Home
Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Unter Mistamseln und Dreckspatzen

| 411 Lesermeinungen

A Sau bleibt a Sau, a wanns bei de Pfeadl afd Weid kimmt

Man kann nicht sagen, dass deutsche Medien im Jahr 2016 auf die obligatorische Geschichte zur Herbergssuche iu unserer Zeit verzichtet haben. 2015 machte man das im Zeichen der Migrationskrise unisono mit Flüchtlingen, 2016 dagegen wurde die transnationale Herbergssuche des Anis Amri thematisiert, die bekanntlich vor den Toren Mailands zu Ende ging. Vor diesem Hintergrund war das Thema schon belegt, und viele Kollegen fürchteten sich danach, über die Feiertage nach Hause zu fahren, und dort Meinungen zu hören, die ihnen nicht passen. Deshalb waren migrationsfreundliche Medien dieses Jahr voll mit Geschichten von Frauen, die sich am Bestseller “Rückkehr nach Reims” von Didier Eribon ein Beispiel nahmen und ihrer Vorahnung Ausdruck verliehen, daheim werde alles ganz schrecklich und die Verwandten würden Dinge sagen, für die man ihnen leider nicht Ex-Stasiletten, Schwesigs selbstgebaute NGO und antideutsche Antifa an den Hals hetzen kann, wie sie es sonst tun.

kina

Nun ist das mit dem Kopistenhandwerk immer so eine Sache: Eribons Buch ist wirklich gut, es ist dick, nachdenklich, geht in die Tiefe und hat dem Autor sicher ein angenehmes Vermögen beschert. Er hat es gewagt, genau hinzuschauen, niemand verurteilt, und ein Buch vorgelegt, das auch von verfeindeten politischen Lagern mit Erkenntnisgewinn gelesen werden kann. Wenn man sich so mit seiner Familie auseinander setzt, können einem die direkten Folgen vergleichsweise egal sein: Die Familie kann mit dieser behutsamen Analyse vermutlich gut umgehen, weil niemand explizit vorgeführt wurde. Sollte sich doch jemand aufregen, hat man es sich aber nur mit einer einzigen Person verdorben: Familien können solche Konflikte überdecken und schliessen, und Eribon wurde sicher gut bezahlt, wenn er in Talkshows auftrat. Als Thomas Mann es sich in prekärer finanzieller Lage mit den Buddenbrooks in seinen Lübecker Kreisen verscherzte, dauerte es mit dem Vergeben lang, ebenso hatte er zuerst Ärger mit Davos wegen des Zauberbergs: Hier heilte die Zeit alle Wunden. Bei Eribon kam die gesellschaftliche Anerkennung deutlich schneller.

Es ist also schick, sich mit nicht sonderlich akzeptierten Vorstellungen in der eigenen Sippe zu beschäftigen, mit einem leichten Grusel vor dem, was einem erst gar nicht erzählt wird, weil den in die grossen Städte entflohenen Kindern nicht sonderlich getraut wird. Wer weiss schon, ob sie in den Medien dann nicht über holocaustleugnende Tanten borderlinen, damit sie im Chor der Familienklageweiber dem Publikum besonders auffallen. Ausserdem darf ich einer feministischen Aktivistin, die bei der Prantlhausener Zeitung Männer routiniert hinterfragt, durchaus glauben, wenn sie zum schönsten Fest des Jahres den Aufruf verbreitet, gerade jetzt den Lieben mit ihrer Ideologie das Fest zu ruinieren. Das ist wie im Feminismus wie in jedem anderen Totalitarismus: Wer schon die eigene Sippe ideologisch bekämpft, wird auch keine Skrupel haben, andere der eigenen Heilsvorstellung zu opfern.

kinb

Nun habe ich natürlich auch meine eigenen Heilsvorstellungen. Im Gegensatz zur Prantlhauserin sind sie jedoch nicht eine Erwartung des Heils für alle Menschen – wie ordinär – sondern selbstverständlich exklusiv. Meine Heilsvorstellung hat im Kern einen reichen und gebildeten Clan mit üppigen Besitztümern, der es beizeiten versteht, das Vermögen peu a peu an die eigenen Leute zu geben, und zwar so, dass der Staat nichts davon bekommt. Hier eine Wohnung, da ein Aktienpaket – schenken kann man legal einiges, was den Kindern später hilft, an der Spitze der Besitzpyramide zu bleiben. Der Median des Besitzes deutscher Haushalte – nicht Einzelpersonen! – liegt bei traurigen 60.000 Euro. Da will man nicht hin. Meine Heilsvorstellung liegt weit darüber, und ich denke gar nicht daran, irgendwelche Leser oder gar Kollegen zu bekehren: Es geht hier ganz allein um mein Heil, und das ist auf dieser Welt nur sehr begrenzt verfügbar.

Das ist auch der Grund, warum Sie, was lebendige oder im guten Andenken befindliche Verwandte angeht, von mir immer nur das Beste hören werden. Sie dürfen wissen, dass die bsuffa Kohlamone zu meinen Vorfahren gehörte, aber das gehört nach über 150 Jahren schon zum städtischen Legendenschatz. Ausserdem war Kohlenhandel damals durchaus ehrbar, und der Zuspruch zum Alkohol hätte sie zu einer echten Protofeministin ihrer Zeit gemacht, wenn sie nicht immer so gut gelaunt gewesen wäre. Sie dürfen wissen, dass mein Großvater mit dem Drilling zu Silvester den Nachbarn den Kamin vom Haus schoss, aber die Löcher sind längst verschwunden, und als Jäger hat man seine Privilegien. Sie dürfen auch wissen, dass manches Tier – angeblich überfahren – bei ihm auf dem Rücksitz lag, denn die Grenzen zwischen Jagdbesitzer und Wilddieb sind wie die Grenzen der Reviere volatil und das hier ist Bayern, da trägt es zum Ruhme der Familie bei. Die Beimischungen der familiären Bäckerei, die ihr Vermögen mit einem Exklusivvertrag bei einem verschwenderischen Militärbauvorhaben machte, sind auch verjährt, und so effektiv war damals die Kakerlakenbekämpfung im Mehltrog einfach nicht, dafür war das alles bio. Im Grossen und Ganzen jedoch wird mein Clan Ihnen immer als die prunkvolle Fassade erscheinen, die uns behagt – der Rest geht Sie gar nichts an.

kinc

Denn ich will es mir mit niemandem verscherzen. Wenn ich anfangen würde, hier überkritisch und ohne Nachsicht über meine Familie so herzuziehen, wie es andere in Zeitungen und Internet tun, würde sich manch Gesicht verhärten. Einige würden sich fragen, wen man da mit Gunstbeweisen überhäufte, und ob es nicht besser wäre, die Tierheime der Region zu bedenken. Ich habe mindestens drei Einlassungen gelesen, da dachte ich mir das, was uns anerzogen wurde: Enterben. Unbedingt sofort enterben. Wer auch nur andeutungsweise die eigene Familie für das eigenen Vorankommen in einer derartig unterschichtigen Betätigung wie Medien diskreditiert, weil es zu einem anständigen Dasein nicht reicht: Enterben. Sofort. Total, Keine Gnade. Familie über alles. Bis es so weit ist: Gegendiskreditieren, indem die anderen Kinder mit Geschenken überhäuft werden, und das indiskrete Luder, das gescherte, 5 Jahre alte Schnapspralinen bekommt – wenn es dann wieder in seiner selbst gewählten Slum sitzt, werden die anderen mit Aktienpaketen bevorzugt, still und diskret, das geht ganz schnell bei uns, da hat der Clan viele Generationen Erfahrungen. Solidarität und Zuneigung sind keine Einbahnstrasse. Wer den Ruf einer Familie so wenig schätzt, dass er ihn für ein paar lumpige Euro oder Lacher bei Twitter verhökert, kann auch nicht mit weiterer Zuneigung rechnen. Das gilt schon bei untreuen Freunden – bei Familie dagegen ist strikteste Anwendung zwingend.

Wenn man sich schon über Leute und Familie aufregen will, dann nimmt man dafür anderer Leute soziale Missgeschicke. Verkommene Töchter, die ihre eigene Familie Medien bundesweit diskreditieren, sind hier ein ideales Opfer, um es am festlich geschmückten Tisch zu schlachten, und das habe ich natürlich auch prompt gemacht und Fälle – alle mit Namen und Hintergründen ihrer kriselnden Arbeitgeber – bei uns genannt. Außerdem habe ich es nicht bei der Beschreibung belassen – das wäre langweilig – sondern auch noch eine Theorie des Kulturkreises abgeleitet. Wir alle sind uns einig, dass man das nicht tut, wenn man nicht ernsthafte familienfinanzielle Folgen erdulden will. Kein Mensch von Anstand und Ehre würde das tun. Sollte es aber anders sein, muss es Gründe geben. Bei der Person könnte es sich um ein alternativ- und in der Folge charakterloses Einzelkind handeln, das tun kann, was es will, weil es ohnehin erben wird. Es könnte sich aber auch um jemanden handeln, die nichts zu verlieren hat, weil die Familie ebenfalls nichts hat. Dann sind solche Texte immer noch undankbar, aber kein finanzielles Risiko. Oder die Erziehung hat einfach versagt. Dann war es keine gute Familie.

kind

Man kann es also verstehen und angesichts der Ursachen, doch, wirklich, entschuldigen. Es gibt solche Familien. Das ist die Realität. Es ist möglich, die Familie öffentlich an den Pranger zu stellen. Aber Kontakt mit den betreffenden Personen würde ich mir gut überlegen. Ich sage nicht, dass unsereins im Umgang ganz anspruchslos und frei von allen Erwartungen ist – das sicher nicht, einen bis heute geldig wirksamen, juristisch aber verjährten Halsabschneider sollten Sie zwengs der Tradition schon in der Familie gehabt haben. Aber über die Familie sagen wir stets nur das Beste, und so soll es immer sein. Wer dagegen die eigenen Leute ausrichtet und anderen zum Frass vorwirft, wer bei Twitter verspricht, das eigene Blut zu belästigen – nun. Solche Leute haben keine Loyalität mit ihrem eigenen Ursprung. Es wäre daher erstaunlich, wenn sie die Loyalität im Umgang mit anderen entwickeln würden. Wer schon die eigenen Leute ausrichtet, wird bei Firmen, Geschäftspartnern, Freunden, Gatten und Kindern auch nicht zwingend diskreter sein. Früher achtete man beim Tee genau darauf, was jemand an Tratsch über seine Verwandten für einen billigen Lacher verbreitete, und sorgte dafür, dass solche liederlichen Frauenzimmer alte, einsame Jungfern blieben. Heute haben sie Twitter, und die Scheidungsquote ist hoch.

Wenn Sie aber das Herz einer steinreichen Schwiegermutter erobern wollen, nehmen Sie solche Auswüchse als Geschenk und beschweren Sie sich über solche illoyalen Leute, so wie ich das tue. Das Unglück anderer Häuser ist in unserem Heilsplan viel amüsanter als die eigene Gicht, kostenlos und, wenn man es geschickt und mit dem nötigen, bedauernden Kopfschütteln vorträgt, Ausweis vorzüglicher Seelenbildung. Ganz leise dürfen Sie dann auch mal “a so a Mistamsel, a gscheade” sagen, da sind wir nicht so, wir wissen als Dreckspatzen, wie das unter Mistamseln so ist, wir hören und erzählen viel davon, gerade jetzt um die Feiertage, und schütteln den Kopf, also nein, wirklich, wie können sie nur.

80

411 Lesermeinungen

  1. A weng hinterfotzig ...
    … samma scho, werter Don. Aber trotzdem – oder gerade deswegen? – absolut nachvollziehbar. Manche Dinge macht man sich nur selten bewusst, es ist interessant, das dann geschrieben zu sehen.

    Guten Start in 2017 wünscht

    A.C.

  2. Was tun?
    Da haben Sie mich sozusagen auf dem falschen Fuß erwischt, werter Don.

    Der Eribon liegt hier herum, schwer wie Blei, und nicht im Traum wäre ich auf die Idee gekommen, den zu lesen. Der liegt hier nur ‚rum, weil eine Verwandte (!) sich ihn gewünscht hatte und der Zeitpunkt der unvermeidlichen Übergabe bislang noch mit guten Gründen – vulgo: Ausreden – hinausgeschoben werden konnte.

    Jetzt loben Sie den Schinken, und weil ich mich übermorgen aus dem Ruhrgebiet fort ins Tannheimer Tal begebe, um gute Luft und ein bißchen Frieden zu suchen, könnte ich dem Eribon ja eine Chance geben.

    Zumal Sie mir unlängst „Tohuwabohu“ von Sharpe empfohlen hatten, woran ich unterdessen viel Spaß hatte.

    Ich fürchte aber, der Eribon ist so gar nicht witzig (sonst hätte meine Verwandte ihn sich ja nicht gewünscht), und da stehe ich nun wieder mit der klassischen Frage, die Väterchen Lenin schon vor einem Jahrhundert gestellt hat: Was tun?

    Dankeschön jedenfalls, lieber Don, wie immer.

    • Nein, so lustig ist er nicht, und auch nicht 1:1 übertragbar. es ist aber bezeichnend, dass man ihn in Deutschland kopieren muss, weil sich hier niemand an das Thema heranwagt.

    • Das Tohuwabohu habe ich auch grad beim Wickel
      und mein Gaudi dran. Anschließend lese ich die Mohrenwäsche. Aber Eribon würde ich mir nicht antun, es hat hier einen Stapel ungelesener Bücher, der mir bis zum Sommer reichen sollte. Dann schaun wir weiter.

    • Mohrenwäsche passt besser zur umerziehung in der BRD.

    • Titel eingeben
      Lesen. Immer.

    • Mohrenwäsche?
      Das Wort ist politisch nicht korrekt, aber die Übersetzung in newspeak weiß ich leider nicht.
      Gruß K

    • Nun, da die Mohrenwäsche vom Don erwähnt wurde,
      kam von einem Foristen der Rat, sich zuerst des Tohuwabohus anzunehmen, den ich mangels Kenntnis des Autoren gern befolgte. Und was soll ich sagen, welchen Schaden ein einzelner Mensch anrichten kann, zeigt das Buch doch ganz hervorragend.

    • Kalchas, Sie machen sich unnütze Gedanken
      Mohrenwäsche gibt’s bei ebay gebraucht zu kaufen. Wollte ich politisch correkt lesen, nähme ich die SZ oder Zeit ;-)

  3. Titel eingeben
    also Nein, wie koennen Sie nur dieses Tempo halten.

    Doch bitte vorsichtig mit dem Specialiced. Es ist sehr kalt im Winter, die Tage kurz, die Pässe hoch, das Material spröde.
    Uns müssen Sie nichts beweisen. Für Sie selbst reichen die TransAlp und l’Eroica Lorbeeren auch.

  4. Titel eingeben
    Wunderschön geschrieben.
    Siech wieder einmal selbst überbietend an Eleganz.
    Allein: Was habe ich auf Twitter verpasst, dass ich keinen Schimmer habe, wer die Mistamsel sein möge ??

    • I'm the Dude. So that's what you call me. You know, that or..His Dudeness, or... Duder
      Vorsamer?

      Was für ein Name….für eine Frau.
      Wo kommt das her?
      War das mal ein Beruf bzw. eine Tätigkeit?

      Ein ganzer Clan von Vorsamer…mein Gott…was für eine Vorstellung :-)

    • CvD bei der SZ, falls Sie sich über die Themensetzung mit Genderismus dort wundern.

    • finde den Tweet
      Finde den Tweet nicht so schlimm und er endet ja auch mit einem versöhnlichen, schönen Weihnachten für Joe L.

      (das war Ironie und ich distanziere mich ausdrücklich von allem)

    • It's a male myth about feminists that we hate sex.
      Stellenbeschreibung CvD SZ:

      „Kümmert sich in dieser Funktion um sinnvolle Workflows ….“

      Yep, macht dann ja Sinn, eine Vorsamer da einzustellen.

      „Träumt von einer ….tasse, die nie leer wird …“

      Tja, wovon Vorsamer halt träumen….

      Aber das Lächeln der Vorsamer ist nett…liegt das in der Familie?

    • Reineweg bedauernswert
      das Geschöpf, allein das mürrische Gesicht und dann die Aussage. Passt irgendwie zusammen.

    • Goodnight, you made my day
      danke, diese Bilder im Kopf…

    • Titel eingeben
      Ich les gerade wieder mal das verrückte Tohuwabohu, das Bertie Wooster in seiner umfangreichen englischen Familie plus Freundeskreis gutmütig anrichtet. Zum Glück hilft ihm Jeeves jedesmal aus der Patsche.
      Auch nicht schlecht… und vor allem weitaus vornehmer als in Sharpes drastischen aber auch sehr gerne (bereits zum dritten Mal) gelesenen Südafrikastories.
      Sie SZ-Tante und Twitter sind mir dagegen fremd (ohne „leider“). Und ich wusste bis zur Aufklärung hier in den Kommentaren nicht, worum’s geht.

    • Vorsamen mit Feschsamen bei Keinei
      „Vorsamen“ ist die Vorfreude der Einsamen auf das Einsamen, elegantes Einsamen nennt man in Bayern „Feschsamen“, der damit Beschäftigte stellt sich mit seinem Beruf als „Feschsamer“ vor. Teilzeitbeschäftigte Feschsamer sagen bei der Begrüssung einer zünftigen Maid (Bayer. für: Einzusamende): „Feschsamer heut'“.

      Die hier oben berechtigterweise so negativ rezensierte feministische Autorin B. Vorsamer gibt in ihrem Tweet auch noch einen kryptischen Hinweis auf ihre Kameradinnen des einsamkeitshassenden (für: „misandristischen“) Blogs „Kleinerdrei“ (<3, wie originell). Unter kleinerdrei.org, wo sie aus begreiflichen Gründen weder als Autorin, noch als Kolumnistin geführt wird, stolpert man als erstes (sauoriginell) auf den Spruch: "We put the nerd in kleinerdrei". Klar, hiesse ja sonst "Kleirei". Aber macht doch lieber den Doktor (Dr) raus, "Kleinerei" passt besser zu "Mistamsel" und "Keinei" ist der Grund, warum wir Feschsamer die Einsamen einsamen.

    • Die SZ und kleinerdrei haben eine Partnerschaft. Unter anderem ist der Nachtredakteur der SZ in New York Aktivist bei den Bestrebungen von kleinerdrei, und war auch gut informiert, als beim CCC-Kongress das passierte, was sich Anne Wizorek wünschte – dass jemand den Stream von Julian Assange kappte. Das nur als Hintergrund.

    • kleinerdrei… Interessant, was es Alles so gibt. Ich hatte „<3" als Wunsch verstanden, als Vorsam nicht wie in der Dreisam zu enden…

    • Wizorek hatte mal nach dem aufschrei einen offensichtlichen Durchhänger und wollte dann ihr eigenes, grosses, feministisches Feuilletonprojekt machen. Das läuft allerdings nicht gerade gut. Es gab da wohl Konflikte und so ganz leicht soll sie als Mensch auch nicht sein.

    • Durchhänger
      Den hat sie wohl schon länger, ich lese da fast nur belangloses Zeug. Vielleicht aber spart sie sich ja nur für ihre Lesungen, Vorträge und sonstigen Auftritte auf?

    • Ich kenne sie noch aus einer Zeit, da versuchte sie, für Ebay selbstgebügelte Spongebobunterhosen zu verkaufen.

      Naja. Seitdem geht es auch kaum besser.

      Da wurde halt jemand hochgeschwemmt, weil es das erste Mal Hashtagjournalismus gab, und seitdem klammert sie sich an den Aufschrei. Das Geschäft mit den öffentlich-rechtlichen Medien habe ich ihr erschwert, bei SPD, Linken und Grünen wird sie rumgereicht.

    • Bairisches Wörterbuch
      Bairisches Wörterbuch:
      Mistamsel, die
      [missdamsl]
      durchtriebenes, raffiniertes Frauenzimmer

      Duden:
      Dreck­spatz, der
      Ferkel, Schmutzfink, Schwein

    • Manchmal steigt einem das Herz zu Kopf.
      #kleinerdrei ist die ansonsten (vor allem von Personen des weiblichen Geschlechts) sehr häufig genutzte Zeichenkombination für ein Herz. Also das „kleiner als“ – Zeichen und die Zahl „3“. Zusammen ergibt das #kleinerdrei : <3.

  5. I know it was you, Fredo. You broke my heart. You broke my heart!
    Don,

    Clan? Familie? WTF.

    Moderne Menschen haben die Familie schon lange hinter sich gelassen und profitieren von den Vorteilen eines Staates und ganz, ganz neu: der funktionalen Differenzierung.
    Der Staat übernimmt das Erbe (Rente) und die Pflege. Er schützt die Grenzen und die Straßen, er erzieht die Kinder und und zwingt den Banken Zinsen ab. So dass das der einzelnen Mensch sich voll und ganz dem Kapitalismus hingeben kann. Oder dem Kampf gegen den Kapitalismus. Egal wie, es ist da Zeit und Raum für unendliche Spezialisierung.

    Da wollen alle hin, in diese Welt, auch alle Clans und Familien. Die kommen alle, aus aller Welt, und nutzen all den Freiraum, noch intelligenter und moderner als wir: Die machen freie Liebe im Schwimmbad, LKW fahren auf Weihnachtsmärkten, Grillfeste in Bahnhöfen, Fussballspielen in Bussen, und so dolle Sachen. Ohne zu arbeiten, ohne dem Kapitalismus zu dienen, auch ohne den Kapitalismus zu bekämpfen. Die machen einfach was sie wollen.
    Dank der Moderne. Dank dem Staat. Dank der funktionalen Differenzierung.

    Würden die noch in ihrem Clan leben, dann würden die arbeiten, ihrer Frau treu mehre Kinder schenken und den Nachbarn grüßen.

    Aber wer will schon Familie, wenn er grenzenlos sein darf.

    Egal, schaun wir mal, wieviel von der Moderne am Ende des Jahren noch übrig bleib.

    (P.S.: Adoptiert ihr Clan auch ungläubige Parvenüs aus D-Dorf?)

    • Wir verprassen alles selbst.

      Den Eindruck mit dem Staat habe ich auch, und deshalb bin ich gegen staatliche Medienförderung: es gibt einfacgh zu viele Joutnalisten. das ist schädlich. Mehr in die Produktion, dann ergeben sich solche Geschchten von selbst.

    • This is a very complicated case... a lotta ins, a lotta outs, a lotta what-have-yous.
      Ja, das mit der staatlichen Medienförderung ist ja auch irgendwie modern:
      Da macht der Staat den Journalismus für die Journalisten, d.h. er sagt denen, was sie schreiben sollen. Die brauchen dann nicht mehr recherchieren und denken und so, sondern einfach nur der Nudging Abteilung nachplappern.
      So können sich die jungen Damen ganz ihrem Instagram bzw. twitter Account widmen und ihre Gefühle und Ohrringe zeigen.

      Kein Wunder, dass die mit den Zugereisten sympathisieren:
      Das gleiche Lebensgefühl…. free lunch for ever and everybody

  6. .....
    Sehr schön geschrieben.
    Aber eine Frage stellt sich mir da dann doch, so als Nachkomme einer Dynastie hat man da nicht auch irgendwie die Pflicht seinerseits die Lendenkraft zur Fortsetzung der Familiengeschichte einzusetzen ?

    Staatsform und Kriege hin oder her muss man auch ehrlich sagen das die Familie wohl die eine Sache ist die einem bleibt, die auch wenn alle Stricke reissen Schutz und Hilfe bieten kann. Angeblich haben gerade Familien aus dem nahen Osten teilweise sogar eine Art Familienkasse, die vom pater familias verwaltet wird und aus der Mitglieder in sozialer Notlage gestützt werden, ein wie ich finde sehr intelligentes System das bei uns leider in Vergessenheit geraten ist.

    Aber abseits davon, kann man momentan am Tegernsee mit dem Rad fahren oder ists eisig ? Schnee dürfte es ja keinen nennenswerten haben…
    Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und nachträglich noch frohe Weihnachten, meine Ferien sind deutlich interessanter geworden durch ihre Beiträge, dafür vielen Dank.

    • Ich habe mir über eigene Kinder nie gedanken gemacht und ganz ehrlich, aussterben gehört auch mla dazu.

      radfahren geht ganz gut, nur ist es nicht gerade schön.

    • Titel eingeben
      „Die brauchen dann nicht mehr recherchieren und denken und so“
      .
      Mal ehrlich: Haben die (die allermeisten) das je getan?

  7. woher ich komme - wo ich bin - wo hin ich gehe
    Geschätzter Don,

    ich komm mit dem Lesen nicht mehr nach. Bitte es sind die Rauhnächte! Eine Zeit der Andacht und Arbeitseinschränkung. De Percht schleicht uma! Wir sind beim Ausräuchern vom Haus und Hof. Damit werden böse Geister und hin und wieder auch die „netten“ Verwandten vertrieben. Es bringt Unglück wenn geliebt Angehörige beim Räuchern fehlen. Und den ausgebliebenen Angehörigen erhebliche finanzielle Nachteile!

    Denn wie sagte meine Großmutter: Nur wer weiß woher er kommt, weiß wohin er geht.

  8. Der Doppelstandard des Fuchses
    ;-)

    Es gehört sich nicht, öffentlich über seine Familie herzuziehen.
    Und nein, das gehört sich ebenfalls nicht, sich genüsslich bei zukünftigen Schwiegermüttern über „solche illoyalen Leute zu beschwerden“. Heuchelei.

    …schütteln den Kopf, also nein, wirklich, wie können sie nur.
    Wie kann der Don nur, kopfschüttel.

    Der Fuchs ändert das Haar, Und bleibt doch der Fuchs, der er war.

  9. Familie
    Warum muss ich bei Don Alphonsos Zeilen nur an Don Corleone denken?

    „Mach Ihnen ein Angebot, das sie nicht ablehnen können!“

  10. Warum sich selbst schädigen?
    Was halten sie von der Geschichte:

    Nicht wörtlich zitiert aber dem Sinn nach wiedergegeben.

    Ich war bei einem Klassenkameraden zu Besuch,
    und die schwäbische Hausfrau achtete darauf
    das er die Hausaufgaben machte, bei mir natürlich auch.
    Da hatte der Chem dann auch mal seine Hausaufgaben gemacht.

    Der Mann erzählt das gerne mit Freude und merkt dabei
    gar nicht welche Aussage er dabei über seine Mutter macht.
    Würden Sie ihre Mutter in aller Öffentlchkeit mit Freude blos stellen?

    • Meditation über anatolische Schwaben und das Einschleimen
      Mein Gefühl ist, es geht um eine Selstinszinierung.
      Der Mann gibt sich auch gerne harmlos und möchte
      Frieden mit der PKK, dumm nur das diese ihre Waffen
      gar nicht abgeben will.

      Es geht ja nicht nur ums anschwärzen der eigenen Familie sondern auch um die Frage wen man über den grünen Klee lobt.
      Das er nicht auf den Schwaben herumhackt ist naheliegend,
      die würden sich das kaum bieten lassen und schließlich will
      er ja auch von ihnen gewählt werden.

      Hätte der Mann den Mut seiner Mutter betont sich
      aus Anatatolien nach Deutschland auf den Weg zu machen
      um für sich und Ihre Familie etwas besseres zu finden
      wäre das etwas völlig anderes gewesen.

      Im Text oben beschreibt er sich als Teil der schwäbischen Kultur
      und opfert der Anbiederung hemmungslos die eigene Mutter.

      Vermutlich hat er sie auch mal gelobt und sie nicht als ständig überfordert dargestellt. Hängen blieb bei mir das anschleimen auf Kosten der Mutter.
      Seine Mutter wird trotzdem mit ihm zufrieden sein, ich bin ihr deswegen
      nicht böse, warum soll ich auf einer mutigen Frau herumhacken die mir keinerlei Leid antut.
      Bundestag ist schließlich auch besser als PKK und er ist unter öffentlicher Aufsicht.

      Psychiater würden ggf von einer narzisstischen Störung sprechen
      wenn man dem eigenen Glanz alles unterordnet.

    • ...dicker als Wasser
      Ich weiß nicht, ob es das unsägliche Mitteilungsbedürfnis oder mangelnde familiäre Streitkultur ist, die einen dazu verleitet die Seinen öffentlich an den Pranger zu stellen. Jedenfalls, man unterlässt es besser.
      Zur Vermehrung: Schade, dass gerade die sich gegen Kinder entscheiden, von denen man gern mehrere sähe. Ist im Freundeskreis so, und anscheinend auch anderswo.
      Zu dem Buch: Wenn ich es im Urlaub mal in einer Hausbibliothek sehe, gern.
      Zu Hause ist die Auswahl groß und ich beiße mich ungern mehr durch. Da läge es bald unten im Stapel. Obenauf übrigens, wie schon seit langem, Flann o‘ Brien. Jede Silbe eine Predigt…

    • Es gab rund um weihnachten eine Reihe von Feministinnen, die offensichtlich direkt vom Essenstisch weg ihrer Filterblase erzählten, was für Nazis das sind, damit sie den Kontakt zur ideologischen Blase halten. Gschleaf halt. Man muss auch fragen, warum die Eltern sie nicht in eine Ausbildung steckten, wo so ein ungehobeltes Material besser passen würde.

    • Eigentlich
      wollte ich den Artikel von D. A. nicht kommentieren, er spricht für sich.

      Obwohl ich schon eine Zeit lang nicht mehr grün wähle, muss ich den Cem doch ein bisschen in Schutz nehmen: Wenn alle moslemischen Mütter und Großmütter ihre Kinder so erziehen würden, wie der Cem es von seiner Familie erzählt (über seinen Vater und Großvater habe ich noch nie etwas gehört), hätten wir wahrscheinlich weniger Probleme.

    • @Advocatus Diaboli
      Sehr geehrter Teufels Rechtsanwalt,

      bitte nutzen Sie keine diskriminierenden Bezeichnungen, wenn es um Religionszugehörigkeit geht: „Wenn alle moslemischen…“.
      Es muss „muslimisch“ heißen, wenn Sie Muslims nicht herabwürdigen wollen.

      Mit teuflischen Grüßen

    • Da wundert es einen, dass die überhaupt noch zu den Eltern gehen
      ich würde doch bei Nazis nicht essen wollen…
      Das wäre konsequent, aber dieses Geplärre ist einfach nur dumm.

    • An Herrn Diaboli
      Natürlich ist der Mann eher harmlos,
      deshalb ist er ja ein nützliches Beispiel.
      Joseph Fischer genannt Joschka opferte
      dem Wunsch etwas mehr auf Augenhöhe
      mit den Amerikanern zu kommen
      die Friedensbewegung. Der hat sich aber
      mehr oder weniger zurückgezogen.
      ggf taucht er eines Tages wieder auf.
      Und so ein bisschen mehr Narzissmus als
      nötig ist auch eher harmlos.
      Mir bleib das nur so deutlich im Gedächnis.
      und ich hatte es nicht verstanden.

      Meine Grundsätzlicher Ansatz ist eher der des nachspürens
      im emotionalen Sinn, das Hirn kommt später dazu
      und versucht sich einen Reim darauf zu machen.
      Der Artikel war ein Anlass dafür.

      Unser lieber Don hat ggf eine Art Tiefbohraktion gestartet,
      zumindets stellt sich der Effekt bei mir ein und ich Frage mich
      wie es zu alldem gekommen ist.
      Ich bin wohl nicht der Einzige.
      ggf bin ich ja wie Deutschland in einer Midlifekrisis
      oder doch nur wieder in der Pubertät.

      Man versucht ja gerade auch seine Rolle in der
      Welt neu zu definieren und pendelt zwischen
      Expansion und Rückzug, Angriff und Verteidigung
      oder wenigstens Verzögerung und und und

    • an Hugues de Payens
      Ich nehme an der Mann heist so,
      dafür kann er ja nichts.

      Davon abgesehen wäre mangelnde Empthie
      mit Teufeln und ihren Anwälten ja auch nicht nett.
      Die Feindesliebe darf den Teufel nicht auschschließen.
      also Hassdenteufel geht gar nicht womit ich
      nichts gegen Leute sagen will die Hassdenteufel heisen.
      Ich kannte mal einen.

    • @Klaus Keller vom 29. Dezember 2016 um 23:45 Uhr
      Sehr geehrter Herr Keller,

      ich würde niemals jemanden wegen seinen Namens der Lächerlichkeit preisgeben.
      Ich gebe Ihnen recht, dass ich bei der Anrede den selbstgewählten, lateinischen Namen des werten Mitdiskutanten hätte wählen sollen. Bei mir hat jedoch die größte aller Sünden, nämlich die Eitelkeit die Oberhand gewonnen, so dass ich mich befleißigt sah, den Namen „einzudeutschen“, Verzeihung, ins „Deutsche“ zu übersetzen, Entschuldigung, in einen phonetischen Code zu bringen, den die Meisten der Mitdiskutanten als schon länger hier Lebende auch verstehen.
      Ich werde Buße tun und gelobe fortan Besserung sowie noch mehr Empathie, bis ich vor lauter Einfühlungsvermögen in andere Menschen meine eigenen Gefühle vergessen habe;-)

      Mit himmlischen Grüßen

  11. Wie man weiß, ...
    kann die Familie ein zu behütender Schatz sein und die lange Vertrautheit garantiert, sie bei allen verzeihlichen Fehlern ihrer Mitglieder gegen jede Anfechtung zu verteidigen und immun zu machen. Dieser Urinstinkt und das Gefühl gegenseitiger Verpflichtung findet einen starken Ausdruck in der Metapher „Blut ist dicker als Wasser“.

    Das ist die eine Seite. Andererseits ist die Familie der Kern von Mafia, Cosa Nostra e.a. Sie ist räuberische und mitprofitierende Stütze staatsterroristischer Staatslenker, oder schlicht die von echten und Fast-Kriminellenclans.

    Mit äußeren und inneren Opfern. Ohne die Kriminalstatistik genau zu kennen: Ein nicht unerheblicher Jahresanteil von Verbrechenn jedes Spektrums, neben nicht zur Anzeige gebrachten oder bringbaren Widetwärtigkeiten aller Art soll sich in der Familie ereignen. Motive wie angemaßte Verfügungsgewalt, autoritäre Herrschsucht, Manipulationsfreude, ausgelebter Narzissmus und überschwappende Emotionen sind leicht identifizierbar.

    Eine szenische Umsetzung ist in solchen Fällen keine ferne Möglichkeit. Was im Buch von Herrn WerAuchImmer steht, ist en detail vielleicht nicht so wichtig. Es ist auf jeden Fall die Geschichte eines gigantischen Scheiterns. Natürlich hat der Bedarf an dubiosen Schmähgeschichten ein G’schmäckle; aber das muss der Konsument entscheiden. Möglicherweise fühlt er mit.

    Vielleicht ist auch die Annahme falsch, dass finanztechnisch oder anders praktizierte Strafen gegenüber unerwünschtem Verhalten, also de facto-Enteignungen familienintern eine isnnvolle Antwort sind. Schon wegen möglicher immanenter Folgewirkungen oder auch dem Erlebnis gefühlter Unangemessenheit erhebliche Zweifel. In größerem Rahmen sind solche Maßnahmen aus gutem Grund weder erlaubt, noch gebilligt. Solche Gegenfehden können den Graben unweigerlich tiefer graben und womöglich sind sie am Ende sogar der Auslöser für die Veröffentlichung von Gesellschaftsromanen.

    • @Antesde
      Ja, die Familie, die kleinste Überlebensgemeinschaft in der Menschheitsentwicklung.

      Bei den Albanern, die für ihre Clanstrukturen und ihrem „Kanun“ berühmt sind, gilt:
      „Ich gegen meinen Bruder,
      mein Bruder und ich gegen die Familie,
      meine Familie und ich gegen den Clan,
      mein Clan und ich gegen den Rest der Welt!“
      Die nicht gendergerechte Formulierung bezüglich Schwestern muss frau nachsehen, da die Rolle der Frau bei diesen Angehörigen des europäischen Kulturkreis etwas anders definiert ist.

  12. Entwurzelt
    Auch wenn man es sich selbst gegenüber nicht immer wirklich zugeben will, die Wurzeln der Familie sind so gut wie unausrottbar. So manche Millieustudie fußt darauf, nicht nur Eribon. Bei den politischen Wurzeln sieht das dagegen scheinbar anders aus, politische Notwehr eben. Nur, ich habe Eribon nicht gelesen, die Verbindung zum Schwulsein, die leuchtet mir nicht so recht ein, abseits der Seilschaften. Und warum denke ich dabei immer an die Yuppies der FDP? Die haben die FDP ruiniert, wie kommen die Schwulen auf die Idee, die Linke reanimieren, neu strukturieren zu können? Das kann ja nur in die Hose gehen.

    Ob Nuit Debout allerdings erfolgreicher sein kann, darf wohl bezweifelt werden. Ohne Revolution, das sollten die Franzosen doch wissen, wird das nichts. Darf ich hier SPON verlinken? Ich wage es mal.
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/nuit-debout-ploetzlich-war-die-wut-da-a-1092319.html

    Tja, nicht nur in Frankreich hat sich die Linke selbst entwurzelt. Der Wechsel von links nach rechts fällt vielen Genossen angesichts der domestizierten Linken nicht schwer. Es geht nicht mehr um linke Ideale, es geht um den Kampf gegen das Establishment, koste es, was es wolle. Notwehr eben.

    Ob sich die Arbeiterklasse dagegen wirklich mit wohlhabenden Rentnern und traditionalistischen Katholiken verbündet, was laut Eribon rechte Strömungen begünstigen soll, halte ich für reichlich konstruiert. Ich denke, rechte Strömungen werden durch das Versagen der Linken begünstigt, durch ihre Zerstrittenheit und Kopflosigkeit, die ich bei den Rechten zunehmend vermisse. Auch wenn ich zwischen Mistamseln und Linken keine wirkliche Verbindung sehe, so kann sich die Linke doch nicht davon befreien. Was ist eigentlich links an Mistamseln, sind Mistamseln nicht einfach nur Mistamseln?

    • Lesen Sie den Eribon mal
      Ich fand es ging ihm weniger um sein Schwulsein, eher schämt er sich ein wenig für seine niedere Herkunft. Obwohl ihm das ja egal sein könnte, nun da er „arrivé“ ist.
      Mag sein daß es Ihnen anders geht, ich las da etwas Dünkel und linken Snobismus heraus.

    • Ja, absolut. Eribon ist einer, der es in gewisser Weise geschafft hat, und an einem Ort angekommen ist, an dem das wenig bringt.

    • Nun bin ich doch etwas neugierig geworden
      und werde mir den Eribon mal näher ansehen.

  13. A Sau(ger) bleibt a Sau(ger), ...?
    Blutsau.., Geldsau…, Energiesau…, Goldsau…, Edel(stein)sau…, Kunstsau…, Gleichgewichtsau…,
    vom Säugetier zum „Marsch“bläser…Don?:=)

  14. Jetzt haben Sie mich aber drangekriegt!
    Ich bin langsam, besonders wenn es um das Verstehen von Ironie geht.

    Ich mußte erst den Schluss lesen, um zu verstehen wie Sie es meinen. Und dann mußte ich lachen.

    Sehr schön geschrieben – und besonders jetzt nach den (für mich) stressigen Weihnachtstagen kann ich das Lachen gut gebrauchen. Mit einem Augenzwinkern geht eben alles besser.

    Kommen Sie gut rüber ins neue Jahr!

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

  15. Familienbande
    Unsere Familie war klein, nur die Eltern und wir zwei Kinder. Der einzige Onkel kam ein- oder auch zweimal im Jahr meuchlings aus Stuttgart mitsamt Familie sonntags vorgefahren. Durch die fast mannshohe Hainbuchenhecke war schlecht auszumachen, wer da vorm Haus parkte und meine Mutter fragte unwirsch, will der etwa zu uns?

    Ach der Rolf… mit der Schwägerin Lilo (sie wollte so genannt werden, nach Lilo Pulver, ohne deren Esprit zu haben) hatte es meine Mutter weniger, aber nun, es war wie es war.
    Gelästert wurde allenfalls, wenn Onkel Rolf mit Frau und den neuesten Kindern wieder weg war. Zumal die Begeisterung des Onkels beim dritten Kind schon etwas litt, ein Nachzügler mit 12 Jahren Abstand zu den ersten beiden und beim vierten Kind nochmal 8 Jahre später doch sehr nachgelassen hatte, wohl auch wegen bereits vorhandener Enkel und trotz seines herzensguten Wesens. Tante Lilo befand das neueste Kind immer als das beste von allen, ihr war nicht zu helfen.

    Zu erben gab’s bei uns nichts, bei zwei Erwachsenen und zwei Kindern auch nichts zu lästern. Allerdings gab mein Bruder doch immer wieder Anlass zu einigem Unmut, er machte sich prächtig als schwarzes Schaf und die Eltern fragten sich, woher er das nur habe.

    Da in meiner Familie das subtile Lästern nicht geübt wurde, habe ich es auch nie richtig gelernt. Mir war das Lügen streng verboten (mein Soll erledigte mein Bruder mit), also übte ich mich in Wahrhaftigkeit bis hin zur gnadenlosen Ehrlichkeit, was mir dann seitens meiner Mutter den Vorwurf einbrachte, du bist überhaupt nicht diplomatisch… Ja da müsste ich doch lügen, worauf ihr keine Antwort mehr einfiel.

    Heute frei von Familie oder sonstigen Banden lästere ich auf meine Art halt über Politik. Enterbung droht mir ja nicht, allenfalls eine maaslose Anzeige, die ich dann als Ehre auffassen würde, so sie erfolgte.
    Mein Vater wäre stolz auf mich, ob das die Damen aus der SZ und sonstwo auch sagen können?

    • Der Onkel kam MEUCHLINGS
      aus Stuttgart-hähähähhä !!

    • Herr Moser, gackern Sie nicht so,
      der Onkel machte dann den großen Rundumschlag, Schwiegerfamilie in Oberhausen und zur Schwester nach Bad Oeynhausen, natürlich immer unangemeldet.

      Ich erinnere mich noch lebhaft an den Besuch im März 1972, weil ich da auf dem Sprung nach Düsseldorf war. Der Onkel hatte den Jüngsten, grad 5 Wochen alt, über der Schulter und Junior hatte keine Bedenken, seinen Mageninhalt auf Onkels Rücken zu spucken, was nach der Fahrerei nicht verwunderte. Jesses, die Begeisterung… und Tante Lilo fand das süß. Auf meinen Einwand, dass ich das Kind nicht bekommen hätte, och wieso, ist doch schön…

      Meine 24jährige Cousine, das „älteste Kind“, verstand das damals auch alles nicht, sie hatte längst Mann und zwei Kinder in Stuttgart und war ein Papakind wie ich.

      Den Onkel habe ich sehr gemocht, so introvertiert er auch war, er konnte er ganze Säle unterhalten, sehr gut malen und fotografieren und wunderbar mit uns Kindern umgehen, da war von Nachzüglern ja auch noch keine Spur. Aber seine Familie na ja, ist lang her und vorbei.

      Ich hatte zu denen keinen Kontakt, wir kannten uns ja kaum. Wir trafen uns zu Onkels Beerdigung 1986, das war’s. Und ganz ehrlich, ich war nie böse drum.

  16. De l'indulgence, svp
    Eines kann ich Ihnen sagen, werter Don:
    Ich bin hart im Nehmen, aber was Sie hier mit Ihrem Output veranstalten, das grenzt ja fast an Wahnsinn und mir schwante heute nachmittag beim Lesen der Kommentare, es ist etwas im Busch. Und dann kommt der nächste Knaller online, Don. Auch wieder top.

    .PS: De l’indulgence, svp

  17. Mohrenwäsche-Mohrenbroschen-Mohrenköpfe
    …nur nicht den Sarotti-Mohr, der ist in der Tat diskriminierend.
    Du meine Güte, in meiner Kindheit gab es noch Negerpuppen. Die waren am begehrtesten. Mohr leite ich von Maure ab und das war ein kriegerischer Gegner auf Augenhöhe. Venezianische Mohrenbroschen (engl. blackamoors) zeigen ihn oft in voller Rüstung. Leider unerschwinglich teuer, sonst würde ich mir eine ganze Sammlung zulegen.

    • Titel eingeben
      „Sarotti-Mohr, der ist in der Tat diskriminierend.“
      Quatsch.
      (Obwohl, mein Favorit als Kind war die Karina-Schokolade)

    • Sarotti mochte ich nicht und Puppen schon gar nicht,
      aber Negerküsse. Mit Puppen konnte ich nichts anfangen und heute nichts mit den Schaumwasauchimmer.

  18. Sich seiner Selbst bewußt sein ./. Narzissmuss
    Sehr schön beschrieben, einer meiner Lieblingsgegner
    hat mich auf die Idee gebracht. Es hätte auch jemand
    anderes sein können.
    Das Dorf erzieht das Kind habe ich von einem Kollegen
    von der Elfenbeinküste gelernt so das es nicht nur an den Eltern liegt. Die Leute mit gesundem Selbstbewußtsein sind nicht das Problem,
    egal wie viel Geld sie haben.
    An Ihren Taten und Äußerungen sollt ihr sie erkennen.
    Auch bei anderen Tierarten würde man solche Kandidaten wegbeißend
    zur Ordnung rufen. Warum Menschen sie in Parteien sammeln weis ich gar nicht, ggf wegen der öffentlichen Kontrolle. Es sind eher die Narszissten die uns regieren wollen und wir lassen das zT auch noch zu.

  19. Ist das Kind auf dem 3. Bild
    ein Portrait ihrer Vorfahren oder hatten Ihre Eltern die Idee
    Sie als Engel darstellen zu lassen der dem kleineren hilft?

    Das ist ihrer jetzigen Rolle nicht unähnlich und deprssiv wirkt
    „der kleine Don“ in keiner Weise :-)

    • Ist das jetzt noch stärken der eigenen Gruppe,
      hier des Leittiers oder schon anschleimen?

      sry, mein Psychiater hat gesagt ich solle im Januar wieder
      kommen und mir einen Termin für Juni geben lassen.
      Bei mir würde sich sowieso nichts ändern und er hätte
      schwierigere Patienten. Wenn der wüsste was er angerichtet hat:-)

  20. Die Sicht des schwarzen Familienschafes
    Ich bin selbst das schwarze Schaf meiner gutbürgerlichen Großfamilie. Manchmal bemerke ich die Nachteile, die Sie, werter Don so schön beschreiben. Aber stören tut mich das nicht. Ich habe genug selbst verdientes Geld und bin nicht großbürgerlich anspruchsvoll. Stattdessen genieße ich den waren Vorteil: ‘Ist der Ruf mal ruiniert, benimmt man sich ganz ungeniert.”

  21. die Wahl des Fahrgefährts, die Wahl der Worte
    Ein Erfahrungswert sagt: damit fährst Du besser!
    Ein anderer: nimm Dir Zeit und nicht das Leben.
    Mir deucht, da ist was dran.

    Und dann noch: vorsamerisches Mistamselfricassée mit oder ohne Apfel,
    ist ja echt vollkrass hirnvertwitterte Provo.
    .
    Und außer Lesen nichts gewesen?

    Claire Diterzi – Tableau de Chasse
    https://www.youtube.com/watch?v=z9_1OAJrwjI

    Marschbläserei kann doch jede Bundeswehr.

  22. So ein Schmarrn
    Tut mir leid, aber das ist wieder einmal dermaßen konstruiert und überzogen, dass mir eher schlecht wird. Gings nicht etwas schlichte ? Dann gefielen mir die Geschichten . Sonst finde ich Don Alphonso ja recht sympathisch, aber er ist einfach zu sehr von sich eingenommen.

    • Wie ich schon schrieb: der Dreh an der Geschichte ist, dass sich hier jemand hochmoralisch gibt und dann selbst gleich zu niedersten Methoden greift und andere Leute au´srichtet, die auch nichts dafür können. Das ist absichtlich so, eine Art bitterer Humor und eine Selbstdistanzierung.

  23. Werte-Kanon
    Sie führen Ihren Klassenkampf minutiös: Alle Achtung! Bei Ihnen gibt es noch Werte! Bei einigen Großfamilien in Deutschland, kommen „Sie“ nicht so billig weg. Da möchte es schon schon; Ein feiner Ehrenmord sein, damit die Werte im Gleichgewicht bleiben. Rund 50 soll es gegeben haben, dieses Jahr. Auf so viele Familien, ein lächerliche Zahl. Die anderen Familien halten demnach nichts von Ehre und derselbigen Werte. Ich kann die anderen Familien nicht verstehen. Typisch Deutsche, die jammern nur.

  24. Auch Libertinage wäre ja ein Enterbungsgrund
    erst recht in Kombination mit Kinderlosigkeit und Moralpredigersyndrom ab Mitte 40.

    • @ Libertinage führt zu Enterbung
      Ach, ist doch alles halb so wild!

      „Wegen fortwährenden Alkoholgenusses Protofeministin, wenn sie nicht immer so gut gelaunt gewesen wäre“.

      Kommen Sie, lachen Sie doch mal!

  25. SOS, mein Bruder ist ein rechtsradikaler, hasserfüllter, irrationaler Fremdenfeind
    Es gibt übrigens sogar eine „SOS Weihnachten“ Seite auf Facebook.

    „Weihnachten steht vor der Tür und Du weißt nicht, wie Du mit deiner Familie über Rassismus und AfD reden sollst? Keine Sorge, wir helfen Dir!“

    https://www.facebook.com/SOSWeihnachten/

    Da hat offenbar jemand enorm Angst davor, daß der Vertreter der urbanen Elite aus seinem linksalternativen Mileu nachhause kommt und dann plötzlich mit Fragen konfrontiert wird, mit denen er sich noch nie auseinandersetzen musste und auf die er auch keine Antworten kennt, weil gottseidank in seinem Studiengang und seiner veganen Stammkneipe ohnehin alle der gleichen Meinung sind.

    Brenzlige Situation mit beängstigendem Renegaten-Potential. Man stelle sich vor, er wird von den hasserfüllten rechten Brandstiftern, also beispielsweise seinen Eltern oder seinen Geschwistern, über die Weihnachtsfeiertage geradezu in die Zange genommen, stückweise umgepolt und kehrt dann als Trojanisches Pferd zurück in seine WG.

  26. Driving Home for Christmas
    Frau Vorsamer und Ihre Leidensgenossinnen scheinen ja zumindest noch teilweise Kontakt zur ungeliebten Familie zu, nun ja, pflegen. Immer im Kampfmodus natürlich. Ob beim Familientreffen die SJW wenigstens ansatzweise mit dem Vermitteln von bürgerlichen Ansichten wieder ausgerichtet und geerdet werden können, darf bezweifelt werden. Zu stark scheint mir der Glaube an die eigene Unfehlbarkeit.
    Bei Didier Eribon selbst hat die familiäre Absenz dann den zu erwartenden Effekt ausgelöst: der Schock, wie die „Abgehängten“ reagieren, wenn man ihnen, neben Zukunft auch noch solch Rückständiges wie Heimat und Tradition austreiben will.

  27. Familientreffen in den Schweizer Bergen
    Lieber Don Alphonso,

    wenn ein so charmanter Mann wie Sie aus dem Blickwinkel seines Kulturkreises von der Herbergssuche schreibt ist unsereins unweigerlich gespannt auf das, was da zu lesen sein wird, aus der Sicht eines stolzen Privilegierten, der seine warme, kuschelige Umgebung, zumindest seinen Texten nach, nie verlassen hat oder ihn Umstände gar dazu gezwungen hätten.

    So gesehen dürfte es auch wenig Verbindendes zwischen Ihnen und Didier Eribon geben gleichgültig, ob es die sozialen oder sexuellen Orientierungen betrifft.

    Da erscheint Don Alphonso schon mehr als ein Hans Castorp aus Thomas Manns – Zauberberg in Davos, der sich seine Welt zurechtbastelt und damit die Bewunderung der Gemeinen auf sich zu ziehen versteht. Von Davos nach St. Moritz ist es ja nicht weit und unsereins fährt da ja auch nicht mit dem Fahrrad hin.

    Vielleicht gerade weil Ihre Zeitung vor wenigen Tagen schrieb: „Seit Jahren geht es stetig bergab mit dem einst so mondänen Skiort“, war es in diesen Tagen besonders schön und entspannend dort und der Zugang zu diesem Kulturkreis ist u.a. weniger mit einer Herbergssuche verbunden, als mit dem rechtzeitigen Buchen einer Suite, so etwa ein Jahr im voraus.

    Es läßt sich ganz gut leben dort, doch häufiger als früher ist Madame Pompadours Ausspruch „Après nous le déluge“ zu hören und ich bin geneigt mich diesem anzuschließen.

    Das ganze Jahr über freut man sich ja schon auf diese Tage, die wie ein großes Familienzusammentreffen sind und ganz wie Sie beschrieben haben, geht in diesem Kulturkreis die Familie über alles und außer einem gelegentlichen Munkeln hinter vorgehaltener Hand, wird hier nichts aus der Familie nach außen getragen.

    Natürlich redet man auch viel von den sich neu in Deutschland etablierenden und staatlich geförderten Kulturkreisen und wie gerade in diesem Jahr ist mir der Appetit gründlich verdorben worden, als ich mir gerade ein „Filetto di manzo piemontese“ (Rindsfilet, flambiert mit Whisky an Steinpilzrahmsauce) bestellt hatte und mir mein Begleiter sein dummes iPad zuschob mit der Meldung, daß von der deutschen Regierung hofierte junge Männer eben an einem Berliner Obdachlosen ihre islamischen Vorstellungen von Flambieren realisieren wollten.

    Gute Güte, in Zusammenhang mit solchen Islamischen kann man doch wirklich nicht mehr von einem Kulturkreis sprechen von dem diese entlaufen sein sollten, obwohl sich da ja Ihr Chef mit seinem Geschichtchen „Dringend verdächtig“ mit der Sorge trägt, daß solche Leute auf „Merkmalsträger“ reduziert würden. Wie mein Nachbar links von mir am Tisch meinte, wollten diese Burkafetischisten ja nichts anderes sein als Merkmalsträger ihrer islamischen Heilsvorstellung.

    So ganz persönlich wäre ich ja schon geneigt zu unterstellen, daß Ihr sich sorgender Feuilletonchef, ebenso wie Sie, nicht das gleiche Herkunftsschicksal wie Herr Eribon teilen mußte.

    In diesen gruseligen Tagen, in denen das politische Deutschland seine Bürger offensichtlich zu Laborratten in einem wachsenden islamischen Terrorparkour deklassiert hat, sucht der angstvolle Bürger verzweifelt nach einem Vorbild, einer personne exemplaire, wie Sie es sicher für viele Menschen sind und sein wollen, oder ein Thomas Fischer in der ansonsten zu vernachlässigen ZEIT.

    Zum Glück vergessen wir Menschen sehr schnell und so akzeptieren wir auch Meinungsmodifizierungen- und manipulationen mancher Vorbilder, auch wenn ich persönlich noch immer der zwischenzeitlich etwas überholten Ansicht nachhänge, daß Journalismus kein Umerziehungsprogramm ist.

    So wäre man auch geneigt Ihre resoluten Worte im Juli diesen Jahres: „Merkel wollte in euroa durchregieren, die Briten wollten nicht – meines Erachtens müsste sie wegen ihrer Politik der offenen Grenzen zurücktreten.“
    als Geschwafel von gestern zu betrachten,

    aus dem im Dezember ein: „In meinem Stand wird man darauf verweisen, dass in Aleppo Leben zu retten sind, insofern war die Politik der offenen Grenzen richtig.“ wurde.

    Herr Fischer als Bundesrichter meinte ja verallgemeinernd in Zusammenhang mit dem Tod der jungen Frau in Freiburg:

    „Wer mit Migration nicht leben will und kann, ist vielleicht ein „besorgter“, auf jeden Fall aber ein besorgniserregender, in der neuen, globalisierten Welt nicht angekommener Bürger. Er ist, nach allen kriminologischen Erkenntnissen der letzten 150 Jahre, in hohem Maß gefährdet und gefährlich, denn er ist subjektiv desintegriert, enttäuscht, frustriert, objektiv auf der Verliererseite. Er neigt in deutlich überproportionalem Maß zum sozialen Rückzug, selbstdestruktivem Verhalten und Sucht, zu irrationalem Hass auf vermeintlich Schwächere und Minderheiten, zu Gewalttaten und zum Anschluss an totalitäre Glaubensgemeinschaften religiöser und politischer Art.“

    Ja, der seinen Kulturkreis bewahren wollende, deutsche Bürger ist der Gefährliche, denn er neigt zu einem irrationalem Hass.

    Vielleicht fordert deswegen auch Herr Junckers die konsequente Bekämpfung von Falschmeldungen. Vielleicht meint er aber auch, wie der Herr de Maizière, mit Falschmeldungen auch nur einfach andere Meinungen?

    Herrn Junkers wie der deutschen Regierung könnte hier ja der Rückgriff auf das im Dezember 1934 erlassene „Heimtückegesetz“ hilfreich sein.

    „Danach wurde bestraft, wer „vorsätzlich eine unwahre oder gröblich entstellte Behauptung tatsächlicher Art aufstellt oder verbreitet…“. Auch grob fahrlässige Taten waren strafbar. Als Strafmaß wurde eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren Gefängnis festgelegt.“

    Hier oben in den Schweizer Bergen, in unserem stillen und wenig spektakulärem Kulturkreis, gibt man nichts auf Leute, die sich der jeweiligen Macht schmeichelnd anpassen, da hat man seine eigene Meinung.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • I have sickness all around me and you f.cking ask me about my life?
      ObjectBe,

      was ich Ihnen schon immer mal sagen wollte:

      Ich beneide Sie ja um Ihr pralles Leben in den Bergen mit all den Büchern und all den Herren. Nur würde ich Sie noch viel mehr beneiden, wenn da noch ein bisschen mehr Leichtigkeit und Lebensfreude durchschimmern würde, aus ihren Texten. Und auch aus ihrem Gesicht. Sie sollten mal lächeln, mal lachen, Freude haben, tanzen und das Leben genießen. Sollte doch möglich sein, in dieser schönen dollen Welt in den Bergen.

      Die Jungs mit dem Feuerzeug in Berlin, die haben ganz viel gelacht. Obwohl die nichts zu lachen hatten. So ohne Kultur und Geld und Bücher und Berge und Moral.

    • Ich lache schon viel und mir geht es auch gut. Aber da waren ein paar leichte Opfer, und die wollte ich mitnehmen.

    • @Goodnight
      Guten Abend Herr Goodnight,

      betrachten Sie meinen nachfolgenden Gedanken nicht als groben Undank für Ihre Sorge.

      Ein lieber Freund aus Mailand rief mich gerade an, da er Ihren Kommentar gelesen hatte und fragte mich, ob ich mir vorstellen könne, ob Sie vielleicht auch für eine Kinderparty zu buchen seien, italienisch Kenntnisse vorausgesetzt und der Kindernachmittag sollte mit den einleitenden Worten beginnen:

      „Caro pubblico, la qualità avrà sempre un futuro…..“

      (Ich fand die Idee ausgesprochen amüsant und schlage vor, wir könnten das auch bei zukünftigen Kommentaren so halten).

      ArrivederLa

      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • 1822 m Dünkel
      Ach Objekt B, arbeiten Sie sich mal an den gut betuchten Herrschaften zwischen Mailand und St. Moritz ab und wir halten hier in good old germany die Front, damit die eher zahlungsunwilligen aber durchaus liebeshungrigen Horden Sie nicht in Ihrem Schweizer Réduit heimsuchen.

      BTW: gucken Sie mal in die Küche oder in die Wäscherei Ihrer Nobel-Herberge mit der rechtzeitig zu buchenden Suite. Kann sein, dass Ihnen der nächste Bissen, flambiert oder bleu, im Hals stecken bleibt und Sie statt „Filetto di manzo piemontese“ lieber handgestreicheltes bayerisches Weiderind auf dem Teller hätten, serviert vom eher bodenständigen Personal eines soliden fränkischen oder bayerischen Gasthofs.

      Kurz, den womöglich angepeilten Neid auf eine vermeintlich bessere Lebensart müssen Sie/muss Ihre Umgebung sich aus der Starnberger- oder Tegernseer-Perspektive erst noch verdienen.

      „la qualità avrà sempre un futuro…..“

      Ganz Ihrer Ansicht. Gilt allerdings auch für Beiträge aus stillen und wenig spektakulären Kulturkreisen.

    • Kulturkreis
      In der Tat, es ist ein feiner Kulturkreis, der beim gemeinsamen Speisen ein elektronisches Gerät zückt und bedient oder auch liest.

      Ebenso asozial wie in Köln-Chorweiler in der Dönerbude beim gemeinsamen Imbiss.

    • Welcome to the layer cake
      Guten Morgen Fräulein ObjectBe,

      vielen Dank, aber leider muss ich Ihre Einladung ablehnen. Ich bin nicht so der Typ für Kindernachmittage. Ich kann da nicht so hüpfen und lachen und schreien und mich mal so richtig gehen lassen. Da fehlt es mir an entsprechender Sozialisation, da ist kein kleiner Goodnight in mir, der danach schreit, endlich rausgelassen zu werden.
      So etwas ist eher das Ding reicher Söhne in Mailand, die, wenn der Übervater aus dem Haus ist, endlich wieder nur Muttis Liebling sein dürfen.

      Sie kennen dass, wenn Sie dann immer die Mutti spielen müssen…

      Whatever, meine Kindheit war eher unschön.

      Das verbindet uns ja gerade.

      Sie und mich.

      Es sind diese toten Gesichter, die man sich aneignet, damit Daddy und Mami nicht erkennen, was man denkt.

      Daran erkennt man sich, später. An den Gesichtern, die nicht erkannt werden wollen.

      Als ich jung und schön war, da glaubte ich auch, ich könnte mir das Lächeln noch holen, ich müsste nur in die Welt der Reichen und Schönen.
      Das war ein Irrtum. All die weiten Reisen und all das exklusive Essen und all die teueren Spielzeuge …aber kein Lächeln. Sozialisation ist unumkehrbar. Man kann ihr nicht entkommen.

      Ich befürchte, man muss da hineingewachsen sein, in die Welt des Porzellan, des Silbers und der Gemälde.

      Die reichen Söhne aus Mailand wissen das. Und lassen niemand rein, in ihre Welt, ohne dieses glückliche, natürliche Lächeln, das nur Muttis Liebe erzeugen kann.
      Die vertrauen keinem, dessen Gesicht Gefühle verstecken muss.
      Die heiraten am Ende immer einen Sonnenschein, auch wenn es sie Nachts zu den toten Gesichtern zieht.

    • Titel eingeben
      Der „Thomas Fischer in der ansonsten zu vernachlässigen ZEIT“
      ist auch nur ein eitler Bursche. Meine Hochachtung ließ peu à peu doch ein wenig nach.
      Zum Beispiel der letzte Absatz seinen aktuellen Kolumne (27. Dez.) = voll im politischen Trend der ZEIT.

    • @kdm
      Sie meinen das Zitat:

      „Das Ende vom „High Noon“ ist ein zu gewaltiges Bild vor all den Bachmanns, den Petrys, den Hasspredigern, Attentätern und den Resteverwertern dieser Gruppen. Aber immerhin ein ganz netter Schluss.“

      Oh, das ist nicht politisch korrekt; eher schon – wahrscheinlich. Man kann natürlich hinzufügen: zynisch. Natürlich ist es eben nicht so, dass die neuen Herausforderungen auf eine stabile Daseinsvorsorge und effektive Justiz träfen. Aber das behauptet er ja auch nicht; so billig können Sie den Mann nicht kriegen.

      Aber ich würde mich Ihnen anschließen, wenn Sie sich auf den Standpunkt stellten, dass weder Lutz Bachmann noch Dr. Petry das eigentliche Problem in unserem Land darstellen und das man vor dem Hintergrund vielleicht doch mal kurz Luft holen sollte, sie in einem Atemzug mit regelrechten Attentätern zu nennen. Den Sack zu schlagen, während man den Esel meint, lässt zwar Dampf ab, aber löst unterm Strich auch kein Problem.

    • Mr Goodnight
      Be a Gentle man
      https://m.youtube.com/watch?v=FvPbxZmZxZ8

    • Kultursensibel
      Vielleicht ein bisschen OT und ich weiß grad nicht, ob hier überhaupt jemand schon Musik verlinkt hat. Aber jenseits von sickness und allem Bösen gibt es das auch noch. Und erst wenn es fort wäre, fände ich es wirklich schlimm und nicht mehr aushaltbar:
      https://www.youtube.com/watch?v=M9A-EbjwPhQ&list=RDX_6UPvP1Rz0&index=5

      Es ist natürlich Geschmacksache und ganz subjektiv. Kulturkreisimmanenten Hass fühlt man dabei unmittelbar eher nicht.

    • Habe ich da in einer früheren Bemerkung
      eine Berufsgruppe vergessen deren Zugehörigen
      ein paar Pflichtstunden Psychoanalsyse helfen würde
      weniger Unsinn zu reden?

      auf jeden Fall aber ein besorgniserregender….?

      Wir wäre es mit mehr Konzentration auf tatsächliche
      Straftatbestände und etwas weniger Kommunikation
      eigener Fantasien.

      Ich gebe zu der Mann beschmutzt nicht das eigene Nest
      sondern wirft den Dreck auf andere.

      Was verspricht sich der Mann wohl davon?

    • Cause I couldn't stop if I started. Do you get it?
      Es gibt die, die aus Familien kommen um jetzt an der Moderne teilzuhaben, ohne die Moderne leben zu können. Sie laufen durch Straßen und Kaufhäuser, sehen halbnackte Frauen und schwache Männer, erkennen keine Grenzen und testen aus, suchen Identität, scheitern, wissen noch nicht, dass sie zwar hier sind, aber niemals hier ankommen werden.

      Und es gibt die, die aus der Moderne kommen, weil die Familie nicht das Paradies wie versprochen. Die studierten und lernten und ihren Körper trainierten um maximal funktional in allen Lebenslagen der Moderne operieren zu können. Die dann Anschluss suchen, an Familien. Mittels Einsatz des Geistes und ganz viel des Körpers. Aber so sehr sie auch zu Tisch sitzen, alle Symbole der Macht teilen und in alle möglichen Formen der Kommunikation eingebunden werden, so sehr werden sie niemals ankommen. Und scheitern.

      Blöd ist nur, wenn die einen auf die anderen herabschauen.
      Ohne zu begreifen.

      Das wurde der Begreifbarkeit nun genähert.

  28. @Kleine Waldhexe
    Für mich war Weihnachten überhaupt nicht stressig. Im Gegenteil, es war erholsam nach ein paar Monaten harter Arbeit. Mich lädt niemand aus der weiteren Familie ein. Zu solchen Anlässen kommen nur meine Töchter (so sie nicht zu weit weg sind) und bringen ihre Freunde mit, was immer sehr unterhaltsam ist.

  29. Die "Modernisierung" von Angela Merkels CDU bleibt das Drama - nicht Eribons Dörfer
    Don mäandert durch die Geschichte und kommt auf „einfache“ Wahrheiten, Kulturkreise und Familie… Sehr schön, sehr interessant.

    Die „Dreckspatzen und Mistamseln“ haben zwar noch sich und die gesellschaftliche Luftherrschaft…aber mit dem frz. Soziologen Eribon
    sieht man, dass die Zukunft keine Einbahnstraße nach „Prantlhausen“ ist, dazu sei das „Dorf“ zu stark – und zu national (in F gar von links).

    Muß man Eribon als Buch lesen? Kaum. Reichte doch ein Interview in der Zeit http://www.zeit.de/kultur/2016-07/didier-eribon-linke-angela-merkel-brexit-frankreich-front-national-afd-interview/komplettansicht .

    Interessen werden nicht wahrgenommen, sondern nur unberechtigte „Ängste“ von anderen und vom Autor (berechtigt ? – ist F so homophob?).

    Zon, Spon, Mainstream und Schulkinder hallunizieren zwar ziemlich oft in D auf der rechten Seite „Faschismus“, das ist aber eher eine Folge gut gemeinter und leerlaufender politischer Bildung. Auf die Dauer gibt selbst der Bücherschrank und das Rittergut Schnellroda von Kubitscheks doch keine „Wewelsburg“ ab.

    Eribons „linke“ frz. Verhältnisse sind auf D auch nicht übertragbar. Links kann in D nicht „Patria“. Für die SPD war die Wiedervereinigung eine lange – bis heute unaufgearbeitete – „Lebenslüge“. Man ließ der SED sogar bis heute den Spaß eine eigene DDR-Nation kreirt zu haben.

    Ganz „nackt“ ständen deutsche Linke, Amsel, Spatz und die ganze Vogelschaar erst da, wenn der Euro verflöge, daher der Klammergriff „Euro“.

    Momentan ist in D der Verlauf der „Modernisierung“ der CDU durch die Riege um Angela Merkel interessanter als Eribon und der Links- und Rechtsfächer des Parteiensystems.

    • Titel eingeben
      „Muß man Eribon als Buch lesen?“
      Nee. Ich hab‘ letzte Nacht doch lieber wieder einen Wodehouse ausgelesen: Monty im Glück (in der schönen Epoca-Ausgabe).


    • Das Interview in der Zeit ist wirklich interessant. Die Aussage, Links kann in D nicht Patria, halte ich dagegen für grundfalsch, solange nicht nur die SPD damit gemeint ist. Andererseits stellt Eribon ja gerade fest, daß Patria nicht zukunftsweisend ist, Linke sich davon distanzieren sollten. Die Forderung nach einer reformierten EU ist daher auch naheliegend.

      Die Feststellung am Schluß, es würde die Partei gewählt, die weitestgehend das eigene Weltbild repräsentiere, die ist so trivial wie richtig. Das zeigen die Verluste der SPD ganz eindeutig. Nur, warum hat Die Linke dann so wenig Erfolg?

    • @17. Juni
      Sehr geehrtes bedeutendes Datum der deutschen Geschichte,

      bitte nehmen Sie davon Abstand historischen Unwahrheiten zu verbreiten.
      Es war keine „Wiedervereinigung“ und auch nicht das, was damit impliziert wird. Es war der Beitritt der fünf neuen Länder zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschlands unter dem Schirm des 2+4-Vertrages.
      Heute werden darüber Märchen erzählt, um den Blick auf die einmalige Chance des deutschen Volkes sich eine Verfassung für ganz Deutschland zu geben, wie es das Grundgesetz forderte, zu verstellen.
      Auch damals hat eine „ehrenwerte Gesellschaft“ für uns alle gesorgt: Lieb Vaterland magst ruhig sein!

      P. S.: Schade, dass der 17. Juni nicht mehr Feiertag ist. Er würde unserer „Erinnerungskultur“, gerade mit Blick Stasi 2.0 und DDR 2.0, gut tun.

      Mit besten Grüßen

  30. Enterben!
    Ich hoffe, die Geschichte ist erfunden. Falls nicht – sa hat sie nun als Verkäuferin geschuftet, damit der Junge es mal besser hat…
    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/44122/Mutter-und-die-Fremden

    • Der Mann redet von Argumenten
      denen seine Mutter nicht zugänglich ist. Ich habe aber keines in seinem Text finden können.

    • Unglaublich
      Zuerst habe ich diesen Text von Guido Eckart im SZ-Magazin für Satire gehalten.

      Diese völlige Emphatiefreiheit in der Schilderung, wie seine Mutter mehrmals überfallen und verletzt wird:
      „Beim zweiten Mal ist ihr ein Unbekannter bis zur Haustür gefolgt, hat registriert, dass diese Haustür nicht richtig ins Schloss fällt, und ist ihr anschließend bis in die Wohnung gefolgt, um ihr wiederum die Handtasche zu entreißen. In einer Form von Panik hat sie sich aber an diese Tasche geklammert und nach meinem Vater gerufen, der im Wohnzimmer döste. Daraufhin begann der Dieb, mit der Faust auf meine Mutter einzuschlagen, bis mein Vater endlich im Flur stand. Erst dann floh der Mann.“

      Und dann wundert er sich, warum seine Mutter nicht an seiner affigen Willkommenskultur teilhaben möchte, sondern misstrauisch und vorsichtig ist?
      Seine Sympathie gilt offenbar jedem zugelaufenen Hallodri, aber nicht der eigenen Mutter.

      Das ist für mich Ausdruck einer seelischen Erkrankung.

    • Die grösste Bereitschaft im Dienst der gerechten Sache wird durch die Negierung der eigenen Eltern gezeigt. Damit wird auch deutlich, dass nicht mehr Blut und Herkunft beim neuen Menschen entscheiden, sondern allein die richtige Überzeugung. Daher diese Beiträge.

    • Modernisierungsverlierer
      Danisch hat gerade auf einen ulkigen Umstand hingewiesen:
      Eigentlich sind Journalisten die klassischsten Modernisierungsverlierer.
      Heulen den ganzen Tag rum, weil das Netz ihnen die Ernährungsgrundlage und Glaubwürdigkeit entzieht, und die Leute schamlos auf ausländische Feindsender umsteigen wenn ihnen das Programm nicht mehr gefällt.
      In Folge dann diese peinliche Anbiederei an die Regierung und der Schrei nach mehr Staatsknete.
      Und jetzt versucht dieser abgehängte, durch die Modernisierung und Globalisierung seiner Selbstachtung beraubte Berufsstand, sich sogar auf Kosten seiner Nächsten zu profilieren. Man darf gespannt sein wie tief die noch sinken werden.

    • Sehr tief. wie gesagt, es gibt einfach zu viele davon. Und sehr viele sind sehr schlecht.

    • @Don Alphonso vom 29. Dezember 2016 um 06:47 Uhr
      Sehr verehrter Hausherr,

      ich trage sicherlich Eulen nach Athen.
      ich bin mir sicher, dass Sie wissen, dass jedes autoritäre Regime bei den Kindern beginnt, um den Erhalt seiner Macht zu festigen und den „neuen Menschen“ zu erschaffen. Die Jugend ist die Zukunft und lässt sich leicht verführen.
      Die Khmer Rouge haben da ein Meisterstück abgeliefert.
      Bleibt zu hoffen, dass die „Killing Fields“ auf die Medien bzw. das Netz beschränkt bleiben und sich nicht bis zur letzten Konsequenz manifestieren. Leider gibt es ja schon Lehrpläne, die in diese Richtung deuten, und Schulen, die für Denunziationen von andersdenkenden Staatsbürgern, ausgezeichnet werden. Damit ist es verständlich, dass auch die eigenen Eltern an den Internetpranger gestellt werden, um seine Linientreue bei Vorsamers „Kameradinnen“ unter Beweis zu stellen: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“

      Mit sozialistischem Gruß

    • Kinder von heute dürfen vermutlich gar nicht mehr Tom und Jery anschauen – alles, was ich über das Fertigmachen anderer weiss, habe ich dort gelernt, denn in meiner Familie gab es keinen Streit.

    • @D.A.
      „Die grösste Bereitschaft im Dienst der gerechten Sache wird durch die Negierung der eigenen Eltern gezeigt.“

      Sie meinen, dass die einfach gar kein Verhältnis zu den eigenen Eltern haben – sich also auch nie emanzipiert haben? Ja, das ist wohl so; die Frage bleibt aber immer, inwiefern auch die Eltern selber da eine Rolle spielten, über das „Versorgen“ hinaus keine Orientierung boten, die stärker gewesen wäre als wohlfeile, neue Ideologien. Und manchmal, wenn ich lese oder sehe, was hier so alles nach dem Krieg abgerissen wurde, spüre ich wie ein gefühlsmäßiges Nachbeben, dass das aus dem Wunsch heraus erfolgte, die Welt menschenfreundlicher zu gestalten und bin dankbar dafür, dass einige das wenigstens versucht haben. Vielleicht ist der Enkel, der im betreffenden Text erwähnt wird, auch eines Tages dankbar, dass ihm seine Omi ehrlich gesagt hat, dass die Welt ein gefährlicher Ort ist – und dieser Wissensvorsprung mag ihm helfen, sich seinerseits von seinen Eltern zu emanzipieren.

    • Mir sind solche Berufstugendisten zunehmend unheimlich. Das ist einfach nicht die Welt, um sich selbst dauernd hinten anzustellen und jedem Gierschlund den Vortritt zu lassen, und auch noch Danke zu sagen. Und natürlich gehen herabsinkende Viertel massiv auf kosten der Lebensqualität, so wie steigende Viertel das Leben verschönern. Wer das nicht will, soll den Stasi-holm wählen, aber nicht anderen Vorwürfen machen, die nicht im Dreck leben wollen.

    • @D.A.
      „Das ist einfach nicht die Welt, um sich selbst dauernd hinten anzustellen und jedem Gierschlund den Vortritt zu lassen, und auch noch Danke zu sagen.“

      Es war wohl noch nie die Welt dafür. Stellen Sie sich mal vor – ich bin meinen Großeltern trotzdem dankbar dafür, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse hinten angestellt haben; dass sie ihren Enkeln etwas hinterlassen haben, und zwar auch etwas – Ideelles. Wenn ich nämlich auf diese „Nichtgeneration“ angewiesen gewesen wäre, dann – .

      Sehen Sie – es macht Ihnen keiner einen Vorwurf draus, dass Sie sich gut mit Ihren Eltern verstehen. Soweit man das von Ferne sagen kann, freue ich mich für Sie; ich bin bloß nicht Sie! Aber – Sie sind ohnehin alt und erwachsen genug, um sich Ihren Familienfrieden nicht von irgendwem diktieren zu lassen, also besteht für Sie auch kein Grund zur Furcht.

      Was hab ich da gelesen, „steinreiche Schwiegermutter“? Na, dann sind Sie doch endlich auf dem standesgemäßen Weg zur weißen Yacht und Monica Bellucci. Alles gut und für Kinderbetreuung gibts noch ein schickes Aupair. Lassen Sie es sich gut gehen!

    • Bei Kindern und Enkeln ist das natürlich etwas ganz anderes – ich dachte jetzt an Wildfremde oder den Wildfremdesten von allen, den Staat.

    • @Don Alphonso vom 29. Dezember 2016 um 12:22 Uhr
      Sehr geehrter Don Alphonso,

      auch wenn ich Ihnen vieles abnehmen, so hege ich doch große Zweifel, dass es in Ihrer Familie keinen Streit gab.
      Konflikte bei Paaren und Familien gehören zum Menschsein so wie der Tod zum Leben.
      Ich führe dieses Aussage darauf zurück, dass Sie eine Kunstfigur sind, die in einer Kunstfamilie lebt.
      Ein Kunst ist es allerdings Konfliktlösungen zu finden, mit denen alle Parteien gut leben können ohne sich als Verlierer zu fühlen.
      In der Politik ist diese Kunstform selten anzufinden.

      Mit allzeit harmonischen Grüßen

    • Nein, ernsthaft, es war eine extrem harmonische Familie, ich habe meine Eltern nie streiten sehen. wirklich nie.

      Allerdings habe ich auch nicht streiten gelernt und damit nicht Konfliktmanagement. wenn ich jemand an die Gurgel gehe, dann richtig.

    • Ein Sohn, wie er nicht sein soll
      „In einer Form von Panik hat sie sich aber an diese Tasche geklammert…“

      In Panik lässt man sich eher etwas entreissen, damit a Ruah is,
      als es weiter umklammert zu halten.

      Die Mutter dieses SZ-Journalisten hat vielmehr ihre Tasche umklammert, weil ihr im Gegensatz zu ihrem Sohn,
      diesem windschnittigen Willkommensjubler,
      noch selbstverständlich war, dass man das Eigene verteidigt
      und nicht kampflos preisgibt.

    • Sie hätte halt demütiger sein sollen, wie eine gute Sozialisten.

      Ich wurde so einem instinktiv die Gurgel abklammern.

    • @D.A.
      „den Wildfremdesten von allen, den Staat.“

      Die sich gerne auf die „Wildfremde“ des Staates berufen, profitieren oftmals von ihm; die Bayern machen da keineswegs eine Ausnahme (wieviel EU-Subventionen regnets da jährlich, während andere die ideologischen Nachteile ausbaden müssen?)

      Ein Familienmitglied vom Stasi-Holm hat jedenfalls für seine staatsfernen Überzeugungen im KZ büßen müssen. Vielleicht fühlte sein Urenkel dereinst auch die Enge und Verpflichtung der Familienbande.

      Aber ich will darüber gar nicht spekulieren. Und eine grundsätzlich schlechte Meinung von anderen zu haben, ist ohnehin eines jeden Privileg; ob das nun so im Gesetz steht oder nicht.

    • `Die Ideologie des Grossvaters wurde staatlich und auch recht eng. Das Problem ist Ideologie an sich.

    • Wir sind auf einem guten Weg
      https://de.wikipedia.org/wiki/Pawel_Trofimowitsch_Morosow

    • Streit zwischen den Eltern
      habe ich erlebt, stets ausgelöst von meiner Mutter.
      Mir hämmerte sie ein, lerne schweigen ohne zu platzen…

      Seitdem ertrage ich absolut keinen Streit, der Streit meiner Eltern reicht mir bis ans Lebensende, ich selbst brauche wirklich keinen.

      Was aber vor Kindern streitlose Ehen bei den Kindern nach der Trennung anrichten, habe ich bei denen meines Mannes erlebt. Hätten sich die Eltern wenigstens hin und wieder vor den Kindern ausgelassen, wäre das Verhältnis zum Vater ein ganz anderes gewesen.

      So war die Mutter quasi ne Heilige, der Vater jemand, zu dem man kaum Kontakt hält. Beim Erben nach seinem Tod waren sie sofort da und nahmen alles mit, da mein Mann und ich seit 92 geschieden waren. Hätte ich mich streiten sollen? Niemals.

    • @D.A.
      „`Die Ideologie des Grossvaters wurde staatlich und auch recht eng.
      Das Problem ist Ideologie an sich.“

      Sind wir wieder bei der Gleichsetzung NS und DDR angekommen, ja? Wie viele Millionen Menschen hat die DDR umgebracht? Hat Stalin nach der Pfeiffe der DDR getanzt oder musste die DDR vielleicht nach Stalins Pfeiffe tanzen?

      Was genau haben Sie persönlich Menschen vorzuwerfen, die aus der DDR stammen, haben wir Ihnen irgendwas getan, wofür soll ich mich genau entschuldigen?

    • Mein Gott, ...
      … was für ein armer Wicht, der Guido – deplorable. Trägt als wohl Mitfünziger mit seinem hochbetagten Eltern sein Pubertätstrauma aus.
      Andererseits ein interessanter Hinweis zur gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung: Wäre es nicht dringend angeraten, die sogenannte „Willkommenskultur“ mit all ihren Begleiterscheinungen nicht genuin politisch, sondern mit den Kategorien der Psychopathologie zu analysieren ?

    • @Renate Simon vom 29. Dezember 2016 um 17:25 Uhr
      Sehr verehrte Frau Simon,

      Streit an sich hat keinen Wert.

      Wenn die Menschen allerdings erkennen, dass Streit ein ganz normaler zwischenmenschlicher Konflikt ist, bei dem es im Regelfall um unterschiedliche Interessen von der offenen Zahnpastatube bis zur Verteilung des Erbes geht, ist hoffentlich der erste Schritt zu einer konstruktiven Konfliktlösung getan.
      Es geht um das Erlernen vernünftiger Konfliktlösungsstrategien, die die Eltern am eigenen Beispiel vorleben könnten.
      Klar ist das soziale Ansehen höher, wenn Sie in einer harmonischen Familie bzw. Partnerschaft leben. Immer dem Idealbild einer konfliktfreien Gesellschaft nachstrebend, wird vergessen, dass dies eine Utopie ist. Auch eine Diskussion ist ein „Streit“, sprich ein Konflikt, der in geregelten Bahnen abläuft. Ich möchte sogar so weit gehen und Konflikte als die Würze des Lebens ansehen. Spannend ist es, wie sie gelöst werden.

      „Du kannst alles tun, bloß langweile mich nicht!“ hält Beziehungen am Leben. Konfliktscheue höhlt sie aus bzw. lässt sie zerbrechen.

      Mit streitlustigen Grüßen;-)

    • GnM vom
      Sehr verehrter Herr GnM,

      wie stehen Sie zu Hassverbrechen: http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel75642.html
      (Die betreffenden Abschnitte bitte selbst heraussuchen)
      und
      Thomas Beck: Liebe zum Sozialismus – Hass auf den Klassenfeind. Sozialistisches Wehrmotiv und Wehrerziehung in der DDR.

      Waren Sie Thälmannpionier, waren Sie Junger Pionier, waren Sie in der FDJ oder der GST, in der NVA, den Grenztruppen oder in einer Betriebskampfgruppe organisiert?
      Wenn Sie alle Fragen mit Nein beantworten können, habe ich Ihnen gar nichts vorzuwerfen.

      Das aktive Unterstützer des damaligen Unrechtsregimes (Stasi) sich jetzt als Schild und Schwert der FDGO anstatt der Partei aufführen, sollte in der Öffentlichkeit immer dargestellt werden.

      „Für Frieden und Sozialismus – immer bereit!“

    • @Hugues de Payens
      Die Frage lautet wohl eher: Wer sind Sie eigentlich, mir solche Fragen zu stellen? Ein RAF-Unterstützer, ein Terrorist? Ein kalter Krieger, der noch heute davon träumt, dass im Osten alle Köpfe zerstört wären? Ein Nachkomme von Nazis, die im Westen auf weniger staatliche Verfolgung hofften? Ein Verbrecher, der sich der Strafverfolgung im Osten entzog? Ein West-Mitarbeiter der Stasi? Oder bloß ein kleiner Opportunist, der hier darauf hofft, aus dem bitteren Schicksal anderer Menschen für sich selber mindestens moralisches, oft aber auch pekuniäres Kapital schlagen zu können – wie es ihm seine Befreier beigebracht haben?

    • Werter Hugues de Payens
      Sie können mit mir streiten, kommt immer auf die Sache an. Wir könnten trefflich über Politik oder Gott und die Welt streiten, also lauter Dinge, die wir eh nicht ändern können. Aber eben nicht um sehr persönliche oder materielle Dinge, sprich Geld, das geht bei mir einfach nicht.

      Nicht nur meine Versuche, mit meinem Mann zu streiten, gingen ins Leere, er machte einfach die Schotten dicht, nicht mal Politik ging mit ihm. Man kann das so machen, aber letztlich ist jegliche Vermeidung von Konfrontation wohl auch eine Weigerung, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Zumindest sehe ich das so.

    • @GnM vom 30. Dezember 2016 um 15:05 Uhr
      Sehr verehrter Herr GnM,

      verzeihen Sie mir bitte, dass ich mir angemaßt habe, Ihre Frage an den Hausherrn, aus meiner Sicht zu beantworten.

      „Was genau haben Sie persönlich Menschen vorzuwerfen, die aus der DDR stammen, haben wir Ihnen irgendwas getan, wofür soll ich mich genau entschuldigen?“ (Quelle: GnM)

      Da Sie nur mit einer Gegenfrage auf den Versuch meiner Erklärung geantwortet habe, bin ich so frei auf Ihre Fragen zu antworten:
      „Ein RAF-Unterstützer, ein Terrorist?“
      Nein und nein.
      „Ein kalter Krieger, der noch heute davon träumt, dass im Osten alle Köpfe zerstört wären?“
      Nein
      „Ein Nachkomme von Nazis, die im Westen auf weniger staatliche Verfolgung hofften?“
      Nein und ein Pünktchen für das Wort „Nazis“.
      „Ein Verbrecher, der sich der Strafverfolgung im Osten entzog?“
      Nein.
      „Ein West-Mitarbeiter der Stasi?“
      Nein.
      „Oder bloß ein kleiner Opportunist, der hier darauf hofft, aus dem bitteren Schicksal anderer Menschen für sich selber mindestens moralisches, oft aber auch pekuniäres Kapital schlagen zu können – wie es ihm seine Befreier beigebracht haben?“
      Nein und ich bin auch kein „Wendehals“.

      Ich bin wie Sie ein Fragensteller, der in der Regel auch selbst gerne antwortet, wenn er gefragt wird.

      Da ich mich ungefragt mit Fragen zu üblichen DDR-Lebensläufen direkt an Sie gewandt habe, „so möge mich die harte Strafe des Gesetzes unserer Republik und die Verachtung des werktätigen Volkes treffen.“

      Mich stört es einfach gewaltig, wenn das DDR-Unrechtsregime heutzutage verklärt wird und „Stützen der DDR-Gesellschaft“ sich ganz unschuldig gebend mit „Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern“ auseinandersetzen.

      Ich gestehe jedem zu, dass er aus seinen Fehlern lernt und sich ändert. Aber nicht zu seiner Biographie zu stehen, sie zu relativieren und zu verharmlosen, um sich wie Kahane, Holm etc. auf Kosten ahnungsloser Mitbürger ein gesichertes Grundeinkommen zu verschaffen, geht mir einfach zu weit.

      Nehmen Sie es also bitte nicht persönlich und nehmen Sie meine Entschuldigung zur Kenntnis, falls ich Ihnen zu Nahe getreten bin.

      In der Hoffnung auf einen weiteren, gedeihlichen Gedankenaustausch!

    • @Renate Simon vom 30. Dezember 2016 um 15:55 Uhr
      Sehr verehrte Frau Simon,

      „..letztlich ist jegliche Vermeidung von Konfrontation wohl auch eine Weigerung, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Zumindest sehe ich das so.“

      Absolute Zustimmung. Es führt zu unter der Oberfläche schwelenden Konflikten und Magengeschwüren. Kurzum es macht krank!
      Private Konflikte gehören zwischen den Konfliktparteien und nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen. Leider hat das Waschen von schmutziger
      Wäsche am Marktplatz der Eitelkeiten oder im Fegefeuer der Gerichte durchaus auch heute noch so seinen Reiz.

      Ich bedaure aber Ihre schicksalsergebene Einstellung. Wenn alle so denken, lässt sich wirklich nichts ändern. Die Geschichte zeigt oft das Gegenteil.

      P. S. Über Geld spricht man nicht, man hat es.

      Mit den besten Grüßen

    • Ich schicksalsergeben? Hugues de Payens
      ich rege mich grad über die Politik auf, telefoniere mit dem polnischen Bekannten und trotz Einigkeit zwischen uns springe ich mal wieder im Sechseck. Ich könnte mich stundenlang aufregen, mit wachsender Begeisterung… aber was ändert das?

      Unterdessen quasi Ü70 werde ich nicht mehr viel reißen, wünschte nur, alle anderen, die auch schon länger hier leben, würden sich zumindest halb so aufregen wie ich es mache und daraus Konsequenzen ziehen.

      Die Politik hält uns mit ihrer Taktik des Totschweigens, der Beschwichtigung erstens für total verblödet und zweitens viele von uns schön ruhig, so dass ich mich frage, was um Himmels willen muss denn noch passieren, bis auch der Letzte begriffen hat, dass es so nicht weitergehen kann.

      Ich habe selbst keine Kinder, ergo auch keine Enkel, denen ich mal Auskunft geben müsste, warum wir das haben alles geschehen lassen. Wir hätten nicht die Ausrede, von nichts gewusst zu haben, wir wissen und tun trotzdem nichts. Ich gebe zu, bei dem, was man tun könnte, ratlos zu sein, das macht es für mich nicht einfacher, ganz im Gegenteil.

      Was also schlagen Sie vor? Meine Wut werden Sie nicht mindern, schicksalsergeben werden Sie mich nicht vorfinden.

    • de Payens
      „Mich stört es einfach gewaltig, wenn das DDR-Unrechtsregime heutzutage verklärt wird und „Stützen der DDR-Gesellschaft“ sich ganz unschuldig gebend mit „Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern“ auseinandersetzen.“

      Da gibt es nichts zu „verklären“ und Schuld haben wir hier auch nicht zu verteilen. Wenn man mit der DDR nichts zu tun hätte haben wollen, dann hätte man sich nicht mit ihr wiedervereinigen dürfen, ganz einfach. Aber „Wiedervereinigung“ zu behaupten und diese Phrase dann auszunutzen, um die ehemaligen DDR-Bürger pauschal unter Rechtfertigungszwang (wer war denn alles bei den Jungpionieren?) zu setzen, ist kein Ruhmesblatt, um es mal vorsichtig zu formulieren. Noch dazu, wenn sich der eigene Rechtsstaat zur Aufarbeitung des großen Unrechsstaates dann auf irgendwas um die 200 Strafverfahren beschränkte! Vor Leuten, die sich vor dem Hintergrund noch die absolute moralische Deutungshoheit über anderer Leute Biografien anmaßen, fällt es schwer, menschliche Achtung zu empfinden.

      „Ich gestehe jedem zu, dass er aus seinen Fehlern lernt und sich ändert. Aber nicht zu seiner Biographie zu stehen, sie zu relativieren und zu verharmlosen, um sich wie Kahane, Holm etc. auf Kosten ahnungsloser Mitbürger ein gesichertes Grundeinkommen zu verschaffen, geht mir einfach zu weit.“

      Sowohl Frau Kahane als auch Herr Holm stehen zu ihrer Biografie. Was Ihnen nicht schmeckt, ist, dass sie sich dafür nicht rechtfertigen, als säßen sie im Beichtstuhl oder auf der Schulbank. Aber wen sehen Sie denn hier in der Position einer Respektsperson? Wären durch diese Personen Straftaten begangen worden, dann wäre es an der Justiz gewesen, über diese Taten zu richten. Wenn und soweit Personen durch diese Menschen in den Nachteil gesetzt wurden oder werden, so ist es an denen, das zu beklagen bzw. Entschädigung zu fordern, gerne auch öffentlich! Im übrigen ist es an den Wählern der Linken, diese Partei zu wählen oder es bleiben zu lassen.

      Die Frage ist, unter welchem Aspekt Sie das soviel angeht, dass es Ihnen persönlich „zu weit“ gehen dürfte. Unter dem Ihrer Meinungsfreiheit? Über den Gewinn der Freiheit, mich ohne Not über andere zu erheben, würde ich ja noch mal gut nachdenken.

      Ich gestehe jedem zu, dass er aus seinen Fehlern lernt und sich ändert. Aber nicht zu seiner Biographie zu stehen, sie zu relativieren und zu verharmlosen, um sich wie Kahane, Holm etc. auf Kosten ahnungsloser Mitbürger ein gesichertes Grundeinkommen zu verschaffen, geht mir einfach zu weit.

    • @Renate Simon vom 30. Dezember 2016 um 18:09 Uhr
      Sehr verehrte Frau Simon,

      auch Aufregen bewirkt schon etwas.
      Zunächst in Ihnen, dann bei Ihrem polnischen Bekannten und schließlich in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.
      Sie schweigen nicht und verleihen Ihrer einzelnen Stimme bereits durch das hiesige Kommentieren Gewicht.
      Auch wenn Sie unmittelbar nichts bewirken können, so wird doch Zweifel gesät und die Schweigespirale immer mehr durchbrochen.
      Der Druck im Kessel steigt und die Parteien, die hier schon länger regieren bzw. opponieren, sehen sich jetzt schon gezwungen zu reagieren, um „falsche Meinungen“ zu bekämpfen.
      In Zeiten des Wahlkampfs können Blogs einen gewissen Einfluss auf die Willensbildung des mündigen Bürgers entwickeln.
      Warum wird Don Alphonso von „Kollegen“ so angefeindet?
      Er verändert die Wahrnehmung von Dingen, die in der politischen Berichterstattung sonst keinen Platz haben.
      Die Feder ist mächtiger als das Schwert, auch wenn Goodnight eher auf die Macht der Bajonette schwört.
      Die Bürger sind im Zeitalter des Internets nicht mehr darauf angewiesen, dass Zeitungen ihre Leserbriefe für würdig befinden abgedruckt zu werden.
      Die Nachrichtenempfänger kommunizieren mit anderen Nachrichtenempfängern und nutzen die neuen Medien als Trägerwelle.
      Die Meinungshoheit an den Internetstammtischen findet bahnt sich schon jetzt ihren Weg in die Berichterstattung. Der Kampf um die Herzen und Köpfe derer, die schon länger hier leben, hat gerade erst begonnen. Wenn Honeckers Rache glaubt, dass die Wahlen in der Mitte gewonnen werden, schließt Sie bereits heute die SPD und die Grünen als Option für eine Koalition ab Herbst 2017 mit ein.
      Leider führt auch 2017 kein Weg an Honeckers Rache als Bundeskanzlerin vorbei, aber man kann ihr und anderen Berufspolitikern Stimmen abspenstig machen.

      Mein Vorschlag für nächstes Jahr: Die CDU hat sich mit überwältigender Mehrheit auf Honeckers Rache als Kanzlerkandidatin festgelegt. Die CSU wird folgen, obwohl sie in Bayern bereits die absolute Mehrheit in den Umfragen verloren hat. Lassen Sie uns einen personalisierten und keinen Lagerwahlkampf führen, Inhalte sind austauschbar, Personen können jedoch für ihre Entscheidungen in der öffentlichen Wahrnehmung benannt und haftbar gemacht werden.
      Wer sonst als Honeckers Rache trägt Verantwortung für die Zustände in diesem Land?
      Lassen Sie sich nicht von Nebelkerzen ablenken und richten Sie Ihren Blick auf die Richtlinienkompetente an der Spitz der derzeitigen Regierung!
      Auch eine teflonbeschichtete Regierungschefin steht ohne Hülle da, wenn nur genügend Mitbürger rufen: „SIE hat ja gar keine Kleider an!“, obwohl die Medien nicht müde werden zu berichten, wie gut angezogen sie in der (Mode-)Welt daherkommt.
      GottSeibertuns aka Regierungssprecher ist Stammgast in der Bundespressekonferenz, wir sind die Stammgäste in der Gegenöffentlichkeit.
      Also, immer schön und ausdauernd mit dem Finger auf Honeckers Rache zeigen, auch wenn einer ihrer Bediensteten mit den Fingern in der Kasse erwischt worden ist.
      Verantwortung ist nicht teilbar, auch wenn dies gängige Praxis im Politikbetrieb ist. Sie war’s!

      Mit den besten Grüßen

    • @GnM vom 30. Dezember 2016 um 18:39 Uhr
      Sehr geehrter Herr GnM,

      vielen dank für die ausführliche Antwort.

      „Wenn man mit der DDR nichts zu tun hätte haben wollen, dann hätte man sich nicht mit ihr wiedervereinigen dürfen, ganz einfach. Aber „Wiedervereinigung“ zu behaupten und diese Phrase dann auszunutzen, um die ehemaligen DDR-Bürger pauschal unter Rechtfertigungszwang (wer war denn alles bei den Jungpionieren?) zu setzen, ist kein Ruhmesblatt, um es mal vorsichtig zu formulieren. Noch dazu, wenn sich der eigene Rechtsstaat zur Aufarbeitung des großen Unrechsstaates dann auf irgendwas um die 200 Strafverfahren beschränkte! Vor Leuten, die sich vor dem Hintergrund noch die absolute moralische Deutungshoheit über anderer Leute Biografien anmaßen, fällt es schwer, menschliche Achtung zu empfinden.“

      Ich habe hier schon einmal darauf hingewiesen, dass ich den Begriff „Wiedervereinigung“ nicht nutze, da er historisch falsch ist.
      In der DDR wurden extra fünf neue Bundesländer gegründet, um den Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik beitreten zu können.
      Ich wähle daher den Begriff „Beitritt der FNL“ zur Beschreibung des damaligen Geschehens. Damit wurde die Verfassungsdiskussion elegant unterdrückt. Und ja, mit vielen Inhalten des Beitrittsvertrages bin ich nach wie vor nicht einverstanden. Ich gebe ihnen auch darin Recht, dass die Aufarbeitung der SED-Verbrechen unzureichend war und ist. Es ist ja noch nicht zu spät, allerdings besteht daran nach über zwanzig Jahren kein allzu großes Interesse mehr.

      Klar, erlaube ich mir die Frechheit einen ehemaligen DDR-Bürger zu fragen, ob er jemals in den damaligen Jugend- und Parteiorganisationen war. Die Antworten zeigen doch in der Regel, dass auch das System „DDR“ nur durch Mitläufer funktionieren konnte, die sich später in der Rolle der unschuldigen „Wendehälse“ gefielen anstatt sich in Selbstkritik zu üben. Es war ja schließlich nicht alles schlecht, oder?

      „Sowohl Frau Kahane als auch Herr Holm stehen zu ihrer Biografie.“

      Stimmt eben nicht. Frau Kahane lässt sich ein Gefälligkeitsgutachten über ihre Stasivergangenheit schreiben und Herr Holm gibt stückchenweise preis, was sich nicht mehr verheimlichen lässt. Transparenz und das Stehen zur eigenen Biographie sehen anders aus.
      Für mich ist es ein Skandal, dass sich ehemalige SED-Aktivistinnen heute in solchen Positionen wiederfinden und ihre willfährigen HelferInnen, den Opfern des DDR-Unrechtregimes noch einen Schlag ins Gesicht versetzen. Ja, heute sind die Täter die Opfer und die Opfer selbst schuld, weil sie nach dem Beitritt der FNL nicht geklagt haben.
      Das hat mit Moral rein gar nichts zu tun, sondern mit politischen Fingerspitzengefühl. Solche Personalentscheidungen sind ein Aspekt der aktuellen Politik (Machtverteilung) und sagen einiges über das Demokratieverständnis, der Parteien die schon länger hier leben, aus.
      Die LINKE kann aus Machtgründen von Holm nicht abrücken, auch wenn es in der Koalition kritische Stimmen gibt.

      „Die Frage ist, unter welchem Aspekt Sie das soviel angeht, dass es Ihnen persönlich „zu weit“ gehen dürfte.“

      Sowohl Kahane als auch Holm sind durch Ihre Funktionen Personen des öffentlichen Lebens/Interesses. Damit geht es nicht nur mir, sondern allen etwas an. Dass Sie meine Fragen bezüglich Ihrer eigenen DDR-Vergangenheit nicht beantworten, ist Ihr gutes Recht und wird von mir nicht in Frage gestellt.

      „Unter dem Ihrer Meinungsfreiheit? Über den Gewinn der Freiheit, mich ohne Not über andere zu erheben, würde ich ja noch mal gut nachdenken.“

      Ich habe persönlich darüber noch einmal gut nachgedacht und gebe Ihnen, ohne mich selbst zu erhöhen oder mich auf Moral zu berufen, Ihnen als Antwort Ihre Frage an den Hausherren zurück, die Sie so trefflich mit Ihrem Post bereits in aller Klarheit selbst beantwortet haben: „Was genau haben Sie persönlich Menschen vorzuwerfen, die aus der DDR stammen, haben wir Ihnen irgendwas getan, wofür soll ich mich genau entschuldigen?“

      Wer eine Frage stellt, muss auch damit rechnen, dass er eine Antwort bekommt, die ihm nicht gefällt.

      Mit menschlich hochachtungsvollen Grüßen

    • Erwecke ich etwa den Eindruck, Hugues de Payens,
      für gewisse Personen, die mit Honeckers Rache noch harmlos umschrieben sind, je Sympathien gehabt zu haben? Ich habe weder die CDU noch die ulvF jemals gewählt, eben so wenig Grün oder die Linke. Allerdings bekommt auch die lange von mir gewählte SPD meine Stimme schon länger nicht mehr. Die FDP finde ich seit 82 der Erwähnung nicht mehr wert, sie besteht wohl nur noch aus Lindner oder.

      Es wird so oder so ein Personenwahlkampf werden, die CDU richtet ihren komplett auf die ulvF aus, warum auch immer, aber gut, nicht mein Problem, was Grün oder Links macht, interessiert mich nicht mal am Rande und auch der nun einsichtige Schulz wird mich nicht zur SPD zurückholen.
      Momentan bin ich also völlig ratlos, was ich wählen soll, tendiere dazu, meine wohl letzte Wahl ganz einfach zu schwänzen, wäre die erste, bei der ich es täte. Die AfD überzeugt mich absolut nicht, sie wäre allenfalls ein Rachekreuz gegen die Etablierten.

      Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein runter, ich warte ab, die Verhältnisse werden nicht besser werden, die Politik wird uns die blauen Wunder versprechen, wobei ich noch nie ein Wahlprogramm gelesen habe. Also abwarten, sich weiter fein aufregen, hier beim Don schreiben, so lange uns das ermöglicht wird und dann schaun wir mal.

      Das nächste Jahr dürfte in vielerlei Hinsicht spannend werden.

    • @Hugues de Payens
      Ihre Antwort ist aufschlussreich. Wieder wird jede Verantwortung für die Wiedervereinigung abgelehnt – Sie persönlich waren ja dagegen, nur machen konnten Sie nichts! Aber was glauben Sie denn eigentlich, hat der Herr Holm da „machen“ können? Glauben Sie vielleicht, ausgerechnet der hat die Wiedervereinigung gewollt (Frau Kahane wohl schon eher)? Also – wer bestimmte überhaupt über die Wiedervereinigung, der etwas zu sagen, etwas zu entscheiden hatte?

      Und wieso sollte derjenige nun ausgerechnet Sie zum Richter über die Biografien ihrer Landsleute berufen haben? Dazu sind Sie doch gar nicht qualifiziert.

      Am Ende bleibt nur stehen, dass Sie ein bestimmtes Stück Biografie, das Sie nicht teilen, zum Vorwand nutzen möchten, um denjenigen abzuwerten.

      So ein Verlangen ist üblicher Weise auf Neid zurückzuführen. Ich kann Sie da vielleicht beruhigen; gewöhnlich entstehen einem aus einer DDR-Biografie keine Vorteile, eher im Gegenteil.

    • @Renate Simon vom 30. Dezember 2016 um 21:07 Uhr
      Sehr verehrte Frau Simon,

      es lag mir fern Ihnen irgendeine Sympathie für irgendjemanden zu unterstellen.
      Sie haben mich um einen Vorschlag gebeten, ich habe einen gemacht.
      Ob Sie diesem folgen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.
      Inwieweit eine Stimmenthaltung zu einer Veränderung beiträgt oder eher eine höher Stimmenzahl für die Alternativen zu einem Umdenken, der schon länger hier agierenden Parteien führt ist eine interessante Frage, die einer Untersuchung bedarf.
      Ich plädiere dafür, die Stimmen der AfD zu geben, weil dadurch vermeintlich sichere Listenplätze der Altparteien ins politische Abseits anstatt in den Bundestag führen. Warum glauben Sie denn, ist vor kurzem die Erhöhung der Abgeordnetenzahl des Bundestages in die öffentliche Diskussion gekommen? Verlorene Pfründe führen zu Unmut bei den Parteisoldaten, die dann das Gemeinwesen nicht mehr plündern können. Ein Leben in der medialen Bedeutungslosigkeit ist gerade für eitle Berufspolitiker schwer zu verkraften. Eine Wahlenthaltung wird Ihrem Anliegen nicht gerecht, da Sie damit nur den Wiederholungstätern nutzen. Auch ich hatte mir einmal die Frage gestellt: Was bedeutet es für eine Demokratie, wenn weniger als 50% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben? Gar nichts! Die Machtmenschen, sprich die Politiker, machen trotzdem ihr Ding, da sie ja demokratisch legitimiert an die Macht gekommen sind.
      Ihre Stimme ist die Macht, die Sie haben! Sie nicht zu nutzen, halte ich für feige und verantwortungslos.
      Warum kümmern sich die „Volksparteien“ ganz besonders um die älteren Menschen, die schon länger hier leben?
      Weil die Demographie der BRD sie als Zielgruppe ausweist, bei der noch die meisten Stimmen zu gewinnen sind.
      Allerdings nicht mehr lange.
      Wer hat die doppelte Staatsbürgerschaft unterstützt?
      Sie war’s!

      Also gilt für Sie und Ihre Altersgenossen weiterhin die Botschaft: „Die Renten und Pensionen sind sicher!“, obwohl schon seriöse Berechnungen kursieren, die dies nicht stützen.
      Wer will mit illegaler Einwanderung die Renten sichern?
      Sie war’s!

      Sorgen Sie weiterhin für Aufregung bei den älteren Stammwählern der „Volksparteien“ und bringen Sie sie damit zum Nachdenken.

      Die jungen Steuerzahler werden ebenfalls vorgeführt. Die sind als Wählerreservoir aber eher nur für die LINKEN und die Grünen interessant. Also: Reichtum für Alle und Legalisierung des Drogenkonsums plus Veggieday!

      Die Regierung will nur mein Bestes! Ich gebe es ihnen aber nicht. Meine Stimme kriegen die auf keinen Fall. Ich soll mich zu einem besseren Gastgeber umformen lassen, damit die Integration besser funktioniert?
      Geht’s noch? Nicht mit mir. Als Hausherr/-frau bestimme ich die Regeln, die auch der uneingeladene Gast zu befolgen hat. My house, my rules! Wem die nicht gefallen, kann gerne wieder gehen. Wer Schutz sucht und bleiben will, lernt sie, hält sich dran und gut ist’s.

      Wer sich deformieren lassen will, kann dies natürlich gerne tun.
      Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung sollte sich in Erziehungsbeauftragte für die Ureinwohner umbenennen und weiter so durchdachte Vorschläge unterbreiten, die zumindest weitere sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze auf Steuerkosten in dem Integrations-/Flüchtlingssektor schaffen.

      Jetzt bin ich aber ganz schön vom Thema abgekommen.
      Sie war’s!

      Mit den besten Grüßen

    • @GnM vom 30. Dezember 2016 um 22:24 Uhr
      Sehr verehrter Gnm, lieber Mitbürger aus einem der fünf neuen Länder,

      wo habe ich geschrieben, dass ich gegen die „Wiedervereinigung“ war? Lassen Sie bitte diese Unterstellungen.
      Ich bin gegen die Benutzung des Begriffes „Wiedervereinigung“, weil er historisch und juristisch falsch ist. Den Beitritt der FNL habe ich als Westler (Fehleinschätzung Ihrerseits) herbeigesehnt und begrüßt.
      Deutsche hätten vorher auf Deutsche schießen müssen. Damit war nun Schluss.

      Ich bin sehr froh Sie als Landsmann zu haben, würde mir jedoch nur eine seriösere Argumentationsweise Ihrerseits wünschen, die auf Unterstellungen verzichtet („Am Ende bleibt nur stehen, dass Sie ein bestimmtes Stück Biografie, das Sie nicht teilen, zum Vorwand nutzen möchten, um denjenigen abzuwerten. So ein Verlangen ist üblicher Weise auf Neid zurückzuführen.“), nicht versucht dem Gegenüber das Menschsein abzusprechen („Vor Leuten, die sich vor dem Hintergrund noch die absolute moralische Deutungshoheit über anderer Leute Biografien anmaßen, fällt es schwer, menschliche Achtung zu empfinden.“) und angeführte Argumente entkräftet, anstatt sie mit Nichtachtung zu strafen.

      Auch wenn mir Ihre Ausführungen nicht gefallen, so erfreue ich mich doch stets an einer kontroversen Diskussion mit einem Landsmann aus der ehemaligen SBZ.

      Ach ja, ich bin dankbar, dass ich nicht die Biografien von Kahane und Holm teilen muss und nicht aktiv an dem Erhalt einer Diktatur in jungem Alter mitgearbeitet habe, um dort Karriere machen zu können.
      Wahrscheinlich hatte ich nur Glück, dass ich auf der richtigen Seite des „antifaschistischen Schutzwall“ geboren worden bin.

      Dass eine Ostbiografie nicht von Nachteil sein muss, ist mir schon lange klar, da die höchsten Staatsämter von Politikern aus dem Osten bekleidet werden bzw. wurden. Qualität setzt sich eben durch!

      Untertänigst
      Ihr Landsmann aus den ehemaligen Westgebieten

    • Hugues de Payens
      „Ich bin gegen die Benutzung des Begriffes „Wiedervereinigung“, weil er historisch und juristisch falsch ist.“

      Bitte – dann lehnen Sie die Verantwortung für den Begriff Wiedervereinigung ab; soll das etwas am Ergebnis ändern? Denken Sie ernsthaft, es gab keinen Grund dafür, statt „Beitritt“ lieber den falschen Begriff „Wiedervereinigung“ zu benutzen, dass die alle nur ein bißchen ungebildeter waren als Sie? Meinen Sie, man hätte dem gemeinen DDR-Bürger so einfach darstellen können, dass er einem fremden Staat beitreten soll? Nein, ich befürchte … wir haben uns wohl als Deutsche gesehen; und nicht als – Beitreter. Unser Defizit; zweifellos.

      „Ich bin sehr froh Sie als Landsmann zu haben, würde mir jedoch nur eine seriösere Argumentationsweise Ihrerseits wünschen, die auf Unterstellungen verzichtet (…)“

      Ich habe es nicht nötig, etwas zu unterstellen und ich tue das auch nicht. Sie hatten es nötig, plakativ nach der Mitgliedschaft in einer Ihnen fremden Massenorganisationen zu fragen, weil Sie offenbar meinen, aus solchen Informationen einen Vorbehalt gegen meine Person ableiten zu können (im übrigen nochmal: Hier herrscht auch offiziell Meinungsfreiheit! Sie benötigen gar keinen Vorwand, schlecht von mir zu denken!) Um sich auf einen solchen Standpunkt stellen zu können, muss man sich aber – jedenfalls soweit man sich von Mensch zu Mensch austauschen möchte – in einer dem anderen übergeordneten Position befinden; ob sich das nun aus einem höheren moralischen Maßstab ergibt oder schlicht aus der Tatsache, dass der andere ein Anliegen an einen heranträgt oder aus dem gemeinsamen Gesetz …. Ich hab allerdings kein Indiz dafür, dass irgendetwas davon nun ausgerechnet auf Sie zuträfe!

      Folglich ist das hier auch kein Austausch, den Sie von Mensch zu Mensch führen, sondern eine einzige Anmaßung von Ihrer Seite. Wir leben in einem Land und Sie teilen nicht meine Biografie; das ist alles. Ich käme ja auch nicht auf den Gedanken, Sie anlasslos darüber zu befragen, ob Sie vielleicht in der freiwilligen Feuerwehr paramilitärisch organisiert waren.

      „Ach ja, ich bin dankbar, dass ich nicht die Biografien von Kahane und Holm teilen muss und nicht aktiv an dem Erhalt einer Diktatur in jungem Alter mitgearbeitet habe, um dort Karriere machen zu können.
Wahrscheinlich hatte ich nur Glück, dass ich auf der richtigen Seite des „antifaschistischen Schutzwall“ geboren worden bin.“

      Und ich bin erleichtert, nicht in die Familie von Mackie Messer hineingeboren zu sein und keinen Menschen ermordet zu haben; das sind der Herr Holm und die Frau Kahane vermutlich auch. Aber – wie soll uns das denn nun weiterhelfen, genau?

      „Dass eine Ostbiografie nicht von Nachteil sein muss, ist mir schon lange klar, da die höchsten Staatsämter von Politikern aus dem Osten bekleidet werden bzw. wurden. Qualität setzt sich eben durch!“

      Angesichts von einigen Kabinettsmitgliedern aus dem Westen, die sich ihre Abschlüsse bzw. akademischen Weihen erschwindelt haben, ist diese Ironie wohl inzwischen mehr als fehl am Platze. Es ist, wie die Kanzlerin sagt: Es wird sich natürlich immer jemand finden, der Kanzler der Bundesrepublik wird. Und im übrigen wird sich auch immer jemand für das Amt des Bundespräsidenten finden lassen. Die Frage spannende ist wohl eher, wer das noch sein kann, der sich diese Verantwortung noch zumutet. Bewerbungen sind unterdessen sicher gern gesehen.

      Einen guten Rutsch einstweilen. GnM

  31. "Enterben. Sofort. Total"
    Wie wahr. Meine mahnenden Worte – an meine Kinder.
    (Wird zwar als Erpressung aufgefasst, aber die Wirkung zählt) :-)

    Doch man sieht, dass in (sozialistisch anmutenden) Zeiten hoher Scheidungsraten, zerfallenden Familien, 1-Personen-Haushalten (fast 42%) und staatlichen Transfers Abhängiger (ca. 8 Mio.), das mit dem Enterben seinen Schrecken sukzessive verliert. Man gleicht sich an; nach unten.

    Aber letztendlich vererbt man es den eignen Kindern doch lieber, als dem Neffen/der Nichte. Wer den Familienclan in den Dreck zieht, ist und bleibt ein Paria. Da hilft auch kein Canossa. Der hat es boarisch gsagt, verschissn in alle Ewigkeit in der gsamtn Verwandtschaft. Ja früher… früher gabs für solche Leit noch das Haberfeldtreiben…

    • Manche fallen halt raus, aber das war früher auch schon so. Ungeachtet dessen wird Oberschicht so bleiben, wie sie war, und der leichtlebige Single wie ich ist eh ein Auslaufsmodell in besseren Kreisen.

  32. Kein facebook
    ich bekomme, auch hier, jeden Tag genug Gründe geliefert, warum ich nicht das Zuckerbergsche Imperium unterstützte.
    Schade, mit so einer die Familienfeier ruinieren wollenden Tussi wäre Weihnachten noch spannender geworden. Ich wäre in Fahrt gekommen, ob der seltenen Blödheit dieser Idee.
    Desweiteren frage ich mich immer: Sind diese Zölibatsverstärker männerlos weil sie so frustriert sind, oder sind die so frustriert, weil sie wg. ihrer Unatraktivität keinen abkriegen? Meine Frau und ich tendieren zu Letzterem.

    • @ Bemaba
      > oder sind die so frustriert, weil sie wg. ihrer Unatraktivität keinen abkriegen? <

      Mmhhh… stellen Sie sich die Dame A. Schwarzer in ihren besten (jungen?) Jahren vor. Sie lebt auf einer Insel. Völlig alleine, wie Robinson Crusoe. Dann landen Sie (nach einem Schiffunglück) mit Ihrem Rettungsfloß dort am Strand.

      Wie entscheiden Sie sich?

      a) flüchten
      b) ignorieren
      c) Grenze errichten
      d) …räusper!

      ;-)

    • Meine Herren,
      ist dieses Misogyne nötig, muss das sein?

    • @hefe60
      aufessen?

    • Bei uns bleibt bei Festen das Handy aus, so einfach. Allerdings habe ich diesmal kurz zwischen zwei Gängen einen Beitrag online gestellt, das gebe ich zu.

    • @hefe
      Man muss der Dame lassen dass sie Rückgrat und Grips hat, was sie nach der Kölner Silvesternacht auch zeigte.
      Die würde ich keinesfalls mit den Netzfeministinnen in einen Topf werfen. Getreu der Devise „besser ein schlechter Charakter als gar keiner“ steht sie wenigstens zu ihren Prinzipien. Das ist eine seltene Tugend.

    • @ Zaungast
      Mir gings lediglich um die Attraktivität ;-)

      Ansonsten halte ich reichlich wenig von Leuten (wie Schwarzer), die anderen ständig predigen müssen, wie sie zu leben hätten.

  33. Ganz recht: quid quid agis, prudenter agas et respice finem!
    für die wenigen Nichtlateiner hier: was immer du tust, tue es vorsichtig und bedenke das Ende. Das Agieren ohne Rücksicht auf Konsequenzen ist Ausdruck der Oberflächlichkeit unserer Zeit. Vor allem soziale Medien im Internet sind ein Marktplatz für Klatsch- und Tratsch der übelsten Sorte. Es wird (oft in Unkenntnis der Rechtslage) gehetzt und diffamiert was das Zeug hält. Was früher an der Gartenmauer kolportiert wurde erreicht heute in Windeseile den letzten Winkel des Globus.
    in diesem Zusammenhang noch eine Anmerkung in Sachen Feminismus: es scheint so zu sein, dass Klatsch etwas typisch Weibliches ist. Wenn man sich in einer Gruppe von Menschen beiderlei Geschlechts aufhält, dann wird einem bei aufmerksamer Beobachtung auffallen, dass der Redeanteil von Frauen immer deutlich über dem von Männern liegt. Dass soziale Medien ergo auch auffällig oft von Kampfemanzen genutzt werden um Tratsch der böswilligsten Sorte (üble Nachrede, Beleidigungen, shitstorms, etc.) zu transportieren verwundert dann auch nicht. Ein Klischee? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.
    Der oben zitierte lateinische Grundsatz (den vor allem von den jugendlichen Klatschbasen kaum einer kennt oder versteht) gilt dabei kaum jemand etwas. Es wird bedenkenlos hingetwittert, ohne sich auch nur einen Moment Gedanken über mögliche Folgen zu machen. Man hat zwar eine pestilenzartige, denunziatorische Kultur des „politisch Korrekten“ installiert, die den Einzelnen zwingen soll, bei jeder intendierten Äußerung vorher ausufernd lang nachzudenken ob man es auch sagen darf (mit dem ultimativen Ziel des Redeverbots oder der Denunziation), aber dieselben Leute, die diesem abartigen Zwangsdenken das Wort reden scheuen sich nicht wie ein Maschinengewehr Dinge der zweifelhaftesten Art auf dem großen Jahrmarkt der Eitelkeiten namens Internet publik zu machen.
    Es ist wohl ein pädagogisches Problem: wir haben eine Kultur des Schnellschusses, der Unüberlegtheit und der Gedankenlosigkeit geschaffen. Einerseits sind die Eltern der heute Heranwachsenden selbst schon in diesem Umfeld der Bedenkenlosigkeit aufgewachsen, andererseits werden in den Schulen auch kaum noch tragfähige Werte vermittelt. Um es bildlich auszudrücken: es gilt als Ideal möglichst schnell im Innersten eines Labyrinths anzukommen. kein Mensch schert sich einen Deut darum, wie man auch wieder herauskommt. Der eigentliche Sieger, der nachhaltig Denkende, der sich schon beim Reinlaufen die Mühe macht, einen Faden abzuspulen, der ihm dann zuverlässig auch wieder den Weg nach draußen weist, er wird als Sonderling belächelt. Wohl weil man annimmt, dass er später im Innersten ankommt. Nun, mein persönliches Ideal war es immer, den Faden abzurollen und trotzdem als Erster innen anzukommen, vor allem als Erster aber wieder rauszukommen.
    Wenn man sich unsere zerrissene, chaotisch-schnelllebige, aller echten Werte beraubte (und dabei krampfhaft versucht, sich eine möglichst humanitäre Fassade zu geben-es bleibt allerdings bei der Fassade) Gesellschaft ansieht, dann weiß man Dinge wie Rücksichtnahme, Überlegtheit, Vorsicht (allerdings nicht im Sinne paranoider „political correctness“), etc. zu schätzen.
    Das hirnlose Schlechtmachen der eigenen Verwandtschaft passt auch zu einem von den 68-ern geschaffenen Trend der Enthistorisierung: es interessiert viele nicht wo sie her kommen und anscheinend auch nicht wo sie hingehen. Diese mittlerweile als normal empfundene Entwurzelung wird sich bitter rächen. Verräter waren in Kriegszeiten nie hoch angesehen. Man hat sich ihrer bedient, aber respektiert wurden sie nicht. Das gilt wohl auch für Leute, die jene schlecht machen, aus deren Mitte sie kommen.
    Es ist unbedingt notwendig, dass wir wieder zu mehr Kontinuität zurückkehren und die Hetze (gemeint ist sowohl die Schnelllebigkeit als auch das „gegen Andere hetzen“) eindämmen. Denn Stress, Hektik, Überhastetheit und Bedenkenlosigkeit vermiesen nicht nur den Alltag, sie machen auf die Dauer auch krank.

    • Vielen Dank!
      Lieber Harry Charles,
      danke, daß Sie diese Gedanken, die mir ebenfalls ständig im Kopf herumgehen, so prägnant für mich und alle Leser formuliert haben. Ich frage mich zudem, wie denn der Gemeinsinn, der für eine Familie, die Gesellschaft und den Staat unabdingbar ist, auf der Strecke geblieben ist. Welche Rolle dabei social media spielen und welch andere Ursachen es gibt, ist mir leider nicht klar.

    • @Ulrich
      Ich denke social media haben einerseits eine enorme Multiplikatorfunktion, zumindest quantitativ. Qualitativ sieht es etwas anders aus, denn viele „posts“ sind ein orthographischer Offenbarungseid (Rechtschreibung ist nur eine andere Katastrophenbaustelle der Republik, aber irgendwo auch symptomatisch für den Verlust bestimmter Werte, denn [korrekte] Schrift ist ja eigentlich ein Kommunikationsmittel) und der dekodierbare Informationsgehalt entspricht einer Wettervorhersage von vor 20 Jahren.
      Digitale Medien verleihen, zumindest aus Sicht der Klatschbasen, dem Tratsch eine andere, gewissermaßen „wissenschaftlich-technologische“ Dimension. Wenn es früher noch relativ leicht war, den Gartenzauntratsch als Waschweibergeschwätz abzutun, so sehen sich heute viele Twitterjunkies als Pioniere des technologischen Fortschritts. Aber wollen Sie meine Meinung? tratsch bleibt Tratsch, ob Gartenmauer oder Internet. In letzterem Falle ist er nur wesentlich umweltschädlicher, denn (und das wird ja oft vergessen) der ganze kolportierte Müll, so nichtssagend er auch oft ist, benötigt ja Energie bei seiner Reise im Internet. Und die Produktion derselben setzt bekanntlich oft massenhaft CO2 frei, während der Gartenmauertratsch nur ein klein wenig heiße Luft mehr ist.
      Die in ihren sozialpsychologischen Auswirkungen noch nicht genügend untersuchte „gender“- und „politicial correctness“-Seuche ist ein weiterer und wohl ganz wesentlicher Grund für den Verlust des Gemeinsinns. Die pc-Apologeten sehen sich selbst als Moralträger und befugt, andere zu denunzieren und gegen sie zu hetzen. Daraus resultiert dann am Ende eine denunziatorische Atmosphäre der Angst, wo die Befürchtungen, verbal anzuecken und dafür hart sanktioniert zu werden (gelegentlich bis zum Verlust der Arbeit), eine echte und vor allem humane Kommunikation gar nicht mehr zulassen.
      Sie sehen, wir leben in einer BRAVE NEW WORLD!

    • Ganz im Vertrauen – das ruiniert schon einigen die Möglichkeiten. eine Art aufbauzprogramm für junge Autorinnen unter Schirrmacher scheiterte daran, dass die Damen bei Twitter den Mund nicht halten konnten und man zugeben musste, dass solche Figuren keine Zierde sein werden. für manche ging das dann tragisch aus, eine endete später sogar bei SPON.

    • Titel eingeben
      @ Ulrich und @ Harry Charles

      Ich denke, der Zusammenhalt der Familie ist schon vor social media geschwächt worden.

      Ich frage mich manchmal, welche Auswirkung der Krieg und die fehlenden Väter auf die Generation gehabt haben, die im Krieg oder auf der Flucht Kinder waren. Ein Familienleben, das als Vorbild gelten könnte, war in diesen Jahren in Deutschland ja gar nicht möglich. Mir zerreisst es das Herz, wenn ich Mutter – Kind Bilder sehe aus USA und Deutschland – dort gepflegt, strahlend, fröhlich, hier ernster Blick, schwarze Ringe unter den Augen, traumatisiert, traumatisierte Eltern (wenn beide noch vorhanden waren)…

      Zum Teil rekrutierte sich die 68’er Generation ja aus diesen Kindern, die vieles in der Gesellschaft anprangerten und dabei zu dem, worin sie Recht hatten, auch vieles aufweichten. Hierzu gehörten leider feste Beziehungen und Loyalität; sie wurden der Kritikfähigkeit geopfert.

      Diese Generation hat in allen Berufsparten gearbeitet und gewirkt und auch selbst eine weitere Generation erzogen – die „Generation X“, die soziologisch betrachtet auch gemeinsame Merkmale aufweist (geboren zwischen 1965 und 1980). Generation Y oder Millenials sind von 1980 bis 1995 geboren und hierunter findet man die jungen Arbeitnehmer, die sich z.B. nicht mehr ins herkömmliche Gefüge fügen möchten sondern ihre Ansprüche durchsetzen möchten.

      Es hat eine zunehmenede Fixierung auf das „heute“ gegeben, und Geschichte und ihre Zusammenhänge werden vielfach als überflüssig erachtet. Dabei ergibt eine Betrachtung der Geschichte dass Generationen Gemeinsamkeiten aufweisen, die sich zyklisch wiederholen. Es folgen schwache und starke Generationen aufeinander und bestimmen abwechselnd die Entwicklung der Gesellschaft. Hieraus kann man auch Prognosen für zukünftige Entwicklungen ableiten.

      William Strauss und Neil Howe beschreiben diese These in ihren Büchern „Generations“ und „The Fourth Turning“. Zwar analysieren sie die amerikanische Gesellschaft, ihre Geschichte und Zukunft, aber grundlegend kann man auch hierzulande sagen, dass es mindestens 4 Generationen gibt, die gleichzeitig leben, unterschiedlich begünstigt oder bestraft waren vom Schicksal (manche Jahrgänge haben beide Weltkriege erleben müssen) unterschiedliche Ansprüche an sich und das Leben haben und auch unterschiedlich gut miteinander auskommen.

      Social media verstärken diese Abneigungen noch.

      (Und nein, ich bin nicht Soziologin.)

    • Titel eingeben
      mit Latein angeben? kann Justizrat Wendig auch:

      Flicus, Flacus, Fumdideldacus.
      (= „Wie wollen Sie das Gegenteil beweisen?“)

      Sicus, Picus, Sellericus.
      (= „Da haben wir den Salat!“)

      Pincus,Pumpus, Pecunatus!“
      (= „Guter Rat ist teuer“)

      („Donald und der Goldene Helm“ in MM Sonderheft 18, mid Fifties)

    • @Harry Charles
      Guter Beitrag.

      Zu Ihren Beobachtungen des unterschiedlichen Kommunikationsverhaltens der biologischen Geschlechter: „Ein Mann ein Wort! Eine Frau ein Wörterbuch!“

      Ich entschuldige mich schon einmal bei allen anderen soziologischen Geschlechtern und zahle freiwillig 5,-€ in die Chauvinistenkasse, um bei Feministinnen den Ablass zu erbetteln.

    • Mit einfachen Worten
      FB, Twitter und Co. ist doch nichts anderes als ein (sinnloses) Suchen nach (Ersatz-) Anerkennung, da im richtigen! Leben und Miteinander hier (scheinbar) bei diesen Smartphone Daddlern ein eklatanter Mangel herrscht und in den neuen im Zwitschermodus (kurz und meist banal, asynchron!) das neue Seelenheil gesucht (aber nicht gefunden) wird: Tausende Follower, Friends und Clicks. Toll! Wahnsinn!

      M.E. wird der Umgang mit den Social Medias total überschätzt.
      Ausnahme: Zwitscherer in pol. Ämtern und an den Schalthebeln der Macht (auch der 4.), Obacht.
      Die gesellschaftlichen Folgen a la Long des Wirkens der Smombie Generation kann ich auch nicht voraussehen, aber wer kann das schon?

    • @Gast aka Barbara und @Harry Charles
      Danke für Ihre Anregungen zu meiner Suche nach dem verlorenen Gemeinsinn.

      Ein Aspekt ist sicher, daß das Getratsche in den social media nur eine Vorspiegelung von und so auch Ersatz für Gemeinsamkeit ist, ähnlich wie Pornos nur ein müder Abklatsch von Liebe sind. Die Veränderungen durch die Generationenfolge ist auch bedenkenswert, müsste m.E. aber auch die veränderte Berufswelt (örtliche Flexibilität) berücksichtigen.

      Da habe ich noch einiges zum Nachdenken, denn das Problem ist vielschichtig und mehrdimensional und leider nicht so einfach wie der aktuelle politische Diskurs, wo man nur noch „links“ oder „rechts“ sein darf, aber ja nicht „oben“ oder „unten“ oder gar „vorne“ oder „hinten“ ;-)
      Viele Grüße
      Ulrich

    • @Harry Charles
      Please note, LATEIN ist seit Martin Luther eine tote Sprache. Please use German, English or French.

    • Doch, Latini sunt invitati semprissimus!

    • Sagten die Vandalen nicht einst:
      Auch Lateiner können erschlagen werden?
      Oder waren es die Hunnen?

    • Links und rechts...
      @ Ulrich von 17:03

      Die permanente Einordnung von Meinungen, Handlungen und Personen in „links“ oder „rechts“ irritiert mich zunehmend. Ist es nur mein Eindruck, oder wird auch das durch die social media immer schlimmer – zumindest in Deutschland?

      Und dann ist hierzulande heute links was früher rechts war und rechts was in linken Ländern noch gang und gäbe ist. (Zu Ersterem siehe den Wandel der CDU, zum Zweiten als Beispiel die Toleranz für Homosexualität oder die öffentliche Ordnung). Rechts darf man hierzulande ja schon fast nicht sein. Ich mag diese Vereinfachung und Stigmatisierung nicht.

      „Oben“ und „unten“ gibt es meiner Meinung nach unausgesprochenerweise, Menschen lassen sich einordnen (sogar Schulkinder haben rasch heraus, wer die have-nots sind) und fühlen sich meistens unter Ihresgleichen am Wohlsten…

      So ist die „upward mobility“ in unserer Gesellschaft für viele die große Chance, aber manchmal kann man das Peter Prinzip feststellen, (Beförderung bis zur Unfähigkeit).

      :)) cum grano salis zu nehmen, und danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, meinen Text zu finden!

  34. Gscheid intrigiert
    So was lobt man gelegentlich auch als ganz gscheid intrigiert oder integriert und meist sollte es oben schwimmen.

  35. Verstoßen! Verlassen! Und zertrümmert alle Bande der Natur
    Schon beim ersten „Enterben!“ stellte sich dieser Zauberflötenohrwurm bei mir ein. Nun ist mein kleiner Clan nicht ganz so feudal wie Ihrer, lieber Don, aber ein paar Grundstücke, Häuser und Aktienbündel zum Enterben haben wir. Auch Geschichten, Anekdoten und schwarze Schafe.
    Aber Zusammenhalt ist da, über die Feiertage gibt es handgeschriebene Weihnachtspost, und wenn es eng wird ist einer für den anderen da, das ist gar keine Frage.

    Es gibt ja diese berühmte Abwandlung des Spruches von Klopfer, dem Hasen in Bambi: „Wenn du nichts nettes zu sagen hast…. komm, setz dich her zu mir. Zweifellos eine zutiefst feministische Aussage. Darüber, was der andere sagt wenn er nicht mehr neben einem sitzt, macht man sich wohl weniger Gedanken.

    Aber während Sie und ich uns an unserem tuffigen Baumschmuck ergötzten, saßen diese Damen halt alleine herum. Eine bekannte Netzaktivistin und Medienberaterin sah sich, wie ich belustigt bemerkte, zu Weihnachten zum ersten Mal „Stirb langsam“ an, und war natürlich ob der toxischen Maskulinität gebührend entsetzt. Wie schrecklich es sein muß, sich nicht einmal Popcorn Kino ansehen zu können, ohne alles anprangern zu müssen. Mit dieser geistigen Enge haben die sich ohnehin schon selbst enterbt.

    • Die Frau hat Ostherkunft und andeutungsweise nicht eben traditionelle Familienverhältnisse. Sie weiss also nicht, was Familie im westeb bedeutet. Deshalb auch so ein Verhalten.

    • @Samsara, D.A.
      Feststellung Samsara:
      Wie schrecklich es sein muß, sich nicht einmal Popcorn Kino ansehen zu können, ohne alles anprangern zu müssen. Mit dieser geistigen Enge haben die sich ohnehin schon selbst enterbt.

      Replik Don:
      Die Frau hat Ostherkunft

      Daran wird es wohl liegen!! Die Frau mit Ostbiografie als das wohlfeile Ende der sozialen Skala in der Bundesrepublik, das ist immer dasselbe! Hatte der Schäuble doch recht, als er Euch die Türkinnen empfahl.

    • Nein, das meine ich nicht. Aber Kinder aus der DDR haben halt oft weniger Bezug zu Familie und weihnachtem, wegen Kita und Sozialismus.

    • Nein nein
      lieber D.A., in er DDR war der Familienzusammenhalt schon recht ausgeprägt. Schwarze Schafe gab es durchaus, aber nicht die Masse.

    • Die Familie,
      da gebe ich bunnebacke recht, galt in der DDR viel.
      Kann damit zu tun haben, dass Druck den Zusammenhalt fördert. Kann auch damit zu tun haben, dass bei Arbeitern und Bauern die Familie wichtig ist, man hilft sich eben.
      .
      Die Erfahrung, dass sozialer Aufstieg durch Trennung, Amputation vom Milieu der Herkunft bis hin zur den Eltern erkauft wird, ist auch nicht eben neu.

    • @Don Alphonso "Die Frau hat Ostherkunft"
      Lieber Don!

      Bitte verwechseln sie nicht offizielles DDR-Leben in Film und Fernsehen mit dem realen. Die Familie spielt in einer Gesellschaft, in der man nicht alles und jeden kaufen kann, eine enorme Rolle. Da hält man zusammen. Und gerade zu DDR-Zeiten war sie auch ein letzter Rückzugsort für politische Freiheit. Weihnachten war (und ist!) bei uns heilig, mit Baum, nur traditionellem Schmuck, Kirche, Familie, Gans.

      Und diese vermeintlich feministischen Bloggerinnen hätten mal meiner Mutter oder Schwiegermutter in die Hände fallen müssen. Von wegen „Enterben“. Ab in die Küche zum Abwaschen! Und Abtrocknen und Kuchen aufschneiden und Platten vorbereiten und Salat machen… In Haushalten (damals) ohne Geschirrspüler. Da wurde auch das Viergangmenü selbst gekocht. Einen Platz im Restaurant hätte man nicht bekommen. Das haben diese Frauen alles neben ihrer Berufstätigkeit „gewuppt“. Da hatte sich die „Hausfrau“ mal eine halbe Stunde Pause verdient und der Rest der Mannschaft, inklusive Männer, musste halt helfen.

      Glauben sie mir, da hat man Respekt vor seinen Eltern und eine tiefe Liebe zu ihnen auch. Da hilft man den Eltern, jetzt, wo sie nicht mehr so können, und schreibt nicht solche unverschämten Artikel, wie der oben verlinkte SZ-Beitrag. Der ist ja wirklich der Gipfel der Unverschämtheit.

    • Ostherkunft...
      Werter Herr Meyer, wenn mit Ihnen da mal nicht die Gäule durchgegangen sind… Denn Familie galt in der DDR sehr viel. Ebenso wurde in vielen Familien viel Wert aufs Weihnachtsfest gelegt – nicht umsonst hat die erzgebirgische Weihnachtsartikelindustrie die DDR relativ gut überlebt. Ich empfehle dringend hier die Sozialisation Ihrer Kunstfigur zu beherzigen – nämlich manchmal besser zu schweigen. si tacuisses…
      Übrigens gibt es in der Tat einen Zusammmenhang zw. Ostherkunft und mangelndem Familiensinn. Nämlich der Riss der mit der Wende durch die Generationen ging. Mit der Wende ging nämlich der damaligen Elterngeneration ihr natürlicher Vorteil – die Erfahrung, das sich im Leben und in der Gesellschaftsstruktur zurechtfinden etc. – verloren. Weil auf einmal alles Anders war und sie sich ebenfalls in einer neuen Welt zurecht finden mussten. Das hat bei Vielen Probleme mit sich gebracht und Konflikte in den Familien gerade wenn die Kinder zu der Zeit im Teenageralter waren und Orientierung in der Welt benötigten. (ich empfehle hier Jana Hensels Buch Zonenkinder). Ich nehme aber an, dass Sie genau diese Art von spezieller Sozialisation nicht im Blick hatten.

  36. Ein schöner Text
    Nur wo bleibt da die Ironie? Ich nehme Ihnen das eins zu eins ab. Wir denken hier ja auch nicht so viel anders. Der Mensch ist halt ein bisschen sündig, aber solange der grundsätzliche Kurs stimmt, dann passt das schon.

    Meine Großmutter sagte, den Charakter eines Menschen könne man am schnellsten erkennen, wenn man sich ansehe, wie er mit seinen Eltern umgeht. Da ist schon was Wahres dran.

    Anderseits ist es ja auch so, dass man die Kinder später einmal so hat, wie man sie sich zieht. Wenn die also nur noch zum Stänkern zum Weihnachtsfest erscheinen, dann muss da schon vorher bei der Erziehung irgendwas daneben gegangen sein.

    Wenn Familie scheitert, dann ist das jedenfalls traurig und kein Grund damit in der Öffentlichkeit zu prahlen.

    Wer glaubt, im Wohlfahrtsstaat eine Ersatzfamilie und seinen Ernährer gefunden zu haben, wird glaube ich schon innerhalb der nächsten zehn Jahren ruppig aus seinen Träumen geweckt werden. Der liberale Westen erlebt gerade seinen goldenen Oktober. Das rauschende Fest geht seinem Ende entgegen.

    • vielleicht habe ich das nicht deutlich genug gemacht: Ironischerweise plustert sich der Autor hochmoralisch auf, ist aber selbst sofort bereit, den Fehler der anderen zu seinem eigenen und schhöden Gunsten im Hinblick auf finanzielle Vorteile auszuschlachten.

      Wie so eine Feministin in der Böllstiftung.

    • Schon klar,
      aber es gibt halt einen Unterschied zwischen dem Ablästern im vertrauten Kreise zum Erzielen privater Vorteile und dem Verächtlichmachen der eigenen Familie bei Twitter „in front of a worldwide audience“. Das eine ist eine menschliche Schwäche, das andere Terrorismus. Wäre ich Personalchef, dann könnte ich an diesem Fallbeispiel wunderbar die Grenze zwischen noch tragbar und nicht mehr tragbar erläutern.

  37. Quo vadis FAZ?
    In der heutigen Druckausgabe veröffentlicht die FAZ einen Leserbrief eines Ehepaares mit dem Aufruf „Klar ist: Die AfD ist keine demokratische Partei und muss dementsprechend bekämpft werden. Wehret den Anfängen!“ Darf man vermuten, dass „hier der Zensor gerade pinkeln war?“ Oder definiert die FAZ nun Demokratie neu?

    • Das kommt auf den Fisch an, der in der Zeitung eingewickelt ist.
      Oder LESEN Sie die FAZ ?

      Mögen Sie keinen Fisch ?

      Und wie wäre es, ungelesen, als Mülleimereinlage ?

      Oder basteln Sie sich einen lustigen Hut !
      Wenn Sie einen klugen Kopf haben, stimmt sogar der Slogan wieder !

    • @Otto Moser und die Anti-FAZ-Pöbeleien
      Einen feinen Diskurs führen Sie da. Vielleicht ist es Ihnen doch unangenehm, die FAZ abzulehnen, gleichzeitig aber ein Blog zu nutzen, über dem ganz deutlich FAZ steht. Und dann greifen Sie zu Mitteln wie „mit matschigen Gummistiefeln den weissen Teppich des Gastgebers betreten“, um nicht noch drastischere Bilder zu bemühen.

    • Die Debatten rund um den Pluraismus hier sind so alt wie dieses Blog. Ich würde einfach mehr Gelassenheit empfehlen.

    • Lieber Herr Claassen, Sie stellen mit Erstaunen fest, dass die FAZ
      Demokratie neu definiert, und ich hab‘ halt schon länger bemerkt, dass die Zeitung mit der FAZ von früher praktisch nichts mehr zu tun hat,
      Und zwar wegen Journalismus-Schwänzen und anderen Qualitätsmängeln.

      Ja, das ist schade, aber man darf es feststellen.
      Nächstens schimpfen Sie mich, weil ich an Merkel harsche Kritik übe , oder ?

      No brownie-points to be won here by brownnosing, Sir .

    • Das kann man so sagen, das ist Meinungsfreiheit. Ob es etwas bringt, würde ich in dieser platten Form, die dort mitschwingt, verneinen. Ich halte nichts von der AfD, aber so wird man die tiefergehenden Probleme nicht beheben.

  38. Titel eingeben
    Danke für auch diesen Artickel

  39. Misgynie
    Liebe Leut,

    ich bin eine sehr freudige Leserin dieses Bloggs. Aber an dieser Stelle muss ich jetzt mal sagen, dass mir dieses „Frauen-Bashing“, das in diesem zuweile kultiviert wird, auf den … geht. Zumal einige Geschlechtsgenossinnen hier sehr gerne mit ins Horn stoßen.

    Nicht alle Frauen sind „Gendertröten“ und „Sexismus-Relativiererinnen“. Betreiben Hetzen gegen den „bösen weißen älteren Mann“. Es gibt (immer noch) sehr viele Frauen der ersten oder zweiten, oder irgendwas dazwischen, feminstischen „Welle“, die damit nichts am Hut haben. Ich (Jahrgang 1961, einigermaßen weiß, heterosexuell) zähle mich dazu. Und viele Frauen, die meine Töchter sein könnten, ebenfalls.
    Mir macht diese Art dieser Debatte schon angst. Das „Gender-Pendel“ mag ja zu stark in eine Richtung ausschlagen. Aber die Gegenbewegung könnte vermutlich noch schlimmer sein…

    • Niemand betreibt hier Misogynie, Frau Gast.
      Aber die Kanzlerin ist eine Frau, und kriegt auf den Hosenanzug, und zu recht.
      Ebenso werden tatsächliche Gendertröten und intrigante Feminazis hier gebasht, von Männern und Frauen, die sich mit denen nicht identifizieren.
      Dass Kahane ausfasst, ist wohl selbstverständlich, wenn man für Meinungsfreiheit ist.

      Es ist also nicht das Geschlecht der Personen, sondern die Personen und ihre Taten, und , ja, nur wenige Männer sind Gendertröten, oder lesbisch-aggressive Männerfeinde.

      Aber hier herrscht Gleichberechtigung, und daher bekommt das Maasmännchen das kleine, krumme Buckelchen voll, und oft, oder Merkels Pseudomänner-Entourage, auch Gabriel, Schulz, Junker, oder die patriarchalische Clanstruktur in anderen Ländern, und deren Frauenfeindlichkeit.
      Also- keine Spur von Misogynie hier.

    • Titel eingeben
      @Gast
      Sie haben Recht. Die Diskussion hier kann schnell in Misogynie umschlagen (teilweise wohl auch aus Frust über das Erlebte).

      Und ja, es gibt natürlich auch Frauen wie Sie und mich, die mit den SJW-Gendertanten nichts am Hut haben.

      Aber das ändert doch am Problem nichts.

      Wenn wir verlangen, dass sich Muslime kritisch mit dem auseinandersetzen, was im muslimischen Kulturkreis an Schlimmem passiert. Dann müssen auch wir Frauen uns damit auseinandersetzen, was nunmal unter Frauen statistisch häufiger auftritt:

      So leid es mir als Frau tut, das komplette SJW-Gender-Multikulti-Phänomen ist ein, nicht ausschließlich, aber sehr weibliches Problem.

      Ich frage mich immer: Was können wir als Frauen tun? Wie können wir andere Frauen, Freundinnen und Kolleginnen überzeugen? Oder zumindest nachdenklich machen?

      Bislang bin ich da zugegebenermaßen nicht sehr erfolgreich.

    • Es geht hier überhaupt nicht um „Frauen“, sondern um eine Gruppe Giftspritzen, die anderen Frauen weismachen, dass es cool und richtig ist, die eigene Famiilie öffentlich wie Dreck zu behandeln.

    • Verehrte Gästin
      (wie wäre da eigentlich der korrekte Begriff?)

      Das Pendel droht weit in die Gegenrichtung auszuschlagen.

      Und genau darum geht es ja so einigen hier – weder das Extreme in der einen oder anderen Richtung.

      Darum sollten sich alle bemühen, als Beispiel – Gleichbereichtigung, natürlich, Privilegien für Feministinnen, in keinem Fall und vice versa.

    • Es geht mir eigentlich nur darum, dass ich solche aufrufe dumm und menschlich indiskutabel finde, speziell in der Öffentlichkeit. Leute ohne Erziehung und Anstand sind das. Nur wollen die dann als Journalisten anderen Befehle geben, wie sie sich gegenüber ihnen zu verhalten haben.

    • Da haben Sie recht, aber es geht hier nicht um die Frauen, sondern um eine bestimmte Art familienfeindlicher Selbstinszenierung durch Tabubrüche, die in Redaktionen von Gossenmedien gern Frauen überlassen werden.

    • @Don Alphonso 29. Dezember 2016 um 07:13 Uhr
      Sehr verehrter Don Alphonso,

      auch wenn ich lauthals lachen musste und mir ein richtiger Applaus vor dem Bildschirm auskam, müsste doch eigentlich Ihre gute Erziehung und Herkunft aus gutem Hause eine solch unritterliche Entgleisung verhindern.
      Schließlich liegt der Schlüssel zur Lösung der derzeitigen Probleme bei den Frauen. Auch wenn Frau Vorsamer eher Teil des Problems ist.

      Mit vorzüglicher Hochachtung

    • Ich bin ja auch ein schlechterer Sohn aus besserem Hause, sonst sässe ich nämlich in einer Bank und würde …. naja, seien Sie froh, dass ich meine Mitmenschen nur literarisch vorführe.

  40. Verpasst
    Sie hätten das Talent zu einem beachtlichen Autor, in einem Genre, das in der deutschen Literatur nach 45 leider recht schwach ausgebildet ist und würden uns damit noch viel mehr Freude machen als durch die – zugegeben immer wieder amüsante – Bloggerei. Sie werfen ihr Talent ein wenig weg und ich vermute, dass der Glanz und die Sattheit, die von einer Familie ausgehen können, dabei eine Rolle spielen (die eventuelle kesse Amtwort ist vorstellbar).

    • Danke für das Lob. mir macht online wegen der Interaktion und Schnelligkeit mehr Spass als Print. Eventuell gibt es mal ein Buch über die besseren Kreise, aber hier geht 100% meiner Arbeit in die Texte und nicht wie beim Buch 70% in ein Produkt.

    • Au ja,
      ein kleines aber feines Gesellschaftsstück aus der Feder des Don, das wärs. A comedy of manners (ich finde die englische Bezeichnung viel pointierter).
      Eine Mischung aus Curt Goetz und Oscar Wilde. Würde ich kaufen, und auch im Tegernseer Volkstheater ansehen.

  41. Ein fast schon mathematisch präziser Schluss...
    „Verkommene Töchter, die ihre eigene Familie Medien bundesweit diskreditieren, sind hier ein ideales Opfer, um es am festlich geschmückten Tisch zu schlachten, und das habe ich natürlich auch prompt gemacht und Fälle – alle mit Namen und Hintergründen ihrer kriselnden Arbeitgeber – bei uns genannt….Wir alle sind uns einig, dass man das nicht tut, wenn man nicht ernsthafte familienfinanzielle Folgen erdulden will. Kein Mensch von Anstand und Ehre würde das tun.“

    Nichts beschreibt die tatsächlichen Stützen dieser Gesellschaft (also nicht den Blog!) besser als der Schlussatz = Kein Mensch von Anstand und Ehre, der um der pekuniären Vorteile willen gerne Mitglied jener ehrenwerten Gesellschaft bleiben will, darf über sich und seinesgleichen jemals die Wahrheit aussprechen.

    Bemerkenswert….

    • Wie üblich ...
      … aus seiner, also TDVs Perspektive absichtlich missverstehend und gern noch dabei ein wenig hämisch diffamierend sein.

      Der Unterschied zu Vorsamer ist nicht allzu groß, scheint mir.

    • Nur weil ich zu anderen hundsgemein bin, heisst das noch lange nicht, dass ich zu meinesgleichen viel freundlicher wäre.

    • @TDV
      Bei uns wär da alles zu spät gewesen. Unsere Kinder waren um die 30 J, als sie erbten. Mein Mann und ich waren uns ganz sicher, sie gut zu kennen. Schließlich heißt es ja: Wie man sie zieht, so muss man sie haben.

      Der Notar staunte aber ein wenig, als er uns fragte: und, was dürfen’s oder nicht? Als von uns überhaupt keine Vorgaben gemacht wurden; wie es wohl oft üblich ist.(„Je bigottiger, je schlimmer“ hieß es…)

      Über den Rest, den ich noch habe, gibt es eine Generalvollmacht.Sie könnten mich also ganz schön “ bein Bock tun“, wie Kumpel Anton so sagt.
      Ich weiß aber ganz genau, dass das nicht passiert, und dieses Vertauen ist das Wertvollste für mich.
      Daran hat sich auch nichts geändert, als der Sohn, der ein Moped wollte und es nicht bekam aus Sicherheitsgründen, mich Kapitalistensau nannte, nachdem er beim Papa auch schon gescheitert war.Er war halt wütend und am Gym. beschäftigte man sich gerade mit Brecht.Heute lachen wir noch darüber: selbst eine…

      Den Satz mit den Füßen unterm Tisch hasse ich.Meine Kinder sind beruflich sehr erfolgreich, fleißig, mit Empathie und dabei geerdet. Ich bin stolz auf sie.

      PS: Wie geht’s dem Frollein? Macht das Gassigehen noch Spaß?

      An alle: Ich dachte ja immer, dass niemand enterbt werden kann, wenn er/sie einem nicht gerade nach dem Leben trachtet…Der Pflichtteil ist niemandem zu nehmen.

    • Was ist schon der Pflichtteil… ausserdem gibt es vorher keinen Zwang, Kinder gleich zu beschenken. Alles eine Frage der Optimierung, der Steuerdfachmann erklärt das gern.

      (Auszahlen nach dem Einheitswert der Häuser war früher faktisch enterben)

    • Einheitswert/Verkehrswert
      Ja, ja, der Einheitswert, dem soll es auch an den Kragen gehen.Ansonsten ist es sinnvoll, mit warmen Händen schon mal was abzugeben. Oder gehören Sie etwa zu denen, die da sagen: Man zieht sich erst aus, wenn man zubett geht? Glauben Sie, wir/ ich hätten keinen Steuerberater? Bei Bekannten habe ich erlebt, dass der Pflichtteil auch 50% sein kann, immerhin…

    • Titel eingeben
      „Nur weil ich zu anderen hundsgemein bin, heisst das noch lange nicht, dass ich zu meinesgleichen viel freundlicher wäre.“

      Nichts anderes hatte ich erwartet. Wenn sie nicht als viel-Rad-Fahrer wüssten wie gefährlich das alles da draussen angesichts der Fahrkünste der meisten Führerscheinbesitzer ist, ich glaube, ihr Anwalt wäre steinreich, weil er sie jedesmal wegen versuchten Totschlags mit einem KFZ aus der U-Haft holen müsste… Im Strassenverkehr sind die Gesetze ja nicht so extrem zu Gunsten des 1% gemacht…

      Die Weisheit keine Kinder in die Welt zu setzen zeigt sich ja so recht erst wenn man älter wird. Man könnte, wenn man mal 80 oder gar 90 ist, fast schon Mitleid haben mit den armen Kleinen, die alle paar Jahre andere Pläne machen müssen, wofür sie denn all die Kohle ausgeben werden, sollte sich der/die Alte endlich bequemen das für alle nutzlose Dasein aufzugeben….
      Ich hab das mal bei einem älteren Bekannten erlebt als er so krank war, dass er in die Klinik musste. Eine Tochter von ihm kam gleichzeitig, sie studierte in den Gesprächspausen mehrere Male die Werte auf den an den Patienten angeschlossenen Geräten und machte einen zunehmend unzufriedeneren Eindruck. Auch die Miene des angeheirateten Gatten verfinsterte sich dadurch.
      Als die beiden weg waren, haben wir beide, ohne Worte, herzlichst zusammen gelacht und ein paar Tage später war er nochmals wohlauf…

      Philomena, es geht ihr gut. Wenn ich mir ihr aus dem Haus gehe (ohne Leine) tanzt sie vor Freude. Ich hab ein Video davon gemacht, dass ich mit in den Sarg legen lasse. Ich werde es einem möglicherweise ja doch existierenden Gott als Beleg dafür vorlegen, dass ich kein ganz schlechter Mensch war und immerhin einen Hund aus einem Shelter geholt und glücklich gemacht habe. Ich hab für 3 Euro aus China ein blinkendes Halsband für ihn, und er und alle die ihn nachts so sehen freuen sich, und die Oma sieht ihn nachts im Garten und freut sich auch.
      Neu ist für mich übrigens, dass weibliche Hunde, wie man das von den männlichen gewohnt ist, auch das machen was man im englischen legs-dry-humping nennt. Sie muss lesbisch sein, denn sie macht es nur bei Frauen. Ich finde es herzallerliebst wenn sie es bei Besucherinnen macht. Meine Frau eigenartigerweise gar nicht.
      Ein völlig humorloses Land… sogar der Kaiser will zurücktreten!

      Und Thomas, damit sie an Weihnachten nicht vergessen werden. Es sind die „rechtschaffenden“ Spiesser ihrer Art die überall auf der Welt leider wegen ihrer grossen Anzahl das eigentliche Problem sind.
      Ich wünsche Ihnen also eine frohes neues Jahr!

    • 🎉
      Tja, TDV, wer die Menschen kennt, liebt die Tiere.Bei denen gibt es nichts Hinterfotziges oder Intrigantes…

      Katzen stecken ihr Revier übrigens auf die gleiche Weise ab, wie Kater.

      Schlimm, wenn es im Alter so kommt, wie Sie schreiben. Bisher ist es noch so, dass man mir wünscht, 100 zu werden. Es kommen fast täglich nette Mails.Interessant wäre es nun, zu wissen, wie sich der alte Herr über all die Jahre benommen hat. Da gibt es auch Geschichten…

      Ihnen und Ihrer Lesbe mit dem Glitzerband wünsche ich ein gesundes,wohlmeinendes 2017. Natürlich auch der Oma und Ihrer Frau.🍀

      Bei uns war gestern Silvesterblasen, die Musikkapelle zog von Haus zu Haus. Heute ist Skispringen und nächste Woche kommen die Sternsinger. Zwischendrin dann noch Tour de Ski. Sehnsüchtig warten alle auf echten Schnee.Am 06.10.16 hatten wir den ersten Raureif und die Bauernregeln sagen, dass es 100 Tage später zuschneit.Es scheint (wieder mal) zu klappen, trotz Klimawandels…

    • @Philomena
      Falls sie noch da sind… kleiner Tip

      Christiane Amanpour hat in ihrer neuesten Sendung den 90jährigen Attenborough zu Gast, eines der ganz, ganz wenigen Idole in meinem Leben, und er beschriebt den Zustand den Zustand unserer Welt immer wieder mal recht präzise. Viele wunderschöne Film-Clips….

  42. Rauhnacht
    Man kann nicht sagen, dass ich aus grossen oder kleinen bürgerlichen Verhältnissen komme. Das Einzige, was ich mit Fug und Recht behaupten darf, ist der Umstand, dass meine Familie alt ist, uralt. Langsam, ganz langsam spüre ich das als Bürde in dem Masse, in dem mein alter Herr aufgrund seines persönlichen hohen Alters (das schon gut ins Biblische reichen mag) die Rolle des Patriarchen nicht mehr so ganz ausfüllen will. Ich bin der einzige In der Stammlinie nach ihm, Kind meiner Zeit, mir sind also Diadochenkämpfe erspart, wenn es denn einmal soweit ist. Meinen Söhnen mag es anders ergehen, das ist mir egal, wenn ich dereinst ebenfalls die letzte Reise antrete. Bei uns ist nicht das Enterben die Strafe, sondern das Erben. Das ist der eigentliche Fluch.
    Zu Weihnachten war die Familie nach langer Zeit wieder einmal versammelt in dieser aus den Fugen geratenden Zeit, das alte Gemäuer erfüllt vom Lachen und Feiern und Trinken und Fröhlichsein. Neue Gesichter, zartes Erröten der Jungen, wenn die Älteren Scherze machen wie die Generationen zuvor. Grosszügige Gesten und aufgeregte Herzen, wenn Eltern junger Menschen sich erstmals begegnen, man prüft, ob da weitreichende Entscheidungen und wichtige Liebesdinge anstehen.
    Da dreht sich ein anderes Rad, grösser, behäbiger und konstanter als die kleinen politischen Irrlichter, als die überreizten Anarchisten und die viel zu braven Bürger unten Tal und Flur und in der Stadt. Wenn die Familie zusammensitzt, die Kerzen erlöschen, die Glut in den Köpfen weiterglimmt und man weiss, aus welchem Holz die um einen sind. Und es sind alle vertreten: Schurken, Versager, Profiteure, Stenze, Korrekte, Stutzer, Angepasste, Elegante, Hagestolze, Ehrenhafte und Liederliche, Junge, Alte, Schranzen und Halunken, Liebenswerte und Dumme, Diplomaten und Tyrannen, Geistliche und Ungeistige, sie alle kommen zusammen, und wären sie nicht aus demselben uralten Holz, man wäre sich nicht wirklich grün, wenn es nicht alles eines wäre, eine Familie, eine Wurzel, ein Stamm.
    Es sind die Tage und Nächte zwischen den Jahren, die eine ganz eigentümliche Stimmung mit sich bringen. Man meint das auch bei den Viechern zu spüren, draussen im Wald und drinnen im Stall. Die Zeit bremst a bisserl, man meint zur Besinnung zu kommen und bleibt gern unter sich. Und auf einmal kriegt das Geschehen da draussen eine andere Bedeutung. Mag die Welt in ein paar Tagen ganz aus den Fugen geraten, mag ein Blitz niederfahren und endlich alles in Trümmer hauen oder mag weiterhin eine Hand über uns wachen und für uns sorgen – jetzt, grad jetzt ist das egal. Es sind die Freinächte, die Wilde Jagd treibt sich umher, wer jetzt keine Bleibe hat, findet auch keine gscheite mehr. Da merkt man schon, dass es wichtigere Dinge gibt als die Säue, die in kurzen Abständen durchs republikanische Dorf getrieben werden, Wichtigeres als all den Klugsprech der selbsternannten Sitten-, Tugend- und Überwachungswächter, viel Wichtigeres als die aufgeblasenen Pressemanderln, die ums Überleben schreiben und die Regierenden, die längst das Volk vergessen haben.
    Das ist die Zeit, mit seinesgleichen zusammenzusitzen, für ein paar Tage Familie zu sein und Stoff zu produzieren, wohl gesponnen, über den in Jahren noch prächtig fabuliert werden wird.
    In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön an den Hausherrn hier für wieder ein Jahr erwuicklicher Miszellen aus dem alltäglichen Wahnsinn um uns herum. Es lebt sich einfach am besten im Auge das Taifuns.
    Guten Rutsch!

    • bitte, gern geschehen. Wenn ich es nichgt schreiben würde, würde ich vermutlich trotz intakter Familie platzen. Man kann sich hier wenigstens wehren.

  43. In der Politik, und wohl auch den Medien, zählt Charakter als Hemmschuh
    Leider. Anständige Leut‘, die zu ihrer Famile halten, die diskret sind, wären feinere Politiker. Und täten bessere Artikel schreiben. Usw.

    Aber in der Realität ?

    Der Bundespferch :
    Es grunzt und grammelt, die Chefin, oogreald wia a Schpegwuaschd (fest in den Naturdarm verpresst gleich einer Speckwurst) sprischt salbungsvolle Worte vom Blatt, ihr besta Freint, da Sigmar, a Saubär, owa a gschnidana (ein kastriertes männliches Schwein) , is bei jedn Hundsdaschlogn dabei (folgt ihr durch dick und dünn) , d‘ Miss Piggy vonderLeine spechdld schoo auf da Chefin ian Trog (bereitet sich auf die Nachfolge vor) , daun is do no da Tauber, a Facki des ned pocka werd (ein Ferkel, das es nicht schaffen wird) und in friedlicha Eintrochd vakaafans in Hof um a Buttabrod.
    D‘ aundan Viecha hättn den Hof gean g’hoidn (wollten den Hof behalten) owa d‘ Fockn haum entschieden.

    Tja, Pech, repräsentative Demokratie ist halt KEINE Demokratie.

    Das Glück ,dass das ganze Personal anständig ist, oder so a bissl halt, hat man nicht.
    Viel eher-siehe oben.

    • Bitte nicht dauernd solche Töne, das ist doch etwas grenzwertig. sonst bekomme ich doch noch Schwierigkeiten.

    • Sorry, Don, ich fand es nach Prüfung nicht so arg,
      und bei dem, was o.g. ,,Herrschaften“ uns einrühren, kann man, wenn man ka bluadoama Ochs ist, schon einmal Emotionen entwickeln.

      Irgendwie fehlt heutzutage JEDWEDES Kabarett .

      Gibt’s einfach nicht.

      Stattdessen : Komiediääns. Und die auch alle auf Gutmenschlinie, im Dienste der Volkserziehung.

      Außer vielleicht der Monika Gruber, die ich mir im privaten Umgang auch mehr als schwierig vorstelle, aber die richtig gute, hinterfotzige Treffer landet, und eigentlich nicht viel politisiert, schau ich mir keinen mehr an.

      Alle als Angestellte des P-Ministeriums verbrannt.

      Ich habe sogar eine gewisse Aversion gegen Darbietende, ob Film, ob Musik, die sich , hier , wie transatlantisch, zu sehr exponiert haben.

      Irgendwo, im Hinterkopf, sagst dir- das ist doch so eine(r) .

      Aber, wie gesagt, bringe meine Beiträge ein bissl zur Dialyse vor dem Knopf- du schreibst deine Beiträge zu schnell.

    • Ich muss hier jeden Tag 200 bis 700 Kommentare lesen. Ich tue mir einfacher, wenn ich weiss, dass ich dem und jenem trauen kann, dass er keinen Unsinn macht. Wenn aber Schimpfwörter auftauchen, muss ich jedesmal in den Genau-Lese-Modus schalten. Etwas zurückhaltung nutzt dann allen Beteilihgten, und man kann so etwas auch anders sagen. Ich entscheide von Fall zu Fall, aber es ist halt Arbeit.

  44. Ist
    bei Blaise Pascals Gedanken (vielleicht helfen sie) und bei Familie (hilft auf jeden Fall). Und ein Abend vor dem offenen Kamin.
    Schön beschrieben. Die Loyalität wird ja ansonsten kaum noch geschätzt, in diesen selbstzerstörerischen Zeiten…

  45. Sauber - Prinzipien brauchen wir Menschen
    Wow, D.A.! Sauber!

    Man kann bei Ihnen nicht nur sehr viel lernen (schaue mir z. B. immer die Orte an, über die Sie schreiben – solchen Hinweisen zu folgen bringt immer viel ein!), wofür Ihnen hier mal wieder sehr gedankt sein soll (unbedingt!!), sondern erfährt immer mal wieder Besinnungen. Auf Dinge, auf die es ankommt. Auf Wertigkeiten, auf Wirklichkeiten, auf Mechanismen, die in unserem Leben wirken. Man kann sich auch immer mal wieder an die berühmte eigne Nase fassen, bevor man Steine wirft. Denn es heißt ja nicht umsonst: Prüfe Dich selbst!

    Es ist eines der gruseligsten Effekte dieser Zuwanderungspolitik und der bizarren Debatten um den Brexit, den Ösi-Präsidenten und Trumps Wahl: Da wird über Leichen gegangen. Wie bei der Kulturrevolution, auf welche ich in diesem Zusammenhang schon einmal hier verweisen durfte.

    Dabei ist doch eines klar: Blut ist dicker als Wasser. Und was hält uns noch, wenn wir auf die eigene Herkunft fäkalieren. Das ist Teil unserer selbst. Das definiert uns nicht ausschließlich, aber es ist Teil unserer Identität. So wie man bei keinem Italiener stutzt, dass er sich nicht nur als Teil seiner Familie (und man muss nicht das großartige: „Maria, ihm schmeckts nicht“ gelesen zu haben, um zu wissen, was denen der Clan bedeutet – so wie das bei den Zuwanderern ist, die auch hier wohnend meist selbstverständlich Teil dessen bleiben), sondern auch Römer oder Italiener ist. Das ist Teil seiner selbst, dessen ist er sich bewusst, was nicht umsonst Selbstbewusstsein nennt.

    Aber mit Herkunft und Identität hat man ja hierzulande ohne hin ein Problem. Alles aus der Vergangenheit, alle Vorgänger stehen in schlechtem Ruf und unter Verdacht. Alles Vorangegangene. Das sind die, die schuld sind, dass „die“ Gesellschaft und „das“ Land so ist wie es ist. Das Alte, dass man früher verehrte, aus Prinzip übrigens (Prinzipien sind auch vor allem aus Erfahrungen geboren). So wie die Ähre uns nur beglückt, weil da vorher ein Same war, jemanden der ihn ausbrachte und den Trieb schützte, die Pflanze und den Grund pflegte, den Halm, auf dem die Ähre, die uns bereichert, wachsen ließ. Herkunft ist heilig, wie das Leben.

    Aber fernöstliche Weise klagen, dass man so schlecht mit uns Westlern arbeiten könne, weil im Westen unendlich auf dem Eltern rumgehackt würde. Mütter und Väter, die anderswo noch verehrt werden – wir sind ins andere Extrem geraten, in einer Welt wo Verwertung alles egalisiert und atomisiert. Wo man dort wohnt, wo der Rubel rollt, und nicht wo die Alten Hilfe bräuchten usw. Sie haben uns ja viel von den großen Villen erzählt, in denen nur noch ein Raum bewohnbar ist, wo früher ein ganzer kleiner Hofstaat mit allem drum und dran lebte.

    Aber wir wollen auch nicht vergessen, dass auch enterbt wird, wenn der Begünstigte nicht das macht, was man sich von seinem Nachwuchs erwartet. Nicht die Firma oder Praxis übernehmen will, sondern lieber malen; oder zu so merkwürdigen Demos geht oder die Sozen wählt (da kann man schon mal ein Ekel werden :).

    Dabei sollte doch eines klar sein: Bestimmte Dinge gehören sich nicht, und manche Dinge sind es nicht wert Debattensiegen geopfert zu werden. Über unterschiedliche politische Sichtweisen (zumal über Dinge, von denen man schon ein Jahr später nicht mehr spricht, weil es vergessen ist) sollten keinen Freundschaften und schon keine Familienbande brechen. Man kann sich ja aus dem Wege gehen, wenn man es nicht aushält oder Burgfrieden halten (schöner Wiki-Artikel dazu – kann man nur empfehlen). Das ist der Dreck nicht wert. Freundschaften und vor allem Familie dagegen schon! Wie gut, dass Sie das betonen.

    Am Ende noch drei schöne Funde zum Thema. Das erste Pigor, den man schon allein für seinen Kevin und seinen Heidegger verehren kann, auch wenn er so linksbizarrem Schwachsinn folgt, wie jeder Patriotismus sei gleich Nationalismus (er meint wohl das, was man früher Chauvinismus nennt). Hier hat er in einem Monatschanson das letzte dieser Weihnachtsfamilientreffen „in der Provinz“ (als Urberliner darf ich da auch mal etwas leicht h̶̶o̶̶c̶̶h̶̶m̶̶ü̶̶t̶̶i̶̶g̶ grinsen – das halten wir doch aus, oder?) beschrieben: https://www.youtube.com/watch?v=31psBqvp5W4 – auch das Reizthema und den Umgang damit beschreibt er am Ende.

    Das zweite (ist eher ein Deus-Thema, denn der Mann steht nicht nur für tolle Musik, vor allem mit Mars Argo, sondern für ein brandaktuelles Internetphänomen) – Titanic Sinclair könnte Ihnen aus dem Herzen sprechen, zumindest bei diesem Thema (er hat einen superfeinen Humor, seine andren Videowerke zeigen das noch mehr): „Trust Fund“
    https://www.youtube.com/watch?v=opj8IHkD97Q

    Familie, dass ist, wenn es gut läuft, und das sollte es, ein Hort. Ein Quell von Freude und Kraft (um es nicht andersherum zu schreiben – und ja, auch die Leuten, die in der Vergangenheit nicht so handelten, wie wir heute schnell urteilen, gehört Liebe und Würdigung). Egal wie es draußen stürmt und dräut: Da kann man sich darauf verlassen, im Normalfall. Wie auch eher auf Landsleute. Apropos Landsleute, die Vorgänger der Burschenschaftler: Man wusste frühzeitig, dass in der Fremd, ob als fahrender Handwerker oder Student, wo man Schutz und Schirm findet. Was viele nicht wissen ist, dass das Paukwesen, dieses furchtbar reaktinäre und „rückständige“, das massenhafte Sterben in Duells, was unzählbar viel Opfer forderte, beenden half (man lese mal über den letzten Duelltoten – das war ein Theo, der bei den schlagenden aus Prinzip nicht mitmachen durfte: Lungenfuchser und mausetot.

    Es lohnt auf uns, unsere Herkunft und unsere Familie zu achten. Vielen herzlichen Dank lieber, hochzuverehrender D. A.!

    (es ist natürlich klar, dass jeder Enterbte jetzt auf Sie zeigt? Oder Enterbende, die ebenso Geduld beweisen können?)

    Haben Sie gute Tage bei Kogress und sichere Reise!

    PS: Es gibt auch Ältere, die andren politische Ansichten ̶a̶̶u̶̶f

    • Ganz ehrlich, das war früher in Deutsachland auch nicht anders als in Italien. zuerst die Familie, dann lange nichts. Man schämte sich, wenn man vom Staat abhängig war. Man versuchte, alles zuerst in der Familie zu lösen, und das war keine schlechte Idee. Es hat sich heute nur vieles aufgelöst, und gerade bei den Medien gibt es viel Ausschuss, der sich darin gefällt, auf der Beerdigung der Werte zu tanzen. Blöd nur, dass der Staat immer weniger zahlt und die SZ auch nicht dauerhauft überlebt, wenn nicht ein Wunder geschieht. Statt dessen wächst die AfD. Schon bitter für diese Leute.

    • Väter und Söhne
      Heinrich von Kleist würde frau dafür heute bis in den letzten Winkel des Internets verfolgen:
      „Fr. Du liebst dein Vaterland, nicht wahr, mein Sohn?
      Antw. Ja, mein Vater; das tu ich.
      Fr. Warum liebst du es?
      Antw. Weil es mein Vaterland ist.
      Fr. Du meinst, weil Gott es gesegnet hat mit vielen Früchten, weil viele schönen Werke der Kunst es schmücken, weil Helden, Staatsmänner und Weise, deren Namen anzuführen kein Ende ist, es verherrlicht haben?
      Antw. Nein, mein Vater; du verführst mich.
      Fr. Ich verführte dich?
      Antw. – Denn Rom und das ägyptische Delta sind, wie du mich gelehrt hast, mit Früchten und schönen Werken der Kunst, und allem, was groß und herrlich sein mag, weit mehr gesegnet, als Deutschland. Gleichwohl, wenn deines Sohnes Schicksal wollte, daß er darin leben sollte, würde er sich traurig fühlen, und es nimmermehr so liebhaben, wie jetzt Deutschland.
      Fr. Warum also liebst du Deutschland?
      Antw. Mein Vater, ich habe es dir schon gesagt!
      Fr. Du hättest es mir schon gesagt?
      Antw. Weil es mein Vaterland ist.“

    • Vierteilen, Därmen, Verbrennen.

    • Vierteilen, Därmen, Verbrennen...
      Sehr geehrter Don Alphonso,

      solche mittelalterlichen Strafmaßnahmen waren damals schon verpönt und auch gar nicht notwendig. Das Problem ließ sich damals wie heute mit der Vernichtung der beruflichen und wirtschaftlichen Existenz lösen:
      „Nahezu mittellos und innerlich „so wund, daß mir, ich möchte fast sagen, wenn ich die Nase aus dem Fenster stecke, das Tageslicht wehe tut, das mir darauf schimmert“ (Brief an Marie von Kleist vom 10. November 1811) nahmen die Gedanken an einen Suizid aufgrund von Geldsorgen und der stetigen Kritik seiner Werke überhand, auch weil sein Schauspiel „Der Prinz von Homburg“ verboten wurde und er desgleichen keine Stelle im preußischen Staatsdienst erhielt. Aus Geldnot schrieb er weiter Stücke, die postum im zweiten Band veröffentlicht wurden. Er hat zuvor Bitt- und Bettelbriefe an den König, an den Prinzen von Preußen und vor allem an den Staatskanzler Hardenberg, damit ihm doch ein Darlehen gewährt werde, abgeschickt. Eine Antwort hat er nie erhalten – einzig die Nachricht am Rande des Gesuchs ist überliefert „Zu den Akten, da der p.v. Kleist 21.II.II. nicht mehr lebt“.
      Kleist suchte und fand für den Weg des Suizids eine Begleiterin, die unheilbar an einem Karzinom erkrankte Henriette Vogel. Mit ihrem Einverständnis erschoss Kleist am 21. November 1811 am Stolper Loch, dem heutigen Kleinen Wannsee im Südwesten Berlins, zuerst sie und dann sich selbst. In seinen Abschiedsbriefen äußerte Kleist hinsichtlich seiner Bestattung keine Wünsche; es war Henriette Vogel, die um eine gemeinsame Bestattung „in der sicheren Burg der Erde“ bat. Begraben wurden Kleist und Henriette Vogel an Ort und Stelle, da der Suizid damals gesellschaftlich und kirchlich geächtet war, was eine Bestattung auf einem Friedhof verbot (Friedhöfe standen in dieser Zeit ausschließlich in kirchlicher Verwaltung).“ (Quelle: Wikipedia)

      Ein Schriftsteller und Autor politischer Schriften, der vor der Altersarmut, schon die Mittellosigkeit in der Gegenwart erfahren hat. Und die Moral von der Geschichte: Das kommt davon, wenn Mann nicht das Lied dessen pfeift, dessen Brot er frisst.
      Dagegen geht es den heutigen Moralaposteln in unserem Sozialstaat doch richtig gut.

    • Na gut – zumindest kein Oralsex mehr (habe ich zu spät für den Beitrag gefunden)

      https://drmamaarbeitstier.wordpress.com/2016/12/18/weihnachten-kann-weg/

    • Symptomatisch
      „Nein, ich hasse Weihnachten, weil es nicht hält, was es verspricht.“

      Das muss man sich mal reinziehen:
      Statt ihren Kindern eine schöne Weihnachten zu bereiten wie Eltern das tun sollten (meine Mutter hat in der Hinsicht trotz widriger Umstände alles gegeben), nölt sie im Netz rum dass sich das schöne Leben nicht von selbst einstellt.
      Wie sagt man so schön abgedroschen: Mir tun ja nur die Kinder leid …

    • Und mir der Mann. Warum erzählt man das dem Netz und klärt es nicht zuhause?

    • @Don Alphonso vom 29. Dezember 2016 um 14:46 Uhr
      Sehr verehrter Don Alphonso,

      vielen Dank für den Link.
      Machen Sie sich nicht schon strafbar, wenn sie auf „Hate-Speech“ verlinken: „Nein, ich hasse…“

      Mit harmonischen Grüßen

    • Das Ding ist natürlich grenzwertig, das gebe ich zu.

    • @Don Alphonso vom 29. Dezember 2016 um 16:29 Uhr
      Sehr verehrter Herr Don Alphonso,

      neigen wir nicht alle zu ein bisschen zu „Internetexhibitionismus“?
      So wie Sie bereiten einige geschätzte MitdiskutantenInnen hier auch immer sehr großzügig ihre Familiengeschichte aus. Dies trifft durchaus mein Interesse.
      Über Stil, Form und Inhalt lässt es sich gar trefflich streiten.

    • Als Kunstfigur belüge ich Sie natürlich nach Strich und Faden, wenn es mir passt, da bin ich ganz ehrlich!

    • Der Link rundet den Beitrag gekonnt ab.
      Anstatt der Eltern kann also im weihnachtlichen Kontext genauso der Mann bloßgestellt werden.

      Das ist eine geistige Darmentleerung im öffentlichen Raum.

      Privat kenne ich diesen Tonfall wohl auch. Schlechte Laune verlangt danach, ausgelebt zu werden. Auch im Kreise der Freundinnen werden derartige Geschichten gerne ausgebreitet. Das ist unschön, kann aber erleichtern. Man fühlt sich besser danach.

      So etwas zu publizieren, ist aber schon eine ganz andere Nummer. Besonders reizend stelle ich es mir dann vor, von Kollegen oder Mitschülern auf den Blog der Frau oder Mutter angesprochen zu werden.

      Nach dem Lesen habe ich spontan gedacht: Liebe Leute setzt euch doch zu Sankt Martin zusammen und sprecht darüber, wie ihr die Weihnachtszeit gestalten wollt und wer was macht. Wir sind eine freie Gesellschaft. Es gibt keinen Weihnachtszwang. Bei uns im Viertel feiert jede Familie das Fest etwas anders, weil die Herkunft der Leute sehr verschieden ist. Daran stört sich niemand. Das ist Privatsache. Wenn es euch keine Freude bereitet, dann lasst es bleiben. Aber was immer ihr beschließt: Zieht es durch und nörgelt nicht darüber. Zu Heilige Drei Könige könnt ihr dann nochmal drüber reden und überlegen was ihr nächstes Jahr besser machen könnt.

      Ach ja, was rede ich. Am Ende geht es in dem Text ja gar nicht um Weihnachtskritik, sondern um das Nörgeln als Selbstzweck und das wohlige Bad in der Opferrolle.

    • @D.A.
      Komme nicht ganz mit:

      „Und mir der Mann. Warum erzählt man das dem Netz und klärt es nicht zuhause?“

      Aber Sie glauben doch nicht im Ernst, der kriegt noch seinen Oralsex?

  46. Heldenepos
    Kein Furz ist so laut, wie die Egozentrik.

    Erfurt, 2016

    https://pbs.twimg.com/media/C0lcx-EUkAA-Kc_.jpg

    .
    .

    https://pbs.twimg.com/media/C0dy-mkVIAA0mtW.jpg

    :p

  47. PS:
    Irgendwie passend zum Thema Geben und Nehmen, folgender Reim – mit Erklärung. Wenn das keinen Bestand hat: Na gut (verweise zur Not auf den Jahreswechsel).

    Übrigens habe ich als jenenser Student die alten Herren aus den alten Bundesländern immer mit Hellau begrüßt. Fanden die nur bedingt komisch. Für Humor und Selbstdistanz sind die ja nun nicht gerade berühmt, wobei diese durchaus so ihre Spielchen hatten (es gibt so ein Doku-Reise: 7 Tage bei… Danach kann man immer Etliches besser verstehen, ohne verurteilen zu müssen. Und staunen. Und sich Gedanken machen.

    „Fürst von Thron

    Das Spiel funktioniert im Prinzip durch das Absingen des Liedes und das Reihumtrinken der einzelnen Teilnehmer mit dem vorher festgelegten „Fürsten“, dessen Rolle im Laufe des Spiels weitergereicht wurde. Der jeweilige „Fürst“ saß dabei auf einem „Thron“, meist ein auf den Tisch gestellter Stuhl. Studentische Kneipdarstellungen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigen öfter einen der Trinker auf einem auf dem Tisch stehenden Stuhl sitzen, was auf die Popularität dieses Spiels hindeutet.

    E i n e r: Ich bin der Fürst von Thoren,
    Zum Saufen auserkoren.
    Ihr andern seid erschienen.
    Mich fürstlich zu bedienen.

    A l l e: Eu’r Gnaden aufzuwarten
    Mit Wein von allen Arten,
    Euch fürstlich zu bedienen,
    sind wir allhier erschienen.

    Der „Fürst von Thoren“ gilt als Ursprung der später weiter ausgearbeiteten Konzepte der „Bierstaaten“, sozusagen als primitive Urform. Er ist bereits für das Jahr 1697 belegt. Das Lied erschien 1815 zum ersten Mal im Druck, und zwar im Leipziger Commersbuch von Carl Hinkel.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bierstaat#F.C3.BCrst_von_Thoren

    Dort habe ich auch eine Stelle des Faust besser verstehen gelernt (siehe Papst). Wenn man sich dazu vorwiegend – einfach mal spaßeshalber – eine fröhliche Männerrunde vorstellt, die es genießen das Geben und Nehmen zu auszuüben und wegen meiner auch zu karikieren… In den Listen der Verbindungen findet man manch helln Geist. Das kann man doch einfach mal so stehen lassen… :)

    Kommn Sie bitte gut in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

  48. aha
    Hmmm.

    Damit ähneln Sie ja doch irgendwie Berliner-Libanesischen Familienclans.

    Was übersehe ich?

    • Nein, da haben sie völlig unrecht. Wir ähneln nahsüdöstlichen Clans nicht. Wir sind einer.

    • widerspruch
      Was mich nur wundert „Don Alphonso“, wenn Sie aus einer alten Familie/ Clan kommen, wieso haben Sie dann real so einen Allerweltsnamen?
      Es soll ja ein paar weitere geben, die den Namen tragen, habe ich gehört.

    • Ja und?

  49. Frauenallergie oder liegts doch nur am Kondom?
    Don’t Taze Me, Bro!

    Rüben morgens, mittags, abends … und zwischendurch eine Nebelkrähe.

    Hier die ganze (Vorsamer)-Packung:
    Wie viel Süddeutsche Propaganda brauchen wir noch?
    Wie viel Gleichberechtigung brauchen wir noch?
    http://maninthmiddle.blogspot.de/2016/05/sueddeutsche-propaganda.html

    American Second Hand-Tüpfelhyänen oder
    das apodiktisch prolongierenden Pubertierendenwerk:
    http://www.sueddeutsche.de/leben/die-recherche-feministinnen-die-sie-kennen-sollten-1.2931536

    Poe’s Law:
    »Trivia … dessen Zusammenfassung, lautet: … Es ist ein Missverständnis, dass sich der Kampf um Gleichberechtigung gegen sie [die Männer] richtet. Der Feminismus kann Männer und Frauen befreien.« …

    »Zorn ist bei Frauen gut und gerechtfertigt, bei Männern böse und kriminell. Es fehlt eigentlich nur der Vorschlag, weil bekanntlich auch schon die Absicht strafbar ist, den Maskulismus in das StGB als Straftatbestand aufzunehmen, entweder als Körperverletzung oder sexuelle Nötigung oder beides.«

    Während Ihre Weihnachtskugeln noch bis zum 6. Januar lüstern und die Kronleuchter der monatlichen Reinigung durch Staubwedel mit echten Straußenfedern durch Bedienstete harren? … Wünsche ich Ihnen werter Don einen guten Rutsch ins Neue Jahr (Mit der berüchtigten Schlittelbahn in Bergün bot sich Ihnen ja schon die erste Gelegenheit.)

    • Danke. Letztendlich reguliert sich so etwas selbst, die Kinder solcher Leute sind dann vermutlich die, die gescheitelt die Plakate der Identitären aufhängen und Bordelle reich machen. Weil Pubertät.

    • Ganz genau
      Fanatiker lassen sich schlcht durch Entzug von Aktienpaketen aushungern. Im übrigen hat das hiesige Erb- und Schenkungsecht solchen Ideen sowieso einen Riegel vorgeschoben.

      Familie ist spätestens per Nachwuchs ein dynamischerer Prozess als in amerikanischen B-Movie Kleinstadt-Kitschfilmen propagiert wird. Vielleicht versuchen in Zukunft femofanatische Eltern ihre identitären Kinder zu enteignen.

      Extreme regeln sich manchmal von selbst. Dummerweise hat eine Gesellschaft ähnlich wie ein Riesentanker einen riesigen Wendekreis und professionelle Hilfe durch Schleppschiffe existieren in der Politik nicht. Eher das Gegenteil. Wie lange wird die AFD benötigen, um Witzfiguren und den Hang zum Sprücheklopfen los und damit wählbar zu werden? Von latenten bis offenen Sympathien für den Horror-Despoten Putin mal ganz zu schweigen. Die ewig schräge Numemr solcher Parteien von der von den Russen bereits eingekauften Front National bis hin zu Trump. Das werden sie nie los. Arme Ukraine. Von dort kommen auch diese Femen, oder?

    • Doch, natürlich zieht das Geld. Diese Texte schreiben vor allem junge Frauen, die denken, es wird sich schon alles einrenken. In zehn Jahren begreifen sie dann, dass sie Vollgas in richtung altersarmut unterwegs sind, und bekommen Panik. Man muss sie nur konsequent aushungern.

    • 10 Jahre
      sind eine lange Zeit. Dort wird der Schaden angerichtet. Fanatismus etc. sind ein Standard von Ü20 bis U30 aufgrund biologischer Gehirnreifungsprozesse. Die (erweiterte) Studentenbude wird in der Zeit problemlos als Tugend empfunden.

      Ist die biologische Uhr über 30, befindet sich die Krawallbereitschaft analog im Niedergang. Ü30-Femen mag es geben, ich habe nur noch nie eine gesehen.

      Gegen Fehler, die zu einem erheblichen Teil determiniert sind, hilft das Erbrecht als Korrektiv nicht. Als Ergebnis höchstens faktisch wirkungslose Reue. Für die Gegenseite: Ebenso nutzlose Rache.

      Wahlrecht erst ab Ü30 wäre die effektivere Methode.

      „Gehirn bildet sich erst später vollständig aus
      Doch gerade dieser Umstand macht die Entscheidungen, die bereits sehr früh getroffen werden müssen – angefangen von Bildungsweg über Berufswahl und Karriereplanung bis hin zur Wahl des Partners – vielfach zu solchen, die sich im Nachhinein als falsch erweisen. Für derlei weitreichende Entscheidungen sei das Gehirn im Normalfall bis zum Alter von etwa 30 Jahren noch nicht ausreichend ausgebildet, wird der US-Neurowissenschaftler Jay Giedd vom National Institute of Mental Health im „Wall Street Journal“ zitiert.“
      http://orf.at/stories/2136680/2136702/

    • @ Antesde
      „Wahlrecht erst ab Ü30″

      Ganz Ihrer Meinung, weil ich mich erstens an meine eigene Jugend und eine Reihe jugendtypischer Irrtümer erinnere, zweitens ein paar Kinder großgezogen habe inkl. Anteilnahme an den Wirrungen, auch politischen, im Alter zwischen 20 und 30.

      Jetzt dürfen Sie raten, weshalb gewisse Parteien das Wahlalter weiter senken möchten. Ich nehme an, dass sich die entsprechenden Programme bei den Ü30 schlechter verkaufen. Die Abneigung nimmt mit steigendem Alter zu, überall dort jedenfalls, wo das Hirn mitreift.

    • Wenn diese Parteien sich da mal nicht irren, die Jugend ist längst weg von den Trips ihrer Eltern.

  50. Bemitleidenswert ...
    … ist eine Person (gendergerecht, ich bitte das zu würdigen) wie jene Twitterin.

    In der vorweihnachtlichen Weihnachtsgeschichte von Don Alphonso bat ich, sich am Glück und der Freude anderer zu erfreuen und deren Glück als eigenes zu emfpinden.

    Nun gut, ich halte es so, da ich wenig eigenes erleben kann, ein wenig dann doch schon, aber es ist auch für mich Freude und Glück, jemanden lächeln zu sehen, Zugewandtheit anderer zu erleben und allerlei mehr.

    Man mag ja manches an Vergnügen, Freude und Glück bzw. der zugrunde liegenden Anlässe anderer nicht nachvollziehen können. Seis drum.

    Man muß kein Karnevalsfreund sein und den Jecken dennoch ihre Freude beim Feiern gönnen. Man muß kein Fußballfreund sein und das Mitfierbern und die Freude um den favorisierten Verein nachvollziehen können. Man mag sich lange keinen Museums- oder Konzertbesuch oder Kauf eines Buches gegönnt haben, aber bei der Schilderung eines Menschen, der davon eingenommen erzählt, sich ebenso von der Begeisterung mitnehmen lassen.

    Weihnachten ist ja nunmal ein Familienereignis für recht viele. Und bei allem Verständnis für diejenigen, die damit nur wenig anfangen können, sollte man doch denjenigen, denen daran liegt, die Freude daran lassen.

    Jemand, der solches ruinieren will, will anderen Eintracht und Freude nehmen, glückliche Momente zerstören.

    So eine Person ist einfach nur krank und gehört nicht in eine Redaktion sondern in psychologische Behandlung.

    Mit „Kameradinnen“ endet der Aufruf, Feminazi halt.

    [Editiert. bitte, nicht solche Sprüche. Don.]

    Widerlich, erbärmlich – und die Süddeutsche Zeitung mag so etwas auch noch. Unfassbar.

    P.S.: Ich mache mir nun wirklich nicht die Mühe, ob jene Person ähnliches anlässlich eines muslimischen Festes gefordert bzw. dazu aufgerufen hat.

    • Titel eingeben
      Ach, die wollte doch nur spielen (auffallen / Wellen schlagen / zitiert werden), wir waren doch alle mal Teenager und so drauf. Oder?
      .
      Achwas?! Die ist schon erwachsen? Gar verheiratet? Ja mei…
      Kein Wunder dass da nur „was mit Medien“ bei rauskommt.

    • Danke fürs Editieren
      Nach dem Absenden des Kommentars gings mir auch deutlich zu weit.

    • Dann passt es ja. :)

    • Im Ramadan
      wird dann natürlich gefastet. Die neuen Herrenmenschen dürfen doch nicht verärgert werden, zahlen diese bei Übernahme dann das Salär.Da kann Frau dann auf einmal wieder ganz Frau sein und sogar Kinder gebären/erziehen.Schon makaber der ganze FemScheiss!

  51. Moslems wie wir
    Das Weib muss [editiert. Don] werden!
    .
    Weil Moslems wie Wir
    Achten Nummer Vier.

    • Ich verstehe ja die sarkastische Ironie gegen mich, aber ehrlich, es wäre nett, wenn man da ein paar Gänge zurückschalten könnte. Nicht weil ich mit Kritik nicht kann, sondern weil diese Art der Kritik dazu führen kann, dass ich hier gebgen Missverständliches durchgreifen muss.

    • Titel eingeben
      Der HM555 hat sich doch leider stark verändert. Seine Zwei- bis Vierzeiler waren mal lesenswert. Was ist da – mit ihm? mit uns? – passiert?

    • Dann könnte man auch Nathan den Weisen nicht mehr aufführen
      Sie Heuchler.

    • Man muss doch so ein Thema auch besprechen können, ohne dass mit Mord und Totschlag hantiert wird. Lessing hat ein Theaterstück geschrieben, ein Kommentar wird nun mal zuerst als tatsächliche Ausaage begriffen.Ich greife wirklich nur sehr ungern ein, aber das ist m.E. in diesem Rahmen einfach zu viel.

    • Gruss an die Rechtsabteilung
      Ihre Einschätzung Ihrer Leserschaft scheint scheint mir inzwischen leider zuzutreffen.

  52. Das mußte mal raus, oder?
    Jemandem, der das
    https://twitter.com/vorsamer/status/812612362226331650

    und das
    http://www.sueddeutsche.de/leben/nachhaltig-weihnachten-feiern-oh-du-oekige-1.3301877

    veröffentlicht, könnte man mehr Mühe und Sorgfalt der Kritik widmen – oder es lassen, noblesse oblige.

    • Ich bin selbst Vegetarier und lehne Verpackungen ab. Aber bei solchen Tugendklagebeiträgen möchte ich Plastiktüten verbrennen.

    • Wenn das schon Tugendklage ist...
      Geehrter Don,

      ich habe den betreffenden Artikel jetzt zweimal durchgelesen.

      Ihr Urteil der Tugendklage kann ich nicht teilen. Vielmehr lese ich hier sinnvolle Vorschläge, die sich für mich auch genau so lesen: Als Vorschläge, ohne moralischen Zeigefinger.

      Insbesondere die Wunschliste ist ein von uns konsequent durchgesetztes Konzept, und zwar tatsächlich wegen des vermeidbaren Mülls und sonstigen logistischen Aufwands.

      Die Kunst hierbei ist natürlich das intra- und interfamiliäre diplomatische Geschick. Aber wenn man hier die üblichen Betroffenheiten beachtet (man kennt ja seine Pappenheimer) und eben NICHT den moralischen Zeigefinger erhebt, ist das kein großer Akt.

      Gleiches gilt für den wiederverwendeten Weihnachtsbaum, der steht übers Jahr bei uns auf dem Balkon.

      Dass mit entsprechendem Fachwissen hergestellte Kerzen vom ortsansässigen Hersteller — am Niederrhein z.B. Engel-Kerzen aus Kempen — eine wesentlich bessere Brennzeit pro Euro aufweisen und darüber hinaus nicht nach billigem Brennstoff stinken, setze ich als Binsenweisheit daneben.

      Der langen Rede kurzer Sinn:

      Bei so _richtigen_ Tugendklagebeiträgen („Die Kinder in Afrika müssen 27 Stunden am Tag Aluminiumfolie für das Geschenkpapier mit ihren Zungen belecken, und die ihnen dafür zustehenden gebratenen Schuhsohlen aus ausgemusterten Deichmannschuhen Made in China werden Ihnen in der Hälfe der Fälle auch vorenthalten!!“) verbrenne ich auch gerne bunt bedruckte, DICKWANDIGE Plastiktüten.

      Nur gerade halt bei diesem Artikel verstehe ich das nicht.

      Zum Abschluss:

      Für das interessierte Videtorium hier der Link zum Lesen mit aktiviertem AdBlocker:
      https://web.archive.org/web/20161129092116/http://www.sueddeutsche.de/leben/nachhaltigkeit-und-weihnachten-wie-sie-umweltfreundlich-weihnachten-feiern-1.3266012!amp

    • Verpackung und Verpackung sind zweierlei
      Beim Einkauf finde ich verpacktes Obst oder Gemüse ätzend, aber zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Weihnachten war es mir immer eine große Freude, für jedes Geschenk und jeden zu Beschenkenden ganz individuelles Papier und Geschenkbänder zu suchen. Wobei auch ganz normales braunes Packpapier mit tollem Band nicht ausgeschlossen war.

      Meine Schwiegermutter, Jahrgang 1902, war noch von der ganz sparsamen Art und so bekam ich Geschenke in dem von mir eigens für sie ausgesuchten Papier. Sie hortete und bügelte Bänder und Papier und mir ging das eines Tages zu weit und ich erklärte ihr, dass ich mir beim Verpacken seinerzeit einiges gedacht habe, aber sicher nicht damit rechnete, das Papier zurückgeschenkt zu bekommen.
      Ja es sei doch so schön… fortan verwendete sie das Papier für andere, womit ich sehr gut leben konnte.

    • Denen geht es wie mir
      Die Psychiater kümmern sich um andere Leute.
      Wirklich Kranke oder großzügige Selbstzahler.
      Letztere können sich in der Praxis erleichtern,
      kennen ihre Schwachstellen besser und gehen damit nicht an die Öffentlichkeit. Die anderen sind die gekniffenen.
      Es kann natürlich auch sein das die Leute gar keinen Leidensdruck haben und für eine zwangsweise Behandlung ist es halt zu wenig.
      Das kann langerfristig wirklich blöd sein.
      Als Optimist kann ich sagen:Mit über 60 oder 70 könnte es sich wieder lohnen da man sich zwischendurch ein paar Hörner abgestoßen hat und weis das die Meinung dritter vernünftiger sein kann als die eigene.
      Mit über 80 könnte man dann ein neues beginnen vorausgesetzt das man die Mittel dafür hat. Ich vermute das Ratzinger auch deswegen gekündigt hatte.

    • Nachtrag
      Ein GUTER Seelsorger kann einen Psychiater ersetzen.
      Leider versaubeuteln viele die grundsätzlich gute Idee
      der Seelsorgerei. Mit würde sie eh nichts nutzen
      als Totalverweigerer in Glaubensfragen habe ich keine.

      Versaubeuteln guter Ideen,
      ist meine Lieblingsvermutung zur Zeit,
      ich kann mich natürlich immer irren
      und viele Ideen sind ggf nie gut gewesen.
      Ob das versaubeuten schlechter Ideen
      dann wieder gut ist kann ich (noch) nicht sagen.

  53. Die Eigentumsquote im RHS liegt unter 20 %,
    da ist das Enterben als familiäres Druckmittel nicht weit verbreitet. Auch die Besitzer nennenswerter Aktienpakete wohnen selten zur Miete.
    Wäre jetzt nur noch zu klären, ob die Aussicht aufs Erbe das familiäre Wohlverhalten erzeugt, oder ob gesicherte materielle Verhältnis für familiäre Zusammengehörigkeitsgefühle unabdingbar sind.

    Wer nur die Wahl zwischen armer Verwandtschaft und staatlicher Alimentierung hat, hat eigentlich keine Wahl.

    • Ich beziehe mich natürlich bei meinen Ausführungen auf die besitzenden stände. Unterschichtsfeminismus ist kein schönes thema, noch nicht mal beim Lästern über Erziehungsfehler.

  54. "Es geht hier ganz allein um mein Heil"
    Ein Kernsatz rechtsextremen Denkens, den die Kunstfigur hier äußert. Alles Rufen nach dem Staat, was auch immer man von ihm begehrt, ist dann schon nicht mehr ganz so „rechts“.

    Der Drilling muss an Silvester im Waffenschrank bleiben, auch in ländlichen Gegenden.

  55. Lieber Don, den Großvater, der dem Nachbarn den Kamin owag'schossn hat,
    statt drögem Feuerwerk an Silvester, stelle ich mir als richtig interessanten Zeitgenossen vor !!

    So geht Bayern , mehr davon in München, und die Mistamseln im Prantlhausener Todesanzeiger flattern wieder gen Norden, oder vielleicht in den tiefen Süden des Maghreb, wo ja ihre Schatzis herkommen.

  56. erben-enterben-tot teilen...
    Danke dem Don für seinen selbstironischen Beitrag. Ich selbst könnte da in einem Schwedenkrimi mitspielen. Inzwischen hat die angeborene Oberflächlichkeit obsiegt, bin doch weich gefallen.

  57. Bitteres Erbe
    Werter Don,
    Ihre Reaktion auf die Neusten Münchner Narreteien des Lästerproletariats liest sich sehr unterhaltsam – Glückwunsch zur ausgerechnet in der Weihnachtszeit neu gewonnenen Leichtigkeit.

    Allerdings muss ich in der Sache ergänzen, dass die Enterbung nur in der kleinen, emporgekommenen Stadt an der Donau so leicht fällt, wie Sie sie darstellen.
    Einerseits kann – überall – eine Enterbung im Mannesstamm oder jedenfalls doch in gerader Linie mittelfristig dadurch erschwert werden, dass auf dem Schleichweg der kinderlosen und unverheirateten Tanten für „Generationengerechtigkeit“ gesorgt wird.

    Andererseits gibt es im ländlichen Raum viel schlimmere Strafen als die Enterbung, die gerade die (meist freilich ohnehin schon enterbt geborene) „Was mit Unsicherheit“-Boheme stärker trifft:
    Das von der Leitkultur verhafteten Zerberussen umgebene 3.000-Quadratmeter-Grundstück mit reichlich Hecken – ungestutzt (http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/10/17/die-leitkultur-der-gestutzten-hecken-und-kapellen-7023/)
    Darauf das 350-qm-Häuschen – ungedämmt. Und in den Garagen die G-Klasse, die nötig ist, weil der Öffentliche Personennahverkehr fern und damit die Anbindung an die größere, dümmere Stadt an der Isar faktisch nicht vorhanden ist – unelektrisch (http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/12/16/der-trump-in-mir-ist-stark-7263/).

    Rutschen Sie gut rüber und erfreuen Sie uns auch im neuen Jahr mit Geschichten aus Oberland und -schicht!

  58. Titel eingeben
    Ich gucke gerade den Fnord-Rückblick. Frank und Fefe lustig wie immer.
    Warum berichten Sie nicht über den Congress? Stattdessen Anrea Diener mit Populismus-blabla-artikel ohne Kommentarfunktion.
    Wie Cyber ist das denn alles hier?!1

    • Ich wollte hin, aber ich habe einen Motorschaden. Die Schwerpunktsetzung muss jeder selbst machen. Es muss wohl noch einen sehr miesen Beitrag von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gegeben haben. Naja.

    • Also nee
      Mercedes-Benz und Motorschaden ist ein Widerspruch in sich. Haben Sie ihn irrtümlich mit Diesel betankt? Die Ursache kann jedenfalls nur beim Anwender liegen, ich kenne da Original-Werkstatt-Zitate.
      Alles Gute für Auto und Fahrer
      K

    • Die Steuerkette ist einfach am Ende.

  59. Rechtzeitig zum Jahreswechsel...
    werden jetzt auch in des Dons Heimat die diesjährigen Gina-Lisa-Passionsspiele eröffnet:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/gruenen-jugend-bayern-vorwuerfe-gegen-landesvorsitzenden-schuelerin-bezichtigt-ihn-der-vergewaltigung_id_6419480.html

    Ich hol schon mal Popcorn.

  60. @ Ulrich und @Harry Charles
    … ich habe, glaube ich, meinen Text ohne Namen und Titel abgeschickt…

  61. Hallo Don, der pH-Wert meiner Säuerung erreicht langsam den von Batteriesäure,
    nachdem ich heute am Morgen gegen ca. 08:15 im Namen meiner Familie ein langes Dankesschreiben an unsere größte Führerin aller Zeiten für 11 Jahre Zugrunderichten unserer Heimat über Sie transportieren lassen wollte und ich den Wink bekam „langsamer zu schreiben“. Dabei war mein letzter Post zu einem anderen Beitrag gestern um 12:01 Uhr. Das waren volle ¾ Seite DIN-A4, eng beschrieben. Ich schreib´s nicht noch mal, höchstens unter Protest. Zumal ich wahrscheinlich auf Maas´ Liste geraten wäre.
    .
    Btw: @ Deresschonimmerwusste
    „Die Eigentumsquote im RHS liegt unter 20 %…“.
    Ja, das gilt für Immobiles. Mobiles soll ja dort auch sehr volatil sein.
    (DdH)

    • Basisch
      Morgens Rührei essen, baut die Säure etwas ab …

    • Titel eingeben
      Schade. Obwohl die zigste Empfehlung der Art den Säuregehalt nicht senken wird: Ich schreibe nahezu alles im Netz entweder in einer Textverarbeitung vor und kopiere es rüber – oder kopiere es vor Versand in die Zwischenablage.
      Verluste dadurch gleich Null.

      Grüße

    • Kleiner Irrtum,
      die Dame hat sich für den Titel „größte Ruinenbaumeisterin aller Zeiten“ qualifiziert.
      Sehr schade, dass Rosendorfer nicht mehr lebt, er hätte ja den Sohn des Chinesen ins Jahr 2016 zu Besuch kommen lassen können – weil ihm sein Vater von seinen damaligen Erfahrungen erzählt hat …

    • DdH
      Mir ist es einmal so ergangen, seitdem schreibe ich den Text nicht immer, aber meist nicht hier und kann somit einen weiteren Versuch starten. Seitdem gabs solche Probleme nicht mehr.

      Obwohl, in der letzten Nacht wäre es für mich von Vorteil gewesen, da ich vor nochmaligem Absenden gelesen hätte, was ich schreiben wollte und mich Don Alphonso nicht passendermassen hätte editieren müssen.

      Manchmal kanns also auch von Vorteil sein :)

  62. Wer sind die denn?
    Leider kenn ich die Damen über die hier gelästert wird nicht, lohnt sich das, sich damit zu beschäftigen? Klingt ja eher nicht danach…

  63. Zu dem vom Don getwitterten Link:
    https://www.merkur.de/politik/tausende-fluechtlinge-finden-keine-wohnung-und-ist-ein-problem-zr-7177688.html

    Auszug: „Besonders schlimm ist die Lage noch immer in der Hauptstadt, wie Bernd Mesovic von der Hilfsorganisation Pro Asyl sagt. „Es gab dort groteske Fehlplanungen, Betreiber von Unterkünften kämpfen hier regelrecht gegeneinander.“ 5000 anerkannte Flüchtlinge leben in Berlin noch in Sammelunterkünften, etwa auf dem früheren Flughafen Tempelhof. Das Schlimmste sei: „Niemand kann den Leuten sagen, wann sie rauskommen. Viele flippen regelrecht aus bei der Perspektive.“

    gehört eigentlich zwingend der dazu:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/asylbewerber-in-berlin-michael-mueller-wir-koennen-weiter-fluechtlinge-aufnehmen/14979568.html

    Auszug: „Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sieht Berlin in der Lage, in Zukunft noch mehr Asylbewerber aufzunehmen. „Wir können als eine der Metropolen des reichen Nordeuropa, wie andere auch, weiter Flüchtlinge aufnehmen und ihnen Schutz bieten“, sagte er dem Tagesspiegel. Angesichts des Leids der Menschen in Syrien hätte Berlin die moralische Verpflichtung zu helfen.“

    Wie nennt man sowas? Fake-News? Kognitive Dissonanz? Manisch-depressives Irresein? Neoteutonischer Moral-Größenwahn?

    Ich weiß es nicht.

    • Es hängt davon ab: In München will man die Gesetze eimnhalten und denkt an wohnungen, in Berlin wird es unter Brücken und Parks enger, und so überlebt man auch den Winter.

    • falsche Problemstellung
      Wohnungen sind nicht die Lösung der Unterbringung Schutzsuchender.
      Zeltlager sind im Winter eher was für Wehrpflichtige. Ich erinnere die Wohnsituation in der SBZ und in der UdSSR; vier Familien pro Wohnung, in jedem Zimmer eine.
      Ich erinnere mich an W15: 3 Monate mit 8 fremden Jünglingen im Zimmer, 12 Monate mit 5 Anderen. Gemeinschaft im Klo und Dusche am Ende des Ganges. Reinigung nur durch die Soldaten selbst.

      Diese Art der Behausung würde die Akzeptanz deutlich erhöhen und die Kosten senken.
      Anerkennbare Ältere oder Respektspersonen könnten Zweibettzimmer und 50 Euro Taschengeld zu Unterkunft und Nahrung bekommen und als Uffze wirken.
      Bräuchte es nur noch ein paar Feldwebel.
      Eventuell Geld, Telefonkarten als Zuckerbrot für die in den sauberen Stuben.

    • Kein Problem!
      Notfalls wird halt privater Wohnraum zwangsweise requiriert.

    • @Melursus vom 29. Dezember 2016 um 15:15 Uhr
      Das firmiert heute unter menschenunwürdige Unterbringung.

      Damals brachte es die jungen Staatsbürger aus unterschiedlichen Schichten auf engstem Raum zusammen und förderte die Gruppenkohäsion.

      Heute gibt es Vorsamers „Kameradinnen“ – Wie sich die Zeiten zum Guten wenden.

    • @ Cornichon
      > Notfalls wird halt privater Wohnraum zwangsweise requiriert. my home ist my castle.

    • @ hefe60
      „my home ist my castle.“

      Sie meinen, die Gestalten, die sich neuerdings in der Senatsverwaltung breitmachen, werden sich davon beeindrucken lassen?

      Es sind in dieser unserer Republik schon Leute wegen weniger komplettenteignet worden. Und davon ist hier nicht mal die Rede…

    • @ Cornichon
      Mein Haus ist gut versichert. Vor allem gegen Brand.

      BTW habe ich in meiner Hütte ständig mindestens 3 Räume ungenutzt. Und das wird auch so bleiben.

    • @Perkeo - 29. Dezember 2016 um 13:13 Uhr
      „Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sieht Berlin in der Lage, in Zukunft noch mehr Asylbewerber aufzunehmen. „Wir können als eine der Metropolen des reichen Nordeuropa, wie andere auch, weiter Flüchtlinge aufnehmen und ihnen Schutz bieten“ <<< Das üwrde Bülent Ceylan -kronk- nennen, diesen komplett neben sich weltfremden Michael Müller, dieses Berliner Eigengewächs.
      Man lese und höre zusätzlich noch ausländische Nachrichten. Außerhalb von Berlin Lebende nennen es kollektiver Suizid.
      Wahnsinn, was hier läuft in DE.

  64. .
    Der zitierte Tweet stammt von einer mexikanischen Feministin. Ist schon irre bei einem so familienbewussten Land wie Mexiko.

  65. @D.A.
    Ich habe gerade den Text auf Ihrem Blog gelesen und – Also, die Hauptsorge Ihrer Landsleute besteht darin, dass der Tourismus einbricht.

    Sie können das nicht ändern und berichten das nur.

    Ich fürchte, wenn ich wahrheitsgemäß berichten würde, was ich hier an Sorgen – .

    Ihre Landsleute wärmen sich also an dem Gedanken, dass jemand an allem schuld sein möge, weil er – den falschen Blazer trägt und sowieso nicht zur Familie gehört. Ich darf den Gedanken, dass Beamte eines anderen Landes offenbar gedacht haben – Scheiß auf die Residenzpflicht, im Stasi-Reichshauptstadtslum ist der schon richtig, das ist da, wo sie ohnehin keinen Anstand und zerstörte Köpfe und nichtsnutzige Feministinnen haben – besser nicht zu nahe an mich ranlassen. Schätze, es muss am Ende doch wieder jeder seine eigenen Fehler ausbaden. Der eine, dass er vielleicht doch etwas Gemeinsames vor Augen hatte. Und die anderen werden damit leben, dass andere wissen, wo die fetten Weiden sind.

    • Dass die Flüchtlinge in ihrer grossen Mehrheit gehen werden, wird ganz offen gesagt. Wenn sie verschwinden, wird 2 Wochen gesucht und dann der Abgang gemeldet. Dass nur wenige bleiben wollen, ist kein Geheimnis, denn das Tal ist eher uninteressant, was Chancen angeht. Man vertraut auf Berlin und NRW.

    • Wo kommt nur dieses ausdauernde Bedürfnis her, Berliner und diese Stadt
      so fürchterlich fantasielos zu beleidigen? Da muss doch irgendwas völlig falsch gelaufen sein. Ist doch irgendwie auch peinlich. Für alle!

    • @Gast
      „Wo kommt nur dieses ausdauernde Bedürfnis her, Berliner und diese Stadt
      so fürchterlich fantasielos zu beleidigen? Da muss doch irgendwas völlig falsch gelaufen sein. Ist doch irgendwie auch peinlich. Für alle!“

      Das frage ich mich auch, und mit genauso wenig Erfolg wie Sie. Vielleicht weiß es der Don auch selber nicht mehr, vielleicht ist es nicht mal was Persönliches. Darauf kommt´s offenbar auch nicht an. Er hat eben etwas gegen uns, er hat Mittel und Gelegenheit, das auszuleben, er wird weitermachen! Ich glaube, das Konzept nennt man … Vendetta oder so. Jedenfalls immer einen drauf legen …

      Also Don – wählen Sie die Waffen, wählen Sie den Ort … und morden Sie mich stellvertretend, würde das helfen? Würde Ihr Clan (inklusive dem Seehofer, bitteschön!) dann ablassen? Irgendein Opfer muss Ihnen doch vor Augen stehen!

    • Was hat das mit Berlin zu tun? Es geht um Frauen, die vor allem in Wien, München und Hamburg arbeiten.

    • @D.A.
      Was das mit Berlin zu tun hat? Es geht um den Zusammenhang, den Sie selber herstellten:

      „Man vertraut auf Berlin und NRW.“

      NRW ist mir egal. Aber – Sie schreiben gegen Berliner. Schon immer. Wieso auch immer! Sie lassen nichts aus, uns schreibend alles Schlechte zu unterstellen und zu wünschen. Eine Mauer hilft Ihnen auch nicht, die hab ich schon angeboten. Aber ständig werfen Sie die Visitenkarte! Also bitte: Wann und Wo?

    • Es ist wirklich so. Wenn sie mit Flüchtlingen reden, wollen sie entweder nach München, weil sie das kennen, meistens aber nach NRW oder Berlin, weil da schon so viele andere sind. Wir wissen, dass manche hier nur ´zum Leistungsabholen vorbeikommen und danach gleich wieder fahren. Und man tut da wenig, weil die anderen das ja auch so wollen und Platz haben.

  66. Danke, lieber 17. Juni
    für den Tipp mit der ZEIT(sparenden)-Interviewvariante einer Kurzbeschreibung von Didier Eribon: LeFloyd für fortgeschrittene 68er-Thesenwiederkäuer. Ungerecht ? Keineswegs.

    Wer die gesetzeswidrige Öffnung von Grenzen und eine unkontrollierte, überflutungsartige, sicherheits- und sozialstaatsgefährdende Einwanderung als „human und vernünftig“ bezeichnet, hat meiner Meinung nach ein schweres Glaubwürdigkeitsproblem.

    Dank natürlich auch an Don Alphonso, der wieder einmal einen Volltreffer gelandet hat.

  67. Augenhöhe
    Über die Krawalltanten kann man sich dankbar aufregen, wenn einem langweilig ist. Die machen es einem leicht. Manchmal will man ja, dass der Blutdruck steigt.
    Suchen Sie doch mal echte Gegner auf Augenhöhe, muss es doch auch geben….?

    • Echte Gegner auf Augenhöhe, muss es doch auch geben...?
      NEIN, gibt es nicht, werte Erna. Das ist ja das Problem.
      Es gibt nur Agenden, die vor Jahrzehnten eingetütet wurden und die Anhänger zum Endsieg führen sollten.
      Die Erfinder sind müde geworden und der Nachwuchs ist eben schmalbrüstig, man überbietet sich gegenseitig an Kindischkeit
      und macht Lärm.

  68. Mein lieber Schwan
    Vor einem Jahr wurde vom Verfassungsrechtler
    Udo di Fabio
    festgestellt, dass Angela Merkel mit ihrer Weigerung,
    die Landesgrenzen umfassend zu kontrollieren,
    eindeutig das Verfassungsrecht brach.

    Als alte Kohlmeise
    blieb sie einfach im gemachten Nest hocken.
    Worauf die bayer. Schwanzmeisen herumzeterten
    und der Kleiber vom ZDF weinen musste.

    • Udo di Fabio
      Kann das jetzt (folgenlos) sagen.
      Er ist nicht mehr Richter in Karlsruhe
      und will nicht Bundespräsident werden.

      Der Mann hat ggf einen guten
      Sinn für Psychohygiene.
      Was die andere Akteure (Medien inklusive)
      daraus machen ist etwas anderes.

  69. Clan Mitteilungen vom
    Amri-Clan(isser nich, dann: den verstoßen wir, am Ende: hat sich in EU radikalisiert), Al-Bakr-Clan(Bruder schwört Rache), Naved B.-Clan (Vatter+Cousin: wo isser?)…nur der Khavari-Clan hat sich bis heute nicht zu Wort gemeldet.

    Lt. Don sind die Khavari´s die wahren Familienmenschen; immer schön die Klappe halten!

  70. Zur Ehrenrettung der "First-wave-Feministinnen"...
    und zur Schande der „Third-wave-Mistamselinnen-und-Dreckspätzinnen“; ein Interview zwischen A. Schwarzer und dem Kölner Polizeichef:

    „Schwarzer: Teilen Sie eigentlich meine These, dass dieser Exzess sexueller Gewalt ein politischer Akt war?

    Wie meinen Sie das?

    Schwarzer: Nun, initiiert und organisiert durch eine Handvoll Leute hat sich an diesem Abend ein bestimmter Typ Mann – vor allem junge Algerier und Marokkaner – mit einem sehr patriarchalen Frauenbild, noch angeheizt vom politischen Islam, schwarmartig dazu verabredet, es den westlichen „Schlampen“ und deren Männern, diesen europäischen Schlappschwänzen, zu zeigen. Die wollten nicht einfach nur feiern oder mal ein bisschen ausgelassen sein – dafür geht an Silvester niemand auf den Bahnhofsvorplatz. Dieses zugige Eck ist ja gerade kein Ort zum Feiern. Nein! Es ging ihnen um Trouble, es ging um sexuelle Gewalt gegen Frauen als „Herrenrecht“, um die Jagd auf Frauen, um ihre Vertreibung aus dem öffentlichen Raum. Deshalb wurden die Frauen nicht nur im „Höllenkreis“ eingekesselt, sondern auch – was ich noch nirgends gelesen habe – auf der Hohenzollernbrücke in einer Art „Schandreihe“ an Männern vorbeigetrieben, die sich dann an ihnen vergreifen durften. Das war eine hierzulande neue Form von Attentat.

    Mathies: Ja. Es spricht vieles dafür, dass das genau so war, wie Sie es beschreiben – zumindest für den Kreis der Täter nordafrikanischer Abstammung.

    Ist schon erstaunlich, solchermaßen Tacheles (das Schwarzer bei ihren missratenen „Enkelinnen“ auch nicht mehr beliebt machen wird), im eher willkommensgeschüttelten Stadtanzeiger lesen zu dürfen.

    Vor nicht allzu langer Zeit hätte der Polizeichef Schwarzers brutale Diagnose noch auftragsgemäß so lange klein geredet bzw. weg-„differenziert“, bis nix mehr davon übrig geblieben wäre. Jetzt heißt es nur noch lakonisch „Ja. Genau so.“

    Ich glaube, da kommt wirklich gerade was ins Rutschen.

    Wie sprach Churchill zurückhaltend nach der zweiten Schlacht bei El Alamein: „Now this is not the end. It is not even the beginning of the end. But it is, perhaps, the end of the beginning.“

    http://www.ksta.de/koeln/silvesternacht-am-dom-koelner-polizeichef-wuenscht-sich-boeller-verbot-25386236

  71. Don Alphonso
    Einer der wenigen Gründe, warum ich die FAZ noch ansurfe.

    Danke lieber Don und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

    • Gern geschehen! Hier geht es Volldampf weiter!

    • "Hier geht es Volldampf weiter!"
      Ob’s auch die richtige Richtung ist? Großer Beifall ist ja nun, weiß Gott, nicht immer das Maß.

    • "Hier geht es Volldampf weiter!"
      In die richtige Richtung??? Großer warmer Beifall ist ja nun, weiß Gott, nicht per se das Maß.

      Jegliche Beifallsorgien der Menschheitsgeschichte (Die Links erspare ich uns mal.) sollten jedem Menschen, der noch auf Nachdenklichkeit und Wahrhaftigkeit bestehen will oder muss, dringend zu denken geben.
      Aber wenn denn der Kessel erstmal ordentlich (von wem auch immer) angeheizt wurde…

    • Ich wollte damit sagen: Ich plane noch einen Jahresrauswurfbeitrag bei den Stützen und bei Deus.

  72. Struktur und Ordnung
    Als Mutter und Großmutter habe ich versucht, Kindern und Enkeln zu vermitteln, dass feste Struktur für den Tag und Ordnung im allgemeinen das Leben erleichtern kann. Nach 20 Jahren Hausfrauenjahren(mit kleinen Nebenjobs),10 Jahren als Altenpflegerin und 15 Jahren als Sozialarbeiterin kommt doch etwas Lebenserfahrung zusammen. Und geordnete Vorstellungen vermisse ich geradezu schmerzlich in der aktuellen Politik! Wer regiert uns eigentlich?

    • Leute, die damit wenig anfangen können, Ich habe den Betrieb anderthalb Jahre mitgemacht, da denkt man nicht weiter als bis zum nächsten Termin. Ziemlich hässliches Dasein.

  73. BGE – News aus der Heimat
    Lieber Don Alphonso, ein sehr schöner Blog zum Ausklang des Jahres, herzlichen Dank.

    Mein Post ist eigentlich ot, aber passt doch irgendwie zu diesem Satz:
    „Solche Leute haben keine Loyalität mit ihrem eigenen Ursprung. Es wäre daher erstaunlich, wenn sie die Loyalität im Umgang mit anderen entwickeln würden. Wer schon die eigenen Leute ausrichtet, wird bei Firmen, Geschäftspartnern, Freunden, Gatten und Kindern auch nicht zwingend diskreter sein.“

    Loyalität oder vielmehr auch Solidarität, darum geht es. Wer das in der Familie nicht kennt, wird das auf der nationalen Ebene erst recht nicht kennen.

    Mein Ursprungsland Finnland startet nämlich ab Anfang 2017 eine zweijährige Testeinführung des bedingungslosen Grundeinkommens bei 2.000 Testpersonen. Diese Personengruppe besteht ausschließlich aus Arbeitslosen, und diese sind zur Teilnahme verpflichtet [gezwungen].

    Es wäre ja nicht weiter schlimm, wenn der Grundbetrag nicht so abartig niedrig wäre, nämlich nur € 570,–/Monat. Dafür werden alle anderen Leistungen, wie z.B. Arbeitslosen- oder Tagesgeld komplett gestrichen. € 570 müssen reichen, fürs nackte Überleben.

    Anfangs war die Rede von € 800-1.000/Monat. Von wegen.
    Wer kann bitte schön von € 570 im Monat leben? Einschl. Miete, die z.B. in Helsinki sehr hoch ist. In einem Land, in welchem Lebensmittel sehr teuer sind? Ach, sorry, beinahe vergessen: Es gibt doch die Almosenausgabe „Brotschlangen“.

    Tja, Finnland ist ja bekanntlich ein beliebter Testmarkt für alle möglichen US-Konsumartikel, die vor der Neueinführung dort getestet werden.
    Jetzt wird halt auch noch das Grundeinkommen getestet. Und das ist ein Härtetest.

    Eine wichtige Zielsetzung sei zu prüfen, wie viele Arbeitslose während der Testperiode freiwillig einen Minijob oder eine Teilzeitbeschäftigung aufnehmen werden [bevor sie zum Jagdgewehr greifen, um sich einen Gnadenschuss zu geben.]

    Ich habe nie verstanden, warum das Grundeinkommen so beliebt ist. Egal. Diejenigen, die dann ein schönes extra Taschengeld hinzubekommen, money for nothing, werden dafür diejenigen, die dann in noch mehr Armut und Unsicherheit getrieben werden, gerne opfern.

    Durchgesetzt wurde das Vorhaben von der aktuellen konservativ-liberalen Koalition, an der die ultrarechte Partei Basisfinnen mit beteiligt ist, welche sich im Wahlkampf dezidiert für mehr soziale Gerechtigkeit eingesetzt hatte. Aber auch für mehr Eigenverantwortung.

    Das einzige Ziel des BGE, und das war meine Vermutung von Anfang an: den Sozialstaat zu eliminieren. Dass das Weltwirtschaftsforum von Davos das BGE befürwortet, versteht sich von selbst.

    18 qm Apartments, deren Warmmiete höher ist als das Grundeinkommen. Finnland ist auf einem guten Weg und zeigt sich als Musterknabe der knallharten neoliberalen Politik, mit Hilfe der ach so volksnahen ultrarechten Retter des kleinen Mannes.

    ***

    Für die Opfer des Berliner Attentats interessiert sich doch noch jemand – in der Schweiz:
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/terror-in-berlin/zwoelf-leben-zwoelf-schicksale/story/12401947

    • Ja, die Schweizer haben noch ein Herz, wenn man dagegen die Tagesspiegel liest, denkt man, so m,uss das 44 mit der Gefallenenliste gewesen sein. Gestorben auf dem Feld der Flüchtlingsehre.

      570 finde ich schockierend wenig, vermutlich geht es darum, die Idee zu diskreditieren, oder die Teilnehmer auf die schiefe Bahn zu bringen. Ich würde mir für das Geld Jauche kaufen und bei den Spendern in den Kamin giessen. Hohoho!

    • BGE
      Ja, die Finnen. Was mich interessieren würde in dem Zusammenhang. Für die Auserwählten, gibt es jetzt mehr oder weniger mit dem BGE? Also jetzt 570 Eurostutzen, und vorher, incl. Zusatzleistungen und alles? Wenn’s ne Verschlechterung ist isses ja blöde. Aber vielleicht deswegen unter Zwang…

      Ein Trauerspiel, die „einheimische“ Presse. Fast nix über die Opfer, ausser bei BILD habe ich mir sagen lassen (lese ich nicht). Man erkennt die Absicht und ist verschnupft. Auch Lücken beim Schweizer Beitrag. Ich komm nicht auf sieben, bei den deutschen Todesopfern, auch nicht nach mehrmaligem Nachzählen. Sind eigentlich auch Kinder ums Leben gekommen bzw. schwerverletzt?

    • BGE Test
      Das monatliche Grundeinkommen beträgt 560,– Euro (570 war ein Versehen). Kindergeld wird dazu nicht gezahlt.
      Angaben darüber, wieviel Geld pro Kind gezahlt wird, konnte ich nirgends fin-den.

      Ganz so schlimm ist es offenbar doch nicht. Ich wusste nämlich nicht, dass die Arbeitslosen noch zusätzlich Wohngeld bekommen können und habe die Aus-kunft nur zufällig entdeckt.

      Detaillierte, schlüssige Erklärungen sind kaum zu finden, und auf der Website des Ministeriums gibt es zig Links zu Informationen, deren Überschriften nicht eindeutig, sodass man die Lust sofort verliert, sich durch das Dickicht durchzu-kämpfen. Ähnlich, wie auf den Websites der EU, insbesondere bei Themen, wie z.B. TTIP.

      Eben fand ich eine Information, laut welcher die Testpersonen jedes Einkom-men, das sie dazu verdienen, behalten dürfen, unabhängig davon, ob das eine Ganztags- oder eine Teilzeitbeschäftigung ist. Doch davon hängt dann allerdings die Höhe des Wohngeldes ab.

      Ein wichtiger Bestanteil des BGE ist die Koppelung der Zahlung an die Annahme jeder von der Behörde vorgeschlagenen Arbeit. Eine Weigerung führt zu Abzügen. Wie die Abzüge aussehen, ist so kompliziert erklärt, dass ich das nicht wirklich verstanden habe. Also scheint ein ähnliches Sanktionssystem zu sein, wie in Deutschland bei Hartz-IV. Alse „bedingungslos“ scheint das nicht zu sein.

    • BGE Details, thanx
      Ja, wiedermal nicht sehr transparent das Vorhaben und seine Eckpunkte. Es gibt auch Vorreiter aus dem Wirtschaftsmilljöh die das fordern, hier ein Interview aus der FAZ mit dem Drogeriemarkt Gründer Götz Werner. Etwas länger her, aber ein BGE Visionär gibt Antworten (oder auch nicht, je nachdem).
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-und-hartz-iv/dm-gruender-goetz-werner-1000-euro-fuer-jeden-machen-die-menschen-frei-1623224.html

  74. Die Manns...
    Thomas‘ Familiengeschichten werden gerne zitiert…

    Aber wie würde Heinrichs Diederich Heßling wohl unsere Zeit auftreten? Ein Drehbuch für großes Kino!

    • Diederich Heßling
      würde ganz unauffällig ein bisschen AfD wählen (und hinterher von allem nichts gewusst haben).

    • Die Manns....
      Was ist nur aus dem Datenschutz geworden.
      Im Mutterschiff freute man sich kürzlich öffentlich darüber
      deren private Briefe gelesen zu haben.

      Da macht jeder was er will.

      Ich bin natürlich auch nicht besser und Breloers Dokudramen
      waren sehr Lehrreich. Ich werde die Familienmitglieder nie mehr durcheinanderbringen und die Darstellung der Abgründe war auch allerliebst, fühlt man sich als Sau dann doch nicht so niederträchtig und allein auf der Welt wenn es die Pferdl auch doll treiben.

      PS: Was ich von Breloer auch sehr lieb fand ist das er uns den Wolf in Speer und Er so nahe gebracht hat. Menschlich halt.

  75. SZ: Interaktiver Spickzettel - So überstehen Sie Weihnachten mit Ihrer Familie
    PPS: Interaktiver Spickzettel – So überstehen Sie Weihnachten mit Ihrer Familie

    Können Sie es auch nicht mehr hören? Das Gerede über Flüchtlingskrise, Veganer und RB Leipzig? Wappnen Sie sich für das Weihnachtsessen mit Oma Elfriede und Onkel Norbert – mit dem interaktiven Spickzettel der SZ.

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/kk-wie-sie-die-weihnachtsgespraeche-mit-ihrer-familie-ueberstehen-1.3306189

    und auch zu dem letzten Rebellmarkt – Genau so.

    „Die Kinder stört das nicht“ (außer den türkischen Kumpel der gern Geschenke hätte)

    „Die Hansens wollen sich damit gegen den „permanenten Konsumterror“ stellen. Die drei Kinder stört das nicht.
    Von Ulrike Schuster

    „Schenken ist etwas Wunderbares“, sagt Caroline Hansen (Name geändert), „wir schenken gerne“. Bloß nicht zu Weihnachten, nicht auf Knopfdruck. Statt des Gabentisches steht das „Wir“ im Vordergrund. Seit 20 Jahren, seit sie sich kennen, machen das Caroline und ihr Mann Peter schon so und daran haben auch die drei Söhne, zwei, vier und neun Jahre alt, nichts geändert.

    Die Vorteile sind für die Familie nicht nur vernünftig, sie spüren sie auch: Sie sind frei von Stress, Kopfzerbrechen, lästiger Pflicht, und ohne Müll. Während sich andere an den Adventssamstagen passiv-aggressiv durch Jingle-Bells-beschallte Konsumtempel schieben oder im Internet nach dem Last-Minute-Geschenk suchen, kochen die Hansens gemeinsam, empfangen Freunde aus aller Welt und feiern den Advent mit heißem Punsch auf alternativen Weihnachtsmärkten.“

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/nachhaltigkeit-in-dieser-familie-gibt-es-an-weihnachten-keine-geschenke-1.3308479

    Sag i doch: Kulturrevolution. Die Alpen-Prawda gibt volle Breitseite. Auch und gerade über die „Öko-Ratgeber“

    • Bei mir gab es zwei Räder.

      Und einen randvollen Tank für die Schleuder.

    • Geschenke
      Bei uns gab es nur ein Rad, aber außerdem noch viele Plätzchen und Bücher, einen schicken Schal, zwei Becher, Wein, einen Rucksack, haufenweise Socken, einiges was mir nicht mehr einfällt und ein paar Schecks.

  76. @ Erika Fuchs, 19. 12. 16, 11:11
    Freue mich sehr, dass die großartige Übertragung der Carl-Barks-Geschichte „The Golden Helmet“ durch die bewunderungswürdige Erika Fuchs hier gewürdigt wird. Als kleine Ergänzung: diese Geschichte (Bd. 20 in der deutschen Barks Libraray Special: Donald Duck, amerik. Original FC 408/2) wurde im Juli 1952 zuerst veröffentlicht.

    Und „Justizrat Wendig“ (im Original: „Sharky“) ist der Prototyp des buchstabengetreuen Juristen, der immer ein Argment findet, offensichtliches Unrecht zu legalem Recht zu machen: Auf Donalds späte Einsicht „I was just trying to get something for nothing“ antwortet er „Sure, but it’s perfectly legal!“

    Und die Aktualität dieser Geschichte beweist der Kommentar von Tick, Trick und Track: „Schnaptus, Claptus, Totalraptus! Onkel Donald [wahlweise durch führende Politiker zu ersetzen – aber ausdrücklich kein Hitlervergleich!] ist wahnsinnig geworden!“

  77. Zustimmung
    Werter Don!
    Vielen Dank für diesen Artikel, der einen schönen Tagesausklang für mich gebracht hat; dies umso mehr, als ich jüngst in einer sonst entspannten Runde im urbanen Arbeitsumfeld den Ausdruck eines entsprechenden Pamphlets aus der Feder einer gewissen Frau vom Spiegel vorfinden musste, auf die Sie hier wohl auch anspielen. Dieser wurde vermutlich als Hilfsmaterial für das Agieren an der „Heimatfront“ über die Festtage von bestimmten und vom entsprechenden Eifer getriebenen Personen ausgelegt.
    Meine dann erfolgte Äußerung, dass einer solchen Person in meiner Familie (egal zu welchem Festtag) die Tür gewiesen würde, wurde von der einen Hälfte der Anwesenden unterstützt, von der anderen Hälfte nicht verstanden. Als einer der „Unterstützer“ sich zudem das in dem genannten Artikel wenig elegant angestrebte Vermengen von Kritik an der aktuellen Politik mit dem Leugnen des Holocausts verbat, kam es zum gleichen Ergebnis von murmelnder Zustimmung und teils mit religiösem Eifer vorgetragenen Unverständnis für solche Angriffe (!) auf die besagte Frau (auf den Begriff „Dame“ verzichte ich hier wegen ihrer in dieser Hinsicht vorgeführten Selbstdisqualifikation).
    Dies sagt als Beispiel im Kleinen viel über die allgemeine Lage aus. Die Gräben, die in diesem Land aufgerissen wurden, sind schockierend und werden sich wohl nicht mehr schließen lassen. Auch wenn ich Ihren großartigen Artikel, der solch unerhörtes Betragen als ebensolches enttarnt, als Gegengift auslegen würde, käme es zum gleichen Ergebnis: murmelnde Zustimmung durch die eine Hälfte, entrüstete Zurückweisung durch die andere.

    Ihnen wünsche ich aus der Mitte der Republik alles Gute für das Jahr 2017!

  78. Familie ist und bleibt Familie,
    auch wenn es Differenzen gibt. Ist auch bei verschiedenen Menschen normal. Interessant wird es, wenn Sich Familienmitglieder über andere stellen. Dann passiert das Gleiche, wie wenn die f… Ente die alternativlose Moralistenkeule schwingt. Es gibt Streit, bis Blut fließt. So soll keine Familie, insbesondere kein Staat, zu Grunde gehen.Absolut unwürdig! Ein Grossvater war Kommunist , der andere von 35-45 bei der Wehrmacht, ab 39 an der Ostfront. Beide waren sehr dominant und haben meist nur ihre Meinung akzeptiert. Da waren Diskussionen nicht einfach, jedoch konnte ich mir eine Meinung, ohne Blase bilden.Mein Onkel, Major der NVA, prägte mich, da er sich als reiner Soldat,ohne ideologischen Anstrich, sah und mich nicht zum Sozialismus bekehren wollte.(Deswegen hatte ich bei der Stasi immer gute Argumente, im Gegensatz zu heute, akzeptierten sie diese.)DANKE Onkel ! Mein Vater , na ja, da schweigt man besser, meine Halbgeschwister die sich in Don´s Land abgesetzt und zu W keine Zeit hatten, sollte Strafe genug sein. Mutter hat getan, was Mütter tun, ob Krieg oder Diktatur, die Kinder bestmöglich erziehen. DANKE Mutter !!! Genau deswegen ist BLAU, derzeit, die einzige Alternative !!! Freie Familie, freies Denken und freie Wahl !!! Die FemBande soll sich an den Neumitbürgern abarbeiten, die haben freie Spitzen, v.a. im sexuellen Bereich.

  79. Das liebe Weihnachten und das liebe Skifahrn
    Der Tweet ist selbstverständlich auch Anti-Weihnachten, was im Kommentariat etwas zu kurz kommt.
    Viele Familien feiern so, wie Lisbeth Heuse es schildert oder in früheren Beiträgen Tamarisque. Auch wir feiern so. Die Krippe wird gemeinsam unter dem geschmückten Baum aufgebaut, das hat etwas Liebevolles, und die Heilige Familie läd dazu ein, sich gegenseitig zu achten und zu beschenken.
    Das Zerstören von Familie oder Weihnachten aus Prinzip kann zu einem bösen Erwachen führen mit – tja – zum Beispiel Enterbung, aber auch, fast schlimmer, Vereinsamung im Alter.
    Danke für die Ausführungen.

    @ ObjectBe: Den langseitigen Artikel über Moritz in der FAZ gelesen, der widersprüchlich ist. Erst heißt’s, Moritz geht’s nicht gut, dann geht’s doch gut im Badrutt’s und so. Moritz muss sich mal entscheiden, ob es nur wohlhabende Genussmenschen und Völler will oder auch Skifahrer. Wenn es Skifahrer will, muss es selbstverständlich Corvatsch und Corviglia verbinden und die Hüttenpreise überdenken. Skifahrer fahren mit dem Auto an, der Flughafen ist ihnen schnuppe wie nur was. Was ihnen nicht schnuppe ist, ist ein fehlendes Schild an der unpräparierten Abfahrt zum Kempinski, dass die Piste steinig und an sich nicht befahrbar ist, wenn das ihrem Sohn den neuen Ski durch alle Schichten zerreist, unreparierbar. Worauf die Familie (wir) beschließt, nächstes Mal, wenn es Skifahren in der Schweiz sein soll, lieber nach Zermatt zu gurken.
    Aufgrund der Bewohnung von Moritz und der zugehörigen Alterspyramide mit entsprechenden Preisen kann man das Skigebiet theoretisch auch schließen.
    Wie heißt es so schön in dem Song „Endlich wieder Skifahren“?: Anton, Lech, Saalbach, Obertauern, Zillertal, Hintertux, Ischgl, Kitzbühel. Damit ist alles gesagt. Orte für Skifahrer. Österreich. Preis-Leistungs-Verhältnis stimmig, Lifte modern, Hüttenpreise nicht überzogen, Skigebiete verbunden.

    • Werter Oberländer, zum Skifahren habe ich auch bereits einige Reviere in CH probiert ...
      … und mein Favorit ist auch Zermatt. Am liebsten im Sommer, da herrscht weniger Trubel auf dem Gletscher.
      Zum Raclette auf Vronis Hütte muss man dann halt wandern.
      .
      In St. Moritz hab ich die Ski erst gar nicht angeschnallt – da war mir das Pelzträgerschaulaufen im Dorf schon zu doof.
      .
      Laax ist mittlerweile auch sehr relaaxed. Sehr breite und weniger steile Abfahrten – Genussskifahren geht kaum besser. Die haben dort ein riesiges Parkhaus in den Berg gebaut – damit die ganzen Skifahrer-Autos schön verschwinden. Darüber die schnell zu erreichenden Bergbahnen. Top!
      .
      Mein Geheimtipp ist Kleine Scheidegg oben im Hotel Bellevue des Alpes mit Blick auf den Eiger – dort muss man als Skifan mal morgens in die Bindung gestiegen sein, um die Lauberhorn bereits abzufahren wenn alle anderen noch heraufkommen. Nicht zu vergessen der Eiger in der Abendsonne, wenn alle bereits wieder abgefahren sind. Dazu noch sehr sehr ursprünglicher CH-Hotelcharme nach sehr alter Schule mit vielen jungen internationalen Lehrlingen zur freundlichen Bedienung.

  80. There is no teacher but the enemy.
    Es gibt Familie, es gibt Staat und es gibt funktionale Differenzierung.

    Wir werden jetzt die einmalige Chance haben, beobachten zu dürfen, welches der drei Modelle sich durchsetzt.

    D.h.:

    Eine Mrd. Afrikaner + halbe Mrd. Araber

    versus

    Trump + Putin + Erdogan + DDR 2.0.

    versus

    Banken + Silicon Valley

    Gegenwärtiger Stand:

    Staat liegt vor funktionaler Differenzierung, wird aber von Familie langsam aber sicher überholt.

  81. der V6 und die STEUERKETTE
    wie wir lesen, ist DON immobil der SLK mit dem berühmten 6zylinder – V – motor ist ja auch nicht gerade das, was wir eine superstabile konstruktion nennen können.

    obs die steuerkette ist ? DON wird sich fragen lassen müssen, warum er sie nicht rechtzeitig gewechselt hat.

    oder ist das kettenrad und die dort ansässige kette für den antrieb der ausgleichswellen ??

    kurzum, ein 6-zylinder in V-anordnung ist nicht das, was die gehobene motorenwelt will, da schwingungsanfällig und deshalb hoher konstruktiver und leistungsmässiger aufwand, um die schwingungen zu kompensieren. da gehen locker ein paar wichtige KW-leistung verloren. und zusatzgewicht. und unötige konstruktive komplexität greift raum.

    also nicht gerade eine superkontruktion aus dem haus der ruderkameraden Forschungsvorstand beim Daimler.

    nicht umsonst kehrt der Daimler ja wohl in der S-klasse schon bald wieder zum geliebten 6zylinder in reihe zurück. alles andere war und ist ein ein konstruktiver irrweg.

    • Da hab ich ja noch mal Glück gehabt
      ich habe den alten erfahrenen SLK phobisch wie ich
      bin wegen der Folgekosten stehen lassen
      und mir ein billiges 3-Rautenfahrzeug gekauft.
      Der hat Zylinder in Reihe aber derer
      nur 4 säuft aber wie ein großer.

      Ganz vergessen, danke für die schlüssige Erklärung.
      Weis Deutschland eigentlich was Deutschland weis?
      Hier wird man jedenfalls Klüger.

      PS daimler wird ja von einem Elektroing. gesteuert.
      ggf machen die demnächst anderes,
      der Chef der Ruderer in der Motorenentwicklung
      soll ja gegangen sein und hatte ein paar klicks weiter
      Verbrenner kürzlich noch so schön gelobt.
      Der neue kann dann neue Fehler machen,
      oder ein paar alte wiederholen oder beides.

      Zu Dons Mobilität
      Ich glaube er hat noch B-Wahre als Ersatz.
      Es gibt Bilder die das nahelegen oder die B-Wahre
      war immer nur leihweise im Gebrauch.
      Leihwagen passen aber nicht zu Don,
      meine ich denken zu müssen.

  82. Imageschaden
    @Gewürztraminer, ja das stimmt, das kann man so nicht stehen lassen. Aber in vielen anderen Medien wurde die Problematik schon deutlich benannt.
    Die zeitliche Verzögerung war allerdings bedenklich.
    Mein Weltbild wurde an dem Tag leider bestätigt. Ich habe schon lange vor diesem Sylvester mit dem Phänomen Bekanntschaft machen dürfen.
    Laisser-faire an der Stelle, ob aus ideologischen Gründen oder warum auch immer rächt sich.
    Den Kölnern würde ich glatt noch rheinischen Schlendrian abnehmen. Aber wer weiß…
    Die eine Seite hat Angst vor einem Imageschaden von Flüchtlingen, die andere will das gegen Flüchtlinge ausschlachten. Am Ende haben alle ein gleichmäßiges Glaubwürdigkeitsproblem, bei mir zumindest, trotzdem finde ich politisches Asyl richtig.
    (Und ich kann mir schon vorstellen, was einige dazu schreiben werden)

    • @Erna
      Ich habe hier noch nicht bemerkt, dass sich jemand gegen politisches Asyl ausgesprochen hat. Es geht hier den meisten um die Trittbrettfahrer und Glücksritter.

      Dennoch ist das mit dem politischen Asyl nicht so einfach. Sollten wir den IS-Schergen Asyl gewähren, weil sie zweifellos von Assad politisch verfolgt werden? Die Frage wird sich mit Sicherheit stellen, spätestens wenn die Kopfabschneider von Aleppo bei uns aufschlagen.

      War das damals mit Eichmann in Argentinien (kein offizielles Asyl, aber geduldet) in Ordnung?

      Dafür ein Regelwerk aufzustellen halte ich für fast unmöglich. Eines weiß ich aber: Wenn es soweit ist, wird Merkel abtauchen, nichts machen und uns die Herrschaften einfach aufdrücken. Passiert dann etwas, sind wieder alle ganz arg betroffen.

    • @Erna - Imageschaden
      Ich denke, die wenigsten hier werden „politisches Asyl“ in Frage stellen. Es geht eher darum, ob diese Regelung, so wie sie definiert ist, den mittlerweile herrschenden Umständen noch gerecht wird. Es begehren Menschen Asyl, um akuter Bedrohung von Leben und Gut (Krieg) zu entkommen, andereseits aber auch wegen Perspektivlosigkeit und Armut, manchmal auch nur die gefühlte, gemessen an unserem Lebensstandard. Das kann unser Asylrecht natürlich nicht abdecken, das war auch nicht seine Intention. Wenn aber diese Menschen die Aufnahme in das Land ihrer Wahl fordern und man sie ihnen auch noch gewährt, sie dann nicht willens sind, irgendwelche Vorleistungen zu erbringen, nicht mal die elementarsten Regeln akzeptieren und befolgen, dann wird es „schwierig“.

    • @Erna
      Die Idee, fremden Personen einen Rechtsanspruch auf Asyl einzuräumen, trug offiziell dem Umstand Rechnung, dass während der Zeit des Nationalsozialismus Deutsche im Ausland Aufnahme fanden (jedenfalls sofern sie prominent, intelligent oder reich waren).

      Das ist aber alles schon sehr lange her. Die Idee eines Asyls als solche hat eigentlich nichts mit dem Konzept eines „Rechtes“ zu tun (in welche Paragraphen man das auch immer fasst) – das ist und es bleibt staatliche Willkür, weil der Staat, der diesen Rechtsannspruch einräumt, eigentlich unter keinem Aspekt Verantwortung für die Verfolgung bestimmter Menschen durch andere Staaten übernehmen kann; das tangiert am Ende wieder die Souveränität dieser Staaten.

      Im übrigen gibt es Einbürgerungen und es gibt die internationale Verpflichtung, Kriegsflüchtlinge unter bestimmten Umständen zu beherbergen. Und dann gibt es noch Gnadenakte. Das gehört m. E. alles nicht vor die Gerichte, sondern eher in die Hände von der Exekutive.

  83. Jodlerabend
    Der Jodlerklub des gänzlich unbedeutenden Dörfleins am Ufer des
    zentralschweizerischen bekannten Sees hatte zum Jahreskonzert geladen und ich, seit Jahren nach dem Auszug aus dem grossen Nordkanton in der Emigration hier lebend und arbeitend, begab mich wie in den Vorjahren in die Dorfkirche. Wie in den Vorjahren das Kirchlein bis auf den letzten Platz belegt. Erwartungsvolle Ruhe. Der Gesang zum Akkordeon führt zu einer meditativ einlullenden Stimmung beim Jahresgast und die Gedanken schweifen zum Dreiergestirn, welches die Geschicke des grossen Nordkantons lenkt, auch zur garstigen, empörten Dauer-sprechblase C.L. im Pumuckllook, dann zur famosen Haubitzen-Uschi, welche – so hört man – völlig klar auch „Kanzler kann“ (kann ich auch) und den über die Welt verstreuten BRD Truppen Mut zuspricht….inmitten der einfachen Dörfler das Konzert geniessend stellt sich eine gewisse Entrücktheit von den aktuellen Problemen mit den neuen „geschenkten Menschen ein“. Und es stellt sich die Frage, ob die diversen Erwägungen pro / kontra nichts anderes als eine (hoffentlich ganz fix vorübergehende) Form eines kollektiven Schwachsinns sind, welcher die mit der Regierung betrauten Personen allesamt befallen hat – ist nicht blödsinniges Verhalten bei an für sich nicht eben dummen Zeitgenossen eine häufig anzutreffende Fehlfunktion des geistigen Zustandes? Wäre es nicht möglich, dass ein Erwachen aus diesem Schwachsinn erfolgt. Die Probleme mit den „Flüchtlingen“ ist in ihrer Masse nicht zu stemmen und bindet gewaltige Ressourcen, welche einheimischen Notleidenden zustehen sollten – sieht das denn niemand? Daher die Behausung und die Werkstatt nach hier verlegt, Wertpapierportfolios zogen ebenfalls um. Lediglich die Latifundien im Reichshauptstadtslum wurden einstweilen dort belassen, überwacht von zuverlässigen und erprobten Hausmeiern, (Mieten) Tributzahlungen an mich gehen zuverlässig weiter. Und so lehne ich mich entspannt zurück, reflektiere das Kirchenkonzert des Jodlerklubs und blicke besorgt auf den dunkel daliegenden stillen See vor meiner Haustür. Que pasa?

    • "Loyalität"
      … Ressourcen … einheimische Notleidende „sieht das denn niemand?“

      „Behausung … Werkstatt … Wertpapierportfolios zogen um … (Mieten) Tributzahlungen an mich gehen zuverlässig weiter. Und so lehne ich mich entspannt zurück …“

      Sagen wir mal so. Als von all den herzensguten Deutschen hierzulande in der öffentlichen Wahrnehmung fast schon professionell ausgeblendeter „Niemand“, der ich mich in allerbester Gesellschaft befinde im Kreise einer Bevölkerungsgruppe von rd. 6 Millionen, die sich nicht entspannt zurücklehnen angesichts einer Hölle, die wir exclusiv zuvorderst unserem Clan-Mitglied nicht bzw. nicht noch einmal wünschen, erkenne ich durchaus, wer sieht.

      Und vor allem, was wer tatsächlich tut. Angesichts der aktuellen Pläne aus dem Hause Gröhe, die Flüchtlingsfrage mit der Pflegenotstandsfrage zu lösen … oder umgekehrt … pflanzen sich sämtliche damit verbundenen Risiken nun also fort. Und landen auf dem Rücken der Schwächsten unser Schwachen. Nach dem Thema „Arzneimittel-Experimente an nicht mehr Einwilligungsfähigen“ unmittelbar zuvor. Unsere tatsächlich Schwächsten also. Deren Füße nämlich nicht mehr irgendwohin tragen, wo sie Asyl beantragen könnten. Nein, die sieht niemand. Und die, die es sehen, fürchten allesamt um ihren Job. Kommen zu den 6 Millionen also noch einige hinzu. Über deren legalen Grenz-Übertritt in nennenswerter Zahl sich u.a. die Schweizer durchaus freuen.

      Angesichts dessen, was ich in den letzten 3 Jahren live und in Farbe über Monate und täglich mehrstündig in unserem wundervollen „Wohlfahrts-System“ zum denkbaren Höchstsatz erlebt habe, tue ich also mein menschenmöglichstes, möchte dermaleinst selbst bittschön aber nicht gerettet werden.

      Insofern … wie war noch gleich die Frage? Doch … ich sehe und kann vermelden: mehr Durchblick und Klarheit war nie. Mehr als ich je hätte wissen wollen.

      Gutmenschen?

      In diesem Land?

      Haben sich längst und deutlichst positioniert.

      Gegen uns.

      Weil bei mir Taten zählen und kein leeres Geschwätz.

      Und weil bei mir Loyalität ganz oben hängt auf der Werte-Scala.

      Keine um jeden Preis. Aber eine, die man in meinem Werte-Kanon entweder hat oder eben nicht. Müßte ich die erst repressiv einfordern, verdiente sie diesen Namen nicht.

      Guten Rutsch allerseits!

  84. 700 Kommentare täglich
    Das spannendste, was ich in den 3 Stunden gelesen habe, die ich mit dem Blog zubrachte, war das verlinkte Interview mit Eribon.

    Warum wählen die Opfer des Status quo eine wahrscheinlich für sie noch nachteiligere Ideologie?

    Aber die Zahl der Kommentatoren, die heute hier aufschlagen, hat das Blog deutlich verändert, von einem digitalen „weissen“ Salon, in dem man sich fast „kannte“ zu einem Panoptikum der Ensetzten, qualitativ durchaus ok, sehr wenig grenzwertig bei der Riesenmenge, aber vieles ein bisschen langweilig, dass ich es vielleicht im Gespräch äussern würde, aber nicht an ganz FAZ-Land schreiben würde. Und trotzdem bleibt ein Vielfaches Ernstzunehmendes im Vergleich mit früher.

    Es ist ein bisschen schade, dass das Filtern relevanter Gedanken sehr viel mühsamer als früher ist, sehr viel zeitaufwändiger, und meine Hochachtung vor der Arbeitsleistung unseres Gastgebers! DANKE!

    Besonders, seit moderne Browser nicht mehr in der Seite nach Kommentatoren suchen lassen, die einen mehr interessieren als andere.

    Das Gedränge hier lässt auf eine deutlich gesteigerte Irritation im schwarzrotgoldenen Hühnerstall schliessen, und hoffen wir, dass nicht die interessanten Ideen, die man hier finden konnte, im lauten Gegacker der Menge untergehen.

    Allen KommentatorInnen und besonders Don Alphonso ein glückliches Neues Jahr, Gesundheit und die Abwesenheit von Katastrophen aller Art!


    • Richtig, die Frage bringt es auf den Punkt.

      Suchen: Ctrl-f bzw. Strg-f öffnet in IE und FF eine Suchleiste

    • Danke für den Tipp!
      @Otto Meier: Herzlichen Dank für die IT-Weiterbildung! Jetzt funktioniert das im neuen Opera auch wieder prima!
      Alles Gute im Neuen Jahr!

    • Dem schließe ich mich gern an, werter Artiste...
      … und wünsche dem Autor, Ihnen und allen Kommentatoren (auch den übermäßig besorgten Autochthonen unter uns) ein gutes Neues Jahr! Auf dass wir uns wieder häufiger hier treffen und dass der Spaß dabei nicht zu kurz kommen möge…


    • Gern geschehen. Vielleicht noch ein Tipp? „Alt“ blendet bei IE und FF ein ausgeblendetes Hauptmenü ein, in dem alle Befehle zu finden sind. Das gilt vermutlich auch für Opera.

      Ansonsten schließe ich mich den Wünschen für 2017 an. Mögen sie in Erfüllung gehen.

  85. Frauen in Wien, München, Hamburg
    Mir ist klar, dass ich etwas spät komme, denn das nächste Deus-Blog wartet ja bereits auf Lektüre. Dennoch möchte ich zu diesem hier noch eine Kleinigkeit beisteuern.

    Am früheren Abend gaben Sie, Don, zu Protokoll: „Es geht um Frauen, die vor allem in Wien, München und Hamburg arbeiten.“

    Exakt, um die geht es. Und um ein paar andere in Kirchen, Talkshows und anderen abgedunkelten, vom Steuerzahler beheizten Räumen. Menschen angeblich weiblichen Geschlechts, die ein seltsamer Wunsch eint: Nieder mit den Strukturen, die sind! Bündnis, Wirtschaftsform, Staat, Familie, Ehe, nieder mit ihnen!

    Nun, deren Englischkenntnisse sind vermutlich mangelhaft, denn der Brite weiß: Be careful what you wish – you might get it.

    Wie wird’s aussehen, wenn unsere (!) Strukturen nicht mehr wirksam sind? Zur Beantwortung ein kurzer Blick zurück.

    1999. Kabul, Sportstadion. Voll, nur Männer. Der erste LKW rollt aufs Spielfeld. Auf der Ladefläche Frauen, stehend. Zwanzig? Egal. In Burkas. Halt! Die erste runter. Hinknien. Ein Mann, Kalaschnikow. Kopfschuss. Zwei Männer, weg mit dem zuckenden Körper. Die zweite runter. Hinknien.

    Und nun nach vorn:

    2030. Dortmund, ex Westfalenstadion. Voll, nur Männer. Der erste LKW rollt aufs Spielfeld…

    Wünsche noch einen beschaulichen Abend im Kreise der Lieben.

    • Sie haben ja Fantasien - Schalke-Fan?
      Und Sie glauben, es ließen sich nicht auch eine sehr nennenswerte Zahl von Männern finden, die ebenfalls aktuelle, noch ganz gut funktionierende Strukturen beschädigen und zerstören wollen?
      Diese Anti-Frauen-Nummer ist doch unterirdisch. „Die Wahrheit beginnt zu zweit“ heißt ein Buchtitel. Es braucht also ein Gegenüber. Und eben nicht als Feind! Aber wem will man das noch sagen?

      Und was die Strukturen in D angeht, hülfe ganz gewiss, auch wenn’s natürlich Geschichte ist, nochmal auf den Anfang zu schauen. Und das war, da lässt sich überhaupt nichts wegreden, der Fall der Mauer und die „weisen“ Beschlüsse WESTDEUTSCHER Eliten. Ostdeutsche hatten da nachweislich nichts zu melden. Die überkippenden Feiertagsreden samt standing ovations stehen mir noch sehr deutlich vor Augen.

      Auch längst vergessen:Es lag, von ostdeutschen Bürgerrechtlern und anderen erarbeitet, ein gemeinsamer Verfassungsentwurf vor. Ein gewisser Helmut Kohl wollte davon nichts wissen. Und hatte leider die Macht…

  86. Wie ein langer Faden
    Heiligabend bei den ….. (12 Personen)
    Nach dem Braten und Nachtisch ein vorsichtiges Antasten an die verschiedenen Ansichten. Eigentlich wie immer. Erst sucht man die
    Schnittmengen – soll ja ein friedlicher Abend sein. Nach dem die Mutter verabschiedet wurde, gehts dann schon lebhafter zu. Wobei oft eine Person (meist weiblich) nicht in der Lage ist, in großer Runde zu diskutieren.
    Guckt sich immer eine Person aus der Runde aus, um sie mit belanglosem
    Zeug zuzulabern. Derjenige kann schon mal nicht mehr an dem Gespräch teilnehmen.
    Wie ein langer Faden ziehen sich die Weihnachtsfeste durch mein Leben.
    Früher die Diskussionen mit dem Vater, weil der Schwiegersohn die falsche Partei wählte. Doch nie, nie, wäre dieses bedinglungslose Auffangen innerhalb der Familie durch politische Diskussionen gefährdet gewesen.

  87. Es gibt sie also doch
    die Schwarmintelligenz, die unheimlich originelle oder witzige Gesellschaftskritiker, also den Homo Eribon oder den Klamauk-Onkel Sharpe im selben Zusammenhang nennt.
    Recht so!
    Auch „die“ Hegemann wird von Euch jetzt wieder erwähnt werden.

    Seit der Pontifex Maximus Turbo (rooaar) uns die Lehre von der Koprophagie näher gebracht hat, hege ich den Verdacht, daß der Don grausame Exkre- quatsch Experimente mit seinen Lesern treibt.
    Viel Froide bei der Lecktüre vom Eribon jdf.

  88. Hans-Werner Sinn statt Eriban lesen, was sonst als Wiedervereinigung
    Wie gesagt, Eribon überzeugte mich nicht.
    Ob die Leute, die Front National wählen, gegen Ihre Interessen verstoßen, wer weiß das schon? Die Linke in F hat keine glaubhafte Revolution anzubieten und der Kapitalismus gibt nur begrenzt Milch (ob nun mit oder ohne Harz 4). Aber es ist momentan nicht die Zeit, dem Nachzugehen, was die Professores meinen und wie das Volk die Lage sieht. Möglicherweise ist gar für D der neue frz., konservative Star, der mit Putin kann und will für D noch schwieriger als das Schreckgespenst Marine Le Pen.

    Die regulative Idee „Nationalstaat“ halte ich nach wie vor für den Ursprung und die Quelle der heutingen Staatenwelt und als erfolgreiches Modell der Selbstorganisation von Völkern und Bevölkerungen. Da bin ich ganz UNO-Satzung. Zumindest sehe ich nichts funktionierenderes (vgl Nationbuilding versus failed state).

    „Nationalstaatsklumpen“ – nicht nur wie der Ostblock – benötgen viel mehr Imperialismus als Kitt für den Zusammenhalt (in der USA und Rußland, bei beiden: make great again and give us nukes, dawai, dawai).

    Dagegen ist der Nationalismus von Bevölkerungsgruppen in Nationalstaaten, die nun meinen keine mehr sein zu wollen (die Manschaft und Angela Merkel) eher defensiv statt ausgreifend.

    Selbstverständlich war die Wiedervereinigung die Wiedervereinigung, denn deshalb hieß das GG so und eben nicht Verfassung. Dass viele es mit den Werten des Grundgesetzes und der Wiedervereinigung nicht so genau nahmen; obwohl sie heute vor lauter Wertebeschwörungen die Luft aus ihren Empörungsbäckchn gar nicht rauskriegen, das ist bekannt. Von der geschlagenen SED-Bonzenbrigade, die ihrer eigene DDR-Nation hinter der Mauer vergaß, als sie in die deutsche Rentenkasse einzog und jetzt gar wegen Ungleichbehandlung motzt und katzenjammert, ganz zu schweigen.

    Ich danke einen Teilnehmer besonders – Don Alphonso sowieso und grundsätzlich – der einen Link zu Hans-Werner-Sinn und seinen aktuellen Vortrag legte:
    http://www.hanswernersinn.de/de/Video_Weihnachtsvorlesung_19122016

    Nun weiß man warum es keine 500,- €-Scheine mehr gibt. Und, Sinn (wenn ich auch nicht dran glaube) ist der letzte politische Europäer, der die Kronkorken-Idee
    der EU-Entwicklung wiederbelebt….wenn wir schon alles Vergemeinschaften wollen und sollen, dann hat D darauf zu achten, dass das Militär (incl.Atomwaffen)
    gleich mit vergemeinschaftet wird, sonst wird alles nichts.

    Freundliche wischen-den-Jahres-Grüße

    • Titel eingeben
      „benötgen viel mehr Imperialismus als Kitt für den Zusammenhalt (in der USA und Rußland, bei beiden: make great again and give us nukes, dawai, dawai).“

      Schauen Sie sich den Etat beider erwähnten Staaten für diese Rüstung an, dann wird Ihnen klar, wer hier „quick, quick & more, more“ ruft.

    • "Hans Werner Sinn lesen ..."
      Punkt 9 seines Punkteplans reichte mir.

      „9. Hilfen für schwächer entwickelte EU-Nachbarstaaten.

      Die EU integriert sämtliche schwächer entwickelte Anrainerstaaten in ein Abkommen über Freihandel und freien Kapitalverkehr mit dem Ziel, diesen Ländern eine gute Chance für einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung zu geben und den Migrationsdruck zu senken. Außerdem organisiert sie ein spezielles Entwicklungshilfeprogramm für diese Länder, das darauf setzt, die staatliche Infrastruktur so zu verbessern, dass sich die private Wirtschaft entfalten kann.“

      Klärt immerhin, wohin auch bei Sinn die Reise gehen soll.
      „Was bisher geschah …“ kann man, sehr zurückhaltend formuliert, nicht zufällig beim „Zentrum für Militärgeschichte“ nachlesen:

      http://www.mgfa-potsdam.de/html/einsatzunterstuetzung/downloads/meunordafrikajuenemann.pdf?PHPSESSID=92bb8

      Guten Rutsch

  89. Eine mexikanische Feministin ...
    … soll der Ursprung jenes Tweets gewesen sein.

    Das entschuldigt Vorsamer in keinster weise, im Gegenteil.

    Aber ich frage mich grad, was könnte diese Frau in ihrer Familie erlebt haben, ist sie aufgewachsen in einer Familie, die von diesen unsäglichen Kriminalfällen betroffen oder gar verantwortlich ist?

    Das würde es ja aus ihrer Sicht verständlicher machen.

    Aber eben nicht für jene Vorsamer.

  90. WIRKLICH GUTEN JOB GEMACHT !
    Weihnachten, das fest der versöhnung und so lesen wir im hausblatt der wohlstands- und wohlfühlmetropole München

    „die sicherheitsbehörden haben lange zeit einen wirklich guten job gemacht“

    nun ja, ich habe gelernt, entscheidend ist immer, was hinten rauskommt.

    die drecksarbeit machen dann immer die anderen: polnische trucker und italienische jungpolizisten auf streife !

    und schuld ist dann der Förderalismus !

  91. eigentlich
    mag ich ja zwei Dinge überhaupt nicht: Tauben und Radrennfahrer. – Bei Ihnen lieber Don sehe ich schon länger über meine Abneigung hinweg und lese diesen Blog mit Vergnügen,selbst die Radtourberichte habe ich genossen!
    Sie benennen Realitäten/Wahrheiten und diskutieren/bewerten jene ohne ideologische Scheuklappen.Das ist es ,was viele Bürger in der Medienlandschaft vergeblich suchen.
    Bei der „Konkurrenz“ macht Herr Lobo gerade den Wendehals!
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/streitkultur-kann-die-realitaet-rassistisch-sein-a-1127759.html

    Zitat:“Kann die Realität rassistisch sein?
    Wer Rechten und Rechtsextremen etwas entgegensetzen möchte, muss auch unangenehme Wahrheiten zulassen. Dafür ist ein schmerzhafter Kurswechsel nötig.“

    Das ist für mich ein glasklares Eingeständnis in Bezug auf „Lügenpresse“! – Lobo und seinesgleichen haben also bisher die unangenehmen Wahrheiten/Realitäten weg-bzw. schöngeredet und alle realitäts- und wahrheitstreuen Kritiker wurden als Populisten ,oder schlimmer noch als Rechtsextreme diffamiert.

    Nichtmal jetzt möchte er um der Realität/Wahrheit willen einen Kurswechsel,sondern nur ,um dem politischen Gegner etwas entgegenzusetzen.Taktische Wahrheiten sozusagen.

    Was für eine erbärmliche Selbstoffenbarung, was für ein erbärmlicher journalistischer Anspruch!

    Mein entsprechender Kommentar dazu in durchaus höflicher Manier wurde dann bezeichnender Weise nicht veröffentlicht!

    Genug von der unfähigen erbärmlichen „Konkurrenz“!

    Ich hoffe,daß Sie weiterhin mit spitzer Feder agieren und wünsche Ihnen und Ihrer Familie einen „guten Rutsch“ und ein 2017 mit Gesundheit und Glück!

    • David Kriesel
      „Mein entsprechender Kommentar dazu in durchaus höflicher Manier wurde dann bezeichnender Weise nicht veröffentlicht!“
      .
      Auch zu solch‘ SpOn-Entscheidungen erklärt der Vortrag von David Kriesel auf dem jetzigen CCC-Kongress einiges:
      Wenn Zustimmungen zum Artikel erwartet werden: kein Problem der Redaktion. Wenn Ablehnung erwartet wird (oder auftaucht): Zensur oder erst gar keine Kommentare zulassen.
      Alles mittels Statistik und Auswertung wunderbar & sehr verständlich auf Schaubildern bewiesen.

    • ....den Wünschen schließe ich mich an ...
      … aber zu dem Lobo noch ein Wort:

      Es ist imho einfach ein Herantasten an ein neues „Narrativ“, weil das bisherige unerhörterweise nur noch höhnisches Gelächter und bei Anhängern betretene Gesichter hervorruft und bei Talkshowauftritten lahm wirkt. Das heißt aber nur, dass sich die Darstellungsschleifen erweitern.

      An der Merkelei selbst wird eisern festgehalten werden. Die Toten werden schnell verscharrt und vergessen, oder wie der Hausherr treffend sagte, eine Fußnote in den Gefallenenzahlen der Integrationsberichte sein, die die Fanatiker nur umso mehr bestärken werden, den gerechten Kampf fortzuführen, an dessen Ende der strahlende Ruhm des Neuen Solidarischen Deutschland (NSD) stehen werde. 2017 wird es Meldungen von neuen Wunderwaffen („Integrationskursen“), Sportpalastreden („Wollt ihr die totale Integration“? Alle müssen mitmachen!) und Erfolgsmeldungen von der Front („0,3%“ mehr Wachstum als Folge der Flüchtlingshilfe! Endgültiger Durchbruch!“) hageln. Dem Kampf gegen die Feindpropaganda wird hohes Gewicht beigemessen werden, Feindsender („Fakenews“) werden streng untersagt, es wird abgedunkelt und wer Feindsender hört, muss mit Konsequenzen rechnen.

      Da ist es doch schön, dass irgendwo in einer reichen bayerischen Kleinstadt jemand in einem ironischerweise den Jesuiten abgenommenen Palast sitzt, und bei dessen Anblick einem Sascha L immer der Kamm schwillt.

    • Naja, ich hatte auch erst gedacht,...
      hat sich der Don da womöglich einen Iro scheren lassen und ist undercover jetzt bei SPON unterwegs… aber spätestens beim letzten Absatz, also den Konsequenzen vom Ganzen, ist Herr Lobo wieder ganz bei sich mit seiner Vorstellung „Wenn’s nicht funktioniert, war’s nur noch nicht genug“ und seiner Forderung, den ganzen Widerspenstigen notfalls Multikulti mit der Eisenfaust im Samthandschuh, kombiniert mit schärfster sozialer Kontrolle, einzubleuen:

      „Eine strenge Antidiskriminierungslinie. Ausweitung der Videoüberwachung öffentlicher Plätze. Integration und Gleichberechtigung auch mit Druck auf die Ur-Mechelener. Eine Offensive für saubere Straßen. Investitionen in arme Viertel mit hohem Migrantenanteil. Überwachung und Kontrolle, aber durch eine „freundliche Polizei“.

      Spätestens beim Nebensätzchen „auch mit Druck auf die Ur-Mechelener“ hat sich dann die Fratze des „freundlichen Gesichts“ endgültig bis zur Kenntlichkeit entstellt.

    • Noch ist Lobo weit von der Erkenntnis entfernt,
      dass allein ein frühes Wahrnehmen und Aussprechen der Realität niemand automatisch zum Rechtsextremen macht.

      „Wenn soziale Medien als gesellschaftlicher Seismograf verstanden werden, dann schlägt die Nadel gerade sehr heftig aus, was die Debatte um Sicherheit und Integration angeht. In Richtung einer Empörung, die dazu beitragen könnte, im Wahljahr 2017 rechte und rechtsextreme Kräfte in die Parlamente zu spülen.“

      Rührend auch diese Aufzählung:

      „Die Gründe für diese Empörung sind neben der Berliner Tat – eben nicht nur Fake News, sondern dass es in letzter Zeit relativ häufig aufsehenerregende Fälle gab, bei denen Menschen mit ausländischer Herkunft beteiligt waren. Der islamistische Anschlag in Berlin mit zwölf Toten, verübt von einem tunesischen Mann. Ein Mann türkisch-kurdischer Herkunft schleift seine Ex-Partnerin am Seil hinter dem Auto her. Vergewaltigung und Mord in Freiburg, mutmaßlich durch einen afghanischen Flüchtling. Zuvor die gewalttätigen Silvestermobs in Köln und in anderen Städten, bei denen der Verdacht auf junge Männer aus Nordafrika fiel. Syrer, Libyer, Tunesier, türkisch-kurdische Herkunft, Afghane, Nordafrikaner.“

      und die pseudo-naive Frage, nachdem sich seit Monaten ein Einzellfall an den anderen gereiht hat:

      „Hilft es, in der Diskussion von Einzelfällen zu sprechen? Darauf hinzuweisen, dass die meisten Angriffe auf Obdachlose von Rechtsradikalen kommen? Zu erklären, dass der Mann türkisch-kurdischer Herkunft einen deutschen Pass hatte? Ja und nein. Es ist richtig und notwendig, solche Gewalttaten einzuordnen, Fakten und Details sprechen zu lassen statt Vermutungen und Pauschalisierungen.“

      Unfassbar doof auch der Gedanke, ein deutscher Pass würde den Sozialisationshintergrund eines Gewalttäters türkisch-kurdischer Herkunft quasi statistisch neutralisieren und er würde damit in eine Gruppe mit Hans, Sebastian und Max rutschen.

      Doch halt!
      War es nicht von jeher ein zünftiger Brauch, sein Weiberl nach dem Oktoberfest an einem Seil mit dem Auto heimzuschleifen?

    • ...Weiberl nach dem Oktoberfest an einem Seil mit dem Auto heimzuschleifen
      Ich plädiere eher für das Nudelholz, wenn der volltrunkene, alte, weiße und heterosexuelle Mann es wagt, das eheliche Schlafgemach zu betreten.

  92. Nationalstaat, Staatsvolk und Entsolidarisierung .
    Im Zuge der uns übergestülpten EU sollen die Nationalstaaten wie Zucker im Kaffee aufgelöst werden, und ein einheitliches Europa geschaffen werden, mit einer von allen gefühlten Identität.

    Jedes Jahr zweimal wird die Unsinnigkeit der Sommerzeit diskutiert. Die EU aber hält gegen alle Versuche, den Erst-Weltkriegsquatsch abzuschaffen, dass die Sommerzeit mittlerweile Teil der ,,europäischen Identität“ geworden sei.

    Wohl der einzige, wenn überhaupt.

    Außer Deutschland, wo der herrschende, linke Tenor schon lange antideutsch ist, und in der Auflösung das Heil sucht, wollen alle anderen Länder nichts davon wissen.
    Frankreich besonders nicht, obwohl es eine starke Linke hat(te?) .
    Italien ebensowenig, oder Polen, Tschechien ,Spanien, Portugal, etc.

    Die Idee des Grafen Coudenhove-Calerghi, den Europäer durch eine ,,afro-asiatische Mischrasse“ (so nennt er das) zu ersetzen, hat nur in den mea-culpa-Ländern Deutschland und vielleicht Österreich, Platz gegriffen.

    Frankreich und auch Großbritannien haben schon länger einen hohen Bevölkerungsanteil von Fremden, vielfach aus islamischen Ländern.

    Die Autochthonen dort grenzen sich, und die anderen ebenso, vice versa, voneinander ab.
    Die Idee, dass die Sprache verbinde, ist dort schon gestorben, Frankreichs beurs (arabischstämmige Personen) sprechen fließend französisch, in höherem Ausmaß, auch qualitativ, als hierorts die Türken, Araber, etc.
    Und sind kein Jota mehr ,,europäisch“ . Französisch ,etwa.

    Eine Gesellschaft, ein Volk, verträgt einen Gewissen Anteil an Zuwanderung, und es kommt SEHR darauf an, wer kommt, und wie willkommen der am Anfang ist, und wie er sich weiter verhält.
    Ab dem gefühlten Kipp-Punkt, wird es abgelehnt.

    Aber, gerade in Deutschland, nicht einheitlich.
    Und dann entstehen mehrere Parallelgesellschaften, die verschiedenen fremdstämmigen, und mehrere autochthone.

    Dann beginnt Entsolidarisierung, zerbricht der Zusammenhalt, gibt es gallige Propaganda seitens der Regierung (Deutschland wird bunter wir sind alle eins, blablabla).
    Dann ist das Land vielfach gespalten, dazu kommen strafbewehrte Sprech-und Denkverbote, weil nicht sein kann, was nicht darf.

    Und dann leben wir in der DDR 2.0.

    Multi-Kulti funktioniert nur dann, wenn man das Land zerstören will.
    Sonst nicht.

  93. Werter Don bei uns heisst ...
    …. Ihr Leitspruch:
    .
    A Sau bleibt a Sau, a wanns bei de Pfeadl afd Weid kimmt
    .
    sinngemäss:
    .
    A Wutz bleibt a Wutz un wenn se in de Scheees gefahrn werd.

    • Scheees
      Auch deshalb lese ich diesen Block. Bobbe-Scheees. Muss Pfalz sein. Bobba-Scheais. Franken. ‚eai‘ als Ersatz fungierend, weil der gesprochene Buchstabe dazu eigentlich im deutschen Alphabet nicht existiert.

  94. Titel eingeben
    Ups, jetzt knirscht das Mercedesle vom Hausherrn.
    Nett wie ich bin, habe ich mal nach Ersatz geschaut ;)
    Soll ja wohl etwas aus unschlagbarer, deutscher Produktion sein, hihi.
    Aussreichende, kraftvolle 25PS, Pritsche für das Gesinde, perfekt.
    http://www.fahrzeugseiten.de/Nutzfahrzeuge/Mercedes_Unimog/401/401.html

    Für alle Genussmenschen hier, noch ein Hinweis:
    Für jede Ziga(r)re/tte die Sie rauchen, nimmt Gott Ihnen eine Stunde und schenkt sie Keith Richards.

  95. Gar nicht so gänzlich offtopic
    http://taz.de/Rechte-Anschlagsserie-in-Neukoelln/!5365862/

    Allerdings gings hier wohl nicht ausschließlich um die „berühmten“ Frauen.

    • Was heutzutage als Anschlag gilt?
      Sehr verehrter GastX,

      in Ihrem Link(-e) musste ich folgendes lesen:
      „Die jüngsten Anschläge in der Nacht auf Dienstag galten allerdings nicht linken Institutionen und Geschäften, sondern Privatwohnungen. An sechs Neuköllnern und einem Kreuzberger Haus fanden sich rote Schriftzüge, stets nach dem gleichen Muster. Nach dem Namen des Bewohners stand die Beleidigung „Rote Sau“ oder „Drecksau“.“

      Sollen rechte GraffittisprayerInnen jetzt als AttentäterInnen (=Urheber eines Anschlags) verfolgt werden, während andere ÜbeltäterInnen als AktionskünstlerInnen betrachtet werden sollen. Ich liebe Banksy!
      Berlin ist für mutmaßliche SachbeschädigerInnen jeglicher Couleur nun einmal ein Paradies, sozusagen ein rechtsfreier Raum. Naja, die taz hat wirklich eine hohe Qualität der Berichterstattung. Wo sonst gendergerechte Sprache ihre Heimat findet, wird hier der Ausdruck für eine maskuline MieterX verwandt.
      Ich hoffe, dass die taz-RedakteurInnen dies in ihrer internen Blattkritik berücksichtigen und eine Abmahnung aussprechen. Einen „Bewohner“ mit einem weiblichen Schimpfwort zu belegen, macht mich stutzig, ist zutiefst frauenfeindlich und deutet auf rechte Anschlagsausführende hin.
      Beleidigung ist bereits eine rechtliche Bewertung und hat in einer seriösen Berichterstattung nichts verloren. So sieht „Qualitätspresse“ aus!

      P. S. Den Artikel habe ich trotzdem gerne gelesen.

    • Rote Mistamseln und braune Dreckspatzen
      Ich finde diese Eskalation der „politischen“ Auseinandersetzung auch nicht lustig. Hoffentlich erwischt die Polizei die Täter. Allerdings muss man sagen: Die roten Mistamseln haben zumindest in Berlin mit dieser Art der Einschüchterungsaktionen begonnen.
      Bei uns um die Ecke parkt jetzt fast ständig ein Polizeiauto, weil dort der Eigentümer eines besetzten Hauses wohnt, welcher Morddrohungen aus der Szene erhielt. An manchen Garagentoren und Zäunen sind die roten Schmierereinen („Linie 208 bleibt!“ o.ä.) von AFD-Schmierfinken übersprüht worden. Selbstverständlich sieht man die schmutzigen Hinterlassenschaften des Federviehs nur noch bei den ärmeren (meist älteren) Hausbesitzern und den Mietshäusern. Die besseren Kreise parken nicht nur die Autos sicher in der bewachten Garage, sondern halten auch die Fassaden mit Hilfe von Personal sauber. Solche Feinheiten fallen aber den bildungsfernen Kreisen nicht auf, die Gewalt für eine legitime Art der Meinungsäußerung halten.

    • ... danke für den link ...
      … aber für ein Milieu, dass derartige „Aktionen“ sonst rühmt oder klammheimlig freudestrahlt, und allenfalls ab und zu zur Besonnenheit mahnt, und nur solange die eigene Luftherrschaft im jeweiligen Kiez locker gesichert ist, ist das etwas viel Heulerei …

      Wie wäre es, wenn die Taz*innen über „Gewalt gegen Sachen“ nicht nur heulen, wenn es die eigene Leserschaft betrifft und mit Schrubber bewaffnet losgehen und den Dreck in der gesamten Stadt entfernen …

    • @L.IA. Beileid vom 30. Dezember 2016 um 13:38 Uhr
      Sehr verehrte/-r Beileid,

      die Schmierereien sind doch, gerade in Berlin, nicht neu.
      Eine meiner Lieblingsszenen bei „Life of Brian“ macht deutlich, dass diese Art von Fassadenkunst ein Mittel der politischen Auseinandersetzung ist.

      Es ist einfach nur noch erheiternd, wenn das Verlautbarungsorgan der Neulandbewohner, es für Wert erachtet, dazu einen Artikel zu bringen, der klar auf der Blattlinie liegt, aber den eigenen Qualitätsansprüchen nicht genügt.

      Leider bleibt es ja gerade im RHS nicht bei den Schmierereien, die nach meiner Einschätzung nicht nur von Angehörigen aus bildungsfernen Schichten begangen werden.
      Manche Sprayer fangen klein an und enden als Straßenkünstler (https://de.wikipedia.org/wiki/Banksy), die es schaffen, politische Aussagen mit einem Graffitti künstlerisch wertvoll in den öffentlichen Raum zu tragen.
      Als Hausbesitzer kann man sich auf einen echten Banksy etwas einbilden, weil er mit einer Wertsteigerung der Immobilie einhergeht, sozusagen eine Sachwertsteigerung anstatt Sachbeschädigung;-)

      P. S. In Berlin empfehle ich allerdings das Werk zu verpanzerglasen, damit es nicht durch billige Nachahmer übersprüht bzw. -ritzt wird.

      Mit den besten Grüßen

    • Eskalation
      Im Feuerwehrmilieu ist das Phänomen bekannt: Feuerwehrleute, die Brände legen und sich bei den Einsätzen besonders hervortun.

      Ob die Schmierereien in Neukölln von Rechten begangen wurden, bleibt erst mal zu ermitteln, denn so was gibt’s auf Bestellung, ähnlich wie „spontane“ Demos.
      Die Mechanik ist etwas zu einfach und zu verführerisch: „Rote Sau“ o. ä. schmieren > TAZ-Bericht > öffentliche Empörung.

      Sicher ist, dass das linke Lager auf solche – und schlimmere – Nachrichten wartet wie die Wüste auf den Regen. Der Wunsch, eine eskalierende Situation geradezu „herbeizuhetzen“, von dem hier auch schon die Rede war, wird vielen nicht ganz fremd sein.

      Die offen kommunizierte Praxis ungeklärte Straftaten statistisch dem rechten Lager zuzuordnen, kommt daneben einer Einladung gleich, den politischen Kampf mit Mitteln zu führen, die zu der ersehnten Eskalation beitragen dürften.

      Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (Interview auf Inforadio vom RBB am 22.09.2016):

      „Also erst mal was zur Statistik. Wir haben in Brandenburg die Statistik bei rechtsextremen Übergriffen geändert. Das heißt bei der Polizei ist erst mal jeder Übergriff, wo nicht erwiesen ist, daß er keine rechtsextreme Motivation hatte, wird in diese Statistik reingezählt.“

    • Titel eingeben
      2016 gab es in D wieder, wie schon 2015 an die 1000 Angriffe, Überfälle, Brandtstiftungen auf Flüchtlinge und Flüchtlingsheime. Wer sind da wohl überwiegend die Täter und Täterinnen? Btw, NSU schon aufgeklärt?

      Nein, das sollte für niemanden Grund zur Freude sein. Und schon gar nicht einer zur ewigen, je nach eigenen Interessen praktizierten Relativierung. Aber das sind nach aller Erfahrung natürlich vergebliche Hoffnungen.

      „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
      Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
      Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
      Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

      Nur mal so gegen die weitverbreiteten Illusionen.

    • ... die Zahlen sind falsch ...
      „1000 Angriffe, Überfälle, Brandtstiftungen auf Flüchtlinge und Flüchtlingsheime“

      Es gab v.a. ungeklärte Überfälle und Brandstiftungen, darunter auch solche die durch Migranten verursacht wurden. Allein in Köln gab es über „1000 Angriffe, Überfälle“ usw. von Migrantischstämmigen, die in der Statistik, wie bequem, auf wenige zusammengeschmolzen, weil die Täter nie aufgeklärt wurden.

      Und das Zitat können Sie gerne denjenigen vor die Nase halten, die den Überwachungsstaat zwecks Eindämmung von „Fake News“ fordern.

    • Dächte, ich hätte gerade eben vorgschlagen, endlich mal mit diesen
      ewigen und unerfreulichen und falschen Relativierungen aufzuhören. Die führen doch nirgendwohin.
      Natürlich gibt es amtlicherseits ein Interesse, den Ball in Bezug Migrantenkrminalität flach zu halten. Und ebenso gibt es eben Kräfte, die genau das Gegenteil wollen. Das gehört seit je zu diesem ganz alten Spiel der Politik.
      Muss man mit der einen oder anderen Seite sympathisieren? Ich denke nicht.

      Wie wahrscheinlich ist das denn, wenn ca. 1 Mill. Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten hier einwandern, und die Kriminalität nicht steigt? Diese Wahrscheinlichkeit ist gleich Null. Allein die Wirkungen des zu vermutenden Kulturschocks dürfte so manchem den Boden unter den Füßen weggehauen haben. Das ist KEINE Entschuldigung für diese Taten. Ebenso gibt es KEINE für die deutschen(!) Angriffe auf die Migranten. Ist doch eigentlich ganz einfach. Allerdings ist doch eine gewisse Sympathie für letztere Tagen zu konstatieren.

      Ist eigentlich die Kanzlerin mit der Rede zu Sylester dran? Sie wird umsteuern MÜSSEN.

  96. Viel Mut für 2017!
    Lieber Don,
    herzlichen Dank für Ihre stets interessanten Beobachtungen in 2016 und Ihre mutige Stimme gegen die Mistamseln jeglicher Coleur! Möge Ihnen Gesundheit und Glück auch im neuen Jahr erhalten bleiben!
    Eine kleine Bitte noch:
    Die Toten und Schwerverletzten von Berlin dürfen nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Bundesrichter a.D. Deiseroth hat hierzu ein Interview gegeben, das eigentlich in der FAZ abgedruckt werden müsste:
    https://www.heise.de/tp/features/Terroranschlag-auf-Weihnachtsmarkt-Super-GAU-fuer-die-beteiligten-deutschen-Sicherheitsbehoerden-3582949.html
    Wenn es also gar keine Pannen gab und auch kein Rücktritt gefordert wird, muss sich der Verdacht verfestigen, dass die V-Leute bei Amri genau das erreicht haben, was sozusagen „unvermeidlich“ war.

    • Dieser Professor aus Leipzig...
      …gehört zu den – in Reihen der Verwaltungsgerichtsbarkeit nicht nur ganz vereinzelt anzutreffenden – Leuten, die gemeinhin jeden Polizisten zunächst einmal als verhinderten KZ-Wächter einzuordnen pflegen. Vom Nachrichtendiensten gar nicht zu reden, die sind ohnehin der Gottseibeiuns.

      Einerseits drollig, wie derlei Typen nun plötzlich (wieder?) entdecken, welche Bedeutung das staatliche Gewaltmonopol hat und was zu seiner Sicherung und Durchsetzung nötig ist. Wenn der Anlass nicht so traurig wäre, müsste man eigentlich in schallendes Lachen ausbrechen.

      Andererseits sind das die letzten, die nun der Polizei zu erzählen brauchen, wie sie ihre Arbeit zu machen haben. Das ist nämlich genau die Sorte Heuchelbrüder, die über Jahrzehnte nichts unversucht gelassen haben, das erst unmöglich zu machen.

    • @L.IA.Beleid vom 30. Dezember 2016 um 13:55 Uhr
      Sehr geehrte/-r Beleid,

      zunächst einmal bitte ich in aller Form um Entschuldigung, dass ich meiner ersten Replik Ihren Nachnamen falsch geschrieben habe.

      Vielen Dank für den lesenswerten Link.
      Ich stimme Ihnen zu, dass das Interview es verdient hätte, an prominenterer Stelle veröffentlicht zu werden.
      So langsam drängt sich der Eindruck, dass einige Medienvertreter tiefergehende Fragen gar nicht stellen wollen oder noch schlimmer nicht stellen dürfen. Mit welch einer Willfährigkeit die Statementauftritte im Zuge der Berischterstattung zum Berlinanschlag vom Bundesgauckler, Honeckers Rache, ihrer Büroklammer und dem als Justizminister agierenden Anzugmodel ausgestrahlt und abgedruckt worden sind, stellt sich nur noch Kopfschütteln. Hauptsache wir haben die Bilder und O-Töne, um die durch nichts getrübten Regierungsverlautbarungen verbreiten zu können, so unauthentisch sie auf die Zuschauer auch wirken mögen. Vielleicht kann man da ja zukünftig mit Videobearbeitungsprogrammen nachhelfen. Auch die Umfragen auf den Weihnachtsmärkten haben zu besten Sendezeiten, wie von mir befürchtet, nur die Frohe Hauptbotschaft der Regierenden „Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen, weil dann hätten DIE ja ihr Ziel erreicht!“ im ÖRR und bei anderen wiedergegeben. Ich liebe die ausgewogene Betrachtung der ÖRR.
      Im dänischen Fernsehen findet sich allerdings ein dem Journalistenethos widersprechendes Interview mit Opferangehörigen, in dem sich der Vater bei Merkel bedankt: https://youtu.be/dNwBh0ssRhc
      Muss man nicht machen, kann man aber machen. Auch wenn ich Witwenschütteln zutiefst verachte, ist dies das einzige Stück in dem ein Betroffener sich nicht unterkriegen lässt und gegen das Narrativ der Regierung und der Pseudoopposition spricht. Die Verlautbarungspresse in DiesistnichtmehrMerkelsLand wird ihren Qualitätsansprüchen zumindest weiter gerecht.

    • @ Liabeleid (für den Hugues: chers bonhommes)
      Ich würde einfach mal behaupten, daß in den Sicherheitsbehörden einfach Leute sitzen, welche die Schnauze gestrichen voll haben und die die Terrorabwehr zwar nicht direkt sabotieren, es aber ohne großen Aufwand laufen lassen. Wohl wissend, daß es in die Hose geht. Würden wir SIE anders loswerden können? Vergesst die BTW-Wahlen 2017. Wir werden früher wählen. Wetten?
      (DdH)

    • @Jenlève le masque de la conspiration vom 30. Dezember 2016 um 16:14 Uhr
      Vielen Dank für Erweiterung meiner Wahrnehmung, wo doch das Bayerische dem Französischen so nahe ist (wie Andreas Hofer ja schon wusste);-). Der Bäume waren so viele, ich muss wohl im Wald gewesen sein!

      Auch wenn ich mir keinen Aluhut bastele bzw. kaufen will, so weiß ich doch, dass ein über ein Jahr andauernder, unter Amtshilfe laufender, Einsatz der Bundeswehr im Inneren beim BAMF nicht durch das GG gedeckt ist.
      Vielleicht könnte auch hier einmal eine Juristengröße im Ruhestand gutachterlich tätig werden?

    • Lt. dem Herrn Jäger, seines Zeichens Innenminister des Landes NRW
      hatten Behörden den „Eindruck“, Amri entwickle sich weg vom Salafismus… Der Staat könne keine vollständige Sicherheit bieten.

      Mir völlig neu, dass Behörden Eindrücke haben können, es sind doch wohl noch menschliche Wesen dort vertreten oder?

      Vollständige Sicherheit erwartet niemand, allerdings die Beantwortung der Frage, wann der Herr Jäger endlich zurücktritt. Dem Herrn Jäger war bekannt, dass Amri in 12 Moscheen verkehrte, teilweise als Imam dort tätig war und der Herr Jäger hat Eindrücke, es ist nicht mehr zu fassen.

    • @Renate Simon vom 30. Dezember 2016 um 18:55 Uhr
      Verehrteste,

      auch wenn ich es mir verkneifen sollte unsachlich und sarkastisch zu werden, weil es unziemlich ist
      Manchmal hilft wirklich nur noch Humor. Für die Grenzwertigkeit schäme ich mich jetzt schon.
      Der Jäger hat seinen FiFi von der Leine gelassen: „Der tut nix, der will nur spielen“.

      Verantwortung sieht anders aus.
      Die Spannung auf Silvester in NRW steigt und steigt…

      Mit den besten Grüßen

    • Auch mein Text war sarkastisch, Hugues de Payens
      denn sobald ich anfange, sehr höflich zu werden, sprich von Herrn J… oder Frau wenauchimmer zu schreiben, ist das bei mir der pure Hohn.
      Wenn ich also anfange, nur noch von Frau Merkel statt ulvF zu schreiben, wissen Sie Bescheid. Obwohl, ich hätte das längst tun sollen, werde das bei nächster Gelegenheit beherzigen.

      Heute war mal wieder der OB von Ddorf, der Herr Geisel, bei der AKS – die Legende sagt hier längst, der sei öfter im TV als im Amt – und schwafelte über Silvester. Da ich nicht vor die Tür gehen werde, ist’s mir absolut wurscht, was in der Altstadt laufen wird oder was nicht. Wer meint, dort feiern zu müssen, nun ja, der muss halt mit dem Risiko leben, wie wir alle ja überall und immer, wie der Herr de Mazière so trefflich bemerkte.

      Spaß beiseite. Sollte ich keine Gelegenheit haben oder es auch ganz einfach vergessen, Ihnen und allen Schreibern hier einen guten Rutsch, Vorsicht, es wird kalt und womöglich glatt, kommen Sie alle gut ins neue Jahr und DA ein herzliches Dankeschön.

    • Hugues de Payens 17:16, dafür gibt es doch den Lissabon-Vertrag
      und die Eurogendfor.

      Die bräuchten bei Unruhen im Lande gar nicht die Bundeswehr, die, wie ich heute der Welt entnahm, einen Maulkorb von UvdL verpasst bekommt. Compliance…
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article160697984/Will-von-der-Leyen-die-Bundeswehr-zum-Schweigen-bringen.html

    • An: Hugues de Payens - Juristengröße ....
      „Vielleicht könnte auch hier einmal eine Juristengröße im Ruhestand gutachterlich tätig werden“

      Ich hätte gerne eine Auswahl.
      Die Sache mit der neuen Art der Eintreibung des Rundfunkbeitrags
      entstammt auch den Hirnwindungen einer Juristengröße.
      Ich hätte ein Umlageverfahren vorgezogen bei dem jedes Bundesland einen Betrag je Bürger aus dem allgemeinen Steueraufkommen überweist.

      Da ich hemmungslos herumfantasiere behaupte ich in Bezug auf BPolizei und BWehr einfach das es nicht von Bedeutung wer etwas tut (am Besten das Notwendige)sondern das die Handlungen angemessen sind. Das zu formulieren kann doch nicht so schwer sein.
      Die Bundeswehr müsste inzwischen auch den Einsatz nichtlethaler Mittel gelernt haben. Oder wird im Kosovo nur geschossen?

    • @Klaus Keller vom 30. Dezember 2016 um 22:23 Uhr
      Nein, der Einsatz der Exekutive sollte sich stets auf dem Boden des Grundgesetzes bewegen. Darauf wurden die Staatsdiener ja vereidigt.
      Auch wenn sich Minister mit Definitionsklaubereien meinen darüber hinwegsetzen zu können und für Gewissensnöte sorgen.

      Ja, die Einsatzsoldaten für den Kosovo werden für den Umgang mit gewalttätigen Menschenmengen ausgebildet und damit eher als Bereitschaftspolizei, denn als originäre Soldaten eingesetzt.
      Das ist jedoch keine Standardausbildung und qualifiziert nicht zu einem Einsatz im Inneren.

  97. hm,
    @Cornichon, Sie geben sich hier wortreich alle Mühe ,diesen Professor zu diskreditieren,ohne auch nur ansatzweise auf den Diskussionsgegenstand(Versagen/Fehler der Ämter) einzugehen.

    12 Tote / 48 Verletzte ! – Die Terroropfer,die Familien/Partner/Freunde der Opfer und die Öffentlichkeit haben das Recht auf akribische Aufklärung und es ist dabei völlig unerheblich, ob ein Professor,der dieses ebenfalls einfordert, nun ein „heuchlerischer Stinkstiefel“ ist oder nicht!
    Was soll das?
    Ich fand den link sehr interessant!

    • Dazu möchte ich schon wieder auf den Cicero verweisen
      http://cicero.de/berliner-republik/sechs-lehren-aus-2016-wir-leben-in-schizophrenen-zeiten

      in dem Kissler das Elend beklagt. Mit lesenswerten Links, u.a. auf den Blog von Ralf Schuler, der den Umgang der Politik mit den vier chinesischen Opfern des Würzburger Axtschwingers beklagt und das Fazit zieht, er schäme sich.

      Und dazu eine Kanzlerin, die ein freundliches Gesicht fordert, sonst sei es nicht mehr ihr Land… die aber nicht imstande ist, den Opfern den nötigen Respekt zu erweisen. Keine Trauerstunde im Bundestag, weil Winterpause. Sonst wird zu jedem Pups der BT auch in den Ferien einberufen, der Steuerzahler zahlt ja die Kosten, aber wenn es um Opfer von islamistischen Tätern geht, herrscht allgemeine Funkstille. Nicht einmal Trauerbeflaggung waren die Berliner Opfer wert.

      Was nützt ein freundliches Gesicht bei diesem durch eine solche Kanzlerin veränderten Land? Der Zusammenhalt wird konsequent verweigert und unterminiert.
      Wohl dem, der eine Familie hat.

      Allen ein gesundes, neues Jahr, vor dem mir ein wenig graust.

    • @Renate Simon vom 30. Dezember 2016 um 16:33 Uhr
      Sehr geehrte Frau Simon,

      ich sehe mich leider gezwungen, eine Ihrer obigen Aussagen zu korrigieren.

      Trauerbeflaggung war bei Bundesbehörden angeordnet.

      Nicht, dass Sie noch wegen „Fake-News“ verfolgt werden.

      Mit den besten Grüßen

    • Gast, das wäre mir ein Vergnügen
      und hochspannend zu sehen, mit welchem Paragrafen man mir ans Zeug wollte.

      Heißt es nicht immer, irren ist menschlich? Aber das wird dann ja wohl auch verboten sein. Wohl dem, der nie irrt, so wie unsere sogen. Politelite, die ja nur Wahres von sich gibt.

      Übrigens war heute bei der Beerdigung des Lukasz U. Präsident Duda anwesend, von unserer Seite irgendwer aus der Botschaft…
      Man schämt sich wirklich für andere Leute, denen Scham völlig fremd zu sein scheint.

    • Mein Fremdschäm-Reservoir "für die da oben" ist leer
      Njente, nix mehr da. Blanko. Verschleudert. Vergriffen. Nichts mehr auf Lager. Einfach weg. Zwotausendsiebzehn wird gruselig, ja. Die sog. parlamentarische Demokratie pfeift jetzt schon aus dem letzten Loch. Wo soll das noch alles hinführen? Und das mir, der mit obrigkeitshörigem Untertanentum sowieso nix am Hut hat. Noch nie hatte. Mit Kohlhaas hätte ich mich wahrscheinlich gut verstanden. Frohes Neues.

    • Aber Frau Simon- wenn es nicht mehr Merkels Land ist, soll sie
      sich einfach weit weg schleichen .

      Allen Leuten recht getan, etc.
      Aber wer allen Leuten schadet, dem muß man nichts auf Maß schneidern.

    • Trauerstunde
      @Renate Simon
      Bei uns gab es auch an der Grundschule Trauerbeflaggung. Allerdings inhaltsleer. Gesagt wurde nichts (einige Kinder mit Migrationshintergrund freuten sich „cool, eine Deutschlandflagge!“ und erwärmten mein Herz), ich hatte auch meine Mühe, das Geschehene meinem Sohn zu erklären.

      Gerade eben sah ich die Tagesschau (20:00 am 30.12.) und fühlte mich in den Magen geboxt. Ich las danach Ihren Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Kein Anstand, kein Mitgefühl – es ist so kalt, was dem Bürger da von der Regierung geboten wird.

      Die Tagesschau berichtet über die Beerdigung des polnischen Opfers mit Beteiligung der polnischen Politiker. Anteilnahme, Trauer … und nun zum Sport: Beinah hätten wir Grund zum Jubeln gehabt, aber leider, leider gibt es nun Grund traurig zu sein … fröhliches Silvester! Wetter mild, Gute Nacht!

      Wer erträgt das noch?

    • Die Nachrichten...
      Völlig d’accord @Jessica.

      Da werden die Lottozahlen mit mehr Empathie vorgetragen als der Bericht über die Beerdigung.

      Meine Fremdschämquote ist nicht erschöpft, unsere sogen. Politelite schafft es immer wieder, dass sich mein Reservoir auffüllt und in mir Scham und Wut hochköcheln.

      Obrigkeitsdenken habe ich noch nie gehabt, damit fange ich nun im Alter auch nicht mehr an, wäre ja noch schöner. Aber ich gehe mit Ihnen, BlackBlacky, einig, dass das nächste Jahr wohl grauenhaft wird.

  98. Linke Verwaltungsrichter
    @cornichon
    Von einem linken Verwaltungsrichter ist mir solche Kritik fast lieber als z.B. von Verfassungsrichter a.d. Papier, der schon die Sicherheitspolitik eines Innenministers Schäuble als populistisch entlarvte. Es ist ohnehin interessant, wie so langsam die Einsicht zu wachsen scheint. Heute lese ich bei fefe, dass ihn die Linksextremen nur ausgrenzen und beleidigen wollen, während die Rechten es mit Inklusion und Argumenten versuchen. Sascha Lobo erkennt plötzlich, dass es doch so etwas wie kulturelle Unterschiede geben könnte usw.
    Meine Kritik richtet sich auch nicht gegen die Polizei, sondern gegen unsere Verfassungsschützer und hauptamtlichen Terrorbekämpfer. Die Polizei leistet meist im Rahmen ihrer Möglichkeiten gute Arbeit.
    PS: zu 13:38 Uhr soll es „couleur“ heißen. Das passiert, wenn man über bildungsferne Mistamseln schimpft.

  99. Eiei... ganz offensichtlich "fake-news" vom Feinsten,...
    und das seitens eines britischen Qualitätspresseerzeugnisses, sogar ohne dass Frau Penny oder Frau Valenti daran beteiligt gewesen wären:

    https://www.theguardian.com/world/2016/dec/29/naveed-baloch-man-wrongly-arrested-berlin-attack-fears-for-his-life

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/berliner-polizei-zu-vorwuerfen-kein-mensch-hat-ihn-geschlagen-oder-misshandelt-14597814.html

    „„Wir haben heute ein persönliches Gespräch mit dem Betroffenen geführt. Auch er ist fassungslos darüber, was in dem Artikel geschrieben wird.“

    Er habe zwar bestätigt, dass er mit einem Mitarbeiter der Zeitung gesprochen habe, allerdings sei kein Übersetzer dabei gewesen, sondern nur ein flüchtiger Bekannter, der ein bisschen seine Sprache spreche.

    „Er hat eindeutig gesagt: ,Mir wurden Sachen in den Mund gelegt. Kein Mensch hat mich geschlagen oder misshandelt‘.“

    Bin mal gespannt, wie der Guardian da ungeschoren ‚rauskommt. Vermutlich ähnlich ungeschoren wie die beiden Quallen Marx und Bedford-Strohm mit ihrer Lüge, der israelische Sicherheitsdienst hätte sie zum Ablegen des Kreuzes genötigt.

    • @Perkeo - 30. Dezember 2016 um 16:38 Uhr
      Marx und Bedford-Strohm sind ja mit die größten Verräter; mit ihrer Lüge, da haben Sie Recht, danke das nochmal zu erwähnen.

  100. Übersetzer und ein bisschen Sprache
    Mich verwundert immer wieder, dass man sich, wenn’s drauf ankommt, mit den Migranten nicht verständigen kann. Ich lebe hier mit Afghanen und unterdessen der zweiten iranischen Familie in Folge unter einem Dach und trotz verschiedener Sprachen funktioniert die Verständigung tadellos.

    Meine Nachfrage bei der afghanischen Nachbarin ergab: Sie müssen sich das wie die verschiedenen Dialekte in D vorstellen, das geht ganz gut und ist nicht so schwierig.

    Davon abgesehen, könnten sich beide Nationalitäten sehr gut und fast akzentfrei auf Deutsch verständigen, sie reden aber lieber in ihren Landessprachen miteinander…

    Wo also ist verdammt nochmal immer das Problem?


    • Daß es eher selten Farsi- und Paschtusprecher sind (das sind indogermanische Sprachen), sondern diverse Sorten Arabisch, Türkisch, Urdu und afrikanische Sprachen eher vorkommen? Und daß die so ziemlich alle mehrere Sprachen sprechen, darunter mindestens eine, in der sie sich jederzeit „unbeaufsichtigt“ unterhalten können?

    • Bei meinen Nachbarn verstehe ich es ja
      colorcraze

      da wird jede Gelegenheit, die Muttersprache zu gebrauchen, willkommen sein.

      Arabisch soll für uns schwierig zu erlernen sein, grundsätzlich und wegen der vielen Dialekte. Aber dass dann immer bei allen so gar keine Verständigung möglich sein soll, weil mal wieder dieser oder jener Dolmetscher ausgerechnet den Dialekt nicht spricht, will mir nicht einleuchten.

      Da ja nicht unbedingt die Allerärmsten der Armen zu uns kommen, gehe ich davon aus, dass viele Migranten weitere, zumindest rudimentär, vorhandene Sprachkenntnisse haben. Ungefähr so wie ich mit meinem bisschen Schulenglisch aus Ende der 50er Jahre, das mir inkl. Händen und Füßen zur Verständigung sicher reichen würde. Aber sich doof stellen, ist wohl viel „hilfreicher“.
      Scholl-Latour kam mit seinem in Beirut erlernten Arabisch ja auch fast überall zurecht.

  101. Wiedervereinigung
    @GnM: das ist Teil des Problems. bei wirklich großen Entscheidungen (Wiedervereinigung, Euro, Rettungsschirm für Gr etc, Aussetzen von Dublin) ist der Souverän vorsorglich nicht gefragt worden. Eine Klatsche zur Frage Olympia tut nicht so weh…

  102. @Perkeo Guardian - Qualitätspresse ? Ei, der Daus !
    Darf ich Ihnen , weil man sich ja vom Blog kennt, zu besonders günstigem Preise mehrere Tonnen Gammelfleisch zum Kaufe anbieten ?

    Schmatzschmatz, wie es in der Werbung gerne heißt .

  103. Trauerfeier für polnischen Lkw-Fahrer
    @ Renate Simon…“Übrigens war heute bei der Beerdigung des Lukasz U. Präsident Duda anwesend, von unserer Seite irgendwer aus der Botschaft…
    Man schämt sich wirklich für andere Leute, denen Scham völlig fremd zu sein scheint.“

    Sie hätten gerne gesehen,daß diejenigen,die für die politische Situation und damit indirekt auch für solche Folgen verantwortlich zeichnen , vor den Sarg hätten treten sollen?

    Merkel, Thomas die Misere,unser Justizministerchen….,oder gar Repräsentanten, der Bundesgaukler, Claudia Fatima Roth,….

    Kann man den Polen/der Trauerfamilie diese Heuchler überhaupt zumuten?
    Ja,man kann sich ob unseres Politikpersonals nur noch fremdschämen,gerade deshalb glaube ich ,daß die Trauerfeier, so wie sie war, mehr Würde hatte!

    • Das kann man so oder so sehen
      eine CR hätte ich dort nicht sehen wollen. Aber vielleicht den Botschafter persönlich und eine öffentliche Entschuldigung? Aber dann hätte man die anderen Opfer mit einschließen müssen, zu herausfordernd in herausfordernden Zeiten. 2015 Je suis Charlie… man könnte wirklich die Platze kriegen.

      Die Krone setzte aber heute die Tagesschau drauf, noch nebensächlicher konnte man über die Beerdigung nicht berichten.

      Ich gehe davon aus, dass hinter den Kulissen mit den Polen finanzielle Arrangements oder irgendwelche Versprechen gelaufen sind, denn die polnische Presse war bisher auffällig zu ruhig. Heucheln auf beiden Seiten.

  104. Titel eingeben
    sehr huebscher aperçu, den ich zur belustigung meiner dt. verwandschaft anbringen konnte (natuerlich ohne haeme oder herablassung):

    „Ich kenne sie noch aus einer Zeit, da versuchte sie, für Ebay selbstgebügelte Spongebobunterhosen zu verkaufen.“

    Merci bien (pour votre blogue)
    et bonne année à tous!

  105. @Oberländer
    Die Krippe ist sowieso das Beste. Unsere ist aus Olivenholz geschnitzt. Ich habe sie vor 35 Jahren in Vancouver in einem Charityladen gekauft. Die Figuren sind schön geschnitzt, künstlerisch vielleicht nicht ganz so vollkommen wie Dons Bilder. Wir haben auch ein schwarzes Schaf. Das ist nicht aus Olivenholz, sondern später in der Schweiz dazugekauft. Ich brauche eigentlich nicht mehr als die Krippe, beleuchtet von einem Teelicht. Aber meine Töchter bestehen auf dem Baum, der bis zur Decke reicht und mit über hundert Dingen garniert ist (etwas von jeder Phase meines ganzen Lebens hängt an dem Baum).

    • Der Baum ist heilig
      Das muss ja eine wirklich schöne Krippe sein. Unsere ist von „Kunst und Spiel“ in München, ca. zwanzig Jahre alt, Holz unbekannt, bemalt. Unser Traum ist eine handgeschnitzte aus Südtirol, wo in der Gegend von Ortisei (Sankt Ulrich) sehr schön aus Holz geschnitzt wird, alte Dinge, moderne Dinge. Unsere Kinder geben auch nie den Baum auf. Jedes Jahr wird darum verhandelt, und dann steht er da und ist schön.

      Aber noch einen Witz aus Südtirol, der mir kürzlich zu Ohren kam und vielleicht auch dem Don gefällt:
      Als die Italiener nach Südtirol kamen und das Umtaufen anfingen, hatten sie es stellenweise leicht: Bozen? Aha, facile, Bolzano. Meran? Noch leichter, Merano. In Sterzing aber stießen sie an ihre Grenzen. Den Namen hörend, fragten sie „Wie bitte?“ „Sterzing“, sagten die Einwohner. „Wie bitte?“ Das ging eine Weile hin und her, bis man beschloss, den Ort nach dem vielen Wie bitte Vipiteno zu nennen.

      @ Köstlich
      Laax, guter Tipp, danke. Wengen, von unten betrachtet, wirkt duster. Ich muss doch mal dort rauf.

      Guten Rutsch allen.

  106. Wünsche für 2017
    Werter Don,
    In Ermangelung anderer Möglichkeiten möchte Ich Ihnen auf diesem Wege meine Wünsche für 2017 zukommen lassen.
    Möge Ihr Output weiter das hohe Niveau in Inhalt, Frequenz, Forumspflege und Forumsteilnehmern halten. Möge Ihre Reichweite weiter steigen, auf dass die Regierenden vor dem Souverän zittern, dessen Wollen hören und beherzigen statt weiter auf ihrem Irrweg zu beharren und den Souverän durch Schaffung eines Wahrheitministeriums auf Kurs bringen zu wollen. Möge Ihre Spitze Feder nie stumpf werden und das Mutterschiff Ihnen nie überdrüssig. Möge das seelenlose, elternlose, kinderlose, heimatlose, gender- & LGBT-bewegte, alteweissemännerhassende, „irgendwas mit Medien“ Prekariat ihr Gift folgenlos für Sie verspritzen und Bayern weiterhin nicht an die DDR ausliefern. Mögen Sie von Tretlager- und sonstigen Schäden verschont bleiben auf dass Ihr gesunder Geist immer in einem gesunden radfahrgestählten Körper wohne. Und zuletzt auch im Bezug auf den Untertitel „a Sau bleibt a Sau…“: ich würde mir wünschen, dass auch Ihre hochgeschätzten Beiträge hier im Forum nicht nur weiterhin so zahlreich bleiben sondern diese mehr nach Don denn nach Hr. Meyer klingen würden (z.B. hat es ein Don doch gar nicht nötig, die
    Ironie des Textes zu erklären. Das macht schon irgendwann ein anderer Forumsteilnehmer. Oder wenn ich an die Selbstbeschreibung bzgl. Des Austeilens nach vormaligen Einfangens von körperlicher Gewalt in einem früheren Beitrag denke…). Alternativ kann man ja auch als Hr. Meyer kommentieren…
    Ihr treuer Leser Hans_Nase

    • Ganke, das ist sehr lieb und ich wurde gerade etwas rot.

    • Hans_Nase hat das so wunderbar formuliert
      dass ich mich klammheimlich seinen guten Wünschen für Sie Don Alphonso anschließen möchte.

      Alles Gute für 2017 für Sie und all Ihre Leser
      wünscht
      Renate Simon

  107. & HATE NATIONALISM – so wörtlich, ruft der Aufkleber am Lampenmast –
    http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/2016retrospect6lbz824eqt.jpg
    – jetzt weiß ich endlich, wie ich mich im neuen Jahr verhalten soll,
    vgl. auch
    http://blogs.faz.net/deus/2016/12/26/der-ostafrikanische-kulturkreis-als-erklaerung-fuer-sexuelle-noetigung-3978/#comment-49704
    – Guten Rutsch!

  108. Schönen Dank für dieses Geschenk
    Endlich habe ich den Grund gefunden warum ich grundsätzlich jedes Produkt der Journaille mit einem Adblocker ansurfe. Auch mein Widerwille auch nur einen Cent an diese zu geben erklärt sich mir schlagartig.

    Es ist der geistige Mehltau der auf all diesen „auf Ihr Aktienpaket und dann auf’s Erbe wartenden“ Radfahrern sic! lastet. Diesen habe ich bisher nur als mieses nicht erklärbares Gefühl wahrgenommen.

    Endlich steht dies mit der Verlogenheit der Mittelschichtskinder in ganzer Pracht dar. Da ich aus ärmlichen Verhältnissen komme (verarmte Bauern die nach dem Krieg in die Stadt „flüchteten“) ist mir das ganze Psychoelend dieses G’schmäckles nie bewusst gewesen.

    Danke nochmal und … Glauben Sie das diese Sippenhaft hinter der Familie halt macht? Really?

  109. Zum Schluss hier möchte ich es doch nicht versäumen,
    auf die Neujahrsansprache im Wortlaut der Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel zu verlinken.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article160738212/Die-Neujahrsansprache-von-Angela-Merkel-im-Wortlaut.html#Comments

    Soviel Realitätsverlust war selten und ich hätte jetzt furchtbar gern eine Dampfnudel mit Vanillesoße, um etwas getröstet über die Nacht zu kommen.

    Womit haben wir und das Land das nur verdient, womit haben die Münchener Opfer verdient, von Frau Dr. Merkel vergessen zu werden. Ich kann aus vollem Herzen sagen, ich hasse die Kanzlerin. Hass, den ich noch nie jemandem gegenüber empfunden habe. Und das erschreckt mich.

    • Sie hat, so scheint es den Bildern nach, jedenfalls eine gute Visagistin.
      Text eingeben

    • Psst! Hass...
      Liebe Frau Simon,

      aufpassen, dass Frau Künast nicht vorbeikommt:
      „Hass
      Die Heimsuchung

      Renate Künast besucht unangemeldet Menschen, die sie im Internet beschimpft haben. Eine Reise zum Ursprung der digitalen Wut.
      Von Britta Stuff“ / im Spiegel online!

      Da ich den Spiegel nicht lese und den Beitrag für den Artikel nicht bezahlen möchte, weiss ich (leider, bin ja doch ein bisschen neugierig) nicht, was drin steht und wie sie es macht, und zu welchen Gesprächsergebnissen sie mit diesen Menschen kommt. Ich selbst hätte wahrscheinlich „fight – or -flight“ Gefühle und wäre nicht unbedingt zu einem guten Gespräch zu gebrauchen, besonders wenn ich vielleicht noch mitten im Hausputz wäre oder sonstwie derange…

    • Ach, fühlt sich Frau Künast dann auch angesprochen?
      So viel Gefühl kann ich nicht für jeden aufbringen, das würde mich doch arg überfordern. Grundsätzlich wäre es auch Frau Merkel nicht wert, nur an irgendwem muss ich meinen Unmut ja festmachen und wer wäre da prädestinierter?

Kommentare sind deaktiviert.