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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Autobahnbau gegen Pegida

| 258 Lesermeinungen

Es gilt der Heimat, wenn wir auch nur zu spielen scheinen.
Theoderich der Grosse

Über die grösste Demonstration gegen die deutsche Einheit wurde bislang nicht berichtet: Zehntausende von Bewohnern der vermögenden Region zwischen Stuttgart und München sind am 3. Oktober nach Italien gefahren, um dort in den Städten und Gemeinden, auf Bergen und an Seen ihre persönliche Verbindung mit Italien und Südtirol zum Ausdruck zu bringen.Während die Deutschen im Regen einen fragwürdigen Feiertag mit Streit und Geschrei verbrachten, wurden südlich des Alpenhauptkamms Espresso und Wein konsumiert, Cafes besetzt und Lebensmittelgeschäfte geplündert.

pegida

Am Abend des 3. Oktobers kam es dann zur Abschlusskundgebung der italophilen süddeutschen Fastitaliener auf der Autobahn zwischen Brixen, dem Brenner, Innsbruck und Kufstein, wo unter schneebezuckerten Bergen der Verkehr zusammenbrach. Ich war natürlich auch dabei, denn ich kam frisch aus der Toskana, wo ich ein Hemd mit der Aufschrift “Artigiani Salumi Bertinoro“ trug und mit dem Rennrad über Stock und Stein fuhr. Traunsteiner, Miesbacher, Erdinger, Tölzer, Freisinger und sogar ein Mini mit Hamburger Kennzeichen zeigten auf der Autobahn an, was der Deutsche will und wo er eigentlich erheblich lieber wäre: Im Süden. Für unsereins – zwischen mir und der Grenze zu Südtirol liegen nur 100 Kilometer Luftlinie – ist das alles ein Katzensprung, und wenn die Autobahn nicht gerade verstopft ist, geht es schnell. Diesmal war die Demonstration zu viel, weshalb wir dann über den Achensee ausgewichen und bei der Marie in Achenwald eingekehrt sind.

pegidc

Dort gab es wegen anderen Demonstranten kaum einen Parkplatz, und die Bedienung erzählte vom Gehauf, den der Protest der Fähigkeit, dieses Deutschland jederzeit verlassen zu können, bei ihr angerichtet hat: Voll sei es den ganzen Tag mit der proitalienischen Aktion gewesen, die hier den letzten Spinatkäseknödel vor der deutschen Grenze zu sich nahm. Es war Tag der Tiroler Jägerpfanne statt Tag der deutschen Einheit: Wir können auch anders, war das Signal der Wohlhabenden an die Einheits- und Gleichstellerfeiern in Dresden, wo viele Zurückbleibende in ihren blühenden Landschaften höchst unfreundliche Dinge gegenüber der politischen Prominenz verkündeten. Im strömenden, sehr deutschen Regen. So sah es übrigens bei uns in der Toskana aus:

pegide

Über die Ursachen des Streits, der dem Vernehmen nach allerdings gewaltfrei blieb, wird nun viel geredet – und auch über die Frage, wie man das ändern kann. Claudia Roth, die den Demonstranten mit einem sicher wohlwollend gemeinten “Herr schmeiss Hirn herunter“ begegnete und dabei in eine feindliche Kamera sprach, forderte gut finanzierte Programme, die solche Meinungsäusserungen ändern sollten. Ich als alter Demonstrant kann mich zwar noch daran erinnern, dass auch Angehörige der Grünen Jugend in München mit Trillerpfeifen gegen Stoiber ankreischten und neben Hau-ab-Sprechchören sehr unflätige Bemerkungen verkündeten. Aber das hatte damals keine Forderungen zur Umerziehung durch Frau Roth zur Folge. Toleranzförderung im amerikanischen Stile – die Präsidentschaftskandidatin und damalige Aussenministerin Clinton soll gefragt haben, ob man Julian Assange von Wikileaks nicht “drohnen“ könnte – ist im warmherzigen Deutschland allein schon mangels passender Gerätschaften nicht möglich, was sich die Regierung im Übrigen selbst zuzuschreiben hat.

pegidb

Auch Anetta Kahane, die als ehemalige IM der DDR-Staatssicherheit noch Zeiten kennt, da der Staat im Osten noch andere Möglichkeiten hat, konnte all das trotz der Fördermittel für ihre Stiftung, die teilweise direkt vor Ort verwendet wurden, nicht verhindern. Ganz offensichtlich leben in Ostdeutschland Menschen, die den Argumenten von Regierung und Medien nicht zugänglich sind, und deren Ziele nicht akzeptieren. Es sind gar nicht so wenige, und warum das so ist, darüber kann man lang diskutieren. Aber ich habe mir daheim einmal die Landkarte von Deutschland angeschaut und eine verblüffend einfache Erklärung gefunden: Sie sind dort, weil sie kaum weg können.

pegidg

Ich mein, schauen Sie: Wir Bayern können natürlich am 3. Oktober weg und tun so, als seien wir de facto Norditaliener. Es gibt eine Autobahn und ein Gegenmodell zu Deutschland, dessen Nachteile man leicht übersieht, wenn man reich ist und sich nicht von einem Drogendealer aus Nordafrika fast umbringen lassen muss, was echte Italiener momentan übrigens sehr aufregt und gegenüber der deutsch-alternativlosen Migrationseinladung auch verbittert. Wir müssen nur in ein Auto steigen und über die Autobahn nach Italien. Dresden dagegen liegt in einer östlichen Ecke des Landes, eingeklemmt zwischen Tschechien, Polen und der zentraleuropäischen Favela Berlin. So ein PEGIDA-Anhänger wäre aufgrund der ungünstigen Strassentrassen mindestens 8 Stunden unterwegs, bis er sich unserer Italodemo im Grossraum Verona anschliessen könnte Mit all den Staus, die wir verursachen, müsste er um Mitternacht aufbrechen, könnte gerade einen Espresso schlürfen, und sich die Beamten anschauen, die am Brenner den Eindruck zu erwecken suchen, Europa würde ernsthaft etwas bei der Migrationskrise unternehmen – und dann zurück in seine Heimat fahren. Natürlich wäre er damit aus dem Weg, wenn Deutschlands Elite das einige Vaterland feiert, aber es ist für ihn einfach zu weit.

pegidh

Nun. Mein Vorschlag mag unorthodox klingen, und er hat natürlich auch nicht die Raffinesse der DDR-Methoden, ja er ist sogar etwas anrüchig, wenn man ihn historisch betrachtet. Aber: Der politisch falsche Ostdeutsche bräuchte eine richtige Autobahn. So eine Diretissima in den Süden. Ein nationales Prestigeprojekt, das ihn schnell über die Berge bringt. Ich habe mir die Karte von Mitteleuropa angeschaut und ich denke, man könnte das propagieren, ohne dass jemand mit unschönen historischen Autobahnvergleichen früherer Zeiten kommt: Die europaverbindende Autobahn Verona – Dresden – Kaliningrad. Sicher, es ist etwas Aufwand, weil das Erzgebirge und der Alpenhauptkamm untertunnelt werden müssen, um freie Fahrt für freibesorgte Bürger zu garantieren und dabei Tschechen und Österreicher wenig zu belasten. Aber dann kommt sogar ein Trabant mit Deutschlandfahnen in nur 6 Stunden nach Verona. Oder in Putins Reich, das einige der Dresdner Demonstranten doch so sehr schätzen. Eventuell kann man am Tag der Einheit auch Busreisen dorthin anbieten, zu Sonderkonditionen.

pegidf

Das alles muss man als Investition in die Völkerverständigung anpreisen. Das wäre mal ein richtig grosses Programm, eine nationale Aufgabe, eine infrastrukturelle Aufwertung. So viele Dobrindts kann Bayern gar nicht nach Berlin liefern, wie dort dann rote Bänder durchschnitten werden müssen. Diese Strecke wäre auch ein feiner Ort, um die auf Halde produzierten, unverkäuflichen Elektroautos der deutschen Hersteller im staatlich über gut verzinste Kredite bei der Deutschen Bank finanzierten, nationalen Grosstestbetrieb herum fahren zu lassen. Ausserdem kann man dort pünktlich zur Wahl in Bayern exklusiv die Autobahnmaut für Ausländer einführen, und vielleicht errichtet man in Österreich eine blockierte Scheinausfahrt mit der Aufschrift “Balkanroute – dauerhaft geschlossen!“. So wie es letztes Jahr in Spielfeld dank der fürsorglichen Österreicher ein Migranten überzeugendes Schild in Richtung Germany gab. Das alles ist möglicherweise etwas teurer, als 100 psychisch belastete Linksbizarre in Berlin Webseiten und Broschüren zur Nachbardenunziation auf Basis des Verhaltens der Kinder in der Schule erstellen zu lassen. Aber in Bayern wirkt die Autobahn zusammen mit dem arbeitsfreien Feiertag bei den Unzufriedenen sicher und schon heute.

pegidi

Im Osten geht das noch besser, denn schon im frühen Mittelalter war Verona ein Lieblingsziel von erlebnisorientierten Gruppenreisen der Thüringer und Ostgoten. Natürlich ist das ein gewagtes Projekt, zumal es etwas umweltfeindlich und den Grünen kaum zu vermitteln ist. Aber der Herr hat nach meinem Wissen noch nie Hirn vom Himmel geworfen, und wer sich selbst hilft, dem hilft Gott: Putin unterstützt solche rechten Bewegungen in Europa schliesslich, damit sie im Westen für Ärger sorgen, und ganz sicher nicht, damit sie in schlau umgeleiteten Horden in Kaliningrad wieder von einer sehr germanischen Art der Osterweiterung träumen.

pegidd

Dann muss man nur noch den Bürgermeister von Verona überzeugen, dass die aus dem Südosten kommende Autobahn Kaliningrad-Verona keinerlei Anbindung zum restlichen Strassennetz bekommt. Der Westdurchbruch des Ostens muss auf jeden Fall verhindert werden! So geeint, dass der freistaatliche Bayer sich seinen Espresso in Malcesine oder Garda vom ostbesorgten Bürger streitig machen lassen will, sind wir nun wirklich nicht, und der Umstand, dass hier ein bayerischer Vorschlag die politischen Nöte des Ostens löst, darf nicht auf Kosten des Südens gehen. Denn wer tief baut, kann auch hoch bauen: Es wäre doch schade, wenn dem geeinten Deutschland eine neue antipoveristische Mauer an der Mainlinie zustossen würde.

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258 Lesermeinungen

  1. Ich sitze im Zug...
    … und habe Hunger. Die ständigen Verweise auf Knödel machen es nicht besser.

  2. Dunkeldeutschland gen Süden??
    Werter Don,
    Sie rufen hier doch nicht etwas zur Republikflucht auf?
    Ihren letzten Absatz werte ich als Einladung an alle Dunkeldeutschen, in Bayern um Asyl zu bitten, um anschließend das Territorialherzogtum wieder auferstehen zu lassen!

  3. Schallendes Gelächter
    auch wenn meine Phantasie schon regelmäßig mit mir durchgeht…

    Wie kommen Sie auf so wunderbare Ideen? Ich bin fassungslos begeistert. Chapeau. Ein wirklich schönes Stückchen zum Tag der Einheit. Von dem ich übrigens nur Lammerts sehr gute Rede mitbekommen habe.

  4. Autobahn Königsberg - Verona?
    Das könnte Ihnen so passen! Damit die nächstjährige TMT (Tegernsee Moskau Tegernsee) ein wenig leichter fällt? Nö, Autobahn is nich, Schotterpiste – wie gewohnt –

    https://studio.stupeflix.com/v/Q0fg84zpTmsC/

    reicht…

  5. Köstlich!
    Lieber Don,
    wie sagte doch schon Väterchen Lenin: „Geduld und Ironie sind die Tugenden der Bolschewiki“.
    Langsam glaube ich, daß Sie solch ein verkappter Bolschewist sind, sehr sympathisch.
    Auch ich lasse mich gerne als Salonbolschewist beschimpfen, was oft vorkommt, wenn ich mich für Flüchtlinge einsetze oder über den grassierenden Rassismus (und Figuren wie klein Heiko, Küstenbarbie und ihr VaGina-Lieschen) schimpfe.
    Ihr Blog ist mal wieder köstlich. Haben Sie herzlichen Dank!

  6. Was für ein Aufwand wegen ein paar Pegida-Anhängern
    Ne ne Don, wir brauchen keine unterirdische Autobahn gen Verona, wir brauchen eine andere Politik und da nützen weder unter- noch überirdische Trassen etwas. Die Elite hat sich am 3. Oktober selbst gefeiert und nicht den Tag der Deutschen Einheit, da hat das Volk ein sehr feines Gespür und besonders das im Osten. Wäre ich in Dresden gewesen, hätte ich auch meine Wut rausgeschrien. Leider war ich weder in Verona noch sonstwo, sondern hockte daheim bei selbstgebackenem Apfelkuchen und habe bei den Bildern aus Dresden gedacht, recht habt ihr und die Faust in der Tasche geballt.

    Und das ganz ohne Putin, also bitte… Sie reden schon wie die LF, die heute meinte, ein Handelsabkommen mit Russland würde nicht zu solchen Diskussionen wie TTIP führen, die nur Antiamerikanismus wären. Aber, wie soll man den bei den drohnenden Äußerungen von Clinton nicht bekommen?

    Was bei uns wirklich los ist, erfährt man nicht oder nur so nebenbei, dass Apotheken kaum noch wissen, von wo sie Impfstoffe bekommen sollen, damit Ärzte die neue Bevölkerung damit beglücken kann, dass wir uns dusselig an Krankenkassenbeiträgen zahlen und noch mehr werden zahlen müssen, die Rentenversicherungsbeiträge auf über 22%, die kommunalen Gebühren ins Aberwitzige steigen, um ja alle Neubürger versorgen zu können, das kann auch im Westen tierisch aufregen.
    Nur, dass sich der westbesorgte Bürger noch nicht auf die Straße traut. Man hört von AfD-Mitgliedern, dass Leute aus der Partei bereits Berufsverbot bekommen, besonders, wenn sie im Lehramt sind. Da werden Erinnerungen an den Radikalenerlass der frühen Jahre wach, da war’s die Angst vor den Linken.

    Es sind keine guten Zeiten und sie werden schlimmer. Lassen wir den westbesorgten Bürger noch ein bisschen schmoren, dann wird auch er auf die Straße gehen und haut ab schreien. Die Elite wird dann schon wissen, wie sich in Sicherheit bringt, auch ohne unterirdische Autobahn.

    ….
    So, das musste jetzt raus, und nun habe ich richtig Hunger, die Spinatkäseknödel sehen zu gut aus, um nicht das Sabbern anzufangen. Dank für die Fotos und überhaupt.

    • Nur ein wenig
      Es waren recht wenig, die in Dresden geschrien haben, erstaunlich wenig.

      Die Krankenkassen- und Rentenbeiträge werden steigen?

      Oh, welche Überraschung, sind doch im höheren Alter höhere Krankenkassenausgaben und längere Rentenzahlungen nötig.

      Das diese Entwicklung kommen wird, Frau Simon, ist seit Ende der Siebziger Jahre bekannt. Schauen Sie sich einfalch mal in der Zeit geschriebene Bücher zur Bevölkerungsstatistik an.

      Haben Sie sich damals, also vor ca. 40 Jahren, als Sie so um die 30 Jahre alt waren, schon genauso über das Kommende erregt und sind deshalb auf die Strasse gegangen?

      Wenn nicht, wirken Ihre Beiträge eher wenig überzeugend.

    • "Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht."
      @Thomas

      Es waren erstaunlich viele, die in Dresden geschrien haben.

      Deutschland ist nicht Frankreich. Hier geht das Volk erst auf die Straße, wenn es den Glauben an den Rechtsstaat verloren hat, d.h. wenn es schon verloren ist. Protest ist in Deutschland etwas, was als außerhalb des Rechts wahrgenommen wird. Mit Protest ist man schon außerhalb der Gesellschaft. D.h. Protest ist hier schon Widerstand.

      Das was wir in Dresden beobachten konnten, das ist brandgefährlich.
      Da entwickelt sich gerade eine rechte 68er Bewegung …mit allen Folgeerscheinungen: Wir haben ja schon die ersten Bomben an Gebäuden. Noch ohne Opfer….genauso begann die RAF…..

    • Zusatzbeitrag wird erhöht, rückwirkend ab 1.10, nur so ca. 5 Euro im Monat -
      so lautet der Brief gestern im Briefkasten. Was 60 Euro im Jahr bedeutet. Und die Rücklagen der GKV hat Gröhe auch schon teilaufgelöst.

      Vorher, auf der Straße: Ich treffe einen Neuländer, eher ratlos auf der Straße, mit einer Artzüberweisung in der Hand. Frage ihn, wie ich ihm helfen kann. Arabisch? Sagt er mit flehendem Blick.
      Nein – und ich werde es auch nicht lernen.
      a) Er sah irgend wie nicht so aus, als hätte er nicht wissen können, dass wir hier in für ihn fremden Zungen reden. Wie geht das eigentlich in Arztpraxen, wenn man sich nicht verständigen kann?
      b) Mein Verdacht, dass der an mich gerichtete Brief oben etwas mit seinem hier sein zu tun hat, scheint mir nicht unberechtigt.

      Und an Eugene, von weiter oben:
      Haben Sie keine Angst – ihr Engagement für „Flüchtlinge“ wird weiter gebraucht und ist elementar zur Stabilisierung des status quo – aber nur, bis hier das diridari zu Ende ist. Was dann kommt?
      Wir werden es erleben, mit Sicherheit:
      http://www.achgut.com/artikel/warum_damaskus_weitertoetet_und_massenhate_rueckfuehrung_eine_illusion_ist

    • In jüngeren Jahren habe ich die Höchstsätze der Beiträge gezahlt
      @Thomas

      und nicht gemeckert. Allerdings gab es damals keine Zusatzbeiträge, die einfach so und hinterrücks erhoben werden. Oder kassiert Ihre Krankenkasse keinen Zusatzbeitrag?

      Zu den im Alter erforderlichen höheren Krankenkassenbeiträgen trage ich nicht bei, habe ich noch nie, habe lieber gearbeitet als krank zuhause zu bleiben. Meine Medis habe ich früher selbst bezahlt, weil mir der Gang zum Arzt zu dösig war und ich wegen Schilddrüsenpillen nicht einsah, mich dort stundenlang hinzusetzen. Mir müssen Sie von wegen Solidarität usw. keine Vorträge halten, an mir verdient kein Arzt. Und von wegen Alter, jetzt 70, aber seien Sie versichert, die 72 werde ich nicht erleben.
      Aber grundsätzlich bin ich Lichtjahre davon entfernt, Sie von was auch immer überzeugen zu wollen.

      @goodnight

      Die Entwicklung ist so, wie Sie sie schildern, auch in Ihren früheren Posts und sie ist nicht so, dass wir ruhig bleiben könnten. Allerdings bin ich mir bei den Bombenwerfern nicht sicher, aus welcher Ecke die kommen. Viele Angriffe erfolgen von links, gelitten von Schwesig und auch noch unterstützt. Die dieser Tage wieder massenhaft in Brand gesteckten Polizeifahrzeuge wurden nicht von rechten Schreiern angezündet.

    • Proteste - 33
      Das deutsche Problem ist deutlich erwähnt: Der Franzose geht zur Not für peanuts auf die Strasse (auch nicht gerade umwerfend klug), während der Deutsche seit und aus 1933 nichts gelernt zu haben scheint: der Deutsche geht immer erst dann auf die Strasse wenn es zu spät ist.
      Allerdings vermeint der Deutsche ganz viel seit und aus 1933 gelernt zu haben: Nämlich dass alles in Ordnung ist, inklusive einer Einheitsregierung. Das einzige das der Deutsche zu fürchten gelernt hat ist jegliche politische Bewegung von rechts der CDU. Da ist ja auch überhaupt nicht falsch, dass er wenigstens das gelernt hat. Allerdings gibt es noch vielerlei andere Gefahren, die auf ihn zurollen, oder wenigstens zurollen könnten. Migrationswellen, AntiFa, die AfD (Allianz für Deutschland – aka Einheitspartei). Von deren Gefährlichkeiten er aber unbeleckt ist. Und offenbar auch gerne unbeleckt bleiben möchte.

      Eine einfache Welt tut sich da auf. Vielleicht liebt der Deutsche genau das: jemand anderes legt ihm die Welt so zurecht, dass er einfach mitlaufen kann?

    • Trojaner, nur 5 Euro monatlich?
      meine Krankenkasse kassiert seit März hinterrücks 8 Euro extra und hat natürlich die Beiträge erhöht. An mir kann’s nicht liegen, aber an wem denn dann? Fragen über Fragen…
      Dass Gröhe sich an den anderthalb Milliarden vergriffen hat, ist natürlich auch nur uns geschuldet, was sonst. Und dann erzählt Maas gestern den gleichen Quark, den die Klöckner schon verzapft hat, die Kosten für die Migranten wurden erwirtschaftet, da wurde keinem was weggenommen. Die Rothsche Bitte, dass der Herr Hirn regnen lassen möge, wird ungehört verhallen.

    • "Licht hat angefangen, steigt im Ost empor"
      @Renate Simon:
      „Lassen wir den westbesorgten Bürger noch ein bisschen schmoren, dann wird auch er auf die Straße gehen und haut ab schreien.“

      WIR? Sie sind Doppel-Agentin? Na sowas.

      Trotzdem oder desterwegen: Nö. Keine Chance. Man muß den Ukrainern ja nicht alles nachmachen, nech. Außerdem zu spät: Unsere Verfassung samt Neben-Geheimst-Werken steht seit ihrer feuerfesten Versenkung in den Untiefen des Heimatlichen Schwarzwaldes nicht mehr zur Disposition. Vollzugsmeldung erfolgte pünktlich zum Nationalfeiertag der Deutschen Einheit. Hugh! Außerdem ist „Nation-Building“ sowas von 50er. Steinzeit kwasi.

      Dann doch lieber eine moderne Völkerverständigungsautobahn zwischen BMW und Kalinigrad mit Espresso-Verlängerung zugunsten der gebeutelten MontePaschi-Gemeinde. Da muß der Bayer durch, wenn er Mann von Welt sein will. Sharing und so …

      ;-)

    • Titel eingeben
      Ist auch mir schleierhaft, wieso der Don in diesem Zusammenhang „Putin“ erwähnt. Eine Pflichtübung? Macht er doch sonst nicht.

    • @ Uwe Dippel
      > Eine einfache Welt tut sich da auf. <

      Nun ja, wer hat denn (vorher) die Welt kompliziert gemacht?

    • I can't hear you Ray.
      Ihr seid lustig.
      Hofft, dass alles nicht so schlimm ist.
      Weil Ihr wisst:
      Da ist keiner, der es wieder einfangen könnte, wenn es nicht so ist, wie Ihr hofft.

      Als wenn sich die Geschichte daran orientieren würde….

      Aber keine Sorge:

      Die Geschichte wird es lösen.

      Weil die Geschichte am Ende alles löst.

      Mit Gewalt.

      Wenn Ihr genau beobachtet, dann beobachtet ihr gerade die Vorstufe zur Gewalt:

      Unsinn.

      Der Unsinn ist das Ende von Kommunikation mittels Sprache.

      Danach kommt nur noch Gewalt.

      Denn Gewalt ist die andere Seite von Sprache in der Form der Kommunikation.

      Und die Sprache ist am Ende.

      Im Unsinn.

      Babylon.

    • Angst als Argument
      Wir im Westen sind einfach nicht intelligent genug, die Angst im Osten vor der Überfremdung zu verstehen. Wie könnten Sie es nur so lange mit den Fremden aus dem Osten aushalten, die das Land geplündert haben? Ach- das waren ja Brüder!

  7. +1
    KwT

  8. Ach ja,
    Und wenn sie dann alle im sonnigen Süden sind, bauen wir geschwind eine Mauer über diese eine Autobahn und lassen alle dort – sozusagen im Austausch gegen all die vielen Leute – z.B. Nordafrikaner, die trotz Dublin zu uns weitergeschleust wurden…

  9. Titel eingeben
    Für die Gründerzeitbauten-gewohnten Dresdner wäre auch der ehemalige KuK Kriegshafen Triest sehr zu empfehlen, und allen anderen Besuchern übrigens auch. Von München aus in gut 5h zu erreichen, von Dresden aus aber leider trotz ziemlich geradeliniger Autobahnen mindesten 9h.

    Aber wie wäre es mit dem Bau einer Transrapidstrecke? Würde doch mit den deutschen Elektroautos prima zusammengehen.

    • Hofrat
      Der kuk Krieghafen war Pola (kroatisch Pula), nicht Triest. Mein seliger Opa war dort junger Steuermann auf SMS Szent István.

  10. Win a Puh
    Muß Ich diesen Beitrag doch vier mal lesen.
    Bin aktuell damit beschäftigt mein neues ferne Google Gerät einzurichten.

  11. Von wegen Antialkoholiker
    … und er trinkt doch (zuviel)!

  12. Tränen in Dresden und in Reutlingen
    Nun rauscht die Empörung über die nicht ganz störungsfreie Jubelfeier in Dresden durch die Medien. Eine Ministergattin brach in Tränen aus! Nicht ganz so groß war die Empörung als vor einigen Monaten bei einer Anti-AfD-Demo in Reutlingen, mit ganz viel Megaphonen und Trillerpfeifen, völlig unbeteiligte Kinder in der benachbarten Jugendmusikschule deswegen über eine Stunde das Gebäude nicht verlassen konnten und schließlich völlig verstört und weinend unter Polizeischutz hinausgeleitet werden mussten. Auch die Abholmütter waren mit den Nerven fertig. Das Ganze war nur einen Bericht im Lokalteil des „Reutlinger Generalanzeiger“ wert, und der war noch weit zurückhaltender als der Augen- und Ohrenzeugenbericht meines Bekannten der rein zufällig vor Ort war.

    • Libelle
      Das war auch im fernen Köln zu vernehmen, aus welcher Quelle weiß ich nicht mehr, sicherlich aus dem Reutlinger Generalanzeiger.

      Ihr Beispiel zeigt einfach, es wird bedauerlicherweise mit zweierlei Maß gemessen.

      Gleiches sollte gleich verurteilt werden.

  13. Schön bissig, danke!
    Autobahnen sind immer gut, solange man nicht in ein enges Korsett von 130km/h gezwängt wird.

    Die SPD sorgt lieber mit Steuergeld für beruhigte Wählergemüter und hält die Rente für die bevorzugte aktuelle Rentnergeneration stabil. Jeder, der heute noch unter 50 Jahre alt ist, wird die Folgen des Stimmenkaufs dann teuer bezahlen. Aber wenigstens sind Männlein und Weiblein seit heute endlich mit denselben Beträgen dabei, staatlich kontrolliert!

  14. 21.Juni...............alljährlich..........
    wer wie die damalige dt. bundesregierung einen feiertag auf den tag des juristischen untergangs der sog. DDR legt braucht sich über die flucht in den süden nicht zu wundern, kaum einer oder eine erinnert sich doch an dieses datum in der deutschen geschichte.
    mann oder frau hätten dies doch auch auf den 21. juni legen können, da ist der längste tag und die kürzeste nacht, fernreisen werden begünstigt und der umsatz der wirte und der bäder würde rekorde erreichen mit den entsprechenden folgen für die steuereinnahmen.
    Dresdner würden länger bei tageslicht im stau stehen.

    und der 9. november, dieser sog. schicksalstag der deutschen……….Oeti lies in BaWÜ ja sogar schon mal einen ball in der liederhalle an diesem datum veranstalten und wurde trotzdem oder dennoch gerade deshalb EU-kommissar. nun gut, er musste wohl dringend entsorgt werden……….!

    • Der 17. Juni lag da nahe dran und wurde dafür als Feiertag gestrichen.
      War mir schon immer unverständlich.

  15. Reiseroute
    die klassische Süd Route von Dresden aus wäre aber via Prag, Brünn und Bratislava in Orbans Reich zum Plattensee.

    Das Teilstück Autobahn bis Prag ist ja schon (fast) fertig.

    • Prag
      wäre auch mein Tipp, Zustimmung. Ein Katzensprung, wenn’s endlich fertig würde.

      Und wenn Sie erst einmal dort mit nettem Getränk in der alteuropäischen Sonne sitzen, brauchts kaum noch Österreich.
      Na gut, Wien ist nicht weit. Und Budapest, auf was Süßes ins Café Gerbeaud…

      Allen Ernstes, was ist „Berlin“, zum Teufel?

      btw Wer soll denn bauen?

  16. Nichts wie weg hier
    meinte auch Sigmar Gabriel und ließ sich in den Iran fliegen um sich dort zu ärgern nicht einmal von der No2 empfangen zu werden.
    So weit ich weis galt der Wunsch von Frau Roth auch nicht dem potentiellen Kanzlerkandidatkanditat der spd (Ich schreib das lieber mal klein) der menschenrechte klein schreibt wenn es ums große Geschäft geht auch wenn dieses großes Geschäft stark nach den großen Geschäften von Kleinkindern riecht.
    Mit Flugzeugen lässt sich auch die Distanz Dresden Norditalien überbrücken. Ich vermute allerdings das viele erst in Griechenland aussteigen.
    Bayern als Norditalienische Provinz ist eine gute Idee.

    Da fällt mit ein: Wird Italien in der €urozone langfristig bleiben?
    Wenn nicht könnte man mit guten bayerischen Talern dort günstig essen gehen.

    PS : Spinatkäseknödel – der Link zum Rezept fehlt. – Was halten sie davon ein Kochbuch herauszubringen. Nicht das sie selber kochen müssten. Es würde ja genügen die Köchinnen zu befragen und es könnte ihre Reisekasse auffüllen. ggf in Verbindung mit einem Radreiseführer. Wie wärs?

  17. Spottdrosseln
    Don Alphonso habe ich als Spottdrossel lieb gewonnen. Dass es ihn gen Süden zieht, wenn hierzulande rauhes Wetter aufzieht, verstehe ich, und alternative Routen dorthin gibt’s in BaWü auch: Wenn’s krächzt und kreischt im deutschen Osten, darf uns der Süden ruhig was kosten. Wir lassen fünfe gerade sein, steht nur die Mauer erst am Main. :-D

    • Deutschland einig Vaterland,
      bleibt dann der Deutschen Bank als Pfand.

    • Mauer am Main
      Frankfurt macht nur ungern Dinge nach, die in Berlin erfunden wurden. Muss es wirklich eine Mauer mitten durch unsere Stadt sein, oder reicht es u.U., die Mainbrücken zu sprengen?

  18. Titel eingeben
    Herrliche Bilder, großartige Idee, Ihre Autobahn Kaliningrad Verona

    Doch muß ich bitten, die Autos passend aus Togliatti zu beziehen.

  19. >>eine neue . . . Mauer an der Mainlinie
    Nein, das wäre nicht schade.
    Jedenfalls nicht für jeden.

  20. Mauer an der Main-Linie
    Ganz klar, die Mauer muss her, wenn Bayern nicht untergehen soll.
    Und wenn die erst mal steht, anlässlich einer „Abschlusskundgebung der italophilen süddeutschen Fastitaliener“ Tirol und Piemont blitzartig besetzen, nach dem Muster der Krim-Besetzung durch russlandfreundliche „Zivilisten“. Schließlich gilt es da vitale bayerische Interessen zu verteidigen, wie der Beitrag zeigt. Außerdem würden die Besetzer von den Norditalienern bejubelt, braucht es doch auch im Süden eine Mauer.

    Bilder z. T. wie gemalt, launiger Text.
    Leserherz, was begehrst du mehr.

    Grazie, ciclista eroe!

    • Da müsste man nichts besetzen, der Staat der Alpenländer würde sich von ganz allein bilden.

    • Davon, dass dieser Quatsch
      mit der Mainlinie ständig wiederholt wird, verbessert sich der Vorschlag nicht. Topologische Gegebenheiten sind in diesem Zusammenhang irrelevant. Zielführend wäre dagegen eine Wiederinbetriebnahme des Limes. Ich bitte Sie Don, dass müssen Sie als Historiker doch zugeben. Auch die Planierung Frankfurts könnte entfallen, da einige der Häuser dort – zumindest für eine Zwischennutzung – als Wachtürme gebraucht werden könnten.

    • Alpenländischer Staat
      „Da müsste man nichts besetzen, der Staat der Alpenländer würde sich von ganz allein bilden“

      Ich war schon immer für die kleindeutsche Lösung.

    • kleindeutsche lösung
      J R

      war die kleindeutsche Lösung nicht o h n e Österreich?

  21. Wir sind nach Bayern in den Urlaub gefahren …
    und haben uns von dort aus einen Tag lang Salzburg angeschaut. Ohne Autobahn – einfach mit dem ICE.

  22. Titel eingeben
    es würde reichen wenn Bayern endlich mal eine Autobahn auf die Beine stellen würde wie man sie in einen Kulturstaat erwartet.
    In 25 Jahren bin ich einmal an München vorbei gekommen ohne im Stau zu stehen. Die Strecke nach Kufstein läßt einen an Wege zu den Kokaingebieten der Anden denken aber nicht an das Recht der uneingeschränkten Vorfahrt. Das Straßennetz ist keinen Anforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen, absolut nicht. Wenn Bayern so wohlhabend ist wie es gern tut wieso um Himmels Willen gibt es dann keine Schnellstraße mit der man dieses Hindernis auf dem Weg in Gefilde die sich wirklich lohnen sicher in maximal 2 Stunden durcheilen kann.
    Unfähigkeit, Böswilligkeit oder beides?

    • Förderung des bayerischen Fremdenverkehrs, wenn die Leute entnervt aufgeben.

    • Titel eingeben
      München, das Hindernis.

      Ich muss schon bitten!

    • auf der Autobahn...
      Die Planung für den sechsspurigen Ausbau der A8 laufen bereits seit 35 Jahren. Gehakt hat es immer an den Bauern, die ihre Felder nicht für Spottpreise verkaufen wollten. Und ganz nebenbei mischt noch der BUND mit, der einige seltene Schmetterlinge zwischen der AS Schweinbach und AS Reichenhall gesehen haben will.

      Haben Sie gesehen, wie nah die Dörfer bereits an die Autobahn gerückt sind?
      Bauland im Berchtesgadener Land ist goldwert! (Sorry, Don, nicht nur der Tegernsee zieht die Reichen an..) Das gibt keiner so schnell aus der Hand.

      Die Lösung wäre der komplette Neubau ab Traunstein bis Salzburg. Bis der aber genehmigt, geplant und gebaut wäre, verprassten die Enkel meiner Enkel das Erbe ihres Ururgroßvaters.

    • Das Geld geht in den Osten
      Zuerst mussten im Osten die Landschaften zum Blühen gebracht werden. Seitdem wir bayerische Verkehrsminister in Berlin haben, klappts auch mit der Autobahn. Inzwischen ist die A3 von N nach F weitgehend 6-spurig und die A8 von M nach S auf der bayerischen Seite (bis Ulm) auch.
      Leider hat das „Blühen“ im Osten immer noch nicht dazu geführt, dass die Leute dort genug Arbeitsplätze haben. Sie pendeln immer noch nach BY und BW. Das sorgt für die Staus an jedem WE.

  23. Dem Werwolf entronnen
    Sie wehklagen und jammern, als ob sie einer Horde Werwölfe begegnet und ganz knapp entronnen seien. Dabei haben sie doch nur ein paar offensichtlich stinkunzufriedene, aber letztlich ganz ungefährliche Ortsansässige (solche, die schon länger dort wohnen) getroffen.
    Waren sie überrascht? Wenn ja, wie das? Und wie war das mit dem Hirn von Frau Roth? Hat sie jemals etwas geäußert, was auf solches schließen lässt? Hat sie irgendwo in ihrem Leben, sagen wir auf 5 -10 ordentlichen Seiten, einen Gedankengang hinterlassen, den wir kennen sollten? Hirnlos ist für sie JEDER Widerspruch gegen das, was eben ist und was sie in ihrem gedankenlosen Glauben für gottgegeben hält. Das ist das sogenannte Nulldenken. Und wenn ich mir eine Inkarnation dafür vorstellen müsste, sagen wir einen „Doppelzentner fleischgewordene Dummheit“ (HMB), dann käme ich ziemlich genau auch bei Claudia Roth heraus.

  24. Damage? Total, sir.
    Autobahnen? Will da wieder jemand wieder Autobahnen bauen?

    Sind wir wieder so weit?

    Na gut, das mit dem Flughafen bauen, das haben die in Berlin ja nicht so ganz… aber muss es denn sofort Autobahnen sein?

    Whatever, wenn Demokraten bemerken, dass das Volk sie beschimpft, dann überdenken Demokraten ihre Politik.
    Nicht-Demokraten schimpfen zurück und planen die Züchtigung und Umerziehung des Volkes.

    Jetzt wird das dunkle Sachsen von der hellen Republik abgesondert, das Land mal eben wieder gespalten, 26 Jahre nach der Wiedervereinigung. Auf Anweisung einer ostdeutschen Kanzlerin.

    Und da der Herrgott weder Hirn noch Meteoriten auf Berlin werfen wird, endet es wohl doch am Ende wieder beim Bau von Autobahnen.

    • Waren wir je anders?

    • Ich darf daran erinnern ...
      … dass bei der großen Finanzkrise 2008 folgende Förderung stattfand:

      Infrastrukturgelder, die aber in Neues gesteckt werden mußten, nicht in den Erhalt und die Erneuerung maroder Infrastruktur

      Abwrackprämie von 5.000 Euro, die nur der Automobilindustrie zugute kamen statt einer Prämie für Renovierungen in den Heimen der Bürger, die allen Handwerksbetrieben und den dort Angestellten und deren Lieferanten zugute gekommen wären

      Sinnvoll wars nicht, was sich die CDU und die SPD damals haben einfallen oder einreden lassen.

    • I coulda had class. I coulda been somebody, instead of a bum, which is what I am.
      Ja, das stimmt, denn:

      Nein, wir waren immer schon so.

      Aber:

      Ja, wir waren anders, wir waren früher alle rechts.

      Denn: Der einzige mögliche Unterschied in der Politik ist der von Links/Rechts.

      Mehr Möglichkeiten lässt einem die Dualität der Kommunikation nicht.

      Deshalb sag ich ja immer:

      Don, wenn Sie gegen diese Politik protestieren wollen, dann müssen Sie AFD wählen.
      Alles andere ist KEIN Protest, weil es nicht als solcher wahrgenommen wird, weil alle anderen Parteien sich gegenwärtig und einheitlich links positionieren.

      Am Ende wird die Kommunikation auch alle Don Blogs auf diese Dualität von Links/Rechts einstampfen, am Ende wird er entweder rechts oder links stehen, je nachdem, wer ihn beobachtet.
      Für Amadeu Antonio ist er schon rechts, für die FAZ Geschäftsführung immer noch auf CDU Linie, d.h. links, da kann er noch so intelligente, d.h. komplexe Texte schreiben.

      Am Ende sind wir alle nur so, wie die Welt uns beobachtet.

    • njet
      routinemäßig irrt der common sense, der gerne Vereinfachungen anhängt. Die Welt hat mehr Dimensionen. In Wirklichkeit gibt es nur wenige Unterschiede zwischen links und rechts.

      Was wichtiger ist, ist das Maß an Gewalttätigkeit, mit der versucht wird, die eigenen Standpunkte anderen aufzuzwingen. „Links“ und „rechts“ stehen für Etatismus, d.h. die Durchsetzung politischer Ziele mithilfe staatlicher Gewalt. Mit unterschiedlichen Manipulations- („Regulierungs“-)Schwerpunkten, bei Wirtschaft und Bürgerrechten. Klassische Sozialdemokraten und klassische moderat Konservative (Zentristen) vertreten eine Mittelposition zwischen liberal und antiliberal.

      Bei den Extremen ist die Symmetrie dann perfekt. Praktisch jede Definition, die Faschismus charakterisiert, passt bzw. hätte genausogut auf die sozialistischen Staaten gepasst.

    • Addendum
      @Don Alphonso hat sich in seinen Artikeln mehrfach gegen Internetzensur, von welcher Seite auch immer ausgesprochen. Genau das charakterisiert einen Liberalen. Mass und alle diese Interventions- Verbots- und Regulierungsbefürworter für Falschdenken sind Antiliberale.

    • Sachsen nicht oberhalb der Mainlinie
      Ach, das dunkle Sachsen. Wir sind es ja leider gewohnt, auf der falschen Seite zu enden. Nicht allein, dass wir, seit uns der preussische Friedrich die Hauptstadt zerschoss, nicht besonders zutraulich auf Berlin schauen (und es trotzdem besiedelt haben, was vermutlich weder uns noch Berlin in summa bekommen ist). Versuchen wir Revolution, stehen Bakunin und Wagner auf den Barrikaden und man fragt sich, inwieweit das die Ursache von dem ist, was man jetzt fortwährend beklagt.

      Es ist nicht besonders berauschend, für die sächsische Gegenkultur in Haftung genommen zu werden, obwohl eins natürlich wahr ist: Der Sachse als solcher ist erst einmal dagegen. Und von daher auch der ostdeutschen Kanzlerin nicht sonderlich zugeneigt. Außerdem: Der Akzent klingt (immer noch) zu bekannt und man will das natürlich nicht zugeben.

      Ich plädiere trotzdem klar für die Autobahn Verona-Dresden-Königsberg: Oberirdisch bitte, ohne versperrte Ausfahrten, dafür sind die historischen Verbindungen zu Italien einfach zu stark, plus Verbindungen nach Polen sowieso, und alles andere wäre nicht fair.
      Italien das Schlüsselwort: Zamosc in Ostpolen wurde vom italienischen Architekten Bernardo Morando als ideale Stadt gebaut und nicht nur Vivaldi ging nach Wien, sondern auch viele italienische Sänger und Musiker nach Dresden. Zulange her? Nicht wirklich.

      Pegida? Egal, irgendwas haftet immer. Ich bin da nicht beglückt. Und es erinnert mich daran, dass die Kritik an der chinesischen Kulturrevolution beinahe mein Abi gecrasht hätte. Zu früh, falscher Ort.

      Sachsen unterhalb der Mainlinie, schon wegen des Himmels: Tiepolo, nicht Nolde. Falls das zählt. Auch wenn das zugegebenermaßen eine äußerst sentimentbeladene Zuordnung ist. Und möglicherweise die Mehrzahl der Sachsen eher nach Moskau schaut. In dem Fall Königsberg zu streichen wäre. Und ich emigrieren müsste.

    • A bissel mehr dazu
      Schoenes Zitat das sie benutzen Meister Goodnght. In der Tat, so passend fuer viele in der Politik. Da wuerde ich gerne dazu setzen: „I could have been a somebody. I could have been a contender …. instead of being a bum.“ Nur bleibt die Frage wer ist der Contender in der Republik der Deutschen? Gibt es da ueberhaupt einen oder eine?

  25. Stau und Wein, das lass sein
    Das ist recht lustig. Ich frag mich auch, wieso die alle, nur um diesen unreifen Wein zu trinken, sich Ende September bis zum dritten Okt. alle dort aufhalten und wie sie nach dem jungen Wein mit einem Klo auskommen.
    Die Dresdner würden da griesgrämig werden mit so vielen Prantlhausenern.
    A propos Ihr voriger comment-Sektor, ich las da von einem Syrer, der vier Frauen und 23 Kinder einbringen durfte. Müssen wir die alle ernähren? Stimmt das überhaupt?
    Ist das Schnee auf dem Karwendel, das eine Bild? Heissa, jetzt kommt der Winter schon so früh – neuerdings nennt man das Klimaerwärmung. Hier bei uns im Oberland ist es auch ca. 10 Grad heiß.
    Die Frau Claudia tauschen wir gegen einen Syrer aus der Türkei, dort kriegt sie, was sie bestellt: Eingeschränkte Rede. Falls sie falsch redet, geht sie in den Knast.

    • Das ist der Alpenhautkamm über dem Schnirntal – allerdings war auch der Plosegipfel über Brixen weiss.

      Alk trinke ich nicht, eine Tugend muss man haben.

  26. Brückenschlag
    Ich sage nur: die Hochleistungsverbindung gen Süden, würde über München führen und
    nach EXTRA-Zuschüssen, auch über Ingolstadt, damit einige ihre angesäuerte-n Abscheidung(en), „postalisch“, per freien Fall und ungezielt, senden können. Da würde die Fahrt zum Gipfel, zur Krönung!(Wortspiel für den Ostler)
    Und da wir unter sehr vielen Wendehälsen leiden, beiderseitig, wäre ich für eine direkte Schleife am Berg, Gipfel der elitären Vermögenden, um ja keinen Cent in die Wohlfahrtsgesellschaft, der niederen Bayern, AB-zu-LASS-en: ein gnädigeren Akt, kann ich mir um Himmelwillen, nicht vorstellen!

    Liebe Grüße

    PS: wir würden mit Zweitaktern über den von Steuern finanzierten Brückenkopf donnern, damit auch euer Klischee, weitestgehend erfüllt wird – nur um die Himmelhoch jauchzende Bergfriedwelt zu vernebeln. Puh, diese Wetterkapriolen…

  27. Die ewigen Germanenströme nach Süden lenken
    Auf der Transitstrecke oder halt mit der Reichsbahn
    .
    http://images3.cinema.de/imedia/3561/2003561,Nr1ze7vsXPICTg0DEbJMqPFeFqV+G8LJCv3lkXy+Up2bQepquqi9pZhA8gInJI1BdqSVxJsLYAg9z+cpkuJvaw==.jpg

  28. Oh' du schöner Einheitstag...
    Ihre Phantasien in allen Ehren, lieber Don, aber ich möchte vor allem noch auf ein Faktum hinweisen, dass mir im medialen Geschrei um die lauten Pegidisten untergegangen zu sein scheint.

    Der Einheitsfeierlichkeiten hatten in der gesamten Stadt Dresden etwa 450000 Teilnehmer aus ganz Deutschland und vielleicht auch aus dem Rest der Welt zu verzeichnen.
    Die deutlichen Meinungsbekundungen der unhöflichen Art wurden von etwa 500 bis 1500 Personen proklamiert.

    Wer ein wenig rechnen kann, stellt fest, dass also etwa 0,1% oder weniger Menschen lauthals ungefragt ihre Meinung vor den Fürsten unserer Demokratie geäußert haben.

    Bei dem medialen Rummel um die Einheitsfeier war das unzufriedene Publikum im Promillebereich, schien aber beinahe der Hauptakt zu sein, wenn man diese in den Qualitätsmedien verfolgte und diesen Glauben schenken mochte.
    Man hätte den Eindruck haben können, die Schreihälse hätten irgendeine Macht ausüben können und um sich angstvoll zur Nachtruhe begeben, in der Meinung, dass in Deutschland vielleicht über Nacht die „rechte Revolution“ hätte ausbrechen können und man am morgen von einem Reichshauptsender im Rundfunk hätte geweckt werden können.

    Die Wahrheit ist aber eine andere: Die Qualitätsmedien waren an einer Darstellung der Einheitsfeiern in den weiten und ausgedehnten Bereichen der Stadt und damit an der Feier des tatsächlichen Volkes gar nicht wirklich interessiert, bis auf wenige löbliche Ausnahmen abgesehen. Die meisten Medienvertreter waren auf den paar Quadratmetern versammelt, in die sich auch die politische Prominez kutschieren und feiern lies.

    Diesmal haben die Pegidisten aufgepasst und nicht so gefeiert, wie die Regierenden es gerne gehabt hätten. Trotz der auffällig dummen Sprüche hatten die Organisatoren von „Volkes Zorn“ es also geschafft, genau den Platz akustisch zu erobern, an dem eigentlich Volkes Jubel zur Feier der demokratischen Potentaten hätte losbrechen sollen.

    Aber so ist das eben mit dem Volk, manchmal muss man sich eben ein anderes wählen und leckere Spinatkäseknödel essen fahren. Das hätten auch Kanzlerin, Bundespräsident und andere Heulsusen machen können, aber dazu waren sie zu feige oder zu pflichtbewusst, wie immer man das sehen mag.

    Es stört mich einfach enorm, wenn ein Tausendstel der Gäste des Einheitstages sich nicht benehmen kann, aber 50% der Berichterstattung diese ungehobelten Pegidisten vornehmlich thematisieren.
    Zudem können diese äußern was sie wollen, ist es auch noch so unverständlich, unangebracht und unhöflich, aber auch diese Schreihälse haben ein Recht auf Meinungsfreiheit.

    Und ich finde, dass können Merkel & Co. auch mal auf einem kurzen Weg in Räume der Feierlichkeiten ganz gut aushalten. Und das mediale Theater um die Unzufriedenen war in dieser Menge absolut unangebracht.

    Es ist eher ein Zeichen für eine funktionierende Demokratie, wenn Mitbürger sich trauen, so offen ihre Meinung zu skandieren, auch wenn mir persönlich diese Meinung (oder auch die Beleidigungen) nicht gefallen.

    Wenn man die Relation zu der tatsächlichen Teilnehmerzahl an der Einheitsfeier herstellt, ist das pegidistische Geschrei kaum berichtenswert, außer man glaubt noch an Majestätsbeleidigungsparagraphen.

    Also liebe Medienvertreter, „sonnt“ Euch nicht nur im Lichte der „großartigen“ und alles überstrahlenden Volkvertreter, sondern geht auch Mal da gucken, wo wirklich gefeiert wird, da ist die Stimmung sicher hervorragend gewesen!

    Dresden ist schön und gastfreundliche und bleibt (wie auch Italien) immer eine Reise wert!

    • Naja, bei der Darstellung geht es natürlich auch um die Durchsetzung neuer Kontrollgesetze, wie sie gerade vom Prantl gefordert werden, und um Millionen für Broschüren und Webseiten. Geleitet und gelenkt von Parteikadern. Die müssen ja versorgt werden, wenn sie nicht mehr gewählt werden.

    • Ähnlich wie Sie, Herr Gnadenbrotler
      habe ich die Berichterstattung gesehen.

      Es ist wirklich erstaunlich, wie sich sogenannte „Qualitätsmedien“ incl. der Öffentlich Rechtlichen Zwangssender als, entschuldigen Sie bitte die Bezeichnung, als billigste Nutten erweisen (nichts gegen das sexuelle Gewerbe, Don Alphonso), die vorhersehbar berichten und bei denen ich mich nicht mal wundern würde, würde dereinst bekannt, dass diese einen Teil der Demonstranten für die Aufnahmen und Ausstrahlungen entlohnt hätten.

      Bigotte Medien halt, verkommen bis zum Grund, schlimmer als völlig verfaulte Zähne.

    • Titel eingeben
      Gnadenbrotler…

      „Es ist eher ein Zeichen für eine funktionierende Demokratie, wenn Mitbürger sich trauen, so offen ihre Meinung zu skandieren, auch wenn mir persönlich diese Meinung (oder auch die Beleidigungen) nicht gefallen.”

      Unter einer funktionierenden Demokratie versteht man im 21.Jahrhundert etwas anderes. Selbstverständlich sollten Bürger sich trauen eine abweichende Meinung zu haben und sie auch mehr oder weniger laut herumposaunen dürfen, ja, sie sogar in Blogs für Minderheiten schriftlich darlegen können… aber in funktionierneden Demokratie ist so was gar nicht mehr nötig da alle bereit sind sich den Weisheiten der Obrigkeit anzuschliessen.

      Es ist doch recht erfreulich dass sich die „lieben Medienvertreter“ ihrer Verantwortung für die Schaffung einer funktionierenden Demokratie und ihrer Rolle dabei bewusst werden, und dementsprechend ihre ja nicht gerade unbedeutenden Arbeit für dieses grosse Ziel mit staatsbürgelichem Eifer nachkommen.

      Es ist erfreulich, dass neben dieser, der vierten Gewalt im Staate, zeitgleich auch die Judikative sich ihrer Verantwortung für eine gelungene Demokratie wieder bewusster geworden ist und an oberster richterlicher Stelle zur Ehre des Feiertags entschieden hat:

      „Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Entschädigungsforderungen von Opfern des Luftangriffs im afghanischen Kunduz vom September 2009 abgelehnt. Mit dem Urteil vom Donnerstag bestätigte das Gericht im Ergebnis entsprechende Entscheidungen der Vorinstanzen.
      Laut Gesetz muss ein Beamter oder sein Dienstherr Schäden ersetzen, die aus einer „vorsätzlichen oder fahrlässigen“ Amtshandlung entstanden sind.
      Zur Begründung hieß es, dass das Amtshaftungsrecht nicht auf „militärische Handlungen der Bundeswehr im Rahmen von Auslandseinsätzen“ anwendbar ist.”

    • Was für Politiker!
      Ich erinnere mal daran, was FJS während seiner Wahlkampfzeiten alles (von links) aushalten musste und ausgehalten hat. Gibt im Netz eine Menge Videos dazu. Allein die Begrüßung der „Kommunistenfreunde, die den Wahlkampf der CDU/CSU unterstützen“ ist legendär. Und da waren einige Hundertschaften mit Trillerpfeifen unterwegs.
      Anderseits: Ich würde das Gejohle auch nicht aushalten. Deshalb bin ich ja auch kein Politiker geworden.

    • Es ist m.E. einfach keine Art.

    • Wenn das so wenige waren - und auch noch hinter Absperrungen, weshalb
      nur hat dann des Ministers Gattin geheult?
      Da stimmt doch was nicht – oder ist die Frau hochsensibel?

    • Titel eingeben
      Der politische Zeitungsredakteur Münzer (in Kästeners „Fabian“):
      „Glauben Sie mir, mein Lieber, was wir hinzudichten, ist nicht so schlimm wie das, was wir weglassen.“

  29. Tstststs
    Was will ich in Italien?
    150 km von Dresden liegt Prag, welche die Goldene Stadt genannt wird und mit den besten Bieren, sowie den schönsten Mädels der Welt aufwarten kann! Hören Sie sich Smetana`s – Die Moldau an und Sie wissen, wie man sich in Prag fühlt!
    Außerdem zwischen Dresden und Prag liegt die Sächsische Schweiz, welche auch beim gröbsten Mistwetter Ihre Reize hat.
    Außerdem, in Böhmen gibts die besten Knödel (also richtige, nicht diese Klöße die Ihr in Eurem Übermut Knödel schimpft) mit einem Gulasch zum reinlegen! Dazu nen Liter Velkopopovický Kozel und sie wollen nie wieder weg !

    PS Die Roth wurde nicht mit Farbe beworfen! Die ist schon so nach Dresden gekommen!

    • Jetzt muss man das nur noch Pegida vermitteln.

    • Och
      Ich bin mir sicher die wissen das, denen war halt ihr Geschrei nur wichtiger.

      Würde ich Roth auf der Straße begegnen, würde ich wohl auch spontan ne Runde „Mundwasser“ in ihre Richtung schicken. Extra warten, bis die Murmel vorbei rollt? Ne. Aber soll jeder mit seiner Zeit machen, was er will.

      PS lieber 3.10. PEGIDA in Dresden als 12.12 Antifa in Leipzig. Es ist einfach billiger für Dresdens Steuerzahler.

  30. Deutsche Touristen an jeder Straßenecke
    Es muss nicht Italien sein. Auch mein niederländisches Dorf hier war am Wochenende voll von deutschen Touristen. Statt Spinatknödel genossen sie rohe Heringe (oder auch nicht) und reisten dann weiter nach Amsterdam zur Nachtwache. Jetzt sind die Deutschen wieder weg und die Expats aller Länder bestimmen wieder den Ton.

    • Ja, aber für die Problemdresdner wäre die Ostsee viel näher. Wir bauxchen neue Attraktionen.

  31. Dresden vs. Sebastian Kurz
    Ich mag ja beide sehr gerne. Das Dresden und auch den Herrn Kurz. Beide bodenständig und immer zuverlässig; nahe am Menschen.

    Ich war kürzlich in Dresden, ein Naturprodukt von mir traf Sebastian Kurz in einer Kneipe in Wien, in der er wohl öfter einkehrt – also der Herr Kurz. Und stellen Sie sich vor – es gab kaum Security, sondern der Herr Kurz gesellte sich einfach dazu. Mir wurde gesagt, dass gesagt wurde, dass der da öfter einkehrt und das alles unproblematisch ist.
    Der süffelt da sein Bier, macht ein paar Selfies und schwirrt wieder ab, der Kurz. Man kennt ihn, man mag ihn, man akzeptiert ihn. Nicht so ein steifes Ding, wie Deutschlands Außenminister, der sich wahrscheinlich immer bedroht fühlen muss, sondern ganz easy. Der Kurz eben – nahe dran am Leben und er wird gemocht.

    Dresden war auch schön. Kein so genannter Mob, sondern alles entspannt. Die Stadt war voll von Touristen, die Schlange vor dem Grünen Gewölbe war ellenlang.

    Jetzt frage ich mich, warum man in Deutschland keinen Außenminister hat, der unauffällig in Kneipen herum latscht und warum Dresden, wenn es doch so schädlich ist und den Tourismus stört, so gut besucht und betucht ist.
    Ich halte das für eine Desinformation, denn Dresden platzt noch immer aus allen Nähten. Einige Hotels sind über Monate ausgebucht; mein Kleines komplett bis zum März 2017. Ich fragte nach, aber es gab keine Stornierungen.

    Wie passt das also zusammen, dass Dresden nicht mehr „rentabel“ ist oder ängstlich macht zu dem, was ich immer lesen muss? Dass Dresden -wg. Pegida- nicht mehr attraktiv ist?
    Schmarrn ist das.
    Während Dresden noch ein paar Jahre von seiner wahnsinnig guten und tollen Kultur und den friedlichen Menschen lebt (ich meine nicht die marginalen Spucker), wird ein Böhmermann irgendwann hoffentlich abnippeln (also seine Show – was aus ihm wird? Egal.).

    • der sympathische Herr Kurz
      ist ein Typ Politiker, den es bei uns so nicht gibt. Oder sie halten sich noch alle im Hintergrund.

      Aber volksnahe Politiker treffen Sie auch in Bern. In der Mittagszeit gegenüber vom Bundeshaus sind Bundesräte u.a. in den Kneipen anzutreffen oder einfach auf der Straße.
      Unsere „Elite“ hat Angst vorm Volk, anders ist dieses Abschirmen nicht zu erklären und außerdem halten sich alle für so eminent wichtig…

      In Dresden haben vielleicht 500-1000 gepöbelt, gleiches gedacht haben etliche Zuschauer mehr.

      Und ich bin heute stinkig, weil nebenan ab morgen kassiert wird und das nicht zu knapp. Es ist so teuer, dass ich mir die FAZ nicht leisten kann. 12 freie Artikel und dann mtl. 50 Euro, die spinnen doch komplett. Die Welt nimmt 4,99 mtl.

    • Das betrifft m.W. aber nicht die Blogs.

    • „Unser Angebot unterscheidet sich in einem weiteren Punkt maßgeblich von einigen anderen Nachrichtenseiten: Nur die besonders gekennzeichneten F.A.Z. PLUS-Artikel kosten Geld – alles andere bleibt frei. Sie müssen also nicht befürchten, dass Sie plötzlich Ihr Kontingent an freien Artikeln verbraucht haben.“

      http://www.faz.net/aktuell/wie-funktioniert-f-a-z-plus-14467149.html

    • Ich habe mir eben den Sermon nochmal durchgelesen
      und bin etwas besänftigt. Wenn das Plus-Angebot das umfasst, was heute vorgestellt wird, dann kann ich gut drauf verzichten. Schaun wir mal, wie sich das entwickelt, ob man dann für Kohler, Steltzner usw. zahlen soll oder nicht, ich hätt’s Geld einfach nicht. Die Einsicht ist nicht hübsch, aber nicht zu ändern, was zur Folge hätte, dass ich meinen Account nebenan abmelden könnte. Macht ja eh schon länger keine Freude mehr.

      Vor lauter Frust, nicht zuletzt wegen der Spinatknödel, die ich hier nicht habe, gab’s bei mir noch spät Kässpätzle mit geschmelzten Zwiebeln und in Butter angeschwitzten Semmelbröseln, man gönnt sich ja sonst nix. Die Kalorien habe ich gar nicht erfasst, heut ist eh alles furchtbar.

    • There's no nobility in poverty.
      Geehrte Frau Simon,

      wir sollten dann auch für unsere Kommentare eine Vergütung einfordern.

      Oder fürs Lesen der Artikel. Pro Klick einen Euro.

      Oder allein fürs Bezahlen bezahlt werden.

      Da geht noch was….

    • Nohmal: ausser den FAZ Plus Artikeln ist alles frei.

    • @ Don
      „Nochmal: ausser den FAZ Plus Artikeln ist alles frei“

      Norbert Blüm (1997): „Zum Mitschreiben: Die Rente ist sicher“

    • Honorar für Kommentare
      @goodnight

      das wäre keine schlechte Idee und aufgrund doch immer zahlreicher Empfehlungen käme bei mir etwas zusammen. Dieser Tage freute sich eine Foristin, doch mal wieder etwas von mir zu lesen, die Klicks kommen ja auch dem Mutterschiff zugute, aber das sieht der Herr vB. sicher anders.

  32. !
    So bravourös wie generös. Ein Sinnbild der tiefen Seelenverwandtschaft zwischen Ost und West, lieber Don!

  33. Titel eingeben
    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Was ist in Dresden am Wochenende denn passiert? Politiker in Regierungsverantwortung wurden beschimpft, teilweise unter der Gürtellinie. Ja und?
    Liebe Genossen von Politik und Medien: „Von Bayern lernen heißt siegen lernen.“ Bei uns heißt das „Starkbierprobe am Nockherberg“ und seit 1891 lassen sich Politiker, die noch was auf sich halten, nach Strich und Faden bepöbeln, gerne auch unter der Gürtellinie. Da weint keiner hinterher, außer vor Lachen.
    Man hätte Frau Roth in Dresden einfach vorher einen Biertisch und einen Maßkrug hinstellen sollen, und sie hätte den Unterschied nicht bemerkt.

    • Ich habe mir das angeschaut und es kommt kaum an den Schwarzen block auf der Münchner sicherheitskonferenz heran.

    • So wie die Roth angeputzt war, hätt sie auch zum
      Christopher Street Day gehen können. Und sowas will ernst genommen werden…

  34. Norditalien ist eine münchnerische Chimäre
    Vor über 20 Jahren haben wir die „Favela Berlin“ verlassen und haben versucht in München und Starnberg heimisch zu werden. Die Nähe zu Italien war auch ausschlaggebend, der Gardasee so nah. Doch Irrtum. Gab es einen Brückentag oder ein langes Wochenende, dauerte eine Fahrt nach Riva länger als ein Flug nach Übersee. Wenn man am Brenner das schlechte bayerische Wetter hinter sich gelassen hatte, konnte man aufatmen. Aber welche Mühsal! Alles eine Fiktion. Wir haben dann die oberbayerische Provinzialität und den vielen Regen verlassen und sind in die „Favela-Berlin-Grunewald“ gezogen, wo wir sogar neben Strom Wasser aus der Wand haben.
    .

    • Jeder, wie er will. Ich fahre über den Achenpass, das geht meistens schnell und es gibt Schleichwege zum Brenner. Brückentage habe ich als Nichtarbeiter nicht.

  35. Titel eingeben
    Na ich war dann doch froh nicht in Dresden gefeiert zu haben. Stattdessen haben wir bei vielen Festen und Veranstaltungen, mit wohl auch vor der offiziellen Feier geflüchteten Besuchern, drei tolle Tage gehabt und das ganz ohne Polizeiaufmarsch. Somit hatte ich doch noch ein wenig italienische Leichtigkeit, Sonntag auch noch bei schönem Wetter. Obwohl es schon traurig ist, dass in Dresden wieder alles nur auf die Demonstranten reduziert wird. Die Veranstalter, Bewohner und auch die Sicherheitskräfte haben da alle eine tolle Arbeit geleistet.

    Was mir dort gefehlt hat ist, dass unsere Prominenz nicht auch die Opfer der Anschläge von Köln, Ansbach …. empfangen haben. Das wäre doch mal ein Zeichen gewesen.

    Habe übrigens ca. 40 Jahre altes Damenrennrad im Keller gefunden. Nichts tolles aber nun kribbelt es schon, dass Ding wieder fahrtüchtig zu machen. Also DA, nicht das ich sie unter Druck setzen möchte, wann kommt die Story zur Restauration alter, ne nicht weißer Männer, Räder?

    • Wenn das Wetter schlecht ist, geht es los mit dem Schrauben.

      Anschlagsopfer? Solange das nicht so wird wie in Italien, wo NoShows Renzi den Kopf kosten würden, ändert sich hier nichts.

  36. nicht weg, her
    Wieso wegfahren? Die kommen alle her!! Tolle Vielfalt. Viele Dialekte!
    Ein ostdeutscher Ostseeküstenbewohner

  37. Es gibt ja noch andere Gegenden, in die man ausweichen könnte ...
    Nix für ungut, ich finde es richtig dass die Wiedervereinigung gefeiert wird, aber man hätte es beim 17. Juni als Tag der deutschen Einheit belassen sollen. Besseres Wetter, und im Mittelpunkt die Erinnerung an die Bevölkerung der DDR und weniger an die Walz aus der Pfalz.

    Zu Fluchtrouten für Dresdner:

    Wie wärs, an Berlin und Stettin/Szczecin vorbei nach Wolin oder Kolberg/Kolobrzeg? Da brauchts auch nur ungefähr 5 Std. und ein paar Minuten. Oder an Görlitz vorbei ins Riesengebirge in ca 3 Std?
    Allerdings müßte man ein Ohr für die dortige Sprache mitbringen *), und imstande sein, auf den dortigen Speisekarten die empfehlenswerten Gerichte herauszufinden. Mit einem überzeugten Vegetarier als Begleiter habe ich einst in Szklarska Poreba ein ordentliches japanisches Restaurant gefunden. Und erst die traditionelle böhmische Küche auf der anderen Seite – man muss sie allerdings zwischen all dem Touristenquatsch erst finden – aber das ist an der Adria nicht anders.

    Dafür ist die z.B. die polnische Mentalität in mancher Hinsicht eher der italienischen Mentalität als der preussischen verwandt. (Bei den Tschechen habe ich zu wenig Erfahrung). Ich habe mich schon bei manchem Grenzübertritt gefühlt, als wäre ich in ein anderes Klima geraten, und das hat mir ausgesprochen gut getan. Immerhin wimmelt es weder in Polen noch in Tschechien von Merkel- oder C.Roth-Verehrern **).

    Also keine faulen Ausreden für die Dresdner!

    *)
    Auch die echten Preussen aus dem ehem. alten Osten haben manchmal einen linguistischen Vorteil: „Gott vergisst den Deutschen nicht, auch wenn er etwas polnisch spricht“ (A.Scholtis)

    **)
    Übrigens, a propos C.R., um den wahrscheinlichen juristischen Erfolg eines Fernsehkomikers mit seinem Ziegenficker-Gedicht richtig einordnen zu können, google man einmal nach den Stichworten „fette Qualle“ und „Menzel“, um zu sehen, dass unsere Justiz auch ganz anders kann. Und manche Medien auch. Mir ists ja egal, aber immerhin …

  38. Zum Tag der deutschen Einheit
    eine Autobahn von der Etsch bis (fast) an die Memel einzufordern ist schon ein kühner Gedanke.

    • Kühn? Gedanke?
      Wofür wurden gleich nochmal die Autobahnen ursprünglich gebaut? Und wie sehen die Folgen heute noch aus. Eben.

    • Wofür wurden sie gebaut?
      Ich weiß es nicht. Aber als Panzerrollbahnen für den Krieg in Russland mit Sicherheit nicht, wenn Sie das meinen. Bis in die Bereitstellungsräume fährt der Panzer mit der Bahn. Straßen helfen ihm nur im Kriegsgebiet.
      Ich vermute eher, das war eine Inszenierung zur Festigung der Volksgemeinschaft, zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zur Stärkung der Bindung des Volkes an die Partei. Der Führer konnte sich als erfolgreicher Macher darstellen.
      Gebraucht wurden die Autobahnen damals wohl noch nicht, aber 10 oder 20 Jahre später wären sie in einer Demokratie auch gebaut worden.
      In der jungen Bundesrepublik war es jedenfalls von Vorteil, dass sie schon da waren, warum auch immer. Also will ich nicht darüber meckern.

  39. Warum nach Königsberg ?
    Warum nach Königsberg, bauen wir doch eine Autobahn nach Italien und ans schwarze Meer, ich hab gehört da ists auch sehr schön.
    Zu den Italienern hat meine Familie nicht gerade grossartige Beziehungen (zwei Weltkriege an der Südfront waren ein bleibender Eindruck) aber das Schwarze Meer ließe ich mir einreden.

  40. "Habe Mut..." >>Eine Einmischung
    Ist die Rede von Jörg Bernigs, zur >>3.Kamenzer Rede<< in St. Annen. http://www.lessingrezeption-kamenz.de/news/articles/id-3-kamenzer-rede-in-st-annen-am-7-september-2016.html

    Ich kann Sie alle nur darauf aufmerksam machen, und würde sie zugleich auffordern, Sie zu teilen.

  41. Autobahn
    Es ist ja leider auch ganz in Vergessenheit geraten, daß die witzige Idee mit der Autobahn eine interessante Vorgeschichte hat: Als sich die Mauer 1989 so überraschend schnell einreißen ließ, stellte man fest, daß es gar keine Mauer war, sondern die Autobahn Berlin-Rostock. Die stand da nur zum trocknen.

  42. Brudervolk?
    Text eingeben

  43. Schauen Sie mal, geschätzter Don,...
    wer da ganz unerwartet am 3. Oktober seine Verbundenheit mit Italien zum Ausdruck gebracht hat (und das auch noch in Rom):

    „Kanzleramtsminister Peter Altmaier hat Italien deutsche Hilfe bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zugesichert. „Ich darf Ihnen eines versichern: Wir werden mit Italien solidarisch sein. Wir haben in dieser Woche beschlossen, dass wir in jedem Monat 500 Flüchtlinge aus Italien nach Deutschland umsiedeln, auch als Beispiel für andere Länder in Europa“, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend bei einem Empfang der deutschen Botschaft zum Tag der Deutschen Einheit in Rom.

    Der Saarländer gab sich in seiner Rede, die einschließlich Übersetzung gut 40 Minuten dauerte, als großer Italienfreund zu erkennen. „Ich bin nicht der wichtigste, aber der gewichtigste Minister im Kabinett“, sagte er seinen italienischen Zuhörern. Das habe nicht nur mit seiner Liebe zur italienischen Kunst, Kultur und Politik, sondern auch zur „Cucina italiana“ zu tun.“

    Interessanterweise war diese dpa-Meldung außer in der FR (und dort eher versteckt) nirgends zu finden.

    http://www.fr-online.de/flucht-und-zuwanderung/italien-500-fluechtlinge-im-monat,24931854,34830808,view,asFirstTeaser.html

    • Das wird mindestens so gut laufen wie die 120000 aus dem Resettlementprogramm.

      und 6000 Flüchtlinge – in Italieh kamen über 100.000 migranten an.

    • Allein am Montag über 10.000
      doch da helfen 500 ungemein. Und wie viele holen wir aus Griechenland ab, nachdem der Türkeideal ja so hervorragend funktioniert? Aber die grundsätzliche Frage ist doch, warum unterstützt die EU die Schleuser auf diese Art und Weise? Die LF schwätzt doch immer, dass denen das Handwerk gelegt werden soll… Das Abholen an der 12Meilen-Zone ist doch sehr einladend, wenn’s mit der Verteilung auch überhaupt nicht klappt.

    • Italiens Zuwanderung
      Don Alphonso,

      Sie kennen Italien und die dortigen Entwicklungen und Empfindsamkeiten besser als wir meisten hier.

      Wird es nicht so kommen, dass Italien die Häfen für gerettete Flüchtlinge schließen wird, wenn es die Zuwanderer nicht in den Norden weiterleiten kann?

      Was erwarten Sie?

    • Alle Zahlen sind Schall und Rauch - gerade die von den oberen genannten,
      denn die Wanderungsbewegung Richtung D hat sich längst verselbständigt und setzt sich stündlich fort. In den Städten kann man sehenden Auges die beständige Erweiterung der Zahl der Einwanderer erkennen.
      Nun ja – lassen wir sie weiter und weiter anwachsen. Was auch sonst.

  44. Franchise
    Zitat:
    7. Oktober 2016 um 00:18 Uhr
    „Zweitakter? Haben Sie denn keine Pritschen-LKWs vom russischen Brudervolk?“

    Wenn, kann es nur ein Brudervolk geben.

    Als Kanonenfutter sind wir gut genug. Die Pritschen-LKWs kommen Zeitnah, wenn RautenDreieck den Plan vollständig umgesetzt hat, die „Neukaledonier“, in der Neuauflage der Heeresgruppe Mitte, assimiliert, und nach westlichen Tugenden, ausgebildet wurden. Haben sie keine Angst vor dem Russen!

  45. Gegen den Prä-November-Blues
    Lieber Don Alphonso, hier am Nordpol herrschte gestern ein wahres Prä-Novemberwetter: 10°C, Nieselregen. Durch den Schreck des plötzlichen Wetterumschwungs wurde ich von etwas Prä-November-Blues befallen, doch als ich am Nachmittag Ihren Blog las, war meine gute Laune alsbald wiederhergestellt. Ich habe Tränen gelacht, das war so herrlich skurril. Herzlichen Dank, auch für die wunderbaren Aufnahmen.

    Und ja, die 3/10 Proteste wurden ziemlich hysterisch aufgenommen. So viel muss eine Demokratie aushalten, und den Vergleich mit anderen Protesten haben Sie, lieber Don Alphonso, auf den Punkt beschrieben.
    Tja, das Protest-Thema ist ein No-no; die Empfänger der Schmähungen und Buh-Rufe die erste Garnitur der politischen Berliner Republik – eine Majestätsbeleidigung. Und wenn von Putin die Rede ist: In Russland würde kein Untertan sich zutrauen, den „Zar“ des Großen Reichs mit Buh-Rufen zu empfangen. Immerhin ist Katharina die Große, neben Margaret Thatcher und Milton Friedman, ein großes Vorbild von LF, und schließlich wurde in ihrem Zarenreich auch nicht gebuht, sondern Potemkinsche Dörfer gebaut. Da sind die Duisburger in ihrem [potemkinsch gesäuberten] Stadtteil Marxloh mit einem guten Beispiel vorangegangen: Beim Besuch von LF wurde nicht gebuht, sondern gejubelt. So soll das sein.

    Am Dienstag bei Maischberger: Volkserziehung bzw. Belehrung dahingehend, was man nicht mehr sagen darf, z.B. zu behaupten, dass LF die Flüchtlings-schwemme verursacht habe. Denn Wunder, oh Wunder: Die Anzahl der in 2015 angekommenen einer Million Flüchtlinge sei inzwischen auf ca. 800.000 geschrumpft, und *das* entspräche genau der von vornherein avisierten Zahl. Die Logik dessen: Weil von vornherein mit 800k Schutzsuchenden gerechnet worden war, hätten Merkels Selfies keinen Einfluss auf die Anzahl Flüchtlinge ausgeübt. Soviel steht von nun an fest: Wer etwas Anderes behaupte, (wie ich das zuweilen getan habe), sei böse. Das ist jetzt verboten.
    Btw. Beim Umerziehungsprozess hat Lea Rosh sich die Rolle einer strengen Volkserzieherin zu eigen gemacht und der Frau Maischberger, die so getan hat, als würde sie die Zuschauer nicht direkt belehren, sondern irgendwie auch noch moderieren, wacker und unermüdlich unter die Arme gegriffen. ;-)

    • Der Tag wird kommen, da wird man ein TV-Gerät haben müssen.

    • Lea Rosh stand doch auch mit in der Truppe der Rosenüberbringer
      vorm Kanzleramt. Die so gern jüdisch seiende Nichtjüdin ist stramm auf Merkellinie.

      Zu den 890.000 offiziellen Neubürgern hat deM. aber vergessen, die bis zu 500.000 nicht erfassten, irgendwo untergetauchten was auch immer, hinzuzuzählen.
      Wenn das nun böse ist, mir egal, auch hier ist das Wetter garstig und mir viel zu kalt, der Blues hat grad erst angefangen und hält an.
      http://vera-lengsfeld.de/2016/10/04/german-history/

    • Titel eingeben
      Zitat: „Die Anzahl der in 2015 angekommenen einer Million Flüchtlinge sei inzwischen auf ca. 800.000 geschrumpft, und *das* entspräche genau der von vornherein avisierten Zahl. … “

      Das ist leider ein weiteres Paradebeispiel von Verarsche.

      Man erstelle jeden Monat eine Prognose, ob über Füchtlinge oder den eigenen Kontostand nächstes Jahr, gehe jedes Mal vor die Presse mit großem Tamtam oder zur besseren Hälfte, mache im Jahr zwölf verschiedene Prognosen von gut bis maximal schlecht. Dann kann man natürlich im nächsten Jahr als Prophet vor das Publikum treten und darauf verweisen, wie richtig man die Lage einschätzte und dass im Nachhinein alle anderen angeblich falsch lagen, die nie zu Wort kamen und in Foren gelöscht wurden.

      Zwischen Mitte 2014 und Ende 2015 (bis erste Monate 2016) lag die Differenz zwischen „Merkels“ Regierungs-Prognosen je nach Hinzunahme des Nachzugs für die Jahre 2015 und 2016 bei WEIT über 1 Millionen Menschen, eher bei 1,5 Millionen mit Nachzug. DIE DIFFERENZ DER PROGNOSEN! Es wurde also einmal 200 000 geschätzt, dann 400 000 und zuletzt 1,2 Mio PLUS Familiennachzug.

      Aber Politik und Medien entblöden sich nicht, selbst wenn sie dreist lügen, wie gestern, wo Maas behauptete, dass Syrer als Kriegsflüchtlinge hier generell die Flüchtlingseigenschaft nach Genf noch bekämen, was von Anfang an eben nicht den Gesetzen, Umständen und Vorschriften entsprach, sondern humanitär verordnet wurde, und seit Anfang 2016 auch überwiegend nicht mehr stattfindet.

    • Drahtfunk, lieber D.A., nicht TV!
      Die regulären Rundfunksender waren […] abgeschaltet, damit sie nicht von den feindlichen Bombern zur Orientierung benutzt werden konnten.

    • Volksbelehrung und verbotene Worte
      @ Renate Simon und Besserwessi
      Lieber Renate Simon, vielen Dank für den Link. Die Frau ist super.

      Ja, Lea Rosh war stets äußerst engagiert. Hätte sie noch kein Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen, wäre das nun fällig. :->

      Diese Rechnerei ist doch nichts als eine Verspottung der Intelligenz der Menschen. Zumal jeder, der die Geschehnisse etwas verfolgt hat weiß, wie viele Schutzsuchende hier ohne Papiere durch die Gegend laufen oder untergetaucht sind. Das Zurechtrechnen von unliebsamen Daten und Statistiken ist in diesem Land längst perfektioniert. Wenigsten en Bereich, in welchem es läuft.

      Maas et al. reden auch mit keinem Wort über die Nordafrikaner, die ja nun kei-ne Flüchtlinge sind und mehrheitlich als Täter von vielfältigen Delikten in Frage kommen. So ist das in der LF Berliner Republik: Über Probleme wird grundsätzlich nicht geredet. Denn wenn darüber nicht geredet wird, werden sie aufhören zu existieren. Eigentlich gehört solch eine Vorstellung in den Bereich der Psychologie: Magisches Denken bezeichnet in der Psychologie eine Erscheinungs-form der kindlichen Entwicklung, bei der eine Person annimmt, dass ihre
      Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf ursächlich nicht verbundene Er-eignisse nehmen, solche hervorrufen oder verhindern können. Herkömmliche Regeln von Ursache und Wirkung werden ignoriert.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Denken

      Das einzige Ziel solcher Erklärungsversuche ist doch nur, LF von jeder Verantwortung zu entbinden. Nun wurde offenbar ein erheblicher Teil einer Talksendung quasi dem Ziel gewidmet: Dem dummen Volk vorzurechnen, dass es sich irre. Denn was LF auszeichnet, ist das vollständige Fehlen von Einsicht in die eigenen Fehler. Denn selbst, wenn sie so tut, als ob sie etwas bereue, so tut sie doch das Gegenteilige. Selbst der Spruch „Wir schaffen das“ wurde von ihr nicht zurückgenommen, sondern stattdessen wurde den Bürgern von ihr vorgeworfen, dass diese ihren Satz falsch gedeutet hätten.

      Btw. dank Illner weiß ich jetzt, dass das Adjektiv völkisch verboten ist. Gut, dass ich das nun weiß. In den finnischen Schulen wurde auf solche Nuancen nicht hingewiesen. Nicht auszudenken, wie viele junge Deutsche solche Tabus nicht kennen. Gut, dass das Staats-TV die Informationsverpflichtung ernst nimmt. :->

      Ergo, @ Don Alphonso, bald wird das Staats-TV zur Pflicht, einschl. Info-Sendungen, in welchen der Bürger an verbotene Worte erinnert wird und lernt, was Hatespeech ist.

    • Es ist geradezu makaber
      Tamarisque

      denn in NRW leugnet der Innenminister die Existenz von no go areas. Jäger kommt aus Duisburg, aber anscheinend war er lange nicht dort oder in Köln oder anderswo. Das Leugnen einfachster Tatsachen hat Methode, nicht nur bei ihm und der Landesregierung, sondern auch im Bund.
      Warum muss ich da nur immer an Murphy denken.

      Da leider nun auch der Posten in NY vergeben ist, wird uns die LF erhalten bleiben. Die Postillen verkünden einen kometenhaften Anstieg der Beliebtheitswerte der geliebten Führerin, allerdings darf man sich unterdessen fragen, bei wem eigentlich. Ich höre nur von allen Leuten, die ich treffe oder vom polnischen Bekannten, der mit seiner Kundschaft diskutiert, dass alle die Faxen dicke haben und selbst Leute, die ohne Internet sich auf das ö-r TV verlassen, glauben nichts mehr von dem, was man ihnen dort vorsetzt.

      Ich bin wirklich kein Freund der AfD, aber wenn ich im nächsten Jahr in NRW wählen gehen sollte, werde ich mein Kreuz dort machen. Ich sehe keine andere Möglichkeit, meinen Protest kundzutun. Mal schaun, wie’s dort ausgeht, denn es gibt personell keine Alternativen zu Kraft und Löhrmann, dem Chaosduo oder Laschet, den niemand ernst nehmen kann. Da schlagen selbst eingefleischte CDU-Wähler die Hände überm Kopf zusammen.

      Immer wieder zwerchfellerschütternd
      http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/mode/hannelore-krafts-hochzeit-ich-bin-eine-ikone-ich-darf-das/7241900.html

  46. Autobahn Königsberg - Verona
    Lieber Don Alphonso,

    anfangs dieser Woche gabs kurz vor der einzigen, noch von LKWs erlaubt befahrbaren Rheinbrücke einen schweren Unfall eines Heizöltransporters mit der Folge, dass die Autobahn in beide Richtungen gesperrt wurde.

    Für meine tägliche Fahrt nach Leverkusen wären statt ca. 20 Minuten 2 Stunden nötig gewesen. LKW-Fahrer hatten nach Bonn oder Neuss bei Düsseldorf auszuweichen, um den Rhein queren zu können.

    Erlauben Sie mir bitte zu sagen, vor der von Ihnen vorgeschlagenen Autobahn wäre mir die Instandsetzung der Infrastruktur in ganz Deutschland wesentlich lieber :)

    Ach ja, ich vergesse bei meinem Wunsch nicht, dass ein früher dafür zuständiger Minister, ganz aus Versehen SPD-Mitglied, zu solchen Instandhaltungsmaßnahmen sagte, er ließe nichts für die Schublade planen.

    So oft ich gern Ihren Vorschlägen und Gedanken zustimme, in diesem Fall einmal pro domo :)

  47. Die beste aller Frauen
    kam auch auf diese Idee mit dem verlängerten Wochenende.
    Man fährt ja am besten nach Paris,
    wenn die Pariser Ferien machen.
    Also fuhren wir zu dem hier nicht relevanten familiärem Anlass
    zum Starnberger See.
    Stimmte.
    Das mit den Parisern.
    Wenn man die gegen Münchner tauscht.
    Kaum Münchner dort.
    Ein Hotel mit Marina, dass sich auch so nannte.
    Sehr nett. Schönstes Wetter.
    Verwöhnt vom Bodensee und Ammersee
    fragten wir an der Rezeption,
    mit den notwendigen Papieren in der Hand,
    nach Segelbooten zum Chartern,
    Jolle, Jollenkreuzer oder ganz kleine Yacht
    für ein oder zwei Tage.
    Der sehr überhebliche junge Mann meinte,
    es gäbe einen Fischer 100 Meter weiter,
    der würde Tretboote und Ruderboote vermieten.
    Wir bedankten uns höflich
    und buchten in der ansässigen Segelschule
    einen Segelschnupperkurs und hatten Spaß
    mit dem ebenfalls sehr jungen Segellehrer.
    Der war überaus nett.
    Und wir zeigten ihm nicht unsere Meilenbücher.
    .
    Am Nationalfeiertag im Münchener Vorort dann
    waren wir in einem sehr bayerischen Lokal
    nach einem sehr deutschen Baum benannt.
    Sehr leckeres regionales Essen.
    Da gab es mohrenlampenähnliche Gebilde,
    sogar mit Kopftuch.
    Ich machte Fotos.
    Da jetzt noch Links zu generieren bin ich zu müde.
    Später vielleicht.
    .
    Wieder zurück am Niederrhein
    hörten wir zum ersten Mal wieder Nachrichten.
    Sylvester in Köln soll sich nicht wiederholen.
    Sagen sie.
    Die Hohenzollernbrücke wollen sie sperren für Fußgänger.
    Das war früher immer sehr schön, von da aus das Feuerwerk zu betrachten.
    Mehrere Hundertschaften Polizei sind geplant.
    Und hüfthohe Zäune.
    Wird nix nutzen.
    http://www.ksta.de/koeln/innenstadt/mitten-in-der-stadt-25-jaehrige-koelnerin-im-hansapark-vergewaltigt-24694892

    • Zu schmal...
      Ich war anläßlich der Einweihung der Deutzer Rheinterrassen auf besagter Brücke. Gleichzeitig fand so eine Art Videospielmesse statt. Der schiere Andrang junger Menschen brachte den Fußgängerverkehr fast zum Erliegen. Und das war tagsüber ohne Personen, die auf der Brücke verweilen, um ein Feuerwerk zu sehen.
      Kein Wunder, daß da einige Verrückte auf die Gleise ausweichen. Das Ding ist bei solchen Veranstaltungen viel zu schmal und muß m.E. dann so oder so gesperrt werden. Grabscher und Antänzer haben damit nix zu tun.

    • Wenn in Köln Silvester nicht mehr stattfinden soll, findet es halt
      woanders statt. Zieht man in Köln Polizei zusammen, fehlt sie an anderen Orten.
      Und per sms kann man sich blitzschnell umorientieren.
      In Frankreich geht Nachts kein Mensch auf die Straße, um „Feuerwerk“ zu schauen.
      So ein paar kleine Sternenschmeisser drinnen sollten die Nacht von 16 auf 17 genügend erhellen.
      Illusionslos.

  48. FAZ Plus
    War über FAZ Plus Angebot auch erstaunt. Wenn auch der EUR 5,- „Welt“-Spottpreis vermutlich nur über „Bild“-Quersubventionierung haltbar und das größte Problem – so glaube ich – der Inserateneinbruch ist, sind EUR 45,- für eine nur irgend nennenswerte Abonnentenzahl unrealistisch.

    Ein Zeitungsjunkie wie ich, der täglich die PFD-Vorschau auf lohnenswertes Download prüft, kommt monatlich auf 5 – 8 E-Papers. Davon wird ein Feuilletonartikel genau gelesen, 2 -3 quer, der Rest nur mehr überflogen. Mehr geht neben der Konkurrenz im Zeitbudget nicht.

    Der einzige Grund ein teureres Abo zu nehmen, wäre nicht anders an Spitzenautoren zu kommen, die über seltene Freiartikel bekannt gehalten werden. Wie verächtlich müssen Redaktion und Herausgeber über ihre Leser denken, dass sie mit Filmchens und Apps-Pipapo eine noch immer große Zeitung verkaufen wollen, an deren verblassenden Ruhm die Kultur-Online-Redaktion heftig arbeitet: was da tage-, ja wochenlang an schlecht und langweilig Geschriebenem herumgurkt, traurig.

    Der FAZ fehlen – den Hausherrn natürlich ausgenommen – starke, eigenwillige Schreiber mit unverkennbarer Handschrift, da sei die politische Beurteilung einmal sekundär. Aus meiner Sicht irren Sie, wenn Sie Generationen junger Schreiber herandräuen sehen. Eine wirkliche Reporterpranke gepaart mit fulminanten Stilvermögen – kein Dutzend voll könnte ich aufzählen, zu Wenige für eine Bindung.

    • Alles richtig
      Don Alphonso und Frank Lübberding. Dann wird’s schon knapp.

      Offenbar hat man im alternden Mainkutter eine zeitgemäße Entscheidung getroffen. Zukünftig wird das Wasser, das sich zwangsläufig im Kielraum ansammelt, nicht mehr mit dem Mittel der Vergangenheit, also einer Bilgenpumpe, über Außenbord abgepumpt, sondern dadurch zum Ablaufen gebracht, dass man ein Loch in den Schiffsrumpf bohrt, damit das Wasser direkt in den Main laufen kann.

    • In Bonn im bisherigen FAZ Cafe an der Uni hat die FAZ seit
      1.10. ihr Engagement eingestellt. Es heißt nun nicht mehr FAZ Cafe und die 3 zur Verfügung gestellten FAZ Ausgaben täglich gibt es auch nicht mehr.
      Schon seltsam, wie man auch versuchen kann, Leser zu gewinnen.

    • Lieber Gast (aus Bonn, nehme ich mal an), es gibt Ersatz und zwar besseren:
      http://seminar.jura.uni-bonn.de/ueber-uns/aktuelles/themen/zeitung/

      „…Um diese Lücke zu schließen, bieten sich das Frankfurter Allgemeine Archiv und das Süddeutsche Zeitung Archiv an. Beide Archive enthalten auch die tagesaktuelle Ausgabe. …

      …Zugang und Links

      PressReader und die beiden Zeitungsarchive sind für die Universität Bonn lizenziert. Auf sie kann nur im Universitätsnetz zugegriffen werden. …

      …Frankfurter Allgemeine Archiv

      http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/detail.php?bib_id=ulbb&titel_id=5333 …“

      In der Regel kann jedermann in der ULB diese Quelle nutzen:

      „…Benutzer, die nicht der Universität angehören, können die lizenzierten eMedien aus vertragsrechtlichen Gründen ausschließlich an den Service-PCs ( https://www.ulb.uni-bonn.de/nutzung/arbeitsort-bibliothek/internet-un-dcomputerarbeitsplaetze ) der Bibliothek nutzen. …“ (aus https://www.ulb.uni-bonn.de/nutzung/emedien ), bringen Sie sich einfach einen USB Flash Drive mit, dann können Sie einzelne Artikel und auch ganze Zeitungsseiten im pdf-Format speichern (der einzelne Artikel benötigt in der Regel erfahrungsgemäß erheblich mehr Speicherplatz als die ganze dazugehörige Zeitungsseite!) und das für alle Ausgaben seit 1949. Die FAZ hat noch diverse Lokalteile, die es in den in Bonn im Handel erhältlichen Papierausgaben NICHT gibt – auch sowas (mit zum Teil aufwändiger Sucherei) finden Sie im elektronischen Archiv…

  49. Andere Baustelle
    „Berlin … wäre auch ein feiner Ort, um die auf Halde produzierten, unverkäuflichen Elektroautos der deutschen Hersteller im staatlich über gut verzinste Kredite bei der Deutschen Bank finanzierten, nationalen Grosstestbetrieb herum fahren zu lassen.”

    Die lächerlichen Versuche der westlichen Regierungen aus der Weltwirtschaftskrise einen Ausweg zu finden sind nie in einem schöneren Satz beschrieben worden…

    • Großtest
      …zumal das ja schon einmal gemacht wurde und auch nichts gebracht hat:
      2009 gab es sog. Feldversuche zur Elektromobilität, für das BMW-„Minis“ mit zugekauften E-Motoren und Akkus ausgerüstet wurden (machte 300 kg Extra-Gewicht). Das lief mit großem Tamtam in Berlin und München, das Bay. Wirtschaftsministerium stellte demonstrativ eine „E-Tankstelle“ vor sein Haus und die Presse war natürlich auch gut vertreten. Danach ist die ganze Aktion irgendwie versandet, die entsprechenden Autos stehen jedenfalls seit langem auf der Halde des BMW-Recyclingwerks, an dem ich täglich vorbeifahre.
      Die Subventionen sind ja abgegriffen, damit haben sie ihren Zweck erfüllt…

  50. Englischsprachige Reaktionen im Video und den Kommentaren ...
    … auf #NichtEgal, #Hatespeech usw.

    https://www.youtube.com/watch?v=kAUqjbIzDxY&feature=youtu.be&a

    Ich hab nur die ersten Kommentare überflogen, aber es ist festzuhalten, manche Renitenz findet Widerhall.

    Es wäre zu schön, hätten wir Ihre Stimme dort hören können, Don Alphonso :)

  51. Titel eingeben
    Hallo Don,

    nicht jeder muss „fliehen“. Wir Wessis unterliegen einem Irrtum, das ist richtig. Wenn Argumente für die grenzenlose Aufnahme von sogenannten Flüchtlingen bemüht werden, ist eines immer ganz vorne mit dabei:

    Wir, der Westen, sind schuldig an der schlechten Welt, aus der die Menschen fliehen.

    Der „Westen“, nicht der Osten oder Ostblock, aber einschließlich der BRD. Nun hatte die BRD wie die DDR nach Kriegsende weder Exklaven, Kolonien noch die Weltherrschaft, gehörte auch nicht zu den Siegermächten, als sie zerbombt wieder aufgebaut wurde. Die Siegermächte Russland, Frankreich, USA und GB hatten jedoch noch lange überall die Finger drin. Wovon demnächst nur noch Frankreich zur EU gehört und die verbliebenen „Kolonien“ heilfroh sind, Teil der EU zu sein. Wer also Schuldige sucht, möge bitte außerhalb der EU suchen.

    Wenn x-Millionen Menschen nach Europa wollen, also nach Deutschland in erster Linie, denn nach Frankreich oder GB oder davon ab USA kann oder will ja niemand, hier den Leuten eingeredet wird, es wäre unsere Schuld, dass sie fliehen müssen (wie gestern bei Illner erneut), ist das bereits eine sehr problematische und fehlerhafte Haltung, weil die BRD beim besten Willen gar nichts mit den allermeisten Konflikten seit dem 2. Weltkrieg zu tun oder melden außer zu zahlen hatte und auch die Waffenexporte eine untergeordnete Rolle spielten angesichts der Akteure.

    ABER:

    Was soll denn der Ostdeutsche ehemalige DDR-Bürger aus Dresden zu solchen Vorwürfen denken, wie, „Der Westen ist schuld“ oder „humanitäre Pflcht“ oder „Bringschuld“, oder die Bürger des Ostblocks, Bürger der ehemals 2. Welt? Sie waren weder der „Westen“ noch konnten die ihre Landespolitik mitbestimmen als Opfer einer Diktatur. Sie kann ja schon gar keine Schuld treffen. Warum sollten die sich den Schuh anziehen und abhauen? Sie haben niemandem der Flüchtlinge auch nur etwas genommen oder bei denen etwas geliehen, was eine Schuld rechtfertigt.

    Es ist arrogant, zu meinen (da sind wir einig), mit solchen Argumenten könnte man moralisch überlegen sein oder diese Leute auffordern, „sich zu integrieren“, obwohl eine gesamtdeutsche Verfassung nur behelfsmäßig umschifft wurde, denn diese wurden nie gefragt.

    Deshalb wollen dort einige eben keine Autobahn, sondern lieber Grenzposten. Denn sie fühlen sich verständlicherweise ein weiteres Mal fremdbestimmt und übergangen. Wie auch der restliche Ostblock.

    Wer das in Deutschland und Brüssel nicht kapiert, ist ein bornierter Vollidiot.

    • Diktatur
      Sie haben m.E. sehr recht, im Osten ist die Erinnerung an Diktatur noch sehr lebendig. Da ist man sensibler, möchte sich gegen eine neue Diktatur noch rechtzeitig wehren. Mein polnischer Bekanntenkreis ist da noch empfindlicher und das Gebaren der deutschen Regierung wird mit heftigen Worten in die Zeit vor 70 Jahren eingeordnet. Ich komme aus dem Entschuldigen und Verständnis zeigen kaum raus. Und es ist mir wirklich unverständlich, wie man sich Osteuropa gegenüber so aufführen kann. Die Flüchtlinge wollen dort sowieso nicht hin. Toller Plan, Leute zwingen zu wollen, gegen ihren Willen Menschen aufzunehmen, die sich davon auch noch betrogen fühlen „dort hinzumüssen“ (Aussage nach Deutschland ausgereister Flüchtlinge, die Litauen unzumutbar finden). Völkerverständigung auf deutsch…
      Der Rechtsruck findet jetzt wohl auch am Nordpol statt, mit preußischer Gründlichkeit https://www.welt.de/politik/deutschland/article158598365/Der-AfD-Intellektuelle-will-alle-Moscheen-schliessen.html

      Da dachte ich an Goodnight und die geweckten Großväter.

    • Schuld nur gegenüber Juden, durch AS-Import bereit zur Erneuerung
      Vollkommen richtig. Manche Leute fallen drauf rein wie einst auf Tetzel. Lesen Sie mal das letzte Stück von Heinsohn auf dadgdx, lohnt sich. Die werden sich ebenso lange wegbomben, dezimieren wie wir anno 1914-45 mit kleiner Pause. Irgendwann kapieren sie vielleicht, dass zu viele Kinder kein Segen sind, aber nur, wenn sie zu dem Schluss kommen, dass sie ihre Blagen nicht in blutigen Dezimierungskriegen verlieren möchten.

      Ahmadinejad soll einst während einer Rede ein Kind hochgehalten und gesagt haben, man brauche dort keine A-Bombe, das man ja reichlich von diesen hier habe. Im Krieg gegen den Irak ließen sie Kindersoldaten in Saddams Minenfeldern auflaufen. Das ist islamische Bevölkerungspolitik, Kanonenfutter. Erinnert an jemanden bei uns, der Mutterverdienstkreuze wie warme Semmeln ausgab und die schon fertigen Produkte in Stalingrad verjeizte oder in Ostpreußen einsperrte.

    • Oh we are not prepared for this.
      @Jessi

      Es läuft alles nach Plan, wie nach Drehbuch.

      Erschreckend, aber doch beruhigend, wenn man das Grauen frühzeitig erkennen kann.

    • The President was on board! The president of what?
      Ups, Rechtstaat ist kaputt…schneller als gedacht:

      Ca. 250.000 Polizisten und:

      „280.000 Ausländer sind im Fahndungssystem der Polizei zur Festnahme ausgeschrieben “

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article158615977/280-000-Auslaender-zur-Fahndung-ausgeschrieben.html

    • Besserwessi
      „Wer das in Deutschland und Brüssel nicht kapiert, ist ein bornierter Vollidiot.“
      Dieser letzte Satz Ihrer Ausführungen hat mir besonders gut gefallen.
      Warum nur? :-)

  52. Ja nun!
    Da würde ich schon einen Fortschritt im humanitären Bereich sehen. Hieß es früher noch „Can’t we just nuke them?“, ist man inzwischen zu dem doch viel kollateralschadenbewussteren „Can’t we just drone this guy?“ gekommen.

    P.S.: Gibt es irgendwo ein Glossar? Mir fallen zwar einige Möglichkeiten wie „Liebe Frau“ oder „Leitfigur“ ein, eine gewisse Unsicherheit bleibt aber …

    • Mit einem Friedensnobelpreispräsidenten geht nuken nicht mehr so einfach.

    • Jedem Fortschritt wohnt ein Grausen inne
      Beim „Nuken“ konnte man sich leichter einreden, es sei doch nur ein Scherz.
      .
      Beim Drohnen muss man das schon extra dazusagen.

    • LF orientiert sich ironisch am Bewährtennordkoreanischenvorbild:
      „Liebe Führerin“ ist obendrein deutschordentlich hatespeechdiametral…

    • @ FE
      „Leitfigur“ finde ich klasse.
      Erinnert irgendwie an „Jahresendflügelfigur“ und ähnliche ostalgische Wortschöpfungen. Vielleicht gibt’s die LF demnächst aus Lindenholz geschnitzt, auf „krakeliertem Kreidegrund bemalt, mit mindestens 3 Farben Wachsbeize abgestuft, antikisiert und mit Wachs poliert“.
      Passt dann prima in die Wohnzimmer schwäbischer MPs, die für die/zu der LF beten möchten.

      „Drohnen“ und „Nuken“ sind heiße Kandidaten auf den Ritterschlag „Unwort des Jahres“, haben es aber schwer in einem Feld, in dem auch „(jemanden) kahanen“, „verschwesigt“ und „draghisiert“ um die vorderen Plätze mitlaufen.

    • Friedensnobelprespräsidenten-Nuker ...
      Don Alphonso sagte: 7. Oktober 2016 um 08:18 Uhr „Mit einem Friedensnobelpreispräsidenten geht nuken nicht mehr so einfach.“

      Die Logik erschließt sich mir nicht. Schon zahlreiche Staats- oder echte Terroristen (meist in der Tat eher ehemalig) haben ihn bekommen.

      Wäre es denkbar, Herrn Putin den Preis zu geben und so den Gegenbeweis anzutreten ?

  53. Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe
    Schöne Grüße nach Dresden, das ich zwar erst nach der Wende kennengelernt habe, wo es mir aber gut gefallen hat. Es wird viel von Politik und Medien dahergeredet, aber mein Eindruck ist: Die „Einheit“ ist in der Horizontale durchaus intakt, nur in der Vertikale wurde sie vom gesalbten Spalter Gauck in „Helldeutsche“ und „Dunkeldeutsche“ getrennt, und das ist keine Trennung nach Himmelsrichtung West oder Ost, sondern nur nach „Himmel“ und „Hölle“. Ich möchte mir diese furchtbare Terminologie des obersten Staatspastors nicht zu eigen machen. Kennt jemand das lustige Heft über „Blau- und Schwarzschlümpfe“? Verwenden wir also lieber diese Begriffe.

    Während sie in Dresden auch ihre Zähne fletschen, zeigen die Schwarzschlümpfe hier in München lediglich stillen Sarkasmus, und halten die geballte Faust in der Manteltasche. Die aus vielen Krimis der alten Bundesrepublik bekannte große „Grundig“-Reklame an der Stirnwand des Hauptbahnhofs soll ja weg, weil Grundig (mittlerweile bloße Handelsmarke eines türkischen Konzerns) das Interesse daran verloren hat. In den Kommentaren der Tagespresse erschien der Vorschlag eines Münchner Schwarzschlumpfs (ich war’s nicht), man solle doch die ikonische Grundig-Reklame in Erinnerung an historische Ereignisse durch ein überdimensionales „REFUGEES WELCOME“-Schild ersetzen. Damit erschöpfte sich der subversive Widerstand aber auch schon.

    Der Autobahnvorschlag von Don Adolpho gefällt mir da schon besser. Im Strassenbau könnten viele der MUFLs ein Auskommen finden, auch ohne vorherige Alphabetisierung. Es können schließlich nicht alle Drogendealer auf der B-Ebene des Frankfurter Hauptbahnhofs werden, und auch auf der B-Ebene des Münchner Hauptbahnhofs ist trotz guter Ansätze der Markt einfach nicht groß genug.

    • München zeigt eigentlich ganz gut, wie man solche Entwicklungen beeinträchtigt. Frankfurt fand ich schon immer so übel, dass ich lieber die grässliche autobahn Nürnberg-FFM nahm.

    • Blau ist die Farbe der AFD
      schon deshalb können die Blaues nicht die Helldeutscen sein.

      Leider ist darüber hinaus auch die Bezeichnung „Schlümpfe“ rassistisch.
      Politisch korrekt ist „Blue Men Group“.

  54. Pfand
    Ach, verehrter Don,
    andersrum wird ein Schuh draus:
    Das vereinte deutsche Vaterland
    behält die Deutsche Bank als Pfand
    ;-)
    Wenn es mit denen weiter so bergab geht.

    • Ich finde es erstaunlich, wie die Deutschen in Sachen der Deutschen Bank nun eine Sensibilisierung erfahren, die sie bei der Monte Paschi noch verdammten.

    • crisi delle banche
      Es gibt ja schon die Theorie, daß die Probleme der DB aktiv von Signor Draghi befeuert wurden, damit dann bei einer Staatshilfe auch gleich die vielen in sich Nöten befindlichen italienischen Banken in den Genuß eines neuen bail out kämen!
      Für ganz abwegig halte ich das nicht!

  55. There is no free lunch
    @Renate Simon – There is no free lunch. Man kann eigentlich nicht erwarten, dass eine Zeitung umsonst arbeitet. Objektiv ist es besser, die verlangen Geld und sind unabhängig. Natürlich kann ich Ihre Lebensumstände nicht beurteilen, aber generell ist es auch eine Frage der Prioritäten. Für was will man sein Geld ausgeben? Zu meiner Studentenzeit in Tübingen konnte man alle großen Zeitungen Europas in der dortigen Unibibliothek umsonst lesen. Das fand ich seinerzeit einfach Klasse. Dann ging ich nach Wien und war erstaunt, dass es in der Unibibliothek da nur Die neue Presse, den Kurier und die Kronenzeitung gab. Offensichtlich hatte politische Bildung an der Wiener Universität keine Priorität. Für mich bedeutete das, dass 10% meines Budgets an Tageszeitung ging. Das musste ich dann leider beim Lunch einsparen.

    • Aber, aber, Frau Heuse, with all due respect: Wer Geld verlangt, ist doch nicht
      unabhängig! Der muss vielmehr schreiben, was verkauft werden kann! Objektivität ginge nur, wenn das Blatt völlig unentgeltlich abgegeben würde – das Netz jedoch ist entgegen der Üblichenkostenloskulturlamentiererei eben NICHT freelunch.

      (Hatten Sie in Wien auch mal in den Teilbibliotheken der einzelnen Fakultäten (beispielsweise Anglistik, Germanistik, Romanistik, …) nachgefragt oder in der Zentralbibliothek in deren Zeitschriftendatenbank(verfilmungen) hineingeschaut und nach Wiener Büchereibeständen gesucht?)

    • Dass eine Zeitung nicht umsonst ist, ist mir klar
      @Lisbeth Heuse
      allerdings ist z.B. die Printausgabe des Mutterschiffs im Abo so teuer, das läge jenseits meiner Möglichkeiten. Abgesehen davon, dass der Inhalt m.E. den Preis längst nicht mehr rechtfertigt.

      Was nun mit der Onlineausgabe angepeilt wird, immerhin 50 Euro im Monat, momentan nur für Plus-Artikel, die ich nicht gelesen haben muss, wie z.B. den über Landris usw. sind für mich ebenfalls nicht zu stemmen.
      Wenn meine Rente auch über dem Durchschnitt liegt, was besagt das schon, das Leben wird durchschnittlich ständig teurer, mein Haushaltsbuch spricht Bände darüber.
      Die Hälfte wäre ich bereit zu zahlen, mehr ist einfach nicht drin. Denn ich lese ja nicht nur die FAZ, täglich sind bei mir um die 20-30 Tabs offen, und auch die NZZ muss ich mir kostenmäßig verkneifen und nur das lesen, was im Limit liegt. Dazu kommen ja monatlich zwangsweise 30 Euro für das dösige öffentlich-rechtliche Programm in Funk und TV, zusammengesetzt aus Demokratieabgabe und Kabelbetreiber, den die Hausverwaltung bestimmt hat.

      Ich glaube nicht, dass es sehr viele Abonnenten geben wird, der Preis ist einfach zu hoch und angesichts der Jubelarien über Merkel, die in letzter Zeit immer wieder nebenan zu lesen sind, ist es einfach lächerlich.

  56. Feuerwerk
    Was hat sich eigentlich die sächsische Obrigkeit dabei gedacht, in Dresden ein Feuerwerk (2.10.) in den Nationalfarben in Auftrag zu geben, welches massiv an das Dresden-Bombardement erinnerte?
    Einstimmung auf „neue Zeiten“?

    • Feuerwerk? Immer
      Die sächsische Obrigkeit hat sich ganz sicher nichts dergleichen gedacht. In Dresden ist man den Krach gewohnt: Wir haben hier einen ausufernden Feuerwerkskalender. Und damit nichts schief ging, hatte man die Firma Lunatx Special Effects aus Düsseldorf mit der Ausführung beauftragt.

      Das Dresden-Bombardement? Ich nehme an, dass es nicht anders aussah als das über Coventry, Rotterdam oder Warschau; vor allem Warschau, falls sie die Bilder kennen. Btw liebe ich meine Stadt, kannte viele Ausgebombte und Versehrte, als Kind, und betrübe mich hin und wieder über die städtische Architektur. Man sollte nur nicht den größeren Zusammenhang vergessen, nicht? Auch wenn er schmerzt.

  57. Traum vom Alpenraum..
    Seit Jahren träumen meine Schweizer Freunde und ich vom Alpenraum als eigenständige Republik: Schweiz, Österreich, Norditalien bis Mailand, Liechtenstein und Süddeutschland (über Schwaben wird noch diskutiert :-)
    Eine richtige Währung (CHF), direkte Demokratie, dazu die Wirtschaftsmacht der Großräume München, Zürich, Mailand etc.. Weiterer Vorteil: Deutschland ist nicht mehr der übergroße, überhebliche Nachbar, vor dem man ständig zittern muss, was für ein Blödsinn den Politikern dort schon wieder einfällt.

    • Großschweiz
      Der Traum von der Großschweiz wird alle paar Jahre insbesondere von der SVP hochgekocht:

      http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-08/schweiz-grenzen-nationen-solidaritaet

      In den zu annektierenden Regionen gibt es sogar eine Mehrheit für diesen Plan, wer hätte das gedacht ;-) Eigentlich eine schöne Idee, aber ich als Kurpfälzer bin mir nicht sicher, ob die uns auch haben wollen oder
      lieber der dann endgültig verarmten Berliner Republik zuschlagen werden. In letzterem Fall wäre ich natürlich ein erbitterter Gegner der Großschweiz.

    • @ Ulrich
      Betr. Kurpfalz … „ob die uns auch haben wollen oder lieber der dann endgültig verarmten Berliner Republik zuschlagen werden“

      Die Pfalz, ein reines Sklavengebiet, war bereits 1214 Wittelsbacher Territorium, kommt aber wegen erwiesener Untreue und mangelnder geografischer Eignung nicht in die engere Auswahl einer künftigen Alpenrepublik.
      „Erbitterte Gegner“ sind gut für junge Staatsgebilde … viel Feind, viel Ehr‘.

    • Volle Zustimmung
      @ Gschichte
      Natürlich war die Pfalz immer Sklavengebiet, aber exklusiv für die Residenzstädte Mannheim und Heidelberg. Bayern hatte da nix zu melden, denn: 1777 starben die bairischen Wittelsbacher aus, und die Pfalz wurde mit Baiern zum neuen Staat Pfalzbaiern vereinigt. Warum der (kurpfälzische!) Kurfürst 1778 seine Residenz nach München verlegte, ist mir bis heute ein Rätsel. Wie kann man nur eine Multikulti-Vorzeige-Stadt wie Mannheim mit fast 50% deutschstämmiger Bevölkerung gegen Lederhosen, Bier und Dirndl eintauschen? (Na ja, vielleicht war es Letzteres). Aus der Geschichte leite ich meine Forderung ab, daß sich Bayern nicht ohne die Kurpfalz in die Schweiz verdrücken darf ;-)

  58. Böhmische Gestade
    Von wegen „eingeklemmt“, die Saxn könnten jederzeit nach Böhmen flüchten, was ja im Grund auch nix anderes ist als ein slawisches Bayern.

  59. Warum nur wollen soviele Deutsche immerfort fliehen? Wohin denn bloß? Und warum?
    Womöglich dorthin, wo es weniger Autobahnen gibt? Aber wer das Land unüberlegt und beinah flächendeckend (Das ist natürlich das eigentliche Ziel.) mit diesen Beton- und Lärmschneisen überzieht, sollte sich doch über die Folgen nicht beschweren. Die sind nun, weiß Gott, bekannt. Autobahn ist altes Denken. Ganz altes!

    Trotz aller sichtlich sehr angestrengten Einheitslyrik ist eine solche doch eher nicht zu beobachten. Die Ressentiments sind jederzeit abrufbereit. Allein das Datum ist ein Ärgernis. Dieses Datum ist ein Nichts und wird ein Nichts bleiben. Wenn schon Feiertag, dann hätte es der 9.November sein MÜSSEN. Was denn sonst? Naja, der 4.November wäre natürlich der eigentliche Termin. Aber dafür fehtl dann gleich ganz und gar der Mut.

    Vielleicht wird die nächste oder übernächste Generation in Gelassenheit von einer deutschen Einheit reden können. Aber auch das halte ich angesichts der zementierten Situation (Eigentum etc.) für einigermaßen unwahrscheinlich.

    • Die nächsten Generationen hier werden sich streiten.
      Um verschiedene religiöse Anschauungen.
      Da braucht es dann keinen „Einheitstag“ mehr.
      Der fällt weg, um das, was drunter liegt, hoch zu spülen.
      Tag der offenen Moschee. 3. Oktober.
      Kirchen sind an fast allen Tagen im Jahr geöffnet.
      Und Männlein und Weiblein sind gleichermaßen willkommen.
      Auch solche, die per se nicht Mitglieder sind.
      Merken Sie was?

  60. @Prince Matecki
    Mir ist der Werdegang der Deutschen Bank ein echtes Rätsel. Herr Abs war unser Nachbar in Kronberg und damit ein Begleiter meiner Jugend. Wenn ich jetzt über die diversen Strategieentscheidungen lese, denen zu Folge die Bank jetzt am Zusammenbruch steht, dann bleibt bei mir immer noch die Frage offen: warum hat sich die Kultur der Bank so geändert? Warum fand man keine, oder hörte man auf, Manager vom Kaliber Abs zu etablieren?

  61. Weiterführende Überlegungen zur vorgeschlagenen „Südlink“-Autobahn
    Dank an D.A., auch den Restdeutschen (aka Nicht-Bayern) die reale Geographie näherzubringen: Autobahn-KM von STA nach FRA 450 KM, nach Bozen 250KM, nach Vicenza 450 KM. Venedig ist näher als Kassel. Der zu erwartende Strom unserer sächsischen Freunde (früher: Brüder und Schwestern) ließe sich durch intelligente Durchlässe – statt eines tumben Südwalls – feinsteuern. Beispiel Vicenza: Reisegeheimtipp, da günstiger Ausgangspunkt für alle Arten von (Tages-)Touren: Venedig, Brenta, Padua, Palladio-Villen usw. und viel weniger frequentiert als die üblichen Touriziele. Indiz: Hotels laut bookingdotcom: Venedig >1500, Verona >700, Vicenza 69! Und man kann in Vicenza Lebensstil lernen: Die dortige Volksbank residiert in einem herrlichen Palast (Palazzo Thiene- absolut besuchenswert), natürlich von Palladio, alles aufwendigst und kunstgerecht restauriert. Die Bank ist superpleite und wurde daher vom aktuellen Bankenrettungsfonds übernommen. Die Logik der Bankmanager: Wenn schon unter Wasser, dann ist es egal ob die Wassersäule 1m oder 100m beträgt. Also lebt man stilvoll. Welche deutsche Raiffeisenbank hätte eine solche Idee und den Mut zur Umsetzung?!

  62. Highway in the sky
    Wir hatten uns erlaubt, den Protest gegen die DDR-like Feierlichkeiten der Hochoberen durch eine Benutzung des nahegelegenen Flughafens Richtung Cadiz auszudrücken.
    Nicht gänzlich zu unserer Überraschung waren wir nicht die einzigen, die an jenem Tag nur geringes Interesse bekundeten, Fahnen schwenkend vor der Glotze zu hocken und der kapitalistischen Acquisition der früheren DDR zu huldigen.

    Es scheint Frau Merkel gelungen, die Bedeutungslosigkeit anderer Feiertage der Republik für die Mehrheit der Bürger mit dem 3. Oktober auf der Autobahn in den Wahnsinn zu überholen, so dass tatsächlich nur noch ein Tag der Arbeitsbefreiung übrig geblieben ist.

  63. Schnaps!
    Heute Abend gibt es bei mir Gin Tonic bis zum Abwinken! Und ich werde mich den ganzen Tag freuen. Nicht nur wegen des leckeren Getränkes, sondern hauptsächlich weil unser Ángel Angela nicht in rot auf dem Kutter angepriesen wurde, und stattdessen Juan Manuel Santos.

    Der Mainkutter hat allerdings aus der obersten, roten Schlagzeile nicht eine halbe Stunde später schon eine Nicht-Meldung gemacht.
    (Ich gebe zu: ich bin auf die Webseite der FAZ gegangen, um den Namen für diesen Post richtig herauszusuchen, und es gab – null.)

    Ein Schelm, der denkt, dass man den Nicht-Erfolg unserer Lieben Frau nicht noch dadurch verbreiten wollte, dass man den Gewinner erwähnte!

    • Ich freu mich mit - bin schon mit schlimmen Befürchtungen in den
      Tag gegangen und war dann wie erlöst, als ich den Namen hörte.
      Prosit Herr Dippel!
      Schien es nur mir so, dass die anderen Preisträger auch nicht wirklich „gewürdigt“ wurden?

    • Kippis und skål!
      LF hat sich inzwischen bei zu vielen Länder unbeliebt gemacht, was das Komitee wohl mit berücksichtigt hat. Wegen ihres eigenmächtigen Handelns gilt sie in manchen EU-Ländern sogar als eine Feindfigur. Solch eine umstrittene Person wird weder zum UN Generalsekretär noch zum Nobelpreis-Gewinner gekürt. Diese Persönlichkeiten müssen von möglichst vielen Ländern anerkannt und respektiert werden. Das Zauberwort heißt internationale Harmonie. Diese Chance hat sich LF nun selber verbaut.
      Lieber Uwe Dippel, einen drauf trinken, so gehört sich das: Kippis und skål!

    • Tamarisque, es sind wohl inzwischen zu viele Einzelfälle bekannt -
      und die schwedischen Verhältnisse lassen auch weiter auf nichts Gutes hoffen – das hat vielleicht das Komitee letztes Jahr schon gehindert.
      Apropos: stand sie dieses Jahr denn überhaupt auf der Liste?
      Das ist das mit dem gut meinen und dem, was dann dabei raus kommen kann. Und das wird die LF auf Dauer eben nicht zu Ehrungen führen.

      Zumal die Kompatibilität der Religionen (nein, falsch, einer Religion, die so manches für uns Ungewohnte beinhaltet) auf Zeit für Unruhe sorgen wird:
      http://www.bo.de/lokales/kehl/ordensschwester-kritisiert-den-islam
      „»Ich glaube nicht, dass jemand, der den Koran lebt, für uns normal sein kann«, sagt die Ordensschwester Hatune Dogan und polarisiert damit ihre Zuhörer. Im Auenheimer Bürgersaal berichtete sie von ihren Erlebnissen im Nahen Osten und von ihrer Stiftungsarbeit.“

    • Liebe Tamarisque, der Friedensnobelpreis ist schon seit geraumer Zeit bloß noch
      so ’ne Art Lebensversicherung. Als Obama gewählt worden war, kratzten sich Etliche ihre Köpfe und inspizierten sodann die Inhalte ihrer Waffenschränke. Als die EU kurz vorm Exitus stand, bekam sie, na was wohl? Sacharow, als Schöpfer der Hundertmegatonnenbombe ganz sicher keines Preises würdig, blieb nur deswegen am Leben. Tja, und der Kolumbianer hat eigentlich noch gar nichts Positives erreicht, er befindet sich jetzt jedoch höchster Lebensgefahr – unsere „Liebe Führerin“ hingegen nicht…

  64. @Frauke Amgelin
    Ich studierte Mathematik, Geographie, Philosophie und Kartographie (und verdiente später mein Geld mit Computerkartographie). In deren Teilbibliotheken gab es naturgemäß keine Tageszeitungen. Aber es stimmt natürlich, richtig unabhängig ist man nur, wenn man seine Produkte kostenfrei verteilen kann (ziemlich teure Angelegenheit, wie ich Ihnen aus eigener Erfahrung versichern kann). Ich kaufe mir jeden Tag die Papier FAZ in lokalen Laden und habe ein e-NZZ Abo. Das bedeutet aber keineswegs, dass in den beiden Zeitungen drinnen steht, was ich für richtig finde. Manche Autoren und deren Beiträge können mich schon ganz schön nerven. Aber objektiv finde ich sehr interessant, welche Meinungen manche NZZ/FAZ Autoren so vertreten.

  65. Abs - @Lisbeth Heuse
    Sehr geehrte Frau Heuse,

    wenn ich Sie zitieren darf:

    „Warum fand man keine, oder hörte man auf, Manager vom Kaliber Abs zu etablieren?“

    Das „Kaliber“ von Hermann Josef Abs ist so breitgefächert und hat sich auch bei Arisierungen und im Aufsichtsrat von IG Farben so bewährt, dass ich mich Ihrem Wunsch nach Managern solcher Art und Güte nicht ganz anschließen kann. Der Abs von heute würde möglicherweise Sachen machen, dass uns die Augen tränen.

  66. eine vorzügliche Idee
    mehr ist dazu nicht zu sagen

    Gruß aus der Favela ins Bonzenparadies

  67. Verhinderung des Westdurchbruchs?
    Lieber Don,
    als langjährigem Italienfahrer muss Ihnen auf der Brennerautobahn Richtung Verona das Hinweisschild „Sachsenklemme“ aufgefallen sein. Ohne die gesamte mittelalterliche Moritat nachzuerzählen: Hier haben vor vielen hundert Jahren bereits schon einmal wackere Bayern einem Sachsenkönig den Weg nach Süden frei gemacht. Der Gedanke ist also nicht neu!

    • Ähm – nicht ganz. 1809 schlugen dort die Tiroler ein sächsischen Kontingent zurück. Es gibt dort auch eine Tafel.

      „Bis hierher und nicht weiter
      kamen die sächsischen Reiter“

  68. Eine Eloge auf Dresden
    Weil in Dons Blogs viel über Berlin geschrieben wird, in diesem Blog bisher aber nur relativ wenig über Dresden, will ich mal meine ersten Eindrücke über Dresden erzählen.

    Ich habe in den 90er Jahren zwei Damen in Sachsen besucht. Wir haben sie durch einen guten Freund meines Mannes kennen gelernt, der schon immer hier am Nordpol lebte; eine der beiden Damen ist seine Schwester, die andere ihre beste Freundin. Beide Gymnasiallehrerinnen, und als wir in Urlaub waren, haben sie am Nordpol Urlaub gemacht und unser Haus gehütet. Dadurch haben wir uns angefreundet und sie haben mich eingeladen, sie in Sachsen zu besuchen.

    Beide sind stramme Sozialistinnen, und weil ich von meiner Grundhaltung her eher links bin, hat mich das nicht gestört, im Gegenteil, wir haben bis spät in die Nacht lebhaft diskutiert. Sie sind sehr lustige, liebenswerte Menschen. Wobei ich die Sachsen besonders gern mag, ich mag sogar den Dialekt. Und btw. die Männer in Sachsen wissen, wie Flirten geht.

    Die Damen, die ältere eine Witwe, die jüngere geschieden, wohnen in einer Kleinstadt, wo ich sie nachher besucht habe. Die Schwester unseres Freundes wollte mir jedoch zuallererst Dresden zeigen. Ich bin nicht mehr sicher, in welchem Jahr das war, nur so viel, dass die Stadt voller Baukräne war. Die ersten Luxus-Hotels und westliche Restaurants waren da, sonst war vieles authentisch DDR, besonders in der Provinz.

    In Dresden wohnten wir in Weißer Hirsch, ein Stadtteil mit vielen Villen, von welchen etliche im Renovierungsprozess waren, und zwar bei ihrer besten Freundin, einer Ärztin.
    Also erlebte ich das noch authentische DDR Wohnambiente bei ihr und später bei meinen beiden Freundinnen, und das war nicht westdeutscher Standard, aber gemütlich und völlig okay. Zum Teil hatten alle Damen damit angefangen, ihre Wohnungen entsprechend aufzupeppen.

    Um zum Punkt zu kommen: Wo ich in Berlin trotz mehrerer Besuche die berühmte „Luft“ nirgends nie verspürte und Berlin kein bisschen mag, war sie in Dresden allgegenwärtig, und ich hatte mich in die Stadt regelrecht verliebt. Bisher ist sie meine deutsche Lieblingsstadt von allen. Ich kann nicht erklären, woran das liegt. An den wunderbaren Sehenswürdigkeiten: die Semperoper, Schloss Pillnitz, Grünes Gewölbe oder die Gemäldegalerie? Die wunderbaren Bauwerke aus der Barockzeit, Renaissance oder des Klassizismus? An der Lage an der Elbe mit ihren schönen Tälern und Landschaften? All das kann nicht allein der Grund sein. Es liegt dort etwas in der Luft, etwas Magisches.

    Anyway, dies auch als kleiner Hinweis dafür, dass ich keine exDDR Hasserin bin, sondern habe immer nur das System gemeint.

  69. Deutscher Feiertag
    Offensichtlich echte Feierfreude an einem 3. Oktober (dort ein normaler Arbeitstag) habe ich vor einigen Jahren mal erlebt in – Santiago de Chile! Fast jeder Taxifahrer hatte ein schwarz-rot-goldenes Fähnchen am Rückspiegel und die (natürlich) obligatorische Feier in der dortigen Deutschen Botschaft war keine proseccofeuchte nostalgische Selbstbeweihräucherung der Expats, sondern ein richtig schönes Gartenfest mit sehr vielen chilenischen Gästen.
    Man muß dazusagen, daß es einen großen deutschen Bevölkerungsanteil in Chile gibt – dorthin ausgewandert vor mehr als 150 Jahren und meist im Süden angesiedelt, etliche hundert km entfernt von Santiago.

    • Schön
      Trägt die Armee dort nicht auch noch den Wehrmachtshelm Model 42 ?
      Und die Fähnchen, mit zentralem Medaillon oder blank? (DdH)

    • @ Neininger
      „Man muß dazusagen, daß es einen großen deutschen Bevölkerungsanteil in Chile gibt – dorthin ausgewandert vor mehr als 150 Jahren …“

      Echt wahr?
      Nun, ein paar (sehr patriotische) Deutsche sind auch nach 1945 in Chile eingewandert und ein paar weitere nach 1989.
      Chile erwies sich immer als entgegenkommend und gastfreundlich für abgehalftertes Diktaturpersonal aus Deutschland.
      Mal sehen, wen die in Zukunft aufnehmen werden.

    • Deutsche in Chile
      Natürlich weiß ich, daß sich die deutsche Einwanderung in Chile nicht auf das 19. Jh beschränkt hat und daß dort nicht nur Städte an Seen mit Vulkanblick geründet wurden, sondern auch „Colonien“, und daß generell recht viele anderswo nicht mehr sehr beliebte ExDeutsche ohne viel Nachfragen aufgenommen wurden.
      Ich weiß aber auch, daß diese Fälle in den Medien präsenter sind als normale Leute, deren deutsche Vorfahren vor vielen Generationen dorthin gekommen sind. (Auch) bei denen wird übrigens auch gerne selektiv wahrgenommen: ich habe einmal tief im Süden in einer Pension einer sehr distinguierten älteren Dame übernachtet und ihre Wahrnehmung von Deutschland hatte gewissermaßen von 1914 bis heute ein „Loch“: sie erzählte von ihrem Großonkel, der bei „Kronprinzens“ bei Hofe war und danach kam dann gleich die Gegenwart.
      Generell wohnen die meisten Deutschstämmigen im Süden und ihr Anteil ist dort so hoch, daß man auch ohne Spanisch auskommt. Einen sehr guten Ruf haben (dort) auch die deutschen Schulen. Da sieht man dann schon mal einen neuen großen Benz-Bus, auf dem in großen Lettern „Schulgemeinschaft Llanquihue“ steht.
      Man sollte auch nicht vergessen: allgemein haben die normalen Chilenen genügend Allende und vor allem Pinochet erlebt, daß sie sich nicht so leicht für große Führer einspannen lassen…

  70. Eine Satire ohne politisch korrektes Ostbashing...
    ….dass ich das als Ossi noch erlebe!

    Oder ist der Fremdschämwessi auch nur ein Klischee? Wer hätte das gedacht!

  71. Böhmermann
    Lieber Don Alphonso,
    haben Sie schon mal erwogen, sich für eine eigene Satiresendung im Deutschen Fernsehen (Großschreibung absichtlich!) zu bewerben? Da die Privatsender dafür wohl nicht in Frage kämen, blieb nur das ÖR. Ich fürchte nur, dass Sie dort bereits nach den ersten 5 Minuten abgeschaltet würden, wegen massiven Verstoßes gegen die politische Korrektheit! Denn mit so viel institutioneller und politischer Nachsicht wie Jan Böhmermann dürften Sie wohl kaum rechnen.

    • Nein, ich bin nicht telegen.

    • "Ich bin nicht telegen"
      Ach, quatschen Sie doch keine Opern, Sie wollen ja doch nur gebeten werden … ich fahr´jetzt auf die Autobahn. Bis Verona werde ich aber nicht mehr kommen. Haben Sie ein schönes Wochenende; sonniger als meines.

    • Titel eingeben
      Es gibt tatsächlich (noch) ein paar „berühmte“ Künstler, Schriftsteller, Schauspieler (obwohl, bei denen weiß ich nicht recht), die bewusst NICHT ins Fernsehen wollen, oder gar in eine ‚Talkshow‘ gehen …oder überhaupt ‚fernsehen‘. Man sollte sie loben und ehren. Es sind die besten.

  72. Don, bin einigermaßen angesäeuert...
    ..weil mein relativ langer Post wg. „du schreibst zu schnell“ im elektronischen Mülleimer landete. Dabei war das der erste Post in diesem neuen SdG (muß wohl zukünftig ein Konzept auf Worddokument ablegen).
    .
    Allora. Drei Spinatkäseknödel,(sorry, dachte zuerst an frisch geborene Ratten) strahlenförmig im Winkel von je 120 Grad angerichtet, als Stern könnte man sagen. Mit dieser geometrischen Anordnung könnte sich auch der arabische Scheich anfreunden. Bei Vieren könnte eine vom Personal leichtfertig nicht durchdachte Anordnung, also eine rechtwinklige Konstellation, zum Eklat führen und bisher gut zahlende Gäste aus dem Morgenland anderen Destinationen zuführen. Ich dachte da an den Bohei mit den Gipfel,-Wege-und Brückenkreuzen, die nicht einmal in gößten Höhen dem Eiferer heilig sind. Sogar in gutherzig bewohnten Pfarrhäusern, wo die Akutvielgenannten (traumatisierten) Menschen voller Begeisterung aufgenommen wurden soll es schon zu gastseitigen Forderungen auf Entfernung christlicher Symbolik gekommen sein.
    .
    Zum Thema „Den Reden zum Festtage nach dem Lande wo die Zitronen blühen entfliehen“
    Auf in den Süden! Werbespruch nicht nur des Schlossbrauhauses Schwangau, der Touristik-Industrie und Wiesn-Song, nein, alter frankogermanischer Reflex, aus Zeiten des Ostfränkischen und Königreich Alamannien, den Fränkisch-Thüringischen- und Bayerngauen, sowie Ostmark und Kärnten nach Charlemagne und unter Ludwig dem Deutschen. Mindestens einmal im Jahr juckt es in den Knien bei den Menschen im Geviert von 50. Grad Breite und ca. 11,5 Grad Länge über die Alpen nach jenseits von Brenner und Gotthard zu steigen, um sich ein Stück der Beute der Salumeria di Gaiole (die genau so ausgesprochen wird wie früher, nach Nappi, der oberste bayerische Scheffe) oder der Fattoria La Vialla in Castiglion di Fibocchi bei Arezzo zu sichern, guten Wein und Essen zu genießen und mit nach hause in den 10-Tage-Vorrat zu nehmen.
    .
    Das ist einfach bei den Menschen in den Genen verankert. Seit den Zeiten, als noch in Worms das Märzfeld abgehalten wurde und die Weiber von Edelmann und Kriegsknecht mit schlagkräftigem Küchengerät dazu drängten, endlich mit der Sauferei aufzuhören und mal wieder in der Lombardei und Tuscien vorbeizuschauen. Heute droht niemand mehr und die Reise nach dort schnell erledigt, die Transitländer keines Blickes würdigend, außer beim Wegezoll.
    .
    Heute werden von den nördlichen Barbaren auch keine Städte mehr belagert, wie einst Pavia. Allenfalls die Trattorie, Osterie, Gelaterie sowie die Kassen der Uffizien und es gibt Kämpfe um freie Plätze im Ristorante Badia di Coltibuono.
    .
    Sollen sich doch die Dresdner die pseudofestlichen Reden aus dem Munde ihres eigenen Fleisch und Blutes anhören. Aber nur freiwillig, per favore. Fluchtwilligen Dresdnern ist der Weg in den Süden nicht weiter als dem Ostwestfalen. Das ist Menschenrecht! Ich meine Leuten wie dem Bundespastor, LF, KGE, CR_00 aus dem Wege zu gehen, aber auch der Frau Petry. In Deutschnofen, Südtirol gibt es übrigens bereits ein apartes Hotel ERIKA, 3 Sterne. Ob das Treffpunkt ist, weiß man nicht. Also, wo ist das Problem?

    Dons Autobahnvorschlag lehne ich aus strategischen Gründen ab. Es sei denn, man errichtet alle zwei Kilometer in Richtung Westen Wodkadepots die im Invasionsfall aus dem Bundesbunker freigeschaltet werden können. Quasi das Gegenmodell zu den einstigen Atomminen im Fulda-Gap. Aber das sind ohnehin nur Hirngespinste oder VT, denn, na warte, du böser Bube, demnächst stationieren wir ein Bataillon im Baltikum, aber dann!

    • zu schnell
      Das geht mir seit gestern auch so.
      Wenn Sie zu Ihrem ungesendeten Post zurückgehen und den inzwischen verblassenen Text anklicken, können Sie den Post noch mal senden, und dann geht er erfahrungsgemäß auch durch.
      Es ist wohl nach wie vor ein Rätsel, was der Hinweis bedeuten soll. Einmal erschien sie sogar in Englisch.

    • Es sind nicht mehr die Barbaren aus dem Norden
      https://philosophia-perennis.com/2016/10/02/news-rom-vandalismus/

      Inzwischen gibt es die Einzelfälle, die Gewalt gegen Menschen auflisten. Gibt es inzwischen auch so was, das Sachgewalt beschreibt und zählt?
      In Kirchen und an Heiligenfiguren, Kreuzen, Sarkophagen oder anderem?

    • Zurück zum Post funktioniert wohl nur mit Chrome
      bei Firefox hätte man da schlechte Karten. Nachdem Firefox bei mir partout nicht laufen will, immer plugin.containerfehler.exe trotz Neuaufsetzen des Rechners, lebe ich mit Chrom.
      Ansonsten hilft wirklich nur Word oder Frauke Amgelin hatte da noch einen Tipp, den ich aber schon wieder vergessen habe.

    • Liebe Renate Simon, ich weiß ihn aber noch, schmunzel, er lautet:
      Erstmal dort

      https://charcounter.com/

      schreiben, dann mit copy and paste hierher übertragen…

    • Danke liebe Frauke,
      wusste ich doch, dass Sie uns auf die Sprünge helfen. Link ist nun gespeichert.

  73. Alternative für Ostdeutschland:
    Der gemeine Pegidist kann jederzeit innerhalb von zwei (mit dem Trabant evtl. drei) Stunden im Café Slavia oder im Obecní dům sitzen, wie so ein zivilisierter Mensch, denn Prag liegt nun wirklich vor der sächsischen Haustür (und die Autobahn ist fast fertig), allein, er tut’s halt nicht, obwohl es dort gar nicht so viele Ausländer gibt.

    Über den Vorschlag, Pegida den Tag der deutschen Einheit in Königsberg feiern zu lassen, muss ich erstmal in Ruhe nachdenken. Das könnte interessant werden.

    Trotz des unschönen Geblökes vom 3.10. halte ich Pegida i.Ü. weiterhin für überschätzt. Als Frankfurter kann ich keine Weltverbesserungsbewegung ernstnehmen, die nicht mindestens die Show bietet, die wir von Blockupy gewöhnt sind. Wir haben schließlich auch Ansprüche.

    • unschönes Geblöcke
      das ist wohl war aber warum hält auch ständig jemand S.Gabriel ein Mikrofon vor die Nase und warum ist der Vorsitzende der SPD sich nicht zu schade ausgerechnet am 3.10. Deutsche Bank Bashing zu betreiben um dann in den Iran zu jetten. Wahrscheinlich braucht er die Bank um die Devisengeschäfte mit Teheran abzuwickeln obwohl für so etwas noch Strafen in den USA angedroht werden. Demnächst macht das wahrscheinlich die Frankfurter Sparkasse. Ich könnte auch sagen wie viele Schafe haben noch herum geblöckt und keiner will es hören.
      – Der Iran ist beim Schützenfest in Syrien auch dabei. Kein Wort dazu vom Köhler des Mutterschiffs.

      Wer blöckt als nächstes in Frankfurt? Wir wollen iranische Banken hier haben? Wahrscheinlich wird es Al Wazir sein.

      PS: Nehmen sie es nicht persönlich. Sie geben ja nur das Stichwort das zum stechen einläd

  74. @Steinerner Gast
    Natürlich kann man sich auf H.D. Thoreaus Standpunkt stellen: ‘Under a government which imprisons any unjustly, the true place for a just man is also prison … the only house in a slave state in which a free man can abide with honour.” Dass Abs im Dritten Reich nicht im KZ saß, ist auch mir bekannt. Aber es konnte halt nicht jeder wie Willi Brandt nach Norwegen ausweichen. Mein Großvater hatte einen Schulbuchverlag. Damit war er konsequenterweise auch ein Nazi, weil er in seinem Verlag zu der Zeit nazifreundliche Bücher verlegen musste. Deswegen musste er dann durch ein Entnazifizierungsverfahren. Von ihm habe ich gelernt, Leute nicht für immer auf ihre Nazizeit festzulegen. Mir ging es um die Leistungen von Abs nach dem Krieg.

  75. 7.Oktober
    Herzlichen Glückwunsch zum Republiksgeburtstag übrigens noch. Auferstanden aus Ruinen usw. Oder auch Anmut (!) sparet nicht noch Mühe, Leidenschaft nicht noch Verstand… Obwohl man z.Zt. schon den Eindruck gewinnen kann, hier arbeiten so einige schon wieder am Abriss. Na, wir werden ja sehen, wohin die Reise geht. Da offensichtlich aber viele regelrecht aus Anlass des sog. Tages der Deutschen Einheit flüchten, ist wohl kaum Gutes für die Zukunft zu erwarten.

  76. Don, wir müssen SPAAAREN !
    Einfachere Lösung : ein nur temporärer Korridor zwischen Politberlin und der nächsten US-Air Base , um sämtliche Deutschland nicht wohl gesonnene Stasi-Mitarbeiter , welchen Namens auch IMMER, und Mitarbeiter anderer Geheimdienste, selbst wenn die freundlich tun, solange gewisse Knebelverträge nicht in trockenen Tüchern sind, prestissimo außer Landes fliegen zu können.
    Zugegeben, der Bundestag wäre fast leer, die Regierungsbank hätte mehr offene Stellen, als die ganze Bundesagentur für was immer , aber WAS würden wir uns nicht ersparen ?!
    Und, vor allem, nur eine temporäre Sache, ohne Riesenaufwand .

    Rosenstölzchen fliegt zu Rosenstolz, eine Liebesgeschichte .

    Und ein guter Anfang. Allzu erfolgreiche Wettesser in der Politik bekommen eine eigene Hercules, Sicherheit geht vor.

    Na, das wär‘ doch was !

  77. Königsberg!!!
    Bitte die Erinnerung zumindnest hier hoch halten, daß Königsberg eine urdeutsche Stadt war und ist- daher BITTE Königsberg und nicht Kaliningrad sagen.

  78. Es wird wieder fröhlich geteasert:
    „Blog | Stützen der Gesellschaft
    Autobahnbau gegen Pegida
    Mit der Autobahn Kaliningrad–Dresden–Verona wird alles wieder gut: Man kann Pegida nicht abschaffen, aber dafür sorgen, dass die Aktivisten die ostgotische Tradition andernorts ausleben.“ und noch ein Bildchen (mit -gidanern?)

    http://media1.faz.net/ppmedia/aktuell/feuilleton/2933030841/1.4470351/article_top_teaser/das-perfekte-ziel-fuer-eine.jpg

    dazugarniert…

  79. Sehr Gut
    LOL!!!!

  80. maciste grüßt den don
    ehrenwerter don, die einzige zukünftige rollbahn, deren nutzen sich mir erschließen würde, hat den verlauf brest-berlin-moskau-samarkand-peking. hiermit verbunden ergibt sich auch der 9. november – und zwar als der 18. brumaire – als einzig ernstzunehmender ansatz eines brauchbaren feier- und gedenktages; können wir doch den 18. brumaire als das ursprungsdatum einer neuen reihe moderner potentaten, deren formen von herrschaft und politik bis heute fortzeugen, annehmen.
    im übrigen bin ich weiterhin der auffassung, daß wir im geistigen und im gewaltsamen ringen großen zeiten entgegen marschieren – ob dies mit oder ohne die „indigenen“ deutschen geschieht, ist vor dem richtblock der geschichte nebensächlich.
    battle on.

    • Großen Zeiten entgegen marschieren
      Nachdem in den Medien durch einen amerikanischen Militär offen über den 3. Weltkrieg gesprochen wird, stimme ich ihnen zu.

      Wer sagte doch gleich: “ Ich weiß nicht mit welchen Waffen im 3. Weltkrieg gekämpft wird, aber den nächsten werden wir uns mit Steinen und Stöcken gegenüber stehen. “ oder so ähnlich ;o)

      Es bleibt spannend.

    • Lieber Leser, etwas dazu gibt's hier:
      https://en.wikiquote.org/wiki/World_War_III

    • Liebe Frau Amgelin,
      Ja Einstein richtig. Dankeschön für den Link. Schon heftig wieder solche Drohgebärden hervorzukramen. Ihnen noch ein schönes Wochenende.

  81. Ganz nett - aber ist nicht in Zeiten der Generation @ und das schnellen Internets -
    der Autobahnbau ein dummes, altes Mittel früherer „kleinbürgerlicher“ Deppen, also so wie weiland Ländles Lothar Späth damals oder ähnlich?

    Genaugenommen müßte ein Führer der Jungen daher hier und heute längst auch andere, viel schlagendere Argumente und Maßnahmen parat haben, dies zumindest hin- und wieder auch einmal durchblitzen lassen?

    Und Ok, Don A. ist kein Führer der Jungen, er äußert nur so seine privaten Gedanken – und trägt immerhin berichtsweise zur Vielfalt bei.

    Und außerdem hatte ja der Autobahnbau bis heute seine Pflicht und Schuldigkeit getan. Nur der Generation@ fehlen Sinn und Zukunft.

    Straigth to the point? Hopefully very much so, *g*.

  82. Autobahnbau gegen Pegida
    Mensch Leute Dresden hat nen internationalen Flughafen.Während Ihr noch im Stau steht kann ein Dresdner schon Espresso schlürfen.So siehts aus

    • Flughafen Espresso
      sicherlich kann man im Flughafen Zürich oder München einen Espresso bekommen. Aber Direktflüge nach Italien gibt es meines Wissens nicht von DRS.

    • Einspruch !
      Ha, lieber Espressoschlürfer, das hat man in Bayern auch, und nicht nur das !!!

      Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München … mit zehn Minuten, ohne, dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen … am … am Hauptbahnhof in München starten Sie Ihren Flug. Zehn Minuten. Schauen Sie sich mal die großen Flughäfen an, wenn Sie in Heathrow in London oder sonst wo, meine sehr … äh, Charles de Gaulle in Frankreich oder in … in … in Rom.

      Wenn Sie sich mal die Entfernungen anschauen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen, dann werden Sie feststellen, dass zehn Minuten Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen, um ihr Gate zu finden. Wenn Sie vom Flug … vom … vom Hauptbahnhof starten – Sie steigen in den Hauptbahnhof ein, Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen in … an den Flughafen Franz Josef Strauß.

      Dann starten Sie praktisch hier am Hauptbahnhof in München. Das bedeutet natürlich, dass der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Bayern … an die bayerischen Städte heranwächst, weil das ja klar ist, weil auf dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen.

      (ok, ich gebe zu, das war jetzt nicht mein Text, sondern gegoogelt, aber die Gelegenheit, dieses Geschwurbel zumindest im Ansatz sinnvoll als Textbaustein zu verwenden, konnte ich mir nicht entgehen lassen).

      Was ich eigentlich sagen will: Fliegen kann jeder, und auch da liegt Bayern näher gen Italien (höhö, Kalauer!) als das Land, wo die hübschen Mädschen wachsen. Nur auf den Transrapid, da warten die Bayern heute noch drauf…

      Mit besten Grüßen
      SchallundRauch

    • Weil die Stoibersche Rede zu schön ist
      um sie in Vergessenheit geraten zu lassen, hier musikalisch
      https://www.youtube.com/watch?v=9Vg2h_nW0bA


    • sicherlich kann man im Flughafen Zürich oder München einen Espresso bekommen.
      Hören Sie mir bloß auf mit Flughafen Zürich. 5 EUR für 0,2 l Wasser!! Andere Getränkepreise analog noch teurer. Und passend zahlen in Scheinen, man hat ja kein Euro-Münz. Nää, das macht man einmal und nicht wieder.

  83. Damit es nicht unter den Tisch fällt...
    Erstaunlich was Thema Überwachung und Datenspeicherung in den „Qualitäts“medien so regelmäsigunter den Tisch fällt.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Terror-Score-Ex-Bundesdatenschuetzer-greift-Innenminister-an-3343177.html

    Ist doch mal wieder eine typische Innenminister Idee alle Bürger zu „scoren“. Alle werden also eine Art Schulnote bekommen, in der festgelegt ist wie zuverlässig staatstragend die betreffende Person ist.

  84. Dank aus Polen
    Vielen Dank für Ihre Texte. Ich lese sie jedes Mal mit Vergnügen. Sind irgedwie… erfrischend. Dachten Sie schon daran, aus ihnen ein Buch zu machen? So ein politisch-satirisches…

  85. Der "Don" war schneller
    Aus einem längeren Kommentar zu diesem Beitrag auf journalistenwatch.com:

    „Und der „Don“ war – vor allem – seinerseits auch wiederum schneller als ich. Angedeutet habe ich ja schon des öfteren, daß man den durchdemokratisiert-entdeutschten Blick zu heben hätte von den Rinnsteincontenuten auf die goldene Mitte, sprich Mittelmeer und Mittelalter (das deutsch-französisch gestrickte Europa ist eine Chimäre, ein deutsch-italienisches bedeutete goldene Zukunft). Solches schwingt mit in dem Motto, das der „Don“ seinem Beitrag vorangestellt hat und das ich – u.a. vielleicht wegen der kleiner und kursiv gesetzten Schrift – erst gesehen habe, als ich nach Lektüre des ganzen langen Textes mehr zufällig noch einmal ganz nach oben „scrollte“. Über die ganzen (wie gesagt: fast nur mehr mühsam-)spielerischen Ohrfeigen für den BRD-Politpöbel setzt er einen Satz, der mehr Schauer über den Rücken jagt als alle Fahnen bei PEGIDA, Schauer eines eigentümlichen Erinnerns an fernste, überindividuell-eigene Vergangenheit, die einen wie mich etwa auch überkommen, wenn er langobardische Reliefmuster in einer alten oberitalienischen Kathedrale erblickt. Also, über dem Text des „Don Alphonso“ steht doch wirklich und wahrhaftig dies, und das ist nun keine spielerisch-gespielte Ohrfeige mehr, sondern mächtiger Stoß genuin germanischer Führerfaust in freie Luft, über dem ganzen langen gespielten Spiel das ernste Signal zu entscheidender Schlacht Beginn:

    Es gilt der Heimat, wenn wir auch nur zu spielen scheinen.
    Theoderich der Grosse“

  86. Flächendeckende Harmonisierung der Presse
    Teile der Autobahn gibt es ja schon, die als Transitstrecke von Nord nach Süd über Berlin verläuft und den Ostdeutschen immer wieder als Geschenk im Billionen (Billiarden?, Billard?) paket der Osthilfe vorgerechnet wird – gern auch unter Verzicht der Unterscheidung von Brutto und Netto (Steuerrückfluss, Gewinnerzielung usw.). Hinter der thüringischen Grenze in Bayern war der Autobahnbau ein ganz normales Verkehrsprojekt, aber davor war es eine riesige Schenkung. Noch schlimmer ist ja die Wiederherstellung der Schienenwege gewesen. Da die sowjetischen Brüder 50% des Schienennetzes der Deutschen Reichsbahn ab Sommer 1945 als Reparation demontiert hatten, sah der verbeibende Rest nicht so gut aus und musste dringend ausgetauscht werden. Meine Freundin L. Müller meint zwar, dass die Ossis die Schuld daran hätten, aber sie hatte in der Schule auch Geschichte und Erdkunde abgewählt. Ich leide etwas unter der stark harmonisierten Berichterstattung fast aller Medien über das deutsche kulturelle Kernland (Mitteldeutschland). Bei Schiller erinnern sich viele Leute nur an einen Politiker und Bach wäre ja nur ein kleiner Fluss. Einige Berichte werden so schnell kopiert, dass die Redakteure gar nicht mehr zum Durchlesen kommen. Nun gehen ja die Auflagen vieler Tageszeitungen rapide in den Keller – da fällt das den Restlesern nicht mehr so stark auf. Da man im Nachbarland Austria auch Zeitungen online stellt, kann man dort die Lücken der hiesigen Presse rasch schließen. Die Bindungen zu Österreich müssen unbedingt einmal thematisiert werden. Der Sachse wandert gern in den böhmischen Bergen und fährt auch gern nach Austria. Wiener Klänge hört man in Sachsen an vielen Orten. Was dem Bayer Verona ist, ist dem Mitteldeutschen Tschechien und Österreich und auch umgekehrt. Vielleicht kommt ja doch einmal eine Föderation zwischen Österreich, Bayern und Sachsen zustande. Die Mentalität ist ähnlich, ähnlicher als mit Politikern z.B. aus dem Saarland. Packen wir’s an, natürlich mit dem Volk.

  87. SANIERUNGSFALL !
    lese gerade nach der rückkehr von Felippi, Vermentino, Pecorino und Gelati im wochenkampforgan aus HH

    „das Bundeskanzleramt ist ein Sanierungsfall“

    1. inhaltlich können mann oder frau es nicht beser auf den punkt bringen
    2. trotzdem falsch natürlich, weil es müsste doch bundeskanzler*INNENamt heissen, oder ?
    3. umbennung in BundesLFamt klingt noch besser.

    und CR7 hat es wieder mal allen gezeigt, wann zieht CR_00 nach ?

    des weiteren melden die spähtrupps aus Marina di Carrara keine sichtung unter der angegebenen adresse und der wildschweinpalast in Sassetta hatte über die mittagszeit wider erwarten Chiuso !

    dafür waren die nudeln in der Therme in S. und der wein einfach spitze !

    • @ Django, privatissimo, mit Ihnen habe ich ohnehin noch
      ein Boot ins Wasser zu lassen. Fährt da in die nördliche Maremma und die Colli Metallifere um nichtgermanische Bootswerften zu besichtigen. Nicht zu fassen. Zum Essen und Guado da Tasso zu schlürfen-d´accordo. Aber italienische Ruderboote, als Unterländer von den Gestaden des Neckars ? Non possibile! Ich verweise strengstens nach Eberbach am Neckar. Heimische Produkte sind angesagt, nicht nur beim Trollinger mit Lemberger und in der Besenwirtschaft => Bootswerft Empacher GmbH, Rockenauer Str. 7, D-69412 Eberbach, Tel: +49 (0)6271-8000-0, Fax: +49 (0)6271-8000-99
      .
      Die Auskünfte wg. Trattorien in Marina di Carrara erscheinen mit etwas leichtfertig oberflächlich. Werde am 20. 10. in Pisa sein, mit Ziel Richtung Arezzo. Vielleicht habe ich vor dem Rückflug Gelegenheit zur Inspektion dortselbst. Habe aber selbst bei der Recherche festgestellt, daß scheinbar des Wirtens Nachwuchs den Laden übernommen hat. Auf der Straße vor der Lokalität, wo einst die Camionisti parkten, hat man auch die Schienen der historischen Marmorbahn herausgerissen. Die Bahn, von der Hauptlinie Genua-Pisa abgehend, führt jetzt nur noch bis wenige Meter südlich des Porto. Der interessante Teil mit den vielen Viadukten in die Brüche ist seit den Camionisti (trasporto su gomma sagen die) ohnehin obsolet.
      .
      Übriges, das Hinterland der Versilia, also die Alpi Apuani bieten dem masochistisch veranlagten Radler so einige an Foltermöglichkeiten.
      .
      Weitermachen, wegtreten.

  88. Vielleicht noch ein Satz vom Jetzt -
    „Lübeck heute? Da herrscht ja Thomas-Mann-ferne Spießerzufriedenheit!“

    Also den Anteil könnte und müßte man von außen womöglich z.B. auch in Lübeck aktuell mit sehen. Lauter nette, arrivierte Bürgersleut‘ als Professoren, Honoratioren und sonstige Bürgersfachleute – für Thomas Mann und dessen Schriften, für dessen Leben erklärtermaßen auch.

    Und ja, nett eingerichtet haben sie’s sich dort, vermutlich sehr zu Recht auch mit diesen Anteilen von Spießerzufriedenheit – mit dem Selbsterreichten nämlich, abgezogen vom großen, dummen Vorbild.

    Denn dumm war das Vorbild natürlich schon gewesen, sich weltweit in seiner Zeit für die Freiheit des menschen und seiner Sprache überall so zu exponieren – sie selbst täten dass viiel klüger, SO dann mit Sicherheit eben doch nicht tun. Und bilden – mit sich selbst zufrieden – auch gleich eine Hermetik, zumal zur Abschirrmung ihres Selbsterreichten.

    Und für Vereinsmitglieder und Vereinsvorstände, sehr wohl höchst verdient um Kenntnis, Auslegung und Vermittlung, von Deutschen Vereinszwecken, bestimmt auch genau das Richtige.

    Aber „Es gilt der Heimat, wenn wir auch nur zu spielen scheinen“, das ist natürlich tiefster Schirrmacher, bester Deutscher Thomas Mann – in Pacific Palisades (wo sonst?) – „Deutsche Hörer!“, erneut drei Kerzen auf das Grab unseres verflossenen Feuilletonchefs – wie genialisch-emotional der den kommenden Don Alphonso sich so früh bereits vorherersah!

    Unser Dank an Don Alphonso einmal mehr – bleibt er doch vor allem sich selber treu, erfüllt daher genau bis in die Zeit hier heute hinaus das Vertrauen, welches ein Großer damals in ihn setzte. Und wird so bleiben.

  89. Und war natürlich die Klause eines Luther, die Zelle des Mönches, die Klause des Druckers und
    Setzers, die Weite eines Einsteins, der Garten Eden des weltoffenen Geheimnis, auch des vermutlich gotischem Kreuzgangs, umgeben von tiefster, andauernder Geheimdienstabschirrmung auch mit gewesen – aber es ging ein Wort- und Wahrheitshighway trotzdem von dort aus in die Welt, heute erscheint er uns wie nahezu unerschöpflich.

    Und Heine in Paris in und aus seiner „Matrazengruft“ – wissend, dass er die bis zum Tode nie wieder würde verlassen können – hätte vermutlich nicht viel wehmütiger nach Pacific Palisades blicken können, als wir Heutigen es tun: Du aber, junger Mann Thomas, Du aber, Du darfst und kannst immerhin noch aufstehen, Dein Lager verlassen, fast freibewegen Dich in der Welt, und wenn es bis auf weiteres nur Dein Garten ist. Aber eines Tages wirst Du vor dem Alterstode endlich wieder doch noch frei.

    Jaja, es scheint als Tiefenbeipack ein wenig fast auch viel „Matrazengruft“ in Herrn Dons europäischen Autobahnphantasien mit dabei zu sein, sie – und nur sie – wäre sodann der Bahnen antipodisch-singulärer europäischer Punkt – der Völkerverantwortung großen Stils aber bleibt Kenntnis des einen ohne das andere nicht zu haben.

    Danke FAZ.

  90. Zwei Links vergessen einzufügen
    http://tinyurl.com/h3lzumc http://tinyurl.com/z5ysn79

    „Es gilt der Heimat, wenn wir auch nur zu spielen scheinen“ – Klare Sache, das ist uns verantwortlich bleibenden auch ein gewisser Adrian Leverkühn, Musiker und sein Dr. Faustus.

    Daher vermutlich: Kinderspiel – Todesspiel, wir Menschen treffen auch heute weiter unsere Wahl.

  91. Vielen Dank an den Autor
    Das ist ein feiner Artikel, – mit einer Prise Humor ist wirklich alles gesagt.

  92. Ach, wieder einmal extrem lesenswert!
    Aber mal ehrlich … ich aus Hamburg brauche durchaus auch 8 Stunden oder, wenn die verdammte A7 mal wieder dicht ist auch deutlich länger, um ins gelobte Land der Italiener zu kommen … und den Dunkeldeutschen durch verwegenen Strassenbau da Vorteile zu gewähren, würde ich als extremst unfair bezeichnen!

  93. Auswärts Denken mit Getränken
    Alles schön und gut und witzig.
    Aber wo soll das sein: »Ostdeutschland« ?

    Google doch einfach mal nach »MDR-Sendegebiet«.
    Da kommt »Mitteldeutschland« heraus.
    MDR, aka Mit-Deiner-Rente.

    Weil: die ostdeutschen Gebiete gehören uns doch noch gar nicht wieder.
    Bleibt es wirklich spannend ?

  94. Wozu denn Umerziehungsprogramme, Frau Roth?
    Anstatt mit so mühseligen Dingen wie Analyse und Diskurs von unerfreulichen Phänomenen sich zu beschäftigen, anstatt den Himmel um Erleuchtung für die armen Verblendeten im Osten anzurufen, die so unangenehm und in unverbindlicher Tonlage das sich Suhlen in ‚korrekten‘ Weltbildern stören, befaßt man sich doch einfacher mit der kreativen Begriffsbildung zur Ausgrenzung solcher Kretins, wie unlängst bei dieser Dame gefunden:

    Retweeted Julia Probst (@EinAugenschmaus):

    Besorgte Bürger ist so ein harmloser Begriff für die hasserfüllte Haltung. Schandbürger passt doch besser, weil sie so eine Schande sind!

  95. Anti-Amerikanismus
    @ Renate Simon
    6. Oktober 2016 um 18:16 Uhr
    „Und das ganz ohne Putin, also bitte… Sie reden schon wie die LF, die heute meinte, ein Handelsabkommen mit Russland würde nicht zu solchen Diskussio-nen wie TTIP führen, die nur Antiamerikanismus wären. Aber, wie soll man den bei den drohnenden Äußerungen von Clinton nicht bekommen?“

    Die vermeintliche Aufforderung zu einem Drohnenangriff gegen Assange wurde von den US MSM ignoriert. Inzwischen gibt es jedoch neue Skandale, die in den Medien thematisiert werden:
    1. Ein Video aus dem Jahr 2005, in welchem Trump mit fast 60 Jahren und mit seiner dritten Frau Melaniea verheiratet damit angibt, wie er Frauen, die er bisher gar nicht kennt, einfach küsst und an die „Muschi grapscht“, wörtlich „grab them by the pussy“, weil er ein Star sei.
    2. Kopien einiger Wallstreet-Reden von Hillary Clinton wurden durch Wikileaks veröffentlicht.

    Sieht nicht gut aus für Clinton; der Inhalt ist verheerend. Sie träumt, ähnlich wie LF, von einer Weltregierung, offenen Grenzen und offenem Handel, lobt die Banken für die beste Kompetenz, der Industrie die richtigen Vorgaben für ihre Arbeitsstrategien zu erteilen. All das, was die Amerikaner inzwischen mehrheitlich ablehnen.
    Trumps Prahlerei dagegen wird als Beschreibung von vollzogenen sexuellen Übergriffen bewertet (sexual assault).

    Also haben die Amerikaner eine Wahl zwischen einem verwöhnten Milliardär & TV-Reality-Star, der chaotisch, unbeherrscht und unreif daherkommt, dauernd lügt und Frauen sexuell belästigt hat bzw. einer ebenso verlogenen Wallstreet-Speichelleckerin, wobei sich beide als volksnahe Wohltäter verkaufen wollen.

    Während die Republikaner sich jetzt noch mehr von Trump distanzieren und teilweise sogar seinen Rückzug fordern, wird noch nicht gemeldet, inwieweit die Wikileaks-Enthüllungen Hillary Clinton beschädigen werden. Aber Eines ist sicher: Sie werden sie beschädigen. Also gibt es zwei nicht wählbare Kandidaten.

    Und ja doch, es gibt enorm viel Antiamerikanismus, sogar irrationalen Hass gegenüber den USA hier in Deutschland. Manche steigern sich da regelrecht hinein und können keinen klaren Blick mehr behalten. Sie glauben jeder noch so irrwitzigen VT, Hauptsache gegen. Können Sie besonders gut in den SPON Foren nachlesen. Es regt sich auch kaum jemand darüber auf, wie brutal Russland in Syrien Aleppo bombardiert. Wären das die Amerikaner, gäbe es einen enormen Aufschrei und eine riesige Empörung, aber bei den Russen…?

    • Beide Kandidaten sind ein Albtraum
      Trump mit seinen Äußerungen, nun ja, grundsätzlich hatte er damit nicht mal unrecht. Macht und Geld machen Männer sexy und die meisten Frauen zieren sich da nicht, sondern bieten sich direkt an.

      Clinton, bei ihrem Anblick kräuseln sich meine Nackenhaare wie beim Anblick der LF, beide sind vom gleichen Schlag.
      Die Spon-Foren müssen ohne mich auskommen, ich lese dort nicht. Zu Syrien hat Gunnar Heinsohn sehr klare und nachvollziehbare Gedanken http://www.achgut.com/artikel/warum_damaskus_weitertoetet_und_massenhate_rueckfuehrung_eine_illusion_ist

      Die LF wird in Niger nichts erreichen, außer Spesen und weiteren Milliarden nichts gewesen, was die Flüchtlingsströme aufhalten könnte. Solange Frontex die Migranten an der 12Meilen-Zone einsammelt und nach Italien bringt, wird die Zuwanderung eher weiter zu- als abnehmen.
      https://www.welt.de/politik/ausland/article158633724/Merkel-sucht-Hilfe-beim-aermsten-Land-der-Erde.html

    • Welch angenehme Überraschung....
      … sie haben die Wikileaks Reden also auch gefunden.

      Ist Ihnen aufgefallen dass diese Reden sonst nirgends erwähnt werden?
      Spiegel, Zeit, natürlich das Qualitätsblatt schlechthin: die FAZ, und auch die Prantlhausener…alle: NICHTS!…. letztere geht sogar noch weiter und beantwortet die Frage die anscheinend allen auf die Seele drückt: „Was passiert, falls Trump aufgibt “
      Ganz göttlich die Berichterstattung dazu auf CNN. Dort geht die Welt gerade unter, denn man zeigt das Video im 15 Minuten Takt, wozu die Sprecherin jedesmal eine Warnung ausspricht, anständige Menschen würden bei sowas weghören um dann sicherheitshalber doch bei jedem verdächtigen Wort ein „Bleeep“ einzuspielen. Anschliessend ans Video zeigt man, ganz wie bei Will oder Christiansen seelig, zwei bis vier Expertinnen, die den Zuschauern beim Entrüsten helfen. Noch nicht mal der grösste Taifun in Florida seit Kaiser Wilhelm hatte da eine Chance länger besprochen zu werden, zumal sich (bisher!) nicht nachweisen liess, dass Putin da mitgeblasen hatte…

      Über die Hilary Reden auch dort kein einziges Wort.
      Hocherfreut hab ich zur Kenntnis genommen, dass das Hilary Team nach wie vor nicht begreift, warum Trump so viele Leute anzieht.

      Noch einfacher hätte Hilary es sich gemacht, wenn sie mal ihren William Jefferson C. gefragt hätte, ob der Trumps Worte vielleicht nicht doch nur als eine ganz normale Unterhaltung unter ganz real and true red white and blue Männern identifiziert hätte….
      Sehr verärgert waren hingegen auch die CNN Leute, dass der Trump Vize einen überzeugenden Eindruck in der Debatte hinterlassen haben muss, während Hilary wohl einen harmlosen Dummschwätzer gebucht hat, verglichen mit dem sie wie die grosse starke, zuverlässige Über-Mama wirkt, nach der sich die kleinen US Bubis aller Altersklassen ihr ganzes Leben lang sehnen.

      Ihr Urteil ist also völlig korrekt:
      „Also haben die Amerikaner eine Wahl zwischen einem verwöhnten Milliardär & TV-Reality-Star, der chaotisch, unbeherrscht und unreif daherkommt, dauernd lügt und Frauen sexuell belästigt hat bzw. einer ebenso verlogenen Wallstreet-Speichelleckerin, wobei sich beide als volksnahe Wohltäter verkaufen wollen.“

      Weniger gut ist der nächste Absatz: „Es regt sich auch kaum jemand darüber auf, wie brutal Russland in Syrien Aleppo bombardiert. Wären das die Amerikaner, gäbe es einen enormen Aufschrei und eine riesige Empörung, aber bei den Russen…?“

      Sogar der UN Bericht sagte uns, dass sich USA und Russland gegenseitig beschuldigen und eine Feststellung wer gebombt hat, nicht zuverlässig möglich ist. Und den Aufschrei den sie nicht gehgölrt haben, gab es natürlich, aber in deutschen Medien ebenso wenig wie die Wall Street Reden.
      Was es allerdings gibt sind zB jede Menge Berichte, dass die Al Kaida Leute in Aleppo zu Al Nusra gehören, also dem Zweig von ISIS den die Amis und die Saudis unterstützen, finanzieren, ausbilden und bewaffnen.

      Recherchieren sie doch mal einfach weiter und gründlicher…. bei „Also gibt es zwei nicht wählbare Kandidaten“, sind sie ja schon angekommen, wer weiss was sie noch alles finden?

    • Wäre Russland in der NATO...
      Wäre Russland die Führungsmacht der NATO und D-land sein eifrigster Führungs-Vasall, …
      … tja dann wäre die Empörung über Syrien auch etwas größer. Vielleicht sogar fast so gross wie damals beim Irak-Krieg.
      .
      Glauben Sie nicht?
      Dann müsste man halt mal die Probe aufs Exempel machen.


    • @Renate Simon
      Nein, nicht die „meisten Frauen“. Das ist für mich ein zu negatives Frauenbild. Manche, sicher ja, vielleicht auch viele, aber nicht die meisten. Die meisten Männer sind ja auch keine sexistischen Schweine, oder. ;-)

      Sonst Zustimmung, vielen Dank für die Links.
      LF ist planlos. Ausgerechnet Niger. Das ist skrupellos und zeigt mal wieder, wie naiv es war und ist, ihr bei ihrem Handeln jemals humane Beweggründe zuzu-schreiben. Der Deal mit der Türkei ist schon übel, doch Niger, das ist doch unerträglich heuchlerisch.


    • @ TDV
      Im April 2015 habe ich in meinem Laptop ein Dokument über Hillary Clintons Kandidatur eingerichtet. Darin hatte ich im Februar 2016 einen SPON Post von mir plus einen Link gespeichert:
      „Diese grauenhafte Person“, genauso sehe ich sie auch, schon seit ihres unsäglich hässlichen Wahlkampfes in 2008.
      Hier eine Einschätzung über ihre 600.000 Dollar Reden bei Goldman Sachs, die um jeden Preis geheim bleiben sollen, nicht ohne Grund, wie es scheint:
      Sources have said that the speech was “glowing,” and that she sounded like a “Goldman Sachs managing director,” which would explain why she is reluctant to release it.
      Zitat aus „Hillary Clinton brought this on herself: How a Democratic primary coronation turned into a war“, Salon, 15.2.16.
      http://www.salon.com/2016/02/15/hillary_clinton_brought_this_on_herself_how_a_democratic_primary_coronation_turned_into_a_war/

      Auch hatte ich damals diese amüsante „Lyrik“ gespeichert:
      Secretary Clinton, you’re so untrustworthy, Beyonce is working on a concept album about you.
      You look so shady right now that FIFA wants to hire you.
      Top Secret? I don’t think you should be allowed to handle Pop Secret. I wouldn’t trust you with Secret deodorant.
      You lie so much kids are now chanting, „Liar, liar pantsuit on fire!“
      You’re so bad at running for president, the only person you can beat is Donald Trump.
      Von Stephen Colbert

      In meinem Hillary Clinton Dokument sind viele andere Links gespeichert, u.a. diese:
      Clinton hires unpaid labour complained previously a couple of years ago about unpaid Praktika, employed them in her foundation
      Double standards
      http://abcnews.go.com/Politics/hillary-clinton-campaign-hires-unpaid-labor-tackles-youth/story?id=31830227
      Bush, Clinton und Barry Seal
      http://www.heise.de/tp/artikel/15/15280/3.html
      Hillary Clinton Skandale
      http://www.wsj.com/articles/the-hillary-clinton-paradox-1432857435
      Hillary Clinton Monsanto Ties
      http://www.washingtontimes.com/news/2015/may/17/hillary-clinton-gmo-support-monsanto-ties-spark-ba/?page=all

      Und ja, hier in Deutschland wird über die Reden nicht berichtet, in den USA schon. Aber das geht jetzt im „Skandal“ über die alberne Prahlerei von Trump über seine sexuellen „Eroberungen“ unter bzw. wird als nicht zuverlässig, weil angeblich von den Russen gehackt und daher als gefälscht abgehakt. Aber war es nicht schon immer in den USA so, dass jedes Skandälchen, in welchem es um Sex geht, ob Nipplegate or whatever, jeden seriösen Sachverhalt in den Schatten stellt?

      Wie Sie also daraus ersehen können, so ist diese Einsicht keineswegs neu für mich. Nur, weil ich Mr. Trump noch schlimmer bzw. unerträglich finde, bedeutet es im Umkehrschluss nicht zwangsläufig, dass ich jemals Hillary Clinton gut gefunden hätte.

      Was mich jedoch überrascht ist, dass Sie Mike Pence, einen ultrareligiösen Eiferer positiv erwähnen. Einen, der selbst bei einer Vergewaltigung eine Abtreibung ablehnt. Pence, ein Schaf im Wolfspelz, über den SPON in 2015 einen Artikel veröffentlicht hatte, in welchem beschrieben wurde, wie zwei große Unternehmen drohten, sein Bundesland Indiana wegen eklatanter Homosexuellen-Diskriminierung zu verlassen, nachdem Pence den Religious Freedom Act unterzeichnet hatte (Trans- bzw. Homosexuelle müssen im Restaurant nicht bedient werden, ein Standesbeamter muss sie für eine Ehe nicht registrieren etc.). Pence hatte die Verfügung nur dank dem durch große Unternehmen ausgeübten Druck rückgängig gemacht. Auch sind Frauen in seinem Bundesland verpflichtet, den abgetriebenen Fötus auf eigene Kosten einzuäschern oder zu beerdigen.

      Pence, der Liebling der Milliarden schweren Koch-Brothers, der größten Financiers der ultrarechten Republikaner, Angehöriger einer katholischen Sekte, ist extremer als Ted Cruz.

      btw. der Sturm lief auf CNN 24 Stunden lang am laufenden Band.

    • Liebe Tamarisque, haben Sie in Ihrem besagten Dokument auch Ähnliches wie dies:
      https://stuetzendergesellschaft.wordpress.com/2014/07/11/der-hugo-und-die-90-frauenquote/#comment-34082

      (Ja, ist klar, der ist alt. Den hatte schon http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-montagsglosse-von-hellmuth-karasek/78098.html )


    • Liebe Frauke Amgelin,
      nein, den kannte ich gar nicht, sehr gut. Passt! Vielen Dank. lol

  96. Fragt OT
    Verehrter Don,
    wenn ich Ihre Texte lese, ist zu spüren, dass Sie Spaß an Ihrer Arbeit und gleichzeitiger Freizeitgestaltung haben. Und die Kommentatoren machen auch den Eindruck 50+. Ich selbst geh frohen Schrittes (noch) schon auf die 6zig zu. Wie ist das mit ihren Kollegen aus den schreibenden Medien? Säßen nicht wenige gern an den von GEZ finanzierten Schreibtischen? Also geht denen nicht der Arsch auf Grundeis? Fallende, nicht sinkende, Verkaufszahlen. Auflage ist gut. Verkauf ist besser. Und noch besser sind Klicks. Sind die nicht sogar sauer auf Ihren Blog und den Zugriffszahlen und das ohne Werbung. Da verdient man doch nichts.
    Geht es denen so wie den von Job(nicht Arbeit)verlust bedrohten Bankenfredies? Die Stimmung ist doch nicht etwa positiv? Und wenn, dann doch wohl nur, um sich nicht einzugestehen, dass man vielleicht die ganze Zeit auf der unvernünftigen Seite einen Haufen Unsinn verzapft hat, schlampig arbeiten konnte und durfte und vielleicht nicht selbst längst Breschen in die Medienlandschaft ala Tichy, H.M.B. u.a. geschlagen hat oder sich dorthin verschlagen hat.
    Jedenfalls fahren die nicht mit alten Möhren Pässe. Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Muße.
    Und sollte noch ne Schippe Spott da sein oder das Fach verhaltener Zynismus einige Raketen bereithalten. Rauf damit. Lassen Sie bitte krachen.
    Beste Grüße und allzeit fähige Bremsen!

  97. @Wiederverwurzelung - Zeitgeist scheint aber auch eine unbewusste Verschiebung real gelebter und tat
    sächlich so mit empfundener Standpunkte zu sein. Manches davon wurde früher eher einem rechten Spektrum zugeordnet.

    Interssant hier und heute also der historisch-praktische Anteil, der anscheinend ein bayrisch-norditalienisches Kulturmycel als kollektives Identifikationsmodell/Zentrum/Anhangsnetz definiert. (am netz im unterwasserlebensraum können auch gleichartig fühlende algen, grünpflanzen sich festmachen, nicht nur hindurchziehende, netz- und algenfremde fische gefangen werden, zwecks exploitation derselben bis aufs skelett)

    „Vor allem aber sind es keine Belege für eine humane Ur-Zivilisation in Europa. Die von der Neuen Rechten propagierte „Wiederverwurzelung“ der Menschen scheint eher mit dem Mythos von Volk, Blut und Boden begründbar zu sein.

    Der Blut-und-Boden-Mythos ist eine groteske Perversion der Wiederverwurzelungsidee. Die Menschen sind doch überall wieder auf der Suche nach ihrer Verwurzelung. … Selbst die Neue Linke ist im Begriff, die Wiederverwurzelung zu entdecken.

    Denen schwebt aber etwas anderes vor als Ihnen. Sie haben wörtlich geschrieben: „Was sind die historischen und vergänglichen Vaterländer angesichts der fleischlich-sinnlichen und ewigen Vaterländer?“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39908730.html

    autobahnbau, lebensräume, vaterländer, uns-zugehörigkeit, durchreisende, ankommende. nette ingrediezien halt.

  98. Ergänzung zur benachteiligten Lage Dresdens
    Wenn man sich Deutschland als Toilettenschüssel vorstellt, liegt Dresden genau dort, wo sich gelegentlich hartnäckig unerwünschte Reste festsetzen.

  99. Hin und wieder lesen sich Entwürfe hier vorher klarer -
    und sollten wohl im übersandten Text z.B. bereits folgendes gut ausgedrückt übermittelt haben: „… aber es ging ein Wort- und Wahrheitshighway trotzdem von Thomas Mann und seinem Gartenwohnsitz in Pacific Palisades aus in die Welt, heute erscheint uns das in manchen Momenten fast wie ein Wunder. Aber wie wußte schon die Altvorderen? Alles Große, was dasteht, ist ein Trotzdem, so sagten, wußten sie es wohl bereits.“

  100. Nobelpreis
    @ Etti
    Ja, LF war wohl auf der Liste, weil sie als Kandidatin berücksichtigt wurde. So viel konnte ich im Internet herausfinden, jedoch nicht, wer sie vorgeschlagen hatte.

    @Frauke Amgelin
    Obama bekam den Preis quasi als Vorschussleerbeeren (ein Tippfehler, der das ganz gut beschreibt.) Es gab noch nichts, was das hätte begründen sollen, außer dem Auszug der Truppen aus Irak, was jedoch schon von Bush Jr. vorgegeben war. Die zugesagte Schließung von Guantanomo lässt bis heute auf sich warten.

    Angesichts dessen, dass die Waffenverkäufe in der aktuellen Amtszeit von LF stark gestiegen sind, ist es besonders perfide, dass sie überhaupt vorgeschlagen worden war. Man kann im TV Bilder der durch Saudi-Arabien zu verantwortenden Verwüstung, Tod und Elend in Jemen sehen, das ein guter Kunde deutscher Waffen ist, welche meines Wissens noch in diesem Jahr geliefert wurden. Eine Information über eine abschließende Entscheidung, inwieweit die Lieferungen noch fortgesetzt werden sollen, kann ich nirgends finden. Insofern: Friedens-Nobelpreis für eine große Waffenlieferantin…? Allein der Vorschlag war doch schon absurd.

  101. Kulturwandel vom Bankier über den banker zum Bankster
    @Lisbeth Heuse 07.10. 10:23
    Gute Frage, Frau Heuse. Norbert Walter, den langjährigen Chefvolkswirt der DB (bzw. bei DB Research) kannte ich gut, noch aus dessen sehr junger Kieler Professoren – Zeit (und gemeinsamen kirchlichen Aktivitäten, erwähnte ich schon dass wir stramm katholisch sind?).
    Er „schwärmte“ von Alfred Herrhausen, sicher auch ein Mann mit „Vergangenheit“, aber jemand der sich seinerzeit sehr moderne Gedanken machte, bis hin zum Schuldenerlass für Länder der Dritten Welt. Seine Ermordung muss man daher auch für die Entwicklung der DB tragisch nennen. Die Nachfolger schielten in zunehmender Rasanz auf die Rendite, wollten mit den großen Jungs an der wall street mithalten und blendeten die Risiken der „strukturierten Wertpapiere“ und Derivate teilweise aus. Auch sahen sie nach meiner bescheidenen Einschätzung die Komplexität und den Prämienwillen beim Handel der Boys aus Anshus Army nicht so recht. Risiko- Controlling, interne Kontrollsysteme (IKS) und Revision waren da nicht so erwünscht, ein Teil der Händler ging Risiken ein die sich postwendend juristisch manifestierten.
    Übrigens traue ich Herrn Cryan durchaus zu, da aufzuräumen. Aber es braucht Zeit, Energie und Unterstützung. Die bieten eilfertige Untergangspropheten oder Vollstrecker antikapitalistischer Schülerträume natürlich nicht, im Gegensatz zu schwäbischen älteren Herren, die beharrlich Kommentare verweigern.
    Ob den Propheten klar ist was sie beim Umfang des Derivatebuchs der DB heraufbeschwören wenn es wirklich knirscht?
    Das man in den späten 80ern das „System Deutschland“ mit seiner vielfachen Verflechtung in Aufsichtsräten und per Anteilsbesitz zurück fuhr, hat auch nicht nur geholfen. Im alten System mit seinen Pferdmenges und Abs gab es Selbstselektion der Eliten, Motto „Der passt zu uns“. Einige der DB Herren aus jüngerer Vergangenheit hätten da eher nicht gepasst.
    Und ein schwacher Aufsichtsratsvorsitzender der deutlich zu spät reagiert hilft da auch nicht wirklich weiter.

  102. Die sogenannte Komplexe Welt oder die vereinfache Wahrheit.
    „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“.
    (Warren Buffet)

    https://www.youtube.com/watch?v=YcrkJrxwKiQ

    Folgt dem Geld.

    Alles was in der Welt passiert, ist die logische Konsequenz aus Macht und Geld und wie beides auf eine dünne Führungselite angehäuft wird.
    Ob es eine sogenannte Demokratie oder eine Diktatur ist – mittlerweile egal. Das System läuft auf Autopilot.

    ….

  103. Pingback: cerpen sex

  104. Pingback: cerpen sex
    Was bitte soll der Link bedeuten? Soll das etwa Werbung sein?

  105. Titel eingeben
    heute nur einfach mal: Smack!!!

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