch die schwere Traumatisierung , die ich als Schüler doch erfahren haben muss. Ich habe von Storm über Goethe, Rilke und Grimmelshausen so alles gelesen, was die deutsche Sprachkultur an Schätzen zu bieten hat. Und es hat mich erbaut. Wo bei euch der Fehler liegt, kann ich nicht beurteilen, aber eines weiß ich: diese Form der Disziplinierung ist einfach nötig um etwas zu lernen. Und sei es um das Handy aus dem Fenster zu schmeißen und dem Lehrer zuhören, falls er was erzählen kann.

    • 60 Minuten Aufmerksameit
      … hallo werter Tico –

      … schön Sie wieder lesen zu dürfen!

      Alles was Sie zur Schulbildung aus fernen Zeiten hier beschreiben kann ich aus eigenem Erleben voll unterschreiben …

      wir mussten zur Schule jeden Morgen auch noch 3 km zu Fuß gehen – nicht jeder hatte damals ein Fahrrad („Farat“ – bei Schreiben nach Gehör)…

      … und bezüglich der von allen Erziehern und Lehrern beklagten Aufmerksamkeits-Unfähigkeit der Kinder und Jugendlichen …

      unsere „Schulstunden“ erstreckten sich damals tatsächlich noch über unglaubliche 60 Minuten …(müsst´mal „gockeln“, wann die 45 min/Regel kam) …

      wie wir dies alles überleben konnten – fragen Sie sich das nicht auch manchmal ?! (Zynismus off).

    • Zustimmung außer Zucht
      Zucht nein, sonst eher richtig. Kompliment nebenbei für Ihr erfolgreiches Autodidaktentum. Wir hatten beim Abitur, „Die Räuber“, „Maria Stuart“ und „Wilhelm Tell“ von Schiller intus, außerdem den „Faust“, den „Götz“ und „Werthers Leiden“ von Goethe. Von Handke „Kaspar Hauser“, irgenwas von Böll, außerdem Lenz und diverse Gedichte.

      Ja, Sie haben Recht. Auch unsere Kinder haben Goethe- und Schiller-frei die Schule verlassen. Die Bildung wird systematisch heruntergeschraubt. In Geographie Kenntnisse über Wirtschaften in diversen Ländern, von denen sie oft nicht wissen, wo diese liegen und welche Gebirgszüge/Flüsse/Städte sich dort befinden. Meine eigenen haben das zu Hause über Stadt-Land-Fluss gelernt. B: Brahmaputra. C: Chesapeake. O: Okawango etc.

      Was die Austauschschülerin betrifft, hat sie Costa Rica nicht verdient. Und ich dachte, man könne in Costa Rica an zwei Meeren baden.

      Was hinzukommt, ist bei vielen Schülern ein durch Marihuana- und Alkoholkonsum beschädigtes Langzeitgedächtnis. Es ist ein Trauerspiel. Die Eltern sind mitschuldig, weil sie nicht Nein sagen.

    • Tico - Super Schule zu Ihrer Zeit
      So hat mir das mein Vater auch erzählt, Dorfgrundschule, 40er Jahre, nur daß er auch im Nachhinein nicht so begeistert war. Im Dorf gab es 4 Respektpersonen – Pfarrer, Bürgermeister, Dorfpolizist, Dorflehrer. Jene durften sich alles erlauben und taten das auch. Sadistische Neigungen wurden nach Belieben ausgelebt.

      Der Tyrann am Katheder zerstörte z.B. seinen nagelneuen Füller, für den mein Vater tagelang im Wald Blaubeeren gesammelt und verkauft hatte, einfach so, weil er sich über irgendetwas (nicht über meinen Vater) geärgert hatte. Folgen für den Beamten? Keine.

      Mein Vater ist immer noch sauer, wenn er von seiner Schulzeit erzählt. Sowas braucht heute kein Mensch mehr. Und auch die vielgepriesenen ostasiatischen Erziehungsysteme sind keine Heilsbringer. So hatte ich einen chinesischen Kollegen, der meinte, sein Sohn solle keinesfalls durch das Erziehungsystem seiner Heimat gehen.

      Daß des Pendel hierzulande zu sehr in die andere Richtung ausschlägt, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht sollte man in die 70er/80er zurück, aber keinesfalls in die 40er/50er.

    • An Goethe und Schiller
      sollte man übrigens nicht den Bildungsstand festmachen, schon gar nicht mir 16, wo man ja gerade die Mittelstufe hinter sich hat. Ich war sogar im Deutsch-Leistungskurs und bin sehr froh, daß mir diese schwer im Magen liegenden Klassiker weitgehend erspart geblieben sind.

      Unsere Lehrerin eröffnete uns dafür den Zugang zu Dostojewski, Dürrenmatt, Böll, Fallada, Hesse, Frisch, Garcia-Marquez, Alliende, … und gelegentlich auch ganz aktueller zeitgenössischer Literatur. Es war super, auch ohne DIE Klassiker.

    • Komisch...
      Ich wurde auch 1942 eingeschult und hatte solche Lehrer nicht. Nicht einmal wurde ich oder andere geschlagen und frage mich heute noch, warum wir bei einem den Ausdruck „Buffki“ von älteren Schülern übernahmen.Einer spielte wunderschön Geige im Volksschul – Musikunterricht und die Glocke und den getreuen Eckardt hatten auch wir intus.

      In der Nachkriegszeit musste man möglichst täglich einen Holzscheit oder ein Brikett für den gußeisernen Klassenofen mitbringen.

      Einen Dorfpolizisten habe ich nicht wahrgenommen, aber einen Ortsvorsteher, den Klutenpetter.Die Kirche war 13km entfernt, man ging nicht hin. Leider waren es beim Gymnasium 15km und im kalten Winter 1946 war es mir unmöglich mit der letzten Hartbeteifung auf dem Rad bei all der Kälte und den Schneeverwehungen, dort hinzukommen.Das war ein Wohnortsnachteil.

      Mein Leben sehe ich trotzdem als spannend und erfüllt an.

    • Schule
      Ich wurde 1963 in Baden-Württemberg eingeschult. Unsere Klassen hatten damals 40 und mehr Schüler. Prügelstrafe gab es nicht. Einmal hat eine Lehrerin einem Schüler eine Ohrfeige angedroht. Daraufhin kam der Vater (der nebenbei noch 11 weitere Kinder hatte) und drohte ihr eine an, wenn sie es wagen würde, eines seiner Kinder zu schlagen. Vielleicht, weil er so aussah, als wenn man das ernstnehmen musste, war das dann kein Thema mehr.
      Die Lehrer warfen dafür mit nassen Schwämmen auf die Schüler, die „schwätzten“. Einmal hatte ein Lehrer in einer Hand einen Schwamm und in der anderen Hand eine Kreide und warf aus Versehen mit der Kreide. Traf den Schüler knapp über denm Auge, der daraufhin ohnmächtig zusammensank (ich vermute, vor Schreck).
      Danach wurde auch mit nichts mehr geworfen.
      In allen Klassenzimmern der Grundschule hingen damals grosse Poster mit Abbildungen verschiedener Bomben, Granaten und Gewehrmunition aus dem II. Weltkrieg. Weil wir nachmittags immer durch die Wälder streiften, die unser Spielplatz waren, fanden manche Kinder ab und zu einen Blindgänger aus dem Krieg. Damit die den nicht anfassten, hatte man diese Bilder.
      Weil Baden-Württemberg damals im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern an Ostern das Schuljahr wechselte, machte man 3 „Kurzschuljahre“, um sich mit den anderen zu synchronisieren.
      Ich kam deshalb mit 9 Jahren ins Gymnasium (1966).
      Da waren die 68er gerade in der vollen Anlaufphase. Ich war damals Klassensprecher in der Unterstufe und musste deshalb auf die SMV-Sitzungen, wo sich Klassensprecher der Mittel- und Oberstufe, Marxisten, Leninisten, Trotzkisten, Maoisten und Anarchisten gegenseitig die Köpfe zutexteten, wer im Besitz der einzig wahren Lehre der in Kürze stattfindenden Weltrevolution sei.
      Bei wichtigen Abstimmungen, zum Beispiel, ob die Tanzkapelle für den Abschlussball sozialkritisch genug sei, hatten die Unterstufensprecher in Ermangelung sozialistischer Erleuchtung eine, die Mittelstufensprecher, die zwar erleuchtet aber noch nicht genügend kampferfahren waren, zwei, und die Oberstufensprecher als kampferfahrene Elite des demnächst die Diktatur übernehmenden Proletariates drei Stimmen.
      Genau die erkenne ich immer, wenn irgendwo über rot-grün berichtet wird. Dass DIE nicht Richtiges werden würden, war mir schon damals klar. Dass dieser Abstimmungsmodus zutiefst undemokratisch war, erst später.

  117. Am Ende ...so schnell schon?
    Aus Tichys Einblick / Meinungen 20. Okt. 2017:
    „Die Vereinigung der Berliner Staatsanwälte konstatiert, ein funktionierendes Rechtssystem sei in der Hauptstadt nicht mehr vorhanden
    ( … )
    befürchtet Freilassungen von tatverdächtigen Kriminellen aus der Untersuchungshaft: „Eine tat- und schuldangemessene Ahndung von Straftaten ist beim Landgericht nicht mehr zu erwarten.““

    • @Nedda Gschempft
      Und wie, mit Verlaub, gedenken Sie Ihre top 10% in zartem Alter zuverlässig zu identifizieren?

    • @panna Kraweel 17:20: Wie man die top 10% erkennt.
      Durch konsequente und ideologisch ungeschönte Leistungsmessung, also Benotung ab der 1. Schulklasse. So hat das bei uns damals funktioniert und so funktioniert es heute in den Ländern die bei den internationalen Bildungstest ganz oben stehen. Dazu natürlich Elite-Schulen und entsprechende Förderung – was es so im Nachkriegsdeutschland nie gegeben hat.

      Ich halte es für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, jemandem nicht zu sagen, wo er steht und ihm damit die Möglichkeit zu rauben, zu einer realistischen Selbsteinschätzung zu gelangen um sich und seinen Stand zu verbessern.

      Die heutzutage gegebene Fake-Benotung, die nur noch die Noten 1 und 2 kennt, führt genau zu dem, was die linken Gleichmacher-Ideologen zu verhindern versuchen: Als Firma muss man dann halt andere Kriterien suchen, um die Leistungsfähigkeit eines Bewerbers zu bestimmen. Im Zweifelsfall greift man dann auf genau die Vorurteile zurück, auf die man gar nicht zurück greifen möchte. Personelle Fehlinvestitionen sind halt teuer und in DE schwer korrigierbar.

      Die internationalen Konzerne – die einzigen Gewinner der Globalisierung – transferieren alles, was geht, nach Südostasien. Einfache Produktion ist schon fast komplett dort. Im vollen Gange ist der Transfer der „Wissensindustrie“. Das dauert noch an, weil die bestehende Wissen-/Personenbasis nicht so einfach versetzt werden kann und der Bedarf intellektueller Kapazität dort durch den Output des Bildungswesens nicht gedeckt werden kann. Ein scheibchenweiser Prozess.

      Zuletzt werden die komplexen Produktionsprozesse (z.B. Automobil) transferiert werden, die eine bestehende physische Produktionsbasis, als auch ein Wissens-/Personenbasis hier haben. Das ist offensichtlich komplexer. Da reicht es nicht, dass Daimlers Produktionsstraßen in China das gleiche können wie die in DE. Man muss auch das zugehörige Personal aufbauen.

  118. Auch Bayern ist nur im Vergleich zu Berlin gut.
    International kann Bayern auch nicht mithalten. In Südostasien spielt die Musik. China, Taiwan, Singapur, Südkorea sind bildungstechnisch Lichtjahre entfernt.

    Ich habe hier über Jahrzehnte hinweg in der Firma Praktikanten betreut – Schüler, Studenten, Diplomanden, Doktoranden. Das Bildungsniveau ist immer weiter abgesackt. Studenten, die heute hier ankommen, beherrschen nicht mal mehr die deutsche Sprache – können oft gar keine sinnvollen, zusammenhängenden Sätze formulieren. Und das sind KEINE Leute mit Migrationshintergrund! Eigentlich müssten wir im internationalen Umfeld der Firma hier Englisch verlangen. Das kann man gleich vergessen – Verständigung unmöglich! In den anderen Bildungskategorien sieht es natürlich nicht besser aus. Und wir sind hier schon ein internationaler Großkonzern, der sich die Besten aussuchen kann!!

    Bachelor-Studenten haben das Niveau der 10.Klasse in den 80ern. Master liegen knapp unterhalb dem damaligen Abitur, Promovierte etwa auf Niveau eines damaligen Vordiploms. Abitur entspricht damaliger 7.-8.Klasse.

    Die totale Katastrophe.

    Konsequenz: 80% der Neueinstellungen hier in der Firma sind keine Deutschen mehr, sondern kommen aus Südostasien, Indien und Osteuropa. Die haben einen wesentlich höheren Bildungsstandard, Top-Arbeitsmoral und -Leistungsorientierung, und arbeiten für weniger Geld.

    So, wie die Bildung hier in DE and die Wand gefahren wird, kann sich das Land als Wirtschaftsmotor dauerhaft nicht halten. Momentan schmeißen die Oldies Jahrgang 1970 und früher den ganzen Laden noch. Über die nächsten 25 Jahre wird DE mit deren sukzessiver Verrentung einen beispiellosen und sich immer weiter beschleunigenden wirtschaftlichen Absturz erleben. Die Folgen der Bildungskatastrophe zeigen sich halt erst mit jahrzehntelanger Verzögerung. Aufhalten kann man das m.E. nicht mehr. Zu groß sind die Defizite. Die oben genannten Ausländer, die wir hier einstellen, wollen nicht dauerhaft hier bleiben. Die sammeln hier berufliche Reputation und gehen dann für besser bezahlte Jobs in ihre Heimatländer zurück. Das kann man jetzt schon eine lange Zeit beobachten. Relativ neu ist, dass jetzt deutsche Top-Leute wegziehen in diese Länder. Dieser Trend nimmt immer mehr zu. Gerade auch, weil die Kinder dort eine bessere Bildung bekommen.

    Tja, werter Don, Im Vergleich zu Berlin können Sie mit dem Gymnasium am Tegernsee vielleicht punkten. Gerettet wird DE dadurch aber nicht.

    • Das mit china glaube ich so nicht. Was ich da letzthin mitbekam, von einer angeblich „sher guten“ Schule, war erschreckend schlecht. Vielleicht drillen die besser für Vergleichstests.

    • @Don 03:34
      Werter Don,

      Sie machen genau den Fehler, den unsere Politiker auch machen!

      In China und Osteuropa – wie auch in USA – gibt es eine enorme Bandbreite.
      Noch größer als Berlin / Tegernsee – nur auf einem insgesamt höheren Niveau.

      Damit redet man sich selbst die Welt schön oder schlecht – so, wie es einem in die Ideologie passt.

      Allerdings ist mindestens die untere Hälfte (eher die unteren 2/3) der Bildungsempfänger für die langfristige wirtschaftliche Prosperität gleichgültig. Für die Zukunft entscheident ist, wie gut die top 10% sind. In DE gibt es für diese keine „Eliten-Sonderbehandlung“. Die werden zusammen mit dem unteren Drittel beschult und können daher ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Das ist in den anderen Ländern halt nicht so.

      Wenn Sie nur die Gesamtmenge betrachten und Chinas Landschulen einbeziehen, nivellieren sich die Unterschiede natürlich.

      Außerdem muss man auch die relative Dynamik der internationalen Bildungssysteme betrachten. Die Asiaten sind in der Spitze enorm aufgestiegen und ziehen dadurch auch die Breite mit. Dieser Trend verstärkt sich sogar noch! In DE ist es genau umgekehrt. Und weil keine Regierung in DE das Problem überhaupt als Problem sieht, wird es so weiter gehen. In ein paar Jahrzehnten wird DE ein Billiglohnland sein. Wir werden dann die billigen T-Shirts für China produzieren.

      Die Sache ist die, werter Don: Das ist von der Politik genau so gewollt!!

    • Nedda Gschempft, ...
      … meine Einschätzung und Rede.

      Danke für die konkreten Belege und Beobachtungen aus Ihrem Arbeitsleben!

    • Völlig richtig
      Du kannst weltweit nicht konkurrieren mit Fächern wie Gesellschaftswissenschaften, die von Schülern gemacht werden, die weder den S-Zweig, sprachlich, noch den M-Zweig, mathematisch, schaffen.

      Die Mathematikkenntnisse in D sind im Durchschnitt, von den Ausnahmen mal abgesehen, unterirdisch. Hatte vor einiger Zeit über die Kinder jungen Besuch aus den USA, eingewanderte Inder. Eklatanter Unterschied im Wissen, allroundgebildet.

      Das sind die Folgen von links ausgerichteter Politik. Irgendwann bricht das Kartenhaus zusammen.

    • Entweder
      geht die Welt des alten weißen Mannes unter, oder nicht.

      Wenn ja, dann befinden sich Ihre globalen 10% High Potential
      auf der falschen Seite der Geschichte.
      Bis das geklärt ist, kann man sich in D auch mal ein bisschen
      zurücklehnen. Unausgeschöpftes Potential für eine neue Welt,
      ist dann zur Genüge vorhanden.

    • Das mit China, Korea etc...
      ist Quatsch. Ich kenne das aus nächster Erfahrung, sowohl privat, als auch beruflich. Die, die hierherkommen, sind die Zweitbesten (die Besten gehen in die USA). Ansonsten herrscht in Ostasien Frontalunterricht, büffeln, lernen bis zum Umfallen, etc… Da wird viel gepaukt, gerne auch mit Extra-Unterricht nach der Schule, nur selbständiges, kreatives Denken kommt kaum vor. Das fehlt dann hinterher, die Firmenkultur ist entsprechend.

      Die Oberschicht in Asien merkt das übrigens langsam und setzt auf europäische Modelle. Naja, oder vielleicht das, was Europa vor 20-30 Jahren mal war. „Skandinavische“ Kindergärten sind jedenfalls in Korea total in.

    • Titel eingeben
      Mein Mann klagt auch über die Arbeitseinstellung und Qualifikation der jüngeren Mitarbeiter, insbesondere der Werksstudenten. Seitdem die Firma in chinesischer Hand ist kommen von dort viele sog. Delegates. Fast alle möchten hier bleiben. Meine Gespräche mit meiner chinesischen Lieblingsmutter aus der Schule gehen in die gleiche Richtung. Den Drill will man seinen Kindern nicht antun. Das zerstört die Kreativität. Trotz der Befürchtungen, das Land könnte sich wg Merkelscher Resettlementpolitik weiter negativ verändern, möchte man die Freiheiten hier nicht missen.

  119. Titel eingeben
    Ich habe selten einen solch‘ obszönen Feudal-Snobismus gelesen.

  120. Off topic: Brenzlig
    Da scheint ein Riesending zu stinken: Gestern hat Putin auf der jährlich stattfindenden Valdai-Konferenz explizit betont, dass Russland seine Verpflichtungen aus den Atom-Abrüstungs-Abkommen mit den USA stets eingehalten habe und dafür gesorgt habe, dass US-Beobachtern ungehinderten und permanenten Zutritt zu Hochsicherheits-Anlagen gewährt wurde. Umgekehrt sei diese Praxis von den USA nicht erwidert worden. Heute berichtet FOX News (Hannity), dass Russland im Rahmen des Uranium ONE deals 20% des amerikanischen Nuclearmaterials erhalten habe – wovon Hillary Clinton in erheblichen Masse (via Clinton Foundation) profitiert habe, ohne den US-Congress/Öffentlichkeit darüber informiert zu haben.

    (1)http://en.kremlin.ru/events/president/news/55882
    (2)https://www.youtube.com/watch?v=aFLzOK1sxNI

    Putin und Trump brauchen jetzt Nerven wie Drahtseile. Hillary könnte tatsächlich im Knast landen.

  121. Heute…
    musste ich leidergottseidank die ersten Arbeiten für die Winterfeste meines sich bei günstigen Winden überaus schnell und sicher bewegende schwimmende Ferienhaus erledigen. (Besitz engt immer ein!).
    Aber nach einem arbeitsreichen Tag kommt dieser Artikel über meinen matten Geist wie ein warmer Sommerregen über meine blutig gearbeiteten Hände.
    Und auf Knien bin ich dankbar, dass nicht nur in Bayern, sondern auch bei uns nördlich des Polarkreises, jedes Jahr Finalisten von „Jugend forscht“ aus der Schule meines Sohnes kommen und es fordernde Klavierlehrer gibt, die dem Töchterchen nicht die Flöten- aber die Tastentöne beibringen.

    Und wo ich schon bei Dankbarkeit bin:

    Danke für diese wunderschöne Miniatur!

  122. Um das mal auf den Punkt zu bringen,
    die Beschäftigten im Bildungswesen müssen schon saudumm sein, dass asoziale Politiker ihnen smarte Reformen vorgeben und die sich dafür noch den Ar… aufreißen.
    Haben eure Kinder halt voll blöde Eltern – Pech gehabt.
    Ich bleibe dabei KGE als Bildungsministrantin gibt es zur Belohnung für solch verkorkste Gestalten wir ihr seid…
    Jameica ist die alternativlose Zukunft dieses Geistes!

    • Die Beschäftigten im Bildungswesen sind nicht saudumm,
      sondern machen das Beste aus ihrer Situation. Sie dürfen als Beamte ja nicht streiken. Deswegen sie lassen sie sich möglichst schnell frühpensionieren, was ich ihnen mittlerweile nicht mehr verdenken kann, denn Schule soll heutzutage ja Folgendes leisten:
      -gute Busverbindungen
      -gute Parkmöglichkeiten
      -Inklusion
      -Integration
      -gute Ganztagsbetreuung
      -gutes Mittagessen (vegan, glutenfrei, bio, halal)
      -gutes Freizeitangebot
      -Sozialverhalten lehren
      -Sport -und Musikangebote
      -Sexualkunde auf Genderbasis
      -gegen Rassismus sein
      -gegen rechst sein
      -Gebetsräume
      -gute Noten für alle
      -Motivieren statt Leistung zu fordern
      -Elternarbeit unterstützen
      -Abarbeiten bildungsfremder Lehrpläne
      -Mädchenförderprogramme anbieten
      -5000 versicherungsrelevante Vorschriften einhalten, kontrollieren und protokollieren

      ach ja, stimmt, Bildung und Wissen vermitteln, letzteres mit Hilfe von Herrn Google und Frau Wikipedia.
      Wer will sich das denn alles noch antun? Auch wenn das Beamtentum einige Vorteile aufweist, die Nachteile überwiegen allmählich eklatant.

      Gibt es eigentlich an Privatschulen auch Lehrermangel und müssen die auch jeden nehmen, die einen Stift halten (Laptopdeckel aufklappen) kann?

    • Ixch war ziemlich schockiert, als jemand in Niedersachsen ohne jede didaktische Vorbildung, aber mit Dr.-Titel, bei Arbeitslosigkeit zum Lehrer gemacht wurde. Ist aber auch schon wieder 8 Jahre her. Ich weiss nicht, wie so etwas gut gehen kann. M.E. war er von Schülern ziemlich überfordert.

    • Sollten die Eltern den Schulträgern mal die Hölle in der Kommune bereiten
      und nicht nur bei den Elternabenden ihre persönlichen Animositäten selbstdarstellerisch vorführen.
      Geld ist für alles da, aber den Eltern, Lehrern, Kindern ist es nicht wert sich für bessere Bedingungen einzusetzen. Staatdessen werden demnächst Einmachdosen zu Pädagogen deklariert ohne Gegenwehr.
      Weiterjammern und duckmäusern bis ihr mal die Intifada inkludieren wollt.
      4,4 Mrd. für den Giftgasmörder und Tyrann Erdogan mit Bildchen im goldenen Sessel im Staatstv präsentiert oder beim Bankett in der Elbphilharmonie, da liegt die Schmerzgrenze immer noch nicht tief genug.

    • Die Beschäftigten im Bildungswesen sind nicht saudumm
      Wirklich nicht?

      Ich dachte die wählen mehrheitlich grün.

      Da drängt ein: Nur die dümmsten Kälber … etc aus meiner Brust.

    • @Bemaba
      Danke für die Zusammenstellung. Ich mchte ergänze: die vielseitige und kleinschrittige Förderdiagnostik

    • ... wählen sich ihren Dienstherren selber ...
      „Auch wenn das Beamtentum einige Vorteile aufweist, die Nachteile überwiegen allmählich eklatant“: Was ich so höre, ist das kein Spezifikum des Lehrerberufs, sondern gilt für den Staatsdienst ganz generell.

    • @Don: So einen hatte ich im Physik-Leistungskurs
      einen „echten“ Physiker, ohne didaktische Vorbildung und auch ohne Doktortitel. Es war der beste Lehrer, den ich je hatte.

      Im D-Zug-Tempo wurden einem anfang jeden Halbjahres Mathe-Grundlagen beigebracht. Als Lektüre dienten Feynmans berühmte Lectures-on-Physics (zweisprachig, deutsch-englisch), oder gleich englische Bücher. Es gab angeblich keine guten deutschen.

      Der Unterricht war heftig und nichts für geistige Kleingärtner. Am Anfang waren wir geschockt. Später an der Uni habe ich gemerkt, wie nützlich diese Zeit war. Ich war nicht der einzige.

  123. Der Spass der Massen an Säuberungswellen
    Lieber Don Alphonso,

    ach, Sie können doch noch über etwas anderes schreiben als über Ihre Fahrräder. Mit Ihrem heutigen Text haben Sie in Bezug auf Ihren Bildungshintergrund ja mächtig bramar­ba­sie­rt und wie ich sehen konnte gibt es, ganz in Ihrem Sinne wieder eine verschmockte Debatte hierzu.

    Hélène Cixous betont in ihrem Essay Sorties, das grenzüberschreitende Potential des Schreibens, sowie die Beziehung zwischen Sexualität und Textualität und Ihr heutiges Thema bietet sich ja auch dafür an.

    Aus der Geschichte kennt man ja die Säuberungswellen von Stalin und Mao und in diesen Tagen hat Erdogan seine Säuberungswelle in der Türkei, wie in Deutschland ein Herr Maas seine persönliche Säuberungswelle betreibt, um ein neues Geschlechterbild nach seinen Vorstellungen zu etablieren.

    Ja, und besondere Freude hat man gegenwärtig an der Säuberungswelle mit dem von Ihnen genannten Sexskandal mit Hashtag.

    Statt einer notwendigen Säuberungswelle im Bildungsbereich geben sich viele vorgeblich besorgte Eltern mit wenig motivierten Lehrern, die ständig ihr Burn-out pflegen, leichter deutschen Sprache und islamisch dominierten Schulklassen zufrieden.

    Doch man konnte auch von Lehrerpersonal Kenntnis nehmen, die Ihrer Lust frönten und Schlagzeilen machten wie: „Lehrerin füllt Schüler ab und hat Sex mit ihm auf der Bordtoilette“ (Münchner Merkur), „Sex mit Schülerin – Bewährungsstrafe für Lehrer“ (SZ) oder „Sex mit Schülerin – Religionslehrer vor Gericht“ (Welt)

    Gute Bildung, auch an bayerischen Schulen nicht selbstverständlich, verschafft einem stets Vorteile.

    Beispielhaft hierfür kann man dies jetzt ja an Ronan Farrow erkennen. Ein Bildungswunderkind, das mit seiner Publikation die Hatz auf Harvey Weinstein eröffnet hat und sich nebenbei auch noch ein wenig bei seinem Vater, Woody Allen, rächen konnte.

    Bei der gerade laufenden Treibjagd dieser Gesellschaft abgerichteter sozialer Monaden, sei nur nebenbei erwähnt, daß Roman Polanski bei seinem Besuch vor kurzem in Zürich wahrscheinlich nur ungeheures Glück hatte nicht wieder verhaftet zu werden in der gegenwärtigen Stimmung der Gleichmacherei.

    Wenn man einmal bereit ist sich ein wenig zurückzulehnen erinnert man sich doch an Augustinus, welcher sich auf Paulus beziehend, schon von der Konkupiszenz (das heißt vor allem das sexuelle Begehren) berichtet und als das sichtbare Zeichen der Erbsünde deutet. Ja, die wird man nicht los und zwischen vergewaltigenden Islamis und Herr Weinstein´s Verhalten, der symbolisch jetzt für viele andere steht, dürften ja durchaus auch weltanschauliche Differenzen bestehen.

    Was ist das für eine Zeit, in welcher man versucht die Menschen glauben zu machen, daß sie sich dem Zwang der Konkupiszenz entziehen könnten? Auch Lehrer werden schwach, Herr Weinstein auch und Herr Maas kauft sich gleich ein Playboygirl.

    Für den Normali bleibt da nur als billiger Trost:
    „Die Ehe ist die große von Gott etablierte Ordnung, in der sie diesen Trieb mäßig stillen dürfen“

    J. M. R. Lenz sprach vor vielen Jahren schon von „la belle morale“:
    „Der Trieb zum Vergnügen, der so tief in meiner Seele liegt, scheinet es zu rechtfertigen, wenn ich mich dieser Gattung von Begierden ganz überlasse“.

    Natürlich werden hier Spiele gespielt, sicher auch böse.

    Ganz toll fand ich gestern die FAZ Schlagzeile: „Das Klima ist in Deutschland das gleiche – Sexismus und Missbrauch: Das passiert nicht nur in Hollywood. Jetzt sprechen auch deutsche Schauspielerinnen über das Tabuthema.“

    Die in diesem Artikel erwähnten Schauspielerinnen scheinen ja alle in billigen Krimiserien tätig zu sein und bei aller volksdümmlichen Hatzstimmung, vielleicht war doch alles nur ein Deal zwischen einer Jobsuchenden und dem Produzenten in in einem Markt des Überangebots von Schauspielern oder was sich so nennt?

    Frau Brigitte Zeh meinte in diesem Artikel ja: „Du kriegst mehr Aufmerksamkeit, wenn du sexy bist. Ich finde das wahnsinnig anstrengend.“

    Gute Güte, sie hat recht und, wenn das für sie anstrengend ist, scheint sie dem Job wohl nicht gewachsen zu sein.

    Sehen wir das doch einmal von der anderen Seite und zum Thema passend am Ende auch noch mein Filmtip hierzu:

    „Enthüllung (1994)“ mit Michael Douglas und Demi Moore

    Das Lexikon des internationalen Films schrieb hierzu:
    „Das aktuelle Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz in bezeichnender Umkehrung: nicht die Frau, sondern der Mann fühlt sich bedroht. Eingebettet in die vor allem visuell faszinierende Beschreibung eines modernen Unternehmens, läßt sich die Bestseller-Verfilmung als Illustration verlorengehenden männlichen Selbstbewußtseins verstehen.“

    Vielleicht sind Herr Weinstein und die anderen, deren Existenz man jetzt freudvoll und mit heuchlerischer Empörung zerstören will, auch nur Opfer einer Meredith Johnson geworden.

    Oder sehen wir es doch einmal wie es Thomas Fischer unter der Überschrift: „Es gibt keinen Skandal“ beschrieb:

    „Wie bei der sexuellen Nötigung ist auch bei Diebstahl und Raub Voraussetzung der Strafbarkeit, dass das Tatopfer einen „entgegenstehenden Willen“ hat und der Täter das auch weiß. Wer eine ihm angebotene Praline isst oder irrtümlich glaubt, der Eigentümer sei mit dem Naschen einverstanden, begeht weder einen Diebstahl noch einen Raub.“

    Bei all dem wohl feministischen Klagegesang erinnere ich mich ja schon an Charles Bukowski als dieser einmal gesagt haben soll:

    „Feminismus existiert nur, um häßliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren.“

    Na dann bis zum nächsten Mal.

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Seien Sie froh, verehrte ObjectBe
      Solange die Prostitution nicht illegalisiert wird, gibt es für diese keine bessere Geschäftsgrundlage als die heutige Zeit mit dieser Gemengelage aus Biedermeier, Sexismus und sexueller Repression sowie der Dominanz von frustrierten und frigiden Feministinnen.

    • zwischen vergewaltigenden Islamisten und Herrn schWeinstein ...
      … gibt es durchaus Parallelen.

      Der Hauptunterschied dürfte aber doch in der Intelligenz liegen.

      Herr sW kassiert einfach eine Zusatzprovision in Naturalien und das hat Jahrzehnte funktioniert. Der Isl kassiert doch schneller ein wenig Weiterbildung im Knast, wird es aber doch nicht so weit bringen noch so gut leben…

    • Wer eine ihm angebotene Praline isst ...
      … oder irrtümlich glaubt, der Eigentümer sei mit dem Naschen einverstanden, begeht weder einen Diebstahl noch einen Raub.

      Verehrte oB,

      das haben Sie sehr schön formuliert bzw. zitiert!

    • Praline
      Aber nur solange, wie die Praline nicht vergiftet ist. Ab einem gewissen Alter sollte man solche Geschenke besser entsorgen.🤓

  124. Bayern importiert Bildung
    Das bayrische Modell war für die Besseresser schon recht clever. Die eigenen Kinder wurden kräftig auf die Hauptschule geschickt, damit die dann über die Lehre schnell den Staat finanzierten. Die teuren Akademiker, die ja nicht nur länger an der Schule bleiben, sondern auch noch teure Studienplätze belegen, holte man sich lieber aus dem Norden. Nur krankt dieses Modell an zwei Ecken: Auch im Bayern wird es für die Hauptschüler immer schwerer, einen auskömmlichen Job zu bekommen. Und die Akademiker kommen auch aus Berlin. Da fehlt es dann oft nur nur an der rechten Erziehung. Nein so etwas potenziert sich sogar noch über die Generationen.

    Mit den Wohlstandsinseln ist das ja so eine Sache. Man kann zwar das Prekariat über die Wohnungs- und Grundstückspreise rausekeln, aber wir sind nunmal ein freies Land. Wenn es schlecht läuft, kommen die dann lärmend am Wochenende und Feiertagen und benehmen sich noch schlechter, als wenn sie dort wohnen würden.

    • Seit 1924 gibt es...
      …in Oberstdorf, für Sie vielleicht das Ende der Welt, ein Gymnasium, welches immer gut belegt war.

  125. Mittelschule (ehemals Hauptschule) in München
    Werter Don,

    ich darf darauf hinweisen, dass es den Begriff der Hauptschule unter Eingeweihten nicht mehr gibt. Die Hauptschule, die meine Eltern noch als Volksschule kannten, heißt nun Mittelschule.

    Ich war baff erstaunt als ich den Namen vor ein paar Jahren zum ersten Mal hörte, zumal ich über die Zustände an Münchner Haupt- bzw. Mittelschulen unterrichtet war, und fragte, „Mitte von was?“ – Nachsichtiges Lächeln. Ich wurde darüber aufgeklärt, dass der Name davon rührt, dass die Mittelschule u.a. Schulabschlüsse heutzutage eben auch für den Realschule abnimmt.

    Interessant sind die Betätigungsfelder, denen sich eine durchschnittliche „Mittelschule“ in München (Bayern) heute widmen darf:

    – Vorbereitung und Püfungsabnahme für den qualifizierenden Hauptschulabschluss
    – Vorbeitung und Prüfungsnahme für den Realschulabschluss
    – Alphabetisierung von Immigranten (Ü-Klassen)
    – Inklusion von Förderschülern im normalen Unterricht (von Förder-, was früher die Sonderschulen waren; endlich ein neuer Begriff, der passender als der Alte ist)
    – Nachmittagsbetreuung (von Unterricht oder sportlicher Betätigung kann nicht gesprochen werden; Verwahrung ist der sinnhaltige Begriff)

    Auch als Folge der Immigration herrscht eklatanter Lehrermangel (nennen wir es einfach Misswirtschaft!!). Begünstigt durch diese Zustände, werden Berufskranke und didaktische Totalausfälle unter den Lehrkräften toleriert, denn es gibt einfach keine Fachkräfte mehr.

    Ob ein Schüler etwas lernt ist vom Elternhaus (Sozialisierung) und vom Lehrer abhängig und, das ist das Beschähmende, für den Schüler mittlerweile zum puren Roulette geworden (mit den gleichen Chancen). Land der Dichter und Denker.

    Deutschland, das ist mein Eindruck, driftet mehr denn je auseinander. Gleich ob Nord oder Süd, es ist – ausgehend von verschiedenen Niveaus – überall dassselbe.

    Deutschlands Elite ist trunken vom Geld und so sind seine Politiker, gierig, aber auch verschwenderisch und gleichzeitig wohlmeinend. Was eine widerliche Mischpoke!
    Der wohlhabende Mittelstand ist genauso, politisch korrekt, geniesst seinen Wohlstand und pflegt seine Bitgotterie.
    Die Unterschicht kämpft oder auch nicht, um nach oben zu kommen. Himmlische Verältnisse, so, wie es sich die „bessere Klasse“ nicht besser wünschen kann. Wie in guten, alten Zeiten, nur, dass keiner mehr hungern muss.

    Ich merke, ein ums andere mal, wie menschlich-tierisch doch auch das Deutsche ist. Der kulturelle, will sagen, humanistische, aber auch verantortungsvolle Firnis (gegenüber dem Nächsten!) ist ausgesprochen dünn. Kein besonderer Grund jedenfalls, stolz zu sein.

    Bottomline: Ich bin heimatlos. Die Sprache (Kultur), die ich spreche und liebe wird nicht gewürdigt, das Land, dessen Herbstlaub ich so liebe wird nicht gewahrt bzw. verteidigt. Deutschland ist so gut wie jedes andere Land und irgendwie finde ich das schlimm.

    Der Boden, den ich besitze, befindet sich in „fernen Landen“. Ich sollte dahin zurück kehren. Ich hatte Gründe, dort meine Zelte aufzuschlagen. Sie sind so gut wie Deutschland.

    P.S. Don, bei der Wohnung für 1100€/100m² in Gmund käme ich glatt in Versuchung bzw. die nähme ich sofort. Besser als München oder – Gott bewahre – tot in Miesbach überm Zaun zu hängen.

    Habe die Ehre.

    • Dann schauen Sie mal ins Gelbe Blatt. Vor zwei Jahren waren wir auch noch deutlich unter 10€/m².

    • Auf dem Teppich bleiben
      Wir haben kaum Wohnungen für diesen Preis und Arbeitsplätze sind mehr in größeren Städten. Man muss nicht alles 1:1 nehmen.
      Früher konnte man in Gmund oder Moosrain wohnen und jeden Tag nach München fahren. Heute ist der unregulierte! Durchreiseverkehr so gewaltig, auch in der Woche, dass mir das unmöglich erscheint. Wenn einer abends total übermüdet wieder zurück ist, pfeift er auf den See. Die Verbrauchskosten für das Auto kommen noch dazu, die S-Bahn im Dunkeln im Winter ist keine attraktive Alternative, wenn es plötzlich schneit, kann eine Fahrt schon mal drei Stunden dauern.

      Er, Don, malt das viel zu blumig. Es wäre nicht schön, wenn es bei einer Stadt läge. Er schildert das wie ein besoffener Tourist und hasst Berlin, wo er mal richtig arbeiten musste, das spricht doch Bände.

      Für den Schliersee und Ammer- wie auch Sta- see gilt in etwa dasselbe. Die Durchfahrt durch Miesbach oder Starnberg zu Stoßzeiten treibt einem die Schweißperlen auf die Stirn. Ich hatte Freunde, die am Simssee wohnten und jeden Tag fuhren, früher. Die Überlastung durch osteuropäische und türkische sowie serbische LKW macht die A8 unbenutzbar, und meistens ist deretwegen auf 100 oder 120 reguliert. Man meint, das ganze Zeug gehörte inzwischen der Speditionswirtschaft mit ihrem ungeregelten Waren- und illegalen Personenverkehr.

      Idyll ist, wenn man nicht arbeiten muss. Das geht auch mit Wannsee oder Havelseen. Das ist es eben Radeln auf Rügen oder an der Mecklenburgischen Seenplatte.

      Dieses Schönreden einer einzigen Gegend halte ich für unrealistisch, und falls er irgendetwas damit erreicht hat, dann einen inzwischen täglichen Korken auf allen Straßen, im Osten wie im Westen, jeder juckt hier durch, zum K.

    • E gibt auch in der Region jede Menge Arbeitsplätze, es muss nicht München sein.

    • nun ja, es wäre ja auch schade, wenn es zu viele wären
      Hauptsächlich Gastronomie. Diese Angestellten wohnen i.d.R. außerhalb. Im Herbst und Winter kann man in der Woche überall unangemeldet einfallen, und die Geschäfte sind leer
      Etwas mehr Arbeit gibt es in Miesbach und Holzkirchen. Dort sind die Mieten auch etwas niedriger, wie das so ist. Aber: Schon vor zehn Jahren hingen dort die Grüppchen am Abend an den Plätzen ab, und aus Holzkirchen kennt man seit 2015 einige einschlägige Geschichten.

      Die Mecklenburgische Seenplatte bis hoch nach Usedom/Rügen/Darß kann ich wärmstens empfehlen, auch Polnisch Trakehnen soll sehr schön sein.

      Wer hat das denn alles kaputt gemacht, und wo ist es kaputt?: Überall, wo Eisen, Kohle und Stahl waren, Gewerbegebiete, manche mit Moschee, Speditionen und andere Arten von Firmen. Sie blechen nicht genug, und daher muss der Billigarbeiter angeschafft werden. Es ist nicht so, dass wir zu wenig Kinder haben, aber doch so, dass die meisten keinen Scheißjob für Kleingeld machen wollen. Und wo die Bezahlung knapp oberhalb von Hartz IV liegt, ist letztere Option attraktiver mit etwas Schwarzarbeit oder Kriminalität nebenbei. Die Firmen sind schuld.

      Das andere Problem (Bremerhaven, Kiel) ist die billige Werftenkonkurrenz in Korea. Das schadet auch Griechenland und Großbritannien. Über Mittal muss ich nichts sagen. Man hat das alles verscherbelt. Hätte man das verhindern können? Vielleicht über eine reine Bedienung des Luxussegments und Betonung auf deutscher Wertarbeit. Sonst fällt mir auch nichts ein.

      Alternativ könnte man ein Land gemütlich schrumpfen lassen und zum Urlaubsparadies machen. Aber das verhindert die genannte Industrie, die ebensogut zu ihrer Billigarbeit ziehen könnte.

      Was schöne Gegenden betrifft: Schwäbische Alb, Franken, Schwarzwald, Rheinland, Rhön, Taunus und Rhein (werden Sie nächstes Jahr sehen), Münsterland mit Schlössern, Ostsee, Nordsee, Mecklenburg, Sächsische Schweiz, Thüringer und Pfälzer Wald. Überall Potential für internationalen Tourismus. Aber nein, hier müssen die LKW die A’s verstopfen, statt die Container auf die Schiene zu packen (viel besprochen, nichts getan), Lieferwägen aus dem Ausland mit defekten Bremsen und Glattreifen kommen dazu, hier soll der Bürger für deren Schadstoffausstoß blechen und glaubt auch noch, er selbst sei schuld, ach, da kann man wohl ein Buch mit füllen. Ein bürgerfernes Land, das den Plebs über Divertimento inclusive Zucker (Übersexualisierung für den Affen) bei Laune hält.

    • Förder/Sonder-Schule
      In Berlin hieß das früher „Hilfsschule“ – da kamen die richtig Doofen (= Faulen) hin. Aber auch Behinderte, sozial oder physisch. Das hing als Bedrohung immer in der Luft, ähnlich wie „du kommst ins Heim“.

    • @kdm
      „Hilfsschul“ nannte man die in Baden-Württemberg auch und das sind heute die Perlen unseres Bildungssystems. Die geben sich alle Mühe, dass keiner Zurückgelassen wird und versuchen das Optimum aus ihren Schützlingen herauszuholen.
      Die Schüler auf der Regelschule müssen da eher selbst schauen, wie sie klar kommen und sehen sich mit den Widrigkeiten einer etwas prekären Situation konfrontiert.
      Die heutigen Förderschulen sind für lernbehinderte Kinder da. Für geistig Behinderte gibt es nochmal andere Spezialschulen die gleichfalls sehr gut ausgestattet sind.

  126. Verblödung
    Wo ich ja in einem Bereich arbeite, wo die Sicherheit von Fahrzeugen geprüft wird, möchte ich bemerken: es geht abwärts. Wir müssen so in Drei-Jahres-Intervallen unsere Fortbildung machen, um die Lizenzen für die neueren Bremssysteme zu bekommen.
    Seit 1981 bin ich in dem System bei den drei Lkw-Bremsenhersteller. Über 30 Jahre war ich es gewohnt, mich sechs Monate im Voraus anmelden zu müssen, um überhaupt noch einen Lehrgangsplatz zu bekommen. Heute sind die Lehrgangsbetreiber froh, überhaupt genügend Teilnehmer zu bekommen.
    Ich bin mit 66 Jahren nicht mal der Älteste auf den Veranstaltungen. Manche Werkstätten schicken ihre längst verrenteten Alt-Meister hin, weil die Jungen die Verantwortung nicht übernehmen wollen, oder die Sache schlicht nicht begreifen.
    Der Benz verlangt von den Werkstatt-Mechanikern eine Eingangsprüfung, um sie für das Erlernen der „Star-Diagnose“ überhaupt zuzulassen. Die Inkompetenz der Schulabsolventen zeigt sich nicht nur an den Universitäten. Im gewerblich-technischen Bereich brennt der Kittel noch viel mehr.

  127. Haha
    Überredet, wir kommen. Nur für die Schulzeit.

    Im Ernst ist die Verzweiflung unter jungen Eltern schrecklich. Die Entscheidung, die da zu treffen ist, gemein. Da denken Leute über Privatschulen nach, die das Geld nun mal realistisch nicht zusammen bekommen, für das, was ihre Arbeit eben einbringt. Und das Ergebnis ist tatsächlich Abstimmung mit den Füßen, zumindest innerhalb der Stadtgrenzen und damit Ghettoisierung.

    • Was hält einen in Berlin? Ich mein, Bayreuth ist ja auch billig und nicht so weit weg,

    • Naja
      Gute Frage. Aber es ist stark. Ich bin Berliner, das mit der Heimat, was ein Leser schrieb, ist nicht so ganz weit hergeholt, auch wenn der Begriff für uns süddeutsch klingt.

      Das gilt allerdings für die meisten hier nicht, die wenigsten sind aus Berlin um einen rum aber die sind wegen der Stadt da, würde ich meinen. Ich weiß, dass dir das nicht so ging aber für einige Leute fühlt sich Berlin ‚freier‘ an, auf jeden Fall entspannter. Kein Tiefsinn dabei, nur dass es erlebbar egaler ist, was man anhat oder was der Nachbar denken mag oder wenn man mal kein Geld hat. Das schwächere soziale Band hat eine angenehme Seite für Leute, die Erwartungen stresst. Und ich habe schon Leute kennen gelernt, die sehr enttäuscht wieder nach Süden gezogen sind, weil sie hier keine Arbeit finden konnten.

      Tja. Dunkle Materie?

  128. : Hurra, Hurra : die Schule brennt :
    .
    .
    .
    dazu fallen mir zwei neulich gelesene, inhaltlich stimmige Beiträge ein :

    Gut, reden wir hier nicht von Frau Ö., nicht von verheißungsvollen Vorschlägen wie Arabisch-Unterricht an Schulen oder gesetzliche muslimische Feiertage, Vollverschleierung und ähnlichem – schauen wir einfach mal, wie es um den Anteil der bis zu sechsjährigen Kinder mit Migrationshintergrund (ohne „Flüchtlinge“) in unseren Großstädten steht:
    Hamburg: 48,94 Prozent
    Bremen: 57,58 Prozent
    Dortmund: 53,33 Prozent
    Düsseldorf, Essen: 50 Prozent
    Köln: 50,98 Prozent
    Stuttgart: 56,67 Prozent
    München: 58,44 Prozent
    Augsburg: 61,54 Prozent
    Frankfurt: 75,61 Prozent

    QUELLE: achgut_dot_com // CLAUDIO CASULA // 13.Oktober 2017
    11 amtliche Migrations-Mythen im Bullshitcheck
    .
    .
    .
    2. Empfehlung:
    Digitalisierung an Schulen – Wo keine Leser, da keine Bücher
    QUELLE : Cicero_dot_de // ALEXANDER GRAU // 14. Oktober 2017

    • Prima, könnten Sie
      das auch einmal für Bremerhaven, Aurich, Norden, Wilhelmshaven, Cuxhaven, Nordenham, Varel, Stade und Wittmund eruieren?

  129. "Bildung darf nichts kosten - außer etwas Anstrengung."
    … plakatierte die SPD bis in den September.
    Hat sich nach meinem Wissen aber keiner in Funk und Presse über das „etwas“ beschwert.
    So viel zur allgemeinen Lesekompetenz.

    • Bildung darf nichts kosten
      Sehr passend von der SPD. Ich hatte nur den Eindruck, daß sie mit „nichts kosten“ die Landeskasse meint und nicht den Bürger.

  130. Kaktus
    Hallo Don,

    nächste Woche schreiben Sie dann über Kita Plätze in der bayrischen Provinz und Großstädten. Kriege das gerade bei meiner Nichte mit und empfinde, dass diese gerade paradiesische Zustände hat in der fränkischen Provinz. In den besagten Großstädten nach Aussage des Bekanntenkreises in ein Westviertel ziehen muss und sich dann schon 6 Monate bevor man ein Kind plant, eben jenes anmeldet. So ist das im sozialistisch regierten Norden.

    Gruß Kaktus

  131. Entscheident ist, was hinten dabei rauskommt,
    und das ist derzeitig bei der Kleinstaatenbildungspolitik immer mehr „Bild – Dung“.
    Wartet mal ab, wenn die ersten Integrationsdeutschen auf „Leeramt“ studieren, damit sie ihren Nachwuchs in ihrer Muttersprache unterrichten können, dann wird Deutsch nur noch als Fremdsprache unterrichtet, da wird dann der aktualisierte Neusprech – Duden wie eine Wochenzeitschrift veröffentlicht. Hoffentlich schafft es der Don recht schnell sich anzupassen, um seine Beiträge als Piktogramme im „Frankfurter Allgemeinen Comic – Heft“ darstellen zu können..

    • einen Wunsch in der Richtung gab es mal nach den AGH-wahlen in Berlin, weil da manche türkische eltern dachten, die SPD hätte sowas versprochen, wenn ich mich recht erinnere… aber das ging sich dann doch nicht aus. Die grossen Fehler sind in den Familien vor 20, 30 Jahren gemacht worden, weil die Mütter sehr oft nict deutsch konnten. Bei uns steuern da Stadt und türkische Gemeinde gegen.

    • Erdogan hat nach dem "Putsch" doch genügend Lehrer freigesetzt -
      und ich denke, einige sind hier auch schon angekommen.
      Den Bericht über Lehrer aus Syrien finde ich gerade nicht, die nach einer Kurzeinführung in unser Schulsystem nun als Hilfslehrer in Klassen unterwegs sind.
      Da geht wohl so einiges, was man sich vor Jahren nicht vorstellen konnte.

    • Das wird wie mit der Integration von Somaliern auf dem deutschen Arbetsmarkt.

    • Trojaner,
      Türkische Lehrer mit Arabern, Somali, Nigerianern und Afghanen ändern null, es sei denn, sie dürften wieder den Rohrstock verwenden.

    • @Gast
      Nun sind sie aber doch einmal da…
      Und es wird beständig weitere Rückschritte geben. Bis wohin, weiß heute noch keiner.
      Auch nicht, wie man dem ganzen Angerichteten beikommen kann, ohne wieder fast bis in Mittelalter zurück zu fallen.

  132. Ich dachte immer, Lehrer wählen bevorzugt SPD und Grüne.
    Dann sind doch die kleinen Goldstücke bei den Lehrern an der richtigen Adresse. Wenn jetzt noch der Familiennachzug in die Gänge kommt, können die Stammwähler der derzeitigen Berliner Regierungskoalition mal so richtig zeigen, wie toll Multikulti funktioniert.

  133. So ganz stimmt das nicht
    Lieber Don, Sie wohnen in Bayern? Dann müsste Ihnen doch als jemandem, der in der Informationsbranche tätig ist, aufgefallen sein, dass die Tatsachen, die Sie über das bayerische Schulsystem weitergeben, von vor-vorgestern sind: Selbstverständlich wurde in den bayerischen Grundschulen schon vor ca. 15 Jahren das Schreiben nach Gehör eingeführt – und meines Wissens dann wieder abgeschafft. Selbstverständlich gilt auch hier die Inklusion, auch in den Gymnasien, selbstverständlich werden auch hier Projekte und das selbstgesteuerte Lernen dem so genannten Frontalunterricht vorgezogen, selbstverständlich werden auch hier schriftliche Leistungen durch mündliche ersetzt, wurden auch hier die Anforderungen in allen Schultypen heruntergeschraubt: In der Unter- und Mittelstufe kann man auf Probe mit mehreren Fünfen (die Zahl ist nicht begrenzt) in die nächste Jahrgangsstufe vorrücken, in der bayerischen gymnasialen Oberstufe zählen die mündlichen Noten im Verhältnis 1:1 zu den Ergebnissen der Schulaufgaben, was dazu führt, dass auch hier ein gutes Viertel der Abiturienten eine Eins vor dem Komma hat, auch wenn die Ex-Schüler nicht unbedingt richtig schreiben können. Im Ersten G8 Jahrgang wurden die Hürden zum Bestehen des Abiturs zwei Tage (!!!) vor Verkündung der Ergebnisse nach unten korrigiert, sonst wäre die Katastrophe deutlich geworden. Die Regelung gilt übrigens bis heute. Man kann bis heute ohne Nachprüfung mit zwei Fünfen im Abitur durchkommen und dieses bestehen – Sie dürfen halt nicht in Deutsch,Mathe, Fremdsprache sein. Man hat dann – aufgrund der Vornoten – mindestens eine Drei vor dem Komma! Auch in Bayern gehen die Leistungen in den Schulen runter (ist auch Ergebnis des letzten Bildungsberichts) und die Noten rauf. Wenn der Trend etwas langsamer voranschreitet als in anderen Bundesländern, dann liegt das vielleicht daran, dass es hier ein paar Sturköpfe unter den Lehrern gibt, die sich nicht vorschreiben lassen, wie sie mit den ihnen ausgelieferten Kindern herumexperimentieren sollen, und deshalb nicht alle Vorgaben aus dem Kultusministerium widerstandslos umsetzen. Wenn Sie aber an letzteren interessiert sind, lesen Sie den Lehrplan Plus (ist eigentlich ein Lehrplan minus), der nun in Bayern gilt und vorgibt, dass man – auch in den Gymnasien – jeden Schüler „mitnehmen“ muss. Schauen Sie sich die extra für die bayerischen Gymnasien zugelassenen Schulbücher an, die fast bis in die Oberstufe hinein mehr Bilder als Texte enthalten. Dann bekommen Sie eine Ahnung vom jetzigen und künftigen Niveau der bayerischen Bildung.

    • 5 in Abiturprüfung
      Ich hatte jetzt einen Bewerber aus NRW da, der hatte im Abitur im Leistungskurs Physik 0 Punkte, aber trotzdem Abitur.

    • Oh, Den wollte man vielleicht nicht mehr in der Schule.

    • 0 Punkte in Leistungskurs Physik?
      Das ist Rassismus! Ohne Zweifel
      Das geht garnicht, der hat doch den Prüfungsort gefunden…
      Oder hatte er das mit dem Fach Mystik verwechselt?

    • Yvelines sieht das richtig
      Meine älteren Kinder hatten noch Glück. Der Jüngste war in einer Grundschulklasse, in der die Lehrerin sich exakt um zwei Kinder bemühte: Einer war aus Vietnam, der andere hatte ADHS. Fertig. Ergebnis: Die zwei Bemutterten kamen auf’s Gymnasium, von den übrigen noch zwei, weil der gesamte Stoff im Elternhaus durchgenommen wurde. Das war ein Fünftel der Klasse. Ein paar kamen noch auf die Realschule. Der Bruch, auch in Bayern, kam ca. 2000. Es ist wohl so geplant. Dumme kann man eher steuern, auch zur Not in Bürgerkriege und Kriege.

    • mirror, mirror on the wall...
      Jesus, bei Neueinstellungen mache ich nur noch den Spiegeltest:
      Spiegel unter Nase halten: Wenn er beschlägt, dann kann ich einstellen.

      Mehr gibt der Arbeitsmarkt nicht mehr her.

    • @rhadamanthys
      0 Punkte sind nach alter Notengebung eine 6 – ein sogenannter Unterkurs -, die hier oben durch eine Nachprüfung am Ende der Sommerferien ausgebügelt werden kann. Das ist unbeliebt, weil man ja nach dem Abi-Schtress erstmal 1 Jahr chillen will.
      LG Kalchas

  134. Mal etwas über den Gartenzaun geschaut... China..keine Seegurken mehr...
    … „Serviert wurden die in China beliebten und teuren Seegurken.“
    https://www.nzz.ch/international/in-peking-ist-bescheidenheit-angesagt-ld.1323245

    … man kennt das ja von Zonen Gaby, wie das dann mit dem Land ausgegangen ist.
    https://pbs.twimg.com/media/B0EVowoCUAAGT5B.jpg

  135. Armes Deutschland
    @Nedda Gschempft sagt: 21. Oktober 2017 um 08:11 Uhr
    „Außerdem muss man auch die relative Dynamik der internationalen Bildungssysteme betrachten. Die Asiaten sind in der Spitze enorm aufgestiegen und ziehen dadurch auch die Breite mit. Dieser Trend verstärkt sich sogar noch! In DE ist es genau umgekehrt. Und weil keine Regierung in DE das Problem überhaupt als Problem sieht, wird es so weiter gehen. In ein paar Jahrzehnten wird DE ein Billiglohnland sein.“

    Das ist nicht ganz richtig.

    Denn Deutschland IST längst ein Billiglohnland.

    Zum einen gibt es den großen Niedriglohnsektor. Gemessen an den Lebenshaltungskosten werden dort Armutslöhne gezahlt.

    Zum anderen wird qualifierte und hochqualifizierte Arbeit schlecht bezahlt. Der Normalakademiker verdient nicht mehr als ein Facharbeiter in der Industrie.

    Zudem dient ein großer Teil der Studiengänge nur als „Warteschleife“ für arbeitslose Jugendliche. Viele der Absolventen von „pseudo-akademischen Ausbildungen“ jobben anschließend als Taxifahrer, Kellner etc. mit der Perspektive auf HartzIV.

    Warum emigrieren so viele deutsche Ärzte? Das ist nur ein Beispiel für den „Braindrain“.

    Das Hauptproblem in Deutschland ist, dass es seit 50 Jahren keine Elitenförderung mehr betreibt.

    Als ich 1959 aufs Gymnasium ging, musste ich zuvor eine Aufnahmeprüfung machen. Die dauerte mehrere Tage, vielleicht sogar eine Woche. Wenn ich mich recht erinnere, lag die Durchfallquote bei über 50%.

    In der Sexta waren wir 27 Schüler, von diesen schafften 9 das Abitur ohne Sitzenbleiben, also ein Drittel, 3 Sitzenbleiber brauchten 1-2 Jahre länger. Der Rest musste die Schule ohne Abschluss verlassen. Die meisten haben dennoch einen akzeptablen bis erfolgreichen Berufsweg eingeschlagen.

    Die damaligen Abiturienten waren durchweg studierfähig. Aus unserer Klasse ist über die Hälfte promoviert. Alle hatten Erfolgskarrieren. Angefangen vom Jumbopiloten, dem einzigen Nichtakademiker, über leitende Ingenieure. Ärzte und Unternehmer bis hin zu 2 Hochschullehrern.

    Dieses Jahr hatten wir 50-jähriges Abitursjubiläum.

    Seit Beginn meiner Studienzeit hat sich in D die Zahl der Studenten VERZEHNFACHT.

    Mit der Konsequenz, dass es heute die große Ausnahme ist, wenn ein Student das damalige universitäre Abschlussniveau erreicht.

    Entsprechend sieht dann deren Berufskarriere aus. Die meisten jobben als „Billig-Akademiker“. Die Zahl hochbezahlter Führungspositionen hat sich verringert.

    Gymnasialrektoren und Professoren, früher hochangesehene und gutbezahlte Berufe, werden im Verhältnis zu ihrem Qualifikationsaufwand und ihrer Verantwortung im Vergleich zu Führungspositionen in der Wirtschaft schlecht bezahlt. Die Folge ist, dass die Professoren und Gymnasiallehrer immer schlechter werden und mit ihnen die Gymnasialschüler und Studenten.

    Das Gymnasium ist längst nicht mehr die Schule für Hochbegabte mit dem Ziel der Elitenbildung, sondern die neue Hauptschule. H. v. Hentig sprach vom „Volksgymnasium“.

    Selbstverständlich ist dies allespolitisch gewollt, sonst hätte man nicht die Schul- und Hochschul-„Reformen“ durchgeführt.

    Man könnte auf die Idee kommen, dass in D ein Morgenthau-Plan 2.0 abluft.

    Schlichte Gemüter werden jetzt gleich „VT“ rufen. Aber dies sind Leute, die über keinerlei Geschichtskenntnisse verfügen, nie etwas von Geostrategie mitbekommen haben und auch nicht wissen, was das wirtschaftliche Ziel beider Weltkriege gegen Deutschland war.

    • @H.v.Goslar 11:17
      Vermutlich definieren Sie den Begriff „Billiglohnland“ anders als ich.
      Auf dem Lohn-/Gehaltsniveau von z.B. China ist DE bei weitem nicht.
      Ein deutsches Einkommen auf Mindestlohn ist um ein Vielfaches höher als in China. Daher produzieren wir die T-Shirts auch (noch) nicht.

      Dass die Gehälter der Top 20% Einkommensbezieher in DE im internationalen Vergleich schlecht sind, kann man auch nicht behaupten. Das gilt nur für einzelne Branchen und Länder (z.B. IT-Branche in USA). Das Problem in DE sind für diese Leute eher die hohen Einkommensteuern und Sozialabgaben. Brutto sind die oberen Einkommen in DE ok. Netto sieht es schlechter aus. Daher kommt dann auch der von Ihnen erwähnte Brain-Drain.

      Und dass ein „Normalakademiker“ nicht mehr verdient als ein Facharbeiter liegt an der Bildungsabschluss-Inflation. Wenn jeder einen Doktor-Titel hat, muss halt auch irgendein Doktor bei der Müllabfuhr arbeiten. Die heutigen „Normalakademiker“ sind halt das, was früher die Facharbeiter waren – bildungstechnisch. Da kann man auch kein höheres Gehalt erwarten. Man muss die Bildungsabschluss-Inflation herausrechnen. Nur dann kann man einen „historischen“ Vergleich durchführen. Ich vermute, dass sich das relative Gehaltsgefüge in DE langfristig kaum verändert hat.

      Die aktuelle Situation sehe ich also nicht ganz so dramatisch wie Sie.
      Die Zukunft ist düster…

    • So war's.
      Die Zahlen kann ich grosso modo bestätigen: Bei uns 47(!) Starter und 13 Ankommer. Allerdings waren nicht alle Abgeher ohne Abschluß, die Versetzung in die Oberstufe war die Mittlere Reife. Das haben einige genutzt, wobei ich sicher bin, daß der eine oder andere von denen auch das Abitur geschafft hätte. Manchmal waren familiäre Gründe (leider) ausschlaggbend.
      Den letzten Satz möchte ich allerdings nicht unterschreiben, da sehe ich andere Gründe.
      Gruß K

    • Keine Ahnung, was das "wirtschaftliche Ziel" des deutschen Angriffskrieges
      war, den Deutschland 1939 entfesselte. Irgendwas mit Lebensraum, slawischen Sklaven und Judenfreiheit, steht so jedenfalls in den deutschen Akten aus der Zeit.

      Ansonsten schlage ich das Wort „goslaren“ vor, wenn jemand wieder mal die CIA, den Vatikan oder das Grosskapital für den Unsinn haftbar machen möchte, den Menschen ganz ohne äussere Einflüsse an jedem Tag des Jahres verzapfen können. Plus Altersdemenz, vermute ich.

      Ohne Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Interessante These
      „…was das wirtschaftliche Ziel beider Weltkriege gegen Deutschland war.“

      Deutschland ist wohl trotz höchster Friedfertigkeit beide Male gegen seinen Willen in einen Krieg hineingezogen worden?!?

    • Die Komplexität der Weltpolitik überfordert so manchen Simpel
      Bereits der WK I war ein imperialistischer Krieg um die Weltherrschaft und die Weltmärkte. Jeder weiß, wer diesen Krieg gewonnen und verloren hat und welche Rolle die USA dabei spielten

      Dass es in Deutschland schon lange Pläne, insbesondere beim Adel und bei der rückständigen Schwerindustrie gab, einen Raub- und Versklavungskrieg gegen den Osten zu führen und dass Deutschland den WK II mit dem Überfall Polens begonnen hat, steht doch nicht im Widerspruch zu dazu, dass es zugleich andere Strategien gab, deren Ziel es war, Deutschland zu besiegen und zu beherrschen und die USA zur herrschenden imperialen Weltmacht zu machen.

      Neue Forschungsergebnisse finden sich z.B. bei von Guido G. Preparata in dem Buch: „Wer Hitler mächtig machte: Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten“. Wen es interessiert, kann die Rezensionen bei Amazon oder im Internet lesen. Oder das Buch beim Verlag bestellen.

      Preparata ist nicht der einzige Wissenschaftler, welcher gegen das herrschende Narrativ Forschungsergebnisse publiziert hat.

      Aber die Papageien werden dies weiterhin ignorieren und das Narrativ nachquatschen.

    • Geostrategie, wirtschaftliches Ziel gegen Deutschland....
      Lieber HvG,

      versuchen Sie doch bitte nicht, deutsche Dummheit, Überheblichkeit und Größenwahn und die daraus resultierenden Folgen anderen Staaten anzulasten. Man erinnere sich:

      Zwischen 1871 und 1914 erlebte das geeinigte Deutsche Reich eine geradezu unglaubliche wirtschaftliche und wissenschaftliche Blüte. Außer im Süden war es in allen Himmelsrichtungen, besonders im Osten, einiges größer als heute und kam so auf die ca. 1.5-fache Fläche, ca. 550000 qkm, und nochmal 3 Mio qkm Kolonien dazu. Daß man das zuvor wirtschaftlich führende Großbritannien abgehängt hatte, genügte nicht, stattdessen mußte man auch noch militärisch dominieren, und so begann die Flottenhochrüstung. Aus dieser Konkurrenz heraus begann der 1. Weltkrieg, denn der Anspruch auf die Herrschaft der Meere rüttelte an der Existenzgrundlage des britischen Weltreiches.

      Der Freudentaumel des August 1914 erinnert dabei übrigens stark an den September 2015 – ein kurzes heftiges Strohfeuer, ein schnelles Bereuen ohne Einsicht bei den Herrschenden und ein langes Siechtum danach.

      Nachdem man dann 4 Jahre später, zerteilt und zurechtgestutzt, wieder mit dem Leben anfing, dauerte es kaum 20 Jahre, da überfiel der Größenwahn die Deutschen wieder. Der wirtschaftliche und militärische Aufstieg, die Rückeroberung des Rheinlands, der Einmarsch in CZ, der Anschluß Österreichs, die Vertreibung der Juden – nein, das war alles nicht genug. Die ganz große Lösung mußte her, geopolitisch wie rassentechnisch. In Italien regierten seit 1924 die Faschisten, ohne daß etwas wirklich Schlimmes passiert wäre, hier bei uns genügten 6 Jahre, um den größten Weltkrieg aller Zeiten vom Zaun zu brechen und nebenbei die gigantischste industrialisierte Mordmaschine anzuwerfen, die die Welt je gesehen hatte.

      Dummerweise konnte jedoch noch nicht mal England erobern, machte aber auch nichts, so nahmen wir uns halt der Russen an. Kein Problem, denn wir sind ja Deutsche und haben schon Großes vollbracht, wir schaffen das.

      Ein paar Jahre später, wieder Elend zurechtgestutzt, geteilt, besetzt, kaputtgebombt, kam der Wiederaufstieg schnell. Eingebettet in ihre Blöcke schlugen sich die beiden Deutschlands ganz wacker, waren bald wieder vorne mit dabei. Doch Friede, Freude, Eierkuchen mit dem Rest Europas reichten nicht, kaum 25 Jahre vereinigt, wieder nicht. 2015 galt es, die ganze Welt zu retten. „Wir sind Deutsche, wir haben Großes vollbracht, wir schaffen das“ mußte ich wieder hören und irgendwie kam mir das bekannt vor. Den Osteuropäern erklären wir dabei, wie man aktive Bevölkerungspolitik betreibt und den Griechen, wie man vernünftig wirtschaftet.

      Sollte hier wirklich ein Morgenthau-Plan bestehen – die Illuminaten haben ihn nicht ausgeheckt, die jüdische Weltverschwörung ebenfalls nicht, auch Putin ist unschuldig. Wir, die Deutschen, schaffen das, und zwar ganz ohne fremde Hilfe, allein durch unsere Überheblichkeit und Besserwisserei.

    • Der absolut Überforderte hier ist derjenige,
      der es ernsthaft fremden Mächten zuschreibt, wenn Deutschland in einen Weltkrieg aufgrund Überschätzung seiner Kräfte hineinschlittert und einen zweiten 20 Jahre später ganz alleine vom Zaun bricht.

      Und um sich dieser Dummheit und Bösartigkeit nicht stellen zu müssen, einen „Plan“ zur Auslöschung Deutschlands erfindet.

      Damit Debatte (für mich) beendet, für Interessierte gibt´s genügend seriöse Geschichtsbücher. Von echten Historikern (Preparata ist keiner).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Die anglo-amerikanischen Eliten waren intelligenter und raffinierter
      @MMW sagt: 22. Oktober 2017 um 00:23 Uhr
      „versuchen Sie doch bitte nicht, deutsche Dummheit, Überheblichkeit und Größenwahn und die daraus resultierenden Folgen anderen Staaten anzulasten.“

      Geschieht durch meine Argumentation doch gar nicht. Im Gegenteil.

      Dass der Täter dumm, borniert, rassistisch, brutal etc. ist, exkulpiert ihn nicht.

      Dieser Denkfehler ist typisches dumm-deutsches Denken, wenn Taten durch kulturelle Rückständigkeit und Sozialisationsdefizite entschuldigt werden.

      Das historische Pech der Deutschen ist die Rückständigkeit, Dummheit, Größenwahn, Brutalität und A-Sozialität seiner Eliten, insbesondere des Adels und seiner Komplizen beim Finanzkapital und in der rückständigen Schwerindustrie. Selbstverständlich auch der Nazis, insbesondere von Hitler und seinen Kumpanen. Die sahen sich als neuen Adel und waren nichts weiter als Verbrecher.

      Die deutschen Eliten waren zu dumm, die wissenschaftlich-technische und die daraus resultierende wirtschaftliche Überlegenheit Deutschlands in den Konkurrenzkampf um Weltmacht und Weltmärkte einzubringen, sondern wählten den primitiven militärischen Weg eines Raub- und Versklavungskrieges, typisch für den Adel mit seiner Raubritter-Mentalität und seine A- und Anti-Intellektualität.

      Diese Rückständigkeit und Dummheit der Eliten waren der Hauptgrund, dass die Deutschen beide Weltkriege verloren. Man könnte auch sagen, dass die anglo-amerikanischen Eliten intelligenter und raffinierter waren.

      Der ursprüngliche Morgenthau-Plan sah eine Deindustrialisierung mit Demontage etc. Deutschland vor. Er wurde jedoch durch einen intelligenteren und sehr raffinierteren Plan abgelöst, nämlich durch die wirtschaftliche Ausbeutung der Deutschen nach dem Kriege.

      Deutschland besaß die höchstentwickelten industriellen Produktionsanlegen und die höchstqualifizierteste Arbeiterschaft.

      Der Bombenterror der Allierten richtete sich gegen die Zivilbevölkerung, die Industrieanlagen wurden systematisch ausgespart und erhalten.

      Nach den Krieg waren die deutschen Lohnarbeitssklaven bereit, für ein paar Pfennige pro Stunde Qualitätsprodukte „Made in Germany“ herzustellen. Das hat den Kapitalgebern immense Profite verschafft. Das war der Hintergrund des „deutschen Wirtschaftswunders“.

      Zugleich wurde Deutschland von Seiten der Alliierten systematisch geplündert und ausgeraubt, und zwar nicht durch Demontage von Industrieanlagen, sondern durch Deportation von Wissenschaftlern sowie durch Aneignung von Patenten und Hightech-Geräten (vgl. „Operation Overcast“, „Operation Paperclip“).

      Nichts davon im Geschichtsunterricht oder aus den Medien mitbekommen?

      Natürlich nicht. Dazu muss man selbst recherchieren. Manchmal, aber selten gibt es Hinweise im Internet.

    • Applaus @MMW
      .
      Ganz genau so, wie Sie es schreiben, sehe ich
      Deutschland und die Deutschen aus meiner
      (Außen-)Perspektive.

    • Schön aufgesagt
      Toll haben Sie das aufgesagt, Herr Haupts. Guter Schüler, braver Schüler.

  136. Unterricht ist nachrangig
    Originalzitat aus einer Anweisung einer sächsischen Gymnasialschulleitung bzgl gesellschaftlicher Aktivitäten: „Unterricht ist nachrangig“.

    Jetzt ist Schluss!

  137. @Nedda Gschempft 20. Oktober 2017 um 22:58 Uhr
    Gunnar Heinsohn untersucht und veröffentlicht in verschiedenen Artikeln die unterschiedlichsten Daten und Erhebungen und bringt oft erstaunliche Zusammenhänge in die Öffentlichkeit. Es sieht, wie Sie oben schon beschreiben, weltweit nicht gut aus für Deutschland:
    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/weltlage-2017-demografie-und-kompetenz/
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/migration-und-weltmarkt/

    Weltmarktführer kann man so nicht auf Dauer bleiben.

    • Weltmarktführer??
      In was??

      Höchstens im Automobil-Sektor.
      Und den ist die Politik gerade dabei zu zerlegen.

      Ich schätze mal, dass 25% der DE-Wirtschaftsleistung direkt aus Automotive kommen – und indirekt vermutlich nochmal 25%. Können wir ja schonmal ausrechnen, wo wir dann landen…

      Mit der grünen Verkehrswende wird es dann so ausgehen wie mit der grünen Energiewende: Erinnert sich noch jemand daran, dass deutsche Atomkraftwerks-Technik früher mal weltweit führend war? So ein Absturz geht rasend schnell! Und wenn Daimler, BMW, Audi und VW hier nicht schnell genug die Kurve kriegen und den Konzernsitz in ein anderes Land verlegen, wird es da genau so aussehen. So oder so… DE kann bei der momentanen Politik nur verlieren.

    • Weltmarktführer kann man so nicht auf Dauer bleiben.
      Hat nicht jedes Volk (zumindest bis zu einem gewissen Grad) die Regierung, die es verdient?

    • @Nadda Gschempft
      Ihr Fokus auf die Automobilbranche zeigt, daß sie offenbar keinen Schimmer vom deutschen Mittelstand haben. In der Tat gibt es zig Weltmarktführer. Nehmen wir nur mal die Industriegüter: Tunnelbohrmachinen (Herrenknecht), Betonpumpen, Druckmaschinen.
      Aber genau das ist das Problem. Die Laiendarsteller in Berlin haben einen ähnlichen Horizont, weswegen sie das Land auch entsprechend an die Wand fahren. Weltmarktführer brauchen nun mal echte Fachkräfte…

  138. Wunderbarer Chor in den Kommentaren ...
    Liebe Leute – ich glaube Euch kein Wort :-). Den Sound der Klagen kenne ich jetzt wirklich seit 40 Jahren. Geändert hat sich … nichts. Eric T. Hansen hat das zu Recht als deutsche Nationaleigenschaft „Nörgeln“ bezeichnet, folgenloses aber lautstarkes Rumgejammere an Dingen, an denen man nichts ändern möchte.

    Print- wie Social Media Kommentaren der letzten 40 Jahre folgend müsste es in der Bildungspolitik die ganz grosse Koalition der Bildungswilligen geben, die Bildung aus den unterschiedlichsten Gründen favorisiert. Kurzer Blick auf die tatsächliche Politik der letzten 40 Jahre, gemessen an Budgets und Bildungsorganisation – nö, reines Sonntagsgeschwafel.

    QED.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  139. @rhadamantys, @ Blue monday
    Wahrscheinlich hat der Schüler die null Punkte durch eine mündliche Prüfung ausgeglichen. Das ist auch in Bayern möglich. Dem Abizeugnis sieht man das nur an, wenn man es richtig lesen kann!

  140. Was bringt die Zukunft?
    Mein Wunsch nach einem Artikel zur Bildungspolitik unter dem letzten Artikel wurde erhört. Vielen Dank dafür. Der Artikel hier ist sehr gut. Wieder einmal. An manchen Stellen ist er wie Silber, das man zu polieren beginnt. Der Glanz beginnt zu schimmern.

    Und, Gott sei’s gedankt, Eure Einschätzung ist der meinen nicht unähnlich. Spinnt man den ursprünglich leitenden Gedanken weiter, ergibt sich folgende Frage: Sind die Schüler der BRD in naher Zukunft noch mit Schülern aus Japan, China etc. noch gleichauf und was sind die Bildungsabschlüsse überhaupt noch Wert?
    Ich denke, die Schüler werden in ihrer Gesamtheit hinten anstehen und weniger Möglichkeiten haben, die Welt zu gestalten. Vielmehr werden sich die folgenden Generationen Regeln beugen müssen, die andere Länder vorgeben. Vielleicht werden sie gar zu Bittstellern degradiert. Grundsätzlich ist eine verfehlte Bildungspolitik mit fehlenden harten Beurteilungskriterien und fehlgeleiteten, ideologischen Ansprüchen dafür verantwortlich. Meinung statt Erkenntnis ist die Devise. Unsere Welt wird aber durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse gestaltet, nicht durch Personen mit engstirnigen Weltbildern, die Gleichmacherei zum Postulat erheben. Wenn die jungen Menschen nicht das Rüstzeug für ihre Zukunft erhalten, sind die Bildungsabschlüsse nichts wert. Sie werden als Pracher enden. Die Reform der Reform und noch mehr Geld werden nichts ändern. Die Verantwortung der Eltern ist damit größer denn je. Einzig die Privatschulen könnten einen Ausweg sein. Damit wäre die Spaltung der Gesellschaft aber endgültig vollzogen.

    Werter Don, ist Euch aufgefallen, dass in den Medien verstärkt die Verben „fürchten“, „warnen“, „fordern“, „Alarm schlagen“ etc. verwendet werden? Ich muss Euch sicher nicht erläutern, welche Persönlichkeitsmerkmale und Absichten sich dahinter vermuten lassen…
    Ein zauberhaftes Wochenende!

  141. Westfernsehen, nur leicht ot
    Weiß nicht, ob das schon jemand hatte, guter Artikel:

    Mit ihrem Spruch «Wir halten, was die CSU verspricht» vermochte die AfD in Bayern zu punkten und die nach Ostdeutschland höchsten Stimmengewinne zu verbuchen. Und Seehofer, der sonst so wendige Stratege, machte denselben Fehler ein zweites Mal. Nach der Wahl polterte er, nun sei seine Geduld erschöpft, doch dann traf er sich mit Merkel, und die beiden präsentierten den Formelkompromiss einer wachsweichen «Obergrenze».
    https://www.nzz.ch/meinung/merkel-muss-ihre-nachfolge-regeln-ld.1323100

  142. Nicht die Hauptakteure vergessen!
    Meiner Meinung nach kommen auch in diesem Thread die Eltern viel zu gut weg; sie werden gar nicht erwähnt. Man kann nicht alles, was die Eltern verbocken, auf die Lehrer schieben.

    Mein Renner ist eine Großstadtmutter, studiert, aus guter Familie, die an dem Substanzenkonsum und der Frühenthäutung (das kleine) ihrer Tochter entscheidend mitwirkte, indem sie das Kind ab dem Alter 12 die ganze Nacht in der Stadt mit Freunden vagabundieren ließ. Das war die Spitze. Andre waren etwas besser, aber nicht viel.

    Wir setzten eine Zeitgrenze an und holten ab. Das bedeutete effektiv, dass am Freitag und am Samstag eine(r) von uns dem Glas Wein entsagen musste. Die übrigen Eltern waren wohl dazu nicht bereit. Wenn sie schon angesäuselt sich in ihrer Heia ihrer Ehe oder Lebensabschnittsgemeinschaft widmeten, war gelegentlich der Youngster in der Klinik zum Magenauspumpen nach Komasaufen und Erbrechen. Pupillenveränderungen am nächsten Tag wurden wohl auch geflissentlich ignoriert, nur die Mathe-Noten erregten Anstoß. Nur allzu oft war der Lehrer dann schuld.

    Man kann aber die absolut ungenügende Erziehungsleistung ohne jegliche Grenzziehung der meisten Eltern nicht einfach immer nur auf den Lehrkörper schieben.

    Das Problem heute ist, dass Lehrer, statt Stoff einzutrichtern, Erziehungsarbeit leisten müssen, und damit sind sie überfordert. Das sollte auch nicht ihre Aufgabe sein. Warum manche Leute überhaupt Kinder kriegen, erschließt sich einem dann nicht. Bei Ärmeren mag das mal ein Pillenaussetzer sein, bei Bessergestellten eindeutig eine Vergrößerung des Ego der Frau ohne die entsprechenden Konsequenzen wie Erziehungspflicht, Sorgfaltspflicht und Grenzziehung. Eltern, die richtig erziehen, müssen meistens nicht bei den Hausaufgaben dabeisitzen.

    Da gab es diese Bücher: „Tyrannen in Turnschuhen“ und so. Bewirkt haben sie wenig. Mit Geld auf dem Konto karrte man sie dann schließlich zur Drill nach Salem, das noch den alten Direktor hatte, Bubb hieß er wohl. Die Bequemlichkeit in der Erziehung ist abstoßend, Kinder als Ego-Erweiterung zum Wegdrehen. Im Restaurant kommen solche Kinder dann schonmal an die Nachbarstische, vor allem dann, wenn dort Leute sitzen, die sich mit ihren Gören beschäftigen. Beobachtet haben wir auch viele, die ihren Offspring mit Pommes und Würstchen abspeisen und dann auf den Spielplatz schicken. Wieso kriegen Leute Kinder, wenn sie die dann langweilig finden? Ich selbst finde viele der Beobachteten gefährlich degeneriert und zwar im Sinne von Wohlstandsdegeneration. Einfacheren Leuten sehe ich mehr nach, weil sie praktisch keine Vorbilder mehr haben, an denen sie sich orientieren könnten.

    Der Abschuss aber sind Kate und Gerry McCann, die zu acht speisten und soffen und nicht einmal Babyphones in den Zimmern hatten, und deren goldene Abende in tiefsten Kummer mündeten und vermutlich Qualen für das Kind.

    Man kann nicht alles auf Integrationsunwillige schieben. Insgesamt bräuchte man in der Erziehung eine Renaissance mit der Bereitschaft zu einer gewissen Selbstaufgabe. Der Fehler von Politik und Wirtschaft liegt darin, nicht ein paar Jahre auf einen Elternteil verzichten zu wollen und dem anderen über Mehrarbeit oder Steuern das Durchfüttern der Familie zu ermöglichen. Die meisten Frauen sind darauf abgefahren wie auf Schmierseife. Aus der Sicht von Kindern und Schulen ist es vollkommen falsch.

    Das wird nie thematisiert, und letztlich merkt man, dass Merkel sowie diverse Medienleute keine KInder haben.
    Don wäre ein geeigneter Vater, weil er Chauffeur geben könnte, immer stocknüchtern. Und schade wäre, wenn er sein Wissen nie weitergäbe.

    • Titel eingeben
      Ich wollte mich nach 21 Jahren Schulerfahrung nie mehr zu diesem Thema äußern,aber immer und nie sollte man nicht sagen,darum:
      Ihre Beschreibung wohlstandsverwahrloster Kinder und ihrer Eltern habe ich so wie beschrieben erlebt,nämlich bei Lehrern. Ich habe auch einige Lehrer erlebt,die unreif,postpubertär und faul waren,und natürlich die Anderen,die Vorbilder,Engagierten und Fleißigen.
      Den ehemaligen Salemleiter B.Bueb habe ich in einem Vortrag erlebt.(Lob der Disziplin)
      Kinder wollen bedeutet auch Verzicht,aber nicht nur.
      Zwanzig Jahre habe ich versucht Kindern deren Muttersprache nicht deutsch war unsere Sprache beizubringen.Manchmal mit sehr gutem Erfolg.Auch Eltern aus sehr einfachen Verhältnissen haben Vorbilder und wollen für ihre Kinder das Beste. Es gibt eben alles:Geldadel ohne Werte,
      Helikoptermütter,gleichgültige Väter usw.
      Meine persönliche Meinung: es gibt zu viele Lehrer die diesen Beruf besser nicht ergriffen hätten.

    • Oberländer, ...
      Das Hauptversagen der Oberschicht besteht meiner Meinung nach darin dass sie zuwenig Kinder kriegt. Der Hauptteil wird ausgelagert, in ein virtuelles Bangla Desh. Darin wurzeltein großer Teil der Selbstabschaffung.

  143. Rücksichtnahme
    Wir müssen lernen und akzeptieren uns wieder an den besten orientieren und alle Mittel dafür einsetzen. So einfach ist das. Der Rest ist nur Gerede.

  144. Peter Scholl-Latour
    Bloß keine Werbung für die Schulen am Tegernsee machen.
    Bitte an die Weisheit von Peter Scholl-Latour denken. Hier in modifizierter Form:
    Wer halb Berlin an den Tegernsee holt, rettet nicht Berlin, sondern der Tegernsee wird selbst Berlin. Ich bitte das zu bedenken.

  145. NRW-Niwau
    Naturwissenschaftlicher Leistungskurs, abiturrelevante Klausur.
    Bildchen.
    Aufgabe: Zeichne Pluspol und Minuspol ein.
    Schüler: Hier Anode, da Kathode. (Richtig)
    Benotung: Punktabzug!
    Begründung: Du sollst keine Fachausdrücke verwenden, die haben wir noch nicht durchgenommen.

  146. Resignation steht dahinter
    In mir wächst der Verdacht, daß die vielen Anzeichnen von Kulturverrat,
    die sich in diesem Land breitmachen,Hinweise darauf sind, daß die
    Schon länger hier lebenden es leid sind, mit ihrer Lebensleistung das
    parasitäre Gebaren der Invasoren aus anderen Ländern zu hätscheln.

    In den Herkunftsländern dieser „Gäste“ hat Arbeit und Leistung einen
    minderen Stellenwert; Es wird Muse und Arbeitsabstinenz vorgezogen
    Und für Andere reißt
    man sich schon gar nicht denselbigen auf.

    Schon gar niemals nicht für Leute, die einen falschen verdammensweren Glauben haben.

    • Deutschland ist ein reiches Land...
      …so tönt es den Afrikanern unisono aus Deutschland entgegen. Nicht nur Funktionseliten und Medien, sondern auch die Mehrheit befragter Bürger stimmt dem zu. In afrikanischen Ohren wird daraus: Die Deutschen sind reiche Leute. Und auch hier würden die meisten Deutschen zustimmen, wenn man das relative Verhältnis zum Afrikaner in Anschlag bringt. Aber: Reich zu sein, bedeutet in Afrika, eben nicht arbeiten zu müssen. Wer reich ist, läßt arbeiten. Oder noch häufiger: Ist reich nicht durch Arbeit fremder Leute (die man ja wenigstens führen müßte), sondern durch Gestattung irgendwelcher Rechte (Schürf-, Anbau-, Investitions-, Stationierungs-, Aktivitäts-Entwicklungshilfeausschüttungs-). Daher erscheint es dem Afrikaner schlüssig anzunehmen, daß die Deutschen in ihrer Mehrheit nicht (hart) arbeiten. Weil sie ja reich sind. Und Reiche können auch leicht abgeben, ohne daß der Reichtum entscheidend geschmälert würde. Das beobachtete parasitäre Gebaren beruht daher nicht unbedingt auf Dreistigkeit, sondern auf einem Mißverständnis. Weil deutsche Selbstdarstellung mal wieder sog. /cultural awareness/ hat vermissen lassen.

    • Das ortsübliche Paarungsverhalten...
      …wird ebenfalls mißverständlich medial aufbereitet. Wer als einer von hunderttausenden Jungmännern nach langen Wochen und Monaten der Wanderschaft das Gelobte Land erreicht und hier seine aufgestaute Anspannung will, der überfällt ja nicht den erstbesten Passanten. Als Besitzer eines oder mehrerer mobiler Endgeräte, mit denen er sich Zugang zum Weltwissen verschafft und die ortsüblichen Gepflogenheiten erschließt, versucht er (ganz zuvorkommender Gentleman), die Vorlieben und Sehnsüchte des anvisierten Weibsvolks zu ergründen. Und in der Tat: Mit den entsprechenden Suchbegriffen eröffnet sich ihm ein schier unendliches Archiv zur Erforschung westlichen, weißhäutigen Sexualverhaltens. Und darin wiederum findet er die größte und prominenteste Abteilung unter dem Label Interracial. Er sieht, daß sich hübsche (aber auch nicht ganz so hübsche), junge (und nicht mehr ganz so junge), weiße Frauen in ihrer Mehrheit anscheinend nach (durchaus gewaltsamer) Versklavung unter die unterarmdicke und -lange Knute des schwarzen Mannes sehnen. Und ihre weißen Freunde stehen dabei und sehen dem Treiben hilflos bis lüstern zu. Da diese weitestverbreitete Erzählung unwidersprochen und unbekämpft bleibt, mehr noch im weißen Westen ausgedacht und massenhaft produziert und auf einschlägigen Messen ausgezeichnet wird, muß der zugereiste Jungmann annehmen, es handele sich um authentische Dokumentarfilme autochthonen Paarungsverhaltens. Wiederum nicht unbedingt Dreistigkeit, sondern Mißverständnis aufgrund (bewußt?) verfälschender Selbstdarstellung.


    • @JoVolkmer: das mit dem „Mißverständnis“ halte ich für durchaus möglich. Aber jedem anderen gegenüber eine andere Form von Erklärung zu bieten, ebenfalls: mehr als 1 Außendarstellung ist schwer durchzuhalten.
      Was mir da eher in den Sinn kommt, ist eine Form von einfältigem Protzen, die unsereins schon im Kindergarten schnell abtrainiert wurde, weil die meisten Kinder aus weniger gutgestellten Haushalten kamen – diese entscheidende Lektion, „wenn du deinen Wohlstand behalten willst, geh nicht damit hausieren“, haben offenbar einige, die die deutsche Außenkommunikation zu verantworten haben, nie gelernt.

  147. Deutschland ein Land, in dem „wir gut und gerne leben“ (Merkel).
    @Nedda Gschempft sagt:21. Oktober 2017 um 13:04 Uhr
    „Vermutlich definieren Sie den Begriff „Billiglohnland“ anders als ich.
    Auf dem Lohn-/Gehaltsniveau von z.B. China ist DE bei weitem nicht.
    Ein deutsches Einkommen auf Mindestlohn ist um ein Vielfaches höher als in China. Daher produzieren wir die T-Shirts auch (noch) nicht.
    Dass die Gehälter der Top 20% Einkommensbezieher in DE im internationalen Vergleich schlecht sind, kann man auch nicht behaupten. „

    Viele Leute haben von China ein völlig antiquiertes und falsches Bild.

    Besuchen Sie Shanghai oder Peking, dann werden Sie überrascht sein, wie viele Luxusautos dort herumfahren. So eine Dichte von Porsche Cayenne gibt es hier in Europa allenfalls in Zürich.

    Googeln Sie einmal, wie viele Millionen Autos es z.B. in Peking gibt.

    In China gibt es einen Mittelstand von ca. 500.000.000 Menschen, der Lebensstandard dieser Menschen ist höher als jener der Mindestlohnbezieher in D. Und Chinas Entwicklung zum Industrieland ist gerade rund ein Vierteljahrhundert alt.

    Die Deutschen überschätzen regelmäßig ihre Einkommen und ihren Lebensstandard. Die glauben wirklich, dass D ein Land ist, in dem „wir gut und gerne leben“ (Merkel).

    Lesen Sie den Artikel von Thomas Strobl: „Politik für die obersten 1,6%“

    Aber Vorsicht, da gibt es das Risiko eines Realitätsschocks!
    https://blogs.faz.net/chaos/2009/04/20/politik-fuer-die-obersten-1-6-15/

    Übrigens:
    Weil Sie immer die T-Shirts anführen. Schauen Sie einmal, welche Alltagsgegenstände in China produziert werden: Elektronische Geräte, Kameras, Fahrräder, Skier, Kleidung, Küchenausstattung, Nahrungsmittel etc.

    • Billigleiberl ...
      … werden wohl in China hauptsächlich noch aus „Tradition“ produziert.

      Mittlerweile verlagern sich neue Fabriken eher von Vietnam und Bangla Desh nach Äthiopien. Da gibt es Mindestlöhne in der Größenordnung von 50 USD und mehr alte Ladas als Cayennes.


    • China produziert nicht mehr viel Textilkram, mehr Computer (da fast alles), Textil kommt inzwischen aus Kambodscha.

  148. Sekundärklasse
    Ich habe mal 2 Beiträge heraus gesucht, die in der flagellantischen Einheitspresse in Deutschland, so nicht erscheinen würden.

    Die Digitalisierung schreitet voran, und hält auch in den Schulen Einzug. Das erlernen des eigenen Bewusstsein, ist hier vordergründig nicht gewollt. Sie sollen funktionieren, später. Angepasst sein in der digitalen Gesellschaft der Zukunft.
    Man kann sich dann auch vorstellen, wer dann die Nahrung herstellt, wenn die Böden durch Gifte verseucht oder übersäuert sind.

    ht tps://www.rubikon.news/artikel/der-digitalisierungswahn

    OT:
    Eine Wutrede, die sich nicht für alle gut lesen lässt, aber fast alle den Inhalt teilen werden.

    ht tp://www.journalistenwatch.com/2017/10/21/sachsen-der-realitaetsverlust-des-theologen/

    • Zitat: "Frau Kittler, sie müssen nicht alles glauben was sie denken."
      Abgeordnetenhaus Berlin: Franz Kerker (AfD) zur Schulpolitik in Berlin.

      FIDxLyrHLvk

  149. Herbert und Richard
    Vermittlung von bestehendem Wissen an unsere Kinder (Sprache, Grundrechnungsarten, Naturgesetze-Physik und Chemie sowie Geographie) sollte selbstverständlich sein. Bildungsverweigerer ab in die Leibeigenschaft (Schweine hüten od. Abwasserkanäle von Feuchttüchern säubern).
    Das Vermitteln von Wissen hat sich über Jahrhunderte bewährt und bedarf keiner Änderung (schreiben nach Gehör und ähnlicher Blödsinn)
    Talente sind zu fördern und zu fordern.
    Man (vor allem Politiker) sollten sich mal informieren wodurch unsere westliche Gesellschaft groß geworden ist.
    Gendern und Sozialwissenschaft waren da nicht wesentlich beteiligt.
    Dieses herumexperimentieren an der Bildung unserer Kinder ist einfach nur widerlich und ein Verbrechen an der Zukunft unserer Kinder.
    RAUS mit jedweder Ideologie aus der Bildung!
    Güsse vom südlichen Nachbarn und ein schönes Wochenende.

  150. Bildungsnotstand?
    Das kann nicht sein. Oder habe ich da was falsches gesehen wenn krimiabends Madame Commisaire de Police Judiciaire, aka Tatort-Kommissarin in irgend einer Land-Hauptschule für Zeugenaussagen eine 9. Klasse-Schülerin zu einem hashtag me too-Fall aus der Klasse pickt, die gerade und mittleren Tafel eine fein säuberlich aufgemalte gemischt-quadratische Gleichung am lösen ist. Am linken Tafelflügel, wie am Vortage vergessen auszuwischen, die mesomeren Grenzstrukturen von Benzol. Nöööö, oder?

  151. Schulpflicht , wie in Deutschland ,gibt es nicht rund um den Globus.
    Über die Hutterer in Kanade und USA und wie sie ihre Kinder unterrichten,hatte ich hier mal vor langer Zeit geschrieben.
    Viele Länder kennen keine Schulpficht, ist den Eltern überlassen,wie und wo sie ihre Kinder unterrichten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hausunterricht
    Weiterhin gibt es in Australien z.B. die School of the Air.
    (viele Farmen dort liegen so abgelegen, dass der Unterricht anders überhaupt nicht möglich ist.
    https://walkaboutaustralien.com/hilke-maunder_qld_school-of-distant-education_longreach/
    Ebenfalls, auch über diese Familie habe ich mal vor langer Zeit hier in einem Thema des Donschen Blogs berichtet.
    The Zapp Family, seit 17 Jahren mit ihrem 1928 Graham-Paige auf dem Globus unterwegs.
    Gestartet sind sie zu zweit, mitterweile zu sechst ( vier Kinder) wurden alle von den Zapps* auf der Reise bis heute unterrichtet.
    http://www.bbc.com/news/av/uk-england-40978859/family-still-loving-17-year-world-tour

    * wie der Klapperstorch die beiden immer punktgenau auf ihrer Reise um die Welt, gefunden hat, mir ein Rätsel, finde ich aber auch noch raus.

    • Geschichte der The School of the Air
      http://www.australia.gov.au/about-australia/australian-story/school-of-the-air
      Bei Schulpflicht besteht immer die Gefahr der Indoktrination.
      Wurde und wird ja auch von Diktaturen, egal welcher polit. Farbe, gerne genutzt.
      Für einen Liberalen ein Graus

    • Sehr schön, Danke für die Info FJ45 - 21. Oktober 2017 um 18:23 Uhr
      Es sit, wie sollte es anders sein, eben folgenderweise so…
      * wie der Zappstorch die beiden immer punktgenau auf ihrer Reise um die Welt, gefunden hat, mir ein Rätsel, finde ich aber auch noch raus.
      Am Anfang steht’s. Es sit der Zapp von der Zappstorchgang, deshalb.

    • Hausunterricht
      Alles, was Hitler gemacht hat, war ja schlecht. Zum Beispiel schaffte er den Hausunterricht ab. Das aber behielt die Bundesregierung bei, praktisch zur Kontrolle.

      Ein Kind war in der Grundschule sechs Wochen krank. Wir holten den Kram von der Schule und unterrichteten im Krankenbett. Danach nur noch Einser, vorher Zweier. Nein, das darf nicht sein. Selbstgemachte Leistung? Nein, denn das bedeutet, dass der Staat es nicht kann. Also verhindert er, dass er schlecht aussieht. Der Staat kann weder Bildung, noch Medizin. Das Einzige, was er kann, ist Pöstchenschacher (und Steuernziehen).

      Wenn wir zu dritt Hausunterricht gemacht hätten und hätten einen Vierten, einen Schwachen, mit durchgezogen, hätten wir ein ansehnliches Ergebnis bekommen. Bitte, aber der Staat will große Klassen mit wenig Lehrern und Leistung.

    • ... und bevor es in Australien "die Lufschule" gab...
      … hat Tom Kruse auch das Unterrichtsmaterial zu den Buben & Mädels in`s
      Outback gebracht.
      http://www.lastmailfrombirdsville.com/

      https://www.youtube.com/watch?v=ztCONk8EOfE

  152. Lesetip: China geradegerückt
    Aus „Die Welt“ von Do, 19.10., Johnny Erling: Chinas Masterplan: 2050 ein sozialistisches Weltreich.

    Zwei Auszüge:
    – Im Kern ist es ein Masterplan, der China bis 2050 zur ersten modernen sozialistischen Weltmacht machen soll. In diesen gut drei Jahrzehnten werde das Land überall auf Spitzenplätzen stehen, „politisch, kulturell, ethisch, sozial und ökologisch.“

    – Politische Reformen soll es nach Xis Willen nicht geben. Der Parteichef will vielmehr eine Reideologisierung, Zensur und Kontrolle der Schulen, der Medien und des Internets sowie die Verfolgung von Anwälten und Bürgerrechtlern. Eine zentrale Rolle spielt für ihn dabei die Kommunistische Partei: „Sie muss jeden Aspekt des Lebens in China leiten.“ Er verwendet sogar noch den Ausdruck, dass China ein „sozialistisches Land ist, das unter der demokratischen Diktatur des Volkes steht.“

    1. Kaufen Sie den Artikel, falls er unter Plus steht.
    2. Wer glaubt, Typen wie Merkel und Co. würden das nicht nachmachen wollen (Heiko Maas!), täuscht sich vermutlich. Derweil werden wir abgelenkt mit Nachrichten über Trump oder auch Weinstein, die nur der Preis für die Freiheit sind und in einer Demokratie einhegbar bzw. abwählbar.

    Ach bitte, dann lieber schlechte Schulen und selbst gewähltes Morgenthau 2.0 mit etwas Freiheit. Lieber etwas Restglück als wie Roboter funktionierende Menschen.

    • Oberländer, ...
      Der Ober-Xi hat sicher so einen Plan, aber es ist doch unwahrscheinlich dass er umgesetzt werden kann. Wenn doch, dann wegen Versagen der anderen und nicht wegen eigener Großleistung.

      Durchschlagender Erfolg erodiert IMMER die Fundamente.

      Chinas Geographie ist keineswegs so beeindruckend dass sich die USA fürchten müssten – wenn sie ein gutes Einvernehmen mit Kanada und Mexiko haben…

      Europa hat politisch ja schon 1914 abgedankt, nur aufgrund der Trägheit haben das viele erst 100 Jahre später bemerkt…

    • Rules for Radicals: China, Saul Alinsky und der Westen...
      „Saul Alinsky died in 1972, but his writings influenced those in political control of our nation today.
      Recall that Hillary Clinton did her college thesis on his writings and Obama wrote about him in his books.
      Died: June 12, 1972, Carmel-by-the-Sea, California
      Education: University of Chicago
      Spouse: Irene Alinsky
      Books: Rules for Radicals, Reveille for Radicals
      Anyone out there think that this stuff isn’t happening today in the U.S.?
      All eight rules are currently in play.
      How to create a social state by Saul Alinsky:
      There are eight levels of control that must be obtained before you are able to create a social state.
      The first is the most important.
      1) Healthcare – Control healthcare and you control the people.
      2) Poverty – Increase the poverty level as high as possible; poor people are easier to control and will not fight back if you are providing everything for them to live.
      3) Debt – Increase the debt to an unsustainable level. That way you are able to increase taxes and this will produce more poverty.
      4) Gun control – Remove people’s ability to defend themselves from the government. That way you are able to create a police state.
      5) Welfare – Take control of every aspect of people’s lives (food, housing and income).
      6) Education – Take control of what people read and listen to; take control of what children learn in school.
      7) Religion – Remove the belief in God from the government and schools.
      8) Class warfare – Divide the people into the wealthy and the poor. This will cause more discontent and it will be easier to take from (tax) the wealthy with the support of the poor.“

      Googlen kann man selbst…

    • Als ob es ...
      … so etwas wie „Freiheit“ hier in BRD gäbe, die sich auch nur ansatzweise von dem Chinagedöns unterschiede.
      .
      Des Michels „Freiheit“ erschöpft sich in einem kaum noch erreichbaren Häusle, zwei Mal im Jahr nach Malle/ Koh Samui, hin und wieder einem (pro forma) Kreuzchen auf einem belang- und folgenlosen Zettelchen, bisschen Gebolze in der Glotze und einer Diederich Heßling-artigen „Haare schön“-Verehrung eines wieder auferstandenem Schmierlappen auf dem Fränkischen.

      Und rate, was? Richtig, all das kann/ darf auch der gemeine Chinese.

      Dessen ungeachtet ’schlagen‘ 241 von 242 Chinamann-Kinder in allen Belagen des Lebens, der Hirnbenutzung, der Wissenschaft/ Forschung und Zufriedenheit.

    • _Josh, ...
      Sie übertreiben (doch zumindest leicht).

      Eine FDP, CSU und AfD würde ich doch sicher lieber wählen als eine Monopolpartei, die mir den Weltmeister im Massenmord auf jedem Geldschein präsentiert.

      Auch der Umgang mit der Schweiz und anderen abtrünnigen Provinzen unterscheidet sich wohltuend von Tibet und Sinkiang (in der aktuellen Orthographie).

      Die Parallelen bestehen natürlich auch.
      In einem großen Land sind aber ganz allgemein die Befugnisse des einzelnen Bürgers beschnitten.

      Daher ein heißer Tip: Graubünden! (Auch der Kanton delegiert die meisten seiner beträchtlichen Kompetenzen an die Gemeinden. Da zählt der Bürger natürlich mehr!)

  153. Zum Thema zurück...
    „75 Prozent der befragten AfD-Wähler hielten etwa die Falschmeldung, dass jeder zweite Flüchtling keinen Schulabschluss habe, für wahr. Bei Grünen-Wählern waren es 40 Prozent.“ (N24.., aber egal, es pustet ehe aus allen Kanälen)

    Bingo!

    (Herr, wir danken Dir, dass Du uns Grünen-Wählern Hirn gegeben hast und den Nazi-Wählern Stroh!)

    • Falschmeldung
      Hat leicht jeder 2. „Flüchtling“ einen Schulabschluss?

      Davon die Hälfte eine vierjährige afghanische Volksschule, leider wegen Wehrsportübungen zur Hälfte entfallen? *

      Gepaart mit vorbildlicher Disziplin und Arbeitsethos wären es dann problemlos integrierbare vietnamesische Bootflüchtlinge. Davon kamen leider zu wenige…

      (* Mein Vater war z.B. 1944 und 45 in der Schule. Da war es nicht viel anders. Es gab viele Gründe für verkürzten Unterricht damals…)

    • Schon interessant. Wie man bei Menschen, deren Identität zumeist nicht zweifelsfrei
      geklärt ist, da passlos, auf die Anzahl der von den Identitätslosen angegebenen Schulabschlüsse vertraut.
      Eine Wiederausreise ist dahingegen in den meisten Fällen unmöglich?

    • Aber bitte, die wollen doch alle studieren, sie müssen also eine Schulbildung haben.

    • Perspektive
      Bildung kommt immer auf den Blickwinkel an. Schwesig kann kein richtiges deutsch, Beck findet vielleicht Chemiekenntnis wichtig, die so mancher Afghane mitbringen dürfte, die Menschen aus Bremen und NRW sind da auch Kummer gewöhnt. Eine vierjährige Schulbildung ist doch schon mal besser als Nichts.

      In der Berufschule hatte ich einen Mitschüler aus Mümmelmannsberg/Hamburg, der von der Gesamtschule kam. Fachlich hatte er echte Probleme (obwohl intelligent), scherzte aber, er hätte dafür eine gute Nahkampfausbildung.

      Viele Hauptschulen (heute gerne zu Regioschulen verbrämt) auch im Speckgürtel Hamburgs sind nichts weiter als MiGriHu Bewahrungsanstalten. Lernen kann man da mit 800 Worten Basiswortschatz wenig bis nix.

      Wie gesagt, alles eine Frage der Perspektive. Mein griechischer Kollege fragte neulich entsetzt, wieso meine Kinder im Kindergarten kein Englisch lernen würden, das bräuchte man doch heute…

      Mein amerikanischer Kollege hat seinen 7 jährigen natürlich in einer Privatschule, die richtig Geld kostet, dafür ist das Lern-Ergebnis dann erstklassig.

      Da reichen ein paar Jahr Koranschule nicht wirklich, um international mitzuhalten, aber auch unsere Schulen sind fast überall in Deutschland zweit-, dritt- oder noch schlechter-klassig.

      In etwas breiterem Kontext: schauen Sie auf die Bildungssysteme weltweit und Sie sehen, welche Länder Wohlstand erreichen werden. Deswegen kommt Afrika nicht voran und der Mittlere Osten ist hoffnungslos (Ausnahme Israel und wohl auch Iran). Wenn das Öl vorbei ist, geht dort das Licht ganz aus, Reserven gibt es kaum, im Gegensatz zu Norwegen.

      Was uns dann wider zurück bringt: Ja, es geht noch schlechter im Schulsystem als Berlin oder Bremen und Hamburg: in den Ländern, aus denen die Invasoren herkommen. Selbst ein Hochschulabschluss in Jura aus Syrien oder Irak ist hier bestenfalls ein Nachweis, sich in ein Thema einarbeiten zu können, aber praktisch nutzlos.

    • PS: Rules for Radicals --> Chuzpenkrieg?
      Die acht Regeln stammen NICHT aus Alinskys „Rules for Radicals“. Sie sind ein Beispiel für eine „Chuzpe von rechts“ – ebenso wie der Satz aus Welt N24 über Grünen- versus AfD-Wähler ein Beispiel für eine „Chuzpe von linx“ ist.

    • Titel eingeben
      Die afghanischen Chemiekenntnisse dürften zumeist auf dem Niveau von Jesse Pinkman liegen: „Wo ist das Fass mit der Biene?!“

    • glaube keiner Statistik
      die du nichst selbst gefälscht hast. Tenor war ja, daß AfD Wähler leichtgläubiger als andere sein sollen. Also die x-te Neuauflage des Versuchs, die AfD Wähler als Deppen hinzustellen. Entsprechend die Auswahl der Themen.

      Die hätten ja mal andere Thesen befragen können. Z.B „Diesel-PKW sind die Hauptursache für die Feinstaubproblematik“. Oder „Die deutsche Energiewende ist Vorbild für den Rest der Welt“. Oder „Die Energiewende kostet nicht mehr als eine Kugel Eis im Jahr.“ Oder „Man kann Grenzen nicht schützen“. Oder ähnliches…

      Volksverdummung 4.0…

  154. Titel eingeben
    Don Alphonso sagt:
    21. Oktober 2017 um 03:24 Uhr

    Was hält einen in Berlin? Ich mein, Bayreuth ist ja auch billig und nicht so weit weg.

    Ich bin von weitem auch kein Berlin-Fan. Aber wenn ich dann da bin, ist es immer ganz nett, solange nichts passiert. Da wurden wir in Neukölln von einem aufgemotzten älteren Wagen, Fahrer dunkelhaarig und einschlägig aussehend, geschnitten, diverse Fahrräder überholten vollkommen regelwidrig, und hinterher haben wir gelacht. Aber bitte, es war nichts passiert. Die U-Bahn benutze ich nicht mehr. Vor dem damals noch zu beziehenden Gebäude für die Sta…äh den BND saß eine rumänische Mutter bettelnd auf der Straße, die Gegensätze sind grotesk.

    Kulturell ist immer was los. Leben kann man dort schon, die Umgebung hat viel. Was mich eher verwundert, ist die Tatsache, dass Leute Neukölln schön finden.

    Dialekte sind toll. Somit lasse ich balinerisch gelten und finde, dass es ähnliche Perlen bietet wie bayerisch.

    Berlin wäre großartig, wenn die Mitte nicht breit und fett besetzt wäre von Regierungen und Firmen, die über alles bestimmen aus einem sehr eingeengten Blickwinkel. Ich glaube, die verstehen nicht einmal die Stadt Berlin, nur das Borchardt finden sie blind. Letztlich haben sie irgendwie das alte Berlin kaputt gemacht. Sie haben sich protzige Bauten hingestellt und Stadtteile wie Charlottenburg oder Wilmersdorf vernachlässigt.

    Die Stadt hatte eine ruhige, melancholische Nachkriegswürde (vor dem Mauerfall). Sie war ein einziges Museum und irgendwie beschaulich. Ein bisschen ist noch da, aber man muss es suchen.

    • Auf 2, 3 Wochen geht es. Dauernd dort leben – habe ich 1,5 Jahere gemacht – vermittelt einem zu sehr die unerträglichen Seiten.

      Aber natürlich, wenn ich einfachen Zugang zu Drogen will und ein Jobcenter, das aufgegeben hat, wenn ich auf billigen Sextourismus stehe oder Feiern ohne Limit, dann bin ich in Berlin richtig.

    • Titel eingeben
      Ich habe es wenigstens aus Ihnen herausgelockt, dass es insgesamt eine interessante Stadt ist und stimme Ihnen zu: für Eingesessene aus anderen Bundesländern ist es schwierig, dort zu leben. Aber ich kenne Leute, die woanders nicht leben könnten, weil sie dort keine Arbeit bekämen. Hierzu hehört die große Gruppe der freien Künstler. Die brauchen Kontakte und bekommen solche eher in Berlin, Anregungen auch. Manche sicherlich auch Substanzen.

      Wenn mich etwas stört, ist es der sterile Protz von Mitte. Der Gendarmenmarkt verkörpert allein das alte Berlin. Der Rest ist zubetonierte Fassade. Regelmäßig ist alles gesperrt, weil irgendwelche um Zuwendung bettelnden Diktatoren im Adlon nächtigen.

      Am besten guckt man den Film Cabaret und besucht dann den Wannsee und Grunewald. Diese Blase in der Mitte repräsentiert alles, was verkehrt läuft. Ihr Elysium ist nachgemacht, denn es findet sich wieder im Beltway oder in der City von London. Es sind Entrückte, die sich von den untersten Chargen, deren Gewalt sie fürchten, treiben lassen. Vom mittleren Bürger und seinen Zwängen, auch in Schulen, haben sie keinen Schimmer.

      Als wir noch klein waren mit Bonn und Westdeutschland und Wechselkursen und Ups und Downs, war das entschieden anders.
      Als Bayer, da stimme ich Ihnen zu, kann man nicht in Berlin leben, denn man ist ein Ausländer in einem Wirrwarr. Türken werden gehätschelt, ihre Verbände zumindest, Schwaben in Prenzlauer Berg gemobbt. Selbst in der Schweiz ist es für Schwaben angenehmer, und das will was heißen. Das kleine melancholische Nachkriegsberlin mit seinen Zerstörungen und seinen phantasievollen Neubauten war jedenfalls etwas Besonderes.

      Man müsste nur die Regierung dort entfernen, ihr ein Brasilia irgendwo auf dem flachen Land bauen, und die Stadt würde aufatmen und wieder sie selbst werden. Ich verlinke Ihnen mal ein Stück von einer Frau, die sich selbst hilft, statt einen großen Aufschrei zu veranstalten. Ich finde das imposant. Most read im Atlantic, was bedeutet, dass die Leser doch die individuellen Stories mehr schätzen als alle Klagen:
      https://www.theatlantic.com/technology/archive/2017/10/hook-line-and-sinker/542748/
      Und das Romantische immanent und unzerstörbar an Stelle 1 des Menschen rangiert.


    • Man müsste nur
      Ah wah, dann würde ein großes Verwaltungs- und Gastronomiesegment wegbrechen, denn Industrie, Gewerbe und anwendungsnahe Forschung sind seit Jahrzehnten ausgedünnt.


    • Auf 2, 3 Wochen geht es. Dauernd dort leben – habe ich 1,5 Jahere gemacht – vermittelt einem zu sehr die unerträglichen Seiten.
      Ah je, anderthalb Jahre, das ist Projektlereinsatz als Außenstehender, nicht dort leben. Natürlich ist es schon ein bißchen mehr als bloßer Touristenbesuch, der ausschließlich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit huscht, aber dort leben – und das heißt auch, eine Arbeit finden – ist wirklich nochmal was anderes.

    • Das habe ich ja gehabt, und es war grässlich.

  155. Da hat er Rechtm der Spahn
    „Der Eindruck, die Grundsicherung wäre zu gering, resultiert auch daraus, dass eine Großmutter, die fünf Kinder großgezogen hat und bei zehn Enkeln mithalf, im Alter teils genauso viel erhält wie ein junger Mann, der erst drei Wochen im Land oder gar ausreisepflichtig ist. Sozialstaat und unbegrenzte Zuwanderung, das funktioniert nicht zusammen“, sagte Spahn.
    https://ww w.welt.de/politik/deutschland/article169894152/Sozialstaat-und-unbegrenzte-Zuwanderung-funktioniert-nicht-zusammen.html

  156. Die spannende Frage
    Die Quadratmeterpreise am Tegernsee liegen ja scheinbar noch unterhalb derer in Berliner Modebezirken wie Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Man könnte mit dem Umzug in die bayerische Provinz also sogar noch Geld sparen. Trotzdem höre ich von Wanderungsbewegungen in diese Richtung (noch?) nichts. Warum?

    Weshalb bleiben Ihre Bekannten also in dieser schrecklichen Stadt Berlin, Don? Stellen die einfach ihr eigenes Wohl, jedes Wochenende eine neue Galerieeröffnung besuchen zu können über das ihrer Kinder? Oder ist der Tegernsee vielleicht doch nichts für alle?

    • Integrationsprobleme und Zufriedenheit mit anderen Aspekten, etwa viele weitere Berufsjugendliche, denen man nicht erklären muss, warum man mit 55 das Benehmen eines 20-Jährigen hat.

  157. Und wem Bayern zu teuer ist, der kann auch nach Sachsen ziehen,
    wenn er dort Arbeit findet. Gute Schulen, vergleichsweise niedrige Mieten und nach meiner Erfahrung sehr nette Einheimische, das sind nicht zu unterschätzende Vorteile.

    Wir sind übrigens auch zweimal umgezogen, um unseren Kindern eine optimale Schulbildung zu ermöglichen.

    Die Bildung der Kinder – wozu auch gehört, dass Gewalt in der Schule eine möglichst geringe Rolle spielt – sollte oberste Priorität für alle Eltern haben.

    Dafür könnte man auch eine Zeitlang eine Wochenendehe in Kauf nehmen. Manche Familien müssen ohnehin auf diese Weise leben.

  158. Bester Herr Haupts
    Ihren Vermutungen von gestern 15:59 möchte ich entgegenhalten, dass Sie den HvG gar nicht verstehen können. Ihnen fehlt dafür schlicht die wissenschaftliche Ausbildung. Ich als Salonbolschewist vom Otto-Suhr-Institut höchstdero zu Berlin kann das beurteilen.
    Trotzdem möchte ich Sie anspornen, Ihr RCDS-Geschwurbel der Sorte „Popper hat Marx widerlegt“ hier weiter zum Besten zu geben. Denn Sie repräsentieren den intellektuellen „roll-back“ der 80er Jahre. Den haben die Marxisten der 68er nie so richtig bemerkt. Erst haben sie nicht kapiert, dass die RAF alles „Linke“ im Land diskreditierte, dann haben sie nicht gesehen, wie die „Atlantik“-Brückenmitglieder den wissenschaftlichen Diskurs einsackten und heute gilt als links, wenn Sahra Wagenknecht eine Dissertation schreibt und einen Ludwig Erhard hochlobt.
    Wo sind bloß die alten Marxisten? Bernhard Blanke und Jürgen Hoffmann sind tot, wo ist eigentlich der Joachim Bischoff in Hamburg? Es wird langsam Zeit, den Neocons, wie Sie es als erwiesener Erz-Reaktionär („Erz“ meint umerziehbar) sind, mal zu erläutern, wo der Hammer hängt.
    Muss ich auf meine alten Tage noch in die Linke eintreten?

    • there is too much confusion here
      Herr Braun,

      ich dachte sie wollten dem alten Männer Club beitreten. Da ist doch die wahre Macht. Nicht bei den Linken.

      Sollten Sie und Herr Haupts sich mal in den letzten 20 Jahren mit Gesellschaftstheorie beschäftigt haben, so könnten Sie bemerken, dass sie sich mit Marx und Poper etwas out of time bewegen.

      Wenn Sie in den letzten 20 Jahren mal einen Fuß vor die Tür gesetzt hätten, dann würde Sie eventuell bemerkt haben, dass weder RAF noch RCDS irgendeine Bedeutung haben wollen könnten.

      Die Welt hat sich weiter gedreht, keiner hat mehr Zeit für Diskussionen, die eine Vergangenheit mit Modellen der Zeit vor der Vergangenheit beschreiben.

    • ohne Titel, aber nicht OT
      Joachim Bischoff finden Sie bei Wiki, er privatisiert anscheinend. Ich vermute, daß Sie ihn als Assi am OSI erlebt haben.
      Mit sozialistischen Kampfesgrüßen aus HH

  159. Berlin: Die Zurückgebliebenen
    Nach dem Mauerbau verblieben nur die undynamischen Bewohner (sozusagen das untere Segment) und bauten sich von massiven Bundesgeldern unterstützt ihr leistungsabgewandtes Biotop.
    Seit der Wende flossen noch mehr Mittel, jetzt unter dem Etikett „Bundeshauptstadt“. Das Biotop wuchs und wuchs, und es verfestigte sich. Immerhin währt das nun seit über einem halben Jahrhundert. Die Vorstellung, daß man sich sein Leben erarbeiten müsse, was nun einmal nur durch Leistung möglich ist, erscheint in diesem Weltbild des „Party machen“ absurd.
    Die Schulpolitik – Leistung ist von Übel, Versager werden inkludiert – ist nur ein Ausdruck einer allgemeinen Versagensunkultur. Und so etwas regiert Deutschland.

  160. Na eben - Babis, . der Wahlsiefer in Tschechien , will
    .
    ..
    .
    ..
    Schluß mit lustig qua ,,Zuwansqanderung“ , die Oststaatten wissen also ,

    was gut für sie ist , im Gegensatz zu IM Merkel, das nichts wissen will, das Kasner .

    Bei uns ist Vernunft pipi-klein, dort ist es stärkste Partei , grad so , wie in

    Österreich , wo der linke Rotz auch verloren hat, gegen Heimatschutz nd Hirn .

    Gott , wie ist unser D verloren .

    Na , vielleicht reißens die Visegrad – Staaten raus,

    und stellen IM Merkel auf den Brutzelhaufen , wenn D schon völlig

    bescheuert ist !

    Brennen muß die Hexe, und ihre Affen ———-!

    DAS ist gesund, alles andere krank .

  161. Was da in China unter X Dingsbums., Herr Oberländer...
    „– Politische Reformen soll es nach Xis Willen nicht geben. Der Parteichef will vielmehr eine Reideologisierung, Zensur und Kontrolle der Schulen, der Medien und des Internets sowie die Verfolgung von Anwälten und Bürgerrechtlern. Eine zentrale Rolle spielt für ihn dabei die Kommunistische Partei: „Sie muss jeden Aspekt des Lebens in China leiten.“ Er verwendet sogar noch den Ausdruck, dass China ein „sozialistisches Land ist, das unter der demokratischen Diktatur des Volkes steht.“

    … wissen Sie ja auch..mit „korrupten“ Parteikardern aufzuräumen, öffnet Tür und Tor unliebsame Personen „auszusortieren“.
    Korruptionsvorwurf ist schnell erhoben und dann, bestenfalls Knast,.. nichts neues unter der Sonne.
    Untedrückung von Völkern dort, durch die herrschende Kommunistenbande, nicht neu.
    Aber auch dieses System wird scheitern, nur eine Frage der Zeit.
    https://www.igfm.de/china/
    https://www.humanrights.ch/de/service/laenderinfos/china/?gclid=EAIaIQobChMIv5yU6tiD1wIVw7gbCh1X6w6oEAAYASAAEgJxnvD_BwE

    Aber OberchinaX Dingsbums isst weiter seine Seegurken, nur nicht vor laufender Kamera;)

  162. there is too much confusion here: yes, I agree !!
    @Goodnight

    ich möchte mich nicht einmischen ob POPPER – mit zwei PP übrigens – den Marx widerlegt hat oder Paul K. Feyerabend den Popper………….aber wenn beide in der Vergangenheit spielen dann doch auch der von ihnen zitierte Jimmy Hendrix…………der wollte ja in Stuttgart auf gar keinen Fall Maultaschen vor seinem Auftritt essen.

    wer sind denn die Gesellschaftstheoretiker, die aktuell hip sind ?

    bevor ich wieder den Fehler mache, an Regentagen in Donoratico in der Küche das falsche Buch zu lesen während ich mit einem Risotto bekocht werden !

  163. Ich erwähnte ja bereits im letzten Beitrag, dass ....
    ….“nicht beschulbar“ mein neuester Lieblingsausdruck ist, wenn ich anhand der Gespräche im Biergarten merke, dass Lehrer anwesend sind.

  164. Hedging, heißt eingrenzen @gregorij
    Damit sollen die Bestände gesichert und das Zocken zum Erhöhen des Vermögens ermöglicht werden.
    Andere werden also ausgegrenzt wozu nur wenige das Wissen und die Bildung zur Erhaltung diese Elite erhalten dürfen.
    Die Flutung mit den Menschen aus den zerstörten Regionen ist da ein passendes Zusatzprodukt – Kollateralgewinn sozusagen.

  165. @Smaug - Volksschule 2. Klasse in Hessen (1956)
    Lehrer: ‘Was ist 6 weniger 9?’
    Lisbeth: ‘minus 3’
    Lehrer (verlegen): ‘Nein, 0.’
    Lisbeth: ‘Mein Vater sagt aber, dass das Zählen unter Null weitergeht. 0, -1, -2, -3 …. So zählt man Schulden.‘
    Lehrer: ‘Das kriegst du erst in der Oberschule. Hier ist es null.’

  166. Denkmal für verdiente Stützen der Gesellschaft
    Verehrter Don, ich vermeide in aller Regel Links, mit denen Sie nur aufgehalten werden, jedoch diesen Antrag auf Errichten eines Drogendealer-Denkmals müssen die Leser kennen, Sie wissen vermutlich schon davon,
    Danke
    https://openantrag.de/berlin-friedrichshain-kreuzberg/denkmal-fuer-den-afrikanischen-park-drogendealer