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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Verändere Dich und sterbe

| 41 Lesermeinungen

Für sie selbst die Gewinne der Zukunft, für die anderen den harten Wandel: Mit etwas Verblendung und Ignoranz schätzen Eliten jene Zeitläufe, die ohne Rücksicht auf den Stand auch über sie hinweg walzen.

Heiliger St. Florian – verschon mein Haus, zünd‘ andre an

1973 gewann Luis Ocana auf einem knallorangen Motobecane die Tour de France. Der Sieg machte in ganz Europa und auch in Lenggries, ganz hinten im Isartal, Schlagzeilen.

Ein Tal weiter, hinter der Benediktenwand und dem Kochelsee, haben sie damals die Autobahn gebaut. Aber so eine Autobahn muss noch lang nicht bedeuten, dass die Leute weiter in Richtung Mittenwald und Seefeld oder gar nach Innsbruck fahren, um ihre Skiferien so fern der Heimat zu verbringen. Der Spitzingsee, das Sudelfeld und der Wallberg waren ausreichend und altbekannt, und das Brauneck bei Lenggries galt als echtes Schneeloch. Und es ist so nah bei München: Im Winter auf die Ski und im Sommer mit den Bergschuhen auf die Almen, und danach ist da unten bei der Zufahrt auch der Wirt, wo im Weinstadl angeblich der Gunter Sachs mit der Bardot war, und noch andere bekannte Persönlichkeiten. Im Keller ist eine Tanzfläche und einer, der unter der Discokugel Platten auflegt. So war das damals, als man ein Tal weiter die Autobahn Richtung Garmisch baute. Ein ganzes Tal weiter ist weit weg im Gebirge, eine andere Welt. Man bekommt nicht mit, was da passiert. Außer wenn man wirklich hinfährt, weil man etwas holen muss.

Oder wenn man im Isartal lebt und an den Tegernsee will, um dort zu schwimmen. Von Lenggries zum nächsten Strand bei Gmund sind es gute und sehr hügelige 20 Kilometer. Das fährt man mit dem Rad nicht so schnell, besonders, wenn man gerade mal 14 ist, und noch mit einem Oparad ohne Gangschaltung unterwegs ist. Da braucht man 1974 ein anderes Rad, eines mit Gangschaltung und schmalen Reifen, schnell soll es sein und fesch, dann fliegt man nur so über die Anstiege zum See. Und weil man zwar wenig von der Autobahn nach Garmisch weiß, aber sehr wohl, auf welchem Rad Luis Ocana die Tour de France gewonnen hat, möchte man auch so eines haben. In Orange. Wer will das nicht, wenn er 14 ist. Und wer das Glück hat, dass der Vater Besitzer jenes gut laufenden Weinstadls ist, in dem der Sachs mit der Bardot gewesen sein soll, und viel andere Prominenz aus München, die dort Apres Ski feiert; wer also das Glück hat, dass der Vater gut verdient und spendabel sein kann, der bekommt es auch.

Natürlich nicht das teuerste Modell. Aber es ist orange, es macht Eindruck und es macht das Leben sehr viel einfacher. Zum Eis nach Bad Tölz, über die Jachenau hoch zum Kochelsee, zum Tegernsee: Wenn der Vater dem Sohn so ein Rad kauft, wird die kleine Welt des engen Tales aufgeweitet. Andere Täler kommen in Reichweite. Und so stand das Rad vor 40 Jahren auch schon hier am Tegernsee, ein oranges Fanal der Freiheit, sofern der Bub keine Schlaghosen trug, die sich im Flaschenhalter verfingen. 1973 hatten zwar gewisse Herren Günter Wallraff und Bernt Engelmann dieses angenehme Leben im Wohlstand am See und seine Exponenten mit dem Buch „Ihr da oben – wir da unten“ gegeißelt; sie hatten Sachs wegen „Gammeln“ angegriffen. Aber davon versteht man mit 14 vermutlich wenig. Hauptsache, man bekommt das Rad in der Farbe, in der es sein soll, und von der Marke, die Sieger macht.

Und mit 15 will man noch ein wenig weiter, und bekommt dafür ein Moped. Sobald der Motor zwischen den Beinen schnurrt, wird auch München erreichbar, und zum See ist es wirklich nur noch ein Katzensprung, und keine Strampelei mehr. Weil das Brauneck weiterhin so beliebt ist, und sich die Leute am Abend beim Trinken im Weinstadl und auf der Tanzfläche treffen, ist auch für das Moped genug Geld da. Schade ist es um das fast neue Rad, das von nun an in einem der Abstellräume bleibt und langsam einstaubt. Denn immer weiter zieht es den Nachwuchs hinaus, erst zum Studium und dann in die Welt für die Arbeit jenseits des engen Tals, das nach und nach von all den Skigebieten überflügelt wird, die schneesicher im Hochgebirge liegen, und mit den modernen Automobilen schnell und zuverlässig zu erreichen sind: Kitzbühel, St. Anton, St. Moritz – wo dann auch Gunter Sachs gesehen wurde – , da kann Bayern oft nicht mehr mithalten, und über die Autobahn ist man oft schneller in Tirol, als über die enge Landstraße hinten im Isartal, wo das Motobecane zurückgeblieben ist.

Dann bekommt das Brauneck eine andere, bessere Zufahrt, denn man will mithalten. Damit rückt der Weinstadl weg von der normalen Route der Münchner an die Peripherie, wird später dann verpachtet und ein italienisches Restaurant an einer abgelegenen, engen Straße, die sehr ruhig geworden ist. Diese Ruhe und der schöne Blick jedoch ziehen junge Familien an, die daneben ihre Häuser bauen, und das ist nicht so gut für die Tanzbar im Keller und das Restaurantgeschäft. So ein Weinstadl aus Holz passt auch nicht mehr in die Epoche der körperbewussten Wellness-Angebote. Irgendwann ist da die Frage: Geht man das Risiko ein, so einem Komplex für viel Geld umzubauen und den Bedürfnissen der Moderne anzupassen. Oder nutzt man die Gunst der Stunde und des Neobiedermeier, und reißt man das alles weg. Und baut auf der großen Fläche, anstelle der Discokugel und der dunklen Holzeinrichtung, drei Dreispänner für jene jungen, sittsamen und vermögenden Familien, die dem Trubel der Stadt entgehen möchten. und dafür gern auch mal nach München pendeln, solange nur die Kinder in der Natur und mit Blick auf die Berge aufwachsen.

Die Entscheidung ist für den Abriss gefallen, denn es ist absehbar, dass die kleine Gastronomie auf dem Land wenig Aussicht auf Erfolg hat. Erfolg haben die Kliniken für Vermögende und die Saunabetriebe mit Massagen, deren Ursprünge in fernen Ländern liegen; den Erfolg mögen Luxusquartiere nach sich ziehen, in denen man abgeschlossen die Aussicht genießt und froh ist, der Hektik der Städte entgangen zu sein. In die Metropolen kann man immer noch, wenn es auf dem Land mit Blick auf die Isar und die Berge zu langweilig wird, und die Architekten sorgen schon dafür, dass hinter all dem alpenländischen Holz und den Stilelementen kein städtischer Luxus, keine hohe Decke und kein Komfort fehlen wird. Was ich vorfinde, als ich das Motobecane hole, ist ein aufgegebenes Gasthaus mit Anbauten, einem leeren Parkplatz und einem Besitzer, der das Beste daraus macht. Und alles loswerden will, was er nicht mehr benutzen kann und noch einen Wert haben mag.

Das werden die alten Hölzer des Stadls sein, für die es angesichts des Immobilienirrsinns und der Landliebe einen Markt gibt. Vielleicht findet sich auch jemand, der die Discobeleuchtung für ein Retrolokal brauchen kann. Das sind sicher die massiven, fast schwarzen Bänke, Stühle und Tische, die für die Ewigkeit gezimmert wurden, und hell abgebeizt in Landrestaurants Verwendung finden, die urige Namen der Berge mit dem gutverdienenden Publikum der Stadt zu verbinden wissen. Oder ein Modejäger richtet sich damit wieder eine Zirbelholzstube ein, um dort die Trophäen seiner Hobbyabknallerei von Getier zu präsentieren. Und von Wert ist auch das Motobecane des Juniors, der weit weg ist und das Rad, das ihn einen Sommer begleitete, wirklich nicht mehr braucht. Außerdem ist es nach 39 Jahren ohnehin nicht mehr fahrbereit.

Aber so ist das eben: Lius Ocana und Gunter Sachs wurden depressiv, und begingen späer wegen unheilbarer Krankheiten Selbstmord. Motobecane musste 1984 Insolvenz anmelden. Von all den Firmen, die damals Teile für das Rad lieferten, hat nur eine einzige überlebt. In die Natur des Braunecks hat man einen Speichersee gesetzt, damit die vom Klimawandel betroffenen Pisten künstlich beschneit werden können. In Zeiten des achtstufigen Gymnasiums bleibt den Schülern kaum genug Zeit, am Nachmittag für ein paar Stunden an den See im nächsten Tal zu radeln. Das alles funktioniert nicht mehr wie damals, und wer heute Prominenz sehen will, geht nicht mehr in einen Tanzkeller, sondern beschäftigt sich im Netz mit Schauspielern, die Quallen töten. Nach einem Tag Arbeit läuft das Rad wieder, Chrom und Lack funkeln, und die Kette surrt durch den Sommer, als hätte es diese 4 Jahrzehnte Dämmerschlaf und das Wegschieben einer ganzen Epoche nicht gegeben.

So soll das bei uns aber eigentlich sein. Man hofft speziell in diesen Regionen, dass der unerbittliche Lauf der Zeit aussen vor bleiben und die eigenen Privilegien schonen möchte, dass alles so bleibt, wie es ist, und die Kinder es wenigstens genau so gut haben. Man möchte vom Wandel ausgespart und nicht vom Gang der Geschichte niedergewalzt werden, man möchte inmitten des melancholischen Plunders noch ein paar Jahre weiterdämmern und glauben, dass sich schon alles einrenken wird. Der eine restauriert alte Räder, die anderen schleifen ihre Kinder zur Trachtenschneiderei, die Einladungen zur Hochzeit verschickt man auf Büttenpapier der fast 200 Jahre alten Fabrik, und nächstes Jahr macht auch der alte Biergarten bei Kaltenbrunn wieder auf. Da schaut man dann auf den See, dreht der EZB und der Börse in Frankfurt den Rücken zu, und die ISIS im Irak, die Staatskrise in Italien und die USA mit ihrem Freihandelsabkommen, sie alle liegen zum Glück jenseits des Tales, irgendwo hinter den Bergen, die auch heute wie vor 40 Jahren noch den Horizont begrenzen.

HINWEIS:

Ohne Grenzen kann man allerdings im Kommentarblog kommentieren.

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41 Lesermeinungen

  1. Hoffentlich
    hoffentlich geben die Eliten ein wenig Gelassenheit vor, Zuversicht und Standorttreue. In anderen Artikeln heute wird von Digitalisierung geschrieben, von Grenzkosten gegen Null und der Marginalisierung vieler Marktteilnehmer.
    Einfacher wird die Berufswahl und der rechtzeitige Umstieg nicht werden. Für Taxifahrer nicht, für Wirte nicht und nicht für Imobilienbesitzer. Was wird wann etwas wert sein?

    Die Räder und Torten des Don weisen einen Weg. Selbst machen. Nicht nur konsumieren, besser auch produzieren. Selbst etwas richten, selbst mal kochen,musizieren, singen oder im Garten arbeiten und geniessen.
    Besser am Brauneck öfters freuen und nicht sparen auf den himalaya.
    Und wenn Sie da sind, in Lenggries, holen Sie sich etwas schönes beim Epp. Zum selbst pflanzen.

  2. Lang ist`s her...
    Na sowas. Exakt so eines hatte ich auch und habe damit als Bub Blumen ausgefahren an Ostern und Weihnachten. Der Niedergang der Radschmieden liegt sicherlich in dem aufkommenden Moppedboom begründet, dem auch ich dann erlegen war. Erst später besann man sich, wie schön doch das Radeln – so ohne Helm und Geräusche, außer dem Surren der Kette – doch war. Dann ging die Liebe erneut los mit einem Moser, Pinarello undundund. Und das Restaurieren solcher Dinge hat natürlich nix mit Putzdiensten unter der Diktatur der Dinge zu tun…
    .
    Vor kurzem habe ich ein Alltagsrad aus einer Garage erstanden für 50€, wohl über dreißig Jahre alt, wie neu und kaum gefahren, alles geölt. Ein Markenfahrrad aus Bielefeld. Leicht mit Nirosta-Felgen und Speichen und Alu-Komponenten. 3-Gang Torpedo. Sowas gibts heut nur für viel Geld – wenn überhaupt. Daneben standen schon die neuen Aluräder mit Akku. Heutzutage sind die Dinger schwer wie Grundblei, obwohl aus Alu geschlagen. Das Equipment aber teils Schrott, da aus Eisen……..Es muß halt anders verkauft werden, dann geht auch Mist weg. Ein Rennrad iss scho schee, wenn nur die Nackenwirbel noch die alten wären…

  3. poem@posteo.de
    „…man auch so eines haben. In Orange. Wer will das nicht, wenn er 14 ist.“
    .
    Ich zum Beispiel.
    An ein buntes Rennrad denken, mit 14? Nee.
    Mir war ’ne Gitarre und ’ne Freundin (vor allem) weitaus lieber.

  4. poem-verlag@gmx.de
    Ein Moped mit 15? Als ich in dem Alter war, wurde das erst ab 16 zugelassen.

  5. Da ist sie
    die Poesie, sobald das Rad in’s Spiel kommt ;)

    • Art die Welt wahrzunehmen ..
      ..so ähnlich habe ich das auch empfunden. Mit dem Rad ändert sich der Blick für die Dinge. Und damit verändert sich ihr Wesen -und Poesie entsteht.

  6. Sterbe?
    Nein, denn noch sind wir stark und beugen auch so: Stirb!

    • Wahr
      Danke. Ich habe keine Sympathien für die Pedanten der Grammatik, jeder soll sich so ausdrücken wie er will. Aber diese Flexion schmerzt, ist erkennbar gegen den Willen des Autors entstanden und nimmt dem Wort auch die wahre Betonung.

  7. gutes Rad ist teuer .......
    ……. aber kommt Zeit, kommt Rad

  8. Titel eingeben
    Alles ändert sich?… Wenn ich in das deutsche Dorf zurückkomme, in dem ich geboren wurde (und Zeit habe), gehe ich gerne in die ev. Kirche. Letzten Samstag Abend war ich auch da. Das jüngste Gericht stellt sich immer noch so da wie vor 58 Jahren:
    http://www.kronberg.de/kronberg/Kultur/Musik/Kantorei%20St.%20Johann%20Evangelische%20Kirchengemeinde/KK_268_Kult-Nacht_Kirche_01.jpg
    als ich zum ersten Mal beim Krippenspiel im Kindergottesdienst als kleinster Engel mitspielte.
    .
    Der Pastor ist viel besser als zu meiner Konfirmandenzeit, was ja auch von Vorteil sein kann.
    .
    Wenig ändert sich… Heute steht in der FAZ, dass die Holländer neuerdings einen big brother haben, weil man hier seit ein paar Monaten nur noch mit ÖV-CHIPkarte Eisenbahn fahren kann:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/digitalisierung-big-brother-in-holland-13092653.html
    Aber…. Ich habe schon in der Quinta gelernt, dass die calvinistischen Niederländer keine Gardinen vor ihren Fenstern haben, weil sie nichts zu verbergen glauben zu haben. Die Deutschen verhüllten schon damals ihr Privatleben vorzugsweise mit Tüll.

    • Titel eingeben
      Ach wie schön, da müsste ich vor, na, knapp 15 Jahren mal auf einer Hochzeit gewesen sein. Alteingesessene heiratete einen aus dem Nachbarort.

  9. Bin ich doof oder was?
    Aber hallo! Der Imperativ von „sterben“ ist seit urdenklichen Zeiten „stirb!“ und nie und nimmer „sterbe!“ (siehe unter anderem duden.de) — wollen Sie uns veralbern, Don Alphsonso? Oder beherrschen die Redakteure der F.A.Z. wirklich die deutsche Sprache nicht mehr?

    Beste Grüße,

    Marsmensch

    • Ich bin kein Redakteur.

    • Siehe ...
      … die Antwort von Henning Papendorf — es tut weh, ehrlich. Ausreden ändern daran leider nichts. Der Tipp der Alten: „Read the masters!“. Die F.A.Z. ist nach wie vor ein Qualitätsmedium.

    • Sie können gern meine Entlassung fordern. Oder halt as anderes lesen. Meine Lust auf altes Zeug stille ich dort, wo es mir gefallt und nicht bei „masters“ der Bigotterie.

  10. genau hingucken--simplex oder was war das noch bei motobec...
    ….ich bin auch in orange ,neuerdings. Der Vorgänger wurde vom Auto zermalmt. Vom brookssattel und der lx war nichts mehr übrig, nur Federgabel und Laufräder hatten den crash überstanden.
    Und nun mit 14 Gang; alles neu! Auch neue Wege! Nahezu 25/50 km täglich nur durch den schönsten Taunus, Wald und Weinberge..
    .Elite,…pffff..
    Die anderen Räder wurden zwischendurch auf Vordermann gebracht, wobei die chorus so zickte, dass der Fachmann helfen musste-neue Züge!
    Es gibt für alte chorus naben nur wenig Ersatzteile, -wieder was gelernt.
    Wenn ich das Rennradfahren nicht verlerne, geht`s im Oktober in die Berge,
    Hirsche und Luchse und was weiss ich was gucken,..und vielleicht die elite.

    • Ih fahre letztlich alles, und man muss auch sagen, dass die alten Campagruppen de facto unverwüstlich sind, solange sie aus Metall sind.

  11. Verändere Dich und sterbe?
    Der Imperativ von „sterben“ lautet „stirb“ und nicht „sterbe“!

    „Verändere Dich und stirb!“

    Solchen Fehlern begegne ich täglich in den deutschen Qualitätsmedien. Sie springen mir sofort ins Auge und lösen jedesmal eine Art Schmerz in mir aus…

  12. Der langsame Verfall...
    auch des Stils der FAZ setzt sich fort: im Haderthauer-Artikel von Sonntag der „Bazar“ statt des Basars und nun stirbt sogar die Fähigkeit, einen richtigen Imperativ zu verwenden – dann kann ich zukünftig vermutlich auch die Taz lesen…“stirb“!

  13. Titel eingeben
    Und dann wäre da noch die Strebergartenkultur, keine große Kunst, aber immerhin bringt sie zuweilen immer neue erstaunliche Kleinviehkolonien hervor, und Kleinvieh erzeugt bekanntlich auch Mist: Ohne Dung und Dünger kein furchtbarer Garten.

    Und wo sollte man ohne Nachbars Garten nur die fremden Früchte hernehmen, von denen man sich und sie Seinen nähren muss?

  14. Kaltenbrunn macht wieder auf?
    Das ist aber fein.

  15. Verändere Dich und *stirb*

  16. Motobecane
    Noch eine Firma, die wichtige technische Entwicklungen verschlafen hat. Ich kann mich noch gut an den Aufstieg der Firmen Suntour und Shimano erinnern. Deren Komponenten waren viel besser und billiger als Campagnolo, Huret, Mafac etc. Wirklich leid tut es mir nur um Idéale. Ich bin 20 Jahre einen No. 92 gefahren. Der Komfort war gut, aber die Verarbeitung nicht wirklich. Die Leute haben sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht, statt innovativ zu sein.

    • Es gab ja auch welche mit shimano und Campa – nur waren die deutlich teurer. Und mit 40 Jahren Abstand würde ich jede mittlere TA- oder stronglight-Kurbel klar bevorzugen. Ich bin letztes Jahr mit so einer 40 jahre alten kurbel über die Alpen gefahren, und es war prima.

  17. Titel eingeben
    @Greenbowlerhat – Die ev. Kirche in Kronberg ist schon sehr schön. Da sitzt man wie in einem Bilderbuch: vorne das Fegefeuer, das hölzerne Tonnengewölbe voller Engel, an den Seiten die Jünger mit ihren diversen Symbolen und unten herum die kopftuchtragenden Staturen der Ritterfrauen neben ihren gerüsteten Sandsteinmännern, deren männliche Teile sehr pointiert herausgehauen sind, was schon eine Heranwachsende höchst interessant fand.

  18. Kleine Anmerkung
    Muss es nicht „stirb“ heißen? Wohlmöglich macht der Titel Sinn, wenn man den Artikel liest. Falls das der Fall ist, bitte ich um Entschuldigung. Das Anlesen von Artikeln macht für mich auf der FAZ nur Sinn, wenn Thema und Titel mich ansprechen und das scheint schon ein hartes Auswahlkriterium zu sein.
    Viel Glück und einen schönen Tag!

    • Sinn "machen"
      Ja, natürlich „stirb“, aber…

      Sinn „machen“ doesn’t make sense!

      Bitte nicht „Sinn machen“ verwenden, wenn Sie – völlig berechtigt – sensibel auf Sprachfehler reagieren!
      http://www.belleslettres.eu/artikel/sinn-machen-make-sense-anglizismus.php
      sondern Sinn ergeben.
      Das deutsche „machen“ ist nicht gleichzusetzen mit dem englischen to make, das selbe gilt für sense und Sinn.
      Ein weiterer sehr beliebter und fast schon zur Alltagssprache gehörender Lapsus ist das allseits beliebte: Nichtdestotrotz ;-)

  19. Ein falscher Buchstabe
    Ein falscher Buchstabe erregt das deutsche Gemüt mehr als politische u. ästhetische Katastrophen. Da hat sich wirklich nicht sehr viel *verändert* in den letzten 80 Jahren, gestorben hingegen wurde viel. KALTENBRUNN Lichtblick, wird aber auch ein deutlich anderes Publikumund Gewese sein als in den guten alten 70er u. 80er Jahren. *SCHÖNES FAHRRAD*!!! Macht den Besitzer highly eligible, wie man so schön sagt.

    • Ja, so ist das nun mal. Deutschland hat es gut, da kann man sich noch über eine Schreibweise aufregen.

  20. Titel eingeben
    @Frivol Urt – Manchmal wundere ich mich auch über die Volksschulkenntnisse der FAZRedakteure. Gestern stand im Finanzsteil, dass die RKK letztes Jahr 10,3 Milliarden eingenommen hätte. Der Grafik nach waren es aber nur 5,5 (10,3 war die Gesamtsumme beider Kirchen) Was war nun richtig, die Graphik oder der Text?

  21. Vermutlich liegt in Ingolseetegernstadt bereits ein Journalistenvorabexemplar des neuen
    Ikea-Katalogs, der ja demnächst wieder breit verstreut worden sein wird, vor. Vielleicht hat die auch in Ingolsee überaus heiß und inniglich geliebte Kamp(a sic!)rad(sic!)meute mittlerweile die ironische Anregung aus dem Netz aufgenommen und umgesetzt: Tippen Sie doch einfach mal „störbe“ oder „stoerbe“ in das Suchtextfeld der Bildersuchmaschine Ihres Vertrauens! Ein bisschen Schleichwerbung muss hin und wieder auch mal sein, gelle?

  22. sterbe/stirb
    Ye knowe eek, that in forme of speche is chaunge
    With-inne a thousand yeer, and wordes tho
    That hadden prys, now wonder nyce and straunge
    Us thinketh hem; and yet they spake hem so …

    Geoffrey Chaucer, Troilus and Criseyde, ~ 1380

  23. es muss schon * sterbe * heissen
    denn es heisst ja auch nicht :
    „Bring deine Erbtante um und irb ! „

    • Die Beugungsform "sterbe" gibt es natürlich auch: "Wer sich nicht an die Regeln hält,
      der sterbe!“

      PS: Schon mal was von „Wirb oder stirb!“ gehört/gelesen?

  24. Titel eingeben
    Stirb oder sterbe…. Als der Obama im März hier war, um vor der Nachtwache im Rijksmuseum photographiert zu werden und ein bisschen auf Nuclear Summit zu machen, wurde ich mehr eingebunkert war als er. Woraus ich schloss, dass die Mord und Terrordrohungen auf mich höher waren als die auf den amerikanischen Präsidenten.

  25. Toll
    Weiter so

  26. nunja
    Einen Essay ist einen Essay ist einen Essay.

    Interessant nur, wie man sich im Schlagschatten allesbedeutend wegzuducken elaboriert zu gedenken scheint.

    Es ist halt so:

    „Wissense, ich verfüge nunmal nicht über die Einbildungskraft, mir vorzumachen was andere sich auch nicht vorzumachen vermögen.“

    mfg

  27. Pingback: Teures Kalifat: Der AfD ein Drittkind schenken | Stützen der Gesellschaft

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