Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

TMT: Jedes Problem lässt sich mit Gewalt lösen.

| 168 Lesermeinungen

I will win this fight

Draussen wird es langsam dunkel, aber die Scheinwerfer der Urlauberautos machen die Europabrucke weit unter mir zu einem leuchtenden Band inmitten der alpinen Finsternis. Ich bin 100 Kilometer weit gekommen, auf 1000 Meter hoch, ich habe zwei Pässe überwunden und die Gluthitze im Inntal überlebt, und nun sitze ich am Fenster und denke nach.

tmtga

Denn ich habe keinen Umwerfer mehr am Rad. Meine geplante sub500challenge mit der Idee, auf einem billigen Rad, billiger als der Durchschnitt, nach Meran zu gelangen, in zwei Tagen über vier Alpenpässe: Sie droht zu scheitern. Wegen eines kleinen Metallstiftes. Ich sitze da, schaue in die Nacht, und zitiere Brecht:

Den Haien entrann ich, den Tiger erlegte ich,
aufgefressen wurde ich von den Wanzen.

tmtgb

Hinter mir läuft die historische Wanne des Gasthofes voll mit Wasser, und als ich dann zwischen dem letzten Licht vor dem Fenster und den orangen Kacheln schwerelos liege, da sage ich mir: Eigentlich – gibt es auf dieser Welt kein Problem, das sich nicht mit brutaler Gewalt lösen lässt. Denn eigentlich fährt mein Rad ja noch. Ich bin nur nicht mehr in der Lage, mit dem Umwerfer zwischen den Kettenblättern zu schalten. Theoretisch könnte ich die Kette auf das jeweilige Blatt von Hand legen, was eine ziemliche Sauerei wird, und dann, wenn es nötig wird, auf ein anderes Blatt heben, was noch mehr Sauerei wird. Im Prinzip, sage ich mir plätschernd und schwerelos, habe ich die Wahl zwischen Aufgabe und einem Beitrag in der FAZ, in dem ich eingestehe, dass ich versagt habe – denn es ist morgen Sonntag und da bekomme ich kein Ersatzteil.

tmtgc

Oder es wird eine Riesensauerei, und ich rufe, dreist wie ich nun mal bin, die sub500ohneUmwerferchallenge aus. Ich habe dann keinen Schaden, sondern eine weitere Herausforderung, die mit Geistesgegenwart, Tatkraft und Riesensauerei zu meistern ist. Einen Sturz vortäuschen und mich 8 Wochen auf Arbeitgeberkosten krank schreiben lassen Aufgeben kann ich immer noch, wenn es doch nicht geht. Das klingt mir nach einem guten Plan, und so beginnt am nächsten Morgen der eine einzige Weg, das herauszufinden. Mit stolzgeschwellter Brust gehe ich die breite Treppe hinunter, vorbei an Schiessgewehr und Hirschgeweih, und lehne auf dem Perserteppich wie ein Mann stehend ein Taxiangebot ab: Nun wird sich zeigen, aus welchem Holz ich geschnitzt bin.

tmtgd

Ich belade den Drahtesel, schiebe probeweise einen Ast zwischen Kette und Blatt, hebe die Kette an, und drehe zurück: Das geht überraschend gut, und für die Hände ist das gar nicht so schlimm. Ausserdem ist mir in der Nacht noch eingefallen, dass ich eigentlich bis Gries am Brenner für die leichte Steigung nur das mittlere Kettenblatt brauche, dann bis zum Brenner das kleine, das grosse Blatt hinunter bis Sterzing, und der Jaufenpass läuft dann im kleinsten Gang – von da aus geht es 1700 Meter hinunter nach Meran. So oft werde ich also gar nicht schalten müssen, sage ich mir, als ich auf die Ellbögenstrecke abbiege.

tmtge

Die Ellbögenstrecke, das ist die alte Römerstrasse und der mittelalterliche Handelsweg nach Italien, und wer nur die Autobahn kennt, der weiss nicht, wie schön die Strecke zu den blühenden Zitronen sein kann. Die Strasse schmiegt sich am Tal entlang, führt durch malerische Dörfer, und windet sich immer wieder in Seitentäler hinein und hinaus. Das ist wirklich wunderschön.

tmtgf

Dabei vergisst man schnell, dass ein Anstieg in St. Peter 20% erreicht, aber ich sage ja immer: Es gibt nichts, was sich mit brutaler Gewalt gegen den eigenen Körper nichts bewältigen lässt, selbst wenn ich oben wie meine eigene Leiche aussehe. Ausserdem wird es danach wieder schön, und bei der nächsten 20%-Steigung fällt die Kette beim Antritt von ganz selbst auf das kleine Kettenblatt, was mir, den Abgang über den Lenker verhindernd, Gelegenheit für eine akrobatische Einlage bietet. So ist das hier. Viel zu schön für Jammerei, obwohl es nun wirklich einigen Anlass dafür gäbe.

tmtgg

Effektiv sitze ich zwar auf einem fahruntauglichen Rad für eine Strecke, die auf der anderen Seite des Tales gerade von den Teilnehmern des Ötztaler Radmarathons bewältigt wird. Effektiv bin ich dauernd im Grenzbereich zwischen abspringender Kette und letztem Quentchen Luft in der Lunge. Effektiv komme ich aber auch an dieser Lüftlmalerei vorbei, mache ein Bild, und sage mit: Genau das ist es. Genau deshalb bin ich hier. Haien entrinnen. Tiger erlegen. Nicht von den Wanzen gefressen werden. Niemand hat gesagt, dass es leicht wird. Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.

tmtgh

Und so kommt es, dass ich mich langsam auch wieder dem lahmen Gaul anfreunde, der meinen Weg teilt. Sicher, er hat keinen Umwerfer, sicher, er wollte mich einmal abwerfen, und ja, er mag nicht der Schönste unter den Asini Drahtini sein, aber er hat mich doch bin hierher getragen, er hat seine Last geschleppt und bergab, das muss man sagen, läuft es gut. Viel stabiler, als ich erwartet habe. Trotzdem nehme ich mir ganz fest vor, kein Risiko einzugehen und, wie es manche Irre tun, die am Jaufenpass an unübersichtlichen Stellen ein Wettrennen mit Autos machen. Ich werde kein Auto überholen, ich werde es ganz gemächlich angehen lassen.

tmtgi

Dann ist die Ellbögenstrecke vorbei, und ich gelange auf die Brenner Staatsstrasse. Und zwar mitten in einen Stau, verursacht vom Schlussfahrzeug des Ötztaler Marathons. Ich könnte, eingekeilt zwischen Autos, warten. Aber von hinten kommen einige Nachzügler des Marathons, an die hänge ich mich dran, und überhole Autos. Viele Autos. Bergauf. Ohne Hast. Auch meine Begleiter beeilen sich nicht, sie sind aus der Wertung gefallen und werden unterwegs eingesammelt. Aber mein Weg geht weiter, es läuft richtig gut, und nach etwas Smalltalk über die kommende L’Eroica mit einem Österreicher, der auf einem historischen Puch unterwegs ist, bin ich auch schon auf dem Brenner. Vor ganz vielen Autos weiter unten.

tmtgk

Die Brennerabfahrt hat lange Geraden und weite Kurven. Es ist nicht zwingend nötig, die Bremse zu betätigen. Es ist also nicht so, dass ich hier Autos überhole und meinem Schwur untreu werde – frei von Sünde und unschuldig rolle ich hinunter, wie mich die Schwerkraft zieht. Aber nicht die anderen. Vielmehr bremsen diese Kisten an Stellen, wo es gar nicht nötig wäre, und unterholen mich, der ich einfach konstant meine Geschwindigkeit halte und freundlicherweise nach links ausweiche, um ihnen rechts Platz für das Bremsen zu lassen. Leider gibt es keine “Kavalier der Strasse“-Plakette mehr, sonst hätte ich sie mir gegenüber einem Dutzend überladener Kombis und Kleinbusse mit überwiegend norddeutschen Kennzeichen verdient. Dafür fahre ich dann, auch um die Reifen abkühlen zu lassen, in Sterzing zu Prenn. Für eine Torte sofort und einen ganzen Apfelstrudel für Meran.

tmtgl

Viertel nach Zwei mache ich mich wieder auf den Weg. Vor mir steht der Jaufenpass. Vor 10 Jahren erschien es mir unmöglich, ihn zu bewältigen. Ich habe dann lang trainiert und bin dennoch beim ersten Versuch fast gestorben, so hart war er. Ich habe dazugelernt, ich habe spezielle Räder gebaut, ich bin immer wieder hierher gekommen, und inzwischen teste ich hier meine Räder für die L’Eroica. Ich weiss, wie ich mir die Kraft einteilen muss, um in Sterzing zu starten und oben nicht auszusehen, als hätte ich den Notarzt nötig. Ich fahre sogar in halbwegs passablen Zeiten da hinauf, und mit vergleichsweise wenig Pausen – wenn ich erst in Sterzing anfange. Diesmal ist es etwas anders. Diesmal habe ich 10 Kilo Gepäck und bereits 600 Höhenmeter in den Beinen.

tmtgm

Ich fahre also los und freue mich, dass bald erste Wolken die Hitze der Sonne lindern. Der Bergwald nimmt mich auf, bald ist die erste Kehre erreicht, ein Viertel, ein Drittel der Strecke liegt hinter mir, es wird noch etwas schattiger und wolkiger, und ab der Hälfte der Strecke ist der Himmel grau. Dunkelgrau. Ausserdem ist es überhaupt nicht mehr warm, und bei 1800 Meter fallen die ersten Tropfen. Regen. Graupel. Dann wird es hell, direkt neben mir, sehr hell, und während ich noch denke “Das wa“ macht es auch schon KRACHBUMM, und ich füge hinzu “r aber nah.“ aber so ist es nun mal auf der sub500ohneumwerferabermithitzegraupelblitzunddonnermittenambergchallenge.

tmtgn

Wer kam auf die Idee, so etwas zu tun? Die Antwort ist so gar nicht nach meinem Geschmack, als ich nass werde, und die Einschläge stets in der Nähe bleiben. Bei 1900 Meter hört der Regen auf, das Jaufenhaus kommt in Sicht, und dahinter der Pass und weitere Wolken.

tmtgo

Bei 2075 Meter gehe ich noch einmal völlig sinnlos aus dem Sattel, aber ich will, dass es aussieht, als würde ich hochbrennen. Diesmal bricht kein Umwerfer, weil keiner mehr da ist.

tmtgp

Dann bin ich oben.

tmtgq

Bis hinuter nach St. Leonhard folgt eine 1500 Höhenmeter tiefe Abfahrt. Bis zur Baumgrenze bin ich allein unterwegs, dann sind vor mir drei Autos. Ganz vorne ein Toyota mit hessischem Kennzeichen. Ganz vorne und ganz langsam in allen Kurven. Dahinter bekommen zwei einheimische offensichtlich die Krise und überholen, weil sie das überforderte Elend nicht mehr mit ansehen können. Aber ich habe ja einen Schwur und ruiniere lieber meine Bremsklötze, als dass ich diese Person, die nicht fahren kann, von hinten eine eine bekannt Ex-Stasilette aussieht, und hier nichts verloren hat, auf dieser schmalen Strasse überhole. Ich bin friedlich. Bis dann eine verlorene Plastikflasche auf der Strasse liegt, und als ich mir denke “Sie wird doch da nicht drüberfahren“ – fährt sie drüber, und die Flasche schiesst unter dem Auto hoch zu mir.

tmtgr

Ich bin ein Homme de Lettres. Ich pflege meine Gefühle adäquat auszudrücken, ich zitiere Brecht und sage immer Bitte und Danke. Aber was sagt man einer Hessin, die nicht fahren kann, auf der Strasse durch die Kurven schlingert, und der es völlig egal ist, wenn man hinter ihr auf dem Rennrad fliegenden Flaschen ausweichen muss? Den unartikulierten Schrei hört sie durch das geschlossene Seitenfenster und den Fahrtwind und die Reifengeräusche, als ich aus dem Sattel gehe und mit dem grössten Gang und schnellster Frequenz an ihr vorbei ziehe, obwohl sie auf der Geraden beschleunigt. Doch dann kommt die nächste enge Kurve. Einer muss jetzt bremsen. Ich bremse nicht.

tmtgs

Denn ich bin nicht den Haien entronnen und ich habe nicht Tiger erlegt, um mich von Wanzen fressen zu lassen. Eine Stunde später bin ich in Meran. Es ist möglich, in zwei Tagen von Tegernsee über vier Pässe nach Meran zu fahren, mit einem Rad, das weniger als 500 Euro kostet, dessen Umwerfer man manuell bedienen muss, durch Blitz und Donner und Hitze, und das wie eine Eins steht, wenn man brüllend, schwitzend und ganz tief über dem Lenker geduckt auf der Gegenfahrbahn, weniger als einen Meter neben dem Abgrund, der Hessin zeigt, was ein echter Bayer ist.

Denn es gibt auf dieser Welt kein Problem, das sich nicht mit brutaler Gewalt und einem Viner Pro Team lösen lässt.

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168 Lesermeinungen

  1. Glückwunsch!
    Klasse gemeistert!
    Die nächste Herausforderung wird dann wohl die Anreise auf dem Rad von Gmund nach Gaiole zur Eroica sein?

  2. Hut ab
    Hut ab für die Leistung und die Tatsache, sie auch noch zeitnah und anschaulich beschreiben zu können.

    Isch könnd dat nich, wie der leistungsaverse Rheinländer sagen würde.

    Natürlich nix im Vergleich mit den Strapazen der Balkanroute, wo man sich alle Nase lang ein Bus- oder Bahnticket kaufen muss. Wär’s in umgekehrter Richtung nach Deutschland gegangen, hätte es vermutlich ein Selfie mit Angela gegeben. Schlechte Planung, werter Don.

    • Ich habe auch lang geglaubt, dass ich das nicht könnte. Es geht aber. Und ich fühle mich wirklich bumperlgsund dabei. Das ist der eigentliche Vorteil. dass man so eteas schafft und es einem dabei gut geht.

      Für ein Selfie mit der Kanzlerin fehlt mir einfach das Verlangen, und nach Berlin komme ich selten.

  3. Jo, mid Gwoid
    hebt mer a Goaß um

  4. wirklich keines?
    Immer diese Endorphin-geschwängerten euphorischen Zustände…
    Toyota hat doch auch mal Fahrräder gemacht?
    Passen Sie jedenfalls auf, dass beim Runterfahren kein Gabriel rechts vorbeizieht – Masse rollt bekanntlich.

    • Zumindest keines auf zwei Rädern mit Höhenmetern.

      Ausserdem laufen da draussen genug Freunde der Antifa-Blasmusik rum, die es bei mir gerne mal mit Gewalt versuchen würden. Da sollte man sich keine Illusionen machen.

  5. So geht's...
    wenn einer sich nicht ins Bockshorn jagen lässt! Danke für den Ritt und die Geschichte :-)

  6. Respekt
    Hut ab, Don Alphonso! Respekt! Gratuliere zur sportlichen Leistung und der sehr gelungenen Artikel Serie!

    Ich hoffe nur, dass Ihnen aus dem Titel nicht von den Gendertroeten und dem anderem Pack ein Strick gedreht wird …

    • Gern geschehen!

      aber welche Stricke soll man mir denn drehen? Dass ich verwöhnt, unmoralisch, hinterfotzig, gemein, zynisch, brutal und verschlagen sein kann, schreibe ich doch selbst. Sexuell schräge Neigungen habe ich keine, mein Idealtyp Frau sieht aus wie eine Streberin aus gutem Hause, mit dem Auto mache ich nichts Gefährliches, ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich nehme keine Drogen. Da ist nicht viel zu drehen.

    • " ich nehme keine Drogen"
      Danke, DAS REICHT! Mehr brauch es heute nicht mehr, um Ihnen einen Strick zu drehen.
      Als Bundestagskandidat wären Sie damit füer die sPd wie für die grünInnen untragbar!
      Und fur das Kanzleramt u. Entourage zu clean in der Birne.
      Schlicht mit dem Konzept stören Sie die Einfalt der Blase..

    • Ich habe mich übrigens auch noch nie positiv zum Thema Kindesmussbrauch geäussert.

    • Sage ich ja!
      Ihnen gehen alle Qualifikationen für die Bundespolitik ab!

      Und zudem kaufen Sie sich ihre Montblancs für 500eur womöglich selbst! Absolut indiskutabel

    • Ich kann es mir im Vergleich zu so einem armen Schlucker, der durch Parteien nach oben kam, halt auch leisten.

    • Bitte keine Entschuldigungen!
      Text eingeben

    • Der Witz ist doch, die können sich's auch leisten,
      beim nächsten Etat werden die Bestände einfach weiter aufgestockt, auf Kosten der Steuerzahler. Das kurze mediale Geschrei kümmert doch niemanden, ist eingepreist hier wie anderswo auch. Bis die Schmerzgrenze des Steuerzahlers erreicht ist… die müssten vielleicht goldene Löffel klauen, CM allein hilft ja auch nicht mehr, ach nee, die machen einfach weiter.

      PS und OT: Fischer hat sich heute selbst übertroffen, ich bin aus dem Lachen nicht rausgekommen
      http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-08/rechtsbeugung-instanzen-und-hierarchien-fischer-im-recht/komplettansicht

    • Hihi. Den Mann müsste man erfinden!

  7. Beeindruckend, Respekt!
    Und dass Sie sich auch unter schwierigen Bedingungen nicht haben kahanisieren lassen, sichert Ihnen erst recht einen Ehrenplatz in der Allzeit-Ruhmeshalle verdienter Bayern, gleich neben Balthasar Riesenberger und Albrecht Ludwig Berblinger.

    Brecht übrigens, kein Bayer sondern ein Schwabe oder – noch schlimmer – vom Vater her ein Badenser, notierte auch die Einsicht: „Ja, mach nur einen Plan
    sei nur ein großes Licht
    und mach dann noch ’nen zweiten Plan
    gehn tun sie beide nicht“

    Aber das hat er wohl eher an seine Gastgeber und deren planwirtschaftlichen Pfusch in der DDR adressiert und nicht an radelnde Gmünder mit Drang nach Süden.

    Wie auch immer, die Pläne N°1 (in zwei Tagen über 4 Alpenpässe nach Meran) und N°2 (Aufgeben) haben Sie souverän abgehakt.
    Zu weiteren Plänen äußerte sich der einstige Tegernseer Hauslehrer nicht, aber er hätte sich über Ihre Leistung bestimmt gefreut: „Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.“

    Freuen Sie sich auf eine problemlose Rückfahrt mit Stahlumwerfer.
    Hier freuen sich alle auf das Schlussbulletin.

    • Das ist eine Erfahrung, die man immer macht: Die beste Planung hilft gar nichts gegen die harte Rechte und die lange Linke der Realität. Zudem nimmt sich der Berg ein paar Stunden Zeit, einem zu erklären, wie klein und unbedeutend das eigene Anliegen ist. Ich glaube, so etwas wie die Kahanestiftung kann nur passieren, weil sie zu selten einen Berg mit eigener Kraft bewältigen, und in der DDR gab es ja keine echten Brocken.

    • Der einzig echte Brocken
      Der lag bis zu ihrem Ende in der DDR. Hier muss ich Sie korrigieren, lieber Don.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Brocken

      Die bei klarem Wetter aus dem Schulbus oder bei Jagdausflügen mit meinem Vater aus dem freien Teil des nördlichen Harzvorlandes sichtbaren sowjetischen und Stasi-eigenen Abhöranlagen haben unsere Phantasie angeregt.

      Nie allerdings hätten wir damals als Nachwuchs des südostniedersächsischen Landvolks zu träumen gewagt, dass eines Tages Ex-Protagonisten dieser Freiheitsfeinde das Recht und die finanziellen Mittel bekommen würden, auch im Westen eine Sozialkontrolle 2.0 einzuführen.

      Der damalige Irrsinn wurde vor allem im Sommer bei Regenwetter im DDR-Fernsehen deutlich. Es regnete vor und hinter der Grenze. Aber nur im Osten ging der Kampf an der Erntefront vor laufender Kamera unvermindert weiter. Was den Cousin meiner Mutter, seines Zeichens LPG-Zwangsmitglied, beinahe in den Wahnsinn und für einige Monate in den Stasi-Knast trieb.

    • Wo ist ei´gentlich der Unterschied zwischen OST-TV und dem Willkommens-TV des letzten Jahres und wie da mit dem Volk umgegangen wurde?

    • Die ÖR konzedieren ja selbst, daß ihre Bildkonstruktion perse NICHTS mit der empirischen Realität
      tun hat, denn das hehere Ziel sei es, @das Volk zu beruhigen
      Nachzulesen in einer ARD Antwort auf einen Leserbrief so auf http://www.achgut.com/artikel/was_die_tagesschau_warum_verschweigt

      Insofern, Don, muß man als Bürger konzedieren, daß wir es heute besser haben als in der ddr (obwohl manche, die es erlebt haben, mir sagen, daß es noch skurriler sei)- immerhin leben wir im freien Westen. Eines Westen, der bald noch freier werden soll dank TTIP und TPP. Auch hier wird uns dankbarerweise der Subtext mitgeliefert in Originalverlautbarung des Friedensnobelträgers
      http://www.preussische-allgemeine.de/mobil/einzelansicht/artikel/zivile-ergaenzungen-der-streitkraefte.html

    • jajaja - Gewalt hilft, und des Dons Gewalt heißt Provokation!
      Wo der Unterschied zwischen Ost-TV und Willkommens-TV lag? Ich hab hier noch ein paar alte Zeitungen gefunden und war nachträglich begeistert vom Fernsehprogramm. Schöne Filme, Klassiker – Effi Briest, Schimmelreiter etc.pp. Ich kann Ihnen welche schicken, Sie … Sie … Schmock, Sie!

      Was die Berichterstattung über die sozialistische Produktion im übrigen von der Berichterstattung über die Willkommenskultur unterschied, so sollten Sie, mein Freund, das doch eigentlich wissen: Schließlich waren Sie ja das umschmeichelte Ziel beider Botschaften.

      Die Botschaft aus der DDR lautete: Seht her, wir kommen auch ohne Euch klar, wirtschaftlich und kulturell! Dazu habt ihr nicht geklatscht, sondern Euch bloß belustigt, weils ja vielleicht geschwindelt gewesen sein könnte.

      Die Botschaft der Willkommensrepublik lautete: Seht her, Ihr kommt einfach nicht ohne refugees klar; weder wirtschaftlich noch kulturell. Das hat Euch aber mehrheitlich nicht belustigt, dazu habt Ihr junge Dinger in Tops und heißen Höschen an die Bahnhöfe geschickt, zum standesgemäßen Welcomen. Also war´s ja vielleicht auch nicht gelogen?

      Mit Gewalt kann ich nämlich auch, geschätzter Don.

  8. Titel eingeben
    Was ist größer – die sportliche oder die literarische Leistung? Keine Frage : Das Wort siegt – wenn auch nur unter großem Schweiß.

  9. Gratulation
    Zu Ihrem Durchhaltevermögen und danke für die unterhaltsamen Berichte der letzten Tage.
    Da bekommt man direkt Lust verstärkt Rad zu fahren.

    • Das freut mich! Aber meiden Sie das Hochgebirge im Gewitter.

    • Titel eingeben
      Meines Erachtens haben Sie den dramatischen Gehalt der nächst Ihnen einschlagenden Entladungen als auch Ihres Decision-makings, das zu Ihrem Entrinnen führte, nur unzureichend erlöst. Unter Buchen wirst du fluchen, aber Eichen sollten reichen, so sie schon länger da sind. Nolens volens wurden Sie Entscheider Ihrer höchstpersönlichen Solution an der Nordrampe, die heldenhafte Fleischwerdung des Vorwärts-immer-rückwärts-nimmer. Seit 5.45 sieht selbst Wagenknecht keine Alternative mehr, das sei jetzt durchzuziehen. Diese sind die Stellen, wo ich verzweifelt die Paywall suche, hinter der auch ich von der exclusiven Hintergrundinfo profitiere: Wie gehen die Blitze um mich herum? Ist ein goldener Käfig Rätsels Lösung?

    • Hilfe durch Ablenkung
      Sehr gut, daß das Gewitter Ihnen nicht noch näher gekommen ist!
      Ich habe einige Jahre lang recht oft im Hochgebirge gearbeitet und die Gewitter dort kommen sehr schnell und verstehen keinerlei Spaß! Dafür ist ausnahmsweise ein Käfig eine feine Sache, so er denn aus Metall ist – es muß nicht unbedingt Gold sein.
      In einer alten „Cannes-Rolle“ gab es mal eine britische Bierwerbung, wo ein Radfahrer vom Blitz getroffen wird, nachher wieder aufsteht und verdutzt weiterfährt. Außerdem wird er überfahren, stürzt wegen eines reißenden Bremszuges ab – überlebt aber jedes Mal. Die letzte Szene zeigt den Sensenmann an der Bar mit einem Bier in der Hand und den Text: „…would you say No to another?“

    • Ich trinke keinen Alkohol.

      Was soll man da machen? Unten war es sonnig.

      Allerdings bin ich dann sehr schnell geradelt.

  10. Tapfer, meine Hochachtung
    Die Strecke bin ich, muss 1970 gewesen sein, hinter einem Nachbarn hergejagt, im Käfer. Bis Sterzing ging es ja, da wurde übernachtet, aber dann. Mutter hinten, Papa saß neben mir und trieb mich an, bloß nicht den Nachbarn zu verlieren, der wie eine gesengte Sau um die engsten Kurven fuhr. Uns sind Italiener entgegen gekommen, vor Schreck beide Arme gen Himmel gerichtet, der Mimik nach mindestens Mama mia brüllend und schon waren wir längst weiter.

    Der Nachbar brachte es dann fertig, mit Sonnenbrille und ohne Licht in einen natürlich nicht beleuchteten Tunnel zu knattern und eine satte Vollbremsung im Dunkeln hinzulegen. Und ich dicht dahinter… Ich hab im Auto gestanden, um den Wagen zum Stehen zu kriegen, hat geklappt, ich stand fast quer, aber ich stand, ohne dem Nachbarn die teure Karre zu lädieren. Und dann ging mein Vater mal eben nach vorne, Dampf ablassen.

    Mir war ja klar, warum der Nachbar solch eine Hektik und Eile beim Fahren hatte, pünktlich zum Mittagessen an der Pension in Riccione vorfahren, damit alle anderen Stammgäste sehen, der hat schon wieder ein neues Auto. Das Theater hatte ich das Jahr davor bei denen im Fond erlebt, sie hatten mich gnädigerweise mitgenommen und da waren wir zu früh, ich wurde eine Stunde durch Rimini kutschiert, bis es Zeit für den großen Auftritt in Riccione wurde.

    Dass die beiden auf der Rückfahrt wie die Ziegenböcke gestunken haben und natürlich kein Fenster aufmachten, das zieht ja, werde ich mein Lebtag nicht vergessen. Der Rat nach dem ersten Tag am Strand war, sich bloß nicht mit Seife zu waschen, sonst ginge die Bräune weg… Und wir zuhause wunderten uns immer, wieso die so lange so eine tolle Farbe hatten.

    Die Rückfahrt machten wir dann allein, nachts um halb 1 gestartet und durchgefahren, ich mit Sonnenstich, alle 10 Minuten Pullover an, Pullover aus und nach gut dreiviertel Strecke soweit erholt, dass ich meinen Vater vom Fahren erlösen konnte.

    Soweit meine Erinerungen an alte Brennerstraße, Jaufenpass usw., was damals straßenzustandsmäßig noch ganz anders aussah.

    • Am Jaufenpass hat sich wenig geändert. Den unbeleuchteten Tunnel mit der 90-Grad-Kurve im unteren Viertel gibt es immer noch, und er ist voller Schrammen. aber wer sich darin verbremst, fährt danach vorsichtoger,

    • Den Jaufenpass habe ich nur das eine Mal erlebt
      mein Mann klapperte Richtung Südtirol oder Elba und retour alle anderen ab und mindestens 3x den Julier, um mir oben zu sagen, da ist der Piz Palü??? Wie, wo, wenn die Simon kam, war da kein Piz und kein Palü, auch kein Harry Piel, da war Schnee, Nebel, keine Sicht.

      Von Elba kommend konnte man vorher Wetten abschließen, dass spätestens bei meinem Nahen Scheißwetter mit Schnee und Regen einsetzt, weit vor Chiasso sahen wir dann schon die dustere Unwetterfront.

      Oder samstags von Canazei Richtung Kaprun, da unten ist Cortina, kannst mir viel erzählen, es sah ringsum aus wie zu Weihnachten, Kaprun Affenhitze und Gemsen im Wald, Montag weiter zur Bachlalm oberhalb von Filzmoos, Dienstag bis Freitag eingeschneit, um dann in einer vom Wirt mit dem Traktor gezogenen Spur heimzufahren. Ab Filzmoos brüllende Hitze bis Düsseldorf.

      Die Simon und die Berge, das wird in diesem Leben keine große Liebe mehr, wenn mir Serpentinenfahren auch ein Riesenspaß ist.

    • Es gibt tatsächlich so unglücksvögel, die ziehen das schlechte Wetter nur so an.

  11. Herrlich....
    Wunderbar zu lesen während draussen der Taifun tobt, was jegliches Radfahren verbietet.

    Nur bei den Bildern des bepackten Alt-Rades und der Abschätzung wie hoch über der Fahrbahn da wohl der Schwerpunkt liegen müsse, da wird mir sogar am Schreibtisch stehend mulmig.
    Aber dann bin ich froh sowieso schon zu alt zu sein um in Versuchung zu kommen, die Route nachzufahren und schau statt dessen lieber nach, ob der Pizzateig schon hoch genug gegangen ist.

    • Der grösste Schwerpunkt liegt in meinem Bauch. Dagegen ist alles andere bedeutungslos.

    • Der Bauch ist das Zentrum der Aktion
      exzentrische und zentrische Massen

      Nun, Sie habe es ja geschaft.
      Mit zunehmendem Alter werde ich immer sensibler für nicht ganz stimmige Gewichte am Rad.
      Frühernbin ich auch mit einer Acht gefahren. Heute zücke ich sofort den Nippelschlüssel

    • Mir ist es unangenehm, wenn etwas nicht funktioniert aber so war es schon immer. Ich bn da erstaunlich pingelig. An die andere Gewichtsverteilung habe ich mich aber gewöhnt.

    • Wieso, TDV?
      Die Packstücke auf dem Gepäckträger holen den Gesamtschwerpunkt des Ensembles doch eher runter in Richtung Straße. Wenn ich Daten hätte könnte ich Ihnen das beweisen. Wie schon gesagt, erinnert an einen schweizerischen Gebirgsinfanteristen auf Velo. Weil doch Don die Beschaffung einer Schrotflinte in Erwägung zog, fehlt also nur noch das Gewehrfutteral. Die Pässe sollen, so sagt man, in letzter Zeit immer unsicherer werden. Woran das liegen könnte, darin ist sich die Wissenschaft noch nicht einig.

    • @Deja....
      Ich werds mal physikalisch neu durchdenken. Da ich den Bauch bei meiner Kalkulation völlig vergessen hatte (Freudsche Fehlleistung?), kam ich zudem Schluss das Gepäck würde den Schwerpunkt des Gesamtgefährtes noch weiter oben verlagern.

      Oder ich werd mal die Merkel fragen, die ist ja (Festkörper?-)Physikerin

  12. Tolle sportliche Leistung, werter Don :-)
    PS: Die Silikonfuge am Badewannenrand sieht mir nicht sehr vertrauenserweckend aus ;-)

    • Das sind die dinge, auf die man gar nicht mehr achtet, wenn man so etwas macht.

    • Zu schnelle Kommentare
      Was bedeutet es eigentlich, wenn man hier einen kleinen Antwort-Kommentar schreibt, ihn absendet und dann die lapidare Meldung bekommt:

      „Du schreibst die Kommentare zu schnell. Bitte etwas langsamer.“

      Danach ist der Kommentar (offenbar) futsch und nicht mehr wiederhol- bar – und da das System ja gar nicht wissen kann, wie „schnell“ ich geschrieben habe (es war der erste und einzige, eher langsam eingegebene Kommentar, vor diesem), erübrigt sich ein zweiter Versuch. Irgendwie etwas unfreundlich von der Engine, da man auch gar nicht weiss, wie man das vermeidet. Hört sich außerdem nicht ganz Ernst gemeint an, ist das erste Forum, das ich kenne, das zurückmeldet, man hätte einen Kommentar zu schnell geschrieben..

    • Silikonfugen von Duschen, in der Tat,
      sollte man auf den ins Netz gestellte Bildern oder in den Katalogen kritisch prüfen. In der Gemeinschaft mit schimmeligen Silikonfugen tauchen meistens auch überraschend stark abgenutzte Sperrmüllmöbel mit schief hängenden Türen ohne Griffe, fleckigen Polstern, Spülen, die das Wasser nicht halten, Raumbeleuchtungen mit 15-Watt-Glühbirnen und Lattenrosten, die unter den 60 Kilos der Ehefrau* wegschnalzen auf. Die Amareno-Kirsche ist dann das „biologische Klo“, in das nicht zu viel Papier und schon gar keine Feuchttücher dürfen. Umfallen kann man darin nicht und unbelüftet natürlich. Für eine Ferienwohnung für angeblich 6 Personen.
      .
      Gibt es nicht? Nach unseren Erfahrungen in der Camargue in 2015 schaue ich mir Silikonfugen immer ganz genau an, nachdem ich die auf dem Foto gut Sichtbare nonchalant negiert hatte.
      .
      Die „Bewertungen“-alle super.

  13. So, what we'll be calling on is good ol' fashion blunt force trauma
    Sorry, bin etwas irritiert.
    Ist das jetzt eine Bewerbung für das Merkel Wahlkampfteam 2017, im Sinne von „Wir schaffen das“?
    Oder ist das eine Parabel auf den Kampf gegen den Überwachungsstaat?
    Oder einfach nur eine bemerkenswerte Fingerübung für einen anstehenden Wechsel ins Schriftstellergewerbe.

    Wie auch immer, es ist definitiv hatespeech des weißen Mannes.
    Gegen alle „Umwerfer“ dieser Welt, die der weiße Mann unter seinem Gesäß dienen lässt bis sie zerbrechen, um dann den Leichnam wüst zu beschimpfen und dies als Anlass zu nehmen, der Gewalt des weißen Mannes grundlegend Legitimation und Heiligsprechung zukommen zu lassen, nicht ohne en passant noch den Klassiker der hatespeech des weißen Mannes, die Zurschaustellung des Auto-fahrerischen Unvermögens Nicht-männlicher Personen, darzubieten.

    Wie in den guten alten Zeiten….

    • Das war einfach das Gefühl. dass da vorne eine ignorante, mittelalte Frau sitzt, heillos überfordert von den Kurven, und die als einzige Antwort Vollgas auf der Geraden kannte, ohne Rücksicht auf andere. Und dass ich vorbei muss, wenn ich das überstehen will. Es gibt so eine maximale Rücksichtslosigkeit mit minimalem Aufwand, also bin ich vorbei.

    • Immerhin...
      … schreibt der Don noch vom Umwerfer, nicht von der Umwerferin….

    • That's what I love about these high school girls, man. I get older, they stay the same age.
      „mittelalteFrau“?

      Warum erwähnen Sie das Alter der Frau? Hätte „Frau“ als hatespeech nicht ausgereicht? Mussten Sie noch das Alter erwähnen? ist das Alter hier irgendwie relevant? Hat jemand danach gefragt?
      Nein, aber sie mussten es bringen, in dem Wissen, dass „mittelalte“ in Verbindung mit Frau immer negativ belegt ist, da der positive Konnoationsbreich für Frauenalter unbestritten bei 16-32 liegt.
      Folglich diskriminieren sie die von ihnen im Verkehr bedrängte Person nicht nur wegen seinem Geschlechts und mangelnder Leistungsfähigkeit, sondern auch wegen seinem Alter.
      Das ist nicht nur unhöflich im klassischen Sinne, sondern eindeutig hatespeech.
      Sie sollten bitte mal verstehen, dass nicht alle Menschen alte weiße Männer sein können. Es muss auch andere Menschen geben. Was Ihnen aber nicht das Recht gibt, diesen Defekt in der Kommunikation zu veröffentlichen.

      Bitte um Mäßigung!

    • Ich habe selbst kein Problem damit, mich als alten, weissen Mann zu bezeichnen. Mittelalt ist deutlich jünger als ich.

    • Mittelalt ist deutlich jünger als ich .... und (Nord?)Hessin ...
      …. daher wohl auch die Überforderung am Volant auf der Passstrasse.

    • Manche können einfach n9cht Kurven fahren. Das ist halt so, Sie können sich nicht in Kurven fallen lassen und sich ihnen hingeben.

    • .. und Drei macht Neune ! Ich mach' mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt ....
      Kurven? Wollen Sie jetzt Frauen auf Kurven reduzieren? Was soll das? Leben Sie noch im Mittelalter? Frauen sind viel mehr als nur Kurven, insbesondere die moderne Fitness-GNTM-candidate Frau ist auch gerne einmal Gerade.
      Das nennt man Emanzipation, d.h. die Frau ist nicht mehr Objekt des Mannes. Sie hat sich emanzipiert und kann jetzt auch Objekt der Konsumgesellschaft sein. Denn Frauen sind stark. Sie müssen sich nicht mehr fallenlassen. Sie können Kurven solange gerade denken, bis sie ohne zu lenken hindurchschleichen.
      Frauenpower eben: Die Gewalt der Natur ignorieren. Grenzen außer Kraft setzen, Kurven begradigen, …sie schaffen das.

      Bitte in Zukunft beachten!

    • also - jetzt ist auch schon alles egal
      @ Goodnight & Don

      Männer unter sich! Der eine weist hocherfreut auf die Tatsache hin, dass Frauen, deren körperliche Reize verblassen, eben nicht mehr so recht konkurrenzfähig sind. Ich dank auch schön für den überflüssigen Hinweis und wünsche viel Spaß http://www.clipfish.de/musikvideos/video/1631499/britney-spears-baby- one-more-time/ (vielleicht sollten Sie vor dem Klicken Ihren Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens konsultieren).

      Und der andere nutzt die Vorlage, um nach Komplimenten zu fischen … alt, heul, jammer … der Teufel ist alt, Don Alphonso!

      Also bitteschön – Sie sehen höchst knackig aus, das war wohl auch Sinn und Zweck des Selfies (in dieser Kleidung).

      Gewaltig genug?

  14. Die Auffahrt zum Jaufenpass (5.Bild von unten)
    ist für mich ein echtes Sehnsuchtsbild und wenn all die Straßen in den Alpen, die man als Radfahrer mit Gepäck fahren kann, noch so Auto -frei wie auf Ihren Bildern sind, fahre jch doch wieder durch die Alpen (trotz des Hypes, den transalpin hyper Ausgestattete auf Fahrrädern inzwischen dort veranstalten werde ich mich über jeden bepackten Fernreisenden Kollegen freuen und die Mücken ignorieren).

    Vor ein paar Jahren standen wir an einem Andenpass (abra del Acay) auf 5000m Höhe mit Blick ins Altiplano (4000m) hinab-Kokablätter kauend gg. die evtl.Höhenkrankheit, mit dem Auto allerdings. Damals dachte ich, so hoch komme ich nie wieder. Jetzt denke ich, vllt. doch irgendwann. Dann mit dem Fahrrad. Aber sicher OHNE Gewalt! Nicht , weil ich so friedliebend wäre, sondern weil es ist einfaxh zu weit ins nächste Krankenhaus ist und die Argentinischen Kollegen und ich haben schon unerfreulichen Kontakt gehabt nachdem ich mir in Südpatagonien bei einem Überrollmanöver den Oberarmschaft mehrfach gebrochen habe. Sowas muß man nicht auffrischen.

    • Ich möchte irgendwann das Stilfser Joch fahren, aber das reicht mir dann auch. Mehr muss einfach nicht sein, und ohne Genuss und torte macht es mir keinen Spass. Eigentlich bin ich ja faul und gern schlaff. Nur eben manchmal…

    • und wie ist es mit dem Autoverkehr auf den Straßen, die Sie in den Alpen fahren?
      Und wie finden Sie die unbefahrenen Straßen heraus?

    • Die Ellbögenstrecke fährt keiner, der Kurven nicht wirklich liebt, und der Jaufenpass ist eigentlich wenig befahren, weil die Südrampe kein Spass ist, sondern auch im auto harte Arbeit. Die meisten fahren einfach Autobahn.

  15. Werter Don, vielen Dank für die Fortsetzung mit diesem schönen Text ....
    …. und natürlich herzlichen Glückwunsch zur Bewältigung Ihrer TMT Herausforderung.
    .
    Wenn mir der vordere Umwerfer bricht/versagt, ess ich ein Eis am Stiel und helf mir ebenfalls mit dem kleinen Steckerl.

    • So in der Art kann man das tatsächlch machen – nur mag ich kein Eis. vielleicht sollte ich eine Partnerin mitnehmen.

  16. Respekt
    Den Achenpass würde ich mir noch zutrauen. Aber ich schätze, den zählts du gar nicht mit, wenn du von vier Pässen schreibst?

    • Doch . man muss nehmen, was man kriegen kann. Und ganz ohne ist der auch nicht, wenn man zum Achensee weiter fährt.

  17. Mit Gewalt und Spucke
    Ultra Posse Nemo obligatur- aber Sie können es einfach!

  18. Titel eingeben
    Ignorante Autofahrer auf der Abfahrt sind die Höchststrafe. Was diese Intelligenzlegastheniker nicht verstehen ist daß beim Fahrrad bei Dauerbremsung irgendwann die Schläuche platzen.
    Nebenbei, die Nockalmstraße ist sehr schön und gut fahrbar.

    • Die besagte Dame war auf sich fixiert und hatte überhaupt kein Verständnis, was sie da tut. Der Jaufenpass ist ein Hochamt der alpenpässe, und wer da ins Lenkrad verkrampft runterzockelt, hat einfach nicht die nötige Würde, dort zu fahren.

  19. „Dann bin ich oben.“
    Ich muss das einfach schreiben:

    Lieber Don, Sie sind eine echte Sau.

  20. Zinkdruckguss
    mit aufgedrucktem Fake-carbon look? Oder täuschen mich meine Augen da? Sowas ist schon fast kriminell.

  21. Titel eingeben
    starke Leistung, sehen uns bei der eroica.
    welche strecke?

  22. Sie haben, so scheint mir, zuviel Feinde
    Als Radler die Autofahrer. Gut. Das lässt sich, obwohl es natürlich auch falsch ist, noch verstehen. Denn kaum ein Autofahrer kennt diese Urteile.
    OLG Hamm:
    „Ein Autofahrer hat beim Überholen eines Radlers mindestens 1,5 Meter Seitenabstand zu halten. Ein Autofahrer hatte einen Radfahrer verklagt, weil dieser beim Überholtwerden einen Schlenker gemacht hatte und der Autofahrer deshalb in den Straßengraben gefahren ist. Bei einer Geschwindigkeit von 90 km/h hätte er sogar zwei Meter Abstand halten müssen (OLG Hamm, Az. 9 U 66/92).“

    OLG Frankfurt/Main:
    „Bei Steigungen ist mit größeren Schwankungen von Radfahrern zu rechnen. Deshalb ist an Steigungen beim Überholen ein Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten (OLG Frankfurt/Main, Az. 2 Sa 478/80)“

    Aber das ist wie immer die Theorie! Andererseits haben wir in D 65 Mill. Autos mit ihren ungeübten, rücksichtslosen Lenkern sowie (siehe obige sehr richtigen gerichtlichen Anmerkungen) deren Unkenntnis.

    Aber nun also auch noch die Kahane-Stiftung, die Rechten, die Linken, die überladenen Kombis, die etwas ungeübte Frau am Autolenkrad, die Billigräder… Da kommt so einiges zusammen. Warum?

    Dabei hat doch alles seine Richtigkeit:Der Regen, das Gewitter, die Kurven, die Steigungen, das brechende Material (Die unperfekte Silikonfuge der Badewanne, die selbst jedem Hobby-Installateur die Schamröte ins Gesicht treiben würde, nehmen Sie erstaunlicherweise gelassen hin.), der Gegenwind, der Rückenwind. Alles so, wie es ist, weil es so sein soll. Manche behaupten ja sehr ausdauernd, ER habe das alles so eingerichtet. Wo wäre das Falsche?

    Auch für den Spruch des Tages gilt das Gegenteil:

    Die Arbeitslosigkeit ist eine Last,
    dank dem Herrgott, dass du sie hast.

    Aber das ist für viele ein zu weiter Weg.

    • Da könnte ich jeden Tag Dutzende anzeigen.

    • Ich ebenso
      Wie sieht’s mit Selbstanzeigen aus? SLK und so weiter?

    • Werter Paul, da ich oft selbst Radel auf Passstrassen fahre ...
      …. überhole ich jeden Radler auch im 1/4 tausend PS Sportwagen langsam, mit grösstmöglichem Seitenabstand und auf Passstrassen immer mit Respekt, den ich manchmal durch ein kleines sehr kurzes aufmunterndes Hupkonzert nach dem vorsichtigen Überholen dem am Pass schnaufenden Radler zolle, während ich kurz sehr langsam -den Seitenabstand wahrend- vor ihm oder ihr herfahre.
      .
      Gelingt mal besser und mal schlechter (die Hupsinfonie), ist aber zumindest immer gut gemeint und wird von den Radlern auch so verstanden. Kein Grund zur Selbstsanzeige also …

    • Italiener hängen sich dabei auch aus dem Fenster und rufen „Forza!“.

    • 1,5 m Seitenabstand bedeuten praktisch ein Überholverbot bei Gegenverkehr
      und an unübersichtlichen Stellen. Denke, da muss gar nicht weiter drüber geredet werden. Das Lenkrad vorm Bauch und die PS unterm rechten Fuß verändern noch eines jeden Menschen Verhalten.

      Vielleicht ist das Verhalten der Autofahrer auf den Freizeitsportlerpassstraßen ein anderes. Ich für meinen Teil hocke seit über 50 Jahren zu 80% im Alltag auf dem Rad und habe so meine Erfahrungen. Dass ich noch lebe, ist zu 99% ganz gewiss nicht das Verdienst rücksichtsvoller Autofahrer. Bestünde ich auf meinen Verkehrsteilnehmerrechten, so kämen täglich mehrere Gelegenheiten zusammen, mich schwer verletzen zu lassen oder gleich ganz den Löffel abzugeben.

      Berge, Regen, Wind und Schnee schrecken mich nicht, mich schrecken rücksichtslose Autofahrer. Und so manche Ergebnisse schier unfassbarer Verkehrsplanungen.

      Das Beste an jeder Radtour war und bleibt das erste Bier am Ziel.

    • Es ist, das muss man klar sagen, auf den 220 km nach Meran viel weniger passiert als einmal durch die Stadt.

  23. Titel eingeben
    Lieber Don, Glückwunsch zu einer wirklich guten Leistung, sportlich und literarisch! Nach 40 Jahren Radsport kann ich wahrscheinlich beurteilen, was Sie da auf einem sicherlich suboptimalen Rad geleistet haben. Pässe fahren immer gerne, aber nicht mit Gepäck… Das mag ich nicht.
    Vielleicht begegnet man sich ja mal am Stelvio, würde mich freuen.

  24. Danke für die Tortour
    Lieber Don,

    seit geraumer Zeit bewundere ich Ihre Ausführungen zu Irrungen und Wirrungen und die Schilderungen Ihrer Schinderei auf zwei Rädern.

    Toll, wie sie die Situation mit der maximal ignoranten Hessin gelöst haben…

    Ain´t got no gun
    Ain´t got no knive
    Don´t you start no fight

    Weiter so – wir warten gespannt auf den nächsten Teil

  25. Meinen Glückwunsch.
    Gut ausgedacht, excellent durchgezogen.
    Mein liebster Satz:
    Vor 10 Jahren erschien es mir unmöglich, ihn zu bewältigen.

    Ich weiss nicht wie alt Sie sind, aber ich schätze, etwa 10 Jahre
    älter als ich. Das macht mir Hoffnung für die eigene
    Leistungsfähigkeit.
    Wenn man dranbleibt.

    Sie Hessenschreck :D

  26. Der/die hot an derene Gwolt....
    …bedeutet hier im Dialekt, dass er/sie sehr stur das Ziel verfolgt und auch hart zu sich selbst ist.Wie Sie, werter Don. Damit haben wir die hochdeutsche Gewalt schon mal definiert.Der ischt gwolttätig hat da eine ganz andere Bedeutung.

    Vielen Dank fürs Mitnehmen in Wort und Bild.Übertreiben Sie es bitte nicht.
    Handeln Sie nicht nach auch so einem bizarren Spruch, wie den von Ihnen fotografierten:

    Sage nie, das kann ich nicht.
    Alles kannst du, will’s die Pflicht.

    Höchstens beim Überholen…

  27. weniger ist eben doch mehr
    Geehrter Don, chapeau! Die Hessin muß ne Offebacherin sei. Nur die können das.
    Ich sags ja, mit dem MTB hat man diesen Auto-Ärger nicht, nur den mit Wanderern, womöglich. Dauert nur etwas länger.
    und man braucht eben auch kein Hi-Tech für sowas. Ich empfehle ausschließlich Kevlar-Kettenschmiere. Schmiert zwar kaum, dafür bleiben bei Umwerferbruch die Finger sauber:-). By the way: dieser Alu-Umwerfer im Kevlar-Design kommt mir vor wie die Produkte der Finanzoptimierer.

  28. Wieder ein Wunder:
    http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/salafisten-in-europa-ziel-islamistische-herrschaft-ld.113643
    So einen Text wird keine deutsche Zeitung zu drucken wagen. Wie machen die Schweitzer das nur? Aufrecht, ehrlich, mutig. Journalismus, wie er hier – aus lauter Angst – längst ausgestorben ist.

    • Schiller
      Ja, wohin ist das alles,wohin? Wenn man bedenkt, dass ein Deutscher den Freiheitskämpfer Wilhelm Tell ersann und das Drama in die Zentralschweiz versetzte.🏹


    • Vielen Dank für den Link. Ja, Dschihadismus bedeutet ja auch die Eroberung der Ungläubigen, die letztendlich entweder sterben oder sich konvertieren müssen. Dieser Ansatz wird hierzulande unterschätzt oder bagatellisiert.

      Dass diese Lehre sich krakenartig verbreiten konnte, beruht auf der Gründung von Koranschulen selbst in bisher moderaten Ländern, in welchen schon Kinder in der Lehre des Hasses gegenüber Ungläubigen unterrichtet werden, auch Mädchen. In den 90er Jahren sind diese Schulen in Nordafrika und Ägypten wie Pilze aus dem Boden geschossen. Auch in Deutschland verbreitet sich diese Ideologie durch den Salafismus. https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Immer-mehr-Salafisten-in-Hamburg-erfasst,salafismus154.html

      Was für mich problematisch darstellt, ist nicht nur die direkte Finanzierung der Koranschulen und Moscheen, sondern generell die enorme finanzielle Potenz jener Länder. Inwieweit haben dortige milliardenschwere, führende Familien in die westlichen Medien investiert? Inwieweit üben sie ihren Einfluss durch Lobbyismus aus?

      Manchmal habe ich den Eindruck, dass manche Journalisten und Po-litiker wie gehirngewaschen sind. Am Anfang der Willkommensprozedur wirkte der Auftritt mancher der Befürworter in den damaligen Talkshows irgendwie beinahe schon fanatisch. Es ist ein Rätsel für mich, wie solch eine Verblendung zustande kommen kann.

    • PARALLELSCHALTUNG ODER IST SWR1 EINE AUSSENSTELLE DER VILLA REITZENSTEIN ???
      nun, in der Schweiz fahren auch die züge sehr pünktlich (die dummen entschuldigungen der DB sind wirklich einfältig), der tunnel in den süden wurde pünktlich und im budget fertig (was ist mit BER oder Elbphilharmonie oder S21 ?) und es gibt eine noch nicht parallelgeschaltete presse…………

      nachteil: laut schweizer medien finden die ExPats die schweizer unfreundlich, nun gut, das kann vorkommen.

      ABER: hat schon mal jemand die schweizer gefragt, wie freundlich die ExPats sind ?

      szene beim bäcker, samstagnachmittag: schnittiger X3-fahrer, modisch im sakko und mit moderner brille, smart, finanzberater, investmentbanker oder managementberater, deutscher dialekt beim anblick des relativ leeren brotregals:

      „die auswahl ist aber heute sehr bescheiden!“

      verkäuferin:

      „wir haben eigentlich seit 30 minuten auch schon geschlossen, da feierabend am späten samstagnachmittag, ich habe offengelassen, da ich sie kommen sah“

  29. gute rückfahrt...
    meinen respekt. den datschi daheim nicht vergessen, wenns mal Haken sollte…

  30. In den Spruch hat sich jedoch ein
    Klitzekleinesaberentscheidendesfehlerleinichenle eingeschlichen – ein s fehlt:

    „…dass du sie hasst.“

    muss es natürlich heißen – soviel hatespeech muss einfach sein dürfen!!!

    Denn was mache ich, wenn ich Arbeit übertragen bekommen habe? Ich erledige sie nach Möglickeit stantepedesubito – geht ohne Abgrundtiefenhass überhaupt nicht.

    Was nämlich steht im Synonymwörterbuch ( http://wortschatz.uni-leipzig.de/ ) unter erledigen? Eben, eben:

    ausrotten

    ermorden

    metzeln

    töten

    vernichten

  31. Respekt!
    Respekt! werter Don Alphonso, aber wie haben Sie die Kette aus dem Umwerfer gekriegt? Oder gehört ein Kettennietendrücker zu Ihrem Minimalistenwerkzeug?

    • Lieber Johann B., das geht auch ohne Werkzeug.
      Da gibt’s so einen uralten Trick, wie man einen festen, geschlossenen Ring (hier der Umwerfer) in ein bewegliches, geschlossenes Band (hier die Kette) hineinbekommt und den Ring dann auch wieder herausbekommt.

  32. Lieber WellDuringTrance, zu Ihrem Kommentar
    ( http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/08/29/tmt-jedes-problem-laesst-sich-mit-gewalt-loesen-6749/#comment-133573 ):

    Mit „Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.“ wird man hier hin und wieder mal auf die Ironieschippe (ist halt vorrangig ein Ironieweblog!) genommen.

    Verfassen Sie Ihre Kommentare doch einfach außerhalb – beispielsweise auf http://charcounter.com , dann bleibt er dort erstmal vorhanden – und kopieren ihn dann hierher…

    • Titel eingeben
      Charcounter: Danke für den Tipp; die ‚mach mal langsam‘-Macke ist manchmal schon recht lästig. Ich vermute, nicht der Schreiber ist zu schnell, sondern der Empfänger ist zu langsam resp. überlastet.

  33. Den Tapferen gehört die Welt
    Herzlichen Glückwunsch – tolle Leistung.
    Wer den Jaufenpass kennt, weiß wie das Wetter urplötzlich umschlagen kann. Mein Mann fuhren vor drei Jahren bei gutem Wetter hinauf – mit dem Auto – kurz vor dem Jaufenhaus plötzlich einsetzender Schneefall. Dazu Nebel, Sicht nur noch ein paar Meter. Das Haus war geschlossen und wir blieben in einer Schneewehe stecken. Unser Retter war ein Schneepflugfahrer, der uns ohne viel Worte beim Rausschieben half. Die Abfahrt gestaltete sich abenteuerlich: ich lief vor dem Auto zu Fuß her, um die Kurvenführung zu erkunden und mein Mann fuhr im Schneckentempo hinterher. Bei 1200 m Höhe war der Spuk so schnell vorbei, wie er gekommen war.
    Don Alphonso – gute Heimfahrt!

  34. Feine Leistung
    Hut ab, mit Gepäck den Jaufenpass hinaufzufahren. Schön ist aber, dass vor dem Ötztaler Radmarathon die Straßen in der Gegend zuweilen etwas ausgebessert werden – in diesem Jahr aber leider nur Teile der Jaufenpassabfahrt.

    PS: Den Ötztaler hat dieses Jahr ein 48-Jähriger gewonnen – vielleicht ein Ansporn für den Autor, ihn nächstes Jahr selbst mitzufahren?

  35. Frise
    Hallo Don,
    schicke Willy-Brandt-Gedächtnis-Frisur.
    Gruß
    Ein treuer Leser

  36. Noch ein klitzekleiner Hinweis zu Tiger = Leopard
    https://stuetzendergesellschaft.wordpress.com/2014/01/12/611/#comment-21687

  37. doch!
    Leider, Don,
    gibt es doch ein Problem, das nicht mit Gewalt zu lösen ist…

    … unsere Kommunalwahl in wenigen Tagen)

    Sie haben es verdient, dieses Problem nicht zu haben!

    So gesehen hilft Gewalt dann doch:)

  38. Jedes Problem lässt sich mit Gewalt lösen-oder mit Verordnungen
    Oh Gott, beim betrachten der (nicht schimmeligen) Siliconfuge, vermutlich unfachmännisch ausgeführt von einem dieser Kos******aner, die angeblich „alles mache, alles kenne, Scheffe aba brauche Vorschuß“ fällt mein Blick auf die sattorangefarbenen Kacheln. Hmm, glasierte Keramikware der Sechziger! Der ehemalige Strahlenschutzbeauftragte wird da hellwach. Uranfarben, gerne genutzt wegen der leuchtenden Farbwirkung für Gebrauchskeramik, ornamentalen Fayencen und Majoliken um die Farben. Ja, auch in Deutschland und zwar bei ganz renommierten Keramikherstellern, auch die mit dem „V“ und der französischen Deutschenbeschimpfung hinten.
    .
    Mit 10-20 % Uran lassen sich schönste, leuchtend rote, warm orangefarbene, zitronengelbe, hell und dunkelbraune, tiefschwarze, ja auch grüne Glasuren herstellen.
    .
    In D per Ordre de Strahlenschutzverordnung längst verboten.
    .
    Jetzt wird´s technisch: Gelbe und grüne Uranfarben sind wegen ihrer kräftigen Fluoreszenz im Ultraviolett-Anteil des Sonnenlichtes sehr beliebt. Der Urangehalt beträgt 0,1-1,2 Gewichtsprozent Uran. 0,1 % entspricht 12,3 Bq U-238 pro g Glasmasse. Trotz scheinbar hoher „spezifischer Aktivität“ (im Sinne der Strahlenschutzverordnung sind glasierte Uranfarben völlig ungefährlich, die industrielle Produktion heute aber verboten, um die herstellenden Arbeiter zu schützen (Inkorporationsgefahr).
    .
    Wer von Dons Truppe, die sich hier tummelt neben Robot-Rasenmäher, Hightech-Grill, diversen Kettensägen und hydraulischen Holzspaltern auch noch zufällig ein Dosisleistungsmessgerät in der Garage (oder besser im neu angedachten ABC-Schutzkeller mit 10-Tagesvorrat) vorhält kann durchaus an solchen Platten 13-17x zehnhochdrei Impulse (Zerfälle) als Nachweis der Radioaktivität feststellen.
    .
    Nun macht Euch aber mal bitte nicht in die Hosen, dem Don wird durch die Strahlenkacheln im „historischen Gasthaus“ weder Unfruchtbarkeit noch ein baldiger Strahlentod drohen. Er sollte auch jetzt wegen der blöden Kacheln auch seine Wirtsleut´ nicht in Unruhe versetzen.
    .
    Und Ihr, ja Ihr geschmackvolles orangefarbiges Hunderl auf dem schwarzen Aschenbecher, damals noch auf DDR-Besuch als Souvenir aus Dresden mitgebracht, könnt Ihr auch behalten.

    • uranfarben und uranglas: STRAHLENTOD
      lieber freund DeJa………ja, dieses uranfarben und das uranglas bringen uns alle um………….

      beim verdammenwerten kernkraftwerk in ihrer nähe wollte vor jahren eine sehr hochgestellte und mit mir beruflich verbundene person seine kachel- und glassammlung in der vitrine im werk mit zugekauften exonaten aus dem osten auffrischen, scheiterte aber zunächst in den ersten anläufen an den hochempfindlichen messintrumenten am werkstor. aber so war ich letztendlich mehrer stunde dieser tödlichen strahlung im arbeitszimmer ausgesetzt. sicher eine der ursachen, warum ich nicht so viele kinder wie Bob Marley habe !

      wir sehen, das böse ist nicht immer und überall ! im steinbruch geht die radioaktivität weder ein noch aus !

  39. Déjà-vu
    Hallo Don, erstaunliche Parallele zu meinem kleinen „Ötztaler“ (ohne Timmelsjoch) voriges Jahr aus dem Ötztal über Kühtai, Brenner und Jaufenpass nach Meran. Auch da war schönstes Sommerwetter , aber nur bis zum Jaufenpass, dann kam (wie immer hier?) der kalte Regen. Hinter dem Brenner ging zudem mein linker Brems-/Schaltgriff kaputt (hatte ich in 35 Jahren so noch nie), Umwerfer war blockiert. Hab dann mit Einstellung der Schaltzugspannung am Kettenwerfer aufs mittlere Blatt (39er) gestellt und bin damit den Jaufen sowohl hoch als auch runter. Kettenwerfer abbauen und „Handschaltung“ wäre aber im Nachhinein auch eine gute Option gewesen ;-)
    https://www.strava.com/activities/615407045

  40. Herrlisch
    Lieber Don, ich bin neidisch. Die Strecke ist traumhaft. Aus meiner Sicht kann man die gesamte Strecke auf dem kleinen Kettenblatt fahren.

  41. Den Haien entrann ich...
    Den Haien entrann ich, den Tiger erlegte ich,
    aufgefressen wurde ich von den Wanzen.

    Den Tigern entrann ich, den Hai erledigte ich… wäre ggf besser gewesen da man Haien nicht davonrennen kann. Aber auch das hätte ich dem Mann nicht geglaubt. Dieser überschätze Plagiator: zB der kaukasische Kreidekreis…Dazu lässt er das Kind in einen Kreidekreis stellen und ordnet an, beide Frauen sollten gleichzeitig versuchen, das Kind zu sich aus dem Kreis herauszuziehen (denn es heiße „die wahre Mutter wird die Kraft haben, ihr Kind aus dem Kreis zu reißen“). – Das Original ist aus dem AT in dem angedroht wird ein Kind mit dem Schwert zu zerteilen.

    Sehr geehrter Herr Don Alphonso. Ich bin mir sicher das sie auch Zitate von anderen Autoren kennen. Muss es wirklich Brech(t) sein?

    PS Seinen sie der Hessin nicht böse, muss sie doch unter einer schwarz-grünen Regierung leben, ggf erklärt das ihre suboptimale Fahrweise.
    — Sie haben doch die Fähigkeit unwissende nicht in ihrem bedauernswerten Zustand zu belassen: Ich denke sie hätten sie bei Gelegenheit klüger machen können. ggf liest sie aber ihre Zeilen. Ein persönliches Gespräch kann das aber nicht ersetzen ;-)

    • Lieber Herr Keller, das war schon richtig - entrann hätte sonst entrannte lauten müssen.
      entrann kommt von entrinnen, Rinne hat was mit Fließen und Wasser zu tun, durch Meeresrinnen sind sicher schon etliche Beuteleben den Haien entronnen…

    • laufend entrinnen
      Danke für den Hinweis Frau(ke) Amgelin. Ich denke trotzdem das Brecht in diesem Fall auch gelogen hat. Die Erfahrung von Wanzen gebissen worden zu sein glaube ich ihm so das er dann „nur“ zu 2/3 falsche Aussagen machte. PS Ob in es in diesem Fall -daß- lauten müsste werde ich nie begreifen.

  42. Beten Sie nicht um einen schnelleren Toyota
    … sondern um einen begabten Votivbildmaler

  43. Titel eingeben
    Mich spricht das besonders an, weil ich nach 15 Jahren in einem islamischen Land (ganz zwangsläufig) zu einer ähnlichen Erkenntnis kommen musste.
    Und so man meine Kommentare auch bei Welt, FAZ, Focus, teilweise zugelassen hat; genau dieser Aspekt wurde 100 prozentig, in allen Publikationen, als Argument für das Unterdrücken meiner Kommentare verwendet; wann immer dieses Argument auftrat.

    Das genau will die Mehrheit der Gesellschaft nicht hören.
    Übrigens sieht das auch unser werter Gastgeber zwar nicht als Grund zur Nichtveröffentlichung, aber seine Kommentare dazu zeigen, dass ihm das noch nicht ins Bewusstsein gedrungen ist.


  44. Heute eine weitere Folge der Geschichte, herzlichen Dank, lieber Don Alphonso. Sie sind ziemliche Risiken eingegangen, und alles ist letztendlich doch gut gegangen, alle Achtung. Den entschlossenen Kampf haben Sie fabelhaft beschrieben und mit Ihren schönen Aufnahmen passend umrahmt.

    Seitdem ich in Asien beim Sport einmal fast einen Hitzeschlag erlitten habe, finde ich jede sportliche Leistung in Temperaturen über 30-32°C riskant, zumal in der prallen Sonne. Das geschah während unseres letzten Aufenthaltes, beim ersten war ich noch so jung, dass mir so etwas nichts ausgemacht hatte. Ein Hitzeschlag ist insofern tückisch, weil man zu frieren anfängt und das Gefühl für die Gefährdung verliert. Na ja, in den höheren Lagen kühlt es ja auf Ihrer Tour ab, und es war diesmal auch wolkig. Ich wünsche Ihnen eine unbeschwerliche Rück-kehr und ein kühleres, angenehmes Wetter.

  45. Eine Frau Stolokowski oder so...
    …vergleicht im Onleinspiegel ernsthaft Burkamusliminnen mit Fledermäusen. Etwas ungewollt vielleicht wegen eines nicht nur herbawürdigenden, sondern auch kategorial dummen Fehlers. „Man fühlt das `eingeschränkt´ gleich mit“, sagt die Dame über sich selbst. Und das mit Recht. Aber: auch Dummheit kann rassistisch sein. (Und ist es bei der Dame. Nun, dem Spiegel gefällts.) Die eigene „Eingeschränktheit“ entschuldigt den Rassismus allerdings nicht.

    • Titel eingeben
      Den LESERN gefällt es!

      Alle Medien haben heutzutage ihre Zielgruppe, ein Marktsegment. Die müssen alle vorsichtig sein, damit sie ja nichts Falsches von sich geben.

      Eigentlich alles ganz lustig, wenn das Resultat nicht so traurig wäre.

    • Ich glaube, man kann jede Thema spannend machen. Bei Sport muss man halt aufpassen, dass es nicht Top-Down ist. Blogs von Leistungssportlern, die genau wissen, wie es geht, würde ich auch nicht lesen. Denn mit den Erfolgen kommt auch die Unfähigkeit, Schwächere zu verstehen.

  46. Titel eingeben
    Dass ihr Bayern mit Muskelkraft nach Südtirol kommt, macht mich schon immer bisschen neidisch.
    Sehr hübscher Bericht, tapferer Don, an dem ich große Freude hatte.

    Falls es irgendwann das Stilfser Joch wird (und ich nehme an, von der Südtiroler Seite, weil die optisch und technisch die spektakulärere ist), empfehle ich, auf der Heimfahrt die EU kurz zu verlassen und via Umbrail und Münstertal zurück ins Vinschgau zu kehren.
    Das Kloster aus karolinischen Zeiten in Mustair ist Belohnung.

  47. Titel eingeben
    jetzt erwartet man von mir eine antwort ich kann nicht hochscrollen aber ein wunderbarer bericht und es passiert nichts mit gottes hilfe kommen sie wieder heile nach hause sie wissen ja sie sind satelittenüberwacht also keine angst und ich freue mich auf die nächsten bilder und text

  48. Titel eingeben
    Endlich mal wieder art de vivre. Ils râlent tous: l’art de vivre, voilà la réponse aux temps modernes!

  49. lesenswert
    Vor den Alpen scheue ich noch zurück. Neulich im Böhmerwald auf 1250 m über Schotterpisten mit Gepäck umgeben von lauter Tschechen auf Mountain-Bikes drückte auch „etwas“ den Schnitt. Auf jeden Fall großartig und inspirierend.

  50. Der "Unabsteigbare"
    Viva der „echte Bayer“. Große Klasse. Ich bin bereits vom Lesen total fertig.
    Nochmals Gratulation und (etwas altdeutsch) echte Anerkennung.

  51. Titel eingeben
    Wird Zeit, über eine Wasserkühlung der Hinterradfelge nachtudenken. Was jeder Holzlastzug in den Rockies hat, muss ja am Fahrrad nicht falsch sein.

    • Auch 2500 Höhenmeter bergab waren kein Problem.

    • Ma Volkher! Pensi al peso!
      Das kennen Sie als TIR von den Aufschriften von Sattelaufliegern und Containern.
      .
      Der arme Don-und alle anderen Pass-Bezwinger müssten den ganzen Kram ja auch mit auf den Berg schleppen.
      .
      Lösungsmöglichkeit:

      Modell Maschinengewehr 08/15 u.ä. Erst oben auf dem Berg wird Kühlflüssigkeit im Eimerchen, bzw. Trinkflasche bereit gehalten und per Schläuchlein (so eines wie zum Sprit abzapfen) dem Bremsgehäuse zugeführt. Dazu wäre allerdings eine Logistik (ähnlich der E-Zapfstellen) auf des Berges Höhe erforderlich. Unten, nach Verrichtung des Dienstes wird die heiße Brühe abgelassen oder eine Tasse/Trinkflasche Tee aufgebrüht.
      .
      Aber ich denke weiter über eine effizientere Luftkühlung nach, so mit Staurohr-Technik und Luftverdichtung.

    • Wasserkühlung
      Das muß man dann aber auch richtig machen: es gibt da die Anekdote mit dem glühen heißgebremsten Rücktritt (da springt dann zwar kein Reifen ab, aber es bremst ebenfalls nicht mehr), den Mann per „Wasserkühlung“ wieder gebrauchsfähig machen wollte. Leider war die Nabe beleidigt und ist dabei geplatzt….

  52. Titel eingeben
    Die Frage ist, ob Felge und Reifen das auch so sehen. Ich habe hier ein Messgerät von Newport-Omega, das kann von 0 auf 1000 Grad und zurück in einer Sekunde. Leihe ich gern aus, ist nämlich kein Baumarkt-Schrott sondern US-Militärkram.

    • Wenn man viel bremst, sollte man die Felge nicht anfassen. Die hier hat viel Fläche und Material und blieb hübsch kalt.

      Allerdings habe ich auch wenig gebremst. *hüstel*

  53. Optimale Lösung
    Alles kann viel schöner sein mitnem E-bike, das sich leicht umbauen läßt, mit wenigen Handgriffen oder noch besser mit Knopfdruck, zu einem Elektrorollstuhl

    • Es gibt EBikes auch auf Pässen, aber das hat nichts mit der echten Herausforderung zu tun. Solange es ohne geht, werde ich es ohne machen. Ich will so ein Lustgreis werden, der mit 90 noch hochjapst.

  54. mit ein bißchen Neid ...
    Lieber Don,
    nach getaner Tat des Tages, welch ein Glück, Ihre Zeilen zu lesen. Versüßen die kommenden Träume, lassen die Urlaubstage von München bis Südtirol noch mal wachwerden.
    A propos Passo Stelvio: Vor lauter „Biker“-Lärm war ´s die Hölle für jeden normalen Menschen, ob Radler oder nicht. Leider dreht sich auch bei den Schweizern alles nur ums liebe Geld.

    Bin gespannt auf den Bericht von der Rückfahrt!

    • Es war anstrengend und ich war 10 Stunden unterwegs. Ich würde sagen, 2500 Höhenmeter ist so ziemlich das Maximum, auch wenn vielleicht noch 100, 200 drin gewesen wären.

  55. BGH Richter Fischer OT
    Dessen Kolumne in der „Zeit“ hatte ich auch schon vorher gelesen, er gibt mir noch Hoffnung.
    Genau wie Sie, werter Don!

  56. Lega Nord
    Ihre Radkolumne finde ich großartig. Die politischen Anmerkungen sind ebenso amüsant. Allerdings möchte ich ergänzen, daß die Lega Nord bei der letzten Parlamentswahl 2013 lediglich knapp über 6 % erreicht hat. Selbst wenn überwiegend junge Leute die LN wählen – wie Sie behaupten -, so ist der Anteil an der gesamten italienischen Jugend dann doch eher gering. Dies nur zu Ihrem Gegenargument gegen die Behauptung, der Brexit sei der Wille der Alten, der Landbewohner und der Unbelehrbaren / -bereiten.
    Mit freundlichen Grüßen,
    ein Leser

    • Das war noch, bevor Matteo Salvini das Ruder übernahm. Ich habe mir den zweimal angeschaut – der Mann ist brandgefährlich.

  57. Titel eingeben
    Hat sich gelohnt noch mal aufzustehen und zu schauen, ob es gut ging.

    Chapeau! Fahrt, Bericht, Fotos – dargeboten von einem schmucken

    Mittvierziger – also ich (73) MUSS dieses Jahr noch den Jaufen

    fahren, sonst werd ich nicht mehr glücklich. Nehme aber die leichte Maschine,

    TREK Emonda, knapp 6 Kilo. Der Umwerfer – SRAM – wird halten,

    und die Torte erfreut den Bauchansatz. Gott schütze die pyknischen

    Bayern““

  58. Radweg vom Brenner nach Sterzing nehmen!
    Ehemalige Eisenbahnstrecke mit perfektem Asphalt und sehr weiten Kurven

    • Da bin ich auch schon mal runter, aber es dauert lang und ist halt sehr im Wald.

    • Radweg Brenner Sterzing
      Kann ich bestätigen. Phantastischer Radweg den Brenner herunter – fast wie eine Autobahn (für Fahrräder). Kein Gegenverkehr – herrlich! War Teil meiner diesjährigen Transalp im Juli. Danke an den Don für die Renaissance der Gefühle und Eindrücke.

  59. Titel eingeben
    Auf dem ersten Foto schauen Sie mir sozusagen auf den Balkon. Nichts also gegen den Innsbrucker Raum als Ausgangsbasis. (Besonders für den Norddeutschen, dem der Flughafen Innsbruck die Gegend zu einer Wochenend-Destination aufgewertet hat)

    Aber die Ellbögenstrecke mit dem Fahrrad??? Sie ist gemessen an dem, was Sie südlich des Brenners erwartet nicht besonders schön, dafür aber saugefährlich: Pack mit friesierten Mopeds und Autos dreht dort völlig unkontrolliert durch (so es ein tiroler Nummernschild hat), die Kurven sind höllisch eng und kaum ein Radler wagt sich da hoch (so daß auch keiner der ansässigen Trottel damit rechnet).

    Es wäre schade, wenn es den Don ausgerechnet in Nordtirol endgültig schrägt.
    Ich hoffe, Ihre Begleitfahrzeuge schirmen Sie ausreichend ab.

    • Die Kurven und die Steigungen, der Flow auf dem Fahrrad, die Dörfer und die Aussichten – es ist m.E. die einzig schöne Strecke zum Brenner

    • Titel eingeben
      Wie geht es eigentlich ab Gries weiter?
      Zwischen zwei 30-Tonnern auf der Paßstraße strampeln und die Atmung von O2 auf CO umstellen, oder gibt es da kleine Wege, die man auf Google nicht findet?
      (nicht, daß ich in der Lage und willens wäre, es Ihnen gleich zu tun, aber interessieren täts mich als Fußgänger schon)

    • Nein, eine Alternative hoch gibt es nicht. Runter jedoch gibt es einen teilweise gut ausgebauten Radelweg. Für Fussgänger und Wanderer gibt es jedoch einen komplett durchgehbaren, und ausgeschilderten Weg.

  60. Uff
    ich dachte schon Sie hätten sich im Berliner Klassenkampf und Stiftungs-Dschungel endgültig verbissen.
    Aber jetzt gab’s ja wieder Torte, Rad und Alpenpässe.
    Hanibal wäre stolz gewesen auf solch einen Soldaten, aber da ging’s ja in die andere Richtung.

  61. Toller Hecht
    Lieber Don!

    Mal wieder ein „umwerfer“ schöner Beitrag. Und erst die Bilder; da geht einem das Herz auf!

    Am meisten bin ich froh, dass sie Ihre Tour gesund und munter überstanden haben. Bei den Temperaturen der letzten Tage solche Pässe hochzufahren ist schon grenzwertig. Das erinnert mich an die Italienurlaube, wo man alten weißen Männern* beim Rennradfahren zusehen kann. Die sind auch immer in der größten Mittagshitze unterwegs. Da rekapituliert man als Zuschauer instinktiv das Wissen aus dem Ersthelferkurs (30+2 mit Fokus auf Herzdruckmassage).

    Andererseits gibt es kaum ein schöneres Gefühl, als einen Berg bezwungen zu haben. Ist auch unglaublich stressabbauend. Vielleicht sollte man einigen Berliner Damen und Herren mal ein paar Berge schenken, auf das sie was zum Abarbeiten haben und ausgeglichener werden.

    Kommen Sie auch gesund wieder retour.

    * nichts für ungut, Sie zählen noch in die Kategorie mittelalter, weißer Mann :)

    • Danke. Die Pässe waren gar nicht so heiss, schlimm war es nur im Inntal. Wieder den Jaufenpass hinauf war es bewölkt und fast ein wenig kühl bei der Abfahrt, weil es auch dort geregnet hat. Tatsächlich hätte es bei Hitze auch anders ausgehen können.

  62. rr für 500euro?
    geht doch. die altvorderen sind mit „eingangmöhren“ in die berge zum klettern gefahren!
    was ich mich frage: ein rr für 500euro mit campa ausstattung!? ok, seis drum!
    was hätte mcgiver in dieser situation getan? ein stück rödeldraht durch die bohrung gefriemelt, einen alten nagel mit dem schweizer messer zurechtgeschnitzt…

  63. @ Déjà en contrôlant...
    Wenn wir schon bei Mängelaufzählungen in Hotel-/Ferienwohnungen sind: an den beiden Rosetten (Wanneneinlaufarmatur/Fliesen) sowie an dem Badewannen-Handgriff fehlen offenkundig die Silikonabdichtungen. Dem (hochgehängten?) Duschschlauch zu folgen wird auch geduscht und dann dringt immer etwas Wasser hinter die Fliesen. Der Rost an den dort verlaufenden Wasserleitungen und versteckter Schimmel lassen grüßen. Nennt man das jetzt Korinthenkacker? (lach). Na ja, der werte Don hat es jedenfalls überlebt :-)

  64. Pit Stop in Meran
    Lieber Don,
    herzlich Glückwunsch zu deiner gewonnenen „Umwerfer-Challenge“.
    Im schönen Meran gibt es die Firma Flarer, Wiensenweg 8 (www.flarer.it) die sich dem Radsport widmet und dir bestimmt das passende Ersatzteil liefern können. Laut Homepage aber nur noch heute, da das Geschäft am 01.09 wegen Messebesuch geschlossen ist.

    Sebastian

    • Danke, ich habe schon Ersatz im Radladen unter den Arkaden gefunden, gleich am Beginn der Hauptstrasse (und einen alten Herrn mit einem Grandis Overmax, der damit hier über die Berge strampelt).

  65. Grenzerfahrung und Genuß
    Glückwunsch zu der Leistung. Habe selbst vor 4 Wochen die Strecke von Innsbruck nach Sterzing mit 15 kg Gepäck gemacht, zwar mit einem Pedelec ( als 72-jähriger darf man sich etwas Unterstützung leisten ), aber an eine seine Leistungsgrenze kommt man dennoch, besonders zwischen Innsbruck und Igls sowie zwischen Gries und dem Pass. Die wunderschöne Landschaft und das Rollenlassen vom Pass Richtung Sterzing ist die Anstrengung jedoch allemal wert.

    • Ich fand Gries-Pass früher furchtbar, aber jetzt mit dem Ötztaler und etwas Unterhaltung ging es ganz schnell. Unten stand ein Team mit Melonen, und als ich sagte, ich gehörte nicht dazu, wurde ich trotzdem genötigt, etwas zu nehmen. Das war schon toll. Wie alles.

  66. @ TDV, 31. 08.2016 um 02:39 Uhr , danke auf den Hinweis mit der Festkörper-Physikerin
    Aber seit der Energiewende habe ich an dieser Dame so meine Zweifel. Ich denke, wer Festkörperphysik studiert wird sich in Komplementärfächern doch auch mit Energie und deren Transport beschäftigen müssen. Zumal sie sich angeblich mit Kernphysik beschäftigt haben soll.
    .
    Zurück zum Schwerpunkt des Ensembles Don-Fahrrad-Infanteriegepäck. Obwohl Don uns ein prächtiges Foto seiner physischen Erscheinung beilegte, so fehlen mir doch genaue Daten für eine Schwerpunktbestimmung. Der Vitruvianische Mann von Leonardo hilft da nicht weiter und die Bewegungslehre bringt eine weitere Unsicherheit mit der Gewissheit, dass sich der Körperschwerpunkt mit der Körperhaltung ständig verändert. Also statische Modelle wie bei der Standfestigkeitsberechnung sind eher nur Annäherungen.
    .
    TDV sagte @Deja….
    Ich werds mal physikalisch neu durchdenken. Da ich den Bauch bei meiner Kalkulation völlig vergessen hatte (Freudsche Fehlleistung?), kam ich zudem Schluss das Gepäck würde den Schwerpunkt des Gesamtgefährtes noch weiter oben verlagern.
    .
    Ihrem vorhergehenden Denkmodell könnte ich nur zustimmen, wenn Don auf einem Damenfahrrad unterwegs wäre und bei Bergabfahrten in die Knie ginge, so wie kürzlich einige der Tour de France-Fahrer es vormachten (meine Frau sagte: wie ein Affe auf dem Schleifstein)
    .
    Was mich im Zusammenhang mit Dons Fahrradartikeln hier aber etwas wundert, ist dass noch gar keine anzüglichen Bemerkungen über Kristina Vogels Sattel-Verlust beim Sprint der Bahnradfahrer in Rio aufgetaucht sind. Vermutlich die Scheu vor bad speech?

  67. Donna Alfonsa
    Wusste gar nicht, dass auch Männer einen Cameltoe haben können. Muss am Radfahren liegen. Habe ich noch nie für gesund gehalten.

  68. Lass den Jaufen und den Brenner ...
    Hallo lieber Don,

    war eine beeindruckende und lustige Geschichte. Wenn Du Brenner und Jaufen an einem Tag schaffst, dann packst Du auch die Suedrampe des Timmelsjochs! Landschaftlich absolut Klasse. Von St Leonhard ca 1800 Hoehenmeter und noch 100 Meter Gegensteigung als Sauerei bei der Abfahrt …

    viel Spass

    Guenther

  69. und keine Beschwerde über Motorradfahrer ?
    die sind doch eigentlich der natürliche Feind der Bergradler. Gute Fahrt !

  70. Titel eingeben
    Wunderschön, auch der Gasthof. Und tolle Leistung.

  71. Gratulation. Klasse!
    Chapeau! Danke für die auch wieder klasse Fotos.

  72. Pingback: Zen und die Kunst des Fahrradfahrens : Burks' Blog

  73. Jedes Problem lässt sich mit Gewalt lösen
    Sehr geehrter Herr Don Alphonso,

    seit langem lese ich mit großem Vergnügen Ihre Ausführungen mit.
    Für diese eindrucksvolle Beweisführung, dass sich jedes Problem mit Gewalt lösen lässt, gebührt Ihnen meine Bewunderung.
    Wie kommen Sie eigentlich auf so eine veraltete Problemlösungsstrategie?
    Bäume umarmen, Namen tanzen und „Rindviecher totstreicheln“ passt doch viel besser in die heutige Zeit.
    Halten Sie uns bitte auf dem Laufenden, wie die ANTIFA und andere Vorzeigedemokraten diese Problemlösungsstrategie auf Sie anwendet, um einen defekten Meinungsumwerfer aus der öffentlichen Diskussion zu entfernen.

    Mit vorzüglicher Hochachtung

    Hugues de Payens

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