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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Schockierende Bilder aus Seehofers Abschiebelager

| 71 Lesermeinungen

Über die Donau zieht man nicht
Alte Familienweisheit

Das Donaumoss bei Ingolstadt war lange Zeit ein unbewohnbarer Sumpf. Ende des 18. Jahrhunderts entsorgte Bayern hier seine Armen, seine Randgruppen und seine kriminellen Elemente: In neu gegründeten Orten mussten sie Gräben ziehen, Bäume roden und versuchen, dem Boden etwas abzugewinnen. Das Donaumoos wurde das Armenhaus Bayerns, eine Region der Verdammten, Abgeschobenen und Unerwünschten, die hier hungerten und erkrankten. Und trotz dieser unseligen Tradition soll hier erneut weggebracht, ausgegrenzt und entrechtet werden: Zwar sterben die Menschen nicht mehr an Malaria, aber hinter Zäunen, Tafeln mit Schiessandrohung und Stacheldraht entsteht das erste Zentrum für Flüchtlinge aus dem Balkan, das Horst Seehofer angekündigt hat. Sammellager, Schnellverfahren, Schnellabschiebung. Wir waren vor Ort und können es mit schockierenden Bildern belegen. Hat Seehofer nicht aus der unseligen Geschichte des Ortes gelernt?

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So könnte man einen Beitrag über die Max-Immelmann-Kaserne in Oberstimm beginnen. Dafür würde einen kein Presserat verurteilen, und in Zeiten wie diesen ohnehin nicht, da die Republik dank Lageso in Berlin und Zeltstadt in Dresden vor Augen geführt bekommt, wie menschenverachtend das Asylsystem in Deutschland erscheinen kann. Und natürlich stimmt es: Das Donaumoos wurde unter heute unvorstellbaren Menschenrechtsverletzungen dem Sumpf abgetrotzt. Bayern war damals alles andere als zimperlich bei der Kolonialisierung. Die Donaumoosbauern hatten deshalb bis ins späte letzte Jahrhundert einen schlechten Ruf als Zuchthäusler. Die Geschichte des Donaumooses ist nicht schön, selbst wenn Oberstimm – der Ort, um den es hier geht – geographisch nur am Rande des Donaumooses liegt und sehr viel älter ist. Das eigentliche Donaumoos liegt etwas weiter östlich, also dort drüben.

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Und fairerweise muss man auch sagen, dass diese Region heute schon lang kein soziales Katastrophengebiet mehr ist – der Link geht zum ersten Teil der Serie. Sicher, die alten Häuser sind klein und niedrig, aber der Boom der Region hat den Süden der Donau voll erfasst. „Südlich der Donau wohnt man nicht“, sagte man früher in meiner Heimatstadt. Heute sind die Grundstückspreise südlich der Donau genauso hoch wie im Norden, und die Zeiten, da man hier eine Kaserne hätte kostengünstig bauen können, sind lang vorbei. Naturschützer hätten gern wieder mehr Moosflächen wegen der Artenvielfalt. Mittelständler haben Schilder an der Bundesstrasse, auf denen steht, wen sie einstellen. Die finstere Geschichte des Donaumooses ist Gegenstand musealer Rezeption und keinesfalls die Gegenwart. Es ist also ein wenig schräg und historisch nicht wirklich passend, eine Traditionslinie vom späten Feudalismus bis in unsere Zeit zu ziehen. Trotzdem gibt es diese Bilder an der Kaserne von Oberstimm – ich war dort und habe sie selbst gemacht.

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Es ist eben eine Kaserne. Ein Relikt des Kalten Kriegs, als in meiner Heimatstadt die Raffinerien konzentriert wurden, die Pipelines Öl heranpumpten und in Manching ein grosser Luftwaffenstützpunkt lag. In Oberstimm sass die Raketen-Flugabweht, die auf mehrere hundert Kilometer jene Bomberschwärme der roten Armee hätte abfangen sollen, die dann nie kamen Ebenso wenig wie die Atombomben, gegen die die hier stationierten Raketen wirkungslos gewesen wären. Die Kaserne wurde erst vor Kurzem stillgelegt und die Einheit verschoben. Oft hört man Klagen wegen solcher Schliessungen; bei uns dagegen wird das einfach so hingenommen: Es gibt ohnehin zu wenige Arbeitnehmer. Und Grund für neue Gewerbeflächen und Wohnsiedlungen kann man immer brauchen. Weil der Standort aber gerade erst aufgegeben wurde, wird er über viele Kilometer von hohen Zäunen und Stacheldraht umzogen. Wie man sich eben so ein Lager vorstellt. Tafeln drohen bei der Benutzung einer Kamera furchtbare Strafen an.Hohe Tore und Wachhäuser versperren den Zugang. Es ist der Traum jedes Journalisten, der dem Publikum die unfassbare Herzlosigkeit des CSU-Regimes in Bayern vorstellen will.

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Kommt er nicht von hier, weiss er auch nicht, dass Oberstimm früher der Traum der Kriegsdienstleistenden war. In dieser Stadt hatte man neben dem Verweigern und der Untauglichkeit drei Möglichkeiten. Wer ganz viel Pech hatte, endete direkt am Russen in der Oberpfalz. Dort sollte der Russe entweder über die Donau oder über die Fulda Gap kommen, und wer dort lag, hätte ihn aufhalten und ein Stachel in seinem Fleisch sein müssen, bis in Westdeutschland die Verteidigung stand. In der Oberpfalz war das Kanonenfutter, die Gegend hat wenig Freizeitangebote, und die Kasernen sollen albtraumhaft gewesen sein. Dann gab es noch die Pionierkaserne meiner Heimatstadt, und das inoffizielle Motto lautete: „Nicht Mensch, nicht Tier, nur Pionier.“ Das war eher was für die robusten Zeitgenossen und hatte den Ruf eines Hauptschülerbiotops. Dort wurde übel geraucht und getrunken. Die besseren Eltern der Kriegsdienstleistenden jedoch zogen auf Altötting und zündeten Kerzen an, wenn der Nachwuchs nach Manching kam: Keine gefährliche Pontonbrückenbauerei auf der Donau, keine Exzesse unter unzivilisierten Oberpfälzern, der modernen Version der Donaumoosbauern, sondern heimatnahe Unterbringung in schönen Kasernen, gute Anbindung und Infrastruktur, technisches Spielzeug und ein Schiessplatz im Urlaubsparadies Kreta. Als es nun von Seiten des Flüchtlingsrates hiess, Bayern plane da ein abschreckendes Abschiebelager, konnten sich die Menschen vor Ort nur wundern.

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Es gibt gleich daneben Einkaufsmöglichkeiten und einige Seen.

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Es gibt eine gute Anbindung an die Stadt, sofern man nicht radelt – es ist  nicht weit, ich bin da auch mit dem Rad unterwegs. Zwanzig Minuten vielleicht.

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Ausserdem ist der Zaun längst nicht mehr mit Stacheldraht bewehrt. Den hat man entfernt, und jetzt ist es die Wäscheleine.

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Wegen der Flüchtlinge, die jetzt schon dort seit November des letzten Jahres untergebracht sind. Dieses bundesweit durch die Medien geisternde, bayerische Abschreckungslager für Migranten aus dem Balkan: Es war bislang eher so etwas wie die erste Wahl zur Unterbringung von Flüchtlingen. Dort leben jene, die nicht, wie jetzt bald in der Stadt, aber auch in München und vielen anderen, auch rotgrün regierten Orten, in Zelten wohnen müssen. Das ist, gemessen an der Gesamtlage, wirklich gut. Wie gesagt, da waren auch die besseren Söhne der Stadt viele Monate kaserniert.

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Man kann die Geschichte dieses Lagers also so oder so erzählen. Das bildgewaltige Entsetzen, das leicht zu komponieren ist, das Unheilschwangere einer aufgelassenen Kaserne, der Stacheldraht, die leicht vermoderten Schilder, das alles lässt sich zu einer packenden Galerie verarbeiten, die dem Bildungsbürger vom Elbvorort bis nach Grünwald das ganze Grausen der Seehoferschen Radikalpolitik vor Augen führt. Möglicherweise ist das der bayerischen Landesregierung sogar ganz recht so, und sie belässt es bei einem halbherzigen Dementi: Ist es doch genau die Botschaft, die auf dem Balkan ankommen soll. Es kommt nur auf den Bildausschnitt an. Man kann Flüchtlinge hinter dem langen Zaun zeigen.

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Und ohne die Wasserpfeife, mit der sie dort im Schatten sitzen. Was fraglos legitim ist, die Wasserpfeife und das, was man sich hier gern imaginieren möchte. Die Kaserne ist eine tolle Projektionsfläche, und je weniger man weiss, desto besser geht es. Trotzdem sollte die an grossen Geschichten interessierte Presse bald kommen: Dem Vernehmen nach droht hier nämlich weiterer Abbau von bildnerisch wertvollem Stacheldraht, und nicht auszuschliessen ist, dass auch das ein oder andere jetzt noch abweisende Tor des kalten Krieges dann mit einem einfachen, leicht zu öffnenden Schiebegitter zum Lager ersetzt wird, so wie bislang auch schon. Und dahinter schon wieder Basketballkörbe und Fussballtore aufgestellt werden, was natürlich nicht ins Konzept passt.

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Denn, seien wir ehrlich, die dort geplante, schnelle Bearbeitung von Asylanträgen ist nun nicht wirklich nicht mehr die grosse Geschichte, nachdem inzwischen sogar jemand in der Münchner SPD sagt, nicht jeder sei willkommen. Auf dem ansonsten idyllischen und von Flüchtlingen viel beradelten Weg zur Stadt, wenn ich das noch schnell anfügen darf, findet man auch im Gebüsch neben dieser Strasse an einigen Stellen viel Müll, der als weiteres Zeugnis für die Unbarmherzigkeit des Regimes herhalten kann. Man sollte schnell kommen und Bilder machen, bevor auch dort mit der gewohnten bayerischen Gründlichkeit aufgeräumt wird. Die Neubauviertel von Manching, Oberstimm und des Gewerbeparks gleich daneben eignen sich weniger gut für die Beschreibung all der Bedrängnisse im abgelegenen Sumpfgebiet, die in dieser Debatte stets hohe Klickzahlen garantierten.

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Erlauben Sie mir vielleicht noch eine persönliche Anmerkung: Sie merken vielleicht, dass ich schwanke. Auch ich hätte gern einfache Antworten. Es gibt einfache Antworten, sei es „Refugees welcome“ und „Wir brauchen sie wegen der Demographie“, sei es „Das Boot ist voll“ oder „Die Belastungen sind viel zu hoch“. Hat man so eine Antwort, wird alles, was man tut, automatisch richtig. Reinheit. Erlösung von allen Sünden. Keine Zweifel mehr. In Wirklichkeit geht es nur darum, welcher Art die unvermeidlichen Sünden und Ungerechtigkeiten sind, die wir in dieser Frage begehen werden, wie viele Fehler wir machen, und wie wir damit umgehen.

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71 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Meine eindeutige Antwort- Boot übervoll, Belastungen zu hoch mit Resultat Zerstörung der demokratischen Gesellschaft- habe ich unter anderem Nick auch hier öfter gepostet bis Ende 2012. Mich amüsiert, daß linksliberale Stützen nun plötzlich zumindest das Problem sehen, welches sie bis vor einigen Jahren nur meiner “ Paranoia“ zuschrieben.
    Mit EU-Einwanderern kommen jährlich eine Million vor allem der berüchtigten “ jungen Männer“. Die werden diese Land fix umgestaltet haben,bevor die Gutmenschen Fehler, Sünden und Ungerechtigkeiten analysiert haben. Wie schon früher gesagt: Befähigten Deutschen bis in die 30er lege ich die Auswanderung nach Nordamerika nahe. Der Rest mache es mir nach: die neuen Bundesländer bekommen unterdurchschnittlich viele Flüchtlinge zugewiesen( Brandenburg 3,1%), die Natur ist schön und ein Blick in Kindergarten und Grundschule zeigt: von 30 Kindern sind 29 aus der angestammten Ethnie. Bestimmt ist darunter meine spätere Altenpflegerin.
    Was Deutschland betrifft: der Kreislauf der Verfassungen lehrt den Zaungast des kulturellen Untergangs Gelassenheit und Amüsement, wenn Cis-und sonstige Frauen mit den jungen Männern aneinandergeraten werden.

    • "angestammte Ethnien" - wie schön dass es noch stolze Deutsche gibt
      Es sagten schon CSU und NPD in den 90zigern, alle Boote sind voll – daraufhin brannte der halbe Osten und auch einige Orte im Westen. Allerdings hat sich nach ´45 auch in Deutschland durchgesetzt, dass Menschen verbrennen nicht mehr standardisiertes Mittel der Politik sein soll. — Wen kann man eigentlich für den Verlust dieser deutschesten aller Traditionen verantwortlich machen?

      Und was machen wir nur mit diesem vermaledeitem „christlichem Menschenbild“?

  2. .
    Ich fürchte je zurückhaltender die offiziellen Reaktionen eingedenk der realen Möglichkeiten werden, desto
    wütender die Antworten der
    Refugee welcome Anhänger.

    Solche narzisstischen Kränkungen können nicht leicht verdaut werden.

  3. stuttgart
    „es ist keine stadt, in der ich leben wollte“ sagte Fritz Kuhn, heute grüner oberbürgermeister von stuttgart.
    ja, so sieht es auch aus, wenn ich die bilder vom schlossgarten heute in einer grossen frankfurter tageszeitung betrachte. hier herrscht, da auch landesfinanzminister schmid involviert ist, grösste, ich würde sagen wollen: maximale grün-rote-ratlosigkeit (mGRR), entscheidungsunfähigkeit und lethargie.
    sicher, der schlossgarten war schon immer etwas schwierig, so machte ich hier als chefredakteur meiner schülerzeitung mit 16 ein erstes schwarz-weiss fotografisch unterstütztes presseinterview mit einem GAMMLER und die wasserbecken strotzten schon immer vor dreck.
    aber: nobody takes care !
    vorschlag: am nächsten wohnt (100m) gleich im Neuen Schloss finanzminister schmid, der könnte die doch aufnehmen. dann, fast genauso nahe die fraktionsräume der grünen im landtag (250m), frau sitzmann, die franktionschefin könnte doch ihre räume öffnen, hier oder im heimatlichen freiburg im breisgau.
    oder, das würde auch Adorno interessieren, wir öffnen die oper (150m), für ihn ja eh eine eher bürgerliche erscheinung und revolutionieren den spielplan, der zigeunerbaron kommt auf den spielplan, ein ganzer winterzyklus könnte gestartet werden.
    aber im ernst: es sieht mit diesen menschen auch bei einer lokalbeschau im tiefsten rumänien nicht besser aus, integrations- oder anpassungsfähigkeiten und -willen sind wohl nur schwach ausgeprägt.

  4. Moos/rbesiedelung
    Den Ersten der Tod, den Zweiten die Not, den Dritten das Brot.

    • Bester Kommentar.
      Bis jetzt.

      []

      Donaumoos – solche Gegenden kenne ich auch.
      Manchmal sind es auch innere Gegenden.
      Alles eine Sache von Generationen. Funktioniert vorwärts, aber auch wieder zurück.

      VERSTEHEN
      kann man das Leben nur rückwärts.
      Leben muss man es vorwärts.

    • Nein, ich verstehe nicht!
      Dieser Slogan ist das Leitmotiv von Kolonisatoren, Auswanderern,Pionieren in Amerika, Afrika, in der ganzen Welt. Es war die Bitternis ihres Lebens, das sie oft genug in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft verloren.
      Der Alte Fritz holte für die Kolonisierung des Berliner Umlandes und des Oderbruchs Fachleute in sein Reich, die sich mit der Trockenlegung von Sumpf- und Feuchtgebieten auskannten: Holländer! Noch heute gibt es nördlich von Berlin ein Dorf mit dem Namen Neu Holland.
      Die Sachkenntnis dieser Männer war so erfolgreich, dass sich mit ihrer Arbeit Berlin aus einem miesen kleinen Kaff zur Reichshauptstadt entwickeln konnte.
      Mit fielen Grüssen,

      Bernard del Monaco

  5. There is nothing either good or bad, but thinking makes it so.
    Bemerkenswert.
    Kern unseres Rechtsstaats ist der Schutz des Menschen. Folglich können wir die Flüchtlinge nicht einfach nicht schützen.
    Grenze unseres Rechtsstaat ist jedoch der Staat. D.h. Der Staat darf nicht durch die Ausübung der Menschenrechte gefährdet werden.
    Das ist das Dilemma. Und wie richtig von Don erkannt, werden wir uns entscheiden müssen. Wir werden Menschenrechte verletzen oder den Staat gefährden. Die Kunst der Politik besteht darin, große Verletzungen zu verhindern, d.h. zu entscheiden bevor das Volk sich gezwungen sieht, dies selbst in die Hand zu nehmen. Hoffen wir also, dass wir irgendwo noch Politiker haben, die bereit sind zu entscheiden, d.h. Schuld auf sich zu nehmen, d.h. Menschen und Staat zugleich verletzen und so beide zu schützen.

    • Verletzung von Menschenrechten?
      Lieber Goodnight, eine konsequente Politik bzgl. Einwanderern und Flüchtlingen bedarf auch nicht ansatzweise einer Verletzung von Menschenrechten. Warum sollte das der Falls ein? Die Einwanderung in ein Land der Wahl ist schließlich kein Menschenrecht – das Recht auf politisches Asyl eher. Auf Letzteres hat aber nahezu niemand derer, die zu uns kommen, Anspruch. Jene, die darauf keinen Anspruch haben, konsequent wieder abzuschieben, ist mithin keineswegs ein Menschenrechtsverstoß, sondern normales Handeln eines souveränen Rechtsstaates.
      Kriegsflüchtlinge aufzunehmen ist ebenfalls kein Gebot der Menschenrechte – erst recht nicht, wenn diese bereits aus anderen sicheren Ländern kommen. Gleichwohl von diesen einen fairen Anteil aufzunehmen, entspricht unserem Verständnis von Fairneß und Anteilnehmen – würde im gegenteiligen Fall aber auch keine Menschenrechte verletzen.
      Die Politik muss also nicht zwischen Staat und Menschenrechten abwägen, sondern entsprechende der Rechtslage handeln und dies effizienter und effektiver als bisher. In der Tat, wenn dies nicht geschieht, können die Folgen sehr unangenehm werden.

    • Give every man thy ear, but few thy voice.
      Geehrter Herr Kanther,

      der Witz an den Menschenrechten ist ja gerade, dass hier das Recht vom Menschen aus konstruiert wird, d.h. dass alle aufgrund ihres Menschsein mit den GLEICHEN Rechten ausgestattet sind. Und damit kommt man quer zu einem Rechtsbegriff, der das Recht konstituierend auf Staatsgewalt als Garant einer Rechtsordnung betrachtet. Zum Glück ist dieser Widerspruch den meisten Beobachtern kognitiv nicht zugänglich und so sind all diese Linken und Grünen und Sozialdemokraten voller Liebe für all die Menschen die zu uns wollen, wohingegen die anderen auf der rechten Seite voller Hass nicht mehr Menschen sondern nur noch Staatsgrenzen sehen.
      Whatever, wir müssen mit der Dummheit leben und sie so lenken, dass sie nicht all zuviel Schaden anrichtet. D.h. wir brauchen wieder konservative Regierungen in Europa, die auch Entscheidungen treffen. In den letzten Jahren war es allzu links. nun wird der Ausschlag nach rechts natürlich etwas heftig werden, aber so ist es nun mal mit den Menschen: immer knapp an der Mitte vorbei.

    • Menschenrechte
      werden per Deinition dem Staatsbürger vom seinem jeweiligen Staat garantiert!!!

      Und nicht von Deutschland der ganzen Welt.

      Verwechseln Sie bitte MR nicht mit Naturrecht oder Ahnlichem. Das ist eine völlig andere Kategorie.

    • F.ck it. Let's go to court.
      @verrückter Hutmacher

      UN, EMRK, Internationaler Gerichtshof…etc. Da gibt es Verträge, da draußen in der weiten Welt.
      Und ganz nebenbei sollen diese Menschenrechte auch im GG zu finden sein.. In irgendwelchen Artikeln, habe ich mal gehört. Und von „Exklusiv für deutsche Staatsbürger“ steht da nix. Sorry.

  6. Titel eingeben
    Nachdem der erste Beitrag zum Thema Flüchtlinge noch mit Kriminellen gleichgesetzt hat nähert man sich der Komplexität des Themas langsam aus der Sondergast’schen Ecke kommend. Bin auch erfreut, ist doch ein Fortschritt.

    • Wo sehen Sie das?

    • Titel eingeben
      Ein Beitrag an dieser Stelle vor ein paar Wochen. Der war nur haarscharf am Motto ‚Sie werden eure Frauen, Töchter, Mütter …!!‘ vorbei.

      Dass das Problem komplex ist und dass es keine einfachen Antworten gibt sehe ich auch so.

  7. Völkerwanderung im Moos?
    Wer sagt, das Boot ist voll, den höre ich das auch sagen wenn er mit seinem fünfeinhalbmeter Boliden allein am Anhalter vorbeibraust. Ich habe das auch lange genug getan, doch heute bin ich froh, wenn ein Vertreter dieser aussterbenden Rasse am Strassenrand steht und mir eine normalerweise sehr spannende Zeit und Unterhaltung verschafft. Kann ich nur zur Nachahmung empfehlen. Zurück zum Boot…
    Die alten Römer sagten das ja auch den diversen Stämmen, die weiland an die Grenzen des (noch nicht Heiligen) römischen Reiches (noch nicht deutscher Nation) klopften. Dann besann man sich und spannte die Gastarbeiter ein als Söldner und Puffer den diesen folgenden Völkerwanderungsgenossen gegenüber. Keine schlechte Idee, doch leider kennen wir das Ende, zu guter Letzt sassen die Goten in Spanien und Ravenna, in Rom war nach diversen Plünderungen auch nix mehr los und Byzanz, das sich noch ein paar Jahrhunderte berappelte, wurde letztlich von der schimmernden Schar edler Ritter, der Blüte des christlichen Abendlandes und weitgehend die Nachkommenschaft dieser unsäglichen Horden, die das ach so schöne Römische Reich zum Einsturz gebracht hatten, geplündert und zerstört. Ich darf quasi aus erster Hand erzählen, einer meiner Vorfahren war dabei. Rest-Byzanz, heute würde man sagen, das Ergebnis der erfolgreichen Restrukturierung, wurde, um die Sache zuende zu erzählen, ein paar Jahrhunderte noch künstlich beatmet und dann den Sarazenen zum Frass vorgeworfen. Das war es dann auch, und noch heute weht die Flagge des Sultans über der Hagia Sophia.

    Fasen wir zusammen: Da haben Asylantenhorden das antike Rom zum Einsturz gebracht. Für die Lateiner unter uns der Sündenfall. Aus diesen Asylanten wurden dann unsere Vorfahren, die haben sich auch in Bayern einfach mal so eingenistet. Da dürfte das bewahrende (=konservative) Establishment auch ganz schön blöd geschaut haben. Dieses neureiche Gesindel hat dann eine Agenda Abendland umgesetzt und wieder was Neues zusammengebaut. Traditionslinie Römisches Reich mit allem Tratra, jetzt aber christliches Abendland und heiliges römisches Reich deutscher Nation in (klein)deutscher Diktion à la Treitschke. Da waren ja sogar die Österreicher und die Franzosen dann schon eine 1A Bedrohung, vom Balkan gar nicht zu reden. Man hatte sich halt etabliert, seine Besitzstände gesichert und seine Position gefestigt. So wie das die alten Römer getan haben, wie es die alten Ritterleut getan haben, wie es die Nationalstaaten auch getan haben.
    Und wenn man das alles nun Revue passieren lässt? Dann bleibt doch nur die Angst des Spiessers vor Veränderung, vor Verlust von Macht oder Einfluß und Materiellem. Was mir in der ganzen Debatte um die heutige Völkerwanderung fehlt, ist ein wenig Offenheit in Hinblick auf die Möglichkeiten, die sich für alle zusammen ergeben. Das ist gewiss etwas blauäugig gedacht, aber in meiner Sippe musste man sich schon immer mit zig Nationalitäten auseinandersetzen, und noch heute, tue ich mich mit meinen böhmischen, verzeih, tschechischen Nachbarn nicht ganz leicht, weil sie doch ihr Ding machen, wenn ich ihnen den Rücken zukehre. Aber das passt doch irgendwie, und keiner hat bislang, auch nicht im Donaumoos, die ganze Wäsche von der eine geklaut, die eh wir letztlich zu billig aus China importiert haben. Aber das ist auch eine andere Geschichte.
    Trotzdem, ich verstehe es nicht. Wir wollen global sein, global denken, global Geld anlegen und vermehren, das gern auf Kosten anderer, so what, mir ist das wurscht, ehrlich gesagt, tue ich auch mit einem guten Wirkungsgrad, und deshalb können wir durchaus mal eine Zeitlang mit einem größeren Flüchtlingsstrom leben, finde ich. Wem es nicht passt in Zelt oder Kaserne, der wird auch nicht gleich kriminell werden, aber kriegt bei uns schon auch die Chance, Problemlösungskompetenz zu zeigen. Und so einer kann bleiben, warum auch nicht. Und die anderen, mei, wenn sie nicht wollen, dann bleiben sie halt in ihren armseligen Vierteln, quasi ein Donaumoos 2.0. Oder wir schicken sie nach Hof. Da ist noch keiner drauf ´gekommen. Hat in Bayern auch für Leute aus der besseren Gesellschaft funktioniert. Wäre das nicht eine schöne Aufgabe für den Söder?

    In diesem Sinne….

    • Da steht der Verstand still! Wie wär's mit e. Blick über die Teilprobleme hinaus auf den Kern d.
      Was würden Sie von folgender Borddurchsage des Kapitäns der Titanic 1/2 Stunde nach der Kollision mit dem Eisberg halten: „Keine Sorge liebe Mitreisende, wir haben die Probleme fest im Griff. Wir werden diese lösen, wir bemühen uns, den Wassereinbruch über alle Decks gleichmäßig und gerecht zu verteilen, dann wird alles gut“. So war es dann ja auch. Anschließend lag die Katastrophe ja hinter den … Toten. Fällt Ihnen da vielleicht etwas auf, am Vorschlag unserer handlungsunfähigen Politiker, das Asyl- richtiger wohl Völkerwanderung-Problem durch gleichmäßige Verteilung über die EU und gerechtere Verteilung der Steuermittel zu lösen. Lt. UNO geht es ja „nur“ um 60 Mill. Kriegsflüchtlinge und 1,3 Mrd. Armutsflüchtl. Was also dürfen wir angesichts dieses hirnlosen Geschwafels von Politikern, links-grünen Gutmenschen und den Medien noch erwarten? Geht es hier um Dummheit, Borniertheit oder doch schon um vorsätzliche Bosheit? In dieser Lage ist Schweigen Selbstmord. Viel Vergnügen dabei!

  8. Titel eingeben
    Es ist aber auch verzwickt. In München werden z.B. gerade leerstehende Bürogebäude der großen Bank mit angeschlossenem Elektrokonzern soweit aufgemotzt, dass dort Flüchtlinge untergebracht werden können. Sicher nicht luxuriös, aber es wird allemal besser sein als Zelte auf Parkplätzen oder leerstehende Möbelläden. Der ehem. XXXLutz auf der Schwanthalerhöhe steht auch noch leer…
    Man sieht, wenn der Wille da ist, geht einiges in Sachen Wohnraum. Auch in München.
    Während gleichzeitig die Bürger der Stadt, die aus dem Rest der Republik zuziehenden Bürger, es immer schwerer haben, Wohnraum zu finden, von „bezahlbar“ träumt schon keiner mehr. Kaum mehr gebaut wird, sozialer Wohnungsbau angesichts des Bedarfes nur noch in bachblütenhaften Dosen stattfindet, und die bebauungsplanerischen bzw. flächennutzungsplanerischen Aktivitäten der Stadt nicht wirklich überzeugen. Weil nur noch Luxuswohnungen betriebswirtschaftlich sinnvoll gebaut werden können, und die Stadt eben nicht die – eigentlich heute so beliebte – enge Bebauung der Gründerzeit bis hin zu den 50ern fördert. Man stelle sich vor, auf den Trümmerbergen der Maxvorstadt hätte man in den 50ern die heutigen Häuschen hingestellt…
    Während die Bürger dadurch weit ins Hinterland ausweichen, oder sich in Finanzierungskonstruktionen begeben, die einst als halsbrecherisch angesehen worden wären.
    Wie man das vermitteln will, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich ist es ein Glück für die Beteiligten, dass wir heute so vollgefressen (billiges Essen), so bequem und abgelenkt (billiges Internet, Fernsehen, Spielen, Smartphones, social Media), so ungebildet, desinteressiert und gestresst (vonne Aarbait) sind und uns lieber Alkohol und andere Drogen reinpfeifen und über Twittershitstorms labern.

    • and all the politicians will look up and shout 'SAVE US!'...and I'll look down and whisper 'NO'
      Yep.
      All die solange unterdrücken Differenzen der Moderne, all das Knirschen zwischen Recht und Politik und Glaube und Wahrheit und Geld brechen hier an diesem Thema. Das ist der Lackmustest der deutschen Demokratie. Nach diesem Flüchtlingsstrom wird das Land ein Anderes sein. All die linken Gutmenschen-Spinner werden aus den Parlamenten gefegt. Und ersetzt durch Wahnsinnige.
      Auf der Strecke bleibt die Mitte, der Konsens, der Kompromiss, die Vernunft.
      Und selbst wenn wir das verhindern können, so wird uns das Scheitern von Rest-Europa bei diesem Thema mit in die Abgrund ziehen.

    • Sonst geht´s Ihnen danke?
      Alle wesentlichen Reaktionen der letzten Monate deuten darauf hin, dass die Politik sich des Themas jetzt ernsthaft annimmt, die Behörden ohnehin ihre Arbeit – so gut wie gerade möglich – tun und wir in der Diskussion, wenn wir warum wie lange reinlassen wollen, schon eine Lösung finden werden. Denn die wesentlichen Reaktionen kommen weder von den Brandstiftern noch von den Flüchtlingsmissbrauchern, beide Gruppen haben mitnichten eine nennenswerte Basis in der Bevölkerung.

      Das wird schon. Wie immer, wenn viele Menschen sich zu schnell auf eine neue Situation einstellen müssen, mit dem üblichen Geschrei. Am Ende wird die gefundene Lösung weder die „Ausländer raus“ Xenophoben noch die „No Borders“ Spinner befriedigen, aber das ist dann nur ein Zeichen dafür, dass eine irgendwie erträgliche und mehrheitsfähige Lösung gefunden wurde. Ein bisschen schmutzig, nicht sehr konsistent, rauh an den Kanten – wie sollte es in einer solchen Lage auch anders sein, wo eine „reine“ Lösung in keiner Richtung gefunden, geschweige denn durchgesetzt, werden KANN?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • aber sonst geht´s "Danke" Herr Haupts?
      Die Behörden machen – bitte was?! In Bayern wurden nach Angaben der dortigen GdP 45.000 – fünfundvierzigtausend! – Asylbewerber nicht per Fingerabdruck registriert. Da hat irgendwer – vermutlich jemand ganz weit oben in der Exekutive, denken Sie mal drüber nach – seine Arbeit eben ganz und gar NICHT gemacht! Denn der Arbeitsauftrag des Souveräns lautet entsprechend dem Wortlaut der Gesetze: Gefälligst die innere Sicherheit zu gewährleisten, und zwar notfalls mit militärischen Mitteln! Diese Aufgabe kann aber niemand erfüllen – wenn Unbekannte ins Land gelassen werden, die dann ungestört ihren Geschäften nachgehen können. Das sollte doch langsam auch mal der Unintelligenteste verstehen! Ich bin daher dafür, solcherlei „Exekutive“ komplett samt Pensionsansprüchen zu streichen. In dieser prekären Lage würden nämlich ein paar Söldner unsere innere Sicherheit effektiver und günstiger garantieren. Und dabei würden sie uns weder mit jahrelangen Kosten für Asylbewerber belasten, noch gar mit Pensionsforderungen. Und kommen Sie mir jetzt bloß nicht mit unseren Gesetzen, das ist mehr als dreist: Eine Exekutive, die sich nicht als solche benimmt, sondern ihre Aufgaben nicht erfüllt, hat den Staat eben erkennbar als solchen aufgegeben. Dass sie nicht mal den Notstand ausruft (außer in München), damit der Bürger sich im Zweifel selber schützen kann und darf – vor fünfundvierzigtausend !! wildfremden Menschen, die hier im Gegensatz zu uns ja keinerlei polizei- oder strafrechtliche Verfolgung zu befürchten haben, weil sich unsere famose Exekutive nicht einmal die Mühe gemacht hat, zu registrieren, dass sie überhaupt hier sind – das macht es nicht besser, im Gegenteil! Vielmehr bestätigt das meinen üblen Eindruck, dass das keine demokratische Exekutive mehr ist, sondern nach meinem Empfinden eher dem Kopf einer Diebesbande gleicht. Und Sie reden denen das Wort!

    • @auch egal: Geht´s Ihnen jetzt besser? Fein.
      Und nun machen Sie mal Nägel mit Köpfen – suchen Sie sich für Ihre Variante des Polizei-Abschottungsstaates Mehrheiten, parlamentarische. Ist nicht so schwierig, die Partei Ihrer Wahl gibt´s sogar schon (zwei, aber die zweite wollte ich Ihnen nicht unterstellen). Und dann zeigen Sie´s den Volksverrätern aber mal so richtig, wie das so geht, mit dem Souverän. Wenn das nicht klappt – dann vertreten Sie da wohl doch eher eine Minderheitenmeinung. Werden Sie mit leben lernen, das ist nämlich der Souverän, der dann gesprochen haben wird.

      Aber ich müsste mich schon schwer täuschen, wenn Ihnen nicht von der „Diebesbande“ selbst das Wasser abgegraben wird. Mit der CDU angefangen, gefolgt von der SPD und unter Stöhnen und Jammern später auch den Grünen. So lief das immer und so wird es auch diesmal laufen.

      Und jetzt lassen Sie sich in Ihren schwülen Träumen weiter von ein paar zehntausend illegalen Einwanderern verfolgen, bitte. Die sind alle hinter Ihnen her :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • wären Sie so klug, wie Sie meinen,
      Herr Haupts, wüssten Sie, dass ich die Söldner gar nicht mehr rekrutieren brauche. Das hat die EU schon erledigt und sie „Eurogendfor“ genannt. Die können eingesetzt werden, sobald sie ein Mitgliedsstaat anfordert, weil er die innenpolitische Situation nicht mehr im Griff hat. Und wer laut jammert, er könne die Einwanderer nicht mal mehr registrieren – 45.000 davon!! – der signalisiert der Bundesregierung, dass er die Situation eben nicht mehr im Griff hat. Sodann bedarf es nur noch einer Anforderung bei der EU, der diese nachzukommen hat. Das sind keine „feuchten Träume“, sondern längst in Sack und Tüten, sie Idealist; es muss sich nur noch realisieren – und das wird es auch. Meine einzige Sorge gilt daher dem Umstand, dass wir doppelt und dreifach dabei zahlen: Die Asylbewerber, die nutzlose Bundespolizei und schließlich die Eurogendfor. Über mehr braucht man sich wirklich nicht mehr aufzuregen; nicht, wenn man vorher auch nur ein gutes Wort über die EU verloren hat – so wie Sie.

  9. ????????????????????????????????
    Ich kann weder in den Bildern, noch im Text das Schockierende aus Seehofers Abschiebelager entdecken.

    Menschen kommen, Menschen gehen.

    Der Staat tut was er tun muß, was schon im Artikel von Don Alphonso mit dem Titel: „Es gibt kein Grundrecht auf Willkommenskultur“ schön beschrieben ist.

    Aber vielleicht ist es ja doch so wie Berthold Kohler am 07.08.2015 in der FAZ schrieb:

    „Der Bloggerismus ist also eindeutig die tollste Form des Journalismus. Es kann somit gar nicht mehr lange dauern, bis die Liste der beliebtesten Berufe in Deutschland einen neuen Spitzenreiter hat: den Blogwart.“ (a)

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

    (a) http://www.faz.net/aktuell/politik/fraktur/fraktur-von-berthold-kohler-ueber-journalisten-und-blogger-13738321.html

  10. Der Wirtschaftskundeflüchtling oder wie man aus einem Daumen einen Mittelfinger zaubert
    Einstmals des Morgens früh hielt ich an an einer Autobahnzufahrt auf Geheiss des erhobenen Daumens eines Anhalters. Er öffnete die Beifahrertür und sprach:
    „Ey Mann, ich hab null Bock auf Schule, kannste mich irgendwohin mitnehmen?“
    Ich sprach: “ O Jüngling, sei dir dessen gewahr, dass, sollte die Polizei dich aufgreifen, sie dich bringen wird nach dorten, wo du sein solltest. Nicht entgeht der Fliehende dem Unbill, er vermehrt es. Nur dem Weibe geziemt es, wegen eines lauen Lüftchens hinfort zu schweben. Lieber würde ich gewähren meiner Pferde Stärken jenem, der dem Sturme trotzt !“

    „Verpiss dich Alter“ , die Beifahrertüre zugehauen und voila: aus dem Daumen wurde der Mittelfinger …

    • Poeta doctus
      Großartig! Und so verschmähte der Jüngling die Stärke der Pferde, auf dass er weiter warte an der Straße des Lebens, die wie gebahnt schien für ihn, den Zögerlichen…

  11. Titel eingeben
    „In dieser Stadt hatte man neben dem Verweigern und der Untauglichkeit drei Möglichkeiten.“

    Nur drei? Man konnte natürlich auch seinen ersten Wohnsitz nach West-Berlin verlegen. ;-)
    (und ob sich wehrdienstleistende Gymnasiasten in Manching zivilisierter verhielten als das Proletariat in oberpfälzer BW-Liegenschaften kann ich als ehemaliger KDVler schwer beurteilen, aber das mit dem Klassismus in Kasernen finde ich hier etwas glossenhaft.)

    Flüchtlingskrise und die Völkerwanderung nach Europa dürfte für die nächsten Jahre ein Dauerzustand bleiben. Positiv daran ist, dass sich manch einer in naher Zukunft unbequeme Wahrheiten eingestehen werden muss. Die Law and Order-Haltung der CSU im Transitland Bayern dürfte bei diesem Thema bzgl. Wählergunst nicht verkehrt sein. (Thema kommt auch nicht gerade ungelegen, wenn man an die Trassen-Debatte denkt)
    Mich würde auch nicht wundern, wenn nächstes Jahr das Schengen-Abkommen außer Kraft gesetzt wird. Dann wird auch argumentiert werden, dass man die Maut (für alle) mit Kennzeichen-Scanner unbedingt braucht, um Schleuserbanden und Kriminaltourismus zu bekämpfen.

    Ferner wird die Massenimmigration aus dem Nahen Osten die Deutung der deutschen Geschichte nachhaltig verändern. Was sich letztes Jahr während der „OP Protective Edge“ wochenlang in deutschen Innenstädten abgespielt hat, ist komischerweise schon wieder vergessen.

    Seit einiger Zeit kursiert im Internet dieses kleine Filmchen über einen jungen Balkanflüchtling in Traiskirchen: https://www.youtube.com/watch?v=6-kq0QNLuSo
    ^
    Wer garantiert, dass es in Abschiebelagern nicht zu Revolten kommt? Frustration und Gewaltpotential dürften ja genug vorhanden sein.

    • .
      was in den Abschiebelagern passiert, hat mich auch schon beschäftigt, wenn Frustration und Gewaltpotential auf Führungsqualitäten
      trifft. Joschkas gibt es überall.

  12. Eine Frage der Prioritäten....
    Man könnte definieren wer Flüchtling und Asylsuchender ist und wer nicht.
    Man könnte ebenfalls eine halbwegs intelligente Migrationspolitik erarbeiten und anwenden….

    Beides versuchen Länder wie die USA, Kanada oder Australien, und sogar die Schweiz, zumindest.

    Aber natürlich kann man auch gar nichts tun, denn jene Perfektionisten, die eine nichts-tuende Regierung stört, die wählen sowieso schon lange nicht mehr.
    Und bei den Tumben noch Wählenden, da kann man bei dem Thema NUR etwas falsch machen. Egal wie man entscheidet und fomuliert, man wird so oder so manchen Wähler vergrätzen.

    Und dass „unsere“ Politiker ihre Prioritäten nicht genau kennen, das kann man ihnen nun wirklich nicht vorwerfen, oder?

  13. Staatengefüge und Wanderungsträume
    Ein Staat zeichnet sich u.a. durch seine Staatsgrenzen aus, so war das zumindest in den letzten 3000 Jahren. Die EU bietet hier erfrischend Neues, aber ob der Schengenraum, ein Raum ohne Grenzen für mehr als 20 verschiedensprachige Völker, auf Dauer ein Erfolg sein wird, wage ich zu bezweifeln. Wir spüren langsam die Auswirkungen dieser Bundeskanzler Kohlschen Zugeständnisse an die europäischen Partner, die sich in ihrer absoluten Mehrheit mit der Aufnahme von Flüchtlingen sehr schwer tun. Da müssen jetzt die Deutschen, Schweden u.s.w. ran, und dann auch richtig. Ob eine Kaserne als Unterkunft taugt? Den dankbaren Verfolgten wird sie ein selig friedvoller Ort des Himmels und ein verheißungsvolles Versprechen für die Zukunft sein, weis man doch, dass in Deutschland nicht so schnell abgeschoben wird. Ein gut bezahlter ausgedehnter Urlaubstrip für die nicht ganz so politisch Verfolgten, die ihr eigenes Wirtschaftsinteresse verfolgen, wird es allemal, wie auch alle neuen Smartphones per SMS in die alte Heimat verkünden. Es ist wie bei allen Dingen, die nützen sollen: die Menge macht’s. Bei inzwischen 20% der Bevölkerung mit Migrationshintergrund fühlt man sich in den westlichen Ballungszentren der Republik mit der hiesigen Muttersprache wie ein Fremder. Und dann soll man noch Kinder zeugen, weil so wenig da sind? In was für Schulen sollen diese gehen? In die, in denen die Lehrer jetzt Türkisch-Kurse besuchen, damit sie sich überhaupt verständlich machen können? Nicht jeder hat das Geld für Privatschulen, in denen die deutsche Sprache und Kultur noch gepflegt werden. (Die Deutsche Sprache wird ja noch nicht einmal von deutschen Staat selbst gepflegt, wie die Reform der Rechtschreibreform beweist.) Alles ist beliebig, die Grenzen sind auf, keiner hält sich an Regeln im Regeln aussondernden EU-Staatenwesen, und dann kommen noch Arbeitswillige von fremden Kontinenten, die gar nicht wissen, dass es hier bereits wesentlich mehr Arbeitslose als offene Stellen gibt, von Süden Europas mal ganz abgesehen, wo die Arbeitslosenzahlen zum gruseln sind. Erst gestern hörte ich im TV eine in Deutschland geborene Frau, deren Eltern Afrikaner sind, sagen, dass sie das Zusammenleben der Kulturen in Deutschland als Bereicherung empfinde. Diesen Satz wiederholte sie in jeder Antwort mechanisch. Das hatte den Anschein des Komischen, wäre nicht ein gewisser Gehirnwäscheduktus damit verbunden gewesen. Man sollte der Realität ins Auge sehen und unsere Zuwanderung wie andere Industriestaaten regeln, hier gilt mir Australien nach wie vor als positives Beispiel. Wer Geld hat, sich nach Europa schleusen zu lassen, kann in seinem Geburtsland sicher auch eine ganze Menge erreichen. Baut unsere Grenzen wieder auf und schützt die eigenen Menschen und unsere Kultur. Innerhalb dieser Grenzen werden auch ohne weitere Migration noch genug schwierige und zu lösende Probleme auftauchen, dessen bin ich gewiss. Jetzt hilft kein zögern und zaudern mehr, man muss Nägel mit Köpfen machen, damit sich auch Deutsche in Deutschland wieder zu Hause fühlen. Schluss jetzt mit dem Zuwanderungswahnsinn!

  14. Meditation
    Der Text bringt mich in eine meditative Stimmung, es sei so, wir wären nicht sicher, wie viele Fehler wie machen, aber einfache Lösungen gebe es nicht. Das liegt wohl an dem mäandernden Stil. Dann sieht man auf einem Photo irgendwelche Junge Männer im Schatten sitzen. Die sind da, weil man „Willkommenskultur“ gerufen hat. Das ist doch nicht schwer zu verstehen. Und befeuert von dem Ruf werden noch Hunderttausende kommen, die schon auf dem Weg sind, und dann weitere Hunderttausende und Millionen Famlienangehörige. Man hat also eine Völkerwanderung ausgelöst und steht irgendwo im Donaumoos und sinniert, wie man mit einem Löffelchen ein Meer auslöffelt und das führt zu einem Prä-religiösen Tonfall des Ganzen. Dabei ist es ganz einfach: man sagt, sorry, wir haben uns geirrt, schade, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben. Sie erhalten natürlich Ihre Reiseaufwendungen ersetzt. Und intern haben optimalerweise die Leute das zu zahlen, die den „Willkommenskultur“-Irrsinn erfunden haben.

    • Die Geschichte ist speziell in diesem Fall komplizierter und hat etwas mit der Überwachug von Lebensmittelproduktion für Grossabnehmer zu tun. Um das kurz zu erzählen; Früher wurden Leute ohne Geld geschleust, die dann in Süditalien den Transport auf den Feldern abarbeiten mussten. Dagegen wurde vorgegangen, vor allem von den Multis, die keinen schlechten Ruf wollten. Also mussten die Geschleusten von da an zahlen. Weil aber der eigentlich kostenintesnive Teil der Flucht das Anlanden ist, ging man dazu über, untaugliche Boote in Seenot geraten zu lassen, damit dieser Teil kostenneutral gemacht wird.

      Tja.

  15. critical mass
    Das Stichwort kommt mir gerade in den Sinn. Wenn von den ca. 80 Mill. Fahrrädern allein in D, sagen wir, nicht mal unrealistische 10 Mill. sich gleichzeitig völlig StVO-gerecht in den Straßenverkehr einfädeln, ist der Zusammenbruch des Systems garantiert. An Ampeln etwa könnte fast kein Auto mehr rechts abbiegen, Nichtbenutzung maroder Radwege, Verhinderung von Überholvorgängen auf den Autostraßen uswusf.

    Wenn sich nun auch noch die Tibeter, die Uiguren und nicht zu vergessen die geknechteten Russen auf den Weg nach D machten und sich durchaus nicht „StVO“-gerecht in die Gesellschaft einfädelten?

    Das Boot ist voll, das Boot ist nicht voll? Schon interessant, welche Folgen dieser so euphorisch begrüßte Mauerfall hat. Und das sind bisher alles „nur“ Vorboten. Klimawandel und die unausweichlichen kommenden Kriege werden noch ganz andere Flüchtlingsströme erzeugen. Die stillgelegten Kasernen und Zelte werden nicht ausreichen.

    „Das Floß der Medusa“:15 von 149! Wer mag die Seile gekappt haben?

    • Ich glaube, das Problem ist nicht das Boot, sondern wie man sich darauf verhält. Es hätte noch viel Platz, aber das bedeutet denn eben auch, dass man sich entsprechend eingliedert. Im nächsten Beispiel geht es u.a. um einen Asylbewerber, der seit einem Jahr in Deutschland ist und gerade einmal gebrochen Englisch sprechen kann und ein Haus fordert. Nicht meine Erfinug, sondern etwas, das die Antifa bei youtube hochgeladen hat.

    • Titel eingeben
      „Ich glaube, das Problem ist nicht das Boot, sondern wie man sich darauf verhält.“
      Das ist wohl wahr. Bei einer befreundeten sechsköpfigen Familie, die durchaus finanzielle Probleme hatte, fand sich immer noch ein Gästeplatz am Mittagstisch oder auch mal eine Matratze für ein paar Nächte. Nur ist es damit in diesen aktuellen Zusammenhängen eben nicht getan.

      Ich werde nicht aufhören zu staunen, wie wenig aus dem Fall der Mauer, der ja nichts anderes als eine urplötzliche Schleusentoröffnung war, gelernt wurde. Ich finde dieses Ausmaß des Nichtlernens und Nichtwahrnehmens vor allem durch die Politik mittlerweile doch Besorgnis erregend. Damals kamen eine große Mehrheit der 17 Mill. Ostdeutschen mit einer schier hemmungslosen Bereitschaft zur Anpassung und Unterordnung ins „gelobte Land“ (und brachten erfreulicherweise u.a. ihre Immobilien mit!). Und trotz der vielen Mrd. die einerseits in den Osten investiert und andererseits privatwirtschaftlich dort verdient wurden, können die Verwerfungen jeglicher Art auch 25 Jahre später besichtigt werden.

      Man kann sich nur an Regeln halten, wenn man diese einigermaßen verstanden hat. Oder allermindestens aktiv versucht, diese zu verstehen. Und akzeptiert. Und das gilt weiß Gott nicht nur für „Ausländer“ oder Flüchtlinge.

      Deutschland jedenfalls hat (mindestens) ein riesengroßes Problem. Ein wachsendes zumal, das sich nicht aussitzen lassen wird. Sollten sich, was ja nicht sooo unwahrscheinlich ist, die Flüchtlings- und Asylbewerberzahlen verdoppeln,…..

    • Oder der Druck sehr hoch ist. Ich habe ja noch einige Leute kennengelernt, die vor den Nazis nach England und Amerika flüchten konnten. Besonders amerika hat da wohl wenig Rücksicht auf Befindlichkeiten genommen und die Leute enorm belastet. Das ging nicht immer gut und ist sicher auch kein Vorbil, aber Hlagen darüber habe ich auch keine gehört. Allerdings war das deutsch-jüdische Bürgertum da auch durchaus anpassungsfreudig.

    • Um im Bild zu bleiben: Nein das Boot ist nicht "voll". Es ist nur voll genug, um Neu-
      Einsteiger sorgfältig auszuwählen und sie sorgsam in die Bootbesatzung einzugliedern, um das Boot nicht zum Kentern zu bringen. Das ist alles. Und schwierig genug, unter dem Bombardement der deutschen Rassenparanoiker ebenso wie unter der Kanonade der antideutschen Xenophilen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Youtube Video
      @Don
      Haben Sie einen Link zu dem Antifa-Video oder meinen Sie dieses Video aus Holzkirchen in der Tegernseer Stimme?

      https://www.youtube.com/watch?v=nqwFYnULLKk

      Ob Netzfeminist_innen in naher Zukunft wohl die importierte „Beschneidungskultur“ von Subsahara-Afrikanern anprangern werden?

    • das Problem ist nicht der Platz im Boot,
      sondern dass beim Bootseigentümer eingebrochen wird und seine eigene Polizei noch Schmiere für die Einbrecher steht:

      Der deutsche Souverän hat bereits zähneknirschend die Abgabe seiner Regelungsbefugnis an die EU ertragen, die beispielsweise Schengen und Dublin hervorbrachte. Jetzt treten die Folgen dessen ein; er ist nicht mehr Herr im eigenen Land. Stattdessen soll er immer noch einen Bundesgrenzschutz (Bundespolizei) bezahlen, der sich offiziell außerstande sieht, die Grenzen, die die Politiker ohne Legitimation aufgegeben haben (denn sie waren nicht per Gesetz legitimiert, Heerscharen von Passlosen reinzulassen) zu sichern (Antwort der GdP auf Frau Öney). Auch die Politiker, die unsere Gesetze und Grenzen für Dublin-Spiegelscherben, die kein anderes EU-Land beachtet außer ihnen, aufgegeben haben, sollen wir für ihr „Werk“ fürstlich bezahlen! Und hohe Richter, die ebenfalls nichts Besseres zu tun wissen, als sich von uns dafür bezahlen zu lassen, dass sie uns vorschreiben, dass wir hier alle Welt und ohne gesicherte Identität (folglich: unvermeidbar doppelt und dreifach!) zu alimentieren haben.

      Das geht ein bißchen arg weit. Es ist nämlich das Boot des Souveräns – und nicht das seiner Verächter! Debatten darüber, wann es denn wohl „voll“ wäre, sind obszön.

    • @critical mass Sehr lustig! Da unter den 10 Mio-Radler auch etliche Autofahrer sein
      dürften, die ja nicht gleichzeitig autofahren UND radln können, wird der Zusammenbruch eben NICHT eintreten! :-)))

    • @Thor Ha
      Ihre Diagnose ist völlig korrekt: “ Nein das Boot ist nicht „voll“. Es ist nur voll genug, um Neu-Einsteiger sorgfältig auszuwählen und sie sorgsam in die Bootbesatzung einzugliedern, um das Boot nicht zum Kentern zu bringen. Das ist alles.“

      Nur bei der Ursache drücken sie sich: „Und schwierig genug, unter dem Bombardement der deutschen Rassenparanoiker ebenso wie unter der Kanonade der antideutschen Xenophilen.“

      Das ist keineswegs die Ursache….
      Es wäre schlicht und einfach schon längst Aufgabe der Regierung gewesen dies in die Wege zu leiten.
      Eine GroKO… mit wieviel % der Stimmen im Bundestag?
      Geht noch mehr Inkompetetnz?

      Also bitte, schieben sie das Problem nicht zu den Rassenparanoiker und Xenophilen.
      Es sind die fünf Einheitsparteien der Mitte, die ALLE Angst haben ein klares Wort wie das Ihre zu sagen, weil es sie Wählerstímmen kosten wird!
      Und einige der Herrschaften im Paralament sogar die fünfstellige Pension bis ans Lebenende..

  16. "furchtbare Strafen" ?
    Der Text ist irgendwie unglücklich geraten. Die literarischen Ambitionen sind eine Spur zu dramatisch gestaltet.

  17. Titel eingeben
    „In Oberstimm sass die Raketen-Flugabweht, die auf mehrere hundert Kilometer jene Bomberschwärme der roten Armee hätte abfangen sollen, die dann nie kamen Ebenso wenig wie die Atombomben, gegen die die hier stationierten Raketen wirkungslos gewesen wären. Die Kaserne wurde erst vor Kurzem stillgelegt und die Einheit verschoben. Oft hört man Klagen wegen solcher Schliessungen;…“

    Mit diesen Sätzen würden Sie durch jede Deutschklausur fallen; wirklich peinlich für die FAZ.

  18. Seehofer
    ist zwar nicht mein Lieblingspolitiker, aber er hat doch Recht! Wo sollen die Menschen denn alle hin? Wir können noch soviele Containerdörfer, Schulturnhallen, Liegewiesen von Freizeiteinrichtungen mit Zeltstädten bauen, irgendwann müsen die Menschen hier eine Möglichkeit bekommen sich selbst zu ernähren. Doch die gibt es nur für wenige. Die meisten werden hierzulande vom Staat leben müssen oder sie werden von unseren „guten Arbeitgeber“ als billige Lohnsklaven benutzt. Es muss endlich aufhören mit dem Gelabere wir brauchen Zuwanderer, kommt alle! Im modernen Medienzeitalter kann das jeder Kraal in Afrika/Asien hören und die Flüchtlinge verlassen sich auf diese Werbebotschaft. Schafft endlich in deren Heimatländer Arbeit und Lohn für alle, schafft die Handelsschranken ab, damit die auch verkaufen können, dann bleiben sie da und bauen ihre Heimat auf!

  19. Ein hervorragender Artikel
    Ich bin beeindruckt von dem Artikel, da er die Realität der Situation und die Realität journalistischer Arbeit widergibt. Das ist der Grund, weshalb ich die Frankfurter Allgemeine lese. Qualitätsjournalismus ist nach wie vor die beste Antwort auf die Komplikationen der heutigen Zeit. Deutschland nimmt derzeit sehr viele Flüchtlinge auf. Wenn innerhalb eines Jahres eine Größenordnung von Flüchtlingen kommen wird, die die Einwohnerzahl der Stadt Nürnberg oder Duisburg übertreffen, dann sollte jedem klar werden, dass zwischen Asylberechtigten und -unberechtigten unterschieden werden muss und die letzteren rasch in ihre Heimat zurückzubringen sind. Desweiteren sollten endlich auch weitergehende Lösungen wie Neuansiedlungsprogramme auf verschiedenen Kontinenten inklusive Afrika und Asien geschaffen, Entwicklungshilfe zur Stabilisierung afrikanischer Länder geleistet und zudem die Verbindung von Handels-, Wirtschafts- und Außenpolitik unter dem Blickwinkel Fluchtursachen und Migration geschaffen werden. Aber all das täuscht nicht darüber hinweg, dass auch in den nächsten Monaten und Jahren Deutschland sowie alle Länder der EU einen fairen Beitrag für echte Flüchtlinge leisten müssen.

  20. Asylbewerber
    Die Asylbewerber kommen doch aus Kriegsgebieten und sonstigen Notstandsländer. Da kann man nur sagen, lieber in einer runtergekommenen Kaserne leben als in der Heimat sich vor Mord und Gewalt fürchten. Flüchte ich natürlich nicht aus diesen Gründen, dann wäre mir diese schnöde Kaserne nicht gut genug, dann reicht mir „einfach nur sicher sein“ nicht.

  21. Das Problem dieser "jungen Männer" ist,
    dass sie ihre Kultur mitbringen, die in ihren Herkunftsländern zu den Zuständen geführt hat, vor denen sie jetzt fliehen.

    • Titel eingeben
      Nicht so pessimistisch: Menschen, Völker und ihre Kultur, der sie angelblich verhaftet sind, können sich ändern. Schauen Sie sich Deutschland und die Deutschen nach ’45 an.

    • nix-tu-kultur
      ………..und leider kommen diese jungen männer ganz vorwiegend aus MÄNNER-NiX-TU- oder MÄNNER-WICHTIGTUER-kulturen. gehen sie in die wüste und sehen wer arbeitet und wer im kühlen sitzt. und neulich gesehen in schwäbisch gmünd: schwarzer VW-beetle, darin hochpigmentierter im besten alter am handy, aufschrift auf dem auto: THE BLACK RAMMLER.

      dies alles erscheinen mir für die auffüllung der demographischen lücke (ausser in rein biologisch fortpflanzungsarithmetik von fibonacci denkend)denkbar schlechte voraussetzungen zu sein.

      und warum müssen wir denn diese LÜCKE aufüllen ? für den BDI und das vorhandensein einer stehenden arbeitsreserve damit kein preistreibender nachfrageüberhang nach arbeitskräften entstehen kann ? für das rentensystem wohl auch nicht, da wesentliche einzahlungen auf längere sicht garnicht zu erwarten sind.
      also wohl eher nur für die aufrechterhaltung der volkswirtschaftlichen konsumquote, aber das schafft Goldman-Draghi mit der nullzinspolitik schon alleine.
      soweit zum schönrechnen der geschichte !
      also was bleibt übrig: der humanitäre faktor.
      aber hinterlassen diese männer in mali, gabun, tschad etc. und auf dem balkan nicht teilweise verlassene und verfallende dörfer.

      ja, selbstgesehen, fahren sie mal 25 km weg von hermannstadt, bitte soweit weg, dass die asphaltstrasse aufhört und der schotter anfängt. da war noch nie ein deutscher politiker der höheren klasse, von ganz links bis ganz rechts und von der mitte ganz zu schweigen.

    • Integration
      Integration muss von dem kommen der als Fremder in D leben will.

      Integration heißt sich der Kultur, der Denk- und Lebensweise

      des Volkes anzupassen bei dem man leben will.

      Das musste ich auch als Deutscher in einem außereuropäischen
      Land in dem ich 20 Jahre gelebt und gearbeitet habe.

      Dieses Land wurde und ist für mich mein zweites Vaterland.

      Jeder der sich nicht integrieren will oder kann wegen seiner Kultur die incompatibel ist zu unserer Kultur sollte unser Land verlassen.

      Freiwillig oder unfreiwillig.

    • Import der Probleme
      Diese vielen jungen Männer bringen eigentlich nur die Reflexion der Probleme ihrer Herkunftsländer mit, als da wären
      – inkompetente staatliche Systeme
      – fehlender Säkularismus
      – ein nicht vorhandenes Demokratiedenken (da nie erlebt)
      – ein nicht in unsere Gesellschaft passendes Rollenbild von Mann und Frau
      – Gewalt als ‚Mittel der Wahl‘
      – etc, etc.
      Wenn ich den Hinweisen einiger Beiträge auf Videos auf YouTube dann nachgehe, denke ich, dass es hier mit Sprachkursen bereits nicht mehr getan ist. Die dort zu sehenden ‚Verwerfungen‘ liegen bereits im Bereich des Landfriedensbruchs und müssen – trotz eventueller Traumata einiger weniger sich hier immer noch nicht in Sicherheit und Komfort fühlenden Personen – konsequent mit rechtsstaatlichen Maßnahmen unterbunden werden. Das sind Verletzungen des Gastrechts und haben mit der Einforderung von Menschenrechten nichts mehr zu tun !
      Für die vielen kräftigen ‚Brandbeschleunigerwerfer‘ im sogenannten nationalen Spektrum sollten sich allerdings auch Gelegenheiten finden, wie man sich seines überschüssigen Testosterons entledigen kann. Zum Beispiel in der Altenpflege, als Schülerlotsen oder meinetwegen als Erntehelfer.
      Hysterie ist jetzt jedoch völlig fehl am Platz.

    • @ frankie B.
      Ihr Vergleich hinkt.
      Deutschland und die Deutschen in Deutschland nach ’45 haben
      sich geändert. Ja!
      Die Türken in der Türkei haben sich auch geändert etc.etc. etc.

      Die Clans, die hierkommen wollen doch eher die Welt ihrer Vorfahren
      konservieren, darin stehen sie den deutschen Rechtsradikalen in nichts
      nach.
      Wenn diese Deutschen Modernisierungsverlierer sind, dann diese Migranten
      auch.

  22. Du meine Güte
    „Jetzt hilft kein zögern und zaudern mehr, man muss Nägel mit Köpfen machen, damit sich auch Deutsche in Deutschland wieder zu Hause fühlen.“

    Ist bald wieder Wahl, dass die Leute schon anfangen, von REP-Plakaten abzuschreiben?
    Bitte, es interessiert mich – worin besteht der Beitrag des durchschnittlichen „Deutschen“ selbst, sich in seinem Land „zu Hause zu fühlen“? Seine „kulturellen Werte“ hochzuhalten und zu verteidigen? Wofür stehen „wir“ denn, außer für Reihenhäuschen mit Passat vor der Tür, einmal im Jahr in die Kirche (Weihnachten) sowie Fußball- und Export-Weltmeister? Es wird nicht reichen, so viel steht fest.

    • Mir ist durhaus bewusst, dass mein Kulturbegriff keiner ist, den andere oft teilen würden. Und natürlich sehe auch auch, wie begrenzt bei vielen die Fähigkeit ist, multikausal zu argumentieren. Ich versuche as ja – ob es klappr, weiss ich nicht.

  23. Und ist der Zirkus noch so klein . . .
    . . . einer muss der August sein. Im Fall der momentanen Flüchtlingswelle sind es natürlich wieder die Südosteuropäer, denen gegenüber man öffentlichkeitswirksam politische Zuchtmeisterei betreiben muss.

    Klar: Angefangen von den 800 bosnischen Bauern, die um 1910 die bayrische Wendelstein-Zahnradbahn in den harten Stein gehauen haben, über Tschik Tschajkowski bis hin zu Miro Nemec haben diese Menschen ja stets bewiesen, dass sie hier nicht integrierbar sind.

    Recht so, raus damit! Was scheren uns als „Global player“ auch die Problemzonen Europas. Schaun ‚mer mal wo es hinführt.

  24. Ich fasse es nicht!
    Was jahrzehntelang für die Bundeswehrsoldaten gut genug war, sollte für überwiegend Wirtschaftsflüchtlinge bis zu deren Heimreise allemal gut sein.
    Oder habe ich den Autor falsch verstanden? Wenn ich bedenke, wie meine Eltern 1945 empfangen wurden, ist dies das reine Paradies.

  25. Die ich rief, die "Refugees" werd ich nun nicht los.
    Walle! walle
    Manche Strecke,
    daß, zum Zwecke,
    Menschen ihre Wurzeln fällen
    und mit alten, rostigen Booten
    zu den Deutschen sich gesellen.

    Und nun komm, du alter Mann am Tresen!
    Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
    bist schon lange Fischer gewesen:
    nun erfülle meinen Willen!

    Seht, er läuft zum Meer hinunter,
    Wahrlich! ist schon an dem Kahne,
    sammelt Menschen ein, es geht kaum bunter
    und nimmt Kurs auf die deutsche Fahne.

    Stehe! stehe!
    denn wir haben
    deiner Gaben
    vollgemessen!

    Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
    Hab ich doch das Wort vergessen!
    Ach, das Wort, worauf am Ende
    er das wird, was er gewesen.
    Ach, er läuft und bringt behende!
    Wärst du doch der alte Mann am Tresen!

    Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!
    Und sie kommen! Voll und Voller
    wirds im Kiez und auf den Ämterstufen.
    Welch entsetzliches Gewimmel!
    Herr und Meister! hör mich rufen! –
    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die „Refugees“
    werd ich nun nicht los.

    • ruhig Blut
      Norwegen hat schon einen Weg gefunden; alle zurück nach Eritrea! Und wer nicht aus Eritrea stammt, der kommt auch zurück nach Eritrea, weil man dort nämlich jedem nach Norwegen geflüchteten refugee Papiere ausstellt, wetten? Norwegen zahlt nämlich passabel dafür und Eritrea findet soviel Geld einfach knorke; und eine Idee, wie man die ganzen Menschen sinnvoll beschäftigt (nämlich in der hauseigenen Armee!) haben sie auch schon. Das hab ich neulich bei den Schweizern gelesen, die platzen bald vor Neid über diesen coup und müssen sich jetzt ein anderes afrikanisches Regierungsoberhaupt suchen und dafür bezahlen, dass der ihnen ihre Einwanderer abnimmt. Ich hoffe, wir verhandeln auch schon, denn wenn wir noch lange warten, steigt der Preis. Und die wenigen, die legal Anspruch auf Anerkennung als Asylsuchender haben oder einen Arbeitsplatz vorweisen können – und ihre Familien – stellen für Deutschland wohl kaum ein Problem dar.

    • Soweit ich das verstanden habe, durchlaufen Eritreer jetzt das beschleunigte Verfahren. Damit gibt es plötzlich kaum Sudanesen mehr, und einen Pass haben die meisten bei der einreise nicht.

    • Korrekt -
      während Norwegen erfolgreich ein Rückführungsabkommen mit Eritrea abschließt und die Schweiz vor Neid darauf erblasst (denn erfolgreiches Abschieben ist faktisch unmöglich, wenn die Leute keine Papiere aus dem Herkunftsland haben) haben wir in unserer Weisheit entschieden, die Flüchtlinge aus Eritrea in Deutschland noch via beschleunigtem Verfahren zu bevorzugen (was natürlich auch wieder Trittbrettfahrer anzieht, wie z. B. aus dem Sudan). Ich will nicht behaupten, dass ich etwas von den Verhältnissen in Eritrea verstünde; persönlich kann ich sogar jeden verstehen, der aus einem failed state und vor dem Militärdienst flieht! Aber ich glaube auch nicht, dass Norwegen, die Schweiz und Dänemark ohne Not handeln.

    • Ich halte das für den ganz grossen Kardinalfehler der ganzen Geschichte. Das wird noch richtig hart. Da redet keiner drüber, aber es entlässt schlagartig eine ganze Gruppe aus dem einen zustand in den anderen. Und im anderen ZUustand müssten sie sich sofort zu i9ntegrieren beginnen. Vollkommen unwahrscheinlich, dass das so kommt, allein schon, weil das Personal nicht da ist.

  26. Vor Ort helfen heißt wirklich helfen.
    Nichts ist daran erschreckend. Wirtschaftsflucht ist kein Grundrecht und muss eingeschränkt werden. Vor Ort kann nachhaltig geholfen werden, die Probleme der Herkunftsregion können nicht in Deutschland gelöst werden.

  27. Inhaltlich volle Übereinstimmung, aber die Rechtschreibung!
    Ich kenne die Kaserne, der angeführte Müll wird tatsächlich zügig abtransportiert (stammt übrigens zum größeren Teil auch von Einheimischen).
    Die Verantwortlichen sind sehr bemüht, Ärger bei der Bevölkerung erst gar nicht entstehen zu lassen, und die Flüchtlinge scheinen sich auch dort wohl zu fühlen.

    Aber was ist mit meiner geliebten FAZ los, der Gralshüterin der deutschen Sprache!

    „Donaumoss“, „Schiessplätze“ mit „Schiessandrohung“ (jetzt auch noch das „e“ vergessen, dann gute Nacht…) und „grosse“ (nicht „krosse“?) Geschichten. Gibt es bei der FAZ keine Rechtschreibkorrektur mehr?

  28. Die "unvermeidlichen Sünden und Ungerechtigkeiten" liegen weniger in der Unterbringung
    als in der Außen- und Wirtschaftspolitik. Ich weiß, das ist jetzt gaaanz pöse von mir. Darf man in Deutschland nicht sagen. Ist fast Terrorismus. Schließlich ist gerade Alternativlos-Schäuble zum Publikumsliebling geadelt worden. Also machen wir das gaaaanz vorsichtig. Die Deutschen glauben daran, es ist Gesetz und wird in andere Länder exportiert, nämlich es entstünde Arbeit, wenn man Menschen, die keine haben, unter Druck setzt. Hallo? Wer schafft Arbeitsplätze? Leute, die Arbeit haben oder Leute, die keine haben? Und wann schafft man Plätze? Wenn die Arbeit über die Ohren wächst und man alleine nicht mehr fertig wird. Wenn die Konjunktur boomt. Nun behaupten manche, der Arbeitspreis sei ein Marktpreis. Zumindest nach volkswirtschaftlicher Lehre ist das nicht so. Der Arbeitspreis entsteht über den Produktpreis. Wenn wir also den Arbeitspreis senken, können die Menschen keine Produkte mehr kaufen, der Absatz stagniert und Arbeitsplätze verschwinden. Also ist es gut, den Arbeitspreis zu senken? Nein, es ist nur für Exportunternehmen günstig. Die Exporte müssen wir allerdings mit Steuern ‚retten‘. Eine Wirtschaftspolitik von Verrückten! Nun schauen wir auf Flüchtlinge. Warum flüchten Flüchtlinge? Wegen 146,- EUR Taschengeld, wie es herzige deutsche Politiker annehmen? Ja, durchaus! Kann ein Asylant 50,- EUR mntl. zB nach Nigeria schicken, finanziert er dort das Stadt-Haus einer großen Familie. Dh, die Kinder können in eine gute Schule gehen. Lohnt sich schon, oder? Im Vorzeigeland Slowakei können Roma für 40 Wochen-Std Arbeit bei der Müllabfuhr 50,- EUR mntl. verdienen. Für eine vier- oder sechsköpfige Familie. Preise wie in Deutschland. In Rumänien leben in einigen Gebieten in einer 3-Zi-Wohnung 4 Familien. Eine Familie in Rumänien ist etwas größer als Mutter, Vater, Kind. Vielleicht kann sich jemand vorstellen, was das für Strom, Dusche, Klo, Ehehygiene, Kinderkrankheiten usw. bedeutet. Wenn einer aufsteht, muss sich der andere setzen. Personen, die unter solchen Umständen leben müssen, sind häufig unterernährt, 1.90-Männer wiegen 60kg. Schuld sind natürlich die Roma, die wollen das so. Ob es sich wirklich um Roma handelt (ich kenne ein paar deutsche Zigeunerfamilien, die sind Beamte, Richter und Lehrer und eher gutbetuchte FAZ-Leser), ist einmal nebensächlich. Laut Definition der UNO handelt es sich um Genozid. Mitten in der EU. In Schäubles Vorzeigeland! Und jetzt kommt der Witz: wie bringt man die Leute dazu, dem Genozid nicht zu entfliehen? Man definiert die Slowakei als sicher! Man überlegt sich, ein Einwanderungsgesetz zu schaffen. Hallo? Einwanderungsgesetz heißt, statt Asyl? Solange in Süd- und Osteuropa, im Nahen Osten, Maghreb und Afrika keine wirtschaftlichen und rechtsstaatlichen Perspektiven entstehen, wird der Zustrom nicht aufhören. Nehmen wir an, wir hacken jedem Asylbewerber die rechte Hand ab, werden noch immer alle kommen, denn rechte Hand ab ist besser als komplett tot! Wie bei den Arbeitslosen will man also bei den Flüchtlingen ansetzen anstelle bei den Fluchtursachen – ein lukratives Geschäft, denn das kann niemals funktionieren! Das einzig mögliche wäre, in den EU-Ländern Menschenrechtsstandards zu implementieren (die Slowakei zB ratifizierte obige Genozid-Konvention im Jahre 1993, Rumänien 1950) und peu à peu in den übrigen Fluchtstaaten. Dazu gehört auch, dass Deutschland innerhalb der EU eine Wirtschaftspolitik durchsetzt, die nicht zu massiven Konkurrenzkämpfe um sinkende Einkommen führt und die in den Fluchtländern für Perspektiven sorgt. Für die Politik ist das aber tabu! Nicht nur für Schäuble! Auch für Grüne und – besonders tragisch – Sozialdemokraten, die ja nur noch Banker als Zielgruppe wollen. Die Politik setzt darauf Arbeitslose und Flüchtlinge zu bashen, um die Zeugen der eigenen falschen Politik so schnell wie möglich loszuwerden. Das ist Irrsinn. Wir sollten es abstellen!

    • lösungen vor ort
      ja, die sind notwendig, nicht in ingolstadt, sondern in……sagen wir mal mali. oder bosnien. aber welche deutsche politiker sagt da auch mal was gegen die dortige politische klassen-, clan- oder religionseinschüchterungskultur.
      es macht, siehe nigeria, keinen sinn ein land mit geld zu überhäufen, wie es vietnam-mcnamara als weltbankpräs getan hat. hat er politische zustände verändert ? nein, laufenlassen hat ers, wie andere auch.
      kenia, barack o. fährt hin und meint den dortigen die leviten wegen korruption lesen zu können. die lachen, denn die haben auch gelesen und gehört, dass barack o. mal in chicago eine wichtige figur war. die an der K. schon mal gar nichts geändert hat. hätte er ja können, er war ja einflussreich. aber er wollte lieber präsident werden.
      so ist politisches handeln.
      der mensch, auch auf dem balkan oder in west- und zentralafrika ist auch dort das produkt seiner verhältnisse, das wusste schon der meister des ökonomischen fachs, Karl Marx.

  29. "Donaumoss"
    Noch haben sich die obligatorischen Tüpflessche … er“ nicht über die Rechtschreibung mokiert, Ew. Liebden.
    Wäre aber auch zu nett, wenn sich der Starblogger der FAZ als Legastheniker entpuppen würde …

    Vielleicht haben die Kapaune ja in dem Moment zunächst eher an Kate Moss gedacht und sich der Pflege ihres zu kleinen Gemächts gewidmet.

    Dies erklärt ja so manche Unzufriedenheit.

    Weiblicherseits soll aber auch so manch gesprungener Spiegel anlässlich der Morgentoilette den einen oder anderen Krieg ausgelöst haben.

  30. Trockenlegung von Sümpfen
    Zu Hause auf dem elterlichen Bauernhof wurde ab 1957 unter meiner Mithilfe eine Teilfläche, sogenanntes „Unland“, früher ein See, dann eine Streuwiese, nur einmal im Jahr gemäht, zur Einstreu für die Milchkühe. Drei Eigentümer haben da mitgemacht. Andere nicht. Seit über 50 Jahren ist dies nun ein fruchtbares Grünland das viel Freude macht.
    Wie die FAZ das nur so schwarzmalen kann. Haben die eigentlich noch genügend Sauerstoff zum Atmen.
    Dieses Jahr ist eine Tante mit 100 Jahren, vergangenes Jahr ein Onkel mit 97 Jahren verstorben. Beide haben vor ihrer Einheirat in andere Anwesen einmal im Jahr auf der Streuwiese gearbeitet.
    Relativieren sie deshalb ihre unsachlichen Anwürfe gegen das Donaumoos.

    Heute ist das Trockenlegen von Sümpfen verboten.

  31. Titel eingeben
    Es ist inzwischen ja potentiell rufgefährdend, irgend etwas zur aktuellen Flüchtlingsdramatik zu sagen.

    Nur soviel:

    Gute Absichten sind der direkte Weg in die Hölle.

  32. An Tatsachen orientieren
    Hier geht es nicht darum, entthrontem Hochadel eine Bleibe zu schaffen, sondern Menschen, die aus angeblich tiefstem Elend kommen, dort wo 15 m² wetterfeste Wohnfläche für 5 Personen schon Luxus sind. Auch sollte man konsequent zu Sachleistungen übergehen, nicht das letztendlich von deutschen Steuermitteln die Schlepper ihre Ratenzahlungen erhalten.

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