Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Kreuzberger Nächte werden kurz gemacht

| 755 Lesermeinungen

Lakaien befolgen Gesetze, Könige sehen Zusammenhänge.
Gabriel Lorca

Da ist also dieser aufgeplatzte, blaue Sack auf dem Boden, voll mit Bauschutt, und er liegt schon etwas länger hier. Ratten und Mäusen gefällt das.

Und ich stehe davor, schaue in den bleigrauen Berliner Himmel, aus dem es tröpfelt, und denke daran, dass oben in Bayern, bei mir vor dem Haus, dieser Regen als Schnee herab kommen wird. Ich muss schneller als der Wind sein, denn wenn der Regen erst bei uns ist und gefriert, muss ich, wie jeder Hausbesitzer, das Eis vom Trottoir kratzen und den Schnee räumen. Das macht man halt, meine Vorfahren haben es gemacht, ich mache es auch. Hausbesitz bedeutet einfach, dass man beim Schneefall dort sein und die Verantwortung übernehmen muss. Aber hier in Berlin hat einfach jemand einen blauen Sack mit Bauschutt abgelegt. Weiter vorn steht eine Autotürverkleidung.

Mit Kleidungsstück. In Grün. Das hat jemand hier gelassen, und keiner will es. Ich will es beseitigen, das ist so in mir drin, denn wenn auf meinem Bürgersteig vor dem Haus etwas ist, räume ich es weg. Ich kann mich einen ganzen Tag lang über Zigarettenpackungen ärgern, ich fege nicht den Weg, sondern Leute an, wenn sie Zigarettenkippen vor meinen Augen wegwerfen: So ist nun mal meine Natur. Und wenn es schneit; zieht mich meine Natur eben nach Hause an die Schaufel und den Eishacker. Wie alle anderen auch. So sind wir nun mal. Selbst wenn die Gemälde drinnen mal wieder abgestaubt werden könnten. Aber die Strasse ist frei.

Das hier sind ein paar traurige Radreste – wer in Berlin Ersatzteile braucht, kauft eher nicht bei Ebay, sondern montiert wohl einfach etwas ab. Bei uns bekommen Schrotträder orange, datierte Aufkleber, um feststellen zu können, ob sie noch bewegt werden. Ist das nicht der Fall, bekommen sie einen Zettel, dass sie in zwei Wochen entfernt sein müssen. Sind sie dann nicht entfernt, werden sie abgeholt. So ist das bei uns. So sind wir. Wir können nicht anders. Wir können das alles gar nicht sehen.

Wir sehen es, verdrehen die Augen, richten sie zum Himmel und denken uns: Warum. Weil, es ist doch so: Das sieht hier überall so aus. Gleichzeitig aber, und das haben wir beim Verdrehen der Augen gen Himmel auch gesehen, beschmieren sie nicht nur ihre Häuser, sie bemalen sie auch. Zum Beispiel mit einer bukolischen Landschaft mit Hügeln, kugelrunden Figuren, zartrosa Himmel und einem netten, kleinen Einzelhaus, ganz anders als die riesigen Blöcke der Gründerzeit.

Niemand malt in dieses Bild einen blauen Müllsack, geplatzt wie die Karriere einer Modebloggerin, eine ausgerissene Türverkleidung wie ein seiner Heimat entflohener Schwabe, und Räder, funktionsunfähig wie der grüne Wohnungsankauf, in diese arkadische Landschaft. Was auf der Strasse ist, ist hier auf der Strasse, und was die Wunschvorstellung ist, ist an der Wand. Zumindest 1 Mensch hier denkt an eine Welt, die so heil ist wie ein Tourismusprospekt, und Tausende. Zehntausende sehen das. Diese Menschen hier haben blaue Müllsäcke, aber auch eine Vorstellung davon, dass es so nicht sein muss. Der hungrige Steinzeitmensch saß auf den Essensresten, malte fleischige Bisons in Höhlen und schnitzte rundliche Frauen aus Bein, hier malen sie eine grüne Landschaft und runde, zufriedene Figuren mit Lächeln, während sie bei Mülltüten sitzen. Das nennen Optimisten den menschlichen Fortschritt, aber: Das ist nicht alles.

Denn natürlich quetschen sie hier gebrauchte Kinderwägen und unbequeme 90er-Jahre Stühle der Postmoderne zwischen die Zugangswege der Baustellen. Das ist kein Zufall, das ist Absicht, sie wollen damit den Arbeitern, die hier die Gebäude sanieren, erschweren. Nicht jeder ist einverstanden mit den steigenden Mieten und der Aufwertung des Viertels. Manche kleben auch klassenkämpferische Zettel im Rot der Revolution an die Wände. Sie laden zu Kiezversammlungen ein, die so gut besucht wie die Wahlkampfstände der SPD sind, und halten sich dann wie die SPD berechtigt, für das Volk zu sprechen. Sie wollen ihren Kiez so, wie er früher war, so wie bei mir daheim auch viele in die gute, alte Zeit zurück wollen, als hier nicht nur Schnee geräumt, sondern auch jeden Sonntag morgen ordentlich gefegt wurde, egal ob am nächsten Morgen die Stadtreinigung noch einmal fegte oder nicht. So war das nämlich früher, am Sonntag um 11 fegte der Bürger und am Montag um 6 Uhr kam der Reinigungswagen und hatte nichts zu tun. Sauberkeit, fast so sinnlos wie Vandalismus.

Sie wollen also ihren alten, modrigen, braunkohlegeheizten Kiez behalten, und die Extremen rammen dafür alte Kinderwägen in Einfahrten, sie werfen auch mal Steine durch die Fenster und zünden hin und wieder Autos an, und die Bevölkerung meint oft, das gehört irgendwie dazu gehört. Sie kleben Gedichte von Brecht und Aufrufe zur Revolution an Säulen, und sie schrecken auch nicht vor, wie ich Single finde, schlimmsten Taten bei der Wohnungskäufervergraulung zurück, wie dem Eltern-Kind-Trommeln.

Aber ich habe ja den Traum an der Wand gesehen, und deshalb noch etwas genauer hingeschaut, und wir wissen ja, jede Kultur trägt den Keim ihres eigenen Verderbens in sich. Und während einen zerschlagene Kaugummiautomaten aus leeren Augenhöhlen anstarren, während Sticker noch von Revolution und Aufbegehren künden, ist daneben eine saubere Schaufensterscheibe.

Der Berliner wird das nicht beachten, er denkt sich halt, dass wieder eine junge Frau versucht, aus ihrem Schneiderhobby einen Beruf zu machen. Irgendwas mit Mode. Stoff kreativ aneinander fügen. Teil der Do-it-yourself-Bewegung, kleines Kiezhandwerk, gegen Globalisierung, bio, was man halt damit so verbindet. Aber so einfach ist das nicht, denn Nähen ist eine relativ komplexe Arbeit. Nähen erfordert eine hohe Präzision und Vorausdenken, Struktur und Hingabe. Schlecht angezogene Menschen gehen vorbei und denken an das Rattern einer Nähmaschine. Aber ich gehe vorbei, sehe die bis in die Kanten saubere Scheibe und weiß, dass bei uns früher die Frauen um so begehrter waren, je besser sie nähen konnten. Nähen ist ein Handwerk, das den Menschen formt. Näherinnen müssen wissen, wo welche Knöpfe sind, wie viel Stoff sie vorrätig haben, wann etwas fertig sein muss und wie man mit Kunden über längere Zeit ernsthaft kommuniziert. Näherinnen sind, wenn sie wirtschaftlich überleben wollen, alles, nur nicht Berlin.

Und natürlich hat hier niemand etwas gegen Erscheinungen, die Näherinnen bei uns in Miesbach kennen: Dass ein wahrhaft dickes Auto vorfährt und eine Frau aussteigt und erklärt, zu welchem Anlass sie welches Kleid ohne Rücksicht auf die Kosten braucht. Das bedeutet aber, dass das Auto dort nicht zerkratzt werden sollte, das bedeutet einen sauberen Weg und ein sauberes Fenster, und tatsächlich liegt hier kein zertretenes Rad und kein blauer Müllsack herum. Nähen ist ein Geschäft der guten und dauerhaften Kundenbeziehung, ganz anders als Ausverkauf im Ramsch ein graues Stück Kleidung, das man gerne mal auf einer Türverkleidung liegen lässt. Es gibt hier in dieser Ecke etliche Näherinnen. Sie müssen versuchen, sich zu erhalten. Sie können es sich gar nicht leisten, wie Berlin zu sein. Die Herzen der Konsumkritik fliegen ihnen zu, aber ein Herz für den Schlendrian können sie sich nicht abrechnen. Eher linke Projekte tun das übrigens auch nicht:

Und das ist nicht das einzige Beispiel für Verbotskultur, weiter vorne mahnt ein Schild, man sollte doch bitte nach 22 Uhr Rücksicht auf die Anwohner nehmen – darunter auch die Mutterkindtrommelterroristen, die in der Nacht zu Ruhespiessern werden – und leise sein. Schön leise. Und keine Motorräder mehr starten. Vermutlich leben hier Leute, die nach 22 Uhr die Motorräder geschoben sehen wollen.

Das ist schon eine ganz andere Welt als jene, die nebenan im Plakat hochgehalten wird.

So geht das hier immer weiter, Dreck, Schmierereien und dazwischen dann wieder die neue Berliner Verbotskultur der kurzen Kreuzberger Nächte mit Ruhe ab 22 Uhr – bei uns am Tegernsee fängt man da erst langsam an, auf den Biertischen zu tanzen zu “ich bin die Antonia aus Tyrolia” und “Sweet little Rehlein”. Es sind Hinweise auf eine Liberalität mit Grenzen. So fing das vor 12 Jahren auch im beliebten LSD-Viertel in Mitte an, und ein Club nach dem anderen musste wegen des Lärms schließen. Bei uns in Bayern wird man nicht glücklich, wenn man gegen die Glocken von Kühen und Kirchen prozessiert, aber hier geht das noch, der Tanzpalast von gestern ist die Lärmbelästigung von heute.

Die Ruppigkeit im Umgang macht keine Ausnahme für Subkultur. Irgendwann beschweren sie sich bei der Hausverwaltung, wenn der Schnee im Winter vor dem Haus liegen bleibt, denn wenn sie einmal mit einer Forderung durchkommen, legen sie sofort die nächste Beschwerde auf den Tisch. Weil sie können. In Bayern wird die Anspruchshaltung durch die Eigenverantwortlichkeit gedämpft. Hier wird erwartet, dass andere das erbringen, was man für wünschenswert hält. Verspiesserung ist nur eine Wandlung der Ansprüche an andere, aber nicht eine Anpassung der Methoden zur Durchsetzung. Die Miete soll nicht mehr als 5 Euro pro Quadratmeter kosten, aber die Leute, die das Mieterparadies für ihr gutes Leben ausnutzen, sollen beim sturzbetrunkenen Fall aus der Kneipe nach 22 Uhr ihren Oberschenkelhalsbruch still erdulden; und für das Blut die Müllsäcke verwenden.

Die werden sich noch wundern, wie kurz die Kreuzberger Nächte noch werden, denke ich mir, als ich zu meinem Auto gehe. Die Anfänge für den Kulturkampf sind gemacht, es werden sicher noch Näherinnen pleite gehen und Autos zerkratzt. Aber draußen am Autobahnring kosten kleine Wohnungen auch schon 480 Euro pro Monat und damit doppelt so viel, wie meine 75m² hier 2004 in einer anderen Gentrifizierungslage gekostet haben. Wer jetzt hier ist, wird kaum mehr umziehen, sondern vom Mieterschutz profitieren, altern, und neue Ansprüche entwickeln. Es wird alles teurer, aber nicht besser, und nie so wie auf dem bunten, arkadischen Wandgemälde. Ich lasse das Auto an, und sollte ich jemand aus dem Mittagsschlaf gerissen haben, weil mein Verbrennungsmotor etwas laut ist, so mag man mir das hier verzeihen:

Schon im Thüringer Wald bedeckte der Schnee alles Leben, und ich hatte es wirklich eilig, nach Hause zu meiner Schneeschaufel zu kommen.


755 Lesermeinungen

  1. Berlin
    die kognitiven Dissonanzen der Bewohner erscheinen mir in der Stadt stark zu sein.
    In dem Sinne:
    „Berlin stinkt, Berlin is dreckig,
    Berlin is ein Skandal!
    Berlin is pleite, Berlin hat nüscht,
    Berlin du kannst ma mal!
    Von Frohnau bis an ‘nen Wannsee,
    Von Spandau bis Marzahn,
    Ick halt´s nich mehr aus ick muss hier raus,
    Berlin du kotzt ma an!“

  2. Zuhause....
    ist es immer noch am Besten.

  3. Die Irren leben in Berlin. Gut so.
    Der Bericht stützt meine eigenen Beobachtungen, die ich bei meinen – glücklicherweise – wenigen Besuchen in Berlin machen durfte. Berlin kann nichts für seine Bürger, die teilweise furchtbar überdreht und schlicht irre sind. Ich vermute: es ist die Nähe, die Enge, die Übervölkerung.

    Aber es ist gut so, daß es ein Biotop für Irre gibt. Irgendwo… Hunderte Kilometer von dem ruhigen, friedlichen, gemächlichen Ort, in dem ich lebe.

    • Das sind halt selbstverstärkende Effekte. Berliner verstehen das, wenn sie die Stadt verlassen und entdecken, dass woanders sehr konform gedacht und gelebt wird, So eine Konformität gibt es auch in Berlin.

    • Berlin
      Berlin ist eine Mischung aus Schlendrian, Schnorrertum und Größenwahn. Noch heute ist das Motto „Seht auf diese Stadt!” , aber heute sind sie stolz auf sich.

    • Biotop HU
      Man sollte keinen Links hinterherlesen, nicht bei Twitter reinschauen und überhaupt nur Apfelbäumchen pflanzen. Falls nicht stößt man eventuell auf die Süddeutsche und erweitert seine Liste interessanter Berliner Persönlichkeiten um eine wunderbare Ergänzung zu Ösoguz und Chebli in Gestalt von Naika Foroutan.
      http://www. sueddeutsche.de/politik/integration-deutschland-steht-unter-erheblicher-spannung-1.3837398

      „…Ich finde, die Zeit für eine radikale Quotierung ist gekommen. Das gilt für Ostdeutsche, das gilt für Migranten, es gilt für Frauen und für andere unterrepräsentierte Gruppen in der Gesellschaft. Wir haben neulich erst wieder die Zahlen zur Unterrepräsentation von Ostdeutschen in Führungspositionen bekommen. Es wird nicht mehr lange gut gehen, wenn weiterhin ostdeutsche Universitäten fast nur mit westdeutschen Präsidenten besetzt sind. Oder nehmen Sie die Zusammensetzung des Parlaments, in dem 70 Prozent Männer und nur 30 Prozent Frauen sitzen und gerade mal acht Prozent Migranten, obwohl Migranten 22,5 Prozent der Gesellschaft stellen. Das entspricht nicht mehr dem Abbild und nicht mehr den Bedürfnissen dieser Gesellschaft. Diese Repräsentationslücken führen zu immer mehr sozialem Unfrieden. Eine moderne Regierung muss sich dem stellen. …“

  4. Bauaufzug-Kabelklau
    Da es meist nicht klappt mit der Behinderung von Baustellen in Berlin durch Zustellen von Wegen und Abkippen diverser Altmöbel, haben sich findige Anti-Gentrifizierer etwas Neues einfallen lassen: es wird nächtens einfach ein Kabel entfernt, was zum Benutzen eines Bauaufzugs nötig ist. Das bringt den Bauherren ein paar Tage Verzögerung und rund € 2000 für Reparatur. Und dies manchmal 3 mal pro Monat. Es lebe die Revolution!

    • Und wahrscheinlich denken sich die Bauarbeiter, es ist eh egal, weil es a) genug andere Baustellen gibt und b) zahlt das irgendein Münchner Anwalt.

      Allerdings hat man bei meiner Schwester in München auch schon mal die Baumaschinen angezündet.

    • @Tinerfeño
      Das ist vollkommen normal mittlerweile auf Baustellen in Deutschland.
      Das sind aber keine Anti-Gentrifizierer, sondern simple Kabelschrottwegelagerer.

      Auf meiner momentanen Baustelle in Wuppertal, wurde Kabelschrott, eine Flex und diverses Material geklaut.
      Zwar immer schön eingeschlossen, aber wer will knackt auch eine Bautür.
      Ich nehme an es waren Junkies und/ oder Obdachlose, die sich ein Zubrot verdienten.
      Es lagen nämlich schön appetitlich eindeutige blutige Spritzen in der Nähe…
      Das beste war der Obdachlose, der sich nur widerwillig aus der Lüftungszentrale entfernte, als ich dort arbeiten wollte und „schöne“
      Kothaufen in stillen Ecken.

  5. Mal wieder
    auf den Punkt gebracht, und schön die Hybris aufgezeigt. Danke dafür.
    Ich wünsche ein angenehmes, friedliches Wochenende.

    P.S.: Da fehlt wohl ein Link bei „funktionsunfähig wie der grüne Wohnungsankauf“.

  6. Berlin hat viele Gesichter
    Text eingeben

    • Ja, und manche sollten sich mal mit dem Thema Schönheitsoperationen beschäftigen.

    • :D
      lol

    • @Don
      Regelmässig waschen wäre schon mal ein Anfang!

    • wenn einer aufbricht, die Wirklichkeit zu sehen, bricht er
      Für die Schönheitsoperationen ist doch Bayern zuständig. Mein Gott, was an dem Land in den letzten 40 Jahren rumgeschnippelt wurde. Wäre sonst allerdings wirklich alt und häßlich. Nur wenn man dort lacht – und es ist ein altes, gehässiges Lachen, das vergessen hat, wie lang man von anderen unterstützt wurde – muss man aufpassen, dassman nicht auseinander platzt. – Ansonsten ein netter Aufsatz unter dem Motto: kleiner Mann aus kleiner Stadt fährt in die Welt und ist erschrocken. Hilfe, wo ist meine kleine Schneeschaufel?

  7. Sehr schön
    …beobachtet, vor allem die für Handwerk mit Kundenbindung benötigten Umfeldbedingungen und die Hinweise, die eine mittelfristig erfolgreiche Existenz solcher Läden auf die Entwicklung der jeweiligen Lage gibt. Danke!

    • Gern geschehen. In Miesbach gibt es ein ganzes Näherviertel am Markt, alles perfekt herausgeputzt – und wenn da eine Lederhose 2000 € Kostet, finden die Leute das trotzdem in Ordnung. Niemand gibt gern viel geld in trister Umgebung aus. Und hier geht es ja um die Existenz.

  8. Berlin hat viele Gesichter
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    ja das ist jetzt so in Kreuzberg.
    Hier in Dahlem ist es allerdings teils wie bei Ihnen daheim, an die Fahrräder mussten vor unserem Apartment-Haus kleine Metallic-Bändsel, wer nach 2. Kontrolle keins dran hatte, kann jetzt lange suchen. Gestern Nachmittag kam eine Gruppe Arbeiter mit einem LKW und hat alles ohne Bändsel gnadenlos aufgeladen.

    Ich hoffe Sie hatten eine gute Fahrt, und schippen und kratzen Sie vorsichtig, Sie werden hier noch gebraucht

    • Ja, danke, am Montag muss ich erst mal zum Anwalt, gewisse Anlagerungen wegschippen lassen :/ Ich bin ja bei vielem tolerant, aber langsam sollte wieder mehr Spass auf meiner Seite sein.

  9. Ick bin KEIN Börlienör , so verstehe ich Ihre Beiträge zum Slum ,
    ..
    .
    Sie scheinen, obwohl dunnemals dort wohnhaft, kein Fan des Sumpfes zu sein.

    Sehr schön auch die Darstellung der linxgrünlichen Daueranspruchshaltung ,

    Bobo -Spiessertum at its best .

    Und hinter jeder Ecke, aus jedem linken Flugblatt, lugt die Drohung mit physischer Gewalt ,

    durchaus ausgeübt auch von länger dort Vegetierenden.

    Nein, ich möchte auch kein Berliner sein, nicht einmal zu Besuch.

    Den ganzen Zauber überlasse ich schmerzfrei denjenigen, die damit Freude haben.

    ABER :

    Ich will dieses Phänomen auch nicht mit meinen bayerischen Steuern bezahlen.

    Naja, leider Pech gehabt bei der Demokratielotterie im Herbst, es folgt wahrscheinlich leider wieder GroKo, und damit kann man sich Reformen aufzeichnen, passieren werden sie nicht.

    Noch vier Jahre Mugakel , gewürzt mit Chulz und den seinen.

    Mniammm ! Schmeckt nicht, gibt’s nicht !

    Und rot-rot-grün, wie in Berlin zugange, ist ja ein besonderes Erfolgsrezept .

    Schaumermal, was wir in Bayern im kommenden Herbst an der Politschießbude derschießen –
    ein rosa Teddy , ein blaues Nilpferd, eine Micky Maus Figur……

    wir werden es erleben, und auf die blöden Gesichter der Schießbudenfiguren der vormaligen CSU freu‘ ich mich schon fast so, wie auf den Frühling !

    Bayern wird noch ein Weilchen Bayern bleiben.[…]
    Aber :

    Bayern geht auch ohne eine CSU, die nur mehr den fadenscheinigen Bettvorleger von IM Erika gibt.

    Das wird ein herrlich böses Erwachen !

    Wer den Bürger verrät, kommt nicht überall in Schland so billig davon, wie die zwei [ahem. Don] im Bundestag-

    in Bayern kann das diesmal eine saftige Rechnung geben .

    Wie gesagt- schaumermalnosegmasjo.

    • Contencance, bitte.

      Ich würde nicht auf GroKo wetten. Falls sie an der SPD scheitert, darf sie sich fragen, was sie an der eigenen Basis nicht verstanden hat.

    • Tschuldigung, ich fand mein wording jetzt nicht so schlimm,
      .
      .
      . wie die beschriebenen Zustände und Personen .

      Aber gut, ich nehme den Wink auf, und schalte einen Gang runter.

    • Danke. Ich hafte halt letztlich dafür.

    • Ja, ich weiß, aber als Älterer brauche ich noch ein bißchen,
      .
      ..
      bis ich den postdemokratischen Zwang zum Samisdat verinnerlicht habe.

      Ich bin ja in Bayern, und eben NICHT in der DDR aufgewachsen.
      Aber, wie geschrieben, ich reiß‘ mich am Riemen ,

      ich will ja weder Sie, noch den schönen blog in die Bredouille bringen .

    • Kein Bärli-Narr!
      Otto Moser,

      ich überlasse Ihnen meinen obigen Vorschlag zur verbesserten phonetischen und faktischen Orthographie von RHS Bewohnern und solchen die es werden wollen zu weiteren gefälligen Verwendung im Rahmen von absehbaren und zwingenden Satiren…

      (Der Gummi-Horst könnte auch dazugehören.)

    • Man lässt nicht abstimmen,
      wenn man nicht weiss, wie es ausgeht, wusste schon Adenauer.
      Ein gewisser Modrow wusste sich auch zu helfen, wer sagt denn, dass der rheinische Frohsinnskandidat sich nicht zu helfen weiss.

  10. Frage...
    Kann jemand, der Berlinsafaris überstanden hat berichten, ob Berliner (da waren die gebürtigen schlimmer als die zugezogenen) immer noch jeden zweiten Satz mit „wir in Berlin“ bzw „bei uns in Berlin“ beginnen ?
    Solch dümmlicher Tribalismus trug damals dazu bei, dass man ungern Konzerte für Berliner Bands organisierte. Die waren in Sachen Sozialverhalten und Intellekt immer wieder Anlass peinlicher Momente. Ich habe mich oft gefragt, warum z B. Hamburg dagegen so viele grundsympathische und humorvolle Kinder hervorbringt.

    • Ich weiss aus dem Literaturbetrieb, dass Lesungen mit Berliner Nachwuchs nicht mehr so arg populär sind, wie zu früheren Zeiten. Das liegt auch an den Problemen des Buchhandels, aner ich habe mal in München eine Preisverleihung erlebt, bei der der Preisträger die Hälfte seinerr Rede Witze über eine Lesung in der Provinz riss.

      Sein nächstes Buch wurde ein Flop und ich weiss gar nicht, was der heute macht.

      Kann also schon sein. Es muss sich halt verkaufen.

    • Das wirft eine ethische Frage auf
      Darf man jemandem, der sich seiner unverdienten Herkunft (kein Kind hat verdient, in Berlin zur Welt zu kommen) mit breitem Munde rühmt, eben jene dann auch vorhalten ? Mir scheint das logisch.

    • Es geht noch schlimmer,
      denn sogar ehemalige nichtgebürtige Kurzzeitberliner, die von dort kommend als Gruppe eine relativ selbständige Abteilung bei uns übernehmen wollten, versuchten ihre Sitten und Ansichten aussschließlich mit dem Stereotyp „aber bei uns in Berlin …“ zu begründen und durchzusetzen. Das war zwar nervig, aber ein ignorierendes Schulterzucken von allen Seiten und der Verweis auf die aktuelle Lokalisation waren wahrscheinlich die effektivsten Gegenargumente.

      Sie sind wieder weg – und versuchen, woanders die Ihnen gebührende Anerkennung durchzusetzen. Es ist schon schlimm, wenn wir nun einen Ruf als NoGo-Area für die Hauptstädter haben. Der Don arbeitet für Oberbayern auch daran. Guten Erfolg!

    • Wir legen keinen Wert darauf, eine Go-Area für Berliner zu sein.

  11. Wie man sich bettet so liegt man un eben mal
    Wenn ein Land sich selbst zerstören will, so wird die unter der Oberfläche vorhandene Rest-Substanz noch eine Weile tragen. (Selbst-)-Zerstörungsprozesse sind insofern trügerisch, als sie immer erst zeitversetzt ihre volle Dynamik entwickeln. Das versiffte, vernachlässigte und von rot-roter Orientierungslosigkeit geprägte Berlin macht es vor, der Rest wird nachziehen. Wird er ganz sicher, denn man ist ja schon etliche Jahre dabei, am Ast zu sagen. Am Anfang waren es nur ein paar Säger und der Ast war breit. man dachte, man könne der bürgerlichen Grundsubstanz nach Lust und Laune Schaden zufügen, die werde das schon aushalten. Denkste! Wir sind auf geradem Weg in den Abgrund, die letzten 3 Jahre haben das wohl selbst für den Dümmsten sichtbar gemacht.

    Vielleicht wäre es besser, das Land zu teilen. Das würde zwar die im 19. Jahrhundert erreichte nationalstaatliche Einigung (die damals frenetisch bejubelt und mit dem Gedanken der Demokratie untrennbar verbunden war, siehe Hambacher Fest) wieder zunichte machen, aber so kann es auch nicht weiter gehen. Wenn es mit dem Auswandern schon nicht so einfach ist, wie wäre folgender Vorschlag: man teilt das Land in 2 Hälften, eine nördliche und eine südliche. Letztere unter Führung des Freistaats Bayern (vielleicht finden die ja noch einen besseren als Söder).

    In der nördlichen Hälfte könnten dann [… editiert. don]

    • Mein guter Mann. Tierwörter sind ein No-Go, und verzeieh Sie mir, wenn ich keine Lust habe, eine Schulddebatte hier zu moderieren. Das tut nichts zum Thema.

    • Tipp
      Ich habe mir gestern überlegt, als das hier zusammenbrach, ob ich etwas dazu beigetragen haben könnte, und zwei Sachen sind mir sofort eingefallen, eine gegen rechts und eine gegen links. Ach, und dann noch eine voll in die linksrechtsverzogene undefinierbare Mitte. Gleichmäßig austeilen bringt auch wenig. Er sagt aber, es seien mehr die Bilder.

      Insofern sollte man nach sowas mal in sich gehen und überlegen, was vermeidbar ist. Können Sie als Lehrer. Man will dem Autor nicht schaden.
      Jetzt hat er Heuschnupfen, psychisch ist möglich, denn kein Gras, kein Blütenstaub.

      Und Tiere sind meistens großartig. Nochmal über die Kühe lesen.

    • Doch, Hasel und Erle. Ganz übel.

    • Her Charles
      „Wir sind auf geradem Weg in den Abgrund, die letzten 3 Jahre haben das wohl selbst für den Dümmsten sichtbar gemacht.“

      Wie kommen Sie denn darauf, die weit überwiegende Mehrheit sieht das anders.
      Wahlergebnis schon vergessen?

    • Chuchill
      Wollte nach WW2 genau diese Aufteilung:
      Die sog. Donauföderation. Ein lockerer Staatenbund zwischen Baden, Württemberg, Bayern, Österreich und Ungarn. Das wäre mentalitätsmäßig deutlich besser gewesen. Aber die Amerikaner wollten wohl nicht und die Russen wohl auch nicht. Jetzt haben wir sie an der Backe, die Preißn. Vielleicht sollten wir uns mal in USA beschweren. Die Gelegenheit wäre vielleicht gerade günstig.

    • Bei der antiamerikanischen Stimmung im Land könnte man vermutlich auch Reparationen verlangen, und kaum jemand würde sich schämen.

    • Freistaaten
      …komisch, mir ist das unlängst durch den Kopf gegangen, dass es vielleicht tatsächlich dazu kommen könnte, dass die beiden Freistaaten ihr Glück im Abkoppeln suchen könnten: „Bayernland in Bayernhand!“ und „Freies Sachsen freier Sachsen!“
      Das hätte Charme.

    • Teilung nicht nötig...
      ….überlegenswert wäre es, die Nationalparlamente aufzulösen; soll heißen:
      die Regionen in Èuropá behalten (oder bekommen) ihre Regionalparlamente und schicken Vertreter ins Europaparlament. Gibt es ja auch schon alles….
      Die Dreifachfinanzierung der Parlamente kann man sparen.
      Politik für Europa und Politik für Regionen….
      Berlin kann dann ´ wegˋ…

    • Deutsche Trennung?
      Beim Lesen ihres Kommentares drängt sich mir folgende Frage auf: Was stimmt denn mit ihnen nicht?

      Wie haben sie es nur geschafft aus einem, nett geschriebenen Post über die dreckigen Seiten Berlins, die Brücke zu ihren bajuwarischen Allmachtsphantasien zu schlagen?

      Man kann doch nicht aus dem Schmutz Berlins und dem konträr dazu stehenden Spießertum (Davon handelt der Artikel, falls sie ihn nicht gelesen haben) den Schluss ziehen, dass man Deutschland in der Mitte teilen sollte,

      Solche Gedanken sind rückschrittlich. Ich bin stolz darauf dass unser Land nach Jahren der Spaltung wieder näher zusammenrückt, dieser Prozess wird bestimmt noch länger dauern.
      Auch bin ich stolz auf Berlin- eine Stadt mit Charme, die einen guten Ruf bei uns jungen Leuten genießt, eine Metropole im Herzen Europas in der was geht…
      Wo Kulturen verschmelzen ist es vielleicht nicht immer sauber, aber dieses Problem haben doch die meisten großen Städte. Ich möchte das auch gar nicht gut heißen, ich finde Unordnung auch nicht schön, kann nur ihre Radikalität nicht nachvollziehen.

    • @die Antwortenden, und: Fortsetzung folgt?
      Ich versuche mal eine Fortsetzung, etwas abgemildert, vielleicht bringt DA die ja dann. Ich nehme es ihm übrigens nicht übel wenn er gelegentlich Beiträge von mir editiert oder erst gar nicht bringt, er traut sich ja schon viel mehr als viele andere. Und ich lote eben gern Grenzen aus, ich bin eher frech als böswillig. Also hier geht’s hoffentlich weiter:

      In der nördlichen Hälfte könnten dann die ganzen protestantischen Gutmenschis sich gegenseitig mit der Peitsche zu noch mehr Maloche antreiben-denn das teure virtue signalling und Refutschi Wällkamm muss ja irgendwie finanziert werden. Da die Nordlichter aber überzeugte Sozialdarwinisten sind (sie würden das aber nie offen zeigen, im Gegenteil, sie machen eine Kunstform daraus es durch allerlei Verlogenheiten zu kaschieren) wird das Ganze wie üblich am Bodensatz der „schon länger hier lebenden Gesellschaft“ hängen bleiben-das sind die, denen die SPD als abhanden gekommene Wähler nachtrauert.

      In der Südhälfte würde man auch seine Arbeit machen, aber es gäbe kein verlogenes protestantisches Flagellantentum und ansonsten Ludwig Thoma-mäßige Volksfeststimmung. Mit Gaudi, derben Witzen, normalen Frauen (die Kampfemanzen und Genderterroristinnen wären alle im Norden)-eine ewige Kirmes eben.

      Und hier noch ein paar individuelle Antworten:

      @Oberländer: verbiegen tu ich mich nicht. Ich schreibe entweder was ich denke oder gar nix. Aber nicht was anderes. Es gibt schon viel zu viele Kriecher hierzulande.
      Und im übrigen: Lehrer bin ich nicht mehr, aus gutem Grund. Aber vielleicht hätte ich ja ein viel einfacheres Leben wenn ich auch so ein Schnarchsack wäre. Naja, was soll man machen?
      @Erfurter: die weit überwiegende Mehrheit sieht das anders? Da bin ich mir nicht so sicher. Und wenn, es sei ihnen gegönnt. Aber ich nehme an Sie kennen all die bösen Witze über Optimismus. Und was das Wahlergebnis angeht: was genau meinen Sie? Die 13%? Da wäre ich ja bei Ihnen, aber es geht mir ehrlich gesagt zu langsam. Wenn ich einen Ansatz hätte, ich würde auswandern, sofort.

    • Donauföderation
      Danke zur Donauföderation. Das kannte ich noch nicht.
      ‚Zum anderen wollte er Sachsen, Bayern, Württemberg, Baden und die Pfalz einer restituierten Donauföderation mit Österreich und Ungarn anschließen. Die Süddeutschen, so meinte er, waren weniger aggressiv und verdienten daher schonendere Behandlung; zusammen mit den Nachfahren der Habsburgermonarchie sollten sie ein Gegengewicht zu Preußen wie zur „Waffenschmiede“ des Reiches im Nordwesten bilden.‘
      http://www.bpb.de/themen/BZTRDI,3,0,Die_Deutschlandplanung_der_Sieger.html (wobei diese Quelle womöglich auch schon gegen uns unterwandert ist).
      Bisher kannte ich nur den Gedanken die Schweiz um Baden Württemberg, Bayern, Elsass, Norditalien und Vorderösterreich auszuweiten.
      Zur Bildung der Donauföderation, das würde ein positives Gegengewicht zum Berliner Staat schaffen. Ich wäre dafür. Wobei wir in Baden Württemberg nach 8-10 Jahren Grün ziemlich aufräumen müssten. Bayern ist noch gut positioniert. Und die Sachsen sind positiv widerständlerisch. Aber, wollen uns Österreich und Ungarn?
      Dann geht es aber ans aufräumen in Restdeutschland. Denn es ist niemand mehr da der den Schw.. sinn finanziert.

    • @Pollwerk
      Interessante Zusammenhänge. Churchill sagte mal: „Die Hunnen lecken Dir entweder die Stiefel oder sie hängen an deinem Hals „(um Dich zu erwürgen). Ist die derzeitige, vor allem von den Nordlichtern betriebene, Selbstzerstörungsmanie dann eher in der Stiefellleckphaase anzusiedeln? Wollen jene, die im Nordwesten mal, wie Sie sagen, die „Waffenschmiede des Reiches“ waren jetzt wieder Anlauf nehmen auf einen neuen-ja, was auch immer? Um dann wie der Phönix aus der Asche der Selbstverbrennung wieder aufzuerstehen? Und um dann den zweiten Teil der Churchill-Befürchtung wahr werden zu lassen? Dafür linksgrün und der ganze andere Stuss bis zum Kotzen?

      Lachhaft, aber es ergibt eine gewisse Logik. Dahin weist auch der französische Aphorismus (von Stendhal glaube ich) „qui s’excuse s’accuse.“ Jene, die am lautesten die Schuldkultur deklamieren klagen sich demnach auch am meisten an. Das stimmt ja auch in hohem Maße, denn das europäische Ausland ist ja mit unserem Refutschi Wällkamm alles andere als einverstanden. Für keine Geringeren als die Churchill-Nachfahren war es ja wohl der Hauptgrund sich Brexit-mäßig auszuklinken. Zusammenhänge über Zusammenhänge-aber lernt hierzulande irgend jemand was daraus?
      Da zeigt sich eben, wie viele Lakaien es gibt, auch dort, wo es Leute mit mehr Grips und mehr Mut geben sollte. und die Lakaien sind immer das Problem, sie tragen Diktaturen und Unrechtsstaaten, weil sie sich immer an das anpassen was gerade ist. Weil sie nur als feige Kriecher leben können.

      Ich jedenfalls habe mich entschlossen das ganze Spielchen nicht mehr mitzuspielen. Ich glaube nicht daran, dass ein Phönix, der sich selbst verbrannt hat wieder auferstehen kann. Und ich glaube nicht daran, dass ein Ast, den man abgesägt hat wieder anwächst. Nur Lakaien glauben das, jeder Mensch mit etwas Grips sieht es anders. Ich will weder Stiefel lecken noch jemand am Hals hängen.

      Also, Donauföderation wäre schön. Abwechselnd Arbeit und Volksfest, Kirmes. Eben aus dem Vollen leben!

    • @Harry Charles, @Chris
      Zum Thema Deutschland teilen.
      Ihre Bezüge zum Anfang bis Mitte des 19.Jh (Pauskirche, Hambacher Fest etc.) im Bezug auf die „frenetisch bejubelte“ nationalstaatliche Einigung sind natürlich korrekt, aber wie so oft wird mir hier zu sehr auf die territoriale Einigung abgehoben.
      Diese Einigung war (wie vieles andere) ein Erbe der Aufklärung und des darauf folgenden Aufstiegs des Bürgertums (goodnight sagt dazu kurz „die Moderne“). Der Wunsch nach einem Nationalstaat ist nur die zwangsläufige Folge der Idee des mündigen, aufgeklärten Bürgers und die Verankerung dieser Idee in einer Verfassung.

      Insofern könnte man durchaus schlüssig argumentieren, daß wenn die hinter einem Staat stehende Idee nicht mehr trägt – oder sich Teile des Staates in unterschiedliche bis gegensätzliche Richtungen entwickeln – daß sich dann dieser Staat überlebt hat und etwas anderes an dessen Stelle treten muß – entweder eine einender Gedanke oder dessen Auflösung. Also zum Beispiel zwei Staaten und darin wieder gleiche Ideen und Vorstellungen einer verfassten Gesellschaft/Gemeinschaft. Die territoriale Integrität eines Nationalstaates ist nun mal kein Selbstzweck.

      Und nein, Chris, solche Gedanken sind nicht rückschrittlich. Man sieht gerade am Beispiel der EU, daß der Versuch, unterschiedlichste Länder, Kulturen und Wertevorstellungen immer detaillierter unter einen Hut zu bringen, zum Scheitern verurteilt ist. Es folgt daraus nur mehr Ferne von den Bürgern, riesige von Steuergeld finanzierte Apparate und unendliche Möglichkeiten, auf Kosten anderer zu leben und zu wirtschaften etc. (was zufälligerweise auch irgendwie auch nach Deutschland klingt…).
      Fortschritt ist, aus seinen Fehlern zu lernen und es dann besser zu machen. Rückschritt beginnt mit blindem „weiter so“.

    • @Separatisten-Dreamer
      Sind die Kommentare hier zur
      a) Nord-Süd-Spaltung
      b) Auflösung des Bundesparlamentes und Übertragung der Bundesgesetzgebung gleich aufs EU-Parlament unter Beibehaltung der Bundesländer-Landtage
      c) einer neuen Donau-Förderation unter Auflösung der Bundesrepublik

      jetzt ironisch, oder nicht eher ernst gemeint?

      Soll ich Sie jetzt noch ernst nehmen?
      Ich finde es weder witzig, noch seriös in der Diskussion.

      Sorry, Dreamers!

    • "Deutsche Trennung"
      „Ich bin stolz darauf dass unser Land nach Jahren der Spaltung wieder näher zusammenrückt, dieser Prozess wird bestimmt noch länger dauern.“
      Ja. Besonders weil vom Zusammenrücken überhaupt nichts zu sehen ist, eher rückt es auseinander.
      „Auch bin ich stolz auf Berlin-“
      Das tut mir sehr leid.
      „eine Stadt mit Charme, die einen guten Ruf bei uns jungen Leuten genießt,“
      Eher eine Art Ballermann mit schlechtem Wetter.
      „eine Metropole im Herzen Europas“
      Und die einzige, in der der Jogginganzug als Ausgehanzug gilt…

    • @die Antwortenden
      @Chris: sind Sie ein Troll, oder wie soll ich Ihre provozierend gemäßigte Ausdrucksweise interpretieren? Ich würde gern weiter antworten, aber ich habe Angst mich der Lächerlichkeit auszusetzen, indem ich Sie ernst nehme. Nur so viel: ich habe den Artikel ganz gelesen, kann aber an keiner Stelle erkennen, dass er etwa andeuten möchte, dass Menschen, die auf Sauberkeit wert legen Spießer seien (wenn es das ist was Sie sagen wollen). Ansonsten sollten Sie die sehr intelligente Replik von Herrn Kinshofer (Gruß an Sie, Herr Kinshofer, Sie sind ein Bruder im Geiste!) lesen, da können Sie was lernen. Stilistisch, inhaltlich und moralisch.

      @vonmicha: qed: quod erat demonstrandum. Ich nehme an, Sie selbst sind aus dem Norden, so bierernst wie Sie hier auftreten. Man wird doch wohl noch träumen dürfen. Und es wäre ein Traum, alles was links-grün ist weit weg von dem Ort zu wissen wo man selbst ist. In einem Land wo es keine Heuchler gibt, keine Verlogenheit, keine „virtue signalling“-Streber, keine halbgare Piefkementalität, nur authentische Bodenständigkeit, Beständigkeit, Sicherheit, Sauberkeit (in schöner Natur), Leichtigkeit und Lebensfreude. Demokratie hätte ich da zwar auch gerne, aber eine, die besser funktioniert als bei uns zur Zeit. Wir haben hier nämlich eher so eine Art Mainstream-Ochlokratie.

      @Jens Kinshofer: Kompliment! Und: vielen Dank!

    • Harry Charles, würden Sie bitte in einen anderen Tonfall schalten? Trollvorwürfe haben in einer Debatte meist nichts verloren.

    • Berlin
      „eine Metropole im Herzen Europas“
      Eigentlich hab ich gar nichts gegen Berlin. Ich war in den späten 70ern ein paarmal da, das letzte Mal 1986, und so will ich es auch in Erinnerung behalten.

  12. Altmodische Erziehung
    Sonntags Strasse putzen? Im Kronberg meiner Jugend (vor Ihrer Zeit, werter Don) hätten böswillige Nachbarn die Ordnungspolizei gerufen. Sonntags durfte man nicht arbeiten, auch nicht im Garten. Sonntags musste die Strasse schon geputzt sein, weil das Samstags Pflicht war.
    .
    Wenn einem das Sauberhalten der Strasse ums Haus als Kind erfolgreich anerzogen wurde, wird man diese Eigenschaft nie mehr los. Unser Nachbar zwei Häuser weiter, benutzt den Weg hinter unseren Häusern, um zu rauchen. Wahrscheinlich erlaubt ihm das seine Frau nicht im Kleingarten. Letztens hat mich das so genervt, dass ich 60 Zigarettenstummel auflas.
    .
    Letzte Woche war ich in meiner alten Schule und da fiel mir eine Erziehungsmethode der Mater Rhabana ein. Sie ließ ein Tempotaschentuch auf dem Gang liegen und beobachte Hunderte vorbei trabende Schülerinnen, wer es wohl aufheben wird. Wer es tat, war sich ihres Respekts für den Rest der Schulkarriere sicher.

    • Nach meinem Wissen kommt das von einer „Nach dem Kirchgang hat die Strasse wieder sauber zu sein“-Tradition, auf den Dörfern sieht man das noch heute: Raus aus der Kirche, heim, Schürze umbinden, fegen, rein, kochen, essen. Und zwar alle. Ich Heide mache das routinemässig am Sonntag vor der Matinee, weil am Wochenende doch recht viele Kippen anfallen.

    • Und anderswo, werter Tiger,
      ließ man Geld liegen, um die Ehrlichkeit zu prüfen. Das durfte nicht genommen werden.

      Hier habe ich keinen Bürgersteig, fegen sehe ich am Sonntag niemanden.
      Früher ging es nach der Kirche zum Frühschoppen.Diejenigen, die da nicht hingingen, waren früher da.Mein Mann hat es dann aufgegeben.Kam er mal früher heim und ich fragte nach dem Grund, konnte er schon mal sagen:die Sauglocke wurde mir zu viel geläutet.

      Nun lässt der Frühling ja sein blaues Band flattern, Don. Jedenfalls hier ist ein Tag schöner, als der andere.Die Bauernregel besagt, dass der Schnee, den die Sonne frisst, wiederkommt.Es sollte ihn wegregnen.Freut mich, dass Sie alles gut überstanden haben und wünsche Ihnen beim Advokaten viel Erfolg.Gibt es in solchen Fällen dann Beruhigungstee im Siberkännchen?

      Ach, Sie hören auch Popmusik? Adreano Celentano oder Zucchero? Sind auch in die Jahre gekommen.Oder gar die späte Mama? Eros Ramazotti?Jüngere sind mir leider unbekannt.

    • Das war die Musik, die in meiner Kindheit in Italien aus dem Autoradio kam.

    • Noch altmodischere Erziehung
      Zu meiner Zeit hatten die Familienautos noch kein Radio. Unsere Eltern sangen mit uns beim Fahren, zum Beispiel: “Als die Römer frech geworden…..”
      .
      oder auf der Fahrt nach Worms: “Preisen mit viel schönen Reden ihre Länder wert und Zahl, saßen viele deutsche Fürsten einst zu Worms im Kaisersaal.”
      .
      oder im Elsaß: “Oh Strassburg, oh Strassburg, du wunderschöne Stadt, darinnen liegt begraben so mancher Soldat.”

    • Tiger, bei aller Zurückhaltung gegenüber einer Tiger-Dame,
      kann es ein, dass Ihr Geburtsjahrgang eine kleinere Zahl ist als die des Gastgebers?

      Bei mir zumindest wäre der Unterschied deutlich, nachdem er schrieb, zu welchem Musikstück er in die Pedalen trat, zurück nach BY zu fahren. Kannte ich nicht. 1980. 1980? Ach Gott, da war ich aus *dem* Alter schon fast raus.

      Und auch bei uns gab es in den ersten 10 oder 15 Jahren kein Autoradio. Hatte aber nichts zu tun mit ‚guter Erziehung‘ oder ‚Bildung‘; sondern einfach weil keiner gewusst hätte, was man damit soll. Beim Autofahren!? Da gab es jede Menge anderer, interessantere, Dinge zu tun. Das Autoradio kam bei uns schnell als der Verkehrsfunk eingeführt wurde. Toll! Nun wusste man schon meist vorher, in welche Masse man in wenigen Minuten van achteren rijden würde.

    • Alterbedingt
      @Uwe Dippel – Aufs Alter hingewiesen zu werden, ist immer etwas unangenehm. Aber Sie haben natürlich Recht, meine Familienautofahrten fanden um einiges früher statt als die unseres Gastgebers. Wollen Sie auch noch mein genaues Geburtsdatum? Ich habe es hier schon einmal erwähnt:
      .
      http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2013/02/06/verbindender-wohlstand-und-trennende-katastrophen.aspx

    • @Der Tiger
      „Preisend mit viel schönen reden…“ ist ein sehr schönes Stichwort. Die Geschichte (Sage) vom „Graf im Bart“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Preisend_mit_viel_sch%C3%B6nen_Reden
      ist eine schöne Parabel und Mahnung an jeden Herrscher, worauf es ankommt – nicht Reichtum des Landes sondern das Vertrauen der Bevölkerung ist es, was wirklich zählt.

      Vielleicht sollten die Genossen mal ihr Liedgut wechseln…

    • Nicht wirklich, Tiger. Mir ging es um nichts anderes
      als einen Ausdruck meiner Vermutung, die Sie als ‚richtig‘ bewahrheiten konnten. Also eher eine generationsbedingte Abweichung von der Erinnerung des Gastgebers.

    • Du schreibst zu schnell.....zweiter Versuch
      Lieber Hans-Nase!
      Sie haben mir eine sehr große Freude gemacht. Gestern Abend machte ich mir noch Gedanken darüber, ob überhaupt noch jemand diese Lieder kennt und verstehen könnte, was es mit dem Leistungsvergleich der deutschen Fürsten auf sich hat. Ich war sechs Jahre alt (1955) als meine Eltern auf einer Reise ins Elsaß dieses Lied mit mir sangen und wir über die Leistung des Eberhards mit dem Barte sprachen. Später studierte ich zwei 1/2 Jahre an der Karl Eberhard Universität in Tübingen, aber von dem Lied habe ich seit meiner Kindheit nie wieder gehört.
      Nochmals, vielen Dank für den Link

    • @Der Tiger
      Die Freude ist auf meiner Seite! Ansonsten gestehe ich gerne, daß ich das Lied erst letzten Sommer wieder gesungen habe ;)

      Meines Erachtens gehört dieses Lied in den Schulunterrricht, gleich neben „Die Gedanken sind frei“.
      Und zwar neben Musik auch in den Deutschunterricht zwecks Interpretation, Anregung von Diskussion etc.
      Und es wäre auch gleich noch ein guter Aufhänger für den Geschichtsunterricht.

      Es wird einfach zu wenig gesungen, denke ich. Denn singen ist aktiv, die einfachste Art und Weise zu musizieren. Musik nur hören ist passiv. Reiner Konsum…

      Ich jedenfalls singe gerne – auch schon immer meinen Kindern vor – und wir tun dies gemeinsam auch auf Autofahrten.

  13. Arkadien
    Don Alphonso schrieb:

    „Wer jetzt hier ist, wird kaum mehr umziehen, sondern vom Mieterschutz profitieren, altern, und neue Ansprüche entwickeln.“

    Herrschaften, Leute die altern und dann noch zu Miete wohnen. Vielleicht sogar etwas ärmlich? Ein Skandal. Gut, dass es das in Bayern nicht gibt.

    Dort schmeißen die Leute keinen Müll weg, allenfalls Geld, dieses aber auch nicht eigentlich weg, sondern beispielsweise in den Briefkasten einer Beratungsfirma. Es macht sich dort einfach besser und verschandelt nicht die Landschaft, zumindest nicht die eigentlich sichtbare. Da unter den Geldschmeißern große Autohersteller, ein mächtiges Verlagshaus und eine Rüstungsfirma sein können, ist es oft nicht wenig Geld. Manchmal kommt sogar das Mehrfache eines Bundesministergehalts zusammen. Erstaunt findet man morgens das Geld und ruft „Eureco“ – äh „Eureka!“. Davon kann man gut leben, sich standesgemäß ernähren und sich eine Figur zulegen, mit der man gut in das gezeigte Wandgemälde gepasst hätte. Auch die Kinder freuen sich daran.

    Hier ist Bayern, hier ist Arkadien. Mia san mia.

    Beneidenswert, ehrlich.

    • Ich hatte ja zur Teifstpreisphase 2004/5 den Überblick in Berlin und Bayern.

      In Bayern begann damals der Run auf das eigene Heim. Die New Economy war vorbei, die Banken liehen ger Geld für etwas Solides. 2008 habe ich auch selbst noch gekauft, am Tegernsee, als der auf dem billigsten Stand war, und seitdem haben sich die Preise da verdoppelt bis verdreifacht.

      In Berlin habe ich jedem gesagt, man sollte doch bei diesen abartig billigen Preisen kaufen. Wollte keiner, Es gab nach dem ersten Boom zu viele Wohnungen, man wollte sich nicht binden.

      Ja, und jetzt wurde dem Matthias Meisner vom Tagesspiegel im Prenzlauer Berg gekündigt wegen eigenbedarf, und er suchte bei Twitter eine „bezahlbare Wohnung“. Er hat sich nicht gebunden, ich schon – bei mir war nachher Ebbe auf dem Konto. Ich habe da schon gelitten. Andere sind vielleicht 2 Monate nach Dubai.

      Deshalb ist mein Mitleid jetzt nicht so arg ausgeprägt. Berliner wollten eine Mieterstadt, sie bekommen eine, mit allen Folgen.

    • Kaufen oder nicht
      Man kann immer irgendwas zur Tiefstpreisphase erwischen und sicher hinterher brüsten, man habe es besser gewußt. Amazon/United-Internet/RedHat-Aktien im Jahr 2003 z.B. oder Bitcoins im Jahr 2011, usw…

      Nüchtern betrachtet war es angesichts der Demographie, Wirtschaftslage und Geldpolitik ein reines Glücksspiel, im Jahr 2004 in Berlin eine Wohnung zu kaufen. So in etwa, wie heute eine in der Lausitz. Es konnte schließlich keiner ahnen, daß man im Jahr 2008 das unbegrenzte Gelddrucken anfing, Hartz-4 voll auf die Wirtschaft durchschlägt und Löhne niedrig hält und dann 2015 das Land auch noch physisch entgrenzt wird.

      Und selbst, hätte ich solches 2004 geahnt, ich hätte keine Wohnung in Berlin gekauft, sondern wäre ausgewandert. Davon abgesehen, eine Wohnung ist eine Investition für lange Zeit und ob man langfristig, das heißt auf 20-30 Jahre hinweg, mit einer Wohnung in Berlin glücklich wird und zahlungskräftige Mieter findet, das ist angesichts der Mischung aus Migrationsentwicklung und linker Politik keineswegs sicher.

    • Die Leute, die ich kannte, sitzen aber alle noch da und meistens in ihren alten Wohnungen. Nichts flexibel und dynamisch. Kaufen hätte sich gelohnt, einfach wegen der Miete.

    • Könnten Sie mal bitte 'Dubai' erklären?
      Wie ändert das was an Ebbe in der Kasse, bzw. ‚bezahlbarer Wohnraum‘?
      Oder verstehe ich da was einfach falsch?

    • Guter Rat ist billig
      „In Berlin habe ich jedem gesagt, man sollte doch bei diesen abartig billigen Preisen kaufen. Wollte keiner, Es gab nach dem ersten Boom zu viele Wohnungen, man wollte sich nicht binden.“

      Diesen Rat habe ich auch mehrfach erteilt, selbst fehlte mir als Student in Berlin damals allerdings das Kapital. Mir war klar, dass der Hauptstadt-Status und Zuzug die Preise treiben würden, was sie dann auch taten, allerdings – gemessen an meiner Prognose – mit 10jähriger Verspätung.

      Eine gute Bekannte hat damals gekauft, mehrere Wohnung letztlich und ist nun von der Fron der Erwerbsarbeit befreit. Andere Freunde, die in Berlin geblieben sind, sehe ich wachsendem Mietdruck ausgesetzt und vor allem der Schwierigkeit, eine neue Wohnung zu finden, falls sie die alte verlieren. Mit tun die schon leid, auch wenn die Entwicklung absehbar war.

      Berlin war insbesondere vor Mauerfall eine Stadt, in der man mit wenig Geld einigermaßen gut und frei leben konnte. Das war ein Alleinstellungsmerkmal unter den europäischen Großstädten. Den Kontrast zu London z.B. empfand ich immer als frappierend. Dann kam, wenn auch mit Verspätung, der Groß- und Hauptstadtaufschlag, natürlich immer noch moderat im Vergleich etwa zu London und Paris. Immerhin gibt es dafür auch drei Opernhäuser, die Philharmoniker, wunderbare Museen und vieles andere und nicht nur die gratis zur Verfügung gestellten Kinderwagen, Stühle, alte Fahräder, Kleidung etc., die Sie so fasziniert haben.

    • Nach meiner Beobachtung lässt die Lebensqualität nach, während die Preise steigen – normales Metropolenproblem, in der Maxvorstadt ist es genauso. Ich glaube, den Ärger mit Berliner Mietern würde ich mir nicht antun wollen.

    • ... der Absturz ist unausweichlich...
      … die Weichen für die demographische und wirtschaftliche Entwicklung sind gestellt, für den Zusammenbruch der Sozialsysteme auch und der Hype um die Immobilie wird vorübergehen.

      Bis dahin heißt es: durchhalten und kaufen nur, wenn selbst genutzt und gute Lage …

    • Echt?
      Das ist echt, was du glaubst? Du meinst die Berliner hätten sich das alle doch leisten können 2008? Dude. Deine Kumpels vielleicht.

    • Eine Bekannte hat das gemacht, 2 ZKB, 60m², 35.000 € mit Hilfe der Familie. Im guten Teil des Weddings. Miete kostet auch, das muss man bedenken.

    • @gogard: Hier ist Arkadien! Inbegriff bukolischer Poesie und friedvoller Idylle.
      Als ich noch Prinz war von Arkadien,
      War ich der Frauen Ideal.
      Ich konnt’ mich ihrer kaum erwehren,
      Ich hatte stets die Qual der Wahl.
      Jetzt sieht mich keine mehr der Damen,
      Da ich ja nur ein Schatten bin.
      Ich bin ein alter Bilderrahmen,
      Das Bildnis selbst, das ist dahin.

    • Ja, 50qm für 25000 Euro in Neukölln
      Das habe ich 2008 auch von einem früheren Bekannten aus Berlin gehört, der ein wenig Geld anlegen wollte. Der hat dann an Hartz-IV-ler vermietet, für 250 Euro/Monat, Miete direkt vom Amt, und 10% Rendite eingestrichen. Nachdem das einmal gut ging, hat er das am Ende sogar auf Kredit finanziert. Wahrscheinlich muß er heute nicht mehr arbeiten gehen.

      Ich selbst wohne nun schon 20 Jahre in der gleichen Stadt, und von daher hätte sich ein Kauf vor 15 Jahren sicher gelohnt. Ich weiß aber auch, daß ich schon 3-4 mal in der Zeit aus diversen Gründen kurz vorm Wegziehen war, und bin heute froh, daß meine Entscheidung damals nicht mit Wohneigentum belastet war. Ich weiß auch, daß ich heute ganz andere Vorstellungen davon habe, wie und wo in wohnen möchte, als damals. Ich erinnere mich, mir mal eine Wohnung zum Kauf angeschaut zu haben – wunderschöner Altbau, behutsam saniert, für (selbst vor 10 Jahren günstige) 1300 Euro/qm – und der Verkäufer mir sagte: „Ja wir hatten uns das eigentlich auch langfristig vorgestellt“, aber es war halt Wirtschaftskrise und jetzt ziehen sie aus beruflichen Gründen weg.

      Nicht jeder ist festangestellt bei der Stadtverwaltung oder hat soviel Kohle im Hintergrund, daß es im Zweifelsfall nicht darauf ankommt.

    • Sie werden lachen, ich kenne jemand, der eine wohnung mit Sozialbimdung und Garantiemiete auf Kredit gekauft hat. Kapitalist reinsten Wassers, ich bin da reserviert gewesen, er hat es aber gemacht.

      Und beschwert sich bei Twitter heute über unsoziale Leute.

      Ich gönne ihm den Profit von Herzen, ich mag nur diese in den letzten Jahren entstandene SJW-Attitüde nicht.

      Es ist immer ein Risiko, aber als ich meine Wohnung am Tegernsee sah, wusste ich sofort. Genau die ist es. Und aus meinem Geburtshaus wollte ich ohnehin noch nie raus.

  14. Heute ist Kaisers 179.Geburtstag
    Da kommt es auf jede Kippe an!

    • Leider hatte er nach dem Tot seines Vaters
      das Amt inne und nicht seine Mutter*.
      Wenn Sie Wilhelm Zwo meinen.
      Die Geschichte wäre ggf anders verlaufen.

      *Victoria von Großbritannien und Irland (1840–1901)
      Victoria Adelaide Mary Louisa, Prinzessin von Großbritannien und Irland VA, ab 1888 Kaiserin Friedrich (* 21. November 1840 im Buckingham Palace, London; † 5. August 1901 in Schloss Friedrichshof, Kronberg im Taunus) war als erstes Kind von Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und Königin Victoria von Großbritannien eine britische Prinzessin aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha. Als Gemahlin Friedrichs III. war sie Königin von Preußen und Deutsche Kaiserin.

      Man kann daraus lernen das man rechtzeitig
      seine Nachfolge regeln muss.

    • @Yaramaz Yaramazlik: Man kann aus Viktorias Schwächen lernen!
      Der britische Historiker Richard Barkeley:
      Die romantisch-verspielte Prinzessin war zu unreif, als sie nach Berlin kam; besaß zu wenig Menschenkenntnis und unterwarf sich bedingungslos dem politischen Urteil ihres Vaters, des britischen Prinzregenten Albert aus dem Hause Coburg -Gotha.
      Die preußische Kronprinzessin Viktoria, so urteilt Barkeley, „blieb viel zu sehr unter dem Einfluß ihres Heimatlandes, um einen annehmbaren Kompromiß mit ihren neuen Lebensbedingungen zu finden“.
      Ihren ältesten Sohn, den künftigen Kaiser Wilhelm II., stieß Viktoria zunächst durch eine allzu harte Erziehung, dann durch Interessenlosigkeit und schneidende Kälte zurück.
      Der künftigen Kaiser Wilhelm II.: „Sie behandelte mich wie einen Hund!“

    • An peter bernhardt
      Als sie heiratete war sie 17. Ihr Mann musste lange warten
      um den Job des Vaters zu übernehmen. Das war dann 1888.
      Dem 3 Kaiserjahr.

      In GB spielt sich heute ähnliches ab.
      ggf auch in Berlin. Der Stab wird an die
      Enkelgeneration übergeben. Ob das gut ist?

      Ich denke das deutsch-britische Verhältnis
      hätte sich ggf etwas besser entwickelt.
      Sie starb 1901. Der WWI begann 1914
      wie wir Wissen.

      PS Bei der Heirat waren nicht alle begeistert.
      Manchen Briten hatte es nicht gefallen das sich
      die deutschen nicht am Krimkrieg beteiligt hatten.

      Die Deutschen wanken zwischen Briten
      und Russen. Damals schon, aber aus anderen Gründen.
      Wir wollen uns wohl mit allen gut stellen.
      Ich habe Zweifel ob man es auf die Dauer durchhalten
      kann keine Entscheidungen zu treffen.

    • Hobbyhistoriker aller Länder...
      Man kann Wilhelm II. und seine Mutter besser verstehen, wenn man weiß, daß Wilhelm bei seiner Geburt (in Berlin) von den britischen Ärzten, die dort anwesend waren, bereits für tot erklärt worden war und alle Aufmerksamkeit sich auf das Überleben seiner Mutter richtete.
      Die Mutter konnte von den Briten noch gerettet werden.

      Parallel dazu jedoch wurde Klein-Wilhelm von der Berliner Hebamme „Frau Stahl“ und einem von ihr zu Hilfe gerufenen Berliner Gynäkologen erfolgreich wiederbelebt.

      Er hatte durch den hypoxischen (sauerstoffmangelbedingten) Hirnschaden einen gelähmten linken Arm und sein ungezügeltes Temperament wurde darauf zurückgeführt.

      Dass die Mutter ihn insgeheim hasste, ist psychologisch damit zu erkkären, dass er sie beinahe „getötet“ hätte.

      Zuflucht fand der homosexuelle Kaiser mit dem gelähmten Arm, der dadurch nichteinmal reiten konnte, was für Adelige ein schwerer Mangel war, und der wegen seiner Behinderungen vom britischen Hochadel konstant aufgezogen wurde, bei seiner Grossmutter, Queen Victoria von England, die ihn zum Vizeadmiral der Britischen Royal Navy ernannte und ihm eine schöne Admirals-Uniform schenkte.
      Als sie starb, verbrachte er die letzten Tage unter falschem Namen an ihrem Totenbett, weil er Angst hatte, von der Britischen Presse entdeckt und wieder öffentlich aufgezogen zu werden.

      Er hasste die Britische Presse, britische Ärzte und den Britischen Hochadel. Dafür liebte er seinen Cousin, den Zaren Nikolaus II. von Russland, mit dem er TÄGLICH ein bis zwei Telegramme austauschte.

      Diese „Willy-Nicky“-Korespondenz ist komplett erhalten und eine interessante Quelle, wenn man mal was über Geschichte lernen will, was nicht über den Wir-sind-ganz-böse-Filter deutscher Historiker gelaufen ist.

      Mit Nikolaus erlaubte er sich auch den Scherz, das er bei einem Fototermin in russischer Zarenuniform antrat und Nikolaus in seinem Preussischen Gala-Wichs.
      Das hätte selbst WikiPedia nicht gemerkt, wenn ich sie nicht darauf hingewiesen hätte.

      Stellen Sie sich das mal mit Angela Merkel und Präsident Putin vor. Oder auch lieber nicht.

      Auf dem verlinkten Bild ist der mit der Pickelhaube der Russe, der mit dem feschen Schnauzer und der Kosakenuniform ist Wilhelm.

      https://is.gd/SE9s3d

  15. Vorheriger Beitrag
    Lieber Don, es wäre hilfreich, wenn Sie mal was zur Ursache des DDoS erkläre könnten und warum sämtliche Kommentare verschwunden sind.
    Werden die fast 1000 Kommentare wieder lesbar sein?
    Da ist für uns Süchtige alles andere als eine Petitesse, wenn hier im Blog über längere Zeit kein Austausch möglich ist.

    • Ja, kommt alles wieder, aber ich habe gestern bis 3 Uhr Nachts einen Umzug organisiert und musste jetzt erst mal das hier machen – ind hier sind auch noch 14 Kommentare zu bearbeiten. Geduld, bitte, eins nach dem anderen. Die Maske wurde bei diesem Mishap auch geschlossen, die kommt am Montag wieder.

  16. Wo sind die Kommentare?
    Bisher war ich nur stiller Leser, hilft mir ungemein, mich nicht als Geisterfahrer zu fühlen!
    Vielen Dank allen Beteiligten…
    Aber nun doch eine Frage: wo sind die Kommentare des Beitrags vom 23.1. geblieben?
    Greift allmählich die Gesetzgebung unsres Maasmannes?

  17. Was bayerische Eigenverantwortlichkeit anrichtet...
    …konnte ich im Sommer selbst in München beobachten, wo selbst Viertel mit mehrheitlich weniger Begüterten und hohem Migrantenanteil noch halbwegs ordentlich aussehen.

    Allerdings gibt es auch in Berlin einige sehr aufgeräumte Viertel, die sich dann aber auf einem anderen ökonomischen Niveau befinden.

    Letztendlich ist das was Sie beobachten, lieber Don, ein kulturelles Problem. An vielen Ecken Berlins und vielen anderen Ecken Deutschlands haben sich seit Jahrzehnten Kulturen beziehungsweise Subkulturen ausgebreitet, denen jedweder Sinn für Schönheit, Werte, Tugend, Charme, Anmut oder Kultiviertheit abgeht.

    Solche Kulturen gab es schon früher. Neu ist ihre Ausbreitung und ihre Erhebung zu Leitkulturen durch Geschwätzwissenschaftler, die zwar in der Regel einen bürgerlichen Hintergrund haben, aber deren wesentliches Talent im dumpfen Schimpfen auf den Kapitalismus liegt.

    Natürlich will man ihn nicht mehr abschaffen. Wo kämen diese Leute denn hin, wenn sie nicht mehr den Handwerksmeister und Vorarbeiter mit dem deutschen Spitzensteuersatz schröpfen könnten?

    • Bezeichnenderweise gab es in beiden Gegenden vor allem weisse Deutsche, wenn man sich die wahren Bewohner ansah. Das sind schon unsere Leute, die das machen.

    • Herr Wilhelm,
      „Allerdings gibt es auch in Berlin einige sehr aufgeräumte Viertel, die sich dann aber auf einem anderen ökonomischen Niveau befinden.”

      Das hat eigentlich weniger mit dem ökonomischen Niveau zu tun. Als ich klein war, hatten wir in unserer Nachbarschaft einige Haushalte, die in wirklich ärmlichen Verhältnissen lebten. Aber das wenige, das sie hatten, war blitzsauber und ordentlich in Schuß. Dazu gehören halt Wertschätzung für das was man hat, und Gemeinsinn. Zwei verlorene Tugenden.

    • Abenteuer in Kackstadt
      Dass eine fremdartige Kultur verantwortlich sind, ist eigentlich richtig. Es handelt sich vermutlich um die sehr fremde deutsch-türkische Berliner Eingeborenenkultur, unterstützt durch ortstypische Behördengleichgültigkeit. Erlebnisse damals, vor ca. 15 Jahren:
      1. Eine farbenprächtig ausgestaltete, sehr blonde Dame reifen Alters liess ihren vierbeinigen Fäkalabsorbator am Spreeufer frei gewähren und rief auf meine Beschwerde hin empört: „Gehen Sie doch woanders laufen!“
      2. Vor der von mir bewohnten dahingammelnden Immobilie (inzwischen entkernt) die Stimme eines Spaziergängers: „Komm Hasso, mach Dein Scheisserchen“. 3. Ebendort entleerte sich einmal spät abends ein Deutscher Schäferhund. Ich protestierte. Lange noch ertönte das Kläffen seines Herrchens unter meinem Schlafzimmer: „Ich weiss jetzt, wo du wohnst!“
      4. In einem Berlin Aussenbezirk erhielt die lokale Behörde eine Bitte leidgeprüfter Anwohner um Hundekotabfalleimer. Antwort: nicht finanzierbar.
      5. Berlinern berichtete ich vom herzhaften Ausruf „Auf Wiederluerge mitenand!“ einiger Schweizer Linienbusfahrer beim Erreichen der Endhaltestelle. Meine Zuhörer sagten, das würde manch einen Berliner beunruhigen: „Wat will der Kerl von uns?!“.
      6. Morgens 07:30 : erste Amtswartenummer gezogen (Berlin-Mitte). Wartezimmer gedrängt voll. 08:30: zweite Wartenummer. Ca. 11:50: punktgenaue Rückkehr ins Amt. Die erste Wartenummer war gerade reif. Eine grusslose Amtsdame gewährte im Grossraumbüro Audienz. Dort machte eine Paar mit Baby die Runde. Allgemeines Entzücken. Draussen im Wartezimmer derweil die stoische Geduld vieler Nationen – immerhin mit Sitzplatz. Zuweilen wurden Amtsmitarbeiter aber auch angegriffen. Etliche waren auf Überhang. Inhalt des Schreibens an sie sinngemäss: „Wenn wir dürften, würden wir dich feuern. Wir dürfen dich aber nur dem Überhang zuordnen. „

  18. „…geplatzt wie die Karriere einer Modebloggerin…“
    „…geplatzt wie die Karriere einer Modebloggerin…“

    Es ist richtig – viele machen sich etwas vor. Aber ich finde junge Menschen dürfen träumen und auch etwas ausprobieren, was zum scheitern verurteilt ist. Sollte man sich immer darüber lustig machen? Doch eher diese junge Leute ermutigen, es nochmal und weiter zu versuchen, und aus Fehlern zu lernen.

    Anders, wenn verträumte Ideologen die 40er überschritten haben und gutgläubigen Wählern das blaue vom Himmel versprechen mit Politikansätzen, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt sind, wie die massive Fachkräfteanwerbung der letzten 2 bis 3 Jahre oder mit einem versifften Regime, wie es im versifften Berlin zu beobachten ist.

    Über solche Spinner sollte man sich nicht nur lustig machen, sondern diese bloßstellen und immer wieder die Finger in die eiternden Wunden legen (und fotografieren), so wie es hier im Blog gemacht, immer wieder, auf und nieder.

    • Das war eine zufällige Anspielung auf eine gPerson, die mich schon zu Berliner Zeiten hasste, ganz gross werden wollte und jetzt, da sie nicht mal wirklich mittig ist, mich immer noch hasst, wie sie vorhin zum Ausdruck brachte. Man muss solche Leute nicht mögen.

    • "geplatzt wie das vegane Kondom eines Work-Life-Balance-Coaches"
      … wäre auch schön gewesen!

    • Da hätte jemand die Augenbraue gehoben, Aber schön, dass Sie es nachtragen.

    • Drei Texte
      …zum Generationen-„Bashing“ gibt es grade bei Danisch: Sehr böse, aber m. E. (leider) weitgehend zutreffend.

      Eine Freundin nennt sie „Generation doof“, obwohl auch sie ihre 80er-Kinder nicht so erzogen hat. – Wahrscheinlich hatten wir als junge Eltern damals selbst noch zuviele links-grüne Flausen im Kopf und, um die verhängsnisvollen Prägungen abzurunden, auch noch zuviel Vertrauen in „pädagogisch wertvolle“ Einrichtungen wie den Kinderkanal.

    • Generation Kika vielleicht?

    • "Sollte man sich immer darüber lustig machen?"
      .
      Immer nicht. – Manchmal aber schon.

    • Sich darüber lustig zu machen...
      …ist deutlich gesünder, als Zorn in sich hineinzufressen oder gewalttätig zu werden. Ich mache mich daher sehr gern über alles lustig, was mich sonst irgendwann dazu treiben würde, der Zivilisation zu entsagen.

      Und ja, ein Großteil der „Millenials“ ist leider doof. Nicht satisfaktionsfähig.

    • geplatztes veganes Kondom eines Work-Life-Balance-Coach ...
      … ich wüßte gar nicht, was an succus heveae brasiliensis nicht vegan und politisch inkorrekt sein könnte. Das mir persönlich am besten bekannte Musterexemplar hat allerdings eine Vasektomie.

    • Generation KIKA
      Die DAK ist schon bei den Geburtsvorbereitungen mit 4 D Ultraschall. Die werbewirksame Doppelspitze eine Kombination aus schwarz und weiss…

      Der Generation KIKa ging eine Genertaion von Kreativen und Grafikern voraus für die mir noch die Worte fehlen…

    • @alle - Generationen-Politiker
      Sorry, bei diesem Punkt geht es auch kurz:

      Jede Generationen-(Gerechtigkeits-/Bashing)-Diskussion ist müßig. Denn:

      Jede Generation hat ihre eigenen Aufgaben.
      Vorteile und Lasten der Alten zu übernehmen.
      Chancen, es anders und besser zu machen.

      Also was soll das?
      Immer stellen sich einzelne Lautsprecher pars pro toto hin, oder werden so runtergemacht. Meine Kinder schauen KiKa nicht mehr, weil es ihnen zu einseitig ist. Also, welche Generation ist das? KiKa, oder Anti-KiKa?

      Sorry, überflüssig und wenig hilfreich. Außer zum Mütchen kühlen.
      Aber da ist Berge hinaufradeln einfach besser.

      Grüß Gott, und vergelt’s mir)

    • Auch sehr schön und treffend zu dem Thema...
      Millenials, SPD und Berlin…

      (Link mit Lücke deaktiviert, damit Don nicht so viel Arbeit hat – zum Lesen aber von mir sehr empfohlen)

      http s://www.publicomag.com/2018/01/uebernimm-generation-kevin-johanna/

      Die wollen aus ganz Deutschland Berlin machen – wenn die letzten verbliebenen alten SPD-Wähler nicht endlich aufwachen. Die neuen Wähler dieser Partei sind ja bekanntlich diejenigen, die vom Wahnsinn sich temporären Profit erhoffen, weil sie sonst nichts bringen, außer Berliner Zustände.

    • @ foxrommel
      Junge Menschen dürfen gerne träumen und auch etwas ausprobieren, aber bei den linken bedeutet das leider nicht weniger, als die Abschaffung der Welt, wie wir sie kennen. Erstmal alles einreißen, dann entsteht Utopia von ganz alleine.
      Und da zeigt sich der Unterschied, Linke wollen alles ändern, und wenn sie etwas ändern und es läuft nicht, dann muß man eben noch mehr ändern. Vorwärts immer, rückwärts nimmer!
      Konservative wollen keinen Stillstand, wie viele denken. Sie wollen einen Grundkonsens über das Endergebnis, machen kleinere Schritte und sehen sich dann die Ergebnisse gründlich an.

      Millennials sehen sich Serien wie Sex and the City oder Friends an, und finden alles darin problematisch. Ich sehe mir Millennials an und finde sie problematisch.

  19. Kreuzberg ist so wundervoll
    Aus meiner Sicht DIE Nachricht in diesem Text: Das SO 36 gibt es anscheinend immer noch!
    Ah, die verschwendete Jugend, ich werde ganz sentimental..

  20. Gedichte von Brecht
    „…Sie kleben Gedichte von Brecht und Aufrufe zur Revolution an Säulen…“

    Das ist ja schon fast rührend pubertär.
    Wie damals in Westberlin.

    • Ich habe Bilder, ich kann es beweisen!

    • "Auch der Hass gegen die Niedrigkeit verzerrt die Züge."
      @Foxrommel

      Das ist aber jetzt gemein. Bringen die Berliner Gedichte im öffentlichen Raum an, spottet man ihrer, entfernen sie welche, ist es auch nicht recht.

      Damned if you do, damned if you don’t.

      Brecht im übrigen war ein großartiger Lyriker, auch wenn er gerne die Moralkeule geschwungen hat. Gedichte etwa wie „Die Liebenden“, „Erinnerung an die Marie A.“ oder „Entdeckung an einer jungen Frau“, die Zärtlichkeit mit einem harten Blick verbinden, den man brutal nennen könnte, dürften von mir aus überall plakatiert werden.

    • Titel eingeben
      Ob sie die Brecht-Gedichte vorher lesen (und verstehen)?
      Oder nehmen sie nur die, die ihrer Meinung Zucker geben?
      Wie wär’s mit dem Gedicht vom B.B.:
      „Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen“
      ?

    • Es sind die revolutionären Sachen, die anderen wollen sie nicht hören.

      Ausserdem, nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.

    • Brechtls Berthold
      Lustigerweise kommt Brechts Bertl aus Augsburg.

  21. gleichwertigrer Vergleich
    „…Ach es ist schon spät
    Wieso bin ich noch immer wach wenn doch nichts geht
    Ich hab die ganze Nacht noch nichts erlebt
    Ich bin zuhause in der Stadt die immer schläft
    der Stadt die immer schläft

    Das Land der begrenzten Unmöglichkeiten
    Ich leb in der Hauptstadt

    Aufgeschlossenheit nur während der Öffnungszeiten
    Weil so spät nichts mehr auf hat

    Und es gibt viel zu tun für denjenigen der jede Nacht die Bürgersteige Aufklappt
    Nicht mal das Glück liegt noch auf der Straße
    Alles sauber…“ Moop Mama

    …Der öffentliche Raum verwahrlost 
    Die „fliegende Verpflegung“ am Imbissstand fördert die Vermüllung. Und leider packen auch Bäckereifachverkäuferinnen liebend gerne jede einzelne Semmel in eine eigene Tüte. Und jede Bio-Tomate hat ihr eigenes Plastikschälchen, das entsorgt werden muss.
    Der öffentliche Raum verwahrlost. Raucher treten auf der Straße ihre Kippen aus und werfen die Schachtel hinterher. In jeder kahlen Hecke stecken Kaffeebecher aus Plastik oder Pappe.
    An den Wurzeln der Sträucher liegen rostige Bierdosen und von der Frühlingssonne vergilbte Styroporschalen, in denen Dönerverkäufer ihre Mahlzeiten ausgeben.
    Wenn sich ein Fensterbrett in Reichweite der Passanten befindet, steht da bald eine leer getrunkene Schnapsflasche. Die allgemeine Sauerei greift auch auf bürgerliche Kreise über, wie der Blick ins Müllhäuschen jeder besseren Wohnanlage beweist: Offenbar sind die meisten Leute unfähig, Restmüll von Papier und Kompostierbarem zu trennen.
    Viele sind zu faul, hin und wieder einen Plastik- oder Flaschencontainer aufzusuchen, obwohl ein gelegentlicher Spaziergang an der frischen Luft ihrer Gesundheit zuträglich wäre….“
    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-polemik-die-allgemeine-sauerei-eine-stadt-vermuellt.1d103927-09b8-4613-a2f5-d76dbbbc6d0b.html

  22. Auflösungserscheinungen
    Erst einmal vielen Dank, daß Sie sich den ganzen Stress mit der Kommentarpflege hier antun und vielleicht auch die eine oder andere Entschuldigung für den einen oder anderen „umgangssprachlichen“ Ausrutscher. Ich hoffe, Sie haben nicht zu viel Ärger am Hals.

    Beim Beitrag habe ich einfach das Gefühl, daß generell in Ballungsräumen und gewissen Stadtvierteln mit dem wirtschaftlichen Niedergang ein stetig voran schreitendes soziales Systemversagen zu beobachten ist. Auf der einen Seite habe ich noch wie bei Ihnen einen hohen sozialen Druck in der Nachbarschaft, wo noch so etwas wie ungeschriebene Gesetze und anerzogene Selbstverständlichkeiten gelten, was jedoch auch wieder zu Auswüchsen führte wie die von Ihnen so häufig beschriebenen Zustände in den 80ern in Bayern. Aber da gab’s bei mir zu Hause auch: „was sollen bloß die Nachbarn denken“. Dann befreit man sich davon und landet entweder bei den Bildern wie oben oder in diesem unpersönlichen Verbotswahn, was ja eigentlich nur ein Symptom für die Unfähigkeit ist, mit seinen Nachbarn und ihren menschlichen Nebeneffekten auf tolerante Art und Weise umzugehen, Es fehlt dann einfach gegnseitiger Respekt und Rücksichtnahme und das völlige Desinteresse an einem funktionierenden Miteinander. Wünsche Ihnen ein ruhiges und schönes Wochenende. Werde morgen die Radsaison eröffnen.

    • Wenn sich keiner ärgert, war es nicht gut. ein paar tausend Leute fordern mein Berufsverbot und gleichzeitig hashtaggen Sie, dass man sich erinnern sollte, sonst ist alles im Lot. Deutsche halt.

      Das „Was sollen nur die Nachbarn denken“ haben wir immer noch ganz stark, man lebt ja auch Jahrzehnte nebeneinander, toleriert auf der anderen Seite aber auch viel. Es ist nicht so schlimm, wie viele denken.

      Bei mir geht der Heuschnupfen los…

    • IN > IT
      „Bei mir geht der Heuschnupfen los“

      Dann gleich über den Brenner nach Ialien.

    • Erst mal MB.

    • Saison
      Ja, diese elendige Saison hatte ich auch schon jahrelang von Februar bis November. Ich fühle da mit Ihnen. Bin glücklicherweise therapiert und momentan kpl. beschwerdefrei, toitoitoi.

    • Ich weiche aus in den Schnee.

    • Titel eingeben
      „Bei mir geht der Heuschnupfen los…“

      Dann kommen Sie doch hierher – und hätten eine Sorge weniger. (Das passende Auto haben Sie doch schon ;-) )

    • Don Alphonso @ 27. Januar 2018 um 18:45 Uhr
      Don Alphonso sagt:
      „Wenn sich keiner ärgert, war es nicht gut. ein paar tausend Leute fordern mein Berufsverbot und gleichzeitig hashtaggen Sie, dass man sich erinnern sollte, sonst ist alles im Lot. Deutsche halt.“

      In diesem Land gibt es Leute, die fordern – schon fast hysterisch – Toleranz. Mit jedem und allem, vor allem was auf Ihrer Linie ist.

      Aber bei abweichenden Meinungen fühlen sie sich nicht angespornt, echte Gegenargumente zu liefern. ZB warte ich bis heute auf Argumente, was diese Massenimmigration jetzt gebracht hat, an positiven Effekten, meine ich, und zwar für beide – für die, die schon länger da sind wie für die, die noch nicht so lange hier sind. (Wie von Anfang an glaube ich immer noch, dass es für beide tragisch ist und enden wird.)

      Nein, es wird sofort pubertär nach der Zensur geschrieen. Das alte Zensurinstrument PC „politische Korrektheit“ ist stumpf geworden, jetzt wird die PC in Gesetze gefasst, und wenn alles nix mehr hilft, wird an die NS-Zeit erinnert.

      Also jetzt mal ehrlich – eigentlich ist das ja zum Lachen.

      Das sind (noch) keine erwachsenen Menschen, die auf intelligente Weise gelernt haben, Dissonanzen auszuhalten. Viele sind über 40 oder älter (der Jugend sei Vieles verziehen).
      Früher hab ich mich aufgeregt, inzwischen hab ich eher Mitleid.

  23. der DON vergisst das Berliner Elend in Thüringen, aber da fängt es ja erst an
    ich kann mir das vorstellen, wie der werte DON dann über die Thüringer Berge und die Tunnels gebraust ist und die konstruktiven Mängel eines V6 voll zu tage traten………………..

    hoffentlich haben sie eine gute CD eingelegt und Rainald Grebe mit seinem schönen Lied „Thüringen, das Land…..“ gehört und mitgesungen…………….

    ja, Dagmar Schipanski, die Kandidatin des KanzlerInnenWahlVereins kam da her, aber die hätte ja auch in Sofia Professorin für Hammerwurf sein können……………..oder Heike Drechsler, aber die hätte ja auch aus Weissrussland kommen können……………..

    natürlich ist die Liste von Rainald unvollständig, die GÖRING fehlt, die kommt da ja auch her, sagt sie selbst……………….

    • Ich hatte italienische Popmusik der 70er drinnen. Das war schön!

    • Questa la storia di uno di noi...
      .
      .
      . Ich beobachte, dass ältere Musik, auch italienische Pop-Hadern von noch früher als 70er, einer Menge ganz junger Leute gefallen.

      Passen dann noch Uhrzeit und Pegel (Getränke mit geringem Kamillenteegehalt )

      wird laut mitgesungen, wurscht, ob man gscheid italienisch kann, oder nicht.

    • MALEDETTAAAAAA PRIMAAAAVEEEHEHEHERRRRAAAAAHAAAA

      Ich habe die CD vom Supermarkt in Mantua und es ist meine Gardesana-Jugend!

    • -faOwwWlK88
      das Minuszeichen vorne dran hat schon seine Berechtigung, trallala…

    • V6er
      Jetzt muß ich leider mal wieder besserwisserisch werden, ich bin sozusagen ein Verbrennungsmotor-Nazi. Die Mängel eines V6 sind nicht vom Konstrukteur erzeugt, sondern liegen in der Anordnung der Zylinder, sind also konzeptbedingt, d. h. in Soziologen-Sprech systemimmanent. Außerdem haben V-Motoren mit weniger als 12 Zylindern ihren Ursprung wohl in den USA, sind also undeutsch, wirklich autochton sind Reihen- und Sternmotoren! BMW!
      Wenn es der Don durchgehen läßt: Die Krone des germanischen Motorenbaus ist die 6-Zylinder-Reihe.
      Gruß K

    • Ich dachte imjmer, der 12-Zylinder DB 605.

    • Italienische Musik
      Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie viel Musik gerade aus Italien früher überall in Deutschland zu hören war? Auch aus anderen europäischen Ländern, aber was in San Remo ein Hit war, war es garantiert auch bei uns. Jetzt haben wir viel mehr „Europa”, aber die Musik schafft es kaum noch über die Grenzen. Schade.

    • Der italienische Sommerhit ist weg, das ist richtig. Weil die Leute bhalt überall hinfahren.

    • Fr. Amgelin,
      da kann ich drunter:

      https://www.youtube.com/watch?v=Q7ziMfZYWFo

    • Deswegen hat HK wohl auch bereits die passenden Bettschuhe an, die für ganz unten, zum
      Schlaf bei den Fischen

      studio.stupeflix.com/v/dIJ5qQATGMAg/

      (00.02.42 aus Vb5XXmGqYTY )

    • Schön...
      …sowas lege ich mir auch gern mal unterwegs in den Kassettenschacht, mein Favorit ist „Ancora tu“ von Battisti. Sollte ich aber besser nur alleine hören, die hohen Stellen quietsche ich gern mal lauthals mit…

    • glory days
      Der 2.0 Reihensechser von BMW (E30)

      Benchmark. Forever.

    • Davon können Sie erzählen, wenn der Rechner unsere E-Schüsseln über die Strasse steuert.

    • V für "Nix Nazi"
      Erster V-Motor: Maybach/Daimler 1888
      Patent V8: Leon Levavasseur (Frankreich): 1902
      Erster PKW mit V8: Ader (F): 1903
      2. PKW mit V8: Rolls Royce 1905
      Erster V8 in den USA: Cadillac 1914

    • V2
      Nee, nicht was Sie vielleicht denken.

      Moto Guzzi – Böse Zungen behaupten, der V2-Motor wäre ursprünglich als Stationärmotor für den Antrieb von Betonmischmaschinen entwickelt worden.

      Betrieben mit einer Lafranconi Competizione Auspuffanlege, würde man beim frühmorgendlichen Anlassen in einem Berliner Hinterhof möglicherweise keine neuen Freunde gewinnen.

      Bis Ende der 70er kamen die noch serienmäßig (!) mit offenen Ansaugtrichtern. Opera Grande!

  24. welcome back
    Lakaien befolgen Gesetze, Könige sehen Zusammenhänge.
    Gabriel Lorca

    Sehr gut. Ich habe schon des öfteren festgestellt, dass Berliner sehr empfindlich gegenüber Kritik sind, obwohl sie sich gern andere Leute, z.B. „Schwaben“, vornehmen.

    Das mit dem Sonntag war nicht überall. Ich wohnte im Studium mal über einer Vermieterin, die uns untersagte, sonntags zu waschen und vor allem, die Wäsche auf den Balkon zum Hinterhof zu hängen. Ich nahm die Wäsche dann immer mit nach Hause. Heiliger Sonntag. Solche fegten samstags, und immer noch sind samstags alle Waschanlegen voll. Sonntags ist nur Schneeschippen geboten, das schon.

    Das mit dem 22 Uhr verstehe, wer wolle. Man kann doch nach draußen ziehen.

    • Naja, es wird dann halt angerufen und irgebdwann bekommen die Betreiber Probleme. Das ist in Berlin häufig so. Vielleicht gehen die Leute auch nicht mehr so oft aus, dank Netflix.

    • Nachtruhe
      Dass um 22:30 Ruhe zu sein hat, kenne ich aus meiner heimeligen, verschlafenen, bayerischen Kleinstadt!
      Dazu muss ich nicht nach Berlin.

      In jedem Wirtsgarten hängt ein Schild, dass ab 22:00 nur noch im Gastraum ausgeschenkt wird.
      Und nach vielen Besuchen bei einem Freund, der seine Singlewohnung über einem solchen Biergarten hatte, kann ich das Gebot der Nachtruhe sehr gut nachvollziehen.

      Dass sich Mitte August niemand daran hält, ist verständlich.

    • „Nachtruhe“...
      …und die Forderung danach ist auch in den Szenevierteln in München zu beobachten…
      In Abwandlung des Spruchs von Enzensberger gilt wohl:
      (das Original besagt, der Tourist zerstört das, was er sucht, indem er es findet).
      Szene und Subkultur werden zerstört, indem eine wachsende Fan-gemeinde sie findet und sich zu eigen macht.
      Aus die Maus…mit „alternativ“, wenn früh der Wecker klingelt…

    • Bayern und NRW
      haben etwas gemeinsam in Gestalt des Rauchverbotes in der Gastronomie, das die tabaksüchtigen Gäste ins Freie zwingt, mit naturgemäß ansteigendem Geräuschpegel. In der Abendstille und bei steigender Alkoholwirkung fällt das mehr auf und vergrämt die Anwohner, die in der Frühe zur Arbeit müssen. Die Konflikte sind daher vorprogrammiert. In NRW ging das zudem, bei zunehmender Beliebtheit sogen. „Lizenzfreier Gastronomien“ – lies „Kiosk mit Flaschenverkauf“ mit einem weiteren Kneipensterben einher; von einem hinuntergestürzten kleinen Bier nach Aufsuchen der Toiletten können Wirte nicht leben. Heuer laufen die Jüngeren beiderlei Geschlechts, „Wegbier“-Flasche in der einen, Smartphone in der anderen Hand, von einer „Attraktion“ zur anderen und kommen nirgends an. Das ist auch eine Quelle der vielen zerschlagenen Bierflaschen.

    • Wegbierträger würde ich sofort einperren lassen, wenn ich könnte. SOFORT!!!!!!!

    • Wegbierträger
      Meine Stimme hätten Sie.
      Früher war das verpönt, heute unterscheidet in dieser Hinsicht nichts den Obdachlosen vom Hipster.

  25. Lakaien, Könige… und Geschäftsleute
    Letztere sorgen für Wohlstand, z.B.
    h ttps://bazonline.ch/wirtschaft/wef/trump-regiert-davos/story/28173186?dossier-id=2521

    Derweil bringt die deutsche Tagesschau einen Beitrag, bei dem Anti-Trump Buhrufe verstärkt wurden, sozusagen akustisches Photoshop.

    • Dazu plane ich noch einen Beitrag. Dass man es macht, ist nachvollziehbar, aber wie man es gemacht hat, war ungeschickt.

    • Nachvollziehbar bei der "Gesinnung" der ÖR Truppe ohne Zweifel ja
      gebe aber zu bedenken, daß nicht die geladene Zuhörerschaft ihren Unmut geäußert hat, sondern die zur Verbreitung der Rede geduldeten Zaungäste in eigener Sache. Klartext: die geladene Zuhörerschaft hat nicht gemault, aber genau dieser Eindruck wurde vermittelt. Wie war das doch noch gleich mit Hajo Friederichs ?

    • Ob Hajo Friedrichs
      heutzutage dem Konformitätsdruck noch standhalten könnte…?
      An dieses „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten.“ denke ich oft.

      Ich lebe im Einzugsbereich des WDR, sämtliche Lokalzeitungen nebst Anzeigenblättchen gehören einer Verlegerfamilie. Manche Themen finden da allenfalls in der Vorzeigevariante statt.

  26. Die liebe Wissenschaft
    Es ist interessant, welch tiefe Einblicke eine Beobachtung des öffentlichen Raums in die Denkweise der örtlichen Bevölkerung erlaubt. Kein Scherz: Es gibt Studien, die eine starke Korelation zwischen der Ekelschwelle eines Menschen und seiner politischen Gesinnung belegen. Konservative halten ihre Umgebung ganz automatisch sauber, andere entsorgen ihren Müll mit einer befremdlichen Selbstverständlichkeit auf der Straße.

  27. Berlin vor 90 Jahren
    https://www.youtube.com/watch?v=TVqPoV9q4ck

    „Der experimentelle Stummfilm ist das bedeutendste Werk des deutschen Filmregisseurs Walther Ruttmann (1887 – 1941). Er dokumentiert den Tagesablauf der Metropole Berlin der späten 1920er Jahre.“

    • Berliner on Speed
      Der Film läuft wie viele alten Stummfilme, die mit 16 Bildern pro Sekunde gedreht wurden, zu schnell, wenn man ihn mit der heutigen Geschwindigkeit von 24 Bildern pro Sekunde abspielt.
      Das sieht entweder lächerlich aus oder so, als hätten es alle wahnsinnig eilig.

      Man muss in den YouTube Einstellungen die Geschwindigkeit auf 0,75 stellen, dann läuft er einigermassen richtig.

      Warum man das nicht schon beim „Original“, das heisst: „der gesendeten Fassung“, macht, ist mir schleierhaft (der Film lief vor einiger Zeit auf ARTE).

  28. Attacke
    Wer von Ihren Feinden hat denn die Kontrolle über ein Botnetzwerk, mit dem man erfolgreich die FAZ – Kolumnen bombadieren kann?

    Langsam wird die Lage etwas dystopisch in diesem, unseren Land…

    • Es gibt da einen grossen Thread bei Reddit, das kann einer von denen sein, oder halt irgendwelche Linksradikalen. Die legen ja auch öfters mal rechte Seiten lahm. Keine Ahnung.

    • Himmi!
      Erstaunlich, wie unterschiedlich die Rezeption und Interpretation ein und desselben Textes sein kann.

    • Botnetzwerk
      Cui bono?

      Es ging um Berlin und 1000 Kommentare – wohl über 90% „positiv“ zur Kenntnis nehmend und ergänzend, wie hier üblich…

    • @Thomas Meyer: In diesem, "unserem" Land ?
      Wer die richtigen Seiten kennt, kann zum Beispiel eine komplette Botnet-Ausstattung inklusive aller Quellcodes und Anleitung, Support und Hosting für gerade einmal 196 Euro kaufen. Auch verschiedene Versionen des Zeus-Trojaners werden auf diesen Seiten schon ab ca. 250 Euro zum Download angeboten.
      Jeder halbwegs ambitionierte Nerd mit etwas technischem Verständnis, kann ohne viel Aufwand und exorbitante Kosten, an ein funktionierendes Botnet kommen. Es gibt auch Botnets zu mieten.

  29. Zigarettenstummel,
    wegwerfen ist verwerflich und nicht zu tolerieren. Doch diese Einstellung ist nicht linksliberal, sondern konservativ.
    Ich kenne Sie nicht,wirklich.
    Das ist auch gut so, denn eine Kunstfigur muss man nicht kennen lernen. Und wenn die Eigenwahrnehmung, nicht der Fremdwahrnehmung entspricht, dann ist es halt so, Herr Meyer.
    So sind Menschen !
    Sie schreiben grossartige Artikel, dann können Sie doch auch den Beifall, von der „falschen“ Seite, einordnen.
    Miteinander reden ist besser, als sich die Schädel einschlagen.
    Ich dachte, auch wenn ich Sie nicht kenne, das ist auch Ihre Über-zeugung.
    Frau Kelle ist nicht weniger konservativ, wie Höcke.

    • Leider ist momentan eher die Zeit des Schädelspaltens, es ist wirklich unglaublich, womit Leute so ihre Lebenszeit vertrödeln.

  30. Nach dem Kirchgang hat die Strasse wieder sauber zu sein
    Was machen die Leute in Bayern während
    des Kirchgangs Don Alphonso ?

    • Beten, singen, zur Kommunion gehen, nachher ratschen.

    • Beten, singen, zur Kommunion gehen
      nachher ratschen.

      Und von was wird dabei die Straße so schmutzig
      das man sie wieder sauber machen muss?

      Ich kenne Straße reinigen nach dem Kirchgang
      nur von Hochzeiten.

      Wir Kinder „mußten“ Pfennige, 10er, manchmal 50er
      und Bonbons aufheben. Mehr war da nicht im Dorf am Rande
      des Odenwaldes kurz vor dem schlimmen Darmstadt
      Ende der 60er Anfangs der 70er Jahre nicht.

      Lauter Dealer, Süchtige und Studenten waren dort.
      Mein Bruder brachte es aber nur zum Süchtigen.
      Als noch schlimmer galt nur Frankfurt.

      PS Was ist ratschen Don Alphonso?

      PPS Schrecklich war auch die Farbe der Modau
      (der kleine Bach der durch den Ort fließt) hin und wieder,
      wenn die Farbenfabrik im Ort ein paar Kilometer weiter,
      mal wieder ihre Anlagen reinigte.

      Möglicher Weise gibt es ja doch klitzekleine
      Fortschritte.

    • Eine niedrige Form des Plauderns. Eine Offline-Kommentarsektion.

    • Kirchgang
      In meiner Kindheit gab es direkt neben der Kirche eine Gaststätte, die im Volksmund „der katholische Bahnhof“ hieß. Aus dem Fenster konnte man sehen, wenn die Kirche aus war und die Gläubigen heraus kamen. Dann ging der Mann nach Hause und das Mittagessen war fertig, das die Frau in der Zwischenzeit gekocht hatte. Wegen der kleinen Kinder war die Frau vom Kirchgang befreit.


    • Dann ging der Mann nach Hause und das Mittagessen war fertig, das die Frau in der Zwischenzeit gekocht hatte. Wegen der kleinen Kinder war die Frau vom Kirchgang befreit.
      Und wenn die Kinder groß genug waren, in die Kirche zu gehen, ging die ganze Familie, und die Mutter hatte zuvor noch den Braten angebraten, wie die Nase unzweifelhaft meldete.

    • Caparol???
      Grüsse nach Hessen.Wir sind öfters in Mühltal.
      Da sah ich in einem,na ja, Dorf eine riesige Farbbude. In der hügeligen Landschaft rechnet man nicht mit 3 und mehr Gewerbegebieten, aber so soll es sein.
      Die Grundstücks-/Immobilienpreise sind astronomisch, da relativiert sich der gut bezahlte Job.
      Hier ist es schön, der NeuHerrenMenschen- Anteil ist zu ertragen und ansonsten, zeigen wir, was unser Land ist.
      Darmstadt, ist wie Berlin, aufgegebenes Deutschland.

    • An Schumi: Bingo
      Ich bin in Nieder-Ramstadt aufgewachsen,
      habe also einen odenwälder Migrationshintergrund.

      Wir zogen 1974 nach Griesheim/DA,
      was jetzt nicht Don Alphonso bedeutet.
      (es gibt auch eines bei F am Main
      was nix mit Christiane zu tun hat.)

      Ca 15 Km Luftlinie aber ein
      anderer Kultur und Sprachraum.
      Die Klassenkameraden hatten meinen
      Dialekt zT nicht verstanden!

      Meinen türkischen Namen habe ich
      mir erst vor kurzem zugelegt.

      Ich hatte mich mit einem Kollegen unterhalten
      und verfiel dabei mal wieder in groben Unfug.

      Ich hatte vergeblich versucht ihm das Wort zu erklären.
      Ein anderer Kollege, den ich darum gebeten hatte,
      sprach dann in ein Kästchen: Unfug auf türkisch?

      Das Kästchen antwortete: Yaramazlik.

      Ich kann mir nicht vorstellen das es ein schöneres
      türkisches Wort gibt und habe es als Name angenommen.

      Damit wäre das dann auch erklärt.

  31. 'I'm a HUMAN BEING, God damn it!
    Ich hätte mir ja eigentlich Fotos von Vanessa, Jasmin und Leila gewünscht.

    Weil das ist die Antwort auf die Frage, warum alle nach Berlin wollen und sich alle eine Dreck um Straßen, Häuser, Ordnung, etc. kümmern.

    Weil es um das Menschliche geht in Berlin, also das zwischen Menschen, d.h. LIEBE!

    Don!

    Es geht um Liebe!

    Nicht um saubere Straßen!

    Wir sind nicht in Nord-Korea! Wir sind in Berlin!
    Hier zählt noch der Mensch!

  32. Verwahrlosungsprozess
    Die Frage ist, verwahrlosen die Städte, weil die Bewohner geistig verwahrlost sind oder verwahrlosen die Bewohner, weil die Stadt verwahrlost ist? Oder hält man es dort nur aus, wenn man selbst geistig verwahrlost ist?

    • Berliner sehen das nicht mehr. Ich wurde beim vorletzten Beitrag von einer Hotelmitarbeiterin gefragt, wo ich diese Bilder gemacht hätte. Dass das alles ihre Strasse war, hat sie nicht geglaubt. Berliner denken also, es stimmt schon so.

    • Verwahrlosung
      Viele Menschen in Berlin glauben von sich selber, etwas ganz besonderes zu sein. Je niedriger der Bildungsgrad, umso stärker wird dies mit Frechheit gepaart, weil man ja „Opfer“ ist. Und man hält sich selber für furchtbar originell, alle anderen sind im Zweifel „Nazis“.
      Da ist die Verwahrlosung der eigenen Straße noch eher harmlos, aber eben deutlich sichtbar. Schmerzhafter sind die Familien, die in Fünferkette entgegenkommen und verlangen, dass man mit gesenktem Blick an der Seite wartet.

    • Ich muss sagen, genau das habe ich in Berlin nicht gesehen, obwohl ich in der Flughafenstrasse war.

    • @Moses Steinhausen: "Icke icke bin Berlina, wer mir haut , den hau ick wieda."
      ————————

  33. Anderer Leute Dreck…
    …mache ich ehrlich gesagt nicht so gern weg.
    Ich bin auch der Meinung, für mein vieles Steuergeld darf die Stadtverwaltung gern mal einen Reinigungswagen schicken, evtl. mit Begleitpersonal. Industrielle Arbeitsweise, Arbeitsteilung – m.E. muss nicht jeder alles machen wollen. Und Fachkräftemangel hin oder her, es gibt auch ein paar Menschen, für die man einfache Jobs braucht.

    Schnee schippen und ein wenig Salz NICHT aufbringen, da verboten, das ist etwas anderes. Das kann eine Kommune nicht flächendeckend machen lassen. (Kommt bei mir ohnehin nicht oft vor, da am Niederrhein, wo es stellenweise auch sehr hübsch ist mit dem Rad unterwegs, will ich nur mal einflechten.)

    Bin hier allerdings ganz neulich an einer Landstraße entlang zu Fuß und habe nur gestaunt, wieviel Dreck da auf dem Randstreifen liegt. Die Asis schmeißen das einfach beim Fahren raus, das ist unglaublich.
    In der Landeshauptstadt Schnöseldorf hatte ich ebenfalls neulich einen Golf o.ä. vor mir auf der Rheinuferstr.; geht vor der Ampel die Beifahrertür auf und wieder zu, Auto fährt weiter und ausgeleerter riesiger Pizzakarton liegt auf der Straße. !?
    Also das ist dann leider nicht nur Berlin, sondern allgemeine Verasozialisierung aufgrund von Eltern, die schon selbst nicht erzogen worden sind.
    Oder Lärm: Nachbar sitzt sommers gern auf dem Balkon und beschallt die ganze Umgebung mit seinem billigen Blödelradio, als wäre er allein auf der Welt. Weder ALO noch jung. Einfach ein, sagen wir mal, Blödmann, allerdings mit mediterranem MiHi. Wer weiß, ob das dazu beiträgt.

    Die Frage ist, soll man sowas und natürlich das Kippenwegwerfen und vor allem das ausgelutschteskaugummihinwerfen ordentlich unter Strafe stellen, da offen asozial. Modell Singapur – ich bin mir noch nicht ganz schlüssig.

    Dass der älter werdende Kreuzberger verspiessert, finde ich nicht kritikwürdig. Kritikwürdig ist, wenn politisch daraus nichts folgt, weil man gleichzeitig schizophren trotzdem noch hip und tolerant meint sein zu sollen oder sonst was im weitesten Sinne linkes.

    PS War da nicht angeblich auch noch etwas in Sachen Austria in Vorbereitung? Man dürstet! Aber man will auch nicht unhöflich oder gar undankbar erscheinen! Denn man wird hier ja rechtschaffen verwöhnt, wie ich gern zugebe.

    • Das ist schon fertig, aber es kommen noch zwei andere, aktuelle Beiträge dazwichen.

      Und ja, der Berliner Berufsjugendliche ist eine besondere Spezies, die nur dort so gedeiht.

      Mehr Singapur wäre nicht schlecht, aber man müsste es eben durchsetzen. Beim Flaschenzerbrechen bin ich der Meinung, dass man da auf jeden Fall durchgreifen sollte, gern mit Warnweste und Pflicht, jede einzelne Scherbe aus dem Pflaster zu kratzen. Weil ich das selbst manchmal für andere tun muss, und es ist ätzend. Ich denle, das macht die Leute schlauer.

    • Zu den Flaschen
      Ich bin dafür alle Flaschen zu bepfanden.

      In einer Stadt irgendwo in Norddeutschland
      hatte man noch eine andere Idee:

      Da viele abgebrochene Bierflaschen
      für Körperverletzungen verwendet wurden,
      die Abends in Tankstellen verkauft worden waren,
      hatte man den Verkauf von Glasflaschen verboten.

      Eine Plastikbierflasche auf dem Gehweg
      ist auch nicht schön, sie verursacht aber
      weit weniger Verletzungen des Gesichtes
      wenn man damit traktiert wird.

    • Wo war das?

    • In etwa 10 Tagen steht uns das mal wieder ins Haus,
      meint der langfristige Wetterfrosch. Seit 2013 haben ‚wir‘ ja auch keinen Schnee mehr fegen müssen, und irgendwann sind die wohl üblichen 4 bis 5 Jahre Pause rum.
      Haben das Wochenende genutzt, Schneeschaufel und Spilt ans Tageslicht zu holen, und die Verpackung für die Oleander vorzubereiten.

      Vielleicht haben wir aber doch Glück, und der Kelch geht an uns vorbei.

    • Kosten der Müllabfuhr
      Für Müllabfuhr zahlen Sie zwischen 150-350€ pro Jahr, abhängig von der Stadt, in der Sie leben. Es gibt noch ein paar Ausreißer nach oben und unten. Das ist bemerkenswert wenig, wenn man bedenkt dass neben der für Kriminalitätsbekämpfung eingesetzten Polizei, die Müllabfuhr eine der wenigen staatlichen Dienstleistungen ist, die die Steuerlast der Bürger direkt motiviert, weil ihre Ergebnisse unmittelbar nützlich und verifizierbar sind.

    • Ja, mir fällt auch immer auf, dass es bei den Beispielen Verwaltung, Müll, Strasse, Schule bleibt. Und der Rest? Ist wenig populär.

    • Steuerlast
      Müllabfuhr ist ja normalerweise gerade keine Steuerlast, das kommt als Gebühr noch oben drauf. Die Straßen inkl. Reinigung allerdings schon – und das hängt dann wieder von den „örtlichen Gegebenheinten“ ab. Hier wird davon nicht nur die Kehrmaschine bezahlt, sondern auch Arbeiter, die mit Eimer und Zange die liegengebliebenen Reste aufsammeln.
      Bei den Straßen selbst ist es dann wieder hochkompliziert – die bei uns vor dem Haus wurde gerade von einer Kreisstraße in eine Ortsstraße heruntergestuft.
      Nun freut sich die Bürgermeisterin, daß das Kreisbauamt sie für die Übergabe noch einmal grunderneuern muß – und ist sauer, weil demnächst die weiteren Ausbaukosten nicht mehr auf die Anlieger abgewälzt werden können, sondern von der Gemeinde bezahlt werden müssen.
      Es wird also dann für die frisch erneuerte Straße keine vergoldeten Gehwege auf anderer Leute Kosten geben…

    • Don Fragte : Wo war das?
      Ich bin mir nicht sicher.
      Wahrscheinlich Bremen. ggf Hamburg.
      Es gab längere Zeit ein Problem in einem
      bestimmten Viertel der Stadt.

      Ich weis auch nicht mehr wann,
      ggf 90er Jahre. Die Idee fand ich
      praktisch. Man müsste ggf in den
      chirurgischen Ambulanzen der Kliniken
      fragen ob das Problem noch oder
      wieder aktuell ist.

      Die Politik reagierte damals auf
      die Hinweise der Chirurgen
      wenn ich mich nicht irre.

  34. Weg aus Berlin
    Vielen Dank, lieber DA, fuer diese Beobachtungen. Ich habe Berlin heute nach zwoelf Jahren und vier Wohnungen gen europaeisches Ausland verlassen. Ich bin gerade auf einer aehnlich weiten Reise, wie Sie, und ueberlasse die „Revolution“ weiterhin den Anderen.
    Die Zeit in Berlin hat mir gut getan, aber das kann man der Stadt nicht zugute halten, sondern einigen wenigen Zeit- und Ortsgenossen.
    Mir hat Berlin noch nie so gefallen wie heute: aus dem Rueckspiegel.

    Ich hatte zur Uebergabe meine Wohnung komplett ausgebessert und geputzt. Ich finde, das gehoert sich einfach so. Die Ueberraschung und grosse Freude des Verwalters hat mich kurz verdutzt. Vielleicht ist der Dreck vor den Tueren, den Sie beschreiben, ja dort nicht vorbei und nur das Symptom der Praesenz einiger weniger Leute, denen der Grundwehrdienst abhanden gekommen ist und die sich hier, wie so viele, eine Perspektive erhofft hatten. Wenn man in Berlin wohnt und zu den Anderen gehoert, die auch ernsthaft etwas mit ihrer Zeit anfangen wollen, findet man es auch nicht schoen. Aber ich denke, wenn man es staendig den Verursachern hinterher raeumt, vermissen die ihre Muttis nicht genug.
    Alles Gute!

    • Danke!

      Meine Wohnung war, als ich einzog, verstaubt und vergessen, Das Irrste war aber der Strom, da hatte der langjährige Vormieter sehr sehr viel gebastelt. Aber mei, ich wusste eh, ich würde nicht immer bleiben,

      Die normalen Leute fand ich auch ok, aber wenn ich geahnt hätte, wie sich die Social Media Szene entwickelt, wäre ich nie auf eine einladung zu einem kleinen Treffen gegangen, aus dem dann viel entstand. Aber die Lebenswege sind sehr anders und wenn die könnten. würden sie mich heute am liebsten arm, einsam und auch tot sehen wollen. Ich begreife nicht, wie aus den Hedonsiten von 2005 solche Hyperrmoralischen werden konnten. einer, der heute jeden wegen angeblichem Rassismus als Nazi bezeichnet, fand es damals gut, wenn Polizisten Verdächtge ausser der Reihe verprügeln.

    • @ Don Alphonso - Hedonisten ---> Inquisitoren
      “ Ich begreife nicht, wie aus den Hedonsiten von 2005 solche Hyperrmoralischen werden konnten. einer…, fand es damals gut, wenn Polizisten Verdächtge ausser der Reihe verprügeln“

      Naja, wie Selbst erkannt haben, war die Aggression beim betreffenden Typen schon damals vorhanden.
      Geändert hat sich also nur die Zielrichtung. Für die ist eben maßgeblich, was im betreffenden Umfeld gut ankommt.

      Und alle, sowohl der Aggrotyp als auch das Umfeld bekommen die tägliche Dosis Propaganda über Zwangsgebühren-TV und von der laut Eigenbezeichnung „Qualitätspresse“.

    • ... ja...
      … die waren in der Tat immer so und ich kann mir bei einem relativ klugen Mann, wie dem Don, eigentlich nur erklären, dass er das durch die persönliche Nähe nicht gesehen hat/sehen will. Was sich geändert hat, ist die erlangte publizistsche und wirtschaftliche Macht und die wird halt mit allen, wirklich allen Mitteln verteidigt.

      Und die sind noch lange nicht am Abstürzen sondern am Wendepunkt der Hybris, denn wenn das erst losgeht, gehen alle Hemmungen verloren und sie fangen an zu spucken, zu treten und zu schreien …

  35. Berlin - Wien
    Lieber DA,

    ich muss das, als u.a. Bewohner der Wiener Innenstadt vorsichtig formulieren, denn Wien ist auch ziemlich grauslich.

    Anfang der 2000er Jahre habe ich 2 Zinshäuser in Berlin gekauft. Die waren ziemlich günstig. Ich war ob des deutschen Mietrechts, dass für Wiener Verhältnisse sehr Investorenfreundlich ist überrascht. Ich hätte die Häuser halten sollen und nicht 2006/2007 wieder verkaufen. Egal. Seitdem war ich nicht mehr dort.

    Letztes Jahr wurde ich von einem befreundeten Berliner Investor eingeladen mich an einem Projekt in Kreuzberg zu beteiligen und bin für einen Tag nach Berlin gereist. Wie soll ich sagen. Nein. Egal was dabei rauskommt, nicht einen Cent. Diese Stadt hat sich IMHO extrem negativ entwickelt. Das „Nein“ war eher ein Bauchgefühl. Wer soll sich die Mieten denn dort noch leisten können? Vor allem mit welchem Einkommen! Ich konnte kein Gefühl mehr für diese Stadt entwickeln. Die Menschen, die ich bei meiner Tagestour dort erlebt habe waren irgendwie sehr „eigenartig“. Ganz anders als zu Beginn der 2000er.

    Ich befürchte, in Wien wird es bald ähnlich grauslich sein. Überlege sogar alle „Zelte“ hier abzubrechen und bei notwendigen Besuchen ein Hotelzimmer zu nehmen.

    Ich bedauere Sie, dass Sie selbst Schnee schaufeln müssen. Bei uns macht das entweder ein beauftragtes Unternehmen (kostet vernachlässigbar wenig), oder ein bäuerlicher Nachbar.

    Beste Grüße aus dem westl. Salzkammergut.

    P.S. Bitte wer ist Gabriel Lorca? Ich kenn nur Francisco Garcia.
    Ersuche um Aufklärung meiner Wissenslücke.

    • Ich mache das, weil es mein Haus ist. Ich will das explizit nicht abgeben. Es ist ein Privileg.

      Was mir aufgefallen ist – ich war jetzt auch gut 10 Jahre nicht mehr richtig dort – ist ein klarer Verlust an Antiquität, Bei meinem Hotel gab es früher zwei Auktionshäuser, die sind jetzt eine Wäscherei und ein Goldankauf. In der Flughafenstrasse gab es eine lebendige Trödler- und Nachlassszene – die ist so weg wie die meisten Läden in der Bergmannstrasse. Auch im Weddimg hat sich einiges breit gemacht, das schauderlich ist. Früher gab es die Strasse runter ein paar Bordelle, laut einer Bekannten sind die nweg, weil es zu teuer wurde und Sex ab 10 euro zu haben ist, wenn man weiss wo. Das Gesundbrunnenzentrum war zu meiner Zeit eine ganz normale einkaufsmöglichkeit, ich habe mir da nie Gedanken gemacht, heute stehen an der Brücke davor sehr schräge Typen herum. Auf der anderen Seite haben sich dann wieder teure Cluster herausgebildet. Es ist aber nicht wirklich harmonisch, man sieht das zum Beispiel gleich 200 Meter hinter dem Maybachufer. Es ist ganz schwierig.

    • Star Trek
      Gabriel Lorca: Kommandant U.S.S. Discovery

      Habe mir überlegt, in Bln eine kleine Wohnung zum Vermieten zu kaufen so vor zwei Jahren. Rechnete sich schon nicht mehr. Ist inzwischen ein generelles Problem. Dem ist mit Mietpreisbremse nicht beizukommen, sondern nur mit geringerem Standard. Dann wird es noch hässlicher.

      Wien in der Mitte so um die Hofburg oder auch Stephansdom ist aber doch noch recht schön. In Paris ist auch nur die Mitte (1.-8. Arr.+ 16.) topgepflegt. Das ist die Zukunft. Im Prinzip kann man für Transferempfänger nicht säubern, also müssten sie es für die Transfers an sich selbst machen.

    • In Wien gibt es noch
      viele alte Trödlerläden. Und die poetische Bezeichnung „Verlassenschaften“ für altes, noch brauchbares, ja liebenswürdiges Graffl.

    • Faustregel
      Nur kaufen, wo man auch selbst einziehen möchte. (West)Berlin war immer schon ein Magnet für Gesindel. So gesehen ist Berlin zu jedem Preis ein No Go, wenn man kein Spieler/Investor ist oder Straßenstrich vor der Haustür braucht.

      Wo sollen meine Kinder zur Schule? Mittlerweile auch ein Problem in Lünen oder Cottbus. Merkel machts möglich. Ich gratuliere für Kurz in Wien.

    • Über das Berliner Schulproblem gibt es ja reichlich zu lesen, aber dafür haben da dann auch sehr viele Abitur, wenngleich halt die Berliner Variante, ahem.

    • @Oberländer
      Ich habe in Paris im 15. (Montparnasse) gelebt. Das war sauberer als die Champs Elysées.

      Paris hat übrigens 21 000 Einwohner pro Quadratkilometer oder anders gesagt:
      2,2 Millionen Menschen auf einer Fläche, kleiner als die Stadt Ingolstadt. (Paris: 105, 4 Quadratkilometer, 2 206 488 Einwohner, Ingolstadt: 133, 37 Quadratkilometer, 133 639 Einwohner).

      Zum Vergleich: Berlin: 890 Quadratkilometer, 3,6 Mio Einwohner

  36. Eine Frage
    Handelt es sich bei dem oben zitierten Gabriel Lorca um den Captain der USS Discovery?

  37. Pistaziengrünen Samt
    ….möchte man über soviel Schäbigkeit spannen. Vorbei die Zeiten von Uli Richter und Heinz Oestergaard (50er/frühe60er), als Berlin noch ein Modemekka war.
    Not macht erfinderisch, offensichtlich geht des denen im Schmuddel zu gut. Knöpfe, im Backofen gehärtet, braucht man nicht mehr. Kontrastfarbige Knopflöcher an tristen umgeschneiderten Mänteln auch nicht. Berlin Fashion Week…no comment.
    Die Mauer hat viel kaputt gemacht, einiges kam aus dem Osten. Nicht nur die Kürschner. Der Fall der Mauer hat das Niveau, nicht nur in Oberflächlichkeiten wie Mode…..schweige lieber.

  38. dieser Text ist ein beschämendes, ressentimentgeladenes Machwerk
    noch nie habe ich so einen absichtsvoll böswilligen Text von Ihnen gelesen, wie diesen! Daß es in einer großen Stadt auch Leute gibt, die sich nicht an Regeln halten, die ihren Müll in die Gegend schmeißen, ist traurig. Daß dies eine Spezialität meiner Heimatstadt ist, bestreite ich. Es ist auch eine Zwecklüge, zu behaupten, es sehe hier überall so aus.

    Wenn ein Schild an einem Lokal die Gäste mahnt, nach 22 Uhr draußen (!) möglichst leise zu sein, um die Anwohner nicht zu stören, so ist das im Interesse guter Nachbarschaft und würde von Ihnen, wäre dieses Schild irgendwo in Ihrer Heimat angebracht, sicher positiv bewertet, „so sind wir hier!“, statt mit Häme übergossen.

    Daß man jeden anpflaumt, der eine Kippe auf den Boden wirft, halte ich, obwohl Nichtraucher, für nicht wünschenswert. Und daß die Schneebeseitigung in Bezirken, in denen sich in jedem Haus mindestens ein Dutzend Wohnungen befinden, anders geregelt ist als in Einfamilienhaus-Wohnlagen, ist eine Notwendigkeit, und kein Makel.

    Wer Kleidung herstellt, tut nützliches. Er darf das auch in Kreuzberg- es gibt nämlich- Sie können es sich offensichtlich nicht vorstellen- auch in Berlin Menschen, die arbeiten und Geld VERDIENEN wollen, das sie zum Leben brauchen.

    Ich schätze Ihre Arbeit im Allgemeinen sehr, gerade weil Sie Qualität abliefern, und bin auch bereit, hinsichtlich Ihrer Berlin-Obsession die eine oder andere Kröte zu schlucken, aber wirklich- das hier ist einfach nur mies!

    • Wenn es jedem gefällt, hat man etwas falsch gemacht.

    • WALLRAFF-Modus?
      Zuerst mal, „Weine nicht“, Albert Pflüger, um es mit den Flippers zu sagen.
      Will heißen, es muß klar sein, daß der Don schon ein wenig provozieren will, um Reaktionen hervorzurufen, von daher, nicht alles bierernst nehmen!
      Andererseits hat natürlich jedes Ding 2 Seiten, man kann es je nach gusto positiv oder negativ bewerten.
      Nur sollte man dabei nicht in den (wie ich es nenne) WALLRAFF-Modus verfallen, d.h., nach dem Erstellen einer Ausgangshypothese (hier dem Thema des Beitrags, mit dem unausgesprochenen Untertitel „Wie versifft ist doch Berlin“, alles in diesen Kontext stellen und dafür auch schon mal die Realität passend zurcht zu biegen, damit es schön skandalös aussieht, und auch ordentlich Empörung hervorruft.
      Was der genannte Herr inzwischen m.E. oft tut, um die Erwartungen des geschätzten Publikums zu bedienen. Langeweile verkauft sich halt schlecht, Skandal dagegen bringt Quote, Klicks und Einnahmen.
      Wir wollen also mal nicht böse sein, dem Don diese Motive zu unterstellen, und uns stattdessen in Mäßigung und Gelassenheit üben, ist besser für den Blutdruck und die Gesundheit allgemein.

    • @ Albert Pflüger - Berlinkritik - Machwerk? Nein. Bitte mehr davon!
      Nun, ich bin auch Berliner.
      Kritik an Berlin ist mir willkommen, ja insofern als sie nicht nur dem Amüsement der Leser dient, sogar ein Zeichen der Hoffnung. Einen hoffnungslosen Fall kritisiert man nicht mehr in der Hoffnung auf Besserung. Für den Patienten auf dem Sterbebett gilt auch das Rauchverbot des Arztes nicht mehr.

      Und ja, es stimmt, Don Alphonso behandelt Berlin nicht gerade freundlich oder auch nur wohlwollend. Das macht mir aber nix. Ein bissl Feuer ist ok. Ich bin schließlich keine Schneeflocke.

      Dennoch habe ich Zweifel an Ihrer Darstellung:
      „Wenn ein Schild an einem Lokal die Gäste mahnt, nach 22 Uhr draußen (!) möglichst leise zu sein, um die Anwohner nicht zu stören, so ist das im Interesse guter Nachbarschaft und würde von Ihnen, wäre dieses Schild irgendwo in Ihrer Heimat angebracht, sicher positiv bewertet, „so sind wir hier!“, statt mit Häme übergossen.“

      Solche Gebote und Verbote deuten erstmal auf einen noch nicht gelösten Konflikt hin. Sicherlich findet man in Bayern zumal in den größeren Städten auch solche Schilder. Aber ob Don Alphonso das dort so gut findet?
      Ich würde vermuten eher nicht. Das positive Gegenstück ist doch eher die kleine Dorfkneipe die so ein Schild nicht nötig hat, weil dort jeder jeden kennt. Wo die Dorfbewohner von alleine wissen, dass sie ihre Nachbarn nachts nicht vom Schlafen abhalten sollten und wo umgekehrt die Nachbarn nicht gleich zur Polizei rennen, wenn doch mal ein Besoffener (ausnahmsweise) über die Strenge schlägt.

      Es gibt im idealen Dorf eben eine Gemeinschaft und in Berlin eher nicht.
      Dazu ein Zitat von
      Laotse (Daodejing): „Geht der große Sinn zugrunde, so gibt es Sittlichkeit und Pflicht.“

      Das ist eben der Unterschied. In einem Bayerischen Dorf bedeutet die Abwesenheit des Schildes, dass es nicht notwendig ist. Sollte ein solches Schild gegen Lärm in Berlin irgendwann wieder fehlen, bedeutet es vermutlich, dass jemand resigniert aufgegeben hat.

      „Daß man jeden anpflaumt, der eine Kippe auf den Boden wirft, halte ich, obwohl Nichtraucher, für nicht wünschenswert.“ Was ist also Ihre Konsequenz daraus? Sollen wir lernen mit dem Dreck zu leben? Die Kippen sind gekommen, um zu bleiben…? Ist es dann wirklich schon böswillig zu sagen, das Berlin dreckig ist? Eigentlich ist es doch noch schlimmer: Die Stadt ist dreckig und die meisten Bewohner haben sich mit dem Zustand abgefunden.

      „Und daß die Schneebeseitigung in Bezirken, in denen sich in jedem Haus mindestens ein Dutzend Wohnungen befinden, anders geregelt ist als in Einfamilienhaus-Wohnlagen, ist eine Notwendigkeit, und kein Makel.“
      Tja. Ich meine, wenn der Schnee nicht weggeräumt oder noch schlimmer, wenn auf Eis nicht wenigstens etwas Sand gestreut wird, dann ist das ein Makel, unabhängig davon, wie das Versagen organisiert wird.

      „Sie können es sich offensichtlich nicht vorstellen- auch in Berlin Menschen, die arbeiten und Geld VERDIENEN wollen, das sie zum Leben brauchen.“ Das hat Don Alphonso nicht gesagt. Er merkt allerdings an, dass Näherinnen, die gewissenhaft arbeiten müssen, um davon leben zu können, wohl eher eine Umgebung bevorzugen, in der das zumindest nicht verhindert wird.

  39. Elektronische Textilien
    Wäre vielleicht interessant gewesen, auch einmal reinzugehen? Vielleicht senden solche Textilien ja eine sms, wenn sie nicht fachgerecht entsorgt werden?

    Was den Sperrmüll angeht-teilen der Berliner Bevölkerung ist nicht beizubringen, dass es soetwas wie Sperrmüll gibt, der an bestimmten Tagen abgeholt wird. Wenn die Wohnung und der Lebensunterhalt vom Staat bezahlt werden, denkt man vielleicht auch, dass auch alles andere schon irgendwie von der Allgemeinheit erledigt wird.

    • Ich habe das auch erst auf dem Photo realisiert. Ich weiss es nicht. Ich fand einfach den Gegensatz zwischen Dreck und sauberer Scheibe toll.

    • Elektronische Textilien - suchen Sie mal im Netz nach "Wearables" oder "Smart Textiles"
      Vermutlich ist das damit gemeint. Dieses Thema wird gerade im Bereich Textilerzeugung/Mode extrem gehypt. Wuerde gut zu Berlin passen, wiel Laerm um eigentlich nicht wrklich viel Neues.

      Ist aber bei Hipstern und In-Sportarten Hanswursten ganz beliebt.

      Fuer jemanden, der auf der Eroica mitfaehrt ist so ein Pudelkram die Steigerung von Gelsattel.

      Auf der anderen Seite gibt es da aber sicher auch sinnvolle Ansaetze.

  40. Linke Spiesser,
    werter Don, so lautet ein Titel der Punkband „Slime“, die bereits 1983 in prophetischer Weise (wenn auch von einem gänzlich anderen Standpunkt aus gesehen…) offenbart hat, was sich hinter der Szene verbirgt.
    Ich verlinke hier bewußt nichts, aus Rücksichtnahme auf Geschmack und Gehör anderer Personen ;)

    @Berliner sieht das mMn mit der schwärenden „Eiterbeule“ richtig. Man muss sie sich nur leisten können/ wollen, einschließlich deren engmaschige Kontrolle.

    Je größer die div. Interessen an sog. Szenevierteln sind, umso schneller wird gentrifiziert (oder gentrifiziert sich lustigerweise selbst).
    Bin gespannt, wann in Kreuzhain die Kehrwoch´ verpflichtend und unter Androhung von Ausschaffung eingeführt wird… „Stuttgart21“ wäre doch ein gutes Motto hierfür und in 82 Jahren lässt sich bestimmt so manches realisieren ;)

    „Verspiesserung ist nur eine Wandlung der Ansprüche an andere, aber nicht eine Anpassung der Methoden zur Durchsetzung.“ Danke, geschätzter Don, für den Sinnspruch, der kommt zu meiner Zitatensammlung!

  41. Interpretation
    Werter Don,

    Ich weiß nicht ob ich den Inhalt ihres Textes richtig verstehe, denn es scheint mir, dass Sie zwischen all diesem Müll und der Verwahrlosung doch eine begrüßenswerte Entwicklung erkennen. Denn das Schaufenster der Näherin steht nicht für arm aber sexy, sondern für fleissig und zielorientiert. Dann wiederum die kürzer werdenden Kreuzberger Nächte. Die Frage ist ja, wer diese zu verantworten hat. Sind es die Wohnungseigentümer die ihre Ruhe benötigen um sich voll und ganz auf die Nähtätigkeiten konzentrieren müssen, oder sind es unsere geliebten Trommel-und-Protestmütter mit Empathie für die Rigaer 94? Ich persönlich finde ja ein bisschen weniger Party in dieser Stadt ganz angenehm.
    Auch glaube ich, dass sie insgeheim ein Herz für diese Stadt und ihre Geschichte haben, allerdings dran verzweifeln, weil sie durch Stümperhaftigkeit auf allen Seiten der Politik nicht zu Potte kommt. Denn ein erfolgreiches, sich selbst tagendes Berlin muss doch im Interesse jedes Bayern sein.

    Wünsche ein erholsames Wochenende

    • Nein, wirklich. Ich mag da ein paar wenige Leute, aber ziemlich viele waren eine heftige Enttäuschung. Das ist halt die andere Mentalität und die Bereitschaft, Unpassende abzustossen. Ich habe das verstanden und bin weg, seitdem ist mein Leben wieder in Ordnung. Das der Berliner dagegen ist meistens eher gemischt.

  42. Wenn es um Dreck
    auf den Berliner Bürgersteigen geht, darf man die Hundehäufchen nicht unerwähnt lassen. Angeblich fallen wohl fünf Tonne davon täglich an.
    Aber eigentlich hatte ich noch etwas Anderes erwartet: Da Sie gerade in Berlin waren, Don, dachte ich, Sie würden einmal bem Alice-Salomon-Kindergarten vorbeifahren und das berühmte Gedicht anschauen, solange es noch zu lesen ist und das doch so gut zu Ihrem Namen paßt…

    • Leider hatte ich keine Zeit.

    • Alice-Salomon-Kindergarten
      Passt gut. Die Hochschulkommunikation dort hat eine Webseite in „Leichter Sprache“ entwickelt („Einfache Sprache“ wäre vermutlich schon zu schwierig zu verstehen), weil sie sich auch an Leute mit Lernschwierigkeiten wenden will und solche, die nicht gut schreiben und lesen können oder nur wenig Deutsch können (O-Ton). Dort findet sich der bemerkenswerte Satz:

      „Die Studierenden spielen und basteln auch viel in im [sic!] Studium.“

      Eigentlich ist es egal, was an der Fassade eine solchen „Hoch“schule geschrieben steht.

      Noch ein Schmankerl aus der Pressemitteilung zur Uebertünchung der Fassade: Unter der Abschnittsüberschrift „Demokratisches Verfahren mit allen Hochschulangehörigen“ findet sich die Information, dass man erst eine Online-Abstimmung unter den Hochschulangehörigen über 21 Vorschläge durchgeführt hat und dann die beiden erstplatzierten Vorschläge zugunsten eines „- bewusst aus dem Diskussionsprozess heraus entwickelten – Vorschlag[s] der Hochschulleitung“ hat fallen lassen.

      Diese Pressemitteilung hätte eigentlich auf den Seiten für „Leichte Logik“ erscheinen sollen, für Leser, die nicht gut denken können.

  43. ... Singapur wär gut - sehr gut sogar ... sehr sehr gut!
    … wie ich schon mal schrieb, wohne ich hier am Waldrand – in ca. 10 Minuten Gehzeit ein wunderhübsch gelegener See …

    nicht direkt ein ausgewiesener Bade-See, da er rettungstechnisch nicht betreut wird – aber Unerschrockene wie ich und meine kleinen Enkel stören sich nicht am Seegras und an den Fischen, die uns beim Schwimmen begleiten. Mit 2 offiziellen Grillstellen ausgestattet ist er seit Jahren Refugium für viele „schon ganz lang hier Lebende“ –

    … seit ein paar Jahren zieht es das erholungsbedürftige urbane Volk her in unsere Idylle … gerne ab Abend bis in die späte Nacht hinein wird gesoffen und zerstört …

    und was soll ich sagen – es ist u n e r t r ä g l i c h geworden …

    Wir sammeln bei jedem Besuch – und im Sommer sind wir fast jeden Tag da – erst einmal – bewaffnet mit splitterfesten Handschuhen unser Plätzchen ab – wir gehen nur noch in Schuhen über´s Gras, nachdem die Kinder sich schon etliche Male die Füsse zerschnitten haben …

    sicher noch nicht so schlimm wie in Berlin – doch wir sind auf dem besten bzw. schlechtesten Weg dorthin.

    Zerfall wohin man blickt …

    • Vermute mal,
      dass das Plätzchen deshalb so beliebt ist, weil immer aufgeräumt wird…
      Lassen Sie den Müll liegen, stellen Sie (vorübergehend!) noch einiges dazu und warten Sie ab. Auf einer wilden Mülldeponie hab ich noch nie jemanden feiern sehen…irgendwann ist der Platz keine ´ coole locationˋ mehr….dann können Sie ihn wieder nutzen…

    • Wenn man hier Leute verscheuchen will,
      egal, warum und weshalb, stellt man Schilder auf:

      Vorsicht Kreuzottern!

      Und a Ruah isch.

  44. Berlinkritik
    ich kann die gesammelte Kritik an meiner Stadt sehr gut verstehen. Bei vielen Dingen kann ich nur zustimmend nicken und ich fühle eine kalte Wut, weil der Einfluss auf Veränderung verschwindend gering ist.
    Allerdings möchte ich bei aller berechtigter Kritik eines mal ganz klar sagen: Es sind nicht die Berliner, die dafür verantwortlich sind. Im inneren S-Bahn Ring sind gerade noch 30% gebürtige Berliner (siehe dazu: https://interaktiv.morgenpost.de/berliner-zugezogenen-atlas/).
    Ich wohne in Prenzlauer Berg und in unserem Haus bin ich nun seit einem Jahr der letzte… Alle vom Autor genannten Veränderungen gibt es auch in diesem Kiez. Die FAZ hat dieses Verhalten der Bewohner vor knapp 20 Jahren in einem Artikel mal als „Kulturvampirismus“ bezeichnet.
    Ein Kiez ist hip und angesagt und alle wollen dorthin. Damit vertreiben sie die heimische Bevölkerung und die kulturelle Szene versiegt, weil diese sich einerseits schwer tut, die aufgrund der erhöhten Nachfrage steigenden Mieten zahlen zu können. Auch bei uns im Kiez wird es seit Jahren immer schwieriger, im Sommer draussen zu sitzen, da unsere toleranten Mitbürger das gar nicht mögen, wenn andere das machen, weshalb sie selbst 10 Jahre vorher hierhin gezogen sind. Mittlerweile ist der Kiez ausgesaugt, das Leben stirbt ab.
    Nun könnte man sagen, dass dann zumindest die schwäbische Kehrwoche Einzug gehalten hat oder die Gutmenschen einen besonders freundlichen Umgang eingeführt haben. Da muss ich allerdings enttäuschen – treffe ich in unserem Haus jemanden, dann bin ich positiv überrascht, wenn derjenige meinen Gruss erwidert – scheinbar haben die Zugezogenen entweder alle guten Sitten in Ihrer Heimat gelassen oder es sind genau die nach Berlin gekommen, die aufgrund Ihres Egoismus und schlechtem Sozialverhalten dort nicht zurecht gekommen sind.
    Ich kenne keinen gebürtigen Berliner, der nicht das Gefühl hat, dass wir von Fremden besetzt sind, die bei uns das machen, was sie zu Hause nicht dürfen. Eine Änderung wird wohl weder kurz- noch mittelfristig zu erwarten sein, deshalb sind auch die meisten meiner Bekannten immer weiter nach „draussen“ gezogen – obwohl dies für einen Berliner eine schwere und emotionale Entscheidung ist.
    Die traditionellen Parteien haben sich von den Berlinern soweit entfernt, dass sich Ihnen keiner mehr vertreten fühlt. Diese Parteien pflegen nur die Erwartungen der Neuberliner…

  45. G 20 - jede einzelne Scherbe aus dem Dreck kratzen, das Wunder von Hamburg?
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    das verwunderliche, unvermutete an „G20“ in Hamburg war der Aufräumsonntag am Schulterblatt.

    Es wurden – in Massen und von der Jugend – buchstäblich die Glassplitter von der Straße und die Plakate von den Wänden geklaubt.

    Einfach so. Heiter und gelassen ergriff die Idee der Wiederherstellung der
    Ordnung die Massen und wurde Handfeger.

    Vielleicht gibt es demnächst eine soziologische Studie darüber, warum und wieso. Ist das ein neuer Generationenbruch? Welche Rolle spielte der Lokalsender 90,3?

    – Wäre so was in Berlin, der Welthauptstadt der Spätpubertären, möglich?

    • Ich glaube nicht. es fehlt der Anlass. Das ist ja der normale Dreck und irgendwann läuft die BSR durch, denen man den Job nicht nehmen will.

    • Der schöne Schein
      Naja, als das mediale getwitterte „Jugend putzt“ ablief, hatte die Hamburger Stadtreinigung davor schon die Nacht über sauber gemacht.
      Die haben aber halt einfach nur ihren Job gemacht. Ist natürlich nicht so sexy wie putzende Jugendliche…

  46. Die liebe Tronmlerei
    Text eingeben

  47. Die liebe Trommlerei
    Zusammen mit dem Kinde zu musizieren macht Spaß, fördert die kindliche Entwicklung und vertieft die Bindung (vor allem der Väter).
    Und ja: Auch Trommeln kann man unter gewissen Umständen als eine Form des Musizierens bezeichnen.

    Sie als Historiker sollten doch am besten wissen, wie alt diese Kulturform bereits ist, werter Don.

    Ich selbst habe es im vierten Stock eines Mietshauses laut mütterlicher Aussage in vollen Zügen genossen, auf allem, was da hing und stand, mit Hingabe zu trommeln, und ging diesen Weg bis zu seinem Ende, an dem der goldene Topf mit der Festanstellung stand.
    Der Nachbar hustete sich seinen Lungenauswurf bei offenem Fenster ab; die eins darunter sang beim duschen unglaublich falsch; ganz unten lief Tag und Nacht QVC auf Maximallautstärke; Das Mietshaus ist ein in Beton gegossener Kompromiss.

    Mir ist der Hintergedanken nicht verborgen geblieben, dennoch wollte ich leise aber voll kindlich naivem Selbstbewusstsein widersprechen.

    • Auch Wildpferde in eine Schlucht treibem und die Hälfte der Kadaver verotten lassen ist eine Kulturtechnik. Ich mag halt keine Kinder.

    • Falls was schief geht
      So gut wie niemand mag Kinder. Nur die eigenen.

    • Leo Rosten NOT W.C. Fields
      “Any man who hates dogs and babies can’t be all bad.”

    • Stimmt, W.C. Fields darf bei diesem Thema nicht fehlen: Do you like babies?
      „I do if they’re properly cooked“ (Tillie and Gus)

      „I’m very fond of children – girl children, around 18 or 20 [of age]“ (The Bank Dick)

  48. Wer versteht den stillen Wink der Sterne
    Staub am Mond und Staub im Weltenraum,
    oba durt ram i e net zsaum.

    Nein, das machen dank Sporenantrieb Major Don und Captain Lorca!
    Metronomy – I’m Aquarius(Music Video)
    Shoop!Doop!Doop!Ahhh!

    Danke übrigens für den nur in Lettern lodernden Lenz. (Hermann, nicht primavera)

  49. Näherinnen
    Das mit der Näherin ist gut beobachtet. Meine Großmutter wurde 1924 Witwe mit 2 kleinen Kindern. Sie hat die mit Nähen durchgebracht. Ihr Schlafzimmer war gleichzeitig der Anproberaum für die feinen Damen. Der Raum war tabu, da durften Kinder nie spielen.
    Was ich allerdings auf dem Foto rätselhaft finde ist die Anpreisung von „elektronische Textilien“.

    • Ich auch, ich recherchiere da mal.

    • Elektronische Textilien
      Vielleicht dies: Elektronik kann man so weit miniaturisieren, daß man sie in Textilien einarbeiten kann ohne daß es stört. Das wären dann einerseits irgendwelche Effekte – statt einer normalen Paspel eine mit einer LED-Kette – andererseits Dinge mit Sensoren, etwa das Äquivalent eines Fitness-Armbandes.
      (Oder vielleicht für Schmuddelwetter ein Heiz-Leibchen…)

    • Ich bin ganz zufrieden mit Leinen und Loden und Leder, muss ich sagen. Und ich will nicht noch mehr Daten produzieren.

    • Elektronische Textilien
      Nicht nur familienbedingt an Schneiderei und fast allem Textilem interessiert (Großmutter mit gleichem Schicksal, nur 15 Jahre später), habe ich etwas gegoogelt und wurde u.a. beim Fraunhofer fündig, die dies beforschen. Thema Smart Textiles – Licht, Wärme, Daten aus der Faser. Kleidung der Zukunft, damit experimentieren auch Designer ja schon länger.

      Berliner Stichpunkt könnte dies hier sein: Contactless sensors for body monitoring incorporated in textiles. Hipster-Sportbekleidung. Wen es interessiert, der kann nachlesen unter Textilforschung.de.

      Die Radler hier könnten demnächst Jacken erfreuen, die auf der Seite blinken, zu der der Radler abbiegen will. Bleibt zu hoffen, dass das die selbstfahrenden Autos dann richtig verstehen.

    • Radeln in Berlin ist ja auch so ein lebensgefährliches Thema.

  50. 3-4 Tage nichts aus Berlin. Vor allem nicht das Übliche. Ich hatte schon angefangen, mir Sorgen zu
    machen. Aber nun, Gott sei Dank, ist wieder alles im Lot.

    030/90298 – 2246 Ein Anruf beim Ordnungsamt würde völlig reichen. Bayer befreit Berlin vom Straßenmüll. Was ’ne Schlagzeile. Das war eine Chance!

    Berlin 3,5 Mill. Einwohner auf 390 km², davon unbewohnbare 60 km² Wasser und 160 km² Wald. Macht 4000Einwohner/km²

    Kreuzberg 160 000 Einwohner auf 10 km²(!) ergeben 15 000(!) Einwohner/km².

    Und dann auch noch 12.731.640 Touristen pro Jahr. Und es werden jährlich mehr.

    Kann irgendwer annehmen, dass das ohne Probleme möglich wäre? Aber Berlin-Bashing immer gern, wenn das denn wenigstens zu sinkenden Touristenzahlen und, noch besser, zu sinkenden Mieten führen würde. Das Gegenteil aber ist offensichtlich der Fall. Profitieren Sie da irgendwie von?

    • Ich war lange nicht mehr da, und wenn ich da bin, dachte ich, mache ich was.

    • Gregor, der Ostler, ...
      … billige, bequeme Ausreden lassen sich meist leicht finden (weil billig).

      Führen Sie sich einmal die entsprechenden zahlen für Singapur vor Augen: Weniger Platz UND weniger Dreck.

      Falls die Berliner lieber in einer Sperrmülldeponie light leben, sollen sich Bayern und ähnliche nicht groß einmischen ABER Hauptstadt und Finanzausgleich gehören natürlich weg!

    • Titel eingeben
      Ich wundere mich bei den Zahlen immer, wenn damit die Fahrradpolitik der Stadt Kopenhagen aufgepfropft werden soll:

      Einwohner Kopenhagen: 602.481

      Fläche Kopenhagen: 86,20 km²

      Kopenhagen 6.989 Einwohner je km²

      Unabhängig davon, das scheinbar 3,5 Mio Berliner das Telefon nicht für Ordnung auf den eigenen Straßen benutzen können. Vielleicht haben sie die Erfahrungen mit anderen Teilen der Verwaltung resignieren lassen. Selbst Hand anlegen geht natürlich gar nicht. Dafür hat sich zuviel angesammelt..

    • Wassermann, der Westler...
      Wo sind das Ausreden? DAS sind Fakten!

      Ja, wie wurde denn Berlin Hauptstadt? Wäre ja mal eine sachliche Frage.
      Und wie kams zum Finanzausgleich? Gibts da eventuell Gründe? Am besten wären natürlich anzuklagende Schuldige, ich weiß.

      Und hat, wenn mich meine Geschichtskenntnisse nicht täuschen, nicht auch Bayern jahrelang an eben diesem Finanztopf gehangen? Und zwar bis 1989!

      Und noch eine Frage:
      Würden Sie ein, von der GroKo beschlossenes Gesetz befürworten, das Singapur-Verhältnisse einführen würde? 1000 € für einen Kaugummi usw.?
      Mal ein paar Beispiele, nach denen Sie sich scheinbar sehnen:
      – Vandalismus und Graffiti können Haftstrafen sowie auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben.
      – Lügen wird bei Nachweisbarkeit mit hohen Strafen ähnlich wie Betrug geahndet (2.000 bis 10.000 SGD). Zusätzlich kann der Strafbestand auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben. Üblicherweise liegen die Strafen bei der sog. „Lügerei“ bei 3 bis 8 Schlägen.
      – Vollstreckt werden diese Körperstrafen ausschließlich gegen Männer im Alter zwischen 16 und 50 Jahren, die altersunabhängig mit bis zu 24 Hieben in einem Durchgang auf das entblößte Gesäß gezüchtigt werden. Bei diesem sogenannten Caning wird der Delinquent über einen Prügelbock gespannt und erhält von einem speziell ausgebildeten Justizbeamten in einem festgelegten Verfahren mit einem langen Rohrstock schwere Schläge, die zu bleibenden Narben führen. Der Zweck ist das Erreichen maximaler Qualen bei kleinstem dauerhaften Schaden.[28] Der dabei verwendete Rohrstock ist etwa 1,20 Meter lang und 13 Millimeter dick, jedoch extrem elastisch; die Ausbilder sind gehalten, mit dem Stock Geschwindigkeiten von mindestens 160 km/h zu erreichen und beim Auftreffen auf das Gewebe den Stock zu ziehen, um bei jedem Schlag die Haut aufzureißen.
      Na usw.

      Ich habe noch den Aufschrei über das Maas-Gesetz im Ohr. Zensur, Diktatur waren noch die harmloseren Anmerkungen. Die Einführung der Singapur-Verhältnisse dürfte zu schweren Unruhen führen. Kann man wollen. Sicher.

  51. Titel eingeben
    Beim ersten Dreck-weg-Tag in des Dussels Dorf haben wir zwischen Rheinkilometer 749 und 750 gut 25 Müllsäcke gefüllt. In den Jahren darauf wurde es weniger. 2017 in der ganzen Stadt etwa 20 Tonnen. Das Problem ist: statt zerbeulter Bierdosen gibt es jetzt den Glasbruch von Bier- und Schnapsflaschen. Den einzusammeln dauert halt länger. Dagegen zu rechnen sind die Kosten für das Nähen oder Klammern einer aufgeschnittenen Hundetatze. Da ist man mit 100 bis 150 Euro am Wochenende in der Tierklinik dabei. Dazu die vier Wochen Einzelhaft des Hundes an der Leine wegen Verband und Schutzschuh.

    • Es ist einfach widerlich, das mit den Flaschen.


    • Glasbruch ist der gefährlichste Müll. Und schwer zu entsorgen obendrein (Splitter!). Dosen sind da vergleichsweise harmlos.

    • Ich führe da eine interne Statistik.
      Diese sagt, dass entweder fast jeder in München Augustiner trinkt und der Anteil zerbrochener Flaschen in normaler Relation zum Gesamtausstoß steht, oder,

      dass vor allem Grattler Augustiner unterwegs konsumieren, auf die 3* 8 cent pfeifen und lieber in ein Konzert für 3 zerberstende Bierflaschen investieren.

  52. Stadtluft macht frei
    „Für eine Stadtkultur der
    Resilienz.
    Stadtluft macht frei, kriminell
    und krank?“

    Evangelische Akademie Tutzing
    Tagung vom 02.-04.03.2018

    Macht Sinn, sich mit diesem
    Thema zu beschäftigen.

  53. zu Bild 2
    Da scheint es ein ziemliches Mißverhältnis zwischen der Sicherung und den gesicherten Objekten zu geben. 2 Schlösser, deren Gesamtpreis ich auf 100 € schätzen würde, sichern einen Schrotthaufen, da stimmt was nicht. Meine Regel sagt, daß das im Verhältnis 1:10 stehen sollte. Merkwürdig.
    Gruß K
    PS: 1. Versuch wurde wegen zu schnell abgelehnt.

  54. Am Thema vorbei
    Vielleicht habe ich ein wenig das Thema verfehlt aber bei den Müll-Fotos habe ich an die „Herzkammer der Sozialdemokratie“ gedacht, wie Herbert Wehner – das waren die goldenen Zeiten dieser Partei – diese Stadt nannte :
    h ttp://nordstadtblogger.de/spielgelaende-seit-wochen-geschlossen-drogen-dreck-und-faekalien-statt-spielspass-am-johannes-kindergarten/
    Beachten Sie bitte die sehr sympathische Elternvertreterin, die wahrscheinlich gegen Windmühlen kämpft.

    Am frühen Abend entfliehe ich dann täglich dieser ehemaligen Herzkammer (jetzt 10 % AfD) in jenes Mittelgebirge, in das der Wolf mittlerweile zurückgekehrt ist.

    Zwar gelten dort auf dem Dorf andere Maßstäbe:
    Der Schnee muß rechtzeitig geräumt sein, das schreibt die Ortssatzung vor. Am Samstag wird der Bürgersteig gefegt und die Rosen im Vor-garten machen viel Arbeit, dann bleiben die Leute aber auch stehen und man hört vom Freisitz: Was für eine schöne Villa !

    Aber auch hier in der kleinen Gemeinde hat die neue Zeit Einzug gehalten:
    Die 90-jährige Nachbarin im kleinen alten Häuschen nebenan klagte mir ihr Leid über die Blätter auf dem Bürgersteig, die von den uralten Eichen des benachbarten Pastorats auf ihren Bürgersteig herübergeweht werden.
    Sie ist körperlich nicht mehr in der Lage diese Arbeit zu verrichten. Und ihre 620 € Witwenrente reichen nicht aus um einen Dienstleister zu beauftragen.
    Ich habe im Vertrauen auf unseren üppigen Sozialstaat für sie kurzerhand einen Antrag an das Sozialamt gestellt, um ihre finanzielle Not zu mildern.
    Nach einer Rückfrage des Amtes schien es mir aber zweckmäßig einen befreundeten Juristen um Rat zu fragen.
    Sein Ratschlag: Zieh den Antrag sofort zurück. Du weißt ja wie das hier bei uns im Rathaus ist. Wenn jemand mit einem LKW in einem Weihnachtsmarkt fährt und sieben Identitäten hat, fragt da kein Mensch nach aber wenn Du für eine Kartoffeldeutsche Rentnerin mit Haus einen Antrag auf staatliche Gelder stellst, dann wirst Du sofort in die rechte Ecke gestellt. Das kannst Du Dir nicht leisten.
    Zieh den Antrag zurück ! Ich habe mich dann für seine Einschätzung bedankt und den Antrag zurückgezogen.
    Meine Nachbarin, eine herzensgute Frau, will auch Bedürftigeren keine Gelder wegnehmen.
    Sie ist sehr stolz auf Ihren Schwiegersohn.Er hilft mit seiner Frau Flüchtlingen bei der sehr arbeitsintensiven Integration.
    Für niedere Arbeiten wie Schneeräumen und Blätterfegen bleibt dann leider keine Zeit.
    Das ist dann wohl die neue Zeit.

  55. --> Blogseminar
    Ich möchte auch noch auf den obigen Nachbar-Blog hinweisen, ganz stützenmäßig!
    K

  56. Zweckentfremdungen
    1) in München, vor dem Haus

    Momentan wird eine Wohnung saniert, Bauschutt-Container angemietet.
    Nach 3 Tagen voll, zur Hälfte mit Fremdmüll. Wahrscheinlich noch eine gute Quote.

    2) pekuniär, anderswo oder ebendort:

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-interview-werbemelderin-hier-kann-man-sexistische-werbung-melden.e221a41f-54fc-4f50-be5d-72688d87284f.html

    sehr schön zu sehen, wer mit von wem umverteiltem Geld gepampert wird.

  57. Respekt...
    So schön wie Sie, Don A., hat selten jemand die Semiose nach Peirce erklärt: nehmen wir also das schöne Bild an der Hauswand, das ein „Höhlenbewohner“ von Berlin gezeichnet hat, um etwas mittels Zeichen zu kommunizieren. Zwischen der Zeichnung an der Wand (Signifikat), dem Bezeichneten (Signifikant) der schönen Welt und dem Interpreten (in Ihrem Fall ein Tegernseekenner oder im andren Fall ein Einwohner von Berlin) besteht ein Spannungsverhältnis.
    Wirklich schön.

    Vielleicht beamen Sie beim nächsten Besuch ein paar Ihrer schönen Fotos aus der ˋHeimat´ an die nächste freie Hauswand?
    Das wäre pädagogisch wertvoll.

    Danke, dass Sie sich die Arbeit machen, Ihre Leser zum Nachdenken zu animieren.
    Und: den Anwalt wollte ich Ihnen gestern auch schon empfehlen….

    • Es geht nicht mehr anders, leider.

      Ich überlege, mit einem Vortrag zum Thema „Gelebter Sexismus in Bayern von der Lüftlmalerei bis zur Praline“ nach Berlin zu kommen.

    • Vertauscht
      Ist hier nicht „Signifikat“ und „Signifikant“ vertauscht?

    • Semiotik
      @besserwisser: wer es weiß, der korrigiertˋ s im Kopf, wer es nicht weiß und interessiert ist, liest nach. Wer es nicht weiß und auch nicht interessiert ist, dem ist es eh egal…alles Pädagogik.
      @Don: freue mich auf Ihre Ausführungen zu Lüftlmalerei und Praline…diese Vorläuferin der Graffities und bayerisches Naschzeug….

  58. Sonntags nie!
    Straße fegen am Sonntag?
    In meiner alten westfälischen Heimat nicht möglich und ich bin ehrlich überrascht, das das im bayrischen üblich ist.
    Die Bilder aus Berlin, naja da sind in den 80ern schon die Bordsteinschwalben über den Kuhdamm geflattert und der Ranz gammelte in jeder Ecke.

    • Straße fegen am Sonntag
      ist laut Dorfpfarrer ein ganz übles Unterfangen gegen Gottes Gesetz von der Ruhe am heiligen Sonntage und musste in einer unmittelbaren Predigt vor Ort dem Delinquenten beigebracht werden.

      Allerdings war das bei den Protestanten und der Gescholtene hat seinen Kirchenaustritt 15 Minuten später beim selben Pfarrer abgegeben. Kurze Wege auf’m Dorf.

  59. Erschaffen oder Benutzen
    werter Don,
    ich heute den ganzen Tag im Haus rumgewerkelt. Man kennt das ja, die Gedanken wandern dann so umher. Und hatte dann einen Don‘schen Moment – zumindest hatte ich den Eindruck, daß es Ihnen immer so gehen muß, wenn der nächste Beitrag entsteht. Ich sinnierte so darüber nach, ob man mal was übers Heimwerkeln schreiben könnte, die ganzen Werkzeuge so aufzählen, die ich dabei benutzte (Schmiege, Winkel, Kappsäge, Lamellenfräser, Bohrmaschine, Flex etc.), um etwas entstehen zu lassen und das in Kontrast setzen zu den typischen Werkzeugen, welche diejenigen benutzen, über die Sie und der großteil Ihres Kommentariats sich zurecht immer echsuffieren. Außer einen Hammer zum zerschlagen von irgendwas scheinen die nämlich nichts zu kennen…
    Nur daß mir die literarische Qualität fehlt ,)

    Jedenfalls kam ich zum Schluß, daß unsere Kultur eine ist, in welcher der (alte weiße) Mann den Drang hat, zu erschaffen. Während das Weibliche auf Benutzung ausgelegt ist – und wenn es ein Mann ist zum Nestbau.

    Merkel benutzt, was die vor Ihnen geschafft haben und fährt Partei und Land auf Verschleiß. Pures Reagieren. Die Frauenquoten-Reste SPD benutzt das Erbe ihrer Vorväter zu Tode. SJWs und Schneeflöckchen benutzen die Werke alter weißer Männer (Internet, Smartphones, Strom, Häuser, Straßen etc. pp.). Und das durchgegenderte Berlin benutzt die Stadt und nutzt sie ab, während in den Hochburgen alter weißer Männer vor dem Haus gefegt wird und Instandhaltung Selbstverständlichkeiten sind.

    Meine Gedanken schweiften [bitte… contenace. Don]

    Werter Don, Sie zitieren ja gerne ihre Großmutter: Es ist immer auch was Gutes, wo ein Schaden ist. (oder so ähnlich).
    Vielleicht ist es gut so, daß Berlin und andere Städte oder Stadtviertel so den Bach herunter gehen – weil das in nicht allzuferner Zukunft den Nutzen alter weißer Männer belegen wird.

    Bleiben sie dran, werter Don. Sie werden gebraucht. Mit jedem Tag mehr. Wie wir alle, die alten weißen Männer. Jeder an seiner Stelle. Wir sind Legion.

    • Erschaffen und benutzen
      Die armen Frauen erschaff(t)en doch eine schöne Torte, ein tolles 3-Gänge-Meneu, heimelige, geputzte Wohnungen,gewaschene und gebügelte Gardinen,Hemden und Socken, manchmal sogar blank geputzt Schuhe.Für die ganze Familie.Einige konnten gut nähen und schufen Kreationen nicht nur für sich.

      Manche Frauen haben heute die Olga, die ihr vieles abnimmt, weil es undankbare Arbeiten sind.Entweder sieht alles kurze Zeit später wieder so aus, wie vorher oder 3 Std. Küchenarbeit sind in einer verputzt.Ratzfatz, wenn’s schlimm kommt.
      Auch Schrubber und Besen, Fensterleder, Staubtücher und – sauger,Pötten und Pannen sind Handwerkszeug.

      Ich habe früher gerne tapeziert und gestrichen, da blieb was.

    • @Gast
      Ich sehe Frauen nicht als arm an, die sich um ihre Familie kümmern. Und ich begrüße es auch, wenn Frauen sich anderweitig verwirklichen. Ich habe nur ein Problem damit, wenn das Männliche prinzipiell verteufelt wird und so getan wird, als wäre nur das Weibliche in der Lage, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das ist es nicht. Es geht nur beides zusammen. Die inherente Hybris, die dem Schaffensdrang zugrundeliegt muss eingehegt werden, keine Frage. Das sieht man ja an all den Schrecklichkeiten, die daraus erwuchsen. Aber ohne diesen Fortschrittsmotor gibt es halt auch nur Rückschritt und auf diesem Wege sind wir wohl momentan unterwegs.
      Man kann eben nur etwas bewegen und nach vorne bringen, wenn jeder an der Stelle sitzt, wo er oder sie ihren Fähigkeiten entsprechend am besten eingesetzt ist. Ideologie kann da nur schaden. Gleichberechtigung ist ersteres, letzteres ist Gleichstellung…

    • Hatte leider meinen Namen nicht eingefügt.
      Text eingeben

    • Ja, so eine Registrierung wäre schon auch sinnvoll.

    • Mir scheint. Don Alphonso, Sie sind jetzt 'wach' geworden zum Thema.
      Mein Reden seit 33. Allerdings, bitte auch mit der Möglichkeit nach Registrierung und Login *auch* als Anonymous Coward zu posten.
      Damit wissen Sie immer von wem das ist, und dennoch kann bei Bedarf etwas gepostet werden, das zum Beispiel als Insiderwissen interessant, mit dem realen Namen womöglich zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber führt. Ach, Quatsch, das war früher! Ich korrigiere mich: Zum Hinauswurf als Vereinsmitglied bei der Eintracht.

    • Erfahrungsgemäss kann das hier etwas dauern, das Problem besteht schon seit Jahren und hat auch schon einen guten Techniker überstanden, der inzwischen in Ruhestand ist.

  60. Rama dama!
    Haben die Berliner nicht jüngst geklagt, dass Sie nicht genug Gefängnisplätze für die vielen Schwarzfahrer haben, die ihre Geldstrafe nicht zahlen können? Wie wäre es anstelle einer kostspieligen Haftstrafe mit ein paar hundert Stunden Müllsammeln und Straße fegen mit der Stadtreinigung? Dann wäre Berlin in Kürze eine blitzsaubere Stadt. Fehlt hier evt. bei den Verantwortlichen die Kreativität oder ist es doch der Wille?


    • Sie können das ja gerne mal versuchen, ein paar Sozialhilfestundenpflichtige um Ihr Haus zum Fegen scheuchen. Ich vermute, daß auch Sie dann nach einem Tag die Nase voll von derlei vergeblichen Unterfangen haben.

    • Hof fegen - Literaturtipp
      Für eine immerhin gutmütige Version: Legionär Gaius Faulus in „Asterix und der Arvernerschild“…

    • Genau.so.nicht. Wenn Sie eine gute Partie sein wollen.

    • Neu in Bayern
      Schwitzen statt sitzen.

      Habe letztens einen Beitrag gehört wie ein Delinquent mit jugoslawischem Namen seinen Putzjob über den grünen Klee lobte. Mit meinen absoluten LieblingsVokabeln wie Teilhabe o.ä., abgelesen wahrscheinlich von einem Zettel, der ihm hingehalten wurde..

      http://www.agv-bayern.org/

    • Ohne bewaffnete Betreuer
      ginge da wohl nichts…

      Kleiner Scherz.

    • Geht in Deutschland nicht!
      Man bekommt natürlich immer mal Visionen von einer Truppe Sträflinge, wie man sie öfter in amerikanischen Filmen sieht, mit Fußketten und Bewachern, die Steine klopfen…man denkt, man könnte das irgendwie etwas humaner umsetzen. Aber in Deutschland: niemals!
      Allein schon wegen der verwaltungstechnischen Umsetzung, den Versicherungsfragen, und vor allem:
      Weil sofort Menschenrechts-Aktivisten auftreten und ein Riesengeschrei anstimmen.
      Ein baden-württembergischer Bürgermeister hatte die Idee, seine afrikanischen Asylbewerber als Kofferträger am Bahnhof einzusetzen, diese waren zufrieden, bekamen Trinkgeld, hatten etwas zu tun, kamen in Kontakt zur Bevölkerung.
      Aber sehr schnell bekam er sämtlichen möglichen moralischen Keulen übergezogen, und das Projekt wurde eingestellt.
      Ähnlich in die Hose gingen Versuche, Arbeitslose als Spargelstecher und Erdbeerpflücker einzusetzen, weil die Leute nach dem ersten Tag nicht mehr zur Arbeit kamen.
      „Zwangsweise“ Beschäftigung eigentlich Unwilliger funktioniert nur mit massivem Druck, permanenter Beaufsichtigung und damit verbunden, zusätzlichem Personalaufwand, der das ganze dann wieder sinnlos macht, weil unrentabel. Hinzu kommen die zu erwartenden Proteste der Berufsempörten.
      Also sitzen die Leute halt weiter untätig herum und kommen auf dumme Gedanken.
      In den USA hat man Bootcamps erfunden, aber wir haben eine vorbelastete Vergangenheit, so etwas wäre undenkbar, stattdessen schicken wir Delinquenten zum Segeln oder Abenteuerurlaub. Bringt Geld in die Sozialindustrie, die übrigens in Deutschland mehr Mitarbeiter hat als die Autoindustrie und der ganze Rest (mehrere Millionen, die genaue Zahl weiß ich nicht mehr, bei Interesse ==>Suchmaschine).

    • Es gibt dutchaus solche Projekte, die jetzt nicht schlecht laufen – schauen Sie mal bei der bayerischen Caritas, die machen das oft. Da gibt es auch keine Klagen, weil die Caritas dagegen aufgrund ihrer Position immun ist.

      Das Koffertragen erweckt halt Assoziationen beim Amerika der 20er und 30er Jahre. Dafür hat man überhaupt kein Problem mit schwarz bputzenden Lehrerinnen aus Rumänien, denn die sieht niemand in der Öffentlichkeit. Das ist die eigentliche Frage: Bekommt es jemand mit oder nicht?

    • @Emil Meins
      Stellt sich die Frage, ob es den Aufschrei bei Kofferträgern mit kartoffelmässigem Aussehen auch gegeben hätte.

      Wobei ich denke, das Grundproblem war ein anderes: Das Kofferträgerprojekt wurde offenbar nicht mit genug Sozialarbeitern – am besten noch „wissenschaftlich“ – begleitet. Wo kommen wir denn da hin, wenn hier Hinz und Kunz (sprich Verantwortungsträger wie Bürgermeister) pragmatische Lösungen suchen, ohne die Sozialindustrie davon profitieren zu lassen – ja diese ggfs. sogar um ihr verdientes Einkommen zu prellen…
      So was geht gar nicht.

  61. Ich mag den Blog, werter Don, aber manchmal geht's daneben.
    Diesmal bei der Schneebeseitigung am Tegernsee und in Berlin. Villen, Land-und Bauernhäuser mit schönen Blumenkästen (im Sommer) gibt es innerhalb des Berliner S-Bahnrings kaum. Es dominiert das Mietshaus mit vielleicht 20 Mietparteien. Wer soll sich Bayern zum Vorbild nehmen und zum Schneeschieber greifen? („In Bayern wird die Anspruchshaltung durch die Eigenverantwortlichkeit gedämpft.“) Der Eigentümer, wenn er es denn nicht mehr selbst macht, beauftragt in der Regel eine Firma. Weiter draußen, dort wo die Häuser kleiner, der Himmel aber immer noch nicht bayrischblau ist, wird vielfach noch nach freistaatlicher Vorgabe selbst gefegt und gestreut. Natürlich gibt’s die Fälle, wo nichts geschieht und man/frau ärgert sich, wenn’s durch den Schnee geht und die Verwaltung abmahnend kaum tätig wird. Wie ist das in München, Nürnberg, Regensburg, Augsburg, also Städte mit Mietshäusern, die auch nicht nur Tegernsee-Idylle bieten?

    • Ich war 2003/4 und 2004/5 in Berlin, beide Winter hatten Eis und Schnee. Und ich kam damals aus München Maxvorstadt. Der Unterschied war enorm. Ich habe mir damals gedacht: In Berlin möchte ich nicht alt werden. Auf gar keinen Fall. Das ist lebensgefährlich.

    • @ Bernd Müller
      In München wird bestenfalls und nur ausnahmsweise eine Art Rollsplit auf den Schnee gestreut. Nutzt übrigens fast gar nichts.
      Meistens warten alle auf Tauwetter und niemand unternimmt irgend etwas.

    • Kernbereich..
      in München gibt es eine Zone (Innenstadt und Teile Pasings) in der die Stadt Reinigung und Räumung im Winter übernimmt. Eine pdf ist dazu auf der Website der Stadtverwaltung abrufbar.
      Der Rest der Stadt muss von den Hauseigentümern geräumt bzw. gereinigt werden ( jeweils bis zur Straßenmitte).
      Ja, Hausmeisterdienstleister erledigen das; manch ein Mieter übernimmt die Arbeiten für einen Mietnachlass. Und: es wird weniger herumgemüllt…habe in den letzten Tagen mal bewusst nach den „Fotos“ aus Berlin hier gesucht. Nix gefunden, ehrlich.

  62. Warum nicht mal positiv?
    Auch in Berlin, so meine Lesart, gibt es halt Leute, die einer ehrlichen Arbeit nachgehen, vielleicht Kinder haben und diese sogar (heiliges Spiessertum!) zur Schule schicken (igitt). Fuer die gibt es mehrere gute Gruende, morgens frueh raus zu muessen, und das in ausgeruhtem Zustand. Ist doch gut buergerlich? Dagegen sind die tanzenden Lederhosentraeger in den weltberuehmt-beruechtigten Tegernseer Nachtbars, die der Don anspricht, doch die reinsten Asozialen…

    • Sie können Leuten, die schon Geld haben, schlecht vorwerfen, dass sie nicht nochmal dafür arbeiten.

  63. Titel eingeben
    Diese Idee, dass jeder Mensch ein Recht darauf hätte, dass andere seine Bedürfnisse befriedigen, setzt sich immer mehr durch, nicht nur in Berlin.

    Müsste doch eigentlich jedem klar sein, dass das nicht funktioniert.

    • Naja, manche denken halt über 100% Erbschaftssteuer nach, da ginge schon was.

    • Zur Not halt...
      …enteignen und ab ins Gulag. Nur leider schiebt das den Bankrott nur auf, den irgendwann ist das Geld halt alle, wenn keiner mehr da ist, dem man es wegnehmen kann.

    • Enteignung wurde ja schon angedroht.

  64. Wunderbar
    @Don 21:37
    „..da hätte jemand die Augenbraue gehoben..“ – ich lach mich weg, was für eine schöne Replik!
    Das macht in der Tat hier süchtig

  65. Erläuterung
    DA: „Und ja, der Berliner Berufsjugendliche ist eine besondere Spezies, die nur dort so gedeiht.“

    Den Berufsjugendlichen, der die Autoritätsprobleme mit seinen Vorfahren locker übersprungen hat, gibt es auch in anderen Landesteilen: Während er in Berlin ein relativ normales Leben führen kann, muss er in restriktiveren Gegenden auf Bühnen in frisch eröffneten Einkaufs-Centern Schlager trällern, damit die Kunden mehr einkaufen. Historisch betrachtet ist das die Rolle des Clowns für Erwachsene.

  66. is scho schee fad am Sä
    Mei, Fonsä, wos fahrst na zu de Preissn, mitn Auto ha? Net mitn Radl? Oda mitn Zug? Na, da Fonsä doch ned. Was wuist’n do ohm ? Bleib doch dahoam, s’gibt doch scheene Gschichtn, oda is da z’fad am Sä ? :https://tegernseerstimme.de/
    servus
    Filser, Josef

  67. Schön, dass Sie eine Lanze für die Näherinnen brechen
    Ja, akkurat müssen sie schon sein, auf den Millimeter kommt es an und vorausschauend müssen sie sein. Wenn 8mm Nahtzugabe gesteckt werden, dann müssen es auf 135cm Länge für einen Binder auch 8mm realisiert sein.

    Leider gehört das auch zu jenen Kulturtechniken, die dem Ökonomisierungsdruck zum Opfer fällt, wenn nicht zahlungskräftige Kundinnen und Kunden auf den Genuss von Maßanfertigungen programmiert sind. Es trägt sich einfach wie angegossen, was individuell auf Maß angefertigt wurde.

    Man hat die Wahl, die Herrenlosen Räder oder schöne Étalage zu fotografieren, die davon erzählen, wie hier Schönheit gepflegt und zelebriert wird – gegen die Entropie an, immer dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik gehorchend.

    Wir nähen hier ganz konkret Damenvorbinder, ganz in Weiß, für eine alteingesessene Gastronomie in Münster, in direkter Nachbarschaft zum wiederaufgebauten gotischen Rathaus, mit Friedenssaal, der daran erinnert, was hier im Mai 1648 nach 80 Jahren Krieg besiegelt wurde . Schürzen mit Latz und Tasche, alles auf Maß, mit Steppnähten, nach Schnittmustern aus den 50iger Jahren.

    Ich schlag jetzt mal bei Google nach, was „elektronische“Textilien sein sollen. Auf das Miesbacher Nähviertel bin ich gespannt.

    Was mit einem aufgerissenen Müllsack beginnt und über Herrenlose Räder schwenkt, überrascht mit einem Plädoyer für den Berufsstand der Näherinnen. Launisch und Unterhaltsam, was ein Text auf jeden Fall sein sollte! Feuilleton eben!

    • Gern geschehen, ich wollte halt die Gegensätze zeigen – Vermüllung -> Terror -> Sauberkeit -> Terror der anderen.

    • Titel eingeben
      „elektronische Textilien“
      = siehe unter „Bundesstrickliesel“ beim Danisch.

    • Bei elektronischen Textilien
      denke ich natürlich zuerst an Camouflage à la Predator.

      Hinten Kameras, vorne Display.
      So könnten Sie einem Beobachter als aufgeplatzter Müllsack erscheinen.

  68. Arkadien und Elis
    Das Land ist aus den Fugen und wird absehbar ein in der Tradition des Augias stehender großräumiger Rinderoffenstall. Abhilfe?

    Nach der Melodie Haydns zu singen:

    [Mein guter Mann. So bitte nicht. Das ist ein Blog und keine Abwurfstelle für irgendwelche Aversionen. Danke für das Verständnis. Don]

  69. Hat jemand "Rechtsgleichheit" gesagt?
    Aus aktuellem Anlass. Der Umbau von Europa geht weiter. Richter helfen kräftig mit:

    In Schleswig-Holstein darf ein Syrer, der 2015 mit vier Kindern und seiner Ehefrau einreiste, jetzt auch seine zweite Ehefrau nachholen.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article172912238/Fluechtlinge-Nachzug-von-Zweitfrauen-stellt-Behoerde-vor-Herausforderung.html

    Das ist Haargenau das, was Michel Houellebecq in seinem Buch per 2022 vorausgeahnt hat. Er war wohl zu pessimistisch. Nächster Schritt war die Geltendmachung von „Rechtsgleichheit“. Da haben die deutschen Richter sicher auch nichts dagegen. Ist ja rein „juristisch“ zu beurteilen.

    @DA: Immer noch so sicher, dass die alten Symbole im Richtersaal abgehängt werden sollen? Die Symbole sind nicht religiöse Zeichen, sondern „Erkennungszeichen der geltenden Ordnung“.

    Wo Symbole fehlen, kommen neue, Ersatz-Symbole. Diese kommen. Es werden keine buddhistischen Symbole sein. Geschäftsführendes Kommando: Wegschauen bis es quitscht.

    Chez nous. 2018 nicht erst 2022.

    Allez vite les allemends.

  70. Dialektik zwischen Minderwagen und Jauche
    Don Alphonso:
    “Nicht jeder ist einverstanden mit den steigenden Mieten und der Aufwertung des Viertels. Manche kleben auch klassenkämpferische Zettel im Rot der Revolution an die Wände. Sie laden zu Kiezversammlungen ein,”

    Ach die alte Geschichte. Das machen die seit 1970. “Die” da, vom schwarzen Block, den Anarchisten, den linswaehlenden, den alternativen, den (ehemaligen) Hausbesetzern und all das, was sich weigerte buergerlich zu sein, weil man es vielleicht nicht konnte, ordentlich zu leben, nicht wollte, wie auch immer, sie haben schon immer gegen die Aufwertung des Kiezes gekaempft.

    Aus Furcht die Miete nicht zahlen zu koennen, aus Egoismus ihre Atmosphaere zu verlieren, aus Hass oder Verachtung gegen alles, was anders ist als sie. Das dortige Sozialamt am Mariannenplatz beschmierten sie mit dem sinnigen Spruch:
    ”Hey Alter, rueck die Kohle raus!”.

    Ja, und das andere , das war am Paul-Linke-Ufer, direkt an der Kottbusser Bruecke, da wo an der Ecke das schoene Restaurant stand, das es heute nicht mehr gibt, dort wo man gut buergerlich essen konnte und der Restaurantbesitzer peinlichst darauf achtete, dass die Preise um die 10 Mark lagen, so dass auch der Halbanarcho mal reinkommen konnte, um niemanden vor den Kopf zu stossen.
    Es hatte ihm nicht geholfen. Sein Fehler hiess Wim Wenders. Der kam naemlich auch manchmal. In den Kiez. Der kannte den Wirt.

    „Na, das fehlte noch, zu uns in die Pinte der olle Wim Wender der eitle Geck, der aus unserm Kiez bestimmt nen Film machen will, watt denn, bin ick n showeffek? Mit uns de Knete machen, wa? Der soll abhauen wo er herkam der Kerl, der versaut nur die Preise, mit dem kommen andere Yupies, weg mit ihm.“ Dachten sie wohl.

    Und so, als das Lokal eines abends gut besucht war, ging die Eingangstuer auf und einige vermummte freundliche Kiezbewohner trugen Eimer in den Haenden. Und sie klatschten mit einem grossen Wurf die gesamte Jauche aus den Eimern mitten ins Lokal und schmiessen Flugblaetter rum. Motto. Kein Kapitalismus in “unserem” Kiez”.
    Das war so 1980 herum. Als man gegenueber des Lokals den Supermarkt Bolle (hiess er wohl) abfackelte und pluenderte. Weil sich sowas in unserem Kiez gehoert.

    Der Wirt versuchte noch mit den Kiez-Blockwarten ins Gespraech zu kommen, verteilte Flugblaetter und liess es in die Zeitungen drucken. Doch was ein echter Kiezbewohner ist, verweigert solchen Typen den Handschlag.

    Ich hoffe jeder versteht hier die Dialektik zwischen dem abgestelltem Kinderwagen den uns Don Alphonso zeigt, und dem grossen Haufen Scheisse im vollbesetztem Restaurant.

    Das war zu jener Zeit also vor mehr als 35 Jahren, als die Kiezbewohner der Kreuzberger Naechte sich aber auch gegenseitig kostenlos halfen, so Nachbarschaftshilfe. In den Regenbogenfabrik in der Lausitzer Strasse, wo ich wohnte, also im dicksten Kiez, gab es die Fahradwerkstatt, ein Kino, Kindertagesstaette, eine gut besuchte Kneipe, und vieles mehr. Dort lebte auch die Dreierbande.

    Die gingen quasi einer geregelten Arbeit nach. Sie baldowerten eine Bank aus, ueberfielen sie und baldowerten die naechste Bank aus. Bis sie erwischt wurden.
    Der Richter war gnaedig mit den drei Jungs. Denn sie konnten nachweisen, Hieb- und Stichfest, dass sie keinen Pfennig fuer sich verbrauchten, sondern das Geld verwendeten, um eine Kindertagesstaette aufzubauen. Das war damals die Mode, eine Kita. Sollte einer der drei das lesen: Herzlichste Gruesse ! Und die Lederarbeiten gehen gut?

    Die leben noch im dicken Kiez. Dort also, wo man nicht mehr Scheisse verteilt, sondern angefangen hat “BITTE” zu sagen. “Liebe Gaeste” (!) und “bitte”. Ich fass es nicht, was nur ist aus dem guten alten verkacktem Kiez geworden? Frueher haette es Steine geregnet. Na ja, die Jungs wurden alt und tragen Hoergeraete und die neuen, die haben keine Ahnung was ein Kiez ist.
    Ja, ich hab da gelebt, mittendrin, und jeden Tag auf den Kanal geblickt, den duennen Milchcafe geschluerft und am 1. Mai die Frau kennen gelernt, mit der ich nach Costa Rica zu Besuch flog. Gottseidank haben wir uns dann getrennt.

    Die einzige Verbotskultur die es gab, war das Verbot ein Yuppi zu sein. Ansonst war das Motto:“ lebe einfach, respektiere die Feministin, quatsch keine Frau an, die will alleine saufen, und stoer dich nicht am Dreck. Denn der Mensch frisst eh im Jahr 3,5 Kilo Dreck, da kommts auf das bisschen auch nicht mehr an…….“
    Von den Maeusen, die bei mir ueber der Decke Kiloweise lebten, will ich erst gar nicht anfangne….
    Jeder sollte sich „Zivilcourage“ anschauen, das ist das was heute fehlt, mit dem guten genialen Goetz George. Der spielt in genau diesem Kiez.

    • Danke für den schönen Bericht!

    • Danke, tico, für den netten Bericht und die hochkommenden Erinnerungen.
      Und Danke auch dafür, dass Sie viel besser formulieren können als ich es je zustande brächte, und dass es *doch* auch Unterschiede gab zwischen der ‚Szene‘ damals, und derselben heute.

      Bestimmt sind wir uns damals mal irgendwo über den Weg gelaufen. Stichwort: Mariannenstrasse und Planufer.

      Ein Balkon am Planufer war übrigens der Ort von dem aus ich in 1989 – damals schon ’nur noch zu Besuch‘ a.a.O. berichtete, wie es knapp nach dem Mauerfall Samstags zuging, als der Bolle geplündert wurde, aber nicht brandgeschatzt. Sondern die Regale leer, ich denke: auch bezahlt, und dann mit dem vollbeladenen Trabbi Richtung Norden, durch die nächste, gerade geöffnete, Bresche in der Mauer.
      Wir noch jeweils in Schlafanzug, Bademantel, U-Hose, konnten eben noch der eingeplanten Verpflegung fürs Wochenende hinterherschauen. Bis jemand von uns irgend präsentabel – auch für Kreuzberg 61 – in den Laden gegenüber hätten gehen können, waren einfach alle Regale leer. Alles.
      Natürlich hatten wir *auch* Verständnis dafür; niemand mit Wohnsitz in der DDR konnte damals sicher sein, am nächsten Samstag nochmal kommen und einkaufen zu können.
      Es erinnert mich immer an ‚Ein Herz und Eine Seele‘, als Else mit dem Einkauf den sie mit Frau Suhrbiers Auto nachhause transportieren konnte, zu ihrem geliebten Alfred in die Küche kommt.

      Nun helfen Sie mir noch bitte mit dem Namen des Restaurants.


    • 1989 … die Regale leer
      Oh ja, ich wohnte seinerzeit in Moabit, auch „grenznah“, in unserem Bolle (den gab es damals noch!) waren über Wochen mal Obst in Gläsern, mal Konservendosen, mal Klopapier kaum zu bekommen, gähnende Leere im Regal. Ich hatte es ja gleich bei der Verkündigung der Maueröffnung begriffen: „Mist, und ich habe noch nicht eingekauft!“. Die folgenden Wochen waren ein ziemlicher Slalomlauf bezüglich am Automat Geld abheben können (Schlange, oder längere Schlange) und einkaufen (man mußte sofort kaufen, wenn etwas irgendwo erhältlich war, denn wegen der Massen an Besuchern kam auch der Lieferverkehr nicht mehr durch).

  71. All you need.....
    Goodnight sagt:
    “Weil es um das Menschliche geht in Berlin, also das zwischen Menschen, d.h. LIEBE!
    Don!
    Es geht um Liebe!“

    Stimmt, Schon zu meiner Zeit hauste dort eine Fuelle von Arabern und Tuerken. Da war die Kinderehe im Kiez wenigstens noch ehrliche Liebe.
    .

    • Darf ich, Tico, das bestreiten?
      Falls Sie es ernst meinten …. .

      Integration hat damals auch nicht funktioniert, obwohl ich versuchsweise einige Male in diesen türkischen Cafés war, nur Männer, null Alk, und Tee getrunken habe, Suppe (Yoghurt, Linsen, u.s.w.). Irgendwie kam jedoch nichts zustande, meistens wurde ich, als einziger Mitteleuropäer, angeschaut wie ein Zirkustier das sich verlaufen haben muss.

      Der für mich ganz grosse Unterschied zu heute ist, dass damals auf alle Verlass war: Bezirksämter, Feministinnen. Also dass niemand auf die perverse Idee gekommen wäre, es könnte überhaupt irgendetwas für Kinderehen sprechen, oder den Mädchen ein Kopftuch aufzuzwingen, oder generell daran zu zweifeln, dass Schweinefleisch essbar ist. Wer das nicht fand, ging z.B. ins Midgard, z.B., beinahe an der Mauer. Oder zu dem vereinzelten, damals exotischen und zahnlückigen Falafel-Fritzen in K61 (erinnert sich noch jemand??), Gneisenaustrasse (?). Aber nicht von wegen halal, sondern von wegen vegetarisch.
      Da wäre niemand auf die verwegene Idee zu einer soumission gekommen. Das sehe ich als entscheidenden Unterschied zwischen damals und heute.
      Vielleicht liege ich da falsch, dennoch würde ich sagen wir wären damals in Kreuzberg nicht weniger weltoffen als es heutzutage ge-SJW-et wird.
      Wie sehen Sie das?

  72. Soweit zu...
    …Lakaien befolgen Gesetze, Könige sehen Zusammenhänge – Gabriel Lorca

    Fragt Königin AM.

    Hat jemand schon wieder „Weimar“ gesagt? Ich glaub 1933 konnte man noch gutgläubig sagen „Hab nichts gewusst!“ Heute? 2018? Nichts gewusst?

  73. Meine Heimatstadt tief im Westen...
    …hat mich beim vorweihnachtlichen Besuch ob ihres in weiten Teilen verwahrlosten Zustandes auch erschüttert (ich hätte ähnliche Bilder machen können). Dienstreisen nach Köln lösen schnell den Wunsch aus, wieder schnell „dahoam“ zu sein. Wenn ich da einen Freund in einem Vorort besuche und aus der S-Bahn aussteige befällt mich immer grusel.

    Wie kommt das bloß ? Darüber sinnierte ich heut abend auf meiner Heimfahrt von meiner Sportstätte beim durchqueren div. bayerischer Orte und Dörfer. Die sind….sauber, adrett, gepflegt… aber beileibe nicht steril.
    Deja Vu – das lesen der Zeilen des D. lieferte dann einige Antworten bzw. Bestätigungen.

    Eigentlich traurig. Aber auch die Erkenntnis: da will ich dauerhaft nicht mehr hin.

    • Unwirtlichkeit der Städte
      Ihre Frage zu Köln: Mir geht es in Frankfurt/Main so, dass ich in den 1980ern mit der U-Bahn eine Hauptstraße täglich entlangfuhr.

      Seit 25 Jahren fahre ich dieselbe Strecke nur noch 2,3mal im Jahr entlang.

      Die Häuser, die nicht abgerissen und neugebaut wurden, sind zu 90% in den vergangenen 25 Jahren weder saniert, noch modernisiert worden. Die großen Immobilienbestände an Mietwohnungen in den Randstadtteilen werden lange nicht mehr von deutschen Pesionsfonds oder Lebensversicherungen im Eigentum gehalten, sondern wurden mehrfach in Paketen weiterverkauft. Jeder Verkauf mit Zusatzertrag.

      Welche Budgets dann übrig geblieben sind für Modernisierungen oder Sanierungen (oder Erfüllung von nun wirklich unerlässlichen Brandschutzauflagen wie bei den Londonder Hochhäusern letztes Jahr) ist unschwer zu erraten.

      Ist nur ein Erklärungsansatz neben vielen weiteren, natürlich. Aber man darf sich nicht wundern, wenn internationale Investoren sich nicht so sehr ums Stadtbild Ihrer Heimatstadt kümmern, sondern lediglich die Rendite aus Hochhauswohnanlagen oder ehemals kommunalen Wohnanlagen als core investment einstufen – weil es egal ist, wer darin wohnt: die Mieterträge nebst Preisindizierung ist staatlich voll garantiert, da Wohngeld immer gezahlt wird. Je knapper der Wohnraum, umso mehr Miete risikofrei zu erzielen.

      Verantwortung ist mit internationalem Freihandel nicht zu realisieren. Ergo auch kein Stadtbild, wie Sie es noch aus Ihrer Jugend kennen (als all die Nachkriegsgebäude noch relativ neu waren, das sind sie heute eben nicht mehr).

      All dazu sagen CDU, CSU, FDP nicht viel, außer auf investorenunfreundliche Gesetzgebung (zu recht) zu verweisen.
      All dazu sagen Grüne, Piraten, LINKE, SPD nicht viel, außer auf das Recht auf bezahlbaren Wohnraum zu verweisen, wobei sie darin recht haben, dass es eine ureigenste staatliche Grundaufgabe ist, neben dem Grundwasserschutz und der Landwirtschaft auch das Wohnen als Grundbedürfnis aller Menschen zu sichern.

      Wann immer sich national denkende Parteien äußern zu diesem Thema, ist ihr Ansatz ebenso begrenzt, wie oben dargestellt, und damit bestimmt keine ernsthafte Alternative.

      Na ja, sich um die Grundlagen einer Gesellschaft zu kümmern, bringt eben weder Schlagzeilen, noch Blog-Beiträge, noch Wählerstimmen. Aber irgendwann werden auch wieder sachliche Texte von Herrn Nell-Breuning zur Wohnungsbaupolitik aus den 1960er Jahren wiederentdeckt werden.

      Panta rei)

    • @vonmicha
      Wahre Worte, die sie da sagen. Es war mir schon immer schleierhaft, was Kommunen – außer kurzfristiger Aufbesserung des Kontostandes – dazu treibt, Wohnungen an Heuschrecken zu verkaufen.

      Wobei die kommunalen Wohnbetriebe – sofern sie als Sondermülldeponie für unfähige Parteisoldaten genutzt werden – oft auch nicht besser waren. Filz as Filz can…

  74. Salute
    Nun hoffe ich, dass dieser defätistische Reisebericht in 3.Akten sich langsam dem Ende zuneigt und wir bald die ersten Frühlingsboten aus dem Meran vernehmen. Auch das Hochgebirge dürfte in den kommenden Wochen ja etwas Erholung versprechen, wenn der Alpine Wintersportzirkus sich nach Korea verabschiedet und somit weniger RedBull-Laster und rasselnde Westfalen die Pässe verstopfen.
    Daher möchte ich mich final an einer Verteidigungsschrift versuchen.
    Denn Berlin hatte es auch nicht leicht.
    Schon die sorbische Wortherkunft verweist auf sumpfige Gebiete, was damals ja durchaus noch topografisch gemeint war.
    Warum der Große Kurfürst ausgerechnet diesen im 17. Jahrhundert unbedeutenden Flecken zur Residenz erkor, bleibt auf ewig sein Geheimnis. Die Zivilisation hatte zwischen Magdeburg und Königsberg eigentlich Pause. Im Norden der Mark gab es einzelne relevante Städte der Hanse und des Protestantismus, es gab viel Leid im 30. Jährigen und dann halt den Hugenottischen Braindrain.
    Berlin war fortan immer Stadt der Obrigkeit und Verwaltung, nicht zuletzt auch der Armee. Heute wird in der Heeresbäckerei getanzt, auf dem Exerzierplatz Tempelhof nicht mehr geflogen, aber ohne Preußischen Aufstieg zur Militärmacht keine Schwerindustrie und keine Eisenbahn, keine AEG, kein Borsig.
    Dank humboldscher Bildung und preußischem Drill dann „Silicon Valley“ des späten 19. Jahrhunderts. Elektrifizierung und Lust am Fortschritt, Investiotionen, Börse und Banken, Produktion und Arbeiterheere, kluge Industriellensiedlungen, aber auch bittere Verarmung. TBC, Heroin, Kokain. Spätestens mit der Charité wurde im Herzen der Stadt eine Institution der Genies und des Wahnsinns etabliert und die ungeheure Produktivität Berlins in allen Bereichen mündete schließlich in Germania.
    Der Rest ist Geschichte.
    Im Osten Biedermeier, im Westen Disruption. Industrie perdu, Banken und Börse ade, Staatssozialismus gegen Staatskapitalismus.
    Spielplatz der Beklopten, aber auch viel bürgerliche Existenz auf glühenden Kohlen. Im Osten überdauern Preußische Tugenden im Sozialisten Brachland, im Westen paart sich Nepotismus mit bundesrepublikanischem Pragmatismus. Hier wie dort aber kaum noch Traditionen, lange Linien, ein Erbe. Ein Leben in der Vergangenheit und Gegenwart. Statt nach Murano oder Sindelfingen, statt in den Hamburger Hafen oder in einer Kohlegrube des Ruhrgebiets gingen unsere Lehrer mit uns in Museen. Museen des Krieges, Museen der Teilung, Museen der Besatzer, Museen der Vernichtung und des Wiederaufbaus.
    Nicht mal gescheite Kirchen oder Klöster gibts hier.
    Alles ist Politik, kein Stein in dieser Stadt hat seine Berechtigung ohne Politik. Nicht von Bürgern, Kaufleuten, Arbeitern, Päpsten oder Bischöfen geformt, immer von der Politik.
    Und so bis heute. Die Bundesrepublik hatte sich zwar gerade ein neues Parlament gebaut, aber dann hat sie sich eben ein neues in Berlin zugelegt und das alte an die UN verschenkt- wer hat, der hat.

    Preisfrage: Wer ist der größte Arbeitgeber Berlins?

    Antwort: Die Deutsche Rentenversicherung

    Zur Beruhigung. Deren Mitarbeiter kaufen eher selten Produkte im Görli und neigen auch sonst wenig zur Verslummung.
    Die meisten leben aber auch in so aufregenden (und sauberen) Ortteilen wie Lichterfelde, Hermsdorf, Französisch Buchholz oder Mahlsdorf.
    Und da meine Mitabiturienten aus diesen Gegenden kamen, haben auch die meisten etwas gelernt, was sie heute in der dummen Stadt an der Donau begehrt und in Berlin-Kreuzkölln überflüssig macht.

    • Ich war lange nicht mehr dort und wollte ein Update schreiben.

    • toll beschrieben
      Das ist ja super hergeleitet. Richtig, keine wirklich schöne Kirche, kein Kloster.
      Die Hugenottenansiedlung haben Sie m.E. vergessen bei der Gründung.

      Was mir immer auffällt: Wenn man mal in Hamburg etwas Luft haben will, geht man runter an Alster und Elbe, in München an die Isar.

      Spree? Fehlanzeige. Alles zugebaut, soweit ich das sehe. Man muss dann gleich raus an die Seen. Isar, Elbe und Alster haben etwas sehr Erholsames, desgleichen die Rheinauen in Düsseldorf und Mainz. Köln? Ziemlich verbaut. Vielleicht ist das eines der Kernprobleme bezüglich Fröhlichkeit, Freizeitswert: Wenn man seine Hauptschlagader verkalkt.
      Die feiern dort auf dem Tempelhofer Feld zwischen Hochhäusern, wir feiern am Flaucher.

    • Machen Sie das mit Google-Maps, Oberländer, oder
      wissen Sie selbst da zufällig was drüber?

      Lassen wir mal den Dreck weg und konzentrieren uns auf die natur-angebotene Infrastruktur.
      In meinen jungen Jahren bin ich täglich sommers rund um den Halensee geschwommen. Der ist da, wo der Kudamm gerade zuende ist, und alle 2 Minuten ein Bus hält.
      Tiergarten ist einer der grössten innerstädtischen Parks überhaupt. Wenn man da täglich drumherumjoggte, wäre man gut sportlich aktiv. Dann gibt es noch die Spree zwischendrin.
      Dahlem, Zehlendorf, anyone?
      An Wochenenden auf den Teufelsberg, oder nach Spandau-Süd, die andere Seite vom Wannsee.
      Die verschiedenen Seen im Grunewald, die ich gerne zum Schwimmen mit meinen jeweils präferierten Menschen des anderen Geschlechtes aufsuchte. Mit dem Fahrrad nach Steinstücken, oder nach Norden zum Buddhistischen Tempel, Tegeler See, Lübars; um nur einige zu nennen.

      Und – wie Sie sehen – kenne ich nur den Westteil. Müggelsee, Potsdam sind mindestens dazugekommen.

      Ich würde mich mit Düsseldorfern *nie* anlegen wollen, aber Rheinauen sind – bitte, im Vergleich – nichts dagegen.

      Recht geben tue ich Ihnen gerne mit Köln. In den Jahren 1983-1985 habe ich dort – bezogen auf dieses Thema – tatsächlich nichts finden können.

  75. Oh die Näherinnen
    Oh, Don,

    vielen Dank für das Kreuzberger Sittenbild, die Betrachtungen und die textlichen Verlinkungen.
    Zu den Näherinnen, das ist brilliant beobachtet! Ich habe mich schon oft gefragt, warum die Näherinnen bei uns die mit Abstand schlechtesten Kollektivverträge haben, und zwar vom 1. Lehrjahr bis zur Schneidermeisterin! Jetzt weiß ich es, weil da eingerechnet wird, was die für gute Heiratsaussichten haben! Was der unterbezahlten Friseuse ihr Trinkgeld, ist der Näherin ihr ihr begüterter Zukünftiger, so geht das.
    Bei uns im Ösiland, abseits der Ballungszentren gibt’s auch noch ähnliches Wohlverhalten, was sie mit „so ist das bei uns , wir können nicht anders“ beschreiben, nennen wir „ghert‘ si“ (gehört sich), das wird durchaus hauptwörtlich gebraucht: „Des is a Ghert‘ si“ deswegen braucht man darüber auch nicht reden, oder es einfordern, das passiert eben weil es ein .. is.

    Danke für die Erleuchtung und Grüße aus dem schneefreien Wien!

  76. Titel eingeben
    Geh mal davon aus die Schneeschauflerei machte Spass.

    Bezüglich Berlin, SPD, Gesche Joost, Calliope
    http://www.spiegel.de/spiegel/bundesregierung-internetbotschafterin-gesche-joost-kassierte-50-000-euro-im-jahr-a-1189991.html

    Ist ja die Schirmherrin einer ganz „netten“ Freundinnen von Ihnen.

    • Feminismus lohnt sich.

    • Misogyner Hassismus pur
      Tief verwurzeltes Neidgebaren gegenüber einer jungen, innovativen und erfolgreichen Frau (bzw. deren sozialem Konstrukt), die in der asymmetrischen, patriarchal dominierten Geschlechterordnung ihren Weg gemacht hat und der nun durch vorgeschobene, legalistische Einwände Gleichstellung und Anerkennung vorenthalten werden sollen.

      Der typische Backslash eines Ideologie- oder Glaubenssystems, das Frauen mit personen- bzw. geschlechtsbezogenen Karrierehemmnissen, ungleicher Bezahlung und Doppelstandards hinsichtlich ethischer Verhaltensansprüche zurücksetzen und sie auf untergeordnete Positionen mit eingeschränktem Zugang zu Macht, Ressourcen und Entscheidungskompetenzen verweisen will.

      Und unter all dem Neidgebaren
      sammeln sich die Missgunstscharen

    • Ja, es ist ein Graus, man sollte solche Berichte über die Leuchtfiguren des Feminismus verbieten.

    • Feminismus lohnt sich
      Für einige sicherlich.
      Schauen Sie mal nach Südafrika und das Ende der Apartheid. Weiss nicht wirklich ob es besser oder schlimmer geworden ist. Die Schwarzen sind „befreit“ – und nun? Glaube aber nicht, dass es besser geworden ist, ausser für einige…

    • Ist schon witzig, wenn sich das Schreiberprekariat
      der Konfettikanone der Demokratie über 4 k Ocken im Monat einschließlich Spesen so aufregt ;-)

    • Wenn Sie einmal alle 4 Monate für 50€ in der Taz Deutsche beschimpfen dürfen, ist das schon viel Geld.

    • Leuchttürmin
      Danisch hat da noch etwas recherchiert. Das Einkommen der Dame ist wohl noch einiges höher. Ganz ehrlich, man muss die Partei ja nicht wählen, aber wer mehr verdienen will, macht mit einer SPD-Mitgliedschaft vielleicht doch nicht alles ganz falsch.

    • "einmal alle 4 Monate für 50€"
      .
      Ähm. – Gibt es das wirklich? — Nur ein Spass, oder?

      Da kostet ja ein Haushund mehr.

    • Den wichtigsten Posten
      haben Sie vergessen

      https://www.sap.com/corporate/de/company/leadership/supervisory-board/gesche-joost.html

      lt. Danisch gibts dafür 200kEuro im Jahr. Für die SPD lohnt sich das sicher auch, wobei das nur eine üble Vermutung ist, zugegeben.

  77. 2 Monate Elterngeld extra
    Berlin ist doch die Stadt, wo sie sich ausgedacht haben, dass alle Eltern zwei Monate extra Elterngeld bekommen, damit Mutti und Vati dann zwei Monate reisen können. So werden Ansprüche an die Anderen geboren.

    Alles Andere findet sich wie überall: Typische Hauptstadt mit den entsprechenden Charakteren – bis auf ein paar Ureinwohner meist Volk, das sich um die wichtigen Leute (=Sponsoren und Förderprojekte) tummelt, oder von diesen ruhiggestellt wird mit Brot und Spielen. Die ehemaligen Reststadtteile am Mauerrand sind lange internationalisiert. Die Stadtkultur insgesamt so künstlich mit Steuergeld gepimpert, aber innerlich zerbrochen und uninspiriert wie die gesamte deutsche Nachkriegsgenerationen bis heute. Die Aura des verfilzt Verruchten und bizarr Verformten zieht die internationalen Kinder von Vermögenden an, die permanent spannende Orte suchen, wo sie sich über ihre ewig gleichen Themen unterhalten. Einfach mal im Sommer in Neukölln ins Straßencafe setzen. Probleme zwischen Tel Aviv, Istanbul, San Diego, Shanghai, Moskau, Barcelona und Beirut werden da innerlich gelangweilt und oberflächlich ausgetauscht.

    Ansonsten ist und bleibt Berlin ein großes Dorf im märkischen Sand. Im Winter grau, im Sommer heiß, lauschig im Schatten am See und… am authentischsten in Ost-Berliner Randstadtteilen und ein paar West-Berliner Inseloasen.

    Die Kurden-Demo heute in Kreuzberg statt Köln – das wäre mal wieder Berlin wie in den 1980ern. Aber das ist eben vorbei. Merkt man dann, wenn einem die Kinder (Vorsicht: Allergiegefahr:-)) sagen, man sei ja sowas von 80er…

    Doch, Don, warum sich quälen? Sie wissen doch, schon immer gilt: Spießer sind immer die Anderen.

    Die die Tüten da liegen lassen, wollen es doch auch nur sauber daheim in der guten Stube.

  78. Selbstgeschneiderte Kleidung innovativer Designerinnen,
    ungefähr so beschrieben in einem Stadtführer, sah ich letztens in Wien. Ich möchte sowas nicht mal geschenkt haben.
    Die irgendwie Irgendetwas Machenden beschrieb schon 1994 Horx in „Die wilden Achtziger“.
    Es hat sich also nichts Wesentliches geändert.

    Es gibt aber auch Schönes in Berlin, z.B. in der Gemäldegalerie: „Junge Dame mit dem Perlenhalsband“, diese
    Spannung zwischen Blick und Spiegel. Allein dafür lohnt sich eine Reise in die Hauptstadt. Zumindest für mich.

  79. Kleine Korrektur....
    Ich mag Berlin nicht, würde mich auch weigern dort zu leben.
    Aber ich kenn noch ein paar Leute von früher und auch die Umstände.

    „Sie wollen also ihren alten, modrigen, braunkohlegeheizten Kiez behalten…“

    Nein, das wollen sie keineswegs.

    Aber da nicht eine CDU/FDP Regierung ein paar Tausend Sozialwohnungen an einen Hedge Fonds verscherbelt hat, sondern eine Rot-Rot Grüne, und nun gar keine Partei mehr gewählt werden könnte, die ihnen anderen bezahlbaren Wohnraum verschafft, wollen sie WENIGSTENS „….ihren alten, modrigen, braunkohlegeheizten Kiez behalten.”
    So einfach ist nun mal…

    Und nun raten sie als hausbesitzender Fachmann doch mal was zuerst da war: Hausbesitzer die aufhörten etwas zu reparieren, da man angesichts des enorm gewachsenen Marktes für Luxuswohnungen zwecks Gentrifizierung zu höherem Profit verkaufen wollte, oder, die Leute die für ihre verfallenden Wohnungen keine Miete mehr bezahlen wollten.
    Lassen sie mich raten… Sie sind in keines der Häuser reingegangen um die dort Lebenden zu befragen wie das so kam, dass es jetzt so aussieht?

    • Ich kenne die Problematik durchaus, nur wollte ich hier halt über Zeichen der Gentrifizierung schreiben.

    • Fragt sich allerdings, wer den die Wohnungen
      so ruiniert und demoliert hat. Der Hausbesitzer ?

    • @TDV, @Ulrich Dust
      Wie heisst es, oral history?

      Ich war einer von diesen schrecklichen Menschen, die gegen die Gentrifizierung waren, schon vor 40 Jahren. Es war ähnlich wie heute mit den Migranten. Man hat nicht grundsätzlich etwas gegen die noch nicht so lange hier Lebenden.
      Ich spare mir die Tränendrüsendrückerei. Aber ich habe Tausende gesehen, im Vorbeigehen; Hunderte mit minimalem persönlichem Kontakt, Zig mit gutem Kontakt, und einige die das ins Grab riss. Sowohl in Wedding als auch in Kreuzberg. Grab ’natürlich‘ für die Älteren, Stress und Reduzierung der Lebenserwartung auch für die Jüngeren.

      Here comes the story:
      Es gab in Berlin ziemlich überall funktionierende Kiezstrukturen. Ja, man half sich. Man kannte die Nachbarn. Auch gelebte Solidarität. Und dann wurden ganze Wohnblöcke zwangsgeräumt, wegen der sogenannten Modernisierungen. Und wohin? Nehmen Sie mal eine Seniorin, die 70 Jahre am Chamissoplatz gewohnt hat, und versetzen die nach z.B. Siemensstadt. Mit erhöhten Mieten. In einem riesigen Wohnblock. Dann passiert, was die Wohnungsbaugesellschaften freut: sie ‚macht es nicht mehr lange‘. Und junge Familien, auch sie werden rausgerissen aus der Hausgemeinschaft, teurere Mieten, Wegfall der Nachbarn, die mal auf die Kinder aufpassen können/wollen. Wegfall der Tante-Emma-Läden.

      Nein, alles kein Hörensagen, alles selbst gesehen, und mitgekämpft.

      Und jetzt kommt der Hammer: eben *nicht* Privateigentümer. Sondern alles kommunale Wohnungsbaugesellschaften, die alle diese ganzen Wohnblocks an sich gezogen hatten, und mit Managern und Aufsichtsräten aus SPD und Neue Heimat. Damals gab es noch fast keine nennenswerte CDU in Berlin.
      Es waren die SPDler, die ganze Stadtviertel kaputtgemacht haben. Es waren Sozial-‚Demokraten‘, die insgesamt Hunderte auf dem Gewissen haben. (Wäre man ganz zynisch, würde man sagen, Merkel hat ’nachgezogen‘.)
      Ja, da wurden – um es zu wiederholen – nicht nur Strassenzüge, sondern ganze Blöcke leergemacht, um diese dann insgesamt ‚modernisieren‘ zu können. Theoretisch hätten die ehemaligen Bewohner zurückgedurft, wenn nicht ‚zufällig‘ ihr Hinterhaus in der Zwischenzeit abgerissen gewesen wäre, oder ihre Vorderhauswohnung unbezahlbar geworden wäre.

      Nein, TDV, in diesem Falle nicht ganz richtig. Es gab genügend Leute – Berliner sind manchmal auch helle – die genau wussten was passieren würde, und lieber mit Braunkohle (wissen Sie eigentlich wie toll Kachelöfen sein können?) und meinethalben sogar Aussenklo weiterhin gelebt hätten, um die Plattenbauten in Britz-Buckow-Rudow zu vermeiden? Nicht umsonst kam Christiane F. von dort … .
      Dass Zille Recht hatte, mit seinem Spruch über das ‚Erschlagen eines Menschen mit der Wohnung‘ ändert daran nichts.

      Als Ex-Bewohner eines Hauses ohne Mietzahlungen kann ich Ihnen versichern, Herr Dust, dass damals weder die Bewohner noch die Eigentümer die Wohnungen und Häuser ruinierten. Es waren ‚Beauftragte‘ der städtischen Wohnungsbaugesellschaften, die ’nachhalfen‘ Wasser und Strom bei ganz normalen Mietern unzugänglich zu machen, dringendste Reparaturen nicht durchzuführen, um die Umzugswilligkeit der Altmieter zu steigern.

      Denken Sie mal einen Moment nach: Welches Interesse hätte der Privateigentümer haben sollen, sein Haus zu ruinieren?
      Dabei will ich die gar nicht verteidigen, die haben mit den 11% Umlage der Modernisierungskosten jede Menge Schindluder getrieben.

      „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“

      Kann man es mir nach diesen Erfahrungen mit der ‚S’PD vor 40 Jahren wirklich vorwerfen, bis heute die SPD als primär zu bekämpfende Partei anzusehen? Und ‚Schampus für alle!‘ zu rufen, wenn die endlich unter 5% fällt?

      Und falls jemand meint, einen schlauen Einwand zu haben: ‚und warum hätten die Sozis das tun sollen?‘, kann ich den preemptive entkräften:
      Das ganze heisst Abgeschlossenheitsbescheinigung. Privaten Eigentümern wurden diese teilweise verweigert, und ihnen stattdessen Kauf durch die Wohnungsbaugesellschaften angeboten.
      Die Rechnung geht ganz einfach: Ein vermietetes Mietshaus ist – wenn ich es heute kaufe – so und soviel wert. Kann ich stattdessen physikalisch genau das selbe Haus als Eigentumswohnungen verkaufen, lässt sich der Preis signifikant steigern. Je nach Objekt ist eine Verdopplung möglich. Quasi Geld aus dem Nichts, denn es ist kein anderes Haus. Ausser, dass dann Leute drin wohnen, die sich den Kauf offensichtlich leisten können; auch mittels Abschreibungen. Die Mieter – vorher – waren meist ältere Leute, junge Familien. Ohne Abschreibmöglichkeiten.
      Die ‚grosse‘ Idee der Sozis damals (ca. 1980) war, damit einen Wohnbestand zu schaffen, der langfristig Eigentum sein würde. Also, das ist das Einzige was ich denen zugute halten könnte.
      Das ist so, wie heute die OECD sich regelmässig beschwert, in der Bundesrepublik Deutschland gäbe es eine vergleichsweise viel zu niedrige Akademikerrate; und das Bildungsministerium dann vermeint, tätig werden zu müssen, und auf Teufel-komm-raus jungen Menschen einen Bachelor aushändigen zu müssen.

      Wie das alles 40 Jahre später in Berlin aussieht, weiss ich natürlich nicht, oder nur vom Lesen-Sagen.
      Aber die SPD hat sich nicht geändert. Gabriel hat dem Todesurteilunterschreiber aus dem Iran (ca. 2000, z.B. wegen Homosexualität) ein Visum verschafft zur Krebstherapie. Von der letzten GroKo wurde der Rüstungsexport um 25% gesteigert. In Syrien schiessen jetzt deutsche Milan-Raketen deutsche Leopard-Panzer ab.
      Und die Frage des Thilo Jung in der Bundespressekonferenz nach einer Liste der am Jemenkrieg beteiligten Länder, die *keine* Waffen aus Deutschland bezogen haben, wurde unbeantwortet gelassen (24. Januar, Youtube).
      Nein, da schimpfe keiner über die Grünen. Deren Glühlämpchenverordnung und Halal-Essen im Kindergarten, KGEs Falter und Amseln und Schmetterlinge sind vergleichsweise niedlich. Wenigstens im Vergleich zu den sogenannten Sozialdemokraten.

    • Das st nicnt überall so, aber die Berliner SPD war und ist schon eine besondere Nummer. Aber das waren die anderen Parteien auch, alle waren sie irgendwie dabei im Bausumpf und auf den guten Posten der Wohnungsbaugesellschaften.

    • Titel eingeben
      Don
      „Ich kenne die Problematik durchaus, nur wollte ich hier halt über Zeichen der Gentrifizierung schreiben.“

      Sorry, dann hatte ich da was missverstanden.
      Hab mal bei reddit unter DA nachgeschaut… so ungefähr stell ich mir Facebook vor.

      Uwe…
      Sie haben natürlich mit all dem Recht, aber….

      Den Kampf der Solidarität gegen die Habgier gab es schon immer, und die bösen Klischee-68er haben diesen Kampf der Werte verloren, das ist nun mal traurige Wahrheit. Da gab es keine Chance…
      Geiz, Habgier und Besitz haben gesiegt, der Rest des Lebens heute sind die Konsequenzen daraus. Die Doofen bestätigen sich auf Facebook gegenseitig, dass sie nicht doof sind und das reicht ihnen. Selber Denken? Zeitverschwendung!
      Für CDU/CSU Wähler hab ich damals eigentlich immer nur Mitleid empfunden, aber die linken Spiesser der SPD, die wurden schon in der Schmidt Zeit immer widerlicher. Der gesellschaftliche Abgrund öffnete sich mit Kohl, aber selbst da war ein Schröder noch unvorstellbar. HvGoslar hat im vorigen Blog völlig richtig geschrieben, dass die Schlacht 77/78 bereits verloren war.
      Wer seine Werte und damit sich selber nicht verraten wollte, der wusste, dass man mittel- und langfristig nicht im System bleiben konnte ohne Schaden zu nehmen.
      Ihre 70jährige vom Chamisso Platz war als niemals zu retten.
      Man muss den Bürgern/Wählern ihre primitive Habgier und ihre Dummheit nicht unbedingt vorwerfen, aber man darf auch nie vergessen WER die heutige „Kultur“ und Spielregeln der Gesellschaft verursacht und, dass es in einer Demokratie nun mal so aussehen MUSS, wie es in DE aussieht.
      Kohl Schröder Merkel sind fraglos Repräsentanten der Mehrheit der Deutschen, und wer da nicht erschrickt ist selber Schuld.

      Ich kann rückblickend nur sehen, dass zB meine Entscheidung, und die tausender Anderer damals die BRD zu verlassen völlig richtig war. Man muss nicht unbedingt wie ich 15 Jahre in einem Zen Ashram leben, aber mitschwimmen und am System mitmelken… das sollte jedem die Selbstachtung verbieten, wenn er eine hat.

      „Es gab genügend Leute – Berliner sind manchmal auch helle – die genau wussten was passieren würde…”

      ….wenn das so gewesen wäre, hätten sie eingesehen, dass sie in diesem System irgendwann keine Chance mehr haben würde.
      Ihre 70jährige vom Chamisso Platz hatte weniger wegen des Alters noch eine Chance das noch mal in den Griff zu kriegen, sonder weil sie es sich in dem Sumpf gemütlich gemacht hatte.
      Mit 50, als sich zu Schröders Zeiten andeutete wohin die Reise geht, wäre es für sie gegangen. Egal wie alt man ist, man muss sich umdrehen können und weggehen, wer vom Kompromisse Machen lebt, den holt die Welt ein, wenn er mal nicht mehr „nützlich“ ist. Und muss dann mit den Zuständen der Pflegeheime leben, die sich in der Welt DIE SIE DA ZUGELASSEN HABEN auf jeden Fall rechnen müssen!

      Zille hatte nicht Recht. Keine Wohnung erschlägt ihre Bewohner, die Bewohner lassen sich erschlagen. Wer die Dinge vor sich hintreiben lässt, statt eigenverantwortlich zu handeln, dem bleibt nur noch das Jammern. Des Deutschen liebstes Hobby…
      Sie kennen den letzten Satz in Joseph Conrads Heart of Darkness?

    • Reddit ist eine irrelevante Kloake.

    • Titel eingeben
      Don
      Irrelevant? Vielleicht was das Verständnis der Realität angeht, aber so was hindert heutzutage ja anscheinend schon lange niemanden mehr daran, es als Wissensgrundlage und Entscheidungshilfe zu akzeptieren.
      Ich lese halt… und staune was es alles gibt.

      Uwe
      Man denkt ja gerade über ein neue linke Sammlungsbewegung. nach, das grosse Problem dabei ist wohl, dass ja eigentlich Die Linke eben genau diese Bewegung hätte werden sollen, und Sarah und Lafo wissen selber wie sehr das in die Hose gegangen ist.
      Falls sie das interssiert, es gibt bei Rubikon einige Gedanken dazu:
      https://www.rubikon.news/artikel/klarheit-vor-sammlung

    • @TDV: Unklarheit
      TDV, wahrscheinlich war ich wieder zu ausschweifend und unklar.

      Die 70-jährige vom Chamissoplatz war erstens fiktiv, in Realität waren es viele deren Leben ein un-würdiges Ende nahm aufgrund der ’sozialen‘ Partei Deutschlands, und das Ganze war vor der Gentrifizierung, vor ca. 40 Jahren.

      Es war mir dennoch wichtig, aufzuzeigen, wann die Schienen für die Gentrifizierung gelegt wurden, und vorallem von wem. Nämlich der sozialen Partei Deutschland, die über Generationen gewachsene Strukturen, Arbeiten und Wohnen und Einkaufen im Kiez, brutal zerstörte, ohne jede Rücksicht auf Verluste.
      Auch damals übrigens schon unter Beteiligung der Massenmedien, die eine grosse Mehrheit irgendwo zwischen Zehlendorf, Neukölln und Reinickendorf darauf einschwor, dass wir paar Hanseln in den paar besetzten Häusern *die* Gefahr für den sozialen Fortschritt und überhaupt für den Frieden in Westberlin seien.
      Auch wenn wirklich eine ganze Anzahl von Leuten darunter waren, die nicht koscher waren; so kann man 40 Jahre später deutlich ausmachen, wo diejenigen mit der wirklich kriminellen Energie sassen: unterhalb der Freiheitsglocke.

      Und, ja, Sahra W.
      Habe ich schon mitbekommen. Irritiert viele, und das finde ich gut. Umseitig hat man schon gleich die Kanonen in deren Richtung gedreht, und gleichzeitig – wer hätte das jemals von der FAZ erwartet! – eine Hymne auf die Grünen unter Habeck rausgehauen. Ach, was schreibe ich für einen Mist! Eine? Eine ganze Breitseite wird für ihn abgefeuert:

      „Martin Schulz grün vor Neid“

      „Die neuen Grünen“

      „Von allen umschwärmt: Der neue Bundesvorsitzende Robert Habeck“

      „Habeck gräbt die Grünen um“

      Man könnte direkt meinen, die FAZ sei von der Böll-Stiftung aufgekauft.

      Da guckst du:

      „Wagenknechts Politik ist national, inhuman und Kreml-zentriert“

      (es wundert einen nichts mehr, seit wann ist ’national‘ eigentlich ein Schimpfwort?)

  80. Progresives Verhalten, Erstarren und Verlottern
    Mir scheint, unter jenen Berlinern sind zu viele, die sich einfach abfinden mit dem, was ihnen so widerfährt.

    Sie sind anscheinend, in eigener Anschauung, progressiv, aber tatsächlich sind sie in einer kleinen Gedankenwelt gefangen und kaum fähig, sich an Änderndes anzupassen. So verlottern diese dann auch.

    Mir ging es sehr gut in jungen Jahren und mich hats danach einige male heftig gerissen, das ist auch noch nicht alles vorbei.

    Aber wissen Sie, ich versuche das mir Mögliche zu machen, um die Dinge zum Guten zu bringen. Ich klage nicht, ich jammere und lamentiere nicht.

    Dieses Jahr war der Jahreswechsel erstaunlich. Zum ersten mal seit langer Zeit sprachen wir Nachbarn beim betrachten des Böllerwerks miteinander. Das hab ich hier, in einem besseren Stadtteil von Köln, so noch nie erlebt. Und es wurde seitens meiner Nachbarn in jener Nacht bedauert, dass es zu wenig Kontakt untereinander gäbe.

    Also, hier in meinem Veedel scheint sich die Entwicklung zum Positiven, zum Miteinander zu drehen.

    Darf ich eine Prognose wagen? 

    Viele sich als moralisch hochstehende Deutsche werden massiv abstürzen, einige auch schon länger hier lebende Migranten werden ihre Chance mit allem Fleiß nutzen und besser dastehen.

    Ich kanns an einigen Beispielen von mir Bekannten bereits länger beobachten.

    Überspitzt gesagt – einige schreiben und diskutieren, andere arbeiten.

    —–

    Das Schild mit der Aufforderung des nicht Startens von Motoren dürfte ein Relikt aus vergangenen Zeiten sein, mindestens aus den Siebzigern wenn nicht von früher. Das sollte man nicht zu ernst nehmen.

    Allerdings Respekt vor dem Ruhebedürfnis anderer haben.

    —–

    Schneeräumen hab ich meiner Kindheit und Jugend selten erlebt. 

    Ja, es wurde was weg geräumt, aber die Bürgersteige waren voller Schnee.

    Ich bin heute noch baff erstaunt, dass damals alle damit umgehen und durch Schnee laufen konnten, ohne zu stürzen und ernsthafte Verletzungen zu erleiden.

    Die heutigen Regelungen sind vielleicht darauf zurück zu führen, dass sich zu viele als Traumtänzer betätigen.

    —–

    Vielen Dank, dass Sie ein Lob auf hart arbeitende Näherinnen singen.

    • Ja, es gibt so ein „Zurück zum Gemensamen“. Ganz langsam natürlich. Aber man merkt es.

    • ... die Prognose ist richtig ...
      „Viele sich als moralisch hochstehende Deutsche werden massiv abstürzen, einige auch schon länger hier lebende Migranten werden ihre Chance mit allem Fleiß nutzen und besser dastehen.“

      Aber die Gründe sind nicht nur Fleiß, sondern der Tribalismus und die größere Kaltschnäuzigkeit. Es gibt halt mehr Ausländer, denen man mehr verkaufen kann, die werden häufiger in den öffentlichen Dienst/Medien eingestellt und sorgen dafür dass immer mehr ihresgleichen kommen.

      In der Gegend, in der Aisländer Eigentum haben, haben Stammesverwandte auch bald Eigentum. Sie sind besser vernetzt, als die Deutschen und fast immer stammes- und clanloyal, insbesondere die mit „Hochkultur“.

      Kurzum, es ist eine schleichende demographische Landnahme und dass die bejubelnden „was-mit-Medien-oder Internet-„-Lattesäufer zu den Losern gehören werden, und der eine oder andere die Bekanntschaft mit der robusteren Realität haben wird, ist kein Trost.

    • Algerier, Gastarbeiter, Sohn Ingenieur in der Fabrik, Töchter Kindergärtnerinnen, inzwischen haben sie die Leitung, und Papa hat alles getan, damit sie Wohnungen haben. Das ist halt in denen so drin wie auch in Bayern, er ist hier prima aufgehoben und lebt genau das, was man hier früher auch lebte, bevor es den sozialen Wohnungsbau gab. Man kann niemand vorwerfen, dass er auf eigenen Beinen zu etwas kommen will.

    • "Man kann niemand vorwerfen, dass er auf eigenen Beinen zu etwas kommen will."
      … das sicher nicht, aber es ist halt auch nicht alles zu 100% so zu bejubeln.

      Die Leute sind halt zT einfach gewitzter, schlauer, schrupelloser, durchsetzungsstärker. Sie nehmen einfach alles mit und sind gut vernetzt.

      Klassiker ist der Türke mit schwarzem BWV, viel Bargeld, Goldkette und Hartz IV-Bezug, der mit 2 kräftigen Cousins auf der „Tafel“ erscheint und für den Clan Lebensmittel einpackt.

      Loser ist der isolierte Deutsche, der brav Steuern und GEZ zahlt, das Geld auf dem Sparbuch hat und sich wundert, dass er auf der Strecke bleibt…

    • die alternative Schiene
      Im Bereich „Familiäre Gewalt“ besteht ein großer Bedarf an Mitarbeiterinnen mit Migrationshintergrund und entsprechenden Sprachkenntnissen/Kenntnissen der Mentalität. Da jede Stelle nur einmal besetzt werden kann, verschiebt sich das Gefüge in den Beratungsstellen. In Frauenhäusern kommt es ebenfalls zu „Alltagsirritationen“ mit durchsetzungsfähigeren Klientinnen, die wiederum Sprachkenntnisse bei der Betreuung brauchen. Das ist die eher prekäre Schiene.

      Der Gemüsehändler, der seinem Wesen nach auch ein deutscher „Spießer“ sein könnte, ist nicht das Problem, es sind Spekulanten wie in Bad Godesberg, die erst ein, dann zwei, viele Häuser aufkaufen, unter Einsatz harter Bandagen und diese Häuser mit ständig wechselnden Medizintouristen belegen. Oder solche, die Häuser in Vierteln auf dem absteigenden Ast aufkaufen und dann überbelegt auf Verschleiß fahren mit Mietern, die grundsätzlich den Sperrmüll auf die Straße werfen und in die Mülltonnen alles querbeet. Ein paar solcher Häuser können eine Straße schon nach unten ziehen. Andere Variante: ein größeres Objekt kaufen, zu Studentenwohnungen umbauen, den Supermarkt im Erdgeschoß durch eine 40% höhere Mietforderung zum Auszug bewegen, nach einer Weile Leerstand mit einem Halal-Supermarkt neu belegen, für den Mietkosten keine Rolle zu spielen scheinen.

  81. Balin ist eine Reise wert ,
    .
    .
    .
    ..
    eine Abreise !

  82. Ich saß auf der Strasse
    Sehen Sie den Fehler? Langes A bei »saß«, also »SZ« (ß). Richtig. Langes A bei Strasse – wieso dann hier Doppel-S? Falsch! Natürlich Straße! Auch nach Neuer Deutscher Rechtschreibung!

    Und das ist nur pars pro toto. Soo viele Fehler in diesem kurzen Text.

    Sagen wir’s so: Der unlektorierte, achtlos dahingeworfene und liegengebliebene Fehlermüll Ihrer schönen Texte läuft doch arg parallel zum beklagten Müllschrott Berlins. Mann, Alphonso! Sie sind doch gebildet!

    • ß werden im Leittext grundsätzlich unterlassen.
      Sie können allerdings aus derer hier doch auftretenden Menge unseres lieben Kunstfigurenschöpfers Gesamtzustand ableiten:

      Viele ß – es geht ihm ziemlich mies (Berlin, Blütenstauballergie, …);

      kein ß – not all, but mostly 6gRiWWcBKvs

      ((((( ähem: 91PpfWU-rmA SPD: 45,8 % )))))

    • Strasse
      Vielleicht ist er in der Zwischenzeit ja schon halb verschweizert, unser Don?

      Dort wurde sz nie offiziell abgeschafft, aber trotzdem schon seit längerem nicht mehr angewendet. Auch das Fürstentum Liechtenstein lebt gut mit dieser Vereinfachung (und Schweizer Franken).

      Für CHF statt Draghi-Lire, verzichte ich mit Handkuss (früher -kuß!) gerne auf modernisierte sz-Varianten…

  83. Haha Don, "einen seiner Heimat entflohener Schwaben"...
    mit einer achtlos abgelegten Türverkleidung (3-er BMW ?) zu vergleichen kommt auf das gleiche raus, als ob Sie den Anus Wiehießdernochgleich mit dem Heiligen Franz von Assisi verglichen. Merken Sie sich. Schwaben in der Diaspora sind immer auch eine Art Entwicklungshelfer, selbst in Bayern.
    .
    Und dann empfehle ich der Bundeshauptkloake einmal einen Blick in eine badische oder württembergische Ortssatzung zu werfen.

    Hier: Satzung der Stadt Baden-Baden über die Reinigungs-, Räum- und Streupflicht von Straßenanliegern in der Fassung der Änderungssatzung
    vom 05. November 2001
    .
    § 2 Straßenanlieger
    (1) Straßenanlieger im Sinne dieser Satzung sind die Eigentümer und Besitzer (z. B. Mieter und Pächter) von Grundstücken, die an einer öffentlichen Straße innerhalb der geschlossenen Ortslage einschließlich der Ortsdurchfahrt liegen oder von ihr eine Zufahrt oder einen Zugang haben.
    (2) § 3
    (3) Allgemeine Reinigung der Gehwege
    (4) (1) Die Straßenanlieger sind verpflichtet, jeweils in der Länge ihres Grundstückes
    (5) a) die Gehwege ohne Rücksicht auf ihren Ausbauzustand,
    (6) b) wenn keine Gehwege vorhanden sind, die seitlichen Flächen am
    (7) Rande der Fahrbahn in einer Breite von 1 Meter
    (8) c) Fußwege und Staffeln bis zur Mitte,
    (9) d) Fußgängerzonen am Rand in einer Breite von 2 Meter zu reinigen => geht viele §-en lang….
    .
    Gähn, alles furchtbar langweilig. Auch langweilig, dass ich jetzt damit aufwarte, dass so, wie sich in der BHK kein Schwanz oder Schwänzin darin hält, sich die erst ganz kurz hier Lebenden sowie auch die, die Deutschland ab Beginn der 60-er-Jahre DEutschland globalisierungsfähig gemacht haben einen feuchten Kehricht an die Regeln einer Ortssatzung halten. Denn eigentlich müsste die ja in mindestens 143 Sprachen aufgelegt sein. Unsere Stadt schafft es für die Müllentsorgung gerade mal auf: Türkisch, Serbokroatisch, Polnisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Russisch (Russisch für die Deutschen aus Russland).
    .
    Und ich bediene sicherlich nur Vorurteile, wenn ich hier behaupte, dass vor Häusern in unserer Vorstadt, die z.B. an Türken übergegangen sind, heute noch Feuerwerksreste von Silvester gefunden werden können, falls Regen und Sturm diese noch nicht in die Kloaka gespült haben. Ich meine Reste von 2015 auf 1016.
    (DdH)

    • Richtig...
      viele kennen die einschlägigen Vorschriften gar nicht. Und da nehm ich niemanden aus, egal welcher Herkunft.

      Ich frage jetzt mal blöde: wer weiß denn, wie die Solidaritätskassen aufgebaut sind (Rente, Krankenversicherung, gerne auch Kommunalkassen)?
      Beispiel? „ die Rente steht mir zu, da habe ich jahrelang einbezahlt, jezt hebe ich das wieder ab, wie bei der Bank“.
      Solange nicht begriffen wird, dass „der Staat“ nichts anderes ist als die Summe seiner Mitglieder, wird mancher glauben, dass die „Geldkoffer“ nur geöffnet und verteilt werden müssen.
      Aufklärung tut not!

  84. Kiezkonservative
    Danke Don, sehr schöner Beitrag über die Preußische Sozialrepublik und die fortschrittlichen Kiezkonservativen.

    Eine Anekdote hierzu: Auf der einen Straßenseite bolschewistische Uni-Besetzer – auf der anderen ein deutschtürkischer Junggesellinnenabschied, und viel Gelächter über die nicht von Näherinnen stammenden Norweger-Müllsäcke (Hate Couture) gegenüber.

    Der Heuschnupfen wäre schwächer, wenn’S weniger Käse (und damit Histamin) äßen – wobei ich aus eigener Erfahrung nicht weiß, was die größere Qual ist.

  85. Berlin kann man eigentlich nur abreißen
    Berlin ist eine einzige Imitation. Ganz früher haben sie eine Welthauptstadt imitiert. Später haben Sie im Westteil Freiheit imitiert, im Ostteil gar eine ganze Republik. Große Töne haben sie in beiden Teilen gespuckt – dabei konnten sie sich noch nicht mal selbst mit Nahrung versorgen.

    Wenn in Berlin angepackt wird, dann kommt höchstens ein Weltkrieg dabei raus. Oder die Teilung der ganzen Stadt in Rekordzeit. Flughäfen dauern etwas länger.

    Berlin, das ist ein Ort, an dem man sogar Liebe imitiert. Eine Loveparade haben sie da veranstaltet. Liebe – überall sonst auf der Welt versteht man darunter etwas Gefühliges zwischen zwei Menschen; irgendwas mit Rosen, Romantik und Leidenschaft vielleicht. In Berlin versteht man darunter eine Massenparade mit ohrenbetäubenden Lärm. Liebe bedeutet in Berlin: anderthalb Millionen Menschen, die unter robotischen Bewegungen zum elektronisch generierten Viervierteltakt Richtung Alexanderplatz marschieren.

    Immerhin, die Berliner marschieren nicht mehr unter Pickelhauben, in Braunhemden oder FDJ-Uniformen. Dafür marschieren sie in Zukunft wohl unter dem EU-Banner in Polen, Sachsen, Tschechien und Ungarn ein. Weltoffenheit und Toleranz sind schließlich keine Frage der Freiwilligkeit. Moral imitieren sie in Berlin besonders gern.

    • Immerhin, die Berliner marschieren nicht mehr unter Pickelhauben, in Braunhemden oder FDJ-Uniformen.

      Doch, gehen Sie mal zu den Gräbern der Sozialisten beim Gedenktag für Luxemburg und Liebknecht.

    • Moral imitieren sie in Berlin besonders gern.
      GUT – weil böse!

      Ich habe ja die meisten Berliner in Albanien kennengelernt:

      Mit einer einzigen Ausnahme alle unfähig mit den Albanern sinnvoll zu kommunizieren und sie zu sinnvollen produktiven Tätigkeiten anzuleiten.
      Auch der mazedonische Oberlakai, der dann die Kastanien aus dem Feuer holen sollte: keine Spur besser. Dafür aber korrupter und fetter. (Man denke an Kater Karlo aus Disneys Zeichenschuppen.)

      Direkt daneben: ein bairischer Kleinbetrieb (einer ganz anderen Branche): Der hat das geschafft! Da wurden binnen Jahresfrist mit einem Bruchteil der Investition marktfähige Produkte erzeugt.

      (Stadt und Branchen seien hier verschwiegen. Es handelt sich um ein kleines Land voller Verschwörungstheorien und man weiß nie ob man nicht doch wieder einmal hinmuss…)

  86. Hundehalter gibt es nicht nur in Berlin
    Die hier so gelobte Spießigkeit ist leider selten komplett ohne einen Wauwau, dessen Hinterlassenschaften in jeder Stadt und dort in jeder Wohnlage lauern. Das ist – zugegeben – zwar etwas besser geworden in den letzten 10 Jahren. Aber selbst in guten Lagen noch so, dass man sehen möchte, wohin man tritt. Auch ist das „Einsammeln“ nicht dasselbe wie „die Sauerei wirklich wegmachen“.

    Das wissen auch die Hundehalter. Deshalb ertönt nach Hinweisen wie diesem sofort ein Chor, der beschwichtigt, relativiert oder spottet. Doch wer davon lässt wirklich vor die eigene Haustür defäkieren?

    Und das Beste ist: Es sind dann genau dieselben, die sonst so klingen, als würden sie die Berliner aller Städte gerne ins Arbeitslager stecken. Verwahrlosung und Heuchelei – dafür muss man nicht nach Berlin fahren. Und nichts auf Ihren Fotos ist so abstoßend und unhygienisch wie ein Mons Bernadinis, dessen Flanke von einem Autoreifen abgetragen wurde.

    • Meistens kacken sie feste Knödel
      Das mit den Hunden ist meistens so etwas wie: Angriff ist die beste Verteidigung.

      Zwei Geschichten:
      Mein Hund, obwohl an sich leer, kackt mitten in Bogenhausen auf den Bürgersteig. Er hasst das und schämt sich. Die meisten Hunde ziehen ein Gebüsch vor. Er hat Durchfall. Keine Tüte in meiner Tasche, das Auto, wo welche sind, 500 m weit weg. Was mache ich? Es gibt zwei Möglichkeiten: Kackenflucht à la Fahrerflucht und bei jemandem klingeln. Die wähle ich. Die liebe Seele bringt eine Tüte und Küchentücher. Der Rest von dem Fleck muss auf den Regen warten.

      Ich fahre auf der Autobahn mit einem älteren Herrn, der muss, aber es kommt und kommt kein Parkplatz. Schließlich platzt ihm alles in die Hose und durch die Hose auf den Sitz. Er hasst das, denn er zöge ein Klo vor, und er schämt sich sehr. Was nun`? Soll ich ihn anbrüllen wie die Berliner wohl die Hundehalter? Riecht es ein Stück besser? Kann man davon weniger karnk werden, sind es liebere Escherischia Coli?

      Zum Glück hat der Herr Gepäck dabei, weil ich ihn wo abholte. Wir fahren auf den nächsten Parkplatz. Ich parke so, dass er alles ausziehen und sich notdürftig säubern kann. Er jammert, weil ich sage, das muss alles in die Tonne. Ich mache den Ledersitz sauber, lüfte, kaufe später ein Spray an einer Tankstelle, und wir haben noch einen schönen Tag.

      Fazit: Die meisten Hundehalter bücken sich. Es gibt aber mal missliche Situationen. Und die gibt es auch bei Menschen. Bitte arbeiten Sie mal in einem Pflegeheim.

      Und vor sich gucken sollte man immer. Mein eigener Sohn hat sich tatsächlich in Berlin direkt vor dem Brandenburger Tor seine erste Bänderverletzung am Fuß zugezogen. Habe vergessen, ob es ein Schlagloch war oder ein schlecht sitzender Gullideckel. Weiß nur noch, dass die Apotheke eine großartigen Verband hatte. Und Mobilat.

      Hetze gegen Hunde ist einseitig und für Hundehalter zwischen extrem langweilig und schwer zu verknüsen angesiedelt. Ich würde nicht mal Kaffee trinken mit so jemandem.
      Schöne Grüße von unserem Hund. Meistens kackt er Knödel.
      Er verzeiht Ihnen den geistigen Durchfall, den wir Menschen so gern mal haben, denn er weiß, dass er richtig tickt.
      Es hatte ihm wohl jemand irgendeinen Essenrest verabreicht. Es ist immer der Mensch, fast immer. Auch, wenn Hunde (selten) beißen. Die meisten sind überaus freundlich, und wenn sie beißen, hat sie fast immer ein Mensch versaut. So war das auch mit dem Hund, der in HH den Volkan totgebissen hat.

    • Feste Knödel und mehr...@ Oberländer
      Lieber Oberländer,
      gäbe es noch Zucht und Ordnung (ohh, darf man das überhaupt sagen?), oder so was wie Anstand und gute Erziehung, hätten wir hier nichts zu schreiben.
      Die von Ihnen erzählten Fälle sind lässliche Sünden, weil ohne böse Absicht oder „Mir doch egal“- Mentalität geschehen, deshalb bar jeder Kritik, da wird niemand .ein böses Wort sagen, der nicht selbst massiv gestört ist.
      Ärgerlich ist es aber, wenn dreiste Hundehalter absichtlich ihren Hund in anderer Leute Vorgarten oder mitten auf dem Trottoir abdrücken lassen, weil sie zu faul sind, sich ein Stück Wiese oder Acker zu suchen (in der Stadt natürlich schwer), oder ihn an einer unauffälligen Stelle abkoten zu lassen, und das Häufchen dann einzusammeln und in die nächste Tonne zu werfen. Und dann noch freche Reden führen, wie „Ich zahle ja auch Hundesteuer“.
      Am Strand im Vieux Port von St. Tropez ließ ein Typ mit 3 riesigen Hunden vom Kaliber Dobermann, Deutsche Dogge und Bernhardiner diese im Sand ihre Häufen machen, wenige Meter von den Badenden, und lieferte sich dann mit den Umweltpolizisten, die ihn zur Rede stellten, heiße Wortgefechte, bevor er endlich eine Plastiktüte aus der Tasche zog, und die Hinterlassenschaften seiner Hunde einpackte. So etwas meine ich.
      Allerdings kochen bei diesem Thema die Emotionen ähnlich hoch, wie früher beim Thema „Rauchen“, oder noch heute bei allem, was mit dem Auto zusammenhängt, sozusagen „vermintes Gelände“, um Ihren o.g. Sprachgebrauch nochmals zu verwenden, so „knallte“ es auch in Berlin, als es vor einiger Zeit um ein Hundeverbot an einem städtischen See ging.

      Schön wäre es auch, in diesem Zusammenhang nicht von „Angriff“ zu schreiben, wir führen nämlich keinen Krieg, sondern versuchen miteinander auszukommen, und „Hetze“ kann ich fast nicht mehr hören, seit dieses Wort von Leuten zweckentfremdet wird, um politische Gegner mundtot zu machen.
      N.B. Zumal ich es ziemlich daneben finde, gleich „Hetze“ zu schreien, wenn jemand sinnbildlich einmal „Buh“ macht, während diese Leute dann selbst kein Problem haben, genau abgesprochene Treibjagden auf sozialen Medien gegen Andersdenkende zu entfesseln (Der Don schrieb öfter darüber).

    • Sehen Sie - genau das meine ich
      Ich müsste nur noch ergänzen: ablenken und den Verfolgten mimen. Die Frage aber bleibt bestehen.

      Lassen Sie jetzt vor der eigenen Tür defäkieren oder eben doch lieber woanders?

      Und dann noch eines, das ich heute nicht mehr eindeutig zuordnen kann. Irgendwer hat hier mal erzählt, dass in Räumen ohne Teppichböden die Feinstaubbelastung dramatisch ansteige. Und sich dann seltsam emotional darüber ereifert, wenn die Leute nicht überall Teppich legen. (Selbstmörderisch? Asozial in Zeiten der GKV? Ich weiß es nicht oder nicht mehr.) Waren Sie das?

    • Emil....
      Glauben sie mir, Hunde kacken wo sie gerade sind, wenn kein Gras da ist.
      Ich gehe mit meinem Hund prinzipeill ohne Leine, Plastiktüten sind das eine, der Regen der Rest.

      Als Hundebesitzer ärgert man sich übrigens doppelt wenn man sieht was andere so alles rumliegen lassen.

      In Westwood in LA bei Freunden hat man von allen Hunde einen DNA mache lassen um herumliegeh Hunde Kacke idnetifitieren zu können.
      Seit dem liegt nichts mehr rum…

    • Ich war jedenfalls sauer,
      als ich auf Restschnee, der nach der vielen Sonne jetzt noch 25cm hoch war, einen großen Haufen Hundedreck hatte. Man hat doch zugeschaut, wie das Tier auf meinen Parkplatz hinter den Zaun ging, um sein Geschäft zu tätigen. Gegenüber liegen einige ha Wiesen.Mich stört auch, dass an dem Eingang zur Haustür der Schnee dauernd gelbe Flecken hat.Kein Gefühl für Ästhetik zu sehen.Ist ja nicht meins, oder eben Neid?

      Den Hund als Tier mag ich, die Halter sind meistens ein Graus.

    • Thomas Cgn verwies auf eine Studie
      blogs.faz.net/stuetzen/2017/01/30/ueberleben-ueber-dem-feinstaub-7415/#comment-150161

      https://v.gd/nAj3io

    • Das ist Ereifern, Herr Hold?
      Mit Verlaub, lernen Sie bitte einzuordnen. Sind Sie dem Link von Frau Amgelin gefolgt? Haben Sie da gesehen, dass ich überall Teppichboden fordern würde? Habe ich etwas von asozial, selbstmörderisch oder in Bezug auf Gesetzliche Krankenkassen geschrieben?

      Vielleicht sollten Sie, mit allem Verlaub, an Ihrem Gedächtnis und/oder Ihrem Leseverständnis arbeiten.

      Vielen Dank für Ihren Link, werte Frau Amgelin.

      Im übrigen habe ich das ein weiteres mal erwähnt und in Verbindung mit „Die Grünen“ kritisiert, insofern dass diese heuchlerisch seien, da diese zwar Feinstaubbelastung massiv kritisieren, sofern diese Fahrzeugen angelastet werden kann, aber andere, deutlich massiver auf Menschen wirkende Belastung durch Feinstaub geflissentlich übersehen.

      Und da habe ich mich in einem weiteren Kommentar zum selben Beitrag in der Tat ereifert, in dem ich dargelegt habe, dass und wie die Grünen mit ihren Forderungen nach einem Fahrverbot oder Fahrverzicht den Tod meiner Mutter wollen oder in Kauf nehmen.

      Mag gut sein, dass ich das als asozial bezeichnet hab. Dieser Meinung bin ich auch nach wie vor.

      Wie halt auch das Leiden jener, die durch Feinstaubbelastung in Wohnungen mit Hartbelägen geschädigt werden, ohne dass die Grünen das meines Wissens nach bisher auch nur ein einziges mal thematisiert haben.

      Und Herr Hold, Don Alphonso antwortete, dass darauf nicht oft genug hingewiesen könne. Aber den Beitrag suchen Sie bitte selber raus, sozusagen als Busse ;)

      (Nur der Vollständigkeit halber, ich habe beruflich seit langem nicht mehr mit Teppichböden zu tun)

    • @ Thomas Cgn / Frauke Amgelin
      Bitte vielmals um Entschuldigung. An dieser Stelle habe ich wohl, äh, Exkrement konstruiert. Malheur gemacht. Doppelt peinlich, weil der Adressat meiner Replik Ihnen sogar widersprochen hat. Dreifach, weil ich kürzlich anmahnte, doch einmal kurz im Netz zu recherchieren, bevor man sein Wissen zum Besten gibt. Glaube ich jedenfalls. Ich glaube mir das jetzt einfach.

    • "Hunde kacken wo sie gerade sind, wenn kein Gras da ist"
      Kiffer auch

    • Danke, Herr Hold
      Alles im Lot.

      Danken wir der geschätzten Frauke Amgelin :)

  87. Broken-Window-Theorie
    In New York beorderte Bürgermeister Giuliani Polizisten an Kreuzungen, um den Bürgern das Diagonal-über-die-Kreuzung-laufen abzuerziehen. Ob es gefruchtet hat, weiß ich nicht.

    Aber die damals vom NYPD zugrundegelegte These, dass zu einem längere Zeit zerbrochenen Fenster bald immer mehr kommen, ist zutreffend. Auch in Berlin wird das an vielen Orten bewiesen.

    In Moabit, nahe Turmstraße, habe ich sogar erlebt, dass die Anwohner Aufräum- und Verschönerungsmaßnahmen vonseiten der städtischen Gartenbaubetriebe binnen weniger Tage verunstaltet und zerstört haben, wie um zu signalisieren: Wir sind heruntergekommen, und das soll gefälligst auch unser Wohnumfeld signalisieren, weil wir kein falsches Idyll wollen / weil wir nichts Besseres verdienen.

    Fehlende Erziehung in Elternhaus und Schule plus Anonymität der Großstadt plus fehlende Sanktion selbst gegen ermittelte Störer = Verrottung. Prognose: Die Inseln der Ordnung werden immer weiter schrumpfen, der gesellschaftliche Klimawandel hat längst Kipp-Punkte und Points of no return überschritten.

    • Broken Window Theory
      Es wäre ein Wunder gewesen, wenn sie nicht zitiert worden wäre. Der Ökonom Stephen. D. Lewitt sagt allerdings, dass das Sinken der Kriminalitätsrate in New York weniger auf die Verstärkung der Polizei oder Maßnahmen gegen Verwahrlosung zurückging. Genausowenig auf ökonomische Zyklen, Auftauchen oder Verschwindern besonders harter Drogen oder mit der Verhängung besonders schwerer Strafen zusammenhängt. Sie korreliert nach seiner Beobachtung statt dessen eher damit, dass Ende der 60er Jahre die Abtreibung in den USA freigegeben und damit auch für prekäre Schichten verfügbar war.

      Bei denen geht er davon aus, dass sie sich vollautomatisch replizieren über Phänomene wie alleinerziehende, mittellose Mütter und elternlose Kinder. Praktizierte Abtreibung hätte faktisch Chancenlosigkeit und damit Kriminalität reduziert.

      Wobei der Unterschied zu Deutschland ist, dass die Subschicht in den USA sehr viel schlechter Zugang zu Sozialgeldern hat als hierzulande.

      Wie das Beispiel des verwahrlosenden/verwahrlosten Berlins da hineinpasst, wäre noch die Frage. Die Subschicht ist auf jeden Fall viel umfangreicher als in Bayern. Und wahrscheinlich vorwiegend zusammengesetzt aus Nahost-Immigrierten. Von denen könnte man so gesehen nicht genug haben, damit die Fensterscheiben ordentlich klirren. Wo es doch so fotogen aussieht. Hätte Lewitt recht, würde auch mehr „Polizeiarbeit“ nicht sehr helfen.

    • Sozi gut
      @antesde @serenissimus Ich möchte gerne William Bratton die Ehre der NY Reinigung zugestehen. Hisonner Giuliani war wohl beteiligt, nicht aber der maßgebliche Initiator.

      Wofür die Sozi gut sind, ist das Beschneiden von Wildwuchs auf der linken Seite des Zaunes. Präsident William Clinton beschränkte den Bezug von Wohlfahrt auf 5 Jahre im Leben eines Amerikaners.

      Welfarequeens waren bis dahin Haßobjekte der Rechten. Wie kann man es einer einfach strukturierten Frau auch übelnehmen, den Namen eines Sexualpartners (einvernehmlich) zu vergessen, wenn ohne Pa der Staat die Gemeinschaft einspringen läßt. Ein Kind etwas Geld, viele Kinder viel Geld.

    • @melursus
      Sehr guter Hinweiss. In den USA fehlen den Unterschichten die finanziellen Anreize zur Vermehrung. Bei uns werden sie zur Multiplikation ermuntert, während die Mittelschichten und Erfolgreichen indirekt bestraft werden: Kindergeld ist im Gegensatz zum Steuersystem eine Flatrate, somit ein existiert eine positive Hebelwirkung bei niedrigem Einkommen und Erfolglosigkeit. Identisch mit inversem Darwinismus.
      Lewitt sagt: Abtreibung wurde erlaubt, gleichbedeutend mit: Wurde (relativ) preisgünstig und somit für die Unterschichten zugängig. Für die Wohlhabenderen bspw. per Auslandsaufenthalt schon vorher vefügbar. Dieser Zustand war ebenfalls inverser Darwinismus.

      Wer jetzt glaubt, dass ökonomische Kriterien bei der Reproduktion falsch am Platz sind, liegt völlig falsch. In armen Ländern hat der Kinderreichtum ebenso eine ökonomische Funktion wie die relative Kinderarmut in entwickelten eine Funktion des (relativen) Wohlstands ist.

  88. Die Probleme großer Städte
    Unterscheiden sich kaum. UNd deshalb sind die Metropolen völlig unzeitgemäß. Eigentlich müßte man sie zerschlagen und in überschaubare kleine Einheiten aufteilen. Da würde dann wie in Don Alfonsos Gebirgsdörfchen oder bei uns am Niederrhein oder im Münsterland die soziale Kontrolle wieder funktionieren. Die Synergieeffekte großer Einheiten werden aufgezehrt von den sich kumulierenden Problemen. Wir sehen das in allen Megastädten. Die sind faktisch von den Verwaltungen nicht beherrschbar. Es enstehen Subkulturen, Paralelgesellschaften, Bandenkriminalität. Diese Kriminellen übernehmen die Lücken in der Verwaltungsarbeit. Wunderbar konnte ich dies in Shanghai studieren: selbst eine autoritäre politische Struktur hat keine Chance diese abdriftenden Teile der Gesellschaft zu organisieren

    • Wie meinen Sie das im Zusammenhang mit Shanghai, Herr Keul?
      Wuerde mich schon sehr interessieren, wo Sie in Shanghai Bandenkriminalitaet gesehen haben. Wann soll das denn gewesen sein – in den 1920ern vielleicht? Wo uebernehmen in Shanghai Kriminelle Luecken in der Verwaltungsarbeit?

  89. Näherin
    Guten Morgen,

    beim Lesen dieses Passus: „Und während einen zerschlagene Kaugummiautomaten aus leeren Augenhöhlen anstarren, während Sticker noch von Revolution und Aufbegehren künden, ist daneben eine saubere Schaufensterschreibe.(sic!)“ und Betrachten des Fotos habe ich mich denn dann erst mal gefragt, was ich mir unter einer Schneiderei vorstellen soll, die „elektronische“ Textilien herstellt.

    In dem Zusammenhang gewinnt der Begriff „Schaufensterschreibe“ dann tiefen Sinn.

  90. "Hasel und Erle. Ganz übel". Dazu möchte ich was sagen.
    Bei mir hilfreich: Ein Tabstäbchen mit Aloe Vera-Gel versehen und damit
    die Nasenwände innen „beschichten“. Einen Tag habe ich danach Ruhe.
    Zu meinen Vorrednern noch: Die freie Entfaltung der Persönlichkeit ist
    halt ein zweischneidiges Schwert. Im Grunde geht nichts über eine
    anständige Erziehung mit Anleitung zur Ehrlichkeit und weitestgehender Selbstverantwortung. Wenn das Denken erst mal verlottert ist, wird es
    schwer, wieder herauszukommen.

  91. V6 oder gleich V12
    @Kalchas

    kann nur zustimmen, habe mich wohl mit konstruktionsbedingt falsch ausgedrückt und übernehme den Sprachgebrauch der „systemimmanenten“ Mängel, insbesondere den mangelhaften Ausgleich der Massenkräfte………..ja dann lieber R6……….

    der werte DON muss natürlich mit seinen Hinweisen auf den DB 605 und seinen fast 37 Litern(nicht Verbrauch, nein Hubraum !) gleich wieder übertreiben.

    allein die Kurbelwelle wog ja mehr als das Lebendgewicht des DON incl. seiner Trachtenschuhe und Bananentorten !

    ja früher war dieser Motor im Mercedes-Museum noch ausgestellt, in Orginalposition hängend an der Wand, seit längerem verschwunden dort, ist wohl politisch nicht korrekt denke ich da: NAZI

    im Norden von London liegt er manchmal neben der Merlin-Motoren, ganz friedlich und wieder versöhnt und sachlich beschriftet !

    • Kommen Sie nach ingolstadt zu MBB, da fliegen die auch öfters mal rum.

    • DB605
      Ich meine mich zu erinnern, das im Dornier-Museum in Friedrichshafen aktuell einer in der Ausstellung zu sehen ist. Die Version mit der hohlen Propellerwelle, zum Einbau des MG.

      Übrigens, ein sauberer Parkplatz dort. Keine Kaugummis, Zigarettenkippen und Plastikpfandzeuch. Einfach nur sauberes Pflaster.

      Wie nahezu die gesamte Gegend dort. Versehentlich aus der Tasche gefallener Unrat fällt dort auf wie ein Taliban in der Christuskirche.

    • Der alte
      Maybach Zeppelin ist und bleibt unübertroffen.

    • Wenn schon - denn schon
      Ok – ist „Feindsender“: mein Favorit ist der Bristol Centaurus XVII, seitdem ich den mal in einer Hawker Sea Fury bei einer Vorführung gesehen habe – 750 km/h mit Propeller!
      (Knapp 54 l (Hubraum), 2*9 Zylinder, mindestens 2500 PS)

  92. @ Don Alphonso vom 27. Januar 2018 um 18:45 Uhr
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    es betrübt mich zu lesen, dass gewisse Kreise an einem Berufsverbot für Sie arbeiten. Vielleicht sollten Sie schon einmal alternative Veröffentlichungsmöglichkeiten in Betracht ziehen und vorbereiten? Ein Feudalist sollte heute besser subversiv unterwegs sein und in den Untergrund abtauchen. Vielleicht sollten Sie einmal vom Klassenfeind lernen? inymedia.linksunten macht vor, wie man trotz Verbot durch den Innenminister und NDG weiter im Netz publiziert und seine Anhänger für Straftaten mobilisiert.

    Streiten Sie weiter für die Meinungsfreiheit:

    „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. …. Eine Zensur findet nicht statt.“

    In vorzüglicher Hochachtung

    • Ich war vor der FAZ auf das Geld nicht angewiesen und bin es auch jetzt nicht, das ist nicht das Thema. Mir geht es einfach ums Prinzip, ich halte ganz andere Meinungen ja auch aus, selbst wenn es um die Legalisierung von Verbrechen geht. Das können die gerne vortragen, nur lasse ich mich halt auch nicht von Mobbern, die die FAZ schon immer anmaulten und denken, jetzt seien sie ganz viele und ganz laut und der böhmermann macht auch mit, vorführen.

      Ich kläre das jetzt im Rahmen des Rechtsstaates.

    • Titel eingeben
      Werter Hugo

      „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. …. Eine Zensur findet nicht statt.“

      Sie sind Satirist? Oder nur nostalgisch?

      Paul Sehte, einer der Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hat 1965 in einem Leserbrief an den Spiegel einen klassischen und die Situation bezeichnenden Ausspruch getan:

      „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ Und weiter „Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer größeres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer größer und immer gefährlicher.“

      Für heute müssen sie nur die 200 durch ein paar wenige ersetzen. Von Volker Pispers könne sie sich die Namen dieser paar Leute aufzählen lassen (oder kenne sie das schon?):

      https://www.youtube.com/watch?v=fLuNp0gTWQY

      Oder lesen sie mal hier (auch als Podcast)

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=42059

      Don
      Wie kann man seine Energie an solche Leute verschwenden?
      Was die tun ist NORMAL! Sie haben da keine Chance…. Ab dem ersten Magengeschwür ists vorbei mit der Birnentorte beim Kreuzkamm.

    • Ich weiss nicht, was Sie haben, mir geht es prächtig.

  93. Verschwundene Kommentare zum letzten Beitrag:
    [Burn after reading auf eigenen Wunsch]

    • Ich nehme trotzdem öffentlich Stellung.

      als ich hier mit 100 Kommentaren pro Beitrag schon richtige Rekorde erzielte, wurde gefragt, wie man das berhaupt schafft. Inzwischen sind es ein paar mehr, an „guten“ Tagen muss ich zwei Romane lesen und kommentieren. Selbst die Spitzenreiter in Deutschland bringen keine Beiträge auf dauerhaft mehr als 500 Kommentare, bei mir geht das seit 7,8 Monaten konstant so durch, und irgendwann bin ich auch so platt, dass ich um 1 ins Bett gehe und noch 50 Kommentare auf die Moderation warten. Hier sind gerade noch 20, obwohl ich nur mal eben telefoniert und Tee gekocht habe. Wenn dann noch sowas wie ein DDoS-Angriff dazu kommt, sind die Leistungsreserven aufgebraucht. Montag kommt die normale Maske wieder, dann habe ich eventuell auch die Zeit mir anzuschauen, was sonst noch anliegt.

      Ich könnte es mir auch einfach machen und nur noch bestimmte Kommentare durchlassen, aber je weniger VTs und Verdächtigungen im Raum stehen, desto einfacher wird das alles für mich und alle Beteiligten. Es wird vermutlich irgendwann eine Regiestrierung geben, die auch funktioniert, das wird die Arbeit für alle erleichtern, weil die Fejhlkommentare und Trolle mit Multiidentitäten nicht mehr durch kommen. Es gibt hier eine steigende Zahl von False Flag Aktionen, das kostet einfach Zeit und ich will das sauber machen. Bei 920 oder so Kommentaren wird das nochmal viel Arbeit.

      OK? Also bitte, weiter machen und ruhig bleiben und die Anliegen angemessen im Ton vortragen und miteinander nett sein. Dann läuft es hier auch rund.

    • Wohl gesprochen, Don
      Danke für die ausführliche Antwort, und vor allem weiterhin „Sanatate“, wie man hier sagt!
      Und zum letzten Satz meine volle Zustimmung.
      Wenn ich den Umgangston und das Niveau in anderen Foren (bspw. Tagesspiegel, ZON oder SPON, und auch bei der ARD) manchmal erlebe (ich habe mich schon lange überall zurückgezogen und erst hier wieder mit dem Kommentieren angefangen), muss man sagen: schon mal die Anti-Emetika bereithalten.
      Dagegen geht es hier sehr angenehm zivilisiert zu, auch wenn manchmal Klartext gesprochen wird, ohne große Löschaktionen durch schulmeisterliche Moderatoren.
      Und das alles zeitnah vorher zu lesen ist eine anerkennenswerte Leistung.

    • Ich mache es ja prinzipiell gerne, aber es ist ein Haufen Arbeit. Wenn ich an den Tegernsee fahre und dann ankomme, stehen wieder 100 drin, das ist so der Schnitt für einmal fahren uind Essen gehen.

    • @ Don
      Danke für die Erklärung und ihren bewundernswerten Einsatz.
      Ich hätte kein Problem damit, ein CAPTCHA auszufüllen, wenn damit BOT-Angriffe verhindert werden können.

    • Danke, es ist kompliziert, ich mache gerade ein paar Vorschläge ad Superiores. Catchpa mag ich nicht.

    • Jenseits der Bewunderung...@Don
      der Arbeit, die Sie sich machen, meine ich anmerken zu müssen:
      Sie werden so viel Lebenszeit aufwenden müssen, hier zu moderieren, dass es irgendwann nicht mehr geht. Man muss auch leben dürfen.
      Daher zwei Vorschläge:
      einer an Sie: kürzen Sie die Zeichenzahl der Kommentare.
      einer an die Foristen: fassen Sie sich kurz, bleiben Sie beim Thema und schreiben Sie nicht reflexartig dutzende Beiträge.
      Warum? Irgendwann liest das alles niemand mehr und der Hausherr macht sich vom Acker….

    • Das Zeichenlimit gibt es längst, die technische Umsetzung ist nur nicht gemacht worden.

    • Wenn mich etwas auf twitter am meisten wunderte, in den letzten Tagen,
      dann war es die Unterstellung an den Hausherren, er mache sich mit Kommentaren alleine deshalb gemein, weil er sie nicht zensierte/löschte.

      Mir gefällt hier auch nicht alles (und ich kann seeehr polemisch werden), aber alles in allem ist der Umgangston hier daurch geprägt, dass sich das Schreien in engen Grenzen hält. Kennen keinen anderen Social Media Ort, an dem man dasselbe sagen könnte – entweder es handelt sich um porentief reine Bekennerorte mit Aussortieren jedes gedanklichen Abweichlers. Oder um Schrei- und Kreisch-Müllkippen, mit einem im Kommentarbereich klaren Übergewicht an „linksgrünrot versiffte Volksverräter wird man doch noch anlässlich jeder Nichtigkeit herausrotzen dürfen“ kleinkarierten Schmutzfinken.

      Dafür mein Dank – das ist eine enorme Arbeitsleistung, es macht für die modernen Netzinquisitoren angreifbar, es ist auch juristisch nicht gefahrlos. Macht ausser dem Don niemand.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Die Mobberin, die das behauptet hat, ist mir zwei Aussagen ein Grund für die Rechtspflege am Montag. Ich bin guter Dinge, dass sich das abschliessend klären lässt.

    • Die vielen Kommentare hier
      sind ein gutes und ein schlechtes Zeichen:

      Das gute ist, Ihre zurückhaltend konservative Meinung findet langsam Verbreitung und in Teilen der Bevölkerungs kommt es zu einem Umdenken.

      Das schlechte ist, es gibt nach wie vor zu wenig Alternativen zu diesem Blog.

    • Das Bemerkenswerte...
      Ist nicht die schiere Menge Kommentare, sondern dass auf fast alles eingegangen wird. Auch Danisch lässt seine Leser mitarbeiten. Diese dialektischen und transparenten Prozesse sollten Marxisten vor Neid ergrünen lassen. Der Blog wäre ohne das die Hälfte wert. Und ich schätze den Umgang sehr, wenn es für ein freies Netz einen Grund braucht, hier ist er.

    • Danke. Daa Problem ist weniger das Netz als vielmehr der Umstand. dass es letztlich alles an mir hängt. Und ich eigentlich nicht bis 90 bloggen will. Ich sollte mir mal Gedanken um die Thronfolge machen.

    • Bis 90 im Blogamt (alle potenziellen BlogthronnachfolgerInnen weggebissen!)
      Gibt ganz andere Positionen über deren unbegrenzte Amtszeit(en) man mal ausgiebig nachdenken und in Form einer GG-Änderung subito terminieren sollte. Finde ich.

    • Ich verstehe überhaupt nicht, was die Mobber da draussen wollen. Niggemeier hatte bei der FAZ selbst eun Blog, gleichzeitig mit mir, und er hat es betrieben wie einen Mülleimer. Man dachte am Anfang, es gäbe hier sowas wie einen Wettstreit extremst engagierter Köpfe, das ist nie passiert, statt dessen dachte die Seemanns dieser Welt, sie wären hier endlich an den Trögen, die sie verdient hätten. Mal eben ein wenig bloggen und kassieren. Wenn ich 22 wäre, würde ich ein knackiges Gegenkonzept schreiben, auf die Notwendigkeit einer Debatte hinweisen, mich reinboxen und dann schuften, schuften, schuften, bis das Ding gross ist. Das macht aber keiner. Die Jungen wollen leitartikeln und Meinungsstücke schreiben oder mal ein Video drehen. Und nicht so wirklich Internet.

    • Redigieren delegieren
      zumindest weitgehend, es geht so oder so nicht anders. Wachstum verläuft auf einer logharithmischen Skala. Mathematik regiert die Welt, auch die der Blogkommentare

    • Das macht aber bei der FAZ niemand. Als ich mal darum gebeten habe, und da gab es vielleicht 200 pro Beitrag in drei Tagen, war die Antwort, ich sollte die Kommentare abschalten.

    • Freiwillige
      sind vermutlich die einzige Lösung. Vielleicht kennen Sie ein paar Leute oder solche aus dem Forum persönlich, die etwas Zeit haben und wenigstens bei den simpleren Fällen helfen können?

      Sieht aus wie bei einem Startup, das vom eigenen Erfolg überrascht wird und industrielle Produktionsmethoden nicht ohne weiteres aus dem Hut zaubern kann.

    • "ich sollte die Kommentare abschalten"
      Möglicherweise ist/war das Internet beim negativ Bescheidenden noch Neuland? Dass man Ihnen hier Unterstützung verweigert, lässt Böses für die Zukunftsfähigkeit der online-FAZ erahnen.

      Dieser Blog (mit Kommentaren) ist in D einzigartig. Nicht nur weil er denen Trost bietet, die sich – konfrontiert mit homogener Medienmacht – bereits für verrückt hielten.

    • Niemand verweigert mir irgendwas, es hat sich halt so entwickelt, dass es Stress st, und je mehr Leute da was behaupten, desto schwerer wird es.

    • @DA, "Mobber"
      „Ich verstehe überhaupt nicht, was die Mobber da draussen wollen.“
      Lieber Don, versuchen Sie doch bitte nicht, jedes Gestrüpp in jedem Synapsenfriedhof bis in die letzte Ecke durchdringen zu wollen! Das ist völlig verschwendete Lebenszeit, und das Gestrüpp fühlt sich auch noch wichtig genommen.
      Lassen wir es einfach verdorren.

    • Die. Bot-Dynastie
      Ein Thronfolger-Bot wird „geboren“.

      Er wird „gesäugt“ mit ALLEN Kommentaren, die unerwünschten allerdings werden mit einer digitalen Schmerzhülle umkleidet. Er lernt also zu unterscheiden, was gut und „doppelplusungut“ ist, Letzteres, Schmerzbehaftetes erbricht er programmiertautomatisch in einen Abfallspeicher (jaja, lieber, armer, geplagter Nahuatl, meinem Müllhirn halt bekanntermaßen irgendwie nicht ganz unähnlich, fiesgrins).

      Irgendwann wird er „abgestillt“ und arbeitet dann selbstständig parallel, die Ergebnisse seiner Arbeit werden jedoch akribisch geprüft und er erhält entsprechende Rückmeldungen eingespeichert, welche seiner Leistungen schon als veröffentlichungswert publiziert worden sind.

      Wesentlicher Programmpunkt anfangs: Er muss lernen, Zweifel zu haben UND diese dann seinem Betreuer (ja, nur EIN Betreuer ohne Möglichkeit zur Fraktionenbildung, ein König eben, denn es soll ja eine Dynastie werden!) zu offenbaren.

      Sowas dürfte ins dann vollständig autonome Laufen/Rollen gebracht worden sein können, lange bevor unser lieber Kunstfigurenschöpfer die Siebzig erreicht hat..

  94. Den Seinen gibt der Herr es im öffentlichen Raum...
    Ja, wer sich ans Schlesische Tor begibt, kommt darin um. Da ist es doch völlig unverständlich, wenn Cottbus partout nicht Kottbusser Tor werden will. Man kann durch Autosuggestion das ehem. Kreuzberg SO36 für den schönsten Ort der Welt halten, knapp vor den Malediven. Den entscheidenden Ausschlag für die Pool gibt natürlich die Buntheit im Görlitzer Park und die sinnliche Erotik des öffentlichen Raumes. Man kann in Berlin zudem ganz zufällig sein Leben verbringen, man kann es aber auch sein lassen.

    Ein schönes Rest WE wünscht

    PR

    • Den Beitrag über den Weg Kotti-Flughafenstrasse erspare ich Ihnen, Sie wollen sicher nichts über illegale Autorennen lesen.

  95. Arm, aber sexy
    War es nicht Wowereit, der meinte, Berlin sei „arm, aber sexy“? Auf den Bildern hier sehen wir aber, was denkende Menschen schon immer wussten: Arm ist arm. Und das genaue Gegenteil von sexy. Eine Stadt, die von roten Irrlichtern in die Pleite gewirtschaftet wird, ist dann irgendwann auch arm, und mit der Armut kommt der Dreck. Auch darin kann man leben, vielleicht sogar ganz lustig sein (es kommt ja bald der Sommer, da ist es nicht mehr so grau). Aber darauf stolz zu sein, tja… da muss man schon zu den Leuten gehören, die auch meinen, vom Schuldenmachen werde man automatisch wohlhabend.

    • Das Sexy habe ich auch nie verstanden, ausser man mag es mit betrunkenen Australiern.

    • Arm, aber sexy
      DA: „Das Sexy habe ich auch nie verstanden, …“

      Das „sexy“ bezieht sich auf die allgemeine Erkenntnis, dass Reiche oder Vermögende in Deutschland als sexuell abstoßend oder gar benachteiligt gelten, und emotional eher mit härteren Sado-Maso-Sexualpraktiken verbunden werden. Sex ist ja ein Spiegelbild der gesellschaftlich gelebten Rolle, daher gilt bei „den Armen“ Sex eher als offen gelebte „aufrichtige Liebe“ als Gegenbild zu gesellschaftlichen Zwängen, und gilt sogar als Ausgleich für mangelnde, materielle Anerkennung.

      Aber zu diesem interessanten Thema ist in Deutschland nie etwas Vernünftiges oder philosophisch Haltbares erschienen… ;-)

    • Perspektive ist alles
      Arm ist nur aus Sicht der Freier – seien sie hetero oder homo – sexy. Die können sich dann für ein paar Euro extra junges Frischfleisch aus Osteuropa kaufen.

    • Mir wurde berichtet, dass man darüber nicht allzu laut berichten sollte. Schon komisch, wen man bedenkt, was alles klar verboten ist und im Internet überwacht wird, und dann gibt es gleichzeitig so eine Szene.

    • Der armen Leut Zuckerbrot
      Ist auch eine Umschreibung für Sex.

      Arm aber sexy, nannte der Hoffnungsträger
      Wowereit die Stadt, was ggf gar keinen tieferen
      Sinn hat, außer einer bestimmten
      Selbstauskunft.

      Reich und sexy wäre falsch.
      Man könnte überlegen ob Wowereit
      mit arm auch schmuddelig verbindet
      und das für sexy hält. Da gibt es natürlich
      auch keinen zwingenden Zusammenhang.

      Sozial schwach aber sexy würde auch blöd klingen
      wobei es keinen direkten Zusammenhang
      zwischen sozialer Kompetenz, Geldvermögen und
      sexueller Ausstrahlung gibt.

      So etwas tut man nicht (eine bestimmte Form
      unerfreulichen menschlichen Handelns)
      ist auch keine Frage des Geldvermögens.

      Ich schlage vor den Satz:
      Berlin ist arm aber sexy,
      zu behandeln wie den Satz:

      Nachts ist es kälter als draußen.

      Es sind 2 Begriffe die in keinem
      Zusammenhang stehen.

      Da will sich jemand sein Elend
      schön reden.
      Mehr ist nicht zu erkennen.

    • sexy
      Warum sollte ich eine Frau, die reicher ist als ich, nur wegen des Geldes sexuell abstossend finden?
      Es geht wohl eher darum, dass der arme Berliner enttäuscht darüber ist, dass reiche Menschen nur Sex untereinander haben wollen oder mit noch reicheren.
      Ich denke, es waren weniger die Menschen gemeint, sondern die Stadt. Und auch da wäre „arm, aber blöd“ passender gewesen.

    • Sexy
      Im allgemeinen ist es leichter, fremdes Geld auszugeben, wenn man sexy ist. Im Umkehrschluß ist Berlin sexy.

      Fremdes Geld Ausgeben ist sexy.

    • sexy
      … vermutlich kam Wowi damals als Synonym für anziehend, attraktiv einfach nur sein Lieblings-SM-Club in den Sinn (um keine Rechtspflege an den Hals zu bekommen:), von dem ihm berichtet worden war.

      Auch Wahlkampf.Parolen können ganz banalen Ursprungs sein… wer hätte das gedacht?)

    • „arm, aber blöd“ passender
      Wie hier schon früher kundgetan, bin ich für:

      DUMM, aber FRECH

      und halte die zitierte Originalaussage für einen nicht-freudschen VERsprecher bzw. verSPRECHER.

      Sagte nicht auch der Kollege VeltlinerMichl aus Wien „ich lass mir mein Wien nicht schlechtreden“ und meinte damit entweder „meinen Wein“ oder „ich kann mir meinen KleinStaatHauptSaustall (KSHS) jederzeit schönsaufen“.

    • Das Phänomen
      hat schon Arthur Schnitzler im Reigen beschäftigt. Arm ist ein Zustand. Sexy dagegen eine (in allen Fällen flüchtige) Illusion im Auge des Betrachters.

    • Zeit und Geld
      „…daher gilt bei „den Armen“ Sex eher als offen gelebte „aufrichtige Liebe“ als Gegenbild zu gesellschaftlichen Zwängen, und gilt sogar als Ausgleich für mangelnde, materielle Anerkennung.“
      Echt?!? Und ich dachte immer, zur Liebe braucht man Zeit UND Geld…

  96. D.A. als Kunstbanause
    Im Irrtum befangen machen D.A. die Berliner Wanderausstellung ‚Jeder ist ein Künstler‘ erst bekannt.

    ‚Kleidungsstück in Grün‘ und ‚Bauschutt in Blau‘ sind Berliner Straßenkunst. Die Heiligsprechung von Müll begann mit Beuys, geboren im roten Kernland NRW, kein Schulabschluss, Rot-Grün-Blindheit, demgemäß Prof in Düsseldorf.

    Seine ‚Freie Internationale Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung‘ ist das Vorbild aller rotgrünen Stiftungen und Institute, die Müll und Fundraising zur Kunstform entwickelt haben. Berlins OB heißt folgerichtig Müller.

    Berlin als Mekka der ‚Kreativen‘ sieht entsprechend avantgardistisch aus. Berliner Verbotsschilder sind ebenso Kunst. Der Berliner Surrealismus hat einen berühmten Vorgänger: ‚La trahison des images‘ von Magritte

    • Dann kann man es ja auch als Kunst betrachten, wenn man will.

    • Avantgardistisch?
      Für mich ist das Gammel, so ähnlich wie Shit zu Gold machen. Aber, wem es gefällt. Vielleicht kommt ja statt der Putzfrau damals in Düsseldorf ein fehlgelenkter Berliner Müllwagen? Ich weiß, ich bin diesbezüglich eine Banausin.

    • Mit der Rheinprovinz zum Reifezeugnis
      1.“Gebt mir einen festen Punkt, und ich hebe die Welt aus den Angeln.“
      Archimedes.
      2. Zum Heiligsprechen bedarf es einer päpstlichen Einrichtung.
      3.“Sei der feste Punkt“, dahin gibt es einen Wettbewerb ?
      4. Ihre Stimme geht an Josef Beuys. Begründen ließe sich das
      freundlicher. Beuys hat unter anderem bei Heinz Sielmann gelernt.
      Diesen Namen verbinde ich mit Aufmerksamkeit zum Umfeld.

    • Herr Busch,
      Beuys wollte und kann ich nicht bewerten, nur das Dilemma der unwissenden Putzfrau beschreiben, die Kunst nicht erkannte.Das geht mir mit dem blauen Sack voller Bauschutt und der Autotür mit dem grünen Plünnen ähnlich.Gammel ist Beifang, der wieder ins Meer zurückkommt.

      Von Heinz Sielmann gibt es hier einen großen, dicken Band. Der wurde uns vor knapp 40 Jahren geschenkt von einem Ehepaar aus Berlin, das Zeugen Jehovas war. Sie wollten anerkennen, dass wir sie wieder aufgenommen und beim 1. Urlaub nicht rausgeschmissen hatten, wie es ihnen oft passierte.Es waren nette Leute, die die anderen Gäste nicht überzeugen wollten.f

  97. Ich erinnere mich
    Mir kam ein Lied in Erinnerung, was ich zu DDR-Zeit gehört hatte und zu dem Wir getanzt hatten* (hier überkommt es mich doch etwas sehr). Ich denke, dass dies schon ein kleiner Wunschgedanke war, der in uns Allen schlummerte. Und nicht wenige Zeit später, ging es viel zu schnell. Es war nicht jedermanns Allegro.

    .

    Hier ein paar Details:
    https://www.be.berlin/berlin-stories/berlin-berlin-die-geschichte-eines-liedes/

    https://de.wikipedia.org/wiki/John_F._und_die_Gropiuslerchen

    https://www.youtube.com/watch?v=3d-V1pCrJJ0

    *Bin mir nicht sicher – aber ich denke, wir waren zu der Zeit in Berlin.

    .
    .

    PS: [Bitte, haben Sie etwas Nachsicht mit einem überarbeiteten Freischalter. Danke. Don.]

    • Nein hab ich nicht
      Ich wüsste auch nicht für was. Hier geht es um mehr als um Nachsicht. Ich mag den Höcke auch nicht, doch habe ich sie gewählt, damit sich eine Veränderung in der politischen Landschaft eintritt. Die Gründe liegen auf der Hand.

      Nach was sieht es denn ihrer Meinung aus, wenn Sie das nicht freischalten?

    • Können Sie irgendwie verstehen, dass ich bei einem Beitrag über das Schmutzversagen weisser Berliner keine Islamdebatte führen will?

    • Natürlich...
      …verstehe ich das. <3

    • @ plagiator: "Nein hab ich nicht"
      Das ist aber extrem unhöflich.
      Sie sollten sich an die anständige Umgebung hier anpassen.
      Don hatte Sie sehr freundlich um etwas gebeten.
      Wenn Sie hier Links reinschleudern, machen Sie dem Don unnötig viel Arbeit. Schließlich sind wir alle Gäste vom Don und sind auf ihn angewiesen.

    • Ernsthaft, wir werden da schon einen Modus Vivendi finden. Aber ich sitze gerade wieder vor 80 unbearbeiteten Kommentaren und das wird mindestens eine Stunde dauern, bis ich durch bin.

    • ich sitze gerade wieder vor 80 unbearbeiteten Kommentaren
      Ein einfacher Vorschlag:

      In diesem und ähnlichen Fällen, müssen Beiträge mit Links, insbesondere yT eben ein wenig länger warten…

    • Ja, sowieso. Die langen Riemen werden dann als letzte freigeschaltet. Ich finde Kommentare mit mehr als 2000 Zeichen auch als zu lang. Das sind dann mitunter auch die False Flag Dinger, wo jemand dann weit unten widerliche Dinge einbaut.

  98. Berufsverbote - kenne ich aus BaWü-Filbinger-Marinerichter-Widerstandskämpfer
    @Hugues de Payens

    ja, die alten Zeiten kommen wieder, das OETI-Vorbild Filbi lässt grüssen !

    deshalb: lassen sie uns den SAMISDAT aufleben…………….und gleich auch den Magnitisdat………….ich werde dann mein altes Uher aus der Garage holen ! der DON muss dann halt technisch etwas aufrüsten !

    mit MaasandieMemel werden wir ja wohl auch eine neue Reichsschriftungskammer bekommen !

  99. Sagte ich - Kurz?
    Berlin ist nicht gleich Berlin. Weil Groß-Berlin 1920 aus mehreren Städten und Dörfern zusammengesetzt wurde, trägt jeder Teil noch heute ein eigenes Gepräge, und zeigen sich die Verwahrlosungstendenzen in Abstufungen. Die Köpenicker Vorstadt/Kreuzberg war schon vor 1920 ein Armenviertei mit viel Kriminalität, Rixdorf/Neukölln war geradezu verrufen.
    Außerdem hat Berlin immer wieder im Laufe seiner Geschichte Selbstheilungskräfte hervorgebracht, auch wenn im Augenblick unklar ist, wo sie über den Länderfinanzausgleich hinaus herkommen sollen. Die geistigen Kapazitäten, auf die es ankommt, z.B. analog 1806 ff., sind nicht in Sicht.
    P.S.
    Ein solcher Blog lebt auch von seinen Fußnoten; dennoch beschleicht den Kommentator ein schlechtes Gewissen, im Hinblick auf die Arbeit mit dem Freischalten. Also, fassen wir uns kurz!

  100. Eigentum verpflichtet
    …oder man tut es, weil man sich sonst nicht wohl fühlt, weil jedes achtlos weggeworfene Stück Papier einem ein Dorn im Auge ist.
    Und da sind ja auch noch die Nachbarn, da haben Sie schon Recht, Werter Don Alphonso, niemand, oder die wenigsten wollen sich nachsagen lassen, man sei eine Drecksau.
    In einer großen Stadt wie Berlin und ganz besonders in bestimmten Stadtteilen, da wo sich ein Mietshaus an dem anderen reiht, die Menschen mehr oder weniger anonym ihr Dasein fristen, wo viele Mieter in prekären Verhältnissen leben und oft auf Stütze angewiesen sind, dort kann man die Armut buchstäblich riechen und schmecken.
    Meine Oma sagte immer, Armut ist keine Schande, aber sauber es sein!
    Aber zu ihrer Zeit gab es auch noch Nachbarn, die sich kannten und die sich gegenseitig beäugten, niemand hätte sich wohl damals getraut, den Müll einfach so am Straßenrand abzuladen.
    Berlin ist arm, aber sexy. Ob Berlin sexy ist weiß ich nicht, aber arm ist die Stadt auf jeden Fall, da muss ich dem Wowi Recht geben.
    Arm, weil sie die Verwahrlosung nicht in den Griff bekommt, weil RRG den Weg des geringsten Widerstandes geht und weil man es sich mit einer bestimmten Klientel nicht verscherzen möchte.
    Ich bin vor einiger Zeit in Berlin an einer Schule vorbeigegangen und konnte es nicht glauben, dass an dieser Schule noch unterrichtet wird, so versifft sah es dort aus. Viele Straßen und Gehwege, ganz besonders auf Nebenschauplätzen, befinden sich oft in einem desolaten und sogar gefährlichen Zustand.
    Aber was hat denn Berlin die letzten Jahrzehnte mit der ganzen Kohle, wenn ich z. B an die Zuschüsse vom Bund und an das Geld aus dem Länderfinanzausgleich denke, gemacht? Wo ist das Geld all die Jahre hingeflossen, wenn es nicht, oder kaum für die Infrastruktur verwendet wurde.
    Es gibt auch schöne Ecken in Berlin, Werter Don, man muss nur wissen wo, und das kulturelle Angebot ist auch nicht zu verachten, so fair sollte man schon sein. Aber trotzdem bin ich immer wieder ganz froh, wenn ich nach einem Wochenende Großstadtschnuppern, in meine kleine, aber beschauliche Heimatstadt zurückkehre…

  101. Illegale Autorennen ....
    …. in vom Clanoberhaupt bereitgestellten Autos der Marke für „Arabisches Macho Gehabe“ mit bis aufs Drahtgeflecht heruntergedrehten funkenschlagenden Breitreifen?
    .
    Doch solch einen Beitrag würde ich mir schon gerne antun lassen.

    • Nein, auch viel brandenburgisches Úmland, und der erste war gleich ein WOB-Werkswagen von VW, irgendein hochgezüchteter Passat Kombi.

  102. ILLEGALE AUTORENNEN - AKK likes it !
    auf der Strecke Kotti-Flughafenstrasse ?

    nicht nur da werter DON, ich habe gelesen, dass die Nachfolgefrau von ulFuM aus dem Saarland auch an einem solchen beteiligt war, nachts um halb fünf wohl auf dem Weg zu einem Geheimtreff mit ulFuM……………

    in der Baustelle waren wohl nur 60 kmh erlaubt, der Dienstwagen hatte aber wohl deutlich überhöhte Geschwindkeit und prallte in die Leitplanken und dann auf einen LKW.

    wo liegt der Unterschied zu jungen Türken/Arabern, die auch so fahren und dann als Totraser gelten ?

    auf jeden Fall werden Unbeteiligte gefährdet, hier im Dienst einer höheren Sache ?

    • Hinter der Ampel am Maybachufer kommt so eine Art Schikane, und neben mir war ein schwarzer Mercedes, etwas älter, szenetypisch niedrig. Mein Auto ist es allerdings auch, und der hat das falsch verstanden. Der wäre dann beinahe über die Verkehrsinsel geschreddert, und konnte das Auto gerade noch fangen. Vielleicht 20, der Fahrer? Wenn ich durch München fahre, erlebe ich einen solchen Idioten, höchstens. In Berlin begann das nach der Autobahn und hörte nicht mehr auf.

    • join them, if you cannot beat them !
      werter DON, ich lege bei solchen Ampelereignissen immer die Standdrehzahl deutlich höher und pumpe mal durch, dann lasse ich mal kurz etwas anrollen und setze mir noch die Schirmmütze schräg auf wie Hamilton………….und stelle die CD mit AC/DC noch etwas lauter und kurble das Fenster leicht herunter………………lege der Beifahrerin noch die Hand aufs Knie……….und los geht die Show nebenan………..!

      den Bundesbank-Truck mit seinen vier Begleitfahrzeugen lasse ich auf der Autobahn immer passieren ! die müssen zum Feierabend ja wieder zuhause sein !

    • Wenn ich das Sagen hätte, gäbe es nur noch Tretroller in Berlin. Und Knast beim Befahren von Bürgersteigen.

    • easy
      Bis vor ca. einem Jahr war das in Stuttgart, insbesondere am Wochenende, auch so, dass sich hier die Dorfjugend zum Ampelrennen darf. Nur natürlich schwäbisch, d.h. mit richtigem Gerät (AMG, Lambo, Ferrari, Porsche,M3/M5, S4/S6)
      Dann wurde Nachts Tempo 30 eingeführt und die Stadt mit Blitzern zugepflastert.
      Jetzt ist Ruhe.

      Erziehung ist möglich, wenn man will.

    • Bei uns landete eine Weile die aus München verdrängte Szene. Dann haben sie mal jedes Auto in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Innenstadt unter TÜV-Gesichtspunkten kontrolliert. sowas ist in Bayern richtig unangenehm.

    • aber so eine „Mit Mamas Fiat 500 Abarth“-Raserin hatte ich hier auch schon mal in der Strasse. Habe dann ganz langsam den SLK aus der Einfahrt gefahren, das Tor zugemacht, ein bild vom wartenden 500 gemacht, bin zu ihr hin und habe ihr gesagt, dass ich mit dem Photo und meiner Schleuder höchstens 90 Sekunden zur Polizeiwache brauche.

    • Berliner Mobilität
      Danke für diesen Dialog im Forum!
      Großes Amusement beim entspannten Sonntagsnachittags-Leseauszeit-Kaffee))

      Die Idee mit dem Tretroller-Gebot wäre – siehe Stuttgart unter Grünem OB – sicherlich in Berlin durchsetzbar.

      Allerdings braucht jedes „Gute Gesetz“ eine gut bedachte, allmähliche schleichende Vorbereitung der Bürgerschaft (oder natürlich Untertanen, aus Respekt vor dem Gastgeber wollen wir dies offen lassen). Das Gute Gesetz muss einen bisherigen untragbaren Zustand schließlich alternativlos beseitigen.

      Ich schlage dazu vor, die Stuttgarter Lösung weiterzuentwickeln: etwas mobiler und dann in der Berliner Variante. Mobile Schickanen, wochenends nachts eingesetzt, nach einem Sommer wäre die Anzahl der Rennfahrer auf das Münchener Maß reduziert.

      Um Schlimmeres zu vermeiden, Don, wären dann gewiß alle froh, wenn Sie Ihr Gutes Tretroller-Gesetz zur Erlösung einbrächten.

      Wäre das nicht ein Weg, Sie wieder mit Berlin zu versöhnen, vice versa?
      Ich mein’s ja nur gut)

    • Sowas muß man nutzen
      An einer Blitzerampel am besten. Ein bißchen mit dem Gas spielen, provokativ rüberschauen und, solange die Ampel noch rot ist, einen Blitzstart hinlegen, nach genau 2m wieder bremsen.

      Der Gegner rast los, das kostet ihn 200 Euro und mind. 1 Monat Fahrverbot. Hat ein Freund mal durchgezogen vor 25 Jahren, als es noch „Manta gegen Golf GTI“ hieß und dabei viel Spaß gehabt.

    • Bleifuss
      @goodnight
      In Stuttgart wurde mitten in die Theodor-Heuss-Str. eine Polizeiwache mit Motorrädern und KfZs hingepflanzt.
      Deshalb gibt’s da keine Rennen mehr, nicht wegen irgendwelcher Tempo 30 Schildchen.

    • München und Autorennen
      Das gab es in München auch, vielleicht nicht so schlimm, ich erinnere mich aber an eine Nacht vor ca. 30 Jahren. Wir standen mit der unter Biereinfluss optisch auffällig hergerichteten Rostlaube eines Kommilitonen am Patentamt gen Süden.
      Neben uns eine Gefährt und Insassen, die uns spontan an die Schnösel aus Werner neben/vor dem Cadillac erinnerten. Der Fahrer meinte, „aufpassen“. Läßt den Motor aufheulen, nickt rüber, legt den vierten Gang ein und zieht die Handbremse an. Nach einem Blick auf die freie Querstraße (ca. 2:30), Vollgas und die Kupplung schnalzen lassen, das Auto stand natürlich nach einem Meter und die Schnösel haben eine einwandfreies Foto von der Blitzampel bekommen.
      Wir haben bis Neubiberg gelacht.

    • You're a sculptor, Rodin, not a sculpture.
      @skag

      Ich hoffe sie haben die Temp0 30 Schilder und die schwarzen runden Blitzsäulen bemerkt, auf der Theo. Ansonsten könnte es teuer werden. Wie bei meiner Bekannten, die da mit 80 durchgerast ist und sich freute, dass die Stadt jetzt moderne Kunst in der Innenstadt fördert…bis die moderne Kunst plötzlich blitzte.

    • @goodnight
      Diese „moderne Kunst“ steht in Stuttgart ja leider überall. Ich fahre da lieber Taxi.

    • Werter Django .... AKK ... ist das das neu Russki-Sturmgewehr ? ...
      …. na ja, ich verstehe dieses ganze VIP / Personschützer – Getue auf den Autobahnen auch nicht mehr.
      .
      Dunkle Limousinen mit Funkausstattung die dauernd zwischen der einen und der anderen Spur pendeln und am liebsten zwei Spuren durchgehend belegen.
      .
      Das gab es so in der BRD nicht – da war immer die Polizei dabei, wenn so rowiedhaft gefahren werden musste, nur damit der nächste dicke Promi zeitig irgendwo hinkam.

    • Reizende Bekannte werter Goodnight ...
      …. die sich mit 80 km/h darüber freute, dass in der 30iger Zone moderne Kunst aufgestellt wurde.
      .
      Solche -meist polyglotten- Damen mag ich und der würde ich -wenn sie mir eine solche Geschichte erzählte- dann auch den Knollen zahlen (wenn sie das nicht eh vom echten Daddy oder ihrem Sugar…. gezahlt bekommt).

  103. Als Sie hier mit 100 Kommenteren
    schon richtige Rekorde erzielten….

    Sie haben einen sehr individuellen Blick auf die Welt, den wir alle hier wohl sehr schätzen.

    Es ist relativ selten, dass jemand einerseits punktuell kritisieren, andererseites aber auch gelassen das Schöne beschreiben kann. Dabei zwischendurch die Härten einer sportlichen Anforderung und wie man bei Cortina im Spätsommer fast erfrieren kann.

    Dazu schöne Bilder oder punktuell kritische. Jeder, der einigermaßen gesund ist, kann sich davon anregen lassen, das Schöne zu vermehren, sich selbst etwas mehr Härte und Anforderung aufzudiktieren und ab und zu mal einen Pappbecher zu entsorgen.

    Ich glaube, die Mischung macht’s, gleichzeitig die Internetkenntnis, die Dinge bringt, die man sonst nicht wüsste. Der unbestechliche Blick eines Bayern, der nie böse ist, sondern einfach deskriptiv ironisch.
    Die Kommentare werden mehr, weil Sie anregend schreiben. Nun ja, und das Land wird hierbei problematischer, die Apathie oben offensichtlicher.

    P.S. Zum letzten comment von mir zu einem Hunde“kritiker“ will ich noch anmerken, dass Barack Obama zwei Hunde hält. Ist er etwa ein Spießer?
    P.S. 2: Sie haben den besten Kommentarbereich vom ganzen Land, weil man sich gegenseitig im Prinzip achtet, Aussetzer müssen sein. Wenn Sie den nicht selbst moderieren würden, würde er garstiger werden und langsam einschlafen.
    Im Prinzip können Sie stolz sein auf diese Arbeit.

    • Danke, es macht ja auch Spass.

    • Wenn Papierfaz nicht mehr greifbar...
      „- 225. Oberländer sagt:
      – 26. Januar 2018 um 14:40 Uhr
      – nochmal zu Kaube

      – Anm.: Ich habe das von Kaube nicht gelesen, nur Ausschnitte hier,
      – weil die FAZ schon ausverkauft war.“

      Weil’s durchaus noch ein Weilchen weiterhin dort dunkel bleiben kann – deshalb hier erneut:

      „http://blogs.faz.net/stuetzen/2018/01/23/das-ende-der-mittelmeerroute-im-goerlitzer-park-8656/#comment-193332

      Lieber Oberländer, haben Sie eine größere Bibliothek in Ihrem Beritt? fragt Frauke Amgelin und sie (sagt)

      Landes-B., Universitäts-B., (Fach-)Hochschul-B.?

      Falls ja: Sie brauchen dort meist noch nicht einmal (mit Leserausweis) angemeldet zu sein. Die OPAC-Rechenknechte – meist im Eingangsbereich – geben Ihnen die Inhalte frei, wenn diese
      Bildungseinrichtung den Zugang lizensiert hat. Auf

      http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/dbinfo/frontdoor.php?titel_id=5333

      https://v.gd/YrfpwL

      sehen Sie an Ort und Stelle, ob. Seit 1949 sind ganze Seiten und Einzelartikel (mittlerweile auch die der Rundschau) als pdf-Dateien aufruf- und speicherbar, auch Lokalteile et al. – USB-
      Flashdrive mitnehmen! Bitte nicht wundern: Der Einzelartikel braucht in der Regel erheblich mehr Speicherplatz als die Gesamtseite, auch wenn diese anspruchsvolle Farbbilder enthält. Und
      Seiten, die ausschließlich Anzeigen enthalten, sind nicht greifbar (aber wer braucht schon die Aldialbrechtganzseitentodesanzeige mit dem Hinweis auf den ebenfalls trauernden
      Familienhund?). Wenn Sie also mal Papierausgaben verpasst haben…“

    • Titel eingeben
      Zu Ihrer Frage, Oberländer: Ja.

    • Ja, Herr Oberländer, da haben Sie mich auf einen wichtigen Punkt
      .
      ..
      hingewiesen, wie auch ich vom Forum und den Beiträgen des Hausherrn profitiere :

      Zwei Punkte eigentlich- den Blick auch und vermehrt auf das Schöne und Gute zu richten, es, wenn geht , zu vermehren, und nicht nur im Negativen grundeln,

      und sich etwas Härte abverlangen, auch physisch.

      Nein, niemand muß um seine Lieblingsradlstrecken oder Rennbikes fürchten, aber im Studio trainiere ich dreimal die Woche auch auf dem Ergometer, und im Frühjahr habe ich vor, mir nach jahrzehntelanger Radlabstinenz ein gebrauchtes Tourenrad mit pflegeleichter Nabenschaltung zu kaufen.
      Alltagstauglich, wenn das Wetter passt auch mal das Auto stehenlassen und radeln, und natürlich wegen des Trainings.
      Das braucht kein Karbon-Geschoß zu sein, wenn es a bissl schwerer ist, habe ich pro Stunde umso mehr Trainingseffekt.

      Es stimmt, das Forum bietet Anreize und Ideen, ein wenig besser zu leben, sich auch ein wenig zu schinden, für die Gesundheit und das Wohlgefühl ,
      und etwas Psychohygiene zu betreiben, indem man sich dem wirklich Guten mehr zuwendet .

      Abgesehen davon, dass das Forum Spaß macht.

      Danke an den Hausherrn, und an Sie , Herr Oberländer, fürs Aufmerksammachen !
      .

    • oberländer
      „P.S. Zum letzten comment von mir zu einem Hunde“kritiker“ will ich noch anmerken, dass Barack Obama zwei Hunde hält. Ist er etwa ein Spießer?“

      Der Prototyp der heutigen Zeit, ein verlogener Heuchler der in seinen Kriegen massenhaft unbeteiligte Tote auf dem Gewissen hätte, wenn er eins hätte. Aber er ist halt Anwalt, das hilft da…

      Einen Hund zu haben macht keinen Spiesser, wie man mit ihm umgeht ist die Frage…

  104. Andere Länder andere Sitten
    In jeder kleinen und großen Stadt Japans kann man vom Fußboden essen. Baustellen-Fahrzeugen werden die Reifen sauber gespritzt, bevor sie auf die Straße fahren. Als ich davon las, fragte ich mich, ob das nicht alles furchtbar steril und überwacht sei.

    Dann erlebte ich, wie entspannend Sauberkeit im öffentlichen Raum sein kann. Ich hatte ganz vergessen, wie schön ein Bürgersteig ohne zertretene Kaugummis aussieht, und wie wohl es tut, in jedem Bahnhof, Zug, Museum etc. saubere Toiletten vorzufinden. Die Leute empfinden keinen Zwang, sondern Respekt – vor einander und vor dem Eigentum aller.

    Wenn man nach einer Japanreise auf hiesige Straßen und Plätze zurückkehrt, kann man sich noch tagelang eines gewissen Ekels nicht erwehren.

    Nicht nur, aber auch das Thema Sauberkeit hat dazu geführt, dass mein bisheriges Lieblingsland Italien einen ernsthaften Konkurrenten bekommen hat.

    • Ich Frage mich ob das unterschiedliche Handeln religiöse Ursprünge hat
      Religion kann auf das eigene spätere ewige Leben
      hin gerichtet sein oder das Sein im jetzt.

      Warum sollte man den Ort an dem
      das Sein im jetzt stattfindet vermüllen?

      Die Japaner handeln in vielen Bereichen
      vernünftiger.
      Ich habe mir eine Doku über den japanischen
      Schnellzug angesehen und dabei darauf geachtet
      wie man mit bestimmten Fragen der Sicherheit umgeht.

      An den Schnellfahrstrecken war zB rechts und links
      ein Zaun. An den Bahnsteigen Absperrungen so
      das man nicht so leicht auf die Gleise geraten kann.

      Hier in der Nähe fährt der ICE mit 80 durch den
      Durchgangsbahnhof. Kaum Zäune, keine Absperrung
      und regelmäßig Tote im Gleisbett.

      Die Deutsche Bahn wird ihre Pünktlichkeitsziele m.E.
      nicht erreichen wenn sie sich nicht mehr um die Sicherheit
      an und auf der Strecke kümmert, wobei das wichtigere Ziel die Gesundheit der Menschen sein muss.

      Der Innenminister* nennt entweder keine Zahlen
      oder die Zeitungen interessiert das Thema nicht.

      * Die Bundespolizei ist für die Bahn zuständig.

      Es geht letztendlich um die Grundhaltungen die man entwickelt
      und das daraus folgende Handeln.

    • Fast alles nach Vorschrift
      @R. v. Hehemann : Reifenreinigung vor Ausfahrt aus der Erdbaustelle war in Berlin schon vor über 20 Jahren Vorschrift und notwendige Praxis.
      Allerlei Anderes war für Bauschaffende auch Vorschrift oder Regel, wurde jedoch nicht immer eingehalten:
      – Bitte keinen Bauschutt auf vorbeifahrende Autos fallen lassen.
      – Bitte bei Polizei- oder Zolldirektionsbesuch nicht alle auf einmal von der Baustelle flüchten, sondern gehorsam Personalien feststellen und anschliessend ausweisen lassen. Keine Familiennamen erfinden!
      – Bitte auf 24 h -Baustellen nicht 2 Schichten à 12 h fahren (+ 1h Schichtübergabe), auch wenn Sie im Baucontainer wohnen, ohnehin illegal arbeiten und der Mindestlohn für Sie ein Traumgehalt wäre.
      – Bitte nach Arbeitsunfall nicht der von der abweisenden Charité („Wir sind nicht zuständig.“) erhaltenen falschen Wegbeschreibung zur Ausweichklinik folgen, wenn Ihnen Ihre Leben lieb ist.
      ………………………..
      Kleiner Exkurs. Pardon. Danke für die Moderation, lieber DA.

    • R. v. Hehemann @ 28. Januar 2018 um 13:45 Uhr
      R. v. Hehemann sagt:
      „Die Leute empfinden keinen Zwang, sondern Respekt – vor einander und vor dem Eigentum aller.“

      Sehr gut, genau das ist der Punkt.
      Ohne Respekt vor dem andere gibt es weder Ordnung noch Sauberkeit noch Sicherheit (zB nachts).

      Wenn man in eine verdreckte, versprayte Stadt und/oder Kiez kommt, dann sagt weniger etwas über die örtliche Stadtreinigung aus, sondern viel mehr, ob man hier Freundschaft finden kann oder eben nicht.

      So wie der öffentliche Raum behandelt wird werden dort auch langfristig ein großer Teil der menschlichen Beziehungen gepflegt.

      Vielleicht mit der Konsequenz, dass es dort ohne Drogen gar nicht mehr auszuhalten ist?

    • Kommentarekommentar
      @ Foxrommel

      „Ordnung, Sauberkeit, Sicherheit“ sind – Sie ahnen es – so was von voll Nazi. Das soll sich nicht wiederholen. Da muss man dagegen an.
      Zum Glück ist dieser Antifa-Kampf vergleichsweise einfach zu gewinnen: verludern, vermüllen und verdrecken lassen, genügen völlig und dienen zahlreichen kleinen PGs zur Demonstration ihrer beispielhaften Gesinnung.

      @ Namenstroll

      „Bitte bei Polizei- oder Zolldirektionsbesuch nicht alle auf einmal von der Baustelle flüchten“
      Das ging/geht anders: bei Polizeibesuch ergreifen jene die Flucht, die über vorzeigbare Papiere verfügen. Während die Polizei damit beschäftigt ist, sie einzufangen und zu kontrollieren, verdrückt sich der Rest.

    • Bahnstrecken
      @Yaramazlik: Bahnstrecken vernünftig zu gestalten geht auch im christlichen Einflußbereich – vergleichen Sie mal eine TGV-Strecke in Frankreich mit einer ICE-Strecke hier. In Frankreich sind die wie in Japan selbstverständlich durchgängig eingezäunt und hier selbstverständlich nicht – nicht nur die mit 80 im Durchgangsbahnhof, sondern auch nicht die freie Strecke mit 300. Oder wie sind damals die Schafe in den ICE-Tunnel gekommen?
      Und was den Fahrplan angeht – wenn man mit dem ICE z.B. von Frankfurt nach München fährt, hat man auf jeden Fall eine längere Passage mit Tempo 60 (!) entweder in Göppingen bei Märklin oder in Heigenbrücken im Spessart, wo der ICE-Durchgangsbahnhof noch nicht einmal eine Unterführung hat und noch die Hühner übrer die Gleise laufen.

    • Immer wieder lustig....
      Ich wundere mich immer wieder wieviel Leute eine Meinung zu etwas haben von dem sie keinerlei Ahnung haben, nur wiel sie etwas gelsen haben das derjenige der es geschrieben hat selber irgendwo abgeschrieben hat…

      Wenn in Marunoicho gegenüber dem Kaiserpalast ein Skyscraper gebaut wird, werden in der Tat die Reifen vom Schlamm der Baustelle gesäubert, bevor die auf die Strasse dürfen.

      Trotzdem, wer mal nach Japan kommt, dem zeig ich gerne Bäche und Wälder in denen alles vom Küchenschrank zum Kühlschrank und alten Autoreifen bis zum Computer rumliegt.

      Diese Angewohnheit alles zu glauben, wenn es sich nur mit den eigenen Vorurteilen deckt ist eine der dümmsten Angewohnten die es gibt.

      Einfach mal ein wenig mehr Popper lesen….

    • Yaramaz
      Die banale Wahrheit sieht anders aus…

      Die Geleise des Shinkasen sind eingezäunt weil Japan eine enorme Selbstmordrate hat, nicht weil Leute aus Versehen aufs Gleis geraten könnte. Und wer will den Matsch wegräumen wenn ein 260kmh schneller Zug einen überfährt….

      Ausser den shinkansen gibt es normale Züge und U- und S-Bahn. Man befördert täglich ungefähr 100 mal soviel Passagiere wie in München und das in 100 mal so vielen Zügen. Bei jedem Selbstmord bricht der Sekunden genaue Fahrplan zusammen und Millionen von Menschen können Stunden zu spät kommen.

      Im Dezember lag ein Stahltäger an der falschen Stelle rum und riss die Seite eines Shinkansen auf…

      Die Dinge sind immer sehr viel komplizierter als die Medien einem vorgaukeln wollen.

  105. Wieder einer über den Rand der Erdscheibe weggerutscht...
    friends.eternaldreams.de/lustiges/ikea.jpg

    • Entschuldigung werte Frauke Amalgan, welchen Bezug zum D.A-Artikel sehen Sie...
      …in Ihrem Link?

    • Ziemlich altes Jubiläumsdokument blogs.faz.net/stuetzen/2009/09/08/ikea-als-armutsrisiko-666/
      v.gd/UmDTJD

      Jedoch ist Ihr Hinweis, mich lieber mit was Näherhierigem zu beschäftigen, richtig. Denn in unmittelbarer Nachbarschaft v.gd/Af1SGX ist ein wesentlicher Teil der Salonausstattung eingesargt worden. Ich lüpfe nun mal den Deckel des Erdmöbels und gebe für unsere Ungeduldigen den Blick auf den Inhalt frei – sieht nicht so hübsch aus wie das, was wir hier ansonsten gewohnt sind (besser als nichts allemal und unser lieber Kunstfigurenschöpfer kann entspannt tief Atem schöpfen).

      Alle Interessenten brauchen keine Bange vor der Inaugenscheinnahme des Sarginhalts zu haben – sind laut charcounter.com bloß sechshundertachtzigtausendundvierhundertundachtzehn Anschläge, weich eingebettet in dreihundertundsechsundsechzig Bildseiten, die einzeln gespeichert (Options (drop down:) Download original) und in ein den jeweiligen Bedürfnissen angepasstes anderes Format umgewandelt ( convertio.co ) werden können.

      Nein, dieser zeitweilige Inneneinrichtungsersatz stammt nicht von IKEA, sondern wurde mir in Kommentarhöchststandnähe 940 am 26.01.2018 von followthatpage ( v.gd/MqpOAm , v.gd/QOQPVt ) frei Rechenknecht geliefert. Betrachtet werden kann er ab sofort, beginnend hier:

      foto1.inbox.lv/ck/s8656/180126-000.jpg

      https://v.gd/vg39Uy

      Dann ändern Sie 000 in 001 und klicken sich, wenn Sie mögen in aller Ruhe weiter bis 365.
      Sie können allerdings auch damit

      http://foto1.inbox.lv/ck/s8656?page=14

      https://v.gd/279Uz2

      und sich rückwärts fortbewegen. Rückwärts? Klar doch, hat doch bei mir Tradition, vergnügtschmunzel:

      blogs.faz.net/stuetzen/2017/05/13/der-romantische-kadaver-des-patriarchats-im-chianti-7701/#comment-161431

      v.gd/cswbWB

    • Ja...
      …der Mann, der Einrichtungsgegenstände nachhaltig entwertet und seinen Teil zu Globalisierung und Ausbeutung beigetragen hat, ist nicht mehr. Sein Werk lebt leider fort.

    • @ Frauke A.
      Danke für die Aufklärung.

  106. nach 22 Uhr die Motorräder geschoben sehen wollen.
    Motorräder werden im nordbayerischen Raum auch gerne ab 22:00 Uhr geschoben. Meistens auf 7,5-Tonner mit nichtdeutschen Kfz-Kennzeichen.

  107. Titel eingeben
    In Wikipedia finde ich, alphabetisch geordnet, Fotos der Straßen des Bezirks Berlin-Nikolassee – sehr ansprechend – kein Müll, keine Zeichen von Verwahrlosung.
    Nur zur Information.
    Danke für Ihre anregenden Beiträge.
    Grüße aus Hessen.

    • Danke.

      Das hier ist halt der Bereich, von dem geredet wird, wenn man überregional über Gentrifizierung spricht,

  108. Achillesferse
    Lieber Don, als in Berlin geborener schmerzen mich Ihre Berlinbeiträge immer besonders.

    Jedoch: Die Fakten sind meist korrekt. Auch ist verständlich wie das alles nach außen wirkt. Es sei ihnen aber gesagt, daß Sie bei den Zuweisungen der Verantwortlichkeit und der Psychologisierung gröbste Fehler machen.

    Denn es gibt auch außerhalb Dahlems oder Frohnau normale, anständige echte Berliner. Ziemlich weitläufig interessiert und gebildet, unprätentiös, ohne Dünkel. Praktisch und ehrlich, alles katholische-heuchlerische ist ihnen Wesensfremd, aber sie können allem ohne Haß begegnen.

    Diese Menschen leben genauso unter den Zuständen.

    Berlin ist eine mehrfach vergewaltigte Stadt: Zuerst die Nazis (Berliner Arbeiter leisteten am längsten Widerstand, gut dargestellt in „Iron Kingdom“), dann die Bomber, dann die Russen, dann die Alliierten, dann eine hausgemachte Clique aus korrputen Politikern, die sizilianische Machenschaften anstießen (im Osten eben Tscheka-Machenschaften), die im großen Coup des BER gipfelten. Und nun halt westdeutsche Spießer, die sich waschen wollen, aber den Pelz nicht naß bekommen möchten, wie sie treffend beoabachten. Was in München, Stuttgart und Nürnberg ausgeheckt und gegründet wurde, haben die Berliner ausgebadet.

    Die Rüstungsbetriebe, Elektroindustrie und Einrichtungen, think tanks und Patentämter, sie allen waren in Berlin, bis 45. Dann in/um München. Das heutige München ist eine Kriegsbeute. Berlin wurde mehrfach überrollt für Fehler anderer.

    Das ist schon ein bißchen ekelig, dann die Kinder der mehrfach geschändeten Hurensöhne zu nennen, weil ja nachweislich die Mutter mit der halben Welt geschlafen habe. Vor allem wenn diese Kinder gar nicht die sind, die die Nachbarschaft verschandeln. Sondern Zugereiste, wie man das zumindest für Kreuzberg einfach belegen kann.

    Was sie machen, ist sozusagen slut shaming, lieber Don.

    Es gibt auch unter echten Berliner echtes Elend, häßliches Elend. Das gefällt aber den Elenden nicht.
    Die Zugereisten jedoch feiern das ab, Verranzen mit Absicht. Ich könnte ihnen darüber viele Geschichten erzählen. Und zwischen den Ranztouristen und den „Schwaben“ wird der Kampf ausgetragen, doch wer kommt wieder unter die Räder: Die echten Elenden.

    Mehr Herz für Berlin, Don. Der Haß steht Ihnen nicht gut. Die Aufrechten und die Elenden Berlins, sie haben keine Stimme, kein Gewicht. Allein, warum sie so wählen wie sie es tun, das ist mir dann wirklich ein Rätsel. Dafür kann, soll man sie schelten.

    • Nein. Weil es nicht an der Vergangenheit liegt, wenn man eine Stadt heute noch so versaubeutelt. Und was die Politmafia angeht: Die war den Berlinern ja auch recht, weiter oben habe ich ja von dem Herrn berichtet, der heute sozial twittert und sein Geld mit garantierter Sozialmiete mitverdient. Das Geschluder bis runter zum Milieuschutz hat viele Profiteure, und nur so kann ich es mir erklären, dsss es in Berlin keine Freien Wähler gibt, die da aufräumen.

    • volle...
      Zustimmung – Don!

      Es profitieren viele mit, wenn der Filz sich wie Tau über die Stadt legt, also machen am Ende alle mit, die es ändern könnten.

      Die Privatinvestoren, wie der Kommentator aus Wien, die eine Immobilie kaufen und gepflegt erhalten wollen, anständige Vermieter sind und entsprechend anständige Mieter suchen, die bleiben dann weg.

      Und diejenigen, die Berlin als ihre Heimat ansehen, leiden dann tatsächlich unter dem Filz.

      Statt auf Geschichte zu verweisen, ist Ihr Hinweis richtig, einfach mal zu beginnen in Berlin mit Freien Wählern. Nicht rechts, nicht links, sondern einfach die Bezirke mal neu organisierend…

      PS: Wirklich erneute danke für Ihren Blog und die Moderationsleistung, und … entschuldigen Sie die vielen / vielen zu langen Kommentare meinerseits. Aber… es ist oft zu reizvoll, die Diskussion nicht nur zu verfolgen… arbeite auch an mir, versprochen!)

      Gute Nacht!

    • Gern geschehen. 2000 Zeichen sind völlig in Ordnung, ich bin nur von 6000 Zeichen plus 10 Abweichungen deutlich überlastet. Sie sehen ja, ich kommentiere selbst auch eher kurz.

    • Denke mal, die Ansage ist genauso real wie die des Gutachters vor Gericht
      daß der hier bereits zum 10. Male vor Gericht stehende nichts für seine verkorkste Kindheit kann und daher an der ganzen Misere Elternhaus, Umfeld und der Umstand, daß Reiche immer reicher werden usw. zusammen die Ursache wären, aber keinesfalls der Angeklagte. Seltsamerweise bekommen anderorts die dort Zugereisten klare Ansagen, was geht und nicht geht. Nicht nur im RHS sind die „dort schon sehr lange Lebenden“ in der Minderzahl.

    • Also, bei mir daheim ist der Zuwandereranteil sicher auch extrem hoch, die alten Stadtbewohner mit 3 Generationen machen gerade mal 20% aus, der Rest ist zugezogen. Trotzdem läuft es. Die Neuankömmlinge bwählen sogar mehr CSU als die Alten wie wir.

    • Machtlosigkeit
      Den Vorwurf, daß die, die es könnten nichts tun, den müssen sich die Bonzen und mittelbar die Wähler gefallen lassen, da Stimme ich zu. Nur wurde eben Berlin seit 1933 immer wieder von anderen gekapert. Alle verwurzelten bürgerschaftlichen Elemente wurde mehrfach zerstört und absichtsvoll zerschlagen. Das protestantisch-norddeutsche Bürgertum selbst wurde personell zerschlagen und durch Funktionäre oder gleichgültige Würste (mehrfache Farbwechsel inklusive) ausgetauscht. Daß Berlin eine aus BRD-Sicht volkommen entbürgerlichte Stadt ist, hat ja z. B. schon Joachim Fest (Der lange Abschied vom Bürgertum) in den 80ern festgestellt.
      Kurz: Die Stützen der Gesellschaft, wie sie sie hier seit Jahren beschreiben, wurden mehrfach entfernt und durch austauschbare Provisorien (Vollpfosten) ersetzt.
      Im Prinzip kann man eben in Berlin das Sozialexperiment betrachten, was passiert, wenn man über Jahrzehnte die Gesellschaftsform, die der Don hier im Blog beschreibt, bekämpft. Die kleine dumme Stadt an der Donau befeuert ihre Bürgerlichkeitsmaschinerie ja nicht zuletzt mit den Kohlen von Audi.
      Und ich möchte nochmal darauf hinweisen, daß der Dampfer München mit den Kohlen von AEG, Siemens, dem Patentamt, der IABG, und der Luftfahrtindustrie etc. ad nauseam befeuert wird. Alles Kohlen, die einst die Bürgerlichkeit und auch Spießigkeit Berlins wärmten.
      Wenn ein paar Freie Wähler das Bewußtsein der Bürgerlichkeit wirklich ändern könnten, dann führte das Große Teile der Alphonsinischen Betrachtungen ad absurdum: Tradition, Erbe, Eigentum und Altes Geld (und Pfade dorthin) sind das Fundament der Stützen der Gesellschaft. Ohne 1933 würde, da bin ich mir sicher, Don neidvoll auf die Colonie Alsen schauen. Und sich mit Tegernsee-Lob zurückhalten, weil es gegenüber dieser eben doch nicht seinen eigenen Ansprüchen genügen würde. Oder er hätte einfach auch ein Haus dort, weil nur dort wirklich auch geistiges Großbürgertum herrschen täte. Es gäbe eine Große Schlaue Stadt an der Havel. So ist es eine Geschichte ohne Gewinner. Außer eben der Vollpfosten (s. o.)

  109. 30 grossflächig einführen !
    @Goodnight

    der Fahrradminister in Stuttgart und der parallelgeschaltete Sender SWR1 überlegen ja, die Autobahn von Singen bis zum Breuningerland Sindelfingen auch in eine ganztägige 30er-Zone zu verwandeln.
    Grund sind die in 2016 festgestellten sieben illegalen Autorennen von Schweizern – oder solchen die mann aufgrund der Kontrollschilder dafür halten muss.

    am Beispiel der Regierungsbildung in der vereinigten Ost-/Westzone wird ja generell überlegt, das Land in eine SlowMotionArea zu verwandeln, Maximalgeschwindigkeit wird das noch zu ermittelnde Stundenmittel von Cem Ö. bei seiner Fahrt mit dem geleasten E-bike von Berlin nach Reutlingen !

    • There's a speed limit in this state, Mr. Neff.
      Meine Durchschnittsgeschwindigkeit in Stuttgart beträgt keine 30km/h. Auch nicht mit mehreren hundert PS.
      Ich bin immer weit drunter.

      Das Automobil wie wir es noch kannten, das ist tot. Das hier ist die Übergangsphase. Die Endschleunigung.

    • Titel eingeben
      Goodnight im gesamten Strassenverkehr in DE liegt die Durchschnittsgeschindigkeit des Verkehrs bei 30kmh.
      In Japan bei 10kmh, freuen sie sich also, es könnte schlimmer sein. ;-)

    • Chancenmanagement bei sinkender Durchschnittsgeschwindigkeit
      Wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit unter 5km/h sinkt, bietet sich ein revolutionärer Umbau des Straßenverkehrs an …

      Durch eine einfache Öffnung am vorderen und hinteren Ende der Fahrzeuge könnten die dicht aneinander gereihten Vehikel künftig als durchgehende Fußgänger- und Radlwege dienen. Uber käme die Aufgabe zu, allfällige Lücken ort- und zeitgerecht zu schließen.
      Venture capital, anyone?

    • 30 km
      Könnte man rund um Stuttgart mit 30 km fahren, wäre das ein Fortschritt. Denn meist steht man. Es sei denn, man ist grüner Landesvater und hebt per Helikopter weit über Augenhöhe ab.

    • Stuttgart ist halt geographisch schlecht gelegen. Es konnte ja keiner wissen, dass aus denen mal was wird. (scnr)

  110. Danke!
    Ich möchte mich denjenigen anschließen, die sich für ihre fabelhaften Plaudereien im Blog bedanken. Man kann wirklich nur den Kopf schütteln über Leute, die mit ihrem Tag nichts besseres anzufangen wissen, als Kommentare zu scannen und damit als ad-hoc-Gericht auf Twitter antreten. Von Stefan Niggemeier bin ich enttäuscht – er war früher besser.

    • Meinen Sie? Ich kenne ihn so lala ja schon etwas länger und habe auch seine diversen Aktionen erlebt. Aber in Berlin hat man damit offensichtlich kein Problem. Danke für das Lob!

  111. Berliner Müll-Fahrrad
    Der Italiener Zazzaro Otto hat ein „Prenzlauer-Berg-Fahrrad“ konstruiert, das ein paar interessante Aspekte, auch bezüglich Müllbeseitigung, enthält.

    https://is.gd/524s6P

  112. Was wäre denn wünschenswert?
    Sie beschweren sich in schon mehreren Blogs über den Müll und den Dreck in Berliner Straßen, Don Alphonso, zu Recht, Berlin könnte so eine schöne Stadt sein, wenn nicht…und nicht…und außerdem…

    Und die Abrissbirne Berliner Bevölkerung arbeitet tatsächlich immer etwas schneller, als irgendjemand aufbauen, renovieren, säubern könnte. Das Broken-Windows-Prinzip, nur andersherum.

    Jetzt loben Sie die aufräumenden Bayern und stören sich aber an den gleichermaßen aufräumenden Schwaben, bei den Bayern ist das eigenverantwortlich, bei den Schwaben spießig? Also geht es nicht wirklich um die Ordnung, sondern doch nur mal wieder darum, zu sagen, wir Bayern…wir sind einfach besser? Man kann die Bayern trotzdem mögen, aber Eigenlob geht auch in einem schlichten Satz, der Sinn des restlichen Textes macht mir etwas Kopfzerbrechen.

    Wer genau könnte denn die Zustände in Berlin verbessern und wie und aus welcher Motivation heraus? Die zugezogenen Schwaben sind nicht recht und die Politik ist die Abordnung der Berliner…

    • Ordnung und sauberkeit
      er gibt solange keine Ruhe, bis nicht gartenzwerge mit lederhosen im Vorgarten stehen;)….so ein mülldetektiv ist doch nicht schlecht

    • Schauen Sie sich mal Bilder von Berlinr Strassen um 1900 an, dann sehen Sie Sauberkeit.


    • Bilder von Berlinr Strassen um 1900
      Tja, damals gabs halt noch die Portiersche, die den Besen schwang.

    • Ja. Heute macht ihre Nachfahrin Projekte.

    • Ordnung und sauberkeit II
      @ Graf alphonso
      ich besitze den dicken Wälzer“Baugeschichte potsdam“ und alle Kalender „hist. stadtansichten potsdam“….sehr schön und sauber….aber damals hab es keine plasteverpackung und es gab den Kaiser;) was sagt dazu der alte Zille? ich besitze noch ein Buch über die „schönsten“ Schlachthöfe von Berlin. Berlin hatte erst lange nach Chicago einen grossen zentralen Schlachthof. vorher gab es Grösse Probleme mit Todesfällen wegen mangelnder Hygiene, bedingt durch die vielen hinterhofschlachtungen. will damit sagen, es ist ein schmaler Grat. ich kann Ihnen auch eine Mengen stellen in den Wäldern im Umland zeigen, wo Müll entsorgt wurde. das ist ein Problem. deswegen ist aber nicht alles vermüllt Habe die Ehre! ihr ergebenster Preusse und randsachse.

    • Dann wäre...
      …demnach die Erfindung der Zeitmaschine wohl die richtige Lösung? Wer das heutige Berlin nicht erträgt, beamt sich dann einfach zurück nach 1900 a.D.. Guter Ansatz, dann könnte man auch all jene, die gerne wieder im religiösen Mittelalter leben wollen, dorthin zurückgehen lassen. So ist allen gedient.

    • @Sabine Schönfeld, gut und schön, aber
      fürs religiöse Mittelalter wären Sie bei gegen 1900 an der falschen Stelle der Zeitachse. Mir schwant, ca. 10 bis 20 Jahre in die Zukunft, in Europa, naja, vielleicht auch 50 Jahre, aber dann garantiert.

    • Schwabenquiz
      Jetzt loben Sie die aufräumenden Bayern und stören sich aber an den gleichermaßen aufräumenden Schwaben, bei den Bayern ist das eigenverantwortlich, bei den Schwaben spießig? …wir sind einfach besser?

      Dazu ein paar Quizfragen:

      1. Was ist die Hauptstadt von Schwaben?

      a: Moskau
      b: Peking
      c: Augsburg

      2. Wo liegt Augsburg?

      a: am Nordpol
      b: in Sachsen
      c: in Bayern

      3. Wieviel Prozent von „Schwaben“ liegen in Bayern?

      a: 0%
      b: 200%
      c: 50%

      4. Wieviel (geschätzte) Prozente von Bayern gehören den Schwaben?

      a: 0%
      b: 20%
      c: 200%

      5. Wieviele Bayern haben sich schon über Schwaben aufgeregt, weil sie „Brezeln“ statt „Brezen“ und „Wecken“ statt „Semmeln“ sagen?

      a: 0
      b: 20 Milliarden
      c: 50 Zentrifugilionen

      6: Was unterscheidet den Bayern vom Berliner

      a: sein grosses Maul
      b: er ist relaxter und toleranter
      c: das er seine Hauptstadt verdrecken lässt

  113. Hochhaus-Kind ...
    Ende der 60er bin ich (als kleiner Stöpsel) mit der Familie ins Hochhaus gezogen. Wir ins Paterre, Omi in den sechsten Stock. Das war toll & so richtig modern. Es gab einen Müllschlucker auf jeder Etage, die Leute stammten alle aus ungefähr demselben Umfeld und verstanden sich prächtig. Mitte der 70er sind wir dann an den Stadtrand gezogen, weil sich die Nachbarschaft dort doch zu ihren (und unseren) Ungunsten verändert hatte. Omi blieb im Hochhaus.

    Bei meinen regelmäßigen Besuchen – ich liebte meine Omi – konnte ich dann beobachten, wie es im Hochhaus sehr schnell zu kippen begann. Eingangstüren wurden demoliert, Briefkästen aufgebrochen, die Wände des Fahrstuhls beschmiert. Es zog halt ein Menschenschlag nach, der etwas andere Vorstellungen vom Zusammenleben hatte. Der interessierte sich auch nicht dafür, dass man z. B. unvertütete Speisereste nicht in den Müllschlucker kippt. Es stank eine Weile ganz fürchterlich in allen sieben Stockwerken, dann hat die Hausverwaltung den Müllschlucker für alle schulterzuckend stillgelegt.

    Auf jeder Etage gab es zwei Gänge zu jeweils 4 Wohnungen. Die Türen zu den Gängen wurden von den Mietern irgendwann abgeschlossen, weil ständig (Sperr-)Müll einfach dort abgestellt wurde. Auch damals schon Trumpf: Herrenlose Kinderwagen. Kurz gesagt, durch ein paar inkompatible Mieter – und das waren gar nicht mal so viele – hat sich das Leben in der kleinen Ameisenfarm Hochhaus komplett negativ verändert. Und niemand konnte etwas dagegen tun, weil niemand (Hausverwaltung, Nachbarn) bei diesen Leuten einen Hebel ansetzen konnten.

    Ich fand das damals echt bitter! Und schade, denn ich mag Hochhäuser bis heute, auch wenn ihr Image seit damals (60er Jahre) ins genaue Gegenteil gekippt ist. Deshalb bin ich auch so skeptisch, was das Zusammenleben mit kulturfremden Personen angeht. Wie viele Tropfen Öl benötigt man, um ein Fass Trinkwasser ungenießbar zu machen? Ich hab später noch mehrfach erlebt, dass Stadtviertel (anderswo, nicht an meinem damaligen Wohnort) abgerutscht sind, weil einfach kein Konsenz mehr herrschte. Ich mag das nicht. Und ich will das nicht!

    • Stadtsoziologie
      Wohngebäude mit mehr als 4 Etagen bzw. Wohnhäuser mit mehr als 10 Wohneinheiten je Hauseingang werden:

      anonym.

      PS: Diese Basiswissen der Stadtsoziologie aus dem letzten Jahrhundert wird allerdings in der Praxis gndenlos missachtet. Gründe sind vielfältig.

      In Hamburg wurden die neuen Ghetto-Siedlungen seit 2015 so gebaut und belegt, dass die Programme „Soziale Stadt“ der letzten drei Jahrzehnte ad absurdum geführt werden. Erst Milliarden, um die Kardinalfehler „sozialen“ Massenwohnungsbaus zu korrigieren, die soziale Parteien iVm kühlen Kapitalisten uns brachten (ohne Rücksicht auch städtebauliche Grundsätze für Wohnqualität, siehe oben). Und dann, zack, dieselben Wohnsiedlungen wieder genauso fatal hochgezogen von sozialen Parteien (diesmal mit Steuergeldern), und wieder die nächsten Milliarden in miserable Wohnqualität gefeuert.

      Und die Architektenkammern? Sind bis dato noch im Willkommensrausch. Nun muss eben gebaut werden…

      Manche lernen’s nie, befürchte ich.

    • @sozialer Wohnungsbau
      Das Problem ist mehrschixhtig.
      Erstens braucht es keinen asozialen Wohnungsbau wie bei uns üblich, sondern sozialen Wohnungsbau. Sozial nicht im Sinne der SPD (nur aufs Geld schauend, für den Rest stellt man SPD-nahe Sozialarbeiter ein), sondern sozial im Sinne von menschlich, gemeinschaftsbildend etc.
      So wie das berühmte Haus von Le Corbusier in Marseille (http://www.deutschlandfunkkultur.de/wohnen-in-ikonen-das-corbusier-haus-in-marseille.1013.de.html?dram:article_id=407089).

      Zweitens braucht es Menschen ähnlichen Schlags, die das soziale Angebot auch einander ähnlich annehmen und leben können.

      Es braucht eine aktive Auswahl der Bewohner, orientiert an erfordernissen der jeweiligen Hausgemeinschaft.

      Und es braucht viellleicht sogar verschiedene Haustypen für unterschiedliche kulturelle Prägungen und Vorstellungen des Miteinanders. Und entsprechende Gestaltung der öffentlichen Räume, sowie Ideen zur Einbindung in den vorhandenen öffentlichen Raum.

      In jedem Fall ist das ein erheblicher Aufwand. Gerade am Anfang, bei der Planung. Mit der „Hauptsache billig“-Attitüde geht das nicht, auch nicht mit ideologischen Scheuklappen.

      Ein Gedankengang: In den meisten südlichen Ländern – von Spanien bis Anatolien sitzen an den Straßen und Plätzen alte Männer an Kaffeetischen (wenn man Asterix glauben kann, auch in Korsika) herum. Diese haben eine wichtige Funktion, nämlich die Aufsicht des öffentlichen Raums; sie verhindern Anonymität. Basierend auf dem Respekt vor den Alten. Bei uns, wo es die Hälfte des Jahres nass und kalt ist, gibt es
      diese Form der sozialen Kontrolle nur eingeschränkt. Und in Städten schon gar nicht, gerade im öffentlichen Raum wie den Fluren in den Wohnsilos. Man kann sich also fragen, wie man eine ähnliche Kontrolle über den öffentlichen Raum herstellen kann, damit Anonymität minimieren und Gemeinschaft, Respekt voreinander und vor anderer Eigentum…

    • Sie können in Deutschland auch nur an gefühlt 21 Tagen in Jahr draussen sitzen. Die Deutschen bräuchten schon so eine Art staatlichen Aufpasser, aber schauen Sie sich den Zerfall der Müllsäcke an und fragen Sie sich, was das über die BSR und das nachbarschaftliche Verständnis aussagt. Das ist nicht nur ein wenig versifft. Da fehlt es auf allen Ebenen.

      Ich habe mal in der Flughafenstrasse eine Matratze abgelichtet, als die BBSR sehr gemütlich vorbei kam. Die haben sie liegen gelassen. Ich habe gefragt, warum, und sie meinten, sie hätten schon Schluss.

    • aufplatzende Müllsäcke im Gelände
      Auch bei uns, westlich des Rheins, kann man solches beobachten. Nach meiner Erinnerung hat es damit zu tun, dass man die Kosten der Müllabfuhr vom Gewicht der Müllgefäße abhängig gemacht hat. „Geiz ist geil.“
      Wenn alles nur mit dem monetären Maßstab gemessen wird, kommt das dabei raus.
      Eigentlich wollte man die Bürger ja zur Müllvermeidung erziehen, herausgekommen ist eine Gebührenvermeidung.

    • Paternalismus
      vonmicha hat das richtige Stichwort gegeben: Die Anonymität in zu großen Einheiten. Also: überschaubar bauen und wenn die Flächen dazu nicht vorhanden sind, dann gerne auch wieder geschlossene Straßenzüge mit Haus an Haus.
      @ Hans_Nase bitte keine Selektion der Bewohner und keinen Blockwart, denn dann ist es bis zur Diktatur, die weiß was für mich gut ist, nur noch ein kleiner Schritt.
      Das Aufbegehren 1968 war auch ein Aufbegehren gegen die soziale Kontrolle. Die Zeiten, in denen meine Mutter beim Bäcker angesprochen wurde, weil sie die Betten nicht morgends um 7:30 Uhr ins Fenster legte, will ich bestimmt nicht zurück haben.

    • @ Thorsten K.
      Mir fällt da spontan eine Adresse ein, unter der wir in den Mittsiebzigern gewohnt haben, Schlafstadt, abseits in den Wald gebaut eine Gruppe von Hochhäusern, 7-12 Stockwerke, desweiteren Reihenhäuser, Ladenzentrum, Friseur, Supermarkt, Kneipe, Grundschule, Schwimmbad für Mieter kostenlos. Die Wohnungen waren modern eingerichtet, hell, mit Badezimmern, Frankfurter Küche; teils sozialer Wohnungsbau und sehr beliebt bei der hiesigen Beamtenschaft, meine Mutter als Arbeiterin musste damals ziemlich zäh dranbleiben, um eine Wohnung zu bekommen. Anfangs wohnte man dort sehr angenehm, wenn auch etwas isoliert. Der Bus zur Stadt fuhr stündlich.
      Bei den Soziologen kam damals die Idee der „vertikalen Durchmischung“ auf, die aus verschiedenen sozialen Schichten theoretisch eine Gemeinschaft machen sollte. Praktisch setzten die Sozialämter andernwärts unverträgliche Großfamilien, damals noch Deutsche, in die Häuser und man konnte im Zeitraffertempo den Abstieg beobachten, ziemlich genau wie von Ihnen beschrieben. Der Müllschlucker war ständig verstopft, die Aufzüge wurden blockiert, zu Karneval unter großem Hallo Knallkörper in die Treppenhäuser geworfen. Die Sozialarbeiter gab es auch, die vermitteln sollten, wenn die Familie mit den 9 Kindern mal wieder die frischen Bettwäschegarnituren aus dem gemeinschaftlichen Trockenräumen hatte brauchen können. Wer konnte zog dann weg.
      Inzwischen sind die Häuser an eine Heuschrecke verscherbelt, die sie unter Sanierungshinhaltung auspressen wie die Zitronen, die verbliebenen Bewohner von damals sind alt und leiden unter der Vernachlässigung und den unbeschäftigten Jugendlichen, der Ausländeranteil (Maghreb) ist hoch, nicht zuletzt dank der Sozialbehörden, die den Heuschrecken ihre Profite garantieren.
      Es ist bitter.

    • Le Corbusier
      Solch große Häuser für Menschen zu entwerfen ist nur leider ganz wesentlich schwieriger als nach Plan Carré und möglichst billig.
      Ich habe allerdings auch vage in Erinnerung, daß die Begeisterung anfangs nicht bei allen Bewohnern so groß war wie im Artikel beschrieben.
      Jedenfalls sind zwar unglaublich viele meist fürchterlich schlechte Nachahmungen gebaut worden (die berüchtigten Plattenbauten), aber nur fünf Originale – eines davon im Berliner Westend.

    • @Uli49
      Ja, sie haben recht, das kann schnell in die Hose gehen, wenn man es falsch aufzieht. Man hat ja auch immer mit Menschen zu tun und scheinbar haben gerade wir Deutschen ein Händchen dafür, so was zu übertreiben…

      Aber ich habe ja aber auch keine Lösung angeboten sondern wollte nur den Gedanken äußern. Denn es gibt bestimmt Möglichkeiten. Nur kurz laut gedacht:
      – Bei großen Wohnblöcken Gemeinschaftsräume neben dem Aufzug/Treppenaufgang auf den Etagen (Kinderspielecke, selbst verwaltete Bibliothek, selbst betriebenes Kaffee, im obersten Stock eine Raucherlounge etc.).
      – Mietvertäge, welche die Erledigung von Gemeinschaftsaufgaben beinhalten.
      – Schönes Licht statt kühler Neonröhren auf den Fluren
      – etc.pp.
      Aber wahrscheinlich bin ich an dieser Stelle nur ein Träumer.
      Ein alter weißer Mann, hin- und hergerissen zwischen Realismus und Idealismus, Optimismus und pessimstischer Angst um seine Töchter, Welterfahren und doch (oder gerade deswegen?) Provinzialist.

      Und manchmal eben auch ein Defätist, der es in solchen Momenten unserem werten Gastgeber zu schwer macht. Unabsichtlich, weil dem obigen Schwanken geschuldet – aber dennoch nicht hilfreich, diesen Hort der freien Rede auf Dauer zu erhalten.
      Sorry, Don.

    • @habsbase
      Kommunen funktionieren schon, auf Freiwilligkeit. Nie als Massenwohnbau.

      Auch anonym wird es immer geben, wird ja auch nachgefragt. Um eine Grosssiedlung lebenswert zu halten, braucht es den verbindlichen, patenten, humorvollen Hausmeister: der durchgreift, wo gezündelt / provoziert wird, der aber eben auch der Oma / Schulkindern mal einen Witz erzählt beim Türaufhalten.

      Nur wenn alles eingespart wird, aber Wohntürme addiert werden, entstehen traumatische Gesellschaften (siehe China als Beispiel) Da wird dann per web2.0 / smartphone der Blogwart etabliert….

      Gott bewahre.

    • @ vonmicha
      Wer soll denn den Hausmeister oder die concierge bezahlen? Das gibt es nur in gated communities. Oder wollen Sie dafür meine Steuern einsetzen? Da wäre ich dagegen. Ich will auch keine Sozialarbeiter finanzieren.
      Wie Sie oben geschrieben haben: kleinräumige und überschaubare Einheiten bauen. Die Mieter müssen selbst erwachsen werden. Wenn die sich in dem Dreck wohlfühlen, dann muß man sie auch lassen. Schon in den 50er Jahren gab es bei uns am Stadtrand ein Viertel mit „Einfachstwohnungen“. Es ist nicht in Ordnung, Menschen gegen ihren Willen beglücken zu wollen.

  114. Das letzte Bild hat mit Kreuzberg gar nichts zu tun
    Das Drei-Schlote-Kraftwerk ist tiefstes bürgerliches Wilmersdorf, und jeder Steglitzer oder Zehlendorfer, wenn er über die Autobahn in die Deutsche Oper fährt, wird hier daran erinnert, wo und womit sein Strom gemacht wird. Auch wenn auf der Stromrechnung die Wind- und Sonnenstromwerke Neuss stehen, weswegen er ein reines Ökogewissen hat. Soviel Korrektheit muß sein, bester Don, auch in meinem geliebten Bayern.

  115. Ab ins seppelland
    zurück nach Miesbach

  116. Erschuttert
    „Bauschutt, und er liegt schon etwas länger hier. Ratten und Mäusen gefällt das.“

    Warum sollten sich Nagetiere für Bauschutt interessieren?

  117. Wiederkäuen die 1263.
    …. und zum 1263ten Male erklärt uns Kollege Alphonso dass er Berlin nicht so gerne hat und es in Bayern etwas schoener findet. Ich frage mich warum das immer und immer wiedergekäut werden muss? Ja wir haben es jetzt verstanden, Don mag Bayern lieber als Berlin.

    Mit Verlaub, das ist alles schon recht peinlich … fuer einen erwachsenen Menschen, sich so zu verrennen.

    • Ich glaube ihr Name* gehört zu den Fakenews
      Es geht wie immer darum wie Menschen
      mit sich und anderen(m) umgehen.

      Das nimmt man hier zum Anlass
      über sich und die Welt nachzudenken
      und das auch noch zu kommunizieren.

      Don schreibt über das was er
      wahrnimmt. Da es kein Besuch
      in Bremen war geht es um Berlin.
      Der Ort ist letztendlich nicht von
      Bedeutung sondern was man
      aus seinen Möglichkeiten macht.
      Oder eben nicht.

      * Ausbilder Schmidt ist aber wahrscheinlich
      kein eigetragenes Wahrenzeichen des Blödelbarden.

    • Mögen und nicht mögen
      Es geht meines Erachtens weniger um Sympathie und Antipathie, sondern eher um Vorbild und Wirkung.

      Quasi Virus, Infektionsweg und Erkrankung.

      Im Artikel ist ja noch nicht einmal die Ursachenbehebung beschrieben. Das wäre wahrscheinlich ein eigener Blog…

    • nee....
      … peinlich ist für erwachsene Menschen nur, wenn sie nicht lesen können, damit aber meinen, gut durch die Medien zu kommen und sich „Journalist“ nennen zu können („Kollege“).

      Das dürfte einer der Gründe sein, weshalb das Fehlen von Deutschkenntnissen oder sogar Analphabetentum bei den „Goldstücken“ nicht als ernsthaftes Problem angesehen wird, weil ist ja nicht wichtig, was Inhalt von Texten ist, auf die Intention kommt es an ….

    • Wiederkäuen
      Meines Wissens wird niemand hier zum Lesen gezwungen oder gar zur Bezahlung ohne Lesen.

    • Ich liebe Berlin
      Und ich möchte nirgendwo sonst leben. Es ist nur noch peinlich, wie lange sich der Blogwart glaubt so provinziell und Vorgartenzwergenhaft über andere erheben zu müssen. Und köstlich geradezu, wie sich Yaramazalik Yamalutschik wie ein Faktotum an seine Seite stellt. Nee, hier tut sich die Kunstfigur keinen guten Dienst. Seine Stärken liegen woanders. Dafür auch Komplimente. Hierfür nicht.

    • Sendungsbewusstsein...
      Es geht schlicht um das Sendungsbewusstsein, das von Berlin ausgeht.
      Ich schrieb es schon: man will die ganze Welt retten und fängt nicht bei der dritten Welt vor der eigenen Haustür an (pardon, die Haustür gehört einem ja gar nicht).
      Von dieser Diskrepanz zwischen Denken und Realität kann man als „Erwachsener Mensch“ gar nicht oft genug schreiben!

    • Wider Wiederkäuen die 1263.
      Werter Ausbilder Schmidt. Ich glaube, jemand, der es nicht gewöhnt ist, auf einer Müllkippe zu leben, ist natürlich erstaunt, daß es den Bewohnern der Müllkippe nicht mehr auffällt. Und selbstverständlich würde ich, als Bewohner einer Müllkippe, mich gegen jegliche Kritik verwahren. Weil ich es gar nicht anders kenne.

      Don Alphonso kennt es anscheinend anders. Das ist mir, erlauben Sie das Abschweifen, bei „Dragon Age Origins“ aufgefallen, als die Stadtelfen vorgestellt wurden. Das ganze Gesindeviertel ist ein einziges Drecksloch und ich, als Spieler, habe mich gefragt, warum, zum Teufel, räumen die nicht auf?

    • @Auszubildender Schmidt
      Ach wissen Sie, sofern es unser Gastgeber schafft, die nächsten 3737 Male in ebenso ansprechender und immer wieder neuer Art und Weise zu gestalten, dann lese ich das „Widergekäute“ auch gerne 5000 Mal ;)

      Ansonsten stimme ich Ihnen zu. Die Zustände in Berlin sind wirklich peinlich. Wie kann eine ganze Stadt voller Erwachsener nur so verrennen… Warum nur, fragt man sich.

    • Der zweite von drei Komentaren, jeder unter einem eigenen Namen. Das muss diese Qualität sein.

  118. LSD-Viertel
    Das LSD-Viertel liegt NICHT in Mitte.

    • Die Mittelschicht verarmt auch schon?
      Kann man sich in Berlin Mitte nicht
      einmal mehr Lysergsäurediethylamid
      leisten?

      Delysid gab es von Sandoz
      Lysergamid von einer tschechischen Firma.

      Ich nehme an das es auch heute Hersteller
      gibt und man in Mitte eher mit einem Rezept
      zur Apotheke geht oder der es einem direkt
      in die Hand drückt.

      Das Abgeordnetenhaus ohne LSD?
      Kann ich mir jetzt auch nicht vorstellen
      bei dem was denen so einfällt.

    • über meine Zeit im LSD-Viertel hatte ich hier 2 Blogs zuvor berichtet,...
      da ist dem DON was durchgegangen. Wie mir, der sich hier bereits 2 oder 3 mal in Rage geschrieben hat. Das merke ich immer erst, wenns auf der Blog-Seite nicht erscheint…werde mir ein neues Synonym zulegen.

    • Mir ist nichts durchgegangen, und die Pseudonymwechslerei ist etwas, das wirklich nervt. Im schlechtesten Fall schmeisse ich das dann raus, weil ich mich gemeinhin reingelegt fühle.

  119. Gibt es in diesem Blog vielleicht etwas mehr als nur Aufzählung von "Schlagwörtern"?
    Wo finde ich hier einen Inhalt, werter Don?

    Etwa zu Ihren „Schlagwörtern“ – Bailout, Investoren“:

    ….. ? ….. Ach ja, ein sehr bekannter Ökonomieprofessor behauptet, dass von den hunderten Milliarden, von den Steuerzahlern der EU-Nordstaaten abgeräumt und in den Bailout Griechenland geworfen, ein Drittel an griechische Immobilienkäufer ging, die diese massenweise in Berliner WohnImmobilien investierten, so dass hier die Immobilienpreise und die Mieten für Geringerverdienende ins Unbezahlbare steigen.

    Oder Schlagworte: Altes Europa, Anstand, Elite“ ….. ? ….. Ach ja, für die Stadt, den Müll und den Tod bezahlbarer Wohnungen halten sich die Berliner einen Reichstag, deren Akteure es so beschlossen haben, weil „Die Menschen wollen es so“!

    Wohin also mit dem Müll der Schlagworte?

    Dort Bailout, dafür hier Müll?

    Oder Hier griechische Investitionen, dort Bailout?

    Oder was bitte wollen Ihre Schlagwörter sagen?

  120. Gut, dass Sie wieder zuhause sind!
    Wäre ich nicht überzeugte Heidin, würde ich jetzt drei Kreuze machen.

    Eine Bitte noch an Sie: Falls Sie aus irgendeinem Grund in Frankfurt zu tun haben, ohne Umwege direkt zu dem Termin, das Gebäude nicht verlassen und schnurstracks wieder nach Hause.

    Falls sich dies nicht einrichten lässt, vermeiden Sie ganztägig die Konstabler Wache und das Allerheiligenviertel. Im Bahnhofsviertel gehen Sie nur die Kaiserstraße entlang, aber auch erst nach der täglichen Straßenreinigung, auf keinen Fall in die Seitenstraße, ich sage nur Methadon-Ausgabestelle in der Mosel, Dealer in der Taunus- und Niddastraße, die jetzt aber Richtung Gallus aufgrund Gentrifizierung ziehen. In der Taunusanlage immer auf dem Hauptweg bleiben. Im Sommer nicht am Main entlang wegen der illegalen Camper und ihrem Müll.

    Und dann gibt es da auch noch viele schöne Ecken in Frankfurt findet die Unterfränkin. Die kann man vielleicht aber auch nur sehen, wenn mal die Perspektive gewechselt wird. Da liegt hin und wieder auch mal etwas Müll auf der Gass, dann hebt die Unterfränkin es auf und gut ist.

    Ich wollte dies eigentlich bei dem Beitrag vom Görlitzer posten, der erscheint allerdings nur partiell bei mir. ?

  121. O Tempora, o Morus.
    „Wenn ich alle unsere Staaten, die heute irgendwo in Blüte stehen, im Geiste betrachte, und darüber nachsinne, so stoße ich auf nichts anderes, so wahr mir Gott helfe, als auf eine Art Verschwörung der Reichen, die den Namen und Rechtstitel des Staates missbrauchen, um für ihren eigenen Vorteil zu sorgen. Sie sinnen und hecken sich alle möglichen Methoden und Kunstgriffe aus, zunächst um ihren Besitz, den sie mit verwerflichen Mitteln zusammengerafft haben, ohne Verlustgefahr festzuhalten, sodann um die Mühe und Arbeit der Armen so billig als möglich sich zu erkaufen und zu missbrauchen. Haben die Reichen erst einmal im Namen des Staates, das heißt also auch der Armen, den Beschluss gefasst, ihre Machenschaften durchzuführen, so erhalten diese sogleich Gesetzeskraft.

    Indessen … scheint es mir – um offen zu sagen, was ich denke – in der Tat so, dass es überall da, wo es Privateigentum gibt, wo alle alles nach dem Wert des Geldes messen, kaum jemals möglich sein wird, gerechte oder erfolgreiche Politik zu treiben, es sei denn, man wäre der Ansicht, dass es dort gerecht zugehe, wo immer das Beste den Schlechtesten zufällt, oder glücklich, wo alles an ganz wenige verteilt wird …“.

    (Thomas Morus, Utopia, 1516)

  122. Sweet ! Pity.
    Die rechtsrheinischen, ohwwieschönistskandinavien- Dörfler und Idealisten verzweifeln an der Großstadt. Es ist geradezu herzig und schnuffelig das zu lesen. Ihr armen Verzweifelten, die Ihr Euch an einem unschönen Straßendreck und dem damit einhergehenden ignorantn Stilverlust konfontiert sehen müsst. Es ist eine Zumutung, ich weiss. Aber bitte, nicht deswegen schon wieder einen Weltkrieg anzetteln, ja ?!? Zum allerbesten Dank verpflichtet, Euer El Hell.

    • Stadtmensch
      Kein Weltkrieg. Der ist aus der Provinz gar nicht zu entfachen.

      Es wird zuerst ein Bürgerkrieg. Beginnend in Städten größer 200.000 Einwohner. Danach fiebern die sogenannten Metropolen

      Die Provinz wird überleben.

  123. Lesenswert
    Während sich DA, wie ein abgebrühter Pathologe jeden Ekel überwindend, an der Berliner Wirklichkeit abarbeitet, widmet sich Tichy der Verdrängung, die diese Wirklichkeit nicht wahrhaben will …

    ht tps://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/koalition-der-wirklichkeits-verdraengung

    Schluz & Genossen („ein Club geklonter Marie-Antoinettes“) kommen nicht gut weg.
    Lernen kleine Kinder in den ersten Lebensjahren: das feste Verschließen der Augen vor der Wirklichkeit lässt sie nicht verschwinden und führt unvermeidlich zu Kollisionen.

    Wer sich – ehrlich – an die eigenen jugendlichen Irrungen erinnert und den jüngsten SPD-Parteitag mitverfolgt hat, kommt nicht umhin, eine Erhöhung des Wahlrechtsalters auf mindestens 35 Jahre zu befürworten.

  124. Schön sauber
    Sammelbecken
    Sammelbecken und Schmutz

    Schmutz
    Schmutz und Flagellation

    Sammelbecken
    Sammelbecken und Flagellation

    Sammelbecken und Schmutz und Flagellation
    und Berlin ist ein ScheiXloch

    .
    .

    PS:Konnte nicht widerstehen. Man ist versichert, dass Flagellatismus berichtigt wurde.

  125. Zwei R i e s e n Komplimente
    Werter Don,
    an Ihrem Blog schätze und bewundere ich manches, vor allem Ihre Kreativität und sprachliche Gewandheit bei neuen Beiträgen und Ihren Einsatz beim Bearbeiten der Kommentare. Ich hoffe, Sie haben kongeniale Zuarbeiter.
    Ein Aspekt von vielleicht allgemeinem Interesse: Oft lese ich Ihren Beitrag und suche dann Vertiefung, lokale Präzisierung (Google Maps) o.ä. in einem anderen Tab des Ipad. Aber vermutlich machen es andre Foristen längst ebenfalls.

    • Es hilft meistens ein Kollege, das ist sehr nett. Danke. Man gibt sich Mühe, es macht ja auch Spass.

      Die Strasse ist die Görlitzer Strasse, wenn Sie reinschauen wollen.

  126. Die Thronfolge oder "Hi"
    kriegen Sie nicht gebacken. Die Sprache ist sehr spezifisch. Auch hinterpfotzig, das kann ja kaum jemand.
    Das ist eine Art Sprach-Wolperdinger.

    Außerdem: Wer schreibt, der bleibt. Goethe hat auch nicht damit aufgehört. Zwischendurch schrieb dann mal Eckermann was auf, aber Goethe hat geredet.

    Einer, der auch so spezifisch schreiben kann, aber anders und vom Nordpol, ist für mich Wolfgang Röhl, ein Garant für Humor.

    Gestern las ich eine sehr gute Analyse von Michael Stürmer. Es gibt Urgestein. Gucken Sie mal bei Danisch, was so nachkommt. Der letzte Film ist weitaus der beste.

  127. Nun ist es halt da... (der blaue Sack, usw. Danke sehr, dass Sie darauf aufmerksam machen!)
    Wieder sehr gut moniert. Diese Zustände sind auch für Berliner (für das bessere Verständnis: bin da geboren, aufgewachsen und lebend) bzw. viele die in Berlin ansässig wurden, sehr, sehr unschön.

    Ihnen hört man dahingehend vielleicht auch zu. Denn Vielen die sich hier an diesen miesen Zuständen stören, auch und gerade weil sie damit leben müssen, hört niemand zu.

    Man muss bei der folgenden Bemerkung ja schon aufpassen, wie man mit der folgenden Bemerkung eingeordnet wird. Meine ersten Erfahrungen mit der großflächigen Verschandelung mit Graffiti machte ich im Sommer 1989 in Budapest. Selbst an der Fischerbastei, diesem herrlichen Prachtbau aus weißen Sandstein, waren riesige Flächen verschandelt. Letzten Sommer ein Unterschied wie Tag und Nacht. Keine Graffiti mehr, dafür zufriedene Touristen – auch Ungarn aus anderen Landesteilen – mit glücklichen Gesichtern. Dass die Ungarn nicht so viel Kapital im Umlauf hat, nicht so ein reiches Land wie unseres sind, sieht man an allen Ecken und Enden, im Land und auch der Hauptstadt. Viele Bauten sanierungsfällig. Und doch wirkt die Stadt sauber und überall sieht man Leute dafür beschäftigt.

    Welch Vandalismus noch dazu kommt: https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.unterkirnach-fluechtlinge-kommen-vermieter-teuer-zu-stehen.3933e8b5-443e-4a2a-8d4e-41f66d5ea49f.html

    Massenhaft Mitbewohner ungefragt aufgenommen, haufenweise Schäden und deren Kosten, Mietausfälle und eine belästigte Mitmieterschaft. Ihre Rechte scheinen diese Art Mieter aber zu kennen (das wird dann noch als besondere Durchsetzungsfähigkeit gefeiert – wer es bis hierherschaffe, so las man, zeige diese im besonderen Maße), denn die Polizei haben sie nicht herein gelassen, wie dort steht.

    Leider vermutlich kein Einzelfall. Und da wird es wenig Sinn machen an die „Herzen der Vermieter“ zu appellieren, wie es R2G unlängst nach einer entsprechenden Konferenz verkündete…

    Eine Kommentatorin namens „Kopftuchfan*in“* zu dem eben genannten Artikel (das ist auch jene, die sich in Ihre Kritik an: „Integration heißt auch, dass die, die hier geboren sind, sich in die Gesellschaft integrieren.“ @RobertHabeck auf der #BDK18″ einschaltete):

    „So ne ähnliche Geschichte kenne ich auch. Eingeworfene Terrassentüren, die ganze Nacht Rambazamba…. Stadt nicht zuständig, Landratsamt auch nicht. Nun sind sie halt da.“

    *) in der Selbstbeschreibung sagt sie, dass sie beim Joggen ein Kopftuch in „AfD-Blau“ trage um nicht behelligt zu werden. Von wem? Beim Joggen belästigt werden… da denkt man normalerweise nicht an Einheimische (selbst die Ober-Grüne KGE hat in einem Interview gesagt, dass sie sich beim Joggen als Frau nicht mehr sicher fühle – gemeint war seit der Masseneinwanderung).

    Auch wenn es dies mal kurz unter die 3k Zeichen geht: Habeck ist lt. Interviews. u. a. von 2016 von Cohn-Bendit gefördert und sondert auch so etwas ab: „Frau Wagenknechts Politik ist national, inhuman und Kreml-zentriert. Wir Grüne verbitten uns gerade von ihr jedes Urteil über die Ausrichtung unserer Partei.“, und die FAZ schrieb: „Patriotismus ohne Deutschland“ nennt es Habeck; denn Nationalismus soll auf keinen Fall dabei sein.“

    Danke sehr, dass die auf die Zustände in Berlin aufmerksam machen!

    • Mit dem Vermieter habe ich wenig Mitleid,
      denn er hat aus freien Stücken an Migranten vermietet. Dass die eine andere Wohn- und Zahlkultur haben, war nun wirklich nicht vollkommen unbekannt. Gier oder auch moralischer Hochmut kommen vor den Fall, und der ist dann nur angemessen.

    • Was man so über das Runterwirtschaften so hört, kommen die grössten Probleme durch Kurzzeitmieter, wie etwa beim Klinikbetrieb in München. Generell möchte ich als Vermieter bemerken, dass es bei Nebenkostenabrechnungen immer besser ist, den Januar über zu warten, egal welche Herkunft. Und die Bilder da oben kommen aus einer Gegend, in der Nichtdeutsche in der Regel nur noch Dienstleister sind.

      Vor zwei Jahren hat mal ein deutscher Netzaktist bei Twitter verbreitet, was er so von Nebenkosten und Vermietern hält, das hat mir auch sehr zu denken gegeben.

    • @Rabe Wäre mal auf Ihren Kommentar gespannt,
      wenn der Vermieter die Vermietung an Migranten wegen „anderer Wohn- und Zahlkultur“ auschließen würde.

    • Fragezeichen
      Was mich an dem Bericht des Vermieters wundert: er vermietet eine 50 qm Wohnung am Ars..der Welt für € 250.- + Nebenkosten an einen Flüchtling und lässt dann einen zweiten einziehen, von dem er dasselbe verlangt.
      Weil der nicht mehr zahlt, jammert er jetzt herum.

      Normalerweise verlangt man Miete aber pro Wohnung, nicht pro Mieter. Sonst ist man ein Hotel und das ist etwas ganz anderes.

  128. Edit: sorry, hatte meine Antwort erst an der falschen Stelle - und es war ein Fehler darin
    Entschuldigen Sie bitte Don, wenn ich Ihnen mit der zunächst falsch eingeordneten Antwort zusätzliche Umstände bereitet habe. Bitte löschen Sie gffs. die erste Antwort. Darin waren auch 2 kleine Fehler (ein Rechtschreibfehler, und ein inhaltlicher). Bitte sehen Sie es mir nach. Das hier kann natürlich weg. Viele freundliche Grüße aus Berlin!

  129. Ein ganz starker Text übrigens, man ist heilfroh,
    dass die FAZ ihn hat. Überließe man die Berliner ganz ich selbst, dann hätten die ja schlimmstenfalls nur noch ihre Binnensicht alleine.

    Ansonsten scheint es so zu sein, dass dieses grüne Kleidungsstück zur Zeit relativ häufig vorkommt überall in Europa, auch wir hatten vor wenigen Tagen so 1 Uhr plötzlich quer über den Weg liegen, und rechts vom Weg war ein Schild (‚Naturschutzgebiete andalusische Wüste, Vorsicht seltene Tiere und Pflanzen‘) – also bückten wir uns, und legten es zu dem Schild. (Weiter mit hineinnehmen in die Wüste wäre ja offensichtlich noch blöder gewesen, und außerdem verwahrt sich solch, hüstel, womöglich verlauster Dreck auch nicht gut am Körper oder in der Hand.)

    Wenige Meter weiter hatte die einheimische Obrigkeit vor einem halben Jahr auch ein Durchfahrtshindernis in Form einer hübsch-weissroten Schranke errichtet, damals war quasi der Beton der Stützen noch frisch. Inzwischen ist das auch schon wieder alles weggedreht, der Bürger denkt an den 1. September 1939 und Polens Grenzsouveränitär, und sieht es mit Grausen.

    Der Wander- und Mountainbikepfad dort an der Küste entlang ist von aller Welt gut angenommen weil auch die nächste Asphaltstrasse viel weiter im Hinterland ist und man sich fern von jeder Zivilisation vorkommen kann, aber das kann schließlich kein Grund für Gewalt gegen Sachen sein.

  130. Sorry, Don,
    „herab kommen“ u. „zurück wollen“ werden in einem Wort geschrieben.

    https://www.duden.de/rechtschreibung/herabkommen
    https://www.verbformen.de/konjugation/zuru:ckwollen.htm

    • @Ungenannter Geselle!
      Manche stolpern eher über einen Schreibfehler als über einen Denkfehler!

  131. Ferris Ferstl sagt: 28. Januar 2018 um 17:06 Uhr
    Ist es nicht so offensichtlich das sich auflösende, vergängliche Wesen
    des Seins, des dahin sichenden Körpers, sei es Stadt oder des Bewohners
    einer solchen?

    Kapitulation, die Lichter sind aus – keine Hoffnung mehr.

    Die Blätter sind alle gefallen, die Auferstehung wird auf sich warten lassen.
    ———

    Ich verschlief die Dämmerung eines Morgens im Frühling
    Dabei war die Luft erfüllt von Vogelgesang
    Und verstummt nur das nächtliche Rauschen
    Von Regen und Wind
    Wer weiß, wie viele Blätter gefallen sind.

    Meng Haoran, TAN Dynasty, 8 Jht.

    ————————————————–

  132. Räusper, bei 'Cala Leno' wars, die Welt
    ist klein, und bald schon gibt es überall gar keine Unterschiede mehr. Ungefähr so, ein Europa: https://g.co/kgs/bSpiJw

  133. I'll bet you thought I'd forgotten your Christmas bonus. There you are.
    Gute Nacht…ach hier jetzt noch was für die Motivation der arbeitenden Bevölkerung:

    http://h omment.com/ziu8fm4sup

    läuft auch bei Danisch:

    http://www.d anisch.de/blog/2018/01/28/734554-euro-im-monat-netto-steuer-und-abgabenfrei-ohne-zu-arbeiten/

    • .... und das ist ja nur ein Bruchteil der Kosten
      … Kindergartenplätze, Sprach- und Integrationskurse, Betreuungsangebote, Jugendhilfe, Ordnungsverwaltung kommen hinzu …

      Die ganzen Gesundheitskosten obendrauf.

      Aber wenn wir mal unterstellen, dass die beim Grenzübertritt brave Schwaben geworden sind, und ihren Müll nicht so wie in der „Hochkultur“ üblich im Stadtbild verteilen, immerhin keine exorbitanten Aufräumkosten.

      Raffelhüschen, der Gesundheitsökonom, erklärt seit langer Zeit, dass die 500 Mrd. Kosten der Merkelei eher über 1 Billion wachsen werden und sich die Deutschen über die tatsächlichen Kosten Illusionen machen. Nur ab und zu scheinen sie auf…

    • Niemand wird etwas weggenommen!!!!!!!
      O-Ton K.Kleber, C.Sievers & anderes ÖR-Gesindel, Mensch Grölmeyer, Til Schweigtbesser, Maaaaas & andere Politnasen,…

      Hab ich jemand vergessen?

      BytheWay: man nennt diese Kosten auch Opportunitätskosten, ein sehr gutes Synonym dafür: Verzichtkosten (trifft es am besten).

    • kopf auf tischplatte...
      Wenn ein Deutscher auf HartzIV rutscht, dann bekommt er nicht 1000 € oder 700 € pro Person sondern nur 400 €. D.h. die Hälfte. Dafür, dass er vorher Jahrelang eingezahlt hat. Übrigens bekommt er auch nicht mehr Rente als die Zuwanderer. Obwohl er 45 jähre eingezahlt hat.

      Das muss man begreifen.

      Das ist Euer Staat. Euer Geld.

      Aber solange der Deutsche zu dumm oder zu feige ist, sich der Wahrheit zu stellen, solange wird sich nicht ändern.

      Einfach irre, dass hier alle die Fresse halten.

      Einfach nur irre.

    • spricht ja für sich selbst.
      wer wird da nach welchen Sätzen abgespeist (als Bio-~)resp. durchgefüttert( als Inzestblocker) gegen angeborene Normalbegabung?
      kennt sich jemand aus?

  134. Bitte um Internationalsierung
    Warum nur über Berlin klagen? Krasse Stadterlebnisse bietet z. B. auch die Banlieue von Lyon. Schon architektonisch wurde dort nicht an Schockeffekten gespart. Französischer Plattenbau.
    Ich würde mich sehr über einen Fotobericht aus Vaulx-en-Velin freuen, denn ich wohnte einmal in der Nähe und war lange nicht mehr dort. Später erlebte ich eine Autopanne genau da. Man müsse immer bei dem an der Mauer abgestellten Pannenfahrzeug bleiben, warnte der Garagist, denn von jenseits der Mauer drohe Gefahr („Ils sautent le mur.“ ).
    Betreten Sie dort einfach einmal ein HLM. Unter Umständen erwarten Sie im Fahrstuhl Fotomotive mit Schockwirkung. Ein vorheriger Nahkampfschnellkurs wäre sicher nicht verkehrt.
    Auch im Bel Paese dürften urbane Scheusslichkeiten zum Lamento einladen, z. B. in den Vorstädten Roms.
    Ein gute Reise zu wünschen wäre hier zynisch.
    Also einfach schönen Abend.

  135. Titel eingeben
    Weil ich ja von 1969 bis 1974 im RHS wohnhaft war und von 1977 bis 1997 dort mittels Lastzug ihnen Rohmaterial brachte und Fertigmaterial abfuhr, erlaube ich mir zu bemerken: Ohne die zugewanderten Türken in Stadtreinigung, bei Tetrapak und Ford-Kunststoff wäre Berlin schon Anfang der 80er Jahre wirtschaftlich fertig gewesen.
    Denn der autochtone Berliner arbeitet entweder im öffentlichen Dienst oder gar nicht (was dasselbe ist).

    Wenn etwas Schnee fällt, werden aus Öko-Gründen die Straßen der Buslinien nicht gestreut, weshalb die Doppeldecker mit 5 km/h über die Straße taumeln. (Die Rede ist von 1980). Unsereins kam mit Schnitt 80 km/h über die Transitstrecke (weil von den Genossen sauber gestreut) und musste an der Potsdamer Chaussee die Ketten aufziehen, weil Berlin-West war damals schon ohne Brenner-Pass-Ausrüstung und Differentialsperre in der Antriebsachse unbefahrbar.
    Nun ist da bestimmt die nächste Generation der BSR-Bediensteten zugange. Also genau so faul und inkompetent wie ihre Eltern beim BSR.
    Das wird nichts mehr.
    Ich würde den Laden verkaufen. Inklusive Regierung.Vielleicht kann Bertelsmann-Arvato das alles übernehmen.

    • Sehr schön.

    • Schwer verkäufliches Berlin
      Berlin einschließlich Regierung zu verkaufen, ist eine amüsant Idee. Aber wer würde schon dafür Geld ausgeben wollen? Die sich formgebende nächste Groko wird schwer zu verkaufen sein, wenn sogar schon die Mitglieder einer der Großparteien die Mitgliedschaft in ihrer Partei gegen anti-Groko Stimme verkaufen.

    • Titel eingeben
      Übertreibung!

  136. Ein Dank und OT
    Von mir soll es auch mal wieder einen Dank an Sie geben, nicht weil ich oben widersprochen habe, ganz bestimmt nicht. Das ist erledigt und fein(Ich musste ein Veto für meine Meinung einlegen.). Ich weiß nicht mehr genau, wie ich dieses noch offene Forum am Anfang sah, aber eines fiel sofort auf, dass hier ein großer Wissens- und Erfahrungsreichtum aus den Kommentatoren sprudelte. Sie wissen ja selbst, dass Ihre Intensität an Beiträgen auch die Kommentare mehrt (kicher).

    Ich denke das diese in der nächsten Zeit nicht abnehmen werden, weil die Aufwachphase beginnt. Es sieht für mich so aus, als gäbe es eine Wiederholung von ´89 – nicht nur, um dieser unsäglichen Betrügereien am Volk ein Ende zu bereiten.
    Deren Verlogenheit hat ein Ausmaß angenommen, der man sich als Nichtkonsument ausgeliefert sieht, weil der Rest fröhlich ins verderben feiert(e). Aber dafür musste leider viel zu viel bestialisches passieren, damit die Augen sehen, was hinter den Kulissen gemochschelt und geschoben wird.

    Der Einschnitt in unsere Gesellschaft, der vor uns liegt und zum Teil ja auch schon wahr genommen wird, kann nicht epochaler sein. In welcher Art dieser auftreten wird, liegt mit an uns aber eben auch nicht sehr, denn die Finanzierer und Finanzinstitutionen können gewaltigen Druck erzeugen, dem wir hoffentlich nicht tatenlos zusehen werden – auch wenn, der gläserne Bankkunde die Vorstufe ist.

    Vielen Dank
    und viel Ausdauer für die Zeit, die kommt.

    .

    PS: Ihre Geduld ist ein maßvolles Gut und fördert den hiesigen Blog.

    • Danke. Es gibt unter Journalisten, die nah dran sind, die Angst vor einem Flächenbrand. So etwas wie Löln in Ostdeutschland wäre jetzt sicher äusserst unangenehm, und man merkt ja, wie das Land in zwei Teile zerbricht. Wenn es nur regional wäre, könnte man sagen, ok, passt. Aber das ist es nicht und ich glaube auch nicht, dass die langfristigen Folgen gut sind. Um so wichtiger ist es mir, dass genau das hier im Blog nicht passiert und die Debatte respektvoll und angemessen bleibt. Ich kenne nicht so arg viele Diskursräume dieser Art.

    • Die Konsequenz(en) der Entscheidung
      Den Flächenbrand möchte ich ehrlich gesagt nicht benutzen – noch nicht. Solange der Verstand in uns herrscht, müssen Alle daran arbeiten, dass dieser nicht entsteht. Das gilt insbesondere
      für Fr. Dr. M. Merkel(und Komparsen); denn Sie ist diejenige, die die falschen Entscheidungen getroffen hat, und weiterhin trifft. Eine klare Haltung ihrerseits d.h. – die Fehler eingestehen und den Rücktritt wählen.

      Dieser Schritt wäre nötig, um andere Prozesse in Gang zu bringen, die der Erhaltung unseres Landes stützt. Antideutsche Vereine nicht mehr finanziell unterstützen. Alle! Und die wichtigste Frage ist dann natürlich, wer soll es machen? Das diese Frage überhaupt auftaucht zeigt, was in unserem Land – in den man eine der größten Steuerlasten auf das Volk abwälzt –, ein politischer Niedergang herrscht, der die Altparteien in die „existenzielle Not“ drückt, weil die Misswirtschaften dieser Damen&Herren, an Tageslicht gelangte.

      Ich wünsche mir aus diesen Reihen, dass sie sich selbst erkennen, tief in ihrem inneren den wahren Geist eines Politikers mit Rückgrat entdecken – und nicht nur die eigenen Konsequenzen zieht.

    • Nicht doch
      Ich meine selbsterhaltend: Fr. Dr. A. Merkel.

  137. Mit der Selbstverwirklichungsgesellschaft
    geht auch die Delegation allen Unannehmlichkeiten an Dritte einher, inkl. der Zuständigkeit für Moral an den Staat.
    Entsprechend theoretisch und ignorant ist das Ganze dann auch.
    Verantwortlichkeit und Ehrlichkeit müssen hinter Egoismus und Paradiesträumen zurückstehen und nähren den Ärger oder hass auf Andersdenkende beständig, weil man selbst nie verantwortich für die Missstände ist, denn Verantwortung steht der persönlichen Entfaltung und Ansprüchen im Wege.

    • Manche haben halt nicht mehr erlebt, dass der Staat kein Dienstleister sein muss, sondern auch der Feind sein kann. Wackersdorf und der sinnlose Rhein-Main-Donau-Kanal waren da eine gute Schule.

  138. Ich bitte um Verständnis ...
    dafür, dass ich, in der Hoffnung und in Erwartung dessen, dass die Feindseligkeiten eines natoPartners, nähmlich der USA gegenüber der Türkei, in der Kurdenfrage, die dem Land seit über 40 Jahren furchtbares Leid verursacht hat, endlich ein Ende nimmt. Dass die USA, de facto, über die von ihr selbst bewaffneten kurdischen Terroristen, gegen die Türkei, einen Krieg erklärt hat, macht die ganze Natogeschichte zum Farce des Jahrhunderts …
    Zu Tränen wurde ich gerührt heute morgen, angesichts https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=354588898284787&id=298104457266565.

    • Putin scheint der bessere Taktiker zu sein.Er spaltet die Nato.
      Mir ging es gestern wie Ihnen, als ich sah, dass Erdogan Häuser von Zivilisten bombardierte. Die Bewohner sagten, es gäbe kein Militär bei ihnen. Als Deutsche habe ich über unsere Waffenlieferungen überall hin eine machtlose Wut.

      Völker, die keine Flugzeuge und Bomben haben,scheinen vogelfrei zu sein.
      Ein Fass darüber möchte ich hier aber nicht aufmachen, das war’s.

    • @Philomena
      Hab grad vorhin gelesen, dass die amerikanische Armeeführung, die Entwaffnung der kurdischen Terroristen und den Rückzug der amerikanischen Armee samt den Terroristen aus Menbic abgelehnt haben.

      Was nun, wenn ein Natomitglied einem anderen den Krieg erklärt ? In einer geographischen Lage, wo die Amerikaner nichts zu suchen haben.

      Als Passifistin, bin ich selbstverständlich immer darauf bedacht, das ganze Leid, das kriegerische Auseinandersetzungen mit sich bringen, irgendwie unterbinden werden soll.

      Es gibt leider dieses Kurdenproblem in der Türkei seit über 40 Jahren, man ärgert sich über den Ausmaß der kurdischen Nationalismus, destruktive Haltung einiger Kurden. Konkret in Istanbul und im Westen gibt es das Problem der kurdischen Mafia, ohne deren Einwilligung kann man bspw. im historischen Halbinsel um Palast, Blaue Moschee, Aya Sofya kein Restaurant und Café eröffnen, es ist alles fest in der Hand der kurdischen Mafia.

      Die Kurden im Osten haben irgendwie Methoden entwickelt, Elektrizitätskabeln anzuzapfen, da die Verluste der Verteilerfirmen dabei groß sind, werden momentan die Kosten, unerlaubt verbrauchten Mengen an Elektrizität durch die Kurden, an die restliche Bevölkerung umwälzt. Bei einer Rechnung von 100 Lira an effektivem Verbrauch kommen etwa 26 Lira darauf.

      An dem Ausmaß der Kurdenproblematik sind nicht nur die USA, als Hauptacteur zu sehen, sondern auch leider Gottes Deutschland und Israel …

      So kommen Sie mir nicht mit ah so armen Kurden …

      Tun Sie lieber, als politisch bewusste Deutsche, Ihren Beitrag dazu, dass das Leid endlich ein Ende findet …

    • es wird schwierig, keine Frage. Aber ich glaube, dass der Ober Trump dwen Unter Erdogan stechen wird. Vermutlich muss nur mal die NSA ins Archiv und was an Wikileaks schicken. Oder die Russen machen das.

    • Die Türkei (Mitglied der NATO und achtstärkste Millitärmacht der Welt) führt in Syrien einen Angriffskrieg gegen die Kurden, welche genauso ausgerottet werden sollen wie Armenier und Christen.

      Genozid, auch mit Hilfe von über 350 Leopard-2 Kampfpanzern aus ehemaligen Bundeswehrbeständen.

      Lächerlich der lapidare Einwurf der Bundesmerkelregierung man wolle vorerst türkische Panzer nicht nachrüsten.

      Sigmar Gabriel gibt mal wieder den dem preußischen Kadavergehorsam ein Bild. 80 Jahre nach der [Himmel, muss das sein?] hier in Schland und Österreich, fällt die Maske der „freiheitlichen demokratischen“ Pseudoelite in Berlin. Das Regierungsviertel ist die wirkliche schändlichste Ecke in Berlin. Man macht sich gemein mit Diktatoren und Mördern. Pfui … !

      Wann gibt es eigentlich eine Sternfahrt zur Reichskristallkuppel zu Berlin.
      Ich wünsche mir einen 5 Meter hohen und 20 Meter breiten Misthaufen vor dem Eingang – damit es endlich eine Visualisierung des Versagens gibt.

    • Geht es auch ohne NS-Bezug?

    • Hinter den Propagandalügen der Machtagenten.
      Liebe El.Pe,

      so, so. Kurdenproblematik nennen sie das, wenn seit Jahren in der Türkei ganze Dörfer mit Mann und Maus zusammengebommt werden.

      Und jetzt wird Syrien und der Irak systematisch gesäubert.
      Das deutsche Tornados vor 3 Monaten nach Al-Asrak in Jordanien verlegt wurden ist purer Zufall. Nein, ist es nicht.

      Bitte keine Verharmlosung von Völkermord und Führung eines Angriffskrieges mehr. Bitte …

    • El-Pe,
      Bitte, unterlassen Sie es, mir Anweisungen zu geben, ich denke selbst.

      Eine Woche habe ich kurz vor den Taksim – Demonstrationen in Istambul verbracht und fand es schön und interessant. Der schönste Augenblick war, als ich mich auf der Frühstücksterrasse umdrehte und außer einem blühenden Kirschbaum die Blaue Moschee “ von hinten sah“. Das Hotel lag genau darunter.Vor mir der Bosporus.Sonst kenne ich nichts vom Land.

    • Die Lage ...
      ist ziemlich ernst, mein lieber Don !

    • Die linksnationalistischen Kurden wollen
      [das wird mir jetzt zu blöd. Don.]

    • USA-Türkei-Kurden-Irak-Syrien-Libanon-Iran-Israel
      @El.Pe

      Wenn der Gastgeber hier über Kurden und/oder Türken und/oder USA einen Beitrag schreibt, bitte kommentieren.

      Da hier in Deutschland aber nun der wahre Konflikt zwischen Kurden und Türken aufzubrechen beginnt – und offensichtlich gerade massiv angeheizt wird, möchte ich Ihnen direkt von Forist zu Forist antworten, so es erlaubt sei:

      Ehrlicherweise muss ich sagen, wenn Sie hier bei einem Beitrag über Berlin jetzt über die Gewalt der Kurden und/oder USA gegen die Türken protestieren: was hat der Müll in Berlin mit dem Krieg in Syrien und den Konflikten zwischen Türken und Kurden zu tun?

      Soll ich mich jetzt positionieren zwischen kurdischem Rocker-Club, Osmanen Germania und deutschen Hells Angels? Werde ich bestimmt nicht tun.

      Wer gewalttätig Konflikt klären will: draußen vor der Tür.
      Das sollten alle hier Lebenden genau so verstehen, wie es gemeint ist. In jeder Diskothek gilt das, wenn die Schubserei losgeht.

      Und das meine ich auch genau so in der großen Politik: Nur weil einige Firmen ihre Panzer überall hin verkaufen (und alle, wirklich alle Konfliktparteien stehen vor deren Tür und wollen kaufen!), deshalb werde ich nicht zulassen, das fremde Kriege in meiner Heimat ausgelebt werden.

      Ich hoffe, Sie können das verstehen.
      Und wo auch immer heimtückisch gemordet wird, glauben Sie mir das, ist klar, wo ich die Schuld sehe. Und dennoch bin ich striktester Verfechter, dass Deutschland keinerlei Auslandseinsätze mehr vornimmt. Keinerlei.

      Ich hoffe, Sie können das verstehen. Ich bin in diesem Punkt aber nicht kompromißbereit, außer Verteidigung meiner Heimat auch nur irgend einen weiteren Krieg zu unterstützen.

      Bekämpfen Sie die Mafia in der Türkei. Und befreien Sie die politischen Gefangenen in der Türkei. Und suchen Sie die Kurden, die ebenfalls keinen Krieg wollen. Wer keine Gewalt will, muss dafür von Beginn an mit Worten kämpfen. Wenn aber bereits mit Gewalt gekämpft und getötet wird, hilft es wenig, wenn immer mehr Beteiligte gewaltätig mitmischen und töten. Mehr kann ich Ihnen nicht dazu sagen.

      Mit freundlichen Grüßen

    • Ernsthaft. Leute. Kurdistan ist hier nicht das Thema.

    • Bitte um ...
      Ihr o.k, lieber Don, vonmicha, sunset und Dr. Seltsam kurz, bündig und versöhnlich freundlich ( meine gewohnte übliche Art hier im Blog ) antworten zu können und zwar lediglich um aufzuklären und zu erklären, warum es kein Land gibt namens Kurdistan …

    • Ernsthaft. Es gehört hier nicht rein und ich muss dann etwas moderieren, auf das ich absolut keine Lust habe, und was niemandem etwas anderes als Streit und ÖÄrger bringt.

    • Es kann ...
      doch nicht angehen, lieber Don, dass dort wo zweifellos ein erheblicher Aufklärungsbedarf festzustellen ist, die Aufklärung sein zu lassen, weil die Aufklärungsbedürftigen sich sonst irritiert fühlen würden, hier in diesem Falle auf Kosten einer Bevölkerung, die seit mehr als 40 Jahren unter der Kurdenpomitik der Amerikaner leidet !!!

    • Dann gehen Sie dazu bitte zu einem der Milliarden Beiträge über Kurden und diskutuieren Sie das dort. Es geht im Text oben aber mit keinem einzigen Wort und Kurden, und das ist auch volle Absicht. Ich habe keine Lust auf Debatten, die nichts ausser Streiterei bringen und dann noch die Trolle der irren Lager anzieht.

    • A propos..
      Unvergessen ist natürlich Lex Barker als Kara Ben Nemsi in „Durchs wilde Kurdistan“.
      Obwohl die Buchvorlage ziemlich dünn ist, sozusagen eine Oase des Grauens in der Karl-May-Wüste.

    • @ El.Pe et al.
      So weit off topic ist auch für andere Leser nervig, nicht nur für den Hausherrn, der eh schon genug am Hals hat. Es gibt immer noch die Möglichkeit eigener Blogs, wenn einem ein Thema so am Herzen liegt, des Dons Reichweite dafür zu missbrauchen finde ich ein bißchen schäbig.

  139. Was uns an Dons Brennglas auf Berlin...
    …. so an die Nieren geht: Berlin ist inzwischen fast überall, nicht nur im fernen Paris (wo jetzt das Hochwasser eine „Putzede“ übernimmt) oder Kopenhagen um dieses „Fristad Christiania“-Siff-Quartier herum oder in Hamburg. Schauen Sie sich die immer mehr verelendenden und verslumenten Großraum Rhein-Ruhr an. Duisburg könnte mit den betroffenen Bezirken in Berlin locker mithalten.
    .
    Und selbst in Bayern, von Augsburg bis Amberg, von Kempten bis Kötzting, von Landsberg bis Landau/Isar, von Hohenlinden bis Hammelburg finden Sie die großflächige Graffity-und Mülldreckecken.
    .
    Den Vogel schießt dabei unsere privatisierte Bummelbahn ab. Schauen Sie sich z.B. nur mal die verlassenen Bahnhöfe an einer Nebenstrecke wie Augsburg-Landsberg/Lech an. Oder das „rollende Material“. Zum erbarmen.
    (DdH)

    • Finden Sie? Ich habe gerstern mal am Mittleren Ring in MMünchen geschaut: Alles sauber. Vorgestern Nacht hat jemand reihenweise Sticker bei und verklebt, in Neongelb. Gestern war die Hälfte schon wieder weg. Bei uns kommen Sie mit Spraydose noch in den Polizeibericht.

    • Also ich habe schon Fotos nach den Partys vom sommerlichen Isarufer bei München gesehen, da
      möchte ich nicht auf ganz Bayern schließen. Das verbietet sich aus den bekannten Gründen einfach.

    • die Bahn . . .
      angefangen von Bahnhöfen
      über Gleisanlage zu Wagenmaterial:
      schäbig, schäbig, schäbig.
      kein Ehrgeiz der Verantwortlichen.

      es fällt einem besonders in der Nähe
      zur Schweiz auf.

      und hier im Süden wurden die ersten
      Strecken Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut –
      Elektrifizierung heutzutage soll 2 Jahre dauern
      und sie finden heute heraus, dass die Südbahn
      durch mooriges Gelände führt!

      viel Vergnügen die nächsten Jahre mit
      dem Ersatzverkehr – kleine Hoffnung:
      vielleicht werden die Busse nicht so schnell
      verschmuddeln!

    • @ DdH
      Kempten halte ich immer noch für sauber im großen Ganzen.

    • Graffity oder street art...
      kann man wohl kaum im gleichen Atemzug nennen.
      Man google mal den Schriftzug, der auf Dons Foto der Hauswand lesbar ist: huskmitnavn….ein dänischer Künstler so Banksi-mäßig….

      Gestern wieder in Niederbayern unterwegs gewesen: nirgendwo Müll.

      Dreck an Bahnhöfen gab es noch weit mehr in meiner Kindheit…da war die Bahn nicht privatisiert.

    • Graffitti
      Da habe ich ein putziges Beispiel:
      Für den Teil der Bahnstrecke Salzburg-München, der im Münchner Osten durch Wohngegenden führt, ist vor etwa zwei Jahren eine neue Lärmschutzwand gebaut worden. Spannenhohe Betonsockel mit grün lackierten Metallwänden, etwa drei Meter hoch.
      „Natürlich“ ging das ganz fix, daß diese Wand auf der Bahnseite mit Graffitti sehr unterschiedlicher Qualität versehen wurde.
      Nun sind unten im Sockel alle paar Dutzend Meter DIN A5-große Durchbrüche, damit Kleingetier durchkommen kann. So weit alles nix Neues.
      Über diesen Durchbrüchen sind aber nun immer in (menschlicher) Augenhöhe Hinweisschilder mit einer stilisierten Eidechse und einem Hinweispfeil auf den jeweiligen Durchbruch – und die sind auch dann, wenn sie mitten in einem Graffitto liegen, fein säuberlich ausgespart bzw. blankgeputzt!

    • Nieren
      Hier im Norden ist es so – ich konnte mich erst gar nicht zum Kommentieren aufraffen, so deprimiert hat mich der ähnliche Zustand meiner Heimat.

      Allerdings ist die politische Verwahrlosung schwerer zu ertragen und wohl auch schwerer zu beseitigen, wenn man sich denn dazu aufrafft.
      Die Grünen feiern sich auf dem auf den Holocaust-Gedenktag gelegten Parteitag, die Hauptstadtkorrespondentin der ARD feiert das wie ein Groupie (obwohl sie Herrn Habeck meist nicht mal richtig schreiben kann), merkt auch nicht, wenn sie deswegen verspottet wird.

      Unser Bundesinnenminister wünscht sich Resilienz und Vorbereitung auf alle denkbaren Katastrophenfälle – Vorbild Israel – in seinem BMI-Rundbrief. Verschlechterte Sicherheitslage war und ist halt alternativlos, der Bürger soll fröhlich und gelassen arbeiten und konsumieren, denn im Endeffekt kann man bei 80 Mio auch ein paar Tausend locker verschmerzen.

      Alles toppen tut dann AM in Davos, kommt aus dem Land in dem sie regiert, wünscht sich die staatliche Bekämpfung der Opposition und erklärt Investmentgeneigten, dass es hier leider weder schnelle Internetanbindung noch günstige Wirtschaftsbedingungen gibt, aber die Möglichkeit, ganz viel Schuld an Afrika wiedergutzumachen.
      Die Journalisten finden, dass das eine große europäische Rede war und buhen Trump aus; weil sie aber nicht laut genug waren, dreht die Tagesschau den Ton für die Buhrufe rauf.

      Und unser Außenminister lässt sich dabei ablichten, wie er mit Kida Khodr den Rabia-Gruß übt, während der darin viel geübtere Erdogan mit Hilfe von islamistischen Terroristen die Kurden in Syrien angreift.

      Gegen all das sieht der Müll richtig entspannend aus.

    • Pendlerbeschimpfung
      Zwischen den Reinigungsdurchgängen (mindestens 1x jährlich!) durchläuft auch ein Stuttgarter Vorort-S-Bahnhof eine beeindruckende Metamophose. In der Bahnsteigunterführung kauert der junge Bettler mit todtraurigen arabischen Gesichtszügen auf einer täglich wachsenden Schicht aus Schmutz. Ekelhafter, schmieriger, nasser, beleidigender Schmutz, mit dem die Bahngesellschaft zusammen mit den kommunal Verantworlichen ihre Verachtung für diejenigen Berufspendler kundtut, die nicht im steuergeförderten Blechsarg, sondern im Schienengefangenentransport den Porsche-Platz mit seiner faschistoiden Autoskulptur passieren müssen.
      Wie langweilig ist dagegen das Leben des Bahnpendlers im von der Automobilindustrie verschonten Grossraum Zürich mit seinen monoton blitzsauberen Bahnhöfen!

    • @Jessica: beides Reden, die man lesen sollte, um einen Vergleich zu haben - und eine geht
      an die Nieren.
      Eine, die einen Staat mit ungepflegter Infrastruktur zusätzlich zum Weltsozialamt erklärt, findet man unter Bundesregierung, Aktuelles, 24.01.2017. Die andere, übersetzt und auch unkommentiert, bei der Achse.
      Und Klonovsky macht sich auf seiner Seite böse über die Erste her. Wer so was schreibt und wer so was dann auch noch einem Publikum vorträgt, im Namen eines Volkes…
      Es hat mich angeregt, die Rede, die sie im Michel an Schmidts Sarg hielt, noch mal zu lesen. Auch das: nicht gut.

  140. Unsere geliebten
    Zufluchtsuchenden „grasen inzwischen ganze Straßenzüge ab“.
    .
    https://www.welt.de/regionales/nrw/article172905160/Kriminalitaet-in-Ostwestfalen-Warum-schneller-Abschieben-seinen-Preis-hat.html
    .
    aber wer das anspricht ist Nazi oder schlimmer: islamophob.
    .
    Hilfe für die Kartoffeln? darüber lachen die Behörden und die schuldhaft vernatwortlichen „Politiker“.
    .
    Ein kaputtes Land. DANKE, Merkel und Lakaien!

    • Bitte, können wir einmal beim Thema bleiben?

    • na ja...
      … Sie haben das Thema, wie den Elefanten ausgeblendet, aber dass die im Bild festgehaltenen Entwicklungen (zumindest auch) mit der Zunahme von Leuten zu tun haben, die eine Stadt nicht mehr als Erbe ihrer tüchtigen Vorfahren erlebt, das zu hegen und zu pflegen ist, sondern bestenfalls als vom eigenen Clan beherrschten Gebrauchsgegenstand („mein Kiez“), liegt doch auf der Hand … Und dass die „Hochkultur“ ein gestörtes Verhältnis zu Mein und Dein hat, wenn es Kufar betrifft, auch.

  141. Historisch disqualifiziert
    @TDV sagt 29. Januar 2018 um 03:59 Uhr
    „Man denkt ja gerade über ein neue linke Sammlungsbewegung. nach, das grosse Problem dabei ist wohl, dass ja eigentlich Die Linke eben genau diese Bewegung hätte werden sollen, und Sarah und Lafo wissen selber wie sehr das in die Hose gegangen ist.
    Falls sie das interssiert, es gibt bei Rubikon einige Gedanken dazu.“

    Nein, niemals hätte aus der Linkspartei mit ihrem historischen Hintergrund und der personellen Zusammensetzung „eine neue linke Sammlungsbewegung“ werden können.

    Die Linkspartei hieß vorher PDS und war eine SED-Nachfolgeorganisation voller Ex-SED-Funktionäre. Die wollen im Wohlstand des Westens ankommen und nutzten die PDS als Selbstversorgungsorganisation.

    Winfried Wolf beschreibt den Zustand der Partei bei der Begründung seines Parteiaustritts (2004). Wen es interessiert, kann den Text aufrufen:
    „Erklärung von Winfried Wolf: Warum ich aus der PDS austrete“

    2002 war die PDS mit 4,0% nicht mehr in den Bundestag gekommen und damit stand diese Partei vor dem bundespolitischen Aus.

    2005 hatte sich – hauptsächlich in Westdeutschland – eine neue linke Partei gegründet, die WASG.

    Bei den Wahlen in NRW 2005 wurde die WASG auf Anhieb fünftstärkste Partei, scheiterte jedoch mit ca. 2,2 %.

    Die WASG war eine völlig neue linke Partei mit dem Ziel, eine Gegenbewegung zur neoliberalen Politik zu schaffen. Auch für Linksliberale bzw. liberale Linke, die nichts mit der SED-Nachfolge-Funktionärspartei zu tun haben wollten, war die neue WASG attraktiv. Hingegen gab es für liberale Menschen eine politische und kulturelle Schranke gegenüber der SED-Nachfolgepartei.

    Lafontaine war in der SPD trotz seiner linkspopulistischen Rhetorik nie wirklich ein Linker gewesen.

    Peter von Oertzen sagte über Lafontaine:
    „.. mit ihm, fürchte ich, handelt man sich nur Probleme ein, er ist windig.“
    *https://www.stern.de/lifestyle/leute/was-macht-eigentlich——-peter-von-oertzen–3298948.html

    Lafontaine und Wagenknecht haben dafür gesorgt, dass die PDS sich die WASG in Sinne einer politischen Bluttransfusion einverleiben konnte. Anschließend wurde die PDS umfirmiert in „Die Linke“.

    Nur die Hälfte der WASG-Mitglieder schloss sich der SED-Nachfolgepartei an, die nunmehr insbesondere durch Lafontaine ein neues Image bekommen hatte, aber nach wie vor die gleiche opportunistische Funktionärspartei blieb, der es hauptsächlich im die Versorgung der Funktionäre geht.

    Psychologisch funktioniert die Linkspartei wie eine Kirche. Auf der einen Seite die Mehrheit des zahlenden Fußvolks, auf der anderen Seite die bezahlten Bonzen mit hochdotierten politischen Posten. Die Bonzen verbreiten linke Hoffnungen und Illusionen, während tatsächlich die Partei neoliberale Politik macht.

    Die heutigen Linken sind zu Komplizen der Herrschenden geworden und produzieren falsches Bewusstsein. So hat sich z. B. eine Wagenknecht im Verlaufe ihrer Berufspolitikerkarriere zu einer anti-marxistischen „Linksreaktionärin“ gewandelt und propagiert sozialdemokratische Umverteilungsillusionen.

    Wagenknecht sehe ich als Beispiel einer Politikkarrieristin. Zunächst simulierte sie eine stalinistische Kommunistin, so etwas brauchte damals die PDS, um die alten SED-Stalinisten als zahlende Mitglieder in der Partei zu halten.

    Jetzt ist Wagenknecht sozialdemokratisch gewendet und verbreitet – wie Lafontaine – die Illusion der Möglichkeit einer Rückkehr zur definitiv untergegangenen „Sozialen Marktwirtschaft“. Aber jeder Mensch mit politischen und ökonomischen Verstand weiß, dass dies systemimmanent unmöglich und daher nur eine betrügerische Illusion ist.

    Hollande hatte mit dieser Illusion eines Politikwechsels durch Veränderung der Mehrheitsverhältnisse im Parlament die Wahl gewonnen, er wurde französischer Präsident.

    Und was ist aus Hollandes linken Versprechungen geworden?

    Ein anderes Beispiel: Tsipras. Dieser ehemalige linke Hoffnungsträger betreibt jetzt knallharte neoliberale Politik.

    Wer jetzt von einer neuen linken Sammlungsbewegung mit Lafontaine-Wagenknecht an der Spitze träumt und glaubt, mit dem Kreuzchen auf dem Wahlzettel zu einer anderen Politik zu kommen, der hat die Beziehung zur Realität verloren.

    Die System-Linken in sozialdemokratisch-parlamentaristischer Tradition haben sich als fortschrittliche politische Kraft historisch disqualifiziert.

    P.S.
    Was den Autor des von TDV angesprochenen Rubikon-Artikels, Andreas Weh, betrifft, so lässt sich dessen Biographie leicht im Internet recherchieren.

    • Linke Berufspolitik
      Berufspolitiker personifizieren eine Berufsrolle. So wie ein z.B. ein Autoverkäufer.

      Es wird jedoch die Berufsrolle eines/er Berufspolitikers/in viel schlechter durchschaut wird als die eines Autoverkäufers.

      Es ist klar, dass der Job eines Autoverkäufers ist, Autos zu verkaufen. Er wird dafür bezahlt und bekommt für jedes bezahlte Auto eine Prämie. Ist er bei BMW eingestellt, preist er BMWs an, ist er bei Mercedes, dann stellt einen Mercedes als das beste Auto dar.

      Kein intelligenter Kunde erwartet von einem Autoverkäufer eine objektive Darstellung, schon gar nicht hinsichtlich der Schwächen und Nachteile.

      Salopp gesagt, will der Autoverkäufer unser Geld. Das ist der wirtschaftliche Kern seiner Tätigkeit. Wir bezahlen mit unserem Geld, erhalten das Auto als Ware, und der Autohändler macht einen Gewinn.

      Befassen wir uns nun mit der Berufsrolle eines Pfarrers. Das ist ein Dienstleistungsberuf. Anders als bei einem Rechtsanwalt bezahlen wir ihn nicht direkt, sondern wir bezahlen Kirchensteuer, die vom Staat zwangsweise eingezogen und an die Kirche weitergeleitet wird. Und die Kirche bezahlt den Pfarrer.

      Für welche Dienstleistung bezahlen wir Kirche und Pfarrer?
      Früher war es klar: Die Hauptdienstleistung war, den Schäfchen die Aussicht und Hoffnung auf ein Platz im Himmel zu vermitteln und Trost und Hoffnung für das Leben auf der Erde zu spenden.

      Die Berufsrolle eines linken Berufspolitikers ist ähnlich. Er vermittelt Zuversicht und Hoffnung auf Veränderung. Die Mitglieder bezahlen, die Funktionäre lassen sich bezahlen. Der Job des Berufspolitikers ist, Mitglieder zu gewinnen und zu halten sowie Stimmen zu requirieren. Stimmen bedeuten Aufstieg und Zugang zu den Trögen.

      Wie lange gibt es die Linkspartei in der BRD? Seit 28 Jahren: Hat sie schon viel für ihre Mitglieder und Wähler bewegt? Oder ist es nicht so, dass nichts anders gelaufen wäre, hätte es die PDS/Linkspartei nie gegeben?

      Wer hat also profitiert? Eine Minderheit von Funktionären und Berufspolitikern. Die Mitglieder haben ihre Beiträge bezahlt, haben unbezahlte Arbeit geleistet, beim Plakatekleben, an den Wahlständen etc.

      Wissen die Mitglieder, wie die Funktionäre über sie denken? Vermutlich nicht. Sie können sich den Zynismus und die Geringschätzung gar nicht vorstellen.

      Selbstverständlich wissen die linken Berufspolitiker, dass sie ihre Klientel betrügen und verraten. Ein ehemaliger Linker wie TDV sieht in den Wählern „Urnenpöbel“. So reden die Berufspolitiker über ihre Wähler nicht, aber sie behandeln sie so. Sie beauftragen Werbeagenturen, die mit Methoden professioneller psychologischer Manipulation. Hoffnungen und Illusionen sollen erzeugt werden, um so das Wahlverhalten zu beeinflussen. Sie beauftragen Spin-Doctors, die griffige Slogans und suggestive Frames entwickeln.

      Hier ist die Parallele zu den Autoverkäufern.

      Der Unterschied liegt darin, dass nur wenige Bürger diese Parallele erkennen. Die Bürger projizieren ihre Wünsche in Berufspolitiker und Parteien.

      Die Parallele zu den Pfarrern ist, dass gerade linke Parteien unrealistische Hoffnungen wecken. Sie bringen ihre Klientel dazu, zu hoffen und zu harren. Und machen sie so zu Narren.

      Lafontaine und Wagenknecht sind Profis. Sie machen ihren Job als Berufspolitiker besonders erfolgreich.

      Deshalb fallen auch so viele Menschen auf diese politischen Popstars hinein.

      Die SPD hat sich bei ihren vormaligen Wählern disqualifiziert. Sie sehen in der SPD eine Verräter-Partei. Nun projizieren nicht wenige Ex-SPD-Wähler ihre Wünsche und Hoffnungen auf Lafontaine und Wagenknecht.

    • @H. v. Goslar
      Ja, das paßt. Die Menschen möchten an etwas glauben – und wenn es nicht mehr die Kirche ist, dann halt an die Heilsversprechen von Linken und Grünen. Rational ist es jedenfalls nicht erklärbar, warum die Anhänger und Wähler haben. Ich war schon immer Atheist und das halte ich auch politisch so,

    • Magisches Denken + Politik
      @IsopanFF sagt: 30. Januar 2018 um 17:57 Uhr
      Die Menschen möchten an etwas glauben – und wenn es nicht mehr die Kirche ist, dann halt an die Heilsversprechen von Linken und Grünen. Rational ist es jedenfalls nicht erklärbar, warum die Anhänger und Wähler haben. Ich war schon immer Atheist und das halte ich auch politisch so.

      Das politische Denken und Handeln wird weitgehend durch magisches Denken bestimmt.

      Das merken die meisten aber nicht, weil sie nicht aus ihrer Bewusstseinsblase herauskommen. Es fehlt Reflexion.

      In anderen Kulturen können sie magisches Denken identifizieren, in ihrer eigenen nicht.

      So wenn z.B. Balinesen mit Göttergaben die Götter günstig stimmen wollen.

      Aber sie können sich nicht vorstellen, dass die meisten Chinesen die repräsentative Demokratie für einen Schwindel halkten. Weil sie überzeugt sind, dass auch dort nicht das Volk bestimmt, sondern – wie bei ihnen – die Mächtigen.

      Aber in unserer Gesellschaft glauben die meisten Menschen ungebrochen an die repräsentative Demokratie und dass sie durch Kreuzchenmachen einen politischen Kurswechsel herbeiführen können.

      Obwohl sie dafür kein einziges historisches Beispiel anführen können, sondern die Empirie das Gegenteil belegt.

      Denn egal, was sie wählen, die Politik bleibt im Wesentlichen gleich und es ändert sich allerhöchstens Nebensächliches.

      Sie lachen über den Satz:
      „Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten.“,
      aber gehen weiterhin wählen und halten dies für ganz wichtig.

      Sie wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis neue Parteien korrumpiert sind und von ihnen die alte Politik weitergeführt wird.

      Sie sind über die Mechanismen von Lobbyismus und Korruption informiert.

      Robert Michels ignorieren sie, wie die Kirchenchristen Ludwig Feuerbach.

      Wie soll sich die Politik ändern, wenn sich die Machtverhältnisse nicht ändern?

      Wenn die Schafe nur Kreuzchen machen und im Real Life nichts bewegen?

      Dieses magische Denken findet sich nicht nur bei Linken und Grünen, sondern z.B. genauso bei AFD-Wählern.

  142. noch zu "die Bahn"
    die Bahn also auch:
    RSH
    Rollende Schutt Halde

    • Fing es nicht damit vor Jahrzehnten irgendwann an?
      Wunderschöne Bahnhöfe, in Orten oder auf der Strecke, die vereinsamt einfach sich selbst überlassen wurden. Und die schon lange Jahre nichts als große Traurigkeit über vergangene Zeiten ausstrahlen, als es noch mit Personen besetzte Fahrkartenschalter und den Schaffner auf dem Bahnsteig gab, die Auskunft geben konnten. Und auf Ordnung und das Einhalten von Regeln achteten. Hinter in der Sonne glänzenden geputzten Fensterscheiben und den Türen mit Messinggriffen saubere Fußböden und der Abfall da, wo er eben sein sollte.
      Die eingeschlagenen Fensterscheiben werden nun mit Sperrholzbrettern verbarrikadiert, das Gesamte dann recht scnell mit farbigen Graffiti „verschönert“. Man geht nicht mehr durch die „Halle“, sondern rechts oder links an dem Gebäude vorbei. Auch an Ecken, die, auch für nicht geruchsempfindliche, zu oft als Pissoirs verwendet werden.
      Auch viele der Bahnhofsgaststättenbetreiber haben aufgegeben.
      Und so empfängt man nun jeden, der sich fahren lässt, mit dem oftmals vergammelsten, was so ein Ort vorzuweisen hat – bevor es ihn dann in eine nicht viel gepflegtere und durch viel Leerstand gekennzeichnete „Bahnhofstraße“ hineinzieht, wenn nicht mit Glück ein Abholer oder doch ein Taxi bereit steht.
      Noch schlimmer ist das Warten auf den Zug, so ganz allein auf weiter Flur und das vielleicht noch Abends oder Nachts oder früh im Morgengrauen.


    • @Trojaner: seit den Bahnausflügen Richtung Norden und Westen letztes Jahr habe ich den Eindruck, die schlimmste Bahnhofsverfallszeit ist um. Zwar gibt es immer noch viele kleine, wie beschrieben verbarrikadiert, zerbröselnd, graffittibeschmiert, aber recht viele sind inzwischen wieder in Schuß gebracht worden – nicht notwendigerweise unbedingt besonders schön -, manche haben sogar wieder eine Gastronomie erhalten.

    • @ Trojaner
      Die Verwahrlosung nicht nur in Berlin haben Sie gut beobachtet und Ihre Erinnerung trügt sie nicht.
      Aber zu den Zeiten der gepflegten Bahnhöfe benötigte die Bahn Zuschüsse aus Steuergeldern in einer Höhe, wie sie heute nur noch für unbegleitete minderjährige Asylbewerber zu Verfügung stehen. Damals gab es auch noch einen Minister für die Bahn und zum Betreten des Bahnsteigs mußte man eine Bahnsteigkarte lösen. Das alles wurde durch eine Grundgesetzänderung mit 2/3 der Stimmen geändert. Sie müssen zugeben, die UMAs garantieren unsere zukünftige Rente, das ist wichtiger als geputzte Messinggriffe.


    • und zum Betreten des Bahnsteigs mußte man eine Bahnsteigkarte lösen
      Das war während meines ganzen Lebens, das nun auch schon über 50 Jahre währt, NICHT der Fall (ich bin seit meinem 7. Lebensjahr jedes Jahr mindestens 1x Bahn gefahren).
      Mit derartigen Uralt-Kamellen aus der Dampflok-Zeit braucht man nun wirklich nicht immer ankommen. Der Eindruck, den man damit macht, ist ungefähr der, wie wenn jemand beim Thema Bruchrechnen anfängt von Lochkarten zu erzählen.

    • @Uli49: Man muss halt Prioritäten setzen.
      Und wenn ich mir ansehe, wie verwahrlost es oftmals überall aussieht, denke ich, es sind die Falschen.
      Dennoch: gerade in den Randstunden beruhigt mich nicht, auf so einem verlassenen Bahnhof in Gefahr zu kommen, neue Bekanntschaften, welcher Art auch immer, zu machen.
      Bei der Unzuverlässigkeit des gesamten Bahnverkehrs heutzutage ist dem jedoch nicht mit Sicherheit zu entgehen. Und ob man, wie colorcraze schreibt, dennoch auf ein Schmuckstück trifft, bleibt zu Beginn der Reise fraglich.

  143. Berlin ist nicht überall ..
    Berlin ist Berlin. Und Berlin war schon immer siffig. Herr Lehmann ist Zeuge.
    Der Fehler war dabei dieser Nicht-Metropole mit dem Regierungsumzug eine Bedeutung vorzutäuschen, die manch einer dort Ernst genommen hat.
    Leider scheint die Stadt aufs Regierungswesen abzufärben. Mit Bonn wären wir vielleicht heute ein besser verwaltetes Land.
    Eventuell hätten wir sogar eine richtige Regierung bekommen in den letzten 20 Jahren ?

  144. OT/Blog-SW: Fehlende Registrierungspflicht (&Login) ein technisches (IT-)Probläm??
    Philomena/Uwe Dippel/DA … weiters oben in einem Subthread.

    Ick verstee dat nich, wa!? (Bezuch zum Berlin-Artikel hergestellt). Im Fazit – Wirtschaftsblog z.B. ist ein Login/Registrierung vor dem Losschleudern von wirtschaftswissenschaftlichen Beleidigungen ein Muss. Man wird auf die FAZ Registrierung geleitet (surprise…). Dieser Fazit Blog hat diesselbe Basis-URL wie Don’s Blog, liegt also IT-technisch lediglich umme Ecke…
    (Für Nicht-IT’ler: eine fertige Implementierung liegt auf dem WebServer schon irgendwo rum).

    Zusatz:
    Wenn ich bei der FAZ Online angemeldet bin – kommt immer seltener vor – erscheint hier im Kommentar-Schrei-ber Bereich „automatisch“ mein dort registrierter Name vorm Posten, der sich auch nicht überschreiben läßt.

    • Basis ja, Umsetzung nein, DEM und die Stützen sind anders. Mehr will ich hier nicht sagen.

    • Wenn nicht zum "Wie", dann vielleicht zum "Warum"...
      …könnten Sie etwas sagen. Hat die Andersartigkeit historisch-technische, juristisch-salvatorische oder gar dezentral-defensive Gründe?

      Das Berliner Problem des Artikels läßt sich rein physikalisch verstehen und beschreiben. Ein beliebiges System von Ordnung (im Bsp. recyclierbarer und nicht-recyclierbarer Abfall separieren und an vorbestimmtem Ort konzentrieren) zu etablieren und aufrechtzuerhalten, kostet Energie. Je weiter die Systemgrenzen gezogen werden, desto mehr. Bis zu einer gewissen Systemgröße funktionieren zentrale Ordnungsmechanismen weitestgehend mit systemweit gleichmäßigem Zugriff. Werden die Systemgrenzen zu weit oder nimmt die Inhomogenität innerhalb zu und treten daher zu viele Störquellen auf, steigt die nötige Ordnungsenergie überproportional an, der zentrale Mechanismus bewältigt seine Aufgabe nicht mehr global mit gleichbleibender Wirksamkeit. Die ausgesparten Störzentren werden nicht mehr eingedämmt, weiten sich aus, beschleunigen ihre Ausweitung gar und werden irgendwann zum neuen vorherrschenden Ordnungsprinzip.

      Es sei denn, die im System dezentral vorhandene Energie wirkt im Sinne des alten Ordnungsprinzips (im Bsp.: die Leute fangen an, ihren Müll selbst zu konzentrieren). Ob diese spontane Tätigkeit beginnt und sich auf die Aufrechterhaltung überkommener Ordnungsprinzipien richtet, liegt an der Größe dieser dezentralen Energie (im Bsp.: die Leute sind nicht vollständig durch Zentralenergiebereitstellung und Rekuperation gebunden) und ggf. der Existenz eines Katalysators. Die im Artikel bzw. in einem Kommentar beschriebenen Berliner und Hamburger Spontan-Ordnungen lassen sich überwiegend dem einen oder dem anderen Wirkmechanismus zuordnen.

      Die Berliner beginnt da, wo sich die dezentrale Energie des Systems in einzelnen Elementen des Systems konzentriert (ob zufällig oder wegen eines äußeren Impulses spielt zunächst keine Rolle; die lokale Energieballung reicht aber, um über Ordnung hinaus weitere Aktivität zu entfalten, z. B. ein Nähgeschäft eröffnen). Bei der Hamburger sind die lokalen Energiehäufungen nicht groß genug; hier bedarf es eines (meist von außen oder zentral eingebrachten) Katalysators, um die Aktivierungsenergie herabzusetzen, im Bsp. nämlich des öffentlichen Aufrufs zum Aufräumen nach Großereignis.

      Ob diese Spontan-Ordnungen dauerhaft bestehen oder sich ausweiten, hängt davon ab, wieviel Katalysator injiziert werden kann und welche Kraft die systemimmanenten dissipativen Vorgänge haben, die lokale Energieüberschüsse absaugen.

  145. Zuvielgesellschaft 28. Januar 2018 um 23:21 Uhr
    „„Ordnung, Sauberkeit, Sicherheit“ sind – Sie ahnen es – so was von voll Nazi. Das soll sich nicht wiederholen.“

    Habe Ihre Ironie verstanden, möchte mit einer überraschenden Erkenntnis ergänzen:

    die Deutschen sind keine Nazis mehr.

    Ja, klar im Ausland weiss man das schon sehr viel länger .. aber benutzen kann man das Wort ja noch. vor allem wenn es so tolle Wirkung auf ein wirtschaftlich so starkes Land hat. Erinnert mich regelmäßig an Tarzanfilme, in denen Eindringlinge den zunächst feindselig erscheinenden Ansässigen besondere Gesten, Laute oder Gegenstände offerierten, die bei den Ansässigen zu spontanen Kniefällen, Demutsbekundungen und Schatzaushändigungen führten.

    Die genannte Erkenntnis ist unserer Obrigkeit allerdings wohl neu, so neu, dass die maßgeblichen Stellen sich noch nicht so richtig drauf eingerichtet haben. Deshalb kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das ein oder andere Statement (das führt nur zur Verunsicherung) immer noch auf der sog Volkscharakterthese beruht („N. ist dem deutschen Wesen inhärent“ – wenn das mal kein Rassismus ist).
    Selbst nachdem das BVG die NPD nur deshalb nicht verboten hat, weil die keinen Erfolg hat, ja keine Aussicht auf Erfolg haben kann. Das heisst so viel wie „die Deutschen sind erwachsen geworden, die brauchen vor solchen I… nicht mehr geschützt zu werden, auch wenn die I…. politischbraun sind“. Dennoch werden wir seitens unserer geliebten Obrigkeit (inkl. Kirchen) wie gefährdete Jugendliche behandelt. Selbst sich als liberal gerierende Parteien und deren Vertreter scheinen dieses „braune Wellen“ Trauma noch als klischeehaften Topos mit sich zu schleppen. Wissenschaftlerinnen entblöden sich nicht, ihre power point prinzipien in dem Urteil kulminieren zu lassen „was man früher in D mit den Juden machte, macht man heute mit den Muslimen“. Für solcherart Ringbuchwissenschaftlerinnen sicherlich eine schlusstechnische Glanzleistung. Allerdings hat das mit der Realität nicht das Geringste zu tun. Spätestens hier merkt dann auch schon mal der ein oder andere Medienschaffende, dass der Kaiser möglicherweise doch nackt sein könnte …
    So hat etwa Kaube gemerkt, dass diese alten Orientierungen (Feindbilder) und darauf beruhende Handlungsweisen nur noch Museumswert haben („historische Schlachten nachstellen“). Nur hält auch er in oberlehrerhafter Manier alle anderen für so blöd, als ob sies nicht schon längst selbst gemerkt hätten.
    Solcherart Fehleinschätzungen scheinen auch die Haltung(en) gegenüber der AfD zu kennzeichnen. Klar gibts bei denen deutschnationale I… Aber das sind doch keine Braunen. Klar kommt die AfD im letzten Verfassungsschutzbericht vor … aber ausschließich als Opfer linker Gewalt. Nicht dass ich mich für die AfD hier einsetzen möchte. Aber mit falschen Unterstellungen von Medien und Parteien im Schlepptau die Spaltung der Gesellschaft zu beklagen, halte ich für scheinheilig und vor allem kontraproduktiv.
    Göckes Scheinprovokationen etwa funktionieren nur über die geschilderte oberlehrerhafte Blödheitsunterstellung. Auf dessen Ruf „Schande“ hätte man unaufgeregt antworten können, „he, hatten wir vor fast 20 jahren schon, die Debatte“ (Walser-Bubis 1998). Aber Nein, statt dessen muß man mit altem Reflex davon ausgehen, dass der Schoss noch fruchtbar ist… ne isser nicht mehr, jedenfalls nicht in D, jedenfalls nicht in nenneswertem Ausmass. Die Diskussion ist weiter – zieht doch mal das Blatt vom Kalender ab. Statt dessen hängt ein Teil der Presse – ich hätte fast parteinahen gesagt – dem an den Lippen, als liesse sich daran der Zustand der deutschen Demokratie ablesen – welche eine Aufmerksamskeitsverschwendung.

    Aber man braucht halt den politischbraunen Deutschen. Man hat so lange gut gegen ihn und vor allem von ihm gelebt, dass man diesen vergilbten Popanz nicht missen möchte. Also verlagert mans aufs Psychologische oder auf den Charakter, auf Vorurteile die nicht in 2 Generationen beseitigt werden können.

    Da werden, Pünktlichkeit, Ordnung, Fleiß etc (weil überkommen den Deutschen unterstellt) mal kurz zu faschistischen (faschistoiden) Charaktereigenschaften erklärt … das kennen wir aus der 68er Bewegung, deren programmatischen Apologeten … und einer Vielzahl democrat-lastiger Hollywoodproduktionen.

    Aus klassischer Perspektive stellt diese Verlagerung in den Charakter eine Verteidigungsstrategie der Eristik dar (Teilgebiet der Rhetorik). Wenn Du in der Sache nichts vorzubringen hast, wende Dich gegen die Person – argumentum ad hominem. Jeder Politiker kennt das.

    „Ich schmeiss halt mal den Müll dahin. Wenn einer was dagegen sagt, brüll ich Nazi hinterher … funktioniert wie bei Tarzan.“

    *****
    DON … ich weiss, sehr viele Zeichen … aber dafür poste ich nicht all zu oft … hoff ich …

    Auch für den Fall, dass Sie diesen Post nicht freischalten sollten, dennoch meinen Dank für Ihre Kolumne und Ihre unermüdliche Arbeit an und in derselben.

    • die Deutschen sind keine Nazis mehr
      Da ein Nazi ein Nationalsozialist ist,
      also ein nationaler Sozialist,
      würde ich das so nicht sagen.

      So ein nationaler Sozialist kann zB als Außenminister
      in die böse Türkei fahren um sich dort nur
      um inhaftierte Deutsche zu kümmern und
      um sich darum zu bemühen das man nicht die
      falschen Leute ausreisen lässt.

      Ein Anhänger der sozialistischen Internationalen würde
      gemeinsam mit Amtskollegen aus der €U handeln.

      Es ist nicht so das sich Gabriel hassen würde.
      Das Gefühl wäre eines der Freude ihn zu
      zerstückeln wenn da nicht ein Schwarz-Grüne
      Minderheitenregierung* drohen würde mit Özdemir
      als Außenminister der es gerne geworden wäre.

      Auf dem Reichsparteitag der Grünen wurde aber aufgeräumt
      so das der eisenharte Özdemir maximal Verteidigungsminister
      oder Bundespräsident wird.
      Die Konkurrenz „Die Linke“ hält man bei den Grünen lt FAZ
      auch für nationale Sozialisten.

      Ich habe nichts dagegen wenn sie das was
      ich sage für groben Unfug halten.

      Ich darf das. Ich gehöre zwar zum Personal der
      Bunderepublik Deutschland und habe deshalb auch einen
      Personalausweis, gehöre aber nicht zu den Anhängern der
      Bundesregierung oder einer anderen Terrororganisation.

      * Da sich die Bundesregierung unter Frau Dr. Merkel
      gerne für Minderheiten einsetzt (was kein Wunder ist,
      Sie ist ja selbst eine) verstehe ich nicht warum
      die Minderheit keine Minderheitenregierung anstrebt.

      Wahrscheinlich doch alles nur Fassade.

    • Es wäre supernett, wenn OTs kurz blieben.

    • Nur kurz...
      ….was das „Psychologisieren“ eines „Volkscharakters“ angeht, gebe ich Ihnen gerne recht.
      Allerdings scheint mir ein Aspekt außer Acht gelassen und zwar von allen:

      Meines Erachtens war der Nationalsozialismus nicht nur ein Faschismus (den findet man fast überall in der Historie), sondern in erster Linie eine an eine Führerfigur gebundene Heilsbewegung mit irrationalen Grundlagen (Esoterik und ˋReligioń eingeschlossen).
      Und diese „Erlöserphantasien“ findet man durchaus noch…

      @yaramaz yaramazlik: bitte treiben Sie keine Wortspiele a lá „Nationaler Sozialist“. Das ist unlauter!

    • Kurzer Kommentar
      „Nazis“ korrekterweise als „Nationale Sozialisten“ zu bezeichnen ist weder Wortspiel noch unlauter.

      Durch die Kreation des Schimpfwortes „Nazi“ können die Linken nämlich verstecken, das wesentliche Bestandteile der Nazi-Ideologie linke Projekte waren. Die ẃerden beim allgegenwärtigen „Kampf gegen Rechts“ nämlich ausgelassen.

      „Rassehygiene“ war zum Beispiel in Schweden entwickelt worden, um den sozialen Wohlfahrtsstaat zu entlasten.

      Punkt 1 im amerikanischen „Preliminary Report of the Committee of the Eugenic Section of the American Breeder’s Association to Study and to Report on the Best Practical Means for Cutting Off the Defective Germ-Plasm in the Human Population“ von 1911 waren öffentlich betriebene Gaskammern, um „unwertes“ Leben zu vernichten.

      Der US Supreme Court urteilte (sinngemäß) 1927 in Buck vs. Bell:“ It is better for all of the world instead of letting the unfit starve for their imbecility or execute them for their crime, if those being manifestly inferior can be prevented from continuing their kind. Three generations of imbeciles are enough“.
      Die Nazis schrieben drunter: „Wir sind nicht allein!“.

      Nur unsere blindwütigen „Kämpfer gegen Rechts“ haben keine Ahnung, wer sie zum Werkzeug macht.

      http://www.sfgate.com/opinion/article/Eugenics-and-the-Nazis-the-California-2549771.php

      http://waragainsttheweak.com/

  146. Es ist eine Frage der Erziehung
    Seinen Müll überall hinzuschmeißen und liegenzulassen ist eine Frage der Erziehung. Wenn die Eltern dasselbe praktizieren, woher sollen die Kinder es besser machen?

  147. ...aber dann...
    In Prinzip, fehlen hier nur die Gebrüder Blattschuß.

  148. ...
    Wenn man anderen, zum Beispiel in der Metoo Debatte, Undifferenziertheit vorwirft, könnte man davon ausgehen, dass man selbst ein wenig differenzierter analysiert und beobachtet und nicht alle, in diesem Fall, Berliner, oder Berliner Bezirke, über einen Kamm schert.
    Vieles davon ist sicherlich richtig, aber das betrifft, wie immer, nicht alles und jeden. Die meisten Berliner die ich kenne sind auch nicht begeistert, von so einigen Dingen.
    Nur mal so…

  149. Anderes Thema also:
    Was würde Herr Kaube, der sich über den (tatsächlich hirnlosen) Angriff auf die „Mohren-Apotheken“ ärgert, wohl wundern, wenn er wüsste, dass der Mohr in der Barockzeit und später Symbol und Botschafter für überlegene (Sorgfalt und) Qualität war? Dass der Mohr im Wappen und im Apothekerschild begehrt war, eben weil man mit ihm Leistung betonen konnte?
    .
    Und wie würde ein „Ausländerbeirat“ reagieren, wenn man ihm mitteilte, dass er in seiner Ignoranz das Gegenteil von einem Mohren ist? Dass er den Schwarzen auch einen Bärendienst erweist?
    .
    Ganz einfach: er würde erst recht beleidigt sein und „Rassismus“ brüllen. Schade, dass die Mohren in Deutschland sich nicht solidarisieren mit der Mohren-Tradition, die sie ehrt, wie selten Fremde geehrt wurden.

    • Mauren-Apotheke
      Da muss ich Ihnen mal halbwegs zustimmen, was ich nicht immer tue. Wie beim Ohr hat sich das lateinische Au in ein Oh gewandelt. Somit handelt es sich um Mauren-Apotheken. Wie immer man zur maurischen Herrschaft über Teile der iberischen Halbinsel steht, Trottel waren das nicht. Ihnen die Mohren-Apotheken aberkennen zu wollen, ist im Grunde beleidigend.

      Wenn man also umbenennen würde in Mauren-Apotheke, würden die selbsternannten Antirassismus-Experten, die diesen an jeder Ecke wittern, plötzlich ein Problem kriegen, da sie gleichzeitig Islam-Apologeten sind.

    • Das ist hier aber nicht das Thema. Wenn Sie ein OT-Blog wollen, machen Sie eines auf.

    • Müll im safe space
      Na ja, in meiner derzeitigen Lieblingsdystopie ist die Vermülltheit des eigenen Lebensraumes total und korrelativ zum semantischen safe space, der einen angeblich vor den Dämonen der Geschichte schützt, vor allem aber die Lebenden vor jeglicher Kritik immunisiert. Diese wird nur noch unterschwellig als Denunziation praktiziert oder volkstümlich als Pranger. Die Verwahrlosung wird als normal empfunden, wie Sie schreiben, und niemand soll sich schlecht dabei fühlen. Es gibt ja auch hier noch Kommentatoren, die den Sachverhalt weniger anstößig finden, als dass Sie sich nicht daran gewöhnen können und immer wieder darauf zurückkommen.

    • Manche empfinden den Müll als Schutzwall gegen die Normalität, das ist richtig. Wem das nicht passe, der könne ja gehen. Ich fühle mich da immer an die Intoleranten bei mir daheim erinnert, zu denen ich sicher nicht gehöre. Man will da m.E. einfach keinen Einfluss von aussen auf das eigene Leben.

    • Das ist hier aber nicht das Thema. Wenn Sie ein OT-Blog wollen, machen Sie eines auf.
      Danke für den Vorschlag :-) Wird gemacht!

  150. Müll als sichtbares Zeichen allgemeinen Verfalls
    So ein Müllsack kostet in Berlin sechs Euro. Für manche Menschen ist das schon viel Geld. Und wer in (absichtlich) dem Verfall preisgegebenen Immobilien haust, hat wohl wenig Interesse an deren und deren Umfeld Erhaltung. Für manche ist die Zukunft als Messi doch vorgezeichnet, bar jeder Perspektive eine fast zwangsläufige Folge. Warum sollten also all die, die aus vielerlei Gründen schon in ihren Wohnklos völlig die Übersicht verloren haben, sich in der Öffentlichkeit anders verhalten?

    Zu vielen Menschen, und es werden immer mehr, fehlt Struktur in ihrem Leben. Selbst sind sie doch Müll der Gesellschaft. Oft ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis sie selbst unter Brücken, in Bahnhöfen oder Geschaftseingängen campieren. Wer wie Müll behandelt wird, entwickelt nicht selten auch eine gewisse Affinität zum Müll. Warum sollte der andere und die Umwelt anders behandeln, als er behandelt wird?

    VW betrügt mit politischer Hilfe die Kunden. Die Deutsche Bank schreibt rote Zahlen, zahlt aber Boni in Milliardenhöhe. Die SPD betrügt sich selbt und ihre Wähler, nicht einmal eine Bürgerversicherung bringt die zustande. Der Natopartner Türkei führt gegen die Freiheitskämpfer einen Krieg, die Regierungen schweigen, statt sich zu schämen. Auch das ein sichtbares Zeichen allgegenwärtigen Verfalls.

    Nun, ich will mich kurz fassen, den Autor entlasten, daher nur noch ein Zitat aus dem Sondierungspapier, Sondermüll der Demokratie:

    „Die Tagesordnung der Kabinettsitzungen soll den Fraktionen vorab mitgeteilt werden. Im Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten Politik sind. Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen.“


    • So ein Müllsack kostet in Berlin sechs Euro.
      Eine Rolle vielleicht, aber nicht ein einzelner.


    • Da habe ich mich wohl mal wieder etwas ungenau ausgedrückt, colorcraze. Gemeint habe ich selbstverständlich nicht den Preis eines einzelnen Müllsacks, sondern die Kosten seiner Entsorgung. Dachte, das sei völlig klar.

      Was mich aber wirklich verblüfft hat, war die Feststellung, daß es in Berlin keine Verpflichtung für eine Biotonne gibt. Selbst bei uns auf dem Land ist eine Biotonne Pflicht, kann man keine Kompostierung nachweisen. Ausgerechnet dort, wo Mülltrennung in Gesetze gegossen wird, findet sie keine durchgehende Anwendung. Was sagen eigentlich Ratten und Co. in Berlin dazu?

    • @colorcraze
      Ein müllsack, den die Müllabfuhr mitnimmt kostet in
      meiner Gemeinde 7Euro.

    • Bei mir 5. Aber die in Berlin sind nicht kommunal.

    • Brif & Siegel
      Colorcraze meint die „offiziellen“ Säcke, die bei Bedarf über die Grauen Tonnen hinaus zu erwerben sind. In meiner Stadt hat man zum Jahreswechsel den Preis mal eben von 3€ auf 7€ angehoben, nachdem man im Vorjahr die Preise der Müllabfuhr verdoppelt oder wahlweise den Leerungsrythmus halbiert hatte. Eine Sperrmüllanmeldung kostet 15€, vorher war die Terminvergabe kostenlos. Im Straßenbild spiegelt sich das wieder.

    • .
      sorry, nicht colorcraze sondern Otto Meier.
      Die städtischen Gebühren steigen auf breiter Front.


    • Die vorbezahlten Müllsäcke kenne ich auch aus Südbaden, aber in der Berliner Innenstadt sind die nicht anzutreffen, allenfalls in Form von speziellen Laubsäcken im Herbst.
      Das auf dem Bild ist klar ein in Lebensmittelläden und Baumärkten günstig erwerbbarer Plastiksack von der Rolle, zum Einwerfen in ein auf dem Hof vorhandenes Müllgefäß oder einen bestellten Bauschuttcontainer. Ich kenne diese Sorte, weil ich sie selber manchmal brauche.
      In der Innenstadt haben alle Gebäude Müllgefäße vieler Größen, Farben und Formen, braune Biotonnen sind auch dabei (keine Angst, auch in der Innenstadt kommt der Schimmel nicht zu kurz). Ich bin mir nicht ganz sicher, meine aber, die Müllgefäße sind von den Entsorgungsbetrieben, mit denen man einen Vertrag eingeht (es gibt nicht nur die BSR), geleast. Für Papierabholung gibt es mind. 2 verschiedene Abholer, wie ich in unserer Straße schon beobachtet habe, wo nicht alle Häuser bei der gleichen Firma sind.


    • Zur Biotonne und zum Kostenfaktor der Müllkultur in Berlin:

      http://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-muellgebuehren-in-berlin-senat-will-biotonnen-fuer-alle-die-bsr-nicht/20870062.html

      Das kommt, wie auch bei Herrn Achenbach zu lesen, bei der Privatisierung heraus – nicht nur beim Müll.

      Ansonsten noch die BSR-Tarife, wegen der Müllsäcke:

      https://www.bsr.de/das-tarifmodell-der-bsr-22979.php


    • Ah, die Biotonne, diese ungeliebte Drosophilazucht… was die bei Ömchen allein im Vorstadt-EFH soll, wenns nicht um Strauchschnittabfuhr geht, bleibt das Geheimnis der Müllplaner.
      Sonst kann ich mich noch an die Schwierigkeiten der Durchsetzung der kommunalen Müllabfuhr auf dem Dorf in meiner Kindheit erinnern.
      Es gab da Mieter, die sich weigerten, eine Mülltonne zu nehmen, und stattdessen die geleerten Konserven im gemieteten Garten vergruben.
      (Nein, das denke ich mir nicht aus, das taten die wirklich.)
      Um die Privatisierung der Müllabfuhr waren wir hier in Berlin vor Jahren durchaus schon froh, nämlich dann, wenn eine Müllabfuhr streikte. Das war dann wenigstens nicht völlig flächendeckend.
      Aber der kommunale Sperrmülltag früher war für junge Leute, die gerade von zuhause ausgezogen waren, viel lustiger. Da konnte man einfach mit der nötigen Kraft manch schönes Sofa abstauben. Der individualisierte Sperrmüll heute steht zulange rum und ist zu sporadisch für „Finder“.

  151. Ausgelernt
    Ausbilder Schmidt sagt:
    Wiederkäuen die 1263.
    „…. und zum 1263ten Male erklärt uns Kollege Alphonso…“

    Fuer jene, die wirklich keine Sekunde denken (vielleicht weil sie es nicht koennen?)
    Es gibt Millionen Buecher die alle nur ein einziges Thema schildern.
    Zum Beispiel die Liebe.
    Obwohl es immer um das gleiche geht, werden die Buecher verschlungen.
    Und warum wohl, sie wie selbesternannter sogenannter Ausbilder? Wo wir es doch endlich alle wissen, Liebe, Liebe, immer nur Liebe.

    Weil es auch auf die Sichtweise ankommt, die Form des beschrieben, der Blickwinkel, der einzigartig ist.

    Verstehen Sie so etwas junger Mann? Wenn nicht, rate ich ihnen zu einem Kursus ueber „Lernfaehigkeit“.

    • Und schon wieder können wir Gelegenheit ergreifen und....
      obige Belehrung aus Mittelamerika umzusetzen. Vom Berliner für Berliner quasi. Wir müssen nicht einmal den Ort wechseln.
      „Love Hurts In Tinder Times“, ständig ausverkauft, so der (noch-Mutterkutter). Ein Abend mit nackten Wahrheiten über Begehren im Zeitalter der Dating-Apps.“ Dortselbst, im kulturellen Swinger-Zentrum der Republik.
      .
      Aufrührerische Zeiten, wie wahr.
      (DdH)

  152. Was wirklich bezeichnet ist – diese seitliche Rückwärtsbewegung hinsichtlich der Beurteilung wer verantwortlich ist für all die Dinge die so und eben nicht anders laufen.

    die Linken, die Rechten, die Mieter, .. .. .

    Alle – nur eben das System der CDU-SPD-FDP-Grünen-Einheitsparteien-wir-sind-kein-organisiertes-Verbrechersyndikat-Globalisierung-Politik ist es nicht. Klar.

    Das ist die Quintessenz aus Josef Goebbels totalen Krieg der Propaganda.
    Lügen bedeuten Freiheit.
    Propaganda ist Wahrheit.

    • Auch hier: Den überzogenen NS-Bezug bitte bleiben lassen. Danke.

    • Kommt nicht wieder vor. Mea culpa.
      Ab sofort, näher am Thema und mit mehr Respekt ihnen gegenüber.
      Ich bitte um Entschuldigung.

  153. Verschiedene Kommentatoren/Kommentatorinnen machten sich Gedanken...
    über den Bauschutt im blauen Müllsäcken …und befürchteten darin den
    Unterschlupf von Ungeziefer wie Ratten etc.. Falsch, alles daneben! Aber psst! Da läuft ein Ding ähnlich der Affen-Versuche mit den Stickoxiden durch VW. Dort in Berlin mit Berlinern, durch die inverse Bauindustrie, der Abrissbirnen statt.
    .
    Diese absichtlich ausgelegten blauen Säcke sind Brut- und A