Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Bezahlen mit Geld, Körper und Privatsphäre

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Ein weiterer Gastbeitrag zu Lust und Liebe von Despina Castiglione:

Dass man Glück nicht kaufen kann, ist nicht nur eine abgedroschene Binsenweisheit, es dürfte sogar eine sein, die sich für viele Menschen in den letzten Tagen durchaus bestätigt hat. Viel hilft eben nicht immer auch viel, und nach dem weihnachtlichen Konsum- und Fressrausch dürfte mittlerweile die Mehrheit wieder einigermaßen ernüchtert und dankbar sein, wieder auf die Arbeit zu dürfen. Hat man für die Lieben im Grunde sogar nur noch mehr oder weniger viel Verachtung übrig, nutzt auch das schönste Geschenk nicht, Sie kennen das bestimmt, vielleicht ist die Erinnerung an den letzten Versuch auch noch ganz frisch.

Ich habe meiner Kundschaft dieses Jahr wieder davon abraten müssen, der Gattin vermeintlich sexy Unterwäsche zum Fest zu schenken, und ich möchte Ihnen auch verraten, warum. Meine Theorie ist nämlich die, dass, wenn ein Herr diese Frage ausgerechnet mir als professioneller Spenderin für sexuelle Freuden stellen muss, das Problem schon etwas tiefer liegen und sich deshalb nicht mit einer Geschenkpackung von Victorias Secret beheben lassen wird, sei sie auch noch so prall gefüllt. Und Gutscheine für Sitzungen beim Paartherapeuten, die ich in so einem Fall schon eher für angezeigt halte, sollen unterm Weihnachtbaum nicht so der Renner sein, habe ich mir sagen lassen.

despka

Außerdem kennen die wenigsten Männer die wirkliche Größe ihrer Frauen, in beiderlei Hinsicht, und ein Geschenk das kneift, zwickt und den Beschenkten unter Umständen sogar der Lächerlichkeit preisgibt, kann man zwar machen, aber wenn, dann doch bitte mit Absicht. Insgesamt gibt es halt selten was geschenkt. Manche Frauen lassen sich für sexuelle Gefälligkeiten bezahlen, auch teures Essen macht bei übermäßigem Genuss fett, und selbst schöne Unterwäsche für die holde Gattin kostet einen Haufen Geld, selbst wenn sie noch so schlecht sitzt. Es ist ein Elend, dem so leicht nicht zu entfliehen ist, dass jedes Ding seinen Preis zu haben scheint.

Vertrauen Sie mir ruhig, ich weiss, von was ich hier rede, denn ich habe das mit der Unterwäsche, dem Geld und dem Essen natürlich vorab für Sie ausprobiert. Ein wunderschönes Unterkleid, der Traum meiner schlaflosen Nächte, mit abnehmbaren Strumpfhaltern und im Rücken von oben bis unten mit sehr hübschen Hakenverschlüssen ausgestattet, mit abnehmbaren Trägern und an der Brust von hervorragender Passform liegt, ebenso teuer wie unbenutzt in meinem Kleiderschrank und ich bin jedes Mal ein bisschen, um nicht zu sagen –maßlos- frustriert, wenn es mir in die Finger fällt.

Allerdings, und deshalb lasse ich das gute Stück doch liegen, wo es ist, erinnert mich diese Fehlinvestition regelmäßig daran, dass ich nicht in einer Situation leben muss, in der unpassende, mit eindeutigen Absichten geschenkte Unterwäsche mich an eine dysfunktionale Beziehung gemahnt, sondern einfach nur an meinen fraulichen Becken, das, ob ich mich nun der Völlerei hingebe, oder in monatelanger Entsagung lebe, in dieses Unterkleid nie wirklich bequem hineinpassen wird, und daran, dass ich zu doof war, mir diesen Fakt vor dem Kauf einzugestehen.

despkb

Auf eine Art finde ich das tröstlich. Denn manche Dinge kann man eben nicht kaufen, zum Beispiel die Freiheit, sein Leben so zu gestalten, wie es einem wohl gefällt, genau so wenig wie die Zuneigung eines anderen Menschen, und ich finde es gar nicht schlecht, sich das gelegentlich in Erinnerung zu rufen. Persönlich genieße ich nur wenig so sehr, wie das Privileg, mein Leben unabhängig von Hartz IV oder irgendwelchen ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen zu gestalten, und mir würde der Verbleib in einer Beziehung, die mehr auf der gemeinsamen Hypothek für ein Häuschen im Speckgürtel von Musterstadt gründet, als auf echter Loyalität und Zuneigung, ganz und gar nicht behagen.

Es gibt Leute, das ist mir schon klar, die das anders sehen, und es liegt mir fern, das zu verurteilen. Schließlich bin ich für die Verlockungen eines ehelichen Eigenheimes gänzlich unempfänglich und kann deshalb nicht nachempfinden, wie weit manche zu gehen bereit sind, um wenigstens im Alter, wenn sonst hoffentlich nichts dazwischen kommt, mietfrei leben zu können. Und sei es gemeinsam mit einem Partner, der einem schon lange vor Erreichen des Rentenalters innerlich gekündigt hat.

Es ist eben jeder seines Glückes Schmied, und ich kann verstehen, wenn die Leute keine Lust haben, der Kaste der Immobilienbesitzenden zeitlebens Geld in den Rachen zu werfen. Gerade, weil man heutzutage ja in aller Regel nicht mehr an den Großgrundbesitzer von nebenan zahlt, sondern an mehr oder weniger ominöse Firmen, deren Geschäftsgebaren gerade gegenüber sogenannten „Altmietern“, zumindest als moralisch bedenklich eingestuft werden kann. Trotzdem ziehe die monatliche Mietzahlung ganz entschieden dem tagtäglichen und langfristigen Zusammenleben mit einer Person, mit der ich ohne Not lieber nicht Tisch und Bett teilen würde, klar vor.

despkc

Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit jemandem, der Ihnen ungefähr so sympathisch ist, wie mir Leute, die Rentner zum Zweck der Renditesteigerung aus ihren Wohnungen ekeln, Tag für Tag zusammen wohnen. Mit jemandem, dessen Weltsicht Ihnen fremd ist, dessen Handeln Sie nicht gutheißen, und dessen Argumente Sie nicht mal mehr hören wollen. Fürchterlich, oder? Es ist mir also absolut unverständlich, inwiefern diese Art von Arrangement dem Konstrukt von „Sex gegen Geld“ überlegen sein soll: Ich habe irgendwann Feierabend, dann schalte ich einfach mein Mobiltelefon aus, und schon habe ich meine Ruhe. In aller Regel wird man ja von seinem Vermieter nicht belästigt, so man denn brav seine Miete bezahlt, da gibt es dankenswerterweise klare Regeln.

In einer Partnerschaft ist das alles ungleich komplizierter, da kommt man nicht so einfach aus, und um es sich und allen Beteiligten einfacher zu machen, kann man da schon mal in die Versuchung kommen, sich ein ganz klein wenig in die Tasche zu lügen, oder einfach mal „Ja“ zu sagen, wenn einem einfach nach „Nein“ wäre. Ich will jetzt nicht behaupten, die Prostitution wäre ein Hort der Aufrichtigkeit, der Tugend und des Anstands, aber ich möchte meine Hand nicht unbedingt dafür ins Feuer legen, dass es in der Prostitution so wesentlich schlimmer zugeht, als in vielen Beziehungen. Nicht, dass ich mich gegen Partnerschaft und Ehe aussprechen möchte, im Gegenteil. Ich bin mir nur eben nicht sicher, ob es in von innen in den Beziehungen immer genau so hübsch aussieht, wie es von außen vielleicht scheint.

Ganz sicher bin ich mir aber, was die gefühlte Bedrohlichkeit der ökonomische Falltiefe im Scheidungsfall angeht, die schätze ich nämlich schon als ein verbindendes Element in manchen Ehen ein. Und je höher der Abgrund, umso stärker die Bindungskraft, vermute ich. Ich kann das verstehen, heutzutage sind es Arbeitslosengeld II oder der Kredit fürs Reihenhäuschen, früher war es die allgemeine Moral, die es in so einer Situation verdammt schwer machen, wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Und da ist noch mit keinem Wort das emotionale Desaster beklagt, das scheiternde Ehen und Beziehungen, ob nun mit oder ohne Eigenheim, gerne mal so mit sich bringen, und zwar für alle Beteiligten.

despkd

Das ist eben das Problem, je größer die wirtschaftliche Abhängigkeit, desto schlechter die Verhandlungsposition derer, die eh nichts oder eben wenig haben. Das ist ja auch der Knackpunkt in der Armutsprostitution. Deswegen verstehe ich nicht, warum man diesen Leuten das Leben systematisch schwer macht, indem man Straßenstriche schließt und Verrichtungsboxen abreißt, und das damit begründet, dass man die Damen doch nur schützen möchte, schließlich könne es ja nicht sein, dass jemand freiwillig in der Kälte stehe und sexuelle Dienstleistungen anbiete. Als wäre kalt, dunkel und ungeschützt besser. Aber ich schweife ab.

Ohne boshaft sein zu wollen, meiner Meinung nach könnte man ruhig auch mal den Begriff der Freiwilligkeit im Kontext partnerschaftlicher Beziehungen vor dem Hintergrund diskutieren, dass heutzutage Alleinerziehen das Armutsrisiko Nummer eins ist, und Partnerschaftsgewalt laut Familienministerium für jede 4. Frau anscheinend nicht nur theoretisch ein Problem ist. Ich kann mir übrigens auch vorstellen, dass man bei einem Spaziergang über den Straßenstrich oder bei einem Kaffee auf Augenhöhe im Puff viele Geschichten von gescheiterter Liebe, Kindern und HartzIV hören könnte. Wenn man die Frauen denn fragte. Und ich habe auch eine Ahnung, was sie von der Idee, ihre Existenzen einfach fortzuwischen, indem man ihre Arbeitsplätze weggentrifiziert, wie anscheinend heutzutage modern ist, so halten.

Ganz abgesehen davon beobachte ich aus meiner Nische heraus auch, dass mit einer Scheidung die Besuchsaktivtät mancher Kunden deutlich abnimmt, oder gar zum Erliegen kommt. Ob das an verminderter Verfügbarkeit von Geldmitteln oder höherer sexueller Auslastung just ab dem Zeitpunkt der Scheidung liegt, darüber kann ich nur spekulieren, und darüber, ob die Männer nicht lieber verheiratet geblieben wären, natürlich auch. Wenn ich mir all das aber vergegenwärtige, bin ich doch ganz froh, und direkt über eventuell entgangenes Honorar gar nicht mehr traurig, wenn ich mir überlege, dass im Prinzip das Schlimmste, das mir droht, wenn ich meine Ruhe vor einer unliebsamen Kundschaft haben möchte, eine überschaubare Summe an Euro ist, die sich an anderer Stelle wieder entspannter verdienen lässt.

despke

Meine Freude darüber wird nur getrübt von der Aussicht auf polizeiliche Registrierung meiner Profession, die per Gesetzesvorhaben droht, und mir persönlich eher als Sicherheitsrisiko denn als sinnvolle Schutzmaßnahme erscheint. Denn egal wie hübsch so eine Registrierung als Schutzmaßnahme verargumentiert wird, einen Zettel, der die Gesetzestreue der Liebesdame bestätigt, wird es wohl dann auch geben, und ich würde mich sehr wundern, wenn es für diesen Zettel dann keine Mitführungspflicht gibt, weil wie soll man sonst die legalen von den illegalen Sexarbeitern unterscheiden?

Da ist es dann mit der Ruhe und dem Frieden schnell vorbei, schätze ich, denn wenn die Damen und Herren Zuhälter ihre rumänischen Schäfchen ordnungsgemäß registriert haben, kann jeder noch so widerwärtige Kerl nach Ansicht der Registrierungskarte die Dame seiner Wahl gegen ihren Willen noch mal zuhause besuchen, während die privilegierten Dienstleisterinnen wenn irgend möglich auf eine Registrierung dankend verzichten, und sich Sicherheit durch Illegalität erkaufen werden.

Manches ist halt wirklich mit Geld nicht zu bezahlen, wie zum Beispiel die Freuden wirklich gut sitzender Unterwäsche, einer gesicherten Existenz, oder einer gelingenden Partnerschaft.

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44 Lesermeinungen

  1. Vertrauen Sie mir ruhig, ich weiss, von was ich hier rede,
    Bezahlte Prostitution gibt es nur in der menschlichen Reifephase
    des Leben-Basis-Geld-Verkehrs. In der Reifephase
    Leben-Basis-Vernunft Verkehr, ein Zeitreifeprodukt der Zeit-Phasendrehung Mensch-Geschichte, wird auch sexuelle Erfüllung ausschließlich vom Grad
    der Vernunft als Zahlungsmittel bestimmt werden. Wobei die wunderbare Prostitution, das
    natürliche Wunder der Lust- Prostitution der Körper an sich, unangetastet bleibt:=)

    Gruß
    W.H.

  2. Schön zu lesen,
    …auch wenn ich bei einigen Schlussfolgerungen nicht durchweg zustimme.

    Wenn Sie schreiben, man könne manches eben nicht kaufen, wie z.B. die Freiheit, sein „Leben so zu gestalten, wie es einem wohl gefällt“, dann halte ich das Gegenteil für richtig.
    >Glück< mag man sich nicht kaufen können, aber ein gerüttelt Maß an Freiheit kann man sich sehr wohl kaufen und sich Freiheit leisten, wenn man denn Geld hat.
    Und wer in vielerlei Hinsicht frei ist, der kann auch das mit dem Glück entspannter angehen – wobei ich konzediere, dass es keine Garantie dafür gibt und natürlich die einschlägigen Studien kenne. Wie man auf dem Doppelseiter in der vergangenen FAS lesen konnte, kann sehr viel Geld zu Verarmungswahn und Angeberei, und zu viel (Kontroll-)Freiheit zu Größenwahnsinn und letztlich in den Knast führen.

    Aber bis man in dieser Liga anlangt, ist es ein weiter, weiter Weg, den unterwegs oft schöne Büche und Bäume und Wiesen säumen.

    Eine sprachpolizeiliche Korinthe hätte ich auch noch abzusondern:
    Prostitution ist ein Gewerbe, und der Dirnenlohn daher eine Vergütung oder ein Entgelt, eben für körperliche Dienstleistungen.
    So wie "Gebühr" das Entgelt für eine öffentlich-rechtliche Leistung oder einen gesetzlichen Tarif bezeichnet sich und Private, die eine "Mietgebühr" verlangen, eher lächerlich als beeindruckend machen, gibt es auch kein Dirnenhonorar. "Honorare" entgegenzunehmen ist im Wesentlichen den Freien Berufen vorbehalten.
    Anders als der Begriff vermuten lässt, ist damit übrigens nicht notwendigerweise etwas Ehrenvolles verbunden, wie etwa Rednerhonorare für aktive Politiker oder Bundesrichter zeigen.

    • Die Sprachpolizei müsste sich
      mit der Einordnung der Prostitution eigentlich genau so schwer tun, wie alle anderen auch. Denn die Sexarbeit ist, steuerlich betrachtet, weder ein Gewerbe, noch ein Freiberuf, sie ist eine „sonstige Tätigkeit“, und entsprechend kann man das Entgelt wahrscheinlich nennen, wie es einem beliebt.
      Es würden sich gewiss gute Gründe finden lassen, die Prostitution den freien Berufen zuzuordnen, darüber gibt es auch in Fachkreisen (und die bestehen mitnichten nur aus Bordsteinschwalben) eine rege Diskussion.
      Mir wäre eine Einordnung unter das Gewerberecht auch lieb, das würde viele Fragen, wie zum Beispiel die der Zuverlässigkeitsprüfung und Möglichkeit der Untersagung ja recht elegant lösen.
      Und es wäre eine Form der Anerkennung, mit Rechten und Pflichten.
      Vielleicht wird ja mit der Überarbeitung des ProstG an dieser Stelle etwas nachgebessert, die Gelegenheit wäre schließlich günstig.

  3. Bezahlen mit Geld, Körper und Privatsphäre
    „Vernunft“ kostet Gedanken,
    die als Dank-Geschenk Vernunft enthalten.
    „……..?“ kostet Geld, Körper und Privatsphäre.

  4. .
    dass mit einer Scheidung die Besuchsaktivtät mancher Kunden deutlich abnimmt

    dass die holde männlichkeit dann ein wenig beschäftigt sein dürfte, dürfte auf der offenen hand liegen – zum einen im geplagten geiste mit eher nicht so schönen juristischen und anderen kniffligen angelegenheiten, und zum anderen mit jeder menge hoffentlich doch recht vergnüglicher anbahnung an anderen orten, denn nun seien sie ja wieder vö-, pardon vogelfrei.

    gleichwohl ist doch eine trennung tatsächlich als ein unglücksfall im leben anzusehen, bürgerliche und scheinbar liberalere gesellschaft, in der man lebt, hin oder her. denn gesetzt den nicht ganz unwahrscheinlichen fall, der mensch als species sei nun nicht das monogamste wesen unter dem feierlichen firmament, so bleibt es dennoch auffallend, dass er aufgrund vielfacher herrschaftsstrukturen zur erzeugung einer wie auch immer gearteten keimzelle – der familie zum zwecke von freudigem ansetzen und leidiger aufzucht der zu erwartenden brut, pardon, erbinnen und erben in spe – sich in einzelehe befindet und kein zweites, drittes gar, sich dazugesellen dürfe. dürfte er, so wäre vielleicht auch der offenbar doch immer wieder entstehende abscheu hinsichtlich des angetrauten vielleicht gar nicht im entstehen begriffen, wer weiss, und die allgemeine zufriedenheit könnte eine hoffnungsvolle karriere starten.

    und sollte man sich nun wirklich von einem geliebten menschen trennen müssen, nur weil die zeiten einmal schwierig sein mögen und weil es zumindest an eifersucht, diesem verqueren laster, nicht gebricht?

    wie auch immer, weithin, zumindest innerhalb der stützen der gesellschaft, bekannt dürfte es sein, dass mea parvitas sich noch am ehesten dem bitteren joch der bürgerlichkeit, sich nichts anmerken zu lassen, unterwerfen mag – denn ihr leben auf ein leben nach dem leben zu verschieben: ein ding, das nun ganz und gar unmöglich sei, kann die bestimmung des lebens nicht sein – und dass sie durchaus wohlweislich nach aussen hin den anschein zu wahren weiss.

    gäbe es nun das halali für einen jede und eine jede, so dürfte eine tätigkeit, die zuweilen darauf hinausliefe, einen kleinen güldenen thaler wandern zu lassen, doch ein wenig, zumindest ein bisschen an verkehr einbüssen.

  5. Weihnachtswäsche und Herr Kaube
    Verehrte Despina Castiglione,

    meiner Phantasie folgend, mir vorstellend einmal mit Ihnen bei Schuhmann´s an der Bar zu sitzen… wir hätten uns da schon einiges zu erzählen.

    Was Sie von der geschenkten Weihnachtswäsche schreiben ist schon richtig. Weihnachtswäsche ist aber auch schwierig! Ist Ihnen auch schon aufgefallen, daß dieses sehr spezifische Rot, das Weihnachtsrot, eigentlich zu keiner Kleidung im Rest des Jahres zu tragen ist?

    So freiberuflich und unabhängigkeitsbedürftig wie wir beide wohl das Bedürfnis zu leben haben, darf ich gestehen, und dies sei so ganz unter uns gesagt, daß ich mir auch eine kleine „Weihnachtswäsche“ gegönnt habe, trotz aller Probleme mit der Farbe. Einen BH aus der BlackLabel Linie von LaPerla.

    Bei einem freundlichen Gespräch mit der Verkäuferin an der Kasse zahlte ich die 380,00 € für meinen BH, welcher mir nun in einer schwarzen Schachtel wohlverpackt übergeben werden sollte. Doch die freundliche Verkäuferin, die mich nach den Jahren ein wenig kannte, zögerte, und nach einigen weiteren unbeholfenen Ansätzen ihrerseits, fragte ich sie, was sie mir eigentlich sagen wolle.
    Nach zaghaften Versuchen mich auf meine, von ihr unterstellte, freiberufliche Tätigkeit anzusprechen fragte sie zaghaft, ob ich ihr einen Rat geben könne.
    Eine Freundin von ihr habe sich vor einiger Zeit von ihrem Ehemann im Streit getrennt. Ich fragte sie, was habe dies mit mir zu tun habe? Nun, der aus dem arabischen Raum kommende Mann habe sie geschlagen. Das sei auch kein Grund mir dies mitzuteilen… Ihre Freundin habe nun keine Arbeit und sitze quasi auf der Straße. Nach dem entspannenden Einkauf fühlte ich mich nahezu belästigt.
    Nun rückte sie endlich mit ihrem Anliegen heraus: Ob ihre Freundin einmal mit mir sprechen könne, da sie in ihrer Not eine freiberufliche Tätigkeit anstreben würde.

    Liebe Despina, ich glaube wir sind uns einig; diese in in Not geratene, geschlagene, junge Frau würde aus der Verzweiflung heraus alles tun, wovon sie jedoch nicht überzeugt ist. Jeder Kunde mit Niveau würde das sofort bemerken.

    Es bedarf der Freiheit und finanziellen Unabhängigkeit.

    Nun wird sie mit ihren kleinen Kindern wohl Harz4 beziehen. Herr Kaube von der FAZ schrieb vor einiger Zeit einige Zeilen mit der Überschrift: „Soziologie des Paares“. Für die Freundin der Kassiererin kommen Herrn Kaubes Zeilen wohl zu spät und mit Menschen aus dem Lebensraum von Tausendundeinenacht wäre es selbst auf Augenhöhe nicht realisierbar.

    So ist das eben, wir brauchen, wie sie richtig sagen, Freiheit, finanzielle Unabhängigkeit und Herrn Kaubes Gedanken zur rechten Zeit.

    Huch, es ist Zeit, mein Geschäftspartner ist gekommen.

    Vielleicht können wir doch einmal zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch zusammenfinden?

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe

  6. Fad, sehr fad
    In Zukunft muss ich mir meine Artikel wohl selber schreiben.

  7. Bezahlen mit dem Körper - Shortstory
    …Am späten Nachmittag, als die Wärme etwas nachließ und die Sonne im Sinken begriffen war, ging Hinnerk auf der Hauptstraße vor dem Werkstattgelände spazieren. Es war die beste Zeit, um in das Leben der Menschen einen kleinen Einblick zu bekommen, in die winzigen elenden Hütten, die sich sogar noch übereinander errichtet an der langen hohen Mauer der gegenüberliegenden Straßenseite hinzogen. Hatten die Lampen und Lichter in Rot, Grün, Gelb und als schreiend helle Neonleuchten eine Bedeutung im Einzelnen oder war es nur die Beleuchtung der Hausaltäre, Heiligenschreine oder einfach das Licht von winzigen Shops, in denen Arme für Arme das Ärmste zum Kauf anboten?
    Zwei Mädchen, vielleicht acht und zehn Jahre alt, traten fast behutsam an ihn heran, sagten etwas auf Hindi. Er verstand nicht. Eine junge Frau, offenbar die Mutter der beiden Kinder, trat hinzu, wiederholte dieselben Worte, machte unzweifelhafte Bewegungen, schob ihm die Mädchen zu. Entsetzt machte Hinnerk eine heftige Abwehrbewegung und entfernte sich unverzüglich. Und dennoch registrierte er, dass die Menschen auf der Straße, in den kleinen Wohnhütten, die Inhaber der elenden Shops, den Vorgang beobachteten, ihn gleichmütig hinnahmen, wie dazugehörig zu ihrem Leben. Können Not und Elend noch größer sein, wenn hier die Mutter ihre eigenen kleinen Töchter anbot, der Missbrauch offenbar ein gewünschtes Männerpotential bediente, wie eine Selbstverständlichkeit zum Überleben? Hatte die Mutter einst selbst mit ihrem Mädchenkörper zum Lebensunterhalt ihrer Familie beigetragen?
    Schlimm ist nicht der Kannibalismus der Überlebenden an einem Flugzeugwrack oder in einem einsamen Rettungsboot in der Wasserwüste eines Ozeans. Schlimm ist die Situation.
    Der Vorfall beschäftigte Hinnerk sehr, bewegte ihn, wühlte ihn noch nachträglich auf. Seine Gedanken kehrten immer wieder zurück zu der Szene, die in ihrem Umfeld, in der aktiven Mitwirkung der Mutter, offensichtlich Normalität war, natürliches Alltagsleben in der Not. Die nackte Not ist nackig, sie ist Nacktheit. Die verurteilende Betrachtungsweise, der Versuch des Schutzes ist europäisch-westlich. Die einen Erwachsenen wollen diese Normalität nicht abstellen, die Menschheit kann es nicht. Sie kann nicht wirklich gegen Hunger und Krankheit vorgehen, konnte es in der Vergangenheit nicht, wird es in der Zukunft, in der sie noch sehr viel Zeit für dieses Problem benötigen würde, nicht tun können. Ihre Zeit wird abgelaufen sein, die Chance einer glücklichen Gleichheit für alle ist vertan. Konventionen sind schön, die internationalen Polizeierfolge machen stolz.
    Bernard del Monaco

  8. sind wir nicht alle
    irgendwie „Prostituierte“, wenn wir für das Geld anderer arbeiten? Ob so mancher/manche seine körperlichen Faehigkeiten, oder so manch anderer/andere seine/ihre geistigen und sehr oft sogar beides für das Geld anderer zur Verfügung stellt, ist doch gar nicht soweit von diesem Beruf entfernt.

    Und das Hauptübel wird von der Schreiberin ja bereits erwaehnt;“Partnerschaften, die seelisch und leider auch oft körperlich angeschlagene Frauen zurücklassen“.

    Daher verdienen doch gerade diese Damen Respekt und schelten sollte man die Gesellschaft, die dies verursacht, um dann Scheinheilig versucht die Konsequenz zu bekaempfen.

  9. ....
    „…sondern einfach nur an meinen fraulichen Becken, das, ob ich mich nun der Völlerei hingebe, oder in monatelanger Entsagung lebe, in dieses Unterkleid nie wirklich bequem hineinpassen wird, und daran, dass ich zu doof war, mir diesen Fakt vor dem Kauf einzugestehen.“

    Mein Gott, wie alt man doch werden muss um eine ehrliche Frau zu treffen, die vor so einem Satz nicht die Notbremse zieht.

    Hier allerdings haben Sie meiner Meinung nach einen falschen Schluss gezogen:

    „Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit jemandem, der Ihnen ungefähr so sympathisch ist, wie mir Leute, die Rentner zum Zweck der Renditesteigerung aus ihren Wohnungen ekeln, Tag für Tag zusammen wohnen. Mit jemandem, dessen Weltsicht Ihnen fremd ist, dessen Handeln Sie nicht gutheißen, und dessen Argumente Sie nicht mal mehr hören wollen. Fürchterlich, oder?“

    Was Sie da beschreiben ist das „Normale“, denn die „normalen“ Menschen sind so, die grosse Mehrheit.
    Jene Bürger die Steuern ihre zahlen und zum Wählen gehen, oder wie erklären Sie sich die Wahlergebnisse sonst?

    Was Ihre Vorraussicht auf „auf polizeiliche Registrierung meiner Profession, die per Gesetzesvorhaben droht“ angeht, so haben Sie sicher Recht. Was erwarten Sie im GroKo Spiessbürgerland denn sonst? Dass man ausgerechnet Ihnen einen Besserung Ihrer Arbeitswelt schenkt, ohne dafür Anpassung und Eingliederung zu fordern, von den Merkel, Gabriel, Seehofer und Göring–Eckart?

    Wie wahr der Schlusssatz:
    „Manches ist halt wirklich mit Geld nicht zu bezahlen, wie zum Beispiel die Freuden wirklich gut sitzender Unterwäsche, einer gesicherten Existenz, oder einer gelingenden Partnerschaft.“

    Es macht immer Freude solche Beiträge von einem der seltenen Menschen zu lesen, die sich weder Selbstzensur auferlegen, moch der politischen Korrektheit Tribut zollen…
    Wie schon beim letzten Mal, welch seltener Fund, Danke!

  10. Titel eingeben
    ein schöner gut analysierter beitrag

  11. Naja
    bisher dachte ich, die starke Zunahme der Zahl an Ehescheidungen ließe sich mit der vermehrten wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Frau begründen. Frau trennt sich, weil sie kann.

  12. Jede/r sieht die Welt durch seine oder ihre Brille, weshalb ich der Autorin die Verachtung
    von langlebigen Partnerschaften einfach nachsehe. Sie hat dieselbe deformation professionelle wie jeder andere Beruf, ein Bekannter von mir erzählte über einen Familienrichter, der nur noch über die Strasse geht und bei jedem Mann den Gedanken hat „Auch der könnte ein Schwein sein“.

    Diese berufsbedingte Verachtung allerdings hindert die Autorin (wie ihren Gastgeber) wohl daran, wahrhaben zu wollen, dass der Grossteil der langlebigen Beziehungen heute freiwillig zusammenbleibt, nachdem fast alle Hindernisse für eine Trennung weggefallen sind. Dass sie nur die gescheiterten Beziehungen kennt, heisst nicht, dass es nur oder auch nur überwiegend gescheiterte Bezehungen gibt.

    Und dass sie Ihrem nach Ihren Worten selbstgewählten Beruf gerne nachgeht, möglichst unregistriert und von den Autoritäten unbelästigt, ist inzwischen auch klar. Nur überhaupt kein Masstab für die Gesetzgebung, weil ihre Geschichte dafür in keiner Weise massgeblich ist, noch nicht einmal für eine signifkante Minderheit der Prostituierten. Von denen sich viele gerade in jungen Jahren das wünschen werden, was die Autorin implizit für unmöglich erklärt hat – eine gelingende und gelungene Beziehung.

    Die es allem Zynismus zum Trotz gibt. Es wäre völlig absurd anzunehmen, dass die noch immer zu 60% langfristig zusammenbleibenden Partnerschaften das nur tun, weil (gemeinsames Haus, Angst vor Einsamkeit etc.). Sie tun es, weil sie es wollen. Es ist typisch menschlich (und ich werde die Autorin deshalb nicht auf meine gewohnt charmante Weise angreifen), ein Agumentationsmuster, das man selbst angeblich ablehnt (alle Huren sind …), im nächsten Moment implizit selbst zu benutzen (alle Ehen sind …).

    Und auch, wenn das Argument noch 100mal wiederholt wird, kaufe ich es trotzdem nicht – Partnerschaften sind mit Prostitution unter keinem Aspekt vergleichbar. Da, wo sie es ausnahmsweise doch sind, handelt es sich schon lange nicht mehr um eine Partnerschaft.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Ich bin da durchaus differenzierter Ansicht und halte die lebenslange Partnerschaft für das Ideal, besonders, wenn es um Kinder geht.

      Ich sehe aber auch die extrem hohe Scheidungsrate und wie viele alleinerziehende Mütter geradewegs in die Katastrophe schliddern. Eine Patentlösung habe ich auch nicht, aber ich höre mir gern Ideen an und wenn sie abseitig erscheinen, macht mir das auch nichts. wir müssen uns einfach dem Umtand stellen, dass die alten Gewissheiten nicht mehr volumfänglich gelten und wenn ich dann schon einmal den externen blick derer bekomme, die ihr Geschäftsmodell darauf aufbauen, dann nehme ich das natürlich.

    • Lieber Herr Haupts,
      ich fürchte, Sie missverstehen mich zumindest teilweise, denn ich hege ganz und gar keine Verachtung für langlebige Partnerschaften, ganz im Gegenteil.
      Ich bin der Überzeugung, dass der Mensch als solcher zur Zweierpartnerschaft tendiert, und sehe darin eine dem Alleinsein gerade unter dem Aspekt der Weiterentwicklung der Persönlichkeit samt Empathiefähigkeit und alledem vielleicht sogar überlegene Alternative. Ich erlaube mir nur in Frage zu stellen, ob eine Paarbeziehung zwingend monogam sein muss, um gedeihlich sein zu können.

      Was mir widerstrebt, das sehen Sie ganz und gar richtig, sind Abhängigkeiten und Belästigungen, da ist es mir auch egal von wo nach wo, nur ist mir wichtig, diese Ablehnung nicht mit einer Haltung zu verwechseln, die von Verantwortungslosigkeit geprägt ist. Gerade die Übernahme von Verantwortung in Verbindung mit der Bereitschaft, sich in das Gegenüber hinein zu versetzen, ist in meinen Augen eine sehr gute Basis, miteinander auszukommen.

      Zu der Registrierung, die Sie ansprechen, möchte ich anmerken, dass wir hier über eine polizeiliche Sonderregistrierung sprechen, und nicht über die ganz übliche Anmeldung bspw. bei Finanzamt und Sozialversicherung. Gegen die habe ich selbstverständlich nichts einzuwenden, ich möchte Rechte, da nehme ich auch die Pflichten inkauf.
      Wenn ich aber das Gefühl habe, zum Zwecke der moralischen Reinhaltung einem Sondergesetz unterworfen zu werden, dann missfällt mir das, und ich nehme an, ginge es nicht um sexuelle Dienstleistungen, sondern wegen mir um die Zugehörigkeit zu einer Partei, die auf Verlangen jedem Dödel, der danach fragt per Lichtbildausweis nachzuweisen wäre, regte sich ganz anderer Widerstand.

    • Es ist ja schon ein Beitrag aus dem Burka-und-Haubenträgerinnenbereich
      angekündigt worden. Dazu passte möglicherweise Ihr „…ob eine Paarbeziehung zwingend monogam sein muss…“, (ich werde deswegen zwar keine –gida aus der Taufe heben, aber) sowas mag ich allerdings ganz und gar nicht :-(

    • Dazu kann ich von meiner Warte aus allerdings auch sagen, dass die Literatur, ie gelebte Welt und fast ale Opern seht traurig wären, wäre das immer so und würden sich alle dran halten.

    • Das Missverständnis nehme ich zur Kenntnis. Was die Registrierungspflicht angeht,
      Gehörte diese mit der Heraufsetzung des Mindestprostitutionsalters auf 21 zu den Plänen der Bundesregierung, an denen ich in jedem Falle festhalten würde. Im Zusammenhang (und selbst ohne) würde das erheblich erleichtern, Minderjährigen- und Menschenhandelsprostitution entgegenzuwirken, weil man die gemeldeten Schäfchen von den ungemeldeten unterscheiden und die gemeldeten auf bestimmte Merkmale abklopfen kann.

      Ich sagte es AFAIR schon einmal – ich betrachte Prostitution als unvermeidbares und vielleicht sogar notwendiges Übel. Und nicht – wie Sie – als eine im Grundsatz freie Berufswahl mündiger Erwachsener. Mit den bekannten Begleitumständen von vielfacher Zwangs- und Minderjährigenhurerei ist eben genau die rechtliche Gleichstellung zu anderen Berufen ausgeschlossen. Unabhängig davon, ob Sie persönlich sich damit wohlfühlen. Ich möchte Ihr Geschäft nur rechtssicher machen. Und möglichst eng kontrollieren. Gesetzliche Regeln sind keine Befindlichkeitsangelegenheiten von Minderheiten.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Verehrter Herr Haupts,
      das Mindestalter von 21 scheint sinnvoll, aber leider nur auf den ersten Blick.
      Glauben Sie denn nicht, dass ein Mensch, der schon jetzt sich nicht an bestehende Gesetze hält -denn jemanden unter Zwang in die Prostitution zu treiben, das ist schon jetzt glücklicherweise verboten- es tut, wenn er noch eine Altersgrenze für seine Opfer auferlegt bekommt?
      Meinen Sie, dass es einem Menschen, der in der Lage ist, andere dazu zu zwingen, in der Prostitution für ihn zu ausbeuterischen Bedingungen zu arbeiten, nicht auch mit Leichtigkeit gelingen wird, seine Schäfchen dazu zu bringen, sich als freiwillige, offizielle, gesundheitsamtlich geprüfte Schäfchen registrieren zu lassen?
      Diese Registrierung ist nichts anderes als eine hübsche Gelegenheit für halbseidene Gestalten, ihre Hände in Unschuld zu waschen.

      Und abgesehen davon gibt es die magische Altersgrenze von 21 in weiten Teilen schon, denn jeder, der eine unter 21-jährige Person der Prostitution zuführt, macht sich automatisch des Menschenhandels schuldig. Für unter 21-jährige, die in die Sexarbeit einsteigen, bleibt damit die Möglichkeit, allein und auf sich gestellt zu arbeiten, ob das die bessere Alternative ist, sei dahingestellt.
      Ich will auf keinen Fall sagen, dass es wünschenswert ist, so jung als möglich in diese Tätigkeit einzusteigen, aber ich bin der Meinung, dass, wer will, es tun wird. Und je höher der Erwerbsdruck, um so niedriger die Hemmungen, es nach einer möglichen Gesetzesänderung im Zweifel auch illegal zu tun, weil man eben das Mindestalter noch nicht erreicht hat.
      Die Auswirkungen auf die Preisgestaltung dürften sich von selbst erklären, ob das im Sinne des Erfinders ist…

  13. Wenn es nur so einfach wäre!
    Normal ist es in unserer hyperkomplexen Welt, dass der Mensch nicht Lust, Glück, Vertrauen, Freundschaft, Liebe anstrebt, sondern Selbstbestätigung und Statusaufwertung.

    Bei aller Häme, die Ihnen, Don, jüngst für ihren Begriff „underfucked“ entgegenschlug – kam mir der Gedanke, warum der alte Spruch „make love, not war“ für die heutige Jugend fast keine Attraktivität mehr besitzt. „Mehr Sex“ ist eher eine Drohung, bei der Form, wie vor allem junge Frauen ihn in der heutigen Medienwelt beim Aufwachsen erleben.

    Die sexuelle Revolution ist bei tätowiert-gepierceten Endsechzigern mit Bierfriedhof versickert, und Ihr Satz, Despina, dass es in vielen Beziehungen wohl kaum angenehmer zugeht, als in der Prostitution, kam mir sehr wahr vor, wenn ich mich mal in meinem 30-40something Bekanntenkreis umsah.

    Man bestellt sich einen Lebenspartner wie ein fünf Gänge-Menu, an dem man dann noch ein paar Allergien ausschliesst, und ist dann frustriert, dass es trotzdem nicht schmeckt.
    Männer und Frauen sind sich einfach wieder fremder geworden als in den 60-80er Jahren; der Neoliberalismus mit seinem Silikon-Bunga-Bunga-Frauenbild hat da viele Annäherungsversuche der „linken“ Hippie-Ära zunichte gemacht, die auch längst nicht so „egalitär“ war, wie sie behauptete.

    Anders kann man es sich gerade in diesen Tagen nicht erklären, warum Religion wieder so ein grosses Thema geworden ist, das einen dazu motivieren konnte, sich im Adamskostüm von einem Löwen zerfleischen zu lassen, für die Belohnung einer komfortablen Wolke im Jenseits, um es mit einem zugegeben etwas betagten Bild von Märtyrerschaft aus dem eigenen Kulturkreis zu untermauern, ohne weiteres Öl ins Feuer zu giessen, wenn man sagt, die haben gesponnen, diese Römer.

    Komplexe Probleme ohne griffige Antworten – dort sind religiöse Lösungen mit Beweis nach dem Tod einfach unschlagbar.

    Wenn man eben nur mein Beispiel von der Piraterie und dem weggefangenen Fisch in Somalia noch einmal anführt, oder die Komplikationen eines griechischen Euro-Austritts, oder die Versuche der Finanzmarktregulierung ( Basel I 30 Seiten, Basel II 300, Basel III 600 Seiten..).

    Das Dilemma ist offensichtlich, wenn man einen Algorithmus programmieren soll, der entscheidet, ob ein selbstfahrendes Auto einem in den Weg springenden Kind ausweicht, auch wenn es dabei in den Gegenverkehr lenkt – aber auch dann, wenn es frontal gegen Bäume geht – oder die Automatik wegen eines vor die Sensoren hoppelnden Kaninchen einen Haken direkt in einen entgegenkommenden 38to Sattelzug schlägt.
    Die selbst von theoretisch perfekter künstlicher Intelligenz unlösbare Frage wird auch dann bleiben, wenn man in der Situation der Attentäter des 20.Juli 1944 ist, ob man seine ganze Familie für die Allgemeinheit zu opfern bereit ist.

    WENN man die psychische Befindlichkeit extrem überzeugter Muslime in unserer kapitalistischen Welt dazu in eine Analogie setzt, wird einem das Problem der nötigen Überzeugungsarbeit drastisch klar, wenn man den muttikratischen Pfarrhaus-Simplizismus ( Christen klug und gut, Juden zu klug und ein bisschen merkwürdig, Muslime ein bisschen doof aber die meisten gutmütig) gründlich satt hat.

    Unsere Lebensart muss überzeugender werden – nicht gerade leicht, wenn man in alle schmutzigen, wenig privilegierten Ecken blickt – aber man sollte sich aufrichtig Mühe geben, die positiven Möglichkeiten unseres politischen Systems herauszuarbeiten.

    Und da ist eine grosse Chance, Liebe und Sexualität wieder zu positiven Kräften werden zu lassen, wenn wir an unserem Geschlechterrollen-Verständnis arbeiten, ohne zwischen Gendertröten und DSK-Berlusconi-Perspektive zu resignieren.

    Ob es auf die Etablierung gepflegter „Wellnessclubs“ mit liberalen Möglichkeiten, als Ehepaar mit anderen Partnern Erlebnisse zu sammeln, statt auf halbseidene Unterschicht-Swingerclubs in Industriegebieten angewiesen zu sein – oder auf die Führung offener Parallel-Partnerschaften mit besitzfreien, wechselnden emotionalen Präferenzen – keine Ahnung.

    Auf die Gefahr hin, dass Reden in sexuellen Dingen leicht zu zerreden führt: wenn man gar nichts tut, muss man sich mit oft einem unbefriedigenden Status quo abfinden. Analysieren? Ausprobieren? Oder Akzeptieren.
    Ein Guru wird es seltenst besser machen.

  14. .
    lieber ThorHa/15.01., 9.36 u, ihren ausführungen stimmt man in toto ganz ausdrücklich zu, sowohl von der analyse, dass es eine gewisse durch den beruf bedingte perspektivierung gibt wie auch, dass menschen zusammenbleiben wollen, weil sie das kostbarste, das man in diesem leben erlangen kann, gefunden haben.

    denn: „“Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit jemandem, der Ihnen ungefähr so sympathisch ist … Fürchterlich, oder?“
    Was Sie da beschreiben ist das „Normale“, denn die „normalen“ Menschen sind so, die grosse Mehrheit.“

    diese situation, die oftmals bei so genannten ernüchterten anzutreffen ist – man sollte vielleicht sich doch einmal dazu aufraffen, eigene fehler besonders in der wahl eines partners zu nutzen, um zu lernen – ist doch durchaus nicht der normalfall.

    lieber Don Alphonso, ganz sicher ist wirtschaftlich besehen das alleinerziehen ganz oft eine katastrophe, und eine psychische notsituation dazu, so, wie es zuzeiten in weniger begüterten kreisen in recht ähnlichen lagen nicht freudvoll zuging. nicht so wenige leider zahlen wohl so oder so, zumal man im weniger schönen fall nicht davon ausgehen muss, dass es zuzeiten einmal angenehmer gewesen sein dürfte, wenn man einmal ein scheusal, das einem ganz oft von der verwandschaft zugespielt wurde, an seiner seite aufzufinden glaubte – den sozialen druck der bürgerlichen gesellschaft gab es durchaus und die möglichkeit, schuldhaft geschieden zu werden (die neuste gesetzgebung dazu ist mir aus den schönsten gründen unbekannt, aber sorgt nicht eine gewisse zeitliche limitierung für schwierigkeiten, zusammen mit zahlungsunfähigkeit – oder gar -willigkeit, wenn jemand wirklich ein scheusal ist?), so man sich denn nicht wirklich alles für den rest seines weniger freudigen daseins verkniff.

    so ein balzender gockel in einer frühphase der bekanntschaft einer freundin abhanden kommt, weil er sich beispielsweise in der multioptionsgesellschaft als ein wenig wankelmütig erweisen mochte, mag man nur bestätigen, dass sie sich glücklich schätzen dürfte, diesen losen vogel beizeiten los zu sein.

    grössere kröten sollte man auf der suche nach seinem passenden frosch durchaus nicht zu schlucken bereit sein.

  15. .
    lieber TGA/15.01., 10.32 u, „„Mehr Sex“ ist eher eine Drohung, bei der Form, wie vor allem junge Frauen ihn in der heutigen Medienwelt beim Aufwachsen erleben.“
    das allerdings wagt man doch sehr zu bezweifeln, es sei denn sie hätten vor, sich in diese höhle der zahnlosen löwen (und wer weiss, was denen sonst noch so alles fehlt) zu begeben. zum glück gibt es häufiger die wahlfreiheit als etwa die so genannte alternativlosigkeit in einer von ihnen so hübsch umschrieben muttikratie.

    die lebensziele mögen nun sicherlich recht simpel darin bestehen, einen partner zu finden, kinder zu bekommen, aber erst, nach dem man im beruf ein wenig fuss fasste, so dass einen während der gravidität nicht der ohnehin permanent mit einem konkurrierende kollege aus dem sattel zu heben vermag.

    und für die zwischenzeit weist meiner unmassgeblichen anschauung nach die empirie erweist immerhin ganz anderes:

    es war noch selten so einfach, gewisse tätigkeiten auszuüben.

    und wenn sich der entsprechende herr als gentleman erweist, hat man das grosse glück, naxch einer freundlichen verabschiedung wirklich nie wieder etwas von ihm zu hören oder bestenfalls die angelegenheit mal zu wiederholen, falls man sich wieder einmal über den weg laufen sollte und man nichts besseres vorhaben sollte; auf der dunklen seite des mondes leben aber die haberer, die miauend unter dem fenster stehen oder den weg zur metro nachlaufen, weil sie annehmen, sich mit gewissen rechten, die ihnen kurzzeitig freudvoll eingeräumt wurden, ein eher freudloses anrecht auf auch die seele verschafft zu haben, wenn sich also verwicklungen daraus ergäben.

    mehr sex ist doch nun wirklich gar nicht so schlecht.

  16. "Merkel will die Daten ALLER Deutschen" (Spiegel 14.1.2015)
    Hochverehrte Despina Castiglione,

    Gute Güte, habe ich Sie da richtig verstanden ?

    Deutschland läßt bevorzugt in Not geratene Frauen aus dem Ostblock ins Land welche sich prostituieren, ganz so wie die vielen unqualifizierten, im unteren Lohnsegment arbeitenden Menschen aus Südosteuropa und Vorderasien.

    Hochqualifizierte Damen wie Sie, als cortigiana onesta werden nun quasi vom Deutschen Staat genötigt ein böses Spiel mitzumachen
    oder, um Stil und Würde zu waren, zu gehen, wie all die Ingenieure, Ärzte und Manager, welche in der Schweiz, USA, Kanada usw. einer Willkommenskultur begegnen.

    Und bei den verbliebenden Frauen aus dem Ostgebieten wacht der Staat darüber, daß diese von ihrer „Niedriglohnbumsbezahlung“ nichts an irgendeinen sogn. Zuhälter abgeben, sondern dieses „Beschützergeld“ in Form von Steuern an den Staat geht welcher „rechtsstaatlich“ diese bedauernswerte Frauen nun schützen und vor allem überwachen will, wie eben zuvor der Zuhälter.

    Dies ermöglicht dem Staat darüber hinaus zu sagen wie schlecht doch Prostitution sei und die Frauen seines Schutzes bedürfen.

    Herr U.Ulfkotte schrieb da doch ein paar Zeilen:

    „Sex auf Kosten der Steuerzahler: Bordellbesuche unserer Politiker“

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/sex-auf-kosten-der-steuerzahler-die-bordellbesuche-unserer-politiker.html

    Ich nehme an Sie werden freundlicherweise meine Zusammenfassung entkräften und mir sagen das ich dies alles falsch verstanden habe.

    Das wäre ja sonst wie im Sozialismus….

    Mit freundlichem Gruß

    B.Klingenberger

    • Wer einen Ulfkotte als seriöse Quelle zitiert, hat sich aus seriösen Diskussionen
      vollständig verabschiedet. Denn der einzig angemessene Counter bestünde in Erich von Däniken.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • ThorHa: Gut gesagt
      Ich weiss nicht, ob es an der richtigen Stelle herauskommt, aber zu dieser Antwort möchte ich Ihnen, ThorHa, herzlich beipflichten.

      Erschreckend nur, dass man um Silvester ein riesiges Plakat des Weltuntergangs-Verlags Kopp in der Nähe des Olympia-Einkaufszentrums sehen konnte, na ja, die Kettenläden dort sind immerhin schon die Verwesungsprodukte des persönlich geprägten Einzelhandels.

      Warum fällt einem dann nach einer halben Flasche Wein das Doors-Lied „this is the end“ ein??
      Kann sein, dass die Entkoppelung von Franken und Euro der Startschuss für eine ordentliche Portion Chaos ist..

      Aber dann bitte ohne Esoterik, Däniken und Kopp.

  17. Prostitution wird es immer geben
    Die Prostitution abschaffen wollen vorallem gewisse Leute mit einem penetranten Hang zur vornehmlichen „Weltverbesserung“ !

    So wie etwa jeine bekannte „Dame“ aus Deutschland ( und Selbige tritt zu diesem Thema doch recht agressiv und radikal auf! ) ,welche zuletzt vorallem Schlagzeilen dadurch machte ,daß sie ihr sicherlich ansehnliches Einkommen/Vermögen aus ihren Buchverkäufen,Vorträgen,ihrer Frauenzeitschrift,Medien-Honoraren usw. nicht versteuern wollte und Teile davon im Geheimen in die Schweiz verschoben hatte .

    Was nun doch wieder Einiges über die moralischen Grundsätze der „Weltverbesserer“ an’s Tageslich bringt.

    • Ach, wenn man sich diejenigen mal unvoreingenommen bei Licht betrachtet,
      die die Menschheit oder Teile davon bei irgendeinem Thema vorangebracht haben – da gibt es kaum einen, der moralisch „rein“ war. Das Steuerargument ist gar trefflich, um es gegen Schwarzer ins Feld zu führen. Und ich bin der letzte, der etwas gegen ein wenig hämische Polemik hat. Aber am Ende des Tages schmälert es eine ausserordentliche Leistung nicht, wenn auf einem anderen Gebiet von derselben Person klare (moralische) Fehler gemacht werden. Nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler.

      Und auch wer Steuern hinterzieht, kann sich auf einem anderen Gebiet immer noch ehrlich gegen Misstände einsetzen. Ich ziehe es deshalb vor, die Pläne und Vorhaben von jemandem direkt zu kritisieren und zu bekämpfen. Anstatt die doch ziemlich billige Position zu beziehen, dass, wer Tiere tötet, um sie zu essen, derjenige auch ungeeignet ist, gegen die Todesstrafe einzutreten. Jesusse gibt´s nicht so viele unter uns.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  18. Nach der Scheidung bleibt die Kundschaft weg? Klar doch, denn
    es fehlt ja nun der Reiz des Verbotenen (immerhin hat der Kerl sein einstmals feierlich verkündetes Gelübde schon seit geraumer Zeit regelmäßig gebrochen). Außerdem sind Scheidungen immer eine gute Gelegenheit (Zwischen-)Bilanz zu ziehen und da kommt die Gunstgewerblerin aufm, öhem, unterm Strich letzten Endes ähnlich mies weg wie die Ex. Warum also nicht in einem Aufwasch beide zugleich entsorgen?

    Danach greift man sich eben eine resche G-8-Schülerin. Die ist nicht sonderlich teuer, sieht auch ohne kiloschwere Tünche einfach nur gut aus, kann sich zudem mit simpelsten Mitteln (Haarbüschel zu(m) Zöpfchen, bunt bedruckte Schlüpfer, Ringelsöckchen, …) äußerlich als Dreihüstelvierzehnjährige (da ist der Reiz des Verbotenen urplötzlich wieder da!) präsentieren, ist sogar nach kurzer Nacht morgens wegen der noch prall gefüllten Wasserspeicher – fälschlich Babyspeck genannt – wenig bis gar nicht zerknittert und, weil sie für beinahe jeden Kleckerkram nicht ohne Unterschrift ihres (auch Ersatz-)Papis auskommt, hübsch folgsam. Bordsteinschwalben und Höheres aus derselben Branche können da nicht mehr mithalten.

    • Ich will nicht humorlos wirken,
      aber den Vergleich finde ich, nicht mal wegen meines Standes, ich bin Pointen auf meine Kosten ja gewohnt, schon nicht mehr wirklich ganz geschmackvoll.

      Abgesehen davon denke ich, dass es nicht unbedingt der Reiz des Verbotenen ist, der die Kundschaften zu den Hübschlerinnen treibt, und entsprechend, dass das Interesse an „reschen G8-Schülerinnen“ nicht so groß ist, wie Sie meinen. Die meisten Kunden möchten doch ein Gegenüber und keine reine Projektionsfläche, auch das eventuell schwer vorstellbar ist.

    • Der Vergleich war auch nicht auf Geschmack - den verkneife ich mir in
      diesem Zusammenhang – ausgelegt, sondern sollte eine für Sie neue Konkurrenzsituation aufzeigen. G-8-Schülerinnen, also Mädchen, die ihre Schulzeit hinter sich haben, jedoch noch nicht volljährig sind (was beispielsweise die Universitäten derzeit zusätzlich etwas belastet), gibt’s noch nicht so lange (wieder: Anfang der Siebziger des vergangenen Jahrhunderts erfolgte die Senkung von 21 auf 18 Jahre – Herr Haupts hat sicher die genauen Daten).

      Diese Konkurrenz kostet Sie ganz sicher Geschäft, vor allem, weil Sie nicht mehr jung genug sind und erst recht nicht mehr so aussehen können – trotz aller möglichen Tricks. Männer sind nun mal Augentiere und suchen in erster Linie Schmuckstücke.

      Nicht jeder Aspirant wird bei Ihnen Kunde, noch können Sie sich’s aussuchen, ob Sie einen nehmen, der doch lieber Projektionsfläche statt Gegenüber möchte, denn, wie Sie schrieben, für einen, den Sie in die Tonne treten, wachsen drei Antragsteller nach – bloß noch drei, im Gegensatz zu früher, als es 5 oder 7 oder mehr gewesen sein mögen.

      Ich halte Sie für eine ganz ausgekochte Geschäftsfrau (das dürfen Sie von Ihrer Warte getrost als Kompliment auffassen), die die Bühne, die Ihnen hier zur Verfügung gestellt wird (was ich übrigens begrüße, aber das ist auch schon das einzig Positive), zu cleverem Kreuzen gegen die Winde, die Ihren Unternehmenszweck beeinträchtigen, benutzen.

      Tatsache ist, dass auch Sie vom schrumpfenden Kundenstamm betroffen sind – die alten Haudegen, denen ihre Reputation egal sein konnte, mehr noch, deren Peergroup sie sogar offen oder zumindest heimlich bewunderte, wenn sie sich mal wieder auf Abwege begeben hatten, sterben so langsam aus. Kerle ohne genug Geld nehmen Sie nicht als Ersatz, denn Sie müssen ja sehen, dass Sie bis spätestens Mitte bis Ende Vierzig ihr Schäfchen ins Trockene gebracht haben.

      Bleiben also als potenzielle Kunden noch solche, die nicht mehr in Monopolstellungen wirklich selbstständig sind, sondern als bloß hochkarätige Angestellte um jeden Preis auf ihren Ruf achten müssen.

      Sie brauchen also eine Mentalitätsänderung, und zwar a weng subito, zumal Ihnen jetzt auch noch die Politik ein gerüttelt Maß Registrierungshagel zukommen lässt. Da gerät Ihr schöner Zeitplan doch ziemlich ins Schlingern und so trifft es sich gut, dass Sie hier ordentlich Reklame machen können: “…ob eine Paarbeziehung zwingend monogam sein muss…” – Fazit: Wir brauchen sofort mehr höchstqualifizierte Einwanderung, vorzugsweise von dort, wo sowas heute schon üblich und die Erde eigentlich noch immer eine Scheibe ist, gerne auch aus Absurdistan und gegebenenfalls mit Falken.

    • Titel eingeben
      Madame Amgelin,
      ein wenig schießt man doch recht gern über das Ziel hinaus, wenn man 1:1 retournieren will, nicht?

      Das mit der wohlfeilen Reklamenutzung von D. hier ist so eine Sache: Solange sie nicht ihren echten Namen oder ihre echte Telefonnumer hier hinterlegt/hinterlegen kann, hat sie doch nichts davon.
      Wo soll da Werbemöglichkeit sein für künftig doch besser prosperierende Geschäfte, kapier ich nicht.

      Sie wirbt höchstens für ihre Art Geschäftsmodell (so eine Art Meta- Genossenschftswerbung ähnlich wie die CMA für deutschen Wein und deutschen Käse, wenn mir der Begriff erlaubt ist), sie selbst hat jedoch keinen direkten Profit davon. Oder wo bitte kann ich sie denn anrufen und einen Termin/Kontakt machen? Sehen Sie, geht nicht.

      Wissen Sie, es gibt Strohargumente (Begrifflichkeit bitte bei Schopi nachschlagen, Unterabteilung eristische Dialektik, dann gehe zu: unfaire Rhetorik um des Gewinnens willen). Ihres mit der angeblich für die Autorin wohlfeilen PR ist ein Strohvorwurf. Er ist durchsichtiger – sogar noch wertloser als Strohargument – und haut einfach nicht hin.

      —–

      Dass man als Ehefrau nicht erbaut ist, wenn einem ausgerechnet reife Liebesdamen das Geschäft vermasseln, stattgegeben.

      Das Ding mit den G8-Pseudo-Lolitas, um wiederum gstandenen den Ehefrauen konkurrierenden Liebesdamen angeblich das Geschäft zu vermasseln, ist einfach nur eine Stutenbissigkeit heute leider immer noch üblicher Natur. Bei der Frauen sich mit dem „Sie sind aber ganz schön alt!“ gegenseitig an die Gurgel gehen und sich vor dem Manne zu produzieren versuchen. Sonderlich emanzipiert ist das nicht. Eher peinlich.

      Vergisst diese Gehäme noch dazu, dass es Männer gibt, die mit Lolitas aber auch gar nichts anfangen können.

      Wann beginnen Frauen endlich, selbstbewusst zu sein.
      Zu ihrem Alter, ihrer Reife und zu ihren Röllchen zu stehen?
      Immer dieses elende Konkurenzgekasper, dass Männer angeblich blutjunge Kleiderständer wollten.

      Weder reaktionären Männern gegenüber noch sich gegenseitig oder sich selbst ständig in die Falle zu gehen. Wann, endlich.

      Noch 200 Jahre?

      Mindestens! Aber hey!

    • Freu mich immer, wenn solche Repliken auftauchen.
      Sehr geehrter Gast,

      keine Namen und Nummer? Sie Ärmster! Wenn Sie WIRKLICH wollen, dann werden Sie die schon finden – die Aspiranten, die nach einer Art Assessmentcenter dann zu ihren Kunden geworden sind, haben’s ja auch geschafft. D. C. ist schließlich nicht unbekannt, wie man hier und in den beiden(?) Vorgängertexten/kommentaren lesen kann.

      „Das Ding mit den G8-Pseudo-Lolitas, um wiederum gstandenen den Ehefrauen konkurrierenden Liebesdamen angeblich das Geschäft zu vermasseln…“ – darum ging’s leicht erkennbar NICHT. Ich schrieb von der Zeit NACH der Ehe, in der auch die (der Ex möglicherweise nicht ganz unähnliche) Ersatzwohltäterin gewogen und beide für vergleichbar zu leicht befunden wurden. Alternative zur Triebabfuhr: keine (neue) MILF, sondern erst mal unkompliziertes Frischfleisch.

      Dass nicht jeder Mann damit was anfangen kann – Stroh. Fakt: Es gibt genug, die es können und auch tun.

      Die Sache mit dem Alter und dessen Folgen für ihre derzeitige Tätigkeit: Auch einfach mal in den Vortexten nachlesen…

      Übers Ziel hinaus? Nein. Ich habe erkennbar was dagegen, die Rahmenbedingungen für sie zu verbessern: Je höher die Barrieren für diesen Teil der Branche, desto besser!

      PS: Ich hätte sie zu dieser seltsamen Veranstaltung zugelassen, sie in der Ungefähre der Mittagszeit platziert, einem Teil ihres Publikums hätte hörbar der Magen geknurrt, der Rest hätte bereits gegessen gehabt und dementsprechend schläfrig-lustlos dagehockt. Vierzehn Tage darauf hätte kein Hahn mehr danach gekräht…

  19. Sexualität kann mit freiwilliger Unterwerfung Spaß machen
    Mir hat das Lesen ihres Statements zum weihnachtlichen Dessous-Geschenk Spaß gemacht, doch ich teile Ihre Gefühle nicht. Ich würde auch meinem Mann ein kleidsames Requisit schenken um mich zu verführen und er würde das sicher nicht als Unziemlichkeit auffassen. Mir macht nämlich das wechselseitige Spiel von Unterwerfung Freude.

  20. Das anderswo erwähnte Update hat offenbar noch eine Neuerung
    gebracht: Ich sehe mein Geschreibsel hier nicht mehr sofort, bekomme auch keinen Hinweis mehr auf die Moderation und nehme daher an, dass der abgeschickte Text überhaupt nicht angekommen ist. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich Ihnen deswegen durch erneute Sendung zusätzliche Arbeit bereitet habe.

  21. Ziemlich weit oben, etwa rechts neben der Überschrift, steht:
    „Zur Autorin

    Despina Castiglione ist versiert in allen Belangen von Lust und Liebe.“

    Die Verknüpfung unter D. C. führt aber NICHT zu „Alle Artikel von: Despina Castiglione“, sondern lediglich zu diesem jüngsten. Im Register für 2014 ist D. C. nicht aufgeführt. Man weiß zwar jetzt noch, wann ungefähr die beiden(?) Vorgängerbeiträge erschienen sind, wenn man jedoch später nochmal nachlesen will, wird’s schwierig…

    • Das liegt daran, dass die alten Beiträge noch unter meinem Namen waren und ich das noch umstellen muss. Danke für den Hinweis.

  22. Titel eingeben
    ja für mich gilt auch die lebenslange partnerschaft als idealvorstellung

    aber wenn sich im laufe der zeit dann lügengeschichten türmen dann ist es besser mit all den konsequenzen ins kalte wasser zu springen wenn der partner sich nicht auf eine gemeinsame paarkrisenbehandlung einläßt denn ob ich mir mit lügnereien einen krebs zuziehe oder eben so meinen rücken etwas überstrapaziert habe da liegen schon noch welten dazwischen

    und ob es für kinder nun besser ist in einem lügenturm zu leben das zeigt sich auch erst im mittleren alter der kinder also bisdahin habe ich noch zeit deren schäden auszubügeln

  23. liebe an und für sich
    ceterum censeo:Masturbare necesse est.

  24. Sittlichkeit ud Kriminalität
    Ich kam erst jetzt dazu, Despina, Ihren Beitrag zu lesen. „Der Skandal fängt an, wenn die Polizei ihm ein Ende macht.“ So äußerte sich Karl Kraus und ich empfehle ganz allgemein seinen Band „Sittlichkeit und Kriminalität“. Was mich zum Erschauern bringt ist die Tatsache, daß sich seit hundert Jahren offensichtlich nichts geändert hat. Der einzige Unterschied scheint zu sein, daß sich statt der k.u.k. Polizei nun eine Art feministisch-christsoziale Einheitsfront zur Rettung gefallener Mädchen gegründet zu haben scheint. Die Symptome verbieten ohne die Ursachen zu kennen, ein seit hunderten von Jahren _sehr_ bewährtes Mittel, haha. Vanozza lacht sich im Himmel zu Tode darüber. (Damit keine Mißverständnisse aufkommen: ich habe „Lilja 4-ever“ gesehen und habe keine Illusionen. Aber ich denke, solchen Verbrechen kann man mit dem Strafrecht beikommen, wenn man es will.)

  25. Generalmusikdirektor
    Wo soll man da anfangen ?
    Ich erkenne bei Ihnen Despina, dass Sie trotz aller Distanz und Abgeklaertheit ebenfalls die Taetigkeit einer Prostituierten als irgendwie minderwertig ansehen. Insofern folgen Sie der Gesellschaft und all ihren Aspekten.
    Ich denke, dass Frauen vor allem Kinder haben wollen. Das ist das zentrale Ziel, welches wohl ein biologisches Programm ist, unveraenderlich seit 1000000 Jahren, arterhaltend. Daran aendert auch keine Gleichberechtigung etwas, keine Kultur, keine Zivilisation, keine Bildung, keine Politik, nichts und niemand.
    Maenner dagegen wollen sich ausleben, um es einmal vornehm zu umschreiben, auf den Putz hauen, ueber die Straenge schlagen.

    Diese 2 ganz unterschiedlichen Ziele fuehren Maennlein und Weiblein zusammen. Die derzeit vorherrschende Kultur verlangt von den Maennern als Gegenleistung fuer das bequeme „Ausleben“, die Frau zu unterhalten und die Kinderaufzucht zu bezahlen. Ausserdem ergibt sich dann nach einer gewissen Zeit eine Gewohnheit, eine Bequemlichkeit, ein gesellschaftlicher Druck, das Leben weiterhin zusammen weiterzugehen. Personen, die hier abweichen, werden mit den unterschiedlichsten strengen Massnahmen bestraft.

    Was meinen die Frauen, wenn sie sagen : dieser oder jener (Mann) betruegt mich ? Meinen sie, er gibt nicht sein ganzes Geld fuer die Frau aus? Er behaelt etwas Geld fuer andere Zwecke ? Oder er laesst andere Frauen geniessen, was eigentlich ihr zusteht ? Oder was ?????
    In der Kirche versprechen sich die Paare Liebe und Treue. Und positiv gesprochen verspricht niemand die Treue ohne Liebe. Das vergisst immer wieder der eine oder andere Mensch.

    Jeder Mensch erfaehrt waehrend seines Aufwachsens, Grosswerdens, Aelterwerdens sehr unterschiedliche Erfahrungen mit dem sexuellen Leben. Die eigene Praxis erwaechst aus den Erfahrungen, die der Mensch macht.
    Im Endeffekt fuehrt das zu einer sexuellen Praxis der menschlichen Kontakte, die vor allem in einer Zweierbeziehung doch sehr routinehaft stehen bleiben, und wie allles im Leben das immer wiederkehrt, sei es die Urlaubsfahrt immer wieder in denselben Ort, oder der Arbeitsplatz mit immer wieder derselben Taetigkeit, fuehrt es zu Langeweile und Frust, sowie zu Verlangen nach Neuem, Unbekanntem.

    Und hier kommt der Beruf der Prostituierenden in die Diskussion. Hier wird ein Angebot gemacht, Neues kennenzulernen.

    Manche Frauen gehen gerne in die Volkshochschule, um Kontakte zu knuepfen und Neues Kennenzulernen. Und kein Thema ist zu abwegig um nicht genuegend interessant zu sein, seine Zeit dort zu verbringen, sein Geld dafuer auszugeben. Andere Leute spielen Mittelalter oder Indianer, oder Lokomativfuehrer, oder oder oder. Oder sie kaufen sich Hunde, Katzen, Schlangen, Krokodile, Papageien, Geben ihr Geld dafuer aus und verbringen viel Zeit mit solchen Dingen. Warum sollte dann der Besuch einer Prostituierenden verachtenswert sein ? Weil die Gefahr besteht, das sich eine Konkurrenz zuer Person der Parterin/Partner ergibt. Ist das die Furcht, die wirtschaftliche Basis zu verlieren ?

    Die Prostituierenden sollten sich ihren Beruf so gestalten, dass er besser in der Gesellschaft anerkannt wird, normaler wird. Warum gibt es kene Schule fuer Prostituierende, in der Sie tiefer in die Materie eindringen koennen, Techniken lernen koennen, internationale Uebersicht bekommen koennen ? Warum gibt es keine Klassifizierung der Prostituierenden, welches Niveau sie erreicht haben, welche Bildung sie genossen haben.

    Es gibt viel zu tun !

  26. Warum ist Sex eine so rare und teure Ware?
    Was mir an Ihrer Art zu schreiben, Despina, gefällt, ist dass sie gut gesetzte Worte für Sachverhalte finden, wo dem „normalen Menschen“ nur ein gedehntes „äääähh“ den Lippen entfleucht während er/sie einen knallroten Kopf bekommt.

    Dass darauf nur eine eher zähe schleppende Diskussion entglimmte, dürfte an ähnlichen Phänomenen liegen – und , donna laura, ich stimme ihrem Widerspruch, dass sexuelle Aktivitäten nie so leicht wie heute sein sollten, nicht ganz zu: Warum sieht man davon so wenig? Wird das alles diskret über smartphone und dating portal zuhause abgewickelt?
    Wenn man an den Fasching in München in den 80ern denkt, die Weissen Feste, die seit den späten 60ern berüchtigt waren, und heute wohl eher als kreuzbiedere Helaubesäufnisse abzuhaken sind, und an so manches mehr, dass in Fitnessstudios die Saunen eher wieder geschlechtsgetrennt funktionieren, jedenfalls junge Frauen fast nur noch aus dem „Osten“ sind, wenn sie sich in die gemischte Sauna verirren, an die stillschweigend geteilte Empörung über Sexschiffe auf dem Bodensee, und…

    Sendungen wie“ Wa(h)re Liebe“ (u.a.)in den 80ern zeigten erotische Phantasie noch als etwas Menschliches, während heute RTL II nur noch Zombieparaden und Pufftests analog Restauranttests vorführt – oder sonstige Darbietungen zum Thema nur von genialischer Geldgier befeuert sind – auch wenn man dort (eUroticTV) die Möglichkeiten eines effizienten Mikrobezahlsystems für Internet/TV Inhalte gut studieren kann.

    Bei allen nur noch heftiges Gähnen verursachenden Seitenthemen ( Zwangs-und Armutsprostitution etc,) „so sind Mensch und Kapitalismus“ – über den Kern ihres Berufs wird überhaupt nicht nachgedacht:

    Warum ist das, was Sie verkaufen, eine so rare und teure Ware?

    Warum gibt es sie fast nur für Männer? Was macht einen „scharf“? Was ist der Wert eines gekauften sexuellen Erlebnis im Vergleich zu einem für Charme geschenkten? ( wenn man da dann an PickupArtists denkt, wird es mit dem Charme höchst zweifelhaft.)

    Wie in anderen Problemfeldern reiten wir uns wund an Nebenaspekten, aber wir kommen in den Diskussionen nur selten an den Kern der Probleme, wenn man die Finanzkrise, den religiösen Fanatismus etc. denkt.

    Warum klappen so viele Paarbeziehungen nicht, oder schleppen sich dahin bis zum Abitur der genialen Kinder oder der Schuldenfreiheit des Reihenhauses?

    „Willst Du normal sein, oder glücklich?“ Dieser provokante nicht unerfolgreiche Buchtitel eines ziemlich durchgeknallten Fast-Psychologen und Mehr-Gurus Robert Betz hat bei allem spinnerten Verlust der Bodenhaftung doch sehr eindrucksvolle Passagen, wenn man seine Grundannahme liest, dass wir nur zwanghaft unsere Kindheitsdramen in der Erwachsenenwelt wiederholen – und was er vom „normalen Mann“ schreibt, der vor lauter erfülltem monetären Leistungsdruck nicht kapiert, warum ihn trotzdem niemand ausstehen kann, und der „normalen Frau“, die sich als Mann eine Mischung aus Dackel, Golden Retriever und Hengst erträumt, kann man mit breiten Grinsen lesen.

    Ein gewisser seelischer Kassensturz wäre wahrscheinlich für viele Menschen ein guter Ansatz, über ihr Leben, und das, was sie wirklich glücklich, entspannt, geil und befriedigt macht, nachzudenken.

    Die Selbstverständlichkeit, mit der Sie amüsant über die Vorteile des Hurendaseins reflektieren, kann da durchaus als anregende Inspiration gelesen werden. Es ist bedauerlich, wenn alles, was unserem Wesenskern wirklich nahe geht, nur peinlich und unaussprechlich ist.

  27. .
    lieber TGA, nun ja, man postuliert etwas, ein anderer mag es nicht recht glauben, man bestätigt daraufhin seine ursprüngliche aussage und änderte damit nichts.

    es ist dies im umfeld empirisch bedingt – reden sie mal mit damen und herren zwischen fünfzehn und fünfunddreissig, also denjenigen, deren schäfchen weder hinsichtlich der karriere noch im privaten noch nicht ganz im trockenen sein dürften.
    die ziele sind, grob fahrlässig verkürzt gesagt, durchaus recht bürgerlich:
    heim, gattin oder gatte, kinder, die letzteren zwei in dieser genannten reihenfolge.

    doch bis dahin muss man sich ein wenig zeit totschlagen, und am meisten spass hat man – bis der oder die richtige kommt – mit den falschen.
    das aber findet durchaus halb verdeckt statt, denn ein wenig möchte man den konflikt mit der grossmutter oder der nachbarschaft meiden, aber dennoch leben. netztexten gehört vielleicht noch dazu, aber das mag wohl doch noch mehr eine domäne des zweiten heiratsmarktes sein.

    geändert haben sich die anforderungen im arbeitsleben und in anderer hinsicht geändert haben sich die ansprüche an den partner – ebenso wie sich die anforderungen an die kinder geändert haben, was man im neuesten artikel des don nachlesen kann:
    nichts kann so gut sein, dass es nicht so etwas besseres gäbe.

    ein echtes dilemma zwischen der wirklichkeit und den hochgezüchteten ansprüchen und günstigst geeignet, die nattern der unzufriedenheit und des eigenen sichgescheitertfühlens zu züchten. doch ich schweife ab.

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