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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Mit Buttersäure und Vergewaltigern gegen Europas Inzest

| 429 Lesermeinungen

Als der Zirkus in Flammen stand, war kein Wasser zum Löschen zur Hand.
Georg Kreisler

Meine Nachbarn hier in Mantua können froh sein, dass sie nicht in Deutschland leben. Denn sie regen sich gerade über einen, man muss es so sagen, unbeliebten Nachbarn auf. Einen Nachbarn, dem sie gesagt haben, dass alte Wohnzimmermöbel eigentlich keine Gartenmöbel für die kleine Fläche vor dem Erdgeschossapartment sind. Aber das Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen bringt es nun mal mit sich, dass der Herr, der dort übergangsweise wohnt, die alten, schwülstigen Wohnzimmermöbel bequem und praktisch fand. Bis letzte Woche, da waren an die 20 Freunde beim Grillen im proppenvollen Garten, und später die Feuerwehr, weil sich einer der alten Sessel dabei entzündete. Das war nicht schön und roch noch weniger schön. Seitdem gehört meine Ecke von Mantua weniger zur Regionalhauptstadt Mailand als eher zu Gauland. Italiener, das merke ich sehr deutlich, machen sich mehr Sorgen um ihren qualmfreien Weg zum See als um die öffentliche Meinung, die hier ohnehin anders ist.

butterh

Das Thema Entflammung wird in dieser Ecke der Stadt seit letztem Jahr kritisch gesehen. Aber es ist dennoch wirklich schön hier, und Italiener sind halt emotional, da darf man nichts drauf geben. Es ist hier auch nicht so leicht wie etwa in Deutschland, wo die anständigen Leute am Tegernsee wohnen und genau wissen, dass das Gschleaf und die Hobara aus Berlin weder das Geld noch die Neigung haben, ihnen nachzuziehen: Echte durchgentrifizierte Luxusviertel sind in Italien nicht so typisch wie in Deutschland, und selbst im piekfeinen Villenareal von Brescia sind auch verrottete Bauten. Mein Viertel ist wie viele, der Nachbar fährt einen goldfarbenen Jaguar und weiter vorne ist ein kommunaler Sozialbaui. Trotzdem gibt es den in Italien typischen Zusammenhalt im Viertel. Solange man nicht Eiche-Rustikal-Sessel bei einem lauten Fest abfackelt und die Überreste zwei Tage später noch die Strasse am See verunzieren.

butterf

Diese Solidarität im Viertel funktioniert, weil hier auch die Sozialkontrolle noch recht stark ist. Das hat seine guten Seiten, weil hier niemand auf die Idee käme, mit einem Wegbier durch die Gegend zu laufen und damit seiner Familie Schande für die nächsten 10 Jahre zu bereiten, und sich aus dem Heiratsmarkt zu werfen. Auf der anderen Seite erscheinen mir die hier üblichen Kirchgänge und das völlig kritiklose Verehren des Padre Pio ein wenig, also, in Italien würde ich das nie offen sagen, aber, nun, also, Sonntag, finde ich, ist zum Ausschlafen da. Wenn man hier länger lebt, bringen Italiener einen auf Linie. Integration auf eine nette, aber bestimmte Art ohne Vollversorgungsmentalität, die es hier auch sonst nicht gibt. Das macht man hier so, und unter der lauten und emotionalen Oberfläche sind die Menschen durchaus diszipliniert, zuverlässig und nicht sehr individualistisch in jenem deutschen Sinne, der manche dazu bringt, einen mit Buttersäure zu bewerfen, Vergewaltiger zu fördern und Veränderungen pöbelnd zu begrüssen – womit wir beim Thema sind.

buttere

Denn eigentlich bin ich ein Freund zivilisierter Demut und Zurückhaltung, und habe mich sehr auf die weitere Aufarbeitung des Keyloggerskandals bei der tageszeitung gefreut. Die taz vergisst in Zeiten der Rape Culture nie, andere darauf hinzuweisen, dass es bei solchen Übergriffen nicht um einen Einzelfall geht.So etwas liegt immer auch am Umfeld. Und wenn so etwas nun bei der taz erscheint, war ich mir sicher, dass sie es nicht an der nötigen Selbstkritik wird fehlen lassen. Es ist ein spannendes Thema: Wie kann aus dem emanzipatorischen Gendersternchenumfeld so ein Benehmen erwachsen? Die Fragestellung lohnt sich, denn wenn sogar bei der hochgradig problembewussten taz die Rape Culture grassiert, dann muss sie natürlich überall sein. Zu meinem Bedauern jedoch musste ich erkennen, dass die taz mitnichten über sich selbst als Hort der Rape Culture schreibt. Sondern lieber über Gauland. Mit Witzchen, weshalb es in der satirischen Kolumne “Die Wahrheit“ steht: “Was tun, wenn einem der böse Nachbar nicht gefällt? Was tun, wenn dieser Nachbar auch noch Gauland heißt?“ Die Antwort liefert die taz gleich mit: Vergrämen. Zum Auszug bringen. Mit Buttersäure und übler Nachrede.

buttersb

Es gab bereits einen Anschlag auf das Haus von Gauland und ein Bekennerschreiben, die taz macht munter weiter mit Empfehlungen für Straftaten, die ihr angemessen erscheinen. Die Zeitung, die sofort eine Forderung nach Verbot der AfD verfassen würde, käme jemand dort auf die Idee, den Einsatz von Buttersäure gegen ein Migrantenheim in der Nachbarschaft zu empfehlen – diese Zeitung rät zu Kartoffeln im Auspuff. Was im besten Fall Sachbeschädigung und ein gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr ist. Und sie rät zu Brot in den Scblössern.

buttersc

Das steht da mit ein paar Witzchen auf dem Niveau, das der Geschichtskundige aus SA-Zeitungen von 1932 kennt. In einem Klima, in den ohnehin Anschläge auf politische Gegner täglich passieren, empfiehlt die taz, rechtsgerichtete Nachbarn mit Straftaten zu verscheuchen. Als Satire. Satire, weil sie ein paar Witze über Problembären und Maulwürfe einstreut. Eine Zeitung, die für Toleranz gegenüber Migranten wirbt, schlägt vor, den Nachbarn bewusst zu schädigen.

butterg

In die freie Wohnung könnten dann zugewanderte Sexualstraftäter ziehen, wenn es nach dem Willen der ähnlich linken Zeitschrift der Rosa Luxemburg Stiftung geht. Dort erschien ein Beitrag zur Frage, wie man mit der Silvesternacht von Köln umgehen soll. Massimo Perinelli, ein Mitarbeiter der mit einem zweistelligen Millionenbetrag staatlich geförderten Stiftung, weist die Hauptschuld an den Übergriffen den Umständen zu, in denen die Migranten leben müssten, und weder eine Frau mit nach Hause nehmen, noch ihr ein Bier ausgeben könnten. Ausweisen dürfte man die Täter jedenfalls nicht, weil sie eine Gefährdung für die Frauen daheim wären.

buttersa

Wenn es nach dem Mitarbeiter der parteinahen Stiftung geht, bedeutet das, dass der gewalttätige Migrant sich seinen dauerhaften Aufenthalt erwerben kann, indem er hierzulande Frauen sexuell missbraucht. Dann kann man ihn nicht abschieben, weil er sonst daheim ein Risiko ist. Dass der Sexualstraftäter dann weiter in Deutschland ist und hier eine Bedrohung darstellt, wird im Zeichen der internationalen und antideutschen Solidarität in Kauf genommen. Das Herkunftsland hat ein Problem weniger, Deutschland hat ein dauerhaftes Problem mehr, und für Migranten eröffnet sich ein leichter Weg, einer Abschiebung zu entgehen: Sie müssen nur Sexualstraftaten begehen und sich erwischen lassen. Die Linke wundert sich gerade, warum ihre Wähler direkt zur AfD abwandern: Möglicherweise wollen sie Boateng, aber nicht für immer eine steigende Zahl von Bleiberechtsvergewaltigern oder Politiker, die so etwas fördern, in ihrer Nachbarschaft. In Zeiten der Buttersäuresensibilisierung und Vergewaltigungsakzeptanz für Deutsche ist es dann auch nicht wirklich eine Förderung der guten Nachbarschaft, wenn ein Spiegel-Redakteur mit Migrationshintergrund so eine – mittlerweile gelöschte, aber weithin beachtete – Aussage veröffentlicht.

tazd

Da steht in etwa das, was AfD-Anhänger den Medien unterstellen: Dass sie von Aktivisten benutzt werden, die eine eigene Agenda haben und versuchen, Deutschland zu übernehmen. Ganz offen, ganz ehrlich, so wie andere ganz offen für Buttersäure und Vergewaltiger argumentieren. Natürlich ist das ein gefundenes Fressen für die Rechte, aber so steht es nun mal im Internet.

buttersd

Es gibt Parteien und Medien, in denen solche Einstellungen verbreitet sind. Das sind, wenn ich das unbescheiden aus der Ferne sagen darf, nicht die Einstellungen, die man am Tegernsee hat, oder in anderen besseren Kreisen, die ich so kenne. Ja, ich befürchte gar, dass auch niedrigere Schichten frei reden und ihre Ablehnung von sexueller Gewalt ausdrücken wollen, ohne bei Facebook mit erfundenen sexuellen Verfehlungen an den Pranger gestellt zu werden. Zwischen dem, was auf der migrationsfreundlichen Seite als angemessene Reaktion gesehen wird, und dem, was gesellschaftlich als angemessen gilt, klafft ein Abgrund, den man am besten mit Anzeigen und Strafverfahren überbrückt, und es wundert mich gar nicht, wenn auf der anderen, enthemmten Seite dann jemand mit dem Keylogger arbeitet. Oder Artikel mit solchen Bildern garniert, wie es Spiegel Online tut.

bentof

Die Verärgerung meiner Nachbarn über den Kleinbrand ist irgendwie nachvollziehbar. Sie wird sich auch wieder legen. Es sind gute Nachbarn, ich habe sie gern und hoffe, dass sie mich auch gut leiden können, wenn ich freudig grüssend an ihnen vorbei radle. Aber ganz ehrlich: Mitarbeiter der taz, der Rosa Luxemburg Stiftung und des Spiegels würde ich, kämen sie an den Tegernsee, zuerst einmal begutachten, bevor ich mir eine Meinung bilde. Es ist bei uns nämlich so, dass sich die Hausgemeinschaft auch gegen einen Käufer aussprechen kann, wenn er nicht passt. Sollte ein Kollege also überlegen, später einmal die nördlichen Schmelztiegel des neuen, nicht mehr inzestuösen Deutschlands zu verlassen und seine Ruhe bei uns in den Bergen zu finden, wo die Gebirgsschützen seit jeher mit dem Vorderlader und Schrot bürgerwehren: Er lasse die Buttersäure besser daheim, und den anderen ihre Meinung. Sonst wird man bei uns nicht alt.

Und den Platz auf dem Bergfriedhof muss man sich auch erst leisten kön

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429 Lesermeinungen

  1. Respekt, sich die Lektüre der taz anzutun!
    Als Chronist der Ereignisse muss unser geschätzter Don Alphonso, der dafür ja wohl auch satt Schmerzensgeld bezieht, sich die Lektüre der taz antun. Was Don Alphonso für Perlen aus der bunt-grün-rot versifften Soße uns gefischt hat, macht die Speise nicht appetitlicher. Aber was war zu erwarten bei den sich zuspitzenden kakophonischen Kontroversen?

    Haithabu verging, Schleswig kam, die Parallelen zu DSchland heute bieten sich an:

    Haithabu war eine frühmittelalterliche Wikinger-Stadt am Haddebyer Noor. Etwa 200 Jahre lang ab dem 9. Jahrhundert n. Chr. lebten dort an die 2000 Menschen. Mit anschließender Christianisierung der heidnischen Wikinger verschob sich der Lebensmittelpunkt der Menschen auf die andere Seite des Haddebyer Noors nach Schleswig.

    http://n0by.blogspot.de/2016/06/haithabu-verging-schleswig-kam.html

  2. Menschenfeinde
    Don,
    es geht ja noch weiter und tiefer mit den SA-Methoden:

    Die Landeshauptstadt München schreibt aktuell eine Stelle aus zur Bekämpfung von „gruppenbezogener Menschenfeindschaft und Rechtsextremismus“.

    Meine SPD-Abgeordnete schreibt unreflektiert in der Lokalzeitung im Antifa-Sprech von menscheindlicher AfD, die demokratisch verhindert werden müsse.

    Menschenfeind.

    Den Begriff nutzt Kadyrow in Tschetschenien, um kritische Intellektuelle zu liquidieren und zuvor wohl auch zu foltern – quasi den Menschenfeind zu entmenschlichen.

    Das ist das Niveau von SPD, Grünen, Linke und Antifa ohnehin, aber nun auch den Kirchen!

    Ich empfehle Ihnen zu lesen, was German Sadulajew in 2009/2010 in der SZ als Gastbeitrag veröffentlichte: Islam in Tschetschenien verklemmt die Männer derart, dass sie triebüberflutet selbst solchen „Menschenfreunden“ wie Kadyrow folgen!!

    Von Sadulajew können wir nur lernen – er hat bereits vor Jahren geschrieben, was nun wir hier erleben.

    Wäre schön, wenn Sie ihn einmal aufgreifen können. Und er ist ja auch ein hervorragender Schriftsteller!

  3. Titel eingeben
    Ein traditionelles Mass ist immer das Mass des Königs, Fuss, Daumen, Elle, Spanne. Ein revolutionäres Medium wie die TAZ kann nicht anders, als ihre eigenen Masstäbe anwenden. Die sind wohl modern und logarithmisch. Ein Massenmaas anzuwenden wäre für die TAZ unzumutbar.

    Daher Danke und Vivat Don fürs publizieren.

  4. Titel eingeben
    Danke fuers accuse zu TAZ und fuer Stokowski und und und.

    Deutschland Reichesland der Mieter, Bundesanleihenzeichner und Aldikaeufer wird gern falsch dargestellt. Unpassende Fakten, wie geringes Vermoegen im europaeischen Vergleich wird kaum gebracht und ist schnell vergessen. Bildung, Bildung und akademische gebildete Asylanten wird gepusht. Baecker, Handwerker, Koeche gibt es nur in diesem Blog.

    • Unpassende Fakten
      „If you give rich people free money, they know how to make more money out of it“.
      Zitat von Ruchir Sharma, über die Verdoppelung der Anzahl der Milliardäre seit der Finanzkrise 2007 weltweit, bei Fareed Zakaria, CNN, 5.6.2016.
      Sharma ist der Autor von „The Rise and Fall of Nations: Forces of Change in a Post-Crisis World“, Juni 2016 und „Breakout Nations: In Pursuit of the Next Economic Miracles“, April 2012,

      Sharma hat untersucht, welchen Anteil das Gesamtvermögen der einheimischen Milliardäre im BIP der jeweiligen Länder ausmacht. Deutschland steht an dritter Stelle, nach Mexiko und Russland.
      Der Anteil der in Deutschland zu vererbenden Milliardenvermögen gehört laut seiner Recherche ebenso zu den größten der Welt.

      Beide Angaben sprechen für eine unglaublich hohe Ungleichheit in Deutschland. Merkel hat ihre Politik „Stärkung der Starken“ – das Wahlkampf-Motto 2009, vorbildlich durchgesetzt.


    • @Tamarisque: Ich bin ja immer dankbar für Fakten; lassen sich denn die „Milliardenvermögen“ etwas genauer aufschlüsseln, woraus die bestehen? Griechische Staatsschulden und sowas?

  5. Resignation
    Wissen Sie ich habe resigniert, sollen die doch den Staat umbauen.
    Sich durchwurschteln oder abhauen kann man immer noch.
    Nur eines sage ich denen, wenn es hart auf hart kommt und deren Politik ihnen brutal vor die Füsse fällt , dann fühle ich mich nicht mehr an den Eid gebunden, den ich bei der Bundeswehr abgelegt habe.
    Dann ist es nämlich nicht mehr mein Land.

    • Abhauen ist nicht so einfach!
      Wenn man ihnen irgend wo, irgend etwas unterstellt – und Sie suchen lässt – dann sind sie ganz schnell wieder „daheim“. Snowden ist ja nun ein russischer Spion…
      Der Staat hat unbegrenzte Mittel für seine eigene Sicherheit (neudeutsch: Apparat). Merke: Die BRD hätte schießen lassen…

      Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Der 14. Kriegswinter liegt hinter uns; und dennoch ist die Versorgungslage der Bevölkerung gut. Diesmal hat die Führerin alles richtig gemacht!

    • Exakt die selben Gedanken...
      …habe ich seit letztem September wiederkehrend.

      Traurig.

    • Titel eingeben
      Das habe ich meinem Abgeordneten schon anlässlich Sarrazin geschrieben. Innerlich verabschiedet man sich immer mehr von diesem Land. Traurig.

    • Titel eingeben
      Ich nehme an, Sie haben den selben Eid wie ich abgelegt. Da gibt es auch den Teil „das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“. Eine Einschränkung, dass das nur gegen bestimmte Angreifer gilt ist nicht vorhanden.

    • Innere Emigration ist scheiße, wenn sie die Grundsteuer saftig erhöhen und Negativzinsen erheben..
      …also: abhauen!
      Aber, lieber Herr Meyer: sagen Sie mir bitte, wohin…?!
      (selbst wenn ich in USA, England oder Indien deutsche Metzgereien und Bäckereien finden sollte: ich wollte ebenda nicht leben… )
      In Österreich wollen sie uns Piefkes nicht (unsere Kinder bevölkern schon ihre Universitäten in Massen)
      In der Schwyzz sind die Immobilien für Deutsche kaum zu bezahlen…

    • Abhauen
      Abhauen ist ganz einfach, ich tue es gerade. Wer zu spät geht, den bestraft die Scharia. Das größte Hindernis sind deutsche Behörden, die sich weigern, eine Abmeldebescheinigung auszustellen und natürlich die GEZ, die Beweise fordert, daß man keinen Wohnsitz in Deutschland mehr hat. Mein Tip: Abmelden, Konto kündigen, Adresse nur hinterlassen bei der Renten- und der Krankenversicherung.
      Es ist ganz leicht. Ich bin bald 70 und schaffe das.


    • Jaja, Davonlaufen, und dann tränenreich ein paar Jahre später wieder angeschlichen kommen, das kennen wir schon.
      Dann ist die Bude aber schon fest vermietet, und Sie können sich noch weiter hinten anstellen.

  6. Wo bleibt der Amtsarzt
    Ich danke mal wieder für einen wunderbaren Artikel! Wäre ich wie Herr Kretschmann veranlagt, würde ich täglich für Sie beten; so kann ich Sie nur immer wieder allen Bekannten wärmstens empfehlen und auf anderen Seiten auf diesen Blog hinweisen (nicht, dass Sie es nötig hätten, aber die, die Sie nicht lesen, haben es meist sehr nötig und wenn es nur darum geht, sich nicht allein unter Irren zu fühlen).

    Nach den Äußerungen von Herrn Schäuble kann man nur noch völligen Realitäts- oder Integritätsverlust diagnostizieren. Ich hoffe ja Ersteres, dann könnten wir ihn in einem netten Heim unterbringen.

    Die CDU scheint die Bürger ja inzwischen eh für Kinder zu halten, und die Medien spielen mit. http://www.tagesspiegel.de/berlin/potsdamer-landtag-cdu-abgeordneter-im-boateng-trikot-gauland-ist-mir-peinlich/13705668.html
    Was wohl all diese Menschen dächten, wenn sie wüssten, dass Herr Boateng weder darauf angewiesen ist, dass sie ihn gern als Nachbarn hätten, noch die meisten von ihnen gerne selbst als Nachbarn hätte. Ich sehe da einen tiefen Rasissmus in den Leuten, die sich über Herrn Gauland ereifern, da sie anscheinend tatsächlich glauben, dass ein erfolgreicher Multimillionär allein aufgrund von Nachname und Hautfarbe ein armes, auf Solidarität angewiesenes Opfer ist. Oder, dass es nett ist, ihn jetzt als prima Bundespräsidenten zu empfehlen.

    Ich habe jetzt schon von verschiedenen Seiten Vergleiche mit Stasi und SA gehört/gelesen. Leider muss man das jetzt wohl so sehen, wenn die taz so offen zu Straftaten aufrufen kann, politische Straftäter öffentlich gefördert werden und unser Problem nicht der Willen unserer Regierung ist, uns ausgerechnet von Erdogan, Bashir und der libyschen „Regierung“ abhängig zu machen, sondern eine völlig irrelevante Äußerung eines Landtagsabgeordneten.

    Hat Herr Maas eigentlich Engagement für die Aufklärung der Brandstiftung in Düsseldorf gezeigt? Wenn das Rechte gewesen wären, gäbe es jetzt fast nichts anderes. Wie kann man polizeibekannter Krimineller sein (anscheinend mehrfach auffällig) und in so einer Gemeinschaftsunterkunft belassen werden? Das hätte auch leicht mit Toten enden können. Und es war ja nicht die erste Brandstiftung in der Unterkunft. NRW lässt alle im Stich.

    Und angesichts des jüngsten Terroranschlags in Tel Aviv hoffe ich auf ähnlich großen Rechercheeifer unserer Medien wie in der Causa Gauland. Israel braucht sehr viel mehr unsere Solidarität als irgendein Fußballnationalspieler dieses Landes! Mut zur Wahrheit!

    • alle Maßstäbe verloren
      Es bestehen ganz klare fest Definitionen was gut und was böse ist, darauf zu hoffen das sich irgendetwas ändert seitens der Etablierten scheint mir vergeblich, ich sehe nur den Impuls auf Wiederstand die bestehende Richtung noch stärker zu verfolgen (und die die Kritik äußern gleich mit), Alternativen entwickeln oder nur anzudenken kommt nicht mehr vor.

    • Inzucht geschwächten Gen-Pool auffrischen
      „Sie erzählten dem Reporter, aus Unzufriedenheit über die Unterkunft das Feu-er gelegt zu haben: „Wir wollen unsere Rechte, wir wollen besser leben.“
      http://www.welt.de/regionales/nrw/article156059186/Bewohner-soll-Reporter-Brandstiftung-gestanden-haben.html

      Der famose Plan mit den 1€-Jobs cum Ortsgebundenheit in einem Meck-Pom Dorf wird die Gäste bestimmt froh und zufrieden stimmen, der Plan wird prima laufen. Aber wie geht es dann mit der Genpool-Auffrischung der degenerierten Inzucht gefährdeten Biodeutschen vonstatten, wenn auf dem platten Land weit und breit keine Frauen vorhanden sind? Und was ist, lieber Herr Finanzminister, wenn deutsche Frauen diese Männer einfach nicht goutieren? Wobei dies keineswegs ein diskriminierender Einwand ist. Denn genauso wenig akzeptieren manche muslimischen Familien eine Ungläubige für eine Ehe für ihren Sohn.

      Ich habe meinen Anteil zur Auffrischung des degenerierten deutschen Genpools getan. Hm, Moment mal! Ich zähle ja gar nicht. Ich bin doch bloß auch nur eine degenerierte Inzucht-Europäerin, und habe sogar deutsche Gene väterlicherseits. Das macht mich aber jetzt richtig traurig…

      Sorry, aber ist so etwas nicht Umkehrrassismus? Wenn das so herum so locker von einem Minister über die Lippen kommt, dann verstehe ich nicht die bisherige Zugeknöpftheit bzgl. der eigenen Vergangenheit.

    • Ja, das Integrationsbeschleunigungsgesetz wird eher eine Brandbeschleunigungsverordnung Marke „Brandursache im Haus und von den Bewohnern verursacht“ – allerdings gab es sowas auch schon mal in Aachen und in Ebersberg. Beliebtes Druckmittel.

    • Jessica, ich glaube, es würde Sie und uns alle eher verunsichern, was der BI
      ja nicht will, wenn wir wüssten, wer da so alles in diesen Massenunterkünften und auch sonst wo in Deutschland seit September 2015 untergekommen ist…

  7. Ich fasse es nicht!
    Ein Spiegelredakteur surft offiziell als Nazi durch Twitter? Falls er meint, dies wäre Satire, glaube ich es nicht, so wie er weiter nachlegt. Gibt es Reaktionen vom Blatt?

  8. Titel eingeben
    Wie hieß es doch im „Lied der Partei“? Denn wer kämpft für das Recht der hat immer recht.

  9. BURN BABY BURN
    so froh bin ich doch um die aussagen des noch heute-finanzministers und kandidaten (nicht für die präsidentschaft, nein !!) für den nobelpreis in medizin für seine forschungen auf dem gebiet der klassischen genetik.

    zeigt sich uns unwissenden doch, wie falsch es war, den nero-trieb zur brandstiftung an scheiterhäufen, turnhallen, umgenutzten lagerhallen oder revitalisierten althotels gegen ende des mittelalters durch aufklärerische schwärmereien in einem langen und schwierigen kulturellen reinigungsprozess auszumerzen.

    bedauernwerte rückfälle zur verbrennung von büchern, untermenschen nach neuer rassenlehre, ganzen städten durch flächenbombardements oder gar völkern durch napalm mussten scheinbar gerademalnoch in kauf genommen werden.

    nun aber vermissen wohl ausgesuchte wissenschaftler oder medien diese produktiven nero-gene und ihren beitrag zur kreativen zerstörung althergebrachter kulturen, scheinbar hat auch in Hamburg oder Berlin der drang, mal kurz einen Benz anzufackeln stark nachgelassen und so ist gen-auffrischung durch männer und frauen der tat notwendig, die diese verweichlichten sozialisierungsprozesse noch nicht durchlaufen haben.

    also sollten wir doch froh sein und uns gewöhnen an neue kulturelle vielfalt und aktionen mit signalwirkung, denn es ist wohl besser, eine flüchtlingsunterkunft medienwirksam abzufackeln, als kirchen abzubrennnen mitsamt ihren besuchern in Nigeria. das leuchtet selbst der Deutschen Bischofskonferenz und kardinal Woelki ein.

  10. Schock - aber keine Starre
    Vielen Dank – der Alltagsalptraum im „Neuen Deutschland“ geht weiter. Die beschriebenen Beispiele sind m.E. Offizialdelikte: Aufruf zur Gewalt, (antideutscher) Rassismus, Volksverhetzung. Ist die Justiz auch schon voll auf Antifa gepolt und mit Parteien und Medien gleichgeschaltet?

    Kapiert die/der deutsche WaehlerIn nicht mehr, wie er/sie verschaukelt wird, welche Zukunftsszenarien auf uns zukommen – oder hat er/sie aufgegeben? Wie konnte die STASI-Kultur das vereinte Deutschland uebernehmen?

    Ist die deutsche Mehrheit auf dem dumpfen Stand der Kaelber, die ihre Schlaechter selber waehlen, oder wirkt ‚Brot und Spiele‘ der medialen und sozialen Volksverdummung?

    „Good by Lenin“ ist ein lustiger Film – ich erlebe aber die BRD-Variante, rueckgekehrt nach langem Auslandsaufenthalt – und es ist kein Film.

  11. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns
    Solange Schäuble uns glauben machen will, ohne Migranten drohe uns die Inzucht… ausgerechnet der Inzucht mit Migranten begegnen, die oft genug nur innert der eigenen Familie heiraten, solange couragierten Leuten, die einen wütigen Iraker festbinden, der Parteiausschluss droht, sollten sie sich nicht entschuldigen, solange uns weisgemacht wird, dieser ganze Unsinn wäre die helle Freude und eine Bereicherung, so lange werden wir den Ergüssen der Welcome-Fraktion ausgesetzt sein. Solange der unerträgliche Unsinn der Gendertröten mit all seinen Auswüchsen auch noch staatlich gefördert wird, so lange wird sich nichts ändern.

    Das Land wird sich ändern, die Leute weniger. Sie verstehen nicht, warum Fremde immer mehr Rechte eingeräumt bekommen, als man selbst hat, Burkiniverbote in Bädern gekippt werden, zum Ramadan alle möglichen Verrenkungen gemacht werden, um ja auch den letzten Muslim zufrieden zu stellen, der dann trotzdem seine Unterkunft anzündet, uns eingeredet wird, das seien alles liebe Menschen, die nicht krimineller als wir selbst seien, so lange sich die Realität immer mehr von der Vorstellung der vielen Gutmenschen entfernt und diese davon nicht eingeholt werden, solange werden die sich nicht ändern, aber so lange geht die Veränderung mit diesem Land.

    Und dann werden wir uns fragen, wie konnte es nur so weit kommen…

    • Es ist weit, weit nach zwölf
      Nun erwägen „interessierte Kreise“ auch noch die Gründung einer muslimischen Partei. Dies wird aber sehr bedrohlich.

  12. Inzestuöses Deutschland
    Das „uns“ in „Die Abschottung ist doch das, was *uns* kaputt machen würde, was *uns* in Inzucht degenerieren ließe“, bezog sich laut Meldung auf Europa: Schäuble zu Flüchtlingskrise „Abschottung würde Europa in Inzucht degenerieren lassen“

  13. Bereichernde junge Männer ...
    „Damit sind bei einem Gesamtvergleich die Gruppen, die üblicherweise stärker kriminalitätsbelastet erscheinen, bei Zuwanderern überrepräsentiert.“
    .
    Wann gibts noch was zu Clandestini?

  14. Kollektiver Suizid ?
    Wie immer danke für den unterhaltsamen und gelungenen Text!
    Inzwischen muss die AfD eigentlich gar keine Äußerungen mehr tätigen, da der selbstzertörungstrieb der anderen Parteien so ausgeprägt ist, dass man die eigenen Wähler offenbar dringend loswerden will, zB indem man Ihnen europäischen Inzest vorwirft, falls Sie ihr Blut nicht mit arabisch /afrikanischem mischen wollen.

    Die Bayern überlegen sich mittlerweile, ob sie nicht besser in einer KuK Monarchie unter der Führung von Sebastian Kurz und Victor Orban aufgehoben sind.
    Per Volksabstimmung Abspaltung!?

    Die „Deutschland verrecke“ Fraktion der CDU/Grünen in Berlin scheinen ja ernsthaft nicht nur Deutschland, sondern jetzt auch die Deutschen abschaffen zu wollen.

    Erdogan kann es nur freuen, Verhütung bei den türkischen Landsleuten wird verboten. Die Islamisierung Europas Dank Unterstützung auch der Linken geht schneller als erhofft.
    Und die verzweifelten verbliebenen Bio-deutschen überlegen sich, wohin sie auswandern könnten….

    • Wie klein...
      …muss unser Selbstbewusstsein sein, dass wir uns derart aggressiv fürchten. Wie arm muss unser Leben sein, wenn wir uns so gegen das Unbekannte wehren. Armes Deutschland, in der Tat.

    • Laut UN-Konvention
      ist der Tatbestand des Völkermords erfüllt, wenn etwa:

      b) Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe -> Der Genderismus ist auf dem besten Wege

      c) vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen -> Das erleben wir derzeit, gerade aktuell, wenn Kinder mit zwei deutschen Eltern als minderwertig, unerwünscht genetisch inferior abgestempelt werden.

      d) Verhängung von Maßnahmen, die auf die Geburtenverhinderung innerhalb der Gruppe gerichtet sind -> Nun, „verhängt“ wurde der Feminismus, der sich vornehmlich mit der Beseitigung des heterosexuellen weißen Mannes beschäftigt, zwar nicht, aber politisch gefördert wurde und wird er.

    • Ach, Diadem
      vielleicht wehren wir uns ja nicht gegen ‚das Unbekannte‘. Viele von uns wehren sich gegen Bekanntes, allzu Bekanntes.

      Währen Sie sich nicht gegen Ihnen unangenehmes Bekanntes?

    • @Diedem
      Nein. Das ist unlogisch.

      Vielleicht so:
      Wie arm muss das eigene Leben sein, wenn man es in Hoffnung auf ein künftiges hinschenkt?
      Wie unwissend muss man sein, um das Bekannte für unbekannt zu halten?
      Wie charakterlos, dass einem nichts mehr fremd ist? Wie enthemmt, dass sich kein Maß mehr findet. Wie kleinmütig ist, wer sich nicht mehr wehrt.
      Armselig, in der Tat.

      Mag sein, dass ich schlechte Laune habe. Aber Ihre Sprüche kotzen mich heute einfach nur an. Es ist dreist und selbstisch, über Anderer Leben ungefragt zu verfügen.

  15. Gedankenspiel
    „….Massimo Perinelli, ein Mitarbeiter der mit einem zweistelligen Millionenbetrag staatlich geförderten Stiftung, weist die Hauptschuld an den Übergriffen den Umständen zu, in denen die Migranten leben müssten, und weder eine Frau mit nach Hause nehmen, noch ihr ein Bier ausgeben könnten…..“
    .
    Ja, das ist traurig. Was soll solch ein lendenmäßig kraftstrotzender Kerl aus dem Atlas auch mit einem Teddybären anfangen den ihm die Abiturientin aus Greawold z´Minga am Bahnhof zugeworfen hatte?
    Ich schlage daher bei größeren Aufnahmeeinrichtungen die Einrichtung einer Art „Frontpuff“ vor (bei Bedarf mit Ziegengatter. Bei früheren Zugreisen sah ich zwischen Günzburg und Neu-Ulm, dass sich sogar Kamele bei uns halten lassen). Kleinere Einrichtungen könnten mobil versorgt werden, durch größere Wohnmobile, also Mobifrontpüffle. („Déjà, ähnen fählt där nötige Ärnst in däser Angelägenheit“)
    .
    Im Gegensatz zur japanischen Armee, die ihre Trostfrauen aus den besetzten Gebieten verpflichteten, plädiere ich aber für die weibliche Ausstattung aus dem maghrebinischen und vorderasiatischen Genpool.
    Natürlich könnten Ersuchen von Damen aus der hiesigen Urbevölkerung nicht kategorisch zurückgewiesen werden, womit wir ja immerhin auch den Befürchtungen des Mittelbadeners etwas den Wind aus den Segeln nehmen könnten.
    .
    Den Horizont erweiternde Literatur dazu unter: http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-30300037.html (30.03.2004)

    • Titel eingeben
      „Interessante“ Ideen zur Ausweitung des Bordells von Europa ;(

      Die macPomm-Abteilung der AfD hat sich ja mittlerweile von ihrer Landtagswahlkandidatin Petra Federau getrennt, die 2008 einen Escort Service mit regen Geschäftskontakten zu den Emiraten unterhielt – blonde Frauen in die Wüste geschickt – als Inzuchtauffrischung für MacPomm gedacht?

      Nordeuropäischer rassistischer Sexualneid war schon immer ein Hintergrund von Xenophobie.

    • Danke für den Hinweis!
      Dem Neo-Genetiker S. nach zu urteilen werden es im nächsten großen Krieg die Türkinnen sein, die das Ruder herumwerfen könnten.

  16. Sowas kann schon mal passieren
    Doch, doch man muss wohl daran gewöhnen, dass in diesen, bald nicht mehr unserem deutschen Land, alles möglich ist, erlaubt, geduldet und gewünscht.

    Wie auch der Spruch eines türkischen Migrationsbürgers, der auf den Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern angespruchen wurde.

    „Sowas kann schon mal passieren – es war halt Krieg“.

    Lieber Don,
    Danke und weiter zu Wahrheit.

    • Nun ja, sehen Sie, so kann man halt auch damit umgehen.
      Andererseits, eine „ehrenamtliche Helferin“ der Dazugekommen, von ihrem Gatten alimentiert, bestätigte mir, dass man ja „helfen“ muss, um unsere Erbschuld abzutragen. Auch das von manchen gezeigte seltsame, gar ungehörige Verhalten konnte sie nur darauf zurück führen, dass die Jungs halt noch nicht so oft gereist wären und deshalb ab und an ein wenig über die Stränge schlügen.
      Ich bin neugierig, wie die Ramadan-Tage weiter gehen – den Jungs schwillt der Kamm, es ist schwül und die dürfen, während die Sonne scheint, ja nicht mal was trinken. http://inselpresse.blogspot.de/2016/06/the-telegraph-der-franzosischen-riviera.html

      In der Stadt und in den Cafes trifft man sie momentan nur sehr vereinzelt – sie machen wohl die Nacht zum Tage. Das wird danach wieder eine heftige Umgewöhnung für uns werden.

    • Schuld und Einzelfälle
      Meinetwegen. Meinetwegen immer alles Einzelfälle, tausende Einzelfälle auf der Domplatt‘ zu Kölle, Einzelfälle von Ladendiebstahl und Vergewaltigung, auch http://www.politikversagen.net/kompakt zeigt nur Einzelfälle auf.
      Auch die Täter in Ausschwitz waren in diesem Sinne Einzeltäter, und wurden teilweise sogar einzeln verurteilt.

      Dieser Ansatz widerstrebt mir allerdings komplett, er macht mich krank.
      Genauso wenig wie jemand, der vor den Konsequenzen der geschenkten Million Angst hat, ein Nazi ist – weil das eine totale Verharmlosung wäre – wäre es eine slippery slope gut 90000 potentielle Straftaten durch Geschenkte (die Zahlen sind aus dem Polizeibericht) als ‚alles Einzelfälle‘ zu bezeichnen.
      Dann müssten wir jede Art von Statistik, jede Häufung, Verkehrsunfälle, verschiedene Risiken bei Versicherungen, Rückstufungen im Schadenfreiheitsrabatt der Autoversicherer, u.s.w. aus ‚Fairnessgründen‘ abschaffen. Weil auch derjenige, der in den letzten 5 Jahren 3 Unfälle provoziert hat, mit Fug und Recht verlangen kann, dass es sich um drei Einzelfälle handelte. Und es lediglich Stereotypen bedienen würde, dass er weniger sicher fährt als andere, weshalb es Diskriminierung wäre, ihm eine höhere Prämie abzuverlangen.

      Wie gesagt: Deutschland auf dem Weg zum grenzenlosen Irrenhaus

  17. taz muss nicht sein
    Wie geht es der taz eigentlich wirtschaftlich? Ich erinnere mich, dass es vor ein paar Jahren immer diese rituellen Spenden- und Abo-Aktionen gab, die das überleben sichern sollten, nebst theatralischen Mätzchen wie leere Titelseite oder eine Ausgabe ohne Überschriften.

    Krieg ich das jetzt einfach nicht mehr mit (lese weniger deutsche Medien als früher) oder haben die eine Lösung gefunden, wie Sugar-Daddy oder Staatsknete / „Projektförderung“?

  18. Nachdenklich
    Werter Don, ein weiterer informativer und nachdenklicher Artikel zu den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Zeit. Langsam fragt man sich, wann sich die extremen Lager a la Weimarer Republik auf dem Odeonsplatz kloppen und damit meine ich nicht die bisherigen lästigen Montagsdemos der Mügida. Unschöne Zeiten, wahrlich.

  19. Titel
    Vielen Dank, mal wieder sehr pointiert der Linken die Wahrheit übergeschüttet und den ihr den „Spiegel“ vorgehalten.
    Die Morddrohung am Ende finde ich aber (auch als Stilmittel) sehr unpassend und vom Niveau dann eben doch auf Hasnain Kazim-TAZ Kommentar Level. Da machen Sie sich unnötig angreifbar, wenn Sie zuvor die als Satire getarnten Drohungen wörtlich nehmen.

  20. H. Kazim
    Dass der Kazim solche Sprüche loslässt, wundert mich nicht – er wohnt ja jetzt in Wien. :)

  21. Feminismus der Einwanderungsgesellschaft/ Unterwerfung 4.0
    Den haben wir doch schon … immer mehr Frauen mit Kopftüchern und langen Mänteln, und alle mit Kinderwagen und dicken Bäuchen.
    Ich brauch den Spruch von Herrn Kasim nicht , ein Spaziergang durch die Fußgängerzone in Bochum reicht. Und in Gelsenkirchen ist es noch schlimmer .
    Die Schreiberinnen der Leitmedien überschlagen sich in der Verherrlichung , nur kopftuchumhüllt könne sich Frau wirklich frei fühlen und vor der schrecklichen Spezies der Männer geschützt sein , dazu der Ratschlag , sich immer eine Armlänge fern zu halten.

    Ist schon irre , wie sich dieser aktuelle Feminismus verbal gegen Männer an sich aufplustert und sich gleichzeitig mit masochistischer Lust dem aus wahrhaft frauenfeindlichen Gesellschaften eingewanderten Mann unterwirft!

    Woher kommt das ?

    Trägt die persönlich gelebte Emanzipation nicht durchs Leben oder war es im persönlichen Umfeld nicht so frei und gleichberechtigt , gab es einen bösen Papa/ Onkel / Lehrer / erster Liebhaber etc. und Mama hat nicht geholfen oder persönliche Gewalterfahrungen, die immer wieder neu erlebt werden müssen oder scheitert man/ frau allgemein an der hier üblichen Freiheit und ist froh , sich jetzt endlich komplett unterwerfen zu können.
    Und auch gleich noch so schön folkloristisch , so mit Religion , aber da natürlich nur Islam.
    Oh Gott , wo kommen wir denn dahin, wenn man Katholizismus gut finden würde , protestantisch geht grad noch…. Merkel , Käßmann , Göring -Eckardt.

    Gewalt von links war immer schon gerechtfertigter, schicker , cooler, das zeigt die gesamte BRD Geschichte .

    Hier in Bochum gibt es einen SPD Stadtverordneten, dem ist unlängst der komplette Garten mit Chemie zerstört worden , weil er im feineren südlichen Stadtteil pro Migration ist ….die WAZ berichtete empört über Tage .
    Warum Herr Maas jetzt nicht bei der TAZ wegen Hetze einschreitet oder der Presserat , oder andere Journalisten aufschreien, wie Herr Diez und Konsorten ? Sie haben doch sonst die Moral für sich gepachtet.

    Auf dem linken Auge ist man halt blinder, das gehört zur verordneten Staatsräson , sonst haben wir keine.

    Alles in allem brandgefährlich wie D-Dorf zeigt.
    Die armen Migranten protestieren nur , da kann man schon mal eine ganze Halle abfackeln….. so was muss man ernsthaft als Kommentar von “ Zeitgenossen “ lesen.

    Ich freue mich schon auf die weitere Zuwanderung aus der Subsahara und dann schauen wir mal mit welchem verquasten Gequatsche der Rassismus der eingewanderten Araber gegenüber schwarzen Menschen insbesondere schwarzen Frauen verharmlost wird ; nur damit es passt , zu Merkel-Deutschland.

    • wahnsinn
      ich geh davon aus, sie gehören zur schreibenden zunft. endlich mal jemand, der sich genauso aufregt über die weichgequatschte EMANZIPATIONS-debatte. und die dauerbelästigung religion, der ich zwangsweise immer mehr ausgesetzt bin. vielleicht mögen sich die mädels einfach gern verhüllen lassen heutzutage. derweil dreht die jugend bei reichsbürgern, nazis, salafisten und co. durch. wie schön waren die zeiten mit jesuskindern, hare krishnas und sanyasins. durchgeknallt, nervig – aber eben nicht explosiv.

      lust auf dialog? ruhrreisen@gmx.de

  22. Es gibt zu wenig Sahras in Der Linken.
    Zunächst einmal, das Lied von Kreisler ist ja wie Faust aufs Auge. Dann der Auftritt von Christiane Hoffmann (Spiegel) bei Phoenix http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/1110979 und deren Erdogan-Verständnis. Dann Schäuble. Dann die Brandstiftung unzufriedener Asylbewerber und und und

    Und dazu dann das Schweigen im Walde aus Berlin.

    Die Lage gerät wegen falsch verstandener Toleranz und politischer Inkompetenz immer mehr außer Kontrolle. Das ist nicht nur gefährlich für die politischen Parteien mit Ausnahme der AfD, selbst die Umfragewerte der CSU sind im Sinkflug, sondern das ist für die Gesellschaft insgesamt tödlich.

    Das ist insbesondere mit Blick auf die in Deutschland lebenden Ausländer und Deutschen mit Migrationshintergrund eine ganz gefährliche Situation, die sich immer weiter zuspitzt. Von den asylberechtigten Flüchtlingen mal ganz zu schweigen, deren Akzeptanz immer mehr gegen Null tendiert. Über Integration muß unter diesen Umständen nicht mehr wirklich gesprochen werden. Die Chancen zur Integration in eine Bevölkerung, die zunehmend mit Ablehnung reagiert, sind, realistisch betrachtet, nicht wirklich gegeben.

    Bevor nun der endgültige Rechtsruck stattfindet, der dann auch kaum noch zu revidieren sein dürfte, muß jetzt gehandelt werden. Nur, ich sehe nicht, daß von den etablierten Parteien entsprechendes Handeln, schnelle Bearbeitung der Asylanträge, umgehende Abschiebung von Nichtberechtigten, Untergetauchten und Straftätern zu erwarten ist. Und wenn ich daran denke, daß Sahra Wagenknecht mit Kuchen belohnt wurde, dann ist auch von Der Linken nichts mehr zu erwarten.

    Mit Erschrecken muß ich feststellen, daß auch ich nun politisch heimatlos geworden bin, denn die AfD kommt für mich nicht wirklich in Betracht, vorher soll mir die Hand abfallen, bevor diese dort ein Kreuz macht. Aber was nun? Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich wirklich ratlos, was meine zukünftigen Wahlentscheidungen betrifft.

    Was die taz usw. betrifft, so ist es bei der FAZ ja auch nicht viel besser, zumindest was den Umgang mit Leserkommentaren betrifft. Zuerst hatte ich ja noch gedacht, die (Zensur) Moderation der Leserkommentare hinge mit internen Meinungsvorgaben zusammen, dann dachte ich, es läge an den Autoren, die keine Kritik vertrügen, jetzt denke ich, es herrscht bei der Moderation die reine Willkür. Um mich darüber nicht ständig ärgern zu müssen, habe ich das Kommentieren dort aufgegeben. nachdem selbst Hinweise auf die DA Blogs sang und klanglos gelöscht wurden. Ja, die Medien haben den Anspruch darauf, vierte Säule der Demokratie zu sein, in meinen Augen gründlich verspielt. Von dort ist auch keine Hilfe zu erwarten, anhand realistischer Zustandsbeschreibungen die Politik zur Räson zu bringen.

    Was nun? Abwarten und zusehen, wie dieses Land vor die Hunde geht, wie Kultur und Werte endgültig vernichtet werden, oder doch den Aufstand proben?

    Habe ich das wirklich geschrieben? Ich kann es kaum glauben.

    • Aufstand proben?
      @Otto Meier
      ..haben Sie den Plan von Frau Merkel etwa nicht verstanden?
      Immerhin bleiben Sie brav und wollen nicht „Protest wählen“.

      Da die AfD bislang die einzige Partei ist, die fordert, das geltende Recht durchzusetzen und die nationalen Grenzen gegen eine unkontrollierte Masseneinwanderung zu schützen, wird Ihnen (wie all den anderen politisch heimatlosen) wohl nichts anderes übrig bleiben, als Ihr Kreuzchen dort zu machen. Die CSU bleibe als Option ja nur, wenn sie einen eigenen Wahlkampf ohne Merkel machen.

      Alle anderen Parteien WOLLEN die Umgestaltung Deutschlands „a la Schäuble/ Merke“.
      Daher lässt man in 2016 bereits 80 Prozent Migranten ohne Ausweise ins Land, die man niemals mehr abschieben kann, da sie von ihren Heimatländern nicht mehr genommen werden.

      Die Abschiebung hunderttausender abgelehnter Asylbewerber ist vollkommen unrealistisch.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/ralf-jaeger-fordert-abschiebevereinbarung-mit-marokko-14277462.html#/elections

    • Ich teile Ihre Gedankengänge
      Ja, auch ich hätte noch vor einem Jahr nie gedacht, dass solche Gedanken Auswanderung/Aufstand/Wahlalternative zu meiner Zukunft gehören. Eurodesaster, Energiewende – das lässt sich wieder einrenken, das Geschehen seit 4.9.15 wohl leider nicht.
      Ich will noch etwas Energie in Hoffnung stecken, aber parallel arbeite ich schon an Auswanderungsoptionen. Mein Sohn ist in der 2. Klasse. 22 Kinder, darunter 2 Inklusion (schwere Lernbehinderung, „zieldifferente Beschulung“) und 4 Flüchtlingskinder ohne Deutschkenntnisse. Das ist kompletter Irrsinn, ich erinnere mich noch an Sprüche über die Priorität der Bildung.

      In letzter Zeit wälze ich das Szenario einer Unterwanderung der AFD im Kopf herum – wenn da 10000 gute Leute einträten, könnten die was bewirken? Und wer ist mutig und standhaft genug, die Antifaangriffe zu ertragen?

      Jedem Lösungsansatz gegenüber aufgeschlossen – ich bliebe lieber hier.

    • Bei der AfD sind so viele Knallköpfe, da kommt man, fürchte ich, nicht dagegen an. Wenn ich die Kommentare als Massstab nehme, oder zwei Frauen, denen ich folge – puh. Das muss jemand machen, der will.

    • >>vorher soll mir die Hand abfallen
      @O. Meyer
      Ihre Hand wird Ihnen wohl früher abfallen als Sie es mögen.

    • Meine einzige Protestwahl bis Heute waren die Grünen, Desperado,
      das habe ich bitter bereut. Die AfD zu wählen, das hätte aber weniger mit Protest, denn mit Demenz zu tun.

      Die CSU? Horst hat sich doch gerade erst wieder mit Angela versöhnt, die CSU fällt da wohl aus.

      Und der Rest? Woran die leiden oder was die nehmen, ich weiß es nicht.

    • Unterwanderung der AfD, Jessica?
      Ist das der Versuch der AfD, neue Mitglieder zu werben? Gescheitert.

      Was die Inklusion betrifft, bin ich mit vielen Lehrkräften der Förderschulen einer Meinung, das ist ab einem bestimmten Punkt völliger Unsinn, hilft weder den Behinderten, noch denen, die sich selbst für normal halten.

      Mit den Deutschkenntnissen sieht es dagegen anders aus, gerade Kinder lernen sehr schnell. Dazu sollten sie aber auch außerhalb des Unterrichtes zusätzlich in Deutsch unterrichtet werden.

      Angesichts mancher Kommentare hier und der aktuellen Entwicklung im Lande sowie meiner altersbedingten baldigen zeitlichen und örtlichen Unabhängigkeit spiele auch ich immer häufiger mit dem Gedanken der Auswanderung. Ich weiß nur nicht so recht wohin. Mediterranes Klima und eine abwechslungsreiche Vegetation, Salzwasser und einsame Strände bevorzugt. Gibts das noch? Habe mich noch nicht wirklich gekümmert.

    • wie sollte mir die Hand abfallen, nurmalso,
      wenn meinerseits ein Kreuzchen für die AfD ebenso abwegig ist, wie Gabriel als Bundeskanzler.

    • Jetzt habe ich Stoff für Albträume
      Lieber Otto Meier,
      Gabriel als Bundespräsident – das ist jetzt eine echte Horrorvision. Kretschmann würde mich schon um den Verstand bringen, fürchte ich – und das, obwohl die Grünen auch meine einzige, ebenfalls bitter bereute Protestwahl waren.

      Südamerika hat landschaftlich viel für sich, mediterran fällt mir nicht wirklich was ein. Australien ist schön, aber so weit weg. Ich würde halt so viel vermissen und die grässliche Reise sicher nicht allzu häufig machen.

      Inklusion: im speziellen Fall ist es geradezu ein Verbrechen an den Kindern, die 2 kriegen halt Zahlen zum nachmalen und einen Lerncomputer mit Touchscreen. Ansonsten ist halt wenig Zeit. Der Vater eines der 4 Kinder ohne Deutschkenntnisse war beim Elternabend sehr nett und bemüht, das Beste für sein Kind rauszuholen. Er hatte nicht den Eindruck, dass da von der Schule genug kam. Ich auch nicht. Die 16 anderen Kinder werden auch nicht gerade gefördert (oder gefordert). Die Schule kann nichts dafür, die kriegen keine Mittel, keine zusätzlichen Kräfte, nur eine zusätzliche Aufgabe nach der anderen.

      Die Mitgliederwerbung war ein Scherz, oder?

    • Ich wäre ja immer noch für Volker Beck oder Anetta Kahane.

      Nachdem Walter Leisler Kiep ja nicht mehr lebt,

    • OM @ 9. Juni 2016 um 19:13 Uhr
      Mediterranes Klima etc.? NZ, North Island (Northland). Der momentanen Statistik zufolge nehmen sie hier momentan gefuehlt fast jeden.

      Was Arbeits- und Wohnungsmarkt angeht lohnt es sich wie immer, genau vorab zu recherchieren.

    • Bundeskanzler, nicht Bundespräsident, Jessica.
      Als Bundeskanzlerin favorisiere ich immer noch Sahra Wagenknecht, als Bundespräsident/in Gesine Schwan oder Norbert Lammert, bin eben ein Träumer.

      Die Schulen können immer etwas dafür. Aber bevor ich hier etwas über Lehrer schreibe, lasse ich es besser dabei. Ausnahme Inklusion, denn es ist absurd, ungeschulte Lehrer damit zu betrauen und zu überfordern, nicht nur hinsichtlich des zeitlichen Mehraufwandes zu Lasten der übrigen Schüler/innen.

      Nein, das war kein Scherz. Wer die Unterwanderung der AfD für möglich hält, der vergißt, daß das selbst in anderen Parteien, Ausnahme SPD und Seeheimer Kreis, nicht möglich ist. Denn wer die Parteilinie nicht teilt, hat in der Regel keine Chance, für Veränderungen notwendige Positionen zu bekleiden. Daher der Gedanke an Mitgliederwerbung als geschickte Möglichkeit, der AfD ein weniger extremes Deckmäntelchen zu verschaffen. Daß Sie diesen Gedanken hatten, kann und will ich selbstverständlich nicht ernsthaft behaupten. Mir kam beim Lesen halt der Gedanke.

    • Danke für den Hinweis, Kiwi.
      Aber an Arbeiten dachte ich dabei eher weniger, denn an ein Altersdomizil. Neuseeland bietet zwar ziemlich genau das, was ich mir so vorstelle, aber als Privatier wohl nur maximal für neun Monate. Da es aber noch ca. zwei Jahre Zeit hat, werd ich wohl noch etwas finden. Muß auch nicht so weit weg sein, denn wie Jessica schon anführte, möchte auch ich nicht alle Brücken hinter mir abbrechen.

      Aber als Reiseziel für einen Urlaub werde ich mal ernsthaft darüber nachdenken.

    • @Otto Meier
      „Habe ich das wirklich geschrieben? Ich kann es kaum glauben.“
      Noch weniger werden Sie mir wahrscheinlich glauben, wie oft man ihre Wahrnehmung der Dinge unter AfD-Sympathisanten antrifft.

      Nur mit dem offenkundigen Unterschied, dass an der Stelle wo Sie über Aufstand und andere über Flucht anfangen nachzudenken (wie bspw. DA), wollen entsprechende Sympathisanten und wahrscheinlich auch AfD-Mitglieder (weiß ich nicht) es vorher wenigstens auf friedlichem Wege politisch versucht haben wollen.

      Und nein, das ist keine Wahlwerbung, sondern ein Hinweis darauf, dass politischer Widerstand wenigstens als (FRIEDLICHE!) Handlungsoption existiert. AfD-Kreuze sind dafür nicht erforderlich. Nur kann man das derzeit als am erfolgsversprechendsten hinsichtlich der Zielstellung betrachten, dieses Land wenigstens nicht im Hochgeschwindigkeitstempo vor die Wand fahren zu lassen. Das Widerstandsmittel ist letztendlich Präferenzsache.
      Allerdings möchte ich Sie darum bitten, mir bescheid zu geben, falls Sie Ihrer Ratlosigkeit entkommen sind und eine bessere Alternative gefunden haben als AfD, Auswanderung oder Aufstand.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ein ehemaliger CDU und FDP Wähler.

    • Was wählen?
      Ich finde die von Lucke neu gegründete ALFA interessant. Sie hat sich, ohne dass man viel von ihr hört, bundesweit aufgestellt. Auf ihrer Internetsite kann man sich über Parteiprogramm und Nachrichten, auch aus Brüssel, informieren. (Einfach ALFA googlen).
      Ich finde die Entwicklungen auch zunehmend befremdend und fühle mich hilflos, denn was kann man tun ausser Leserbriefe schreiben?

    • Lieber Gast ;-)
      Wenn ich bei der AfD zwischen den Zeilen lese und wenn ich noch nicht völlig verblödet bin, dann verstehe ich sehr genau, was diesem Land blüht, sollte die AfD tatsächlich in Regierungsverantwortung kommen. Auszuschließen ist das ja mittlerweile nicht mehr.

      Wissen Sie, ich habe schon bei Sarrazin nicht verstanden, warum ausgerechnet die, die Sarrazin am liebsten von jeglicher Population ausschließen würde, ihm am lautesten zujubelten und immer noch zujubeln, seine Pamphlete kaufen. Und ganz genauso geht es mir mit der AfD und deren Anhängern.

      Was Alfa betrifft, so bin ich nicht der Meinung, daß es der Mehrheitsgesellschaft mit der neuen Lucke-Partei besser ginge, als mit den etablierten Parteien. Insbesondere bin ich gegen die Vorstellungen zu EU und Euro, Nationalstaaten gehören abgeschafft. Desweiteren bin ich gegen TTIP in Verbindung mit einer wie auch immer gearteten Paralleljustiz. Und wenn ich lese, alle Einkommensarten sollen gleich besteuert werden und im selben Absatz auf Tarifstufen treffe, dann habe ich schon keine Lust mehr, weiter zu lesen. Vernunft, Maß und Mitte sehen für mich eben anders aus. Daß es für mich sowieso keine passende Partei gibt, habe ich schon vor Jahrzehnten begriffen und das erwarte ich auch nicht. Aber warum sollte ich Alfa wählen, wenn sich durch diese Partei letztlich auch nichts ändern wird, was auch nur ansatzweise in die Richtung zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen würde, auf die ich nunmal besonderen Wert lege.

      Dennoch, als Protestwahl wäre Alfa jedenfalls immer noch besser als die AfD, da stimme ich Ihnen zu.

    • @ Otto Maier II
      Entschuldigen Sie, ich hatte vergessen einen Nickname in meinem Beitrag von Gestern zu nennen.

      Innerhalb der eher unbekannten Kleinstparteien finden Sie vielleicht eine Ihren Präferenzen entsprechende Oppositionspartei. Als Alternative existiert übrigens auch die Option, sich selbst zur Wahl zu stellen, sollte sich unter den Unbekannten Nichts für Sie finden. Das ist exakt das was bspw. die AfD 2013 begründet hat – Nullopposition zur „alternativlosen europ. Rettungspolitik“tm über die gesamte deutsche Parteienlandschaft hinweg – von etabliert bis vollkommen unbekannt. Das aber nur als aktuellstes Beispiel dafür, dass diese Option durchaus erfolg haben kann.

      Ich halte übrigens aus diversen Gründen* sehr viel mehr von der AfD als von Alfa und lehne darüber hinaus Ihre Methode des „zwischen den Zeilen lesens“ sowie sinnentleerte Phrasen der Kategorie „soziale Gerechtigkeit“ ab.
      Mit genügend Kreativität kann man sich alles was man will herbeiphantasieren, wobei stets das eigene Vorurteil maßgeblich dafür ist, was man „zwischen den Zeilen“ liest.
      Und die Ihnen wertvoll erscheinende „soziale Gerechtigkeit“ halte ich für eine sinnentleerte Phrase, die niemand genau definieren kann, denn weder existiert ein konkretes Ziel noch irgendein quantifizierbares Kriterium, wann dieses undefinierbare Ziel erreicht wurde. Soziale Gerechtigkeit gleicht einem Hund der seinem eigenem Schwanz hinterherjagt – er wird ihn niemals erreichen, hat aber sichtlich Freude daran ihm hinterher zu jagen (ob er sich dafür auch selbst auf die Schulter klopft, wie es „soziale Gerechtigkeits“-Anhänger tun, bezweifle ich aber).

      Aber das ist nur meine subjektive Sicht der Dinge, die meinen Parteipräferenz bestimmt. Der Punkt bleibt derselbe, friedlicher Widerstand gegen den gegenwärtigen Irrsinn ist vielleicht möglich. Jeder wie er will und kann.

      *einen dieser diversen Gründe können sie auch aktuell praktisch sehen: https://www.youtube.com/watch?v=4DQ61G9ir0Q
      Einfach aber wirkungsvoll.

    • Naja, Berthold Kohler und Michael Hanfeld...
      …nennen das Kind ja schon noch beim Namen, dazu noch zwei, drei andere Männer und ebenso Regina Mönch und Heike Göbel. Niemand unterschätze auch die Leserbriefseite, was wäre die FAZ ohne ihre externen klugen Köpfe (über die schwachen kann man ja herzlich lachen).
      Die mainstreamtauglichen Artikel derer, die üblicherweise im Nachbarblatt FAS veröffentlichen dürfen, nehme ich meistens gleich zum Einwickeln meiner Küchenabfälle. Dann suppt´s und stinkt´s im Mülleimer nicht so, und ich muß nicht so oft leeren.

    • EraserFS
      Ja, so ist die AfD entstanden, so sind alle Parteien entstanden. Nur, was ist aus ihnen geworden?! Nach eigenem politischen Engagement bin ich allerdings gründlich desillusioniert, was Parteien und parlamentarische Demokratie betrifft. Es funktioniert einfach nicht, es mangelt an Direkter Demokratie, an plebiszitären Elementen, am imperativen Mandat. Denn nur so können Parteien und Politiker dazu bewegt werden, Politik im Sinne von Mehrheiten zu machen, statt dies immer nur zu behaupten und fadenscheinig zu begründen. Es macht auch wenig Sinn, die einzige persönliche Machtoption, zu vergeuden, indem man entweder nicht oder eine kleine Splitterpartei wählt. Damit können auch keine politischen Veränderungen bewirkt werden.

      Das „zwischen den Zeilen lesen“ ist ein üblicher Vorgang, um die Intention eines Textes wirklich erfassen zu können. Sie können nunmal nicht wörtlich nehmen, was geschrieben steht. Selbstverständlich ist ein Text allein nicht maßgeblich, es kommt schon auf die Berücksichtigung aller Umstände an, mit denen sich Parteien und Politiker in der Öffentlichkeit darstellen. Denn am Ende nutzen die immer den eingeplanten Interpretationsspielraum, um ihr abweichendes Verhalten zu begründen.

      Ja, die Soziale Gerechtigkeit ist eine Phrase. Eigentlich sind solche Phrasen auch nur dann sinnvoll einzusetzen, wenn das zuvor von mir Geschriebene gilt. Um die Phrase mal aus meiner Sicht zu konkretisieren: Solange es Armut gibt, kann es keinen Reichtum geben. Unter Armut verstehe ich dabei die Abwesenheit von Teilhabe an der Gesellschaft in einem der Menschenwürde angemessenen Umfang, was die umfassende existenzielle Sicherheit einschließt. Das ist nunmal Sinn und Zweck einer Gesellschaft, die einzige Rechtfertigung für staatliche Machtausübung.

      Im Gegensatz zu Ihnen sehe ich auch keinerlei Grund, warum Soziale Gerechtigkeit auf diesem niedrigen Level nicht möglich sein sollte. Möglich ist sie schon, nur gewollt ist sie nicht.

      Und ehrlich, etwas mehr Ernsthaftigkeit wünsche ich mir schon, als in dem von Ihnen verlinkten Beitrag. Lustig war er zwar, aber die Begrüßung war dennoch etwas einseitig, ließ religiöse und kulturelle Gruppen usw. vermissen. Ich fürchte nur, die Redezeit hätte nicht gereicht.

  23. Die modernen Sansculotten
    Immer mit dabei, wenn es um „die Sache“ geht, auch wenn die Motivation oft unterschiedlich ist. Dabei werden auch mal Feindlinien neu gezogen (neuestes Beispiel ist der „Nazi“ Dalai Lama), Leute unpassender Gesinnung „vergrämt“ (immer noch besser als die Guillotine), und Kriterien neu definiert, um die Dichotomie „wir – die andern“ aufrecht zu halten.

    Die Guten ins „Bedauerlicher Einzelfall“ Töpfchen, die Schlechten ins „Institutioneller Rassismus mit Rape Culture“ Kröpfchen. Erschreckend ist, wie viele sich da anstecken lassen und im Stundentakt ihr Virtue Signalling (ich liebe diesen Begriff!) betreiben. Oder ist das nur der Anpassungsdruck in den sozialen Medien? Dort wird ja auch emsig vergrämt.

  24. Weiterhin zuviel Hermetik hier, "irgendwie mmer im Kreis dasselbe"?
    Außerhalb z.B. „Sandman“ – http://tinyurl.com/heblj5c – Und jetzt das billig zu habende Argument: „Der bringt ja auch immer nur dasselbe“, smile.

  25. Titel eingeben
    Endlich mal kein Rennrad. Obwohl, zwei Felgenbremsen deuten doch auf Schaltung und fehlende Rücktrittbremse hin. Dürfte aber auch wohl so circa 40 Jahre alt sein, oder? Wie hießen nochmal die Bremsen, die per Gummi von oben auf den Mantel des Vorderrades drückten? Ach ja, das waren noch Zeiten.

    • Titel eingeben
      Hallo,

      @Otto
      Stempelbremsen.

      @DA
      Die Speichennippel sehen verwittert aus. Vllt mal aus optischen Gründen erneuern (lassen). Auch Aluminiumspeichennippel wären eine Option.
      Farbig eloxierte oder „natur“ wobei „natur“ rel. schnell unansehnlich wird.
      Oder silberfarben eloxierte, gesehen habe ich noch keine, sollte es aber
      geben.

      Zum Thema:
      Die Zuspitzung läuft.
      Was mich interessieren tääät DA, Sie schreiben die Finanzierung der taz und ähnlicher liefe subtiler (naja soo subtil war die Grundstücksbezuschussung nicht), aber was zusätzlich und vor allem wie?
      Mögen Sie uns Unwissende erleuchten oder gibt es in absehbarer Zeit (dieses Jahr) einen Artikel darüber?

      Nb. Wer nicht wählt stimmt zu. Notfalls Alfa, PBC, PdV oder „Die Partei“ wählen.

    • Richtig, Stempelbremse.
      Hätte ich selbstverständlich auch google fragen können, aber da war der Beitrag schon abgeschickt. Dennoch Danke.

      Mein erstes Fahrrad hatte nämlich noch so eine Bremse, war viel zu groß für mein Alter und hat meinen Knien nicht wirklich gut getan. ;-) Das vergißt man nie. Und es hatte schon etwas, was Autos erst viel später hatten, eine in Rahmenfarbe lackierte und mit einem chromumringten Glas versehene Lampe. Es folgte ein Rad mit Dreigang-Schaltung, Rücktrittbremse und Felgenbremse vorne, welches ich im Laufe meiner Schulzeit mit allem mehr oder weniger sinnvollen Zubehör „verschönerte“, das zu jener Zeit erhältlich war. Das Rad habe ich lange gefahren und immer auf Hochglanz gehalten, bis es mir dann gestohlen wurde, ein herber Verlust. Dann kam ein Rennrad und zuletzt eine Mischung aus Renn- und Tourenrad, welches ich jetzt seit ca. 30-40 Jahren fahre, allerdings nur noch bei gutem Wetter. Die Zeiten, als mir noch Eiszapfen aus dem Bart wuchsen, sind Geschichte. Ach ja, zwischendurch gab es nochmal ein Bonanza-Rad, war mal groß in Mode, und zwei Billigräder, die mir während des Studiums ebenfalls gestohlen wurden, was dort, wo ich studiert habe, keine Seltenheit war, da halfen auch die besten Schlösser nichts.

      So, genug der Nostalgie, aber bei Don Alphonso kommt man am Thema Fahrrad ja kaum vorbei.

    • Stock-Bremse
      vielleicht ?

  26. Wer so schön schreibt
    wie Hasnain Kazim und dabei noch so intelligent und kritisch über Erdogan berichtet, dass ihm in der Türkei die Akkreditierung entzogen wird, wäre mir als Nachbar, ehrlich gesagt, lieber als ein verbitterter Herr Gauland. Karim, der übrigens als Offiziersanwärter in die deutschen Marine eintrat und mit einer Abstammungsdeutschen verheiratet ist, ist in meinen Augen deutscher, als ein Pegida-Anhänger, der nicht mal klassische deutsche Weihnachtslieder auswendig singen, Verzeihung, grölen kann.

    Dass solche Leute Deutschland übernehmen wäre gar nicht so schlecht und ich erlaube mir, sanft darauf hinzuweisen, dass auch ein de Maziere einen historischen Migrationshintergrund hat.

    Problematisch wird’s, wenn man Leute ins Land lässt, die kein Interesse daran haben, Deutschland mitzugestalten und zumindest teilweise zu übernehmen, wie weiland die Hugenotten in Preussen, die Polen im Ruhrpott und die Italiener in Bayern. Das wird gerade von der Taz gefördert, die tatsächlich an den Stürmer erinnert und zwar nicht nur in ihrer Rhetorik gegen Andersdenkende sondern auch in ihrem Deutschenhass. Und das wird zu Konflikten führen, die Deutschland im Westen auf erfreuliche Weise normalisieren werden. Ich glaube wir müssen uns an die AfD gewöhnen wie die Franzosen sich an den Front National gewöhnen mussten.

    • natürlich auf Unerfreuliche Weise
      ….

    • Aus Sicht eines Afrikaners
      „Dass solche Leute Deutschland übernehmen wäre gar nicht so schlecht und ich erlaube mir, sanft darauf hinzuweisen, dass auch ein de Maziere einen historischen Migrationshintergrund hat.“

      Doch, das wäre schlecht. Machtgeilen und durchideologisierten Menschen ist grundsätzlich nicht zu trauen; da nimmt besser gleich das Schlimmste an und freut sich wenn man Unrecht hatte. Ansonsten mache man sich rechtzeitig aus dem Staub.
      Zum Migrationshintergrund- Meine Vorfahren kamen vom afrikanischen Kontinent, ich bin also quasi POC. Zwar recht weiss geraten und die Immigration meiner Altvorderen ist schon ein paar hunderttausend Jahre her, aber immerhin. Im Ernst, es geht nicht um Herkunft sondern den ‚clash of cultures‘. Und Zugang zu Macht und Ressourcen natürlich.

      „…die tatsächlich an den Stürmer erinnert“

      Dann lesen Sie mal dies: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-06/brexit-tv-duell-david-cameron-nigel-farage-eu-austritt?cid=6970264#cid-6970264

      Auf eigene Gefahr und beschweren Sie sich nicht bei mir, wenn Ihnen die Kinnlade runterfällt.

    • Vielleicht sollte ich erwähnen, dass eine Recherche mnit meinem echten Namen Ergebnisse liefert, die mich auch nicht gerade arich aussehen lassen – ernsthaft. Es ist keine Frage der Rasse, sondern mehr der Prägung. Es wäre absurd, von abgehängten Leuten aus den Elendsvierteln Nordafrikas zu erwarten, dass sie sich hier nach unseren Vorstellungen benehmen.

    • Titel eingeben
      Das Problem das Herr Kazim und der gesamte Spiegel hat das
      sie völkische Politik betreiben in dem sie jedes Eigeninteresse der Altbevölkerung Deutschlands nicht nur negieren, sondern als „Rechtspopulistisch“, ausländerfeindlich und islamophob desavouieren.
      Wobei andere Länder die wesentlich härter vorgehen nicht mal den Bruchteil der Kritik bekommen.
      2 Standards.

      Ich hatte wiederholt Zahlen veröffentlicht wie viel mehr Flüchtlinge wir in Deutschland mehr aufnehmen als andere Länder, darunter alle westlichen Einwanderungsländer, im Verhältnis.
      Hier noch nicht, die Gelegenheit:
      Wo Frankreich 1 (einen) aufnimmt, nimmt Deutschland 25 auf.
      Kanada 1 Deutschland 10
      Frankreich 1 Deutschland 25
      USA 1 Deutschland 62
      Polen 1 Deutschland 200
      S-A 1 Deutschland 1000
      Japan 1 Deutschland 100.000
      Australien 1 Deutschland ca. 25

      Warum sind die Zahlen so unterschiedlich?
      Mochte mir bisher niemand beantworten.

      ps. FAZ veröffentlicht seit etlichen Wochen nichts von mir,
      ich habe aber nie einen Tadel oder eine Sperre bekommen.
      Account (3-4 Jahre alt mein erster und einziger) ist auch nicht gesperrt.

  27. Time to go ?
    Werter Don,

    wenn die Satire permanent von der Wirklichkeit überholt wird und der Druck im Kessel ständig steigt, ist es vielleicht Zeit, sich nach einem anderen Lebensumfeld umzusehen.

    Sie scheinen ja schon äußerst umfangreiche Recherchen in Bella Italia vorgenommen zu haben und ich stelle mir seit einer Weile die Frage, ob und wann sie Taten folgen lassen. Wie sie in den hier gelegentlich erscheinenden Nachrichten aus Schnöslistan immer wieder so überaus feinfühlig kundtun, sind Sie finanziell auf der sonnigen Seite der Straße unterwegs. Ziehen Sie doch die Konsequenz, verkaufen Sie ihre immobilen Pretiosen (ans Gschleaf ?) und wählen Sie das Dolce Vita !

    Und ja, Italien ist schön. Der Druck im Kessel wird auch dort steigen, aber das Lebensgefühl bis zur Explosion ist bestimmt deutlich besser als hier. Eigentlich lebe ich gerne hier, aber bei Mitbürgern wie oben geschildert, bin auch im am Überlegen, mein Domizil weiter südlich zu nehmen. (Nein, nicht nach Italien. Dieser Nörgler hier bleibt Ihnen erspart)

    Als ausgebildeter Historiker weiß ich, wann Geschichte eine neue Wendung nimmt. Das können wir gerade aus der ersten Reihe beobachten. Merkels Einladung an die Beladenen wird vielleicht zu einem der Wendepunkte, die auch in der breiten Öffentlichkeit über Jahrhunderte hinaus bekannt sind. Wie z.B. der Prager Fenstersturz.

    Erlauben Sie mir bitte noch einen Rat. Ich habe Ihre Beiträge zu Ihrer Leidenschaft für exzessive Fahrradtouren voll Bewunderung gelesen. Wir sind offensichtlich ähnlich alt und mir würde schon ein bisschen von Ihrer Kondition genügen. Hut ab.
    Ich weile aber sehr oft im schönen Frankreich und dort kann man vor allem in der Zeit vor und nach der Tour de France wirklich alte Männer auf sündhaft teuren Rennrädern gegen ihre Angst vor dem Tod anradeln sehen. Das hat nicht mehr viel mit der Würde des Alters zu tun, es dauert einen, dies ansehen zu müssen. Ersparen Sie sich das bitte.

    Zum Schluss möchte ich Ihnen für Ihre Arbeit danken. Auch wenn ich Ihre Meinung nicht immer teile, sind ihre Blogs ein frischer Wind in unserem Medienalltag und ich freue mich auf jeden neuen Beitrag.

    • Alternativlose Infantilisierung
      In der Tat ist dieser Blog einer der wenigen Lichtblicke in der deutschen Medien- und Politiklandschaft. Das Schlimme ist aber eigentlich, dass wir uns (genau die der Don einmal bemerkt hat) in einer Phase der absoluten Infantiliisierung befinden: Wir diskutieren über „Wer hat was zu wem gesagt“ während uns gleichzeitig Probleme um die Ohren fliegen, die noch ganze Generationen beschäftigen werden.
      Hierzu gibt es eine spannende Analogie zu Amerika: Dort wurde der radikale Präsidentschaftsbewerber Trump unter anderem auch erst desshalb möglich, weil der republikanisch kontrollierte Kongress dem demokratischen Präsidenten seit Jahren jeden Kompromiss verweigert. Die Republikaner ernten als nun also jene Radikaliiserung, die sie selbst gesät haben. In Deutschland nimmt analog dazu die Radikalisierung und Infantilisierung der Politik in dem Maße zu, wie die Regierung ihre Politik als „alternativlos“ klassifiziert (was auch nur eine andere Art des kindischen „Ich hab‘ aber doch recht!“ ist).
      Die Medien als sogenannte „4.Gewallt“ haben dagegen hüben wie drüben völlig versagt, denn in beiden Fällen erlauben sie den Regierenden mit ihrem Verhalten durchzukommen. Auch die FAZ ist da leider keine Ausnahme, denn bis vor kurzem konnte man hier noch Artikel lesen, die völlig unreflektiert die Regierungs-PR nachplapperten: Von der alternativlosen Grenzöffnung, über die alternativlose Griechenlandrettung bis zum alternativlosen Dosenpfand. Fehlt nur noch, dass die FAZ auch noch Frau Merkel als „alternativlos“ bezeichnet, aber dafür braucht es wohl noch ein paar Infantilisierungsrunden.

    • Sie verwechseln da Ursache und Wirkung.
      Ein berühmter, in Jahren schon fortgeschrittener Bergsteiger, gefragt, wann er denn nun altershalber das Seil an den Nagel hängen und sich auf sein Fauteuil zurückziehen würde, hatte darauf die richtige Antwort:

      „Man hört nicht auf, wenn man alt wird. Man wird alt, wenn man aufhört“.

  28. Mit System in die Bredouille
    Was im Mainstream der Minderheiten alles mitschwimmt: Spiegelgestützte Gernegroßsomanen, nobordersflugtortenkonditorInnen, feministische KampfstiefelstechschrittstalinistInnen, in vitro geschwängerte decolorizequeerintegrative FrauenLesbenTransInter*(FLTI*)-menschenbefreiungsfrontistInnen, kopftuchtragende, pluralistische Toleranz fordernde integrationsunwillige DiskriminierungsopfermuslimInnen, neopostkoloniale zionismuskritische criticalwhitenessaktivistInnen
    – mitsamt ihrem eierverlustigen XY-Anhang.
    Sie alle generieren jeden Tag „Inhalte“ und das ganze Gesupps schwappt – wie ein Murgang nach Starkregenfall durch prekär gelegene Siedlungen – übers Netz auf die Screens der Medien. Bei der Triage und der Auswahl möglicher Scoops verfahren die Redaktionen nach milieukonformen Relevanzkriterien, in vorauseilender politischer Correctnessunterwerfung und – gestützt auf die selbstreferentiell beförderte Schubkraft der „Social Media“ – nach dem Echohall der Verbreitungsverstärker. Egal wie die Meldung lautet, und woher sie stammt, wenn „Twitter“ oder „Facebook“ drauf steht, kuscht der nur bedingt Web-affine Chef, um sich bloß keine Blöße zu geben.

    Dass die von amerikanischen IT-Firmen kolonialisierte Medienherde oft von einer Minderheit netzsozialisierter Wirrköpfe über den Acker getrieben wird wie dürres Herbstlaub, stößt den rumgescheuchten Meinungsbildnern nur ausnahmsweise auf. Weitgehend unbehelligt bauen die gigantisch kapitalisierten Technerds ihre Netzherrschaft komfortabel aus. Der Charakter der Inhalte ist ihnen im Prinzip unwichtig, Hauptsache sie sorgen für Klickverkehr. Die Follower kriegen als nützliche Idioten die anstrengungslose und gedankenfreie Gratisteilhabe an einer (vermeintlich eigenen) Meinung plus die anonyme und aufgeilende Teilnahme an virtuellen Haberfeldtreiben, während der Rest sich unter den Stampeden maschinell aggregierter Empörung duckt.

    Fanden sich früher für jeden und jede ein Durchschlupf und Nischen, in denen sich einigermaßen unbehelligt leben ließ, verlangen die zunehmend militanten Nischenbesetzer heute die Subitoumgestaltung der Welt nach ihren Vorstellungen. Die Mehrheit, die Summe der Minderheiten, gibt mit Rücksicht auf ihre individuellen, höchst heterogenen Interessen nach bis zum Gehtnichtmehr. Die Welt mag zu allen Zeiten bescheuert gewesen sein, aber dieses alles durchdringende System ruft geradezu nach den totalitären Bedingungen, die es in realitätsferner Hybris für überwunden ausgibt.

    Übrigens: während man sich in Italien noch über das Abbrennen von muffigem Mobiliar in Gärten aufhält, verschiebt sich in Deutschland die Skala der Abfackelschadenhöhe gerade deutlich nach oben …

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/fluechtlingsheim-in-duesseldorf-zwei-bewohner-nach-brand-unter-tatverdacht-14276171.html

    Ein Teil der Fachkräfte kann offenbar kaum erwarten, dass es hier bald aussieht wie in ihren Herkunftsländern. Aber das verbuchen wir mal unter Kollateralschäden hinsichtlich der Schäuble-Verheißungen „enormes innovatorisches Potenzial“ und Zuchtaufbesserung.

  29. Stalinistisches Methodeninventar
    Dogma-Linke sowie Überflugmoralisten machen einen Fehler: Sobald ihre Deutungshoheit in Gefahr gerät, werden sie unappetitlich. Nicht nur das, sie machen sich das Methodeninventar von guten Stalinisten zu eigen. Und das heißt:
    „Es ist notwendig den Massen jeden Satz durch Vergröberung und Vereinfachung in die Köpfe zu hämmern. Was als richtig dargestellt wird, muß wie Gold glänzen, was als falsch dargestellt wird, muß schwarz angestrichen werden…“
    (zitiert nach Arthur Koestler: Sonnenfinsternis, Elisinor Verlag 2015,223)

    • Immer auf die armen Stalinisten ...
      JEDER wird unappetitlich sobald die andern merken wie blöd er ist.
      .
      Das liegt in der menschlichen Natur.
      .
      Und ich finde es ganz schön feige, auf jemanden wie Stalin einzuprügeln, der nur 1,58 gross, seit 63 Jahren tot ist und sich nicht mehr wehren kann!
      .
      Typisch anonyme Demokraten…

    • HM555, so ists recht....
      Da meint einer doch tatsächlich solches zitieren zu müssen und auf linke anwenden zu wollen, man fasst es nicht….

      „Es ist notwendig den Massen jeden Satz durch Vergröberung und Vereinfachung in die Köpfe zu hämmern. Was als richtig dargestellt wird, muß wie Gold glänzen, was als falsch dargestellt wird, muß schwarz angestrichen werden…“

      Diese Linke aber auch immer! Mit Sätzen wie „Yes we can!“ oder, auch sehr populär: „Wir schaffen das!“

      Ich gestehe ich lese solche Kommentare mit zunehmender Freude… Wenn die Dummheit nämlich auch im Angesicht der täglich anwachsenden Probleme mit derselben Geschwindigkeit mitwächst., dann stehen für jemanden wie mich lustige Zeiten ins Haus, denn ich habs mit dem schönen Kreisler Lied:

      Als der Zirkus in Flammen stand
      Sah ich selbst mit aller Ruhe
      Aus der Ferne das Getue –

      Betonung auf dem „Aus der Ferne“

      Den Tip weiter oben mit der Nordinsel in NZ, den sollte man ignorieren, wenn man nicht gleich etliche Millionen mitbringen kann. Die Regierung ist mehr als zickig mit den Visas und weder Jobs noch Sozialstaat für den Notfall gibts ausreichend.
      Pianos muss man auch immer noch selber mitbringen.

      Australien ist da weitaus praktischer, auf der einen Seite als Tourist einreisen, auf der anderen dann leben bleiben. Papiere kann man kaufen, legal wären, wie in NZ, ebenfalls Millionen in cash nötig.
      Ein grosses, leeres Land in dem ALLE Ausländer sind und keiner auffällt. Sauber, herrliches Klima, weit weg von allen kommenden Kriegen. Nur die Wahl zwischen Perth und Brisbane, wenn die nur nicht so verflucht schwer wäre!

      Sie haben ganz recht, die Migranten könnten irgendwann unangenehm werden, aber mit Leuten zu leben, die meinen Köstlers Stalinkritik auf die Linke anwenden zu können, in einem Land wo die Phrasendrescherin persönlich in charge ist, das sollte denn doch unter einem sein….

    • 1,58 m können auch ins Verderben führen
      @HM 555
      Das wusste ich bisher nicht, dass Stalin so klein war. Immerhin doch mächtig genug, um Millionen seiner Landsleute zu vernichten.

      https://m.youtube.com/watch?v=JvdUkJ_9B50

      Naja, wie man hier so sagt:Kleine Kröten können ziemlich viel Gift haben.
      Bin ich jetzt blöd?

  30. Schreit da jemand nach der Kindergartentante?
    Haben linke Aktivisten wieder ein paar provokative Sprüche getwittert.
    .
    Und das genügt, damit die Stützen wieder eine Woche lang Zeter und Mordio schreien?
    .
    Wie mich dieses Gejammer und Geheule anwidert.
    .
    5000 Jahre lang wussten privlegierte weiße Männer immer kräftig ausgeteilen, gegen Frauen, Afrikaner, Schwule, Moslems und Tiere. Aber kaum dass sie mal ein bissel was einstecken sollen, schreien sie gleich nach der Polizei!
    .
    Aber jetzt spielen die Stützen wieder die Heiligen!
    Als hätten sie nie ein Wässerlein trüben können!
    .
    Dabei haben sich die Kommentatoren hier erst vorletzte Woche über die Bundesregierung lustig gemacht. In einer ziemlich unsachlichen Weise. Mit ganz vielen primitiven Kommentaren.
    .
    Und dann auch noch: A-no-nym! Versteckt hinter Pseudo-Nicks! So dass man sie nicht mal zum Duell fordern kann.
    .
    Wie feige und unsouverän!
    Wie brechreizerregend!
    .
    Statt einfach kräftig zurückzupöbeln.
    .
    Und hinterher mit den linksgrünnen Tazz-Twitterern ein Bier trinken zu gehen…
    .
    Schlagt Euch und Vertragt Euch,
    Wie es die Natur befahl…
    .
    Und bildet Euch nix ein Ihr wärt die besseren Menschen: Alles Nazis ausser Papi…

    • Titel eingeben
      Erstmal dachte ich, du wärest FZ. Der süddeutsche Touch kann ja ein imbroglio sein. Leute wie dich kennt man aus den Romanen von JR: schreiben und reden unter Koliken gegen die ihren, wenn die anderen aber dran sind werden sie sich als Erstes deinesgleichen entledigen. Aus Verachtung.

    • ?
      fz?
      jr?
      .
      hä?

  31. Hass
    Lieber Don,

    wieder ein guter Text von Ihnen.

    Noch vor kurzer Zeit hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich mal die AfD wählen und dies auch anderen empfehlen würde. Inzwischen frage ich mich, ob sie nicht sogar deutlich zu lasch ist angesichts dessen, womit wir es zu tun haben…

    Wahrscheinlich ist es überzogen, aber Schäubles jüngste Äußerungen waren bei mir so etwas wie ein weiterer „tipping point“. Ich fange an, diese Leute wirklich abgrundtief zu hassen – dafür, dass mir das Existenzrecht absprechen, obwohl ich ihnen nie etwas getan habe, sondern ein mehr oder weniger vorbildlicher Staatsbürger war.

    Jetzt sind wir so weit, dass die von Merkel geformte „neue“ CDU ihre verantwortungslose, zerstörerische Migrationspolitik, die sie noch immer ganz Europa überstülpen möchte, mit Eugenik rechtfertigt. Wieder wollen Deutsche die „rassistische“ Zusammensetzung Europas verändern, und wieder sollen andere, im Grunde anständige Menschen die Zeche für diesen widerwärtigen Größenwahnsinn zahlen.

    Weitere Worte, was ich zu Schäuble denke, spare ich mir, denn Sie dürften sie hier nicht publizieren.

    • Laut Varoufakis ist Schäuble keineswegs dumm. Galoppierende Demenz vorerst ausschließend, interpretiere ich seine haltlose Einlassung als kleine Verbeugung, als Grußwort Richtung Bilderberger-Konferenz, wie deren Stadtauswahl heuer mitten in die Fresse des aufmüpfelnden Volkes. Bundespräsident wird er trotzdem nicht werden, vermute ich.

    • Ja
      Lieber Krampus,

      ich muss Ihnen in weiten Teilen zustimmen. Vor allem bei der Stelle mit dem abgrundtiefen Haß. Empfinde ich mittlerweile genau so. Mit dem Staat bin ich fertig.

    • Hass ist nie gut.

  32. Islamis im Kaffeefilter
    Lieber Don Alphonso,
    in den vergangenen Tagen hatte ich wieder ganz liebe Gäste aus Deutschland und jeder hat ja so seine ganz persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten, die man gerne respektiert.
    Zum Beispiel bringt so ein echter Münchner seinen Kaffee von Dallmayr mit und bittet meine kleine Haushälterin, ihm nur diesen zum Frühstück zu servieren.
    Die Besorgung der hierfür notwendigen Filter für die Kaffeeaufbereitung wurde aufwendig, wie beispielhaft für unsere Zeit. In keinem der im Raum Agno angesiedelten Supermärkte waren weiße Melitta Kaffeefilter erhältlich. Nein, hier sind sie braun und die Frage nach weißen Kaffeefiltern rief großes Erstaunen hervor.
    Wenn der Kaffee durch den Filter liefe, würde das Papier ja ohnedies braun werden und daher bräuchte man ja auch keine weißen Filter.
    Für mich ist das symbolisch gesehen so ein wenig wie mit der reinen Seele, den reinen Gedanken und Werten. Es läßt sich wohl nicht vermeiden, daß sie im Laufe unseres Lebens Verfärbungen erhalten.
    Aber kaufen Sie deshalb auch gleich braunes Toilettenpapier oder braune Kinderwindeln, nur, weil Ihnen von vorne herein klar ist, daß solche Artikel nicht weiß und rein bleiben?
    Der braune Kaffeefilter erscheint mir als Symbol für die gegenwärtige Zeit.

    Don Alphonsos Blog, wie manche der sich stets wieder einfindenden Kommentatoren erscheinen mir als Morosophen in einer Welt der braunen Kaffeefilter.

    Die von Ihnen beschriebene soziale Kontrolle in Italien, wie im von Gebirgsschützen betreuten Tegernseertal ist auch hier nicht unbekannt und die Tessiner haben am vergangenen Wochenende auch wieder über so eine Reglementierungsmaßnahme ganz öffentlich abgestimmt.

    Die „weiße“ Seele hat hier ja auch so ihre Einfärbungen und der Einfärbungsgrad des „menschlichen Kaffeefilters“ wird hier ganz demokratisch festgelegt.

    Die bedauerliche Tatsache, daß es an eigenen, qualifizierten Arbeitskräften mangelt, kompensiert man seit Jahrzehnten damit, daß man auf gut ausgebildete, italienische Arbeitskräfte angewiesen ist, die aber auch tagtäglich vor Augen führen, wozu man selber nicht in der Lage ist.

    So hat man mit der Abstimmung am vergangenen Sonntag beschlossen, die italienischen Fachkräfte etwas zurecht zu stutzen, indem nun, durch Kantonsbeschluß, „Alle Firmen und Einkaufszentren, die über 50 Parkplätze haben, sollen eine Gebühr entrichten und diese teilweise auf die Angestellten – namentlich die italienischen Grenzgänger – und die Kunden abwälzen dürfen.“ Und der „Obolus soll nach Zalis Vorstellung und mit dem Segen des Grossen Rates zwischen 1 Franken und 3 Franken 50 pro Parkfeld und Tag betragen. So dürften jährlich 18 Millionen Franken zusammenkommen“ (NZZ: Umstrittene Tessiner Vorlage , Ja zur Parkplatzgebühr)

    Das nenn´ ich soziale Kontrolle, da braucht man keine Buttersäure oder andere verdruckte Maßnahmen.

    Bevor man sich in Deutschland mit AfD und miesen Nachbarn beschäftigte, war ja alles so ein, wenn auch oft ungerechtes Geben und Nehmen, ganz so wie in Herrmann Bahrs Buch: „Fin de Siècle“ beschrieben.
    Da waren die Faulmanns, Schlaukopfs und die Schwielhands untereinander beschäftigt und alles hielt sich einigermaßen in der Waage bis vor langer Zeit das personifizierte, massereiche Deutschland, also Helmut Kohl heftige Kopfschmerzen hatte und den Rest kennen wir ja aus der Mythologie.
    „Jupiter empfand einstmals sehr heftige Kopfschmerzen, und ersuchte den Vulkan, einmal seinen Hammer auf den Kopf zu schmeißen. Vulkan tat dies als gestandener Schmied – und siehe da sprang Minerva in ihrer ganzen Waffenrüstung heraus. — Kein Wunder, daß er Kopfschmerzen hatte: so geht´s allen, die ein Mädchen im Kopf haben.“
    Und jetzt hat dieses Deutschland diese K. und ihre Polit- und Medien Entourage, der Moral und Gelehrsamkeitskrämer, die mit ihren Wohltaten die Götter, wie die Menschen beglücken.

    Für einen Morosophen stellt sich das ja zunehmend als Witzelsucht dar, was so mancher aus der edlen Kaste der Politik von sich gibt.

    Ich glaube es war erst gestern als ich von Herr Schäuble lesen konnte: „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe“ und die „Muslime in Deutschland trügen zur Offenheit und Vielfalt bei.“

    Die K. und Schäuble werden wohl täglich vor dem Schlafengehen große Mengen Nepenthes in ihren Wein schütten müssen für solche Erkenntnisse.

    Die Medien haben sich ja ergeben und beschränken sich nur noch darauf, das Eigenlob der K. über ihr „Wir schaffen das“ und die tapferen Männer, die die K-Gäste rund um die Uhr beaufsichtigen müssen, zu posaunen.

    Da mag die K.vielleicht jeden Morgen vor ihrem Spiegel stehen und vor sich hin predigen: Könnte mich je einer mit Minerva oder der Weisheit verwechseln?
    Bei mir findet keine Verstellung statt; meine Stirn predigt nicht, was meinem Herzen fremd ist und daher mache ich auch Geschäfte mit dem türkischen Sultan.

    Da ist er wieder, der braune Kaffeefilter.

    Nun ja, die NZZ berichtete das mal so:
    „Der Islam will das «Haus des Islam» auf der ganzen Welt verbreiten. Es geht ihm dabei nicht so sehr um religiöse Bekehrung der Nichtmuslime als um ihre Unterwerfung unter die Scharia. In Sure 2, 256 heisst es: «In der Religion gibt es keinen Zwang.» Glaube lässt sich eben nicht erzwingen, Unterwerfung unter das islamische Recht aber sehr wohl.“ (Gewalt und theologische Tradition im Islam-NZZ)

    Ich hätte ja noch ein paar Gedanken zu Ihrem Thema, doch ich sehe schon wie ich mich der reglementierenden Zeichenvorgabe, auch so einer Art sozialer Kontrolle, nähere und füge mich Ihnen ganz, Don Alphonso.

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Ticino
      Alles gut und schön, nur Ihre Einlassungen zum Tessin bleiben ergänzungsbedürftig.

      Ausländeranteil
      Tessin: knapp 30%
      Bayern: 11% (zählt man aus kulturellen Erwägungen die integrationsresistenten Deutschschweizer dazu, steigt der Anteil deutlich ;–)

      Grenzgänger, d. h. täglich zur Arbeit einpendelnde und wieder auspendelnde Arbeitssuchende: 62’000

      … bei 352’000 Einwohnern.

      Zum Vergleich: bei der heutigen Einwohnerzahl von 13 Mio würden in Bayern Tag für Tag knapp 2,3 Mio Grenzgänger aus den Nachbarländern Straßen und ÖV fluten und zu geringen Lohnkosten große Teile der einheimischen Arbeitskräfte vom Markt drängen.

      Über die möglichen Folgen dieser Entwicklung dürfen Sie sich auch hinter den Hecken und Mauern Ihres frei gewählten Exils gelegentlich Gedanken machen.

      http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015_16/artikel/achtung-grenzgaenger-die-weltwoche-ausgabe-162015.html

    • @Obiezione
      Sehr geehrte (r) Obiezione,

      ich gestehe ganz freimütig: Ich weiß nicht was Sie mir mit Ihren Ergänzungen sagen wollen.
      Seit 10 Jahren bin ich Gast der Schweiz und ich denke nicht daran mich in die Kantonale Politik einzumischen. Ich sehe es aber auch nicht wider die Gastfreundschaft der Schweiz, auf Meinungen der NZZ zu verweisen.

      Auch, wenn er nicht in direktem Zusammenhang mit Don Alphonsos Thema zu sehen ist, will ich auf einen weiteren, von einem Tessiner Nationalrat geschriebenen Artikel der NZZ verweisen: „Gegen eine landesgeistige Abkapselung des Kantons Tessin“

      So schreibt der Nationalrat Giovanni Merlini
      „Im Sonntags-Parteiblatt «Il Mattino», geführt vom Gründer der Lega, Giuliano Bignasca, wurden Bundesräte und Bundesbeamte als Landvögte, die das Tessin ausbeuten wollen, dargestellt (Ausländern und v. a. Italienern ging es nicht besser)“
      …..“Die Lega sorgte parteiübergreifend für eine politische Subkultur des
      Opfergefühls, das sich in vielen Köpfen festnagelte.“
      und es bedürfe einer neutralen Persönlichkeit, um in Bern die oft:
      „undurchsichtigen und «filzigen» Realitäten der italienischen Schweiz zu erklären; und drittens, um den Tessinern zu beweisen, dass Bundesbern der Zusammenhalt der Schweiz am Herzen liegt.“

      Das Tessin ist eine wunderschöne Landschaft, wie die Schweiz in einem irre gewordenen Europa ein noch stabiler Ruheraum ist. Ich schätze das sehr.

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • GRENZGÄNGER
      @OBIEZIONE UND @OBJECTBE

      warum ist den der ausländeranteil im tessin mit ca. 30 % so hoch, warum täglich 62.000 aus- und einpendler.

      fragen über fragen ?
      pendeln die grenzgänger etwa ein, um die arbeiten zu machen, die der gemeine orginal-tessiner – der schon immer im tessin war – nicht machen will oder machen kann ? mann oder frau könnte ja auch mal fragen, warum in den Emiraten soviele Inder sind ? ich nehme mal an, die grenzgänger im Tessin wie auch die Inder in den Emiraten finden das alles nicht so lustig.

      und die ausländer im Tessin: die einen machten doch ganze bevölkerungsschichten wohlhabend, da grundstück für grundstück oder immobilie gegen harte währung den besitzer wechselte oder ordentliche preise für logis und verpflegung bezahlt wurden.die anderen werden gebraucht für niedere arbeiten bis hoch zum buschauffeur, den haben die SBB und die Post ja aus Sachsen abgeworben. weil keine einheimischen hinter lenker sitzen wollten. in Deutschland fehlen derweil ca. 4000 busfahrer. von verdrängung der einheimischen aus den guten jobs ist mir soviel nicht bekannt. ich nehme an, am kantonspital in Lugano würde ohne deutsche ärzte die versorgung zusammenbrechen. bezahlt hat deren ausbildung der deutsche steuerzahler.

      der Tessiner sollte an die zeiten zurückdenken, da er der grenzgänger nach Italien war, das war für sehr viele bei der reisernte südlich des Lagos nicht immer lustig und er sollte dankbar sein, dass diese zeiten vorbei sind.

      und zu den gefluteten strassen: da sind halt auch mal investitionen notwendig um von St. Antonino nach Tenero zu kommen.

    • Haushaltdetails
      Wertes ObjektBe,

      es freut mich, daß ich Ihnen insgesamt hier bei Ihrer Betrachtung und folgender Antwort schon zustimmen kann.

      Aber der Teufel steckt wie so oft im ersten Teil im Detail:
      Meinen Gästen würde ich nicht so genaue Einblicke in meine [und „meiner kleinen Haushälterin“ – ich habe leider nur Söhne] Verrichtungen und Handhabungen ermöglichen. Braune oder weiße Filtertüten, daraus folgende Toilettenpapierüberlegungen… Da ist es gar nicht mehr weit zu der von Walter Kempowski sel. A. berichteten enttäuschten Feststellung eines seiner am „Endsieg“ beteiligten adoleszenten HJ-Kameraden: „Schade, daß Mädchen auch s******n müssen!“ Tja, so sieht die Welt aus!
      Und Dallmayr-Kaffee ist so eine – äh – Marke; vielfach beworben im Fernseh mit ein bißchen servil-nuttig anmutenden hübschen Frauen, die sich gegenseitig mit zarter Hand Schürzenschleifchen über dem Hintern binden und die mit ebensolcher Hand dicke dunkle Holzschwengel nach unten zwecks Dosierung betätigen. Es gibt m.E. schon auch noch bessere Kaffeesorten, vor allem ohne all diese Handreichungen- halten zu Gnaden!

    • @ ObjecteBe & Django
      ObjecteBe: schön, dass Sie Ihre Gastregion doch respektieren und aus der Kaffefilterfarbneurose gelegentlicher Gäste aus dem Norden nicht weiter herablassende Vorwürfe an die Adresse verständnisstutziger Tessiner konstruieren. Sie dürfen sich als schon beinahe integriert betrachten. Nun bloß nicht etwa nach Marie Antoinettes Vorbild Kuchenrezepte an die autochthone Bevölkerung verteilen. Kommt da ganz schlecht an.

      Django: da haben Sie dieses Testlabor mit 350’000 Beteiligten, 30% Ausländeranteil plus 62’000 lohndrückenden Grenzgängern vor sich wie eine Art Fenster mit Blick in die Zukunft Deutschlands und wedeln allfällige Sorgen um das Fortkommen Ihrer 4 Kinder mit ein paar flapsigen Sprüchen weg? Exportfähige künftige Busfahrer oder medizinisches Personal in spe darunter?

    • @Gudrun Enigmayr
      mir ist noch nirgends eine so treffende Charakterisierung der Dallmayr-Kaffeewerbung begegnet.

      Herzlichen Dank!

    • Titel eingeben
      Maaan wie ich diese Schnipsel Zitate hasse:

      Zitat
      In der Religion gibt es keinen Zwang. Der rechte Weg (des Glaubens) ist (durch die Verkündigung des Islam) klar geworden (so daß er sich) vor der Verirrung (des heidnischen Unglaubens deutlich abhebt). Wer nun an die Götzen (at-taaghuut) nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hält sich (damit) an der festesten Handhabe, bei der es kein Reißen gibt. Und Allah hört und weiß (alles).
      Ende Zitat Sure 2 Vers 256

      So! Dann sieht die Sache schon anders aus. Wer dazu den folgenden Vers liest (2.57) weiß noch mehr.

      Sehr wohl gibt es einen Zwang, sogar mehrere! Erstens sind alle Ungläubigen minderwertig und dem Islam / Muslim untergeordnet (deswegen auch die leichte Erregbarkeit und das völlige ausflippen einiger wenn man sie maßregelt).

      Dann gibt es nur EINEN! Gott. D. h. Polytheisten müssen bekehrt werden oder sterben. Anhänger von Buch Religionen werden geduldet, haben aber mindere Rechte und müssen eine Schutzsteuer zahlen. Das ist der original Islam so wie in Mohammed ausgeübt hat und deswegen ist er richtig.
      D. h. auch der IS handelt richtig.

      Wie bei Liedern, ich kann die ganz verschieden interpretieren, auch Texte ändern, aber es gibt nur ein Original. Ähnlich auch im Oldtimer Hobby.
      Darf ich etwas abändern, selbst wenn ist dann besser ist oder muß
      als Beispiel das Fahrrad vernickelte Speichen haben, wenn das Original sie hatte?

      Lew (Hobby Islamkundler)

  33. Schäubles Zwangsverteidigung
    @Renate Simon – Schäubles Inzuchtausspruch war Zwangsverteidigung. Er will weder Bundespräsident noch Bundeskanzler werden, weil er die Leichen im Bundeskeller kennt. Damit keiner der Konservativen in seiner Partei nur auf die Idee kommt, ihn vorzuschlagen, hat er sich selbst mit dem Ausspruch bei denen disqualifiziert. Wenn aber sogar der Machtmensch Schäuble diese Bundesjobs nicht mehr will, müssen die Leichen im Bundeskeller schon ganz schon stinken.

    • Die Leichen im Keller
      @Lisbeth Heuse
      hindern Schäuble aber nicht daran, in strammer Loyalität zur Kanzlerin zu stehen. Diese beim ganzen Berliner Politpersonal anzutreffende Loyalität ist mir unverständlich und meine diesbezügliche Frage an Bosbach, der Respekt und Bewunderung für Merkel hat, wurde nicht beantwortet, wurde er ansonsten nicht müde, mir zu antworten.

      Ich verstehe das wirklich nicht, meine Loyalität galt immer erst dem Kunden, der unseren Lebensunterhalt sicherte, aber sehr selten meinen Chefs, die diese nicht verdienten. So war mir auch Obrigkeitsdenken immer völlig fremd und ich tu mich wahnsinnig schwer, das bei anderen zu begreifen, von Verstehen ganz zu schweigen.

      Wahrscheinlich interpretiere ich Loyalität anders, den Politkaspern geht es wohl doch nur um den Erhalt des Einkommens und der Stellung, also puren Eigennutz, um dessentwillen man den Bundeshosenanzug hinnimmt.

    • Man lernt immer dazu
      Merkel war mir lange Zeit sympathisch – ich halte sie immer noch für schlau, aber ich habe lernen müssen, dass sie von ihrem Job und seiner Verantwortung keinerlei Ahnung hat – woher auch? Nun fuhrwerkt herum wie die schwäbische Hausfrau, die man unglücklicherweise als Aushilftskraft in die Zentrale eines AKW gesetzt hat und die nun überlegt – wolln wir jetzt mal den roten Knopf drücken – und dann beherzt zupackt.

      Und Schäuble weiss: er ist noch unersetzlich, kann aber nicht mehr aufsteigen, und wenn er keine Lust mehr hat, dann wird er eben gehen. Manchmal scheint sich der alte Zyniker zu langweilen, dann schmeisst er einen dicken Stein in den Medien-Teich und freut sich, wie die Frösche quaken – obs nun die „Lawine“ ist, oder die „Inzucht“.

    • @Gast - Sie beleidigen schwäbische Hausfrauen
      Ich habe der Frau noch nie aufs Fell gucken können und nie verstanden, wie so etwas hier Karriere machen kann bzw. auch noch eifrig gewählt wird. Von Physik hat sie nach eigenem Bekunden wenig Ahnung, die Theorie lag ihr wohl, Praxis ganz und gar nicht und so sieht ja auch die sogen. Energiewende aus, also so wie alles, was diese Dame je angepackt hat, Frickelei und Stückwerk, nix zu Ende gedacht. Von der Asse bis zu den Asylanten, es ist nichts da, was man auch nur halbwegs als gelungen bezeichnen könnte.

      Auch zu Schäuble habe ich keine gute Meinung, der Kerl ist mir mindestens ebenso unsympathisch, seine Arroganz unerträglich.

      Dieser Tage sah ich ein Gruppenbild der GroKo, Wahnsinn, was für eine Laienspielgruppe sich da tummelt und für Elite hält…

    • @renate simon, @gast, schwäbische Hausfrau
      Die „schwäbische Hausfrau“ war ein Merkel-Zitat. Der „Gast“ als Absender war automatisch erzeugtes Resultat einer Fehleingabe meinerseits. Was Schäuble angeht, halte ich es für möglich, dass hier ein Doppelspiel mit verdeckten Karten vorliegt: Er will womöglich von den medialen Dummheiten seines Ex-Parteifreundes Gauland („Boateng“) ablenken, indem er sie bei weitem übertrumpft („Inzucht“). Der alte Zyniker weiss, dass er nichts mehr weiter werden muss und kann, und dass seine Stellung in der Merkelei unanfechtbar ist. Da kann er sich solche Schoten leisten, und Gauland ist aus der Schußlinie.

      Rechts mal eben kurz blinken („Lawine“) und dann links fahren, links mal eben kurz blinken („inzucht“) und dann rechts fahren … Man soll den alten Fuchs nicht unterschätzen. Kann aber natürlich auch sein, dass er schon am abbauen und etwas durcheinander ist. Da kann schon einmal eine Gedankenwelt aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche gekommen sein, die nicht sehr gut riecht. Womit er sich dann nicht mehr so sehr von Höcke unterscheidet – nur spiegelbildlich eben.

    • Dass die schwäbische Hausfrau auf Merkels Mist gewachsen ist
      @Thomsen

      war mir wohl bekannt, trotzdem oder gerade drum ist es eine Beleidigung.

      Heute die Familienunternehmer nach etwas Gemecker zu Merkel: Ob sie denn wieder antreten werde zur nächsten Bundestagswahl: „Es ist diesmal das Geschenk, das wir von Ihnen erbeten.“ Was soll man da noch hoffen und wünschen, Herr lass Hirn regnen oder?

      Was Schäuble angeht, ich weiß nicht, was den Mann bewegt. Er war schon immer Opportunist, egal, wer unter ihm Kanzler war, seine schwarze Null ist schlechthin der Witz des Jahres und dass er Gauland aus der Schusslinie nehmen wollte, glaube ich nicht. Schäuble ist doch der Typ, der andere erst so richtig in die Linie bringt, hinterfotzig nenne ich das.

  34. Danke für den link auf youtube.
    Lieber Don!
    Danke für den Hinweis auf den brennenden Zirkus; kannte ich nicht.

  35. Im linken Lager nix Neues?
    Das vom Don herausgegriffene kenne ich aus dreissig Jahren sporadischer taz-Lektüre. Die taz hatte als typisches Szeneorgan immer grosse Sympathie für jede Art von Gewalt von links – schliesslich kann man immer einen Bezug zu „Widerstand“ gegen strukturelle Gewalt herbeischwurbeln. Lernt man heute wie gestern in vielen „geistes“wissenschaftlichen Fächern

    Was relativ neu ist – die Toleranz der veröffentlichten (nicht zu verwechseln mit der öffentlichen) Meinung gegenüber solchen Ausfällen in den sonstigen deutschen „Qualitäts“medien, FAZ ausgenommen. Das hat sich nach meiner Beobachtung über Jahrzehnte schleichend so entwickelt.

    Das ganze zeigt nur, dass das im weitesten Sinne linksliberale Lager sich sicher ist, gewonnen zu haben – so führen sich nur Sieger auf. Und nicht (denkende) Leute, die potentiell auch mit einer Niederlage rechnen. Denn dann können und werden die Methoden, die man gestern noch bejubelt hat, auch gegen einen vewendet werden.

    Ich nehme solche taz- oder twitter-Beiträge eh mit grimmiger Freude. Ich kann mir einfach keine besseren und schnelleren Wahlbeschleuniger für Rechtspopulisten vorstellen. Mehr Trumps braucht das Land nämlich, dringend.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • anders
      Ich sehe es genau anders herum.
      Diese Leute sehen ihre Felle davon schwimmen und bieten nun alles auf zum letzten Gefecht gegen … ja gegen was?
      Haben sie eine Urangst vorm vierten Reich?
      Genauso scheint dieses Phänomen weit verbreitet zu sein bei den sogenannten etablierten Parteien.
      Jedes Mittel wird genutzt, welches man auch nur im entferntesten als Waffe benutzen kann, gegen den „Feind von rechts“.

    • @ Thomas Meyer
      Es ist nicht die Angst vor dem vierten Reich, man bereitet den Weg für das vierte Reich.

  36. Erschreckend .....
    Die Krise, die der gefühlsduselige Wendehals namens Merkel kopflos losgetreten hat, geht tatsächlich tiefer, als ich erwartet hätte …. Der Substanzverlust im sog. konservativen Lager offenbart sich nach den eitrigen „Auslassungen“ eines BRD-Finanzministers als noch gravierender als es nach einem inszenierten FDJ-Minuten-Applaus der Speichellecker und Wasserträger auf einem „Sonder-Parteitag“ den Anschein hatte …… Ich halte Frau Dr. Merkel mittlerweile für die drittgrößte Versagerin, die die dt. Geschichte gesehen hat, nach dem unsäglichen Österreicher aus Braunau und dem letzten regierenden prostestantischen Hohenzollern …… Leider stehen die KabinettmitgliederInnen der CDU der Regierungsoberhäuptin nicht nach …..

    Was mich aber mehr entsetzt oder entrüstet, ist das „Schweigen“ der dt. Presse, das nach dem 13. März einsetzte u. in seiner Einheitlichkeit den Verdacht erweckt es gäbe so etwas wie einen Deal, eine Drohung …. nach dem Motto: Wer Kritik an der Bundesregierung übt, betreibt die Sache der AfD …..

    Wie kann man mit Kritik an einer Person oder an Kabinettsmitgliedern sparen, die im Januar d.J. u.a. ihre Zuflucht zur Lüge nehmen mußten („Es kommen keine 2Tsd Flüchtlinge pro Tag“ – im Widerspruch zu Stefan Aust), um ein hanebüchenes und unverantwortbares Hantiern zu kaschieren …… Bisheriger Schlußpunkt: Aufgabe politischer Handlungs-Mobilität u Stillschweigen gegenüber der Liquidation des türkischen „Rechtstaates“ durch einen nepotistischen u. paranoiden Despoten im Größenwahn osmanisch-radikalislamischer Großmachtphantasien …….

    Der Wendehals im Hosenanzug genießt keinen „Artenschutz“; Kritik ist angebracht und unerläßlich. Wer die Tabuisierung des Totalversagens dieser Person betreibt, hofft wohl, das Merkelsche Neobiedermeier werde nach der kommenden Bundestagswahl eine Fortsetzung finden ….. Oder, wie ein faz-Redakteur so treffend feststellte: Frau Dr. Merkel verläßt sich auf die Vergeßlichkeit der dt. WählerInnen …..

    Und über alledem der Paternalismus von mainstream-Medien und – Kirchen, die schon wissen, was der dumme dt. Steuerzahler zu denken habe ……

    • Naja, hier gibt es haufenweise Kritik…

    • 9. Juni 2016 um 17:27 Uhr
      Ja hier …. hier ist kein mainstream-Medium, eingeräumt (-;

      Ich meinte aber velmehr diejenigen Versuche oder Tendenzen, Kritik an dem gefühlsduseligen Wendehals als Majetätsbeleidigung zu qualifizieren oder hoheitlich mit irgendwelchen Stigmen zu belegen oder als „Attacken“ zu brandmarken, also: mundtot zu machen.

      Und ebenso halte ich den Wandel in der Berichterstattung nach dem 13. März d.J., nach den eklatanten Verlusten der „etablierten“ Parteien, nicht nur für mein subjektives Empfinden (-; ….. sowohl die thematische Fokussierung auf die Migrationskrise als auch die kritische Kommentierung des Schlingerkurses des Wendehalses wurden m.E. minimiert ….

      Felix Austria!

      Zeitweise beschlich mich auch der Verdacht, dass sogar die Kommentarspalten nach Petersburger Vorbild kanzleramtlich finanziert durch Hymnen von Lakaien gefüllt wurden, die eifrig das Lob auf die huldigste, weiseste, vorausschauendste, wendigste …. äh nee ….. Herrscherin anstimmten …..

      Und was läuft denn jetzt? Jetzt wird wieder versucht, auf staatsmännisch zu machen, „Schwamm drüber“, „Zähne zsmbeissen“, „Alles supi“, aussitzen ….. bis zur Wahl hat der/die dt. Wahltrottel/ine doch sowieso alles wieder vergessen ….. Wie war das? Ein Kind adoptieren u. am besten noch ein Elbhochwasser, dann ist die Wahl gewonnen ….. Diesmal wird wohl die Chuzpe kommen, öffentlich zu verkünden, „wir“ hätten „es geschafft“ …..

      So viele kopf- u. prinzipienlose Wendehalsmanöver, so viel Dilettantismus darf man nicht vergessen!

      Die BRD braucht Alternativen zu diesem CDU- und MerkelMüll!

  37. Titel eingeben
    Erfreulich, dass Don Alphonso und die Kommentare hier wieder aufs Neue bestätigen, was ich mir schon immer dachte: dass hinter der bürgerlichen Fassade vieler Konservativer halt doch bloss Rechtsradikalismus hervorlugt. Linke Zeitungen, die sich erfrechen ihre linke Meinungen zu veröffentlichen? Skandal! Lügenpresse! Die widerwärtigen Hetzkampagnen von Rechts, beispielsweise der Murdoch-Blätter hier in UK? Toll, endlich sagt mal jemand die “Wahrheit” – wessen “Wahrheit” das auch immer sein mag.
    Aber egal, die soziologischen Trends sind eindeutig: die deutschen Konservativen sterben langsam aus. Daher auch die momentane Radikalisierung, man sieht die Felle langsam wegschwimmen.

    • Eine linke Meinung ist völlig in Ordnung, Buttersäure ist eine Straftat, der Aufruf dazu kann auch schon geahndet werden. Wer Vergewaltiger hier haben will, kann das auch gerne sagen. Aber in einer Demokratie hat das Volk das Recht, sich dazu eine Meinung zu bilden. Das tun wir hier. Mehr ist nicht.

      Wollen Sie ein paar Vergewaltiger verstecken, falls sie abgeschoben werden?

    • Inselblick
      @H Vonderinsel
      Sie haben leicht reden, da drüben.

      In UK kann man immerhin abstimmen, ob man in der EU bleiben will.

      Und bei Euro-wahnsinn und Schengen hat man schlauerweise ohnehin nicht mitgemacht.
      Die „Flüchtlinge“ bleiben ja in Frankreich, da käme wohl keiner mit Regierungsverantwortung auf die Idee, mit Steuergeldern den Masseneinreisetransport zu finanzieren und „Refugee Welcome“ zu schreien mit lebenslanger Sozialfürsorge für die Neubürger.

    • Titel eingeben
      Das sind ja interessante „soziologische Trends“ …. und wohl eher tendenziöse Interpretationen älterer und hübsch gedrechselter Befragungen ….. migrantische Milieus verzeichnen eine signifikante Zunahme neokonservativer Ansichten und religiös bestimmter Lebensentwürfe, zu deren Priorität aber nicht die gleichgeschlechtliche Partnerschaft zählt ^^

    • Titel eingeben
      „Links“ …“rechts“ pfffff……….

      Ich halte mich an Tatsachen.
      Wenn z. B. bei „ihnen“ in UK eine bestimmte Gruppe Kinder / Mädchen / Jugendliche einer anderen Gruppe Massen vergewaltigt ist das was?

      Richtig!
      Ein unterschwelliger Bürgerkrieg / Kampf der einen Gruppe gegen die andere Gruppe. Zumal kein ähnliches Verhalten umgekehrt bekannt ist.
      Das ist schmutzig.
      Dreckig wird es dadurch das die sogenannte Elite der
      zweiten Gruppe es nicht sehen WOLLTEN!
      Fazit:
      Autorassismus vom Allerfeinsten.

      Vor gut 200 Jahren ist die Flotte ihrer Majestät ins Mittelmeer gesegelt und hat die dortigen Barbaresken Staaten vehement einer Kanonade unterzogen weil jenige sich erdreisteten Untertanen ihrer Majestät zu versklaven.
      Heute ist die Wahrheit sagen weil „yz“ „ab“ Massen vergewaltigt
      „Rassismus“.

      Das ist degeneriert, verkommen, kopfkrank, untergangssüchtig,
      irre, Einweisungsverdächtig, verbrecherisch!

      Diese Denkweise -Fremde schützen um jeden Preis- ist auch bei uns
      stark verbreitet.
      Und diese „Denk“weise treffe ich nur „links“ an. Wobei die DDR und sämtliche Ostblockländer IHRE Bürger geschützt hätten.

      Denken Sie mal darüber nach.

      ps. Danke DA.

    • Prozess
      Ja, die Konservativen sterben aus. Und mit Ihnen sterben die Impulsgeber und Leistungsträger. Und mit ihnen stirbt die Wirtschaft. Und mit ihr sterben die Steuern. Und mit ihnen stirbt dann auch alles andere. Aus.

  38. Auf Schäubles irre Auslassungen gibts nur eine kurze Antwort
    Die Merkelei muss abgewählt, ggfs. auch gestürzt, werden: die „alternativlose“ Galionsfigur mitsamt dem dem ganzen Hofstaat!


    • Dann müßte es bei den Wahlen aber einen extremen Erdrutsch geben, und vor allem, der auch „durchkommen“.

  39. Die ex-Chefin der taz, Ines Pohl,
    hat mal den Rezensenten einer Presseclub-Sendung (glaube ich) damit genervt, dass sie permanent, passend und unpassend, die Parole „Deutschland ist ein Einwanderungsland“ vorgetragen hat. Sie wird jetzt Chefin der Deutschen Welle. Die Übersetzer arbeiten vermutlich mit Hochdruck an der Übertragung ins Arabische und in afrikanische Dialekte.

    • Auch so eine Sache, die ich nicht verstehe. Allerdings läuft im Ausland eh alles über Internet und nicht mehr über Radio.

    • Das Denglisch des Deutschland-Willkommensklatscht-Senders Limbourg war in europäischen Metropolregionen selbst DVB-terrestrisch gut verständlich – rein technisch; politisch und hipstermoderatorvisuell zum Weiterzappen! (Erste Januarwoche 2016)

    • Neujahrsansprache von Merkel mit arabischen Untertiteln
      … während dessen auf der Domplatte der Sex Mob der NAfris wütete, war eine passende Einstimmung aufs neue Jahr.

      @böser Gast
      Inzwischen wurde Arabisch ja auch schon von jemandem als Pflicht-Schulfach gefordert, und von dem Ober-Schaf der evengelischen Kirche: Islamunterricht.

      Glauben diese Leute eigentlich noch an ihre Religion? Oder schon dem Islam?

      Die ersten aus dem Bekanntenkreis sind jetzt aus der Kirche ausgetreten.
      Na ja, die politische Amtskirche war ja schon immer gerne neben der Spur.
      Verfolgte Christen interessieren hier offenbar niemanden.

      Also ist man als Andersdenkender inzwischen nicht mehr nur politisch heimatlos…

      Die Drohbotschaft ist zurück, schreibt Kissler.
      http://www.cicero.de/berliner-republik/kirche-und-fluechtlinge-die-drohbotschaft-ist-zurueck/60982

    • Ramadama
      Nur mal eine Frage in die Runde, falls noch jemand ein Fernsehgerät besitzt (ich seit gut 5 Jahren nicht mehr). Vielleicht könnte er/sie mal kurz nachschauen, mich tät’s interessieren, Danke, sehr nett: Es ist ja momentan wieder Ramadan. Letztes Jahr las ich, daß der Bayerische Rundfunk in dieser Zeit permanent ein kleines Halbmond-Symbol im Fernsehbild einblendete. Ist das dieses Jahr wieder so, oder wurde das weg-rational-isiert (he he, Wortspiel)?

    • Billigste Stimmungsmache ...
      Andy, können Sie sich gerne ersparen.

      Danke

    • Aber Don...
      Es soll da noch drei Typen in Mali geben die das mit dem Radio hören, der Rest der Welt benützt für Radio das Internet….

    • Solange da keine Sportwettenergebnisse übertragen werden, ist es egal.

    • Vorsicht, Desperado!
      „Die ersten aus dem Bekanntenkreis sind jetzt aus der Kirche ausgetreten.“
      Da dachte ich zunächst an etwas, das Sie wohl nicht im Kopf hatten … .

  40. Der "Zuchtmeister" der Nation, ein gewisser "Schwarzer Kassenwart" Schäuble...
    …hat wohl ganz plötzlich den Verstand verloren, oder war das doch eher ein langsamer, schrittweiser Prozess. Hey, werter Don, Du hast uns schon öfter was erzählt von diesen Typen aus dem „Biotop“ Berlin.
    Ob bei der Biotop-Journaille oder der dortigen Politikerkaste – die treiben es doch nur unter sich. Das ist die „gendergetriebene Inzucht“, deswegen sind sie auch alle in diesem Biotop degeneriert.

    Sie essen Bio, tragen die gleichen Klamotten und reden die gleichen Phrasen. Es sind keine Menschen, sie empfinden keine Liebe, sie verhandeln mit der Wirtschaft über das „Humankapital“, denn sie sind die „Meinungsvertreter“ und „Parteifunktionäre“ der „Eliten“. Der gemeine, unvollkommene einfache Steuerbürger widert sie an und das aufkommende, demokratische Aufbegehren des Wahlvolkes entsetzt sie. Sie bleiben lieber unter „ihresgleichen“, damit die „Inzucht der Eliten“ weiterhin kapitale Einkünfte mit den neuen „Lohnsklaven“ generieren kann. Unsere „politische Inzucht“ ist so degeneriert, dass sie das wahre Leben nicht mehr spürt.

    • Das ist dort halt alles etwas abgehoben. Habe da ja anderthalb Jahre gearbeitet, mit Deutschland hat das wenig zu tun, ausser vielleicht in den Landesvertretungen. Die sind dann neben einigen Abgeordneten der Bezug zur Realität, aber auch meist handelskammerbelastet und agrarverbandlobbyiert.

    • kurzzeitig habe ich mich gefragt
      was hat man dem Herrn Schäuble in den Tee getan – oder zum Rauchen gegeben? Man könnte sich auch fragen, ob der Herr Beck ihm etwas von seinem Vorrat abgegeben hat?

      Ceterum censeo: Weg mit der Merkelei!

      Langsam kapiere ich, wie die „Tea-Party“ in den USA tickt …

  41. Atavismus in bunten Bildern im Schriftverkehr
    Wieder ein herrlicher Blog von Don Alphonso. Herzlichen Dank!
    Habe die Tweets von Kazim gelesen. Offenbar wird die Kommunikation nicht nur kürzer, sondern regrediert in Zeichensprache, so wie bei vielen Urvölkern, welche diese in ihre Totempfähle ritzten. Das Angebot an kleinen niedlichen bunten Bildchen wird immer mehr erweitert; für fast jedes Gefühl gibt es mittlerweile ein Emoticon, in mehreren Farben, Variationen und Nuancen. Super niedlich! ;-)

    Lieber Don Alphonso, wann dürfen „wir“ mit einem angemessenen Angebot an Emoticons rechnen? ;-) Damit auch ich die neue Zeichensprache endlich lerne! Kann die süßen Bildchen nämlich nicht immer richtig deuten. :-( Und hier in Ihrem Blog sind die gegebenen Möglichkeiten zum vollen emotionalen Ausdruck doch arg begrenzt.
    :‘-( *tränchen* ;-)

    „[war eine Kulturalisierung von sexueller Gewalt, die Sexismus und patriarchale Strukturen als etwas Fremdes exterritorialisierte] sich aber gleichzeitig an dem Bild des ›antanzenden Nordafrikaners‹ sexuell erregen konnte.“

    Sexuell erregen, an der Stelle habe ich laut gelacht. Köstlich!

    „Dass es das hier so nicht gibt, liegt nicht daran, dass deutsche Männer dazu nicht fähig wären, sondern weil Jahrzehnte feministischer Kämpfe das Kräfte-verhältnis juridisch, politisch und diskursiv verschoben haben; sexuelle Gewalt muss sich hier andere, kommodifizierte und verkappte Wege suchen.“

    Ich wusste noch gar nicht, dass offene Gruppenvergewaltigungen vor dem Feminismus, also noch in den 50er und 60er Jahren in der bayrischen oder norddeutschen Dorfidylle beim Volksfest quasi dazugehörten. Man lernt nie aus. Hat jemand von Ihnen das noch live mit erlebt? Omg, es wird allmählich richtig skurril in diesem Land. Die Spinnen, die Linken.

    • Man versteht, wsarum dann eine Torte auf Wagenknecht geworfen wurde, wenn man diesen Text kennt.

      Emoticons sind noch shclimmer als Ausrufezeichen.

  42. Deutschland darf nicht für Selbstbehauptung stehen !
    Wir müssen unsere Lebensgewohnheiten ändern. – (Armlänge Abstand?)
    Unser Wohlstand – (Einbrüche hier plus 70%)
    und die Weise in Frieden zu leben, – (Köln zu Silvester !!!)
    werden sich ändern. – (Wie für den todgetretenen Jungen in Bonn)
    Wir müssen lernen, was es heißt offen zu sein. – (Rapefugees welcome ? )
    Die Bürger müssen Abstand vom gewohnten Wohlstand nehmen und bescheidener werden. – ( Kuscht gefälligst ?).
    Meint der Bischof von Essen.

    • Kann er ja auch, im medialen Trommelfeuer -er gibt sicher seinen Segen zur Buttersäure.

      Ich habe aber keine Lust, Leute zu beteiligen, die sich nicht mit aller Kraft hier integrieren wollen. Danach schaue ich mir gern mal ihre Religion an und bin tolerant, wenn es passt.

    • Die Kirchen marginalisieren sich .....
      Joa, über die Anmaßung und Selbstgerechtigkeit (in der politischen Einmischung) der deutschen Bischöfe der kath. Kirche kann man nur staunen … ebenso wie über diese staunenswerte Instrumentalisierung des deutschen Katholikentages, der eine (von Sternerg u.a.) organisierte Wahlkampf- und Solidaritätsveranstaltung für die GroKo und ganz besonders für die CDU werden sollte (Motto frei nach Loriot: „Mutti, wir folgen dir“) ….. Irgendwie lassen sich das Geschwurbel der Bü90/Grü, das mysterienreife Gestammel der Bundeskanzlerin und die „Hirtenworte“ kath. Bischöfe ja sowieso nicht mehr so recht auseinanderhalten ….. Nur die Substanz fehlt allen ^^

      Und daher dürfte Kisslers verblüffendes Ergebnis auch richtig sein: „… treiben ihren Bedeutungsverlust voran“. Modus und Duktus der deutschen Bischöfe (Genn, Marx, Overbeck, Woelki, …) in der Kommentierung der Migrationskrise offenbart nämlich erneut das Selbst-Verständnis dieser Kirchenfunktionäre … und das, das sie von ihren „Schäfchen“ pflegen …..

      Wenn linke Medien mit ihrer Leitkultur so weitermachen, können sie ja bald Allianzen mit den SalafistInnen eingehen und gemeinsam steinewerfend einen Mummenschanz aufführen …..

  43. Normativität des Faktischen,
    am Beispiel einer italienischen fermata bus. 4 + x : 1
    .
    Und da macht dieser Kerl sich Sorgen.

  44. Was ich nicht versteh'
    Was ich nicht versteh‘ ist, dass man das AfD-Programm und die AfD-Mannschaft hier nicht ebenso akribisch durchleuchtet.
    Nein, immer drauf auf andere. So langsam …

    Das könnte genau den Umstand erklären, warum diejenigen, die damit leibäugeln, sie zu wählen (und davon schätze ich gibt es einige hier als Kommentaristen), deren Wahlprogramm noch gar nicht gelesen haben.

    Es ist einiges im Unguten. Auf allen Seiten.

    Ja, schon:
    Ich vermute, dass die männliche traditionelle Linke sexuelle Straftaten gegen Frauen gemeinhin nicht sonderlich ernst nimmt. Anders kann ich mir nicht erklären, weshalb sie so überidentifiziert die Sexmobbenden vom Kölner Bahnhof auf diese Weise in Schutz nimmt (seien ja so arm dran und zu vögelnde Frauen stehen ihnen leider nicht zur Verfügung – als seien sie Ware, als gäbe es diesen naturgegebenen Potenzdruck, dem ein gesunder Mann doch nachgeben müsse, das ist die Entschuldigung Mann; sie könnten auch kein Bier ausgeben; hallo, irgendwer da, seit wann geben Muslime ein Bier an Frauen aus – das alles kann sich fast nur ein grauhoreter Linker aus Mittelfranken nach dem 10. Weizen im Cafe Express zusammengesponnen haben, der ebenfalls kein Weibi hat … satire ende)

    • E$s gab einen sehr prominenten Beitrag über das AfD-Programm.

      Das ist aber generell nicht mein Thema. Mein Thema ist Sitte, Anstand und Sozialkontrolle, und an dem Beispiel sieht man, wie und wo das allea bröselt, und warum. Daher der Beitrag -weil man sieht, wie dünn die Kruste der Ziviliation ist.

    • Kein Supermodel
      Die Zivilisationskruste ist doch kein Supermodel !
      .
      also nicht zu dünn
      und unbedeckt
      .
      nicht knusprig aber
      stark und schön
      wie die Kanzlerin
      flexibel und fest
      wie eine Nato-Bomberjacke.
      .
      Wir leben auch nicht in irgendeiner,
      Sondern die weltmarktführende
      Spitzen-Qualitäts-Zivilisation
      Made in EU.
      .
      Die teilt was aus
      Die steckt was ein.

    • Lack
      Der Lack der Zivilisation ist gemeinhin dünn.

      Lack hin, Lack her: Mich bekümmert der Zulauf zur AfD enorm.
      Wieso sieht man nicht, dass diese noch schlimmer sind, als das was wir schon haben. Wieso durchleuchtet man diese Bauernfänger nicht stetig. Ein Bericht reicht doch nicht.

      Udd, egal was nach Durchwurstel-Heiteitei-Merkels Regierungsende kommen wird, das Gleiche: Man darf doch nicht glauben, dass die Dinge besser werden: Nächste Regierung, mir graut vor dir! Frei nach Heinrich, mir graut vor dir!

      Wie die Sozialarbeiterin in ihrem Kommentar hier schön sagte:
      emotional verwahrlost, materialistisches Konsumstreben, wenig Einfühlsamkeit.

      Das nimmt doch m. E. sogar breiteren Raum ein als sie getreu aktuell von ihren Familien berichtet und ist nicht nur in dysfunktionalen Problemfamilien zu finden, die gerade im Begriff sind, trotz Geld für Bildung und Essen die Chancen ihrer Kinder zu versaubeuteln. Dieses verwahrloste egoistische Konsumstreben ohne Rücksicht auf Verluste findet man überall. Ein Verdienst der neoliberalen Ideologie: Jetzt ist sie in allen Köpfen. Danke auch.

    • Also, Gauland ist ständig Thema und mein letzter Beitrag bei DEM ist mit dem Gehlmann Schlitten gefahren.

    • Schlitten fahren mit Gehlmann
      Mit Verlaub: um das dann mit folgenden Worten zu relativieren:
      „Patchworkfamilie Petry wäre vor 25 Jahren noch in der CDU undenkbar gewesen. Und dem Sittenverfall-Gehlmann steht auf der anderen Seite mit Alice Weidel eine selbstbewusste Frau im Parteivorstand gegenüber, die mit einer anderen Frau ein Kind erzieht.

      Das mag ja wahr sein mit diesen beiden Damen, keine Frage, dennoch:
      So steht die AfD als durchaus wieder moderne Partei da, sie hat halt einen vereinzelten Sittenspinner ähm Hardliner, so what. Hat die CSU ja auch und ist trotzdem im Grunde sowas von liberal und christlich …

      Ne, ich verstehs nicht.

      Und CSU wähl ich auch immer noch nicht, dazu müsste man mich zweimal totschlagen, dann immer noch net.

    • @derandereGast
      „Was ich nicht versteh‘ ist, dass man das AfD-Programm und die AfD-Mannschaft hier nicht ebenso akribisch durchleuchtet.“

      Sie haben den Gastbeitrag von Frau Nocun vergessen, in dem genau das getan wurde. DonAlphonso hat die AfD auch wiederholt als „widerlich“ u.ä. bezeichnet.
      Außerdem ist Kritik an der AfD in deutschsprachigen Medien ja nun wahrlich breit verbreten, das wäre für das Blog kein Alleinstellungsmerkmal.

    • Widerlich
      Widerlich ist kein Ausdruck – ich werd auch das Gefühl nicht los, dass hier AfDs-Harties mit gemäßigter Maske mitkommentieren.

      Nicht, dass ich nicht Meinungsvielfalt schätze – hier ist irgendwie ein Überhang von ich weiß nicht. Irgendwie nicht ganz gesund. Und therapieren möcht ich so ein Kommentariat ganz gewiss nicht. Merkwürdig alles.

    • Sie können bei einer Partei, die 20% bei Wahlen erreicht, nicht davon ausgehen, dass die alle den Mund halten. Hartgesottene Rassisten gibt es in der Internetlandschaft einige, die sind aber gar nicht so scharf auf die AfD. Ich erlebe beispielsweise keine Propaganda des 3. Wegs oder der auch „nur“ der Identitären in diesem Umfeld, selbst wenn es eindeutig überzeugte AfDler sind.

    • Titel eingeben
      Die AfD hat im Gegensatz zur GroKo und den Grünen keine reale Macht; mag sein, dass sich das mal ändert.

      Aber aktuell sind es andere, die Entscheidungen von erheblicher Tragweite und langdauernden Auswirkungen treffen, und viele haben den Eindruck, dass diese Entscheidungen unserem Land und auch den Interessen jedes einzelnen erheblich schaden, und alles nur aus einer angemaßten moralischen Hybris heraus.

      Logisch, dass das mehr Kritik auf sich zieht als unsinnige Punkte in der Programmatik der AfD. Ich halte die Abschaffung der Erbschaftssteuer auch für völligen Unsinn, aber die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung ist ein noch viel größerer Unsinn.

    • @derandereGast
      „Widerlich ist kein Ausdruck – ich werd auch das Gefühl nicht los, dass hier AfDs-Harties mit gemäßigter Maske mitkommentieren.“

      Natürlich tun sie das, ich persönlich mache auch gar keinen Hehl daraus, dass ich AfD-Sypathisant bin und diese Partei für absolut nötig halte (auch wenn es da gegenwärtig zu viele Problemfälle der Sorte Gedeon und Gehlmann gibt).
      Können Sie ja alles ekelhaft finden und nach Ausgrenzung und Bekämpfung rufen.

    • @ all
      Genau darum geht es doch: AfDlerInnen oder deren SympathisantInnen oder WählerInnen sind nicht totzuschreien, zu leaken oder, wie manche das ja nun mittlerweile propagieren, totzuschlagen.
      Das Wesen einer „Demokratie“ besteht im Diskurs und einer sachbezogenen Diskussion …. das demokratische Defizit wird aber gerade in denjenigen Lagern offenbar, die sich die „Welt“ wie einen bereinigten und zensierten Kommentarblog auf zeit.de wünschen oder meinen, sie könnten gegen die VertreterInnen unerwünschter Meinungen hetzen und zu Straftaten aufrufen. ….
      Deshalb würde ich mich nicht nur gegen den Faschismus-Vorwurf verwahren, der so leitchfertig gestreut wird, sondern auch gegen die Anmaßung derjenigen, die glauben, dogmatisch und unfehlbar, gleichsam inquisitorisch, faschistische Positionen ausfindig machen und indizieren zu können …..

      Ceterum censeo: Über Migrations- und Integrationspolitiken kann man trefflich streiten. Der mittlerweile „zivilreligiöse Status des Flüchtlings“ als heilige, unantastbare Kuh sollte aber schleunigst wieder nivelliert werden, damit sachbezogene Debatten oder Politiken möglich sind …. die den Er- und Zusammenhalt der aufnehmenden Gesellschaft nicht gefährden …..

      Mit den Parolen eines Wendehalses oder der SesselpubserInnen der grün-roten Landesregierung in NRW begegnet man der Lebenswirklichkeit in rechtsfreien Räumen mit mafiösen Strukturen sowieso nicht mehr. Und wer angesichts der Faktizität transnationaler Organisierter Kriminalität und human trafficking von „Grenzen können nicht bewacht werden“ und Ähnlichem schwafelt, hat in einer Regierung nichts verloren ….. Die 4500 verschwundenen/untergetauchten unbegleiteten minderjährigen MigrantInnen sollten zu denken geben ……

  45. Eindrücke aus der Praxis
    Ich bin in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis in der nördlichen Hälfte Deutschlands tätig. Ich möchte versuchen, einige Beobachtungen zu teilen, die das Thema betreffen:

    1. Gewalt gegen Frauen und Kinder wird mir überwiegend aus und von Migrantenfamilien (überwiegend muslimisch) berichtet. Die Kinder und Frauen sind davon oft wirklich traumarisiert. Und die Jungs werden aggressiv und sind oft unzureichend zu sozialisieren. Und das prägt oft fürs Leben. Die Ehepartner sind oft aus dem Herkunftsland (meist Türkei) importiert, der Heirat folgt nicht selten einige Jahre später die Scheidung. Wobei der Partner dann meist in Deutschland bleibt.

    2. Vernachlässigung unterschiedlichster Art (auch oft verdeckt als emotionale Verwahrlosung) sehe ich vor allem bei ungebildeten Eltern unterschiedlichster Herkunft (auch oft deutscher Herkunft). Das Problem ist: das gesamte soziale Umfeld ist oft emotional verwahrlosend, pflegt eine materialistische Konsummentalität, kann eigene Emotionen und Impulse nicht richtig kontrollieren, ist beziehungsgestört. Die Eltern haben das gleiche schon erlebt und geben es folglich an ihre Kinder weiter. Eltern und Kinder haben/schaffen oft keine Berufsausbildung, leben vom Staat. Die Jugendamtskosten sind massiv – oft ohne nachhaltig zu wirken.

    3. die stabilsten Kinder kommen i d Regel aus Familien, in denen die Eltern sie im Blick haben, sich für sie wirklich interessieren und einigermaßen wissen, was die Kinder innerlich beschäftigt. Das setzt voraus, dass die Eltern selbst einigermaßen seelisch stabil sind. Die Regelfamilie (Vater, Mutter, Kinder) hat hierzu gute Voraussetzungen (auch wenn es oft auch nicht funktioniert). Eine ganze Menge von Alleinerziehenden und über lange Zeit stabile (!) Patchworkfamilien bieten auch eine gute Entwicklungschance. Wobei das alleine Erziehen auch ein deutliches Risiko ist. Sehr gut ist ein helfendes Umfeld, auch eine soziale Kontrolle.

    4. Um ein PC-Thema nicht auszusparen: was ist mit geschlechtlichen Paaren und ihren Kindern? Ich sehen ganz überwiegend lesbische Frauen mit ihren Kinder, nur wenige schwule Paare. In den meisten Fällen sind die Mütter nicht beide seelisch stabil, oft zeigen sie (Anteile) eine(r) Borderline-Störung, was sich recht nachtteilig auf die Kinder auswirkt. Materiell versorgt sind die Kinder in diesen Familien recht gut. Aber es herrscht oft ein recht „kalter“, zu wenig liebevoller Umgang miteinander. Das sind Beobachtungen von ca. 15 lesbischen Paaren und ihren Kindern – ich muss es leider so sagen.

    5. Weiteres PC-Thema: IQ: er ist über die Zeitachse relativ stabil (bei ausführlichen Tests) und deutlich häufiger hat ein Kinder von Akademikern einen höheren IQ und umgekehrt. Der Schulerfolg ist klar dmit assoziiert. Jedoch auch mit einem überdurchschnittlichen IQ kann ich in der Schule versagen, wenn ich in der Familie traumatisiert und vernachlässigt werde, er ist aber auch eine Ressource. Und es widerlegt die Mär der SPD, dass jeder alles werden kann, wenn nur genug Geld (für Bildung) da ist.

    5. Recht häufig gibt es mittlerweile „multimorbide“ Familien, deren Kinder kaum durchhalte- und leistungsfähig sind, anhaltend die Schule verweigern, depressiv und aggressiv sind. Jeder auf seine Weise. Verläufe zeigen, dass ein großer Teil dieser Kinder und Jugendlichen auch im Verlauf nicht zu Leistungsträgern einer Gesellschaft wird, oft keine Ausbildung schafft, manchmal auch straffällig wird.

    6. Als positiver Ausblick: Kinder entwickeln sich dann gut, wenn sie Eltern haben, die zuverlässig und angemessen auf sie achten (Stichwort Feinfühligkeit), sie fördern und fordern. Eltern als Begleiter und Unterstützer, die den Kindern nicht alles abnehmen. Eltern sollten selbst versuchen, stabile Partnerschaften zu leben. Aber Fehler dürfen auch Eltern sich zuhauf leisten! Das verzeihen Kinder, solange sie die Zuneigung und Liebe der Eltern spüren.

    • ?
      Scheint so, als sei das ein Sarrazin Plagiat.

    • Fehlende Impulskontrolle
      Ich sehe in dieser Gesellschaft (auch und insbesonders deutscher Herkunft) generell die Tendenz eigene Emotionen und Impulse nicht mehr richtig kontrollieren zu können. Und zwar – und das möchte ich betonen – nicht nur in ungebildeten Schichten.

      Behaupten Sie mal irgendwo, dass persönliche Haltung, Contenance,
      ganz dumm formuliert „ich bin jetzt mal nett zu dem Arschloch um meiner selbst Willen“ ein erstrebenswertes Ziel sei.

      Ich fürchte selbst im Bundestag würden sie dafür pubertäre Zwischenrufe ernten.

      IMHO sind AfD, Genderforsch*ix, brennende Flüchtlingheime, NAFRIS und Twitter „Hatespeech“ alles bloss Geschwüre einer Gesellschaft in der sich das Individuum auf gut deutsch gesagt nicht zusammenreissen kann
      und dies auch nicht mehr als erstrebenswertes Ziel angesehen wird.

      Und ich möchte hinzufügen, das hat (ganz ehrlich) nix mit dem Islam zu tun. Hier versagt die „biodeutsche“ Mehrheitsgesellschaft durch alle sozialen Schichten.

    • So billig ...
      … versuchen Sie schon zu diffamieren?

      Billiger gehts kaum noch.

    • @candide: Danke!
      Erwachsensein hiess einmal zuallererst „Selbstdisziplin“. Muss sich irgendwann verloren haben, in den letzten 30, 40 Jahren. Und wenn sich fünfzigjährige „Entscheidungsträger“ reuelos verhalten wie triebgesteuerte kleine Kinder, dann werden die Ergebnisse unerfreulich.

      Nach meiner Auffassung schaffen sich ausnahmslos alle liberalen Gesellschaften gerade selber in historisch hoher Geschwindigkeit ab. Als alter Reaktionär kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen – offenbar war das Gesellschaftsmodell nicht nachhaltig.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Ganz so einfach ist es nicht. Wenn Merkel die Grenzen verrammelt hätte, würde man sie heute weiter hoch schreiben und die AfD-Wähler würden ihr nachlaufen.

    • nicht auf den/die/die Falsche(n) beziehen
      Die Kardinaltugenden Platons sind pervertiert: die Mäßigkeit (geschäftsschädigend!), die Klugheit (schlau ist Trumpf), der Starkmut (handle entweder tollkühn oder feige) und die Gerechtigkeit (unterm Strich zähl bloß ich).

      Auf diesen degenerierten Haufen bezieht sich nun das, was Papst Gregor der I. an göttlichen Tugenden dazuerfunden hat: Glaube, Liebe, Hoffnung.

      Und das Ergebnis ist – nun ja. Unter dem Aspekt kann man ja mal „Der Erwählte“ von Thomas Mann lesen. Und man landet irgendwie – simsalabim – bei Schäuble.

    • "Ganz so einfach ist es nicht."
      Es wäre in meinen Augen ein Fehler, die AfD nur auf das Flüchtlingsthema zu reduzieren. Den Streß mit der Türkei hätte es sowieso gegeben, denn die Grenzen waren ja verrammelt. Und da wäre dann immer noch der Islam, der Euro – und in Zukunft wohl auch noch der Sozialstaat.

      Gestern abend bin ich beim Zappen zufällig über „Ihre Meinung: Harte Arbeit, wenig Rente“ mit Bettina Böttinger gestolpert. Das war sehr interessant, denn dort kamen in erster Linie die Studiogäste zu Wort. Als Vertreter der Politik waren ein Yuppie aus der JU und Walter Riester anwesend. Einfach mal anschauen.
      http://www1.wdr.de/fernsehen/ihre-meinung/sendungen/ihre-meinung-altersarmut-100.html

      Die Bürger haben generell die Nase voll. Die Partei, die die Themen glaubhaft aufgreift und entsprechende Reformen in Aussicht stellt, hat die besten Chancen. Und die AfD hat da nunmal den Vorteil, daß sie noch nie liefern mußte.

  46. nicht mehr mein Land...
    @ Jessica
    Soweit ich mich erinnere, sind Sie in Berlin ansässig.
    Meine Freunde dort überlegen sich schon die Schulwege der Kinder mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Angst vor einem Terroranschlag an bestimmten Bahnhöfen.

    Wir haben vier Kinder: 3,7,10 und 11 Jahre.
    In Bayern auf dem Land ist alles noch halbwegs unter Kontrolle, im Bild auf dem Dorf fallen die männlichen Migranten natürlich ziemlich auf. Die anderen Männer arbeiten ja tagsüber.
    Auch hier natürlich Inklusion hier an der Grundschule, aber die Lehrer sind teilweise damit überfordert. Förderung gibt es nur für die schwachen, nicht für die guten Schüler.
    Besonders manche Störenfriede können dann die ganze Klasse terrorisieren. Selbstverständlich gibt es auch „Flüchtlingskinder“ neu in den Klassen, aber wenn es nicht zu viele sind, geht es.

    Am Gymnasium der Tochter war nun die Turnhalle mit „Neubürgern“ belegt, manche Klassen hatten gar keinen Sportunterricht.
    Die ungarische Partnerschule hat den Schüleraustausch abgesagt aus Sorge um die Kinder wegen dieser belegten Turnhalle und der Situation in Deutschland.

    Eine Freundin bei der Justiz, die brav ihren Dienst bei G 7 absolviert hat und nach einem Protestbrief an den bayerischen Justizminister eine Bla-Bla Standardantwort erhalten hat, ist inzwischen der AfD beigetreten. Ich finde das mutig.

    • Glücklicherweise nicht Berlin
      Danke für Ihre Zeilen, Ihre Freundin ist in der Tat mutig. Würde mich sehr interessieren, was für Erfahrungen sie da macht.
      Ich hatte irgendwie gehofft, in Bayern wäre es noch besser. Ich hatte hier mal zum Betreuungsgeld geschrieben, da hatte der Don mir so charmant den Umzug nach Bayern anempfohlen, was ich auch ab und an (unsere SPD-Regierung ist unerträglich) erwogen habe.
      Eine Freundin ist nach Belgien aufs Land gezogen. Sie ist selber Lehrerin und wollte ihre 2 Kinder absolut nicht hier zur Schule schicken. Mit jedem Tag verstehe ich sie mehr.

    • Und da kamen ...
      … die Terroristen doch aus Belgien, waren dort aufgewachsen.

      Sie mögen das jeden Tag mehr verstehen, ich nicht wirklich.

  47. CSU Extasia in nasi(a)
    Oh dieser bayerische Hauptstadtsumpf: Extasia in nasi(a)

    „Laut Münchner Abendzeitung hat Schlagbauer eingeräumt in einem Zeitraum von mehr als einem Jahr mehr als 20 Mal in zwei Münchner Bordellen Kokain erworben zu haben.“(br) Georg Schlagbauer (CSU) war Münchner Stadtrat, Landesinnungsmeister und stellvertretender Bundesinnungsmeister des Bayerischen Fleischerhandwerks, Präsident der Handwerkskammer München/Oberbayern und Präsident des Bayerischen Handwerkstags.
    Verheiratet, zwei Kinder. Selbstanzeige, vermutlich wg. Erpressung?
    „Wir wünschen ihm, dass er diese für ihn und seine Familie existentielle Krise meistern kann.“

    Gestern noch CSU-Landtagsabgeordnete Michael Brückner (51), Verdacht auf sexueller Missbrauch einer 15/16jährigen incl. Bezahlung.
    usw.
    Aber das „Gschleaf“ wird immer woanders gesehen.

    • Mich wundert, wieso er im Bordell Koks kauft. Indiskreter geht es ja nicht. Unbegreiflich.

    • mich wundert es nicht,
      dass sich ein CSU-Politiker im Bordell auch noch gleich mit Kokain eindeckt.
      .
      Wenn es es doch braucht. Sein Körper verlangte halt danach.

      —-
      In München gibt es erstens einmal Bordelle. Ist doch ein Fortschritt, früher musste weion gewisser bayr. Ministerpräsident nach New York zur Entspannung und wurde dann dort auch gleich noch ausgeraubt.
      In München gibt es zweitens einmal im Bordell auch noch Kokain, frei verkäuflich. Ja, sakradi, legalise it, host mi! Wie das ja auch die TAZ meint. Früher trank ein gewisser bayr. Ministerpräsident Bier, bis zum Umfallen. Ensprechend ist dann auch aus seinen Kindern wenig bis gar nixn geworden.

    • Die GrünInnen frohlocken
      Aber der Unterschied ist: in der CSU werden sie rausgeschmissen, bei den GrünInnen machen sie nach einer Sekunde betretenen Schweigens schamlos weiter (Beck, Cohn-Bendit, Cem).

    • Mich erstaunt da etwas
      Und das habe ich noch persönlich zu klären.

      Ein Freund aus Studienzeiten ist direkt gewählter Bundestagsabgeordneter der CDU, ich schätze ihn aus jener Zeit und aus manch anderen Gründen sehr hoch.

      Er sagte mir einmal, Beck wäre gar nicht so übel als Gesprächspartner.

      Keine Frage, ich missbillige völlig die Drogengeschichte.

      Und doch frage ich mich, wie kommt mein alter Freund zu so einem Urteil, bei solch Misslichem?

    • Weil das Land eh auf eine Grünschwarze Koalition zusteuert. Flexible Bigotte, die sich ab und zu eine Nase Auszeit nehmen und scharf auf Pfründe sind, unter sich. Die Entideologisierung der Politik führt zu dem, was die Aufklärung mit der Kirche gemacht hat. Wasser predigen, Weis saufen.

    • Bravo....
      Herrlich, angesichts der tatsächlichen Probleme bundesweit werden jetzt koksende Puff-Besucher zum Problem ernannt?

      Der Mann ist Metzger und in der CSU, was habt ihr denn erwartet was in der CSU für Leute Karriere machen?

      Wäre schön, wenn Dn uns mal wieder darüber auf dem Laufenden halten könnte, was denn sein „Erlöser“, der Horst, so seit seinen Aufrufen vor einigen Monaten alles zu Gunsten des Erhaltes der deutschen Kultur auf die Beine gestellt hat?
      Fehlanazeige?

    • Alte Daumenregel:
      Rechte stürzen vorzugsweise über Sex, Linke übers Geld. Stimmt zwar auch nicht immer (Edathy), aber doch meistens.

      Den alten Adam kriegt auch der Konservative nicht klein.

    • Don Alphonso - 10:13
      Das kann in diesem Fall nicht zutreffen, Don Alphonso.

      Mir sagte er mal, er wäre Beck häufig während Bundestagswahlveranstaltungen während des letzten Wahlkampfes in Köln begegnet und es wäre eben nicht nur auf der Bühne diskutiert worden.

      Und Pfründe sind es bei ihm wahrlich nicht, er verzichtet während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter meiner Einschätzung nach auf riesige Beträge, die er sonst als mandatierter Gutachter verdienen könnte.

      —–

      Ändert aber bisher noch nichts an meiner ablehnenden Haltung zu Beck, mich interessierts halt.

    • @Thomas
      Eine Spekulation ins Blaue: Volker Beck steht auf der richtigen Seite und er hat kein Problem damit, den grand effect anzusteuern. War er nicht derjenige, der meinte, die Dresdener Ermittler hätten keine ordentliche Arbeit geleistet, weil sie zu dem Schluss kamen, der Tod eines Asylbewerbers habe etwas mit einem Messer zu tun gehabt? Das war dann wohl nicht die richtige Assoziation. Volker Becks Demonstranten wussten es natürlich besser, klar, die standen auch auf der richtigen Seite.

  48. Bundestagspräsident Lammert von DITIB-Moschee ausgeladen - Sicherheitsbedenken.
    Das Fastenbrechen findet ohne Lammert statt, seine Sicherheit kann nach seiner Verurteilung türkischer Angriffe auf deutsche Abgeordnete in Deutschland von den Türken in Deutschland nicht mehr garantiert werden.

    Deutlicher konnte die seit Jahrzehnten fehlschlagende Integration sich nicht zeigen. Deutlicher wurden Parallelgesellschaften selten sichtbar. Die Aussage vom Staat im Staat könnte so eine ganz neue Bedeutung erhalten.

    Die Türkei hat in Bezug auf Europa wohl endgültig alle Chancen verspielt. Merkel sollte sich schnellstens von Deals und Visafreiheit verabschieden, will sie noch halbwegs schadlos aus dieser Situation wieder herauskommen.

    Etwas Gutes hat aber auch das, das wohlfeile Herumgerede wird nun wohl enden müssen – auf beiden Seiten. Und vielleicht endet nun auch die falsche Toleranz, mit der hier Integration betrieben wird. Obwohl, das glaube ich erst, wenn ich es erlebe.

    • Nun, die Stimmung it aufgeheizt, aber das war sie auch, als die Israelis die Gazaflotte stoppten. Da sh es auch nach Totalzerwürfnis aus, aber inzwischen hat man sich arrangiert, Nahostpolitik halt.

    • Israel und Türkei?
      Ist da ein Vergleich wirklich möglich?

    • O.M.
      Ich glaube nicht, dass man da was vergleichen kann. So weit mir bekannt besetzen die Türken keine Gegenden die ihnen nicht gehören mit Waffengewalt!

    • Titel eingeben
      Nun ja, das Osmanische Reich war auch schon mal größer, wenn ich mich nicht irre, TDV. Wer weiß, wie lange der Landraub Israels anhält. Denn daß das ein Grund dafür ist, daß es dort keinen Frieden geben kann, dürfte unstreitig sein.

      Aber Israel genießt nunmal einen Sonderstatus, den die Türkei auch als Nato-Mitglied niemals genießen wird, der auch durch das Scheitern der Gaza-Flotte bestätigt wird. Den Sonderstatus zeigt allein schon die Hinhaltetaktik, mit der ein Beitritt der Türkei in die EU verhindert wurde und jetzt wohl auch weiterhin verhindert wird, Israel aber ist de facto längst EU-Mitglied, trotz des Siedlungsbaus. Wer weiß, ob sich die Türkei unter Erdogan so verändert hätte, wäre es vor 10 Jahren zum Beitritt gekommen. Aber selbst dann sähe ich immer noch keine Vergleichbarkeit mit Israel.

      Es ist das schlechte Gewissen der Welt gegenüber den Juden, das den Unterschied macht.

    • Da bin ich nicht sicher, O.M.....
      Es sind die Medien die dieses schlechte Gewissen suggerieren und denen, die es nicht in sich spüren, denen wird suggeriert, dass sie schlechtere Menschen seien.

      Das ganze in Verbindung mit dem absoluten Verbot jeglicher Diskussion über das Thema…. ich sehe keinen Grund, warum es ausser diesen beiden Dingen noch eine Grund geben muss.

      Da wird von Menschen wie mir verlangt ich hätte gefälligst eine Verantwortung gegenüber Israel zu tragen, weil ich Deutscher sei?
      Ich bin niemals auf der Seite von Staaten, ich bin auf der Seite von Menschen die unter dem Machtmissbrauch von Staat zu leiden haben, und die Extrenfälle sind da nun mal in nerster Linie die USA, und dann Russland, China und selbstverständlich Israel!

    • Nicht nur die Medien, auch die Politik, TDV.
      Bezogen auf die Deutsche Geschichte gibt es ja auch durchaus einen Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn auch nicht im Sinne von Sippenhaft. Denn Täter wie Überlebende unter den Opfern sind kaum noch vorhanden. Allerdings sind die Folgen der Arisierung zum Teil immer noch nicht abgearbeitet, werden es auch wohl nie mehr werden.

      Dennoch ist das selbstverständlich kein Grund, Kritik an Israel zu unterlassen. Schließlich gibt es auch Israelis, die mit der Politik ihres Landes nicht einverstanden sind. Aber in Deutschland fürchtet man sich halt davor, daß offizielle Kritik dem rechten Rand Vorschub leisten könnte und übt sich daher auch weiterhin in Büßerhaltung. Denn unbestreitbar ist ja leider auch, daß jüdische Friedhöfe und Institutionen in Deutschland immer noch nicht sicher sind.

      Insgesamt ist die Geschichtsbewältigung aber sowieso nicht befriedigend. Ich denke da an die „Feierlichkeiten“ in Dresden, in denen sich die Täter ganz offiziell als Opfer gebärden. Und das auch noch begleitet von Nazi-Aufmärschen. Da fehlt es einfach an Einsicht.

      Es paßt halt nicht zusammen.

    • Ich bin da halt grundsätzlich kaum kompromissbereit....
      Dass es in DE trotz des 3.Reiches genauso viele Nazis zu geben scheint, wie in ALLEN anderen Ländern der Welt, sagt nichts über Nazis aus, sondern die Lernunfähigkeit der Masse der Menschen.

      Und wenn ich zu dem Thema was von mir gebe, dann nehme ich auf sowas keinerlei Rücksicht. DE behauptet von sich eine Demokratie und ein Rechtsstaat zu sein? Dann sollten ALLE Regierungen dieses Landes ihre Arbeit machen und sich gegen alles dergleichen deutlich abgrenzen. Ob es sich dabei um dresdner Nazis oder die Liebermannscher und Natanjahuscher Facon! Wer solche Regierungen nicht wählen will oder kann, der muss halt mit den Leuten leben die man jetzt in Berlin hat!

      Israel ist nicht mein Land, ich muss mich darum nicht kümmern, aber da ich genügend jüdische, sogar israelische Freunde habe, weiss ich nun mal dass es auch dort genügend Gegner der Massenörder gibt, und mische mich nicht ein.

      Aber ich werde dadurch nicht blind!
      In DE Kritik an Isarel zu unterlassen, weil ein paar Deppen sich dann bestätigt fühlen, das ist unfassbar, dass ist Mittelalter!

      Ich hab ja mehr als ein halbes Jahr meines Lebens in der Türkei verbracht und kann es mir nur deshalb leisten das Land zu mögen, weil ich dort keine Frau war! Weder die Türkei noch der Islam lassen sich mit dem vereinbaren was ich unter Deutschland verstehe! Genausowenig verträgt sich mein Deutschland Verständnis damit, dass sich die Deutschen eine dermassen pervers opportunistische Politik WIDERSTANDSLOS(!) von Merkel bieten lassen, die mal auf die Schnelle ein paar Milliarden so einem Herren in den Rachen schmeisst, damit der ihr Versagen etwas weniger unansehnlich macht…
      Was er natürlich auch keineswegs tut, was man als deutlichen Hinweis sehen sollte, dass sogar ein Erdogen weniger dumm als eine Merkel ist.

      Und ihr lasst euch das Tag für Tag bieten….

    • "Und ihr lasst euch das Tag für Tag bieten…."
      Obrigkeitshörigkeit, Untertanentum und Extremismus sind nicht auf Deutschland beschränkt, das eine oder andere gibt es überall, TDV. Auch Politik und Diplomatie unterscheiden sich weltweit kaum. Denn im Grunde sind die Strukturen weltweit gleich.

      Der Vorwurf, sich das bieten zu lassen, muß also letztlich global gemacht werden. Auch auf die Flüchtlinge bezogen. In diessem Punkt bin ich auch immer noch der Meinung, daß das humanitäre Handeln Merkels richtig war, auch wenn ihr die Kontrolle entglitten ist und unsere Hilfe von „Flüchtlingen“ mißbraucht wird. Es liegt jetzt an Merkel, die Kontrolle zurückzugewinnen, ansonsten droht nicht nur ihr eine Katastrophe. Der Bürger hat da letztlich keine demokratischen Mittel und Möglichkeiten, Einfluß zu nehmen. Aber das gilt, wie gesagt, global. Oder wie ist das mit den AKW in Japan? Nur mal so als Beispiel.

  49. "Mein Thema ist Sitte, Anstand und Sozialkontrolle..."
    Dazu gerade wieder ein hervorragender Text von J. Baberowski:

    „Ich wohne in Berlin. Dort kann man in manchen Vierteln sehr gut leben, in anderen weniger gut, und in manchen wird das staatliche Gewaltmonopol inzwischen nicht mehr durchgesetzt und es Kriminellen überlassen, Ordnung zu schaffen und in ihrem Sinn zu erzwingen. Auf Bedrohungen reagiert die Polizei überhaupt nicht mehr, sie schreitet oft nicht einmal mehr ein, wenn die Grenze schon überschritten worden ist.“

    http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Je-staerker-der-Staat-desto-weicher-die-Maenner;art310,170056

    • Ja, das hat aber auch seine Vorteile, weil das wiederum Zustände sind, die ein gewisses Publikum anziehen. In Bayern macht es eher wenig Spass, sich daneben zu benehmen. So wird der Niedergang dann Anziehungspunkt.

  50. Also vom Nacktschneckenschleuderkatapult
    fühle ich mich schon bedroht.
    .
    Ach was mich: Die Zivilisation und die Freiheit vom Abendland.

    • Nacktschnecken-Bumerang - herrlich
      Nacktschnecken, also diese Gartenviecher, die haben die Angewohnheit, immer zurück zu kommen in den Garten, wo sie her kommen. Sie sind standorttreu. Kann man nachlesen in Gartenmagazinen usw.

      Aloha, man kann also durchaus Angst haben vorm Nacktschneckenkatapult – keiner mag unter Nacktschneckenregen stehn.

      Doch diese Idee ist von ihrer Natur her eine echt blöde Idee. Darwin-Award mindestens.

      Sie kommen alle zurück. Alle.

      Man kann sich als Gärtner ein Grinsen nicht verbeißen, wie doof = von sauwenig Ahnung getrübt Leute, hier die pseudo-kreativen Aktivisten sein können.

  51. Jugenderinnerungen
    @der andere Gast (16:43)– was die Linke und deren Frauen betrifft, habe ich eine schöne Geschichte aus meiner Jugend. Ich ging auf eine Nonnenschule. Zu Zeiten der 1968 Revolten wollten die Schüler der staatlichen Schule unsere Schule stürmen und besetzen. Sobald sie davon informiert wurde schickte uns unsere Direktorin umgehend nach Hause und fing die Minirevolutionäre höchst selbst am Schultor ab.
    .
    Unerwartet hatte ich fünf Wochen vor dem Abitur einen Tag frei und beschloss nach Frankfurt zu fahren und mir die besetzte Uni anzugucken. Im Kleid, das war in unserer Schule üblich, damit fiel ich sofort aus dem Rahmen. Ich saß ein paar Stunden auf der Fensterbank des Uni-Rektorats neben einem Journalisten der FAZ. Der klärte mich über die Redner auf, die sich auf den Sesseln flötzten. Mehrere von ihnen hatten eine Frau auf dem Schoß, mit der sie zwischen ihren Wortmeldungen herumknutschten. Irgendwann fiel mir auf, dass nie eine Frau etwas sagte. Die Frauen waren offensichtlich nur Knutschtussis. Naive – aber doch nicht so ganz naiv – ging ich ans Mikrofon und sagte den Herren, sie sollten doch erst einmal ihre Frauen befreien, bevor sie sich an Befreiung der Arbeiterklasse machen. – Die Revolutionäre lächelten herablassend über das junge Fräulein im Kleid… aber ihre Tussis wachten auf einmal auf und machten Anstalten über mich herzufallen. Aber ich war schneller und hab mich rechtzeitig aus dem Staub gemacht.

    • @Lisbeth Heuse
      Tüchtige Frauen: weder Emanzen noch Knutschtussis

    • Ich sage nur K1
      @ Frau Heuse

      Da muss man sich die K1 angucken, diese Oberkommune (Berlin glaub ich, Berlin ha.)

      Da gab es zwei wichtige Sponti-Sachen:

      1.
      Wer zweimal mit demselben (derselben?) pennt, gehört schon zum Establishment

      2.
      Wer bei diesen Kommunarden nix zwischen den Beinen baumeln hatte, der war zum Abtippen und Kaffeekochen abkommandiert. Und protestierte meist kaum. Wie ärmlich und rückschrittlich ist das denn. Von den Frauen wie von den Männern. Heute kaum vorstellbar.

      Noch Fragen?

      Be der traditionellen Linken waren also Frauenrechte ähm in deren realem Leben leider nicht so vertreten, wie man es sich als toitscher angstbeißender Jägerzaunbesitzer mit Schäferhundchen Blondie vorstellt. Sprich, das linke pseudo-Liberal-Image der Spontis galoppierte deren real gelebtem Chauvi-Verhalten weit voraus. Wenn das der angstbeißende Schäferhund-Wauzi gewusst hätte. Wäre er in Ruhe Schafe hüten gegangen statt sich uffzurege über diese Schaumschläger.

  52. Brillant!
    Wie immer brillant, verehrter Don. Es ist einfach unfassbar, wie weit es in diesem Land im Hinblick auf politischem Anstand und Respekt gekommen ist. Aufklärung tut not, denn ich denke nicht, dass dies im Sinne der Mehrheit ist. Die meisten wissen einfach nicht, was läuft.

    • Doch, in meinem Umfeld wissen das alle, aber es wird halt nicht so oft geschrieben. Wenn der SPIN solche Autoren beschäftigt, sagr das viel über die Ausrichtung.

  53. Gesellschaftssystem 4.0 - Die Programmierung des Menschen.
    Sind wir hier in Deus ex Machina / Gesellschaftssystem 4.0

    go to / NWO
    start run /
    case 1
    for (if x = u)/default; Degenerierung / unsigned short int / return
    break;

    Nein so geht das nicht.Bitte kein 4.0 und bitte kein als RElaunch geCOVERtes DOWNgrade.
    Die letzte Insel kann nur ein „Zurück zur Wahrheit“ sein.

    @ ObjectB.
    Bei Helmut Kohl und der unaussprechlichen A. M.(der richtige Name ist bekannt) bin ich ganz bei Ihnen.
    wobei es natürlich wieder Verschwörungstheorien gibt, wonach sie nicht die ist, wofür sie sich ausgibt.

    A. M.->
    Das Problem der Deutschen ist, dass sie diese Frau total unterschätzen.
    Ja, man findet sie SÜSS.So wie man einen Teddy SÜSS findet. Oder Hello Kitty.
    Aber sie ist nicht SÜSS – sondern verteufelt gefährlich.
    In all den Jahren hat sie es geschafft die Mehrheit einzuschläfern.

    Durch die Gleichschaltung von Regierung, Parlament, öffentliche Definitionshoheit über Wort (alternativlos)
    und Inhalt (Energiewende versus Ausstieg aus dem Ausstieg vom Ausstieg aus der Atomkraft), Eurorettung etc.
    Es denkt sich kaum noch einer was dabei was für einen Schwachsinn Tag für Tag vom Stappel gelassen wird.
    Schlimmer noch – Es wird als Kriesenmanagement bezeichnet – und die die Leuten fressen diesen mit Lügen und Drogen
    gewürzten Brei als sei es direkt von Gott eingegeben.

    Sie hat mit ihren Apokalyptischen Reitern die Wahrnehmungsblase erschaffen, die wir heute beklagen.
    Und jetzt macht sie noch gemeinsame Sache mit dem Sultan – der meint der Völkermord an den Armeniern sei halt so mal passiert.
    Das könne schon mal passieren. Nicht worüber man sich aufregen solle.
    Der Folter zur lokalen Gewohnheit erklärt. Kurdische Städte dem Erdboden gleich machen – sind ja alles Terroristen.
    Man solle sich nicht einmischen, dass sei Privatsache.

    Ja A. M. und der Sultan – die sind sich grün.
    Da hat der Topf seinen Deckel gefunden. Gott steh uns bei.

    Ja der Schäuble. Von Kohl kaltgestellt. Das nagt noch heute an ihm.
    Wie hieß das noch einmal? „In einem gesunden Körper, wohnt ein gesunder Geist!“
    Ich weiss das ist gemein. Aber wahr.Offenbart doch Schäuble mit seinen Aussagen,
    auf treffende Weise die totalen Zersetzungserscheinen von Moral, Ethik, gesunden Menschenverstand in der Politikmafia.

    Erschreckend ist für mich noch mehr.
    Immer und immer und immer wieder wird schön der Mytos von Links, Rechts, Mitte wiedergekäut.
    Offerflächliches Geschrubbe. Das ist nichts anderes als Abwehrverhalten. Reine Therapieresistenz. Wilhelm Reich nannte sowas karakterliche Panzerung.

    Zurück zur Wahrheit.
    Auch wenn es schmerzt.

    • Gabriel hat die Mitte neu definiert, Dr. Seltsam.
      Die Mitte ist nun dreidimensional, oben und unten sind dazugekommen. Allerdings hatte ich den Eindruck, daß er nun völlig die Orientierung verloren hat.

      An der eingeschläferten Mehrheit habe ich so meine Zweifel, eher ist die Mehrheit sich angesichts der Interpretation des Wählerwillens (nicht nur bezüglich der Koalitionsbildung) ihrer Machtlosigkeit bewußt geworden, darauf deutet die große Zahl der Nichtwähler hin.

      Bliebe noch die Frage nach der Wahrheit. Welche Wahrheit meinen Sie denn, Ihre oder meine oder welche?

    • Hello Kitty
      Beleidigen Sie bitte nicht Hello Kitty, meine Töchter spielten damit. Ich möchte eher an Chucky Doll denken.
      Süß finde ich an ihr nämlich gar nichts.
      Sonst ist es richtig: Sie wird unterschätzt, weil sie mütterlich mollig wirkt. Wie die „gute Mutter“ daheim, die ihre Hände brav zu einer Raute formt und auf Kommando so herzig lächelt, wenn ihr Bub mit guten Noten heimkommt.

    • Man darf der A.M . nicht gram sein....
      Mein Gott sie ist halt, wie sie ist. Sie interessiert sich nun mal nicht für Politik, aber sie ist so halt gerne Kanzlerin

  54. Ist das nicht Hysterie?
    Das erinnert mich an die Panik, die im konservativen Bürgertum Ende der 60er ausbrach, angesichts von APO, Vietnam, Studenten, Drogen, Willy Brandt.
    .
    Und dann auch noch: Sexualkunde-Unterricht in der Schule, und die Legalisierung von Pornographie.
    Dazu die Affenmusik.
    Dazu auch noch im gebührenfinanzierten Radio!
    .
    Ja, und Aufforderungen zu Straftaten! Seit 40 Jahren in allen gut linken Presseveröffentlichungen immer dabei. So diese kleinen zweideutigen Formulierungen, diese Provokationen, die gab es immer. Da muss man nicht mit der RAF kommen, die normale Hausbesetzerpraxis oder Castor-Transportblockaden, das waren ja auch alles: Straftaten. Genau wie der Drogenkonsum, der ja zB von den Stones ja ziemlich offen propagiert und vorgelebt wurde.
    .
    Und das wurde dann verherrlicht, z.T. sogar im Staatsfunk, perverserweise von Staatsbeamten, nämlich diesen ganzen linksextremen Professoren.
    .
    Mein Gott was hatte man Vorwände sich aufzuregen damals. Und der Russe war grade mal ein-zwei Panzerfahrtstunden entfernt.

    • Der Russe ist auch unter uns, aber irgendwie denken diese Deutschen aus
      Russland noch in anderen Kategorien. Die Übergriffe, die jeden Tag stattfinden und damit schon einem Terror ähnlich sind, lohnen, sich darüber zu informieren und aufzuregen: https://twitter.com/XYEinzelfall

      Keine große Panik, aber eine kleine, für jeden von uns: jeder kann mal dran sein, wenn er sich am falschen Ort zu falschen Zeit aufhält. Und die Chance, Opfer zu werden, ist hoch wie lange nicht mehr!
      Theo van Goghs letzte Worte waren: Wir können doch darüber reden!
      Vergessen Sie es!

      Meine Freundin hat mir einen Sicherheitsalarm für die Handtasche geschickt. Als ich das Päckchen aufmachte, musste ich weinen.
      Seltsame Zeit – seltsame Geschenke.

    • ...
      Werter Hans!eier555, wie sähe denn die Lösung der gesellschaftlichen
      Probleme Europas im Lichte des Feudalismus unter besonderer Berücksichtigung der Lehre der RKK aus?

      Sie sind doch Experte.

    • Und wissen Sie, HansMeier555, was das Schlimmste daran ist,
      es hat sich nichts geändert. Die Guten sind immer noch die Guten, die Bösen die Bösen. Und selbst die Zahlenverhältnisse haben sich kaum verändert.

    • Hysterie? Echt?
      @ HansMeier555
      Wie viel Erfahrung hatten Sie persönlich schon mit unseren Neubürgern? Haben Sie schon mal in einem islamischen Land gelebt? Wie unrealistisch finden Sie die Lektüre von Houellebecq „Unterwerfung“?
      Wie viele derjenigen, die in Afrika darauf warten, hierherzukommen möchten Sie persönlich hier bei uns alimentieren?

      Können Sie sich an die Anfang Neunziger erinnern mit ebenfalls brennenden Flüchtlingsunterkünften damals und den Republikanern?
      Der Aslykompromiss hat das Problem damals gelöst. Warum erinnert sich eigentlich nur Herr Lafontaine daran? Und warum kümmert das damals ins Grundgesetz geschriebene geltende Recht (Art. 16a Abs. 2 GG) den Rechtsstaat nicht?
      Und damals kamen Jugoslaven, nicht der der überbevöllkerte afrikanische Kontinent.

    • An beide Meiers...
      Das jetzige Problem ist zwar neu, aber der grosse blöde Haufen ist ein Faktum für die Ewigkeit, da wird sich nie was ändern.

      Es ist ein Fehler diesen Kern der Welt aus Gutmütigkeit und Höflichkeit nicht auszusprechen.

      Ich merke, so langsam erkenne ich am Nick der Foristen wen ich aus psychischer Hygiene schlicht ignorieren kann. O.M. hat Recht:

      „…es hat sich nichts geändert. Die Guten sind immer noch die Guten, die Bösen die Bösen. „

    • Lieber HansMeier555,
      das Problem heute ist allerdings, das nicht mehr die Linken subversiv sind, sondern die Rechten.

      Sie stellen das so schön niedlich dar, als ob die Linke hier immer noch Opposition spielt. Dem ist aber nicht so. Die (Salon-)Linke hat den Marsch durch die Institutionen beendet und ist jetzt am Ziel. Das Grundgesetz wird mit einer mir haarsträubenden Auslegung zur Verfassung eines salonsozialistischen Staates 2.0 gemacht und fertig ist die Kiste.

    • sehr gut, Meier555
      und Kameraden, denn es ist nötig, bei der Lektüre von DA und den Kommentaren daran erinnert zu werden, dass es ja auch noch den linksliberalen Mainstream-Fanatismus gibt. Die Verweigerung von Rationalität ist seit ’68 endemisch. Und desavouiert 68-Väter von Marx bis Adorno.

    • @E.R.Binvonhier
      Aus feudalistischer Sicht ist schon das staatliche Gewaltmonopol ja lächerliche Usurpation.
      .
      Man hält sich einen Schlägertrupp aus Leibeigenen und der kümmert sich dann um Ruhestörer. „Fehderecht“ nennt man das.
      Und die Schlimmsten rekrutiert man dann gleich ebendort. Man lässt sich von ihnen Treue schwören und zwingt sie, die belästigte Jungfrau zu heiraten und die Kinder katholisch zu erziehen. Und gibt ihnen ein Stück Land zur Substistenz.
      .
      Und schon ist Ruhe im Beritt.

    • @Münsterländer
      Sie sind unzufrieden mit der Politik der Bundesregierung?
      Der Europäischen Zentralbank?
      Der EU-Kommission?
      .
      Warum sagen Sie es dann nicht so?
      .
      „Subversive rechte Salon-Sozialisten“ — das ist mir zu diffus.

    • Die Guten und die Bösen
      etwas oT:

      The Cute, The Bad and The Ugly:
      https://media.giphy.com/media/3ornk3noLGE88V6xFK/giphy.gif

      Aus diesem Film die Kernbotschaft:

      „You see in this world there’s two kinds of people, my friend.
      Those with loaded guns, and those who dig.
      _You _dig.“

      Wahr bis heute. Dieser Sergio Leone nu wieder.

  55. I'M AS MAD AS HELL, AND I'M NOT GOING TO TAKE THIS ANYMORE!
    Wenn die Mitte zerreisst, dann wirken die Fliehkräfte, und dann bleibt nur Links oder Rechts. So ist die Struktur.

    Man kann es dokumentieren, aber man kann es nicht mehr aufhalten.

    Hat sich denn nie jemand gefragt warum unsere Eltern immer „Wehret den Anfängen“ gesagt haben?

    • Und in der Mitte zeigt sich dann ein tiefer unüberwindbarer Spalt.
      Ja – unsere Eltern haben das gesagt – aber wie konnten wir ihnen glauben – sie haben sich ja auch nicht gewehrt.

  56. tja, naja -
    Mir gruselt es auch (siehe Gebrüder Grimm!), wenn ich lese, was Herr Kazim da schreibt. Der Punkt ist wohl, dass es hier seiner Drohung ja nicht mehr bedarf, sich zu fürchten und sich fremd zu fühlen, obwohl man doch eigentlich zu Hause ist oder – es sein sollte. Mit dem Fürchten kenne ich mich langsam aus und ich glaube nicht, dass das nachlässt, bis endlich alles kaputt gegangen ist.

  57. "Wo wart ihr und was habt ihr dagegen gemacht?"
    …wird die Frage sein, die wir in einigen Jahren beantworten muessen angesichts der Zerstoerung Deutschlands durch den Merkelismus.

    Es ist mir noch nicht klar wie – nur dass etwas geschehen muss. Dringend. Transformierend.

  58. SA-Methoden
    An SA-Zeitungen und -Methoden aus den 30er Jahren wurde ich schon im März 2016 im Frankfurter Kommunalwahlkampf erinnert. Die Plakate der Grünen hefteten „Populisten“ genannten Gegnern Nazi-Sterne an und wiesen ihnen einen Platz im Mülleimer zu: http://www.fr-online.de/kommunalwahl-in-frankfurt/die-gruenen-in-frankfurt-gruene-werben-fuer-solidarisches-frankfurt,32120792,33836072.html . Politische Gegner als Müll zu bezeichnen senkt ebenso die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung (mit „klarer Haltung“) wie die in den 30er Jahren von Nazis verwendete Stigmatisierung als Ungeziefer – vgl. http://www.taz.de/!5097484/ .

  59. Shitstorm in der Endlosschleife?
    Jetzt ist der Blog wieder da, wo er vor einem Jahr schon war: Beim Eindreschen auf diese mehr oder weniger extremen linken Aktivisten.
    .
    Das können alle, denens Spass macht, so weiter treiben bis an ihr Lebensende.
    .
    Die Vorwände werden nie ausgehen. Immer wird ein Schreihals irgendwo was Skandalisierbares twittern oder eine Zeitung irgendwas drucken, eine Stiftung sowas fördern. Auch 2026 oder 2036 oder 2076 wird das nicht anders sein. Immer wird ein ungezogener Jugendlicher irgendwo an einen Zaun pinkeln.
    .
    Das lenkt doch nur von den wichtigeren Fragen ab. Wie z.B. der Entscheidungsfindung in der Bundesregierung.
    .
    Nehmen wir mal den Schäuble. Über den könnte man mal nachdenken oder diskutieren. Das könnte sich lohnen

    • Ich finde das durchaus nicht unwichtig. Eindreschen wäre nochmla was anderes.

    • "Eindreschen"
      natürlich nur verbal

    • Ich habe einfach ein Problem, wenn politische Gewalt verniedlicht wird.

    • Entscheidungsfindung. Materialien.
      Schäuble. Über den könnte man mal nachdenken oder diskutieren

      Zuallererst aber schauen und hören: Physiognomie, Mienenspiel, Sprechweise (nicht die mundartliche Färbung!), Verhalten in Pressekonferenzen (Mitarbeiter!), dann die Biographie, auf und nieder.

      Merkel? Der Griff zum Notfallkissen (Anne Will Show).

      Altmaier? Immer im Dienst.

      Da wären dann noch …

    • Dann verharmlosen Sie bitte nicht die SA von 1932
      durch lächerliche Vergleiche mit der Stokowski oder den Taz-Tröten.
      .
      Zufällig kenne ich privat religiöse Fundis, die auch Kinderbücher wie die Kleine Hexe oder den Räuber Hotzenplotz verteufeln und verdammen: Weil da nämlich Zauberei (=Tuefelspakt) und Schwerkriminalität verniedlicht und verharmlost werden. …
      .
      Von Harry Potter und der Roten Zora mal ganz zu schweigen: Oder handelt es sich vielleicht nicht um die Propaganda von Satanismus und organisierter Kriminalität ?

    • Titel eingeben
      „Die Vorwände werden nie ausgehen. Immer wird ein Schreihals irgendwo was Skandalisierbares twittern oder eine Zeitung irgendwas drucken, eine Stiftung sowas fördern. Auch 2026 oder 2036 oder 2076 wird das nicht anders sein. Immer wird ein ungezogener Jugendlicher irgendwo an einen Zaun pinkeln..
      Das lenkt doch nur von den wichtigeren Fragen ab. Wie z.B. der Entscheidungsfindung in der Bundesregierung.“

      Das Problem ist, dass mittlerweile mit freundlicher Billigung von regierungsnahen Medien und Stiftungen gepinkelt wird.
      Man stelle sich vor, die FAZ hätte es (in einer Jugendbeilage meinetwegen) als irgendwie witzig und cool geschildert, wenn junge Aktivisten mit Glatze und Bomberjacke einem Sozi oder Grünen auf die private Pelle rücken.
      Das Problem zur Zeit ist, dass alles erlaubt ist wenn es der eigenen Sache dient.
      Und dazu passt dann auch die Einstellung, dass ein korrektes Wahlverfahren weniger wichtig ist als das politisch korrekte Ergebnis. Der Zweck heiligt die Mittel, Pluralismus und Rechtsstaat sind aber leider kein allgemein anerkannter Zweck mehr. Letzten Endes läuft es auf reinen Machterhalt hinaus.
      Da läuft gerade etwas gewaltig schief.

    • @Dauergast
      Die bürgerliche Mitte hatte in der alten BRD Und sie hatte ihre Pöbler in Amt und Würden, nicht nur FJS. Adenauer und Ehrhard („Pinscher“ nannte er Schriftsteller) konnten es auch. Und die Springer-Presse, deren Berichterstattung dem Dutsche-Attentat vorausging.
      .
      Und natürlich die wohlige Gewissheit, schon in den 20ern und 30ern mit dem Feind im Innern gründlich aufgeräumt zu haben, angefangen mit Liebknecht und Luxemburg und mit Erzberger und RAthenau noch lange nicht aufgehört. Die Mörder von 1919 liefen teilweise noch in den 60ern frei herum. Die 12 Jahre NS-Zeit gar nicht erwähnt!
      .
      Und die Linke? Die hatte das Fernsehen und die Unis und die Schulen. Zum Beispiel die Frankfurter Schule. In der Wahrnehmung des damaligen CDU-Bildungsbürgers waren diese Einrichtungen allesamt von der Stasi unterwandert und betrieben schamlos die Zersetzung. Natürlich mit Förderung vom Staat, und „parteinanhen Stiftungen“, was denken denn Sie?
      .
      Aber jetzt, 2016 meinen Sie, hätte es doch wirklich eine neue Qualität?
      .
      Also da kann ich doch nur lachen. Das mit dem Kartoffeln im Auspuff ist so das Gewaltniveau von Räuber Hotzenplotz oder Donald Duck. So was durften sogar CDU-Kinder lesen damals.

    • HM, da haben sie leider Recht....
      Sich über Kartoffel im Auspuff zu empören hilft dem Normalo nun mal dabei nicht an echte Problem denken zu müssen…

      Wenn morgen, oder bald, in DE freie, demokratische Wahlen wären, so würde sich auch angesichts der derzeit herrschenden Zustände NICHTS ändern!
      Die AfD bekäme vielleicht 20%.
      Die Linke weniger als das, weil sich Herr und Frau Dummdoof lieber darüber freuen, wenn jemand von dem sie befürchten, dass sie weniger dumm als man selbst ist, eine Torte in die Fresse bekommt, anstatt mal nachzuschauen wer denn da geworfen hat.

      Bleiben also für die 5 Einheitsparteien, weit über zwei Drittel.

      Und auch für Merkel hat sich noch nicht mal einer gemeldet, der ihr nachfolgen möchte. Kann man sogar verstehen, denn wenn man genauer hinsieht, merkt man schnell, dass es keinerlei kurzfristige Massnahmen gibt, die irgend etwas verbessern könnten. Jedermann braucht seine ganze Energie um zu verdrängen, dass es demnächst sogar erst mal noch sehr viel schlimmer werden wird!

    • @TDV
      Naja, „dass es keinerlei kurzfristige Massnahmen gibt, die irgend etwas verbessern könnten“.
      Wie wäre es mal, endlich – und das wäre ein deutliches Signal das auch ganz klar verstanden werden würde – mal anzufangen mit einer Binnendifferenzierung der Geschenkten? Also diejenigen die sich danebenbenehmen loszuwerden, ebenso wie die Uninteressierten.
      Und diejenigen, die echt wollen, stattdessen mit Deutschkursen und Arbeit und Wohnraum zu versorgen.

      Bei aller Ihrer berechtigten Skepsis zum Wähler, wenn das als klares Programm einer Partei (ausser AfD) formuliert würde, denke ich – nein, wette ich! – dass die AfD deutlich Einbussen erleiden würde, während diese andere Partei hohen Zuspruch erführe.

      Ausserdem würde es den Spinnerten ziemlich Teppich unter den Füssen wegziehen.
      http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/blaulicht/brand-in-duesseldorf-verdaechtiger-beging-schon-35-straftaten-aid-1.6035897
      Ich bin sehr sicher, dass es da eine ‚gesunde‘ Volksmeinung zu gibt, was mit so jemandem zu geschehen habe.
      http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/linke-fordert-ruecktritt-des-drk-vorsitzenden-olaf-lehne-aid-1.6037388

      Irrenhaus, ja. Aber dass eine Mehrheit der Deutschen findet, dass den Brandstiftern nun eine andere, besser versorgende Unterkunft anzubieten wäre, und Abschiebung rassistisch sei, also an diese Mehrheit glaube ich nicht. Auch wenn die SPD in Düsseldorf offenbar so tut.
      Wäre ich SPD-Mitglied in Düsseldorf, liefe ich umgehend hin und würde denen mal ein piece of my mind auf den Tisch knallen.

    • @LIchtenberg
      Ich hab vor langer Zeit dieses Phänomen im Rollstuhl mal in einer ruhige Stunde durchdacht und finde seitdem, dass man es einem Menschen mit seiner Biographien nicht wirklich übel nehmen kann wenn er zum Psychopathen wird.
      Könnten sie die Hand dafür ins Feuer legen, dass sie sich nicht genauso ändern würden, wenn man sie niedersticht?
      Ist das „alles unter Kontrolle haben“ da nicht sehr verständlich?

      Etwas rätselhafter ist dagegen wie um alles in der Welt man so einen Menschen zum Minister machen kann…. naja, dass man hierzulande Kohl, Schröder und Merkel sogar zu Kanzlern wählt, das könnte ein Hinweis darauf sein, dass man das mit den Qualifikationen generell für bestimmte Jobs alles nicht so eng sieht.

      Aber immerhin… es gibt nicht viele diemmich wirklich überraschen können, das mit der Inzucht…. Respekt!
      (Könnte er irgendwo bei Gerhard Polt geklaut haben…)

    • @ Uwe Dippel, ja ....
      Vielleicht nicht gerade mit diesem, aber mit irgendeinem klaren Programm wäre ich schon einverstanden.
      Nur…. sie widerlegen damit ihre eigene Argumentation. Sie kritisieren ja meine, zugegebenermassen arg unerfreuliche Feststellung: „dass es keinerlei kurzfristige Massnahmen gibt, die irgend etwas verbessern könnten“.

      Nun, ein Parteiprogramm, das ja frühestens nach der nächsten Wahl wenigstens mal in Angriff genommen werden könnte, wäre sicher nichts „kurzfristiges“, oder?

      Mal ganz abgesehen davon, ist die Idee, die Merkels des Landes könnten die nächste Wahl verlieren, wohl reinstes Wunschdenken, oder? Nicht einmal eine weitere Million Unregistrierter im Jahre 2016, wird daran etwas ändern., wetten?

      Ich habe grosses Verständnis für jene wohlmeinenden, denkenden Konservativen, zB hier im Blog, die Merkel Jahr für Jahr lobten und an der Macht hielten, und die nun sehen müssen, dass ausgerechnet ihre ehemalige Favoritin es war, die das Land in ein Schlamassel von nach wie vor unabsehbarem Ausmass gerissen hat, für das weit und breit nicht nur keinerlei Lösung, sondern nicht mal eine Form von Eindämmung in Sicht ist!
      Wenn die „normalen“ Konservativen das alles nun irgendwie ausgerechnet den Linken, oder gar den 68ern, in die Schuhe schieben zu wollen, macht mich das ganz nostalgisch.
      Natürlich stehen die Konservativen angesichts der Tatsache, dass es eine CDU Kanzlerin war, die den Scheiss produziert hat, heute wieder genauso dämlich da, wie in der sechziger Jahren als sich die RCDSler ja stets als die Deppen der Uni erwiesen.
      Die Merkelwähler des letzten Jahrzehnts sind ja jahrgangsmässig genau dieselben Leute. Es ist zum Lachen!

  60. bpb: Mohammed war der erste Feminist
    Die Bundeszentrale für Politische Bildung des Bundesinnenministeriums (bpb) wußte schon im Dezember 2015, daß die Muslime „gut zu ihren Frauen sind“, während die westlichen Männer Probleme mit ihrem Sexismus und Rassismus haben. Im „fluter“ Nr. 57 (12/2015), dem Jugendmagazin der bpb (Link: https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/_fluter%20%2357%20W%20E%20B.pdf ), heißt es auf S. 36 ff: „… Mohammed, der Prophet des Islam, versuchte trotz heftigen Widerstands die Unterdrückung der Frau zu bekämpfen. „Die Besten unter euch werden die sein, die am besten zu ihren Frauen sind.“

    Die Narration vom triebgesteuerten muslimischen Mann wird jedoch gebraucht, um den westlichen Mann trotz durchsexualisierter Massenkultur als besonders zivilisiert und aufgeklärt darstellen zu können. Patriarchale Dominanz und Sexismus? Darum brauchen wir uns dann in unseren Reihen nicht mehr so sehr zu kümmern, es wird als Problem ausgelagert und auf den muslimischen Mann projiziert.

    Stutzig machen sollte auch die Tatsache, dass sich im aktuellen Diskurs über Flüchtlinge nun ausgerechnet diejenigen den Kampf gegen das Patriarchat auf die Fahnen schreiben, die bisher eher mit antifeministischen Positionen aufgefallen sind. Darunter rechtspopulistische Aktivisten, die die Frau sonst an den Herd wünschen. Spätestens hier dürfte deutlich werden: Die neuen alten Ressentiments gegen den muslimischen Mann sind auch Ausdruck eines Kulturchauvinismus, der den Feminismus vereinnahmt, um vom eigenen Sexismus und Rassismus abzulenken“.

    • @Alt-68er
      Gibt es für Sie denn irgendeine berechtigte Kritik am „muslimischen Mann“?
      Irgendetwas, das kein Charakterfehler des Kritisierenden ist?

      Die Vorgänge auf dem Tahrirplatz in Kairo, so um 2014 und vermutlich auch jetzt noch,
      dürften von den betroffenen Frauen kaum als Projektionen wahrgenommen werden, sondern als bittere Realität.
      Der Unterschied in der Lebensqualität für Frauen hier war doch sehr beträchtlich.

      Wie kommen Sie dazu, die Kritik daran, dass sexualisierte Massenübergriffe jetzt auch hier auftreten, durch zugewandertes Personal aus Nordafrika, als Ablenkungsmanöver einzuordnen?

      Und, falls Sie auf das Betreuungsgeld anspielen: das gäbe es wohl nicht nur für Mütter, sondern auch für einen daheimbleibenden Vater.

      Stutzig macht bei Ihnen die mutwillige Ignoranz der Schattenseiten des unbegrenzten Zuzugs und das habituelle Umlenken von Kritik auf die eigene Seite.

      Oder zitieren Sie die Bundeszentrale für Politische Bildung um sie zu entlarven?

    • Ressentiments
      Warum reden alle von „Ressentiments“ wenn schlicht Vorurteile gemeint sind? Die westlichen Werte abzulehnen, also die der hegemonialen Zivilisation mitsamt Aufklärung, Freizügigkeit und iIndustriekapitalismus, lässt den heimlichen Groll, das Ressentiment derjenigen erahnen, die dabei schlecht weggekommen sind, zuzüglich dasjenige des neuen Priestertypus, dem Intellektuellen, der aus Mitleid mit allen möglichen Kreaturen, zur Anklage übergeht. Daran zu glauben, dass die Nafris irgendwo zwischen übergriffiger Geilheit und Beduinensitten hin und her oszillieren, gehört hingegen zu den schlichten Vorurteilen, von denen es heißt, das schöne an ihnen sei, dass sie wahr sind.

    • Leider gibt es diese Brennsuppenleistungsschwimmer recht oft im Onlinejournalismus,

  61. Klassisch wie im Märchen
    @Renate Simon – Das Verhalten der deutschen Elite gegenüber Frau Merkel ist wie das Märchen von Andersen: Des Kaisers neue Kleider. Kohl hängte der Dame mit Moskauer Verbindungen ein Ministergewand um und alle haben diese Entscheidung sofort und dann noch jahrelang bewundert. Es jetzt aufzudecken, würde bedeuten, zuzugeben, damals ziemlich dumm gewesen zu sein. Darum spielen alle Frau Merkels Spiel mit.

    • Dazu kam der offene Brief in der FAZ gegen Kohl
      @lisbeth Heuse

      denn das hätten sich die Herren in der CDU nie getraut, anfangs waren sie so verdattert, dass sich diese Trutsche erdreistet und gegen Kohl öffentlich aufbegehrt, aber ehe sie sich’s versahen, hatte diese Trutsche alle am Schlafittchen.

      Natürlich waren alle dumm, was sonst und von keinerlei Menschenkenntnis befleckt, sonst wären Respekt und Bewunderung nicht möglich. Man sonnte sich in einem Glanze, der nun kurz und vorübergehend vorm Erlöschen ist, denn wie ich die Lage einschätze, wird das Theater im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden. Und der Gedanke macht mich dermaßen wütend, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

      http://www.rolandtichy.de/kolumnen/aus-aller-welt/merkel-empfiehlt-lerne-einfach-mal-einen-fluechtling-persoenlich-kennen/

    • Das ist ein Muster
      @Simon 10. Juni 2016, 00:41: Brief Merkel gegen Kohl, „das hätten sich die Herren in der CDU nie getraut“. Man nennt das Feigheit, und die kann Folgen haben. Das war 68ff so, als die meisten Professoren nur die Faust in der Tasche ballten und so die revolutionären Kulturthesen indirekt bestätigten. Dass man damals u.a. Maos Große Proletarische Kulturrevolution importieren wollte (1,5-1,8 Mio Tote) , ist heute vergessen (man lächelt jetzt über diesen kleinen Irrtum). Dann wurde die hiesige Kulturrevolution Mainstream, auch, weil sie einige progressive Komponenten enthielt. Und das ist jetzt so mit der Immigration und hat dieselbe verderbliche Zukunft. Was sollen da die 10-20% für die AfD, die zudem auf anderen Politfeldern Unsinn propagiert.

  62. Enthemmung
    Enthemmung ist leider vielerorts zu beobachten.

    Don Alphonso erwähnte ja die leicht regulierende Hand sozialer Kontrolle eines weitgehend wohlmeinendem sozialen Umfelds.

    Solches scheint zu erodieren. Es scheint, wohlgemerkt.

    Denn was für ein wie auch immer gestricktes soziale Umfeld haben denn Genderisten, Rapemärchen Erfindende, moralisierende Medienschaffende usw., kurzum solche, die meinen, ihre Sicht der Dinge wäre die einzig akzeptable.

    Handelt es sich da womöglich um geistig inzestiöse (um diesem Begriff eine andere Denkrichtung zu geben) Peer Groups?

    Sollte es so sein, wäre es dann wirklich verwunderlich, wenn ein Taz-Mitarbeiter meint, er als Mentor und anderes hätte ein quasi gottgegenes Recht, auch soziale Kontrolle über seine Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeiter auszuüben?

    Schließlich wird ja selbst jetzt noch, also nach der Keyloggeraffaire, seitens z.B. der Taz ein Gottesurteil gefällt, mittells dessen es erlaubt sei, Nachbarn zu diffamieren, ihren Ruf zu zerstören, sie mithin sozial zu vernichten.

    Enthemmung schlimmster Art.

    Woher das wohl rühren mag?

    Meine Gedanken dazu kommen vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt einmal.

    • Fairerweise muss ich sagen, dass es vor zwei Jahren Drohungen gab, aber momentan ignorierrt man mich lieber verachtend.

    • Walked right into it! Stupid, stupid, stupid!
      Das ist keine Enthemmung, das ist Gewalt.

      Die Gewalt kehrt zurück auf die Straße. Weil der Staat seine Funktion als Inhaber des Gewaltmonopols nicht mehr ausfüllt.

      Das war immer so, wird immer so sein.

      Irgendwie haben hier noch alle nicht begriffen, was im September 2015 wirklich geschehen ist.

      Wie kleine Kinder hauen wir jetzt auf die Linken und die Linken auf uns. Und dann schreien wir, dass alles so enthemmt und gewalttätig und infantil ist.

      Haben wir eine andere Wahl? Nein. Weil die uns schützende Struktur im September 2015 zerstört wurde. Von denen, die wir ermächtigt hatten, uns zu schützen.

      Irgendwann wird vielleicht mal begriffen. Aber da dauert noch.

  63. Titel eingeben
    Wirklich neu ist das alles nicht. Dass bis ins linke Establishment eine gar nicht so unverhohlene Sympathie für Antifa-Gewalttäter herrscht, das ist schon lange offenkundig. Ich verstehe auch das Entsetzen über den Tweet von Herrn Kazim nicht. Das ist im Grunde noch eine der harmloseren Versionen von Äußerungen, die man im Grunde von vielen „Berufsmigranten“ kennt…recht unverhohlen ethnozentrisch, nach Dominanz strebend und sich auf den zukünfitigen Sieg über das Deutschland der alten, weißen Männer freuend. Die Grundhaltung kennt man aus US-amerikanischen Medien, in denen mit zunehmend aggressivem Grundton die kommende „nicht-weiße“ Mehrheit gefeiert wird. Ähnliche Grundstimmungen gibt es auch in deutschen Medien schon lange, sie werden jetzt nur eben von Leuten wie Kyak, Somuncu (gelegentlich auch ein paar verirrten Süd- oder Balkaneuropäern wie Jagoda Marinic in der taz) offener artikuliert, wohl im Bewusstsein, dass das deutsche Establishment diese Sicht im Grunde unterstützt und der Moment, in dem Alt-Deutschland erledigt wird, dank Merkels open borders-Politik erheblich näher gerückt ist.
    Aber im Grunde müßig, sich darüber noch Gedanken zu machen.
    Zu glauben, dass man am Tegernsee von kommenden Entwicklungen verschont bleiben wird, halte ich aber für eine Illusion.

    • Der schätzt, wie so viele, seinen Quotenstatus zu hoch ein. Kiyak, Stokowski, sie alle dürfen ein webig mitspielen. Und dem weissen Mann an der Spitze den Schein der Diversity geben.

    • @DonAlphonso
      „Und dem weissen Mann an der Spitze den Schein der Diversity geben.“

      Das kann man natürlich so sehen, aber ehrlich gesagt, mich überrascht und entsetzt dieses Ausmaß an Aggression schon. Sicher, Bundesrepublik-Deutschland war nicht immer allzu nett zu Migranten (aber im Ganzen auch nicht so furchtbar wie zuweilen behauptet wird). Aber wenn man die oben erwähnten Medienvertreter liest, könnte man geradezu glauben, Deutschland hätte ihnen irgendein entsetzliches Verbrechen zugefügt (teilweise werden ja auch entsprechende Verbindungslinien gezogen, Somuncu z.B. sieht ja Türken als „Ersatzjuden“ der Deutschen). Da ich ganz ähnliche Stellungnahmen auch schon in englischen und US-amerikanischen Medien von dortigen Migranten gelesen habe, glaube ich auch nicht, dass das ein spezifisch deutsches Phänomen ist, sondern eher ein grundsätzliches Problem in sich durch massive Einwanderung rapide verändernden Gesellschaften und ein Vorgeschmack darauf, wie in Debatten in Zukunft ablaufen werden. Wird wohl alles sehr identitär werden, in jeder Hinsicht. Für Konservative (also echte, nicht das lächerliche CDU-Fake) und Linke mit einem Funken Prinzipien und Intelligenz wird das nicht lustig werden.

    • Es war ein dummer Ausrutscher der Person, sie hat es ja auch gelöscht. Dass Nachwuchsjournalisten abdrehen, wenn sie bei SPON oder anderen grossen Projekten schreiben dürfen, ist nichts Neues. Auch bei der FAZ wurden mals solche Leute gesichtet und dann wieder entfernt.

    • Sym-Pathologie
      Heut kuschelt das Linksestablishment gerne mit den Antifanten, vor einigen dutzend Jahren war’s die RAF.

    • @DonAlphonso
      „Es war ein dummer Ausrutscher der Person, sie hat es ja auch gelöscht. “

      Kann man so sehen, ich will mich auch nicht an der Person von Herrn Kazim abarbeiten (da gibt es wahrlich Schlimmere, manche seiner Berichte zu Islamismus fand ich in der Vergangenheit auch durchaus in Teilen lesenswert). Ähnliche und noch härtere Formulierungen habe ich aber schon oft gelesen, vielleicht war es für Herrn Kazim ein Ausrutscher, in bestimmten Milieus ist diese Sichtweise (Migration im Grunde als Machtkampf, verbunden mit teils recht offenen Rachephantasien) aber durchaus häufig.

    • Es zeigt halt exemplarisch, wie die Redaktion teilweise tickt. Und es ist offen. Alles andere war ja durchaus vermutbar.

  64. Sieben- oder Fünfjährige?
    Mein Sohn legte mal einer Nachbarin, die ihm nicht geheuer war, zusammen mit Freunden eine Dekoration aus Katzenkacke, garniert mit etwas Schimmeligem – ich muss zugeben, aus unserem Kühlschrank – vor die Haustür.
    Daran erinnern mich diese Sachen: Buttersäure, Brotklumpen, Schnecken. Das Problem ist:
    Die Jungs waren sieben.
    Sie machten das so schnell nicht wieder. Das Abendessen war spärlich oder die Süßigkeiten unauffindbar, oder das Taschengeld wurde gekürzt, ich weiß nicht mehr. Das Schlimmste aber war, dass sie sich entschuldigen mussten.

    Mein anderer Sohn haute mal jemandem eine Fuhre Sand ins Gesicht. Er selbst erlebte das umgekehrt auch. Mit fünf Jahren.

  65. Da zittern sie vor der totalitären Machtergreifung
    Da hagelt es Nazivergleiche.
    .
    Was war der Anlass?
    .
    Kartoffeln im Auspuff, Brot im Türschloss, Nichtabschiebung von Straftätern. Ja wer erkennt da nicht die Handschrift der SA von 1932?
    .
    „Mimimimimii…“
    Schreit der Kleinbürger

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      „Kartoffeln im Auspuff, Brot im Türschloss, Nichtabschiebung von Straftätern. Ja wer erkennt da nicht die Handschrift der SA von 1932?
      „Mimimimimii…“
      Schreit der Kleinbürger“

      Ich finde überhaupt keine Dramatik bei Kartoffeln im Auspuff. Auch ausgewachsene Saalschlachten kann ich noch als Dialog zwischen Vertretern unterschiedlicher politischer Lager auslegen und gepflegt ignorieren, so lange ich nicht selber im Saal bin.
      Wenn aber das Establishment ganz offensichtlich die eigene nachweisliche Planlosigkeit auf diese Art kompensieren will, dann ist es durchaus an der Zeit sich Sorgen zu machen.
      Wenn man die Migrationskrise nur als Bühne für einen selbstgefälligen „Kampf gegen rechts“ jenseits der Gesetze benutzt, dann ist vielleicht noch unklar wer am langen Ende vom Verfall des sozialen Zusammenhalts profitiert.
      Die Verlierer dagegen stehen jetzt schon fest. Die Verfasser solcher Aufrufe bedaure ich dabei noch am wenigsten, die zehren von der Substanz die andere aufgebaut haben.

    • Titel eingeben
      Ist es wirklich sinnvoll, sich ständig „historischer Vergleiche“ zu bedienen, wenn man jetzt nicht unbedingt sooo sattelfest auf dem Gebiet ist ?

      Was hat die SA 1932(?) getan, was sie über den Rotfrontkämpferbund erhebt ?
      So wie es sehe ist das „weltoffene Milieu“ daß nach der StA schreit, wenn sie auch nur den Hauch ihrer eigenen Methoden (schwere Körperverletzung, Niederstechen, Schädelbruch) serviert bekommt.
      Das Schöne ist: Jeder weiß das. ;-)

  66. Proll und Troll, vom Abendland
    der eine fährt nicht nobel
    der andere frech und schwarz.
    Beide kommen mit ihrer Schulbildung nicht klar-
    und mit dem teuer Billigmöbel – welches sie aber immer wieder haben werden.

    Und wenn sie nicht in einer Praxis* sind, noch weiter twittern.
    [* irgendeine professionelle Hilfe, wegen Soziopathie (= mir doch egal) und Kritikphobie (labiles Selbstwertfeeling, indifferenter Abwehr- Angriffsmodus // : man hat was gegen mich, formulieren kann ich’s nur noch nicht, keine Kohle für den Anwalt)]
    In «Magnolia» USA 1999 Regie Paul Thomas Anderson, ist zu hören: wir sind fertig mit der Vergangenheit, aber die Vergangenheit nicht mit uns.
    Save me.
    Mit vier gab es kein Klavier.
    Sorry.

    Wenn nicht, machen sie auf Streetwarecharme und übernehmen die Katalogseite.
    Proll eins zu eins, Troll ist’s fast egal, -er ahnt den Reinfall, –
    aber das Materielle (der materialisierte Aufwand, Geist, Idee) ist unwiderstehlich und kurz vor Weihnachten geben sie’s der modernen Entsorgungsanlage eines Privatbetreibers.

    Neues macht Sinn. Die Mode muß auch leben und ist um keine Lieferung verlegen.
    Hallo, dieser Gesichtsausdruck!
    Denn die Clique dünnte sich aus. (exMitglied-O-Ton: »ja ich brauche Pegeldrinks, die Menschen sind so kalt, – Verzeihung, ist heut nicht mein Tag, – ach, was für eine kalte, herzlose Welt, echt, ich habe wirklich genug, nur Idioten unterwegs, ja meine gemeine Mutter auch, – Freunde? ich habe keine mehr, alles Verräter, die können mich mal!«
    [der Mann ist 60 und sichtlich geknickt, ich mußte ihn trotzdem bitten nach Hause zu gehen, obwohl er sich sonst wunderbar selbstsicher über Politiker und deren Kladderadatsch echauffieren kann]
    Manche brauchen dann auch eine Bluttransfusion.
    Bitte, Marina Abramović, tu was, du kennst dich aus in der Gruppendynamik.
    http://www.zeit.de/2014/36/marina-abramovic-london

    Wenn nicht, treffen sich Gleichgesinnte, die Katalogseiten
    austauschen und Pläne machen für Pauschalreisen oder Sporttribünen.
    Oder Akkuschrauberaufgaben: » Oh, nein, ich habe nichts zu sagen und das sag ich auch ganz offen, ich steh dazu!«
    Nur der Schnellkochtopf ist für Omi. (Opi: ja, sie macht das beste Dampfgericht)
    Für jeden seinen Resonanzkörper.
    Beide, Trolli und Prolli, sind noch bloße Animals,
    ohne Abstand zu sich selbst und brauchen unbedingt
    ein Leckerli für jedes bisschen (nicht flektierbares Indefinitpronomen) was sie tun.
    Irgendeine Institution sollte sie vor sich selbst schützen, wie es ein Silicon-Valley-High-Tech-Unternehmen im OS und das Bonn-BRD versucht hat: »bevor der User das System schießt, beschränken wir seine Zugriffsmöglichkeiten, wir machen das OS so komfortabel, daß er nicht in Schwierigkeiten kommt und verzweifelt im Kernel zu stochern beginnt«

    Irgendeine Institution der echten Balance. Nicht eine, die bloße Augenwischerei betreibt mit Gesundheitsdiktaten, Ordnungsdogmen und Charityprotokollen, um die eigentlichen Intentionen, nämlich die der exakt neutralen Gelddenke zu kaschieren.

  67. Das ist keine Gewalt...
    …das ist Widerstand! Im besten Sinne von Staufenberg. Gegen rechts und was auch immer das ist, ist eben einfach alles erlaubt. Fehlt eigentlich nur noch weiße Farbe -kauft nicht bei…- oder irgendwelche Straßenposten ala SA vor Hauseingängen oder Geschäften, deren Denke dieser Bewohner oder Inhaber einfach nur eine andere ist. Die SPD sollte auch für die Antifa ein 100.000 Eineurojob Programm auflegen. Oder macht sie das schon?

    Ähnliches war auch in der Siebzigern zu lesen und damals machte man den Einen und die Anderen des Schweinesystems auch mal kalt. Und jetzt wird das -Schweinesystem – verteidigt, egal wie. Von einer meist hirnlos schreibenden Mischpoke im gemeinsamen Linkskadavergehorsam und Leuten da draußen, die a bisserl‘ zu viel Zeit haben und solche Anregungen als Sinnstiftung für Ihr armseliges Dasein allzu gern aufnehmen. Es würd‘ mich keinen Deut wundern, in welcher Form die finanziell unterstützt werden (von Mutti, Sozialamt, Arbeitsagentur?), aber ganz sicher nicht durch eigener Hände Arbeit. Aber vielleicht ja doch und man folgt solchen Aufrufen am freien Wochenende. Ich weiß es nicht. Ich bin auch permanent vollbeschäftigt mit meist Nichtstun und allerlei Freuden. Gibt es wirklich ein Paradies? Am besten, man richtet es sich hier auf Erden schon ein. Wer weiß, was da kommt.

    Verehrter Don, wie immer eine Freude, Ihren Text und die entsprechenden Medialen „Auswürfe“ zu lesen. Heute mal dazu einen Zuckerrohrschnaps aus Panama, beides war ein Genuss, und der Gedanke daran, wie schön es in Ihrer Heimat ist, und auch die anderen Täler stehen dem in nichts nach. Einfach nur schön!
    Vielen Dank!

  68. What happened to the American Dream? It came true! You're lookin' at it...
    Mal ein bisschen big picture:

    Wir beobachten das Scheitern der Moderne.

    Die Ausdifferenzierung in Funktionssysteme ist an ihre Grenze gekommen, d.h. die Öffnung der vormodernen Grenzen konnte durch die Funktionsgrenzen nicht aufgefangen werden.

    Jetzt fallen wir zurück in die Vormoderne.

    Der Don will alles in den 80er Jahren auffangen, doch wird es wohl eher weiter bis in die 30er des letzten Jahrhundert durchschlagen.

    Und danach versuchen wir es dann erneut mit der Moderne.
    Wahrscheinlich ohne uns. Vielleicht auch gar nicht mehr. Weil wir dann doch bis ins Osmanische 16. Jhd. oder direkt ins Stoneage gefallen sind.

    Schaun wa mal.

    • Warum 30er .... die roaring twenties ....
      … das wärs doch!
      .
      Heute halt Q7 statt Maybach … Abstieg allerorten …

    • es ist weit wenigerkompliziert....
      „Wir beobachten das Scheitern der Moderne.“

      Nein, wir werden mit den Konsequenzen der Widersprüche des Kapitalismus konfrontiert. Die waren schon immer schlimm genug, aber die ganz schlauen Spiesser meinten, man könne diese Widersprüche mit dem Neo-liberismus auszugleichen.
      Manche von uns haben mit dem Lachen ungefähr seit Helmut Schmidt nie mehr aufgehört. Warum sollten wir auch?
      Es seid es ja nur ihr, die jetzt die Rechnungen präsentiert bekommen,
      wohl bekomms….

    • Some places are like people: some shine and some don't.
      Natürlich…

      Hier ist anscheinend keiner, der auch nur ein einziges wissenschaftliches Buch über Gesellschaft gelesen hat. Geschweige denn eines der letzten hundert Jahre. Spätestens bei Marx hört es auf, mit der Bildung.

      Aber alle reden hier die ganze Zeit über: Gesellschaft.

      Jetzt mal bitte selber die Frage stellen, welches Niveau hier dann erreicht werden kann.

  69. Bluebeardy vom 9. Juni 2016 um 19:50 Uhr
    Ach Blaubärtchen, ich gehe nicht davon aus, dass blonde McPomm-Nutten zu diesen Komikern reisen mit der Absicht bessere Zuchtergebnisse zu erzielen. Oder bestehen die Kamelf… (siehe Houellebecq)… äh Scheichs auf gleiche Regeln wie die Katholische Kirche ?
    .
    Danke für den Aufklärungsversuch, aber wir sind auch ohne Sie klar im Kopf.

  70. Pingback: Mit Buttersäure und Vergewaltigern : Burks' Blog

  71. besser in Bayern
    @ Jessica

    In Bayern ist die Situation ganz klar noch besser als in anderen Bundesländern.
    Aber ob die Kinder mal als Jugendliche wie wir früher alleine nachts sich an jedem Ort in München im Prinzip sicher fühlen werden?

    Falls Sie mal medien-entnervt depressiv werden, lesen Sie den Bayernkurier. Das beruhigt etwas.
    https://www.bayernkurier.de/ausland/14250-das-darf-sich-nicht-wiederholen

  72. @ Friede den Hütten
    die Kirchen sind marginal, wollen aber überdauern und haben sich doch immer (mit Ausnahmen) mit Macht&mainstream arrangiert
    .
    @ HM55 von 19.27 Uhr
    stimmt schon, aber diesmal schützt der politische Mainstream diese Gruppen und das ist neu

  73. Remember, remember the Fifth of November
    Noch einmal, for the record:

    Seit September 2015 findet die Mitte der Gesellschaft keine Repräsentanz mehr in der Regierung noch im Parlament.

    Denn die CDU hat in September 2015 linksradikale Positionen übernommen.
    Nicht nur Merkel. Die gesamte CDU!

    Was Schäuble jetzt von sich gegeben hat, das ist die Position der CDU im Jahre 2016. Unglaublich aber existent.

    Das ist das, was der DON beobachtet. Das seine Klasse in der Politik nicht mehr vertreten wird.

    Welche Macht und Bedeutung hat eine Klasse, die weder im Parlament noch Regierung vertreten ist?

    Keine!

    Das wird hier seit Monaten mit Fassungslosigkeit berichtet.

    Ändert das etwas? Nein.

    Das Problem beim Don und anderen ist, dass sie immer noch hoffen, das irgendwo noch eine politische Vertretung der Mitte zu finden ist, dass die CSU oder ein kleines bayrischen Dorf irgendwie Schutz und Heimat oder Macht und Bedeutung wieder zurück geben kann.

    Das wird nicht geschehen.

    Die Mitte der Gesellschaft muss sich ihren Platz in der Politik dieses Landes zurückholen. Angefangen auf der Straße. Denn im Parlament ist sie ja nicht mehr.

    Und genau damit sind wir schon im Jahre 1932. Seit dem September 2015.

    Die Bürger müssen wieder eigenständig Politik betreiben, weil die Regierung nicht mehr die Interessen der Bürger vertritt, und somit das Funktionssystem Politik nicht als Funktionssystem operiert.

    Die Politik ist hier nicht mehr. In Deutschland.
    Sie ist jetzt irgendwo auf der Straße und hier und dort im Internet.
    Aber nicht mehr im Parlament.

  74. Herrn Schäubles Bananenschale
    Einzelne Politikersprüche sind meistens vollkommen wertlos: Freundliches Gesicht, nicht hilfreich, Nachbarn wie Boateng, Inzucht, das fehlt nur der goldene Griff zum Wegwerfen.
    Wen meint Schäuble? Europäer kann er nicht meinen. Meint er Cousinen und solche Sachen, Clans aus Anatolien, dem Libanon oder dem Rifh?
    Ansonsten: Was erlauben Schäuble? Meine sind teilweise aus Polen, teils aus Frankreich, und so sind viele zusammengesetzt. Die Italiener sollen alte syrische Einschlüsse haben, die Bayern vermutlich slawische, die Franzosen keltische in der Bretagne oder spanische bzw. römische im Süden, die Galizier und Asturier können blond sein. Was meint dieser Mann?
    Die Medien sollten mal nachhaken. Dann kann er erklären, relativieren oder nachtreten.
    In Paris soll es afrikanische Familien mit 3-4 Ehefrauen und 12-15 Kindern, alle aus einem Dorf, geben. Schäuble hat sich da eine schöne Bananenschale hingelegt.
    Im übrigen ist Inzucht nur in Bezug auf Krankheiten ein Problem. So hat die jüdische Gemeinschaft einige Krankheiten vermehrt. Auf den Kopf gefallen oder unkreativ geworden ist sie deswegen nicht.

    • Genetische Untersuchungen der jüdischen Gemeinschaft zeigen, dass es jede Menge Einstreuungen von aussen gibt. Wie auch in der Halacha erlaubt.

    • Ja, aber
      Auch ja. Dennoch ist es eine kleine Gemeinschaft. Bei den Einstreuungen mögen jüdische Vorfahren beteiligt sein, denn im 19.Jh war es ja Mode, zu konvertieren. Effektiv sind einige Krankheiten vier mal so häufig und entsprechend gut erforscht.

    • Homogenität der gesamten jüdischen Gemeinde? Fehlanzeige!
      Die weltweite jüdische Gemeinde ist genetisch-populationstechnisch in verschiedene Gruppen eingeteilt. Dabei sind die sogenannten Ashkenazi-Juden wegen ihrer Heiratspolitik über nahezu ein Jahrtausend relativ endemisch. Einzelne Einsprengsel erweitern nicht signifikant den Genpool. In den letzten 70 Jahren ist das aber mehr geworden.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Ashkenazi_Jews#By_ethnicity

      Die Endemie führt allerdings dazu, dass gewisse rezessive Erkrankungen dort gehäuft auftreten weil einfach die Wahrscheinlichkeit, zwei rezessive Allele zueinander zu bringen, höher ist.

      Das gilt aber für alle endemischen Populationen. Island z.B. ist auch so ein Fall. Dort gibt es sogar eine Dating-App, bei der man nachschauen kann wie weit (oder nah) man miteinander verwandt ist, und es wird ein Test angeboten um seinen genetischen Status für gewisse vererbare Krankheiten testen zu lassen.

    • @Dörflicher Akademiker
      „Die Endemie führt allerdings dazu“

      Sicher, dass Sie nicht Endogamie meinen?
      Sachlich haben Sie m.W. aber ansonsten durchaus Recht.

    • Endemie/Endogamie
      Das kommt vom Übertragen vom Englischen ins Deutsche (https://en.wikipedia.org/wiki/Endemism). Sie haben daher Recht, dass meine Formulierung unsauber war und die Endogamie (https://de.wikipedia.org/wiki/Endogamie) die Ursache bei den Ashkenazi für das endemische Auftreten von bestimmten Erbkrankheiten ist.

  75. Lernen Sie zu differenzieren.
    Otto Meier sagt:
    9. Juni 2016 um 23:40 Uhr
    Gabriel hat die Mitte neu definiert, Dr. Seltsam.

    Oh Gott. Wirklich. Tatsächlich. Kaum zu glauben.
    Ich dachte, den Ausdruck Neue Mitte, hätte Willy Brandt erstmals 1972 auf dem Dortmunder Wahlparteitag der SPD benutzt.
    Danke das sie mich aufklären.

    Die eingeschläferte Mehrheit, bezug sich auf die Wahrnehmungsblase.
    Bitte Texte genau lesen, das hilft (manchmal).

    Hier noch ein allgemeiner Tip.
    Lernen Sie zu differenzieren. Unterschiede sind dazu da das ma sie erkennt. Sie sind die Grundvorrausstzung für logische Folgerungen.

    Dann ergibt sich die Frage nach welcher Wahrheit.
    Hier zeigt sich deutlich, dass sie in die Sprachliche Falle getappt sind.
    Nicht, was man mit den Untiefen der Sprache konstruiert, bildet die Wirklichkeit ab.

    Wahrheit erkennt man. Es ist, wie z.B. Don Juan Matus es beschreibt, ein tiefes Wissen, dass sich einstellt – oder eben nicht.

    Dr. Seltsam

    • Ich weiß ja nicht, was bei Ihnen quer sitzt, Dr. Seltsam,
      aber seltsam ist es schon, daß Sie sich über meinen Beitrag derart echauffieren. Lesen könnte auch Ihnen durchaus helfen, den Blutdruck niedrig zu halten.

      Wo schrieb ich von Neuer Mitte?

      Ist das Ihre Wahrnehmungsblase?

      Und immer noch nicht lassen Sie mich an Ihrer Wahrheit teilhaben, die Sie wo erkannt haben wollen und die welches tiefe Wissen beinhaltet?

      Ach, was soll’s, ich wollte sie mit meinem Beitrag weder angreifen noch belästigen und werde das auch jetzt nicht tun.

  76. Titel eingeben
    1932 ist ein guter Vergleich.
    Da hatte man langsam angefangen, die Bevölkerung schon mal mit sportlicher Gewalt vertraut zu machen. Ich wohne in der Nähe von Dachau, wie ich höre war es erstmal als Versuchballon gedacht, um zu sehen wie weit man gehen kann, und was man sich alles erlauben kann. Und von da aus immer weiter zu steigern.
    Im nächsten Jahr werde wir Artikel wie diesen in der taz eher als Aufruf der Gemässigkeit ansehen. Die Kampftruppe treten ja schon in Schwarz auf und lernen von den nord-afrikanischen Verbündeten, wie man in grösseren Gruppen gegen Einzelne vorgeht.

    • Es gesxhah ja nicht schnell, man hat das ganz langsam und auch in Wellen gemacht. 1936 etwa, als das Regime stabil war, haben sich die KZs tatsächlich wieder gelehrt, um der Welt zu zeigen, dass alles prima war. Und nach der Buttersäure komt ein hübscher Sozialbeitrag oder mal wieder Kinderaugen.

  77. Titel eingeben
    Zu dem Schäuble Kommentar: ich verstehe es als Warnung. Deutlicher ist es ihm nicht erlaubt zu sagen „Ihr werdet ausgetauscht“.

    • Wenn es so wäre: Dann müsste er sich nur hinstellen und gegen Mekel rebellieren.

    • ausgestauscht
      gegen was?

      Braucht der Finanzminister keine Steuerzahler mehr, nur noch
      HartzIV Empfänger?
      Könnte die Regierung und die Kirchen etc. mal verlauten lassen,
      auf welcher revolutionären Wirtschafts-und Gesellschaftsordnung
      ihre Politik zusteuert.
      Eine in der möglichst viele „leere Aschenbecher“
      ein Gewinn sind und ansonsten alles die Finanzmärkte regeln?

  78. Keine neue Multikulti-Show
    „Wenn man die Welt betracht, möcht man oft lachen…“ So beginnt eines der letzten Lieder von Anton Günther…
    Das sollten sich textmäßig alle mal anschauen…

  79. Kazims Vereinnahmung der Schwarzen
    Interessant übrigens: Gauland redet über Schwarze, Kazim antwortet im Namen der Muslime.
    Soweit mir bekannt ist, sind die Araber im Sudan gnadenlos über Farbige hergefallen. An der Sklaverei hatten sie ihren Handelsanteil.
    Wo Kazims Familie her ist. gibt es keine Schwarzen, jedenfalls keine aus Afrika. Wenn er den Test will, kann er doch dort einige ansiedeln, mal sehen, wie das dann geht.
    Andererseits, wenn er nur sarkastisch wurde und schnell mal….
    Ich behaupte: Ernsthafte Leute, die ernstgenommen werden wollen, sollten sich vom Zwitschen fernhalten. Übrigens wird durch das Zwitschern viel mit Kanonen auf Spatzen geschossen, sehr passend.
    Wenn man was zu sagen hat, kann man als ein Kazim ein Stück schreiben.

  80. "Unzufriedene Nordafrikaner" zünden angeblich bereits die Unterkunft an ...
    … im begleitenden Pressebild wird ein adipöser junger Mann abgeführt, dem die Essensportionen scheinbar nicht ausreichten.
    Ergebnis: 10 Mio Schaden … 8 Raufbolde in U-Haft.
    .
    Die 24 Anwälte der 8 werden wahrscheinlich vorbringen, dass alle so gerne arbeiten wollten, aber überall (selbst an der Essensausgabe) abgelehnt wurden – daher der Frust wegen grundsätzlicher Übermotivation!
    .
    Ich bin gespannt, wie Ihr in DE mit diesem hunderttausendfachen Frustrationspotential in etwa 2 bis 3 Jahren umgeht.
    .
    Um im Bild des Don zu bleiben: Ich befürchte irgendwann steht in DE der Zirkus richtig in Flammen.

    • Euer "ich hab jetzt schon kein Bock mehr - Adipöschen" fordert ...
      … den Soli zu behalten, damit noch mehr Wohltaten umverteilt werden können.
      .
      Ich empfehle: Gegen Fettleibigkeit und Frust hilft ganztägige Beschäftigung und intensiver Sport.
      .
      Daher meine Verwunderung: Ich habe bisher Flüchtlingsgruppen weder bei Arbeitseinsätzen noch beim Joggen beobachten können.
      .
      Dafür tickert gerade die nächste Rauferei in einem sozialen Brennpunkt durch – 200 Polizisten im Einsatz.

    • adipös plus
      Ramadan-induziertes Hungergefühl und die Gesellschaft unerwünschter christlicher Mitmigranten. Da kann man schon nervös werden.

    • Hamza wollte Schokopudding...
      der etwas, wobei etwas arg geschmeichelt ist, adipöse Mann Hamza aus Casablanca und seine Truppe nehmen am Ramadan nicht teil, hat also ausgeprägte Essenswünsche vorgetragen, bei deren Nichterfüllung die Halle abgefackelt würde. Gesagt, getan.
      http://www.express.de/duesseldorf/brand-in-duesseldorfer-fluechtlingsheim-kein-schoko-pudding–da-fackelte-er-die-halle-ab-24194482

      Ich weiß grad nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Sind das die hochgejubelten Facharbeiter aus dem Nahen Osten, deren Abschiebung die Grünen wohl weiter verhindern werden. Wobei die Abschiebung nach Marokko auch nicht so funktioniert, wie es gewünscht wird.
      Man darf wirklich gespannt sein, wie das in zwei bis drei Jahren aussehen wird. Ich fürchte, wir, die wir schon länger hier leben, haben die schlechteren Karten erwischt.

    • In Gelsenkirchen wurde sich auch wieder gerauft ...
      … ich sage nur „ganztägige körperliche Arbeit und Sport unter Aufsicht“, bis die jungen Kerls abends erschöpft in die Kiste fallen.

  81. Die „Wahrheit“: Ein toter Kanarienvogel
    Die von D.A. zitierte „Wahrheit“-Seite der taz lohnte sich früher zu lesen. Sie war ein Refugium, ein Anti-Ressort, das mit dem Rest der Redaktion im Clinch lag und ihn humoristisch konterkarierte. „Wahrheit“ spielte auf „Pravda“ an, die im Westen stets für pusztaplatte Propaganda stand. Die Seite hatte eine ähnliche Sonderstellung wie dieses Blog – aber das ist lange her. Inzwischen ist sie sowas wie der tote Kanarienvogel in der Kohlenmine: Wo man Humor versucht und daran scheitert, wo man Beifall nicht mit Originalität, sondern mit Konformität erheischt – da ist der kollektive Hirntod offenkundig.

    In ihren besten Zeiten focht die „Wahrheit“ mit der alternativ-autoritären Linken; in ihrem Umfeld wurde die Bezeichnung „Gutmensch“ erfunden. Dabei blieben die Autoren ihrer linken Gesinnung treu und versuchten sich teils durch eine ins Absurde gesteigerte Radikalität rhetorische Freiräume zu erkämpfen. Gesellschaftsspiele wie „wir basteln uns einen Nazi“ oder feministische Hysterie-Exzesse – alles dies wurde rund um die „Wahrheit“ auch so benannt. So war schon in den 90ern zu erkennen, wie wenig liberal eine alternativ geprägte Gesellschaft sein würde.

    Doch was hat es gebracht? Gewonnen haben die anderen. Erst bei der taz, dann überall.

    • Auch die Titanic
      war früher lesenswert und amüsant.
      Mittlerweile ist sie in etwa so staatstragend geworden wie die heute-show, also durchgehend, und hält sich immer noch für originell und aufklärerisch.

    • Danke für das Kurzreferat, trotz außergewöhnlich anmutender Lebensspannen von 68ern, die sich an das erste Drittel des 20. Jahrhunderts erinnert fühlen und noch heute munter Lesermeinungen schreiben, konnten oder wollten hier nicht alle die taz-Wahrheiten des vergangenen Jahrtausends lesen.

    • Eine Antwort, wie auf Pizzakarton gekritzelt
      @Zeitungsglossenleser: Was denn nun – konnten Sie nicht, oder wollten Sie nicht? Kokettieren Sie mit Ignoranz, weil Ihnen die damalige Vielfalt zu unbequem war? Oder sind Sie schlicht zu jung? Und rechnen Sie zwischen 1 und 100 immer in etwa so präzise, wie Sie sich ausdrücken? Ich sage Ihnen: Wer sich in den letzten 25 Jahren durchgesetzt hat, prägt unsere Gegenwart. Die Beschäftigung damit lohnt durchaus. Leider ist das taz-Online-Archiv derzeit „in Umstellung“ – früher verkloppte sie auf CD ihre komplette Historie.

      Womit wir wieder beim Grundmotiv dieses Blogs wären: Die einen haben, die anderen nicht. Diejenigen, die haben, sind besser dran.

  82. Genpool in D
    Durch Schäubles Aussage bekommt jetzt auch die Silvesternacht ihren Sinn: Bei den Vergewaltigungen in Köln ging es nur darum, den Genpool in D zu bereichern und der Inzucht vorzubeugen. Daß wir darauf nicht von alleine gekommen sind. Vielen Dank an unsere Eliten für die Weitsicht.
    Grüße Uli

  83. Als der Zirkus in Flammen stand ...
    gab es vom Mutterschiff die qualitativ hochstehende, journalistisch exquisit aufbereitete und inhaltlich erhellende Schlagzeile ganz oben, ganz ganz oben und auch ganz fett:

    „Fußball ist Freiheit“

    Wer hätte das gedacht!

    Allen Lesern und Kommentatoren wünsche ich gute 4 Wochen Spaß bei der EM 2016 und vor allem Freiheit!

    • hier wird es keinen Sport geben.

    • Langsam wird es eng - ein Schelm der böses dabei denkt.
      Man nähert sich sprachlich an. Auf atemberaubende Weise. Im Original:

      ARBEIT MACHT FREI:

      Es möge die am besten gedopte Mannschaft gewinnen.

      EINIGKEIT und RECHT wurde schon gestrichen.

      Heute ein Budvar.

  84. Don Alphonso
    (leider) einer der wenigen, noch verbliebenen Gründe, die FAZ zu lesen.

  85. Titel eingeben
    Ich erinnere mich an die Beschreibung in der Klemperer Biographie, wie die Schrauben immer weiter angezogen werden. Mit Pausen in denen man sich an die neue Lage gewöhnen kann- schlimmer kanns nicht werden – und dann gings immer weiter.
    1935 konnte man sich nicht vorstellen, wie 1938 aussieht, und 1938 nicht wie 1941 aussieht.
    Ihr Beitrag war 2013 nicht denkbar, für mich jedenfalls nicht.

  86. Dachschaden der Nation
    Und da wundern sich manche Menschen darüber, dass bspw. paranoides Geschreibsel Einzelner über irgendwelche zionistischen Verschwörungen als sehr viel geringeres Übel wahrgenommen wird, als der fröhlich und selbstherrlich vorgetragene kollektive Dachschaden dieser Nation.

    Die Ausübung des Fluchtinstinkts in Richtung Süden ist übrigens nicht die einzige existente Option im Umgang mit diesem Wahnsinn und seinen absehbaren Konsequenzen. Wer nicht flüchten (welch Ironie) kann oder will, wird etwas anderes tun… Ich denke dabei eher weniger an Apathie.
    Aber erstmal schauen, ob friedlicher politischer Widerstand funktioniert.

    Abschließend angemerkt: Für mich als Geschichtsinteressierten hat das alles aber eine interessante Komponente, denn es besteht durchaus begründet die Möglichkeit, dass wir gerade live miterleben, wie das Vorspiel zu Bürgerkiegen aussieht. Denn eine notwendige Bedingung scheint schon gegeben, kaum noch vermittelbare ideologische Fronten innerhalb einer Nation. Eine Seite ist darüberhinaus auch schon offen gewaltbereit. Hmm…

    • Offen gesagt: eine Politik wie die deutsche wäre in Italien nicht möglich.

    • @EraserFS
      „Für mich als Geschichtsinteressierten hat das alles aber eine interessante Komponente, denn es besteht durchaus begründet die Möglichkeit, dass wir gerade live miterleben, wie das Vorspiel zu Bürgerkiegen aussieht. “

      Ich glaube, für einen Bürgerkrieg sind die Deutschen heute zu alt und zu passiv…außerdem müssten für sowas ja Teile von Militär und Polizei zu den Aufständischen überlaufen…kann ich mir nicht vorstellen.
      Ich gebe Ihnen aber Recht, auf gewisse Weise spannend ist diese Polarisierung Deutschlands, die ich so vor ein paar Jahren für undenkbar gehalten hätte, wirklich…ich bekomme zum ersten Mal in meinem Leben eine Ahnung davon, wie das vielleicht in den USA in den 1850ern oder in Spanien ab 1930 war. Man bekommt irgendwie zunehmend den Eindruck, dass es einen beträchtlichen Teil der eigenen Landsleute gibt, mit denen einen rein gar nichts verbindet und mit denen man eigentlich lieber nicht in einem gemeinsamen Staat zusammenleben wollte. Das ist eine interessante Erfahrung, auf die ich aber dennoch gerne lieber verzichtet hätte.

    • wäre in Italien nicht möglich Don Alphonso sagt: 10. Juni 2016 um 12:36 Uhr
      Ich bitte Sie, nicht nur in Italien, in keinem Land dieser EU, dieses „Weltstaates“ …. Schweden hat seine Grenzen dicht gemacht! Schweden!
      Und die Nachbarn wußten es im Oktober letzten Jahres vorausschauend bereits besser:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/spott-ueber-berlins-haltung-zur-fluechtlingsfrage-13851162.html

  87. Deutschland ist im Endspiel
    Doch, doch. Und das Endspiel läuft schon. Vergleichsweise: Ende erste Halbzeit.
    Scherz beiseite: toller Text vom Don, der die grassierende Boshaftigkeit in Deutschland gut einfängt. Da wäre sie wieder, die gute alte deutsche Volksseele, sauber verteilt nach links und rechts (in extremis), und in jedem Fall zu mehr als nur Wortgefechten bereit. Man wünscht sich nach Italien einschließlich seines beträchtlichen Einwanderer-Problems, das scheint’s nicht so deutlich ins Gewicht fällt wie hier.
    Blöd gelaufen, aber man hätte es wissen können: Deutschland ist anfällig für Spaltungen, für Extremismen,
    UND MAN HÄTTE VIELLEICHT ETWAS FRÜHER DAFÜR SORGEN KÖNNEN DASS ES NICHT GANZ SO VIELE MIGRATIONSGESCHENKE WERDEN…
    Ganz ehrlich: der Deutsche kennt sich nicht, er hat ein zu hohes Bild von sich selbst, sonst wäre er politisch etwas vorsichtiger und (JA!) KONSERVATIVER.


    • Die Polarisierung war z.B. im SPON Forum nach Einführung von Hartz-IV besonders ausgeprägt. Die H4-Empfänger wurden als asoziale, faule Loser beschimpft, die gar nicht arbeiten wollten. Man gönnte ihnen nichts, begrüßte es, dass der bisherige Leistungsanteil für Alkohol und Tabak ersatzlos gestrichen wurde. Jetzt werden Flüchtlinge dafür bemitleidet, dass sie sich nichts leisten können, nicht einmal ein Bier.

      Die Neigung zu Extremen wird von der Politik gnadenlos ausgenutzt, das Volk mit Hilfe der Medien und Talkshows in die „richtige“ Meinungsrichtung gelenkt.
      Machiavellismus, divide et impera, Klassiker der Herrschenden zwecks Unterwerfung des Volkes.

  88. Replacement Migration
    @ Andreas Stullkowski

    „Replacement Migration“ nennt sich das. Die UNO hat schon seit längerem die Idee, alternde Gesellschaften mit Migranten aufzufüllen.
    http://www.un.org/esa/population/publications/migration/execsum.pdf

    Wie man Familien der eigenen Bevölkerung fördern könnte, wird als Idee gegen eine „Überalterung“ offenbar nicht in Betracht gezogen. Dass die leistungsstarken deutschen Familien mit gut ausgebildeten Kindern selbst in Länder mit günstigeren Rahmenbedingungen migrieren könnten, fällt bei diesen Betrachtungen ebenfalls weg.

    Immerhin heißt es auf dem „Online Portal der Migrationsgesellschaft“ http://www.migration-info.de/

    „Unter ungünstigen Umstände könnte Zuwanderung zu einer Verschärfung statt zu einer Entschärfung der Probleme führen, etwa wenn es nicht gelingt, die Zuwanderer in Wirtschaft und Gesellschaft zu integrieren. Letztendlich wird die Arbeitsnachfrage, die Struktur der Immigranten und die auch politisch beeinflussbare Absorptionskapazität der aufnehmenden Länder darüber entscheiden, in welchem Ausmaß Zuwanderung zu einer Lösung der demographischen Problem beitragen kann.“

    @Don
    Rebellion gegen Merkel gibt es allenfalls von den Hinterbänklern, wenn sie in Panik geraten, dass sie nicht wiedergewählt werden.

    Also muss man diese unter Druck setzen durch Zuschriften, dass man nicht die Absicht hat sie zu wählen, sollten sie eine solche „no borders“ Merkel-Politik weiter unterstützen.

  89. gaga
    Lieber Don,

    gibt es bald von dir auch einen Beitrag zu den rassenhygienischen Einlassungen unserer schwarzen Null aus dem Reichshauptslum und wie so etwas in Italien goutiert würde?

  90. Unkraut
    Lieber Don,

    von Ihren Blogs halte ich mich immer so lange wie möglich fern. Auf diese Weise kann ich die Vorfreude auf die belebende Wirkung Ihrer erfrischenden Brisen genussvoll verlängern, aufs Durchatmen im dichter werdenden Smog der deutschen Meinungsdiktatur.

    Ich hoffe, dass es noch ein Weilchen dauert, bis Sie, das freche Unkräutchen im ansonsten politisch-korrekten Vorgarten von unseren grün-linken Gärtnern entdeckt und gnadenlos ausgemerzt wird!

    Das musst ich Ihnen unbedingt mal sagen!

    • Sa machen Sie sich mal keine Sorgen, erst gestern musste ich ein Rauskaufangebot ablehnen. Andere hätten auch gern solche Unkräuter, kriegen aber nichts Gescheites,

      Nur ournalistenschüler.

  91. Zitat
    Leider wurde der Liedtext von Georg Kreisler nicht richtig zitiert.
    „Als der Zirkua in Flammen stand,
    War nicht Wasser genug zur Hand“

  92. So ein netter Text, und so ein unschönes Ende.
    Eine Morddrohung zum Abschluss einer Glosse über Toleranz und Verrohung der Sitten.
    Welch Ironie und Bestättigung des bekannten Problems.

    • Nein. Es ist nur so, dass am Tegernsee wirklich viele Leute mit Waffen umgehen können – sei es, weil sie Jäger sind, oder weil sie, wie erwähnt, bei den Gebirgsschützen sind – der Gewehrhalter ist hier in jedem zweiten Pickup. Wenn Sie hier am Abend bergwandern gehen, sehen Sie laufend Leute mit Gewehr. Bei den Bauern gehört das zum Prestige dazu. Ich würde hier dringend davon abraten, sich heimlich nachts mit Buttersäure in ander Leute Grundstück herumzutreiben, das kann hier wirklich gefährlich werden.

    • Waidmannsheil
      Es sind aber gerade viele Jäger in Aufruhr wegen neuer Vorschriften. Ein Jäger darf nur noch eine Patrone im Magazin haben und nicht, wie bisher drei, habe ich mir sagen lassen. Es muss immer nachgeladen werden.
      Der Grund: Hätte ein Jäger drei Schuss hintereinander zur Verfügung, könnte er einen Dreifachmord begehen…
      Die Jägerschaft ist wohl schwer beleidigt und versteht nicht, dass das anscheinend nur in Bayern gilt. Die, die diese Verordnung durchsetzen wollen, haben total vergessen, dass die Jäger in den meisten Fällen auch über eine Pistole verfügen.
      Jeder Förster ist zur Kontrolle berechtigt. Es wird “ Buße“ verhängt bei Missachtung.

  93. Rassist Schäuble in der Zeit
    Nochmals zu Sch. Ich habe gestern die Bibliothek meines Vertrauens aufgesucht und mir die Druckausgabe der „Zeit“ vom 09.06. geben lassen, welche ich, einen milden Ekel überwindend, auf der Suche nach dem Sch.-Interview durchblätterte.

    Ich wollte einfach sichergehen, dass das Ganze kein digitaler hoax war. Und ich wollte wissen, ob der/die Interviewer vielleicht irgendwie auf diese widerwärtige, alle Europäerinnen und Europäer und beleidigende (nein, die Türkei gehört nicht zu Europa) reagierte(n). Natürlich Fehlanzeige. Es handelte sich um die Widergabe eines widerlichst sycophantischen „Hintergrundgespräch“, welches B. U. mit Sch. in dessen Arbeitszimmer führen durfte. Worauf er offensichtlich auch ganz stolz war. Den Rest des Artikels habe ich mir geschenkt. Es ging schwurbelig um irgendeine konservative Revolution (wahrscheinlich), whatever. —

    Hier noch einmal O-Ton Sch: „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe. Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt. Schauen Sie sich doch mal die dritte Generation der Türken an, gerade auch die Frauen! Das ist doch ein enormes innovatorisches Potenzial!“

    Ich kontrastiere dieses „Statement“ eines „Bundesministers“ mit folgenden Leserbrief aus der Printausgabe der FAZ vom 09.06. (Habe ich beim Durchblättern der FAZ im Sportstudio gestern Abend gefunden und an Ort und Stelle kopiert.)

    „Gewalt liegt in der Luft: Ein Erlebnisbericht
    Zu Ihrem völlig zutreffenden Bericht über die Zustände in Bonn-Bad Godesberg „Gewalt liegt in der Luft (F.A.Z. vom 4. Juni) passt folgender Vorfall: Mein zwölfjähriger Sohn wurde kürzlich von zwei etwa 15 Jahre alten Jugendlichen gezwungen, vom nahen Sportplatz mit ihnen in die elterliche Wohnung zu kommen. Sie zeigten ihm einen Schlagstock und ein Klappmesser und drohten ihm für den Fall, das die Polizei eingeschaltet würde, ihm in einer Badewanne sämtliche Knochen zu brechen und sein Leben zu „ficken“.

    Beide Jugendliche haben einen Migrationshintergrund, der eine ist der ältere Bruder von einem Freund meines Sohnes. Nachdem ich in Begleitung meines völlig verängstigten Sohnes unverzüglich bei der Godesberger Polizei Anzeige erstattet hatte, durchsuchten Beamte die Wohnung und stellten die Waffen sicher. Im Laufe des Nachmittags versuchte der Hauptbeteiligte uns noch telefonisch zur Rücknahme der Anzeige zu bewegen.

    Gegen Mitternacht, als wir mit Gästen in unserem Wohnzimmer saßen, tauchten die beiden in Begleitung eines Dritten auf, um mich über das Gartentor zu beschimpfen und zu bedrohen. Unter anderem mit den Worten: „Wir machen dich kalt, du Schwuchtel.“

    Die zwei Täter wurden zwar später aufgegriffen, sind aber – wohl wegen ihres jugendlichen Alters – inzwischen wieder auf freiem Fuß. Ergebnis: Meine drei Kinder werden in Zukunft in die Schule gebracht und von dort abgeholt. Und dürfen bis auf weiteres unser Grundstück nicht verlassen. Unser Haus steht seit kurzem zum Verkauf, da wir in dieser Gegend nicht mehr bleiben wollen. Bis dahin wird ein Sicherheitsdienst unsere Kinder schützen.

    Zweierlei möchte ich noch erwähnen. Unser Haus liegt etwa zehn Gehminuten von dem Ort, an dem Niklas totgeprügelt wurde. Und: Trotz Personalknappheit und Großeinsatz wegen Überschwemmung und Hochwasser in Bad Godesberg hat die Polizei schnell und kompetent gehandelt. Dass bei dieser große Frustration herrschte, ob der eigenen Machtlosigkeit gegen Kriminelle, war unübersehbar!“

    War has begun.

    @Krampus, 9. Juni 2016 um 13:16 Uhr, „Hass“: Ich stimme jeder Ihrer Aussagen zu.

    Wut, Zorn, Verachtung und – slowly but surely – Hass (leider) sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und letztere sitzt regelmässig in Block B der Philharmonie. Mittiger geht’s nicht.

    • Dann hat also Akif Pirincci,
      der wohl in Ihrer Nähe wohnt oder zumindest gewohnt hat, trotz all seiner sprachlichen Unflätigkeit, in der Sache vermutlich doch recht mit seinem Text:

      http://www.achgut.com/artikel/das_schlachten_hat_begonnen

    • FAZ Leserbrief von Donnerstag - Hausverkauf in Bad Godesberg @ EraserSf
      Vielen Dank, dass sie den Leserbrief hier zugänglich machen: Das ist für mich – DAs Hochseilakrobatik hin oder her – der Text der Woche. Und ich sage das mit Bedauern.

      Dazu noch: EraserSf hier vor einer Woche ca. :

      Gaulands Boateng

      Mediendeutung: Boateng beleidigt, Rassist!
      Alternative Deutung: Gauland beleidigt eher die Personen, die zwar multi-kulti-bunte Viertel feiern, aber dann umgehend wegziehen (oder selbst nicht dort wohnen), wenn es bspw. darum geht, dass die eigenen Kinder auf eine „Brennpunktschule“ (oder wie auch immer der gerade in Mode befindliche PC-Begriff lautet) gehen müssten.

      Und nein, ich ziele mit dem Zitat natürlich nicht auf den Leserbriefschreiber, ich schätze außerordentlich, dass der sich in dieser schrecklichen Lage öffentlich so präzise mitteilt, sondern den von EraserSF angesprochenen Debattenmechanismus.
      Im Kern betrifft der haargenau Heinz Buschkowskys unermüdlich vorgetragene Rede über die in Berlin grassierende Doppelmoral.
      Und ja: Es ist ein wenig auch ein Hinweis darauf, warum die Mittelschicht AfD-ferner ist als die untere Mittelschicht und die Unterschicht: Weil sie es sich im Falle eines Falles immerhin leisten kann, wegzuziehen, die Kinder auf andere Schulen zu schicken usw.

  94. Großbürger, Kleinbürger
    Großbürgertum steht doch für:
    .
    Souveränität, Bildung, Toleranz, Gelassenheit, Offenheit und Selbstbeherrschung. Und Freude an geistreicher Konversation.
    .
    Kleinbürgertum: Für tödlichen Hass wegen eines Kratzers am Auto. Und Freude am gemeinsamen Gebrüll.
    .
    .
    Das sind natürlich nur dumme Klischees, die mit der Wirkichkeit nix zu tun haben.

  95. Der richtige Fingerzeig
    Nahezu unglaublich, was so an gutnachbarschaftlichen „Empfehlungen“ durch das Netz geistert.

    Grundsätzlich rate ich dringend zur verbalen Abrüstung, und zwar auf allen Seiten. Ein kürzlich erschienener Artikel in FAZ-Online wies darauf hin, dass vor der Tat eben doch das Wort steht, uns sei es, dass man es nur als passive Anregung für eine aktive Straftat nutzt. Und dann reüssiert die scheinbar nur ironisch verwendete Gewaltaufforderung zur Grundlage einer strafbaren Handlung, die einem anderen Menschen schadet.

    Die physische Gewalt ist unkontrollierbar, wie schon der Dalai Lama kürzlich anmerkte und führt schnell ein Eigenleben, dem Einhalt zu gebieten dann eher schwer ist. Daher ist es besser, religions-, orts- und landesfremde Menschenkulturen, die eine starke Präferenz zu Gewalt und Unterdrückung haben, gar nicht erst in unser Land einreisen zu lassen.

    Wieviele Jahrzehnte hat es bei uns gedauert, bis unsere Gewaltaffinität endlich erfolgreich geläutert werden konnte. In vielen Dingen – z.B. Auslandseinsätzen der Bundeswehr – ist dies bis heute nicht gelungen, obwohl das ursprüngliche Grundgesetz die Anwesenheit von deutschen Soldaten im Ausland aus bekannten Gründen auf das strikteste untersagte.
    Auch die – von mir im übrigen sehr geschätzte – Polizei musste erst lernen, das Knüppeleinsätze und Wasserwerfer nicht zu Demonstrationen gehören müssen. Aber heute zeigt sich das Problem eher von einer anderen Seite.

    Durch den richtigen Gewaltverzicht, der sich heute schon in der häuslichen Erziehung bei Minderjährigen manifestieren soll, sind unsere Heranwachsenden oft nicht mehr mit kleinen Mengen an unschädlicher Gewalt konfrontiert, gleichzeitig spielen diese aber Computerspiele, die eindeutig die Tötungshemmungen herabsetzen, wofür sie primär bei der US-Soldatenausbildung und anderswo in der Welt eingesetzt werden.
    Daraus entsteht eine explosive psychische Gemengelage, die dann auf eine Gesellschaft trifft, die den Einzelnen entmündigt hat und von ihm zur Durchsetzung seiner Rechte stets den Rechtsweg verlangt.

    Dies ist ein hochkomplexes, zivilisatorisches System, dass für den einzelnen, selbst hier geboren und aufgewachsenen, nicht immer leicht zu durchschauen ist. Ich behaupte sogar, vom einzelnen auch gar nicht durchschaut werden soll, damit er weiterhin regierbar bleibt. Wenn es eben keine Unsicherheitsfaktoren im Landesinneren gibt, die kriminellen Taten also immer geringer werden, es immer weniger Arbeitslose gibt, so muss man sich eben welche von außen besorgen, die die Unsicherheit aufrechterhalten, damit die Ausbeutung und Unterdrückung der nicht vom politischen und wirtschaftlichen System Profitierenden aufrecht erhalten bleibt.

    Kurz: Ohne Arbeitslose gäbe es ganz andere Lohnforderungen, bei einer deutlichen Steigerung des Wohnungsangebotes würden Mieten sinken und gäbe es keine plötzlich und ohne Vorwarnung zuschlagenden Gewalttäter mehr auf der Straße, könnten wir alle unbesorgt spazieren gehen und müssten vielleicht noch nicht mal unser Haus und Auto verschliessen. Wir hätten Zeit und den Kopf frei, über wichtige, zukunftsfördernde gesellschaftliche Anliegen nachzudenken. Da müssten dann einige Industrien und Dienstleister in der Zukunft vielleicht ganz schön darben.

    Die Lösung besteht darin, so viele Kulturfremde mit geringem Bildungsgrad und wenig Aussicht auf Bildung, Integration und Arbeit in das Land zu holen, damit sich die Parallelgesellschaften verfestigen. Nur so bleibt die nötige Angst und Unruhe im Volk, die für die Ausbeutung und gleichzeitige Kaufkraftunterstützung notwendig sind. So schafft sich jeder seine kleine Burgherrenmentalität, die er tapfer gegen die Unbill der Welt zu verteidigen hofft. Und der rettende Staat ist ja vielleicht doch noch im Hintergrund vorhanden, wenn es dann doch irgendwie schiefgeht.

    Würden alle nur nach Glück und Zufriedenheit in Bescheidenheit und nicht nach Reichtum, Haus, Auto und drei Reisezielen im Jahr streben, so wären viele Beschäftigte des unterdrückungsmechanischen Staatssystems schlicht überflüssig.
    Auf Deutsch: Wir könnten hierzulande auf das enorm kostenerzeugende Beamtensystem verzichten, aber diese Berufsgruppe wählt eben mit absoluter Sicherheit die Parteien, die weiterhin für deren Beschäftigung sorgen.

    Die Folge: Wenn die Stamm-Deutschen sich benehmen, müssen eben renitente und traumatisierte Zuwanderer für Probleme sorgen. Sonst könnte man den Beamtenapparat entschlacken. Und das wollen die im Bundestag vertretenen Parteien lieber nicht, deren Angehörige gehören meist selbst zu dieser Berufsgruppe und werden auch ähnlich besoldet.

    Wenn man weis, dass nahezu alle Industriestaaten mit weniger als der Hälfte an Beamten und öffentlich Bediensteten, in Prozent gerechnet, zurechtkommen als in Deutschland, dann ahnt man sehr schnell, wo die Leute sitzen, die für die Misere im Land verantwortlich sind.

    Ich behaupte, die tatsächlich vorhandene Migrationsproblematik ist gewollt, um sich weiterhin seiner Pöstchen, im Großen wie im Kleinen, zu versichern. Man muss eben nur aufpassen, dass die Stimmung nicht kippt und die Leute selber anfangen, nachzudenken.
    Daher: Ungerechtigkeiten schaffen und erhalten wo es nur geht, und alles Selbstverständliche in Frage stellen, nur so können weiterhin Angst und Haß blühen.
    Sie bilden die Grundlage für eigen- und fremdbestimmte Ausbeutung und Unterdrückung.

    Und die Neubürger/Migranten helfen aus Ahnungslosigkeit fleißig mit.

    • Nun, die Antifa meidet ja eher echte Gewaltkonflikte und versucht es vor allem mit Anschlägen. Einer, der oft Drohungen gegen mich und andere ausgestossen hat, wurde in Berin gerade verurteilt; Der ist kein Schrak, sondern ein fetter, kahler und kranker Typ auf HartzIV. Der ist keine Gefahr mehr Die Antifa hat ein Rekrutierungsproblem bei jüngeren Leuten und greift daher zu „erlebnisorientierten“ Typen, denen es nur um die Krawalle geht.

      Das macht das, was die taz tut, nicht besser, aber für Weimarer Zustände fehlt jenseits der Metropolen das Personal.

    • außerdem absichtlich herbeigeführte Erhöhung der Terrorgefahr
      @Knut Gnadenbrotler

      Hinzu kommt, dass man systematisch die Terrorgefahr erhöht, indem man vollkommen unkontrolliert jeden ins Land lässt ohne Papiere.

      (Aber man darf „Flüchtlinge“ ja keinesfalls unter Generalverdacht stellen)

      Dass sich dadurch die Terrorgefahr erhöht ist offenbar gewollt, denn dann kann man entsprechende Gesetze beschließen, um weiter in die Grundrechte der (Alt-)Bürger einzugreifen.
      Im Ausnahmezustand wie in Frankreich nach dem Anschlang hat dann ein Parlament gar nichts mehr zu melden.
      Auch jetzt kommt das deutsche Parlament seiner eigentlichen Aufgabe nicht mehr nach.
      Die Übertragung zu vieler Kompetenzen (insbesondere Gesetzgebung) auf die EU und die dort herrschende Angewohnheit, sich ohnehin nicht an die Verträge zu halten, haben die demokratischen Grundlagen, v.a. Gewaltenteilung und Rechtsstaat ausgehöhlt.

      https://jungefreiheit.de/kultur/2016/landvoegte-halten-die-lage-ruhig/

      auch lesenswert:
      Peter Gauweiler, der sich u.a. gegen TTIP wehren will, da auch hier die demokratischen Rechte weiter beschränkt werden.

      http://www.peter-gauweiler.de/data/documents/2016/06/06/4-5755118bf31f1.pdf

    • Titel eingeben
      „Ohne Arbeitslose gäbe es ganz andere Lohnforderungen“ Sie wissen schon, dass es da verschiedene Segmente gibt? Versuchen Sie mal EDV-Spezialisten mit etwas Erfahrung zu bekommen.

  96. Kazims "Ausrutscher"
    Kazims Unterscheidung zwischen „Ihr“ und „Wir“ und seine Freude darüber, dass das „wir“ das „ihr“ verdrängen wird, zeigt leider, dass selbst ein erfolgreiches Berufsleben offenbar nicht ausreicht, um jemanden als „integriert“, also als loyal gegenüber der deutschen Aufnahmegesellschaft, ansprechen zu können. Deprimierend!

    Übrigens steht Kazim mit diesem Wunsch nicht allein. Bassam Tibi: „Wer sich in der Islam-Diaspora Europas auskennt, weiß, dass nicht nur die Islamisten von einem islamischen, von der Scharia beherrschten Europa träumen; auch orthodoxe Moslems tun dies und rechnen Europa durch demographische Islamisierung durch Migration zum Dar al-Islam/Haus des Islam“. Quelle: http://www.welt.de/print-welt/article391253/Europa_droht_eine_Islamisierung.

    In einer Studie von 2012 ergab sich, dass sich 46 % der hier lebenden Türken wünschen, dass in Deutschland eines Tages mehr Muslime als Christen wohnen. Religiöse Vorurteile nehmen ständig zu. http://www.welt.de/politik/deutschland/article108659406/Tuerkische-Migranten-hoffen-auf-muslimische-Mehrheit.html

    Türken stellen auch die größte Gruppe sozialhilfebeziehender Ausländer in Deutschland (http://www.focus.de/finanzen/news/grosser-vergleich-so-viel-hartz-iv-kassieren-auslaender-wirklich_id_3877990.html). Was Schäuble also gerade an Türken so gefällt, ist mir rätselhaft. Hätte er dasselbe über die überaus erfolgreichen Vietnamesen gesagt, hätte ich ihm zustimmen können.

    Sehr lesenswert zu dieser Problematik ist auch ein Beiträg von Henryk M. Broder: http://www.achgut.com/artikel/wer_ja_zum_islam_sagt_muss_auch_ja_zur_scharia_sagen

    • Ich kenne genug tolle Beispiele von türkichen Migrantenkinders, die hier super integriert sind und ganz genau wissen, warum sie nicht in die Türkei wollen.

      Die Gründe klingen dann allerdings meist eher so wie AfD.

    • @Don
      Das sind dann aber „ganz zufällig“ zu 100% Aleviten, kenne ich aus dem eigenen beruflichen Umfeld (Schule in NRW). Ein Nebeneffekt der sich bei der arabischen oder paschtunischen Migration wohl nicht wiederholen wird, von den paar hundert Kopten unter den Flüchtlingen abgesehen.
      Von den (ehemals) türkischen Aleviten abgesehen bezeichnen sich die hier lebenden deutsche Passinhaber mit irritierender Verve als Türken oder auch als Kurden und begründen das regelmäßig ganz „klassisch“ mit ihrem „Blut“. Reden Sie auch mal mit den nicht so sympathischen Zeitgenossen, das ist aufschlussreich!

    • Grübeln ...
      Don Alphonso, vielleicht wäre Ihr „Die Gründe klingen dann allerdings meist eher so wie AfD“ eine gute Gelegenheit auch für Sie mal etwas weiter darüber zu denken.

      Es gibt da intellektuelle wie Bassam Tibi oder Hamed Abdel-Samad, die da hilfreich sein könnten. Auch in Beziehung auf Ihr – wie ich finde – blauäugiges ‚mal sehen und abwarten‘.

      Der Unterschied zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen ist minimaler als manch einer denkt. Das Problem ist, dass viele der gebildeten Leute aus den islamischen Ländern zum großen Teil sich schon der Einbürgerungsgesetze in UK, USA, Australien, Kanada, bedient haben, um sich dort niederzulassen und einbürgern zu lassen. Da mussten aber akademische credentials und Sprache nachgewiesen werden, Referenzen, Publikationsverzeichnisse, u.s.w. Und natürlich Arbeitsverträge.
      Wären das die Leute die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen wären, insbesondere im letzten Jahr, wäre das meiste ganz anders gelaufen. Aber diese Leute sind ja schon großenteils abgeschöpft. Und wir haben statt dessen den Kaffeesatz bekommen. Es glaube doch keiner, dass solche Leute, Wissenschaftler und Ingenieure, auf seeuntüchtigen Booten über das Meer rudern und über den Balkan wandern müssten, um eine bessere Zukunft aufzutun.
      Ich gestehe der Regierung, zumindest Wanka, zu, dass sie anfänglich sich die Hände rieb, und dachte, nun billig 300000 Qualifizierte im Lande zu haben. Ich habe die ganze Sammlung der damalig über Nacht aus dem Nichts gestampften Pressemitteilungen und Planungen dazu. Hätte man da nachdem die Wirklichkeit sich herauskristallisierte, an die Öffentlichkeit gehen können und erklären können, man habe sich so gewaltig vertan („30 Prozent Höchstqualifizierte“)?

      Warum sollte muslimische Unterschicht signifikant anders sein als deutsche Unterschicht? Mit 15 Jahren Erfahrung in einem islamischen Land versichere ich Ihnen gerne, dass es nicht so ist. Eine Million europäische Unterschicht monatelang durch die Wälder der Subsahara in ihnen vollkommen unbekanntes Gebiet streifen zu lassen, um in einem Land zu enden, dessen Sprache sie nicht kennen, mit einer vollkommen anderen Kultur, das wäre auch nicht viel anders als wir es im Moment – nur andersherum – erleben.

      Wir haben halt das kurze Ende der Wurst gezogen, und da hilft es wenig, sich bei der Wurst zu beschweren. Beschweren müssten wir uns allerdings lauthals, bei derjenigen die so schnell in unserem Namen zugegriffen hat. Sie wissen schon … .

  97. Tja, die taz.
    Ich habe in der taz in den Wochen nach Silvester den Meinungsbeitrag einer jungen Frau gelesen, die versuchte, ganz vorsichtig, auf Zehenspitzen, um nur ja nicht als verallgemeinernde Rassistin bezichtigt zu werden, über schlechte Erfahrungen zu schreiben, die sie mit einem migrantischen Dozenten gemacht hatte. Dieser, ja immerhin, Akademiker hatte sich als unfähig erwiesen, Freundlichkeit als Kulturtechnik zu lesen oder wollte da nur eine Einladung zum Geschlechtsverkehr erkennen.

    Der Punkt ist: die Kommentare, die diesem Beitrag folgten, waren nun derart verbohrt, pauschalisierend, rechtfertigend, dass man da einfach nur noch wütend werden konnte. Selbst weibliche „Stimmen“ konnten sich nicht zu – wenigstens – Mitgefühl durchringen.

    Das war nur ein weiteres Beispiel für eine, hm, Linke, nicht nur die Partei dieses Namens, die ihre Probleme nicht mal mehr zu erkennen scheint. Man wird es wohl nicht mehr erleben, dass die ihre kindischen und verantwortungslosen Ansprüchen aufgeben wird.

    • Als Frau ist man verloren, wenn man nicht von heterosexuellen, weissen Männern bedrängt wird, Emma, ok, die regt sich auf, aber die dritte Welle der Krankheit ist da vollkommen desinteressiert, wenn es nicht ins Narrtiv passt.

    • Unlesbarkeit
      „Dieser, ja immerhin, Akademiker hatte sich als unfähig erwiesen, Freundlichkeit als Kulturtechnik zu lesen oder wollte da nur eine Einladung zum Geschlechtsverkehr erkennen.“

      Solche immerhin Akademiker kannte meine Frau auch zur Genüge. Als sie noch studierte, war es am schlimmsten. Konnten die ebenfalls Freundlichkeit und Interesse nicht von einem Angebot zum GV unterscheiden.

      War aber alles dabei, alles kulturell Hochgebildete möchte man meinen, meist Deutsche, nicht nur „Ausländer“.

      Die ganze Palette: Vom deutschen Profs zum Dozenten (auch deutsch), später auch zu einem türkischen Diplom-Psychologen, der Migranten berät und später ihr Chef, dann auch ihr türkisch-syrischer Nachbar, der Physiker und Mathematiker an der Uni Hamburg war- einfach alles dabei. Meine Frau würde keinerlei Unterschied machen zwischen den Nationalitäten, eher einen zwischen den Testosteronspiegeln dieser Herrschaften in leitender Position (typischer Chef-Testosteronspiegel, ähm …). Und nein, sie ist vom Aussehen und Habitus her keine Sexbombe oder eine „Chick“, an ihr ist nichts, was zum „Aufreißen“ direkt auffordern würde, keine Trophy-Wife oder Kleiderständer-Typ.

      Sie würde sagen, dass sie einfach besser ihre freundlich-sprudelnde Kommunikation und ihre temperamentvollen Gesten überprüft haben sollte und war danach mit ihrem temperamentvollen und offenherzigen, leicht naivem Wesen in Zukunft vorsichtiger:

      Sie begann die sparsamere Kommunikation der Männer zu lesen. Sie hatte „nur“ Schwestern, keine Brüder.

      Vielleicht lags ja daran, sie rätselt aber noch ein bisschen.

      Sie ist halt jetzt generell vorsichtiger bei männlichen Bekannten mit freundlichen Sätzen, mit Aufmerksamkeit, mit Wow! und Ach! und vielem Lächeln – egal ob deutscher Mann oder von woanders her.

      Psychologen behaupten ja, Männerhirne seien in Spuren generell etwas autistischer veranlagt. (Echte Autisten können soziale Signale schwer lesen und tun sich schwer, sie richtig zu deuten; es gibt auch weibliche Autisten, so isses nicht, nur weniger.)

      Mein Fazit:
      Diese Kulturtechnik, Freundlichkeit richtig zu lesen, das bringen deutsche Männer – ebenfalls keine Trottel, sondern hochgebildete Leut‘ – zuhauf ebenfalls nicht zustande. Kein Alleinstellungsmerkmal von Migranten, egal ob Studierte oder nicht. Da wär ich vorsichtig mit Einzelfall-Anekdoten.

  98. weibliche Erfahrung
    @Don (15:44) – gestatten Sie mir, Sie hierin zu korrigieren: “Als Frau ist man verloren, wenn man nicht von heterosexuellen, weißen Männern bedrängt wird.” Meine Erfahrung ist:
    Als Frau ist man in jedem Fall verloren, wenn man sich in unerwünschten Situationen nicht hartnäckig und eindeutig wehrt – egal ob es sich um weiße oder exotische, gebildete oder ungebildete Männer handelt.

    • Titel eingeben
      Frau Tiger ich denke Sie irren. Rape durch weisse Männer ost häufiger eine Tat im Nahfeld. Weisse Männer haben a) mehr Skrupel und b) mehr zu verlieren.
      Weisse Einbrecher steigen lieber in leere Häuser. Südostler foltern die Bewohner um Wertsachen zu finden.
      Russen fesseln mit Stacheldraht und verbrennen Sie im Kofferraum eines Autos.
      Weisse Männer …

      Ich denke, Gandhis Taktik funktionierte mit den Briten. Bei Afghanen oder Chinesen wäre er nicht damit durchgekommen.

      Und, bei vier unhöflichen Männern macht selbst ein Don besser einen Umweg.

    • Titel eingeben
      Lippenbären weisen im Bau der Schnauze einige Anpassungen auf
      Daher!

  99. Als Helmut Kohl...
    … in den 80ern die ‚geistig-moralische‘ Wende ausrief, haben wir uns gewunden und gelacht.

    Dreißig Jahre später ist mir das Lachen vergangen, weil Kohls Plan offensichtlich aufgegangen ist. Privatfernsehen, Dauercomedy und Internet haben eine Spur der Verwüstung in den Hirnrinden der Generation Kohl hinterlassen. Wenn Stefan-Raab-Gucker taz-Redakteure werden können, ist alles gesagt.

    Schon unsere Generation ist auch nur unter größten Schwierigkeiten erwachsen geworden. Bei der aktuellen Generation der ewigen Berufshipster ist damit nicht mehr zu rechnen.

    Und das schlägt sich natürlich auch in der Politik nieder. Wenn man sich die deutsche Öffentlichkeit und ihr Handeln in den letzten fünf Jahren von Außen ansieht, kann man nur zu einem Schluss kommen: Hier spielen Sechsjährige in grenzenloser Naivität Kasperltheater (deshalb konnte Varoufakis zum Medienstar werden).

    Es wird zur Verteidigung gern angeführt, schon Babylonier und Griechen hätten über die nichtsnutzige Jugend geklagt. Dem erwidere ich: Wo sind Babylonier und Griechen heute?

    • Jugend?
      Wieso geben Sie denn der „Jugend“ die Schuld? Bei dem einschlägigen Politpersonal sehe ich niemanden, den ich der Jugend zuordnen würde…und zumindest CDU und SPD werden ja eher zu Rentnerparteien.

    • @ Ngorro Gorro
      Sie haben den Zeitpunkt umschrieben; ich benenne ihn mit der „verrückten Wahl“ 1983. Mit der Abwahl des letzten deutschen Kanzlers begann der Abstieg dieser Republik.
      M.A.Titz

    • @ Titz
      Jetzt sind wir schon zwei, die das so sehen…

      Und ich bin alles andere als ein Helmut Schmidt Fan….

    • Zählen, bitte, und zwar richtig!
      Es gibt mittlerweile in diesem Blog, genau wie in anderen, auch die sich immer Wiederholenden. Mit allem Verlaub, ich gehöre dazu.
      Ich zähle allerdings anders herum: Seit mittlerweile 34 Jahren erlaubt sich die Wählerschaft der Bundesrepublik Deutschland das ganz offenbar Leichtsinnige und möglicherweise Fatale, gespeist vielleicht auch aus deutschem Trotz, nämlich Regierungschefs, die selbst aus 10 Kilometer Entfernung, und gegen die Sonne gesehen, keine Staatsmänner sind.

      Und zwar einen nach dem anderen. Vielleicht auch aus deutschem Hochmut; man lässt sich ungern belehren und sagt „Wir schaffen es [trotzdem]!“

      Irgendwas schon, ganz sicher. Warum nicht mal zur Abwechselung einen Bürgerkrieg zu provozieren.
      Und ich hänge unglücklicherweise mitten drin.

      Das macht dann schon drei. Die Zahl ist dennoch allerhöchstens akademisch wertvoll, weil zig Millionen drumherum noch immer an den erfolgreichen Staat durch Birnen, Gummistiefelträger im Massanzug und Ex-FDJ-Mädels glauben. Und als gangbare Alternativen für etwaige Nachfolger den Zwillingsbrüder von Porky Pig oder die angebetete Vaterfigur aus dem Südwesten anvisieren.

    • @Uwe Dippel
      Die Lösung ihres Problems ist einfach, sie sehen das Land in dem sie leben und die letzten Jahrzehnten völlig richtig, alles was sie tun müssen ist ihren Haushalt aufzulösen und die Koffer zu packen.

      Wenn sie das nicht wollen, dann müssen sie halt mit den Konsequenzen leben. Ausreden interessieren kein Schwein…

  100. dann das noch
    Mir sind in Ihren Texten hier jetzt schon mehrfach Seitenhiebe auf gewisse Dysfunktionen der sog. Integration aufgefallen, sacht und indirekt, ohne die Dinge beim Namen zu nennen. Ich muss sagen, die mag ich besonders, weil sie einfach das Selbstverständliche sagen. Es ging da jeweils um Fragen des ‚gedeihlichen‘ Zusammenlebens als Nachbarn, Mieter o.ä. und daru, dass es da eigentlich nur wenige Gesten braucht.

    Gerade daran mangelt es bei bestimmten Teilen der aktuellen Zuwanderung nach Europa sehr. Ich wundere mich schon, aber ist auch nur ein Beispiel, wie selbstverständlich Frauen jetzt diese bodenlangen schwarzen Umhänge austragen, was man seit einem Jahr doch sehr häufig sieht.

    Ein/e Grüne/r deutet sowas als Zeichen von Weltoffenheit, Weltläufigkeit oder Weltbürgerlichkeit. Ich denke zwar, dass man sich die gesellschaftlichen Veränderungen ja nicht aussuchen kann, dass man solche traurigen Entwicklungen (Selbstethnisierungen) auch nicht überhöhen muss. Das Denken in Ambivalenzen, das besonders Göring-Eckardt und Kipping den Deutschen aufgeben, wenn es um Migrantisches geht, wird in anderer Richtung, wo es eigentlich angebrachter wäre, sofort kassiert = AfD.

  101. 19 Prozent
    Die Erfolge unserer Frau Bundeskanzlerin von A wie Atompolitik bis Z wie Zuwanderung werden überall und auch in diesem wunderbaren Blog häufig gewürdigt. Schade, dass eine ihrer größten Taten dabei meist unter den Tisch fällt. Erinnert sich noch jemand an den 1. Januar 2007?

    Vivat! Die deftigste Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland!

    Und welch Erfolg! Im Jahr 2006 hatte die öffentliche Hand 1,6 Billionen Euro Schulden und im Jahr 2015 nur noch 2,0 Billionen (ich erlaube mir, ein wenig zu runden).

    Doch das ist Schnee von gestern. Aktuell erwarten wir gespannt die Erfolge der Integrationspolitik.

  102. Vorsicht beim Fastenbrechen - http://www.faz.net/-gpc-8i2l6
    Was Hartz-IV-Empfänger angesichts solcher Beiträge denken und fühlen, würde ich gerne mal wissen. Aber die lesen wohl keine FAZ.

    Kommt das Essen nicht pünktlich, wird die Bude abgefackelt? Ist das, vom Rest mal ganz zu schweigen, noch mit Religionsfreiheit und Toleranz erklärbar?

    Nein, ich werde das nicht weiter kommentieren, aber so langsam …

    Wenn so die neue Integration aussieht, dann gute Nacht.

    • Man müsste da ganz anders durchgreifen, am Tegernsee gab es auch schon eine Massenschlägerei, weil manche lieber schlafen wollten.

    • Anspruchsdenken und Undankbarkeit
      Wie würde ich als Flüchtling denken und handeln, das ist die Frage, die sich mir stellt. Käme ich wohl auf die Idee, Ansprüche zu stellen? Wäre ich undankbar gegenüber den Rettern und Helfern? Würde ich das BAMF verklagen?

      Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen. Und bei allem Verständnis für kulturelle und religiöse Unterschiede, für das Leid, das viele der Flüchtlinge erlebt haben und erdulden mußten, dieses Verhalten dürfen wir uns nicht bieten lassen.

      Und so langsam keimt bei mir der Verdacht, daß da deutsche „Linke“ die Finger im Spiel haben. Bei der Schließung der Balkanroute deutete sich das ja auch schon an. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, wie es sonst zu mehr als 3.000 Klagen wegen Untätigkeit gegen das BAMF kommen sollte. Soviel Kenntnis über das deutsche Recht traue ich den Flüchtlingen nicht zu.

      Als Linker, als den ich mich betrachte, kann ich das langsam nicht mehr nachvollziehen. Das hat in meinen Augen mit linken Überzeugungen auch nichts mehr zu tun.

    • Bude abfackeln
      „Kommt das Essen nicht pünktlich, wird die Bude abgefackelt“

      Geht gar nicht.
      Wer hat die reingelosse?

      Dennoch: Es ist ein Sacrileg das zu sagen: Wenn der Hartz-4-Mensch nur in Spuren etwas von aktivem Widerstand hätte, würde Hartz 4 in seiner derartigen Form nicht existieren.

      Nein, ich will willkürlicher physischer Gewalt nicht das Wort reden.

      Aber von den Betroffenen und Gefährdeten die geistige Bude von Hartz4-Schikaneuren und Demütigern, dieses Mindset, verbal ordentlich abfackeln, das wäre ein Fortschritt. Leider immer nur Scham, Furcht, Mimimi, Schafverhalten. Obwohl es ihre Jobs einfach nicht mehr gibt und geben wird, lassen sie sich wie die Schafe in sogenannte Maßnahmen schicken. Statt auf die Barrikaden zu gehen und den Staat zu fragen, was ihm zur Hölle einfällt, den wegfallenden Jobs als Idee nur existenzielle Schikane entgegenzusetzen.

      Ich fürchte, unerschrockene geistige Zerlegung nicht mehr zu erleben. Gewinnen tut leider nur der mit der loaded gun. Seit über 2000 Jahren. Gehirn ist überschätzt.

  103. Artikel: "Vorsicht beim Fastenbrechen"
    Betreff: adipös plus
    @ 10. Juni 2016 um 14:00 Uhr

    Soeben drüber gestolpert:

    http://www.faz.net/aktuell/mona-jaeger-14280090.html

    So sieht es aus. Na Bravo.

  104. @Oberlaender
    Zum Thema Inzucht lesen Sie bitte

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/sprache-das-verbotene-experiment-1.2508005

  105. Danke für den
    leider verstorbenen großen Kleinkünstler Georg Kreisler.
    Und Pispers – der ist auch schon verstummt. Ruhe vor dem Sturm?
    M. A. Titz

    • ...
      Ich glaube auch bei Pispere dürfte das Problem sein, dass bei der derzeitigen Lage zu den Flüchtlingen und vor allem der Lage wie sie sich im Herbst biete dürfte, keinerlei Lösungen möglich sind. Was also sagen?

      Das Thema hat ja das ganze Land ganz enorm verändert, da gibt es von Familien bis zu politischen Parteien, überall völlig unvereinbare Positionen nebeneinander. Man mag sich garnicht vorstellen wieviel Freundschaften da in die Brüche gegangen sind. Vernünftige Standpunkte wie der von Wagenknecht werden nicht zur Kenntnis genommen

      „Ruhe vor dem Sturm?“ Ich weiss nicht, ich glaub eher vor allem in Berlin wartet man auf eine noch grössere Katastrophe, bei der alle wieder einer Meinung sind und die man dann hinter sich vereint stehen hat, die dem Flüchtlingsproblem den Saft entzieht. Ein paar Bomben während er Fussball EM zB?

  106. "Buttersäure" - klingt fast so unangenehm wie "Fracking" nicht wahr? Ziemlich ätzende Sache
    höchstwahrscheinlich. Und hält uns bei der Politik:

    Amerika ist besonders, und auch der US-Präsident hat vornehm besondere Möglichkeiten. Ein Beispiel gefällig? Z.B. hat er vermutlich mindestens indirekt vorhandene Einflußmöglichkeiten Amerikas/seiner Administration auf den Ölpreis – z.B. unterlassen des Ankündigens von Interventionen („der Preis ist jetzt zu tief, das gefällt uns nicht länger, macht uns Sorgen“) unter anderem eben auch deswegen nicht genutzt, um der Farcking-Industrie – nicht seine Klientel, handelt gegen seine/unsere Umwellt – über die globalen Märkte in seinem Sinne zu „regulieren“.

    Mehr Schädigung/sinnvolle Schrumpfung/makrtwirtschaftliche Förderung der Efizientestens Fracker als Obama durchs Nicht-Eingreifen bzgl. des Ölpreises für die US-Fracking-Industrie erreicht hat, ist kaum vorstellbar.

    Man stelle sich vor, Mr. Obama hätte das alles durch nationale gesetzgungsverfahren versuchen wolen zu erreichen? Ziemlich ausgescghlosasene sache, nicht wahr.

    wir sehen daher das us-präsidiale handeln hier bildlich so, als befände sich der us-präsident im mittelpunkt einer liegenden acht, von uns gesehen in der draufsicht. eine seite der acht, einer ihrer beiden kreise der nat. gestaltungskreis – und durch ihn, obama, im zentrum hindurchgehend/verbindend der internationale gestaltungskreis. und eine seite/hälfte könnte für die andere stehen; er hat die wahl – und wählt er richtig dann stärken richtungskraft der nation, intellekt der angelsachsen und globales momentum des vorhandenen ihn. (und so war es hier wohl. mr. obama wäre vermutlich viel klüger und politischer, als viele es hier sähen, wurde zu recht präsident, das anstrengende us-auswahlverfahren lügt am ende eher nicht, produziert eben doch relativ annehmbare ergebnisse, so gesehen)

    aber jetzt das neue, der wettbewerb – „because its more fun to compete“ (1) – alle wahren marktwirtschaftler würden hier evtl. die notwendigkeit sehen, den wettbewerb zu fordern, in vollständig transparenten weltpolitik-märkten, und zwar zukünftig dank internet: was mr. obama konnte, könnten zukünftig sehr viele andere mehr auch.

    mal sehen also, wenn es merkel oder nachfolger genauso hielten „mit der liegenden acht und der doppelten gestaltungsfreiheit“ – wir sehen hin und sind gespannt. (leider allerdings hat aber anscheinend die faz ziemlich massiv vor, die zukunft alleine geschehen zu lassen, „mehr so mit ohne viel faz“. aber das sicher ein momentanes fehlurteil)

    1 – und unsere sprache verriete, woher wirs wohl gelernt hätten?

  107. Und was ist mit Obelix?
    Haben Sie das gesehen? Wie dieser Obelix immer die Römer verprügelt?
    Gewalt purr!!! Und DAS geben wir der Jugend zu lesen…

  108. Humankapitalismus
    Werden wir überhaupt noch als Bürger gesehen, der Rechte hat neben den vielen Pflichten.
    Sieht man uns vielleicht nur noch als Masse die Erträge einbringt mit der der Staat frei wirtschaften kann. Individualität und Besitz sind dann Störfaktoren, beides kann dazu führen das wir eigenständig und frei denken, eventuell sogar handeln.
    Das unkontrollierte Experiment das gegenwärtig stattfindet scheint mir von diesen Grundannahmen auszugehen.
    Das die Folgen für uns unübersehbar (vielleicht sogar tödlich) sind soll nicht heißen das es mit dieser Betrachtung für eine Gruppe nicht immer einen Gewinn verspricht.

    • Versteh ich jetzt nicht....
      Wenn es ein Volk mit sich machen lässt… warum sollten „die“ das dann nicht tun?

    • Gewinn
      Aber welche Gruppe soll da im Endeffekt einen Gewinn haben?
      Es wird öfter behauptet, dass da der Plan hintersteckt durch „knacken“ der Nationalstaaten ein geeintes, mächtiges Europa zu erzeugen.
      Nur ist ein vereintes Europa mit Unruheherden, Orten wo ein anderes Rechtssystem gilt und voller heruntergekommener und verarmter Bürger wirklich das, was sich diese „Gruppen“ vorstellen?
      So ein Superstaat hat weder wirtschaftliches, noch politisches oder gar innovatives Potential.
      Es ist einfach eine unkontrollierbare Landmasse mit Slums.

    • Thomas Meyer
      Es gibt leider keinerleoi Möglichkeit der derzeitigen stetig wachsneden Weltwirtschaftkrise etwas entgegenzu stellen.

      Wer auch immer die Macht dazu hat versucht also die steigenden Verluste von sich fern zu halten und den eigenen Besitzstand irgendwie zu wahren.

      Wenn der Preis dafür „eine unkontrollierbare Landmasse mit Slums“, so sei es.
      Es war glaube ich Soros der gesagt hat, es fände derzeitein Krieg zwischen reich und arm statt…. und seine Seite gewinne.

      Man darf da keine Illusionen haben, wer von den Armen es schaffen würde in die 1% aufzustiegen würde ganz genauso handeln.

    • Warren Buffett
      Das ist noch besser als Soros. Der letztere hatte ja schon gelegentlich Aggressionsbereitschaft gezeigt, Buffett nicht. Der hat nur beschrieben, was um ihn herum abgeht.
      Und gerade weil es Buffett war, wundere ich mich [schon lange nicht mehr], dass die Leute das alles so einstecken.
      „Morgen früh kriegst du den Kopf abgesäbelt!“ – „Solange es vorher ein gutes Frühstück gibt … !“

  109. Auswandern
    Zum aktuellen Thema Auswandern: Ich würde gerne, besonders in der aktuellen Situation, meine letzten Jahre in Neuseeland verbringen (mein Paradies) und mich in Cape Reinga verabschieden. Ich kann es mir nicht leisten, das Verabschieden schon, das Leben nicht.

  110. wäre in Italien nicht möglich
    Don Alphonso sagt:
    10. Juni 2016 um 12:36 Uhr
    Offen gesagt: eine Politik wie die deutsche wäre in Italien nicht möglich.

    Glaube ich auch nicht. 1957 veröffentlichte Giangiacomo Feltrinelli, Mailand, als Erster auf italienisch den russischen Roman Dr. Schiwago, der aus Moskau geschmuggelt worden war. Er widerstand dabei großem Druck der italienischen Kommunisten und des sowjetischen Staats:

    Zu „Die Affäre Schiwago“:
    Das Manuskript, das Pasternak 1956 auf die Reise ins Ungewisse schickte, war kein antisowjetischer Propagandatext, sondern ein in seinem Wollen mustergültiger Roman: „Doktor Schiwago“ verteidigte das Individuum gegen den Ungeist der Kollektivierung und bezifferte den Preis, den Russland für die Oktoberrevolution bezahlt hatte.
    http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article155790216/Als-die-CIA-einmal-den-Literaturnobelpreis-bekam.html

    • Dann tun sie es ihm doch gleich....
      Was mir, bei aller Liebe für Julie Christie immer fehlte, war ein Buch wie Schiwago in dem dem weissen Terror ebensoviel Platz eingeräumt wird, wie dem der Roten. Oder dem in der Vende, verglichen mit dem in Paris.

      Ach? So hatten sie das gar nicht gemeint?

      Kleiner Tip: Es war eine gewisser Nikolaus, der, als er damals das Land regierte, die Zustände so verkommen liess, dass es am Ende tatsächlich eine kritische Masse im russischen Volk gab, die eine gewaltsame Revolution der Weiterführung des Status Quo vorzog.
      Hab gerade, 30 Jahre später, zum zweiten Mal War and Peace durch, und sah dabei ganz deutlich die Zustände die 100 Jahre später zu Lenin & CO führen MUSSTEN!

      IN etwa ungefähr so wie heute in DE… möglicherweise….?

    • UdSSR
      Wobei der Sowjetbürger nach wie vor unfrei war und in großer Armut lebte. Bei einfachsten Lebensmitteln und Konsumgütern primitivster Art standen die Menschen Stunden lang Schlange. Die sowjetischen Produktionsziele der Planwirtschaft für die Schwerindustrie, Rüstung und Raumfahrt zu erreichen stellte die erste Priorität dar, mussten um jeden Preis erreicht werden. Das Volk war nur ein Mittel zum Zweck, um jene ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Das Volk schuftete in unvorstellbar grausamen Bedingungen, während eine kleine Elite alle Privilegien besaß. Und die Hinrichtungen der Menschen aka Säuberungen hörten ja nicht auf, sondern wurden noch einige Jahrzehnte nach der Revolution mit einer unglaublichen Härte weitergeführt. Und wie die UdSSR mit ihren Kritikern umging, da gibt es auch Lektüre, wie z.B. „Der Archipel Gulag“ von Alexander Issajewitsch Solschenizyn. Die UdSSR war eine grausame Diktatur, eine Terrorherrschaft.

    • @Tamarisque
      Völlig richtig!

      Revolutionäre Situationen bestehen ja gerade darin, dass den Massen die grauenhafte Normalität so sehr zum Halse raushängt, dass sie gewillt sind auch zu Methoden zu greifen, von denen die Erfahrung ja eigentlich lehrt, dass sie zwar ändern, aber nicht bessern werden.

      Irgendwann lehnt man es ab das kleinere Übel noch länger zu akzeptieren, und neigt gegen besseres Wissen schon auch mal zu den Robbespierre, Lenin, Mao oder zur AfD
      (Das mit der AfD ist kein Vergleich sondern nur eine Feststellung)

      „Das Volk war nur ein Mittel zum Zweck….. Das Volk schuftete in …“

      Unsere Generation gehört zu den seltenen Glücklichen die zwar auch Mittel zum Zweck waren, deren Leben sich aber damals zwei, drei Jahrzehnte lang trotzdem stetig besserte

      „…unvorstellbar grausamen Bedingungen…“ Unvorstellbar sind die natürlich keineswegs, sonder, wohlbekannt.
      Dass in unseren Zeiten, nach all diesen Jahren des Wachstums, Menschen zwei oder gar drei Jobs haben müssen, weil man mit einem normalen 40 Std die Woche Job keine Familie ernähren kann, das halte ich für nicht weniger pervers und ebenso inakzeptabel!

    • Linke taub auf dem Ohr
      Ja, Tamariske und niemand hatte das vorausgesehen, obwohl die Französische Revolution bzw. ihre Folgen schon hätten warnen können. Außerdem war Zar Nikolaus II schon zurückgetreten.
      Soltschenyzin wurde der Berühmtere, allein dadurch, dass er mehr geschrieben hatte. Aber Pasternak war aus ähnlichem Holz geschnitzt, nur vielleicht diplomatischer. Sein Roman ist autobiographisch, seine Lara war vermutlich Olga Iwinskaja, sein Warykino heißt Peredelkino. Solche Autoren lieben ihr Land, Pasternak liebte es auf jeden Fall und wollte nicht emigrieren, während seine Eltern und Geschwister schon in England lebten. Er liebte Russland.
      Autokraten wollen nicht sehen, dass manche Kritiker ihr Land mehr lieben als sich selbst.
      Pasternak war übrigens geborener Jude und eben kein Bolshewik. Und Zar Nikolaus II hatte dafür gesorgt, dass „Die Weisen von Zion“ als Fälschung entlarvt wurde.
      Auf jeden Fall sind unter Stalins Toten große Namen. Und Millionen Ukrainer:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

      Linke hören das nicht so gern. Sie hören auch nicht gern von den jüdischen Opfern des Kommunismus.

    • Hängt davon ab, es gibt nicht „die Linken“. Die Bruchlinie ist bei der Ideologie.

    • Ach, Oberländer....
      …nicht nur ihr Verständnis davon, was „links“ ist, ist recht erheiternd, wie bei so vielen heutzutage wird einfach alles was einem missfällt als „links“ klassifiziert.
      Alles was einem das Denken erspart ist da sehr beliebt.

      Sonst gäbs auch sowas nicht: „Solche Autoren lieben ihr Land, Pasternak liebte es auf jeden Fall und wollte nicht emigrieren, während seine Eltern und Geschwister schon in England lebten. Er liebte Russland.“

      Ein minimaler Aufwand an Denken und Logik hätte ihnen klar gemacht, dass P. jemand war, dem das alte Russland, mit all den Privilegien die seine Familie hatte, und in dem zig-Millionen im Dreck verreckten, sehr gut gefiel. Aber genau das haben er und seinesgleichen aus der Oberschicht geweigert zur Kenntnis zu nehmen, und deshalb auch die kommende Revolution durch Zugeständnisse und Besserung der Zustände nicht verhindert. In Pasternaks Tearjerker wird das für seichtere Gemüter natürlich nicht deutlich genug, welches Interesse hätte der Autor auch daran haben können.
      Da fühlt man sich als Mit-Denkender in den ehrlicheren, weitaus intelligenteren Büchern Nabokovs weitaus wohler, obwohl beide aus identischen Situationen heraus schreiben.

      Beide liebten wohl ihr Land, aber eben auch ihre Privilegien, und wenn es ans Eingemachte geht, dann muss die Vaterlandsliebe schon hinter dem Geld zurückstehen.
      „Patriotism is the last refuge of scroundel.“ Aber das zeigt sich ja öfter…

  111. Werter NGO ...Wo sind Babylonier und Griechen heute?
    Ja, das ist wohl die richtige Frage!
    In DE strebt Ihr ab 2015 einer neuen Zeitrechnung entgegen:
    .
    v.M. = vor Mutti-kulti
    n.M. = nach Mutti-kulti
    .
    Mir war schon die Aufnahme von Mutti viel zu teuer …

  112. run-away Migration 2014
    @Desperado
    10. Juni 2016 um 12:52 Uhr
    Replacement Migration

    In 2014 sind 914.000 Menschen aus Deutschland ausgewandert, das waren fast 30% mehr als in 2010.
    Wäre der Trend weiter fortgeschritten, wäre es irgendwann aufgefallen, dass die Bevölkerungszahl sich ziemlich stark verringert, bei Menschen im besten Alter.

    auch @ Vollhell
    „Werden wir überhaupt noch als Bürger gesehen, der Rechte hat neben den vielen Pflichten.“

    Es geht um die Ambitionen der Wirtschaftsmacht Deutschland. Mit abnehmender Bevölkerungszahl sinkt das BIP, das gewohnte Exportvolumen kann nicht aufrechterhalten, geschweige denn erhöht werden. Wäre doch schlimm, wenn Deutschland dann nicht mehr in den oberen Rängen der globalen Wirtschaftsstatistiken vorzufinden wäre. Das ist so ähnlich wie in der UdSSR, quasi als eine staatskapitalistische Version: Die sowjetischen Produktionsziele der Schwerindustrie, Rüstung und Raumfahrt mussten um jeden Preis erreicht werden. Das Volk war nur ein Mittel zum Zweck. Zugegeben, mit einem erbärmlich niedrigen Lebensstandard und geringer Lebensqualität. Im Vergleich dazu gibt es hierzulande noch viel Spielraum nach unten… Daran wird gearbeitet, ganz offensichtlich.

  113. WDR: Und jetzt hat die Antifa das verhindert? Meral Sahin: Ja, die Antifa hat das verhindert. In ein
    Sehr geehrter Don,

    danke sehr für diesen wichtigen Text. Wenn alle halbwegs auf dem Boden des Gesetzes blieben, wäre schon viel erreicht. Was ist daran so schwer zu verstehen? Aber nein, Parallelgesellschaften und eigne Räubermoral wohin man sieht. Übrigens auch bei den Bevormundern.

    Hoffe dies wird Sie interessieren:

    „WDR: Und jetzt hat die Antifa das verhindert?

    Meral Sahin: Ja, die Antifa hat das verhindert. In einer Weise, die ich eigentlich schade finde. Denn im Grunde genommen sind das Menschen, die für mein Recht sorgen wollen, genau die, die mir mein Recht wegnehmen. Das ist krass. Wir wollten es besser machen als die. Vielleicht müssen wir an allen Ecken und allen Kanten noch an uns arbeiten, egal in welchen Reihen. Alleine, dass man gegen Rassismus ist, reicht nicht aus, um die Demokratie auszuleben.

    Wir müssen noch weiter denken und natürlich ist es eine absolut antirassistische Organisation. Selbstverständlich. Aber sie ist eben auch eine demokratische Plattform. Wir wollen nicht hervorgehoben werden, wir wollen einfach nur Gleichberechtigung. Dass wir alle miteinander leben können, darum ging es. Wie wollen wir in zehn oder zwanzig Jahren leben? Und wenn ich mir diese Gedanken mache: Wie will ich in Zukunft leben? Dann möchte ich aber genauer zuhören und genau darauf hinarbeiten, wie ich das haben möchte. Ich kann nicht so tun, als gäbe es die Rassisten nicht. Es reicht nicht aus, die Augen oder die Ohren zuzuhalten.

    WDR: Warum war es Ihnen wichtig, mit der AfD zu reden? Was war Ihr Anliegen?

    Meral Sahin: Es ist generell wichtig, mit allen Menschen zu reden. Das ist der Grundsatz dieses Jahr von Birlikte gewesen: miteinander zu sprechen…“

    http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/interview-birlikte-meral-sahin-100.html

    Antifa stoppt Diskussionsrunde bei Birlikte
    Und hier: http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/birlikte-diskussion-100.html (habe es auch fefe gesendet, mal sehen was er daraus macht – haben sie gesehen, wie er das Gina-Lisa-Team empfahl und wer darin schreibt, und auch wer in der Welt darüber schrieb? Dass der Stern so Leser machen will, kann man ja verstehen… Aber auch hier: Gerichte ermittelten, stellten fest und urteilten – nur das bindet offenbar nur wer es will.)

    An der taz-Satire stört mich besonders, dass es wieder Menschen mit auszumerzenden Ungeziefer gleich gesetzt werden (Wo sind die Zeiten hin, wo darauf geschworen wurde: Freiheit ist immer die der Andersdenkenden – Rosa Luxemburg).

    Habe mehrfach „Linke“ erlebt, die fordern, dass man politische Gegner in Afrika oder Afghanistan aussetze, also deportieren. Natürlich alles im Namen der Menschlichkeit.

    Der einer war etwas über 60 und sagte mir das alles, ohne auf meine Frage einzugehen: Ob ihn ein lamoryanter Spiegel-Artikel (klar, Journalisten haben keine Chef und keine Abhängigkeiten – jedenfalls die meisten, haha) im Wartezimmer über Lügenpresse überzeuge (sah, dass er ihn gelesen hatte). Er hätte das damals noch alles miterlebt, mit diesen Nazis (wie gesagt, er musste deutlich nach dem Kriege geboren sein). Auf meine eigentliche Frage bekam ich trotz 2er Nachfragen keine Antwort. Er lief im Endkampfmodus: Gegen all die Nazis überall. Da wird kein Pardon mehr gegeben, den „Faschismus ist keine Meinung…“ usw.

    Gestern erzählt mir eine Mutter aus der Kita, dass sich ein linke Freundin darauf versteife, dass es hier eigentlich keine Armut gäbe (die Mutter aus der Kita ist alleinerziehend und bezieht HIV) und weg-mit-Merkel-Forderungen wären Naziparolen, weil es Nazis sagten (Effekte des „greenwash“ von Merkel).

    Keiner rede über Kinderarmut (lt. jüngsten Berichten ist in Berlin jedes 3. Kind betroffen, was kaum jemand aufgreift: „In Bremen und Berlin ist fast jeder dritte unter 15-Jährige betroffen.“ wie der Spiegel unlängst schrieb), so die Mutter, und nun gäbe es keinen mehr, der sich darum kümmern wolle, denn diese Linken hätten nun ein anderes Objekt der Förderung.

    Bei Schäuble muss man natürlich an Brechts Empfehlung denken: „Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“

    Ebenso ein schöne Beobachtung: „Auch, wenn es manch einem als unzulässiger Vergleich erscheinen mag, unsere Regierung, allen voran Frau Merkel, vernachlässigen die Bürger und Wähler in einer Weise, die an böse Fälle von Kindesvernachlässigung erinnert.

    Während des Studiums wurde einmal ein Film gezeigt, eine Mutter und ihr Säugling. Mir als jungem Mann fiel daran nichts Ungewöhnliches auf. Die Dozentin zeigte uns dann allerdings, dass die Kommunikation der Mutter mit ihrem Kind schwer gestört war. Kein Augenkontakt, wenig direkte Ansprache und Weiteres dieser Art. Irgendwann fiel der Groschen auch bei mir, die Mutter behandelte ihr Kind wie einen Gegenstand, mit dem man zwar sorgsam umgeht, zu dem man aber keine persönliche Beziehung aufbaut.

    Ein ähnliches Problem ist seitens unserer Regierung zu verzeichnen. Eine Regierung, deren Kommunikation mit den Wählern schwer gestört ist. Schaden wird vom Wähler zudem nicht abgewendet, sondern wieder und wieder und wieder billigend in Kauf genommen. Kalt und unempathisch; falls sich jemand über die schlechte Behandlung beklagt, wird meist nicht reagiert, und wenn doch, dann lediglich mit Unverständnis und vorwurfsvoll.

    Hier eine äußerst vielsagende Passage zum Thema:
    „Psychische Misshandlung kann beschrieben werden als wiederholte Verhaltensmuster der Betreuungsperson oder Muster extremer Vorfälle, die Kindern zu verstehen geben, sie seien wertlos, voller Fehler, ungeliebt, ungewollt, sehr in Gefahr oder nur dazu nütze, die Bedürfnisse eines anderen Menschen zu erfüllen (American Professional Society on Abuse of Children/APSAC 1995).“

    Haben Sie noch einen angenehmen Aufenthalt und eine schöne Heimkehr (auch wenn ihre Heimat auch dort ist, wo Sie derz

    • Vielleicht sollte man sich, nicht nur hinsichtlich der Frau M., mit Alice Miller
      beschäftigen. „Das Drama des begabten Kindes“ und auch „Evas Erwachen“ (hat nichts mit gender zu tun).

      Von Kind auf gelernt, eigenen Gefühlen und Wahrheiten entfremdet zu sein, sich selbst zu misstrauen, andere zu überhöhen und Individuation nicht mal andenken geschweige angehen zu können, rächt sich jetzt bodenlos.
      Ödipus ist seinen Weg gegangen, durch das alles, vor dem er davon gelaufen ist, und nachdem er sich der Wahrheit, seiner Wahrheit gestellt hat, musste er nichts weiter von der Welt sehen, sein „Kern“ lag, für ihn aufgeschlossen und klar, in seinem Innern (danke TDV, für die Anregung!).

      Die Geschenkten kennen es auch nicht anders – damit sind wir ihnen gleich.

  114. Meine praktische Erfahrung ist da ganz anders
    @Melursus – Was die Aufdringlichkeit weißer Männer betreffen kann, schreiben Sie –mit Verlaub zu sagen – wie ein Blinder über Farben.

  115. TDV's whataboutism
    Zu 11.6., 4h25, mal wieder TDV:

    Die kritische Masse, von der Sie da schreiben, wurde später erneut kritisch, musste aber schweigen. So hatten sie sich das nicht vorgestellt. Eine kleine Passage:
    „Ossip Mandelstam wurde im selben Jahr verhaftet, um „in den Flammen verzehrt zu werden“, wie Pasternak es ausdrückte. Er verhungerte im Dezember 1938 in einem sibirischen Lager.
    Aus: Die Affäre Schiwago

    Mandelstam war nur einer der vielen. Manche wurden auch sofort erschossen. Pasternak überlebte vielleicht nur, weil er zum Freitod von Stalins Frau irgendwie passende Worte gefunden hatte. Stalin schien eine weiche Stelle für Pasternak zu haben.

    Zar Nikolaus ist ein anderes Kapitel, und über seine Zeit wurden andere Bücher geschrieben. Hier geht es um das Individuum, vor allem das künstlerische, unter den Kommunisten. Was Sie da treiben, ist ein klassischer whataboutism.

    Und was hat jetzt genau Julie Christie mit Literaturunterdrückung in der SU nach 1917 zu tun? Erklärung?

    Wissen Sie, was das bedeutet, Zhivago? Lebendig. Ein Alter Ego von Boris Pasternak, kann man sagen. Unter all den mutwillig Getöteten wurde er nie ganz mutlos. Er wollte Stalin schreiben, er sei nach „tolstoj’schen Grundsätzen“ erzogen worden. „Ich halte mich nicht für berechtigt, über das Leben und den Tod anderer zu Gericht zu sitzen.“
    Es ging um eine Unterschrift zu Todesurteilen, die er verweigerte. Seine Unterschrift wurde ohne sein Einverständnis angehängt.

    Kurz: Es geht hier nicht um Zar Nikolaus und seine hungrigen Bauern, sondern um freie Rede, ganz einfach. Um Methodiken der Meinungsunterdrückung von links. Von jeher brutal. Siehe die tödliche Hatz gegen „Brillenträger“ unter Pol Pot.Das fängt mit der Buttersäure an.
    Das war hier das Thema. Dazu passt Pasternaks (oder Mandelstams) Geschichte. Anna Achmatova war erst nach dem 2. Weltkrieg Zielscheibe.

    Wegen der Einlassung über Julie Christie nehme ich das aber gar nicht ernst.

    • Das fängt mit der Buttersäure an
      Leider richtig, vieles läßt sich mit ein wenig Nachdenken doch vorhersehen, man lese die geradezu erschreckenden „Sozialdemokratische Zukunftsbilder“ von Eugen Richter von 1892, lange bevor die Sozialisten (die Trennung sozialdemokratisch – sozialistisch kam später) jemals an der Regierung waren.

      https://archive.org/details/sozialdemokrati00bebegoog
      http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004626/images/

    • Wie immer... am Thema vorbei...
      Sie tun gerade so als hätte ich die russische Revolution gefeiert….

      Ich habe hier mehrmals in den letzten Jahren deutlich gemacht, dass Revolutionen nicht geplant ablaufen. Auch Lenin musste auf die Schnelle, von einem Tag auf den anderen, aus der Schweiz nach Petersburg gebracht werden.

      Revolutionen beginnen, wenn das Mass übervoll ist, und niemand kann vorsehen wann es so weit ist , oder ob sowas überhaupt droht.

      Die Möglichkeit, die Bldung oder das Wissen das nötig ist so etwas halbwegs zu erkennen liegt nicht bei den Massen, sondern in diesem Fall bei den 1% der Russen. Wenn deren Seite dann nichts unternimmt um das Unglück der Massen zu bessern, dann nimmt Geschichte ihren Lauf.

      Verhindern kann man eine Revolution also nur von der einen Seite, und ich hatte fetsgestellt, dass Tolstoi unbeabsichtigt bereits in War and Peace beschrieben hat, wie oberflächlich und dumm und verbrecherisch diese Klasse der russischen Gesellschaft war. Ich kann daher weder in der Revolution, noch den folgenden 70 Jahren etwas nicht völlig einfach Verständliches sehen, und habe auch keinen Grund in den Pasternaks oder Nabokovs unschuldige Opfer zu sehen!
      Ich sehe einen gesetzmässigen Ablauf, und wer sich solchem aussetzt, das zeigt die Geschichte immer wieder, der kann ganz schnell zum Opfer werden.
      Pasternak finde ich nur peinlich, von Nabokov hingegen liebe ich alles ud es stört mich keineswegs wenn er an einem Punkt blind sein will.
      Beides ist völlig menschlich.

    • wieso peinlich?
      Jemanden, der sich weigerte, zu denunzieren, darüberhinaus jemanden, dem der Nobelpreis für sein Gesamtwerk zugedacht war, peinlich zu finden, ist doch seltsam:

      Indes erhielt Pasternak den Nobelpreis (1958) für sein Gesamtschaffen, das heißt auch für seine Lyrik, die im übrigen den gewichtigsten Teil seines Werks ausmacht. Aus russischer Sicht gehört Pasternak – neben Ossip Mandelstam, Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa – zum großen Vierergestirn der modernen Poesie; in seiner Heimat wird er vor allem als Dichter (und als kongenialer Nachdichter von Shakespeare, Goethe, Kleist u.a.) verehrt. Solche Einschätzung ist zweifellos richtig, auch wenn Pasternak selbst in seinen späten Jahren den Prosaisten hervorhob und sich von seiner bedeutenden frühen Lyrik sogar offen distanzierte. (Auf Selbstinterpretationen der Autoren ist keineswegs immer Verlaß.)
      http://www.planetlyrik.de/boris-pasternak-gedichte-und-poeme/2010/10/

    • am Thema vorbei?
      Sind hier übrigens im Feuilleton. Ich selbst bin über die Bilder von Piero della Francesca hier hineingeraten, damit das klar ist.

      Falls Sie es nicht wissen sollten: Pasternak war erst für Lenin und auch für Trotzki, aber von Anfang an gegen Stalin.
      Putin wird unterstellt (link), es wäre bei ihm genau umgekehrt:
      https://awfulavalanche.wordpress.com/2016/01/22/putins-gaffe-divides-russian-society-part-i-the-context/

      Finden Sie Thomas Mann (war zunächst Feuer und Flamme für den ersten Weltkrieg) auch peinlich?

    • @
      Gast sagt:
      12. Juni 2016 um 20:48 Uhr
      wieso peinlich?

      Darf ich sie daran erinner, dass wir von dem Verein sprechen, der den Friedensnobelpreis an den mit den allmorgendlichen Mordbefehlen im Weissen Haus verliehen hat ?????
      Und einige Jahre früher einem Herrn aus Fürth, der wohl mal in künftigen, neutraleren Zeiten in den Geschichtsbüchern als der grösste Verbrecher der 2.Hälfte des 20. Jahrhunderts gelten wird?

    • Zwei kurze Fragen, zwei kurze Antworten
      Es ging um Pasternaks Schivago, ein Buch, das in seiner Einseitigkeit der Schilderung der russischen Revolution und des Weglassens all dessen was dazu geführt hatte, einem NPD verfassten Geschichtsbuch über das 3.Reich gleichkommt!

      Als ich jung war habe ich Thomas Mann geliebt, heute sehe ich in ihm einen typisch verklemmten deutschen Spiesser der aus irgendwelchen Gründen mit einem unfassbar genialen Talent zum Schreiben in deutscher Sprache gesegnet war. nicht mal merh den Zauberberg, der mal mein Lieblingsbuch kann ich heute noch lesenn ohne das Buch aus Ärger in eine Ecke deuern zu müssen.
      Von Erika und Klaus Schicksal ganz zu schweigen!

  116. Auswanderung der Biodeutschen und unterschätzter Islam
    @Tamarisque
    Vielen Dank für die Info:
    „In 2014 sind 914.000 Menschen aus Deutschland ausgewandert, das waren fast 30% mehr als in 2010.“

    Schreiben Sie eigentlich auch in einem eigenem Blog? Ich würde ihn gerne lesen, Ihre Kommentare fallen positiv auf!

    @ Don
    „Die Gründe klingen dann allerdings meist eher so wie AfD.“

    Die Migrantenkinder kennen eben den Islam und dessen Ansprüche, sich (dem Scharia Recht) zu unterwerfen.
    Die grünen Politiker türkischer Abstammung lernen ihn Dank Erdogan nun kennen.
    Auch in Deutschland brauchen Islamkritiker Polizeischutz.

    Amerikanische christliche Fernsehprediger würden die AfD nicht ausladen und sich für Islamunterricht an amerikanischen Schulen einsetzen.
    z.B. the Hal Lindsey report

    http://www.youtube.com/watch?v=o8tIZJP6Fr0&sns=em

    • @ Desperado
      „Vielen Dank für die Info:“
      Gern geschehen.

      Besten Dank für Ihr schönes Kompliment. Nein, ich schreibe nicht im eigenen Blog und habe auch keine Pläne, das zu tun.

  117. Text ausversehen vorzeitig abgeschickt
    Lieber Don Alfonso, ich hoffe, mein Text, an dem ich redigierte, ist noch nicht abgeschickt worden, sonst entfernen Sie ihn, bitte? Ich bin an die Haustür gerufen worden und als ich an den Computer zurückkam, war der Text weg. Es handelt sich um eine Antwort zu Jugenderinnerungen an Lisbeth Heuse und ich wollte einige Passagen noch umstellen und anders formulieren.

  118. Forza Italia !!
    Fast mehr schon Poesie als ein Zeitungsartikel.
    Danke Don Alphonso !
    1A-Oberklasse-Erste-Sahne-Champions-League-Mit-Sternchen !!

    Das Problem ist doch nicht, dass die Gesellschaft in Deutschland nach „rechts“ rückt, sondern dass Deutschland von globalen Mächten regiert und von faschistischen Medien manipuliert wird.
    Der Artikel bestätigt voll und ganz meine Auffassung, dass alle, die vom System und seinen zeitgeistgetreuen Antifa-taz-und-Spiegel-Huren heute als „Nazis“ bezeichnet werden, die einzig wahren Antifaschisten dieser Zeit sind!
    Doch auch auf die dunkelste Nacht folgt ein neuer Morgen und nach der Generation-Y kommt die Generation-Z.
    Z wie naZZZi natürlich! *Ha ha*😉
    Wir sind die Guten und der Morgen gehört UNS – zieht euch warm an!

  119. Pharisäer in Echtzeit erleben
    Und dass man in Bayern Graffit-Sprayer in der Donau ersäuft, konnte man hier im Blog auch schön öfter schmunzelnd erfahren.
    .
    Also ich find so was ganz witzig. Wenn da jetzt so eine hyperkorrekte Trööte käme und Zeter und Mordio schreien würde: „Schaut mal her, Don Alphonso grinst beifällig angesichts der bekannten Brutalität der bayerischen Staatspolizei“ — dann fände ich das eher peinlich.
    .
    Aber wenn Herr Porco-Madonna jetzt plötzlich ganz im Ernst die keusche Jungfrau spielen will und wegen ein paar zweideutigen Sprüchen auf Twitter gleich die Faschismus-Keule rausholt — dann ist das mehr Pharisäertum als so eine Kunstfigur auf Dauer erträgt.
    .
    „Einfach nur gegen die Verniedlichung von Gewalt“?!
    .
    Nein, leider nicht. Genau das war Don Alphonso noch nie. Er schubst Opel den Abgrund hinunter, er sammelt die Skalps seiner Feinde, er nennt Journalisten Dreckschweine, er will Berlin im Stausee ertränken. Da wird er anderen zubilligen müssen, dass sie sich auchmal in diesem Modus äußern.

    • SIe vergessen das Wesentliche...
      Er ist ehrlich…. oder er spielt eine Rolle.

      Ich habe weder mit dem einen noch dem anderen ein Problem.
      So weit ich weiss war es nicht er, der Merkel inthronisiert hat, oder?

  120. Wiedergeburt des "gesunden Volksempfindens" bei SPD und CDU
    Nicht nur Schäuble kommt jetzt mit Nazi Jargon (Inzucht, Degeneration) daher, auch SPD Mann Oppermann appelliert nun an die „anständigen“ Deutschen im Kampf gegen die AfD.

    Die Welt schreibt:
    „Der Fraktionsvorsitzende forderte, dass die AfD jedoch zuerst politisch und gesellschaftlich bekämpft werden müsse. „Anständige Deutsche sollten sich gegen diese Partei stellen“, verlangte Oppermann. „Die AfD zerstört unsere deutschen Werte Weltoffenheit, Toleranz und Solidarität.““
    http://m.welt.de/politik/deutschland/article156143313/Oppermann-will-AfD-Politiker-ueberwachen-lassen.html

    Dass vielen AfD Wählern genau darum geht, diese deutschen Werte zu erhalten, ist offenbar für Herrn Oppermann nicht vorstellbar.

    Toleranz gibt es nur in eine Richtung:
    Was in Österreich und Deutschland gegenüber dem Christentum als Kunst gilt (Hermann Nitsch inszeniert mit seinem Orgien Mysterien Theater blutige Kreuzigungen mit Eingeweiden etc., http://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen/blut-kuenstler-hermann-nitsch-macht-ausstellung-und-aktion-in-muenchen-44419748.bild.html) ist, wenn es von anderer Seite kommt, ein Fall für den Verfassungsschutz.

    Der Standard berichtet über eine Aktion von Identitären an der Uni in Klagenfurt. Dort wurde eine Vorlesung gestört.

    „Die Identitären waren auf unterschiedliche Weise verkleidet. Einer hatte sich laut Vitouch ein mittelalterliches Holzjoch umgeschnallt, ein anderer trug eine Burka. Nach Angaben der Polizei inszenierte die Gruppe in dem Hörsaal mit Steinen aus Styropor eine Steinigung. Das Landesamt für Verfassungsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

    http://derstandard.at/2000038620012/Identitaere-stuermten-Vorlesung-an-der-Universitaet-Klagenfurt?ref=rec

    • happening an der Uni Klagenfurt
      der Rektor, immerhin Psychologe, hätte souveräner reagieren und die
      Eindringlinge, alle im studentischen Alter, ihre Position vortragen lassen und eine moderierte Diskussion der Standpunkte anregen können. Das wäre mal was Neues gewesen. Aber er hätte sich damit natürlich politische und mediale, wenig karriereförderliche, Kritik zugezogen, denn „mit Faschisten spricht man nicht“.
      .
      Aus den Anfangssiebzigern erinnere ich mich wesentlich elastischerer und humorvollerer Reaktionen der meisten konservativen Professoren,
      nicht mal nach nächtlichen Bibliotheksbesetzungen wurde die Polizei geholt und linke Kritik in Seminaren eigentlich immer zugelassen.
      .
      Die samstägliche Demonstration der Identitären in Wien, gefolgt von
      Debatten in „Presse“ und „Standard“ bei denen vor allem die Polizei für
      mangelnden Überblick und Eskalation verantwortlich gemacht wird, zeigt aber vor allem die Folgen von „Gegendemonstrationen“ – etwas das sich erst in den letzten Jahren eingebürgert hat und das, da eigentlich immer auf tätliche Konfrontation aus, problematisiert gehört.

    • Die Identitäen wurden zur Gefahr hichgeschrieben, obwohl sie nur ein chancenloser Haufen sind, das ist das gleiche Spiel wie bei Femen.

    • Die SPD will unter 10%.

    • Titel eingeben
      Das ist ja so doof, dass man es kaum glauben mag? Wohl falsch zitiert?
      „Deutsche Werte“ erkennt ein SPD-Mann und Jurist in universellen, liberalen Grundwerten?

      Naja, die demokratischen Institutionen werden ausgerechnet von Regierungsmitgliedern und Parlamentariern der Großparteien ausgehöhlt ……

  121. Rückkehr des "anständigen Deutschen" bei der SPD
    Nazi Jargon gibt es nun nicht nur bei Schäuble (Inzucht, Degeneration), sondern auch bei SPD-Oppermann.

    In der Welt steht:

    „Der Fraktionsvorsitzende forderte, dass die AfD jedoch zuerst politisch und gesellschaftlich bekämpft werden müsse. „Anständige Deutsche sollten sich gegen diese Partei stellen“, verlangte Oppermann. „Die AfD zerstört unsere deutschen Werte Weltoffenheit, Toleranz und Solidarität.““
    http://m.welt.de/politik/deutschland/article156143313/Oppermann-will-AfD-Politiker-ueberwachen-lassen.html

    Dass die AfD Wähler vielleicht genau dies erhalten wollen, kann sich der gute Mann offensichtlich nicht vorstellen.

  122. Sitte und Anstand
    Don Alphonso sagt:
    9. Juni 2016 um 17:10 Uhr
    „….. Mein Thema ist Sitte, Anstand und Sozialkontrolle, und an dem Beispiel sieht man, wie und wo das allea bröselt, und warum. Daher der Beitrag -weil man sieht, wie dünn die Kruste der Ziviliation ist.“

    Zu Schlagbauer:
    Don Alphonso sagt:
    9. Juni 2016 um 18:29 Uhr
    „Mich wundert, wieso er im Bordell Koks kauft. Indiskreter geht es ja nicht. Unbegreiflich.“

    Und beim Brückner:

    Don Alphonso sagt:
    8. Juni 2016 um 16:42 Uhr
    „Immerhin kein Crystal Meth.“

    Und die ganzen Kommentare Ihrerseits zu Beck und Edathy erspare ich mir.

    Ja, die dünne Kruste.Kann es sein, dass Sitte und Anstand und einseitige Sozialkontrolle mehr der politischen Agenda und der SdG – Bigotterie geschuldet sind, mit Verlaub?

    Ähnliches ist ja auch im Kommentarbereich zu Brückner auf der FAZ zu beobachten, wo man schon Gesetzesänderungen anregt…Und im FAZ-Artikel zu Lewandowski, wo der muma Dienstleistungskauf eines zwölfjährigen Rumänen erst gar nicht erwähnt wird, sondern nil nisi bene „burnout Belehrungen“ im Vordergrund stehen.Da ist ja Posener hier http://www.welt.de/156132184 schon etwas weiter….

    Man möge mir, als Überlebender sexueller Gewalt, meinen berechtigten Zorn nachsehen.

  123. Schäubles frisches Genmaterial.
    1975 hat das schwedische Parlament einstimmig beschlossen,
    dass vormals homogene Schweden in ein multikulturelles Land umzuwandeln.

    Bis 2015 ist in Schweden die Zahl der Gewaltverbrechen um 300 Prozent gestiegen.

    Die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen um 1472 Prozent.

    Schweden liegt nun weltweit auf Platz zwei, was die Zahl der Vergewaltigungen in Relation zur Größe der Bevölkerung betrifft, laut einer Studie von 2010 nur von dem winzigen Lesotho im südlichen Afrika mit 91,6/ 100.000 übertroffen.

    1996 kam ein Bericht des Schwedischen Nationalrat zu dem Schluss, dass Einwanderer aus Nordafrika mit einer 23-mal so hohen Wahrscheinlichkeit eine Vergewaltigung verüben wie schwedische Männer.

    In Deutschland werden solche Zahlen erst gar nicht erhoben oder veröffentlicht.

    • Wenn sie ernst genommen wollen...
      Dann müssen sie tatasächliche Fakten bringen. Meinungen dazu
      interssieren kaum jemanden.

      Sie schrieben zwar: „Die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen um 1472 Prozent.“, lassen dies aber einfach so stehen.

      Haben sie Fakten dazu, wie hoch die tatsächliche Zahl der Vergewaltigungen war? Ist das Verhältnis zwischen angezeigten und tatsächlichen mit andere Ländern vergleichbar? Oder gibt es da ganz andere Faktoren auch.

      Ums mal sarkastisch zu sagen: Sind in den 1472% die von Assange schon mit drin?

      Und sowas gibt ihnen gar nicht zu denken:
      „Schweden liegt nun weltweit auf Platz zwei, was die Zahl der Vergewaltigungen in Relation zur Größe der Bevölkerung betrifft, laut einer Studie von 2010 nur von dem winzigen Lesotho im südlichen Afrika mit 91,6/ 100.000 übertroffen.“

      Diese Neger aber auch immer, gell?

    • @TDV
      In Lesotho gibt es leider so unschöne Dinge wie aus Aberglauben versuchte HIV-Heilung/HIV-Immunitätgenerierung mittels Jungfrauenbeischlaf. Das steigert die Rate ungemein, denn die Jungfrau wird bei der Aussicht auf Heilung nicht gefragt.

    • DR S und Sverige
      Sehr geehrter Herr Dr. Seltsam,

      Tyler DV hat einen Punkt nicht erwähnt: Schwedische Staatsanwälte und Statistiker verstehen unter Vergewaltigung etwas Anderes als Sie und ich. Die Verfolgung von Herrn Assange macht dies deutlich.
      ceteris paribus stimme ich Ihnen zu; Schwedinnen leben heute in Furcht vor dem Schwarzen Mann. Die Wahlerfolge primär national argumentierender Parteien sind im schwedischen Alltag begründet.

  124. Respekt, D. A. ...
    dass jetzt schon reguläre Besatzungsmitglieder des Mutterschiffs ganz offensichtlich hier Station machen und Anregungen für ihre später dort veröffentlichen Meinungsartikel sammeln. Da wird man dann unversehens vom Beiboot zum Schubschiff. Chapeau!

    • @ Perkeo, Sie bedienen sich also
      einer anderen Umschreibung für „an die Hand nehmen“, „betreutes Schreiben“ oder „unter Kuratel stellen“ ?

  125. FAZ Hauptseite Gawker Gizmodo
    Das ist deutlich, Don Alphonso. Schade nur, dass Herr Bollea nichts uebrig gelassen hat. Herr Appelbaum braucht Gizmodo nicht zu verklagen.

    • Damit würde er auch nicht durchkomen, aber einen der Krinzeugen könnte er hierzulande anzeigem.

  126. @Goodnight, 10. Juni 2016 um 18:00 Uhr
    Da sie das Thema anschneiden. Ich habe gerade ein ausgezeichnetes Buch eines Silikon Valley Mannes hinter mir, der sehr gut durchdacht beschreibt, was uns verborgen bleibt, wie sich die digitale Welt im neo-liberalen Kapitalismus entwickelt hat.
    Dabei ist der dem System immanente Zwang zum Wachstum das Thema, wie und warum sich Start-ups entwickeln. Firmen die an der Börse neun-stellige Beträge wert sind, obwohl sie keinen einzigen Dollar an Profit erwirtschaften, werden permanent so umgebaut und aufgekauft, dass irgendwie die Gewinne für die Abteilseigner eingenommen werden können, aber trotz der immensen Beträge die Gesellschaft selber keinerlei Vorteil aus diesem Wachstum zieht.
    Meines Wissen das erste Buch, das sich des Themas ernsthaft annimmt

    Throwing Rocks at the Google Bus, by Douglas Rushkoff

    Die Besprechung in der Financial Times ist für Abonnenten zugänglich, bei Amazon ist es hier:

    https://www.amazon.com/Throwing-Rocks-Google-Bus-Prosperity/dp/1617230170/184-4775620-9660011?ie=UTF8&*Version*=1&*entries*=0

  127. Glyphosat
    Soweit ich die Glyphosat Diskussion verfolgt habe, so kommt es zu besonders gravierenden gesundheitlichen Folgen durch die Anwendung auf den Feldern in der Nähe oder direkt vor Ort. Dies wurde in der unten verlinkten Reportage Frontal 21 von ZDF aus Dänemark (starke Missbildungen bei Schweinezucht) und Südamerika (Missbildungen von neugeborenen Kindern und eine stark erhöhte Krebsrate) dokumentiert.
    „Nur 200 Kilometer weiter östlich liegt die Ortschaft La Leonesa. In dieser Region untersuchte im Jahr 2010 eine staatliche Kommission Häufungen von Krankheitsfällen. Vermutete Ursache: die Pestizide. Zuvor hatte es zahlreiche Klagen aus der Bevölkerung gegeben. Die Studie kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Die Krebsfälle bei Kindern unter 15 Jahren hatten sich verdreifacht und die Missbildungen von Neugeborenen sogar vervierfacht. Und ganz wesentlich: Der Effekt wurde deutlich kleiner, je weiter die Ortschaften von den gespritzten Feldern weg lagen.“
    http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/38532504/1/data.pdf

    Ähnlich wird in Niedersachsen in der Nähe von Fracking-Bohrstellen eine erhöhte Krebsrate beobachtet. Dass Erdgasförderung durch Fracking z.B. in Niedersachsen schon lange geschieht, ist in Deutschland offenbar nicht allgemein bekannt. Die Behörden/Politik wollen die Diskussion mit den dort aufgetretenen Krebsfällen nicht mit Fracking in Verbindung bringen, und in Deutschland wird über diesen Fall gar nicht diskutiert. „Krebsfälle in Bothel: Hilferuf von 200 Ärzten“, NDR, 20.1.16.
    http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Krebsfaelle-in-Bothel-Hilferuf-von-200-Aerzten,bothel142.html

    • ot & error
      Der Post sollte eigentlich der zweite Versuch sein, ihn bei Anna Müllner zu platzieren, was beim ersten Versuch nicht gelungen war. Inzwischen ist er dort erschienen.
      Ich war wohl ein bissrl verwirrt, sorry, und Dank, lieber Don Alphonso, dass Sie ihn trotzdem angenommen haben.

    • Tamarisque, weiter bitte, weiter
      Manchmal ist es beim Denken gut, die Kreise noch weiter zu ziehen.
      Die Frage die sich mir stellt, ist, ob es ‚gesundes Denken‘ sein kann, das die Idee hervorbringt, die globale Nahrungsmittelversorgung dadurch auf die Füsse zu stellen, dass ein Multinationaler die Getreide so ändert, dass man die nachfolgende Generation nicht aus einer Muttergeneration ziehen kann; also eingebaute Unfruchtbarkeit; und vor allem das Getreide genetisch so ändert, dass man unglaubliche Mengen Insektizide/Pestizide darauf streuen kann, ohne dass diese Getreide eingehen, oder diese Gifte sich nachher im Getreide wiederfinden.
      Natürlich darf, wer will, das als Fortschritt sehen. Ich erlaube mir aber ganz genauso, das Konzept als ‚krank‘ einzustufen, als meine persönliche Meinung.

      Manchmal täte eine gewisse ‚Hygiene‘ beim Denken gut – das sei hier ganz allgemein so formuliert. Zu oft wird statt dessen die ‚Machbarkeit‘ als einziges Kriterium verwendet: alles was machbar ist, erscheint zunächst einmal verfolgenswert.

    • Bitte differenzieren
      – Fracking hat nichts mit Glyphosat zu tun.

      – „Pestizide“ sind keine „Herbizide“, auch wenn das im Sprachgebrauch der Medien gerne durcheinandergebracht wird:

      Pestizide töten Insekten, kleine Nagetiere usw, die den Pflanzenwuchs oder die Ernte schädigen würden
      Herbizide verhindern das Wachstum unerwünschter Pflanzen
      (so wie Fungizide das Wachstum unerwünschter Pilze verhindern)
      – außer Glyphosat gibt es noch andere in der Landwirtschaft eingesetzte Herbizide.

      So dass also mindestens die Nachfrage gerechtfertigt ist, um welche „Pestizide“ es in dem genannten ZDF-Bericht geht.

      PS. und natürlich sollte man auch fragen, um welche Chemikalien es bei den verdächtigen Fällen von Fracking tatsächlich geht. Auf diesem Gebiet hat es nämlich auch einige Veränderungen gegeben.

    • Ob Herbizid oder Pestizid - irgendwann ist das Zeug im Boden und
      dann im Grundwasser – und welche Schäden es insgesamt anrichtet, wird gerade im Großversuch an allem, was ist getestet.

      Von den Hybridpflanzen und -samen einmal ganz abgesehen, die Landwirte in Abhängigkeit zum „Pflanzenproduzenten“ bringen und damit dann nur den „Hersteller“ reich machen – was denken Sie, weshalb sich Kleinbauern in Indien reihenweise das Leben nehmen?
      Bisher hatten sie ein wenig Reis der Ernte immer im nächsten Jahr als Saat erneut in die Erde bringen können.
      Wenn sie das jetzt machen, wächst daraus nichts mehr…

    • glyphosat
      @ Thomsen
      Der Post war für den Deus Blog bestimmt, der gemeinsame Nenner war Krebs. Dank für den Hinweis Pestizide/Herbizide. Mein Augenmerk lag auf Krebserreger. Und natürlich ist Fracking eine andere Sache, ich sprach das Thema nur wegen der Krebsfälle an.

      @ Uwe Dippel
      Dank für Ihren Post. Sie haben Recht: Was sich da z.B. durch das beinahe Saatgut-Monopol von Monsanto in den USA zusammenbraut, ist ein Horrorszenario. Wenn Bayer den Konzern übernimmt, wird die Marktmachtkonzentration bei Chemikalien gigantisch.

      Dass die in Verbindung von Fracking in Niedersachsen aufgetretenen Krebsfälle in der Öffentlichkeit keinerlei Beachtung finden, ist besorgniserregend. Die Medien ignorieren das Thema ebenfalls; eine Meldung auf NDR allein bringt nichts.

    • Glyphosat Zusatz
      Hätten Sie den von mir gegebenen Link geöffnet, hätten Sie die Überschrift des Beitrags auf Frontal 21 lesen können:
      „Beitrag: Der Unkrautvernichter Glyphosat
      Heimtückisches Gift“

      Außerdem ist der Begriff Pestizid korrekt.
      Die Pestizide werden nach ihren Zielorganismen unterteilt. Der Begriff Pestizid ist der Oberbegriff für alle Anwendungen; Herbizid stellt eine Subgruppe der Pestizide dar.

    • Nur eines noch zum Fracking....
      Eines der grundsätzlichen Probnleme beim Fracking ist ja eben genau, dass man NICHT weiss welchen Giftcocktail die Herren verwenden.
      Es sind jeweils Betriebsgeheimisse die nicht veröffentlich werden müssen. Verbrieft von der obersten US Justiz.

      Eine Regelung, die dank der segensreichen Regierung der Madame M und ihrer Unterschrift unter TTIP, auch in DE bald massgebliches Recht sein wird.

    • @Gast
      „…was denken Sie, weshalb sich Kleinbauern in Indien reihenweise das Leben nehmen?“

      2015 waren es 4000…. 2016, bis Mai bereits 3000.

  128. Bei den Eskimos vielleicht
    Das Inzucht-Argument von Herrn Schäuble stellt den Tiefpunkt dar. In einem Europa von mehr als 700 Millionen Einwohnern, in dem der Austausch großflächig intensiver ist als jemals zuvor!
    Es ist viele Jahre her, dass ich ein Buch über die Eskimos gelesen habe, wo die kritische Populationsgröße von einigen 100 Individuen diskutiert wurde, ab der es wirklich schwierig wird, die Menschen so zu verheiraten, dass keine Inzucht auftritt.
    Aber Schäuble darf natürlich biologistischen Unsinn verzapfen, soviel er will: die moralische Empörung bleibt selbstverständlich aus. Nur bei Tichy und ähnlichen Portalen gibt es sachliche Kritik an solchem Zeug:
    http://www.rolandtichy.de/meinungen/macht-der-schaeuble-den-sarazzin/
    Wenn der primitive und sachlich falsche Biologismus der richtigen Sache dient, ist er offensichtlich ganz unproblematisch. Schäuble hat vermutlich nicht Inzucht gemeint, sondern schlichte Schrumpfung der Bevölkerung. Nach diesem Spruch muss man deshalb sagen: Schäuble haben wir (ähnlich wie Gauland) für klüger gehalten, als er wirklich ist.

  129. Vergewaltigungen Schweden
    „TDV sagt:
    13. Juni 2016 um 04:19 Uhr
    Wenn sie ernst genommen wollen…
    Dann müssen sie tatasächliche Fakten bringen. Meinungen dazu
    interssieren kaum jemanden.“

    Ein Artikel dazu:
    http://de.gatestoneinstitute.org/5223/schweden-vergewaltigung

    Die angegebene Quelle dort ein UNO Bericht von 2012.

    Zum Vergleich mal die Kriminalität durch nichtdeutsche und deutsche Tatverdächtige in Bayern:

    https://www.polizei.bayern.de/content/6/4/9/pks_pressebericht_2015.pdf

    „Unter den 2015 in Bayern bei Straftaten insg. (——) ermittelten 461.302 Tatverdächtigen waren
    281.500 Nichtdeutsche.
    Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um + 167.604 oder + 147,2% nichtdeutsche Tatverdächtige.
    Ohne die Straftaten gegen das AufenthG, AsylVfG und FreizügG/EU (890000) werden im Berichtsjahr
    82.334 nichtdeutsche Tatverdächtige ausgewiesen.
    Sie sind somit um + 6.713 oder + 8,9% nichtdeutsche Tatverdächtige angestiegen.
    Der beständige Anstieg des Anteils der nichtdeutschen Tatverdächtigen bei den Straftaten insg.
    (——) von 2009 mit 26,2% (2010 27,2%; 2011 28,0%; 2012 29,2%; 2013 31,6%; 2014 37,6%), hat im
    Jahr 2015 mit 61,0% einen Höchststand erreicht.
    Ohne die Straftaten gegen das AufenthG, AsylVfG und FreizügG/EU (890000) ist ebenso ein Anstieg
    des Anteils der nichtdeutschen Tatverdächtigten von 2009 mit 22,8% (2010 23,7%; 2011 24,2%;
    2012 25,4%; 2013 26,5%; 2014 28,6%) auf 31,5% im Jahr 2015 festzustellen.
    Der Anteil der nichtdeutschen Einwohner an der Bevölkerung Bayerns lag am 31.12.2014 bei 10,3%“

    SPON titelt dagegen:
    „BKA-Analyse: Flüchtlinge genauso kriminell wie Deutsche“
    Das Zitat im Text lautet jedoch:
    „Insgesamt zeigen uns die derzeit verfügbaren Tendenzaussagen, dass Flüchtlinge im Durchschnitt genauso wenig oder oft straffällig werden wie Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zu der Erhebung.“

    Die „Vergleichsgruppen“ der hiesigen Bevölkerung (vielleicht die schon hier lebenden männliche muslimische Migranten???) werden von De Mazière nicht angegeben.

    im Gegensatz dazu:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fluechtlingsdebatte-straftaten-von-asylbewerbern-haben-stark-zugenommen/12380020-3.html

    • @ Desperado
      „BKA-Analyse: Flüchtlinge genauso kriminell wie Deutsche“
      .
      Schon der Satzbau sagt alles über unsere Qualitätsjournalisten. Der Text aus dem BKA lautete mit Sicherheit nicht so. Einige Politiker hier in B-W versuchten das schon vor über 20 Jahren unterzuschieben, denjenigen, die des Dreisatzes oder der Verhältnisgleichung nicht mächtig. Ein diesbezüglich besonders trolliger Typ: der ehemalige Justizminister Goll (FDP), der sich ja auch später in der Causa Mappus sehr unrühmlich hervortat). Die Lokalpresse anlässlich des Besuches eines türkischen Honorar-Konsuls (man beachte: Honorar-Konsul !) übernahm widerspruchslos das Gesabber des Ministers. Aber nicht nur die Presse (HEILBRONNER STIMME, immer stramm auf Regierungslinie, wie im Dritten Reich unter etwas anderem Namen).
      .
      Zu jener Zeit betrug der Ausländeranteil in der Region zw. 20 und 25% (heute gegen 46-48%, noch vor Pforzheim). In der JVA war der Anteil der Ausländer allerdings damals schon gegen 70-75%.
      .
      Ein Grund am eigenen Verstand zu zweifeln-oder sich Desperado zu nennen.

    • @Desperado
      Es geht um Vergewaltigungen und ich nahm mir die Freiheit darauf hinzuwweisen, dass es zu diesem Thema NIEMALS verlässliche Zahlen geben wird oder geben kann!
      Sonst hab ich nichts zu dem Thema Kriminalität gesagt…

  130. Chapeau, Don
    Ich habe nichts für TOR übrig, aber für personelle Diffamierung noch viel weniger.
    Sie haben offensichtlich schon etwas erreicht. Richtiger Einsatz mit stichhaltigen Argumenten lohnt sich immer.
    Daher Gratulation!

  131. Und weiter geht es - wahrscheinlich hat der unkontrollierte Zuzug niemals aufgehört:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article156149885/Die-Fluechtlinge-kommen-weiter-zu-uns-nur-heimlich.html

    Geschätzt 1000 täglich über die offene Grenze zu Polen, von weiteren aus Richtung Pilsen oder Österreich ganz zu schweigen. Und aus Italien oder der Schweiz?
    Und was aus Nord- oder Westeuropa wieder zurück driftet interessiert auch nicht.

    Schon seltsam, die (Nicht-)Informationspolitik in diesem unserem Lande.

    • Dann hätte ich ja schrecklicherweise doch Recht gehabt
      mit meiner Vermutung, dass die Regierung der Deutschen ‚gelernt‘ hat, und ihre Plansollzahlen jetzt heimlich erfüllt und übererfüllt. Indem so getan wird, als sei mit der Schließung der Balkanroute die illegale Einwanderung generell stark eingedämmt.

      Wahrscheinlich denkt die Bundeskanzlerin, und offenbar zurecht, dass bei Planerfüllung eine weitere Amtsperiode am Horizont winkt.
      Ob sie auch die Ehrenplakette als ‚Heldin der sozialistischen Grenzöffnung‘ erhält, wird sich noch zeigen.

    • Bereits von den Griechen vertrieben wanderte ich auch von DE nach CH ...
      … ohne zu wissen was mir 3 Jahre später (im neuen Gotthard Tunnel oder wo wandern die denn eigentlich in CH ?) nun angeblich entgegenkommt.
      .
      Egal: Woher ihr auch kommt, wohin ihr auch geht, wandert bitte alle stramm weiter durch bis DE.

    • Wer suchet, der findet, wenn auch nicht auf einfachen Wegen:
      http://derstandard.at/2000038690257/Der-lange-Weg-des-Sebastian-Kurz

      Über den nicht enden werdenden Zuzug wegen steigender Bevölkerungszahlen – und nichts über Aussagen, wie dem zu begegnen ist.

  132. Fragliche Relevanz
    Ich möchte etwas anmerken, das wichtig sein kann oder auch nicht: Der Typ, Kategorie Schwein, der Orlando auf dem Gewissen hat, hat auf einem seiner Photos exakt denselben Gesichtsausdruck wie Abaaoud, der für Bataclan mitverantwortlich war und in St.Denis erschossen wurde. Entweder Zufall, oder er hat den kopiert oder hing mit dem online zusammen.

    • Danke für die sachliche Information, jetzt versteht man viel besser....
      Wenn ich böser Mensch so etwas in den Nachrichten höre, dann denke ich als erstes, wie gut dass sich die Herren in dem Land jetzt immer öfter gegenseitig abschlachten, statt dies mit den Bürgern anderer LÄnder zu tun.

      Vergleichen sie einfach mal drei Zahlen:

      Zahl der Terrortoten in den USA
      Zahl der Toten durch Waffenmissbruach in den USA
      Zahl der Toten durch US Politik ausserhalb der Grenzen des Landes

  133. @ Gast mit "...denselben Gesichtsausdruck wie..."
    Man möge verzeihen, ich nannte ihn „Ölauge“. Den anderen und die anderen davor auch.

  134. Mimesis
    Das im Link Beschriebene ist faszinierend, weil etwas dran ist. Man kann sogar Don darin sehen und manchen weiteren Alpha-Journalisten, auch natürlich Schirrmacher.
    Sie sind aber das Musterbeispiel, Don, weil Sie sich dessen offenbar bewusst sind und eine Strategie haben: Statt Tarnkappe mit falscher Demut volle Kraft voraus, wenn ich das richtig sehe.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/peter-thiel-der-milliardaer-als-opfer-14280002.html

    Folgendes kann ich nicht nachvollziehen:
    „Vor einigen Jahren hielt Thiel in Stanford ein Seminar, in dem er mutmaßte, dass Mark Zuckerberg deshalb so viel und Sergey Brin und Larry Page vergleichsweise wenig Neid und Aggressionen auf sich zögen, weil sich die Neider auf keinen einzelnen Sündenbock einigen könnten.“

    Ich fürchte, wenn man mit Daten von youth nicht achtsam ist, zieht man mehr Aggression auf sich. Das kann man Google nicht vorwerfen. Google ist auch nötiger als Facebook. Wenn Google vor allem Lexika oder Vorträgen vergleichbar ist, dann ist Facebook eher Porn vergleichbar, weil es zu Exhibitionismus einläd. Es ist aber nicht Zuckerbergs Schuld, wenn Eltern nicht aufpassen oder Leute narzisstisch sind.

    Doch die Theorie sagt, dass es logisch sei, sie Zuckerberg in die Schuhe zu schieben, sozusagen als Jesus für die Eltern. Daher ist die Theorie spannend. Mehr als faszinierend ist, dass die Theorie unter Insidern natürlich bekannt ist, aber keinen Lernprozess auszulösen scheint, sondern mehr Mimesis, bis einer hin ist und dann der Nächste und dann wieder einer. Und eine ganze Firma.

    Ach ja: Rudolf Steiner sgate, man lerne bis zum siebenten Lebensjahr durch Nachahmung. Aber das ist ja wohl altmodisch.
    Manches wirkt jedoch eindeutig infantil heutzutage.

  135. DITIB Integrationsverständnis
    Zekeriya Altug vom DITIB-Bundesverband sagte in einem ARD-Interview, die Mitglieder des Verbandes fühlten sich seit der Armenien-Resolution nicht mehr von den türkischstämmigen Abgeordneten vertreten.
    http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/tagesgespraech/tuerken-deutschland-erdogan-merkel-100.html

    Schon durch die Reaktion auf Böhmermann und die Beleidigungsklagen vieler türkischstämmiger Mitbürger wurde deutlich, daß nicht alle Türken in der deutschen Gesellschaft angekommen sind. Es vielleicht auch garnicht wirklich wollen. Das Verhalten gegenüber den türkischstämmigen Abgeordneten des Deutschen Bundestages konnte da nicht wirklich überraschen. Manche mag es aber überrascht haben, daß DITIB und andere Verbände ihre bisherige Zurückhaltung nun aufgegeben haben. Zwar wird auf der DITIB-Internetseite immer noch ganz allgemein zu Versöhnung aufgerufen, ein eindeutiges Statement aber fehlt, sieht man einmal von Zekeriya Altug ab. Erdogan hat wohl klare Handlungsanweisungen erteilt.

    Zwar sollten Abgeordnete möglichst immer ihre Wähler vertreten, aber es ist kaum anzunehmen, daß die türkischstämmigen Abgeordneten nur von Türken gewählt wurden und noch sitzen diese Abgeordneten im Deutschen Bundestag, nicht im türkischen Parlament, sind Deutschland und nicht der Türkei verpflichtet. Das scheinen Erdogan, türkische Verbände, Türken und türkischstämmige Deutsche in Deutschland aber ganz anders zu sehen. Sie möchten, daß türkische Interessen in Deutschland Vorrang genießen. Nicht alle, aber viele, wenn nicht die Mehrheit.

    Wenn das nicht zeigt, wie mißlungen die Integration ist, was dann?

  136. OT Appelbaum - http://www.faz.net/-gqz-8i5mb
    Offener Brief von Don Alphonso.

  137. @ M. A. Titz sagt: 10. Juni 2016 um 20:14 Uhr
    Von Pispers gibt es ein neues Video auf YouTube.

    Wenn ich das richtig verstehe, sein letztes…

    Er macht es also wie Georg Schramm, wundert mich nicht, bei einem solchen Volk als Publikum

    Volker Pispers | Der letzte Abend | Letzte Veröffentlichung März 2016

    https://www.youtube.com/watch?v=3Zdkgew-dZ8

    • Pispers, wie man ihn kennt.
      Der letzte Abend bezieht sich hoffentlich nur auf „bis neulich“. Allerdings sagt Pispers ja, daß sich nichts von dem geändert hat, was er in seinen Auftritten von Beginn an thematisiert hat. Da kann auch ein Pispers, wenn er seine Arbeit ernst nimmt, schon einmal resignieren. Aber Menschen wie Pispers, können oft dennoch nicht aus ihrer Haut. Daher bleibt zu hoffen, daß wir ihn doch wiedersehen werden. Es sei denn, seine Pause hat andere Gründe.

    • Es ist abzusehen....
      Was auch immer in DE kommen wird, kann man nicht vorhersehen. Aber es wird einschneidende Änderungen im Lande geben, die für einen Pispers wieder Nahrung sein dürften…

  138. In Paris bringt der IS jetzt schon einzelne Polizisten und deren Ehefrauen um
    und beschert deren Kinder ein lebenslanges Trauma. Aber das macht ja nichts, die beiden hätten ja auch bei einem Verkehrsunfall viel wahrscheinlicher sterben können.

    Heiko Maas denkt darüber nach, Mehrfach-Ehen zu verbieten. Für diese kulturelle Bereicherung ist er anscheinend dann doch nicht zu begeistern. Warum eigentlich nicht? Haben da auch seine Freundinnen vom „Netzfeminismus“ und von „Pink Stinks“ Probleme mit? Ist doch alles von Art. 2 Absatz 1 GG gedeckt, wenn die Frauen das auch so wollen, oder nicht? Oder sind das unmündige Opfer wie Adriana Lima auf dem Münchener Marienplatz, denen geholfen werden muss?

    Die Zeiten werden immer interessanter …..

    • Wo ist Münsterland....
      Es liegt mir fern im Töten von Polizisten Sinnvoll erkennen zu können, nur ihr Gejammer, das ist heuchlerisch:

      „In Paris bringt der IS jetzt schon einzelne Polizisten und deren Ehefrauen um und beschert deren Kinder ein lebenslanges Trauma. Aber das macht ja nichts, die beiden hätten ja auch bei einem Verkehrsunfall viel wahrscheinlicher sterben können.“

      Könnten sie uns wenigstens ungefähr berichten, wieviele Kinder in Syrien und im Iraq, und einigen Dutzend anderer Länder die ich uns jetzt spare, durch die „Arbeit“ der NATO Mitglieder ihre Väter verloren haben?

      Sie haben also Verständnis für die Traumatisierung der französischen Polizisten Kinder? Verraten sie uns, wieviele Verständnis haben sie für die traumatisierten Kinder der „anderen“ Seite, wenn diese deshalb sich dem zuwenden, was man bei uns Terrorismus nennt?

      Und noch ne Frage: Liegt Münsterland in der Nähe von Meck-Pomm, oder gibts da nur genetische Ähnlichkeiten was Vorurteile und ähnliche Hirnschäden angeht?

    • Ah, ein Weltbürger.
      Ich glaube, mehr muss ich dazu nicht sagen.

  139. Literaturfriedensnobelpreis, Eintopf
    @ TDV
    Mit Ihrer letzten Bemerkung zu Pasternak weiter oben disqualifizieren Sie sich doch selbst, wenn Sie Literatur- und Friedensnobelpreis durcheinanderwerfen.
    Bei beiden gibt es Missgriffe und glückliche Wahlen. Albert Schweitzer hat den Friedensnobelpreis sicherlich verdient und Soltschenyzin wie auch Pasternak den Literaturnobelpreis. Günter Grass fand ich immer unlesbar, aber das ist Geschmacksache.

  140. Zwangsläufige Folge
    Werter Don: Jemand sagte mal. „Erst verKohlt, dann geSchrödert, nun zerMerkelt. Kein Wunder, dass wir Deutschen so sind, wie wir sind.“
    Ich denke, das ist zu kurz gegriffen. Wir Deutschen befinden uns in einer europaweit einzigartigen Abwärtsspirale: in Westdeutschland wurde im Zuge der 68’er der „kleinbürgerliche Mief“ ausgetrieben. Was nichts anderes war, als das Ablehnen und Ablegen aller gesellschaftlicher Konventionen, sprich sozialer Kontrolle zugunsten grenzenloser Selbstverwirklichung – also Egisumus pur. Seitdem darf sich Jeder ganz ungeniert selbst der Nächste sein.
    In Ostdeutschland eine andere Entwicklung: Das soziale Gefüge dort, die Anhängigkeit voneinander in der Mangelwirtschaft (man musste jemanden kennen), dass staatlich organisierte Zusammenleben – all das unter einer Decke der Angst vor der Stasi – liess die Menschen auch zusammenrücken. Mit der Wiedervereinigung war all das verschwunden. Beide Entwicklungen entsozialisierten die Gesellschaft, beförderten die Ersatzreligion „Komsum“ (bestens zu sehen übrigens daran, dass eine SPD unter „Sozialstaat“ vor allem die Verteilung von Geld versteht und nicht das menschliche soziale Miteinander im Fokus steht). Der Mensch als „zoon politicon“ aber braucht ein sozales Netz, eine Gruppe. Mangels vorhandenseins sucht man sich dann eben seine soziale Gruppe und die dazugehörigen sozialen Standards selbst aus. z.B. in Parteien, die entkoppelt von der Realität „Alternativlosigkeit“ predigen. Oder im Biogrünen Gutmenschen-kiez im Reichshauptslum. Alles getoppt durch das Netz als Katalysator, welches aberwitzige Mikrokosmen entstehe lässtn, in denen krudeste Gedanken wie das mit dem „Schutz der Frauen in den Herkunftsländern“ entstehen können, ohne dass solchen geistigen Totalversager Ihr Mist ordentlich um die Ohren gehaut wird, wie es in einer funktionierenden Gesselschaft passieren würde…
    Daher Danke lieber Don, dass es Sie als Stimme der Vernunft gibt. Sie sind nicht allein und geben all uns Stimmlosen eine Stimme. Weiter so!

  141. TDV, ein Nachtrag oder gar Plädoyer
    „Als ich jung war habe ich Thomas Mann geliebt, heute sehe ich in ihm einen typisch verklemmten deutschen Spiesser der aus irgendwelchen Gründen mit einem unfassbar genialen Talent zum Schreiben in deutscher Sprache gesegnet war. nicht mal merh den Zauberberg, der mal mein Lieblingsbuch kann ich heute noch lesenn ohne das Buch aus Ärger in eine Ecke deuern zu müssen.
    Von Erika und Klaus Schicksal ganz zu schweigen!“

    Das wird mir nie so gehen. Gute Literatur ist erstmal gute Literatur, die man genießen sollte. Ich finde nicht, dass man jede Literatur auf die zur Zeit oder gar zu einem selbst passende politische oder persönliche Einstellung abklopfen sollte, und zwar, weil man dadurch für sich die Vielfalt einengt, die Literaten mit ihren unterschiedlichen Biographien zwangsläufig mitbringen und ihrem unterschiedlichen Schreibstil. In ihrer Gesamtheit legen sie außerdem historisches Zeugnis ab aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie nehmen sich etwas weg, meine ich, wenn Sie nicht vorbehaltlos lesen können.

    Der Nobelpreis ist sehr politisch. Es wäre bedeutend besser, wenn durch ihn vornehmlich die Sprache gewürdigt würde (so wie bei Herta Müller), schließlich heißt er nicht Gesinnungsnobelpreis. Da Goethe und Shakespeare oder Dante und Hugo ihn nicht haben, ist er ohnehin überschätzt.
    Außerdem müssen Sie bedenken, dass die Revolution das russische Bürgertum zerstört hat, also die Mittelschicht, und dass diese hiermit auch eine Stimme hatte. Es war nicht von Vorteil, die Mittelschicht gleich mit wegzuschrappen.
    Was Klaus und Erika betrifft, was soll’s? Sie hatten doch auch eine Mutter. Sie haben vielleicht mehr durch die diversen Umzüge im Exil gelitten, wer will das wissen? Sie waren erwachsen, groß geworden in München. Sie waren für sich selbst verantwortlich. Heute sind Kinder von Celebrities sich meistens bewusst, dass sie etwas Eigenes aufbauen müssen. Goethes Sohn war auch keine Leuchte.

    Dieses Vorbehaltlose, das ich hier postuliere, lässt mich auch journalistisch recht breit lesen, wenn die Autoren gut sind, eine Eigenständigkeit vor allem haben. Ich werde Jacob Augsteins Buch kaufen nach einer Rezension der FAZ, obwohl ich die meisten Kolumnen von dem Mann nicht mag. Warum soll man sich einengen? Andere Gedanken machen weiter, große Sprache glücklicher.

    Mit solcher Einseitigkeit, in die sich manche politisch treiben lassen, wozu auch solche Ausschlüsse gehören wie Klonovsky, der brillant schreibt, machen uns ärmer. Goethe war ein Genie, ein Multigenie, weil er für sehr vieles offen war. Wir Deutschen sind im Schnitt das Gegenteil von ihm, besonders zur Zeit. So werden wir nie mehr ein Multigenie hervorbringen, nur noch früh geförderte Wunderkinder, die dann naiv wirkende Interviews abliefern wie kürzlich der Violonist G.

    Wir machen das falsch. Und fragen jeden Prominenten, was er von diesem oder jenem hält. Sagt er was Falsches, ist er fertig. Widerlich. Manche wissen das. Der Schauspieler Bruno Ganz, einer unserer Besten, hielt immer Sicherheitsabstand.

    • @Oberländer Teil 1
      Ich muss mich entschuldigen, ich habe sie falsch eingeschätzt.
      Beiträge wie dieser von ihnen waren hier früher häufig, und solche waren es, die hier des öfteren gute Diskussionen quer durch die politische Landschaft ermöglichten. Leider hat genau das am meisten unter dem Zufluss von Foristen wegen des Flüchtlingsthemas gelitten. Ich hatte sie falsch eingeordnet…
      Lassen sie mich also mein unterschiedliche Sicht dieser Dinge beschreiben.

      „Gute Literatur ist erstmal gute Literatur, die man genießen sollte.“

      Ich verstehe was sie meinen, aber meine Meinung hat sich da geändert. Ich wills am Beispiel des modernen Theaters verdeutlichen. Da gibt es für mich eine strikte Trennung zwischen Inhalt und Form. Man kann im Theater von der Form sehr beeindruckt werden, und anschliessend doch den Inhalt dumm und oberflächlich finden.
      Bei TM ist der Stil auf eine Art grossartig, die den Inhalt weit überstrahlt. Es gibt im Zauberberg im Settembrini Teil eine längere Diskussion zwischen einem Jesuiten und einem Rationalen. Das hat mich in der Jugend noch sehr beeindruckt, aber heute finde ich beide Standpunkte indiskutabel. Das endlose Geschwafel über Adornos Musik Theorie (ich habe an der Uni selber Musik im Nebenfach durchlitten) im Faustus ist lächerlich für jeden der die ganze Bandbreite von Wagner über Schostakovitch zu Hendrix liebt. Der Rest der Story einfach nur albern.
      In guter Literatur muss der Inhalt dem Niveau der Schreibtechnik angemessen sein. Heute ist so was zugegebenermassen schwer zu finden, Houellebecq, Updike, Roth…
      Ich suche Autoren die der heutigen Welt was über sie zu sagen haben, bei Klassikern finde ich bestenfalls Unterhaltung, keine Wahrheiten über die Welt.
      Dass das nichts mir politischer Ideologie zu tun hat, zeigt ja, dass ich Nabokov zu den Besten zähle. Ich kann ihnen also da nicht zustimmen: „Sie nehmen sich etwas weg, meine ich, wenn Sie nicht vorbehaltlos lesen können.“
      Nein, denn gerade bei TM weiss man wer er war, und was er sagt und was er verschweigt. Da habe ich Vorbehalte und eines Tages war mir meine Zeit für diesen Herrn und sein Werk zu schade. Das Leben ist leider zeitlich begrenzt.
      Da wir bei Autoren sind, sie haben bei Goethe und Hugo natürlich Recht, also reden wir von Sh. und Dante. Seit Jahrzehnten suche ich jemandem der mir erklären kann, was an einem Autoren wertvoll sei, der meint, Menschen die andere lieben, oder ihren Gefühlen folgen, die müssten dafür in der Hölle betraft werden und Tyrannenmörder gehören in die innerste Hölle? Warum sollte ich solchen Mist ernst nehmen?
      Welches Sh Stück würden sie denn empfehlen? Da sind in JEDEM dumme Menschen am Werk, die aus Eifersucht, Ehrgeiz, Machtgeílheit und ähnlichen Gründen Dummheiten begehen, und dann die Konsequenzen ertragen müssen! Nennen sie mir EIN Stück von Sophokles, das zu mehr taugt als kleine Kinder zu manipulieren! Aristophanes? Gut! Aber eben auch nur in einer Welt voller Deppen nötig!
      Sie unterschätzen meine Radikalität, ich hatte mein Leben lang (ohne zu erben!) das grosse Glück keine Kompromisse machen zu müssen.

      „Außerdem müssen Sie bedenken, dass die Revolution das russische Bürgertum zerstört hat, also die Mittelschicht, und dass diese hiermit auch eine Stimme hatte. Es war nicht von Vorteil, die Mittelschicht gleich mit wegzuschrappen.”

      Ich habe mit der russischen Revolution weder ein Problem, noch preise ich sie. Ich weise lediglich darauf hin, dass NUR die Romanovs die Möglichkeiten gehabt hätten sie zu verhindern, es aber nicht getan haben. Wer eine solche barbarische Klassengesellschft der Erhaltung wert findet, weil sie einem ebenso massive wie unverdiente Vorteile bringt, statt sie, wie Tolstoi selber das wenigstens versuchte, zu bessern, warum sollten die nicht von denen totgeschlagen werden, die über Generationen darunter gelitten haben? Warum sollen stets nur viele der Unschuldigen zu Opfern werden? Warum nicht auch die, deren einschlägig bekannte Firmen ihre Büros im World Trade Center haben? Warum steht es den Opfern einer verbrecherischen Politik nicht zu, die gleichen Methoden zu benutzen, die man gegen sie angewendet hat? So barbarisch die Verbrennung des Piloten durch ISIS war, wodurch unterschied sich das vón den Taten eines Obama der Morgen für Morgen Menschen auf einer Liste ankreuzt um sie und alle die das Pech haben sich zu einer bestimmten Zeit in deren Nähe aufzuhalten, hinrichten zu lassen? Und zwar auf identische Weise! Diese Drohen sind mit Hellfire Raketen bestückt, und jeder der mit dem explodierenden Zeug in Berührung kommt, der verbrennt bei lebendigem Leibe, weil es unlöschbar ist! Worin unterscheidet sich ein Saddam Hussein mit seinem Einsatz von Giftgas auch gegen Frauen und Kinder, von denen, die dieses Gas in Deutschland hergestellt haben, die es in DE zugelassen haben, dass es ihm verkauft wir, und der Herrschaar all derer die Aktien des herstellenden Konzern besitzen??? Michael Corleone hat es am besten ausgedrückt: „Don’t tell me your innocent!“

      Wer eine Revolution beginnt, der muss sie gewinnen, alles andere ist nebensächlich, das wissen sie ganz genau.
      Ich habe hier vor einigen Jahren bereits mal geschrieben, dass ALLE Revolutionen irgendwann scheitern, weil die, die an der Macht nachfolgen, langfristig nicht vorherzusehen sind. Ob die dann Stalin, Napoleon, oder Georg B Bush heissen, ist unerheblich. Revolutionen sind Reaktionen auf nicht länger hinzunehmende Zustände.
      Für die Konsequenzen verantwortlich sind, wenn überhaupt jemand, dann AUSSCHLIESSLICH diejenigen die sich vorher gegen Verbesserungen des Bestehenden gewehrt haben.
      Aufgabe von Staat und Gesellschaft ist es meiner Meinung nach nicht, wie sie das sagen, die Geburt eines Genies zu ermöglichen, sondern für alle Mitglieder, auch denjenigen, die selbstverschuldet auf die unterste Stufe gefallen sind, eine Leben mit einem Mindestmass an Menschenwürde zu leben. Das

  142. @Oberländer Teil 2
    Heute sind das, gerade in Deutschland diejenigen, die ungerechte Kriege im Nahen Osten führen, oder mit Steuergeldern Banken finanzieren!
    Auch ein sehr gutes Beispiel für die nahe Zukunft gibt es:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=33803

    Albrecht Müller, ex–Bürochef(?) von Kanzler Schmidt zum drohenden und den USA gewünschten Krieg Europa/NATO gegen Russland Putin!

  143. Vielen Dank, TDV
    Gut, Dante: Vielleicht nur die Verdienste für die Sprache. Aber Shakespeare: 1. Die Sonette, 2. Natürlich Romeo und Julia und Mary Stuart, Hamlet, Otello; zu letzterem und Romeo und Julia:

    „Da sind in JEDEM dumme Menschen am Werk, die aus Eifersucht, Ehrgeiz, Machtgeílheit und ähnlichen Gründen Dummheiten begehen….“

    Das ist doch heute genauso, darüber fallen Menschen, das ist der Mensch. Das ist Folge von Passion, einer Variante der Liebe, von Besitzdenken, das wir heute unter anderem Mantel sehr oft noch dazu erleben (Ehrenmord), und Machtdenken, wie Sie sagen. Das macht das Drama aus. Man muss Drama, Tragödie mögen auf der Bühne. Tragödie ist oft in Musik (Oper, Ballett) umgesetzt, Komödie selten oder nur in Musical.

    Sozialkritik kann nur ein Teil sein und ist oft rein politisch und manchmal flach, weil sie im Journalismus schon ausreichend abgehandelt wird.
    Ibsen dagegen, der sie in persönliche Dramen kleidete, war brillant. Für Drohnen bin ich an sich auch nur evtl. zur Grenzüberwachung zu haben, wobei das ebenso gut per Satellit geht.

    Wenn das zuletzt Geschriebene aus Teil 2 stimmt, müssen wir die Wünsche zerstreuen, einstampfen. Da wir zwei grausame Kriege hatten, können wir das, und hier war Frau Merkel ausreichend gut, meine ich. In NO und MO werden so viele XY nachgeboren, dass man immer welche auf die Barrikaden bringt. Allerdings muss ich sagen, dass ich den Hauptfehler bezüglich IS mehr im Truppenabzug Obamas sehe. Truppenabzug und dann Drohnen ist für den amerikanischen Bürger, der keine Leichensäcke sehen will, und im Endeffekt verlogen und unwirksam.
    Libyen ist nicht Obamas Schuld.
    Der Untergang des Königreichs Afghanistan ist insgesamt eine Tragik wie auch der Tod von Ahmed Shah Massoud.

    Vielen Dank für die gute Diskussion!

  144. Nachtrag TDV
    Nachtrag: Antigone ist zeitlos wegen Kreons Bestattungsverbot, auch wegen Kreons Sturheit, als das Volk sich gegen ihn wendet (soweit zu ungesundem Volksempfinden).
    Als er seine Meinung zu spät ändert, findet er Antigone durch eigene Hand erhängt. Sein Sohn, der Verlobte von Antigone, folgt auf gleichem Wege nach, und Kreon ist mental vernichtet. Hier spielt der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle, zu langsam.

    Und hier ist immer alles zu schnell:
    Nehmen Sie manchen schnellen Rufmord über Twitter: Ist das jetzt so weit davon entfernt? Oder Fehlinformation, auf die schnell reagiert wird und wieder falsch?

    Sollte man nicht Antigone im Schulkatalog haben wenigstens für Abiturienten, damit sie über Folgen von Taten nachdenken?

    • Guten Morgen
      “„Da sind in JEDEM dumme Menschen am Werk, die aus Eifersucht, Ehrgeiz, Machtgeílheit und ähnlichen Gründen Dummheiten begehen….“

      Das ist doch heute genauso, darüber fallen Menschen, das ist der Mensch.“

      Sehen sie, dumm bin ich selber, ich lese lieber was von Leuten die etwas besser wissen als ich. Sie zB finden Othello „gut“? Der Mann ist einer der grössten Idioten der Weltliteratur! Ein Anderer flüstert ihm etwas ein, er frägt nicht nur seine Frau nicht, sondern auch den beschuldigten Liebhaber nicht und bringt sie statt dessen um? Geht’s noch dümmer? Oder ist es gar einfach nur rassistisch? Man kennt das ja wegen Shylock, denn der letzte Jude hatte England hundert Jahre vor Sh. Geburt verlassen. Er (falls er denn der Autor war) hat in seinem Leben nie einen Juden gesehen!

      In Romeo und Julia stirbt ein Päärchen daran, dass ihre Familien wohl Bankiers sind und den Raffel nicht voll genug bekommen können? Ja, da haben sie Recht, wie heute, aber was hat das mit mir zu tun? Ein Courths Mahler Märchen für junge und alte Pubertierende…

      „Hamlet“? Ein Geistesgestörter der mit Toten spricht? Kennen sie Updikes Gertrude and Claudius? DAS ist Literatur!
      Muss ich erwähnen, dass mein Lieblingsstück Titus Andronicus ist?

      Ja, sie haben Recht: „Besitzdenken, Ehrenmord, Machtdenken”, ich nenne sowas lieber kurz: Dummheit!

      „Man muss Drama, Tragödie mögen auf der Bühne.“

      Ja, nur ich habs in erster Linie mal mit dem Inhalt, wenn der aus Dramen und Tragödien im Leben von Deppen besteht, dann bin ich nicht zu haben. Bei Ibsen kommen wir aber zusammen, und ich geh übrigens gern ins Theater, ziehe aber die Oper vor.

      Bei den Drohnen wäre ich ganz bei Ihnen, wenn ich das Problem der Mörderei nicht grundsätzlicher sehe. Wissen sie was der „amerikanische Exceptionalismus“ ist?
      Diese Morde sind eben kein Zufall, sondern Prinzip!

      Falls sie das mit dem US Wunsch nach einem Krieg USA/NATO gegen Russland tatsächlich noch nicht wissen, recherchieren sie mal bei Ms Nuland, Undersecretary im State Department, und der Stratfor Studie zu dem Thema. Finden sie alles am einfachsten auf den nachdenkseiten.de

      „Allerdings muss ich sagen, dass ich den Hauptfehler bezüglich IS mehr im Truppenabzug Obamas sehe.”

      Ursache für ISIS war eindeutig der verbrecherische Krieg des Georg W mit seinen Lügen als Vorwand, und der dann damit verbundenen Dummheit, die Armee, weil sie aus Bath Partei Mitgliedern bestand, aufzulösen. Die erste wirklich gute Quelle erschien vor über einem Jahr im konservativen The Atlantic, lohnend und ausführlich:

      http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2015/03/what-isis-really-wants/384980/

      Natürlich ist Libyen Obamas Schuld, ob er nun die Bewaffnung der „Rebellen“ und ihre Unterstützung durch die CIA selber veranlasst hat, oder eben nicht in der Lage ist seine Geheimdienste zu kontrollieren, so bleibt er doch verantwortlich.
      So wie es aussieht werden wir zu dem Thema ja bald die Details erfahren, da Wikileaks anscheinend vorhat sämtliche Clinton e-mails zu veröffentlichen.

      Bei Afghanistan kann ich ihnen nur zustimmen, das Land fällt leider immer wieder seiner strategischen Lage zum Opfer. Wunderbare Menschen, Muslime deren Frauen früher als Gleiche rumliefen, ein herrliches Land in den 60s bis die Russen kamen. Fast zu viel der Gastfreundschaft dort, wegen des fürchterlichen Essens!
      Aber auch hier: Die Opium Produktion wurde unter den Taliban ausgemerzt, die Amis haben Afghanistan dann wieder zum grössten Opium Produzenten der Welt gemacht! Nun ja, allzu lang wird es nicht dauern, bis die Taliban das Land wieder regieren, dann ist es vorbei den US Profiten!

      Die Antigone hab ich mal geliebt, als ich jung und dumm war, auch die Annouillsche Fassung. Wir haben das Stück in Indien mal aufgeführt und waren uns beim Einarbeiten alle einig, dass es eigentlich für intelligente Erwachsene kein Argument zu Gunsten der Dummtusse geben! Welches Unglück verursacht sie durch ihre lächerliche Dummheit!
      Unfassbar, im Jahr drauf haben wir dann doch lieber Beckett gemacht… ;-)

      „Sollte man nicht Antigone im Schulkatalog haben wenigstens für Abiturienten, damit sie über Folgen von Taten nachdenken?“

      Die Absicht ist ehrenwert, aber man sollte ein weniger dummes Beispiel nehmen. Mit der Antigone wird nur der Eindruck erweckt, Idealisten seien stets von begrenzter Intelligenz.
      Sie ist halt die Tochter ihres Vaters, der ernsthaft meinte eine Seuche sei ausgebrochen, weil er seinen Vater getötet hat und mit der Mutter gepennt? (Wenn der Sarazin das liest, meint er noch ich sei seiner Meinung…)
      Ein ngutes Beispiel wäre zB das Wählen der letzten drei deutschen Kanzler, und welche katatstrophalen Folgen solche Taten jetzt zeigen!

  145. "Beim Kinder-Begrapschen hört es auf",
    folgt man diesem
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/sexuelle-uebergriffe-im-freibad-von-kirchheim-teck-14353098.html
    Artikel im Hauptblatt und wie dort eine SPD-Oberbürgermeisterin zitiert wird.
    Die naheliegende Frage kann sich jeder selbst stellen.
    Und meine Hoffnung ist, daß heute in München „nur“ ein nicht religiös motivierter Amokläufer zuschlug.
    M.A.Titz

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