Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Keinen Fussbreit Mietwohnung dem Rassismus

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Man kann die Philosophie nicht mit “Ich“ anfangen.
Lenin

Ich finde ja, einer der interessantesten Aspekte bei sog. Machtergreifung der Nazis ist die sozialistische Komponente der Bewegung. Wie heute auch, behaupteten Linksextreme und offene Rassisten, dass es keine Gemeinsamkeiten gäbe, aber tatsächlich gab es Plattformen, auf denen man bestens kooperierte. 1932 etwa wurde in München der “Kampfbund gegen Mietwucher“ gegründet, in dem Nazis und Kommunisten den gemeinsamen Feind zu bekämpfen– die angeblich prekäre Existenzen ausbeutende Klasse der Hausbesitzer, die nicht selten jüdischer Herkunft war. Angefeuert wurden solche Bündnisse durch die Parteipresse: Die Nazis waren ohnehin antisemitisch, die KPD hatte sich als Arm Moskaus und in Abgrenzung von Trotzki ebenfalls einen judenfeindlichen Ton angewöhnt. In den jeweiligen Parteiorganen wurden passende Sozialreportagen verbreitet, und im gerechten Gefühl seiner früheren Ausbeutung wähnte sich der Volksgenosse später berechtigt, sich bei Familien Rosenberg den Bechstein zu “borgen“, wo sie ihn doch nicht nach Palästina oder Theresienstadt mitnehmen konnten.

gauli

Die Zeit der Weltwirtschaftskrise war für Mieter wenig erbaulich, es gab fraglos den ein oder anderen unangenehmen Kapitalisten jüdischer Herkunft, und an den hängte man es damals als ideologietreuer Journalist auf, und übertrug die Vorwürfe auf alle anderen: Vermieter boten sich an, sie hatten das Vermögen, das die totalitären Regimes für den Aufbau ihrer Armeen und Unterdrückungsapparate brauchten. Was dem Stalinisten seine Wohnungskommission war, war dem Nazi seine Arisierung – beide versprachen dem Volk mit der Abschaffung des “Plutokraten“ billigeres Wohnen. und natürlich zahlt kaum jemand gern Miete. Bei mir ist das übrigens anders, denn entgegen meiner hausbesitzenden Gewohnheiten habe ich gerade wieder meine übliche Wohnung im schönen Mantua gemietet. Es ist, weil ich nicht dauerhaft dort lebe, einfach praktischer so, und meine Vermieterin hier ist, wie ihre Kollegin in Siena, ein echtes Goldstück. Heiraten kommt mir nach ein paar Wochen mit solchen tatkräftigen Frauen gar nicht mehr so widersinnig vor wie daheim. Deshalb zahle ich auch gern Miete, als Anerkennung ihrer Freundlichkeit.

gaulf

Andere Deutsche machten das früher nicht gern, und das hat sich auch nicht geändert. Auch strukturellen Rassismus gibt es auch heute noch: Jüngst etwa hat die Aktivistin Margrete Stokowski bei Spiegel Online über deutsche, männliche Gewalt geschrieben und eine Massenschlägerei zwischen nicht gerade höflichen, afrikanischstämmigen Strassenhändlern und einer Gruppe Betrunkener aus der Schweiz auf Mallorca deutschen Männern in die Schuhe geschoben. Wer derbste Vorurteile bei der Arbeit sehen will, bitteschön, bei Spiegel Online fliegt man für solche Falschdarstellungen nicht, man liest darunter eine metaironische Entschuldigung Marke “Das ist so nicht gemeint, nehmt es nicht so ernst“. Man kennt diese Strategie auch von der AfD, die gerade wieder wegen Herrn Gaulands Aussagen mit Blick auf einen Fussballer im Kreuzfeuer der Kritik steht – und in der Folge stellt sich nun exakt wieder jene Frau Stokowski hin und macht das, was unsereins, Vermieter seit drei Jahrhunderten, inzwischen sattsam bekannt vorkommt – sie unterstellt bei SPON, belegt mit ein paar Anekdoten mit Quelle Internet, dass Rassismus unter den Vermietern vollkommen üblich sei.

gaulb

Dabei ist sie doch gar keine Vermie

Aber es ist wie immer kompliziert. Es gibt wie immer solche und solche. Speziell in den Orten, in denen ich lebe, ist es wirklich nicht leicht, Wohnraum zu finden, und Vermieter können sich ihre Mieter nach Lust und Laune heraussuchen. Das mache ich übrigens ganz genauso – als ich das vorletzte Mal eine Wohnung im Klenzeviertel vermietet habe, meldete sich unter vielen Gentrifizierungsgewinnern auch ein junger, schwuler Tanzlehrer. Den habe ich sofort genommen, denn das Klenzeviertel wurde wegen der schwulen Paradiesvögel toll und begehrt, und ich möchte nicht, dass mein altes Ausgehviertel von Brautmodengeschäften und Kinderwägen überschwemmt wird. Ich finde es gut, wenn das Klenzeviertel so weit wie möglich verrückt und anders bleibt, denn München ist eh zu langweilig.

gaule

Damit diskriminiere ich natürlich weisse, alleinstehende Karrierefrauen aus dem mittleren Management und transnationale Patentanwälte, die alle paar Wochen in München sein müssen, und sich ebenfalls beworben haben. Es gibt keine passenden Umschreibung für die Diskriminierung vermögender Menschen, solange man sie nicht wie im Stalinismus summarisch exekutiert, aber natürlich gibt es auch Bereiche des Lebens, in denen Reichere klar ausgegrenzt werden: Fahren Sie mal mit Ihrer S-Klasse mit Starnberger Kennzeichen und Kleidung von Armani durch Kreuzberg, lassen Sie “Feminism is Cancer“ auf die Tür schreiben und versuchen Sie, damit eine Lesung der der von bekannten Feministinnen gefeierten Israelfeindin Laurie Penny zu besuchen, dann wissen Sie, was ich meine. Man ist reich, weil dann vieles einfacher ist, aber das heisst entgegen landläufiger Vorstellung nicht, dass danach alles von selbst geht.

gauld

Oder anders gesagt: Entscheidungen für oder gegen Personen werden nie aufgrund eines einzigen Kriteriums getroffen. Als Vermieter kann ich das nicht eindeutig festmachen: Wir sind vom alten Schlag, man merkt einfach, wenn es passt. Mieter müssen zum Haus und seinen Vor- und Nachteilen passen, zur Hausgemeinschaft und – in einer gewissen Breite – auch zur Sozialstruktur. Wenn man im dritten Stock eine junge Familie mit aktuell lautem Kind hat, wird man im Stuck drunter vielleicht doch eher eine Wochenendheimfahrerin bevorzugen. Leute, die alte Dielen abschätzig anschauen, sind einfach nichts für Altbau. Ausserdem ist Mieten immer eine Sache auf Zeit: Kein Vermieter mag allzu flexible Leute, die einen zur schnellen Neuvermietung zwingen. Da ist einem der Deutschlibanese, der hier drei Jahre studiert, ohne jedes Regionalvorurteil wirklich näher als die Hannoveranerin, die bei Facebook ihren Freunden gegenüber zugibt, dass sie nur 6 Wochen zu bleiben gedenkt, weil sie hier nicht länger auf Station ist. Ich habe nichts gegen Hannoveraner, aber so geht es nicht.

gaulg

Vermieter, das ist nun mal generell immer so, wenn es um Dienstleistungen geht, bevorzugen solvente Kunden. Das ist in den besseren Lagen mit Auswahlmöglichkeit oft, aber nicht immer ein K.O.-Kriterium für viele Gruppen von Menschen. Ich bin da anders, ich habe noch nie eine Vermögensauskunft sehen wollen, und wenn man aus meiner Schicht stammt, erkennt man ohnehin nach 10, 15 Minuten, ob jemand dazu gehört oder nicht. Aber auch das garantiert nicht, dass derjenige dann die Miete zahlt – da kann es genauso sein, dass der Betreffende wegen einer eigentlich bekannten Lappalie die Miete mindert. Generell bieten deutsche Gesetze nur sehr enge Spielräume, in denen sich beide Parteien verhalten müssten: Wichtig ist es, Leute zu finden, mit denen man flexibel in einem guten Verhältnis sein kann. Das gute Auskommen ist das absolut wichtigste Kriterium.

gaula

Deshalb gibt es auch eine Diskriminierung von Männern. Frauen bekommen nicht leichter eine Wohnung, weil sie etwa Bein zeigen, sondern weil sich unter Vermietern hartknäckig die Einschätzung hält, sie seien insgesamt sauberer, höflicher, weniger anfällig für Alkoholexzesse und zuverlässiger. Sie nutzen, das ist biologisch aufgrund des geringeren Gewichts nicht zu bestreiten, den Boden nicht so schnell ab. Ein Mann, der sich nur von Lieferpizza ernährt, verursacht einen Haufen Papiermüll und zieht mehr Werbung im Briefkasten als eine mülltrennende Köchin nach sich. Gleichwohl kenne ich keinen genderistischen Beitrag, der versucht, diese Vorurteile gegenüber Männern aufzuklären und Chancengleichheit ohne sexistische Mythen einzufordern – was übrigens leicht wäre, würde man mal Bilder aus Wohnungen von Berliner Genderistinnen veröffentlichen.

gaulk

Manche Diskriminierung wird staatlich von genau denjenigen erzwungen, die angeblich mit der Mietpreisbremse helfen und Frauen fördern wollen: Demnächst will das Familienministerium Sexarbeitende erpressen, sich behördlich registrieren zu lassen. Es ist absehbar, dass dieses Kontrollwahngesetz viele Frauen privat dazu bringen wird, ihre Vermieter in Bezug auf ihre dann amtlich festgestellte Tätigkeit anzulügen, um überhaupt eine Chance auf einen privaten Mietvertrag zu haben. Das ist mietrechtlich für sie hochgradig problematisch und setzt sie aufgrund der Gesetzeslage der Gefahr aus, bei einer Aufdeckung aus der Wohnung zu fliegen. Die Politik der grossen Koalition läuft auf eine krasse Diskriminierung eines legalen Berufsstandes hinaus. Über diese Folgen liest man vom quasi amtlichen Feminismus zumeist kein Wort – Schwesigs Haus macht auch Anne Wizorek zur Sachverständigen und bezahlt Parties. Frauenrechte sind im Lobbyismus immer eine Frage der passenden Loyalität.

An diese Stelle zum International Sexworkers‘ Day meine Verehrung und Hochachtung für alle Hübschlerinnen, meine Mitstützen der Gesellschaft.

gaulj

Natürlich gibt es ethnische Probleme. Man versuche, aus einer Japanerin direkt heraus zu bekommen, dass die Heizung nicht anspringt. In Deutschland wäre das ein Satz, in Japan ist da wohl eine Gefahr, dass der Vermieter sein Gesicht verlieren könnte, und deshalb dauert es lang. Dass ich hier in Italien als Mieter doch recht gut ankomme, gern gesehen und auch postalisch das ganze Jahr erreichbar bin, liegt nicht am Geld, sondern an meinem Bemühen, mich einzufügen und anzupassen. Gerade ist Mittag. Ich stolpere nicht durch das glutheisse Mantua und stürme im letzten Moment Geschäfte, die schliessen wollen, ich beleidige italienisches Stilempfinden nicht mit der Sportsandale, ich sitze daheim und schreibe still meinen Beitrag, ohne die ausruhende Nachbarin zu stören. Ich lasse den Sportwagen stehen, wenn ich nicht ein Nachbarskind um den Block fahre, und strample wie alle anderen mit einem Stadtrad in die Stadt hinein. Ich gebe mir Mühe. Alle sind nett zu mir. Italiener können auch rassistisch sein. Es gibt hier Parteien, die über Ausländer, ganz gleich ob afrikanische “Clandestini“ oder besserwisserische Deutsche angesichts der Wirtschaftskrise so reden, wie bei diversen Meddien heute über weisse Männer geschrieben wird. Es gibt Rassismus, aber die meisten wollen einfach, dass es passt. Und sie freuen sich, wenn man ihre Lebensweise annimmt und deutsche Marotten zurückstellt.

gaulc

Nicht jede Entscheidung, die da getroffen wird, muss allen gefallen. Es gibt Bevorzugte und Benachteiligte, und ich kenne Vermieter, die nach schlechten Erfahrungen einfach sagen, dass sie keine Ausländer und sozial Benachteiligten mehr nehmen, weil sie keine Lust haben, sich bei Konflikten von einem Mob als Menschenfeinde beschimpfen zu lassen – insofern tragen einseitige Medien klar zur Verhärtung der Fronten bei. Die Typus der maulenden, hassenden, die Schuld bei anderen suchenden Journalistin ist als Mieterin wohl nicht ganz selten, er ist fraglos unbeliebt und wir alle hätten einfach gern unsere Ruhe. Es ist ein Geschäft, es ist eine Dienstleistung, man will gut auskommen, und wer das nicht will und Vermietern einseitig Rassismus unterstellt: Unter den Brücken gibt es öffentlichen, kostenlosen und rassismusfreien Raum – das BGE unter den Mietverhältnissen. Eigentum verpflichtet – uns nicht, jede fehlende Erziehung und schlechtes Benehmen zu akzeptieren.

gaul

Denn natürlich gerät zwischen Klassen und Ethnien ab und zu etwas aus den Fugen. Natürlich gibt es Konflikte und Vorurteile, die manchmal auch einfach bestehen bleiben werden. Gegensätze kann man im Internet aushalten, aber innerhalb eines Hauses ist es schwierig, speziell angesichts des deutschen Mietrechts, das Mieter klar bevorzugt, und einer Öffentlichkeit, in der Vermieter gern von Leuten ohne jede Reflektion diffamiert werden, wie Anno 1932. Gerade diese Persönlichkeiten wären aufgrund ihrer Selbstherrlichkeit eigentlich ideale Besitzer alteuropäischer Schlösser und Palazzi, und ich kann hier nur freundlich raten, vielleicht ein wenig zu sparen, die Zinsen zu bedenken und sich der Mühe zu unterziehen, eine Immobilie zu erwerben. Dann ist nicht nur das Mieterelend vorbei, und man versteht dann auch Standpunkte der besitzenden Klasse.

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  1. .... und man versteht dann auch Standpunkte der besitzenden Klasse ...
    …. werter Don, da bin ich eher skeptisch, dass das noch was wird im beamtenstrotzenden Kapitalisten-Neidland.

    • Das war Satire. wir wissen doch alle, dass die Berliner Boheme als Paradebeispiel für Altersarmut später von kräftigren Migranten an den Rand gedrängt wird.

    • Das Lustige ist ja, dass die Berliner Boheme noch hofft ...
      …. im Alter von den kräftigeren Migranten in die Altbauwohnung im dritten Stock getragen zu werden.

    • Runter geht es leichter, wenn man über den Balkon geht. So rein physikalisch.

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      Die berliner Boheme hofft vielmehr, so scheint es aktuell, mittlerweile fest auf das bedingungslose Grundeinkommen. Um damit kräftigen Migranten die Möglichkeit zu geben, ihnen freiwillig und ohne Bezahlung zu helfen. Als Lohn reiche doch das Lächeln auf den sabbernden Rentnergesichtern, so erzählt man sich strahlend beim nachhaltigen Bio-Brunchen am Sonntag Vormittag. Unsere Gesellschaft müsse einfach wieder mehr an das Gute im Menschen glauben.

    • Es ist immer eine Frage der Bemessumngsgrenze – man kann es ja so machen, dass der Bohemien gerade noch abgabenfrei und gleichzeitig zuwendungsbegünstigz ist.

      Was macht eigentlich Ponader?

  2. ein schmaler Grat
    auf dem Mann wandelt, wenn man als Vermieter auch noch zugibt, dass man den oder die „diskriminiert“.
    Der eine transnationale Patentanwalt oder die andere alleinstehende Karrierefrau des mittleren Managements wetzt – wenn auch mit geringer Aussicht auf Erfolg, aber mit grossem Aufwand verbunden – bereits die Gleichbehandlungsmesser.

    PS: schreiben Sie Nazis doch aus, dann ist der link zu den Linken offensichtlicher: Nationalsozialisten beinhaltet das Wort „Sozialisten“

    • Ungern, ich bin ja selbst Sozialist. Und sicher kein Nazi.

    • Der gebildete Mensch
      kommt mit eingebautem Sozialismus. Das nennt man Humanismus. Nur wenn jemand den Ochs und Esel Sozialismus will, dann sehe ich rot.

    • Und bitte mit praktischer Intelligenz, sonst endet es wie in Sezuan.

    • Titel eingeben
      Das hat schon der Minister …na wie hieß er noch, der Kleine? Geißler, … den Sozis (SPD damals) vorgeworfen. Natürlich, um die politischen ‚Gegner‘ in (s)einer schmierigen & bösartigen Art (damals) in eine bestimmte Ecke zu schieben — also nicht aus wahrhaftigen Gründen. Sie auch, Älpler?

    • Naja, dafür ist der Geissler, glaube ich, inzwischen Pressesprecher des linken grünen Flügels.

    • Aber wieso schmaler Grat? Es ist doch so offensichtlich, dass eine ganz besondere
      Klientel niemals nicht als Mieter bis in den wohl sanierten Altbau gelangen wird. Sie stellen sich ja offensichtlich im Gastland an wie die Wutz im Walde.
      Da bleibt nur sozialer Wohnungsbau, verteilt auf die Schultern aller Steuerzahler, samt der Zahlungen des Mietzinses und aller anderen Versorgungen bis ans Lebensende. Sozialisierung in unser Land wird mitnichten gelingen – in Einzelfällen mit mindestens eins-zu-eins-Betreuung vielleicht.
      http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14915/3343253
      Jetzt also schon nachmittags, nach der Schule keine Sicherheit auf dem Nachhauseweg mehr.

    • Sie zweifeln immer noch an Ärzten?

      Naja, das Thema bleibt uns ja. Jetzt in der Darreichungsform „In Lybien steigt die afrikanische Mittelklasse in die Boote.“

    • Immer wenn Geissler irgendwo auftaucht ist Gefahr im Verzug -
      er ist so einer, der die heiße Luft, die beim über-den-Tisch-ziehen entsteht, gut verkaufen kann. Unvergesslich damals in Stuttgart bei der S21-Show.

    • Titel eingeben
      „Ungern, ich bin ja selbst Sozialist.“

      Der Artikel weist Sie zumindest als Klassenkämpfer aus, das ist schon mal ein Anfang. Kein Problem, jeder sollte seinen Klassenstandpunkt vertreten.
      Ich klassifiziere Sie ja anhand Ihrer von mir hoch geschätzten Artikel ohne weiteres als Klassenprimus, aber der Naziopfervergleich missfällt mir. Den Stern als Opferorden zu verteilen sollte Kampfhundehaltern und linksgrünen Israelkritikern vorbehalten bleiben.
      https://tapferimnirgendwo.com/2014/05/07/ein-stern-der-deinen-namen-tragt/
      Ihr historischer Diskurs ist allerdings korrekt und Ihre Skepsis darüber, welcher unserer Zeitgenossen damals wohl bei welchem Verein Mitglied gewesen wäre angemessen, ich habe also ein eher ästhetisches Problem mit dem Vergleich.

    • Es gab diese Zusammenarbeit und die wilde Arisierung ist nicht einach so passiert. Deshab ust es noch lang kein Vergleich. Man mag lediglich erkennen, wie ungut solche Ausgrenzungsdebatten, wie SPON sie betreibt, sind. Und dass knallrot und knallbraun sich nicht ausschliessen.

    • "knallrot und knallbraun"
      Nun, ich würde sagen, sie haben zumindest oberflächlich betrachtet zwar eine Schnittmenge, aber auch die hat Grenzen – zumindest in der Motivation.

  3. Raus aus der Miete,
    dann kann ich endlich machen was ich will. Sagte einer, der noch keine Eigentümerversammlung von innen kannte. Auch da kann man Diskriminierung antreffen, ganz herb.

    • Ich sagr ja: Palast. Da hat man seine Ruhe, und wenn ein Sklave aufmuckt…

    • Eigentum(swohnung)
      Eigentumswohnung. Lassen Sie mich damit in Ruhe. Bevor ich anfange, die ganze Geschichte nochmal aufzurollen. Kann man aber auch selbst durchdenken, wieso das eine vergleichsweise neuere Erfindung ist, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.
      Eigentlich nur ein fiktives Konstrukt, den Wert eines Hauses für den Eigentümer durch Teilung sprunghaft zu steigern.

      Und jetzt bin ich ruhig. Viel Spass!

    • Palast oder gar nichts.

    • Palast
      Finde ich ja auch, Don Alphonso.
      Was mir fehlt ist nur das geeignete Personal. Die im letzten Jahr Angekommenen sind durch die Bank nicht überzeugend.

    • Die Sanktionsmöglichkeiten werden durch Leibeigenschaft herkunftsneutral verbessert, daher ist sie als flenkierende Massnahme wieder einzuführen. ;)

    • Lieber Don - Fussfesseln für einige gibt es ja schon ;-)
      Text eingeben

    • Irrtum!
      Als Palastbewohner ist man auf Gedeih und Verderb dem Personal ausgeliefert…

    • Leibeigenschaft
      Nein, diesmal nicht. Aber ich tendiere zwischenzeitlich zu Provocateur.

    • Exakt. Ich sage nur 'Verwalter' ...
      Neben gewissen uneinsichtigen schwatzhaften Elementen oder Leuten, die ‚Sondereigentum‘ nicht von ‚Gemeinschaftseigentum‘ unterscheiden können und neben gnadenlosen Selbstdarstellern in der ETW-Versamlung („Ich war gestern noch in Dubai, konnte gerade noch in letzter Sekunde die letzte Maschine hier her nehmen …“ ), die einen innerlich quälen können bis zur geistigen Folter – hat man gemeinhin mit einem – von der Gemeinschaft – bitter bezahlten Verwalter zu tun, der seine Eigentümer als Bittsteller behandelt und lieber permanent zwischen der Stadt und seinem grünen Dienstsitz hin und her lustwandelt.

      Der nebenher noch makelt, Latte trinkt, und schwerer zu erreichen ist als Armstrong damals auf dem Mond. Wenn der überhaupt dort war. ^^


    • und wenn ein Sklave aufmuckt…
      Ja, und dann?
      Wacht man morgens mit eingeschlagenem Schädel auf, die Welt „von oben“ betrachtend, oder was?
      Mir wäre es nicht geheuer, Sklaven zu haben. Die proben zu leicht den Aufstand, ohne Überlegung für den kommenden Tag.
      Lohnangestellte wird man notfalls auch ohne finale Gewalt wieder los, aber bleiben Sie mir weg mit Sklaven!

  4. Soviel Sorgen, armer Don!
    Dass bei so stromlinienförmig angepasster Verträglichkeit der geschätzte, weltgewandte Don sich überall bestens angepasst einbringt und sich wie seine Welt bereichert, versteht sich von selbst. Sorgen machen eher die Mieter, wobei sich der gute Don trotz aller formidablen Fähigkeiten sein Gegenüber auf finanzielle wie sozialverträgliche Werte ein- und abzuschätzen doch mal täuschen kann. Und dann vor Gericht die streitenden Parteien – das ist nicht schön! Wie viel leichter lässt sich leben, wer frei und mobil in Rentner Ruhe durch die Lande schweifen und mitfühlend tröstend Don bei seinen Sorgen helfen darf.
    http://n0by.blogspot.de/2016/06/nach-nordfriesland-zum-vergessen.html
    Wie passend inspiriert mich Don dazu, mich des schönen Satzes zu erinnern: „Ich hab‘ mein‘ Sach auf Nichts gestellt, drum ist so wohl mir in der Welt….“ – Aber mit dieser ICH-Philosophie hätte Lenin garnicht erst angefangen.

    • Vermieten ist eigentlich ein klasse Beruf und wir leben im 21. Jahrhundert – es ist schön.Menschen aus aller Welt kennenzulernen, sofern sie halt willig sind.

    • IfmF
      Das „verdampt“ war Indiz genug, dass es sich bei der IfmF um einen Fake handelt.

  5. Das Übel mit dem Vermieten
    bekomme ich hautnah bei meiner Mutter mit. Ehrlich gesagt wird mir etwas bang, irgendwann das Erbe nicht nur des Besitzes, sondern all der damit verbundenenVerdrießlichkeiten, Schlichtereien, und Renovierungen abgewohnter Räume anzutreten. Frau Mama vermietet übrigens nicht mehr an alleinstehende Damen, zu viele negative Erfahrungen.

    Das S in NSDAP wirde gerne unter den Teppich gekehrt. Die jüngeren wissen eh nichts mehr von der Mauer oder der NS-Zeit, das wurde alles auf das Wörtchen „böse“ eingedampft. „Nazi“ kommt dann halt von „nazionalistisch“, Rechtschreibrephorm unt Billdungsmiesehre sei Danck. Tatsache ist, das Programm der NSDAP war sozialistisch, und Sozialismus taugt zum Stimmenfang. Alles wird erschwinglich, zu einem hohen Preis.

    • Wir hatten hier unser Schockerlebnis mit einer Hebammen-WG. Da habe ich viel gelernt und jetzt läuft es wieder rund.

      Gebe aber zu, dass es einen elend hohen Anteil an Frauen unter den neuen Formen des Totalitarismus gibt, und das macht schon nachdenklich. Speziell mobben und so, das ist sehr weiblich.

    • Krankenschwestern sind der Knaller als Mieter
      ich hab meiner Mutter ihr klein Häuschen zurückgegeben, 1Familienhaus mit Einliegerwohnung in Ostwestfalen ist absolut nicht der Bringer. Man zahlt zuviel Steuern und vom Rest alles erhalten geht einfach nicht. Dann der Ärger mit den mietenden Damen… sage einer, Krankenschwestern seien reinliche Wesen. Nee, das brauchte ich nicht und meine Mutter hat dann verkauft.

    • "Sozialismus taugt zum Stimmenfang"
      Also den Eindruck habe ich schon lange nicht mehr, aber der AfD könnte es über den Berg helfen.

    • Renate, gestatten sie mir die Anmerkung....
      „ich hab meiner Mutter ihr klein Häuschen zurückgegeben…… Man zahlt zuviel Steuern und vom Rest alles erhalten geht einfach nicht.“

      Das liest man gern.
      Jeder darf gern einen Palast haben, aber ererbtes Wohneigentum um von den Einnahmen zu leben….

    • Tyler, davon leben wollte ich ja gar nicht
      meine Mutter wohnte mietfrei im EG, oben die Einliegerwohnung zu einem lächerlichen qm-Preis von 4DMungrad vermietet, versteuert werden müssen aber beide Wohnungen, dazu die Erhaltungskosten, man hat die ersten Rohrbrüche, Ärger mit der Versicherung, bei einem über 30 Jahre alten Haus in der Größenordnung und vor allem in der Gegend/Pampa machte das alles wenig Sinn. Und noch weniger, wenn man dorthin nie zurückwollte, um selbst drin zu wohnen.

      Das Finanzamt wollte damals von dem bisschen Miete (kam ja zu meinem Verdienst hinzu) fast die Hälfte an Steuern und schon hat man Knatsch mit der Mutter, die ja die Einliegermiete für sich kassierte, ich durfte nur für etwas zahlen, was ich nie haben wollte.

      Mein Vater hatte sich das alles schön gerechnet, im Alter miet- und sorgenfrei wohnen… so läuft das nicht, jedenfalls nicht mit so einem Haus, das sich mit der Miete nicht instandhalten lässt.

  6. Der Splitter im Auge
    Lieber Don, Ihr Text wirkt – mit Verlaub – auf mich stokowskihaft. Er leitet aus Anekdotischem generelle Aussagen ab.

    Sicher gibt es Vermieter in der Art wie von Ihnen beschrieben. Es gibt aber auch eine ganz Menge von jenen, denen ihre Immobilien lediglich ein Renditeobjekt sind.

    Diese Art von Menschen macht sich nur insofern Gedanken über den sozialen Hintergrund ihrer Mieter, als sie weniger solvente Mieter gerne durch geeignete Maßnahmen gegen solventere Mieter austauschen, um die Mieteinnahmen zu erhöhen (Typischer O-Ton:“Diese Wohnungen müssen mindestens 6 Prozent Kapitalrendite bringen…“).

    An einem fairen Interessenausgleich – so wie Sie ihn beschreiben – liegt bei privaten Vermietern nach meinen Erfahrungen nur einer Minderheit etwas. Das zeigen letztlich auch die Verlautbarungen der Haus-und-Grundbesitzervereinigungen, deren Ton ein völlig anderer ist als der Ihrer komplexen Überlegungen.

    Am besten fahren sozial Benachteiligte immer noch mit den großen Vermietungsgesellschaften. Deren Vermietverhalten ist derartig standardisiert und rechtlich geregelt, dass individuelle Eigenheiten der Mieter in der Regel durchs Raster fallen.

    • Es gibt beim Vermieten keinen fairen Interessensausgleich. Es ist keine Ehe. Es gibt ihn bei keiner Dienstleistung. Es gibt nur Leute, die glauben, bei Vermietern könnte man so etwas – im Gegensatz zum Bäcker – fordern. Es ist ein Geschäft. Wenn Ihnen Vermieter A nicht passt, können Sie zu Vermieter B. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf 3 euro Miete pro qm in Bestlage.

      Aber generell ist es halt immer eine menschliche Sache – jetzt um so mehr, als Makler vom Vermieter bezahlt werden müssen. Das wollte die Regierung, jetzt gibt es halt nicht immer schöne Folgen. So ist das nun mal, wenn es von der Politik keinen fairen Interessensausgleich gibt, sondern Eingriffe in den Markt.

    • Kommen Sie, Don!
      Auch als jemand auf der Eigentumsseite stimme ich nicht mit Ihnen überein. Beim letzten Hauskauf musste ich den Makler der Voreigentümer dafür bezahlen, dass er mir deren Bude in deren Auftrag überhaupt zur Besichtigung öffnete. So war/ist die Rechtslage.

      Fair ist anders. Fair ist dass bezahlt, wer bestellt. Alles andere sind Eingriffe in den Markt. Und wenn jemand einen Makler beauftragt, zum Suchen oder Finden, dann sollte derjenige dann auch für den von ihm bestellten Service bezahlen.

    • Ich perönlich vermiete immer selbst.

      Aber ich kann auch verstehen, warum manche keine Lust auf den Stress haben.

    • Titel eingeben
      Die besten Erfahrungen hab ich selbst auch mit den großen Gesellschaften gemacht. Klar, die holen raus, was geht, aber eben auch nicht mehr. Kein Eigenbedarf. Der Ansprechpartner in der Immobilienverwaltung macht seinen Job und ist meist höflich und sachlich, wenn man zu ihm/ihr höflich ist. Viel weniger Befindlichkeiten, weil sie meist nicht die Haltung haben, sie hätten was zu verteilen. Keine handgeschriebenen Nebenkostenabrechnungen mit großzügigen Pauschalen für das Futter von Hausmeisters Wachhund, keine Überwachung von Post und Paketen und des Mülls. Nur vor Einbrechern hab ich mich wirklich sicher gefühlt in der Zeit.

      Und aus Sicht des Vermieters ist ein Makler nicht falsch, vor allem, wenn man älter ist oder woanders wohnt oder sich den Stress mit Mietern nicht antun will. Und es gibt – sicher wenige – gute Makler, die einen ordentlichen Job machen. Aus meiner Sicht die, die auch was in Sachen Immobiliensachverständiger und Hausverwaltung machen, weil man da als Eigentümer ein wiederkehrender Kunde ist. Und für solche Leistungen bezahlt man auch gerne. War aber sicher auch ein Nachfragermarkt.

      Schlimm sind Märkte wie München, wo alle mitverdienen möchten an der Not der Mieter, und wo Vermieter aufgrund der Immobilienpreise extremen Druck haben, zu möglichst niedrigen Kosten möglichst hoch zu vermieten, egal was der Gesetzgeber sagt, weil nämlich sonst die schöne 1,5%-auf-Kante-genähte-1,5Mio-Finanzierung für die 140qm Altbauwohnung (für Schwabing mittlerweile ein völlig normaler Preis) platzt. Da entstehen laufend Situationen, wo zwei zu Lasten eines Dritten handeln, und meist ist es der Mieter.
      Dass DA sich davon freimachen kann, ist eben nicht nur eine Frage der Haltung, wiewohl es natürlich auch genügend von der Sorte gibt, die aus Abbezahltem Maximalrenditen herausquetschen wollen.

    • Mietpreisbremse
      In Zukunft soll der neue Mieter vom Vermieter ohne Aufforderung über die Höhe der letzten Miete informiert werden.

    • Warum?
      Warum?

    • Das ist völlig richtig, Don.
      Don Alphonso 3. Juni 2016 um 14:13 Uhr

      Und genau deshalb gehören die Erbschaftsgesetze geändert!

      Dieses Machtgefälle, das ausschliesslich durch die Geburt legitimiert ist, das ist nicht akzeptabel.

    • Dazu brauchen Sie hier aber erst mal Rotrotgrün am Drücker und sebst dann wird das nix.

  7. DEIN FEIND: der böse MARKT
    dieser text ist ja eine willkommene ablenkung vom reinigen und vorbereiten der wohnung und des gartens am see für die gäste die zu besuch kommen – es sei denn die terasse wird durch den anschwellenden see direkt zur bootsanlegestelle, aber ich bin beruhigt, es liegen noch gut 100 höhenmeter und 7 strassenkehren dazwischen…….

    der beweis ist ja nun empirisch erbracht, mietpreisbremsen (MPB) verfehlen ihre wirkung systematisch und dauerhaft, im gegensatz zu wirbelstrombremsen.

    der unterschied ist, dass die MPB von einem erfolgreichen juristen konzipiert wurde, einem berufstand, dem mann oder frau ja allgemein (sicher als vorurteil !) zutraut, deshalb jurist geworden zu sein, weil er nicht rechnen kann und ihm beim anblick von blut schlecht wird.

    besonders kritisch für den umgang mit der realen welt des kleinen mannes und der entrechten frau wird es – parteiübergreifend übrigens – wenn juristen auch noch politiker werden, ob nun im Saarland oder in Heilbronn, viele führen diese kombination auf die gesuchte belebende rückwirkung auf das anwaltsgeschäft zurück oder auf den konkurrenzkampf, der lange zeit unter dem ungerechtfertigten stichwort „juristenschwemme“ viele aus diesem fachgebiet woanders die karrierechancen suchen lies.

    auch juristenpolitiker können also den markt nicht drehen (weder den für wohnungen, noch für crytal meth), ebensowenig wie landwirtschaftsminsiter durch noch mehr subventionen den milchsee bändigen können, das wirkt dann eher konträr.

    aber das simple modell der angebots- und nachfragekurven – ob nun konvex oder konkav oder gar geknickt, einfach oder doppelt versteht sich – wollen wir mangels überhöhter komplexität für diese berufstände hier garnicht bemühen, es würde schon der kurzfristig vom ideologischen ballast des parteiseminars befreite gesunde menschenverstand helfen bei der suche nach mehr bezahlbaren wohnungen oder weniger von der billigen milch.

    vielleicht mal ein seminar in mikroökonomie, ist nicht einfach, sich mal der logik hinzugeben, wie die welt nun mal ist. das sehe ich ein. auch ich hielt nicht ganz durch, der ruderländerkampf in Amsterdam erzwang damals einen teilverzicht auf die sonderfälle prohibitiver preise und sättigungsgrenzen. das letztere haben wir ja nun mit der agrarpolitik endlich erreicht, schuld ist Lidl natürlich. prohibitive preise bei wohnraum sind weit weg, leider bilden nur die von DON erwähnten brücken oder wohnmobile ausweichlösungen oder die altmodelle Hotel Mama oder Hotel Papa für jüngere zielgruppen.

    wie sich lösungen im kampf gegen effiziente märkte entwicklen, sehen wir in Venezuela, da hätten der ehemalige staatssekretär aus dem Saarland oder der landwirtschaftsminister eine breite spielwiese. samstags sorgt dann ein mobilmachungstraining für die erhöhte durchblutung der gehirnzellen und für solidarische praxis- und volksnähe. auch der Vatikan arbeitet an solchen modellen lese ich.

    für alle die dem marktmodell „aus der region, für die region“ anhängen empfiehlt sich Nordkorea, als ersatz aber auch Kuba, da kann man jetzt hinreisen und studieren, wie sich regional nachhaltiges erfolgreiches wirtschaften ohne störende importe – fast unter laborbedingungen – ökonomisch, sozial und ökologisch zu höchstleistungen entfaltet hat.

    ja, der böse markt, Happy Hippo soll ja an einer lösung gegen der ausverkauf deutscher hochtechnologie nach China arbeiten…….
    es gibt für jede problemsituation garanten, dass es schiefgeht….
    hierzu zählen aber auch deutsche grosse mittelständler, die sich die welt des austricksens (nein, das ist zu hart formuiert, ich sollte schreiben, des ausschaltens) der streubesitzaktionäre einfach zu einfach vorgestellt haben oder zusehr mit der erbschaftssteuerreform beschäftigt waren. grüsse nach Heidenheim und Augsburg !

    • Man kann nicht 1,2 Millionen Leute einladen und glauben. die Preise in dem 40-Millionen-Sektor, auf den sie treffen, blieben niedrig. Speziell, wenn da jeder zeiter auch mehr nPlatz will. Am besten natürlich nicht dort, wo die Osteuropäer schon sind.

  8. Was ist mit Kündigung?
    Sie sagen es selbst: Wenn Sie am Klenzeplatz vermiten, haben Sie eine andere Clientèle, eine, wie Sie selbst in Mantua sind.
    Vermieten Sie mal eine Wohnung an ein junges Paar und lassen sie dieses Eltern werden – Sie laufen Gefahr, die aus den Nähten platzende Familie nie mehr aus der Wohnung zu kriegen. Das kann unangenehm sein.
    In Bln haben sich die Besitzer mit FeWo weitergeholfen, das soll nun nimmer sein.
    Daher sage ich selbst, dass das Mietrecht zu einseitig ist. Es muss möglich sein, mit z.B. Jahresfrist oder Halbjahresfrist zu kündigen, wenn man verkaufen will. Sagen wir, der Vermieter braucht Geld. Es muss in seinem Recht bleiben, mit gebührender Frist zu kündigen. Und das ist das Hauptproblem beim Vermieten.

    • Kind haben wir gerade wieder, ist völlig unproblematisch. Wirklich.

      Aber natürlich gibt es viele mieterfreundliche Regelungen. Das wird sich aber mit dem Kaufboom noch ändern.

    • Vermieter?
      Oberländer, Sie sind offenbar Vermieter/Eigentümer?

      Ganz kann ich mit Ihnen nicht übereinstimmen. Das ist die Rechtslage beim Verkauf. Da kauft der Käufer immer alle Verbindlichkeiten mit, auch Hypotheken, Wegerechte, u.s.w. Also notwendigerweise auch Mietverträge.

      Einverstanden bin ich bei dem sogenannten Mieterschutz mit Ihnen. Selbst wenn jemand nicht bezahlt, aber aus sozialen Gründen …. und so weiter.
      Genauso ist es unsäglich, dass ich nicht in meiner eigenen Ferienwohnung (wenn ich denn eine habe) wohnen darf, bzw. im Moment wegen der von mir uneingeladen Ankommenden nicht leerstehen lassen darf.

  9. Qual der Wahl kann keine Diskriminierung sein.
    Wo Menschen zusammen leben ist das miteinander sehr wichtig, wenn sie als Vermieter auf Kompatibilität achten Gratulation.
    Der Sozialismus bietet vieles, wird wie das Wort Liberal aber heute nicht mehr realistisch interpretiert und gelebt schon gar nicht. Liberal heißt heute Selbst Aufgabe bis zum Untergang (gilt insbesondere für die Balkon Springer), sozialistisch sollen dagegen immer die anderen handeln, in ihren Fall sie als Vermieter.

    • Ja klar, das ist so der Wunschtraum. Bei den Austrofaschisten hiess das“Der Jud soll gehen, sein Sach bleibt“. Ich habe überhaupt kein Mitleid mit Mietern, die, wenn sie das nicht kriegen, die Rassismuskarte ziehen.

  10. Draußen klart es auf zum Wolkenbruch,
    meine Arbeit bleibt liegen. Lese gerade:

    „Fahren Sie mal mit Ihrer S-Klasse mit Starnberger Kennzeichen und Kleidung von Armani durch Kreuzberg,…..“
    .
    Ist nicht gerade Kreuzberg, hier in der Stadt am Neckar (ist erst im Werden), aber oben an der Ortsdurchfahrt zur Kebabbräter-Vorstadt sehe ich, hey alde, einen C 217, mit, sagen wir mal unwesentlich geänderten Pneus, was die Breite anbelangt, Fahrer lässig, heraushängendem linken Arm aus dem offenen Fenster und Beschallungsanlage mit einer Lautstärke, welche die Braunhemden samt BdM-Mädels auf dem Reichsparteitag in Ekstase versetzt hätten. Ob die base-cap und Sonnenbrille von Armani sind, kann ich als Passant nicht erkennen. Die Brixton-base (Leder?) gleicht der des Berliner Schokojungen bei seinem lässigen Statement, kürzlich.
    .
    Man sagt, der junge Fahrer sei der Sohn eines osmanischen Arbeitsvermittlers mit angeschlossene Export-/Import-Affairs. Nachmittags, wenn seine Altersgenossen von der Schicht bei Audi kommen-und andere dafür gehen, pflegt er auf den breiteren Straßen der Stadt zu cruisen. Sollte sich an exponierten Stellen, z.B. an Kreuzungen bei Ampelrot und einer genügend großen Gruppe junger weiblicher Passanten die Gelegenheit ergeben, fügt er mit blockierten Bremsen expressement den Antriebsrädern eine gewisse Veränderung des Durchmessers zu.
    .
    So wurde ich einer dieser Vorstellungen auf einer Kreuzung ca. 30 m entfernt von der Filiale einer Drogeriekette ansichtig. Der beißende Rauch dieser mindesten 20 Sekunden dauernden Vorstellung von Reibungshitze und Verbrennungsprozeß, zog, getrieben vom Westwind genau in die offene Eingangstüre des Ladens. Die Türe schloß nicht, da das Verkaufspersonal vom Lärm angelockt im Laser standen. Darauf ging die Rauchwarnmeldeanlage an. Eine entsetzt aus dem Laden auf die Straße laufende Verkäuferin, offensichtlich türkischer Herkunft konnte ich mit der Ansage beruhigen, daß gerade einige ihrer Landsleute zum Spaß hohl drehten-was sie mit einem verlegenen Lächeln quittierte.
    .
    Kreuzberg, c´est partout entre temps.

    • Es ging mir da nicht um die Migranten aus der Türkei, sondern um das Aktivistenprekariat in Pinkfärbung, das männliche Herrschaftssymbole vehement ablehnt.

  11. Titel eingeben
    Wieder einmal ein Anlass, auf „Fast wia im richtigen Leben“ von Polt hinzuweisen – man suche bei Youtube nach „Mieterseminar Polt“.
    Aus heutiger Sicht visionär die Szene mit dem Fußballer: „Psst – a Nega! … Er geht scho wida“

    • Manche Dinge ändern sich nie, obwohl es eigentlich nur ein Brocken Neanderthaler-Gen bei uns ist.

    • Nicht einmal der Schluck Neandertalerblut unterscheidet uns grundsätzlich.
      Vor ein paar tausend Jahren gab es da eine Rückwanderungswelle vom Nahen Osten nach Ostafrika und hat die Neandertalergene bis weit in den Kontinent hineingestreut.
      Ich schätze sowieso, dass der Afrikaner sich in Punkto Rassismus gut mit dem Kaukasier messen kann, wenn er nur in der entsprechenden Machtposition ist.
      An den Neandertalern kann es wohl nicht liegen. Womöglich sind die ausgestorben weil sie gerade keine Rassisten waren.

    • Alle Menschen werden Brüder
      „Ich schätze sowieso, dass der Afrikaner sich in Punkto Rassismus gut mit dem Kaukasier messen kann, wenn er nur in der entsprechenden Machtposition ist.“
      .
      Chinesen und Japaner sollen es auch gut drauf haben, aber das nur mal so.
      .
      Vielleicht es es dieser eine Punkt, der allen Menschen gemeinsam ist. Oder etwas platter, jeder ist Rassist. Manchmal, bei höchster Konzentration, merkt man es bei sich selber.

    • Verwechseln Sie mal einen Koreaner mit einem Japaner.

  12. Vermieten ist nicht einfach!
    Lieber Don!
    Danke für den Bericht. Ich habe eine kleine Wohnung in einer österr. Großstadt geerbt. In einem Anfall von „Gutmenschentum“ versuchte ich diese an einen anerkannten Flüchtling, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung floh, zu vermieten. Mir waren dieser Fluchtgrund und die Anerkennung als Flüchtling wichtig. Ich wollte keinen „subsidiär Schutzberechtigten“ (im Übrigen ein unmögliches Wort!) und keine anderen „Flüchtlinge“.

    Da bekanntlich viele Flüchtlinge rasch weiterziehen, die Solvenz auch nicht immer so gegeben sein soll und die Wohnungen nach deren Auszug häufig unbewohnbar sein sollen, war ich bereit an eine entsprechende Vereinigung, die mir diese Risiken absichert zu vermieten. Nun, was ich dann mit den (weiblichen) Ansprechpersonen erlebte hat mich sofort wieder von meinem „Anfall“ geheilt. Schade. Denn es gibt Flüchtlinge, insb. Schwule, die um Leib und Leben fürchten müssen. Hier bin ich auch sofort bereit zu helfen. Ideologische Belehrungen etc. brauche und interessieren mich nicht. Vor den Karren der „Refugee-Welcome-Spinner“ lasse ich mich dafür aber ganz sicher nicht spannen!

  13. Es muss halt passen
    Ich hatte mit meinen Vermietern bisher Glück, ggf behaupten diese das auch von mir. ggf ist das auch eine Frage der Ansprüche. Die Vermieter wollten regelmäßig Geld und ich meine Narrenfreiheit. Da meine Nachbarn das auch wollten musste man sich einigen. Wenn ich von anderen höre das sie sich mit dem Vermieter über dies oder jenes streiten frage ich mich warum sie dort bleiben. Ich halte vom Streiten hier wenig, ich streite lieber mit meinem Psychiater. Das dumme/gute ist nur das er idR recht hat und mich nur überzeugen muss, was ihm idR gelingt.(Mein Vermieter ist Apotheker, der kann das auch) Dafür bekommt der Arzt als Entschädigung Geld von der Krankenkasse. – Ein Problem könnte sein das sich Vermieter überschätzen. Ich denke das kann nicht jeder. Mancher der mit Immobilien Geld verdienen/erhalten oder vernichten will sollte sich besser Fondsanteile oder Aktien kaufen.
    PS Ich wusste bis vor kurzem gar nicht wie laut 4-5 jährige mit einer Tür knallen können. Der Ausgleich erfolgt mit zeitlichem Abstand von Stunden bis Tagen und Wochen über deren lautes Lachen. Zum Glück kommt letzteres gefühlt öfter vor.

    • ZZwidawuazn gibt es auch, aber die landen dann meist eben dort, wo sonst keiner hin will, und gegen anderen auf die Nerven. Man kann, wenn man wollen würde, Mietern schon auch das Leben erschweren.

    • Anlage
      Herr Keller,

      wir sprechen uns in einigen Jahren wieder, post Helikoptergeld, und post Griechenlandschuldenschnitt, und post GriechenlandbleibtpleitenachdemSchuldenschnitt und post eine Generation jährlicher Willkommenskultur für eine halbe Million Migrationswillige. Denn das ist weiterhin das Target der Bundesregierung, basierend auf der Bertelsmann-Studie.

      Irgendwann bleibt da hauptsächlich bedrucktes Papier von der Bank übrig.

  14. ach ja,
    alles sehr, sehr kompliziert; laufen doch viele,viele antagonistische Bruchlinien durchs soziale Gebilde. Erinnert sich noch wer an die „Haupt-und Nebenwidersprüche“ aus maoistischen Traktätchen?
    .
    In meinem schlechten Viertel gibt’s keine rassistischen Diskriminierungen durch Vermieter; das besorgen hier schon die Hausmeister und die Nachbarn.

    • Lustigerweise wehren sich ja auch die grünen Mieter Kreuzbergs gegen einen Umzug in das ethnisch aufgelockerte Marzahn. Schon erstaunlich.

    • richtig,
      halbwegs arrivierte grüne Mieter ziehts immer dorthin, wo bisher die reichen Reaktionäre hausten und auch zu deren Mobilien

    • Das nennt sich dann „nachhaltiges Wirtschaften“. Es will doch keiner, dass da im Gründerzeitbau ein Rumänenkind das Parkett ruiniert, oder? ODER????

      (Die mögen viel lieber Linoleum, hat die polnische Putzfrau gesagt)

    • Titel eingeben
      Wie man so hört, soll auch eine in Ökolinxen Kreisen exponierte semiprominente Tochter eines prominenten Professors ganz erstaunliche Verhaltensweisen an den Tag legen, geht es um den Umgang mit ihren Mietern. Ja, Lage, Lage und Lage entscheidet auch hier für Mieter und Vermieter, was man sich leisten kann.

    • Es will doch keiner, dass da im Gründerzeitbau ein Rumänenkind das Parkett ruiniert, oder? ODER???
      Ist das „Rumänenkind“ ernst gemeint? Ich denke nicht. Aber dann sollte das so auch nicht stehenbleiben.

    • @D.A.
      Die Frage, Don, ist – wer ist denn so krank im Kopf und befragt sogar noch die polnische Putzfrau? Und tratscht sogar Ihnen das weiter? Nur weil Rumänien auf Dienstreise eine deutsche Meldeadresse brauchte!

      Jeder freundliche Gedanke, den ich je an meine Landsleute verschwendete, tut mir inzwischen bitterlich leid. Selbst danach wird gegrabscht. Könnte ja was rauszuholen sein! Bittesehr – nix als Rattengift in der Tüte.

  15. Good fences make good neighbors.
    Wer wissen will wie die Dinge sich entwickeln, der muss sich einfach nur die Struktur anschauen.

    In Deutschland sind 50% der Bevölkerung ohne Eigentum, d.h. Mieter.
    Diese 50% sind die jungen Arbeitnehmer.

    Dass sind die, die die Maschinen am laufen halten und die Rente für die 20% Alten garantieren.

    Tja, und jetzt kann jeder mal raten, was passiert, wenn die keine Wohnung mehr finden bzw. nicht mehr bezahlen können. Was wird die Politik machen wenn ihre Polizisten auf die Straße gehen um zu demonstrieren.

    Die Politik muss und wird die Mieter schützen. Sie hat keine andere Wahl.

    Solange Eigentum in diesem Land so verteilt ist, solange ist Reichtum nur geduldet.

    • Tut sie aber nicht Sie pumpt Milliarden in den Neubau für Migratuon und spielt Mieter und Vermieter gegeneinander aus. Willige Propagandahelfer gibt es ja genug.

    • Genau da
      versagt der Staat, wäre es doch seine Aufgabe für ausgeglichene Verhältnisse zu sorgen.
      Was macht der Staat um aus diesem Dilemma heraus zu kommen, er hetzt alle gegen einander auf indem er sein Versagen anderen in die Schuhe schiebt.
      Mieter gegen Vermieter
      Scheidung Frau gegen Mann
      …..
      Bevorzugt trifft dies Gruppierungen in Unter- und Mittelschicht, so hält er alle beschäftigt und lenkt perfekt vom eigenen Versagen ab.

    • Do you expect me to talk? No, Mr. Bond, I expect you to die!
      Don,
      diese Regierung ist das Schlimmste was diesem Land in den letzten 70 Jahren widerfahren ist. Da sind wir uns wohl einig. Mit der Mehrheit des Volkes.
      Aber da am Ende immer die Strukturen gewinnen, war schon im Sommer 2015 sicher, dass der damals gestartete politische Amoklauf dieser Regierung scheitern wird.
      Genau das beobachten wir gerade.
      Das Scheitern.

      Wir bewegen uns weg von der Mitte. Die Einheit des Landes wird jetzt zu einer Vielzahl von Differenzen. Und eine davon wird Mieter/Vermieter sein.
      Aber am Ende wird der Mieter gewinnen, denn die Politik muss ihn schützen, denn der Mieter ist der, der die Politik in diesem Land trägt.
      Aber diese Politik wird nicht mehr diese Regierung sein.
      Diese Regierung ist eine Anhäufung von Überforderung.
      Von denen erwartet keiner mehr irgendetwas.
      Außer Neuwahlen.

    • MIETERSCHUTZ und BAUINVESTITIONEN
      die jungen arbeitnehmer waren auch bisher die mieter, ausser DON, der kam ja mit dem goldenen dach über kopf schon zur welt und der BDI-vorsitzende. das sind aber ausnahmen. viele erben – zumindest im süden – ein haus oder eine wohnung. das verschiebt schonmal die gewichte. so besitzlos und entrechtet und empfänglich für den tröster der witwen und waisen ist die nachwachsende generation auch wieder nicht.

      aber: früher ersparten sich die jungen – staatlich gefördert – das dach über dem kopf und der staat verteuerte den neubauwohnraum noch nicht so durch völlig unsinnige neuvorschriften.

      heute wird da eher konsumiert anstatt was auf die seite gelegt. da bin ich auch skeptisch, wer da wieviel meiner rente „garantiert“.

      aber die können ja ruhig demonstrieren, im zweifel werden die Grauen Panter revitalisiert und kommen auf 20 %.

    • Auf der FAZ-HP...
      findet sich doch gerade der passende Artikel, sogar hübsch bebildert: „Von der Notaufnahme ins Mini-Reihenhaus“. Botschaft: Ein gewisser Prozentsatz krepiert auf der Überfahrt. Wer es aber schafft, bekommt vom deutschen Staat umgehend und völlig kostenfrei ein nagelneues Häuschen zur Verfügung gestellt. Die Schlepper erzählen also doch keine Märchen. Wenn das kein Pull-Faktor ist!

      Allerdings muss man sich zuvor durch bald ein halbes Dutzend Gauland-Thema-affine Artikel scrollen. Sieht so aus, als ob die FAZ das umgehend zur Serie auswalzen möchte.

    • Power is the old stone building that stands for centuries.
      Eigentum in Stuttgart kostet, und zwar aktuelle ca. 500 tsd. € für 100 qm Neubau. Dabei reden wir natürlich von einfachen Wohnungen und nicht Penthouse oder irgendwelchem Luxus in besserer Lage. Lage beginnt bei 750 tsd. €. Freistehende Häuser bei 1 Mio. €

      Jeder der die Grundschule besuchen musste, dem ist klar, dass solche Summen allein durch ein oder zwei durchschnittliche Gehälter nicht finanzierbar sind. D.h. man muss vorher schon erben. Geerbt wird in der Regel ab dem 50. Lebensjahr. d.h. man muss schon richtig erben um dann in 10-15 Jahren den Rest abzuzahlen.

      Damit ist die Sache eigentlich geklärt. Für Angestellte.

      Diesen Immobilienboom dürfte es daher eigentlich nicht geben.

      Woher kommt dann all das Geld?
      Na, all die Schweizer Schwarzgeldkonten wurden und werden geplündert, seitdem das Bankgeheimnis nicht mehr sicher ist. All das Geld findet seinen Weg zurück ins Vaterland.
      Um mich herum kaufen die Selbstständigen wie blöde. Die kaufen ganze Straßenzüge.

      Und wenn das Geld dann alles daheim ist, zementiert und unverrückbar auf deutschem Boden, dann wird der Staat darauf zugreifen.

      Denn der Staat muss 20 Mio. Rentner und 10 Mio. de facto Arbeitslose und 1 Mio. Flüchtlinge finanzieren. Und diesen 31 Mio Empfängern stehen nur 31. Mio sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer entgegen, und von denen kann der Staat schon lange nichts mehr extra holen.

      Wie schon gesagt, man muss sich nur die Strukturen anschauen und dann weiss man, was kommen wird.

    • Bauern gegen Bauern
      Meiner Ansicht nach ist das verkehrt:
      „Die Politik muss und wird die Mieter schützen. Sie hat keine andere Wahl.“

      Beide sind in der Bredouille, Mieter wie Vermieter. Mieter haben oft keine Ahnung, was Vermieter schultern:
      1. Steuern
      2. Gebäudeversicherung
      3. Reparaturen
      4. Zinsen und Rückzahlungen
      5. Gelegentlich Prozesskosten

      Daher ist das einzige, das der Staat machen kann, Steuererleichterungen für Vermieter zu bringen.

      Schuld sind zum Beispiel diese Entwicklungen:
      1. Hohe Bauauflagen
      2. Zunehmende Materialkosten
      3. Landverknappung und hohe Grundstückskosten
      4. Die Unmöglichkeit für Privatpersonen, gute Grundstücke zu finden und selbst zu bauen, weil Bauunternehmer immer schon vorher die Hand drauf haben.
      5. Steigende Versicherungskosten

      Beide Seiten leiden darunter, Mieter wie Vermieter. Sie gegeneinander auszuspielen ist eine Verschleierungstaktik und würde kein einziges Resultat bringen.

    • To be hunt or be hunted.
      @Oberländer

      In einer funktionierenden modernen Gesellschaft ist Eigentum ein Segen.

      In einer nicht mehr funktionierenden Gesellschaft ist Eigentum die zukünftige Beute der anderen.

      Man muss einfach mal failed Staaten beobachten, dort leben die armen Alten am sichersten. Weil bei denen nicht mehr zu holen ist: Kein Körper und kein Besitz.


    • Und wenn das Geld dann alles daheim ist, zementiert und unverrückbar auf deutschem Boden, dann wird der Staat darauf zugreifen.
      Genau.
      „Grundsteuerreform“ ist ja wohl schon in der Mache. Das kann nur teurer werden.

  16. Parkplatz Klenze?
    Billigeres Wohnen ließe sich erreichen, wenn man Mieten, die weit unter dem Mietspiegel blieben, von der Steuer befreien würde. Somit sind Regierungen mitschuldig, da es die Option nicht gibt.

    Sie haben die Klenzewohnung möglicherweise schon länger. Heute rechnet sich das Vermieten nicht mehr wirklich, jedenfalls nicht bei Neubauten und vor allem nicht, wenn die Wohnung nicht bezahlt ist. Eigentum kann sich rechnen, wenn Kinder da sind. Ich habe das x-mal durchgerechnet und rechnen lassen.

    Abgesehen davon rechnen sich nur Häuser auf Grundstücken. Stellen Sie sich Naturkatastrophen, Krieg oder Bürgerkrieg vor, von den hochgepriesenen, oft barrierefreien Wohnungen bliebe nichts übrig. Gibt keinen Krieg. Okay. Sicher?

    Der Overrun auf Immo ist ungesund. Die Leute in D haben eine tiefe Scheu vor Aktien und zwar, weil sie nichts davon verstehen. Sie meinen, sie verstünden mehr vom Bauen, und hier liegt der Hase im Pfeffer. Was da gelegentlich zusammengebaut wird, will ich nur geschenkt haben und das Geld für die Dämmungsrenovierung gleich mit zum Anlegen.

    Die Mehrzahl, die mit dem Kram anfängt, denkt, sie zahlt nie wieder. Doch, sie zahlt jede Reperatur allein, die Nebenkosten (Hausgeld) sind oft hoch und bei Schäden am Dach zahlen alle.
    Ich warte darauf, dass diese Chimäre zusammenbricht.
    Neubauten für „Gäste“ sind mir suspekt, weil es haufenweise leerstehende Altbestände gibt. Die Behörden sagen zuweilen, die seien nicht gut genug, weil die Leute im Hindukusch Paläste hatten und in Syrien mindestens eine Villa. Auch in Afrika scheint der Standard höher zu sein als in Wohnungen aus den 50/60ern.
    Asbest ist auch nur für Deutsche akzeptabel, wobei Asbest jedem zu Unrecht einen Schauder über den Rücken jagt. Asbest, gut und dicht verbaut, ist nämlich gar kein Problem. Asbest wird nur freigelegt zur Belastung. Jede Asbestsanierung ist gefährlicher als fest eingebaute Platten.
    Der gesamte Sektor scheint mir korrupt bis zum Abwinken, die Bauauflagen unnötig und zu teuer. Sie haben natürlich die Mieten hochgetrieben. Nachdem Öl und Gas so billig sind und die Sache mit der Erwärmung noch nicht überschaubar, könnte man die Dämmung zehn Jahre zurückstellen, zumal sich jeder fragt: Wenn’s wärmer wird, wieso dann jetzt gerade Dämmung? Ist ja keine Eiszeit prognostiziert.

    P.S. Haben Sie auch eine Altbauwohnung in Schwabing, ca. Kaiserstr./Clemens/Georgen/Ohm? Mit zwei Parkplätzen. Ich könnte Anwesenheit bis 9/17 versprechen, dann sehen wir weiter. M.f.G.
    P.S. II: Nicht zu ernst nehmen, Sie können eh nicht liefern (die Parkplätze). Was haben Sie mit meiner Gerd-Verteidigung gemacht? Die war doch großartig. Unter Rom. Nicht erschienen.

    • Auch in Afrika scheint der Standard höher zu sein als in Wohnungen aus den 50/60ern....
      … sehr schön auf den Punkt gebracht, werter Oberländer!
      .
      Ihre Gerd-Verteidigung ist m.E. im andern Blog aber erschienen – die fand ich auch sehr gelungen!
      .
      Ihr braucht wieder „Macher“ und „Schaffer“ und nicht immer noch mehr Sozialpädagogen und Beamte in DE, die jeden bemitleiden (und sich selbst am allermeisten).

    • Villa in Syrien & Dämmen gegen die Erderwärmung
      Ja, die Zumutbarkeitsregelungen sind ein Witz. Einerseits sind Leute vorgeblich aus völlig zerstörten Städten mit Bombenterror geflohen, andererseits sind Wohnungen ohne WLAN nicht zumutbar.
      Und bezüglich der Erderwärmung frage ich mich auch ob es nicht sinnvoller wäre noch etwas zu heizen und sich dann über das mildere Klima zu freuen. Grönland wird dann wieder Grünland und bietet Platz für die Neukolonisatoren.

  17. Titel eingeben
    Den Huebschlerinnen sei geraten, Wohnung und Arbeit strikt zu trennen. Nicht nur weil es angenehmer ist, ungestört und privat zu wohnen. Der Steuerfahnder, der Gesundheitzoellner kommt leicht an den Arbeitsplatz; dumm, wenn er (sie) dann in der unverletzlichen Wohnung steht.

  18. Obacht ist geboten
    Es könnte ja gut sein, dass in Berlin Gender- und sonstige Tröten den ihnen gewogenen Ministern bzw. Ministerinnen bereits einflüstern, das Mietrecht im Sinne übergeordneter Gerechtigkeit zu reformieren, indem Vermietern auferlegt wird, Aktivisten im Sinne des von ihnen behaupteten Fortschritts per Aktivisten-, Gendertröten-, Freunden-grenzenloser-Zuwanderung- und was weiß ich nicht noch alles an Märchenfreundenquote zu dem ihnen verdientermaßen zustehendem Wohnraum zu helfen.

    Eine solche Quote muß einfach sein, jawohl.

    Und sei es nur, um diesem Don Alphonso endlich mal eins auswischen zu können.

    Ob da ein Markt ein Stück weit mehr ausgehelbelt wird, darf man bei einem so hehren Ziel gern in Kauf nehmen.

    Lex Don Alphonso – in Berlin werden sie sabbern, um das erleben zu dürfen.

    • Lex Don Alphonso?
      Als ob man den als Stichwortgeber bräuchte, ich bitte Sie! Schauen Sie nach Amsterdam und lernen Sie; in Berlin hat man schon gelernt und ist aber garantiert juckig, das Wissen anzuwenden.

      Denn da wird noch der Stempel drunter gesetzt, wenn den Kindern deutscher Kulturinhaber der zukünftige Lolli weggenommen werden soll. Genau das ist nämlich der Sinn und Zweck, wenn man die abgeschliffensten aus anderen Kulturen mit all seiner ergatterten Macht in Schutz nimmt. Auf dass auch für die nächsten Generationen hier keiner mitkriege, wie mental verwahrlost hier alles ist. Ihr kriegt sie alle aufeinander gehetzt, Ihr – schafft das.

    • Es ist halt eine Frage, wo man sich in diesem Land befindet. Erzählen Sie das mal am Tegernsee, wo alle Kinder in Tracht eingeschult werden, oder besuchen Sie das nebenan stehende Gymnasium und schauen Sie sich die ihre Kinder abholenden Mütter an – das kann man nicht vergleichen. Das sind Welten Unterschied. Und die CSU tut im Kleinen gerade alles, dass sich die Probleme auslagern. Beispuelsweise, weil so viel über Kirche geschimpft wird -die Caritas hat hier ein grosses Lager betreut, und die CSU hat sie entlassen, weil der Umgang mit Migranten erkennbar zu nachsichtig war.

    • Entschuldigung,
      das war aus konkretem Grimm heraus gallig. Diese anhaltende Politisierung ist eben – ungut. Fakt ist, dass nur derjenige in der Lage sein wird, anständig zu kooperieren, anderen ihren Platz zu lassen und sich dem Gemeinsinn unterzuordnen, der sich in seiner eigenen Haut wohl und nicht marginalisiert fühlt. Da sind Sie am Tegernsee einfach besser aufgestellt und haben mehr zum Zusetzen; in die eigene, uralte Tracht gekleidet bringt einen nichts so schnell aus der Fassung. – Also fühlen Sie sich durch durch meinen gelben Neid ruhig komplimentiert.

    • Kein Problem.

    • Keine Bange ...
      ich verschließe meine Augen nicht.

      Es war der Versuch, den Berliner Regulierungs- und sonstigen Wahn auf ironische Weise zu kritisieren.

    • @Thomas
      Oh, und herzlichen Glückwunsch dazu, einen „Bürger zweiter Klasse“ (Zitat Claudia Pechstein) gefunden zu haben, den man auf den Weg zum BVerfG schicken kann, auf dass er einem die lästigen Schiedsgerichte vom Halse schaffe. Ich finde, die Bürger (und Teile der Presse) reagieren ausgesprochen vorbildlich und differenziert: Da kommt eine angebliche Pegidistin und sagt was gegen Flüchtlinge, bloß weil sie vor deutschen Gerichten auch umfassenden Rechtsschutz möchte, shocking. Lasst sie sich aussprechen, hier gibt es Meinungsfreiheit (für die Bürger)! Der BGH weiß es natürlich besser, hier ging es ja nicht um die „Berlinerin“ (als ob es so etwas gäbe), sondern hier ging es um den drohenden Verlust von Rechtsschutz infolge der Einrichtung von Schiedsgerichten. Nur wird es wohl ungefähr so schwer fallen, das noch glaubhaft zu vermitteln, wie Tom Sawyer seiner Tante Polly erklären konnte, dass er dieses Mal ausnahmsweise nicht an der Marmelade war. Wenn ich mich recht entsinne, ist er danach abgehauen und erst zu seiner eigenen Beerdigung wieder aufgetaucht.

  19. Eintopf
    Der „Führer“ und viele seiner „Paladine“ entstammten den einfachsten Schichten. Ihre Haltung zu Bürgerlichen war zumindest ambivalent. Ideale der Ergebnis Gerechtigkeit, der Gleichheit verrieten sie nur an Raffgier und Protzerei.

    Ein Beispiel ist der wöchentliche Eintopf. Das Bürgertum musste sich beteiligen, Dienstmädchen oder die eigenen Kinder hätten sich verplappern können.
    Eintopf ist ein starkes Symbol der Gleichheit.
    Jungschar, HJ, Maidenoberfuehrerin waren Instrumente des Einebnens und Angleichen. Prora, KdF-Reisen, KdF-Wagen sind dem Sozialismus nicht fremd. Unnötige Bildung war verpönt. Dem Buch Georg Ratzingers entnahm ich, dass Ratzi kein Griechisch mehr lernen durfte, dafür weniger Latein. Zäh wie Leder, dumm wie Stroh sollen die Massen sein.

    Noch eine Gemeinsamkeit mit Grün und dunkelrot stößt mir an den Nazi auf: Sie kennen das Wahre, Gute, dem Volk und der Welt Nötige genau.

    • Na, da gab es...
      doch in der Anfangszeit auch nahtlose Übergänge. Leuchtendes Beispiel: Werner Vogel, der im Wahlwerbespot der Grünen 1980 mit Enkelin Annegret an der Hand im Rhein die toten Fische betrauert, „weil die Industrie das Rheinwasser vergiftet hat“. SA- und NSDAP-Mitglied der ersten Stunde, später eifriger Befürworter der straffreien Päderastie, zum Schluss setzte er sich „vorwiegend für Ausländer und Minderheiten ein“ (Wikipedia).

      Man denke: Eine Zeit, da blonde deutsche Kinder selbst in grünen Wahlwerbespots noch „Annegret“ heissen durften. Wie unsensibel war das denn!

    • @Eintopf
      Wer die Nazis als Scheiße abtut, trägt sie mit seinen Schuhen ins Haus. Fakt ist, die ‚einfachsten Schichten‘ haben eine Logistik, Propaganda und Volksfürsorge auf die Füße gestellt, wie das nur Fanatiker hinbekommen. Die Nazis haben Deutschland mit ihren Überzeugungen zugrunde gerichtet, nicht mit ihren Fähigkeiten. Das ist bei Merkel gerade umgekehrt.

      Und wo es hinführt, wenn die ‚Massen‘ Griechisch und Latein lernen, zeigt sich in Bremen.

  20. Mein Glaube an Mieter wie Vermieter ist schon lange erschüttert.
    Wer sich derlei Streß vom Hals halten will, der braucht einen „Palast“ und den größtmöglichen Abstand zum nächsten Nachbarn, denn der kann sonst zum fast unlösbaren Problem werden.

    Was die diversen Gesetze betrifft, so sind sie Fluch und Segen zugleich, je nach Problem und Status der Protagonisten. Aber runde Tische funktionieren eben nicht und Gesetzlosigkeit nunmal auch nicht, legt man Wert auf Privateigentum. Andererseits, nur naive Vermieter haben Probleme mit ihren Mietern. Die anderen wissen sich schon zu helfen, unabhängig von Maklerprovisionen oder Gesetzen.

    Wer die vermietete Wohnung nur noch im Ganzkörperkondom betreten kann, hat definitiv etwas falsch gemacht. Und noch ein Wort zur Vermietung an Frauen: Der Besuch auf einer „Damentoilette“ kann heilsam sein. Männer sind Schweine?

    • Grundausstattung
      >der braucht einen „Palast“ und den größtmöglichen Abstand zum >nächsten Nachbarn

      Das ist die Grundausstattung für den minimalen Seelenfrieden. Wobei ich bezüglich der Definition des Palastes nicht sonderlich anspruchsvoll bin.

    • Glaube dient zu nichts anderem als erschüttert zu werden, OM.
      Etwa die Hälfte der Deutschen, wenn man den Zahlen trauen darf, besitzen kein Wohneigentum. Jeder, der zu dieser Hälfte Gehörende arbeitet seine 40 Std pro Woche um dann durchschnittlich 33% seines erarbeiteten Einkommens als Miete zu entrichten.
      Im Falle dieses Blogs an jemanden, der die Wohnung in der jener leben darf wenn er sehr viel Glück hat, ohne eigene Leistung geerbt hat und wegen des Erbes ein Leben führt, in dem er keineswegs 40 Std jeder Woche an Arbeit verschwenden muss, sondern mit antiquen Rennrädern durch die Gegend fährt, auf See-Terrassen vorzügliche Kuchen isst und eruiert, was derzeit an Rokoko Damen mit Teenager Brüstchen in ÖL auf dem Markt ist.
      Erstaunlicher- und erfreulicherweise ist dieser Vermieter meines Wissens keineswegs der Meinung, dass dies die Art und Weise ist, in der eine Gesellschaft organisiert sein sollte und er wundert sich wohl ab und zu selber, warum sich so viele so viel von so wenigen gefallen lassen, und dass diese sogar bei Wahlen ausnahmslos indirekt bestätigen, dass sie nichts gegen diesen Zustand einzuwenden haben.

      Es ist also kaum überraschend, dass ihr „Glaube an Mieter wie Vermieter schon lange erschüttert“ ist.

      Also nur mal so nebenbei über den Unterschied zwischen „unserem“ DE und dem Rest der westlichen Welt.
      Sogar in den USA gibt es einen Bernie der laut so denkt, wie man das von einem normalen Menschen erwartet. Und im UK ist in der dortigen „SPD“ ein Mann am Ruder, von dem man Gleiches hört:

      Corbyn told me recently. “You actually have to run an economy for the benefit of people, not run for the benefit of hedge-fund managers.” Er wagt es sogar auszusprechen:
      “The Taliban were formed with U.S. weapons; Al Qaeda was founded by U.S. trainers…”
      Zu finden in: The_New_Yorker_-_May_23_2016

      Nur die Deutschen laufen nach wie vor hinter den üblichen Hans Wursten her und so ist vom Heraufsetzen der Erbschaftssteuer auf einen normalen, angemessenen Level nirgends die Rede.
      Der Deutsche ist auf der Seite der Schwachen, seien sie nun Flüchtlinge, oder Vermieter. Das muss auch das Rumänenmädel einsehen, und in Zelt bleiben.
      Denn die Steuereinnahmen, und auch dies stammt aus der letzten Woche, die lassen sich nun mal nicht einfach so erhöhen, bloss weil das gerecht wäre.
      Zumindest sagt das, was der Deutsche „Recht“ nennt, und das geht so:

      Die Europäer wollten mit ihrer Richtlinie zur Bekämpfung von Steuervermeidungspraktiken (ATAD) endlich Handlungsfähigkeit beweisen. Steueroasen wie Panama sollten ausgetrocknet werden, staatliche Beihilfe zur Steuerflucht in Europa der Vergangenheit angehören.
      Doch daraus wird erst einmal nichts.
      „Deutschland und Frankreich lassen sich von zahlreichen kleinen Staaten auf der Nase herumtanzen“, schimpft Sven Giegold, Steuerexperte der Grünen im Europaparlament. „Google, Apple & Co. reiben sich die Hände.“
      Interne Protokolle der Verhandlungen belegen, wie hartnäckig Länder wie Malta, Irland und Luxemburg ihre Steuersparmodelle verteidigen. Jede Harmonisierung des Steuerrechts aber setzt Einstimmigkeit in Brüssel voraus.

      Ist das nicht süss? Man ist auf der Seite der Kleinen und Schwachen…

    • Moment. Wohnungsbesitz galt die letzten 20 Jahre lang als was für Kaffbewohner, die zu dumm sind. Lesen Sie mal die Hassartikel des Vermögensberaters dieser Zeitung, wie der über Immobilien hergezogen ist. Wie einem Banken dauernd vorgerechnet haben, dass Häuser nur kosten und man doch lieber in Aktien gehen soll, Wie praktisch das Mieten ist, flexibel, immer den Umständen angepasst. Es gab auch einen elenden weiterziehzynismus unter Mietern, etwa in Berlin. Das ändert sich gerade. Das ist halt so, wenn man auf Rattenfänger reinfällt. Früher begann man, mit 22 aufs eigene Haus zu sparen. Heute fliegt man da mit easyjet. Und bleibt Mieter.

    • "Heute fliegt man da mit easyjet. Und bleibt Mieter."
      Genau. Obwohl, manche werden auch wieder zu Mietern, trotz oder wegen easyjet.

    • Wunsch und Wirklichkeit, TDV.
      Bekanntermaßen bin ich ja kein Freund des Privateigentums, aber auch ich habe geerbt und lehne eine Erbschaftssteuer grundsätzlich ab. Was zunächst widersprüchlich erscheinen mag, erklärt sich so. Warum soll ich der Idiot sein, der fast als einziger auf Privateigentum verzichtet? Sicher, es gibt solche Altruisten, aber so ein guter Mensch bin ich nun auch nicht. Und die Erbschaftssteuer, die hat in meinen Augen keinerlei rechtliche Grundlage, denn es liegt nunmal im Interesse einer Familie, die Familie und nicht den Einzelnen voranzubringen oder das Vermögen zu verschenken. Die Erbschaftssteuer, eine Steuer auf bereits versteuertes Einkommen, ist Diebstahl und ließe sich durch eine sinnvolle Einkommensbesteuerung sehr leicht ersetzen. Dann wäre auch das Problem der Mittelstandsunternehmer gelöst. Gleiches gilt auch für die Vermögenssteuer.

      Richtig ist, die Finanzmärkte gehören wieder auf ihre einstige Funktion reduziert, ihre Dominanz über die Realwirtschaft gehört final beendet. Aber, die USA sind nicht die einzig Bösen. Auch alle anderen Wirtschaftsnationen haben sich fleißig daran beteiligt, ihren Wohlstand auf Kosten anderer zu mehren. Allerdings, die USA waren und sind dabei wohl am erfolgreichsten.

      Die Besteuerung der Unternehmen will man ja vor allem deshalb nicht wirklich antasten, weil davon auch deutsche Unternehmen betroffen wären. Irgendwie verständlich, oder? Diese Dinge lassen sich halt nur global lösen. Das aber ist aus Sicht des Kapitals und damit auch der Politik das reine Teufelswerk. Soalnge es Nationen gibt, sehe ich da keine Bereitschaft zu einer Lösung zu kommen.

      Im Grunde bräuchte es nur eine einzige, prozentual gleich hohe Steuer auf alle Einkommen und Gewinne ohne jede Möglichkeit der Steuervermeidung. Dann könnte man sich den ganzen Steuerirrsinn schenken, das wäre transparent und gerecht. Dann hätten auch alle dasselbe Interesse an einer möglichst niedrigen Besteuerung, was sich nur positiv für alle ausswirken könnte und Neiddebatten im Keim ersticken würde. Wer dann seine Immobilie oder seine Firma verscherbelt, der weiß dann ganz genau, was er an Steuer zu entrichten hat.

      Aber keine Sorge, die Steueroase Deutschland wird bleiben. Denn aus ihr stammt das Geld, das in anderen Steueroasen landet. Hier spielt die Musik, hier besteht Handlungsbedarf.

    • Zu viel Wohneigentum behindert die Mobilität...
      @ Don Alphonso, 4. Juni 2016 um 09:14 Uhr
      „ Wohnungsbesitz galt die letzten 20 Jahre lang als was für Kaffbewohner, die zu dumm sind. Lesen Sie mal die Hassartikel des Vermögensberaters dieser Zeitung, wie der über Immobilien hergezogen ist. Wie einem Banken dauernd vorgerechnet haben, dass Häuser nur kosten und man doch lieber in Aktien gehen soll,“

      Wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Wir sind Anfang der 90er Jahre Kunden bei einer „feinen“ Privatbank geworden, weil einer der Manager ein Freund von uns aus Hong Kong war. Er ist leider sehr früh verstorben, ebenso wie unser Ansprechpartner, ein netter solider Banker der alten Schule, Pech gehabt. Die Nachfolger waren Investment wise guys, die uns ziemlich überheblich wissen ließen, dass sie vom Immobilienbesitz, in welchem ein Großteil unseres Vermögens nach wie vor steckte, nichts hielten. Ja, man gab uns genau das Gefühl, als ob wir dumm wären. Nach dem Crash der Dotcom-Blase haben die Banker verzweifelt versucht, den Immobilienbesitz der soliden Kunden zu liquidieren, mit Methoden, welche ich als backstreet robbery nennen möchte. Viele betuchte Kunden haben die Bank damals. Needless to say: Für uns kommt nur noch die Sparkasse in Frage.

      Die EU hat die Niederlande dafür gerügt, dass zu viele Bürger Wohneigentum besitzen. Dies würde die Mobilität der Beschäftigten beeinträchtigen, so eine EU Analyse. Das Dokument enthielt spezielle Empfehlungen an Maßnahmen, mit welchen die Niederländer davon abgehalten werden können, in Wohneigentum zu investieren. Habe das Dokument vor ein paar Jahren zufällig gefunden und war ziemlich erschrocken über den Inhalt … Heute ist das Dokument unauffindbar.

      Heute flatterte uns ein Schreiben der Sparkasse in den Briefkasten, in welchem der Bankkunde auf die EU Richtlinie für Einlagesicherung von € 100.000 pro Kunde pro Bank hingewiesen wird. Eine Vorbereitung für Bankenrettung, zweite Runde…? Damit das Volk nachher nicht meckern kann, es hätte nicht von nichts gewusst.

    • Uns wurden 2007 US-Banken angeboten.

      Und eine Familie hat sich hier mit kanadischen Freizeitparks auf Bankempfehlung komplett ruiniert.

  21. Goodnight von 3. Juni 2016 um 17:46 Uhr
    Komme gerade vom Wohnzimmer von den 19:00 Uhr-heute-„Nachrichten“. Haben Sie die angeblichen Umfragewerte zu „Wir schaffen das“ gesehen (61% für: Wir schaffen das). Mir fiel darauf der gerade aufgenommene Schluck Bier aufs Tablett mit Mettente und Gurkenscheiben. Da mußte sogar der eingeteilte Komiker vom Dienst grienen. „Außer Neuwahlen“, ich fasse es nicht.

    • Naja, Umfragen… die Realität sieht anders aus als im Staats-TV.

    • @Déjà de l´autre coté...
      Das „Politbarometer“ des ZDF wird übrigens von der „Forschungsgruppe Wahlen“ erstellt. Zur Erinnerung: Das ist der Verein, dessen Leiter, Matthias Jung, nach den Landtagswahlen vom März kräftig an der Adenauer-Haus-Legende mitstrickte, das schlechte Abschneiden vom Wölfe in BW und der Klöckner in RP gehe vor allem darauf zurück, dass sie sich in letzter Sekunde von Merkel distanziert hätten, habe aber nichts mit der wahnwitzigen „Flüchtlingspolitik“ zu tun.

      Wenig später war Jung dann sogar bei einer Unionsspitzensitzung zu Gast, wo er der versammelten Mannschaft nicht nur diesen Quark nochmals vorsetzte, sondern auch die Ansicht vertrat, die CDU müsse perspektivisch unbedingt Stimmen von den Grünen gewinnen. Dort gebe es mehr zu holen als „rechts“. Irgendwann wurde das sogar Volker Bouffier zu viel, obwohl der bekanntlich ganz gerne grün kuschelt.

      Umfragen haben naturgemäß nur einen begrenzten Aussagewert, vor allem im Hinblick auf „rechte“ Parteien und „ihre“ Positionen. Aber speziell in letzter Zeit zweifle ich auch ganz stark an der Neutralität und Integrität vieler Institute. Warum sollte das dort anders laufen als bei der Presse, die sich zum größten Teil in den letzten Monaten völlig blamiert hat? Bei „Forsa“ ist das noch ein bisschen auffälliger. Aber auch Jung und seinen Erhebungen im Auftrag des ZDF (!) würde ich eine gesunden Portion Skepsis entgegenbringen.

    • Ich kenne so gut wie keinen, der wirklich optimistisch in die zukunft schaut. sowas hängt halt auch immer vom Fragedesign ab.

    • But beware of the dark side.
      Das Staatsfernsehen halt. Während die ARD sich, mittels Rückversetzung der Frau Will in die Prime Time, dem Widerstand anschloss, ist die ZDF weiterhin Propagandahauptquartier für die führende Frau im Staate.

      Das ist ja alles wunderbares Theater. Wie z.B. die FAZ entgegen ihrer Natur gegen die konservative Regierungschefin Sturm lief (in der Flüchtlingskrise), und sich nun in vorderster Stelle als Schützer der bestehenden Regierung gegen die Alternative positioniert und somit ihrer eigentlichen Natur entsprechend wieder das Bestehende verteidigt. Die müssen dort monatelang gelitten haben, als sie im Widerspruch zur Führung der Nation standen. So, wie da jetzt die Linientreue aus ihnen rausbricht und überschießt. Haben sie zurück zu Mutti gefunden, als deren Kettenhund.

      Mit Journalismus oder gar Wahrheit oder so hat das ja alles nix mehr zu tun.

      Eigentlich kann man nur noch WELT lesen. Trotz des „ich fahre Porsche und was fährst Du“ Stellv. Chefredakteurs.

    • Das alles ist jetzt noch nicht ganz einfach – die Kollegen der Politik sehe ich auf einer Art CSU-nahen Position. Und generell ist da die Angst, dass Merkel sowas nochmal macht Es ist halt gerade nicht einfach.

      Dass die AfD kein Freibier bekommt, finde ich gut.

    • Die Mutter ist im Pommerland. Und Pommerland ist abgebrandt.
      Don, das Problem ist, dass die FAZ meint, sie müsse jetzt Politik machen für eine Regierung, die dazu nicht mehr in der Lage ist. Da wird noch die stabile Mitte der vor 2015 Phase verteidigt, die gar nicht mehr existiert.
      Die Kräfte in dieser Republik haben sich aber schon lange verselbständigt.
      Da kann die FAZ nur scheitern, wenn sie sich dazwischen werfen will. Sie sollte beobachten und beschreiben und warnen. Aber nicht versuchen Politik aktiv zu betreiben.

    • Mei. Ich glaube nicht, dass es was bringt den Leuten etwas einzureden, zumal die FAZ auch nicht die Stellung wie ARD und ZDF und Bild und SPON hat – und die sind gescheitert. Ausserdem sehen Sie ja, was hier alles geboten ist.

    • Die wunderbare Welt der Schwerkraft
      Da bleibt mir doch der angekündigte sonnige Tag im Halse stecken. 61 Prozent finden, ‚wir schaffen das‘. Und dazu gehört auch, wie Frau Merkel gestern anmerkelte, dass die Österreicher selbstverständlich die hunderttausende migranti über den Brennero ins Heilige Reich Deutscher Nation durchreisen lässt. Weil sonst Europa zerstört würde.
      Vielleicht sollte die FAZ mal mich zitieren, auf der ersten Seite: „Die schaffen uns!“

      @ Goodnight: Anne Will als Anti? Sie hat mehr für das merkelsche Politikversagen getan als Peter Altmeier mit ihren 2 Sondersendungen.

      Ja, die FAZ … ?! Das Mutterschiff im Wechselbad der Gefühle. Anfänglich gut, weil journalistisch-kritisch. Aber dieses halbe Jahr ist auch schon seit Ewigkeiten vorbei. Seitdem ging es journalistisch die Bob-Bahn bergab. (An einigen Stellen habe ich das auch in diesem Blog beschrieben.)
      Derzeit geht es aus vollen Rohren gegen die sogenannten oder vermeintlichen Rechten, Trump, Gauland, u.s.w., und zwar als Meinungsmache statt Journalismus. So wie Sie schreiben: die Wahrheit ist unbedeutend geworden.
      Die WELT ist mir zu blöd beim Löschen von Kommentaren, die auch nur elementar das journalistische Vorgehen anmäkeln. Auf der anderen Seite ist es eine der letzten Zeitungen, die sich nicht einer Richtung oder einer Partei oder einer bestimmten ‚Refugee-Politik‘ verschrieben haben. Broder darf da offenbar unzensiert schreiben.

      @ Don Alphonso: Naja, Freibier sollte es für niemanden geben, oder für alle. Ich bin immer für alle! Allerdings im wörtlichen Sinne.
      Nein, die FAZ sollte auch kein politisches Freibier austeilen, aber das tut sie ja nicht. Sie teilt allerdings gegen AfD aus, wann immer sie austeilen kann. Wichtige Meldungen, Unwetterschäden, Louvre, gehen dafür gerne ein wenig unter. Letztes Wochenende hat es nicht richtig geklappt Gauland reinzuhauen, und nun der nächste Versuch: „Einer wie den ..“ wird wieder hochgeschwemmt wegen ‚das ist doch von der Wortwahl Rassismus!‘. Und der Gedeon erhält seine One-Man-Show wegen seines Antisemitismus. Richtig so! Doch wo sind alle die anderen One-Man-Shows für alle die derzeit so vielen, die mit antisemitischen Äußerungen glänzen? Egal ob es sich um Mauern handelt, Umwelt, Kartoffeln, Technologie? Wahrscheinlich könnten man bei einem Sampling von Grünen und Linken derzeit die halbe erste Seite mit ‚antisemitischen‘ Aussagen der FAZ füllen. Freibier gibt es nur bei Gedeon.

    • You know, you're cleverer than you look.
      @Dippel

      Sie beobachten nicht genau genug:

      Beim ersten Interview mit der Kanzlerin war Frau Will noch reine Stichwortgebern.

      Ihr zweites Interview mit der Kanzlerin war offen vorgeführte Fassungslosigkeit.
      (da saß dann auch Frau Will Lebensgefährtin im Publikum)

      Und seit dem ist Frau Will Sendung die einzige Talkshow im deutschen Fernsehen, die objektiv, d.h. kritisch gegenüber der Regierung operiert.

      (wer mal WIWO anschaut, wo die Lebensgefährtin die Chefredaktion übernommen hat, der beobachtet Parallelflug)

      Ich persönlich gehe davon aus, dass da die Vorfälle in Köln die Einstellung bei emanzipierten Frauen deutlich geändert haben.
      Die beiden Damen lächeln zwar auch immer positiv in die Kameras, aber sie zeigen dabei immer Zähne.
      Ein kleiner Unterschied zu dem Rehaugenlächeln der Gendertröten auf Twitter.

    • Our standards 've to be higher than anyone else 'cause we're the standard of everyone else
      Don,

      Das FAZ Feuilleton folgt jetzt der FAZ Politik und überholt links, leider ohne Sinn und Verstand. Aber Hauptsache mal wieder Rassismus gefunden in Deutschland.

      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/rassismus-in-deutschland-fesselt-ihn-an-den-baum-14268473.html

      Unfassbar auf welches Niveau sich die FAZ in kürzester Zeit runterziehen lässt. Keine Distanz mehr, keine Reflexion, billigstes Schwarz/Weiß denken.

      Da kann man direkt BILD kaufen, die haben wenigstens schöne Bilder.
      Oder den Huett zum Ressortleiter erheben, der schreibt dann mit Stil gegen das eigene Volk.

      Whatever, mit Schirrmacher kam und ging das Licht. Jetzt ist es dunkel.

    • Es ist immer hilfreich, sich doe FAZ als mittelalterliches Reich vorzustellen, mit vier Teilreichen: Politik, Wirtschaft, Feuilleton und Rhein-Main. Und dazwischen noch eun paar Duodezfürstentümer, die auf der einen oder anderen Ebene auch mal halb- oder viertelabhängig sind, wie etwa Online oder die FAS. Innerhalb dieser Fürstentüner nun gibt es auch solche und solche. Vielleicht nicht absolut solche, aber schon solche, Man sollte aber aus einem Beitrag nicht auf kleine oder grosse Fürstentümer schliessen.

    • @Goodnight
      „Wie z.B. die FAZ entgegen ihrer Natur gegen die konservative Regierungschefin Sturm lief “

      Davon habe ich ehrlich gesagt nichts gemerkt, ich fand die Kritik angesichts von Merkels unfassbarem Verhalten beschämend zaghaft…deshalb kann ich die FAZ, so leid es mir tut, auch wirklich nicht mehr respektieren (kommt auch noch einiges anderes dazu…z.B. haben mich die Beiträge von Rainer Hermann, der sich im Nachgang von Charlie Hebdo geradezu für ein Verbot der Verletzung religiöser Gefühle aussprach und für mein Empfinden teils sehr positiv über Saudi-Arabien schreibt, befremdet).
      WELT finde ich allerdings noch schlimmer.

    • as I love the name of honour more than I fear death.
      Don,

      die CDU Regierungsmitglieder versuchen die Merkel zu verteidigen, die FAZ versucht die CDU Regierung zu verteidigen und Sie versuchen jetzt die FAZ zu verteidigen.
      Trickle down…..Wo soll das hinführen?
      Früher war jedem klar, dass es Zeit ist zu gehen, wenn man von Untergebenen verteidigt werden muss.

      Damals, als Moral noch gelebt und nicht täglich herausgeschrien wurde.

      Egal, solange der Don noch nicht verteidigt werden muss, solange ist Hoffnung in diesem Land. :-)

    • Ertappt!
      Goodnight, Sie haben mich auf dem linken Fuss erwischt!

      Ich gebe ja zu, dass ich diesen Dreck gar nicht anschaue. Das Mutterschiff mit seinen Lübberdings, Wie-heisst-er-noch und der entsetzliche Hütt ist mir Wegweiser durch das Universum der geistlosen Talkshows.
      Im Englischen sagt man da so etwas wie dass man nicht wisse, aus welchem orifice die Worte kamen … . Selten genug lasse ich dann an den folgenden Tagen bei einer ebenso geistlosen Tätigkeit meinerseits im Hintergrund Mediathek laufen, habe aber bis dato noch keine Talk-Show bis zum Ende ausgehalten. Allerdings gehörten die beiden von Anne Will dann doch zu diesem Sekundärprogramm. Auch bei diesen habe ich es nicht bis zum Ende geschafft. Bei beiden konnte ich keine originäre Kritik wahrnehmen. Zugegeben, die zweite war anders, in der ersten hätte Anne Will am liebsten der Bundeskanzlerin die Schuhe abgeleckt. In der zweiten hat sie dann alles was wirklich kritisches Nachfragen gewesen wäre, tunlichts unterlassen.
      Ja, und dann habe ich noch Ausschnitte im Kopf die amüsant waren, ich liebe Stegner, Altmeier und Porky Pig. Ich liebe es, deren angewiderte und gelangweilte, doch meistens angewiderten, Visagen zu sehen, wenigstens für einige Minuten, damit ich beruhigt wieder abschalten kann und weiß, dass sich die deutsche Politik sobald nicht ändert.

    • He's a reed. You push him and... and he bends.
      Und weiter, mit Schaum vorm Mund beißen sich die FAZ Genies in die Waden der AFD.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-politiker-gauland-nennt-merkel-kanzler-diktatorin-14269792.html

      Wie intelligent muss eine Zeitung sein, die ihre Reputation vernichtet, indem sie einer Partei immer wieder Radikalität unterstellt ohne jemals einen klaren Beleg zu finden, d.h. sich immer mehr zeigt, dass die FAZ da ihre eigene Realität konstruieren möchte, d.h. einer Intention verfolgt, die dem Wahrheitsanspruch entgegen läuft. Und sich dann wundert, wenn das Volk „Lügenpresse“ schreit.
      Sollte die AFD eines Tages wirklich eindeutig radikale Postionen vertreten, so wird das keinen mehr interessieren, weil man der FAZ dann schon lange nichtmehr zuhören wird.

      Alle verlieren den Verstand. Keiner ist der Nichtschönwetter-Periode gewachsen. Ein kleines Lüftchen und die deutsche „Elite“ knickt weg wie Schilf im Wind. Erbärmlich.

    • If voting changed anything, they'd make it illegal.
      Die Welt hingegen macht es richtig, sie berichtet einfach nur sachlich darüber wir Frau Petry die Welt verändern will:

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article155962088/Petry-nennt-brutale-Rentenreform-notwendig.html

      Im Wahlkampf laut „Rentenkürzung“ und „Besteuerung von Kinderlosen“ zu rufen …. die FAZ kann die ganze Arbeit einstellen, erledigt schon Frau Petry.

    • Gauland
      Goodnight (und andere):
      Wie hat Gauland das nur verdienst, dass sich jetzt ein ehemaliges Flaggschiff des deutschen Journalismus fast komplett der Vernichtung Gaulands verschreiben hat? Ich kann mir nur vorstellen, weil er zwei von deren Journalisten einen Strich durch die Nachbar-Boateng-Rechnung gemacht hat.
      Es geht nun unaufhörlich weiter. „Man möchte so einen …“ ist natürlich Rassismus, und nun gibt es – im Gegensatz zu vor einer Woche – sogar eine Tonaufzeichnung was er auf einem Marktplatz gesagt hat: Eine Pegida-Parole, oder irgend so etwas. Meine Zeit ist mir zu schade, das durchzuhören.
      Und dann hat er gesagt, dass der Profifußball nationale Grenzen verwischt hat, oder so, was auch immer. Hätte nicht nur jeder sagen können, wird auch schon seit einigen Generationen so angemerkt. Eine Meldung auf der ersten Seite der FAZ ist es allemal wert, wenn Gauland als Urheber erscheinen kann.
      Und während diese Meldung eben in der Aktualität sinkt, der nächste grosse Schlager: Die Kanzler-Diktatorin. Hätte jeder sagen können, ohne dass es auf der ersten Seite oben erschienen wäre. Nicht so Gauland. Es hat doch jeder erlebt, dass sie sich über Vieles einfach hinweggesetzt hat, wir brauchen hier keine Diskussion aufleben zu lassen, wir kennen das alle: Grenzöffnung, Aussetzung der Gesetze der Bundesrepublik, Nicht-Konsultierung der anderen Europäer, Parteitag in Mannheim mit minutenlangen stehenden Ovationen, einer 4000€-Prämie gegen die expliziten Koalitionsvereinbarungen, einer 4000€-Prämie gegen den Wunsch der Fraktion, mindestens eine Selbsteinladung zu Anne Will, einen unilateralen, ‚europäischen‘ Vertrag mit Erdogan, 10,3 Milliarden an den IWF (offiziell an die Griechen) zum Erkaufen einer besseren Chance zur Wiederwahl in 2017. (Muss ich wirklich weitermachen??)
      Und dann gleich daneben die Meldung dass die Zustimmung der Wähler zur AfD sinkt. Vielleicht stimmt das sogar. Unzweifelhaft steigt aber der Eindruck, dass es sich bei der FAZ um eine Gurkenpostille handeln könnte.

    • Wenn Gauland weeg ist, kommen andere. Angst hätte ich am ehesten vor Alice Weidel. Die hätte die Fähigkeit, nach den Arbeitern auch die Angestellten anzusprechen.

  22. Titel eingeben
    Oh Herr,

    das gibts also doch noch: Scherz, Ironie, Satire & tiefere Bedeutung?

    Ich bin nur leicht betroffen: statt Maserati und Palast reichts nur zum 911GTS

    vor der Hütte. Aber ich bemüh`mich!

  23. ObjectBe
    Lieber Don Alphonso,

    da haben Sie aber ein heikles Thema angeschnitten.

    Ich habe in den vergangenen Tagen hierzu auch wieder einiges, beim Lesen der Qualitätspresse, lernen können. Und die Überschrift Ihrer Zeilen: „Keinen Fussbreit Mietwohnung dem Rassismus“.

    Ein wahres Bekenntnis eines edlen Menschen, ebenso wie Ihre legeren Auswahlkriterien bei Ihren Mietern.

    Also, so wie ich das lese, gibt es schon so ein bißchen Rassismus, bei der wohl gängigen Auswahl der Mieter, bei der Vergabe von Mietwohnungen in Deutschland.

    Also, wenn man so ganz schnell eine Wohnung haben möchte und alle Nachbarn einen sofort lieben und zum Kuscheln finden, muß man wohl in Deutschland lediglich nach einem Ball treten können, so als berufliche Qualifikation.

    Alle Mitbewohner im und um das Haus wollen das in Deutschland. Da fällt doch jedem Hauseigentümer und Vermieter die Entscheidung leicht und alle sind glücklich.

    Noch besser haben es vielleicht nur noch die, die man gerufen hat; da mietet ja die Stadt-oder Gemeindeverwaltung gleich für die Neuen an.

    Die Mietzahlungen sind sicher und großzügig und, wie vom Chef der Polizeigewerkschaft heute zu hören war, wäre eine Überprüfung der Mieter durchaus sinnvoll, doch ist das nun aus personellen Gründen einfach nicht möglich. Aber wen stört es heute schon, wenn hin und wieder so ein kleiner Terrorist in der Nachbarschaft wohnt? Man hat ja noch nie gehört, daß sie ihre eigenen Mietwohnungen sprengen.

    So ein bleicher, wenig pigmentierter Facharbeiter, womöglich mit Frau und Kind, der hat es da meist doch wesentlich schwerer und was so einer alles nachweisen muß, damit er vielleicht eine Chance hat eine Wohnung zu bekommen, haben Sie ja beschrieben.

    Aber so ein deutscher Wohnungssuchender wird das locker wegstecken.

    Also ich finde, wenn man so die Mühen eines ganz normalen, deutschen Wohnungssuchenden betrachtet und wie dieser meist erst die Hosen runterlassen muß, ist das im Vergleich zu Fußballspielern und Willkommensgästen schon, na sagen wir einmal, ein ganz klein wenig rassistisch.

    Das ist ja auch so bei den finanziellen Unterstützungen, die so verteilt werden.

    Wenn so einer ganz schnell einen Ball vor sich hintreten und diesen in einen großen Kasten hineinkicken kann, ist man ja, finanziell gesehen auf der goldenen Seite des Lebens, so ein celebrity.

    Auch, wer so einen Bootsplatz mieten kann und, sofern er nicht gleich abgeholt wird, es irgendwie mit dem Zug oder Taxi nach Deutschland schafft, hat ja auch keine Existenzsorgen mehr. Kostenlose Sprach- und Ausbildungskurse, mietfrei wohnen und Einkleidung mit Markenartikeln. Smartphones waren ohnedies Standard bei der Abreise.

    Also so ein, in den vergangenen Tagen, über-und unterfluteter Hauseigentümer oder Mieter steht jetzt da mit seinem Dreck und der leppischen Hochwasserhilfe von 1500,00 € und ist ganz schon angesch…. damit.

    Und so ein Ossi den man mit 100,00 DM Begrüßungsgeld und einer Banane abgefüttert hat damals, ich weiß ja nicht. Versuchen Sie das mal bei einem der Merkelgäste, die werden Ihnen was erzählen von wegen Banane.

    So einem vom Hochwasser, mit allem Hab und Gut, Abgesoffenen, könnte man ja wirklich nicht verübeln, wenn er sein Hochwasserhilfe Almosen rassistisch interpretieren würde.

    Da war doch noch etwas heute in irgendeiner Zeitung?

    Ach ja, in Italien scheint es ja ganz andere Probleme zu geben.
    „femminicidio“, ein kulturelles Problem, wie ich heute lesen konnte. Man will die Männer jetzt sensibilisieren. Einen italienischen Mann noch mehr sensibilisieren ? Geht das noch?

    Wäre es nicht nett, wenn Sie hierüber mal ein paar Worte verlieren könnten? „femminicidio“, so als Zukunftsperspektive in den deutschen Mietwohnungen.

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe ( objectbe.blogspot.com)

    • Nun, die Sache mit der Migration bleibt wohl zu 100%% am Staat hängen, und nicht am Privatvermieter. Das habe ich aber lang schon gesagt. Dafür gibt es Gründe. Man wollte sie nur nicht hören.

    • Deutsche Wohnungssuchende und andere
      Anfang Mai berichtete frontal21 über andere Wohnungssuchende in Berlin und stellte fest, dass es für stärker pigmentierte Sucher fast unmöglich ist, Wohnraum zu bekommen. Also zahlt die ARGE denen 20% höhere Mietzuschüsse als weniger Pigmentierten.
      Das halte ich für ausgesprochen ungerecht, wie vieles, was bei der ARGE und überhaupt so läuft.

      Wenn diese Ungerechtigkeiten erst einmal bei der Masse richtig angekommen sind, dürfte das Grummeln im Volke noch lauter als ohnehin schon werden. Wobei Merkel uns längst darauf vorbereitet, dass der Zustrom wohl kein Ende nimmt und sie Europa gescheitert sieht, sollte Italien den Brenner schließen.

      Woran Europa bei der Frau alles scheitert, ist famos. Sie verkennt, wie viele andere, dass Europa nicht die EU ist. Und wer da scheitert und es ums Verrecken nicht einsehen will…

      Übrigens lieber Don, der Staat sind wir alle, auch Sie als Privatvermieter werden ihr Scherflein wohl dazu beitragen müssen.

    • Titel eingeben
      Ich hörte vorhin im Autoradio, es gibt 1500€ Ersthilfe für jeden Haushalt beim LRA.Man kann, wenn nötig, auch 5000€ beantragen und wer wirklich alles verloren hat,bekommt 100% erstattet, falls keine Versicherung vorhanden.Söder sagte, man habe da Erfahrungen vom letzten Mal und würde unbürokratisch helfen.( in Bayern)

    • Ja, so ist das hier. Man lässt die Leute nicht hängen.

    • Titel eingeben
      „Ja, so ist das hier. Man lässt die Leute nicht hängen.“
      Habe ich auch so mitbekommen. Wenn da ein Junge in der Schule auffällt wird schon mal eine freundliche junge Frau abkommandiert die jede Woche zu Hause nach dem Rechten sieht.
      Und wenn es halt die Hauptschule wird, dann ist das eben so.
      Dann arbeitet der Junge später trotzdem und kann ein geschätzter Nachbar und Mieter werden.
      Die Bayern sind durchsetzungsfreudig, aber von Teilhabe und Integration verstehen sie, so weit ich das als Ausländer beurteilen kann, mehr als die Berliner Phrasendrescher.

    • femminicido
      gut, daß Sie das erwähnen, denn meine – natürlich nur eingeschränkten – Eindrücke in Italien (aber leider war ich schon länger nicht mehr dort) waren eigentlich nicht so…
      was sagen Sie, liebe Be, und was sagt Don, unser Italien-Korrespondent, dazu?

    • „femminicidio“ heisst hier auch "Bezness"
      die Folgen sind ähnlich – für die Frauen, die sich erst hofiert fühlen und dann plötzlich in Notlagen befinden, weil der Galan die mitgebrachten kulturellen Errungenschaften nicht nur hinsichtlich des Umgangs mit Damen 1:1 fortsetzt, was noch zu viel Jammern und Wehklagen führen wird.
      Da werden dann auch noch viele Einzelfälle den Weg in die Presse finden, die hoffentlich nichts schlimmeres als Veilchen beschreiben müssen.
      Es geht um große Gefühle, damit ist warnende Vorausschau sinnlos, da jede der jetzt noch Angebeteten ihre eigenen Erfahrungen machen muss und wird.
      Nur wohin mit dem Gutsten, wenn er erst mal in der eigenen Wohnung hockt und den Arm hebt?
      Für die Jungs ist so ne Heirat natürlich die Chance auf den garantierten Aufenthaltstitel – also praktisch der 6er im Versorgungsimmigrationslotto.

    • In Darmstadt sind es jetzt 30 Fälle… und es gibt einen neuen Schwimmbadfall mit Minderjährigen.

      Feministinnen regen sich gerade über ein Burkiniverbot in Niederbayern auf.

    • Wohnungssuchende
      @Renate Simon
      Meine Tochter, die im psychosozialen Bereich als Psychologin arbeitet und die Szene kennt, hat aus einer zuverlässigen Quelle gehört, dass die hiesige städtische Wohnungsbaugesellschaft die „Gäste“ bei der Wohnungssuche über die Einheimischen stellt und ihnen einen Vorrang gibt.

      In Berlin wurden massenhaft günstige städtische Wohnungen an den freien Markt verkauft, auch Bundeseigentum.

      Vorhin schrieb ich von dem Trauma, welchem Wohnungssuchende in Städten wie Hamburg, Berlin und München ausgesetzt sind. Das zählte nicht und zählt jetzt noch weniger.

    • Ja, München ist nicht schön. Aber viel Gejammer kommt auch, weil es unbedingt im Ring sein muss. Berliner wissen gar nicht, wie hart es bei uns ist.

    • @Foersterliesel
      Sehr geehrte Foersterliesel,

      Ihre Frage objektiv zu beantworten ist mir natürlich nicht möglich. Augenblicklich ist ganz Italien von einem solchen Fall erschüttert, da ein Exliebhaber seine Verflossene bei lebendigem Leibe in einem Auto verbrannte.

      Ich lebe seit über zehn Jahren hier an der Grenze zu Italien (Ponte Tresa). Meine wöchentlichen Abstecher über die Grenze sind mehr erfreulicher Natur – Einkäufe und Kulturveranstaltungen in Mailand, da bekommt man als Besucher wenig mit, außer was eben in den Zeitungen zu lesen ist.

      Hier, in der italienischen Schweiz finden solche Dinge, landesüblich bedingt, diskreter statt.

      Eine geschiedene Frau, event. mit Kindern hat häufig keine Chance mehr im selben Ort weiterzuleben. Im Grunde wird sie ausgestoßen und in der Regel findet ein Umzug in die deutschsprachige Schweiz statt, was meist eine persönliche, psychische, wie finanzielle Bereicherung für solche Frauen ist.

      Auch nach zehn Jahren bin ich hier noch Gast und Sie werden sicher verstehen, daß ich auf tiefergehende Ereignisse nicht weiter eingehen möchte. In einer wenige Monate zurückliegenden Abstimmung (Ausländerinitiative) haben die hier im Ort lebenden Menschen mit 70 % zum Ausdruck gebracht, daß sie „Ausländer“ nicht als Bereicherung empfinden und erst vor wenigen Tagen sagte mir meine Nachbarin von der gegenüberliegenden Straßenseite ganz direkt, ich solle doch endlich wieder nach Deutschland zurückgehen. Da wird man schon etwas vorsichtiger.

      Vielleicht kann man es so sehen: Die Menschen in der italienischen Schweiz sind, auch wenn sie sich zunächst als Schweizer sehen, Lombarden. Mit den italienisch sprechenden Menschen auf der Seite Italiens scheint sie eine Art „Haßliebe“ zu verbinden und manche hier sagen: „Die Italiener sind doch Araber“.

      Ich weiß nicht, ob Ihnen diese Gedanken hier weiterhelfen werden, doch, wenn Sie mir die Bemerkung noch gestatten, ich denke in Don Alphonsos Berichten spricht immer noch mehr der Italienurlauber, der vordergründig das Schöne sehen will, und das sei ihm ja auch unbenommen.

      Persönlich würde ich es schon begrüßen, wenn Don Alphonso auch etwas mehr auf die sozialen Probleme, hier die der Frauen, eingehen würde. Ich befürchte, daß „mentalitätsbedingt“ derartige Probleme sich sehr schnell auf Grund der Merkelgäste in Deutschland einstellen werden.

      Aber vielleicht ist für solche Überlegungen dieser Blog nicht der rechte Platz. Ich weiß es nicht.

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Tamarisque, diese Entwicklung haben wir in Düsseldorf schon länger
      Wie mir unser voriger Hausmeister mal berichtete, hat eine Bekannte von ihm, langjähriges Mitglied in der Genossenschaft, auf Anfrage nach einer Wohnung den Bescheid bekommen, als Deutsche hätte sie die nächsten Jahre keine Aussicht auf eine Wohnung. Und das, obwohl Genossenschaftsmitglieder lt. Statuten einen Anspruch drauf haben. Das ist nun auch schon wieder ca. 4-5 Jahre her, aber ich sehe im Nebenhaus neue Nachbarn, die ich eher Syrien usw. zuordnen würde. Mit guten Deutschkenntnissen, was aber je nach Wohnanlage völlig unterschiedlich ist. Es gibt Anlagen, in denen man die halbe Welt mit oder ohne Burka, aber keinen einzigen Deutschen antrifft.

      Es wurden sehr gern Mieter übers Sozialamt genommen, weil die Miete garantiert und direkt kam. Unterdessen wird der Mietzuschuss wieder an die Leute ausgezahlt, was die Mietzahlungen unsicherer macht und einer anderen Genossenschaft hier am Ort im letzten Jahr dieserhalb massive finanzielle Probleme bescherte.

      Grundsätzlich hat man es als jemand, der schon länger hier lebt, bei der Wohnungssuche nicht so einfach, zum einen sind die Preise in Düsseldorf völlig daneben, wer es sich nicht leisten kann, kann ja ins Umland ziehen. Aber dort ist es auch nicht anders. Zum anderen ist das Wohnungsangebot im „Normalbereich“ sehr klein, es werden hauptsächlich luxuriöse Quartiere gebaut, die sich nur eine kleine Klientel leisten kann.
      Der neue OB versprach, auch Wohnungen für Normalverdiener bauen zu lassen, allerdings machen die nur max. 20% des anvisierten Neubestandes aus und werden wohl für die Neubürger gebraucht.
      Es wird wohl eng werden unter den Rheinbrücken.

    • Danke,
      für Ihre Antwort!

    • @Renate Simon, Tamarisque
      Mit der Inländerdiskriminierung wird der Name „Merkel“ in der Geschichtsbetrachtung mit dem Terminus „dolus malus“ untrennbar verbunden sein.

      Nicht nur bei der Wohnungsvergabe ist die verletzliche Gesellschaft den Islamis ausgesetzt.

      Die Gefälligkeitspresse schweigt das Thema sexueller Belästigungen tot.

      Bereits 1751 schrieb der königlich-preußische Geheimrat Nicolaus Hieronymus Gundling in seiner „Einleitung zur wahren Staatsklugheit“

      „Die wenigsten Herren (hier mehr die K.) seynd geschickt zu regieren, und wollen doch regieren. Man findet fast überall, wo man nur hinkommet, daß die Regenten das, was ihnen oblieget, nicht recht beobachten. Darüber werden hernach die Leute mißvergnügt, seufzen und klagen, werden am Ende desperat und fangen eine Rebellion an, oder gehen fort.“ (Seite 108)

      Übrigens, eine wirklich lesenswerte Schrift.

      Ich mag diese Linkempfehlungen ja eigentlich nicht, aber dieser Text erklärt den augenblicklichen Zustand wirklich schön:

      http://www.rolandtichy.de/meinungen/wenn-die-buerger-dem-staat-kuendigen/

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • It's never the question that's indiscreet, just the answer.
      Jetzt mal wieder etwas Realität:

      Am Donnerstag war ich mal wieder in dem nicht so schönen Teil der Haupteinkaufsstraße von Stuttgart unterwegs.
      Dabei beobachte ich wie die junge Verkäuferin einer Optikerkette sich vor dem Geschäft will mit einem ungepflegten, jungen kräftigen Mann verbal auseinandersetzte. Niemand im Umfeld schien dies zu stören, dabei versuchte die Verkäuferin den Mann immer wieder mal festzuhalten. Ich blieb stehen und beobachtete, um im Notfall eingreifen zu können. Plötzlich ging der junge Mann weg und die Verkäuferin hielt ihn fest, indem sie sich an ihm dranhängte.(ohne jedoch zu schreien oder Hilfe einzufordern). Darauf intervenierte ich zusammen mit einem vorbeikommenden Italiener. Plötzlich kam aus dem Geschäft eine zweite Verkäuferin herausgelaufen und sagte mir, dass ich mich gefälligst „raus halten sollte“. Was ich dann auch tat, während der anscheinend auf Drogen operierende junge Mann mich wild anstarrte. Die Damen zogen den Mann dann ins Geschäft und fingen wieder an zu diskutieren.

      Bin dann gegangen, bevor mich die FAZ noch als Rechtsradikalen bezeichnet, weil ich Frauen helfen wollte.

      So wird das nix.

      Unsere internen Konflikte sind die Quelle unserer Schwäche.

  24. Ebenso
    wie Sie, werter Don, hält es meine Familie mit der Vermieterei. Das Vermieten und Instandhalten unserer Häuser ist das Lebenswerk meiner Oma und Großtante und ich hoffe, dies eines Tages so fortzuführen. Im Übrigen, wunderschöne Fotos.

  25. schwieriges Kapitel
    Schwuler Tänzer, Friseur, wieso nicht?
    Aber ich täte mich ernsthaft schwer, an diese Ingenieursstudenten, die vor der TU Bln beten, zu vermieten und nicht nur ich. Eine ehrliche Umfrage würde das gleiche Ergenis bringen. Wie oft gab es das jetzt schon, diese Kombination von Technik und Beten, angefangen bei Mohammed Atta?

    Ein Atomkraftwerksbetreiber dürfte das ebfs. mit Grausen betrachten und auch alle, die mit Wasserwerken zu tun haben.

    Ein schwuler Tänzer ist harmlos. Man sollte nur nicht an ihn vermieten, wenn im gleichen Haus schon…, besonders mit Halbwüchsigen, leben und auch nur, um ihn zu schützen.

    Es ist schwierig. Wir Deutschen haben sie im Prinzip nicht gemacht, diese Segregation. Sie ist self made. So lange man das den Leuten nicht erklärt, wird sich nichts ändern.

    • Die sind ein anderes Thema. Das finde ich wenig erbaulich, und da würde ich vermutlich auch ausweichen auf andere. Ich bin so alt, meine Linke hat ja noch die islamische Revolution im Iran erlebt, wir sind da vorsichtig, wo die Jungen die Bereicherung erkennen.

    • Das hieße dann aber doch, dass diese Jungs sich durch ihre Art, ihr Leben gestalten
      zu wollen, ganz und gar selbst den Anschluss an unsere Gesellschaft vermasseln würden? Zumal sie ja auch auf das lasche Handhaben des angeblichen Kopftuchtragegebots besonders in der Hauptstadt eingehen.

      Der Koran beschreibt, bzw. es wird so ausgelegt, dass, falls man in der Fremde sein Gespräch mit Gott nicht zum anfallenden Zeitpunkt führen könne, dieses auch zu einem späteren Zeitpunkt diesem noch genehm ist.
      Auch bei Regen, so wird explizit erklärt, hat er Verständnis, dass auch da ein späterer Zeitrahmen gefunden werden kann.

  26. Vielen, vielen Dank für diesen Artikel!
    Ich kann als Vermieter, der ich bin, alles nachvollziehen.

    Besonderes Dankeschön dafür, dass Sie sich Frau Stokowski zur Brust (Oh, Gott! Er hat „Brust“ gesagt!) genommen haben.

    Ich habe das Gefühl, dass die bei SPON noch nicht begriffen haben, welchen strategischen Fehler sie begangen haben, Leute wie Feldenkirchen und Kuzmany in leitende Positionen zu hieven, die dann solche Damen wie Frau Stokowski nachziehen. Warum fangen die nicht einfach beim „Freitag“ oder bei der „taz“ an? Oder gehört der SPIEGEL mit SPON jetzt dazu?

    Schönes Wochenende aus dem Münsterland!

    • Gern geschehen.

      Die Veränderungen beim Spiegel – da muss man die Jahre unter Aust betrachten, die sorgten für einen Schub in die andere Richtung nach seinem Abgang. Das Problem ist nur, dass die Ausrichtung nicht links ist, sondern geprägt von dem, was man auf der Schanze und in Mitte so denkt uns sagt. Der Spiegel schaut mit Verachtung auf das Land und hasst nomale Menschen wie der Dorfnazi den Asylbewerber. So kommt das dann. Und auf dem Dorf sagen dann 30%, dass die AfD schon recht hat, wenn sie gegen Genderwahn ist.

    • Titel eingeben
      @Don Alphonso
      „Die Veränderungen beim Spiegel – da muss man die Jahre unter Aust betrachten, die sorgten für einen Schub in die andere Richtung nach seinem Abgang.“

      Wir haben schon damals das Abo gekündigt, und dies, nachdem wir sogar in Asien den Spiegel regelmäßig gelesen und nach Hong Kong abonniert hatten.
      Ich war anfangs, vor zehn Jahren, ein Fan von SPON-Forum. Seitdem wurde das Forum Schritt für Schritt umgestaltet, das Niveau ist inzwischen zum Großteil indiskutabel.

    • Ich bin da auch schon lang nicht mehr unterwegs. Der SPON schreibt für ein ganz komisches Nachwuchskleinbürgertum ohne Geld und Chancen, das Karrieretips und „dicke Geschäfte“ will.

    • Dat SPÖN'sche
      “ … für ein ganz komisches Nachwuchskleinbürgertum ohne Geld und Chancen, das Karrieretips und „dicke Geschäfte“ will.“

      Ich habs, für die AfD!
      (Hoffnungsvoll blick, ob Treffer.)

  27. Descartes sah das anders
    @Lenin – selbstverständlich kann man die Philosophie mit “ich” anfange. “Ich denke, also bin ich” = “Cogito ergo sum”. Oder wollen sie damit andeuten, dass Descartes kein Philosoph ist?

  28. No to racism
    Rassismus kommt in jeder Rasse vor, in der weissen , der schwarzen und in anderen.

  29. Nach Theresienstadt mitgenommen
    wurden einige Kommunisten dann aber doch. (Oder halt Dachau, Buchenwald, Oranienburg).
    .
    So viel Genauigkeit muss schon sein.

    • Sofern sie nicht übergelaufen sind. Ich habe da mal eine interessante Studie aus dem Wedding gelesen.

    • Westheims Kadlatz
      Es war nicht die Schuld der KPD,
      dass die NSDAP im Ggs zu Lenin
      nix mit jüdischen
      Hausbesitzern zu
      tun haben wollte.
      .
      Dafür waren die halt viel zu links…

    • Aktuelles Beispiel: AfD-abgeordneter, früher Marxist und Maoist, nun auf dem Christentrip gegen Juden:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/antisemitische-thesen-von-afd-abgeordneten-gedeon-14268327.html

      Irgendwie habens diese Leute halt gefressen, erklären kann ich es auch nicht.

    • Schau an, die AfD ist antisemitisch
      Und manche von denen glauben an die Protokolle der Weisen von Zion.
      .
      Das kann ich mir wirklich nur auf eine einzige Weise erklären: Dass der Typ früher mal „Marxist und Maoist“ war. Wo sonst soll er das herhaben?
      .
      Über seine aktuellen Ansichten zur Wohnungsfrage stand im Artikel allerdings nichts.

  30. Der Vermieter
    Der Begriff klingt wie der Titel eines Hochhut-Stücks.
    Vermieter – eine aussterbende Spezies, umgeben von Totengräbern und Geiern aller Art, die darum wetteifern, wer das Sterbeglöcklein als erster und am lautesten zu läuten vermag:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hausbesitzer-aufgepasst-startschuss-fuer-neue-grundsteuer-14266461.html

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/beschlagnahmung-leerstehender-wohnungen-fuer-fluechtlinge-13749366.html

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/hausbauer-muessen-hoehere-energiestandards-erfuellen-14005921.html

    Von den segensreichen Wirkungen der Mietpreisbremse war hier schon die Rede.

    „Systemrelevant“ ist der Vermieter aus politischer Sicht nicht mehr. Seine forcierte Ablösung durch anonyme Großgesellschaften – die den alltäglichen Kleinkram der Verwaltung an jederzeit austauschbare Dienstleister delegieren – erfolgt Zug um Zug durch Gesetze und Verordnungen, die zu durchblicken die meisten überfordert.
    Wer sich die entsprechende Kompetenz auf dem Markt zu besorgen versucht, ruiniert sich in beschleunigter, wenn auch anderer Weise.

    Dem Vermieter geht es wie vorher den Metzgern, den Bäckern und Käsern, den Optikern, Bauern, Apothekern und Handwerkern – kurz, vielen unter denen, die man früher dem „Mittelstand“ zuordnete und die bis auf ein paar vom Zufall verschonte Ausnahmen dem Untergang anheim gefallen sind. Wie lockeres Bruchgestein purzelten sie einer um den anderen aus den Tableaus gesellschaftlicher Relevanz und dem einst fest gefügten Bollwerk liberaler und konservativer Wirtschafts- und Politikvorstellungen.

    Bedauern? Nö, nicht wirklich, irgendwas wächst ja immer nach.

    Funktionierende Vermieter/Mieterbeziehungen mag es im Klenzeviertel in Form vormoderner Patronagemodelle noch geben. Pure Nostalgie plus Goodwill bei wechselseitig tolerierter Unzulänglichkeit.
    Überleben wird das nicht.

    • Ach, abwarten. Wohnungsgesellschaften verkaufen auch Bestände, die gehen dann wieder an Privatvermieter. Einfach, weil Staat und Kommunen nicht wollen und grosse Gesellschaften auch nicht alles machen können.

  31. Der SPIEGEL
    scheint sich überhaupt zum Satireblatt zu entwickeln, ein Spaßvögelein neben dem/der anderen.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/angst-vor-einbruch-die-tuecke-des-deutschen-wirtschaftens-a-1095548.html

    In meiner kleinen dummen Stadt im westlichen Grenzgebiet herrschte unter grüner Baudezernichtsnutzigkeit ein munteres Abhacken von Stadtbäumen vor, kombiniert mit arrogantester Verweigerung des (erschwinglichen) Wohnungsbaus – der zusammengefasste Ratschlag lautete „Zieht doch in den Landkreis und pendelt, aber gefälligst mit umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmitteln.“ Also in etwa: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch *glockenhelles Lachen* Kuchen essen!“ So siehts denn auf dem hiesigen Wohnungsmarkt auch aus. Die noch bei den Eltern hausenden Aktivisten schmieren derweil unbeirrt „no borders no nations“ und „Kein Mensch ist illegal“ an die Wände.

  32. beide versprachen dem Volk mit der Abschaffung des “Plutokraten“ billigeres Wohnen.
    Populisten eben.

  33. An die, die meinen unsere Politik sei an den Flüchtlingenswellen unschuldig....
    Vorsicht! Naomi Kleins Texte setzen Denken voraus!

    https://psychosputnik.wordpress.com/2016/06/04/naomi-klein-%C2%B7-let-them-drown/?blogsub=confirming#subscribe-blog

    • die MONOKAUSALE weltsicht !
      frau Kleins texte setzen vor allem das wohlfühlen in einer opferrolle voraus……………….ja, mit „good, unionized jobs“ only wird alles besser. frau Klein fällt in allen ihren kommentaren durch eine sehr spezifische weltsicht auf, leider können wir sie in D-land nicht zur bundespräsidentin wählen !

      aber zu sonstigen preisen, verliehen z.b. von skandinavischen arbeiterparteien wird es sicher eines tages reichen !

    • Governments change... the lies stay the same.
      @TDV

      Sie machen immer wieder den gleichen Fehler. Sie operieren entlang von Schuld.

      Schuld ist ein Luxus, den man sich im Paradis leisten kann, fürs Kaffeekränzchen von Kleinmädchen als Naomi Klein.

      Draußen, in der Realität, ist Schuld nicht existent.
      Dort ist nur „live and let die“.

      Und genau, diese Realität tritt gerade ein, in unser Paradies.

      Sie werden also keine Gesprächspartner mehr für Schuldfragen finden.

    • Denken?
      Als Mieterin wäre sie grundsätzlich willkommen, bei diesen Buchumsätzen und mit ihrer regen Reisetätigkeit bzw. häufigen und parkettschonenden Abwesenheit zur Rettung des Weltklimas.

      Was die Einschätzung „Naomi Kleins Texte setzen Denken voraus“ anbelangt, trifft eher das Gegenteil zu. Das Hirn bleibt weitgehend unbehelligt, wenn man sich mit den Texten der Passionara des hysterischen Klimatismus auseinandersetzt. Ihr steht das mit heißer Nadel genähte Kleid, das sich die gescheiterte Internationale des Sozialismus zur Verdeckung ihrer Blöße nach 1989 übergeworfen hat – außen grün, innen rot, im Kern gelegentlich braun – halt besonders gut. Weit mehr als irgendwie nennenswerte Denkleistungen sorgen rhetorische Radikalität gepaart mit attraktivem Aussehen für eine ikonenhafte Verehrung durch leichtgläubige Anhänger.

      Indes, das Kleid wird immer löchriger und verwaschener, zeigt Risse und Webfehler der nicht reparierbaren Sorte …

      http://www.sciencemag.org/news/2016/05/earth-s-climate-may-not-warm-quickly-expected-suggest-new-cloud-studies

      Als Mieter ist mir der grundsolide Ölheizungstechniker dann doch lieber.

    • @ TDV
      Dank für den Link.
      Na, dann ist Trump ja the perfect choice, weil er dezidiert alle bisherigen Klima-Abkommen kündigen will. Den Klimawandel hält er für einen „hoax, für eine Erfindung der Chinesen, um dem armen Opfer USA ökonomisch zu schaden. Er setzt auf fossil energy, will sogar den Irakern und Libyern das Öl „nehmen“, damit Exxon das Problem nachher „fixen“ kann. ;-) (Alles keine „Propaganda“, wie Sie es letztens genannt hatten, sondern Worte aus Reden, die ich persönlich gesehen und gehört habe.)

      Während „The Shock Doctrine“ stringent und flüssig geschrieben war, ist Naomi Kleins Schreibstil in diesem Text langatmig und umständlich, eine Qual zu lesen, was ich mir auch nicht antun will.

      Und warum sollten „wir“ für die Umweltverbrechen von amerikanischen Großkonzernen wie Exxon „Schuld“ haben? Oder für die Großmachtbestrebungen der Amerikaner? Die EU Subventionen, ja, da hat die EU Schuld. Und jetzt? Was kann ich tun? Sie haben ja einmal im SPON-Forum geschrieben, dass Sie Petitionen bescheuert bzw. naiv finden. Soll ich mir eine Waffe besorgen und vor dem Kanzleramt herumballern? Tell me, what can I do, um von der Schuld erlöst zu werden?

      Das ist für mich eine ähnliche Sichtweise, welche von manchen Psychologen gepflegt wird, die für jedes Fehlverhalten, jedes, noch so grausame Verbrechen nach einem Auslöser, nach einem Grund suchen, welcher zumeist in der Vergangenheit, bei den Eltern, und besonders bei der Mutter geortet wird. Élisabeth Badinter nennt das in ihrem Buch „Die Mutterliebe“ „Vulgarisierung“ der Freudschen Theorien. So wird die Mutter zum eigentlichen Täter, eine verquere Logik, durch welche aus dem Täter das eigentliche Opfer wird. Selbst in der Psychologie gilt der Ansatz als obsolet, außer in Fällen, in welchen Missbrauch, grobe Vernachlässigung, Gewalt oder andere extreme Belastungen vorgekommen sind.

    • @Tamarisque
      Seien sie doch etwas realistischer…

      Was genau sollen all diese verlogen, und geheuchelten Klima Abkommen denn bringen? Das sind doch nichts als Phrasen um die Blöden bei der Stange zu halten! Allein die Idee man könne mit Massnahmen den Klima Wandel aufhalten ist schon arg albern, und die Vorstellung, in einer neo-liberalen Weltordnung würden sich dann alle dabei wichtigen Staaten auch an diese Massnahmen halten, ist ja nicht mal mehr in der Kategorie lächerlich.
      Ausserdem gab es die Proteste ja tatsächlich, in denen auf die Folgen hingewiesen wurde, dass selbst bei der 2 Grad Regelung immer noch Millionen krepieren und andere Millionen kommen werden….
      Was Trump glaubt oder tut, spielt da doch gar keine Rolle… Ob er mit Putin redet, oder ob Hilary die Nato, die US Armee un die Bundeswehr nach Polen und ins Baltikum verlegt, DAS hingegen macht einen grossen Unterschied.

      „Und warum sollten „wir“ für die Umweltverbrechen von amerikanischen Großkonzernen wie Exxon „Schuld“ haben? Oder für die Großmachtbestrebungen der Amerikaner? Die EU Subventionen, ja, da hat die EU Schuld. Und jetzt? Was kann ich tun? Sie haben ja einmal im SPON-Forum geschrieben, dass Sie Petitionen bescheuert bzw. naiv finden. Soll ich mir eine Waffe besorgen und vor dem Kanzleramt herumballern? Tell me, what can I do, um von der Schuld erlöst zu werden? “

      Ich habe es unzählige Male geschrieben: SIE KÖNNEN NICHTS TUN!
      All diese Dinge laufen einfach nur ab, bei manchen kann man die Konsequenzen vorhersehen, bei anderen nicht. Wo man sie sehen kann, kann man sein Leben drauf einstellen. Das reicht doch, oder? Ich beschreibe Ursache und Wirkung, und die Dümmeren können dann halt nicht mehr anders, als bei Betrachtung der Realität statt dessen sofort von Kategorien wie Schuld zu labern.

      Sie sehen doch das Gekeife in den Kommentaren… da kann man noch so oft darauf bestehen man solle die Ursachen verstehen und abstellen, wenn man die Millionen der Völkerwanderungen nicht in DE haben will… nein, hier wird sich gegen ausser in den eigene Hirnmen nirgends existierenden Schuld Vorwürfe verteidigt, und statt dessen als Ursache angegeben, dass die Neger ja sowieso zu blöd sind sich eine nicht-korrupte Regierung zuzulegen.
      Sie sehen doch die Kaperles, die auch hier den Klimawandel abstreiten. Ganz so, als können man nicht auch irgendwo noch einen Wissenschaftler finden der belegt, dass der Mond aus grünen Käse sei…

    • Völlig unschuldig? Sicher nicht. Hauptschuldig? Sicher ebensowenig.
      Es haben alleine seit 1945 genügend Länder weltweit bewiesen, mit welchem Tempo man sich aus der Dritten Welt entfernen kann. Wenn man das will. Die meisten Länder (und die in ihnen lebenden Menschen) wollen eben nicht.

      Nicht mein Problem!

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • N. Klein contd.
      „Was genau sollen all diese verlogen, und geheuchelten Klima Abkommen denn bringen? Das sind doch nichts als Phrasen um die Blöden bei der Stange zu halten! Allein die Idee man könne mit Massnahmen den Klima Wandel aufhalten ist schon arg albern[…].“

      Die haben schon vieles gebracht, und ich finde es nicht lächerlich, dass man ein Mindestmaß an Regularien beschließt, damit die Fabriken oder Kfz nicht unbegrenzt Schadstoffe ausspucken können. Ob damit der Klimawandel gestoppt werden kann, muss gar nicht das Thema sein: Diese Maßnahmen sind per se notwendig. Wenn gar nichts passieren würde, kann das doch nicht besser sein, egal als wie heuchlerisch Sie diese Bemühungen abstempeln. Es geht nämlich auch um Smog und um bessere Atemluft. Den sauren Regen hat man in Deutschland durch entsprechende Maßnahmen doch auch in den Griff bekommen.

      Die weniger entwickelten Länder bauen ihre Industrieanlagen und ihre Autos nicht selbst, sondern importieren sie aus den entwickelten Industrienationen oder z.B. aus China. Natürlich sollten die Mindeststandards festgelegt und eingehalten werden. Warum soll das nicht gehen?

      „ , und die Vorstellung, in einer neo-liberalen Weltordnung würden sich dann alle dabei wichtigen Staaten auch an diese Massnahmen halten, ist ja nicht mal mehr in der Kategorie lächerlich.“

      In welchem System funktioniert das besser? In der DDR war das Umweltbewusstsein nichtexistent. Auch China kann sich nur durch eine internationale Verpflichtung bessern. Sie sehen doch den Smog. Soll dagegen nichts unternommen werden?

      „Was Trump glaubt oder tut, spielt da doch gar keine Rolle… Ob er mit Putin redet, oder ob Hilary die Nato, die US Armee un die Bundeswehr nach Polen und ins Baltikum verlegt, DAS hingegen macht einen grossen Unterschied.“

      Vielleicht für Sie. Würden die USA jedoch die Nato bzw. Europa im Stich lassen, so wie das Mr. T. vorschwebt, so wäre das eine Katstrophe für Polen und die baltischen Länder, aber auch für Finnland, selbst wenn es kein Mitglied ist. Ihre Meinung als Deutscher ist da nicht maßgeblich.
      Recommended reading; der Link wurde in Don Alphonsos Blog gepostet:
      http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/ruediger-safranski-interview-die-deutschen-sind-in-der-pubertaet-ld.2940

      „[…] die Dümmeren können dann halt nicht mehr anders, als bei Betrachtung der Realität statt dessen sofort von Kategorien wie Schuld zu labern.“

      Weil Ihre eigenen Einlassungen als eine Anklage wahrgenommen werden, nicht nur von mir.

      „und statt dessen als Ursache angegeben, dass die Neger ja sowieso zu blöd sind sich eine nicht-korrupte Regierung zuzulegen.“

      Solch einen Kommentar habe ich hier bisher nicht gelesen. Das wäre ja wohl eine Ausnahme und nicht das übliche Niveau. Wobei es bei der eigenen Korruption und der Ausbeutung der eigenen Bevölkerung auch so etwas wie eine Eigenverantwortung gibt, in jedem Land, nicht wahr. Dass die Deutschen zu blöd seien, eine bessere Regierung zu wählen, ist doch auch Ihr Vorwurf, oder. Wo sehen Sie da einen Unterschied?

    • @Thorha
      Aber THorHa…

      Das ist doch am Thema vorbei…
      Die Flüchtlinge werden kommen, wenn man sie nicht mit Gewalt daran hindert, weil Merkel zu dem Zeitpunkt als man etwas Sinnvolleres hätte tun müssen, vor so einem Jahr, wohl mit ihrem Fetten Hintern auf einer Couch, bestehend aus 70%(!) der Deutschen geschlafen hat und nun ist es ZU SPÄT!
      Das wissen sie doch selber. Denn das mit dem Aufhalten dürfte so einfach nicht möglich sein.
      Irgendwann am Wochenende hab ich die Zahlen gesehen: Eingereist 1,2 Millionen, Abgeschoben 20.000

      Ich komme sicher nicht auf die Idee ihnen da zu widersprechen: „Nicht mein Problem!“… nur, die Leute werden auch weiterhin kommen. Und das Entsendén der Bundeswehr in den Rest der Welt um den von den US unterstützen Verbrecher-Regimes zu helfen, oder auch dás Bemühen die durch TTIP entstehenden finanziellen Verluste durch den üblichen erpresserischen Aussenhandel mit der Dritten Welt zu kompensieren, wird das Problem ja wohl auch nicht lösen, oder?
      Ob es mal zu ihrem Problem werden wird, das ist nämlich nur eine Frage der Qúantität der Flüchtlinge, oder verdrängen sie das einstweilen noch?

      Eine intelligente Politik berücksichtigt die real existierenden Zustände. Die Politik der letzten drei Kanzler war lediglich daran interessiert wie man diese Zustände zu Gunsten der eigenen Profite ausnutzen kann! Denn für solche Politik wird man (nicht nur in DE natürlich!) wiedergewählt.

      Oder haben sie im Umgang mit den Flüchtlingen irgendetwas etwas vorzuschlagen? Wenn man ehrlich ist, sieht es spätestens im Herbst ja wohl so aus, dass das einzige Verbliebene sein wird, es ausgerechent mit Merkels „Wir schaffen das!“ zu versuchen.

    • @Tamarisque
      (Die Abkommen und Massnahmen) die haben schon vieles gebracht.“
      Ja, ich hab die Bilder der Arktis gesehen, danke! „Als das Wünschen noch geholfen hat“. Gute deutsche Kultur übernommen?

      „Es geht nämlich auch um Smog und um bessere Atemluft.“

      Wenn sie irgendwo wohnen, wo „Smog und bessere Atemluft“ ein echtes Problem sind, dann packen sie ihre Koffer. Wenn sie das nicht wollen, dann hören sie auch bitte auf zu jammern!

      „Die weniger entwickelten Länder bauen ihre Industrieanlagen und ihre Autos nicht selbst, sondern importieren sie aus den entwickelten Industrienationen oder z.B. aus China. Natürlich sollten die Mindeststandards festgelegt und eingehalten werden. Warum soll das nicht gehen?”

      Mann ist das kindisch… sie meinen die Bürger, die in den letzten 30 Jahren permanent noch jeden Kanzler gewählt haben, der ihnen 5 Euro mehr im Portemonnaie versprochen hat, die würden ab jetzt Kanzler wählen die aus Umweltgründen Exportbeschränkungen durchsetzen? Wo doch alles was Arbeitsplätze schafft sozial ist? Sogar der Verkauf von Sarin an Saddam Hussein um Kurden zu befrieden, und Waffen für die Bekämpfung von Aufständen an Regimes wie Saudi Arabien und die Emirate?
      Und sie Fragen „Warum soll das nicht gehen?”

      Was den Satz zu den „Negern“ angeht, so scheinen mittlerweile so rechtschaffend geworden zu sein, dass nicht mal mehr Sarkasmus erkennen können! Scheint als hätten alle anderen das verstanden.

      Könnte es sein, dass ihnen die Zukunft und ihr eigenes gutes Leben nicht mehr ganz so sicher erscheinen, wie noch vor einiger Zeit, als die USA noch die Guten waren und die Verhungernden gefälligst in Biafra blieben, wo sich das so gehört? Da hilft es sicher, wenn bei sich selber keine Verantwortung für die Zustände finden kann…

  34. Der Don ist ein Romantiker,
    Wie die meisten von uns. Armut ist toll, wenn man sie selbst nicht leben muß. Faktisch eine touristische Attraktion. Um Mutter Koothrappalie zu zitieren: uns geht es gut, wir sind sehr reich in einem armen Land. Der Don kann es sich leisten, Sozialist zu sein. Das Haus am See ist dafür der beste Standort. Die tatsächlich Armen können sich den Sozialismus nicht leisten. Weil der Sozialismus den Mangel verwaltet, während der Markt versucht, ihn zu beseitigen. In D mit großem Erfolg. Um das klar zu stellen: Deutschland ist nicht arm. Es gibt nur relative Armut. Das Wehklagen der Vermieter kenne ich aus beiden Blickrichtungen. Erfolgt sicherlich überwiegend aus strategischen Motiven. Ich vermute mal, dass 95% der Mietverhältnisse friedlich ablaufen. Das hängt möglicherweise damit zusammen, dass den meisten Mietern der Streit um die Nebenkosten zu lästig ist. Die restlichen 5% Geschäftsrisiko sind nicht größer als beim Verkauf von Obst und Gemüse.

    • Also wirklich
      Es ist doch immer wieder erstaunlich, zu welchen Interpretationen der Realität manche Menschen fähig sind.

      Da verwaltet der Sozialismus den Mangel und der Markt versucht, ihn zu beseitigen. Also wenn das so wäre, würde ich sofort den Markt wählen. Nur, ich finde ihn nicht.

      Auch das mit der relativen Armut reizt mich immer wieder zu Tränen. Vor allem, da wir ja reich in einem armen Land seien.

      Sozialismus muß man sich leisten können, auch das ein echter Brüller.

      Also wirklich.

    • MUTTER KOOTRAPPALIE
      LIEBER FREUND PK: sie müssen wie ich ja einsehen, dass der Bentley nur geleast ist !

    • O.M.
      Einfach aufhören darüber zu staunen.
      So ist es nämlich tatsächlich, sobald man das als Selbstverständlichkeit akzeptiert versteht man eigentlich alles.
      Sogar die „Demokratie“… den grössten aller Brüller, um ihren Ausdruck zu gebrauchen.

  35. Und das Wohnen war in der DDR billig
    An Mietschulden erstickte keiner und
    Innenstadtwohnungen waren keine Utopie.
    .
    Was hatte man da bloß richtig gemacht?

    • DDR Mietwohnungen
      Sehr geehrter Herr Meier,

      falls Sie hier den Böhmermann machen wollten, ist Ihnen das gelungen.

      Wohnen, DDR, und dann: „…richtig gemacht?“

      Waren Sie 1989 oder davor einmal in „Berlin Hauptstadt der DDR“? Oder in Heringsdorf? Oder in Dresden? Leipzig? Brandenburg/Havel? Frankfurt/Oder? Ganz besonders aber: Waren Sie im Jahr 1989 oder davor einmal in Görlitz?

      Ja? Dann ist Ihre Einlassung absolut unverständlich.

      Nein? Aha.

    • Unverschämtheit!
      mich mit Böhmermann zu vergleichen. Sie Gebührenzahler.

    • @Civilitas
      Es herrschte Wohnungsmangel in der DDR, das ist richtig. Und sofern man keine Fernwärme hatte und keinen Gasheizer, heizte man eben mit Kohle und hatte einen Badeofen. Und es gab auch noch die Toilette eine halbe Treppe tiefer – genauso wie in Westberlin, die Mär von den goldenen Wasserhähnen stammt aus dem Werbefernsehen. – Und im übrigen ist Ihre Einlassung eindimensional. Immerhin hatte selbst der letzte Alkoholiker seine eigene Bleibe, weil man sich für seine eigenen Leute eben verantwortlich fühlte. Das bekommt die reiche Bundesrepublik jetzt schon nicht hin, jedenfalls nicht überall! Vielleicht schauen Sie sich mal die Zahlen an, wie viele Menschen im Winter erfrieren? Wenn Sie das für uninteressant halten, ist Ihnen nicht zu helfen.

      Ein eigenes Haus zu haben war zu DDR-Zeiten etwas für Privilegierte und für Leute, die die Mühen dessen eben auf sich genommen haben. I. d. R. war das auch mit höheren Kosten verbunden als eine Mietwohnung. So ein Konzept schützt, nebenbei bemerkt, aber auch vor der „suburbia hell“ und der kompletten Zersiedlung der Landschaft – vermieten lohnte sich aus eben jenem Grunde allerdings auch nicht.

      Eines der damit verbundenen Probleme war, dass die Menschen teilweise nicht achtsam mit den Wohnungen umgegangen sind.

      Aber wie gesagt – das ist nur ein Problem, ein willkürlich herausgegriffenes und man muss sich schon die Mühe machen, mal das Gesamtbild zu betrachten; anlässlich der Neuankömmlinge sollte man das wohl auch, und sei es nur, um altbekannte Fehler zu vermeiden. Das wird man aber nur können, wenn man mal den Schaum vor Mund wegwischt.

      Ein vergleichender Blick auf das Mietrecht (dazu hat mal jemand eine Diss geschrieben) wäre u. U. ebenfalls lehrreich; z. B. im Hinblick auf Kündigungsfristen. Wenn da mal gesetzestechnisch ausgeholzt würde, könnte auch für die Vermieter etwas herausspringen.

    • Wie kam es dann, dass aus diesem Arbeiter und Bauernparadies
      hunderttausende selbst unter Lebensgefahr geflohen sind? Und das die „DDR“-Bürger die Wiedervereinigung mit der ach so schrecklichen Bundesrepublik wählten? Die Ostalgie beruht nur auf Vergesslichkeit und Verklärung der Vergangenheit. Aber selbst heute, da bin ich sicher, wünscht sich niemand mit einigermaßen klarem Verstand die DDR zurück. Es lohnt sich angesichts geballter Ignoranz sicher nicht, hier die endlose Liste der Gründe dafür aufzuzählen. ABER WARUM sind damals trotz Wohnungsmangel im Westen nicht massenhaft Bundesbürger in die DDR ausgewandert? Auf die hätte dann auch niemand geschossen wegen der Republikflucht! Die „DDR“-Fürsten hätten sich sicher überschlagen vor lauter Willkommenskultur.


    • ABER WARUM sind damals trotz Wohnungsmangel im Westen nicht massenhaft Bundesbürger in die DDR ausgewandert? Auf die hätte dann auch niemand geschossen wegen der Republikflucht!
      Also aus eigenem Nähkästchen kann ich nur beisteuern, daß so 87/88 mal ein paar Jungsche aus West-Berlin es mit Über-die-Mauer-Kommen in Ost-Berliner Richtung versuchten, den DDR-Grenzern versicherten sie hoch+heilig, sie seien Sozialisten, seien im Westen arbeitslos und fänden keine Wohnung und wollten deswegen gerne in der DDR leben. Sie wurden spätestens 2 Tage später zurückeskortiert. Nein, ich hab das nicht aus der Zeitung, sondern von einem Beteiligten, der auf diese Weise kurz „drüben“ war.

    • Effektive Verwaltung und Strafjustiz zwecks Wohnraumbewirtschaftung
      Wonortwechsel aus Daffke waren in der DDR verboten. Ein Stubenkamerad beim Bund Anfang der 90er durfte sich wegen dieser Vorstrafe nicht verpflichten. Er war zur Freundin nach Berlin gezogen.
      Die Verwaltung des Mangels klappte im allgemeinen vorzüglich.

    • Aktion 'Schöner wohnen!', lieber 555
      DDRler haben alles richtig gemacht: von anderdeutschen Krediten und Menschenhandel gelebt. Das macht heute halb Europa bis runter zur Türkei. Eine echte Erfolgsstory Kohl/Merkel.

    • @Peter Keul
      Eine Debatte ist offensichtlich völlig sinnlos, wenn man mit Totalitarismen arbeitet. Sehen Sie, in der DDR gab es z. B. auch WCs. Schon aus diesem Grunde sind diese zu verbieten; schließlich benutzt sie jeder Mensch jeden Tag mehrfach! – Was übrigens in der DDR nicht besonders hoch im Kurs stand, war die Psychoanalyse vom Dr. Freud. Diesem wiederum kommt das anerkennenswerte Verdienst zu, Denkblockaden enttarnt zu haben, die aus religiösen Überzeugungen (wie zum Beispiel die Idee, die Hölle wäre eine irdische und keine spirituelle Kategorie) resultieren http://www.zum.de/Faecher/kR/Saar/gym/projekte/rel_krit/freud/freud3.htm Eine Psychoanalyse dauert zwar meistens mehrere Jahre und setzt obendrein eine gewisse Affinität zur Intellektualität voraus, weil sie so kompliziert ist. Aber – was weiß ich.

  36. Pati
    Die Römer hatten für Erlauben und Erleiden ein gemeinsames Wort.

  37. Zerstört Europa!
    Frau Merkel, ist die Zerstörung Europas nicht ihr heimliches Ziel?

    http://m.welt.de/politik/deutschland/article155953559/Dann-ist-Europa-zerstoert.html

    Wenn man den Brenner schließt, zerstört man Europa!

    … Und rettet Deutschland?

    • Ein Blick auf die Karte zeigt:
      Österreich dürfte an dieser Stelle seine geringste Nord-Süd-Ausdehnung haben, ist also binnen weniger Stunden durchquert.

      Es sollte mich nicht mehr überraschen, wenn der autokratische Hosenanzug und seine Jubelpartei mit Zustimmung der Ösis einen dann ganz sicher „humanitär“ genannten Korridor einrichten mit generalstabsmäßig organisiertem Abholdienst zwischen Brenner und Mittenwald.

  38. Der Glaube an Gerechtigkeit
    Das Thema ist heiß, lieber Don, und wird immer von Medien am Kochen gehalten – der arme Mieter und der willkürliche Vermieter.

    Wer Auswahl hat, darf auswählen, aber natürlich nicht diskriminierend , rassisstisch oder nach Gefühl(?).

    Aber ist es bald möglich, das Mieter zugewiesen werden, so braucht man selbst als Vermieter keine Entscheidung mehr treffen? Staatliche Zuteilung anstatt Marktwirtschaft.
    Dann wäre man ja befreit von der Auswahlentscheidung…

    Und wer macht sich schon Gedanken darüber, daß die Mieter untereinander klar kommen, man selbst ist für den Mix verantwortlich: lasse ich drei ausländische Familien einziehen, ziehen sechs deutsch Familien aus und schon wird die Zinsbude ein Ghetto, weil danach weitere deutsche Familien da nicht rein wollen? Ein größeres Zinshaus in einfacher Lage wäre wie ein Spiegel der Nation.

    Überall wird reingeredet, alles auf die Waagschaale gelegt – die Lockerheit im Umgang wird schubladenartig klassifiziert und unnötig verhärtet und angeheizt.
    Ein Vermieter will doch letztlich eine solide Anlage auf lange Sicht und wie der Mieter seine Ruhe haben und investiert/repariert/saniert, damit alle zufrieden sind. Warum wird hier alles kaputtgeregelt?

    Der deutsche Sozialneid ist medial jedenfalls in Höchstform!

    • Ja, deshalb schreibe ich ja auch öfters drüber, weil ich nicht einsehe, dass ausgerechnet die Menschenklase, die sich ihre Benachteiligung sauber und gezielt erschrieben hat, öffentlicher Richter sein soll.

      Ich habe übrigens eine Mieterin, die Journalistin ist. Aber die jüngeren Durschnittswinsler sollen bitte das nehmen, was der Markt ihnen übrig lässt.

    • Sozialneid
      ist ein Symptom und hat Ursachen, die sicherlich nicht die Neider zu verantworten haben. Sich darüber zu beklagen, ist letztlich Ausdruck der Menschenverachtung. Es zeigt, läßt man Dummheit als Erklärung einmal weg, daß sich ab einer bestimmten Einkommens- und Vermögensgrenze alle Werte oft auf einen einzigen beschränken, den Egoismus.

      Und zwar nicht auf den Egoismus, der davon ausgeht, daß es einem selbst am besten geht, wenn es allen anderen zumindest gut geht.

    • Doch, ein ganz klein wenig Verantwortung liegt eventuell auch am Neider.

    • Neid ist was doch was Positives
      Und was ist das Besitzbürgertum anderes als der fleischgewordene Neid?

    • Aber Don.....
      Sie selber haben sich mal bei den 99% dafür bedankt, dass sie so nett waren ihre Stimme den politischen Vertretern des 1% zu geben.

      Wo wären sie und ihre Welt denn, wenn die Blöden ausnahmsweis mal in ihrem eigenen Interesse abstimmen würden?

      Natürlich wird es so weit niemals kommen, aber bei der Beschreibung der Realität sollte man es schon zur Kenntnis nehmen.
      Eine Politik die die Interessen der Bürger vertritt, würde ausreichend Wohnraum auf den Markt bringen und all das, von dem sie anscheinend meinen es seien lediglich Vorurteile, würde ganz schnell verschwinden, wenn damit kein grosses Geld mehr zu verdienen wäre. Was wiederum deutlich machen, dass Neid überall zu Hause ist….

  39. Nieder mit Xenophobie
    Erfahrung ist ja eine gute Grundlage für die heutigentags allerorten angestellten Rankings.

    Daher erstelle auch ich jetzt ein solches, und zwar über Mieter. Ich betrachte Einzelfälle und generalisiere nicht, also kommen Sie mir nicht mit Vorwürfen, die auf „-phobie“ enden.

    Szene: Ein Einfamilienhaus mit Garten in einem gutbürgerlichen Viertel eines Landstädtchens in der Provinz. Der Vermieter lebte stets Hunderte, jahrelang auch Tausende von Kilometern entfernt.

    Mieterranking über die Jahrzehnte in abnehmender „Güte“, nicht in zeitlicher Reihenfolge:

    1.: Alte Dame. Schlesierin. Nach der Vertreibung Neustart von Null. Bei Einzug bereits lange verrentet und verwitwet, davor Geschäftsfrau und Arbeitgeberin.

    Ebenfalls 1.: Altes Ehepaar. Verrentet, davor beide Arbeitnehmer. Der Herr sitzt im Rollstuhl, hält aber picobello den großen Garten in Schuss. Die Dame hat bis zu ihrem 80. Geburtstag „beim Italiener“ im ehemaligen Postgebäude gearbeitet, weil sie das wollte. Verblüfft? Ich auch.

    3.: Mittelalter lediger Arbeitloser. Die Miete kam nicht unmittelbar vom Amt, sondern über ihn und jederzeit pünktlich. Tat nichts, was er nicht musste, aber alles, um das ich ihn bat.

    4.: Eine Alleinerziehende. Hatte sie wegen ihrer kleinen Kinder (Garten!, s.o.) unter allen Anfragenden ausgewählt. Das erwies sich als Fehler. Nicht wegen der Kinder, die waren völlig okay.

    5. Weite Leerräume im Ranking, ähnlich denen in D.A.s Ranking von Bernie bis Donald.

    6. Zwei verpartnerte Männer. Ich war gewarnt worden – von der Landwirtin im Nachbardorf, auf deren Hof die beiden das „Altenteilerhaus“ gemietet und verwüstet hatten. Nahm sie trotzdem. Ergebnis: Eine Kombination aus Vandalismus und Mietnomadentum. Wenigstens konnten nach dem Nacht- und Nebelauszug einige Zimmertüren wieder gefunden werden, nämlich hinter der Garage.

    7. Weitere Leerräume.

    8. Ein Großfamilienvorstand nichtdeutscher, sonst aber ungeklärter Herkunft, der sich zu spät, i.e. nach anderweitigem Vertragsabschluss, gemeldet hatte, dies aber nicht akzeptieren wollte und mich wochenlang mit telefonischen Xenophobie-Vorwürfen (nicht, dass er etwa dies Wort gekannt hätte) belästigte.

    Wie gesagt, Einzelfälle. Herr Bedford-Strohm braucht nicht seine Stimme zu erheben und vor Verallgemeinerung zu warnen. Ich bin älter als er, habe mehr Verantwortung getragen als er, verallgemeinere niemals und bedarf keiner Belehrungen, der seinigen schon gar nicht.

    Und da wir gerade über Eigentum sprechen: Die Schweizer stimmen heute über das BGE ab. Demzufolge interviewte der wegen seiner kritischen Staatsferne, neutralen Berichterstattung und hohen Intellektualität weltweit geschätzte WDR vorhin einen mir unbekannten, als „langjährigen energischen Befürworter des BGE“ oder so ähnlich vorgestellten Herrn.

    Wiedergabe nicht wortgetreu, aber sinngemäß:
    F. Warum befürworten Sie so energisch das BGE?
    A. Weil – also, ich finde das irgendwie ’ne gute Idee.

    Na prima. Musste sofort abschalten, um nicht bereits beim Frühstück per Lachkrampf abberufen zu werden.

    Allseits ein schönes Wochenende.

    • Hier ist ein Beitrag über BGE in Namibia auf der Seite.

      Namibia.

      Nun.

    • Nett....
      Civilitas… wissen sie….

      „Wiedergabe nicht wortgetreu, aber sinngemäß:
      F. Warum befürworten Sie so energisch das BGE?
      A. Weil – also, ich finde das irgendwie ’ne gute Idee.“

      Ist es ihnen wirklich nicht klar, dass sowas viel über sie und ihren Umgang, aber nichts über das BGE aussagt?

      Wunderbar und beeindruckend auch ihre Vorstellung von „Civilitas“:

      Ich besitze! Und wer mich nicht bezahlen will oder kann, so wie ich mir das vorstelle, der soll auf der Strasse schlafen.

    • Zu ihrem: Nieder mit der Xenophobie....
      … deren Existenz sie sowohl für eine Witz als auch als für angebracht halten, gas auf den NDS einen Kommentar:

      „Der AfD-Vize lag falsch. Dummerweise eben aber auch nicht. Was stimmt: Es gibt eine verlogene Haltung in dieser Gesellschaft. Wenn man dem Land »als Exot« nutzt, dann ist man wer. Falls nicht, dann nicht.
      Die Leute finden Boateng also als Fußballspieler gut. Als Nachbarn hätten sie Schwarze nicht so gerne. So äußerte sich Gauland, der stellvertretende Vorsitzende der AfD, in der Sonntagszeitung der FAZ. Die Aufregung war groß. Der dunkelhäutige Nationalspieler würde missbraucht zur »rassistischen Stimmungsmache«, schrieb die Frankfurter Rundschau. Dergleichen sei schließlich »niveaulos und inakzeptabel«. Ja, natürlich, man weiß ja wer es gesagt hat. Der Mann, der sich auch von Kinderaugen nicht erweichen lassen würde. Ein Sachwalter der neuen deutschen Kälte. Und trotzdem muss man gelegentlich aufgreifen, was diese besorgten Bürger mit selbstgemalten Parteibuch da absondern. Der Auftrag aus dem konservativen Lager lautete seit Anbeginn der Radikalisierung ja, dass man halt auch mal gucken müsse, woher dieser Hass komme. Er habe ja schließlich Ursachen und man müsse auch mal zuhören können und sich die Thesen zu Herzen nehmen. In einigen Dingen hätten diese Leute nämlich durchaus recht. Das trifft zwar kaum zu, aber diesmal hat der Mann etwas von sich gegeben, das gar nicht so falsch zu sein scheint.“

  40. Titel eingeben
    Was für Zinsen?

  41. ... zerstört man Europa...
    … Ja, diese Wortwahl ist mir auch in ihrer naiv anmutenden Vereinfachung aufgefallen.
    Im Video wirkt die Aussage etwas weniger befremdend als in der Überschrift des kurzen Artikels.
    So gibt es täglich etwas in der Presse, was Schnappatmung verursacht und zu Seufzwangneurose führt… Ich freue mich über jede Stimme der Vernunft, die ich in den Medien finde (Stimmen der Vernunft sind natürlich die, die die mit der eigenen Meinung übereinstimmen)… Zum Beispiel Don’s Blogs und Antworten seiner Gäste, oder auch die junge Partei ALFA, die sich heute auf ihrem Bundesparteitag u.a. mit der nächsten Bundestagswahl befasst. Ich freue mich, dass Herr Lucke wieder kandidieren wird.

  42. Für ein bescheidenes Wochenende
    Für den Don:

    „It’s hard to be humble, when you’re as great as I am.“
    Muhammad Ali

    • Danke.

    • ALI WAR DER GRÖSSTE
      …..rein rhetorisch kann manchmal nur CR7 mithalten: wenn alle so gut wären wie ich, hätten wir gewonnen !

    • Boundaries between life and death
      Muhamed Ali ist heute mit 74 Jahren verstorben, nachdem er seit den 80er Jahren an Parkinson Krankheit gelitten hat. Steht heute als Top News bei Google News US.

      „The boundaries which divide Life from Death are at best shadowy and vague. Who shall say where the one ends, and where the other begins?“ Edgar Allan Poe

  43. OSTALGIE oh wie schön !
    QHansMeier55

    DDR wohnungen, kann ich nur beurteilen aus meinen erfahrungen im lehrlingswohnheim eines grossen kombinates, das war sechs monate lang meine heimstatt unter der woche beim arbeitseinsatz………stromleitungen offen verlegt in der dusche waren nicht so mein fall und im winter zog es kräftig, kalte wände und kalte böden, eng ging es auch zu. im frühstücksraum durfte nur nach genehmigung durch das personal ein fenster geöffnet werden.

    um 6 uhr ging morgens der sozialistische wecker, da wurden die kiddis 6 etagen tiefer von den werktätigen müttern in die KiTa eingeliefert um für den sozialistischen fortschritt zu malochen und die kinder tobten schon köstlich und laut im freigehege.

    natürlich war das nicht in ostberlin, da war alles anders: deshalb kam ja bei der ausfahrt von adlershorst in die rest-DDR das schild EDV.

    ja, so sieht die vision von ostsee-barbie aus, farblich in zartrosa gehüllt zeigen wir das freundliche gesicht des sozialismus. der ideale fotopartner wäre dann der immer gutgekleidete herr, das freundliche gesicht des kapitalismus.

    EDV steht für „ende der versorgung“

    am montagabend sitzen dann unsere führungsspitzen-DDR-nostalgiker und Putin-freunde ja bei einem abendessen im Bellevue, wie würde es beiden doch guttun stattdessen einen spaziergang im park zu machen und auf das bei beiden sichtbar gesundheitsschädigende sitzen, essen und trinken zu verzichten. kostümjäckchen würden besser passen und die leidigen knie freuten sich über die willkommene entlastung. predigt mein arzt bei jedem besuch prophylaktisch.

    und dann würde ich mich so über eine soziologieprofessorin aus Berlin als kandidatin und präsidentin freuen, das wäre ja mal jemand direkt aus der mitte der gesellschaft

    • Ich hin ja Befürworter des Betreuungsgeldes und kenne auch niemanden in Bayern, der das schlecht findet. Dafür hört man mittlerweile schon so KiTa-Geschichten, die den Eindruck hinterlassen, die Expansion des Systems habe der Qualität nicht gut getan.

    • krippe u kita
      an den DON:

      ich stimme Ihnen bei Thema Betreuungsgeld und Kitaausbau völlig zu.
      In meiner Tätigkeit als Kinder- u. Jugendpsychiater sehe ich etliche Kinder, die (die ganze Familie auf Trab haltende) Angststörungen entwickeln, weil man sie unbedingt schon mit 1 Jahr in die Krippe eingewöhnen wollte.

      Ein taktischer Zug unserer Politik war es unter dem Begriff Kita auch die Krippe zu subsumieren. Entwicklungspsychologisch ist es jedoch ein ziemlicher Unterschied, ob ich ein Kinder erst mit 3 oder 2,5 Jahren oder schon mit 1 Jahr (die ganz Verrückten schon mit 6 Monaten) in die Fremdbetreuung gebe.

      Natürlich kann das in seltenen Fällen für das Kind das geringere Übel sein (z. B. Borderline-Mutter), dann aber bitte das Tagemuttermodell und keine wechselnden Bezugspersonen bis zum Alter von 1,5 Jahren. Wechselnde Bezugspersonen bis 1,5 Jahre können Bindungsstörungstörungen induzieren, die man ein ganzes Leben nicht mehr wegbekommt.

    • Kinder brauchen Grenzen
      Grad wie Ossis.
      .
      Und Miethöhen.
      .
      Go, Stalin, go!

    • Krüger..
      … übersehen sie da nicht was?

      Was glauben sie eigentlich was für einen Menschen Typus des „Erwachsenen“ dieses ganze System dem Lande mal zur Verfügung stellen soll?
      Sie tun ja gerade so als sei diese ganze Entwicklung so mir nichts dri nichts vom Himmel gefallen?

  44. You win a little, you lose a little
    Lieber Don Alphonso, Sie haben heute einen gelungenen Schlenker in die grauenhafte Vergangenheit gemacht, passend in den Text eingebettet, Chapeau! Vielen Dank, auch für die schönen Bilder; das Foto mit dem herrlich blühenden Atriumgarten gefällt mir besonders gut.

    Hier meine Kommentare zu Ihrem heutigen Text:
    „Es gibt keine passenden Umschreibung für die Diskriminierung vermögender Menschen, solange man sie nicht wie im Stalinismus summarisch exekutiert, aber natürlich gibt es auch Bereiche des Lebens, in denen Reichere klar ausgegrenzt werde:[…]“

    Stalin ließ sogar den kleinen Mann, der dabei erwischt wurde, mit verbotenen Gütern Schwarzhandel zu treiben, exekutieren. Der sowjetische Propaganda-Sender, der in finnischer Sprache empfangen werden konnte, meldete beinahe täglich Hinrichtungen, als Abschreckung, wie meine Eltern mir das erzählt haben.

    Die Familie meines Mannes ist in 1917 aus St. Petersburg, wohin sie Mitte des 19. Jhs. aus Gotha eingewandert war, zurück nach Deutschland geflüchtet. Die Familie hatte dort großbürgerlich gelebt und musste ihr gesamtes Vermögen hinterlassen.
    Wenigstens konnten sie noch flüchten. Die Gesamtzahl der durch die kommunistischen „Säuberungen“ ermordeten Menschen wird unterschiedlich geschätzt und variiert zwischen neun und 20 Millionen Opfern.

    „Ich persönlich vermiete immer selbst.
    Aber ich kann auch verstehen, warum manche keine Lust auf den Stress haben.“

    Sie machen das richtig. Wer Wohneigentum besitzt, sollte es möglichst selber verwalten, die Mieter eigenhändig aussuchen oder wenigstens alles akribisch kontrollieren. Das wir das einmal nicht konnten, ist uns teuer zu stehen gekommen. Während wir in Hong Kong lebten, haben wir mit einem trickreichen Makler/Verwalter am „Nordpol“ üble Erfahrungen gemacht. Es handelte sich um den Nachfolger unseres bisherigen grundsoliden Verwalters, eines reizendenden älteren Herrn (dem es sicher nicht bewusst war, welch ein Blender sein Geschäft übernahm). Auf die unangenehmen Details möchte ich nicht eingehen, hier nur kurz über einen Fall, nicht einmal den schlimmsten, dafür aber ziemlich klischeehaft: Ein Mieter, der laut den Nachbarn einen großen Mercedes gefahren hatte, hatte ein paar Monate nach dem Einzug aufgehört, Miete zu zahlen. Nachdem er endlich auszog, zog er innerhalb Deutschlands wiederholt um, und es grenzte an ein Wunder, dass wir jemals noch Geld von ihm zu sehen bekamen.
    .
    Mit Wohnungseigentum ist es ähnlich wie mit Aktien: you win a little, you lose a little. Wie der verstorbene Börsenguru Kostolany wiederholt betonte: Man muss konservativ investieren und durchhalten! Wir haben aufgegeben, es war zu viel Stress.

    Dementgegen war unser Apartment in Hong Kongs gemietet. Aufgrund des unwägbaren Risikos wegen der Übernahme durch China in 1997 haben Ausländer dort kein Wohneigentum erworben. Das Apartment lag in den Mid-Levels und hatte den begehrten vollen Hafenblick. Wir lebten dort über sieben Jahre lang. Kurz bevor wir nach Deutschland zurückkehrten, ließ unsere im Ausland ansässige Vermieterin uns durch ihren Anwalt bei Deacons in Hong Kong ein Schreiben aufsetzen, in welchem sie sich für die angenehme Zeit mit uns als ihre Mieter herzlich bedankte. Das Schreiben haben wir bis heute aufbewahrt, weil es für uns, besonders nach den gemachten Eigenerfahrungen, einen großen Symbolwert besitzt.

    • Alles richtig, aber da fehlt was...
      „Die Gesamtzahl der durch die kommunistischen „Säuberungen“ ermordeten Menschen wird unterschiedlich geschätzt und variiert zwischen neun und 20 Millionen Opfern.“

      Diese Zahlen decken sich ziemlich präzise mit der Zahl der Opfer der US Aussenpolitik nach dem 2.Weltkrieg.

    • Lassen Sie's mal gut sein, TDV!
      Nominal Recht zu haben kann dennoch auf den Keks gehen.

      Wenn Sie immer wieder schreiben, dass ja jemand Merkel gewählt hat, und wiedergewählt hat, und sogar in 2017 alternativlos wiederwählen wird – da könnte ich Ihnen tagelang zu hören.

      Mit Ihren Tiraden über den US-Imperialismus geht wenigstens mir das anders. Da sitzt keiner hier, der das zu verantworten hätte, oder etwas daran ändern könnte.
      Und in diesem Falle ist es sogar schief, weil die ‚Säuberungen‘ in der UdSSR primäre Opfer waren, also willentlich beseitigt. Die Millionen die seit 1945 durch US-amerikanische Hilfe das Zeitliche segneten, handelt es sich zum ganz großen Teil um sogenannte Kollateralschäden. Das ändert zwar nichts an den Zahlen, aber an der Richtigkeit des direkten Vergleiches.

    • Uwe Dippel
      Mir gehts es ja auch nicht um die Zahlen. Aber dieses zweierlei Mass anlegen läuft derzeit möglicherweise auf üble Konsequenzen hinaus.
      Eine friedliche Annäherung Europas und Russlands wäre die mit Abstand sinnvollere Politik, als einer Kriegspräsidentin Hilary zur Seite zu stehen.

      Leider sind die Völker Europas durch jahrzehntelange, abusrde Politik der Soviet-Union, gepaart mit massloser Propaganda der USA und Lügen über deren eigene Verbrechen, extrem dahingehend manipuliert die NATO für ein Friedens-Werkzeug zu halten und Putin für das personifizierte Böse.

      Russland und den USA liegt wie allen anderen Ländern auch das eigene Wohlergehen am Herzen und so wie es jetzt gerade aussieht, dürfte das Wohlergehen Mitteleuropas wohl in einer sehr viel engeren ökonomischen Zusammanrbeit mit Russsland zu finden sein, denn in der üblichen Zusammenarbeit mit der Konfrontions-Politik der Amis.

      Wenn sie das nicht verstehen wollen, dann könne sie es auch lassen.

  45. Das Trauma der Wohnungssuchenden
    @ Perkeo, 3. Juni 2016 um 18:06 Uhr
    Habe vor ein paar Jahren zwei erschütternde TV-Berichte über die Situation der Wohnungssuchenden in Städten wie München, Berlin und Hamburg gesehen. Es waren völlig verzweifelte Menschen dabei. Manche waren mit den Nerven fertig, litten an Schlaflosigkeit und Angstattacken. Eine junge Frau hat vor der Kamera geweint. Junge Menschen, die einem ordentlichen Beruf nachgingen, wurden obdachlos. Die Sendungen haben mich sehr berührt.

    Kein Wunder, wenn manche Menschen verbittert und wütend werden, nachdem der Wohnungsbau jetzt brummt, während für sie kein Geld da war… Man muss doch das Gefühl bekommen, dass „wir“ es nicht wert waren…
    http://www.zdb.de/zdb-cms.nsf/id/kw-5-umsatzzahlen-wohnungsbau-2016-de

    Hier noch ein Link zu „Von der Notaufnahme ins Mini-Reihenhaus“, Dank für die Info.
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/fluechtlinge-in-deutschland-nachhaltig-unterbringen-14252665.html

    In diesem Zusammenhang fällt mir noch der Post von
    @ Déjà de l´autre coté… ein; von. 1. Juni 2016 um 13:55 Uhr Zitat:
    „Mir kommen da eher die Assoziation „Baktrisches Kamel“ (zweihöckrig), aus der Familie der Kamele (Camelidae). Bestenfalls eine Mitarbeiterin einer milchproduzierenden Kolchose. Aber Mutti, nääääh.[…].“

    Ja, höchstens eine Rabenmutter, eine Amme, die ihre eigenen Kinder vernachlässigt, um fremde Kinder an ihrem Busen zu nähren. Mit den eigenen Kindern hat sie kein Mitleid…

  46. Also ich finde den Beitrag ja ganz ok
    Aber wenn er von mir gewesen wäre, hätten andere Leute mir doch gleich wieder vorgehalten, ich hielte wohl „alle für Nazis ausser Papi“.
    .
    Oder wrid da nicht mit der Nazi-Keule auf die Mieter-Lobby (1) eingedroschen?
    .
    „Typisch Salon-Trotzkisten, die inzwischen geerbt haben …“ Oder so.
    —-
    —-
    (1) Sorry wegen des Deppen-Bindestrichs. Es soll halt nicht elitär wirken.

  47. Einer, der einstecken konnte...
    Und dann die FAZ auf Seite 1:
    .
    „Als Bad Godesberg das feine Diplomatenviertel war, ließ sich gut von Multikulti schwärmen. Dann wurde ein Mensch totgeprügelt…“
    .
    Das ist der „Teaser“, der „Anreißer“ für den Artikel, der dann die vielen Klicks produzieren soll.
    .
    Und die selbe Redaktion, die solche Formulierungen rausschleudert, empört sich bei nächster Gelegenheit wieder über den Rassismus von Gauland.
    .
    Und SPONs Augstein findet, die Debatte müsse noch viel emotionaler werden.
    .
    Da lob ich mir Muhammad Ali: Ja der konnte wenigstens auch einstecken.

    • Das kann Augstein haben, wir können gern mal über weitere linke Antiemiten reden.

      Allerdings habe ich das Gefühl, dass es eine Drohgebärde auf dem Rückzug ist.

  48. Nein bitte nicht
    Bitte nicht „über linke Antisemiten“ reden. Über Hitler und Stalin ist alles gesagt und alle weiteren sind irrelevant.
    .
    Und dass es um Israel in den letzten Jahren ein wenig stiller geworden ist, hierzulande, finde ich auch nicht wirklich schlimm. Was soll denn (beim weiteren Streiten über dieses Thema) noch Sinnvolles rauskommen?
    .
    Interessanter finde ich die Frage, wo und wie politische Meinungsbildung überhaupt noch sinnvoll funktionieren kann. Mal die positiven Beispiele hervorheben. Den politischen Journalismus, wo es ihn noch gibt und erklären warum.

  49. Gärtnerplatzviertel
    Das Gärtnerplatzviertel war bis in die späten Achtziger eine „arme Leute“ Gegend. Dort wohnten viele ausländische Familien weil die Wohnungen herutergekommen waren. Der überaus kommode „Don“ – man würde früher sagen : ein Privatier spielt sich nun auf weil er das Glück hatte dort ein Zinshaus zu erben und meint er müsst nun Ratschläge geben für alle anderen die hart arbeiten, eine Famlie gründen aber es einfach nicht schaffen nebenher im teueren München 50.000 Euro Eigenkapital zur Seite zu legen.

    • Das Gärtnerplatzviertel war seit jeher und auch 1987 brüllend teuer und durchgentrifiziert – Quadratmetrpreis war damsls 4000 DM, das war eine schwindelerregende Summe. Nicht umsonst stehen in der Rumfpórdstrasse noch prächtige Bürgerhäuser. Was Sie meinen, ist Hipsterhausen, Glockenbach Süd und Schlachthof.

      Wenn Sie Ratschläge von Gentrifizierungsverlierern wollen, helfen Ihnen natürlich SPON und SZ weiter.

    • Someone reminded me I once said "Greed is good". Now it seems it's legal.
      50.000 € ?

      Sorry, aber das fällt in München schon lange nicht mehr in die Kategorie „Eigenkapital“. Damit können Sie heute höchstens noch eine Bank gründen, aber keine Immobilie in München oder Stuttgart oder Frankfurt anzahlen.

  50. Lieber Don...
    anscheinend haben Sie dem geschätzten SPON gerade einen Floh ins Ohr gesetzt: „Mietpreisbremse: In sieben Schritten zur fair bezahlten Wohnung“.

    Solcherlei Ratschläge verbessern des Klima natürlich ungemein.

  51. Diskriminieren - aber richtig
    Wenn ich mal einen freundlichen Tag habe … habe ich doch vor zwei Jahren eine kleine Wohnung glatt einer jungen Lehrerin gegeben, die mir glaubhaft versicherte, sie hätte stets keine Chancen gegen beispielsweise die Zahnmedizinstudenten, die sich auch beworben hatten (und teilweise ihre Eltern zum Besichtigungstermin mitbrachten). Eigentlich ist sind Juristen und Lehrer für Vermieter ein No-Go (Don’t take): die einen haben zu viel Ahnung, die anderen zu viel Zeit. Ich hab’s nicht bereut mit der Lehrerin.

  52. Tamarisque sagt am 4. Juni 2016 um 15:14 Uhr
    „Mit den eigenen Kindern hat sie kein Mitleid….“
    .
    Herrje, Mitleid ! Wie tief wären wir gesunken, wenn wir das Mitleid dieser Frau einfordern müssten, Erbarmen also. Hat der Bürger vielleicht das Staatsschiff auf Kollisionskurs gebracht oder die ehemalige FdJ-Aktivistin und ihr Gruselkabinett, samt halbkreisrundem Schlafsaal, der von einigen Irrenden auch Parlament bzw. Bundestag genannt wird.
    .
    Also ich werde erst um Gnade winseln, wenn es dem bundesrepublikanischen Entschärfungskommando nicht gelingt die tickende Zeitbombe zu entschärfen. Ja, als Zeitbombe empfinde ich die derzeitige Staatsführung. Ob das gesteuert ist oder der Unfähigkeit entspricht, macht m.E. da keinen Unterschied.

    • Bombenentschärfungskommando...
      @ déjà…

      Auf das bombenentschärfungskommando werden wir wohl noch etwas warten müssen. In den eigenen Reihen richtet es keiner.

      Die Presse ist voll auf Linie.
      Wenn mal Kritik kommt a là sarrazin oder Klaus, bleibt man auch bei der FAZ im Feuilleton von heute sicherheitshalber beim willkommenskulturell angepassten Fazit.

      Die AfD wird niedergeschrieben: Mit der Rassismus Keule,wenn das nicht reicht mit dem letzten totschlagsargument, dem antisemitismus.

      Dabei zeigt der Blick nach Österreich und Frankreich, dass nur eine stärkere Rechte die willkommensträumer zur Vernunft bringen kann.
      Wahldesaster werden hierzulande den Kritikern der Fehler angelastet, nicht denen, die die Fehler machen.

      Und ein Horst stellt Ultimaten und verschiebt sie ein ums andere Mal.
      Obergrenze von 200000?
      Verfassungsbeschwerde?
      Bayerische Polizei am Brenner?
      Massenhafte Abschiebungen von 200000 abgelehnten Asylbewerbern?

      Vielleicht sollte er doch jetzt schon Söder Platz machen, denn wirklich ernst nehmen kann man Seehofer nicht mehr.

      Und Merkel Wahlplakate kleben die wahlkampfhelfer in Bayern 2017 nicht.

    • Aber, aber....
      „Hat der Bürger vielleicht das Staatsschiff auf Kollisionskurs gebracht oder die ehemalige FdJ-Aktivistin und ihr Gruselkabinett, samt halbkreisrundem Schlafsaal, der von einigen Irrenden auch Parlament bzw. Bundestag genannt wird.“

      Helfen sie mir, ich bin verwirrt…
      Wie ist denn die „ehemalige FdJ-Aktivistin“ Bundeskanzlerin geworden, ich dachte immer die wurde von Bürgern nicht nur gewählt, sondern sogar wiedergewählt (und wird es so wie es aussieht wohl auch nochmal!) ????

      Ich lasse mich gerne belehren…..

    • My profession does not allow me to make that kind of distinction.
      @Desperado

      Ja, der Seehofer ist zu schwach, ein Schönwetterkapitän.
      Söder ist kein Genie und kein Philanthrop, aber er besitzt die blinde Beißwütigkeit, die notwendig ist, in Zeiten wie diesen.
      Die CSU sollte ihn von der Kette befreien, und laufen lassen, direkt nach Berlin…

    • Nicht egal
      „Ja, als Zeitbombe empfinde ich die derzeitige Staatsführung. Ob das gesteuert ist oder der Unfähigkeit entspricht, macht m.E. da keinen Unterschied.“

      Doch, macht es. Eine Steuerung würde eine Art Verrat am Land bedeuten. Wie war das noch mit Brandt/Guillaume?

      Eine Unfähigkeit dagegen kann in jedem Beruf entstehen, wenn jemand nur noch auf seinen eigenen Machterhalt oder den seiner Clique schielt und das Ganze, eine Firma zum Beispiel auch, aus dem Auge verliert.
      Hier ist es komplexer, denn Brüssel ist hierin verwickelt. Durch Frankreichs Schwäche, in Brüssel ja freundlich repräsentiert durch eine gewisse Rotweinseligkeit, scheint Brüssel fast identisch zu sein mit D unter dieser Führung. Europa wird als Machtkonstrukt verstanden, dem nur ein Staat vorstehen könnte. Das zweite ist die NATO.
      Es hieße also beides aufribbeln, Europa zu einer Wirtschaftsgemeinschaft mit verschiedenen Währungen und Grenzen rückwärts zu entwickeln und die Ansprüche der NATO auf die lange Bank schieben. Erschwerend kommen die Wünsche von Großfirmen und Speditionen dazu, die keine fünf Minuten, geschweige denn eine halbe Stunde warten können, angeblich. Diesen Leuten haben wir auch Stu21 zu verdanken.

      Wenn ich eine Unfähigkeit sehe, dann die, Nein zu sagen. Das war der Grund, dass ich andernorts mit Herrn Schröder hausieren ging. Er konnte Nein. Ein Vermieter muss Nein können, Eltern, Lehrer. Hier haben wir eine Jeinsagerin, die sich durchschlängelt und zwecks Machterhalt selbst mit den Dunkelroten koalieren würde, wenn die plötzlich 20% hätten. Wir sind konfrontiert mit einem Prinzip: Europa mit dem Euro muss so bleiben. Alles andere erscheint prinzipienlos und oft beliebig.

      Dass Sie wiedergewählt wurde (@TDV) liegt an unseren Senioren. Ich habe exakt beobachtet, wo sie 2013 Wahlkampf machte: In St. Peter Ording zum Beispiel. Nächstes Mal empfehle ich den Rhein zwischen Mainz und St. Goar. Allerdings wird sie erklären müssen, warum noch 50% Güterzüge zu den bestehenden Belastungen im Rheintal hinzu kommen und wieso sie Trassen für Windkraft fördern kann, nicht aber eine neue Zugtrasse außerhalb des an sich wunderschönen Rheintals?

    • @ Déjà de l´autre coté.
      „Mitleid“ war genauso wenig wörtlich gemeint, wie „Rabenmutter“ oder „Amme, die fremde Kinder an ihrem Busen nähren“. Es war nur Symbolik, die sich jenem Satz zusammenfügte.

      Wie Sie zu der Schlussfolgerung kommen, dass ich damit gemeint haben könnte, dass man jetzt ausgerechnet bei Merkel um Gnade winseln bzw. um Mitleid heischen sollte, verstehe ich nicht. Ich meinte damit lediglich, das Merkel sich für das Wohl ihres eigenes Volkes nie sonderlich interessiert hat (außer als Vehikel, das sich mit seinem Steuergeld klaglos zur Verfügung stellt, damit sie ihre marktkonformen Maßnahmen finanzieren kann und sie trotzdem wieder fehlt).

    • Festgefahrener Karren
      Mich erinnert das außerdem an VW, das ganze Land ist VW. Da passiert Mist bei VW, und die Landesregierung sitzt mit drin. Da passiert Mist in der Politik, und haufenweise Lobbyisten sitzen mit drin. Im Prinzip haben sie den Karren zusammen an die Wand gefahren. Die Medien sind teilweise stiller Teilhaber dieser Misere.
      Der Bürger spannt das inzwischen. Womit er sich konfrontiert fühlt, nennt man an sich Korruption, selbst wenn wir auf dem internationalen Korruptionsindex weiter hinten stehen. Das gab’s immer, aber nie hat der Bürger es so massiv gespürt.
      Korruption hat mit Interessen zu tun. Nehme ich mal Interessen in der F-Poltik.
      1. Der Flüchtende hat ein irgendwie geartetes Eigeninteresse, das so nicht wahrgenommen wird. Er wird generalisiert als arme Sau betrachtet, was so nicht stimmen kann, denn er hat den Schlepper bezahlt.
      2. Die italienische und griechische Mafia haben Eigeninteressen.
      3. Die Politik hat Interesse, weil sie sich einbildet, die Renten nicht aus Steuern stemmen oder das Renteneintrittsalter hochrammen zu können.
      4. Die Großwirtschaft hat Interesse an billigen Fensterputzern/Gebäudereinigern/Tellerwäschern/Aushilfskellnern/Agrarhelfern/Taxifahrern/Spediteuren/Amazonkistenpackern etc.
      5. Vermieter von Schrottimmobilien, etwa am anderen Ende der Skala von Viktu/Gärtnerplatz finden wieder Mieter, und – wie phantastisch! – der Staat/das Land haftet und renoviert hinterher.

      Der Bürger durchschaut dieses Geflecht. Zu seiner Heimatlosigkeit tragen Aussagen wie über Menschenschenkungen oder ganz neue Länder, oh!, bei. Aus Verzweiflung muss er die AfD wählen, sonst ist niemand da, ganz einfach. Alternativ wählt er gar nicht, und das machen etliche SPD- wie auch CDU-Wähler schon lange.
      Der Bürger ist mit einem undurchsichtigen Geflecht aus Interessen konfrontiert, so undurchsichtig, dass er die jetzige Regierung als Paradiktatur empfinden kann. Die eingeschworenen Vertreter, die diesen Karren an die Wand gefahren haben, wollen am liebsten genau das haben, damit der Bürger in solchen Zeiten mundtot ist. Und das ist die Hauptgefahr in ganz Europa. Zusammen mit dem Überwachungspotenzial angsteinflößend.

      Bei der AfD muss man darauf achten, ob Ansätze vorhanden sind, das zu entflechten. Boateng-Rhetorik ist da wenig weiterführend.

      Eine der Möglichkeiten, die Bremse anzuziehen, wäre ein Austritt Bayerns aus der BRD. Ob das geht, weiß ich nicht. Aber die Selbstständigkeit der CSU wäre mal ein Anfang.

      Frau Merkel ohne Großbritannien und Bayern und mit einem rechten Frankreich könnte so nicht weitermachen.

    • @ Oberländer: Inkompetenzkompensierungskompetenz
      von Odo Marquard zwar in anderem Zusammenhang gedacht, aber das trifft es für mich.
      Die haben keine Ahnung, wie sie all ihre ungelösten, vor sich hergeschobenen Aufgaben und Probleme zu einem guten Ende bringen können und reagieren voll panisch, womit sie alles nur noch schlimmer machen.
      So würde für mich ein Schuh draus.
      Dann würde allerdings der oben geschriebene Fachausdruck auch eher wieder nicht passen – denn da ist dann wirklich gar keine Kompetenz mehr vorhanden, nicht mal die, etwas zu verschleiern, sondern nur noch dumpfe leere Kopflosigkeit.

    • @Oberländer
      Welch erfreuliche Überraschung, Oberländer.
      „Europa wird als Machtkonstrukt verstanden, dem nur ein Staat vorstehen könnte. Das zweite ist die NATO. Es hieße also beides aufribbeln, Europa zu einer Wirtschaftsgemeinschaft mit verschiedenen Währungen und Grenzen rückwärts zu entwickeln und die Ansprüche der NATO auf die lange Bank schieben.”

      Ja, so sehe ich das auch, unklar ist mir ihr Satz: „Wir sind konfrontiert mit einem Prinzip: Europa mit dem Euro muss so bleiben. Alles andere erscheint prinzipienlos und oft beliebig.” Sagen sie das über sich selbst, oder über Merkel?

      Ich finde, es kann nur eine Art „Kerneuropa“ geben, ohne EU, zwischen Ländern die bereit sind um einer gemeinsamen, sinnvollen Politik willen in den Bereichen Wirtschaft/Finanzen, Militär und Recht, etwas an eigener Zuständigkeit aufzugeben. Aber nicht an ein brüsserler Abstellgleis für sich als inkompetent erwiesen habende, abgehalftere Politiker Darsteller!
      So wie auch eine gemeinsame Währung nicht zum Zwecke der Profitmaximierung der Multis geschaffen werden darf, sondern der Ko-operation Gleicher mit Gleichen dienen soll.
      Dass man dem UK irgendwelche Zugeständnisse gemacht hat, war ein Skandal erster Kategorie. Es lkann nur ein Prinzip geben: „Hier sind die Verträge, unschreibt oder verpisst euch!“
      Sonst fährt man den Laden an die Wand, wie derzeit ja zu sehen ist…

  53. Ich diskriminiere...
    Bei der Auswahl der Mieter beinhart: Keine Juristen, keine Lehrer, keine jungen schmutzenden Maenner, keine Leute ohne Job (ausser reich geschieden), keine hochpromiskutive Zeitgenossen; gerne Pensionisten oder leicht depressive Jungfern, Familien bleiben lange, etc.

    Grundrechte als Abwehrrechte gegen den Staat sind ok. Sie haben zwischen Privaten NICHTS verloren. Allgemeine Drittwirkung der Grundrechte ist totalitaer: Ich stelle ein, wen ich will und vermiete mein Eigentum nach eigenem Gutduenken. Verklagen Sie mal ein Maedl, das sie abweist und wen andren freit wegen Diskriminierung! Weil‘ s wahr is!

  54. Abseits vom Thema
    Lieber Don,
    interessante Themen, intelligent und ohne mainstreamorientierte Scham aufgearbeitet, immer wieder tolle Fotos. Das hat schon Klasse. Zum Genuß wird das Lesen (trotz manch unbequemen Inhalts) durch Ihren gekonnten Umgang mit der deutschen Sprache. Selbst in der FAZ hat das Sprachniveau arg nachgelassen. Andere Zeitungen brauchen wir da gar nicht erst erwähnen. Danke dafür!!
    Schöner Folgeeffekt: auch die Kommentare übertreffen inhaltlich, sprachlich und vom Höflichkeitsniveau das Üblichen bei weitem.
    Anm: Den schlimmsten Verfall hat wohl die Zeit zu bieten.

  55. Vernünftige Ansichten sind langweilig
    Anläßlich der (hysterischen) Diskussion um das Gauland-Zitat muß man wohl leider so einen Artikel schreiben. Lauter vernünftige und naheliegende Einsichten, die auch Menschen, die nichts vermieten, sofort einleuchten.

    Aber vernünftige und naheliegende Einsichten sind langweilig, weil damit letztlich nur Selbstverständlichkeiten wiederholt werden.

    Und deshalb finden vernünftige und naheliegenden Einsichten in der Politik auch keine Mehrheiten. Mit Langeweile kann man keinen Wahlkampf führen.

    Schade.

  56. Intolerant
    Hallo Herr Don, warum sind Sie denn so intolerant mit bestimmten Menschen, wie etwa den „Genfer-Feministinnen“? Sind die wirklich so weit verbreitet und so schlimm? Ich habe den Eindruck, Sie beißen sich da zu sehr an etwas fest. Was haben Ihnen denn diese Menschen getan? Und was haben Ihnen denn die Menschen getan, die keine teure Wohnung besitzen?

    • Kollektiv versucht, mich mit einer Interve3ntion aus dem Job zu kegeln, weil ich einmal eine kritische Anmerkung zu einem Stussartikel einer bekannten Genderprofessorin geschrieben habe. Sowas kann man tun, aber danach bin ich dran.

    • Intolerant?
      Kleiner Fehlerteufel: „Gender“ nicht „Genfer“.

    • Nicht intolerant!
      Alles klar. Kann ich verstehen. Habe Ähnliches erlebt und gesehen. Ich finde auch, wegen Kritik jemanden „aus dem Job zu kegeln“, besonders in Ihrem Beruf – nein, das geht nicht. Alles Gute Ihnen und danke für die Antwort. Ich mag viele Ihrer Ideen, und Ihren tollen Schreibstil. Sehr!

    • "sind die wirklich...?""
      Ja. sind sie. Lesen Sie mal einiges darüber, z.B. bei Danisch.de

    • der Trost
      galt natürlich dem Don. – Hätte ich dazu schreiben sollen. Man weiß schließlich nie!

    • L'enfer, c'est l'Autr....
      Da sehe ich flugs mal nach, wer da mit welcher lebensweisen Qualifikation den jungen österreichischen Minister Kurz kritisiert hat …
      https://de.wikipedia.org/wiki/Alev_Korun
      … und gleich das halbe Grünbingo-Feld komplett.

  57. Merkel...
    kann erfreulicherweise am Brenner nur verlieren (ja, ich geb’s zu, ich bin einer jener schadenfrohen Menschen, die sie jüngst beklagte). Geht die Grenze zu, dann ist nach ihrer Lesart „Europa zerstört“, bleibt sie offen, wird bei den nächsten Wahlen Österreich tief kornblumenblau und die AfD entwickelt sich in D vollends zum Selbstläufer. Keine schönen Aussichten.

  58. Österreichs Außenminister Sebastian Kurz...
    … möchte Europa nicht zerstören und macht kluge Vorschläge.

    Dieses Interview ist absolut lesenswert:
    http://m.diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5003144/index.do

    Auch dass die Massen-Migration nach Deutschland im letzten Jahr politisch gewollt war und mit Steuergeldern die Reise der Migranten finanziert wurde, ist dort nachzulesen.

    • Sebastian Kurz
      Irgendwo weiter oben gab’s eine Neid-Debatte.

      Die könnten wir hier nochmal starten, diesmal mit Blick auf das Denk- und Handlungsvermögen europäischer Außenminister.

      Mei, Österreich hast du’s guad. Ging’s um Fußball, würde Kurz von den Münchnern vom Fleck weg engagiert, zentral neben David Alaba und fern von lausig konstruierten Fußballernachbarschaftsdiskriminierungen.

    • Sie haben vergessen zu erwähnen ...
      … dass durch europäische Steuergelder die Ernährung der Flüchtlinge subventioniert werden.

      Ach nein, das sind ja die Landwirte, die diese Finanzen bekommen.

      Meinen Sie ernsthaft, was Sie unterstellen?

  59. evolution
    Der Mensch ist ein Rudeltier
    .
    Logo, sonst hätter die erste Jahrmillion nicht überlebt.
    .
    Daraus erklärt sich sein Diskussionsverhalten.
    .
    Er braucht Gemeinschaft fühlen, emotionale Unterstützung…
    .
    Das weiß BILD, das weiss FATZ, das weiss SPONN. Das Großhirn wehrt sich dagegen, aber die Instinkt-Intelligenz hat den phyologenetisch längeren Atem. Maturana /Varela erklären Ihnen warum.

    • ...
      Dazu braucht man keine Erklärung, das kann man an allen Wahlergebnissen der Welt ablesen….

  60. Lieber Don
    so gern ich Ihre Beiträge lese, so gern möchte ich Sie darum bitten, mehr solcher zu schreiben, die die Leser und Kommentierer frohgemut stimmen.

    Kürzlich war es ja bei einem Fahrradthema der Fall, welch eine Freude war es doch, das sich so viele positiv gestimmt zeigten.

    Sie erwähnen ja häufiger, dass in Bayern anders gehandelt und einiges dadurch besser wäre.

    So etwa mag nicht jeden leser fröhlich stimmen, doch bitte, bringen Sie doch gelegentlich Beispiele davon, wo und wie und weshalb es ganz ordentlich läuft.

    Also, ab und zu ordentlich draufhauen und ab und an mal Positives zur Diskussion stellen wäre mein Wunsch.

  61. Wie immer erfreulich, aber....
    Ich freue mich jedes mal auf Ihre Kolumne. Ich möchte aber diesmal doch anmerken, dass das Lektorat offenbar vorzeitig Feierabend gemacht hat. Nicht dass ich von Ihnen erwarte, dass Sie ihre Texte womöglich selbst korrigieren – mache ich bei dem lausigen Zeilenhonorar auch nicht mehr – aber es sollte doch mal jemand grob drüberlesen bevor der uploadbutton seinen Treffer erhält….

  62. Vernünftige Ansichten
    Österreichs Aussenminister scheint mehr an einem Fortbestand der EU interessiert zu sein als Frau Merkel. Ich glaube, dass deren “ Grenzenlose Willkommenskultur“ dazu beigetragen hat, dass die Zahl der Mittelmeertoten unverändert hoch geblieben ist. Diese Frau scheint keinen Plan zu haben, so wie in vielen anderen Fragen auch.

  63. falsche Größen
    Es ist schon ein Graus mit dem Immobilienbesitz. Die einen müssen sich mit unperfekten bis multidefizitären Mietern herumschlagen, die anderen verstehen nicht, warum man die Kommunalkas vergangener östlicher Zeit ob ihres nostalgischen Werts wieder aufleben lässt. Für das Flüchtlingsgschwerl wären sie wohl gut genug. Ich meine hier übrigens nicht die Flüchtlinge, die durchaus auch in Massen über die Grenzen nach Deutschland kommen, sondern die durchgentrifizierten, Teilhabe fordernden, leistungsverweigernden, neiddurchtränkten, ideologiegeimpften Grundsatzdeutschen jedweder Coleur, die meinen, an ihrem Wesen solle die Welt genesen, und die wir selbst an unserem Busen genährt haben. Die überziehen gerade das ganze politische und gesellschaftliche Spektrum mit ihrem kotigen Firniss und verhindern mit ihrem Ideologischen Steinzeithabitus jedweder Couleur eine vernünftige Auseinandersetzung in der Sache. Irgendwie muss man da ja aus Saufen kommen vor Verzweiflung über die conditio humana.
    Soviel dazu.
    Ich bin Immobilienbesitzer in gemütlicher bayerischer Provinz, und eigentlich ein armer Tropf, denn ich wäre gern Vermieter. Mir sind Mieterprobleme fremd, denn mein Dilemma beginnt schon früher: Ich finde gar keine Mietinteressenten. Etwas mehr als fünfzig Zimmer, Teil- bis vollmöbliert, auf Wunsch auch leergeräumt, unverbaubare Lage, großzügiges Entrée, Haus mit Geschichte. Dazu die exzellente Sicherheitslage in Bayern, gepflegte soziale Kontrolle, Personal kann übernommen werden. Sanitärausstattung allerdings auf dem Niveau ostdeutscher Kommunalkas. Staatliches Renovierungsverbot, Plumpsklo möglich. Regelmäßige stattliche Kontrollen mit dem Zwang, Zugang zu allen Räumen zu gewährleisten inklusive.
    Das scheint einen Gutteil der Mietinteressenten, die eher von romantischen Gefühlen gesteuert sind, letztlich doch zu verschrecken. Selbst Wohnformen als Femministinnen-Kommune oder Loft sind keine Option. So bleibe ich auf und selbst in meiner Immobilie sitzen und stelle fest, dass die ganze Miet- und Vermietproblematik auch nur ein Segment bestimmter Größe betrifft. Und Größe ist doch eigentlich das, was in der derzeitigen Kleingeistigkeit am meisten fehlt….

    • klingt interessant -
      handelt es sich um ein ehemaliges Hotel? Oder eine Burg unter Denkmalschutz ? Wie kann man Sie erreichen ?

    • Obersalzberg?
      Vielleicht das Gästehaus zum FHQ?

  64. Vermieter
    Man bekommt mit Mietern immer wieder einen Einblick in das Leben anderer, den man sonst so nicht hätte. Ich betrachte neue Mieter unter dem Gesichtspunkt der Hausgemeinschaft als neues Familienmitglied. Bei mir sind schon viele Freundschaften unter den Mietern entstanden.
    Der Preis dafür ist ein großer persönlicher Aufwand bei der Auswahl der Mieter.

  65. Kasperln
    TDV sagt, 4. Juni 2016 um 23:44 Uhr: „Sie sehen doch die Kaperles, die auch hier den Klimawandel abstreiten“

    Hier wedelt einer mit der Taschenlampe vor seinem Gesicht rum und schreit dabei unablässig „Licht! Licht! Licht!“
    Eine weit verbreitete Methode persönlicher Erleuchtung, die allerdings den Gesichtskreis und die Sicht auf die Realität beträchtlich einschränkt.

    Ne, Gutester, die „Kasperln“ der Klimaphysik leugnen den Klimawandel keineswegs. Im Unterschied zu Ihnen wissen die allerdings, dass es einen natürlichen Klimawandel gibt, und beschäftigen sich deshalb mit der Frage, welche Bedeutung und welches Gewicht den menschlichen Beiträgen zum Klimageschehen zukommt. Sind sie erheblich und rechtfertigen sie den inzwischen billionenteuren Aufwand zu ihrer (angeblichen) Vermeidung?

    Offenbar aber wurden diese Beiträge überschätzt, wie u. a. der verlinkte Forschungsbeitrag erhellt …
    http://www.sciencemag.org/news/2016/05/earth-s-climate-may-not-warm-quickly-expected-suggest-new-cloud-studies

    Es bleibt Ihnen und Frau Klein selbstverständlich unbenommen, unerwünschte Wissenschaftsbeiträge weg- oder auszublenden und weiter auf einen politischen Klimawandel zu bauen, der direkt in die Zeiten Lyssenkos zurückführt.

    • Titel eingeben
      Sieh an, solch ein Kasperl meldet sich hier sogar zu Wort.

    • Es werde Licht
      Sieht man eine Doku über die Pyrenäen, heißt es, sie wurden vor Jahrtausenden von Gletschern geschliffen, die es nun nicht mehr gibt. Nordamerika lag vor 12000 Jahren auch noch unter einer kmdicken
      Eisschicht.Wodurch schmolzen auch sie? Es gab weder Autos noch wurden fossile Brennstoffe in Massen eingesetzt. Das frage ich mich als kleines, unwissendes Licht auch immer.

      Don hat wieder schöne Bilder von schönen Gebäuden eingestellt. Unvorstellbar, die sich gedämmt vorzustellen.Den Quatsch gibt es auch nur bei uns, ich weigere mich jedenfalls.

    • In Italien ist das nicht nötig und in Deutschland wird man auch wieder davon abkommen.

    • @ drahdinedum. Sagen wir es mal so:
      Betr. Klimawandel:
      Stattgegeben. Es gibt natürliche Phänomene dabei und es gibt gleichzeitig aber auch das Zutun des Menschen, welches erstere verstärken oder unberechenbarer machen.

      Der Streit, ob alles – vermehrte Tornados, unberechenbare Hitze und Wasserfluten – nur natürliches Phänomen sei oder ob alles menschengemacht sei, der ist in meinen Augen fundamentalistischer Unsinn. Wissenschaftlich gesehen unrealistisch.

      Selbstverständlich aber trägt der Mensch enorm dazu bei. Des Menschen Werk und El Niños Beitrag.

      Luftverpestung, Treibhausgase, Abholzung und regulierte Flüsse erzeugen nun mal Tornados, dicke Luft, Wasserfluten und abrutschende Hänge. Das alles kommt nicht per Geisterhand.

      Dass laut Sciencemag das global warming neuerdings sich nicht mehr so abrupt erhöhen wird: fine! Wollen wirs hoffen. El Niño hört hoffentlich mit.

      Doch sollte man damit kein Fass aufmachen gegen Menschen, die die Dinge in ihrer Gesamtheit trotz allem immer noch bedenklich finden und sich nicht darauf verlassen wollen, dass schon alles gut gehen wird.

      Zu mir:
      Ich vermeide Müll, so gut es geht, schmeiße kein Essen weg; benutze ausschließlich das Rad, fahre bewusst kein Auto, geschweige denn mehrere; habe die Flugzeugbenutzung – mehrere innerdeutsche Dienstflüge im Jahr – bewusst auf Null runtergefahren und dem Chef klargemacht, dass ich nur noch Bahn fahren werde.
      Das Atmen werde ich natürlich nicht aufgeben.

      Muss man nicht in allem nachmachen. Kann auch vielleicht nicht jeder, nicht jeder kann seinen uneinsichtigen Chef so beharrlich zum Wahnsinn treiben …

      So langsam komme ich jedoch an den Punkt, wo es mir schon deutlichst stinkt, wenn Alte, Kranke, Allergikern und Babies den stickoxidigen Drecksdieselfeinruß einschnaufen müssen von angeblich sauberen Bluetec Mercedes SUVs, die alles andere als sauber sind und Stickoxide deutlich höher als Benziner rauspusten als gäbe es kein Morgen. Und überlege, ob ein findiger Anwalt da nicht den Tatbestand öffentlicher Körperverletzung konstruieren könnte. Wenn er furchtlos ist und keine Angst hat, sich mit solchen Eingaben vor Kollegen lächerlich zu machen.

      Jeder, der mit was Neuem anfängt, macht sich erstmal lächerlich, darauf sollte man nichts geben. Ist so. Semmelweis machte sich auch am Anfang angreifbar vor seinen wissenschaftlichen Kollegen und vor Praktikern, als er sagte, man solle sich vor Eingriffen doch bitte die dreckigen Grabscherchen waschen und desinfizieren, dann bekämen die Patienten vielleicht dann mal keine Sepsis … Man verhöhnte ihn. Heute weiß mans besser.

    • @DA: Leider alles falsch
      „In Italien ist das nicht nötig und in Deutschland wird man auch wieder davon abkommen.“

      Es ist auch in Deutschland unnötig.

      Fassadendämmung wurde nicht eingeführt wegen Dämmung, sondern wegen Wirtschaft und Arbeitsplätzen. Die meisten Dämmer sind ehemalige Maler und Schornsteinfeger, die sonst auf der Strasse säßen. Plus die Hersteller der Materialien, die sich gerne bezahlen lassen, was andernfalls als Sondermüll entsorgt werden müsste.

      Man wird nicht wieder davon abkommen, weil es Wirtschaft und Arbeitsplätze subventioniert. Im besten Sinne des Wortes, denn der deutsche Michel – also die meisten die ich kenne – finden es ziemlich sexy wenn sie ihr Haus ‚einpacken‘ lassen.

      Ich befürchte sogar dass Sie sich mit Italien täuschen. Habe mich gerade nach Immobilien in Andalusien umgesehen, und da ist es noch was wärmer als in Italien, aber auch da ist mittlerweile die EnEV in Kraft. Naja, nicht die deutsche, aber Häuser dort brauchen auch ihren Energieausweis. Vollkommen ohne Berücksichtigung anderer Bauart(en), und ohne Berücksichtigung der Tatsache, dass es die Hälfte des Jahres ein grosser Vorteil ist, wenn es zieht.

    • Titel eingeben
      Am Kaiserstuhl / Bergstraße wäre es sicher auch nicht notwendig, ist aber bei Neubauten im ganzen Land vorgeschrieben. Südtirol, auch Italien hat ähnliche Winter, wie wir in Bayern, oder?

    • Ja, Kaus....
      Ich habs dem Don ja prophezeit, was die Reklame für seinen Blog auf solchen cleveren Seiten wie fefe an Kundschaft nach sich ziehen wird ;-)

  66. Titel eingeben
    „Was macht eigentlich Ponader?“
    ..schrieb der Don hier ganz ganz weit oben.
    Bisher gab’s noch keine Antwort.
    .
    Das ist wahrscheinlich auch gut so.

    • Weinen, weil es in der Schweiz mit dem BBGE nicht geklappt hat.

    • Wer ein BGE will und neugierig ist, was dabei vom Volke rauskommt ...
      … sollte vielleicht nicht am Anfang aller Volksbefragungen dazu ausgerechnet die Schweizer fragen.
      (Umgekehrt wie: Nicht ausgerechnet die Frösche fragen, wenn man den Teich austrocknen will.)

      Das war ja wohl klar. Was für ein taktischer GAU.

      Ob Ponader weint oder nicht. Glaube nicht. Wär mir auch extrem wurscht.

      Was soll auch so eine Riesenschritt-Befragung gleich hinein in > 1000 EUR für alle. Das wird doch nix.

      Wichtig sind kleine Schritte.

      Wenn man sieht, dass die Robotik immer mehr Arbeitsplätze wegnimmt, dann kommt man von alleine drauf …, dass immer weniger eine Arbeit haben werden:

      Ein ethischer Anfang wäre gemacht, wenn Harzt-4-Empfänger nicht mehr von diesen Bratzn aka Fallmanagern, die selber schlecht bezahlt und wegen Befristung prekär sind und nur zufällig auf der anderen Seite des Schreibtisches sitzen – gedemütigt und schikaniert werden.

      Das ist doch der Skandal.

      Und dass das von der Mehrzahl anscheinend gebilligt und damit indirekt gefördert wird, dieses verdeckte Gemobbe, das ist der zweite, nicht geringere Skandal. Es ist gegen die Menschenwürde. Das ist das vielzitierte christliche Abendland der Scheinheiligen – das „ist ganz großer Mist ist das“. (Zitiere grade meinen Mathe-Professor.)

      Und nicht auf Brechen hinaus (glotter), dass sofort von Null auf Hundert alle die gleiche Summe Geld kriegen, egal ob Mieter oder Vermieter.

      Halte das für ausgemachten Blödsinn, auch an Nichtbedürftige mit der Gießkanne herumzuwedeln.

      Halte auch das Kindergeld für Leute mit Einkommen über 80.000,00 für üblen Hohn. Es gibt noch mehr so gespielte Witze der Regierungskasse, die einen uralten Bart haben. Diese Witze müssen erst mal weg. Bevor man Utopia-Befragungen machen lässt mit hinterhältiger Strategie. Vorzeitige und verfrühte Befragungen halte ich für ausgemacht link. (Damit will man nur Stimmung machen.)
      Down to earth bitte.

    • Titel eingeben
      (smiley)

    • @der andere Gast
      Nicht dass sie da nicht mit zeimlich allem Recht hätten, aber…

      Haben sie da nicht die Kleinigkeit vergessen, dass wir in einer Demokratie leben?

      Dabei haben sie es doch angedeutet: „Und dass das von der Mehrzahl anscheinend gebilligt und damit indirekt gefördert wird, dieses verdeckte Gemobbe, das ist der zweite, nicht geringere Skandal.“

      Die Mehrheit will ihre Kohl, Schröder und Merkel… immer. Daran wird sich nichts ändern.

  67. Zu TDV vom 5. Juni 2016 um 00:22 Uhr
    Ja, ja ist ja schon gut. Von dem ständigen Hinweis auf „selbst schuldig“ wird der augenblicklichen Stimmung bei denen, die das Staatsschiff in Gefahr sehen nicht genüge getan. Wenn ich mich recht entsinne nörgeln Sie ja auch an den Alternativen herum. Aber was erwarten Sie? Sollen die Deutschen auf die Straße gehen und randalieren wie man es beim westlichen Nachbarn tut? Sie wissen so gut wie ich, dass dem Deutschen seit dem Mittelalter, mit einigen Ausnahmen des gelegentlichen Furors, eher eines friedliebenden, träumerischen Biedermanns zugeschrieben wird (andere sagen Duckmäusertum). Ein förmliches Sinnbild ergaben die drei eisschlotzenden “ Isch find´se guud“-Damen am Miltenberger Mainufer.
    .
    Der Franzose geht auf die Straße und prügelt sich sogar mit der Polizei, legt Straßensperren an und sperrt Autobahnen und scheut sich nicht einmal davor fremdländische LKW mit Konkurrenzprodukten (ohne böses du, du!) aus Brüssel zu entladen und auf die Straße zu werfen. Das tun sie aus voller Überzeugung, sehen sie doch im Nachbarland die wirklichen Folgen der Schröder-Reformen und nicht nur das, was uns seit Einführung eingeredet wird. Dazu bedürfte es in D schon einiger noch negativerer Ereignisse und Einschnitte, z.B. Requirierung von Wohnraum, wobei in den „besseren“ Quartieren schon heftig gegen eine Schutzsuchendenunterkunft genölt wird, die dann auch schon aus Gründen der „positiven Vernetzung“ der „Besseren“ im Sande verläuft. In Deutschland stellen die Bauern aus Protest mistverkrustete Gummistiefelpaare auf den Ulmer Münsterplatz als Symbol für untergehende bäuerliche Betriebe. Da zuckt man in Berlin aber zusammen.
    .
    Wie oft hätte ich mir in jenem Wahnsinns-September gewünscht, dass hier bei uns mal jemand, wegen mir die AfD, eine Demo organisiert. Wenn es nicht so weit entfernt liegen würde, wäre ich auch mit den Pegisten marschiert. Ja, so ein rechter Minderbemittelter bin ich in der Tat.
    .
    Ja, wir Deutschen sind zu duldsam-und dazu ist die Masse noch politisch auf einem Einschulungsalter. Sehen Sie, ich bewege mich recht häufig an den Wochenenden in jenen segensreichen schwäbisch-badischen Einrichtungen der Besen-/Straußwirtschaften. Hier so sagt man würde Tacheles geredet, aber eigentlich kommt nur stümper-und zaghaftes „Gebruddel“ von den Rängen. Man ist hurtig im Gespräch miteinander und flugs ist man auch bei der Politik. Ein maliziös-provozierender Einwurf (so wie Sie das tun) und schon gehen einem die Schnürsenkel auf. Bild-Niveau ist eher schon hight-end.
    .
    Sehen Sie, die Kanzlerwerdung dieser Frau führe ich mir hin und wieder-und immer wieder ungläubig staunend, in Form von M. Hollsteins und Heiko Sakurai „Miss Tschörmänie“ zu Gemüte. Ernsthaftere Literatur über die hanseatische Pommerelle kommt mir nicht ins Haus. Auch dann nicht, wenn es, wie bei ihrem Ziehvater, später Biographien (hoffentlich zeitnah zu 2017) förmlich hageln sollte.
    .
    Zum Schluß die Sonntagsfrage: Wo bitte sehr, sieht die Qualitätspresse noch einen signifikanten Unterschied zu Frau M.´s gesetzeswidrigem Handeln, das Kabinett und den Bundestag verachtend, zum vielgeschmähten Sultan? Ist das nicht auch schon eine Art Präsidialsystem, wenn nicht einmal der Bundestag über eine Fremdvölker-Invasion oder Milliardenbeträge für Teilschenkungen von E-Autos gefragt wird.
    .
    Par bonheur kommen aus Bellevue einigermaßen tröstliche Nachrichten.

    • "Was erwarten sie denn?"
      „Ja, ja ist ja schon gut. Von dem ständigen Hinweis auf „selbst schuldig“ wird der augenblicklichen Stimmung bei denen, die das Staatsschiff in Gefahr sehen nicht genüge getan. Wenn ich mich recht entsinne nörgeln Sie ja auch an den Alternativen herum. Aber was erwarten Sie?“

      Was ich erwarte? Genau so einen Kommentar wie sie ihn da geschrieben haben.
      Also, als erstes Akzeptanz der Realität, mehr oder weniger präzise Beschreibung des dabei erkannten Problems, dazu dann Lösungsvörschläge, bzw. Erklärung, warum Lösungen nicht zu erwarten sind.

      Dann, friedliche Diskussion, nein, Unterhaltung, bzw Geplauder über Möglichkeiten die man sieht, durchaus auch vom Standpunkt der „Stützen der Gesellschaft“. Wenn man sich über das Grundsätzliche, wie sie es beschrieben haben mal einig ist, dann gibt es keine Grund mehr sich öfters über die Dummheit des Urnenpöbels zu beklagen. Aber wenn die Welt der Spiesser gegen eine solche Feststellung kommentierend Amok läuft, dann bietet sich die Wiederholung zB meines Vorwurfs, leider als Thema einer Metakritik an. Leider, sie haben Recht!
      Ich verstehe, dass das nervt. Ebenfalls leider, sind in diesem Blog die Zeiten grösstenteils vorbei, in denen auf freundliche Art die linke und rechte (um es mal oberflächlich zu sagen) Meinung, von anarchistisch bis reaktionär, zu allen möglichen Themen diskutiert wurden.

      Wie Deutschland selber hat sich auch dieser Blog, durch die Masse und die Politik der von dieser gewählten Anführerin, geändert. Ich geh davon aus, dass vielen der Besucher, wie eine Mode, dies mit der Zeit langweilig wird, bzw, man eine andere Sau gefunden hat, die man durchs Dorf treiben kann, und weggehen.

    • Noch eines...
      Es gibt Quellen die die Realität beschrieben wie sie das getan haben und deren Beiträge SINNVOLLE Diskussionen nach sich ziehen könnten, wenn sie nicht grösstenteils ohnedies schon alles sagn was dazu zu sage wäre.

      Wenn sie The New York Times Review of Books lesen, dann haben sie dort eine recht umfangreiche Buchkritik zur Entwicklung in der islamische Welt gesehen, die versucht die Zustände und ihre Ursachen objektiv zu beschreiben. Und es sind genau solche Artikel die in Deutschlands Medien niemals auftauchen. SOLCHE Artikel müssten wieder publiziert werden und für normale Mesnchen wieder Pflichtlektüre werden. Was haben wir statt dessen SPON, Zeit, Welt, Faz?

      Den ganzen Artikel „How to Understand ISIS“ gibts im Net hier:

      https://psychosputnik.wordpress.com/2016/06/05/how-to-understand-isis-the-new-arab-wars-uprisings-and-anarchy-in-the-middle-east/

      Umfangreich, ja, aber man versteht auch von den Flucht Ursachen ein wenig mehr…

    • @TDV
      „Ja, ich hab die Bilder der Arktis gesehen, danke! „Als das Wünschen noch ge-holfen hat“. Gute deutsche Kultur übernommen?“

      Ich habe dabei an Abgaswerte und z.B. an den sauren Regen gedacht. *Sie* denken natürlich in ganz groooßen Dimensionen, ist klar. Btw. Sie *sind* ein Deutscher und loben des Öfteren Ihre eigene Kultur.

      „Wenn sie irgendwo wohnen, wo „Smog und bessere Atemluft“ ein echtes Prob-lem sind, dann packen sie ihre Koffer. Wenn sie das nicht wollen, dann hören sie auch bitte auf zu jammern!“

      Ich möchte Sie bitten, Ausdrücke wie „jammern“ nicht zu benutzen, wenn Ihnen eine Meinung nicht passt. Und geben Sie bitte keine schlauen Ratschläge, von welchen Sie wissen müssten, dass diese von den meisten Menschen eh nicht umgesetzt werden können.

      „Mann ist das kindisch… sie meinen die Bürger, die in den letzten 30 Jahren permanent noch jeden Kanzler gewählt haben, der ihnen 5 Euro mehr im Portemonnaie versprochen hat, die würden ab jetzt Kanzler wählen die aus Umweltgründen Exportbeschränkungen durchsetzen?“

      Ich weiß nicht, was Sie mit Exportbeschränkungen meinen und wie sich das auf meine Worte bezieht. Aber schön: Sie hatten die Gelegenheit, meine Gedanken „kindisch“ zu nennen. Ich hoffe, dass dies Ihnen ein befriedigendes Gefühl gibt.

      „Könnte es sein, dass ihnen die Zukunft und ihr eigenes gutes Leben nicht mehr ganz so sicher erscheinen, wie noch vor einiger Zeit, als die USA noch die Guten waren und die Verhungernden gefälligst in Biafra blieben, wo sich das so gehört? Da hilft es sicher, wenn bei sich selber keine Verantwortung für die Zustände finden kann…“

      Diese Worte sind anmaßend, arrogant und beleidigend. Ich wüsste nicht, was Ihnen das Recht gibt, mein Weltbild auf dieses erbärmliche Niveau zu reduzieren. Lesen Sie doch das von mir verlinkte Interview mit Safranski und dann schauen Sie Ihr Spiegelbild an, da finden Sie den darin beschriebenen Typus.

      „Ebenfalls leider, sind in diesem Blog die Zeiten grösstenteils vorbei, in denen auf freundliche Art die linke und rechte (um es mal oberflächlich zu sagen) Meinung, von anarchistisch bis reaktionär, zu allen möglichen Themen diskutiert wurden.“

      Vielleicht sollten Sie sich das wieder angewöhnen, denn offenbar haben Sie selber das inzwischen verlernt.

  68. Wohnung mit Briefkasten und Mietpreisbremspedal unter dem Abtreter
    Da wirft man also dem Justizminister eine „Neun-Millimeter-Patrone“ in den Briefkasten. Ja! Nein! Doch! Oh, die Rechten! – Und schon beginnt man ohne weitere Information zu grübeln, ob es vielleicht nur eine allegorische „Schall-und-Rauch-“ vulgo „Platzpatrone“ gewesen ist?

    • Sowas macht man einfach nicht, nie.

    • maciste grüßt don franciscos schwester
      halb so wild, hatte ich auch schon – war sogar mein name eingraviert. bedauerliche verschwendung. als bekennender gewaltphilosoph auf basis des bushi-do halte ich darauf, daß eine waffe, ist sie erst einmal gezogen und in anschlag gebracht, auch angemessen benutzt werden sollte. eine hinführende situation richtig zu beurteilen und danach zu handeln bedarf langer und intensiver geistiger und praktischer auseinandersetztung mit gewalt und deren zielführender anwendung. ansonsten gilt das zen-wort: „sinnlos wie regen zur erntezeit ist die reue.“ wer mit waffen herumfuchtelt oder patronen verschleudert ist ein ignorant und wird es auf der ebene der gewalt nicht weit bringen. keiner wird ihm ernsthaft „ali boma ye“ zurufen wollen.
      battle on.

    • Aber sicher macht man das
      Und wenn er sich beschwert nennt man ihn eine Heulsuse, die immer nur austeilen will, aber nicht einstecken kann..

  69. Kurz versus Merkel (und FAZ) - @ desperado 4.6., 22:46 u Goodnight 4. 6., 10:33 , DA 4.6., 12.04
    @ desperado
    Vielen Dank für den Hinweis auf das Kurz-Interview in der Wiener Presse.
    Der Kern der Überlegungen Kurz‘ passt in ein paar Zeilen. Soll DA entscheiden, ob die Zitate hier veröffentlicht werden können:

    ? Warum gibt es dieses Korps noch nicht?

    Kurz: Weil die Politik des vergangenen Jahres ein gegenteiliges Ziel hatte: nämlich Menschen bestmöglich nach Deutschland weiterzutransportieren. Die Fähren von Lesbos nach Thessaloniki, dem nächst gelegenen Hafen zur mazedonischen Grenze, sind sogar mit EU-Geldern gefördert, die Busse und Züge, mit denen die Migranten nach Mitteleuropa fuhren, von europäischen Steuerzahlern finanziert worden.

    ? Das war vielleicht Folge von Passivität und Überforderung der EU. Aber war es wirklich Ziel, möglichst viele Flüchtlinge zu holen?

    Kurz: Die Sitzungen haben dieses Ergebnis gebracht. Und die Aussagen über Willkommenskultur haben natürlich dazu geführt, dass die Westbalkanstaaten nicht gerade den Eindruck hatten, Menschen daran hindern zu müssen, nach Deutschland weiterzureisen.

    ? Ist die Verteilung der Flüchtlinge auf die EU-Mitgliedsländer gemäß einer Quotenregelung für Sie endgültig gescheitert?

    Kurz: Wenn es uns gelingt, unsere Grenzen zu sichern und nur noch mittels Resettlement-Programmen Flüchtlinge direkt nach Europa zu holen, dann orte ich bei so gut wie allen EU-Mitgliedern, auch in Osteuropa, Bereitschaft, Menschen aufzunehmen. Es braucht nur ein geordnetes System.

    ? Was halten Sie vom Vorstoß der EU-Kommission, Strafzahlungen über Mitgliedstaaten zu verhängen, die der Aufteilungsquote für Flüchtlinge nicht nachkommen?

    Kurz: Wenn wir die Europäische Union zerschlagen und zerstören wollen, dann ist das ein sinnvoller Weg.

    Man fragt sich natürlich, warum die FAZ auf diese und verwandte einleuchtende Gedanken nicht all ihre im Prinzip enorme geistige Energie richtet.
    Goodnight bietet am 4. 6. um 22.46 Uhr zur Erklärung an: …die FAZ glaubt, sie müsse jetzt Politik machen für die Regierung…

    DA sekundiert diesem Gedanken in gewisser Weise, wenn er sagt: „Ich glaube nicht, dass es etwas bringt, den Leuten etwas einzureden.“
    4. 6. 12:04 Uhr.

    Als jemand, der in der Tat das Mittelalter für eine überaus produktive Quelle unserer Selbstverständigung hält, hat DA mich ins Herz getroffen als er dafür warb, die FAZ als nach mittelalterlichem Vorbild strukturiertes soziales Organon anzusehen. Mittelalter auf ein paar Sekunden eingedampft: Geistliche und weltliche Sphäre durchdrangen sich in einem fort und – ganz wichtig nach Erich Fromm und Arno Borst, die diesen Bezug immer wieder herstellten: Es kam etwas imposantes und emt sehr lebenswertes dabei heraus. Bitte: Die beiden eminenten Köpfe schützen mich jetzt bitte vor stokowskiartigen oder von mir aus trotzkistischen Reflexen der Art, im Mittelalter sei aber nicht nur Menstruationsblut geflossen usw.

    Wo DA auch recht hat: Er macht sein schimmerndes Bauchlädchen hier nicht nur mit dem Geld der FAZ, sondern auch mit deren Ruf und Geschichte im Rücken – wäre es nicht so, würde das Kommentariat nicht ansatzweise so produktiv sein, wie es aber offenbar ist, und DA hätte viel weniger Spaß…
    Und ja, goodnight (4. 6. 2016): Ingendaay eiert schwer unter der Last von Klaus und Sarrazin – und ja: auch manufactum, wo das Klaus-Buch erschienen ist – und das schließt Akif_(„Die schmutzige Katze“) Pirincci mit ein.
    Hier zeugt ein Fehler – es war ein Fehler, Pirincci wg. „KZ-Hetzte“ ans mediale Kreuz zu nageln – – den nächsten. Die Schreiberinnen sind befangen, und haben Muffe. Und schreiben dann unausgeruht und muffig und fehlerhaft. Das ist, geehrter desperado, alles nicht schön, da haben Sie recht.
    Noch an DA als Regisseur dieses Kommentariats: Es wäre einfacher auf andere Kommentare Bezug zu nehmen, wenn diese durchnummeriert wären. Ob sie diese Ansicht teilen – und ob sich das einrichten ließe?

  70. "no way" Politik übernehmen
    Immerhin bringt in der deutschen Presse die Welt das Interview mit Sebastian Kurz und seinen Vorschlag, dass sich Europa an Australiens NoWay Politik orientieren müsse, um die illegale Migration zu stoppen.

    http://m.welt.de/politik/deutschland/article155967547/Oesterreich-will-Fluechtlinge-im-Mittelmeer-abfangen.html

    Zum eigentlichen Thema Miete:
    In München können die Leute nicht mehr umziehen, da sich sonst die Miete zu sehr erhöhen würde. Familien verzichten daher auf das – dritte – Kind wegen Platzmangels in der Wohnung.

    • DRITTES KIND
      ich erinnere mich noch in den goldenen 50er jahren des wirtschaftswunders meine tanten in einraum-wohnungen besucht zu haben, da sie aus den ländlichen gebieten in württemberg in die stadt zogen, da gab es arbeitsplätze. mann oder frau nahmen das an wohnraum was es gab. da wurden meine cousinen zumindest im den allerersten lebensabschnitt grossgezogen, aber es ging in beengten verhältnissen weiter. keine der cousinen ist nach norm heute irgendwie verhaltenauffällig, trotz des fehlens eigener kinderzimmer.

      sollen wir das grundrecht auf das dritte kind und den entsprechenden wohnraum in das grundgesetzt einführen ?

      oder warum wohnen familien, die mehr als zwei kinder wollen ausgerechnet in München ? Oberkochen bietet tolle, gut bezahlte arbeitsplätze in renommierten unternehmen und den entsprechenden preiswerten wohnraum. ich gebe zu, ist nicht so IN im freundeskreis, hat aber was. das leben ist kein wunschkonzert.

  71. Hostel Basten
    Apropos Vermieten fällt mir mal wieder das Basten ein, in dem ich mal jemanden untergebracht hatte. Es war das einzige Hotel, das noch Zimmer frei hatte, und das spricht Bände. Der Berliner! Besitzer war äußerst sparsam mit Renovierungen, und inzwischen kommen wohl die Einnahmen nicht mehr ‚rein, so dass er seinen Pächter verlor.

    Don, zwanzig Jahre Lang fast habe ich mich darüber geärgert, wo unsere Gören so untergebracht waren, wenn sie auf Klassenfahrt fuhren, Jugendherbergen und Hostels in miesesten Lagen, Sicherheit kein Thema.

    Das Hotel Basten würde sich prima als Jugendherberge eignen aufgrund der Lage, und das Tal wäre mit der Nähe zu den Bergen, München und Salzburg ein wunderbarer Ort für Klassenfahrten.
    Nein, aber die deutschen Gören müssen in den billigsten Spelunken hausen, was manchen Eltern inzwischen die Nackenhaare aufstellt, aber ein Berliner Besitzer vermietet seine Lage mit Pool, die toll wäre für Klassen, an Asylanten. Und so geht das in einer Tour, und deswegen sind die Deutschen sauer. An ihnen wurde jahrelang gespart, vor allem an ihren Kindern. Das betrifft nicht nur Zuschüsse zu Klassenfahrten, sondern auch Gebäude, Ausstattung and Anzahl der Lehrer.

    Fakt ist, diese ganze Chose, wie sie abläuft, ist eine Offenbarung. Offenbart wird, wie man den Bürger und den offspring verachtet. Und darin sollten sich die Türken integrieren, in diese ostentative Abweisung, die jeder bemerkt, außer er hatte einen Haufen Geld und war inetrnationalisiert. Nur dann konnte einem das am Gesäß vorbeigehen.
    Jedoch wurde diese Bürgerverachtung nie so ostentativ gezeigt wie jetzt.

    Das wird eine Nebenwirkung haben, und sie ist schon sichtbar: Einem Bürger, den man extegriert, wird man die Verantwortung für den Holocaust nicht mehr anhängen können. Da niemand damals aktiv war, läuft das nur über die Identifikation mit dem Staat. Die ist aber dünner als Seidenpapier.

    • Wertminderung
      Bastenhaus: Nachbarn in großer Sorge

      Tegernsee – Im Juni ziehen 60 Asylbewerber ins Bastenhaus in Tegernsee. Was für die Stadt eine gute Lösung ist, bereitet den Nachbarn Sorge: Sie fürchten eine Wertminderung ihrer Häuser.

      Soviel zum besorgten Vater

  72. Schweigenpresse
    @ObjectBe
    4. Juni 2016 um 23:37 Uhr
    „Die Gefälligkeitspresse schweigt das Thema sexueller Belästigungen tot.“

    Stimmt. Nachdem Anfang des Jahres beinahe täglich über Vergewaltigungen und Belästigungen berichtet wurde, ist es mittlerweile so ruhig geworden (auch bzgl. der in den Unterkünften stattgefundenen Massenprügeleien und in deren Nähe verübten Einbruchsdiebstähle), dass man glatt annehmen müsste, dass die „Gäste“ sich inzwischen vollends integriert haben und dementspre-chend zufrieden und friedlich mitten unter „uns“ leben.

    Was mich auch sehr gewundert hat, ist die geringe mediale Beachtung der vereitelten Terror-Pläne, laut welchen mitten in der Düsseldorfer Altstadt ein ähnliches Attentat wie in Paris verübt werden sollte. Lange hieß es, dass nur ein Sikh-Tempel betroffen war. Dafür wird eine unwichtige Bemerkung von Gauland hoch gejazzt…

    • Umgebungen
      Hahaha, Tamarisque.

      Ich arbeite an einer Uni, und seit 6 Monaten ist ein grosses Auffanglager von Geschenkten um die Ecke. Seitdem gibt es einen sprunghaften Anstieg von Eigentumsdelikten. Zugangskontrolle zu den verschiedenen Eingängen ist nicht möglich (und politisch selbstverständlich unerwünscht). Da lässt man sich auch schon mal einschließen um nachts in aller Ruhe die Räume zu knacken in denen man tagsüber neue PCs erspäht hatte, beim Vorbeigehen. Ist ja auch vollkommen zu entschuldigen, die armen müssen sich doch irgendwo Equipment besorgen, um endlich nach Monaten auf der gefährlichen Flucht ausgiebig mit der Heimat skypen zu können, und zwar in voller Auflösung.

      Und die Mädels beschweren sich, dass ziemlich häufig Männer in den Frauenklos stehen, die ihre Werkzeuge vorzeigen und zur freien Benutzung anbieten. Vergewaltigungen hat es offenbar glücklicherweise bisher nicht gegeben.
      Aber die Uni-Leitung besteht darauf alles unter den Teppich zu kehren. Die Chefjustiziarin insistierte neulich am Telephon einem Kollegen gegenüber, ja bloß nichts aktenkundig zu machen, bitte nicht.

      Ich habe schon mal darüber nachgedacht, mit einem Pegida-T-Shirt ähnliches zu probieren. Ich weiß aber erstens nicht wie so ein T-Shirt aussehen würde, und zusätzlich würde man mich wahrscheinlich erkennen. Insbesondere aber bin ich es nicht gewohnt, meine Genitalien zu exponieren. Belassen wir es besser bei fiktiv.
      Da bin ich sicher, die Uni würde sich aufbürsten, ’sexbesessene Rassisten‘ dingfest zu machen und Wiederholungen strikt zu vermeiden suchen.
      GG Art. 3(1), falls der nicht längst unter die Räder gekommen ist.

    • @Tamarisque
      Über die Prioritäten der Medien wundere ich mich auch…ist aber wohl sinnlos. Bzgl. der Terrorpläne: Das „Beste“ an der Sache ist ja, dass die festgenommenen Personen den Sicherheitsbehörden anscheinend vorher unbekannt waren und diese Pläne nur aufgeflogen sind, weil ein Beteiligter freiwillig der französischen Polizei davon Kenntnis verschaffte…ein sicherlich extrem unwahrscheinlicher Vorgang. Da kann man sich schon fragen, wieviele IS-Leute ansonsten noch unerkannt in Deutschland unterwegs sind.

    • Gerade musste ich Anne Will abschalten (ich habs versucht, es geht wirklich
      nicht, dass ich mir das antue), nachdem Maas in voller Verkennung dessen, dass es schier nicht möglich sein wird, diese unserer Kultur so sehr fremden und zum Teil auch ungebildeten Menschen hier in Brot und Arbeit zu bringen immer noch davon spricht, sie durch etwas Bildung und Deutsch lernen eingliedern zu können und zu Steuerzahlen und Ausgleichern unserer abnehmenden bisherigen Bevölkerung zu machen.
      Über so was wie sexuelle und andere Übergriffe, auch zu unserem bisherigen zum Teil völlig konträrem Verhalten der Zugezogenen wurde bis gerade nicht gesprochen und es schien auch nicht angedacht, das zum Thema zu machen.
      Nur die Angst, die viele haben, die scheint ihm unverständlich und da meint er, schon alles getan zu haben, um die Menschen mitzunehmen. Und wo die Ängstlichen eingeordnet werden müssen, auch dafür ist die Schublade oft genannt.

    • Diese unwichtige Bermerkung ...
      Gaulands war bewusster Rassismus pur.

      Aus Sicht Gaulands leider nicht aufgegangen.

      Aber unwichtig? Alles andere.

    • @ Thomas
      „Diese unwichtige Bermerkung …
      Gaulands war bewusster Rassismus pur.
      Aus Sicht Gaulands leider nicht aufgegangen.
      Aber unwichtig? Alles andere.“

      Gauland hat das beschrieben, was in diesem Land in weiten Teilen der Gesellschaft noch Realität ist. Ende der 90er Jahre haben sich manche aufrechten Bürger einer Vorstadt noch darüber aufgeregt, dass der Gemüseladen in ihrer Einkaufsstraße von einem Türken übernommen wurde. Wer den Status quo beschreibt, muss nicht rassistisch sein.

      Tja, der Überbringer der schlechten Nachrichten ist der Dumme. Dass Gauland mit solchen Bemerkungen seine Klientel bedient, ist eine andere Frage, und das gefällt mir auch nicht.

      Die Diskussion, wie gestern bei Anne Will, ist der reinste Kindergarten. Gauland sitzt da wie auf dem Pranger; die Fragestellung gleicht der Vernehmung eines Straftäters. Die Strategie, ihn als Opfer der allseitigen Angriffe zu präsentieren, wird die Unterstützung der AfD nicht schwächen, sondern die Anhänger höchstens noch wütender machen, my2cents.

  73. Gewalt unserer Neubürger
    @tamarisque

    Die FAZ ist wirklich enttäuschend.
    Von Philipp plickert z.b. habe ich dort lange nichts mehr gelesen.

    Das AfD bashing in der FAZ nervt einfach nur.
    Aktuell gibt es der Welt mal ein Interview mit Frau Petry.
    http://m.welt.de/politik/deutschland/article155959965/Grundgesetzwidrigkeit-des-Islam-ist-eine-Tatsache.html

    Die täglichen Einzelfälle der durch die Migranten ausgeübten Gewalt findet man leider nur in der Lokalpresse und bei xy Einzelfall.

    https://asylterror.com/2016/03/09/deutschland-auf-der-karte-mit-bedauerlichen-einzelfaellen-2016-kaum-noch-zu-erkennen/

    https://mobile.twitter.com/xyeinzelfall

  74. Perfide Demo-Verhinderung
    @ déjà….

    Wie die Presse im letzten Herbst Demonstrationen verhindert hat:
    Pegida war ja ohnehin in jedem Presseorgan schon immer: bäh!
    Aber die Einschüchterung ging (auf der Titelseite der SZ !) so weit, dass geschiedenen Vätern Angst gemacht wurde, sie könnten ihr Sorgerecht für die Kinder verlieren.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/sorgerecht-papa-der-neonazi-1.2718655

    • Die SZ ist manchmnal unter aller Kanone.

    • Angstmache - Angst vor wem?
      Ein schwuler Bekannter hat neulich in einer heftigen Diskussion gesagt, dass er AfD als letztes wählen würde, weil er Angst habe, die wollten den §175 wiedereinführen.
      Meine ehrliche Meinung, dass er mehr Angst haben müsste vor (Selbst-)Justiz von Mitgliedern der religiösen Mehrheit der ungewollt Geschenkten hat er als ‚Rassismus‘ bezeichnet.

      In diesem Punkt ist ihm nicht zu helfen. Wie kann etwas ‚rassistisch‘ sein, wenn es die bezeichnete Gruppe sich doch selbst offen auf die Fahnen schreibt? Also zum Beispiel dass Homosexualität allermindestens verwerflich ist, aber eigentlich mit Stockschlägen bestraft gehört.
      Oder gar noch mehr: Saudi-Arabien, Iran oder Afghanistan schreiben die Todesstrafe vor.

  75. Nochmal der talentierte Außenminister Sebastian Kurz
    Diesmal gibt es in der NZZ in ein hervorragendes und ausführliches Interview mit Kurz.

    http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/fluechtlingskrise-in-europa-kein-durchkommen-nach-europa-ld.86927

    Wenn ich den Bericht der FAZ zu den Plänen von Kurz dagegen lese, bestätigt sich erneut, dass es richtig war, das Abo zu kündigen.

  76. Nun ja
    ich schrieb ja schon in einem anderen Thema des verehrten Don´s, dass ich es für möglich hielte, dass Gauland mit seiner Boateng Äusserung einen Sargnagel für seine Partei eingeschlagen hätte.

    Nach der heutigen Anne-Will-Sendung scheint mir das zunehmend so zu sein, sagte doch Gauland, er hätte die Kanzlerin nicht als Kanzler-Diktatorin bezeichnet und was war kurz darauf im Einspieler zu sehen? Das er genau das sagte.

    Gauland wusste vermutlich auch genau, was er bezüglich Boateng gesagt hat, da gibt es wohl wenig Zweifel.

    Don, danke für den verlinkten Artikel in Ihrem Twitter-Account.

    Höchst interessant, dass einige fordern, Sexualstraftäter sollten nicht in ihr Heimatland abgeschoben werden, denn diese könnten dort ja Einheimische sexuell belästigen.

    Folglich herrscht dort die Meinung vor, lieber hiesige Frauen solchem auszusetzen.

    Manches ist einfach nur noch widerlich.

    • Ja, extrem widerlich!
      Mir ist auch aufgefallen, schon vor Monaten auf tagesschau.de, dass viele Kommentatoren Deutschland für eine Art Resozialisierungs- besser Sozialisierungsanstalt für eingereiste Sexualstraftäter sehen, auf Kosten der einheimischen Frauen und Mädchen.
      Das wird ganz selbstverständlich als unumgängliche und kaum erwähnenswerte Folge der ja grenzenlos sein müssenden Zuwanderung angenommen.

      Ich bin darüber wahnsinnig wütend.

  77. Titel eingeben
    mit gauland wird den wählern einfach ein spiegel vorgehalten

  78. Na ja, der Gauland ist argumentativ
    auf Tattergreis-Niveau, wenn ich mir seine gestrige Vorstellung durch den Kopf gehen lasse. Ich frage mich, warum ihn die Parteiführung zu solche einer Sendung lässt in der mindestens 4 Menschen in der Runde sitzen, die keine andere Absicht haben als ihn durch den Fleischwolf zu drehen. Er, der ehemalige Journalist ist auch nicht gut im Vortragen. Ich habe ihn einmal in einer nicht allzu großen Zuhörerrunde erlebt als er die Situation in der Ukraine/Krimbesetzung versuchte aufzudröseln. Der Mann ist scheinbar nur oberflächlich bis gar nicht informiert, ähnlich der angeblichen Unkenntnis über die deutsche Fußballmannschaft. Und als ehem. Journalist!
    .
    In der Sache gebe ich ihm sogar recht. Dass nun der Boateng ins Spiel kam war ungeschickt (hatte er den überhaupt explizit genannt?). Wie sich die Sache in Wirklichkeit verhält, mit oder ohne Farbige, können wir an den Reaktionen von Anliegern „besserer Quartiere“ jeden Tag lesen. Also, scheinheilige Diskussion. Das Wesentliche wurde hier von vielen Foristen bereits dargestellt (Meidung von Brennpunktschulen etc.)
    .
    Kurz, zu Gaulands Vortrag im Ratskeller. Nach spätestens 20 Minuten kam Unmut unter den Zuhörern auf. Wegen seiner Vorstellungen zu Wirtschaft wurde er schließlich, offenbar von PG´s, gefragt ob er nicht besser in der FDP aufgehoben sei.
    .
    Meines Erachtens wird in der AfD alles auf den besonnenen Meuthen hinauslaufen.

    • Spiele und Propaganda oder die Macht der Worte.
      Gestern Arte – ziemlich beste Gegner:

      Cohn-Bendit: Deutschland habe im Bezug auf Fußball, 20 Jahre die Migration (er sagte nicht Immigration) verschlafen.
      Gefolgt von der Aussage man solle doch nur in die Straßen schauen – 90 % der ballspielenden Jungen hätten Migrationshintergrund.
      Koloriert wurde das ganze kurz danach, mit Bildern der WM-Siegesfeier 2014 in Berlin: „Deutschland feiert seine Migrationskinder“.

      Ja Merkel (als Marionette der NWO) und nicht nur sie, bauen Deutschland um und ziehen dabei alle Register.
      In Deutschland werden Fakten geschaffen durch die neue Herrenrasse.

  79. knigge
    Wann hat die Menschheit aufgehört, sich bei Mahlzeiten um den dicksten Brocken zu prügeln?
    .
    Irgendwann werden sich auch Regeln durchsetzen wie:
    .
    „Nicht mit der Gabel oder mit Nazivergleichen auf die Tischnachbarin einstechen… „

  80. a propos Rassismus
    gestern forderte bei Anne Will eine Immigrationsexpertin, dass endlich über den deutschen Rassismus gesprochen werden müsse. Den gebe es schon lange und er sei totgeschwiegen worden, als Beispiel nannte sie die Debatte um die Leitkultur. Also nochmal: Wer über Leitkultur diskutiert, ist ein Rassist. Das ist eine klare Kampfansage an alle, die eine unbeschränkte Expansion anderer Kulturen im eigenen Land für diskussionswürdig halten. Rassismus ist dann auch die Forderung nach Integration. Wer ein Integrationsgesetz macht, ist dann ein Rassist. War das dem anwesenden Justizminister klar? Und was machen wir mit den Ländern in Europa, die keine Willkommenskultur oder diese eingestellt haben? Es besteht kein Zweifel: Hier wird zum Kreuzzug für die unbeschränkte Entfaltung fundamental alternativer Kulturen geführt. Anders als damals aber unter Hosianna-Rufen der Autochthonen.

    • Bassam Tibi hat maßgeblich angeregt, sich schon vor Jahren mit dem Begriff
      der „Leitkultur“ zu beschäftigen.
      Die in einer Kultur mit islamischem Hintergrund Sozialisierten wissen halt einfach, was in ihm steckt:
      http://www.bassamtibi.de/wp-content/uploads/2015/12/Bassam-Tibi1.pdf
      “Als Islamforscher und gläubiger, aber reformorientierter Muslim weiss ich, dass nicht nur die religiös-politische Ideologie des Islamismus, sondern jeder schriftgläubige, an der Scharia orientierte orthodoxe Islam diametral allen europäischen Wertevorstellungen von Demokratie, Pluralismus und individuellen Menschenrechten in einer Zivilgesellschaft, also der europäischen Leitkultur, entgegensteht.”

    • vielen Dank für den Link
      zu dem vorbildlich (!) rationalen Diskursbeitrag von Tibi. In dem u.a. von den Europäern verlangt wird, die knapp 30 Mio Muslime in Europa nicht als Fremde zu behandeln. Einverstanden. Wer allerdings offensiv gegen die hiesige Kultur eingestellt ist und sich nicht integrieren will, der ist und bleibt fremd.

  81. Das passende T-Shirt zur Aktion an der Uni
    @ jetzt mal Gast
    @ Antwort tamarisque
    Wie wäre es, mit einem „rapefugees not welcome“ t-Shirt zur Uni zu gehen?

  82. Tamarisque: "Man muss doch das Gefühl bekommen, dass „wir“ es nicht wert waren…"
    Und nicht nur in Bezug auf den Wohnungsbau, Asternweg, sondern auch in Bezug auf Kinderarmut, Bildungschancen, Hartz-IV, Arbeitslosigkeit etc. pp.

    Am Geld scheint es ja nicht gelegen zu haben, das ist für die Bewältigung der Flüchtlingskrise ja scheinbar unbegrenzt vorhanden.

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das im Bewußtsein des Prekariats angekommen ist. Insbesondere, da sich für dieses ja nichts ändert. Mal sehen, wie lange das noch gutgeht.

  83. Nicht schlecht
    In einem Text Götz Aly und Milo Yiannopoulos.
    Respekt ! :-)

  84. Merkel-Wahl
    Hier wurde mehrmals gesagt, daß Merkel ja vom Volk gewählt wurde. Ich bin zwar nur ein dummer Ösi, aber ich glaube, daß das Volk den Bundestag wählt und nicht den Kanzler.

    • Und das Volk wählt auch nicht den Bundespräsidenten.
      Jedenfalls nicht direkt, sondern eben durch seine „Volksvertreter“ und, beim Bundespräsidenten, ein paar ausgesuchte Gleichgesinnte aus dem Volk, die alibimäßig mit abstimmen dürfen.

      Diese Praxis ist darauf zurückzuführen, weder Kanzler/in noch Präsident/in durch direkte Wahl eine Legitimation durch das Volk zu verschaffen, die zu einem politischen Gewicht führen würde, gegen das listenabhängige Abgeordnete nur blaß aussehen könnten.

      Das ist zwar einerseits verständlich, zeigt andererseits aber auch, daß es mit der Demokratie nicht besonders ernstgemeint ist. Denn wer das Volk fürchtet, räumt ein, daß Wille und Wohl des Volkes keine große Rolle für ihn oder sie spielen. Statt Mitwirkung der Parteien an der politischen Willensbildung des Volkes handelt es sich um eine Pseudodemokratie nach dem Willen der Parteien, der Wille des Volkes wird schlicht und einfach arrogant ignoriert.

      Am Ende führt das dann zu dem Zustand, den wir heute zu beklagen haben, Volk und Parteien passen nicht mehr so richtig zueinander, die Interessen klaffen weit auseinander, zumindest was ihre praktische Umsetzung betrifft.

      Wie las ich doch gerade so treffend in einem Beitrag von Folker Lück zur WLAN-Störerhaftung: „Immer öfter gewinnt man den Eindruck, die Politiker in Berlin sind eigentlich PR-Experten, die hauptsächlich Luft in Tüten vermarkten.“ Dem ist nicht nur auf diese gesetzliche Fehlleistung wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

  85. Verdammt große Wohnung.
    Angela Merkel bleibt die mächtigste Frau der Welt. Das amerikanische Magazin „Forbes“, dass diesen Titel einmal im Jahr verleiht, hat ein weiteres Mal für die deutsche Kanzlerin entschieden.

    Die Juroren begründeten ihre Entscheidung in diesem Jahr damit, dass Merkel existenzielle Herausforderungen für die EU gemeistert und die deutsche Wirtschaft durch die Rezession infolge der Finanzkrise geführt habe.

    Ihre wohl mutigste Tat sei aber gewesen, im vergangenen Jahr mehr als eine Million Flüchtlinge aus muslimisch geprägten Ländern aufgenommen zu haben.

    Also, alles alternativlos gut.
    Und – die A. M. muss eine verdammt große Wohnung haben!

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