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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Trumps Sieg: Handgemacht in den USA

| 567 Lesermeinungen

Oh God I am the American dream, but now I smell like Vaseline
Frank Zappa, Bobby Brown

Silberkannen, Reisen, Gemälde – die Grundlagen mancher Beiträge hier sind so teuer, dass es verständlich ist, wenn unbegüterte, abhängig Beschäftigte dann doch lieber billige Themen wie Sozialismus, Nutella und Feminismus bevorzugen. Dieser Beitrag hier jedoch hätte deutlich teurer werden können, als er ohnehin schon ist. Gekostet hat er mich einen Rahmen, der, wie der Zufall es will, von einem Nichtkollegen der Konkurrenz gerade unkritisch beworben wird. Wenn ich Pech gehabt hätte, wäre für diesen Beitrag vielleicht auch meine Gesundheit oder gar das Leben auf der Strecke geblieben.

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Das hier ist die Innenlagerbuchse eines Cannondale Super X. Made in Fernost. Sie hat sich aus dem Rahmen von selbst gelöst und war so schlecht eingebunden, dass sie auch beim Antritt oder Sprung hätte herausbrechen können, mit bitteren Folgen für mich. Der Rahmen stammt aus der Obama-Epoche der Firma. Ich habe sechs andere Cannondales aus der Clinton-Epoche, also aus dem letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts, und sie sind grossartig. Alle. Und an ihnen ann man auch erklären, warum Donald Trump nun Präsident der Vereinigten Staaten wird.

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Das ist ein Cannondale F800SL von 1997. Ein phantastisches Rad, unter 11 Kilo leicht, und wenn ich morgen aufbrechen und die Alpen überqueren wollte, würde ich es ohne Nachdenken nehmen. Cannondale begann Mitte der 80er Jahre, solche Räder aus dem damals exotischen Leichtmetall Aluminium zu schweissen. Der Name leitet sich von der Bahnstation Cannondale bei Bethel im Bundesstaat Connecticut ab, wo die Firma mit der Produktion begann. Cannondale war immer etwas teurer, aber technisch innovativ und stets bereit, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Die patentierten Federgabeln waren abschaltbar und extrem steif in einer Epoche, als andere Gabeln schlingerten und kraftfressend federten, wenn man es nicht brauchte. Diese Gabel in meinem Rad ist 19 Jahre alt, wurde nie gewartet und hat auch einen Einschlag in einen Poller überstanden. Sie wollen nicht wissen, wie das passiert ist. Wirklich nicht. Sie wollen ein gutes Bild von mir behalten, also wollen Sie es nicht wissen.

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Wie auch immer: Cannondale war damals schon in eine grosse Fabrik in Bedford, Pennsylvania umgezogen. Das ist einer dieser heiß umkämpften Swing States, die früher eher demokratisch waren. Bedford ist ziemlich ländlich und weit weg vom Einzugsgebiet von New York, und damit der ideale Ort, um schnelle MTBs für Waldpfade zu entwickeln. Deshalb rollen sie auch so gut bei mir in den Auwäldern an der Donau und in den Bergwäldern am Tegernsee – die Strecken sind ähnlich denen an der Ostküste. Neu waren sie sehr, sehr teuer, immer an der Spitze des Marktes, und dieses F800 SL kostete damals rund 3800 DM. Die vollgefederten Super Vs, die ich am Tegernsee fahre, waren nochmal deutlich teurer und sehen heute vorsintflutlich aus. Aber sie sind unzerstörbar und wartungsarm. Wenn ich sie verdreckt im November in den Keller stelle und im April wieder auspacke, funktionieren sie immer noch einwandfrei.

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Cannondale hat einfach verdammt gute Räder gebaut. So gut, dass die Firma 1995 das tun konnte, wozu sie vom Wirtschaftsklima unter Clinton ermutigt wurde: Sie ging an die Börse und beschaffte sich damit rund 22 Millionen Dollar. Das Geld ging nicht nur in eine Aktiengesellschaft, sondern an eine global erfolgreiche Marke mit Rennteams, beliebten Fahrern und Weltmeistertiteln. Aus Bedford, PA kamen Räder, mit denen man losfahren und Etappen der Tour de France gewinnen konnte. Man musste nichts mehr verbessern – die Topmodelle waren bereits ab Werk optimiert. In Bedford wurden nicht nur Rahmen geschweisst und die Nähte verschliffen, damit der Rahmen als ein Kunstwerk wie aus einem Guss erschien.

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In Bedford stand auch jemand an der CNC-Fräse und fertigte aus amerikanischem Easton-Aluminium extrem leichte, ausgehöhlte Kurbeln. Cannondale war eine Firma, die so viel wie möglich selbst entwickeln und machen wollte. Und wenn ich heute die Berge auf diesen alten Kisten hinunter rase und in den Pedalen stehe, habe ich immer ein gutes Gefühl. Ich bin zigtausend Höhenmeter mit solchen Coda-Kurbeln hochgefahren. Sie sind einfach gut. Da kann man sagen, was man will. Gut und leicht und überhaupt nicht schlampig gefertigt, wie man das sonst oft amerikanischen Produkten wie Autos, Software oder Judith Butlers Genderesoterik zurecht nachsagt.

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Gekrönt mit Weltmeisterschaftstiteln. Geliebt vom Publikum. Erfolgreich an der Börse. Was kann da schon schief gehen? Nun, die Aktionäre erwarteten natürlich steigende Gewinne und Umsätze und Produkterweiterung, und im Radsektor lieferte Cannondale damals schon alles. Und so kamen sie auf eine Idee, die 100 Jahre zuvor andere Radhersteller auch schon hatten: Sie entschlossen sich, in ihre Räder Verbrennungsmotoren einzubauen. Und sie zweispurig zu machen. Cannondale wollte in den Markt der Quads und Motocrossmaschinen einsteigen und entwickelte, wie sie das bei Gabeln und Kurbeln gemacht hatten, vieles selbst. Wie etwa den Motor. Nach dem Verbrennen einer mittleren zweistelligen Millionensumme, wie das damals in der New Economy üblich war, kamen 2000 die ersten Benzingefährte heraus.

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Und mussten gleich wieder zurückgerufen werden, weil der Motor Probleme machte. 2001, auf dem Höhepunkt der New Economy, brachte der Radhersteller eine üppige Palette mit 4 Quads und 4 Motocrossrädern heraus. Mit Hilfe eines Bankkredits, genau rechtzeitig zum grossen Börsenkrach der Technologiewerte. Zu einer Zeit, da Amerikaner mit den Angriffen auf das World Trade Center andere Probleme als die Kaufentscheidung über Fünft- und Sechstgefährte für die Freizeit hatten. Mitten hinein in die Rezession. Mit Produkten am obersten Ende der Preisskala, made in USA, und mehreren tausend Dollar, die man zu diesem Zeitpunkt bei jedem Verkauf noch draufzahlte. 2003 musste die Weltmarke Cannondale Gläubigerschutz beantragen.

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Die Fahrradsparte ging an einen Finanzinvestor, wurde saniert und 2008, in einem Marktumfeld, das sich scheinbar gebessert hatte, an das kanadische Firmenkonglomerat Dorel Industries verkauft, das schon eine Reihe anderer Radmarken besass. Dorel machte Bedford zum Sitz ihrer Radgeschäfte, aber wie man rückblickend weiss: Damals begann die grosse Bankenkrise. Die Kanadier suchte nach Mitteln und Wegen, um die Kosten zu reduzieren, und verlagerten 2010 die gesamte Produktion der Rahmen nach Asien. Von den 300 Mitarbeitern – die meisten hochqualifizierte Fachkräfte, die jahrelang mit die besten Räder der Welt gebaut hatten – mussten 200 gehen. Die verbleibenden Mitarbeiter beschäftigten sich mit Entwicklung, Wartung und Montage.

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Glaubt man einschlägigen Medienberichten, begann damals Präsident Obama, das Steuer herumzureissen, die Finanzkrise zu lösen und Amerika wieder auf den Weg zu Wachstum und Beschäftigung zu bringen. Aber seitdem kommen Cannondales nicht mehr aus Amerika, sondern aus Fernost, wo auch mein Super X aus Carbonfasern laminiert wurde. Bedford ist ziemlich abgeschieden, nicht gross und deshalb nicht wirklich der Ort, an dem man schnell wieder eine Arbeit findet, wenn man jahrelang Rahmen geschweisst und Federgabeln montiert hat. Hope ist eine schöne Vision und Hope gab es für Banken und Autohersteller. Fahrräder sind nicht 2big2fail. Und die amerikanischen Cannondales hatten einen so guten Ruf, dass auch für die asiatischen Cannondales hohe Preise und Profite möglich sind. Dorel Industries ist ein hoch profitables Unternehmen.

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Ein Unternehmen, das hoch profitabel bleiben möchte und deshalb in Kanada 2014 beschloss, die gesamte Firma in Bedford zu schliessen und wieder nach Cannondale, Connecticut zu ziehen. Das wurde auch gemacht, mit Hilfe eines staatlichen Kredits in Höhe von 3 Millionen Dollar, von dem 2 Millionen erlassen werden, wenn Dorel in Bethel die versprochenen Arbeitsplätze in diesen blühenden Landschaften schafft – wonach es bislang aber nicht aussieht.

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Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie gehörten zu den 300 Leuten in Bedford und ihren Angehörigen. Sie haben jahrelang mit das Beste gemacht, was es weltweit gab. Sie haben geholfen, das Exportdefizit des Landes klein zu halten. Auf Ihren Rädern siegten die Besten. Handmade in USA stand auf Ihren Rädern unter der Flagge Ihres Landes. Sie haben erlebt, wie Entscheidungen nach den Wünschen der Wall Street Elite die Firma in den Bankrott trieben, zum Spielball der Investoren machte und Sie arbeitslos werden liess. Sie haben erlebt, wie ein Staatsgeschenk genutzt wurde, um nach der Produktion auch die verbliebenen Bereiche abzuziehen. Jetzt sitzen Sie in Bedford, irgendwo in Pennsylvania, wohin nie ein Journalist reist, und haben die Wahl. Zwischen Hillary Clinton und Stronger Together, ihren Unterstützern in den Medien, die meinen, man müsste sie wählen, weil sie mit dem System gut kann, eine Frau ist und ganz wunderbare Ideen für transsexuelle Kinder und ihren Toilettenbesuch in Schulen hat, und für Black lives matter und Handelsbeziehungen im pazifischen Raum.

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Und einem Mann, den die Medien nicht mögen, und der sagt: Make America great again. Ein Mann, der sagt, er werde die Jobs zurück holen und verspricht, mit gesenkten Unternehmenssteuern Produktion in den USA lukrativ zu machen. Ein Mann, der Firmen auch in den Hintern treten will, wenn sie unamerikanisch Arbeitsplätze verlagern, und den Chinesen Beine machen wird.

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Wählen Sie dann Clinton und Lena Dunham, die den weissen Mann auslöschen will, oder Trump und Milo Yiannopoulos, der sagt, es werde zu viel für winselnde Minderheiten gemacht?

Pennsylvania ist einer der Staaten, der von Obama zu Trump ging. Knapp, aber ausreichend. Ein paar Stimmen davon kamen aus Bedford, aber die USA bestehen aus vielen Bedfords, und nicht in allen wurden Opels und Chlorhähnchen gemacht. Aus manchen Orten kamen auch wirklich gute Dinge, die profitabel waren, bis sie in die Hände des Establishments gerieten. Ein Establishment, das die Produktion nach China verlegt, wo so wenig Carbon unter dem Tretlager ist, dass ich es mit dem Finger eindrücken kann.

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Das ist Globalisierung im Symbolbild.

Ich kann Cannondale USA nur empfehlen. Das war eine phantastische Marke. Grandios bis 2003, gut bis 2010, als Obama manch andere Firmen retten konnte. Aber anderes halt nicht. Mit dem Ergebnis, dass der kaputte Super X heute bei einem befreundeten Radhändler an der Wand hängt, als Warnung vor den Tücken der Globalisierung. Mir läuft ein Schauer über den Rücken, wenn ich ihn sehe und überlege, was da hätte passieren können. Ich hatte Glück. Aber die hoch qualifizierten Leute in Bedford, die nichts anderes als eine gute, umweltfreundliche und nachhaltige Arbeit gemacht haben, durften sich von Hillary Clinton als Deplorables bezeichnen lassen.

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Dafür hat man vielleicht kein Gefühl, wenn man abhängig bei CNN arbeitet und darauf hoffen konnte, dass eine Präsidentin Clinton nicht vergisst, wer ihr ins Amt geholfen hat. Aber ich bin privilegiert, habe viel Freizeit, fahre alten Cannondales und kann sagen, dass sie so etwas heute nicht mehr machen. Es ist schade um dieses Amerika. Ich mein, die Schleuder ist jetzt 19 Jahre alt und immer noch schneller als alles, was mir heute so auf China-29ern und Pedelcs aus Taiwan im Auwald begegnete. Kaufen Sie sich für ein paar hundert Euro eines, wenn Sie eines finden. Krachen sie damit durch einen Pulk von Cubes, Bulls und Giants, dann verstehen Sie Sprüche wie Make America great again. Und warum Bedford, Pennsylvania und das Weisse Haus an Trump gingen, auch wenn man viel, sehr viel gegen ihn einwenden kann.

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567 Lesermeinungen

  1. Manchmal hat ein Bild schon eine sehr kräftige Aussagekraft:
    http://www.achgut.com/artikel/warum_frauen_alte_weisse_maenner_waehlen

  2. Titel eingeben
    „But now I smell like Vaseline“.
    Nicht „gasoline“.

    • Ja, danke, ich habe es vernommen.

    • Opel
      Ich habe unter anderem einen Opel Admiral B, Bj. 1972. Das war die Zeit, als ich glaube Helmut Schmidt Kanzler war. Zu den Zeiten war auch ein Kadett noch ein Qualitatsfahrzeug. Mit Opel ist, erst in den siebziger Jahren, dann verschärft in den 80er und 90er Jahren Schindluder getrieben worden, ähnlich wie sie es bei Cannondale beschrieben haben.(danke vielmals, Herr Lopez!). Jetzt fahre ich Mercedes-Benz, jedoch aus der Prä Chrysler Ära (Hallo Herr Schrempp, das haben sie ganz toll gemacht). Lange Rede kurzer Sinn: auch Opel hat mal tolle Autos gebaut, die zu ihrer Zeit das Modernste waren, was es auf dem Markt gab (inkl Audi Mercedes BMW). Zur Ehrenrettung einer einstmals tollen Marke.

  3. 50:50
    Beängstigend – ich habe ja auch schon einiges gesehen, aber das… gibt es denn nicht mehr die unzerstörbaren Lager aus dem Norden Bayerns, das waren doch mal richtig gute, oder?

    Ja, also die Hälfte hat gewählt und davon die Hälfte Trump. So ähnlich wie bei Brexit und auch sonst oft. Immer noch das beste System, aber eventuell könnte man es ja noch besser machen?

    Milo for Transgender-Beauftragte!

    • Die Lager im Steursatz sind meines Wissens von SKF und halten und halten und halten… Cannondale hat übrigens auch einiges in Schweinfurt produzieren lassen, wie etwa die hochwertigen Naben.

    • SKF
      AB Svenska Kugellagerfabriken, bewährte schwedische Qualität seit 1907.

  4. Schön schlüssig
    Vielen Dank!

  5. Das ist sicher ein Teil der Erklärung, wenn auch vermutlich nicht der entscheidende.
    Nicht jeder teilt die Auffassung, dass ethnische Vorurteile und Altmänner-Sexismus DIE entscheidenden Wahlkriterien sind. As simple as that.

    Aber wenn man im Kern politischen Streit mit einem Wettbewerb im Wohlfühlen für die grössten Kinderchen der Nation verwechselt, verliert man halt. Und das – trotz der Millenials – übrigens nicht nur heute. Sondern auch in 30 Jahren von heute an. Yep, da bin ich ziemlich sicher.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Nein, sicher nicht. Aber Clinton hat halt versucht, sich von allen frauen und vielen Männern wählen zu lassen. und darauf den Schwerpunkt gelegt. Das ging schief. Trump hat gewonnen. So einfach, eigentlich.

    • Titel eingeben
      @DA: da stimme ich Ihnen nicht ganz zu. Meine Wahrnehmung ist, dass Clinton sich von den „Rechtschaffenen“ wählen lassen wollte, und dazu zählten neben (prinzipiell allen) Frauen auch Männer und Männlein verschiedener Grüppchen.
      Aber sie hat mit ihren Ausfällen gegen die „Deplorables“ eben auch die „Rechtschaffenden“ gegen „den bösen Rest“ abgegrenzt. Und das ist etwas, was man nach meiner Wahnehmung mit US Amerikanern nicht machen darf. Die mögen arm oder reich sein, blöd oder schlau, gebildet oder sich dafür halten, aber eines scheint fast allen gemein zu sein, die dort geboren sind oder die jedenfalls die Staatsbürgerschaft haben: ein „wir“ Gefühl. Daran zu rütteln ist „tabu“, auch wenn natürlich tiefe Risse durch die Gesellschaft gehen, die kaum zu übersehen sind.

      Trump hat an diesem Tabu nicht wirklich gerüttelt, trotz seiner teils harten Methoden – die freilich von der durchweg-Clintonfreundlichen Presse stets grotesk entstellt, überzeichnet und teils verfälscht wurden wurden. Clinton hat dies getan, und die Rechnung ist nicht aufgegangen.


    • Aber Clinton hat halt versucht, sich von allen frauen und vielen Männern wählen zu lassen. und darauf den Schwerpunkt gelegt.
      Alle Frauen oder alle Männer kann nur schiefgehen. Das passiert nie.

    • Herr Alphonso,
      die Summe aller Minderheiten ist noch lange keine Mehrheit.
      Der Spruch (aus dem Gedächtnis) stammt von LaFo.
      Richtig lustig ist es allerdings, wenn man sieht wie die Demokraten die Wahl vergeigt haben:
      Zuerst (man lese bei den Wikileaks-Mails nach) haben sie darüber spekuliert, wie man unglaubwürdige Kandidaten (pie piper) bei den Republikanern fördern kann. Die kann man dann später leicht demontieren. Trump war da explizit namentlich genannt. Es wurden auch integre Leute genannt, deren Kadidatur man verhindern wollte, weil sie ungünstig für die Demokraten sind (zu zugkräftig/erfolgsversprechend).
      Dann hat Bill Clinton mit Trump telefoniert (!!!), der ist daraufhin als Kandidat der Republikaner angetreten. Soweit lief alles nach Plan, Trump hat es sogar bis zum Kandidat der Republikaner geschafft…

  6. Es gibt sie noch, die guten Dinge
    Lieber Don,
    ich habe mich selbstredend wieder köstlich amüsiert mit ihrem Text – ich vermute, das ist die angekündigte Aufnahme des Themas „Umverteilung“.
    Wenn ich als Vertreter der jungen Generation sprechen darf: das Interesse an Produkten aus guter Arbeit, an gutem Handwerk, ist ja auch besonders bei uns Nachwachsenden bedeutend. Der Erfolg von Firmen, die im verrufenen Nordosten Deutschlands Sport- und Laufschuhe herstellen, hängt m.E. damit zusammen. Sie sind also – wenn ich das behaupten darf – am Zahn der Zeit; auch wenn Ihre Sache eher Opposition und Widerspruch sind.
    Sehen Sie mir den Scherz bitte nach: Vielleicht ließe sich der Manufactum-Katalog um die Rubrik „Politisches“ oder „Essay“ erweitern: Wäre das nicht etwas für Sie?

    Beste Grüße aus der „RHS“ (mit Netzfeministinnen habe ich nichts zu tun!)

    • Danke – ich sehe es halt so: Konsum bestimmt durchaus, wie etwas läuft, oder nicht, und würden die Leute mehr nachdenken, wäre alles einfacher. Aber meistens schauen sue halt nur auf das Preisschild.

    • Titel eingeben
      Vielleicht schauen sie auch in den Geldbeutel und da ist halt wenig drin. Kind oder Rad? Was sagt die Frau dazu? Usw.

    • Hase sagt: Puls der Zeit - - -
      Text eingeben

    • Salonsozialist
      Sie sprechen es an, wenn auch kurz, und peripher.

      Die Träumereien hier in diesem Thema sind natürlich nicht dadurch zu lösen, dass einfach alles wieder in USA manufakturiert wird, oder auch in D.
      Die ganze Chose ist seit 30 Jahren angedriftet, in eine ganze neue Welt, in der viele der Beiträge hier einfach nicht mehr verstanden werden (können), ein beinahe vollständiges System artifizieller Werte und Verbindungen, die wie ein Spinnennetz sich um den ganzen Globus ausgebreitet haben.

      Wollte man das irgendwie alles aufdröseln, müsste man auch ISO-Standards analysieren, also vom Technischen her aufrollen, Zertifizierung (die gab es ursprünglich nur für Produkte, irgendwer ist aber dann auf den Wahnsinnsgedanken verfallen, auch Organisationen und Menschen könnten zertifiziert werden).
      Und natürlich, nicht unabhängig, das Wirtschaftssystem ‚Kapitalismus‘, das Steigerungsraten benötigt, um nicht an der eigenen SchXXXX zu ersticken.
      Und wenn man – also sagen wir mal: die Menschheit – auf dem falschen Dampfer sitzt, auch wenn in sich alles schlüssig scheint, die Axiome ’nur‘ falsch gewählt wurden, ist da auch so schnell kein Runterkommen mehr.
      Plus, und da haben Sie, und andere, in diesem Blog Recht: Geiz ist nicht nur bei Multimedia geil, sondern auch sonst. Ich könnte Ihnen – aber das wollen Sie nicht – in langatmigen Beispielen vorführen und vorrechnen, wieso das zwangsläufig zur Korrumpierung der Qualität, und leider auch dessen geführt hat, was unser rheinischer Nachbar als l’honnête bezeichnet, Anstand, und Ehrlichkeit. Ich habe mich damit in den letzten Jahren intensiv beschäftigt, und sehe diese Korrumpierung als zwangsläufige Konsequenz des Wirtschaftens.

      Natürlich will ich das hier nicht in die Länge ziehen, deshalb, wie oben gesagt, nicht hier. Aber dennoch, der Hinweis sollte gegeben sein: Man muss mehr ändern als den Produktionsort. Auch der Verbraucher muss anders mit Produkten umgehen.
      Meine Frage, meine Unsicherheit: Ich *bin* ja bereit, auch deutlich mehr auszugeben für ein erstklassiges Produkt. Das Problem ist allerdings, dass ‚teuer‘ nicht unbedingt gleich ‚gut‘ ist. Marketing hat oftmals ’sexy‘ zu ‚teuer‘ werden lassen. Markennamen sind, so wie beschrieben, ähnlich. Der Käfer lief 500.000 Kilometer. Der Golf, naja, im Schnitt eher unter 200.000. Dann war er ausgelutscht.
      Wer heute VW kauft, kauft staatlich sanktioniert (jawohl, das Kraftfahrbundesamt läuft in Synchronität mit der Industrie!) Betrugsobjekte.

      Bisher hat wohl niemand Borgward erwähnt? Der war schon in den sechzigern Pleite. Auf seine Art war es das modernste und nachhaltigste Auto das man kaufen konnte. Aber, wie der Konstrukteur feststellen musste, wenn man ein Auto verkauft, das läuft … und läuft … und läuft … , dann kauft einem keiner mehr eins ab. Die haben ja schon!

      Das war eben mit The North Face (TNF) ebenso. Mit einer Ausrüstung von TNF konnte man für den Rest seines Lebens auf den Mount Everest klettern. Es gab damals tatsächlich lebenslange Garantie auf die Produkte.
      Effektiv kann man dann zumachen, sehe ich ja ein. Man kauft sich sein Set TNF, und wenn man nicht im Geld schwimmt wie der Gastgeber, ist man zwar dankbar, aber wenigstens in diesem Leben kaum mehr ein Kunde.
      Also hat man sich da so etwas gesagt wie: „Wenn wir also noch etwas, und mehr, verkaufen wollen, müssen wir was tun für die Radler, die an der Donau entlangradeln. Die geben allerdings keine 400 € für eine normale Jacke aus. Also müssen wir die Jacke für ein Zehntel davon produzieren können, und sie allen Donauradlern schmackhaft machen. Sie darf nur wenig teurer als die Konkurrenzprodukte sein (die nun wirklich gar nichts taugen!), sie muss schick sein (’sexy‘) – und meine TNF-Jacke von vor 30+ Jahren ist das wahrlich *nicht*.
      Ja, und das macht man dann.
      (Habe ich hier schon mal die Geschichte des Volvo 240 zum Besten gegeben? ich glaube, ja.)

      Das Problem sind eben auch immer die Verbraucher, in einer Wegwerfgesellschaft.

      Apropos TNF: Vor 4 Jahren war ich im ersten und letzten reinen TNF-Geschäft meines bisherigen Lebens, in Züri. Die haben meine Jacke sofort erkannt, und von anderen Zeiten gesprochen. Ich wollte ’nur‘ noch so eine. „Leider nein, so etwas gibt es nicht mehr“. Bin ich also wieder raus.
      Ganz bestimmt gäbe es die, wenn mehr Leute (und deren Frauen) bereit wären, für so eine Jacke ein paar Mal so viel rauszuhauen, wie für den Schrott, der ’schließlich auch ein paar Jahre hält‘. Bloss nicht ganz so warm, ganz so regendicht und nicht ganz so luftdurchlässig.

  7. "Vaseline"....
    …Meister Frank sang von „Vaseline“, nicht von „Gasoline“, was m.E. sogar noch besser zum heutigen Text paßt – sorry für die Klugscheißerei, lieber Don!

  8. Danke
    Kurz und präzise auf den Punkt gebracht. Und ich gehe auch davon aus, dass sie mit solch banaler Realität nicht hoffen unsere Gut-Menschen zu überzeugen.
    Aus Erfahrung verlasse ich mich ganz auf sie, dass sie neben den Ursachen für Trump auch die sicher ebenfalls ins Haus stehenden bösen Folgen dieser entsetzlichen Wahl ab Januar ebenso angemessen beschreiben werden….

    Noch nichts zu Stephen Bannon?

    PS Am Anfang des Blogs dachte ich schon: Nach Donald Trump unterstützt der Ku Klux Klan jetzt auch Don Alphonso: „Der Rahmen stammt aus der Obama-Epoche der Firma.“
    Auf so eine Formulierung muss man erst mal kommen ;-)

    • Das ist nun mal so. Die Obamaadministration hat einfach nicht genug Möglichkeiten gehabt, jenseits von ein paar Schlüsselindustrien etwas zu tun. Fracking lief super, Autos bekommen billiges Benzin, Cannondale aus Taiwan. Das ist die Story.

    • Oh - Obama und seine Gehilfinnen haben es nicht anders gewollt - sie sind alle emphatische
      Freihändler. Stiglitz. Krugmann. Reich immer vorneweg.

      Und bilungs- und sozialpolitisch ist die Situation so am Boden – insbesondere in den schwarzen Quartieren, dass praktisch ein Wunder passieren müsste. Clinton hat im Sommer mit Frau Rothschild (big donour for Hillary und FT-Besitzerin) und anderen Fachkräften eine Bildungsoffensive vorgestellt – die praktisch nichts unterhalb des College-Levels enthielt. Jedenfalls auf dieses Level fokussierte – kein Mensch hat das hier genauer angeschaut – aber auch in den USA kaum eine, soviel ich sah. Die ganze Sozialpolitik beschränkte sich im Wahlkampf auf die Polizeifragen und LGBT (die Krankenakasse konnte Clinton nicht thematisieren, weil die Wählerinnen über das Chaos dort und die zum Teil 100%igen Beitragssteigerungen höchst aufgebracht waren…).
      Selbst Dath ist auf diesen schwach ziehenden Clinton-Leim mit em Polizeiproblem und soweiter gegangen – das war doch mal eine der FAZ-Feuilleton-Hoffnungen – – und jetzt irrt er so orientierungslos in der Gegend herum. Nun ja – er hat viel anderes zu tun, wie es aussieht. Auch recht. Lesen wir eben Verena Lueken – bei ihr kommt’s von Herzen, kriegt man wenigstens ein warmes Gefühl.
      Keine Ahnung, was mit Kaube eigentlich los ist. Der ist doch für das Programmatische jetzt zuständig.
      Man wird ihm zugute halten müssen, dass er nicht über Spezialkenntnisse verfügt, wie die Produktion von Fahrrädern in Neu-England usw.
      Ich hab‘ mir übrigens in den Neunzigern mal beinahe ein Cannondale gekauft – fand’s dann aber doch zu teuer und hab ein Mäxle genommen. Fährt immer noch – nach jetzt fast zwei Erdumrundungen. Das war also keine schlechte Wahl. Deutsche Wertarbeit, mostly from Taiwan, hehe.

    • Die Trennung in Rechts und Links taugt nicht mehr. Trump hat auch manche sozialitisch anmutenden Nationalökonomieideen.

    • Titel eingeben
      Es wird auch Zeit mal mit der Ausreden Macherei für Obama aufzuhören…

      Der Mann ist von Beruf Rechstanwalt… und er kommt aus der Haupstadt der Korruption, aus Chicago. Könnte man das nicht mal als eindeutigen HInweis nehmen?

      Er hätte Guanatanamo schliessen können und schliessen müssen!
      Dass man jede Menge Unschuldiger über 10 Jahre in Käfigen gehalten hat und dort GEFOLTERT, und nun Angst hat diese Unschuldigen freizulassen, weil sie mittlerweile wirklich beste Gründe hatten Terrorist zu werden, mag für Amerikaner als Ausrede gelten für mich ist der Mann dasselbe Schwein, wie seine Vorgänger.
      Ein lächerlicher mieser Onkel Tom, der selbst dann NICHTS getan hat als endlich publik wurde, wieviele Schwarze von zu kurz gekommenen Psychopathen, die man in den USA als „Polizisten“ bezeichnet, regelmässig ermordet werden, die Zahl der farbigen Insassen in Gefängnissen die privat und wie im laten Rom für PROFIT betrieben werden, hat sich ebenfalls verdoppelt, weil dieser Hanswurst zu feige war sich mit den dafür Verantwortlichen anzulegen!
      Die Liste liesse sich noch lange fortsetzen, seine Kriege… von denen er mehr als je ein anderer Potus angefangen hat! Er hat den Schwarzen eine Bärendienst erwiesen, in ein paar Jahren wird er als einer der schwächsten Präsidenten eingeordnet werden, was dem Rassismus wieder Auftrieb geben wird….

    • Zum totgesparten öffentlichen Schulsystem in ärmeren Quartieren der USA
      lohnt es sich, „The Wire“ Staffel 4 anzusehen.

  9. Die ganze Welt in einer Kurbel
    Die zumeist unmenschlichen Kräfte der Globalisierung wunderbar anhand eines anschaulichen Beispiels zusammengefasst. Dafür herzlichen Dank, werter Don!

    Und die Moral von der Geschicht?
    Die Facharbeiter von heute sind die „deplorables“ von morgen.

    Vielleicht nimmt sich der ein oder andere in Regierungsverantwortung Ihren Blogeintrag zu Herzen…

    • Ich hoffe, ich muss sowas nicht nach der nächsten Bundestagswahl schreiben, aber wenn ich die Kosten der Migration sehe, verstehe ich jeden Arbeiter, der nicht SPD wählt.

    • Lesen Politiker die "Stützen"?
      Der prominenteste Radler der SPD mit Ministeramt war Rudolf Scharping (Schröder-Epoche). Aus dem Sattel eines globalen Transport- und Sportgerätes migrierte er in einen Pool. Schwamm drüber.

    • Aber lieber Don
      Die Kosten der Migration werden in so vielen Töpfen versteckt, dass das schon wieder einen Artikel wert wäre;-)

    • So leids mir es tut...
      Aber die Scheuklappen kommen wohl erst ab wenn die AFD so breit gewinnt das keine Alternative zur „Allen ausser der AFD“-Großen Koaltion im Bundestag bestand hat.

      Und selbst dann fürchte das die SPD lieber mit Elan in den Wählertod stürmt als sich mal zu fragen ob man ned vlt. doch mal nen Wahlprogramm erörtern sollte das nicht vom SPON* als geil bezeichnet wird.

      *Wenn alle SPON-Leser SPD wählen… reicht das für die 5% Hürde ? Glaube ned.

  10. Großartig
    Tolles Stück. Grandioses Beispiel.
    Wir haben einen Toaster von Kitchenaid, im Gegensatz zu unserer Küchenmaschine, die bald zwanzig Jahre alt wird, made in America, made in China (der Toaster). Exakt nach Ablauf der Garantiezeit ging der zweite Einschub kaputt. Jetzt haben wir einen Monstertoaster mit nur noch einem Einschub. Reparatur? Fehlanzeige. Solche Arbeitsplätze wurden auch wegrationalisiert.
    Ihr Chef hat darüber geschrieben: Death Date. Profit über geplanten Neuerwerb.
    Made in Germany ist auch ein Geist aus Asien, meistens.
    Und Bedfords gibt es hier auch, Zweibrücken zum Beispiel, die ehemalige Schuhstadt.

    • Gern geschenen. Deshalb habe ich mir dann ja letztlich eine Braun von 1982 bestellt. Made in West-Germany.

    • .
      üblicherweise wird hier aus gründen eine french press verwendet (nicht, was sie wieder denken mögen).

      jedoch, in den weiten winkeln der burg wird eine recht unansehnliche kaffeemaschine beherbergt, die auf unschuldigste weise zugelaufen ist und zuweilen gar zum einsatz kommt, auch wenn sie die kritischsten blicke der damit bewirteten gäste (verwöhnte artisans) erntet – sie ist äusserst zuverlässig und funktioniert ganz ausgezeichnet: dabei entstammt sie einer ddr-produktion anfang der achtziger jahre.

    • Schirrmacher
      Ich mochte übrigens den überaus wachen Verstand Ihres verstorbenen Chefs, die Eigenständigkeit seines Denkens, die an Chuzpe grenzende Mutwilligkeit, mit der er neue Themen aufgriff. Er war wohl auch der erste, der auf IS hinwies. Wenn ich das Wort alert höre, fällt er mir zuerst ein. Solche Menschen sind im Prinzip ideologisch unvoreingenommen. Sie haben Prinzipien, ja, aber ihre Denkfurchen sind nicht zugekleistert von irgendeiner festsitzenden Ideologie.
      Mir kamen die Tränen, als ich las, er sei verstorben, ja, die Tränen. Ich empfand es als großen Verlust.
      Aber ich glaube, Sie sind ihm im Denken doch etwas ähnlich geworden, das Breite vor allem.

    • Danke. Aber neben ihm werde ich immer ein Zwerg sein.

    • Lieber Don,
      Sie werden mit der KM 32 viel Freude haben. Meine ist älter, und sie läuft und läuft. Ebenso mein Philips Handmixer, meine uralte Krups T8 (für mich DIE Kaffeemaschine!) und einige andere Haushaltsveteranen.

      Alles aus den 1970ern, alles Made in West Germany und unverwüstlich.

    • Selbst ist der Mann
      Toaster selbst reparieren ist leichter als man denkt, die Technik ist eher primitiv. Habe selbst nach einem neuen Toaster gesucht, dann aber lieber den 35 Jahre alten, unscheinbaren nochmal repariert, Schalter eingeklebt… Merke: etwas gehört Dir erst richtig, wenn Du es selbst repariert hast. – Ansonsten ganz Ihrer Meinung.

    • @Oberländer 10:08
      „Was ewig hält, bringt uns kein Geld.“

      Dieses Motto ist heutzutage die Geschäftsgrundlage vieler Firmen. Hat meiner Meinung nach auch in Deutschland Mitte/Ende der 90er begonnen. Erst die großen Automobilfirmen als Global Player, dann nach und nach auch Mittelständler, die an Investmentfirmen verkauft haben, weil die eigenen Kinder nicht mehr in die Firma einsteigen wollten.

      Tja und dann wird halt auf Gedeih und Verderb das Geld rausgezogen…

  11. Schöne Hintergrundgeschichte, und
    wohl wirklich, in seiner Multiplikation der tausenden Bedfords, Teil des Change zu Trump.
    Mein erster PC (Computer, bitte, nicht verwechseln !) aus 2002 funktionierte bis zum Schluß, also 2010, nur war er halt nicht mehr up to date. Mein zweiter, aus 2010, hat mittlerweile die dritte GraKa, und die zweite Festplatte, und der Computerspezi, den ich als nicht Elektronikaffiner bezahlen muß, meinte, das sei ganz normal. In China werde billiges Lötzinn, und davon nicht zuviel, eingesetzt. Aha . Schöne neue Welt.
    Mercedes Benz ist schon lange nicht mehr, was es war, BMW die Lieblingsmarke von Menschen, die Patriotismus nur für ihr Herkunftsland empfinden , viel Change hier .
    Aber nicht ,to the better‘, das darf man sagen.
    Weiter so, wir schaffen das, alternativlos, der ganze Hillary-Schmus, gab Menschen, die ihr Establishment weggeworfen hatte, keine Hoffnung.
    Der polternde Egomane, der nicht im Politbetrieb groß wurde, sondern
    in der Wirtschaft, wenn auch öfter verstolpert, der sich um pc (Das Dummgeschwätz hier) einen Kehrricht scherte, und unter den Stars and Stripes segelte, erschien da deutlich eher offen.
    Offen dafür, dass nicht ALLES, was er versprach, Lüge ist, und immerhin versprach er nicht Micro-Aggressions und Frauenquoten, sondern handfeste Verbesserung für den ordinary Joe.
    Und das hysterische Theater der Medien, die auch jenseits des Atlantik ihre eigentliche Aufgabe als Korrektiv und Kontrolleur schwänzen, und stattdessen den Politisch korrekten Beobachter geben, tat ein übriges.

    Nein, es war nicht Hartleibigkeit von angeblich dummen Menschen, die nie eine Uni gesehen hatten, gegenüber den Sorgen von ‚Carry Your Weight‘
    VerleumderInnen, sondern handfeste Existenzängste, und begründet noch dazu, die Trump den Sieg brachten.
    Daraus KÖNNTEN nicht nur die Democrats und die US-Medien etwas lernen, nein, da ist auch eine Lektion für unseren künftigen Bundespräsidenten und die IM Deutschlandabschafferin und das ganze Personal , und auch unsere Medien, versteckt. Auch Brüssel könnte was lernen.
    Tut man natürlich nicht, keiner von denen.
    Stattdessen holt man den Erklärbären aus dem Fundus, man müßte den Doofen nur alles erklären, und schon- Voila- instant Wiedergeburt der großen Volksparteien samt Grüninnen Moralaposteln.

    2017 wird spannend. Die Amerikaner haben dem Michel die Bahnsteigkarte für die Revolution gelöst, jetzt ist es am deutschen Wähler, Politberlin das mit Bartel und seinem Most zu verklickern.

    Und daneben sterben leise, und unbeweint, die Systemmedien, das Prantlhausener Leibblatt u. ä.

    Und nach der Wahl vielleicht auch die abgegebene Demokratie des ÖR.

    Prost, 2017 !

    • Na, dem Prantlhausener Leibblatt
      gönne ich den Tod von Herzen. Früher war das mal echt eine meiner Lieblingszeitungen – ach, ja … Heute ärgere ich mich über so einen Vogel namens Gerhard Matzig, der auch „Patzig“ heißten könnte und der sich immer furchtbar über Manufactum und seine Kunden (zu denen ich auch gehöre) aufregt. Und neuerdings auch über Einfamilienhäuser, die seiner Meinung nach nicht „gerecht“ und in Zeiten, in denen man massenhaft „Neubürger“ unterbringen muss, nicht mehr „zeitgemäß“ sind.


    • @ Otto Moser
      „Mein erster PC (Computer, bitte, nicht verwechseln !) aus 2002 funktionierte bis zum Schluß, also 2010, nur war er halt nicht mehr up to date. Mein zweiter, aus 2010, hat mittlerweile die dritte GraKa, und die zweite Festplatte, und der Computerspezi, den ich als nicht Elektronikaffiner bezahlen muß, meinte, das sei ganz normal. In China werde billiges Lötzinn, und davon nicht zuviel, eingesetzt. Aha . Schöne neue Welt.“

      Mein erster Computer stammte aus dem Jahr 1990, war robust und unkaputtbar. Wurde aus den gleichen Gründen wie bei Ihnen kurz vor Jahrhundertwende ersetzt, weil ich mir den Internet-Zugang sonst hätte nicht installieren können.

      Die kurze Lebensdauer ist mE gewollt und nennt sich geplante Obsoleszenz. Der zweite Computer wurde auch nur wegen Mangel an Bytes ersetzt, aber die Laptops, die ich seitdem habe, bekommen ihre ersten Macken idR nach drei Jahren.

      Das Konzept geplante Obsoleszenz ist uralt. Ich habe das z.B. im Studium gelernt, doch damals lehnte man die Anwendung noch als unfair und als langfristig geschäftsbeschädigend ab. Heute sind alle Mittel erlaubt.

    • @ Moser
      Erst mal das, was sie vergessen haben. Ich gebe zu, ich lese zu selten französische Zeitungen um wirklich die Feinheiten zu kennen, aber was auch immer ich lese, scheint mir zu sagen, dass sich Marine le Pen schon arg blöd anstellen muss um die Wahl noch zu verlieren. Das schägt dann etwas näher an deutschen Wahllokalen ein als nur Trump…
      Wird es bis dahin einen deutschen Trump geben? Wer weiss, falls nicht, so sehe ich die AfD zwar als stärkste Partei, aber ohne Mehrheit. Denn weder das Flüchtlings“problem“ noch die kollabierende Wirtschaft, die Trumps Protektionismus noch weiter schädigen wird, werden sich in Deutschland von Fachkräften wie Merkel/Schäuble/Gabriel bändigen lassen.
      Eine Minderheitsregierung, gegen die stärkste Partei, die ja dann noch weniger gemässigt sein dürfte? Ich wünsche eine angenehme Zukunft….
      Wäre doch ein angemessener Anlass für die grosse Beerdigung die alle noch nicht Vreblödeten dann feiern werden: SZ rip…
      Ach wär das schön, das wär mir sogar einen Flug wert um mitzufeiern.

      Was ihre Klagen über Computer angeht, so kann ich ihnen da nicht folgen. Ich habe mir kurz vor 2000 meinen ersten Laptop gekauft, einen simplen HP. Vor zwei Jahren, RAM von 526mb auf 2GB rauf (2 Euro!) damit Win 7 statt XPO installiert werden kann, und jetzt eine SSD für die HDD eingebaut (nach sorgfältiger Recherche) und selbst mit einem Intel Pentium M arbeitet das Teil schnell genug für alles was unterwegs anfällt.
      Der hier, auf dem ich schreibe, selber zusammengebaut. Das geht sooooo einfach, ein i5, eine mittlere NVidia, Crucial SSD und ein ASrock Motherboard, zusammen nicht mal 600 Euro…. problemlos seit nunmehr 5 Jahren. Auf den Knopf drücken, nach acht Sekunden sind die all die Seiten die ich morgens will, von einem Firefox add-on (Morning Coffee) geöffnet.
      Ich habe noch NIE erlebt, dass ein Computerteil kaputt ging, auch in meinem ganzen Umfeld nicht, und ich repariere und rüste so einiges bei Bekannten auf. Und selbstverständlich nahezu alles Made in China, Vietnam, Indonesia und Malysia… Schliesslich müssen „unsere“ Firmen mit dem Auslagern von Arbeitsplätzen Profit machen, um ihre Anteilseigner zufrieden zu stellen.

      Und das ist, wie wir bei Breitbart und Don Alphonso nachlesen können, die banale Wahrheit. Deutsche (oder Amis) landen in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder müssen mit HartzIV aufstocken, weil die Gewinne der Industrie nicht für deutsche Arbeiter,die sie erarbeiten könnten, ausbezahlt werden müssen, sondern an die Aktionäre gehen können.
      Die Finanzwirtschaft zockt das Land ab, und die Blöden wählen sich Regierungen die das gerne um der Parteispenden willen so regeln!

      Und genau DAS war es, was Trump den Sieg gebracht hat, nicht weil er in irgendwas besser ist, sondern weil Hilary genau dieses System repräsentiert, wie niemand anderer vor ihr. Wer das mal verstanden hatte, war für die Verdummung und Manipulation durch die Medien nicht mehr anfällig.

      So einfach lief das alles.

    • Wir wollten das "billige" Lötzinn
      Das billige bleifreie Lötzinn, das beim ersten Kontakt mit Minusgraden die Niederlage der napoleonischen Armee von 1812 neu aufführt, wurde in zuerst in Europa vorgeschrieben.
      Die Haltbarkeit durch RoHS ist sehr deutlich zurückgegangen. Das Blei, das bei der Gewinnung von Zinn zwangsläufig anfällt, da Zinn hauptsächlich in Blei-Zinn-Erden vorkommt, vergiftet die Ursprungsländer. Die Recyclingquote ist seit RoHS sogar gefallen, weil wir nun LED-Lampen nutzen, der Neuwert bereits unter den zu erwartenden Erlösen eines Recyclings auf Komponentenebene liegt.
      Wenn ich die bereits beschlossenen Neuerungen durch die Ökodesign-Richtlinie sehe, wird es noch mehr Beispiele à la Cannondale, Rollei, Blaupunkt, Grundig, Einhell, Metabo oder Bosch Werkzeuge geben. Fachverstand schien beim Beschluss gänzlich abwesend zu sein.

      Manchmal kann man nur noch hoffen, dass es eineneuropäischen Trump gibt, der unsere Politik neustartet. Nach einem Brand ist der Boden meist fruchtbar.

  12. Hat die Globale Elite (TM) daran gedacht?
    Ein schönes Beispiel, wie Globalisierung für jeden Bestpreis auch mal sehr persönliche Auswirkungen haben kann. Auch beim Kunden.
    Es gibt wohl hunderte, wenn nicht tausende dieser Beispiele.
    Mein „Cannondale“-Waterloo war die Ankle-braces, die aus Fernost reihenweise beim hetzen über den Tennisplatz den Geist aufgaben, oft ohne Vorwarnung und schmerzhaft. Nun ist es seit Jahren eine Lösung „Made in Wadesboro, NC, USA“.
    Ich war unterwegs am Wochenende. Frage: War auf dem Grünen-Parteitag eigentlich ressourcenvernichtende, müllbergeverursachende und vermögenabschöpfende „Funktionelle Obsoleszenz“ ein Thema?

  13. Es traurig...
    das die Mehrheit der Presse diesen Artikel nicht begreifen kann.

    Man müsste noch nicht mal die Landesgrenzen verlassen um Ähnliches zu finden.

    Rheingau, Geisenheim: Hier gab es damals, als die Birne noch ein frischer, unverbrauchter Bonn-Bewohner wahr, eine MAN-Maschinenfabrik – Motoren für LKW wenn ich mich recht entsinne – Nun begab es eines Tages das diese geschlossen wurde aus Gründen die da lauten „In der Slowakei ist es billiger“ und „Alle Logistik wird über LKW gemacht“*.
    Mehr als zwei Jahrzehnte waren die Maschinebauer darauhin Kundschaft der JobCenter bevor erst kürzlich die letzten vermittelt werden konnten (in die Rente, denke ich). Das Gelände an sich war Industriebrache nicht viel kürzer.

    In anderen Gegenden – so Zonengebieten die wir erst seit 1990 zurückhaben – hätte diese Schließung das Herz rausgerissen.
    Im Rheingau war das zwar nervig aber nicht wirklich schlimm – wir habbe genug annner Zeuch um uns zu beschäftigen.

    ABER selbst im Rheingau, wo ne Fabrikschließung nur nervig aber nicht existenzbedrohend ist, wo der realistische** Arbeitsmarkt die Industriegebiete Wiesbadens und Frankfurts (d.h. Opel) umschließt hat es Jahrzehnte gedauert um die Folgen wegzuputzen.

    Leute fragen sich wie Globalisierung in Verruf gerät ?
    Ricardo stammt aus dem Mittelalter. Wenn er davon redet das Arbeitskraft sich schnell auf Veränderungen einstellen kann redet er davon das Forstarbeiter (d.h. Typen mit ner Axt) zu Baue.. Erntehelfern werden… oder Bergarbeitern (in der Definition das der Arbeitschutz funktioniert in der Mine wenn die Rate mit der Ersatzkumpel geholt werden müsses unter 100% im Jahr liegt).
    Da sind zwei Dinge wichtig: Für Ricardo gibt es die skilled Labor nicht – er bezieht sich allein auf ungelernte Kräfte die Arbeiten machen für die es keine komplizierte Anleitung braucht – und das Konzept der Berufsfreiheit ist ihm unbekannt, der lokale Fürst sagt den Bauern das statt Weizen jetzt Tomaten gepflanzt werden und gut ist.

    Warum das obige einschieben ?
    Weil viele Globalisierungsfreunde nicht begreifen das Ricardo’s Theorie sich auf einfache Industrien bezieht. Der Mann hatte kein Konzept -konnte keins haben, um fair zu sein – von der komplexen Industriewelt mit hochentwickelten Berufen ausgeübt von Leuten die nicht nur mit „Am Hintern“ reagieren wenn man ihnen sagt statt „Mechatroniker“ machen se jetzt IT-Support sondern auch noch das Recht dazu haben. Oder das man ne Autofabrik nicht mal eben um zum Chemiewerk umwidmen kann

    Jede Verteidigung der Globalisierung die sich auf Ricardos Theorem bezieht kommt also von nem Depp der nicht begreift das das Ding nicht funzt mit moderner Industrie. In Afghanistan geht das vielleicht das den Heroinbauern gesagt wird „Baumwolle bitte, jetzt“ und die mitmachen können (Wenn die Taliban sie nicht umbringen wegen profitschädigung)
    In Deutschland wäre „Hallo Bayer, Smartphones sind der neue Bringer also mache welche“ – „Ja, das dauert 10 Jahre bis das neue Werke, die neuen MA geschult sind aber OK“ – „Was neues Werk ? Ihr nehm einfach das alte und neu MA braucht ihr auch ned“ so absurd das kann nich mal Satire sein und jeder sieht das (Ausser vlt so benebelte ATTAC Futzis)

    Diese Art Globalisierungserklärer begreift nicht mal das es Cannondales gibt, da aufgrund ihrer Ricardo-Hörigkeit deren Existenz gar nicht geht. Der denkt das die Ex-Cannondalebelegschaft jetzt kunstvoll artisanal Vasen fräst oder whatever weill die freiwerdende Arbeits wird ja automatisch auf Bedarfumverteilt und wer sich dem entzieht ist Q.E.D. faul und / oder drogensüchtig.

    Die Einstellung macht sehr beliebt. „Der Mittler Westen müsst nur endlich anfangen trendy Coffeeshops zu eröffnen statt sich mit Meth vollzupumpen“ ist die Botschaft die ankommt.

    *Etwas blöd wenn der Standort sich ursprünglich durch die gute Bahnanbindung (Heute könnte man Fliesband ohne Umwege nach China liefern) empfahl.

    **Kann man da arbeiten ohne Umzug

    • Mannesmann Mobilfunk D2, jetzt Vodafone
      Lichtenberg: „Daß die wichtigsten Dinge durch Röhren getan werden. Beweise erstlich die Zeugungsglieder, die Schreibfeder und unser Schießgewehr, ja was ist der Mensch anders als ein verworrnes Bündel Röhren?“

      >In Deutschland wäre „Hallo Bayer, Smartphones sind der neue Bringer also mache welche“ –

      Mannesmann hat mal hauptsächlich Röhren hergestellt, Nokia war mal Mischkonzern mit allen möglichen Produkten inkl. Gummistiefel.

      Fakt ist, wenn genug Kapital da ist, und der Zweck nun mal z.Zt. G->W->G‘ lautet, ist so ein Schwenk schnell gemacht.

    • Das war keine Fabrik für LKW-Motoren,
      … die MAN dort abgestoßen und geschlossen hat – denn die steht nach wie vor im nördlichen Bayern. Stattdessen war das Werk in Ginsheim-Gustavsburg für Blech- und Stahlbearbeitung berühmt, Stichwort „Müngstener Brücke“. Zuletzt kamen von dort Blechteile für den Opel Omega – den es aber auch nicht mehr gibt.
      Ja, die alte Bundesrepublik ist weg. Und Muttis Neues Deutschland ist schon ein bisschen anders. Ramschiger. Chaotischer. Aber „weltoffen“ und „schön bunt“.

      Na ja sagt A. C.


    • @ En Hesse

      Das Unheil nahm doch ihren Lauf schon bei der Zerschlagung von Mannesmann. Danach wurden ähnliche Geschichten beinahe zur Normalität, darüber wurde kritisch berichtet und diskutiert. Seit einigen Jahren Schweigen im Wald. LF hat ihre Medien fest im Griff.

      In meinem Studium wurden Ricardo und Adam Smith am Anfang des Studiums als Geschichte der Wirtschaftswissenschaften schnell abgehandelt, als untauglich für die moderne Wirtschaftsform. Vergleichbar mit der Entwicklung des Automobils, bei welcher die Autokonstrukteure auch nicht die ersten Modelle von Ford als Vorbild nutzen würden.

      Damals wurde der Post-/Neo-Keynesianismus gelehrt, auch Schumpeter. Das war Standard in den meisten Hochschulen der Welt, u.a. an Harvard und MTI.

      Es war Ronald Reagan bzw. seine Berater, welche anfingen, die Lehren der Chicago Schule, Milton Friedman zu präferieren. Diese Lehren wurden dann auch in Europa, zunächst in UK, politisch promotet und haben sich allmählich auch in der akademischen Lehre etabliert. Die akademische Welt war dann irgendwann in zwei Lager gespalten, und die Lehren, die ich studiert habe, wurden als unrealistisch und veraltet abgestempelt, was ich für unsinnig halte.

      Beispiel: Der Begriff Profitmaximierung galt in meiner Studienzeit als veraltet und wurden durch Profitoptimierung ersetzt. Der letztgenannte Begriff schloss mehrere Aspekte und Geschäftsbereiche ein, z.B. optimale Arbeitsbedingungen, langfristige Kundenzufriedenheit, Zufriedenheit der Lieferanten etc., welche in einem Gesamtpaket in einer ausgewogene Balance stehen sollten, um einen langfristigen Erflog zu sichern.
      Profitmaximierung aka shareholder value zielt dagegen auf maximale kurzfristige Profite, wobei beim Erreichen der Ziele jedes legale Mittel erlaubt ist.

      Diese Entwicklung äußerte sich dann in der globalen Liberalisierung und der Entfesselung der Finanzmärkte, mit den seit Jahren bekannten Auswüchsen und Tragödien. Da Trump jedoch z.B. die von Obama eingeführten Einschränkungen an der Wallstreet rückgängig machen will, den Unternehmen und dem 1% der Bevölkerung die Steuern deutlich senken will, sehe ich keine Hoffnung, dass er eine Wende herbeiführen kann.

    • 150 Kilometer weiter südlich ...
      haben sie jüngst die Produktion wieder aus Tschechien zurückgeholt. Auch das gibt’s.

      http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/suedbaden/merkwiller-im-nord-elsass-region-profitiert-von-deutschem-investment/-/id=1552/did=18447428/nid=1552/1w10n00/index.html

  14. Arroganz
    Die Arroganz geht ja weiter.
    Sehen Sie beispielsweise diesen Tweet:
    https://twitter.com/GebMoped/status/797829344152473601

    Man will ja gar nicht verstehen und nachdenken.
    Trumpwähler sind Nazis und Punkt. Und dann wundert man sich über die Wahlergebnisse in USA, über das Erstarken einer AfD, etc pp.
    Und wer Erklärungen anbietet, ist auch Nazi. Und da diese Leute immer Partei nehmen, können sie gar nicht mehr erkennen, daß es auch einfach nur Erklärungsversuche sine ira et studio in Medien geben kann.

    • Ich weiss, meine Versuche, hier zu erklären, was der Kontext ist, kommen draussen auch schlecht an.


    • Es wäre jedoch unrealitisch zu behaupten, dass es in den USA keine Nazis und keine Rassisten gäbe. Es gibt dort Millionen Rassisten.
      Natürlich sind nicht *alle* Wähler von Trump Rassisten. Doch die Nazis und die Rassisten, die es dort gbt, werden wohl weder Clinton noch Garry Johnson oder Jill Stein gewählt haben.

      Das darf man ja wohl noch sagen dürfen, gell. ;-)

  15. Schön
    wieder was von Ihnen zu lesen werter Don. Sie haben also die Anweisung von Laura nicht befolgt und sind gestorben, Sie alter Hitlerjunge :D

  16. Titel eingeben
    Grandios.
    Meine persönliche Erfahrung: Ein US-Freund „PoC“, Ende 20. Er hat eine der besten Vocational Colleges in Sachen Automobiltechnik absolviert, 1500 km von seiner Heimatstadt entfernt. Also vergleichbar mit einer Berufsausbildung in Deutschland. Nun schweisst er in einem Betrieb für customized Trucks für Rednecks deren Statussymbol-Monster zusammen, incl. Ösen für die Rebell-Flag und Gewehrhalterung. Also nicht so echt political correct, erst recht nicht für einen jungen Afro-Amerikaner. Während die Lieblingsfirma der globalen Elite, Tesla, qualifizierte Arbeitskräfte über Subunternehmen für 5$/h bei 70 Wochenstunden und freier Interpretation der Visa-Bestimmungen, das Statussymbol der liberalen Elite zusammenfrickeln lässt.
    http://money.cnn.com/2016/05/17/news/companies/tesla-immigrant-labor/

    • Oh. Das wusste ich noch gar nicht. Danke!

    • So, wie man
      auch im Bundestag Praktikanten nichts bezahlen will.

    • Praktikanten werden nicht bezahlt
      also, ich habe mir heute die Seite des Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Heribert Hirte, Köln, angeschaut.

      Dort steht ausdrücklich, dass Praktikanten entlohnt werden.

      Details kenn ich nicht, aber ich bitte doch, angesichts dessen von solcher Polemik abzusehen.

      Danke.

    • Titel eingeben
      Immer dieses Gejammere… schon mal das Wort „Eigenverantwortung“ gehört?

      Wenn sich Leute finden lassen, mit denen man sowas machen kann…. man kann NEIN sagen und sich umdrehen und weggehen, aber Ausreden daherlabern ist natürlich einfacher. Wir haben ja Mutti gewählt, oder den guten Onkel Obama, die sollen das für uns richten!

  17. Titel eingeben
    „Stattdessen holt man den Erklärbären aus dem Fundus, man müßte den Doofen nur alles erklären“
    …was meint: noch mehr Propaganda.
    Die Reklame-Industrie ist wohl die einzige, die in Deutschland eine Zukunft hat; wie man hört, finden viele der entlassenen Journalisten dort eine neue (eigentlich die alte) Heimstatt.
    Die Zahl der Reklamefuzzis übertrifft inzwischen die der Journalisten.

    • PR spielt auch eine Rolle.

      Ganz ehrlich, ich glaube, sässe ich in Berlin, ich würde sowas eher nicht schreiben. Zu riskant.

    • Echt?
      @Don A.
      Ist das wirklich so gravierend, dass man im nirgendwo landet?


    • @dr.plagiator: Ja, echt. Der Konformitätsdruck ist kein Hirngespinst.

    • Opferrolle
      Ach dann gibt es die Augsburger Puppenkiste gar nicht mehr in Augsburg!?

      Mit Puppen kann halt auch nicht jeder – Weiberkram.

    • Titel eingeben
      Sorry, aber das ist Quark…

      Entweder man tut das was man für richtig hält und lebt mit den Konsequenzen, oder man hat jedes Recht für Beschwerden verwirkt.
      Wenn es einer Gesellschaft voller Kriecher und Schleimer schlecht geht, was soll ich daran falsch finden?

  18. Winselnde Minderheiten
    Die Minderheiten von heute winseln nicht, sondern
    krähen lauthals, um für sich weitere Privilegien einzufordern…

    • satire
      Bericht vom grünen Parteitag. Ich dachte ich sehe eine Böhmermann-Satire und er imitiert einen Diktator, aber am fehlenden Oberlippenbart sah man dann dass es echt war, es war der tobende Grünen-Chef Özdemir. Dieses Harakiri der Grünen lässt hoffen dass es doch für R2G, wie man neudeutsch sagt, nicht reichen wird.

    • hinterdemvorhang
      leider war…aber das wird sich alles regeln!

  19. Es geht auch anders
    Wer jetzt sofort mäkeln möchte, wegen „Zwang der Märkte“ o.ä., sorry, es geht auch anders: Was dem Biker sein Cannondale, ist dem Pool-Spieler sein Meucci.
    Qualitäts-Cues. Die Firma ist in den USA geblieben, hat auch nicht, anders als viele Wettbewerber, Teile der Produktion nach Asien verlegt.

    Letztlich hat Meucci sogar nachhaltig von der Produktionsverlagerung der Wettbewerber profitiert: Weil man als einziger Qualitätshersteller nicht plötzlich in den 90ern eine Differenzierung zwischen ‚Budget‘ und ‚Qualität‘ angestrebt hat, sondern einfach weiter nur von zu Hause aus das Top-Segment bedient hat, gilt die Marke heute als konstant verlässlich und ist die erste Wahl für jeden Einsteiger und Fortgeschrittenen, der ambitioniert Pool spielen möchte, der aber keine Zeit und Lust hat, den Markt der Qualitäts-Stöcke bis in die Tiefe zu recherchieren und zu durchleuchten: Man kauft sich ein Meucci, das einem gut in der Hand liegt und ist fertig mit dem Thema.

    Für 600$, den Preis eines halbguten TV, der alle paar Jahre überholt ist, bekommt man ein Werkstück aus Ahornholz an dem man sein Leben lang Freude haben kann.

    Die Empfehlung, die für die alten Cannondales gilt, lassen sich aber auch für Meucci-Cues erweitern: oft tauchen Stöcke aus den 80ern und frühen 90ern aus Nachlässen bei ebay & Co auf. Da die Verkäufer oft unwissend sind, kann man manchmal wunderschöne Stöcke und für um die 100€ kaufen. Schöne Sammlerstücke und tolles Spielgerät, das mitunter so wertig ist, dass man sich nicht mehr den passenden Stock zu seinem Spiel aussuchen will, sondern bereit ist, sein Spiel auf die Eigenheiten des Stockes anzupassen.

    Mehr kann man ein Produkt und seine Herstellerphilosophie wohl kaum adeln und
    da Räder auch Sammlerstücke, es auch einen Markt für Retro- und Liebhaberstücke gibt, etc, die beiden Märkte also durchaus vergleichbar sind, darf man auch konstatieren, dass Cannondale am eigenen Niedergang selbst schuld ist.

  20. "Öl auf die Kette"
    Die Tiefe eines Tellers ist unbedeutend, wenn man den Rand erreicht.

    Erfurt, 2015

    kursiv
    Ihr Preis:
    Bold
    >>Der Goldene Tellerand<<

    PS: Das ist, was Grüne und Konsorten nicht auf die Kette bekommen – und ständig stürzen. https://pbs.twimg.com/media/CxFgaBDWEAAwzV0.jpg:large

    • hm
      Einmal Buchstaben Befehle erteilen: Es tanzen doch nicht alle!

    • Ein Fake
      Sie werden Ihrem Namen gerecht, indem Sie hier einen längst entlarvten Fake verbreiten …

      http://blog.hoaxmap.org/2016/11/11/tobias-weihrauch-der-erfundene-gruene

      Ist ja eh schlimm genug mit den Grünen, Übertreibungen und gar Fälschungen sind da überflüssig.

    • Danke
      Wer wird das schon! ;)
      Aber vielen Dank. Übertreiben wollte ich nicht. Auch wenn meine Vulgarität in mehren Posts, durch die Decke geht.

    • Obacht
      Dr. Plagiator! Da bist Du wahrscheinlich einer Fälschung aufgesessen.

    • Die Tiefe eines Tellers ist unbedeutend, wenn man den Rand erreicht
      Es ist noch wichtig wie steil oder flach es am Rand nach oben geht und wie tief man stürzt wenn man am Ende des Randes dann herunterfällt ;-)

      zB ein Wasserkanal zwischen den Mexiko und den USA.
      Wenn sie nicht am Rande aus dem Kanal herauskommen kann es sein das sie als Fischfutter enden.

  21. ein ganzer Second Hand Laden voll mit "Made in China"
    Mein uralter amerikanischer Schwiegervater arbeitet schon seit Jahrzehnten in einem Second Hand Laden für gute Zwecke. In der Vergangenheit habe ich da immer etwas gekauft, für gute Zwecke. In den letzten Jahren hatte ich Probleme, etwas Brauchbares zu finden. Bei meinem letzten Besuch habe ich die Artikel systematisch auf Hersteller untersucht. Ich fand nichts mit “Made in USA”. Selbst die Bilderbücher für Kinder waren in China gedruckt worden. Einerseits ist das Zeug von kurzfristiger Qualität, andererseits ist das schon lange genug so, dass das, was den Normalgebrauch überlebt, den Second Hand Laden füllt.

  22. Grau ins Schwarz-Weiss
    Lieber Don,
    für die Kernbotschaft Deines Artikels, also die Erklärung bestimmten Wahlverhaltens, mag meine Einwendung unwichtig sein, vor dem aktuellen postfaktisch bestimmten Hintergrund geradezu belanglos.
    Aber neben dem Fakt, dass C’dale superbe Räder herstellte, gibt es auch jenen, dass die tollen Schweißer in Bedford so um 1993 enorme Probleme mit der Güte ihrer Schweißnähte hatten und reihenweise Räder zurücknehmen mussten. Mein M700 leider erst nach einem nicht nur fatalen, sondern beinahe letalen Gabelbruch.
    Bei der Empfehlung von C’dale Vinatage-Rädern sollte man ergo genau auf das Baujahr achten.
    Und ja, mein V-Raven von 1999 scheint unverwüstlich.

    • Naja, wir Rennradfahrer hatten ja italienischen Lack und Rostschutz und platzende Alan- und Vitusmuffen sowie ausoxidierende Aluausfallenden unter Karbonrohren und Time-Gabeln. Und reissende Müsings, wenn man die Sattelstütze festschraubte.

      Wie auch immer, alle überlebenden Cannondales, die ich kenne, sind super robust. Kaufe demnächst eines von 1989.

    • Titel eingeben
      Stimmt, hab ein SV-1000 von 1999, hat zwar fast 5000,- DM gekostet, aber bei einer Lebensdauer von locker 30 Jahren relativiert sich das schnell.
      Cannondale war auch der einzige Hersteller der das Fahrergewicht nicht beschränkt hat. Bei den meisten anderen Herstellern ist bei 75kg Ende. Ich lach mich tot!
      Dazu fällt mir noch Kuwahara ein, beste Handarbeit aus Japan, teuer in der Anschaffung aber auch fürs Leben. Leider habe ich keine Ahnung warum Kuwahara vom Markt verschwunden ist.

    • In dem Segment dominisete damals Koga Miyata. Dadurch wurde Kuwahara einfach zu klein.

  23. Das trifft's sehr gut
    Dazu kommt noch, dass die masters of the universe an der Wall Street und im Silicon Valley keine Vorstellung von dem haben, was Sie hier so schön beschreiben, weil sie in einer ganz anderen Welt leben. Das liegt vor allem an der kulturellen Dominanz der Ivy League die die amerikanische Elite ausbildet.

    Eine Ivy League Ausbildung kostet etwa $70.000 pro Jahr ($48.000 tuition, $22.000 room and board). Financial aid gibt es – abgesehen an extrem reichen Unis wie Harvard – nicht für Familien aus der Mittelschicht sondern nur für arme Minderheiten, deren Schulbildung aber in der Regel nicht ausreicht, um an einer Ivy aufgenommen zu werden.

    So bleiben an amerikanischen elite schools die Kinder wohlhabender professionals und reicher Wirtschaftslenker unter sich, die, beflügelt von einem meritokratischen Ethos, glass ceilings für ethnische, religiöse und sexuelle Minderheiten durchbrechen wollen. Dabei is ihnen völlig unklar, dass das median personal income in den USA bei schlappen $28,000 liegt, also etwa einem drittel von dem was sie in einem Jahr College verpulvern.

    Wer an UPenn, Columbia, oder an Ivy Plus Schools ausserhalb New Englands wie der University of Chicago oder Stanford einen BA gemacht hat, kennt keine Facharbeiter die Fahrräder bauen, weder aus der eigenen Familie noch aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis. Aber natürlich kennen sie – sehr schlaue und angenehme – Schwule, Lesben und Muslime, für deren Rechte sie sich stark machen. Dass Menschen auch aufgrund ihrer sozialen Schicht diskriminiert werden kommt ihnen dagegen gar nicht in den Sinn, weil sie solche Leute nicht kennen. Die sind dann eben zu dumm oder zu faul, um auf ein gutes College – oder überhaupt – auf ein College zu gehen und verdienen es als deplorables in der globalen Wirtschaft herumgeschubst zu werden.

    Trump ist die Rechnung für diesen classism, den die Eliten aber natürlich nicht werden bezahlen müssen, sondern diejenigen, die ihn gewählt haben.

    • Fun Fact. Ich kenne ein Mädchen, die an der Penn war und jetzt einen Fahrradmechaniker geheiratet hat.

      Aber das ist natürlich die krasse Ausnahme.

    • UPenn oder Penn State?
      Das ist ein Riesenunterschied…

    • UPenn.

    • Ja
      das ist eine krasse Ausnahme, obwohl ich solche Fälle auch kenne. Aber den meisten millenials in der Ivy League (Plus) geht es ums „assertive mating“ und die größte Angst ist, dass, aufgrund einer „regression to the mean“, der Nachwuchs keinen IQ von 130+ hat.

      Das hat übrigens auch einen erheblichen Einfluss auf soziale Mobilität, weil jetzt viel seltener „nach oben“ geheiratet wird.

      Das weiss man sogar bei der Brookings Institution, auch wenn die natürlich die gesamtgesellschaftlichen Konsequenzen ganz bewusst weg reden, was einen als europäischen Liberalen schon sehr ärgern kann:

      https://www.brookings.edu/blog/social-mobility-memos/2014/02/10/opposites-dont-attract-assortative-mating-and-social-mobility/

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      Der Kalte Krieg überdeckte in nicht wegen Fällen der sogenannten Stellvertreter-Kriege, dass es in Wirklichkeite nicht um Kommunismus vs. Kapitalismus ging, sondern um ganz andere Dinge, wie z. B. die Erkämpfung der Unabhängigkeit (siehe bspw. Vietnam). Da war ‚Kommunismus‘ eigentlich nicht mehr als ein Mittel zum Zweck, was mit ‚Demokratie‘ nicht erreicht werden konnte, weil die Kolonialmacht eine ‚demokratische‘ war.
      Heutzutage werden die Rassefrage, Genderfrage und die Frage nach der sexuellen Ausrichtung dazu genutzt, um die Klassenfrage zuzudecken. So kann man dann wunderbar die arbeitslosen Schwarzen und Weißen aufeinanderhetzen. So verhindert man, dass sie sich verbünden, um gemeinsam für gleiche Ziele zu kämpfen.
      „Hoch die internationale Solidarität!“ meint weder „No borders, no nations!“ noch „Multi-Kulti“ noch „Segregation“ noch „Mauer & Stacheldraht“. Aber erklären Sie das mal Leuten, die denken, nur weil andere Leute ein Smartphone haben, lebten diese andere Leute schon im Wohlstand. Oder erklären Sie das mal Leuten, die Merkel reflexartig für Hitler oder für DDR 2.0 halten.

    • Titel eingeben
      Trump hat selbst an einer Elite_Universität seinen MBA gemacht: Wharton School of Economics. Und das Startkapital für sein Immobilienimperium (lumpige 18 Mio $) von seinem Vater erhalten. Glauben Sie wirklich, er kennt aus der eigenen Familie bzw. dem Freundes- oder Bekanntenkreis Facharbeiter die Fahrräder schweissen? Im übrigen ist ihm das Wohlergehen der Facharbeiter vollständig schnuppe. Als Marketingexperte hat er einen Trend erkannt mit dem Potenzial zum Wahlsieg. Sprechen wir mal in vier Jahren mit den ehemaligen Facharbeitern ! Dann vielleicht zum Facility Manager (pc für Hausmeister) umgeschult ; irgendwas gibt es ja immer zu reparieren ….

    • Vielleicht tritt dann Michele Obama an, was mir sehr recht wäre.

    • @ G. Gekko - wg. der Konsequenzen der Befestigung der Mittelschichtsburg durch Heiraten
      Brookings blendet in dem von Ihnen dankenswerter Weise zitierten Artikel die Konseqenzen nicht völlig aus – sie schaffen es aber mit Leichtigkeit, sie auch nicht wirklich zu analysieren. – Sie schließen salomonisch: Da man ja nun die freie Partnerwahl nicht durch eine Lotterie ersetzen könne – und auch nicht wolle – – werde der negative Effekt auf die Aufwärtsmobilität durch inter-Mittelschichtsheiraten leider nicht völlig aus der Welt zu schaffen sein. Da der Effekt aber andererseits auch nicht von der Hand zu weisen und insgesamt unschön sei, wolle man sich Gedanken machen, ob man in Zukunft nicht „das Spielfeld ein wenig einebnen könne“.

      Solche Artikel sind deswegen so interessant, weil sie modellhaft zeigen, wie man mit falschen Ausgangsthesen zu perfekten Ergebnissen kommen kann.

      – Im Prinzip hat, wer diesen Mechanismus einmal gefressen hat, die Lizenz in der Hand , im Dutzend sowohl gut aussehende wie insgesamt folgenlose sozialwissenschaftliche Papers zu erstellen – – –

      Ah ja: Die unsinnige Ausgangsthese ist die, Heiraten mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit so zu verknüpfen, als ob das eine mit dem anderen etwas zu tun hätte.

      Vollkommen trivial ist diese Frage natürlich nicht, aber sie ist in der von Ihnen ganz gut beschriebenen Situation der scharfen sozialen Segregation, wie sie in den USA eben der Fall ist, in der Tat irrelevant.

    • @ E. Kennedy
      Natürlich wird Trump für seine eigene Klientel zur Katastrophe, wie ich ja schon in meinem ersten Post – allerdings erst im letzten Satz – gesagt habe.

      Das Irre an der Wahl ist, dass Middle America aus – erklärbarer – Wut einen Mann aus dem Establishment gewählt hat, das es so verabscheut. Aber mir – und ich glaube Leuten wie Don Alphonso – geht es um Erklärung und ganz sicher nicht darum, Trump hochzujubeln.

      Leider wird das aber nur selten verstanden, denn wer Trump nicht verteufelt muss eben ein Fan sein – auch wenn’s ganz sicher nicht stimmt.

    • Wharton School und Unterpriveligierte
      Ich habe an der Wharton School, Penn, geforscht und studiert.

      Und entgegen der hier vertretenen Meinungen darf ich sagen, dass dort auch „Unterpriveligierten“ zu begegnen war.

      So lebten in meiner Unterkunft, dem International House Philadelphia, Chestnut St. Menschen aller soziologischer oder wie man es nennen mag Hintergründe.

      Auf dem Campus konnte man immer Menschen begegnen, die z.B. eine Krankenschwesterausbildung usw. mehr machten.

      Mit den Verkäufern des Deli s schräg gegenüber konnte ich mich immer gut unterhalten.

      Der Pförtner des dortigen Krankenhauses wurde durch einen damaligen dort promovierenden Deutschen aus Koblenz überzeugt, mich zum täglichen Abendessen in die Kantine zu lassen. Ich habe mich oft mit ihm unterhalten und viel erfahren.

      Und, Sie werden es mir nicht glauben, ich habe sogar die Grenzen des Campus überschritten.

      Nicht nur, dass es damals dort schon Wolfgangs – nein – Wolf-Gangs gab, die in großen Gruppen übelst missbrauchten, was sich allerdings nicht bis nach Deutschland herumgesprochen hat, so das Silvester in Köln geschehen konnte, ca. 3 Jahrzehnte später – nein, ich bin dort ganz „normalen“ Amerikanern begegnet.

      Konnte mich mit diesen unterhalten, diskutieren, auch wenn es so manches mal skurril war. Abgeschottet war da nichts.

      Bitte nicht allen Ivy-League Absolventen Ignoranz und Unkenntnis des Lebens an sich unterstellen, das wäre schon mal was. Danke :)


    • Vielleicht tritt dann Michele Obama an
      Halte ich für zwecklos. Das Witwen-Modell funktioniert (in Asien zumindest), das Frau-als-Individuum-Modell funktioniert (in Europa und Südamerika), das Ehefrau-Modell (USA) funktioniert augenscheinlich nicht.
      Ich würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn die erste dermalige Präsidentin der USA eine Republikanerin wäre, und keine Demokratin (analog Merkel-CDU, Thatcher-Tories).
      Und es würde mich auch nicht wundern, wenn die unter Trumps Präsidentschaft hochkäme, denn ich glaube, er bietet Frauen ziemliche Möglichkeiten, er ist kein Jungsverein-Förderer.

    • @Thomas
      Ich habe die letzten 11 Jahre meines Lebens an (besseren) Ivies (als Penn) verbracht und habe von der Welt schon das eine oder andere mitbekommen. Aber was hier in den letzen Jahren an sozialer Mischung verloren gegangen ist, ist schon erschütternd. Und nursing ist in den USA übrigens kein Ausbildungsberuf sondern ein Hochschulstudium – das an der UPenn $67.000 pro Jahr kostet.

    • G. Gekko
      Es mag sogar bessere Universitäten als die zur Ivy-League gehörenden geben, ja und?

      In meinem Spezialgebiet war es seinerzeit die beste Hochschule der Welt, aber das spielt in diesem Zusammenhang an sich auch keine Rolle.

      Und ich gestehe zu, dass ich die Entwicklung seit geraumer Zeit nicht beurteilen kann, meine Zeit dort liegt halt länger zurück.

      Ich schrieb ja, dass ich mein Abendessen im Krankenhaus bekommen konnte, dort in der Kantine der Bediensteten. Glauben Sie mir bitte, ich traf genügend, die „einfache“ Menschen waren.

      Mal abgesehen eben von den anderen, denen ich dort auch begegnete.

      Über das offizielle Amerika konnte ich genügend in den Tages- und Wochenmedien in der Bibliothek lesen (die FAZ gabs übrigens mit einigen Tagen Verspätung auch).

      Das unmittelbare, persönliche Amerika habe ich eben auch durch diese anderen Begegnungen und Gespräche kennengelernt. Damals, wohlgemerkt.

      Ach ja, da Sie es erwähnten, dort konnte man auch jungen Frauen begegnen, bei denen man auf den Gedanken kommen konnte, dass sie durchaus auf einen Ivy League Absolventen aus waren. Also gab es zumindest damals und dort auch die soziale Durchlässigkeit.

      Über Heutiges kann ich kaum Unmittelbares beitragen.

    • An G. Gekko
      Guter Beitrag, danke.

      Leider auch etwas deprimierend.

      Einer von Hillarys grösster Fehler war es, Trump- Wähler als Deplorables zu bezeichnen. Aber dass diese armen Seelen nun darauf hoffen, dass der Messias Trump sie erlöst, das ist schon irgendwie tragisch-komisch.

  24. Eine Braun von 1982?
    Etwa gar eine KM 32? Dann gratuliere ich herzlich! Eine wunderschöne und leistungsfähige Maschine, etwas laut zwar, aber durchdacht und haltbar.

  25. @Horrorkasper, Michael Richartz und Don
    Glyzerin ist eigentlich sogar noch treffender – wenn man bedenkt, was sich manch ehrgeiziger Fahrradfahrer auf den Hintern schmiert.

  26. Rabies
    Toll, wie die industriellen Globalisierer Hand in Hand geht mit der sozialistischen und ökologistischen Internationalen.
    Die einen prangern den schädlichen Protektionismus an, die anderen propagieren die weltweite Vereinigung der Völker, immer im Interesse eines angeblichen, wenn auch diffusen globalen Gemeinwohls.

    Man führt Krieg gegen die Völker, auch gegen das eigene dumme Volk, einen kalten, berechnenden Krieg, ohne vernehmbare „Signale“, ohne Aussicht auf „Menschenrecht“ und „Sonn‘ ohn‘ Unterlass“ – auf „Geier Fraß“ dagegen schon.

    Alles zum Nutzen und Frommen der Globalisierer, der Profiteure eines entfesselten Welthandels – und der abgehobenen Funktionäre, die sich in seinem Dienst und in vermeintlich unverzichtbaren Organisationen ihre geschützten Nischen geschaffen haben.

    • ökologistische Internationale
      ich kenne da nur Globalisierungskritiker; falls Sie die Grünen im Auge haben – meinen Sie etwa, dass die „ökologistisch“ sind? Die Aufzählung „Globalisierer Hand in Hand mit der sozialistischen und ökologistischen Internationalen“ sieht doch stark nach einem mentalen Cluster aus.

    • @ Vetter
      Den „mentalen Cluster“ diagnostizieren Sie erst mal an sich selbst, bevor Sie sich an Ferndiagnosen wagen.

      Von wegen „ich kenne da nur Globalisierungskritiker“ …

      Reden wir z. B. mal von den 10/20(?)’000 Teilnehmern an der 22. Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Marrakesch.

      Die sind nicht alle ausschließlich mit klimaschonenden Verkehrsmitteln und ganz privat zur Rettung des Weltklimas angereist, sondern eher als globalisierte Shareholder eines weltweit organisierten Billionenbusiness‘, gefördert u. a. von der EU, aus deutschen Steuermitteln und aus Spenden von Leuten, deren IQ sich kaum über jenem der viel gescholtenen Trump-Anhänger bewegen dürfte.

      Das Bemerkenswerte an diesem Krampf ums Klima: die Ökos helfen mit, Kapital und Arbeitsplätze nach Fernost oder sonst wohin zu vertreiben und sind gerne dabei, sich die nicht messbaren, negativen Emissionsgewinne – national – an die Brust zu heften. In völliger Verkennung der Tatsache, dass eben diese vermeintlich vermiedenen Emissionen nun einfach wo anders und erheblich weniger reguliert frei werden und meist als Re-Importe in die nationale CO2-Bilanz aufgenommen werden müssten. Eigentlich.

      Aber NGO-Kampagnenleiter oder Windkraftexperte bieten auch verführerische Karriereziele, gerade für MINT-Versager. Was soll da die Forderung nach physikalisch/technischem Durchblick oder gar nach Wahrhaftigkeit und Stringenz?

  27. Schumpeter can suck my Schumpeter
    Nun, Donalphonso verabscheut Sozialismus. Aber so eine Produkt- und Firmenkarriere wie bei seinem kaputten Radl ist eben typisch für den Kapitalismus. Man hat ein Produkt, es wird optimiert, die rohen Kräfte von Wettbewerb und Markt walten. Soweit, so gut, irgendwann stellt sich auch ein Optimum ein, Produkt sehr gut, Kosten ausreichend niedrig. Kunde freut sich. Kunde ist geradezu euphorisch. 1997 bei Cannondale oder vor 8 Jahren bei Android 1.x oder 2.x auf Smartphones, bei HD bei Videokameras, bei Fotoapparaten mit 6-8MP, etcpp. Nun endet die Geschichte aber nicht. Nächstes Jahr ist ja wieder Messe, die Konkurrenz schläft nicht, Produkt kann nicht einfach so bleiben, selbst wenn es perfekt ist: was neues muss her. Marketingmanager sitzen unruhig im Büro. Jungspunde wollen Karriere machen mit creative disruption. Es wird nun also wieder weiter optimiert und entwickelt. Ein gutes Produkt wird nun vielleicht abgesägt zugunsten von was unausgegorenem, aber „neuem“. Es wird verschlimmbessert, kostenreduziert und aufgebläht, dass die Schwarte kracht. Nur war das Produkt ja schon optimal, es wird jetzt nicht mehr „besser“, jetzt geht die Kurve also wieder runter, auch wenns zunächst keiner merkt, oder sagt, weil der Chef ja die Idee hatte. Die Kunden schimpfen schon, aber die schimpfen doch immer, was verstehen sie schon davon, sie werden es schon kaufen, weil es neu ist, hip und noch besser ist, weil das neue aktuelle doch immer auch besser ist. Und werden sich dann schon dran gewöhnen, dass nun das Alu bricht, dass mit Android 4/5/… auf dem neuen Phone (Akkulaufzeit gleichgeblieben) plötzlich für den Nutzer weniger möglich und erlaubt ist als zuvor, dass das 4K-Video eigentlich eher nervt als 4x so sehr erfreut wie HD. Dass die vielen Megapixel jetzt (30! 45!) die Fotos gar nicht schöner oder besser machen, eher im Gegenteil. Der schlaue Kunde hat beim Optimum zugeschlagen, und besorgt sich nun nur noch ggf. Ersatzteile, hält sein Eigentum altmodisch in Schuss, denkt langfristig. Lacht über Tölpel, die sich immer unbedarft auf das Neue stürzen. Weil er sich auskennt und das Spiel schon kennt. Der schlaue Kunde ist aber selten. Der Rest gibt nun bereitwillig mehr Geld aus für ein objektiv schlechteres, dafür aber weiter aufgemotztes, verschlimmbessertes, aufgeblähtes „neues“ Produkt. Das funktioniert noch nicht richtig, man muss es nochmal zurückschicken, man muss es updaten, da fehlt jetzt was, was man gut fand vorher. Aber der Kapitalismus schläft ja nicht, bald gibts wieder was neues, und dass es vor 2, 3 Produktgenerationen und Zyklen eigentlich ein viel besseres Produkt gab, das beteits so war wie man wollte, ist längst in Vergessenheit geraten. Nur ab und zu stutzt jemand auf Amazon oder Ebay, warum denn da was 4,5 Jahre altes, gebrauchtes heute sogar mehr kostet als damals neu. Dann handelt es sich wohl um ein Produkt im Stadium des Optimums und das hat sich bisschen herumgesprochen. Man gibt es entweder nicht her. Oder man will mehr Geld dafür als man selbst mal ausgab.

    Nun werden im Sozialismus sicher auch Kosten gedrückt, der Mangel an Wettbewerb lähmt Innovation. Aber ist ein Produkt mal richtig gut, trotzdem an seinem Optimum angelangt, kann man zumindest theoretisch es einfach so lassen und produzieren für die nächste Zeit. Im Kapitalismus geht man so nur unter. Innovation frisst Innovation wieder auf. Am Ende ist niemand glücklich außer dem Markt. Der weint dafür aber im Sozialismus.

    • Titel eingeben
      Windows und sein Werdegang ist hier ein Paradebeispiel: Worum ging es nochmal primär bei einem Betriebssystem? Wo ist da jetzt der große Fortschritt zu XP? Oder GPS-Geräte von Garmin. Die waren mal ganz gut, inzwischen haben sie Touchscreens und sehen aus wie Smartphones, blos wenns dann draußen mal regnet… mei. Dann doch gleich eine App. Abo-Geschäftsmodelle von Adobe und Co. Upgedatete Apps, die einem mal anfangs gut gefielen, bestens funktionierten, dann aber immer weiter aufgebläht/“verbessert“ wurden. Facebook. Man fragt sich immer, wer nur die Leute sind, die sich das alles dann kaufen, bzw. es akzeptieren. Denn sie wären die Stelle, an denen minderwertige Produkte scheitern müssten, und wo das bessere der Feind des Guten wäre. Aber sie kaufen es alles, selbst die Sachen mit viel Werbung, aber unterirdischen Testergebnissen. Wie soll ein Markt denn so funktionieren?

    • Dafür gibt's im Bergradlbau m. E. ein gutes Beispiel:
      Lange war man mit den 26″ Laufraddurchmesser, die die Erfinder des MTB nicht ohne Grund gewählt hatten, ja ganz glücklich.

      Dann fiel der Industrie vermutlich auf, dass das zu einem Einheitsrahmen führte, der sich mit allen möglichen Laufrädern kombinieren ließ. Das konnte natürlich unmöglich so bleiben.

      So wurde der neue 29″-Zöller geboren (natürlich mit allerlei postfaktischen Argumenten, warum das jetzt die neue „klassische“ Laufradgröße sein müsse). Wenn man den wollte, dann ging das schon mal nicht mit den alten Rahmen – und so folgte dann die 27,5er Zwischengröße und mittlerweile das sog. „Fatbike“, das auch ohne neue Gabeln, Rahmen, Anbauteile usw. nicht funzt.

      Und mittlerweile wird das alles auch noch mal elektrifiziert durchexerziert.

    • Ja. Furchtbar. Ich bleibe bei 26 Zoll. Wetten, dass es in fünf Jahren der letzte Schrei ist?

    • Fast richtig
      Im Sozialismus könnte man es „theoretisch es einfach so lassen und produzieren für die nächste Zeit“. In der Realität waren die meisten Produkte einfach unterirdisch schlecht (kenne russische Motorräder) und erreichten niemals auch nur ansatzweise die Qualität der Produkte, die im pöhsen Kapitalismus hergestellt wurden. Man war wohl zufrieden, wenn das Produkt irgendwie funktionierte und produzierte es dann für die nächste Zeit. Was hätte man auch davon gehabt, das Produkt zu verbessern? Eine lobende Erwähnung beim Genossen Kommissar?

    • Zuviel "Salon" vielleicht?
      @salonsozialist
      „Nun werden im Sozialismus sicher auch Kosten gedrückt, der Mangel an Wettbewerb lähmt Innovation. Aber ist ein Produkt mal richtig gut, trotzdem an seinem Optimum angelangt, kann man zumindest theoretisch es einfach so lassen und produzieren für die nächste Zeit.“

      Yep, full ack, der Trabant z.B. hätte noch Jahrzehnte gebaut werden können.

      Als Schüler habe ich in einer Porzellanfabrik Drähte geschnitten und gebogen, in Plastikgriffe Löcher gebohrt, reingesteckt, fertig war der Quirl. Gab gerade keine im Land, da mussten sich alle was einfallen lassen, auch der Gummifritze nebenan und der Steingutschweinetroghersteller. Haben bestimmt alle feine Quirle gebaut. Die werden heute noch halten, bei dem Knowhow.

      Wofür ich eigentlich dort war, eine Untersuchung, weshalb manchmal bei Tellern die Ränder verzogen waren (Fahnendeformation), hab‘ ich auch rausgefunden. Dafür gab’s frohes Schulterklopfen.
      Geändert hat keiner was, war doch scheißegal. Ausschuss halt. Und Ersatzteile für die Maschinen gab es sowieso nicht, die hätte die betriebseigene Schlosserei erst feilen müssen und die hatte keine Zeit. Vielleicht musste die gerade Zitronenpressen stanzen. Oder Kochlöffel schnitzen. Oder wegen der überlasteten Filteranlagen Rohre direkt in den Fluss legen. (Kein Aufschrei bitte, die Fische waren schon hin.) Ach ne, das Material für die Rohre war ja weg. Der Meister baute gerade am Eigenheim. Seines Schwiegervaters.

      Als ich dann mal in einem Elektroschaltgerätewerk war, stammten wichtige Maschinen aus den 30ern. War das Optimum, hätten bestimmt noch ewig gehalten. Die zunehmenden Toleranzen haben wir in Handarbeit nachgebessert. So hatte jeder was zu tun.
      Am optimalsten waren die vielen Produkte, die es gar nicht gab. Die hielten theoretisch ewig und man musste keinem dafür in den Arsch kriechen.

      Echt jetzt mal. Gerade die enthusiasmiertesten Westler haben (logisch) nie einen sozialistischen Nichtvorzeigebetrieb von innen gesehen. Eine Weile kann man von der Substanz leben, aber dann ist der Ofen aus.
      Kann ja ganz nett sein und irgendwie menschlicher. (Im Ernst.)

      Jaja: Wären da nicht diese Menschen. In jedem Ismus springen die rum, da halt die Einen als ideologietreue Nomenklatura, die sich jeden Posten in Wirtschaft und Staat unter den Nagel reißt. Egal, wovon sie Ahnung haben, Hauptsache, sie haben recht. Und wer dagegen das Maul nicht hält, dem wird es gestopft.
      Die Anderen haben also meist nix davon, sich irgendwie den Arsch aufzureißen. Dass ihnen das Zeug „gehört“, macht keinen bleibenden Eindruck. Damit alles seine Richtigkeit hat, gibt’s dann und wann eine Weiterbildung in Politischer Ökonomie. Smith oder Marx?

      Was nun, das eine nicht, das andere nicht? Buridans Esel einmal sehr anders.

      Disclaimer: Es gab durchaus Dinge, die hätte ich heut‘ gern so wieder. Auch Prinzipielles. Lebenswertes. Aber die sind hier nicht Thema.
      (Wie auch die hier gern gelobte Sarah W. nicht, mit ihren gefährlichen, revisionistischen Mythen. Das Land war ziemlich fertig, ein Quasigefängnis und außerdem schon vor 1984 „1984“.)

      (Übrigens erzählte man mir später, eine der Buden wäre später symbolisch übereignet worden. Neue Maschinen aus Fördermitteln hätten Eingang gefunden, wären aber nach einer Karenzzeit allesamt in des Hausherrn lieblichem Bayern gelandet. Die Geschichte ist so gut, dass man sie glauben muss.
      Die Planierraupen kamen auf alle Fälle. Die vom sonstigen Schrott Enteigneten in dieser kleinen dummen Region hatten dann viel Zeit, noch mehr Geschichten zu erzählen, denn Gummi oder olle Schaltkästen oder Quirle brauchte auch keine Sau mehr. Nicht mal die Tröge.)

    • Grandios
      formuliert und dabei noch wahr. Jetzt wäre die Frage, ob das mit „Werten“ auch so ähnlich läuft. „Neu ist besser.“ Das Problem, wann die Verschlimmbesserung einsetzt, kennt jeder Aktienbesitzer (gehöre nicht dazu): Wann ist die Spitze erreicht, von der aus es wieder abwärts geht.

    • @salonsozialist
      Und weil im Sozialismus die Wirtschaft so vernünftig war, das Beste und Solideste zu bewahren und nicht etwa wie im Kapitalismus im Wettlauf des freien Marktes aufzureiben, hielt er seine Bauten, seine Infrastruktur und seine Umwelt tiptop in Stand. Währenddessen wirtschaftete der Kapitalismus derartig ab, dass 1989 der BRD nichts anderes übrig blieb, als der DDR beizutreten und sich von den dortigen werktätigen Massen subventionieren zu lassen.

    • Sie haben völlig recht, ich würde nur 1 kleine Grammatik-Änderung einfügen - winzige Änderung
      Sie schreiben: Ist ein Produkt im Sozialismus mal richtig gut (…) ist praktisch alles ok und es kann unbehelligt produziert werden.

      Alles ok – ok – – aber w e l c h e s Produkt im Sozialismus wäre mal wirklich gut gewesen?

      Welche Kamera, welches Möbel, welches (…). Hier liegt der Hund begraben.

      Und auf der anderen Seite ist es so, dass eine Manufaktur wie Faggin so vor sich hinproduziert – umwerfende Rädle. Bezahlbar. Schön. Gemacht für die Ewigkeit. Weil sie kein Sozialismus stört. Es ist rein eine Sache zwischen der Fabrik, den Händlern und den Kunden. Den sehr zufriedenen Kunden, wie mir meine Frau immer mal wieder entzückt zuflüstert.

      In der ganzen DDR gab es so kein einziges Beispiel.

      Auch auf dieser Mikro-Ebene verliert der Real existierende Sozialismus das Rennen großflächig.

      PS – Und wer hat’s vorausgesehen: Ein von Furunkeln und der schwarzen Galle und „übertriebenem Blutscheissen“ geplagter alternder Mann in London, der seinem Freund, dem aus deutschen Pietistenlanden stammenden Manchester-Kapitalisten in einem Brief in den 1880er Jahren die golden leuchtenden Sätze des Inhalts schrieb, oh hätte man nur ein Business, ein Königreich für ein grünendes Business. – Und das immerhin nach Jahrzehnten der unablässigen – theoretischen – Businesszertrümmerung. Späte Reue.

  28. Pingback: It’s the economy, stupid! | AISTHESIS

  29. aspekte
    Sehr nachvollziehbare Herleitung eines Grundes. Danke.

    Warscheinlich gehen die Dinge Hand in Hand, wirtschaftliche Fragen wie diese, mit Themen wie folgendem Fundstück auf facebook. Ich übersetzte lose:

    „Wenn all die nicht-rassistischen, nicht-frauenfeindlichen, nicht-schwulenfeindlichen, ganz normalen Leute es so satt haben von Euch als Rassist, Frauenfeind, Schwulenfeind bezeichnet zu werden, dass sie hingehen und gegen Euren Kandidaten stimmen, werdet Ihr dann:

    A) Euer Verhalten und Eure Kommunikationsstrategie hinterfragen mit der Ihre Eure politischen Ansichten vertretet, oder

    B) sie noch eindringlicher als Rassist, Frauenfeind, Schwulenfeind bezeichnen?

    Facebook zeigt: Ihr wählt B.

    Deshalb hat Euer Kandidat verlohren.“

    Das ist ein Grund der sich, im Gegensatz zur wirtschaftlichen Verarmung von Teilen des Landes, recht gut auf Deutschland übertragen lässt.

    • Bochum
      „…  im Gegensatz zur wirtschaftlichen Verarmung von Teilen des Landes, recht gut auf Deutschland übertragen lässt.“

      Habe ich das richtig verstanden? Der Aspekt der „wirtschaftlichen Verarmung von Teilen des Landes“ lässt sich nicht auf Deutschland übertragen? Ich möchte an dieser Stelle nur beispielhaft für das Ruhrgebiet an das erinnern, was Bochum in den letzten Jahren verloren hat: NOKIA und Opel. Hinzu kommt für WAT die Sache mit Steilmann.
      Den Rostgürtel gibt es auch in deutschen Landen. Und die Probleme von Bedford auch.

    • Nachsicht mit den Kindern bitte.
      Sie betrachten erstens „Sexist“, „Rasist“ und „homophob“ nicht als Beleidigungen, sondern als „politische Analyse“. Zweitens dienen diese „politischen Analysen“ ja einem guten Zweck und sind damit automatisch immer gerechtfertigt. Drittens wissen die normalen Leute halt gar nicht, wie sehr sie (beliebiges einsetzen) sind, weil sie nicht die Umerziehungslager der geisteswissenschaftlichen Fakultäten durchlaufen haben.

      Und viertens – da haben unsere Schneeflöckchen sogar Recht – sind normale Leute inzwischen viel zu empfindlich. Das ist sozusagen die einzige, dafür fundamentale, Gemeinsamkeit mit den Rasismusquietschern der twitter empöreria.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  30. Einerseits
    schön, dass Don den besten Komponisten des 20 Jhds. kennt aber richtig zitiert werden sollte er schon:

    „Oh God I am the American dream
    I do not think I’m too extreme
    & I’m a handsome son of a bitch
    I’m gonna get a good job & be real rich“

    „Oh God I am the American dream
    But now I smell like Vaseline“

  31. alles leer
    Holst du alles raus, was nicht made in America ist, ist dein Haus leer, hier in Dallas:
    http://abcnews.go.com/US/made-america-usry-familys-home-dallas-refitted-american/story?id=13041638

  32. Eine typische Unternehmensgeschichte
    Schön beschrieben, auf Wunsch kann ich auch gerne eine direkt vergleichbare Geschichte eines deutschen Unternehmens erzählen.
    Der Anfang vom Ende ist immer der Börsengang. 1995 wollten die Besitzer von Cannondale offensichtlich cash machen, damit sie, ohne zu arbeiten endlich privatisieren können. Die neuen Investoren (das waren die Heuschrecken) besorgen dann den Rest.
    Warum läuft es in D noch so gut? Weil der überwiegende Anteil der mittelständischen Unternehmen sich noch im Familienbesitz befindet! Das kann man allerdings durch eine neue Erbschaftssteuer im Sinne der Grünen ganz schnell ändern, dann regieren bei uns auch die Heuschrecken.
    Grüße Uli

    • Ja, aber ich glaube, das kommt nicht. Da gehen eher die Grünen unter.


    • Der Anfang vom Ende ist immer der Börsengang.
      Bei kleineren Unternehmen auf alle Fälle. Da wird dann erstmal jegliche Intelligenz rausgedrückt.

    • Erbschaftsteuer und Mittelstand
      Ich bin da anderer Meinung.

      Die reformierte Steuer könnte durchaus die Strukturen kaputt machen, die bislang in BaWü dafür gesorgt haben, dass es hier weitaus weniger solche Verramschungsgeschichten gibt wie drüben.

    • und man kann es dadurch ändern, dass es keine deutsche Bank mehr gibt,
      die ihren „Mittelstand“ kennt und ihn in der Welt vertreten kann.
      Global as global can geht nicht mit „Mittelstand“, der keine Bank hat, die seine „Sorgen“ versteht.

    • typische Unternehmensgeschichte...
      Uli,

      die typische Unternehmensgeschichte kennt wohl jeder aus seiner Branche. Deutschland wiederholt dabei nur (mit etwas Verzoegerung) was in den USA laengst gelaufen ist (wie von DA meisterlich beschrieben). Die Mechanismen sind dieselben, und natuerlich lernt niemand aus den ‚Fehlern‘ seiner Vorgaenger (die Entscheider haben vermutlich alle an denselben US-Fakultaeten studiert).

      Der Boersengang als Anfang vom Ende braucht nicht mal die Verschaerfung der Erbschaftssteuer als Anlass. Ein lange in Familienbesitz betriebenes Unternehmen muss einfach in dem Moment frisches Kapital aufnehmen, in dem die Familie den Enthusiasmus fuer die Branche verloren hat und ihr Engagement im Unternehmen beendet. Anschauungsbeispiel in meiner Branche: Bruker aus Karlsruhe. Vergleichsgeschichte: Varian / Agilent aus Palo Alto (s. Journal of Magnetic Resonance 250 (2015) 80–84).

    • na ja,
      es gab da mal den Orakelspruch von dem König, der ein grosses Reich zerstören werde. War dann sein eigenes.
      .
      Trittin ist auch so einer.
      .
      Erstaunlich nur, wie schnell Schweinchendick die Pferde gewechselt hat, im Galopp sozusagen. Und auch Frau Dr. hat zwischen zwei Terminen zur Kenntnis genommen, dass Rot-Rot-Grün für die einen Roten keine Option mehr ist, und entsprechend gehandelt.

  33. Vaseline im Benzin
    Hat der Don sich beim gasoline vertan?
    Oder schütz er sich vor Frau Kahane?

    Die obigen Kommentare zur unsauber zitierten Textzeile vermeiden galant den Hinweis auf die Bedeutung der Vaseline als Schmier- um nicht zu sagen Gleitmittel in ganz besonders gleichgestellten Beziehungen.

    Das der Protagonist sich und seine Vorlieben in einer folgende Textzeile als ’sexual spastic‘ bezeichnet, übertritt sicher irgendeinen hate-speech Paragraphen…

    Böser Frank Zappa. Böse.

    • @Disgusted of Tunbridge Wells
      Nee, m.E. nicht ganz richtig interpretiert. Das „sexual spastic“ bezieht sich auf ein nicht so ganz befriedigende Begegnung mit einer „frauenbewegten“ Frau namens „Freddie“. „Thank you Freddie, I’m a sexual spastic“.

  34. Titel eingeben
    Ich habe noch ein 1995er R800 im Keller – ein Traum von Trainingsrad. Leicht, massiver Rahmen, Carbongabel, unkaputtbar, wartungsarm. Hat mir prima Dienste geleistet bei der Vor- und Nachbereitung einer Kreuzband OP.

  35. Schön geschrieben! Aber...
    Ich muss aber auch dagegen halten, dass wir uns, als wir 16 – 19 waren, genau diese Cannondales, von denen der Herr so schwärmt, erstens nicht leisten konnten (und die Cubes, Giants und Bulls eben schon) und außerdem genau diese ach so robusten Cannondales reihenweise haben kaputt gehen sehen. Und das war Mitte der 90er Jahre! Die Federgabel eines Kumpels z.B. (Vater war damals Siemens-Vorstandsmitglied, deswegen konnte er sich ein Super-V leisten, auf das wir natürlich alle neidisch waren, weil sehr schön…) ist mal bei Befahren eines Feldweges in gar nicht mal hohem Tempo einfach gebrochen…Materialfehler, hieß es damals, er bekam eine neue, die dann erstmal nicht in den Steuersatz gepasst hat, und dann immer ein wenig schlingerte in schnell gefahrenen Kurven. Von daher habe ich nicht eine ganz so hohe Meinung von Cannondale. Mein Kumpel von damals ist auch dann recht bald auf ein Simplon umgestiegen. Wenn ich heutzutage eine Fully kaufen würde, käme es von YT industries – damit kann ich sogar eine deutsche Firma unterstützen.

  36. Gefühlte Mehrheiten - gefühlter Mainstream
    Nur weil Minderheiten laut sind (z.B. Stuttgart21 Gegner) oder online viel publizieren (z.B. gender-korrekte Ökoveganer), stellen dieselben eben keine Mehrheiten dar – nur findet der Lackmustest (Wahl, Abstimmung) recht selten statt.
    Je mehr der Teufel an die Wand gemalt wird (z.B. Brexit, Trump, Mindestlohn, nationale Währungen, Zölle) – von Volkswirtschaftlern, die weder die Immokrise, noch die Finanz- oder Bankenkrise korrekt vorhergesagen konnten – desto weniger schenke ich dem Glauben.
    Die Einführung von Zöllen zwischen Staaten oder die Rückkehr zu nationalen Währungen in Europa wäre heute mit ‚ten lines of software code‘ zu implementieren (etwas untertrieben, zugegeben).
    China ist mit staatlich gesteuertem Außenhandel sehr erfolgreich und lässt Facebook immer noch nicht zu. Warum soll die USA nicht ebenfalls selektiv vorgehen? Untergehen werden die USA jedenfalls nicht.

    • @ Winne2: Genau das mit den Zöllen und dem Untergang...
      … Werden wir ja jetzt sehen.

      Ich bin z.B. bzgl UK echt gespannt: gering(er) Qualifizierte, Rentner, Arbeitnehmer in strukturschwachen Gegenden mit viel Förderung.

      Die leben alle von den Gewinnen, die die Wirtschaft ohne viel Zölle abwirft – so, wie wir sie aktuell kennen.

      Die wären die Ersten, deren Kaufkraft futsch ist, wenn die Kochtöpfe und die Autos wieder nur zu Hause gebaut werden. Was hilft denen ein Job, wenn sie sich vom Gehalt nichts kaufen können?

      Von Rente und medizinischer Versorgung ganz zu schweigen.

      Und Ökonomen und „Eliten“ liegen nicht mE immer falsch. Dass Venezuela abschmiert, wird schon lange diskutiert. Ganz einfach, weil es so nicht klappen kann.

      Die bolivarische Revolution hat sich doch auch immer hingestellt: „Wir machen Zölle, wir übernehmen die Kontrolle…“

      Hat glaube ich bislang wenn überhaupt dann vor allem deswegen funktioniert, weil die Wirtschaft ohne Zölle deren Erdöl braucht.

      Haben wir Erdöl?

  37. Lohn, Preis und Profit
    Aus der Perspektive eines gediegenen Fahrradsattels eine durchaus brauchbare Parabel. Zumindest in Bezug auf die Motive der Wähler. Doch analytisch betrachtet, mehr als zweifelhaft. Auch ein Trump wird nicht an der Wallstreet vorbeiregieren. Aber selbst die „Wallstreet“ ist weniger als eine Metapher – nämlich für das Finanzkapital. Ein Kapital, dem die Familie Trump angehört und die der Präsident Trump daher nicht düpieren kann. Nicht nach der Wahl. Aber selbst wenn er das könnte oder wollte, die Gesetze der Wirtschaft, welchen auch die Wallstreet folgt, ergo: das Finanzkapital, bestimmen den Takt. Und wo der Wert verfällt, folgt das Kapital dem wohlfeileren Profit – und das Fahrrad samt Komponenten und Arbeitslosigkeit rollen hinterher. So Leid es mir tut. Denn auch ich fahre gerne gute Räder. Doch mein Yeti Ultimate, handmade in USA, erworben, will heißen: von einem befreundeten Fahrradhändler mit feinsten Komponenten 1989 versehen, damaliger Wert rund 6000 DM, davon 3500 DM allein für den Rahmen, könnte ich mir heute nicht mehr leisten (und Gottseidank ist es wirklich extrem wartungsarm). Wenn es überhaupt noch gebaut wird, in dieser Qualität. Denn nicht nur der Wert fiel seitdem sondern auch stetig mein Einkommen (relativ und in Euro gerechnet), mein Lohn als „abhängig Beschäftigter“. „Lohn, Preis und Profit“ (Karl Marx), auch wenn Sie das nervt, doch dies müssen wir (wieder) studieren, um zu verstehen. Um eben nicht eines Trump „greater Amerika“ auf den Leim zu gehen, um eben nicht weiter Opfer des Profits zu bleiben.

  38. Titel eingeben
    Ob man das Carbon am Tretlager eindrücken kann, wenn die Buchse mal raus ist, sagt über die Qualität des Rahmens nichts aus, da diese Art der Belastung irrelevant ist und dies nicht den Zustand des fertigen Produkts wiederspiegelt. Man kann auch an vielen Alurahmen die Rohre mit dem Finger eindrücken, macht aber nix. Die Buchse darf sich nicht lösen, fertig aus. Das ist ein Qualitätsproblem – das vorkommt, auch bei „Made in USA“ – Danke an den Cannondale-Veteran für die Beispiele. Der Beitrag enthält ein wenig viel Früher-war-alles-besser-Romantik.

    Das Beispiel der Fahrradindustrie ist wohl nicht so ganz perfekt gewählt. Zum einen wurde die Produktion größtenteils nicht nach Mainland China verlegt, sondern nach Taiwan, wo exzellente Qualität produziert wird – sehr oft nicht in den Produktionsstätten der ursprünglichen Hersteller, sondern als Auftragsarbeit durch Giant und Merida. Zum anderen kommt das Problem doch in erster Linie von der Materialumstellung auf Carbon und der dann intensiven Handarbeit, die sich als Massenware mit westlichen Lohnkosten nicht profitabel herstellen lässt. Wer bereit ist, hier mehr Geld auszugeben, bekommt doch von Firmen wie Sarto auch nichtasiatisches Carbon angeboten, der Markt ist dafür aber einfach nicht sehr groß. Es ist doch sehr fraglich, ob man mit einem ähnlichen Geschäftsmodell 300 Mitarbeiter in Bedford hätte umschulen und halten können.

    Wer übrigens weiter Carbonprodukte Made in USA anbietet, ist ZIPP. Zu entsprechenden Preisen. Was passiert: Die Leute importieren sich billige Nachbaufelgen aus China…

  39. Pingback: Lohn, Preis und Profit

  40. Wertarbeit
    Es gab vor einiger Zeit eine Reportage zu Walmart, ich glaube auf Arte.
    Dort wurde sehr gut dargelegt, wie der amerikanische Mittelstand/Hersteller über die EK Preise regelrecht kaputt gemacht wurde.
    Prominentes Beispiel war Rubbermate.
    Die Firma gibt es nicht mehr, konnte die Niedrigpreisforderungen von WM einfach nicht mehr erfüllen, nach dem der Rohstoffpreis etwas gestiegen war.
    Die waren schon am untersten Limit.
    Ergo, alles nur noch aus China.
    Ca. 90% der Waren bei WM kommen aus China.
    Damit sind natürlich die inUSA Hersteller raus und Pleite.
    Und die Arbeitsplätze futsch, für immer.
    Kein Geld kauft billig, da schliesst sich der Kreislauf.

    Bei und gibt es doch ähnliche Fälle.
    Nehmen wir mal Adi*** (pös)
    Fast zur reinen Importfirma verkommen, Qualität eher mässig, dafür irre Preise.
    Kann mir doch niemand weiss machen, das an einem 200€ Laufschuh nicht auch prächtig zu verdienen würde, wenn Made in Germany drin steckt.
    Aber logisch, statt 50€ Herstellungskosten lieber 5€.
    Da bleibt dann mehr Kohle für doofe Werbung.

    Da ist mir die Fa. des Herrn Grupp deutlich sympatischer, auch wenn das Sortiment manchmal etwas altbacken wirkt.
    Aber mit meine 50 Lenzen will ich ja auch nicht als Litfass Säule rumlaufe.
    Die Globalisierung nutzt den Normalbürgern am wenigsten.
    Klar gibt es Unmengen an fabrikneuem Sondermüll zu kaufen, aber Qualität kostet halt immer noch ihren Preis.
    Der alte Ford wusste schon, das Autos keine Autos kaufen und hat sich darauf eingestellt.

    • Was denken denn Sie, wie Aldi hier einkaufen geht? Oder die anderen
      Discounter? Wie die Preise drücken bis zum geht nicht mehr. In allen Bereichen.
      Da wird kein Unterschied zu waltmart festzustellen sein. Und das seit Jahr und Tag!

  41. Trump und Hollande haben etwas gemeinsam: Sie können nicht liefern.
    Nationale Politik hat gegen globales Kapital keinerlei Chancen. Es sei denn, es käme zu einer einheitlichen internationalen Wirtschaftspolitik, aber der Gedanke ist einfach zu absurd, um ihn ernsthaft verfolgen zu wollen, gerade in der heutigen Zeit der Renationalisierung.

    Zu lange haben die Politiker der Industrienationen angesichts der Globalisierungserfolge die Wirtschaft und insbesondere die Finanzwirtschaft gewähren lassen, das Treiben durch Deregulierungen sogar noch unterstützt. Das Ende der heimischen Textilindustrie oder auch die Billigimporte beispielsweise der Kohle hätten schon Warnung genug sein müssen, daß die Globalisierung keine nationalen Gefühle kennt. Aber zu Anfang lief ja alles prächtig, die Gewinne und der Lebensstandard stiegen, alle waren es zufrieden.

    Heute stehen sich in Deutschland, aber auch in den USA, niedrige Löhne und hohe Preise gegenüber, Arbeitsplätze sind wohl für immer verloren gegangen und das ganze System funktioniert nur noch leidlich durch ALDI und KiK. Gebannt starren alle auf die Gefühle der Märkte, deren Zuckungen über Wohl und Wehe ganzer Volkswirtschaften bestimmen, ohne daß es dafür wirklich nachvollziehbare Gründe in der Realität gäbe.

    Ob amerikanische Fahrräder oder deutsche Autos, ob Küchengeräte oder Elektronik, dem Wunsch nach dem schnellen Geld ist die Qualität zum Opfer gefallen. Ramschbuden bestimmen das Gesicht der Innenstädte, stehen Flaniermeilen für Neureiche (nicht nur) aus dem Ausland gegenüber. Der weltweit billigste Preis ist dank Internet zum Maß aller Dinge geworden.

    Der Gewinner der Globalisierung ist das Kapital. Hollande wollte ihm an den Kragen und ist kläglich gescheitert. La Grande Nation ist Geschichte. Trump will dem Kapital zwar nicht an den Kragen, aber er will es nationalisieren. Auch er wird kläglich scheitern. Denn die Politik hat das Heft des Handelns längst aus der Hand gegeben, NAFTA, CETA, TTIP etc. sind der vorerst letzte Schritt auf dem Weg zum totalen Sieg des Kapitals und der ebenso totalen Niederlage nicht nur politischer Freiheit. Mir scheint, die Situation ist ausweglos.

    • Gut beobachtet
      Das dieses Blog zu einem Forum intensiver Diskussion geworden ist, dass man kaum mehr in einer halben Stunde nach dem Frühstück erledigen kann, zeigt deutlich, wie tief wir in der Postdemokratie angekommen sind.

      Das Flattern über dem Abgrund mit nackten Fledermausflügel-Speichen klappt mit Schuldenbergen und Discountern noch leidlich – aber unweigerlich werden sich die „Unberührbaren“ der Globalisierung eines Tages wehren – fragt sich nur wann.

      Vielleicht klappt eine nationalisierte Boden-Käfighaltung der Wuthühner für die Global-Elite noch eine Weile, aber endlos wird das auch nicht gehen…

      Ich frage mich nur, wer langfristig das Heft in der Hand haben wird…


    • Von Menschen, die sich in ihr Schicksal als Hartzer ergeben haben, erwarte ich nicht wirklich viel. Und deren Kinder, die in meinen Augen rechtswidrig in Sippenhaft genommen werden, kann man nach mehr als 10 Jahren Förderung durch Hartz-IV auch nicht wirklich Anderes erwarten, als sich möglichst bequem im „Sozialen Netz“ eingerichtet zu haben. Das Allheilmittel „Bildung“ ist dann auch längst unwirksam.

      Ohne eine globale Revolution wird das Kapital das Heft des Handelns zweifelsfrei in der Hand behalten. Die Büttel des Kapitals üben längst, die Diplomatie mit anderen Mitteln wieder salonfähig zu machen. Es wird hier und da mal neue Kriege geben, vielleicht um Rohstoffe oder eben nur, um die Rüstungsindustrie zu fördern. Ein bißchen Patriotismus ist ja schnell erzeugt, das hat Putin doch bewiesen. Ohne Revolution werden die Politiker auch weiter bedingungslos dem Kapital dienen. Nur, ich sehe nicht, daß es auf absehbare Zeit zu einer Revolution, die dann wirklich auch global sein müßte, kommen könnte.

      Noch stehen wir, die Bürger der „Industrienationen“, ganz oben in der Schlange der Unterdrückten und Ausgebeuteten. Und solange „wir“ das zwar wissen, aber nichts dagegen unternehmen, sind „wir“ nicht besser als jeder andere Kapitalist, sind auch „wir“ nichts weiter als Büttel, die sich eigentlich auch nicht beschweren sollten.

      Es gäbe da vielleicht aber auch noch die Nokia-Lösung. Kaum mit Hilfe der EU nach Rumänien umgesiedelt, verlangten die dortigen neuen Mitarbeiter eine deutliche Lohnerhöhung. Eine weltweite Angleichung der Löhne nach dem Motto, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, könnte so mancher Unterdrückung und Ausbeutung ein schnelles Ende bereiten. In Rumänien stiegen die Nokia-Löhne, in Brasilien besuchte die Armee VW do Brasil, in Deutschland wurde nur das Tarifrecht geändert.

      Vielleicht sollten wir angesichts zahnloser Gewerkschaften, alternativloser Politik und permanent zunehmender gesellschaftlicher Ungleichheit auch in Deutschland wieder lernen, selbst für unser Recht zu kämpfen, statt uns darauf zu verlassen, daß andere es schon für uns regeln werden. Die Anderen werden das nämlich nicht mehr tun.

      Mit etwas mehr zivilem Ungehorsam, ich habe immer noch nicht GEZahlt, wäre schon viel gewonnen. Ist doch so einfach und in Deutschland noch dazu völlig ungefährlich. Mal sehen, was bei der Privatisierung der Autobahnen geschieht. Freie Fahrt für freie Bürger?

    • Schon sonderbar,
      wie hier alle über den nächsten PotUS Bescheid wissen, besser als der betreffende Herr selber.
      .
      Kommt mir fast so vor, wie die früher bekannte Obamania oder auch die seinerzeitige Gorbimanie.

    • Tja, Importzölle kann Trump schon erheben - die Frage ist ob er es durchhält.
      Das durchzuhalten ist schwierig, weil viele Leute wenig Geld haben.

      Die illegale Immigration kann er auch herunterfahren.

      Und er kann die internationalen Militärinterventionen herunterfahren.

      Das s i n d Handlungsspielräume für de Politik.

      Auch die Finanzkapitalspielräume kann man größer oder kleiner machen.

      Das ganz große Fragezeichen ist, ob er in Sachen Klimawandel vollkommen ablehnend bleibt. Das wäre dann so das Niveau von Putin oder von Broder und achgut, und das würde schon folgen haben.

    • Titel eingeben
      Ich weiss, bei fast 500 Komentaren ist das nicht einfach… aber es gibt auch hier, im mittlerweile leider von zu vielen reaktionären Kasperles überlaufenen Forum, etliche die sowohl Obama richtig sehen, als auch zu Trump erstmal abwarten.
      Vor allem Dingen ist der Blog Autor einer davon….

    • An TDV
      Werter Herr Irgendwie.
      zieht man Ihre Beiträge ab, dann sind es schon deutlich weniger. Alles was von Ihnen kommt und länger als 5 Zeilen ist, überblättere ich. Mein Zeit ist beschränkt. Aber hier in Ihrem 5-Zeiler habe ich gestaunt:
      „zu vielen reaktionären Kasperles“ – woher kommt plötzlich die Selbsterkenntnis?
      MfG
      Haas

    • Alfreo, das mir jetzt aber leid....
      1Ich werd mich bemühen künftig mindestens sechs Zeilen zu schreiben, 2um ihnen nicht ihre Zeit für ihre bedeutende Arbeit an der Zivilisation 3unserer Welt zu stehlen.
      4Denken sie sich
      5die fehlenden drei
      6einfach dazu.

  42. Quadratur des Kreises kann also diesmal gelingen?
    Trump holt die ausgelagerten Produktionen von den bösen Chinesen zurück? Und den „abgehängten“ Menschen in den USA geht es dann wieder besser? Also in wirklich aller Ehrfurcht, aber wer das glaubt, hat überhaupt gar nichts verstanden.

    Mein Diamant-Rad, gebaut in Karl-Marx(!)-Stadt, hielt ca. 20 Jahre. Auch schwere Tourenüberladungen. Bis zum Diebstahl halt. Das Rennrad (Stahl) gibt es immer noch. Die Firma aus den (hier wahrscheinich nicht wirklich) bekannten Gründen auch nicht mehr. Dabei war die DDR ein für Westdeutschland arbeitendes Billiglohnland, dessen Produktion von den neuen Besitzern dann eben weiter nach Osten verschoben wurde. Es gibt immer jemanden, der für noch weniger hinnehmbare bzw. hingenommene Qualität liefert. IMMER!

    Schön (einfach) wäre es natürlich, wenn die Linken, die Antifa, die Feministinnen, die Kahane-Leute, die Grünen etc. für diese Entwicklungen verantwortlich wären. Sind sie aber nicht. Da habe ich gesicherte Erkenntnisse. Und gibt es eigentlich ernstzunehmende Gründe dafür oder Beispiele aus der Vergangenheit, dass das Kaufverhalten der vielgerühmten „mündigen“ Kunden, die aber so verdammt selten anzutreffen sind und dann umgehend als weltfremde Gutmenschen beschimpft werden, jemals Produktions- und Akkumulationsweisen von Volkswirtschaften entscheidend beeinflusst haben? Das ist mir zumindest noch nirgends begegnet.

    Norwid baut fantasische Räder 3000 € aufwärts. Wartezeiten! Aber diese Klientel wird es auch im relativen Hochlohnland D immer geben. Aber sind das mehr als max. 5% der Fahrradkäufer?

    Früher war manches besser. Wohl war. Manchmal möchte man in die Klage einstimmen. Nur:Früher ist vorbei. Und die Verklärung, die da immer mit im Spiel ist, sollte man sich schon eingestehen.

    Das Interessanteste an Trump ist die Zukunft. Zur Zeit ist er mit teilweisem Zurückrudern befasst. Mal sehen, was wirklich kommt. Wieder eine Enttäuschung? Man darf wohl vermuten, dass viele dieser enttäuschten weißen Männer schwer bewaffnet sind…

    • Titel eingeben
      Trump hat seine Aufgabe bereits erfüllt, er hat Hilary und politics as usual verhindert. Dafür kann man ihn gar nicht genug loben.
      Was jetzt noch kommt, wenn überhaupt, gibts obendrauf…

      Denken sie einfach mal 8 Jahre zurück und die Hoffnungen die viel hatten….

      Wie soll Trump die Leute denn enttäuschen? Einfach mal abwarten, ja?

  43. Ein Beispiel aus dem Lehrbuch - aber
    … vielleicht nicht die wesentliche Begruendung fuer die Niederlage von Frau Clinton.
    Denke, dass Ihre Beschreibung des Auf- und Abstiegs im Fall von Cannondale ein sehr gutes Beispiel einer moeglichen Funktionsweise des ‚realen Kapitallismus‘ ist und seiner Konsequenzen fuer die Fachkraefte, die den Aufbau mitgetragen haben.
    Glaube aber, dass es nicht so viele Faelle wie den von Cannondale gibt, um die Niederlage von Frau Clinton in den alten Herzgebieten der Demokraten zu erklaeren. Bedford PA gehoert nicht dazu und hat noch nie demokratisch gewaehlt. Die Mehrzahl der enttaeuschten ehemaligen Demokratenwaehler findet sich vermutlich in den Regionen der alten Industrien wieder. Ich habe nie verstanden, warum unter Obama nicht eine massive Unterstuetzung des Strukturwandels in den Kohlegebieten von West Virginia und drumherum und in den Stahl – und Metallverarbeitenden Industriegebieten von Ohio und weiter stattgefunden hat; das Ruhrgebiet und das Saarland haben es zwar nicht so gut geschafft wie das niederlaendische Limburg, das Luetticher Revier noch weniger; aber selbst dort sieht es nach meinem auch persoenlichen Eindruck weit besser aus als z.B. in Beckley WV. Frau Clinton hatte das traditionell demokratische WV offenbar schon vor der Wahl aufgegeben. Um den Stahlstaat Ohio hat sie nicht richtig gekaempft. Bezeichnend, dass sie z.B. das grosse Allentown-Bethlehem PA nur noch knapp gewinnen und Easton PA vor den Toren von NJ und NY sogar verlieren konnte. Wenn die SPD-Groessen nicht schon seit den BaWu Wahlen gewarnt ist, muss sie jetzt das Fracksausen bekommen.

    (Ein Beispiel zur Illustration von Alurahmen-Risiken, aber nicht von Cannondale, habe ich auch: http://www.mtb-downhill.net/lorenzo-suding-crash-2014-gt-fury-destroyed/ Tut hier nicht viel zur Sache.)

    • Trump hat in Bedford 8% dazu gewonnen, das ist nicht schlecht.

    • Entschuldigung - aber wann waren Sie das letzte Mal in Gelsenkirchen,
      Duisburg, Essen, Gladbeck oder Dortmund? Lohmar oder Herten sind auch gute Beispiele – oder Recklinghausen. Laufen Sie doch da in diesen Tagen mal durch die Innenstädte.
      Da geht nicht mehr viel – das ist aufgegebenes Gelände. Einschließlich Marxloh.

  44. kommr mir bekannt vor
    Die cannondale story erinnert mich an einen Film. Komme leider nicht darauf, welcher.

  45. Ein wenig markenfetischistisch, aber trotzdem o.K.
    Ich wusste gar nicht, Don Alphonso, dass Sie Mountain Biker sind. Sehr symphatisch! Obwohl Sie mir jetzt echt Angst eingejagt haben! Muss jetzt wohl mal googeln, wie es sich mit meinem ollen Scott von anno Schnuff verhält. Zu Ihrem Artikel: ich kann nicht beurteilen, ob der neoliberale Kahlschlag, der ja auch uns bevorsteht (wenn es denn so weiter geht wie bisher) nun an dem Beispiel Cannondale exemplarisch sichtbar wird. Sie scheinen mir da einem gewissen Markenfetischismus zu frönen. Aber so oder ähnlich ist es wohl tatsächlich mit vielen Firmen gelaufen bzw. wird es laufen, eben auch hier bei uns. Leute wie Clinton fahren kein Fahrrad, und schon gar nicht MTB, man fragt sich überhaupt, wo es da noch Schnittpunkte gibt mit den sogenannten „Eliten“. In jedem Fall: bitte weiter so, Don Alphonso!

  46. Bedford, East Germany
    Das war der erste Gedanke der mir beim lesen ihres neuen Werkes kam.

    Nachdem die Treuhand sich hier zu Gunsten einer kleinen, finanzstarken Elite nach der Wende austoben durfte ist meine temporäre Wahlheimat momentan auch dabei ihre letzten Produktionsatemzüge zu machen.

    Denn was nach dem Raubzug übrig blieb wurde von der Politik stramm links (höhö) liegen gelassen. Inzwischen sind rund 90% der Industrieproduktion abgewandert. Das einzige was der hiesigen Politik dazu eingefallen ist sind jährlich neue Auflagen die jeden Unternehmer zuverlässig abschrecken.
    Stattdessen tingelt der Landrat schon seit Weihnachten ´15 durch den Kreis und fabuliert davon daß jetzt DIE Chance für den Aufschwung da ist den uns die geschenkten Menschen doch bringen würden. Es ginge uns doch so gut sagt er, vollkommen sorgenbefreit durch seine anstehende Pension, daß man auch bereit sein müsse etwas von dem großen Reichtum der den Menschen der Region durch die grandiose Politik zuteil wurde, abzugeben.
    Es geht uns sogar so gut daß zwei Gleichstellungsbeauftragte für die beiden Hochschulen gleich mitfinanziert werden können und sich die Stadt selbst dann auch noch eine gönnt. Währenddessen pfeift das örtliche Tierheim auf dem letzten Loch und die Obdachlosenunterkünfte beherbergen einen delikaten Schwarzschimmel. Glücklicherweise werden dort nur Deutsche untergebracht. Die Neuankömmlinge wurden alle auf Wohnungen verteilt nachdem sie zunächst in der Turnhalle nächtigen mussten. Aber man muss halt Prioritäten setzen.
    Und dann wundern sie sich warum sie bei öffentlichen Auftritten ausgebuht und gepfiffen werden. Glücklicherweise hatte der Herr die Macht den Veranstaltungsort von Uniformierten hälftig leeren zu lassen
    und so wurde es doch noch eine heimelige Veranstaltung in der man sich gegenseitig bestätigen konnte.

    Manchmal spiele ich mit dem Gedanken für die AfD bei der nächsten Wahl anzutreten. Nicht weil ich davon überzeugt wäre. Aber gibt es denn einen einfacheren Weg an ein leistungsloses Grundeinkommen zu gelangen? Sogar den Wahlkampf machen die Unbelehrbaren für einen.

    • Ostgebiete
      Und das bißchen Industrei, was nach dem Treuhand-Kahlschlag wieder gewachsen ist, wird von den Rußland-Sanktionen zu Boden gepreßt.

      GH


    • Und das bißchen Industrei, was nach dem Treuhand-Kahlschlag wieder gewachsen ist, wird von den Rußland-Sanktionen zu Boden gepreßt.
      Mit Trump hört das hoffentlich auf.
      Vom US-Apparat aus wird kein Zwang zu RUS-Sanktionen mehr ausgehen. Nur bis in Europa umgedacht wird, dauert noch.

  47. Irrläufer
    Der Artikel sollte wohl ursprünglich in der TAZ erscheinen – tonnenweise Ideologie gegen die Vorteile des weltweiten Handels.

    • Das hier ist Feuilleton, aber ich bin ganz froh, wenn ich nach all den Nazivorwürfen auch mal wieder Kommie sein darf.

  48. wenn er es wahr macht
    Ich lese gerade in FAZ.NET was der neue Präsident ankündigt.

    1) Wenn Präsident Trump tatsächlich anstelle von Kriegseinsätzen die Infrastruktur des Landes aufbauen wird, schlage ich vor, Herrn Obama zu bitten, den Friedensnobelpreis zurückzugeben um ihn Herrn Trump verleihen zu können, frei nach dem Motto Schwerter zu Pflugscharen bzw. Bulldozern.
    2) Wenn er tatsächlich wirklich Aufhältliche ausweisen lässt hätte er doch tatsächlich die Mahnung unserer Kanzlerin, das Recht zu respektieren, sehr schnell beherzigt. Denn Illegalität ist Unrecht. Dieses zu beseitigen ist „Respekt vor dem Recht“, denke ich.

    Diesen Respekt vor dem Recht vermisse ich in D-Land. Denn es fehlt an der Bemühung, die bei uns illegal Aufhältlichen und die abgelehneten Aufenthaltssuchenden konsequent in deren Heimat als wertvolle Aufbauhelfer zurück zu schenken. Ich bitte den leichten Zynismus zu entschuldigen.

  49. Schöner Text
    Leider zu spät zum Parteitag der Grünen…

    Ja, ich erinnere mich noch an diese Wunderwerke aus Amerika, die Vorbilder aller Haben-will-Ur-Mountainbikes der achtziger Jahre.

    Da ich damals aber kein alter reicher weißer Mann war, sondern lediglich ein mit bescheidenen Privilegien und noch bescheideneren Mitteln versehener junger weißer Student, hat’s zunächst nur zu einem Kuwahara und später dann zu einem Nishiki mit allerdings sehr schöner schnittiger Rahmengeometrie gereicht.

    Das läuft nach fachkundigem Austausch der ursprünglichen Rockshox gegen eine Marzocchi immer noch wie eine Eins (zumindestens in den älteren Gabeln verwandeln sich die Polymerpuffer mit der Zeit in gänzlich federunwillige Brösel!).

    Also die Japaner hatten’s damals auch drauf.

    Und auch hier (zu Kuwahara):

    „1992 wurde das japanische Werk geschlossen und die Produktion ins Ausland ausgelagert.“

    Und zu Nishiki:

    „Heute werden unter Nishiki Europe von europäischen Händlern eine Reihe von Trekking-Cross- und Rennrädern vertrieben, die allerdings nichts mehr mit dem ursprünglichen Hersteller zu tun haben.“

  50. Eine Lösung bietet Ihr Beitrag freilich ebenenso wenig wie TRUMPs Wahlprogramm, Don Alphonso
    Denn dass dessen Patentrezepte im heartland der U.S.A. wieder blühende Landschaften erstehen lassen werden, ist unwahrscheinlich. Aber Sie haben das Problem eindrücklich beschrieben. Dafür ausdrücklichen Dank. Sie waren damit besser als CLINTON, die das Problem nicht mal erkannt hat. Und besser als TRUMP, dem scheinbar schnelle Lösungen als Treibmittel für die eigene Karriere wichtiger sind als die tatsächliche Beschäftigung mit dem Problem. Es wäre interessant zu sehen gewesen, wie weit ein Kandidat im Wahlkampf gekommen wäre, der das Problem wirklich differenziert auf den Tisch gelegt hätte mit der ehrlichen Aussage, er kenne dessen Lösung auch noch nicht. Aber er verspreche, sich der Sache anzunehmen.

    • Ich bin ja auch kein Politiker. Mich interessieren Motivationen, von Lösungen verstehe ich nichts.


    • Es wäre interessant zu sehen gewesen, wie weit ein Kandidat im Wahlkampf gekommen wäre, der das Problem wirklich differenziert auf den Tisch gelegt hätte mit der ehrlichen Aussage, er kenne dessen Lösung auch noch nicht.
      Das kann ich Ihnen sagen: nicht mal bis zu den Primaries.
      Leute, die nichtmal einen Hauch einer Idee von Richtung haben, in der sie etwas zu bewirken beabsichtigen, werden nicht gebraucht. Grübeln im Elfenbeinturm ist anderswo, aber nicht in der Politik.

  51. Grandios - Bitte nur korrigieren
    Sehr geeherte Don,

    klassen analysiert und dargelegt. Wunderbar!

    Sie haben mal gesagt, dass Sie gern korrigieren, wenn man es Ihnen mitteilt: „Und an ihnen ann man auch erklären, warum Donald Trump nun Präsident der Vereinigten Staaten wird…“

    Rechtschreibwäsche hin und her (das der Meissner sich das meinte leisten zu müssen: Aber üblich bei diesen Leuten: Kommen sie inhaltlich nicht weiter, wird die Form des Vorgebrachten hergenommen – halt entsprechend der Kunst recht zu behalten) – habe selbst viel mit solche Fehlerchen zu kämpfen und das ändert ja nichts an dem wieder phantastischen Text.

    Vielen Dank! Und viele freundliche Grüße

  52. Nostalgie pur
    Persönlich gefallen mir die alten cannondale modelle

  53. Fernostprodukte
    Bei meinem neuen Wheeler 2700 ist mir beim bergabfahren auf der Igler-Straße das vordere Radlager aufgegangen. Ich war auf dem Weg zur Arbeit und daher nicht schnell. Der Händler hat sich entschuldigt und gesagt, daß es in Taiwan zusammengebaut wurde. Aber nicht alles wird dort schlampig produziert.

  54. ist ja alles ganz recht
    und ein gespüriger Essay, den ich gerne unterschreibe, aber mit einer Einschränkung: denken Sie wirklich, mit trump würde sich auch nur ein bisschen was ändern? und: es sind diesselben leute, die sich ein cannondale-Fahrrad leisten wollen und gleichzeitig darüber motzen, dass man sich nicht noch mehr für das verbliebene Geld kaufen kann. früher war alles besser? i wo: früher konnte man sich so war gar nicht leisten. auch nicht die zwei tv in den Kinderzimmern, den Urlaub auf malle, den gameboy und das Handy, das auswärtsessen im McDonald’s. wer die schönen Zeiten beklagt, sollte sich klar machen, wovon er heute überall profitiert.

  55. Allerdings ....
    Nun weiß man inzwischen allerdings, dass die unteren Einkommensschichten bis 50.000 $ pro Jahr Clinton gewählt haben. Dort, und nur dort, hat sie die Nase vorn, während Trump bei allen Einkommen darüber gewonnen hat. So einleuchtend ihre Erklärung klingt, ihre Haltbarkeit ist bei näherem Hinsehen ungefähr so begrenzt wie die neuen Lager von Cannondale … ;-)

  56. Industrieromantik
    Der Ökonom Jean Fourastie hat vor vielen Jahren eine Voraussage gemacht: die Industriegesellschaft wird weitgehend verschwinden und sich in eine Dienstleistungsgesellschaft verwandeln. Genauso wie sich vor Jahrhunderten die Agrargesellschaft in eine Industriegesellschaft verwandelt hat. Noch im Mittelalter waren zwei Drittel der Bevölkerung Bauern, heute sind es noch zwei Prozent. Genau dasselbe wird in der Industrie passieren. Da kann Trump noch so viele Mauern bauen und Handelsabkommen kündigen, viele Jobs kommen nicht mehr zurück. Und eines ist natürlich klar: die Exportnation Deutschland wird von mehr Protektionismus am meisten getroffen. Bin mal gespannt, wann, nur so als Beispiel, das Audi-Werk in Ingolstadt dichtgemacht wird.

    • das mit Audi
      oder gleich dem ganzen Konzern, der dazu gehört, kann sehr schnell gehen, wenn man der Welt mal zeigen will, wie ernst man die Umwelt nimmt und wie scharf man die bestehenden Gesetze anwenden kann.
      .
      Das mit der Deutschen Bank läuft dann so ähnlich, die heisst dann Futsche Bank.
      .
      Make America great again!

    • Der PKW Absatz
      wird m.E. ausschließlich davon anhängen wieviele sich ein Auto
      leisten können oder wollen.
      Der Wettbewerb ist schon jetzt stressig, das werden
      auch Importzölle nicht toppen.
      Schlecht sieht es eher für innovative Technik aus, wenn es so kommt
      wie bisher bei deutschen techn. Spitzenprodukten üblich:
      Man muss sie herschenken, damit sich überhaupt noch
      aussereuropäische Käufer finden.
      Man wird sich mehr auf die tatsächliche Nachfrage einstellen.
      Weg von der Angebotspolitik – siehe Trump.

  57. Ich würde es trotzdem gerne wissen
    , lieber Don. Menschliches soweit es nicht Hate Speech oder political incorrect ist, kann mich nicht vom Verfolgen Ihres Blogs abbringen. (Im Sinne von HP in der Du-Form ‚Du weißt schon was‘)

  58. Titel eingeben
    Schöne Erläuterung, vielleicht sei noch erwähnt, dass Eigentümer von der Wall Street und den Investment Banken ja nicht gezwungen werden zu verkaufen.

    Berater können auch nur tätig werden, wenn es einen offenen (oder auch nicht eingestandenen) Wunsch nach Verkauf durch die Eigentümer gibt oder aufgrund von schlechten Management und Finanzierung halt Druck von den Kreditgebern.

    Berater agieren daher meistens als Trendverstärker (oder auch Brandbeschleuniger, wer das lieber mag), aber selten als Trendsetter.

    Daher gibt es eben eine Menge deutscher Mittelständler, die einfach nicht zum Verkauf stehen. Ob das immer die beste Lösung für die Eigentümer oder die Belegschaft ist, steht auf einem anderen Blatt.

  59. Ich hoffe, ich bin dieses Mal nicht zu schnell
    Im Sommer, als ich in den USA war, hat mich ein Bericht in der NYT beschäftigt. Er war über einen schwarzen Chauffeur, der Google Mitarbeiter täglich von San Francisco zum Silicon Valley und zurück transportiert. Dazu hatte er sich einen Kleinbus gekauft. Sein Traum war, sich eine eigene Wohnung leisten zu können. Aber die Google Leute bezahlten nur genug, dass er sich den für seine Arbeit notwendigen Kleinbus leisten konnte, in dem er schlief. Google gestand ihm aber zu, deren Duschen zu benutzen, denn einen stinkenden Fahrer wollten die wohl nicht. Das Arrangement war eine Ausgeburt von Kapitalismus und ich dachte lange darüber nach, wie das wohl auffliegen wird. Ob der Fahrer Trump gewählt hat, weiß ich natürlich nicht. Wahlstrategisch spielt seine Meinung auch keine Rolle, denn Kalifornien ist kein Swing-State. Aber dass nicht alle Schwarzen von Frau Clinton und ihren Demokraten begeistert waren, ist verständlich, auch dass das erfolgreiche Volk im Silicon Valley auf ihr stand.

  60. Sehr schön an einem praktischen Beispiel erklärt,
    a) was jene Globalisierung wirklich globalisiert hat („wie Entscheidungen nach den Wünschen der Wall Street Elite die Firma in den Bankrott trieben, zum Spielball der Investoren machte“)
    b) wie gefährlich das konkret sein kann!

    PS.: zu Judith Butler möchte ich etwas anmerken: Betrachtet man ihre Veröffentlichungen (bspw. bei wiki), so schreibt sie im dekonstruktivistischen Modus, was man halt so zeitgeistig in jener Zeit schrieb. Es sind Legion, die Themen in ihrer Form angingen. Ob sie brillant ist in den Formulierungen und in Denkspielen flüssig, kann ich nicht beantworten, da ich nichts von ihr lese. Es erscheint mir zu beliebig.
    Kurz, man kann all dies als Gedankenspiele in einem geisteswissenschaftlichen Fach machen und dabei sogar geistreich sein. Im sokratischen Sinn ist Philosophie nicht die Wissenschaft von richtigen Antworten, sondern die intelligenten Fragens.

    Der Fehler von Frau Butler ist einer, der eigentlich zeigt, daß sie keine bedeutende Philosophin sein kann,- sie nimmt die Ergebnisse ihrer dekonstruvistischen Methode als Handlungsanweisungen, bzw. noch schlimmer: zur moralistischen Platzanweisung für Gesellschaften. Das ist der Beginn essentieller Dummheit!
    Wer wollte Kant als Lebensanweisung verstehen (außer der Kanzlerin und einem Haufen elitärer Halbbelesener…) oder mit Spinoza #die neue Gesellschaft bauen?

    Judith Butler hat sich als Philosophie @nützlich machen wollen und ist damit zum Zuhälter* geworden.
    Eine Gesellschaft sollte in ihren Entscheidungsträgern so klug sein, solche Leute keine Muffen schweißen zu lassen.

    • Fromm? Habermas?
      Herr Feldmann, Sie schreiben: „Wer wollte Kant als Lebensanweisung verstehen (außer der Kanzlerin und einem Haufen elitärer Halbbelesener…) oder mit Spinoza #die neue Gesellschaft bauen?“

      Also Habermas eher Kant, Fromm eher Spinoza, aber beide sowohl als auch.

    • Herr Kief
      natürlich finden Sie Beispiele aus der gesamten Philosophiegeschichte. Es wimmelt von Utopien, beginnend mit Platons politeia und spontan fällt mir F.Bacons nova atlantis ein. Und man kann das, was ich da gesagt habe, kaum ohne Widerspruch stehen lassen, denn selbstverständlich lebt der Philosoph aus der Auseinandersetzung mit der Welt! Und als Mensch sucht er natürlich Antworten… . Aber ein Philosoph, der die Welt ändern will mit dem Rezept seiner Philosophin ich im Hintergrund ist nicht kompetenter als ein Bergsteiger, ein Bogenschütze oder ein Straßenkehrer. Er besitzt KEINE perse Kompetenz (manche Philosophen sind aber auch kluge weise Menschen- das wäre eine Kompetenz!) zur Veränderung der Welt.
      Platons politeia steht nicht umsonst im Ruch des Totalitären.
      Man kann /sollte nicht philosophische Antworten (die nur im Kontext ihrer Fragestellung gelten) 1:1 auf die Welt umsetzen.

      Für Schriftsteller , Naturwissenschaftler(ich erinnere an die Debatte um die Willensfreiheit, bei der Neurowissenschaftler wie Roth/Singer abstruse Gesellschaftsthesen vertraten -Merkels Alternativlosigkeit ist die Behauptung einer Verwirklichung des Fatalismus-, Schornsteinfeger (die da nicht so in Versuchung sind) sieht das genauso aus.

      Zu Fromm bin ich mir nicht sicher, ob er aus seinen Überlegungen nicht nur eine Position oder schon einen gesellschaftl.Imperativ gemacht hat.
      Bei der Ikone Habermas läßt sich die Bruchstelle vermutlich deutlich machen – ich habe nur jene Bruchstücke seiner Arbeit gelesen, die sich in dieser Hinsicht zurückhalten.

      Zur Erinnerung: mein Einwand galt Butler, die Philos.Zeitmoden zur Matrize existenziellen u. gesellschaftlichen Daseins machen will. Ich denke, bei philosophischen Usurpatoren wie ihr wird deutlich, wohin das führt- gender Totalitarismus.

    • Herr Feldmann - wg. Habermas und Fromm - - - -
      – – Fromm geht so: Alte Rabbiner-Schule: 1) Häng‘ Dein Herz nicht an irdische Güter. 2) Unterschätze Dein Herz nicht. 3) Gebrauche Deinen Verstand. 4) Hab‘ keine Angst. 5) Höre auf Deine Gefühle. – – In summa: Stell‘ Dich den aus 1-5 resultierenden Verwirrungen.

      Er hat sich auf sehr lässige Weise an seine Agenda gehalten. Jeder wache 13-Jährige könnte ihm Widersprüche über Widersprüche vorwerfen, aber alles in allem wirkte er überzeugend. – Und er war der ökonomisch mit weitem Abstand erfolgreichste aller Frankfurter. Seine Sekretärin gab einmal zu Protokoll, er wusste buchstäblich nicht, wie reich er war und trachtete möglichst viel zu verschenken.
      Das alles ist auch deswegen interessant, weil Obama einmal angab, Fromm sei die wichtigste intellektuelle Figur in seinem Leben. Zufällig bin ich an einer interessanten Stelle in diese Geschichte hineingeraten – als nämlich eine amerikanische University-Press das Obama-Zitat auf dem Cover einer Fromm-Biografie online stellte, fragte ich nach, ob ich es verwenden könne – und bekam dann Nachricht, Obama habe es zurückgezogen.

      Solche Probleme wird es bald keine mehr geben…

      Habermas haben Sie im Prinzip selber richtig zusammengefasst: Philosophen können/sollen keine Ratschläge in Bezug auf das gute Leben geben a l s Philosophen. Ausnahmen? – Ja: Vernünftig sollen die Argumente ausgetauscht werden – sine ira et studio.

      Tritt der Philosoph mit einer Meinung an die Öffentlichkeit, so kann er das, ist aber lt. Habermas in keiner irgendwie herausgehobenen Position. Er trägt seine Argumente möglichst klar vor und wartet auf Widerspruch. Das weitere regelt die kritische Öffentlichkeit.

      Judith Butler ist – wie die Amerikaner sagen, something diffrent alltogether. Ich meine, man soll sie ned amol ignoriern – oder wenn, dann so behandeln wie Heinrich Heine die Romantiker behandelt hat: „Immer lustig!“ (Guru-Guru).

  61. OT
    Nun mußte ich doch lachen.
    Herr Gauck warnt vor Populisten: Sie würden nationalistisches
    Gedankengut verbreiten.
    Jaja, das sagt er zu den Japanern, bei seinem Staatsbesuch
    in Tokio. (FazNet)
    Schlimmer kann es auch Steinmeier nicht machen.

  62. Ja, aber
    Ich habe ein Cannondale R500 von 1997, mit dem berühmten Cipollini-Rahmen. Ich kann also den Aussagen zur Qualität früher Cannondales folgen, wenn auch der Rahmen so steif ist, dass man nach 20 Kilometern ein Nervenleiden hat. Den Coda-Sattel habe ich gleich am Anfang mit einem San Marco ersetzt, aus reiner Notwehr.

    Aber Trump ist eben wie Cipollini. Ein Blender, der nur ein paar Etappensiege einfährt und sich den Rest der Strecke spart. Nicht so ein Kämpfer wie unser Don.

    Cannondale hat sich wohl mit dem Ausflug in die motorisierten Sportgeräte ruiniert. Das kommt vor, Mercedes wäre das auch beinahe passiert als man alle Technologien dieser Welt anbieten wollte.

    Globalisierung ist ein schwieriges Thema, das man Vereinfachern wie Trump, Le Pen und Simone Peter nicht überlassen darf. Natürlich profitieren die global agierenden Kapitalisten, aber auch der normale Dimpfl hat etwas davon. Er kann für sein bisschen Geld viel mehr nutzlose Produkte kaufen. Denn den durchschnittlichen Konsumenten interessiert der Konsum, nicht die lange nachhaltige Nutzung einer Sache, die gut und mit Leidenschaft gemacht worden ist.

    Wir leben in wahrlich ironischen Zeiten. Die Leute wählen einen Milliardär, in dessen Wohnung sogar die Klobrille vergoldet ist, und erwarten ernsthaft, dass er sie vor dem sozialen Abstieg beschützt. So viel Dummheit muss einfach bestraft werden.

    • Die logische antwort war und ist der leicht gefederte Flite Max, auch auf diesem Rad.

    • Also ich fand Cipollini immer große Klasse, ...
      rein unterhaltungstechnisch gesehen. Natürlich musste jedem klar sein, dass am ersten ernsthaften Berg Schluss war. Da war er aber meistens schon weg.

      Mit wem sonst hätte man so eine Anzeige für Radschuhe machen können:

      (Triggerwarnung vor dem Öffnen: Achtung, höchste #aufschrei-Gefahr!)

      http://farm1.static.flickr.com/161/363253178_a01eb713ec.jpg

      Ach, die seligen Achtziger und frühen Neunziger…

      P. S. : Schön war auch dieses:

      https://cdn-cyclingtips.pressidium.com/wp-content/uploads/2016/02/display_Cipollini_Dressed_as_Caesar.jpg

    • Die gläserne Klobrille
      Ja, paradoxe Zeiten. Wer eigentlich Peace und Bernie wollte, sollte nun die Falkin Clinton wählen und bekam dann die Wallstreet und Silicon Valley und Syrien und Ukraine. Die alten Bush-Republikaner waren auch schon für sie, hatten kein Problem mit ihr, sondern eher mit Trumps Isolationismus. Das ist so, als würde man grün oder SPD wählen, weil man sehr friedlich, vernünftig und sozial eingestellt ist, aber dann bekommt man nicht legalisiertes Marihuana und die Reichensteuer, sondern Agenda2010 und Jugoslawienkrieg. Oder man will das alles gar nicht, man ist liberal-konservativ, man ist kein Nazi, aber man möchte schon, dass es alles geordnet, nach Recht und Gesetz und auf einem gewissen Niveau zugeht. Von Open-Borders- und anderen Aktivisten hält man garnix. Man wählt also die Merkel oder den Seehofer, und naja. Es ist jeweils fast das Gegenteil von dem, was man eigentlich erwartet hätte oder was zuvor im Wahlkampf gesagt wurde. Als ob nur der das durchziehen kann, der diejenigen vertritt, die eigentlich ja eher dagegen sind. Vielleicht ist das ja auch bei Trump so.

  63. fast gut
    Kein schlechter Erklärungsversuch in schönem Text, wenn man außer Acht läßt, dass der Rust belt schon in den 1970ern zu rosten begann und die Industrieverlagerungen nach Mexiko in den späten 1980ern einsetzten und nach Fernost in den frühen 2000ern massiv stattfanden, also vor Obama, der hier wie der Pate des Untergangs erscheint. Die Abgehobenheit der Hillary-„Eliten“, die ich nicht mit TM bezeichne (was soll das?), angesichts der sterbenden Landschaften ist unzweifelhaft. Ungelöst bleibt, warum man einem Kandidaten die Stimme gibt, der nicht weniger zur ökonomischen Elite gehört, sich selbst exzessiv der Methode des Outsourcing bediente und nicht einmal mental der geeignete Kandidat ist, um das Ruder herumzureißen, abgesehen von leerer Rhetorik. Das Weinen des weißen Industriearbeiters ist nun im Herzen des Westens angekommen und wahlentscheidend, aber ich erinnere mich noch, wie sehr sich derselbe Westen über die Jammerossis amüsierte, die innerhalb weniger Monate den Verlust von 2,5 Mio Industriarbeitsplätzen verkraften mussten. Damals hieß das notwendige Rationalisierung. Klar, der Osten war verrottet, wie der rust belt, produzierte aber seltsamerweise einige langlebige Produkte, siehe hier: http://clip-film.de/start/kommen-r%C3%BChrger%C3%A4te-den-himmel
    Problematisch am Blog ist, dass er insinuiert, dass Clinton Lena Dunhams Quatsch verbreitet hätte. Was soll das? Das sind methodische (absichtlich?) Unsauberkeiten, die an Breitbart erinnern. Will sich hier jemand zum deutschen Breitbart aufschwingen? Schade, denn der Ansatz hier ist doch etwas feinsinniger

    • Pardon, aber soll ich ihnen das Interview raussuchen, mit den beiden, und wie sie sich herzen? Ober Dunhams Auftritte auf Wahlveranstaltungen in Swing States? Clinton hat Dunham mit ihren Vorstellungen ganz bewusst auftreten lassen.

  64. Eine schöne Metapher...
    Ein kluger Text mit einer schönen metaphorischen Firmengeschichte, die sich an das US-politische Zeitschema als historischem Hintergrund gekonnt anschmiegt.

    Das ist vielsagend und schön zu lesen, man selbst kennt auch Beispiele und fühlt sich verstanden.

    Doch ob President-Elect Trump wirklich die Ursache für mögliche Qualitätssteigerungen wird, bleibt abzuwarten.

    Die „Kräfte“ des Marktes regeln viel. Und nicht unbedingt zu des Käufers Gunsten.
    Ob Trump wirklich etwas nützt, oder ob der „Raubtierkapitalismus“ sich einen Teufel um den President-Elect schert, bleibt abzuwarten.

    Wenn die USA nicht mehr in China produzieren lassen, könnten die Produkte ziemlich teuer werden, und bei der derzeitigen Armutsentwicklung der Bevölkerung in den USA kann sich nicht jeder ein einheimisches Produkt leisten.
    TTIP kommt vermutlich auch nicht, da kommen nochmals Zölle auf schon teuere USA-Produkte im Export.
    Es könnte daher nur ein kleines Marktsegment bedient werden, und mit so Späßchen wie „Erweiterung der Produktpalette“ kann man sich auch ganz schnell in das kaufmännische Nirwana katapultieren, wie der Blog schön zeigte. Also doch kein Wachstum mehr um jeden Preis? Und das unter Trump?

    Die Märkte sind inzwischen so verflochten, dass eigentlich immer nur Teilstücke irgendwo auf den globalen Arbeitsmärkten produziert werden, dann werden die zu 96% im Ausland gefertigten Teile z.B. bei BMW in München zu einem Auto zusammengesetzt, und schon hat man ein vermeintlich deutsches Qualitätsprodukt, bis man von der Realität überholt wird. Und das geht meist recht schnell.

    Dann probiert man doch mal einen Japaner aus, und erhält für das halbe Geld mindestens genauso viel Qualität und noch ein bißchen mehr Luxus. Dann entscheidet der Verstand und das Portemonaie, und Deutschland ist dann bald kein Autoexporteur mehr, so schnell geht das!

    • Wunderbar
      Etwas Besseres kann doch gar nicht passieren. Die Leute können sich weniger Sachen kaufen, weil einheimische Produktion die Sachen verteuert.
      Endlich weniger nutzloser und den Planeten zerstörender Konsum. Mindestens die Hälfte des in ärmeren Ländern produzierten Zeugs ist vollkommen überflüssig. Wenn ich sehe, welche Mengen an billigem und geschmacklosem Schund in den hiesigen Geschäften herumliegen….. Und dafür zerstören wir unsere wunderschöne Umwelt?

  65. Trump = Made in China
    Eine schöne Geschichte darüber, wie Kapitalismus funktioniert. Da gäbe es aus jeder epoche bis zurück ins 18. Jahrhundert ähnliche Beispiele. Dass aufgrund solcher Erfahrungen Menschen Trump wählen bedeutet nicht viel mehr, als dass sie
    1. ein bescheidenes Wissen um die Mechanismen des Wirtschaftssystems haben, welches ihr Leben determiniert
    2. ignorieren dass Trump lebenslang ein Profiteur dieses Systems gewesen ist (der mit seiner medial aufgewerteten Marke schäbige Produkte verkauft hat – sei es nicht existente Bildungsangebote an der Trump University oder pseudo-edle Fernost-Textilien)
    3. sie seinem hohlen protektionistischen Geschwätz auf den Leim gegangen sind (Trumps Politik wird vermutlich viele amerikanische Jobs kosten, nicht neue schaffen, wie diverse Think Tanks aller politischen Couleurs vorrechnen).

    Ich weiss nicht welche Annahmen der Verfasser mit Trump-Wählern teilt, aber der mangelnde ökonomisch substanzielle Gehalt seiner gefühligen Ressentimenterzählung mit der unterschwelligen Verknüpfung Obamas und dem Niedergang Cannondales ist letztlich ein Beispiel für die Art bewusst unpräzisen-suggestiven Bloggergeschwiemels, wie es bei den feministischen KollegInnen von Don Alphons-x ;-) immer gerne moniert wird. Letzten Endes ist solches Geschreibsel aus welcher ideologischen Richtung auch immer, eine gegenaufklärerische Landplage.

    • sie müssen es nicht mögen – ich versuche nur, die Motivation der Menschen zu erklären. Was kommen wird, das weiss keiner. Das masse ich mir auch nicht an.

  66. Mein Scalpel ist von 2001, und ich freue mich über den Artikel, der...
    …es mich ohne Nachdenken auch weiterhin mit gutem Gefühl und Genuss fahren lassen wird… ;-)

  67. Ich weiß, was ich an meiner Zigeunerin (Gitane) Baujahr 1972 habe
    Rahmen, Gabel und Mittelzugbremsen unverwüstlich. Allerdings ist derartig solide Wertarbeit geschäftsschädigend. Man braucht lebenslang nur ein Fahrrad. Und ein paar Ersatzteile wie Radlager, Tretlager, Speichen, Felgen und Radkränze … .

  68. Einzelschicksal?
    Ich selbst fahre ein F600 und Scalpel von Cannondale. Die Firmengeschichte ist mir bekannt und traurig aber es gibt auch andere Firmen wie zB. Chris King, Lightspeed oder Lynskey die 100% made in USA sind. (An meinem Lightspeed Titan ist zB. eine Chris King Titan Gabellager verbaut). Es gibt jede Menge weitere Made in the USA Ikonen wie Mystery Ranch Rucksäcke oder Kermit Camping Chairs. Nicht jede Firma wurde an die Wallstreet verkauft und nach Asien out-gesourced. In Deutschland wimmelt es nur von solchen Firmen, ob Lupine Radlampen oder Schmidts Original Nabendynamo – alle made in Germany.
    Trumps Wahlsieg lässt sich meiner Meinung nach nicht dadurch begründen das die Herstellende Industrie in den USA abgebaut hat sondern dadurch das Hillary ein rotes Tuch für 2/3 der Amerikaner darstellt und das auch zu Recht. Meiner Meinung nach hätte fast jeder andere Kandidat gegen Trump gewonnen.

    • Fährt hier
      irgend jemand, ach was, kennt hier noch jemand ein NSU-Tourenrad?
      .
      Für die Nachgeborenen : NSU war die in Neckarsulm beheimatete Fahrzeugfabrik, die mit Fahrräden angefangen hat. Die Vorkriegsmodelle halten noch bis in die sechziger Jahre einen legendären Ruf und keine Gangschaltung.

  69. Titel eingeben
    Genau hier klafft die unüberbrückbare tiefe Spalte zwischen Trump und Frau Clinton. Trump sieht die wirtschaftliche Rückentwicklung der USA aus der unmittelbaren Perspektive des Privatunternehmers. Frau Clinton hingegen ist stolz darauf, ihr ganzes Leben im Staatsdienst verbracht zu haben. Aus ihrer Sicht haben sicher beide recht.

  70. Liebeserklärung!
    I love you, Don, really! But I’m wether homo-, nor trans- or either intersexual sondern völlig, äh, heteronormalsexual und meine Liebeserklärung ist ganz sicher nicht an meine sicherlich unbewusste, sexuelle Präferenz gekoppelt (jeder heterosexuelle Mann soll ja offenbar ganz im Geheimen von Sex mit einem anderen Mann träumen), sondern einzig das Resultat von absolut ehrlicher Begeisterung, weil- ich versuche jetzt mal einen Hess’schen Schachtelsatz zu bilden (hoffentlich misslingt mir das nicht noch vor dessen absehbarem Ende)- ich a) selber drei Cannondales aus der Obama-Epoche in meiner Garage stehen habe (einmal Quer, einmal MTB, einmal Street Bike) und b) weil ich, als überzeugter (aber qualitativ manchmal doch eher ernüchterter) Cannondalefahrer die Qualität Ihrer immer sehr gut recherchierten Artikel aufrichtig bewundere (hier endet der Satz): Erste Klasse, Don, wirklich, Hut ab! Der Link von Cannondale über Obama und Clinton bis hin zu Trump’s Wahl ist einfach genial- ein wahres Meisterstück journalistischer Präzisionarbeit!!

    P.S. Zeigen Sie mir einen einzigen Bikehersteller auf dieser Welt, der nicht Rahmen aus Taiwan verwendet. Und was die Schaltkomponenten anbelangt: Selbst SRAM lässt in Asien herstellen…

  71. Wer wird hier Außen?
    Ich bin der Meinung, dass zu Guttenberg ein guter Außenminister sein könnte.
    Seine Kopie war mir immer schnuppe. Die anderen Kopien auch. Das sind Verzweiflungsakte, wenn Leute, die in der Schule abschreiben, später andere Leute, die im Internet abgeschrieben haben, hinhängen.

    Wahrscheinlich wird die Meinung nicht geteilt, aber das bin ich gewohnt.

    • Ich fürchte, den Job bekommt Schulz
      Gabriel beharrt auf Erfüllung des Koalitionsvertrages, der den Außenministerposten der SPD zugesteht. Und Schulz hat ab Januar kein Amt mehr… Man sollte die SPD nicht am selbst gewollten Niedergang hindern.

      Mir wären Schulz und KT nicht geheuer.

  72. Bravo
    und danke für diesen wunderbaren Beitrag!

  73. Titel eingeben
    jaja, toll geschrieben wie immer. Und auch nicht ganz daneben was Cannondale angeht (Weber Grill oder Hobart, KitchenAid sind auch gut). Dennoch: es bleibt wieder einmal reine Unterhaltungsschreibe, viel Impressionismus, Selbstvergewisserung eigener Positionen, mood affiliation. Ich lebe in den USA, kenne oben erwaehnte UPenn von innen (Trump hat da uebrigens an der Wharton School seinen Abschluss gemacht), aber auch Doerfer im ruralen Pennsylvania, Ohio, Michigan … Es stimmt vielleicht schon, dass ein paar ‚rechtschaffene‘ Fahrradmechaniker jetzt das Zuenglein an der Wage waren. Allerdings wird Ihre Analyse der Komplexitaet des Problems nicht gerecht. Der Begriff ‚Deplorables‘ ist sicher nicht hilfreich (und schon gar nicht, wenn sie ihn hier aus dem Zusammenhang reissen). Trotzdem: Dort auf dem Land wuerden Sie mit Ihrem schicken Cannondale ganz schnell von Leuten mit Pickup, NRA-Aufkleber und recht kruden Ansichten ueber den Haufen gefahren werden. Ihre Zuspitzung auf Lefties in der Stadt mit Problemen wie Trasgender und Toilettenregelungen vs. Rechtschaffene auf dem Land mag Ihnen gerade schluessig erscheinen, ist einfach unzutreffend. Beschaeftigen Sie sich doch mal mit der Lage der Schwarzen, zB in Philadelphia, von muslimischen Minderheiten, zB in Ohio, …. Und dann schmuecken Sie Ihren Text mit ein paar stilvollen Fotos von den Villen der republikanischen Lokalgroessen in diesen Gegenden (zugegeben, so geschmackvoll wie Ihre Porzellanfotos werden diese Plastikbunker nicht sein).

    by the way: warum haben sie eigentlich damals ein amerikanisches Rad von Cannondale gekauft und nicht eins von Rixe, Kirsch, Kettler (oder was auch immer deutsche Marken sind)?

  74. Die böse Globalisierung
    Ich genieese es immer Don Alphonso zu lesen.

    Nun aber zur ach so pöhsen Globilisierung, der Schlimmen. Ohne „Gloabilisierung“ hätten Sie gar nie ein frühes Cannondale geniessen können (ausser vielleicht zum dreifachen Preis). Da hätten sie sich mit einem FeldWaldWiesenKurbelTretrad von MIFA begnügen müssen (und vermutlich auch zum dreifachen Preis).

    Den Antiglobalisierungsromantikern von der AfD, die nach Trumps Wahlsieg auf Wolke 7 schweben, sollte man frühzeitig vor Augen führen, dass sie dann ihre Baumwoll T-shirts wieder selbst herstellen müssen, und sie dürfen sie dann zu 50.- Euro das Stück bei Aldi kaufen. Besser?

    Der Niedergang von Cannondale hat mir auch den Magen umgedreht (ich hatte eins in den frühen 90ern, bestes Rad ever). Aber so ist der Kapitalismus. Der Staat muss Unternehmer auf Samthandschuhen tragen, Unternehmenssteuern und Erbschaftssteuern massiv senken, um die Betriebe und Arbeitsplätze zu erhalten. Macht aber halt auch keiner. Weil Unternehmer sind kein bedeutendes Wahlvolk. Und es ist politically correct, sie zu treten. Und so wird das dann halt nie mehr was.

    Das Zurückdrehen der Globalisierung wird nie mehr funktionieren, und das ist auch gut so. Die Trump-Jahre werden sehr unterhaltsam werden und sie werden das zeigen („Wenn Ihr unser Stahl verteuert, dann wir Eure iPhones!“).

    • Sicher?
      Wenn der (gefühlte) Leidensruck groß genug ist wird die Globalisierung zurückgedreht. Die zur Teilnahme an der Globalisierung nötigen Wirtschaftsstrukturen sind schnell zerschlagen. Was dabei herauskommt ist die andere Frage, aber die 1000-jährige Globalisierung ist noch jung, ob sie nicht vorzeitig verstirbt ist sicher noch nicht raus.

  75. die rahmen waren wunderschön
    und deutlich besser als die heutigen. die schweissnähte unsichtbar, wie im foto gezeigt. kunstwerke. das design extrem gelungen. gute zusammenfassung der firmengeschichte. man könnte aber anstatt eines pro trump und anti judith butler auch eine anti öl und benzin zivilisationgeschichte schreiben, die interpretationsmöglichkeiten sind mannigfaltig. mit freundlichen grüßen, ein cannondale mtb & rennradfahrer der vermutlich bald auf räder einer marke umsteigen die nach einem bergpass benannt sind…

  76. Kaum hat Trump gewonnen
    denken bei der FAZ alle, in ihrem Beitrag „verdammt gut“ schreiben zu müssen, so wie Westernhelden sagen.

  77. ...es gibt viele Bedfords in den USA...
    …und da ist es kein Wunder, dass sogar Marijuana mehr Bundesstaaten gewonnen hat als Hillary Clinton. Wahrscheinlich werden nicht so viele Arbeitsplätze wie gewollt von Trump zurückgeholt (wenn überhaupt) aber wenigstens haben die Amerikaner dafür gesorgt, dass das was die Zukunft bringt, leichter zu ertragen ist.

  78. Und wer kauft die räder?
    Ich finde das beispiel ganz schön,aber die Zusammenhänge nicht schlüssig. Warum ist die Firma zugrunde gegangen? Wohl eher wegen der getroffenen Fehlentscheidungen im Management. Es gibt ja genügend Bereiche in denen Hersteller hochpreisige, hochqualitative Produkte ohne tägliche Innovationen erfolgreich verbreiten. Außerdem kann sich die von ihnen beschriebene Facharbeiterschicht wohl nicht in nennenswerten Stückzahlen mit hochpreisigen Fahrrädern eindecken oder ist schlichtweg nicht bereit, das Geld hier zu investieren. Da braucht es dann die angeprangerten Silicon valley/Ostküsten Eliten. Jeder von uns muss sich hier auch an die eigene Nase fassen. Wer kauft denn gezielt im Inland produzierte Produkte? Am Ende trifft jeder die Abwägung des Preis-Leistungsverhältnisses und was es einem persönlich Wert ist. Wenn das für mich beste Produkt in Deutschland produziert wird, toll. Wenn nicht, kauf ich ein anderes. Und besonders Deutschland ist extrem abhängig von Exporten, da unsere Volkswirtschaft darauf ausgelegt ist.

  79. Eine traurige Geschichte
    Das Missverständniss besteht darin, dass Donald Trump nicht die Absicht hat bessere Fahrräder entwickeln zu lassen wird …

    Sondern größere SUV mit Rammschutzbügeln aus verchromten Stahl. Damit man die Reste der Radfahrer nach der Fahrt besser abkratzen kann.

  80. billige Erklärung
    So, wie sich die Geschichte von Canondale hier darstellt,
    hat sich doch gerade diese scheinbar so bodenständige Firma verzockt mit dem Portfolio sowie das Geschäft aus der Hand gegeben, um zu expandieren.
    Was kann denn da Washington, das angebliche Establishment oder China dafür?

    Diese Verknüpfung von China=schlechte Qualität und China=Arbeitsplatzklau ergibt auch keinen Sinn.

    Das liest sich so, als sollte die dargestellte schlechte Qualität aus chinesischer Produktion nur nochmal untermauern, dass die Politik die Bürger in irgendeiner Weise verraten hätte…

    An sich sind es einfach zwei paar Schuhe. Der Arbeitsplatzabbau stünde auch so für sich, wenn in China beste Rahmen gefertigt worden wären.

    Stimmen die Fakten so wie dargestellt, dann wurden 200 der 300 hochqualifizierten Arbeiter dort Opfer des Mismanagements eines amerikanischen Mittelständlers.

    Dass man deshalb einen Sündenbock suchen muss und es nahe liegt, einen Polemiker als zukünftigen Präsident zu wählen, der sich an Minderheiten abarbeitet, finde ich gar nicht.

    Es gibt meiner Meinung nach kaum etwas Niederträchtigeres, als für die eigene Misere unschuldige Menschen verantwortlich zu machen.

    Ein wenig über den Tellerrand schauen und die eigentlichen Probleme erkennen, sollte jedem, der zur Wahl schreitet, auch möglich sein.

    Interessant waren Informationen über die Räder. Als Kind dachte ich immer, dass ich mir irgendwann mal ein Lefty kaufe.

  81. Zurück zum Bleisatz?
    na dann, lieber Don, schlagen Sie doch der FAZ die Rückkehr zum Bleisatz vor. Und schon können auch Leute wie ich, die mal Schriftsetzer gelernt haben, wieder in großer Zahl bei einer Zeitung arbeiten.

  82. yup
    Guter Artikel.

  83. And now what?
    Warum es so gekommen ist haben Sie sehr schön dargestellt, in a nutshell, aber wie bringt Trump jetzt die ganzen hochwertigen Arbeitsplätze zurück?
    Taiwanesische Fahrradrahmen sind nämlich nicht durchweg so schlecht wie ihr bild es nahelegt. Dies nur beispielsweise.

  84. Titel eingeben
    Serotta hat auch schöne Rahmen gebaut, mit Zertifikat, proudly made in the USA… aus, vorbei!

  85. How'd that happen? I did everything they told me to.
    Jesus, welches traurige Geschichte.
    Unfassbar. Der gute, hart arbeitende weiße Mann als Opfer einer Vergewaltigung durch denn Kapitalismus.

    Schöner hätte es keine Frau Schramm schreiben können.
    Und auch nicht falscher.

    Die wahre Geschichte ist natürlich etwas völlig total anders. Aber leider ohne klare Opfer und daher für Journalismus nicht verwertbar.

    Whatever, dass der Don jetzt auf Genderopfertrö…. macht, das ist schon beachtlich. Aber Frau Schramm trägt ja jetzt auch Perlenohrringe.

    Da geht noch was, am Ende schreiben die noch zusammen in einem Blog über all die Opfer.

    • To educate a man in mind and not in morals is to educate a menace to society.
      Geehrter Goodnight,

      mir ist aufgefallen, dass von all ihren intelligenten Kommentaren immer wieder die wirklich richtig total intelligenten Kommentare diejenigen sind, die kein Feedback erhalten.
      Ich befürchte, das ist dann zu intelligent für FAZ Leser.
      Oder zu böse.

      So bleibt nur ihr Alter Ego als Fan!

  86. Schöne Geschichte - falsches Beispiel
    Cannondale steht mit Sicherheit nicht für den Niedergang der Industrie im mittleren Westen, denn es war KEINE Industrie sondern eine handwerkliche Spitzenmanufaktur…
    Die wäre weiter erfolgreich gewesen, wenn es nicht die mutmaßlichen Fehlentscheidungen in der Erweiterung Richtung Quads gegeben hätte.
    Was das jetzt speziell mit Globalisierung zu tun hat, leuchtet mir nicht ein. Ist meiner Ansicht nach eine geschäftliche Fehlentscheidung der viele (zu) erfolgreiche Handmade-Firmen zum Opfer fallen. Globalisierung und Finanzmärkte und Eliten hin oder her.

    • Die Globalisierung ist die Verlagerung der Produktion nach China bei gleichbleibenden Preisen.

    • Gesetz 31 oder lass andere mit den Karten spielen, die Du austeilst.
      Wenn ihnen das nicht einleuchtet, was das mit Globalisierung zu tun hat, haben Sie es einfach nicht verstanden. Aber das ist ja nichts Schlimmes. Der Mensch ist in Grenzen lernfähig.

      First we take Washington – then we take Berlin.

    • Lieber Don, Globalisierung wir ein wenig einseitig von Ihnen definiert.
      Sie ist auch, wenn ein in Sindelfingen produziertes Mercedesauto über den Atlantik schwimmt, oder wenn ein Facharbeiter von Trumpf in Ditzingen in China eine Werkzeugmaschine zum Laufen bringt, oder wenn eine chinesische Firma den deutschen Roboterbauer Kuka kauft, oder eine vietnamesische Textilfabrik an Hugo Boss billig Markenhemden liefert oder, oder, oder …

      Was nun Canondale betrifft, so wurde in Zeiten, als Betriebswirtschaftslehre noch ernst genommen wurde, die Entscheidung des Managements dieses Unternehmens in Quads einzusteigen im Rahmen der Differenzierungsstrategie betrachtet und diese war immer risikoreicher, als die Strategie der Stärkung der vorhandenen Produkte, weil neuer Markt unbekannt, weil neue Zielgruppen erst erschlossen werden müssen, weil Produkt nicht beherrscht (siehe die Probleme mit dem Motor bei Canondale) usw.

      Es war also eine Entscheidung mit Risiko und das Management lief in die selbst gestellte Falle, als es beim Markteintritt mit einem fehlerhaften Motor den eigenen Produkten gleich ihren guten Namen raubte, damit den Absatz der Motoren torpedierte und mit der technischen Korrektur in 2001 auf einen Dot-Com-krisengeschüttelten Markt traf, der jetzt nicht mehr willig war zu kaufen. Und dass ein Markt sich ändert kann immer passieren. Da steht der Fall Canondale nicht alleine da.

      Aber das durch das Management von Canondale eigenerzeugte Problem, welches die Markteinführung deutlich verlängerte und damit die Kosten der Markteinführung deutlich erhöhte, machte die Aufnahme eines Kredites zur Überbrückung notwendig. Auch das eine Entscheidung des Managements, denn es hätte ja stattdessen die Hände von den Quads lassen und weiter klasse Fahrräder bauen lassen können. Und mit dem Kredit beschwert lief das Unternehmen in eine rechte Gerade, als im März 2000 die Dot-Com-Blase platzte und der Absatz nun, trotz laufendem Motor, nicht so recht anspringen wollte.

      Ja, und dann kam die Heuschrecke Finanzinvestor ins Globalisierungs-Spiel, hat den Laden billig gekauft, 200 Leute rausgeworfen (betriebswirtschaftlich sicher in der Situation notwendig), hat ihn danach reorganisiert und später mit Gewinn an einen ehemaligen Konkurrenten von Canondale weiterverkauft.

      In solchen Fällen richtet sich die Wut von entlassenen Erster-Klasse-Facharbeiter, obwohl die Wurzel allen Übels die Entscheidungen des ehemaligen Managements sind, vor allem gegen die Heuschrecken, die ihnen, augenscheinlich, ihre Arbeitsplätze weggnahmen. Später dann, wenn sie erfahren, dass die Reste ihre ehemals klasse Firma nun in China produziert, werden sie auch noch wütend auf ihre Regierung, die die Globalisierung unterstützt oder zumindest nicht unterbindet. Denn nichts wäre in ihren Augen leichter, als die Ramschräder aus China mit einem Einfuhrzoll oder Ähnlichem zu verteuern und/oder die heimische Produktion zu fördern, sprich durch den Steuerzahler zu finanzieren. Zumal die Obama-Regierung dies im Falle von General Motors mit 9,3 Mrd. Dollar gemacht hat. Aber für 300 Facharbeiter irgendwo im Nirgendwo machte er nichts. Da kocht es aber in der Facharbeiterseele.

      Und dann kommt Donald, der heimische Cowboy, der heimische Produkte wieder kaufbar machen will (es gibt schon eine lustige Fernsehsendung in US, bei der Familien alle ausländischen Produkte aus ihren Häusern rausräumen lassen, sieht dann sehr leer aus, und mit rein amerikanischen Produkten wieder einräumen lassen, sieht dann sehr nach 50-Jahre aus, zeigt aber wohin das gehen soll.)

      Nun, mal sehen, was die Chinesen zu irgendwelchen protektionistischen Abwehrmaßnahmen des Cowboys sagen werden. Denn die Chinesen haben ihre Exportüberschüsse jahrelang in US-Anleihen gesteckt. Sie besitzen amerikanische Staatsanleihen im Wert von mehr als einer Billion Dollar. Damit ist China weltweit größter Gläubiger der USA, abgesehen von der US-Notenbank. Und das hat die Obama-Regierung sehenden Auges zugelassen, als sie die Staatsschuld von 8,8 auf 19,9 Billionen Dollar hochfuhr. Eine riskante Politik im Rahmen der Kreditglobalisierung.

    • Globalisierung...
      …ist auch, wenn ein BMW in South Carolina gebaut wird und in Deutschland für deutlich mehr Euro als dort in Dollar verkauft wird. Oder wenn ein Porsche in Bratislava gebaut und in Leipzig zusammengeschraubt wird – natürlich auch zu „Made in Germany“-Preisen.
      Oder wenn (schon lange her) in Bochum keine Corsas mehr gebaut werden können, weil die in Spanien gebauten Achsen in Frankreich im Eisenbahnerstreik hängengeblieben sind.
      Daß die Chinesen nur billig und nur nachbauen können, ist im Übrigen ein Märchen. Foxconn hin oder her – die Qualität der Apple-Produkte ist ja eher am oberen Rand. Und dann sollte man bedenken, daß es dort keinerlei Scheu vor Plagiaten gibt…

    • Wer
      …ist jetzt an der Entlassung der Spiegel Redakteure schuld:
      die Globalisierung, der Markt, die Robotnik oder die Manager?

      Heuern die auch bei TRump an?

    • Na, im Fall des `Spiegels´
      ist wohl offensichtlich, wer für den Niedergang dieses Mediums verantwortlich ist, oder?

  87. Fahrräder, die die Welt erklären
    Also, es ist ja wirklich gut, daß Sie in Ihrem unerschöpflichen Fahrradteilefundus so etwas von Cannondale gefunden haben und damit, für jeden verständlich, die neue Welt erklärt haben.

    Was hätten Sie nur für ein Teil aus Ihrer Scheune gezogen, wenn Sie etwas mehr in der Vergangenheit gelebt hätten und nach all den verwirrenden Annahmen und Spekulationen, ob sie nun stattfindet oder nicht, über die französische Revolution geschrieben hätten?

    Aber ein schönes Beispiel haben Sie da schon gebracht von der freien kapitalistischen Marktwirtschaft in den USA.

    Wenn ich da so an meine Heimat Deutschland denke…. da läuft das ja viel besser. Ich denke da nur an Gerhard Schröder, der die Firma Philipp Holzmann 1999 rettete, die sich dann doch mit 1,46 Milliarden Schulden von ihren, jetzt bedauerlich, arbeitslos gewordenen 25000 Mitarbeiter verabschiedete. Eben eine Firmenrettung nach SPD Art.

    Jetzt sind ja alle schlauer geworden, was in den vergangenen Jahren an der noch immer andauernden Bankenrettung zu sehen ist. Sind die deutschen Banken heute nicht schon Volkseigentum?

    Was bedeutet es da schon, wenn Ihre, so bewunderte US Fahrradfirma 2003 Gläubigerschutz beantragen und wenig später an „Schlitzaugen“ verkauft wurde.

    Na ja, dann bis zum nächsten Mal, wenn Sie bei der nächsten Krise oder politischen Umsturz, wie gerade eben, bei unserem freiheitlichen und wirtschaftlichen Vorbild, jenseits des Atlantiks, wieder ein anderes Fahrradteil aus Ihrem unerschöpflichen Vorrat ziehen, um uns mal wieder die Welt zu erklären.

    Ich erkläre ja die Welt immer mit dem Sex, den gibt es schon länger als das Fahrrad.

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

  88. Cannondale
    Ein klasse Artikel! Während ich ihn las,stand ich hin und hergerissen zwischen meinem 3000 SL aus Bj.2000,Handmade in USA, auf was alles Gesagte in Ihrem Artikel zutrifft und meinem Trigger Carbon 1 aus 2014, von dem ich direkt nach dem Kauf ganz beschämt den “ Made in China“ Aufkleber abgeknibbelt habe. Glücklicherweise gab es bisher keine Mängel. Dennoch würde ich alles tun,damit Cannondale wieder wie in guten alten Zeiten und heimisch produziert. Vielleicht, ganz vielleicht hätte ich sogar Trump dafür gewählt… 🤔 Dem Autor wünsche ich gute Fahrt mit seinen C‘ sales🤗

  89. Danke Don Alphonso
    Du hast meinen Tag gerettet! Und ich hätte letzte Woche fast mein Jekyll 600 von 2001 für wenig Geld verkauft. Dank der vielen schnellen Anfragen bin ich stutzig geworden und habe mich erinnert wie toll es war damit über die Alpen zu fahren und habe es behalten.

    P.S.: Hätte nicht gedacht, daß Du so ein MTB Experte bist.

    Gruß
    aus dem Taunus

  90. Ohne Ihnen nahetreten zu wollen, aber...
    …das Problem mit Ihrem Innenlager scheint mir nicht von Cannondale verursacht worden zu sein. Auf Ihrem Bild sehe ich einen Bottom Bracket Adapter von Token, mit welchem BB30 Rahmen, wie der von Cannondale, auf eine 24mm Kurbel adaptiert werden. Ich meine auf dem Bild den Schriftzug von Shimano auf einem Kettenblatt zu erkennen. Cannondale verbaut von Werk aus seine eigenen Kurbeln und liefert natürlich ohne Adapter aus. Der Bottom Bracket Adapter wurde in jedem Fall nachträglich eingesetzt. Das Einsetzen dieser Adapter – insbesondere bei Carbon Rahmen – erfordert Fachkenntnis und sorgfältiges Arbeiten. Diese Adapter werden mit Loctite faktisch ins Tretlagergehäuse eingeklebt, indem sie verpresst werden. Bei Carbon ist dies ein Schritt, der nicht mehr zurückgenommen werden kann. Die Adaptierung ist dann dauerhaft. Offensichtlich hat sich bei Ihnen die Verklebung/Verpressung gelöst. Der Adapter wurde nicht fachmännisch eingebaut. Kurz: Was immer Sie an Problemen in der amerikanischen Wirtschaft beschreiben wollen, mit Cannondale hat das nichts zu tun. Ihr Innenlagerproblem ist Resultat schlampiger Arbeit in Deutschland, entweder im berühmt-berüchtigten deutschen Fahrradfachhandel oder – in ihrem eigenen Keller.

    • Pardon, das Innenlager wurde von einem Rahmenbaumeister eingebaut, und natürlich kann man bei BB30 die Innnenlager tauschen. Bei meinem S-Works Tarmac ist genug Material dran. Hier ist so wenig Carbon dran, dass die Belastung und dauernde Biegung die Hülse gelockert hat. Bei anderen haben Sie wenigstens noch Zapfen o.ä, die die Hülsen halten. Hier ist es einfach nur en geklebtes Rohr.

  91. Da hilft kein Betteln und kein Beten
    nur Donald rettet den Planeten. Zu aller erst nochmal: dem Himmel sei Dank dafür, dass Trump gewählt wurde. In unserem Zeitalter der Infamie hat man schon fast nicht mehr daran geglaubt. Die ganze Gehässigkeit der Gendersatane und die mit höllischer Wut betriebene feministische Propaganda mussten sich letzten Endes der Realität beugen. So und nicht anders soll es sein.
    Qualitätsprodukte aus den USA gab es vor allem in den 60-er Jahren. Man denkt an all die geilen muscle-cars (Mustang, Camaro, Firebird, [alte!] Corvette, etc.). Mit Donald Trump haben die USA jetzt die Chance auf Erneuerung. So typisch amerikanisch wie er ist können auch die US-Produkte wieder werden. Dieser ganze abscheulich-globalisierte Crossovermüll ist nur noch zum Kotzen. Globalisierung steht für Gesichts- und Identitätslosigkeit. Mit Trump kommt die typische US-Identität hoffentlich wieder zurück. Ich wohne in einer Gegend, wo es sehr viele Amerikaner gab und gibt. Früher: geile Cadillacs, Mustangs, etc., stilecht mit filigranen US-Nummernschildern. Heute: klotzig-klobig-gesichtslose SUV mit tonnenschweren Kunststoffstoßfängern, dazu passend langweilige deutsche Kennzeichen. 1 bis 2-mal im Jahr sieht man mal noch einen der alten Straßenkreuzer oder einen 64-er Mustang. Da geht einem voll das Herz auf.
    in der Entgrenztheit liegt nicht das Glück. „Willst du ins Undendliche schreiten, geh‘ nur im Endlichen nach allen Seiten!“ sagte Goethe. Nun ja, es ist immer eine Gratwanderung, so viel Fremdes an sich heranzulassen, dass es bereichernd wirkt, dabei die Schraube aber nicht zu überdrehen. Denn sonst verliert man sich selbst.
    Weiße Wohlstandskindchen à la Dunham, der von weißen, weltfremden, wohlstandsgeschädigten Lehrern eingetrichtert wurde man müsse den weißen Mann hassen, ist das beste Beispiel dafür. Hirnlosigkeit par excellence (und die wollen Länder regieren? Um Himmels willen. Und der Himmel wird schon gewusst haben warum er uns vor ihnen in letzter Sekunde verschont hat-Mann war das knapp [na ja, so knapp am Ende doch nicht, denn es war ein Trump-Erdrutschsieg; irgendwann werden eben alle einmal durch Schaden klug]). Solche wie diese Lena D. sind für mich ein exemplarischer Fall von Unzurechnungsfähigkeit: man versucht, Minderheiten durch Ranschleimen und Appeasement den Wind aus den Segeln zu nehmen, wohl letzten Endes um die eigene Spießerszene zu schützen. Das ganze hat in etwa so viel Logik wie der Versuch, ein Haus vor Einbrechern zu schützen, indem man es niederbrennt.
    Nein, nein, dem Himmel sei Dank für THE DONALD, unser aller Retter. Und jetzt können auch stilvolle Sachen wie Mustangs zurückkommen. Let it roll, folks!

    • Ich glaube nicht, dass die US-autoindustrie die Antworten auf die Zukunft hat. Machen Sie mal eine Mercedestür zu und dann eine von Cadillac.

    • Titel eingeben
      Ja Bling Bling können die Amis haha
      Ich fahr` lieber Japan Sushi.
      1973 LC FJ45 Lpb, da bekäme Don noch seine schickes Bike auf die Ladfläche
      https://abload.de/img/dsc00653gzvu0r.jpg
      und was die Qualität an geht, ist Toytoa den Amis um Welten überlegen.
      Egal wie das Spiel mit Trump ausgeht, nur die Globalisierung bringt letzendlich Arbeitsplätze und zwar weltweit!

      Qualität der Produkte liegt einzig und allein am Management, an deren Vorgaben, stimmen diese, können sie auch im Kongo ein Radrahmen löten.

    • Was die Qualität an geht?
      Wenn ich wählen könnte, welcher Persönlichkeit ich einmal die Hand schütteln dürfte, wäre dies einem Silberrücken in den Bergwäldern
      im Kongo. Stefan Wittlin

    • Gute Idee Stefan!
      Machen sie das!

  92. "Optimierung"
    Solch ein Tretlagergehäuse erfüllt doch schon eigentlich den Tatbestand der Körperverletzung!
    Vermutlich haben da ein paar clevere Kerlchen mit frischem Bachelor mal ihre Optimierungssoftware angeworfen, um noch ein paar von den teuren Carbonfasern zu sparen.
    Und dabei aber nur die Zugfestigkeit als Parameter genommen, die könnte tatsächlich sogar bei dieser Eierschale reichen…
    (Solange sie mit der Hülse solide verklebt ist, mag es sogar insgesamt reichen, aber ohne irgendeine Sicherheit – und die Dauerhaftigkeit der Klebestelle wäre auf jeden Fall zu prüfen.)

    Das Problem ist, daß man als Kunde ja gar keine echte Chance hat, das zu bemerken (selbst dann, wenn sich einer mit CfK auskennt, wird er doch nicht beim Händler das nagelneue Rad erst einmal zerlegen!) und deshalb gibt es massive Fehlanreize bei den Herstellern (vgl. auch „Lopez-Effekt“). Auch da ist das Bild typisch: außen schick blau eloxierte Schalen mit weiß ausgelegter Gravur – und innen der Gammel.
    Wo man die Qualität unmittelbar sehen kann, hält sich der Arbeitsexport nach Fernost in Grenzen – z.B. macht Steiff jetzt wieder die meisten Plüschtiere hier, weil dort eine verrutschte Naht sofort auffällt.

    • Offensichtlich wurden da einfach zwei Lagen Carbon vergessen. Aber unter dem dicken Lack fällt das kaum auf. eine Weile hält das ja auch. Die Sache ist, dass beim Suer X einiges unterdimensioniert war, wie auch die Umwerferschelle, die gern brach.

  93. Legebatterie made in Germany
    Oh God I’m not the German Dream,
    So I don’t smell like Vaseline.

    Which is good.

    Im Spiegel vergleicht N. die Wahl von Trump mit dem Aufstellen des meistens (wenn ihm nicht Hassprediger von der jetzt abzubeißenden Zuge rutscht) moderaten Steinmeier.
    Ich wusste noch gar nicht, dass wir den gewählt haben. Wenn wir den gewählt hätten, könnte man ja einen Vergleich wagen. Aber wir haben den nicht gewählt.

    We are not the German Dream,
    but a small box of Nivea Cream.
    No voice for decisions or Presidents
    Governed like a big stable of hens.

  94. BEDFORD IST ÜBERALL
    wir singen im chor:

    FIRST WE TAKE THE WHITE HOUSE, THEN WE TAKE BERLIN

    adapiert nach Leonard Cohen, der mir dies bitte verzeiht !

    also mädels, zieht euch warm an und liebe TRUMP-basher, ob nun Dr. Opportunistenmann oder Dr. Bundespräsident und löser der krisen in der Ukraine und in Syrien !

    ob nun das schon oben genannte Geisenheim oder das auch genannte Zweibrücken, diese deutschen Bedfords gibt es zuhauf, wie wäre ein blick nach Pirmasens, Bottrop, Hamm oder schauen wir nur in den sog. „Osten“ der republik.

    und wie ist z.b. die arbeitslosigkeit im musterländle in Pforzheim-Stadt ?

    und lieber DON, dieser Obama hat alle zeit der welt gehabt, sich um die reindustriealisierung der USA zu kümmern, aber fragen sie doch mal nach, wie er sein golf-handicap verbessert hat auf dem staatseigenen platz in Camp David ?

    • Oh, Geisenheim ist kein Bedford
      Die Fabrik ist lokal mehr sowas für den 2+ (oder botanisch unfähigen) Sohn gewesen der zu doof für die Bank oder das Beamtentum war. Fällt die Fabrik weg merkt man das kaum – jetzt wird der überschüssige Nachwuchs halt eh öfter auf die Uni geschickt.

  95. Titel eingeben
    C sind/waren rollende iphones. Teuer und proprietär. Die Aluschweissnähte wurden verschliffen…der Rahmen noch mehr geschwächt als nötig. Die einbeinige Federgabel funktioniert immer noch schlecht. Gekauft wirds trotzdem und zwar von denkfaulen und beinflussbaren Konsumenten. Dumm nur das das eben auch Wähler sind und das Konsumschema auch auf Trump angewendet hat. Nun ist’s so das die Mehrheit in nicht wollte, und die Alternative Clinton auch nicht.

    • Das sehe ich anders. Famoses Handling. Und schauen Sie sich mal eine Rock Shox Mag21 oder ene Manitou und die Elastomere nach 19 Jahren an.

  96. Es gibt inzwischen mehr Reklamefuzzis, als Journalisten...
    Wie Mitforist ,Gast‘ anmerkte.
    Und die meisten sitzen in Redaktionsstuben der sog. Qualitätspresse, und werben sich einen ab für linken Mist, für Gendertröten, für die kaputteste Bunzregierung seit Weltkrieg zwo, und ähnlich nicht mehrheitsfähiges.

    Der Rest macht diese lästig-dummen Sachen zwischen Teilen lästig-dummer Serien, gerne mit US-Provenienz, aber auch ÖR Eigenproduktionen und Müll von heimischen Privatsendern.
    Irgendwas mit Medien, hat’s geheissen, da soll bloß keiner heikel werden.
    Sonst beschimpfen wir Mächtigen ihn in der Zeitung, als Pack, oder so.

    Früher.
    Früher wäre der Don ein sehr guter Journalist gewesen, den man ob gründlicher Recherche und spitzer Feder immer gerne liest.

    Dreht man heute das Mutterschiff um, und findet auf der Rückseite diesen Blog, reibt man sich die Augen.
    Soeben noch von (niemandes)Muddi Reklame und Schulz Hochlob (DA gehört was dazu !!) betäubt, findet man, was hier eben zu finden ist.
    Zeitreise.
    So grundlegend besser, anders, wie heute, wäre der Don vor zehn, fünfzehn und mehr Jahren nicht gewesen.
    Im Vergleich zum Rest. Von der FAZ.
    Andere ,Qualitätsmedien‘ darf man nicht mal mehr zum Mülleinwickeln verwenden, der arme Müll !
    Früher.
    Im Jahre 1965 kauften meine Eltern einen mannshohen Kühlschrank der Marke Philco.
    So etwas kannte man damals nur aus der Gastro oder US-Filmen.

    Er überstand alle Übersiedlungen, diente bis in die 90er Jahre, und dann haben sie ihn, leider, aber voll funktionierend, weggeschenkt.
    Er mußte nie gewartet, geschweige repariert werden.
    Heut‘ noch erinnere ich mich, wie ich aus seinem Inneren eiskalte Milch getrunken habe. Wenn Muttern (meine, echt,nicht Agitprop M) nicht hinsah.

    Wie geht es Ihnen, liebe Mitforisten, mit der Weißware jüngeren
    Datums ?
    Eben.
    Aber planned obsolence ist ein Märchen, nicht mal Stiftung Warentest wagt es, das zu bestätigen.
    Millionenfacher Betrug mit Billionenschäden zulasten von Millionen Kunden, verabredet, bandenmäßig durchgeführt.
    Die Lieben kämen, hätten wir vernünftige Gesetze, aus Stadlheim nie mehr raus.
    Aber so……
    Rennräder, Zeitungen, Kühlschränke, Billiardqueues, Computer…..
    alles nur mehr Dreck, mit dem man, wie weiland in der DDR, überschüßige Kaufkraft abschöpft.
    Heutzutage auch, damit die Leute nicht merken, wie ,,,unser Euro“‘ langsam ihre Lebensleistung wegschmilzt.
    Und jetzt soll Schulz, ausgerechnet, in der deutschen Politik eine tragende Rolle spielen ?
    Überzieht es nicht !!!!
    Aber 2017 kann gewählt werden.
    Jagen wir sie vom Acker !!

    • Mein Kühlschrank hier ist inzwischen auch schon 30 Jahre alt.

    • Warten sie es ab Otto....
      Trump und USA sind weit weg… Aber wenn Marine le Pen in France gewinnt, wird man vieles in einem ganz anderen Licht sehen.
      Da gibts dann einen Spiegel, den man wahrscheinlich gut als unfreiwillige Satire zum Lachen lesen kann.

  97. North Face
    Das wäre eher meine Richtung. Das war Cannondale für Outdoor und Himalaya. Dann hat da jemand gemerkt, wenn man so weitermacht, hält der Dreck ein ganzes Leben lang. Also hat man angefangen, Dreck in PRC produzieren zu lassen.
    Und jetzt läuft jeder dritte mit so einer Jacke durch die Gegend. Meine ist nach 30+ Jahren noch immer 1A. Nur, falls die mal einer klaut, gibt es keine gute mehr zu kaufen.

  98. Trouvaille
    Leserkommentar zu einen Artikel von Fleischhauer zur Niederlage des modernen Feminismus:

    „Der moderne Intellektuelle verachtet nur zwei Dinge: Vorurteile gegen Menschen wegen Alter, Hautfarbe oder Geschlecht und alte, weiße Männer.“

    (Olaf heute, 14:09 Uhr)

  99. Innen wie außen oder First we take Washington – then we take Berlin.
    Lieber Don,

    danke für ihre kleine Geschichte über Qualität und wie sie überwunden wird. Sie ist so schön und leider mustergültig. Heutzutage teilt sich das Angebot an Dingen die man kaufen kann, in Schrott und Profiqualität. Meiner Erfahrung nach gibt’s mittlerweile nichts mehr dazwischen.

    Das Beste kaufen und man erhält einen Gegenwert (mit ein wenig Glück).
    Alles andere, sind China-Kracher die optisch ähnlich aussehen aber eben nur so lange halten bis man sie benutzt. Obwohl diese China-Kracher natürlich auch mit dem Stempel MADE IN GERMANY erhältlich sind.

    Im Grunde genommen ist es eine Analogie zur Politik und Wirtschaft.
    Je mehr von Nachhaltigkeit gesprochen wird desto schlimmer sieht es um sie aus.
    Alles ein Symptom der Profitmaximierung. Profit Over People. Billig herstellen – teuer verkaufen. Goldene Faltschirme soll es regnen.
    Es wird nur noch beschissen und betrogen. Alles auf der Welt ist nur noch auf Verbrauch ausgelegt – mit ein paar Ausnahmen (die aber die Regel bestätigen).

    Zurück zur Wahrheit.

    First we take Washington – then we take Berlin.

  100. Steinmeier for president
    Sie haben ihre Lektion noch immer nicht gelernt, die selbstdefinierten Eliten. Das gibt wieder noch mehr Stimmen für AfD. Man hat sich also mal wieder am Volk vorbei geeinigt auf einen einzigen Alternativlosling.
    „Wir sind ja wohl vom Volke gewählt, es zu regieren, oder!“

    Und dann die beleidigten Leberwürste geben, wenn das Volk versucht, den Zepter wieder in die Hand zu bekommen.

    • Als Spitzenkandidat verloren, dann zum BuPrä geschachert. Mei.

    • BP
      Ich hoffe, daß die Linkspartei wenigstens einen vernünftigen Kandidaten in der Bundesversammlung präsentiert und keinen senilen Tatortkommissar.

    • Der richtige Wahlkampfknüller für die AfD ...
      wird es erst, wenn tatsächlich der Herr Schulz Außenminister wird.

    • Man muß sich zu Steinmeier einfach einmal klar machen, wie er als Außenminister des deutschen Volk
      über den gewählten Präsidenten des amerikanischen Volkes gesprochen hat. Und zum direkten Vergleich dann bitte das stellen, was er so über den Despoten vom Bosporus stengelt.

      Als Resümee würde ich sagen, er hat es nicht so mit Demokratie, also mehr als ein Demokratie-Verständnisproblem. …

      So jemand ist der wandelnde Aluhut für die Merkelrepublik.


    • Ja, Steinmeier hopst manchmal in Fettnäpfchen, und der Trotz gegen Trump wirkt ziemlich nach Kindergarten.
      Aber ich halte ihn für weniger schlimm als Gauck mit seinem öligen Gesalbe und seinen ständigen Einladungen an Leute, die er dem Steuerzahler aufdrücken will.

  101. So analysiert bestimmt mancher Trump-Wähler die Wirtschaft
    Und deshalb Ihnen herzlichen Dank.
    Wenn man versucht, mit etwas mehr Abstand diese beispielhafte Firmengeschichte zu analysieren, dann sind doch wohl die Hauptverantwortlichen für das Desaster:
    1) die Manager, die sich für eine riskante Expansion entschieden, bzw. die sich für den Börsengang entschieden, wenn man wirklich annehmen möchte, dass die Wallstreet-Elite das Unternehmen zur Expansion gezwungen hat.
    2) die Ingenieure, die es vermasselten, die Expansion unter Beibehalt der gewohnten Qualität zu bewerkstelligen.
    3) Das schwierige Marktumfeld 2001
    4) Die Bankenkrise 2008
    5) Die Entscheidung des kanadischen Finanzinvestors, der die Firma 2008 gekauft hatte, die Fahrradsparte nach Asien zu verlagern, ohne gleichbleibende Qualität sicherzustellen.

    Wenn für Nr. 1 und 2 ein Präsident schuld ist, dann am ehesten Bill Clinton, der eine investorfreundliche Wirtschaftspolitik verfolgte, die auch zu manchem Expansionsversuch führte, der dann scheiterte. Ich würde ihm diesen Vorwurf nicht machen. Das ist eben die Selektion in der freien Marktwirtschaft.

    Für Nr. 3 kann vermutlich kein Präsident was, wenn aber, dann noch am ehesten George W. Bush.

    An Nr. 4 ist George W. Bush schuld, wenn man der Ansicht folgt, das eine Rettung von Lehman Brothers die Bankenkrise zumindest gedämpft hätte.

    Nr. 5 hätte George W. Bush verhindern können, wenn er für ein Gesetz gesorgt hätte, das 2008 den Ausverkauf von US-Firmen an ausländische Investoren verboten hätte. Allerdings hätte das vermutlich zu einem noch schnelleren Verlust der Arbeitsplätze geführt.

    Aber was ist denn bitteschön Barack Obama vorzuwerfen: Hätte er ein Gesetz erlassen sollen, das es kanadischen Eigentümern verbietet, Produktionsstätten aus den USA nach Asien zu verlagern?

    Der in der Tat seltsam anmutende staatlich geförderte Umzug von Bedford nach Cannondale erscheint mir eher eine Randnotiz zu sein, zumal wenn Ihre Prognose zutrifft, dass die 3 Mio. komplett zurückzuzahlen sind und das „Staatsgeschenk“ daher allenfalls bescheiden ist.

    Man braucht vermutlich schon ein kurzes Gedächtnis, sehr viel Fantasie und die unerschütterliche Überzeugung, dass „wir, die Firma“ doch alles richtig gemacht haben, um Obama hier als einen der Hauptschuldigen zu sehen. Und wenn man noch ein paar Trugschlüsse zieht, ist man vermutlich dabei, den „winselnden Minderheiten“ die Schuld zu geben.

    Mit vernünftiger Analyse hat das alles weniger zu tun. Ob ein solches Denken in den „Fly-over-States“ verbreitet ist, vermag ich nicht zu sagen.

    • Das ist alles auch zutreffend, füllt aber in keinem Haushalt den Teller, den Tankm und zahlt auch keine Studiengebühren der Kinder. Grau ist alle Theorie.

    • @ Tarifkenner: Grau mein Freund ist alle Theorie - am farbigen Abglanz nur haben wir
      Leben. Beliebtes Zitat – verweist auf das Herkommen des Don: Zuckerbäckerei und Kunstgeschichte. – Fällt mir doch glatt ein: Davor hat Obama gewarnt: Vor dem Studium der Kunstgeschichte. – Das hat er jetzt davon: Der Don ist deswegen innerlich sauer auf ihn und lässt jetzt das Kanonental für die Trumpf-Perspektive erschallern. Erschallen? – Hmm – Erschauern!!

    • nicht der Donald, nicht der Donald
      Nein, die Lehren daraus zu ziehen, könnte in der Zukunft Teller und Tank füllen.

      Aber es ist natürlich einfacher, einfach nur wütend zu sein und Unschuldigen die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Und dann wählt man halt den Donald.

    • Nummer 4
      Die Bankenkrise fing nicht mit der Pleite der Brüder Lehman an, das war nur der Schnips, der das Kartenhaus zusammenstürzen ließ. Aufgebaut wurde es schon lange vorher, und ein wichtiges Element dafür war die politische Idee, daß jeder in USA ein eigenes Häuschen haben sollte, ob er nun das Geld dafür hatte oder nicht. Also wurden im ganz großen Stil Hypothekenkredite an jeden vergeben, der einen Stift zum Unterschreiben halten konnte. Daß das weit überwiegend fauler Schrott war („Subprime“), war allen klar, daher wurde ein großer Teil an die staatlich geförderten Banken Fannie Mae und Freddie Mac weiterverkauft (die auch die ganz offizielle Anweisung hatten, das alles brav zu übernehmen). Dort wurden die Kredite dann umsortiert, schön verpackt und weiterverkauft.
      Im Prinzip kann das gut funktionieren, aber irgendwann war so viel davon kreuz und quer verkauft worden, daß doch wieder jeder viele „Leichen“ in seinem Paket hatte. Als dies dann den Banken dämmerte, liehen sie sich untereinander kein Geld mehr – konnten ja von dem Schrott in ihrem eigenen Keller ableiten, wie flau es bei den anderen wohl sein mußte.
      Insgesamt ist da ziemlich viel schiefgelaufen – aber ein ganz wesentliches Element waren eben die politisch gewollten „Häusle für alle“ und die Anweisung an Fannie und Freddie. Nun, und das wurde im großen Stil gefördert von beiden Bushs – und von Präsident Clinton.

    • @ Dieter Kief
      „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,
      Und grün des Lebens goldner Baum.“

      Ich denke bei diesem Zitat aus Goethes Faust eher an Literatur- als an Kunstgeschichte und Zuckerbäckerei. Was oft übersehen wird: Es ist Mephisto, der dem Menschen so die Theorie schlechtredet.

    • @ Don Alphonso und YM
      Ich habe erhebliche Zweifel, ob
      1) Donald Trump jetzt den Tank füllt
      2) er – wenn er es denn tun sollte – dies so macht, dass nicht doch wieder die kleinen Leute die Zeche zahlen (z.B. Aufblähung der Staatsschulden -> Inflation -> Enteignung der kleinen Sparer und Rentner, nicht etwa der Konzernbesitzer)
      3) es so einfach ist, „die Konsequenzen zu ziehen“, die nicht doch wieder einen Pferdefuß hätte. Es gehört nun einmal zur freien Marktwirtschaft, dass Unternehmen, die sich auf ihren Lorbeeren früherer Spitzenqualität ausruhen und Schrott verkaufen, aus dem Markt ausscheiden.

      Ja, da kann der Staat intervenieren, aber das kostet eben – wobei ich weniger die aufgewendeten Haushaltsmittel meine als die darin liegende Wettbewerbsverzerrung.

    • @ Nikolaus Neininger
      Da gebe ich Ihnen absolut Recht. Die sozial erscheinende Eigenheim-Förderpolitik der beiden Republikaner Bush und des Demokraten Clinton waren eine wesentliche Ursache der Lehman-Pleite, Obama war zumindest nicht als Präsident daran beteiligt.
      Aber genau so eine Politik hat doch Donald Trump versprochen: Der Staat soll mal irgendwas machen – ruhig ab von wirtschaftlicher Rationalität und schuldenfinanziert – was „den kleinen Leuten“ zugute kommt, das haben die jetzt auch mal verdient.

  102. Naja
    Ok, ich verstehe die Geschichte und was sie aussagen soll. Der Autor will nicht die Trump Wahl rechtfertigen, sondern nur verständlich machen. Aber die unterschwellige Verknüpfung des Geschehens mit den zeitgleich politisch Herrschenden (z. B. Obama Epoche) finde ich arg suggestiv. Es hat ja niemand dieser Politiker angeordnet, dass die Firma an die Börse soll. Außerdem finde ich wichtig zu erwähnen, dass das politische Geschehen in verschiedenen Epochen nicht nur mit den politisch Handelnden, sondern mit dem jeweiligen Zeitgeist erklärt werden kann. Einige Politiker sind (wie der Rest der Menschheit) durchaus lernfähig und würden heute einen exzessiven Finanzkapitalismus nicht mehr propagieren.

    Vom Text und den Kommentaren her habe ich den Eindruck, dass der Autor und einige Kommentatoren sich vorkommen wie die „wenigen, furchtlosen“ Menschen, die sich von der bösen pc-Diktatur noch nicht den Mund verbieten lassen. Abgesehen von der Tatsache, dass es so schlimm dann vielleicht doch nicht ist, habe ich den Eindruck, dass der „Kampf gegen die pc“ für einige zum hauptsächlichen politischen Programm geworden ist.
    Was mich in diesem Zusammenhang auch überrascht: das einige kein Problem haben, unserer Kanzlerin, den Medien, etc. frei heraus beleidigende Namen zu geben, andererseits es aber ganz schlimm finden, wenn Trump/AfD Wähler irgendein Label verpasst bekommen. Ok, man muss sicherlich nicht jeden gleich einen Rassisten nennen, aber so eine einseitige Empfindlichkeit sollte man doch hinterfragen.

    • Überhaupt nicht. aber stellen Sie sich doch einfach mal die Lage vor, wenn Sie 14 Jahre lang Angst um ihren Job haben müssen und am Ende aussortiert werden. Das ist das Thema.

    • Schade,dass sich nur wenige
      …vorstellen können, dass es politischen Überzeugungen
      ähnlich ergeht wie diesem Betrieb in Bedford und anderswo.

      Am Anfang kommt eine neue Idee auf, wird gut ausgebaut, kommt an
      und wird endlich zerfleddert von denen, die sich auch die Hände darin
      waschen möchten. Endlich geht man an die Börse/Wahl und dann stimmt
      das Umfeld nicht.

  103. Weise, weiser, FAZ
    Wahre Worte aus dem sog. Mutterschiff:
    Den Sieger einer demokratischen Wahl zu beschimpfen oder mit Unfreundlichkeit zu begegnen ist schlechter Stil. Es ist aber auch Ausdruck eines deutschen und europäischen Hochmuts. All die Warnungen, bloß nicht die Unkultur des amerikanischen Wahlkampfs in Europa einziehen zu lassen, zeugen von einer europäischen Überheblichkeit gegenüber den Vereinigten Staaten. Als wäre es unsere Aufgabe, den kulturlosen Amerikanern Demokratie, Anstand und Rechtschaffenheit beizubringen.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/reaktion-deutscher-politiker-zu-donald-trump-koennte-schaden-14525131.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    • Eas ich daran entzückend finde: Mit Bush wäre Merkel noch in den Irak einmarschiert.

    • Dafür sagt ein Amerikaner so was
      http://www.zeit.de/politik/2016-11/us-wahl-angela-merkel-donald-trump-wahlsieg
      „Jetzt sind Sie dran, Frau Merkel!
      Offene Worte eines Amerikaners: Die westliche Welt wird jetzt aus Berlin geführt. Für die Kanzlerin heißt das: Geben Sie Europa eine Vision, sonst wird es niemand tun.“
      Wobei: man versteht es als Satire – was es ja letztendlich auch ist. Denn Visionen sind und werden in dieser Legislaturperiode nicht vorkommen.

      Bis auf Quoten. Nicht nur für Frauen, auch für Menschen aus anderen Ländern. Bei Behörden. Oder sollten die Menschen aus dem Ausland dann Frauen sein? Ich muss noch mal nachlesen, was die heute da in Berlin ausgeklüngelt haben. Langsam verwirrt mich das alles – aber auch das ist wohl so gewollt. Zu begreifen ist es ja eh nicht.

      Wenn die Vergesslichkeit bis zur nächsten Wahl nicht überproportional hoch sein wird könnten welche gewählt werden, von denen man es noch nicht glauben will.
      Und wenn Amerikaner vermuteten, dass Clinton, uneinschätzbar wie sie sich gab, Merkel nacheifern wolle, wird mir das Wahlergebnis immer verständlicher.

    • Mit Bush wäre Merkel noch in den Irak einmarschiert.
      Im Moment ist sie mit Obama dort und hat die irakischen Kurden mit Waffen ausgestattet von denen man nicht weis ob sie noch alle dort sind oder zT weiterverkauft wurden.

      Der Einfachheit halber:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Bundeswehr#Eins.C3.A4tze_im_Ausland

      PS Die Kameraden in der Türkei und anderen Natostaaten sind nicht aufgeführt.

  104. Obama und die maximale Profitabilität
    Sie beschreiben zu Recht, dass hier ein hervorragendes Produkt auf dem Altar der Eigenkapitalrendite und Dividenden geopfert wurde. Was werden wir erst jammern, wenn alle mit Elektromotoren anstatt eines gefühligen inline 6 oder V12 uns bewegen müssen. Und vielleicht wären die Wählscheibentelefone auch noch menschlicher, vor allem, weil sie keinen Akku haben oder Display. welches in kurzer Zeit defekt ist. Allein, ich verstehe den Zusammenhang mit Obama nicht, denn der Untergang von Connondale begann ja schon unter Bush. Allerdings ist richtig, dass die politische Nomenklatura die Bodenhaftung verloren hat und mal wieder richtig geerdet werden muss. Bleibt zu hoffen, dass das Amt den Neuen auch stärker ändert als dieser das Amt.

    • Die grossen Fehler von Cannondale, das den Mund nicht voll genug kriegen, began noch unter Clinton und mit dem Ausverkauf des Ladens.

  105. Ein Retter für globalisiert abgehängte Qualitätsfahrräder...?
    „Fahrräder sind nicht 2big2fail.“

    Ein cooler Spruch. Überhaupt ist es Ihnen, lieber Don Alphonso, perfekt gelungen, eine Reise durch die USA mit ihren vernachlässigten Gebieten mit ihren abgehängten Menschen und durch die jüngere Geschichte der Globalisierung zu schildern und diese Reise mit Ihrem Lieblingsthema Fahrräder zu verbinden. Das haben Sie wunderbar geschrieben, herzlichen Dank auch diesmal.

    Einige Stellen möchte ich dennoch kommentieren:
    „Zwischen Hillary Clinton und Stronger Together, ihren Unterstützern in den Medien, die meinen, man müsste sie wählen, weil sie mit dem System gut kann, eine Frau ist und ganz wunderbare Ideen für transsexuelle Kinder und ihren Toilettenbesuch in Schulen hat, und für Black lives matter und Handelsbezie-hungen im pazifischen Raum.“

    Sorry, lieber Don Alphonso, aber Sie haben imho das Wahlprogramm von Clinton etwas plakativ dargestellt. Sie war doch nicht explizit eine Kandidatin der Feministinnen, sondern hat auch die Wirtschaft stark in den Fokus gestellt. Leider kam sie durch die Intervention des FBI Comey total vom Kurs ab und hat nur noch auf Trump geschimpft, mit Geschichten, die jeder kannte und die niemanden mehr interessierten. Das war dumm, so kurz vor der Wahl.

    Clinton wollte Kleinunternehmen fördern. Sie wollte die erneuerbaren, modernen Energieformen und deren Innovation fördern, wodurch auch viele Jobs entstehen sollten. Den Mindestlohn wollte sie erhöhen, die Reichen stärker versteuern. Ich habe unzählige Reden von ihr gehört, noch nie ging es explizit um Feminismus oder Gender, sondern um gesellschaftsübergreifende Themen, u.a. um ein bezahlbare Studium bzw. um Hilfen für junge Hochschulabsolventen, um die oft horrenden Schulden abzuzahlen, damit sie nicht in eine prekäre Lage geraten.

    Trump lässt seine eigenen Produkte überall herstellen, nur nicht in den USA. Der Stahl für die Hotels kommt aus China, die Einrichtung u.a. aus der Türkei. Kein Wunder, und dass hat er schon längst einmal durchsickern lassen, dass er den Mindestlohn nicht erhöhen kann, weil das Land dann nicht wettbewerbsfähig wäre.

    „durften sich von Hillary Clinton als Deplorables bezeichnen lassen.“

    Das war dumm, keine Frage. Allerdings hatte Clinton in dem Zusammenhang ausgesprochen, welche Gruppen sie damit meinte: u.a. Rassisten. Diese haben sicher weder Clinton noch Jill Stein oder Gary Johnson gewählt, sondern Trump. Dass diese Aussage natürlich dann zu ihren Ungunsten ausgeschlachtet wird, nun, das hätte sie als erfahrene Politikerin ahnen müssen.

    Clintons Problem war, dass sie als zu elitär daherkommt und nicht in der Lage war, genug Enthusiasmus bei den Demokraten zu erwecken. Die blieben zu Hause. Und sie hatte, im Gegensatz zu Bill, die weiße Arbeiterschicht und die rural areas vernachlässigt. Manche Bundesländer, bei welchen sie leichtsinnig siegessicher war, hatte sie kein einziges Mal besucht, wie z.B. Wisconsin, was mich ziemlich gewundert hatte.

    „ Und warum Bedford, Pennsylvania und das Weisse Haus an Trump gingen, auch wenn man viel, sehr viel gegen ihn einwenden kann.“

    Nicht nur das. Es steht natürlich in den Sternen, inwieweit er seine Wahlversprechen einlösen wird, aber er verdient jedenfalls eine Chance…

    Btw. Mein Mann hat einen amerikanischen Rasenmäher gekauft, weil er meinte, dass das Produkt unkaputtbar und robust sei und leicht zu handhaben. Leider hatte ich mir eine deutsche Küchenmaschine zugelegt, bin nicht unbedingt zufrieden. Die nächste wird ein KitchenAid, what else. ;-)

    • Ich verkürze das natürlich. Aber die wenigsten werden Clinton live gesehen haben und die Medien haben sich auf die Frau als Kernbotschaft gestürzt. Was ich so mitbekam – obwohl ich das andere weiss – war das das grosse Thema. einfach, weil die Frauen sie ins Amt bringen sollten.

    • pfff....
      werte Tamarisque

      „Sie wollte die erneuerbaren, modernen Energieformen und deren Innovation fördern, wodurch auch viele Jobs entstehen sollten….“

      da wollen die 80er Ihre wirtschaftspolitik zurück, finden sie nicht?

      Das hat nirgends funkioniert. Wo sind denn unserer EEG Jobs geblieben? Prokon, solarworld, …. alles Erfolgsgeschichten, hahahaha!

      Wenn die Solarbarone und Windmüller Marktpreise für Ihren Zufallsstrom bekommen würden, wären die schneller Pleite als sie Klimaschutz sagen können. Das ist in den USA auch nicht anders.

      Damit könne sie in Fracking Land nicht punkten.

    • zu langer Vorwurfskatalog
      Ich weiß nicht, ob elitär das Problem war. Sie war zunehmend besser gekleidet und gut frisiert, ich glaube, das kommt eher gut.
      1. Mail
      2. Pay to play
      3. Benghazi
      4. Clinton Cash und die Foundation
      5. Vorwurfskatalog, der bis nach Arkansas zurückgeht
      6. Enthüllungen über Maßnahmen gegen Bernie Sanders
      7. Besuche bei einem nicht einwandfreien Mann auf St.Johns, zusammen mit Bill
      8. Angebliche Einschüchterung von Frauen, die mit Bill zu tun hatten
      9. Ihre Mails auf dem Computer von Abedin, was spy-Spekulationen hervorrief, denken Sie an Willy Brandt und Guillaume
      10. Hochbezahlte Vorträge, intransparent, bei Großbanken

      Das ist lang genug.

  106. Vielen Dank für den Artikel lieber Don
    Wieder sehr lesenswert, wie schon so oft. Leider gibt es heute kaum mehr Platz für eine solche, tiefere Beleuchtung komplexer Themen. Alles muss in eine Schlagezeile oder 140 Zeichen passen.

    Lesen tun die Leute auch kaum mehr was, zumindest nichts längeres, Nachdenkenswertes. Am liebsten lesen sie das, was sie sowieso hören wollen, beriets zu wissen glauben und deshalb wissen sie es auch nicht besser. Der Freidenker ist heute sowieso zum Abschuss freigegeben, genau dafür wurde die PC-Artillerie in Stellung gebracht. Immer schön den Kopf einziehen Don und wacker weiter so.

    • Gern geschehen.

      Der Witz ist ja, dass es mal angeregt wurde, ich sollte weniger als 5000 Zeichen schreiben. Das ging nicht gut. Länge läuft also auch heute noch.

  107. Naiv
    und wahr.

  108. Die Amis kennen ihren Edgar Allen Poe: The Cask of Amantillado
    The thousand injuries of Fortunato [Clinton, CNN, Wall Street etc.] I had borne as I best could; but when he ventured upon insult, I vowed revenge. You, who so well know the nature of my soul, will not suppose, ho-wever, that I gave utterance to a threat. At length I would be avenged; this was a point defini-tively settled—but the very definitiveness with which it was resolved, precluded the idea of risk. I must not only punish, but punish with impunity. A wrong is unredressed when retributi-on overtakes its redresser. It is equally unredressed when the avenger fails to make himself felt as such to him who has done the wrong. // It must be understood, that neither by word nor deed had I given Fortunato cause to doubt my good will. I continued, as was my wont, to smile in his face, and he did not perceive that my smile now was at the thought of his immolation. (…)

    In Übersetzung von Hedda Eulenberg (1901):
    „Das Faß Amantillado.
    Die tausend Ungerechtigkeiten Fortunatos hatte ich, so gut es ging, ertragen, doch als er mich zu beleidigen wagte, da schwor ich Rache. Sie kennen mich und werden mir deshalb glauben, daß ich auch nicht eine einzige Drohung gegen ihn ausstieß. Eines schönen Tages würde ich mich schon rächen, das stand felsenfest; und meine Rache sollte so vollkommen sein, daß ich selbst nicht das mindeste dabei zu wagen hätte. Ich wollte nicht nur strafen, sondern ungestraft strafen. Ein Unrecht ist nicht gesühnt, wenn den Rächer wiederum Strafe ereilt – der Beleidiger büßt nicht, wenn er den Rächer nicht kennt. // Sie können sich denken, daß ich dem Fortunato mit keinem Worte, mit keiner Handlung Anlaß gegeben habe, an meinem Wohlwollen zu zweifeln. Ich lächelte ihm freundlich zu, wie immer, und er ahnte nicht, daß ich nur lächelte, weil ich seinen Untergang plante. (…)“

    Man kann nur hoffen, dass unsere Regierenden aus dieser Rache der amerikanischen Durchschnittsleute lernen und bald aufhören, sich verächtlich oder pädagogisierend über diejenigen Bürger zu erheben, die andere Vorstellungen über politische Ziele und Vorgehensweisen haben (z.B. zur EU-Politik, Euro, Migration, Ukraine).

    • Ausschachern des Buprä…

    • Das halte ich für kein gutes Beispiel für "Schachern"
      Werter Don, hier bin ich nicht Ihrer Meinung.

      Denn das Verfahren zur Wahl des BPr, wie es das GG vorsieht, erlaubt nicht viel anderes, als dass sich die großen Parteien (oder zumindest strukturelle Mehrheiten) im Vorfeld auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen. Man wollte mit dieser Regelung im GG ja auch verhindern, dass mit einem vom Volk gewählten Präsidenten ein Gegengewicht zur Regierung entsteht, mit der eine Einzelperson aufgrund direkter und starker (Volks-)Legitimation eine obstruktive Politik gegen das Parlament und die Regierung entfalten kann.

      Eine solche direkte, vom Wahlvolk bezeugten Legitimation des Präsidenten kommt zwar dem romantischen Wunsch vieler Bürger entgegen, einen über den Parteien schwebenden Ersatzkönig zu haben (der Deutsche wünscht sich immer noch einen Landesvater, der die Wünsche seiner Kinder kennt und sie wohlwollend erfüllt). Das ist aber nicht funktional und letztlich unpolitisch.

      Und auch die Figur des Schacherns trifft hier m.E. nicht zu. Denn es wurde bei der Einigung auf Herrn Steinmeier als BPr-Kandidaten nichts „verhökert“ (zumindest was von außen erkennbar wäre). Die Union scheint für ihre Zustimmung zu Steinmeier keinen Preis gefordert zu haben. Horst Seehofer hat heute in der Tagesschau gesagt, dass die von der Union angesprochenen Leute eben abgelehnt hätten.

      Allerdings denke ich, dass Frau Merkel mit dieser Entscheidung (wiederum) einen klugen Schachzug getan hat. Sie präsentiert sich staatstragend, gerade indem sie das Amt nicht dem „Parteiengezänk“ aussetzt; sie hat wohl aus der Causa Wulff gelernt. Sodann hat sie damit Steinmeier aus dem BT-Wahlkampf 2017 herausgenommen, er ist ja der Politiker mitz den höchsten Sympathiewerte unter den SPD-Leuten. Und die SPD hat jetzt genau die Schwierigkeiten, einen neuen, versierten und weithin anerkannten Bundesminister des Auswärtigen zu finden, die die Union dabei hatte, einen geeigneten Kandidaten für das Amt des BPr zu finden.

      Versorgt die SPD Schulz mit dem Amt des Außenministers, dann wird das die SPD-Wahlergebnisse noch weiter nach unten drücken. Denn hier wäre in der Tat ein „Schachern“ zu sehen, denn Schulz muss bzw. will nach Aufgabe des Amts als Präsident des Euopaparlaments ab nächstem Jahr „versorgt“ werden. Das kommt beim Wahlvolk nicht gut an.

      Allerdings wird auch die Union aufpassen müssen, dass es am Ende zusammen mit einer weiterhin schrumpfenden SPD noch für eine gemeinsame Zweierkoalition reicht.

      Und Gauck hat alles richtig gemacht: Für die Union wäre es heute schön gewesen, wenn er einfach noch fünf Jahre weitergemacht hätte. Aber er hat sich mit seinem Rückzug auch für die Ablehnung revanchiert, die ihn die Union bei der BPr-Wahl 2010 spüren ließ, obwohl er weithin Anerkennung genoß (zur Erinnerung: Christian Wulff wurde erst im dritten Wahlgang gewählt).

    • Free Valium
      Falscher Kandidat, der wie Nachrücker Schulz (als Außenminister) nur noch ein Sahnehäubchen und eine Cocktailkirsche auf seine glanzvolle Karriere setzen möchte. Ein schöner Schlußakkord! Aber was hab ich davon. Statt dem elenden, irrsinnig langweiligen und von den Medien lächerlich bedeutungsschwanger aufgeladenen Gekungel hätte jemand parteifernes, überparteiliches dem Amt mal gut zu Gesicht gestanden. Ein Intellektueller vielleicht, ein respektierter Schriftsteller, ein Philosoph, ein Wissenschaftler. Vielleicht auch jemand, der nicht nur alles toll findet, was die Regierung so macht. Aber es tauchen da immer nur die selben Gestalten aus dem jeweiligen Parteiendunstkreis auf, und wer die harmlosesten Phrasen drischt und sonst gerade nix zu tun hat, wirds dann, und jetzt isses halt dann der Steinmeier, Schröders Büroleiter. Der war halt jetzt auch mal dran, denkt man. Schön für ihn. Ist der Steini mit dem kopierten Schröderlachen und dem Charme eines NEC-Druckers deswegen plötzlich zur charismatischen moralischen Autorität mutiert, und seine vorherige Realpolitik und Neoliberalpolitik plötzlich vergessen? Nein, wie sollte das denn gehen. Das Amt leidet eher. Die einschläfernden zu erwartenden TV-Reden lassen einen schon jetzt gähnen. Es wird alles sehr ausgewogen, auch gelegentlich mal nachdenklich, aber auch nachhaltig, und durchaus auch auf europäischer Ebene, chrch….chrch…chrch…chrch…chrch.

    • Schacher
      schachern, den Preis drücken, herunterdrücken, feilschen

      Lieber Johannes Watson,

      Ich meine, uns Merkels fernöstliche Politik, nicht nur den BP betreffend, als „staatstragend“ verkaufen zu wollen, ist schachern. Der Preis für dieses Zertifikat müßte strafrelevant unter böswillige Täuschung laufen.

      Das aus der Not und Eroberung geborene System hat nie eine Einheitspartei im Auge gehabt, weil die Antikörper aus persönlicher Erfahrung noch funktionierten. Das scheint jetzt abhanden gekommen zu sein, und somit funktioniert auch Ihr System nicht mehr. Gegenpole sind so nötig wie nie zuvor. Neue Hofnarren, Jester, Gaukler sind nur eine weitere Perversion in der Gegenwart.

      Diplomatie ist immer Opportunismus, niemand in diesem Gewerbe disqualifiziert sich mit Aussagen, bevor der Verhandlungspartner eindeutig feststeht. Verhandlungsmasse besteht nicht aus gefühlten Werten, sondern aus gemessener Stärke.
      Warum fliegt Steini nicht gleich in die USA und entblößt sich im Sinne von „Pussy Riot“ auf diversem Altar, das Niveau paßt!

    • Die Gesetze der Macht
      Gesetz 15: Vernichte deine Feinde vollständig – zeig keine Gnade.

      ….

    • Naja, damit ist Steinmeier endgültig raus aus der K-Frage
      Klug von Merkel. Was hat die SPD jetzt noch ?

      Gabriel ? Der Mann ist von politischen Fettnäpfschen magisch angezogen, der kegelt sich ohne Hilfe ins Abseits.

      Nahles ? Die SPD’ler die ich kenne sind immer noch sauer über den Versehen-Putsch gegen Müntefering.

      Lafontaine ? Also falls er zurückommen sollte ? Hahahahaha. Nein. Wenn Nahles leicht wütend macht so wird Lafontaine nicht erwähnt bei den Älteren weil man Angst hat das einer der Ältvorderen nen Herzkasper in der Rage erhält.


    • Allerdings wird auch die Union aufpassen müssen, dass es am Ende zusammen mit einer weiterhin schrumpfenden SPD noch für eine gemeinsame Zweierkoalition reicht.
      Wird es nicht. Ist meine derzeitige Einschätzung.

  109. Ein guter, wichtiger Text
    Danke dafür. Der beste Beitrag, den ich bisher zu Trump gelesen habe. Und nicht nur zu Trump. Denn es gibt tausende Cannondales, nicht nur in den USA, sondern auch in Frankreich, in Deutschland, in Großbritannien. in allen westlichen Ländern, in allen Branchen. Die gesamte fatale Entwicklung der Wirtschaft in den letzten beiden Jahrzehnten wird so hier erstmals einmal illustriert, an einem Fahrrad.

  110. "Vom Marktführer aus den USA zum Markenaufkleber für Fernost, ...
    … vom Handwerker zum entlassenen SPD/CSU/CDU/AfD-Wähler“

    Das kann man hier in Deutschland ebenfalls so sagen.
    Auch das echte ‚Made in Germany‘ hatte seinen Klang.

    Den es nicht mehr hat, weil werblich erlaubt ist, dass man zwar die Einzelteile in Fernost kaufen darf und dann auf deutschem Boden erst zusammen schweißen und auf deutschem Boden sein ‚Made in …‘-Papperl drauf machen darf – und sich trotzdem ‚Made in Germany‘ schimpfen darf.

    Es muss ‚Zusammengeschraubt in Germany‘ heißen. Nicht nur Computer und die vielbeklagten Supermarktfahrräder betrifft das. (Wir haben zuhause noch ein uraltes Hercules.)

    So gesehen bei YTindustries Forchheim (sic!), welches Teile aus Taiwan ordern und hier passgenau nach Kundenwünschen zusammenschraubt/konfiguriert. So muss ein junger Bursch, der gern so ein artistisches Höllen-Wettkampf-Bike sein eigen nennen will, mit dem er über übelste Sprungschanzen hüpfen kann und alldas, nicht mehr um die 5.000,00 Tacken hinlegen, sondern nur noch ungefähr ab 2.500,00.
    So kann auch der Jungmann, der nicht geerbt hat, seinem Jungs-Hobby frönen.

    Gut, das kann man ihm nicht verübeln. Ist eh ein Nischenmarkt. Dass aus Fernost eingekauft wird, wird bei YT den Käufern auch transparent gemacht, man macht keinen Hehl draus. Und die Teile aus Taiwan sind richtig gut. Dermaßen gut, dass der eine der einzigen beiden Hersteller es sich ganz schön heraushängen lassen kann und die Preise an- oder die Lieferzeiten, ohne groß belangt werden zu können, in die Länge zieht. Aber die Kids warten beinahe gerne länger auf ihr Rad.

    Hat also alles Vor- und Nachteile.

    Meines Wissens hat Italien einen ungebrochenen Nimbus bei Kaffeemaschinen. Der hippe Verbraucher will heute nur noch die echten aus Italien. Ob die wirklich dort komplett gebaut sind, ähem. Hatte vor Jahren schon die Anfrage eines Kaffeemaschinenhändlers, welcher italienische – wohl aus Fernost – führte, der damals bereits mit diesen ‚Made in …‘ Etiketten lumperte. Legal, versteht sich.

    Nur, wer hat dieses rechtlich erlaubt? (Wir raten mal höflich: unser Gesetzgeber. Der Bundestag, verdammt.)

    Das ist doch der eigentliche Ärger. Dass der Gesetzgeber dermaßen Verbraucher-täuschendes Gemauschel erlaubt. So hat auch der halbbewusste (nicht der bereits bewusstlose und hirntote) Verbraucher fast keine Möglichkeit, herauszufinden, was wahr ist. Er muss umständlich auf Portale gehen (für Mode gibt es jetzt auch eins) und die Firmenverflechtungen, wer für wen was international baut/näht, anschauen.

    Kann er machen. Theoretisch. In der Praxis wissen viele Verbraucher das nicht oder haben als Nichtprivatiers keine Zeit dazu, derart minutiös nach Herkunft zu recherchieren, wie Don der Schrauber das tut. (Soll jetzt kein Vorwurf an Don sein, nur sagen, wie’s halt ausschaut.) Gut, bei Fahrrädern, die mehr als das berühmte Supermarktrad kosten dürfen, macht man das vielleicht inzwischen. Aber nicht bei Kleinzeugs. Leider.

    Mich hat dieses Schindluder versuppte und verwässerte Recht des Fernost-industriefreundlichen Gesetzgebers mit unserem Label werben zu dürfen, das mal gut war, schon immer schwer verärgert. Es ist für mich eine der Hauptursachen, dass der nur halb hirntote Verbraucher immer noch irrt und wirrt in Zeiten, in denen das nicht nötig wäre, es mühelos und rasch im Internet darstellbar wäre.

    Vermutlich brütet die AfD schon über Slogans à la ‚Make … great again‘ auf Deutsch … Wenn es nur nicht so einen depperten Nachgeschmack nach ‚Reich‘ und so hätte. Gut, ‚völkisch‘ stört sie auch nicht. Von daher kein Problem für die …

    Ich wünsche mir, dass unsere demokratischen Parteien aufwachen, der Gesetzgeber aufwacht. Es wird so viel Verbraucher täuschender Blödsinn durchgehen gelassen. Aber Parteien und alert wirkende Politiker (der neue Typus, der innerlich ebenfalls ein Pöstchen-Schlaffi ist nur mit flotterer Fassade) sind wie alter, trockener Kaugummi, ein fader, träger Apparat. Jede. Außer schnellen Twittersprüchen einzelner passiert doch nix. Parole parole parole. EU noch träger. Nur schnell in Posten besetzen.

    Trump, der als ‚hands on‘ Umsetzer wahrgenommen wird

    Einem Unternehmer wie Trump hat man vermutlich eher zugetraut als einem Politiker, dass er von dem vielen Kram und Unsinn, den er schwätzt, zumindest einiges wirklich zeitnah umsetzt.

    Das wird es gewesen sein.

    Von daher gesehen hätte auch ein Bernie Sanders schlechtere Karten gehabt. Weil er das Pfusch-System ‚Politiker‘ ebenfalls nicht beschleunigen hätte können, so gut und sogar wesentlich durchdachter seine Vorschläge auch gewesen sein mögen. Er war Teil des Systems ‚Politiker‘. Den Amerikanern brennts aber anscheinend und sie hatten keine Geduld und keine Lust mehr auf bräsige Systeme. Mit Lösungen am St.Nimmerleinstag. (Wie lange geht diese zähe Gesundheitsreform schon?)

    Von daher sind auch gefühlt die Zeiten für Merkel angezählt, dieser Oberbräsine. Die komischerweise nur dann in einen schnelleren und populistischen Turbo-Modus schaltet, wenn sie sieht, dass die mehrheitliche Volksstimmung sie sonst umpflügen wird (Fukushima, Atomausstieg war so ein Ding). Merkel, die populistische Stimmungs-Bräsine.

    Einen Kanzler zu haben, der nur dann populistisch etwas zu tun scheint, wenn es wirklich knalleng wird wie 70er-Jahre-Jeans in Badewanne, muss man sich als Volk leisten können. Mir als Ungeduldigem brennt die Sicherung, die Kurbel, die Kupplung durch schwinden die Sinne, wann immer ich diese Vogonen-Gesichter seh‘. Kkkrkknrrkknörgs. Kann nicht anders. Reflex seit ‚Blühende-Landschaften‘-Kohl.

  111. Trump-Wähler
    Naja, mir scheint, daß dieser Text doch nur die MSM-Legende perpetuiert, daß Trump seinen Sieg den weißen Verlierern der Globalisierung zu verdanken habe. Die haben sicher dazu beigetragen, aber ein großer Teil von Trumps Wählern gehört eben nicht zu den Verlierern, sondern hat bestenfalls Angst, in Zukunft dazugehören zu können. (Letzteres ist übrigens wohl auch der Fall bei vielen AfD-Anhängern.)
    Ein Teil der Mischung, die den Trumpel wählte, wird hier dargestellt:
    http://www.latimes.com/politics/la-na-pol-donald-trump-american-voices-20161113-story.html

    Übrigens finde ich es reichlich seltsam, daß viele Leute tatsächlich glauben, daß ausgerechnet dieser Milliardär etwas gegen das Establishment unternehmen würde. Er gehört selbst dazu & verdient einen Großteil seines Geldes mit Geschäften mit dem Establishment.
    Die Namen, die im Zusammenhang mit seiner Regierungsbildung kursieren, sind auch ein Zeichen, daß er sich schon mit dem (republikanischen) Establishment arrangiert hat.

  112. Cannondale ist ja schön und gut, aber...
    …es gab da in den frühen 90ern ja noch ganz andere Schätzchen aus den USA: KLEIN war z.B.damals noch um Klassen besser und der eigentliche MTB-Alu-Oversized-Pionier (bevor es dann durch Trek in den Abgrund ging). Und neulich war hier ja auch mal ein unfassbar schönes Serotta zu sehen (Nachteil: Extrem selten und daher auch gebraucht für nicht-Dons kaum erschinglich). Allerdings wurde das alles damals von der kanadischen Edel-Wertarbeit von Brodie in den Schatten gestellt :-)

  113. Titel eingeben
    Oops – jetzt habe ich aber doch glatt FAT CHANCE vergessen, das ist unverzeihlich ;-)

    • Lechz. Ich kann aber mit dem ersten RM Vertex TO dienen.

    • Repaircafe
      KLEIN Bikes und Northface ( Bergklamotten) soll es ebenso ergangen sein, mailte mein Sohn mir.

      Es ist doch fast mit Allem so, darum halte ich mein LOEWE- Röhrengerät weiterhin in Ehren, obwohl ich ermahnt werde, mir endlich einen Flachbildschirm zu kaufen. Es wird höchste Zeit, die Garantien auf 10 Jahre heraufzusetzen.Aber: Es ist ja nie etwas zu machen, trotz allen E- Mülls etc.

  114. Heute: Halbe Qualität zum doppelten Preis
    Wie Handmade in Deutschland aussieht, kann man aus diesem Beitrag ableiten. Wo Handmade In Deutschland drauf steht, ist nicht unbedingt die Wertarbeit(teile-bezug) drin, die Qualität nun mal ausmacht.

    Wer als Präsident weiter der Wirtschaft und den Banken folgt; erzeugt Wachstum in einem hohen Maß, dass man die eigenen Arbeitsplätze im Land streicht, um eine Qualität zu erzeugen, die geringfügiger ist, um mehr Profit zu generieren.

    Doch ist in dieser Gesellschaft nicht jeder aufgeschlossen und in dem Bewusstsein; sondern kauft in den Geschäften, wo der Preis der Ware im vornherein, eine Minderwertigkeit gibt, die voraussichtlich keine „westlichen“ Standards erfüllt, um auch nur einen längerfristigen Gebrauch zu gewähren – auch deshalb haben diese „drittklassige“ Gütesiegel, um den Konsument: „Humanität in Zeiten von Globalisierung vorzutäuschen.“ Das ist der Politik bewusst, weil sie es zulässt.

  115. Ich gebe mich geschlagen!
    Und bitte untertänigst um Gnade – bevor Sie noch ein Ritchey P23 oder ähnlich unmoralische Dinge ausgraben…
    Vor allem aber auch von mir vielen Dank für das unermüdliche Hantieren mit der Fackel der Aufklärung, auch wenn es beim Lesen ziemlich weh tut.

  116. Canondale ist ueberall
    Das mit dem China Auslagern, Produktionskosten gering halten usw.
    ist Ein alter Hut.
    Es gab ueber die kritische Analyse dieses Sachverhalts einen Nobelpreis in Oeconom. an einen Amerikaner seinerzeit.
    Dons Argumente entsprechen exact der Verkaufargumentation beim damaligen Haendler,…Herr Maul!…gruesse an dieser Stelle.
    So wie ich meines auch liebe, ..ist dass alles wirklich so?!
    Beinahe haette ich Ein principia gekauft,…bildschoene Rennraeder damals,..aber man sagte , der Rahmen knarzt.
    Mein Viner, mit records,campa,..was hatte das Zicken!
    Nein die canondales hatten diese nicht.
    Dennoch haben andere Muetter auch schoene ,Toechter.
    Geopfert wird dem Gott des Leichtgewichts und wenn man Von diesem Trip runnter kommt, hat man auch wieder mehr Freude an Radangelegenheiten.
    Emphelenswert an dieser Stelle, so hat es Mir neben dem cannondalehaendler auch mal Ein applehaendler beschrieben,…kaufen sie sich das model vom Vorjahr
    Ueberlegenswert zuletzt , wo sich aktuell im Umfeld weitere Canon dale scenarien abspielen und diesen um der Sache willen, Einhalt zu gebieten.

    abspielen

  117. @Der anderere Gast
    Ich würde empfehlen, sich mal 2 Minuten mit der Geschichte von „Made in Germany“ zu beschäftigen – es ging dabei ursprünglich um nichts anderes, als potentielle Käufer per Zwangskenntlichmachung vor in Schwarzwalddörfern dreist raubkopierter und minderwertig zusammengedengelter, aber im Ursprung englischer Maschinenbau-Ingenieurskunst zu warnen. Gilt für Solingen/Sheffield übrigens auch. Allein: Die Lernkurve hierzulande war enorm steil, weshalb sich das gedreht hat. Interessante Perspektive für „Made in China“ und Konsorten, die sind da nämlich sicher keineswegs unbegabter…

    • Buy British
      … kommt auch einem ähnlichen Eck.

      Wichtig ist, als was es sich entpuppt hat: als Qualitätszeichen. Auf das man sich allmählich fast blind verlassen konnte.
      Das erreicht die ganze Gütesiegel-Inflation heute nicht mehr.

      Der deutsche Maschinenbau ist bis heute für hohe Qualität bekannt. Leider teuer.

      (Leider teuer war auch mal der Claim der ehem. deutschen Modemarke RENÉ LEZARD, (gegr. in Schwarzach a. Main. Denen gehts auch nicht mehr so dolle. Schuldenschnitt.)

    • Siechtum
      Richtig durchgestartet war die deutsche Wirtschaft nach dem 2.ten Weltkrieg mit einer Billigmarke, dem VW oder etwa nicht?

      Mittlerweile können sie nur noch Premium oder Untergang und weil sie an ihren eigenen Qualitätsanspruch nicht recht glauben, befassen sich die Deutschen genüsslich mit ihrem Siechtum. Dafür wird dann gerne auch die Demografie in Anspruch genommen. Gelegentlich wird noch das hohe Lied auf das deutsche Handwerk ( individualistisch! ) angestimmt, bis dann mal die Handwerker im Haus sind. Dann ist wieder heulen und zähneklappern angesagt.

      I.ü. ist Apple nicht auch so eine US Marke der Obama Zeit, mit Fertigung von Ramsch made in China, der es unter Bill Clinton mal großartig ging und die seither nur noch ein Schatten ihrer selbst ist?

  118. Das nenne ich ein gelungenes Beispiel!
    Don, ganz einfach: bleiben Sie so, Sie müssen nicht versuchen besser zu werden – oder gar anders. –– Was die USA mit Ihrer abgehobenen Führungsschicht (Elite?) zuerst erlebt und dann GEMACHT haben, ähnelt der deutschen Situation, jedoch ohne das Machen. Erneut daher meine Frage: Wie kann ich als besorgter Bürger (Bürger: „im Schutze der Burg stehend“, die zum Schutz vor Eindringlingen errichtet wurde) eine Änderung bewirken? Die CSU bellt ohne zu beißen (und steht eh nur in Bayern zur Wahl). Welche politische Partei bleibt dann zur Auwahl?

  119. wieder anlernen muss sein
    Sowas kann kein Cannondale mehr bauen und auch nicht so eine Firma leiten:
    http://www.politico.com/magazine/story/2013/12/opinion-rich-lowry-obamacare-affordable-care-act-pajama-boy-an-insufferable-man-child-101304

  120. Cannondale von 1992
    ich weiss nicht was es für eine Model ist aber ein Schulkamerad fährt noch stehts mit seinem MTB Bj 1992. Es sind wohlmal Zahlenkränze und Kette gewechselt …Ich muss ihn mal interviewen.

  121. Titel eingeben
    Das mit der Obsoleszens gibt es bei uns auch. Ich könnte jetzt von meinem Lieferwagen aus dem KdF-Werk in Niedersachsen, bzw. aus dem Zweigwerk Poznan schwärmen. Nach 10 Jahren Nutzung und 275 Kilo-Kilometer.
    Was die Amis betrifft: Überall dort, wo sie Maschinen bauen, mit denen die Kunden Geld verdienen müssen, sind sie entweder Spitzenklasse oder schon lange pleite. Ich erinnere an International Harvester im Vergleich zu John Deere.
    Vor 30 Jahren schon bekam der Benz mit seinen V6/8/10-Zylinder- Dieselmotoren in den USA kein Bein an die Erde. Sie mussten ihren R6 aus Brasilien nehmen. Dann wurden sie schlau und ließen ihren „Welt“-Lkw-Diesel von der (ehemals GM) Tochter Detroit Diesel konstruieren. Und siehe da: das Ding wurde 200 Kilos schwerer als die eigenen V-Versionen. Aber: das Teil funktioniert die geforderte Million Meilen. Wir Lkw-Transport-Earnies haben schon früher uns gewundert, dass ein Cummins-NTE-Motor dreimal so lange hält wie ein deutsches Qualitätsprodukt aus Nürnberg oder Mannheim. Und bei den Eaton-Fuller-Roadranger-Getrieben war und ist das auch so im Vergleich zu Friedrichhafen-Zahnradfabrik.
    Kürzlich war ich bei meinem freundlichen Gartengerätehändler wegen Ersatzteilen für meine Motorkettensäge (Baujahr 1984). Die Teile gab es. Das ist eine Maschine von dem aus Waiblingen. Der Verkäufer meinte, ich sollte das gute Stück hegen und pflegen. Denn die aktuellen Maschinen könnten in Sachen Zuverlässigkeit nicht mithalten. Und bei dem Hersteller ist kein Hedgefond im Nacken. Da ist es wohl der Master of Business Administration. Der noch nie ´nen Fällkeil am Baum gesetzt hat. Und weil ich nicht weiß, ob derselbe an der Kettenbremse (jene für den Rückschlag) gespart hat, bleibe ich bei meiner 034AV. Jene umweltzerstörende, weil ohne Katalysator.

    • es gab da
      die Geschichte vom alten Stihl, der jeden Freitag nachmittag mit seinen Managem in den Wald gezogen ist, zum Kettensägen.

  122. Man stelle sich vor, es würde keinerlei Pfusch mehr produziert werden.
    Das westliche System würde sofort kollabieren. Sofort.

    Das betrifft übrigens auch den „Pfusch“ in den Medien. Er wird gebraucht, auch wenn Maischberger, Will, Illner & Co. noch so sehr angegriffen werden. Sie werden gebraucht. Und zwar nicht nur für die Quote.

    Das US-Establishment wird sich mit Sicherheit wehren. Und die werden das mit derselben Rücksichtslosigkeit tun, wie Trump es als Unternehmer und nun als Präsidentenkandidat getan hat. Das Ergebnis scheint im Moment noch offen zu sein. Ob Trump das Ende seiner Präsidentschaft im Amt erlebt?

    Übrigens Fahrrad:3-4000€ auf den Tisch und ein Norwid kaufen. Rostfreier Stahl in bester deutscher Handwerkstradition zusammengebaut. Davon braucht man nur eins. Und das sollte dann 20-30 Jahre halten. Ein sehr gutes Schloss nicht vergessen.

    Und um die Systemfrage kommen wir alle miteinander trotz so vieler Pirouetten nicht herum. Das wird immer deutlicher.

  123. The revolution is a dictatorship of the exploited against the exploiters.
    Ok, Ihr Hobby Ökonomen:

    Wenn die USA so sehr vom Kapitalismus vergewaltigt wurde, warum konnte dann im gleichen Zeitraum 2/3 der Welt vom Kapitalismus mit Liebe beglückt werden?

    Wie kann sich die Schweiz der Penetration entziehen, seit Jahrzehnten. Und das mit teueren Produkten? Ebenso die deutsche Automobilindustrie.

    Fehlt am Ende nur noch der böse Banker und dann sind wir nur noch einen Schritt bei unseren Großvätern,

    So ist das, die Rebellen sind am Ende genauso dumpf wie das System, welches sie bekämpften.

    • Easy one
      Weil damals der Kommunismus den Kapitalismus in Schach hielt, und der sich noch anstrengen musste, dass er den Bürgern auch besser gefällt. Wettbewerb, Baby. In der Schweiz liegts wohl an der Demokratie. Und am calvinistischem Fleiß, natürlich.

    • @salonsozialist - Über Ihren Gedanken wäre dann ja ausführlich zu reden
      Hat der Kommunismus den Kapitalismus tatsächlich vorübergehend daran gehindert, sich zu „Tode“ zu siegen? Der Westen sollte wenigstens nachträglich dankbar sein.

      Tatsache jedenfalls ist, dass die ziemlich umfangreichen und für die DDR-Wirtschaft zu ausufernden Sozialleistungen (z.B. Miete so um die 10% des Einkommens) dieses Landes von der BRD nicht unbeantwortet bleiben konnten. Führt zu der Frage, ob es da in diesem Ländchen nicht doch Impulse gab, die weit jenseits von Stasi, Doping und Manschaftstöpfchen im Kindergarten wirkten? Aber das ist für viele ein so ungeheuerlicher Gedanke, der braucht noch einige Zeit.

      Wir sollten mal an die Zukunft denken. Wo landen wir, wenn die aktuellen Entwicklungen fortgeschrieben werden?

      Ich hielte es für großes Glück, wenn wir in 5 oder gar 10 Jahren noch Zeit und Grund hätten, über profitgesteuerte Auslagerung von US- oder D-Qualitätsarbeit nach China oder vielleicht auch nach Indien zu reden. Dieses hingepfuschte Tretlager hat ganz gewiss symbolischen Wert, aber da gibt es klar ersichtlich noch gänzlich andere symbolischen oder auch schlichtweg reale Entwicklungen. Und die sind erst recht nicht durch das Kaufverhalten von Kunden zu beeinflussen.

      Und von den Entscheidungen von Wählern sicher auch nicht.

    • t's the free market. And you're a part of it. You've got that killer instinct.
      @salonsozialist

      Sie erinnern mich an einen intelligenten Gegner aus längst vergangenen Tagen…hmm.

      Whatever, mit „sich anstrengen musste“ liegen Sie vollkommen richtig.
      Das ist der Schlüssel zum Verständnis der aktuellen Krise des weißen Mannes.
      Nicht ganz so, wie sie es darstellen, aber nachdem der Kapitalismus gesiegt hat, endete er in einer Blase.

      Und Trump ist die lebende Illusion, dass die Blase doch Bestand haben könnte.
      Wird nicht funktionieren, erst nach Trump kommt the real bloodwork.

    • @Goodnight
      Fragen Sie doch noch mal kurz in Vietnam, Syrien, Irak, Afghanistan, Chile, Kongo, Grenada, Libyen,… nach.

      Was haben Sie für eine Vorstellung von Liebe?

    • Soon there's going to be a knock on that door and you will be called outside
      @Gast

      Es soll einige intelligente Menschen da draußen geben, die die Welt als Einheit von Differenzen beobachten können.
      Die beobachten, dass man niemals die Einheit ohne Differenz beobachten sollte. Denn dann operiert man nur noch auf einer Seite einer Differenz. Und damit außerhalb der Welt.
      Und dann geht man unter.
      Wie der Westen in den letzten Jahren.

      Das ist alles viel zu kompliziert für FAZ Leser.
      Aber es ist.

  124. Einfach froh
    Während ich hier sitze und schreibe, fällt mein Blick auf die zwei Cannondales, die hier in meinem Arbeitszimmer stehen (Ein drittes steht im Wohnzimmer; allerdings stammt es aus dem Jahr 2012. Ich wurde nie warm damit und werde deshalb kein Cannondale mehr kaufen. Heute würde ich es als Fehlkauf bezeichnen. Die Zeit ist einfach rum und kommt nicht wieder.) Über Jahre hinweg wurde ich von Besuchern gefragt, weshalb ich meine Fahrräder in den Zimmern aufbewahre und nicht, wie es sich gehört, in der Garage/dem Keller. Mein Einwand, es handele sich beim ersten Rad um eines aus dem Jahre 1995, das nicht nur das erste Rad war, das ich mir neu im Laden von meinem ersten selbstverdienten Geld kaufen konnte, sondern darüber hinaus um das beste Rad, das ich jemals gekauft habe, wurde stets mit Kopfschütteln quittiert. Dass das zweite Rad aus einer der letzten Generation der Räde stammt, die noch „Handmade in USA“ sind, kann ebenfalls nicht überzeugen. Fahre ich heute mit meinem 95-er aus und stelle es, nie unbeaufsichtig übrigens, hin, um in der Sonne sitzend ein Stück Kuchen zu genießen, heisst es regelmäßig: „Ist das Ihr Rad ? Das ist ein schönes Rad, wo gibt es denn das ?“ Wenn ich dann das Alter preisgebe und die Frage damit beantworte, dass es „solche“ Räder gar nicht mehr gibt, sehe ich stets in ungläubige Gesichter. Bereits mehrfach folgte dann die Frage :“Wollen Sie das verkaufen?“ (Nein, will ich nicht und werde ich nicht!) Sollte ich jemals wieder gefragt werden, wo es wunderbare Räder wie meines gibt, verweise ich jetzt auf diesen Text. Ich danke von ganzem Herzen, mehr gibt´s dazu nicht zu sagen.

  125. Eine Lanze für die Globalisierung
    Werter Don Alphonso,

    vielen Dank für den sehr interessanten Artikel. Nach der Lektüre und dem Flug über die Kommentare möchte ich die Gelegenheit ergreifen, eine Lanze *für* die Globalisierung zu brechen. Einer muss ja.

    Als ich vor etwas mehr als 30 Jahren zur Schule ging, war der großflächige Einsatz von Robotern unserer japanischen Freunde im Automobilbau das große Thema. Usus war damals – zumindest in meiner kleinen Welt -, dass wir das auf gar keinen Fall tun sollten, weil ansonsten alle Autobauer ihre Arbeit verlieren und folglich der Untergang des Abendlandes bevor stünde.

    Um es kurz zu machen: Die deutschen Autobauer haben anders entschieden. Heute:
    – arbeitet in einer typischen deutschen Werkshalle nur noch ein Bruchteil der Mitarbeiter
    – ist die Qualität besser
    – bauen Konzerne wie VW mehr Autos denn je
    – beschäftigen dieselben Konzerne immer noch eine riesige Belegschaft

    Meine These lautut nun: Wäre man damals den Verhinderern gefolgt, würden wir jetzt ähnlich desolat dastehen wie die Franzosen. Dort sind die Gewinne dünn, eine Fusion mit Rationalisierungen jagt die nächste und die Position auf dem Weltmarkt ist eher schwach.

    Statt dessen wurden viele Jobs verlagert, die Effizienz wurde deutlich angehoben, die Stückkosten wurden geringer usw. Gleichzeitig stehen die bekannten Hochburgen wie Wolfsburg, Stuttgart, Ingolstadt etc. recht gut da.

    Zugegeben, es gab an einigen Stellen auch Qualitätsprobleme, aber in Summe kann man viele deutsche Autos heute locker 15 Jahre und 200000 km fahren. Damals sah es nach 10 Jahren/100000 km düster aus. (Die jüngsten Betrugsfälle klammere ich mal aus, denn die sind unabhängig vom Standort.)

    Klar, Cannondale hat strategische Fehler gemacht und die Arbeiter mussten es unverschuldet ausbaden, was ich auch schlimm finde. Ich finde aber die Strategie, auf Standortverlagerungen/Kosteneinsparungen etc. zu verzichten, weil es ja gut läuft, ziemlich risikoreich. Am Ende besteht immer die Gefahr, dass man sich dem Fortschritt verschließt und von der Konkurrenz abgeräumt wird. Gute Beispiele dafür wären z. B. Neckermann oder Kodak.

    Soviel ist leider sicher: Die Gutmenschen, die den lauschigen Schwatz im Tante-Emma Laden lautstark betrauern, waren als erste bei Aldi, weil das eigene Portemonnaie dann doch wichtiger ist als die Moral. Zumindest, wenn es um den eigenen Mammon geht.

    Letzte Anmerkung: Mit einem Schmunzeln habe ich kürzlich gelesen, dass der letzte Hersteller von weißer Ware in Deutschland, die von mir sehr geschätzte Firma Miele, in China deutlich mehr Geräte verkauft als hierzulande. Am Ende wissen ausgerechnet unsere chinesischen Freunde die gute Qualität mehr zu schätzen als wir. Na gut, es sind ja auch ein paar mehr von ihnen da …

  126. Schwabe, alles außer Hochdeutsch
    Grüß Gott, dies ist mein erster Beitrag hier in der FAZ – v.a dank Don A. Ansonsten bin ich seit 12 J nur im Zeitforum aktiv (noch- Ich habe dort bereits Löschung meines Acounts „angeboten“ und stehe im
    Schriftwechsel mit der Redaktion). Ihre Beiträge gefallen mir überwiegend sehr gut auch mit dem motwendigen Schuß an Humor, Ironie und Überspitzung.

    Zu Made i Germany und Qualität: Einer der schlimmsten Qualitätsvernichter und Dumpingförder in D sind übrigens die öff. Beschaffungsstellen. Was da schief läuft und an Werten vernichtet wird ist einfach unglaublich. Seriöse Bieter haben oft keine Chance. Aufträge gibt es oft nur mit Schummeln und Tricksen. D kann nicht nur keinen Flughafen mehr bauen, sonder auch Brücken und Tunnels stürzen ein.

    AW zu Folkher Braun: 14. November 2016 um 21:37 Uhr
    Zu Motorsäge: Ich habe noch eine 08 von meinem Vater und fälle damit immer noch Bäume. Letzten Monat habe ich nach 35 Jahren Standzeit mein altes Kreidler Florett verkauft. Ebenso einen 60 jahren alten Traktor aus schwäbischer Produktion. Alles noch top funktionsfähig und unkaputtbar. Nur schade, dass meine Mutter mein altes Rennrad aus den 1980igern entsorgte. Auch bei uns geht viel den Bach runter, v.a. Werte, Umgangsformen und bewährte Geschäftsbeziehungen. Wegen 16 €uro Rendite/Jahr und weil ich kein Gehaltskonto mehr dort habe (Umzug) warf mich meine
    ehem. Hausbank als Mitglied raus- nachdem der Anteil über 75 Jahre
    in unserer Familie war. Gleichzeitig wurde seitens dieser Bank versucht meiner 80 jährigen verwittweten Mutter einen „großen“ Bausparvertrag aufzudrücken.

  127. Argument nicht überzeugend
    Dass die Arbeitsplatzfrage für viele Wähler Priorität hat, leuchtet mir ein.
    .
    Aber.
    .
    Im Land des freien Unternehmertums haben Unternehmer nun mal die Freheit, auch Fehlentscheidungen zu treffen. Und solange Amerika nicht sozialistisch wird, kann auch kein Präsident kann daran irgendwas ändern.
    .
    Was hat diese Geschichte also mit der Wahl zu tun?

  128. Während wir hier noch über Amerika, Trump und stabile Fahrräder streiten
    teilen andere das Land unter sich auf:
    http://www.achgut.com/artikel/integrationsgipfel_forderungen_zur_abschaffung_der_alten_bundesrepublik

    …und wie es scheint, ohne den Hauch einer Gegenleistung.

    • Nach Maas Kahane hier die nächste D schwächende "Blase"
      Farhad Dilmaghani, einer der uns wie selbstverständlich erzählen will, wie wir denken sollen und der von seltsamen Voraussetzungen und Vorgaben ausgeht – unhinterfragt von einer Journalistin:
      http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-231141.html
      https://de.wikipedia.org/wiki/Farhad_Dilmaghani
      „2012 machte ihn die Berliner Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) zum Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Nach 14 Monate im Deinst verließ Farhad Dilmaghani wurde er entlassen. Der Berliner Tagesspiegel berichtete, dass Dilmaghani laut der Verwaltungmitarbeiter wenig Kenntnis über Verfahrensabläufe gehabt und Druck auf Mitarbeiter ausgeübt habe. Dies habe zu einem „Konglomerat von Verschleiß und Angst“ auch bei erfahrenen Verwaltungsexperten geführt.[3]
      Heute arbeitet Dilmaghani für die Analyse- und Beratungsfirma Phineo gemeinützige AG in Berlin.[4]“

      Die Forderungen von Quoten und Teilhaben, nach Änderung des GG, die Behauptung, dass D ungefragt zur „Einwanderungsgesellschaft“ mutiert sein soll und die geforderte „Durchsetzung“ macht nachdenklich.

      Nicht angesprochen auf dem Integrationsgipfel werden Schwierigkeiten: sowohl die der Kriminalität der „Einwanderer“ als auch die der wie fest zementierten religiösen und kulturellen Anschauungen, die, wie fremde Sprache auch, einfach hingenommen werden sollen?

    • Wieso A. M. die deutsche Fahne in den Dreck schmeißt oder ...
      Deutschland schafft sich ab …

      First we take Washington – then we take Berlin.

    • Mit unfähigen Eroberen
      sollte man leicht fertig werden.

  129. Impeachement
    Wenn das Trumpel nicht nach den Regeln des (Rep) Establishment spielt, dürfte er sich wohl bald ein Impeachement einfangen.
    .
    Also ich versteh nix von amerikanischer Politik.
    .
    Aber so ein ganz unbestimmbares Gefühl im Zeh sagt mir, dass das Trumpel sein Leben vielleicht in einer Gefängniszelle beenden könnte.

    • Dann kommt Mike Pence dran,...
      nach eigener Aussage „Ein Christ, ein Konservativer, ein Republikaner, in dieser Reihenfolge“.

      Auch recht.

    • Without Krauts he will get to some success I guess
      Hauptsache, der President-elect hört nicht auf Leute wie Sie, die impeachment nicht schreiben können und nicht wissen, wie extrem selten dazu gegriffen wird.

      Wenn er sich von deutschen Ratschlägen weit fern hält, wird er schon über die Runden kommen. Der Anfang ist vielversprechend und Obama sehr hilfsbereit, weil er sich genau erinnert, wie er selbst davor stand, er, nur ein community organizer.

    • im Hotel
      Ihr Zeh könnte Recht haben.
      Heute macht man es nicht mehr wie anno 63 in Dallas. Eine New Yorker Hotelangestellte wie bei Strauss-Kahn genügt. Da Hr. Trump eine eigene Wohnung in NY hat, böte sich eine Minderjährige an. Kostet auch nicht viel. Die Millionen kommen ja dann per außergerichtlicher Einigung vom Beschuldigten selbst. Praktischer gehts nicht. Als potentielle Auftraggeber kommt die Kriegs-Waffen-Logistk-Industrie in Frage die unter Bush-Cheney noch 5000 Dollar pro Minute Krieg brutto kassieren konnten. Sobald die so ausgeraubte Staatskasse wieder ein paar Kröten enthielte wäre es soweit. Hoffentlich brauchts dafür keine September-Inszenierung. Don, liest die agency hier eigentlich mit?

    • @ Oberländer
      Was denn für „Ratschläge“…?
      .
      Das sind Mutmassungen.
      .
      Das Trumpel
      das Trumpel,
      das hält an keiner
      Roten Ampel.
      .
      Bis dass der Lasterlaster kam …
      Ihn zu schubsen über die Fahrbahn quer
      Mit 38 Tonnen und 90 Sachen
      von rechts, von links,
      ich weiss nicht mehr…


    • Also ich versteh nix von amerikanischer Politik.
      Ja.


    • Eine New Yorker Hotelangestellte wie bei Strauss-Kahn genügt.
      Ich glaub nicht, daß sowas mit Trump klappt. Der ist 71 und ruhiger geworden, auch hat er eine bildschöne Frau. Der kann unterscheiden zwischen Fernsehlarifari und Präsidentenamt. Sieht man an dem, was er seit seinem Wahlsieg von sich gibt.


    • @ Perkeo
      „Dann kommt Mike Pence dran,…
      nach eigener Aussage „Ein Christ, ein Konservativer, ein Republikaner, in dieser Reihenfolge“

      Wenn aber noch vor der Inauguration etwas geschähe, wäre ich mir nicht ganz sicher, ob dann Pence Präsident wird, als Vize eines Präsidenten, der nie im Amt war. Das kann ich aber auch nicht sicher beurteilen.

      @ Adeo Bernard
      „im Hotel
      Heute macht man es nicht mehr wie anno 63 in Dallas. Eine New Yorker Hotel-angestellte wie bei Strauss-Kahn genügt. Da Hr. Trump eine eigene Wohnung in NY hat, böte sich eine Minderjährige an.“

      Vor New Yorker und kalifornischen Gerichten sind drei Strafverfahren gegen Trump anhängig, wegen Betrugs. Seine Anwälte versuchen die Termine zu ver-schieben, aber darauf lassen sich die Richter wohl nicht ein. Vermutlich wird es zu einem Vergleich kommen, d.h. Trump wird zahlen.

      Es gab ein Gerichtsverfahren, das in New York anhängig war. Eine erste Anhörung war zu Anfang Dezember angeordnet: Eine Frau hatte Trump der Vergewaltigung beschuldigt; das geschah, als sie 13 Jahre alt war. Inzwi-schen soll sie die Klage zurückgezogen haben, nachdem sie Todesdrohungen bekommen hatte. Wer googelt, findet zahlreiche Quellen. Die Todesdrohungen wurden in einem Artikel vorher schon erwähnt.
      http://people.com/politics/donald-trump-rape-lawsuit-dismissed/

      Ne, ne, niemand kann diesen Diktator-Anwärter mehr stoppen.

  130. Trump ergreift die Macht...
    und umgehend wird 35 Spiegel-Mitarbeitern „betriebsbedingt“ gekündigt.

    Ob der ein oder andere bei Breitbart.de unterkommt?

  131. Money makes the world go round
    Da sind noch andere Dinge:
    Donations Trump campaign:
    https://www.opensecrets.org/pres16/candidate.php?id=N00023864

    Donations Clinton campaign (doppelt so viel):
    https://www.opensecrets.org/pres16/candidate?id=N00000019

    Die Spender, alles Elite und 2big2fail:
    https://www.opensecrets.org/politicians/contrib.php?cid=N00000019&cycle=Career
    http://www.politico.com/story/2016/01/hillary-clinton-george-soros-218494

    Tja. Das lesen auch die Arbeitslosen von Cannondale und Co.

    Freunde von mir aus NYC, 5 Mio-Apartment, haben inzwischen 50.000 Dollar für Gore, Kerry, Obama und Clinton verpulvert. Wenn sie’s in Cannondale gesteckt hätten, sie und ähnliche Leute, gäbe es die Firma noch. Hierbei geht es nur um Einfluss.

  132. Sind junge amerikanische Männer die neuen Feministen?
    Unten ein Link zu einem ziemlich interessanten Artikel auf Huffington Post, laut welchem:
    65% der männlichen Millennials haben Hillary Clinton gewählt, nur 47% der weiblichen.

    Sind junge amerikanische Männer die neuen Feministen? Oder sind junge amerikanische Männer diejenigen, die einen kühlen Kopf bewahrt haben und sich nicht durch emotionale Demagogie haben einlullen lassen?

    Was ich bemerkenswert finde, ist ein Zitat aus jenem Artikel von Huffington Post:
    „As she ended her time as Secretary of State, Hillary was the most popular poli-tician in our country — more popular than President Obama or VP Biden.
    Then, when she took the bait, and declared her candidacy for president, it was like a ski slope down.“
    http://www.huffingtonpost.com/amy-siskind/why-do-women-hate-each-ot_b_12951078.html

    Also war Hillary Clinton am Ende ihrer Amtszeit beliebter als Obama oder Biden. Bis sie ihre Kandidatur bekanntgab. Ab dann ging es mit ihrer Beliebtheit bergab. Ist das nicht seltsam?

    Nein, ist es nicht, sobald man berücksichtigt, dass der Anteil der weiblichen Parlamentarier in den USA niedriger ist als in vielen armen Entwicklungs- und Schwellenländern, mit nur 19% sogar niedriger als in manchen mehrheitlich muslimischen Ländern, wie z.B. in Afghanistan und Algerien.
    In Deutschland, den Niederlanden und den skandinavischen Ländern etc. ist der Anteil doppelt so hoch oder höher.
    http://data.worldbank.org/indicator/SG.GEN.PARL.ZS

    btw. Die neue superkonservative Festung um Trump nimmt indes Gestalt an: Steve Bannon ex Breitbart als Chief of political strategy. Ein superintelligenter, doch undurchsichtiger Mann, der von den MSM „White Nationalist“ genannt wird.

    • Elizabeth I brachte Mary Stuart um!
      Das schreibt die HuffPo, das sagte irgendeine Umfrage. Hillary war gar nicht beliebt wegen Benghazi und Obama auch nicht. Wenn der allzeit höfliche Romney Benghazi deutlich mehr hochgespielt hätte, wenn er frecher gewesen wäre, hätte er gewinnen können. Der Mann war das, was sich alle wünschen: Gut erzogen, höflich, aber er konnte die Wahl nicht nach Hause fahren. Trumps Team muss das genau analysiert haben.

      Aber das Frauen sich nicht mögen, ist eine Binse. Muslime mögen sich auch nicht. Daher muss man mit Politik Wahlkampf machen oder mit persönlicher Diffamierung. Mit Gruppen ist kein Blumentopf zu gewinnen.

      Lena Dunham? Vorbild für eine gestandene Frau? Oh man. Auf der anderen Seite Pam Geller. Oh man.


    • Hieß es hier nicht neulich, dass Frauen Trump gewählt hatten?

      Da hatten Sie nichts gegen die Statistiken einzuwenden. Da hatten Sie auch nichts gegen eine Gruppe einzuwenden.
      *Niemand* hatte etwas gegen die Statistiken bzw. „Gruppe“ einzuwenden.

      Btw. Ich glaube keineswegs, dass Frauen sich nicht mögen. Sie verwechseln mich, glaube ich.

      Nein, mit Gruppen ist kein Blumentopf zu gewinnen. Nur dann, wenn das ins eigene Weltbild passt.

  133. Hallo Liebe Mitleser im Kanzleramt
    Frau Dr. A. Merkel

    Sie wären u n s verbunden zu reiten hinfort!
    Totensonntag?
    Volkstrauertag haben Sie verpasst.
    Reformationstag? Noch haben Sie Glück!
    Babara? Rufen Sie sie, am 4.12. 2012 an.
    Ach! Versuchen Sie den 4.12.2016. Sie freut sich.
    Obama vielleicht? Wird knapp. Bestimmt!
    Nikolaus nimmt Sie mit? Wird kalt.
    Geben Sie sich E I N M A L Mühe und scheiden sie aus dem Amt –
    Vor Weihnachten!

    In hochmütiger Absicht und hoffentlich: In Vollendung!

    https://s14-eu5.ixquick.com/cgi-bin/serveimage?url=https%3A%2F%2Fseidenmacher.files.wordpress.com%2F2015%2F01%2Fmerkel-galina-petrovc3a1.jpg%3Fw%3D529&sp=ac1ae372b63f2ef2723cd12a9cd05f8e

    • Also praktisch nachgeäfft ohne geistigen Diebstahl zu begehen,
      aber die Raute scheint ihren handgemachten Meister in Deutschland zu haben. 3 zu 1.
      .
      OT: Gestern bei Plasberg. Langsam scheinen die Lichtlein anzugehen und Besinnung einzukehren, daher auch die überraschend sachlich verlaufende Runde.
      .
      Selbst bei den Grünen. Allerdings muß man die Aussagen von Bastian Hermisson, Leiter des Büros der Böll-Stiftung in Washington überall mit der Lupe suchen. Das Mutterschiff unterlegte nicht einmal den Namen rot.
      .
      FAZ: „….H. hatte davor gewarnt, es reiche nicht, die besseren Argumente zu haben und abweichende Meinungen als unmoralisch zu diskreditieren. Schlechter Ausgebildete seien nicht dumm. Mit dem Dünkel linker und grüner Eliten seien keine Wahlen zu gewinnen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende konzediert: Ja, über die Flüchtlingspolitik hätte im Bundestag offener debattiert werden müssen….“
      (DdH)

  134. Braun Küchenmaschine
    Braun Küchenmaschine

    Dank an den Don für die reflektierenden Zeilen.

    Vor ein paar Monaten ging unser elektrischer Dosenöffner, ein EMIDE DA 41.0, kaputt.

    Ok, man kann darüber streiten, ob man so etwas überhaupt braucht. Jedenfalls hat meine Holde mich seltenst zum Dosenöffnen benötigt. Und ich alter Macho war nicht böse drum.

    Der Plastik-Giff zerbrach.

    Gut, dann kaufen wir halt einen neuen Griff als Ersatzteil (wenn rentabel).

    Die Firna hatte kurz nach Erwerb (Anfang der Neunziger) des Dosenöffners schon einmal solchen Griff aus Kulanz geschickt.

    Nun, kurze Recherche. Die Firma gibt es nicht mehr. Nur noch am alten Markennamen macht sich jemand zu schaffen.

    Nun dann, einen neuen kaufen. War auch nicht einfach. So etwas gibt es in dieser Qualität (obwohl der Griff schlecht war) einfach nicht mehr. Japan oder China und etwas französisch anmutendes, sagte die Krake.

    So bin ich auf Braun gestoßen.

    Braun DS1 Sesamat aus 1972.

    Massiv, formschön, funktional und mit einem Griff, der so nie kaputt gehen könnte (Stahlguss, verchromt).

    ‚Sesamat‘ schon der Name ist Kunst. Das Morgenland war damals noch nicht so in aller Munde.

    Ebay konnte helfen, fast neuwertig dort erstanden. Nur meine Gattin wollte nicht so ein „gebrauchtes Teil“ in ihrer Küche.

    Nun, auch da konnte die Bucht mit einem als Ersatzteilspender (so wie unser alter) erstandenen Dosenöffner helfen. Meine Frau war’s zufrieden. Der Macho in mir dann natürlich auch.

    Nun steht mein tolles Designer-Stück im Keller. Mit Küchenverbot. So wie ich selbst eigentlich auch. Und in Sachen Dosenöffner wäre es wohl auch besser so gewesen, denn beide Male hab ich den Griff aus Ungeschick zerbrochen.

    Ähnliche Erfahrungen machte ich beim Ersatz unseres alten Toasters. Das war allerdings schon ein Braun (ebenfalls ein von Sammlern gesuchter Design-Klassiker, leider jedoch irreparabel.

    Es gab einfach wenig von mir als solide eingeschätzte Produkte bzw. Fabrikate am Markt. Einigermaßen fündig wurde ich dann bei SIEMENS/Bosch.

    Braun baut wieder Toaster. Wirklich?

    Nein es ist nur der Name, welchen Procter & Gamble an De’Longhi per Lizenz verliehen/verkauft hat.

    Zuvor war Braun an Gillette gegangen und diese wiederum an Procter & Gamble. Die wohl legendären Braun Elektrorasierer waren es, was Gilette als Hersteller von Klingen für Naßrasierer so anzog. Am Rest hatte man sowieso wenig Interesse.

    Nun ist das fast so eine Geschichte wie die mit der Kurbel geworden.

    Unsere Industrie und die sog. deutsche Wertarbeit (die sich immer vordrängelnde Rechtschreibprüfung meines Androiden kennt das Wort ‚Wertarbeit‘ nicht einmal) haben sich verändert. Ob das nun Globalisierung oder new economy oder Industrie x.0 heißt, sei dahingestellt.

    • Werter Don Magnifico...
      … das ist die traurige Geschichte einer anderen Marke, die auch nur noch als „Label“ überlebt hat.
      .
      Ich kaufe übrigens „Gebrauch“sgüter fast ausschliesslich „gebraucht“ und wundere mich dann wenn speziell die Damen -mit diesem Grundsatz konfrontiert- meist das Gesicht verziehen.
      .
      Nun ja, irgendwer muss ja auch den neuen Plunder kaufen und Produzentenrente und neue MWST generieren. Ich jedenfalls nicht.

    • Born in the USA, GB und der Schweiz.
      Ein AMC CVT 3030 Röhrenhybrid-Verstärker mit legendärem Klang, mit gematchten Röhren (12 Jahre alt) arbeitet bei mir seit 21 Jahren und verarbeitet die Signale eines LP 12 Linn Sondek aus dem Jahre 1993. Tonabnehmer ist ein Benz Micro Silver – inzwischen 12 Jahre alt.

    • Um noch einen deutschen Markennamen positiv zu erwähnen...
      Nach jahrelangem Gebrauch einer manuellen Brotschneidemaschine haben wir uns eine elektrische gekauft, und da es erst mal „nur zum Probieren“ war, die kleinste der Familie von Graef.
      Nach relativ kurzer Zeit (so zwei, drei Jahre, jedenfalls außerhalb der Garantie): Messerstillstand bei laufendem Motor.
      Aufgemacht (ging ziemlich einfach) und den Fehler gleich gefunden: gebrochenes Getriebegehäuse; nun ja, war ja auch die billigste.
      Beim Hersteller angefragt, ob es das denn auch als Ersatzteil gäbe – klar, kein Problem, kostet 8 (acht!) Euro, komplett!
      Ich habe dann vorsichtshalber zwei bestellt, und dann bei der Lieferung gesehen, daß das Problem auch beim Hersteller angekommen war – das neue war nämlich genau an den Schwachstellen verstärkt.
      (Und liegt seitdem in der Schublade, das sind bestimmt schon fast zehn Jahre, die das ersetzte problemlos läuft.)

  135. Trump allerorten
    Als Obama an die Macht kam, dachte ich so für mich: die Welt atmet im Takt der amerikanischen Präsidentenwahlen.

    Nun war’s ja wieder soweit. Mein Postulat scheint zu gelten.

    Auf den Punkt zum Thema Trump hat es die ZellerZeitung gebracht. Eigentlich noch bevor sich die Medienmeute warm laufen konnte, in den frühen Vormittagsstunden des 9. November.

    http://www.zellerzeitung.de/index.php?id=345

    Vielleicht hat er ja deshalb, als großer Diplomat, nicht gratuliert?

  136. Try and make believe this is not just madness because this is not just madness.
    Noch einmal, und immer wieder, auch wenn oder gerade weil es keiner verstehen will:

    Politiker werden nicht gewählt um Profit oder Einkommen zu erhöhen.

    Das einzige, was Wähler von Politikern erwarten, das ist:
    Macht

    Und wenn man das verstanden hat, dann begreift man, warum einer wie Trump gewählt wurde.

    Er ist nicht schön, er ist nicht lieb, er ist nicht intelligent, er ist kein sozialer Wohltäter.

    Er ist ein „machtgeiles Arschloch“.

    Und genau deshalb wurde er gewählt.

    • Aber warum wurde dann Obama gewählt?
      Oder vor ihm der W.? Der war kein „machtgeiles, A.“, sondern –

    • Speak softly and carry a big stick; you will go far.
      W.? Kein „machtgeiles A.“?

      Äh…

      Johnson
      Nixon
      Ford
      Reagan
      Bush
      Clinton
      Bush

      Kennedy? Ebenso..

      Bleibt als Ausnahme der Hippie J. Carter und die Friedensnobelpreisstaube Obama.

      Beides Geschöpfe einer direkten Nachkriegsära.

      So wie der von Haupts geliebte Eisenhower.

      Diese drei Tauben, gewählt als Friedensstifter, gegen die oben genannten Falken.

      Und die anderen Präsidenten davor möchte ich gar nicht erwähnen, gegen einen Theodore Roosevelt ist Trump ein Pfadfinder

    • And again - ich liiiiebe Ihr Geschichtsbild.
      Eisenhower war also eine Taube. So, so. Himmler war ein Hippie, Molotow ein Menschenrechtsaktivist und Thatcher war eigentlich Mutter Theresa.

      ROFL. Bitte weiter so, der Unterhaltungsfaktor ist grossartig.

      Im übrigen – wenn man ein Grundgesetz politischer Macht formuliert und findet unter 10 gleich 3 Gegenbeispiele, handelt es sich nach dem Falsifikationsprinzip nicht um ein Gesetz.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • We are going to have Peace, eventuell if we have for it
      Jesus, Haupts, Sie müssen doch nicht der ganzen Welt immer mitteilen, dass ihre elementaren Wissenschaftskenntnisse mit der Einführung in die Methoden der empirischen Sozialforschung begannen und endeten…Im Grundstudium.

      Ihr ganzer Popper wirkt nicht, wenn sich die Bedingungen des Möglichen grundlegend ändern, wenn wir von Friedenszeiten zu Kriegszeiten wechseln:
      Macht bedeutet in Kriegszeiten, wenn man Frieden bringen kann.
      Denn Macht ist immer die Fähigkeit das maximale Undenkbare zu realisieren.

  137. Bedford und die alten Industrien
    Sie haben in beidem Recht: 1. Viele kleine Bedfords machen auch einen wichtige Beitrag in der Stimmenzahl eines Bundestaates, auch wenn nicht ueberall ein Cannondale Fall vorliegt. siehe auch http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/katherine-cramer-zu-gruenden-fuer-wahlsieg-von-donald-trump-14523837.html
    2. Habe das Ruhrgebiet ein wenig zu rosig eingeordnet.
    Beides sind keine guten Indikatoren fuer die Aussichten der SPD und anderer.
    Erlauben Sie mir vor diesem Hintergrund eine Kritik und einen Appell: Vielfach und eindringlich haben Sie jetzt die Landschaften links der Donau und am Tegernsee als bukolische Idylle (weitgehend intakt aber bedroht) dargestellt, und viel Beifall erhalten, besonders da sie diese dem ‚Bundeshauptstadtslum‘ etc. scharf gegenueberstellen. Es ist politisch sehr aufgeladen, aber eben Feuilleton – Kunst eben. Daher ist erlaubt und sogar notwendig, zu ueberzeichnen.
    Viele Leser fuehlen sich gerade dadurch angesprochen, so manche glauben Sie in ihrer reaktionaeren Ecke und sind verwirrt, wenn Sie merken, dass sie da gar nicht sind. Mit meiner Biographie der Vermeidung von Lagerzugehoerigkeit trotz Sympathien kann ich vieles bei Ihnen nachvollziehen. Nach meinem Eindruck sind die Menschen in den meisten laendlichen Gebiete in Deutschland noch nicht von dem Zorn auf die Staedter gepraegt wie in Wisconsin oder in Pennsylvania, von WV ganz zu schweigen. Waere es nicht da an der Zeit, mit dem undifferenzierten Berlin-Politikerbashing und dem Gender-Killefit aufzuhoeren, das so manchem Affen Zucker gibt? Was haben uns frueher ueber ‚Wo bleibt denn das Positive?‘ amuesiert! Wenn ich jetzt junge Leute mit Kindern hoere, dass sie angesichts der Verschaerfung der Konflikte ernsthaft an Auswandern denken, bleibt mir das Lachen im Hals stecken.
    Bin sehr besorgt darueber, dass die Blogs und auch viele Autoren, selbst die als Aufklaerer angetreten sind, immer mehr die Lager bestaerken, und die Aufklaerung nicht radikal nach allen Seiten betreiben.
    (Dies muss nicht als Beitrag erscheinen)

  138. Pingback: Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  139. Werter Don, sehr schöner Artikel ....
    …. und „nur en geklebtes Rohr“, das ist wirklich schauderhaft.
    .
    Ich lass die Finger vom laminierte Carbon – vielen Dank für diese Warnung!
    .
    Ein schönes Beispiel, wie ein durch Wertarbeit geschaffener excellenter Ruf dem unbändigen Profitstreben geopfert wurde und die Facharbeiter/Schaffer am Ende leider die Dummen sind.

  140. Ein amüsanter Beitrag, der die Arroganz des links-liberalen Juste Milieu treffend charakterisiert.
    Weshalb sollten Menschen, die einfach nur gute Arbeit leisten und davon leben wollen und ohne eigenes Verschulden zum Spielball der neoliberalen Globalisierung geworden sind, sich mit damit auseinandersetzen ob »all gender welcome Toiletten« notwendig sind oder nicht, wenn sie sich jeden Tag fragen müssen, wie sie wieder einen Job bekommen können, der es Ihnen möglich macht die Hypotheken für ihr Häuschen oder die Ausbildung für ihre Kinder zu bezahlen? Und weshalb hätten diese Menschen eine Kandidatin wählen sollen, die sie eben als „Deplorables“ – als die Jämmerlichen, Erbarmungswürdigen – diffamiert?
    Diese Problematik gilt nicht nur für die USA, sondern auch für die Mehrheit der deutschen Linken, die an allen Ecken Diskriminierung wittert, dabei aber den entscheidenden gesellschaftlichen Antagonismus, den zwischen Arm und, den zwischen dem obersten 1% und dem Rest völlig verdrängt, mithin die soziale Frage nicht mehr stellt.
    Um es plakativ zu formulieren, was wäre gewonnen, wenn in Deutschland alle Toiletten korrekt gegendert wären, aber das Hartz-IV System weiterbesteht, das die Betroffenen Tag für Tag Demütigungen und Schikanen aussetzt, wenn die Privatisierung der öffentlichen Infrastruktur und der Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge unvermittelt weitergeht und viel Leistungen, für viele Bürger nicht mehr bezahlbar sind?
    Ohne soziale Gerechtigkeit kann es auch keine Gleichberechtigung in anderen Bereichen geben. Das zu begreifen ist die aktuelle Herausforderung. Quelle Nachdenkseiten

  141. Die Trumpels kommen und gehen
    Aber was bleibt ist die Clinton Machine.
    .
    In 4 Jahren probiert Hillary es noch einmal, wetten?

  142. Geplante Obsoleszenz oder alles nur Verschwörungtheorie
    Die Glühlampe

    Ein Beispiel für geplante Obsoleszenz ist das 1924 gegründete Phöbuskartell, in dem die nominale Brenndauer von Glühlampen international auf 1000 Stunden festgelegt wurde, obwohl Glühbirnen viel länger brennen könnten.

    1981 stellte eine Ost-Berliner Lampenfabrik eine langlebige Glühbirne vor. Präsentiert wurde sie 1981 sie auf der Hannoveraner Messe.
    Als sie diese langlebigen Glühbirnen vorstellten, sagten ihre Kollegen von Osram aus dem Westen: Ihr wollt Euch wohl alle arbeitslos machen.

    Worauf die Navra-Leute antworteten, im Gegenteil, indem wir Ressourcen schonen und den Wolfram nicht verpulvern, behalten wir gerade unsere Arbeitsplätze.

    Die Kunden aus dem Westen lehnten die Glühlampe ab.

    1989 nach dem Fall der Mauer wurde die Fabrik geschlossen und die Produktion eingestellt. Heute findet man sie nur mehr in Ausstellungen und Museen.

    First we take Washington – then we take Berlin.

    • @Dr. Seltsam: NARVA- Schließung
      Soweit ich mich erinnere (ich lebte und arbeitete damals in Berlin), ist NARVA* auch mithilfe der Berliner Politik (des Berliner Filzes) kaputtgemacht worden. Nach der Wiedervereinigung hat man eine große Renovierung der Berliner Straßenbeleuchtung vorgenommen, eine Großaktion, für welche sich Firme,n wie gesetzlich vorgeschrieben, in einer Ausschreibung bewerben konnten. Natürlich hat sich auch die (Ost-Berliner) NARVA bewerben wollen, damals wahrscheinlich der größte Lieferant von Leuchtmitteln am Standort. Soweit ich mich erinnere, wurde NARVA die Teilnahme von der (von Westberlinern dominierten) Berliner Politik mit der Begründung verwehrt, daß diese Firma nicht auf der behördlichen Liste der zugelassenen Lieferanten figurierte. Diese (Westberliner) Liste stammte allerdings aus der Zeit vor dem Mauerfall!

      So wurde verhindert, daß eine leistungsfähige berliner Firma und ein einen staatlichen berliner Großauftrag bekommen konnte, der vielleicht geholfen hätte, diesen wichtiger berliner Arbeitgeber nach der Wende zu erhalten. Über die Hintergründe bin ich nicht informiert. Da eine goldene Regel besagt, daß man bei Mangel an genauerer Kenntnis als Ursache einer schlechten Handlung zuerst Dummheit bzw. Unfähigkeit anstatt bösen Willen (Immobilienspekulation oder Vernichtung eines Konkurrenten) unterstellen sollte, nehme ich an, daß jene ausnehmend dumme, da selbstschädigende Entscheidung (Berlin hätte doch Interesse an der Erhaltung von Berliner Arbeitsplätzen und Berliner Steuereinnahmen haben sollen) einfach auf die bekannte Unfähigkeit der Berliner Verwaltung zurückzuführen ist – man hätte die Liste der zugelassenen Firmen ja vor der Ausschreibung erweitern können …

      Heute sehen EU-Regelungen eh in solchen Fällen europaweite Ausschreibungen vor.

      „Narva“ als Marke eines Firmenverbundes der Nachfolger des NARVA-Kombinats existiert weiterhin (googeln hilft).

      * der Name setzt sich laut Wikipedia zusammen aus den Abkürzungen „N“ für Stickstoff, „Ar“ für Argon und „Va“ für Vakuum.

    • Unsere Osram-LED!-Birne
      war richtig teuer, hatte Garantie für 2 Jahre und war nach einigen Monaten kaputt (OK, statistisch nicht signifikant). Man könnte auch die Kühlschrank-Story wieder mal erzählen. Von der Firma Foron im Erzgebirge mit Hilfe von Greenpeace wurde der Kühlschrank nach der Wende entwickelt und von den großen Firmen torpediert, die Händler zum Boykott aufgefordert. DLF: „Der Entwicklungsleiter Kältetechnik bei der AEG erklärte damals:“Wir haben Zündversuche gemacht. Und haben festgestellt: Wenn es dort zu einem Leck kommt, dass der Kunde beim Öffnen des Schrankes – ich sag das mal etwas drastisch – in einer Flammenwand stehen kann.“ Tatsächlich enthielt das TÜV-geprüfte Gerät gerade mal so viel Gas wie zwei Feuerzeuge.“ Heute ist die Technik in fast allen Kühlschränken (wo werden die wohl produziert) und Foron von Investoren zerschlagen.

    • Glühbirnen von Narva
      @Dr. Seltsam

      Nach der Wende, mußte ich mich erst lange daran gewöhnen, daß Glühbirnen nicht mehr so lange halten. Die Narva-Birnen gab es nicht mehr. Die brannten deutlich länger.
      Nicht alle Produkte „aus dem Westen“ waren besser. Zumindest hatten die Narva-Birnen offensichtlich keine eingebaute Obsoleszenz.

    • Also Zufälle gibt es oder warum musste Detlef Rohwedder sterben.
      @Thomsen …. Unfähigkeit anstatt bösen Willen ….

      … DIE Geschichte wird spannend, als Siemensmanager in der Treuhand-Betriebsbewertungsgruppe NARVA auf die Abwicklungsliste setzten. Kurz darauf wurde Treuhandpräsident Detlef Rohwedder erschossen, nachdem er die geplante Abwicklung ausgesetzt hatte.

      Laut Bild: „BEIM AUSWECHSELN EINER KAPUTTEN GLÜHBIRNE“.

      Das Werk wurde dann von Rohwedders Nachfolgerin an drei Westberliner Immobilienspekulanten verkauft. Nach Protesten musste die Treuhand diese heimliche Abwicklung rückgängig machen.

      Sodann trat Dieter Binninger als Käufer auf den Plan. Er hatte eine Glühbirne entwickelt, die 150.000 Stunden hielt (42 Jahre – so lange wie die DDR).

      Am 27. Februar 1991, einen Tag vor Auslauf der Angebotsfrist, gibt Dieter Binninger zusammen mit der Berliner Commerzbank eine Kaufofferte für Narva bei der Treuhand ab.

      Am 5. März 1991 stürzt Dieter Binninger zusammen mit seinem Sohn und einem angestellten Ex-NVA-Piloten mit dem eigenen Flugzeug im Todesstreifen bei Helmstedt ab. Die Ursache kann nicht geklärt werden.

      Mitte 1991 wird die Deutsche Stromspannung von 220 Volt auf 230 erhöht, was zur Folge hat, daß die Glühbirnen fortan nur noch zirka 700 statt 1000 Stunden brennen.

      Bereits Mitte des darauffolgenden Jahres haben Osram und Philips sechs Millionen Birnen mehr verkauft.

      2007 gelingt Osram und Philips der Durchbruch. Zusammen mit Greenpeace schaffen sie es bei der EU, am Parlament vorbei, ein allgemeines Glühbirnenverbot durchzusetzen – zugunsten ihrer überteuerten und hochgiftigen, umweltschädigenden, weil quecksilberhaltigen „Energiesparlampen“.

      Um das totale Verbot der Herstellung und des Vertriebs von Glühbirnen – d.h. ihre Ersetzung durch Energiesparlampen, ab dem 1. September 2012 durchzusetzen, verlangte der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger flächendeckende Kontrollen.

      Also Zufälle gibt es, die gibt es gar nicht.

      First we take Washington – then we take Berlin.

      ….


    • Ach, Foron, ja. Ich hatte so einen bis vor ca. 4 Jahren, dann war er so laut, daß wir uns einen anderen zulegten. Bin damals extra durch die halbe Stadt gefahren, um ein Lädchen zu finden, das diesen hat, weil ich die FCKW-Alternativ-Technik gut fand.

  143. Sehr schöner Text einmal mehr- zeigt er doch ganur praktisch
    wie geschichte vor allem technik- u. marktgeschichte zu sein scheint. evtl. auch noch juristische geschichte. juristische marktgeschichte also wohl vor allem.

    nicht aber mehr staatsgeschichte im gesunden wettbewerb oder geschichte der herausragenden einzelnen im ideen und kräftewettbewerb um die richtige lenkung der welt an sich.

    rise and fall of nations scheint ersetzt durch billiges markterleben, rise and fall of brands – mal sehen wie lange das noch gut geht. oder anders: wie gut, dass es diese ventilfunktion fürs einfache unterbewusstsein gibt.

    anlässlich der nächsten bundestagswahl werden wir darüber hinaus vermutlich auch noch auskünfte vom komplexen unterbewusstsein bekommen: vermutlich sollte man nicht allzuhoch wetten wollen darauf, daß die groko nochmals eine regierungsmehrheit zusammenbekäme.

    die völker verlangen ihre souveränität, wollen und müssen sich dazu befreien aus ‚fremder marktumklammerung‘ – etwas anderes wäre es, wenn die groko auch für einen ‚erweiterten politikbegriff‘ stehen könnte, kann sie aber nicht.

    die cannondale-story hier evtl. immer noch teil eines abgesangs , ‚die schlafwandler pedalierten diesmal hightech‘?

    wir wollen mal nicht zu schwarz sehen, beides kann gelingen, die wiedergewinnung der politischkeit wie die aufrechterhaltung eines prosperierenden friedens in selbstbestimmung und unabhängigkeit.

    marktkenntnis aber auch weiterhin nichts ohne politikkenntnis.

  144. Obama in Griechenland - was haben wir also
    davon wohl zu erwarten? Förderung des Euro oder ‚fremde Einmischung‘ nach Art von ‚Spalte und Herrsche‘? Mit ’nem Cannondale durch Kretas Berge fahren wird Obama leider wohl kaum, dabei sollte er eigentlich dazu ganz sicher am meisten Zeit für uns mitbringen.

    Stattdessen wird er vermutlich z.B. US-Rüstungshightech an die griechische Luftwaffe verkaufen wollen, anders als Cannondale wäre die eben wohl noch zumeist ‚Made in USA‘.

    Und der Euroraum zahlt dafür. Und generierte Steuerzahlungen von Boeing in den USA mit denen wiederum Cannondale-Arbeitsplätze gerettet werden könnten?

    Und siehste, genau an dem Punkt wird es den europäischen Wählern, global informiert als Generation @, zuviel. Die wollen alle zu Recht direkt und selbst.

  145. Die Qualität der Montage in Bedford war grottenschglecht
    Die Produktion bei Cannondale wurde aufgrund des Drucks des Vertrieb und der Produktentwicklung verlegt. Die Qualität der Montage in der Fabrik in Bedford war grottenschlecht. Die Lackierung eine Katastrophe. Wir waren alle froh, als das endlich mehr und mehr nach Taiwan verlagert wurde. Endlich gab es gute und wettbewerbsfähige Bikes. Außerdem hat Cannondale USA die Carbonfertigung nicht hinbekommen.
    Einen Carbonrahmen kann man seitlich immer eindrücken. Der Vorteil beim Carbon ist ja die Längssteifigkeit. Dagegen ist die Schwachstelle des Carbons immer der Druck von der Seite. Das ist normal.

    • Ich kann ihnen gern mal mein Cannondale und ein beim Unfal zerstörtes Stevens in die Hand drücken. Und dann drücken Sie mal am Stevens und an meinem. Dann merken Sie den Unterschied.

      Wer sein Rad nach dem Kauf nicht selbst nochma einstellt, sollte es einfach bleiben lassen. Ist so.

    • ...im Prinzip schon...
      Klar ist eine Faser immer nur in ihrer Längsrichtung belastbar und daher ist ein dünnes Laminat empfindlich gegen das Eindrücken. Das ist auch nicht per se ein Problem, aber wenn die Beulsteifigkeit nicht ausreicht, kann es fatale Schäden geben (auch im englischen Sinne von fatal). (Auf eine intakte leere Getränkedose kann man sich (vorsichtig) draufstellen – aber beim leisesten Druck von der Seite implodiert sie geradezu.)
      Das zusammen mit der Sprödigkeit von Carbon ist der Grund, warum man solche Teile parallel zur Faser fast immer reichlich überdimensionieren muß, damit auch die anderen Belastungen aufgefangen werden können.

  146. Am Rande bemerkt
    Das BVerfG hat sich gegen die Herausgabe der Selektorenliste an den NSA-Untersuchungsausschuß durch die Bundesregierung entschieden.

    So weit ich weiß, sollen die Geheimdienste doch dem Parlament und nicht der Regierung unterstehen, oder? Was soll der Bürger davon halten, wenn nicht einmal seine (Volks-) Vertreter über Art und Umfang der Datenschnüffelei informiert sind? Wie will Politik unter diesen Umständen jemals wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen?

    • in interessanten Zeiten leben
      Viel interessanter: was muss da krasses drin stehen…

    • Titel eingeben
      Wie sie sehen gehts auch ohne… solang kein deutscher Trump auftaucht.
      Geduld, wir erst am Anfang, nun wird in Österreich und dann in Frankreich gewählt. Dann bekommen unsere Politiker Angst. Um ihre Pensionen….
      Ergo: Einfach zurücklehnen und den Film geniessen.

  147. Titel eingeben
    Der Artikel wird heute sogar in den Nachdenkseiten lobend erwähnt; an erster Stelle in den „Hinweisen des Tages“:
    „Ein amüsanter Beitrag, der die Arroganz des links-liberalen Juste Milieu treffend charakterisiert.“

    • Und nicht nur das!
      Die Nachdenkseiten liefern sogar ihren eigenen Erklärungsversuch, der aber ruhig noch etwas härter mit den ‚eigenen Leuten‘ ins Gericht hätte gehen und sich das Anmerken einiger – ich nenne sie mal – ‚Gewissheiten‘ hätte sparen können.
      Im Grunde schreibt Jens Berger aber auch nichts anderes als Don Alphonso, und zwar hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=35828

      Interessant und besonders wichtig finde ich vor allem den letzten Absatz, den ich darum zitieren möchte.
      Am Ende seines Textes schreibt Jens Berger: „Gibt es denn gar keine Alternativen? Doch natürlich. Ein Bernie Sanders hat gezeigt, dass es anders geht. Ein Jeremy Corbyn und eine Sahra Wagenknecht zeigen, dass es anders geht. Doch interessanterweise werden die Sanders, Corbyns und Wagenknechts genau von denen torpediert, die dem linksliberalen Bürgertum angehören. Die Ausverkäufer der Sozialdemokratie machen sich so zu den eigentlichen Steigbügelhaltern der Rechten. Die entscheidende Frage dürfte es da sein, ob dies volle Absicht ist oder ob unsere selbsternannten Eliten in und links der Mitte es wirklich nicht besser wissen?“


    • Die Ära der Sozialdemokratie endete spätestens mit dem Genossen der Bosse und dem Parteiwechsel Lafontaines.

      Fraglich ist, ob die heute notwendigen und geradezu gigantischen Reformen auf nationaler Ebene überhaupt noch möglich wären. Selbst eine Sahra Wagenknecht könnte daran scheitern.

      Und was Die Linke betrifft, die liegt doch immer noch unter dem Dauerfeuer der etablierten Parteien und der Medienmehrheit. Die Linke ist im Vergleich zur AfD einfach zu harmlos, zu bieder. So wird das nichts mit dieser Partei, die sich nicht einmal gegen die abfällige Bezeichnung als Linkspartei wehrt.

  148. Erstaunlich.....
    Wo lässt Trumps Tochter Ivanka ihre zweitklassig wirkenden Modeartikel produzieren? Seit vielen Jahren AUSSERHALB der USA.
    China, Vietnam, Äthiopien.

    Verlogenheit pur.

    • The Fake Family
      Nicht nur sie.
      Trump hat seit 2008 kein Gebäude mehr erbauen lassen, sondern vermarktet nur noch seinen „Brand“. So stehen überall auf der Welt Trump Towers, welche nur seinen Namen tragen und welche er höchstens managt.

      Trump selbst produziert unter diversen anderen Produkten auch Kleidung:
      https://www.amazon.com/s?page=1&rh=n:7141123011,p_4:Donald%20Trump

      Diese werden ebenso in allen möglichen Billiglohnländern hergestellt, nur nicht in den USA.

      Und ja, die Collection von Ivanka Trump ist einfallslos, kein bisschen edel. Neulich stand sie in den Schlagzeilen, weil sie italienische Schuhe kopiert hatte, und zwar das Modell „Wild thing“ von Aquazzura. Die Italiener haben sie verklagt.
      http://www.usatoday.com/story/money/2016/06/22/ivanka-trump-sued-over-shoe-design/86257622/

      Diese unkreative Frau wird in den USA jetzt wie ein Wonder Woman gefeiert und soll eine der wichtigsten Beraterinnen von Trump werden. Die Sippe soll sogar ein Security Clearing bekommen, auch der Schwiegersohn, ein Milliarden schwerer Immobilien-Developer, das verlangt Trump.

      Ich muss mich berichtigen: Es ist nicht wie Dallas, sondern Nepotismus nach Art des Diktator Suhartos Indonesien. Hätte Hillary Clinton etwas so Dreistes vorgeschlagen, würden ihre Gegner sich gar nicht mehr einkriegen,sondern es gäbe eine Revolution. Überall double standards bei Trump.

      Tja, es ist Einiges Fake in dieser Family: Melania Trump hat doch als illegale Immigrantin gearbeitet, worüber sie in der Öffentlichkeit dauernd log. Sie hat Michelle Obamas Rede Wort für Wort plagiiert. Auf ihrer Website gab sie an, dass sie einen Bachelor-Uni-Degree hat, dabei hat sie das Studium abgebrochen. Aber macht nichts, das sind nur Peanuts, gelle. Macht doch jeder, nicht wahr. :->>

    • Wahnsinn...
      @Tamarique, wenn wir Sie nicht hätten! Das ist ernst gemeint, danke.
      Trump vergackeierte all die kleinen Leute, um Stimmen einzusammeln, scheint mir.
      Wir werden sehn…

  149. Das wäre die Gelegenheit...
    für das Pöbelwagenwerk samt angeschlossener Edelschmiede in NSU und der kleinen dummen Stadt a.d.D die Schummelsoftware ungeschehen zu machen. Und dann auch Schwamm über die Stickoxid-Fabrik auf vier Rädern, den Jeep Grand Cherokee, bitte. Sonst mache ich mir Sorgen um die Audi-Erweiterung an meinem Jogging-Wald. Nicht wegen Audi, aber wer ersetzt die dafür umgelegten Bäume am Waldrand?
    .
    Und wenn der DONald „America great again“ machen will, ohne daß er sich dafür mit den Russen anlegt, sieht es düster aus für neue Kübelwagen aus Wolfsburg und Kettenkräder aus NSU als Kompensation.
    (DdH)

    • Das Pöbelwagenwerk steht in Rüsselsheim
      Frei nach dem Motto
      Jeder Pobel fährt nen Opel
      Jeder Aff fährt nen Daff.

      Noch Ganz wichtig:
      Der Führer war ein armes Schwein,
      Er hatte keinen Führerschein.

      PS VW gibt es wahrscheinlich noch weil man die Blechteile für die Karossen des Porsche Cayenne und anderer im Presswerk in Bratislava herstellen konnte. Vielmehr aber noch weil VW in China mehr Autos baut und verkauft als in Deutschland. Hauptproblem von VW sind die Personalkosten bei der Marke VW in Deutschland und die ungute Verflechtung mit dem Land Niedersachsen.

      Abgesehen davon sollte der Nächste Kanzler wieder Daimler fahren lassen. ggf wird es ja der MP von BW, der müsste sich dann auch nicht umgewöhnen.

      PS alles kleine Scherze.

  150. Fahräder als Symbol des Niedergangs
    Letzlich zeigt diese kleine Geschichte im Kleinen, was das Problem im Großen ist. Schlechtere Produkte bei Lohndrückerei sind Ergebnis einer „fortschrittlichen“ Wirtschaftsweise. Das Wachstum hat nichts mit technologischem Fortschritt zu tun sondern nur mit billigeren Kosten.
    Letzlich hat Volkswagen auch nichts anders gemacht, technologischer Fortschritt war nicht drin, deshalb hat man betrogen.

    Trump wurde nicht gewählt, weil er es besser kann sondern weil man glaubt, dass die Eliten = „Weiterso Hillary“ weg müssen.
    Wie die Bilanz eines Präsidenten Trump aussehen wird wissen wir nicht, aus seinen Zielen ist eigentlich auch klar, dass sich alles im üblichen, wenn auch nicht bisherigen Rahmen bewegt.

  151. Alkohol, Suff, Drogen, Frauen natürlich..
    Hmmm… klingt nach einem erfolgreich verlaufenen Tag aufm Oktoberfest.

    • Titel eingeben
      Sie beziehen sich jetzt auf Aussagen von Gerd Müller über afrikanische Männer? Zum großen Teil ist das auch so! Fahren Sie mal hin.

    • Ach, liebe Philomena!
      Zu spät… Mittlerweile bin ich schon froh, wenn ich nach mühsamen Anstieg mit dem guten alten Nishiki (immerhin noch nicht elektrifiziert) von einer netten Bedienung ein Weizenbier und ein Jausenbrettl hingestellt bekomme…

      Aber immerhin… andere müssen gar mit einem Skiwasser und einem Bienenstich vorlieb nehmen (duckundweg!)

    • .???
      Ich meinte unseren Entwicklungsminister, der sich heute für seine Aussage entschulgigt hat.🍺🏆

    • Ich vermeine mich zu entsinnen...
      Das vor nicht allzu langer Zeit – also weniger als 10 ? Oder doch 15 ? – ein Neo-Banking (Mir fällt die damalige Hype-Bezeichnung ned ein) Projekt zur Förderung der ganz Armen der dritten Welt, ich will sogar sagen die Initiantin (Ja, eine Frau) hat einen Nobel dafür bekommen oder war im Gespräch dafür, explizit gesagt hat und deswegen gelobt wurde das die Mini-Kredite exklusiv an Frauen gingen weil die Männer .

      Das fanden damals alle total okay als Aussage, Meilenstein der Gleichberechtigung, Aufbrechen patriarchischer Strukturen etc.

      Herr Müller hätte sich ganz einfach retten können – „Nennt mich jetzt Gerda“ – oder vieleicht ist das nur weiteres Zeichen das links und rechts der Mitte erst mal geknüppelt wird. Nicht das die Mitte nicht auch knüppelt.

    • @ En Hesse
      Persönlich halte ich Herrn Müller für den besten Minister dieses Ressorts, den wir je hatten.Er schildert das auch differenziert richtig, wurde aber sofort deswegen von linksgestrickten Politikerinnen als Rassist beschimpft. Fakten zählen nicht mehr.Es wird nicht anerkannt,von denen, dass Frauen 90% ihres Verdienstes der Familie zugute kommen lassen, während es bei vielen Männern nur 30% sind wegen deren “ Hobbys“.

      Ja, es gab so ein Programm mit Kleinkrediten an Frauen, das erfolgreich war, aber in Asien?

  152. Lohn, Preis und Profit - 2. Versuch!
    Diesen Beitrag habe ich gestern, den 15.11.16, so um die Mittagszeit gesendet. Bis heute wurde er nicht freigeschaltet. Gibts dafür einen Grund?

    Aus der Perspektive eines gediegenen Fahrradsattels eine durchaus brauchbare Parabel. Zumindest in Bezug auf die Motive der Wähler. Doch analytisch betrachtet, mehr als zweifelhaft. Auch ein Trump wird nicht an der Wallstreet vorbeiregieren. Aber selbst die „Wallstreet“ ist weniger als eine Metapher – nämlich für das Finanzkapital. Ein Kapital, dem die Familie Trump angehört und die der Präsident Trump daher nicht düpieren kann. Nicht nach der Wahl. Aber selbst wenn er das könnte oder wollte, die Gesetze der Wirtschaft, welchen auch die Wallstreet folgt, ergo: das Finanzkapital, bestimmen den Takt. Und wo der Wert verfällt, folgt das Kapital dem wohlfeileren Profit – und das Fahrrad samt Komponenten und Arbeitslosigkeit rollen hinterher. So Leid es mir tut. Denn auch ich fahre gerne gute Räder. Doch mein Yeti Ultimate, handmade in USA, erworben, will heißen: von einem befreundeten Fahrradhändler mit feinsten Komponenten 1989 versehen, damaliger Wert rund 6000 DM, davon 3500 DM allein für den Rahmen, könnte ich mir heute nicht mehr leisten (und Gottseidank ist es wirklich extrem wartungsarm). Wenn es überhaupt noch gebaut wird, in dieser Qualität. Denn nicht nur der Wert fiel seitdem sondern auch stetig mein Einkommen (relativ und in Euro gerechnet), mein Lohn als „abhängig Beschäftigter“. „Lohn, Preis und Profit“ (Karl Marx), auch wenn Sie das nervt, doch dies müssen wir (wieder) studieren, um zu verstehen. Um eben nicht eines Trump „greater Amerika“ auf den Leim zu gehen, um eben nicht weiter Opfer des Profits zu bleiben.

    • Es gibt kein Recht auf zeitnahes Freischalten?
      Ich vermute sogar das es überhaupt kein Recht auf Freischalten gibt ;-)

  153. Globalisierung ist der Knackpunkt!
    Darauf lassen sich letztendlich die kontroversen Diskussionen in den obigen Kommentaren reduzieren. Globalisierung heißt doch ganz einfach, daß sich die Lebensbedingungen in den Ländern weltweit angleichen.
    Die Näherinnen in Bangladesch haben jetzt ein geregeltes Einkommen und verhungern nicht mehr, dafür müssen sich die Arbeiter im Westen daran gewöhnen, daß ihr Wohnviertel sich langsam den Slums von Kalkutta annähert.
    Am anderen Ende werden die Reichen auch bei uns immer reicher und könnten sich in D bald auch ein Taj Mahal auf den Friedhof stellen.
    Wer diese Angleichungen verhindern will, muß so häßliche Dinge wie Schutzzölle und Grenzbefestigungen einführen. Trump hat das versprochen und wurde dafür gewählt. Ob er das wirklich umsetzen kann und will ist allerdings mehr als fraglich.
    Grüße Uli

    • Grossartigkeit! Ich liebe satire!
      „Globalisierung heißt doch ganz einfach, daß sich die Lebensbedingungen in den Ländern weltweit angleichen.“

      „Die Näherinnen in Bangladesch haben jetzt ein geregeltes Einkommen und verhungern nicht mehr…“

      Sie haben Talent, auf sowas muss man erst mal kommen…

      Heute scheint ein lustiger Tag zu sein, bin schon lachend aufgewacht, hatte zuvor geträumt, dass ein deuscher Trump zum Kanzler gewählt worden ist, und die Massen durch die Strassen liefen und skandierten:

      „Nicht meine Mutti! Nicht meine Mutti!“

  154. Samsonite
    Ich hatte mal einen Samsonite, bought in Boston, made in Taiwan.

    Hier die lange Reise dieser Firma:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Samsonite

    • Titel eingeben
      Aaah… Samsonite….
      Bei meinem letzten DE Besuch löste sich von einem der Räder meines Samsonite der Laufbelag.
      Nun weiss ich noch, dass schon in meiner Jugend am Anfang der Augustenstrasse in MUC ein Samsonite Repairshop war…

      Das passende Rad hätte annähernd so viel gekostet wie der neu Koffer…

      Ist halt so üblich heute. Beim ASÙS tablet brach ein Kabel (Käbel-chen) durch, schätzungsweise 1 Euro Material wert. Kostet direkt bei ASUS genau 10 Euro weniger als das Tablet

  155. Cannondale
    da kann ich nur zustimmen. Von den alten F Modellen habe ich auch noch 2 Stück, umgebaut als Reiserad und Speedbike. Ein altes Killer V hat meine Tochter Anfang dieses Jahres als Reiserad für 3 Monate Neuseeland genutzt. Mein altes 26 Zoll Triathlon Rad fährt auch immer noch, auch wenn da jetzt ein anderer Fahrer drauf sitzt.

  156. andere Gründe noch
    Spon hat immerhin einen kleinen Film heute über abgehängte Leute.
    Die kriegen einen Riesengroll, wenn sie die Mammutparties aus dem White House sehen oder über Gipfeltreffen lesen oder gar über Davos oder Bilderbergertreffen von 2big2fail.

    Wenn unsereins, die wir dem Präsidenten in Kritik begegnen, zum Beispiel wegen Libyen oder Syrien, ihn in einer schwarzen community „Amazing Grace“ singen hören, sagen wir immerhin, dass der Mann ein gutes Charisma hat.

    Aber das hatte Hillary nie. Hillary wird als kalt wahrgenommen, genau wie heute Merkel oder am Ende Maggie Thatcher. Daher stellt sich die Frage, ob Frauen in höchsten Machtpositionen signifikant verlieren, weil sie ihre Gefühle wegstecken müssen oder meinen zu müssen, so dass sie auch ihr feminines Charisma verlieren, das so schön zum Vorschein kommt in zum Beispiel „When Harry met Sally“, ob sie nicht vielmehr so geschliffen werden wie Sharon Stone in „Basic Instinct“ und dieser Killerinstinkt ihnen absolut nicht steht, während viel kritisierte Leute wie Schröder oder Bill Clinton ihr Charisma dennoch behalten.

    Das wäre alles nicht schlimm, wenn die Politik stimmen würde. Aber als es in Großbritannien nicht mehr stimmte, wurde Thatcher abgewählt. Und Clinton war schon mal mächtig, Senatorin in New York und galt als Ehefrau im White House auch als sehr einflussreich.

    Jedenfalls können diese abgehängten Männer wie auch ihre Frauen damit weniger anfangen als mit dem (negativen) Charisma (im Wahlkampf) eines Fighters. Männer gehen zu Truckrennen oder in Spanien zum Stierkampf. Wenn das Leben ins Rutschen kommt, sehnen sich die Leute nach einem bulligen Fighter mit Ellenbogen, solche Persönlichkeiten wie Steve McQueen oder Clint Eastwood regelmäßig verkörperten. Oder auch Harrison Ford. Schwarz dürfen sie auch sein (Independance Day, Star Wars). Sie dürfen auch fluchen und dumme Sprüche rauslassen. In solchen Zeiten will niemand was über Gendertoiletten oder -studien hören. Und niemand will als halbwegs geschlechtsindifferente Gesellschaft von der MB, SA oder Erdogan vorgeführt werden, das vor allem nicht.

    Change darf nicht in riesengroßen Schritten ablaufen. Change muss klein und stetig sein und geht besser in guten Zeiten, wenn es der Mehrheit gut geht.

    Ich hatte mal einen Friseurtermin bei einer 1.90 großen Transe, deren Stimme zwischen Bass und Mezzo hin und her wechselte. Wir haben uns über Gott und die Welt unterhalten. Sie hatte einen Job, die Kunden akzeptierten sie, und das ist 15 Jahre her. Man versteht das ganze Theater nicht.

  157. Titel eingeben
    Wirklich nicht. Sie wollen ein gutes Bild von mir behalten, also wollen Sie es nicht wissen.

    Vielleicht ist das „gute Bild“ nicht das, was man behalten sollte.

  158. Was muß ich lesen ? Obama, der scheidende, und damit unwichtige, Präsident, kommt
    NOCH einmal nach Europa ? Wozu denn das ? Kostet eine Stange Geld an Sicherheitsmaßnahmen, dann geht er nach Griechenland, verspricht dort NOCH mehr deutsches Geld, obwohl Gr. seit 2000 spätestens bankrott ist, und nie das Niveau der Dritten Welt verlassen hat.

    Wenn hiesige Linke ihrer gescheiterten Hoffnung zuwinken wollen, sollen sie sich auf eigene Kosten in den Flieger setzen, dann können sie Last Tuesday zuwinken, bis ihnen der Arm abfällt.
    Und wenn der Gewesene Griechenland helfen will, dann mit eigenem Geld.

    Von frechen Esel- oder Kameltreibern mit Begehrensneurose und ihren linken, willigen Helfern habe ich die Neese pleng, wie man in RHS sagt.

    No money for has beens , weder gewesene Präsl, noch gewesene Wiegen der Kultur.

    Soooo teuer muß Geschichte nicht sein !


    • Wozu denn das ?
      Das habe ich mich auch gefragt, wozu es eine solche „Verabschiedungstournee“ braucht – ich würde erwarten, daß die Einweisung des quereinsteigenden Nachfolgers weit wichtiger ist. Vermutlich einfach nochmal ein bißchen im großen Flugzeug reisen, bevor man mit der Holzklasse vorliebnehmen muß.

  159. Integrationsgipfel 2016_Zugehörigkeit und Teilhabe
    Die beiden Schwerpunkte des jüngsten Integrationsgipfels, „Zugehörigkeit“ und „Teilhabe“
    .
    Benötige ich eine neue Brille oder sind das schon Wahnvorstellungen ?
    .
    Szenario: Kanzlerin, auf beide Knie gestützt, schaut interessiert einer Gruppe der Jugendfeuerwehr bei Löschübung zu. Jugendfeuerwehr erkennbar mit migrantischem Nachwuchs. Ziel des Sprühstrahls: Brennendes Modell des Reichstages aus Pappe.
    .
    Ich traute meinen Augen nicht und habe versucht per Mediatheken den Sendebeitrag nachzuvollziehen. ZDF =>Fehlanzeige, bzw. Bildausschnitt so verkleinert, daß brennendes Objekt nicht sichtbar.
    ARD: Bildsequenz so kurz und so hin getrickst, daß die zuvor gut erkennbaren Ecktürme bereits heruntergebrannt waren.
    .
    Reichstagsbrand en miniature, nicht ganz 84 Jahre später. Peinliches Versehen oder Menetekel ? Wer befreit mich vom Zweifel?
    (DdH)

    • @Jugendfeuerwehr/Merkel, DdH/deja etc: Ümma mit die Ruhe, nur nich uffrejen!
      Ca ne vaut pas un pouls augmenté, „déjà“!
      Voir video, ca 16:07:

      „http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/bundeskanzlerin-angela-merkel-bei-der-jugendfeuerwehr-63445“

      Det is n janz jewöhnlichet Pappmodell von’n janz jewöhnlichet Mietshaus, wie se überall in Berlin rumstehn!

    • Ist einfach...
      Die Jugendfeuerwehr hat eine Facebookseite, auf der das natürlich schön zu sehen ist. Das Objekt ist eine mit ein paar Brettern zu einem einfachen Haus zurechtgebaute Holzkiste, die mit dem Reichstag nix zu tun hat. Sieht ganz putzig aus mit den beiden Steppkes, die da mit dem Schlauch draufhalten.

      Hyperventilation bitte wieder einstellen.

      (P.S.: Wenn man sich wirklich aufregen möchte, ist es zweckdienlicher, sich das garantiert authentische „Impulspapier der Migrant*innen-Organisationen zur Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft“ runterzuladen und sich zu Gemüte zu führen… da geht der Blutdruck dann zu Recht in die Höhe!)

    • Es sind wohl schon "Wahnvorstellungen" - aber was wir zur Zeit auch geboten
      bekommen, da kann man schon beginnen, sich selbst zu misstrauen. Andere tun es ja nicht. Es ist die Jugendfeuerwehr in Wedding,
      http://www.jf-wedding.de/ – bitte auch etwas runter scrollen,
      die wohl irgendwie in ein refugeewelcomeprogramm kam und Gelder/Unterstützer bekommt – und wohl deshalb jetzt auch „refugees“ in ihren Reihen hat.
      Sollte das auch in anderen Jugendfeuerwehren der Fall sein (was ich nicht glaube!), dass sich da neu hinzugekommene einfach so und ehrenhalber interessieren und auch konsequent und pünktlich anwesend sind – das würde mich echt freuen!

  160. Zurück in die Vergangenheit
    @ Anonymous Content

    Nur, weil die New Economy in Deutschland floppte, bedeutet das nicht, dass es in den USA gefloppt hätte.

    Ergo: Nur weil die Förderung der erneuerbaren Energien in Deutschland zum Teil floppte, bedeutet das nicht, dass das anderswo bzw. in den USA floppen würde.

    Es geht um Forschung, um Innovationen, um möglicherweise Konzepte, dieman sich heute nicht einmal vorstellen kann.

    Foolish, das aufzugeben, wie Trump es vorhat.

    • @Tamarisque
      Werte Tamarisque

      D‘ kaasch Vadder uu Mudder bschei….. abrr need d‘ Physik – Sagte mein Fahrlehrer immer.

      Es gelten die Hauptsätze der Thermodynamik und – there is no such thing as Kryptonite (mit dem mann eine Superbatterie bauen könnte).
      Das gilt in Trumpland und im Land der
      Dichter und Denker

      Lasen Sie ihre Hoffnung fahren. Ich weiß es ist schmerzhaft, die Story war einfach zu gut.

      Wie habe ich die EEG Propheten geliebt , Alt, Scheer,…Ihre Bücher habe ich verschlungen. Ihre Apostel haben ja auch überall schöne Posten ergattert, Staatssekretäre, Berater. Von Eurosolar hinaus in die beamtete Speckschicht.
      Im Gegensatz zu prekären Feministinnen haben diese es geschafft.

      Nichtsdestotrotz, say goodby to it all:

      EEG und Klimazirkus -> Reitschule für tote Pferde

    • Flopping wind mills
      Bevor Sie sich auch noch zur Energieexpertin aufschwingen, sei ein Blick auf die – übrigens längst bekannten – Fakten empfohlen …

      http://www.americanthinker.com/articles/2010/02/wind_energys_ghosts_1.html

    • Randbemerkungen eines bösen alten Mannes (und dazu noch weißen!)
      Mich läßt die derzeit (noch?) vorherrschende „Grün-Denke“ an ganz gruselige historische Begebenheiten denken. Der Voluntarismus scheint alles zu dominieren: wenn wir nur wollen, dann schaffen wir das, wenn nur der Staat eingreift, einerseits durch steuerfinanzierte Subventionen und andererseits durch rigorose Verbote.

      Z.B. daß Elektro-Autos und Windmühlen gut für die Umwelt sind, daß man zur „Rettung des Klimas“ alle Häuser in leicht entflammbares und schlecht entsorgbares Styropor verpacken muß, oder daß man kleinen Kindern eintrichtern muß, daß die Rolle von Heterosexualität für die menschliche Fortpflanzung überschätzt wird, und daß es im übrigen 1000 frei wählbare Geschlechter gäbe (hab aus einem evangelischen Wort zum Sonntag).

      Oder daß man problemlos eine Million Menschen in ein Land aufnehmen kann, ohne mindestens ihre Identität und Herkunft zu kontrollieren. Oder daß alle Zeichen von „Ungleichheit“ schreiende Ungerechtigkeit darstellen, die schleunigst beseitigt werden muß.

      Da war doch was?

      Da gab es z.B. den Herrn Lyssenko (googeln hilft), dessen Theorie von der Vererbung erworbener Eigenschaften die sowjetische Biologie und letztendlich Agrarproduktion um Jahrzehnte zurückgeworfen hat.
      (Vorher schon die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft).

      Da gab es den chinesischen „Großen Sprung nach vorn“, bei dem man u.A. auf den Dörfern kleine Hochöfen installieren wollte, um das Land zu industrialisieren. Mit seinen Begleiterscheinungen hat dieser große Sprung eine Hungersnot ausgelöst. Da gab es weiter die große chinesische Kulturrevolution, die wieder große Opferzahlen gefordert hat und das Land um Jehrzehnte zurückgeworfen hat – von der Beschädigung der traditionellen chinesischen Kultur ganz zu schweigen.

      (Bösartige Randbemerkung zum Voluntarismus in D.: Da gab es auch in D. Leute, die einen arischen Über-Menschen züchten wollten, und glaubten, Physik ganz ohne „nichtarische“ Theorien betreiben zu können. Glücklicherweise ist nichts daraus geworden, sie haben ihr Fett gekriegt – aber um den Preis wievieler Millionen Toter!)

      Jetzt kommen schon wieder solche Ideen, nur zur Abwechslung auf die sanfte, die humane Tour, und wer das kritisiert, wird ausgegrenzt.

      Es kann ja sein, daß erneuerbare Energien einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des Klimas und der Umwelt leisten – aber dann muß man bei der Ausweitung doch schrittweise und vorsichtig, experimentierend vorgehen, und sich vor allem um die im wesentlichen noch ungelösten Probleme der Energiespeicherung für Flauten kümmern, sowie der durch neue Technologien verursachte neuen Umweltprobleme (wie werden die verwendeten Materialien gewonnen, was geschieht mit dem Schrott? Und was ist mit den massenhaft geschredderten Vögeln? ) , bevor man mit Verboten und Subventionen das Pferd von hinten aufzäumt. Und dann muß man vorsichtig herausfinden, welcher industrielle Entwicklungspfad tatsächlich der beste (schonendste, effizienteste) ist. Die wohlmeinendsten Regierungsbeschlüsse werden diese Probleme nicht lösen.

      So erinnern mich alle diese Aktivitäten von Paris bis Marrakech an die einstige Parole „Was der x.te Parteitag beschlossen hat, wird sein!“ (für „x“ eine beliebige Zahl von „I.“ bis „XI.“ einsetzen, ansonsten Wikipedia: „Parteitag_der_SED“ nachgucken.) Erinnert sich sonst noch jemand?

      MERKE:
      Es geht nicht um böse Absichten oder um falsche Ideen, sondern um die idealistische Vorstellung, man könnte, wenn alle nur guten Willens sind und sich gehörig anstrengen, den Lauf der Welt ändern, ohne den bekannten archimedischen Punkt und den notwendigen Hebel zu besitzen.

      Was mich am meisten wundert, ist daß eine naturwissenschaftlich hochgebildete Politikerin sich (aus Opportunismus? oder aufgrund eines Bekehrungserlebnisses?) auf solchen Unsinn einläßt.

      Ansonsten erwarte ich von der zukünftigen Regierung Trump in USA keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung. (Mauer bauen usw.)
      Und glücklicherweise wird es bei uns wohl 2017 keinen AfD-Erdrutschsieg geben – aber als Opposition im Bundestag wird sie leider mangels besserer Alternativen schon noch gebraucht. Wer weiß, vielleicht gibt es da bei denen am Ende auch noch ein paar lernfähige Leute.

      Nachtrag: was ist eigentlich aus dem großen nordafrikanischen Solarprojekt DESERTEC geworden ?

  161. Nepotismus und Betrugsklagen
    @ Oberländer

    Die Liste der Schandtaten bzgl. Trumps Foundation, seine betrügerische „Uni-versity“ etc. etc. etc. ist wesentlich schlimmer und länger. Zweierlei Maß.

    Wegen Benghazi etc. etc. schrieb ich Ihnen schon, Sie hatten keinerlei Gegenargumente zu bieten. Und als ich in einem Punkt nach Quellen bat, hatten Sie keine Lust zu recherchieren.

    Jetzt kommt die Höhe: Er will seinem Schwiegersohn (ein Billionen schwerer Immobilien Developer) und seinen erwachsenen Kindern ein Sicherheitsbriefing geben lassen, sodass diese in alle Geheimnisse der USA Geheimdienste einge-weiht werden. Das ist einmalig, und angesichts dessen, dass diese Personen sein Geschäft übernehmen sollen, was auch nicht kosher ist und noch nie vorge-kommen ist, sondern bisher in solchen Fällen von einem „blind trust“ verwaltet wurde, so würden die USA in dem Fall von einer Banana Republic im Nichts mehr unterscheiden.

    Im Gegenteil: In Indonesien musste der Diktator Soeharto wegen des Involve-ment der Kinder abtreten. Das würden sich nicht einmal afrikanische Diktato-ren mehr zutrauen, weil der Aufschrei der Empörung gegen Himmel schreien würde.

    Ich kenne es schon von SPON-Forum, wo auch eine sehr große Anzahl Trumps Anhänger schreiben, dass diese durch Fakten nicht zu überzeugen sind.

    • murky stuff
      Listen Lady, you’re neither getting roses from me nor links. You find that stuff yourself. I’m not getting into that. Too murky.

    • Bittschön, die Clinton hat verloren, zurecht, der Trump hat gewonnen.
      Man möchte anfügen- hammas jetzan ?
      Was soll den Stierlerei in der kalten Suppn, sollen doe Foristen jetzt Nachwahlen durchsetzen und Ihre Hillary-Killary wählen ?
      Seien wir froh, dass es diese Kriegstreiberin nicht geworden ist.
      Frau alleine ist doch kein Argument, s.Merkel, s.Nahles, s.Schwesig, von der Leine, und wie sie alle heißen, die jämmerlichen Quotinen und irgend eines dementen Trottels kleine Mädchen.
      Also- samma froh, dass es diese verbitterte Hex‘ nicht geworden ist, sonst müßt‘ ma glatt a Feiea ozindn !

    • Würde es nur Trump betreffen,
      könnte man über soviel Dreistigkeit tatsächlich staunen. Aber Vetternwirtschaft, Seilschaften, Clans und mafiöse Strukturen generell sind ja nichts Neues. Neu ist, daß solches Verhalten nicht mehr hinter verschlossenen Türen stattfindet, sondern in aller Öffentlichkeit. Einen Unterschied macht das ansonsten jedoch nicht.

      Die Reaktionen auf soviel Transparenz könnten sehr interessant werden.

    • Otto Meier
      „Neu ist, daß solches Verhalten nicht mehr hinter verschlossenen Türen stattfindet, sondern in aller Öffentlichkeit. Einen Unterschied macht das ansonsten jedoch nicht.“

      Ich halte das für einen ganz enormen Fortschritt! Die Wahlergebnisse, gerade in DE, zeigen doch ganz deutlich, dass die Wähler ganz offensichtlich weder wissen, noch wissen wollen für sie da eigentlich stimmen, wenn CDU/SPD/FDP/GRÜNE stimmen

      Manche, so wie jene Foristin, wehren sich halt gegen die Abschaffung der alten politisch korrekten Überzeugungen mit denen man es sich so bequem gemacht hat, in derem Fall gegen das Diktum, dass Frauen die besseren Menschen seien….
      Einfach nicht füttern…


    • Ich bin kein Hillary Fan. Dafür muss ich aber einen anderen, ähnlich indiskutablen Kandidaten nicht gut finden.

      Das Leben ist kein Wunschkonzert, und mein Favorit Bernie Sanders hat es leider nicht geschafft.

      Ich hätte sogar Gary Johnson und Bill Weld viel eher mit als Präsidenten begrüßt. Besonders Bill Weld schien mir ein smarter und anständiger Politiker zu sein.

      Aber die Amerikaner wollten unbedingt eine Reality-TV-Show wählen, damit müssen sie nun leben.


    • Nun, das mit den Wählern hatten wir ja schon, TDV. Und auch wenn es sicherlich uninformierte oder desinteressierte Wähler (warum gehen die eigentlich wählen?) gibt, so halte ich die nicht für die Mehrheit der Wähler.

      Den Teil mit der Foristin, sollten Sie Tamarisque damit gemeint haben, verstehe ich nicht.

    • Titel eingeben
      Otto,, wenn ich ein böserer Mensch wäre, könnte ich ihnen oder gar hier den privaten Briefwechsel mit der eigentlich ja sehr netten, gebildeten und intelligenten Foristin zustellen. Ich habe diesen aus genau diesem Grunde eingestellt, sie kann es nun mal nicht lassen Männer und Frauen mit zweierlei Masstäben zu messen. Das ist kein Problem, macht Diskussionen aber zu Zeitverschwendung.


    • Die Zeit für einen Bernie Sanders wird auch in den USA zwangsläufig irgendwann kommen, Tamarisque. Vielleicht sogar als direkte Folge von Trump.

      Was privat ist, sollte privat bleiben und weder direkt, noch indirekt in die Öffentlichkeit getragen werden, TDV.

      Ab einem gewissen Grad ist das Emotionale der natürliche Feind jeder sinnvollen Diskussion.

  162. Empfehlung für die kalte Jahreszeit
    http://www.okayart.com/assets/20130813okayart-73-von-76.jpg

    https://img0.etsystatic.com/068/0/10432698/il_570xN.784317294_dyjc.jpg

    Das beste aus den USA, was ich in meiner Baumhöhle fand. Nur leider ohne Räder.

  163. Endzeitstimmung der Politik?
    Im Augenblich scheint eine Art Wettbewerb ausgebrochen zu sein, noch schnell, schnell vor der Wahl 17 ein paar Tatsachen zu schaffen.
    Grundgesetzänderung.
    Vom Volk unbeliebter Präsidentenanwärter.
    Und zur Krönung noch der Schulze.
    OMG
    Vielleicht noch ein, zwei Kriegseinsätze vom Zaun brechen.
    Will unserere ach so beliebte Regierung noch schnell verbrannte Erde hinterlassen?
    Als ob wir nicht schon genug Probleme hätten, genauer ein paar 100.000 (oder doch schon Millionen) Probleme.
    Als Beruhigungspille wurden ein paar Salafisten ausgehoben.
    Passiert ja eh wieder nix.
    Bisschen dudu und Entlassung mit dem Hinweis auf festen Wohnsitz und geregeltem Einkommen, z.B. H4.

  164. Facebook ist schuld!
    Scheinen jetzt auch in den USA ganz viele zu glauben.
    .
    Ob Frau Kahane und Herr Maas demnächst die Trump-Administration dabei beraten werden, wie man richtig Zensur ausübt?

    • Ich glaube nicht, daß Deutschland in Zukunft noch viel mitzureden hat
      Die Merkel-Steinmeier pp.Meshpoke hat jeden Kredit im Ausland und jetzt auch gegenüber den USA verspielt.

    • Technokratie
      Das heißt, man kann Facebook so einstellen, dass Trump gewinnt, oder so, dass Clinton gewinnt. Aber irgend ein Depp hatte Facebook falsch eingestellt, da hat der Trump gewonnen. Was für ein gruseliges Menschenbild.

  165. Globalisierung indirekt
    Vielleicht ist es aber auch nicht einfach DIE Globalisierung? Räder aus Taiwan waren schon gut und wurden hier verkauft, als noch niemand von Globalisierung redete (Koga-Miyata etwa). Und ein Metallspezialist hat mir mal erzählt, daß die europäischen Firmen Hydroforming nur für Autos können und deswegen die ganzen kreuz- und querovalisierten Alurahmen allein deswegen aus Asien kommen müssen, weil es hier keiner mehr beherrscht.
    Wenn aber ein Management oder ein Investor nur noch auf die Kosten schaut, gibt es halt nun diese Versuchung, woanders fertigen zu lassen, das gab es früher nicht in diesem Maße. „Schuld“ daran ist dann aber nicht Taiwan, sondern die Firmenleitung zusammen mit den Anteilseignern (siehe „Shareholder Value“) und den Kunden, die (zu sehr) auf den Preis schielen. Und die sind nun tatsächlich näher dran als die Produktionsstätte und man kann sie eventuell „erwischen“.

  166. It's a mad mad world
    Mad Dogs and Englishmen.
    Leon Russell, nicht so berühmt, wie Joe Cocker,
    aber unvergesslich, ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Diesen Song hat er komponiert und getextet:
    https://www.youtube.com/watch?v=URD2ZSGxDeM
    Der nächste Song von ihm ist auch hörenswert:
    https://www.youtube.com/watch?v=bfK2CpH3BHI&index=2&list=RDURD2ZSGxDeM
    Leon Russell hat auch Delta Lady komponiert, den Song mag ich sehr, fand leider keinen passenden Link.
    R.I.P.

  167. Pff
    Mein GT LTS 1 gleiches Bj
    Ist innovativer, (erster 4gelenker fully)
    mindestens genauso stabil
    Im XC Bereich merkbar schneller und viel schöner!
    (Bei mir nur noch im Caferacer betrieb)
    Lieber Don,
    Die Meritokraten der Welt haben in „common sence “ ihre Gesellschaftsform der Politik Übergestülpt. Politiker sind für Sie auch nur disposaples, bestenfalls Handlanger.
    Sie sind dabei die Welt unter sich aufzuteilen.
    Der einzelne Arbeitnehmer egal wo auf diesem Planet ist unwichtig da ersetzbar.
    Das gilt für den Sweatshop-Arbeiter genauso wie für den einheimischen Facharbeiter.
    Jobs werden nicht mehr nach Qualifikation vergeben sondern nach Zugehörigkeit zu der
    ach so intelligenten Kaste (TM)
    Beispiele dafür mag doch bitte
    jeder suchen viel Spaß dabei!
    Hauptfeind dabei sind die aus dem Intellektuellen Proletariat.
    Deshalb unternimmt man auch nichts gegen die katastrophale Bildungpolitik in diesem Land der Dichter und Denker)“
    Aber das Beste ist doch mal die Früchte ihrer Arbeit mal anzuschauen.
    MIDMANAGEMENTBUNKER
    MITSUVTIEFGARAGENSTELLPLATZ
    ICHLACHMICHTOT
    Übrigens
    No system lasts for ever
    So ich leg jezt mal ein paar Scheit nach und freue mich auf den baldigen Winter radel den ganzen Winter durch immer mit Blick auf unsere schönen Berge
    Ihr könnt ja noch ein paar Zahlen verdrehen in euren Echsel Tabellen

    Gruß Willi

  168. Titel eingeben
    Meine Güte! Da hat aber einer Freude an seiner eigenen Schreibe! Das hätte man auch in 4 oder 5 Sätzen auf den Punkt bringen können!

    • Pffffff,
      typisch Generation Twitter. Vier bis 5 Sätze ? Stören Sie bitte die Kreise nicht mit minimalistischen Forderungen,
      (DdH)

  169. Obsoleszenz, pah
    Bei uns hieß das früher „Mim Ford Ford mim Zug hoim“.
    Aber Don, sagen Sie, wo hängt die Mühle? Via Bettino Ricasoli, 96, 53013 Gaiole In Chianti (SI) ? War kürzlich dort und drückte mir die Nase an die Schaufensterscheibe. Domenica, purtroppo.
    .
    Für alle anderen: http://www.eroicagaiole.it/, zum heulen schön. Rechne bei Gelegenheit die „mittlere Hangabtriebskraft“ aufwärts bei Castello di Brolio aus.
    (DdH)

  170. Kasseler mit Sauerkraut für Steinmeier
    Tja, ein kurzer Moment der Hoffnung. Vielleicht ist Trump tatsächlich nur ein egozentrischer Selbstdarsteller, der allen möglichen Revolutionären lediglich die picklige Verlängerung seines Rückens als Projektionsfläche darbietet, aber in Wirklichkeit Kohle scheffeln will für seine Family. Warten wir es ab, die Wahl ist gelaufen, er soll mal machen. Ich erwarte nichts und erhoffe das Beste.

    Bei uns gibt es derlei Unwägbarkeiten nicht. Flüchtlinge sind „gebildeter als gedacht“, Steinmeier ist die „sichere Bank“, wir wurschteln uns weiter bis 2017, und 54 Prozent der Deutschen sind mit Merkels Arbeit zufrieden. Damit auch der letzte Dorftrottel versteht, daß der alternativlose steife Technokrat aus dem SPD-Establishment, frisch vom Diplomatenbuffet abgeholt, in Wirklichkeit „einer von uns“ ist, veröffentlicht DPA heute die Welt-Sensations-Nachricht aus Schieder-Schwallenberg im Lipperland, „Mutter bekocht Steinmeier mit Kasseler und Sauerkraut“.

    http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/mutter-bekocht-steinmeier-mit-kasseler-und-sauerkraut-14528620.html

    „Man fühlt Absicht, und man ist verstimmt“ (Goethe). Ach ja, kürzlich hat unser Toaster das Zeitliche gesegnet. Design amerikanisch, Technik chinesisch, nach wenigen Jahren gab’s jedesmal ein bedrohliches weiß-blaues Gewitter, wenn man die Taste herunterdrückte. Der „Neue“ sollte ein Qualitätsgerät werden, aber woher nehmen? Nachdem verschiedene ehemals deutsche Markengeräte sich nur als Markenaufkleber auf Billiggeräten aus Fernost entpuppten, fiel die Wahl schließlich auf einen Toaster der Marke „Ritter Volcano“, gefertigt in… 82194 Gröbenzell. Ich habe die Entscheidung nicht bereut, exzellentes Produkt.

    Nur mal so, falls jemand einen neuen Toaster sucht.

  171. Wie heißt es?
    Der Betriebswirt reitet auf dem Ingenieur von Erfolg zu Erfolg (oder so ähnlich).
    Gruß K

  172. Obama in Griechenland - was haben wir also
    davon wohl zu erwarten? Förderung des Euro oder ‚fremde Einmischung‘ nach Art von ‚Spalte und Herrsche‘? Mit ’nem Cannondale durch Kretas Berge fahren wird Obama leider wohl kaum, dabei sollte er eigentlich dazu ganz sicher am meisten Zeit für uns mitbringen.

    Stattdessen wird er vermutlich z.B. US-Rüstungshightech an die griechische Luftwaffe verkaufen wollen, anders als Cannondale wäre die eben wohl noch zumeist ‚Made in USA‘.

    Und der Euroraum zahlt dafür. Und generierte Steuerzahlungen von Boeing in den USA mit denen wiederum Cannondale-Arbeitsplätze gerettet werden könnten?

    Und siehste, genau an dem Punkt wird es den europäischen Wählern, global informiert als Generation @, zuviel. Die wollen alle zu Recht direkt und selbst.

  173. @Arminius
    Wettbewerb? Davon sehe ich nichts. Wochenlang hat Frau Merkel um die BuPrä Kandidatur des Herrn Steinmeier herumgeeiert, jetzt eiert sie mit ihren Parteifreunden darüber, ob sie nun als Kanzlerkandidatin antritt und wann sie das verkündigt.
    .
    Den besten Witz des Monats fand ich der Kanzlerin Erklärung, nachdem das Steinmeierei endlich gelegt worden war. Es sei eine „Entscheidung der Vernunft“. Was sonst? Oder wollte sie damit andeuten, dass andere Merkelentscheidungen Entscheidungen der Unvernunft waren? (So lange zu warten, war in meinen Augen sicherlich ein Zeichen mangelnder Managervernunft.)
    .
    Und jetzt ziert sich die höchste Dame der deutschen Republik wie eine Tanzstundenschülerin, der man anträgt, den Abschlussball mit zu eröffnen. Bei einer Achtzehnjährigen kann man das nachvollziehen, bei einer gestandenen Politikerin ist es ein Zeichen von Schwäche. Vor einem Wettbewerb hat sie offensichtlich Angst, und offensichtlich hat sie Grund, Angst zu haben.

    • Titel eingeben
      Warum sollte sie Angst haben? Bisher ist doch kein deutscher Trump, oder eine ernsthafte Alternative, weit und breit zu sehen.
      Und wenn doch einer käme und gewänne… zig-Tausende auf den Strassen und ganz amerikanisch demonstrierend: „Nicht meine Mutti!“

    • Werte Lisbeth, am Sonntag wird die Thronbesteigung verkündet
      so las ich zumindest heute morgen.

      Mir geht das Theater ziemlich auf den Senkel, muss sich die „verantwortliche Führerin“ (Röttgen) erst mit Obama absprechen? Welchen Sinn soll das ergeben, Fragen über Fragen, deren Antwort man gar nicht wissen möchte.

      ..
      @Tyler
      Es wäre ja schön, zigtausende auf der Straße, aber wir werden es leider nicht erleben. Kommt das dann im Fernsehen?

    • Renate
      Falls sie mal in diese Maischberger Sendung nach der Wahl geguckt haben, mit Lafo und Alice Schwarzer, dann wissen sie dass das ganz bestimmt kommt.
      Man wird ihnen dann in ARD und ZDF auch gleich mit erklären, dass etwaige „Gewalt gegen Sachen“ bei diesen Demos der Gut-Menschen ausschliesslich von den Gegendemonstranten ausging!

    • Tyler, ich tu mir die Sendung nicht an
      nicht bei direkter Ausstrahlung und nicht per Mediathek. Ich schaue immer, wer an der Quasselrunde teilnimmt und bin bedient, ich brauche Alice wirklich nicht, nicht im TV und überhaupt.

      Dass immer nur die eine Seite so gewalttätig ist und alles demoliert ist doch toll, denn das sind die von der richtigen Seite und da ist das freie Meinungsäußerung. Sagte grad dieser Tage ein Richter zu einer AfD-Plakatbeschädigung. Da bleibt einem glatt die Spucke weg.

  174. Jäger und Sammler
    Verehrter Don, Ihre Sammlung und Kenntnis verrät den echten Jäger und Sammler. Neben Zahnrädern, in (Öl) gemalten Pretitiosen und dahingeschmierten Gedanken zwischen Torten – (…war schon lange nicht mehr was zum Essen dabei!… – und Touren eine Korrespondenz, die zu verfolgen den Tag kosten kann.
    Ohne Ihr Geschmier würd‘ mir ‚echt‘ was fehlen. Und bitte bald mal wieder eine Torte! Mersi, Ihr Squirrel
    mmer wieder interesssante Korrespondenz

  175. Hätte Hillary mal besser auf ihren Bill gehört:
    „Bill and Hillary had a vicious fight over the phone over who to blame for her sagging poll numbers, reveals a source close to the ex-president

    Hillary blamed FBI Director Comey for reopening investigation based on Anthony Weiner’s shared computer with Huma Abedin for her slump

    Bill faulted Robby Mook, John Podesta and Hillary HERSELF

    He claimed the three were tone-deaf about the feeble economy and its impact on millions and millions of working-class voters

    ‚A big part of Bill’s anger toward Hillary was that he was sidelined during the entire campaign by her advisers,‘ said the source“

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3935800/Days-losing-election-Hillary-Bill-Clinton-sceaming-match-blame-flagging-campaign-ex-president-angry-threw-phone-roof-Arkansas-penthouse.html

    • Perkeo - kennen Sie den Post "Wife doesn't listen to her husband - loses presidency"-
      – das ist auf iSteve und Wasser auf diese Mühle.

      Den von Ihnen verlinkten Daily-mail artikel habe ich kopiert – danke!

  176. Ist das eigentlich noch normal,
    daß jetzt einer der Hartz-IV-Architekten zum Bundespräsidenten bestimmt, denn von Wahl kann ja keine Rede sein, werden soll?

    Na ja, die Medien werden uns sicher wieder bestätigen, wie sehr wir auch ihn lieben werden. Das Amt sollte endlich abgeschafft werden.

    Also für mich ist das nur noch Hohn und Spott.

    • Ja.
      Ja.

    • ... Hohn und Spott oder des Deutschen täglich Brot...
      ….

      Immer schön den Haferschleim aufessen – er enthält wichtige Drogen zur Aufrechterhaltung der Wahrnehmungsblase.

      ….

    • Immer wieder wird dasselbe vergessen....
      Könnt ihr drei dem Rest von uns vielleicht einen einzigen Grund gebe, warum die das nicht ganz genau so machen sollten?

      Es funktioniert doch problemlos, oder?

  177. Dass die Globalisierung viele Verlierer hat
    und besonders der Bereich Qualität abgebaut wurde, weil alle nur noch Billiges gekauft haben, und dass damit sehr viele, besonders in Traditionsunternehmen in den USA ihren Arbeitsplatz verloren haben, war sicher ein wesentlicher Grund, ja.

    Aber begonnen hat der Niedergang der Traditionsunternehmen in den USA vor mehr als 25 Jahren. So, wie ich das erlebt habe damals: Unter Clinton wurde eher wieder „made in USA“, auch wenn es teurer war, gekauft.

    Es ist also meiner Ansicht nach eher der Fall, dass die republikanischen Präsidenten ein Klima geschaffen haben, wo der Kapitalismus so gelebt wurde, dass Produktion zur Gewinnmaximierung dahin verlegt wurde, wo es billig ist- egal, wie die Qualität war.

    Meiner Ansicht nach ist der Ausgang der Wahl hauptsächlich der mangelnden Wahlbeteiligung geschuldet. Und das lag meiner Ansicht nach daran, dass niemand so recht begeistert von Clinton war, und dafür aber ein viertel der Amerikaner Trump wirklich wollte.

    Die Umfragen sagten, Clinton hätte einen guten Vorsprung. Kluge Leute gehen dann trotzdem zur Wahl, das war das Viertel für Clinton.
    Dumme oder dümmere Leute eben nicht. Das war die Hälfte, die mal lieber hätte für einen der unabhängigen Kandidaten stimmen sollen, als gar nicht.

    Insgesamt ist in den USA ganz merklich noch Platz für eine Partei der Mitte! Sollte mal wer gründen…

    Der innerparteiliche Wahlkampf von und gegen Clinton war sowohl gegen Obama, als auch gegen Sanders sehr schmutzig. Das hat ihr natürlich sehr geschadet. Die Demokraten sollten diese Vorgehensweise sehr überdenken.

    Einigkeit innerhalb einer Partei, wie das bei uns immer gefordert wird, ist natürlich auch Unfug, denn es verhindert Lösungsfindung durch Diskussion. Aber man sollte immerhin nicht persönlich werden, sondern sachlich bleiben.

    Und ja, die Presse sollte auch bei uns mal schauen, dass sie wieder berichtet, und nicht immer den Leuten vorschreiben will, was sie denken „dürfen“, denn das löst nur das Gegenteil aus.- Und sie sollte dringend aufpassen, dass nicht so viele (auch unwesentliche) Falschmeldungen kommen, denn das führt dazu, dass die Leute einem Blog oder obskuren youtube-Verschwörungstheorie-Channel mehr trauen, als der gängigen Presse.

    Dass Trump seine Lügen nicht übel genommen wurden, liegt zu großen Teilen daran, dass man davon ausging, dass die andere Seite genauso schlimm, aber geschickter lügt.

    Ich glaube, damit hatten man Unrecht. Clinton ist nicht geschickt.

    Mir graut vor den nächsten vier Jahren, besonders für die, die Trump gewählt haben. Denn er selbst hat doch genau mit dem Geschäftsmodell sein Imperium aufgebaut, was die Leute nicht haben wollen. Ich glaube, es ist ein Fall von: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber…“

  178. Warum wundern sich blos die Politiker, dass sie nicht gewählt werden, wenn sie ...
    …. fortlaufend Gutmensch-Politik für „Minderheiten“ machen, die von der Mehrheit bezahlt werden soll?
    .
    A-Land ist der Kragen nun geplatzt.
    .
    Das hat der Halbpfälzer und sein Clan einfach besser erkannt als das riesige Wahlkampfteam der alten Frau, das von so viel jungem „College-Idealisten-Gemüse“ unterstützt wurde.

    • Vor ca 10 Jahren...
      …hielt ich noch viel von der These: Eine Gesellschaft ist so gut, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht. Leider haben sich einige dieser Minderheiten derart in den Vordergrund geschrieben und geschrien, dass es nun Mehrheiten gibt, die sich benachteiligt fühlen. Zu Recht.

  179. Tele-Novela.
    Trumpels Schwiegersohn auf persönlichem Rachefeldzug.
    .
    Oh-oh! Die USA auf dem Weg von der Bananenrepublik zur Telenovela.
    .
    Dann werden auch die mexikanischen Drogenbosse bald allesamt in den Trumpelclan einheiraten müssen, nehme ich an.
    .
    Dem W. seine Saudi-Prinzen waren wenigsten ein bißchen diskret.
    .
    Die Frage ist nur: Welche Musik soll man dazu hören, wer singt die Titelmelodie und wird bald ganz Washington ein Dschungelkämp?
    .
    Wird auch Trumpel (wie einst Escobar) seinen Knast selber bauen dürfen und noch dabei den Steuerzahler übers Ohr hauen?
    .
    Wir bleiben dran…

    • Titel eingeben
      Wenn Trump für sie ein grosses Problem ist, dann empfehle ich ihnen mal das, was heute morgen auf BBC World News zu sehen war. Ein indischer Politiker nach drei ein halb Jahren vor kurzem aus dem Kanst entlassen, feierte im indischen Bagalore gerade die Hochzeit seiner Tochter und gab dafür $ 74.000.000 aus… muss vor Modis Abschaffung der 500er und 1000er bezahlt worden sein…

      http://www.bbc.com/news/world-asia-india-37984299

  180. Sag mir wo die Nordatlantischen Transen sind....
    … wo sind sie gebliieben?
    .
    Vielleicht würde es die Atmosphäre hierzulande
    deutlich verbessern, wenn eininge der früher mal
    so umtriebigen Transatlantiker mal zugeben
    würden, dass die USA nicht wirklich ein Vorbild darstellen,
    dem europäische Gesellschaften nacheifern sollten.

  181. Propagandafoto
    http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/bundeskanzlerin-angela-merkel-bei-der-jugendfeuerwehr-63445

    Dieses Propagandafoto

    (die Bundeskanzlerin mit dem C-Rohr-Präsent, [oder wie das Teil sonst fachmännisch heißen mag])

    regt mich auf, nicht das Übungsmodell aus Pappmaché.

    Solche Geschichten gab es jeden abend in der „Aktuellen Kamera „. Es schaudert mich.

    Solch ein Schaudern hatte ich vor einigen Monaten beim MDR schon einmal. Da wurde im fernen Berlin irgendwas in Sachen Doping beschlossen/verabschiedet und man hat beim MDR einen jungen Schwimmer am Beckenrand zu einer Art Solidaritätsadresse zum Thema Doping veranlasst. Einfach abstoßend.

    Das gab es in der gottlob verblichenen DDR fast täglich in der „Aktuellen Kamera „.

    Zurück zum Propagandafoto.

    Eine ganz böse Assoziation versucht sich meiner zu bemächtigen.

    Eine Assoziation zu bewegten Bildern aus den letzten Apriltagen eines bestimmten Jahres in Berlin vor ganz ganz jungen Uniformierten.

    Was ist aus diesem Land geworden, das man den Michel mit solch einem Machwerk von Propagandafoto glaubt bearbeiten zu müssen.

  182. Wie Trump-Berater Bannon die ganze Welt analysiert - einschließlich Finanzkapital
    – und auch den Glauben der Judeo-Christlichen Welt, auch die Gefahr, die von ISIS ausgeht, auch das Problem, wie sich eine Finanzkapital-Elite mit angehängten Anwaltsbüros und Hedgefonds-Managern und einer auf die ganze Welt zielenden Funktionselite in NGOs usw. ziemlich gefahrlos und unbehelligt auf Kosten der Arbeitenden (und Armen) bereichert.

    Bannon kritisert den Corporatismus – er sieht, dass die Finanzkrise von 2008 ein Alarmsignal war, das man verstehen konnte, oder eben ignorieren.
    Das Turmhohe Aussnhandelsdefizit wird von bannon ebenso thematisiert wie die in die hunderte Billionen gehenden Staatsschulden der USA.

    Tatsache, sagt er, ist, dass die (nicht allein) die US-Mittelschicht bei dem einvernehmlichen Spiel zwischen US-Regierung, Wall St. und den Davoser Funktionseliten den Zahlmeister macht.

    Mit Ausnahme der Säkularisierungs-These, die Bannon auf dieser Vatikan-Konferenz auch diskutiert, deckt sich das was Bannon sagt, zu hundert Prozent mit dem , was der furioseste investigative Reporter der USA, nämlich Matt Taibbi, seit nun fast einem Jahrzehnt in Rolling Stone schreibt.

    Taibbi-Echo hier bei uns, seit fast einem Jahrzehnten: Nahe null…

    Das wird sich jetzt schlagartig ändern – und sei es über Leute wie Bannon oder Ron Unz.

    Der Perlentaucher hat heute den link zu Bannons ca. acht Druckseiten langer Äußerung bei der Vatikan-Konferenz in seiner Debatten-Rundschau.


    • Sehr schön.
      Und weil das so ist, will sein Boss in spe all die Nutznießer steuerlich noch wesentlich entlasten, im Gegensatz zu den unteren und mittleren Einkommensschichten, s. mein heutiger Post @ Philomena.

      Yeah! That’s the way to do it!
      That’s the way a politian would do it.
      That’s the way Trump is going to do it.
      The punch line: Trump is nothing but a darned jaded politician.

    • @ Tamarisque - also es geht gegen die Hedgefondsler und gegen die Freihändler
      – es soll Schutzzölle geben, es soll die Produktion im Inland wieder hochgefahren werden. Es sollen lt. Bannon die Geschäfts- und Investitionsbankengeschäfte besser getrennt werden.

      Ich bin einigermassen gespannt.

      Einwanderung soll auf vernünftiges Maß heruntergeahren werden.

      Die Steuern – das ist Reaganomics: Steuern sind Investitionshemmnisse…

      Insgeamt finde ich den Bannon-Text – und nur davon sprach ich, erstaunlich nah an den wirtschaftlichen Gegebenheiten – cf. Matt Taibbi.

      – Taibbi vom Rolling Stone beschäftigt mich, weil ich seine Analysen einwandfrei und sehr griffig formuliert finde, – und weil er hier dennoch null Echo findet. Mir unbegreiflich. In USA übrigens auchnicht grade viel…

      Ansonsten – Breitbart – da bin ich mir ziemlich einig mit DA – ist nicht mein Ding.

      Nächste Volte – dass man Bannon aufgrund des Vatikan-Textes einfach in die ultra-montane Ecke steckt, ist ein wenig einfach gedacht, so will mir scheinen.

      Mir gefaällt das hier sehr, übrigens, weil immerhin – nicht zuletzt von Ihnen – über Fakten und verschiedene Ansichten gesprochen wird.
      Aha – die altright
      Grundidee – Don’t invade the world – don’t invide the world (die Formel ist von Steve Sailer, einem ein wenig aspergerischen Number-Cruncher – und Mastermind hinter dem trump-Sieg, wie manche sagen.
      – Das ist neu, weil die alten Falken bei den Republikanern – und emt auch Hillary (cf. ihre Lybien-mails).

      Wenn Trump diesen Teil – don’t invite – don’t invade the world -wahrmacht, wird das aber heftige Konsequenzen auch für die europäischen Armeen haben.

      Unz schlägt übrigens vor, den Mindestlohn auf 15 Dollar anzuheben. Unz ist aber nur Vordenker.

      Es gibt einige etwas bedenkliche Statistiken über die USA – eine davon: Mittlerweile beim Mittlschichtsindex heruntergerutscht auf Platz 17 weltweit.
      Vielleicht kennen Sie die Atlantic-Monthly-Gschichte über Akademiker u. a., die eine unerwartete Rechnung über 400 Dollar nicht bezahlen können – die anzahl der Mittelschichtler, auf die das zutrifft, geht in die Millionen.

  183. Sehr schöner Text
    Mir gefallen diese ‚banalen‘ Herleitungen um dann zur großen gesellschaftlichen Themen zu kommen, die absolut rational und ohne Ideologie erörtert werden.

    Nur ein Problem habe ich. Ich fahre ein Cube, ist das soooo schlimm ;-) ???

  184. Augenmaß
    im Kampf gegen islamischen Terror verlangt sie, die Frau Özoguz. Hat sie ihren Glaubensbrüdern schon einmal Augenmaß beim Sprengen von Ungläubigen empfohlen?

    • An Arabella: Zu Augenmaß bei Sprengungen
      Die Sprengung soll, der political Correctnes entsprechend, auf Augenhöhe erfolgen.

      PS Beim IS soll es Überlegungen geben eine Guillotine fertigen zu lassen oder ein gut erhaltenes deutschen oder schweizer Gerät zu beschaffen.
      Man hat schlechte Erfahrungen mit Importbeilen gemacht und möchte auch gegenüber dem Westen das revolutinäre Ansinnen deutlich machen.
      Es gibt aber auch Aussagen die darauf hinauslaufen das es Dilettanten unter den zugereisten Scharfrichtern gibt die einfach schlicht eine Sauerei produzieren die man als guter Moslem einfach nicht tollerieren kann.

      PS zum Augenmaß
      Die Kanzlerin sei der „Eckpfeiler des politischen Konzepts des Westens“, sagt Norbert Röttgen und Obama soll seither Trump in den höchsten töten loben und froh sein künftig nicht mehr mit Merkel speisen zu müssen.

  185. Obama als Pressersprecher?
    Er scheint sich für diesen Job in Stellung bringen zu wollen.
    .
    Ganz im Ernst: Man kann es mit dem Patriotismus auch übertreiben, Mr. President!

    • Obama
      Er ist noch jung und braucht das Geld :)))

    • Titel eingeben
      Übelnehmen kann man es ihm nicht.
      Er kennt sein eigenes Gehalt, und muss dann lesen was Hilary während der Zeit an der Wall Street kassiert hat?


    • In einem Interview sagte Trump, er wolle viel mit den Clintons und Obamas telefonieren, wenn er Rat braucht. Als Pressesprecher hätte er Obama in der Nähe. Aber die Personalauswahl wird sich noch hinziehen und einige Überraschungen bringen, denn er ist halt ein unbeschriebenes Blatt.

  186. Dett kommt davon, @ Perkeo/@ Thomsen
    Thomsen sagt: 15. November 2016 um 19:36 Uhr

    „@Jugendfeuerwehr/Merkel, DdH/deja etc: Ümma mit die Ruhe, nur nich uffrejen!“
    .
    Is schon jut, danke.
    Natürlich hatte ich mir vorher auf der Seite Vera Lengsfeld „Integrationsgipfel oder Staatsstreich?“ angeschaut. Mir wird regelmäßig schwindelig angesichts der impertinenten Forderungen unserer Zuwanderer aus bestimmten Regionen dieser Welt denen ständig die Zuckerstange hingehalten werden muß. Nachdem ja gerade erst die 4. Generation am Werden ist. Daher meine Wahrnehmungs-störung.
    In den 4 weniger abgebrannten Ecken erschienen mir die 4 Ecktürme des von Wallot im 19. Jahrhundert vorweggenommenen Flakbunkers in Tiergarten. Nüch füa unjut, wa.
    (DdH)

  187. Über *****l*****
    Sie haben’s kaputtgefahren und jetzt wollen sie trotzdem noch durch. Sie müssen Umwege fahren, hach, die Armen. Mit den Güterzügen, das war wohl nix. Sie haben die Straßen kaputtgefahren. Die lieben europäischen Spediteure:
    https://www.welt.de/vermischtes/article159527207/Dauerstau-vor-Koeln-Jeden-Tag-Das-sind-die-Ursachen.html

    • Das kann man so oder so sehen
      die Leverkusener Brücke ist Symbol des Niedergangs von NRW. Traurig, aber wahr. Und das dank der SPD und der Grünen.

  188. Apropos, Trump löst dem deutschen Michel die Bahnsteigkarte
    zu revolutionärem Tun :

    Wenn Trump es tatsächlich schafft, ein paar hunderttausend Illegale abzuschieben, dann ist das Argument von Tube und Zahnpasta geputzt.

    Der Mann hat Potential für Deutschland !

  189. @Otto-Meier
    Das “normale” ist, für Merkel und Gabriel ist die Groko alternativlos. Gemäß der letzten Allensbach Umfrage zur Frage: „Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welche Partei würden Sie wählen?” bekäme nur die Groko mehr als 50 Prozent der Stimmen (heute in der FAZ publiziert).
    .
    Weder Merkels grüner Traum, noch Gabriels Rot-Rot-Grüner käme auf eine ausreichende Mehrheit, um eine Regierung zu bilden.

    • Mit Umfragen ist das so eine Sache
      Zwar sehe ich das wie Sie, Frau Heuse, aber selbst unter rot/rot/grün oder schwarz/grün würde sich politisch kaum etwas ändern, ich erinnere an rot/grün und die Folgen. Nur schwarz/schwarzbraun oder rot/rotrot, jeweils unter knapper Mehrheit der Randparteien, würde zu wahrnehmbaren politischen Änderungen führen.

      Der designierte Bundespräsident hat denn auch schon durchblicken lassen, worin er seine Hauptaufgabe sieht: Mut machen. Ich nenne das: Durchhalteparolen im Sinne eines „weiter so“ verbreiten.

      Noch etwas für Verschwörungstheoretiker: Der Gedanke, der Seeheimer-Kreis sei das Ergebnis einer von der CDU/CSU gezielt vorgenommenen Unterwanderung der SPD, kann einem schon kommen, angesichts dieser Präsidentenauswahl.

    • @O.Meier: Verzeihung, aber Häh?
      Zwischen Union und SPD gab es schon in den achtzigern eine mindestens 50% Überschneidung, ob man bei den einen oder den anderen landete, war häufig eine Folge von Familie, Personenumfeld oder schlichter Zufall.

      Ich finde ja VTs sehr niedlich, aber genau genommen ist jeder Mensch an sich schon alleine eine laufende Verschwörungstheorie.

      Gruss,
      Thorsten Haupts


    • Völlig richtig, Herr Haupts, daher habe ich die Zeit der wechselnden FDP-Regierungskoalitionen auch nicht berücksichtigt, denn wirklich große Unterschiede gab es da ja auch nicht.

      Im Grunde haben die ehemaligen Volksparteien zwar durchaus unterschiedliche Standpunkte vertreten, aber seltsamerweise nie die konträren Entscheidungen vorhergehender Regierungen substantiell wieder revidiert. Man denke nur mal an die Ostpolitik oder die Energiewende. Und irgendwie erscheint mir das sogar solange logisch, als es den Interessen der Mehrheit diente. Unlogisch wurde es erst durch rot/grün, denn mittlerweile trägt die Mehrheit der Bürger viele Entscheidungen nicht mehr. Da würde ich von den ehemaligen Volksparteien doch eigentlich erwarten, dies zu ihrem (Wahl-) Vorteil zu nutzen. Davon aber ist nichts zu erkennen.

      Das mit der Verschwörungstheorie war nicht wirklich ernst gemeint, soviel Phantasie traue ich Politikern einfach nicht zu. Nur, wirklich witzig finde ich den Gedanken auch nicht.

  190. Poroschenko
    lernt schnell.
    Er „bittet“ Trump um weitere Unterstützung gegen die russische Aggression.
    Nichts mehr von: Wir fordern vom Westen….

  191. OT
    Fundstelle im www
    „Angela Merkel has finally admitted the truth about the EU’s
    freedom of mouvement. No one wanted it anymore.“

    Tja!

  192. GT
    Hab noch mein GT Vantara 1993, fahre es fast täglich, Sommer und Winter. Ich geb’s nicht her. In jeder Fahrradwerkstatt höre ich „das ist noch ein gescheites Rad“ oder „gutes Rad“ …

  193. Hat hier jemand den Eindruck, Trump will wirklich den Präsidentenjob?
    Ich meinte letzte Woche schon zum polnischen Bekannten, der hat gepokert und haushoch verloren. Der Anblick des Häufchen Elends im Weißen Haus sprach Bände.

    Nach den Kaspereien mit seinen künftigen Mitarbeitern, die sich nach und nach wieder verabschieden, sollte man ihm einen Tip geben, wie er aus dem Elend halbwegs ungeschoren wieder rauskommt.

    Wenn Donald auch nur geahnt hätte, dass das evtl. doch mit Arbeit verbunden ist… Obama hätte die vielen Fotos auf dem Golfplatz vermeiden sollen.
    Ich rate zu angeschlagener Gesundheit, da ließe sich von ärztlicher Seite doch was einrichten und bescheinigen. Ich sehe ihn jedenfalls noch nicht bei der Vereidigung.

    • Nach den Ereignissen der letzten Monaten würde ich einfach abwarten.

    • 19. Dezember?
      Das soll der Tag sein, der Hillary noch eine Chance einräumt, da einige Reps nicht für Trump sind. Wenn sie 38 (?) Wahlmänner auf ihre Seite bringt, zieht sie ins weiße Haus ein.
      Kann ich mir aber nicht vorstellen…Abwarten und Tee trinken.

    • Es bleibt uns nichts anderes übrig, aber
      mein Bauchgefühl sagt mir, dass der sich fürchterlich verzockt und nie im Leben geglaubt hat, diese Wahl gewinnen zu können.

    • Titel eingeben
      Mit Verlaub, wenn ein geistig Behinderter wie Georg W das schafft, dann kann der Job kaum recht schwer sein, oder? Und wie man sich um die Probleme drückt, wegen deren Lösung man angetreten ist, kann er ja wohl von einem grösseren Fachmann wie Obama lernen. Die Dinge Aussitzen wie Merkel, geht auch…

      Einfach mal abwarten…

    • Fähigkeiten
      Na ja, @ TDV, da kam das ins Spiel, das Sie hier so oft ansprechen: Nach der Finanzkrise, in der viele ihr Haus und auch Jobs verloren, ging ein Großteil nicht mehr zum Wählen. Eingebrockt hatte ihnen das Dabbelju, ausbaden musste das Obama.Seine Anhänger hatten nicht begriffen, dass sie diesen Mann stärken müssten,damit er handeln kann. Die Mehrheit der Demokraten ging in beiden Kammern futsch, Blockade der Reps war angesagt.
      Ich jedenfalls war entsetzt über die Teaparty und Sarah Palin z.B.

    • Hillary, wenn sie bis dahin die Sauferei im Griff hat
      und vor allem sich selbst. Sie soll am Wahlabend mal wieder betrunken geprügelt haben…
      Ich kann mir den Frust der Frau gut vorstellen, an einen Mann gekettet, von dem sie sich nicht trennen kann und dann auch noch diese Niederlage. Es kursierten vorgestern schon Scheidungsgerüchte im Netz. Das Leben ist oft so hart und auch noch herzlos.

      O.k. Tyler, George Dabbeljuh war ja nicht einmal fähig, seine Rinder zu zählen, sagte man jedenfalls und so ganz abstinent war er auch nicht. Die Berater werden’s dann wohl richten müssen. Allerdings haben wir bei GDB aber auch gesehen, wohin die führen können.

      Ich werde dann bei Kaffee und Apfelkuchen mal abwarten, sind zumindest grad interessante Zeiten.


    • George W. hatte Cheney und Condoleeza, die managten ihn schon.
      Bei Trump ist das ein bißchen schwieriger, denn er ist ziemlich eigensinnig und will nicht einfach nehmen, was ihm die Partei oder sonstwer anbietet.

    • Cheney, Condoleezza, Rumsfeld....
      sind ja alle noch da und eine/r schlimmer als der andere.

      Lese gerade in einem Blatt der fiesen Friede, die GroKo hinterlasse D als Reformbaustelle. Da kann man doch nur sagen, gekonnt ist gekonnt.

    • Titel eingeben
      Philomena
      Richtig, hat Obama hatte ein schweres Erbe, aber, noch mal ein paar Zahlen für sie:

      Die wahre Arbeitslosenstatistik
      Vor Obama 7.8 Millionen
      Nach Obama 12 Millionen

      Erwerbsquote der /US Bürger
      Vor Obama 67%
      Nach Obama 63%

      US Verschuldung
      Vor Obama 10 Billionen
      Nach Obama 20 Billionen

      Fahren sie nach Amerika. Nicht nach New England oder California, und sie werden feststellen, Palin war weder eine Ausnahme, noch die Schlimmste. Diese Reagans, Bushs oder Trump die fallen nicht vom Himmel! Haben sie mal recherchiert was dieser Pence für Typ ist? Und verglichen mit dem Kasperle den Hilary als Vize gehabt hätte, ist der ein Einstein… das war eine Debatte.… mann oh mann… wenn so ein Depp auf die Idee kommt Trump zu erschiessen wird ein christlicher born-again Fundamentalist President????

      Renate
      „Allerdings haben wir bei GDB aber auch gesehen, wohin die führen können….”
      Erstens, die USA haben niemals andere Politik gemacht, man hat immer gelogen, wenn es nicht nützlich war oder Verbnrechen vertuscht wurden. Vor kurzem hat ,man in Afghanistan ein Krankenhaus der Ärzte ohne Grenzen BEWUSST bombardiert. Was ist daraus geworden? NICHTS! Wobei man schon auch festhalten muss, dass kein Land in dieser Beziehung unschuldig ist.
      Aber die banale Wahrheit ist, dass unter Obama eindeutig mehr Kriege vom Zaun gebrochen worden sind (und zwar mit Hilary!), und mehr Leute ermordet wurden als unter seinen Vorgängern!
      Sie sehen es ja hier im Blog, sogar Don Alphonso war bisher nicht gewillt mal einen ehrlichen Blogbeitrag zum Thema Obama zu schreiben. Nun, er wird seine Gründe haben.

      Trumps Macht ist zum einen sowieso begrenzt, und auch er wird Berater finden, die seine Vorstellungen utilitaristisch umsetzen werden…

      Was gäbs denn daran auszusetzen wenn er Nafta TTIP et al aufkündigt und einen grossen Teil seiner Armee aus Kostengründen aus dem Rest der Welt abzieht? Es ist ja nicht Trumps Fehler, wenn die Deutschen zu blöde sind sich eine Regierung zu wählen, die eine sinnvollere Politik gegenüber Russland betreibt, als deutsche Truppen an der russischen Grenze aufmarschieren zu lassen?

      Wie blöde müssen die Deutschen eigentlich mittlerweile sein, um so was zuzulassen?

    • Zahlen
      TDV, die Zahlen hatten Sie ja schon eingestellt und ich habe Sie gelesen. Ehrlich gesagt, habe ich auch zu viel um die Ohren, um alles so penibel zu recherchieren.
      Als Obama 2008 gewählt wurde, war ich aber auf dem Times Square und habe die Stimmung mitbekommen. Zuvor gab es eine Eurobama-Party, die von jungen europ. Un- Mitarbeitern organisiert wurde. Wir sollten alle etwas Blaues tragen. Später im Hotel dann im TV die Aufnahmen von Chicago, wo Schwarze weinten…Tja.

      Mir fällt nur auf, dass auch Obama noch schmäler wurde und auch gealtert ist, seit damals.
      Helmut Schmidt meinte, Obama habe noch nichts geleistet, als er den Nobelpreis bekam. Stimmte; aber ich fragte mich schon, was dieser Preis ihn für Entscheidungen treffen ließ, um ihm einigermaßen zu entsprechen? Z.B. der schnelle Abzug aus dem Irak? Syrien? Ich weiß, die Drohnen..

    • Tyler, nun hauen Sie aber die Falsche
      Ich habe Obama nie als den Heilsbringer angesehen, im Gegensatz zu vielen meiner Landsleute. Er wurde ja gefeiert, als käme der Messiahs persönlich. Sein „yes, we can“ erschien mir immer sehr mager, noch magerer war der Slogan von Hillary, während Trump aus dem we can etwas gemacht hat, das dem Patriotismus der Amerikaner eher entspricht.
      Von Obama wird nichts bleiben, einen so farblosen (mir fällt kein besserer Ausdruck ein) Präsidenten habe ich bislang nicht erlebt.
      Mir ist die Statistik der von Amerika angezettelten Kriege bekannt.

      Beklage ich mich irgendwo, Trump könne evtl. TTIP und andere merkwürdige Handelsabkommen verhindern, deren Sinn bzw. vor allem Nutzen für uns sich mir nicht so recht erschließen will.
      Mal abgesehen davon, dass diese Verträge kaum öffentlich gemacht werden.

      Dass die Nato entlang der russischen Grenze Truppen aufmarschieren lässt, stört mich mindestens so wie Sie. Allerdings sehen das die Anrainerstaaten wohl etwas anders, die Polen z.B. haben fürchterliche Angst vor den Russen.

      Warum wir UvdL tun lassen, was sie tut? Ja Herrgott nochmal, was können wir dagegen ausrichten? Noch sind wir halbwegs eine Demokratie, wir müssen die nächsten Wahlen abwarten und wie die ausgehen werden, darüber machen wir uns ja wohl keine Illusionen.
      Deshalb lästere ich doch schon über die Bekanntgabe der Thronbesteigung am Sonntagabend. Würden wir auf die Straße gehen, könnten wir ja machen, aber wer machte denn da mit?

      Ehe es hier nicht zu regionalen Aufständen kommt, tut sich gar nichts. Die Leute glotzen Nachrichten und finden zwar nicht alles toll, aber doch immer noch das meiste. Was soll man sich da aufregen, es ist vergeudete Energie.
      Dass ich trotzdem zwischendurch immer mal den Koller kriege, ist meinem Temperament und der Wut geschuldet, nutzen tut’s nix.

      Wir drehen uns im Kreis, Sie sagen die blöden Deutschen, ich stimme Ihnen zu und, was haben wir nun davon? Ändern wir etwas damit?

      Also abwarten, sich amüsieren oder sich auch fürchterlich ärgern, der Lauf der Zeit wird’s richten und wir beide sind ohnehin in absehbarer Zeit aus dem Spiel.
      Nach mir meinetwegen die Sintflut.


    • wenn so ein Depp auf die Idee kommt Trump zu erschiessen wird ein christlicher born-again Fundamentalist President????
      Ein bißchen eine Lebensversicherung muß sich Trump schon bauen. Drohung mit einem fürchterlichen Nachfolger kommt da gerade recht.

    • colorcraze, Trump erschießen
      der polnische Bekannte bangt seit der Wahl um das Leben von Trump. Der Bekannte hofft, im Gegensatz zu mir, dass Trumps Politik auch hier etwas ändert. Ich glaube stattdessen, eher geht ulF durch ein Nadelöhr, als dass sie ihre Politik, wenn man das, was sie treibt, als solches bezeichnen wollte, ändert.

      ..
      Grad kommt ein neuer Kommentar von Vera Lengsfeld rein, dass der deutsche Steuerzahler seinen Beitrag zu Hillarys Wahlkampf über die GIZ mittels Merkels Freundin Tanja Gönner (unvergessen bei S21) geleistet haben könnte…
      http://vera-lengsfeld.de/2016/11/18/mussten-deutsche-steuerzahler-hillarys-wahlkampf-finanzieren/#more-633

  194. Trumps Wahlversprechen
    @ Philomena

    „Trump vergackeierte all die kleinen Leute, um Stimmen einzusammeln, scheint mir.
    Wir werden sehn…“

    Liebe Philomena, gern geschehen.
    So sieht es aus.

    Trump hatte den ärmeren Schichten und der Mittelschicht große Steuererleichterungen versprochen. Die hohen Einkommen und besonders die Hedge Fonds, auf welche er anfangs dauernd schimpfte, wollte er dagegen höher belasten. Das waren wesentliche Wahlversprechen von ihm.

    Stattdessen werden die höheren Einkommensgruppen deutlich entlastet, am Meisten die oberen 0,1%; Prinzip: je höher das Einkommen, desto größer die Steuerentlastungen.

    Die Körperschaftsteuer wird von 35% auf 15% reduziert. Davon profitieren vor allem die größten Unternehmen bzw. Konzerne.

    Auch wird der höchste Steuersatz für Zinseinkünfte von 39.6 % auf 33 % und für Kapitalgewinne und Dividenden von 23.8% auf 20% reduziert.

    Hier werden die Zahlen ziemlich übersichtlich dargestellt:
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/wer-wirklich-von-trumps-steuerplaenen-profitiert/story/26984102

    Und hier noch mal ausführlicher:
    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/11/13/donald-trump-fantastisch-fuer-die-us-boerse-verheerend-fuer-den-staat/

    Btw.: Den Verbraucherschutz will Trump abschaffen.

    Da behaupte noch einer, Trump sei kein Politiker, kein Establishment.

    Ja, wir werden sehen, aber ich sehe schwarz.

    • Wundert
      sich jemand?

      War doch zu erwarten.


    • Wahlversprechen, Wahlversprechen. Sind wir jetzt schon soweit, an Wahlversprechen zu glauben? Daß Politiker Götter seien? Also bitte.
      Ich habe einen Teil Ihrer Beiträge zu Trump (z.B. daß Sheldon Adelson ein Donor sei) durchaus mit Interesse zur Kenntnis genommen, aber das meiste, was Sie dazu schreiben, faßt fefe gern unter „wir werden alle störben!!1!!11!“ zusammen.

      Er muß sich als „Einzelkämpfer“ seinen Apparat macchiavellisch einzeln zusammensuchen, denn er ist im Geflecht der Republikaner ein ziemlicher Fremdkörper. Hillary war ein Pilz vom Myzel der Demokraten, völlig eingebettet, wenn sie auch die Sanders-Fraktion abschießen mußte, was ihr gelang. Aber sie war vollkommen Bestandteil der Fraktionen des Beltway und der höheren Administrationsebenen. Karrierefrau eben.

      Trump ist Unternehmer. Man könnte auch sagen: Bauunternehmer. Mit allem, was das impliziert, wie mitunter harte Bandagen, Pleiten, Familie retten, Streit mit Behörden, großes Maul, weil man verkaufen muß. Aber eben auch: daß er ab und an wirklich was zustande bekommt.

      Das sind mE die Hauptunterschiede.
      Was Trump politisch macht, – je, da muß man halt bis nächstes Jahr Geduld haben.

  195. Jonathan Pie
    Mich wundert, daß noch niemand dieses Video verlinkt hat, oder habe ich es in den Kommentaren übersehen?
    https://www.youtube.com/watch?v=GLG9g7BcjKs
    Für mich die bisher beste Erklärung für Trumps Erfolg.
    Grüße Uli

  196. Zu Herrn Bobby Braun
    Hier ein Video des Künstlers mit deutscher Übersetzung des Textes

    https://www.youtube.com/watch?v=GIhiyPjNiAA

    The Yelow Shark von Herrn Zappa hat mir besser gefallen.
    Ich finde allerdings nur den Text von Bobby Brown etwas problematisch.
    Es kann aber sein das Zappa recht hatte. ggf wäre der Text noch ein Hinweis für den Erfolg von Donald Trump.

  197. Jeder bitte nur ein Kreuz oder der Punkt ohne Wiederkehr ist schon lange passiert!
    Der Krug ist doch schon lange gebrochen – trotzdem bleibt alles wie es ist. Politiker sind die Erfüllungskaste der Geld- und Machtelite.

    Ständige Propaganda und Lügen seit 1933 haben das Volk/Bürger/Menschen das Hirn verdreht.

    Erst der Adolf dann Adenauer, Helmut ich-nenne-keine-Namen-daran-kann-ich-mich-nicht-erinnern-ich-gehe-nicht-in-den-Knast-wegen-Amtsmissbrauch-oder-Schmiergelder-danausowenig-wie-hunderte-anderer-wie-Lambsdorff Kohl, über Gerhard Fritz Kurt von Hartz und Gazprom und nun Habe-alles-Alternativlos-richtig-gemacht Angie.

    2017 wird sich nicht groß was an den Mehrheiten ändern.
    Dadurch ist eines sicher – alles wird noch schlimmer.
    Der Michel und die Lina werden schon dafür sorgen.
    Alles andere wäre ein Wunder.

    Vorwärts nimmer – rückwärts immer.

    • Seltsame Einstellung.....
      Für wen würden sie denn arbeiten, wenn sie die Möglichkeit zu solcher Auswahl hätten… für ein Parlament, das ihnen, sagen wir mal, 10.000€ im Monat bezahlt…. oder die Wall Street, die ihnen einen Stundenlohn von einer halben Million zahlt?


    • Für wen würden sie denn arbeiten, wenn sie die Möglichkeit zu solcher Auswahl hätten…
      Erstmal fürs Geld, und dann tun was einem richtig erscheint, wenn man genug davon hat. Was sollte man sonst damit anfangen?

  198. Mein M400 von '92 ist Anfang der 00er einfach so am Steuerrohr gerissen....
    Im Stadtverkehr!

  199. "die Globalisierung nach unseren Werten und Vorstellungen zu gestalten"
    Zitat aus einem dpa Text in der FAZ

    Vor kurzem wollten eine Firma aus dem fernen Osten die Firma Aixtron kaufen. Es gab auf deutscher Seite (genauer Gabriels Ministerium) zunächst keine Bedenken. Später war zu lesen das es in den USA Bedenken gab und das dies ganz spontan die Meinung in Berlin änderte.

    Gegen Absprachen wäre gar nichts zu sagen wenn es eben nicht so aussehen würde als hätte man zwar gemeinsame Werte aber eine Seite nur Erfüllungsgehilfe der anderen wäre.

    Die Überschrift wirkt auch nicht so als ob es bei den gemeinsamen Werten auch so etwas geben könne wie Rücksichtnahme auf die Interessen anderer die ggf andere Schwerpunkte setzen.

    Die Auffassung „Wir“ definieren die Werte und die anderen haben zu folgen wird auch in der €U vorgelebt.

    Im aktuellen Interview bei NZZ Standpunkte erfährt man mehr über den Standpunkt mancher Osteuropäer.
    http://www.nzz.ch/video/nzz-standpunkte/

    Es gibt offensichtlich nicht nur Differenzen zwischen den oben zitierten Eliten im Westen und Politikern im fernen Asien oder im nahen Osteuropa. Die Entfernung zur eigenen Bevölkerung scheint z.T. nicht kleiner zu sein.
    Anders ist das aktuelle Entsetzen der Eliten nicht zu erklären.

    ggf ist dies nur der Realitätsschock der Eliten im postfaktischen Zeitalter.

    Für andere Schichten war die Überraschung gar keine.

  200. Merkel sei der Eckpfeiler des politischen Konzepts des Westens,
    (die verblö…e, die uns mit halb Arabien und afrika überschwemmt ?????), Die EU-Kommission sieht sich als Finanzminister Europas und mahnt Deutschland, mehr zu zahlen für den vereinigten Misthaufen, Schulz ziert sich wie ein kleines Mädchen (DAS kann er also auch nicht), Obama mahnt (nach seinen zwei Amtszeiten wäre ewiges Schweigen und Hoffen auf allgemeines Vergessen eher angebracht) …..
    und der ganze ekle Ramsch nicht aus der Blödzeitung, sondern aus einem (HARHARHARRRR) Qualitätsmedium, dessen Name des Sängers Höflichkeit verschweigt.

    Zeit für einen europäischen Trump, oder irgendwas anderes, als den Dreck, den wir wirklich nicht verdient haben.
    Weder medial (Hofberichterstattung auf der Farm der Tiere), noch gar politisch.
    Wie schön wäre die Anwendung frühneuzeitlichen Strafrechts auf so manche Personen.
    Und im Fernsehen bringen, pour encourager les autres.

  201. Herr Kief,
    schön, was Sie oben über Fromm geschrieben haben!

  202. The rise and fall of Uber
    Heut kommt mein Schatz zu mir,
    Freut sich die Lies‘
    Ob er aber Uber Oberammergau,
    Oder aber Uber Unterammergau,
    Oder aber Uberhaupt nicht kommt,
    Des ist net g’wiss.

  203. Auch so kann man das sehen (Antje Schrupp)
    Schuld sind nur die weissen bürgerlichen Männer – und ihre blöden weissen bürgerlichen Frauen …

    Auf dem Blog von Antje Schrupp kann man folgendes finden:
    „https://antjeschrupp.com/“ unter der Überschrift „Was nun?“

    Zitate:
    Z.B.: „Ich bin felsenfest überzeugt, wäre Obama weiß gewesen und Clinton männlich und alle anderen Koordinaten identisch – dann wäre jetzt nicht Trump Präsident.“

    „Es werden jetzt Dinge sagbar, die unter Clinton nicht sagbar wären.“

    „Aus den Erfahrungen von Hillary Clinton und Angela Merkel können wir sehen, dass „emanzipierte“ Frauen in dem derzeitigen Politsystem nur Autorität haben, solange sie die große Mehrheit der Bevölkerung hinter sich haben. Sobald sie Konflikte eingehen (wie zum Beispiel Merkel in der Flüchtlingsfrage) werden sie auf eine Weise demontiert, wie es Männern nie passieren würde.“ –

    Wer demontiert denn jetzt Merkel auf so eine barbarische Weise? Werden schon ihre e-mails geleakt? Hat ihr jemand Gefängnis angedroht? Macht etwa irgendeine Person des öffentlichen Lebens sexistische Anspielungen? (Kann man sich das überhaupt bei Merkel vorstellen?)


    • „Es werden jetzt Dinge sagbar, die unter Clinton nicht sagbar wären.“
      Das wäre zumindest wünschenswert, wird aber noch eine Weile dauern.


  204. @ Goodnight
    Starke Frauen und Männer sind unerwünscht.Der Markt erzieht seine Kinder zu funktionierenden Konformisten, welche glauben, sich über Oberflächlichkeit individualisieren zu können. Freie Seelen sterben aus, Menschen mit Ecken und Kanten, die Nein-Sager, die vor Konsequenzen keine Angst haben, weil sie das tun, was sie tun wollen und/oder was sie für richtig halten.
    Daher auch die Faszination für Trump (der das missbraucht, wie ich meine, aber das ist eine andere, noch nicht erwiesene Sache.).

    Die Menschen haben keine Zeit, sich zu freien Persönlichkeiten zu entwickeln, sondern werden von Kind auf für die künftige Rolle als ökonomisch optimiertes Herdentier konditioniert, durch die „richtigen“ Hobbys. Sie werden gemanagt, Dinge zu tun, die sie nicht mögen, weil das ihnen später Vorteile im Marktanteil-Verteilugskampf bringen könnte. Kindheit, eine Investition in die Zukunft. Wie könnte das Freiheit bedeuten?

    Ja, Annie Lennox, das sind Frauen, die eine Stärke ausstrahlen, ohne biestig zu wirken. Wie Grace Jones, in deren Konzerten, welche sie mit weit über 60 bis heute mit fast 70 gibt, wie ehemals Tina Turner:
    https://www.youtube.com/watch?v=mB1tTOfi8GM

    Ein aktuelles Beispiel für den angepassten, braven Konformismus ist für mich die fast einmütige Aufregung im SPON Forum darüber, dass Bob Dylan seinen Preis in Stockholm nun doch nicht abholen will. Als hätten sich die German Spießer United dort verabredet, sich über die unverschämte Disziplin- und Respektlosigkeit des Künstlers zu echauffieren – eine überaus amüsante Lektüre.

    Last but not least, sorry: „Girl of the north country“ wurde nicht von Leon Russell komponiert, sondern von the Master himself:
    https://www.youtube.com/watch?v=qdaynMLN5UA

    • Stärke unter Oberfläche, l'essentiel est invisible
      Haben Sie KInder oder reden Sie blanke Theorie? Irgendwie haben wir geschafft, dass unsere Kinder Freude am Wissen+Entfaltung haben, aber Konformisten sind sie deswegen noch lange nicht.

      Es gibt viele „starke“ Frauen. Manche pfeifen aber auch auf dieses demonstrative Starksein. Starke Frauen waren immer diplomatisch, pragmatisch und schlau. Schlau genug, nicht mit dem Label „Starke Frau“ rumzulaufen. Wir haben jede Menge davon hier in Bayern. Ich habe noch keine einzige starke Frau getroffen, die prahlt: „Ich war mal eine strahlende Schönheit.“

    • Girl of the North Country
      …wurde wohl eher nicht von his Bobness komponiert: der Text ist zwar von ihm geschrieben, die Melodie ist aber das alte englische Volkslied „Scarborough Fair“, das aus dem Repertoire von Martin Carthy von Bob Dylan wie von Simon & Garfunkel übernommen wurde (von letzteren im Arrangement weitestgehend unverändert).


    • Ich habe mit nichts geprahlt, SIE haben das Thema das Aussehen der Frau angesprochen, indem Sie hässliche Frauen kollektiv diffamiert haben. Es ist kein Prahlen, wenn ich eine Tatsache ausspreche. Wenn ich gesagt hätte, dass ich hässlich bin und daher schwer beleidigt, hätte Sie das wohl kaum gestört. Es gibt kein Verbot, das einer Frau im umgekehrten Fall es nicht erlaubt, ihr Aussehen zu beschreiben.

      Ja, ich habe zwei wunderbare erwachsene Töchter, und ich selbst muss mit meiner Stärke in RL auch nicht hofieren gehen.
      Und ich bin ein 100% Familienmensch.

      Aber das ist hier nicht in RL. In RL werde ich in solche unangenehmen Gespräche verwickelt. Und mich nervt es, dass Sie mich in eine Lage drängen wollen, in welcher ich mich irgendwie rechtfertigen muss. Ich muss das nicht, und dass ich überhaupt noch antworte, ist nur ein Zeichen meiner Geduld und Gutmütigkeit.;-)

      Aber was sage ich. Ich kenne das aus SPON Forum: Wenn Argumente ausgehen, wird man persönlich und beleidigend.

      Sie wissen NICHTS von meinem Charakter, gar nichts, und ich möchte Sie bitten, sich mit persönlichen Unterstellungen zurückzuhalten.

      Wenn Sie sich mit mir noch austauschen wollen, dann möchte ich Sie herzlich bitten, nicht persönlich zu werden, sondern auf der Sacheben zu bleiben. Leider gibt es hier keinen Ignore-Botton, aber ich muss ja Ihre Posts nicht mehr lesen.
      Schönen Tag noch.


    • Pardon eine Korrektur:
      In RL werde ich *nicht* in solche unangenehmen Gespräche verwickelt.

      Und btw.: Es war Goodnight, der anfing, von starken Frauen zu reden. Warum greifen Sie mich an, wenn ich eine Antwort schreibe?

      Ich habe auch mit keinem Wort über mich persönlich geredet, sondern habe das Thema generell angesprochen. Ich frage mich, warum Sie das verdrehen und persönlich werden.

    • Vorsicht, zynisch
      Ich glaube nicht, dass ich etwas gegen „hässliche“ Frauen gesagt habe, das wäre nicht meine Art, zumal das oft Geschmackssache ist. Ich habe nur konstatiert, dass die attraktive heterosexuelle Esther Vilar sich mit Materie zwischen Männern und Frauen besser auskannte und zwar meinte ich, im Sinne eines Handels auf gegenseitiger Basis.

      Und das nenne ich Prahlen:
      „und ich war eine strahlende Schönheit und bin immer noch nicht unattraktiv.“ Aber Schwamm drüber. Jedem seinen Fettnapf. Ich hab mal nach ein paar Gläsern Wein behauptet, ich sein intelligenter als die meisten. Allein, dass ich zuviel Wein getrunken hatte, widerlegte das schon.

      Gut, lassen wir das. Sie haben zwei Töchter, charakterlich einwandfrei, soweit Sie wissen. Ich habe unter anderem zwei Söhne und mache mir eindeutig Sorgen um deren Zukunft. Werden Ihre Töchter was erben? Geben Sie her, die Mädchen. Meine Söhne werden dann die Kinder versorgen, austragen müssen die Mädchen sie selbst. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja bis dahin Schwangerschaftaustragungsmaschinen.
      Nehmen Sie das nicht ernst, bitte, die Jungs suchen sich ihre Damen schon selbst aus, aber wir haben hier unterschiedliche Ausgangspunkte, und meiner, wie Sie sehen, ist durchtränkt von einem tiefen Pessimismus und Zynismus. Man kann nicht einfach über Quote weiße autochthone Männer aussortieren. Kann man versuchen, wird sich aber rächen. Den Beginn der Rache sehen wir gerade.


    • @Oberländer
      Sorry, aber ich habe den von Ihnen mokierten Post nach 10.00 Uhr morgens geschrieben. ;-) Ich trinke grundsätzlich keinen Alkohol vor 19.30 Uhr abends, außer bei besonderen seltenen Gelegenheiten oder Einladungen.

      Und ich habe nur das wiedergegeben, wie meine Umwelt seit meiner Jugend auf mich reagiert, ob Mann oder Frau, ob jung oder alt, fremd oder bekannt.

      Ich war als junges Mädchen und als junge Frau kein sehr selbstbewusstes Wesen, weil ich so streng bzw. zur absoluten Bescheidenheit erzogen war. Ich bin bin froh, dass ich im Laufe des Lebens gelernt habe, zu mir zu stehen, und wenn es sein muss, micht zu behaupten.

      Im Gegensatz zu Ihnen bin ich eine unverbesserliche Optimistin und neige zum Zynismus eigentlich nur, wenn es um die Politik geht.

      Also Schwamm drüber. Ich danke Ihnen, dass Sie mir eine ehrliche Antwort geschrieben haben.

  205. Heute, Namenstag "Gregor der Erleuchter"_Weltfrühchentag_Tag des Maulkorbs...
    beim Mutterschiff. Schauen Sie mal, was heute alles nicht kommentierbar ist. Der Mainkutter immer noch in der Findungsphase ? Frankenberger heult Obama nach, der einen unaufgeräumten Teil der Welt zurücklässt. Das eigene Land sowieso. Also was soll´s. Ich bin auf Trump und seine Mannschaft gespannt. Vielleicht kann er Zugzwang beim Dilettantenstadl erzeugen. Der Zeitpunkt ist perfekt. Wie drückte der Mitforist das mit seinem Bild der Zahnpastatube so schön aus…..? Spannend wird´s allemal.
    (DdH)

    • meldet:
      …. wird immer spannender, da kommt Schwung ins Karussell der Irren und Bekoppten …juchhei!,,

  206. Titel eingeben
    Es sieht sehr danach aus, daß in den USA und sowieso hierzulande seit letztem Mittwoch eine recht durchschaubare und sehr unangenehm linkslastige neuerliche und noch ekelhaftere Medienkampagne gegen Trump inszeniert wird, die täglich an irrer Fahrt gewinnt. Nach dem ersten Wahlschock gehen die Medien im Verbund mit der linkslastigen Politik in den totalen Overdrive.

    Trump wird jetzt entweder als den Weltfrieden, den Wohlstand, das Klima, und sowieso den Bestand des Universums bedrohender totalbekloppter Irrer oder wahlweise als naiver politischer Volltrottel hingestellt, der nichts zuwege bringt, mal als eiskalter nepotistischer Halbweltdepp, der seiner Familie die Diktatur über die USA zuschustern will oder es wird behauptet, er sei wankelmütig und zittere seit der Wahl vor Angst vor der eigenen Courage und als Begründung dafür wird angegeben, daß er nie mit einem Wahlsieg gerechnet habe.

    Die Kluft zwischen Realität und peinlich durchschaubaren Spins seitens der Medien nimmt so langsam Formen an, die an völlige Hysterie und extreme Bosheit gemahnen. Ich warte jetzt darauf, daß die Medien den Mann spätestens übermorgen endgültig zum totalen Versager deklassieren, weil er seine Regierungsmannschaft noch nicht fertig zusammengestellt hat. Ein kurzer Blick in die Geschichtsbücher hinsichtlich des Zeitrahmens der Regierungsbildung seiner Vorgänger offenbart die tatsächlich selten widerwärtige, heimtückische und zielgerichtete Propaganda, die gerade weltweit veranstaltet wird.

    Ein weiterer Spin ist die volksverblödende Nummer mit der Popular Vote, die Clinton angeblich gewonnen habe. Gleichzeitig wird jetzt von demokratischer Seite massiv versucht, das Electoral College zu demontieren, so Druck auszuüben und die Wahlmänner am 19. Dezember zu beeinflussen. Clinton hat nach bisherigem Stand der Auszählungen keineswegs die Popular Vote mit Millionen von Stimmen Mehrheit gewonnen, wie es fälschlich dargestellt wird, aber dieser Spin wird derart gezielt manipulativ eingesetzt, daß es inzwischen fast unmöglich ist, mit Fakten dagegen anzukommen.

    Was in den USA und anderswo in den Medien gerade abläuft, ist in seiner Dimension recht nah dran an den üblen Hunnen-Spins der Propaganda des ersten Weltkriegs gegen die Deutschen. Wenn man sich diese unterirdische Propaganda von damals heute ansieht, schüttelt man ungläubig den Kopf und fragt sich, wie derart grobe, gezielt konstruierte Lügen zu jener Zeit bei weiten Teilen der Bevölkerung derart Raum greifen konnten. Nun kann man Life, in Farbe, und Bunt erleben, wie das gemacht wird, und wie es tatsächlich auch noch problemlos funktioniert.

    Währendessen schweigen Clinton, Sanders und Obama zu den organisierten Unruhen in amerikanischen Städten und den teils völlig enthemmten Zuständen an den Universitäten und lassen die Dinge still und entspannt weiterlaufen, derweil inzwischen klar ist, daß Haufenweise bezahlte Claqueure mit Bussen in die Städte gekarrt wurden, um Aufruhr zu verbreiten. Kein Wort hört man von diesen Leuten gegen die Gewalt, die sich hier gegen Andersdenkende, Republikaner, Trump-Befürworter- und Wähler und andere nicht dem linken Mainstream entsprechende Menschen und Denkweisen Bahn bricht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Es kann einem inzwischen so vorkommen, als wären gewisse linke Kreise bereit, notfalls die USA (und notfalls die halbe westliche Welt gleich mit) in die Unregierbarkeit und schlimmstenfalls in einen Bürgerkrieg abrutschen zu lassen, um ihre politische Ideologie, ihre Agenda auch weiterhin stur und rücksichtslos propagieren und durchsetzen zu können.

    • "Keine Panik" (Der Reiseführer "Per Anhalter durch die Galaxis")
      Um die Prognosen der Medien zur Amtsführung von Trump zu beurteilen, muss man doch nur mal bedenken, wie exakt sie den Wahlausgang vorhergesagt haben…

      Was die Medien noch nicht verstanden haben, ist das Bedürfnis ihrer Kunden: die wollen nämlich informiert und nicht indoktriniert werden. Deshalb sinken ja auch die Auflagen. Im Grunde schreien da die neuen Entbehrlichen….

    • noch untertrieben, aber gut
      Bravo. das unterschreibe ich, so wie es da steht. Was noch fehlt, ist Personalie des Keith Ellison, eines BDS-Unterstützers.
      Außerdem muss darauf hingewiesen werden, dass auch Hoover und Kennedy kein Gehalt nahmen, Selbst das wird gegen Trump ausgelegt. Unglaublich.
      Interessant fand ich, oben von einem Leser verlinkt (Dailymail), dass Bill Clinton angeblich vor Wut sein Telefon aus dem Fenster geworfen hat (herrlich), weil seine Frau bezüglich ihrer campaign nicht auf ihn hörte.
      Noch einmal:
      http://www.dailymail.co.uk/news/article-3935800/Days-losing-election-Hillary-Bill-Clinton-sceaming-match-blame-flagging-campaign-ex-president-angry-threw-phone-roof-Arkansas-penthouse.html

      Sie sind lieb mit dem ersten Weltkrieg. Mich erinnert das zunehmend an den zweiten, auch gern an den Herrn Stalin, und m.E. stimmt es, dass die Dems drüben verseucht sind vom Gedankengut eines Saul Alinsky.

    • einfacher Nenner
      Wir könnten es auf den Nenner bringen, dass die, die ihre Ziele nicht erreicht haben, mit Demokratie nicht umgehen und das Ergebnis anererkennen können. Es kann halt immer nur einmal gewählt werden. Man muß seinen Hintern hier und da eben mal lupfen…

  207. aus der FAS vom letzten Sonntag (S. 23)
    „Tatsächlich kennt der Freihandel am Ende nur Gewinner. Das heißt aber nicht, dass er keine Verlierer produziert“ (Rainer Hank) Der alte Römer hatte wohl recht, als er sagte: difficile est satiram non scribere.- Noch Fragen?

  208. Hollywood
    Was für Filme die wohl demnächst produzieren, um dem Rest
    der Welt den amerik. Weg zu erklären.

  209. Titel eingeben
    Wenn der werte Hausherr gestatten wollten, würde ich gerne einen Verweis aus Scott Adam’s Blog zur englischen Lektüre anbieten, welche ich sehr informativ und in diesen tristen Zeiten recht erfrischend zum Thema hier fand. Man muß etwas Zeit investieren, aber ich empfand es als durchaus lohnend:

    http://bit.ly/2f3iTxB

  210. Gegen Hedge Fonds
    @ Dieter Kief
    16. November 2016 um 21:24 Uhr
    @ Tamarisque – also es geht gegen die Hedgefondsler und gegen die Frei-händler

    Vielen Dank für Ihren ausführlichen und sachlichen Post.

    Dass Trump gegen die Hedge Fonds vorgehen will, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
    Robert Mercer, der Gründer und Eigner eines Hedge Funds, war ein maßgeblicher finanzieller Unterstützer von Trumps Kampagne:
    Zitat aus Wikipedia:
    In 2015, the Washington Post called Mercer one of the ten most influential billionaires in politics.
    Mercer is a major supporter of Donald Trump’s 2016 campaign for president.
    Mercer and his daughter played a role in the elevation of Stephen Ban-non and Kellyanne Conway into senior roles in the Trump campaign. Mercer also finances a Super PAC, Make America Number One, which supports Trump’s campaign.
    Rebekah [Mercers Tochter] is one of the members of Donald Trump’s Presiden-tial Transition Team Executive Committee.

    Warum sollte Trump einem seiner Hauptsponsoren schaden wollen? Dessen Tochter Mitglied in Trumps Transition Committee ist.

    Als Finanzminister sind zwei Personen im Gespräch:
    1. Jamie Dimon, der aktuelle CEO von J.P. Morgan, der zweitgrößten Bank der Welt.
    2. Steven Mnuchin, ex Goldman Sachs Banker (sein Vater war ein Partner der Bank), der 17 Jahre dort beschäftigt war.

    Zwei Wallstreet-Insider.
    Wozu braucht Trump noch Lobbyisten?

    Ich glaube nicht an einen Erfolg von aufgewärmtem Reaganomics. Reagans Wirtschaftspolitik war Chicago Schule von Milton Friedman, wurde nachher von GWB weiter geführt, von Margaret Thatcher übernommen und dann nach und nach ebenso von vielen EU Ländern. Es war diese neoliberale Politik, welche zu den existierenden Problemen führte: zur steigenden Kluft zwischen Arm und Reich, zu reduzierten staatlichen Ausgaben, u.a. bei Bildung, Abbau des Sozial- und Gesundheitswesen, mit entsprechend negativen Folgen.

    Mehr von der alten bitteren Pille wird mE keines der Probleme lösen, sondern das Gegenteil bewirken.

    Bildung: Außer den USA sind sowohl UK als auch Deutschland bzgl. der Schulbildung in den Statistiken ebenso deutlich nach unten gerutscht. Über UK’s Bildungsmisere wurde im SPON vor ca. zwei Jahren berichtet; über das eigene Land gibt es seit vielen Jahren keine negativen Meldungen mehr.

    • Good choice, Mercer
      Ich dachte, Sie mögen starke Frauen. Rebekah Mercer ist eine. Und brain. Noch eine starke Frau ist ihre Schwester. Hier:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Heather_Sue_Mercer-Duke_Football_case

      Maggie Thatcher hatte Angst vor Arbeitern und Gewerkschaften. Das hatte nichts mit Milton Friedman zu tun, dessen übrigens Frau auch stark ist.

      Man muss hier aufpassen: Wenn die Argumentation dahin geht, dass es nur Clinton gibt (keine so starke Frau, wenn sie nicht einmal auf ihren Mann, den Expräsidenten, hört), wird’s nämlich halbseiden.
      Mal gucken, welche Asse Trump noch aus dem Ärmel schüttelt.
      Auf jeden Fall sind wir hier mal nicht bei der üblichen „Elite“, siehe aktuelles Titelbild FAZ, sondern bei geistiger Top-Elite. Mehr IQ geht nedda.

    • Von Schweden
      wollen wir da gar nicht erst sprechen.
      Die haben hier oben ein massives Problem mit dysfunktionellen Schulen, die Bildungsdefizite werden nun auch an den Universitäten hier immer mehr spürbar.


    • Die haben hier oben ein massives Problem mit dysfunktionellen Schulen,
      Sie sollen auch ein massives Problem mit dysfunktionaler Einwanderung haben, hört man.

  211. @ tamarisque - ich vestehe ja Ihre Zweifel wg. Trump, aber ich schrieb zunächst über
    Bannons Vorstellungen, wie sie nun auf buzzfeed veröffentlicht sind.

    Ich empfehle wirklich, das durchzulesen – auch wenn’s ein bißchen länger ist:

    https://www.buzzfeed.com/lesterfeder/this-is-how-steve-bannon-sees-the-entire-world?utm_term=.arnRL4AmyL#.yjVG6OAbk6

    Und nochmal – das hier ist eine bsonders delikate Nummer, weil ich Breitbart nicht mag.

    Wg. Bildung – da hab‘ ich ein wenig Erfahrung – – das Irrste, was ich in der Hinsicht aus den USA in letzter Zeit gelesen habe, stammt von Lin Dinh über die Detroiter Inner City Schools. Ich empfehle das sehr zur Lektüre – – Sie finden es auf der Seite von Ron Unz.

    Hier in Ba-Wü habe ich ein wenig Einblick und die Lage ist schon ein wenig bedenklich. Es gibt drei Ebenen, die ich – ehrlich gesagt – nicht verstehe:

    Die seriösen Gewerkschfter, die, soweit ich sie kenne, einfach die Augen zu machen. Wenn man daran rührt, was ich hie und da lokal und regional tue, begegnet man Erstaunen und Misstrauen bis hin zu offener Aggression.
    Ich verstehe aber auch die FreundInnen und Bekannten nicht, die im Apparat drinstecken, die Probleme sehen, aber n i c h t s tun. Nicht mal Leserbriefe schreiben. Offenbar ist der Lehrerberuf einer, der die Menschen stark beansprucht – und stark vereinzelt.

    Schließlich die Medien. Die Ingrid Mössinger und ab und zu der Jürgen Kaube in der FAZ sind weit und breit die einzigen, die Bildung und Pädagogik seriös abhandeln.
    In baden-Württemberg herrscht die komplette öffentliche Problemverweigerung.

    Es gibt eine Theorie über Disziplinen wie die Pädagogok, die ja hier zuallererst im Argen liegt, und diese Theorie besagt: Solche Disziplinen seien per se Echokammern der herrschenden Meinungen. Und deshalb argumentativ besonders schwer zu erschließen. – irjend su jet musset sin…(BAP)

  212. @Don
    Ich habe übrigens – als leider nicht Experte – kürzlich ein Rennrad der Firma „Giant“, (vermutlich erstes) Modell „Peloton“, Baujahr wohl irgendwas zwischen 82 und 84, mit dem Zusatz auf dem Rahmen „Quality touched by KOGA“ und „Handmade in Holland“ erorben.

    Also Baujahr 82 bis 84 meine ich. US-Firma, großer Player später, von Ihnen genannt, Produktion des Rahmens in Holland, Produktion der Schaltung in Japan (Shimano).

    Meine Fragen an Sie, abgesehen von der Feststellung, dass diese Arbeitsplätze wohl eher in die andere Richtung wanderten:

    Haben Sie vielleicht noch einen passenden gelb-orangen Sattel mit Prägung „KOGA“, zumindest das Leder?

    Ist auch dieses Giant-Rad nur Schrott? Weil – zumindest der Rahmen – in Holland produziert und nicht USA? Kriegt man dafür nach intensivem Aufbau und Reinigung noch 100 Euro-Kröten?

  213. Giant - Autsch!
    Giant ist gar kein amerikanischer Hersteller?!?

  214. Blumiger Unsinn
    Jadejade, ich hab auch noch ein ’99 CAAD4 team das regelmaessig am Start ist. Tausende km und praktisch alle Teile ersetzt, zweiter Kurbelsatz, mehrfach neue bottom brackets, Radsaetze etc. etc. Die Federgabel wird von Werk aus nicht mehr gewartet, dann halt rigid. Alles gut und schoen soweit.
    C’le hat sich dann halt bei xcross verhoben, wie beschrieben. Das ist aber individuelles Firmenpech, hat mit Clinton Obama etc. ueberhaupt nichts zu tun.
    Wer ein US geschweistes Rad moechte kann das ohne weitere finden, z. B. die Alu-Tracer von Intense. Das Angebot ist leicht begrenzt weil vor Ort nicht genuegend Schwiesser zu finden sind. Die arbeiten lieber selbstaendig auf eigene Rechnung und nicht als Angestellte.

  215. Hatte auch mal ein Cannondale
    How funny. I had a great Cannondale that I brought with me to Berlin when I lived there in 1995.

    So, of course, there are many stories like this one around the world – not just in Pennsylvania. And to be clear: the story is only partly about globalization. It’s also about bad management, greed, and the short-term incentives of various stakeholders. And it’s also a story that is far from new. It’s central to the history of capitalism; another casualty of Schumpeter’s ‚creative destruction.“ What’s disturbing though is Trump’s ability to capitalize on the story. I say disturbing because his appeals were straight out the national socialist playbook: identify a difficult economic problem, blame outsiders like immigrants or jews, and then proclaim as loudly as possible that you alone will make everything better. Why? Because you’re the Führer and you possess the special wisdom and special words (‚great words‘ according to Trump himself) that will make markets bend to your will.

    I have little doubt such strategies work. We’ve seen it historically in Europe and the US. We see it in Russia, Venezuela, and African countries like Zimbabwe and Nigeria, and Latin and South American countries like Brazil and Guatemala. And Germans themselves recognize how dangerous such an approach is which is why Germany’s democratic parties refused to coalesce with the PDS, the Left, AfD or the Republikaners. Nationalistic leaders who claim they have the power and the ability to single-handedly solve people’s problems is very intoxicating. Voting for them is like buying a lottery ticket – we know it’s insane but maybe, just maybe we’ll win this one time.

    Clinton and the democratic party did not ignore the working class and poor. The article mocks Clinton and Democrats, claiming sarcastically that all the Democrats talked about is wiping out the white man. But that is of course nonsense. And, unlike Republicans, the democrats had a track record in places like Ohio and Michigan. When Obama took over the auto industry was on the verge of total collapse. it was the Democrats (including Clinton) who fought for the bailout. Clinton proposed policies that would actually help the poor and working class including 1) expanding their health care; 2) increasing jobs in construction; and 3) ensuring the their children could get a college education without going into debt. She did not, however, promise to bring back the steel mills to Ohio or claim that she could force companies who’d left the country to return to the US. She didn’t make those claims because in a capitalist democracy you can not force firms to do things they don’t want to do and you can’t (or shouldn’t) shield them from making stupid business decisions (though Bernie Sanders and Gregor Gysi might disagree).

    The real question is: Why Trump’s message worked with rural voters in Michigan, Ohio and Pennsylvania and Clinton’s didn’t. And to me the reason is simple: It’s the playbook that authoritarians and despots on the left and right have always used – a toxic brew of racism and scapegoating embedded in a simplistic package screamed so loud it drowns out reasonableness and rationality. I disagree with the premise that Cannondale made Trump popular. Instead, Trump used stories like Cannondale as the match to ignite the deep-seated racism, homophobia and misogyny that – while by no means the majority — provided enough fuel to set the country on fire.

    • Brilliant
      A very good analysis.

    • nope
      The Democrats would rather have Trump than Sanders. That was their problem. Clinton lost the Sanders voters. Sanders would have been much more credible than Hillarys establishment. The last big political discussion/debate in the US that made it over the ocean was the one about trans toilets. Maybe the trans toilets were just not as important to the Michigan voters as they were for the students canvassing for Clinton. Polls showed Sanders would have won over trump without spewing racism. He was driven out of the race with unfair methods, Hillary wad the chosen candidate from the beginning. Any comment on that?

    • I agree.

  216. 30.000 müssen beim halbstaatlichen Dieselkonzern vermutlich die Sachen packen ...
    …. tolle strategische Managementleistung, wirklich.

  217. XYZ
    Lieber Otto Meier, herzlichen Dank.
    Der letzte Post von XYZ hat jetzt das Niveau eines Daily Soap erreicht. Es ist Jahre her, also was sollen solche Vorhaltungen? Ich finde ich das sehr uncool.

    Ich hatte seit 2006 im Laufe der Jahre dauernd persönliche Kontakte zu vielen SPON-Forumsteilnehmern, zu Frauen und Männern. Manchmal habe ich den Kontakt abgebrochen, manchmal die anderen. So what.

    Und btw. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. ;-)

    XYZ sollte sich besser um seinen eigenen Kram kümmern und nicht mit dem Finger auf andere zeigen.

    Fazit: *ignore*

  218. Pingback: Tschernobyl, das Ende des Feminismus und ein elliptischer Billardtisch - die Links der Woche vom 11.11. bis 17.11. | Männer unter sich

  219. Cannondale
    Werter Don,

    vielen Dank für den Artikel. Im „postfaktischen“ Zeitalter habe ich Ihre Beiträge bisher immer als verlässlichen Anker wahrgenommen. Ein Freund, dem ich Ihren Blog weitergeleitet hatte und der nach meiner Einschätzung einige Ahnung von Fahrrädern hat, schrieb mir Folgendes:

    „…1) war der der Niedergang von Cannondale incl. Konkurs exakt in der Bush Ära … heute ist die Firma wieder relativ erfolgreich.

    2) haben die Defekte, die er anführt, nix mit China zu tun – der Grund könnte nur entweder schlechte Montage (die ist bei Cannondale in den USA) oder miese Wartung durch den Autor sein (vermute ich jetzt mal eher …)“

    Das sät Zweifel. Ich bitte um Aufklärung

    Besten Dank & beste Grüße

    DT

  220. Und trotzdem hausgemacht ...
    Bei aller guten Recherche hat aber niemand aus „dem Establishment“ die Firma gezwungen an die Börse zu gehen. Hätten die einfach mal weiter ihre Fahrräder gebaut ohne jetzt den Motor neu erfinden zu wollen, wer weiß was dann alles (nicht) passiert wäre.
    Schuster bleib bei deinem Leisten!
    Für die Arbeiter natürlich trotzdem kein Trost, aber die Firmenchefs selber haben den Karren an die Wand gefahren, das „Establishment“ mag für viel verantwortlich sein, aber für alle Fehler die Menschen begehen ist es dann auch nicht verantwortlich, auch wenn es einfach wäre ihnen alles in die Schuhe zu schieben.

  221. Sehr guter Artikel, Danke!
    Lieber „Don Alfonso“ alias „Tegernseeopa“.
    Danke für diesen guten Artikel.
    Sagt ein Cannondale-Fahrer (Series 2.0 Rennrad von 1989)

  222. Werbung für Zappa-Film
    Nochmals zum Thema Vaseline. Nur so ergibt die Entwicklung vom Weiberhelden zum passiven Part in einer schwulen Beziehung Sinn, die in Bobby Brown u.a. thematisiert wird. Seit einigen Tagen läuft ein Film über Zappa. Er ließ sich von niemandem vereinnahmen. Seht selbst.

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