Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Väter mit Heiligenschein

| 45 Lesermeinungen

an affront to the whole history of mankind
Winston Churchill über die Prohibition

Im Königreich Bayern, das jetzt schon fast hundert Jahre nicht mehr existiert, und auch noch einige Zeit später, als die Zeiten noch schlechter als in jener Epoche wurden, die man als „Gute, alte Zeit“ verharmlost, war der Umgang mit den Einnahmen ein wichtiges Kriterium der Klassengesellschaft. Die Oberschicht definierte sich dadurch, dass sie genug Geld hatte und die Frauen nicht arbeiten mussten, sondern sich um das Anwesen und den guten Haushalt kümmerten mit dem, was ihre Männer ihnen dafür gaben. In den weniger begüterten Kreisen arbeiteten Frauen oft nebenher, aber sie achteten auch darauf, dass ihre Männer das Geld ablieferten, auf dass sie es verwalteten. Denn zu gross war die Gefahr, dass die Männer das Geld bei Bier, Kartenspielen und der Bedienung im Gasthaus verjuxten.

vata

Deshalb kassierten die auf ihren guten Ruf bedachten Frauen das, was die Männer mitbrachten, so schnell wie möglich und achteten darauf, dass das Geld dem guten Zweck der Familienzukunft zugeführt wurde. Denn die Verlockungen kannte damals ein jeder und zwar von denen, die den Lohn bezahlten, und deren Einnahmen nicht komplett an die Frauen gingen: Die konnten sich so manches Stamperl, manches Kartenspiel und manche Zigarre leisten, während andere froh um den Schnupftabak und Norgerl im Bierglas sein konnten. Nicht ganz zufällig ist „Noagaltrinker“ in Bayern ein sehr unschönes Schimpfwort für sozial Deklassierte, denen früher nichts anderes übrig blieb, als jene Reste in den eigenen Bierkrug zu füllen, die Vermögende stehen liessen. Schlimmer ist allenfalls noch der „Rossboinsammler“, der sich kein Holz leisten kann, sondern gefundenen Pferdekot verheizen muss – so waren sie, die guten, alten Zeiten.

Dieses Blog jedoch hat den Vorzug, aus jener Zeit nicht die Schreckensgeschichten der Untergebenen erzählen zu müssen, sondern aus dem ganzen Schatz der Erfahrungen der gut Eingesäumten berichten zu können, und weil man bei uns der Frau nur einen Teil gab und den Rest verjuxte, ist es nun vielleicht auch an der Zeit, über das Högnerhäusl zu reden. Dasselbige befindet sich in einem Wald auf den ersten Hügeln hinter der kleinen, dummen Stadt an der Donau, und wie es der Zufall nicht haben wollte, lagen aussen herum die Reviere der Jäger aus der Stadt. Diesen Zeitvertreib musste man sich leisten können, und böse Zungen sagen, dass es vielen gar nicht um die Jagd ging, sondern um das Beisammensitzen oberhalb der Stadt, das Schafkopfen, das fette Essen und was man halt sonst so im Högnerhäusl gemacht hat. Das war immerhin so verwerflich, dass diese Gaststätte in meiner Jugend noch den Ruch des Exzesses hatte, und alte Freunde des Anwesens auf dem Heimweg grössere Umwege fuhren, weil die Polizwitschgerl später die Honoratioren nicht mehr achteten, ihnen gar auflauerten und schon ab der vierten Mass aus dem Verkehr zogen, spätestens nämlich als der Veterinär von Köschi – egal. So war das da oben in den Hügeln, und dass mein eigener Grossvater schulschwänzungstaugliche Entschuldigungen für den Nachwuchs kunstvoll verfertigte, nur damit alle dort die fetten Enten essen konnten – das geht Sie, liebe Leser, ja nun wirklich überhaupt nichts an.

vatb

Wie auch immer, dieses sein gelungenes schriftstellerisches Oeuvre verschimmelt heute sicher in einem Speicher des ehemaligen Instituts für höhere Töchter, und dass ich überzeugter Antialkoholiker die wenigen Sektgläser gut weggesperrt aufbewahre, die nicht bei all den Festlichkeiten mit Gewehrknallerei im Hof zu Bruch gingen, hat nostalgische Gründe. Natürlich will ich nicht den Eindruck vermitteln, dass noch in der Bundesrepublik im Eierlikörschwipps mit dem Drilling zur Gaudi auf den Kamin des nebenan liegenden Stadtpalastes geschossen wurde. Aber es passt halt ganz gut zu einer langsam ausklingenden Epoche, in der nicht alle vor Gericht gleich waren, das Sach noch etwas galt und jeder sehr genau über die Verfehlungen der anderen Angehörigen der Ohdvoläh Bescheid wusste. Und nichts sagte, denn man redete nicht darüber und dass Sie mir auch ja nichts davon erzählen, wenn Sie einmal im Högnerhäusl sind, denn das ist heute ein hochanständiges Haus.

Ich erzähle diese vollkommen ehrlichen Geschichten und verschweige die wirklich schlimmen Details nur, weil diese kleinen Sündhaftigkeiten des Wochenendes der Honoratioren vom Fetzenrausch über die Masskrugschlägerei bin zum Nebennausgehen heute ganz anders heissen und sogar echte Folgen haben: Alkoholismus, gefährliche Körperverletzung und Verpflichtung zur Zahlung von Kindesunterhalt sind schon lange nicht mehr gesellschaftlich akzeptierte Normausrutscher. Sie glauben ja gar nicht, wie hier früher der Obstler konsumiert wurde und wenn ich Ihnen alte Bilder zeigen würde, sähen Sie überall Flaschen vor zünftigen, singenden Leuten – heute würde man das mit Asozialen verbinden. Früher war das vollkommen normal und ein Zeichen guter Gastlichkeit, wenn man spezielle Gläser für Sekt, Schnaps, Rum, Champagner, und so weiter hatte. Das steht heute alles im Schrank am Tegernsee und kündet zusammen mit all den Walzenkrügen von einem eher sorglosen Umgang in früher zeittypischen Mengen. Es ist nicht nur das fette Essen in den alten Kochbüchern der besseren Gattinnen – dazu gehörte eben auch das entsprechende Nachspülen.

vatc

Als Antialkoholiker begrüsse ich die Veränderungen sehr. Auch bin ich Vegetarier und würde nie ein Tier erschiessen. Heutige Väter meines sozialen Umfelds sparen natürlich für das Studium der laktosefrei ernährten Kinder in Oxford. Überhaupt sind das gute Menschen, immer und überall. Sie saufen nicht. Sie trinken das schwere Ale aus Kleinstbrauereien nur zur Unterstüzung derselben gegen die Multis. Der Obstler wird bei uns nicht mehr neidrichdad, sondern nachdenklich verkostet. Das Fleisch auf dem Grill kommt natürlich stets vom Biometzger, lebte als Tier gleich hinter dem Högnerhäusl im Altmühltal, knabberte dort am Wacholder, und das schmeckt man. Wild kommt gern auf den Tisch, es gibt nämlich zu viel davon und so leistet man seinen Beitrag zur Rettung des heimischen Bierregenwaldes. Der SUV für Frau und Kinder sichert deutsche Arbeitsplätze. Das neue Sportgerät muss her, weil es der Gesundheit dient. Und das Wochenende am Gardasee ist nur Benzinverschwendung, solange man die Work-Life-Balance nicht berücksichtigt. Spielsucht kann man dank des Internets verstecken oder als Börsenspekulation sogar legitimieren. Man lässt keine Norgerl mehr stehen, aber sehr wohl die Flasche für den Flaschensammler.

Nur der aussereheliche Sex: Für den gibt es keinerlei moralisch einwandfreie Lösung, die den Sünder in einen altruistischen Heiligen verwandeln würde. Es ist nicht so, dass man es nicht versuchen würde, denn manche geben an, sie würden mit ihren spezielleren Wünschen dergestalt ihre Partner entlasten, die das nicht so schätzen. Das ist zumindest eine nachvollziehbare Erklärung, aber es ist noch sehr weit zu jenem Heiligenschein, den das Ale der Kleinstbrauereien, das deutsche SUV und das Abrichten der Kinder auf eine internationale Karriere so strahlend hell über dem Schädel des gehobenen Jungbürgers erscheinen lassen. Mein privater Eindruck ist ja, dass man sich an die moralische Vorzüglichkeit des eigenen Treibens so gewöhnen kann wie an zehn Halbe am Tag, und damit genauso sicher mit dem Auto fährt. Weil so ein SUV nämlich mit überhöhter Geschwindigkeit auf dem Weg zum Kindergarten ganz anders über einen Radler drübergeht, als früher, als dabei noch der Lack verkratzt wurde.

vatd

Heute war Vatertag, und manche benehmen sich so, wie es früher in der Waldschänke nicht unüblich war, ganz so, als wäre den Protagonisten der Hals übervoll von ihrer Bigotterie. Das muss niemandem gefallen und die Vorstellung, dass sich darin eine Unterdrückung, ein Zwang, eine gesellschaftliche Konditionierung äussert, die für einen Tag abgelegt und vergessen werden kann: Diese Vorstellung ist nicht wirklich schön, ja, es fehlen sogar die schönen Bilder, die das archaische, benzolstinkende Ritual der Mille Miglia produziert, auf der gerade zu sein ich das Vergnügen habe. Es gibt heute nur noch selten Anlass, den Männern sofort das Geld abzunehmen, und wie meine Grossmutter so treffend bemerkte, wissen wir heute gar nicht mehr, was Sparen ist. Dafür haben wir für unser teures Treiben immer vorzügliche Begründungen höchster moralischer Integrität. Bis auf die Sache mit dem Sex – da haben die anderen die moralischen Heiligenscheine. Da bekommen wir dann früher oder später Netzsperren wegen der Kinder, Pornoverbote wegen der Heranwachsenden, Gewaltgesetze für Frau Schwarzer, Schutzräume an den Hochschulen und ein Schutzgesetz für Prostituierte, dessen Schutz aus der gleichen trüben Wortquelle wie Schutzgeld kommt.

Mei.

Wie das unter dem Prinzregenten mit den Saisonbedienungen aus Böhmen und Ungarn war – das erzähle ich vielleicht ein andermal.

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45 Lesermeinungen

  1. jo mei
    s’leben is kurz und wann ned jetzt, wann dann ….

  2. Mille Miglia
    Es ist also wieder soweit. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen. Kommen Sie gut hin, gut durch und heil wieder zurück.
    Gibt es auch Fotos?
    Mit freundlichen Grüßen
    Doris Oltramari

  3. die zeiten ändern sich nicht
    das sieht mann an der moralischen bestrafung des schon leichten alkoholgenusses und erst recht des fleischkonsums heute………….das wurde eben in der sog. modernen gesellschaft und von den aufstrebenden eltern und eliten ersetzt durch ausufernden tablettenkonsum sowohl bei eltern und kind und dann in der regel noch gegen rezept auf kosten der allgemeinheit. die folgen erleben wird dann in der zunahme der neurotiker und gestörten, die wiederum dann die psychiaterpraxen natürlich auf kosten der allgemeinheit bevölkern
    und drückte die herrschaftliche oder grossbürgerliche kutsche den wanderer früher in den graben, so hat don ja recht, das macht heute der deutsche/schwedische SUV, gesteuert von einer meist blondierten frau mit sonnenbrille in einem schon gereiften alter mit keinem augenmass für die dimensionen des schlachtschiffes und schon liegt der fahrrad- oder motorradfahrer blutend im rinnstein und er erkennt nur die rücklichter des der schule und kindergarten zueilenden grossgefährts. leider ist die absicht gescheitert, z.b. zürich zur SUV freien zone zu erklären.
    mann würde das münchen, stuttgart und dem grossraum braunschweig und erst recht ingoldstadt doch so wünschen und düsseldorf erst recht.
    vor kindergärten und schulen wäre dann plötzlich wieder platz, das tägliche schaulaufen oder schaufahren und schaueinparken der mütter entfiele und der nachwuchs würde hoffnungsvollerweise per fuss vom schulcomputer zum heimcomputer unter aufbringung eigener bewegungsenergie laufen müssen. ein programm zur volksgesundheit.

  4. Die Linke als das bürgerliche Über-Ich
    All dieses neue Gedöns gegen Linke –wo kommt das her? In einer Zeit wo die linke tot ist wie nie zuvor? Warum sind in der Zeit von TTIP, BND und 7 Euro Mindestlohn so viele Bürger davon überzeugt, unter einer kommunistischen Diktatur zu leben?
    .
    Ich versuch mal das küchenfreudianisch zu erklären. Die „Linke“ ist das Über-ich des heutigen Wohlstandsbürgers. Mit irgendeiner Partei oder Bewegung hat das nix zu tun, im GRund nicht mal mit Politik. Das Linke ist das Moralische. Und das hat der Bürger anerkannt, und das ist das Neue. Insgeheim, stillschweigend, tief in sich drin. Er hat die linken Weltdeutungen von Ungerechtigkeit und Krieg und Kimawandel im Grunde übernommen, tief in sich drin. Aber links werden kann er trotzdem nicht, ebensowenig sein bürgerliches Leben aufgeben. Das erzeugt in ihm eine Spannung, ein schlechtes Gewissen, ein Unbehagen in der Welt, das macht ihn grantig und am Ende agressiv. Und seine Wut läßt er dann an denen aus, die ihm nach dunkelgedrängter ERinnerung all die schlechten Nachrichten vom Weltzustand überbracht haben.
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    Darum müssen die Linken verbal immerzu geprügelt werden, auch wenn es sie einem real nie begegnen.
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    Und es kommt natürlich davon dass man nicht mehr an Gott glaubt und nicht mal mehr so tut als ob. Keine Chance mehr, kulturell authentisch und theologisch zertifiziert seine Schuld loszuwerden, dann muss halt das Ökosiegel herhalten.
    .
    Neue Gesetze für Neue Pharisäer.

    • nur küchenfreudianisch?
      So küchenfreudianisch ist dieser treffliche Kommentar zum süffigen Artikel des „Antialkoholikers“ Don gar nicht. Der Kommentar erklärt auch die über Jahre bewährte Arbeitsteilung in der FAZ, die manchem Leser wenn nicht ein gutes Gewissen, so doch eine Ausrede ermöglichte. Man las die FAZ nicht wegen ihrer (wirtschafts-)politischen Tendenz, sondern wegen des kritischen Feuilletons. Nein, der Mensch ist nicht rational, er kann aber gut rationalisieren.

    • die Linken?
      Huch? Woher dies? Der Thorha hatte doch noch gar nicht gegen die Linken… geschweige denn der Sylter…

      Aber fein beobachtet, HM555. Wie oft.

    • Titel eingeben
      @HansMeier555, Auch wenn mir ihre Analyse der gegenwärtigen Averison gegenüber dessen, was von bestimmten Kreisen als „links“ definiert wird, gut gefällt: Sind die denn hier wirklich das Ziel der Don’schen Polemik?

      Mir scheint hier wird eher eine Variante des gehobenen, extrem spießigen Mittelstandes, dessen praktizierte Doppelstandards sich durch die Fahrt zum Biomarkt im SUV-Gefährt offenbaren und der sich durch Lustfeindlichkeit und Leistungsbereitschaft bei maximaler Selbstkontrolle (-kasteiung) auszeichet, auf’s Korn genommen.

    • Der kleine Linke, der in einem selber steckt
      Im Text ging es schon auch um die Reichen, die compliance mit genau den Werten heucheln, die in den 80ern von den Wollpullis propagiert wurden. Diese Sorge um Pflanzen und Tiere und Menschen in der dritten WElt.
      .
      Und da ist doch ein Paradox: Die Stützen, die das definitiv nicht nötig hätten, passen sich privat sklavisch an dieselbe Moral an, gegen die sie in ihren Medien immerzu mit Schmähkritik überzogen sehen wollen.
      .
      Der Fleischhauer lebt seit 10 Jahren davon und die Masche läuft so gut, dass der Hank da jetzt hier neben an auch noch ein Blog eingerichtet hat.
      Hauptanliegen: Mit großem Aufwand beweisen, dass „links“ und „gut“ nicht dasselbe ist.
      .
      Wobei man „links“ auch über den ideologischen Graben hinweg immer noch als Ehrentitel betrachtet. Links ist auch für die heutigen Rechten (pardon, die neubürgerliche Mitte) „das Gute“ und darum müssen sie mit so viel Nachdruck und Ausdauer beweisen, dass sie selber „eigentlich“ die „wahren Linken“ sind, die anderen aber nur die „selbsternannten“
      .
      Diese Mischung aus moralischem Komplex und gleichzeitigem Ressentiment zwingt wohl jeden zum Fremdschämen.
      .
      Manchmal wünsche ich mir den Franz Josef Strauss zurück.

    • Beleg für eine steile These: Fleischhauer, Hank (fehlt nur Martenstein + Mattussek)
      Oder ungefähr 0,01% der täglich geschriebenen Texte oder 0,1% der täglich geschiebenen Kommentare in deutschen Leitmedien. Mit exakt denselben Autoren beweisen die Gendertröten übrigens die ungebrochene Macht des weissen, männlichen und heterosexuellen Patriarchats. Äh – ja …

      In einem hat hm555 allerdings absolut Recht – die mit Weinerlichkeit gekoppelte Feigheit der deutschen „Rechten“. Ich hab noch nie verstanden, warum man die mit unverstandenen Theoriebröckchen angereicherte Mischung aus Realitätsverweigerung, Paradieswunschdenken und privater Doppelmoral der grossen Mehrheit der Linken als „das Gute“ betrachten konnte.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  5. Sparen...
    …ist derzeit ja auch recht schwierig. Zumindest mit dem guten alten Sparbuch und den meisten Anlageformen wird es derzeit ja nicht mehr wenn man es anlegt.

    • Anlagetipp
      Investieren Sie in Whisky. Dort bekommen Sie 42% und mehr für Ihr Geld.

  6. Sie haben das falsche soziale Umfeld, lieber Don!
    Zweimal im Jahr komme ich extra aus Indien nach
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sehlde (man beachte die Weihestätte der deutschen Jägerschaft)
    und
    http://de.wikipedia.org/wiki/Leogang
    zum Jagen.
    Beim Schüsseltreiben wird nur unwesentlich weniger als vor 25 Jahren getrunken. Nur mit der 3. Sache klappt es eher nicht. Aber wozu auch.
    In Niedersachsen pflege ich dann auch gern meinen, anderen Deutschen weitgehend unbekannten Dialekt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ostfälisch
    ‚You can’t be a real country unless you have a beer and an airline. It helps if you have some kind of a football team, or some nuclear weapons, but at the very least you need a beer.‘
    – Frank Zappa –

  7. ... wie es früher in der Waldschänke nicht unüblich war ...
    You work and work
    For years and years
    You’re always on the go
    You work and work
    For years and years
    You’re always on the go
    You never take the minute off
    Too busy making dough*
    Someday you’ll say
    You’ll have your fun
    When you’re a millionaire
    Imagine all the fun you’ll have
    In your ‚ol rocking chair

    Enjoy yourself, it’s later than you think
    Enjoy yourself, while you’re still in the pink
    The years go by, as quickly as a wink
    Enjoy yourself, enjoy yourself, it’s later than you think …

    Von Louis Prima: https://www.youtube.com/watch?v=n7VT2EHa0b4
    Jugendfrei Doris Day: https://www.youtube.com/watch?v=IdMWHB6Kz3A

    * Dough: wörtlich Teig, umgangssprachlich: Knete, Zaster

  8. Schizo
    Den SUV verbieten, aber bei der Mille Miglia mitknattern, sexistischer gehts wohl nicht. Der Vorschlag stinkt mehr als der Auspuff eines italischen Rasermatis. Lassen wir uns von kinderlosen Antialkoholikern mit Rindfleischallergie weiterhin die Welt erklären. Wenn sie auch hundert Jahre alt werden, sie werden mit Sicherheit aussterben. veni, vici, vanished.

  9. Titel eingeben
    Ein Ottomotor ist „sexistisch“?
    Laut: ja.
    Stinkt: ja (je nachdem).
    Angeberfetisch: ja.
    Teuer und überflüssig: ja.

    Aber „sexistisch“?

    • Eigentlich auch
      Rassistisch und faschistoid, sexistisch natürlich wegen der Kolben…

      Außerdem sah ich in Verona am Do die Meute vorbeiknattern, die Italiener oberflächlich und beigeistert (bellissima), weil sie das Nicht dekonstruiert haben, obwohl die EU den Afrikanern den Fisch wegfischt und die Menschen verzweifelt sind, stattdessen aber dumpfe Parolen usw.

    • "nein ... aber..."
      333: „Ich meinte nicht, …“

      Ja mei, warum tippen’s dann in die Tastatur?
      Zumal ihnen das „persönlich egal“ ist?

    • italiener und die eu
      warum sind italiener gleich oberflächlich, dieses vorurteil wird wohl kräftig gepflegt, ist aber deshalb nicht richtiger…ich vermute, weil dieses volk noch nicht den kanon der politischen correctness singt und noch mensch bleiben will………und die EU fischt den afrikanern den fisch weg ?
      haben sie schon mal vor senegal die chinesischen grossfischerflotten gesehen ?
      manchmal hilft der lokalaugenschein, sowohl in italien als auch in afrika, allgemein hilft empirie gegen ideologie

  10. Knattern
    Ich würde ja gerne den Jokus mit dem alten und dem jungen Kater zum Besten geben, aber leider leider müssen wir den auf ‚entre nous‘ im Herrenzimmer verschieben.
    Ich hoffe wenigstens, der unserer Kunstfigur nicht unähnliche Verfasser der trefflichen Beiträge muss wenigstens dieses Vergnügens nicht entbehren.

  11. "Veni creator Spiritus"

    „Nur der aussereheliche Sex: Für den gibt es keinerlei moralisch einwandfreie Lösung, die den Sünder in einen altruistischen Heiligen verwandeln würde.“

    Na ja,

    man sollte diesen Themenbereich nicht so überbewerten und Sex nicht mit Liebe verwechseln. Das war nie vorgesehen. Die Bayern, überwiegend katholisch und nicht dumm, lesen vor der Eheschließung schließlich die Vertragsbedingungen. Und im Codex Iuris Canonici von 1917 -Can. 1013 § 1 CIC/1917) ist eindeutig zu lesen:

    „Erstrangiger Zweck der Ehe ist die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft; zweitrangiger die gegenseitige Hilfe und die Heilung des Begehrens.“

    Ansonsten käme hier die Deutsche Sporthilfe ins Spiel, denn wie S.Freud schon sagte:“Die moderne Kulturerziehung bedient sich bekanntlich des Sports im großen Umfang, um die Jugend von der Sexualbetätigung abzulenken; richtiger wäre es zu sagen, sie ersetzt ihr den Sexualgenuß durch die Bewegungslust und drängt die Sexualbetätigung auf eine ihrer autoerotischen Komponenten zurück.“ (Sigmund Freud Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie -1905 )

    Haben Sie sich noch nie gefragt, weshalb gerade so viele bayerische und italienische Männer ständig auf ihren Fahrrädern zu sehen sind ?

    Aber der latent promiske Mann kann doch nicht ständig mit dem Fahrrad unterwegs sein oder auf den Fußballplatz, oder in die Natur gehen. Der Mann ist in seinem Trieb selbst Natur und, wenn er noch mit der Familie in die Natur gehen muß, deren Erhabenheit anpreisend, offenbart er doch nur die Mängel seiner eigenen Naturhaftigkeit.

    Aber jetzt kommt Pfingsten, da bekommen die Väter zwar keinen Heiligenschein, wie in der Überschrift des Artikels angesprochen. Doch der Heilige Geist bringt auch den Vätern die sieben besonderen Begabungen: „Die Weisheit, den Verstand, den Rat, die Stärke, die Erkenntnis (Wissenschaft), die Frömmigkeit und die Gottesfurcht.“

    Und wer es musikalisch haben möchte sollte Gustav Mahlers Symphony No 8 hören, in welcher G.Mahler Bezug nimmt auf das Pfingstthema: “Veni creator Spiritus“ und die Schlussszene des „Faust II“, in der Goethe auf die Liebes Mystik der katholischen Heiligen und die ekstatische „Gottes Lust“ bezieht.

    Mit freundlichem Gruß

    B.Klingenberger

    • sigmund und mahler
      nun, vielleicht musste sigmund seine eigene unsportlichkeit rationalisieren, tiger woods hat er wohl noch nicht gekannt oder die eskapaden von ribery und seinen französischen freunden oder was gar dieser rooney alles macht, selbst das alturgestein ryan joseph giggs hatte wohl trotz hohem alter und sportlicher mechanischer abfuhr in der champions league immer noch genug energie es dem rooney gleichzutun. so schreitet die libido ungehemmt durch sport voran.
      also, hier hat siggi sicher fest verankert in seinem eher bürgerlichen mikrokosmos eine heute fest falsifizierte theorie produziert.
      sein landsmann mahler, eher nur schwimmer wenns um sport geht, hat diese herrliche lebensfrohe musik geschaffen, danke für diesen hinweis auf die no. acht.

    • Sigmunds Unsportlichkeit rationalisieren ?
      Hochverehrte (r) djangohatnemonatskarte,

      das Thema ist hochaktuell !

      Ich möchte hier nur auf die Untersuchung „Spiel“ von Prof.Dr.Gerd E.Schäfer, Uni Köln 2006 verweisen, der
      auf Siegmund Freud zu dem von mir genannten Zitat erneut Bezug nimmt.

      Mit freundlichem Gruß

      B.Klingenberger

  12. Im Suff mit dem SUV übern Radler kroaxn.
    Ja mei, diesmohl stimm i ahlwei zua. Firti.

  13. So weit so gut, aber was sagt uns das letzten Endes?
    zuerst eine kleine Anekdote zum Thema Churchill: Lady Astor zu eben jenem: „If you were my husband, I’d poison your coffee!“ Churchill: „And if you were my wife, I’d drink it!“ Frauenfeindlich? Mag sein. Aber originell. Nun zum eigentlichen Thema: Väter mit Heiligenschein und der Lizenz zum SUV-Scheuchen? Etwas halbgar vielleicht. Besser: wildgewordener Single mit Kunstfluglizenz-etwas Gentleman und etwas Proll (statt des nagelneuen Cayenne tut’s auch ein gebrauchter SLK mit etwas Patina aber viel Charme). Statt Vater ein überzeugter Eheringverweigerer mit der Lizenz zu promiskuitivem S*x (das Wort darf man in unserer ach so modernen Welt, über 40 Jahre nach der s*xuellen Rvolution nicht mehr aussprechen-es könnte Minderheiten und Kampfemanzen stören), aber nur wenn eine Stewardess (oder ein weibliches Wesen, das sich optisch als solche qualifizieren würde-denn: das Design bestimmt das Bewusstsein) grade in greifbarer Nähe ist.

    Ach was, alles nur Spaß. Wir backen weiter kleine Brötchen, verzichten auf ein Leben in der Überholspur, frönen dem großen, mächtigen Götzen der falschen Bescheidenheit, lassen uns von anderen, die nur unser Bestes wollen zum Altruismus erziehen, leben weiter den alten Trott. Oder?

  14. verpasst
    …jetzt verpasse ich schon wieder die Mille Miglia! Eines Tages, wenn ich 72+ bin, möge Gott mir zugestehn, dass ich Zeit habe, mir in Rome die Ankunft der Veteranen mit stinkendem Auspuff anzusehen!!!!

  15. Komm, geh schöner schei§§§en...
    Bigotterie? Man kommt ja gar nicht herum, ohne sich selbst sofort als die erste Umweltverschmutzung zu kompostierbar zu entsorgen, und den lieben Mädchen und Würmchen ein leckeres Fresschen anzurichten…

    Dieses bayrische Mia san mia, gepaart mit einem „Leben und leben lassen“ verschwindet so allmählich im amoklaufenden Finanzmoloch, der einfach gar nicht die Absicht hat, jemanden als aufrechte, authentische Person übrig zu lassen – sondern ganz gezielt eine sich selbst mit Kunst, Yachten, Schosshündchen und Flügeltürern geistig lahmlegende Hyperklasse schaffen möchte, für die der Rest der Menschheit einfach arme Wichte sind zum drauf runter spucken.

    Jetzt wird uns langsam der Verzicht auf Bargeld von einem Herrn Bofinger schöngeredet, dann gibt es nämlich keine Schwarzarbeit, Drogen, Prostitution und Steuerhinterziehung, und keinen Gold- und Silberbesitz, dafür Schmuckkarten, Wert-Vermögensdateien…

    Man hat ja schon mal mit Zigaretten gezahlt, oder Porzellan-Miezen getradet, wo es eigenlich um andere Muschikätzchen ging – das Verbrechen wird sich immer eine Bahn brechen, und die Korruption kann man auch durch Leihgaben und andere Wohltaten im Namen anonymer Besitzer oder juristischer Personen austeilen.

    Den Augiasstall verschachtelter Holding- und Fondstrukturen ausmisten, damit Gewinne wieder besteuerbar bei den einzelnen lebend nutzniessend Personen am Wohnort anfallen, und dafür die Steuersätze allgemein absenken, wäre doch ein viel weniger drastischer Eingriff, als die totale Überwachbarkeit unserer Kaufhandlungen. Aber kein Bargeld hätte den wunderbaren Nebeneffekt, einzig allein durch hemmungsloses Verprassen aberwitzig hoch angesetzten Negativzinsen und skurilen Bankkontoverwaltungsgebühren zu entzkommen, und eine Währungsreform wäre ein paar Stunden Programmierarbeit.

    Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein wirklich cleverer Hacker die Früchte unseres Ärmelaufkrempelns und Schwitzens rückstandsfrei nach Mexiko oder Nordkorea transferiert hätte.

    So wie selbst Herr Draghi langsam Bauchschmerzen beim sich quantitativ Erleichtern bekommt, das halbe Mittelmeer voller toter Neger und Syrer vor sich hin dümpelt (könnten sie nicht Kinder hüten, Demenzhintern wischen oder Fenster in Dreizimmerwohnungen putzen, oder Rasen mähen??), fürchte ich, kommt das dicke Ende noch.

    Aber wir alle haben es hier so oft wortwitzig beklagt – ein politischer Befreiungsschlag, der eine praktikable Alternative zu den aberwitzigen Zuständen, an die wir uns so gut gewöhnt haben, bieten würde – ist so wenig in Sicht wie eine Einigung über Flüchtlingsquoten.

    Und im Ernst: was sollten 10 Mio Afrikaner in Europa ehrlich und rentensichernd arbeiten?

    Da muss man uns doch Angst machen vor durchgeknallten Extremisten – aber je irrer die Normalität wird, desto normaler wird es sein, Irre zu werden.
    Loretta Napoleonis Buch zum Islamischen Staat ist ein ziemlich laut loderndes Menetekel, eines solchen anderen „Befreiungsschlags“, den wir uns wirklich nicht wünschen können.
    Sieht dann wohl eher nach chinesischen Verhältnissen aus. Klappe halten und sich mit Chandran Nair über die schöne saubere Schei§§schüssel freuen.

    • Titel eingeben
      @ The Great Artiste: Super, bene !
      Das aufrechte Unikat war schon immer Folklore in Bayern. Lodenzwang und Filserhüte, der Nockherberg-Starkbieranstich, überambitionierte Jungmatronen im Dirndl – das Alles hält den Vergleich mit barbarischen Eingriffen im Altmühltal, zum Kotzen hässlichen sogenannten Metropolregionen und der beinharten Kultur nicht nur zwischen Parteifreunden (und -feinden) innerhalb der Staatspartei problemlos aus.
      Da fühlt sich sogar die Hochfinanz wohl. „Leben und Leben lassen“ weicht inzwischen dem „to live and let die“; letzteres als Gruß für Diejenigen, die bei Drei noch nicht ihr Schäfchen ins Trockene gebracht haben.
      Am Tegernsee werden dann die durch diesen permanenten Dauerstress geschurigelten Gefässchen und die Geldbeutelchen gereinigt, hängende Augenlider und schlaffe Bäckchen herauf gezogen, damit es alleweil noch für ein schönes Bilderl in der „Tunte“ oder der „Lala“ reicht.
      Wohl dem, der seine §§-Schüssel nicht mit derartigen Leuten teilen muß.

  16. Titel eingeben
    Werte Frau Doktor. Wegen der Abgase brauchen Sie nicht so weit zu fahren. Begleiten Sie einfach den Jahresausflug der FTF- Restaurateure. V12-Zweitakter Detroit-Diesel der 70er Jahre. Und der Ruß kommt in Eurocent-Größe geflogen. Gehörschutz ist angebracht. Das Video zur Rundfahrt im April finden Sie auf ftftrucks.com.

  17. Da weiß man, was man hat
    Sehr geehrter Don,

    da weiß man wieder, warum man so von Ihrer Kolumne schwärmt. Danke vielmals! Und viel Vergnügen in Italien!

    Viele freundliche Grüße

    azur

  18. Unabwendbar ist
    @The Great Artiste

    das Ende des Bargeldes. Den die erste Bank im ach so fortschrittlichen Schweden ( Swedbank) , das ist dieses Gebilde mit der „erste feministischen Regierung weltweit“ ( Eingenaussage des Herrn Staatsministers ) hantiert schon seit 2 Jahren keinerlei Bargeld mehr. Keine Devisen, keine Bareinzahlungen, nix mehr.

    Man wird doch wohl noch den Bürger überwachen dürfen, wenn man schon Assange nicht kriegt…

  19. Permaneder
    Vielleicht lag Th. Mann mit seinem exemplarisch gemeinten Porträt des altbairischen G’wappelten doch nicht so ganz daneben.

  20. Bedürfnis nach Gewissensbefriedigung
    @HansMeier555, Doppelmoral, Heuchelei und Widersprüchlichkeit sind schon immer des Bürgers alltäglich Brot gewesen. Liest deren Blogs denn wirklich jemand? Ich würde das gar nicht kennen, hätten Sie nicht davon hier gesprochen. In ein paar Jahren hat sich auch das erledigt, dann gibt es eine neue Riege Chefideologen für altbackene Langweiler.

    Glaube außerdem nicht, dass dann die eigenwilligen Gestalten, denen der Don, mit Verlaub, in letzter Zeit doch etwas zu viel Zeit gewidmet zu haben scheint (wobei ich mich hier nicht aus dem Fenster lehnen will, da ich die Umstände ja nicht kenne) diese Plätze einnehmen und was von Radikalgendering erzählen. Das scheint mir alles mehr so etwas zu sein, wie die K-Gruppen, das ist unter einer bestimmten Art von Leuten eine zeitlang das Highlight. Was die Mehrheit für sich selbst in ihren Alltag integrieren will, das nimmt sie sich und der Rest verschwindet irgendwann in der Bedeutungslosigkeit.

  21. Titel eingeben
    Keine bürgerliche Lebenslüge kann platzen, ohne dass daran „die Linke“ schuld ist.
    Wie das? Na ganz einfach: Weil sie, die Linke, das Platzen der Illusion nicht verhindert hat!
    .
    Und jetzt sagen Sie mir mal, warum jemand, der so argumentiert, nicht in Behandlung gehört.

    • Titel eingeben
      Ich muss mich bei Ihnen entschuldigen, ich hatte die ganze Sache unterschätzt. Nachdem ich aber nun lesen muss, dass sich ein „renommierter“ Berliner Politikwissenschaftsprofessor gegen ein harmloses Studentenblog nicht anders als mit kruden Nazivergleichen zu wehren weiß und die Kommentarleisten voll sind von braven Zeitungslesern, die das „Klima der Einschüchterung“ beklagen (ein Studentenblog! Das kann doch alles nicht wahr sein!), kann ich nicht umhin Ihnen recht zu geben: Da kommt was tief Verdrängtes immer dann zum Vorschein, wenn Linke die Moral bemühen, wo man die Sache doch „nüchtern betrachten müsse“. Das kann man dann nicht einfach ignorieren, nein, man muss den Verunsicherern „SA-Methoden“ unterstellen.

      Der Mangel an Souveränität, der hier durchscheint, lässt wirklich nichts gutes ahnen.

  22. Was ist falsch daran ...
    „wenn man spezielle Gläser für Sekt,
    (Schnaps, Rum,) nee, Don, isch sach nur Wiskey
    Champagner, und so weiter hatte.
    Und was ist mit Rotwein, Weißwein, Wasser,
    Sherry, Portwein
    Bier, ein weites Feld
    Alt oder Kölsch und dann die Weizen und Humpen,
    und die ganzen Markengläser,
    die heute in der APP-Generation schon fast Pflicht sind.
    Jägermeister.
    .

    .
    Gibt es eigentlich ein gesellschaftlich anerkanntes
    oder vorgeschriebenes Glas
    für Milch?

  23. Flaschbier?
    In Dusseldorf
    war es einige Zeit
    in
    aus der Flasche zu trinken.
    .
    Jede tät et
    mit de sinne.

  24. Wer am lautesten schreit, hat selten recht
    @F : das mit den FTFs kannte ich noch nicht – in Zeiten der Schwerverkehrsabgaben ist der „Hobby-LKW“ ein extrem spleeniges Luxushobby geworden… Vorbei die Zeit der schön umgebauten Setras und Bundeswehr-Büssings, in denen ein sehr eigenes Völkchen durch Europa fuhr, weil sie die Schnauze voll hatten vom Ärmelaufkrempeln-Händespucken-Bruttosozialprodukt-schaffen.
    Heute sägt man Zahnbürsten ab, um mit seinem PVC-Zeppelin nicht über die 3,5t Grenze zu kommen. Nehme ich einen Motorroller mit oder können wir doch ein zweites Kind bekommen? Da ist man dann auch gleich wegen Fahren ohne Führerschein dran, wenn Waldi, der Bernhardiner zu fett geworden sein sollte.

    In Österreich sollen 100 km mit einem 4,5 Tonner 20 Euro kosten! Da ist geräuschlos ein ganzer Fluchtweg aus dem Rattenrennen abgeschafft worden.

    @Dergegenden Windheult, Poellner, Kohl: Bei allem Zynismus bleibt es wichtig, über praktikable Wege aus dem veganen Nudelhipster-Mediendesaster (siehe Heute+) nachzudenken.

    Bargeld, Erbschaftssteuer, Gerechtigkeitsdebatte, Streiks um mehr als nur um Lohnerhöhung – alles, was wir gewohnt sind, ist durch unser Finanzsystem ins Rutschen gekommen.
    Stimmt – ein junger Zahnarzt kann sich seltenst gleich eine Praxis, eine Wohnung in Harlaching und einen Porsche kaufen, wenn er nicht Quandt oder Oetker heisst.
    Aber die wirklichen Vermögen stecken in KMU-Betrieben – DARUM ist das Aufkommen an Erbschaftssteuer so gering. Natürlich könnten wir die alle zur Solidarität mit den Haartzern ( nicht mit den Syrienflüchtlingen oder erst den Zentralafrikanern) einladen, dann könnten Hedgefonds Know-how und Produktionsmittel aufkaufen und in noch kostengünstigerer Freisklaven-Arbeit outsourcen.
    Die Mittel können wir dann wunderbar in Infrastrukturverbesserungen investieren, samt Spendengeldern an die Politik, ich könnte mir vorstellen, dass im Frankfurt-Airport auch bald eine umfangreiche sicherheitsrelevante Erneuerung der Brandschutzanlagen fällig ist, die leider nur durch Neubau der Terminals wirklich nach neuen IT-Standards konzipiert werden kann. Da fallen dann die 25 Krötentunnel unter den Starbahnen nicht mehr ins Gewicht, mit denen wir die Zustimmung der Grünen erreichen können.

    Das üble an der modernen Komplexität ist oft, dass auch Sachverständige oft nur eine Kirchturmsperspektive einnehmen können. Vor lauter Anspruch die Welt „fehlerfrei“ zu machen, verlieren wir den Blick für das Wesentliche.

    Bei aller Erbschafts-Neid Debatte – warum denken wir nicht über eine Neuordnung der juristischen Besitzrechte nach?
    Ich sehe einen wirklichen Unterschied zwischen einer Firma, die verantwortlich von „Eigentümern“ geführt wird und einer frei gemanagden Holding. Die Traditionsfirma hat ein Ziel: weiterexistieren. Die Holding will eher wachsen und sich voranfressen.
    Übergänge sind ab einer bestimmten Grösse fliessend, siehe VW und BMW – Bentley und RollsRoyce als deutsche Luxusmarken ist ein Treppenwitz der Geschichte.

    Aber WARUM hat England seine phantastische Autoindustrie so grandios versenkt? Wenn der MINI jahrzehntelang eine Defizitgeschäft war…

    Wir denken viel zu wenig über Unternehmenskultur, gesellschaftliche Werte und das nach, was ein gelungenes Leben ausmacht.

    Notfalls heiratet man halt ein fünftes Mal…

    Da ist das ganze Gendertröten ein willkommener Nebenkriegsschauplatz wie die Krötenttunnel, der uns davon abhält, uns auch mal an die eigene Nase zu fassen, wo wir die eigenen Leichen im Keller haben.

    WENN wir nachdenken, können wir aber auch entdecken, was wir richtig gemacht haben, wenn es uns z.B. gelungen ist, das wir unsere/n Lebenspartner/in immer noch genauso lieben (eher noch mehr, weil er/sie so einzigartig wie die Kinder georden sind) wie vor vielen Jahren, bei allen unvermeidlichen Krächen zwischen zwei verschiedenen Menschen, und unsere Kinder auch noch gerne mit uns eine Flasche Rotwein trinken, und über ihre Pläne reden – weil wir nicht von vornherein sie zu Mini-Me-Klonen unserer eigenen Grossartigkeit dressieren wollen.

    Kinder als Hobby und Denkmäler ihrer Eltern ist eine der grössten Katastrophen der „freien“ Gesellschaft. Man will gar nicht zuhören, man will nur befehlen – als würde man noch immer Deutsche Bank Aktien gegen Münchner Einfamilienhäuser weitgehend verlustfrei tauschen können.

    Das grösste Elend ist, dass die Kriege des 21. Jahrhunderts mit den Taktiken des 20. geführt werden – das gilt auch für die Wirtschaft – das man unfähig ist, strukturelle veränderungen zu erkennen.

    Wenn man in Vegan-Lifestyle-Circles auch über die Abschaffung der Fronarbeit von Lasttieren nachdenkt, dann sollte man das Jain-Prinzip von Mundschutz und Besen vor den eigenen Füssen endlich anerkennen – ja haben denn kleine Fliegelchen und Käferli keine Rechte, blos weil sie kein Rückgrat besitzen??

    Ich will endlich lieb sein zu meinem Spulwurm.

  25. Wer am lautesten schreit, hat selten recht
    Entschuldigung-ich habe meinen Namen einzutragen vergessen, ich hoffe, es kommt jetzt nicht zweimal!

    @F : das mit den FTFs kannte ich noch nicht – in Zeiten der Schwerverkehrsabgaben ist der „Hobby-LKW“ ein extrem spleeniges Luxushobby geworden… Vorbei die Zeit der schön umgebauten Setras und Bundeswehr-Büssings, in denen ein sehr eigenes Völkchen durch Europa fuhr, weil sie die Schnauze voll hatten vom Ärmelaufkrempeln-Händespucken-Bruttosozialprodukt-schaffen.
    Heute sägt man Zahnbürsten ab, um mit seinem PVC-Zeppelin nicht über die 3,5t Grenze zu kommen. Nehme ich einen Motorroller mit oder können wir doch ein zweites Kind bekommen? Da ist man dann auch gleich wegen Fahren ohne Führerschein dran, wenn Waldi, der Bernhardiner zu fett geworden sein sollte.

    In Österreich sollen 100 km mit einem 4,5 Tonner 20 Euro kosten! Da ist geräuschlos ein ganzer Fluchtweg aus dem Rattenrennen abgeschafft worden.

    @Dergegenden Windheult, Poellner, Kohl: Bei allem Zynismus bleibt es wichtig, über praktikable Wege aus dem veganen Nudelhipster-Mediendesaster (siehe Heute+) nachzudenken.

    Bargeld, Erbschaftssteuer, Gerechtigkeitsdebatte, Streiks um mehr als nur um Lohnerhöhung – alles, was wir gewohnt sind, ist durch unser Finanzsystem ins Rutschen gekommen.
    Stimmt – ein junger Zahnarzt kann sich seltenst gleich eine Praxis, eine Wohnung in Harlaching und einen Porsche kaufen, wenn er nicht Quandt oder Oetker heisst.
    Aber die wirklichen Vermögen stecken in KMU-Betrieben – DARUM ist das Aufkommen an Erbschaftssteuer so gering. Natürlich könnten wir die alle zur Solidarität mit den Haartzern ( nicht mit den Syrienflüchtlingen oder erst den Zentralafrikanern) einladen, dann könnten Hedgefonds Know-how und Produktionsmittel aufkaufen und in noch kostengünstigerer Freisklaven-Arbeit outsourcen.
    Die Mittel können wir dann wunderbar in Infrastrukturverbesserungen investieren, samt Spendengeldern an die Politik, ich könnte mir vorstellen, dass im Frankfurt-Airport auch bald eine umfangreiche sicherheitsrelevante Erneuerung der Brandschutzanlagen fällig ist, die leider nur durch Neubau der Terminals wirklich nach neuen IT-Standards konzipiert werden kann. Da fallen dann die 25 Krötentunnel unter den Starbahnen nicht mehr ins Gewicht, mit denen wir die Zustimmung der Grünen erreichen können.

    Das üble an der modernen Komplexität ist oft, dass auch Sachverständige oft nur eine Kirchturmsperspektive einnehmen können. Vor lauter Anspruch die Welt „fehlerfrei“ zu machen, verlieren wir den Blick für das Wesentliche.

    Bei aller Erbschafts-Neid Debatte – warum denken wir nicht über eine Neuordnung der juristischen Besitzrechte nach?
    Ich sehe einen wirklichen Unterschied zwischen einer Firma, die verantwortlich von „Eigentümern“ geführt wird und einer frei gemanagden Holding. Die Traditionsfirma hat ein Ziel: weiterexistieren. Die Holding will eher wachsen und sich voranfressen.
    Übergänge sind ab einer bestimmten Grösse fliessend, siehe VW und BMW – Bentley und RollsRoyce als deutsche Luxusmarken ist ein Treppenwitz der Geschichte.

    Aber WARUM hat England seine phantastische Autoindustrie so grandios versenkt? Wenn der MINI jahrzehntelang eine Defizitgeschäft war…

    Wir denken viel zu wenig über Unternehmenskultur, gesellschaftliche Werte und das nach, was ein gelungenes Leben ausmacht.

    Notfalls heiratet man halt ein fünftes Mal…

    Da ist das ganze Gendertröten ein willkommener Nebenkriegsschauplatz wie die Krötenttunnel, der uns davon abhält, uns auch mal an die eigene Nase zu fassen, wo wir die eigenen Leichen im Keller haben.

    WENN wir nachdenken, können wir aber auch entdecken, was wir richtig gemacht haben, wenn es uns z.B. gelungen ist, das wir unsere/n Lebenspartner/in immer noch genauso lieben (eher noch mehr, weil er/sie so einzigartig wie die Kinder georden sind) wie vor vielen Jahren, bei allen unvermeidlichen Krächen zwischen zwei verschiedenen Menschen, und unsere Kinder auch noch gerne mit uns eine Flasche Rotwein trinken, und über ihre Pläne reden – weil wir nicht von vornherein sie zu Mini-Me-Klonen unserer eigenen Grossartigkeit dressieren wollen.

    Kinder als Hobby und Denkmäler ihrer Eltern ist eine der grössten Katastrophen der „freien“ Gesellschaft. Man will gar nicht zuhören, man will nur befehlen – als würde man noch immer Deutsche Bank Aktien gegen Münchner Einfamilienhäuser weitgehend verlustfrei tauschen können.

    Das grösste Elend ist, dass die Kriege des 21. Jahrhunderts mit den Taktiken des 20. geführt werden – das gilt auch für die Wirtschaft – das man unfähig ist, strukturelle veränderungen zu erkennen.

    Wenn man in Vegan-Lifestyle-Circles auch über die Abschaffung der Fronarbeit von Lasttieren nachdenkt, dann sollte man das Jain-Prinzip von Mundschutz und Besen vor den eigenen Füssen endlich anerkennen – ja haben denn kleine Fliegelchen und Käferli keine Rechte, blos weil sie kein Rückgrat besitzen??

    Ich will endlich lieb sein zu meinem Spulwurm.

  26. Bilder und Texte
    Mei, die Doppelmoral, welche hättens denn sonst gerne?
    Und außerdem gucke ich lieber Bilder von der mille miglia. Selbst der vom Don als „ökologischer Tritt in den Bauch“ apostrophierte Bentley Blower relativiert sich, der Besitzer wird im Jahr damit weniger km, Verzeihung Meilen, fahren als ein deutscher Vertreter. Weil er aber nicht auf Firmenkosten alle 2 Jahre einen neuen Wagen aus dem Flottenmanagement bekommt, ist der Energieaufwand fürs Blech vor 81 Jahren spätestens akut gewesen. Wenn man überlegt wie viele Vertreter – Kombis obere Mittelklasse in derselben Zeit produziert worden sind …. und keiner hat die Anmutung eines William Owen.
    Gute Zeit da unten, Don!
    Und den Ferrari mit der Delle tät ich auch nehmen, haben Sie eine Ahnung wie wenig Exemplare dieser raren (wenn ich mich recht erinnere Scaglietti) Karosssen Enzo hat produzieren lassen?

  27. Vatertagsausgleich oder neue Babysprache für Investmentbanker?
    DER BÖRSENKOMMENTAR in der Online – FAZ vom 19.05:
    .
    >>>Am Devisenmarkt wertet der daraufhin ab Euro ab, die Anleiherenditen sinken – doch der Dax steigt.<<<
    .
    Da war wohl Vatertagsausgleich und der Redakteur musste nach Hause – ist auch gut so. Mein Vorschlag für morgen wäre:
    .
    Der Rest vom Devisenmarkt wertet ab ab, die Anleiherenditen und -kurse sinken schnell steigend mit dem Euro auf auf auf und der Dax dann ab ab ab.

  28. So interessante Kommentare
    aber – ehrlich, so ohne ’nen Äpp das geht garnicht!

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