Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Kein Mitleid mit Millenials

| 614 Lesermeinungen

Sei still Bub, lass sie reden, was wir tun, geht niemand etwas an.

Nachdem noch kein Reichtum vom Himmel gefallen ist, wurde er hier unten irgendwie erschaffen, und wie es immer so ist: Des einen Vermögen ist das, was der andere nicht hat. Das sorgt natürlich dafür, dass es hier, in meiner kleinen, dummen Stadt an der Donau, unausrottbare Legenden über die bekannten Familien gibt, die man nicht laut sagt, sofern mehr als 200 Leute in einem Saal sind. Kein Ton! Also, zum Beispiel, da ist die Familie B., Sanitärdynastie, da sollen die Schwestern 1890 den Erstling, der wegen Frauengeschichten nichts taugte, mit Ratzengift aus dem Weg geräumt haben, aber der Firma tat es gut. Bei den G.s lief das Immobilienvermögen wieder zusammen, nachdem eine Tante mit Neigungen, alles der Kirche zu vermachen, in 17 Meter Höhe aus den Fenster schlafwandelte, so um 1927 war das. Gewissen Konditorenclans wird nachgesagt, dass sie Kakerlaken an Stelle von Korn gern mitverbacken haben, und die angesehene Familie K. hat jahrzehntelang über einen sudetendeutschen Hausmeister ein Haus vermietet, das rot angemalt war, und eine nackte Frau im Schaufenster zeigte, zu sehr hohen Preisen an durchreisende Damen. Naja. Sie kennen das sicher auch, diese Indiskretionen und Gerüchte, schauderhaft, das sagt man doch nicht.

Aber immerhin blieb das unter denen, die wussten, um wen es ging, und es stand nicht etwa, Gott bewahre, offen im Internet, das wäre ja schrecklich, und würde die besseren Kreise mit manchen Scharten und Schrunden versehen. Es ist wenigstens keine pauschale Herabwürdigung von Vermögenden, die auf die ein oder andere Art, gut oder böse, das Hab und Gut der Familien mehrten. So etwas machen wir hier nicht, das wäre ja langweilig. Gemacht wird es allerdings im Berliner Tagesspiegel von einem gewissen Christopher Lauer, seines Zeichens früherer Piratenpolitiker im Abgeordnetenhaus zu Berlin, und heute, soweit ich weiss, Mitglied der SPD, wo man dieses Talent angesichts der eigenen ruhmreichen Wahlsiege gern haben wollte. Ich habe seine Karriere etwas aus den Augen verloren, aber nun gibt es im Netz auch eine Textfassung seiner Wutrede. Lauer, mit Geburtsjahr 1984 tatsächlich Millenial, sprich der um das Jahr 2000 herum volljährig geworden Jugend, kritisiert im Zuge der #diesejungenLeute-Kampagne generell ältere Semester, die den Jungen die Chancen rauben. Erfreulicherweise hat Hadmut Danisch den Videoauftritt nicht nur in großer Schrift für Ältere transkribiert, sondern auch schon umfassend einen anderen Standpunkt eingenommen, so dass sich jeder eine gefällige Sichtweise erwählen kann. Allerdings ist da ein Satz von Lauer, bei dem ich auch etwas anmerken möchte:

Die ältere Generation, insbesondere die Baby-Boomer, die fliegen ja ins gemacht Nest, ne? Wirtschaftswunder, stabile Sozialsysteme, gute Löhne, feste Arbeitsplätze, nicht soviel Konkurrenz, und man konnte sich Wohnungen für 50.000 Mark kaufen, und die dann easy-pisi abbezahlen, weil man eben wusste, dass man fest angestellt ist.

Es geht ihm um Personen wie meine eigenen Eltern, und weil es meine Eltern sind, habe ich zu dieser Goldenen Zeit, von der der nachgeborene Lauer da berichtet, auch etwas beizutragen – ich restauriere gerade eine Wohnung aus jener Zeit. Zum Beispiel, dass man in halbwegs akzeptablen Lagen halbwegs guter Städte niemals Anfang der 70er Wohnungen für 50.000 D-Mark bekommen hätte, die für eine Familie ausreichten. Diese Zeit, in der die jungen Leute selbst zwischen Berufsanfang und Familiengründung standen, war alles andere als sicher, 1973 gab es eine Ölkrise und 1979 noch einmal. Dazwischen lag Rezession und RAF-Terror. Von 1964 bis 1969 herrschte bei Audi mit damals 12.000 Mitarbeitern in der Region eine schwere Krise, die die Wirtschaft der ganzen Region in ihren Grundfesten erschütterte: Es war nichts sicher, niemand konnte wissen, wie es weiter ging, die Eltern eines Bekannten mussten ihre Drogerien aufgeben: Trotzdem kostete damals ein kleines, älteres Haus mit Garten schon 150.000 Mark.

Aber daran führte damals kein Weg vorbei, denn dem Bürgertum, das Dutzende von wenig schmeichelhafte Begriffe für Mieter kannte, war es unvorstellbar, selbst in den sozialen Wohnungsbau zu gehen. Auch viele Gastarbeiter, die in die Stadt kamen, legten jeden Pfennig beiseite, um sich ein eigenes Haus leisten zu können. Beim Abbezahlen von Bankschulden halfen in den 70er Jahren die relativ hohe Inflation, die auf der anderen Seite das Geldvermögen verrnichtete, und die teilweise erheblichen Lohnsteigerungen, sowie die steuerliche Absetzbarkeit von Krediten. Vor allem half aber eine Sparsamkeit, die aus heutiger Sicht teilweise groteske Züge hat: Zahnpastatuben wurden zerschnitten, um alles heraus zu holen, Spülmittel wurde verdünnt, und der mir als Paradies erscheinende Apfelstrudel und der Zwetschgendatschi waren in der Erntezeit alles, was es an Süßspeisen gab. Kein Sirup, wir haben eigenen Apfelsaft, kein grüner Wackelpudding, weil zu teuer, keine Barbie und kein MonChichi, weil damit fangen wir erst gar nicht an, Fußballsammelbilder galten als Teufelswerk, und nie konnte mein Vater es sehen, wenn ich eine Digitalkamera ohne Bereitschaftstasche trug. Der Anblick einer ungeschützten Kamera war ihm unerträglich, denn er wusste, was Objektive früher gekostet hatten, und wie man sie begehrte. Es war einfach eine andere Welt.

Aber eben auch eine, die Prioritäten gesetzt hat, und nach Familie, Immobilie und Abitur für die Kinder kam ganz lange Zeit: Nichts. Rückblickend habe ich überhaupt nicht den Eindruck, dass meine oder andere Eltern die Kinder kurz gehalten hätte, ganz im Gegenteil, die Kindheit war schön und erlebnisreich und viel, viel besser als das, was die Generation davor in der Nachkriegszeit an Armut, Kälte, Beengung und Hunger erleben musste. Die Freizeit dieser Tage würde nicht mehr dem heutigen Sicherheitsdenken entsprechen, und die gebauten Häuser waren Symbole der Überwindung der Nachkriegsnot. Sie war aber ganz sicher nicht easy-pisi. Tischgespräche drehten sich oft um Finanzen, Belastungen und Kosten, denn meine Eltern wollten und bekamen ihr eigenes Haus im eigenen Garten. Niemand hat sich deshalb beklagt, das haben alle bauenden Eltern eisern gegen alle Krisen und Unsicherheiten durchgezogen. Dieser Wille zum Eigentum hat die Gesellschaft verändert: Hatten 1993 noch 38,8% der Bevölkerung Wohneigentum, sind es jetzt 52,4%. Das ist im internationalen Schnitt immer noch seher niedrig, in Italien und ähnlichen Ländern ist die Partnersuche ohne Wohneigentum eher schwierig. Da sparen 4, 5 Generationen an Häuser hin: Das sind Leute, die den deutschen Weg als „easy-pisi“ bezeichnen könnten.

Aber nicht die Wütenden in Berlin, wo Herr Lauer sagte:

„Wohnungen kaufen kannste Dir heutzutage abschminken, wenn Du n einer Stadt wie Berlin oder sonstwo leben willst, weil es ist halt astronomisch teuer. Wenn Du nicht gerade irgendwo in der Uckermark leben möchtest.“

Berlin war, abgesehen von einem kurzen Hype in den späten 90er Jahren, finanziert durch dummes, deutsches Zahnwaltgeld aus dem Süden, spottbillig. Es wurde in den 90er Jahren viel zu viel mit überzogenen Renditeerwartungen gebaut, die Fonds gingen reihenweise pleite, und als dann noch die New Economy zusammen brach, wurde Berlin wirklich günstig. 2008 kam die Finanzkrise dazu, die Banken wurden mit Geld geflutet, und die Zinsen sanken auf Null: Das enorme Überangebot, die Krisen und der Umstand, dass gezielte Wohnimmobilieninvestitionen bei Deutschen bis 2008 ungefähr so beliebt wie Rattengift waren, machten Berlin zur billigsten Hauptstadt von Lissabon bis Peking. Und die jungen, zugewanderten Menschen fanden es prima, dass sie alle paar Monate mit einer Robbe in die nächste, bessere Mietwohnung umziehen konnten. Man wollte flexibel sein, sich nicht festlegen, keine Verantwortung übernehmen, und so stand ich eines Tages in einer wirklich schönen, sonnigen Altbau-Wohnung am Humboldthain, und ein zerknitterter Makler ganz ohne Porsche verlange dort für den Quadratmeter keine 700 Euro. Mehr war damals einfach nicht zu erzielen. Selbst die abgelegenen Dörfer meiner Heimat waren teurer als Berlin.

Das war nicht nur eine kurze Phase. Vom Ende der New Economy 2002 bis zum vollen Ausbruch der Eurokrise 2010 waren Immobilien schlichtweg unterbewertet, und speziell in Berlin extrem günstig zu bekommen – ich kenne einen geplatzten Fonds in Charlottenburg, bei dem der Quadratmeter Wohnfläche nur 500 € erbrachte.. In meiner Familie herrschte Ende der 80er Jahre noch die Überzeugung, dass Kaufen in München langfristig erheblich günstiger als die Mieten wäre. Der – zugegeben kleine – Preis war, dass kein Kind auf die Idee kommen konnte, den Wohnort Knall auf Fall zu wechseln. In Berlin erfand man eine Mieterbewegung und dachte, es werde schon gehen, egal wie viele andere Prekäre, Kanzleien, Firmensitze, Künstler, Zweitwohnsitzhabenwoller, Hostelbetreiber, Migranten innerhalb und außerhalb der EU und AirBnB-Weitervermieter in die Stadt zogen. Die Bevölkerung ist arm und kann sich oft keinen Kauf leisten. Aber die Paradiesvögel der digitalen Boheme, die ich kennenlernte, waren oft nicht wirklich arm, sondern auf der Suche nach der Hauptstadt und Projekten und nicht gezwungen, wie Egon Plawumkowski um 9 Uhr Toiletten anzuschließen. Man probierte etwas aus. Man hatte eine Idee, Man wollte etwas Neues machen, vom Esoterik TV bis zur Bitcoin-Börse. In der Lauerklasse der Berliner Öffentlichkeit gibt es viele, die jahrelang suchten und heute politischen Aktivismus betreiben. Easy-Pisi halt. Immer tun, was einem richtig erscheint, wie: Aufstand der Millenials gegen die fetten, eingerosteten, alten Privilegieninhaber, gegen die Leute, denen bis 2003 von nassforschen Vermögensverwalter erklärt wurde, Immobilien seien ein Klumpenrisiko mit Nullrendite.

Für die Aufpeitschérei braucht man einen Anlass, einen Dreh, einen Spin, und Neid ist da eine starke Waffe, wenn es zur Umverteilung, zur sozialen Gerechtigkeit, zum BGE kommen soll. Die Erzeugung des Neids geht nicht mit Wochenendausflügen ins Schambachtal statt Kurzflügen nach London, das geht nicht mit Wählscheibentelefon mit Kostenliste statt iPhone, das geht nicht mit Leberwurstsemmel statt Angus-Beef-Burger, das geht nicht mit einem 15 Jahre betriebenen Schwarz-Weiss-Fernseher statt Netflix und Amazon Prime, und es geht auch nicht mit Zwetschgendatschi statt Essenlieferung mit 25€ Mindestbestellwert. Das muss man ausblenden, um die Alten als Reiche zu diffamieren, die sich angeblich auf wenig lautere Art bereichert haben. Man muss ihre seit 1973 nicht mehr existierende Vollbeschäftigung und die Bedrohung durch Kurzarbeit und Frühverrentung verschweigen, um Praktika und prekäre Beschäftigungen dagegen zu halten. Ich sage es nur ungern, aber wer eine falsche Lebensentscheidung trifft und trotz Hochschulbildung Berufe wählt, die nicht gut bezahlt werden, hätte seine Studienentscheidung überdenken sollen. Das ist das Risiko, das diese Leute – und ich gehöre mit meinem Studium selbst klar zu ihnen – eingegangen sind. Manchmal geht es gut, manchmal macht man Photos und Texte am Markt einer Stadt vorbei, in der sich jeder zweite zum Künstler berufen fühlt. Es gibt hierzulande deutlich schlimmere Schicksale als unzufriedene Millenials des westdeutschen Besitzbürgertums, die sich nicht genug gefördert sehen und eine Wohnung in Mitte zum Uckermarkpreis erwarten. Und meine Bäckereiverkäuferin, die jetzt mit 30 Jahren und ihrem Freund neben ihren Eltern ein Haus in einem Vorort baut, erscheint mir deutlich gesetzter.

Die Risiken meiner Eltern waren ganz andere. Diese Risiken wurden ernsthaft besprochen und überwunden. Keiner hätte sich bei uns mit einem vulgäre Video beim Tagesspiegel über die Lage beklagt. Man hat die Zähne zusammen gebissen und getan, was getan werden musste, und das alles auch ohne die Untaten, die früheren Generationen nachgesagt wurden. Man hat es getan, und nicht öffentlich über die eigenen Probleme geredet.

Sondern nur über ökonomisch passende Stürze der Tanten und peinliche Auftritte der Kinder anderer Leute.


614 Lesermeinungen

  1. family values
    „Aber eben auch eine [Welt], die Prioritäten gesetzt hat, und nach Familie, Immobilie und Abitur für die Kinder kam ganz lange Zeit: Nichts.“

    Ähm… diesen Satz versteht der Herr Lauer nicht! Zu konservativ formuliert. Zu viel Verzicht darin enthalten. Geht so nicht.

    Bitte „nichts“ ersetzen durch „BGE“.

    Danke. Dann sollte das auch ein technisch fortschrittlicher, nun demokratisch-sozialistischer Pirat verstehen, was gemeint ist.

    PS: Nobody and nothing is perfect)

    • Überschreibung ist ja auch so eine Art BGE, halt nur nicht für alle, sondern eher ein Feldversuch.

    • Feldversuch
      Gewiss. Und es mag sein, dass es als Überschreibung ankam, obgleich es nicht so gemeint war. Bisher habe ich nur meine eigenen Gedanken und Meinungen hier mitgeteilt, ohne Hintersinn gegenüber Personen.

      Das BGE ist doch aber ein gigantischer Feldversuch, genau so wie „die soziale Gerechtigkeit“, das sich Bereichern auf Kosten Anderer oder die Debatte um Generationengerechtigkeit.

      Egal, wie man es nennt: es bezahlten und bezahlen immer die wahrhaft Schwachen und Ehrlichen.

      Danke für diesen Beitrag jedenfalls, ehrlichen Dank. Denn er zeigt, dass eben jede Generation ihre (unehrlichen) Verteilungsdebatten führt, von denen in der Regel letztlich nur die Wortführer profitieren.

      Wer BGE will, sollte sich die kostenfreie staatliche Gesundheitsversorgung in der Ukraine oder Großbritannien nicht nur ansehen, sondern 10 Jahre für sich selbst anwenden. Es ist eben nichts wert, diese Gleichheit und Gerechtigkeit.

      Für keine Generation und niemanden.
      Auf solche Argumente erhält man dann auf twitter allerdings lediglich zynische Kommentare oder wird überschrien.

      Ich lege nun mal eine digitale Pause ein)
      Herzliche Grüße

    • flip side of the coin
      Erschreckend was hier an Bildung fehlt.

      Wer meint, ein Haus zu kaufen und sich im Unternehmen hochzudienen wäre irgendwie moralsicher, als sein Geld in den Konsum zu werfen, der hat von Ökonomie nun mal gar keine Ahnung.
      Wer bezahlt Eurer Gehälter in dem unternommene von dem ihr dann Euer Haus kauft?

      Der Konsument. Und insbesondere der, der all sein Einkommen für Konsum ausgibt.

      Alle sitzen im gleichen Boot.

    • Haus
      Kein Problem, wenn der Konsument nicht erwartet, dass er für 10 Rabattmarkenheftchen (keine Ahnung, wie so etwas heute heißt) ein Haus bekommt.

    • Mr.KK
      kp, also dieser verhinderte Komiker namens Oliver Pocher (lebt der noch?) hat mal gesagt er hätte fürs Zurückspulen von VHS-Kasetten 10DM die Stunde bekommen.

      Danisch hat seinen emotionen freien Lauf gelassen und von mir nur ein erschöpftes Kopfschütteln kassiert. Wer Danisch liest, ist vermutlich eher kein Feminist, kein Anhänger der SJW-Kultur und kein „Nazi“-Rufer. Trotzdem verunglimpft er seine Leser als solche. Als wäre jeder „Millenial“ für diese Probleme mitverantwortlich. Diejenigen welche seinen blog lesen, leiden eher noch selbst unter dieser Kultur.

    • @Goodnight
      Denken Sie doch selber mal weiter:
      Wenn eine Bevölkerung ihre Arbeit, ihren Konsum in bleibende Werte investiert, wie z.B. Häuser dann erschafft sie durch den Verzicht auf kurzlebige Güter Wohlstand. Diese Bevölkerung „konsumiert“ sehr wohl, aber eben eher Handwerkerleistungen als Smartphoneherstellerleistungen. Das Smartphone ist nach 2 Jahren im Eimer (dank des Akku) und sie dürfen neu kaufen. Die Wirtschaft funktioniert so oder so, nur am Ende wohnen die Alten in ihren Häusern, diese „Jungen“ (denn es sind natürlich bei weitem nicht alle so) haben am Ende nichts außer einen Haufen Schrott, der sie im Nachhinein auch nicht wirklich glücklich gemacht hat.

    • facts of life
      @testthewest

      Hier mal der ökonomische Kreislauf:

      Der Deutsche kauft keine neuen deutschen Autos mehr, auch keine deutsche Kleidung und erst recht keine teure Heimat Bio Ware.
      Er kauft lieber Autos aus Asien, Kleidung aus Asien und Essen aus Asien.

      Weil der Deutsche sein ganzes Geld in Immobilien investiert.

      Was ist das Ergebnis?

      Die Chinesen werden reich durch Export und kaufen dann deutsche Immobilien.

      https://www. welt.de/finanzen/immobilien/article173130194/Immobilienboom-Chinesen-stuermen-den-deutschen-Wohnungsmarkt.html

      Dadurch steigen die Preise für Immobilien in Deutscheland, der Deutsche
      muss mehr sparen bei Auto, Kleidung und Nahrung, der Chinese wird noch reicher und kauft noch mehr deutsche Immobilien und so weiter

    • komisch
      @goodnight

      Sie beschreiben für mich ein Handelsbilanzdefizit: die Deutschen kaufen nur im Ausland billige Waren und keine teuren deutsche Produkte mehr. Wir haben aber seit Jahren einen Handelsbilanzüberschuß, weil wir entweder zuviel exportieren oder zuwenig importieren, standpunktabhängig. Böse Zungen behaupten, der Grund seien die erzwungenen Reallohnverluste vieler deutscher Arbeitnehmer, aber ich will auch nicht allen Einflüsterungen glauben.
      Ich hörte auch schon einmal etwas über schwache Binnennachfrage, aber auch das soll ja durch Flüchtlingskrise behoben sein. Teure deutsche Autos werden hier zu Lande häufigst als Flottenfahrzeuge zugelassen bzw. Firmenwagen. Vorsteuerabzugsfähig. Liegt es vielleicht auch einfach an der nachlassenden Kaufkraft des durchschnittlichen AN in D, der im internat. Vergleich überdurchschnittlich mit Steuern und Abgaben belastet ist? Und sich deshalb überhaupt gar kein Auto der deutschen Mittelklasse mehr leisten kann? Okay, die vielen prekär beschäftigten lassen wir mal außen vor, und die immer weiter sinkende Tarifbindung auch. und die zeiten, wo ein Steiger mit 4500 oder 5000 pro Monat nach Hause geht, sind ja dieses Jahr dann auch vorbei. Aber dafür springen ja jetzt hier im Norden die Windmüller ein. Jedes Jahr einen neuen Zuffenhausener. Oder sind das gar keine Kreise sonder Vier- oder Achtecke? Und nur, weil „der Deutsche“ Immobilien kauft? Ja was denn sonst als Anlage, ist ja schließlich nach 10 Jahren steuerfrei. Ach Mist, schon wieder keine Kreise…aber Sie haben wahrscheinlich recht, wie immer.

    • @ Goddnight
      Es ist noch viel schlimmer. Statt mit unserer Arbeitskraft unsere Infrastruktur zu sanieren, produzieren wir Konsumgüter, die wir gegen wertlose Schuldverschreibungen (Target-Salden) exportieren. Dann sind wir noch stolz, „Exportweltmeister“ zu sein. Was wir aus China importieren, wiegt das bei weitem nicht auf.

    • There is truth, and there is untruth. To be in a minority of one doesn't make you mad.
      @Laurentius
      Der Standpunkt ist entscheidend:

      Aus Sicht der Unternehmen exportieren wir ganz wunderbar.

      Aus der Sicht des Staates freuen wir uns über den Überschuss.

      Aus Sicht des einzelnen Arbeitnehmer ist er das Schlachtvieh für die anderen.

      Der deutsche Arbeitnehmer arbeitet viel und produktiv für wenig Geld welches dann noch zu fast 70% vom Staat genommen …. und für den Rest kann er dann Miete an die ausländischen Investoren zahlen. Vielleicht reicht es noch für ein bisschen Urlaub ..natürlich im Ausland, damit die Spanier auch wieder reich werden und wie dieses Jahr die Preise zweistellig erhöhen können.

      Man muss einfach begreifen wo man steht, in der Nahrungskette.
      Falls man stark genug ist, das zu begreifen.

  2. Titel eingeben
    Die Millenials sind dahingehend die Opfer ihrer Elterngeneration geworden, dass die ihnen in jungen Jahren vermittelten, alles sei möglich und man könne machen, was man wolle, es wird schon funktionieren. Das manifestiert sich noch heute in Instituten der Germanistik – oder bei Instagram.

    • Oder bei Twitter. Sie glauben gar nicht, wie viel Zeit da eine Exbiologin und jetzige Berlinphotographin hat, mir nachzustellen. Da habe ich schon wieder einen neuen Beitrag geschrieben.

    • Egal, Dennoch neugierig:
      Nachstellen oder nachstellen?

    • Die Millenials
      Als Jahrgang 84 bin ich einer dieser Millenials.
      Und Ja, meine Eltern brachten mir bei, dass alles möglich ist – mit Fleiß, Disziplin und Willen!
      Nur so gelang der soziale Aufstieg aus der unteren in die mittlere Mittelschicht.

      Mit jedem Artikel / Blog über die zur Zeit grassierende, für meine Begriffe vollkommen an den Haaren herbeigezogene Neiddebatte fühle ich mich – wohl auch aufgrund meines gleichaltrigen und im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Leben stehenden Freundeskreises – wie ein sehr alter Mann im Körper eines Millenials, der Dank eines Herrn Lauer und vieler weiterer undankbarer deißigjähriger Kinder in Geiselhaft genommen wird.

      Diese Möchtegerns bekommen auch mit 50 ihr Leben noch nicht auf die Reihe.
      Und nur weil diesen mit YT und ähnlichem Stuss die Möglichkeiten gegeben sind, mit großem Tamtam auf ihre offensichtlich falschen Lebensentscheidungen aufmerksam zu machen, muss nicht eine ganze Generation, die inzwischen zu allergrößten Teilen als Steuern und Abgaben zahlende *Stütze der Gesellschaft* ihren Dienst leistet, als undankbar, selbstverliebt oder unfähig verrissen werden.

      Die wahren Snowflakes kommen erst noch! Die stecken momentan im 4. Bachelorsemester und werden zielstrebig auf Linie gebracht.
      Dagegen wird der „Kampf“ der Millenials ein laues Lüftchen sein.

    • Ja, das fürchte ich auch, aber wissen Sie, die Miete für solche Leute ist schnell erhöht, wenn sie frech sind.

    • @DA und Ex-Biologin
      Ex-Biologin – nachstellen – sexuelle Belästigung ODER Stalking? Ja da kommt frau dann zu nix Anderem mehr.

      Das muss man schon einsehen.

      Liebe Grüße – und ein Dankeschön!

    • Versuchen, mich mit einer Kampagne um dne Job zu bringen.

      Keine Sorge, man kennt hier das Spiel und lässt es ab-prall-en.

    • Widerspruch @Archipoeta
      Ich muss Ihnen da denn dann doch heftig widersprechen. Solche (Un)werte habe ich meinen Kindern nicht vermittelt. Sie haben von mir (und ihrer Mutter) gelernt, dass sie sich mit dem „bescheiden“ müssen, was sie erarbeiten.
      Sehr wohl aber haben sie das Rüstzeug bekommen, sich durch eigene „ARBEIT“, begründet auf Bildung, Ausbildung und (praktischem) Wissen, MEHR leisten zu können als der Durchschnitt und dieses MEHR auch genießen zu dürfen. Nur in Letzterem unterscheiden sie sich von der Generation der sog. Baby-Boomer, da uns der Genuss der Früchte der Arbeit noch nicht so geläufig war.
      Es gibt m.E. nicht DIE Millennials, es gibt nur eine mediale Erscheinung, die sich als solche ausgibt und mit Neid auf die erreichten, (spieß)bürgerlichen Ziele der Älteren blickt.

    • Titel eingeben
      Wie in jeder Generation fallen nur die Aggressiven und Lauten auf. Das Problem ist, das sie keiner aufzuhalten scheint und sie ungehindert gerade die Laberfächer und -Positionen einnehmen. Im Handwerk wären sie sofort von der Wirklichkeit eingebremst.

      Deren Netzwerk scheint jedoch groß genug zu sein, das sie sich autark, auch mit Wohnraum versorgen können. Selbst wenn sie frech sind. Die Lauers der Welt, wissen in welchen Töpfen das Fleisch ist und setzen sich vordergründig für die Hungrigen ein, welche sie dafür zu ihrem kleinen König machen.

      Das ist ja nichts Neues. Neu ist, das so viele Frauen dabei sind, welche man gewähren lässst. Mit denen sollte man(n) sich nur gut gewappnet anlegen, siehe Frau Slomka, die ganze „metoo“ und letztendlich auch die Flüchtlingsdebatte. Demnächst wahrscheinlich per Gesetz jede Debatte.

      Schon der Fischer wollte sich nicht mit seiner Frau anlegen. Und da ging es letztendlich auch um ein Haus.

    • Das elend ist, dass solche Politstiftungsdurchläufer dann später gerne mal im Journalismus landen – schauen Sie sich an, was beim NDR so an Nachwuchs rumläuft. Daher auch der Wunsch, den Laden vom Geld abzuklemmen.

    • der verfolgte Don Alphonso
      Bin kein Millenial, würde Ihnen dennoch nachstellen, wenns denn was brächte. Wann soll ich wo sein? Wie soll ich wen – Alphonso oder Meyer wonach genau fragen? Sie müssen eine Skizze machen, ich kenn mich sonst nicht aus. Oder mich anrufen!

  3. Ja, aber...
    Alles richtig und Herr Lauer und seine Suada kann man nicht ernstnehmen. Einen Punkt hat er allerdings indirekt doch getroffen:
    Generationell ungleich verteilte Chancen. Natürlich war Berlin z.B. 2009 billig. Wer allerdings heute 30 ist, hätte 2009 keine Wohnung kaufen können, weil er zu jung war. Heute kann er es nicht, weil er das Geld selbst mit doppeltem Durchschnittseinkommen kaum wird aufbringen können. Das Problem trifft also nicht nur für Journalisten, sondern auch für Ingenieure. Es gibt Ungerechtigkeiten, die Kohorten betreffen und nicht auf individuelle Fehlentscheidungen zurückgehen. Die Höhe der Rente und Möglichkeit Wohneigentum zu erwerben sind zwei Beispiele dafür. Leider sind es mit die wichtigsten Grundlagen für ein gutes Leben.

    • Ich kenne einige Leute in Berlin, die es problemlos hätten machen können, und es nicht taten – ich habe selbst an sie hingeredet. Und natürlich sind Märkte auch immer ungerecht. Aber dan müssen sich diese Leute halt bei denen beschweren, die den Wohnraum verknappen. Seit 2015 rollt die Zuwanderung, die Baukostenj sind wegen der Umwelt immens hoch, und die Preise steigen. Das ist auch kein Zufall.

    • Berlin ist auch nicht mehr reizvoll
      Es ist – in nicht mehr allzu ferner Zeit – durchaus möglich daß Deutschland sich teilt. Und diese Teile auch aus der EU austreten.
      NRW, Berlin, Bremen, Teile von Hamburg … wer will das?
      Die Zeiten dass denen alle Dummheiten (BER etc) finanziert werden (Länderfinanzausgleich) sind bald vorbei. Eine Region wo Recht und Ordnung in die Mülltonnen geworfen wird ist für viele, insbesondere hier im Süden, schlichtweg nicht tragbar. Ganz so selten ist das nicht daß Kinder verstoßen wurden. Man kann nicht alle Dummheiten finanzieren.
      Das Stichwort Donauföderation geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Oder gleich raus aus diesem Land. Allerdings sollten wir uns zuvor noch gegen diese Gesetzesverstöße wehren. Wenn die AfD als die Notwehr bezeichnet wird, das kann nur der Anfang sein.

    • And that's the truth, man! That's the truth. Can you handle it?
      Äh, die Wahrheit ist:

      Die Jungen bekommen kein Eigentum weil sie die Rente der Eltern bezahlen müssen.

      Na ja, will keiner hören, weil es einen Konflikt in den Familien erzeugen würde.

    • Druck, Draghi, druck!
      Nicht zu vergessen Mario Drucki, der uns seit Jahren allen zu Millionären druckt und so die Betongoldpreise in die Höhe treibt.

      Seid verschlungen Billionen!

      Oder die zig Millionen von Sozialwohnungen die die Politik in den letzten Jahrzehnten versilbert hat, während neue nicht gefördert wurden.

    • Sehr gut, Doooomina...
      Ja, derselbe Gedanke kam mir auch, aber da ich seit Herbert Wehners Tod niemals mehr auf die Idee käme mir Reden von SPDlern anzuhören, und so weiss ich nicht was der Kasperele genau gesagt hat und kann und will auch kaum widersprechen.
      Ihre Einwände sind wohl richtig aber in einem Text von Don Alphonso werden sie die nicht finden.
      Sein System ist einfach. Er sucht sich einen jener ja leider massenhaft herumschreienden oder herumschreibenden, dümmlichen, politischen Gegner und pickt sich bei dem alles leiderv reichlich Schwachsinnige raus. Damit kann man natürlich leicht recht haben, und braucht nicht auf ein wenig kompliziertere Argumente für Vermögens- und Erbschafts-Steuern eingehen.

      Ich persönlich gehöre ja ohnedies nicht zu jenen Zombies, die meinen man solle arbeiten und sparen, sparen um dann irgendwann Eigentum anzusammeln, ich lebe da lieber im mehr Augenblick und gebe Geld für Kuchen für Kinder aus, auch wenn gerade nicht Äpfel oder Zwetschgen aus dem eigenen Garten zur Verfügung stehen.

      Man mag darüber spotten, aber es gibt nun mal einen prinzipiellen Unterschied zwischen dem Leben eines Millenial, und jemandem der einen sicheren Arbeitsvertrag in den siebzigern hatte, der es ihm erlaubte seine mittlefristige Zukunft zu planen oder sich auf ein LEISTUNGSLOSES SICHERES ERBE VERLASSEN KANN, kann, für das man ausser Geduld keinerlei Qualifaktionen benötigt…

      Leider gibt es viel zu viele dieser Lauers die eben Politik auf einem lächerlichen Niveau anpreisen und dazu einfach nur am Neidrad drehen. Den Doofen gefällts und Neo-Liberalen erst recht, denn es sorgt dafür, dass die Wagenknechts der Welt bis ans Ende aller Zeiten auf ihren 10% +- herumkrebsen werden.
      Es läge an den chancenlosen Nichts-Habenden sich zusammenzutun und zB bei Wahlen eine Regierung zu wählen, die tatsächlich mal ausnahmsweise die Interessen der Bürger vertritt und auch als erstes Mal die Draghis der Welt zum Dorfe hinausjagt.
      Aber so lange die Masse dazu zu dumm ist, hat Don Alphonso mit seinem Spott leider völlig Recht.

    • Der Wutbürger dtv spricht
      z.B. so:

      „Es läge an den chancenlosen Nichts-Habenden sich zusammenzutun und zB bei Wahlen eine Regierung zu wählen, die tatsächlich mal ausnahmsweise die Interessen der Bürger vertritt“

      Da hast du deinen Onkel Karl aber gut nacherzählt. Vor allem mit dem „zB“ hast du dich als verdienter Seniormarxist empfohlen.
      Aber: „Bürger“?! Da gehst du bitte nochmal drüber, das kringelt dein Politoffizier dir an.

      Und weiter:

      „denn es sorgt dafür, dass die Wagenknechts der Welt bis ans Ende aller Zeiten auf ihren 10% +- herumkrebsen werden“

      Was ja immer noch besser ist, als ein Flußkrebs auf dem Grund des Landwehrkanals oder ein abgeknallter Flüchtling in der Spree, gell?

    • Neidrad ala TDV
      TDV selbst gibt alles Eingenommene aus und deshalb will er Vermögens- und Erbschaftssteuern erleben.

      Zynische Doppelmoral unterster Ordnung.

    • Doppelmoral
      Ja. Leider exemplarisch für viele, die sich als links bezeichnen, was ja eigentlich eine Richtungsbezeichung ist…
      Keinen Beruf gelernt, der sie ernährt, kein Ehrgeiz, das Ganze als Lebensqualität oder sonstwas esoterisches verkaufen und dann das Geld von anderen (am Liebsten über den Umweg Staat) haben wollen. Gerechtigkeit, BGE, Genderquote, irgendein Schlagwort findet sich schon.
      Alle wollen Kohle und nix dafür tun, „ich will doch auch leben“.
      Haupsache andere bezahlen dafür.

      Nicht mal Demokratie hat die SPD verstanden, nicht die Parteimitglieder wurden gewählt, sondern Abgeordnete. Sozialisierung von (Fehl)entscheidungen, dann waren ja die anderen Schuld.
      Mischpoke, sagte meine Oma, konnte sich aber sicher nicht vorstellen, dass die SPD demnächst mit der 5% Hürde flirtet, zumindest in einigen Ländern.

    • Einkommenfehlbetrag
      Werter Don
      Wie waere es wenn Sie einmal das Volk daran erinnern, dass ein Grund dafuer dass sich viele trotz Doppeleinkommen kein Eigentum mehr leisten koennen auch an Steuern und staatlicher Bevormundung der Wirtschaft liege?
      Nur mal so ein Gedanke…
      Mit Gruessen aus der Steuerfreiheit in Asien.

    • wenn ich hier über Spitzensteuerrsätze schriebe, würde man es mir als Egolobbyismus auslegen.

    • @ TDV,
      es mag ja manchmal stimmen mit dem leistungslosen Einkommen. Mir fallen da gerade die Boni der Deutschbanker ein, die sich bei Mrd.- Verlusten selbst 1 Mrd.€ einschenken. Auch bei Klattens und Co. könnte man wohl so argumentieren, weil die, die das erarbeiten als Zeitarbeiter, zuwenig daran teilhaben.

      Wenn ich da aber an meine Kinder denke, muss ich sagen, dass sie oft mit ranmussten und auch willig waren, zu helfen. Sie bekommen das nicht nur geschenkt, was sie erben.Jetzt, wo ich alt bin, helfen sie auch und bieten sich an.Das sehe ich auch bei all den Handwerksbetrieben hier so.Es gibt hier eine Firma, die man Millionär- YXZ nennt. Die Kinder mussten damals jeden Sonntagvormittag in Papas Mercedes sitzen und die Baustellen mit abfahren, wenn andere zum See gingen.Usw.usf.

      Es sollten nicht beide, kleinere und große Fische, miteinander vermengt werden. Mein Sohn z.B. hat sich mit Musik viel Geld während des Studiums verdient, von uns brauchte er nichts.Eine große Hohner ist schwer, und das für Stunden.Sax und Trompete oder Gitarre waren dann eine Erholung.Er war sogar samstags angestellt, um Musikunterricht zu geben. In den Semesterferien war er bei Bosch oder BHS.

      Bei der Tochter war es nicht anders, nichts von uns oder Bafög. Als Eltern sollte man die Kinder nicht zu sehr verwöhnen, auch, wenn es ginge.Sie haben später viel mehr Selbstwertgefühl, als die Gepamperten, die nur in bestimmten Kreisen ihre Anerkennung finden können, ohne auch nur irgendeine Ahnung von dem Leben draußen zu haben.

    • Titel eingeben
      Philomena, es geht nicht darum dass ihre Kinder nichts erben, es geht um eine Besteuerung ganz oben…

      „Es sollten nicht beide, kleinere und große Fische, miteinander vermengt werden.”

      Die Einzige die das getan hat sind sie, bei mir finden sie davon nichts, oder?

      Es geht um VERMÖGEN und nicht wie sie schreiben, um Handwerksbetriebe!
      Es geht um die Milliarden Vermögen die weiter anwachsen, während „die Schere“ weiter auseinanderklafft.

      Und es geht um die Dummschwätzer hier im Forum mit ihren stets wiederholten dümmlichen Spiessbürger Stammtisch Phrasen. Man würde sich tot-lachen, wenn es nicht traurig wäre, weil diese HansWursten ja deutscher Standard sind: „Keinen Beruf gelernt, der sie ernährt, kein Ehrgeiz, das Ganze als Lebensqualität oder sonstwas esoterisches verkaufen und dann das Geld von anderen (am Liebsten über den Umweg Staat) haben wollen.“
      Werter Spiess“bürger“, oder was auch immer ihr Name ist, ich habe sowohl eine abgeschlossene Ausbildung als Mechaniker UND ein Studium hinter mir. Ich bin halt nicht ganz so primitiv wie sie und verstehe einiges mehr als Leben als Konsum…
      Kein Mensch will ihnen ihren Lebenstil streitig machen, ganz im Gegenteil. Wenn sie mit dem beschäftigt sind, was sie für Leben halten, dann lässt ihresgleichen wenigstens die anderen in Frieden.

    • TDV, versichen Sie es bitte ohne „Dummschwätzer hier im Forum mit ihren stets wiederholten dümmlichen Spiessbürger Stammtisch Phrasen.“ so geht man hier nicht miteinander um und ichh setze das im Zweifelsfall auch durch. Danke.

    • Das hört sich oft ganz anders an, @ TDV
      Manche relativieren da nicht mehr. Reich ist inzwischen schon, wer ein Haus hat, ist oft zu hören und zu lesen.Meistens sind es dann Leute, die die Mühen und das Risiko scheuten.

      Bei dem Soli wird sich aufgeregt, dass die Reicheren am meisten profitieren würden bei dessen Abschaffung.Meine Kinder meinten, dass sie bisher ja auch mit am meisten bezahlt hätten.Es gibt nun mal Parteien, die dieses Thema immer wieder befeuern.

      Ich habe nichts vermengt, werter TDV und habe echt den Eindruck, dass Sie schon mal gern pauschalieren.

  4. Einstellungsstop im öffentlichen Dienst
    Noch eine Bemerkung: es gab Einstellungsstop im öffentlichen Dienst und eine ganze Generation ausgebildeter Lehrern und habilitierten Dozenten musste ewig warten oder sich was anderes suchen. Heute werden zumindest Lehrer wieder händeringend gesucht.
    .
    Davon abgesehen, darf ich den werten Herrn Lauer daran erinnern, dass Frauen damals in bestimmten Berufen aus Prinzip überhaupt keine Stelle bekamen? Ob sie eine Hypothek bekommen hätten, weiss ich nicht aus persönlicher Erfahrung. Ich habe seinerzeit gehört, dass eine berufstätige Frau Schwierigkeiten hätte, denn sie könnte ja schwanger werden, aufhören zu arbeiten und die Hypothek nicht mehr bedienen. Ich hatte keine Probleme, ich bekam in Kanada nicht nur einen angemessenen Job, sondern auch eine hohe Hypothek für mein townhouse.

    • Das habe ich einmal gehört, die fragliche Person hat sich dann eine andere Bank genommen.

    • Werte Tigerin,
      ich hatte einen Studienplatz (Lehramt Gymnasium in Mathe/Sport) bevor mich der Souverän zum Dienst an der Waffe rief. Nach zwei
      Jahren stellt ich fest, daß an der pädogischen Hochschule (Lehramt Volksschule, bzw neusprech Grund- und Hauptschule) alle eingeschriebenen Studenten einen Abschluß erhalten sollten (Forderungen der Studenten und GEW) und alle Studenten mit Abschluß sollten verbeamtet werden.

      Ich habe dann Abstand vom Lehramt genommen. Ich denke, daß kein Mensch diese Absolventen vermißt.

      MfG Alfred Haas

      PS: Die PDP/11 war eine feine Maschine, besser als die /30. Aber ich bin immer noch ein Fan der VAXen, von 730-780.

    • Hypotheken für Frauen
      Habe seit den 70zigern im Kreditgeschäft gearbeitet. Natürlich musst geprüft werden ob Zinsen- und Kapitaldienst nachhaltig geleistet werden konnte. Aber solange die Immobilie nicht zumhoch beliehen war, gab es zumindest dort wo,ich arbeitete, keine Probleme. könnte mir vorstellen, dass das anders war bei Alleinerziehenden Müttern.

    • Immobilienkredite
      Ein ehemaliger Angestellter erzählte mir, sein seinerzeit bester oder guter Freund würde in bei der Deutschen Bank für Immobilienkredite zuständig sein.

      Dort ginge man von einer Ausfallquote von einem Drittel aus.

      Er schaue sich also alle vor ihm Sitzenden an und überlege, wer wohl zu dem notleidendem Drittel gehören würde.

    • 1/3 ist m.E. hoch.

      Aber es gibt natürlich welche, bei denen es sehr knapp ist. Bei uns hat man mit einer jährlichen Gewinnbeteiligung von Audi gerechnet, die in der Dieselkrise nicht kam. Wer die aber als sicher betrachtete, kam schon mal ins Schleudern. Da gab es schon 2,3 Häuser entlang meiner Radroute, bei denen Verputzarbeiten und Gartenarchitektur eine Weile stockten. Und dann halt noch die Scheidungen. Niemals ein Haus, wenn man sich in der Beziehung nicht bombensicher ist.

    • VAX
      @Haas: Unsere VAXen liefen auch sehr gut (fast noch besser, nachdem der Wartungsvertrag ausgelaufen war…) – und manchmal frage ich mich, ob da in der Softwareentwicklung seitdem alles so richtig gelaufen ist.
      Wenn man sich die nüchternen Leistungsdaten dieser Maschinen anschaut (wir sprechen von den 80-ern), ist man fast geneigt zu segen: da ist heute jedes Handy besser.
      Aber wenn ich dann überlege, daß wir damals (auch nach heutigen Maßstäben) große Datenmengen durchgezogen haben, dazu auch Bildverarbeitung etc… Das Verhältnis von Datenmenge zu Rechenleistung ist heute mE so viel besser – und wo ist die dazugehörige sichtbare bessere „Performance“?
      Neulich hat bei uns mal jemand untersucht, warum ein bestimmter Verarbeitungsschritt so lange dauert. Dabei stellte sich heraus, daß keiner darauf gachtet hatte, welche Daten überhaupt gebraucht werden (die Rechenleistung machts ja). Insgesamt wurden daher etwa 100-mal mehr (!) Daten verarbeitet als eigentlich gebraucht wurden.

      Wir hatten früher auch einen wunderschönen großen Farbbildschirm, aber keinen Farbdrucker, so haben wir den Bildschirm (analog, klar) abfotografiert und unser Fotograf hat die entsprechenden Poster, Druckvorlagen etc erstellt. Da wurde entsprechend auch versucht, vorher nachzudenken und nicht erst einmal eine große Klickserie gemacht.

    • Die Weisheit des Württemberger Ministerium für Erziehung und Bildung
      Werter Alfred Haas,
      Ich war eine der ersten Benutzer der VAX/VMS Serie. Hat mir sehr viel Spaß gemacht!
      .
      Als ich zu studieren anfing, bekamen Mathematikstudenten fürs Lehramt pro Semester in Württemberg 500 DM geschenkt. Damit wollte man Studenten ermutigen, Pauker für Mathe zu werde. Nach 2 bis 3 Jahren war es jedem Zeitungsleser klar, dass es viel mehr Lehramtsstudenten gab als nötig – nach der Bildungsoffensive in den 60ern und wegen des Pillenknicks. Ich hatte da schon auf Promotion umgestellt und mich in eine PDP/11 verliebt. Aber dann wollte das Württemberger Ministerium für Erziehung und Bildung die 2500 DM zurück, die sie mir für meine Zeit in Tübingen ausgezahlt hatten. Meine Antwort war gewaschen. Ich hörte nie mehr von denen.
      MfG
      Dr. Lisbeth Heuse

    • Das Problem der heutigen Programmierung
      Das folgende ist OT
      @astroklaus
      Ich habe meine ersten EDV-Schritte auf 64k-Maschinen mit Massenspeichern von 360k auf 8″-Floppys getan. Da macht man sich Gedanken, wie man programmiert und wann Assembler-Funktionen Sinn machen und welche Programm- oder Datenteile man aus- oder überlagert. Das gaben damals die Betriebssystem nicht her (außer natürlich auf „Großrechner“ wie die 4004 unter BS1000 oder die TR440 – auch eine feine Maschine).
      Man ist ja als EDVler schon auch mal fies. Ich habe einmal die Fahrplanauskunft der Bahn (Hafas) getestet (München-Hamburg-Fankfurt/Oder-Köln) auf einem 8086 mit 20MHz 265k Speicher und 80MB Platte unter DR-DOS, einem Pentium 1 mit 60MHZ 1MB Speicher 400MB Platte Windows 3.1 und einem Pentium MMX mit 200MHz 4 MB Speicher und 1GB Platte mit Windows 95.
      Die Ergebniszeiten waren unter 50% Differenz. Die Mehrleistung wurde von der graphischen Aufbereitung und vielleciht schlechter Programmierung gefressen
      Rechenleistung und Speicher sind heute sehr preiswert, gute Programmierer dagegen teuer, also geht man den kostengünstigen Weg.
      Entschuldigung Don für das OT.
      MfG
      Alfred Haas

  5. Lauer klopft an den falschen Türen
    Ja, so war es auch bei uns mit dem Essen und der Zahnpasta, und das Haus kostete damals in den Sechzigern 150 k ohne Grundstück (Erbpacht). In einer kleinen unscheinbaren Stadt. Vierzig Jahre später brachte es die vierfache Summe beim Verkauf, das ist extrem wenig. Aktien gingen besser.

    Ein Haus verkauften dann wir, nächste Generation, mit einem Verlust von 30%, Bayern, weil der Immo-Markt in den Knien lag, wie oben Don beschreibt. Es war ein Haus, das durch Einsatz erarbeitet wurde.

    In einem Punkt gebe ich Lauer Recht: In den letzten zehn Jahren ist einiges entglitten. Das Auf und Ab, normales Risiko, fehlt. Der Schuldige ist Gelddrucker Draghi, denn im Normalfall hätten Leute auch angelegt und nicht ganz so viel in vor allem städtische Immo investiert.
    Für Lauer scheint das Grund für eine Neiddebatte zu sein. Er soll mal oben klopfen, bei der EZB und bei Merkel, denn ohne Griechenland im Euroraum und Schirme noch und nöcher stünden wir nicht an diesem Punkt.

    Ich frage mich ständig, ob Linke so blöd sind oder nur so tun, weil alles andere schwieriger ist.

    • Das sehe ich auch so. Wohnungen in Berlin sind knapp, weil die Entwicklung falsch eingeschätzt wurde – von seiner jetzigen Partei.

    • @oberländer
      Zitat:
      „Der Schuldige ist Gelddrucker Draghi,…“

      Das ist zu einfach.

      Die deutschen Wähler haben sich in der Mehrheit für die Parteien mit der Parole „Der Euro ist alternativlos“ entschieden, auch wenn sie offenbar nicht ganz begriffen haben, was sie dafür opfern.
      Wenn sie dann in Rente gehen, ist das Jammern groß, ohne die eigene Verantwortung zu erkennen.

      Schulden sind vorgezogener Konsum.
      Herr Draghi macht nichts anderes, als den Zahltag möglichst weit in die Zukunft zu verschieben.
      Ohne „Whatever it takes“ wäre der Euro schon Geschichte.

      Die aktuelle Situation im Bereich Immobilien ist im Blog von Dr. Stelter sehr gut beschrieben:
      https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/die-immobilien-falle/

      Zitat:
      „Politisch bietet sich ohnehin nichts so sehr an, wie eine höhere Besteuerung der Immobilien. Zum einen, eben weil sie immobil sind und sich dem Zugriff der Politiker nicht entziehen können. Zum anderen, weil sich an ihnen gut eine Neiddebatte führen lässt. Stehen Immobilien doch auch bei uns für einen guten Teil des Vermögenszuwachses in den letzten Jahrzehnten.“

      Beste Grüße

    • Titel eingeben
      Das richtige timing ist alles.

    • "Schulden sind vorgezogener Konsum"
      Schulden sind auf jeden Fall die Steuererhöhungen von morgen.

      Schröder-Basta!

    • Titel eingeben
      „Der Schuldige ist Gelddrucker Draghi“ – Erstens ist Draghi dem EZB-Vertrag verpflichtet, also der Preisstabilität. Nicht wie die Fed bspw. auch dem Wirtschaftswachstum. Nicht seiner, dieser Konstruktionsfehler.
      Zweitens hat der gehandelt, wo Merkel und Steinbrück nur doof gekuckt haben. Nicht sein Fehler, wenn die Politik vor sich hin dilettiert. Und die Wirtschaftsweisen, die jeder für sich stringent zu völlig anderen Ergebnissen kamen und kommen. Immer und immer wieder.
      Drittens gibt es zwar Menschenrechte, aber da ist keines auf Zinsen dabei. Soll er warten, bis die Südschiene kollabiert und u.a. die Anlagen der Renten- und Lebensversicherer verdampfen? Hätte ich nicht dabei sein wollen. Die deutsche Wirtschaft übrigens auch nicht. Kalter Entzug für die Export-Junkies. Unschön. Zumal ich mit denen mein Geld verdiene.^^

      Wo bleibt eigentlich diese Hyperinflation, wenn die Gelddruck-Heulsusen diese mal argumentativ brauchen? Wenn ich an das Voodoo dieser Hendrick und anderer Müllers & Co dazu denke…

      Egal. Was ich hier im Kommentariat noch nicht ganz verstanden habe: wer soll eigentlich dieses dumme Schwein sein, über das man immer herzieht, aber brav die Zinsen für die eigene Vorsorge generieren soll?

  6. Grotesk oder exzentrisch
    Herzlichen Dank für den Text — und für die vielen anderen!

    Allerdings, die Zahnpastatuben lassen sich ausgezeichnet auf herkömmlichem Weg leeren, Handcremetuben aufzuschneiden erweist sich als lohnender und Seifenreste werden auf das neue Stück geklebt! Wenn das schon grotesk ist? — Andererseits als Geisteswissenschaftler kann man und frau auch nicht jede ökonomische Entscheeidung in den Sand setzen!

    • Es ist grotesk im Vergleich zu dem, was heute so für Kosmetika und Modedüfte ausgegeben wird. Ich nehme ja noch immer Felgenreiniger für Haut, Haar und blankes Metall!

    • OISOO des mit den Feimareinga fir die Hoor und die Haud schaug
      I ma ooo !

      Ehrlich, Don !

    • Mit aufgeschnittenen Zahnpastatuben
      fremdele ich etwas, Hand- oder andere Cremetuben werden aber gnadenlos aufgeschnitten. Meine Ururgroßmutter brachte ein Haus und tausend Goldmark in die Ehe, was ihr Mann pferderennsüchtig alles verspielte. Es gibt außer den Hochzeitsfotos keine anderen Dokumente, weil Mutter und Kinder im Armenhaus landeten und es zwei Generationen brauchte, bis es wieder Hausbesitz gab.

      Der dann wegen der Grenzverschiebungen nach dem letzten Krieg verlustig ging. Was meine Großmutter und ihr zweiter Mann drangaben, um in wirklich schwieriger Lebenssituation, dazu im DDR-Grenzgebiet, zu einem neuen Haus zu kommen, haben wir Enkel anfangs als gegeben hingenommen und auch nicht drüber gelächelt, weil wir sie mochten und uns das Grundstück Ferienfreiheit gab. Was es aber wirklich bedeutete, wurde nicht recht verstanden, aber gemeint, es sei doch nicht nötig, wer will denn Hausbesitz, dazu auf dem Dorf. Damals.

      Jetzt ist es weg, verkauft von den Söhnen, und es tut mir sehr leid drum, auch wenn ich nicht im Norden leben wollte. Dieses verbissen rigorose Bestreben nach Wohnbesitz ging mir aber nach und auch die ressourcenverwertende Sparsamkeit, selbst wenn meine Großmutter schallend lachte, als ich ihr versicherte, dass ich das großartig fand. Wer macht das denn nicht außer Narren?

      Der Herr Lauer ist halt nicht sehr beeindruckend in seinen Tiraden. Schweiß und Mühsal darf das alles nicht kosten, wo käme man denn hin. Meine Großmutter hat, solange ich sie jenseits der Pflegebedürftigkeit kannte, bis in die Nacht hinein genäht, egal ob ihre Kinder akademisch aufstiegen. Dafür gabs dann wieder eine Meißner Tasse oder Vase, die jetzt in meinem Schrank stehen. Diese Generation mit all ihren Fehlern und schrecklichen Fehlentscheidungen ist trotz all dem in ihrer Beharrlichkeit auf Eigeninitiative und Unabhängigkeit bemerkenswert. Je älter ich werde, umso mehr schätze ich das hoch.

    • Danke für den Text.

      Mit dreht es auch den Magen um, wenn ich sehe, wie mit Porzellan umgegangen wird, das über Jahre zusammen gekauft wurde.

    • Porzellan
      Ich weiß nicht, es ist nicht so einfach. Ich wohne zwar in der Landeshauptstadt, aber die weitere Familie ist verstreut, vom Meißner Umland bis ins Erzgebirge. Das Porzellan ist wesentlich, wird vererbt und mit eifersüchtigem Blick verfolgt bis in die Milleniumsgeneration.

      Es ist halt spannend. Die Großmutter lernte im naheliegenden Schloss Hauswirtschaft, was die Bedienung von Jagdgesellschaften einschloss. Die Herrschaft besaß neben einem Bülowschen Schwanenservice ein Meißner Service für 48 Personen, jedes Gedeck war mit Vögeln und Pflanzen bemalt und wurde jeweils in einem sehr aufwendigen Vorgang abgewaschen, die Waschbecken ausgelegt mit neuen Wischtüchern, damit nichts kaputtging. Ich sehe da den Herrn Lauer schon tätig werden.

      Ohne Zweifel ist es sehr interessant, wenn man davon erzählt oder erzählt bekommt, wie es bei Kriegsende war. Nach dem Überrollen durch die Rote Armee gab es reichlich Berichte von z. B. der Inbesitznahme von Dragonervasen, in denen die lokale Bevölkerung später saure Gurken einlegte. Das ist schon komisch, erst die Hessen, dann die Gurken.

      Heute ist es so, dass man auf Floh- oder Trödelmärkten, wenn man Glück hat, relativ preiswert Meißner Porzellan erstehen kann. Immer wieder wird berichtet, dass die junge Generation kein Interesse hat und lieber verkauft als erbt. Fatalerweise trifft das auf meine Familie nicht zu. Und so habe ich mich auf das Sammeln von Rauensteiner kapriziert. Aber träumen darf man schon.

  7. Warum redet niemand darüberhinaus
    Die Immobilienpreise und damit die Mieten steigen zum grössten Teil aufgrund der Eurorettungs- und Zinspolitik der Politiker und der EZB. Die Investitionen verlagern sich halt stark von Anleihen mit „Nullzins“ zu Immobilien.
    Würde wohl eine Wählerbewegung grösseren Ausmasses zur Folge haben wenn das allen bewusst wäre. Da schweigt die Presse lieber aus „übergeordneten Gründen“, ansonsten könnte uns ein Teil der Antwort verunsichern.

    • Nein, ich nicht. Ich habe immer gesagt, dass man schauen sollte, wie man sich jetzt auf Kosten anderer bereichert.

    • Richtig
      Solange die Zinspolitik so weitergeht, wird sich nichts ändern. Der „Macht des billigen Geldes“ hat auch kein Wohnungsbausenator bzw. -minister irgendwas entgegenzusetzen.

    • Wollen wir hoffen das die Zinskurve flach ansteigt
      ggf sind viele Immobilienfinanzierungen
      knapp kalkuliert. Es gibt auch die Variante
      höhere Zinsen, weniger Wohnungsbau und
      stärker ansteigende Mieten als Löhne.

      Das Ziel: Günstiger Wohnraum, kann man auch anders erreichen.

      Ein öffentliches oder privates Krankenhaus das kein Personalwohnheim hat oder günstige Wohnungen anbieten kann wird ein Problem haben.

      Günstiger Wohnraum ist m.E. auch nicht das Problem.
      Die Forderung: Günstiger Wohnraum für alle überall
      ist ein Problem.

      Es hindert die Stadt Berlin z.B.doch niemand daran
      Wohnungen für Leute zu Bauen die die Stadt benötigt.

      Hilfreich ist auch Wohnungen für Menschen zu haben
      die nicht selbständig zurechtkommen und ständig
      in irgend einer Form auf Hilfen angewiesen sind.

      Es wird für die Stadt ja nicht billiger wenn sie
      Wohnraum auf dem freien Markt bezahlen muss
      wenn die eigen Kapitalkosten niedriger sind
      als die freier Unternehmer.

      Die Stadt muss überlegen was sie mit ihren
      Mitteln tut. Billigen Wohnraum für alle bereitzustellen
      ist aber nicht ihre Aufgabe.

      Der Staat muss sich fragen lassen wo
      er Wohnungsbau behindert, verteuert oder
      unmöglich macht.

    • @Christian Brouwers
      Ja, die Anlageform Betongold wegen der Nullzinspolitik hat ihren Anteil. Aber das funktioniert ja auch nur, weil die Nachfrage da ist. Und hier liegt das Hauptgrund für die Verwerfungen. Wir haben massiv Landflucht. Ohne diese wäre das Wohnen in den Städten günstiger und auf dem Land teurer.
      Aber mit diesem Thema kann man wohl keine Wahlen gewinnen. Daher wird es nicht aufgenommen…

  8. eigene Erfahrung
    1970 war es nicht leicht, eine Wohnung zu finden. In diesem Jahr habe ich geheiratet, weil ich schwanger war; wir beide studierten noch, unsere Eltern waren entsetzt, stellten sofort alle Zahlungen ein. Mein Mann jobbte neben dem Studium als Packer und Lagerarbeiter. Ich lief mit Baby im Kinderwagen durch die Stadt und suchte für uns eine Wohnung, denn wir lebten zu der Zeit in einer 25qm kleinen 2-Zi-Whg. Es fand sich nur eine größere Wohnung auf dem Dorf 25 km außerhalb, also bräuchten wir ein Auto. Unser Gespartes reichte für einen R4, den wir bar bezahlt haben. Irgendwelche Förderung, Elterngeld o.Ä. gab es noch nicht, wir haben wirklich mit den berühmten Apfelsinenkisten angefangen …

    • Ich hoffe, Lauer liest das.

    • auf die Jaffa-Kisten...
      wurde eine Plastikdecke gelegt, die nach Gebrauch mit einem Spültuch gesäubert und danach wieder gefaltet wurde – bis zum nächsten ‚Mahl‘.

    • ... wenn Lauer das läse ...
      … würde er nur Pe..is, Pe…is ! Texten. Manchmal wundert es mich schon, dass Sie Elendsgestalten zum Ausgleich von Schönheit nachsinnieren. Das ist ja fast so wie ein Gedicht auf Anne W oder Julia S, das kein Spottgedicht wäre.

      Ich war einmal Pirat.
      Jetzt bin ich nur ein Schrat.
      Bin unfähig zu trauern
      Und kann nix bedauern
      Außer mich,
      Denn ich
      Oh weh,
      Habe immer noch
      Kein BGE.

  9. Früher war alles besser...?
    Meine Eltern haben unser Haus 1969 gekauft: in einer Zeit, als die Zinssätze in der Immobilienfinanzierung deutlich zweistellige waren. Sie haben sich krumm gelegt und geschuftet, um das Haus am Schluss in der Zwangsversteigerung zu verlieren, weil ein charakterloses Häuflein triebgesteuerter Zellmasse die Gutgläubigkeit und Naivität meiner Eltern unter Zuhilfenahme eines ebenso charakterlosen Bankmitarbeiters bis in den Konkurs der gemeinsamen Firma auszunutzen wusste. Aber das nur am Rande – zwischen diesen „Höhepunkten“ eines ansonsten damals üblichen Arbeiterlebens wurde in der Tat nicht gejammert, sondern gearbeitet. Die Mark nicht ausgegeben, bevor sie ehrlich (meist jedenfalls – s. o.) verdient war. Es wurde geflickt und repariert, anstatt weggeschmissen und neu gekauft.
    Und einem solch überheblichen Flegel hätten mein Lehrer oder der Pfarrer die Ohren lang gezogen – und das darf wörtlich verstanden werden, weil es damals durchaus noch so sein konnte. In Anbetracht mancher Missstände möchte ich sagen: zum Glück.

    Vielen Dank für auch diesen Beitrag!

    • Gern geschehen.

      Lauer soll mal zum Wahlkampf in meine Stadt kommen, ich will sehen, ob SPD auch einstellig geht.

    • @Don
      das möchte ich auch erleben – Hessen Wahl ist im Oktober d.J., er möge sich in Begleitung des Partei- und der Fraktionsvorsitzenden bitte rechtzeitig hier sehen lassen!

  10. Wirtschaftswunder
    Hinzu kommt, dass das heutige „Narrativ“ über diese Zeit ja auch die Behauptung beinhaltet, dass wir unseren Wohlstand der Aufbau-Leistung unserer türkischen Gastarbeiter verdanken! Erst neulich sogar von unserem geschäftsführenden Außenminister Gabriel unterstrichen!

    • ... die konsequente Fortsetzung ...
      … sind jetzt ja Kurse in Berliner Schulen, in denen türkischen Schülern die glorreiche türkische Kultur auf Steuerzahlerkosten vermittelt wird, während es eine deutsche Kultur nach SPD/Lauer-Sicht bekanntlich nicht gibt, oder nur als Nazibarbarei …

  11. Wohnungspreise
    Sicherlich konnte man für 50TDM in der Kleinstadt Eigentum erwerben. Ehemalige Arbeiterwohnungen, 5 Zimmer mit insgesamt 60m². Verkehrsgünstig an der Hauptstraße gelegen, Hausfarbe Grau.
    Im Grundbuchauszug für meine Hütte entdeckte ich die Schuld vom Vorbesitzer. 250TDM zu 14% Zinsen. Dafür mußte Mutti 1986 viel stricken.
    Beim Vergleich der Mieter/Besitzerquote zwischen den Ländern bitte nicht vergessen daß gerade unsere südlichen und südwestlichen Nachbarn eine sehr ordentliche Inflation hatten. Natürlich wurde das Geld in Sachwerten angelegt, sonst wäre es weg.

    • Ja, aber die Inflation war auch in Deutschland reichlich hoch. Die einen antworteten mit Häusern und die anderen mit sozialem Wohnungsbau.

    • Zinssatz
      Der Zinssatz im Grundbuch ist nicht der gezahlte, sondern der Betrag, bis zu dem die Bank abgesichert ist. Historische Bauzinsen können Sie im Internet finden, allerdings waren die kaum niedriger. Meine Eltern zahlten Anfang der 80er knapp 10%. Heute sind es 1%, nehmen Sie die 9 als Tilgung, dann ist das Haus nach 10 Jahren ihrs. Und gucken Sie auf die Rate, dann wissen Sie, das war alles andere als isi pisi.
      Depperte Idioten.

      Jeder mit 5 Pfennig Hirn sieht doch, dass der real existierende Sozialismus gescheitert ist, am Charakter der Menschen und insbesondere der Mächtigen. Schöne Illusion, aber mehr eben nicht, die meisten Menschen würden bei BGE morgens nicht zur Arbeit gehen und wenn, dann irgendwas machen, was Ihnen Spass bringt, Musik, Kunst, Sport, rumlabern, whatever. Leider ist das in der Summe nicht produktiv genug.

      Und Umverteilung war schon immer nur für die gut, die den Fluss steuerten.

  12. Man wächst mit seinen Gegnern...
    …und leider funktioniert das auch andersherum. Irgendwie habe ich als Berliner nicht das Gefühl, das jemand wie Lauer irgendwie relevant für die Debatte wäre. Vor ein paar Jahren wollte er mal ein Opernhaus schließen, danach hat sich keiner mehr interessiert. Bin glücklicher Mieter eines bayrischen Vermieters, stimme Ihnen natürlich ansonsten voll zu. Kleine Notiz am Rande: Der DAX ist mit 2800 Punkten ins Jahr 2003 gestartet. War deutlich lukrativer für mich. Nichtsdestotrotz: Keep up the good work!

    • Da haben Sie natürlich auch recht. Ich mag nur keine Aktien (auch wenn ich welche habe.)

    • Aktien
      sind IMO eine nahezu ideale Anlageform. Vergessen wird oft der ethische Aspekt – mit Aktien kann ich genau dort investieren, wo ich es moralisch für vertretbar halte. Heißt für mich z.B. keine (reinen) Rüstungsfirmen, kein AKW-Betreiber, keine Kinderarbeit-Profiteure etc… Stattdessen Biederes wie Telekom etc.. Bei Fonds, Festgeld, etc entscheiden andere, wo meine Kohle landet.

      Was Immobilien betrifft – auch da wird oft vergessen, daß der, der sich lange festlegt, i.d.R. auch lange eine günstige Miete hat. Das Problem beginnt ja erst beim Umzug.

    • Telekom
      Also, wenn Sie die für ethisch halten: beantragen Sie mal einen Anschluss für einen Neubau. Bekommen Sie schneller (nach weniger als 12 Monaten), wenn sie Telekomkunde werden. Sonst warten Sie. Uns hat dann ein Verwandter von intern geholfen, da gibt es Beschleunigung für family and friends. Ethisch ist was anderes und die sind noch dazu inkompetent, schlecht organisiert etc. Kein gutes Investment, meiner Meinung nach.

    • Ich mag ... Aktien (auch weil ich welche habe) ...
      … lautet die entsprechende Feststellung in meinem Fall.

      Finde immer noch, dass sie im Vergleich zu Kühen oder Bäumen weniger Arbeit und Risiko darstellen. Die Erträge sind sohl vergleichbar…

    • Schluchten-Ossi
      @Don Alphonso, 02.Februar 2018 um 18:31:

      Verwunderlich, daß sie sich selbst nicht mögen, wo sie doch die
      heißeste Aktie der FAZ sind ;-)
      Über 400 Kommentare an einem Tag sind doch nicht nichts, odr?

    • Nein, aber ich bin ja auch kein Investmebt, sondern so eine Art Mietwerkzeug.

  13. Die legendären 70er, ein Traum
    Altersmäßig bin ich auch so einer, der sich ins gemachte Netz setzen konnte.
    Leider passt das mit meinem subjektiven Erleben irgendwie nicht überein.
    Mein Vater war ein versierter, zuverlässiger technischer Angestellter mit anständigem Gehalt, soweit ich das beurteilen kann.
    Aber wenn ich unser Zuhause in einem Etagenwohnhochhaus vor mein Auge hole: Gemeinsames Zimmer ca. 8 qm mit älterer Schwester, 1 SW-Röhre für alle und Hauptattraktion „Was bin ich“ mit Robert L. und dem „Ratefuchs“, kein Telefon bis irgendwann und dann natürlich klassisch mit Wählscheibe, Auto sowieso nicht, Urlaub nicht jährlich und von wegen Flug, Lebensmittel lieber vom Aldi etc. Auswärts Essen gehen? Praktisch nie. Für Besuch gab es selbst gebackenen Kuchen, abends Brühwürstchen und Kartoffelsalat. haha, Lieferservice.
    An Computer, FlachTV, Mobiltelefon o.ä. war nicht zu denken, das war selbst zu meinem Abitur noch in weiter Ferne.

    Vergleicht man das mit dem, was heutzutage schon auf Stütze selbstverständlich ist, dann waren wir schon arme Schweine. Aber ganz recht, so haben wir das nicht verstanden, sondern das war doch schon ganz solider kleinbürgerlicher Standard.

    Mein Großvater hat das mühsam in Jahrzehnten ersparte, keine riesigen Summen, aber immerhin, schön brav der Stadtverwaltung überwiesen, für das Pflegeheim seiner Frau, da war er noch stolz drauf. Ein Herr Lauer würde vermutlich sagen: schön blöd.

    Also deshalb fühle ich mich einfach nicht so gemachtes-Nest-mäßig.

    Die jungen Leute heute finden dagegen normal, dass sie sich nach dem Abitur erst noch etwas selbst finden, am liebsten ein halbes Jahr im Ausland, auch Studienaufenthalte in China oder sonstwo global werden gerne genommen, und ich rede nicht von wohlhabenden Familien. Ich beneide das nicht wirklich, was will ich in China, aber es wird doch schon auf recht hohem Niveau gejammert.

    Zum Thema Wohnungen in der Stadt und was sie kosten möchte ich einen ganz langweilig faktenmäßigen Hinweis geben. Wie man anhand von Publikationen der amtlichen Statistik recht leicht nachvollziehen kann, haben die jungen Leute heute die Angewohnheit, sich nicht binden zu wollen, und zwar auch nicht paarmäßig, jedenfalls nicht per gemeinsamer Wohnung. Man braucht also 2 mal 50 qm statt 1 mal 70 bis 80, und siehe da: Wohnungen werden knapp und teuer! Surprise!

    Nun will ich sicher niemandem seinen Lebenswandel vorschreiben, und wer sich als Single-Bewohner wohler fühlt: Bitte sehr. Aber es ist dann doch schon sehr billig, die Folgen des eigenen Tuns so frech auszublenden und – in diesem Fall – den bösen Vorgängergenerationen die Schuld rüberzuschieben. Wenn Herr Lauer und seine Gesinnungsfreunde sich mal schön jeweils zu viert in Dreizimmerwohnungen vergnügen würden, und das war eben mein Familienstandard damals in den 70ern und ganz normal, dann wäre selbst heute in Berlin das Wohnen womöglich etwas leichter bezahlbar.

    • Di jungen Leute haben nicht begriffen, dass man sich das Singledasein leisten können muss. Tinder ist extremer Luxus, trotzdem haben sie nur schlechten Sex mit anderen begrenzten Singles.

    • .....
      Böse Zungen würden behaupten das auf Dauer der regelmäßige Bordellbesuch billiger ist, man kriegt sicher wofür man zahlt und die Damen machen das professionell. Ohne aus eigener Erfahrung sprechen zu können scheint mir das man da unter Umständen mehr davon hat als von einem betrunkenen One-Night-Stand, nachdem man zig Euro für die Drinks bezahlt hat.

    • Tinder
      Man soll nicht alles schlecht reden, was man nicht ausprobiert hat. Ich bin dort zwar nicht aktiv, kenne aber eine junge Dame asiatischer Herkunft, die, der Prüderie ihrer Heimat für 1 Jahr entflohen, Tinder sehr genossen hat. Die Erlebnisse waren natürlich gemischt, aber das ist bei offline-Anmache ja auch nicht anders.

    • Das waren die 70er...
      … in denen ich aufgewachsen bin. Ende der 70er haben meine Eltern dann auch gebaut. Ohne die Erbschaft von meinen Großeltern mütterlicherseits wäre es gar nicht möglich gewesen. 4 Kinder, an Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke über 50 DM kann ich mich nicht erinnern. Dafür aber an die Hypothek, die uns fast das Haus gekostet hätte, weil der angeblich pünktlich zuteilungsreife Bausparvertrag, der sie ablösen sollte, sich viel mehr Zeit ließ als vom Bausparberater versprochen. Ich erinnere mich an meinen Vater, spätabends in der Küche. Er dachte wohl, wir schlafen. Das einzige Mal, dass ich ihn weinen gesehen habe.
      Biliigversionen der teuren Sachen, die Schulkameraden vorweisen konnten, waren etwas, mit dem wir vertraut waren. Führerschein habe ich selber bezahlen müssen, nicht mit 18, sondern mit 22. Das erste Auto auch. Und ich erinnere mich an meine Überraschung, als ich meine Absicht ankündigte, auszuziehen. Mutter führte mich auf den Dachboden und zeigte mir eine Kiste. Da hatte sie eine Art Aussteuer für jeden von uns angesammelt, Küchengeräte, Handtücher, Bettwäsche. Das hat sie vom Haushaltsgeld abgezwackt, keine Ahnung wie.
      Herr Lauer hat wirklich nicht den Hauch einer Ahnung, was das für Zeiteb waren. Wir haben von unseren Eltern gelernt: Nur mit Leistung erreichst du was. Er hingegen hat alles auf dem Silbertablett bekommen und denkt allen Ernstes, so wäre das damals auch gewesen.
      Wie heißt es doch gleich? Die 1. Generation baut die Grundlagen. Die 2. Generation (meine) schuftet in den Fußstapfen der Eltern. Die 3. Generation studiert Kunstgeschichte. Und die 4. verkommt. Scheint ein Naturgesetz zu sein. Braucht es einen Krieg, um sie zur Vernunft zu bringen? Ich fürchte ja.

    • Nun, man wird sehen, wie das mit dem Herrn weiter geht. Hier bei uns hat er sich ja schon verabschiedet und wirft der Zeitung scharöckeliche Dinge vor.

  14. Ihre Beschreibung von früher kann doch kein Millenial nachvollziehen?
    Das sind doch die Kinder Ihrer und meiner Alterskohorte. Und viele in unserem Alter wollten doch in den achtzigern genau dieser empfundenen Enge, dem Korsett straffer Finanzplanung und grosser Sparsamkeit, dem „Mief“ der Reihenhäuser, entfliehen?

    Natürlich verbreitet Lauer unter dem Strich Fake News, genauer, Legenden, die ich bei vielen „Millenials“ im Umlauf sehe. Aber strikte Sparsamkeit, Vermögensaufbau etc. stand schon bei vielen unserer Altergesnossen nicht mehr hoch im Kurs. Eine Folge von höheren Einkommen, stärkerer (auch selbstgewollter) Jobmobilität, späterer oder unterlassener Familiengründung und vorübergehend auskömmlicher und für „sicher“ gehaltener Renten.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Absolut, aber bei uns wird nicht nur jede 4. Generation ein Stier, sondern jede 6. Generation auch ein Miethai eingekreuzt und das ist bei mir erst 2 Generationen her.

  15. Danke!
    Bei der ZEIT ist seit gestern wieder Kampagnenjournalismus angesagt:

    Millenial-Schreiberlinge greinen „Rettet die Stadt“ und meinen dabei erst mal sich selber, und ausgerechnet Thumann kommt auf „Wenn Wohnen zum Albtraum wird“.

    ht*tp://www.zeit.de/2018/03/immobilienpreise-investoren-haeuser-wohnungen-mieten-anstieg

    ht*tp://www.zeit.de/wirtschaft/2018-02/wohnungspolitik-wohnungsmarkt-sondierungen-mieten-eigentum-5vor8

    Und die Kommentare: Klar, alle beklagen, daß man es sich kaum noch leisten kann, da zu wohnen, wo alle anderen auch gerne wohnen möchten, und fordern Lösungen dafür – vom „Staat“, der Kommune, der Allgemeinheit.

    Nur nicht von sich selber.

    • wenn die erst mal eine Platte am Hermsdorfer Kreuz aufsiedeln, wird es billiger. Und Thüringen ist eh gesünder!

    • Angesichts
      des Klimawandels könnte für jene Jammernden Sibirien eine Alternative, eine gesunde, sein.

      Eine Gesunde in jeglicher Hinsicht.

  16. Darf ich mich mit diesem Text adressiert fühlen?
    Ich denke, ich darf.

    Eigentlich mag ich den Begriff „Millennial“ selbst nicht. Persönlich halte ich nicht viel davon, nicht weniger als zwanzig Geburtsjahrgänge in ein gemeinsames Korsett schnüren und mit einem Etikett versehen zu wollen. Ich trete hier im Blog nur unter diesem Namen auf, damit andere Leser (die ich als mehrheitlich älteren Semestern zugehörig einschätze) sehen, dass durchaus auch jüngere Alterskohorten hier vertreten sind.

    Gut, adressiert bin ich mit dem Beitrag, aber fühle ich mich angegriffen oder kritisiert? Nein. Wie in jeder hinreichend großen Gruppe an Menschen gibt es auch unter uns „Jüngeren“ solche und solche, und ich möchte einmal betonen, dass ich einen Herrn Lauer aus Berlin als ganz sicher nicht repräsentativ für meine Generation erachten würde. Altersgenossen wie ihn (ich bin einige Jahre jünger) habe ich kennengelernt, es gab sie in jeder Phase meines Lebens, Schulzeit, Studium, Arbeitsleben, aber niemals waren sie in der Mehrheit, und das sehr deutlich. Und ich habe beileibe nicht alle Phasen am selben Ort verbracht, die Jugend im ländlichen Oberbayern, das Studium in der Großstadt (München zwar, aber da sitzen ja auch nicht nur Bayern, im Gegenteil).

    Wenn ich an meinen eigenen Abiturjahrgang denke – heute in der Mehrheit BWLer und Ingenieure, Leute mit Bankausbildung oder im Handwerk – oder auch meine alten Kommilitonen in diversen sozialwissenschaftlichen Studiengängen: Sie alle drängt es zu Ehe, Kindern, dem Haus in der Vorstadt oder auf dem Land, und jetzt, wo sie um die 30 sind, fangen sie alle damit an, diese Ziele zu verwirklichen. Immobilieneigentum ist kein Feindbild, sondern ein Ideal, das sich manche schon leisten können und manche eben nicht – aber alle arbeiten sie darauf hin. Und das ganz gleich, ob sie aus einem Arbeiterhaushalt kommen oder Kind der vielbeschworenen „reichen Eltern“ sind.

    Wenn überhaupt, sollte ich mich davon „offended“ fühlen, mit einem Christopher Lauer in einen Topf geworfen zu werden. Aber ich bin es nicht. Ich fühle mich stattdessen davon „offended“, dass sich Christopher Lauer anmaßt, im Namen meiner ganzen Altersgruppe zu sprechen.

    • Keine Sorge, ich differenziere zwischen den Lauers dieser Welt und den Ehrenmännern.

    • .....
      Werter Generationengenosse, leider gibt es sie schon und zwar durchaus zahlreich. In München und Oberbayern findet man sie wohl eher weniger, dieser Teil unserer Generation findet sich meist in den hippen Städten, da wo viel mit Kunst, Start-up, Revolution und Selbstverwirklichung passiert. Auch in München haben die meisten in der Verwandtschaft „solide Leute“ die ihnen tendenziell das richtige mitgeben aber ich kenne hierzulande schon viele die einfach nur in den Tag hinein leben und sich erstmal um die Selbstverwirklichung Gedanken machen, sich dann aber wundern waurm sich neben dem Studium trotz Nebenjob nicht gleichzeiti 3 Monate Mexiko-Urlaub ausgeht.

    • Vor allem: Fördertöpfe und Stiftungen.

    • YOU'RE GODDAMN RIGHT I'M LIVIN' IN THE FUCKIN' PAST!
      Haus, Ehe, Kinder!

      Vorbildlich! So gehört sich das! Da sind wir stolz! Ehrenmänner!

      Jetzt noch in den Schützenverein und einmal die Woche Spieleabend.

      Nun gut, Rebellion hatte ich mir anders vorgestellt, aber so ist das vielleicht, wenn die Eltern KGE wählen.

    • .....
      Der Trick ist andere Rebellion machen zu lassen, die Vorteile dann auch zu genießen und sich gleichzeitig selber ein Beispiel an den Altvorderen zu nehmen und ein schönes Leben zu haben ganz ohne Verhaftung bei Demos oder langen Nächten bei Strategiesitzung der K-Gruppe.
      Geschichte lehrt eines, die Revolutionäre sind meist nicht die die von der Revolution profitieren.

    • You, me, or nobody is gonna hit as hard as life.
      @Gruber

      Nun, Menschen die scheitern sind immer die Interessanteren…weil sie mal gelebt haben.
      Der Lauer war wenigstens schon mal Sternchen. Und so sehr er auch gescheitert ist, so sehr ich seine Meinungen und sein Verhalten ablehne, so respektiere ich das doch mehr, als das Verstecken in der zweiten Reihe.

    • Werter Millenial
      Es gab und gibt immer sone und solche.

      Schön, dass Sie davon berichten, dass Bewähtes weiterhin lebt.

      Ich erlebe es ebenso bei Jüngeren, bei einigen, denen ich so begegne.

    • @Goodnight
      Interessant vielleicht aber bin ich lieber gescheitert und interessant als uninteressant und erfolgreich ?
      Ich behaupte das die meisten zwar gerne sehen wie andere den Mut zum Scheitern beweisen, selber aber lieber erfolgreich sind.

    • There's no nobility in poverty.
      @Gruber

      Erfolg ist Macht, Ruhm und Reichtum.

      Lauer hatte Ruhm.

      Abteilungsleiter, Karnevalsprinz und Eigenheim ist nett, bemerkenswert, beachtlich, …aber nicht wirklich Erfolg.

  17. Huch,
    erster? Aber bei der Gelegenheit – danke für die Klarstellung.

  18. was alles passt
    erstklassiger Ruf als Unternehmer und durch Offensichtlichkeit unsichtbare Haltung einer Leibeigenen.
    Mir erzählte der Angedachte einmal kurz vom Piratenleben als siebzehnjähriger Wehrpflichtiger nach der Kapitulation der Wehrmacht in Norwegen.
    Seine Schwester überliess ihm unverbrieft das Grundkapital fürs Unternehmen (sie hatte einen Handelschulabschluß) und engagierte sich mit Haut und Haaren. Es kam das Rentenalter und es kam die Klappsmühle.
    Im MaschienenGottBlock wies TDV auf Ackermanns 25% und Unsere Liebe Frau hin.

  19. Titel eingeben
    Das ist nicht nur bei „Millenials“ das angesagte Geschäftsmodell, jammern bis der Staat „fördert“.
    Übrigens:
    Wissen die Menschen in der kleinen Stadt an Donau, wie man mit einer „Robbe“ umzieht?

    • ich erkläre es. Ich habe übrigens diesmal kaum Robben in Berlin gesehen.

    • Robben...
      …sind alle im Umland. Sichtete letztlich sogar einige in Bielefeld.

    • Titel eingeben
      Robben & Wientjes (und ’ne Robbe ist deren Logo): Das ist ein Billig-Klein-Laster-Vermieter hier in Berlin, gern benutzt für Klein-Umzüge.

    • Danke
      Danke für die Erklärung. Robbe & Berking fand ich im Kontext verwunderlich.

  20. In der Menschheitsgeschichte haben nur drei Dinge dauerhaft funktioniert:
    Immobilien (und Grundbesitz)
    Gold (und andere Edelmetalle)
    Edelsteine

    (Vielleicht auch Silberkännchen für den Tee (-; )

    Mich hat noch nichts vom Gegenteil überzeugt.

    Schön, dass das auch den jungen im Lande dämmert.

    Nur das der Weg dahin lang sein kann -und in der Regel auch ist-, das haben sie nicht „gerafft“

    • RAFFEN! RAFFEN! RAFFEN! so muss es sein.

    • Nur das der Weg dahin lang sein kann...
      ggf hat der „Gute“ Mann auch nur die Sorge das
      er es nicht auf die Reihe kriegt und auf der
      Hälfte der Strecke zusammenbricht.

      ggf gilt auch folgendes
      mit 5 hält man die Eltern für großartig
      mit 15 zweifelt man
      mit 25 macht man etwas völlig anderes
      mit 45 fängt man an die alten OK zu finden
      mit 55 findet man sie ok
      mit 65 sagt man ihnen was sie machen sollen.

      Herr Lauer ist noch in der Protestphase,
      befürchtet aber zu scheitern und hat
      einen gefunden den er für Verantwortlich hält.

    • Diamanten
      Klein und leicht. Kann man im Saum einnähen. Die die es betraf wussten/wissen es. Altbewährt wenn es brenzlig wird und man schnell weg muss.

      Immobilien… siehe deutsche Ostgebiete.

      Gold: Goldbesitzverbot bei hoher Strafandrohung in den 30ern in D & USA (woanders wahrscheinlich auch). Ausserdem sehr schwer.

    • Immobilien und Gold
      vielleicht fragen Sie mal ein paar ältere Semester nach ihrem Immobilienbesitz in der Gegend um Königsberg. Oder einen Amerikaner nach dem Goldbesitz ab den 1930er Jahren.

    • Immobilienbesitz in der Gegend um Königsberg ...
      … und sonstwo:

      Der dauerhafte Wert von Grundstücken hängt natürlich sehr am Rechtssystem (und das wiederum an Hausverstand und Bewaffnung der Bürger).

      Daher kann eine Garage in der Schweiz schnell mehr wert sein als ein Landschloss in Russland (und kann meist trotzdem billiger gekauft werden)!

  21. Als Physiker scheint der "gute" Herr Lauer, der zudem lt. eigenen Angaben an ADHS leidet, wenig...
    …Ahnung von Immobilien zu haben. In den 1980ern gabs keine Wohnungen in soliden Wohnanlagen für DM 50k. Zumindest nicht in der heutigen Metropolregion Nürnberg. Und er UNI-Stadt Erlangen oder gar in München schon gleich gar nicht. Und selbst die DM 75k oder DM 85k für ein günstiges möbliertes 1-Zi.-Appartement konnten damals nur Wenige aus dem Ärmel schütteln. Aber: nicht selten wurde selbst angepackt und so manches günstige Eigenheim entstand mit viel Eigenleistung als neue Heimat manch junger Familie. Familie? War da was? Gar bei Herrn Lauer? Und dann noch selbst mit anpacken? Oh Gott, da macht man sich ja schmutzig… (mal abgesehen davon, dass Physiker wohl eher selten das praktische Wissen um den berühmten Nagel in der Wand haben).

  22. auf den Punkt
    Ich könnte niederknien – nein ich werde niederknien – So schön auf den Punkt gebracht, wie so oft! Und mir selbst vor Augen geführt, warum ich, (BJ 1968) halt kein Häuschen im Grünen habe…

    • Gern geschehen.

    • nicht zwingend zu spät
      mit fast 50 haben Sie noch 17 Jahre Arbeitseinkommeb vor sich. Da geht was, wenn man will. Da wo es schön ist, 17 Jahre pendeln ist billiger als in Stadtlage.

  23. Ist der Lauer repräsentativ?
    Die Millenials, die ich kenne, sind eher bescheiden und nicht neidisch.
    Vielleicht liegt es daran, daß die in der Provinz aufgewachsen sind?

  24. addendum
    als Baby des letzten Boomjahres (Zählweise 49-64) möchte ich zwei Anmerkungen zu Ihrem vollständig richtigen Artikel bringen. Nicht zu den Eltern, zu den Boomern.
    Wir waren viele. Sehr viele. der Jahrgang 64 der stärkste in der Geschichte der Bundesrepublik. 63 der zweitstärkste..
    In dem Spitzengymnasium, das ich besuchen durfte wurden die 5. Klassen noch geteilt und eine „e“ geschaffen mit je 30 Schülern. (Heute a und b) Wir hatten volle Gänge, volle Zimmer, Zimmer in angemieteten Klassenräumen mehrere Straßen entfernt. Wir hatten volle Universitäten mit Videoübertragung in zweiten Hörsaal. (TUM)
    Wir haben uns um die Plätze in Seminaren, Praktikas, Laboren drängeln müssen und um die Stellen als AiP oder Assistent oder Doktorant erst recht.
    Mein Freund in Ihrer Nähe mußte Stellen in Bayrisch Kongo und in Bayrisch Sibirien annehmen. (Kötzting bay Wald und Bad Steben in Oberstfranken für Nichtbayern)
    Wir waren viele, wir waren Legion.

    Wir sind viele und glauben nicht and die Zahlungsfähigkeit und Zahlungsbereitschaft der Generationen Golf, Millenial, Y und Z wenn es um unsere Renten geht.

    Besser hatten wir es stellenweise auch: Wir haben anfangs viel weniger Steuern abgedrückt. 11% MWst, 56% Einkommenssteuer ab 130.000 Mark, die Mark zu zwei Kugeln Eis oder 2 1/2 Kugeln. 12% für die Krankenkasse.

    Zumindest die älteren Boomer durften noch soviel arbeiten wie sie wollten. Nix Knast für Cheffe wenn Mitarbeiter in zwei Wochen dokumentiert 100 Stunden „malocht“.
    Studenten und Azubis wohnten im Heim. Man mußte nicht mit ansehen, wie andere einfach aufstocken und Wohngeld kriegen.

    Besser hatten wir es: die StD waren alle gebannt. Aids gab es nicht und die Frauen hatten ihre eigene Lust entdeckt.

    • Wir hatten AIDS als ständige Drohung. AIDS und Schwangerschaft.

    • @Don, hwG, AIDS
      gab es keine Kondome?
      War die Dame, mit der Sie seinerzeit Justin Thyme zur Abtreibung rasten, Ihnen vorher irgendwie usw…?

    • Doch, natürlich, gerade deshalb Kondom!

    • We can be heroes in our own lives, every one of us, if we only have the courage to try.
      Aids?

      Es gab schlimmeres: Wir hatten Schamhaare! Und zwar auch die Frauen!

      Kann man sich nicht mehr vorstellen, war aber so!

      Und wir hatten trotzdem Sex!

      Unfassbar. Grauenvoll. Aber wir haben die Augen nicht verschlossen und sind da tapfer durchmarschiert….

  25. Ja ja, die gute alte Zeit
    Also ich bin Jahrgang 68 und seit ich mich zurückerinnern kann war immer Krise und Arbeitsplätze zur freien Auswahl würde es leider leider erst für die nach uns geborenen geben, weil wir Nachzügler der Babyboomer zu viele wären um alle einen Job abzubekommen, so hat man uns damals ständig gesagt.

    Da müsste der Herr Lauer sich vor Angeboten kaum retten können heute, wo es so wenige Junge gibt und Fachkräfte Überfall händeringend gesucht werden ;-).

    • Was der beruflich macht, weiss ich nicht.

    • Lauer
      bettelt grad massiv.

      Link s. unten in meinem Kommentar etwas später, wenn ich mit lesen der anderen Kommentare fertig bin.

    • Er sagt konkret:

      „Aber auch mit einer Festanstellung hätte ich momentan kein Problem, wenn Aufgabenbereich und Rahmenbedingungen stimmig sind, wer mir also etwas vorschlagen will, kann mich gerne kontaktieren.“

      Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob diese Einstellung der möglichen, huldvollen Annahme eines gemachten Berufsnestes vollumfäünglich den Realitäten des Berliner Arbeitsmarktes entspricht, aber was weiss ich schon.

  26. Text eingeben
    Immer wieder gerne gelesen, Don!

  27. Berlin ist immer einen Blick wert
    Für mich die Blaupause der zu erwartenden „Lebensqualität“ in diesem Lande. Deshalb, nicht retten! Machen lassen. Halten! Halten, bis Entsatz kommt… vielleicht.

    Da sind natürlich Lauer und Konsorten mit dem immer wieder (im Internet) veröffentlichten Millenium-Geflenne und Gegacker. Und der aus allen Poren spürbaren Angst in nicht allzu ferner Zukunft Nagetiere aus der Decke schlagen zu müssen um sie am offenen Feuer zu braten. Das kann natürlich aus deren Sicht nur verhindert werden wenn das pol. System dazu zwingt, alle gleich werden zu lassen. Alle gleich arm. Dann sind auch alle wieder zufrieden. Vielleicht.

    Nicht so transparent wie die Forderungen der Marktschreier sind vielleicht andere Anzeichen und es bleibt die Gretchenfrage: wie entwickelt sich dieses/ein (Millenials dominiertes) Gesellschaftssystem?

    Der Mensch ist ein durch sich selbst domestiziertes Raubtier, und jedes Raubtier schlägt und beisst wild um sich wenn es in die Ecke getrieben wird. Unter diesem Aspekt stufe ich die erwartende gesellschaftspolitische Menschen-Zukunft und deren Zusammenleben als sagen wir mal „sehr interessant“ ein.

  28. Mmh,
    Irgendwie finde ich diese „Millenial“-Einteilung merkwürdig. Früher hieß es mal „Generation X“ und so weiter, heute wird das alles in einen Topf geworfen. Es ist doch vielmehr so, dass die angeprangerten Menschen durchaus aus dieser Generation stammen (so wie auch ich, schauderhaft), aber auch einer ganz bestimmten Klasse, nämlich der gehobenen Mittelschicht. Studium um jeden Preis, was sicherlich auch den damaligen Stellenangeboten geschuldet ist (ich sag nur, Großhandelskaufmann, Mindestvoraussetzung Abitur [???]), sowie dem Arbeitsmarkt insgesamt, der es ratsam erscheinen ließ, die Kinder lieber in die akademische Richtung zu pressen.
    Dazu kam dann das Selbstverständnis dieser Salonsozialisten, dass der Staat gefälligst für alles zu sorgen hat.
    In meinem Umfeld herrschen Handwerker und Leute aus ärmlicheren Verhältnissen vor, die sich mit Freuden Eigentum erarbeiten, heiraten und Kinder in die Welt setzen.
    Aus dem Grund denke ich, dass „Millenial“ eher eine Geisteshaltung oder Weltanschauung ist, als eine ganze Generation.
    So oder so, stimme ich dem Artikel und auch Danisch’s Gepolter zum allergrößten Teil zu.

    Danke auch, wie immer, für den schönen und anregenden Artikel!

    • Gern geschehen! Ich habe ja nur ein paar Knochen in den Resten angeschaut, die Danisch hinterlassen hat.

  29. Danisch, nicht damisch (bayrisches Schimpfwort)
    Text eingeben

  30. Danke
    Diese Anspruchshaltung ohne eigene Leistung, das ist für mich dekadent! Andere kleine Dekadenzen genieße ich! Haben drei mal bei Null angefagen! Studium, Wende, Umzug nach Bayern mit Kindern (Job)! Heute erhalten wir Anerkennung, wie wir dass gemeistert haben! Habe jedoch erfahren, wie unter Entbehrungen, es auch für die Altbayern schwer war Werte zu schaffen. Natürlich haben bestimmte politische Entwicklungen geholfen. Geschenkt wurde nichts! Oder man hatte viel Bauerwartungsland! Aber ohne ökonomisches Wissen, erwartet man, dass die Welt einem etwas schuldet! Nichts schuldet diese! Selbst ist Mann und Frau!
    Lg an das Forum und ein schönes We

  31. Meine Rede
    Lieber Don,
    dies ist meine eigene Beobachtung
    schon lange.
    Besser kann die Situation nicht
    beschrieben werden.
    Herzlichen Dank dafür.
    Es musste mal gesagt werden!

  32. zorniger junger Mann
    Die Herrschaft von morgen sichert sich immer über die Verblödung der Jugend.
    Mit der „zorniger junger Mann/Frau-Pose“ haben es schon etliche zum Multimillionär gebracht. Da sollte es für Herrn Lauer zum Bundestag noch reichen.

  33. Titel eingeben
    Ich habe 10 Jahre in Berlin gelebt und bin jeden Tag froh, dass ich 2003 dort fortgezogen bin. Richtig schlimm wurde es nach dem Regierungs- und Parlamentsumzug von Bonn nach Berlin, als man jeden Tag die Wichtigtuer aller deutschen Provinzen dort erleben durfte. Es wurde extra ein Tunnel vom Abgeordnetenhaus zum Reichstag gebaut, damit man sich nicht den Blicken der eigenen Wähler aussetzen musste. Und dazu noch die Zugezogenen der neuen Art. TV-Interview: „Was hat sie denn zum Umzug nach Berlin bewogen? Oh, ich hab hier Bekannte. Und was machen Sie hier? Och, erstmal Stütze und dann mal gucken.“ Nach dem Anschauen vieler solcher Interviews und Wowereits „Berlin ist arm, aber sexy“ wusste ich, es war an der Zeit, schleunigst aus dieser selbsternannten „Weltmetropole“ zu verschwinden. Und das war gut so, weil jetzt nur noch die Lauers und Cheblis das Sagen haben.

    • Berlin-Bashing
      Der Münchner Dallmayr-Dünkel inkl. bornierter CSU fällt vor lauter Böses Berlin unter den Tisch. Ich habe acht Jahre in Berlin gelebt, weil ich die Münchner Dallmayr-Miete trotz Flächenaufstockung halbieren konnte – nicht arm, aber sparsam.

      Wer sich in München amüsieren wollte, fuhr nach Österreich ins Puff oder gleich nach Italien. Das ist näher als Berlin. ÖPNV endet um Mitternacht. Münchner Innenstadt abends? Nur Anwohnerparken. Skifahren oder Surfen am Wochenende? Drei Stunden A8 und zwei durch Garmisch.

      Der Berliner hat rund um die Uhr alles vor der Haustür. Wasser sowieso. Erst die Merkel-Flut 2015 brachte das Berliner Idyll zum Kippen.

    • Was hat Berlin vor seiner Haustür? Ausser ein paar Bars mit schlecht angezogenen Leuten? Puffs? Was man so hort, werden die in die Zange egnommen von Gentrifizierung und billigen Callgirlringen.

  34. Jaja, damals
    … als selbst Politiker noch den Begriff „Verantwortung interpretieren konnten. Es war natürlich selbstverständlich, dass bei frisch gekauftem Haus eben keine Weltreisen für die ganze Familie anstehen. Das hat sich nur die Familie des Filial-Bäckers geleistet. Und dementsprechend ging die dann in den wohlverdienten Bankrott. Beschleunigt vom 8-Zylinder-Porsche als Drittwagen und 6-Zylinder-Mercedes für den Abiturienten.

    Über Geld wurde bei uns daheim nicht viel gesprochen: Aber dass Leasingfahrzeuge eine dumme Idee sind: Das war selbst mir klar.

    Was beim empfindlichen Lauer rauskommt ist nicht nur ein erkläcklicher Mangel an Nachdenken. Es ist die komplette Unfähigkeit zu Verantwortung. Und ’ne Menge Pech beim (Nach)Denken. Aber das ist ja bei SPD-Funktionären irgendwie zur Regel geworden.

    • Fast sollte es einem leid tun, aber er passt auf der anderen Seite zu Maas und Schulz.

    • Titel eingeben
      Ist doch eigentlich ganz lustig….

      Da sie sich nun doch auf Verhandlungen eingelassen haben, haben sie schon wieder 2% weniger
      Kommt es zur GroKO verlieren sie noch einmal 3 oder 4%, scheitert der Versuch eine GroKO zu bilden gehen halt andere 3 oder 4% weg.

      Welch eine Bagage in allen Parteien…. und sowas erhält 75% Wahlbeteiligung.

  35. Noch ein Gedanke
    Man tritt mit keinem Wissen und ominösen Kenntnissen der SPD und den Grünen bei! Hintergrund muss stimmen: weiblich, Migrationshintergrund und jung oder was mit Medien oder rot- grüner Politwissenschaft studiert ( ohne Abschluss) ! Schaut Euch im jungen Politkader der genannten Partein um!

  36. Zum Glück sind nicht alle so
    Ich bin selbst Jahrgang ’81 und kann das Gejammer nicht mehr hören. Wenn ich an meine Kindheit denke -mein Vater war Offizier- da gab es Urlaub bei den Großeltern. Ins Ausland ging es nur, als wir selbst im Ausland wohnten und mein Vater Zulagen der NATO bekam. Taschengeld gab’s kaum, beim Essen mußte auf den Preis geachtet werden.
    Was haben mich meine Eltern gelehrt? Sei fleissig, sei sparsam, überlege dir was du haben möchtest.
    Und mein Leben ist auch nicht auf Rosen gebettet. Das Studium mußte mit einem Nebenjob verdient werden. Es wurde fertig zur Wirtschaftkrise – da hätte ich mich über ein „prekäres“ Arbeitsverhältnis gefreut. Worauf ich weiter als Schwimmmeistergehilfe gearbeitet hatte. Nach 2 Jahren war man im Bereich Chemie schon „zu lange draußen“ oder „überqualifiziert“, wenn man mit nem Dipl. versucht hatt ne 1-Jahres Stelle für Dipl.FH an zu treten…
    Was soll’s. Bin mittlerweile selbständig. Mein Auto ist klein aber mir und nicht der Bank, mein Haus muß renoviert werden und steht in einem der ärmsten Kreise Westdeutschlands aber s. Auto. Dafür halt 15 Jahre kein Urlaub, mein Handy ist gebraucht und besitzt noch nicht mal ne Kamera, meine Klamotten trag ich bis sie kaputt sind. Ach ja, dafür konnte ich mir noch 500qm Garten leisten. Es geht vieles wenn man daran arbeitet. Aber wenn ich von meinesgleichen höre, wie unfair ihr Leben angeblich sei. Sie können sich nicht die hippe Stadt leisten, und dreimal im Jahr in Urlaub fliegen und die dicke Protzkarre ist auf Pump und jedes Jahr muß es das neue I-Phone sein. Bei natürlich am liebsten 20 Stunden Arbeit im Monat mit min dem doppeltem Gehalt. Neid und Faulheit machen nicht glücklich.
    Mich mein Gemüse aus dem Garten schon, da kann ich mir Berlin gut verkneifen…

  37. objection, YO
    Na, also, jetzt mal nicht die Kohorten durcheinanderscheißen. Die Nachkriegsgeneration hat angepackt. Die ersten Kinder, also bis zum Baby-Boom in den 60ern, konnten in den 70ern noch gute, feste Stellen abgreifen. Gerade im öffentlichen Dienst. Das sind auch die rundum voll Versorgten, die heute in die Rentenkasse greifen. Der „Bruch“ kam 1980, weil dann die Einstellungen und Festanstellungen zurückgefahren wurden, außerdem waren die Jahrgänge der 60er (Peak 1964) zu groß und standen in Konkurrenz. Z.B. gab es in Berlin/M/HH/K/etc. in den 80ern keine Mietwohnungen mehr, alles überlaufen. Genau wie heute. Das heißt, leider, in der Tendenz hat Herr Lauer zunächst recht (das hat schon einmal Don Carlos hier ähnlich erklärt), wenngleich natürlich die Millennials aufgrund ihrer Macken (Berlin) und ihres Moralismus (Refugees) selbst unfähig sind, politisch zu handeln. Sie sind eben frontal in die Krise hineingeboren, tjaaa.
    Den Satz „… das Falsche studiert“ hören wir oft, jetzt auch vom Don. Ist leider richtig, dass sich da sehr viele überschätzen. Keiner kann Englisch, aber alle sind global in Berlin, da multikulti. Das ist eben das NRW/B/HB-Bildungssystem. Aber, ganz ehrlich, wer hat das verbrochen? Wann wurden diese Reformen gemacht (Abitur für alle) und wann liefen die aus dem Ruder? Fragen wir FH, aber ich denke, da hat die SPD schon ind en 70ern die Kontrolle verloren.
    Die Millennials sind nicht dümmer, aber unendlich naiver. Jetzt schlagen sie um sich. Auf die Idee, gepflegt zu steuern, egal ob Migranten- oder Geldströme, kommt da keiner mehr. Aber was die Alten an Schulden (beim Staat) hinterlassen und an (richtiger) Bildung anbieten – das ist BER.

    • Mal bitte halblang, Driver, "die Abgreifer der festen guten Stellen im öffentlichen Dienst",
      die heutigen „Rentenabgreifer“ waren damals die Deppen, die so doof waren, sich für so wenig Kohle sich beim Staat verarschen zu lassen. Argumente wie sichere Altersversorgung wurden als Zeichen beginnenden Schawachsinns gesehen. Heute bei Lauer & Co die gleiche halbgare Krakeele iherr Vorfahren. Sarrazin hatte doch nicht so unrecht ;-)

  38. Den Lauer würde die SPD wohl gerne loswerden...
    Hat er doch auch schon die Überlegung vorgetragen, dass wegen der Wahlergebnisse ein erneuter Einsatz der Royal Air Force in wünschenswert wäre. Aber wie holt man mit Flächenbombardements die abgesprungenen SPD-Wähler zurück?
    Nun haben sie ihn, den Kasper.

    • Wenn man liest, wie er auf seiner eigenen www unter "Kontakte" ausführlichst
      instruiert, wie er mit sich umgegangen haben möchte, scheinen einige ihren Frust über seine „Öffentlichkeitsarbeit“ bereits im direkten Schriftverkehr mit großer Deutlichkeit angebracht zu haben…

  39. Wunderbar, danke
    Man kann sich selbstverständlich auch heute noch etwas „Eigenes“ bauen oder zumindest erwerben; sogar oder gerade in den sogenannten Boom-Städten wie München, wenn man halt, wie erwähnt, a) etwas „gescheites“ studiert hat, b) sich das dementsprechend bezahlen lässt und c) spart, wobei das Abzahlen günstiger Darlehen zum Eigentumserwerb ja tatsächlich als Sparen zu definieren wäre, denn die Ausgaben dienen der Investition (die sich in Städten wie München immer rentieren wird). So kann man es auch ohne nennenswertes Erbe im Rücken und mit einer knallharten Zins- und Tilgungsstrategie bis zum Renteneintritt zur Millionärin (net worth) bringen. Und ja, das lamentierende Prekariat mit besitzbürgerlichem Sozialmigrationshintergrund ist peinlich. Es steht nur zu befürchten, dass jene in Zukunft die politischen Hierarchien besetzen werden, mit ihrem anti-liberalen „Aktivismus“.

  40. Nichts beizutragen ausser dem eigenen Geltungsbedürfnis?
    Für mich interessant: „In der Lauerklasse der Berliner Öffentlichkeit gibt es viele, die jahrelang suchten und heute politischen Aktivismus betreiben.“

    Denn ich frage mich, ob der „Aktivismus“ im Sinne von Team Gina-Lisa, #metoo oder jetzt halt Herr Lauer irgendwas beitragen kann zu den wirklich relevanten Themen in der Gesellschaft.

    Weil: was ist das denn, mal abgesehen von Schreierei? Welches auch tatsächlich relevante Problem wird dadurch wirklich gelöst?

    Meine Frage: hat das System? Ist das vielleicht schlicht der (verzweifelte?) Versuch, noch präsent zu sein, noch gehört zu werden, wichtig und dabei zu sein – obwohl man es längst nicht mehr ist und sich die Welt längst weiter gedreht hat?

    Trifft / beschreibt diese Frage das Milieu, das da lange suchte und jetzt halt lieber Aktivismus macht, anstatt sich am Riemen zu reißen und es mal sein zu lassen mit dem teuren Take-Away?

  41. Die Generation "Alles und sofort"...
    …hat einfach das Warten verlernt, die Geduld, die langfristige Planung. An deren Stelle ist die Hybris getreten. Weil sie auf die Verheißungen von Digitalisierung, Globalisierung und Uniflausen hereingefallen sind. Ich bin da auch eher wie die beschriebene Eltern- und Großelterngeneration… aber ich gehöre ja auch zur Generation vor den Millenials (Generation X nannte man die in den 90ern) – damals fing das langsam an, was sich heute bei den Millenials zur vollen Blüte entfaltet hat. Nur leider duftet diese Blüte nicht.

    (Daß der Hadmut Danisch sich mit n schreibt, werden schon 28 weitere angemerkt haben, ich schreibe es nur zur Vollständigkeit.)

  42. Ach der Lauer!
    Lauer Christoph ist ein ganz übler Zeitgenosse. Von nichts viel Ahnung, setzt er sich doch immer lauthals in Szene (oder zur) und schimpft über andere. Rotzfrech und ungebildet, lautstark aber unwissend, die Weisheit anscheinend gepachtet, das ist eine Mischung, die mich schon als Kind auf einhundertachtzig brachte. Diese Benehmen ist schlichtweg niederträchtig.

    Im übrigen habe ich ähnlich Erinnerungen wie Sie. Mein Vater, von montags bis freitags im Büro, fuhr eine zeitlang samstags noch LKW für die Raiffeisengenossenschaft, meine Mutter verdiente sich etwas als Fußpflegerin hinzu und beide bauten sich ein kleines Siedlungshäuschen. Sie zogen uns drei Kinder auf, ermöglichten uns das Abitur. Das alles bezahlten sie mit einem sparsamen Lebenswandel, mit Gemüse aus dem Garten statt Rasen, kaum Urlaub, ein Auto und durch Heizen mit den Resten aus dem Sägewerk. Gegessen wurde fast nur zuhause. Telefon hatten wir als letzter in der Straße, ebenso einen Schwarzweiß- Fernseher.

    Trotz Volksschulabschluss hatten unsere Eltern weiß Gott mehr Ahnung von der Welt, als dieser SPD-Bubi und Gesinnungsopportunist. Was uns Kindern blieb, ist die Liebe zur Musik, eine gewisse Demut vor den Dingen, Menschen und Gott, aber auch Selbstsicherheit, Freiheitsdrang und eine Vorstellung von materiellen und immateriellen Werten.

    Erst nachdenken, dann handeln und sich nicht ständig bei anderen und über andere beschweren. Jeder kehre vor seiner Tür und vor der Lauer`schen steht ein Müllcontainer.

    • Also ich finde ja, der Lauer macht seine Aufgabe als SPD-Ruinierer prima.

    • Lauer
      scheint mächtig Gegenwind in der SPD zu bekommen oder sonstwie zu darben.

      nochmal, leider, siehe unten, der Link in meinem Kommentar

    • Mit Volksschulabschluss hatten unsere Eltern mehr Ahnung von der Welt, als der SPD-Opportunist
      Das halte ich für eine Aussage zu der ich auch immer wieder gelange.

      In der Generation meiner Eltern konnte man mit 8 Klassen Volksschule mehrheitlich nicht nur lesen schreiben und rechnen sondern auch denken und produktiv arbeiten.

      In der Generation meiner Kinder ist das mit 12 Jahren was auch immer Schulen bei weitem nicht im gleichen Ausmaß gewährleistet.

      Ein sarkastischer Ex-Kollege brachte das immer mit dem Lehrpersonal in Zusammenhang: früher ein angesehener Vollzeitjob für Familienväter, heute ein Teilzeitjob für Alleinerzieherinnen…

    • @Wassermann
      die Eltern mit Volkshochschulanschluss hatten vor allem Herzensbildung und wußten, was Anstand ist. Das berühmte „Es gehört sich nicht..“ hatte eben auch viele Vorteile. Auch war blieb die Kirche im Dorf und der gesunde Menschenverstand war noch nicht von Gender-Diskussionen, Neid-Debatten und Gelaber á la Lauer getrübt.
      Ach ja, Alleinerziehende kannte ich gar nicht,wohl aber Lehrer mit Ansehen und gehobenem Lebensstandard. Da hat ihr Ex-Kollege recht.

  43. das geschenkte Nest such ich noch...
    bin ich mit Geburt Mitte 50er Babyboomer?
    Elternhaus bitterarm, Bauern, 7-Tage-16-Stunden-Woche, nie Urlaub, Schulweg Fahrrad 4 Km auch im Winter, kein Auto kein SUV. Wenn ihr jetzt lacht, ist mir egal: die Zahnpastatube schneide ich heute noch manchmal auf wenn ich das Gefühl habe es ist zu viel drin was man mit Drücken nicht rausbekommt.

    Mit 17 weg vom Elternhaus, vom Papa 50 DM mitbekommen, das war die einzige und letzte Geldzuwendung vom Elternhaus (von kleinem Erbanteil Jahrzehnte später abgesehen). Jeder einzelne Pfennig ab 17 wurde mit Arbeitnehmererwerb verdient. Sicherer Ausbildungsplatz?

    Das erste Lehrjahr verlief so: Im Sicherheitsbereich, nächtliche Wachen im 2-Std-Rhythmus, beginn entweder 22.00, 24.00, 02.00 oder 04.00 . Eine Minute zu spät kommen wäre die unwiderrufliche sofortige fristlose Entlassung wegen Wachvergehen gewesen. Wir waren zwischen 16einhalb und 18!
    Den Millenials würden heute die Gewerkschaft anrufen und Mamma mit whatsapp und den Arbeitgeber wegen Folter verklagen. Uns hat es gut getan. Wir stehen im Leben und schaffen alle Widrigkeiten und ertragen geduldig das Jammern der Generation Lauwarm …ähh ich meine..Generation Lauer

    • ... man erinnere sich ...
      … an die 8-Bettzimmer bei der Bundeswehr, wahlweise Zivi-Altenpflege, und das zT mehr als 1 Jahr, dieser miese Sklavendienst, nicht dass ich dem irgendwie nachtrauere, aber das scheint der Lauer auch irgendwie verpasst zu haben …

      Wenn man das heute irgendwelchen 18jährigen Afghanen oder Afrikanern abverlangen würde, bekämen Lauer & Co Wein- und Schreikrampf…

  44. 700
    Also 700 Euro pro Quadratmeter finde ich dann doch schon etwas happig.

  45. Sparsam
    Leider völlig richtig. Die unfair angegriffene Generation hat sich im Wesentlichen reich gespart. Nie werde ich die Diskussionen in meinem Elternhaus über die Länge meiner Naßzellenbesuche, den Wasser- und Stromverbrauch und vor allem die ewige Sch..kälte in der Hütte vergessen („zieh‘ Dir halt einen Pullover an …“), ebenso wenig, dass sich vier Leute Sonntagmittag 1 (ein) Hendl geteilt haben und einmal jährlich 1 Woche in den Skiurlaub gefahren sind (zu allereinfachsten Bedingungen). Ja auch das Wählscheibentelefon im Wohnzimmer ist mir erinnerlich, das man nur für den nötigsten Informationsaustausch genutzt hat („ok, um 8 im Jugendheim …“). Mit dieser Einstellung kann man natürlich immer noch „reich“ werden, vielleicht sogar einfacher als früher, weil viele Dinge heute nicht teurer sind als früher (Lebensmittel!), andere sogar deutlich günstiger bei viel größerer Auswahl (Kleidung, Unterhaltungselektronik, weiße Ware, Flüge, Fitnessstudios, Information & Unterhaltung aus dem Internet, etc. pp.).

    • „Bei 18 Grad funktioniert das Hirn am besten!“

      Deshalb bin ich jetzt so gerne an der Heizung.

  46. Leben ohne Geld
    Heute gesehen, in mittlerer Kleinstadt, am Fenster eines gegen Kapitalismus positionierten alternativen Projektes, die auch schon mal auf geliehenem Acker Kraut und Rüben anpflanzten, was dann auch so aussah und nicht von Dauer war, da von Unkraut überwuchert:

    Wir können unsere Kosten nicht mehr tragen. Bitte spenden Sie.

  47. the sky is the limit
    Als ich noch jung und schön war, da war die Welt noch eine Welt mit einer Grenze. Nach oben.
    Die Grenze, das war die Villa des Zahnarztes mit einem echtem Pool.
    Das Ende der Nahrungskette, 3 km Luftlinie, vom Block aus meinem Arbeiterghetto.
    Ich konnte es sehen, das Blau im Pool, konnte spüren, wie ich da hinein, mit der jungen Arzthelferin, jeden Tag. Es war in Reichweite.

    Diese Blau vor Augen ermöglichte die Energie, die notwendig, um aus dem Ghetto zum Abitur ..und dann an die Uni.

    Da war der Zahnarzt schon Geschichte. Denn im Kino sprach ein gewisser Gordon Gekko über die Gier, also über mich, und das Blau war nun ein Strand in den Hamptons, Daryl Hannahs Beine ersetzten die Arzthelferin, da schreckte dann auch keine Stochastik.

    Nach der Stochastik waren die Gekko’s plötzlich pleite, ich kurzfristig orientierungslos, doch da lächelten schon die PowerpointArtisten, kurz nach dem Intermezzo der Werbefritzen, weil BBDO und Grey direkt an der Kö und die Weiber dort einfach prall und immer lustig, weniger blau, mehr weiß, das Pulver, die Party…, whatever, der Cashflow in der Beratung war dann doch eher Zukunft der Partner, die wir alle schon sein vermochten, im Kopf, wieder blau.

    Dann endete das Jahrtausend und das Blau.
    Der liebe Gott beschleunigte die Zeitmaschine und aus der hinteren Reihe der Evolution krochen die schmalen Typen mit Brillengläser ganz New und ganz Economy in meinem blauen Pool und in all meine Arzthelferinnen.

    Ich kaufte mir eine Brille und litt wie ein Hund, beim Erlernen von C und Java… und als ich endlich „hello Word“ dreidimensional auf eine Bildschirm rotieren lassen konnte, da waren alle schon weitergezogen nach London, nannten sich Gekko II und zählten wieder Geld.

    Meine Daytrader Lizenz erhielt ich dann im Jahre 2007….setzte all mein Ersparnis …. nun….was soll ich sagen….

    Das mit den Start Ups habe ich mir dann erspart, das mit dem Billionär werden auch, irgendwann hat man einfach keine Lust mehr auf all das Blau, Ich brauche keinen Pool und keine Arzthelferinnen.

    Whatever, was ich eigentlich sagen wollte: Ich beneide die Millenials nicht. Wenn die aus dem Fenster schauen, dann ist da kein Zahnarztpool, dann ist da eine Welt mit 5000 Milliardären, und jeder Millionär ist ein Verlierer, aber die Million ist trotzdem weit entfernt, von dem Fenster im Ghetto.

    Die Grenze ist noch da, aber sie ist nicht mehr zu erkennen.

    PS: Mein Nachbar baut jetzt wirklich einen Pool. Und ich arbeite Abends im Bett an meinen Start up….

    • Master of the Universe
      Goodnight, Ihre Vita fängt an wie in dem faszinierenden und oft zitierten Film:
      http://www.bpb.de/mediathek/225092/master-of-the-universe
      Wo sind Sie denn da falsch abgebogen?

    • I mean, I've made every wrong choice a middle-aged man can make.
      Ich bin immer falsch abgebogen, entweder zu früh oder zu spät. Manchmal nur knapp. Mir fehlt Dons Eigenschaft, immer genau in der Zeit zu sein.
      Whatever, bin nicht verhungert.

      Die Moderne ermöglicht unendliche Weiten, viel Abzweigungen, man kann sich ganz schnell verlaufen, kann scheitern, wieder auferstehen, den Überblick verlieren und doch am Ende im Wohlstand landen.
      Den jungen Menschen vorzuwerfen, dass sie etwas die Orientierung verlieren ist da etwas kurzsichtig, früher war alles kleiner, klarer, einfacher.
      Auch die Master of Universe sind am Ende alle gescheitert, wenn auch reich.

  48. „Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zur Hölle"
    … die für einmal eher konsternierte als ironische Feststellung von Oscar Wilde.

    Vermögensbildung, Eigenverantwortung und -initiative stehen nicht im Lehrplan, in den wenigsten Elternhäusern und selten in der Schule. Der Staat soll’s richten.
    Die Forderung, das was man gern haben möchte, jenen wegzunehmen, die’s erwirtschaftet haben, geht umso leichter von den Lippen. Die GmbH der Vergesellschaftung von Eigentum und der asymmetrischen Privatisierung einer leichtfertig betriebenen Staatsverschuldung ist wieder mal im Vormarsch.
    Ob die „flexible 28-Stundenwoche bei Bedarf“ und sechs Prozent mehr Lohn der Vermögensbildung dienen, ist ungewiss.

    Inzwischen wünschte man sich politisch passende Stürze von ganz anderen Tanten.

  49. Reise nach Nihilon
    In Alan Sillitoes Roman müssen in Nihilon nur die Alten in den Krieg ziehen und billiger Alkohol ist das Nationalgetränk. Auch eine Art, den jüngeren Chancen zu eröffnen, und wenn es auch nur zum Komasaufen reicht, wobei in Deutschland gerade die Jahrgänge der letzten Jahrzehnte doch eher verwöhnt wurden, vielleicht zu sehr.
    Ich bezweifle allerdings, ob man im Berliner Umland so günstig bauen kann, dass jetzt alle Bäckereiverkäuferinnen zugreifen werden. Handweker und Bauarbeiter sind Berlin rar und teuer, da muss man schon sehr weit weg ziehen.

    • Ingolstädter Umland.

      Wenn man 40km von Berlin weg geht, wird es billig. Noch. Die Region zwischen Berlin und Leipzig kommt, dazu vermutlich auch Arendsee.

  50. Schön, dass sich die Blogs referenzieren
    Sehr gelungener Text. Deutlich schwächer als die Antwort von DaNisch (nicht Damisch), aber nicht weniger stimmig. Ich hoffe, dass war nicht als bayrisches Damisch gemeint :-D

  51. Der Lauer halt ...
    Werter Don,

    solch eine Vorlage ist doch immer für einen KaLauer gut – sorry, das musste jetzt. Diesen Herrn kann man doch schon länger nicht mehr ernstnehmen, von daher hätte Ihr Text in all seiner Zutreffenheit einen besseren Aufhänger verdient gehabt.
    Ja, ich gehöre auch zu den hier beschimpften Baby-Boomern, aber: auch für unsereins sind die Bäume nie in den Himmel gewachsen, und das lange Jahre unausgesprochene Versprechen, dass es der nächsten Generation immer noch ein Stück besser gehen wird als der davor, stieß bei meiner Generation erstmals unsanft mit der Realität zusammen (was objektiv betrachtet nicht schlimm ist, subjektiv aber zu manch einem Gefühl der Enttäuschung geführt haben mag). Dieser alte Glaube an das Positive der Zukunft geht verloren oder ist schon verlorengegangen. Und vor diesem Hintergrund sind die wütenden Tiraden eines Millenials sogar ein wenig verständlicher.
    Ich rate also zur Gelassenheit. Man geniesse, was man hat; freue sich über das Erreichte und gönne dem Nachbarn auch Seins. Die eigene Position ist letztlich von Zufälligkeiten, aber auch von eigenen Entscheidungen abhängig, und es gibt keine Möglichkeit, hier mehrere Optionen gleichzeitig zu erleben.
    … Je älter ich werde, desto konservativer scheint meine Sichtweise zu werden … es erstaunt mich ja selbst. Lehrt das Alter irgendwann Demut?

    Sorry, der Text ist ZU lang. Ich gelobe Besserung!

    Habe die Ehre,

    A.C.

    • Passt schon!

    • das lange Jahre unausgesprochene Versprechen, ...
      … dass es der nächsten Generation immer noch ein Stück besser gehen wird als der davor, stieß bei meiner Generation erstmals unsanft mit der Realität zusammen.

      Keineswegs, sondern es handelt sich nur um die Folge eines kurzen Gedächtnisses. Wer um 1850 geboren wurde hatte es deutlich besser als um 1890!

      Bei manchen von uns handelt es sich da um die Generationen der Groß- und Urgroßeltern.

      Der eigentliche Selbstmord Europas fand ja schon 1914 statt, jetzt muss nur noch die Vollstreckung abgewickelt werden. Weil aber auch woanders gerne Fehler gemacht werden, muss das nicht das Ende der Welt bedeuten, sondern neue Chancen können sich immer wieder ergeben…

  52. Titel eingeben
    Was mich verwunderte, besonders in den Kommentaren auf twitter bei Ihnen, ist dieser Drang zu den eigenen 4 Wänden. Generation Bausparer? Wenigstens ein wenig gefühlter Sicherheit in diesen unsicheren Zeiten?

    Ich hatte mit Anfang 30 das erste Haus, mit 38 das zweite, mit 48 beide durch Scheidung wieder weg.Nun in einer Mietwohnung. Zwar könnte es auch eine Eigentumswohnung sein, aber der Gedanke an eine Eigentümerzwangsgemeinschaft in Berlin, zusammen mit ausländischen Investmentfonds, privaten Renditejägern, Steuerkanzlei, Selbstnutzern und Expats, die zwar Geld haben, aber kein deutsch können, lässt mich mehr schaudern, als die überzogenen Immobilienpreise.

    Ich würde gerne diese Immobilienbesitzer in spe mal sehen, wenn die Zinsen wieder anziehen, das Dach undicht ist, der Rasen einen anschreit: „Mäh mich endlich, und schieb dir das …-Festval wohin“, in der Eigentümerverammlung ein Code-basiertrs Schließsystem gefordert wird, um bei Airbnb bessere Host.Bewertungen zu bekommen, die Nachbarn im Sommer jede Woche Grillparty (auf dem Balkon) machen, oder die Freundin des Depps vom 3. Stock wieder den eigenen teuer erkauften Tiefgaragenparkplatz blockiert.

    Irgendwie symptomatisch, das ist eine Generation, die sich chronisch ungerecht behandelt fühlt und sich die Welt mit Wein schön trinkt.

    • Ich bin genetisch Achtelmiethai, ich kann nicht aus meiner Haut.

    • An DA: Ich bin genetisch Achtelmiethai, ich kann nicht aus meiner Haut.
      und wahrscheinlich zu 7/8 Philanthrop. Das werden Sie auch nicht los,
      sonst würden sie sich ja hier nicht diese Mühe machen.

      ggf genügt aber die Halbdistanz.

      Ich hatte das Vergnügen ca 15 Jahre hinter einem
      Kindergarten zu wohnen. Kinderlachen
      ist etwas sehr schönes, aber was macht man wenn
      sie sich herumheulend in der eigenen
      Wohnung aufhalten. Also lieber nicht.
      Nicht einmal als Enkel (also Leihweise)

      Mit Erwachsenen halte ich es ähnlich.
      Man beschäftigt sich mit den Leuten aus
      beruflichem Anlass und will sonst
      seine Ruhe haben.

  53. Ex Zeitleser
    wieder ein feiner Artikel…….

    meine Anmerkungen zur (Groß)Elterngeneration (Jg etwa 1935-45): Mein Vater hat als Kriegshalbwaise“ mit meiner Mutter fast aus dem Nichts heraus und mit wenig Vermögen/Einkommen, aber mit viel, viel Arbeit und Sparen sein „Häuschen“ gebaut. Als gelernter Maurer wörtlich fast nur mit eigenen Händen. Bagger und Baukran waren damals Luxus! Meine Mutter schleppte hochschwanger Steine, Dachplatten usw., eingezogen wurde 1960/61 in einen halben Rohbau der nach und nach fertiggebaut wurde. Damals war auf dem Land Heirat mit 20J und Hausbau mit 22-24J fast Standard. Meine Eltern waren zudem fast 100% Selbstversorger (sehr großer Garten, Schafe, Kleintiere, Brennholz usw.) Urlaub gab es erst ab den 1970iger Jahren, günstig nach Österreich. Im Vergleich zu den heutigen Grünen und Ökos hatten meine Eltern eine klar bessere Ökobilanz.
    Zum ersten mal flogen sie als Rentner mit ca 66J in den Urlaub. Heute wohnt meine verwitwete Mutter allein im ihren „Häuschen“. V.a die Grundstückspreise sind in dieser Gegend zwischen TÜ und S explodiert. Ohne Elternsponsoring oder Doppeleinkommen könne junge Familien dort heute tatsächlich kaum mehr ein Häuschen kaufen/bauen (EFH 500Tsd aufwärts), Bodenpreis 350-400 pro m (Dorf!)
    Jetzt mit 80J hat meine rüstige Mutter aufgrund vieler Einbrüche und Trickbetrüger bei Senioren in ihrem Dorf abends Angst aus dem Haus zu gehen oder überhaupt die Haustüre zu öffnen. Ebenso fürchtet Sie wegen möglicher künftiger Pflege um Ihr hart erspartes Häuschen/“Vermögen“ (in ihrer Nachbarschaft gibt es dazu einige Beispiele). So geht das Leben

  54. Typischer Vertreter der neuen SPD
    Lauer ist ein typischer Vertreter der neuen SPD, wie so viele der jüngeren Generation in dieser Partei, mit denen man sich systematisch seiner eigentlichen Mitglieder- und Wählerbasis entfremdet. Selbstverliebt, sich selbst um jeden Preis verwirklichend, andere Lebensentwürfe verachtend, verwöhnt, egoistisch und risikoscheu, weltfremd und theoretisch, streben sie eine Parteikarriere an, ohne vorher berufliche Erfahrungen gemacht zu haben. Sie haben keine Ahnung, mit wieviel Konsumverzicht das einfache Mitglied seine bescheidene 3-Zimmer-Wohnung seit 20 Jahren abbezahlt. Typen wie Lauer sind der eigentliche Grund für die schwindende Wählerbasis der SPD.

    • Parteikarriere ... ohne ... berufliche Erfahrungen ...
      … trifft eine zentrale Misere ziemlich perfekt auf den Sau-, äh Lau-, nein natürlich -er-, also Schädel wollte ich sagen.

      Es gibt eine ganze Reihe von Berufen für die man zuvor mindestens 5 Jahre normal produktiv tätig gewesen sein sollte: neben Politiker auch Lehrer, Pfarrer und Soldaten, z.B.

  55. Dankeschön
    Wie immer ein sehr schöner Beitrag! Vielen Dank!

    Ihre Ausführungen decken sich mit dem, was mir meine Großeltern erzählen. Die aufgeschnittene Zahnpastatube habe ich auch noch sehr gut vor Augen, das haben meine Eltern noch in den 2000ern gemacht.

    Wer sein Geld lieber für einen hippen Lifestyle ausgibt braucht sich nicht wundern, wenn es dann mit dem Eigenheim knapp wird.

    Hoffentlich erben die später gut, sonst wird das mit der Vorsorge schwierig und ich darf dann wahrscheinlich zahlen…

  56. Titel eingeben
    Besten Dank für den wie immer klaren Blick auf die trüben, geistigen Verhältnisse unserer Gegenwart!

  57. Tell it like it is!
    Gut, dass Sie mal wieder was für die Erinnerungskultur tun. Andererseits: Ist ein abgemusterter Pirat, der zu blöd ist, um 2+2 zusammenzuzählen, (keine Konkurrenz zwischen den der Babyboomern?) tatsächlich so viele fair gehandelte und recycelte Elektronen wert?

  58. Zähne zusammenbeißen - Wohnort wechseln - neu anfangen....ein Beispiel
    Vor nicht ganz 2 Jahren brachte ich meine Schwägerin und meinen Schwager nach Deutschland, wo ihre Tochter mit Mann (beide unter 30) schon seit einem knappen Jahr lebten. Das eigene Haus wurde Knall auf Fall verlassen, unter Zurücklassung fast des gesamten Hausstandes, gewissermaßen mit dem Motto der Bremer Stadtmusikanten, das sie nicht einmal kennen, im Hinterkopf.
    Die beiden jungen Leute hatten sich kurz nach der Hochzeit „vom Acker“ gemacht, weil es für sie zu Hause keine Perspektive gab: sie hatte Sprachen studiert, er hatte in Italien gejobbt, und zuletzt in einem Allerweltsladen (Eisenwaren, Haushaltartikel, Elektroinstallation, Autoersatzteile) für umgerechnet 200 € im Monat gearbeitet.
    Da er wendig und flexibel ist, hatte er sich über einen Bekannten, in einer Kleinstadt im Schwarzwald, nahe Stuttgart, einen Job in einer Firma der Metallbranche gesucht, sich schnell eingelebt und verdient jetzt etwa neun-bis zehnmal soviel, wie in seinem Herkunftsland (RO).
    Der Schwiegervater hatte auch sofort Arbeit in der Metallbranche, und zunächst lebten sie zur Miete in einem Haus, wo noch Landsleute wohnten.
    Inzwischen kam das erste Kind, und Mitte 2017 wurde ein Haus gekauft, mit einem Kredit von der Bank, den die zwei Verdiener anscheinend von ihrem Verdienst gemeinsam locker abzahlen.
    So etwas geht also noch, wobei der Familienzusammenhalt auch eine Rolle spielt, aber welcher Deutsche hätte so etwas gewagt, und ich hätte nie geglaubt, dass Zuwanderer so einfach einen Kredit bekommen. Aber bei ihnen ist auch das Sicherheitsdenken nicht so ausgeprägt, und die Ansprüche nicht so hoch.
    Allerdings kenn ich auch Gegenden im tiefsten Schwarzwald, wo die jungen Männer erstmal ein Haus bauen, und dann die passende Frau suchen.
    Bei Leuten aus den Balkanstaaten, dem ehemaligen Ostblock, ist oft auch der Wille zum sozialen Aufstieg sehr ausgeprägt, was ich im Kreise der angeheirateten Verwandtschaft gut beobachten kann, die sich bspw. im Wiener Umland angesiedelt haben und sich gegenseitig beim Hausbau zu übertreffen versuchen.
    Vermutlich wird aber dieser Drang auch hier bereits in der folgenden Generation verschwunden sein, wie es auch bei den Deutschen der Fall war.
    Kennzeichnend war der Satz der Elterngeneration „Unsere Kinder sollen es einmal besser haben“, der zur Folge hatte, dass diese keinen Anlaß mehr sahen, sich besonders zu bemühen.
    Daher sind eben Leute vom Schlage des erwähnten Herrn Lauer armselige, verwöhnte Jammergestalten, die erwarten, dass ihnen alles hinterher getragen wird, und nie aus eigener Kraft einen Fuß auf den Boden bekämen, wenn nicht durch die von ihnen angestrebte „Umverteilung“.

    • Leider ist irgendwo mein Name verlorengegangen
      Gast sagt: 2. Februar 2018 um 16:38 Uhr

      Zähne zusammenbeißen – Wohnort wechseln – neu anfangen….ein Beispiel
      Sorry, Don
      das war von mir.
      Gestern ging wohl irgendwie mein Name verloren.
      Ist aber nicht schlimm, sie können es auch als „Gast“ stehen lassen und diesen Text löschen. I
      Mir kam es nur darauf an, daß kein Mißverständnis entsteht, ich wolle etwas „unter falscher Flagge“ posten.
      Danke!

  59. Das empfinden Sie, meine ich, völlig richtig, lieber Don Alphonso...
    daß trotz vermeintlich stabiler Jobs und strukturierterer Verhältnisse das Leben unserer Eltern risiko- und entbehrungsreich war, und daß es bei dem beklagten Ex-Piraten und SPD-Menschen um eher stumpfe Neid- und Meinungsmache geht.

  60. Millenials sind eine regelrechte Landplage
    Aber nicht nur sie, sondern auch die nach ihnen Geborenen, beispielsweise die Vertreter der „Generation Kurzsichtig“. Sehr zutreffende Bezeichnung: es handelt sich um jene halbstarken, meist bebrillten Nerds (Brillengläser=Milchflaschenbodendicke), die ihre pickeligen Wangen unter einem Backenbart verstecken und sich einen Hut (Schlappkappe, oder was auch immer) aufziehen um cooler und erwachsener zu wirken. Meist wirken sie nur stereotyp lächerlich.

    Es gibt heute wenig unverwechselbare Typen, wenig echte Charaktere oder Persönlichkeiten. man höre sich nur mal Synchronstimmen von Filmen an, die bis etwa 80-er Jahre gedreht wurden. Ich denke beispielsweise an den Herrn, der immer Roger Moore synchronisiert hat. Oder na Claus Biederstaedt, der die Klasse-Serie „Detektiv Rockford“ (mit einem unvergleichlichen James Garner – sehr Ihr, Ihr Rotznasen, DAS ist Persönlichkeit!) synchronisiert hat.

    Heute ist alles Lindenstraßen- oder „moderner Tatort“- Weichspüler. Da wo einst ein Charakterdarsteller wie Hansjörg Felmy einen hervorragenden Kommissar Haferkamp mimte finden sich heute grüne Queckse (grün hinter den Ohren und auch politisch darauf gedrillt), die in ihrer chronischen Unreife ungefähr soviel Persönlichkeit wie ein IKEA-Regal haben.

    Wenn die Millenials sich beschweren, es hätte früher mehr Sicherheit gegeben: wer ist denn schuld, wenn sie naiv und gutgläubig in jede Fußangel treten, die von Modernisierung und Globalisierung geschaffen wird? Statt an Missständen etwas zu ändern verwalten oder verschlimmern sie sie noch. besonders tragisch ist an im Bereich des Schulsystems: junge Lehrer können an heutigen Missständen nichts ändern weil sie sie gar nicht sehen. Grund: sie wurden in sie hineingeboren und halten sie für selbstverständlich.

    Bei den Millenials steht das M auch für Mittelmäßigkeit: unkritisch stehen sie einer Gesellschaft gegenüber, die gekennzeichnet ist von Gleichmacherei und den Kontakt mit pseudointellektuellem Kitsch. Mit Lindenstraße gehirngewaschen. Mit am schlimmsten und unerträglichsten ist die von den Millenials im medialen Bereich geschaffene Monotonie: Einheitsmeinung überall, wer abweicht wird behandelt wie ein Dissident im Totalitarismus. Eine miese denunziatorische und von Engstirnigkeit geprägte Atmosphäre hat sich breit gemacht. Nur noch Schmalspurdenken allerorten. Frage: kommt Euch das nicht langsam selbst zu den Ohren raus? Legt mal ’ne andere Platte auf! geht mal an die frische Luft: dann seht Ihr was Ihr angerichtet habt: die hässlichen grauen Dinger, die überall herumstehen und das einst schöne, reizvolle Landschaftsbild versauen, das sind Windmühlen, die Eure grünen Pharisäer dort massenhaft aufgepflanzt haben, nur damit Eure Lindenstraßenemanzen sich bei ihrem ausufernden handytratsch nicht einschränken müssen. Eine neue Welt habt Ihr geschaffen-aber schön isse nicht.

    Es gibt noch massenweise andere Dinge, die ich an Euch unappetitlich finde, Euer verlogenes, überzogenes, von hirn- und charakterlosen Paukern anerzogenes virtue signalling, Euer Refutschi Wällkamm und der ganze Kram. Und Eure Geschichtsvergessenheit. Und Eure Traditionsfeindlichkeit.

    Irgendwann werdet auch Ihr einsehen, dass man Stress, Hetze, Hektik, Handys, globalisiertes Profitstreben, Handys, den Weg des geringsten Widerstands, Verlogenheit, Charakterlosigkeit, Naturverachtung und Hässlichkeit nicht fressen kann.

    • Immer die gleichen Textbausteine....
      …sehr langweilig.

      Was schreibt man als Lehrperson unter so einen Aufsatz?
      Vermute mal Thema verfehlt.
      MfG

    • @Sufferah
      Tjaja, langweilig, Sie sagen es. Aber wie wollen Sie eine langweilige Sache denn anders beschreiben als mit Klischeebausteinen, die der beschriebenen Sache entsprechen?
      Es gibt aber auch noch einen anderen Grund warum ich bei bestimmten Themen manche Inhalte immer wiederhole: ich will damit nach außen kenntlich machen, dass ich an meinen Überzeugungen festhalte und mich nicht breitschlagen lasse.

    • Sie schlagen fälschlich den Sack, statt den Esel
      Es ist ganz sicher nicht die „Millennials“-Generation, die die von Ihnen an sich zu Recht beschimpften Grünen hervorgebracht hat.
      Es ist auch nicht die Generation, die in den Funkhäusern an den entscheidenden Stellen sitzt und dort die richtige Gesinnung verbreitet.
      Frau Slomka und Konsorten sind ganz offensichtlich keine Millennials.

      Dieser Karren ist leider von Angehörigen meiner Generation und etwas vorher (um 1960) in den Dreck geschoben worden.

    • @ Bernd Michalski
      Einerseits widerspreche ich nicht: die Grünen haben die Millenials hervorgebracht, und nicht umgekehrt. Aber irgendwann muss man sich mal von seinen „Eltern“ lösen und auf eigenen Füßen stehen. Und genau das tun die Millenials nicht. Sie leben nicht aus erster, sondern aus zweiter oder dritter Hand. Sie fungieren als Multiplikatoren des Alt 68-er und Grünen-Schrotts. Und das hat mittlerweile Ausmaße angenommen, die nicht mehr lustig sind.

      Um Ihre Metaphorik noch etwas zu ergänzen: die Millenials sind tragischerweise in einen Zug eingestiegen, bei dem zuvor schon an mehreren Stellen die Weichen falsch gestellt wurden. Aber wer mit offenen Augen durch die Welt geht, etwas Gewissen hat und über etwas Einfühlungsvermögen verfügt, der muss irgendwann einmal erkennen, dass da Webfehler sind. Und die nicht noch immer weiter verstärken.
      Die weitgehende mediale Monokultur, die wir im Moment haben ist nur eine der Konsequenzen aus dieser Entwicklung. Frühere Generationen standen den Vorgängergenerationen kritisch gegenüber, die Millenials nicht. Die vielen Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft sind daher auch den unkritischen, denkfaulen Millenials anzulasten.

      Oder etwa nicht?

  61. lau-lauer-lauwarm =
    SPD-Lauer-Hauptstadtpresse

  62. Formelle Kritik am Lauer-Video
    Ich habe nun, der Neugier folgend nach dem Transkript auch das Video selbst gesehen.

    Und ich frage mich so das eine oder andere
    > Kann der Lauer sich kein ordentliches Mikro leisten?
    > Was fingert der die ganze Zeit an seinem Ohr herum? Ich mein: Das Video ist nur 2 Minuten lang… kann der seine Finger nicht so lange im Zaum halten?
    > Warum erzählt der Lauer irgend etwas von vorangegangenen Versuchen der Aufnahme? Interessiert das jemanden?
    > Was will der Regisseur mir mit den aus dem Ohr Lauers wachsenden Steckdosen-Tripel sagen? Ist da eine versteckte Botschaft. Vielleicht. „Bei mir kommt das Geld aus der Steckdose!“?
    > Tonfall (ist ja auch ein Aspekt des Formellen): Es ist haargenau der selbe, nörgelnd besserwisserische Ton, der eigene Meinungen als Fakten verkaufen möchte wie bei Julia Schramm. Genau. Der. Selbe.

    Ist das so eine Ex-Piraten-Krankheit? Ist das Generationen-bedingt? Oder ist das eine Berliner Krankheit? Der Morbus der Memmen?

    Zusammenfassend: Ich hoffe, dass die Gebühr nicht zu hoch war, die er dem Tagesspiegel zahlen musste, damit er das veröffentlichen durfte.

    SOLLTE der Tagesspiegel dem Lauer für dieses Video Geld gegeben haben: Das ist ein Fall für den Justiziar.

  63. Erwartungshaltung
    Sehr geehrter Don,

    Die Erwartungshaltung in Teilen der Gesellschaft ist ausgeprägt. Vor einiger Zeit auf dem außerordentlichen SPD-Bundesparteitag: Forderung eines dem Alter nach ins Schema passenden kleineren Funktionärs nach weiteren Finanzmitteln für nach welchen Kriterien auch immer benachteiligte Personengruppen. Ausdrücklicher Zusatz „In jedem Fall auch unabhängig von den vorhandenen fiskalischen Möglichkeiten“.

    Man hält sich nicht mehr mit den Grundlagen einer guten Staatsführung auf. Gefaßte ausgabenwirksame Beschlüsse werden doch so gut wie nie wieder einkassiert.

    Rente mit 63. Nachdem alle Experten – und die Regierung – jahrein jahraus die Notwendigkeit längerer Lebensarbeitszeit beschrieben haben, wird das mit einem Federstrich 2014 zu den Akten gelegt. Die verantwortliche Bundesministerin Nahles hat wohl dafür mit Stimmenzuwachs für die SPD gehofft. Auch eine Erwartungshaltung, die nicht erfüllt wurde.

    Ich habe nie begriffen, wieso eine Regierung derartige Forderungen nicht strikt abwehrt und statt dessen auf Zeitgewinn und lavieren setzt.

    Nun bin ich beim SPD-Bashing. Einem Fallenden möchte ich aber trotzdem nicht noch nachtreten. Ich denke, es ist nicht mehr notwendig.

    MfG SoS

  64. Tränen über Tränen
    schießen mir vor Mitleid aus den Augen, wenn ich das Gejammer der „Selbstprekarisierten“ höre.

    Angst macht mir nur die Tatsache, dass sich diese leichtlebige Bevölkerungsschar mit denen gemein machen könnte, die, noch nicht lange hier lebend, sich ebenfalls unverstanden und unterversorgt fühlend, zur Selbstbedienung greifend, dem traurigen Rest des bürgerlichen Teils in Berlin – den Todesstoß geben könnten.

  65. Blick in die Röhre
    Berliner Immobilien haben in den letzten Jahrzehnten noch nie an Wert verloren, wenn man von Panikverkäufen nach 1961 mal absieht.
    Allerdings gab es lange Zeiten „Wertstillstand“ weil die Mieten stagnierten. Im Rückblick könnte man sich aber fast immer ärgern, weil man
    *nicht* gekauft hatte. Wer damals sein
    Eigenkapital lieber in Aktien gesteckt hatte, darf sich heute nicht beschweren bein Blkck in die Röhre….

  66. Kein Mitleid der Millenials
    „Kein Mitleid mit Millenials“ – die Frage wird wohl eher sein, und sehr bald, wieviel (oder wenig) Mitleid diese fuer die aelteren Generationen aufbringen werden, in Anbetracht der rapide steigenden Medizin- und Pflegekosten. Von den Goldstuecken werden die alten Kuffarkartoffeln auch nicht viel Solidaritaet erwarten koennen, im Gegenteil.

    • Nehmen Sie sich vor den Lauers dieser Welt in Acht.

    • Sollen kommen...
      Viele Sixties haben gedient (Born in the sixties, will soon be sixty).

      Nee Kwatsch, Mir wäre De-Eskalation und Solidarität lieber (mit Ausnahmen). Passt doch der Politkaste, diese Hauerei und Stecherei, alt vs. jung, Millennials vs. richtig Erwachsene, Leibeigene vs. Tegernseer Landadel, Beamte vs. Angestellte vs. Arbeiter vs. Lauer, Rentner vs. Pensionäre, Kinderreiche vs. Kinderarme vs. Kinderlose, Mieter vs. Immo-Besitzer, gesetzlich Versicherte vs. PV. Alle gegen alle. Immer feste druff. Waldorf-Merkel und Statler-Schulz lachen sich einen. Oder zwei.

  67. Lauer Totengräber
    Lauer ist das Paradebeispiel einer gescheiterten Existenz, der sich nun als Wichtigtuer aufspielt. Eine politische Trittbrett-Karriere ist ihm sicher, denn er beherrscht die wichtigste Kompetenz, die jeder deutsche Politiker haben muss: Sozialneid erzeugen.

    Dumm nur, dass diejenigen, die diesem Neid ausgesetzt sind, in der „offenen Gesellschaft“ dann doch lieber in andere Staaten gehen, wo Leistung noch anerkannt und belohnt wird.

  68. H. Danish
    Werter Don,
    danke für den Hinweis auf den auch stets lesenswerten Danish, wobei ich die Lauer-Lobo-Synthese noch gelungener finde:
    http://www.danisch.de/blog/2018/01/29/noch-eine-neiddebatte/
    Herzliche Grüße aus Franken

    • Neid ist ein unangenehmes Gefühl.
      Pull yourself together
      ‚Cos you know you should do better.
      That’s because you’re a free man.

  69. Nicht vergessen...
    …darf man jedoch das Land-/Stadt-Gefälle. Leute wie Christoph Lauer zieht es in die großen Städte, wo sie dann ihren Beitrag zu den dortigen Zuständen leisten. Andere Millenials hingegen – und das sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen – gehen arbeiten, gründen Familien, kaufen sich ein altes Haus und renovieren es in Eigenregie. Solche sind z.B. vergangenes Jahr hier nebenan eingezogen, sehr angenehme Menschen. Aber die positiven Vertreter ihrer Generation bleiben halt meistens auf dem Land. Denken Sie an Ihre Bäckereiverkäuferin.

    • Ich weiss das und ich schreibe ja auch öfters darüber, nur interessiert das in den Städten keinen.

    • Wahrscheinlich machen...
      …die Entscheidungsträger in Deutschland den Fehler, die Großstadt als Maß aller Dinge herzunehmen. Man sollte eher daran arbeiten, die Ballungsgebiete zu entzerren. Aber das ist ja böse Zersiedelung. Anderseits bin ich auch froh, wenn die Irren weit weg von mir leben.

  70. Die ältere Generation,
    insbesondere die Baby-Boomer, die fliegen ja
    ins gemacht Nest, ne?

    Was hat der Mann?
    Wenn mir die aktuellen Verhältnisse nicht gefallen
    versuche ich das möglichst genau zu beschreiben
    und überlege wie das Problem zu lösen ist.

    Mich über Menschen aufzuregen die scheinbar
    das gröbste hinter sich haben bringt mir nichts.

    Die Baby-Boomer, zu denen ich mich zähle,
    (man müsste ggf die Geburtsjahre genauer umreißen)
    kommen demnächst in die Jahre wo sie einiges
    an die Nachfolger weiterreichen. Davon werden
    die später Geborenen weitaus stärker profitieren
    als die Babyboomer damals von ihren Eltern.

    ggf ist das Problem des Mannes ja ein ganz anderes.

    Die Baby Boomer sind in der Mehrheit und bestimmen
    wohle die nächsten Jahre die Wahlergebnisse.
    Die werden das erarbeitete sichern wollen und
    ihre Bereitschaft für soziale Großversuche dürfte
    gegen null gehen.

    PS In eigener Sache

    Yaramaz Yaramazlik werde ich wohl
    zu Grabe trage. Der junge Mann war
    zeitweise doch zu Euphorisch und neigte zu
    Übertreibungen.

    Eine Idee seines Erfinders war die ernsten Sachen
    dem oben genannten zu überlassen und das
    satirische Yaramazlik. Es gab aber auch anderer Gründe
    einen Nick zu suchen.

    Ich bleibe bei meinem Namen und versuche
    die Bodenhaftung nicht wieder zu verlieren.
    Ich neige zum Verzetteln, auch zur Übertreibung.

    Danke lieber Don das sie meinen gröbsten Blödsinn
    nicht veröffentlicht haben. Heute wäre er mir wohl peinlich.

    Das sie das tun um Ihren Blog zu schützen war
    vollkommen richtig. Aber auch für mich war Ihr Hinweis
    hilfreich, also ein Win-Win- Effekt.

    noch eine kurze Klammer:
    Man kann aus den falschen Gründen das Richtige tun.
    Aus den richtigen das falsche und aus den richtigen Gründen
    das Richtige.

    Sie haben Talent für letzteres.

    Ein Beispiel für ersteres (damit ich den Gedanken los werde):
    Es ist OK wenn man aus Fahrplaneinhaltungsgründen
    an Schnellfahrstrecken Zäune zieht. Der Schutz der Leute
    wäre das schönere Motiv)

    PPS Habe ich schon erwähnt das ich es hier oft sehr
    schön finde und gerne bei Ihnen Gast bin.

    Nein? Das ist aber so.

    Beste Grüße aus Hessen,

    Klaus Keller

  71. will nicht - muss
    vor dem Zuendelesen

    – die Stadtchronik erinnert an die Medici – ich möchte nicht richten.
    Somnambule – Obacht!
    Hadmut Damisch -> das kann nur einem echtem Bayern passieren. Hut ab!
    jaja, Vertipper, ich weiß, naheliegend.

  72. Darf ich?
    Wir haben auch zwei Kinder in der Altersgruppe, die sich Millenials nennt oder von mir aus auch nur so genannt wird. Allerdings leben wir im Osten Deutschlands. Sicherlich vor allem deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Kinder ähnlich abfällig über die Generation ihrer Großeltern oder Eltern reden würden, wie dieser Herr Lauer. Und warum nicht? Weil es in der Masse der Ostfamilien ganz andere Historien gibt. Nix war easy-pisi, kein Wirtschaftswunder und selbst nach ’89 waren gute Löhne und feste Arbeitsplätze nicht für alle da. Das haben auch die Kinder mitbekommen. Die Sprüche dieses Herrn haben also in meinen Augen keinen, aber wirklich gar keinen Bezug zu mir oder meiner Generation oder derjenigen der Großeltern hier im Osten. Der Mann würde mich nur groß angucken, wenn ich ihm meinen Weg schilderte. Er würde vielleicht glauben, ich wäre doch nur ein Einzelfall. Das macht diese Generation ja ohnehin laufend. Deswegen, Don: Ich danke Ihnen sehr, dass Sie die „Wütenden in Berlin“ stellvertretend auch für mich zur Rede stellen und zwar, bitte nicht falsch verstehen: Sie als Westdeutscher.

    • Um das ganz klar zu sagen: Bei uns in Bayern würde man den enterben, und die Familie würde jahrelang in Sack und Asche gehen. Sowas gibt es hier bei uns nicht.

  73. Weg aus Europa
    Aus Kartoffelsalat vom Vortag gab es „einbrände Erdäpfl“, ich hasste es darum aß ich vom Kartoffelsalat so viel es ging, Jeans gab’s nicht, die waren zu teuer, Cola – zu teuer (mein erstes mit 18 Jahren), Grießbrei mit Himbeersirup und andere Grauslichkeiten. Alle Monate mal eine Vorladung von der Schule wegen Erde unter den Fingernägeln oder anderer Hinweise, dass der Bub beim Hausbau mit tätig war.
    Aber dann, als das Haus fertig war der Neid und „Die haben`s ja!“.
    Und dann nachdem ich geerbt hatte, der Neid: „Ja geschenkt möcht ich auch alles haben und klar die Erbschaftsteuer muss sein und am besten 100%, denn du hast das nicht selbst verdient!“
    Ich bin so froh das ich Europa verlassen habe, werde sicher nicht wieder kommen und überlege auch keine Nachrichten mehr zu lesen, da geht es Einem einfach besser.

    MfG. Rainer

  74. Millenials?
    Werter Don,

    das Gejammere wie das von diesem Hr. Lauer ist schon wirklich unterirdisch – die mir gefällige Sichtweise ist da sicher Nahe der von H. Danisch.

    Jedoch bin ich mir mit der Begrifflichkeit „Millenials“ nicht so sicher. Ich kenne etliche Leute aus dieser Altersgruppe – aber nur wenige solche Jammerlappen.

    Das mag natürlich subjektiv sein, aber ich habe eher den Eindruck, daß es solche Lauers in jeder Generation gab und gibt. Also Leute, die sich ungern binden und Bindungs-„Risiken“ eingehen wie Immobilienwerwerb, eine Festanstellung anstreben, eine Familie gründen, etwas vom Munde absparen und dann anlegen etc.. Oder Leute, welche die Schuld immer erst bei anderen suchen. Oder Leute, die irgendwann feststellen, daß sie von anderen überholt wurden, obwohl sie doch mal die tollen Hechte waren.

    Das Neue ist wohl, daß es heutzutage all die digitalen Möglichkeiten gibt, sich öffentlich zu artikulieren und v.a. zu vernetzen. Und wenn man nicht alleine ist, dann lässt sich die eigene Existenzform schnell als gesellschaftlicher Befund deklarieren und als Bestätigung, daß das System Schuld sei und Ihnen keine halt einfach Chance lasse (wegen der bösen Babyboomer oder Generation X oder wer auch immer vor Ihnen war). Dabei hat Ihnen das System und der Wohlstand ihrer Eltern doch nur die Wahl gegeben, so ein Leben überhaupt führen zu können – es stand Ihnen aber frei, sich anders zu entscheiden. Tja, große Freiheit bedeutet eben auch eine große Bandbreite von Entscheidungen, die man treffen kann. Man sollte halt auch die Konsequenzen tragen können.

    Und vielleicht ist es eben so, daß dieser Menschentypus gerade von Städten wie Berlin angezogen wurde/wird (weshalb das dann für Danisch ein Thema ist) – während die anderen zurückblieben und ihr Ding machten, ähnlich oder genauso wie die Generationen davor. Aber die alle in einen Topf namens „Millenials“ zu werfen, finde ich eher schwierig.

    • Ich denke, es gibt da diese urbanen „Millenials“ mit der entsprechenden Einstellung und Laberstudium und woanders einfach die nächste Generation.

    • Dem Armen fällt das Butterbrot immer auf die geschmierte Seite...
      …pflegte meine Großmutter immer zu jammern. Ich begriff das Gemeinte nicht (inzwischen wurde es in der Sendung mit der Maus mal geklärt; die Tischhöhe ist entscheidend).
      Ich will Ihnen gerne Recht geben, die Jammerei und den Neid gab es schon immer. Rückwirkend betrachtet muss ich sagen, dass die einen ihr Geld raushauen für Blödsinn, die anderen eben überlegter damit umgehen.
      Allerdings hält jede Zeit eine oft gänzlich neue Option bereit und die muss man erkennen.
      In den 70ern hatten diejenigen Geldscheine in Kartons unterm Bett, die mit Antiquitäten gehandelt (ja natürlich viel an der Steuer vorbei). Dann die Kohle in Eigentumswohnungen angelegt (das kam grad so auf) und von Mietern abzahlen lassen…usw.

      Echten Grund zum Meckern haben diejenigen, denen nichts einfällt und die dann wie seit ewigen Zeiten jammern….das Butterbrot…..ach ich wiederhole mich…
      PS: mit AdhS kann man gut Berufsabenteurer werden, allerdings muss man da auch viel arbeiten und wissen, dass Brutto nicht gleich Netto ist…
      Oder DJ….oder….oder…oder..-

  75. ... aus dem Fenster geschlafwandelt ...
    Klasse, ich muss immer noch grinsen.

    Danke Don, ein sehr leicht geschriebener Text, obwohl die Thematik ja eher „schwer“ ist. Es ist schon beängstigend, wo mittlerweile überall Spaltbpflöcke eingeschlagen werden. Aber an anderer Stelle dann genau diese Spaltung der Gesellschaft wortreich beklagen. Die pure Heuchelei.

  76. Andere Zeiten
    Na klar, es waren andere Zeiten. Auf vielen Ebenen. Man hätte sich in den 70ern sicher nicht nur mit weißem Hemd per Video beklagt, sondern gleich eine theoretisch fundierte Bande gebildet und die vermeintlich Verantwortlichen abgeknallt. Im Ernst: Es scheint nur logisch, dass nach der großen Nivellierung des WK2 erstmal mehr Gleichheit herrschte und danach wieder sukzessive Vermögen aufgebaut und vererbt wurden. Desto später man in diesem Rennen bei Null startet desto schlechter die Ausgangsbasis. Die junge Doppelverdienerfamilie wird ohne Erbe selbst mit guten Gehältern keine Wohnung in München kaufen können, während mein Onkel damals (trotz Einzelverdienerhaushalt) alle paar Jahre den „neuen Mercedes“ (natürlich als Neuwagen) fuhr. Daran ändern würde wohl erst der nächste „Nivellierungsevent“ etwas, aber so richtig hoffen will ich auf den nicht ;)

  77. Muss man nichts zu sagen, finde ich.
    Es gibt eine Million Clips bei Youtube die besser sind.
    „dann … ähm …. unn …. ähm ….. “

    Er guckt *sehr* unmotiviert in die Kamera und bei Sekunde 2-3 schon das erste Mal auf die Uhr. Findet er sich selbst so langweilig?

    Er spricht, als habe er kein Konzept, und das ist in jedem Falle schlecht:
    1. Er hat wirklich keins. Dann ist es noch schlechter, weil er sich nicht einmal darum bemüht hat.
    2. Er hat eins. Dann ist es noch schlechter, weil man davon nichts merkt.

    Nervöses Augenklimpern sollte man mal untersuchen lassen.

    Der Hintergrund ist göttlich, eine ziemlich weisse Wand mit einer halbverdeckten Steckdose.

    -> Wenn er vermeint, die Welt sei ungerecht weil er sich keine Wohnung kaufen kann, würde ich mal denken, jemand sollte ihm sagen, dass ein Wohnungskauf damit beginnt, seine Arbeit richtig zu machen, motiviert, man sich vorbereitet, vielleicht für eine Videobotschaft das Ambiente mal überlegt, vielleicht auch ein besseres Mikrophon verwendet als das was da eben zufällig in den Computer eingebaut ist.
    Und auch, dass ‚einfach mal 5 Minuten Drauflosquatschen‘ keine gute Grundlage ist, in Bälde eine Anzahlung für eine Immobilie machen zu können.
    Sonst wäre ich schon längst Millionär!

  78. Früher war alles besser, früher war alles schwerer
    Dann sind jetzt beide extreme zusammen.

  79. Titel eingeben
    Millennial schreibt man mit zwei ’n‘. Und das Wort zur Kategorisierung von Bevölkerungsgruppen zu benutzen ist übrigens genauso diskriminierendes Kistendenken [edit: So nicht, wenn Sie an meinem Tisch sitzen, junger Herr. Don.]

    • Köstlich
      Diese souveränen Randbemerkungen toppen die ohnehin bemerkenswerte Blog-Qualität noch einmal aufs schönste. Recht herzlichen Dank, das sind die besonderen Highlights!

      (Und falls Sie, lieber Don, hier nicht so blöd wie auf Bestellung belobhudelt werden wollen, einfach löschen.)

  80. Creatio ex nihilo
    Was die Entwicklung der Wohnungspreise in München während der letzten 35 Jahre betrifft, habe ich guten Überblick.

    In den 80ern konnte man Altbauwohnungen innerhalb vom Ring ersteigern, von den Gläubigerbanken für teilweise 50% des Verkehrswertes.

    In dem Betrieb, in dem ich zu der Zeit in der EDV werkte, kaufte eine sparsame Mitarbeiterin mit Bausparern eine Eigentumswohnung nach der anderen.
    Wenig Eigenkapital, Spießerin.
    Und mittlerweile „mehrfache Multimillionärin“, wie eine bei der Erberei zu kurz gekommene Feministin im Gefühlsüberschwang immer ätzte.

    Will sagen: Gleichzeitig den Kuchen aufessen und ihn aufheben geht schlecht.

    • Ich kenne eine Polizistin in meinem Alter, die ist auf diese Art Besitzerin von 4 Münchner Wohnungen. Arbeitet aber weiter.

  81. Der Schlossberg ...
    … eine der besten Home-Storries bei den Stützen.
    Untertitel: Wie kommen eigentlich die Streben in die jungen Stützten?

    Kann ich aus praktischer Erfahrung bestätigen: Nichts schult den Nachwuchs so effektiv, wie Pein, die sie sich selbst zufügen und wie die Jubelfreude, wenn’s beim nächsten Mal gelingt.

    • Das geht auch noch später, durch meinen ersten Stacheldraht bin ich mit 45 und weiss seitdem, dass das keine gute Idee ist.

  82. Werter Don,
    danke für Ihren Text zu den wehleidigen Millenials.

    Ich wenn ich als alter weißer Mann auch nicht zu der Stützen gehöre (wie auch meine vertriebenen Eltern), finde mich doch in Ihrer Beschreibung wieder. Als meine Mutter (vor dem 1. WK geboren) an Multipler Sklerose erkrankte und die Treppen zur Wohnung im 2. Stock nur noch mit Mühe schaffte, hat die Familie den Entschluß zum Kauf einer Doppelhaushälfte getroffen – natürlich Kilometer weg von der Stadt. Das hatte einige weitere Entscheidungen zur Folge. Mein ältester Bruder als Ablöser (Urlaubsvertreter) mit wöchentlich wechselten Einsatz benötigte ein Auto (Fiat 600), mein nächster Bruder, in Ausbildung bei der ZF-Passau, stotterte seine Zündapp (40Kmh) ab und schlief bei entfernten Verwandten in Passau. Er Kam nur am Wochenende nach Hause. Ich wurde zum Fahrschüler, zuerst mit dem Postbus, später mit dem Bahnbus. Da es für ein zweites Auto nicht reichte, fuhr mein Vater (Schichtdient 7 Tage die Woche) auch mit dem Bus, oder ging die 15 Km zu Fuß).

    Meine ersten Urlaub (abgesehen von Tagen bei Verwandten) machte ich mit 21 Jahren in England/Wales/Schottland – 7 Wochen mit nur 2 Tagen Regen. Ich war mit Rucksack und dem rechten Daumen unterwegs und habe mehr als die Hälfte der Nächte unter freien Himmel verbracht (kennen Sie eigentlich Nächte, in denen Sie morgens von der feuchten Nase einer freundlichen Milchlieferantin geweckt werden?).

    Als auch mein Vater zu einem harten Pflegefall wurde, ich ich einen Notkauf eines Hauses getätigt (in dieser Burg lebe ich immer noch), das nur einen Steinwurf von meinen Arbeitsplatz entfernt war. Damals war mir bereits klar, daß ich vor meinem 50. Geburtstag schuldenfrei sein wollte. Ich habe daher einen höheren Zinssatz bei unbegrenzter Sondertilgung akzeptiert. Jeder Betrag, der am Monatsende über einen Sicherheitspuffer lag, wurde zur Tilgung genutzt. Und ich war auch 6 Wochen vor dem 50-sten schuldenfrei.

    In der Zeit gab es auch (bis heute) keinen Urlaub weg von Balkonien. Als Ausnahmen muß ich bis 1994 die Vierdaagse in Nijmegen einräumen.

    Ein bescheidenes Vermögen kann man nur durch Konsumverzicht ansparen.

    MfG
    Alfred Haa

    • „kennen Sie eigentlich Nächte, in denen Sie morgens von der feuchten Nase einer freundlichen Milchlieferantin geweckt werden“

      Ja, mit dem Rad in Südfrankreich. Bei Montelimar.

    • Werter Don,
      Daumen hoch! Aber haben Sie auch die Damen für eine Becher Milch bezirzt?
      MfG
      Alfred Haas

  83. Titel eingeben
    Ne sorry, aber da ist Ihr Blick m.E. auch erheblich verkürzt, Don. Lauer ist ein wenig sympathischer Mensch, aber er hat nicht Unrecht, dass die baby boomer eine verdammt egoistische Generation sind und in ihrer Jugendzeit Chancen und Arbeitsbedingungen hatten, von denen junge Menschen heute nur träumen können. Das ist auch keine Wahrnehmung, die nur auf Berliner SJW-Kreise begrenzt ist, sondern werden Sie von vielen der in den 1980ern Geborenen hören.
    Sie werden für den Beitrag natürlich hier trotzdem viel Beifall erhalten, aber das liegt auch daran, dass Ihr Publikum primär aus eher selbstzufriedenen alten bis mittelalten Männern besteht, die vor Stolz auf ihre angeblichen Leistungen platzen und SJW-Snowflakes für repräsentativ für die jüngere Generation halten. Nix Neues, nur das übliche Gemotze über die Jugend.

    „Dazwischen lag Rezession und RAF-Terror“

    Das klingt ja fast so als ob man als Normalbürger Angst vor der RAF hätte haben müssen…sofern man nicht Polizist, US-Soldat o.ä. war, war das doch nicht der Fall, die RAF hatte es doch primär auf hochrangige Persönlichkeiten des Establishments abgesehen. Deshalb war die Reaktion wohl auch so hysterisch, während heute ja die Bedrohung durch den islamistischen Terror, der jeden treffen kann, konsequent verharmlost wird. Ehrlich gesagt[edit. ehrlich gesagt werde ich diese Debatte hier nicht zulassen. Don]

    • Also, in Bayern war das für politische Abweichler wie meine Familie eine bedrückende Zeit, deshalb steht es hier drin. Ich will auch nichts beschönigen, mir geht es einfach um diese verkürzte Darstellung. Es war damals anders gut und schlecht als heute. Es gibt keinen Grund zum Hass in nur eine Richtung.

    • Mit vielem Recht, und mit manchem ganz Unrecht, Tommy
      Erst einmal sollte man deutlich unterscheiden zwischen denen die in den 50-ern geboren wurden / aufwuchsen; und denen ab 80. Die letzteren hatten es schon deutlich anders, und im Schnitt deutlich besser.

      Sie wären überzeugender, würden Sie dem alten weissen Manne kein ‚angeblich‘ attribuieren. Tun wir mal so, als seien alle diese Geschichten all dieser Kunstfiguren hier real.

      Sie haben auch Recht, dass es den heute Jungen *noch* schlechter geht als den Babyboomern. Lauer hat damit auch Recht. Bloss, dass dieser Typ die ungefähr unüberzeugenste Person ist, das zu vertreten. Schlecht drauf den Speicher im PC vollzunörgeln, ohne Konzept, nur mit finsteren Gedanken im Hinterkopf und ohne Fakten, das ist Zeitverschwendung.

      Und seien Sie vorsichtig mit Ihrem letzten Paragraphen! Zu meiner Studienzeit wäre da mal der Staatsschutz vorbeigekommen.
      Das ist sowieso der Unterschied von damals und heute: Damals ging den Politikern und Bankern die Muffe, und zwar gewaltig. Deshalb wurde ja auch die Staatsmacht gross einbezogen.
      Heute versuchen Knallköpfe möglichst viele Normalhugos aus deren Alltag zu reissen. Da sehen die Damen und Herren ‚da oben‘ nur minimalen Handlungsbedarf, weil sie kaum betroffen sind.

    • Widerspruch!
      Also verehrter Tommy, da muss ich energisch widersprechen. „Selbstzufriedene alte bis mittelalte Männer“ da fehlt ja nur noch „weiß“, um schon als Beschimpfung durchzugehen. Ich bin jedenfalls eine Frau und würde mich als mittleres Alter bezeichnen – weshalb das als Schimpfwort von Ihnen benutzt wird, verstehe ich nicht. Denn gewiss motzen die meisten nicht über die Jugend, jedenfalls nicht mehr, als das letztlich in jeder Generation wohl passiert. Was die RAF betrifft, so musste man sie ja letztlich gut finden, wenn man zu der motzenden, systemkritischen, Sponti- Jugend gehörte. Auch eine Art von Gruppenzwang.
      Überhaupt war Arbeit und Leben im Kollektiv ja total angesagt und wehe einer schaffte für sich allein Eigentum!
      Letztlich wirkten meines Erachtens die Ideale jener Zeit in vielen noch weiter und Eigentum zu erwerben, gerade in Berlin, galt noch bis vor wenigen Jahren als spießig. Da gebe ich dem Don völlig recht. Hipp war wer nicht sesshaft war. Und was vom Herrn Lauer zitiert wird, zeigt, dass der gute Mann wirklich null Ahnung hat und nur vom Neid zerfressen wird.
      Noch 2010 konnte man in Berlin eine Ein-Zimmer-Wohnung für 30.000 Euro erwerben. Doch wie der Don sagte: sparen und Eigentum waren ja bislang meist verpönt. Deshalb jetzt die Neiddebatte anzuschüren ist einfach nur peinlich. – Was den Islamistischen Terror betrifft, gebe ich Ihnen jedoch vollumfänglich recht! PS: Es ist mir ein Rätsel, wie die SPD und die Grünen die Zuwanderung fördern, gleichzeitig Wohnungen aus dem Boden stampfen UND den Landverbrauch stoppen wollen!

    • Das ist Schrödingers Migration: Gleichzeitig be- und entreichernd.

    • die Mär, früher war es einfacher ..
      Bezogen auf Lauer: ‚..aber er hat nicht Unrecht, dass die baby boomer eine verdammt egoistische Generation sind und in ihrer Jugendzeit Chancen und Arbeitsbedingungen hatten, von denen junge Menschen heute nur träumen können.‘
      Als 1966er sehe ich das etwas anders. Was haben die Leute gelernt? Heute will doch kaum einer mehr eine Lehre machen. Bei den Handwerksmeistern – die als Arbeitgeber immer weitere Pflichten aufgehalst bekommen – kann da bei privaten Kunden schon das eine oder ander Liegen bleiben. Studierende mussten eben die richtigen Fächer auswählen. Bei de Ingenieurwissenschaften blieben da aber schnell 25% oder mehr auf der Strecke. Sodann, ab ca 1993 wollte auch diese Leute keiner mehr haben. Zurückstecken wegen Kindern? Reduzierte Arbeitszeiten? Heimarbeit? Das war alles nicht.
      Einen Vorteil hatten wir. Es gab keine Genderstudiengänge. Aber, so manches weibliche Wesen hatte es bei den Ing Studiengängen leichter. Welcher Prof wollte die letzten beiden Frauen im Semester verprellen?
      Wenn Lauer – im vermuteten Gegensatz zur Staatsratsvorsitzenden – wirklich ein qualifizierter Physiker ist, dann sollte es (nicht in Berlin) auch gutbezahlte Arbeitsplätze geben.

    • Für mich sind Polizisten ganz normale Bürger
      Selbst US Soldaten, da ich als Mauerkind in West-Berlin dazu ein anderes Verhältnis hatte.
      Aber vieleicht hat der tommy das auch gar nicht so gemeint.
      Und Lehrstellen zu bekommen war für die 60iger Jahrgänge auch nicht ganz so einfach.

      Was mich am Laumann und ähnlichen Gestalten so nervt ist die Anspruchhaltung , auch noch als Erwachsener falsch , als volljähriger den Hintern abgeputz zu bekommen

      Beste Grüße aus der Hauptstadt

    • Titel eingeben
      „dass die baby boomer eine verdammt egoistische Generation sind und in ihrer Jugendzeit Chancen und Arbeitsbedingungen hatten, von denen junge Menschen heute nur träumen können.“

      Das ist so absurd, daß es schon wieder gut.

      Nehmen wir das Segment der Akademiker: Geisteswissenschaften hieß Taxischein oder Kellnern.
      Biologen und Ausländische Akademiker landeten als Pharmanutt^H^H referenten im Ärztevorzimmer.
      Mediziner hangelten sich von Sechsmonatsvertrag zu Schwangerschaftsvertretung und das bei einem Arbeitseinsatz, daß man heute 50% mehr Ärzte für die gleiche Arbeitsleistung braucht.
      Wenn heute Millenials ausgebrannt sind, wären wir damals bei der Leistung süffisant für unsere freizeitorientierte Arbeitsweise gelobt worden.

      Kurz: mit dem Anspruchsdenken und dem Arbeitseinsatz der Millenials hätte man uns damals „viel Glück bei der Suche nach einer Ihren Wünschen entsprechenden Stelle“ gewünscht.

      Sehen Sie sich mal die Altersstruktur der Bevölkerung damals und heute an. Dann lesen Sie mal etwas über demographische Entwicklung und etwas über Fachkräftemangel.

      Sie wissen erstaunlich wenig. Das finde ich bei Millenials in meinem Bereich sonst selten, doof sind die nicht.

    • Einspruch...
      …meine Tochter hat genau soviel Chancen wie ich damals und sie zaudert nicht, sie zu ergreifen. Orchideenfach studiert aus Neigung und dann die Kurve gekriegt.
      Ich habe sie nach Kräften unterstützt, nicht zuletzt durch Vermittlung von „Sekundärtugenden“. Damit bin ich dann der einzige Babyboomer, der nicht egoistisch ist und somit Ihre Hypothese widerlegt!

    • Das war bei mir genauso. Aber draussen sind genug, die halt keine Blogs bei der FAZ haben.

    • an tommy :Meine Erinnerung ist in etwa folgende
      Mit den Anschlägen in München 72 (da war ich 10) endete eine
      gewisse Sorglosigkeit. Andere Dinge waren eher weit weg.

      Nach Haupt.- und Berufsfachschule hatte ich große
      Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
      Als Babyboomer hatte man viele Mitbewerber.

      Nach meinem Wehrdienst (15 Monate) war ich
      ein Jahr arbeitslos und ging trotz aller Bedenken wieder
      zu diesem Verein (SaZ5) Zu meinem Glück
      blieb ich aber nicht Fernmeldeaufklärer sondern
      wurde Sanitätssoldat. Danach begann ich eine Ausbildung
      zum Rettungssanitäter die ich aber nicht beendete da
      ich eine Ausbildung zum Krankenpfleger besser fand.

      Also auch eher eine Brotlose Kunst.
      Ein KrHs in Nordhessen leistete sich eine Art
      Numerus Clausus und lehnte mich ab obwohl
      Männer Mangelware waren.

      Ich begann in einer Psych. Klinik in Südhessen 1988

      Später kahmen neue Pflegeschülerinnen aus
      Thüringen die auch einiges auf sich nahmen
      um ihr Leben einigermaßen erfolgreich zu
      gestalten.

      Die Babyboomer der DDR wurden noch gar nicht erwähnt.
      Wie viele waren es wohl die 1989 bei den
      Montagsdemonstrationen dabei waren um ihre
      Freiheit zu erringen. Denen man heute alles
      mögliche an den Kopf wirft

      (Mehr zum Thema bei der NZZ)

      Der deutsche Herbst war auch nicht der einzige
      Einschnitt. SS 20 und Pershing (NATO Doppelbeschluss),
      also die Chance auf ein nukleares Gefechtsfeld
      in der Bundesrepublik und der DDR
      sind Teil der Geschichte der Babyboomer.

      Vor einigen Jahren konnte ein Minister der CSU
      die Wehrpflicht aussetzen.
      Die Babyboomer der 1970er dienten
      im Westen 18 Monate.
      Zivildienstleistende noch länger.

      Das könnte man noch erweitern und vertiefen.

      m.E. sind die Bedingungen 2018 weitaus besser
      als zB 1978 oder 88.

      Die Selbstzufrieden werden die heute 20 oder 30jährigen
      in 30 Jahren hoffentlich auch haben.

      Das Problem dabei ist nur das es dafür keine Garantie gibt.
      Das war m.E. aber auch noch nie anders.
      Ich hoffe sie werden es sein. Ich bin dann wohl nicht mehr
      da. Was hätte ich aber davon wenn die junge Generation
      scheitert?

      Also alles Gute und viel begleitendes Gefühl
      des Gelingens auf dem Weg nach 2048.

    • @Den Lunte
      „Für mich sind Polizisten ganz normale Bürger
      Selbst US Soldaten, da ich als Mauerkind in West-Berlin dazu ein anderes Verhältnis hatte.“

      Für mich auch, aber mal ehrlich, die ermordeten Polizisten etc. spielen doch bei dem Gedenken an RAF-Verbrechen immer nur eine kleine Nebenrolle, man merkt doch da ganz deutlich, dass das eigentlich Schlimme an diesen Taten (die ich auch nicht gutheißen oder verharmlosen will) für unsere „Eliten“ war, dass es da auch mal ihresgleichen erwischt hat.
      Will hier auch keine lange Diskussion dazu führen, finde es nur abwegig, wenn die RAF-Anschläge als etwas dargestellt werden, unter denen die baby boomer ganz furchtbar zu leiden gehabt hätten. Verglichen mit heutigen Bedrohungen war das doch Kleinkram.

    • @Mein x-ter Kommentar
      „Nehmen wir das Segment der Akademiker: Geisteswissenschaften hieß Taxischein oder Kellnern.“

      Die Arbeitsbedingungen haben sich in dem Bereich in den letzten Jahrzehnten drastisch verschlechtert, googeln Sie mal „Wissenschaftszeitvertragsgesetz“ (auch so eine Spitzenleistung der SPD, allein dafür gehört diese Partei m.E. vernichtet).

    • @ tommy
      >“Die Arbeitsbedingungen haben sich in dem Bereich in den letzten Jahrzehnten drastisch verschlechtert“< /// Nein, nein, keinesfalls hat das mit Millionen Migranten zu tun, die primär in den Niedriglohnsektor dräng(t)en. Als wir vor 40 Jahren mangels Nüchternheit ein Taxi für den Nachhauseweg orderten, saß in der Regel ein biodeutscher Taxerer drin. Heute?

    • @ tommy
      >“eine verdammt egoistische Generation“ Den heute angeblich geringeren Egoismus sollten Sie vielleicht anhand von Beispielen erklären. Wenn möglich vermeiden Sie bitte dabei den Begriff „Solidarität“. Wir hatten einst von den Altvorderen das Motto bekommen: „Sei fleißig, strebsam und sparsam. Dann kommst Du zu etwas“. Wie wollen Sie das ohne einer gewissen Selbstzentriertheit schaffen? /// >“und in ihrer Jugendzeit Chancen und Arbeitsbedingungen hatten Chancen muss man wahrnehmen und nicht in der Freizeit stundenlang vor irgendeinem Bildschirm verplempern. Meine Chance bestand darin, seit meinen 15. Lebensjahr über Jahrzehnte hinweg weit mehr als 40 Wochenstunden zu arbeiten. Ich hab zugegriffen. Heute interessiert doch keine Samstagsarbeit mehr. Dafür wird um so mehr gejammert und nach Umverteilung gekreischt.

    • @Ferris Ferstl
      „Nein, nein, keinesfalls hat das mit Millionen Migranten zu tun, die primär in den Niedriglohnsektor dräng(t)en.“

      Ich bezog mich auf das deutsche Universitätssystem im Allgemeinen und den Bereich der Geisteswissenschaften im Besonderen (letzteren kenne ich aus eigener Anschauung), und das ist einfach nur ein grotesk perverses System. Stichwort „Wissenschaftszeitvertragsgesetz“ hatte ich schon erwähnt…angeblich ja ein Gesetz, das Betroffenen „helfen“ soll, führt es letzten Endes geradezu zu einem Berufsverbot. Völlig egal, ob Sie für eine Stelle qualifiziert wären oder ob man Sie eigentlich gerne einstellen würde…wird verwehrt, aufgrund einer bürokratischen Schwachsinnsregelung, die auch absolut rigide mit deutscher Gründlichkeit eingehalten wird (in anderen Bereichen, also z.B. gegenüber „Neubürgern“ ist man ja hingegen eher großzügig in diesem wunderbaren Land). Gibt es m.W. nirgendwo sonst in dieser Form, wieder eine deutsche Spezialität.

    • tommy, lassen Sie mal. Nicht jeder muss immer alles verstehen, und
      das Wissenschaftszeitgesetz ist – der Name der so nur im Deutschen möglich ist – ist auch eine Sache die wahrscheinlich nur im Deutschen möglich ist.

      Ich darf eine Anekdote von vorgestern zum Besten geben, auch was die SPD betrifft. (vorgestern==vor 40 Jahren)

      Es gab diesen grossen Denker in der SPD, so wurde er zumindest bezeichnet, ein Peter Glotz. Muss man nicht kennen, wurde aber damals so verkauft. Der hat mir damals den Lebensplan durchkreuzt, also nicht mir persönlich, und irgendwie kann ich ihm heute dankbar sein. Weil es mir viele neue Perspektiven eröffnet hat, die ich sonst nicht gehabt hätte. Dennoch, es war Schwachsinn mit Ansage.

      Ich hatte damals darauf hingearbeitet, eine Stelle im wissenschaftlichen Mittelbau als Berufsperspektive anzugehen. Jeder in der Akademia weiss über die Notwendigkeit dieser Hierarchiestufe Bescheid, und deren Aufgaben in Forschung und Lehre (USA ist anders, okay).
      Dann wurde Peter Glotz Wissenschaftssenator in Berlin, und fasste einen ‚mutigen‘ Beschluss: Abschaffung des Mittelbaues. Maximal 5 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter, grundsätzlich nur als 2/3-Stelle, als Promotionsstelle. Wer nach 5 Jahren keine Promotion zustande gebracht hat: Ende der Fahnenstange. Wer eine durchschnittliche Promotion zustande gebracht hat: Ende der Fahnenstange. Wer eine überdurchschnittliche Promotion zustande gebracht hat: Ende der Fahnenstange.
      Also: der gesamte Mittelbau sollte reduziert werden auf Promovende, die (billig! weil jung und ohne Berufserfahrung, auf einer gesetzlich vorgeschriebenen maximal 2/3-Stelle für maximal 5 Jahre) ‚Mittelbau‘ spielen und danach entweder auf eine Planstelle als Professor rücken würden, oder in die Industrie abwandern sollten.

      Nicht, dass die Sache nicht auch tatsächlich gute Aspekte hätte, aber dann hätte die Idee nicht halb abgebrochen im Strassengraben liegen bleiben dürfen. Wäre es ein ‚track‘ geworden, hätte Sinn dahinter sein können. Aber nein, der Wissenschaftssenator bestand auf dem Konzept von Planstellen. Also, wäre es Gauss gewesen, der promoviert worden wäre, hätte man ihm gesagt: „Laude ins Quadrat, aber wir haben keine Planstelle in Ihrem Bereich, und es wird in den nächsten Jahren auch keine frei. Versuchen Sie es bei Siemens.“
      Und bei der Betreuung von Studenten hat es auch nicht gerade geholfen, junge Doktoranden unter Zeitdruck auf 2/3-Stellen als einzig mögliche akademische Ansprechpartner anzubieten.

      Bisher hat mir niemand sagen können, was daran sozialdemokratisch gewesen sein sollte, und das bei einem der von der SPD als ‚Vordenker‘ Gespriesenen.

      Eine Pointe gehört noch obendrauf: Einige der Mittelbauleute, die seit Jahren oder Jahrzehnten wichtige Lehr- und Forschungseinheiten betreut oder gar geleitet hatten, also Leute ohne die der laufende Betrieb zusammengebrochen wäre, wurden reihenweise über Nacht zu Professoren ernannt. Für die war das natürlich sehr positiv, und für die Uni, weil es plötzlich mehr Planstellen minimal C3 gab.
      Wie gesagt, der Mittelbau sollte leergekehrt werden.

      In a nutshell: Die SPD hat früh angefangen zu üben, wie man eine richtig be*********e Politik aufsetzt.

      Genau betrachtet, ist das Wissenschaftszeitgesetz nicht viel anders als die Glotz’sche Vision von vor 40 Jahren, finden Sie nicht?

    • @Uwe Dippel
      Danke für Ihren Beitrag, sehr interessant. Ja, ich finde der SPD ist in diesem Bereich wirklich sehr viel vorzuwerfen. Deshalb muss mir auch niemand erzählen, das sei doch eine ach so soziale Partei, die nur das Beste für die Menschen und das Land wolle. Ist sie nicht, schon lange nicht. Wenn diese Partei endlich verschwinden würde, wäre es m.E. kein großer Verlust.

    • morituri te salutant
      @Dippel

      Jesus, das ist traurig, aber noch trauriger ist die ganze Wahrheit:

      Die ganze Bildungsexpansion der 60er Jahre musste irgendwie wieder eingefangen werden, weil plötzlich viel zu viel Kinder an die Uni drängten, die die Wirtschaft und der Staat später garnicht mehr aufnehmen konnte, auf den Positionen, die die Absolventen dann erwarteten.

      Folglich wurde in den 70er beschlossen, nur noch Kinder aus guten Elternhäuser durchzulassen und die aus nicht so guten einfach langsam abzukühlen. So erfand man die Gesamthochschulen und all die vielen Fachhochschulen. Ein Ing. von der Fachhochschule (Diplom I) musste dann im gehobenen öffentlichen Dienst anfangen, während der von einer ordentlichen Unis (Diplom II) direkt im höheren Dienst einsteigen durfte. Ist übrigens immer noch so, falls ich mich nicht irre.

      Dass sich das dann im Post Grad Bereich auch durchsetzte ist dann wenig verwunderlich. Aber das System war eigentlich transparent, jeder wusste, was der Preis ist, wenn man zu lange an der Uni verharrt. Trotzdem sind natürlich unendliche Menge an Karrieren dort schon früh und für immer gescheitert. Vor zwei Monaten ist ein ehemaliger Kollege gestorben, viel, viel zu früh. Summa cum laude (Promotion) aber trotzdem den Absprung nicht geschafft. Er hatte übrigens auch einen recht bekannten Blog.

      Im Leben ist es halt so, dass an der Spitze die Selektion stattfindet, und zwar gnadenlos. Und die meisten fallen nicht weich.

      So wie Lauer.

    • Damals ging den Politikern und Bankern die Muffe, und zwar gewaltig.
      Deshalb wurde ja auch die Staatsmacht gross einbezogen.

      Heute versuchen Knallköpfe möglichst viele Normalhugos aus deren Alltag zu reissen. Da sehen die Damen und Herren ‚da oben‘ nur minimalen Handlungsbedarf, weil sie kaum betroffen sind.

      Wahre und weise Worte, Uwe Dippel, die wichtiges kurz und bündig zusammenfassen!

    • Wüsste nicht, tommy, daß Kaufhausbesucher, Kraftfahrer, Geldboten usw.
      minderwärtiges Kroppzeug wie Polizisten oder US-Soldaten o.a. die man halt locker mit zusammen mit hochrangigen Persönlichkeiten oder Establishment

    • Wissenschaftszeitvertragsgesetz
      @tommy
      Ja, meinen Sie denn, das sei vom Himmel gefallen und habe nur die Geisteswissenschaften getroffen?
      Für dieses Gesetz gab es Vorläufer mit ähnlichen Effekten und der Abbau des akademischen Mittelbaus hat schon in den 80ern angefangen, auch in den MINT-Fächern.
      Damals war die Begründung des Sachverhaltes womöglich noch seltsamer als das aktuelle Gesetz: nach soundsoviel Jahren bei derselben Stelle hatte man Anspruch auf eine feste Stelle. Da die aber vorher sämtlich gestrichen worden waren, flog man halt einen Monat vor Erreichen dieser Grenze raus. Das war Usus bis zum neuen Gesetz, traf also genau die angeblich so gepamperten „Boomer“.

    • Wassermann,
      wenn Sie eine nette Ablenkung und dennoch zum Thema wollen, versuchen Sie mal ‚Yes Minister‘ und ‚The Death List‘.
      Da lässt sich über eine knappe halbe Stunde wunderbar nachvollziehen, wie Politiker mit dem Thema ‚Sicherheit‘ umgehen; und zwar aus beiden Perspektiven: wenn sie selbst bedroht sind, und wenn es nur ein paar Leute irgendwo sind.

    • @astroklaus
      „Ja, meinen Sie denn, das sei vom Himmel gefallen und habe nur die Geisteswissenschaften getroffen?“

      Nein, das habe ich auch nicht geschrieben, ich kenne es nur eben bei den Geisteswissenschaften aus eigener Erfahrung. Dass die Lage in anderen Bereichen auch nicht gut ist, weiß ich.
      Insgesamt ist das deutsche Universitässystem sehr schlecht, aber offenkundig ist das ja politisch so gewollt.

  84. Mein Reden, Don Alphonso
    Ein Loblied auf vernünftige Planung, auf Fleiß, auf Verzicht, auf Sparen, auf das Durchbeissen. Dieser Doppelschlag in diesem Blog und bei Danisch ist eine schöne Replik, zumindest indirekt, auch auf diese Nachwuchspolitiker beim Mutterschiff und ihre Weinerlichkeit.

    Aber wie bekomme ich dieses Plädoyer für Selbstständigkeit und all die Sekundärtugenden übereinander zum koketten Berufserbentum ihrer Kunstfigur, ein Kokettieren, das für meinen Geschmack ein ums andere mal ins Verächtlichmachen des Abstrampelns und der schwierigen Startbedinungen der Nichterben abglitt?

  85. Digitalkamera??
    Schüttle mehrfach täglich den Kopf darüber wieviel Unsinn online fabriziert wird. Nun also Digitalkameras in den Siebzigern.

  86. Naja, ...
    … es kommt ja auf die Kosten (z.B. für Wohnraum) im Vergleich zum verfügbaren Einkommen an. Gem. [https://www.stern.de/wirtschaft/immobilien/wohnen-wird-immer-teurer–ein-drittel-des-einkommens-fuer-die-wohunng–7367896.html] heute 1/3, früher 1/4.

    Das macht sich schon bemerkbar, zumal die Staatsverschuldung zukünftig nicht für niedrigere Abgabenlasten spricht. Es ist fair von den Millenials zu erwarten, dass sie für ihren Lebensunterhalt genauso hart arbeiten und sparen wie ihre Großeltern, aber bringen Sie bei der aktuellen Situation mal jemanden bei, was Zins und Zinseszins ist und dass sich sparen lohnt! Aufkommen für die schuldenbasierten Eskapaden der Vorgängergeneration(en) bei von Kind an gewohntem überhöhten Lebensstandard (und sinkender Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen) mit Aussicht auf einen Schuldenkollaps.

    Was helfen könnte ist erben. Die Vorgängergeneration hofft aber, dass sie den „Kater“ der vorangegangen Exzesse nicht mehr erlebt und macht weiter wie bisher anstatt solide zu wirtschaften. Da kann man schon mal wütend werden, wenn man betroffen ist.

    • Titel eingeben
      „Die Vorgängergeneration hofft aber, dass sie den „Kater“ der vorangegangen Exzesse nicht mehr erlebt und macht weiter wie bisher anstatt solide zu wirtschaften. “

      Eben, deshalb finde ich DA’s Millennial-Bashing auch absolut unangemessen.
      Lauer ist ein unsympathischer Schwätzer. Aber gegen die Wand gefahren wird das Land zu großem Teil von Leuten mit Geburtsjahren in den späten 1940ern und 1950ern.

  87. Life Hack
    DA: „Ich nehme ja noch immer Felgenreiniger für Haut, Haar und blankes Metall!“

    Was für ein Weichei! … Man sprüht sich einfach mit Isopropanol ein, lässt es verdunsten und ist anschließend vollkommen keimfrei. Der nun neutralisierte Dreck fällt irgendwann ganz allein vom Körper… ;-)

  88. Selbst gerade ins fünfte Jahrzehnt gestartet...
    sind in meinem Team nun einige junge Leute, vulgo Millenials, die an Familiengründung und natürlich Immobilienerwerb ernsthaft (?) interessiert sind.
    Nun, für die Preissteigerungen der letzten 8 Jahre in einem der teuersten Landkreise Deutschlands können sie herzlich wenig. Für das Nichtvorhandensein von auch nur annähernd genug Eigenkapital m.E. hingegen schon. Ich sehe regelmäßig in große, ungläubig schauende Augen, wenn ich erzähle, dass meine Frau und ich uns das erste Auto jenseits der dreißig geleistet haben und vor dem (bescheidenen!) Immobilienkauf eigentlich nur einmal richtig im Urlaub waren.
    Mir ist durchaus bewusst, dass wir viel Glück in und während unseres Lebens gehabt haben, um da zu stehen wo wir heute sind. Nichtsdestotrotz gehör(t)en die (richtige) (Aus-)Bildung, eine in Arbeiterfamilien anerzogene Sparsamkeit und ein Bewusstsein dafür, mit den eigenen Entscheidungen in allen (!) Konsequenzen leben zu müssen, ebenfalls dazu.

    • Konsequenz ist halt oft das Problem. Merkt man auch im Journalismus, da fehlt es vielen an den nötigen Grundtugenden.

  89. Titel eingeben
    Die Unzufriedenheit der nachwachsenden Generation ist der Treibstoff unserer Gesellschaft, an sich doch etwas gutes?
    Es liegt an uns, Kindern in ihren ganzen Zu- und Unzufriedenheiten die Prioritäten zu vermitteln. Kulturelle Prioritäten, humanistische Persönlichkeitsbildung (…. so Klassik eben, zum souveränenen Relativieren von Trends, Web, Neid: zum wissen, wo man herkommt) sind da schon sinnvoll. Unser Job eben.

  90. Armutswettbewerb
    Früher war das Leben wirklich hart in der krisengeschüttelten Bundesrepublik; da hatte nicht einmal jeder Mercedes serienmäßig einen Airbag, und essreife Avocados gab es nur im Feinkostladen.

    • Schlimm?!
      Ja, es war natürlich schlimm, aber auch ohne Airbag crashte der Mercedes sehr ordentlich. Anfang der 90er prallte ein Bekannter frontal mit seinem w124 in einen entgegenkommenden damals aktuellen Audi 100. Die Insassen des Audi waren schwer verletzt und wurden mit dem Sanka abtransportiert und er hatte eine leichte Gehirnerschütterung.
      Das mit den Avocados war das nicht lustige.

  91. Irgendwas mit Medien ?
    Die Schul/Studienentscheidung ist und war schon immer die wichtigste Entscheidung im Leben, sogar noch vor der Auswahl der Ehefrau. Leider geht das so seit 25 Jahren an vielen jungen Menschen vorbei. Dann kommt das grosse Jammern wenn Sie sehen dass mit Aufwand und der richtigen Studienwahl doch viel Geld rumkommt, selbst schon in jungen Jahren. Unser Sohn, 22, verdient in der Stadt an der Donau schon 75 kEuro/Jahr, hat aber auch schon viel geleistet.

  92. Zahnpastatuben immer nur aufgeschlitzt
    …(Marvis) meistens. Wirkt genauso wie alle anderen, macht nur sauber. Tja, wir leben in einer Neidgesellschaft. Millenials, ein neues Wort für mich, hielt das für eine Parfum Edition.
    Immobilien binden. Bei einem Berlin Besuch , ich weiß nicht mehr ob 70er oder frühe 80er, irgendetwas wurde eröffnet, zu Gast in der Villa eines Sammlers. Innen wunderschön, außen seit Jahrzehnten nicht mehr gestrichen. Dunkelanthrazit. Ja, wir leben auf gepackten Koffern, morgen am Starnberger See. Wenn die Russen kommen.

  93. Immobilien teuer?
    Nein, die Ansprüche sind nur zu hoch, im Verhältnis zur eigenen Leistung. Zentralheizung, Aufzug, alles unnötiger kram.

    Ich schlage vor, für Minderleister wie Lauer mal Wohnungen zu bauen mit Ofenheizung (gerne Pellets, die selbst hochzuschleppen sind), nur Waschbecken, Wasserzuber für ein wöchentliches Bad, Klo im Innenhof, oder, als Luxusausführung, auf dem Halbstock, Wohnfläche 50 qm für die vierköpfige Familie. Für Alleinstehende gibt’s ungedämmte Mansardenzimmer, ohne Heizung.

    Ich denke, dann könnten sich wieder mehr Leute Wohneigentum leisten.

  94. Titel eingeben
    Meine Eltern sind beide mit nichts von zu Hause ausgezogen und haben dann Jahre hart gearbeitet (Offizier und Asylrichterin, jede Woche mehr Stress und Härte als Lauer pro Woche…) und immer sparsam gelebt.
    Und das haben sie uns auch beigebracht. Deswegen verdienen mein Bruder und ich mit Mitte 20 auch schon überdurchschnittlich und legen jedes Jahr fünfstellig zurück
    Von nichts kommt halt nichts
    Aber es sind zum Glück auch nicht alle jungen Leute so, gibt auch viele die hart arbeiten und sich vegan und bio nicht leisten wollen weil da wird noch ein Haus kommen

  95. Titel eingeben
    Eigentlich bin ich ja nur stiller Mitleser, aber bei diesem Thema hats mich schon letzte Woche beim danish in den Fingern gejuckt.
    Die Tatsache das bestimmte junge Menschen (aber nicht nur die angesprochene Gruppe die heute schon über 30 ist, sondern vermehrt bei den Anfang 20 jährigen) durch starken Leistungs-un-willen und extreme Forderungshaltung auffallen, haben meine Frau und ich schon länger festgestellt, da wir beide mit “akademischen” Berufseinsteigern zu tun haben. Besonders bei ihr, wo viele angespült werden die irgendwas mit Medien studiert haben ist das leider eher die Regel den die Ausnahme. Anfänglich haben wir das, da wir beide aus dem Osten stammen, auf das westdeutsche Schulsystem geschoben – der Gedankengang etwa so: die 68er sind Anfang der 80er im Bildungsbetrieb angekommen, die dadurch bespaßten Schüler haben schon dort eine Forderungshaltung an das “System”, bzw alle anderen als sich selbst, mitbekommen. Im Osten hat diese Entwicklung erst im neuen Jahrtausend Einzug gehalten, da auch nach der Wende noch einige Zeit die alte Bildungsdisziplin vorgehalten hat. Erst als die “West”studierten Lehrer die Führung übernommen haben ging’s auch da bergab.

    Da wir nun aber glücklicher Weise auch vereinzelte Gegenbeispiele für unsere These getroffen haben – schätze ich die Situation eher so ein. Kinder deren Eltern keine wirtschaftlichen Nöte mehr hatten, also auch gewohnt sind das ihnen alles in den A** geschoben wird, behalten das bis ins Berufsleben bei.
    Kinder deren Eltern noch den Willen hatten aufzusteigen und “das es den Kindern mal bessser gehen soll” haben diesen Aufstiegswillen auch an ihre Nachkommen weitergegeben.
    Nun steht die Kinder-Generation vor dem Problem, das die einen dafür bejubelt werden wollen, dass sie es alleine aufs Klo schaffen und die, die was können sich vor Arbeit nicht retten können weil Ihnen die Arbeit der Nichts-Leister mit auf dem Tisch landet. Denn eingestellt und bezahlt werden diese Charaktere natürlich immer wieder, zwar nur kurze Zeit, aber da sich die meisten anzupreisen und zu verkaufen wissen kommen immer wieder neue. Nur bringen Sie keinen Mehrwert mit. Das führt dazu das chefs ihre Ansprüche runterschrauben und völlig überrascht sind wenn jemand wirklich mal was kann.

    Langes Gerede kurzer Sinn ich bin 30 und nicht alle in meiner Generation sind gescheitert, auch wenn die gescheiterten überproportional in den Medien vertreten sind.

    Cheers
    D!ngs

    • Danke. Iczh habe das teilweise bei Leuten erlebt, denen ich oder andere hier eine Tür geöffnet haben, und denen klar gesagt wurde, dass das hier keine Schülerzeitung ist und im Gegenzug natürlich auch Bemühen erwartet wird. Es waren leider viele Unbelehrbare dabei, die einfach dachten, jetzt seien sie an dem Platz, den sie verdienten. Als ich hier angefangen habe, habe ich Kommentare barbeitet und geschrieben, bis ich eine Mittelhandentzündung hatte. Wenn man dann sieht, dass andere 200 Kommentare einfach ignorieren und vielleicht morgen machen, wenn es passt, und auch mit 1/10 der Klicks zufrieden sind – da platzt einem der Kragen.

  96. Nonna hat Recht
    Die Nonna-Geschichte oben könnte ich ähnlich auch berichten, von uns, zehn Jahre später, und von Freunden.

    Es war keineswegs einfacher für uns, sondern etwa gleich schwierig. Stellen fielen auch nur vom Himmel, wenn man ein glatter Einser mit Promotion war, am besten summa cum laude.

    Ich finde es einfach infam, wenn Lauer auf sog. geburtenreichen Jahrgängen herumhackt, darunter doch wohl seine Eltern.
    Glatter Einser oder Arbeitssuche, ein Jahr, zwei Jahre. DINK mit Cabrio oder Familie. Wir hatten es kein Stück einfacher. Ich kann das mit einem Millenial-Kid von mir vergleichen: Gleich mühsam.

    Es ist unglaublich, wie Linke sich immer wieder falsche Opfer suchen und gruppenbezogen denken und herabsetzen: Hier geht es um die Gruppe der sog- Geburtenreichen.

  97. Ganz Unrecht hat er nicht
    Eine überzogene Anspruchshaltung der jungen Generation mag ein Seite sein, bessere Chance zur wirtschaftlichen und sozialen Partizipation in der Zeit von der Überwindung der unmittelbaren Kriegsfolgen bis zur Begründung der sozialliberalen Umverteilungs- und Hochlohnpolitik ab 1972 sind aber auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Wirtschaftszyklen, deren Kontraktionsphasen regelmäßig mit Beschäftigungsabbau endeten, um anschließend in „jobless growth“ zu münden, haben ab den 70-er Jahren in Deutschland (und andernorts in Europa) die Insider-Outsider-Gesellschaft hervorgebracht, in der die Nutznießer von Umverteilung und einer starren Arbeitsmarktpolitik als Insider einer stetig wachsenden Bevölkerungsgruppe gegenüber stehen, die, in einer Beschäftigungslücke gefangen, von gesellschaftlicher Partizipation mehr und mehr ausgeschlossen sind – den Outsidern. Diese Entwicklung hat sich von der sozial-liberalen Koalition über die gesamten Kohl-Jahre hinweg fortgesetzt und wird erst durch die Hartz-Reformen der rot-grünen Koalition gebrochen.

    Beispielhaft seien die Frühverrentungsprogramme der Kohl-Regierungen genannt, die, als die Einschläge einzelnen Insidern aus der Mittelschicht näher kamen, diese großzügig mit frühem Rentenbezug versorgten. Die so Begünstigten konnten, trotz Wegfall ihrer Berufstätigkeit im Alter von 50 Jahren oder noch früher, ihren Lebensstandard durch Rentenzahlungen halten, die sie (im Sinne des Punktsystems der gesetzlichen Rentenversicherung) nicht selbst erwirtschaftet hatten, deren Finanzierung aber die Arbeitskosten erhöhten, so die Zyklen aus wirtschaftlicher Kontraktion und Konsolidierung unter Abbau von Beschäftigung antrieben und die Insider-Outsider-Gesellschaft weiter ausformten.

    Ich habe einige Personen in meiner Verwandtschaft, denen ich emotional sehr verbunden bin und über deren Glück ich mich selbst freue, an deren Beispiel mir die Privilegierung der Insider aber auch sehr deutlich vor Augen tritt. Sie besitzen (soweit noch nicht verstorben) dann in der Tat schöne Häuser an den Rändern guter Städte (den Stizen ihrer vormaligen Arbeitgeber, die zum Teil heute auch nicht mehr existieren), die sie innerhalb einer vielleicht fünfzehn- bis zwanzigjährigen Berufstätigkeit nach Erreichen des höchsten Abschlusses erworben hatten. Das war dann schon easy-pisi, und ist auf die Kosten der Outsider gegangen, deren Gruppe die Nachwachsenden aufsaugt.

    Herr Lauer hat dieser Teilung leider auch nichts Konstruktives entgegenzusetzen.

    • Es war, wie es heute auch ist: Man musste halt den richtigen zipfel erwischen – oder ihn anderen abschneiden. Das sah man gerade beim Ehegattensplitting, dessen Abschaffung von männerhassenden Singlejournalistinnen gefordert wurde, ohne dass die Chefredakteure die Damen an die frische Luft gesetzt haben. So liberal ist Deutschland.

  98. Titel eingeben
    Ich habe Ihnen dabei gar nicht gesagt, wie ich Ihre unkonventionellen, launischen, wunderbar überheblichen Artikel schätze!
    Sie führen uns darauf zurück, wie wir sebst sind, was wir aufgenommen haben, wie wir uns verantworten, was wir daraus zurückgeben. Vielen Dank.
    – auch wenn Sie gelegentlich auf meinem schönen Hamburg herumhacken. Aber ich habe noch mein Paris. An das traut sich kein Bayer heran^^

    • Es freut mich ja schon, wenn die Beiträge nicht gleich beim Presserat gemeldet werden, wie das gewisse Mobber mit inzwischen auch für mich nachvollziehbarer Adresse in Deutschland tun. Es wird überhauot zu wenig fabuliert in Deutschland.

    • @don alphonso 20:43
      …“wie das gewisse Mobber mit inzwischen auch für mich nachvollziehbarer Adresse in Deutschland tun“

      seeeehr gut, nahezu nonchalant! (und ich weiß, wovon ich rede)

  99. .......
    1. Solche Legenden gehören zu jeder ordentlichen Stadt und jeder ordentlichen Familie.

    2. Sparsamkeit, bei einem Bekannten, Kriegsgeneration samt Einsatz in Ost und West, hatte man in der Kindheit noch gehungert als er umzog und wir halfen auszuräumen musste man jeden Nagel aus der Wand ziehen, kann man noch brauchen. Da wurde alles aufbewahrt über Jahrzehnte, Spülmittel aus den 50ern, Salben aus den 60ern, Pralinen aus den 70ern alles da. Man weiss ja nicht was kommt, wanns wieder was gibt. Jeder Pfennig den man zur Seite legen konnte hat man zur Seite gelegt und damit Ausbildung, Bildungsreisen und Immobilien finanziert. Jetzt ist halt nun auch was da das man vererben WILL weil man will das es den Kindern und Enkeln mal besser geht. Ich bin selber (mehr oder minder mit Jahrgang 1990) Millenial und das Gejammer dieser Generation geht mir auf die Nerven.

    3. Sie müssen natürlich auch bedenken man hat damals was ganz anderes mitgekriegt von daheim. Da haben die Eltern den Krieg erlebt, da gabs keinen Safe-Space oder Lichtermeer sondern Zähne zusammenbeissen und per aspera ad astra. Der große Unterschied zwischen damals und heute lässt sich an der Frage ablesen „und wie gehts dir dabei“ als hätte es früher irgendwen interessiert wie man emotional klar kommt, entweder man kam klar oder halt nicht.

  100. Besiedelung der Uckermark
    vielen Dank, Don – ich kann jeden Satz Ihrer Beschreibung nachempfinden. Zuhause – damals – wurde von uns Kindern nach der Schule in der Küche Rosshaar gezupft, damit sich die durch den Krieg ihrer Jugend Beraubten jungen Leute (unsere Eltern) nach 45-Stunden-Woche mit Hin-/Rückfahrt durch öffentliche Verkehrsmittel insgesamt 60Stunden Abwesenheit von zu Hause noch einen Nebenverdienst ermöglichen konnten, in dem auf engstem Matratzen für Nachbarn angefertigt wurden, um ‚über die Runden‘ zu kommen. Jedes Familienmitglied hatte zwei Paar Schuhe – ein Paar für werktags, eins für sonntags. Sparsamkeit waltete auch bei der Kleidung – nach Tagesarbeit als Kontoristin in einem entfernten Unternehmen und Einkauf/Kochen des Abendmahls plus Spülen/Aufräumen nähte unsere Mutter für uns Kleider, ließ den Saum raus, nähte Knöpfe an, stopfte Strümpfe, usw. Als der Vorwerk Vertreter klingelte, wurde vier Wochen überlegt, ob man sich einen ‚Kobold‘ leisten könnte – die Schwiegereltern gaben als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk ein bisschen Geld dazu – im Vergleich zu heute kostete der Staubsauger damals ein Vermögen. Entsprechend wurden wir zur Sparsamkeit erzogen, aber auch mit Ermahnungen bedacht, zB ohne Fleiß kein Preis.
    Die saturierte Generation hat noch nichts wirklich erwirtschaftet, sie wollen nur haben. Und wenn ich lese, dass Herr Lauer den politischen Weg eingeschlagen hat, kommt mir sofort der Gedanke – schon wieder ein Parteibuchgänger, der durch Nichtstun und politisieren (schwätzen) vom Steuerzahler alimentiert wird.

    Warum ziehen die Meckerer nicht in die Uckermark – dort soll es schön sein, man könnte dort sicherlich vieles tun, Häuser renovieren, in der Landwirtschaft arbeiten, SICH NÜTZLICH MACHEN. Wer will denn in das Drecksloch Berlin? Nachdem ich Ihre Berichte in den letzten beiden Wochen gelesen habe, und mir so manches ohnehin über diese arm aber sexy Hauptstadt zu Ohren kam, würde ich mir nicht einmal für viel Geld dort eine Bleibe suchen, Preis-Leistungsverhältnis stets im Blick.

    • Ich denke, in der SPD haben manche schon verstanden, dass Lauer eher ein Problem denn die Lösung für die Kernwählerschar ist.

    • Das Verstehen der SPD
      „In der SPD haben manche schon verstanden“ wird dereinst auf dem Grabstein der Partei stehen. Denn offenbar ändert das interne Verstehen nichtmal in Verbindung mit existenzbedrohenden Niederlagen irgendetwas.

  101. Zahnpastatube
    Haha, Zahnpastatuben aufschneiden praktiziere ich, Baujahr 1960, teilweise heute noch, trotz Wohneigentum im Fünfseenland. Meine Frau nimmt sich dann schon mal eine neue und lässt mir die Aufgeschnittene am Waschbecken liegen. An dieser Stelle vielen Dank an den Hausherren für die vielen unterhaltsamen Texte!

    • Gern geschehen!

    • Kann auch zur Leidenschaft werden...
      …ich versuche immer wieder mal, die Haushaltskosten auszuloten: wie geht es anders/kostengünstiger. Meine Favoriten derzeit sind handgemachte Seifen. Unglaublich ergiebig…
      Das Angesparte verteile ich dann schonmal an andere…großzügige Trinkgelder für die, die tatsächlich arbeiten und trotzdem bring ich es kaum noch los….
      Tja, den Jammerern ist ein Intensivkurs „Umgang mit Geld“ zu empfehlen.
      I.d.Sinn…schönes Zahnpastatubenaufschneiden noch!

  102. Lang mögen meine Eltern leben!
    Meine Eltern sparen auch ihr leben lang.
    Mein Vater hat sich über eine Schmiedelehre in seinem Heimatdorf, einen Job in einer Glasfabrik in Essen und als Heizer bei der Bundesbahn zum beamteten Lokbetriebsinspektor hochgearbeitet.
    Im Jahr 1975 war es endlich so weit, dass sich meine Eltern ein Reihenhaus kaufen konnten.

    Mutter erzählt noch immer mit Gänsehaut, dass sie sich über mehrere Monate Geld vom Opa leihen mussten, als es mal knapp war dank dreier Söhne, obwohl der auch nicht viel hatte.

    Jetzt, wo sie weit über 70 bzw. 80 sind könnten sie prassen.
    Wenn ich ihnen sage gönnt euch doch mal was, kommt immer:

    „Ihr Kinder :) sollt doch mal was erben.“

    Wenn ich dagegen die Generation „Lauer“ sehe… pure Degeneration.

    • Prassen ist etwas, das wir Kinder ihnen dann beibringen können.

      Trotzdem ist am Tegernsee immer noch der alte Föhn von 1976.

  103. Das Besten and den jungen Linken vom Schlage Lauers
    ist, dass sie gar nicht merken, wie sie sich von den Rechten, die sie immer kritisieren, ausnutzen und vor den Karren spannen lassen.

    Refugees welcome! Da lacht die amerikanische und britische Waffenlobby und zählt ihr Geld, Blair und GWB inklusive.

  104. Opfer, überall Opfer
    Ein jeder will ein Opfer sein. Millennials, junge weibliche Schauspieler, junge männliche Migranten und so weiter. „Du fragst mich, was soll ich tun? Und ich sage: Lebe wild und gefährlich. Arthur“ War einmal. Und wenn dann nur mit Netz und doppelten Boden. Man trifft Entscheidungen im Leben und hat einen Preis zu zahlen. Also Maul halten und weitermachen.

    • Gut beobachtet...
      …sie wollen permanent beachtet werden, anstatt sich Gedanken um ein Auskommen zu machen, das einigermaßen befriedigend ist…

    • Ist ist ja auch wirklich merkwürdig
      Früher standen gerade Linken dafür, das Menschen ihr eigenes Ding machen sollen. Ob nun in Deutschland oder in der dritten Welt. Ich zitiere in diesem Zusammenhang mal einen spanisch-katalanischen Anarchisten aus dem Jahr 1937 in der Trandition Francisco Ferrers: „Durch die ethische Erziehung des Kindes in Ver­bindung mit einer rationalistischen Grundlage des Wissens kann sich das Kind zu einer Persönlichkeit entwickeln, die geeignet ist, sich selbst zu regieren. In erster Linie wollen wir den auf sich selbst gestellten Menschen, weil er der sozialste [sic] Mensch ist. Dies ist die beste Basis, um, falls Fähigkeiten und Interesse vorhanden sind, ein techni­sches oder wissenschaftliches Studium zu ergreifen…“ Das war einmal. Heute sehen sich Linke vor allem als Beschützer angeblicher Opfer und Minderheiten und statt der rationalistischen Vermittlung von Wissen fördert man Gender-, Diversity-, Migrations- und Rassismusforschung.

  105. Ab in den Buchstabenmixer damit!
    Kein Mitleid mit Millenials

    =

    I’m like in ill-timed ailments

  106. Hach
    Ich hatte am Gymnasium einen Kommilitonen, den Hansi S., der kam aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Werkzeugmacher in einem Betrieb meiner Familie. Ich glaube, er wusste es damals genausowenig wie ich, weil es egal war. Da sind wir erst viel später draufgekommen.

    Er war wirklich sehr nett und wir wurden gute Freunde. Seine Eltern haben sich das Schulgeld buchstäblich vom Mund abgespart. In der Unterstufe war ich einmal zum Essen bei ihm zu Hause eingeladen. Als Nachtisch gab es Butterbrot mit Kristallzucker. Das werde ich nie vergessen. Das kannte ich noch nicht.

    Er war sehr oft bei uns zum schwimmen und was man damals halt sonst so gemacht hat… (Jahrgang 1964).

    Heute ist der Hansi, bei einem der letzten „runden“ Maturatreffen mit dem Firmenjet eingeflogen. Er ist jetzt CEO eines großen, börsennotierten Unternehmens mit über 100k Mitarbeitern.

    Ich habe mir gestern ein paar Massschuhe vom „doppeln“ geholt, die habe ich mittlerweile seit 38 Jahren. Ich lebe auch – mehr oder weniger genauso wie damals.

    Das Video vom Herrn Lauer habe ich mir angesehen. Da ich die „Interna“ der Berliner Innenpolitik nicht so genau kenne, kann ich nicht sagen ob man, wenn die Horizontlinie des Bewohners eines Berliner Souterrains in überschaubarer Entfernung endet, von überregionaler Relevanz ist,oder jemals wird.

    Das beweinen eines auch nur konstruierten und historisch falschen Zustandes hilft jedenfalls niemandem.

    Beste Grüße aus dzt. Wien

    Rongreg

    • Danke. Wir hatten auch so einen Michi, der verstanden hat, was für ein Thema Entsorgung ist. Der ist noch immer wie früher.

      Aber!

      Alle Achtung.

  107. Titel eingeben
    Herrlich, ich habe Tränen gelacht, auch wenn der Versuch jener Millenials die eher grün sozialisiert wurden, die Werte aller anderen Menschen in ihrem Nihilismus zur allgemeinen Verachtung freizugeben, eigentlich gar nicht zum Lachen ist.

  108. Der feine Unterschied
    Damals gab es kein Hartz IV und nur wenig befristete Stellen. Obendrein war die arbeitende Mutter noch schambesetzt. In meiner Familie hatten fast alle Frauen eine abgeschlossene Berufsausbildung, aber keine dieser Frauen arbeitete mehr nach der Geburt des ersten Kindes. Mit etwas bedacht konnten die Raten für die Finanzierung des Eigenheims so gelegt werden, dass diese auch bei Langzeitarbeitslosigkeit zu stemmen gewesen wären. Schlimmstenfalls hätte die Mutter auch noch das Haushaltseinkommen aufbessern können. Mit Hartz IV ist so etwas nicht mehr zu stemmen und der Lebenstraum löst sich ganz schnell in Luft auf. Natürlich hat man dann auch ein ganz großes Minus auf der Endabrechnung, denn der Zwangsverkauf geht zu Lasten des Haus-/Wohnungskäufer. Heute sind in etlichen Städten Haus- und Wohnungsbau selbst für doppelverdienende Akademikerpärchen (mit Kindern) kaum noch zu stemmen.

    Heute gibt es, dank des Pillenknicks, aber auch die Generation Erben. Leute, deren nähere Verwandtschaft keine Nachkommen und Erben zeugte, so dass deren Wohneigentum oft direkt an die Neffen oder Großneffen weitergegeben wurde. Da haben mache in jungen Jahren schon Einkünfte aus Wohneigentum oder bewohnen dieses selbst.

    Das ist auch der große Unterschied zu früher: Damals konnte man sich ohne allzusehr auf den familiären Hintergrund angewiesen zu sein, selbst freischwimmen. Heute saturieren sich die Unterschiede bei stagnierenden Löhnen. Die Abschmelzung der Rentenansprüche führt bei dem Gros der Millenials wirklich zu Altersarmut bei einem großteil der Bevölkerung, während sich die Vorgängergeneration noch an üppigen Renten erfreuen kann.

    • Unterschied
      Anders ist anscheinend, dass das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten gesunken ist. Wir hatten ganz wenig Geld aber immer das Gefühl, wir schaffen das schon!

    • zitierend "...keine dieser Frauen arbeitete mehr nach der Geburt des ersten Kindes..."
      Oh doch, sie ARBEITETEN und wie! Mehr als je zuvor! Familie IST Beruf, auch wenn eine Mutter diesen nie ausbildungsmäßig gelehrt bekommen hatte. Sie waren lediglich nicht mehr erwerbstätig…

  109. Geblubber
    Ich habe vor einigen Jahren mal den Herrn L. in einer Talkshow gesehen, da waren die Piraten gerade am Zenit ihres daseins. Da hat er dem Kurt Beck verbal mächtig ein paar eingeschenkt, ich fand dies wirklich sehr amüsant. Zumal es durchaus gerechtfertigt war.
    Mittlerweile ist das, was von dieser Seite durch den Äther kommt nur noch Kakophonie und mehr als peinlich.
    Ich hoffe nur, dass uns solche Leute niemals regieren werden und deren politische Halbwertszeit sich bald gegen null bewegt.

  110. Das Hartz-IV-Prinzip
    Die Alg2-Leistungen dienen der Regierung als Beweis dafür, dass es niemandem wirklich schlecht geht. Auch als jetzt bekannt wurde, dass die ersten Pflegeheime ab Februar 500€ monatlich mehr verlangen, kam direkt der Verweis darauf, dass im Zweifel die Kommune zahlt.
    Einerseits muss man sich also nicht mehr für ein Eigenheim abstrampeln, weil die ARGE schon zahlt. In Berlin erlebte ich vor Jahren, wie Horden von 16-Jährigen zu einer Wohnungsbesichtigung kamen-die Eltern hatten ihnen einen Wisch besorgt, dass das Zusammenleben nicht mehr tragbar sei.
    Das treibt natürlich die Preise, im Düsseldorfer Nobelwohnort Oberkassel zB. müssen Mieter, die in Hartz-4 rutschen, nicht ausziehen, wer Selbstzahler ist, muss, wenn die Miete zu hoch wird, ins 1-Zimmerappartement oder Obdachlosenasyl.

    Wer sich also „freischwimmen“ möchte, hat in der Politik einen mächtigen Gegner.

  111. Titel eingeben
    So bin ich denn ein“ früher Babyboomer“. Und gleich fühle ich mich irgendwie jünger.
    Aber Ironie beiseite, auch ich bin in großer Sparsamkeit aufgewachsen,habe es aber nicht so empfunden,denn viele lebten auch so.
    Neid auf die,die mehr hatten gab es nicht-es war halt so.
    Manchmal wollen meine Kinder mich foppen und sagen:Prass nicht so,um dann festzustellen:Du kannst es ja doch nicht.
    Gerade habe ich meiner Mutter eine von ihr gestrickte Wolljacke,die ich seit dreißig Jahren trage, zum Ausbessern gegeben. Es werden neue Bündchen angestrickt und lichte Stellen verstärkt. Spinnig? Vielleicht,aber so sind wir aufgewachsen,das bleibt einfach.
    Ein Ch.Lauer ist mir suspekt. Der Mensch hat wohl ein etwas überhöhtes Selbstbewustsein.

  112. Sie wäre erschüttert über manche Leute von heute
    Vor hundert Jahren weinte meine Großmutter, die auch ein Millenial war, um ihren Lieblingsbruder, der im Ersten Weltkrieg gefallen war.

    Meine Großmutter, die wenig Geld hatte, war ihr ganzes Leben lang auf niemanden neidisch. Ihren Bruder hätte sie gern wiederbelebt gesehen und gegen allen Wohlstand dieser Welt eingetauscht.

  113. Die schöne Uckermark
    Awena sagt:
    2. Februar 2018 um 19:41 Uhr
    Besiedelung der Uckermark

    Lieber nicht. Auch die Uckermärker benötigen die Lauers dieser Welt nicht. Übrigens gibt es dort den Trend, dass hart arbeitende Polen aus Stettin auf deutscher Seite Häuser kaufen und leben.

  114. Fehlsteuerung
    Tatsaechlich ist es ja nun doch so, dass die Generation der Babyboomer auch dank eigener Versaeumnisse bei der Fortpflanzung seit Jahrzehnten mehr oder weniger das groesste Gewicht in der politischen und gesellschaftlichen Willensbildung hat. Und fuer bestimmte Fehlsteuerungen mitverantwortlich ist, zum Beispiel die Senkung von Bildungsanspruechen durch die und zeitgleich mit der Aufwertung von Nicht-MINT-Faechern, und der ueppigen Altersvorsorge fuer die eigene Generation auf Kosten kuenftiger. Da wurden dann Erwartungen geschaffen, die nur in Enttaeuschung enden koennen. Dass diejenigen, die spaeter die Reparaturarbeiten zu leisten haben, darueber nicht unbedingt gluecklich sind, sei ihnen unbenommen. „85 Prozent der Deutschen sind der Meinung, künftigen Generationen werde es schlechter als der heutigen gehen“, so titelte die Prantlhausener vor einiger Zeit. Es ist in der Tat unsere Generation, die ihren Job nicht nur gut gemacht hat.

    • Hmm...
      …den zukünftigen Generationen wird es schlechter gehen?
      Weil sie nicht mehr in den Lesegenuss der SZ kommen werden?
      Fake News….
      Wenige Kinder zu haben, bedeutet, dass der einzelne mehr erbt. Gut ausgebildet haben sie gutbezahlte jobs und können die Alten auch außerhalb der Solidargemeinschaft unterstützen…

  115. @ Ikkyu
    Die Deutschen hatten wenig Wahl. Sie sehen ja jetzt an den Wünschen der SPD, dass sie nicht ganz verkehrt gewählt haben.

    Draghi hatte auch wenig Wahl, das gebe ich zu, denn ganze Staaten hätten mit hohen Zinsen in die Pleite rutschen können.

    Frau Merkel hatte auch wenig Wahl, denn Griechenland außerhalb des Euroraums hätte große Verluste für Deutschland und Frankreich bedeutet. Außerhalb der EU würde das Land in Schnelle muslimisch, denn wie in Thailand und Birma sehen wir, wie das ungebremste Bevölkerungswachstum dann über die nächste Grenze schwappt.

    Es ist ein verfahrener Karren. Solche Karren wurden früher mit der Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln erstmal richtig in den Schlamm gefahren. Das war auch nicht gut.

    Mir wäre wohler, wenn der eine oder andere Politiker mal sagen würde: „Bin ratlos.“ Gauck soll eine brillante Vorlesung an der Heinrich Heine-Uni gehalten haben.

    • Sie wähnen diese Option vom Tisch?
      „Solche Karren wurden früher mit der Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln erstmal richtig in den Schlamm gefahren.“

      Ich mitnichten. Es kann ja auch mal zur Abwechslung eine Erweiterung des Lebensraumes nach Innen konstruiert forciert erfolgen sollen müssen.

    • @Oberländer
      Zur Gedächtnisauffrischung:

      Bundestagswahl 2013:

      Alle im Bundestag vertretenen Parteien (inklusive FDP) stellen die Frage:

      Wollt ihr die totale Eurorettung?

      Über 90% der Wähler schreien: Jaaa!

      Nicht einmal 5% stimmen für die Alternative.

      Im Sinne des Wählers setzt die EZB die „Whatever it takes“-Eurorettungspolitik mit Null- und sogar Negativzinsen und dem Ankauf von Staats- und Firmenanleihen mit aus dem Nichts geschaffenen Geld um.

      Die logische Folge daraus ist natürlich, dass die Preise für Anleihen, Aktien (diskontierte zukünftige Gewinne) und Immobilien steigen (Vermögenspreisinflation).

      Zusätzlich zum Cantillon-Effekt profitieren die besitzenden Reichen überproportional von dieser Notenbankpolitik, so dass sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnet. Wenn dann irgendwann die sehnlichst herbeigewünschte Konsumentenpreis-Inflation einsetzt, wird sich der Effekt noch verstärken.

      Ohne die sozialistische Rettungspolitik der Notenbanken, wären die Immobilienpreise infolge der wirtschaftlichen Bereinigungskrise eher gefallen als gestiegen.
      Die aktuellen Gewinne der Immobilienbesitzer sind also nicht das Ergebnis einer besonders schlauen Investmententscheidung, sondern ein Geschenk der Planwirtschaftler auf Kosten der Nichtbesitzenden.

      Im Endeffekt bekommt der Wähler mehrheitlich aber genau das, was er bestellt hat.

      Das jetzige Jammern über steigenden Immobilienpreise ist genauso sinnig, wie wenn jemand eine Urlaubsreise in die Wüste bucht und sich dann über das staubige und heiße Klima beschwert.

      Oder etwas plakativer:

      Wer Ar…löcher wählt, braucht sich nicht wundern, wenn er beschissen wird!

      ———————

      Zur tollen Politik der A. Merkel empfehle ich wieder mein Lieblingswirtschafts-Blog:

      ht tps://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/merkel-ruiniert-uns-endlich-trauen-sich-mehr-serioese-leute-offen-zu-sagen/

      Beste Grüße

    • Ich habe mich über den Merkel-kritischen Artikel in
      Miriam Meckels Wirtschaftswoche gewundert, wo doch deren Lebensgefährtin Anne Will regelmäßig vor unserer Kanzlerin -wie soll man es nennen- interview-technisch zu Kreuze kriecht.

    • beDrüghi und Murxel hatten zumindest die Wahl zwischen Lüge und Wahrheit, ...
      Oberländer, zumindest meiner Meinung nach.

      Dass sie sich fürs Lügen entschieden ist in ihrer Position zwar naheliegend, weil doch wesentlich bequemer, es ist aber keineswegs bewiesen dass sich Griechenland mit einem kräftigen Arschtritt nicht ein wenig mehr wie Island verhalten hätte…

      Das hätte vermutlich auch dem italienischen Reformeifer nicht geschadet. Beide hatten sich ja nie für den Euro qualifiziert und das war auch immer allgemein bekannt (wenn auch nicht in allen wesentlichen Details).

  116. Alternative Realitäten
    Der Auftritt von Hr. Lauer war wirklich irre komisch (Moment, ich muss noch mal Tränen trocknen).
    Mein Sohn hatte auch mal so eine Phase (war da aber allerdings auch eher so um die 8 Jahre), da wollte dann auch keiner mehr mit ihm spielen. Ist auch einer von den fürchterlich gebeutelten Millenials, da 1989 geboren.
    Arbeitet übrigens in Vollbeschäftigung, natürlich unbefristet, die Firma will ja ihre guten Leute behalten. Ok, ich gebe zu, er hat nicht Philosophie, Soziologie oder Politik studiert. Dafür kümmert er sich mitsamt Frau auch noch um drei Kinder, was dann tatsächlich langsam an die finanziellen Grenzen geht. Ich höre ihn aber heute nicht mehr jammern, wie gesagt, die Trotzphase hat er so mit ca. 8 Jahren hinter sich gelassen.
    Ich glaube, Hr. Lauer braucht da noch eine gewisse Entwicklungszeit, bis er diesen Zustand erreicht könnte. Armes Hascherl, mein Bedauern möge mit ihm sein.

  117. Titel eingeben
    Der Typ ist schlimm und sonst nichts. Der war nirgendwo mal in der Realität unterwegs und hat mal Ältere gefragt wie es früher war.

    Ich kenne keine anderen Geschichten außer:
    – Azubis, die Geld an ihre Eltern bezahlen, für Wohnung und Essen.
    – Kalt duschen, oben genannte Bananenkisten in der Wohnung, Erste gemeinsame Wohnung erstmal ohne Tapete. etc.
    – Urlaub? Wenn die zwei Kinder älter waren und Italien oder Frankreich drin war, galt man als Gutverdiener. Ansonsten good old Germany.
    – Bezahlung von Nebenjobs in Bananen oder Pfenningen.
    – Fortbildungen nachts
    und so weiter…

    Bei meinen ganzen Freunden (Millenials) gibt es nahezu nichts, was in die Richtung gehen würde.

  118. Titel eingeben
    Ärgerlich ist nicht, was so ein lauer Millenial den ganzen Tag absondert, weil er nicht weiß, was er sonst machen soll, sondern vielmehr, daß er hier die Aufmerksamkeit erhält, um die er bettelt.

    Aber vielleicht erschließt sich mir als Aussenstehendem auch nur der große Sinn der Bloggerei nicht richtig.

    Nichts desto trotz würde ich dem Herrn Lauer (richtig gesietzt, Herr Lauer?) allzu gern zurufen, daß er ja so ganz unrecht nicht hat (ich weiß leider nicht, wo ich ihn erreichen kann):
    Meine fleißigen Eltern haben in der Tat in kluger Antizipation der kommenden Verhältnisse die eine oder andere Immobilie erworben – mit der Folge, daß mit jetzt nach Ihren Maßstäben, lieber Herr Lauer, das Geld zu den Ohren rausquillt.
    Ich zahle für meine Ferienunterkünfte meist in 4 Wochen mehr als Sie im ganzen Jahr für Ihre berliner – nunja: Wohnung. Ich besitze mehr Autos als Sie Unterhosen und wenn meine Gärtner streiken, suche ich mir andere.

    Kurz gesagt: was haben Ihre Eltern nur falsch gemacht, daß Sie Ihr Leben lang Transfergeldempfänger bleiben werden, obwohl die doch nach Deinen kindischen Vorstellungen ein Eigenheim zum Preis von 1 1/2 Jahresgehältern hätten kaufen können.

    • 456
      Er provoziert, Sie aber auch.
      Insgesamt habe ich solche Provokationen dick.

    • Sie müssen es ja nicht lesen.

    • @sylter456
      Machen Sie mal halblang,
      is ja schön, dass es Ihnen so gut geht.
      Müssen wir das alles wissen?

      Kurz gesagt: was wären Sie ohne Ihre Eltern?
      Darauf einen Dom Perignon.

    • @Keinlauer
      Nicht verstanden?
      Warum ist er nichts trotz seiner Eltern, denen doch angeblich alles in den Schoß gefallen ist? Die noch vor 40 Jahren Häuser, die heute eine Mio. EUR wert sind, für 50k Westmark eingesammelt haben, mithin heute auf einem Millionenvermögen sitzen.
      Warum ist er mit seinen ca. 18 Lebensjahren schon so verbittert, wenn doch ein solcher Nachlaß auf ihn wartet?

      Aber Ihre Frage ist gut. Was wären wir ohne unsere Eltern: Die einen mehr, die meisten weniger. Wie ist das bei Ihnen? (also ich würde das schon gern wissen wollen – aber muß latürnich nich)

      (und wer ist Dom Perignon?)

    • @ Sylter456 - das mit Ihren Eltern nehme ich Ihnen nicht ab
      Sie haben Ihr Geld doch mit „Modern Talking“ verdient!

  119. Off-topic:
    …ganz weit weg.

    „Erfreulicherweise hat Hadmut Danisch den Videoauftritt nicht nur in großer Schrift für Ältere transkribiert, “

    Was meinen Sie dazu: Hadmut Danisch beklagt sich regelmäßig über die zahlreichen Zuschriften, die er erhält (er hat ja keinen Kommentarbereich). Ich „mutmaße“, Sie erhalten wenige Zuschriften per Mail, dafür eindeutig umso mehr Kommentare hier. Danisch haut üblicherweise jeden Tag deutlich mehr Artikel heraus, so viele, dass man sich manchmal fragt, wie das zu schaffen ist. Mir geht es aber aus großem Interesse um die Frage, wer von Ihnen beiden was das Feedback betrifft, die bessere Lösung hat. Ich glaube nämlich, dass es viel einfacher und effizienter ist, selbst so einen relativ offenen Kommentarbereich zu managen, als zigtausend Emails zu managen. Außerdem glaube ich, das wäre eine weitere Frage, dass Danisch mit seinem Duktus ein Magnet für ungeliebte Zuschriften ist (er nimmt evtl. nicht wahr, dass er sich klein und gemein macht, könnte sich aber auch nicht größer machen, als er ist, wie es andere tun. Tatsächlich also „gläserne Decke“), während Don Alphonso als Kunstfigur dieses Problem von vornherein gelöst hat.

    Ihr Meinung, Don Alphonso, würde mich dazu wirklich mal sehr interessieren. Sie bräuchten es ja nicht am Beispiel Ihres Freundes Danisch beantworten.

    Eines noch: Wann kommt denn endlich die Video-Aufzeichnung vom 19.1.2018?

    • Hmm...
      …Mails kann man liegenlassen, muß sie, wenn keine Zeit ist, nicht einmal lesen. Das Freischalten (=Veröffentlichen, mit allen rechtlichen Konsequenzen gerade heutzutage) von Kommentaren bedingt hingegen, jeden einzelnen zu lesen und auf Veröffentlichungstauglichkeit zu prüfen. Wie viel Zeit das kostet, kann ja jeder Leser, der hier die Kommentare einfach nur für sich liest, mit der Stoppuhr nachmessen und noch was draufzählen, zumal der Hausherr oft sogar noch antwortet. Die Herangehensweise ist halt eine andere. Don Alphonso macht zwei Artikel pro Woche und moderiert den Rest der Zeit, Hadmut Danisch spart sich das und haut dafür spontan jede Beobachtung in der U-Bahn ungefiltert quasi live raus, wie ein öffentliches Tagebuch.

    • Kommentare sind Riesenarbeit
      nurmalso
      der Hadmut Danisch hatte lange einen sehr umfangreichen und lebhaften Kommentarbereich. (alte Beiträge noch sichtbar)
      Den hat er geschlossen, da er die aufwendige Redigierung wie Don sie leistet nicht schafft. Herr Danisch hat zur Schließung eine Begründung geschrieben. Ich erinnere konkret die Furcht, Schweinereien in längere Kommentare gepackt, zu übersehen.

      auch Danisch kommt von der SPD-Seite und wird als Nazi angegriffen. Dazu kommt noch, daß er sic massiv mit BND und Verfassungsrichterin Baer anlegt.

    • Stimmt...
      …und außerdem hat er auch einen ganz normalen Job, höchstwahrscheinlich Vollzeit, das ist so schon ein absolut irres Pensum. Die Leute, denen er auf die Füße getreten ist, haben es massiv über den Kommentarbereich versucht, ihm eins reinzuwürgen, diese Gefahr besteht immer. Hoffen wir für Don Alphonso das Beste!

    • Unterschiede
      Einen weiteren Unterschied gibt es auch noch. Nebenberuflich (vielleicht auch Hobby) vs Vollzeit. Das sind ganz unterschiedliche Zeitkontingente.
      Über Qualität, Recherche etc. wollen wir mal nicht reden.

    • Danke für die Antworten!
      Das leuchtet alles so weit auch ein, insbesondere muss man sich nicht juristisch herumärgern, wenn man gar nicht erst ein Forum/Kommentarbereich macht. Andererseits kann man eben im Zweifelsfall auch nach Hinweis löschen – natürlich ganz ohne NetzDG und ohne Folgen. Vom Zeitaufwand für das Lesen der Zuschriften gibt es höchstens den Unterschied durch die Reichweite der Blogs. Antworten ist immer eine Frage des Interesses, was in meinem Fall hier nicht gegeben war. Während Danisch auf die Inhalte der Zuschriften oft eingeht in dem Blog, wenn schon, dann auch meist umfangreich mit Recherche, hat Don Alphonso ja seine eigene Agenda und Themen, die er nach und nach abarbeitet, sofern nicht etwas Aktuelles dazwischen kommt. Davon abgesehen MUSS Danisch fast alle Zuschriften lesen, weil die Mail-Adresse, sofern ich da jetzt nicht falsch liege, auch die Beschwerde-Adresse ist. Unschöne Kommentare hier z.B., denke ich, „treten sich fest“ – also gehen unter und niemand nimmt weiter Notiz. Dem Blogger solche Kommentare anzukreiden, wird in den meisten Fällen nicht funktionieren. Von daher glaube ich weiterhin, dass das Konzept Forum besonders in Verbindung mit Kunstfigur die effizientere Variante ist. Aber das ist wirklich schwer abzuschätzen.

      Zur Sicht des Bloggers kommt ja noch hinzu die Sicht des Kommentarschreibers. Andererseits: Nun ist Danisch als Informatiker und Fachkraft (Don Alphonso ist hier sicher auch sensibel) extrem auf Sicherheit bedacht. Nur als Kommentator oder Hinweisgeber gibt es bei Danisch nur den Weg der Mail und die Mailadressen hat er (mehr oder weniger dauerhaft nehme ich an) lokal gespeichert. Das kann hier nicht passieren, sofern man sich nicht mit FAZ.net-Account anmeldet.

      Der Gedanke kam nur, weil mir auffiel, wie sehr sich Blogs konzeptionell unterscheiden können. Das war mir vorher gar nicht so klar. (Klar, einer mit und einer ohne Forum – aber da ist ja schon mehr hinter)

  120. das weckt bei mir ungute Erinnerungen,
    Piraten, die ich in BW seinerzeit mal wählte, weil ich dachte es wäre mal Zeit für eine frische Veränderung; allerdings war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar wie schnell und sicher man aus einer (gewählten) Partei Kleinholz machen kann, kurz, ich war ernüchtert und geheilt von solchen Experimenten. Meiner Wahl-Stimme trauere ich heute noch nach; den Fehler wiederholte ich nicht.
    Somit besteht auch keine Gefahr dass ich den Herrn aus irgendwelchen romantischen Gründen in seiner jetzigen Verortung wählen würde, weil, die Lektion habe ich gelernt.
    Nachdenkenswert wäre für mich nicht diese verschrubelten Ideen dieses Herren, sondern warum Kinder als Berufsziel nicht mehr Feuerwehrmann angeben sondern HartzIV. Hätten sie eine Chance auf besseres(?); was, wenn die Tradierung elternlicherseits, wie bei Ihnen werter Don, gar nicht statttfand, weil dort schon fehlend. Für den Herrn den Sie erwähnten könnte man ja sammeln, die Ideen sind einfach peinlich. Für die, die etwas aus sich machen wollen sollte es hingegen Unterstützung und Förderung und Herausforderung geben, keine Almosen mit Geschmäckle; war (Herr) Hartz(IV) nicht ein ähm, der, nach dem das Programm benannt ist?

    • Geld. Macht. Sex(y).
      _http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/peter-hartz-vor-gericht-geld-macht-sex-1407618.html

      Alles wovon Hartz4 EmpfängerInnen nur tagträumen können. Oder auch nicht, was weiss ich.

  121. All we did is survive.
    Jetzt mal grundsätzlich zu Immobilien.

    Immobilien lohnen sich nur, wenn man sie erbt.

    Period.

    Wer die Immobilie selbst erwerben muss, der erzielt keinen Gewinn daraus. innerhalb seiner Lebensspanne.

    Immobilie erwirbt man für seine Kinder. Wie die Patek Philippe.

    Niemals für sich.

    Denn man muss mit 20 sparen, wenn alle anderen Party machen, mit 30 und 40 und 50 abzahlen, während alle anderen Urlaub machen, und mit 60 alles wieder instandsetzen, während alle anderen ein Cabrio kaufen.
    Mit 70 muss man dann alles verkaufen, weil man kein Treppen mehr steigen kann, und mit 80 geht all das erhaltende Geld drauf fürs Pflegeheim.

    Gewinn: Null.

    • Sie mögen Recht haben
      wenn Sie das alles durchrechnen; das ist aber nur die eine Seite der Medallie.
      Die zweite: ja, es muss lange abbezahlt werden, wenn es klug finanziert und gekauft ist aber nicht lebenslang; renovieren muss man, mit Kindern, bereits nach 15 Jahren. Mit 70 verkaufen wegen Treppensteigen, da gibt es weniger defätistische Alternativen. Ab 80 fürs Pflegeheim, möglich.
      Hat man einmal die Finanzierungsphase hinter sich gelassen, und nicht nur dann, ist das Wohnen im Eigentum schwer zu toppen: renoviert wird nach Sachlage, und nicht weil Geld in der Rücklage ist; man kann alles ohne Nachfrage frei gestalten; ohne Miete lebt es sich leichter, die wenigsten hätten die Raten gespart, meistens ist das Geld verpulvert, für Cabriolets wie Sie vorschlagen, z. B., oder Reisen oder was auch immer; ausreichend Garten gibts meistens nur am Häusle, die Grill- und Gartenfeste können legendär sein, …. Kurz, ich würde es immer wieder tun, und nach Möglichkeit vererben. So werden Vermögen aufgebaut. Nur Dumme zahlen an einen Landlord.

    • Das stimmt so nicht
      Werter Herr, Ihre Ansicht mag zustimmen für den früheren Fall, dass man sein Eigentum abbezahlt mit 4 oder 6 Prozent Zinsen, und somit – im Vergleich zum Mieten – quasi sowohl das Kapital bezahlt (entsprechend der Miete) PLUS den Erwerb des Eigentums per Tilgung. Jetzt mal vereinfacht gesprochen.
      Wenn ich aber heute, wie es mir glücklicherweise möglich ist, mein Eigentum a) recht günstig baue, außerhalb der Metropole und b) mit nicht einmal 2 Prozent verzinse, dann bezahle ich faktisch weniger für mein Haus, als eine halbwegs kompatible Mietsache mich kosten würde, die der Vermieter sicher gern mit 4 Prozent verzinst haben möchte; dabei zahle ich noch dazu die Hälfte meines monatlichen Aufwands quasi auf mich selbst ein.
      Wenn ich das Teil rechtzeitig vor der Pflegebedürftigkeit anständig verkaufe, sitze ich auf einem Haufen Geld, das ich nicht ansparen könnte, wenn ich zur Miete wohnte.
      Plus es ist mein eigenes und niemand pfuscht mir blöd rein und ich muss nicht mit fremden Idioten und kriminellem Gesindel unter einem Dach wohnen, wie leider in der vorherigen Ddf Mietwohnung an eigentlich seriöser Adresse.

    • I create nothing. I own.
      Vermögen werden aufgebaut, indem man nicht ein „Eigenheim“, sondern mehrere Immobilien erwirbt, d.h. sich völlig verschuldet, somit Druck erzeugt, seine moralsicher Genzen zu überschreiten, was man dann auch macht, d.h. man erhöht jedes Jahr die Miete, verzögert die Renovierungen, nimmt alles was noch mehr Geld bringt: Flüchtlinge, WG Bewohner, Prostituierte.., wartet auf eine Immoblase und verkauft dann alles zum 4 fachen Preis um sich vom Gewinn erneut noch viel mehr Immobilien da zu nehmen, wo gerade noch keine Blase…..

      All das hat seinen Preis, und kaum einer ist bereit den zu zahlen.

      Man kann nicht reich und zugleich gut und stressfrei.

      Außer man erbt.

    • Goodnight, manchmal kann ich Sie Ernst nehmen
      manchmal denke ich mir „Was für ein Schwätzer!“ Entschuldigung, bin hier nur ehrlich.

      In den letzten 50 Jahren habe ich jede Menge Fälle miterlebt, in denen die Investoren innerhalb relativ kurzer Zeit, auch für sich selbst, gute Gewinne erzielt haben. Die einzigen, bei denen das nicht immer der Fall war, war bei Eigentumswohnungen. Von denen rate ich persönlich aber auch seit ’33 ab.

    • Vergessen...@goodnight
      …ist hier allerdings, dass der Nichtimmobilienbesitzer auch Geld für Miete bzw. Wohnen braucht.
      Im eigenen Haus können Sie die Nebenkosten eher beeinflussen als in einer Mietwohnung.
      Mein Modell: mit Eigenkapital (hier evtl die Barschaft der Verwandtschaft abgreifen gegen Vertrag natürlich), gebrauchte Immobilie kaufen (Lage beachten), renovieren (auch schon mit 30 also), nach 10 Jahren verkaufen und neue Immobilien kaufen. Das Spiel beginnt von neuem. Dann haben Sie was für die Kinder und einen schönen Alterssitz auf dem Land.
      Und: man war auf Reisen, fuhr immer Auto und pflegte seine Hobbies…

  122. Man kann es auch heute noch schaffen
    Ich entnehme den Kommentaren: Man kann es auch heute noch bis ins Eigenheim schaffen. Zuerst: Ansprüche zurückfahren und sparen! Drei Zimmer reichen zu viert! Die billigsten Lebensmittel kaufen und nicht den Biokram! Eigenes Auto ist unnötiger Luxus. Wer ein Restaurant besucht hat schon verloren! Im Sommer lieber im Park spazieren statt Geld für Ostsee oder Mallorca ausgeben! Dann: An die Einkommensseite denken! Auf jeden Fall 2 Vollzeitverdiener! Loyalität im Job bringt nix, am meisten verdient, wer alle 2 Jahre wechselt und immer das maximale rausholt. Wer von seinen 6000 EUR Familieneinkommen 4000 EUR spart, hat schon in 10 Jahren die Anzahlung für Wohnung oder Häuschen zusammen! Es geht doch, in Hongkong wäre das viel anstrengender!

    • Ich entnehme,
      10 Jahre in uncoolen Verhältnissen, vulgo: sparsam, leben zu sollen, um sich erst danach etwas Großes leisten zu können ist Ihnen eine Satire wert ? Sehe ich das richtig, weil Sie Ihren Text ja nicht als eine solche gekennzeichnet haben? Dann mache ich jetzt erst mal ’ne Büchse Mitleid auf…und die Satire aus.

    • Economy for dummies
      Nun, ich kenne Fälle, da ist das HaushaltsNettoeinkommen deutlich höher, aber die fahren auch nur ein altes Auto und verzichten auf neue Kleidung, weil man das 700 tsd Euronen Häuschen am Stadtrand doch irgendwie abzahlen will.

      Vorbildlich.
      Die Immobilienverkäufer lachen sich gerade kaputt über all diese Ehrenmänner.

    • Satire ist nur witzig, wenn es stimmt
      Wenn Sie monatlich wirklich 4000 Euro an die Seite legen, haben Sie nach einem Jahr fast 50.000 geschafft, nach 10 Jahren eine halbe Million. Das ist dann keine Anzahlung, das ist ein komplettes freistehendes Haus auf anständigem Grundstück in einer freundlichen Mittelstadt.
      Nur auf eine Anzahlung kommen Sie, wenn Sie monatlich nur 400 Euro an die Seite tun, als Doppelverdiener. Da muss man sein Geld aber schon mutwillig zum Fenster rauswerfen. Was Ihnen natürlich unbenommen ist.
      Und was die Sparsamkeit im Alltag mit Loyalität im Beruf zu tun hat, erschließt sich mir nicht unbedingt.

    • Passt schon
      Eine 4-Zimmer-Wohnung in deutscher Großstadt liegt heute mit NK bei ca. 700k, nach den 10 Jahren Ansparphase und 50% Preissteigerung (konservative Schätzung, in den letzten 10 Jahren waren es eher 100%) dann bei ca. 1Mio, wo 500k dann eine solide Anzahlung sind. Die dann startende Generation muss dann eben 6.5k pro Monat bei Seite legen. Dafür muss sie dann ihr Spülmittel wirklich sehr stark verdünnen und die Zahnpastatube bis in den letzten Winkel auslecken.

    • Jedem das seine
      Herr Rio,
      es will Sie ja niemand daran hindern, Ihr Geld einem Vermieter in den Hals zu werfen.
      Wenn Sie den Preis eines für Sie in Frage kommenden Objekts mindestens mal bei 1 Mio. ansetzen, dann wird es natürlich schwierig.
      Wenn ich auf Reisen mindestens im ersten Haus am Platz sitzen will, z.B. für 400 Euro je Nacht in einem dunklen Zimmer am Aufzugschaft, dann fällt Urlaub natürlich aus.
      Oder maW Ihr Modell ist, wenn schon Auto, dann nicht unter S-Klasse.

      Allerdings wenn Sie in der gleichen Wohnung, die Sie für 1 Mio. nicht kaufen können, zur Miete wohnen wollen, dann zahlen Sie dafür m.E. nicht unter 3000 Euro pro Monat, spätestens mit NK, außer Ihr Vermieter kennt niemanden mit Taschenrechner. Und diese 3000 Euro zahlen Sie dann als Miete und fühlen sich wohl, weil die Zustände nun einmal so sind???

      Selbst wenn Sie mit 2500 Euro incl. NK hinkämen, was ich nicht mehr sehr realistisch finde, geben Sie demnach 30.000 Euro p.a. und in 20 Jahren 600.000, ohne dass Ihnen hinterher auch nur eine Türklinke gehört. Das dürfen Sie natürlich tun, aber Sie machen sich was vor, wenn Sie das als alternativlos sehen.

      Jedenfalls bei heutigen Zinsen, von denen ich nicht glaube, dass sie so ganz bald auf 80er Jahre Niveau zurückkehren, ist drinsitzen und gleichzeitig abbezahlen nicht teurer als nur in einer Mietsache drinsitzen und Kapitaldienst leisten. Der Vermieter ist eben normalerweise nicht mit einer Verzinsung von knapp 2 Prozent zufrieden, schon gar nicht bei einer angesagten Großstadtwohnung.
      [Zugegeben bin ich kein Immob.-Experte, aber ich habe gerade noch einmal in einem gängigen Vermittlungsportal nachgesehen. Demnach kostet eine größere (aktuell im Markt angebotene) Wohnung im Kauf durchschnittlich deutlich über 3000, die Miete liegt demgegenüber etwas über 9. Ich würde sagen, damit liegt die Mietrendite bei ungefähr 3% und leicht drüber. Dass die zur Miete angebotenen Wohnungen im Schnitt wertvoller sind als die zum Kauf angebotenen, ist vermutlich nicht anzunehmen, denn bei den Mietwohnungen ist die auf Verschleiß gefahrene Bausubstanz drin, die schon seit Jahrzehnten amortisiert ist.]

      Die Bank dagegen bekommt das Geld quasi gratis oder sie erschafft es im Grunde freihändig (studierte Ökonomen jetzt bitte nicht böse sein) und ist mit 2 Prozent schon gut bedient, wenn Sie als Kreditnehmer wenigstens halbwegs solide sind.

      Im übrigen ist es etwas billig, wenn Sie allen, die hier ein wenig für sparsame Lebensführung und den Verzicht auf 3 mal täglich Latte macchiato to go plädieren, das Etikett Zahnpastatubenausquetscher = etwas weltfremd anhängen. Der Häuslebauer an sich ist nicht per se verschroben und konsumfeindlich.

    • Party's OVER? Hey, come on! What do you mean, the party's over? It's not even -
      Mein Bank-Berater sagte damals die weisen Worte:

      Immobilienerwerb ist nur für die, die nicht sparen können.

      Yep, wenn sie 1000 Euronen jeden Monat in einen Aktienfond investieren und das über 30 Jahre, dann haben sie auch ca. 700.000-1 Mio.

      Letztlich kommt man auf die gleiche Summe.

      Und ob man die Geld dem Vermieter oder der Bank in den Rachen wirft ist auch irgendwie egal.

      Das ganze Eigentumgedöns ist letztlich eine emotionale Angelegenheit.

      Man will haben und verliert dann die Rationalität aus den Augen.

      Bis vor 7 Jahren war Eigentum eher Verlustgeschäft in Deutscheland, erst der Boom hat all das geändert.

      Dabei wird übersehen, dass jede Blase irgendwann platzt und das die Demografie in Deustcheland immer noch so ist wie sie ist, d.h. in 20 Jahren gibts keine Nachfrage mehr für Immobilien.

      Nun kann es ja sein, dass diesmal alles anders ist … aber ich würde mich nict darauf verlassen.

  123. Millenials ist doch auch nur so ein Etikett...
    . 68er-Generation
    . Hippie-Generation
    . Flower Power-Generation
    . My Generation (The Who)
    . Babyboomer-Generation
    . Generation X
    . Generation Golf
    . Generation Erben
    . Generation Y
    . Generation Wisch-und-Weg
    . Generation Leisure (after the Gold Rush/Neil Young)
    . Generation RATLOS…

    … in jeder Dekade beklagt man sich über die Jugend.
    Das wußte schon Sokrates (ja, der aus Griechenland, damals*).

    Geholfen hat’s nix.

    Jugend steht auch immer für sozialen Wandel, für Veränderungen,
    für Neues, für Innovationen (positiv gedacht) usw..
    Vor allem steht sie für das, was Eltern vermögen bzw. nicht/mehr vermögen.

    Das hat die SPD, Ironie des Schicksals, leider aus den Augen verloren. Dafür schafft sie sich gerade selbst ab (mit/ohne den Martin)!

    Kein Grund zur Schadenfreude, kein Grund zum Mitleid.
    Die anderen Parteien werden folgen.

    Menschen brauchen eine Orientierung.
    Eine Gesellschaft ohne Orientierung, ohne Utopie,
    ohne Zukunftsentwurf, geht zugrunde.
    Da kann auch die Jugend nicht mehr helfen.

    PS. Werter Don, die Konrad-Adenauer-Stiftung hat erkannt, dass es höchste Zeit ist, das Thema „Gender“ einmal kritisch zu diskutieren.
    Bevor dieser Virus unkontrollierbar wird.

    htt p://www.bento.de/politik/konrad-adenauer-stiftung-wird-fuer-anti-gender-diskussion-kritisiert-2065225/#refsponi

    *Für die Jugend: Ernst H. Gombrich. Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser.

    • Ja, die Kindergartendenunzianten aus Hamburg mal wieder. Und dann wundert sich der Spiegel, dass man das Blatt nicht mehr kauft.

    • Na, jedenfalls kommt "das Gedicht"
      nun an eine bayerische Hauswand,in dem Wohnort Gombrichs.

  124. Myway to Midway
    Meine intensivste Erinnerung war der Kalte Krieg. Der Truppenübungsplatz, 500 Meter von unserer Wohnung. Den ganzen Tag und manchmal auch nachts G3s und Maschinengewehrgeratter. Dazu die schweren Panzermotoren. Wenn nicht gerattert wurde, sind wir als Kinder da spielen gegangen. Sind in alten Panzern und Unterständen herumgeturnt. Haben abgeschossene Übungsmunition gesammelt und die Messingkappen abgemacht.
    Die haben wir dann beim Altmetallhäündler verkauft. Das gab richtig gutes Geld.
    Manchmal haben wir scharfe Munition gefunden. Die haben wir am Haupttor der Kaserne abgegeben. Das gab Ice Cream.
    Mein Vater war ein Jahr vor meiner Geburt aus politischer Gefnagenschaft aus Sibirien zurückgekommen. Meine Mutter war aus der DDR abgehauen, hatte in der BRD aber keine Aufenthaltserlaubnis bekommen und sollte „abgeschoben“ werden (den Bescheid habe ich noch). Sie arbeitet in Oberhöchstädt im Taunus inder Lungenheilstätte, wo mein Vater seine TBC auskurierte. Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Und ausserdem bewahrte es sie vor der Abschiebung. Ein Jahr später kam ich.
    In unserem Nachbarort war die 1st/81st Field Artillery der US Army mit ihrer nuklearen Pershing 1A Mittelstreckenrakete stationiert.
    Was das im Ernstfall bedeutete, darüber machten wir uns keine Illusionen.#
    Wir wussten auch, dass die NATO sich im Ernstfall hinter den Rhein zurüchziehen und uns mit nuklearer Artillerie beschiessen würde.
    Da wäre sowieso nichts von uns übrig geblieben. Man hätte uns von 2 Seiten beschossen.

    Mit 17 habe ich Abitur gemacht. Plötzlich bekam ich einen Brief vom Kreiswehrersatzamt, dahingehend, dass ich mir ja nicht einfallen lassen sollte, studieren zu gehen. Sie würden mich garantiert da rausziehen, egal wo ich hingehe und was ich studierte.
    Da standen außerdem noch ein paar Drohungen und Unfreundlichkeiten drin. Der letzte Satz aber war: „Ich könne mich natürlich auch mit 17 zum Wehrdienst melden. Dazu müsste ich nur das beiliegende Postkärtchen abschicken“.
    So freundlich angetriggert erinnerte ich mich an meinen Vater, der 1938 zum Musterungsoffizier der Wehrmacht gesagt hatte: „Ein Marx legt sich vor Keinem in den Dreck“.
    Ich ging deshalb nur aus Trotz zu einer Beratungsstelle für Wehrdienstverweigerer und die sagten, es gälte für alle Wehrpflichtigen das gleiche Recht. Mit 17 dienen zu dürfen, hieße auch, mit 17 verweigern zu können. Das habe nur noch keiner gemacht“.

    Ich schickte also mein Postkärtchen zurück und schrieb darauf mit Hand: „Hiermit verweigere ich den Kriegsdienst mit der Waffe“.
    Am nächsten Tag klingelte das alte W48-Telefon, meine Mutter nahm ab und ich konnte im nächsten Zimmer hören, wie jemand am anderen Ende schrie, ob das Subjekt da sei, das sich für besonders schlau halte, das man mit den Feldjägern holen werde, wenn es damit nicht durchkäme“. Meine Mutter reichte mir den Telefonhörer weiter und ich konnte mir das ganze nochmal in der 120 Dezibel-Version anhören.
    Obwohl meine Mutter ab diesem Zeitpunkt 20x täglich sagte: „Lass es sein. Die holen dich mit den Feldjägern. Was sollen da die Nachbarn denken?“ hatte der Staat mich jetzt beim Ehrgeiz gepackt. Ich besorgte mir Literatur, sprach mit Beratungsstellen und nahm zu meiner Verhandlung zwecks Gewissensprüfung einen Pfarrer als Rechtsbeistand mit. Ergebnis: bestanden.

    Sie zogen mich dann zum 16-monatigen Zivildienst ein, entließen mich aber nach 15 ½ Monaten an einem 31. Oktober. Hätten sie mich nämlich noch bis zum 15. November behalten, hätte ich noch einmal Anspruch auf das sensationelle 13. Monatsgehalt von DM 165.-. gehabt.
    Hätten Sie mich aber zu einem 15. Oktober entlassen, hätte ich noch im Wintersemester mit dem Studieren beginnen können (damals konnte man nur im Wintersemester anfangen).
    Dadurch verlor ich zusätzlich zu den 16 Monaten noch einmal fast ein ganzes Jahr.
    Dieser Staat hat mir deshalb unter anderem aus purer Gemeinheit insgesamt 28 Monate meines Lebens geklaut.

    Heute gehen die Millenials mit 17 auf die Uni und machen mit 21 ihren Master.
    Ich hatte mit 17 Jahren Abitur gemacht und war mit 26 Jahren mit dem Studium fertig (das Geld dazu habe ich mir selber verdient. Nicht meine Mutter hat mich unterstützt, sondern ich habe meine Mutter während des Studiums unterstützt).
    Abgesehen von meiner Frau und meinem 2-jährigen Sohn, der in diesem Alter an Krebs erkrankte, worauf meine Frau mich zum Alleinerziehenden machte.
    Besonders privilegiert oder in einem warmen Nest habe ich mich dadurch nicht gefühlt.
    Das Geheule der Femi-Millenialinnen, sie könnten Karriere und Familie nicht unter einen Hut bringen, kann ich nicht nachvollziehen. Das ist stressig, aber machbar.

    Und eines kann ich inzwischen aus Erfahrung sagen: das war stressig, aber es war die schönste Zeit in meinem Leben.

    • Wehrdienst
      Mir bot man an, mich bis nach dem Studium zurückzustellen, wenn ich Medizin studieren würde.

    • @ Thomas Marx
      >“Nicht meine Mutter hat mich unterstützt, sondern ich habe meine Mutter während des Studiums unterstützt.“ Danke für Ihren sehr lesenswerte Beitrag. Während meiner Militärzeit (15 Monate) wurde ich Vater (Wunschkind). Wie damals üblich blieb die Gattin zuhause beim Kind. Fürs anschließende Studium suchte ich einen dritten Nebenjob. Früh um 5:00 Uhr von der Maloche zurück; um 9:00 Uhr Klausur. Zehn Jahre jeden Samstag bei einer Baufirma, usw. Mir braucht ebenso keiner erzählen, er könne nicht studieren, wenn er nicht seine Eltern verklagte oder wenigstens BAFÖG bekäme. Das Gejammer eines Herrn Lauers ist das der Spezies „Weich-Ei“. Das hat m.E. mit „Generation“ weniger zu tun.

    • Dafür hat sich seine Generation in Berlin aber nicht sehr gegen ihn gewehrt.

    • @Marx
      Bei mir etwas weniger hart, aber auch nicht isi pisi. Morgens um 5 in die Brotfabrik, 2-3 Tage die Woche und in den Semesterferien. Nix Wunschuni, sondern „du kannst hier weiter schlafen und essen und bekommst auch zu Weihnachten einen Pullover“, „Dein Vater musste mit 16 arbeiten“, hat nicht geschadet, im Gegenteil.

    • Aus der DDR abgehauen und von Abschiebung bedroht?
      Erzählen Sie keine Märchen, DDR Bürger waren immer Deutsche, die nur keine Gelegenheit hatten, sich einen westdeutschen Pass am Wohnort ausstellen zu lassen.
      Mein Großvater bewahrte deshalb im Westen die Pässe für alte Freunde im Osten auf, die als Rentner schon rüberdurften.

    • Titel eingeben
      Herr Marx,
      mange tak!
      Werde es meinen Kindern zum Lesen geben.
      Freundlichen Gruß KL

    • Anything in life worth doing is worth overdoing.
      Vorbildlich, Sie haben sich dem Dienst am Vaterland entzogen!

      Ehrenmann!

      Ich hingegen habe im ersten Semester beim Kreiswehrersatzamt angerufen und gefragt, wann sie mich endlich einziehen. Die Dame am Ende der Leitung bemerkte, dass man mich eventuell vergessen hätte, dies aber unverzüglich nachholen würde. Was dann auch geschah, am 1. Jan stand ich auf dem Exerzierplatz stramm und wurde als einziger Abiturient vom Oberfeld begrüsst. Nun, das machte die Sache nicht angenehmer, aber da ich kein Ehrenmann bin, habe ich mich da trotzdem durchgeprügelt, in der Eliteeinheit.
      ich könnte jetzt all die Anekdötchen erzählen, wie doll und hart im Gegensatz zu diesen Millinials Weicheiern, aber ich kein Ehrenmann, nur ein Mann, und deshalb immer bis an meine Grenzen, und da waren dann oft andere Männer, die noch viel härter waren. Nun gut, ich kenne Special Forces. So etwas lernt Ehrenmann nicht kennen. Beim ehrenhaften „Zivildienst“.

      Semper whatever

    • Wehrdienst und Medizin studieren kombinieren
      Die Bundeswehr bietet schon seit
      längerem freiwillig sehr lange dienenden
      ein Medizinstudium an.
      Facharztausbildung inklusive.

      Numerus Clausus gibt es auch nicht
      dafür das Gehalt eines Offiziersanwärters.

      17 Jahre muss man Deutschland dienen wollen
      wenn ich mich nicht irre.

      So weit zum Thema studieren ist sooooo teuer gworden.

      Maschinenbau geht auch.
      Das Dumme heut zu Tage ist halt
      ggf als Stabsarzt in Afghanistan
      oder Mali tätig werden zu dürfen.
      Und Ärzte sind bevorzugte Ziele.

      Das war unter den Verteidigungsministern
      der Babyboomer damals noch anders.
      Da war der Soldatentot eher etwas theoretisches.
      – Also in der Zeit vor den Zerfallskriegen Jugoslawiens
      und abgesehen von Abstürzen aus den Rahen
      der Gorch Fock und solchen mit Starfightern.

      (Die Gorch Fock war ein Geschenk der Taliban
      an die frühe Bundesrepublik.
      Bei der F 104 ging es um Ausbildungsfehler
      und Trainingsmangel)

      (welche Ausflüge nach zB Afrika die NVA unternahm weis ich nicht.
      Meine Rede ist von der Bundeswehr)

      Lauer ist für die Bundeswehr wahrscheinlich (hoffentlich) untauglich.

      Noch eine kurze Klammer:
      Die Zahl bürgerlicher Offiziere und
      Sozialdemokraten als Unteroffiziere ist
      glaube ich wieder rückläufig.

      Nicht einmal die AfD sollte auf die Idee
      kommen die Wehrpflicht wieder aufleben zu lassen.

      Ob ich das ernst meine?
      Ich bin mir nicht sicher, aber auf die Begründung
      kommt außer mir wahrscheinlich niemand.

      Ich dachte mir ich schreib sie mal auf.

      Man hätte es 2048 also wissen können,
      wenn man damals Don Alphonso
      gelesen hätte.

  125. @ Don Alphonso
    Mein gewöhnlich gut informiertes kriminelles Umfeld berichtet, dass Sie heute Geburtstag haben. Alles Gute und bleiben Sie bitte so wie Sie sind.

    • Danke!

    • Titel eingeben
      Lieber Don,
      herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
      Ich wünsche dem so bewundernswert mobilen und sportlichen Verfasser hinter seiner Kunstfigur vor allem eines – und das ist Gesundheit, die ihn weiterhin die echten Berge rauf- und runterflitzen läßt.

    • Danke. Gesundheit ist das Wichtigste!

    • Werter Don, den Glückwünschen
      schließe ich mich gerne an, begleitet von einer großen, virtuellen Geburtstagstorte Ihrer Wahl.

      Bleiben Sie vor allem gesund und erhalten Sie sich Ihren Mut die Dinge so auszusprechen, wie nur Sie es können. Lassen Sie es sich gutgehen, selbst wenn die Zahl der Kommentare manchmal hier durch die Decke geht.

      P.S.: Zu Lauer´s Sprüchen möchte ich mich nicht großartig äußern.

      Aus Gründen des Selbsterhaltes bei anderen Neid zu schüren ist billig und zeigt nur allzu deutlich die eigene verzweifelte Lage seines auslaufenden Geschäftsmodelles.
      Sein Gequatsche verfängt nur bei Zeitgenossen, die eine Vollversorgung durch andere gewohnt sind. Ohne Verzicht, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen: I want it all, and I want it NOW…

    • Dem Hausherrn
      weiterhin alles Gute.
      .
      Bitte eine gewisse Vorsicht bei Bergabfahrten, er wird hier noch gebraucht.

    • Danke, ich fahre nie über 120 km/h mit dem Rad und im Regen mit dem Auto selten schneller als 240.

    • HBD ...
      Mein lieber Don,

      Ich wünsche Ihnen alles Gute zum Geburtstag, bleiben Sie uns noch viele Jahre gesund, munter und schreibkräftig …
      Viele ❤️liche Grüße …
      El.Pe

    • danke. wir werden ja alle alt hier in der Familie und komischerweise fällt mir immer etwas ein.

    • Ja...
      …alles Gute und weiterhin ein dickes Fell!

    • Alles Gute zum Geburtstag..
      Ich wünsche Ihnen von Herzen Gesundheit, Glück und, nicht ganz uneigennützig, viel Schaffenskraft. Ihre Beiträge sind ein Lichtblick in einer immer dümmer und verrückter werdenden Welt. Dazu genügend Fahrräder zum Reparieren, Berge zum Rodeln, Torten zum Belohnen, Silberkannen zum Tee trinken, Damen zum Betrachten und Felgenreiniger zum Haare waschen.

  126. oh
    lieber Don,

    ganz herzlichen Glückwunsch!

  127. Spülmittel verdünnen..
    Hab ich in meiner Küche auch.

    Leider habe ich keine Erfahrungen darin und musste feststellen, das meine „Mischung“ kaum zum Reinigen von irgendwas taugt. Alles schmiert nur.

    Was mach ich falsch?

    • Hier meine persönlichen "Forschungsergebnisse":
      Wahrscheinlich das falsche Spülmittel. Das markenlose Billigzeug vom Discounter taugt nicht zum Verdünnen, und der Effekt ist sowieso zweifelhaft:
      Ist die Brühe zu dünn, schüttet man zuviel davon ins Spülwasser, weil das Loch im Verschlußdeckel auf die ursprüngliche Viskosität ausgerichtet ist, also kein Spareffekt.
      Einfach durch Ausprobieren die auf dem Etikett angegebene Menge reduzieren, sodaß der Dreck immer noch abgeht, der Rest ginge sowieso unnütz durch den Abfluß, zur Freude der Hersteller.
      Einfluß auf die Reinigungswirkung hat natürlich auch die Wassertemperatur, v.a. bei Fettschmutz kann es da schon Geschmiere geben, wenn die Detergentien nicht genügend Fettlösekraft haben.
      Die hat z.B. gewöhnliche Haushalts-Soda (Waschsoda, calciniertes Soda, siehe Natriumcarbonat , nicht identisch mit Backpulver!, 500 g der Marke H..TMANN für unter 1 € im Handel), das löst sogar eingebrannte Grillroste und Backbleche, aber Vorsicht, nur mit Handschuhen verwenden, weil es auch das ganze Fett aus den Fingerchen zieht, sonst hat man nachher wunderbare „Reibeisen“-Pfoten, und nicht für Alu verwenden, das wird angefressen und grau. Hat viele weitere Einsatzbereiche, geriet leider in Vergessenheit durch neue Putzmittel.
      Auf meinem Spülmittel steht bspw.: „3 ml auf 5 Liter Wasser, was bedeutet, die 450 ml einer Flasche würden für 150 Spülgänge reichen, wenn man jedes Mal das Spülbecken mit Wasser füllt.
      Allerdings geht der Verbrauch stark in die Höhe, wenn man öfter einzelne Teile unter fließendem Wasser spült, weil man da jedes Mal eine eigentlich zu große Menge verwendet.
      Ob die als „dickflüssig“ angepriesenen Billigprodukte tatsächlich eine höhere Wirkstoffkonzentration haben, glaube ich nicht, sind vermutlich nur mit chemischen Mitteln angedickt. Müsste sich aber auf dem Etikett feststellen lassen, wenn man genügend Fachwissen hat, wie die Dickungsmittel heißen.
      Ich benutze jedenfalls in letzter Zeit ein Markenprodukt (das mit der Villabajo-Werbung, neuerdings macht dieser näselnde Fernsehkoch mit dem Ziegenbart da mit), obwohl ich normalerweise dem „Markenprodukt“-Werbegedöns keinen Glauben schenke, einfach weil es am besten wirkt.
      Wenn die Flasche allmählich leer wird, wird auch das Verdünnen sinnvoll, weil man sonst ständig warten muss, bis die zähflüssige Brühe sich Richtung Ausgang bewegt.
      Hoffe, damit gedient zu haben….

      P.S. An Don Alphonso die besten Wünsche, la multi ani!

    • Also, das verstehe ich jetzt nicht.
      Ich kaufe die Frosch – Produkte, die konzentriert sind und gebe 1-2 Tropfen ins Spülbecken.Reicht dann Monate. Falls Sie was für fettige Sachen brauchen, kann ich den Grapefruit – Fettentferner zum Sprühen empfehlen, z.B. in der Küche für die Abzugshaube etc.Kann sparsam angewendet werden.

      Zahnpastatuben haben wir nie aufgeschnitten.

    • Das Markenprodukt
      ist auch am besten für Seifenblasen geeignet:
      http://illumina-chemie.de/fotos-forentreffen-2014-t3848.html#58067

      Wer Kinder hat oder in der Verwandschaft Kinder sind….
      http://soapbubble.wikia.com/wiki/Soap_Bubble_Wiki

      Macht Spaß, verliert nicht den Reiz und hier in der Schweiz, wenn ich den Hut aufstelle kommt da durchaus eine Summe zusammen, für was was ich nicht als Arbeit empfinde.

      Btw. meine größten Teile haben so um die drei Meter Durchmesser….

      bombjack

    • "was mache ich beim Spülmittelverdünnen falsch?"
      *Klopfklopf*
      Sehe nur ich einen gewissen Widerspruch darin, Spülmittel einen Tag vorher zu verdünnen? Es scheint gemeint zu sein, dass man es in der Flasche verdünnt, und zwar mit Wasser, und nicht mit anderem Spülmittel und nicht mit Zaubertinte. Wenn man es lässt, wie es ist, und beim Abwasch nur die Hälfte ins Spülwasser träufelt, dann ist das was genau? Richtig, verdünnen.

      Ich kannte durchaus jemanden, der Spülmittel verdünnte, übrigens auch Haarshampoo. Vom Ekelfaktor durch das unvermeidliche, aber unnötige vorzeitige Verkeimen von Kosmetika u.ä. bei einem solchen Prozedere will ich gar nicht anfangen.

  128. Happy Birthday werter Don, für Sie...
    nur das Beste (Oskar Wilde).

    Machen Sie weiter.

    Die Musik dazu:

    https://www.youtube.com/watch?v=hMb1wPfE1Iw

  129. Immobilie
    Da ich im Kreis der Familie +/- 1975 sehr riskante Eigenheim-Finanzierungen kennengelernt hatte, war ich in Prinzip gegen den Erwerb von Wohneigentum. Meine geschäftsführende Gesellschafterin überzeugte mich dann 1997, eine Eigentumswohnung zu kaufen. 300 Kilodeutschmarks, finanziert auf 10 Jahre.
    Wir haben das Geschäft in 10 Jahren abgezappelt inklusive Vorfälligkeitsentschädigung für die Stadtsparkasse. Double income no kids konnten das 2007.
    Heute ist der Wert der Bude (80 m²) ungefähr das Doppelte, denn wir sind hier 500 Meter Luftlinie vom neu gebauten Metro-Standort in des Dussels Dorf entfernt. Zum Vergleich: meine Lebensgefährtin hat vor acht Jahren ihr Elternhaus in Westfalen für gerade mal 135k Euro verkauft, 1000 Quadratmeter Grund und Häusken von 1954. Aber nur zehn Kilometer Luftlinie vom Zwischen-Endlager Ahaus entfernt. Da kaufen nur Einheimische, die Preise sind deswegen unterirdisch.

    Nach meiner Einschätzung wird der gegenwärtige Immobilienboom sich schnell in Luft auflösen. Gegenwärtig stützen bei uns die Chinesen noch die Preise. Aber die Neu-Bausubstanz ist teilweise so schlecht, dass man die Neubauten im Grunde schon wieder abreißen müsste, wie hier in der Landeshauptstadt am alten Güterbahnhof die Feuerwehr den mangelhaften Brandschutz feststellt und das Gesundheitsamt Rost in den „Edelstahl“-Wasserleitungen.
    Anders gesagt: wer in den Neubau-Kernschrott investiert, hat in +/- 30 Jahren nicht mehr zu vererben als seinen Anteil an der Grundfläche.
    Selbstverständlich sind dann alle Parasiten wie Projektentwickler und Architekturbüros schon längst insolvent.

    • Ich müsste noch meine Kaufempfehlungen machen: Gebazt nach 2012 sollte man nie und nimmer kaufen. Ich habe mit Bausubstanz der 70er, als man sich etwas leistete, recht gute Erfahrungen gemacht.

    • Huch! - Genau das Gegenteil habe ich verschiedentlich gesehen ...
      … und – zugegeben – in den 70ern auch selbst am Bau mitgearbeitet. Nie wurde meines Erachtens so schlecht gebaut wie in den Siebzigern. *Kann* vielleicht von Bundesland zu Bundesland … nein, eher nicht. Neulich eine Schabracke in Oberbayern gesehen, siebziger Jahre.

      Mein ganz persönlicher Rat: kaum etwas das nach dem zweiten Weltkrieg gebaut wurde hat irgendeine Qualität. Wobei wenigstens bis zu den Sechzigern eine Entschuldigung dafür akzeptabel ist: Nachkriegszeiten.

    • White flight
      Möglichkeiten wird es immer geben. Vielleicht wird es in den deutschen Grosstädten, wo sich die meisten Drittweltmigranten niederlassen werden, ähnlich aussehen und zugehen wie im Manhattan Mitte der 70er. Habe mal gelesen das eine Familie ihr Townhouse nähe Central Park damals für (die genaue Summe weiss ich nicht mehr aber in etwa diese Hausnummer) 750 tsd verkauft hat. Sie sind, wie über eine Million Weisse, wegen der Kriminalität aus NYC weggezogen. Früher oder später wird immer aufgeräumt. Wie dann unter Koch angefangen.

  130. Zahnpastatuben aufschneiden
    Ich war als Kind fasziniert von den Zahnpastaspendern. Blieb ein Rest, musste man mit einem Stöckchen von unten nachschieben.

  131. und einen kleinen schwäbischen Einwurf halt
    @ goodnight
    „..Immobilien lohnen sich nur, wenn man sie erbt…“
    das weiss ich nicht, bin nicht betroffen.
    „..Wer die Immobilie selbst erwerben muss, der erzielt keinen Gewinn daraus…“
    und das stimmt sicher nicht immer.
    „..Immobilie erwirbt man für seine Kinder. Wie die Patek Philippe…“
    Recht so.
    „..Denn man muss mit 20 sparen, wenn alle anderen Party machen, mit 30
    bis 35 ( Zitat verfälscht ) abzahlen..“
    Stimmt!
    Aber keiner sagt, man muss dann aufhören, wenns gut gelaufen ist. Und dann kann man immer Cabrio fahren halt. Und bei Bedarf mit Hilfe zur ebenen Erde
    leben und Babybrousse fahren halt.

    Beste Grüsse zu Ihnen
    aus Afrika halt

  132. Nur ein paar Zahlen.....
    Ein Daimler-Arbeiter in der Logistik, der vor 2001 eingestellt wurde, hat 4.400 Euro brutto verdient, der Leiharbeiter hatte dann 3.200 Euro und der Werkverträgler von heute, der hat noch 1.700 Euro. Das heißt, durch die Prekarisierung der Arbeit haben wir einen Lohnverfall von fast zwei Dritteln.

    • fact of life
      Sorry, Bull.

      Leiharbeiter in Hilfstätigkeit bekommen über 20 Euronen die Stunde.

    • Leiharbeiter sind nicht per se billiger
      Das KrHs in dem ich zuletzt arbeitete
      deckte seinen Bedarf u.a. mit Hilfe
      einer Med. Personalleasing Firma.

      Die haben zT mehr bekommen als ich
      und die Firma bekam ja auch noch etwas.

      U.a. im damaligen Rahmen der Arbeitszeitverkürzung
      in Verbindung der Schwierigkeit neue Mitarbeiter
      anzustellen war das durchaus ein Problem.

      Ein vielfältiges sogar.
      Kurzer Dialog dazu, bei Beginn des Nachtdienstes:
      Ich: Haben Sie schon mal in der Psychiatrie gearbeitet?
      Leiharbeiter: Nein.
      Ich:Wissen sie wo das Labor und die Röntgenabteilung ist?
      Leiharbeiter: Nein.
      Ich: Wo waren Sie bisher?
      Leiharbeiter: Ich arbeite für verschiedene Häuser.
      Hier war ich mal in der Chirurgie und in der Inneren.

      Wenn ich Glück hatte machte der/die Leiharbeiter/in
      mehrere Nächte hintereinander und ich musste
      nicht jede Nacht eine neue anlernen.

      Irgendwann wechselte ich von dann von 7 Nächten a 11 Stunden
      zu 3 oder 4 Nächten.

      Ort:Normale Psychiatrische Akutklinik als Fachabteilung
      eines Allgemeinkrankenhauses. Wir reden bei
      Nachdienst nicht von so etwas wie Rufbereitschaft.
      Jederzeit konnte die Polizei neue „Kunden“ bringen.

    • Tut mir Leid, Goodnight, aber
      der ‚Bull‘ kommt heute von jemand anderem.

      Hier springt jemand durch den Kommentarbereich und weiss offenbar wenigstens heute alles besser als was die Leute selbst über sich wissen.

      Wenn es nicht so albern wäre: 20 € von Ihnen für mich für jeden Leiharbeiter der nicht 20 € erhält. Dann bin ich heute Abend endlich mehrfacher Millionär.

    • @Goodnight
      Lassen Sie ihm doch seinen Kommunismus. Wer mal versucht, einen Maler, Gärtner oder Fensterputzer anzustellen, weiss, dass das mit der Prekarisierung überwiegend Blödsinn von Medienleuten ist. Handwerksunternehmen machen Ihnen nicht mal mehr Angebote.

    • I'm sorry, Dave.
      @Dippel

      Tut mir leid, aber da kenne ich mich aus:

      20,4 €/Std. Brutto. Hier in Stuttgart. Als Leiharbeiter. Maschinenbedienung. Beim großen, oben genannten Autokonzern.

      Sie wollen nicht wissen was die Festangestellten verdienen.

      Übrigens bekommen DHL Fahrer hier auch fast 20 €/Std.

      Und die suchen alle….wer also mobil ist.

      Herr Lauer?

  133. Schönheit und Überleben
    Also Kinder.
    Wir haben die Peilung verloren.

    Als Kinder sind wir mit unseren Eltern fast jeden Sonntag verreist (Sonnabend war Arbeitstag). Und zwar mit der Straßenbahn ans andere Ende der Stadt. Die Reise dauerte 25 min, zum Steigerwald.

    Ich kenne meinen guten Vater nur im Anzug, auch beim Wandern. Ich durfte gelegentlich die zwei Beutel tragen, in dem einen war ein Topf mit warmen Mittagessen – im Handtuch eingewickelt. Im anderen waren vier Teller – selbstverständlich aus Porzellan – und Bestecke.

    Nach einer Ewigkeit, also halbstündiger Wanderung durch den Wald, aufregende Erörterung über den richtigen Platz. Nicht zum Essen, sondern zum Verstecken der Vorräte. Mir kam das immer reichlich abenteuerlich und leichtsinnig vor, aus Furcht jemand könnte es finden und aufessen oder wir nicht wiederfinden.

    Erst heute wird mir bewusst, dass mein Vater ein Mann war, der noch vor wenigen Jahren mit Maschinengewehren geschossen hatte.

    Danach gings erstmal zum eigentlichen Ausflugsziel. Für uns Kinder gabs eine (echte) Waldmeister Brause zu je 27 Pfennig, die Mutter einen Kaffee, der Vater 1 Bier.

    Auch Schönheit: 4-Pfund Brot vom Bäcker um die Ecke, gab ständig Mecker von Mutti, ich mehrfach reingebissen. Nicht aus Hunger, sondern weil es herrlich geschmeckt hat (was solln denn die Leute denken).

    Alles vergangen, nicht nur der Geschmack von guten Brot.
    Nein, nicht alles. Ich sage heute meiner alten Mutter tatsächlich was sie machen soll. Sie wohnt heute bei uns. Das ist gut so.

    @Oberländer: Ihre Großmutter wusste noch was wichtig ist. Wir müssen es wieder lernen.
    @AH: Stimme Ihnen zu, das was jetzt ist haben wir mit zu verantworten, einschließlich aller Lauers dieser Welt.

    Danke an den Don

  134. ...
    Herzlichen Glückwunsch; adabei ;)
    Was die Kommentatoren so alles wissen.

  135. Abhängigkeit von öffentlicher Alimentierung ist das Thema
    Mir scheint, zuviele jener wie Lauer und Wizorek und Konsorten sind von staatlichen Einnahmen abhängig oder von öffentlich-rechtlichen oder halt von Geld aus diesem Dunstkreis.

    Und die erleben wohl grad, was kalter Schweiß der Angst ist, wenn das alles versiegen könnte.

    Denn ich bin sicher, lang werden deren Einnahmequellen nicht mehr sprudeln. Deren Quellen werden versiegen.

    Und dann kommt das Dilemma, in den Dreißigern, Vierzigern wird plötzlich der Hintern nicht mehr gepudert.

    Aber da diese ja hier mitlesen, ich kann Euch Hoffnung machen – auch für Euch gibt es Hartz 4 :)

    Da lernt ihr dann auch, Euch vernünftig zu bewerben bzw. überhaupt mal einen feinen Lebenslauf zu verfassen :)

    Und mit einem zusätzlichen Ein-Euro-Job lernt ihr dann vielleicht auch, die Zähne zusammen zu beißen, und das Beste aus allem zu machen.

    Also, Kopf hoch und anpacken und nicht soviel lamentieren. 

    Anpacken und schaffen ist die Devise.

    —–

    PS – das Beste, was ich heute gesehen habe, war ein kurzes Video einer alten Frau im Iran, die kaum ein kleines Mäuerchen erklimmen konnte. Um dort dann ihr weißes Kopftuch abszustreifen und am Krück-/Gehstock angebunden zu schwenken.

    Alle Hochachtung.

    —–

    PPS – Lauer hat am 02.02.2018 um Förderung, Einladungen und allerlei mehr gebettelt, damit er an Geld kommt und sein Leben weiter so leben kann.

    http://www.christopherlauer.de/2018/02/02/ende/

    • Er hat zumindest vorerst der Politik entsagt und ich suche gerade nach Trauer bei der SPD.

      Nein ernsthaft, das Outing dieses AfD-Wählers und die Bereitschaft, ihn auch um seinen Job zu bringen – das war m.E. das Ende. Ich kenne ja einihge Sozialdemokraten, die waren entsetzt, so etwas macht man mit dem Wähler nicht.

  136. Gratulation - ein Wassermann im Februar
    Eigentlich ist es ja nicht meins, an den Firlefanz um Tierkreise zu glauben … naja, bei mir häufen sich jene Wasserfrauen und Männer die mich positiv begleiten.Gratulation!

    Wieder so ein inspirierender Text, angesteckt vom Unsinn des anstrengenden Lauers.

    Beim Lesen erinnere ich mich an einen Professor der medizinischen Fakultät der Uni Leiden, der uns selbstkritisch in Hörsaal rief, ich bezweifele das meine Generation die Prüfungen die euch abverlangt werden bestehen würden! So kann man auch auf die folgende Generation schauen. Mir war dies Bekenntnis immer eine Mahnung der Generation nach uns, später keine Steine (überhöhte Anforderungskriterien) in den Weg zu legen.

    Andererseits habe ich diese Woche ein Roman von Fabio Geda – „Im Meer schwimmen Krokodile“ mit Lektürebegleiter zum Deutschunterricht von einem Schüler in die Hand gedrückt bekommen; und mich ernsthaft gefragt, wie so was in so kurzer Zeit als Lektüre Eingang in den Kanon des Lernzielkatalogs im Fach Deutsch finden konnte? Natürlich eine anrührende Flüchtlingsgeschichte aus Afghanistan, die Authentizität für sich reklamiert, der Autor selbst Lehrer. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Mir schwant, hier wird Mittel zum Zweck, unserer Jugend die rechte Gesinnung zur Flüchtlingsfrage gelehrt. Ja, man soll früh genug damit beginnen im Deutschunterricht Schülern die aktuelle Weltpolitik vorzukauen. Ich dachte so für mich, Kleiner Mann was nun – glücklicher wer im Fach Deutsch, dann wohl eher zufällig, auf Hans Fallada stößt!

    Am Ende bleibt mir zum x-ten Mal das „Face-palming“. Gruß aus dem Niederländischen.

    • Nun, man will die Lernziele spannender machen. Ich erinnere mich noch mit Geausen an den Versuch einer Lehrerin, uns in Deutsch eine Gedichtanalyse über „Ich möchte ein Eisbär sein“ machen zu lassen.

      OK, im Vergleich war das noch Gold, aber…

    • Wenn schon Bücher, warum nicht mal (wieder) die Buddenbrooks?
      Zu dick, wer hat die Zeit dafür. Schon. Aber die Geschichte über den
      „Verfall einer Familie“ könnte beispielhaft auch für den Verfall einer (unserer)
      Gesellschaft stehen. Ein besonders übler Charakter im Buch heißt bekanntlich Grünlich. Lehrreich auch, wie die Frömmelei zum Niedergang der Familie beiträgt. Der letzte der Spross der Familie ein antriebsschwacher,
      kranker Hanno. Auch der Typ Christian dürfte heute keine Seltenheit sein.

    • Wassermann
      Ich habe vermutet, dass der Don Wassermann sei.
      Denn ich bin auch einer und
      hatte die gleiche Einstellung zu meinem Chef.
      Auch dieser vertraute mir und ich konnte
      auf meine Art Bauvorhaben abwickeln,
      bei denen ich viel lernen konnte.
      Ich kann mich schwer unterordnen,
      doch Genies liege ich innerlich zu Füßen.
      .
      Ich hatte allerdings die Möglichkeit, ihm auf meine
      Art Dank zu erweisen, indem ich mich selbst zwar
      fast völlig überarbeitete, er aber – er war herzkrank-
      sich noch mal verlieben konnte. Er war so verwirrt
      auf seine alten Tage, dass er der geniale Mensch
      einfach nicht zu gebrauchen war. :-)
      Es war sein letztes Jahr.

      Dem Don wird weiterhin viel Kraft zur Geduld.
      Ois guade!

    • Danke, nur glaube ich nicht an Sternzeichen.

  137. Sagen wir mal so…
    …die „Millenials“ unserer unmittelbaren Vorgängergenerationen des vergangenen Jahrhunderts der „Gerechtigkeit“ – so es sie gegeben hätte – und welche dann Dons Protagonisten beeinflusst hätten, wurden in erheblichem Maße auf eine, sagen wir einmal, „quantité négligeable“ reduziert. In Flandern, an der Somme, am Chemin des Dames, Verdun…. Die nächste Generation der indoktrinierten Besserwisser blieb dann in Demjansk, Stalingrad oder Monte Casino, Ardennen….
    .
    Man könnte also sagen, die „Rest-Millenials“ vor den Jetzigen spielten nicht diese schrill zwitschernde Musik. Und sie hätten ja auch nicht die Mittel dazu gehabt – und nicht die unsäglich viele Zeit, womöglich mit Förderung aus dem ehem. Hause Schwesig oder allerlei NGOs dazu.
    (DdH)

    • "„Gerechtigkeit“ – so es sie gegeben hätte "
      .
      Gerechtigkeit gab es schon immer.
      Es gibt sie heute – und das wird wohl auch so bleiben.

      Gerechtigkeit einfordern, machen wohl nur Leute,
      die Verlierer sind und meinen, verlieren sei ungerecht.

  138. Herzlichen Glückwunsch💐
    sehr geschätzter Don Alphonso! Alles, das Sie sich selbst wünschen, möge in Erfüllung gehen.

    Ein Wassermann, der nicht schwimmen mag, schon erstaunlich.;)

    Da Sie öfter den Sex erwähnen, habe ich mal die Sterne befragt:

    https://natune.net/sternzeichen/wassermann/mann-sex

    Dachte ich mir’s ja schon…

    Aber: Schwangerschaften waren immer eine Furcht, wenn man Verantwortung ernst nahm.Besonders, bevor es die Pille gab.Und: Wäre es nicht toll, wenn es da auch was für Männer gäbe, damit sie wirklich sicher sein könnten? Sie wären nicht mehr reinzulegen,wie sie oft behaupten, mit all den Begleiterscheinungen. Da sollten unbedingt Forschungsgelder generiert werden, meinen Sie nicht?

    • Danke, als Kunstfigur ohne Unterleib habe ich da keine Meinung mehr.

    • ich
      schließe mich Philomenas guten Wünschen an, die die Kunstfigur gnädigst übermitteln möchte und ergänze: Horoskope sind der Horror.

    • @ abgeschrieben,
      es sollte mehr ein Gag sein, ich glaube auch nicht an Horoskope.Außerdem ist es aus meiner (früheren) Sicht von Vorteil, falls Frau bei den Männern dieses Sternbildes nicht bei drei auf dem Baum sein muss.🌳

    • Ich schließe mich der me to Bewegung hier an
      und wünsche Ihnen (aus egoistischen Motiven)
      alles Gute zum Geburtsjubiläum und viele
      Freude an ihrer, mich beglückenden, Arbeit
      und viel begleitendes Gefühl des Gelingens
      bei all Ihren gegenwärtigen und künftigen Aktivitäten.

      Eines ist mir aber doch unklar.

      Wer hat da eigentlich Geburtstag?
      Don Alphonso oder sein Verfasser?

      Wenn es der Verfasser ist:
      Seit wann gibt es Don Alphonso?
      Und wie entstand die Kunstfigur.

    • Das ist eine laaaaange Geschichte.

    • @Philomena
      „Außerdem ist es aus meiner (früheren) Sicht von Vorteil, falls Frau bei den Männern dieses Sternbildes nicht bei drei auf dem Baum sein muss.“

      Da ist was dran … wenn Ihr Horoskop zutreffen und Wassermänner tatsächlich bi sein sollten, sich also nicht mal entscheiden können, ob sie jetzt Fleisch oder Fisch lieber mögen, steht von solchen in der Tat nicht zu befürchten, dass sich von einem Steak irgendwie hinreißen lassen würden. Endlich ein Mann, mit dem man entspannt über Gesichtsmasken und andere sexy Männer plaudern kann. Eine anatomisch andere Freundin!

    • @ Gast,
      ich sagte ja, dass ich nicht dran glaube. Habe gerade mal mein Sternbild eingegeben und schallend gelacht. Frei nach Seehofer: Quatschi, Quatschi.

      Mir fiel da mehr anderes ins Auge,was ich angeblich nach meinem Zeichen überhaupt nicht präferiere.Ich muss Sie leider enttäuschen. ;)

    • Sorry, abgeschrieben,
      was haben Sie wann wo, oder wer hat Sie evtl. abgeschrieben? Ist ein deprimierender Nick, jedem sei eine 2. Chance doch immer gewährt.

    • @Philomena: Wäre es nicht toll, wenn es da auch was für Männer gäbe?
      Na klar!
      Es gibt teuflich tolle Lösungen!
      Durch die Zufuhr von Testosteron stellt der Körper des Cisgender die eigene Herstellung des Hormons ein.
      Die Verabreichung von Testosteron täuscht dem System des Hypothalamus und der Hypophyse eine ausreichend hohe Testosteronbildung im Hoden vor.
      Innerhalb einiger Monate kommt es dann zu einem Ende der Spermienproduktion. Wird das Hormon abgesetzt, beginnen die Hoden wieder damit, Spermien herzustellen.

    • @Philomena
      „Sorry, abgeschrieben,
      was haben Sie wann wo, oder wer hat Sie evtl. abgeschrieben? Ist ein deprimierender Nick, jedem sei eine 2. Chance doch immer gewährt.“

      Ich bin nicht abgeschrieben, gebe aber zu bedenken, dass daran gewöhnlich niemandem gelegen und selten jemandem geholfen ist. Von Leuten, die sich in der Attitüde gefallen, Chancen zu „gewähren“, um sich davor zu drücken, sich Irrtümer einzugestehen, sollte man sich besser fernhalten. Denn entweder, die haben sich getäuscht; dann passiert das bestimmt wieder. Oder sie wurden getäuscht; dann ist man selber häufig selber der Übeltäter und sollte schon aus Gründen der Pietät Abstand halten. Mit Gewinn aufklären lassen sich ohnehin nur gemeinsame Irrtümer, also – die Einigung auf einen Feind. Mit dem Rest muss man leben und nicht „Chancen“ vergeben.

    • @ peter bernhard,danke.
      …und das gibt’s auf Rezept in Apotheken und die Männer wissen das?
      Na dann, wieder was gelernt und das nächste Mal habe ich die passende Antwort parat, wenn gejammert wird, die Frauen hätten sie gelinkt.

      Der kleine, pfiffige Lucas hat das Glück zweier ihn liebender Großmütter und Urgroßeltern. Der Vater zahlt nur, ohne ihn anzuschauen. Bei dem anderen Fall, der 20 Jahre zurückliegt,versagte die Mutter jeglichen Kontakt zur Tochter, weil der Vater auch „nur zahlen“ wollte.Selbst die Eltern der Mutter schlugen die Hände über den Kopf zusammen wegen der eigenen Tochter.
      Für mich unbekannte Welten, die ich mitbekomme.

    • Aha, Gast 2,
      Ihr pietätisches Oberwasser sei Ihnen gegönnt.Mein Feind währen da eher solche Seiten, die diesen Quatsch Sternbild für Sternbild ins Netz stellen dürfen.Esotherik darf scheinbar auch alles, ohne, dass es als diffamierend empfunden wird.

    • @Philomena: Nachtrag zu den Nebenwirkungen! Dopende Bodybuilder ohne Cojones!
      Dopenden Bodybuildern kann es durchaus an die Hoden gehen, der Fachausdruck hierfür lautet „Hodenatrophie“ und bezeichnet das Schrumpfen der Hoden durch Testosteronzufuhr.
      Sapperlot, Realitätsflucht der Muskelmänner ohne Cojones und der Sexy babes mit Silikonbrüsten ohne Milch, in eine imaginäre oder möglichst bessere Wirklichkeit!
      Tiene cojones la cosa!

    • @Philomena
      „Aha, Gast 2,
      Ihr pietätisches Oberwasser sei Ihnen gegönnt.Mein Feind währen da eher solche Seiten, die diesen Quatsch Sternbild für Sternbild ins Netz stellen dürfen.Esotherik darf scheinbar auch alles, ohne, dass es als diffamierend empfunden wird.“

      Bei allem Respekt; aber was kann eigentlich Gast 2 dafür, wenn und soweit Ihnen das Taktgefühl abgehen sollte, das einem aufgibt, jemandem nicht nachzustellen, sondern sich maximal zu entschuldigen, wenn und soweit es Mißverständnisse gab?

      Und weshalb verlinken Sie irgendwelche Horoskope, nur um sich anschließend darüber zu erheben, dass das jemand ernst nehmen könnte? Dass sich jemand lieber davon fernhält, dass das auch eine ungute Wirkung haben kann, wird ja niemand bestreiten. Aber bei allem westlich geprägten Selbstbewusstsein, das Ihnen natürlich gegönnt sei: Sollte ich mich eines Tages dabei ertappen, mich für grundsätzlich schlauer halten als beispielsweise ein Galileo Galilei, würden mir Takt und Pietät im übrigen aufgeben, mich selber abzuschreiben.

    • Herr Bernhard,
      ich wollte noch nach den Nebenwirkungen fragen, weil die ja auch bei Frauen bekannt sind nach längerer Einnahme…

      Ich kenne keine Bodybuilder, nur sonst sportliche Leute.

      Ihnen, @ Gast2, möchte ich sagen, dass es wären heißen muss, leider hatte sich ein h verirrt.

    • abgeschrieben, Gast 2 und 3,hiermit abschließend.
      Im Moment habe ich das Gefühl, dass Sie eher mir nachstellen.Ich denke, es wäre editiert worden, wenn es zu heftig gewesen wäre. Der geschätzte Don schreibt doch schon auch mal, dass Singles mit anderen Singles schlechten Sex haben oder andere zu feige zum Gruppensex sind.Ist da ganz locker.

      Dass ich wirklich den letzten Absatz nicht mehr gelesen habe, werde ich gerade Ihnen nicht auf die Nase binden.Sonst würden Sie echt schlauer, wie Galileo Galilei, nur leider humorloser.

    • peter bernhardt
      So zum Wochenanfang möchte ich kurz klarstellen, das ich Ihnen natürlich kein Wort geglaubt habe.War aber nett,neue Erkenntnisse anderer Art zu gewinnen.Ihnen eine schöne Woche mit viel Männer – Solidarität.😉

  139. Titel eingeben
    Hätte mir den Schwachsinn von Lauer gerne mal angehört aber der nicht funktionierende Player ist sicher auch ein Resultat dieser hochbegabten Millenials. Im Endeffekt ist doch jeder ein bißchen seines Glückes Schmied. Wenn man aber zu blöd ist, einen Hammer zu bedienen bleibt nur noch effekthaschendes Rumgepöbel als Beschäftigung. Hadmud Danisch hat ja so recht…

  140. ... Millenials und keine Ahnung von gar nichts ...
    … all´diese Lauer´s sollen sich erst einmal einen umfassenden Überblick über die letzten 70 Jahre Deutschland verschaffen … und was deren Eltern-Generation erlebt und geschaffen hat …

    ich wohne in „Mutlangen“ – !!! schon mal gehört, Herr Lauer … Mutlangen??

    Das war eine seeehr lustige, entspannte Zeit damals – die „echten Mutlanger“ flüchteten – wenn sie konnten – zeitweise zu Verwandten – aus Gründen, die ein Herr Lauer sicher nicht kennt … Häuser konnte man damals gar nicht verkaufen, da sie keiner mehr haben wollte – warum? Pershing-Raketen (Pershing?? was is das denn)auf riesigen Tief-Ladern rollten an unseren Häusern vorbei … einen halben Kilometer von mir wurden sie Bunkern gelagert … vielleicht sind heute noch welche dort – wer weiß das schon …

    schon mal gehört Herr Lauer – nein??!! Na, dann wird´s aber Zeit – machen Sie sich mal schlau …

    ein extrem dummsprechnerviges Kindergarten-Kind.

  141. Segregation hat auch etwas Gutes
    Ich für meinen Teil bin ja ganz froh darüber, dass all die Lauers, Oomens und [Wie heißt noch der kleine Fettklops von der taz?] nicht in der Uckermark wohnen wollen.

    Als Einwohner des Arbeiter- und Bauernparadieses konnten wir ja erst später mit dem Erwerb von Immobilien beginnen. Trotzdem gibt es in der Familie mittlerweile drei Eigenheime. Die nächste Generation studiert gerade und wird wohl auch genug verdienen, um sich ein Häuschen vor der Stadt leisten zu können. Gehören wird es den Jungen natürlich erst, wenn sie alt sind. So ist es eben, wenn man nicht aus besserem Hause kommt.

    Ich vermute ja, dass mit steigender Eigentumsquote die Lust auf linke Experimente sinkt. Vielleicht wollen die Linken deshalb Sozialwohnungsbau und Mietpreisbremsen, statt Eigentumsförderung.

    • Ja, das ist wohl auch ein Grund, warum die SPD in den Städten noch stark ist. Aber bei der Miertpreisbremse sah man, dass sie es nicht kann. Und in Berlin sieht man es jetzt wieder.

  142. "Der Neid ist eine starke Waffe!"
    „… und nach Familie, Immobilie und Abitur für die Kinder kam ganz lange Zeit: Nichts. Rückblickend habe ich überhaupt nicht den Eindruck, dass meine oder andere Eltern die Kinder kurz gehalten hätte [sic!]…“. Das kann ich als BJ. 1957 unterschreiben und ich selbst lebe das (bzw. habe ich für meine Kinder gelebt).
    Ich nehme solche Tiraden – ob von Lauer oder sonst wem geäußert – nicht mehr ernst. Der referenzierte Artikel (und weitere) von Hadmut Danisch bringt das nämlich auf den Punkt: Der Teil einer Mimi-Generation mit dem Platin-Löffel im Mund (Gold reicht da nicht mehr), der erwartet, ihm kämen mit irgendwelchen Geschätzwissenschaftsabschlüssen die sprichwörtlichen „gebratenen Tauben“ ins Maul geflogen, ist da einfach fehlinformiert. Und mir will scheinen, dass solche Menschen nur daher bemerkt werden, weil sie eine „mediale Öffentlichkeit“ erreichen, die den „gesellschaftlichen Diskurs“ zu bestimmen sich anschickt.
    De facto nimmt solche Menschen eigentlich niemand mehr ernst.
    Wenn mein Sohn mit seiner Frau ihr Heim durch Immobilienerwerb einrichten und eine eigene Familie gründen will, dann verfolgt er aus Sicht solcher Leute durchaus „spießige“ Vorstellungen. Nur: Er hat meine völlige Unterstützung!
    Und – so mein Eindruck des „gesunden“ Menschenverstandes – ist das immer noch die Meinung und innere Haltung der meisten Deutschen. „Jeder ist seines Glückes Schmied!“
    Dass in Deutschland – und im übrigen auch in Österreich – die Quote der Eigenheim- bzw. -wohnungsbesitzer so niedrig ist (nur ca. 50%) hat m.E. seine Gründe in den Zerstörungen nach WK II. Dass sich daran bislang nichts geändert hat, ist m.E. der nicht nachvollziehbaren sog. „Familienpolitik“ geschuldet, die zwar die „Rundum-Versorgung“ mit KITA-Plätzen und Ganztagsschulangeboten (und damit eigentlich den Staatsdurchgriff) sicherstellen will, aber definitiv nicht (mehr) will, dass Familien ein „Nest bauen“. Da wären diese ja teilweise nicht mehr auf „Betreuungsleistungen“ angewiesen.

    • solche Menschen dominieren in Deutschland aber die öffentliche Meinung.

    • Schlecht recherchiert
      Gold ist inzwischen deutlich teurer als Platin.

    • „Staatsdurchgriff"
      Die mediale Öffentlichkeit, die den gesellschaftlichen Diskurs zu bestimmen glaubt …

      Die werden den Ossis nie verzeihen, dass die dem überlegenen System des gerechten Arbeiter- und Bauernparadieses das Grab geschaufelt haben. Unverzeihlich.

      Familie? Privateigentum? Kindererziehung nach eigenen Vorstellungen und im eigenen Haus?
      Sowas von spießig und rechts. Null Ahnung vom wissenschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Fortschritt.
      Abgehängte Verlierer eben.

  143. Heut gibt's Wassermanntorte
    Lieber Don!
    Wünsche Ihnen einen schönen Tag und ein gesundes neues Lebensjahr mit schönen Raderlebnissen!

    Gute comments hier. Der von dem Wiener über Hansi hat’s mir besonders angetan. Apropos Durchlässigkeit, Freundschaft auch. Freundschaft wo sie hinfällt. Freundschaft verordnet von oben funktioniert dagegen nicht.

    Politiker sagen heute nur zu gern „Du sollst“ statt zu gucken, was ist. Sie meinen, der Wähler müsse ihnen folgen, statt selbst dem Wähler zu Dienste zu sein. „Deutschland dienen“ (Merkel), was soll das sein? Dem Wähler dienen hieße zu berücksichtigen, dass man eine solide konservativ-liberale Mehrheit hat, wenn man die AfD mitrechnet. Was man nicht wirklich besitzt, ist ein Mandat für SPD-Politik.

  144. millenials: mental verwahrloste wohlstandskinder
    vielen dank für den beitrag! ich bin jahrgang 1949 und kann ihre meinung bestätigen. die zustände in den 40er, 50er, 60er jahren sind noch sehr wohlwollend beschrieben. im arbeitermilieu herrschten elend, armut, hunger. mein urgroßvater ist 1947 verhungert, ich selbst habe seit der kindheit einen rachitischen rücken, bekannt aus dem england des 19. jahrhunderts (englische krankheit).- in einem beitrag zum wettlauf zum südpol (amundsen und scott) las ich: amundsen hat nur gewonnen, aber er hat nicht gelitten. DIESE erfahrung fehlt den millenials völlig, und ich wünsche ihnen von herzen, dass sie sie noch machen. hjh

    • Ich wünsche keinem was Schlechtes, aber bezeichnenderweise wünscht diese Generation öfters mal Luftangriffe wie im 2. Weltkrieg auf Deutschland, wenn hier „falsch“ gewählt wird.

  145. Das alles etwas kürzer
    Das erste Bild oben das kommt aus Freude von ehemals.
    Heute heißt es „Ist das Kunst oder muss das weg?“ (Zitat von nebenan).

  146. Es scheint eine Generation ohne handwerkliche Fähigkeiten heranzuwachsen.
    Die Grundlage für die Freude an einem gutem Leben ist ähnlich wie bei einem alten Fahrrad auch, seine Errungenschaften zu pflegen und zu warten. Wieviele der Kinder mit zwei linken Händen werden sich den Unterhalt der geerbten Häuser leisten können. Fenster, Dach, Heizung, neue Verordnungen, ein Tank voll Öl…

    • Fairerweise muss ich sagen. letzthin kam ein älterer Herr wie ein Bär in die Werkstatt, aus Osteuropa, ein typischer Malocher – und konnte auch seinen Schlauch am Rad nicht wechseln.

    • Ja, und dann warten diese geschwätzwissenschaftlichen Größen
      3 Monate auf einen Termin des Handwerkers mit einen Verechnungsatz, von dem selbst ein Zahnarzt bei privater Liquidation träumt. Reinhard Mey’s Blick in dei Zukunft war nicht schlecht ;-)

  147. Verworrene Geister
    Was all‘ diese „Millennials“ gerne verbergen ist doch, dass sie nicht minder egoistisch und egozentrisch sind wie die von ihnen Beklagten. Sie glauben auf der „richtigen“ Seite zu stehen, für das Gute zu kämpfen und berauschen sich dabei ihrer angeblich überlegenen Moral.
    Vor vielen Jahrzehnten marschierten ihre Vorväter durch Europa und proklamierten „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“. Sie brüllen heute ihre stumpfen und unreflektierten Parolen und meinen dabei – verborgen – „an meinem Wesen soll die Welt genesen“ (der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm).
    Sie sind keinen Deut besser – im Gegenteil – nur fehlt ihnen leider die Bildung und Einsicht, dass es mehr als ihre „Wahrheit“ gibt.
    So sind wir Menschen nunmal. Wir glauben unsere Erfahrungen seien universell; dabei lebt ein jeder von uns in seiner eigenen Realität, seiner – neudeutsch – Bubble.
    Von Menschen, die sich anmaßen andere „erziehen“ zu wollen erwarte ich mehr. Lautstärke und Emporüng sind mittlerweile mehr wert als Vernunft und Besonnenheit. Schade eigentlich.

    Werter Don, bleiben Sie mir gesund und erfreuen Sie mich bitte weiter mit dem tagtäglichen Irrsinn in „unserem“ Land :-)

    Grüße aus Hessen.

  148. Don Alphonso alles Gute zum Geburtstag
    DA: „Ich bin in dem Alter, in dem man sowas gerne vergisst.“

    In diesem Jahr würde ich mir trotzdem einen kleinen Blogger-Pokal in die Vitrine stellen. Was hier seit der Vorweihnachtszeit läuft, ist vom journalistischen Standpunkt aus vorbildlich und für eine gelebte Demokratie wesentlich wertvoller als die x-te Polit-Stiftung aus Steuergeldern. Menschen zu Wort zu kommen zu lassen, die sich sonst nie äußern, ist eine selten gewordene Form sozialer Intelligenz gleich Delphinen, die erschöpften Schwimmern helfen, an den Strand zu kommen.

    • Danke.

      die Sache ist, ich interessiere mich nicht für Preise, ich interessiere mich nur für Debatten.

  149. So, so...
    Die Regierungspartei in Venezuela hat Staatschef Maduro offiziell als Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr nominiert. Der kündigt an, „Venezuela zum Höchsten zu führen“.

    Zum höchsten Misthaufen oder was?
    Ist denn der Misthaufen noch nicht hoch genug?
    Labern, labern, mehr könnt ihr Labertaschen eh nicht.

    • Venezuela Germania und in Italien ist Berlusconi wieder da.

    • The Godfather
      Der gesamte Westen und viele andere Vasallen zB Japan, Südamerika… werden sich wie eine Kompassnadel an den USA ausrichten. Einer nach dem anderen.
      Oder Vasallen Chinas werden. Das ist die Alternative.
      Für einen eigenen Weg ist Europa und Deutschland viel zu schwach.
      Der nächste Kanzler muss dann nach Canossa, dort niederknien und seine Hand küssen (nie kamst du als Freund und jetzt willst du meine Hilfe).

    • Wer die EU als Vasallen hat, braucht keine Feinde
      eher zu dämlich als zu schwach. Die EU hätte China schon lange drankriegen können wegen massiv benachteiligender Handelspraktiken. Als Absatzmarkt ist sie für die Chinesen zu wichtig, als dass diese das hätten ignorieren können. Statt dessen lässt man nun Trump die Drecksarbeit machen.

      Genauso hätte man die Kampagnen der Bush-Regierung kontern und womöglich sogar den Irakkrieg verhindern können. Die einzigen, die damals massiv dagegenhielten, waren die Österreicher, die die Balkanroute für US-Militär sperrten. Die Ausrede „schwach und klein“ zählt in Wirklichkeit gar nicht.

      Die Europäer und besonders die EU sind ein komplett unfähige Veranstaltung. Allenfalls gut im Verspritzen von Moralinsäure und der Erzeugung von bürokratischem Overhead inkl. defekter Währungen.

  150. Ein Millenial im Interview - Hörfehler nicht ausgeschlossen - Karnevalszeit
    Meine Frau hat die Gewohnheit abends RTL-Exclusiv anzuschauen. Da erfährt man die neuesten promi-Trennungsgerüchte oder sieht ungewaschene Promis mit Teleobjektiv.
    Danach Nachrichten. Gestern aß ich dabei und hörte den Fernseher der hinter meinem Rücken stand. Gespräch mit dem Juso-Vorsitzenden. Er will die GroKo nicht. Also Neuwahlen? Ich höre: Martin Schulz soll Bundeskanzler in einer Minderheitsregierung werden.
    Ich unterbreche das Kauen, denn beim Kauen kann das Gehör fehlerhaft sein, drehe mich um weil ich sehen will ob meine Frau zu einer Karnevalssitzung umgeschaltet hat. Ich sehe den RTL-Sprecher im Gespräch mit einem blassen jungen Millenial.

    Ich frage meine Frau: habe ich das gerade richtig verstanden, hat da ein junger Mann gesagt, der Vorsitzende einer 21-Prozent-Partei soll Bundeskanzler der Bundesrepublik werden? Meine Frau starrt mit versteinertem Gesicht an mir vorbei in Richtung TV. Sie sagt nichts mehr. Wir schalten um auf „Bares für Rares“.

    Ich schlafe gut mit unruhigen Träumen. Morgens gebe ich „Juso-Vorsitzender“ in die Suchmaschine duckduckgo ein (die verfolgen einen angeblich nicht), Ergebnis: Er ist 1989 in Westberlin geboren

  151. Auch die Älteren sind Opfer des historischen Wandels
    Es geht eben nicht rational zu und es ist immer wieder die alte Leier mit den Generationen. Jeder, der in seiner Gegenwart steht, muss Entscheidungen ohne umfassende Informationen treffen – ein Glücksspiel, und später kommt es anders als man denkt, was auch der Kurzlebigkeit von Regierungen und ihren Bildungsreformen geschuldet ist. Dass man nachher schlauer ist, gilt als Binsenwahrheit. Das Gejammer der Jüngeren findet spiegelbildlich zu der hart wirkenden Feststellung der Alten statt, genau vor den selben Problemen einer ungewissen Zukunft Entscheidungen treffen zu müssen, die sich wie ein ungedeckter Wechsel anfühlen. Warum wohl streben so viele in den Beamtenstatus? Junge Wissenschaftler robben sich von einer Befristung zur nächsten und mit 45 steht der habilitierte Physiker als Hartz4-Empfänger auf der Straße, muss aber erst sein Vermögen verleben, seine Frau ist mit den Kindern weg, die Ehe wegen dieser prekären Lebenslage zerbrochen und er wird bald als Obdachloser und Alkoholiker, „Kunde“ dieses Sozialstaates, an der Isar sitzen. Das also ist der Forschungsstandort Deutschland? Wieviele Erwartungen wurden enttäuscht, weil man den öffentlichen Lügen aufgesessen ist? Die Skrupellosigkeit von Kultusministern dem kompletten Jahrgang von Referendaren eine Stelle zuzusichern, um ihn später in die Wüste zu schicken – was soll man dazu sagen? Oder bei Air Berlin verschiebt man die Flugzeuge auf „Walter“, verhandelt zum Schein mit der Gewerkschaft, der Tarifvertrag wird nicht unterschrieben und die Angestellten sind am Ende die Betrogenen, arbeiten jetzt vlt. für 1.700 € als Flugbegleiter bei Walter in den alten AB-Maschinen. Und wo sind die 200 Millionen € der Steuerzahler hin? Die Liste ließe sich verlängern. Aber: Niemals hat es in den 70er und 80ern eine Umkehr der Verhältnisse der sozialen Marktwirtschaft gegeben, dass die Schulden von Konzernen und Staaten sozialisiert wurden, und die deutschen Steuerzahler zur Kasse gebeten wurden. Der Vorbote dieser skrupellosen Ausplünderung der Länder- und Bundeshaushalte – der Mittelschicht – war aus meiner Sicht die SPD in NRW, die meinte, mit der West-LB den Kapitalismus reiten zu können. Die Verluste trägt der NRW-Steuerzahler bis heute ab. Zur Rechenschaft wurde keiner gezogen, Freisprüche! Und die SPD und der Bruder Johannes hoben die Hände. Heute wird geschwafelt von einer Bürgerversicherung, nach dem der Staatsschatz der Versicherten geplündert wurde, Arbeitnehmer zahlen das, was fehlt selber usw. Als ob Deutschland kein Wirtschaftswachstum gehabt hätte und heute in manchen Regionen des Ruhrgebietes und Ostdeutschlands wie das Armenhaus Südeuropa aussieht – Was ist bitte an Wohlstand und Kaufkraft für die Mittelschicht geblieben, wenn über marode Schulen jetzt schon seit 20 Jahren gejammert wird, die Infrastruktur verfällt – das hatten wir damals nicht. Wenn ich aus der DDR zurückkam, wusste ich, dass ich wieder in der BRD war – allein wegen der Straßen, von der Grenzkontrolle mal angesehen. Heute ist es umgekehrt. Wenn vor 40 Jahren es einem Lehrerehepaar locker möglich war im Speckgürtel einer Hauptstadt ein EFH mit 150 qm, unterkellert und 500qm Grundstück zu bauen, und das in 25 Jahren ohne große Verrenkungen abzubezahlen, bekommt die heutige Debatte ein etwas anderes Bild. Noch nie fand in Deutschland ein derartiger Ausverkauf an ausländische Investoren statt. 1970/80 gab es keine Globalisierung. Es gab auch keine Finanzindustrie. Damit einhergehend war ein Normalarbeitsverhältnis – Vollzeit und unbefristet – der Standard. Alles das ist weg und die einfachen Jobs für die Hauptschüler und praktisch Begabten, die davon aber auch leben konnten, sind heute prekäre Multijobber. Mit der Digitalisierung kommt der nächste Schlag und vermutlich der Zusammenbruch des Sozialstaates, weil z.B. die Rentenansprüche die jeweilige Generation nicht mehr finanzieren kann (und will), das Umlagesystem ist tot, weil die Reste von Solidarität beerdigt wurden und der Gier, des Egoismus, keine wirtschaftsethischen und juristischen Schranken mehr gesetzt sind! Das alte Umlagesystem Adenauers und Blüms Credo ist am Ende. Es kommt aus diesen „guten, alten Zeiten“, in denen das NAV herrschte, wir eine EWG und kein Schengen-Abkommen hatten und Ostdeutschland nicht finanzieren mussten. Heute finanzieren wir auf Pump lieber anderer Völker. Und wenn die heutige Generationen der 25-55-Jährigen jeden Sinn für die Ökonomie vermissen lassen, richten sie sich eben selbst zu Grunde und brauchen sich wahrlich nicht zu beklagen, denn das Geld kann man nur einmal ausgeben. Lauer und alle anderen heulen herum, weil sie das vergessen haben. Für sie bleibt weniger bis nichts übrig, weil sie es an andere Völker verschenken.

    • Donald Trumps argument for america... and for Deutschland
      Ich hoffe der Link ist erlaubt. Sind nur zwei Minuten. Als ich den gesehen habe, er wurde zum Ende des Wahlkampfes geschaltet, hatte ich zwei Gedanken: 1. Trump gewinnt die Wahl und 2. Der Clip passt auf Deutschland.
      In Deutschland fehlt nur noch ein Menschenfischer der das alles bündelt und ausdrückt. Dann gehts ab.

      https://www.youtube.com/watch?v=vST61W4bGm8

  152. Titel eingeben
    Mittlerweile hauen die Leute nicht nur nach Columbien ab, sondern auch mit Booten nach Aruba.
    Aber von der saarländischen Labertasche kein Wort !!!

    • Zitat:
      sica1492 10:38 Uhr
      Antwort auf den Beitrag von jonnyrotten 09:48 Uhr
      @jonnyrotten: Zu Maduros „Höhenflügen“ bis jetzt, gehören u.A.:
      – die höchste Verbrechens,- Mord,- Totschlags- und Raubrate!
      – die höchste Mütter- und Kindersterblichkeitsrate in Lateinamerika!
      – die höchste Korruptionsrate seit Existenz des Staates Venezuela und eine der höchsten weltweit überhaupt!
      – die höchste Armutsrate, seit Existenz des Staates Venezuela!
      – die niedrigsten, erbärmlichsten Einkommen, seit mind. 50 Jahren!
      – die höchste Inflationsrate weltweit!
      – die höchste Rate an staatlich organisiertem Drogenschmuggel!
      – die höchste Ineffizienz sämtlicher staatlichen Organe und Verwaltungen, mit Ausnahme des Geheimdienstes, SEBIN!
      – die höchste Rate an Mangel in sämtlicher Infrastruktur!
      – die niedrigste und inffektivsten Förderquoten des Erdöls, seitens der PDVSA, bei gleichzeitig höchstmöglicher Korruption in dem Laden!
      – Elender Hunger und bittere Armut in sehr weiten Teilen der ohnehin bitterarmen Bevölkerung!
      – äußerst mangelhaftes Bildungssystem!
      – völlig verwahrloste, komplett mangelhafte Gesundheitsversorgung!
      – keine Versorgung der Bevölkerung mit notwendigen Medikamenten, s sei denn man ist strammer Parteigänger,
      – Nutzung der Hungerwaffe zum erpressen von zustimmenden Wahlergebnissen = carnet de la patria!
      – ständige Rechtsbeugung und Aushebelung der Verfassung!
      etc, etc, etc!!!
      Und das alles in einem mit geradezu unermesslichem Reichtum gesegneten Land, wo es ohne Not möglich wäre für alle bessere soziale Verhältnisse zu schaffen, als in z.B. Norwegen oder der Schweiz.
      So sieht der hier verblendet beweihräucherte „Sozialismus des 21 Jahrhundert“ aus. Ich gebe zu, in den ersten Jahren eines Chávez habe ich dieses wundersame Märchen (cuento maravilloso) auch noch geglaubt und für unser Venezuela erhofft.
      Jetzt nicht mehr!!!
      Da fällt mir mit bitterem Sarkasmus nur noch der Slogan: vorwärts immer, rückwärts nimmer, bzw. palante commandante“ ein. Auf, zu neuen Höhenflügen ein!

  153. Happy birthday, Don!
    Jesus,

    Der Don hat Geburtstag! (Danke Tiger)

    Herrlichen Glückwunsch!

    Youth is happy because it has the capacity to see beauty. Anyone who keeps the ability to see beauty never grows old.
    (Kafka)

  154. schön wär's
    wenn man nach Betrachten eines Links
    nicht auf die Eingabezeile von blogs.faz.net
    zurückgeführt würde,
    sondern direkt dahin, wo man zuvor
    mit dem Lesen aufgehört hat.

    • Die Lösung liegt vor Ihnen: ein Klick mit dem Mausrad, werter Dieter Rose,
      und der öffnet einen Link einfach in einem neuen Tab, während die ursprüngliche Seite unverändert offen bleibt, genau an der selben Stelle.
      Ist man mit dem Anschauen fertig, schließt man den Tab, und voilà, hat man wieder seinen Text vor sich und kann weiterlesen.
      Die umständlichere Art ist ein Rechtsklick, im Aufklappmenu den Punkt „In neuem Tab öffnen“ anklicken, fertig und weiter wie oben.
      Das erspart das ständige Neuladen der Seite mit dem Sprung an den Anfang.
      Einfach mal ausprobieren.

    • @Dieter Rose
      Ich vermute, Sie benutzen ein Smartfon/Tablet.

      Sie folgen dem Link im Browser, dann gibt es 2
      Möglichkeiten, zurück zum Blog zu kommen:

      a) sie drücken die die generelle Zurück-Taste,
      des Fons/Tablets (meist unten links)
      dann gehts auf die blogs.faznet.seite

      oder
      b) sie benutzen im Browser die Zurück-Taste,
      normalerweise oben links, dann gehts zurück
      zu der Stelle, wo der Blog anfing.

      (getestet mit Sony und Samsung Tablets)

      Beste Grüsse
      m.

    • Schön wär's?
      Wenn Sie den Link in einem neuen „Fenster“ oder „Tab“ öffnen, geht das.

  155. @ Herr Marx,
    …derartige Erinnerungen haben fast alle direkt Vor-
    oder Nachkriegsgeborenen. Egal ob auf dem Lande oder in der Stadt aufgewachsenen. Die Dörfler, wie ich damals, mit einer sehr kleinen Nebenerwerbslandwirtschaft und großem Gemüsegarten der Oma, mussten aber keinen Hunger leiden. Der Großvater mutterseits war während des Krieges gestorben. Zum Glück kamen die 4 Söhne der Großmutter, meine Onkel, mehr oder weniger traumatisiert, aus dem Krieg zurück. Ihren 5., eigentlich „weißer Jahrgang“ gab sie mit Krallen und Zähnen verteidigt nicht mehr der neuen Wehr.
    .
    Meine Mutter, mit zwei kleinen Kindern (2 Jahre/ 5 Monate) verlor ihren Mann, einen Kruppianer, durch einen Arbeitsunfall beim Abbruch der zerstörten eisernen Rheinbrücke in Düsseldorf im Auftrag der Alliierten. Sie wurde durch die Familie aufgefangen, die damalige mickrige Witwenrente bzw. Hinterbliebenenrente reichte auch auf dem Lande nicht weit. Sie ging, mangels anderer Erwerbsmöglichkeiten, zu den entsprechenden Zeiten nachmittags bei den Großbauern Rüben vereinzeln und Unkraut jäten, im Herbst zur Rüben- oder Kartoffelernte. Für vielleicht 25 Pfennige die Stunde.
    .
    Einer ihrer Brüder musste z.B. damals, um überhaupt in seinem Beruf arbeiten zu können morgens 22 km nach Andernach (Rasselstein fahren). Mit dem Fahrrad! Sommers-wie winters.
    .
    So könnte ich hier Geschichten von harter Arbeit mit der Sense oder vom Holz machen bei 40 cm Schnee oder von Telefonkabel-Gräben anlegen bei gefrorener Erde im Akkord erzählen.
    .
    Aber sie Leuten vom Schlage Lauer zu erzählen ist m.E. verlorene Liebesmüh´. Meistens kommen dann zum eigenen Ärger ohnehin Antworten: „Das hatten die sich doch selber zuzuschreiben. Hätten sie die Kriege nicht angezettelt.“
    .
    Darauf kann ich verzichten und wir stecken, nachdem die 1992/93 mit 43 Jahren gebaute 183 qm-Hütte nach 24 Jahren so gut wie abbezahlt ist, jeden übrigen € in gemeinsame Reisen mit unseren Kindern und dem leider einzigen Enkelkind.
    (DdH)

  156. Titel eingeben
    Im Prinzip kann man dem Beitrag uneingeschränk zustimmen. Was mich aber schon irritiert ist das es in Deutschland teile der Millennium Gen gibt die nicht kalgt aber wirklich benachteiling wird. Um es mal bewusst provozierend zu formulieren: warum zahlt audi seinen neu anfangenden Entwicklungsingenieuren zu begin deutlich weniger als zb ford (!) in den usa (von apple (Praktikant $90000) etc vs SAP ganz zu schweigen)?! Klar, das kann man nicht direkt vergelichen, das Risiko ist ein ganz anderes, dieses ganze work life balance kram auch, es gibt deutlich schlimmeres als die Bezahlung bei audi und ob man in michigan wohnen will ist auch nochmal eine andere frage. Aber wenn man bedenkt das letztlich ganz Deutschland mehr oder weniger direkt vom Verkauf deutscher Autos abhängt ist das irgendwie doch irriterend.

  157. Die Millannials schlagen zurück
    James Damore, mit 28 Jahren sicher ein Millennial, verklagt Google, das größte Unternehmen der Welt, wegen der Diskriminierung junger weißer Männer! Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen.
    Auf quillette.com gibt es darüber eine ausführlichen Artikel.
    Wie sehr dies den Mainstream ankotzt, kann man schön in einem Artikel von Laurie Penny im Guardian lesen.

    • Die Insassen leiten das Irrenhaus
      Was heute als „mainstream“ bezeichnet wird waren gestern noch die Durchgeknallten! Die James Damore Affaire setze ich in die gleiche Kategorie wie die Dreyfus Affaire, et j’accuse! Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit!

    • Aufstieg und Fall der Kaukasier
      Das ist ja weit schlimmer, als ich dachte. Mich wundert nur, wie man in diesem SJW Club jetzt wohl die Gründer sieht, die beiden russisch-jüdische Emigrantenkinder: cis-männlich, heterosexuell und beinahe so „kaukasisch“ wie überhaupt nur möglich. Von Eric Schnidt, der das Unternehmen zum Weltkonzern gemacht hat, mal ganz zu schweigen.

      Einer der Kommentatoren zu dem Artikel stellt die Frage, wie es gekommen sei, dass Programmierer das linke (oder präziser: das linksesoterisch-intersektionelle) Weltbild übernommen haben. Ich vermute einmal, passend zum Thema, dass das eine Generationenfrage ist. Die älteren unter der Techies hatten nie ihre Privilegien gecheckt, aber auch nie Probleme damit, dass ihre Mitarbeiter allen möglichen Nationalitäten, Rassen oder Geschlechtern angehörten. Diese laissez faire Einstellung scheint nun vorerst der Vergangenheit anzugehören und es sind, wie man sieht, nicht die „white supremacists“ die sie beerdigen.

      Interessant auch, was sich dagegen gerade in Deutschland abspielt:

      ht*tps://www.welt.de/wirtschaft/article173156063/Gewerkschaften-Die-Neue-Rechte-draengt-jetzt-auch-in-die-Betriebe.html

  158. Ach ja, fast vergessen...
    Happy Birthday ;-)

  159. tempora mutantur et nos mutamir
    „Man hat es getan, und nicht öffentlich über die eigenen Probleme geredet.“ Tja, lieber Don, das waren halt noch andere Zeiten.

  160. "in Italien und ähnlichen Ländern"
    „ist die Partnersuche ohne Wohneigentum eher schwierig“

    Eine Entwicklung, die mehr als seltsam ist. Am meisten, weil offensichtlich der Aberglaube gefördert wird, dass man Jobs ausschließlich in der nächsten Umgebung suchen soll. Wenn die nächste Stelle eine Stadt weiter angeboten wird und weitaus besser bezahlt ist, muss man sie folglich sausen lassen, weil die Verluste per Immobilienerwerbs-Transaktionskosten inkl. staatliche Gebührenräuberei alle Gehaltsvorteile annulliert. Oder man zahlt einen gigantischen Aufpreis in Form von Zeitverlusten und für Fahrtkosten. Wer gern stundenlang im Zug sitzt oder im Stau steht, ist bei dem Konzept natürlich klar im Vorteil.

    Persönliche Entwicklung und Berufskarriere in Beton eingemauert, das Eigenheim als Gefängnis. Ganz hervorragend, das italienische Konzept. Dass es der italienischen Wirtschaft hilft, ist m.W. auch nicht erkennbar.

    Mit anderen Worten: Ein Partner, der ein bisschen Ahnung hat, wie die Welt funktioniert, wird die Vorteile einer Mietwohnung erkennen.

  161. Schambachtal
    Das bei Treuchtlingen, das bei Arnsberg oder das bei Riedenburg ins Altmühltal einmündet?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schambachtal
    https://v.bayern.de/StP2X

    Nicht so einfach mit der oder dem Schambach.

  162. gestrig
    Die Gegensätze, die hier teilweise aufgebaut werden und sich latent durch die Kommentare ziehen, mögen noch gegolten haben, als die Generation X im Alter der heutigen Generation Y war. Heute ist es anders. Die links-grüne „no nation – no border“-CDU und die links-grüne „no nation – no border“-CSU haben sich in grundsätzlichen Dingen der SPD nahezu angeglichen. Nur haben das viele ihrer Wähler noch nicht gemerkt. So wie sogenannte bürgerliche Kreise in Berlin gerne über das Versagen von Rot-Rot-Grün lamentieren, aber vergessen, dass es mit der CDU keinen Deut besser war. – Nun zur Frage des Wohneigentums: In einer Stadt wie Berlin kommt normalerweise nur eine Wohnung in Frage, kein Haus. Mir persönlich ist es immer eine gruselige Vorstellung, mein Kapital in eine Eigentumswohnung zu stecken, ohne jeglichen Einfluss darüber, wer neben, über und unter einem wohnt. Oder wie sich das ganze Haus entwickelt. Oder die Gegend. – Übrigens wird auch Bayern nicht so paradiesisch bleiben, wie hier suggeriert. Politisch sind Länder wie Sachsen und Sachsen-Anhalt weiter (auch weil die SPD da schon an der 10%-Marke kratzt).

    • Politisch
      hat in diesen gelobten Ländern nächstens die Wahl, mit Die Linke oder mit der AfD zu koalieren.
      Die SPD ist dann dort schon heilfroh, wenn sie über die 5% gekommen ist.

  163. Die besten Wünsche zum Geburtstag -
    an Don Alphonso
    und
    ich habe ein schlechtes Gewissen dass ich jetzt noch schreibe und Sie damit aufhalte, weil:
    Sie sind bestimmt
    erstens beim Feiern
    und zweitens dank Ihrer hervorragenden Englisch-Kenntnisse und Verbindungen nach USA damit beschäftigt sind, zu sondieren ob FISA nur ein Bömbchen oder doch eine Bombe wird. Spannung pur.

  164. Danke
    …für diesen wieder sehr lesenswerten Text und die allerbesten Geburtstagswünsche von einem nicht-an-Sternzeichen-glaubendem Wassermann an einen anderen.

    Die heutigen jungen Leute OHNE familiäre Finanzpolster haben, bzw. werden es in der Zukunft tatsächlich schwerer haben als die meisten von uns Baby-Boomern.

    Allerdings adressieren Leute wie dieser Herr Lauer u. a. die falschen Schuldigen für die prekarisierte Situation in vielen Bereichen: Es sind nicht die fleißigen, sparsamen, „spießigen“ Aufbauer, die dafür verantwortlich sind, sondern das entfesselte, globale Finanzkapital, das die Chancen und Möglichkeiten massiv verschlechtert. U. a. in Form einer von diesem globalen Kapital beherrschten EU und maßgeblich angestoßen und gesteigert von der ersten rot-grünen Regierung, die es in diesem Land gab.

    Eine Freundin von mir nennt die sogenannten „Millennials“ (sicher zu verallgemeinernd angesichts der vielen stillen, hart arbeitenden, jungen Leute, die es darunter gibt) „Generation doof“. Als Begründung nennt sie die Unselbständigkeit vieler Mitglieder der achtziger-Jahrgänge, die sich uzz. B. darin äußert, kein Vertrauen in die eigene Intuition zu haben sondern für jedes banale Problemchen „Experten“ zu benötigen, die ihnen sagen (oder schreiben) was zu tun sei.

    Damit einhergehend läßt sich m. E. eine Tendenz u Herdenverhalten, Obrigkeitsgläubigkeit und Verweigerung kritischen Denkens bei relativ vielen Vertretern beobachten. Aber daran tragen wir, die 68er-geprägte Elterngeneration m. E. eine große Mitschuld: Um die Erziehungs“fehler“ unserer „autoritären“ Elterngeneration zu vermeiden, versuchten wir was anderes…

    Deshalb gab es (zu) viele Diskussionen statt klarer Grenzen und Anweisungen und Kika-Gucken statt erzwungener Mithilfe in Haus und Garten. – Die Ergebnisse sprechen leider in vielen Fällen für sich.

  165. Ist das die neue SPD?
    Lauer: Wohnungen kaufen kannste Dir heutzutage abschminken, wenn Du n einer Stadt wie Berlin oder sonstwo leben willst, weil es ist halt astronomisch teuer. Wenn Du nicht gerade irgendwo in der Uckermark leben möchtest.

    Es geht hier nicht um zB sozialen Wohnungsbau, d.h.
    günstigen Wohnraum für Leute die sich keine
    hochpreiseigen Wohnungen leisten können.

    Er will auch nicht mieten sondern kaufen.

    Ich denke man sollte ihn erden.

    Im Mutterschiff gab es vor kurzem einen Bericht
    über eine psychiatrische Klinik in Berlin
    und um ein problematisches Detail der Krisenbewältigung.

    ggf sollte man den Mann ein mal dorthin schicken.
    Nein, nicht zur Behandlung. Ich glaube nicht das er
    im medizinischen Sinn Behandlungsbedürftig ist.

    Es könnte ihm aber helfen sich die Lebenswirklichkeit
    einiger städtischer Mitarbeiter und ihrer Kunden näher
    zu betrachten. Ein Perspektivwechsel ist oft hilfreich.

    Wenn der Eindruck entsteht das sich Politiker in
    erster Linie um sich selber sorgen ist das ein starker Hinweis
    darauf sie künftig nicht mehr zu wählen.

    PS Der Hinweis: Ab Morgen gibt’s eins in die Fresse!
    ist auch nicht besser. Man weis ja nicht wer gemeint ist.

  166. Happy birthday to you
    Lieber Don,
    alles Gute für das neue Jahr und viele interessante Blogs.
    Wenn jemand über dreißig,wie Lauer. ein Bachelorstudium anfangen will mit
    einem Thema,mit dem man auch mit Master, in fünf Jahren kein Brötchen verdienen kann, dann wird er danach für sein selbst verschuldetes Unglück wieder
    die ach so böse Gesellschaft verantwortlich machen. Es ist auch bei den Millenials ein Ausleseprozess,die guten überleben.
    Die Lauers,Lobos etc. sehen wir wie im Paternoster.
    What goes up comes down.
    Als jemand der sechzig Jahre im Beruf ist, erkennt man seine Schweine am Gang.
    Wenn die Millenials etwas lernen wollten, könnten Sie sich ein Vorbild an Frau Merkel nehmen. So wird Karriere gemacht. Aber nichtvon Schneeflöckchen.
    Grüße aus Hessen

  167. Herzlichen Glückwunsch!
    Alles Gute und weiterhin frohes Schaffen hier in Blog.
    Es ist immer wieder ein Vergnügen.

    Gruß aus den Norden

    PS. Ich schiebe immer mit dem Stiel der Zahnbürste die Zahnpasta in der Tube zum Deckel hin. Nicht das da was ungenutzt bleibt 😀

    • Danke!

    • >"Ich schiebe immer mit dem Stiel der Zahnbürste die Zahnpasta in der Tube zum Deckel hin."
      Das machen alle Millionäre so :-) Allen voran Dagobert Duck. Von dem kann man auch sonst einiges lernen :-)

  168. Wir wollen nicht die Krümel,
    wir wollen die ganze Bäckerei!

    Dieses Graffito in der Yorckstraße in Kreuzberg hatte DA schon mal thematisiert.
    Sind Anspruchshaltung und Berlin irgendwie miteinander verknüpft? Scheint manchmal so …

  169. Die richtigen Vorbilder
    Mon dieu, diese Blogfolge hat es in sich. Genau das passende Geschenk, das der Don sich hier selbst gemacht hat, denke ich.
    Wobei… mir ist schon ganz schwummerig allein vom Lesen.
    Jetzt könnte ich noch gratulieren und mich bedanken, aber ehrlich gesagt beneide ich Sie, Don: Was Sie hier am Laufen haben, tut sicher manchmal weh, aber es ist schon auch ganz großartig und spannend und wichtig. Ich wette, das ist Ihnen Ansporn und Freude genug.

    Doch zur Sache:
    Am Ende bin ich überzeugt, es geht nicht so sehr um Generationen, sondern um Haltungen. Natürlich, der Lauer hat sich da schon sehr possierlich in Szene gesetzt und darüber darf man sich mokieren. Da ist eine jugendliche Larmoyanz dabei, man staunt. Aber darüber kann man auch mal hinwegsehen, man war ja selbst mal jung und dumm.

    Aber worum geht es in der Sache, worüber regt sich die Mehrheit hier auf, unter Referenzierung auf ihre Kindheit in irgendwie anderen Verhältnissen?
    Es geht um diese leicht dummdreiste Anspruchshaltung, wonach doch gefälligst die Allgemeinheit die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen habe; diese Haltung ist NATÜRLICH nur zu artikulieren auf Grundlage einer „Analyse“, wonach man selbst irgendwie ein armes Opfer der Verhältnisse sei und die Gerechtigkeit einen Ausgleich gebiete; dazu kommt dann noch etwas unreflektiertes Politgeschwafel in einem Tonfall, der merken lässt: Mit dem normalen Leben normaler Menschen ist das nicht mehr wirklich rückgekoppelt.

    Worauf ich hinaus will: Lauers Haltung ist keine andere als die ganz etablierter Kreise in Politik und Gesellschaft, schon Generationen vor ihm. Nur 2 Beispiele: a) das ÖV-Wesen b) die „Erneuerbaren Energien“.
    In beiden Fällen werden auf politischen Beschluss p.a. zweistellige Milliardenbeträge umverteilt, großteils gegen jede ökonomische und betriebswirtschaftliche Vernunft.
    Und sagen die Interessenvertreter ungeniert: Wir leben gern als Schmarotzer? Nein, sie denken sich Theorien aus, wieso das alles aus ganz altruistischen Motiven unbedingt notwendig ist oder gerecht.
    Und die Lobbyisten und Nutznießer haben alle möglichen Parteibücher, incl. CDU etc. – und so ein honoriger Bus- und Straßenbahn-Regionalfürst KANN Anspruchshaltung, auch als Konservativer. Was er typischerweise nicht kann, ist Dankbarkeit, sondern es ist niemals genug und eigentlich hätte man noch weitaus mehr „verdient“.
    Und bedanken sich die grünen Villenbesitzer, weil ihnen die kleinen Stromverbraucher das Haus abbezahlen mit den schönen Solarmodulen? Habe ich noch nichts von gehört. Vielmehr wird den Menschen, die zufällig im Braunkohleland NRW wohnen, ein schlechtes Gewissen eingeredet, weil sie mutwillig das Weltklima zerstören.

    Das ist die politische Realität, ganz ohne Millennials. Die Liste der Talentierten unter dem Motto „Lerne klagen ohne zu leiden“ lässt sich natürlich beliebig verlängern, um Themen- und Personenkreise.
    Daher würde ich fast sagen: Wenn das Leben auf Kosten der Allgemeinheit, bei voll gutem Gewissen, so normal und so gesellschaftsfähig ist in Deutschland, warum soll man dann ausgerechnet von einem Herrn Lauer mehr Klugheit erwarten.
    Die Wahlen werden in Deutschland nicht von den paar Millennials entschieden, sondern von den älteren, die klüger sein müssten, aber zuverlässig immer aufs Neue die Umverteilung wählen.
    Ich wage zwar zu hoffen, ein wenig bessert es sich, aber viel zu langsam.

    (Leider müssen heute Initialen reichen. Habe schon genug Ärger am Arbeitsplatz.)

    • Puh… mein Beileid.

    • @ BM
      >“Da ist eine jugendliche Larmoyanz dabei, man staunt. Aber darüber kann man auch mal hinwegsehen, man war ja selbst mal jung und dumm.“<

      Ja, in der Jugend hat man so manche Träume. Ohne Fleiß, Ehrgeiz, Zielstrebigkeit wird man aber nie "oben ohne" auf vier Rädern die Welt genießen können. Der Unterschied zu Herrn Lauer ist: bei ihm blieb es beim Wünschen. Wir aber haben unsere Wünsche – z.T. hart – erarbeitet.

    • @BM
      Sie beschreiben die Folgen und Auswüchse des sich um alles kümmernden Parteien-Staates sehr gut.

      Der liberale Franzose F. Bastiat schrieb dazu:

      „Der Staat ist die große Fiktion, nach der sich jedermann bemüht, auf Kosten jedermanns zu leben.“

      Beste Grüße

    • Schlimme Sache
      > Don Alphonso sagt:
      3. Februar 2018 um 17:54 Uhr
      Puh… mein Beileid. <

      Nun ja, ich wollte kein Mitleid heischen. Auch wenn ich es redlich verdient hätte…
      An sich neige ich zum Klarnamen, wenn man sich nicht gerade inhaltsbedingt ein wenig vor der Antifa schützen will.
      Begrüße, dass Sie hier neuerdings die Zügel etwas enger halten, recht so.

      Sie würden das in "meinem" Laden keine paar Wochen aushalten.
      (Die Dummheiten und Unverschämtheiten dort sind atemberaubend, und das schließt die Nicht-Millennials in höheren Positionen ausdrücklich ein.)
      Ich eigentlich auch nicht, but I still need the money.

      b.a.r. nach Belieben und dann doch noch herzliche Gratulation!

    • Der Staat ist die große Fiktion, nach der sich jedermann bemüht, auf Kosten jedermanns zu leben ..
      … zumindest der fette „Gerechtiker-Staat“ in dem Steuerzahler nicht über Steuersätze und große Ausgaben entscheiden!

      Wie sagte schon Tante Jolesch:
      Alle Staaten sind gleich, nur die Schweiz is a bissele anders…

  170. Titel eingeben
    Das ist ein Beispiel fuer Artikel, deretwegen ich immer noch gerne die FAZ lese: der Autor ein kluger Kopf, der Artikel gut recherchiert, die Sprache ein Genuss, herrlich kontrastiert mit der intellektuellen, sprachlichen und moralischen Bankrotterklaerung des (so unerklaerlich in ein Parlament gewaehlten) frueheren Piratenpolitikers.
    Da kann man doch gleich viel leichter ueber die politisierten Eskapaden der selbsternannten Weltverbesserer von Seite 1 hinwegsehen.

  171. Glückwunsch...@Don
    …zum Glück ist es Ihnen egal, wenn man Sie einer esoterischen Rasterfahndung a lá Sternzeichen unterziehen will.

    Schönen Tag heute und noch viele Ideen für die Blogbeiträge.
    Ein dickes Fell weiterhin und viel Spaß beim „Aufspießen“.

  172. Ja und Nein - unser Autor scheint zu denen mit Eigentum zu gehören
    Eigentlich wäre die echt gelungene Darstellung unseres Autors eine schöne Anekdote über die Zeit – auch meiner Eltern. Ja, die Krisen in den 70er Jahren waren ernst zu nehmen, aber ein Witz gegen das, was wir heute haben: Man konnte mit vergleichsweise gut bezahlten u n b e f r i s t e t e n Jobs noch sparen, Eigentum erwerben, Kredite bekommen. Ja, es gab teils höhere Inflationen und Gehaltssteigerungen, vor allem aber Perspektiven. Die sehe ich heute kaum noch: Ich bin Jahrgang 70 und verdiene als Honorarkraft mit rund dreißig Schul- Studien – und Bildungs- und Auslandsjahren rund 1000 Euro netto pro Monat. Ich gehöre zu den stolzen Dozenten, die mit der BAMF-Zulassung sogar 35 Euro pro Stunde brutto verdienen. Abgezogen werden Ferienzeiten und eben auch viel Vorbereitungszeiten, die unbezahlt sind. Arbeitszeiten von 50 Stunden pro Woche sind keine Seltenheit, Krankenversicherung, der HALBE Rentenversicherungssatz, Unfallversicherung, Materialkosten – leider OHNE ARBEITSZIMMER (nicht anrechenbar) – das muss bezahlt werden. Von den 1000 Euro gehen nun Miete, Nebenkosten…. ab. Wie gesagt, mir geht es längst nicht so gut, wie dem Autor. Mit einer Ausbildung wäre ich besser bedient gewesen – wird doch die Wertlosigkeit eines Studienabschlusses sehr häufig zugunsten von Universitäten verschwiegen oder als Eigenschuld heruntergespielt. Ein ganzer Ordner mit besten Zeugnissen und Zertifikaten ist selbst im Ausland nur mit langen Zähnen gesehen, weil überall gespart wird – seit Schröders Agenda. Ex-Finanzminister Schäuble erlebe ich hierbei wie eine Verstopfung im Abflussrohr der Geldmittel: Die Schwarze Null kostet heute dem Sozialbereich, der Verwaltung, dem Bildungssektor ausbildungsbezogene würdige Gehälter. Alles ist befristet, kreditunwürdig und zielt trotz vieler Anstrengungen auf Altersarmut hin. Meine Eltern hingegen hatten auch ihre Sorgen und Nöte – keine Frage, aber sie konnten sich viele Dinge leisten, für die ich heute kein Geld mehr hätte – übrigens: Ich muss auch Prioritäten setzen und wenn ich mich umschaue, wundert es mich nicht: viele meiner Kolleginnen und Kollegen leisten sich auch keine Urlaube, leben in Miete und freuen sich auf eine Sozialrente. Befristung, Praktika und Perspektivlosigkeit sowie Bildungsbetrug – eine m. E. asoziale Politik bekommt eben heute die Antwort: Immer mehr Kolleginnen und Kollegen wählen die AfD. Für Manche ist es die Partei „Alternative Fakten Deutschlands“ und für andere ein Hoffnungsschimmer. Ich wähle links und hoffe auf das Bedingungslose Grundeinkommen. Ich wünsche mir, dass sich meine Eltern und ihre Generation nicht mehr um das finanzielle Wohl unserer Generation schlaflose Nächte machen muss, sondern, dass wir in Zukunft alle in innerem Frieden leben können.
    Als wichtig sehe ich hierbei: Die Reaktion und Politik von heute ist eine Antwort auf die Aktionen und Politik von gestern. Sehen wir also zu, dass wir die Arbeit unserer Eltern würdigen, die Superreichen dazu erziehen, ihre Steuern im Land zu bezahlen. Dann ist für alle Menschen genug da und niemand hat mehr einen Grund, anderen einen Vorwurf zu machen.

    • >"Arbeitszeiten von 50 Stunden pro Woche sind keine Seltenheit,..."
      Damit hätten Sie es „am Bau“ sicher zu etwas gebracht. 40-Wochenstunden und samstags hätten Sie noch Ihr eigenes Haus hochgezogen. Zumindest hätten Sie heute – auch ohne Freizeitopferung „Haus“ – mehr als nur € 1.000 netto pro Monat. Sorry, dafür würd ich morgens nicht mal aufstehen, da H-4 ohne Maloche beinahe das Gleiche brächte. Macht Ihr Job wirklich so viel Spaß?
      /// Und zu den unbefristeten Jobs der 70er fällt mir mein Ausbildungsbetrieb SIEMENS ein. Da war man anschließend eigentlich sein Leben lang dabei. Ich verließ nach der Lehre diesen Haufen, was sich 20 Jahre später als richtig erwies. –> Werkschließung. Auch damals war nicht alles toll. /// Wer damals zum Geldverdienen malochen wollte, fand immer einen Job. So ist das heute noch in D. Denn fast alle (beispielsweise) Rumänen, die ich hier kenne, malochen hart um sich etwas aufzubauen. Die sind nach 3-5 Jahren in D im Alter von rund 25-30 Lenzen schon weiter, als Sie mit 48 Lebensjahren. /// Wie unser werter Herr Volker Looman hier in der FAZ kolportiert: Sparen heißt Entbehrung. Was machen Sie eigentlich außerhalb Ihrer 35-Stunden-Arbeitszeit? Keinen Nebenjob? /// Jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Und glauben Sie ja nicht, dass den anderen hier etwas auf ihrem Weg nach oben geschenkt wurde. Nicht selten jahrzehntelanger Urlaubsverzicht. Glück hilft manchmal – Fleiß immer. Erstaunlich, dass stets die weniger Erfolgreichen nach Reichenbesteuerung und BGE rufen. Googeln Sie doch bitte mal nach dem „Gesetz der Wirtschaft“. Vielleicht werden Sie auch „die gerechte Beute solcher Machenschaften.“ – Der eigenen? /// Wünsche Ihnen für die Zukunft ein Einkommen, mit dem Sie ein gutes Auskommen haben.

    • Vermutliches
      Nebeneinkommen durch Nachhilfe wird bei solchen Stellen ganz gern vergessen, nicht wahr?

    • Wie haben Sie das gemacht?
      1000 € im Monat sind bitter. Oben überall emporgeholte Nachkriegsromantik beiseite, das ist natürlich spaßfrei, sogar weniger als das- und es tut mir für Sie leid. Ohne jede Ironie.

      Aber: wie haben Sie das geschafft?
      35€ brutto sind ein sehr guter Stundenlohn. Sie bekämen bei 40Std-Woche 80000€ brutto im Jahr. W3-Professoren haben ungefähr soviel, Fachärzte ohne Dienste etwas weniger. Davon lässt sich sehr gut leben. Man kann gerne mehr haben, aber damit kann man viel machen und Sie gehören (finde die Grafik gerade nicht, FAZ vor einigen Jahren) irgendwo zu den oberen 5-10%.

      Also haben Sie zuwenige Stunden. Ohne BAMF-Auftrag wären Sie arbeitslos, oder?

      Rund dreißig Schul- und Ausbildungsjahre? D.h. Gymnasium 13 Jahre, dann 17 Jahr Studium und Weiterbildung? Das schafft nicht mal ein Mediziner mit sechs Jahren Studium, 1 Jahr Verlust wg. Fachrichtungswechsel und sechs Jahren Facharztausbildung.

      Wie haben Sie das geschafft?

      „50 Stunden keine Seltenheit“? Bei mir sind 50 Stunden eine absolute Seltenheit. Get over it. Nutzen sie die verbliebene Zeit zum Arbeiten.

      „Arbeitszimmer nicht anrechenbar“? Get over it.

      Die Kombination aus langsamer Ausbildung, prekärer Beschäftigung und Klagen über Kleinigkeiten kann darauf hindeuten, daß der Grund nicht weit von Ihnen entfernt liegt.

    • Korrektur: es sind nur 60000€/a bei voller Stelle
      war zu blöd zum Rechnen, sorry.
      Gut damit fallen Sie bei voller Stelle (ganz grob) in die 10%-Perzentile, junger Facharzt ohne Dienste oder W2-Professur.

      Immer noch schön.

    • Wenn du merkst, du reitest ein totes Pferd,
      dann steig ab. Wenn´s nur so einfach wäre…

      Lieber Gast,

      als etwa Gleichaltrige kenne ich Ihre Schwierigkeiten und die Gedanken, die Sie treiben. Wenn sich der Beruf im Laufe der Jahre trotz aller Bemühungen als Sackgasse erweist, man selbst nicht mehr zu den ganz Jungen zählt und andererseits die Verpflichtungen zwicken, kann es einem schon bange werden…
      Ich hoffe, Sie ziehen die für Sie richtigen Konsequenzen und wünsche Ihnen viel Erfolg! Ich bin grade selbst dabei, umzusteuern. Es ist sicher nicht einfach, manchmal nervenaufreibend, aber durchaus machbar.

      @Ferris Ferstl: Wenn man in Bereichen wie z. B. Pflege, Medizin oder Hotellerie gelernt hat, ist zumindest in Bayern nichts los mit H4 – es herrscht Fachkräftemangel. Die Arbeitsagentur findet bestimmt immer was für Sie…

      Da heißt´s 7d/w aufstehen, in zumutbarer Entfernung im Schicht- / Teildienst zur Arbeit, arbeiten ohne Tarifbindung und am Ende für: 1,2k netto . Na, prima!

      Wenn man aus dieser Nummer nicht rauskommt, weil man sich vor Jahrzehnten für einen – für damalige Verhältnisse anständigen und auskömmlichen – Beruf entschieden hat, dann braucht man heute einen wirklich guten Plan. Erst recht mit Ü40.

      /Ir.on/: Den meisten dieser Leute macht ihr Job bestimmt so viel Spaß, dass sie auch nur für Gotteslohn, Kost und Logis arbeiten würden… Und sie freuen sich natürlich immer über motivierende Bemerkungen, dass andere für das Geld ja nicht mal aufstehen würden..!/Ir.off/

    • Die Wertlosigkeit eines Studienabschlusses
      Werter Gast

      „die Wertlosigkeit MEINES Studienabschlusses“ hätte es wohl heißen müssen. Ich bin etwa ihr Jahrgang und kann noch heute ganz gut von meinem Studium leben – ganz ohne, daß mein Job staatlich gesponsort wäre.

      Wie wäre es, sich vor dem Studium zu erkundigen statt hinterher zu jammern? Berufsinformationstage gab es auch schon Ende der 80er.

    • Ja und Nein...
      Kann Ihnen und Frau @Elly Seidl nur recht geben.

      „Freiwillige Selbstausbeutung“ heißt das Prinzip nachdem Dozenten/Lehrkräfte – sofern sie nicht das Glück hatten, verbeamtet zu werden – in Schulen, Hochschulen und in der Selbständigkeit vergütet werden.
      Insofern finde ich einige Kommentare hier einfach nur „unterirdisch“,
      um es mal so auszudrücken.
      Wer das Glück hatte, aus einem vermögenden Elternhaus zu starten,
      soll sich daran erfreuen. Aber dies als Maßstab für die Bewertung anderer zu nehmen, deren Lebensläufe man nicht kennt, geht nicht.

      Die Bildungspolitik der vergangenen 10-15 Jahre, dazu zählt besonders die sog. „Bologna-Reform“ ist leider an der Erfordernissen der Zukunft völlig vorbeigeschrammt. Als jemand, der lange in Lehraufträgen bearbeitet hat, kann ich das beurteilen. Viele Studenten, und damit kommen wir wieder zum Thema, bringen teilweise nicht einmal die Voraussetzungen mit, um erfolgreich zu studieren.
      Gelesen wird nur noch auf dem Smartphone bzw. bei Wikipedia.
      Das werden aber einmal die zukünftigen Entscheidungsträger.
      Welche Früchte diese Entwicklung trägt, sehen wir täglich in der Soap Opera namens Politik, obwohl dort noch einige Darsteller agieren, die in den 60er+70er Jahren sozialisiert wurden. Heute kann schließlich jeder Politiker, ungeachtet seiner Qualifikation, auch wenn keine vorhanden ist, jedes Ministeramt ausüben. Und die Millenials übernehmen gerade
      die politische „Verantwortung“ in allen Parteien.

    • Selbstkritik
      In den VDI-Nachrichten analysiert jede Woche der Personalberater Heiko Mell die Lebensläufe von Menschen in beruflichen Schwierigkeiten. Immer stellt sich heraus, daß der Grund für deren Probleme in mehreren folgeschweren Fehlentscheidungen in der Vergangenheit liegt. Diese Fehler hätten sich mit etwas Selbstkritik immer vermeiden lassen. Vorbedingung dafür, daß es besser wird, ist eine schonungslose und selbstkritische Analyse.
      Kleiner Hinweis: jemanden, der 30 Jahre für Ausbildung und Auslandsreisen „verplempert“ hat, hätte ich auch nicht fest eingestellt, ich hätte ihm aber vielleicht eine Chance als Leiharbeiter gegeben.

    • Alles wird gut
      „… mit rund dreißig Schul- Studien – und Bildungs- und Auslandsjahren …“
      :-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-)

      Ja nee, ist klar… Und in 30 Jahren wird dann hier jemand klagen mit 55 „Bildungs- und Auslandsjahren“ und 600 EUR bei 60 Wochenstunden. Wenn man die Entwicklung der Gesamt-Lebensarbeitszeit betrachtet, doch eigentlich eine positive Entwicklung.
      Bedanken Sie sich bei den Protagonisten der Bildungsexpansion.

    • Die Jugend ist halt etwas kurzsichtig.

      Die Biologin, die es eine Weile als Potographin versuchte, will jetzt Sterbeamme werden und sammelt dafür im Netz. Das wird später mal, ähm, kompliziert, fürchte ich.

    • Murks
      „mit rund dreißig Schul- Studien – und Bildungs- und Auslandsjahren“
      Und denken Sie auch mal an die Leute, die diesen Murks mit RICHTIGER Arbeit finanzieren mussten! =:-[=:-[=:-[=:-[

    • Die werden ins Altenheim abgeschoben.

    • @Uli49, Heiko Mell
      „… analysiert jede Woche der Personalberater Heiko Mell die Lebensläufe von Menschen in beruflichen Schwierigkeiten.“
      Den gibt es immer noch? Hervorragend! Der hat mir vor über 20 Jahren die Augen geöffnet. Für die hier Jammernden aber leider ungeeignet, weil wohl die ganz grundsätzliche Einsicht fehlt.

    • Man kann auch mit einem scheckigen Lebenslauf gut laufen.

    • @DA, Jugend, Sterbeamme, scheckiger Lebenslauf
      „… will jetzt Sterbeamme werden und sammelt dafür im Netz.“
      Geil!! :-):-):-):-):-):-)

      „Die Jugend ist halt etwas kurzsichtig.“
      Klar, das war doch immer so. Nur hat man ihr in früheren Zeiten auch ordentlich in den H****** getreten, um einen rechten Weg zu weisen. Heut lässt man sie im Stich.

      „Man kann auch mit einem scheckigen Lebenslauf gut laufen.“
      Ja, NOCH. Aber auch der schönste Aufschwung währt nicht ewig, besonders, wenn er kreditgetrieben ist. Dann werden sich die Orchideen-Erklärungswissenschaftler auf dem echten Arbeitsmarkt mit ähnlich brauchbaren Migranten tummeln. Wobei, DAS haben sie ja dann oft verdient…

  173. Was es über Herrn Lauer zu wissen gilt...
    2012: Troll des Jahres der Mannheimer Konferenz Trollcon

    (Quelle: wikipeda)

    ’nuff said!

  174. Titel eingeben
    Lieber Don Alphonso

    ich wünsche Ihnen das Allerbeste für das neue Lebensjahr, viel Sonne auf Ihren Radtouren, reichlich Schnee im Winter und weiterhin eine nette ‚Fan’gemeinde hier im Netz.

    Die Themen werden Ihnen garantiert nicht ausgehen, da bin ich mir ganz sicher.

    Dennoch habe ich beim Thema ‚Millenials‘ den Eindruck, dass diese deutlich weniger prägend sind, als von ihnen selbst angenommen. Wenn man schon so alt ist und noch nichts auf die Reihe bekommen hat, was soll da noch nachkommen?

    Normale Leute aus diesem Jahrgang kennen ihn zudem gar nicht, sie sind mit ihrem Leben beschäftigt.

    Herzliche Grüße aus der Mitte Deutschlands sendet

    Hessin

  175. @ Don Alphonso sagte am 3. Februar 2018 um 10:40 Uhr
    „Venezuela Germania und in Italien ist Berlusconi wieder da.“
    .
    Viel schöner- und das muß hoffentlich nicht weg:https://de.wikipedia.org/wiki/Italia_und_Germania
    .
    An die anmutige Italia und Germania von Friedrich Overbeck kommen weder Berlusconie noch unsere Watschelente nur im Entferntesten ran.
    (DdH)

    • Nationalromantische Ikonografie
      Wenn die anmutige Jungfrau nicht gerade mit Italien flirtete, konnte sie auch anders, „auf der Wacht am Rhein“ z. B. oder in der berühmten Version von Kaulbach …

      https://www.shotroom.com/i/1484/wAeXP

      Aber warten Sie’s ab, oder wie der Schwabe sagt: mache lasse!
      Bald gibt’s neue Bilder, wenn die CDU den Limbo tanzt und die 30%-Stange reißt.

      Inzwischen gestaltet sich die Partnersuche von reifen, vollschlanken, nicht besonders eloquenten und zudem verheirateten Damen mit einem alternativlosen Hang zu unvorteilhafter Bekleidung und tickhaften Gesten, erwartungsgemäß zäh. Auch unter versierten Partnervermittlern gelten solche Kandidatinnen als schwer vermittelbar. Eigentlich hilft da nur Geld, viel Geld – und Konzessionen aller Art.

  176. Wie wird man Zombie?
    …wahrscheinlich das letze Mal, dass man von dieser gescheiterten Existenz etwas gehört (ähm , hm, ähm ) oder auch gesehen hat. 34, kein Abschluss in irgendwas, ein Schwätzer vor dem Herrn. Endet wahrscheinlich wie viele dieser Gestalten als vor sich hin brabbelnde Mumie in der Linie 7.
    Naja, vielleicht noch eine befristete Anstellung als Fatzbucklöscher in einer Bertelsmannbude, Stasikahane nimmt ihn nicht, da hängt was zwischen seinen Beinen(?!?).
    Einfach traurig, wie manche ihr Leben so vergeuden.

    • Ähm, die Jurke war doch ma ~ 5 Jährchen im Berliner Abgeordnetenhaus
      Als Pirat. Wie Johnny Depp.
      Dett jibbt doch richtig Schotter, wa?!
      Allet wech?

  177. sorry
    Jetzt müssen alle Immobilienbesitzer ganz tapfer bleiben:

    4800 tsd. Euronen Heim pro bono….

    https://p hilosophia-perennis.com/2018/02/01/burgwedel-neubau/

    • Wohl dem, der glaubt!
      http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/texte/islam_paradiesvorstellungen.html
      Daraus:
      1. Der Paradies-Garten
      Der arabische Begriff für Paradies im Koran ist ‚janna‘ und bedeutet „Garten“. Das verwandte türkische Wort ‚cennet‘ steht auch für Paradies; es ist auch ein veraltetes Wort für Garten.
      Das Paradies besteht aus mehreren Gärten (55,46ff.) und wird von Wärtern bewacht (39,73).

      Schon vor dem Eintritt ins Paradies werden den Gläubigen Häuser oder Gemächer versprochen (39,20; 29,58). Sie werden dort ewig leben und ewig vor dem Höllenfeuer verschont bleiben (44,56; vgl. 56,10-26; 43,68-73).

      Alles trifft ein, wie es geschrieben steht! Sie werden Allah so dankbar sein!
      Und das mit Pinneberg und anderswo (denn wer glaubt, dass Bigamie nur dort stattfände) läuft – trotz der 3 Anzeigen des Landrats wegen Duldung bzw. Förderung derselben.

  178. Titel eingeben
    Lieber Don, alles Gute zu Ihrem Geburtstag!
    Bin froh, dass ich Ihren Blog entdeckt habe und hier dabei sein kann!

  179. An den sehr geehrten Herrn Gastgeber
    Etwas spät am Abend, aber nicht weniger herzlich, schließe ich mich den Geburtstagswünschen für Sie hier an. Mein Geburtstagsgeschenk ist leider doch nicht fertig geworden, denn ich bin ein bißchen faul. Aber ich werde mich bemühen…

  180. @mettmän 3.2.18 13:43
    Vielen Dank
    für die ausführliche
    Anleitung!

  181. Na ja...
    Als mein Vater 1973 nach 28 Jahren in Brot und Arbeit nach der „Stunde Null“ mit 65 starb, hatte er als Beamter (zuletzt auf Besoldungsstufe A16 wenn ich mich recht erinnere) ein Reihenhaus in Bonn-Bad Godesberg fast abbezahlt gehabt, 4 Kinder und eine Frau ernährt und den Kindern jeweils ein Hochschulstudium finanziert. Das habe ich nicht mal im Ansatz geschafft.

  182. Andere Perspektive
    Kein Mitleid mit Leuten wie Lauer, richtig. Von dessen politischen Talent, Intelligenz und damit Wert für die SPD kann man sich übrigens auf YT innerhalb eines überaus interessanten Themenvideos zu Racial Profiling überzeugen: https://youtu.be/7QR1CQYOICk
    (zum Ende hin wird ein Interview auf N24 mit ihm gezeigt)

    Aber an den irren 68igern und Generation X sind nicht Millennials schuld.
    Genaugenommen sind Millennials einfach nur die dritte Generation dieses linksgrünen Irrsinns, der außerordentlich erfolgreich durch alle Institutionen marschiert ist und das Denken von Menschen wie Lauer entscheidend mitgeprägt hat.

    Allein dieser Umstand zeigt aber auch, wie zwecklos die Fokussierung auf eine Generation ist.
    Lauer ist nur ein regionaler politischer Dünnbrettbohrer. Wer regiert dagegen überregional?

  183. Deutschland Anfang Februar in wenigen Stunden - OT
    Claudia Roth fordert, Bürgen für Migranten zu entlasten.

    Meine Mutter hat wie vermutlich viele Frauen früher für die Geschäfte und Kredite ihres Mannes gebürgt.

    Hat sich für diese Frauen je eine Partei, geschweige denn die Grünen interessiert?

    —–

    Der Kölner Kardinal Wölki sagt, Deutschland könne sehr viel mehr Migranten aufnehmen als bisher.

    Ist irgendjemandem bekannt, wieviele Migranten der Kardinal in seiner Wohnung aufgenommen hat?

    —–

    Die Goethe-Uni Frankfurt warnt Studentinnen vor sexuellen Übergriffen. Dabei „vergisst“ die Universität wissenschaftlich „korrekt“ – vielleicht auch eher politisch korrekt – auf die übereinstimmenden Hinweise der bisher attackierten Frauen, dass es sich vermutlich um einen Nordafrikaner handelt.

    Weshalb will die Leitung der Goethe-Universität zu Frankfurt weitere Opfer in Kauf nehmen zugunsten sogenannter Politischer Korrektheit?

    Und ist es ein Zufall, dass diese Universität zuließ, dass ein Polizeigewerkschaftler an dieser Uni keine freie Rede eingeräumt bekam?

    —–

    In Cottbus wird seitens der Antifa zu Brandanschlägen auf Abschiebebehörden aufgerufen.

    Weshalb berichtet angeblich das ZDF nur über die Demo für friedliches Zusammensein?

    —–

    Der Bürgermeister von Kandel, SPD, lässt eine Bürgerin wissen, dass es ungehörig sei, eine Demonstration oder Trauerveranstaltung in Kandel abzuhalten, ohne zu fragen, ob „sie“, wer auch immer das sei, das wolle, vermutlich also er selber.

    Dieser Bürgermeister lässt die Anmelderin wissen, dass „wir“, also vermutlich er und seine Verkupplungsgenossen, dieses nicht wollen.

    Und legt nahe, die Trauerveranstaltung für das dahingemetzelte Mädel aus Kandel sonstwo abzuhalten.

    —–

    Anne Will lässt twittern, dass es bedauerlich sei, dass ein jüdischer Schüler attackiert würde.

    Sie lässt allerdings zensieren, dass es sich um türkische bzw. arabische Mitschüler handelt.

    —–

    Die Tagesschau als „Nachrichtenmagazin“ manipuliert Beiträge und ist offenkundig stolz darauf, dass ihre Mitarbeiter besser mit Buhrufen zu hören sind.

    —–

    Die FAZ berichtet, dass 11-jährige und Ältere Analphabeten seien. Doch SPD und Grüne fordern die Inklusion in Schulen.

    Aus Magdeburg wird berichtet, dass Migranten plus und minus nicht einordnen könnten, vom Multiplizieren ganz zu schweigen.

    —–

    Eine Frau namens Chebli soll Integrationsbeauftragte in der kommenden Bundesregierung werden, obwohl sie ihre Eltern nicht dazu bringen konnte, Deutsch zu lernen.

    —–

    Frau Kipping, Die Linke, erzählt, es wäre preiswerter, wenn ein Jugendlicher nicht mehr vom Jugendamt betreut würde, sondern dessen Clan nach Deutschland geholt würde. (Unausgesprochen, Bau eines Hauses, wie es für Deutsche nicht vorgesehen ist, kostenlose Krankenversicherung und vielerlei Förderungen mehr)

    —–

    CDU, CSU und SPD haben sich darauf geeinigt, dass jedes Jahr soviele Migranten nach Deutschland kommen dürfen, wie Mainz oder Oberhausen oder Erfurt an Einwohnern hat.

    Natürlich haben diese Parteien nicht dargelegt, wie der Wohnraum geschaffen wird und wer das alles inclusive Lebenshaltungskosten, Gesundheitsversorgung usw. zu bezahlen hat.

    Vermutlich nicht der Deutsche Steuer- und Sozialsystemzahler, denn das zahlt ja alles der Staat, der dieses laut Minister Maas erwirtschaftet.

    —–

    Der Justizsenator von Berlin, Mitglied der Grünen, möchte das Leben der in Berlin in Haft Sitzenden dem Leben in Freiheit angleichen.

    Vorsorgliche Fürsorge für Clanmitglieder oder aus Bayern zugewanderte kriminelle Migranten ist mir nicht bekannt.

    —–

    In Berlin sollen Hunderte politisch Linksorientierte gegen das Anzünden von PKWs von Linksorientierten demonstriert haben.

    Haben diese ähnlich gehandelt, als in Hamburg Autos von Kleinbürgern abgefackelt wurden?

    —–

    Die Deutsche Regierung schweigt, wenn eine kurdische Kämpferin von türkischen Militärs geschändet wird.

    Obwohl dieselbe Regierung die Kurden im Kampf gegen den IS unterstützt und ausgebildet hat.

    —–

    Eine Israel-Hasserin wird erst Influencerin für einen Kosmetikkonzern und muß dann bedauerlicherweise zurücktreten.

    —–

    Es gibt immer noch Deutsche, die bedauern, dass Harris nicht alles mit seinen Bombern eingeebnet hat.

    —–

    Das CSU Mitglied D. Baer will sich von der FDP keine Kritik im Bundestag gefallen lassen müssen, denn die hätten sich ja an einer Regierung beteiligen können, soviel zum Demokratieverständnis.

    —–

    Der radikale Sozialist Corbyn, Labour-Führer, wird von Deutschen Medien gefeiert.

    —–

    Das NetzDG wird immer noch von der Bundesregierung verteidigt.

    —–

    Es gibt eigenartige Warnungen von Gauck vor Multikulturalismus, Steinmeier wünscht eine Differenzierung wie auch andere Medienschaffende einen realistischeren Blick als bisher einfordern.

    —–

    Die SPD versorgt Genossen/Genossinnen wie Gesche Joost mit üppigen Zahlungen bei „ehrenamtlichen“ Tätigkeiten.

    —–

    Die Staatskanzlei von NRW blockiert Stefanolix.

    Die SPD stellt die Wahlentscheidung ihrer Mitglieder über das Wahlrecht der Bundesbürger.

    —–

    Niemand versteht mehr das Renten- oder auch Steuerrecht, nicht mal mehr Verfassungsrichter.

    —–

    Die Feministin Wizorek spricht von sexualisierter Gewalt und verharmlost auf diese Weise Vergewaltigungen usw.

    —–

    Hey, das ist das, woran ich mich an Lektüre in den letzten Stunden erinnere.

    Ich bin schließlich seit gestern früh auf den Beinen und werde gleich weiter arbeiten.

    Also haben Sie bitte Nachsicht, wenn ich etwas übersehen haben sollte.

    • Alles einzelthemen, aber, naja, es zerhaut halt die Debatte hier, wo es um etwas ganz anderes geht.

    • Titel eingeben
      Und dennoch: Sie werden verlieren.

    • Wirklich, eine schöne Zusammenfassung, und doch
      hat der Gastgeber auch Recht.

      Je länger ich hier meine Zeit verbringe, umso mehr bedauere ich, dass keine irgendwie geartete Aufbereitung der Beiträge, Archivierung besonders guter Kommentare, u.s.w. stattfindet.

      Vielleicht findet sich ja mal jemand, mit Programmierungskenntnissen, der dafür sorgt, dass alle Beiträge in eine Datenbank eingelesen werden, in der man dann suchen kann, nach Autor, Titel, Datum, string search, u.s.w.

    • @Uwe Dippel 04.02.2018 um 12:42 Uhr - Datenbank Stuetzen, Schlagwortsuche
      Das gibt es schon. Versuchen Sie es mal in Bing, Google oder Duckduckgo mit folgender Eingabe im Suchfeld:
      Uwe Dippel sagt: 10. April 2017 site:blogs.faz.net/stuetzen und Sie werden erfahren, wir Männer werden die Frauen nie verstehen.
      Die Struktur der Frage ist also: Suchbegriff/e + site:……………………
      Und besonders gute Kommentare in den Stuetzen findet man beispielsweise unter dem Suchbegriff „Uwe Dippel“.

    • Datenbank? Das ließe sich machen: Die Stützen legen zusammen und...
      …beauftragen Herrn Lauer. Als IT-ler sollte er das hinbekommen, ohne zu sehr in seiner politischen Arbeit beeinträchtigt zu werden. Mit dem verdienten Geld (und dem Renomee) könnte er ggf. auf bessere Chancen im Berliner Wohnungsmarkt hoffen. Allen wäre gedient. Vielleicht läßt sich Frau Amgelin zu einem Joint Venture überreden, fürs soziale Image und so.

    • Habe ich IT-ler gesagt?
      Na ja, „Pirat“ halt. Für ’ne DB wird’s reichen. So als Hochbegabter.

    • Ja, ich hatte IT-ler gesagt, auch wenn's grad nicht zu lesen ist.
      Nur den selbstreferentiellen Korrekturbeitrag freizuschalten, oh Don, ist sinnlos. Falls der Referenzbeitrag in den Orkus gerauscht sein sollte: Ich hatte vorgeschlagen, in Reaktion auf U. Dippels Ersuchen, daß die hiesigen Stützen zusammenlegen und den ob seiner Piratenvergangenheit von mir fälschlich als IT-ler apostrophierten Herrn L. mit der Erstellung (und bei Wohlgefallen auch fortdauernde Pflege) der gewünschten DB beauftragen. Durch die Einkünfte hieraus würde L. ggf. in den Stand gesetzt, eine Whg auch in B. (zumindest vor-) zu finanzieren. Ferner hatte ich angeregt, Frau Amgelin mit der Betreuung des Projekts zu betrauen, da sie hier schon mehrfach als Archivar hervorgetreten ist.

    • Ich verstehe nichts.

    • Entschuldigung, Don Alphonso
      Im üblichen halte ich mich an das Thema und lese alle Kommentare, bevor ich selber etwas sende, damit ich nicht Doppeltes schreibe.

      Letzte Nacht war mir einfach der Hals geschwollen angesichts dessen, was ich in kurzer Zeit so alles gelesen habe und wollte das einmal zusammenfassen, so wie ich mich erinnern konnte.

      Und ich habe es ja zu einer Zeit gemacht, in der erfahrungsgemäß neue Kommentare kaum noch erscheinen, eher Antworten auf Antworten früherer Kommentare auftauchen.

      Ich versuch, das künftig zu unterlassen.

      Aber einmal musste es halt sein :)

    • Es ist nicht der inhalt, es ist die Länge mit den vielen abständen. Sie haben da durchaus gute Punkte.

  184. Generation Rücksitz
    „Die ältere Generation, insbesondere die Baby-Boomer, die fliegen ja ins gemacht Nest, ne? Wirtschaftswunder, stabile Sozialsysteme, gute Löhne, feste Arbeitsplätze, nicht soviel Konkurrenz, …“
    Also da wird ja nun alles Mögliche durcheinandergeworfen. Und auch ohne jegliches Wissen sollte „Baby-Boomer“ und „nicht soviel Konkurrenz“ logisch Probleme machen.
    Er meint insgesamt wohl die 68er, also die geistigen Großeltern der „Generation Rücksitz“ (ht tps://www.focus.de/politik/deutschland/tid-24154/politik-generation-ruecksitz_aid_674925.html).

  185. Die Millenials
    haben allen Grund sich von den Baby-Boomern abzusetzen.
    Es ist doch jedem klar, dass deren Welt nichts mit einer wie
    auch immer gearteten Zukunft in Europa zu schaffen hat.

    Nun, die Herren und Damen Lauer & Co dürften ahnen,
    dass sie auch unter den Millenials die A…karte gezogen haben.
    Dafür brauchen sie die Baby-Boomer als Sündenböcke.

  186. Gratulation!
    Mit Verspätung, aber von Herzen, meine besten Wünsche für Ihr neues Lebensjahr, lieber Don. Bleiben Sie gesund, erhalten Sie sich Ihre Freude an all dem Schönen, das es zu entdecken gibt, verlieren Sie nie Ihren Humor und behalten Sie Ihre spitze Feder stets griffbereit. Freue mich immer auf neue, bereichernde Beiträge von Ihnen. Herzliche Grüße von einer Bewunderin

  187. Gerade in Italien beobachtet ....
    ..
    .
    .
    . Multi ist Mist .

    da können die Millenials, oder wer immer, Märchen erzählen, wie sie wollen…

    alles an seinem Platz, :
    Du hast Dein Land, ich hab mein Land-

    besuch mich nicht !

  188. und, was wäre denn gewonnen, wenn es so käme, ...
    … wie von Ihnen gewünscht ?

    “ TDV sagt:
    4. Februar 2018 um 04:51 Uhr

    Titel eingeben
    Philomena, es geht nicht darum dass ihre Kinder nichts erben, es geht um eine Besteuerung ganz oben…

    Es geht um VERMÖGEN und nicht wie sie schreiben, um Handwerksbetriebe!
    Es geht um die Milliarden Vermögen die weiter anwachsen, während „die Schere“ weiter auseinanderklafft. “

    Hat denn die Politik je mit immer mehr Steuergeldern, die sie den Leuten aus der Tasche gezogen haben, etwas sinnvolles gemacht.
    Je mehr Steuereinahmen sie haben, desto mehr Kredite nehme sie dann auf, alles im Glauben damit Sinnvolles zu machen.
    Die Bürokratie wächst an, das Geld wird durch die Bürokratiemühlen gejagt, ein großer Teil dieser Gelder dort sinnlos verbraten, die Entwicklungshilfe lässt Grüßen.
    Maggi Thatcher , auch Franz Josef hatten recht in ihrer Einschätzung, was Sozialisten leisten… anderer Leute Geld aus der Tasche ziehen es sinnlos verbrennen
    Ist das Geld der Superreichen erst mal wieder verbrannt , dann ist die Gesellschaft, auch Erna und Otto Normalverbraucher wieder ärmer als zuvor.
    Hätten Sie etwas kapiert TDV, hätten Sie auch Vermögen und müssten sich nicht durch Blogs, fern Ihrer jetzigen Heimat labern.

    • Pauschalisieren und 'Labern' ....
      FJ45, scheint suboptimal hilfreich in diesem Zusammenhang.

      Der Gastgeber hatte früher keine Probleme mit 6000+, in diesen Zeiten mit Wellen von Kommentaren verständlicherweise schon. Also versuche ich es kürzer (und damit auch *noch* angreifbarer):

      1. Wie sinnvoll die Aktivitäten des Staates sind, hat zunächst nichts damit zu tun, ob Leute mit Milliarden Steuern zahlen oder nicht.
      Der erste Schritt ist, dass sie Steuern zahlen.

      2. Sinnlose Ausgaben sind nicht so sehr in der Bürokratie zu suchen, dieser Bereich ist eher peanuts im Vergleich zu anderen.

      3. Sozialismus ist nicht, anderen Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen.

      4. 100% Steuern ist wie die Vergemeinschaftung des Kapitales in der DDR der späten vierziger Jahre: ein Strohfeuer. Davon spricht im Moment niemand.

      Es gibt rapide steigende Obdachlosenzahlen. Manche leben aus Überzeugung so, ist auch in Ordnung. Nur: Es ist unwahrscheinlich, dass der Wunsch auf der Strasse zu leben sich viral verbreitet.

      Etwa ein Viertel der Haushalte in Deutschland heizen nicht. Es gibt die Obergrünen, es gibt die Geizhälse, es gibt die Frostliebhaber. Es gibt allerdings auch einige – und zwar mindestens Hunderttausende – die sich einfach keine Heizung leisten können.

      Sogar ein Schwellenland wie Malaysia hatte da zu unseren Jahren dort eine Lösung: eine gewisse, minimale Menge Wasser und eine gewisse, minimale Menge Elektrizität kam umsonst.
      Das ist das Minimale, mit dem man hunderttausenden deutscher Haushalte helfen könnte, die wegen Nichtbezahlen der Rechnung vom Stromnetz abgetrennt sind.
      Mit einem ‚digitalen‘ Zähler lässt sich so etwas leicht einstellen, so dass die Zufuhr bei Überschreitung einer Wattgrenze unterbrochen wird. Ein Land in dem die Menschen gut und gerne leben kann sich so etwas mit links leisten.

    • Hat denn die Politik je mit immer mehr Steuergeldern ...
      Aber sicher!

      Mit den enteigneten Milliardenvermögen ließe sich der Kampf gegen Räächts noch besser unterstützen und Aslybewerberinnen müssten nicht mehr mit läppischen 7k-Euro(*) monatlich darben.

      (*) Fotos des Bescheids waren kürzlich hier im Blog verlinkt.

    • Nur kurz Herr Dippel...
      … die rapide steigende Zahl der Obdachlosen resultiert aus der Zuwanderung aus Osteuropa.
      Sinnlose Ausgaben Büroktatie.
      Was ist es, wenn erst Gelder nach Brüssel geschippert werden, dort durch die Bürokratiemühlen läuft, eine Menge der Gelder dort für diese draufgeht.
      Hier eine Bürokratie dafür aufgebaut wurde, die dann Gelder für Projekte hierzulande wieder zurückrufen muss.
      Von 100 Euro kommen dann vieleicht wieder 60 zurück und werden in “ Bauten“ gesteckt, die nicht immer sinnvoll sind. Sie kennen das , das Geld ist da und muss irgendwie verbraten werden.

    • und noch vergessen Herr Dippel...
      … mit einem einfachen Steuersystem ohne die ganzen Ausnahmen für dies und das, wäre auch dem Steuersytem gedient, die Eintreiberei einfacher.
      Ausnahmen wie das halt mal in den jetzigen Steuersystemen so ist, lässt auch Schlupflöcher entstehen und oh Wunder, die werden auch genutzt.
      Wenn Sie für sich ein Steuerschlupfloch entdecken würden, würden Sie es auch nutzen, oder?

    • Harz4er bekommen Miete und Heizung bezahlt.
      „Hartz IV Leistungen sehen neben dem Regelsatz auch einen Anspruch auf Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizkosten (KdU) nach § 22 SGB II vor. Hierfür muss beim Arbeitslosengeld II Antrag zusätzlich die „Anlage KdU“ ausgefüllt werden. Diese Kosten werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen und richten sich nach den örtlichen Richtlinien der Städte und Gemeinden (es gibt keine bundeseinheitliche Regelung!). Die Miete für die Wohnung kann einerseits an den Leistungsbezieher ausbezahlt werden, mit der Auflage diesen Betrag zweckentsprechend zu verwenden. Kann dies nicht gewährleistet werden, kann das Jobcenter diese Zahlungen direkt an den Vermieter der Wohnung leisten.“
      Odachlosenanteil aus Osteuropa in den Metropolen 50%
      Hamburg gibt ihnen mittlerweile eine Rückfahrkarte, sie gehen dann halt nicht zurück, sondern wandern weiter z.B. nach Berlin.
      Auch die Fehlbelegungsquote in Sozialwohnungen dürfte nicht unerheblich sein.

    • FJ45, now you're talking!
      Nun wird es doch differenzierter, wenn auch nicht immer wahrer.

      Täglich sehe ich Personen, die weder aus Osteuropa sind, noch freiwillig auf der Strasse. Die Obdachlosigkeit steigt auch unter Biodeutschen, die nicht scharf darauf sind.

      Was wäre Ihre Antwort auf Wasser und Strom? Selbstverständlich hätte ich null Probleme, statt blödsinniger Energieumlagen einen Obolus beizusteuern. Also ganz selbstverständlich, und ohne Bürokratie, die ersten soundsoviel KWh jedem Haushalt für umsonst zu geben. Sobald Heizung, Geschirrspüler, Flutlicht dazukommt, kostet es eben. Und diejenigen die ‚es haben‘ dann auch ihre ersten soundsoviel umsonstigen KWh nachzubezahlen.

    • Herr Dippeel , wenn man sich das mal näher ansehen wollte...
      … müsste man belastbaress Zahlenmaterial haben.
      Haben Sie nicht und ich auch nicht.
      Gibt es aber nicht, da die Gründe für diese Obdachlosigkeit auch sehr individuell sind.
      Schulden, Alkohol, zerüttete Beziehungen usw.

    • Um das Thema von meiner Seite abzuschließen, Herr Dippel...
      … wir haben jahrelang für Obdachlose gespendet, nicht ganz wenig.
      Vor zwei Jahren eingestellt.
      Die Summe wurde dann aufgeteilt und wird für zwei andere Projekte gespendet.
      Lebenshilfe Gießen
      https://www.lebenshilfe-giessen.de

      und Kinderkrebshilfe Mainz
      http://www.kinderkrebshilfe-mainz.de/

  189. Babyboomer
    Mir (62er) fällt immer wieder die (oft mühsam verdeckte aber immer irgendwie durchscheinende) Radikalität und Gnadenlosigkeit des deutschen Wesens gegenüber den „eigenen“ (und natürlich, wenn es darauf ankommt auch gegenüber „anderen“) Leuten auf.

    Mit 18 bekam ich davon einen ersten Eindruck: meinen Musterungsbescheid. Mit eiskalten, fast drohenden Worten wurde mir damals unmissverständlich klargemacht, dass ich von nun an zum Menschenmaterial der Bundeswehr gehören würde, das bei entsprechendem Bedarf gnadenlos verheizt werden würde (die „Tradition“ des „Verheizens“ ist seit Jahrhunderten da. Nur ein Beispiel: im 2. Weltkrieg „nur“ an der Ostfront betrugen die Verluste der Wehrmacht MONATLICH von Juni 1941 bis Oktober 1944 (danach war es noch schlimmer, jedoch nicht mehr zurechenbar) zwischen 40.000 und 430.000 Mann! Mir fallen da nur Russen und Chinesen ein, die gegenüber ihren eigenen Leuten noch rücksichtsloser sind.

    An der Uni (Ingenieurwesen) und dann später im Beruf war der Konkurrenzkampf hart (wir waren immer sehr viele; genug Auswahl gab es zu jeder Zeit).

    Der Kampf für die meisten Babyboomer wird m.E. weitergehen oder glaubt einer, dass gute Renten für alle bezahlt werden können oder dass dafür auch nur der politische Wille besteht (Ausnahmen: Pensionäre; Angestellte in Großunternehmen, die es bis zur Rente geschafft haben; Politiker und sonstige Mitglieder des „Eliten“-Systems; Leute, die es als Unternehmer oder Erben geschafft haben, ist noch mal ein anderes Thema)?

    Es gäbe jetzt noch viel mehr Beispiele, um meine Position zu untermauern, deswegen nur kurz:

    Beispiel Hartz4: Für mich ein Beispiel gnadenloser Radikalität (unter SPD/GrünInnen umgesetzt), um das Flexibilitätsproblem (es geht da vor allem um den zu rigorosen Kündigungsschutz, weniger um Kosten) in der deutschen Großindustrie zu lösen.

    Wer aus welchen Gründen auch immer aus dem System der Stammarbeiterschaft herausfällt, steht in der Gefahr, auf einen Status niedriger als ein Flüchtling (um die wird sich von Amts wegen gekümmert) abzusteigen unter Verlust all dessen, was er sich im bisherigen Leben aufgebaut hat, ja im Extremfall bis hin zur Obdachlosigkeit (kann schneller gehen als der gemeine Zeitgenosse sich das u.U. vorstellen kann).

    Dieser Druck hat dafür gesorgt, dass Mobilität und die Bereitschaft entstand, auch als niedriger bezahlter „Leiharbeiter“ (Gesamtkosten eines Leiharbeiters bestehend aus Lohn und Vermittlungsprovision für den Verleiher sind gleich bzw. höher als bei der Stammbelegschaft) zu arbeiten. Die Luxus-Privilegien der einen wurden mit Null-Privilegien der anderen bezahlt (typische Lösung des deutschen Ständestaates).

    Insofern hat Lauer die Problematik zwar einigermaßen richtig analysiert, jedoch weinerlich nur auf seine Generation reflektiert und die Universalität dieses Systems (Ausspielen von Teilen der Gesellschaft gegen die anderen) in Deutschland nicht durchschaut.

    • Mir auch
      .
      „Mir (62er) fällt immer wieder die (oft mühsam verdeckte aber immer irgendwie durchscheinende) Radikalität und Gnadenlosigkeit des deutschen Wesens gegenüber den „eigenen“ (und natürlich, wenn es darauf ankommt auch gegenüber „anderen“) Leuten auf.“
      .
      .
      Mir auch.

      Und zwar fällt es mir um so stärker auf, je länger ich weg bin.

    • "Ausspielen von Teilen der Gesellschaft gegen die anderen"
      Konkurrenz ist seit Millionen Jahren das Grundprinzip in der Natur: Survival of the fittest! Bei den Tieren funktioniert die Evolution noch, nur bei den Menschen vermehren sich leider auch die Looser.

    • Danke...
      …MGM – exakt so ist das! Vor allem die Geschichte mit den Leiharbeitern (ich bin übrigens einer). Nur, hier geht’s wie so oft, um den Blickwinkel… Verlierer gibs keine – und wenn, sind sie selber schuld…
      Oder, um es mit Stefan Sammler zu singen: „Einer ist immer der Looser, einer wird immer verlieren…“

  190. Titel eingeben
    „Fußballsammelbilder galten als Teufelswerk“, fantastisch, das habe ich wirklich verinnerlicht

  191. Arbeit des Editierens
    Vor einigen Jahren schätzte ich die Arbeit des Kommentar-Editierens hier als nicht übermäßig beanspruchend ein.

    Inzwischen – vielleicht auch, weil sich das Klima draußen geändert hat und die Risiken gestiegen sind – sehe ich, es erfordert schon hochkonzentrierte Arbeit. Sie hängen sich wirklich rein. Dafür vielen Dank!

    Schade, daß aus der ursprünglich geplanten Symmetrie, Ihnen die Perspektive von unten gegenüberzustellen, nichts geworden ist.

    Aber sie überzeichnen Ihre Kunstfigur und damit die gesellschaftlichen Verhältnisse ja bis zur Kenntlichkeit. Das ist vielleicht noch schöner, so ganz ohne oberflächliche Ausgewogenheit.

    Ein erfüllendes kommendes Jahr Ihnen!

  192. So geht der Miet-Japaner mi seinem Vermieter um...
    Japan , Mietsystemshikikin (Kaution), reikin (Schlüsselgeld)
    und koushin-ryou (Gebühr für die Verlängerung eines Mietvertrages).
    Reikin
    (Schlüsselgeld)
    Geldbetrag, der dem Hausbesitzer nach Vertragsabschluss als „Dankeschön“ überreicht wird. Die Höhe
    beträgt normalerweise 1-2 Monatsmieten. Diesen Betrag bekommt man nicht zurück.
    Sind halt höflich die gebürtigen Japaner und wissen den Vermieter zu schätzen.
    Don, ab nach Japan an den Ashi-See… Tegernsee war gestern ;)

    • Nun ja
      .
      Das mag in Ballungsgebieten ja zutreffen.
      [eventuell]

      Ausserhalb der Ballungsgebiete ist es deutlich entspannter.

    • @nur mal so
      „nurmalso“ wird a) zusammen geschrieben („zusammen geschrieben“ evtl. auch, bin ich gerade nicht so sicher wie ich es bei meinem „nurmalso“ bin) und ist b) temporär seit einiger Zeit hier bereits vergeben. Sobald es wieder frei ist, gebe ich gerne Bescheid.

      Alternativ: Wie wäre es mit „Auseinandergeschrieben“ als Name?

    • @nurmalso
      .
      a) Ich schreibe es halt nicht zusammen. Sie dürfen aber.

      b) Das sehe ich so wie Sie.

      Wer da zuerst da war, müsste man wohl noch eruieren.
      Aber, mir ist es prinzipiell egal.
      Sie können Ihren Bescheid also für sich behalten.

    • Bitte immer schön höflich.

    • Hab`Ihnen das mal rauskopiert, Herr nur mal so.
      Ich weiß, wenn ich was schreibe, von was ich rede.

      „Eine Wohnung zu mieten führt in Japan meist zu sehr hohen Anfangskosten. Wie viele Monatsmieten an Gebühren zusammenkommen, steht in Relation zur Miete. Diese bestehen im Allgemeinen aus Maklerprovision (chuukai tesuryou), Kaution (shikikin) und „Dankesgeld“ (reikin) für den Vermieter. Die Kaution und das Dankesgeld werden nicht zurückerstattet; meist belaufen sie sich auf zwei bis drei Monatsmieten.

      Für die meisten Wohnungen muss der Mieter einen Bürgen angeben. Wer keinen Bürgen findet – japanischer Nationalität, in einer Festanstellung mit gutem Einkommen – muss eine Bürgschaftsversicherung abschließen.

      „Die Mietverträge laufen nur für zwei Jahre, danach wird bei Verlängerung des Mietvertrages erneut eine Monatsmiete fällig, die nicht erstattet wird. Bei Auszug wird häufig eine Reinigungsgebühr in Höhe von mehreren Zehntausend Yen aufgeschlagen. Ob die Kaution vollständig rückerstattet wird, hängt vom jeweiligen Mietverhältnis ab.“
      Aus Deutsche IHK .Japan

      Auch bei uns geht es auf dem Land entspannter zu, dort wo kaum einer hin möchte,

    • Ich weiss schon, warum ich in Mitteleuropa bleibe.

    • Mietsachen
      .
      @FJ45
      Also:
      Einiges von dem was Sie von der IHK heraus kopiert haben
      kann ich bestätigen. Einiges nicht.

      1. Der IHK Text hat einen Widerspruch in sich.

      Zuerst steht geschrieben, dass es die Kaution so oder so
      nicht zurück gibt.
      Am Ende dann steht:
      „Ob die Kaution vollständig rückerstattet wird, hängt vom jeweiligen Mietverhältnis ab.“

      Ja – was denn nun?

      2. Meine Erfahrungen sind [nach 3-maligem Mieten]:

      – Die Maklerprovision lag bei mir jeweils so um die 1 Monatsmiete.

      – Die Kaution [wie im IHK Text] bei 2-3 MM.
      Zurück erstattet wurde sie nie. Auch nicht teilweise.

      Das ist aber auch nachvollziehbar, wenn man weiss, dass vor dem
      Einzug des nächsten Mieters oft viel [bis manchmal alles] renoviert
      wird. Mit zugehörigem Wechsel der Tatamis.
      [Da kommt es dann darauf an, wie viele das sind.]

      – Schlüsselgeld ist bei mir noch nie abgefordert worden.
      Das kann aber in Ballungsgebieten anders sein – und die
      Mietverträge variieren auch innerhalb einer Region stark.

      – Nach Ablauf der 2 [Erst-]Jahre wurde die Miete noch nie erhöht.
      Die war immer gleichbleibend. Eine Mieterhöhung für einen
      in der Wohnung / im Haus wohnenden Mieter kam bei mir
      noch nicht vor.

      – Bürge.
      Ja, das ist so – zumindest für Ausländer. Die benötigen in jedem
      Falle einen Japaner als Bürgen.
      Ob das für jeden Japaner auch gilt, müsste ich erfragen.
      Ich kann mir aber vorstellen, dass das bonitätsabhängig ist.
      .
      .
      .
      @DA
      >>Bitte immer schön höflich.<<

      Ja, wird schon.

  193. Seine ganze Leistung: ich bin ein Erbe
    So viele Worte, um sich schönzureden, dass die einzige Lebensleistung „Erbe sein“ ist. Konservative Anmaßung in Reinkultur, wie man es von Don Alphonso gewohnt ist.

  194. Beinahe On Topic: Wohnungsbau
    Neue Leuchttürme für Herrn Lauer! sagt die GroKo-Verhandlung.
    2 Milliarden €!! Suuhhbaahh!

    Wer ein wenig rechnen kann: mit Gestehungskosten von 2000€/m2 (bitte, bitte, keine Erbsenzählerei!) sind das also 1 Million Quadratmeter Wohnraum. Bei Kruzbuden von 50 m2 also genau ….. drum-roll!!! ….. 20.000 Wohnungen.
    Da werden sich die 200.000 Obergränzler dann also mit 10 Leuten im Stockbett stapeln. Ach nein, 2 Milliarden waren ja für die Legislaturperiode vorgesehen, also 5000 Wohnungen pro Jahr. Na, dann passt das doch für die 12.000 ‚Nachzügler‘!

    Nee, tut mir Leid, Herr Lauer, wird dann in dieser Legislaturperiode wohl doch nichts werden. Schade!

    • wer soll mehr Wohnungen bauen,
      Herr Dippel?
      Städte und Gemeinden wären überfordert. Also die Privaten. Nach der Wende gab’s mal etliche Jahre die Sonderabschreibung dafür, 40% Sofort. Das hat eines der DDR Großprobleme, den Wohnungsmangel innerhalb weniger Jahre ruckzuck gelöst – etwas auf Kosten der Münchner Zahnwälte (TM vom Don:)

      Die waren die Mieten im Münchner Umland gewöhnt und fanden die Modelle schlüssig. Die waren auch die überaus restriktive Baulandpolitik der Münchner Umlandgemeinden gewöhnt.

      Im Osten war das anders. Die Gemeinden, als Träger der Bauleitplanung, sorgten ganz schnell für eine Inflation an Bauerwartungsland. Meine Gemeinde bspw. wuchs von 13 auf 30 TEW. Erst 2017 liefen die letzten damals geplanten B-Plangebiete voll.

      Das wäre jetzt aber grundsätzlich anders, warum muss ich nicht erläutern. Die Gemeinden würden viel von der Notwendigkeit von Grünflächen, sozialer Infrastruktur und ähnlichen Zähnehebereien reden.

      Goldene Peitsche (Fördermittel) würde nicht funktionieren. Bliebe noch Eingemeindungen des Umlandes von Städten. Na denn man tau, sag ich nur. In Brandenburg ist grad eine Kreisgebietsreform am hartnäckigen Widerstand des örtlichen Establishments grandios gescheitert.

      Ausserdem, woher mit den Bauarbeitern? Lauern?

  195. Suchen nach Autor, Titel, Datum, string search, u.s.w.
    @Uwe Dippel: Das Programm gibt es seit bald zwei Jahrzehnten, https://www.google.de/advanced_search?hl=de&fg=1 – mit einem ausführlichen Formular, selbserklärend, auch ohne Registration oder Anmeldung (Werbung nicht aufdringlich im Vergleich zu den Konkurrenten).

    • Externet klingt als Name so als könnten Sie Bescheid wissen über IT
      Ihr Text erscheint anders.

      Nichts gegen Google’s search algorithm, aber eine dezidierte Datenbank kann ganz anders. Eine schöne Suchmaske, mit Annotationen, Import per Klick wann immer etwas Neues kommt, dieser Tage für den AppStore, auf tablets, oder PC, mit exklusiver search history, mit persönlicher oder überpersönlicher Bewertung, bookmarks, you name it.
      Kein Mit-Google-durch-die-Brust-ins-Auge.

      Ein richtig sortiertes und indiziertes und navigierbares Nachschlagewerk.
      Vielleicht sogar für die Nachwelt: „Don Alphonsos Blog entièrement – der letzte freie Blog mit freien Kommentaren vor den Dark Ages v4.0“ könnte eine nachfolgende Generation das nennen, wenn sie wieder mit dem Hals klar oberhalb des muds angekommen sind, und frei atmen können.
      Wie die zwei Helden in Wild Wild West nachdem sie ihre Halskrausen los sind.

  196. Arschlochalarm!
    So wie die älteren Generationen selbstgerecht und über die jüngeren herziehen, da muss ich einfach widersprechen.

    Die 60-er Jahre waren in der BRD die „goldene Zeit“: Steigende Löhne, Vollbeschäftigung, billige Mieten.

    10 Jahre danach war schon alles schon viel schlechter.

    Mein Abi-Jahrgang ist 1967. Wer damals das Abitur machte, dem stand danach die Welt offen. Egal ob Karriere bei Banken, Großunternehmen oder Studium, wer leistungsfähig und fleißig war, stieg problemlos auf.

    Allerdings bekam man damals das Abitur nicht geschenkt. Zunächst mehre Tage Aufnahmeprüfung für die Zulassung zum Gymnasium. Danach hohe Leistungsanforderungen, die Hälfte bis Zweidrittel der Schüler scheiterten daran. Aber auch die hatten im Rahmen einer Berufslehre noch gute Aufstiegschancen.

    Numerus clausus gab es 1967 nur im Medizinstudium, aber es gab noch einige Universitäten ohne.

    Von den 330 DM Stipendium (Honnefer Modell) konnte man gut leben. Ein Studentenzimmer kosteti 60 DM, kleine Wohnung 90 DM (Göttingen). Zimmer waren immer im Überfluss vorhanden. Zehn Jahre später hatten sich die Zimmerpreise fast verzehnfacht. 400 – 500 DM waren Mitte/Ende der 70-er in Göttingen normal geworden.

    10 Jahre nach meinem Abitur waren das Massengymnasium und die Massenuniversität die Normalität. Gegen Ende der 70er Jahre gab es für Akademiker Einstellungsstopps im Öffentlichen Dienst, vorrübergehend zum Teil sogar für Ärzte (z.B. Berlin).

    Heute gibt es 10x so viele Studenten wie zur Zeit meines Studienbeginns. Die jungen Menschen werden völlig verarscht. 18.000 Studiengänge, der größte Teil Bullshit.
    (vgl. z.B. *http://www.danisch.de/blog/2016/09/06/wenn-geisteswissenschaftler-erdbeeren-pfluecken/)

    Diese Menschen studieren sich arm, nur für einen sehr kleinen Teil gibt es gute Jobs.
    Bereits 10% der Langzeit-Hartz IV-Empfänger sind Akademiker. Finanziell gleichgestellt mit hergelaufenen Analphabeten.

    Das ist die Realität.

    In den 60-er Jahren ist der Kapitalismus gekippt.

    1973 brach das Bretton-Woods-System definitiv zusammen. Vorher hatte Frankreich bereits 1966 eine politische Krise ausgelöst, als es USA aufforderte, die französischen Dollarreserven nicht nur in Gold umzutauschen, sondern dieses auch nach Frankreich liefern zu lassen. Der damalige US-Präsident Richard Nixon stoppte am 15. August 1971 die nominale Goldbindung des Dollar („Nixon-Schock“).

    Danach hatte die wirtschaftliche Entwicklung im Kapitalismus für die Normalbürger nur eine Richtung: abwärts. In Deutschland wurde unter Kanzler Schmidt die Austeritätspolitik („Gürtel enger schnallen“) umgesetzt.

    1967 war man mit Abitur ein gemachter Mann. Niemals danach hatte man so gute Startchancen.

    Für jede Generation danach wurde es immer schlechter, was konkret bedeutete: die Kinder konnten – als Normalbürger – nicht mehr den Lebensstandard ihrer Eltern erreichen.

    Erstaunlich, welcher Blödsinn und welche Lügen hier erzählt werden, wie jene z.B., dass die Einkommen der jungen Leute so niedrig sein, weil die Renten der Alten so hoch.

    Heute existiert kaum noch intergenerationelle Solidarität.

    Die jungen Leute haben keinen Respekt mehr vor den älteren Generationen.

    An der Zerstörung der Generationensolidarität haben jedoch eindeutig die Älteren die Schuld, auch wenn sie sich dies nicht eingestehen wollen.

    Für meine Eltern war es selbstverständlich, dass sie Konsumverzicht leisteten, damit es ihren Kindern einmal besser geht. Das Gleiche galt für unsere Lehrer. Die meisten waren wirklich sehr engagiert, dass aus ihren Schülern etwas wurde.

    Mit der zunehmenden Konsumorientierung änderte sich das Eltern- und Lehrerverhalten. Sie wurden zunehmend egoistischer, waren auf ihren eigenen Konsum bedacht und ignorierten ihre Pflichten und ihren Berufsethos.

    Der Umbruch war um das Jahr 1970. Bei den Gymnasiallehrern spielte viel Frustration eine Rolle. Das klassische humanistische Gymnasium wurde zerstört, die Gehälter der Primarlehrer wurden erheblich angehoben, aber nicht die der „Philologen“. Das war eine Abwertung und Kränkung.

    Schulisches Engagement wurde auf Seiten vieler Lehrer auf ein Minimum reduziert, stattdessen dreimal im Jahr eine Fernreise. Oder sie kauften sich ein altes Haus und renovierten dies.

    Die Vernachlässigung der Kinder in Proletarierfamilien, wo beide Elternteile arbeiten mussten, gab es schon früher.

    Bei Akademikerfamilien reichte zuvor ein Einkommen, um gut zu leben. Mit dem Sinken der Einkommen der Akademiker und zunehmender akademischer Qualifikation der Frauen, wurde die zunehmende Berufstätigkeit beider Elternteile zur Normalität. Damit ging einher eine Form der Wohlstandsverwahrlosung bei den Kindern. Diese Elterngenerationen waren nicht mehr bereit, jenen Konsumverzicht zum Wohle ihrer Kinder zu leisten, wie es zuvor bei Mittelschichten weitgehend der Fall gewesen war.

    Soviel zur Schuldfrage und dem Versagen der älteren Generationen.

    „Kein Mitleid mit Millenials“ bekommt da eine ganz andere Bedeutung.

    • Die Arroganz, Dummheit und A-Sozialität einer bestimmten Sorte von Erfolgreichen
      Mit Verachtung schauen sie auf jene hinab, die nicht so erfolgreich oder gescheitert sind.

      Sie halten sich für super-klug, aber haben noch nicht einmal realisiert, dass Erfolg oder Misserfolg häufig nur auf Glück oder Pech basieren.

      Die Wahl eines „falschen“ Unternehmens, welches später von einem Investmentfonds aufgekauft, ausgeweidet und zerschlagen wird und die ehemaligen Mitarbeiter arbeitslos und zu Hartz IV-Empfängern macht.

      Wären sie intelligenter, dann wüssten sie, dass eine brutale staatliche Politik bewusst ein akademisches Prekariat schafft.

      Zu dumm, um zu wissen, dass stundenweise bezahlte Lehrer nur die Unterrichtsstunden bezahlt bekommen, aber nicht die Vorbereitung. Und noch nicht einmal zu wissen, dass die Beschäftigung dieser Lehrer nur die Unterrichtszeit, aber nicht die Schulferien umfasst.

      Ich kenne diese arroganten Typen, die verächtlich auf die sozialen Berufe hinabschauen, die sich ausbeuten und auspowern lassen.

      Und diese Arschlöcher werden immer mehr.

      Ich bedaure die sozialen Berufe, die für dieses a-soziale Gesindel tätig sein müssen, Polizisten, medizinisches Personal, Lehrpersonen usf.

    • A***Alarm
      Um Ihre Titelaussage beim Nennwert zu nehmen: es ist natürlich bitter, wenn man sich schon als *** fühlt und dann auch noch „Alarm“ schreien muss.

      Was Ihre Jammer-Suada angeht: ich habe mit 15 mein Elternhaus verlassen, weil anders gegen die Koalition der Wohlmeinenden nicht anzukommen war.
      In der Folge habe ich mich selber durchgeschlagen, in verschiedener Hinsicht durchaus wörtlich zu verstehen. Abendgymasium, Studium, Berufsanfang, immer mit selbst verdientem Geld, Bau, Montage, Korrekturen, Übersetzungen etc.

      Erstes Haus mit 35, weitere Immobilien, Aktien … Apple auf dem Tiefpunkt nach der Dotcom-Blase z. B., mit allem Geld, das ich zusammenkratzen konnte … Vermögen bilden, meines und das anderer Leute.
      Vier Kinder, alle mit abgeschlossenem Studium. Drei Enkel.

      Schließlich, nach dem 65ten, praktisch alles Vermögen wieder hergegeben, verteilt. Ich brauche ja nicht mehr viel … einen Garten, eine Bibliothek. Die Freiheit zu tun, was mir beliebt, Kunst, Literatur, Musik …

      Nebenbei: was macht eigentlich der Staat mit der Steigerung der Steuereinnahmen von 593,0 Mrd (2014) auf 734,2 Mia (2017)?
      Eine funktionierende Bundeswehr? Soziale Gerechtigkeit? Altenpflege? Bildung? Die „Generationensolidarität“ fördern? sozialen Wohnungsbau? Infrastruktur reparieren? NetzDG? Spitzelei? Kampf gegen Rechts? parteinahe Stiftungen finanzieren?
      Klima, Eisbären und Euro retten?

      Ja, ich habe und ich hatte ein gutes Leben, durch eigene Anstrengung plus ein Quentchen herausgefordertes und errungenes Glück. Die Schreihals-Millenials von der SPD werden daran wenig ändern.

      Sie werden mir sicher zustimmen, dass ich das bisschen Gekläffe vom Wegrand schon werde aushalten müssen.

    • H. v. Goslar: Ein Affenbaum voller lächerlicher Piesepampel
      Ein Staatsgebilde ist wie ein Baum voller verblendeter Affen, alle auf verschiedenen Zweigen auf verschiedenen Ebenen, einige klettern rauf, einige albern herum, andere sind schlicht müßig. Die Affen zuoberst sehen hinunter und sehen einen Baum voller lächelnder Gesichter. Die Affen zuunterst schauen hinauf und sehen nichts als A…..!

    • Bretton-Woods
      „1973 brach das Bretton-Woods-System definitiv zusammen. … Richard Nixon stoppte am 15. August 1971 die nominale Goldbindung des Dollar.
      Danach hatte die wirtschaftliche Entwicklung im Kapitalismus für die Normalbürger nur eine Richtung: abwärts. In Deutschland wurde unter Kanzler Schmidt die Austeritätspolitik („Gürtel enger schnallen“) umgesetzt.“
      Da unterschlagen Sie die entscheidende Phase: In den Siebzigern wurden, angefangen mit Abschaffung der Goldbindung und dem folgenden Aufblasen der Haushalte mit Fiat-Geld, die entscheidenden Fehler gemacht: Die Löhne entkoppelten sich vom Wachstum der Produktivität, die Inflation zog an, es wurden Millionen von 68ern verbeamtet, schließlich stiegen Arbeitslosigkeit und Verschuldung rasant. Dann erst musste Schmidt die Bremse ziehen.
      Mit der „Entbindung“ des Geldes (zur Finanzierung von Kriegen und sozialen Wohltaten) begann der Prozess, an dessen Ende wir jetzt stehen. Es wächst eigentlich nur noch der Finanzmarkt.

    • Grundlegender Systemfehler
      @Jens Kinshofer sagt:5. Februar 2018 um 17:25 Uhr
      Mit der „Entbindung“ des Geldes (zur Finanzierung von Kriegen und sozialen Wohltaten) begann der Prozess, an dessen Ende wir jetzt stehen. Es wächst eigentlich nur noch der Finanzmarkt.

      Ja, aber dies ist doch ein grundlegender Systemfehler des Kapitalismus.
      Es kommt IMMER zur Inflation = Geldentwertung.

      Deswegen ist doch das Bretton-Woods-System zusammengebrochen.

    • Systemfehler
      „Ja, aber dies ist doch ein grundlegender Systemfehler des Kapitalismus.
      Es kommt IMMER zur Inflation = Geldentwertung.
      Deswegen ist doch das Bretton-Woods-System zusammengebrochen.“
      Ohne Aufhebung der Geldbindung und damit Begrenzung der Geldmenge keine Inflation, jedenfalls nicht in dem Ausmaß. Das Problem ist, dass Staaten immer gern mehr Geld ausgeben, als sie haben. Eigentlich müssten sich die Untertanen weigern, dieses Falschgeld anzunehmen.

  197. Wer A-Löcher wählt, braucht sich nicht wundern, wenn er beschissen wird!
    Zum Vergleich:

    1867 ist Zürich noch eine indirekte Demokratie. Die geltende Verfassung ist klar: Alle Macht liegt beim Volk, aber ausgeübt wird sie von seinen Vertretern im Grossen Rat. Dessen liberale Politik mit der Förderung des Schienen- und Strassenbaus lässt Handel und Industrie prosperieren, bringt Auf-, aber auch Absteiger hervor. Ausserhalb des Rathauses wird das Parlament deshalb auch maliziös als Versammlung von «Seidenfabrikanten» gebrandmarkt. Der Unmut wächst, als Zürich nach jahrelangem Boom in eine Krise schlittert. Bauern beklagen eine Verknappung der Bodenkredite und fordern eine Staatsbank. Und dann wird die Stadt Zürich im Sommer 1867 von der Cholera heimgesucht, der über 400 Menschen zum Opfer fallen. Dies weckt vor allem unter den Arbeitern Groll und Zorn.

    https://www.nzz.ch/zuerich/als-das-zuerchervolk-das-system-stuerzte-ld.1350950

    Das wurde dann aber geändert.
    Es bestehen also nicht einmal 200 Jahre Rückstand in Schland.
    Das ließe sich innerhalb weniger Jahrhunderte aufholen – außer man will weiter Freiheit am Hindukusch und Mali verteidigen und alles Gesox dazwischen unbefristet durchfüttern…

    • So, wie ich das der Rede der Frau M. in Davos entnehme, will sie/man genau das:
      entweder hier oder dort – aber durchfüttern auf jeden Fall. Und schön, wie sie das Elend hier teilbeschreibt, ohne zielgerichtete Lösungsvorschläge auch nur in Ansätzen zu nennen. Kaesers verstörter Blick und die Alternativensuche der anderen Unternehmenslenker ist mir seitdem nicht unverständlich:
      https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2018/01/2018-01-24-rede-merkel-davos.html – nur im Wortlaut, nicht das Video ;-).

    • indirekte Demokratie
      „Es bestehen also nicht einmal 200 Jahre Rückstand in Schland.“
      Das wird auch so bleiben. Wir pflegen lieber andere für uns entscheiden zu lassen. Dann haben wir keine Verantwortung, und können uns hinterher über „die da oben“ beschweren.

  198. Rebels without a cause
    Hunter S. Thompsons Asche wurde von seinem
    Freund Johnny Depp in den Himmel geschossen.
    Thompson hatte sich das gewünscht und
    sein Freund erfüllte ihm diesen Wunsch –
    koste es was es wolle – großartig.

    H.S. Thompson hatte den Willen,
    dem Verein der alten Männer,
    die in der damaligen Gesellschaft das Sagen hatten,
    die Hölle heiß zu machen.
    Seine Art zu schreiben nannte er „Gonzo“.
    Und die „Rebels without a cause“
    waren die Millennials von damals.

  199. 'Polnisch-ukrainischer Historikerstreit?'
    Soweit man es beurteilen kann, scheinen die polnischen Feststellungen ‚in Richtung Ukraine‘ sachlich so ziemlich den an sich bekannten Tatsachen zu entsprechen.

    ht tps://www.rferl.org/a/ukraine-polish-nazi-bill-unacceptable-porshenko/29011702.html

  200. Eine Million D - Mark
    …stapelten sich am 1. Juli 1990, irgendwo in einer kleinen Bank in Brandenburg. Es lag auf einem alten zerkratzen, aber immerhin stabilen Holztisch, und das Zimmer, wo dieser Holztisch stand, war düster und schmucklos. Ein wackliger Kleiderschrank, ein altes Holzregal, ein Blechschrank und ein altehrwürdiger Schreibtisch, mit einem gepolsterten Stuhl dahinter und einer antiken Schreibmachschiene obenauf, so sah es damals in diesem Hinterzimmer einer kleinen Bank aus.
    Ich vergaß, an einer Wand stand ein alter schwerer Tresor, den Egon Olsen aber in Nullkommanichts hätte knacken können.
    Ich werde diesen Augenblick nie vergessen, weil es so viel Geld auf einem Haufen war und weil das Ende der DDR – Mark eingeläutet wurde.
    Nicht, dass ich darüber traurig war, kein bisschen.
    Ich erinnere mich noch gut daran, als unsere „Bankwessis“ das erste Mal in unsere Bank kamen und unser Mobiliar, unsere klitzekleinen Auszahlungsbelege und Kontoauszüge in den Augenschein nahmen und sich ein Lächeln nicht verkneifen konnten.
    Aber dafür hatte unsere Kassiererin die Namen und Kontonummern fast aller Kunden im Kopf, auch herrschte bis dahin eher ein lockeres und vertrauensvolles Klima, es gab nicht wenige Kunden, die uns von ihren Sorgen und Nöten berichteten.
    Das änderte sich dann drastisch, denn dann ging es nur noch um Gewinnmaximierung.
    Es waren spannende, aber auch harte Zeiten, aber wir waren damlas zu naiv, im Nachhinein muss ich das so sagen.
    In kurzer Zeit begann das Sterben, schrittweise wurden die Filialen auf den Dörfern dicht gemacht.
    Dafür war Verkaufen angesagt: Versicherungen, Bausparverträge und Kredite mussten an den kleinen Mann gebracht werden.
    Und Bundesschatztriefe, ich habe eine Menge Bundesschatzbriefe verkauft, die verkauften sich damals wie warme Semmeln, die Zinsen waren damals noch traumhaft hoch.
    Aber alt wollte ich dort nicht werden, der Verkaufsdruck war mir einfach zu hoch. Ich lebe in einer kleinen Stadt, ich wollte den Leuten auch später noch in die Augen schauen, ohne dieses beklemmende Gefühl zu haben: Den haste über den Tisch gezogen…

    Vielen Dank Don Alphonso, es war schön, wieder einmal in alte Erinnerungen zu schwelgen…

    • Wenigstens hinsichtlich der Banken und des Filialsterbens, auch der zielgerichteten
      bankorientierten und deren Gewinn maximierenden Verkaufsstrategien, stehen sich Kunden in Ost und West im Jahre 2018 gleich!

  201. Babyboomer
    Ich habe das mal für die Leute aus zwei Gymnasialklassen Ende der Sechziger ausgerechnet, über die ich noch Überblick habe inklusive Geschwister: Der Schnitt lag bei 2,5. Ca. ein Zehntel hatte vier Geschwister, ein weiteres drei. Ein weiteres Zehntel hatte keine Geschwister, die Übrigen zwei oder drei. Der Schnitt, lag in dieser Gruppe bei 2.5.
    Ein Arbeiterkind hatte keine Geschwister, eins vier. In der Grundschulklasse waren mindestens drei Einzelkinder und eins mit vier Geschwistern. Der Schnitt dürfte ähnlich ausfallen.

    Bei einem Schnitt von 2.5 Kindern pro Familie von Babyboom zu sprechen, ist einfach infam. Es handelt sich um ein ganz normales Vermehrungsverhalten einer denkenden Bevölkerung mit wachsendem Wohlstand.

    Wenn dann danach alles im Bereich von „Mein Bauch gehört mir“ zu einem abnehmenden Schnitt unter 2 in der Nähe von 1 geführt hat, kann man das wirklich nicht auf „Babyboomer“ schieben, sondern muss die zunehmende Selbstverwirklichung mit Egoismen der 68er und Post-68er für die Folgen verantwortlich machen.

    Daher weigere ich mich stringent, mich „Babyboomer“ nennen zu lassen. Und unsere Rente haben wir eingezahlt. Wenn andere Rentner, die zu wenig eingezahlt haben, supportiert werden müssen (DDR), darf man das nicht auf unseren Schultern abladen und ein Feindbild konstruieren. Das ist nicht nur unverschämt, sondern auch gefährlich, so gefährlich wie die Möchtegern-Weltmacht Deutschland wieder werden könnte oder für Einheimische schon ist.

    Auffallend war auch zu jeder Zeit ein Vergleich des Vermehrungsverhaltens unter CDU-Politikern mit Grünen-Politikern. Damit weiß man, wo’s herkommt. Letztere wollen jetzt Adoptivkinder. Bissl spät. Kostspielig und schwierig. Die Leading Lady der erstgenannten Partei hat angeblich lange überlegt, ob sie zum Bündnis 90 geht. Das hätte exakt gepasst.

    • "Unsere Rente haben wir eingezahlt"
      Die geburtenstärksten Jahrgänge hatte die BRD Anfang der sechziger Jahre, das sind die Babyboomer. Das Problem der Ostrenten sollte 2030, 40 Jahre nach der Wende, durch Tod oder Erwerbsleben nur in der BRD keine große Rolle mehr spielen, andererseits sieht Nahles das ja offensichtlich anders als ich, und ich habe nichts zu sagen.

      Ich halte nichts von dem Gegensatzpaar baldige Renter – Millenials, erst recht nicht unter dem Gesichtspunkt „Die Opas nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“ bei gleichzeitigem „Die Rentner sind zu teuer“-Rufen.

      Das deutsche Umlagesystem leidet aber eben darunter, daß Sie die Rente anderer Leute bezahlt haben, und im Gegenzug nichts als Forderungen (Rentenpunkte) erhielten.

      Ihr Geld ist aufgegessen.

      Der Knackpunkt ist ja die relative Geburtenstärke, ob 2,5 zu 1,5 oder 5 zu 3 spielt da keine Rolle; und leider scheint die Bundesrepublik auf die bevorstehenden Erhöhungen der Rentenbeiträge in den kommenden 15 Jahren schlecht vorbereitet zu sein, denn wir leisten uns zusätzlich:

      – Eurorettung mit Bankenunion
      – Target II
      – Energiewende
      – mehrere Millionen Araber und Afrikaner ( 2 Millionen dieses Jahr seit 2014 inklusive Nachzug).

      Das kostet alles ne lockere Billion, der unterste Punkt noch mehr, Target kann man aber vielleicht bis zum St. Nimmerleinstag einfach vor sich herschieben.

      Wer soll das bezahlen? Alles auf einmal?

      Und: Wie?

    • Nein!
      Die Rente haben Sie nicht „einbezahlt“ wie ein Sparguthaben.
      Von Ihren Beiträgen wurden die Renten der Vorgänger bezahlt.
      Ja, wie unten gesagt: Ihr Geld ist schon aufgegessen…
      Einen Anspruch auf Rente haben Sie erworben…sonst nichts.

  202. ..das ist der Markt,
    der die Frage der Immobilienpreise regelt, nämlich Angebot und Nachfrage. Und leider auch die Ignoranz der Politiker für Wirtschaft und die völlig fehlende Bildung der jungen Menschen mit wirtschaftlichen Regeln

    Die Nachfrage kann man in einer freien Gesellschaft mit Freizügigkeit der Menschen (und ich meine hier zuerst mal die, die schon länger hier sind) nicht verbieten, als muß man das Angebot steuern. Das kann man als Politiker nur durch Bauland ausweisen oder Neubauten erlauben. In München hat das unter dem Potentaten Christian U. XIV faktisch nicht statt gefunden. Dem war der Bau von Büros (wegen der Gewerbesteuer) lieber. Die Stadt als größter Grundbesitzer in München hat daher nur selten Wohnungen gebaut. Christian XIV war aber nicht so dumm, diese Wahrheit einzugestehen, sondern klagte immer laut über die Wohnungsmangel in München und die dumpfe Masse wählte trotzdem weiter die Sozen. Das kurze Zwischen spiel eines Nicht-Sozen hatte leider die häßliche Seite, daß der das mit den Vorteilen des Wohnungen Bauens auch sehr persönlich nahm.

    Genau dasselbe geschieht auch in Berlin. Es wird durch die sozialistischen Politiker nicht genug Wohnungsbau ermöglicht, obwohl Berlin nun wirklich viel mehr Platz hat als München. Man muß einfach mal fünf Jahre das Doppelte der Nachfrage an Wohnungen bauen und „Schwupp“- so geht Wirtschaft – sind die Immobilienpreise wieder tief. Auch die angeblichen Russen oder Chinesen lassen ihre Wohnungen ja nicht alle leer stehen, sondern vermieten, so daß die Nachfrage bedient wird.
    Doch solche Dinge sind in der rot-grün-schwarz-sozialistischen Suppe deutscher Politiker vielen nicht mehr verständlich. Und die Wähler wurden seit Jahrzehnten an solchen Dingen systematisch vorbei erzogen.

    Aber diese sozialistischen Politiker wollten lieber noch eine Million extra ins Land holen, dann den „Familiennachzug“ in D (statt in deren Herkunftsländern) ermöglichen, so daß sich in Zukunft noch viel besser beobachten läßt, was passiert, wenn man statt Angebot die Nachfrage erhöht. Aber die Antwort der Sozen wird dann eher sein, daß man zwangsbelegt und verbietet, über die Wahrheit zu berichten. Das hat in der DDR und UdSSR schon sehr gut funktioniert.

    Irgendwann wird vielleicht die AfD oder eine andere Partei entdecken, daß man mit einfachsten wirtschaftlichen Fragen Wähler gewinnt, wenn man zum Beispiel diese Zusammenhänge klar macht.

  203. ..pardon, habe
    etwas vergessen. Leider bin ich nicht sicher, ob ich Sie als Gastgeber nicht unhöflich in Versuchung bringe, wenn ich auf den Prometheus-Blog des Herrn Schäffer (sehr lesenswert) hinweise. Vielleicht ist aber gerade diese Woche der Hinweis auf einen guten Beitrag zu den in D sehr niedrigen, vor allem im Vergleich mit unseren Nachbarn, Immobilienpreise und ihr sehr moderates Wachstum in den letzten 50 Jahren nicht nur interessant, sondern gestattet. Ich verstände aber auch, wenn Sie den Zugang zu Ihrem wirklich Besten, was es im deutschen Journalismus derzeit gibt, nicht mit Hinweisen auf die – auch sehr gute – Konkurrenz überschatten wollten.

  204. Sparen ist doch einfach,
    schwierig ist es doch, das Geld wieder auszugeben.
    Ich würde mich mal als Arbeiterkind bezeichne, mein Vater war Kraftfahrer. In der Dorfschule waren die Lehrer ja eher der Meinung, daß nur die Kinder der Ärzte und der Lehrer aufs Gymnasium sollten. Na ja, ich habe es trotzdem geschafft und etwas Naturwissenschaftliches studiert. Bei der Stellensuche, damals bedeutete das ja FAZ lesen, fiel mir ein Porsche 911 Test dort auf und wurde ausgeschnitten und an die Pinwand geheftet. Nach fünf Jahren ergab ein Blick auf den Kontostand, daß das wohl nie etwas werden würde und der Ausriß landete im Müll. 30 Jahre später sitze ich jetzt im eigenen Haus (keine Kinder) und das Geld auf dem Konto würde jetzt für einen gebrauchten 911’er reichen. Wenn man aber sein Leben lang nur billige Gebrauchtwagen gefahren hat, ist es schwierig, für etwas, was man eigentlich nicht braucht, soviel Geld auzugeben. Auf dem Konto lassen bringt auch nichts, das letzte Hemd hat keine Taschen und das letzte Fahrzeug ist immer ein Kombi.
    Sparen war einfacher.

    • Darf ich Ihnen, sehr geehrter Sinn42,
      meine solidarische Mithilfe bei Ihrem offensichtlichen Problem anbieten?

    • Wenn es Ihr Traum ist ... dann kaufen Sie sich einen gebrauchten 911er ...
      …. wenn es nicht gerade ein Lufti ist, dann ist der auch bezahlbar. Nach 10 bis 15 Jahren geht jede 11er Generation durch ein Preistal – danach geht es meist stetig bergauf … bis ein Motorschaden den Traum vom Garagengold jäh beendet.
      .
      Ich würde einen 997 facelift targa nehmen.
      .
      Sie sollten schon wissen, dass eine Inspektion etwa den Faktor 5 bis 10 eines Billig-Gebrauchtwagens nach sich zieht. Da stehen schneller 12.000 EUR auf dem Zettel als man sich das vorstellen kann.
      .
      Vielleicht doch mal einen 124 (Abarth) Spider (neu), Cooper S Cabrio (R53 gebraucht) oder BMWZ4 (letzte Generation – gebraucht) probefahren und hinsichtlich Ersatzteil- und Unterhaltskosten den Spassfaktor im Vergleich zum 11er selbst beurteilen.

  205. Titel eingeben
    H. v. Goslar sagt: 4. Februar 2018 um 17:20 Uhr
    Danke, HvG, genau das wollte ich sagen. Stetig bergab. Ebenso die Kinderzahl von 2,5 (1964) auf 1,4 (heute). Nun sind die Jungen heute nicht nur zu wenige, sondern auch zu verblödet, um dagegen anzugehen. Sehe ich auch an meinen FH-Kandidaten. shikata nai? (kamman nix machen?)

  206. verstehe die Aufregung nicht-
    Text eingeben

  207. ... Auch von mir ...
    nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Don! Alles „Wahre, Schöne und Gute“ fürs neue Lebensjahr.

    Bleiben Sie weiterhin tapfer und standhaft, Sie schaffen das ;-) …

  208. Data's Tochter [ unverkäuflich und schon demontiert *]
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    A… A Dudududu Schleifen
    dor
    no no no Jacke
    Hose.

    ( *Lal wurde leider mit Tee geölt )

  209. Lauer
    Lauer wollte doch lieber Selbstmord begehen, anstatt in die SPD einzutreten. Wäre eine win-win-Situation gewesen.

  210. Fernsehgebühr für Boomer und Familien
    M. Slomka, S. Christiansen, M. Illner, S. Maischberger und A. Will haben zusammen 1 Kind. Quote: 0,2. Mit gutem Willen nimmt man B. Schäfer dazu, dann erhöht sich die Quote auf 0.5.

    P.S. Männer spielen hierbei keine Rolle.
    Müssen Sie übrigens nicht bringen.

  211. Das ist eine wirklich saugute Frage
    M. Lauterbach: „Wie wird man Zombie?

    Antwort: Man überzeugt einen Agnostiker von der Existenz Gottes und schickt ihn dann ans Fließband, wo Reliquien in Masse produziert werden. Anschließend outet man sich als Fabrikbesitzer.

  212. Das Großunternehmen als Teil des deutschen Ständestaates
    Seit ca. 10 Jahren arbeite ich als selbstständiger Projektmanager. Freiwillig. Meine Firma wurde von einem Finanzinvestor übernommen und das war eine gute Gelegenheit für mich, mit Geld in der Tasche auszusteigen. Ich hätte auch bleiben können, genügend Jahre an Betriebszugehörigkeit hatte ich, andere mit weniger Jahren hätten vor mir gehen müssen…

    Was mir seitdem bei meiner selbstständigen Arbeit vor allem negativ aufgefallen ist, ist diese unglaubliche Arroganz, die mir in deutschen Großunternehmen von Teilen der Stammbelegschaft entgegengebracht worden ist. Diese Arroganz hat in mir einen sehr starken Widerwillen gegen diese Leute und gegen das deutsche Ständesystem insgesamt erzeugt…

    Was mir Genugtuung (neben der Action bei meiner Arbeit) gibt, ist, dass es nur eine Frage der Zeit ist – nämlich dann, wenn die Draghi-Show vorüber ist – bis diese Leute Demut lernen werden.

    Die letzten Jahre habe ich international gearbeitet. Die besten Erfahrungen habe ich dabei mit Amerikanern und Engländern gemacht. Die sind fair und honorieren Leistung…

    Ich kann nur jedem raten, der in eine entsprechende Extremsituation kommt, die Zähne zusammenzubeißen und die Herausforderung mental anzunehmen. Keinesfalls die Opferrolle anzunehmen, die einem von geneigter Seite versucht wird, aufzudrängen…

    Das macht einen selbst schwach und diese Leute glücklich…

  213. Felicitations
    Belatedly best wishes on your birthday Don Alphonso, und much good fortune in the years to come. Keep those great commentaries coming, they are most welcome in our difficult times. Pardon the English, it’s a little more familiar.
    Cheers

  214. Sacklzement
    Jetzt geht es hier schon um Horoskope!
    Na dann wenigstens mit Tuatn, oidn Kraxn und jungen Haxn:
    Des’ree – What’s your sign

  215. Zuvielgesellschaft sagte 4. Februar 2018 um 10:49 Uhr
    „Nationalromantische Ikonografie
    Wenn die anmutige Jungfrau nicht gerade mit Italien flirtete, konnte sie auch anders, „auf der Wacht am Rhein“ z. B. oder in der berühmten Version von Kaulbach …“

    https://www.shotroom.com/i/1484/wAeXP
    .
    Schöne Retusche hin zum Reim „Macht Deutschland klein“

  216. Ist 2 Klassenmedizin erstrebenswert
    Es geht u.a. um Anspruchshaltungen, Grundhaltungen usw.

    Mein Ausflug soll kurz bleiben.

    Natürlich haben wir mindestens 6 Klassen
    im Gesundheitswesen:

    1 Leute die einfach nicht krank werden
    2 Selbstzahler
    3 Privat Versicherte
    4 Gesetzlich Versicherte
    5 Soldaten
    6 Obdachlose und all jene bei denen
    der nächstliegende Sozialhilfeträger
    Kostenträger ist.

    Anatomie und Physiologie sind bei allen
    prinzipiell gleich.
    Das was man zB im KrHs tut um die
    Not zu wenden unterscheidet sich auch nicht
    wesentlich. ggf die Hotelleistung auf der Privatstation.

    Die Anspruchshaltung der Patienten
    kann aber bei allen gleich sein.
    Hoch oder niedrig hängt eher mit der Persönlichkeit zusammen.

    Das Problem was die SPD im Koalitionsvertrag lösen
    will hat eher etwas mit Angebot und Nachfrage zu tun.

    Eine Verknappung des Angebots und bestimmte Anreize
    führen zu höheren Preisen.

    Was tun?
    – Öffentliche Krankenhäuser
    sollten so viele ambulante Menschen behandeln
    können wie sie wollen und können.

    – Man sollte Zulassungsbeschränkungen
    für selbständige Unternehmer im Gesundheitswesen
    (zB Ärzte) aufheben. (Der Mangel im ländlichen
    Raum lässt sich ggf mindern wenn Gemeinden Ärzte anstellen
    oder wenigstens angemessen ausgestattete Praxisräume zur Verfügung stellen. Junge Mediziner sind nicht unbedingt vermögend)

    gff Muss man aber auch alles anders Betrachten:
    Da ist jemand neidisch und glaubt weniger Qualität zu bekommen.

    Das wirklich problematische sind m.E. Wartezeiten
    bei Facharztterminen und die ändert man nicht
    wenn man die Preise angleicht oder verpflichtende
    Kontingente vorschreibt.
    Dadurch gibt es ja nicht mehr Angebot.

    Man führt diese Neiddebatten gerne.
    Nur wem hilft das?
    Außer dem Politiker zur Profilierung.

  217. Was
    soll denn bitte BGE heißen?

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