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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die lebensgefährlichen Lebschaften

| 50 Lesermeinungen

Mit der Kindersterblichkeit sinkt auch die Risikobereitschaft, dem Nachwuchs ein paar Freiheiten zu lassen: Wer heute Sozialprestige will, achtet auf maximalen Kinderschutz und nicht auf die gute Tradition, die ganz anders, blutig und voller blauer Flecken war.

Ja, also verstehst Du, das waren ganz andere Zeiten. Wir reden später darüber.

Peppone zu seinem Sohn

Ich fahre los. Meistens wird mir nach ein paar Metern klar, dass ich keinen Helm trage – wenn ich ihn denn einmal vergesse. Dann halte ich an, gehe zurück, hole den Helm, setze ihn auf und mache mich wieder auf den Weg. Der führt im Moment auf breiten Forstwegen durch den menschenleeren Auenwald, hin zur Donau und dann dreimal um einen See, auf einem 10 Meter breiten Weg, der Ähnlichkeit mit der Auffahrt zu einer Villa hat. Wie auch der ganze See und der Auenwald parkartig wirken. Es sind grosse Ausweichflächen da, sollte einmal eine ganze Schule hier entlang marschieren, und schnell fahre ich ohnehin nicht. Und natürlich kenne ich dort jeden Meter, denn das ist die Bestlage der Stadt, gleich daneben bin ich gross geworden und als Kind hierher gefahren, täglich, ohne Helm, das gab es damals nicht. Und auf diesem breiten Weg fahre ich nun, weil die Luft so kalt ist, nicht allzu schnell dahin. Mit meinem Helm auf dem Kopf. Denn sicher ist sicher.

Nun gibt es gute Gründe, meinen Kopf zu schützen, denn wenn ich den ausschalte, fange ich an, gute, aber nicht zu kluge Beiträge zu schreiben. Nehme ich ihn bewusst aus der Signalkette vom Bauch zur Tastatur, tröpfeln daraus die Indiskretionen ungefiltert dazu und damit sind wir auch schon beim Umstand, dass ich eines schönen Tages, noch nicht ganz volljährig, zu meinen Eltern sagte, dass ich nun nach Frankreich an die Riviera radeln würde. Und meine Eltern hatten nichts dagegen, nur mein Vater ermahnte mich, meine Sachen nicht unbeaufsichtigt zu lassen; ihn hatten sie an der Riviera Anfangs der 50er Jahre nämlich komplett ausgeraubt, so dass er mit seiner Sachs auf kürzestem Wege über die Berge fahren musste, und zwar nur mit kurzer Hose und Hemd, um in die Heimat zu gelangen und dabei auf Schleichwegen die Zöllner zu vermeiden, da er keine Papiere mehr hatte. Eine Sachs ist schneller als ein Fahrrad, deshalb war es, abgesehen von einer Lungenentzündung und einem Sturz in der Schweiz, problemlos gelungen, die Heimat zu erreichen. Aber ich sollte aufpassen, denn selbst, wenn es mir im Schadensfall gelänge, Kontakt herzustellen, würde es doch etwas dauern, bis er an der Riviera wäre. Das war alles, anderthalb Wochen später rief ich aus mal Nizza an und sagte, dass abgesehen von einem zerbrochenen Laufrad alles bestens sei. Nicht so lang reden, das kostet nur Geld, sagte meine Mutter und legte auf.

Das war alles. Da hat sich keiner Sorgen gemacht. Das war halt so, und auch von Ludwig XIV wird berichtet, dass er als Kind im Burggraben des Louvre mit den Kindern der Bediensteten spielte. Es gab niemanden, der meinen Eltern deshalb Vorhaltungen gemacht hätte; der allseits als Arbiter Elegans geachtete Herr W. zum Beispiel, der in seiner Jugend Rennen mit mit einer Norton 500 gefahren war, hätte dazu auch keinen Anlass gehabt, und lobte gar meine Initiative. Es war einfach eine Epoche, in der man sich keine Sorgen machte. Vielleicht hatte das auch etwas mit den überstandenen Gefahren des Weltkriegs zu tun, dass man alle verbleibenden Risiken als vernachlässigbar einstufte.

Wie zum Beispiel das Skifahren. Das war so, dass der erste Skicrack in der Familie meines Vaters Onkel R. war, der ins Oberland geheiratet und eine Stelle an einem auch heute noch berüchtigten Sportgymnasium erhalten hatte, für die Fächer Englisch, Französisch und Pistensauverhalten, auf jenen Bergen im Bild, dem Zahmen und besonders dem Wilden Kaiser. Onkel R. brachte auch meinem Vater die Kunst bei, auf zwei Brettern mühelos ins Tal zu gleiten, über weissen Firn, denn wenn der Berg nur steil genug ist, dann läuft das wie von selbst bis zur Terrasse vom Cafe. Bis zum Einschlag hat sich mein Vater auch wacker auf den Brettern gehalten und angeblich ist auch nichts ernsthaftes passiert, zumindest aus Sicht dieser Epoche, wo alles unter einer 500 Kilo Fliegerbombe kein Anlass war, über Verletzungen zu klagen, und mein Vater war deutlich leichter und langsamer. Er hat es überlebt und mich dann später ebenfalls der Obhut meines Onkels übergeben. Damals gab es halt noch keine kindgerechten Zwergerlschulen, sondern einen Hang, den Schnee und das Lernziel, dass so ein Balg nicht zurückbleiben und stören sollte. Ich hatte zur Sicherheit einen blauen Helm mit goldenen Sternen und der hat mir auch gute Dienste erwiesen, als ich auf der Seiser Alm eine halbe Liftschlange abräumte. Da war einfach der letzte Sprunghügel zu nah. Aber auch das nahm jeder mit Humor, es is hoid a Rennfahrer Biberl, sagte man bei uns. Das galt alles nicht als ehrenrührig.

Ausserdem lernen Kinder sehr schnell, und entwickeln durchaus auch einen Ehrgeiz, mit den Erwachsenen mitzuhalten. Wenn man sie denn lässt. Und gelassen hat man mich. Raus dem Auto. Am Lavaze zum Beispiel. Am Lavaze gab es wunderbare Waldschneisen. Und eine knallschwarze, kanonenrohrartige Piste, da wurde man richtig schnell. Und am Schwarzhorn gab es eine Abbruchkante, das war, als ob einen die Faust Gottes über den Tiefschnee ins Tal schob. Buckelpisten, Sprungschanzen, und wo keine sind, kann man ja über die Huckel der Lifttrassen hüpfen. Sogar mit der Schule sind wir dann mit der Einsergruppe unter Sportlehrer Fifi grundsätzlich, wenn möglich, abseits der Piste und durch den Wald gefahren. Ich weiss, heute würde jeder Lehrer, der so etwas versuchte, sofort um seine Existenz geklagt, aber damals krachte man halt in den Baum, suchte die Ski im Schnee und fuhr weiter, weil die anderen auch nicht warteten. In einem Wald lernst man das mit dem Wedeln, oder man kommt darin um – das war damals die Maxime. Und mir ist auch bewusst, dass ich das heute nicht mehr unbedingt als sinnvolle Pädagogik ansehen würde, obwohl es eine Fetzengaudi war. Fairerweise muss ich anmerken: Der Fifi blieb dann zwei Jahre später unter einer Lawine, leider, leider, ein guter Mann. Schade um ihn. So hat er nicht mehr erlebt, was nach ihm kam.

Denn ich erzähle das auch, weil im Moment diese Graphik über die Freiräume von vier Generationen in den letzten 100 Jahren die Runde macht. Sie beginnt mit der fast totalen Freiheit eines Kindes vor dem ersten Weltkrieg und endet mit den krass überbehüteten Exemplaren, die dick eingepackt und abgesichert heute in die Berge gehen oder gegangen werden. Das sind Kinder, die oben auf dem Berg jede Menge Unsinn anstellen könnten, Platz ist genug da – und dann entfernen sie sich wie ferngesteuert nie weiter als 30 Meter von der Sonnenterrasse, sehr zur Belästigung aller anderen. Abgefahren wird grundsätzlich nur im Rodelkonvoi, die Kinder meist auf langsamen Plastikgeräten und die Eltern zum Schutz davor und dahinter, und hinter jeder Kurve wird angehalten und ich krache dann mit Vollgas hinein. Häufig sind das dann gleich mehrere Familien, und meistens derwuzelt er dabei einen Vater, der vor lauter Fernsteuerbemühungen im Gewühl nicht aufpasst, verkantet und sich überschlägt. Ohne Geburtenkontrolle und bei hoher Kindersterblichkeit sah man die Sache vermutlich einfach nicht so eng, und viele Möglichkeiten für Kinder gab es noch nicht. Heute sind es wertvolle Statthalter und Middle Management Thronfolger, für die schon der Aufenthalt in Harvard geplant wird, und für die es keinen Ersatz gibt, wenn sie sich einmal ordentlich hinmerkelten.

Gefahreneinschätzung? Lernen Kinder heute eher bei GTA und Assassin`s Creed, während Eltern, Gesellschaft und Fürsorgeindustrie überlegen, wie man noch mehr Risiken ausschaltet. In Bayern zum Beispiel sind Mobiltelefone an Schulen verboten, aber würde man versuchen, das Verbot durchzusetzen, hätte man es mit einem Aufstand der Eltern zu tun, deren Kinder immer erreichbar sein müssen, wenn etwa ein Erdbeben, eine Tsunami oder eine Freistunde des Weges kommt. Was an Sicherheitstechnologie da ist, wird genutzt: Der SUV. Die teure Funktionskleidung. Die vollgefederten Räder. Der tägliche Verkehrszusammenbruch vor der Schule, weil die Kinder nur im Auto der Eltern wirklich sicher sind. Die Helme. Kindgerechte Möbel ohne Kanten. Es muss nur irgendwie sicherer ein, und es wird gekauft. Sogar ich mache mit. Ich bin nach Südfrankreich ohne Helm und Handy geradelt, und jetzt kehre ich um und bin vermutlich der einzige Mensch am See, der kein Mobiltelefon dabei hat. Die Frage, was ich sagen würde, wenn heute der 17-jährige Sohn vom V. mit einem alten Rennrad, den damaligen Bremsen und ohne jede Verbindung nach Südfrankreich fahren würde, und dazu seinen Segen bekäme – diese Frage ist nicht wirklich angenehm.

„Unnötiges Risiko“ würde ich vermutlich sagen. Dabei hat es mir selbst nicht geschadet, dass ich mein kaputtes Rad mit Gepäck 10 Kilometer nach Belfort schleppte, und nicht daheim anrufen konnte, damit Papa ein neues Rad kauft und nach Frankreich liefert. Man hört ja viel über die Freiheiten und Entwicklungsmöglichkeiten, die Kinder heute haben sollen, und was in meiner Kindheit Usus war – und bitte, das alles spielte sich in den gehobenen Kreisen unter eher stubenhockerischen Buchfreunden mit Fernsehverbot und Konzertabo ab – wäre heute verantwortungslos. Undenkbar. Denn ohne maximale Sicherheit darf nichts geschehen, Sicherheit ist heute ein Kennzeichen des besonderen Verantwortungsgefühls, das die besseren Kreise gefälligst zu empfinden haben.

Vielleicht lasse ich heute mal den Helm weg. Rebellion! Aber andererseits, wenn es früh dunkel wird…

HINWEIS:

Es gab ein Update und das knirscht noch etwas. Ich kann deshalb nur raten, das Ausweichblog zu nehmen, das läuft auch unter Last stabil, und ich habe vollen Zugriff (hier konnte ich gerade nur mit viel Getrickse Bilder einfügen).

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50 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    dann möchte ich Sie einmal beim Zallinger treffen

    • Äh – das verstehe ich nicht.

    • Titel eingeben
      zallinger.com Der Berghof ganz hinten oben auf der Alm unterm Plattkofel. Mit der kleinen Kapelle. In Ihrer Jugend wohl noch zum Floralpina gehörend, Familie Schenk. Jetzt Kofler. …….
      Oder für den Skiläufer Florianlift zur Williamshütte und dann 70 Höhenmeter runter

      Jetzt noch meine besten Wünsche für einen schönen Urlaub mit vielen Eindrücken und Bildern.

      Und ganz viel Zeit. vielleicht genug Zeit für eine Abwatschung zu Theorie/Philosopie vs Praxis vs Poiesis damals und heute, in bel paese, am See und in Stuttart.

  2. Nicht so lang reden, das kostet nur Geld, sagte meine Mutter und legte auf ...
    … so war das bei uns auch.
    .
    Es galt der Grundsatz, so lange wir nichts von Dir hören ist alles in Ordnung.

    • Wonna hi waar, dadsdös scho wissn, sagte mal ein Polizist, als ich ein paar Wochen abhanden gekommen war. Das ist die einzig richtige Einstellung!

  3. Titel eingeben
    Wenn früher der Erlebnishunger aufkam, konnte Mann wenigstens noch in den Krieg ziehen. Heute gibt es nur noch Ersatzlösungen.
    Die Unterschicht lebt nach dem Motto YOLO. Sex mit 11, jedes Wochenende Komasaufen und mit 21 schon perspektivlos und abgehalftert wie eine Julia Engelmann.
    Währenddessen schwelgt das Bildungsbürgertum im Bionadenbiedermeier. Der größte Albtraum dieser Risiko-Gesellschaft ist die Überschreitung der CO2 Grenzwerte um 5 Milligramm.
    Es geht eben jeder anders mit der Banalität seiner Existenz um.

    • Ich habe gerade etwas schönes gelesen, Gespräch zwischen Schwester (20) und Bruder (12): Ihr seid mit 30% Akku noch aus dem Haus gegangen, wir trauen uns damit nicht mehr aufs Klo.

      Aber dafür gibt es dann Bungeejumping und Rafting und Extremsaufing in den Bergen mit anschliessendem Sturzdebakel

    • Zur Grafik
      Schöne Antwort, verehrter Don, denn generell, auch in Beziehung zu den Ansichten Veits über die, die alle, aber auch alle dort mit 11 Sex haben, woher nehmen wir nur immer die Verallgemeinerungen.
      Schöne Beobachtung. Im Netz kursiert ja eine Geschichte, in der sich über 40jährige fragen, wie sie als Kinder überleben konnten, bei den Farben damals und ohne Gurte in den Mobilen.
      Nur sind damals auch tatsächlich mehr Menschen im Straßenverkehr gestorben.
      Habe gerade über Wolfskinder gelesen, über die es gerade einen Kinofilm gibt. Für die werden auch Risiken später eine ganz andere Rolle gespielt haben. Wenn man soviel erleben und ertragen musste.
      Wir haben vier Kinder und ich habe mir immer Mühe gegeben, sie soviel ziehen zu lassen, wie nur möglich. Aber doch immer mit unterdrückter Sorge.
      Denke, dass ist Eltern immer so gegangen und das muss auch so sein. Aber Lernen müssen sie viel für sich.
      Zu der Grafik: Wissen Sie, ich bin stundenlang allein als Kind im Wald gewesen und gelte in meiner Umgebung als Ausnahme. Allerdings gingen meine Eltern auch viel mit mir im Walde umher. Da kannt ich es.
      Kann das die Bewegungskreise auf der Grafik erklären? Dass die Kinder immer weniger mit ihren Eltern in der Umgebung unterwegs waren. Sie fuhren Auto, waren nicht mehr – mit oder ohne Kind – in ihrer Umgebung unterwegs. Und so wird es Wildnis für beide Seiten.
      Wenn ich weiß, dass ich und mein Kind sich in etwa dort auskennen, dann lasse ich sie auch raus. Allerdings war vor hundert Jahren auch für Kinder ungefährlicher, schon weil es gab keinen Straßenverkehr.
      Im Mittelalter, so kann man übrigens in Fachtexten lesen, seien viele Kinder verunfallt. Die Eltern hatten viel zu wenig Zeit für Sie. Es ist ja eine dummer Mär, dass früher Frauen nur Hausfrauen waren. In FaM gab es allein 65 nur von Frauen ausgeübte Gewerke, als freie Unternehmerinnen.
      Es gibt einen Dok-Film von 2010, der das Leben von Babys (so auch der schlichte Titel) in vier Nationen am Beispiel zeigt. Japan, US, Namibia und der Mongolei gezeigt werden. Die Mongolen haben die wenigste Zeit für ihr Kind, denn die müssen schlicht viel leisten, damit die Jurte warm ist und alle zu essen haben. Wir haben das hier zunehmend aus. Mein Zweiter, ein Erstsemester ist so mit Arbeit eingedeckt, dass man das Fürchten bekommen kann. Ackern, ackern, ackern… Da hilft nur gegensteuern, sich Zeit nehmen – und: Die Freiheit lassen und vertrauen.
      Haben Sie ein behagliches Wochenende – azur

    • Ich packe gerade für meine Abreise… danach wird es besser.

  4. Risiko
    Als Kind habe ich noch auf dem Weg in den Urlaub in der Hutablage vom VW 411 gelegen.
    Die Anzahl der Verkehrstoten war auch entsprechend.
    Damals gab es auch noch keine Helmpflicht, und wir hatten bei der Segelflugschulung keine Fallschirme dabei. (Wär auch sinnlos gewesen, wir hatten höchstens 250 m Ausklinkhöhe)
    Für meine Tochter ist es völlig normal, sich im Auto oder Flugzeug anzuschnallen, auf dem Mofa oder Motorrad einen Helm zu tragen oder, wenn sie ein Segelflugzeug fliegt, auch einen Rettungsfallschirm anzuziehen. Und auf hoher See im Segelschiff eine Rettungsweste.
    So ändern sich die Zeiten, aber nicht immer nur unbedingt zum schlechteren.
    Die einzige Sorge, die meine Tochter mal hatte, war Geschimpfe durch die Mutter wegen einer zerrissene Hose nach einer Baumbesteigung. aber dafür gibt es ja Großmütter, die sich darum reißen, das nähen zu dürfen.

    • Titel eingeben
      Naja, wenn es so Kleinigkeiten wie der Gurt sind – meine Oma hat immer versucht, mich zu betrügen und hat den Gurt nur so halb rübergezogen, ohne ihn einzuklinken. Bei meinem Vater – ebenfals Gurtmuffel – kam sie damit sogar durch. Ich mache das automatisch und fühle mich ohne komisch.

      Absurd ist es, wenn man beim Surfen 10 Liter Auftriebswesten tragen soll.

    • Titel eingeben
      Ich finde, dass der Don einen Nebeneffekt dieses vergangenen Kindheits- und Jugendparadieses etwas ausgeblendet hat: Es kamen eben auch mehr Kinder und Jugendliche zu Tode. In meinem näheren Umfeld gab es mehrere Fälle, die das 18. Lebensjahr nicht mehr erreicht haben (und zwar unfallbedingt und ohne Fremdverschulden). Auch ich hatte ein oder zwei „close calls“.

      Was die Schwimmwesten angeht: Ich bin seinerzeit genügend gepaddelt, immer ohne Weste (nicht nur auf Binnengewässern); das würde ich heute nicht mehr machen. Und zwar nicht, weil ich meinen Schwimmfähigkeiten nicht trauen würde, sondern weil einem diese Fähigkeiten nichts nutzen, wenn man irgendwo gegenknallt und bewusstlos wird.

  5. Bin ich froh...
    Bin ich damals jung gewesen zu sein. Unbeaufsichtigte Nachmittage in Wald und Feld, Rodeln auf der schwarzen Schanze, umgenietet werden von anderen Rodlern und wieder aufgestanden, weitergemacht, weil die anderen fahren ja auch weiter. Schlittschuh gefahren auf fast geschmolzener Eisdecke, was man halt so macht ohne Helikopter – Eltern. Es einfach sein lassen, das ge-helikoptere – was ist daran so schwer heutzutage??

    • Titel eingeben
      NUn, die Gesetzeslage und der soziale Druck auf die Eltern, der ganz besonders. In gewisser Weise ähnelt das einer Massenhysterie. Und dann sind da natürlich auch noch die anderen Eltrn, die jedes kleine Misgeschick nutzen, um andere niedrzumachen. Solche Tüpen sieht man leider immer öfters, letzthin auch bei Twitter.

    • und wo man gerade lebt-
      ..jenachdem, ..wo ich meine Kinder aufziehen müsste,..wär´ich vielleicht auch ein „Heli“;
      ..ich selbst durfte viel und die Kinder die ich zur Zeit im Sport betreue, haben auch ihre Mutproben,sprich Freiheiten.

  6. Fahrrad fahren ohne Helm
    Auto fahren ohne Gurt
    poppen ohne Gummi
    rauchen ohne Filter
    heiraten ohne Ehevertrag
    holzmachen ohne Krankenversicherung
    Garage bauen ohne Genehmigung
    angeln ohne Fischereischein
    parken ohne Parkscheibe
    kommentieren ohne Verstand
    = leben ohne Angst
    = sterben ohne Geld
    Vater Unser,
    der du bist in Brüssel:
    beleidigt werde dein Name
    dein Reich verkomme
    dein Wille zergehe
    du habest nicht nur am Pimmel Beschwerden !
    lass uns mal was neues versuchen
    und gib uns mehr Freiräume
    dann geben wir sie auch unseren Kindern
    führe uns nicht in weitere Schulden
    sondern erlöse uns von deinem Getöse
    denn dein Hirn ist weich
    ohne Kraft
    wann merkst du deine Entbehrlichkeit
    in Ewigkeit
    Amen

    • Titel eingeben
      Stimmt, über Schwarzbau Marke Einhauser muss ih auch mal was schreiben. Das ist nämlich auch so eine verschwindende, gute Tradition.

    • köstlich
      wunderbar, lieber U. Bruckbacher, dies gebet werde man künftig bei gelegenheit anstatt des originals murmeln. ein grandmercé für die zahlreichen lacher.

  7. hans
    Ist unser Don eigentlich schon prominent genug fürs Dschungelcamp, den sichersten Ort der Welt? Dann würde er auch endlich eine Freundin abkriegen.

    • Dschungelcamp? Freundin?
      In keinster Weise autorisiert für den Don zu antworten, würde ich doch gerne anmerken, dass das Dschungelcamp ein denkbar schlecht geeigneter Ort ist um eine denkbar schlechte Idee in die Realität umzusetzen. Die wahre Kunst liegt schließlich darin, keine Freundin abzukriegen und schon gar nicht im oder wegen des Dschungelcamps.

      Aber falls Don A. doch eine televisionäre Karriere nicht vermeiden kann, dann doch bitte lieber als „Bachelor“, der erst zwei Dutzend Schaufensterpuppen intellektuell überfordert um dann mit der attraktiven Regie-Assistentin durchzubrennen. Dafür würde ich mir sogar irgendwo einen Fernseher ausleihen.

    • 24 Schaufensterpuppen.
      Der zweite Absatz ist eine rasante Abfahrt.

      Lisa Caspari´s Untersuchungsergebnisse schreien nach einem Update.

      Untersuchungen, wie gross der Frauenanteil bei jenen Produktionen war und ist – namentlich Regieassistentinnen, dreiste Beleuchterinnen, Kamerassistentinnen, weitere Assistentinnen, Praktikantinnen, ggfs. Soufleusen – waeren ein interessanter Fundus, an dem sich Lisa noch waehrend eines Dutzend weiterer Monate abarbeiten koennte.

      Wie kommt es eigentlich, dass Lisa als Oberseziererin ausgewaehlt wurde? Haette man nicht parallel Hendryk Broder zu Wort kommen lassen sollen? So als den Ueber-Rainer? Aber wahrscheinlich wurde er dann doch noch als zu alt empfunden. Error fatal! Lisa allein ist entsetzlich langweilig.

      Fernsehanstalten sind ja nicht bloed, sie wissen genau, welche ZuschauerInnen was sehen wollen. Also, Mr. Bombastic muss zuerst seine fiesen Spielchen mit Barbie-Puppen treiben, ehe er voellig stickum irgendeiner willigen Assistentin geheime Signale sendet.
      Ist eigentlich bekannt, ob Alice Schwarzer dabei vor der Roehre sitzt?

      Unfassbar, dass Ganze.
      Im uebrigen, lieber Don Alphonso, treibst du es mit deinen Blogs noch so weit, dass meine eigentliche Arbeit langsam aber sicher ins Hintertreffen geraet.
      Spaetestens bis Sonntagabend muessen etliche Excel-Tabellen auf Vordermann gebracht werden – dafuer wird extra das Internet abgeschaltet!
      Schliesslich haben mir meine Eltern eine gehoerige Portion Pflichtgefuehl eingepflanzt.

    • Ja, ich mach schon was zum #Aufschrei.

    • Ich habe es vermutet.
      Dem digitalen Blaetterwald fehlen Regulatoren, die das Unterholz beseitigen.

      Warum macht Alice´s Wut und Mut an der indischen Staatsgrenze halt?

    • Essen:
      Würden Sie sich bitte auch dessen annehmen: Und das Folgende sollte jeder gesehen haben, denn hier geht es um unsere Ernährung. Wieder einmal sollen bei uns per Freihandelsabkommen Gesetze ausgehebelt werden, die die Qualität unserer Lebensmittel sichern (Regulierung).

      Die folgenden 3 min sind erschreckend, in der erst a) ein amerikanischer Vertreter vom Transatlantic Business Council Tacheles redet: Die Standarts in Europa haben ein unberechtigt hohes Niveau, denn was für Amerikaner gut genug ist, sei auch gut genug für uns.

      „Was für amerikanische Familien gutes Essen ist, das sollte auch für Europäer gutes Essen sein!“

      Die Verhandlungen sind so geheim, dass keine Parlamentarier zugelassen sind, wohl aber hunderte Wirtschaftsvertreter. B) verteidigt dies die IHK Bayern, die erklärt, sachfremde Erwägungen, wie z. B. Verbraucherschutz, müssten erst einmal außen vor bleiben. Wie auch Parlamentarierer usw.

      C) Ein Lobbyist lacht dann in die Kamera und erklärt dabei: Nun, was sei in diesem Lande schon demokratisch. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

      Minute 20 min 40 sec bis 23 (Video 2 min): Heute Show 24.01.14
      http://www.youtube.com/watch?v=wT86YWQhJxw

      Genauer: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/report-muenchen/report-november-freihandelsabkommen-100.html ab min 3 von insgesamt 7 min 43.

      Mache ja soetwas ungern, aber das ist doch zu arg. Warum sollen wir uns von den Amis vorschreiben lassen, was gut genug für uns sei?

      Und da Sie das Essen und die Zukunft schätzen, hoffe ich auf Ihre Worte.

      Viel freundeliche Grüße – azur

  8. Helm , Handy, Ersatzteile, Adressenverzeichnis,..etc.
    Als ich nach dem Zivildienst, erstmalig eine längere Radtour machte, Frankreich, Paris etc., hatte ich- nur amateurhaft ausgestattet, das Gefühl, der liebe Gott wacht über mir.
    Wenn ich heut´, mit allem wichtigen Schnickschnack ausgestattet, auf längeren Strecken unterwegs bin,
    denke ich oft, der liebe Gott arbeitet gerade in einer Werbeagentur.

    • Titel eingeben
      Ich pkane ja zwei Transalp mit historischen Rädern, einmal mit 20 Jahre alten Chesinis und einmal mit einem 40 Jahre alten Hirondelle mit Knickerbocker und Wollleiberl. Das muss gehen und ich will wissen, wie es ist!

    • Ruhe einplanen,...sonst ist alles für die Katz´ o. was man so brauchte.
      ..ok..;ich trug-damals/82- eine grüne Turnhose, ein pink Baumwol -t-shirt und gelbe Hallen Sportschuhe eines grossen, deutschen Herstellers. Eine Nylontasche mit Schlafsack und levis, sowie dän.glogs und o. span. Cowboystiefel/.die Jeansjacke. Ein paar euro Schecks und etwas Bares.
      Im vorderen Lenkertäschchen befand sich das Essen, die Karte und die Badehose.
      Mein neues, blaues Peugeot hatte 12 speeds und glitzerte im Dunkeln.
      Die Hose hatte kein Polster und-es war schlimm heiss- nach ein/zwei Stunden war der Oberkörper mit einer Salzkruste bedeckt-braun weiss.
      Mehr als 200 km täglich o. so?..auch mehr..
      ..Ja , es geht.
      Dagegen sind Ihr Chesini und die Knickerbocker immer noch aus einer anderen Welt-
      Es gab Kritik, wie: „I don´t like your flashy colors,“- :Meine kleine Gastgeberin; aber auch wunderschöne Einblicke in den französischen Alltag: Das Freibad, das kleine Restaurant zum Mittagessen in der Arbeitspause, das gemeinsame Abendbrot im Kreise der Familie mit der grossen Käseplatte.
      ..Man ass Brötchen , mit Ei, Milch, Käse während der Fahrt und bemerkte, dass man satt wurde z.B. auch mit Wurst und Schinken,.aber dass Eier,Brot und Milch richtig (2mal!) schnell schnell machen.
      ..einer meiner Gedanken war damals oft: ah, 18 Uhr,noch 30km das geht noch bis zum Dunkelwerden.
      Nein ,es heisst nicht, das ich schnell war, es heisst, man ist vorher sehr entspannt und geniessend gefahren!!!

    • Transalpine Eroica?
      Das Alter vom Rad an sich tät mich ja nicht so schrecken (Monsieur Mercier dürfte heuer 30 werden, wenn ich die Modellhistorie halbwegs richtig recherchiert habe). Aber mit historisch korrekten Übersetzungsverhältnissen könnte ich es wohl knicken, zumal mit den limitierten Trainingsmöglichkeiten hier im Flachland). Mit dem Peugeot Competition 2000, schätzungsweise 15 Jahre alt, könnte es gehen – dank der originalen Dreifachkurbel. Aber mit 39er oder gar 42er Heldenkurbel? Puh.

    • SCHMERZ IST NUR SCHWÄCHE, DIE DEN KÖRPER VERLÄSST!

    • Tormento voi, (...)!
      Hier im Niederbergischen bin ich alles, was ich anfangs mit dem 30er-Blatt raufgekeucht bin, irgendwann auch mit 39 vorne hochgekommen. Aber das sind ja auch nicht die Alpen, sondern Asphaltblasen. Wenns an Ostern wieder in den Westerwald geht, werde ich auf den Rettungsring wahrscheinlich noch nicht verzichten.

      Ach ja, gegen Saisonende, wenn der Frankreich-Austausch von Töchterlein soweit eingetütet ist und keine elterliche Eingreiftruppe erfordert, könnte ich mich eventuell paar Tage loseisen für ein alpines Vorhaben, mal gucken…

  9. Das Panoramafoto
    tät ich gern in größer sehen wollen. Danke!

  10. merkel...
    „hinmerkelten“: Selbst ausgedacht oder doch nur bayrisch?

  11. Ist doch nicht nur bei Kindern so...
    …sondern auch bei Erwachsenen. Risikoaverse Vollkaskomentalität, wohin man schaut. Und damit meine ich nicht das Radeln ohne Helm, oder das Autofahren ohne Gurt, das sind nebensächliche Symptome.
    Wer traut sich denn noch, sich selbständig zu machen? Hundert Scheine von der Bank leihen, paar Jahre Nachtschichten einlegen, aber dafür dann sein eigenes, selbst aufgebautes Geschäft zu haben? Gerade wo heute das Risiko im Fall eines Scheiterns so denkbar gering ist, nach ein paar Jahren Wohlverhaltenszeit sind Sie doch aus allen Schulden wieder raus.
    Und was ist denn die schlimmste Situation, der man in Deutschland ausgesetzt sein kann? Wohnung, Krankenversicherung, 400 Euro im Monat, auch damit hat kann man sich in Deutschland einen Lebensstandard leisten, der im internationalen Vergleich fürstlich ist.
    Nein, das Problem ist nicht die geringe Kinderzahl, das Problem ist die Saturiertheit in unserer Gesellschaft, die eine unfassbare Wehleidigkeit über Kleinigkeiten mit sich bringt.

  12. Nirgends werden auf der Welt Kinder so behütet und beschützt, wie Grossbritannien das macht ...
    … und die Kinder dürfen auf den Schulhöfen fast garnicht mehr Fussballspielen ( damals mit einer plattgemachten Cloadose oder einem Tennisball ) und Mädchen wird fast das Klettern auf dem Spielplatz verboten, weil die Jungs & Mädchen vielleicht sich eine Abschürfung holen und die Eltern dann die Schule bzw den Staat auf Körperverletzung verklagen, weil sie die Kinder nicht beschützt und geschützt haben und ein Dank geht an die krankhafte „political correctness“ … Wenn die Eltern ihr Kind im Apfelbaum oder im Birnenbaum oder im Pflaumenbaum sitzten sehen, dann kommt sofort die Polizei und die Wehrwehr im Grossaufgebot und riegelt das Gelände ab x

  13. Ich schließe
    mich der geschätzten windsbraut an und wünsche Ihnen einen schönen Urlaub. Kehren Sie gesund wieder.

  14. man lebt halt
    inzwischen in Zeiten, in denen ein aufgeschrundetes Knie bereits einer Majestätsbeleidigung gleichzukommen scheint.
    Und nackt wie wir alle zusehends sensibilisiert wirken, wir Sensibelchen, regen uns zusehends über Petitessen auf.
    Leben soll nun mal bis zur Tödlichkeit gefährlich sein.
    Wie meinte Beuys schon?:
    Gesund sterben? Auch irgendwie langweilig.

    • Ich bin für diese Zeitung mit drei gebrochenen Rippen auf die l’Eroica und habe damit auch noch angegeben! So geht das!

    • wobei
      eine saftig hinkompositionierte Eroica samt verständigem Dirigat durchaus keines Sturzhelms bedürfen muss.
      Beklagen wir Ihr musikalisches Opfer also gemeinsam.

  15. Kinder, die nichts dürfen, sind später Erwachsene, die sich nichts trauen!
    Wenn so etwas à la mode aus Versehen im großen Stil „gezüchtet“ wird, dann Gutnacht.

    Der Mor ist früher voll stressfrei auf 30 m hohe Eichen. Das Geheimnis: Muss man daheim ja nicht erzählen, dann gibts auch keinen Stress.

    Heutzutage traut er sich durchaus, Ausbeutungs-Propagandisten wie Bernau http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/neue-studie-warum-der-mindestlohn-doch-jobs-kostet-12769107.html eins auf die Fresse zu geben.
    Und hat das mit solchen Leuten auch schon gemacht.
    (Deswegen um ein Haar sein fertiges Diplom nicht gekriegt und musste sich mit der Prüfungskommission rumärgern, weil er einem Wirtschafts-Professor gesagt hat, was der für einen Mist erzählt.)

    • Herr Moritz
      Sie sehen das vollkommen falsch.

      Was soll aus unserer Einwanderungsgesellschaft werden?

      OHNE Mindestlöhne!
      Das rechnet sich dann doch nicht mehr.

    • Sorry,
      …hab mich verrechnet:-)

      Natürlich MIT Mindestlöhnen.

    • Neuchâtel
      ein wahres Mädcheninternat.
      Lange nichts mehr davon gelesen

    • Neuchâtel
      recht eigentlich doch ein Mädchenpensionat.
      Mädchenerziehungsanstalt klänge allerdings doch etwas zu mädchenhaft.
      Was diese Mädchen nur anstellen, wie die grad keine Schauspielerinnen, Primaballerinen oder sonstwas wären?
      Seis drum: die haben ihre Überzeugungen und wir das Geld dafür.

  16. Das mit den lebensgefährlichen Lebschaften ...
    …kann man auch übertreiben.
    Ein Herr David Cameron will Schiefergas in Europa ’salonfähig‘ machen.

    Lt. Spitzelbericht des Ad hoc Blogs.

    Alle SdG an Deck und durchzählen!

    (Den Guy Fawkes kann der Herr zu Hause geben)

    Wenn es den altfeudalen Landbesitzern im United KingDom zu wohl ist.

  17. Lebensgefährliche Liebschaften
    das wäre auch mal ein tolles Thema
    da können Sie doch bestimmt ein Lied von singen
    hier mal ein paar Titel-Vorschläge:
    .
    Am Tegernsee do gibt`s koa Sünd‘
    .
    Es begann mit Tee und Torte..
    .
    Wie ich die Oligarchin zum Jodeln brachte
    .
    Abgestrampelt ! – nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel
    aus dem Nächtebuch eines alpinen Radfahres
    .
    Nur die Rodel sahen zu…
    Gangbang in Schee und Eis
    .
    Jungautorinnen-Report
    was Leser nicht für möglich halten
    .
    wir warten………

  18. Die Helikopterpiloten sollten den ?alten? Spruch beherzigen...
    <<<Die Jugend bändigt noch die Elemente, das Alter kaum die Exkremente!<<<
    .
    … und sich überlegen, was sie ihren wohlbehüteten Kleinen an Erfahrungen raubt!

  19. Generationenwandel
    Nun bin ich noch ein recht junger Mensch – das genaue Alter werde ich nicht verraten, sagen wir lediglich, ich bin ein Kind der Neunziger – und meiner Generation nicht ganz angepasst. Ich komme aus vergleichsweise gutem Hause, und es war bisweilen oft so, dass ich mein Handy einfach mal vergaß und immer noch vergesse und einfach mal Tage- und manchmal wochenlang nicht erreichbar war und noch bin. Und es hat mir nie geschadet. Selbst dann nicht, als ich in Seoul nicht mehr an mein Geld kam oder auf mein Konto zugreifen konnte, oder als ich auf meiner Fahrt nach Haifa in Israel prompt mein bislang einziges Smartphone verlor – vermissen tu ich’s sowieso nicht. Menschen, selbst und insbesondere junge Menschen mit ihrem Ehrgeiz sind gar nicht so uneigenständig, wie heute gerne vermutet wird.

    • Titel eingeben
      Mit 20 auf großer Fahrt hängt man sich gern vom Telefon ab. Durchaus zu recht, das haben die früheren Generationen auch gemacht…

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