Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Frauenquote nach Marquis de Sade

| 55 Lesermeinungen

Dieser wunderwürdige Wahn, das Böse allein um des Vergnügens willen zu üben.
de Sade, Juliette

Für Frau B. ist die Frauenquote in den Aufsichtsräten der DAX-Konzerne nicht mehr nötig. Frau B. hat schon jetzt genug zu tun, selbst wenn sie nicht mehr die Anlagestrategie eines Risikokapitalgebers auf dem roten Plüsch eines Münchner Nachtclubs erklärt – diese wilden Zeiten der Kickoff Events sind vorbei. Sie ist längst Teil der erfolgreich-gediegenen Inventars dieser Republik, da leistet man sich solche Ausflüge in die New Economy nicht mehr. Man spricht heute gern mit ihr als Vertreterin einer wirtschaftsfreundlichen Lobbygruppierung über die Karrieren von Frauen, und zweifellos würde die Erinnerung an die wilde Startup-Epoche ihren Aufstieg in der Aufsichtsratsebene nicht behindern. Aber auch eine Frau B. kann sich nicht in mehrere Teile zerreissen. Posten, Berufungen und Auftritte kann sie frei wählen. Sie ist zu einer so starken Marke geworden, dass man sich nicht weiter über ihren Gatten unterhält, der einer der wichtigeren Manager des Landes ist.

Nun war ich einer, der damals ohne jedes finanzielles Interesse, sondern nur aus Spass und Liebe zum Katastrophentourismus auch auf so einem roten Plüschsessel verweilte, ohne dass es mich zu wirtschaftlichen Heldentaten angestiftet hätte. Aber wer bin ich schon, und das Amüsante an diesem Gesetz zur Frauenquote ist nun mal, dass es zusammen mit ihrem weithin gepriesenen Leitbild gerade jungen, leistungswilligen Akademikerinnen zur Nacheiferung behagt. Sie hoffen nun, dass es, selbst wenn es nicht für den Aufsichtsrat reicht, dadurch wenigstens einen sog. Trickle-Down-Effect gibt. Oben ändert sich durch Personen wie Frau B. etwas grundlegend, und von dort aus setzt sich die Änderung nach unten fort. Sie haben offensichtlich mehr Brand Eins als Animal Farm oder de Sades Juliette gelesen. Jedenfalls, dadurch werden ganz sicher einige lukrative Posten geschaffen und ebenso ganz sicher kann man sagen, dass dafür ein paar hundert Frauen in Frage kommen, und Tausende hoffen, dass sie davon indirekt profitieren. Und über 40 Millionen nicht.

quoa

Was mich zur Frage bringt, was Frauenpolitik eigentlich sein soll, wenn sie dieselben in der grossen Masse nicht erreicht. Nehmen wir einmal an, die gleichen Politiker würden ein Freihandelsabkommen abschliessen, das durch ausserstaatliche Schiedsgerichte ein paar hundert schmierigen Winkeljuristen zur grenzenlosen Bereicherung verhilft. Wir würden wegen der paar bevorzugten Figuren auch nicht von Menschenrechtspolitik sprechen, solange wir zumindest nicht Siggi Pop hiessen und damit rechnen könnten, nach dem Untergang unserer angeblich sozialdemokratischen Partei bei einem Staatsbetrieb trotz Frauenquote einen gut dotierten Sitz im Aufsichts – ich schweife ab. Aber wie auch immer, von meinem angenehmen Platz am Ende der sozialen Nahrungskette, mit Einladung auf rote Plüschsessel, tue ich mir wirklich schwer, darin etwas anderes als die übliche Bevorzugung derer zu erkennen, die ohnehin schon Geld, Posten oder auch einfach nur das richtige familiäre Umfeld haben. Das ist ja auch fein. Nur war man früher so ehrlich, das als Nepotismus zu bezeichnen.

Ich darf die erwartbaren Folgen vielleicht an einem hübschen Beispiel illustrieren – wie Sie vielleicht wissen, ist der Journalismus, ganz im Gegensatz zur immer noch lukrativen Untätigkeit des Berufssohns, in einer schweren Krise. Und so hat es sich nun ergeben, dass bei GEO gekündigt wurde. Dort hat sich das eine Betroffene nicht widerspruchslos gefallen lassen, und einen offenen Brief geschrieben, in dem sie die Folgen für sich erklärt. Ich will hier ganz offen sein, Journalismus sollte man momentan nicht ohne hinreichende Reserven als Beruf wählen, aber in diesem Fall hat es sich einfach nicht ergeben, dass die Betroffene finanzielle Polster oder weitläufige Villen ansammeln konnte. Die drohende Altersarmut ist fraglos bitter. Adressiert ist der Brief an Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende von Gruner und Jahr, und mit Sicherheit eine der Frauen, die für die Frauenquote in Aufsichtsräten geeignet wäre. Und was macht Frau Jäkel? Sie schickt ihren Sprecher vor, der die Betroffene abkanzelt, weil sie ihre Probleme öffentlich gemacht hat. Das ist Frauenquote in der gelebten Praxis und was soll ich sagen – ich bin nicht überrascht. So war es doch schon immer, warum sollte sich da etwas ändern. Dazu hat man doch Personal, flauschig und bequem wie rote Plüschsessel.

quob

Nun bringt es mein Dasein allerdings mit sich, dass ich im Netz ein wenig herumkomme. Heute zum Beispiel habe ich mit drei Frauen halb beruflichen, halb privaten Kontakt gehabt, die vermutlich eher nicht die Chance auf einen Chefposten in der Wirtschaft haben. Die Auswahl ist mehr so, wie das Leben spielt und weniger, wie es vielleicht die Wirtschaft fordern würde – eine Muslima, ein Callgirl, und eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern von unterschiedlichen Vätern, die halt so passiert sind, aber zur Abtreibung konnte sie sich nicht durchringen. Mit Frau Jäkel und Frau B. haben sie gemein, dass sie zu Minderheiten in dieser Gesellschaft gehören, es sind auch sehr kluge Frauen, und da könnte man natürlich auch die Politik mal fragen, ob sie dafür nicht vielleicht auch so ein nettes Gesetz mit Pfründen machen könnte. Ich mein, Weihnachten steht vor der Tür.

Die Muslima studiert Jura und trägt Kopftuch. Als bayerischer Bewohner einer retardierten und religiös-verhafteten Bergregion, deren Versandhäuser vor 40 Jahren noch zu Weihnachten den Kauf von Kopftüchern empfohlen haben, sollte man sich da vielleicht nicht unbedingt moralisch überhöhen, aber es ist nun mal, wie es ist. Ein christliches Kopftuch ist nach gängiger Vorstellung christliches Abendland der Aufklärung – oh, diese Ironie – und ein muslimisches Kopftuch ist der Grund, warum die Muslima, egal wie klug, kompetent oder erfahren sie ist, nicht Richterin oder Staatsanwältin werden kann. Und weil der Staat das nicht macht, weil der Staat vorlebt, welche Bedeutung er in diesem Fetzen Stoff sieht, machen es andere nach. Und erzählen so der Muslima und ganz vielen anderen, dass er sie nicht will, wenn sie sich nicht anpassen. Und dass sie dann eben bleiben sollen, wo sie sind.

quoc

Das Callgirl trägt kein Kopftuch und lebt sehr wohl in der Tradition der Aufklärung nach Diderot und Voltaire – und bekommt deshalb gerade ein Gesetz, das Prostituierte laut Politik durch eine Zwangsregistrierung besser schützen soll. Ich habe mich da etwas umgetan und es scheint mir, als gäbe es keine Sexarbeiterin, die diesen Schutz in der geplanten Form haben will. Was immer ich von deren Seite aus lese, klingt ganz anders – und vor allem: Es klingt im Gegensatz zu den bürokratischen Überwachungswünschen der Politik durchaus vernünftig und nachvollziehbar. Die Invasion der Politik erinnert mich ganz fatal an das sog. Lebensmittelrecht, das so harte Auflagen an meine privaten Marmeladen- und Nudelmanufakturen stellt, dass es sich für die nicht mehr lohnt, ganz im Gegensatz zu den Nahrungsmultis, die jeden Klebeschinken-Dreck gesetzeskonform an die Menschen bringen können. Angeblich ist das nämlich Konsumentenschutz. Nur wenn es um die eigenen Nebeneinnahmen oder Umgang mit wirtschaftlichen Interessenten und deren Veröffentlichung geht, sind die darüber bestimmenden Politiker nicht unbedingt der Meinung, dass sie sich selbst zwangsregistrieren sollten. Aber Sexarbeiterinnen sind nun mal eine Minderheit, für die vermutlich kaum jemand die Stimme erheben würde. Wenn aber Alice Schwarzer damit zufrieden ist, hat man auch etwas für den Feminismus getan, und für alle Frauen. Weil: Es steht dann auch so in der Emma.

Dass die alleinerziehende Mutter eine solche wurde, habe ich damals aus der Nähe miterlebt. Mit der vollkommen unkomplizierten Pille danach hätte man das folgende Drama im katholischen Bayern schnell beenden können. Dann wäre die Geschichte möglicherweise anders verlaufen, und die aktuell anstehende Wohnungssuche wäre auch nicht so dramatisch. Aber deren Los ist angesichts all der Kämpfe um die Frauenquote gerade nicht auf der Tagesordnung, danach muss man die Prostituierten schützen, und dass es die Pille danach jetzt bald rezeptfrei gibt, liegt auch nicht an unserem Gesundheitsminister, sondern an den zähneknirschend akzeptierten Vorgaben der EU. Gut für die nächste Generation, aber ihr Wohnungsproblem bleibt auch trotz Mietpreisbremse ungelöst. Alleinstehende Jungmanagerinnen werden nun mal bevorzugt, egal ob von der Politik oder den Vermietern. Es reicht nicht, benachteiligte Frau zu sein, es muss dazu auch immer die richtige Minderheit sein, und das staatlich gewünschte Verhalten aufweisen.

quod

Aber dafür kommt jetzt die Frauenquote in Aufsichtsräten, und all die mitteljungen, weissen Akademikerinnen aus zumeist besseren Familien finden das prima und bestellen sich bei Zalando neue Businessschuhe, die sie brauchen werden, wenn oben Frauen wegbefördert werden und darunter neue Chancen entstehen. Es ist ein Lichtstrahl im finsteren Leben der Prekären, sie so gern nach oben kommen würden, und die nun glauben, dass davon ein Signal für alle ausgeht. Dass es beim Mindestlohn grosszügige Ausnahmen gab – vergessen. Dass im gleichen Moment Frauen, die nicht dem Wirtschaftsideal entsprechen, restriktiv behandelt und ausgegrenzt werden – egal. Dass vielen Frauen und ihren Kindern mehr geholfen wäre, wenn man den Stundenlohn bei den Reinigungsberufen nur um einen Euro anheben würde – unwichtig. Die Politik hat ein Zeichen gesetzt. All die Aufsichtsrätinnen werden doch sicher weibliche Referentinnen und PR-Frauen brauchen, und so wird nun also der Kampfgeist der Politik beklatscht, die dieses Anliegen gegen die Wirtschaft durchzusetzen wusste. So gehen Frauenrechte.

Mit üppigen Diäten, Zweitwohnung in Berlin und poweichfallander Anschlussverwendung bei Firmen, die sie als Volksvertreter kennengelernt haben. Wirklich, de Sades Juliette ist ein Klassiker der elitären Genderneutralität, gerade im Umgang mit Schwächeren brandaktuell, und gehört mitsamt einem roten Plüschsessel für vollendeten Lesegenuss unter jeden Weihnachtsbaum.

HINWEIS:

Es gibt hier trotz des sehr schönen Relaunchs noch ein kleines Problem bei der Identifizierung von Kommentatoren, weshalb ich hier gern auf das Kommentarblog verweisen würde.

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55 Lesermeinungen

  1. Gebt ihnen Muttis überall!!!!
    Was mich an der deutschen Quotendiskussion so amüsiert, ist die Überlegung: Deutschland hat nun schon seit Jahren Mutti und zur Verteidigung auch eine Frau. Ist das nicht DER Beweis, wie gut Frauen managen können? Warum braucht es dann noch eine Quote? Werden nicht alle Daxe früher oder später von selbst überzeugt sein, dass Muttis genau so gut für die Leitung der deutschen Wirtschaft sind?

  2. Empfohlen
    Sehr, sehr empfehlenswerter Beitrag. Habe empfehlen geclickt.

  3. Mütter in Aufsichtsräte !!
    Trockene Gewächse können die DAX-Unternehmen nicht gebrauchen.
    Gustav Adolf Pourroy, München

  4. Sie haben sich selbst übertroffen.
    Ihr Schreibstil ist köstlich und verarbeitet schwer verdauliche Themen in delikate Häppchen.

    Ich fühle mich geehrt, in dem Text empfohlen zu werden.

    Beste Grüße
    Mervy Kay

  5. Ich liebe Kopftücher
    just vor fun,
    und fühle mich durch die muslimischen Kopftücher echt diskriminiert.

    Eine wüste Einschränkung meiner Selbstbestimmung.

    Erinnere mich an die muslimische Schülerin die auch mit Burkini nicht
    Am Schwimmunterricht teilnehmen wollte.
    Auf die Idee, dass das Mädchen womöglich wasserscheu ist, kommt
    keiner.

    Aus persönlichen Befindlichkeiten heraus ein gesellschaftliches /ideologisches
    Programm zu basteln, kann niemand widerstehen.

  6. Beschäftigungsprogramm für bisher schon überbeschäftigte Managerinnen
    ist die freundliche Kennzeichnung für die beschlossene Aufsichtsratsquote. Ungefähr +/- 100 Frauen dürfen sich jetzt über eine Flut von Anfragen und nach deren Annahme über spürbare Gehaltserhöungen ihres mehrfach sechsstelligen Salärs freuen. Das hat der Don schön herausgearbeitet, verstanden haben das weder die Quotenkämpferinnen noch die hysterischen, männlichen Gegner dieses Feudalisierungsabsicherungsprogramms.

    Und der Unsinn mit dem Kopftuch – na ja, Schwamm drüber. Über Freiheit Sonntagsreden zu halten, ist immer einfacher, als sie zu verteidigen. Entschlossen gegen ihre Gegner, entschieden für deren friedliche Nutzung, ach, was rede ich da, Politiker sind auch nur Menschen. Und der ist von Natur aus halt meist ein bisschen feige.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  7. Wenn schon, denn schon
    An diejenigen, welche so gerne „Menschheit“ sein möchten.

    Schließen sie sich den Islamisten an!
    Da sind sie richtig.
    Keine Probleme mehr mit den Ungläubigen, die ihnen das nicht abnehmen.
    Sind gar keine Menschen.

    Versprochen!
    Sie können mit denen machen wonach Ihnen gerade ist.

    • Und denken Sie daran
      …wie angenehm es sein muss in der großen Oper von Oman (FAZ.Net)
      zu sitzen, ohne dazu gezwungen zu sein, sich noch mit den kleinsten
      menschlichen Körperöffnungen, die dem Regisseur einfällt, beschäftigen
      zu müssen.

  8. Gelungener Artikel
    Kann man dem Autoren einen kleinen Obolus in Gestalt eines Micropayments zukommen lassen?

  9. Bravo
    Ein Volltreffer, geehrter Don! So schön kann Sonntag sein. Zuerst gelesen über „Der Mythos vom prekären Arbeitsmarkt“ und dann die SdG. Der eine als Gazprom Gerd´ Sprachrohr, der andere Gerechtigkeitsapologet. Oder so etwa. Muß man sacken lassen. – Gerade las ich: „Die Gier beim Sammeln sei nicht von vornerein ein Übel, sie sei eine kindliche, freudige, und dazu da, sie mit Hilfe des Fingerspitzengefühls in die Freude zu überführen.“ (P. Handke)
    Das rechtfertigt natürlich Vieles.
    .
    Kann man – nur einer von Ihren Leckerbissen – dem Freihandelsabkommen und dem Investorenschutz und der Klagemöglichkeit über Washington auch was Gutes abgewinnen? Daß da üblicherweise Anwälte nötig sind und auch bei den Summen richtig Kasse machen, ist klar. Nur wie will man Investoren vor politische Willkür schützen – die es ja nur in Ländern mangelnder Rechtssicherheit geben soll.

  10. Derfs nuch a weng härder sei? Oh ja! (Frei nach Metzgerei Bockensack)
    Danke für den sehr guten Artikel, Don.
    Katzenschmuser.

    Irgendwann werden die Dupierten / Frauen schon merken:
    THERE. IS. NO. Trickle-Down-Effekt!!
    (Genauso, wie es keinen Free Lunch gibt)

    Mit dem Trickle-Down-Scheiß hat man doch schon in den Nuller-Jahren ff. die Leute verarscht: „Wenn die Unternehmen, denen man jetzt fein Zucker in den Hintern bläst, fein florieren werden, werden auch ein paar bemückte Pferdeäppel für die Minderbemittelten abfallen, daher freuet euch und preiset den Herrn, oder so …“

    Bin generell kein Quotengegner. Aber DIESE Quote, die nur einigen wenigen Upper-Class-Prinzesschen hilft: naja.

    Wie wäre es mit einer vernünftigen Quote für alle Ü45, die auf dem Arbeitsmarkt gnadenlos aussortiert werden, die, wenn sie Ü50 sind, sich nicht einmal die Smith&Wesson für den eigenen Gnadenschuss leisten können werden.

    Bin selbständig und nicht direkt von diesem Quotenwahn und Angestellten-Jugendwahn betroffen (indirekt aber schon, wenn Klienten aufschlagen, die zwar nicht wissen, was ein Backbone ist, die „Backend“ für den Hintern ihrer Angestellten halten, mir aber zu verstehen geben, dass sie glauben, ich könne Bits von Bytes nicht unterscheiden, dpl nicht von dpi, ihre unreifen Konzepte aber supigut finden würde und als naiv-tüdeliger Kreativer von nix eine Ahnung hätte und – painting their pig with a pink lipstick – nur in der Lage sei, Blümchen auf ihr verschissenes Produkt zu pinseln …).

    Nun genug der analogen ähm analen Sprache.

    Doch habe ich genug Kollegen und ehemalige Mitstreiter damals in gemeinsamer Angestelltenhaft, denen es heute dreckig geht. Und nein, sie sind keine Jammerlappen, sie externalisieren nicht ihr Unglück, abgeschoben und abgehängt zu sein, sondern bilden sich tapfer weiter beruflich unermüdlich fort und um, während sie derweil ihre krebskranke Mutter pflegen und sich mit pubertierenden Teenagern rumschlagen.

    Auf den Wirtschaftsseiten der FAZ kommen sie nicht vor.
    Sie existieren nicht.

    Auf den Wirtschaftsseiten der FAZ wird stattdessen unermüdlich ein oberflächliches Prinzessinnen-Artikelchen nach dem anderen verzapft und darüber räsoniert, weshalb eine eigene Immobilie keine gute Idee sei (ist sie doch, weil sie einem im Alter erspart, Miete abdrücken zu müssen und sich wengistens diesen kostenintenisven Teil der Lebensführung sparen kann, wenn die Rente vorraussehbar am Grundbedarf rumkrebsen wird …) und weshalb man verstärkt sein gutes Geld an der Börse versenken solle (soll man nicht, außer man kann es sich wirtschaftlich leisten, 30 Jahre auf Ertrag zu warten nach Art des Gurus Kostolany).

    Und ja, habe ich schon erwähnt, dass die Riesterrente ein einziger riesiger Betrug am Volke ist. Ab 90 erst springt ein Mini-Ertrag heraus.

    Doch jetzt meine ich:
    Sie sollten es zu tun und dieses auch zuhauf: jammern! Ganz laut jammern. Klappern, ganz laut klappern. Schreien. Auch wenn sie dann kritisiert werden, dass sie es tun. Sie müssen sich nur Eines einprägen: Die stärksten Kritiker der Elche waren selber welche. Und diese Angriffe einfach ignorieren oder genauso frech parieren.

    Denn: Die Altersarmut ist ihnen sicher, wenn nichts Entscheidendes passiert. Und es wird nix passieren außer ihnen alles Schlechte. Das betrifft nicht nur die Kaste der Journalisten. Das betrifft alle, von der Putzfrau, die nicht mehr bis sie 70 ist putzen gehen kann, weil sie es in den Knien hat und es betrifft Art Direktoren, die es bis 30 nicht mehr geschafft haben, mit dem Geld von Papi sich als Geschäftsführer einzukaufen.

    Und sie sollten wissen: Sie dürfen nicht auf Andrea „na: less!“ Nahles vertrauen. Die hat jetzt ihr Ministerinnengehalt, mehr wird von der jetzt nicht mehr kommen.

    Abgehängte Kreative, aus den 20+Werbeagenturen herausgedrängt (die Herren Geschäftsführer dort hingegen sind erstaunlich knackalt …) und ihr Leben als „Freelancer“ frettend, sollten dann lieber beten, dass man von oben die mühsam installierte KSK, ihre Künstlerkrankenkasse, nicht schleift.

    Denn Jammern und Klappern gehört zum Handwerk!
    Wer das nicht tut, riskiert gnadenlos unterzugehen.

    Also jammert. Bitteschön. Es tut sonst keiner für euch. Die ebenso prekär gefährdeten Journalisten denken nämlich nur an sich. Über euch berichten die nicht, diese freidrehenden Egowanzen.

    Und ja, diese Jäkel: nur eine Karriere-Apparatschik ganz oben in diesem unsäglichen Verlag. Die auch nur dazu instrumentalisert wird, formvollendet Leute rauszuschmeißen und offene-Briefe-Schreiber näselnd abzubügeln. Und nein, Frauen sind nicht die besseren Manager und Menschenführer. Sie funktionieren nur, ebenfalls wie Männer unter dem System Kapitalismus. Es ist stärker als sie. Also hört auf, davon zu träumen, dass die paar gehievten Prinzesschen an euch denken werden, wenn sie sich ihr drittes Landhaus kaufen.

    Gruß
    Der Kater
    Wünsche noch angenehmen Sonntag

    PS:
    Kannte mal ein Prinzesschen, die C., die war bis zum Management Representative aufgestiegen. Die tönte vor ihren Mitarbeitern ohne Not herum in ihrem nabelfreiem Prinzessinnen-Seidentop, dass sie ausschließlich Junge, Billige einkaufen ähm einstellen würde. Diese „superkl$veren“, „smarten“ knallharten und wenig von Interesse an ihren Angestellten um sie herum geprägten Sprüche hörend, dachte ich mir damals schon: „Werd du 35jähriges Ding endlich 40, krieg Falten, und werd du dann arbeitslos, weil du plötzlich zu ‚alt‘ bist – ich würde es dir gönnen, du Kanaille – eigentlich solltest du jetzt schon dafür ausgepeitscht werden.“

    Solche Damen bitte nicht ins Management. Und die L. war auch so eine. sogar einen Heuschrecke (Unternehmen filettierend, eine Pferde-Metzgerei ein Dreck dagegen)

  11. Pingback: Quote – Ein paar Gedanken | matze's Blog

  12. Herbert
    .
    Gebt den Frauen das Kommando
    sie berechnen nicht
    was sie tun
    Die Welt gehört in Frauenhände
    dem Trübsinn ein Ende
    wir werden in Grund und Boden gelacht
    Frauen an die Macht.

    :-)

  13. Frau Mareike Meyer Alphonso oder wie?
    Wieviele Wochen geht das jetzt schon?
    = „Don Alphonso ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist. Zur Autorin: Mareike Ernst Autorin“
    .
    Kann da mal einer aufräumen?
    Danke

  14. Endlich einmal wieder einen Beitrag zu einem gesellschaftlich halbwegs relevanten
    Thema frei von der oftmals herablassenden Haltung des Erben, der es nicht nötig hat zu arbeiten. Scheinbar auf dem Weg der Besserung.

  15. deutsche maenner sind frauenfeindlich wie die taliban
    wenn so viele maenner jetzt geifern vor wut, gegen die frauenquote, dann ist das doch der beste beweis, dass sie gut ist.
    der hass gegen frauen, der in vielen leserzuschriften von maennern dieses landes zu diesem thema im moment mehr oder weniger indirekt kommuniziert wird zeigt es uns – die maenner haben angst. wer schwach und hilflos ist hat angst vor dem unbekannten neuen. – ich wuerde sagen: gebt den girls eine chance, seit keine taliban, wacht auf aus dem deutschen mittelalter. hoert auf euch ueber dinge zu ereifern, die ihr nicht mehr aendern koennt. wir leben im jahr 2014 in westeuropa. respektiert die frau !

    • Ähm – haben sie den Beitrag überhaupt gelesen?

    • Na, endlich!!!
      Ist der Berg gefunden, an dem man so schön runterschmieren kann.

      Hat zwar gedauert. Aber lieber spät als nie.

      Wie bedauerlich, wenn man dabei in fremden Latrinen suchen muss.

    • ja, natuerlich habe ich Ihren artikel gelesen, mein junger freund...
      „das callgirl lebt in der tradition der aufklaerung nach Voltaire“ sagen Sie, was fuer ein absoluter schwachsinn.
      kunigunde im candide konnte es sich nicht aussuchen, wie sie ihren lebensunterhalt verdient, weil sie eine frau war. daran hat sich fuer sehr viele frauen bis heute in Deutschland noch nicht viel geaendert. die schleckermaedchen, baeckerverkaeuferinnen, friseusen und auch die single-mums, die sich fuer geld verkaufen, weil 400 euro vom job im baecker nicht reichen zum leben. – zwangsprostituion von auslaenderinnen ist normal in deutschland, gang-bang ist in deutschland ein „geschaeftsmodell“, waehrend das in anderen laendern „gang-rape“ heisst und eine kriminelle straftat ist. das soll jetzt verboten werden, genau weil das zeitalter der aufklaerung eben an vielen deutschen maennern spurlos voruebergegangen zu sein scheint und sie sich noch wie im mittelalter benehmen. Voltaire und Diderot waren Franzosen, ein Land wo die Prostitution jetzt verboten ist, wovon wir im mittelalterlichen Deutschland nur traeumen koennen. viele maenner respektieren die frauen nicht in Deutschland. prostitution wird als etwas positives, normales von der mehrheit der deutschen maenner gesehen. da kann die kleine mehr verdienen als beim baecker, ist doch gut so, sagt er , kann sie doch selbst bestimmen und er ist zufrieden mit seinem land. frauen sollen wissen, wo ihr platz ist in deutschland, die drei K – kinder, kueche, kirche. wer in der wirtschaft mitreden will, wird als „zicke“ oder „mutti“ beschimpft. schauen Sie sich mal um in den leserforen auf deutschen websites ueber die frauenquote im moment – ueberall hasstiraden.

    • Da kommt demnächst ein Gastbeitrag, der genau auf diese Punkte eingehen wird. Aber wie auch immer, Voltaire und Diderot sind mit Sexarbeit bekanntlich sehr locker umgegangen und ja, auch dieser Aspekt gehört zur Aufklärung. Aber das sollte man nicht gegen die Situation anderer aufrechnen.

      Üble Jobs gibt es viele. Aber da steht auch nicht jedesmal eine Moraltröte a la Schwarzer daneben und regt sich auf.

    • Quote nein Danke.
      Wenn dem so ist, das wir Männer euch Frauen so hassen, dann solltet ihr vielleicht einmal bei euch selber anfangen, darüber nachzudenken, warum das so ist.

    • Männer
      @Andrea – Deutsche Männer sollen so frauenfeindlich wie die Taliban sein? Also das ist nicht meine Erfahrung. Ich finde Männer unterhaltsam und o.k., manchmal ein bisschen komisch, manchmal ein bisschen eitel. Wenn man sie in schwierigen Situationen anlächelt, lächeln sie eigentlich immer erleichtert zurück.

  16. Papi? - wo und wer ist Muttis Papi - das ist die entscheidende Frage
    @frauklocker – da liegen sie nicht richtig. Ich bin kein Mann, der Frau Merkel klein macht, weil ich sie als Mutti bezeichne. Ich bin selbst eine Frau. Meine Kritik an Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel ist eine Kritik von Frau über Frau.
    .
    Ich halte diese Quotenreglung für absoluten Quatsch für genau die Gründe, die Don so köstlich beschrieben hat. Dass Frau Merkel sie ursprünglich nicht so wollte, zeigt, dass sie eine Mutti ist. Der Erhalt des Partei und Koalitionären Familienfrieden ist ihr wichtiger als eine vernünftige Politik. In diesem Muttistil entscheidet und handelt sie auf allen Gebieten. Die interessante Frage bei allem ist…. wer ist der Papi von der deutschen Mutti?

    • Natürlich muss man etwas Butter bei die Fisch tun
      …wenn man Frau zum Arbeiten bringen will.

      Kameltreiber: Hauptsache Frau hat Arbeit.

      weiter nördlich
      Mann auf Bärenfell: Hauptsache Frau hat Arbeit.

      Mann in der ‚Gelehrtenrepublik‘: Hauptsache Frau schafft die Kohle ran.

      und
      „Soldaten sind Mörder“
      aber
      wenn das die Frauen machen wollen – ganz tolle Kriegerinnen.

    • Der Papi heißt
      BERTELSMANN

  17. Feminismus
    …ist die cleverste Idee, die Männern je eingefallen ist.

  18. Der Teil mit der Pille ist geschmacklos
    Unerwünschte Kinder wegmachen wie einen Husten? Sind das die Problemlöser unserer Zeit? Das ist richtig ekelhaft. Mein Vater hat mir mal beigebracht, nach der katholischen Lehre kommen Kinder, die sterben, direkt in Marias Schoß und werden dort getröstet. Gilt das auch für Kinder, die mit Pillen weggemacht werden, oder gibt es für die eine Art himmlische Müllkippe?

    Herzlichen Dank auch für diesen Trost in der Vorweihnachtszeit.

    • Die Pille danach macht keine Kinder weg, sie verhindert den Eisprung und die Befruchtung.

      Ansonsten komme ich in Bayern und habe in diesem restriktiven Land viel erlebz. Abtreibung finde ich auch nicht toll und Kondome absolut unerlässlich. Aber ich glaube nicht, dass die meisten sich die Sache leicht machen.

  19. Eben keine Muttiförderung
    Eine Frauenquote macht nur dann Sinn, wenn tatsächlich die Muttis (also Mütter) davon profitieren könnten, da sie ungleich stärker belastet sind. Ein Mann mit zwei Kindern hat natürlich viel mehr familiäre Arbeit zu bewältigen als eine Frau, die sich zu 100% der Karriere widmen konnte. Da muss weder eine Quote her noch eine besondere Förderung. Das ist eben das völlig falsche Verständnis vom Frausein. Dann müssten eben auch die Frauen mit Locken oder die mit grünen Augen gefördert werden.

  20. Quoten
    Ich nehme an, es wird (von der Politik, oder so) erwartet, dass der eintretende Effekt stärker ist als ein Tröpfeln. Dass er eine grundsätzlich andere Einstellungsmentalität fördern wird, und ein anderes Verhalten der (dann weiblichen) Aufsichtsratmitglieder.
    Angeblich scheitern Frauen deshalb an der „gläsernen Decke“, weil darüber Männer thronen.
    Ich weiß nun nicht (und bezweifle es gerne), ob Frauen, die schon beinahe „ganz oben“ sind, so viel anders sind als die Herren. „Muttis“ sind es bestimmt nicht. Vielleicht werden sie aber dennoch anderen Frauen den Weg nach oben bahnen.

    Wir werden sehen. „Wir“ haben ja auch, trotz oder wegen Affirmative Action, einen schwarzen US-Präsidenten. Zeiten ändern sich eben, wenn auch langsam.

  21. Es gibt kluge Männer
    und kluge Frauen. Es handelt sich in beiden Fällen um schützenswerte
    Minderheiten. Deshalb wird die Quote weder schaden noch nutzen. Mutti ist zwar hier meist abfällig gemeint. Aber die dumpfen Hinterwäldler-Ressentiments die damit formuliert werden, können Mütter nicht wirklich treffen. Die Verachtung die damit ausgedrückt
    werden soll, fällt auf die Absender zurück, verachten sie ihre eigenen
    Mütter? In allen Sprachen ist Mutter ein Ehrentitel. Im Volk der Dichter und Denker schaffen es jämmerliche Menschen, daraus ein Schimpfwort zu machen.

    • Titel eingeben
      nun, das problem in Deutschland ist nicht die mutter. das problem ist der vater. Deutschland ist eine zutiefst patriarchalische gesellschaft, fast wie die Tuerkei und sogar ein wenig wie Afghanistan. Allein das deutsche Schimpf-Wort „frauenversteher“- und die deutschen maenner verwenden es ueberall und staendig als ob es ein neutrales wort waere – das wort gibt es in keiner anderen sprache ! ist es denn verwerflich, wenn ein mann eine frau versteht ? jemand zu verstehen, ist doch einer der hoechsten werte, die es gibt. das wort sagt es: deutsche maenner schaemen sich offensichtlich, wenn sie eine frau verstehen. warum ?
      in Deutschland werden die jungen maenner durch die alten maenner abgewertet. ein junger mann ist weniger wert, als ein alter, sogenannter „erfahrener“ mann – wie die alten maenner es nennen. junge maenner muessen sich den alten beugen, ihre ideen werden oft nicht akzeptiert, der alte hat immer recht. es gibt sogar ein lied in der deutschen tv-volksmusikparade: „beuge dich vor grauem haar“ !!! die alten maenner sind neidisch auf die jugend und laehmen die jungen. ergebnis ist ein frustrierter junger mann, der sich nicht voll entfalten kann, weil er staendig durch alte maenner kritisiert, in frage gestellt und entwertet wird. in fast allen fuehrungspositionen sitzen alte maenner. der junge deutsche mann will den alten mann nicht zum zweikampf fordern, also projiziert er sein ganzes unglueck auf die frau. sie ist der feind, weil man nicht zu sagen wagt, wer der wirkliche feind des jungen deutschen mannes ist, man will es den alten nicht sagen. eine fuer die gesellschaft sehr zerstoererische struktur. solange alte maenner in Deutschland denken, dass sie schlauer sind als die jungen und den jungen maennern nicht zuhoeren, sie nicht respektieren, solange wird sich mit der einstellung des deutschen mannes gegenueber der frau auch nichts aendern. die alten maenner muessen mal aufgeklaert warden, was sie mit ihrem verhalten fuer schaden anrichten. da liegt das grunduebel. ob sie es verstehen, bleibt die frage der nation. – alte respektieren in Deutschland die jugend nicht.

    • Mit jungen Männern haben wir denkbar schlechte Erfahrungen
      gemacht. Die Sieger von ’45 waren vor allem eins: alt!

  22. Titel eingeben
    @Mitstreiter – Als ich jung war hatte ich rote Locken. Grüne Augen habe ich immer noch. Ihren Kommentar empfinde ich aber trotzdem nicht als persönliche Beleidigung. Ich habe definitiv nicht vor, irgendwelche Aufsichtsratposten zu erangeln, weil ich davon nichts verstehe. Dazu habe ich Frau Schwesig folgendes geschrieben:
    .
    “Sehr geehrte Frau Ministerin!
    .
    Zu der über Sie kolportierten Bemerkung:
    „Schwesig (SPD) hat mehrfach betont, ihr sei von Anfang an klar gewesen, dass die Widerstände gegen das Gesetz groß seien. Diese zeigten, dass es insgesamt Vorbehalte gegen Frauen in der Arbeitswelt gebe.“
    möchte ich folgendes zu bemerken:
    .
    (1) Aufsichtsrat und Vorstand eines Unternehmens tragen Führungsverantwortung. Personen, die selbst keine Erfahrung auf diesem Gebiet habe, können als Aufsichtsrat oder Vorstand nicht die Probleme beurteilen, die sich aus dem Führen eines Unternehmens ergeben.
    .
    (2) Es gibt nicht genug Frauen, die auf höherer Ebene Führungserfahrung haben, um eine 30% Quote mit kompetenten Damen zu füllen. Als ich promoviert wurde (1976), wurden Frauen in vielen Firmen grundsätzlich nicht auf Akademikerstellen eingestellt. Lufthansa nahm keine weiblichen Piloten, und bei Dornier gab 1985 noch keine Frau auf einem Akademikerposten. Weil ich eine angemessene Stelle im technischen Bereich wollte, bin ich deswegen seinerzeit nach Kanada ausgewandert; bin aber später wieder nach Europa zurückgekommen.
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    (3) Wirtschaftsunternehmen, die von inkompetenten Personen geführt und beaufsichtigt werden, gehen irgendwann pleite oder werden von kompetenteren Firmen im In oder Ausland aufgekauft. Letztere verlagern dann die interessanten Geschäftsbereiche und das Management ins Ausland, wo solche undurchdachten Quoten nicht gelten.
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    (4) Eine politisch erzwungene Quote bringt in die oberen Führungsgremien Frauen, die wesentlich weniger Erfahrung als ihre männlichen Kollegen dort haben. Von diesen werden die unbedarften Frauen hinter ihrem Rücken belächelt und nicht ernst genommen, denn einen Posten ohne die notwendige Erfahrung anzunehmen, ist selbst ein Zeichen von Unbedarftheit. Deswegen könnten sich diese unerfahrenen Frauen auch dann nicht gegen ihre erfahreneren und gut vernetzten Kollegen durchsetzen, wenn sie an sich gute Ideen hätten.

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    Es handelt sich wohl um ein Missverständnis. Ich habe tatsächlich mal in einer Arbeitsgruppe zu Frauenfragen Quoten zur Diskussion gestellt. Das war aber nicht in der freien Wirtschaft, sondern in einer internationalen Organisation, wo es sowieso Quoten gab – nach Nationalitäten. Die große Mehrheit der Arbeitsgruppenteilnehmer (auch die Frauen) war gegen Frauenquoten. Damit war das Thema vom Tisch. (Was die Teilnehmer wollten – auch die Männer! – war mehr Teilzeitarbeit und Kindergrippen. Das war noch ein paar Jahre vor van Leyens Initiative.)
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    Im Übrigen bin auch ich Mutter von zwei mittlerweile erwachsenen Töchtern. Ich weiß sehr wohl, was es bedeutet, einem anspruchsvollen Beruf mit viel Geschäftsreisen und den Bedürfnissen zweier Kinder gerecht zu werden.
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    p.s. Natürlich ist mir auch klar, dass es unter Aufsichtsräten auch unbedarfte Männer gibt. Aber das ist für mich keine Ausrede, auch noch unbedarfte Frauen dahin zuschicken.

  23. die alten maenner muessen die jungen respektieren
    alte maenner respektieren junge maenner in Deutschland nicht. alte maenner in Deutschland respektieren ueberhaupt niemanden. sie sind selbstherrlich und zerstoeren die gesellschaft.

  24. Treffend hat Don Alphonso
    mal viele meiner Gedanken in schöne Sätze gefasst.
    Allerdings gibt es noch Minderheiten, ob nun weiblich oder männlich, sie hier nur unzureichend angesprochen wurden, die aber in Deutschland (und weltweit) besonderen (Minderheiten-)Schutz genießen.
    Diese habe ich in drei (Haupt-) Kategorien unterteilt, als da sind:
    1. Die Wohlhabenden
    2. Die Reichen und, ganz besonders schützenswert,
    3. die Superreichen.

    MfG: M.B:

  25. Prostitution verbieten?
    @Andrea – Was sich die Franzosen dabei gedacht haben, Prostitution zu verbieten, weiß ich nicht. Aber ich bin mir sicher, dass auch die Franzosen wissen, dass man Prostitution nicht verbieten kann. Man kann es nur illegal machen. Vertreter verschiedener politischer Richtungen mögen das mögen, aber für vernünftig halte ich es nicht, denn
    (1) dann findet die Prostitution im illegalen Raum statt und die Frauen haben keinen staatlichen Schutz;
    (2) Krankheiten die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, sind schwierig unter Kontrolle zu halten.

    • Titel eingeben
      die prostitution in Deutschland findet bereits zu einem sehr grossen teil im illegalen raum statt. maedchen warden unter falschen vorwaenden aus Osteuropa und Afrika nach Deutschland gelockt und hier in der Zwangsprostitution angeboten.
      Was den staatlichen Schutz deutscher und auslaendischer Frauen betrifft, um den Leser Tiger sich hier Sorgen macht:
      in Deutschland ist „Hure“ eine offizielle Berufsbezeichnung, die staatlich anerkannt und steuerpflichtig ist und die viele Medien ganz normal im Sprachgebrauch haben. „Hure“ ist auch ein emotional sehr geladenes, sehr grausames Schimpfwort, das Frauen sehr verletzt, wenn es, in welchem Kontext auch immer, eingesetzt wird. – In Deutschland ist also ein boesartiges Schimpfwort fuer Frauen gleichzeitig eine staatlich anerkannte Berufsbezeichnung. – sehr traurig.

  26. Titel eingeben
    Ist Frau Schwesig nicht selbst eine Quotenfrau?

  27. @ Gast 1.Dezember 2014 um 18:48
    “ die alten maenner müssen mal aufgeklärt werden…“

    Haha, dazu müssten Sie ihnen die Keule ‚feminismus‘ aus der Hand
    schlagen.
    Was gibt es besseres als die jungen Männern mit Hilfe junger Frauen
    zu disziplinieren und so die Macht über beide zu behalten.

    Wenn es sowas wie ‚Penisneid‘ geben sollte, wer hat den wohl?

  28. Geschichten von der Wanderhure
    @Andrea – traurig????? Die Wanderhure trotz Rache, Vermächtnis, Tochter und List scheint in der deutschen Bevölkerung sehr beliebt zu sein —- auch bei Frauen.

  29. alte deutsche maenner respektieren die jungen maenner nicht.
    das hauptproblem in Deutschland ist nicht die frauenquote. das hauptproblem ist der deutsche mann und wie sich die maennergenerationen zueinander verhalten. viele deutsche vaeter respektieren ihre soehne nicht. vaeter haben in Deutschland immer recht. lern du erst mal was, bevor du mitsprechen kannst. ich habe lebenserfahrung – du nicht. beuge dich vor grauem haar. du weisst garnichts. ich habe die welt gesehen. – alles saetze, die junge deutsche maenner hundertmal gehoert haben. alte maenner, die den jungen eigentlich mut machen sollen, entwerten die jungen. die jungen maenner sind verzweifelt und projizieren ihren hass, der eigentlich dem alten mann gilt, auf die frauen. – das problem in Deutschland ist die arroganz der vaeter. ich habe das schon mal geschrieben. aber das wurde durch die faz geloescht, scheint also ein wunder punkt zu sein, wie man sieht. nun loeschen Sie das bitte nicht, liebe faz, den wenn Sie es tun, dann ist das Ihr wunder Punkt, wie bei Siegfrid und dem Lindenblatt. herzliche gruesse an alle maenner von andrea aus London. wenn ein vater keinen respekt fuer seinen sohn hat, dann gibt es ein gesellschaftliches problem.

  30. Test
    Die abgebildeten Kopftücher sehen so richtig moralinsauer aus.
    Und das liegt nicht an der Farbe.

    • Moralinsauer?
      iWo, sollte wohl adrett sein.
      Immer noch besser als Ku-Klux-Klan Gewänder.

      Mit den abgebildeten Kopftüchern können Sie keine kleinen Kinder
      erschrecken.

  31. Pingback: Samstagslinks/ los enlaces del sábado 28 | Trippmadam

  32. Feminismus ist weiblich verschlagene Dekadenz, fordert männliche Unterwerfung ...
    … und zerstört unser soziales Gefüge.

    Neben den „Normalen“ mit dem Überleben beschäftigten, sollen auch Frauen und Kinder unter den Opfern sein. Munkelt man.

    Gelungener Artikel.

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