Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Verachtung des neuen Deutschlands für seine alten Ideale

| 687 Lesermeinungen

Der Bourgeois sieht in seiner Frau ein bloßes Produktionsinstrument.
Karl Marx

Also, Sie kennen das ja auch, wenn Sie schon einmal eine Fäkaliengrube der frühen Neuzeit im Keller ihres Barockpalastes ausheben mussten, um darin stilsicher Ihre Leichen zu vergraben: Es kommen kubikmeterweise Fäkalien heraus. Es finden sich bergeweise Scherben von irdenem Geschirr. Hin und wieder stößt man auf ein Henkelchen einer Favenceschüssel, oder auf einen zerbrochenen Weinbecher aus Waldglas. Aber nur ganz selten und nur, wenn Ihr Palast wirklich bedeutungsvoll war, finden Sie nördlich der Alpen auch mal ein Stück eines venezianischen Glases. Und noch seltener sind darin rosarote Färbung und Goldflitter. Wenn Sie das finden, dann wissen Sie: Sie wohnen wirklich standesgemäß. Also, wenn Sie so einen Palast mit Fäkaliengrube haben natürlich. Das hier ist so ein venezianisches Glas, wenngleich auch aus dem frühen 20. Jahrhundert, aber dafür unzerbrochen.

Ich habe es natürlich nicht aus meinen Fäkaliengruben im Keller, sondern von einem Antikmarkt in Mantua, und als ich es sah, hatte ich schon einiges gekauft, und hatte fast so wenig Geld übrig wie die SPD Wähler. Ich habe nicht einmal nach dem Preis gefragt, aber der Händler machte daraus kein Geheimnis, als er mich Deutschen das Glas begutachten sah. Und nannte einen so niedrigen Preis, dass mir das gute Stück fast aus der Hand gefallen wäre: Bei uns im Antiquitätenhandel hätte man früher ein Vielfachen bezahlt. Aber die rosagoldene Schale ist gross, und der Italiener lebt wegen der Euro-Krise eher beengt. Also trennt man sich öfters von den guten Stücken, als es für den Preisen gut tut. Man entkulturiert sich von einer großen Vergangenheit des eigenen Landes und dem nationalen Kunsthandwerks unter dem Zwang der Ereignisse. Die Deutschen dagegen sind die Herren des Euro und ihrer eigenen Leibeigenschaft von Banken und Wirtschaft: Wenn die sich von der früheren Größe des Landes, vom alten Luxus, vom Überfluss der errafften Geschichte trennen, dann tun sie es mutwillig. Und je wichtiger den Deutschen etwas früher war, desto böswilliger vernichten sie es ideologisch. Heute wird das Auto auf 80km/h auf Landstrassen von einer Partei gedrosselt, deren Wähler so einen Klimazielruinierer als Statussymbol des eigenen Erfolgs betrachteten. Davor vernichtete man schon den Ruf des Porzellans.

Wie das Auto ist auch das Porzellan ein wichtiger Teil der deutschen Wirtschaftsgeschichte – grad so, wie die Fayence und Gläser für die Italiener. Porzellan wurde in Deutschland neu erfunden, um sich von der Abhängigkeit von den Chinesen zu befreien. Weil die Herstellung ein komplizierter Prozess ist, mussten viele Erfindungen gemacht werden, von denen wir bis heute profitieren. Porzellan war immens teuer, die nötigen Kapitalmittel erzwangen Konzentrationsbemühungen jenseits der alten Zunftordnungen, und es war ein Luxusgegenstand der absoluten Selbstverwirklichung: Vor der Porzellanentdeckung durch Johann Friedrich Böttger 1708 musste man an Tellern und Figuren kaufen, was die Chinesen lieferten. Aber mit den eigenen Arkanisten konnte man eigene Vorstellungen verwirklichen, und sich auch selbst in den Mittelpunkt stellen. Es entstanden Hofmanufakturen, in denen das eigene Leben und – idealisiert – das der Landbevölkerung dargestellt wurde, in 20cm hohen, weissen Püppchen, die damals schon pro Stück den normalen Nettomonatslohn eines höheren Beamten kosteten.

Nichts hat sich seitdem eigentlich geändert. In der Manufaktur Nymphenburg bekommt man die erstklassigen Kommödianten des Franz Anton Bustelli ab etwas über 4.000 Euro, es kann aber auch leicht fünfstellig werden. Es gibt noch Menschen, die das kaufen, aber die wenigsten werden die Stücke noch als Tischzier bei Banketten verwenden, wie sie eigentlich gedacht waren. Es sind Vitrinenstücke, und genau so wurden sie auch aufbewahrt, als die wahrhaft grosse Zeit der Porzellanfiguten begann. Denn während die frühen Manufakturen oft mit der französischen Revolution und den Krisen der napoleonischen Zeit schliessen mussten, entstanden neue Firmen für das zu Reichtum gelangte Bürgertum vor allem in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Biedermeier wurde vom Historismus und vom Wiener Barock abgelöst, und in jener Zeit des Rückgriffs ergötzte man sich auch wieder gern an alten und neu geschaffenen Figuren. Oder wie man es heute pauschal nennt: Kitsch.

Das hier ist so ein Stück, das das Pech hat, nicht von einem bedeutenden Künstler des Rokoko, sondern nur von einem Modellierer des späten 19. Jahrhunderts entworfen zu sein. Wie so oft bei Kitsch sind auch diese Stücke mit hohem Aufwand verbunden gewesen, und waren für den Bürger damals richtig teure Luxusgegenstände. Aber es war nur Nachahmung einer vergangenen Zeit, es ist nicht alt genug, und es war so populär, dass die schieren Mengen auf dem Antiquitätenmarkt den früheren Luxus zum Ramsch machen. Heute will das kaum jemand mehr. Viele haben auch nicht die passende Einrichtung. So etwas bleibt beim Erbfall liegen, und selbst die Nachlassverwerter können damit nichts anfangen, wenn es nicht Meissen, Augarten oder Nymphenburg ist. Und in den Augen meiner Zeitgenossen ist es süßlich und kitschig, wie sie die beiden da um den Übergabe einer Rose zusammen winden. Die 68er haben mit dieser falschen Romantik gründlich aufgeräumt. Mit den 68ern begann der totale Niedergang der Porzellanindustrie, und das gnadenlose Wegwerfen.

Dabei sind die Ideale, die von diesem Paar verkörpert wurden, in der Entstehungszeit alles andere als rückschrittlich gewesen. Das Bürgertum eignete sich um 1870 eine Geschichte und einen Luxus an, die seine Vorfahren 1770 in aller Regel nicht hatten. Das Bürgertum wollte aber eine gute Vergangenheit zur Selbstlegitimierung, und kaufte daher Möbel und Kunst der untergegangenen Epoche. Was es nicht gab, wurde eben nachgemacht, so wie diese Tanzgruppe. Wer sich mit der Zeit um 1770 beschäftigt, weiß natürlich, dass damals die Zwangsverheiratung erheblich wichtiger als jene freie Liebe in der Natur war, die hier vor Augen geführt wird. Man muss die beiden Tänzer als Boten der neuen Zeit betrachten, in der Frauen ihre Rechte einforderten und sich nicht mehr wie ein Stück Vieh für die Steuereinnahmen einiger Dörfer verhökern ließen. Die Bürgerfrauen des 19. Jahrhunderts hatten gewisse Erwartungen an die Männer, und wenn man sich das Paar anschaut, dann sieht man: Er schmachtet sie an, und sie weiß, dass er etzad der Katz ghert, wie man in Bayern so schön sagt.

Es zeigt also im Rosenkavalier und der Angebeteten eine bestimmte Art des Courtoisie, ein an sich adliges Verhalten, das das Bürgertum durch den Kauf so einer Preziose als Standard für das eigene Benehmen neu definiert. Es ist eine selbstbewusste Aneignung und Überhöhung, denn die Paare des 19. Jahrhunderts sind feiner, prächtiger und pompöser als die frühen Originale, die Blicke sind nicht mehr manieristisch, sondern emotionaler, und die Gestik wird deutlich dynamischer. Es ist eben alles in Bewegung zu jener Zeit, Klassengrenzen lösen sich auf, die Wirtschaft brummt, der nächste Krieg ist noch Jahrzehnte entfernt, und die eigene Vergangenheit ist allen reichlich heilig, speziell die in der guten, alten Zeit mit echter Leibeigenschaft und ohne Notwendigkeit von Sozialistengesetzen. Franz Blei gräbt dazu die Lustbarkeiten jener Epochen aus, und vergisst die Schattenseiten: So wird der Tanz des Adels auf der sommerlichen Blumenwiese von 1770 im Salon von 1870 gern gesehen.

Aber das ist nichts gegen den Luxus, den wir uns leisten, wenn wir das für Kitsch halten. Es ist heute möglich, diese Tänzer zu belächeln, weil man auch ohne jede Konsequenz und Tanzübung im Schlamm bei Wacken moshen kann. Man schiebt heute keine Hände mit Rosen weg, sondern gleich ganze Profile bei Tinder. Man verfällt sich nicht mehr, weil man die Sexualpartner bei Nichtgefallen jederzeit wechseln will. Man will sich nicht mit zerbrechlichen Figuren belasten, die kaum den zweijährlichen Umzug überstehen. Man hat in Jeans und T-Shirt keinen Bezug mehr zu Kleidung, die erst nach einer Stunde richtig am Körper saß. Und Prestige und Luxus sind nicht mehr im Porzellan zu finden, das als Goldrand nicht in die Spülmaschine kann, und als Starterset nur ein paar Euro kostet. So weit muss man erst mal kommen, dass man den Luxus früherer Zeiten so verachten kann.

Denn in weiten Teilen der Welt wäre es auch heute nicht möglich, frei mit einer Frau so oder anders zu tanzen. Eine Frau würde nach solchen Bewegungen als entehrt gelten. Es gibt Regionen, in denen man diese Frau nach dem Tod des Mannes in den Selbstmord treiben würde, und andere Regionen – zu denen auch die westliche Welt mit ihren Migrationsströmen gehört – in denen man manche Frau schon als Kind an der Klitoris verstümmelt hätte. Es gibt politische Partner unseres Landes, die ihre Bewohner auspeitschen würden, würden sie ein Tänzchen wohl wagen. Es gibt Regionen, in denen die Männer das Geld verspielen, das ihre Frauen im Strassenbau verdienen, und Regionen, in denen die freie Liebe nichts, überhaupt nichts zählt. Wir leben in einer freien Gesellschaft, die es uns erlauben würde, den Kitsch nachzustellen und auf Blumenwiesen zu tanzen. Diese Welt umfasst noch nicht einmal das Mittelmeer und nur einen kleinen Bruchteil der heute lebenden Menschen. Der Rest ist immer noch reichlich nah an den Dystopien des Rokoko, durch die Voltaire seinen Candide stolpern lässt. Unser Kitsch ist nicht einmal die ferne Hoffnung für andere. Er ist einfach nicht verständlich.

Es liegt mir fern, den aktuellen Präsidenten der Vereinigten Staaten zu bemühen, aber im Prinzip stehen wir auch nur über einer historisch reich gefüllten Abfallgrube dieses Planeten, in der manches Relikt verführerisch funkelt und von frühem Luxus kündet, und anderes eher nicht, und gern übersehen wird, selbst wenn es schrecklich riecht. Wir werfen in dieses Loch unsere eigene Vergangenheit und unterschiedslos ihre Flausen, Dummheiten, Stärken und Ideale, weil wir es können, und weil wir denken, wir wären weiter und etwas Besseres. Souverän ist, wer über Kitschzustand entscheidet. Wir tun das mit der sorglosen Leichtigkeit eines Porzellanpaares, mit aufgemalten Lächeln der Selfies und so selbstvergessen, wie man 1770 nicht mit einer Revolution rechnete, und 1900 nicht das Rattern der Maschinengewehre und dem Gestank der chemischen Waffen ahnte. Es geht uns sehr, sehr gut, so gut, dass wir alle paar Jahre neue Möbel kaufen, statt die einen Vitrine von Tante Gerdi zu behalten, die längst vom Entrümpler abgeholt wurde. Die Erwartungen an die Zukunft sind groß, Geschichte ist etwas für Romantiker und andere Rechte. Den Klassenkampf lagern wir an die roten und schwarzen Steuereintreiber aus, und das porzellanweiße Mobiltelefon kommt auch wieder aus dem fernen China. Manche denken möglicherweise, dass das Frauenbild in Porzellan schon ziemlich patriarchalisch ist, während an der Grenze der Türkei Leute warten, die in Syrien gern Sexsklavenmärkte gehabt hätten, und der Meinung sind, man sollte uns allen den Kopf abschneiden, und unsere Leichen dann in die Abfallgruben werfen, mit allem, was uns heilig und was uns Kitsch ist.

Auf den Tag genau seit 9 Jahren schreibe ich dieses Blog über das Alte Europa, seine Eliten und seine materielle und geistige Natur. Und es mag sein, dass das Alte Europa kaum snobistischer und kitschiger als in diesen Tänzern sein kann, und ich damit einen kulturellen Tiefpunkt in unserem voralpinen Pralinen-und-Lederhosengraben auslote. Trotzdem: Seien wir froh, dass Teile unserer Geschichte so viel besser sind, als die absehbare Zukunft so vieler anderer.


687 Lesermeinungen

  1. Danke
    für die 9 Jahre, von denen ich vielleicht nur 4 dabei sein darf.
    Bleiben Sie fit und munter dabei. Gerne auch mit Drahteselberichten, aber ohne (Ab)Stürze.

  2. Danke
    ich werde sehr traurig
    an diesem Tag mit seinen Wetterkapriolen
    schon am frühen Morgen –
    ein Sinnbild für’s Land?

    • Gern geschehen.

      Wir haben keine Kapriolen. sondern einen Tag lang stabilen Schneesturm.

    • Bitte nicht traurig sein,
      es ist der Lichtmagel, vor allem der meteorologische.
      In zwei Wochen ist Maria Lichtmeß.
      Ab da gehts dann fühlbar aufwärts.

  3. Danke!
    So exzellent geschrieben, daß es nicht lange dauern kann, bis sich ein „Gast” Kommentator darüber mokiert.

  4. Auf den (.) Punkt
    Sehnsucht kommt auf, danke für diese wunderbare Beschreibung des dekadenten alten Europa und der tatsächlichen Verachtung der Eliten, die diese gerne wären, in Wahrheit den früheren Eliten jedoch nicht das Wasser reichen könnten.

  5. Glückwunsch!
    Glückwunsch zum Jubiläum, ich bin mir sicher, das was heute als Kitsch gilt, wird bald wieder sehr gefragt sein, es ist etwas sehr lebendiges darin. Die gegenwärtige Coolness ist ziemlich ausgelutscht und hohl…

    • Ich habe da meine Zweifel – aber wer weiss? Man wird sehen.

    • Titel eingeben
      Nein, es wird nicht wiederkommen. Wir sind die letzten. Unsere Nachkommen wissen, dass etwas fehlt, aber nicht was und daher werden sie weiter sinnlos zerstören.

      Ich hätte niemals geglaubt, dass ich gerne alt bin, ich bin aber noch nicht alt genug.

      Lieber Don Sie sind ein Leuchtturm in der Finsternis.

    • Geschichte wiederholt sich
      „Mit den 68ern begann der totale Niedergang der Porzellanindustrie, und das gnadenlose Wegwerfen.“ Wenn es nur die Porzellanindustrie gewesen wäre, die wegen dieser Leute Schaden genommen hat, wäre mir wohler. Ihren letzten letzen Satz im Artikel, werter Don, unterschreibe ich voll und ganz.

  6. das alte Europa und die sog. weibliche politische Elite !
    Karl Marx, der Sittenstrolch und Fremdgänger, aber geniale Ökonom sah das mit der Frau als reines Produktionsinstrument des Bourgeois historisch eingeordnet sicher richtig………

    während wir heute doch eher das Paradoxon sehen müssen, wie die sich eifrig produzierenden PolitikerInnen des links-grünen Spektrums – beginnend bei ulFuM und endend bei der künstlich rot gefärbten Katja Kipping – nahezu stündlich für die volkwirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der berufstätigen und sich ökonomisch reproduzierenden Frau einsetzten und dies als Selbstverwirklichung preisen.

    dabei haben gerade diese Frauentypen – wie schon genannt ulFuM, KaKipp, Cr__00 oder auch die zuständige Ministerin Barley, um nur wenige zu nennen – sehr wenig oder schon mal gar nicht jemals wertschöpfendes produziert, sondern sich im Sumpf von öffentlichen Geldern, sei es Forschungsförderung oder politischer Alimentationen ein gutes Einkommen mit Vollversorgung auf Lebenszeit geschaffen, in Unkenntnis der harten Arbeitsbedingungen z.B. im industriell-militärischen Komplex.

    Ausser mann ordnet das permanente Herumtragen eines Zwei-Personen-Zeltes direkt am Körper auch bei öffentlichen Anlässen als harte Arbeit ein.

    aktuell lokal wie politisch: Sturmwarnung, es ist eher wie in Husum: graue Stadt am grauen Meer !

    • also die nKonditorin, von der die Pralinen kommen, ist wirklich eine Bereicherung!

    • Bereicherndes und Ent-Reicherndes !
      aber sicher werter DON, es gibt sehr bereichernde Frauen in tollen Berufen, die hart und an Idealen orientiert arbeiten, z.B. kenne ich sehr gut PsychiaterInnen die sich für gefällige Gutachten nicht verbiegen lassen…………….

      es gibt daneben ja auch RichterInnen mit bekannten Namen, die es sich einfach machen und dem Angeklagten mit ihrem Spruch „Sie haben einen zweite Chance verdient“ auch das Recht geben, ein zweites skrupelloses Verbrechen am Kind zu verüben. Merke: oft wird die Gefahr von aussen überschätzt und die von innen unterschätzt in politischen Systemen !

    • Ja, ich weiss, was Sie meinen.

    • @Django
      Man muß weg vom Bildschirm, hinaus. Am besten aufs Land.
      Da sieht es ganz anders aus; die von Ihnen genannten sind glücklicherweise in der Minderheit, auch wenn sie medial omnipräsent sind.

      @DA. Als ich damals den Erstling vom Schutzwall las, ging es mir wie ‚Willard‘ in einem meiner Lieblingsfilme „..and it really put the hook in me“

    • Das freut mich, das war auch ein fieser Text.

    • @djangohatnemonatskarte
      Also Husum ist mittlerweile knallbunt, zumindest um den Hafen rum.

      Kann mir bitte jemand die, oft und in verschiedenen Varianten geschriebene, Abkürzung CR__00 für Claudia Roth genauer aufschlüsseln?

    • Karl Marx, der Sittenstrolch und Fremdgänger, aber geniale Ökonom...
      Django,

      wenn Sie da einmal ein paar Zeilen ausführen wollten, würde ich mich freuen.

      Für mich ist er hauptsächlich geistiger Urheber der Ideologen, die im 20. Jh. fast alle wichtigeren Massenmorde veranstaltet haben.

      (Man muss nämlich für ein „funktionierendes“ Paradies zu viele Leute umerziehen. Mir ist kein Beispiel bekannt, wo das mit Überzeugung allein funktioniert hätte.

      PS:

      „Sumpf von öffentlichen Geldern“

      Genderismus & Co sind in gewisser Weise analog zum militärisch industriellen Komplex von SU u US.

    • Marx und Engels
      hatten mal den später Lohmann-Ruchti-Effekt genannten Kapazitätserweiterungseffekt beschrieben. Ob dies jedoch ausreicht, Marx als „genialen“ Ökonomen zu bezeichnen und damit u.U. in einer Reihe mit Smith, Ricardo, Keynes oder Schumpeter, Eucken und Hayek zu nennen? Da bekomme ich ob der gesellschaftlichen Verwüstungen, die dieser Mann zur Folge hatte, wirklich Bauchschmerzen.

    • @Laurentius
      Schon wieder.
      Ich kann „Ricardo“ nicht mehr hören. Vor allem, wenn es um all die so tollen positiven Effekte von Freihandel geht. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß Ricardo unter vorindustriellen Randbedingungen publiziert hat. U.a.:
      – Transport war damals aufwendig, langwierig und risikant(Schiffstransport, nicht umsonst spricht man vom „Untergang“ einer Sache), damit wurden nur hochwertige und haltbare Güter gehandelt. Daher blieben durch FErnhandel lokale Wertschöpfungsketten großteils unberührt und die Effekte auf die jeweilige Bevölkerung waren gering. Heute ist Transport spottbillig, geht relativ schnell und sicher, so daß selbst Pfennigartikel um den halben Erdball transportiert werden. Bis hin zu den Teigrohlingen für Backautomaten der Discounter, die z.T. aus China kommen.
      – Ricardo war noch vor der industriellen Revolution, also ging es v.a. um Naturprodukte oder handwerkliche Erzeugnisse. Heutzutage kann man industriell fast alles überall produzieren.
      Seine Theorie des komparativen Kostenvorteils muß man unter den damaligen Randbedingungen sehen. Sie funktioniert, wenn nur Teile der Wirtschaft eines Landes davon berührt werden. Nicht umsonst hat er ja auch noch später auf die negativen Einflüsse des Maschinenwesens abgehoben und vorhergesagt, daß dieses die positiven Effekte aushebeln kann,wie durch Erhöhung von Arbeitslosigkeit – was es übrigens auch getan hat und tut.

    • @Hans_Nase
      Alles zu seiner Zeit. Ansonsten müßten Sie ihr Urteil auf alle Ökonomen vor jedweder großen Zeitenwende ausweiten. Ich bin mir auch nicht so sicher, wie ich ihre Replik verstehen soll. Erstens brauche ich von Ihnen ganz sicher keinen Nachhilfeunterricht in Handelstheorie, schon gar nicht in einer Plauderecke wie dieser. Zweitens sollten Sie sich einmal Gedanken über den Begriff Relativität machen. Denn nein, Transportkosten spielen keine Rolle! Oder was glauben Sie, was der Antrieb der Holländer, Spanier, der Hanse oder Portugiesen war. Handel gibt es doch nicht erst seit der Industriealisierung. Und über Veränderungen bei der Kapitalmobilität könnten Sie auch noch einmal rüberschauen. Zur Vertiefung empfehle ich immer Rose / Sauernheimer ab 11. Auflage.

      Und einen Besuch im maritimen Museum in der schönen Hansestadt Hamburg kann ich auch nur empfehlen. Ein Spiegelbild des Welthandels in Form von Schiffsmodellen, Karten und allen möglichen und erforderlichen maritimen Artefakten der Menschheit, die zur Erschließung und Instandhaltung von Handelsrouten erforderlich waren.

      PS: Viel Spaß mit Tuch und Wein, müssen es nur durch etwas anderes ersetzen, vielleicht auch noch mal bei Stolper und Samuelson vorbeischauen, dann wird auch das mit der Industriealisierung, China und der EU-Osterweiterung klarer.

      Und entschuldigen Sie den Ton, ich hatte das Gefühl, als ob mein Hosenbein etwas feucht und warm war, da reagiere ich inzwischen schon etwas unwirsch.

    • Andere Sittenstrolche
      @ djangohatnemonatskarte

      Hey Django,

      was ist mit HS, der demnächst als MP von By von MS abgelöst werden wird?

    • @Krächzit
      Von wegen CR_OO: (gebe zu, ich weiß es auch nicht so genau, aber hier mal ein Erklärungsversuch, der logisch zu sein scheint) manche Leute sind eine Null, und andere sind eine Doppel…

    • Marx ein genialer Ökonom?
      Georges Sorel sagte sogar, das Kapital sei Nonsens, aber er glaube an die Durchschlagkraft der Idee. Wie Stalin, der sagte daß nur Glaube, nicht Fakten, die motivierende Kraft der Massen sein könnte. Also Glaube an eine Sache, er war ja bekennender Religionshasser.

    • @Laurentius
      Ich kann einfach das ganze Gesabbere von den ganzen Wohltaten des Freihandels nicht mehr hören und wie das alles mit Ricardo begründet wird. Gerade die letzen Jahre (TTIP,CETA)…

      Handel nutzt nun mal vor allem erst mal den Händlern. Die kleinen Leute und deren realen Lebensumstände sind in der Regel außen vor.

      Man muß nur mit offenen Augen durch alte Handelsstädte gehen. Ich habe noch nie Tischler- Töpfer- oder Bauervillen in der ersten Reihe gesehen. Und noch nie eine kleinen dunkle Händlergasse im hinteren letzen Eck der Stadtmauer, gleich neben den Abdeckern…

      Falls Sie also einer dieser typischen Vertreter all dieser großen und tollen volkswirtschaftlichen Theorien sind, welche sich darin ergötzen, Wirtschaft in Formeln zu packen und vom realen Leben der realen Leute möglichst weit zu abstrahieren, dann ja, dann dürfen Sie sich gerne ans Hosenbein gepisst fühlen. Gerade ein Land wie Deutschland darf das nämlich besonders ausbaden – wie man an der EU Osterweiterung gut festmachen kann, schaut man auf die Zahl der Industriearbeitsplätze in D.
      Wenn nicht, dan ists ja gut.

      Habe die Ehre.

    • @Hans_Nase
      Irgendwie war da noch etwas mit Exportweltmeister.

      Sehen Sie, die Unterscheidung zwischen Wohlfahrtsgewinnen durch Handel und der Verteilung derselben ist ja sehr wohl diskussionsbedürftig. Und ich bin kein Vertreter von irgendwas. Ich kann auch an den jetzigen Rahmenbedingungen des Welthandels mit all seinen tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen nichts ändern. Ich kann sie nur sehen und beschreiben. Und ich kann sehen, wie durch die internationale Steuergesetzgebung Kapital bevorzugt besteuert wird und durch fast uneingeschränkte Kapitalmobilität und einem Überangebot der Faktor Arbeit in eine immer schlechtere „Entlohnugssituation“ kommt.

      Und Sie können sich ihre Vulgarität gerne sparen.

  7. Neun schöne Jahre
    Herzlichen Dank lieber, geschätzter Don Alphonso für neun jahre Lesestoff.
    Herzlichen Dank für diesen Artikel. Sie haben sich hier als Frauenversteher, als FrauenAchter, FrauenRespektierer und FrauenLiebhaber ein kleines Denkmal gesetzt.

    • Danke, wobei ja nicht jede Frau jedes Kompliment mag.

    • Nicht jede Frau mag Komplimente
      Hielt jüngst einer jungen Kollegin die Tür auf, bzw. wollte es – mit den Worten: ‚Die Dame zuerst‘ – Antwort war (mit verbiesterter Miene): ‚Ich bin aber keine Dame!‘

      Mir fiel keine schlagfertige Antwort ein, und ging dann halt zuerst durch die Tür. Was kann man da entgegnen? Vielleicht: ‚Aber ich bin ein Herr‘?

    • Titel eingeben
      Lieber Don Alphonso,

      Auch von mir Danke für die drei Jahre, die ich hier nun schon mitlesen darf.

      Ach ja, bei den seltenen Komplimenten, die Frau heute noch so bekommt, darf Frau nicht wählerisch sein. Vieles kann man nur noch mit Humor nehmen.

      Aber die alten Kavaliere fehlen mir schon manchmal.

    • an DA
      Wenn Sie nicht genau wüssten, wie man Frauen anspricht, so dass diese in die Zwickmühle geraten, sich entweder die Fingernägel abzukauen oder aufzugeben, so wären Sie nicht so erfolgreich, da hülfe weder Ihre materiell komfortable Position, noch Ihr Aussehen! Sie sind ´ne echte Landplage, und das wissen Sie auch. Also gehen Sie und zeugen Sie gefälligst stramme Söhne; das ist einfach Ihre patriotische Pflicht.

    • Romatische Komplimente
      Man sollte zu ihr mal wieder sagen: „Du putzt das Klo schon fast genausogut, wie meine Mutter“ oder: „Du wirst jeden Tag schöner, nur noch ein zwei Jährchen, dann bist du genauso schön wie ich“ oder: „Wer ist schon dieser „Jesus“, der konnte Wasser in Wein verwandeln, aber ich verwandle Haushaltsgeld in Schnaps“ oder: „Natürlich kannst du gut Autofahren und wenn ich mal zwei Gipsarme und Gipsbeine habe, dann lasse ich dich sogar ans Steuer“ oder: „In der BRIGITTE steht, dass zuviel Reden fett macht“ oder „Natürlich können wir deine Mutter über Weihnachten zu uns einladen. Hoffentlich verwechsle ich euch beide nicht!“oder: „Natürlich siehst du Weltklasse aus in deinen 2000-Euro-Schuhen, deiner eintausend-Euro-Handtasche und dem 5000 Euro Alexandre Vauthier Köstum. Im Puff müssten sie dafür 3 Monate arbeiten!“.
      Sowas Romantisches eben. Noch Romantischeres ist mir leider nicht eingefallen.

    • @w126
      In einer solchen Situation erwidert man: „Oh, verzeihen Sie bitte, jetzt merke ich es auch!“

    • "Was kann man da entgegnen?"
      .
      „Jetzt merke ich es auch.“

    • Antwort an w126
      Haha, vielleicht hätten Sie der Bissgurke antworten sollen: „Das habe ich soeben bemerkt.“?

  8. Porzellan
    Unabhängig von den von Ihnen bevorzugten Motiven, fand ich bemaltes Porzellan schon als Kind furchtbar. Weißes Porzellan, dass wäre hingegen schon was, und ist auch wesentlich besser mit anderen Epochen zu kombinieren.

    • Dazu habe ich demnächst auch noch etwas, wenn es um Osmanen geht.

    • zu DA 12:00
      . . . und um die ist es dann ja
      auch nicht schade!

    • Bemalt...
      …fand ich als Kind auch das zuhause gebrauchte Porzellan ziemlich schrecklich.
      Das hat sich geändert: nach Phasen der Sachlichkeit a lá Rosenthal Studio Line oder der skandinavischen dunkelbraun lasierten Keramik von Arabia(!) hat mich letztlich das Handwerliche der Porzellanmaler überzeugt.

      Und jetzt die Frage, wer diese Manufakturen heute noch am Leben erhält…Na, wer gibt noch zigtausende Euros aus für ein Service, bei Meißen wird nach persönlichen Vorstellungen z.b. ein Monogramm eingefügt. Oder wie hat sich Limoge gerettet? Nein, nicht mit weißem Porzellan…

  9. Anerkennung und Dankeschön
    Lieber Don Alphonso,
    herzlichen Dank für die erheiternden Beiträge im grauen Büroalltag.
    Leider habe ich auch die ersten 5 Jahre verpasst!

    • Gern geschehen, es ist ja ein Roman, bei dem man ständig einsteigen kann.

    • Es ist ja alles da
      @Aficionado
      Besonders reizvoll ist es, unter Suche im Blog Stichworte einzugeben. Sie finden etwas zu Klöstern an der Donau, zu einem Speckberg (sic und ganz ohne Leggings)
      Lesen Sie über die gewollte Unerreichbarkeit höherer Töchter.

      Lesen Sie den Sunbeam nach und den Brachers

  10. Gründe für den Wohlstand
    Sogar unser Außenminister S. Gabriel verbreitet – völlig faktenfrei – die Behauptung, wir Deutschen verdanken das Wirtschaftswunder den türkischen Gastarbeitern!

    • Das ist völliger Quatsch. Will er der Journalismusunterschicht der taz imponieren?

    • Türkische Trümmerfrauen
      Hat dem Siggi vielleicht seine türkische Ex-Frau eingetrichtert.
      Oder es ist der ganz normale rassistische Selbsthass des linken Milieus in Deutschland.

    • Das Spannende an dieser fake news ist, daß ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, wie man, sofern man Großeltern oder in Gabriels Alter auch nur Eltern hat, so etwas sagen mag.

      ~~~

      Ihnen, Don, wünsche ich weitere, glückliche, acht mal neun Jahre; ich danke Ihnen für Ihre politische Stimme, die gute Unterhaltung und mein neues Fahrrad.

    • @Coronus
      Sie können diese Äußerung Gabriels bestimmt belegen, oder?

    • @Curonus: Materialien zur Trauma-Arbeit: Teddy
      Tagesspiegel, 11.01.2013
      Mein Vater, der Nazi
      Erstmals spricht Sigmar Gabriel ausführlich über seinen Vater, einem überzeugten Nationalsozialisten. Als er von der Vergangenheit seines Vaters erfuhr, empfand er „unbändigen Zorn“.
      Der Junge bekommt oft Prügel. Als er mit schlechten Noten nach Hause kommt, sammelt der Vater sein Spielzeug ein und verschenkt es an einen Kindergarten. Nur einen Teddy übersieht er.

    • Titel eingeben
      Das hat mich auch maßlos geärgert! Ein Hohn für all die schlecht berenteten Alten, die dies tatsächlich geleistet haben.

    • @Curonus
      Keine Belege, wie zu erwarten war. Früher hat man dafür ein Wort benutzt, das mit „L“ anfängt. Heute sind das halt „alternative Fakten“.

    • Hat Gabriel nicht gesagt: wir Deutschen verdanken das Wirtschaftswunder den türkischen Gastarbeiter
      Text eingeben

    • Gabriels Zitat wird übertrieben
      Gabriels Zitat war moderater, als diplomatische Höflichkeitsgeste eben noch vertretbar:
      „Dass viele Menschen aus der Türkei mitgeholfen haben die Stadt [Berlin] wohlhabend zu machen … Deutschland… hat viel davon profitiert, dass Menschen aus anderen Teilen der Welt, insbesondere aus der Türkei, nach dem zweiten Weltkrieg zu uns gekommen sind und das Land aufgebaut haben“
      https://www.welt.de/politik/ausland/article172225701/Sigmar-Gabriel-und-Mevluet-Cavusoglu-beenden-in-Goslar-diplomatische-Eiszeit.html

      Zetsche stapelt ein bisschen höher:
      „Flüchtlingswelle könnte neues Wirtschaftswunder auslösen: … im besten Fall kann es auch eine Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder werden – so wie die Millionen von Gastarbeitern in den 50er und 60er Jahren ganz wesentlich zum Aufschwung der Bundesrepublik beigetragen haben.“
      http://www.handelsblatt.com/wirtschaft-handel-und-finanzen-iaa-zetsche-fluechtlingswelle-koennte-neues-wirtschaftswunder-ausloesen/12320666.html

  11. Titel eingeben
    Trifft genau den Punkt! Danke Excellence! Habe die Ehre! Ein Saupreuss

  12. Der Kitsch ist heute original politisch
    Das herablassend als „Kitsch“ disqualifizierte Edel-Handwerk von früher brauchen wir – abgesehen davon, dass ja so gut wie niemand die tatsächliche, von Ihnen so schön beschriebene ursprüngliche Bedeutung zu ermessen vermag, mangels historisch-kultureller Bildung – schon deshalb nicht mehr, weil es schon genug Kitsch gibt, der täglich neu politisch produziert wird, und zwar von genau jenen, die sich so furchtbar modern, aufgeklärt und sonstwas vorkommen.
    Das heutige „juste milieu“ – das Sie ja ebenfalls häufig und schön treffend beschreiben – macht es sich in den eigenen romantisierenden Vorstellungen von einer heilen grünen Welt bequem, nur dass man das nicht in einem vorübergehend politisch durch die Monarchie ausgebremsten und quasi privatisierenden Bürgertum lebt, sondern inzwischen bedient man selbst die Hebel der Macht und drängt dem Rest der Bevölkerung den eigenen Politkitsch als große Staatskunst auf. Sozusagen.
    Daheim stellt man sich keine Porzellanfiguren mehr hin, aber irgendwas mit „ethno“ in die Wohnung, und im Hausflur präsentiert sich stolz das Manufakturfahrrad, mit dem man die Welt rettet. Die guten Dinge von früher reduzieren sich auf überteuerten Manufactum-Kram; die richtigen guten Dinge von früher müssen leider weg und haben bei der Haushaltsauflösung keine Chance, das habe ich auch so erlebt.

    All denen, die lieber im goldenen Blatt nachlesen, was in diversen Königshäusern vor sich geht, als den tweets von Herrn Hofreiter und Frau Göring-Dingens zu folgen, rufe ich daher zu: richtig! bleibt so! Ihr habt Euch erfolgreich gegen den Kitsch entschieden!

    • Die Leute sammeln ja immer noch – Ü-Eier-Figuren und bemalte Videospieltruppen.

    • "die Leute sammeln immer noch"
      Lieber Don,
      Ü-Eier-Figuren qualifizieren sich m.E. aber als nichts außer Ramsch bzw. eigentlich von vornherein Müll? Ohne erkennbare Zwischenschritte?
      Schlimmer sind m.E. grüne und ähnliche Politiker, die Parteitagsbeschlüsse und Bürgerfesselungsverordnungen und dümmliche Auftritte in aller Öffentlichkeit ansammeln und damit in ihrer eigenen, fehlgeleiteten Wahrnehmung Bonuspunkte für das ewige Gericht, an das zu glauben sie freilich ablehnen. Also sind die Bonuspunkte vielleicht auch mehr für ihr soziales gleichdenkendes Weltverbesserungsumfeld. Anyway.

      Aber ich stimme zu: Der Mensch als solcher hat natürlich so seine Eigenarten drinstecken, z.B. eben eine Sammelleidenschaft, da kann man so intellektuell oder auch pseudo-intellektuell sein, wie man möchte.

      Nur die Grünen glauben, dass man den ganzen Tag rational sein müsste; also „zum Spaß“ darf man natürlich nicht Auto fahren.
      Allerdings glaube ICH, dass es den Grünen SPASS macht, anderen das Autofahren zu verbieten.
      Das ist vermutlich so eine Art Dialektik, wenn auch für mich persönlich schon etwas zu hoch ;-)

    • Es ist komplex
      Ich glaube so einfach ist es nicht, ich kenne genug Leute am Prenzlauer Berg, die ethno kitschig finden und Meissen in der Vitrine haben…Die Front ist nicht so eindeutig in ihrem Verlauf wie das einige Leute gerne hätten….bin mir selber nicht sicher auf welcher Seite ich bin, wenn man das überhaupt so einteilen will…

    • Heute nutzlos, Morgen nutzlos.
      Da halte ich mich lieber an meinen Plattenfund aus der 2-Euro-Kiste:
      Down to Earth von Rainbow aus dem Jahr 1979 …
      Unglaublich wie die Preise für Meilensteine des Rocks fallen – das Ende aller Tage muss wirklich nahe sein …

    • U. Dippel:Paradox wenn ein Schlaumeier Unsinn verzapft. Si ta­cu­is­ses, phi­lo­so­phus man­s
      ahlul-sunnah.de/fiqh-rechtslehre (Urteile der 4 Rechtsschulen).
      „In Fatawa Al-Hindiya auch bekannt als Fatawa Al-Alimgiriya, von mehreren Hundert Rechtsgelehrten der hanafitischen Rechtschule“ wird gesagt das es Makruh ist zb brust haare, bein haare ect zu rassieren denn man darf sich nicht den frauen ähneln!
      Haare schneiden ist Mubah. Bart und schnurrbart sind Wâdschib.
      Und die Haare die entfernt werden müssen sind: Achse-u. Schamhaare.
      In der Sunnah muss Achselhaare gezupft und Schamhaare rasiert werden aber wenn man schmerzen hat beim zupfen so ist es auch erlaubt es zu rasieren.
      Šāfiʿīyya: Es gehört zur Sunna Freitags den Schnurrbart so zu kürzen, dass die Oberlippe noch zu sehen ist. Das vollständige Abrasieren ist verpönt (makrūh). Es ist jedoch erlaubt einen Teil des Schnurrbartes abzurasieren (den Schnurrbart dünner machen), wenn ein Teil noch übrig gelassen wird. Das vollständige Abrasieren oder beim kürzen zu übertreiben ist verpönt. Wenn der Bart über eine Faustlänge hinausragt, darf man den Bart bis zur Faustlänge kürzen. Es ist erlaubt den Bart kürzer als eine Faustlänge zu machen, wenn man damit üble Nachrede vermeiden kann. Eine weitere Sunnah ist das Zupfen der Achselhaare. Es ist für jemanden, der sich die Achselhaare zupfen kann verpönt, sie zu rasieren. Wenn man aufgrund der Schmerzen dies jedoch nicht ertragen kann, so ist es erlaubt sie zu rasieren. Eine weitere Sunna ist es, dass sich die Männer Freitags die Schamhaare rasieren und die Frauen sie Zupfen. Wenn der Ehemann von seiner Frau will, dass Sie ihre Schamhaare entfernen soll, so ist es für die Frau verpflichtend dies zu tun. Es ist verpönt die Haare in der Nase zu Zupfen/entfernen. Wenn die Nasenhaare allerdings zu lang werden, ist es Sunna sie zu Kürzen. Wenn die Nasenhaare zu lang sind und man entschließt sich sie zu entfernen, ist es dennoch zu empfehlen sie nicht vollständig zu entfernen, da sie wichtig für die Gesundheit sind. Die Haare auf dem Kopf darf man kürzen/ rasieren. Mit der Voraussetzung die Haare zu pflegen/ sauber zu halten, ist es ebenfalls erlaubt sie wachsen zu lassen. Es ist nicht erlaubt die Haare so zu formen oder wachsen zu lassen, um bestimmte Gruppierungen zu imitieren oder um die Menschen zu verwirren.
      Ḥanafiyya: Es ist für den Mann ḥarām den Bart zu rasieren. Es ist Sunna die Länge des Bartes eine Handvoll lang zu halten und das was über eine Handlänge hinausragt, sollte abgeschnitten werden. Es ist erlaubt Gesichtshaare um den Bart herum zu entfernen, sowie das Rasieren der Achselhaare oder das Zupfen weißer Haare. Es ist sunna den Schnurrbart sehr kurz zu halten. Manche (Imāme der ḥanafitischen Rechtschule) sagten auch, dass es sunna ist, den Schnurrbart zu rasieren. ʾAbū Ḥanīfa und die Imāmain (Imām ʾAbū Yūsuf und Imām Muḥammad) vertraten diese Ansicht. Es ist für den Mann sunna die Schamhaare zu rasieren oder sie mit Haarentfernungsmittel zu entfernen. Für die Frau ist es sunna die Schamhaare zu zupfen. Die Achselhaare darf man rasieren oder zupfen, beides ist sunna. Es ist Jedoch besser sie zu zupfen. Die Haare auf der Brust oder auf dem Rücken zu rasieren ist sittenwidrig (gegen den ʾAdab). Es ist verpönt die Nägel, die Achselhaare, den Schnurrbart oder die Schamhaare länger als 40 Tage wachsen zu lassen. Was die Haare auf dem Kopf angeht, so kamen Gelehrten zu unterschiedliche Ergebnissen. Manche sagten, dass es für denjenigen der sich nicht im ʾIḥrām-Zustand befindet sunna ist, jeden Freitag die Haare zu rasieren. Lau einer anderen Meinung ist es erlaubt sich die Haare zu rasieren oder sie wachsen zu lassen. Bei langem Haar ist es sunna einen Mittelscheitel zu kämmen. Für eine Frau ist es Ḥarām sich die Haare zu rasieren, selbst wenn ihr Ehemann dies erlaubt; ausgenommen bei einer Notwendigkeit. Es ist für den Mann wie auch für die Frau ḥarām das anderen Geschlecht zu imitieren. Dies ist auch ein Grund, weshalb es für Männer verboten ist, ihre Bärte zu rasieren.
      Mālikiyya: Es ist ḥarām den Bart zu rasieren. Es ist sunna den Schnurrbart zu kürzen; jedoch sollte man das vollständige Abrasieren vermeiden. Es ist sunna den Schnurrbart so kurz zu halten, dass die Oberlippe nicht verdeckt wird. Es ist sunna die Achselhaare zu zupfen. Das Zupfen wird dem Rasieren oder dem Entfernen der Haare mit Haarentfernungsmitteln vorgezogen. Beim Zupfen der Achselhaare fängt man mit der rechten Achsel an und es ist ebenfalls sunna sich danach die Hände zu waschen. Das Rasieren der Schamhaare ist für Männer wie für Frauen sunna. Ebenso ist es sunna die Schamhaare mit Haarentfernungsmittel zu entfernen. Für Frauen wie für Männer ist es verpönt sich die Schamhaare zu zupfen. Das Rasieren der Schulter-, Rücken- und Brusthaare ist erlaubt. Es ist verpönt einen Teil der Kopfhaare zu rasieren und einen Teil nicht. Das vollständige Abrasieren der Kopfhaare ist erlaubt. Es ist für eine Frau verpflichtend, jegliche unschöne Körperbehaarung zu entfernen. Wenn ihr am Gesicht Haare wachsen, muss sie diese entfernen, und es ist ihr nicht erlaubt die Haare die Sie schöner wirken lassen zu entfernen. Es ist für eine Frau ḥarām sich die Kopfhaare zu rasieren.
      Ḥanbaliyya: Es ist ḥarām den Bart zu rasieren. Es ist erlaubt den Teil, der über eine Faustlänge hinausragt, abzuschneiden. Das freie Wachsen lassen über eine Faustlänge ist verpönt. Es ist sunna den Schnurrbart gründlich zu kürzen. Wenn die Haare sauber gehalten werden, ist es erlaubt sie wachsen zu lassen. Bei langem Haar sollte man die Haare waschen und nach rechts anfangend zu einem Mittelscheitel kämmen. Wenn die Haare schulterlang sind, dürfen sie geflochten werden. Abgesehen von einer Notwendigkeit wie z.B. wenn die Frau eine Wunde am Kopf hat oder ähnliches, ist es für eine Frau verpönt die Haare kurz zu schneiden/ zu rasieren. Die Haare aufgrund eines Unheils (Trauer) zu rasieren ist ḥarām.Das Rasieren/Kür

    • Das war zu lang und ist deshalb abgeschnitten.

    • Zum Haare raufen
      @ peter bernhardt

      Ich schwöre, bei der Lektüre ist mir der Bart um eine Faustlänge gewachsen.

    • @D.A. : Durchblicken ordnet Durcheinander?
      Die Lehrrichtungen des Islam können manchmal sehr kompliziert und mitunter auch nervtötend sein.
      Die Rechtschulen unterscheiden sich in den Prinzipien der Normenfindung (al-fikh) als auch durch besondere Einzelregelungen (furu). Der Unterschied zwischen den Lehrrichtungen äußert sich dabei nicht nur im weltlichen Recht, sondern auch auf ritueller Ebene, so zum Beispiel beim Gebet und den Reinheitsbestimmungen.
      Heute besteht die Tendenz, allgemein acht Rechtsschulen als rechtmäßig anzuerkennen:
      Vier sunnitische, nämlich die Hanafiyya, die Malikiyya, die Schafiiyya und die Hanbaliyya,
      Zwei schiitische, nämlich die Dschafariyya und die Zaidiyya
      die Ibadiyya und
      die Zahiriyya

    • @peter bernhardt
      Ich käme nie auf die Idee, zu bestreiten, dass es durchaus in den vielen Strömungen des Islam solche Auffassungen gibt – im Gegenteil, ich weiss davon.
      Zum Zwecke der Diskussion allerdings finde ich sehr wohl, dass man im Vergleich zu vielen derzeit zitierten Bestimmungen diese als nicht durchgängig vertreten kennzeichnen darf und sollte.
      Persönlich kenne ich ausreichende Mengen strikter Muslime, die keinen Bart haben. Die aber 101 andere Sachen nicht machen, die haram sind. Schauen Sie sich Bilder von Muslimen an, und bis auf die Ayatollahs und Salafisten werden Sie einige finden, die ‚richtige‘ Muslime sind, auch ohne Bart.

      Schauen Sie sich auch die von Ihnen zitierten Quellen an (Koran, Hadith), und dort steht nichts von dem Kolportierten.

    • @ Peter Bernhardt
      Das ist genau das, was ich von einer Religion erwarte: das sie mir erklärt, ob ich meine Schamhaare zupfen oder rasieren soll :).

      Man möchte zum Islam mit Asterix ausrufen: „Die spinnen, die Muselmane.“

      PS: Die Rechtschreibkontrolle stört sich am Begriff Muselman und schlägt als Alternative Muskelmann vor. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    • "Kitsch"
      Handwerklich hochqualitative Ware, von diversen Dumpfbacken gern als „Kitsch“ verunglimpft, kann heute durch vermehrten Gebrauch, Kauf und Zurschaustellung revolutionär sein!

      Dank an den Don!

      (Vor 10 Jahren hätte ich das wahrscheinlich noch nicht so gesehen.)

  13. während andere wieder gern ihr Kalifat hätten
    Habe ich das richtig gelesenen, dass die UdSSEU – mit dem Segen unserer Übergangsregierung – durch eine neue Flüchtlingspolitik die Grundlagen für den Untergang der deutschen Nation beschlossen hat?
    Merken die PIGS Länder nicht, dass sie den Ast absägen auf dem sie sitzen? Wer soll denn am Ende die Transfergelder für Südeuropa erarbeiten? Die Museln etwa?

    • Nun, es ist ja noch nicht beschlossen, und in Bayern ist dann die AfD die stärkste Partei.

    • es ist ja noch nicht beschlossen
      Wirklich? Die scheinen sich in Brüssel und Berlin doch alle einig zu sein. Glaubt etwas jemand unser glorreiche Übergangsregierung würde den „Fortschritt“ blockieren wollen? Doch nicht wegen einer Lappalie wie 55 Mrd. EURO Flüchtlingskosten in 2017. Für den „Fortschritt“ wird man das auch gern verdreifachen.
      Ich glaube, langsam wird es interessant, zu konvertieren und mit Häkeldeckchen und Pluderhosen zu gehen – schon zum Selbstschutz.

    • Ziehen Sie nach Bayern oder, für die ganz Harten, nach Sachsen.

    • Wenn die AfD
      in Bayern die stärkste Partei wird… dann kommt sie in den Rundfunkrat (wo der DITIP schon sitzt… aus welchen Gründen auch immer). Und dann wird im BR was passieren. Der Anfang vom Ende der ARD?

    • Oder in die Slowakei, aber die mögen dort gar keine Ausländer.

      Frau Hohlmaier war zu vernehmen, sie hoffe darauf, daß der Europäische Rat die Sache abböge.

      Alle anderen deutschen SPD- und Unions-Europaabgeordneten haben wohl zugestimmt.

      Und vergessen Sie nicht, nigerianische Ankerpersonen gibt es auch in Ingolstadt. Gibt es denn genug Baugrund bei Ihnen?

    • Nur in Bayern?
      Das Problem ist, dass die Altparteien tatsächlich den totalen Untergang anstreben, weshalb es nicht reicht, nur relativ stärkste Kraft zu werden. Die Irren werden auch bei mehr als 30 % für die AfD nicht umschwenken. Die machen dann Reste-Groko.

    • ...
      eine dt. Besonderheit ist ja die starke mittelständische Wirtschaft, da gibt es ja auch Verbände. Warum aus dieser Richtung nichts kommt, ist mir ein Rätsel. Vielleicht wird sich der Rest nochmal bei den Visegradlern einreihen.

    • Die schauen halt auf ihre Profite, wie immer, und halten das Profil flach.

    • @ عزيز Leif Errikson, bitte vergessen Sie den muslimischen Bart nicht!
      Der Prophet (Allahs Segen und Heil auf ihm) sagte:
      „Schneidet den Schnurrbart kurz und lasset den Bart frei wachsen“ (Muslim 380)
      Wer den Bart ganz abrasiert ist nach dem islamischen Urteil ein Fasiq (Sünder/ Übeltäter), weil er die Hadithe ignoriert, das Bart-Wachsenlassen vorschreiben.
      Bartrasieren gilt als „Abändern der Schöpfung ALLAHs“
      (wie Augenbrauen-Zupfen, es sei denn nur einzelne ganz abseits wachsende Haare, Koransure 4:119).
      Wenn ein Muslim der früheren Zeit gedemütigt werden sollte, so veranlasste der Qadi (Richter), das dem Mann der Bart abrasiert, auf ein Maultier gesetzt und durch die Straßen geführt wurde.

    • @peter bernhardt
      Eigentlich hatte ich Ihre Texte in guter Erinnerung. Aber hier stimmt vorne und hinten nichts.
      Jemand der sich rasiert ist kein Sünder. Das ist – Entschuldigung – Unsinn.

      Kontrollieren Sie auch besser Ihre Quellen vor dem Abschicken.

    • @Deresschonimmerwusste
      „Reste-GROKO“

      Es ist zwar erst Januar. Aber das hat Chancen auf das Wort des Jahres 2018.

    • Erinnert mich
      Erinnert mich an einen schwarzen Freund, Kameruner, in D promoviert,
      der mir eines Tages sichtlich bewegt anvertraute: Die Deutschen damals
      als Kolonisten, haben bei uns wenigstens gute Handwerker ausgebildet.
      Von selnem Großvater existiert noch ein von dem gefertigter Tisch,
      der in der Familie sehr geschätzt wird. Heute noch und der wackelt nicht.

  14. "Seien wir froh, dass Teile unserer Geschichte so viel besser sind,.."
    Zu dem Beitrag kommen mir die Zeiten in den Sinn als ich in den Niger, in die Sahelzone gefahren bin, geschäftlich aber auch, zum Erstaunen meines Umfelds, um wieder richtig Lachen zu lernen. Lebensfrohe, lebendige, natürliche Menschen zu treffen und keine porzellanartig erstarrten Zeitgenossen. „Es geht uns sehr, sehr gut,…“ das wird in letzter Zeit überall fast schon heraufbeschworen. Und das Angesichts eines massiven Insektensterbens, eines weltweiten Artensterbens, einer bevorstehenden Klimakatastrophe……? „Seien wir froh, dass Teile unserer Geschichte so viel besser sind, als die absehbare Zukunft so vieler anderer“, zum Beispiel unserer Kinder?

    • Ja, für kinder, da sehe ich wenig Chancen, so wehrlos und indokriniert, wie sie sind.

    • Don: gerade für die intelligenten, ...
      … nichtindoktronierbaren Kinder wird’s schwierig sein. Wehe die plaudern in der weltanschaulichen Schulung…. äh Gemeinschaftskundestunde aus, dass sie ab und zu die Junge Freiheit lesen

    • Lachen gelernt..
      Wer das Lachen gelernt hat, schreibt nicht so nihilistische Texte, oder?

      Oder wird hier ein Klischee bedient…?

      Neben dem Lachen könnte man auch das Dionysische wieder „lernen“…Lust, Wein, Weib und Gesang eben, frei nach Nietzsche…

    • Bevorstehende Klimakatastrophe
      Wurde schon festgelegt ob es sich um eine Klimaerwärmung oder doch um etwas anderes, eine Eiszeit vielleicht, handeln soll?

      Ich bin verunsichert, welche Glaubensrichtung ich einschlagen soll.

      Inzwischen soll es in den USA ja eine größere Menge von Wissenschaftlern geben, die von der orthodoxen Glaubensrichtung der menschengemachten Klimakatastrophe abgefallen sind.

      Sollte uns der Glaube an die menschengemachte Klimakatastrophe abhanden kommen, welche Art von Weltuntergang sollen wir dann fürchten? Meteoriten? Vulkane? Verlangsamung der Erdrotation, unsere Sonne als roter Riese oder die neue GroKo?

    • Madagaskar
      @ Wolfgang Käflein

      da kann ich immer noch Madagaskar empfehlen: Glückliche Menschen trotz höchster Armut. Sie haben eben keine Todesfurcht, da der/die Hingeschiedene sich nur mal auf die andere Seite gedreht hat. Die wollen auch nicht weg!

    • In Hessen gibt's noch Permafrost, aber unsere Erdachse taumelt ja langsam weiter
      Dann wird’s wieder richtig warm, damit sich unsere Ne(ubür)ger (Bacı Ubür: Osmanlı İmparatorluğu’nda,yabancı bir ülkeden getirilerek başka bir ülkeye giden. = Baci Ubür: das Osmanische Reich und Steuern auf von einem fremden Land in ein anderes Land übergeben. Bätschi laut Nahles) hier richtig wohlfühlen.

      GroKo is nich, wird bloß Kloko (Kloine Koalügtschon, bevor sie im überhaupt im Amt ist), denn beispielsweise

      1965 hatten
      Unionfdp 301 von 518 Sitzen = ACHTundfünfzig,1 %

      2017 haben
      Unionspd 399 von 709 Sitzen = SECHSundfünfzig,3 % .

      Wer’s nicht glaubt: Bitte selber nachrechnen!

      v.gd/R7qper

    • Kinder wehrlos und indoktriniert?
      Sie meinen vermutlich nur die Bälger der oberen Mittelschicht, oder?

    • Körbe und Kinder
      Also, lieber Don,
      anlässlich eines so besonderen Jahrestages muss ich bekennen, auch kräftig gesammelt zu haben.
      Eine wahrhaft grosse historisch Korbsammlung ist daraus allerdings nie geworden. Nett anzuschauen wäre sie allerdings schon:)

      Und was Kinder angeht: ich erlebe genügend kluge und wehrhafte Kinder. Wer kommt schon doof auf die Welt und ist noch doofer, den Erwachsenen zu glauben?

      Der Kaiser ist nackt.

      Das zu den Eliten aller Epochen aller Länder.

      Nichts für ungut)

    • Die Kinder bekommen lustige Aufgaben..vom Werwolf.
      Ja!! lernen muss wieder spass machen. Lustige Aufgabe vom Werwolf, nicht ein Widerspruch? muss ich nochmal drüber nachdenken.

      https://w w1.wdr.de/kinder/tv/du-bist-kein-werwolf/av/video-kopftuch-tragen-100.html

    • @Deresschonimmerwusste: ..."vermutlich" nur die Bälger der oberen Mittelschicht
      Fragen Sie einen nüchternen, vernunftbegabten und sachlichen männlichen Lehrer!

    • dem een sin Uhl...
      Klimakatastrophe ist die Ideologie, Erderwärmung wäre der Fakt. Wenn Bremen und Hamburg ersaufen, wäre für den trockenen dt. Rest Weihnachten. Für Berlin sehe ich leider keine natürliche Lösung. Und im Niger bekommt eine Afrikanerin durchschnittlich neun Kinder. Klar gehts da lustig zu: blendende Zukunft als Facharbeiter in Germany.

  15. Titel eingeben
    „Die Erwartungen an die Zukunft sind groß, Geschichte ist etwas für Romantiker und andere Rechte. Den Klassenkampf lagern wir an die roten und schwarzen Steuereintreiber aus, und das porzellanweiße Mobiltelefon kommt auch wieder aus dem fernen China.“ Danke für diesen gescheiten und haltbaren Text, Glückwunsch zum Jahrestag – und weiter viel Freude am Leben und Schreiben.

  16. Herzlichen Glückwunsch
    für die neun Jahre. Gegenläufige Bewegungen, wie von Ihnen beschrieben, sind leider zur Realität geworden. Das Schlimme daran ist, dass man als rückständig diffamiert wird, wenn man diese kulturellen Werte bewahren möchte.

    • Danke – nun, es hängt davon ab, wo man rückständig ist. Bei mir gelte ich als Motor des Fortschritts.

  17. Walk the talk
    Lieber Don,

    Bei Ihrer Vorliebe für Stil und Sitte hoffe ich, dass Sie sich mit dem „Keramikjubiläum“ nicht zufrieden geben und die Verbindung mit Ihrer Leserschaft mindestens bis zum „Porzellanjubiläum“ erhalten. Silber oder Gold darf es auch gerne werden, die Themen werden sicher nicht ausgehen.

    • Bis 10 mache ich, wenn es mir vergönnt ist, auf jeden Fall. Und das Schreiben für die FAZ macht mir weiterhin viel Freude.

  18. Geschichtsvergessenheit
    In der neueren Weltgeschichte gibt es zwei Ismen, die schon beide auf deutschem Boden viel Unheil anrichteten. Und beide wollten die Geschichte auf den Scheiterhaufen werfen und durch eine Eigenkreation ersetzen. Herzlichen Dank für den Hinweis, dass dies aktuell wieder geschieht, zumindest von Seite der sogenannten „Biodeutschen“. Ein Gutteil der noch-nicht-so-arg-lang-hier-Lebenden ist sich seiner Geschichte und Herkunft dafür umso überzeugter bewusst.

    • Ich frage mich, wie den Ismus bezeichnen, der momentan grassiert. Er ist irgendwie links, aber auch dekadent, und gleichzeitig total verarmt.

    • Heißt der nicht schon …
      … Progressivismus? Weil er die Erschaffung neuer progressiver Klassen (nach dem Totalausfall der alten, s.o.) im Zentrum steht. Und weil die politischen Ziele so sehr diskreditiert sind, dass selbst ein Linker sie nicht mehr auszusprechen wagt, wird der Weg zum Ziel. Die „Überwindung“ der gegenwärtigen Verhältnisse ohne Ziel ist die Dekadenz.

    • ...
      … „Vulgärsozialismus“, „Grünismus“ oder „Merkelei“ trifft es eigentlich ganz gut…

    • Gehirnwäschefaschismus
      Es ist ein offenes Geheimnis, dass man nach dem Scheitern des Kommunismus im Osten, diesen über das Vehikel des Feminismus unter die Menschheit bringen will.
      Stramm linksgedrillte Radikalfeminstinnen vollenden deshalb das, was Stalin in der Dritten Kommunistischen Internationalen COMINTERN öffentlich avisiert hat: die Unterwanderung und Destabilisierung westlicher Kulturen, Systeme und Betriebe, um sie für die Einnahme durch den Kommunismus sturmreif zu schiessen.
      Stalin hatte dafür damals „den starken Arm des Proletariats“, die Rote Armee, vorgesehen
      Wer das heute machen soll, wird man uns vermutlich irgendwann, aber hoffentlichrechtzeitig, mitteilen.
      Bei den Deutschen benutzt man zur Destabilisierung die höchstpathologische Dämonisierung ihrer (gesetzlich geschützten) 12 Jahre Geschichte, indem diese die gesamte andere Geschichte seit dem Jahre 1000 n. Chr., dem Gründungsjahr des „Heiligen Römischen Reiches“, das seit dem Jahr 1200 den Zusatz „deutscher Nation“ trug, überdeckt.
      Damit wird der Wunsch freigesetzt, „es besser zu machen, als unsere Eltern und Grosseltern und der Welt zu zeigen, dass Deutschland auch Gutes tun kann“. Wohin das führt, kann jeder sehen.
      Dass die heutigen Deutschen keine Ahnung von Geschichte haben, sieht man an dem Zitat, zwei deutsche „ismen“ (Nationalsozialismus und Sozialismus/Kommunismus) „hätten die Geschichte auf den Scheiterhaufen geworfen“. Das Dritte Reich nannte sich „Drittes Reich“, weil es nach dem Ersten von 1000 n.Chr. bis 1806 und dem zweiten von 1871 bis 1919 eben das dritte Reich war und nannte sich auch „Tausendjähriges Reich“, weil es vorhatte, längere Zeit zu überdauern, als die 806 Jahre des Ersten.
      Wenn einer die Geschichte auf den Müllhaufen geworfen hat, dann unsere Historiker und Geschichtslehrer, die in nimmermüder Mantrawiederholung über die angeblichen Untaten unserer Vorfahren berichten.
      Da wäre es sogar hilfreich, die beiden Weltkriege und die Zeit dazwischen als 40-jährigen Krieg zu bezeichnen, weil man den Zweiten überhaupt nicht verstehen kann, wenn man nichts über den Ersten weiss.
      Sogar der französische General Foch hatte 1919 gesagt, das mit einem Genozid erzwungene Papier von Versailles sei „nur ein Waffenstillstand, ein Waffenstillstand für maximal 20 Jahre“.
      Damit hatte er absolut recht und nur die blöden Deutschen von heute gleuben, der Zweite Weltkrieg wäre irgendwie vom Himmel gefallen.

      Wie abgrundtief dämlich die Deutschen sein können zeigt heute wieder BENTO, die über angeblich rechtsnationale Kleidung wie „Alpha Industries“ (die für mich reine Arbeitskleidung herstellen) schreiben:

      „…Das Logo von Thor Steinar erinnert beispielsweise an das Wolfsangel-Symbol, welches in bestimmten Kontexten vom Verfassungsschutz verboten ist….“
      Es ist mit völlig egal, an was ein Logo „erinnert“, aber das der Verfassungsschutz uns etwas verbieten könnte, was gesetzlich völlig legal ist, halte ich in der Idee bereits für viel gefährlicher, als eine „Wolfsangel“,von der sowieso keiner weiss, was das ist.

      Und SPON schiesst heute scharf mit einem Hurrah-Artikel auf Winston Churchill, dem gemeimsten und fiesesten Massenmörder und Deutschenhasser der Menschheitsgeschichte, von dem Charles de Gaulle in sienen Memoiren schreibt, er habe ihn auf einer Dachterasse in London getroffen, wo er die Fäuste in den Himmel reckte und schrie: „Wann kommen sie denn, wann kommen sie denn endlich“.
      Auf die Frage de Gaulles, was er da mache, sagte Churchill: „Er habe jetzt so oft deutsche Städte und Zivilisten bombardiert, dass Hitler im Gegenzug endlich englische Städte angreifen solle (Anm.: mit einer taktischen Luftwaffe, die für solche Aktionen überhaupt nicht ausgelegt worauf), worauf er dann endlich mit seiner strategischen Luftflotte reagieren könne“ (Anm.: die man in den 20ern und 30ern gemäss der Douhet-Doktrin genau für diese Flächenbombardements geplant und gebaut hatt).
      Dieses alkoholzerfressene Monster zu glorifizieren, ist ein Marker, ein Maßstab für die hochpathologische alliierte Gehirnwäsche, die nach dem Krieg hier stattgefunden hat.
      Die Deutschen haben dadurch im Geiste ihre Väter ermordet. .
      Was sich da kontnuierlich als Ersatz anbeitet, ist alles andere als besser.

      Ich habe in den SPON-Kommentaren hinterlassen, wenn irgendwann mal irgendjemand auf Churchills Grab gepinkelt hat: ich wars.
      Ich gehe nicht davon aus, dass das veröffentlicht wird.

    • Titel eingeben
      Mir fällt nur „Destruktivismus“ ein. Das Zerstören aller Grundlagen rein aus ideologischen Gründen. Gut, das hat es mit vielen Ismen gemein. Im Gegensatz zu denen wird aber kein Ziel a la Menschheitsbeglückung verfolgt. Hauptsache, man tritt anderen (bevorzugt alten, weißen Männern) unter dem Gejohle der Filterblase zwischen die Beine.

      Und dann merken sie, dass diese hart im Nehmen sind. Und irgendwann noch härter zurück treten können. Schließlich ist Testosteron kein gesellschaftliches Konstrukt, sondern manchmal recht hilfreich.

    • Titel eingeben
      Es ist wieder einmal Mitläufertum, dieses Mal bei einem idiotisch pardon ahistorisch und akulturell verklärten importierten Religionsfaschismus.
      Herzlichen Glückwunsch zum Neunten und bitte weiter so!

    • -ismen
      „wie den Ismus bezeichnen, der momentan grassiert“

      Man könnte ganze Seiten mit Vorschlägen füllen ….

      Hybrismus
      Absurdismus
      Apolitismus
      Ennuismus
      Humbugismus
      Stussismus
      Seichtismus
      Phrasismus
      Schwafelismus
      Wurstismus
      Stümperismus
      Einfaltismus
      Ignorantismus
      Farcismus
      Perfiditismus
      Apathismus, Lethargismus, Phlegmatismus
      Diversitismus
      Versäumnismus
      Donaldismus
      Merkelismus
      Fäulnismus
      Phrenesismus
      Vergissmus
      Wegwerfismus

      Ich plädiere für Impertinentismus.

    • Den -ismus, der gerade passiert, nennt Dushan Wegner Suizidalismus.
      https://dushanwegner.com/suizidalismus/

      Die sogenanten Eliten streben offenbar einen erweiterten Suizid an, da sie uns alle mitnehmen wollen. Aber das brauchen wir uns ja nicht gefallen zu lassen. Tun wir auch nicht.

    • Pueril-ismus
      @Don – „homo ludens“ – von Johan Huizinga gepraegt; dem Infantilismus verwandt: „Bedürfnis nach banaler Zerstreuung, die Sucht nach Sensationen, die Lust an Massenschaustellungen, Unterstellung von bösen Absichten oder Motiven bei anderen und Unduldsamkeit gegen jede andere Meinung, maßloses Übertreiben von Lob und Tadel“

    • Don: gesellschaftspolitische Autoimmunpathologie
      Kein Ismus. Oder höchstens Autorassismus

    • ismus
      Na ja, Postmodernismus vielleicht?
      Der ins unerträgliche übersteigerte Willen, die Errungenschaftem der Moderne zu überwinden?

    • Begriff fehlt noch...
      aber als Figur mag daimon Lethe in Donˋ s Sammlung nie einen Platz finden…
      Apropos (Post um 12:57)…wenn man vergessen hat, was eigentlich die Basis des eignen Denkens und Handelns ist, dann ist das dekadent.. (als kleine Ergänzung zu Ihrem Post, wenn Sie erlauben)…

    • Ismen
      „Zensurismus“. Auch hier. Auch heute.

    • @ Zuvielgesellschaft
      Diletantismus

    • Moralismus
      Text eingeben

    • @DA - gute Frage
      Emotionalismus

      Frage mich das seit Jahren, und komme immer wieder darauf:

      Phänomen ohne geistiges Programm

      herrscht global

      gilt für alle Kulturen / Wirtschaftssysteme

      grassiert in allen Milieus / Schichten / Machtebenen

      dominiert alle Gruppen wie Individualisten

      ihm folgen Reiche wie Mittellose

      ersetzt und unterstützt Ideologie / Religionen zugleich

      man will sich einfach wohlfühlen, es soll einem besser gehen, es geht un eine gute Sache (Idee/Familie/mich)

      geht es auf Kosten Dritter: egal, siehe oben, sie können ja ebenfalls versuchen sich besser zu fühlen

      Recht des Stärkeren gilt faktisch, obgleich natürlich nur höhere Werte gelten (Volk, Bruderschaft, Gerechtigkeit, Humanismus, Gott)

      Disparat, und doch überall anzutreffen, unreif immer wieder in letzter Konsequenz

      Emotionalismus

    • @Thomas Marx: Emrys Hughes, walisischen Labour-Politiker
      Emrys Hughes: Churchill – Ein Mann in seinem Widerspruch – 1959

      Hughes zitiert Churchill (1943):
      „Ich wage zu prophezeien, daß nach dem Krieg England die stärkste Militärmacht Europas sein wird und ich bin mir sicher, daß sein Einfluß in Europa dann stärker sein wird als je zuvor seit den Tagen Napoleons.“
      Seite 187

      „[Churchill] sah […] ein, daß die Möglichkeit, Großbritannien gegen Hitler aufzuwiegeln, der einzige Weg sei, auf dem er erneut eine wichtige Stellung im öffentlichen Leben erringen könnte. […] Ohne Hitler und den Hintergrund der Ereignisse, die ihn zum Handeln trieben, hätte Churchill wahrscheinlich niemals mehr eine politische Rolle gespielt.“
      Seite 139f

      Hughes zitiert Churchill (1936):
      „Deutschland wird zu stark, wir müssen es zerschlagen.“
      Seite 139

      „Führende britische Experten haben offen zugegeben, daß es eher die Briten als die Nazis waren, die mit dem Bombenkrieg gegen Zivilisten und nichtmilitärische Ziele begannen. […] Hitler bemühte sich wiederholt, eine Übereinkunft darüber zu erlangen, daß Zivilisten und nichtmilitärische Ziele nicht angegriffen werden sollten, erhielt aber immer wieder von britischer Seite eine eiskalte Abfuhr.“
      Seite 178f

    • @Thomas Marx, Gehirnwäschefaschismus
      „… indem diese die gesamte andere Geschichte seit dem Jahre 1000 n. Chr., dem Gründungsjahr des „Heiligen Römischen Reiches“ …“ Hier könnte man eher die Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800 nehmen, der sein Reich in die Nachfolge des römischen Imperiums stellte.
      So kommt man auch auf 1000 Jahre ;-)

    • Führende britische Experten?
      „Führende britische Experten haben offen zugegeben, daß es eher die Briten als die Nazis waren, die mit dem Bombenkrieg gegen Zivilisten und nichtmilitärische Ziele begannen.“
      Aha. Und was war mit Guernica und Coventry?

    • @Jens Kinshofer
      Die deutsche AG Friedensforschung schreibt über Guernica:

      Der Entschluß zur deutschen Einmischung in den spanischen Bürgerkrieg und zum ersten Auslandseinsatz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde auf einem Opernball getroffen:
      Am 26. Juli 1936 empfing Adolf Hitler bei den Wagnerfestspielen in Bayreuth den Abgesandten seines spanischen Gesinnungsgenossen General Francisco Arranz, der ihm die Bitte Francos zum Kauf von zehn Transportflugzeugen vortrug.
      Adolf Hitler sagte nicht nur diese Flugzeuge zu, sondern entsandte ein ganzes Kampfgeschwader mit 6.500 Soldaten und einem ersten Kontingent von 78 Maschinen.(3)
      Der Einsatz erhielt den Codenamen „Operation Feuerzauber“…..In der Bundesrepublik, dem Land der Täter, war der Überfall auf Guernica jahrzehntelang nicht Teil einer kollektiven Schuld, sondern des kollektiven Vergessens. Dies fiel durch die Verdrängungskumpanei der Regierungen in Bonn und Madrid um so leichter. Ende

      Das Deutsche Marinearchiv schreibt:

      18.07.1936 In Spanien erhebt sich ein Teil der Bevölkerung unter General Franco gegen ihre „Volksfrontregierung“.
      24.07.1936 Aufgrund des Bürgerkriegs entsenden verschiedene Seemächte Kriegsschiffe zum Schutz der ansässigen Ausländer.
      Deutschland entsendet unter Führung von KAdm. Rolf Carls die Panzerschiffe Deutschland und Admiral Scheer sowie den leichten Kreuzer Köln. Am nächsten Tag folgt die 2.Torpedobootsflottille.
      Die deutschen Schiffe evakuieren in den folgenden Monaten 15.000 Europäer aus dem rotspanischen Machtbereich und stellen Geleitschutz für Handelsschiffe. Bei den Einsätzen wechseln sich die deutschen Schiffe ab – so wie es auch heute bei den Auslandseinsätzen der Deutschen Marine praktiziert wird.
      19.08.1936 Rotspanische Kriegsschiffe durchsuchen den deutschen Dampfer Kamerun und verhindern dessen Einlaufen nach Cadiz.
      28.12.1936 Rotspanische Kriegsschiffe bringen den deutschen Dampfer Palos auf. Deutschland requiriert daraufhin die beiden spanischen Dampfer Aragon und Marta Junquera.
      12.03.1937 Zum Schutz der internationalen Seefahrt beginnt eine systematische Überwachung der spanischen Gewässer. Damit soll eine Ausweitung des Krieges verhindert werden. Deutschland erhält den Kontrollbereich zwischen Kap Orepese und Kap de Gata. Hierzu gehören damit die Gewässer vor Cartagena, Alicante und Valencia.
      24. und 26.05.1937 Das deutsche Torpedoboot Albatros entgeht insgesamt drei rotspanischen Bombenangriffen.
      Trotz dieser Vorfälle erlaubt das OKM den Waffengebrauch nur für den Fall äußerster Notwehr.
      29.05.1937 Nachdem spanische Flugzeuge mehrfach europäische Schiffe mit Bomben angegriffen haben, erfolgt ein Angriff auf das vor Ibiza ankernde Panzerschiff Deutschland. Anschließend wird das Schiff noch von vier Zerstörern beschossen, die jedoch keine Treffer erzielen. Den zwei Bombentreffern fallen 31 deutsche Besatzungsmitglieder zum Opfer. Die noch kurz zuvor an Bord befindlichen ausländischen Gäste entkommen knapp dem Überfall. Nach dem Angriff findet ein reger Funkverkehr zwischen dem roten Spanien und Moskau statt.
      31.05.1937 Die deutschen Schiffe Admiral Scheer, Seeadler und Albatros beschießen bei einem Vergeltungsangriff den befestigten rotspanischen Hafen Almeria.
      15. und 18.06.1937 Rotspanische U-Boote fahren zwei Angriffe gegen den deutschen Leichten Kreuzer Leipzig. Der Nichteinmischungsausschuss (an dem sich 26 Nationen beteiligten) beschließt keine Gegenmaßnahmen, so dass sich Deutschland aus der internationalen Seeüberwachung verabschiedet. Fortan werden nur noch „eigene Interessen“ geschützt. Aus diesem Grund wird auch die Anzahl deutscher Schiffe in dem Seegebiet reduziert.
      15.12.1938 Nachdem General Franco die Regierungsgewalt übernommen hat, werden alle deutschen Schiffe zurückgezogen.
      Ende

      Fällt Ihnen irgendetwas auf?

      http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Kriegsgeschichte/piper.html
      http://www.deutsches-marinearchiv.de/Archiv/1935-1945/Einsatz/spanien.htm

    • Antwort
      Linker Neoliberalismus. Wenn man sich mal mit Apple, Schröder, Merkel, Facebook und BDI arrangiert hat, was bleibt dann noch an „links-sein“? „Intersektionaler Feminismus“, oder wie auch immer man das dann nennt. Identitätspolitik für romantisierte Segmente der Bevölkerung, entlang einer strengen Hierarchie. Exemplarisch dafür die Grünen. Umso schlechter das Gewissen, umso lauter das ‚Engagement“ auf Twitter. Den Klassenkampf lagern wir an die roten und schwarzen Steuereintreiber aus.

    • Es ist ein Egoismus, der als Sozialismus daher kommt.

    • Auffallend
      „Fällt Ihnen irgendetwas auf?“
      Ja. Offenbar haben Sie Probleme, Informationen aus dem Netz richtig einzuordnen, was, in Verbindung mit fehlendem historischen Wissen, zu merkwürdigen Äußerungen führt.
      „Besonders Deutschland nutzte den Krieg, um den Piloten Kampferfahrung zukommen zu lassen, und stellte mit der Legion Condor eine Einheit auf, in der durch ein Rotationsverfahren bis zum Ende des Krieges etwa 20.000 deutsche Soldaten kämpften. Dabei wurde die Zivilbevölkerung massiv bombardiert. Die Stadt Guernica wurde von deutschen Bombern zerstört, was der erste Verstoß der deutschen Luftwaffe gegen das Kriegsvölkerrecht war.“
      (Klaus A. Maier: Die Zerstörung Gernikas am 26. April 1937. In: Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung. Heft 1/2007, nach https://de.wikipedia.org/wiki/Luftkrieg)
      „Am Morgen des 1. Septembers [1939] flog die deutsche Luftwaffe einen Luftangriff auf Wieluń, bei dem die militärisch unbedeutende Kleinstadt großteils zerstört wurde.“
      (auch dort)
      Es folgten Warschau und Coventry: „Der Luftkrieg der Alliierten gegen deutsche Städte hat eine Vorgeschichte: Lange bevor die Flächenbombardements begannen, hatten deutsche Flieger schon Städte wie Guernica, Warschau, Rotterdam und Coventry in Schutt und Asche gelegt“
      (Artikel „Wir werden sie ausradieren“, http://www.spiegel.de/spiegelspecial/a-290080.html)

  19. auf weitere 9 Jahre
    Lieber Don,

    vielen Dank für diesen Text sowie die letzten Jahre und liebe Grüße aus der Pfalz.

    Sie analysieren das erneut messerscharf, vor allem desmaskieren Sie die vielen Apokalyptiker aus (natürlich, wer sonst?!) der SPD, die mal wieder meinen, wir stünden an einer Wegscheide, an der Deutschland sozial zu zerbrechen droht. Anders funktioniert diese Politik leider nicht mehr, traurig genug, denn das ist pure Angstmacherei. Hierzu fand ich auch das gestrige Interview mit Gert Wagner an gleicher Stelle spannend, das doch sehr ruhig und überlegt die Zahlen (denn diese gibt es tatsächlich!) analysiert und ein anderes Bild der Lage zeichnet.

    Ich bin sehr gespannt, was nun die kommenden Tage bringen, und ob ich, nach wie vor als Mitglied dieser Partei, doch noch über einen Koalitionsvertrag abstimmen darf.

    Was meinen Sie? Ein kleiner Blick in die Glaskugel…

    Auf bald

    • Danke.

      Mir tut jeder leid, der die Politik dieser Partei mittragen muss. In vielen Ländern gehen Sozialdemokraten in neuen Bewegungen auf, das wäre vielleicht eine Lösung. aber mit diesem Personal gibt es für die SPD keine Zukunft.

  20. Faszinierend, wie Sie das immer wieder schaffen
    … aus einer völlig anderen Ecke zu Ihrem Ziel zu gelangen! Und auch ohne den materiellen Hintergrund stimme ich Ihnen darin zu, dass das ehemals kultivierte Abendland wohl dabei ist, sich selbst in der Fäkaliengrube der Geschichte zu versenken. Das große Übel allerdings sehe ich darin, dass die Mehrzahl der schon länger hier Lebenden das nicht einmal so erkennt und versteht, und das noch größere, dass eine kleine, sich für elitär haltende Minderheit dies aktiv betreibt.

    • Danke, es ging mir hier um die vorsichtige annäherung an den Umstand, dass eben jeder so seine Shitholes hat, und msnche sie eben in der eigenen Geschichte sehen.

    • die Sthitholes zu sehen ist eine Sache...
      sich darin zu versenken ist allerdings nur pathologisch bodenlose Dummheit.
      ich hätte nie gedacht das krankhafter Selbsthass auch eine kollektive Komponente haben kann.
      Wahrscheinlich weil nicht begriffen wird das wir sind wer wir sind, geprägt durch mind 2000 Jahre gemeinsame Geschichte und Weltanschauung mit allen „try and errors“ bis hin zur größten Katastrophe. Es kann keine Zukunft geben ohne dazu zu stehen und zu begreifen das ein eigentlich unbedeutender Irrtum wie die Naziherrschaft verheerende Folgen hinterlassen kann. wer nur auf die Folgenstarrt meint das es auch einer bedeutenden Entwicklung bedürfe um dahin zu kommen.
      Das ist wiederum menschliche Hybris, die nicht wahrhaben will das man mit z.B. einem NetzDG schon wieder kleine Irrtümer begeht mit dem gleichen Risiko.

    • Als Political-Correctness-Geschädigter
      verschaffen mir solch freimütige Äußerungen (shithole) für eine kurze Zeit eine gewisse Linderung.

      (Auch wenn man das in den höheren Ständen nicht so gerne hört.)

  21. Friends, Romans, countrymen, lend me your ears; 
    Yep, das Bürgertum hat die alte Welt beendet und die Moderne ermöglicht.
    Wir brauchen kein Nationalgedöns, wir brauchen wieder ein Bürgertum, welches die Werte der Moderne vertritt und auch verteidigt.
    Hier wäre der Ort. Für einen Anfang….

    • es gibt zumindest ein paar Leser.

    • I came to bury cesar – not to praise him
      Sie sprechen mir aus dem Herzen.
      So ein echtes Bürgertum, bei dem die Oma noch die Butter-papiere aufbewahrt, weil sich damit Backbleche so vortrefflich einfetten lassen. Ohne dass man dafür Butter verschwenden müsste.
      So eines, dass den Kindern den Unterscheid zwischen Investition und Spekulation beibringt. Und dass das neueste Telefon in 2 Jahren auch nur noch Sondermüll sein wird.

      So ein Bürgertum, das Werte bewahrt, ohne sie einstauben zu lassen.

      (Man darf ja noch träumen…)

    • Goodnight: Werte der Moderne
      Was sinden das für Dinger?

      „wir brauchen wieder ein Bürgertum, welches …“

      Ja klar. Der Sozialismus ist gescheitert – bisher! – weil halt … (blabla) … und weil eben … (blabla) … und (blabla). Aber wenn wir uns jetzt nochmal frisch und energisch dranmachen, und neu anfangen damit, dann klappts aber diesmal bestimmt!

      Hihi.

      t.

    • frei nach BB
      Von diesem Land wird bleiben, der durch es hindurchgeht, der Wind.

      An DA und seiner langjährigen, erstaunlichen Leistung wird es dann nicht gelegen haben.

    • Hier wäre der Ort für einen Anfang ...
      Nein, der ist in der realen Welt. Also raus aus der virtuellen Blase.

      Don Sie organisieren ein Zelt und die Bäckerei Ihres Vertrauens und dann können die, die Lust haben und Willens sind, sich treffen, um gemeinsam zu überlegen, wie die Werte der Moderne zu verteidigen sind. Vielleicht als Podiumsdiskussion mit den üblichen verdächtigen…

      Ich würde ja Sachsen vorschlagen, aber laut Don ist das ja dann nur für die ganz „Harten“. ;o)

      Oder wir schließen uns der Dame aus dem Ruhrgebiet an (suche YouTube Clip, oder PP) und unterstützen ihre Demonstration.

      Also es tut sich was.

      Und Goodnight ich muss Sie enttäuschen. Bei den drei Mädels aus Berlin im vorherigen Blog handelt es sich voraussichtlich um Männer. Die Typen seh ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit vor ihrem Büro stehen. Fransiger lückenhafter, stünperhafter Salafistenbart, sehr unreine Haut, untrainierter Körper mit schlechter Haltung und Elektrozigarette. Wirklich der klassische Nerd. Ein paar Wochen vor den Wahlen tauchten sie auf, danach war denn mal Schluss und durch das neue NetzDG sind sie wieder da. Das wird also nix mit Telefonnummerntausch.

    • And men have lost their reason….
      Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, der sollte wissen, dass die Moderne der Übergang von dem feudalen zum bürgerlichen Gesellschaftsmodell darstellt. (Und auch wenn der Don sich immer als Erbe der Feudale bezeichnet, so ist doch für jedem mit aktiven Frontallappen offensichtlich, dass der Don durch und durch bürgerlich war, ist und sein wird.)

      Die Werte der Moderne sind:
      – Säkularisierung (Rechtsstaat)
      – Aufklärung
      – Demokratie
      – Kapitalismus
      – Rationalität
      – Freiheit des Individuums
      – Fortschrittsglaube (Technologie…)

      Im Bürgertum konnten sich diese Werte als Einheit stabilisieren und somit in Handlungen umgesetzt werden. Und so die Welt erzeugen, die Wohlstand, Lebenserwartung und Wissen der Menschheit innerhalb eines Jahrhunderts maximal vergrößerte.

      Das ist verloren gegangen, vielmehr wird die aktive Politik und Medienwelt von Personen betrieben, die dem Fortschritt entgegenstehen, die die Meinungsfreiheit beschränken, Rationalität durch Gefühl und Meinung ersetzen, die Sozialismus an Stelle von Kapitalismus stellen, für die Demokratie und Wahrheit nur Hindernisse, während der Rechtsstaat
      schon überwunden wurde (siehe Urteil OLG Koblenz vom Feb 2017).

      Wer Moderne will, der sollte sich dem entgegenstellen.

      Das ist der Fahrplan.

      Wer einsteigen will, der kann sich hier melden.

    • Booooster: "Bürgertum, …
      eines, dass den Kindern den Unterscheid zwischen Investition und Spekulation beibringt“

      und dem zwischen „das“ und „dass“,

      „bei dem die Oma noch die Butter-papiere aufbewahrt, weil sich damit Backbleche so vortrefflich einfetten lassen“,

      ja bäh, das alte ranzige Fett

      „So ein Bürgertum, das Werte bewahrt, ohne sie einstauben zu lassen.“

      Auch ranzig.

      Träume wie bei alten Sozialisten-Kämpen. Sowietunion, DDR, aktuell Venuzuela, ach war das schön, wär das schön, wenn es mal geklappt hat oder hätte. Aber falsch ist die Theorie nicht, alles richtig und gut, nur in der Realität ’n bißchen bißchen schiefgegangen. – Neue Chance! Fangen wir noch mal an! Jetzt kanns nur noch gut werden!

      O je.

      „(Man darf ja noch träumen…)“

      Nur im Schlaf, in der dafür eingerichteten Schlafphase. Sonst eben nicht!

      t.

    • Goodnight: And men have lost their reason….
      Aus dem Widersprüchlichen, das Sie schreiben fixiere ich jetzt mal 1918 als den Beginn Ihrer „Moderne“. Da ist ja auch der Kaiser ab („Feudalismus“), und seither haben wir sowas nicht mehr.

      Ich simpler Laie würde ja die Anfänge des Bürgertums, als den Beginn der „modernen Zeit“, in der zweiten Hälfte des 19. Jh. sehen, mit dem Aufblühen des Industrialismus und der Verwertung wissenschaftlicher Erkenntnisse im Wirtschaftlichen, dem Aufkommen des Materialismus im Weltanschaulichen und der Einrichtung von Parlamenten, Parlamentarischem, im Staatlichen, so gut 150, 170 Jahre von jetzt zurück. Aber egal, bleiben wir mal bei dem Punkt 1918.

      Bis 1933 sind dann 15 Jahre vergangen, bis WKII 21, und bis 1942, Einrichtung von Vernichtungslagern, gar 24 Jahre, in denen „sich diese Werte [der Moderne] als Einheit stabilisieren und somit in Handlungen umgesetzt werden“ konnten. Die monströsen Abartigkeiten der Nazizeit wurden mit diesen „Werten“ jedenfalls nicht verhindert. Und „Wohlstand, Lebenserwartung und Wissen der Menschheit“, insbesondere Wohlstand, war 1945, wenigstens in größeren Teilen Europas wie? Das Argument, dass damals eben nicht alle dieser „Werte“ gründlich genug Geltung hatten, widerlegt hier nichts, denn Sie werden schwerlich ein Land finden, wo das der Fall ist oder war. Bezüglich „Freiheit des Individuums“ fragen Sie z.B. mal den Don nach seiner Jugendzeit in Bayern unter Strauss. Und welchen Umfang muss etwa „Demokratie“ haben, damits passt? Wahlen gabs auch bei den Nazis und in der DDR. Und in der Schweiz gibts noch Volksabstimmungen dazu. Was ist nötig und wann passts?

      Diese „Werte“ sind Worte, bloße Worte. Hüllen, die ausgefüllt werden müssen. Mit was? Ja, da werden Sie nicht umhin kommen, nach der Moral und dem moralischen Wollen der Menschen zu fragen.

      Woher kriegen wir denn unsere Moral und welche brauchen wir?

      Abstrakte „Werte“ hochzuhalten hilft nichts.

      t.

    • Goodnights Moderne ohne Dialektik
      Die Liste stimmt zwar
      „– Säkularisierung (Rechtsstaat)
      – Aufklärung
      – Demokratie
      – Kapitalismus
      – Rationalität
      – Freiheit des Individuums
      – Fortschrittsglaube (Technologie…)“
      Aber die ist so real wie die sowjetische Verfassung.
      Der Kapitalismus hat sich Rechtsstaat und Demokratie einverleibt, das einzelne Individuum und sein Eigentum interpretiert Rationalität als ökonomische Schlauheit. Nicht auf der Lister steht „Erhaltung der Substanz“, also der Natur und der Kultur. Die werden vom Fortschrittsglauben der Aufklärung vernichtet.
      Gute Nacht, Moderne.

    • Have a long sleep, old man.
      @Vetter

      „Der Kapitalismus hat sich Rechtsstaat und Demokratie einverleibt, “

      Hat er wo? Bitte mal einen Beleg, einen Beweis, ein Beispiel.

      Der Kapitalismus als das Böse ist das Narrativ, das die Existenz der Linken für die letzten 100 Jahre garantierte. Das war seine Funktion und diese konnte sich erfüllen, weil Personen wie Sie das glauben.

    • When we are finished with you the person you were will no longer exist.
      @kleines T punkt

      Deutscheland war Nachzügler in der Moderne in Europa….das sollte bekannt sein. Vorreiter war Frankreich…sollte bekannt sein. Der große Schub der Moderne war von Mitte des 19. Jhd bis 1914….sollte bekannt sein.
      Wörter sind immer zunächst Sprachhüllen….aber das Signifikant bestimmt ein Signifikat….folglich wird aus Wörtern Realität …..sollte bekannt sein.
      Moral ist äußerst abstrakt, insbesondere in der Moderne, denn Moderne ist das Gegenteil von Moral. In der Moderne wird Moral durch Funktion ersetzt. Das ist ja der Witz an der Moderne, dass da keine Religion oder ClanRegeln gelten. Sollte bekannt sein.

    • Goodnight: When we are finished …
      „folglich wird aus Wörtern Realität“

      Prima. Wenn Frau Merkel sich also hinstellt und sagt: „Wir schaffen das!“, reicht das. Und wer sagt: „Ich bin Millionär“, hat nie mehr Geldsorgen, bei Bedarf einfach wiederholen.

      „Der große Schub … bis 1914“

      Also direkt in den WKI hinein!

      Ich faß es nicht. Was für eine Träumerei und Pennerei in diesem Land.
      Die einen bejubeln ungeregelte und ungezügelte Masseneinwanderung aus völlig fremden Kulturen als unbedingte Bereicherung. Andere träumen deshalb von der süßen Wiederkehr eines alten Bürgertums und irgendwelchen unklaren „Werten der Moderne“ die man jetzt hochhalten müsse. Aber aus diesem Bürgertum damals und diesen „Werten der Moderne“ heraus ist doch der ganze Schlamassel des 20. Jh. entstanden! Pennerei schon damals.

      Özuguz hat Recht. Außer der deutschen Sprache gibts nichts spezifisch Deutsches. Das Ende begann spätestens 1933 und war 1945 besiegelt. Vielleicht war auch schon der 1. Weltkrieg der Anfang vom Ende. Die Reichsgründung 1871 war wohl nicht glücklich. Für Nietzsche war das „die Exstirpation des deutschen Geistes zu Gunsten des Deutschen Reiches“.
      Naja.

      Was ist eigentlich „Aufklärung“ für Sie, Goodnight?

      t.

  22. Über das Wegwerfen alter Möbel
    Don, Sie haben das Stichwort „die Vitrine von Tante Gerdi“ gegeben.
    Bei mir ist es der Schreibtisch meines Großvaters, den er sich 1920 gekauft hat, nachdem er frisch geheiratet und sich als Ingenieur selbständig gemacht hatte. Alle finden diesen Schreibtisch schrecklich kitschig und schütteln den Kopf, daß ich solchen Plunder nicht wegwerfe. Ich bin selbst Ingenieur und täglich, wenn ich an diesem Schreibtisch sitze, gibt mir das Kraft und Inspiration. Mir wird dann immer klar, wir stehen auf den Schultern unserer Vorfahren und wären nichts ohne deren Leistung.

    • Als ich an den Tegernsee gezogen bin, habe ich einfach bei meinen Eltern den Keller geplündert von dem, was die Vorfahren übrig liessen. Das ist ganz phantastisch. Mir gefällt es. Was andere denken, ist mir egal.

    • Die Magie alten Mobiliars
      Lassen Sie mich in den schönen Chor mit einstimmen!

      Zunächst ein großes „Jubilate“ an Sie, lieber Don, auf das Sie noch viele Jahre über die Schaffenskraft verfügen, uns begierige Leser mit Ihren Texten zu vergnügen.

      Gerade Ihr heutiger Text ist wieder ein gelungenes Beispiel, wieso man Sie bedenkenlos weiterempfehlen kann, herzlichen Dank dafür.

      Als kleiner Porzellansammler mit geringem Budget kann ich Ihren Ausführungen nur zustimmen.
      Wir Porzellansammler leben zur Zeit in einem Paradies, aber es schmerzt irgendwie auch, dass niemand sich mehr für die schönen Dinge interessieren mag, die zerbrechlich, fein gearbeitet, Staubfänger, nicht geschirrspülmaschinengeeignet und überhaupt zu „kitschig“ und altbacken sind, um überhaupt noch Asyl in der Designermöbelwohnung zu erhalten.
      Meine gemieteten Lokalitäten sind eng begrenzt, sodass ich leider auch nur ausgewählte Stücke retten kann.

      Doch zurück zum Schreibtisch: Meine Tante und Onkel waren in den späten 1960er Jahren arbeitsunwillige Hippies. Sie lebten in Sperrmüllmöbeln, die in dieser Zeit vielfach aus sehr gut erhaltenen Biedermeiermöbeln und anderen Antiquitäten bestanden.

      Die Tante schenkte mir noch zu Grundschulzeiten einen Schreibtisch mit dazugehörigem Rollschrank aus den 1930er Jahren. So wurde ich zum Schreibtischtäter und bin es bis heute geblieben.

      Selbstverständlich werde ich von „modernen“ Menschen und auch bei jedem Umzug ausgelacht, wie man so etwas altes, ohne Rollschubladen und aus Holz (sic!) überhaupt noch in die nächste Wohnung transporitieren kann, aber ich fühle mich eng mit diesem Schreibtisch verbunden. Er ist praktisch und schön, er transportiert eine Patina des Fleißes und der Genauigkeit. Unten herum hat er (und auch der Rollschrank) eine grüne „Schmutzkante“, wo der Feudel der Putzfrau bedenkenlos Wasserspuren hinterlassen konnte, diese werden dann später entfernt.

      Der Rollschrank ist im Inneren völlig flexibel einrichtbar, was seine Ablagefächer anbelangt. Man könnte ihn fünfmal am Tag über drei Jahrzehnte täglich neu ein- und ausrichten und es gäbe keinerlei Gebrauchsspuren größeren Außmaßes, da es sich um ein Qualitätsprodukt aus Holz handelt.
      Ich will nicht wissen, wie oft ein ähnlicher Rollschrank, heute produziert, noch anders eingerichtet werden kann, ohne Schaden zu nehmen: Einmal? Vielleicht zweimal? Beim dritten Mal dürfte spätestens der Garantiefall eintreten.

      Unser ovaler Familientisch stammt noch aus dem Biedermeier und ist ebenfalls stabil, und vor allem schön. Er wird oft für ein Jugendstilmöbel gehalten und erfährt von den wenigsten Besuchern die Würdigung, die er selbst als Jugendstilmöbel verdient hätte: Viele Menschen -auch deutlich in der zweiten Lebenshälfte angekommene Menschen- wissen nicht, wie man sich an einen Tisch setzt.
      Da werden die seidenen Sitzbezüge zur Fußablage degradiert, natürlich mit angezogenen Straßenschuhen. Auch werden die Stühle nicht angehoben, wenn man sich setzen will, sondern über die Keramikfliesen geschleift, was nicht nur schlecht klingt, sondern bei der Gastgeberin regelmäßig psychische Beschwerden hervorruft, die mir dann -nach Verlassen der Gäste- auf das Genaueste mitgeteilt werden, stets verbunden mit der Frage, was für eine Erziehung die Gäste wohl genossen haben dürften. Von „Kinderstube“ wollen wir in diesen Fällen gar nicht reden!

      Der Umgang mit Antiquitäten will gelernt sein. Am besten erfährt man diesen Umgang bereits als Kind. Bei vielen Zeitgenossen dürfte dies zur Ablehnung von wirklich altem Mobiliar geführt haben, der Tisch aus einem großen schwedischen Möbelhaus verzeiht einem die Treter und möbelwidrigen Gebrauchsanwendungen viel eher als ein Biedermeiermöbel mit noch erstem Lackauftrag. Dieser Lack ist empfindlich, wird jedoch vom unbedarften Benutzer nicht unbedingt als schützenswert erkannt.

      Ähnlich verhält es sich mit dem Familienporzellan. Eine Porzellanskulptur wird als zerbrechlich erkannt, aber statt daraus zu folgern, dass es zur Kunst gehört, diese Skulptur nicht zu zerbrechen, und einen geeigneten, scheinbar sicheren Ort zur Aufstellung zu finden, verzichtet man lieber gleich ganz auf die seltene Schönheit, die diese Skulpturen ausstrahlen.

      Der Porzellanteller von Oma hat spätestens seit dem verstärkten Aufkommen der Spülmaschine seit den 1980er Jahren ausgedient. Wie groß war oft die Überraschung, wenn der bemalte Teller von 1870 blütenweiß aus der Spülmaschine kam.
      „Ach ja, die Farbe ist ja nicht spülmaschinenfest!“ hat man dann gedacht und sich geschämt, weil das zwölfteilige Service nun nur noch achtteilig war.

      Aber gut, Gebrauchsanweisungen muss man lesen, und das kostet Zeit. Wer diese Zeit nicht hat, verliert auf der anderen Seite an Werten. Aber in der Schule lernt man nur das Lesen, das Auswendiglernen und sich dauerhaft Merken ist und bleibt für uns alle die hohe Schule des Lebens.

      So wie es eine Geschichtsvergessenheit gibt, gibt es auch eine Wertvergessenheit. Werte sind nicht nur Geldwerte auf dem Kontoauszug und auf anderen Bankpapieren, Werte können auch Gegenstände sein.
      Wer Antiquitäten mag, sollte auch im Umgang mit ihnen etwas geübt sein. Selbst wenn man Fehler mit Antiquitäten macht, so hat man zumindest etwas gelernt, was man sein Leben lang nicht vergisst, und auch die Antiquität vergisst dies nicht und man sieht ihr die Beschädigung weiterhin an.
      Ständig an diese Verhaltensfehler optisch erinnert zu werden, das mag nicht jede/r.
      Inzwischen bin ich so weit, dass -was selten passiert-, wenn einmal ein Pozellanstück zerbricht, ich mich versuche nicht allzusehr zu grämen, was aber auch mir sehr schwerfällt. Aber auch das ist eine Übung die materiellen Werte nicht allzu sehr hochzuschätzen, es gibt wichtigere Dinge im Leben als Porzellane.

      Und wie groß ist die Freude, wenn eine neues, altes Schätzchen den Weg zu mir findet. Dennoch werde ich mich der von

    • @Knut G.
      Dass man Kinder frühzeitig an den richtigen Umgang mit Antiquitäten heranführen muss, haben Sie sehr gut erkannt. Meinen habe ich frühzeitig beigebracht, dass Porzellan, das aus der Zeit vor der Erfindung der Spülmaschine stammt, händisch gereinigt wird. Und alles, was über 100 Jahre alt ist, wird respektvoll benutzt.
      Ihre Trauer darüber, dass viele Menschen Antiquitäten heute nicht mehr schätzen, kann ich nur begrenzt teilen. Dinge, die mir zu Studienzeiten noch unerreichbar schienen, kann ich heute dank des Preisverfalls zu Dumpingpreisen erwerben. Die Generation der Erben verramscht die Schätze ihrer Großeltern bei ebay für den Preis eines Abendessens bei McDonalds. Als leidenschaftlicher Sammler von Jugenstilübertöpfen, Chinaporzellan und Historismusbronzen profitiere ich in erheblichem Maße von der Ignoranz meiner Umwelt.
      Grundsätzlich glaube aber auch ich an eine baldige Trendwende, eine Renaissance der Ästhetik und einem Sieg über Pressspanplatte und Ü-Eier-Sammlungen.

    • Keller plündern
      Ich hab mein Erbteil auch schon mitgenommen:-)

      Ich stell’s mir im Geiste vor. Küchenutensilien dazu und was man im Haushalt noch so braucht. Ich habe auch noch eine Herrenkommode meiner Großeltern in der Wohnstube, werde sie nie hergeben.

  23. Political correctness
    PC ist wie ein Algenteppich der alles erstickt. Und unter der Oberfläche fault es. Früher hat man kaum auf die Befindlichkeit eines Einzelnen geachtet. Friss oder stirb.
    Gestern gelesen: Churchill als junger Mann in Indien: Er sieht wie vier Paschtunen die Leichen von gefallenen britischen Soldaten verstümmeln. Curchill zieht seine Pistole und erschiesst alle vier. Von einem daraus resultierenden Trauma ist nichts überliefert. Und von einen medialen shitstorm auch nicht. Paschtun lifes matter oder so.

    Filmtipp: The darkest hour. Gary Oldman als Churchill. 10/10

  24. Dank und Wunsch
    Auf viele weitere Jahre – bitte!

    • Gerne, wenn die FAZ das will!

    • Schlagseite
      „…. wenn die FAZ das will…. “

      Die FAZ wäre gut beraten, zu wollen. Sonst bekommt sie Schlagseite. Gerade, wenn alle in einem Kutter sitzen, sollte man darauf achten, daß nicht alle auf der gleichen Seite sind.

      Auf die nächsten neun Jahre!

      (…. und ich schreibe definitiv *nicht* zu schnell…. blödes System)

    • FAZ
      Sie sollte wollen und sich auch auf ihr konservatives Profil besinnen. Ich habe keine Ahnung wo die FAZ mit dem neuen Profil der letzten Monate sich zwischen taz, Spiegel, ZEIT, ARD, ZDF und Süddeutscher noch reinquetschen will. Also ehrlich, wenn ich auf die URL schauen muss, ob ich bei taz oder FAZ bin dann stimmt doch etwas nicht. Und den Clickbait der WELT möchte ich mir – trotz konservativem Profil – auch nicht antun. Wo ist denn die kluge, sondierende und nüchtern abwägende FAZ hin?

    • Einführung in den deutschen Journalismus
      das aktuelle Feld, abgesteckt:

      die ZEIT: versucht jede Woche links zu sein, ohne den Kapitalismus grundsätzlich in Frage zu stellen lol. Scheitert jede Woche aufs Neue.

      FAZ: Welt ist im Großen und Ganzen die beste aller möglichen, es müsste nur hier und da an einem Rädchen gedreht werden und Bevölkerungsexplosion, Umweltzerstörung und Kriege verschwänden von ganz alleine wieder. Lol. Investieren Sie in Aktien!

      Taz: es gibt im Grund überhaupt gar nichts, weder Länder, Völker, Kulturen, Frauen, Männer, Menschen noch Tiere. Es ist alles eins. Dinge die es gibt – den Sozialstaat, den Rechtsstaat und das Conne Island – gibt es nur, solange es den eigenen Zwecken dient.

      WELT: Russland böse, Amerika gut. Wer an Oxycontin stirbt, ist halt selber Schuld. Das wird man doch noch sagen dürfen. Ich zahle Steuern und liege niemandem auf der Tasche – ich darf hassen wen ich will.

      SPON: ganz schwierig. Für die Rückkehr ins Jahr 1969, Willy wählen, Bockwurst essen und an autofreien Sonntagen auf der A 4 Köln – Aachen Fahrrad fahren.

      SZ: hat sich hinter Paywall zum Sterben zurückgezogen.

    • Gut beobachtet! SZ: Prantl hat recht und die CSU muss sich jetzt einfach auflösen. Ausserdem ist Bayern Dreck, nur der Kernbereich von Müchen mit den ganzen Deutschausländern ist gut. Wenn die nicht CSU wählen.

  25. Glückwunsch zum Neunten!
    Ein feines Stück Fayence, das Sie da passend zum Blogjubiläum gefertigt haben. Meisterhafte Formgebung, gekonnter Umgang mit Glasur und Scharffeuerfarben, perfekt gebrannt und ergänzt um Tupfer von Muffelfarben.

    Ein glänzendes Stück, das sich würdig in die großartige Sammlung fügt.
    Ich hab’s zwar nicht so mit Porzellanfiguren, eher mit Glasdesign des 20. Jh., das sich derzeit mit wenig Geld sammeln lässt, aber die Nymphe (zweitletztes Bild) ist außerordentlich anmutig und erfreut auch mein raues Gemüt.

    Auf die nächsten Neun und darauf, dass nichts von dem zu Bruch gehe, was Ihnen heilig ist!

  26. An welche Vergangenheit sollen wir anknüpfen?
    Herzlichen Dank für Ihre Artikel, Fotos und Gedanken vorab! Auch wenn sie manchmal etwas sentimental sind und machen…

    An welche Schmuckstücke der Vergangenheit, an welche Traditionen sollen wir Deutschen heute anknüpfen? Das ist die große Frage, die von keinem so recht beantwortet werden kann. Die Bundeswehr kämpft mit den Weltkriegen, überspringt 150 Jahre und bastelt sich eine neue Tradition aus den Befreiungskriegen mit einem Eisernem Kreuz als Hoheitszeichen, das von preußischen Potentaten gestiftet und von A. Hitler erneuert wurde (was soll ein bayerischer Demokrat davon haben?). Wissenschaft und Künste müssten sich ihre Tradition aus einer vergangenen Zeit holen, bevor Wissenschaftler und Künstler in Deutschland verfemt, ermordet oder vertrieben wurden (und nie mehr zurück kamen). Und die Politik? Hier habe ich den Eindruck, sie nimmt ihre Tradition aus irgendwelchen dunklen feudal-kleptokratischen Zeiten, die die wahre deutsche Traditionslinie bis hin in die DDR waren. Das, was von vielen als „nazi“ beschimpft wird – der Versuch, die wilhelminische Zeit der nationalen Einheit im Zweiten Reich und das tragische Heldentum von Reichswehr und Wehrmacht als Referenz heranzuziehen – ist ja nur der verzweifelte Ausdruck dafür, dass wir keine eigene Tradition finden, die heute lebenswert ist. Kein Wunder, wenn Linksgrüne versuchen, Deutschland komplett neu aufzubauen als herzensgutes Pippi-Langstrumpf-Schlaraffenland für alle. Es gibt schlicht keinen traditionellen Gegenentwurf – aber vielleicht ist das romantische Herumwursteln, das das Gute will und das Böse schafft, ja unsere wahre, faustische Tradition.

    • Mir würde da von Heine über Klenze bis Lasalle jede Menge einfallen, für das es sich einzutreten lohnt. Nur genügen halt auch solche figuren heute nicht mehr dem moralischen Totalitätsanspruch. Heine ist bei genauem Lesen auch ein Vergewaltiger.

    • Schmuckstücke der Vergangenheit
      Ich empfehle Friedrich II (vom ersten Reich).

    • Titel eingeben
      och da gibt es eine Menge! einfach mal rumfahren und sich bewusst umsehen! selbst das vielgescholtene Berlin hatte ja mal eine grosse Blütezeit. die kleine Stadt Forst war mal ein großes textilzentrum in d. es ist so viel schonmal dagewesen und so vielfältig. und alle Welt scheissert nach Australien usw. kulturell sind das doch arme Gegenden

    • Das Stück kommt übrigens von einer bekannten Manufaktur aus Thüringen, die es allerdings auch nicht mehr gibt.

    • ....nee ...
      „Heine ist bei genauem Lesen auch ein Vergewaltiger.“

      … da ist offenbar der Jubiläumssekt schlecht bekommen. Es gibt geschmacklose Dinge, die schreibt man nicht, oder nur, wenn man Claudia Roth oder Julia Schramm heißt, denn wir sind doch in den besseren Kreisen, also Contenance, der Kenner nippt fein am Sektglas und schlürft es nicht aus …

    • Jemand, die ich mal kannte, hat gerade Jezebel verlinkt. Was wurde aus diesen Leuten?

    • Heine ein Vergewaltiger
      Nicht dass es mich wundern würde, wenn sich nach 150 Jahren jemand auf #mee too mit Anschuldigungen meldete.

    • Masturbation is virtual rape!

    • Goethe auch
      Wer kennt nicht das schöne Lied vom Heideröslein?

    • Es hat noch nie eine Vergngenheit gegeben, die man nicht schlecht sehen kann
      anders als andere europäische Staaten sind wire Miesmacher, die unbedingt das Miese sehen wollen.
      Auch die Staatsmänner und Kultuirschaffenden anderer Staaten haben keine „Weisse Weste“.
      Bei uns hat man bloß nicht verstanden, das „Heilige“, „Nationalhelden“ oder große Künstler keine historischen Figuren sind, sondern nur Bilder für deren positive Errungenschaften unter Ausblendung allen anderem.
      Das funktioniert vortrefflich sofern man nicht so dämlich beständig jedem das Negative unter die Nase reiben zu müssen und damit schlicht nichts als Orientierungslosigkeit zurücklassen.
      Der Missbrauch von Illusionen ändert nichts daran, das wir sie brauchen, die positiven Vorbilder und das sie allemal wichtiger sind als die Herabwürdigung historischer Vorbilder, durch deren Schattenseiten.
      Und wer immer die destruktive Kraft des Menschen in den Vordergrund stellt, wird auch das bekommen, Destruktiviität, denn letztlich macht man dann damit genau das zum Vorbild!

    • @Wassermann
      Freidrich II geht ja nun gar nicht.
      Schließlich hatte dieser sich im 7-jährigen Krieg gegen drei/vier Karierefrauen behauptet (Maria Theresia, Elisabeth/Katharina, Pompadour). Wie soll bitte ein Mann, der Frauen in Führungspositionen paroli gibt, als Vorbild dienen?
      Pfui Teufel!
      Ich muß sie gleich dem Maasi melden!

    • Denen das Wort geredet,
      die behaupten, es gäbe keine Deutsche Kultur ausgenommen die Sprache. War das Ihre Absicht?
      Von Politik und Militär mal abgesehen wird man fündig in Handwerk, Kunsthandwerk und Literatur usw…
      Nie Schlegels „Lucinde“ gelesen (warum spukt die mir jetzt im Kopf herum)?
      Und: im Falle eines Schweinefleischverbots würden Sie die Nürnberger Bratwürstl nicht vermissen? Bei Abschaffung der Rinder (Co2) würde die Weißwurst nicht schmerzlich vermisst?

      Wir haben eine Kultur des guten Lebens und Essens, ist das nichts?

    • an Wolfgang Schmid
      Für die Überwindung Ihrer Zweifel empfehle ich Christopher Clark die „Deutschlandsaga!“. Hier faßt ein unverdächtiger Mann unsere Geschichte auf wunderbare Weise zusammen. Besonders empfehlenswert die Teile 4 und 5.

    • Welche Vergangenheit?
      Natürlich sollte man an die gesamte Vergangenheit anknüpfen. Es gab in allen Epochen fort- wie auch rückschrittliche Anteile. Genauso, wie auch die meisten Menschen in Ihrer Zeit weder komplett gut oder schlecht waren. Ich denke, dass es beim Durchschnitts-IQ und -Charakter für den Einzelnen nur zu einem Mitläufertum innerhalb der umgebenden Gesellschaft reicht – egal wo.

      Für den heutigen Durchschnittsintellektuellen scheint diese Sichtweise jedoch nicht genügend Schubladen-gerecht zu sein. Wahrscheinlich, um sich damit andere Mitbewerber, die zwar besser denken, dafür sich jedoch nicht durchsetzen wollen oder können. Eine Schublade ist immer auch ein „Stall“, in dem sich der Schubladigste an die Spitze stellen kann.

      Genau dort beginnt, sich auf die Suche nach Eliten zu machen. In allen Gesellschaften vor uns. Dann findet man Traditions- und Fortschrittslinien. Und danach kann man schauen, wer gegenwärtig eigentlich Elite sein will, als solche (von wem auch immer) stilisiert wird oder wen man selber dafür halten möchte.

    • Hans Nase, ...
      … ich habe mich vielleicht etwas undeutlich ausgedrückt.

      Gemeint war natürlich der Staufer:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(HRR)

      Mit den Hohenzollern habe ich es nicht so.
      Schätze, dass der Don mit mir konform gehen könnte.
      Gründer des RHS.

    • Idee!
      Wir knüpfen an an Adam und Eva. Die waren Veganer, sündigten nachhaltig und ohne CO2-Abdruck, trugen keine Kleidung aus der Arbeit von in feuchten Kellern bei schlechtem Licht geknechteten Kleinkindern, wussten schon, dass das Paradies einen Ausgang hat und wenn Adam gesagt hat: „Aus dem Apfel machen wir Most und aus dem Most machen wir Calvados und den schütten wir in den Tank unseres noch zu erfindenden Dieselbenz, dann war er Deutscher und wenn Eva darauf sagte: „Aber erst, wenn wir vor dem Paradies Kehrwoche gemacht haben“, dann war sie Schwabe.
      Und wenn sie das nicht gesagt haben, behaupten wir einfach, sie hätten es gesagt (ich könnte ohne zu Zögern zwei Zeugen benennen).
      Schliesslich können, was die anderen können, wir auch: die Geschichte umschreiben.

  27. Kunsthandwerk
    „Man entkultiviert sich“.
    Lieber Don,
    besser kann man es nicht
    formulieren.
    Wenn man beobachtet, wie
    den gesamte Antiquitaetenmarkt
    zusammenbricht, das ist nur noch
    zum Heulen.
    Was ist mit unserer Gesellschaft
    passiert, wenn nur noch das
    allerneueste Handy erstrebenswert
    ist???

    • Nun das ist halt für Leute wie mich eine goldene Zeit des Einkaufs.

    • Antiquitäten, Briefmarken, Münzen
      Die Zielgruppe stirbt. Der Konsum spiegelt recht gut die Bevölkerungspyramide der biodeutschen Bevölkerung wieder. Und kulturfremde Zuwanderer konsumieren auch kulturfremd. Es gab auch mal Zeiten, da war eine leistungsstarke und technisch anspruchsvolle HiFi-Anlage ein Abgrenzungsmerkmal der monetär Potenten. Auch vorbei wegen women’s acceptance factor (na ja, fast). Alles zu seiner Zeit.

    • Stimmt, diese Märkte werden momentan nicht grösser. Aber es gibt keinen Beweis, dass es unumkehrbar ist.

    • Glaskugel
      Natürlich nicht. Der Markt für Campagnolo-Teile ist ja auch fast leergefegt. Das hätte man sich vor 10 Jahren auch kaum träumen lassen. Die Preise tendieren ja in Richtung unverschämt.

    • Ich habe schon, was ich brauche – und noch ein paar Kisten dazu.

    • Jäger und Sammler;-)
      Falls ich mal etwas brauche, werde ich anfragen:-)

    • Nur zu, besonders bei der Nuovo Eecord habe ich einiges. aber auch zwei neue Croce d’Aun-Schaltwerke.

    • Titel eingeben
      Occasionen für den Connaisseur!

    • Besonders spektakulär
      trifft es antike Münzen, von der griechischen Archaik bis in byzantinische
      Zeiten hinein. Da grassieren Preise, die es selbst einem armenSchwein wie mir, es ermöglichen ab und zu ein schönes Stück zu erwerben.
      Eine hinreißende Arethusa aus dem Syracuse des 5.Jhdts. vor C. ist so
      zu mir gekommen. Ich wage es nur zögernd sie überhaupt anzufassen.
      Die Gute hat sicher einer jenen Bildungsschichtengroßväter hinterlassen,
      die in ihren high tech Enkeln keine adäquaten Enkel mehr hatten.
      Porzellan ist mir zu zerbrechlich.Glück und Glas……
      Eine göttliche Nymphe von vor zweieinhalb tausend Jahren regt meine
      Phantasie an und bringt mich dazu, in Geschichtsbücher und Klassiker
      reinzugucken und Unklarheiten wegzugoogeln.
      Kürzlich kam mir ein Exemplar zur Kenntnis, dessen Vorbesitzer Einer,
      Leo Tolstoy war. Das treibt aber den Preis in Höhen, wo mir
      die Luft wirklich zu dünn wird.
      Don Alphonso, ich danke Ihnen und den von Ihnen angestoßenen
      Kommentarschreibern für den besten Zeitroman Deutschlands.

    • Handy und Briefmarken
      @Mozartiana, auch das neueste Handy ist irgendwann antik. Aktuell ist das alte Nokia, abgespeckt auf Telefonate und Simserei, angesagt.

      @Laurentius, wer will denn heute noch Briefmarken sammeln, wenn er sie keiner Frau mehr zeigen kann?

    • Antiquitätenmarkt ...
      bricht nicht zusammen, er unterliegt Moden…
      Preise für Skulpturen und Fayencen sind hoch….

      Barockschränke u.ä. sind billig zu haben, stimmt. Sind aber auch echt umständlich beim Umzug, nicht wahr?
      Kleine Möbel, aus bekannten Tischlereien, original Zustand erzielen gute Preise….

      Naja, und das „Biedemeierzimmer“ hat man jetzt auch schon seit den 50er Jahren in besseren Kreisen… man hat sich abgesehen vielleicht…

    • Marx antwortet
      Neue (und renovierte) Wohnklos für prekäre Kulturträger werden ohne Keller und Dachboden vermietet – 40qm Sein reduzieren das Bewusstsein. Homeoffice statt redaktionelle Wärmstube ist echtes Elend und ein Kulturkiller. Nur Tindern auf 5x10cm geht noch.

  28. Herzlichen Glückwunsch
    Zum Bloggeburtstag.
    Ich muss gestehen, Ihr heutiger Beitrag, lieber Don, lässt mich schon sehr wehmütig werden.
    Ja- wir sollen, dürfen und müssen unbedingt schätzen, was unsere Vorfahren in unserem Land hinterlassen haben und dafür, nunja, kämpfen. Für unser materielles und kulturelles Erbe.
    Den Niedergang der ohnehin schon in ihren letzten Zuckungen liegenden deutschen Porzellanindustrie habe ich in mehr als zwei Jahrzehnten Familienurlauben in der schönen Oberpfalz zwischen Selb und Weiden hautnah mitbekommen. Sehr traurig.
    Immerhin habe ich es aber geschafft, bei unseren zahlreichen Exkursionen zu Porzellanbörsen, Werksbesichtigungen und -ja, auch- angeschlossenen Fabrikverkäufen meiner damals noch eher uninteressierten Tochter den Sinn für die Schönheit eines ansprechend gedecktenTisches zu wecken.
    Omas „unpraktisches“ Goldrandgeschirr und das Bleikristall wird in Ehren gehalten und stolz aufgelegt.
    NB. In Mannheim hat jetzt mit dem Rosenthalshop das letzte Geschirrfachgeschäft geschlossen. Jetzt gibts nur noch die Möbel- und Kaufhäuser. Natürlich ohne Fachpersonal.

    • Nun, das Blog begann als Silberkännchenblog, und es kehrt immer wieder dorthin zurück. Und was man hat, das hat man und sollte es behalten.

    • Oma war noch bereit....
      ….richtig Geld in die Hand zu nehmen (oder ihre Eltern) für die Aussteuer.
      Später stand auf dem Aussteuerwunschzettel ein Kühlschrank, ein Dampfbügeleisen, irgendwie verständlich, oder? Sollte man auch noch das Kohlebügeleisen benutzen?

      Porzellanhersteller haben sich mit einfachen und wohl eher geschmacklosen Designs anzupassen versucht und sind der Ikeawelle zum Opfer gefallen…
      That´ s Life….

  29. Gratulation
    Werter Don,

    ich möchte mich für Ihren Einsatz bedanken, und meiner Meinung Ausdruck verleihen, dass dieser auch nicht vergeblich ist. Wenn man die Zeit seit Herbst 2015 Revue passieren lässt, dann kann man meiner Meinung nach sagen, dass das kritiklose Bejubeln der Migration und der sonstigen linken, gesellschaftlichen Anliegen abgenommen hat.
    Für diese Relativierung und für die Normalisierung der Diskussion sind Autoren wie Sie in hohem Grade mitverantwortlich.

    Dafür ein herzliches „Vergelt`s Gott“, von einem atheistischen Schadmünchner.

    • Gern geschehen. Aber gleuben Sie mir, die Rückzúgsgefechte sind erst richtig hässlich und brandgefährlich.


  30. So sind 9 Jahre auch schon wieder um… danke für Ihre Unermüdlichkeit, diesen Blog aufrecht zu erhalten.

  31. Das Kalifat kommt
    Aber erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts.
    Der sprichwörtliche alte weiße Mann überwintert bis dahin angenehm in ausgewählten Orten der Provinz, vorzugsweise Ostdeutschland oder natürlich auch in elitären Enklaven wie am Tegernsee.
    Jüngere beschaffen sich bitte eine gute Ausbildung in einem Mint-Fach und suchen die Auswanderung in die USA. Denn dort gibt- Trump stellt die Weichen- es für Europäer bis Ende dieses Jahrhunderts eine Kultur, in der man gut und gerne lebt.

    • Ich halte das noch lange nicnt für sicher, es hängt ganz davon ab, wie man damit umgeht. Und wie bewusst man für das Eigene einsteht. Es ist ja nicht alles schlecht gewesen, in der Zeit nach 45.

    • vorzugsweise Ostdeutschland
      Ich schaue mir gerade Wohnungen in Görlitz an. Und überlege ernsthaft, ob ich nicht konsequenter sein und ein paar Meter weiter nach Zgorzelec gehen soll. Die Sicherheit der Visegradstaaten lockt.

  32. Neun Jahre Don Alphonso - Eine Tischrede
    DA: „Und es mag sein, dass das Alte Europa kaum snobistischer und kitschiger als in diesen Tänzern sein kann, und ich damit einen kulturellen Tiefpunkt in unserem voralpinen Pralinen-und-Lederhosengraben auslote.“

    Ich lobe ja grundsätzlich keine Menschen, die mindestens genauso intelligent und gebildet sind, wie ich selbst: Wer weiß, ob sich das nicht rächt, wenn man sich eines Tages um dieselbe Frau oder denselben Job bemüht? Allerdings hat Don Alphonso mir in den 9 Jahren den linksdrehenden, freilaufenden Bayern in Bodenhaltung wirklich menschlich näher gebracht: Er ist wie der eingeborene Berliner eigentlich ein Freak, nur eben mit diesen lächerlichen Lederhosen und Dirndls, seltsam blassen Würstchen, Porzellanfiguren und etwas überdimensionierten Biergläsern. Die genetische Gemeinsamkeit von Berlinern und Bayern aber besteht darin, dass wir offenbar von Geburt an so cool sind, dass wir auf Befehl Eiswürfel pinkeln können.
    Damit erhebe ich mein Glas auf Don Alphonso!

    • Danke, und genieren Sie sich nicht, ich bin ja nur eine kunstfigur ohne Unteleib und sexuelles Verlangen.

  33. Das Alte Europa wird nicht untergehen
    Danke für die schönen Zeilen zum Jubiläum.

    Ob etwas Kitsch ist oder nicht, entscheidet der persönliche Geschmack.
    Ihre Porzellanfigürchen scheinen schauen irgendwie traurig, gedankenverloren in die Zukunft. Wissen sie mehr als wir erahnen?

    Bleiben Sie uns erhalten.

    „Bildung ist eine feine Sache. Nur sollte man sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, daß nichts, was sich zu wissen lohnt, gelehrt werden kann.“

    Oskar Wilde

    • Bildung ist sinnlos, wenn man stirbt, ist sie weg.

    • Danke
      …für diesen bewundernswerten Text, der auf mehreren Ebenen Wahrheiten transportiert, die nie vergessen werden sollten, und Glückwunsch zum Blog-Jubiläum!

      Einen kleinen Widerspruch muß ich allerdings auch einbringen: Nichts ist sinnlos (schon gar keine Bildung) und nichts ist jemals „weg“.

    • Bildung
      Oskar Wilde —> Oscar Wilde

      GH

    • hier...
      …wird einem aber auch wirklich nichts geschenkt!
      Nicht mal Bildung :-))

      PS: Nur die SPD plakatierte bislang, Bildung darf nichts kosten.
      Das war mal eine rundum selbstreferentielle ehrliche Aussage, und das mitten im Wahlkampf. Ich befürchte nur, dass bis auf die 20% Wähler das alle anderen auch verstanden haben.

      So, genug gelacht. Gute Nacht)

    • Die SPD hätte ihre Agentur feuern sollen.

    • Titel eingeben
      Werbeagenturen und PR.

      PRismus

      Momentan sieht es eher danach aus, dass die Agentur die SPD feuert. Wann wird Justus Bender Herrn Sataar ablösen?

      Eine traurige Farce ohne Ende.
      Das merken sogar die Kinder daheim…

      SPD steht für uns alle: fordern ohne zu überlegen, was daraus in Konsequenz folgt. Aus dem Gefühl heraus Politik machen.

      Wie Warlords oder Drogenhändler in Mexiko.
      Das Land versinkt in Apathie.
      PR hilft da nix mehr.

    • Man hätte ja auch was mit Steuerverminderug machen könen, gaz ohne Staatsumwege.

  34. Nun Don, mit Ihrem " Nippes" habe ich es ja nicht so...
    … Geschmäcker sind halt verschieden.
    Ein altes Apothekerschränkchen mit vielen Schubladen, die runden Griffe aus Porzellan , darunter ovale Blechschilder mit der Inschrift der jeweiligen Sachen, die dort hineingehören ( in deutsch und Latein), es darf aber auch eine z.B.alte Coca Cola Flasche aus dem letzten Jahrhundert z.B aus Amiland oder auch ein selbst abgeschraubtes alte, teils rostiges Nummerschilder aus diversen Kontinenten, sein.

  35. O wie wahr!
    Vielen Dank, werter Don, für diesen hinreißenden, so wichtigen Beitrag, und Glückwunsch zu der gelungenen Zeit als Blogger! Mögen Ihnen noch viele gute Gedanken kommen; die Themen gehen ganz bestimmt nicht aus. Eine überaus spannende Zeit, aber ich würde das viel lieber aus der sicheren historischen Perspektive, aus dem gemütlichen Ohrensessel der Zukunft, sozusagen, betrachten. Allein es ist uns wohl nicht gegeben.

    Alles Gute von der Alm

    A.

    PS: es ist nur eine Petitesse, aber um 1900 musste man von Maschinengewehren nichts „ahnen“; man „wusste“ schon recht fleißig. Was dessen Verwendung umso verbrecherischer macht.

    • Man dachte damals nicht, dass sie jemals in Europa eingesetzt werden würden.

      Ja, die ruhigen Zeiten. die waren schön. Vorbei.

    • Titel eingeben
      @Allgeier: richtig, man denke nur an den von deutschen Truppen niedergeschlagenen Herero-Aufstand, 1904.

      Aber, befasst man sich mit der Zeit um die vorvergangene Jahrhundertwende, auch die 30 Jahre davor, dann bekommt man schon den Eindruck, dass zumindest für die reicheren Kreise die europäische Einigung weitaus fortgeschrittener war, als man es sich heute oft vorstellt.
      Und das (vielleicht trügerische) Gefühl eines Aufbruchs in eine große neue Zeit Dinge möglich machte, die heute zerredet werden. Wenn Sie z.B. mal überlegen, welche großen Sprünge in Italien passierten, etwa der (heute schon wieder zu großen Teilen rückgängig gemachte) Ausbau der Eisenbahn. Sehen Sie sich z.B. die Bahnlinie La Spezia – Genua an, das sind die Tunnels, die die Dörfer der Cinque Terre verbinden.

      Und heute kämpfen wir um Veggie Day, Toiletten und blenden die Realität aus, oder müssen eben wegen ausgeblendeter Realität Unbekümmertheit vorheucheln.

    • Maschinengewehr
      Zitat:
      „PS: es ist nur eine Petitesse, aber um 1900 musste man von Maschinengewehren nichts „ahnen“; man „wusste“ schon recht fleißig. Was dessen Verwendung umso verbrecherischer macht.“

      Das Problem war, dass es immer noch die Krönung der Strategie war, Welle um Welle gegen den Feind zu schicken, während man als höherer Offizier im Hinterland gelangweilt Sekt schlürfte.

  36. Glückwunsch!
    Herzlichen Glückwunsch zum Neunten. Nächstes Jahr kommt die Kunstfigur dann ins Gymnasium.

    Was diese schönen Figuren betrifft, man braucht Platz, denn sie gehören ja auf eine große Tafel. Wenn man allerdings das Land langsam vollstopft, wird kaum noch jemand Platz dafür haben.
    Eine schön gedeckte Tafel mit den Figuren als Schmuck ist ein Hingucker.
    Überhaupt Tafeln. Daher entzückte mich die Hofburg mit den Porzellansammlungen von Kaiserin Elisabeth aka Sisi von Possenhofen, deren Vater ja nicht zeugungsfaul war. Vielleicht haben Sie dort einen Vorfahren, man könnte das meinen.

    Außerdem braucht man Schränke, jede Menge, und jemanden zum Abstauben, entweder eine Hausfrau oder Personal. Wir Normalbürger sind damit inzwischen überfordert. Wir sind als gläubige Arbeitssklaven mit wenig Wohnraum verheizt worden, und niemand hat es gemerkt. Klug ist, wer nicht alles billig weggibt, sondern im Keller aufhebt, so wie Ihre Eltern.

    • Ich jhabe leider, leider auch nicht zu viel Platz, und für Tischzier sind mir die Figuren zu schade. Daher sind sie normalerweise in der Vitrine.

    • Titel eingeben
      Ich dachte schon, „jetzt ist der Dachboden mit seinen Rädern voll, die Wände mit Bildern und die Schränke mit Silberkannen, da wird er sich jetzt was rausgesucht haben, was man auf den Tisch oder die Kommode stellen kann…

  37. Gratulation
    Herrlich und genau und scharfsinnig elegant.

  38. Der Bourgeois sieht in seiner Frau ein bloßes (Re)Produktionsinstrument.
    Gemeinsam mit seiner Ehefrau Jenny hatte Karl Marx sieben Kinder:
    Jenny Caroline (1844–1883)
    Jenny Laura (1845–1911 Suizid)
    Charles Louis Henri Edgar, genannt „Cornel Musch“
    (3. Februar 1847 – 6. April 1855)
    Heinrich Edward Guy, genannt Guido oder „Föxchen“ (5. November 1849 – 19. November 1850)
    Jenny Eveline Francis, genannt Franziska (28. März 1851 – 14. April 1852)
    Jenny Julia Eleanor, genannt „Tussy“ (1855–1898 Suizid)
    N. N. (1857–1857)

    Hat der Mann nie überlegt das Paare Kinder und damit
    Nachkommen haben wollen denen sie ihren Reichtum
    für die Zukunft überlassen wollten?

    Marx hinterließ hauptsächlich Neid, Mord und Totschlag.
    ggf ist der Satz oben auch nur eine Selbstauskunft.

    PS Danke für die tröstlichen Worte.

    • Emile oder die Erziehung
      Der große Mann hätte seinen Kindern viel erspart, wenn er sich Rousseau zum Vorbild genommen hätte.

    • @ Liebes "ungezogenes Kind",
      Ihre Rechercheleistung beweist auf beeindruckende Weise, dass der Ochsenknecht im ollen Marx einen frühen Vorläufer hatte.
      (DdH)

    • An die Deutschpolizei
      An den sich hier bewegenden Ordnungshüter der Deutschen Sprache in Wort, Schrift, Schriftbild und Grammatik:

      Der Name „Marx“ kommt von „Markusses“, also primitiv gesagt: „Dem Markus seiner“,
      aus „Markus“ wurde „Mark“ und damit wurde aus „Markussess“: „Marks (Englisch: Mark’s).
      Da ist also ein Name mit eingebautem Genitiv

      Jetzt die Frage:
      „Marx seiner“, schreibt man das dann „Marxs“ und wenn „Marx“ „Marks“ geschrieben wird, schreibt man im Genitiv dann „Markss“?

  39. Das Bonmot zum Kitsch:
    bei Klonovsky heute passenderweise:
    „An dieser Stelle ist meist der basisdemokratische Einwand „Die Geschmäcker sind eben verschieden“ fällig, auf welchen ich zu replizieren pflege, dass der Plural falsch sei, es müsse heißen: Der Geschmack ist verschieden. Friede seiner Asche.“

    • Schönes Bonmot
      @Uli49

      Interessant auch, dass die Maxime „de gustibus non est disputandum“ heute oft negiert wird in dem Satz „Über Geschmack lässt sich streiten“, mit dem man glaubt das Gleiche zu sagen.

      Es gibt aber zumindest eine Akzentverschiebung: Die lateinische Version betont, dass ein Geschmacksstreit sinnlos ist und man wegen solcher Dinge nicht streiten soll (obwohl es natürlich möglich wäre).

      Der Zeitgeist rückt die Möglichkeit in den Vordergrund, sich wegen Geschmacksfragen zu streiten, wovon zumindest die sozialen Medien hemmungslos Gebrauch machen. Den Satz weiterzudenken im Sinne der lateinischen Version, was Intention des Satzes ist, entzöge ihnen die Geschäftsgrundlage.

      Eine weitere Möglichkeit, das ästhetische Streitverbot zu umgehen, ist die Moralisierung des Ästhetischen. Man rückt einfach alles in ein selbst definiertes moralisches Bezugsfeld. Dann ist das, was einem nicht gefällt, böse und verwerflich. Ließe sich auch leicht mit den Porzellanfiguren des Don machen. Es muss nur eine(r) laut genug ‚Sexismus‘ schreien.

      Das ist überhaupt eine der befremdlichen Leistungen der 68er: Die _moralische_ Verdammung des Kitsches.

    • Geschmack
      ..das Zitat kann man erweitern: „…sagen immer die, die keinen haben.“

  40. Pommernland steht noch. Die hohe Schule der Leibeigenschaft
    hat mehr Freiheitsgrade als die niedrige!

    Sehr geehrter Don Alphonso,
    Sie lassen die Bestände leuchten
    und historisieren – über die Kunstgeschichte und die Moden und den
    sozialen Wandel – so ziemlich alles. Ein sehr gelungener Rückblick und
    skeptischer Ausblick.

    Freilich, der Karl Marx des Eingangszitates ist überholt, denn Trump (hier für die Bourgeoisie) hält sich einen Triumph.

    Und Melania T. modellierte sich auf den Weg von Slowenien nach New York genau dafür als wäre sie ihres eigenes Porzellanes Kunstschmiedemeisterin.

    Das Ringen der bisherigen Porzellan-Überbau-Gesellschaft gegen die Trump`sche wird auch uns bestimmen, denn wir sind nicht nur Zaungäste der USA.

    Im Nachkriegsdeutschland, in dem das Subsidaritätsprinzip der Moderne, die Nation, wohl nur von Dr. Schumacher (Culm, Westpreußen) und Helmut Kohl verstanden wurde, ist die Verachtung der eigenen Prinzipien besonders groß.

    Dieses und die äußere Lage verheißt nichts gutes.

    Obwohl, so eine Intention Ihres Beitrages, es wäre doch zu schön, wenn
    „Pommernland“ nicht noch einmal abbrannte.

    Was tun (außer Merkel abwählen)?

    • Was tun (außer Merkel abwählen)?
      Da hätte ich schon ein paar Ideen. Leider sind nur zwei davon legal:
      1. zum Islam übertreten und richtig Stress machen (a la Vogel) oder
      2. oder so viel an „Du weißt schon wen“ (die böse Partei) spenden, dass ich unter die Einkommensgrenze falle, ab der ich keinen Soli mehr bezahlen muss.

  41. wir bemühen ihn doch, er ist ja immer für etwas zu gebrauchen, dDT !
    „es liegt mir fern, den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu bemühen……“ schreibt der werte DON………….dazu lese ich – ich kann leider nicht vor die Haustüre, da Sturm – aktuell in der BAZ, diesem Hassobjekt der Pseudolinken in der NordwestSchweiz und die fragt, wie mann den Länder wie El Salvador (höchste Mordrate der Welt), Somalia oder gar das aktuelle Libyen bezeichnen soll.

    und warum brauchen wir denn noch in Ländern wie Guinea, Gabun oder Kongo immer noch Gelbfieber-Impfungen ! Trotz aller UN, Weltbank und sonstiger Millionen die da flossen ? in welche Kassen ?

    oder gibt es auch Personen hier, die sich in Johannesburg wohl gefühlt haben. ich ja, beim Abheben meiner Flüge ! und als meine Tochter heil zurückkehrte !

    • Ich möchte die Shitholes angesichts der globalen Kloake nicht wirklich abgrenzen.

    • Aber lieber Django, natürlich sind das "shitholes", aber solange da nicht nur Weiße wohnen,
      dürfen Sie das nicht so nennen. Das ist wie die Sache mit dem „Monkey in the jungle“ Pulli, hätte das auf dem Werbefoto ein weißer alter Mann getragen, es wäre alles kein Problem gewesen.

      Oder die Laser-Uschi, die auf Twitter meinte, dass alle Probleme gelöst wären, wenn weiße Männer nur noch 3 tweets am Tag absetzen dürften, und dafür (zurecht) nicht gesperrt wurde. Danach hat jemand dasselbe bezogen auf „schwarze Frauen“ gepostet und – wie soll man sagen – es ging für ohn nicht ganz so gut aus.

      Zurück zum Thema: Ich muss gestehen, je öfter DJT in diese Art von Fettnäpfchen reintritt (was heißt reintritt, mir kommen da Begriffe wie „auswalzen“, „suhlen“ oder „kultivieren“ in den Sinn), desto unterhaltsamer wird es mit ihm, und ich fände es mittlerweile fast schon enttäuschend, wenn er 2020 nicht wieder zur Wahl anträte…

  42. Don, Ihre hier vorgestellte Lucinda...
    .. von Bustelli erinnert mich mit diesem bananenförmigen Auswuchs am Hinterkopf an eine Erscheinung, deren ich erstmalig als Kind im örtlichen Pfarrenstall ansichtig wurde (das, was bei uns Pfarrenstall genannt wird, heißt auf dem ehemaligen Gebiet des Norddeutschen Bundes, so glaube ich, Abdeckstation)
    .
    Zum Glück konnte ich bei weiteren eruierten Ausführungen der Lucinda von Bustelli feststellen, dass es sich um eine Feder handeln soll. Mir fiel übrigens bei der Durchsicht der Bustelli- œuvres mit Werbe-Darstellungen zwischen Mann und Frau auf, dass er sich in heutigen Zeiten aber auf gewaltig dünnes Eis begeben hätte. Leider nutzten Sie, verehrter Don, ihre Vorstellung von Bildern dahingehend nicht optimal aus.
    .
    Ich denke da z.B. an die Szene der „Liebesgruppe“ von 1756 in der Porzellanmanufaktur Nymphenburg, Bayerisches Nationalmuseum in München. Derartiges Drängen würde wohl, einmal sozialmedienbekanntbekanntgemacht, mit gesellschaftlicher Sippenächtung bis ins dritte Glied belohnt werden.
    .
    Sagens Don, diese kleine Täschchen mit Kette an dieser alabasterhaften Dame mit imitierter Boa, ein Opernglas-Etui? Und noch eine Frage, Don. Wer staubt bei Ihnen ab, wer putzt das Silber-und haben Sie wenigstens ein Inventarverzeichnis- und wenn „JA“, sozialversichert? Schon wegen der „Gerächtigkeit“ jejenüber hartt arbeytenden Männschen“. Nicht dass man eines Tages auf dem Drittweg Dinge von Ihnen zu hören bekommt, wie man sie der Steuerflüchlingin Weidel anhängte.
    (DdH)

    • Das ist eie kleine Geldbörse. zu finden in einem Antiquitätengeschäft am Tegernsee. Die Porzellanfiguren stehen alle in Glasvitrinen und verstauben nicht.

  43. Zombieland
    Kann eine politisch korrekte, seelenlose, vergangenheitslose, Massen- Plastik- Zombiegesellschaft wie die unsere überhaupt noch solche grandiosen Männer hervorbringen? Männer die bitter benötigt werden wenn ein Land in eine existenzbedrohende Situation gerät? Oder werden die schon im Kindesalter ruhig gestellt mit Ritalin und einer Kinderpsychologin, spätestens wenn sie sich als junge Männer unbotmässig benehmen. Meistens reicht verbal schon aus, homophob, racist, transphob, groping, metoo Betroffenheit. Bismarck zB. war sehr krass, der hätte heute keine Karriere gemacht.

    Ps Werden schon Bismarckstrassen umbenannt in Pippi Langstrumpfstrassen?

    Pps Solche Leute nennt man „extravagant personalities“, weil sie unter der Schwelle einer Diagnose liegen, dennoch auffällig sind. Trump ist so einer. Nie langweilig.

    • Nun, was mich ein wenig wundert ist, dass andere nicht versuchen, mich zu kopieren. Statt dessen dauernd neue Blogs von iranischen Fetten mit Schweinebildern.

    • kopieren
      Don: “ … dass andere nicht versuchen, mich zu kopieren“.
      Geschätzter Don, kleine Schmeichelei in der Wochenmitte: Sie sind ein Original – nicht so leicht zu kopieren. Fälschungssicher wie ein neuer 200er Euroschein.

    • Das Teilzeitgenie im Sabbatical
      „Kann eine politisch korrekte, seelenlose, vergangenheitslose, Massen- Plastik- Zombiegesellschaft wie die unsere überhaupt noch solche grandiosen Männer hervorbringen? Männer die bitter benötigt werden, wenn ein Land in eine existenzbedrohende Situation gerät?“

      Natürlich, sie sind doch vorhanden! Aber warum sollten sie ihre Persönlichkeit in den Dienst der Zombie-Allgemeinheit stellen, wenn es ein verpeilter Verwaltungsangestellter oder eine viereckige Quotentussi auch tun? Die historische Zeitfrage ist doch, ob solche Ausnahmepersönlichkeiten in Friedenszeiten wirklich gebraucht werden: Diese Art von „Normalität“, die wir gerade erleben, ist ja gerade das Zeichen von normalen Ländern, in denen alles generationengerecht seinen Gang geht. Deutschland geht es gut, und Leuten, denen es da auch gut geht, sind nun mal bieder, dumm und kotzlangweilig: Das ist der Preis, den man für den Frieden und den Wohlstand zahlt.

      Wenn die Welt gerettet werden muss, finden sich schon die richtigen Leute, wie man sehr schön an Donald Trump sieht: Nicht die links-grün-versifften Pseudo-Intellektuellen haben ihn gewählt, sondern die männliche Arbeiterklasse aus dem amerikanischen Rust-Belt möchte jetzt mal gern die Welt retten. Sie hat rechtzeitig erkannt, dass sie von einer Frau, (nämlich ihrer Mutter), erzogen wurde, und eine weitere Frau nicht die Antwort auf ihr Leben sein kann. Deutschland dagegen steht diese Erkenntnis erst noch bevor, und die Leser von Don Alphonso können nun sagen, sie haben von dieser kommenden, historischen Veränderung schon am 17. Januar 2018 erfahren.

    • Den Don kopieren?
      Dazu fällt mir ein uralter Bürowitz ein: Wir arbeiten hier nur mit Kopien – Originale sind wir selber.
      Sie, lieber Don, sind aus meiner Sicht „unkopierbar“. Und ich genieße es, an Ihren „Originalitäten“ teilzuhaben.

  44. ....
    … der Blog kommt mir immer mehr vor, wie die Hebbel’schen Kalendergeschichten, eine Art Adels- und Bauernkalender zur geistigen Stärkung. Danke dafür.

    „Der Rest ist immer noch reichlich nah an den Dystopien des Rokoko, durch die Voltaire seinen Candide stolpern lässt.“

    Na ja, die KIKA-Helden mit korankonformen Bart und Anus Amris stolpern zeitlich doch wohl eher durch die Wüste und das Chaos der Spätantike und brüsten sich, unsere Zivilisation sei nur noch eine Ruinenlandschaft, die zur Selbstbedienung und Eroberung freigegeben sei. Das haben ihre Vorfahren schon vor Byzanz getrieben und hatten damit am Ende sogar Erfolg.

    Wenn das so weiter geht mit der Zuwanderungskatastrophe ist der Kölner Dom in weniger als 100 Jahren ein Museum wie die Hagia Sofia, in dem man unter den strengen Blicken einer verschleierten Aufpasserin in einer verstaubten Ecke auch ein Paar Bustelli-Figuren ansehen kann.

    • Wir brauchen wieder mehr Mauern, keine Frage. Der Main ist eine formidable natürliche Grenze.

    • Don Alphonso übersieht
      dass die Flüchtlinge von Süden her durchgewunken werden. Eine Mauer am Main würde die Flut also nur in Bayern aufstauen.

    • ...
      … und wenn man den Süden sperrte, würden sie aus Westen oder Osten durchgewunken, so lange sich an ihnen sogar für die Kirchen besser verdienen lässt, als mit harten Drogen oder legaler Ware, Goldstücke halt …

    • Der Kölner Dom
      IST ein Museum. Mit einem tollen Richter. Vergleicht man aber seine Farben mit denen der alten Fenstern, hat Richter keine Chancen. Was aber unter anderem an den inzwischen verbotenen giftigen Farben liegt.

    • Titel eingeben
      Sirisee: „Wenn das so weiter geht mit der Zuwanderungskatastrophe ist der Kölner Dom in weniger als 100 Jahren ein Museum wie die Hagia Sofia“

      Wenns keine oder nicht genug Leute gibt, die mit den Veranstaltungen, für die er gebaut wurde, etwas anfangen können und wollen, wird nur der Text zur Gebäudeinformation zu Recht der Realität angepasst.

      t.

    • Mauern...
      Nach wie vor sage ich, daß auch die Gebiete nördlich des Mains relevant sind und plädiere daher für Mauern auf den Mittelgebirgen nördlich von Franken. Dort verläuft ja die alte Grenze zur DDR, die würde sich prima als Nordgrenze zur DDR2.0 reaktivieren. Auch stehen dort etliche Türme noch.

      Ansonsten gibt es ein gute alte Tradition der DDR, die man auch für die neue DDR 2.0 nutzen kann – Transitstrecken. Damit gibt es auch keinen Stau südlicherseot der obigen Mauern für die Horden, die man dann durchwinken muss, falls die Änderung am Dublin-Abkommen durchgehen in der EU.

    • Ja
      mit der Mainlinie ist er überaus hartnäckig.

    • Keine Mainlinie!!!
      Wir wohnen einen Kilometer nördlich vom Fluß!!!

    • tja
      … uns so endet die Weisheit der Foristen auch hier im St. Florians-Prinzip?

      Meine Güte, wer es immer noch nicht begriffen hat:

      Salafisten-Szene ist nicht aus der Flüchtlingskrise entstanden, wie der Berlin-Bericht des Verfassungsschutzes nun klar und anhand von Fakten aufzeigt. Es ist die 2. und vor allem 3. Generation speziell aus Türkei, Libanon und Nordafrika, die sich dem Islamismus aktiv zuwendet.

      Davon sind rd. zwei Drittel deutsche Staatsbürger bzw. Doppelpass-Staatsbürger. Und DAS ist der Skandal, den ich LINKE, aber viel mehr noch SPD, Grünen und den Christen in der Union, also den Staatskirchen hier, vorwerfe!

      Sie haben es 30 Jahre lang protegiert (teils um Wähler zu gewinnen), sich aber nie um die Probleme gekümmert.

      Unter den Flüchtlingen gibt es schlicht alles. Wie bei uns auch. Es gibt sogar viele Wohlhabende, die eigentlich kein H4 brauchen und Sprachkurse selbst bezahlen könnten, aber warum sollten sie, wenn wir es für sie alles freiwillige bezahlen?

      Das Problem ist, wir bieten keine Perspektive, auch weil wir erst gar nichts fordern. Wegschauen oder schönreden – so sind wir mit den vielen muslimischen Einwanderern seit Jahrzehnten umgegangen! Wir. Wir selbst.

      Tja, und ich habe mir jetzt Kika-Sendung mit HR-Diskussion angesehen in der ARD-Mediathek. Nur zu empfehlen! Der Elefant in der (rein innerdeutschen!!) Diskussion steht von Anfang bis Ende im Raum: wie gehen wir mit islamischen Regeln um, die nicht dazu passen, wie wir nun einmal allesamt gerne leben möchten (von einigen durchgeknallten Ur-Christen, Evangelikalen oder orthodoxen Katholiken einmal abgesehen).

      Es passt einfach nicht, wenn ein Mann heiraten will, um „eine Frau zu haben“. Wir haben Erich Fromm: Haben oder Sein. Der Koran eigentlich auch, aber nicht in der massenhaften Auslegung, wie sie jungen Muslimen vorgepredigt und samstags den Kindern in den Moscheen eingeimpft wird von Ditib & Co.

      Kurzum: Eure Mainlinie hat ein Leser neulich richtig kommentiert: viel Spaß mit Offenbach und Mannheim.

      Das Problem mit den Flüchtlingen ist eines der Masse, unserer Naivität, unserer eigenen Unehrlichkeit. Nichts wurde vorbereitet, kein Konzept, aber Milliarden über Milliarden verkonsumiert. Und es etablieren sich kriminelle Netzwerke international. Millionenengeschäfte. Die Schuldner mit Verbindlichkeiten bei diesen Netzwerken sitzen hier herum und kiffen an jeder S-Bahn-Station täglich…

      Bomben-Perspektive, liebe Bundesregierung.

      Das Problem, das wir aber eigentlich bereits in 3. Generation haben, das lautet, dass wir nicht dem Islam und dreisten Clans Grenzen setzen.

      Wir diskutieren über Familiennachzug, anstatt dass wir darüber diskutieren, wie viele Flugzeuge der Bund kauft, um 2,0 Millionen Menschen dort hin zu fliegen, wo sie uns Kartoffeln nennen und verachten können: nicht mehr hier.

      Die Mainlinie – die ist vollkommen irrelevant.
      Und wenn ich jetzt lese „ich wohne 1km nördlich“. Sorry – das ist genau das Verhalten, das uns diesen ganze Situation gebracht hat:

      Hauptsache, ich lebe weiterhin schön bequem und muss mich um keine (politischen) Ärgernisse kümmern.

      Und an alle hier, die schön zur Christmette gingen am 24.12., und hier meinen, mit Spenden an die AfD das Problem zu lösen:

      Nix da. Entweder selbst vernünftig agieren, oder es vergessen, dass sich etwas verbessert. Denn:

      1) Den Kika-Kanal-Akteur finde ich sogar ganz sympathisch. Er ist kein Extremer. Aber wir müssen hinausgehen und mit diesen Menschen sprechen, weil wir nur im Gespräch zeigen können, wo unsere Grenzen sind, die jeder Neuankommende zu respektieren hat.

      2) Dass dies in manchen Stadtvierteln nicht mehr im Gespräch geht, dafür benötige ich die Politik. Und die AfD hat gar nicht genug gute Leute auf den Listen, um die Aufgaben anzugehen. Oder wurde bereits gegen NetzDG geklagt?

      Vergesst dieses Wegducken endlich.
      Es macht mich wirklich ärgerlich. Sorry für diesen emotionalen Beitrag.

      Werdet aktiv, anstatt herzumzulabern und zu jammern.
      Sattes Volk.

    • @Cassandra
      Manchmal könnte man mainen, unser Gastgeber möchte mit seiner Fixierung auf die Main-Linie auch mal ein wenig Main-Stream sein…

    • @vonmicha
      Bevor man sich zu sehr erregt, evtl. erst mal bedenken, dass andere Menschen auch unter ganz anderen Umständen leben als man selbst?

      Ich wohne 3 km nördlich der Mainlinie in einer islamisierten Suburb
      und bereite meinen Umzug in ein Mittelgebirge vor. Dort haben meine Frau und ich schon gute Kontakte zur Landbevölkerung. Auch mit einem Clanchef habe ich mich etwas angefreundet.

      „wir bieten keine Perspektive“ – Welche Perspektive möchten Sie einem Versorgungssuchenden denn bieten, dessen Sprache Sie nicht sprechen und der Sie verachtet?

      „Hauptsache, ich lebe weiterhin schön bequem“ YES! Ich kann die von unserer Regierung ausgelöste Katastrophe nicht zurückrollen. Mein Stadtteil – und wahrscheinlich alle Metropolen – sind verloren.
      Daran werden auch Sie nichts ändern.

      Es wird sehr schlimm werden, wenn die Flüchtlingswellen aus den
      Metropolen bei uns aufschlagen. Jedenfalls herzzerreißender als
      die dann folgenden Begegnungen mit Requirierungskommandos.

    • @Hausschwein
      Oh, danke fürs Lesen)

      Werter Hausschwein,
      keine Sorge, ich gehöre nicht zu den Menschen, die zur Arbeit von Tiefgarage zur Tiefgarage fahren, die ihre Kinder mit dem Auto zur Kita/Grundschule fahren (was übrigens vollkommen degeneriert ist). Es ist mehr so, dass ich dieselbe Toilette benutze wie bulgarische Leiharbeiter oder auch mal Bankvorstände, es kommt eben darauf an. Und über mangelnden Kontakt zu unterschiedlichen sozialen Milieus kann ich auch nicht klagen. Ebenso kenne ich die Situation auf dem Dorf so gut wie im Hochhaus in Hamburg-Horn. Ich meine auch da, wo die Einganstür aufgetreten ist und der Müll im Hausflur verteilt ist.

      Wir müssen alle mal aus dem Tunnel kommen, und wo Leute borniert ihre persönliche zur allgemeinen einzigen richtigen Weltsicht erheben, da ärgere ich mich ab und zu darüber. Ja.

      Was schreibe ich? Perspektiven bieten wir a) derzeit keine und b) bestimmt nicht für eine Million unvorbereitet und danach jährlich 200.000 weiterhin unvorbereitet ins Sozialsystem eintretender Passloser.

      Wir könnten aber Perspektiven bieten, wenn wir wollten. Und nicht borniert wären in uralten innerdeutschen Lagerdiskussionen.

      Ich würde jeden Drogendealer in unseren Großstädten, der keinen deutschen Pass hat, unverzüglich aus dem Land schaffen. Und zwar umgehend. Und ausnahmslos. Und wenn die Familie nachgezogen ist – diese gleich mit.

      Dieses Problem liesse sich alleine durch solche politische Konsequenz deutlich anders polizeilich lösen, als wir es derzeit gar nicht lösen.

      Was jedoch echte Kriegsflüchtlinge und die Armutseinwanderung angeht: verbindlicher Sprachkurs, Ausbildung über einige Jahre, und dann ein Rückkehrangebot. Fünf Jahre. Unterbringung wie im Internat. Lehrkräfte stehen bereit, bevor wir aufnehmen. Ablauf ist mit Unternehmen verzahnt, duales System.

      Die Anzahl der Personen wäre entsprechend nicht bei 100.000en jährlich.

      Und wir könnten klare Anreize in den Herkunftsstaate damit setzen. Sowohl bei jungen Migrationswilligen, als auch bei den Clanchefs dort.

      Das wäre eine echte Unterstützung. Um den Preis, dass es eine deutliche Auswahl und Reduzierung gibt.

      Und was die dritte Generation in den Vorstädten angeht: ich frage mich bis heute, warum noch niemand hier oder in der Politik auf die Hinweise von Kirsten Heisig eingegangen ist. Das ist eben genau die Borniertheit, die mich manchmal sehr aufregen kann…

      Und was ich meine ist: im Alltag können wir auch unsere Abgeordneten ansprechen, immer wieder. Was denken Sie, was selbst bei Grünen / SPD / Linkspartei passiert, wenn immer mehr Bürger die Sprechstunden etc. nutzen.

      Natürlich ist es in Ordnung, aufs Land zu ziehen. Aber damit lösen sie kein einziges der Probleme, weshalb Sie aufs Land ziehen. Das ist alles, was ich sage.

      Hier im Blog ist es teils witzig, wenn darüber geplaudert wird, welche Region auf dem Land härter auszuhalten ist. Aber der Ausruf zur Mainlinie war ernsthafte Emotion – und dazu gilt eben: legitim und verständlich, aber ebenso naiv, wie die welcome-Kirchenlinksgrünen. That’s it.

      Schönes Wochenende!

    • Respekt und Toleranz für den Islam
      http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Eine-Frage-des-Respekts-article3751771.html

      Das Übliche: Ohne Sharia-taugliche Gewandung dürfen die armen gläubigen Frauen doch nicht schwimmen gehen und das muss man ihnen unbedingt ermöglichen und bitte auch im allerneuesten, noch zu erbauenden Bad.

      „Die Wasserland-Planung mit optisch abteilbaren Becken ist auch ein Ausdruck von Respekt und Toleranz gegenüber dem Islam und seinen Gläubigen. Der Wille und die Fähigkeit, so zu handeln, unterscheidet eine freiheitliche Gesellschaft von der nicht unerheblichen Zahl an Muslimen, die ihre Religion auf eine aggressive, frauenfeindliche und intolerante Weise ausleben.“

      Es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um eine Weile nach Inbetriebnahme mit Klagen einheimischer Besucherinnen über aggressive und intolerante Frauen der anderen Konfession zu rechnen wie in anderen Bädern in Deutschland, Österreich, der Schweiz. Nun ist Bonn auch die Stadt, in der Schiiten zwei Mal jährlich in ritueller Selbstgeißelung mitten durch die Einkaufsstraßen ziehen dürfen zur geringen Freude der Geschäftsinhaber. Aus ganz Europa reisen die Flagellanten dazu an.

  45. Politische Korrektheit mit Plastiklöffeln zu essen
    Vielen Dank für die neun Blogjahre! Ich wünsche Ihnen und uns noch viele mehr.
    .
    Letzte Woche besuchte ich meine Tochter in Amsterdam und wir gingen in der Mensa des Science Parks essen. Alles da ist auf neuste Stand der politischen Korrektheit einschließlich einer Veganoption.
    .
    Die Teller und das Besteck aber sind aus Papier und Plastik. Meine Tochter erklärte mir, dass Keramik zu viel gestohlen würde. Warum aber kaufen die jungen Leute nicht buntes Porzellan in Secondhandläden? Das kostet fast nichts und macht sie nicht zu Dieben. Auf dem Heimweg habe ich mich gefragt: Sind diese jungen Minter zu phantasielos, oder zu sehr dem weiß-grauen Zeitgeschmack verpflichtet?

    • Ja, Vegan aus One-Way-Behältern, transportiert vom Armutsmigranten auf dem Rad im Schnee. Das ist Sozialismus.

    • So geht eben cool heut
      Ganz einfach: Generation smartphone, selfie, facebook & Co. Den Kaffee danach ganz cool to go! bei…. mir fällt gerade nicht diese Schur..nkette ein… ah, Starbucks & Co, und zahlt auch gern die ermäßigte Umsatzssteuer für den Plastegeschmack, damit die mehr verdienen – versteuert wird vermutlich in Luxemburg. Ganz toller trend auch die gastronomischen popup-shops; die glänzen vor allem mit „Köchen“, die vorher gemalt oder therapiert haben und von Kopfschutz beim Zubereiten von Speisen noch nie was hörten……

    • Sowas wird doch allenfalls für Polterabende gebraucht.
      In der WG kann man natürlich auch einen Ungewaschenetellerhöhenrekordversuch damit beginnen…

  46. So, so...
    „Der Plural Geschmäcker zu Geschmack ist nicht falsch, gilt aber als umgangssprachlich scherzhafte Form: »Die Geschmäcker sind verschieden.« Standardsprachlich lautet der Plural Geschmäcke, er wird aber selten verwendet – man spricht eher von verschiedenen Geschmacksrichtungen als von verschiedenen Geschmäcken. “

    Der Schwab hat auch noch ein Geschmäckle.

    • nicht nur der Schwab
      Auch der gemeine Frangge hat es (bzw. hat es nicht so) mit dem Geschmack.
      Frage: „Hadds geschmeckd“?
      Antwort „Wenns geschmeggd hädd, dann hädd ichs ned gesse.“

    • Geschmäckle ?
      Jetzt muss ich doch widersprechen. Im Schwäbischen sagt man zum Riechen auch „Schmecken“. Und das Gschmäckle bezeichnet damit keineswegs einen Geschmack. Gschmäckle ist der, vornehm umschriebene, haut goût aus beginnenden Verwesungsprozessen. Damit wird aber auch eine Sache bezeichnet, die nicht ganz korrekt abgewickelt wurde. Wenn also ein Posten an den Parteifreund geht, dann hat das ein „Ogüle“ wie logischerweise der Diminuitiv heißt. Vielleicht nennt man das ja bald den „Berliner Duft“.

  47. Lessing
    war es doch, der die schmutzige Dekadenz des Adels beschrieb, im Gegensatz zur reinen Liebe im Bürgertum. Die sich dann, mit dem Erwerb der Schlösser und Mätressen,schnell wieder wandelte. Und bis in die 1960er Jahre war es der Stolz eines Arbeiters, sagen zu können, dass seine Frau nicht arbeiten gehen muss. Das war das Maß der Gleichstellung mit den Bürgerlichen. Dann wurde das alles delegitimiert. So, warten wir mal ab. Ich sehe heute viele Hipster wieder auf dem Pfad von Familie, Kindern und Treue wandern. Wer weiß, was die noch kaufen werden.

  48. Geschmäcker
    Ach, der Prinz Kitsch-Klonovsky und sein stets variiertes Fledermaus-Couplet – weiß er denn überhaupt, daß die verschiedenen Geschmäcker ein Dictum der Hochscholastik sind? „De gustibus et coloribus non est disputandum“ – sie liegen eben jenseits der Beweisbarkeit und erheben sich wie Phönix aus der Asche.

  49. Bonjour tristesse
    Lieber Don, danke für 9 Jahre denken, handeln , radfahren aufmerksam sein, für klare Worte und Nachdenkliches: kurzum für die Kultur, die wir in den nächsten Jahren weiter vermissen werden. Egal, was kommt, bleiben Sie uns bitte erhalten.

  50. Danke
    Warum lesen sich Ihre Artikel eigentlich immer wie ein Werbeprospekt für Urlaub in der Alpenregion, und warum bleibt als Fazit aus dem obigen Artikel über Porzelanfiguren, Weltuntergang und Frauenrechte nur noch der Gedanke, dass man eigentlich mal wieder frisch gekochte Tiroler Knödel mit Sauerkraut und gerösteten Zwiebeln essen könnte?
    Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass das alles irgendwo einen tieferen Sinn ergibt, aber was ich eigentlich sagen wollte: Vielen Dank für 9 Jahre sozialunverträgliche Unterhaltung!

  51. Dons Märchenstunde für Verwachsene...
    … lese ja nicht wirklich jedes Buch… äh Beitrag ;)
    Im Gegensatz zu den vielen Festangestellten hier und das seit neun Jahren…. Resepekt ;)
    Komm halt ab & zu mal vorbei. ;)

  52. Statt Blumen...
    Werter Don,
    ich muss gestehen, dass ich vor allem um Ihrer Blogs willen regelmäßig auf Faz.net vorbeischaue, denn ich gehöre zu den schwindenden Lesern, die das haptische und olfaktorische Erleben einer gedruckten Zeitung schätzen. Ihre Einblicke in wohlgeborene Lebenswirklichkeiten und Ihr Blick hinaus in eine zerfallende Welt erfreuen mich gleichermaßen wie Ihre Essays über Eskapaden und Kapriolen der digital na(t)ives, mit welchen ich sonst gar keine Berührungspunkte hätte. Also, zum Jahrestag, ein Dank für Erkenntniserweiterung und Lesevergnügen. Man hofft auf mehr!
    H.A.

  53. Titel eingeben
    Heute will das kaum jemand mehr.

    Viele sehen sich als Verfechter der reinen Nützlichkeitserwägungen, Optimierer, eine Tasse ist auch eine Tasse aus einem Starterset.

    Während ich mir mit dem Auto Arzberg, die alte Schumannfabrik, die Reste der Arzbergproduktion, Hutschenreuther, das Rosenthalmuseum, auch die Feiler Fabrik mit den wohl besten Handtüchern weit und breit, angesehen habe
    Genau so verschwunden wie unsere Textilindustrie

    Mir gefällt die Schönheit der Porzellanfiguren die im Wettstreit der Manufakturen die Bewegung und Gesichtszüge so besonders schön eingefangen haben und je nach dem mit welchem Service ich gedeckt habe, mit den passenden Leuchtern auf meine Esstisch stehen.

    Und das ganze für, bezogen auf die Zeit der Entstehung, wenig Geld

    Nach meiner Meinung ist der Aufwand für diese Freude dank Geschirrspüler gering. Warum sollte ich mich mit einer Dickwandigen Tasse aus einen Starterset an einen Tisch ohne Tischtuch setzen ?

    Mit etwas mehr Aufwand ist ein grosses Tischtuch,. Stoffserviette, ein schönes Service mit passendem Butterdose, Tablett, Stövchen Leuchter, Schalen etc und einige Zierfiguren zu haben.

    Mir erscheint es immer etwas sehr karg und freudlos, armselig,
    wenn ich bei anderen in meinem Alter sehe wie wenig sie sich selber Freude bereiten,
    ein kleines Stück Pflegeleicht das diagonal auf dem abwischbaren Tisch liegt, ein Kunststoff-Geflecht-Brotkorb, eine paar Kunststoffdosen mit Aufschnitt, eine Kunststoff Butterdose

    Sicherlich verdanke ich genau dem die günstigen Preise für den Luxus früherer Zeiten den ich habe, und das ganze ist mir als Behinderten auch nur dank dem Geschirrspüler möglich, der zwei oder drei mal am Tag läuft weil alles ohne Ausnahme hinein kommt. Darum kein Silber sondern alles Porzellan.

    Wann, wenn nicht in meiner kurzen Restlaufzeit, will ich mir diesen Luxus bereiten ?
    Sicherlich habe ich immer mal kein Zeit dazu und die Berge benutzten Geschirrs stapeln sich schnell, aber das regelt sich, wenn ich mal wieder mal einen ganzen Tag zu Hause bin

    Und das gleiche natürlich auch für die dank Internet günstigen Bilderrahmen, Passepartouts,
    und nicht immer ist es ein Original das ich mir gerahmt habe. Aber wenn das Original im Museum hängt und mir das Bild so gut gefällt,
    der Kunstdruck ist nicht durchgezählt wie eine Litho, aber das kann doch nicht mein Problem sein.
    Oder soll deswegen der Platz über der Tür zum Flur leer bleiben, während der gerahmte Kunstdruck einer Landschaft von Karl Hofer dort so sehr gut aussieht. Es geht doch um die Freude dich ich mir selber bereite.

    Mich wundert das viele die ich kenne, die überwiegend viel mehr Geld haben als ich, diese Schönheit nicht Wert schätzen. Das Geld zu haben scheint ihnen Schönheit genug zu sein.

    • Altes kommt mir nur ins Haus,
      und von dort aus sicher in den Keller zum eingelagern,
      wenn es ererbt ist.

      Hab davon schon überreichlich, das heißt: im Keller.

      Aus Schaden wird man ?, nachdem der Nachwuchs einer Wasser schöpfenden Porzellannajade den Kopf abgehauen hat.
      Keiner war’s, wie immer.

      Die Komplettservice, die im Keller sind, sehe ich nur beim Umzug, ich behalte sie aus Nostalgie – einem Händler möchte ich sie nicht in den Rachen werfen, damit nicht letztendlich ein Aufsteigerpaar, Sozialpädagogin und BWLer, das es bis zur unteren Mittelschicht geschafft hat, seinen langweiligen Gästen mit ähnlicher Vita darauf Selbstverpfuschtes kredenzt und das Geschirr danach in der Spülmaschine ruiniert.

      Mir ein Rätsel, wie der ganze Tand staubfrei gehalten wird, man kann ja nicht das ganze Haus mit einer riesigen Vitrine auskleiden.

  54. Bares für Rares...
    … kennen Sie die Sendung, Don?
    Da tauchen sie wieder auf, die wunderschönen alten Stücke. Manchmal bricht es mir das Herz, wenn da jemand kommt und davon fabuliert, wie häßlich das Erbstück doch sei, und daß es gar nicht mehr zur schicken neuen Einrichtung passe… und die Kamera zeigt reine Schönheit. Viele wissen gar nicht mehr, was sie da eigentlich haben und achten das alles gering. Wie unendlich traurig…
    Andererseits: in anderen Kulturen, und ich habe keinen Zweifel, von welchen Sie da schreiben, gibt es dergleichen gar nicht erst. Das sind noch traurigere Fälle. Sie kommen von nirgendwoher und gehen nirgendwo hin. Ihre Väter und Mütter, Großväter und Großmütter, ihre Ahnen, liegen irgendwo im Wüstensand verscharrt, so wie es in Saudi-Arabien ganz normal ist. Erbstücke? Vielleicht ein paar Goldarmreifen. An denen nur das Gold interessant ist und nicht die Schönheit. Porzellanarbeiten? Malerei? Schnitz- oder Bildhauerkunst? Nichts. Buchstäblich und wortwörtlich nichts.

    • Erbstücke...
      Werden wohl oft in Verbindung gebracht mit Orten und Personen…das lässt die „Schönheit“ verblassen. Findet man sie im Keller oder Dachboden, also weitestgehend ´kontextˋfrei, sieht das Ganze anders aus.
      Ihnen zum Trost: nach dem Verticken der Erbstücke kommt das Finanzamt bei diesen TV-Formaten…

      Und zuletzt: beschäftigen Sie sich mal mit Teppichen, bitte…

  55. Auguri!
    Der Text erinnert an die Anfangszeiten dieses schönen Blogs. Als es noch keinen Twitter-Krawall als Güllekanal für FemiNazis und andere Maximal-Schwachmaten gab und das allgemeine Untergangsgeheule noch nicht so durchdringend bzw. von der Finanzkrise übertüncht war.

    Tut gut, zwischendrin. Danke!

  56. Lumpen sammeln
    Seit langer Zeit habe ich mich hier nicht mehr zu Wort gemeldet, was nicht zuletzt auch an einem kommentierenden Publikum lag, mit dem ich aus lauter Dünkel nicht diskutieren möchte. Und ein Autor ist an der Beschaffenheit seines Publikums ja auch nicht ganz unbeteilgt. Aber sei’s drum. Ich komme gelegentlich gerne zurück.

    Dieser Text hat mir seinem ironisch-melancholischen Ton ausgesprochen gut gefallen. Über den ideologischen Schlachten der Vergangenheit ist unsere Vor-Vergangenheit zugrunde gegangen. Ich möchte sie nicht wieder haben und ich habe auch nur wenig Verständnis für sie. Sie taugt einfach nicht mehr in der Gegenwart.

    Wir klauben die Lumpen der Vergangenheit ein, das was die großen ideologischen Verzehrer übrig gelassen haben, und keiner stört sich sonderlich daran. Es ist wenigstens bei mir ein überwiegend antiquarisches Interesse am Alten Europa, manchmal auch ein ganz zweckfreies nostalgisches Suchen nach alternativen Verläufen.

    Damit kann man im Heute und auch in der Zukunft nicht mehr viel begründen. Aber genau darin sehe ich die große Chance.

    • Dünkel?
      Verehrte(r) Beckmesser,
      Ich fühle mich als regelmäßiger Mitdiskutierer angesprochen von Ihrer Aussage „mit dem ich aus lauter Dünkel nicht diskutieren möchte „.
      Ich habe mir erlaubt bei Wikipedia nachzuschauen was „Dünkel“ genauer bedeutet. Da gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine ist Hochmut, die andere Standesdünkel, ich zitiere „… standesgerechtes Verhalten“ oder „heute eher Berufsdünkel oder Klassendenken“.

      Rechnen Sie Dünkel uns Kommentatoren zu? Wenn ja, widerspreche ich für meine Person. Oder rechnen Sie es Ihnen zu, weil Sie sich zu einer Klasse zählen, die mit unsereins nicht diskutiert?

    • Antwort an mich selbst
      Vielleicht lesen Sie das ja, werter Adeo Bernard. Ich kenne Sie nicht und weiß nicht, worüber diskutieren. Deshalb meine ich Sie nicht persönlich. Gelegentlich wurde hier aber auf eine Weise „diskutiert“, die ich für mich nicht akzeptabel fand. Dann steige ich lieber ganz aus und kehre nur hin und wieder zurück, wenn mir die Überschrift andeutet, dass in der Diskussion zivilisatorische Mindeststandards eingehalten werden könnten. Mir scheint das aber vorzugsweise dann der Fall zu sein, wenn antiquarische Geschichte ganz unheroisch erzählt werden. So war das nach meiner Lesart heute und darüber habe ich mich gefreut.

      Das andere, worüber sich hier so Viele gerne ereifern, möchte ich in einem angemesseneren Rahmen diskutieren.

  57. Das Vertiko bleibt!
    Glückwunsch zu 9 Jahren!

    Ich habe sie erst vor kurzem entdeckt und muß sagen ,wenn sie das schon so lange in diesem Tempo und auf diesem Niveau durchziehen, dann alle Achtung und Hut ab.

    Gruß aus dem Norden

    PS : Ich habe ja nix gegen neue Sachen, Jeans und T-shirt, aber das Wurzelholzvertiko nebst Tisch hat meiner Urgroßmutter gehört und geht nicht den Weg von Tante Gerdis Vitrine. Ebenso wenig Opas Karteikasten.
    Nur der Afgahne geht. Wäsche und Reparatur.

  58. Die Jahre vergehen
    Ich war mal ziemlich aktiv in einem Forum, das nicht direkt etwas mit Politik zu tun hatte. Bin als „Linker“ gestartet und als „Nazi“ ausgestiegen – sehr lehrreich.

    Werfe ich deswegen meine alten „Ideale“ in die Fäkaliengrube? Mal sehen…

  59. Saalschlacht
    Beste Wünsche für Berlin.
    Achten Sie bitte auf die Nähe zu den Fluchtwegen.

  60. Wie die Zeit vergeht....
    Ein aufrichtiges Danke für die vielen unterhaltsamen und lehrreichen Vignetten – Geplauder halt.

    Das Früheste an das ich mich erinnere war „Fett in die höheren Töchter bekommen“ , sehr amüsant.

    Manches ernsteres ist in der Zwischenzeit hinzugekommen, aber mei die Zeiten haben sich auch geändert.

    Weiterhin einen spitzen Bleistift, ein scharfes Auge, schönes Wetter bei der Fahrt über die Alpen/Eroica und genug Bremswirkung bei allfälligen Schußfahrten.

  61. HSBC
    Ach, Don!

    Vor 9 Jahren fast taggenau wurde ich in die irren Intrigen eines nepotistisch-narzistischen Investmentbanker-Vorstands hineingezogen, was mit dem Abschied des eigenen Vaters kurz zuvor einen drastischen Wechsel und viele emotional stürmische Tage im Jahr 2009 bedeutete.

    Der Investmentbanker wickelte unliebsame, da nicht willfährige Mitarbeiter damals gnadenlos in die Finanzkrise ab. Und ich lernte den Unterschied zwischen Gewerkschaft und Betriebsrat, Unternehmer und Vorstandsmanager über Monate in durchaus lehrreichen Verhandlungen kennen. Ebenso die Macht eines Arbeitgebers, die er über Männer, im Speziellen Familienväter mit kleinen Kindern daheim, besitzt.

    Nun, so hat sich für Sie in diesen neun Jahren sicherlich auch einiges im Leben geändert. Ich lese heute die FAZ leider nicht mehr als Papierausgabe – aber das werde ich wieder, so wie der Erwerb eines neuen und besseren Fahrrads kommen wird. Und auf beides freue ich mich.

    Ganz konservativ, wie ich nun einmal bin, mag ich venezianisches Glas und chinesisches Porzellan nicht so gerne, deutsches Porzellan allerdings ebenfalls lieber in schlichtem Design.

    Konservativ mochte ich nicht ansehen, wie die Investmentbanker nach 2008 einfach weitermachen. Bis heute. Und ich mag Steuersysteme oder Währungen nicht, die dem Schneeballsystem folgen. Auch Kryptowährungen erscheinen mir sehr uralte Mängel mitzubringen, selbst wenn ich davon absehe, dass die meisten Daten dieser Währungen in der mongolischen Wüste gespeichert werden. China bietet günstigen Wohnraum und sozial absolute Sicherheit – vielleicht damit der ideale Ort für reiche SPD-Wähler, die Porzellan und schnelle Autos besitzen wollen?!

    Konservativ würde ich selbst allerdings lieber mit meinem rostigen Rad hierbleiben. Ich würde auch nicht jede meiner Firmen an die Chinesen verkaufen. Denen gönne ich natürlich, dass sie so wohlhabend sind, dass sie alles kaufen können! Immerhin lebten Milliarden chinesischen Bürger noch vor wenigen Jahren in einem bitterarmen Land, ohne jegliche Bürgerrechte, nicht einmal die Zahl der Kinder durften Liebende frei wählen. Eine Partei namens KP, die die Ziele unserer SPD, Linkspartei, allerdings wohl nicht der linken Grünen, in kürzester Zeit umgesetzt haben muss, muss diesen Wohlstand dem chinesischen Volk in Windeseile politisch organisiert haben, dass „die Chinesen“ nun hier unseren Banken und Investoren ihre Unternehmensbeteiligungen abkaufen. Und sich einzelne Chinesen die EU-Staatsbürgerschaft in solidarischen EU-Mitgliedsstaaten für kleine Milliönchen kaufen.

    Also… ganz konservativ bin ich so wenig fortschrittlich, dass ich diesen Fortschritt nichts abgewinnen … übersehe ich da etwas?

    Nun, wer die Gerechtigkeit des Sozialismus wirklich will, muss sich China als Vorbild nehmen. Und wer die Früchte des Kapitalismus wirklich will, der muss sich die chinesische KP als Vorbild nehmen. Und wer die Vorteile der IT, KI und Gentechnik für sich nutzen will, der muss so investieren, wie die führenden Familienclans der chinesischen KP.

    Kurzum: danke für Ihren Blog.
    Als nette Anregung zwischen den nächsten Beiträgen zum Dank einen Hinweis auf arte.tv: eine wunderbare Dokumentation, wenig mit Fakten, aber vielen O-Tönen angereichert, über die Aktivitäten der HSBC.

    Konservativ, aber ganz frei von Ideen an eine solche „Revolution“, betrachte ich mit Wohlgefallen, dass der nächste Crash global sein wird. Und sehr grundlegend. Und damit auch kulturell einen Einschlag darstellen wird, der so manches unverantwortliches Verhalten heute für eine Weile nicht mehr erlauben wird.

    Ich schätze in neun Jahren werden sie sogar noch bessere Einkaufspreise für ihre Sammlerstücke gesehen haben. Wir sind noch nicht unten angelangt, aber in Berlin, Brüssel, London wird alles dafür getan, dass Washington, Moskau und Peking das alte Europa endlich als arrogante Unterdrücker abwerfen und ihre je eigenen Weltmachtträume unbelastet von moralisierenden SPD-Außenministern umsetzen können.

    • The great game
      Ich glaube es gibt nur noch zwei Player: Die USA und China. Deutschland/Europa kann sich aussuchen ob es Vasall der USA bleiben will (hoffentlich), oder ob es Vasall der Chinesen werden will. Russland hat noch die Chance als Nation unabhängig zu bleiben. Darum kämpfen die gerade.
      Gestern wieder so komische Meinungen gehört: Die Amis haben doch nichts mehr. Kaum noch Industrie, keine Infrastruktur usw.
      Die raffen hier gar nicht das wir raus sind. D ist ein reality distortion field.

    • kleine Einheiten
      Nun, und ich glaube, je kleiner und eigenständiger (autarker) die Einheit, um so eher wird sie nicht an Hybris zugrunde gehen.

      China pumpt sich gerade auf, um den nächsten Finanzcrash zu verursachen.
      USA und China pumpen ihre Armeen weiter auf. Intern ist und bleibt es asozial und marode.

      Nun, Europa hat den einen Vorteil: es ist vielfältig.
      Dauernd siecht ein Teil am Boden, dafür geht es dem anderen Teil gerade ganz gut. Und das wechselt im Laufe der Jhd. immer wieder.

      Mist ist hier immer gewesen, wenn einer alle dominieren will. Gut, nach den letzten Erfahrungen waren weder Kolonialismus, Imperialismus oder Nationalismus / Sozialismus so richtig super… und darum glaube ich: Brüssel will genau wieder eine Meta-Geopower-Stellung einnehmen, die immer immer immer wieder ins Drama geführt hat – weil es die Vielfalt und Wechselspiel innerhalb Europas ausgehebelt hat.

      Die EU als Union wäre hervorragend geeinget, das Wechselspiel vom Krieg auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene zwar hart, aber friedlich zu etablieren. Leider müssen wir jetzt wieder mit EU-Sicherheits- und Außenpolitik beginnen.

      Manchmal ist weniger einfach mehr.

      Aber das sehen Dr. Merkel, die Internationale, Macron und BNP et al. eben einfach anders. Sonst wären sie auch nicht da, wo sie sind.

      Ich verstehe nur nicht, dass die Bürger bei uns sich Grossmachtträume verkaufen lassen. Ich kann es mir nur mit Bequemlichkeit und Komfortzone erklären.

      Diesen Sektor allerdings verlassen wir gerade.
      Darum jammern alle.

      Europa schreibe ich jedoch noch lange nicht ab. Auch wenn ich weder die PiS, noch diese Tsipras-Partei mag, um mal zwei nette Beispiele für Vielfalt und Meinungsspektrum zu nennen, die wir eben immer wieder haben werden und immer wieder selbst einfangen müssen.

      Ich will dabei weder Goldman Sachs, noch Herrn Führer Xi an Bord haben. Sorry)

  62. People should not be afraid of their governments. Governments should be afraid of their people.
    Es ist wie immer, es bedarf einer Disruption um die ausdifferenzierte Bevölkerung zu einer Einheit zu formen.

    Hier brauchte es 2,5 Jahre, bis auch der letzte Leser seine moderne bzw. deutsche Identität wiederfinden konnte.
    Und jetzt kann der Don garnicht mehr so schnell schreiben wie alle kommentieren.

    Wir sollten Merkel dankbar sein.

    • Titel eingeben
      „Es ist wie immer, es bedarf einer Disruption um die ausdifferenzierte Bevölkerung zu einer Einheit zu formen.“

      Die deutsche Bevölkerung ist keine Einheit, sondern absolut gespalten und polarisiert. Ich fürchte, in Filterblasen wie dem Blog hier wird die anhaltend starke Unterstützung für Merkels Politik doch erheblich unterschätzt. Ich bin im universitären Rahmen beschäftigt (selbst in sehr prekärer Stellung), da sind viele Leute immer noch genauso refugee-begeistert wie 2015.

    • Oh ja, vielen Dank...pffff
      Beim Herrn @Uwe Dippel, konnte ich die Feststellung nach nicht einmal einem Jahr feststellen. Bin seit 2016 glaube hier. Würde fast sagen, er war einer der Ersten.

    • Are you employed, sir?
      @tommy

      Die Spaltung der Gesellschaft lässt sich einfach nachvollziehen, wenn man dem Geld folgt.

      Die Befürworter der Flüchtlingspolitik sind ausschließlich die, die wir Bruttosozialproduktmaximierer mitfinanzieren, d.h.:

      Beamte/Angestellte öffentlicher Dienst
      ARD/ZDF
      Politiker
      Caritas/Diakonie
      Pastoren/Pfarrer
      Bafög-Empfänger

      Der Rest ist dagegen. Einheitlich.

    • @Goodnight
      „Der Rest ist dagegen. Einheitlich.“

      Sie machen sich Illusionen, das Wahlergebnis der letzten BT-Wahl spricht eine andere Sprache. Können Sie sich schönreden, dass nur staatsbedienstete Schmarotzer die Merkel-Politik gut finden; Tatsache bleibt, dass die große Mehrheit mit CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken Parteien gewählt hat, die Merkels open borders-Linie unterstützen oder sogar noch extremere Positionen vertreten.

    • Goodnight, Ihre Liste ist nicht vollständig
      Ich kenne noch persönlich folgende Verteidiger der Masseneinwanderung:
      – promovierende auf halber Stelle
      – H4-Aufstocker und prekär beschäftigte
      – emotionale Ehefrauen wohlhabender Männer, die nicht arbeiten müssen
      – Alleinerziehende mit Elterngeld und halber Stelle
      – Rentner mit ausreichender Betriebsrente

      Verbindendes Element sind die Abhängigkeit von Transferleistungen oder eine zu vernachlässigende Steuerbelastung.
      Zusammengefaßt: Großzügigkeit mit anderer Leute Geld.

    • Ich glaube nicht, dass es berufsspezifische Ausprägungen gibt.
      Lassen wir mal die Lehrer, insbesondere (Ober-)Studienrät* aussen vor. Von der Sorte kenne ich einige. Und schreibe hier – natürlich wie immer und mit Ausnahmen – lieber nicht, dass die meines Erachtens erst einmal richtig arbeiten gehen sollten. Denn von deren Seite gibt es dazu eh eigentlich nur weltfremde Argumente.

      Doch zurück zu den Berufen. So einfach ist es mit den Rähfjudschies nicht. Die ganzen Kirchenfritz* machen das weil es Geld in die Kassen schwemmt, bzw. (ihre eigenen) Arbeitsplätze schafft/erhält. Unsere Prekären an der Uni machen das, weil wenn man es nicht macht (groupthink), man bei nächster Gelegenheit nicht einmal mehr prekär arbeiten wird. Sozialer Druck. Soviel zur Freiheit der Meinungsäusserung.

      Für die Liste von Uli49 gilt teilweise das eben Gesagte. Und der Rest? Verständliche Solidarität unter teilweise Abgehängten.

      @Goodnight: Insgesamt finde ich Ihren Post allerdings unrichtig. Es gibt meines Erachtens wenig Korrelationen zwischen der Unterstützung für Merkel und der Unterstützung der Rähfjudschies-Politik. Das sind eher zwei Paar Schuhe. Eine ganze Menge der Leute die ich kenne, die Merkel unterstützen, tun das nicht wegen der Rähfjudschies-Politik – die neuerlich von den Gut* kritisiert wird. Viele eher ist es eine Bequemlichkeit, der Wunsch nach einer stabilen (’starken‘) Regierung, endlich mit dem Thema in Ruhe gelassen und zur Winterolympiade – spätestens aber zur Fussballweltmeisterschaft – wieder in Ruhe auf dem Sofa vor der Glotze Chips einwerfen zu können.

    • Oldie but a goldie
      Yep, Rentner hatte ich vergessen….das ist Merkels Machtbasis:
      Jeden Tag ge-fake-news von ARD und ZDF und Dritte..ohne Internetzugang…und zwischen den Ohren der Demenz näher denn der Revolution.

      20 Mio schon jetzt, mit stark steigender Tendenz. Über 30% der aktiven Wähler. Da ist der Rest eigentlich egal… wer die Rentner hat, der hat die Macht.

    • Gerade von Transferleistungen Abhängige stehen in Konkurrenz zum Gold
      Ende diesen Jahres wird sich Raffelhüschens Szenario „Flüchtlingswelle“ erfüllt haben: 2 Millionen inklusive Familiennachzug.

      Dazu: „Als fiskalische Höchstbelastung
      würde sich die Einwanderungswelle aber dann
      entpuppen, wenn es nicht gelänge, die Kinder der Flüchtlingswelle
      in die Arbeitsmärkte zu integrieren. Würden diese
      nämlich mit dem Qualifikationsniveau der Ausländer in die
      Berechnungen eingehen, dann müssten die Abgaben für
      alle um 16,8% erhöht werden, um die Nachhaltigkeitslücke
      von dann 331% des BIP zu decken.“


      94% BIP extra in einem Handstreich, und die Ausgangsannahmen sind noch wohlwollend.

      ~
      Wenn das Geld ausgeht, wird es für alle ausgehen。Harz wird noch härter werden。
      ~

      https://www.cesifo- group.de/ifoHome/publications/docbase/DocBase_Content/ZS/ZS-ifo_Schnelldienst/zs-sd-2016/zs-sd-2016-04/11012016004000

  63. Verfall der FAZ
    Glückwunsch zum Jubiläum. Schade ist nur, was in dieser Zeit aus „meiner“ FAZ geworden. Wenn das so weiter geht, haben Sie dort keine Zukunft oder allenfalls als Quotenkonservativer wie Fleischhauer beim Spiegel.

  64. 9 Jahre - in Worten NEUN
    sind eine lange Zeit. Für mich war sie angefüllt mit vielen Anregungen, neuen Sichtweisen, wunderschönen Formulierungen (Einigenfälle… darauf muss man erstmal kommen!) und immer schönen Texten.

    Hier im Salon der besseren Kreise, hier im Westviertel, hier fühle ich mich wohl. Ich komme jeden Tag kurz vorbei und schaue, ob der Hausherr in seinem unermüdlichen Furor wieder eine neue Preziose aus dem Ärmel geschüttelt hat. Scheinbar so zwischen Radfahren und Kuchen essen.

    Danke für 9 Jahre allerbester Unterhaltung!

  65. Rechtschreibfehlerteufel
    In Zeile fünf muss es „Fayanceschüssel“ und nicht „Favenceschüssel“ heißen.

  66. Nippes
    Auf der linken Seite des Limes, der Kulturlandschaft meiner Kindheit, in der man bei Grabungen nicht in Gefahr steht, alte Nachttöpfe zu finden, sondern römische Münzen und Pfeilspitzen, fallen solche Porzellanfiguren unter den Begriff ‚Nippes‘.

    Der gezeigte Nippes ist nobilitiert durch seinen Wert und sein Alter, wobei es momentan primär das Alter ist, dass ihm Wert verleiht. Denn die Figuren sind zerbrechlich – mancher Modernist würde das angesichts des Gezeigten als Wert an sich betrachten –, haben aber unachtsame Hausmädchen, wütende Ehefrauen, den Wechsel der Mode, Kriege und den Bildersturm der 68er unbeschadet überstanden. Dementsprechend selten sind sie und das macht ihren Wert aus.

    In gewisser Weise könnte das der Bevölkerungsgruppe Hoffnung geben, die zuweilen als Bio-Deutsche bezeichnet werden: Sie werden seltener werden in Zukunft auch ohne Kriege, denn die demographischen Weichen sind gestellt. Also könnte man hoffen, dass zukünftig die Wertschätzung für sie steigt.

    Aber das ist der Unterschied zwischen Nippes, der eine heile Welt symbolisiert, und der Realität. Geschichtlich wird Dominanzverlust eben nicht honoriert und durch wachsende Wertschätzung kompensiert – im Gegenteil. Hier werden Ideologie und Religion zuschlagen und das Ressentiment der Zukurzgekommenen in Gestalt einer Legion von Yücels. Schon heute kann man die Entwicklung deutlich sehen, auch wenn viele das nicht wollen. Naivität ist immer ein wichtiger Faktor bei der Selbstabschaffung, Schwäche ein anderer.

    Insofern, auch wenn er nicht meiner Passion entspricht, sehe ich mich gezwungen, der Beharrlichkeit des Nippes Respekt zu zollen.

  67. worauf wir aufbauen können...
    fahrt nach weimar!, schaut euch die umgebung an, geht in die museen, atmet den progressiven duft der weimarer klassik. ihr werdet festellen dass frau özoguz unrecht hat. wer sich dazu noch einseitig selbst kasteien möchte, kann dazu einen abstecher nach buchenwald machen. ich hab das allerdings gelassen.

    es gibt genug auf was man stolz sein darf und auf was man andächtig und mit freude zurückschaut. dort ist die deutsche moderne geboren. wer vor dem nationaltheater steht, sieht die geistige weite trotz baulicher enge unserer geschichte. es ist vieles gut und manches sogar grossartig in unserer vergangenheit.

    es gibt ein kulturelles geschichtsbewusstsein neben dem hollocaust denkmal. das gute bewahren und das schlechte verhindern!

    • maciste grüßt den dreas
      nicht weimar, sondern potsdam hat deutschland groß gemacht.
      battle on.

  68. Titel eingeben
    Schöner letzter Absatz.

    Danke an Schirrmacher, für dies und so vieles andere.

  69. Herzlichen Glückwunsch und sehnlichste Bitte um Verdoppelung. Mindestens!
    FYI. Bitte erwägen Sie ein Korrektur. Schade ob dieser Flüchtigkeitsfehler!
    SPD-Wähler
    Bei uns im Antiquitätenhandel hätte man früher einen vielfachen bezahlt. (oder ein Vielfaches)
    Schale ist groß (oder haben Sie einen schweizer Pass h.c.?)
    weißen Püppchen u.ö.
    Porzellanfiguten
    statt die eine Vitrine von Tante Gerdi zu behalten

  70. Wo wir gerade so nett bei Fäkaliengruben sind ...
    … wann räumen Sie denn mal wieder ihr eigenes blog „https://rebellmarkt.blogger.de/“ auf?

    Das riecht doch mittlerweile sehr streng dort …

    Schönen Ruhestand …

  71. Ad multos annos!
    Seit neun Jahren habe ich wohl jeden Beitrag gelesen und jeder war zum schmuzeln und von hinten durch die Brust ins Auge, aber treffsicher.

    Mit diesem haben Sie ihrer Kunstfigur ein schönes, würdiges Geburtstagsgeschenk bereitet.

    Wie wohl der Don als Porzelanfigur aussehen würde?

  72. Genau wie damals die Porzellanindustrie ...
    … schleifen sie gerade die Autoindustrie. Und danach ist der Maschinenbau dran. Zuletzt die gesamte Naturwissenschaft. Denn auch sie steht der Ideologie im Wege. Man mache sich keine Illusionen über den „Zeitgeist“, was wir erleben, ist die Rückkehr der Ideologie in Form von Religion, sei es nun die Gender-, die Grüne-, die Linke-, die Religions- oder irgendeine andere Sekte. Parallel dazu werden sie wieder die Lager aufmachen für Andersdenkende. Nach dem Zeitalter der Aufklärung und des gesunden Menschverstandes muss ja auch wieder ein dunkles Zeitalter kommen. Die Geschichte wiederholt sich immer.
    Abgesehen davon (und abgesehen von meinem Pessimismus ob der epochalen Dummheit der gerade hantierenden Entscheider) geben die Flohmärkte momentan preisgünstig Dinge her, die diesem Zeitgeist ohne Geist zum Opfer fallen. Augen aufhalten :-)

  73. Porzellanmalerei
    Lieber Don
    mein Vater war Porzellanmaler und Porzellangießer und von meinem Fenster kann ich in der nächsten Nachbarschaft drei Porzellanmanufakturen sehen. Die natürlich alle nicht mehr existieren. Made in Hongkong war den Leuten lieber. Man hätte damals schon sehen können, was Globalisierung bedeutet, es hat nur keiner aufgepaßt.
    habe die Ehre

    • Geschlafen eher nicht, sondern zu arm
      Es wurde zu teuer. Die Leute hatten und haben nicht das Geld. Wir hätten immer gern ein komplettes Service von Gien, Nymphenburger oder Kopenhagen gekauft. Es war uns zu teuer, so dass wir uns genau wie Don mit ein paar Erbstücken und daheim abgewunderten Kleinteilen begnügen mussten. Das gilt auch für ein schönes Silberbesteck von Christofle oder auch einer vergleichbaren deutschen Firma. Auch gute Servietten sind teuer.

      Die Arbeit wurde hier teuer, richtig teuer durch die Lohnnebenkosten. China war billiger, aber echtes Porzellan von dort, vor allem altes, kann sich auch niemand leisten.

      Wenn alle Staaten auf ihr altes handgearbeitetes Kulturgut zurückfallen würden, der Wunsch da wäre, müssten sie die Handarbeit als Kunsthandwerk steuerlich supportieren. Alle. Es würde gekauft, gesammelt, wenn es erschwinglich wäre und der Platz da wäre.

      Wenn man das ändern wollte, sollte man eine alte Sitte wieder aufnehmen. Eine Truhe für die Tochter langsam füllen, eine Aussteuertruhe mit Tuch, Silber und Porzellan, langsam gesammelt. Wenn viele das machten, würde es wieder chic. Auf jeden Fall gibt es ja die Dinge. Im Schloss auf Herrenchiemsee hängt ein herrlicher Leuchter aus Meissner Porzellan. Nun ja, aber der König hatte nicht nur den und war bekanntlich hoch verschuldet.

    • Berufstätige Frauen haben keine Zeit zum Silberputzen
      @Oberländer – die nächste Generation will kein Silber putzen. Eigentlich kann ich das verstehen, In der Generation meiner Großeltern machten es das Dienstpersonal. Meine Mutter tat es mißmutig, weil sie nichts anderes gewohnt war als mit silbernem Besteck zu essen. Als ich in Kanada wohnte, gehörte das Familiensilber zu dem wenigen, was ich mitgenommen hatte und es erinnerte mich an meine Jugend. Deswegen pflegte ich es und heute habe ich sowieso genug Zeit für diesen Luxus. Aber meine Töchter haben die Gewohnheit abgestreift. Berufstätige Frauen haben zum Silberputzen keine Zeit.

  74. Das können die Kölner noch ganz anders:
    die haben vor ebenfalls 9 Jahren vergnügt ihr historisches Archiv (und mit ihm das historische Archiv anderer Städte, die so dumm waren, Kölnern zu vertrauen) in die Abfallgrube geworfen. Zu Schlamm und Kot die Erinnerungen fast zweier europäischer Jahrtausende. (Und zwei unbeteiligte Opfer – et kütt wie et kütt.)
    .
    Und was habe sie gelacht, die Kölner, und lachen noch immer: „Wat fott es es fott“ jubilieren sie und – als Hohn vor allem auf die Toten: – „Et äääß noch emma jootjejange“!
    .
    Wer eine kaputte, entmenschete und dekultivierte Gesellschaft sehen will: Kölle haad et!

    • Lieber rabe, und wieder muss ich Ihnen heftigst widersprechen:
      Beide Sprüche entstammen der praktischen Lebensweisheit der buntdurchmischten Kölner. Nennen Sie es meinetwegen auch Küchentischphilosphie.
      .
      Die Sprüche weisen darauf hin, sich nicht über Dinge aufzuregen, die man eh‘ nicht ändern kann und darauf, auch in Notlagen nicht die Hoffnung zu verlieren.
      .
      Lebensbejahend nenne ich das und es hilft, Psychotherapeuten zu meiden.
      .
      Vertun sie sich aber nicht. Die Kölner wissen genau, was sie tun. Die Strippenzieher nennt man den kölsche Klüngel. Andere würden es Netzerke oder schlimmer, Korruptionssumpf nennen. Das ist wirklich übel.

    • @Rabe, die SZ krähte vor wenigen Tagen um die Wette
      http://www.sueddeutsche.de/politik/ungarn-in-ungarn-ist-alles-kaputt-1.3794823 – die kaputtgeschriebene Gesellschaft soll nicht die kölsche, sondern vielmehr die ungarische sein. (Saudische, türkische: kein Thema von wegen Partnerschaft und so…)

    • unbestätigten Gerüchten zu Folge
      soll das Kölner Stadtarchiv implodiert sein. „Man hätte wohl nicht die Hohlheit von Jahrhunderten an einem Ort konzentrieren sollen.“

      Möglicherweise kommt ist das nur die Koloniaphobie von düsseldorfer Rassisten

  75. Na denn, Saludos !
    Ach die alten Kulturen Amerikas haben fein zisselierte Goldarbeiten mit einfachsten Mitteln geschaffen, Berge von Goldschmuck, wie es heute kein Goldmeister mehr per Hand zustande bringen koennte. Und dann kamen die neueren Kulturen, jene, die sich nie gewaschen hatten, und haben all die Zisselierungen und Feinstarbeiten zu Barren geschmolzen, denen es wohl nur um das pure Gold ging. Soviel zur Werrtarbeit alter Kulturen.

    Porzelan war bei uns Zuhause vor 60 Jahren , so kitschig man es auch betrachten mochte, ein Ausdruck von Kultur und Wert. Wir hatten eine Doppelfigur (Einzelheiten sind mit entfallen) die im Wohnzimmerschrank hinter Glas stand, die Zierde und der Blickfang.
    Heute hat man wohl als Blickfang ein neues IPhone irgendwo rumliegen.
    Neun lange Jahre. Das war, als ich mit dem Haus fertig war und alle Moebel gekauft hatte, als der Trottel die Giftschlange beruehren wollte und die Trottelin meinte, das Krokidil sie Plastik, weil es sich nicht bewege.
    So schnell und reich vergeht die Zeit.
    Na denn Don Alphonso, ich lese sie sehr gerne. Ein bisschen Bereicherung bei mir, zwischen Hitze, Regen und Traditionen.
    Saludos.

  76. Glückwunsch zum Jahrestag
    Sachlich betrachtet, ein Meisterstück.

    Dumm für mich, wenn ich nicht so gut bin “ Im zwischen den Zeilen zu lesen.“

    Sie haben alles richtig gemacht.

  77. Weiter so
    Bravo, geehrter Don. Oh ja, Porzellan, welch tolles Beispiel. Ich nehme Kaffee und Tee ausschließlich daraus – auch die silberlosen Kannen:-,! Und wenn man sieht, wie günstig man quasi neuwertiges, stilvolles Service bekommt, aus Deutschland. Also wirklich. Herrlich. Andere holen sowas ja vom Schweden, im Vorbeigehen, wenn man gerade Billy, Neele oder Björn fürs Regal gewählt hat. Ja, die Chinesen kommen zurück, nicht nur über porzellanweiße Monstranzen, nein, auch über die Akkus der eRäder-, Autos -und vielleicht auch LKW. Nur gut, daß der Smog dafür bei denen bleibt und sich nicht beim Fahren damit im alten Europa freisetzt. Da erscheinen mir fast die Monster-Pickups aus Detroit ehrlicher, wenn auch so unnütz wie ein Kropf.
    Bald geht die Edelstahl-Gebrauchtrad-Akkufrei-Radsaison wieder los, Don. Was sind denn Ihre Ziele heuer?
    Besten Gruß und Glückwunsch zu den 9 Jahren. Kann mich noch gut an den Anfang erinnern. Auch an das Wechselspile mit der tollen Frau Diener. Viel Freude haben Sie uns gemacht!

  78. Rotznäsige Pickelnerds und ihre seichte Hässlichkeit
    Modernisierung hat 2 Seiten. Nein, selten eine schöne. Wenn, dann eine praktische: neue Autos sind qualitativ gut aber potthässlich. Nun, die Moderne hat uns schon einige willkommene Nutzanwendungen beschert, u.a. die Möglichkeit hier so in der Form schreiben zu können.

    Die andere Seite der (noch dazu globalisierten) Modernisierung: Stress, Hektik, Hetze, enthemmte Profitgier, Energieverschwendung (und daraus resultierende, potthässliche Blechwindmühlen, die unser Landschaftsbild zerstören), Umweltzerstörung, „crossover“ und kulturellen Mischmasch, Migrantenströme, mit humanitärer Fassade getarnte Ellbogengesellschaft, etc.

    Nun, kein Land kann sich vollkommen gegen den Rest der Welt abschotten (oder konnte es jemals). Schon gar nicht heutzutage, wo Interdependenzen immer weiter zunehmen. Und dennoch: auch heute noch haben Dinge wie kulturelle Identität und Nationalstaatlichkeit ihren Wert. Hierzulande wollen vor allem die Simpeldenker, dass deutsche Geschichte erst 1945 anfängt. Nun, über die 12 Jahre davor muss man nicht nochmals reden. Aber jeder vernünftige Mensch würde beipflichten wenn man sagt, dass 12 Jahre nicht Jahrhunderte an kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen auslöschen können.

    Man kann hier auf eine Liste der vielen deutschen Geistesgrößen in den Bereichen Philosophie, bildende Kunst, Literatur und Musik verzichten. Sie wäre ohnehin viel zu lang. Man kann stattdessen darüber reden, welchen Nutzen die Welt (die GANZE Welt!) von deutschen Erfindungen hatte. Da wären Namen wie Siemens, Linde, Benz, Otto, Diesel und, ja, auch von Ohain oder von Braun zu nennen. Man kann mit Fug und Recht sagen, das gesamte Transportwesen der Welt beruht auf deutschen Erfindungen: Ottomotoren, Dieselmotoren, Jet-Triebwerken. Auch wenn Letztere unter den Bedingungen der 12 Jahre entwickelt wurden, die Menschheit hat sie eifrig genutzt. So wie den VW Käfer, der nach dem Golf zum zweithäufigsten KFZ der Geschichte wurde.

    Im Weltraumrennen lagen die USA lange hinter der Sowjetunion. Grund: einige Gutmenschen wollten verhindern, dass Wernher von Braun der US-Weltrauminitiative seine Dienste anbieten könnte. Die Russen hatten weniger Manschetten: sie haben sich deutscher Raketenforscher eifrig bedient. Und während die US-Raketen am Strand von Cocoa Beach explodierten, flogen die Russen erfolgreich in den Weltraum. Es war Präsident Kennedy, der den Mut hatte, von Braun zu reaktivieren. Von da an begann der steile Aufstieg der US-Raumfahrt, der dann in der Mondlandung von 1969 gipfelte. Von Braun war der „mastermind“ des Apollo 11 Projektes, und der Chefkonstrukteur bei der Entwicklung der Saturn V-Rakete.

    Nun werden manche sagen: „Ja aber die 12 Jahre, die waren doch so schlimm, darf man die denn relativieren?“ Ich will keine Antwort darauf geben, nur eine Gegenfrage stellen: „Wenn jemand wegen eines Verbrechens angeklagt wird, ganz gleich wie schlimm dieses sein mag, hat er dann nach zivilisierter rechtsstaatlicher Auffassung nicht das Recht auf eine Verteidigung? Die in seinem Interesse nach entlastenden Fakten sucht?“

    Ein Volk, das seine Geschichte verleugnet und verdrängt ist neurotisch. Ja, Deutschland ist krank, es muss auf die Couch. Ein Volk, das sich selbst zerfleischt kann für andere schwerlich ein guter Partner sein. Das zeigt sich u.a. daran, dass es im Sinne einer völlig falsch verstandenen und überzogenen Läuterung („virtue signalling“) Migrantenströme nach Europa gezogen hat, was (wie Presseberichten dieser Tage zu entnehmen war) u.a. zum Einschleppen multiresistenter Tuberkulosebakterien geführt hat.

    Ich wünsche mir ein Land, dass nicht auf der Höhe eines Gartenzwerges kriecht, sondern eines das im Bewusstsein seiner vielen Beiträge zur menschlichen Evolution und Zivilisation für andere ein stolzer und selbstbewusster Partner sein kann. Ein Land, das auf dem gesicherten Fundament seiner besten Traditionen maßvoll und organisch in die Zukunft geht, nicht überhastet (sehr ungesund!), sondern überlegt-planvoll. Das seinen Bürgern Sicherheit, Heimat und ein Leben in Würde garantiert, in dem nicht Dinge wie Verlogenheit kultiviert werden. Das nicht nur durch Hi-Tech glänzt, sondern auch durch die Pflege historischer Bauwerke und die Schönheit einer intakten Natur.

    • Titel eingeben
      2 verlorene Weltkriege brechen wohl jedem Volk das Rückgrat, insofern dürfte 45 tatsächlich Finis Germaniae (und damit vielleicht/letztendlich auch Finis Europae) gewesen sein, mindestens als relevante Mächte, also alles danach eigentlich nur Epilog..so wie bei den alten Griechen und deren Geschichte nach Pydna bzw, Korinth 146, finden se in den einschlägigen Wälzern in ein paar Abschnitten zusammengefasst.

    • @ Gast
      Eine etwas eigentümliche Auffassung. Für mich ist 1945 nicht das Ende, sondern die Wiederaufnahme von etwas was durch 12 Jahre unterbrochen worden war. Die tiefe Widersprüchlichkeit der Nazis wurde bisher in der Öffentlichkeit noch kaum diskutiert. Da war einerseits der Umstand, dass man Gesundheit und Rassereinheit als Ideal propagierte und der Chefpropagandist Goebbels diesem in allem widersprach: er war ein zu kurz geratener, klumpfüßiger (Hier die Assoziation zum Satan) Krüppel. Göring war eine fette Qualle, er kannte offenbar bei der Nahrungsaufnahme kein Ziel und kein Maß (auf diesem Umstand wirkten seine Appelle an die sterbenden Soldaten in Stalingrad „sich nicht so anzustellen“ besonders zynisch-während er zu Hause vollgefressen im Warmen saß).

      Aber am Schlimmsten war die Widersprüchlichkeit beim Schickelgruber (A.H.). Militärhistoriker sind sich heute einige, dass er im verlaufe der Kriegführung für mindestens ein Dutzend schwere strategische Fehler verantwortlich war (u.a. Dünkirchen, Stalingrad, Nordafrika, Kriegserklärung an USA, Fehleinsatz der ME 262 als Bomber statt als Abfangjäger, etc.)-der schlimmste davon war wohl der, den Krieg überhaupt zu beginnen. Der hat so oft gefloppt, dass man sich die Frage stellen muss, ob er nicht im Sinne der Nemesis von einer fremden macht geschickt wurde um unser Volk kaputt zu machen. SO viel an hervorragender Männlichkeit wurde sinnlos verheizt.

      Für mich ist die Kontinuität der deutschen Geschichte gewährleistet, da ändert der 12-jährige Ausrutscher auch nicht viel dran. Unsere etablierten Politiker von heute machen einen Riesenfehler, wenn sie sich krampfhaft bemühen in allem das andere Extrem zur Nazizeit darzustellen. Ein Extrem durch das entgegengesetzte Extrem bekämpfen zu wollen ist infantil-man bekämpft es durch eine stabile Mittellage. Und diese infantile Politik gefährdet unsere nach dem Krieg aufgebaute Demokratie.

      Man sollte sich im Bewusstsein der oben erwähnten Leistungen selbstbewusst und moderat patriotisch, aber sicher nicht überzogen chauvinistisch zeigen. Den Gartenzwerg zu machen („virtue signalling“ oder beim „Refutschi Wällkamm“ der Fall) ist nicht nur lächerlich, es ist gefährlich. Es sägt am Ast auf dem wir sitzen.

      Man sollte sich die Frage stellen „wie würde ein Heinrich von Kleist, ein Goethe, ein Nietzsche oder ein Heine („denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht) das sehen?“

      Das Finis Germaniae haben wir NOCH nicht (aber wenn wir so weiter machen wird es nicht mehr lange dauern), es liegt in unseren Händen. Wir sind zwar eine der wichtigsten Wirtschaftsnationen, aber uns fehlt es momentan an Seele. Die Lebensqualität ist trotz der angeblichen Wirtschaftsdaten (die von den Medien herausposaunt werden und noch zu überprüfen wären) meinem Empfinden nach (und da stehe ich wohl kaum allein) nicht allzu hoch. Wir leben in vielen Bereichen weit unter unseren Möglichkeiten. Beispiele:

      -wir haben angeblich Vollbeschäftigung und einen Mangel an Fachkräften. Man hört aber immer wieder von hervorragend ausgebildeten Leuten (Ingenieure, etc.) die eine Bewerbung nach der anderen schreiben und doch keine Stelle finden.
      -zu viel Stress, Hektik, Hetze-einen Gang runter schalten wäre besser. Die Leute erwirtschaften unter Einbuße ihrer Gesundheit und Lebenszeit enorm viel an Werten, die von den politisch Verantwortlichen dann vergeudet werden, dem Steuerzahler nicht zugute kommen.
      -wir haben ein kaputtes Schul- und Bildungssystem. Eine Katastrophe für ein Land, das kaum Bodenschätze hat und auf Kompetenzen angewiesen ist. Und das eine große Tradition in Sachen Erfindungen und Tüfteleien hat.
      -im Sport könnte man auf ungefährliche Weise chauvinistische Regungen abreagieren. Im Fußball klappt es ja ab und zu (auch da zu wenig, es wäre mehr drin wenn man wollte), bei der Winterolympiade auch (man wird sehen), aber sonst läuft so gut wie nix. Mindestens 35 Goldmedaillen bei der Sommerolympiade wären ein Muss.

      Ich sehe noch nicht ganz schwarz, aber man wird sich neu positionieren müssen wenn man eine Zukunft haben will.

  79. Ein lokaler Tiefpunkt
    So hoffe ich. Ihnen lieber Don vielen Dank für neun Jahre Unterhaltung, Erläuterung und Skeptizismus.

    Das Alte Europa ist noch nicht dem Untergang geweiht, aber derzeit schlafwandelt es in Richtung relativen Niedergangs.

    Der Hauptantrieb dieses Niedergangs ist die Besessenheit mit den Dämonen soziale Sicherheit und Gerechtigkeit.

  80. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!
    Auch aus dem RHS.
    Dafür, dass Sie den Spiegel so gekonnt am Wegesrand entlangbalancieren.

    Auch der postbürgerliche Wahnwitz und seine Geschmacksverirrungen werden ein Ende finden.

  81. Congrats!
    Lieber Don,

    Fantastischer Beitrag zum Neunten, meisterhaftes „tongue-in-cheek“, wie man es auch bei angelsaechsischen Autoren nicht haeufig (mehr) liest!

    Cheers,
    Der Onkel

  82. Stoßen wir also mit der Neunten vom Jahrgang 2009 zum hierigen Neunten an:
    epuM0RntLPU

    NS:
    Porzellan war eigentlich bloß eine Fehlallokationsfolge – das wahre Ziel Böttgers: Gold…

    NNS:
    Es geht nichts über 18/10-Edelstahlgeschirr, matt versteht sich…

    • Gut, sind Sie wieder auf Sendung, Mme Amgelin!
      „Es geht nichts über 18/10-Edelstahlgeschirr, matt versteht sich“

      So was hatten meine Hunde auch immer und die sind alle alt geworden ;)

    • "Die wollen doch bloß spielen!"
      Und die olle Frauke auch, wie unsere liebe Renate gewohnt treffsicher analysiert hatte – 18/10 passt also, vergnügtschmunzel…

    • Die Neunte
      Merke! Beethoven – ungerade Symphonien, gut!

    • @Hausschwein
      Merke! Die enden allesamt bei 9… :/

  83. Konvertiert
    Lieber Don Alphonso,

    alles Gute zum Blog-Jubiläum. Ich lese erst seit zwei Jahren mit, insofern hoffe ich, dass Sie noch lange weiter schreiben.

    Ich bin mit „hippie“-Einfluss aufgewachsen, nichts an mir entsprach den Konventionen, und ich hielt mich daher immer für feministisch-links.

    Seit zwei Jahren wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass das gute alte Europa uns bitte erhalten bleiben möge.

    Ihre Porzellanfiguren hätte ich früher als „kitschig“ belächelt; heute ziehe ich guten alten europäischen Kitsch allem vor, was uns als angeblich „bunte“ und „weltoffene“ Lebensweise verkauft wird.

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

    • Welcome to the dark side, Waldhexe - we 've got cookies !
      Schön, dass Sie das so offen zugeben ;)

      Wo wir hier gerade unter uns und beim Seelen-Striptease sind: ich war früher mal FDP-Wähler….

    • Danke
      Geht mir genau so!

      Merke, wie die guten Ideen, gewachsen durch die europäische Geschichte und Aufklärung, durch Unwissenheit, Dummheit und Fanatismus verraten werde!

      Lese Ihre Kommentare immer gerne!

      Lg an das Forum und Gratulation an Don und ganz uneigennützig viel Gesundheit!

      Ps: bin süchtig geworden und warte immer auf neue Gedankenspiele!

  84. Wer sich für Porzellanplastiken interessiert, sollte im Berliner Kunstgewerbemuseum
    am Kulturforum die KPM-Sonderaustellung anschauen. Sehr schön aufbereitet.

    Persönlich hat mich der unsägliche Spruch, dass eine deutsche Kultur, jenseits der Sprache nicht existiere, sehr aufgeregt.
    Natürlich interessiert sich heute kaum jemand für unsere kulturelle Vergangenheit. Die jüngeren kaufen alle 2 Jahre ein neues iPhone (wie auch immer die das machen-ich hätte das Geld nicht)und sind gewohnt, altes (Kultur)gut zu entsorgen. Die neuen besten Freunde der Regierung wollen nur gut Leben und bringen ihre eigene Kultur mit.
    Meine Eltern haben versucht, zu vergessen, aber den hallenden Schritt der SS-Divisionen und ihre Lieder kann man wohl nur schwer vergessen, inzwischen wollen sie vielleicht auch nicht mehr, weil die Vergangenheit doch für die Zukunft mahnt.
    Das mit dem Porzellan ist ein schönes Beispiel für den kulturellen Niedergang-während Biilyregale für die Unterbringung von Schallplatte, CD und DVD sehr praktisch sind, ist das Porzellan von IKEA ein Graus. Ich fand einiges bei Königlich Kopenhagen und auch bei Rosenthal sehr schön und auch durchaus bezahlbar-ein Hauch von Historie für die Masse. Nur alles sehr zerbrechlich, so dass ich doch hoffe, anders als meine Vorfahren, um einen Krieg herumzukommen.
    Ja, vieles(an den Porzellanfigurinen) erscheint heute fremd und kitschig, ich hätte mir soetwas auch nie aufgestellt, neige da eher zu chinesischen Vasen, aber das gilt doch sogar für die Zeit vor 40-50 Jahren. Und trotzdem war vieles gar nicht um so vieles anders als heute.

    • Schallplatte, CD und DVD
      werden nur noch von alten Menschen verwendet.

      Zeitgemäß ist es zu „streamen“ – komprimiert aus der „Cloud“ auf’s Billigstabspielgerät.

      Jüngere Menschen sind manchmal positiv überrascht, wenn sie Musik über eine richtige HiFi-Anlage in korrekter Lautstärke (also nicht Zimmerlautstärke) hören.

      Männer mit Traumfrau – also eine, die sich freut wenn der Mann glücklich ist – dürfen solche Anlagen noch haben und benutzen. :-)

  85. 17 Jahr Schläger war
    Polizistenschläger, 17 Jahre, natürlich, Rundumversorgung:
    ht tps://www.welt.de/politik/deutschland/article172556349/Regensburg-17-jaehriger-Schlaeger-lebt-in-Jugendwohngruppe.html

    Altersbestimmung?

    • Wann?
      Frage mich wann hier das erste Blei fliegt.

      Mein Kompliment für den Beitag und ihre 9 Jahre, mögen unzählige folgen.

      An etwas muss man ja glauben, in Tagen wie diesen.

  86. Titel eingeben
    „Kitsch“ ist wie „Pornographie“ eine Kampf-Vokabel, ein „Ich weiss es, wenn ich es sehe“-Begriff. Als kitschig bezeichnete Gegenstände sind, materiell betrachtet, meist massenhaft hergestellte Embleme des „guten Lebens“. Mein buddhaspeckiges chinesisches „Penismännchen“ aus Ton ist insofern auch eindeutig Kitsch. Oder mein isländischer Messing-Thor, der sitzend seinen Hammer beidhändig mit dem Stiel nach oben hält, wie eine mächtige Erektion. Ich mag die gezeigten Porzellanfiguren und auch die Vision des guten Lebens, die sie in einem bestimmten geschichtlichen Augenblick verkörpern. So die Idee der sexuellen Beziehung als Duett, Eros als Tanz, wo beide „führen“. Das sind Ideen von revolutionärer Sprengkraft, ganz egal, ob das irgendwann nur in bestimmten Formen und nur von wenigen Privilegierten ausgelebt werden konnte. So war auch die Demokratie der alten Griechen ein Luxus-Hobby der männlichen Oberschicht auf dem Rücken von Frauen, Sklaven und Barbaren, trotzdem entstanden so Ideale des guten politischen Lebens (Meinungsbildung im Austausch der Ansichten, Anspruch an Rationalität und Begründbarkeit, Opposition als korrektive Rolle und nicht als Subversion, Mehrheitsprinzip und wünschbarer, regelhafter Wechsel der Macht-Haber), die auch heute noch „Hoffnung für Viele“ sind. Vielleicht gibt es ja Kitschfiguren von Rednern auf der Agora. Ich wollte auf jeden Fall stets gern eine kleine Kitschfiguren-Nachbildung der „Tyrannicide“ haben, so wie sie in Neapel zu sehen sind. Stolze, schöne, immer noch beispielgebende demokratische Mörder.
    https://de.wikipedia. org/wiki/Tyrannenm%C3%B6rder
    Ich mochte den heutigen Post. So stelle ich mir eine gute, agnostische Predigt vor. Im Ernst. Da möchte man noch gern ein paar Takte mit dem inspirierenden Redner reden, bevor man sich aufmacht, halbnackt auf Blumenwiesen zu tanzen. Falls das saisonbedingt oder aus Opportunitätsgründen (Sharia-Polizei) nicht möglich ist – bald gibt es das sicher in 4D mit Microsoft HoloLens, zusammen mit all den anderen Virtual Porn-Anwendungen, mit denen man sich #meetoo-Scherereien erspart.

  87. Ad multos annos
    „Wir Deutschen sind von gestern. Wir haben zwar seit einem Jahrhundert ganz tüchtig cultivirt; allein es können noch ein paar Jahrhunderte hingehen, ehe bei unseren Landsleuten so viel Geist und höhere Cultur eindringe und allgemein werde, daß sie gleich den Griechen der Schönheit huldigen, daß sie sich für ein hübsches Lied begeistern, und daß man von ihnen wird sagen können, es sey lange her, daß sie Barbaren gewesen.“
    Goethe 1827 zu Eckermann
    Es steckt viel Gutes in einem Land, das trotz seiner Regierungen prosperiert.

  88. Lieber Don
    so schön geschrieben, so tiefsinnig – irgendwie macht die ‚moderne Welt‘ traurig. Die Bilder von den wunderschönen Figuren erhellen meine Sinne – habe selbst einiges von Vorfahren retten können. Auch Einzelstücke von WEDGEWOOD zieren meine Regale, LLADRO ebenso. Viele denken, ich sei ‚hinterwäldlerisch‘ – doch ich fühle mich keineswegs so. Die Anmut, die auch aus Ihren bebilderten Figuren hervorgeht, ist doch bezaubernd. Danke hierfür.

  89. Sehr schön zu lesen
    Verehrter Don Alphonso,

    ich habe Ihren Blog erst vor einigen Monaten entdeckt, und er ist mir fast das einzige geworden, das ich auf dem Bildschirm auf weiteren Strecken vollständig lese. Der Beitrag heute strotzt so vor, wie Rudolf Borchardt sagen würde, der Melancholie des verlorenen Postens – eine Melancholie, die ich weitgehend mitempfinde und auch weitgehend teile.

    Weniger schön – aber dafür können Sie nichts – sind einige Kommentare der Gefolgschaft, die Sie sich, möglicherweise, durch diesen Blog angezüchtet haben, und, so hoffe ich, nicht der wahre Subtext sind, den sie durch einen solchen Blog anstreben. Deshalb lese ich in Zukunft nur noch Ihre Beiträge, und kontrolliere, ob meine Kommentare erscheinen.

    Schön, daß es Sie gibt!

    • Titel eingeben
      A lost cause.

    • Vorbildlich!
      „Deshalb lese ich in Zukunft nur noch Ihre Beiträge, und kontrolliere, ob meine Kommentare erscheinen“

      Die Weisheit des frommen Mönchs Ramanuja muss Sie bei diesem Entschluss erleuchtet haben. Eine Reinkarnation gar?

      Möglicherweise schließen sich weitere Kommentatoren Ihrem Vorbild an, lesen bloß noch Dons Beiträge und kontrollieren (?!) ob ihre Kommentare erschienen sind.

      Eine verständliche Reaktion. Das Lesen von fremden Kommentaren ist so was von lästig und u. U. zeitraubend. Wozu sich überhaupt damit auseinandersetzen, was andere denken und kundtun, besonders wenn die Meinungen vertreten, die von Ihren Ansichten abweichen?
      Reine Zeitverschwendung und anstrengend außerdem.

      Ramanuja hielt zwar dafür, Wissen aus Wahrnehmung und Folgerung zu gewinnen und soll diese Wissensquellen als grundsätzlich vertrauenswürdig betrachtet haben.
      Aber das sind Spitzfindigkeiten und Widersprüche, die Sie bestimmt auflösen werden, notierte Ihr spiritueller Lehrmeister doch anderer Stelle, dass Sprache ihrer Natur nach ungeeignet sei, Aussagen über eine nichtdifferenzierte Realität zu treffen.

      In einfacher Sprache: Schweigen ist Gold. Es wird Sie reich machen!

    • Thomas hat Recht!
      Leider.
      Und ich lasse mir gelegentlich ‚erklären‘, in welch schrecklicher Filterblase ich mich bewegte.

      Don Alphonso, ich finde auch dass Sie da etwas unternehmen sollten! Lassen Sie sich doch zukünftig von Ramanuja Thakura oder seinem Alter Ego beraten, welche Kommentare Sie wegzensieren, damit dieser Blog wieder durchgängig lesbar wird … .

    • Wir machen es so wie in Nordkorea: Jeder kommentator miuss mir erst einmal 5000 Zeichen lang blumig recht geben, bevor er erklärt, warum ich recht habe. Alles andere lösche ich.

    • DA
      „Lasst hundert Blumen blühen“.

    • @ Ramanuja,
      stiften Sie doch auch einen Preis, wie D.Trump. Den überreichen Sie dann denen, die nicht Ihrer Meinung sind.Sie werden doch darüber gelesen haben?

      Bei dem Stichwort Reinkarnation fällt mir ein und immer auf, dass diejenigen, die das erlebt haben wollen, niemals Knecht oder Magd waren, sondern immer Königskinder, allerhöchstens mal Mätressen oder Hofnarr.

    • Reinkarnation
      „Deshalb lese ich in Zukunft nur noch Ihre Beiträge, und kontrolliere, ob meine Kommentare erscheinen.“

      Hofnarr passt doch…

  90. "Teile unserer Geschichte
    sind so viel besser, als die absehbare Zukunft so vieler anderer,“ schreiben Sie. Leider werden Sie damit wohl Recht haben. Und vor allem: die nach- 45er -Generationen in (West) Europa hatten wohl die beste aller Zeiten gehabt, die es gegen kann. Dank Freiheit und Demokratie, dank liberaler Wirtschaft und guten Sozialsystemen konnte sich Europa entwickeln. Aber dies Alles ist – dank staatlicher „Unterstützung“- am erlöschen. Es kommen die auf, die den Tänzern und vor allem Tänzerinnen wohl den Kopf abschlagen werden, die Frauen entwerten und Mädchen verstümmeln. Und dies dank dem Zutun gewisser Regierungen, die die Gefahr erst sehen, wenn die Henker im Haus stehen- Biedermann, besser Biederfrau, und die Brandstifter lässt grüssen. Das Vorgehen ist überall zu sehen: man bringe eine gewisse Menge ideologische Fanatiker in eine freie Gesellschaft. Diese werden erst einmal Menschen ihres eigenen Glaubens bedrohen bis die Menge der Ideologen weiter angestiegen ist. Der Druck wird automatisch grösser. Dann werden die Saumlängen verlängert, die Kopftuchträgerinnen zwangsweise vermehrt, andere Ansichten, Meinungen usw diskriminiert. Es entstehen NO-GO-Zonen für Polizisten, Pseudo -Rechtssysteme werden eingeführt von Gnaden einer fanatischen Minderheit, bis hin zum bitteren Ende. Sagte man früher nicht: Nur die allerdümmsten Kälber suchen ihre Metzger selber? Wieso setzen gewisse Regierungen unsere Freiheiten, unseren Wohlstand mutwillig aufs Spiel? Und vor allem: Warum wehren sich die Frauen nicht dagegen? Für sie und ihre Kinder werden die Konsequenzen dieser eigenartigen „Politik“ am übelsten sein.

  91. Wunderbares Porzellan, verlorene Werte
    Text eingeben

  92. Ich frage mich schon, wo dieser ganze Selbsthass herkommt ,
    ..
    .
    . diese lebens-, liebes-, und lustfeindliche, todeszugewandte Haltung, die wie ein
    Verwesungsgestank über dem Land wabert .

    Es geht einem gut, und man gönnt es sich nicht, weil ..?

    Man betrachtet sich im Spiegel, und empfindet Hass ?

    Ich bin wahrlich nicht schön, aber ich hasse mich nicht, sondern putze mir die Zähne,

    rasier‘ mich, manchmal schneid‘ ich mich, aber nicht aus Hass, sondern aus Ungeschick-

    Alaunstein macht’s wieder gut.

    In keinem anderen Land wird so gegen das Wohl und für das Wehe

    des eigenen Volkes regiert und in Medien dahergelogen, wie bei uns.

    In Österreich hat man das kurzzeitig auch versucht, und jetzt ist Pustekuchen mit dem linken Dreck.

    Die Grünen sind dort aus dem Parlament geflogen, die Sozis konnten sich nur ,,dank“ der ganzen Neobürger etwas über Wasser halten,

    und der Rest hat Kurz und Strache gewählt, ruckzuck, haben diese eine Koalition zustandegebracht,

    und man beginnt , etwas Vernunft in die vermerkelte, um nicht zu sagen, verk.ckte ,
    Situation zu bringen.

    Das kleine Nachbarland hat sogar leichten Einfluß auf die völlig verrückte EU ,
    wohl auch dank der Visegrad-Staaten, mit denen es viele Gemeinsamkeiten hat.

    Bei uns einigen sich die schädlichen Schnorrer und Parasiten aus Union und Sozis gerade,

    unter mächtigem Getöse (Klappern gehört zum Handwerk, sofern es dieses nicht total ersetzt )

    auf die Beute Deutschland, und deren Aufteilung .

    Begleitet von Umfragen wohlfeiler, schlamperter Institute, die mal dies, mal das als
    Wille der Mehrheit darstellen .

    Ja, liebe Mitwähler, so kann man es versauen, wenn man nicht denkt, im Kabinchen.

    Also weiter so,

    in die bunte K.cke .

    Schöööööön !

    • und wie
      hat sich der Kurz bei der Mutti geschlagen?
      ich weiß nicht,
      wenn ich so die Fotis (sic!) ansehe.

    • Auch wenn viel Harmonie kolportiert wurde
      .
      .
      .
      von dem Treffen, denke ich, Kurz macht sein Ding, und wenn Merkel weiter spinnt, isoliert sie eben Deutschland.

      Das Resettlement moslemischer Leute in Europa wird überwiegend nicht gewünscht,
      da kann Mugabe an ihrem von Soros diktierten , pietistischen Wahn ersticken.

      auch Macron, mit dem sie angeblich so gut korreliert (er will nur unser Geld, IM Erika gibt es ihm)

      will nicht noch mehr von der bitteren, arabisch-afrikanischen Medizin.

      Passt einfach nicht nach Europa, soviel kann man heute schon sagen.

      Irgendwann wird die Gute ihre unmöglichen Hosenanzugoberteile gegen eine schnucklige Zwangsjacke tauschen müssen.

      Dann besuchen wir sie in der Klinik, und quälen sie ein bißchen.

      Naja, ein bißchen MEHR , als ein bißchen, verdient ist schließlich verdient .

    • @Moser
      Wo dieser ganze Selbsthaß herkommt, weiß ich auch nicht, aber er speist sich ganz bestimmt aus den ganzen Kinderlosen.
      Denn, nur wer sich selbst haßt , wird keine Kinder in die Welt setzen.

      Im Übrigen ham Sie sich geoutet, Sie san a Österreicher! A Schurlibua
      ;)
      I hob ma ja denkt, weng am Dialekt, des is a Oberpfälzer, aba südlich vom Inn schmatzens ja net so vui anderst. Oiso Woidviertl guit a no;)

  93. Während die Kanzlerin
    in der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem österreichischen Kanzler Kurz knallhart das Wort Resettlement für die zukünftige Richtung, in die die Dinge gehen sollen, mehrfach gebraucht, aber keinmal die gewohnten Verschleierungstermini benutzt, mit denen die Länger-hier-Lebenden bisher eingewiegt wurden, also ganz offen von der dauerhaften Umsiedlung der Goldwerten Neubürger her zu den Fleischtöpfen Alteuropas spricht, wird der Don wertvoller denn je. Herzlichen Dank für 9 Jahre Silberkännchenblog und sozialunverträglich Ausgesprochenes. Madame M.s völlige Ungeniertheit ist erschreckend. Was geht hinter diesem versteinerten Bulldoggengesicht vor?

    • ...
      … passt halt zum vulgärsozialistischen Grundton: Die „Goldstücke“ – egal, wer das ist, wie alt und mit welcher Vergangenheit und Fähigkeiten – werden angesiedelt und die Stammbevölkerung wird entwürdigt zu denen „die schon länger hier leben“.

      So wie früher die „Volksdeutschen“ in die westlichen Regionen des besetzten Polen geschickt wurden, um es zu „germanisieren“, werden junge Analphabeten mit Bart und Undercut geholt, um verödete Landstriche zu „verjüngen“, bekommen eine kostenlose Ausbildung, viel Nachsicht und einen KIKA-Jubelbeitrag, wenn sie auf den Spuren des Propheten erfolgreich naive 14jährige beschlafen.

      Der Plan für Indianerreservate und lustige Themenparks, wo man Leute wie den Don ausgestopft ausstellt, ist sicher schon geschrieben.

    • Was geht hinter diesem versteinerten Bulldoggengesicht vor?
      Gar nichts.

      –> http://www.deutschlandfunk.de/kursiv-emotional-eingemauert.1310.de.html?dram:article_id=194190

    • Titel eingeben
      Immerhin. In ihrer verschlagenen und verschwurbelten Art sagt sie schon was sie vorhat. Nur eben Verbrämt.

    • Was geht hinter dem versteinerten Bulldoggengesicht vor?
      Die Frage habe ich mir schon oft gestellt.
      Und etwa so zu beantworten versucht:
      Sozialisiert ist die Trägerin dieses Gesichts in einem Milieu worden
      in dem die berüchtigte Form von christlicher Nächsten und
      Fernstenfürsorge mit sozialistischen Menschheitsbeglückungsvisionen
      unheilbar vermischt waren. Die Bibel muß da mit Histomat
      eine unerquickliche Zwangsehe eingegangen sein.
      Das Porträt des leiblichen Vaters(ein evang. Geistlicher),erinnert mich fatal
      an die Fotos typischer Prügelpädagogen aus wilhelminischem
      Zeiten.
      Wie eine eine solcherart auf Funktion gedrillte Personage zum
      Spuren gebracht wird, das wissen die Sorose und andere
      Entscheider ganz

      Bulldogge exekutiert dann deren Willen mit Hinweis auf
      ihr gutes, humanistisch tickendes Herz.
      Volk jubelt ganz vorhersehbar: o gute,gute Mutti!

  94. OT/OT/OT/ OT... aaaaber, das bellizistische Grundrauschen
    meiner fiktiven Panzergrenadiergruppe „Mittlerer Neckar“ aus dem Kopftuch-Artikel mit hierher herüber transportierend, sage ich – und obwohl alle von Omma ererbten Hutschenreuther-Tänzerinnen, chinesischem Feinporzellan, Goldrandgeschirr und Goldrandgläser bei uns in Ehren an die Nachfolgegeneration weitergegeben werden:
    die Antiquität der Stunde ist ein gut gepflegter Karabiner 98 k, ein Lee Enfield-Ordonanzgewehr, wegen mir beim Neunazinachbarn auch gerne ein Steyr-Mannlicher M 1895. Des Nachts am besten in max. Armlänge Abstand.
    .
    Allerdings halbantike Kurzwaffen wie eine 7,62 mm Mauser Flugzeugführer-PPK mit Luftwaffenstempel von 1940 oder eine dieser seltenen Mauser C 96 M 712 wären, im Nachtkasten gelagert, gewiss praktische zu handhaben.
    .
    Und angesichts der im vorangehenden Artikel, in dem der Fall Europas an Ziegenhirten und Kameltreiber an die Wand gemalt wird, sei gesagt:
    „ So lang ein Tropfen Blut noch glüht, noch eine Faust den Degen zieht, und noch ein Arm die Büchse spannt, betritt kein Feind hier deinen Strand!“
    .
    Und allen allzu friedendsbewegtenteierten Teebeutelschwingern dieser Republik lege ich die Worte des Kriegsvölkerrechtlers Karl Johann Lueder ans Herz, der am 13. März 1880 in Erlangen eine Rede unter dem Titel „Recht und Grenze der Humanität“ hielt.
    Kurzfassung Moltke:
    „Der ewige Friede ist ein Traum. Mehr als ein Traum, und nicht einmal ein schöner und der Krieg ein Glied in Gottes*) Weltordnung. In ihm entfalten sich die edelsten Tugenden des Menschen, Muth und Entsagung, Pflichttreue und Opferwilligkeit mit Einsetzen des Lebens. Der Krieg ist nöthig zur Erreichung der größeren Gesamtaufgabe, die Menschheit kann seiner Zucht nicht entbehren….er allein schützt vor genusssüchtigem Erschlaffen, vor dem Fluch der Thatenlosigkeit und eklem Versinken im Materialismus….“.

    *) Jener also:
    „Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
    der wollte keine Knechte,
    drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
    dem Mann in seine Rechte;…“
    .
    Na ja, was soll man sagen. Damals schoss man noch mit Chassepot- und Dreysegewehr aufeinander, dann kamen die Luftflotten Douhets und Rougerons mit den Ausführenden Göring und Bomber-Harris. Und jetzt könnte man mit Atomwaffen aufeinander losgehen. Keine schönen Aussichten. Was an meinen obigen Aussagen zur Verteidigung Europas aber nichts ändert.
    (DdH)

    • Für wen, auf welcher Seite und weite Flur ist nicht in Sicht?
      Stalingrad – Aleppo – ein Häuserkampf ist nicht zu gewinnen.
      Schon vergessen; das Regierungsviertel in Berlin ist längst gefallen!

      ;-)

    • Titel eingeben
      Was bringen solche Phantasien über Waffengewalt? Sinn ist mir nicht ersichtlich. Sie verkennen auch, dass es für die gegenwärtige Umgestaltung Deutschlands breite Unterstützung in der Bevölkerung gibt. Und auch die, die diese Entwicklung ablehnen, bekommen es ja zu großen Teilen noch nicht einmal hin, AfD zu wählen, geschweige denn Demonstrationen o.ä. zu organisieren.

    • Lieber Deja,
      ohne jetzt Ihren Überschwang für altes Waffengut zu sehr bremsen zu wollen, aber wenn dereinst der Aufstand kommt (von wem gegen wen auch immer), dann wird man sich die Waffen anders besorgen:

      https://ww w.3d-grenzenlos.de/magazin/3d-objekte/malmoe-schweden-waffen-aus-3d-drucker-entdeckt-27269583/

      An Waffengesetze werden sich in 20 Jahren hier nur noch die Naiven halten…

    • Antiqitäten und deren Nachkommen der Gegenwart
      Antike Waffen? Was soll ich dazu jetzt schreiben?

      In Erlangen weiß man sich seiner vergangenen Gäste aktuell selten zu Erinnern.

      Ein belastbares Gewehr aus dem 3D-Drucker? Das glaube ich erst nach bestandener Prüfung durch das BWB (heute BAAINBw).

      Einen herzlichen Gruß an Don Alphonso zum Jubeltag. Ich bin vor ca. einem Jahr zufällig auf diese Internetseite gestoßen.

      Auch wenn zu meinem Leidwesen nahezu alle Beiträge in den Leserkommentaren schlußendlich einen Bürgerkrieg in Deutschland vorhersehen, so beteilige ich mich trotz bedenklicher Blutdruckwerte weiter an dieser Meinungsfreiheitsseite.

      Danke schön und viel Kraft und Erfolg für die Zukunft an DA!

    • Mauser - im Nachtkasten?
      Das geht ja nun mal gar nicht!
      Nach §36 WaffG dürfen dafür nur spezielle Schränke verwendet werden – und wenn einem das zu blöd ist, darf man die antiken Stücke gerne bei der örtlichen Polizei abliefern (gegen Bearbeitungsgebühr, versteht sich).

  95. Weisses Gold, das keiner mehr wertschätzt
    Lieber Don,
    danke vielmals für die neun Jahre. Ich lese seit drei Jahren fleissig mit. Und obwohl ich keine Radsportlerin bin, sind auch diese Artikel ein Vergnügen.

    Ich sammle seit einigen Jahren Porzellan, aber nur mit Blumen bemaltes wie Schalen, Dosen und Vasen von KPM und Hoechst und Meissen. Auch Herend liebe ich. Ich bin immer wieder erstaunt, wie billig ich manche Top -Stücke bei E-Bay ersteigere. Die Erbengeneration will offensichtlich nur eines, bloß weg mit dem alten Plunder. Genauso geht es Dingen wie handgeknüpften Bidjars oder anderen Pretiosen aus Persien, handgenähte Krokotaschen aus dem letzten Jahrhundert, wunderschönen Perlencolliers u.s.w.. Leider wollen alle nur noch neu, selbst meine älteren Freunde um die 70 schmeissen alles raus, und richten sich „modern“, oder im Industrialstyle ein. Sie merken gar nicht, daß damit nicht nur die materiellen Werte verloren gehen, sondern auch die immateriellen, wie Treue und Genügsamkeit z.B..

    Unsere Welt bekommt eine völlig neue Ausrichtung, die ich noch vor 20 Jahren niemals für möglich gehalten hätte. Alles schnell, billig und bitte sofort. Das Geschirr ist vom Discounter und das alte von der Großmutter ist auf dem Müll oder bestenfalls im Internet zu verkaufen.

    Lieber Don, Ihre Leser bilden eine Insel und ich hoffe sehr, daß das noch weitere 9 Jahre so bleibt.

    Liebe Grüße aus dem Rheintal.

  96. Gratulation zum Jubiläum
    Und freut sich auf noch einige, etliche, manche oder gar viele Monate mit Ihren Beiträgen in der Zukunft.

    Bei der Rosendame finde ich besonders die Schürze mit den applizierten Rosenknospen wunderschön.

  97. meine Lobhuddelei
    Ich bin leider erst Anfang 2015 per Zufall auf diesen Blogg gestossen, also noch vor der großen Zeit der Bereicherungsfanatiker.
    Man verliert ja normalerweise über die Zeit das Interesse an Dingen, oder vergisst sie einfach.
    Ihre Texte machen da seltsamerweise eine Ausnahme, ich verfolge sie jetzt seit diesem Zufallsbesuch.
    Nicht nur das, auch der nahe Familienkreis hat sich angeschlossen. ;)
    Machen sie weiter so!

  98. Keine Atempause, Geschichte wird gemacht.
    Dem einen fehlt das Verständnis für die eigene Vergangenheit bzw. Geschichte. Die anderen schreiben sie jeden Tag um.

    So wird aus dem deutschlokalen Bimbeskönig der schwarzen Kassen, der Geldwäsche, des Steuerbetrugs, des Schmiergelds und der Neben-Finanzierung der CDU-Parteikassen aus diesen „Fonds“ eben der Einheitskanzler und eine Lichtgestalt demokratischer Natur und aus 12 Jahre Merkelantismus eine deutsche-europäische Erfolgsgeschichte.

    Ich denke, der kleinste gemeinsame Nenner von Recht und Freiheit in Deutsch-Europa und der ganzen Welt ist noch lange nicht gefunden. So wie die Geschichte, wird die Moral und die Definition was Recht und Freiheit ist, Tag für Tag umgedeutet und umgeschrieben – daran ändert auch alter Tand nichts.

    Wenn schon große Politik in Berlin zum Minimalismus des Verstandes führt wird alles denk- und machbar und Jahre des Zurückblickens verwandeln sich in Staub im trüben Licht.

  99. Bildung ist sinnlos. Wenn man stirbt ist sie weg.
    Hier muss ich Ihnen widersprechen, auch wenn Sie in dieser Zuspitzung natürlich recht haben. Meine Großmutter (Volksschulabschluss 1914 aber sehr belesen) pflegte zu sagen: Bildung und gute Manieren sind das was bleibt, wenn der letzte Pfennig ausgegeben ist.

    • Bildung ...
      Da muss ich dem Hausherrn auch mit allem Respekt widersprechen. Bildung ist etwas, was ich hoffe mit etwas Glueck an die naechste Generation weiterzugeben.

      Ist fuer eine Kunstfigur ohne Unterleib vielleicht etwas schwierig, aber der Muehe wert :-)

      Zum Jubilaeum an den Don: G’day mate, and many happy returns!

    • Das ist richtigm aber auch beim Tod der nächsten Generation ist sie wieder weg. Das ist schon frustrierend.

  100. Lieber Don,
    und wieder dürfen wir einen wunderbaren Text von Ihnen lesen! Bitte bleiben Sie weiterhin so altmodisch im besten Sinn und verwöhnen uns mit Ihren dezidierten, überaus intelligenten Texten, ich freue mich jedes Mal, wenn ich etwas von Ihnen lesen darf.
    Ich habe übrigens einen uralten Holztisch von meinem Opa, massive Eiche, abgeschabt und verwettert und immer genutzt, und der ist toll und beseelt und wird gehegt und gepflegt und geliebt. Nix mit Billig-Furnier und glatt gebügeltem Mainstream-Deko, sondern massiv und etwas schäbig und einfach wundervoll. Ich wünschte mir nur, ich hätte damals mehr von den Möbeln aus der alten Scheune retten können.
    Bitte schreiben Sie weiter, Ihr Blog ist das einzige Medium, dem ich treu bin, alles andere ist eh meinst nur Schrott – Ihr Blog ist so wie mein Tisch – echt :-)
    Herzliche Grüße
    Nemesis

  101. Kitsch des 19. Jh,
    Lieber Don,
    nicht alle verachten den Kitsch des 19 Jh. Ich lebe noch in der Louis Philippe Aussteuer meiner Urgroßmutter und knirsche mit den Zähnen, wenn die Rechnung des Polsteres kommt. Übrigens ist es mir Dank der Verachtung einiger Mitmenschen gelungen einigermaßen preiswert zu einigen passenden Louis-Philippe-Stücken zu kommen wie Vitrine, Standsekretär …

  102. Klitoridektomie aktuell in der BRD
    “ … und andere Regionen – zu denen auch die westliche Welt mit ihren Migrationsströmen gehört – in denen man manche Frau schon als Kind an der Klitoris verstümmelt hätte.“

    Tempus und Modus des Prädikats bedürfen der Korrektur, Indikativ Präsens ist angebracht: „… schon als Kind an der Klitoris verstümmelt.“

    Beleg: „572 Fälle von Genitalverstümmelung in Hessen“

    „Fast 600 Mädchen und Frauen, die Opfer einer Beschneidung wurden, sind allein im Jahr 2016 in Hessen in den Akten vermerkt worden. Die Dunkelziffer soll weit höher liegen. Es gibt auch Zahlen für ganz Deutschland.“

    ht tps://www.welt.de/vermischtes/article172574194/Sozialministerium-572-Faelle-von-Genitalverstuemmelung-in-Hessen.html

    ht tps://www.welt.de/politik/video172571695/Deutschland-Ueber-50-000-Faelle-von-Genitalverstuemmelung.html

    Insgesamt also erfreuliche und durchaus ermutigende Zahlen für ein Land, zu dem lt. Verweserin Merkel der Islam gehört, und „in dem wir gut und gerne leben“. – Höchstwahrscheinlich wird in absehbarer Zukunft die generelle Klitoridektomie spätestens mit der Menarche von den Schulärzten vorgenommen werden, denn unter dem Merkelregime geschieht erfahrungsgemäß stets das diametrale Gegenteil des Angekündigten und Zugesagten.

  103. @ eine Schweizerin
    Heute morgen habe ich einen Anruf bekommen von meiner Tochter, sie erzählte mir unter anderem eine schweizerische Freundin von ihr aus Studienzeiten sei bei ihr in Istanbul zu Besuch gewesen, sie hat noch Fotos geschickt von ihren Unternehmungen, ein sehr hübsches Maidli, die Schweizerin, eine nach, was Anforderungen an eine medizinisches Studium angeht, im höchsten Standard stehenden Schweiz, das Studium mit Bravour bestandene und praktizierende Ärtztin. Meine Tochter meinte aber, sie sei mit sich selbst nicht so sehr zufrieden. Da überlegte ich mir, auch im Zusammenhang mit dem vorherigen Beitrag vom Don, würde eine Kopftuchträgerin, die ja immer mit der Nase nach oben, sich so verhalten als ob sie den Olymp erobert hätten, sich nie und nimmer wie die schweizerische Freundin meiner Tochter, so demutsvoll und bescheiden geben.
    Sollte ich Ihnen zu nahe getreten haben mit meinem Kommentar, so entschuldige ich mich hiermit bei Ihnen…
    MfG

  104. Wie wär's...
    …mal mit Korrektur lesen, bevor man so ein Stückchen ins Netz schmeißt?

  105. Bin ich hier ...
    … noch bei der FAZ oder aus Versehen schon bei Compact?

    • Schnell schnell, beeilen Sie ich
      Verehrte(r) Verwundert,
      wollen Sie sich ein Fleissbildchen Ihrer „Berta-von-Tropfenstein-integrierte-Gesamtschule, Schule für Frieden, Freiheit, Toleranz, Demokratie, Willkommenskultur, Integration, Inklusion und-Mut-gegen-rechte-Gewalt“ verdienen?
      Dann müssen Sie das ganze hier ganz schnell zur Meldung bringen (bevor es ein(e) Andere(r) tut!

      Am Besten beim Ministerium für Frauen, Frieden, Freiheit, Toleranz, Demokratie, Willkommenskultur, Integration, Inklusion und-Mut-gegen-rechte-Gewalt, das den ganzen Blog aus dem Internet löschen könnte, oder bei der Ministerin für Frieden, Freiheit, Toleranz, Demokratie, Willkommenskultur, Integration, Inklusion und-Mut-gegen-rechte-Gewalt, die dagegen ein Gesetz erlassen könnte.

      Denn eines ist klar: die Aktion für Frieden, Freiheit, Toleranz, Demokratie, Willkommenskultur, Integration, Inklusion und-Mut-gegen-rechte-Gewalt e.V. duldet soetwas nicht.

      Und was die Aktion für Frieden, Freiheit, Toleranz, Demokratie, Willkommenskultur, Integration, Inklusion und-Mut-gegen-rechte-Gewalt e. V. nicht duldet, muss weg.

    • ... ich frage mich das auch immer.
      Ich schäme mich. Wurde denn aus der Geschichte nichts gelernt? Wieso informiert niefrau die Antonio Amadeo Stiftung, damit das endlich aufhört. Denken wir an die NSU-Morde und die vielen Nazis, wegen derer unsere KGE nicht mehr joggen kann. Das sind doch die Probleme! Die fehlende Solidarität mit den Menschen, die Schwäche der Zivilgesellschaft und dass die Reichen immer reicher werden. Stattdessen werden hier die Menschen zu Sündenböcken gemacht und trauen sich nicht mehr in den KIKA. Ich habe Angst.

    • naja....
      Sie dürfen doch noch da sein, wo Sie sein wollen. Das ist doch nicht schlecht.

    • NSU Quickly
      Sirisee, die NSU-Morde waren zwischen den Jahren 2000 und 2006, der Selbstmord (Hüstel) des Böhnhardt/Mundlos-Duos war 2011.

      In den 11 Jahren ihrer Existenz hat die NSU damit 9 Morde begangen.

      Jetzt, 11 Jahre nach dem letzten Mord, wird das immer noch missbraucht, missliebige Diskussionen zum „Entgleisen“ zu bringen und zu beenden (diese Technik heisst im Amerikanischen „Derailment“ / Entgleisen lassen“).

      Vor genau 14 Monaten starben am Breitscheidplatz in Berlin 12 Menschen, 55 wurden schwer bis sehr schwer verletzt.
      Schon vergessen?

    • Thomas Marx
      … klar, der NSU-Prozess war und ist aus bestimmter Sicht Gelegenheit zum Narrativ, missliebigere Leichen werden dagegen schnell verscharrt … man sieht das bei ZON sehr nachdrücklich…

  106. war es denn früher anders?
    je nach Alter Ihres Palastes dürfte über die Jahrhunderte so einiges an Ausstattung auf dem Müll gelandet sein. Meister des Mittelalters galten in der Renaissance nichts, Altäre, ganze Kirchenausstattungen landeten auf dem Müll.. Ist das am Ende einer Epoche nicht immer so?

    • Alt gegen Neu
      Schon richtig – wenn z.B. die Kölner ab der Gotik mehr Geld gehabt hätten, gäbe es dort ziemlich sicher kein Dutzend romanische Kirchen.
      In anderen Fällen war man großzügiger und hat den Speyerer Dom nur ausgemalt – und jetzt streiten sich die Kunsthistoriker, ob das nun Kunst ist oder wegkann (aktuelle Sichtweise ist eher „das gehört zur Baugeschichte, muß also bleiben“ – „nu isses halt mal da“).

  107. Erinnerungen eines Europäers
    von Stefan Zweig fiel mir spontan bei der Lektüre des Blogs ein. Ein gewaltiger Abgesang auf das was war. Wie es endete sollte jedem bekannt sein.

    Erst die Bildung rauben, dann das Kapital und dann als Wohltäter auftreten, der beides liefert. So kommt mir der deutsche Staat unter Merkel vor. Kein Wunder, daß Aldi, IKEA und Prime-Markt etc. die Städte verschandeln und der Angestellte, der noch etwas mehr als die Hälfte seines Lohns sein eigen nennen darf, Ramsch kaufen muss, wobei er auch meistens Schund und Tand nicht von Handwerk und Kunst, geschweige denn Qualität von Lebensmittel, Kleidung und Möbel unterscheiden kann, denn seine Bildung wurde ja ebenfalls Raub des Staates.

    Und neuerdings werden die restlichen Werte und das politische System auch noch ausgeraubt und neue Werte implantiert. Alles ziemlich traurig.

  108. Nicht für alle geht es bergab
    Unsere beamteten Lehrer wollen zwar den Nutzen ihres Status (satteste Alimentation auf Lebenszeit) bewahren, aber die Nachteile (Loyalität gegenüber uns als Zahlvolk für die beamtete Sinekure) abschaffen.
    .
    Ich bewundere nicht nur die unersättliche Gier unseres Lehrstandes, sondern auch sein Geschick:
    „Sie wollen also auf dem Rücken der Kinder streiken dürfen!?“ wollte ein Staatsfunker wissen. Antwortete die GEW-Tante: „Ist das Ministerium klug, erfüllt es unsere Wünsche, anstatt Schulkinder leiden zu lassen.“ (Genauso könnten die GEW-Typen Kinder entführen, um Geld zu erpressen und dann sagen, der Staat sei schuld an dem Verbrechen.)
    .
    Ein Staat der solche Lehrer hat, ist zwar failed state, aber von den gierenden und tricksenden Pädagogen können unsere lieben Kleinen noch lernen. Vor allem die Tricks der Eigenexkulpation und der Schuldverschiebung.

    • Schlecht behandeln
      An sich gibt es nur eine Antwort darauf: Streikende Ärzte und zwar punktuell gegenüber dem Lehrkörper streikend. Kein Unterricht – keine Diagnose und Therapie im Krankheitsfall. Da sich das so nicht durchführen lässt, kann man sie auch im Wartezimmer drei Stunden warten lassen.

      Wobei die Kinder sich immer freuen, wenn sie frei haben. In der Schule wird eh nicht viel beigebracht.
      Ein dreizehnjähriger Ägypter!!! ein Mathematikgenie. Robert Koch und Konrad Röntgen, das war einmal.

    • Nicht der Untergang des Abendlandes
      Das Abendland war nämlich ausgeladen:

      Weiter unten im Artikel stand, zumindest bei der Welt, daß 13 Länder teilgenommen hätten und die Meisterschaft in Malaysia stattgefunden habe.

      Der Weltmeister ist also Ummameister, wir und die Koreaner waren nicht eingeladen.

  109. Gratulation!
    Sehr verehrter Don Alphonso, seit ungefähr 3 Jahren haben Sie in mir eine treue Leserin, für die es stets ein großes Vergnügen und eine Bereicherung bedeutet, Ihre Beiträge zu lesen. 9 Jahre, eine großartige Leistung! Ihr Blog ist das Beste, was die FAZ zurzeit zu bieten hat. Herzliche Grüße von der Waterkant.

  110. Ergänzung zu Streikwillen bei satten Bäuchen
    Ich hätte mir gewünscht, dass der Typ vom DLF bei der Gewerkschafterin nachhakt. Wer Kinder missbraucht, um den Staat zu erpressen, sollte damit ja nicht davonkommen.
    .
    War aber eben Staatsfunk, regierungstreu, da wird bei linken Interview-„Partnern“ nie nachgehakt, leider. Aber würde der DLF linke Vögel so interviewen, wie er es bei aus DLF-Sicht Rechtsradikalen (also allen außer rotrotgrün) tut, hätte er keine linken Interview-„Partner mehr, vor denen er kriechen kann.
    .
    Ist verständlich so.

  111. It's fucking amazing, dude!
    BTW:

    Text ist wirklich so gut, dass ich beim Überfliegen ins Stocken geraten bin…und wieder von Vorne …ganz langsam …mit Genuss gelesen haben.

    Nach 9 Jahren und mit Ü50 noch Steigerungsfähig…das ist schon bemerkenswert.

    Was Porzellanfrauen alles bewirken können…

  112. Tanti auguri zum Jubiläum,
    ich kann mich dem Lob und den guten Wünschen nur anschließen, es ist schön hier. Was ich aber neben dem vielen Lesens-, Lachens- und Bedenkenswerten nirgendwo anders gefunden habe, sind die Sternschnuppen, die ganz unvermittelt durch einen Text zischen oder trudeln und auf deren einer heute Franz Blei saß, der so schnell wieder fort war, dass er nicht einmal HabedieEhre sagen konnte. Aber man hat ihn gesehen und es wurde einem warm ums Herz und dafür danke ich sehr.
    (Hoffentlich hab ich den Anton Kuh nicht verpasst.)

  113. danke
    für neun Jahre Mut, Provokation, kluge Worte, Erinnerung an alte Zeiten. Es ist traurig und geht doch runter wie bestes thrakisches Olivenöl.

  114. Auch von mir 9 Kerzen auf die Torte zum Ausblasen!🎂
    Herzlichen Glückwunsch und Dank, werter Don und gaanz viele Fleißbildchen.Ja, ich halte Sie für sehr fleißig.Wie machen Sie das bloß?

    Vor knapp 2 Jahren entdeckte ich Sie, als Sie auf Ihrer unvergleichlichen Art beschrieben, wie ein König ( Richard IV?) einfach von seinen Anhängern geräuchert wurde, weil man ihm kein Grab gönnte.

    Bleibt mir für heute nur noch,Ihnen erquickliche Tage in Berlin zu wünschen.Gutes Gelingen für das Podium ohne Blessuren jedweder Art. Kommen’S gut wieder heim.

  115. Noch ein Lob
    Das aus meiner Sicht Beruhigende an diesem Blog ist, dass er beweist, dass Deutschland nicht nur aus Vegetarieren und Radfahrern besteht.

    Das Lustige an diesem Blog ist, dass er von einem radlfahrenden Vegetarier gemacht wird.

  116. Die Herrlichkeit des Bewusstseins
    Schön eingeschenkt!

    Cheers


    Die (neue) Ästhetik erscheint Bunt – an Horizonten – , deren wohlfeil die eigenen Grenzen und die des Seins – den eigenen geistigen Horizont überschreiten.

    .

    https://pbs.twimg.com/media/DTsTwwsXkAAwvgT.jpg

    .
    .

    PS: „Samson und die Philister“

    PPS: Es geht nicht Allen gut. (Vielleicht steckte auch etwas Ironie dahinter[?])

  117. Titel eingeben
    Graecum und Latinum waren vielleicht gar nicht so schlecht…

  118. Würde mich über ein Buch freuen
    Lieber Don,
    Haben Sie nicht mal Lust, Ihre Kulturgeschichten samt Fotos in einem Buch zu bündeln? Das wäre fantastischer und lehrreicher Lesestoff!
    Band 2 könnte dann von Fahrrädern und ihrer Geschichte handeln.

    Würde ich beide sofort vorbestellen.

    Alles Gute
    Christo

  119. Arbeiten für Geld ist dekadent
    Neun Jahre? Seltsames Hobby. Haben Sie’s am Ende nötig?

  120. Titel eingeben
    Verehrter D.A.,
    merci vielmol für den herzerwärmenden Artikel.
    Unwillkürlich kam mir „Die Hochzeit des Figaro“ in den Sinn und begann zu summen.
    Darf ich fragen aus welcher Manufaktur die bezaubernden Figuren stammen?
    Sie sind farblich und vom Gesichtsausdruck sehr gelungen.
    Hoffen wir dass sie uns mit ihrem Blog noch lange erhalten bleiben.
    Grüße aus dem Süd-Westen mit Sturm und Schneeregen.(kein richtiger Winter in Sicht)

  121. Ganz, ganz wundervoll...
    …ein wirklich würdiger Text zum kleinen Jubiläum. Da freut man sich auf noch möglichst viele Jubiläen.

    „So weit muss man erst mal kommen, dass man den Luxus früherer Zeiten so verachten kann.“ Ein Satz mit viel Wahrheit. Mangelnde Bildung, Geschichtsvergessenheit und die Hybris, zu „den Guten“ zu gehören, bilden dieser Tage (wieder, muß man leider sagen), ein unheilvolles Gemisch. Und das wiederum verachte ICH. Kitsch und Luxus vergangener Tage hingegen mag ich.

    • SW-Filme
      @ Isopan FF:

      Der Isopan war in der Tat gut. Danach kam mit dem Agfapan 25 ein noch besserer Film. Mit Verlaub: aus meiner Filmwerkstatt bei Agfa.
      Das Verschwinden der herkömmlichen Photographie mit Silberhalogeniden ist auch ein Beispiel der Kulturverfalls.
      Bleiben Sie doch mal am Ball – man kann immer noch Filme kaufen, aber keinen AP 25.

    • Ah...
      …jemand, der den Nick zu deuten weiß, sehr schön – auch wenn ich von besagtem Film nur eine leere Schachtel habe, der war vor meiner Zeit – wie eigentlich auch das Agfa Record Rapid 111 in meiner Dunkelkammer, es stammt aus den 70ern und mit der Zugabe von etwas Kaliumbromid zum Entwickler ist es immer noch schleierfrei und – mit Verlaub – einfach nur geil. Barytabzüge, sowas kennt ja heute niemand mehr, man begnügt sich mit Handydisplay oder Thermodruck aus dem Standgerät im Drogeriemarkt. Es ist bequem, man muß nichts dafür können, aber man verpaßt was.

      Den Agfapan 25 hingegen hatte ich auch schon, niedrigempfindliche Filme gehen ja auch 20 Jahre nach Ablauf noch. Digital Imaging und Fotografie sind für mich zwei unterschiedliche Dinge. Und nehmen Sie mal einen alten, mechanischen Apparat in die Hand, einst von Feinmechanikerhänden zusammengebaut, erdacht und berechnet ohne Computer – darin steckt Zeit, wie in Dons Porzellanfiguren. Das kann man nicht mit etwas vergleichen, das vollautomatisiert aus einer Maschine ausgespuckt wird und dann auch nur die digitale Simulation eines Bildes erzeugen kann…

    • Ich kenne nur NP 15.
      Mir hatten ja nischt.

      Wenn es Sie mal in diese Gegend verschlägt: http://www.ifm-wolfen.de/de/ ist wirklich einen Besuch wert. Kein Disneyland, sondern eine original erhaltene Produktionslinie.

  122. Many happy returns.....
    fürs Blog und Danke für die Chanel Kamelie, gespiegelt in der prachtvollen Silberkanne.
    Stylisten, Lifestyle-Berater, etc. für Orientierungslose tragen für mein Gefühl längst das Verfallsdatum auf der Stirn. Kitsch ist ein auseinander klaffen (wie schreibt man das? Ich wohne in Konrad Dudens letzten Wohnsitz) zwischen Wirkung und billiger Ausführung. Ihre liebenswerten „Stehrümchen“ sind es nicht.

    Der eckige Kitsch der Sechziger dagegen war eine echte Netzhautpeitsche. Möbel, in die man sich ohne eigenen Klon nicht setzen wollte. Wegen der Symmetrie.

  123. Schön
    beschrieben, don.

    &8~{o)

  124. Ein der Tat ein Jubiläum - und für viele sicherlich ein besonders Wichtiges! Wie gut, dass hier
    ausgiebig gefeiert wird – und zur Feier eingeladen.

    Nebenher wollen wir nicht vergessen, das die Menschen in dieser Zeit pro Jahr mehr Bruttosozialprodukt machen, als jemals zuvor. Und auch, dass die Lenkung dieses BSP durch das Netz und die allseits eingeforderte Freiheit dankenswerterweise vermutlich transparenter ist, als jemals zuvor. Und dass mehr Menschen neben mehr Brot auch mehr, später unterzupflügenden, Kitsch produzieren, dass legten uns hier ja auch die obigen Zeilen bereits nahe, man dankt.

    Zu dem Neuen (von ihm, über es) gibt es aktuell auch Veröffentlichungen, aber nicht nicht so sehr in dieser Zeitung? https://www.youtube.com/watch?v=GlKPW4ribMM (Zum Beispiel bei Minute 2:07 darin eine, wie es aussieht,vollkommen neue, durchausgefällige Rumpfform, die dem Innenraum eine neue, erhöhte Nnordnung viel größerer und geschwungener Fensterflächen ermöglicht, und die man eben dieser Zeit heute zuschreiben wird. („Und wer nach vorne nicht gut sehen kann, hat halt GPS.“)

    Und selbstverständlich handelt es sich bereits bei der Überschrift um „fishing for compliments“, zum „Einladung zu aktiver Korrektur“: Das mit den Teils in Abwertung befindlichen Gegenständen von früher auch der „Wertkonservatismus an sich“ abhanden käme, ist unserer Meinung nach schlicht so nicht wahr. Es hat höchstens Anteile davon, „souverän ist, wer den Kitschzustand bei den anderen unterscheidet“.

    Aber vor der Gartenlaube wirft der Lattenzaun bei Sonnenschein ein hell-dunkles Muster. Es zu sehen, mußte man früher den Kopf bewegen. Wer heute aber im hellen Licht eines warmen Spätnachmittags im offenen Cabriolet eine allgemeine Allee Richtung Süden führe, bräuchte für die Kopfbewegung nicht länger zu sorgen: Die entsprechenden Muster zögen von alleine vorbei.

    Und im Allgemeinen ist es ja wohl so, bald jeder FAZ-Leser hat soviel von derartigen Einrichtungs- und Heimschmuckpreziosen überall herumstehen, das meiste ist doch schon längst in keiner Präsenz mehr, sondern wohl verwahrt in allerlei Kellern und, hüstel, „Tiefparterren“. Und ob die Enkel dereinst einmal „ja“ sagen werden zu den dort vorgenommenen Lagungs- u. Klimatisierungsmaßnahmen, dass doch wohl eher heute die Frage. Und auch Erbmöbel (- und Bücherwände erst! -) hat die Mehrheit doch längst in solchen Mengen, dass sie kaum noch weiß, wohin damit.

    Daher ginge der Trend doch wohl eher dahin, sich, hüstel, weitere Wohnsitze zuzulegen, damit man so Gegenwart und Zukunft räumlich getrennt vom gestern hätte. Aber jetzt erst noch einmal ein Schlückchen Tee?

    Und falls die FAZ noch so alt wird, die Chancen dafür stehen ja wirklich nicht gut, kann es hier, nach Vorstellungen der Leser sicherlich ruhig noch 3x 9 Jahre lang so weitergehen.

  125. ¡Felicidades!
    Wäre die Realität und der Alltag in den BRD-Metropolen, auf dem flachen Land auch mit zunehmender Tendenz, mittlerweile nicht schon so makaber, könnten sich Porzellan-Laien wie ich, einfach an den Details und den in die Zeilen eingestreuten Einblicke in die Welt des Weißen Goldes erfreuen.
    Zum 9. Jahr ist Ihnen, werter Don, einmal mehr ein epochaler Essay gelungen. Der kalte Hauch des Verfalls ähnlich wie in Zweigs „Welt von Gestern – die Erinnerungen eines Europäers“ trifft auf eine eigentlich heile Welt aus Zivilisation, Bildung und Kunstsinn. Die dunkle Walze hat schon seit langem Fahrt aufgenommen. Ob sie aufzuhalten ist? Vielleicht und wenn dann vielleicht auch durch ihr „Geplauder“ , denn viele Kommentare hier machen Hoffnung. In diesem Sinn: Ois guade, in die Schanz oder an den See bzw. sonstwohin.

  126. Friedrich II
    @Wassermann

    meine eindeutige Vorliebe gilt dem Friedrich II, dem Sizilianer auf dem staufischen Kaiserthron, genannt das „Staunen der Welt“.

    nicht nur, weil es immer so schön war, bei den Ghibellinen in Waiblingen auf „schwäbisch Henley“ zu rudern !

    • Stupor mundi
      Ja natürlich!

      Habe das schon früher hier schriftlich festgehalten.

      Obwohl es der auch nicht leicht hatte.
      Und erst seine Söhne!

  127. ... und selbst der Kaffee war und ist bei Kurz und Strache um Klassen besser ...
    … wegdenken – werter OttO Moser – einfach manchmal wegdenken muss man sich …

    … vom irgendwo ins nirgendwo –

    … Kerzenschein bei guter Musik – freundlichen Menschen in angenehmer Umgebung – lecker Essen – ein prickelndes, kühles Tröpfchen Nass die Kehle runter rinnend – erkennend:

    heute lass´ich mir´s gut gehen – die böse Welt kann mich mal – am Abend besuchen – bin aber nicht zuhaus … bätschie!

    Und noch was – ich hab´im Kabinchen „richtig“ gedacht und „gekreuzt“ – hab halt nur 1 Stimme – zu wenig für Revoluschen – hm.

    Und nu? Was sprechen die Kilo´s? Oder sind se wech?

    Lagebericht bidde!

  128. Schon neun Jahre,
    Und ich habe ihren Blog erst vor ungefähr einem Jahr entdeckt, was mir so alles entgangen ist,
    Nichts desto trotz,

    Vielen vielen Dank lieber Don für Ihre exzellenten Beiträge,
    Ich lese Ihre Artikel sehr gern und freue mich immer, wenn ein Neuer angezeigt wird , ich hoffe noch auf viele weitere

    Ich habe mich aus Platzgründen schweren Herzens von meinem alten Bücherschrank getrennt, sehe ihn immer, wenn ich meine Tochter besuche,
    Die Porzellanpferde bleiben hier,
    Ich besuche auch sehr gern unser Antiquariat hier im Ort und erfreue mich an den schönen alten Dingen, man muss ja nicht alles besitzen,

    Schöne Grüße aus Brandenburg,
    Kommen Sie heil aus Berlin zurück, da soll es vor Salafisten nur so wimmeln

  129. Europa oder Deutschland
    Don, hätten Sie den Satz „Seien wir froh, dass Teile unserer Geschichte so viel besser sind, als die absehbare Zukunft so vieler anderer.“ auch geschrieben, wenn Ihnen im Satz vorher aus Versehen statt „Altes Europa“ das „Alte Deutschland“ aus der Tastatur gerutscht wäre? ;-)

  130. Danke
    für diesen kulturhistorischen Abriss vom Feinsten – inhaltlich wie stilistisch – und dazu die visuellen Preziosen. Bitte weiterhin! Wer sonst in der postfaktischen Medienwelt würde für uns authentische Erinnerung an das vergangene Europa beleben?

  131. Danke für diesen Satz, er tut weh...
    „Wir werfen in dieses Loch unsere eigene Vergangenheit und unterschiedslos ihre Flausen, Dummheiten, Stärken und Ideale, weil wir es können, und weil wir denken, wir wären weiter und etwas Besseres.“

    Es ist die Fortführung des „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“. Diese Überheblichkeit kommt uns teuer, sehr teuer zu stehen, und damit meine ich nicht nur monetär. Der ultimative Kollatetallschaden ist bereits gemacht: Es gibt genügend Leute, die einem „Schutzsuchendem“ eher seine Geschichte abnehmen und gleichzeitig ihrem Nachbarn nicht von der Wand bis zur Tapete trauen. Damit wird Solidarität unterwandert, und das soll so sein.

    Der auf die Spitze getriebene, naiven Individualität der hier Eingeborenen steht eine clandestin organisierte , durchsetzungsfähigere und gewalttätigere Migrationsgesellschaft gegenüber. So wird zwar die AfD verteufelt, weil sie Frauen angeblich hinter den Herd wollen, aber gelichzeitig der Zuzug noch deutlich repressiver „Edelwilden“ quasi geheiligt.

    Was bleibt mir, als mittelständische Mutter eines – deutlich- minderjährigen, weiblichen Teenagers: ich muss sie überall hin fahren und abholen, nachdem sie letzten Sommer das unangenehme Gefühl hatte, von migrantischen „Teenagern“ fast vom Fahrrad getreten worden zu sein, den Sprüchen nach zu urteilen für spontangynäkologische Untersuchungen. Ich kann ihr nur sagen, dass sie im Zweifel für solche Jungs nichts weiter als legitime, weil ungläubige, Samenablage ist, wie gerade beim KiKa gesehen.

    Sei es wie es sei: ich werde mir eine Gated Community leisten können. Trotzdem bringt es mich manchmal um den Schlaf, weil mein Kind nie die Freiheit kennenlernen wird, in der ich (72er) aufgewachsen bin.

    ich suche schon länger nach Möglichkeiten des zivielen Ungehorsams. Suggestions are very welcome.

    Schönen Abnd an alle Kommentatoren und den Hausherrn,

    Gaetane

    • spannend wird werden,
      wenn suech die Zugewanderten
      auf deutsche Geschichte stürzen
      und sich das Passende raussuchen.

      Da werden sich die Nachbarn
      noch wundern, was sich
      aus Deutschlandistan
      heraus entwicklen kann und
      mE auch entwickeln wird.

      mit dem Koran als Anleitung.

  132. Es gibt weder ein neues Deutschland, noch neue Ideale.
    „Es entstanden Hofmanufakturen, in denen das eigene Leben und – idealisiert – das der Landbevölkerung dargestellt wurde …“

    „Mit den 68ern begann der totale Niedergang der Porzellanindustrie, und das gnadenlose Wegwerfen.“

    „… und die eigene Vergangenheit ist allen reichlich heilig, speziell die in der guten, alten Zeit mit echter Leibeigenschaft und ohne Notwendigkeit von Sozialistengesetzen.“

    Allein darüber, über Bilder und sprachliche Feinheiten könnte man Seiten schreiben – herrlich.

    Allerdings gibt es im Hier und Jetzt kein neues, sondern nur ein Deutschland, welches zu jedem Zeitpunkt der Betrachtung weder alt, noch neu, sondern einzig aktuell ist.

    Und es gibt auch keine alten Ideale, solange es keine neuen Ideale gibt. Und, gibt es die? Ich denke, die gibt es nicht.

    Aber genug davon, sonst müßte man wieder all die alten Gelehrten bemühen, die zeitlos über Idealismus, Materialismus und Vernunft sinnierten.

    Es stellt sich angesichts des Blickes auf die Welt allerdings die Frage, ob Shitholes nicht allgegenwärtig sind und Ideale, Werte und Kultur nicht längst und überall zu leeren Floskeln verkommen sind, falls es nicht sowieso immer schon so war. Ideale zu beschwören, hat die Menschen jedenfalls zu keiner Zeit daran gehindert, sich nicht danach zu richten.

    Sich mit fremden Federn zu schmücken, ohne ihnen zu entsprechen, verbietet es streng genommen, mit ihnen zu argumentieren. Und bevor ich das nun noch an Beispielen, s. o., erläutere, lasse ich das einfach mal so stehen.

  133. Also, Sie kennen das ja auch...
    …ist der grandiose Einstieg in das Thema, der auch in mir als eher kleinbürgerlichem Bewohner der Großstadt mit dem weltallerbesten Fußballclub rege Phantasien weckt. Vielen Dank für die schönen Texte der vergangenen Jahre, und streuen Sie die Themen weiter so breit!

  134. Dinge, die uns bewegen - hier meine Listen
    Beim Gang durchs Kommentariat, gestern und heute, aufgelesen:

    1. Was ich NICHT mag:

    Allesversteher; Allesverdreher; Alternativen für Deutschland;
    Berliner Verhältnisse; Beschneidungen; Burka;
    Clans (arabische); Chebli;
    Dschihadisten; Dystopien;
    Ehrenmorde; Einwanderer in Sozialsysteme; exterritoriale Zonen; FeministInnen; Fluchtursachen; Fakten (alternative);
    Gleichstellung von Grundgesetz und Shariah;
    Grün-Alternative; GroKo; GenderistInnen; Goldstücke;
    Halal & Haram; Hastags; Hijab; Hengamehs;
    Ideologien; Identitäre; IM-Erika; Imame; Islamisten; Indoktrination; Integrationsbeauftragte; Inkompetenz;
    Kinderheirat; Klimawandel; Kulturvereine (islamische); KGE;
    KiKa-Kanal; Kahane-Stiftung;
    vdL;
    Masseneinwanderung; Martin; #MeToo; Minderleister (in Parteien); Mohammedaner (aufgeklärte);
    Multi-Kulti;
    Nafris; Neubürger; Niqab; Netzwerkdurchsetzungsgesetz; No-Go-Areas;
    Özoguz;
    Pastorentöchter; Parallelgesellschaften; Pierre Vogel; PC; Politik der Unterwerfung;
    Queere;
    Rechtgläubige; RHS; Revisionisten;
    Shisha-Bars; Salafisten; Schleierzwang; Selbstzensur; Staatsfunk; Schutzbedürftige (angebliche); Shariah;
    taz-Kolumnisten; Tschador;
    ulF; UBW’s; Unterdrückung;
    Vier-weitere-Jahre;
    Weiter-so;
    X;
    Y;
    Zwangsehen; Zensur;

    2. Was ich MAG:

    Araber (aufgeklärte); Aufklärung; Atheisten; Agnostiker; Bilder schöner Frauen; Bayern, die Hochdeutsch schreiben; Bücher;
    Cabrios; Catherine Deneuve;
    Ali Dashti (Literaturempfehlung);
    Frauen mit offenen Haaren; Frauen mit Schlafzimmerblick;
    Gedankenfreiheit;
    Kunst & Kultur; Leila, Jasmin etc.; Lennon-Songs;
    Pläne für die Zukunft Deutschlands;
    Obergrenzen;
    Zivilcourage usw., usw.

    • @Ich mag nicht...
      „…Alternativen für Deutschland…

      …Burka Clans (arabische); Chebli;Ehrenmorde; Einwanderer in Sozialsysteme, …Gleichstellung von Grundgesetz und Shariah.. Imame; Islamisten, … Nafris … Vier-weitere-Jahre; … Zwangsehen“

      Widerspruch entdeckt? Irgendeinen Tod muß man sterben.

    • dazu noch
      Resettlement

    • Schönes Spiel
      10 Dinge, die ich hasse:

      1. Blog-Kommentare
      2. Listen
      3. Widersprüchlichkeit
      4. Listen
      5. Wiederholung
      6. Ironie

  135. Bild-Rhetorik
    Ein Charivari aus süßen Bällchen (letztes Foto) und eine schöne Nackte (Susanna), betrachtet von zwei Alten (vorletztes Foto) – raffiniert! So kann man sein Publikum auch „bei den Eiern packen“ ;-)

  136. Sic transit gloria mundi
    Es hat in der Geschichte der Menschheit immer wieder Perioden gegeben, in denen das Kunsthandwerk gedieh und gefragt war, und dann wieder Perioden, in denen es verfiel.

    Nach dem Krieg waren Porzellan und alte Möbel abgemeldet. Weil eine Porzellansammlung unserer Vorfahren damals praktisch unverkäuflich war und die Eltern meiner Mutter zur Abwicklung eines elterlichen Nachlasses nur für wenige Tage und unter starken Beschränkungen aus der Ostzone nach Berlin reisen durften, wurde ein Container bestellt. Meine Mutter – damals 11 Jahre alt – durfte im Container das Porzellan zertrampeln, damit auch alles reinpasste (die Sammlung war groß). Und ja, das war überwiegend aus Meißen. Die Möbel – Erbstücke aus einem ostpreußischen Gut – wurden an einen Brennholzhändler verkauft. Brennholz brauchte man damals in Berlin mehr als Möbel.

    Der Höhenflug des Kunsthandwerks kam dann irgendwann mit dem Wirtschaftswunder, als die Leute kaum noch wussten, wohin mit dem Wohlstand. Die damals gehorteten Güter kommen jetzt im Zuge von Erbschaften vermehrt auf den Markt und treffen dort auf laue Nachfrage. Aber in der Stadt habe ich heute gesehen, dass ein neues Geschäft für gebrauchte Orientteppiche eröffnet hat.

    Manchmal finde ich den Gedanken tröstlich, dass die jungen Leute heute überwiegend selbstvergessen Katzenbildchen und hirnlose Vlogs (Videofilmchen mit meist beschränktem Inhalt) auf ihren Handys anschauen, anstatt sich an irdische Güter zu ketten (so schön diese Güter auch sein mögen). Diese Menschen gehen dahin wie der Staub im Wind und versuchen gar nicht erst, nach Ewigkeit zu streben.

  137. Die alten Ideale
    Vorweg herzlichen Dank und Glückwunsch zu – in digitalen Relationen – schon fast biblischen neun Jahren Blog! Von denen ich allerdings nur die jüngste Zeit bruchstückhaft verfolgen konnte. Interessante Themen wie auch Sicht- und Diskussionsweisen. Möge die FAZ Ihren Wert lange schätzen! Und Glückwunsch zum hübschen Gläschen.

    Wenn man den alten Meistern und Gesellen Tribut zollen möchte, sollte man jedoch wenigstens Meissen Meißen sein lassen. Vielleicht hilft eine Fahrradtour an der Elbe, um sich die Schreibweise in den Beitrittsgebieten besser einprägen zu können. Den Regionaldialekt muss man nicht gleich beherrschen. Eventuell macht man sogar eine zweite Tour an der Saale, um die noch existierenden kleinen Porzellinen in Thüringen noch vor endgültiger Schließung in ihrem „morbiden Charme“ mit eigenen Augen anzusehen.

    Diesem Entsorgen der eigenen Werte habe ich bereits vor etwa 30 Jahren zusehen müssen. Damals wurde in der ehemaligen DDR alles, was nicht niet- und nagelfest war, für den schnellen Konsum für vergleichsweise wenig Geld verscherbelt. Diese Haltung hat sich bis heute nur kaum geändert. Der unterschied ist nur, dass heute kaum noch was zu holen ist.

    Wenn man „Ideale“ überdenkt, sollte man nicht nur bei der Verachtung der eigenen früheren Ideale bleiben, sondern vielleicht auch die kritiklose Übernahme der transatlantischen Un-Werte betrachten – egal ob nun unter Trump oder Obama oder Bush. Irgendeinem Götzen wollen die Leute doch immer hinterherrennen. In Mitteldeutschland ist das evtl. noch deutlicher erkennbar als in der früh amerikanisch besetzten Zone. Wessen Brot ich fress, dessen Lied ich sing. Ganz von selber. Wenn es mit dem Verfolgen wertvoller Ideale selber zu anstrengend wird, gibt man sich nur ungern Mühe und man gibt es noch seltener zu. Es beginnt mit Schubladen-Phrasen. Über die Sprache werden nach meiner Erfahrung Werte und Ideale zuerst übertragen. Die meisten Phrasierungen kommen aus meiner Sicht vorzugsweise aus dem US-Raum – weil von dort nur Bestes (Geld, Absatz, Ruhm, starke Männer) rüberkommen kann. Und noch besser verwendet als Denglisch und im Abküfi, damit es nur die Insider verstehen mögen. Man ist ja am liebsten unter sich. Oder sollte man doch die Alltagsgewohnheiten, -sichten und -sprache mal unter die Lupe nehmen? Der bald bevorstehende Jahreswechsel ist sicher ein guter Zeitpunkt für gute Vorsätze.

    Unsere öffentlich-rechtliche Radiomusik-Medienelite ist mittlerweile mit ihrer tendenziellen Auswahl bei zeitgenössischer Musik so weit fortgeschritten, dass ich mich nach dem Einschalten des Radios eher in den USA als in Deutschland vermute. Komischerweise passiert mir das in Spanien, Frankreich oder Italien nicht. So bremst man auch die Entwicklung und die Auseinandersetzung mit der eigenen Tradition aus und transferiert unsere Rundfunkgebühren via GEMA geschickt über den Atlantik. Kein Wunder, dass damit nicht an den hohen Standard der eigenen Musikkultur der 20er Jahre angeknüpft werden kann. Thielemann wurde wegen seines diesjährigen UFA-Silvesterkonzertes von der Zeit und der Bayern-Prawda so offensichtlich in eine Un-Gutmenschen-Ecke gedrängelt, dass man sich schon freuen konnte, wie souverän er dies abgebügelt hat. Bezeichnenderweise wurde das Konzert auch nicht vom regionalen MDR, sondern vom ZDF ausgestrahlt.

    Die Gesellschaft hat ohne ernsthafte Diskussion den Schritt zum Wegwerfprodukt gemacht – in allen Bereichen. Was nicht aus dem aktuellen Jahr ist, kann per Zeitstempel schon nicht mehr gut sein. Wobei „Gut“ gerne durch „Modern“, „Zeitgemäß“, „Fortschrittlich“, „Investitionssicher“ oder „Zukunftsweisend“ ersetzt werden kann. Es muss nicht mal zusätzlich anglizistisch als „clever, cool, tough oder smart“ noch weiter verschwurbelt werden. Dass der Einzelne sich damit als absoluter Konsument degradiert hat, ist den meisten nicht mal bewusst. Und die Medien tun alles, dass er aus seinem Delirium nicht erwacht.

    Weshalb auch so etwas wie Tradition und entwickelte Ideale, wenn die aktuelle Führungsnation der Welt mit einer Geschichte von gerade mal zweieinhalb Jahrhunderten genau dies nicht hat? Auch der Umgang mit den eigenen Ureinwohnern wird den Herren (und Damen) der neuen Welt durch Meiden des Themas gerne nachgesehen.

    Interessant wird sein, wer sich mit seinem nationalen Selbstverständnis langfristig behaupten kann. Es sind ja schon einige Hochkulturen an sich selbst bzw. ihren temporären Idealen zugrunde gegangen.

    Deshalb schönen Dank an den Herrn Don, dass er dieses (für mich wichtige) Thema der eigenen alten Ideale in seiner Fäkaliengrube nicht übersehen hat. Das wird uns bei wechselnden Anlässen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln sicher länger erhalten bleiben als das zur Zeit leidige NetzDG.

    • Mit Dank an Stacheligel
      Es freut mich ungemein, Ihren Beitrag lesen zu dürfen, er gibt meine
      eigenen Gedanken wieder und hilft mir, mich davor zu bewahren.
      mich selbst für paranoid zu halten. So nach dem Muster:
      Spinn ich oder die (Medien, Politiker, etc.)
      Der Don ist ein hervorragender Katalysator, beste Schirrmacher Schule.

    • Danke, aber wir sind alle nur klein gegen ihn.

    • Ostdeutsche Verscherbelungen
      nach der Wende, oh ja. In trüben Momenten denk ich dran, was ich damals hab stehen lassen. Andererseits gibt es natürlich weitere Ursachen, warum die Trödelmärkte hier recht mager bestückt sind.
      Es ist halt nicht sooo bekannt, dass sehr viele Sammler und Antiquitätenhändler in der DDR enteignet wurden, mittels völlig willkürlicher größenwahnsinniger Steuerschätzungen, und die Prise dann via Kunst und Antiquitäten GmbH und Alexander Schalck-Golodkowski gegen Westcash über die Grenze ging.

      Die ließen das Land buchstäblich durchkämmen und aufkaufen, was nicht niet- und nagelfest war, von Kitsch bis Kunst, im armen Erzgebirge originale Kändler-Figurinen für einen Apfel und ein Ei. Weil die DDR war, wie sie war, ging vieles durch versiffte Lagerung und sachunkundige Handhabung schon mal vor dem Verkauf kaputt.

      Als Kind habe ich mir die Nase am Schaufenster eines später betroffenen Antiquitätenhändlers plattgedrückt, der wurde, da war er schon alt, für eine Weile in die Psychiatrie gesperrt. Man meinte, dass man so an vielleicht noch versteckte Schätze käme.

      Kleines Aperçu: Bei einem Konzert in Wiessee zeigte mir ein Kollege im Publikum einen sehr feisten, sehr selbstsicheren, augenscheinlich gesellschaftlich sehr integrierten Herrn in der ersten Reihe.
      Ich sags mal so: Der See am nächsten Tag war trotzdem noch schön.

    • Ich fürchte, den Zusammenhang mit dem Tegernsee werden viele nicht verstehen.
      Deshalb sei auf https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Schalck-Golodkowski verwiesen. Unvergessen, wie er kurz vor seiner Flucht nach Westberlin noch feist und selbstsicher in Adlershof im Fernsehstudio saß.

  138. Porzellan und seine Zukunft
    In Zeiten, in denen ein Polterabend nicht mehr zum Standardprogramm einer Hochzeit gehört, sehe ich die Zukunft von Qualitätsporzellan schwierig an.

    Man kann übrigens auch Coffee-to-go-Pappbecher für einen Polterabend verwenden. Einfach eine große Anzahl selbiger in einen Claas Jaguar werfen und die Schnitzel auf den Hof der Brautleute blasen.

  139. Werter Don, Ihr Jubiläumsstück ...
    …. ist Ihnen aussergewöhnlich gut gelungen.
    .
    Ich „verfolge“ Sie etwa seit Sie empfahlen, bestimmte Dinge in einem Erd- / Lehmkeller zu verbuddeln und fand das -wenn ich das recht erinnere- „Köstlich“.
    Das war fortan mein „Name“ und ich lese und kommentiere gerne weiter; Danke!
    .
    Mittlerweile geben zwei „Marios“ statt einer „Bundesbank“ im europäischen Geldsystem den Ton an und Ihr Rat zum „verbuddeln“ im Erd- / Lehmkeller ist für DE mithin mehr als aktuell!

  140. Selbst ist der Clan
    Vergangenen Sommer fragte ich, wie man denn in Ihren Kreisen einen Körper, aus dem das Leben entwichen ist, standesgemäß einer endgültigen Ruhestätte zuführt, wenn dies diskret geschehen müsse. Ich dachte schon, Sie würden dies pikiert übergehen. Haben Sie Ihre Meinung jetzt geändert? Ich vermute, nein.

    Es geht um etwas anderes: Wenn Trump „Shitholes“ runtermacht, schreiben Sie die „Fäkaliengrube“ hoch. (Wobei Trumps Wort derb, aber so ungebräuchlich nicht ist. Die korrekte Übersetzung hieße in Ihrem Fall „Berlin“, und für Ihre Kollegen „Offenbach“.)

    Ich lese Ihren Beitrag so: Darm, aber sexy. Gold findet man im Dreck, aber in Ihren Kreisen – und darauf kommt es wirklich an – ist es selbstverständlich der eigene.

    • Ich wollte zeigen, dass man auch ohne Anstosserregung über Shitholes schreiben kann, wenn es nur die richtigen sind. Zu Berlin sage ich jetzt nichts, aus Gründen.

    • Shithole monkeys wir alle sind
      Trump wollte mal was Neues bringen und Anstoß erzeugen, wetten? Im Prinzip meinte er nicht Namibia, sondern Failed States.

      Hat jemand über den monkey-shitstorm gelesen? H&M musste seine Geschäfte in Kapstadt schließen. Monkey-Shirts kann man nur mit Weißen bewerben. Ein Alternativmodell in braun könnte lauten: I am a shithole. Nur mit Weißen bewerben!

    • Vielleicht wollte er auch nur vom Sexskandal um die Pr0neaux-Aktrice ablenken.

  141. Titel eingeben
    Oh Don,
    vielen Dank für diesen und die anderen schönen Texte! Und schon Pierce Ambrose schreibt in seinem „devil’s dictionary“: während die Rechten an allem festhalten was schlecht ist, machen die Linken alles kaputt, was noch gut ist. Unter diesem Gesichtspunkt wird die Entsorgung von allem Wertvollen und Schönen, sowie Geschichtsverstümmelung und gnadenlose Deutschlandhasserei als das neue cool verkauft. Und diese „Wir dürfen das, weil wir sind die Guten.“ Faschomentalität wird immer unerträglicher. Aber im Ernst, zuerst war die Zwangsverheiratung, dann die standesgemäße Liebesheirat = die jungen Frauen durften sich mit Erlaubnis des Herrn Papa selbst verkaufen, dann kamen die zwei Kriege mit den Männern an der Front und den Frauen in der Fabrik, da konnte man überhaupt nichts mehr verbieten und es gibt unzählige wehmütige Berichte von Frauen über die Freiheiten amouröser Natur, die sie damals hatten. Dann schlug das Pendel wieder in die andere Richtung aus und die Nachkriegsprüderie kam, die Mädels wurden wieder wählerisch und auch der Papa und die Kirche hatten wieder die Hand drauf. Tja und dann kamen die 68er und eigentlich ging es damals im Kern nur um die Verfügbarkeit der jungen Frauen für unverbindlichen Koitus und zwanglos war das auch nicht, denn welche Kommilitonin ließ sich schon ins reaktionäre Außengehege verbannen? Jetzt marschieren die Jungen Grünen für Sex für Alle, die Bereicherer bereichern sich einerseits und andererseits kommt die Zwangsverheiratung bei den Moslems wieder ungebremst nach Europa. Verehrter Don, könnten Sie wegen der 68er einmal was machen, denn mir erscheint es doch so, dass wenn man den dialektischen Schleier lüftet, es der ganzen 68er Bewegung nur um Geschlechtsverkehr ging?

    Grüße aus dem ÖSI Land nach Bayern und nochmals Danke!

    • Das ist gut beschrieben, zum Sexverhalten der 68er gibt es aber schon reichlich viel, und ich weiss nur, dass wir sie u.a. deshalb verachtet haben.

    • Chemie-Nobelpreis 1939
      und dessen Folgen gut ein Vierteljahrhundert später…

  142. Danke
    lieber Don, für all die schönen Beiträge und dafür, dass Sie für mich und andere zu einem Anker in den Untiefen dieser Zeit geworden sind. Bleiben Sie behütet und machen Sie weiter……. Sie werden gebraucht!

  143. Gedanken die auf Taubenfüssen kommen lenken die Welt
    Denken Sie weiter lieber Don, danke für die warmen Hände.

    p.s.: Meinten Sie Graf Henneberg Porzellan aus Ilmenau? Die hatten auch eine kleine Manufaktur in Martinroda. Wir hatten seinerzeit extra einen Drehtag (Dok-Film) lang dort herumgelungert, weil wir scharf auf den hübschen Nippes waren, den die dort gebrannt haben.

  144. Die Verachtung Deutschlands für seine Nachbarn
    OT, aber aus aktuellem Anlass.

    Der österreichische Kanzler weilt auf Staatsbesuch in Berlin, „Antrittsbesuch“ nennt das die Moderatorin Maischberger im Verlauf der Sendung süffisant, um dem Gast Rang und Platz zuzuweisen.
    Ihre Redaktion hielt es für eine gute Idee, Sebastian Kurz ins Studio zu laden, um ihn zu interviewen.

    Ob Herr Kurz bei seiner Zusage wohl wusste, dass ihn das ZDF unter dem Titel „Kanzler Kurz: Wunderknabe oder politischer Scharfmacher?“ plakatieren würde?

    Es sollte nicht die einzige Ungezogenheit bleiben. Zur Sicherheit und in Kenntnis der kurzschen Eloquenz lud man das alte Schlachtross Trittin ein. Der erfüllte den ihm zugedachten Part mit der gewohnten bräsigen Manier. Seine Aufgabe bestand vornehmlich darin, die Redezeit von Kurz zu halbieren, dreinzureden, endlos zu labbern, herablassend zu belehren und ironisch-höhnische Grimassen zu schneiden, wenn Kurz sprach.

    Die Ankündigung des Fernsehinterviews erwies sich als Mogelpackung. Am Ende erhielten die Zuschauer mehr Trittin, als ihnen recht sein konnte. Der Gast fand sich in der Zange zwischen dem schnarrenden Altgrünen (was hatte der da eigentlich zu suchen?) und der Maischbergerin, die mit ihren politischen Neigungen und Vorlieben auch nicht hinter dem Berg halten mochte.

    Kurz schlug sich bravourös, wenn auch oft unterbrochen und mit Unterstellungen konfrontiert.

    So geht man mit Nachbarn und Gästen nicht um: das ganze Setting, die Unhöflichkeit und Herablassung gegenüber einem aus deutscher Sicht unbedeutenden Nachbarn – das Ganze eine einzige Peinlichkeit, dazu angetan den Ruf des deutschen Wesens zu mehren, an dem die Welt genesen soll.

    Die Sendung bot gleichzeitig einen Einblick in die geistige Verfassung ihrer Urheber, Redakteure und Moderatoren. Diese enorme Selbstüberschätzung und die von keinerlei Zweifel angekränkelte Impertinenz. Und diese Leute halten sich für unersetzlich in der öffentlichen Meinungsbildung … grauslich.

    Wer Zeit hat, findet das Interview in der ZDF-Mediathek und mache sich selbst ein Bild.

    • Der Kurz ist ein gewifter Taktiker, der weiss, dass die deutsche Arroganz seine Macht in Österreich stärkt.

    • Der Kurz hat gewonnen , trotz, oder, wie der Don ausführt, wegen ,
      ..
      .
      der unmöglichen Art, die die Maischber’sche und das Tritterl für angebracht hielten.

      Wie ich schon oben schrieb -der Kurz macht sein Ding, wurscht, in welchem Tempo sich Deutschland abschafft .

      Und er hat Verbündete in der EU, die die Sache sehen, wie er.

      Und ja, er ist ein Politmarketingmeister , trotzdem er sein Studium nicht abgeschlossen hat, worauf die beiden ,,Gastgeber“ nicht müde wurden, hinzuweisen.

      Was hat eigentlich Maischi studiert ? Schamanismus ? Linke Besserwisserei ?

      Man war unmöglich bis bestenfalls unhöflich zu ihm, und er hat gewonnen.
      Aus den beiden ClownInnen wurden Stichwortgeber .

      Mal sehen, was die p.t. Einheitspresse so heute dazu daherlügt.

      .

    • Bravo!
      Ich danke Ihnen für das Besprechen der Maisch und Tritt Sendung
      im Reichfernseh.
      Diese hervorragenden Promoter von amtlichem
      Propagandatratsch kann ich einfach nicht mehr sehen und hören.
      Die Empfangsanlage für dieses Zeug habe ich schon lange nicht
      mehr, obwohl ich verwerlicherweise aus lauter Faulheit die
      Glotzensteuer noch bezahle.
      Ich bin dankbar, Ihre Sicht kennengelernt zu haben, denn sie
      bestätigt mir, daß ich diesem Talkquark weiterhin aus dem
      Weg gehen muß.
      Der Umgang mit dem österr. Bundeskanzler ist irgendwie in der
      Tradition, die der tschechische Präsident Hacha vor dem
      Krieg bei Hitler in der Reichskanzlei schmecken mußte.
      Pfui Teufel!

    • ... Herr Kurz ist ...
      … das größte politische Talent, das ich seit langem gesehen habe. Souverän, ruhig, freundlich, vernünftig.

      Die Maischberger dagegen eine Inquisitorin der Merkelei, ohne Manieren, wirr, weltfremd, besserwisserisch, mit Nazi-Fetisch, halt linksgrün bis zum Anschlag.

      Am Ende sagte sie dann tatsächlich, „wir“ seien dankbar, über den Antrittsbesuch in Berlin und im Studio, offenbarte sich damit als Lautsprecherin der Merkelei („the mouth of Merkel“ Herr der Ringe).

      Höhepunkt m.E.: Der Kurz demontierte en passant das Mantra, dass man die Grenzen nur dicht machen kann, wenn man den Fake-Flüchtlingen legale Zugangswege (in das Sozialsystem) ermöglicht, einer dieser grünlinken „Narrative“, mit denen wir von Maischberger & Co verstrahlt werden, wie mit „Einwanderungsland“.

      Anschluss an Österreich. Aber subito.

    • Kurz-Auftritt
      Da es hier offenbar um „geistige Verfassung“ von TV-Schaffenden geht, sollte man durchaus in der Lage sehen, die wutverquollenen Augen richtig aufzumachen … Frau Maischberger hat ihr Interview in der ARD abgeliefert, nicht im ZDF. Zuvielgesellschaft kann nicht mal die Knöpfe an der Fernbedienung unterschieden, erkennt die Logos auf seinem Schirm nicht … aber hat eine eindeutige Meinung, die es mit Abwerturteilen spickt. Wie war das noch mit „enormer Selbstüberschätzung“?! „Grauslich“, wahrhaftig.

    • Danke, dann brauche ich keinen OT loszutreten
      Und echt OT ist es auch nicht.
      Es ist auch ein Zeichen der Verachtung, nicht nur Porzellan und Solnhofer Platten links liegen zu lassen, sondern auch sein eigenes Benimm, in diesem Falle Gästen gegenüber. Staatsgästen.

      Und ob ‚Scharfmacher‘ im Titel und ‚Populisten‘ im Text Benimm sind, insbesondere wenn unfundiert, kann jeder für sich gerne überlegen.

      Und manche Frage … . „Haben Sie noch Ihren Studentenausweis?“ – „Haben Sie schon Ihren Behindertenausweis beantragt?“ wäre meine Gegenfrage gewesen.
      Ich spare den Rest der Doofheiten, die zwischen (auch) gute Fragen gestreut waren.

      Benimm, da gehört sich bei einem Staatsgast, jemanden auf ähnlichem Level an den Flughafen (oder die Talkbühne) zu schicken, nicht einen Ex- aus dem Oppositionslager.

      Nun doch OT: Was mir gestern zur Pressekonferenz aufgefallen ist, die erste Frage; und auch gestern Abend, die Obsession mit den Nazis. Wie in Zeiten der Prüderie. Den ganzen Tag, hoch und runter, nur an Sex denken, Sex, Sex, Sex. So wird von Deutschen offenbar den ganzen Tag daran gearbeitet, bloss kein ‚Nazi‘ zu sein, nichts zu lesen was Nazis geschrieben haben, eine Armlänge Abstand zu halten von allen Menschen die sich nicht als Nicht-Nazis ausweisen können. Und vor allem nicht mit Trommelwirbeln und in schwarzen Anzügen auf die Bühne kommen. „Da fehlt nur noch die Armbinde!“

    • Ich hatte gestern in der Sache den Posener bei Twitter an der Backe. Peinliche Figur.

    • @donquichotte: Das ZDF macht es doch nicht besser! Oder finden Sie?
      ht tps://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/videos/ich-bin-pro-europaeisch-100.html
      Zumindest unhöflich, auch Kleber.

    • Antrittsbesuch?
      Mit Verlaub, ist ein Besuch der Bundeshauptkloake nicht eher ein „Abtritts-Besuch“? Die Schilderung der weiteren Umstände spricht jedenfalls eher für Abtritt als für Antritt.


    • Selten wurde es deutlicher, was vom ÖR zu halten ist. Weg damit.

      Und Glückwunsch an Bundeskanzler Kurz, der die Frechheiten souverän gemeistert hat. Andererseits, so wirklich war ein Unterschied zu deutschen Politikern auch nicht zu erkennen, der Kurz ist halt ein Profi.

    • @ donquichotte
      „… sollte man durchaus in der Lage sehen, die wutverquollenen Augen richtig aufzumachen“

      Im Guten, Sie Windmühlen- und Logofetischist: kümmern Sie sich um die Labels, während sich andere mit den Inhalten auseinandersetzen.
      Faire Arbeitsteilung, jeder nach seinem Vermögen.

      Nebenbei, irgend ein wesentlicher Unterschied zu erkennen zwischen ARD und ZDF?
      Eben.

  145. Die Verachtung des neuen Deutschlands...
    Wahrscheinlich bin ich in diesem erlauchten Kreis der einzige, der über eine Ballerkiste verfügt, die abends zudem auch wirklich läuft.
    Ich will Euch „kurz“ berichten:
    Kurz war zu Gast bei diesem Infotainmentmädchen, das schon mal mit Schröder (lassen wir das), das also mit bemerkenswert gefühllosen Augen eine Verhörsendung moderiert.

    Sie hat provoziert und provoziert, wurde immer beleidigender. Indes – der junge Mann hat alles mit seiner überlegenen Intelligenz und Eloquenz aalglatt lächelnd weggebügelt.
    Die Schnalle vom Staatsfernseh war dann so verzweifelt, daß sie ihm irgendwann sogar sein Salär von „über 200.000 Euro“ vorgeworfen hat (er ist Bundeskanzler und nicht Gaspipeline-Promoter). Selbst da hat er sie nicht gefragt, was sie und ihresgleichen denn beim ör Fernseh verdienen, sondern entwaffnend freundlich erkärt, daß er sich sehr gut bezahlt und privilegiert fühlt.

    Dann kam irgendwann einer dazu, der eine Visage und eine Frisur wie Reinhard Heydrich hat, und ich habe die Kiste ausgemacht.

    • Ich habe definitiv keine. Wenn andere glotzen, schreibe ich.

    • @ sylter456
      Da haben Sie ja den wirklich vollkommen lächerlichen Teil der Sendung verpasst:
      Jürgen Trittin als gönnerhafter Moralonkel mit besserwisserischen von-oben-herab-Tipps für Herrn Kurz.
      Alles in allem war die Sendung aber ein schöner Beweis, warum manche Menschen Karriere machen und manche andere eben nur Zwangsgebührenjournalist/IN sind.

    • ... und ich habe die Presseschau heute früh gelesen
      „überlegenen Intelligenz und Eloquenz aalglatt lächelnd weggebügelt“

      Genau das wird ihm rundum vorgeworfen. Er hätte es nicht ‚gut‘ machen können; so nicht und anders auch nicht. Es war alles darauf ausgelegt, wenn er nicht sagt, dass Merkels Flüchtlingspolitik ‚klasse‘ ist, seine FPÖ-Koalitionspartner Nazis sind, und Juncker ein europäischer Visionär; dann würde man ihn verreissen müssen.
      Und das hat man so gut irgend möglich getan.

    • Ich hätte da 'ne Frage:
      Mit den Amis verstehen wir uns nicht mehr gut, mit den Russen wegen Putin und der Krim sowieso nicht.

      Der Orban ist uns zu urban und die Tschechen und Polen bleiben uns gestohlen.

      Die Griechen haben sich selbst, aber mit unserer Hilfe, an den Bettelstab gebracht und die nebeldurchweichten Linksfahrer auf ihren kritisch..britischen Inseln haben wir aus der EU gekegelt.

      Offenbar in Ermangelung weiterer noch zu Bekehrender, die wir mit unserer moralischen Überlegenheit, unserer Buntheit, Vielfalt und dem totalen Krie…Kampf gegen Rechts erfreuen können, legen wir uns jetzt mit den Österreichern an.

      Was kommt als nächstes?

      Wen erfreuen wir mit unserer politischen Elite aus der Vielfaltsvorzeigestadt Berlin?

      Liechtenstein? Andorra?

      Kann unsere Leyenspiel…Bundeswehrtruppe gegen die überhaupt gewinnen?

      Braucht jemand eine klebrige Kanzlerin mit leichten Gebrauchsspuren, billig abzugeben (schnell zugreifen, bevor sie sich selber wieder als Kanzlerin wählt)?

    • Thomas Marx, mit den Deutschen ist es wie mit Narziss
      Eigentlich war er sicher, der Schönste zu sein. Und dennoch nagten die Selbstzweifel an ihm. So musste er regelmässig in die spiegelnde Fläche eines Teiches sehen, um sein Ebenbild dort zu betrachten. Ja, er war schön! Aber wenn man ganz genau und ganz dicht hinsehen würde, auch noch?
      Deshalb bückte er sich immer weiter, immer dichter, an die Oberfläche um sich noch genauer betrachten zu können. Leider konnte er nicht schwimmen, und eines Tages hatte er sich so weit gebückt, dass er kopfüber in die Fluten stürzte.

      Mit den Deutschen geht es nicht viel anders.
      So sehr sie sich überlegen fühlen – egal ob im Tausendjährigen ‚am deutschen Wesen …‘ oder in der Flüchtlingspolitik – am Ende bleibt der Zweifel. Und nagt. „Sind wir wirklich die Grössten?“ vielleicht müssen wir doch noch ein paar Hunderttausende mehr aufnehmen. Globale Verantwortung, Klima, Familiennachzug. Wie bei Narziss: Es reicht nicht. Es kann nicht reichen.

      Deshalb auf der anderen Seite Überlegenheit produzieren, andere kleinreden. Der böse Trump, der böse Putin. Der unsägliche Kurz. Was erlauben Kurz! Erst sagt die Kanzlerin, die Balkanroute kann und soll nicht dicht, dann macht der sie dicht. Seegrenzen kann man nicht schützen und die Mittelmeerroute nicht schliessen. Kurz meinte letzten Sommer das ginge, und nun ist sie zu. Überlegenheit natürlich über Orban.
      (Man schaue sich die Bundestagsdebatte von gestern an. Beatrix von Storch erzählt, wie in Ungarn Synagogen unbewacht, und mit spielenden Kindern mit Kippa davor anzutreffen sind. Und dann die krampfhafte, zwanghafte, Erwiderung einer bebrillten KGE. Dass das mit Flüchtlingen nichts zu tun habe. Das ist wie wenn Narziss einen Tag hat an dem er stark mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat.)

      Wenn man an seiner eigenen Intelligenz zweifelt, kann man jedoch Trump als ‚debilen Hamster‘ (sich selbst) verkaufen.
      Und natürlich gegen den Brexit, da *muss* gehetzt werden. Es kann einfach nicht sein, dass die Briten meinen, ohne uns ginge es vielleicht sogar besser. Denn das nagt weiterhin am Selbstbewusstsein der Deutschen (‚Wir sind Papst!‘, ‚Wir sind Weltmeister‘, ‚Wir sind Exportweltmeister‘).
      Griechenland haben die Deutschen dank einer Intervention der Kanzlerin gegen ihren Finanzminister grosszügig gerettet. Und ihnen bis 2060 eingeräumt, die Schulden zurückzuzahlen. Und dann fragt sich der Deutsche „Ich kann das nicht verstehen!? Warum lieben die Griechen uns eigentlich jetzt nicht total?“
      (Was macht die rumänische Bettlerin vorm Karstadt, wenn ich ihr einen Hunderter einwerfe? Wahrscheinlich hält sie mich – übrigens zu Recht – für bekloppt.)

      Seitdem ich mich hier beteilige schreibe ich, und wiederhole ich hinlänglich, dass die Deutschen ja auch arrogant genug sind, seit nunmehr 36 Jahren keinen Staatsmann mehr zum Kanzler zu wählen. Offenbar halten sie sich für so überlegen, dass sie auch mit Provinzpolitikern als Kanzlern noch immer in der Liga spielen können.
      Und das stimmt sogar, solange keine grossen Probleme am Horizont auftauchen. Kohl hatte Glück mit dem was ihm die Geschichte in den Schoss warf. Sein Mädel hat da weniger Glück. Sie muss sich mit erratischen Übernacht-Entscheidungen durchs politische Leben rudern.

  146. Herzlichen Glückwunsch
    Da ist man froh, dass dieses Paar bei dir gelandet ist und ich hoffe, es wird ihm noch lange bei dir gut gehen & dass du es der Nachwelt erhalten wirst. Danke für die sehr interessante Kunsterziehung.

    Was ist denn der Hintergrund der Dame ganz in weiß? Ihre Boa kann doch sicher nicht so alt sein, wie sie selbst?

    • Das ist eine Alabasterfigur in einem Schaufenster in Tegernsee.

      Natürlich ist das Paar jetzt erst mal viele Jahrzehnte sicher – was ich habe, gebe ich nicht mehr her.

  147. Danke
    „Es ist einfach viel Verständnis für die eigene Vergangenheit verloren gegangen, während andere wieder gern ihr Kalifat hätten. Beides ist nicht prickelnd.“

    Danke für diese geistige Exkursion, darf man auch zweimal lesen – der Böttger hat schon schönes weißes Gold gezaubert und der Tee und Kaffee münden soviel besser – ein haptisches Erleben auf den Lippen, das ich nicht missen möchte – aber es ist heute en vogue Café to go aus Pappbechern zu trinken, im Stehen, im Fahren und Gehen und das soll Genuss sein – face palming!

    Wir halten uns für so viel klüger und sind es nicht. Ich konnte vor einigen Jahren lesen, dass die Intelligenz gerade im 19.Jahrhundert viel ausgeprägter war, als heute – da gab es wirklich neben der materiellen eine geistige Elite, noch bis in die 30 Jahre dieses Jahrhunderts hinein – was schufen und konnten die, ohne diesen ganzen Firlefanz den wir heute brauchen um mitzureden und mitzumachen – wer Chopin in einer der Salons in Paris hörte verstand auch noch was von Musik, spielte selbst ein Instrument – Heute brauchen Moderatoren Teleprompter und die Kids glauben beim Zuschauen bewundernd die könnten das alles auswendig aufsagen…..

    So ein Beitrag regt gründlich zum weiter Philosophieren über Kitsch und die reale Welt an in und um uns herum – nochmals Danke, schön dass es den Blog, jetzt auch schon im 9 Jahr gibt! Gratulation für soviel Ausdauer!

    Und ich erinnere mich, als vor 9 Jahren das Stadtarchiv in Kön einstürzte, zuvor war die naheliegende Severinskirche, wie der schiefe Turm von Pisa, im Zusammenhang mit dem U–Bahnbau abgesagt und erheblich Schieflage geraten, aber darüber spricht heute keiner mehr; mein Sohn war 10 Jahre alt und ich hatte von virtuellen Tagebüchern keine Vorstellungen; ich entdenkte für mich den Kollaborationen Wert von Wikis und begann mich zaghaft zu vernetzen.

    • Danke. Nun, die eun Jahre vergingen schell, und ich schreibe wirklich gern. Ichb habe nur selten Schreibblockaden und bin frei von Hemmungen, was die Selbstdarstellung angeht. Ich schlafe NIE vor der Veröffentlichung nochmal und ändere nicht viel. so läuft das, mit einer theoretischen Kapazität von einem Beitrag alle zwei Tage, Reisebloggeschwindigkeit ist aber 1 Beitrag alle 3-4 Tage. Und es kommt ja auch viel zurück.

  148. Opponent
    Mal ein schöner Artikel. Es geht uns in Deutschland gut im Vergleich zu anderen Ländern.
    Was vorgestern Luxus War ist gestern normal und heute in manchen Fällen auch aus Guten gesundheitlichen Gründen unerwünscht z.B Zucker und Fleisch.

    Herr Meyer schreibt den Blog seit 9 Jahren.
    Wie stark ist in dieser Zeit die Auflage der FAZ gesunken

    • Denken Sie, da gäbe es einen Zusammenhang?

      Meine Blogs stehen, wenn sie richtig gespielt werden und nicht nur im Nachtprogranmm, so bei ca. 40 k Visits/Beitrag, rauf von etwas mehr als 10 – und 20k schaffe ich auch ohne FAZ. Das ist schon ganz ordentlich. Die Auflage ist aua vielen Gründen gesunken – mit jeder geschlossenen Bankfiliale fällt ein Abo weg, Freiexemplare wurden reduziert etc.

    • Keine Zeit mehr für Brötchen mit Zeitung
      Bei jeder Pleite ein Abo weniger, jaja AirBerlin, Lauda, etc. Ärzte haben sich zusammen getan, ähnlich Anwälte. Wenn zehn Anwälte zehn Abos hatten, haben zwei Anwaltskanzleien mit je fünf Anwälten nur?

      Wenn privat keiner mehr Zeit hat, beide arbeiten und müssen sich zwischen fünf und neun um die Gören kümmern, brauchen sie nicht noch ungelesenes Papier zum Entsorgen.

      Und nix zum Abstauben. So ist das heute. Funktionell, unintelligent, spartanisch und lieblos. Bleiben Sie uns erhalten!

    • Mache ich, keine Sorge.

    • Bei mir gibt es da einen Zusammenhang anderer Art
      Weil ich nämlich hier sein darf und keine Schnorrerin sein will, kaufe ich öfter die FAZ und auch die Woche.Schließlich weiß ich, wie der Hase läuft.

      Aboniert habe ich überhaupt keine Zeitung (mehr).

    • Einfach nett, Philomena!
      In der heutigen Ökonomie ist das aber etwas anders: Die FAZ kriegt ja auch Geld für Clicks. Deswegen clicke ich gerne hier, und empfehle den Blog weiter.

      So nett wie Sie bin ich nicht: Ich würde die Druckausgabe abonnieren, wenn sie besser wäre. Bzw. bei dem Geld: richtig gut wäre.
      Ja, es gibt Zeitschriften die ich derzeit abonniere. Und über viele Jahre hinweg hatte ich die ZEIT im Abo.

    • FAZ-Abo
      Ich weiß nicht genau, ob ich mich jetzt als Retter wie @Philomena oder eher als „Clicker“ wie @Uwe Dippel fühlen soll:

      FAZ u. FAS abonniere ich zwar immer wieder mal für ein halbes Jahr – aber nur dann, wenn die mich in Form von Lufthansa-Meilen dafür bezahlen (sog. Altpapapiermeilen).

      Da ich über die eine oder andere deutsche Anschrift außerhalb der Zustellgebiete verfüge, erhalte ich das Abo dann auch noch in Form von Gutscheinen, die dann jemand, der einen ebay-account hat, für mich verkauft.

      Ich sehe dann immer auch den einen oder anderen „klugen Kopf“ in der Lufthansa First Class, der so wie ich weniger für sein Ticket bezahlt hat als der vollzahlende McKinsey-Kasper in der Business-Class.

      Die FAZ unterhält für all das ein – recht proaktives – Callcenter. Das ganze ist also kein Geheimtipp oder gar eine unlautere Masche meinerseits, sondern vom Verlag durchaus so gewünscht.

    • @ Herr Dippel,schon klar,
      dachten Sie, ich lese nur und clicke nicht?

      Komme gerade zurück aus “ Phantom der Oper“, weil ich eingesprungen war, um die Karte nicht verfallen zu lassen.Jemand war plötzlich verhindert.Deborah Sasson ist immer noch Klasse und sieht noch sehr gut aus.

      Tut mir leid mit Ihrem Dach, hier war’s nicht so schlimm. Ein paarmal kam sogar die Sonne durch – aber eben hat es geregnet.

      So, ich denke, ich bin jetzt unten und wünsche Ihnen ein guats Nächtle.

      @ sylter 456, meine Tochter liest auch überwiegend die FAZ… Leider gibt es für manche Ziele keine Direktflüge, muss immer über Paris oder Brüssel gehen. Die LH fliegt nur Südafrika an, da war ich schon mal dabei mit der A 380, echt toll.

    • Als Holzklassenflieger gibt es bei mir
      bei der Lusthansa jeweils nur die FAZ als PDF zum Runterladen.
      Da frage ich mich – auch im Zusammenhang mit der Clickerei von oben – ob die FAZ da einen Pauschalbetrag erhält, oder tatsächlich per Download bezahlt wird? Dann wäre es mir ein leichtes, ein paar Ausgaben runterzuladen, und das Polster für des Gastgebers Weiterbeschäftigung aufzustocken.

    • Ich bin dem Vernehmen nach durch Onlinewerbung mehr als refinanziert. Klicken Sie hier eifrig und verbreiten Sie die Beiträge.

  149. Welch Labsal
    dieser wunderbare Text mal wieder ist, werter Don.
    Schon alleine für sich selbst stehend und erst recht als Kontrast zu den von (wohl) der FAS dominierten faz.net des Jahresanfangs.

    „Wir werfen in dieses Loch unsere eigene Vergangenheit und unterschiedslos ihre Flausen, Dummheiten, Stärken und Ideale, weil wir es können, und weil wir denken, wir wären weiter und etwas Besseres.“

    Nicht wir. Nur viel zu viele von uns.
    Denn auch hier sehen wir wieder das gedankliche Erbe der 68er. Die wirklich so dachten und noch denken und das den nachfolgenden Generationen eingeimpft hatten. Unter anderem, weil sie all die Relikte aus der alten Zeit als Zeichen von Unterdrückung deuten und verteufeln. Das betrifft ihre Porzelanfiguren, käuflichen Damen und Blutsilberkännchen wie jeden anderen Kulturschatz wie Palais, Kirchen, Schlösser oder Gründerzeitvilen – egal ob aus dem bürgerlichen 19.Jh mit seiner Industriellen Revolution und den Legionen an Arbeitssklaven, die dafür wie im Kohlebergbau mit 30 an Staublunge krepierten, oder aus den Jahrhunderten davor, jeder einzelne Taler von Schweinehirten abgepresst.
    Waren es direkt nach dem Krieg einfach die Umstände (alles verloren), die die meisten Menschen in biligen Press-Span, Nierentischchen und Zweck-Geschirr investieren ließen – im Hinterkopf aber immer noch die Wiederherstellung der Bestände an gutem Porzellan, bis hin zur Wohnungseinrichtung im sog. „Gelsenkirchener Barock“ – so war es nach 68 der Bruch mit absolut allen Traditionen und Wertvorstellungen der Ahnen, die dem Rest, der noch übriggebileben war, weitgehend den Garaus machte. Man könnte meinen, ledigich Altbauwohnungen mit 3,50m Deckenhöhe sind das Einzige von früher, was nicht verteufelt wurde.
    Als würde das Wegwerfen, die Eliminierung dieser Relikte und Zeitzeugen auch nur einen Tropfen Blut wieder gutmachen, den deren Herstellung gekostet hat… Im Gegenteil, man sollte die erst recht Dinge wertschätzen im Wissen, was die Erschaffung dieser Werte gekostet hat.

    Nein, diese verkrampfte, verkopfte und letzlich ärmliche Denke hat diesem Land schon so viel an Kultur und Kulturschätzen gekostet – bis hin zu den ganz konkreten totalen Untergangs-wünschen („Deutschland verrecke“) und ihrer ultimativen Ausprägung, der grenzenlosen Überflutung mit kulturfremden, invasiven Geschöpfen aus Regionen, die ähnlichen Denkmustern huldigen, dies aber in weit radikalerer Form (siehe Palmyra etc.) praktizieren.
    Bei uns macht man das ja perfider und schleichender, indem Jahr für Jahr alte Bausubstanz durch die Verwaltungen zum Abriß freigegeben wird…

    Was tun?
    Tja,sind wir wieder beim Thema Mauern…
    Die eigenen Mauern, in deren Inneren man wertschätzen und behalten kann, was man slebst für wichtig erachtet und noch sagen kann, was man denkt.
    Und ggfs. neue Mauern, wie eine in Richtung Norden. Oder als Start eine um Berlin herum, so als Anfang.
    Undurchdringliche firewalls um Spon, bento, taz und konsorten herum wären auch sehr hilfreich.

    • Zum Jahresanfang vielleicht: Da gibt es wenig Nachrichten, und die FAS hatte ein Special. Das heisst aber nicht, dass fez.net nur so etwas gebracht hat. Es gibt halt verschiedene Ansichten.

    • Was doch ein einfach um 180° vorwärts/rückwärts gerolltes a vermag...
      Oder steht da etwa Wechsel oder ein Zusammenschluss unter Gleichen (wie seinerzeit bei Crimeler/Crymler) ins Haus???

  150. Fabelhaft
    Wie der Reiter über den Tegernsee bewegen Sie sich elegant und
    Virtuos durch Ihre anspielungsreichen Texte, pure Bewunderung!

  151. Danke
    wie immer ein vergnügen von Ihnen zu lesen. Herzlichen Dank, m

  152. Erschlagen
    ich bin einfach von dem, was von dem Don kommt, erschlagen; in dem Sinn, daß ich teilweise Stunden zur Verarbeitung brauche. Dankbarkeit ob seiner Existenz, seiner feinziselierten Sicht und Wirkung auf meine Meinungsbildung.
    Danke

  153. Ich danke für mein Vergnügen
    Ich danke Ihnen, lieber Don, für die vergnüglichen, anregenden und informativen Texte. Neun Jahre sind eine lange Zeit, mein Respekt.
    Für mich ist beim Lesen relevant was in Ihrem Lande läuft (ich komme aus Ihrem südlichen Nachbarland – hätte jetzt fast sündlich geschrieben). Und – Sie provozieren auch immer wieder interessante Antworten. Die sprechen manchesmal besonders für sich.
    Mit Porzellan aller Art habe ich es nicht so. Aber es ist interessant, welchen Zugang Sie und andere dazu haben. Das gefällt mir, das regt mich zum Denken an.
    Die Trauer um die in der heutigen Zeit (und der heutigen Gesellschaft) verloren gegangene Wertschätzung unserer kulturellen Errungenschaften kann ich gut nachvollziehen. Ich lasse mir auch lieber einen Kasten vom Tischler meines Vertrauens machen (oder werde probieren, es selbst zu machen), als bei den Möbelkonsumtempeln meine karge Freizeit zu opfern.

  154. Herzlichen Glückwunsch!
    Lieber Don Alphonso

    herzlichen Glückwunsch zum neunjährigen Blogjubiläum! Ich habe zwar die Anfänge nicht mitbekommen, lese aber mittlerweile fleißig mit.

    Ihr ungewöhnlicher Zugang zu den Themen, die Ironie, die schwere Themen leichter macht und nicht zuletzt die Fotos aus Italien, gefallen mir sehr.

    Ich wünsche ihnen weitere produktive Jahre, die Themen werden bestimmt nicht ausgehen.

    herzliche Grüße

    Hessin

  155. Steyr HS .50 sagte 17. Januar 2018 um 23:18 Uhr=> auch an @ S&R (Sicherheit u. Rettung?), @ t
    „Antiqitäten und deren Nachkommen der Gegenwart… und weiter…Ein belastbares Gewehr aus dem 3D-Drucker? Das glaube ich erst nach bestandener Prüfung durch das BWB (heute BAAINBw).“
    .
    Oh Gott, lassen Sie mir das komische Zeugamt in Koblenz aus dem Spiel. Ich durfte einst an der Erprobung des revolutionären G 11 (hülsenlose Munition) in Meppen teilhaben. Es wurde ja „als zu futuristisch“ verworfen. Andere haben sich Teilen der Technologie längst bemächtigt. Unserer schnarchweibergeführte Wehr wird eines Tages allenfalls noch mit einem (pssst: scharf geschliffenen Schanzspaten) ausgerüstet sein. Unsere Hubschrauberpiloten üben derweil beim ADAC den Nachtflug.
    .
    Nein, nein, ich horte keine Waffen. Ich wollte nur den fatalistischen Grundton bei der Einschätzung der soumission hier im Forum etwas ausbalancieren.
    Die einzigen waffentauglichen Teile, die ich besitze sind unsere Gartengeräte, evtl. eine Kettensäge. Zu Abwehr der Ergebnisse von Schengen, also den gelegentlich hier erwähnten Besuch aus dem Balkan, habe ich mir ein scharfkantiges Tischbein mit Haltegriff geschnitzt und in der Nähe der Schlafstelle platziert. Wobei die Polizei hier wirklich zur Soumission rät.
    .
    Muß los.

    • @Ddh, Steyr .50
      Herr Deja, niemand hier hat natürlich die Absicht, sich mit Waffen einzudecken.

      Was aber die technischen Möglichkeiten und die Materialbelastbarkeit angeht, so sollte man einerseits die zwischenzeitliche Entwicklung beim 3D-Metalldruck nicht aus dem Auge verlieren ( https://ww w.3d-activation.de/material/metall/ ) und andererseits nicht darauf vertrauen, dass die entsprechenden Personen, die die Grenzen ausloten, vor Produktion irgendwelche Materialprüfungsanträge stellen.

      Ich bin mir halt nicht so ganz sicher, ob das langfristig funktioniert, wenn einerseits die Waffenvorschriften für alle Bürger immer strenger werden, aber sich andererseits jeder Kleinkriminelle eine Kriegswaffe ausdrucken kann.

      Aber vermutlich liegt das nur an mir und meinem pathologischen Zivilisationspessimismus… genießen wir also den wirtschaftlichen Aufschwung und die abnehmende Gewaltneigung der Bevölkerung – wann erscheint doch gleich die nächste Kriminalstatistik ?

    • Empfehlung
      Die „Welt“ hat unter Geschichte ein faszinierendes Stück über Königin Editha, die erste Gattin von Otto I, deren Sarkophag (99,9% Wahrscheinlichkeit) sich bei Restaurierungsarbeiten unter dem Magdeburger Dom fand.

      Otto, der hatte Waffen, sonst hätte er die Ungarn bei Augschburg nicht geschlagen und nicht den Dom zu Magdeburg gebaut.
      Die „Welt“ hat unter plus außerdem ein Stück über UvdL und Helikopter. Wer zahlt für sowas?

    • Konkursmasse
      Ich denke das ist Absicht um die Konkursmasse der Bundeswehr in eine EU Armee zu überführen. Genauso wie die Konkursmasse der BRD in einen EU Staat überführt werden soll.
      Klar das beides scheitern wird.

    • schnarchweibergeführte Wehr - ein Bonmot
      Angesichts des wehrunfähigen Zustandes der Bundeswehr und des schneidigen Bundeskanzler Kurz frage ich mich im stillen, ob der Anschluß von 1938 heutzutage nicht anders herum verlaufen könnte.

    • @DdH
      Hier müssen einstweilen Hund und (ebenfalls scharfgeschliffener) Spaten reichen…Allerdings scheint die Anschaffung eines 3D-Druckers jetzt doch eine Überlegung wert zu sein.

    • Editah et al.
      Wenn Sie sich für „Kunst“ interessieren, lesen Sie den Text im untenstehenden Link. Ich kann das nicht kommentieren.
      Sonst muss ich Kot..en.

      https://is.gd/3xpZ4g

    • Manche nennen es noch 3D-Drucker
      Mindestens eine funktionsfähige 1911 wurde bereits mit einem Fabrikator hergestellt und sie hat die ersten 1000 Schuss ohne Probleme hinter sich gebracht. (Video zu Produktion und Test findet sich im Netz)

      Das gute Stück hat in dieser Fertigungsweise ca. 200.000 $ gekostet. Aber das wird noch sehr viel günstiger werden. Diese Technik wird noch viel verändern …

      Das britische Parlament soll angeblich nach dem Fall Luty darüber diskutiert haben, ob der Verkauf von Drehbänken an Privatpersonen verboten werden soll.

  156. @ mira-belle OT Lagebericht
    .
    . Ganz Kurz, äh, kurz :

    Kilos purzeln seit Spätsommer nicht, aber was sich heimlich an Fett’n davonschleicht, wird halt durch Muskeln (Muskerln?)

    ersetzt .

    Das sehe ich schon.

    Stolz schloff ich im Herbst in Jeansgröße 38 Stretch, und Daniel Hechter T-Shirts Größe XL .

    Vergangenen Samstag, nachdem ich ein paarmal in illuminiertem Zustand aus den Hosen ohne Knopf und Reißverschluß zu öffnen , ausgestiegen war,
    Kaliber .36 Stretch Hosen, 34 ist noch Zukunft, und Unterhemden ohne Zwick und Zwack in Achseln oder sonstwo,

    Größe L . Ohne X .

    Es geht voran, bewege mich auch ganz anders , kommendes Wochenende noch ohne Alk (sehr komisch, wenn man genau weiß, wie man um halb zwei Uhr morgens heimgekommen ist),

    dann sind die vier Wochen voll, und ich auch !

    • ... neues Körpergefühl - mit und ohne Alk @OttO Moser ...
      … hört sich doch rundummadum positiv an – werter OttO –

      … vielleicht – auuuuuch – weiiiiil – ich Sie imaginär immer „mitneh´m“ zu meinen meistens (außer es regnet gestreifte Elefanten) -ausschweifenden Wanderungen hier am Rande und auf der schwäbischen Alb. – Neuerdings Biospären-geschützt – aber hallo!

      … Das müssen Sie doch gespürt haben – …

      Hexen gibt es noch immer.

      … by the way – Maischberger´s Shitstorm: Wer Andern eine Grube gräbt … so what!!!

      Grüss – MiraBelle

    • Übertreibens nicht, Herr Moser
      nachher sehn Sie noch aus wie der Lagerfeld.
      .

      Mit Handschuhen, aus denen dürre Fingerchen hervorlugen.

      Gruß

  157. Fazit des Kurz-Auftritts bei M-berger :
    .
    .
    . Tausche eine komplette GroKo samt Bundestagskaspern für EINEN ,
    auch nur entfernt Verwandten von

    Kurz .

    • Trümpfe hat jeder gern
      Selbst wenn wir nur alle Frauen über 40 gegen so einen eintauschen würden, wären wir schon besser dran.

      Aber ich weiß noch was Besseres: Einen Kurz gegen die gesamte Mannschaft in Brüssel. Die Übel scheinen eher von dort zu kommen.

      Las gestern über den Vater von Maria L. Sollten Sie auch mal machen.

  158. Shithole-Country?
    Aus meiner Sicht wäre es – in Ansehung mancher derzeit Regierender – vielleicht richtiger gewesen, von der Verachtung des „Neuen Deutschland“ (in Anlehnung an die seinerzeitige DDR-Postille) für die alten deutschen Ideale zu schreiben; andererseits wäre dies wohl doch eher ein schwerer politischer Säbel anstelle des angesichts des Sujets angebrachten Floretts gewesen.

  159. Titel eingeben
    Ich habe in Selb noch eine Porzellan Manufaktur gefunden, von welchem ich 20 Jahre vorher eine Engel Gruppe mit Instrumenten sah, mir aber nicht leisten konnte, wollte. Der Herr hatte seine Manufaktur aufgegeben nachdem er noch einen Schlenker über High Tech Keramik ausprobierte. Er war in der Lage einen bayerischen Löwen aus 17 Einzelteilen entstehen zu lassen. Die Finger waren so zart gefertigt, das selbst die Chinesen nur zu einer Kopie mit Wurstfingern in der Lage waren.
    In der Garage fanden sich Reste einer phänomenalen Handwerks Kunst. (Wie auch bei den letzten Metzgern und Bäckern um die Ecke, ist auch das eine Frage der verbleibenden Jahre einer aussterbenden Generation)

    Die Formen der Figuren wurden vernichtet… „Weil man ja nicht alles aufheben kann“

    Wer sich die Haus Preise in der Region Selb anschaut, weiss, das da ganz lange Zeit mehr Platz zur Verfügung stehen als gebraucht wird. Ausser es ziehen Migranten hin, welche billigen Platz für große Familien benötigen. So wie schon aus Hof berichtet. Vielleicht interessieren diese sich ja auch einmal für die Fäkaliengrube…

    • Ich könnte da schon was machen, aber… Porzellan ist halt mein Hobby, und ich will keinen damit zu sehr nerven,

    • .
      Gerne Porzellan, Don, Sie nerven keinesfalls, es ist ausgesprochen lehrreich und schön zu lesen.

  160. In die Sickergrube mit den Vätern!
    … und ihren Traditionen, Ideen,Vorlieben, Künsten. Der ganze Ruhm gebührt den Gegenwärtigen! So ist offenbar das Motto unserer modernen Globalisten. Es erinnert mich an Spenglers Beschreibung von Dekadenz im 2. Band seines „Untergangs“, zu der auch die Verachtung alles Herkömmlichen gehört. Giert man um so mehr nach Ruhm, je weniger man welchen verdient? Oder ist es die unbewusste Scham, die durch den Vergleich der Gegenwart mit der Vergangenheit rührt?

  161. Kant vs Hegel oder: Warum früher alles besser war, sogar der Kitsch
    Ersetzen Sie „Sprache“ mit einem geeigneten Nomen Ihrer Wahl, vielleicht Kultur, Werte oder Sitten. Es passt in der Regel. Und dann kündigen Sie dem Fortschritt auf, ziehen in eine Höhle im Wald, ohne Strom und fließend Wasser und leben die Werte der Vergangenheit mit großer Freude. Die Sonne scheint dann bestimmt wärmer.

    „Dieser Glaube an eine fortschreitende Verderbniß der Sprache ist aber ein höchst trostloser; er erklärt sich indessen eben so leicht aus der die Vergangenheit der Gegenwart vorzuziehen stets geneigten menschlichen Natur, wie der überall sich findende Glaube an ein goldenes Zeitalter, und wie die Einbildung jener alten Frau, die behauptete, daß die Sonne nicht mehr so warm und so erquikkend scheine, wie zur Zeit ihrer Jugend.“ August Fuchs 1849

  162. Alles richtig ...
    … gehört aber nicht hierher.
    Bei allen Ihren Beiträgen, die ich bisher gelesen habe (Sie sehen, ich interessiere mich für die Gegenseite), musste ich feststellen, dass sie an demselben Syndrom krankten: chronische Apologetitis (jaja, ist nicht ganz korrekt wortgebildet). Sie scheinen sich dauerhaft nur selbst bestätigen zu müssen über einen Rückgriff auf mutmaßlich kollektiv-kulturelle zivilisatorische Errungenschaften des (sic!) Westens/christlichen Abendlandes. Anders ausgedrückt: Bei Ihnen nimmt Apologie die Gestalt öffentlicher Diskursmasturbation mithilfe historisch-kultureller AbZERRbilder an. Zudiensten sind Ihnen dabei gern die Zwillinge Selbstüberhöhung und Fremdverachtung (wie auch nicht).
    Allerdings ist Ihre ideologische Basis sehr fragil und löchrig. Geschichte ist eben kein idealistischer Prozess eines aufklärerisch-erleuchtenden Fortschritts durch vernünftige und moralische (jaja, Tautologie) Einsicht sondern materialistisch. Beweis: die von Ihnen ins Feld geführten Frauenrechte. Es ist gewiss richtig, dass die emanzipatorischen Diskurse des 19.Jahrhunderts eine notwendige Voraussetzung dafür waren, dass Frauen heute leidlich als Menschen anerkannt sind. Hinreichende Bedingung für irgendwelche REALEN emanzipatorischen und partizipatorischen Verbesserungen für Frauen waren aber stets knallharte realpolitische Zwangslagen, i.e. Männermangel als Folge der chauvinistischen (in allen Bedeutungsfacetten) Kriege, welche wir überlegen „aufgeklärten“ Europäer in unserer Barbarei (Zu starker Tobak? #Hereroaufstand…) bis zum äußersten Exzess dort wie hier führten und sich dabei schlicht die männliche Bevölkerung soweit dezimierte, dass Frauen deren soziale Rollen ZUSÄTZLICH übernehmen mussten. Ob darüber hinaus die deutschen Frauen der 1950er und 60er Jahre vor Glückseligkeit beim Anblick irgendwelcher „selbstbestimmter“ Porzellanfigürchen erstarrten und ihre Pläne für berufliche Eigenständigkeit, wirtschaftliche Unabhängigkeit (vulgo KontoVOLLmacht) und sonstige individuelle Entwicklungsansprüche wieder vergaßen, wage ich begründet zu bezweifeln. Und auch heute noch müssen Frauen sich gegen (mit nur geringer Übertreibung) permanentes „pussy grabbing“ durch would-be und never-to-be Präsidenten wehren, wobei das neben gender pay gap (wie auch immer man die verschiedenen Berechnungen sehen mag) sicher nur eines von vielen spezifisch weiblichen Problemen in UNSERER Gesellschaft ist. Soweit also zu unserem zivilisatorischen Vorsprung, der juristisch also bestenfalls 50 Jahre beträgt. (Wenn wir andere „Randgruppen“ in den Blick nehmen, sieht’s noch trüber aus.)
    Was Ihr dauerndes Fremdverachten angeht: Diese bösartigen Generalisierungen (Halsabschneider, Sexsklavenmarktbetreiber usw.) können nicht mehr als rhetorisches Mittel im Sinne einer Hyperbel gelten. Sie negieren die Existenz und Aktivität „normaler“ bzw. „kleiner“ Leute sowie (insbesondere?) die intellektueller Kunst-, Kultur- und Gesellschaftsschaffender in den fraglichen Regionen – und sekundieren derart gar die Vernichtungsziele legitimierter (sic!) oppressorischer Regime wie solcher von uns als nichtreguläre Unterdrückung betrachteter Phänomene.
    Ihre abfälligen Äußerungen scheinen daher vielmehr ein akutes xenophobes Substrat offenzulegen. Und das ist maximal zu bedauern, denn anderenfalls könnte Ihre offensichtliche Hochbildung auch wirklich zustimmungsfähige Äußerungen zur Art und Qualität und v.a. des POTENZIALS der westlichen Gesellschaften beitragen. Mindestens der Art, dass wir uns unserer Ideale bewusst sein müssen und danach STREBEN sollten, diese ENDLICH weitgehend in konkrete Politik umzusetzen statt in Alternativlosigkeit zu versacken. Porzellanpuppen und andere Barbies und Kens helfen uns dabei allerdings sicher nicht weiter. Ebensowenig Monsterabziehbilder anderer Kulturen, Zivilisationen, Länder etc. kolonialzeitlichen Zuschnitts.

    • Ich bin ein zynischer Rosinenpicker und habe kein Problem mit sog. Ungerechtigkeiten. Ausserdem will ich hier nur plaudern und keine Proselythen machen. Was ist daran so schwer zu verstehen?

    • ungelesen
      Bei trillingsdreifach so langen Einträgen würden Absätze helfen, wie Don sonst sagt.

    • Absolut.

    • Rosinchen
      Proselyten, bitte. Soviel Pickerei muss sein, v.a. bei einem pseudointellektelluellen, elitären Plauderton.

    • Titel eingeben
      soviel geschwurbelter Bullshit….soviel Mimimimi

    • Das kann man auch ein bisschen netter sagen.

    • unwichtig
      Bei solchen Sachen denke ich über Legasthenie nach. Mein mit Abstand bester und intelligentester Kollege hatte das, was beweist, dass es nicht wichtig ist. Er fragte regelmäßig nach. Solche Sachen wie Terrasse, Rhetorik.

    • Hereoaufstand
      @ Don Trilingo führt ttsl. die Herero an!
      Ferrero hat gerade die Süßwarensparte von Nestlé in den USA übernommen.
      Das nenne ich einen Ferreroaufstand!

      Die Herero sind übrigens immer noch frech: https://youtu.be/XCz66YlNbPQ

      Die Geschichte des Völkermords sollten wir dann aber doch besser von oben abarbeiten anstatt sich an ein paar relativ belanglosen Scharmützeln zu erregen – nur weil sie von Deutschen begangen wurden.

      Wie wärs mit #Armenieraufstand?

    • Was wollen Sie uns sagen?
      Hallo Dreisprachiger!

      Gerade wollte ich den Blogger um bessere Verständlichkeit und Lesbarkeit bitten. Die gleiche Bitte nun an Sie. Haben Sie nachvollziehbare Kritik geäussert oder haben Sie nur prallbunte Wortluftballons mit wohlklingenden Plusterworten und Schwurbelsätzen beschriftet in den Himmel steigen lassen? Für eine übersetzte Fassung Ihres Beitrages wäre vielleicht nicht nur ich dankbar.

    • Lieber Herr Dreizunge
      Lieber Don Trilingo, wenn Sie sich ihr pseudointelligent klingendes Traktat einmal zurück ins Deutsche rückübersetzen würden, könnten Sie erkennen. dass es sich um randomisiert zusammengestoppelte Soziologenplattitüden handelt, die mit grösstmöglichem pseudoakademischem Anstrich versehen, dem gemeinen Pöbel zeigen sollen: Vorsicht, hier sinniert ein Akademiker, mit dem man nicht diskutieren sollte, weil er dem hiesigen intellektuellen Mob in allen Punkten überlegen ist.

      Man könnte sich aber auch fragen, was: „Bei allen Ihren Beiträgen, die ich bisher gelesen habe, musste ich feststellen, dass sie an demselben Syndrom krankten: chronische Apologetitis. Sie scheinen sich dauerhaft nur selbst bestätigen zu müssen über einen Rückgriff auf mutmaßlich kollektiv-kulturelle zivilisatorische Errungenschaften des (sic!) Westens/christlichen Abendlandes. Anders ausgedrückt: Bei Ihnen nimmt Apologie die Gestalt öffentlicher Diskursmasturbation mithilfe historisch-kultureller AbZERRbilder an. Zudiensten sind Ihnen dabei gern die Zwillinge Selbstüberhöhung und Fremdverachtung (wie auch nicht)“
      (sic!) bedeuten soll.

      Ein „Apologet“ ist ein Verteidiger eines Standpunktes, einer Einstellung, einer Theorie, eines Weltbildes.
      Verteidigt werden diese Standpunkte gegen Kritik. Das Wechselspiel aus Kritik und Verteidigung (Apologetik) ist die treibende Kraft in unserer Wissenschaft und Gesellschaft und damit völlig legitim. Kontinuierliche Kritik, auch an eigenen Standpunkten und Ergebnissen, ist fester Bestandteil der „Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis“, wie ihn sich alle Universitäten und Forschungseinrichtungen gegeben haben.
      Ohne Kritik wird eine Lehre statisch, verkommt zum Dogma.
      Selbstverstädlich muss man seine Standpunkte aber auch gegen Kritik verteidigen können. Kann man das nicht, hat man keinen „Standpunkt“, sondern nur etwas nachgeplappert, von dem man nichts versteht.

      Dieses mit medizinisch-pathologischen Endungen („-itis“/Entzündung) zu versehen, zeigt, dass sie Dogmatiker bevorzugen. Der Dogmatiker ist ein Glaubensjünger, ein Verblendeter, der sein seit tausend Jahren geltendes Dogma gegen intellektuelle Angriffe aller Art abschotten muss.
      Dogmen geben den Dummen Halt, weil sie in ihrer Lernresistenz unfähig sind, eine gefallene Theorie durch eine andere zu ersetzen.

      Dadurch definiert sich der Feind des Dogmatikers: der Heretiker oder „Ketzer“. Anstatt sich intellektuell mit ihm auseinanderzusetzen, wird der Heretiker vom Dogmatiker verfehmt und verfolgt und das beginnt damit, das man ihm seine guten Eigenschaften abspricht.

      Ein Beispiel dafür ist, dass sie die kulturell-zivilisatorischen Errungenschaften des christlichen Abendlandes als „mutmaßlich“ und die Verteigung derselben als pathologischen Akt der Selbstbefriedigung, genährt aus „Selbstüberhöhung“ und „Fremdverachtung“ (was immer das auch sein soll), bezeichnen.

      Niemand hat je behauptet, dass ein System wie das des christlichen Abendlandes in allen Punkten perfekt ist (aber immerhin darf es jedermann zu jeder Zeit kritisieren, was ein erheblicher Vorteil gegenüber religiösen Dogmen, wie dem Islam oder weltlichen Dogmen, wie dem Kommunismus darstellt).
      Aber wenn Sie dieses System angreifen, dann sollten Sie das nicht mit ad-hominem-Attacken gegen seine Verteidiger, sondern mit der Nennung von Lösungen, gerne auch unter Präsentation überlegener Alternativen tun.

      Eigene Sprachschöpfungen wie „Abzerrbild“ oder „Fremdverachtung“ sollten Sie dabei unterlassen, denn nur Sie selbst können wissen, was das bedeuten soll. Sonst kann man auf Chinesisch diskutieren, da weiss auch kein Mensch, was es bedeuten soll.
      (Beim Begriff „Fremdverachtung“ dachte ich, es handle sich um falsch geschriebenes „Fremdenverachtung“. Der Begriff taucht aber noch einmal im Text auf. Der Vorsatz „Fremd-“ bedeutet im Deutschen „von aussen einwirkend“, zum Beispiel in „Fremdluft“ oder „Fremd-DNS“. In diesem Kontext wäre die Bedeutung: „Verachtung durch Fremde“. Das können Sie dem, der verachtet wird, schlecht vorwerfen. Sein „Sinnzwilling“ ist auch nicht „Selbstüberhöhung“ sondern „Achtung durch Fremde“).

      Manchmal ist es auch hilfreich, über seine eigenen Sätze nachzudenken. Was „wie auch nicht“ an einen Satz angehängt bedeuten soll, steht vermutlich nicht im Wörterbuch der Deutschen Sprachwendungen.

      Geradezu komisch ist es, dann mit dem Einfluss „chauvinistischer Kriege“ auf die Emanzipation der Frau daherzukommen.

      Niemand ist stolz auf diese Kriege. Aber immerhin hat es der Westen, im Gegensatz zu gewissen religiösen Dogmen, geschaft, diese nicht mehr als „Fortsetzung normaler Politik“ im Sinne von „Vernichtung der Ungläubigen“ zu definieren.

      Der komische Aspekt kommt aus der unterstellten „Befreiung“ der Frau durch den kriegsbedingten Mangel an arbeitsfähigen Männern.
      Genau aus diesem Grund ist vermutlich direkt nach dem Krieg die „Baby Boomer Generation“ entstanden, als Frauen sich endlich vom Joch der Erwerbsarbeit befreien und zurück zu Heim und Herd kehren durften. Was meinen Sie, wo die geburtenstärkste aller Generationen produziert wurde? Bei Magirus am Fließband?

      Und so schreiten Sie weiter auf ihrem ParForce-Ritt durch christlich-abendländische (unsere) Verfehlungen.

      Der Vorwurf: „– und sekundieren derart gar die Vernichtungsziele legitimierter (sic!) oppressorischer Regime wie solcher von uns als nichtreguläre Unterdrückung betrachteter Phänomene“ ist nicht nur grammatikalisch eine Katastrophe, sondern es mangelt ihm auch an Erklärung, wer „oppressoriosche Regime“ „legitimiert“ (nach welcher Gesetzgebung oder Moralvorstellung werden diese „legitim“ und „legitimieren“ sich solche Regime nicht vor allem selbst?) und was „reguläre“ und „nichtreguläre“ Unterdrückung bedeutet.

      Kurz: ein fürchterliches Geschwurbel.

    • Ein Beitrag
      aus dem ich zwar keine Abstraktion der Quintessenz extrahieren kann, der mir aber den herrlichen Ausdruck „nichtreguläre Unterdrückung“ bekannt machte. Danke dafür!

  163. Maischberger, selbst nach drei TAGEN aus der Uni ausgeschieden ,
    .
    .
    . um welchen Beruf auch immer (schlechte Friseuse?) als Dschornalistin zu schwänzen ,

    erntet auf ihrer EIGENEN Fratzenbuchseite einen wahren Shitstorm !

    Lustig !

    • Wenn Sie geschaut haben, Herr Moser,
      ist sie nicht auch Österreicherin? Über den BR ist sie mit A.Fried, G.Jauch und Gottschalk(zunächst Radio)groß geworden im Alabama. Nur einer hat sich anders entschieden, der Schmidbauer.

    • Das kratzt die nicht.
      Knete kommt doch. Automatisch.

      Ich schreibs immer und immer wieder. Erst muß der mit den abgepressten GEZ-Geldern gepamperte ÖRR in die finanzielle Unabhängigkeit entlassen werden bevor sich hier im Lande Entscheidendes für die wertschaffenden und steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürger in Richtung der Wahrung ihrer Interessen ändert.

      Mitwirkung zur Abschaffung des ÖRR ist Bürgerpflicht.

    • Liebe Frau Philomena ,ob die maischl Österreicherin ist,
      .
      ..
      weiß ich nicht, aber Pizzabote Kern, van der Bellen, Glawicnigg , und noch ganz andere, sind und waren Österreicher.

      Aber Maischberger ist Maischberger, und Kurz ist Kurz, und Mugabe ist Merkel.

      DARAUF kommt es an !

    • Otto Moser
      Eher Breschnew.

    • Ach, Herr Moser,
      wenn ich so höre, was Deutsche über ihre Landsleute sagen…ist es vielleicht nicht ganz zu vernachlässigen.

  164. Porzellan als Metapher für Zerbrechlichkeit
    „Den Klassenkampf lagern wir an die roten und schwarzen Steuereintreiber aus“

    Sie meinen an die “Wertegemeinschaft” – Das Räubersyndikat zur Vergemeinschaftung von Eigentum und Einkommen?

    Oder, um bei der Porzellan-Metapher zu bleiben, den dunkelrosa Elefanten im HO-Laden?

    • Ich meinen den Trog, der sich stets auf’s Neue füllt.

    • Korrelierende Gedanken eines Landeis
      Wenn ich an einen Trog denke muß ich immer auch gleichzeitig an fette grunzende und fressende Schweine denken, die sich nicht – oder nur mit brachialer Gewalt – von diesem entfernen lassen. Insbesondere wenn er gefüllt ist. Saumässig schwierig halt.

    • Über volle Tröge und die, die davon nicht weg kommen spricht
      hier einer frank + frei:
      ht tps://www.blick.ch/news/politik/fam/frank-frei-die-videokolumne-von-frank-a-meyer-deutschland-in-der-merkel-falle-id7862149.html
      Wobei es wohl wegen der gut gefüllten Tröge in D wohl allerorten noch so ist, wie es ist – nicht nur in den oberen + vermittelnden Etagen.
      Und die vor den großen Trögen für alle – nun ja.
      Es wird nicht hübsch werden.

  165. war gerade beim Entrümpler
    Er sagte, er habe einen ganzen Raum vollgestopft mit Bildern, man könne sie nicht anschauen, weil der Raum zu voll sei. Wenn die Signatur sich nicht im Nachschlagewerk finden läßt, will sie keiner. Er sagte auch, daß die Erben in der Mehrzahl der Fälle buchstäblich gar nichts haben wollten aus den Haushalten ihrer Vorfahren. Nicht mal eine Kleinigkeit, ein Bild, irgendetwas. Kein Erinnerungsstück. Wie traurig das doch ist!

    Seine Erklärung: Sie wollten nichts besitzen, das die Mobilität behindert. Mal hier- mal dort. Heimatlos.

    • Ja, so ist das.

    • Bei der Masse der Herde ist das vielleicht so.
      Aber nicht überall. Nach einem vorletztjährigen Todesfall in unserer Familie blieb für den Entrümpler nur echter Ramsch übrig.

      Die Cousine möblierte sich in Massivholz neu und auch die von der Urgroßmutter gemalten Bilder im Barockrahmen fanden Abnehmer, die sie zu schätzen wissen.

      Viele wollten ein paar Erinnerungsstücke an das Haus der Familie zu ihrer Kinderzeit haben. Die haben sie dann auch mitgenommen.

      Und Ur-Urgroßvaters Kaffeetässchen aus den 1860er Jahren bekam derjenige, der die besten Optionen hat, sie im Mannesstamme weiterzuvererben.


    • Ur-Urgroßvaters Kaffeetässchen aus den 1860er Jahren
      Oh, die haben so lange überlebt?! Das sind ja echte Erbstücke. Ich hoffe, die nächsten Erben behandeln sie ebenfalls pfleglich :-)
      Das Älteste, was ich habe, dürfte von vielleicht 1905 sein, ältere Sachen habe ich nicht, und sind erbmäßig auch nicht zu erwarten.

    • Ja, es ist schon ein Wunder, dass es die Tassen noch gibt.
      Sie haben viel erlebt in den langen Jahren. Sie wurden für den Ur-Urgroßvater persönlich hergestellt und sind individuell bemalt. Nach der Jahreszahl darauf zu urteilen, hat er sie zur Hochzeit bekommen. Wenn die nächsten Erben sie nicht pfleglich behandeln, dann sollen sie zur Hölle fahren!

  166. Rosinen aus alten Zeiten
    Wie schön es ist, alte Dinge aufzubewahren (wenn man denn den Platz dafür hat), weil man sie vielleicht nicht nur antiquarisch, sondern sogar evtl. noch gebrauchen kann, kann ich gut nachvollziehen.

    Sammeln ist nichts Neues und kulturell wären wir arm dran, wenn unsere Vorfahren schon alles weggeschmissen hätten.

    Das sich heute viele davon „befreien“, ist eher die Belastung, sich dieser Dinge anzunehmen. Oder gar die Idee, den „Schatz“ der Vorfahren (das habe ich geerbt und kann es nicht gebrauchen) monetär umzusetzen. Siehe die Sendung „Bares für Rares“.

    So bleiben nur die übrig, die nicht nur den Moment sehen, sondern sich daran erfreuen und es in Ehren(?) halten (und der nächsten Generation vererben).

    Haben sie schon einmal darüber nachgedacht, Don, was mit ihrer schönen Sammlung wird?

    Je mehr in den Fäkalgruben landet, umso mehr Schätze sind die Überbleibsel.

    HAben sie schon einmal darüber nachgedacht

    • Nein, ich halte Denken für überbewertet, und der Blogerfolg gibt mir recht. Wenn man tot ist, ist es vorbei.

    • plaudern...
      der letzte Satz von mir hat sich doppelt eingeschlichen…

      Wenn man tot ist, ist alles vorbei – ja leider für einen selbst.
      Ihre Gedanken sind nicht überwertet, sondern zeigen zu recht auf Dinge, die viele beschäftigen.

      Ja und ihr Blog macht Spaß, weil man sich so ungeniert über Werte, Dummheit und Ignoranz austauschen kann, wie sie diese mit gekonnter Feder ansprechen.

    • Geh Schlafwandler,
      sans net so bees,
      wann’s eam hoit gfoiit.
      Des Buid vo da Gruam is scho guad gwen.
      Servas!

  167. Auch von mir herzlichste Glückwünsche zum 9. Geburtstag
    Und die Hoffnu, dass Sie uns noch lange, lange erhalten bleiben dürfen…

    Bin so spät dran, weil ich ewig gebraucht habe, die Kommentare zu lesen.
    Übrigens@E.Gast: ich glaube, in Ihrer Liste der Dinge, die Sie nicht mögen, fehlt noch was bei C.

    • @Nochn Gedicht
      Werter Mitforist,

      welche bitte?
      Mußte irgendwann beim Aufzählen einfach aufgeben,
      auch aus Rücksicht auf den Hausherrn.
      Gruß
      E.G.

  168. Jürgen Kaube, Herausgeber FAZ:
    „…Wenn heute auf einem AfD-Parteitag der Satz vom „versifften links-rot-grünen 68er-Deutschland“ Gejohle auslöst, ist das bemerkenswert. Denn es kommt von Leuten, die gar nicht merken, wie viel sie in ihrer eigenen Lebensführung jenen Protesten verdanken: vom Familienrecht über die Sexualmoral bis zur Gewöhnung an die öffentliche Dauerentrüstung, die sie praktizieren. Das unablässige Moralisieren, das den anderen kompromisslos kommt, weil es sich um die bösen Eliten handele, die sich gegen das Land verschworen haben, gehörte zur rhetorischen Grundausstattung von 1968. Schon damals konnten die Zeiten gar nicht finster genug sein, nur damit schrillste Töne angemessen waren. Es gehört zum Erbe von 1968, dass solche Weltbilder inzwischen altersunabhängig gepflegt werden.“

    Damit ist ja schon mal einiges gesagt.

    • Molche
      „Die größten Kritiker der Molche sind andauernd eben solche“ (NFSch) – oder: „Die schlimmsten Kritiker der Alten möchten sich selbst so verhalten“ (NFSch epigonal) – oder: „Der jüngste Kritiker des Kaube revodiezt, doch ohne Glaube“ – oder: „Der blauste Kritiker des Siff fliegt selbst nur auf Geisterschiff“. Da haben uns Bernstein, Gernhardt, Wächter aber was angetan – von wegen „Wahrscheinlich schaut wieder kein Schwein zu“ … nicht doch – seid umschlungen, Millionen.

    • ... die gar nicht merken ...
      „die gar nicht merken, wie viel sie in ihrer eigenen Lebensführung jenen Protesten verdanken:“

      Der positive Beitrag ist ziemlich gering. Man kann auch in anderen Ländern ohne Merkelei ziemlich gut leben.

      Man merkt es aktuell v.a. am Geldbeutel, da 50% vergesteuert werden, an Femi- und Genderzicken, gewissen Invasoren, Fake-Journalismus und an dem Mühsal der Wohnungssuche dank der Goldstücke.

  169. Ja, naja
    Schön geschrieben, aber der Gegenstand der Betrachtung… Naja. Können wir nicht wieder einen Blog über die Kunstgegenstände haben, die auf der Mille Miglia bewegt werden oder ähnliches? ;-)

  170. @ Thomas Marx sagte am 17. Januar 2018 um 23:50 Uhr
    „An die Deutschpolizei. An den sich hier bewegenden Ordnungshüter der Deutschen Sprache in Wort, Schrift, Schriftbild und Grammatik:

    Der Name „Marx“ kommt von „Markusses“, also primitiv gesagt: „Dem Markus seiner“,
    aus „Markus“ wurde „Mark“ und damit wurde aus „Markussess“: „Marks (Englisch: Mark’s).
    Da ist also ein Name mit eingebautem Genitiv
    Jetzt die Frage:
    „Marx seiner“, schreibt man das dann „Marxs“ und wenn „Marx“ „Marks“ geschrieben wird, schreibt man im Genitiv dann „Markss“
    .
    Doischpolisei sage: Nix sage „Dem Markus seiner“, aba „des Markussens“… (seine Messa).
    Doischpolisei sage: Nix sage „Markss“, sage „Marks´ „
    (DdH)

  171. Damit ist ja schon mal einiges gesagt.
    Niemand hat jemals in Frage gestellt, was die 68er-Bewegung für Deutschland getan: Das verdient höchste moralische und politische Anerkennung, und wird immer geehrt werden!

    Das Problem ist eher biologisch: Aufgrund ihrer Sexualmoral sind sehr viele „freilebende Kinder aus Bodenhaltung“ entstanden, die nun orientierungslos und ideologisch unzureichend geschult durch die Gegend wandern, manchmal vereinsamt irgendwo vegan „aufschreien“ oder sich auf kuriosen Parteitagen tummeln, auf denen sie ihre „Rabeneltern“ gewissermaßen öffentlich auslachen.

    Die Bundesrepublik, so denke ich, und das sollte auch ein FAZ-Herausgeber wissen, kann inzwischen sehr wohl zwischen ideologischen und biologischen Problemen unterscheiden. Mit der Psychoanalyse dieser 68er-Kinder fange ich hier gar nicht erst an… ;-)

    • desortientiert und in dementem Umfeld !
      „mit der P-Analyse fange ich erst gar nicht an…….

      richtig, besuchen sie Vorträge wie bei den Basler Psychoanalytikern mit dem Titel:

      „wie geht die 68er-Generation mit ihren dementen Eltern um ?“

      was noch kommt:

      „wie gehen wir mit der dementen 68er-Generation um?

      ein erstes Fallbeispiel: der Erfinder des Dosenpfandes in D !

    • Also doch Analyse...
      Es ist die wirklich erste Generation in Deutschland, die in der Anal-Phase des Zivilisationsmülls stecken geblieben ist, und das ist wirklich schwer zu therapieren. Außerdem scheint diese Generation „das Erlernte“ höher einzuschätzen als ihre eigene Lebenserfahrung, was auf eine massiv verdrängte Religiosität hinweist.

  172. @ Oberländer sagte am 18. Januar 2018 um 12:36 Uhr
    „Empfehlung….. Otto, der hatte Waffen, sonst hätte er die Ungarn bei Augschburg nicht geschlagen und nicht den Dom zu Magdeburg gebaut.“
    .
    Ach Oberländer, wie oft ging ich nach Dienstschluss über jenes Feld bei Klosterlechfeld, den ehemaligen Schießplatz der Königlich bayerischen Artillerie, still des wehrhaften Ottos gedenkend. Ich hätte noch wesentlich intensiver an ihn gedacht, wäre es nicht in einiger Zeit vor September 2015 gewesen. Mit den heutigen Erkenntnissen würden meine Reminiszenzen aber auch den Ungarn gelten.
    .
    Traurig werde ich, wenn man das „historische“ Lechfeld ständig verlegt. Einmal soll´s bei Günzburg sein, dann wieder zwischen Rain am Lech und Gerschdhofa. Ich hatte mich so auf das „meinige“ fixiert.
    (DdH)

  173. Landtag NRW im Rausch der Gier
    Was etwas untergegangen ist: die Kleptoparlamentarier in Düsseldorf (alle vertretenen Altparteien) haben sich in geheimer Absprache mal eben 14 Millionen mehr aus der Pulle gegönnt.
    .
    Als die AfD diese hochkorrupte Selbstbereicherung kritisierte, kamen die Kleptos in Düsseldorf auf eine tolle Idee: „Die AfD ist ja rechtsextrem, und wenn Nazis etwas kritisieren, ist das Kritisierte richtig.“
    .
    Also, liebe NRW-Loser: eure Kleptoregierung bestiehlt euch mit Recht, weil die AfD die Raffgier der Abkassierer im Landtag nicht richtig findet.
    .
    Und nochmal, liebe Loser an Rhein und Ruhr: ihr habt die, die euch jetzt das Fell über die Ohren ziehen, selbst gewählt. So doof muss man ersteinmal sein.

    • Ja, Herr Rabe
      Aber ich mit Residenz in BaWü zahle diesen Mist mit im Kontext Länderfinanzausgleich!

      Länderfinanzausgleich sofort abschaffen!
      Berlin darf endlich finanziell unabhängig werden und bleiben!
      NRW als 19. Region unter französischer Verwältung stellen (Test test)!

      Danach sieht man weiter.

    • In NRW...
      …ist es komplett egal, wen man wählt. Das war schon immer so – und wird sich wohl auch durch die AfD nicht ändern.

    • Simplify your life
      Alles muss raus, wer will noch Gerümpel? Es fesselt, erinnert an schlechte Lover oder falsche Freundinnen.
      .
      Bewahren sollte man nichts.

    • @Rabe...
      …dann kann man sich auch gleich einen Strick nehmen, wenn alles austauschbar und wertlos ist und man zu nichts mehr eine Bindung verspürt. Das ist doch kein Leben.

    • @isopanFF
      Das hatte ich sagen wollen :-)

  174. Zweigesetzlichkeit
    @ Don Trilingo 18. Januar 2018 um 11:12 Uhr

    „Geschichte ist eben kein idealistischer Prozess eines aufklärerisch-erleuchtenden Fortschritts durch vernünftige und moralische (jaja, Tautologie) Einsicht sondern materialistisch.“

    achja der histomat – Mann waren das Zeiten … aber die sind vorbei und die Überzeugungskraft derartiger Plattitüden übrigens auch. Neben der normativen Kraft des Faktischen gibt es jedenfalls auch die faktische Kraft des Normativen. Dass ich Ihnen das sagen muß: dialektisch denken …

    „Sie scheinen sich dauerhaft nur selbst bestätigen zu müssen über einen Rückgriff auf mutmaßlich kollektiv-kulturelle zivilisatorische Errungenschaften des (sic!) Westens/christlichen Abendlandes.“

    Warum nicht. Nur weil Sie von den Werten des Westens enttäuscht sind (wir haben Gerechtigkeit gewollt und den Rechtsstaat bekommen) heisst das noch lange nicht, dass da nix dran ist. Dass Sie sich allerdings anschliessend auf jeden möglichen Kritikpunkt werfen (Frauenrechte und andere Randgruppen), zeigt das wahre Desaster der gegenwärtigen marxistischen Ideologie (wenn man die noch so nennen kann – eher wohl „toni negrische Ideologie“). Jaja das kann ganz schön wehtun, wenn man das historische Subjekt des Fortschritts an die Gegenseite verloren hat. Aber Negri und manchen Feministinnen zum Dank kann sich heute jeder selbst (Identitätspolitik – kommt aus US rüber … nicht „Identitäre“) oder auch andere (Randgruppen) zu solch einem „Subjekt“ stilisieren. Hauptsache man kann einen „gesellschaftlichen (Grund-)Widerspruch“ konstruieren. Mit dem dann vermeintlich die hart und blutig in Jahrhunderten erkämpften Errungenschaften des Rechtstaats (Gewaltenteilung, Parlamentarismus, eine Demokratie die den Namen verdient ) endlich zu Gunsten bestimmter revolutionärer Klüngel „widerlegen“ zu können glaubt. Da hättens den Hegel aber a bisserl besser lesen sollen. Zu letzterem Unterfangen hätten Sie sich allerdings auf den Kopf stellen müssen – (Lenin-roll back). Das hat mal ein westdeutscher Marxist lange vor der Wende gemacht … aber das ist eine andere Geschichte.
    Um es deutlich zu sagen, den meisten hier – so meine ich an Hand lesender Beobachtung schliessen zu können – geht es nicht um Randgruppen – no sjw here. Hier gehts um die Hauptgruppe, die sich Deutsches Volk nennt (nicht das aus dem Rassismuslehrbuch, sondern das aus dem Grundgesetz) und dessen Kultur – nicht um Gespensterbeschwörung. Auch wenn eine(r) Sprachen und Mathematik unterrichtet hat, sollte man dennoch anderen gewogen sein und nicht bloß ideologisch belehren wollen (obwohl das manchmal ganz schön gut tun kann, insbesondere in mental prekären Lagen).

  175. Ein junger Mann
    Es ist nur noch widerwärtig. Liebe Pseudoqualitätspresse, ihr d ü r f t auch „Muslim“ schreiben oder wenn die Angst zu groß ist: „Migrant“. Aber „junger Mann ist feige, gruppenbezogen herabwürdigend – und abgedroschen.
    .
    ht tps://www.welt.de/regionales/hamburg/article172609195/Messerattacke-Junger-Mann-soll-41-Jaehrigen-in-Kiel-getoetet-haben.html

    • Ferndiagnose
      psychische Probleme

    • Wenigstens kennen wir Hautfarbe / Ethnie / Religion
      Das Wort ’soll‘ sagt es: es war keine Kartoffel. Also nicht ganz weiss, nicht ganz arisch und nicht christlich. Halt, Irani sind auch Arier. Hmm.

      Nahuatl hat wahrscheinlich Recht: Wer so etwas tut hat ziemlich sicher psychische Probleme.

  176. "Journalismus" am Ende: stern.de
    O.T., aber eine „Sternstunde“ für alle, die sich über die kaputten Reste einstigen Journalismus vergnügen: Der „Stern“ (ja, gibt’s noch, habe ich neulich beim Friseur gesehen) schreibt:
    „Keiner wollte nachgeben: Weil sie sich nicht einigen konnten, wer denn nun Vorfahrt hat, haben sich im bayerischen Murnau am Dienstag z w e i M ä n n e r 50 Minuten lang gegenseitig blockiert. Wie die „tz“ berichtet, musste e i n 8 0 – J ä h r i g e r wegen am Straßenrand parkender Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Dort sei ihm e i n e 6 3 – J ä h r i g e entgegengekommen, die auf ihr Vorfahrtsrecht bestand. Auch der Mann sah nicht ein, Platz zu machen und so standen sich die beiden mit ihren Pkw so lang bewegungslos gegenüber, bis die Polizei eintraf.“
    .
    Ok, Geschlecht ist heute gefühlt. Aber – zwei Männer? Journalismus kann so klappspatendoof sein…

    • ... das ist mE kein Zufall..
      … wären es zwei zickige Frauen gewesen, wäre es keine News. Alte weiße Männer gehen beim Stern immer und wenn es nur einer ist, werden eben zwei daraus, Hauptsache die Message stimmt …..

  177. OT @Oberländer
    Herr Oberländer, möchte nur kurz auf meine Antwort und Klarstellung im Nebenthread hinweisen.
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2018/01/14/warum-aufgeklaerte-europaeer-kopftuecher-tolerieren-sollten-8585/#comment-190990

    • Reparationshiebe
      Interessant in dem Zusammenhang fand ich auch das hier:

      Die Reparationshiebe der Engländer
      in den Wäldern des Westharzes nach 1945

      https://ww w.karstwanderweg.de/publika/uns_harz/58/86-89/index.htm

      und

      Übernutzung und Wiederaufbau von Niedersachsens Wäldern

      https://ww w.landesforsten.de/uploads/media/Anlage_Uebernutzung_Wiederaufbau_Nds_Waelder_.pdf

      Vielen Dank für den Hinweis.

    • Mythos und Wahrheit der „Befreiung“
      Mir ging es darum, den gehirnwäscheartig propagierten „Befreier-Mythos“, der auch hier von einigen Kommentatoren für Realität gehalten wird, mit Tatsachen zu konfrontieren. Dass in Wirklichkeit die es die Rote Armee war, die Deutschland von der Nazi-Herrschaft befreit hat.

      Die Engländer hatten den Harz radikal abgeholzt und die Berge sahen aus wie Glatzen. Man befürchtete damals, dass eine Aufforstung danach nicht mehr möglich war. Ist aber gelungen.

  178. Friedrich II, der Sizilianer,
    als Traditionsbasis? Weil er lesen, schreiben und Raubvögel abrichten konnte? Der hat doch das Reich an die Fürsten verscherbelt, so wie der Kini sein Bayern an die Preußen. In der Tat, man wird immer ein Haar in der Suppe der Ahnen finden.
    Es würde reichen, wenn in der Schule Geschichte nicht selektiv gelehrt würde (früher völkisch, dann in einer Hälfte sozialistisch, jetzt linksliberal korrigiert). Wer seine Geschichte so objektiv wie möglich kennenlernt, wird auch angemessen urteilen und sich verorten können.

  179. Natürlich wären Don Alphonso's Blogs ohne ...
    DdH, Otto Moser, H. v. Goslar, Djangohatnemontaskarte,
    donna laura, Goodnight , Der Tiger , ObjectBe, Eine Schweizerin,
    Otto Meier, Thorsten Haupts, Colorcraze, Philomena, Oberländer,
    mira belle, S&R, Frauke Amgelin, Uwe Dippel, Rudi Meergans,
    Klaus Keller, Harry Charles, Hans_Nase, sylter456, Sirisee,
    Ingrid Biniok, Ernst Wilhelm, Knut Gnadenbrotler, Booooster,
    dr. plagiator, Nahuatl , donquichotte, Thomas Marx, Lichtenberg,
    Blue Angel, Rheintochter, Patrick.Feldmann, Stand Your Ground,
    El.Pe und
    [ den nicht genannten Kommentatoren wie etwa Filou ]
    TDV … auch Anlaß am Rad zu drehen!

    TDVs Elephanten kann ich nur ein Nashorn beistellen …
    aus gegebenen Anlaß in Porzellan. Wenn schon … denn schon.
    http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=18716c-1516279013.jpg

  180. Liberalität und Toleranz
    Mich erinnert dieser Blog positiv an Zeiten mit freiheitlich-demokratischer Kultur, wo man mit anderen Positionen noch liberal und tolerant umging.

    Als man als revolutionäre Linke mit Kommilitonen, die Mitglieder in schlagenden Verbindungen waren, zusammensaß, Bier trank und ohne politischen Fanatismus diskutierte.

    Oder an unsere Wohngemeinschaft, wo wir mit Mitgliedern der Jungen Union gut zusammenlebten.

    Selbst die meisten Lehrer – nicht alle – an unserem konservativen Gymnasium waren tolerant im Sinne von „leben und leben lassen“.

    In einer Nebenklasse gab es einen Schüler, dessen Vater Kommunist war. Dieser Mitschüler war uns an geistiger Entwicklung weit voraus. Damals gab es noch diese Besinnungsaufsätze mit dialektischer Fragestellung, wie z.B. „Ist Toleranz eine Tugend oder Ausdruck von skeptischer Standpunktlosigkeit?“. Als letzten Satz unter derartige Aufsätze schrieb dieser Schüler dann regelmäßig: „Auch diese Frage kann endgültig erst nach der Weltrevolution geklärt werden.“
    Dafür gab es dann nur ein „ausreichend“, aber auch er konnte Abitur machen.

  181. Noch'n Geburtstag
    Am 18. Januar 1871 wurde der Wilhelm Friedrich Ludwig, König von Preußen, zum „Deutschen Kaiser“ Wilhelm I. ausgerufen.
    Darauf habe ich einen Tusch im Link hier unten

    https://is.gd/CgalUH

    PS: Das ist erst das zweite Mal in meinem Leben, dass ich einen UTube-Link verlonkte. Aber der hier MUSS sein. Auf einen unserer Kaiser.

  182. Auf zum nächsten Jahr!
    Herzlichen Glückwunsch, Alles Gute für das nächste (blog-)Jahr und vielen Dank für die Geistesbefreiung!

    Vielleicht gelingt es zum 10. Jahrestag, ein Treffen für alle Interessierten zu organisieren?

    Aber dann bitte mit besserem Wetter, ohne weibliche Stürme. Uns hat es heute Mittag ein Zinkblech, ca. 2,50 m lang und 50 cm breit zusammen mit der Befestigung vom Dach eines Giebels gerissen. Einfach hochgerissen und an einem Ende hängengeblieben. Der Parkplatz nebenan musste gesperrt werden, aus Gefahrengründen.
    Eben waren die Dachdecker da und haben alles aufgeräumt und provisorisch abgedichtet.
    Das muss nicht nochmal sein! Ein ruhiger Wintertag am Tegernsee vielleicht?

    • Reutberg
      schlage ich als Treffpunkt vor.

      Man kann sich einmieten, wenn einem Zweifel an der eigenen Fahrtüchtigkeit kommen, vor der Podiumsdiskussion kann man einen Staffeltriathlon absolvieren, bei dem der Don alle Radstrecken übernimmt und man kann dann gediegen mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen, wenn es dem Don langt und er die kurze Heimreise dem geselligen Beisammensein vorzieht.

    • Ich weiss nicht, ob sowas funktionieren würde. Wirklich.

      aber man kann ja mal, wenn es wärmer ist, ein Stammtisch-Barcamp machen.

    • Auch ich habe Zweifel, dass 'es' funktioniert.
      Schlimmer als ein Klassentreffen kann es kaum werden.

      Ein Versuch wäre es mir dennoch wert, weil Chancen bestehen, und wir alle sind zu jung um aus Ängstlichkeit nicht wenigstens einen Ballon zu starten.
      Vielleicht gibt es am Ende ja eine neue Partei, die „Liste Don Alphonso. Die neue deutsche Volkspartei.“ oder so ähnlich.
      Wir könnten zu der Gelegenheit schon mal *sondieren*. Mir scheint, Leibeigenschaft könnte der ‚dickste Brocken‘ werden.

    • Würde damit nicht ein gewisser innewohnender Zauber zerstört?
      So a la Chat Flirt, zuerst ohne Foto, dann mit Kennzeichen „Rose und FAZ unterm Arm“ beim Edel-Italiener (die herbe Enttäuschung)?

  183. Porzellan zu zerschlagen,
    kommt ja in vielen Redewendungen und mit höchst unterschiedlicher Bedeutung vor. Am Polterabend soll es dem Brautpaar Glück verheißen, ansonsten ist das Zerschlagen von Porzellan aber eher mit Elephanten verbunden und sollte tunlichst vermieden werden.

    Bei den 68ern war das Zerschlagen des Porzellans ja auch sehr vielfältig. Es ging um die jüngere Geschichte und die dort vertretenen Ideale, um Vietnam und Ideale, um den Muff von 1000 Jahren unter den Talaren und um vieles mehr.

    Was aber hat das Zerschlagen des Porzellans durch Parteien für eine Bedeutung? Soll es das Glück locken oder den Bruch symbolisieren, denkt man an die drohende GroKo? Welche Ideale werden dort von wem vertreten?

    Früher war das ja alles ganz einfach, da gab es eine Arbeitgeber- und eine Arbeitnehmerpartei, ein paar Kommunisten, die schnell verboten wurden, und ein paar, die die Freiheit zu definieren versuchten, letztlich aber nur Mehrheitsbeschaffer waren. Das waren noch klare Linien, die keine großen Diskussionen erforderten, da die Aufgaben klar verteilt waren.

    Heute fällt die Zuordnung deutlich schwerer, nicht nur wegen der neuen Buntheit auf der politischen Bühne. Die Widersprüchlichkeit der Ziele in den einzelnen Parteien ist ein echtes Problem für den interessierten Bürger. Da paßt ja nichts mehr zusammen. Ein bißchen Genderwahn hier, ein bißchen Pseudofeminismus da, die Neuentdeckung der Nation durch die einen, der sozialen Ader durch die anderen, Extremismus hüben wie drüben und in der breiten Mitte von allem etwas für jeden. Allen gemeinsam ist nur das Streben nach Macht, ohne ernsthaft Inhalte zu vertreten.

    Da wurde sehr viel Porzellan zerschlagen, im Verhältnis zwischen Politik und Bürger. Das war und ist kein Polterabend. Die Ideale sind verkümmert.

  184. Geschichte
    Wie wird die spätere Geschichtsschreibung, sollte es noch eine geben, wohl auf eine Zeit zurückblicken, in der – zum wiederholten mal – Menschen wegen ihrer nicht juristisch beanstandbaren, aber der Obrigkeit mißliebigen Äußerungen ihre bürgerliche Existenz genommen wird?

    https://se zession.de/58120/alle-gegen-sellner-ein-paar-mails

    Ein anderer Mißliebiger, Sven Liebich, soll sich aufgrund einer Todesdrohung sogar auf der Flucht (u. a. vor der Polizei) befinden.

    Die sogenannte „Antifa“, innerhalb und außerhalb von Administrationen, wird Tag für Tag extremer in ihrer Jagd auf Andersdenkende.
    Wenn dann wieder mal eine der Administrations-Extremismus-Figuren (wie Herr Trittin gestern bei Maischberger) behauptet, „DIE“ Demokratie zu retten, überkommt einen der Reiz, via Installations-Keramik „mit Kurrrrt zu telefonieren“…

    Theodor Körner und §20.4 bekommen täglich mehr Relevanz.

  185. Exportgold
    Ajax hat Nicolas Kühn gekauft, 18 Jahre, vielversprechend. Wir brauchen den nicht. Kartoffel. Mit richtiger Beratung beantragt Nico am besten die niederländische Staatsbürgerschaft.

  186. @E.Gast
    CR_00 ????

  187. Kurz vs. Maischbergerin
    Habe ja die Sendung nicht gesehen, denn ich tue mir den Schmarrn schon lange nicht mehr an. Meine Leidensfähigkeit ist begrenzt.
    Aber nachdem ich gelesen habe, was die Mitforisten hier so zu der Veranstaltung meinten, habe ich auch nachgeschaut, was man im Mutterkutter dazu meint – überaus betrüblich. Wenn ich die Sendung gesehen hätte, würde ich wahrscheinlich sagen „erbärmlich“, aber, naja, ich weiss es halt nicht genau.
    Und in dubio pro reo.

    • 3!!! verschiedene Sichtweisen gibt es bei Tichy!
      Gemein ist allen, dass sie die deutschen Beteiligten sowohl Abends als auch am Morgen danach als absolute Tiefpunkte dieses Formats einordnen. Regt schon fast wieder an, sich das aus diesem Blickwinkel in der mediathek zu betrachten.
      Für Journalistenschüler ein sicher lehrreicher Beitrag, wie man es auf keinen Fall machen sollte, allemal wenn man nicht sang- und klaglos untergehen möchte.

  188. 68er
    Waren „meine Leute“ als ich als Kind die Schwarz-Weiß-Bilder vom Vietnamkrieg (damals noch nicht „embedded“) und der Demos dagegen in der Tagesschau sah: Das waren mutige Leute, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Wahrheit gegen die Obrigkeit auflehnten!

    Noch 2014 hatte ich mir ein TShirt mit dem Aufdruck „68er-Hippie“ gewünscht (und bekommen) und einige male stolz getragen.

    Inzwischen denke ich, daß Herr Joseph Fischer keine Ausnahme war in seiner korrupten Lobbyisten-Tätigkeit für Herrn Soros und Konsorten, sondern diejenigen 68er, die immer noch für Frieden, Gerechtigkeit und Wahrheit einstehen, eine kleine Minderheit.

    Die Mehrheit ist beim Marsch durch die Institutionen an fetten Trögen hängen geblieben, eingefilzt, selbst zu Obrigkeit geworden und verkörpert jetzt genau das, was sie früher (teils m. E. sowieso nur vorgeblich) bekämpft hat. Sie wollten offensichtlich nicht die Gesellschaft zum Besseren verändern sondern nur ihre Position darin.

    Opposition setzt Mut voraus. Eine Opposition, die selbst in der Regierung sitzt (oder mit ihr über diverse Bande verknüpft ist) ist keine mehr. Schon gar nicht, wenn sie die Repressionsmittel benutzt, die sie so lange bekämpft hat, wie sie sie nicht selbst benutzen konnte.

    Diese Leute sind in meinen Augen heute nur noch lächerliche, peinliche und armselige Diener der Herren, die sie (angeblich) früher entmachten wollten. Statt gegen Kriege und Putsche zu kämpfen, erledigen sie jetzt die PR für die Kriegstreiber („adopt a revolution“ etc).

    Die Ideale, die diese Leute (teilweise nur vorgeblich) hatten und die sie beim ersten Futtertrog des Marschweges verrieten, werden jetzt von denen vertreten, die man angeblich mundtot machen und deren bürgerliche Existenz zerstört werden darf, soll, „muß“.

    Als zu spät gekommener möchte-gern-68er, sogar mal, peinlich, das zugeben zu müssen, früherer Grünen- sowie jahrzehntelanger (jetzt Ex-) PdL-Wähler kann ich das, was aus dieser Bewegung und ihren Protagonisten geworden ist, nur noch verachten. Die Überreste bestehen m. E. zu etwa einem Viertel bis Drittel aus zynischen Verrätern und der größte Teil der übrigen aus feigen Opportunisten.

    Wer wirkliche Ideale hat und den Mut, für sie einzustehen, gehört heute zu den Neuen Rechten.

    • @ Blue Angel
      Ach, man sollte es in anderen Zeiträumen betrachten. Im Fall von Ideologien kann das mit der Erkenntnis mMn etwas dauern (Generationen-Jahrhunderte…). Aus jeder Desillusionierung ergibt sich Lehrreiches!

    • Machen Sie sich keinen Kopf
      Wer heute in 2018 den 68ern nachhängt, reiht sich
      in die Garde, die vor 90 Jahren die 1871er glorifizierten
      ein.
      Den Endsieg immer vor Augen.

    • Blue Angel
      Sie sind tatsächlich ein Engel. Selten gibt es eine Beschreibung die so kurz und doch so treffend Dr. h.c. Joseph Martin Fischer und Konsorten entblößt.

      Der Sündenfall für mich war die Beteiligung an den Bombenangriffen im Balkankrieg 1999 um die soeben erlangte Bundesregierungsbeteiligung nicht gleich wieder zu verlieren.
      (aus Wikipedia: 38000 Angriffsflüge, 35000 Geschosse mit abgereichertem Uran; Der Europarat hat die Bombardierung wegen der ökologischen Konsequenzen als Verletzung der Genfer Konvention gerügt.)

      Die gesamte nato-kriegsgrundpropaganda wurde widerspruchslos mitgetragen auch als aus einem Feuergefecht zwischen bewaffneten Rebellen und Polizei im Dorf Rugovo im Januar 1999 ein „Massaker an Zivilisten“ gemacht worden war. Quelle ist die Aussage eines deutschen Polizeibeamten der als OSCE-Beobachter am Tatort war (WDR-Dokumentation 2001-Es begann mit einer Lüge, verfügbar bei YT).

    • Rechenfehler!
      Es sollte ‚vor 110 Jahren‘ heißen.

  189. Was das Kommentariat bewegt - meine ganz persönliche Liste
    Wenn man wirklich alle Kommentare hier liest – habe ich heute ausnahmsweise mal getan (bis 503) – fällt folgendes auf:

    1. Kreativität
    2. Kulturpessimismus
    3. zahlreiche Wortneuschöpfungen
    4. a bisserl Angeberei, Besserwisserei
    5. manchmal zu lange Beiträge
    6. oft fehlende Absätze
    7. gelegentlich kleinere Wortgefechte
    8. seltener Rechthaberei
    9. gelegentlich kleinere Störfeuer von „irgendwo“
    10. die schier unerschöpfliche Geduld des Hausherrn

    > Punkt 10 wollen wir wieder in Anspruch nehmen:

    1. Alles, was irgendwie NEGATIV konnotiert ist:

    Antonio-Amadeu-Stiftung; Analphabeten (junge mit Bart & Undercut);
    Abwerturteile;

    Barbaren; Bereicherungsfanatiker; Bimbeskönig; Bulldoggengesicht (versteinert); Bundeskasper; Bürgerkrieg;

    C;

    Dekultivierte Gesellschaft; Deutschlandistan; Deutschlandhasserei; Dummheit (epochale);

    Edelwilden; Ellbogengesellschaft (mit humanitärer Fassade getarnt); Eigenexkulputation; Entscheider (hantierende);

    Fake-Flüchtlinge; Fanatische Minderheiten, Faschomentalität;

    Gaspipeline-Promoter; Geiz; Goldwerte Neubürger; Gehirnwäschefetischismus; Gender-Grüne-Linke-Religions-Sekte; Genderismus; Genitalverstümmelung (in Hessen); Geschichtsvergessenheit; Geschichtsverstümmelung; Geschmacksverirrungen; Grünlinke „Narrative“; Grünismus; Gutmenschen;

    Hass; Henker-im-Haus; hirnlose Vlogs;

    Ideologische Fanatiker; Ideologie in Form von Religion; Impertinenz; Infotainmentmädchen; Inquisition;

    Kalifat; kaputtgeschriebene Gesellschaft; Kleptoparlamentarier; KIKA-Jubelbeitrag; Klitoridektomie; KGE; Kollateralschaden; Kulturverfall; Korruptionssumpf;

    Landstriche (verödete);

    Medienwelt (postfaktische); Merkelantismus; #meetoo-Scherereien; Mainstream-Deko; Migrationsgesellschaft; Migrantenströme; Minimalismus des Verstandes; Mischmasch (kultureller);

    Neben-Finanzierung; NSU-Morde;

    Öffentlich-rechtliche-Radiomusik-Medienelite; Orientierungslose;

    Profitgier (enthemmte); Pseudo-Rechtssysteme; Politmarkingmeister; Postbürgerlicher Wahnwitz; Pseudoqualitätspresse;

    Nachkriegsprüderie; Neobürger; NetzDG; NO-GO-Zonen; Nordkorea;

    Räubersyndikat; RHS; Reichskanzlei; Reichfernseh; Rundumversorgung;

    Selbstkasteien; Sharia-Polizei; Simpeldenker; Spontangynäkologische Untersuchungen;

    Talkquark; Todeszugewandte Haltung;

    Umgestaltung Deutschlands; ulFuM;

    Verschleierungstermini; Verwesungsgestank; Verweserin Merkel; Vulgarität;

    Wahnwitz (postbürgerlicher); Willkommenskultur;

    Zeitgeist ohne Geist; Zwangsgebührenjounalist/IN; Zwangsverheiratung;

    2:. POSITIV* konnotierte Begriffe:

    Anmut; Anspruch an Rationalität;

    Deutsche Moderne;

    Erbstücke;

    Freie Gesellschaft; Flohmärkte;

    Handarbeit-als-Handwerk;

    Köstlich; Kulturelles Geschichtsbewusstsein; Kulturelles Vermächtnis;

    Melancholie;

    progressiver Duft (der Weimarer Klassik);

    *vielleicht das eine oder andere noch, that’s it.

    Durch die Veröffentlichung sind zumindest die Urheber der Wort-
    Neuschöpfungen manifestiert.

    Gruß E.G.

  190. Belege für Goodnight
    dass der Kapitalismus sich Rechtsstaat und Demokratie einverleibt hat:
    Rechtsstaat (das wichtigste aller politischen Güter) bedeutet Chancengleichheit vor Gericht. Welcher Durchschnittsbürger wagt es, gegen einen multinationalen Konzern zu klagen?
    Wer hat den Lissabon-Vertrag (No Bailout) zugunsten französischer und deutscher Anleger in Griechenland-Papiere („Bankenrettung“) gebrochen? Ist Draghi Vorsitzender der deutschen Sparervereinigung oder ehemaliger Goldman-Sachs-Banker? (Focus: „Zahllose Ex-Mitarbeiter sitzen weltweit in den Zentren der Macht.“). Woher kamen die amerikanischen Finanzminister? Wo bleiben die Einhegung des Finanzmarkts zugunsten der Bürger?
    Welcher Durchschnittsbürger kann sich Lobbyisten und Abgeordnete leisten, die Gesetze mitformulieren?
    Kommen die landwirtschaftlichen Subventionen den Bauern (oder gar der Natur) oder der Landwirtschaftsindustrie zugute?
    Wer darf Millionen (auf verschiedenen Wegen) an die Parteien spenden?
    Woher kommt das Geld für die linksliberale Bertelsmann-Stiftung? Oder, andersrum, für Trump?
    Aber das Beste ist: Medien und alles Hollywood-Ähnliche, die Einstellungssbildner, gehören Aktiengesellschaften. Haben Sie, Goodnight, davon ein Paketchen? (Leider sind die Staatsmedien kein Korrektiv.)
    Der Rechtsstaat muss das Kapital zähmen und nicht umgekehrt. An der von Ihnen verehrten Aufklärung hat es kein Interesse.

  191. @ Don Alphonso: "Ich halte Denken für Überbewertet - und der Blogerfolg gibt mir recht"
    „Wenn es vorbei ist, ist es vorbei.“

    Ok – wenn ich wirklich manchmal ein Eckchen tief im Busen frei mache für einen Menschen, so ist es z. B. „das Kind, das sein Schiffchen, zart wie Maienfalter/ in einer kleinen und schwarzen Pfütze/ am Rande der Dämmerung – – treiben lässt“, – – oder halt mit dem Schlitten einen Hang an der Altmühl herunter kariolt usw. – Sie merken schon: Ihr Blog – lebt in etwelchen Menschenhirnen fort und fort, nedwahr!

    Und ob man das jetzt Denken nennen will – oder irgendwie sonst – mei,/ was ist schon dabei!

    Machen Sie bitte noch ein zwei Weltsekunden weiter, bitt’schön – – – und mein herzliches Dank’schön – : – Grad‘ auch noch dazu!

  192. Werter Don,
    gute Reise in´s RHS und kehren Sie gesund und wohlbehalten aus der „Schlangengrube“ zurück ;)! Vielleicht teilen Sie Ihre dort gewonnenen neuen Erkenntnisse mit uns?

  193. Blogbeitrag ok,
    Kann sein, mein begonnenes Posting ist zu früh weggeflogen. Bitte löschen, danke.
    Also, Blog ok, Meinungen ebenfalls (nicht alle gelesen) – trotzdem gemischte Gefühle: Es ist ok, Kunst, vegangene wie gegenwärtige, wertzuschätzen, ganz ohne haben-Wollen.
    Oder ich trage einfach noch Spuren von Erziehungsmaßnahmen in mir, die mit freudiger Kargheit und „niemals Wurst oder Käse ohne Brot“ zu tun hatten.
    Eine leise innere Stimme sagt mir, dass ev. herumliegendes Geld besser in Vorratsräume und Obst- und Gemüseplantagen investiert ist als in nicht-essbares Porzellan. Weiters gute Beziehungen zu den Bauern in der Nähe pflegen und schon mal mit Tauschhandel anfangen, im Kleinen.
    Nein, ich bin keine 100-%) Prepperin.
    Nur, diese innere Stimme trägt zu gewissen kleinen Entscheidungshilfen im Alltag bei.

  194. Der Countdown hat begonnen
    Bald heißt es: 10 Jahre DON!

    Wir könnten für ein Feuerwerk über dem Tegernsee zusammenlegen.

    • Bloss nicht! Auch keine Festschrift o.Ä.

    • Na, aber Festreden von GroKo-Politrukniki werden Sie nicht missen wollen !
      ..
      .
      Diese herrlichen Pep-talks so unglaublich qualifizierter Määnschään , wie Nahles, Merkelgabe , Seehofer, Söderer ,

      Steinmeier (Friedensengel der Ukraine) , vielleicht Göring-Irgendwas vom grünen Zweig ?

      Hmmmm ?

      Nicht so bescheiden, das erwärmt doch das Herz des Jubilars !

      Geben Sie es zu !

      OK, ich bin schon weg, aber ein bissl Krätzn-Sein muß !

      .

    • Feuerwerk
      Vielleicht eher ein Hochrad? Dafür sind wahrscheinlich noch keine Teile eingelagert und wie könnte man den Hausherrn besser hochleben lassen.

      ich stelle mir das gerade sehr nett vor, Don in feinstem Loden auf dem Hochrad vorneweg, das Kommentariat folgt auf Rennrädern in der angemessenen, gebückten Haltung. Evtl. muss die PzDiv Atatürk vorher die Straßen in der kleinen Stadt freimachen.

    • Mia hogga uns olle in an Biagoadn, dös is gnua.

  195. Wo wir gerade beim Geschirr-Zerdeppern sind ...
    Sie schreiben …

    „Ich hatte gestern in der Sache den Posener bei Twitter an der Backe“

    Völlig widerlich und perfid, was das – laut Wikipedia – ehemalige Kadermitglied des Kommunistischen Studentenverbands und der maoistischen KPD-AO („Die Gaskammern wurden nur erfunden, um die Mörder zu entlasten“ *) an Ihre Twitter-Haustür schmiert. Der kann’s nicht besser – und vor allem, der kann nicht anders.

    Interessanterweise schwimmt Posener ganz mit dem Mainstream, der inzwischen buchstäblich alles mit „national sozialistischen“ Anwürfen überzieht, was ihm die blinde Gefolgschaft verweigert, bis hin zu österreichischen Kanzlern. Es wird von Stunde zu Stunde toller.

    Trost wegen Poseners Attacken werden Sie keinen benötigen, aber vielleicht werfen Sie mal einen Blick in Maischbergers Twitter- und FB-Account. Die kriegt es richtig dicke, auf allen Kanälen.

    Ich weiß, … „Who the f** is Sandra?“ Dennoch, wenn die fällt – und die ist gefallen, wird’s ordentlich Lärm und Trümmer geben, Baumaterial für den Main-Limes.

    Die wachsende Hektik und Unbedachtheit deuten auf blank liegende Nerven und einen bis zum Zerreißen überspannten Bogen. Wenn die Stalinisten beginnen, sich wieder sich gegenseitig an die Kehle zu gehen, kann das Ende nicht weit sein. Falls die so weiter machen, ist hier demnächst Venezuela, mit allen Konsequenzen.
    Die Büchsenspanner hüben und drüben scheinen es kaum erwarten zu können.

    Um denen allen keinen Gefallen zu tun, reicht es fürs erste, sinnbildlich und publizistisch – jedenfalls aber großzügig – Nadeln in die Sock Puppets der alternativlosen und der angeblich deutschalternativen Politik zu stecken. Das der Therapie folgende Geheul muss man aushalten.

    Akkupunktur oder Voodoo: was immer hilft, dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten oder ihn wenigstens zurück in die Gummikammer zu sperren.

    * der Freitag, 17.07.2009: „Einige sind guter als andere“

    • Naja, Posener hat ja auch eine Vorgeschichte bei Achgut. Man sollte immer dort sein, wo Posener grad nicht ist.

  196. Neun Jahre …
    … werter Don … an dieser Stelle »at this hour« … vielen Dank
    für Ihre bis(s)herigen und zukünftigen »vive la référencé«-
    schelmenhaft-grasharfigen Auf- und Anregungen …

    Neun-mal-Kluges:
    ·
    ▸ höchste einstellige natürliche Zahl im Dezimalsystem
    ·
    ▸ Musen (griech. Mythologie)
    ·
    ▸ Engelsklassen im Christentum (Im Himmel ist die Hölle los)
    ·
    ▸ Dreifach-Triade: Α und Ω, das Ganze, das irdische Paradies
    ·
    ▸ Symphonien
    ·
    ▸ Schwangerschaftsmonate
    ·
    ▸ Planeten unseres Sonnensystems
    ·
    ▸ Höllenkreise bei Dante
    ·
    ▸ Hölle
    ·
    ▸ Nummer des Mittelstürmers

  197. Titel eingeben
    @Blue Angel sagt 18. Januar 2018 um 20:08 Uhr
    „68er
    Waren „meine Leute“ als ich als Kind die Schwarz-Weiß-Bilder vom Vietnamkrieg (damals noch nicht „embedded“) und der Demos dagegen in der Tagesschau sah: Das waren mutige Leute, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Wahrheit gegen die Obrigkeit auflehnten!
    ….
    Als zu spät gekommener möchte-gern-68er, sogar mal, peinlich, das zugeben zu müssen, früherer Grünen- sowie jahrzehntelanger (jetzt Ex-) PdL-Wähler kann ich das, was aus dieser Bewegung und ihren Protagonisten geworden ist, nur noch verachten. Die Überreste bestehen m. E. zu etwa einem Viertel bis Drittel aus zynischen Verrätern und der größte Teil der übrigen aus feigen Opportunisten.“

    Dazu schrieb ich an anderer Stelle:

    „Die 68-er-Generation ist eine gebrochene Generation. Aus vielen wurden Opportunisten, Konvertiten und Karrieristen. Zum Teil ganz üble Typen.

    Man verwechselt heute immer die „68-er-Zeit“, also einen soziokulturellen Kontext in einer bestimmten Zeitphase, mit der 68-er-Generation, also einer Jahrgangskohorte.

    Die „68-er-Zeit“ – so zwischen 1967 bis 1977 – war gut.

    Aber so wie sich viele aus der 68-er-Generation nach dieser Zeit entwickelten, kann ich gut verstehen, dass heute viele diese Generation ablehnen oder sogar hassen.

    Der Fehler dabei ist, nicht zu verstehen, wie sich diese Generation unter dem Druck der Verhältnisse und aus Opportunismus zum einem großen Teil zu einer Arschloch-Generation gewandelt hat. Typische Beispiele: die „Grün-Alternativen“, die „taz“ etc.“
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2018/01/07/der-entkolonialisierungssieg-und-seine-grenzen-8569/#comment-189748

    Den letzten Satz muss man unterstreichen.

    Wegen gegen die Notstandgesetze, gehen das Schah-Regime, gegen den Vietnamkrieg, für mehr Demokratie und gegen Springer-Presse etc. demonstrierte, verstand sich als mündiger Bürger, der seine demokratischen Rechte in Anspruch nimmt. Niemand rechnete damit, dass als friedlicher Demonstrant von der Polizei ermordet zu werde. Und dann wurde der Mörder noch freigesprochen.

    Nun war man junger Student mit demokratischen und sozialistischen Idealen und wurde auf einmal zum Staatsfeind und Verfassungsfeind deklariert. Es gab ja nicht nur den Radikalenerlass, auch die Unternehmen führten „Schwarze Listen“ von Linken. Da gab es hochbegabe und intelligente Studenten mit hervorragendem Studienabschluss, die seit dieser Zeit niemals einen Job bekommen haben und zeitlebens zu Sozialhilfeempfänger wurden. Das waren politisch Verfolgte, die brutal exkludiert wurden, wenn sie nicht zu Konvertiten wurden und sich anpassten.

    Die „Grünen“ waren von Anfang an nichts anderes als ein politisches Resozialisierungsprojekt, wo ehemalige K-Gruppenleute und Spontis zu Berufspolitikern wurden. Joschka Fischer war bekannt als politischer Gewalttäter, Er war dabei, als ein Polizeiwagen mit Molotowcocktails angegriffen wurde und ein Polizist fast verbrannte. Das ist sogar gefilmt worden. Rechtlich ein klarer Mordversuch, aber es gab Leute, die dafür sorgten, dass F. aus der U-Haft kam, nie angeklagt wurde und seine Akte verschwand. Wer hat da über F. seine Hand gehalten und warum. Wer war so mächtig, dass er über der deutschen Justiz stand?

    Natürlich wollte F. nicht sein Leben lang Taxifahrer bleiben und Cohn-Bendit kein arbeitsloser Soziologe. Und auch die Leute aus den K-Gruppen wollten aufsteigen.
    Und nicht wenige sind in höchste Ämter aufgestiegen. Kann man bei Wikipedia googlen.

    Es ist völlig normal, dass zuvor oppositionelle Parteien die Seite wechseln und ihre Klientel verraten. Robert Michels hat dies schon vor über 100 Jahren als soziologisches Gesetz erkannt. Das passiert mit jeder Partei und wird bei der AfD aus so ablaufen.

    Damals musste man als Linker sein Verhalten ändern, wollte man sich nicht zum politische Verfolgten machen lassen und der Exklusion anheimfallen.

    Viele haben sich unter dem Anpassungsdruck sich selbst verraten, ihre Ideale aufgegeben und auch ihr Bewusstsein angepasst und wurden zu den Arschlöchern, die sie nie werden wollten. Bei den Konvertiten gab es damals den Spruch: Nur wer sich ändert, bleibt sich treu!
    Stimmt, wenn Aufstieg das primäre Lebensziel war.

    Es gab auch jene, die weitermachten und sich wie religiöse Märtyrer politischer Repression und Verfolgung aussetzten. Wie z. B. die Mitglieder der „Marxistischen Gruppe“, die zum Teil heute noch aktiv sind, allerdings ohne relevanten politischen Einfluss.

    Andere betrieben Mimikry, wie es die Tiere bei übermächtigen Feinden machen, um zu erleben. Diese Menschen blieben jedoch sich, ihren Idealen und Lebenszielen treu, behielten ihr kritisches Bewusstsein und lebten ein mehr oder minder selbstbestimmtes und nicht korrumpiertes Leben. Das war aber nur eine Minderheit. Man musste dann leben, wie ein Geheimagent im eigenen Land und abwarten bis bessere Zeiten kommen. Bis man wieder den Mund aufmachen konnte, ohne sich Repressionen und gravierenden Nachteilen auszusetzen. Das geht am besten, wenn man wie ein TDV genügend Geld hat, um nicht mehr arbeiten zu müssen, oder pensioniert ist.

    • @H. v. Goslar
      „…Diese Menschen blieben jedoch sich, ihren Idealen und Lebenszielen treu, behielten ihr kritisches Bewusstsein und lebten ein mehr oder minder selbstbestimmtes und nicht korrumpiertes Leben.“

      Das war gar nicht so schwer, vorausgesetzt, man strebte keine Karriere im Staatsdienst oder Establishment an.

      Mir widerstrebt es, die 68er bezüglich des erlebten Repressionsdrucks mit Verfolgten des NS-Regimes oder den DDR-Dissidenten auf eine Stufe zu stellen: Man konnte mit diesen Idealen über die Jahrzehnte auch als politisch aktiver Mensch ein ganz gutes Leben führen ohne das Risiko, inhaftiert, gefoltert, zwangspsychiatrisiert oder gar hingerichtet zu werden. Es gab (Ausnahmen bestätigen die Regel) genug Nischen, in denen man relativ ungestört leben und politisch aktiv sein konnte.

      Von daher bestreite ich Ihren Einwand, die Mehrzahl der 68er (= von diesen Idealen Überzeugten) sei zur Anpassung an´s Sytem „gezwungen“ worden. Man war mit entsprechender Lebensweise relativ lange sowas wie ein kurioser Außenseiter, mehr Mut brauchte es aber meiner Erfahrung nicht, seinen Haltungen konsequent zu folgen. Risikobereitschaft noch weniger.

      Sehr richtig und wichtig ist Ihre Frage nach der Protektion, die Herr Fischer (schon sehr früh) genossen hat. M. E. findet sich die Antwort in seinen Tätigkeiten nach Ende seiner Politkarriere: Es ist ja offen nachzulesen, für wen er da auch offiziell zum bezahlten Lobbyisten wurde.

    • Wer sind und was wollen die „Neuen Rechten“?
      @Blue Angel

      Ergänzend zu meinem Kommentar zuvor, möchte ich noch folgendes ergänzen:

      Sie schreiben:
      „Wer wirkliche Ideale hat und den Mut, für sie einzustehen, gehört heute zu den Neuen Rechten.“

      Wer sind die „Neuen Rechten“?

      Elsässer und seine „Volksinitiative“ sind m. E. nicht einfach als „rechts“ zu klassifizieren, sondern Teil eines oppositionellen Bündnisses, vergleichbar mit den anti-faschistischen Volksfrontbündnissen in den 30-er Jahren.

      „Rechts“ sind die Neoliberalen, auch wenn sie sich eine – wie die Merkel-Politik – eine „linke“ Verkleidung geben.

      So findet man bei den „Identitären“ durchaus eine Kritik, die vor 40-50 Jahren klassische linke Kritik war, so am Kapitalismus, am US-Imperialismus, an der Globalisierung, an der Zerstörung von Demokratie und Rechtsstaat, an der Deformierung der menschlichen Natur durch Feminismus, Genderismus usw.

      Die „Patriotische Front“ – so möchte ich diese nennen – ist ein Bündnis, das nicht in die traditionellen Kategorien von „rechts“ oder „links“ passt.

      Gerade hier im Blog gibt es viele „Rechte“, die gegen bestimmte „Symptome“ der neoliberalen Politik, wie die Umvolkung und den muslimischen Massenimport sind, zugleich aber als Apologeten und Parteigänger des Kapitalismus und damit des Neoliberalismus fungieren und keineswegs Unterstützer der „Neuen Rechten“ bzw. „Identitären“ sind. Diese prokapitalistischen und sozialdarwinistischen Mainstream-Rechten leugnen den unzertrennbaren Zusammenhang von Kapitalismus und Neoliberalismus.

      Diese Leugnung haben sie mit den etablierten Linken gemeinsam.

      Insgesamt machen sich die etablierten Linken mit ihrer Antifa-SA und ihren Mobbern und Denunzianten zu Helfershelfern und nützlichen Idioten der Neoliberalen.

      Zwar ist es zutreffend, wenn Don Alphonso die Politik der Sozialdemokraten kritisiert, aber die Richtlinien der Politik bestimmen die CDU-Kanzlerin und die Mächtigen hinter ihr und nicht die SPD-Domestiken.

  198. Verachtung "alter" Lesergruppen
    Hier (deaktiviert) ein Link – zu den IVW Quartalszahlen IV/2017 vs. IV/2016:

    ht*tp://meedia.de/2018/01/18/ivw-blitz-analyse-zeitungen-bild-verliert-weitere-10-handelsblatt-ueberholt-welt-zeit-im-plus/

    Immer wieder schön zu sehen, wie der Käufermarkt weiterhin den Links-Schwenk der FAZ goutiert.

    • die FAZ hat die Stiftung, das nimmt einiges der Härten.

    • Lassen Sie doch einfach das 'links' weg, und Ihr Beitrag wird
      überzeugender.
      Die einzigen Steigerungen gibt es bei den ‚linken‘ ZEIT und Freitag.

      Danke übrigens für den Link!

      Mir persönlich ist ‚links‘ oder ‚rechts‘ egal. Ich möchte guten Journalismus. Leider ist der bei der FAZ nur partiell anzutreffen. Wenn es schon 4 Herausgeber gibt, muss nicht unbedingt jeder davon ein Journalist sein. Aber dann sollte man diesem auch ausreden, schlabberige Kommentare zu verfassen.

    • Neue Rechte
      @H. von Goslar:
      Sie haben grundsätzlich recht mit Ihrer Einschätzung, daß die Kategorien „links“ und „rechts“ eigentlich überholt sind.

      Die NEUEN Rechten sind sicher in gewisser Weise konservativ indem sie Bewährtes (wie z. B. Familien, Nationen und weitere Strukturen) bewahren möchten statt, wie viele Links-Anarchisten, erstmal alles zerstören um eine Utopie (bzw. Dystopie) auf den Trümmern zu errichten.

      Sie sind Ethnopluralisten, was u. a. eine Gegenposition zur unipolaren Form der Weltbeherrschung, zu globalem Ressourcen-Raubbau, zu Souveränitäts-Mißachtung der globalen Konzerne einerseis und zum unreflektierten Internationalismus der Linken andererseits darstellt.
      Neoliberale Konzerne und Linke sind ja vereint in der Idee, die „Guten“TM hätten jederzeit das Recht des Eingreifens in anderen Ländern. Ethnopluralisten bestreiten das energisch und stehen dafür, jeder Nation und Kultur ihre eigene Entwicklung nach eigenen Interessen im eigenen Staat zuzubilligen.

      Neue Rechte sind ganz sicher Patrioten, möchten ihr Land und ihre Kultur erhalten, aber keine Nationalisten oder Chauvinisten, die ihr Land für „besser“ und seine Interessen (außerhalb des eigenen Staatsgebiets) für „bevorrechtigt“ halten.

      Die meisten mir Bekannten möchten mehr Demokratie (also direkte) statt weniger (wie die EU-Oligarchen es anstreben). Mehr Bürgerrechte statt weniger, mehr Rechtsstaatlichkeit als deren komplette Abschaffung (was wir grade erleben).

      Sicher bin ich nicht der einzige Ex-Linke, der in den Neuen Rechten die eigentlichen, früheren Linken sieht. Darauf deuten ja auch die Wählerwanderungen hin.

  199. Titel eingeben
    „Ende eines sommers“ gerade noch in der Mediathek arte , passt zum Thema genau!

    • Nicht ungesetzmäßig
      machen so einen Film mal wieder die Franzosen. Wahrscheinlich muss ich doch noch die Sprache lernen.

  200. Ganz OT: habe gerade bei achgut gelesen
    Annabel Schunke schrieb über die KIKA- Sendung. Angeregt durch die Kommentare weiß ich jetzt, wie wir die Flüchtlingsproblematik lösen können. Ganz einfach:

    Frauenquote für Flüchtlinge, bis das Gleichgewicht wiederhergestellt ist. Dabei müssen alle weltweit vorhandenen Ethnien ausgewogen berücksichtigt werden. Mehr Asiatinnen, weniger Araberinnen.

    Ironie aus!

    Ich hasse Quoten….

  201. Die neuen Ideale
    Es gibt mittlerweile die Agenda 2030. Da sind die neuen Ideale (Ziele) des Weltsozialismus aufgeführt. Es läuft alles auf eine globale Umverteilung hinaus. Ziel ist u.a. Angleichung der Lebensverhältnisse. Zusätzlich ist in den Menschenrechten ein „Recht“ auf Migration enthalten. Das steht zwar mit dem Grundgesetz (= gesunder Menschenverstand) im Widerspruch, aber macht ja nichts…
    Aha, da wird einiges klar…

    Da kann sich „unsere“ Politikerelite international profilieren und Geld verteilen. Hier bekommt sie die (wahrscheinlich größtenteils geheuchelte) Anerkennung, die ihr im eigenen Land verwehrt bleibt.

    Übrigens Klimaschutz steht da (vernünftigerweise) ganz weit hinten. Wird nur bei uns hochgehalten, um das Abkassieren zu legitimieren.

    • Das liegt daran, dass globale migration ein Klimakiller ist, wie auch die Verbesserung der Lebensverhältnisse.

      Aber niemand dacht, dass es in Afrika und Asien mit der Geburtenrate ein Problem gibt. Every Sperm is sacred.

    • every spem is sacred
      Die meisten landen auf dem Laken oder im Klo.
      So. let’s say every fertilized egg is sacred.

    • Der grösste Bluff. Ausnehmen von (uns) Idioten.
      Das Märchen vom menschengemachten Klimawandel (früher hiess es noch Erwärmung) ist der grösste hoax. Al Gore hat damit über 300 Millionen Dollar verdient. Es ist Abzocke vom feinsten. Warum geben Banken langfristige Kredite die über Jahrzehnte laufen für Bauvorhaben in Küstennäh? Offenbar weil sie nicht daran glauben das diese Projekte überflutet werden.

    • Angleichung der Lebensverhältnisse
      Wird nie funktionieren. Menschen sind nicht alle gleich und verhalten sich auch nicht gleich. Lesen Sie mal Michael Porter, competitive advantage of nations oder so ähnlich. Der legt dort wunderbar dar, warum Resourcenreichtum schädlich ist und der Weg zu Wohlstand eher über Bildung führt. Resourcenreichtum führt zu Faulheit und dem Ausplündern des Landes durch wenige. Das war in den 90ern, schauen Sie heute auf Korea, Singapore und die anderen Tigerstaaten.
      Deutschland wurde reich durch Bildung, Erfindungsreichtum, Fleiss, Disziplin und auch Ehrgeiz.
      Nicht mehr viel von übrig, insofern werden wir Reichtum verlieren, jedoch nicht umverteilen an „Afrika“, sondern verlieren an Staaten, die besser sind als wir, weniger satt. Und die echten Eliten gehen dann dorthin, weil Ihnen mehr geboten wird.
      Zurück bleibt der Nannystaat Deutschland, der irgendwann genauso implodiert wie Schweden.

  202. Blue Angel 18. Januar 2018 um 20:08 Uhr
    Die 60er und 70er habe ich ähnlich wahrgenommen. Ab Ende der 70er hab ich mich dann viel mit Grundlagen befasst und komme gegenwärtig zu folgender Einschätzung.
    Macht – und Geltungsinteressen und solche die ihnen verfallen sind, sind immer da gewesen und werden immer da sein, da waren die 68er keine Ausnahme. Wir haben mit dem demokratischen, gewaltenteilenden Rechtsstaat jedoch einen Weg gefunden, diese Interessen zu kanalisieren, ja in einer Weise gegeneinander zu stellen, die auf eine Neutralisierung der Herrschafts-Interessen hinauslaufen kann (Kant). Da ist neben der Gewaltenteilung (Locke) vor allem die Rechtsbindung der staatlichen Gewalten als Kern des Rechtsstaatsgedankens zu nennen. Das funktionierte in D eine Weile ganz gut. Allerdings wurden die Herrschaftsinteressen dadurch nicht zum Verschwinden gebracht, sie „fungieren“ immer weiter. Sie verhalten sich wie Wasser. Wo es möglich ist, brechen sie durch (Bruce Lee).
    Ob Interessengetriebene die Umstände verändert haben oder sich die Situation gleichsam unbewusst geändert hat, weiss ich nicht. Aber dass nunmehr Gegebenheiten bestehen, die den Kerngedanken der Rechtsbindung der staatlichen Gewalt wenn nicht aufzulösen, so doch erheblich zu lockern im Stande sind, dürfte jeder unbefangene Beobachter konstatieren können.
    Als Mittel hierzu dient vor allem die aktuelle „Moralisierung“smode. Diese von echten moralischen Gedanken weit entfernte Gemütshaltung meint einen Hebel gegen das Gesetz, speziell gegen das Grundgesetz gefunden zu haben. Humanitärer Imperativ, alternativlos, Notstand, notwendige Emphatie etc. sind klassische Textbausteine der Herrscher zur Ablösung vom Recht. Auf deutsch bedeuten derartige Floskeln lediglich: ich mache was ich will, Gesetz hin oder her – weil es mir so beliebt – L’état c’est moi! (nicht mehr mein Deutschland). Damit wird das Prinzip des Rechtstaates (Herrschaft des Gesetzes) in sein Gegenteil (Herrschaft des Menschen) verkehrt. Wenn wir das auf Dauer zulassen, wirds die dann nur noch sogenannte Demokratie nicht mehr lange machen.
    Ich weiss — nu mach mal halb lang, stell Dich nicht so an, so weit isses noch lange nicht, es läuft doch alles ganz gut, da is noch lange hin, uns gehts doch wirtschaftlich gut etc … hör ich dauernd. Ändert aber nix an den gegenwärtigen Fehlstellungen, befördert bloß die Auflösungserscheinungen. Und so weitet sich die offene Loslösung vom Recht aus, erfasste neben der hierfür immer anfälligen Regierung vor kurzem selbst den Bundestag („Netzwerkdurchsetzungsgesetz“, „Ehe für alle“).
    Ein Staatswesen beruht lediglich auf dem Vertrauen der Bürger (Hume). Wenn das nachhaltig erschüttert wird, können sich Umwälzungen ereignen. Und wie wir 1989 gesehen haben, kanns ganz schön schnell gehen – nächstes mal vieleicht in die falsche Richtung.
    Unsere staatlichen Medien (meist Anstalten öffentlichen Rechts) haben diese Gefahr in ihrem Volkserziehungswahn („Demokratieabgabe“) lediglich ansatzweise erkannt. Deren dementsprechend getunten „Narrative“ sind im Hinblick auf das Vertrauen der Bürger eher kontraproduktiv.

    Wir sind nicht blöd und auch nicht nazi, noch nicht einmal rechts. Dieser Stempel wird uns lediglich von denen aufgedrückt, denen unsere Auffassungen im Wege sind. In diesem Blog wissen wohl einige wovon ich rede, allen voran der DON.

    • Ich mag ja den Begriff „Nenn-Nazi“ oder „Nazi Berlinis Causa“

    • @ Es-wird-Zeit, Nedda g´schopfe isch...
      g´nug g´lobbd (Hertha Däubler Gmelin).
      .
      Aber, Schappole! Darf ich mir das als Kopie ablegen?
      .
      Auweia Don, ich vergaß zu gratulieren. Seit jenen ulF-evozierten sagenhaften Festungsartikeln bin ich dabei. Danke und weiter, immer weiter…

    • Titel eingeben
      Diejenigen die nach dem jetzigen System kommen, werden sich freuen das ihre Vorgänger für sie die Drecksarbeit gemacht haben und das Rechtssystem zerstört haben.

    • @Es-wird-Zeit
      „…Ob Interessengetriebene die Umstände verändert haben oder sich die Situation gleichsam unbewusst geändert hat, weiss ich nicht.“

      Diesbezüglich gibt die Lektüre von alten (i. d. R. nach 30 Jahren, wenn auch immer noch mit vielen Einschwärzungen versehenen) US-Geheimpapieren (im Internet als pdf verfügbar) einige Hinweise: Wenn man auf diese Weise Schweinereien aus dieser (und weiter zurückliegender) Zeit kennen lernt, werden einem die aktuellen Schweinereien deutlicher vor Augen geführt.
      Es ist sehr hilfreich um die großen Linien klarer zu sehen.

      Als ich vor vier, fünf Jahren wissen wollte, was WIRKLICH passiert in Syrien (und dann auch der Ukraine z. B.) hat solche Art von Lektüre (zusätzlich zu internationaler aus verschiedenen Interessensgebieten sowie „alternativer“ deutscher) zum Augenöffnen (bzw. anfangs: Augen erschrocken aufreißen) einen erheblichen Beitrag geleistet.

      Alle, die auch heute noch (nach den diversen Leaks, deren Inhalte – abgesehen von Deutschland – international zum größten Teil Allgemeinwissen sind) von „Verschwörungstheorie“ reden, empfehle ich u. a. diese Lektüre ebenfalls.

    • Und über allen Wipfeln ist Ruh'...
      @ Es-wird-Zeit

      Sie haben recht!
      Danke für diese interessante Zusammenfassung.
      Ich dachte schon, meine Wahrnehmung der Realität sei etwas verbogen.

    • @ es wird Zeit Interessengetrieben schon
      Sie schreiben: „Ob Interessengetriebene die Umstände verändert haben oder sich die Situation gleichsam unbewusst geändert hat, weiss ich nicht.“
      Ich glaube, beides ist richtig. Mir scheinen die „sozialen“ Netzwerke eine Hauptursache für Veränderungswillen und gleichzeitig ein Werkzeug der Interessengetriebenen zu sein. Sie ermöglichen in zuvor nie dagewesener Art und Weise, daß Minderheitsinteressen dazu genutzt werden können, der „Gesellschaft eine Struktur einzuziehen“.

      Dieses Rezept (Strukturierung) verfolgten sowohl Nationalsozialisten als auch Kommunisten. Sie sorgten dafür, daß der Einzelne in allen möglichen gegliederten Organisationen eingebunden war, über die er adressiert und manipuliert werden konnte. Dissidenten wurden auf diese Weise erkennbar, sie ließen sich ausgrenzen und bekämpfen, der Durchdringungsgrad der Propaganda wurde sichergestellt.

      Heute übernehmen diese Rolle die gehätschelten Minderheiten, die durch ihre jeweiligen Influencer gesteuert, bzw. durch Filterprogramme mit den zu ihren Wünschen passenden Nachrichten und Meinungen versorgt werden.

      Diese Strukturen eignen sich bestens dazu, Politikern Wählerpotenziale zu erschließen. Sie brauchen nur die entsprechenden Forderungen zu unterstützen, um die jeweilige Gruppe als Wähler zu gewinnen. Deswegen gehen alle zu Christopher-Streets-Day.

      Die indifferenten Mehrheiten, die nicht von Veränderungswünschen geplagt werden, artikulieren sich nicht entsprechend. Der Wunsch, es möge bleiben, wie es ist, ist im allgemeinen nicht kampagnenfähig. Deshalb fällt dieses Interesse hinten runter.

      Wenn man mal die nackten Geschäftsinteressen betrachtet, so wird man feststellen, daß vielleicht bereits die Mehrheit der Google-Kunden Leute in armen Ländern sind, deren Zahl durch sportliche Vermehrungsraten zunimmt. Selbstverständlich sind mit diesen Kunden höhere Werbe-Entgelte zu erzielen, wenn sie als Konsumenten über mehr Geld verfügen. Aus dieser Warte ist vorerst ein Afrikaner im deutschen Sozialsystem mehr wert, als ein Afrikaner in der Heimat.

      Gleichzeitig werden alle Möglichkeiten der Völker, sich gegen die globalen Konzerne zu wehren, indem ihnen gesetzliche Schranken auferlegt werden, zweckmäßigerweise mit Hilfe der Migration durch Zerstörung des inneren Zusammenhalts des Volkes (Sozialstaat, Gewerkschaften, Familienverbände) minimiert, indem die Vereinzelung vorangetrieben wird und jeder gegen jeden ums Überleben kämpft.

      Dazu paßt es, daß die Menschen möglichst wenig besitzen, denn Besitz schafft Verfügungsgewalt und Autonomie. Wer ein Auto besitzt, entscheidet selbst, ob er es benutzen mag. Wer eines leiht, kann durch Manipulation von der Benutzung ausgeschlossen werden.

      In China wird angeblich ein Sozialscore vorbereitet, wodurch der Bürger sich Punkte verdienen kann, der Score entscheidet dann z.B. darüber, ob er Anspruch auf eine Wohnung hat, wieviel Urlaub ihm zusteht, wieviele Kinder er haben darf etc. Unter dem Stichwort „gamification“ lassen sich darüber Infos finden, z.B. hier: ht tp://www.independent.co.uk/life-style/gadgets-and-tech/gaming/gamification-is-taking-over-our-lives-and-it-all-came-from-video-games-9779149.html.

    • @Es-wird-Zeit
      Danke für den Bezug auf 1989! Die DDR ist zu diesem Zeitpunkt nicht aus wirtschaftlichen Gründen untergegangen. Die Auslandsschulden wurden stets pünktlich bedient, es gab keine Bettler, keine Suppenküchen, keine Obdachlosen. Eine Menge Länder der dritten Weld hätten mit diesem zu diesem Zeitpunkt noch funktionierenden Niveau einer Grundversorgung gerne getauscht.

      Der DDR kam schlichtweg das Staatsvolk abhanden. Der Zeitpunkt des endgültigen Abkippens ist ziemlich genau festlegbar. Als sich die VoPo in Leipzig vor den Massen zurück zog.

      Ohne Volk ist kein Staat zu machen. Innere Imigartion. Habe tagtäglich quer durch die NBL in Werkstätten, Indstandhaltungsabteilungen, Produktionsstraßen etc. zu tun. Also mit Leuten, die mit schmutzigen Händen die produzierende Mittelschicht darstellen. Ich kann da keine 2 Meinungen feststellen. Da hat die AfD die absolute Mehrheit. Wenn die nicht überhaupt „mit denen da oben“ fertig haben.