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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Vom Potschamperl zur Brunzkachel – Deutsch mit der CSU

| 120 Lesermeinungen

Credo quia absurdum
Tertullian

Grias di oide Wuaschdhaut

und bitte sehen Sie es mit nach, lieber Herr PhDoktor Scheuer von der CSU, wenn ich Sie hier nicht als „Generalsekretär“ anspreche, denn als echter Bayer mit mindestens drei Jahrhunderte zurückreichender Ahnenlinie in diesem schönen Lande liegt es mir natürlich fern, einen Titel zu verwenden, der aus zwei lateinischen Wörtern zusammengesetzt ist. Oide Wuaschdhaut dagegen ist ganz klar bayerisch und deshalb ganz sicher mehr angemessen als welsche Fremdwörter, gegen deren Verwendung in hiesigen Wohnstallzimmern die CSU antritt, und das soll natürlich auch im Salon – jo gruzinesn scho wieda so a hundsvareggds Froschfressawort – ich meinte im Saal meiner Liegenschaft gelten. Bin ich doch der Vorzeigebayer vom Dienste und durch meine Tätigkeit verantwortlich für den guten Ruf unserer schönen Heimat bei den niedriggeborenen Niederdeutschen, die hier oft genug erfahren dürfen, dass unsereins genau weiss, was gut für sie in ihren unterentwickelten Morastregionen ist.

yalla

Also wegen was ich Sie hier anschreibe – es ist nämlich so. Gestern kam der Toni hier vorbei. Der Toni aus Mailing, der Sohn vom alten Moosmüller, vielleicht kennen Sie den ja. Also, der Toni jedenfalls war hier und so nach sechs Bier meinte er im Saal meiner Liegenschaft, dass er jetzt aufs Potschamperl müsste. Da habe ich dem Toni gesagt, Toni, hab ich gesagt, du hast doch gehört, dass man in unserer geliebten bayerischen Heimat keine ausländischen Wörter gar nie nicht verwenden soll. Jo und, hat der Toni da gesagt. Potschamperl ist fei nicht deutsch, habe ich dem Toni erklärt, weil das kummt von Pot de Chambre her, was Zimmertopf heisst und der Nachttopf auf Französisch ist. Ah so, hat der Toni gesagt, nachert gehe ich halt aufs Klo.

Nein, habe ich gesagt, während der Toni schon ganz wepsig wurde, weil mit sechs Halbe, da kann ein echter Bayer zwar immer noch von Kufstein auf Passau auffi fahren, aber er hat dann halt einen Druck nicht wahr, also jedenfalls muss er den aushalten, wenn es um die richtige Sprache geht. Nein, habe ich gesagt. Klo kannst du auch nicht sagen, weil das von „Klosett“ kommt, das kommt vom englischen „closet“ und das wiederum lateinischen „clusus“ und das kannst du doch dem lieben Herrn Scheuer nicht antun ja wo kämen wir denn da hin wenn hier jeder – aber da ist der Toni dann schon losgerannt, weil sechs Kneitinger Bock, das ist nicht wenig und als er wiederkam, war genug Platz für das nächste Flascherl.

yallad

Also, sagte der Toni, wenn ich nicht mehr Potschamperl sagen kann und nicht mehr Klo, was soll ich denn dann sagen? Weil, WeCe bekommen mir zwar über unsere bayerischen Lippen weil es schön breit ist, aber das ist pfeilgerade Englisch und steht für Water Closet. Diese zwei Nullah aber kriegen wir nie gescheit über die Lippen weil so spitzen kann die nur ein Saupreiss, bei uns klingt das wie eine Kuh, die nicht muht, sondern zweimal nuht. Und da hat der Toni recht gehabt, weil wir im gottgesegneten Bayern machen ja immer den Mund schön breit weil sonst läuft da auch zu wenig Bier hinein und die damische Zuzelsprache mit den Ü und U und Ö die kännan mia goah nia ned owa des woast jo eh, gei, Scheiah. Wie auch immer, also kein Nullnull und was dann? Is des a Gfred, sagte der Toni und schenkte sich noch eine ein.

Weil Sanitärkeramik geht auch nicht, das ist auch sehr lateinisch, wie auch Abort, das von „abortus“ kommt. Hygieneraum hat einen altgriechischen Anteil, und man will ja nicht an die Pleite unseres schönen Bayernlandes bei den Hellenen erinnern. Toilette wiederum ist nicht nur wegen des spitzen „oi“ kaum aussprechbar in Bayern, sondern auch wieder französisch. Und überhaupt, dann haben wir gemerkt, dass ja auch französisch ein französisches Wort ist und das geht fei nicht. Aber wie sagt man dann? Wir haben also sehr aufgepasst, dass wir von da an nur noch froschfresserisch gesagt haben bei den Franzosen, das beliebte, altbayerische Wort Katzelmacher erschien uns bei den Italienern als angemessen und Saupreiss ist alles im Norden, also auch die Briten. So waren wir immerhin in der Lage, uns dem Problem des Notdurftraumes mit deutscher Sprache politisch korrekt erneut zu nähern.

yallb

Und wir haben dann auch zwei ganz naheliegende Wörter für den fraglichen Raum und die darin unabdingbare Sitzgelegenheit gefunden, die Ihrem Wunsch vollauf entsprechen. Zwei Wörter, die keinesfalls welsch verseucht sind und der wahren Sprachschöpfungskraft unseres stolzen Volkes entsprungen sind, und, da wurden wir uns als Wackersdorf-Veteranen schnell einig, auch den politischen Zielsetzungen unserer glorreichen Volkspartei und ihrer überaus klugen Einlassungen für Gott, Sprache und Vaterland entsprechen, den Wesenskern ungeschminkt und rein transportieren, und eine lange Tradition in unserer Heimat haben, die der Tradition der CSU in nichts nachsteht. Es is wias is.

Brunzkachel für den Sitz und Scheisshaus für die Räumlichkeit.

yalle

Darauf hat der Toni dann den nächsten Kneitinger Bock aufgemacht und gefragt: Sag einmal, meinst du, dass die Gaudiburschen von der CSU wirklich stolz wie die Löwen bei der Merkel mit Froschfressern, Saupreissn und Katzelmachern in einer Konferenz sitzen und, um heimlich mit dem Seehofer zu telefonieren und sich seine Befehle zu holen, sagen: „Entschuldigung Frau Merkel, ich muss auf die Brunzkachel, wo ist hier im Kanzleramt das Scheisshaus?“ Gib obacht, habe ich dem Toni gesagt, Gaudibursch darf man auch nicht mehr sagen, auch das ist nämlich alt-katzelmacherisch und leitet sich von Gaudium Puer ab. Ja zefix soll ich ebba zu meinen Landesherrn vielleicht Schnoindreiba sagen? regte sich der Toni auf und hatte recht. Denn Schnallentreiber sind ja auch Burschen mit Gaudium in Form von Schnallen und das ist zwar nicht ganz gendergerecht, aber es ist bayerisch und damit angemessen, nicht wahr? Oder ebba nicht?

Jedenfalls – wir sind klar verunsichert. Wir können natürlich alles auf Deutsch sagen. Die Frage, die uns allein umtreibt lautet: Das gleitet bei uns vorzüglichen Bayern doch immer ins Niedrige ab, nicht umsonst war die Sprache der feinen Leute mit Fremdwörtern für Unaussprechliches durchsetzt, die das hochgschissne Gschleaf des greisliche doch gar nicht kennt. Böfflamot für billiges Pferdefleisch, Bagage für Kanalratzn, Fisimatenten für die Geschäfte der ehemaligen Staatskanzleichefin, unkommod für das Verhalten von Zwiedawurzn, und Schartekn für ältere Damen, die sich ohne anstand in anderer Menschen Belange einmischen. Sollen wir jetzt wirklich Giftnudel und Dreckdrossel sagen? Soll ich, wenn die CSU das nächste mal den Wünschen eines Rüstungskonzerns nachkommt, etwas Deutsches anstelle von „den Polante machen“ sagen?Weil, das können wir schon und als der Toni dann nach der zehnten Halben in den 7er BMW gestiegen ist, um vorsichtig nach Hause zu fahren, da hat er auch noch ganz andere Wörter in die Nacht geplärrt wie ein Jochgeier, weil er sich an Wackersdort erinnerte und das war nicht welsch, sondern sehr bayerisch aber halt auch nicht so ganz freundlich.

yallc

Aber wenn Sie oide Wurschdhaut von dera Kanzlerin im Amt wirklich wissen wollen, wo sich dort jener Sitz und Ort finden lassen, passen wir uns natürlich an und lassen die Schleifmühl und ihren deutschen Ton zu schönster Geltung kommen, ganz, wie es der CSU gefällt. Der Toni jedenfalls lehnt als guter Bayer auch alt-katzelmacherische Worte wie sozial und Union ab und sagt zu iher Partei S

S
Servus midanad
ach nein, Servus darf man ja auch nicht mehr sagen, unser bayerisches „habe die Ehre“ träfe den Kern meines Anliegens nicht wirklich, sagen wir mal Tschüss, nö.

Ihr Don Alphonso

16

120 Lesermeinungen

  1. dialekt
    ja ein herrlicher text zum tieferschürfen werde mir jetzt alle bavaroisischen kraftausdrücke rausschreiben damit sie am leben erhalten bleiben auch außerhalb der bayrischen grenzen

  2. Äh, Verehrtester, kommt tschüss nicht vom italienischen ciao?
    Kleine Schwächen im Abgang. Ansonsten – passd scho, wie die Franken hier zu sagen pflegen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  3. Titel eingeben
    Die Einleitung ist zu lang wir haben das verstanden. Selbst ich als Mecklenburger konnte früh folgen. Ansonsten wäre „Scheisshaus“ auch mein Vorschlag gewesen. Aber wenn so ein Bayer erstmal in Fahrt ist, in — obacht — Rage, dann ist er natürlich nicht zu bremsen. :)

    • Titel eingeben
      Nebenbei: Es schimpft sich kaum besser als auf bayrisch. Der Polt Gerhard hat mir das näher gebracht.

  4. Abschied
    Also meine bayrischen Freunde sagen so etwas wie
    „pfiad di“ zum Abschied.
    Aber wirklich gut gelungen.

    • Pfiad di steht für Behüte Dich Gott. Den Gott, der einen CSUler behütet, würde ich nicht anrufen.

  5. Das musste auch ein Dr. Andreas Scheuer lernen
    „Hər kəs danişsa, əlbəttə ki özünü xar, zəlil və naçiz edər. O səbəbə ki insanın heç bir üzvündən o qədər zərər insana yetişməz, nə qədər ki dilindən yetişər.“ Deutsche dürfen in Indien Aserbaidschanisch schreiben ;-)

  6. falsch verstanden Don
    Pfiad Di ist als eigenständiger Gruß Brauchtum und nicht unbedingt einer Anrufung des Herrn gleichzusetzen.

    Es zeichnet den Herrn der Juden und Christen aus, daß er seine Gnade über Gläubige und Ungläubige breitet. Seine Anhänger sollen die segnen, die ihnen fluchen. Dominus lucet omnibus. Auch Agnostiker unter den Lesern bitte ich, Den Herrn nicht an den Missetaten (vieler) einzelner Anhänger zu messen. Bitte achten Sie auf die Lehre und sehen Sie bitte die Botschaft der Liebe. Ein Teil dieser Botschaft ist die Akzeptanz des Menschen als fehlbares und dennoch zu liebendes Wesen. Als Beispiele verwendet die Heilige Schrift bereitwillig auch höchstes Personal wie Saul, David, Petrus.

    • also. wie gesagt, bei uns hiess das eigenrtlich immer Pfiadigod, das Pfiadi ist da nur die verkürzte Form, habe ich den eindruck. Musikantenstadlnaerisch.

    • @melursus
      David, Petrus… meinen Sie vielleicht David Petraeus?

      Und die Agnostiker messen „den Herrn“ sicher an gar nichts, nur seine Anhaenger an anderen Anhaengern, was ja zumindest nicht voellig abwegig ist. Viele religioes motivierte Missetaten waren allerdings – wirklich oder vorgeblich, wer blickt schon in die Koepfe und Herzen der Radikalen – durch Liebe begruendet.

  7. Links
    „Ich habe nichts gegen Fremde. einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da, die sind nicht von hier.“
    (Methusalix, paßt in diesem Zusammenhang fast immer)

    Wie läuft das hier eigentlich mit Links? Werden die auch freigegeben? Ich hätte hier dazu ein schön differenziertes Interview über Integration oder Abstoßung von „Fremd“-Wörtern beizutragen.

    http://www.deutschlandradiokultur.de/deutsch-3-0-keine-angst-vor-neuen-woertern.954.de.html?dram:article_id=275998

  8. Titel eingeben
    Werter Don (oder sollte ich sagen: Herr? Don ist doch auch alt-katzelmacherisch),

    ganz wunderbar!

    „Tschüss“ geht leider auch nicht, weil von westfränkisch „Adieu“.

    Krittelnde Grüße
    C

  9. CSU-Rauchmelder
    Was der CSU, angstgetrieben von Montagsdemos, so alles einfällt, haben sie gekonnt ad absurdum geführt, werter Don. Wäre auch ein wunderbare Vorlage für Hildebrandt und Polt.

    Hätte da noch einen Vorschlag zur Ausführung: in alle Rauchmelder werden Funkmikros eingebaut, mit Direktschalte nach München ins Überwachungsstudio der CSU. Bei Mißachtung werden dann Livemitschnitte ins Netz gestellt.

    • Das blöde st halt, die machen keden Witzereisser gerade arbeitslos.

    • Da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen: In allen Rauchmeldern
      SIND Abhöranlagen eingebaut, deshalb müssen die Dinger ja auch dort angebracht werden, wo Vertrauliches besprochen wird (Schlafzimmer) – nur kommen die Jungs von der Auswertung bei dieser flächendeckenden Ausspähung nicht mehr nach. Also müssen Prioritäten gesetzt werden – derzeit sind die Muselmanikker ganz oben. Kruzitürken nochmal, wenn die dann nicht germanisch kommunizieren – es gibt bei den Auswertern nun mal nicht genügend sprachkundige Einwanderer…

    • zu Frauke Amgelin
      „Es gibt bei der Auswertung nun mal nicht
      genügend sprachkundige Einwanderer. “

      Da sieht man wieder; die CSU denkt an alles.

    • Polt?
      „wunderbare Vorlage“? Hmmm… meine erste Assoziation war „amuesant, aber vom Timinig eher ein erster (verworfenere) Entwurf bei Polt.“ In gewisser Weise natuerlich das legendaere „Longline“ mit umgekehrten Vorzeichen („…Das ist doch ein ganz anderes Level! Zu Deutsch: Niveau!“)

    • Polt ist Gott und ich bin noch nicht mal ein Barockengerl, aber versuchen kann man es ja mal.

  10. Addendum
    Und Gott hätten Sie damit auch noch angerufen.

  11. Jodeldiplom für Migranten
    Dann hätten die endlich was eigenes

  12. Titel eingeben
    kann mich noch an einen witz erinnern den ich in kindheitstagen einmal hörte am telefon: Brunnsteiner am anderen ende: wie hier brunst einer?

    und paßt scho geht übers fränkische hinaus ist auch in meinem sprachgebrauch

  13. Anrufung des Herren...
    Aber verehrter Don, 09.12.14 12:30, Sie wissen doch:
    „Man muss dem Herrn für alles danken
    sogar für einen Unterfranken“
    ;-)

  14. Scusate, Don A., ma ch' è un po' billig
    Denn worum geht es: Verhinderung mehr oder weniger geschlossener und versiffter Viertel im eigenen Land, in denen man als Deutscher weder die Ladenschilder entziffern kann, noch irgendjemand fragen kann, weil niemand Deutsch spricht, außer bidde-bidde; nur noch „halal“ eingekauft werden kann, und nur dann wenn nicht der Muezin ruft; an den Straßenamen kann sich auch niemand mehr orientieren, weil sie morgen so, morgen anders heißen. Und die schwarz verschleierten Frauen mit den vollen Einkaufstüten oder die Männer in orientalischen Gewändern, die islamischen „Kulturvereinen“ Tee trinken (auch so eine seltsame Einrichtung), mag man auch nicht stören, geschweigedenn die jungen Männer die den ganzen Tag lässig an den Hauswänden lehnen oder in Grüppchen herumstehen.

    Das alles gibt es am schönen Tiki-Taka-See und in der kleinen dummen reichen Stadt an der Donau noch nicht, aber in Berlin, Frankfurt, Dortmund überall, wo halt der Linksgrünversiffte oder der typische FAZ-Intellektuelle am liebsten das frische Obst einkauft, und sich dann freudig in den Altbau mit dem Fischgrätparkett und der One-World-Musik aus der Bose-Anlage zurückzieht und seinen Landleuten die Mühen der Ebenen vor Ort überläßt und abends schaudernd die Tagesschau sieht, wenn Deutsche, die ihre Heimat in Gefahr sehen, mit ihren Deutschlandfähnchen frierend auf der Straße stehen und von irgendwelchen Hysterikern bespuckt und mit Kotbeuteln beworfen werden.

  15. Titel eingeben
    Als Atlbayer mit einer Ahnenreihe bis in 17. Jh. und Latinist bin ich doch a bisserl enttäuscht von dem sonst so lustigen Don Alonso. (Der dürfte in Bayern ja gar nicht mehr schreiben; schließlich kommt Don von dominus und Alonso – o mei!). Der Gaudibursch ist auch ganz korrekt etymologisiert; natürlich Latein, aber dann von „gaudii puer“ – also „Knabe des Vergnügens“ – aber da stößt die Phantasie an gewisse Grenzen! Aiso nix füa unguat!

  16. Erinnerungslücke
    Könnte ich mal ihre Schreibe zum veggy day nochmals lesen? Wenn ich mich recht erinnere, haben sie damals weniger Aufhebens gemacht.

  17. Titel eingeben
    Hihiiii…. Donnerbalken wär sicher auch himmlerisch genug.
    Andererseits: wenn man bei den Froschfressern nur lang genug zurückgeht, landet man da nicht schon wieder über Niederbayern, so rechts von und über der Oberpfalz?
    Wär Kurdisch eigentlich nah genug dran am Indogermanischen?

  18. Wie immer Fehler
    Welcher Bayer sagt: „Scheißhaus“? Wenn, dann „Schoaßheisl“, und „auf die Brunzkachel“ müssen, sagt auch kein Schwein…

  19. höchstdeutsche Muttersprache
    Was ich nicht verstehe: warum haben sich die Bayern so zum bundesdeutschen Gespött gemacht? Ich habe den entsprechenden Artikel meinem uralten Vater vorgelesen. Der hat sich köstlich amüsiert und gefragt, ob im Land des FJS jetzt hochdeutsch gesprochen wird, wo ich doch immer behaupte, dass in näherer Zukunft alle Europäer werden englisch reden (müssen).

    • Titel eingeben
      Diese Art der Öffentlichkeitsarbeit hat dort durchaus Tradition.
      1. Meint die CSU in regelmäßigen Abständen eine Anbiederung an den rechten Rand suchen.
      2. Fehlt dem CSUler die Bildung für die Erkenntnis der Untauglichkeit seiner Vorschläge.
      3. Lebt der einzelne CSUler von der Hartleibigkeit gegen solche intellektuellen Anfeindungen. Seine Wurschtigkeit stärkt im Zweifel sein Renomée.
      Daher ist grade die Ironie die bessere Antwort als mit sprachwissenschaftllichen und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen dergleichen Unsinn zu widerlegen.

      Interessant ist, dass anläßlich solcher Verhandlungen bairischer Eigentümlichkeiten immer auch eine abwertende Spitze gegen die Franken zu finden ist. Da macht man sich lustig über die Diskriminierungen der CSU und findet gleichwohl die Reproduktion noch der ältesten Ausgrenzungswitze wert.

    • Ich denke, das hat einfach was mit der Haderthauer zu tun – eine Ablenkung.

    • Pardon
      ich war der Gast grade (und kein untergefrank). Merci Dir.

    • Hm, sieht nach einem Dauerproblem aus. Passierte das letzte Mal auch schon.

    • und FJS
      hat schon vertreten: Man kann Alles sagen, weil man´s auch zurücknehmen kann. Irgendwas bleibt schon hängen.

      Danach verfährt der CDU-Grande seit jeher mal mehr mal weniger.

    • Ich glaube, das haben sie in der Breitenwirkung falsch eingeschätzt – ich habe noch keinen hier erlebt, der das gut fand. Vielleicht auch, weil Bayerisch selbst als Sprache lange angelehnt wurde. Man sah das auch an den Reflexen, die hier aufkamen: Die Bayern könnten doch selbst nicht Deutsch. Das ist natürlich auch irgndwie bitter, weil das Bayerische auch eine sehr freundliche und vor allem differenzierte Sprache sein kann und gerne französisch wird, um keinen zu beschämen.

  20. Eine schöne Übung in bayerischer Mundart,
    der mich mit Wehmut füllend an meine Jugend in eben diesem Bundesland erinnert. Nur bei diesem Thema kann man sich nicht mit geistreichem Wortwitz aus der Affäre ziehen. Auch in Deutschland muss gelegentlich deutlich Stellung bezogen werden. Daran scheitern meistens die Ironiker. Das wusste bereits Nietzsche.

  21. Titel eingeben
    Vo Kufschtoa fo’ht ma nach Bassau owi.
    Vo Bassau nach Minga auffi:
    Host mi?

    Habe d‘ Ehre,
    Da Artbichler Kilian

  22. Alda, wo Problem ?
    wann sprech wie CSU wolle dann heisst :

    Stuhlgangentsorgungsvorrichtung

  23. Bayern sprechen kein Deutsch
    Südlich von Göttingen sprechen alle deutschen “ Ur-Einwohner“ mehr schlecht als recht die deutsche Sprache, der Vorschlag aus Bayern erinnert an den Aufschrei der britischen Oberschicht , die eine Vereinfachung der englischen Sprache durch sämtliche Fremdsprachler weltweit kritisieren und den Niedergang der englischen Sprache durch Verballhornung und “ verdenglischung“ befürchten.
    Also fröhlich zurück zu den Wurzeln der eigenen Muttersprache, die zumindest im Kreis der Familie verstanden werden sollte… mit allen Dialekten der deutschen und anderer Völker. …

    Und außerhalb der Wohnung: multikulturelle Sprachen Vielfalt …

    Wer will denn noch deutsch sprechen ausser den Bayern?
    Die Schwaben sind schtolz dass sie es nicht können. ..

    • japanischer Saupreis = Tyler?
      Moin!
      wie soll man denn „stolz“ anders aussprechen als von Ihnen angedeutet? Hanseatisch s-tolz? Klaenge auch albern, z.B. bei meinem ripuarisch-moselfraenkisch getoenten Zungenschlag (damit meine ich nicht die Wortaussprache, sondern die Sprachmelodie).

  24. Kachel geht nicht:
    Kachel
    mhd. kachel(e) geht auf ahd. kahhala zurück, einer Entlehnung aus vulgärlat. *cacculus „Kochgeschirr“, aus lat. caccabus „Topf, Pfanne“, das seinerseits auf griech. kákkabos „Tiegel, Kessel“ beruht; ursprünglich bezeichnete Kachel also ein „Gefäß“ oder einen „Kochtopf“, daraus entwickelte sich dann die Bedeutung „Ofenfliese, Fliese“

    Selbst wenn dem nicht so wäre, wäre „Kachel“ unzulässig, denn das Wort enthält ausländische Bestandteile: ache, el.

  25. Adieu
    „Adieu“ hett sick to de Franzosentied inn’t Plattdüütsche rinmengeleert. Denn is dor „Tschüß“ ut wor’n. In’t Rhinfränkische seggt de Lüü „Tschö“ dortau. Un dat „Adieu“ as sick vun „ad deum“ kümmt, hett een von miene Vörrädners all’s verkloort.
    So, nu heff ick ook noch klookschäten. Näbenbi: op Nedderdüütsch much een woll ook „Papst“ to’n Schiethuus segg’n. Dat kümmt vunwägen un uns bolkengraad protestantischen Duktus, is aber ook wedder ein Fremdwoort.
    So schnackt wi all fidel uns Mudderspraak, as Robert Garbe seggt: „Mien Spraak, mien Hatt“.

  26. Dröge Statistik und leckere Weißwürste
    Lieber Don Alphonso,

    freundlichen Dank für die verschiedenen Schmähungen unserer schönen Hamburger Elbsümpfe! Nach den Statistiken aus über fünfzig Jahren Länderfinanzausgleich ist ein einziger unterentwickelter Hamburger übrigens acht Bayern wert. Zumindest außerhalb des Fußballplatzes. Aber mit dem Finanzausgleich hat man es ja bei Ihnen ohnehin nicht so. Dann schon eher kicken.

    Ihren – diesmal keine Ironie: – schönen Blog lese ich neben Hamburg (BIP: 49.000 €/ Fischkopp) auch regelmäßig von Paris (46.200 €) und Zürich (111.200 €) aus und konstatiere für die Bayern eine selektive Wahrnehmung (34.700 €/ Lederhose; Eurostat 2007). Die Weißwürste sind in der Zürcher Helvti-Bar auch leckerer. Und überhaupt würde mich über eine niederdeutsche, französische und Züridütsche Version ihres Blogs freuen. Das wäre sicherlich auch im Sinne von Herrn Scheurer, falls er einen weiteren Horizont hat als bis zum ersten allzu weißen Blatt seiner Promotionsarbeit. Gruß von der Alster/ Seine/ vom Zürich- an den Tegernsee!

  27. oder
    Nach „Schnoindreiba“ am Absatzende bitte „Oda eba ned“, wei des warat haikumäßig gwong.

  28. Für das gesuchte Örtchen...
    … gibt es doch auch noch ein etwas über den sprachlichen Niederungen liegendes deutsches Wort: der Abtritt.

    Allerdings könnte die Frau Kanzlerin die Frage, ob man ihren Abtritt nutzen können, u.U. auch flasch verstehen…

  29. Titel eingeben
    pierre emmanuel sie lassen sich aber auch von den zahlen blenden?

  30. Das kann ja am Ende doch
    jeder h
    Ffuer sich halten, wie er will. So weiss es der regelgewordene Zeitgeist orientierungsloser Unverbindlichkeit.

    Wie schoen, hier ein solches Lob dessen erlesen zu dürfen.

  31. Titel eingeben
    Witzig gemacht… aber „Brunzkachel“ und „Scheißhaus“ („Haisl“?) scheint mir doch eher die Folklore des Sohnes aus besseren Kreisen zu sein. Das sagt kein „normaler“ Mensch – und wenn, dann um über eine heruntergekommene, dreckige Toilette zu schimpfen. Die Begriffe stammen aus der Zeit vor dem WC, und bei den kleinen Leuten ist es keine zwei Generationen her, dass man den Unterschied zwischen „Scheißhaus“ („raus müssen“ wenn’s „arschkalt“ ist) und „Brunzkalchel“ (Nachttopf) und dem Komfort eines Wasser-Klosetts aus eigener Erfahrung zu schätzen wusste. Wenn Ihre Leser deshalb glauben sollten, dass das in Bayern irgendjemand sagen würde: „Ich muss mal auf die Brunzkachel…“, dann haben Sie ihn womöglich ein bisserl beschissen ;-) Wem es pressiert, der könnte doch einfach sagen: „Ich müsste mal austreten…“. In Franken z.B. bedeutet „Brunzkachel“ nichts Sanitäres mehr, sondern ist eine Derbheit auf dem Niveau von „Fot…“ und ich vermute, in Bayern ist das nicht wesentlich anders ;-)

    • Ehrlich gesagt, ganz ehrlich, ist es so, dass in meiner Heimat nur 40 Meter zwischen dem besten Altstadtviertel und der Schleifmühl, dem schlechtesten Viertel liegen. Und dort war Brunzkachel lange nicht nur wegen der sanitären Bedingungen, sondern auch als besonders übles Schimpfwort üblich. Daher kenne ich das eigentlich.

    • Titel eingeben
      „nur 40 Meter zwischen dem besten Altstadtviertel und der Schleifmühl“
      nggr.
      Das ist ja noch schlimmer wie bei mir (Stutti-Puffs 1000 m, Schloß 1000 m).

    • Meine Heimatstadt hat eine enge Stadtmauer, und darin ist es voll gewesen. Getrennt sind die Viertel nur durch die Hauptstrassen. Allerdings hat man früher diese Grenzen akzeptiert.

  32. Ist es reichlich übertrieben
    von Zuwanderen zu Verlangen deutsch
    zu sprechen oder sich zu ‚integrieren‘.
    In was denn?
    In Bayern ist die Zuwanderung aus dem Ausland im Jahr 2013 fast genauso hoch wie die innerbaierischen Geburten inkl. Migrantenkinder.
    Das hat sich bereits erledigt.

    Oder sollen sie deutsch lernen, damit
    sie verstehen, dass sie als zukünftige
    Generation die Schulden, die der deutsche Nationalstaat aufgehäuft hat
    um sein oberes Drittel bei Laune zu halten, abzahlen müssen?

    Vielleicht sollte man den Montagsdemonstraten mal erzählen,
    dass sie die letzten der dummen deutschen Michels sind.

    • Es kommt da auch etwas auf die Struktur der Zuwanderer an. Bei den Italienern habe ich etwas Einblick, die bemühen sich sehr, werden aber ziemlich sicher nicht bleiben und ich kann das auch nachvollziehen. Das Land, das sie jetzt verlassen, ist in einer Krise, aber nicht in einer Armut der 70er Jahre. Bei vielen Polen sollte das ähnlich sein. es gibt in Bayern einfach enorm viel Arbeit.

    • Titel eingeben
      „werden aber ziemlich sicher nicht bleiben“
      das ist was gaaaanz anderes als bleiben und Kinder kriegen.
      Habe in den 1970ern auch so eine Welle italienischer Zuwanderung und Abwanderung erlebt. Sie kamen, sie gingen. No need to make them speak our language.

    • Wer mit italienern redet, der weiss, dass sie hier mit dem klima nicht klarkommen. Das ist für viele ein enormes Problem, auich noch in der zweiten und dritten Generation, neben den doch deutlihen kulturellen Unterschieden. Für Bayern wirkt vieles ähnlich, bis man mal etas tiefer einsteigt – dann wird einem klar, dass das wirklich ein fremdes Land ist. Selbst für mich, der ich in den letzten zehn Jahren usammengenommen vermutlich 2 Jahre dort gelebt habe,

    • Flughafen
      Frankfurt: Flug Frankfurt – Neapel wird aufgerufen, Mutter ruft die Kinder zusammen, Kinder antworten – auf Deutsch. (Vater hat nichts zu sagen.)

      Variante a: Lufthansaflugzeug wird betreten, Mutter fragt nach den Plätzen, schickt den Vater und die Kinder schon mal hin – auf Deutsch. (Vater hat nichts zu sagen.)
      Neapel: Vater verabschiedet sich, sobald er die italienische Gangway betreten hat, von der dort stehenden „Saftschubse“ höflich auf Italienisch (Mutter und Kinder haben nichts zu sagen.)

      Variante b: Alitaliaflugzeug wird betreten, Vater fragt nach den Plätzen, Zeitungen et al., schickt Mutter und Kinder schon mal vor – auf Italienisch.
      (Mutter und Kinder haben nichts zu sagen.)

    • Öffentliches Auftreten und reale Machtverhältnisse sind zwei ganz unterschiedliche Themen, o zumindest meine Beobachtung. Da gubt es viel Machtbewusstsein ohne jeden feminismus und wer sich damit auseinandersetzen will, muss nur mal lesen, was passiert, wenn Peppone etwas macht, was seiner Frau nicht gefällt.

      „Schlimmer als die Partei ist die Rache meiner Frau.“

    • Korrekt, aber
      dem Vater werden wohl die Äußerlichkeiten auf italienischem Boden besser gefallen – ein wichtiger Grund, hier wenig bis keine Wurzeln zu schlagen. Die Mutter hingegen verwaltet die Kasse und zieht Vergleiche zwischen hier und dort – und sagt:“Hiergeblieben!“ – auf Deutsch, versteht sich.

    • Das mit den Machtverhältnissen ist ganz sicher so.
      Einer der Gründe dafür, warum der Feminismus unter Frauen nicht die Anhängerschaft hat, die er haben müsste. In nicht wenigen der „traditionellen“ Familien hat die Frau privat die Hosen an. Wenn man sich mit dieser Art von Aufgabentrennung arrangieren will/kann, ist damit durchaus ein ganz eigener Gestaltungsbereich verbunden.

      Genau deswegen versucht der moderne Feminismus ja, diesem Modell die
      wirtschaftliche und gesellschaftliche Grundlage zu entziehen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  33. OT
    Ist der Nebensalon jetzt eigentlich offiziell aufgeloest, Don?

    • Nein, ich bin da noch am Überlegen.

    • Titel eingeben
      dümpelt zumindest.

    • Es ist halt alles nicht so einfah. Ich hoffe ja, dass es hier gefällt.

    • Andererseits will ich auch keinen zwingen.

    • Wie ist denn so die Meinung, allgemein? Ich kann da ja auch nur raten.

    • Nach den hier und dort wiedergegebenen Meinungen gibt´s wohl einige,
      die nicht umziehen wollen, sondern sich weiterhin ums Trinkbüdchen versammeln. Ich bin da völlig neutral und nehm´s wie vom Salonbesitzer gewünscht.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Hm. hmhm. Ich bin von en Fumktionen hier auch nicht absolut überzeugt, aber da ändert sich noch was.

    • Vor dem 1.Relaunch
      war’s lebendiger.
      Meine mich zu erinnern, dass auch da einige lieber
      unter sich sein wollten.
      Müssten das nicht die Nur-Leser entscheiden.

    • Der erste relaunch hat viel kaputt gemacnt. vor allem geht das blog bis heute bei Google nicht und das ist schlecht für den Leserzuwachs. es liegt einfach ausserhalb meiner Kontrolle.

      Das andere ist, dass ich offen gesagt die alte Lust an der Sache nach dem Tod von schirrmacher auch ein wenig verloren habe. Momentan kommt sie ab und zu wieder, wie bei diesem Beitrag, und es ist gegenüber der FAZ auch nicht nett – nur ist mein Job halt nicht das Niederschreiben von Nachrichten, sondern geht nur mit guter Laune.

    • http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturelle_Vielfalt
      Bitte, neben blogs.faz.net/stuetzen sowohl rebellmarkt.blogger.de als auch stuetzendergesellschaft.wordpress.com beibehalten, die Zugriffs- und Kommentar-Zahlen sprechen dafür, und zwar unter allen drei Adressen. (Cool URIs don’t change, sagt Tim Berners-Lee, der Entwickler des WWW. Das bedeutet URLs, eine Unterart von URIs, sollten über die gesamte Lebenszeit nicht verändert werden. Bookmarks und eingehende Links von anderen Webseiten und auch der Suchmaschine würden so ins Leere führen und so den vom User gewünschten Inhalt nicht darstellen.)

    • Es ist ja sicher auch eine Kostenfrage. Wieviele Bilder, Silber, Räder
      konnten Sie sich denn wegen des Ausweichspielplatzes nicht kaufen :-D

    • nur FAZ, aber besser
      Dann hier noch meine weitestgehend irrelevante Meinung:

      Ein einziges Blog ist besser als die Duplizierung (wenn man nur eines liest verpasst man oft die interessanten Kommentare der Laufkundschaft, wohingegen das Stammpublikum sich rhetorisch gerne in den kollektiven Schwanz beisst), aber das Format hier ist ziemlich daneben.

      Die Platzhalterkoepfe muessen weg und es braucht eine Liste mit den letzten Beitraegen. Auch waere eine automatische Freischaltung fuer bekannte Kommentatoren (also auch wieder Registrierung via E-Mailadresse) sehr wuenschenswert.

    • Wasserhäuschen
      Vor dem 1ten Relaunch gab’s auf der FAZ ein schönes chaotisches Treffen von Klugen, Egomanen, Bekloppten und Nebengleisigen.

      Am Kiosk kam diese Mischung langsam auf Gang. Jetzt stirbt’s dort, so scheint’s zu sein, wieder ab. Es fehlte die Laufkundschaft, die sich vermutlich nicht traut, dem erlesenen Kreis der Stamm-und Dampfplauderer beizutreten.
      Insoweit könnte sich die Trinkhalle [1] erledigt haben. Sie war ja nur als Vertriebenencamp gedacht.

      Allerdings: Als Raucherecke, Trinkertreff, sowie Anlaufpunkt für Katzen-und Haushaltsthemen, sowie anderer Exotica halte ich das Büdchen für unverzichtbar, denn nicht alles was der Herr Vorstand produziert trifft auf das Interesse Aller, auch kann man dort bereits Abgehaktes aus der FAZ gemütlich weiter diskutieren.

      [1] Für diese Namensfindungen bin ich sehr stolz auf mich. Darf ich doch mal sein, oder? [2]

      [2] ‚Raucherecke‘ wiederum geht auf maidensegler [3]. Dafür sei ihm gedankt

      [3] Diese Freudschen Fehlleistungen aber auch, ts.

    • Spielwiese
      Habe die Spielwiese drüben stets als Meta-Blog verstanden: alles was nicht thematisch zu den Stützen passt, kann dort ausgebreitet werden, also auch Opern/Schach-Livekommentare, Büchertipps und anderes mehr.

      Seit Dons fehlendem Wink mit dem Link allerdings, trifft sich das Stammpublikum dort in trauter Runde. Also bleibt es unserem geschätzten Gastgeber überlassen, dies zum ‚Wohle der Bloggergemeinschaft‘ zu regeln.

    • Ich bin mir halt nicht sicher. Ws ist keine leichte entscheidung und ich wil auch niemanden zwingen, hier zu kommentieren.

    • Mal sehen, ob man den Platzhalterkopf auch als Bandkeramikvorläuferbecher
      dienen lassen kann (http://thumbs3.ebaystatic.com/d/l225/m/mGxJfSD7DJ81kPQrkYDLfnQ.jpg)

      Falls ja, bitte etwas Pernod einfüllen.

    • einmal seeh ich einen Link und einmal nicht.

    • Seltsam, beim zweiten Mal hatte ich die Klammer zugemacht.
      Und der Platzhalterkopf sollte, weil ich mich mittlerweile eingewählt hatte, um 180 Grad gedreht sein.

    • Titel eingeben
      @: Ich glaube, Sie sind einfach sehr daran gewöhnt, in drei Wohnungen Ihre Stücke aufhängen können.

      Ich sehe es so: auf dem FlugzeugträgerKlugerKopfMutterschiff ist es zwar besser als vorher, aber es ist weit weg von gut. Eher so von Vergissesunbenutzbar hin zu diemüssennochübensowirddasnix. So weit wie her war man anderswo schon 2004, oder früher. Das Kommentarblog finde ich eigentlich für die vielen vielen Komentarreihen am besten. Der grüne Salon ist prima für kurze Texte, wenn es lang wird wie grad beim Protitutionsthema wird es unübersichtlich. Und es gibt dort halt das Thema mit den später freigeschalteten und damit unten eingeordneten Beiträgen.

  34. Reden wie die Bayern
    „Tschüß“ als Abschiedsformel geht wegen Nähe zu „Adieu“ überhaupt nicht; gibt’s da nicht sowas wie „pfiati“ südlich des Mains? Vorschlag des Nicht-Bayern. NWK

  35. Titel eingeben
    Müssen nun eigentlich auch die ganzen alten FJS-Reden zensiert und umgeschrieben werden, in denen er ständig von contradictio in adiecto und vox populi schwadronierte?

  36. ein stück bierflasche
    eine bierflasche ging in scherben
    am stein am see.
    dem manne, der sie warf,
    brachte dieser wurf verderben,
    besser gesagt: ein fuß-wehweh.
    glasscherben sind spitz und scharf.

    eine scherbe, nicht die just gemeinte,
    reiste unfreiwillig stömungsfort.
    diese ward vom meeresgrundesand
    so gequält, daß alles wasser weinte.
    nach jahrenden trieb sie an den strand,
    fernen strand; war föllig glatt geschliffen,

    hat ein badestrolch sie aufgegriffen,
    merkte gleich, daß sie kein bernstein, gar
    rauchtopas oder noch edler war,
    und ließ doch das funkelschöne ding
    kunstvoll fassen in einen ring.

    und vererbt, gestohlen, hingegeben
    mag die scherbe durch jahrhunderte
    als verkannte, aber doch bewunderte
    abenteuerin noch viel erleben.

    joachim ringelnatz

  37. Mal sehen, ob man den Platzhalterkopf auch als Bandkeramikvorläuferbecher
    dienen lassen kann. Falls ja, bitte etwas Pernod einfüllen.

  38. Kneitinger Bock
    Trinkt man das außerhalb Regensburgs? War das typische Studnengetränk in den 80ern dort…
    http://www.knei.de/

  39. OT
    Werter Herr Haupts,
    habe kurz beim Femi-Blog reingeschaut.
    Und sosehr ich Ihre Starthilfe und Ausdauer dort zu
    kommentieren bewundere, erstaunt mich Ihre
    Ernsthaftigkeit, mit der Sie das betreiben.

    Aus Ihrer diesbezüglichen Erfahrung heraus, sollten
    Sie doch wissen, dass noch jede Revolution ihre
    Kinder gefressen hat.
    M.E. aus dem schlichten Grund, dass die Chefideologen keine Kontrolle über ihre Bauern
    haben. Sie können nie verhindern was sich alles
    in ihrem Dunstkreis versammelt.

    Was für Depida gilt, gilt auch für den dort zur Schau
    gestellten Feminismus.
    Der Unterschied ist, dieser Feminismus ist ein reines
    Medienprodukt.

  40. Hat das einen Grund, dass Ihre Empfehlungssterne durchweg auf Null
    reduziert worden sind (http://blogs.faz.net/stuetzen/)

  41. Noch eine technische Anmerkung: Sende ich als "Gast", aber mit meinem
    Namen eine „Antwort“, erscheint meine Antwort – für mich sichtbar – sofort, versehen mit dem Zusatz:“Dein Kommentar befindet sich in Moderation.“ (Kruzitürken nochmal mit der vermaledeiten Duzerei!!!)

    Wähle ich mich allerdings bei der FAZ ein und sende dann eine „Antwort“, so wird diese erst für mich sichtbar, wenn Sie sie freigeschaltet haben.

    • Noch besser: Im ersten von Ihnen geschilderten Fall sehe ich auch die Kommentare
      in Moderation, die ich NICHT selbst geschrieben habe. Da ist was kaputt mit dem Gastzugang.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  42. Herzallerliebst, der filouische Text.
    Lieber Filou,
    (und andere liebgewonnene Wasserbüdchenbesucher)
    ich gebe Ihnen in allen beschriebenen Punkten
    uneingeschränkt recht,
    nicht ohne zu bemerken,
    dass Sie mich mit dem chaotisches Treffen von Klugen, Egomanen,
    Bekloppten und Nebengleisigen ganz zutreffend beschrieben haben,
    na ja, wenn ich ehrlich bin, das klug kann man streichen.
    .
    Darauf trink ich einen 7 Sterne-Weinbrand
    und rauche `nen krummen Hund auf Sie.
    Die Freudsche Fehlleistung sehe ich Ihnen nach.
    .
    Maidensegler, das war mal, in grauer Vorzeit,
    als die Maiden beim Vorbeisegeln nur gepflückt werden mussten,
    gepflückt, nicht gepflügt, bitte sehr
    und noch nicht vom Gendertwitterfeminazivirus infiziert waren.
    .
    Heute aber bin ich ganz brav,
    ließ ich doch wildfremde Leute in mein Herz schauen,
    in den letzen zwei Tagen.
    Diese Leute fanden nichts,
    keine Gefühle, keine verknöcherten Strukturen,
    keine Ablagerungen und keine Verengungen.
    So kann ich mit mir selbst im Reinen, jetzt frohen Mutes
    ins neue Jahr schauen und mich überraschen lassen,
    was da noch kommt und mit Ihnen und den anderen Nachtschwärmern
    weiter über $€X, Schnaps, Dachgärten und ungeplante Intimrasuren (1)
    schwadronieren und mich über Zicken, Weltverbesserer und japanische VacuumverschweißteHöschenSpenderAutomaten lustig machen.
    .
    In diesen Sinne,
    Mast und Schotbruch,
    und der Narrenruf Halt Pohl. (2)
    .
    Grüße vom Mediensegler

    (1) Das waren diese Leute im weißen Kittel
    (2) Sagte ich zur Schwester mit dem Einmalrasierer

    P.S. Diese Leiste (nee, nicht meine) rechts oben
    zum Verfolgen der letzten Kommentar
    fehlt definitiv.

  43. Geschätzter Gastgeber Don Alphonso!
    Sie haben um Rückmeldungen zur Akzeptanz dieses Blogs gebeten.
    Wenn Sie die „Abstimmung mit den Fingern“ als Maßstab für die Motivation und das Engagement der Kommentatoren zugrunde legen, dann müssen Sie nur beobachten, wer vom alten Stammpublikum im alternativen Salon in den letzten Wochen hier nicht mehr kommentiert hat….

    Der harmlos-zwanglose Plauderton gestandener Burgfrauen, der spaccatoptische Einwurf, das Knallen der Geweihe der Zwölfender auf der Lichtung im Abendschein des müden Europa, der unprätentiös-enzyklopädische Vorlesungsstil von Zeitträumern, niederrheinisch-fröhliche Segelohren, deren Kommentare stets erkennbar an Hirn, Herz oder, wenn’s opportun war, auch an Hoden geerdet waren, nicht zu vergessen all die Auslandsdeutschen, deren Anteilnahme am Geschehen in ihrem Vaterland größer ist als die an ihrem Gastland, all die Mühselig und Beladenen, die zur geistig-emotionalen Äsung nur kurzzeitig durch den Lieferanteneingang in den Stützensalon hereinspitzen und sofort wieder in der Dunkelheit verschwinden, anstatt es mit der streitbaren Herausfordererin der Bundeskanzlerin aufzunehmen….

    Mit Verlaub, Don Alphonso, das ist eine rein additive Ansammlung von -gar keine Frage!- rhetorisch-inhaltlich-gedanklich hochkompetenten Leserbriefen!
    Es ist eine völlig andere Atmosphäre als der Wiener Caféhaus – Stil im anderen Salon.
    Hier findet nur ein kluger Input statt, es wird nur abgeliefert.
    In der Parallelgesellschaft wird Kommunikation betrieben, wird ausgetauscht, wird fruchtbar gesprochen.

    Schade, wenn’s keine Alterntiven mehr gäbe!

    • Titel eingeben
      Werter Pascha,
      Sie haben das sehr gefühlvoll geschildert,
      Danke dafür,
      ich sehe das genauso,
      die Dialoge, manchmal auch weitab vom Thema,
      fehlen.
      Und in der dunklen Nacht,
      wenn einige sich zum letzten Absacker trafen,
      geht hier nichts.
      Nächtliche Funkstille.
      Das betrifft Sie nun nicht,
      da Sie ja Frühkommentierer sind.
      ;-)

  44. Pingback: Samstagslinks / los enlaces del sábado 29 | Trippmadam

  45. Hatte vergessen,
    meinen Nickname anzugeben.

  46. jetzt hatte ich eine Antwort an Pascha geschrieben,
    ohne Nickname, der Kommentar war in Moderation.
    Habe den Nickname nachgeliefert.
    Und jetzt ist der Kommentar weg.
    Habe jetzt keine Lust mehr.
    Sorry, Pascha, Sie haben das sehr schön beschrieben.

  47. Titel eingeben
    Don alphonso, toller Text. Beeindruckende Entwicklung. Jörg wäre stolz auf dich.
    Der den du in San Remo überholt hast. Und offensichtlich auch sonst.

  48. Titel eingeben
    ich habe jetzt ein bisschen im nebenblog gelesen und bin erstaunt wie man über bayern und den dialekt herzieht

    ja als ob alle anderen grad besser wärn sie verhalten sich grad wie eifersüchtige geschwister untereinander

    • Ist das nicht normal im dunkeldeutschen Ausland, dass die den Dialekt nicht mögen? Generell ist das die Sicht von aussen, Bayerisch ist gar nicht so übel und hat durchaus seine Nuancen.

  49. dialekt
    ja ich mag eigentlich alle dialekte die hier in deutschland so gesprochen werden obs bayerisch, schwäbisch, sächsisch oder plattdüütsch ist

    mir ist es nur zuwider wenn man im kopf ganz engspurig daherkommt

    • Leider hat die CSU das nachgerade herausgefordert. Das ist ja das Fatale. Dass da so etwas getriggert wird,

  50. umbruchzeiten
    ja in zeiten wie diesen traut sich ja schon keiner mehr zu sprechen wies ihm beliebt erinnern sie sich noch an hr. stoibers s-bahnanschluß zum flughafen?

    das ist zwar nicht das thema aber in der sprache offenbart sich doch immer mehr als manch einer wahr haben will oder offen zugeben will und dann verhaspelt er sich (weil man hat ja doch schon irgendwoher ein fünckchen wahrheit gehört)

  51. So ein Kreuz...
    Habe das Traktat (man möge mir das Wort gleich wieder verzeihen) mit Genuss gelesen. Der Kommentare sind es zuviele, nur als kleine Adnote – das bei uns so beliebte „Zefix“ ist ja auch nicht länger haltbar, da es vom „crucifixus“ abgeleitet wird. So ein Kreuz aber auch! :-)

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