Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Machen’S eine Sondersendung über Frau Haderthauer

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Monarchie hin, Gottesgnadentum her. Selbst in Bayern verlangt die Modellauto-Affaire nach Erklärungen, wieso den blutenweissen Unschuldslämmern der CSU die nützlichen Sündenböcke in ihren Reihen erst jetzt auffallen.

damit in dieser schönen Stadt das Laster keine Chance hat.
Spider Murphy Gang

Langsam wird es im schönen Bayernland ernst für Christine Haderthauer und ihren Mann. Das merkt der kundige Zwischendenzeilenleser – und ein solcher sollte man hier sein, schliesslich lebt man in einem 1-Parteien-Freistaat – daran, dass nun gegen Herrn Haderthauer geklagt werden soll, wegen nach Ansicht des Freistaates überhöhter Honorare. Klage. Gegen einen CSU-nahen Arzt. Wegen ein paar Abrechnungen. In Bayern. Als nächstes verkündet die bayerische Staatsregierung die Wiederansiedlung von Einhörnern in den Alpen und effektive Kontrollen beim Verkauf von Anti-Personen-Minen ins Ausland. Und ganz so, als wäre das nicht erstaunlich genug, wird diese Klage auch noch durchgestochen. An den Spiegel. Und gleich noch bestätigt. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Zwischendenzeilenleser wissen, was das bedeutet: Gott mit Dir, Du Fehlender im Land der Bayern. Wenn der Staatspartei ihre Ministerien etwas so laut machen, dass man beim roten Spiegel in Hamburg davon hört, und anschliessend den ganzen Vorgang gegenüber den anderen Kommunisten der SZ bestätigen, ist das nur eine Stufe unter jenem berühmten Auftritt des bayerischen Prinzregenten und Sonnenkönigs Seehofer im ZDF, der die Karriere des Herrn Röttgen in Nordrhein-Westfalen spektakulär beendete. Es macht für mich den Anschein, als würden hier präventiv gewisse Leute den Medien sagen: „Liebe Medien, verschont unsere Ministerien und wenn ihr zündeln wollt, ist hier der Brandbeschleuniger für andere Häuser, und wenn ihr mehr braucht, schicken wie eine Sondersendung rüber.“ Ob sie das nun tun, weil der ganze Fall mit all seinen Details zur Belastung für die Partei wird, die nach dem Fall Kreidl nicht schon wieder eine solche blöde G’schicht erklären will, oder weil nicht jeder trauern würde, wenn da ein Posten frei würde, lasse ich einmal dahin gestellt.

Jedenfalls, es is wias is und damit sollte jeder im Freistaat intuitiv verstanden haben, dass die Partei möglichst weit weg sein will, falls es mit lautem Knall und Fetzen noch unschöner wird. Mit der Volte des Wochenendes plüschäugt die Partei die Medien lieb an und versichert, dass sie ein Jahrzehnt nach den blöden G’schichten von der Haderthauer und einem Jahr Skandalköchelei ernsthaft um Aufklärung bemüht ist, weil ja Bayern ein Rechtsstaat ist, und vor dem Herrscher sind alle gleich. Und gleich schnell weg, wenn es sein muss. Wobei das nicht so ganz stimmt, Frau Haderthauer aus Ingolstadt hat im Vergleich zu anderen Gestrauchelten tatsächlich bemerkenswert viel überstanden.

Wie manche vielleicht wissen, bin auch ich selbst aus jener kleinen, dummen Stadt an der Donau gebürtig, wie schon etliche Generationen vor mir, so dass ich mit Fug und recht sagen kann, ich sei ein alter Städterer, zu bayerisch, „oida Schdodara“. Und als solchem ist mir natürlich auch die generelle Befindlichkeit der Menschen hier bekannt, die hier durchaus stolz auf den Imperator sind, der in ihren wehrhaften Mauern geboren wurde, und die nun aber eine Erklärung erwarten, warum es zu dieser blöden G’schicht da gekommen ist. Die Sache ist nun mal nicht ganz so ruhmreich wie andere Wohltaten des Herrschers, es ist schon nahe am unverschämten Ergebnis der EU-Wahl. Man wundert sich, wieso die so lange bleiben konnte. Und weil nun einmal der Herrscher ein Faible dafür hat, das am Ende zu meinen, was das Volk schon vorher dachte, beginnt die sinnreiche Endlagerung der Frau Haderthauer nach dem, was ich so eingeflüstert bekomme, gleich dort, wo sie herkommt: Im fernen Neumünster nämlich, hoch im Norden, wo sie als „Cuntze“ geboren wurde. Natürlich hat man in Bayern nichts gegen Norddeutsche, aber. (<-das „aber“ der gesellschaftlichen Todes)

Jede gute Diskriminierung beginnt nun mal mit dem Verweis auf die Herkunft, und wenn es kommod war, hat man auch dem Stoiber seine nicht so ganz lupenrein bayerische Herkunft hinein gedrückt – das ist kein Rassismus, das ist Traditionspflege. Traditionspflege ist natürlich auch das Bewahrende, könnte man sagen, ich spinne einmal die kommende Argumentation der Partei gefällig weiter, und als Bewahrer hat der Sonnenkönig Seehofer bei seinem Machtantritt eben nicht alles umgepflügt, sondern verständig und voller Vertrauen auf seine Vorgänger deren Personal gutgläubig übernommen. Jüngst hat der Ex-Parteichef Erwin Huber wider den Seehofer unbotmässig das Wort erhoben, und so ist es ratsam, das Wahlvolk wissen zu lassen, dass genau dieser Herr es Anno Dommini 2007 war, der die nun Bedrängte als Generalsekretärin nach vorne holte. Sie war halt schon da. Das muss man verstehen und das versteht auch ein jeder. Der Huber ist eigentlich schuld. Denn der Huber war als Parteichef etwas unglücklich, aber als Sündenbock ist er brauchbar.

Und bei der Gelegenheit könnte man dem Volke auch sagen, dass es halt aus der Zeit heraus verstanden werden muss, wie auch der 30-järigen Krieg und der staatliche Zwang im 19. Jahrhundert, einen Rosenkranz dabei zu haben, die Geschäfte des Franz Josef Strauss, der Starfighter, die WAA und der Rhein-Main-Donau-Kanal und der gescheiterte Transrapid zum Flughafen aus der Zeit heraus verstanden werden müssen. Die Partei wollte sich damals für Frauen öffnen und auch gleich ein Leitbild dieser späten Laptop-und-Lederhosenepoche präsentieren. Und tatsächlich machte die Junge Union in der kleinen, dummen Stadt an der Donau mit der Generalsekretärin prompt ein Meet and Greet – genau so nannten sie das. Meat and Greed, oder so. In dieser Stadt. Gemacht haben sie ihre modische Cocktailschirmchenhalterei nahe einer Boazn, deren Betreiberinnen hier bei den besseren Kreisen wegen Lärm und Münsterbieslern einen denkbar schlechten Ruf haben. Das war halt so der Zeitgeist. Da wollte man mehr die moderne, taffe Geschäftsfrau, durchsetzungsfreudig und karrierebewusst, gern auch weltoffen weil aus Neumünster, den alten, eingeborenen Männernetzwerken zur Seite stellen. Das mit den Modellautos konnte ja keiner wissen, und dass schneidige Karrierefrauen, wie sie in Focus Money stehen, seit der Finanzkrise und ihren Verwerfungen als Leitbild nicht mehr ganz so taugen – mei. Dafür kann die CSU doch nichts. Aber die Partei lernt dazu.

Nicht umsonst steht die Aigner Ilse nach dem Willen der Partei für ganz andere Werte: Bodenständigkeit, Gewissenhaftigkeit, Besonnenheit, Fleiss, Aigner als bayerischer Geburtsname, und Neumünster nicht als Geburtsort. Das versteht man hier durchaus richtig. So gesehen hat sich die Partei also schon lange vor dem Skandal, zumindest was den Frauentyp angeht, so entschieden, wie das Volk es jetzt haben will. Es ist mehr eine Frage der Werte, kann man salbungsvoll sagen, und schon allein deshalb kein Rassismus. Die eine steigt glaubhaft mit dem Dirndl auf den Berg des wohlhabenden Oberlandes und die andere lässt ihre Absätze in der Staatskanzlei erknallen, und der Bürger kann sich das Leitbild passend zu seinem Landlust-Abo heraussuchen. Warum sollte man über Irrwege sprechen, wenn man auch über die nette Frau Aigner sprechen kann. Und bittschön, dann sollte man auch so frei sein und der Staatspartei zugestehen, dass sie, wenngleich ein klein wenig spät, nicht nur eine gute Erklärung hat, sondern auch einen passenden Ersatz. Wenn hinter den Kulissen den politischen Schadbärinnen ein ROFLCOPTER GTFO zugeraunt wurde, kann diese Absatzknallerei-Sache da, dieses moderne Goasslschnalzertum auch die Doro Bär übernehmen, die kommt aus Franken und hat von daher viel von der Welt jenseits des bayerischen Kernlandes gesehen.

Diese dumme, kleine Stadt an der braunen Donau hat noch immer den Imperator auf ihren Gemarkungen, und wie das Volk gesehen haben wird: Es ist ja keine schlechte Zeit. Hin und wieder verschwinden welche, aber denen wird nicht viel nachgetrauert. Am Ende ist bayerisches Blut halt doch dicker als neumünsteraner Wasser, die Wirtschaft brummt und bei der Justiz wird jetzt etwas genauer hingeschaut. Danach reden wir über den Bundesfinanzausgleich und die familienpolitischen Vorstellungen der Bundesfamilienministerin, alle katholischen Landfrauen und alle zugereisten Jungmanager sind dann wieder froh. Statt Meet and Greet machen sie sich jetzt ohnehin alle auf zum Oktoberfest, und die Empörung, dass ich da nicht hingehe, wird jeden Aufschrei über diese wie hiess die nochmal, Hadercuntz, na egal also es ist schon ein starkes Stück. wenn ich da nicht mitgehe, wo sich doch halb Neumünster dort auf den Bierbänken die Seele aus dem Leib schreit und vom Himmel der Bayern schwärmt.

Weshalb der beste Termin für einen Rücktritt auch der Moment wäre, da der neue Münchner Oberbürgermeister dem Imperator, möglicherweise auf Knien, wie es sich gehört, die erste Mass überreicht. Dann gibt es kein anderes Thema mehr, da können die Kommunisten in der SZ dann so viel schreiben, wie sie wollen.

HINWEIS:

Im Kommentarblog kann man auch so viel schreiben, wie man will.

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38 Lesermeinungen

  1. Sehr hübsch geschrieben
    und wahr obendrein! Sagt der alpenländliche Oberbayer Mersch.

  2. "bl_u_tenweissen -lämmern": hübsch! Denn: Gibt's dort in der Nähe von Ihnen nicht noch
    ein sogar transportables Lamm-ähm-Schafott mit einem betriebsbereiten, scharfen Schrägstahlteil daran?

  3. Bayerns Finanzausgleichsanteil erhöhen!
    Zu einem Sonderbeitrag gehört auch ein Blick auf Hubert H. und die paradiesischen Verhältnisse in der bayrischen Verwaltung. Der „Landgerichtsarzt“ soll nur zu einem Drittel am Tage ausgelastet sein und Drogentests in seiner kostbaren Arbeitszeit separat abgerechnet haben. Um diesen lukrativen Posten zu erhalten, hat er an der Uni Würzburg eine 10-seitige Dissertation (incl. Illustrationen) abgeliefert. Obendrein stand die Arbeit unter Plagiatsverdacht, der von der Uni zurückgewiesen wurde. Die Begründung möge man ergoogeln und glauben.

    PS.: Das Wort NEUMÜNSTER erschien 5 mal.

  4. Die Haderthauer'S..."Hart-Herz-Tower'(twin)S"?
    Je nach Sprachzugehörigkeitskreis „asozial geschäftig“, „kriminell geschäftig“, „political incorrectness“,
    „delikat geschäftig“!?,…, aber letztendlich „inhuman geschäftig“, für alle verständlich.
    Da hilft auch keine elitäre?, elitär-politische?, „Intelligenz-Schminke“, Verharmlosung.
    Es sind bayrische „nine eleven twin-tower’s“. Zeit für Ground Zero in…ja wo überalll?!

  5. Ingoldorf
    Auch ich muß dort leben, leider. Das Hirn verschmiert’s einem.

    • man muss doch nur einmal Neuburg an der Donau besuchen, dann geht es wieder.

    • Audirennstreckenverrückte
      Seitdem Neuchatel von Kreisfahrbesessenen heimgesucht wird, vergeht einem auch da der Spaß. Außerdem muß man ja auch wieder zurück, irgendwann.

    • ich bin entsetzt!
      … wie Sie in Gemeinschaft mit Ethan Hunts und Gleichgesinnten die Donau auf und ab den Ruf des Landes benörgeln.
      Was kann den Ingol oder Neu dafür, dass man die Mittagsruhe extensiv nutzt.

    • Bayern - nicht nur Hadertauer und Co.
      Sie „müssen“ dort leben? Sie können doch gerne nach Nordrhein-Westfalen oder gleich nach Berlin ziehen. Auch Rheinland-Pfalz wäre nicht schlecht für jemand der weniger Bildung, Sicherheit und prosperierende Wirtschaft sucht.

    • Genial ..
      diese Erkenntnis über den sich schnell verbreitenden Sekundär-Analphabetismus in rot-grün regierten „Sonderstaaten“! ;-))

  6. Titel eingeben
    Aber wir wissen doch alle, dass denen, die jetzt unfreiwillig im Rampenlicht stehen (die anderen, die mit der Verwandtenaffären, sind schon wieder draußen, oder?), keine Betrugsabsicht nachgewiesen werden kann und die Sache dann ganz schnell – oder auch langsam – aus den Schlagzeilen verschwinden wird. Fehlendes Unrechtbewusstsein nennt man das auch vor Gericht.

  7. Im Land des großen Unrechtbewusstseins-Loch
    Oh Bayern, Du heiliges Land des Unrechtbewusstseins-Loch. Da reibt sich ein amtierender Kultusminister immer noch die Hände, dass der Fiskus seiner Frau, hochamtlich Sekretärin, 600.000 Euro ausgezahlt hat. Und was sagt er dazu, der Herr Spänle? Er sagt, das wäre alles rechtens gewesen. Und ich füge hinzu: Der Herr Spänle konnte doch nichts dafür, dass ausgerechnet seine Frau so gut qualizifiert war für diesen brutal anstrengenden Job, dass nur sie dafür in Frage kam. Und in jenem Land am Rand der Berge versteht ein Landrat nicht, wieso ihm, dem Duodezfürsten von und zu Miesbach, denn nicht eine Vielzehntausend-Euro teure Geburtstagsparty ausgerichtet werden dürfe von der ortsansässigen Sparkasse. Da wärem dem weiland französischen Sonnenkönig doch ganz andere Feste vom Volke ausgerichtet worden, welches noch rechtschaffend dankbar Blut und Leben für ihren liebenden und nun mal ein bisschen zu Prunk neigendem Patriachen gegeben hätte. Und dort, im schönen Bayernlande, will eine ehemalige Justizministerin auch nicht verstehen, was denn daran unmenschlich wäre, einen Menschen à la lettre de cachet jahrelang ohne wirkliche Begründung in eine geschlossene Anstalt wegzusperren. Man hätte doch streng nach Recht und Gesetz gehandelt, zumal es ja darum gegangen wäre, ein viel höheres Gut zu schützen: Nämlich dasjenige einer Bank, welche zum Verkauf anstand, und deren Namen man da doch nicht von so einem daher gelaufenen Gustl beschmutzen lassen konnte.

  8. Jo mei
    Bärig…dr Blog. Da legscht di niada (ROFL)!

  9. Unrechtsbewusstsein schreibt da jemand-
    ja, Herrgottnochamoal, entweder Politik oder nicht, aber beides auf einmal- das geht wirklich nicht. Dagegen wäre ja die Quadratur des Kreise noch ein Klacks! Nein, nein, da muss man schon sauber trennen.

  10. fr haderthauer
    die scheinbar endlose geschichte der frau haderthauer ihres mannes deren firma liegt klar auf der hand CSU MIA SAN MIA das kennt man doch ( U.H. K.H.R…)
    würden WAHLEN vor der POLITBÜHNE stehen Fr HADERTHAUER wäre vielleicht schon SONDERBEAUFTRAGTE in BRÜSSEL !!! MIA SAN MIA ODER ????

  11. Was fehlt: Daß sich mit Frau Haderthauer doch eine sehr ANSEHNLICHE Person mit oft sehr...
    …brauchbaren Ansichten im politischen Raum (auf dem TV-Bildschirm) bewegt hat.
    Dieses wird mir fehlen… und ich sehe noch keinen Ersatz.
    Nicht mehr und nicht weniger…
    ;-)))

  12. DieCSUgier
    Gier frisst Hirn !
    Und die CSU ist prädestiniert dafür.
    Der MOB von Dagobert Lindlau hat’s schon einmal beschrieben.

    Saldos Amigos

  13. Gute Frage
    blutenweissen?

    “ … wieso den blutenweissen Unschuldslämmern …?“

    • ...damit das transportable Fallbeil, über das vor einiger Zeit berichtet worden war, endlich
      mal wieder seiner Zweckbestimmung zugeführt werden kann…

  14. Hier schreibt der Chef noch selbst
    schliesslich, Mass, hiess, dass, weiss: schlimme ß-Phobie. Bei der SZ kriegten Sie so kein Bein auf den Boden. Blöd, wenn man schreiben will, aber nicht kann. Geht mir mit dem Kochen so ähnlich. Obwohl. das mit dem ß könnte man in einer Minute lernen. Und nächste Woche üben wir dann das Deklinieren („<-das „aber“ der gesellschaftlichen Todes")

    • ß (etc.)
      Das ist der „Stil“ von Don: Tippen und nix korrigieren. Lesen Sie ihn regelmäßig, Sie gewöhnen sich dran. Ich hab’s ja auch geschafft.

  15. In manchen Lebenslagen...
    …taugt „meine“FAZ auch nur zum Ausstopfen nasser Stiefel!

    Zum Glück naht der Kündigungstermin meines Abos und dann könnt ihr auf mich als Multiplikator für weitere Aufrufe zu Kündigungen hoffen.

    hessenbkatt

  16. Rechtskultur in Bayern
    Hat sich diesbezüglich in Bayern seit dem 19. Jahrhundert viel verändert?
    Man muss bei diesemThema immer daran denken, dass Bayern etliche Jahre
    später als das zaristische Russland (!) das Foltern als Justizinstrument verboten hat…

  17. Wenn Frau Cuntze aus dem klug-wahren, unbescholten-klüngelreinen, liebestollen hohen Norden
    nicht sich selbst und sich in dieser dummen, engen Verirrung ins Süddeutsche nicht schon längst so sterbensatt gehabt hätte, sondern darin, wie vielleicht anfänglich, auch weiterhin noch eine sinnvolle und nützliche Tätigkeit für die Allgemeinheit gesehen hätte, ja dann hätte sie wohl nicht dieses „Modellauto-Verwertungsmodell“ so tollkühn und quasi-konspirativ mit aufgezogen. Erst kämen Langeweile und Überdruss – und danach die ersatzweise kapitalbildenden Ersatzbedürfnisbefriedigungen?

    Und also wird sie jetzt – Geld oder Liebe – aus verschmähter Liebe, also weil sie vom Freitsstaat und der CSU auf einmal so schnöd verschmäht wurde – das Geld nehmen, und irgendwoanders hin machen. Also eine Reise vermutlich zuerst einmal.

    Und wohin reisen? Jo mei, also ein Vorurteil dürfen hätten wir scho haben können wollen, was sowas anginge, nett? Also vermutlich als kleine, seelennützliche Belohnung so etwas wie“ Club Robinson, BoraBora“ wäre doch mal angenehm – und sozial angenommen vermutlich ungefähr passend – falls sie da nicht letzten Jahr schon gewesen wären, vorbeugend. Dann alternativ oder zusätzlich in der zweiten bis dritten Januarwoche mit der „MS Europa“ trendmässig zur zeit total stark „Ushuaia und Antarktis“ – weil da unten dann halt nämlich Hochsommer wäre, soetwas wie bei uns Juli, und man leicht auch mal zu Fuß auf Festland an Land gehen könnte, ohne Schnee unter der Sohle, sondern höchstens in der Luft – auf eine Aperitif oder zwei … .

    Oder vorerst und dazwischen „Ushuaia Beach Hotel woanders“, das wäre doch schon längst übervoll von all den Glücklichen, die hier innerlich und vor Jahren schon längst überwiegend adé gesagt hätten, „ein paar (gefrustete?) Neuankömmlinge mehr oder weniger dort, dies Jahr, was machte das schon?“ http://www.ushuaiabeachhotel.com/de/thehotel/

    gute reise also – und kommt heil, wieder!

    Und Seehofer arbeit hart für die Macht und den Zusammenhalt seines Landes, wie der auch nur in Zusammenhang mit dem Begriff „Sonnenkönig“ zu bringen wäre? Bayern hätte noch nie „Sonnenkönige“ gehabt, weil sich das mit der bayrischen Freiheitsseele nun doch eben auch nie in Einklang hätte bringen lassen, eher also vermutlich nicht?
    .

  18. Die Kundenliste von exFrau Mollath wird völlig unter den Teppich gekehrt. Die Transfers in die
    Schweiz zu Zeiten ihrer Anstellung bei der XY-Bank hat ja die hausinterne Revision bestätigt und dokumentiert. Nach ihrem Rauswurf aus der Bank hat exFrau Mollath ja privat noch schön weiter gemacht. Kofferweise soll so Geld in die Schweiz transportiert worden sein. Warum interessiert sich KEINE Staatsanwaltschaft dafür? Bei Straußen`s Kindern wurde ein Riesenbohei gemacht. Staatsanwaltschaft Augsburg – was ist los???????????

    • wird, hüstel, geflüstert, diese Transaktionen
      hätten zwar stattgefunden, aber zu Fromm und Nutzen gewisser Prominenter aus dem Großraum Nürnberg, die staatsnah seien und verschwiegen. Gewisse Medien aus dem Nürnberger Raum haben sich der Sache angenommen, man kann es vermutlich auch ergoogeln, aber seit etwa 3 Monaten herrscht Ruhe, derlei unhaltbare Verdächtigungen werden nicht mehr veröffentlicht.

  19. Ein Stück aus dem Tollhaus.
    Übrigens: Wer ist Erwin Huber ?

  20. zuerst ein Test,
    ob sich in der kommentarrestriktiven FAZ wirklich schreiben lässt..

    • Oh, es geht erstaunlicherweise.
      Ich habe Frau Cuntze einmal mitten in der Produktion erlebt, es war im Eigenheim der T&T in der Stadt des immerwährenden Reichstags. Gloria T&T pflegt aus Geldgier oder aus dem edlen Motiv, das verblödete Volk von ZDF wegzulocken, gelegentlich einen Innenhof zu öffnen. Dort gibts dann für gutes Geld Opern oder so zu hören. Einmal war ich dort zu Gaste.

      Der Start – ich glaube, es gab Turandot – zog sich hin. Gloria wuselte auf der Fläche vor der Bühne hin und her, Bussi hier, Bussi dort, Ehrengast von rechts, Ehrengast von links. Christine „das Gebiß“ kam in großer Robe, Bussi hier, Bussi dort, zähnebleckendes Winken ins Publikum, Ehrengast von rechts, Ehrengast von links. Beide verschwanden für einige Minuten in einem Kabuff links von der Bühne, dort schien es Erfrischungen zu geben, dann Wiederauftritt, Bussi hier, Bussi dort, Ehrengast von rechts, Ehrengast von links, Kabuff usw.

      Aus dem Publikum kamen gegen 20:20 die ersten Pfiffe, Gloria T&T und Christine „das Gebiß“ aber arschelten unermüdlich auf der Fläche hin und her, Bussi hier, Bussi dort. Die Pfiffe wurden schriller. Gloria erklomm die Bühne, kokettierte mit dem Mikrofon und kündigte den baldigen Beginn an. Christine „das Gebiß“ wechselte das Täschchen in die Linke und winkte, stark lächelnd, ins Publikum. Ehrengast von rechts, Ehrengast von links. Das Orchester begann zu stimmen.

      Gegen 20:35 kehrte Ruhe ein. Ich nahm den Arm meines demokratisch gesinnten Weibes und wir schritten würdevoll die zahlreichen Aluminiumtreppen Richtung Ausgang. Anderentags stand in unserem Lokalblättchen, die Oper sei nicht besonders gewesen

    • natürlich.

  21. Quintessenz: Auch in Bayern kommt nur in die Nähe der Macht,
    wer ein nicht ganz astreines Gewissen hat, mit dessen „Besenreisern“ man ihn oder sie bei Bedarf aus dem Amt fegen kann. Hund san’s scho, die Bayern.

  22. Frau Haderthauer ist unschuldig
    Mir tut die Frau Haderthauer leid. Denn es war eindeutig der Elsässer Herr Ponton, der wusste, dass der Dreifachmörder (und Sacklabschneider) S. gut basteln konnte und der deswegen zum Psychiater Haderthauer von S. ging, um S. für sich arbeiten zu lassen. Frau Haderthauer konnte überhaupt nichts dafür, dass der Psychater H. und der Elsässer P. sich einigten, dass nicht der Elsässer P. allein von S. nutznießen sollte, sondern zu 50% auch Frau Haderthauer. So kam es zu einem Vertrag zwischen Psychiater Haderthauer auf der einen Seite und Ponton/FrauHaderthauer auf der anderen Seite. Dass die Gewinne nicht in der Psychiatrie blieben, sondern privatisiert wurden, ist normal. Da ist doch nichts merkwürdig?

  23. Nur Seehofers Frauenmangel schützt Haderthauer
    Ich würde sagen, das ist Hose wie Jacke. Auf dem Altar solcher Prinzipien und luftigen Differenzierungen dürfte kaum ein Politiker und sicher nicht Seehofer seine Macht als Opfer darbringen und kam etwa im Fall Edathy auch nur ein Politiker auf die Idee, einen Einwand in dieser Richtung vorzubringen? Im Vergleich dazu wäre der Frauenmangel immer noch ein etwas handfesteres Motiv. Ich bezweifele nur, dass es gewichtig genug ist.

  24. Pingback: Teures Kalifat: Der AfD ein Drittkind schenken | Stützen der Gesellschaft

  25. Rücktritt Haderthauer
    Traurig, wenn im glorreichen Bayern solche Rücktritte stattfinden. Diese Dame war mir aber immer schon eigen. Beste Wünsche nach Bayern aus Tirol

  26. Rücktritt Haderthauer
    Ich werde hier wohl gebloggt

  27. ... und? Wer wird dann beim Polit-Sing-und-Watschn-Festival auf dem Nockherberg ...
    sich anstelle der Haderthauer, dann dort den Oarsch breitdrücken? ;-)

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