Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Lebenslanges Lernen als lebenslange Knechtschaft

| 340 Lesermeinungen

People have a nasty habit of getting dead around you.
Lieutenant Donnelly

Das Wort “lebenslang” hat nicht immer einen guten Beigeschmack: Lebenslang kann man im Gefängnis sitzen, lebenslang hat man es mit unerquicklichen schwarzen Familienschafen wie mir zu tun, lebenslang muss man sich mit den Begehrlichkeiten des Staates auseinandersetzen, der einen und seinen Besitz auch nach dem Tode noch besteuern will. Unangenehme Erscheinungen haben die unangenehme Eigenschaft, sehr langlebig zu sein, und sollten die Grünen da demnächst eine Ausnahme machen, gibt es genug andere Parteien, die die allgemeine Restlaufzeit mit neuen Gesetzesvorhaben auch nicht schöner gestalten. Gelegenheiten zum Aussterben vermeiden unangenehme Dinge mit einem phänomenalen Gespür für Anpassung. Würden sie das nicht tun, würden sie fraglos untergehen, und man könnte sie vergessen. Statt dessen muss man lebenslang an ihnen lernen, und wie das ist, das können Sie an Ihren bislang nicht ans Netz angeschlossenen Verwandten sehen, die nunmehr gezwungen werden sollen, ihren Beitrag zum Sehrunangenehm-, Perfide- und Gemeinwesen anderer mittels Internet, Computer und Finanzamtprogrammen festzustellen.

Es gibt, das gebe ich gern zu, einige Kritikpunkte am Umstand, dass manche sehr viel und andere sehr viele weniger besitzen. Ich finde da auch nicht alles gerecht, wenn es um Leute geht, die so reich sind, dass ich nie in die Gefahr komme, ihnen ähnlich zu werden. Der normale Mensch denkt vermutlich, das würde sich dann in grossen Wohnflächen und Optionen zur Freizeitgestaltung äussern, in legalen und illegalen Rauschmitteln und dem, was ihm Folgen von Derrick und Tatort so erzählen. Manches mag stimmen, manches ist überzeichnet, und manches kommt gar nicht vor, obwohl Reichtum fraglos eine wichtige Rolle bei der Nichtbewältigung von Veränderung spielt: Wer Vermögen hat, kann auf das lebenslange Lernen weitgehend verzichten.

Nehmen wir beispielsweise die Kunst. Wenn Sie über ein fundiertes Wissen über die europäische Kultur verfügen, und es ab und an durch Museumsbesuche an hübschen Orten auffrischen, und danach bei Tee und Torte im Museumscafe verdauen, sind Sie für alle Belange des Daseins gerüstet. Das Wissen darf im Laufe des 20. Jahrhunderts gern abflachen. Niemand wird einen schräg anschauen, wenn man die Karten für Alban Bergs Wozzeck verfallen lässt, der in immer neuen Inszenierungen auch so ein lebenslanges 12-Ton-Übel des erstarrten Opernrepertoires ist, wie so ein atonal blubberndes Schwefelloch am Fusse eines erloschenen Vulkans. Es ist nicht nur legitim, sondern sogar eine gewisse innere Haltung, nichttoten Kunsterschaffern und nochnichtsolangtoten Revolutionären mit einer gewissen Reserviertheit entgegen zu treten. Man hat im 20. Jahrhundert genug Leute gesehen, die meinten, man müsste Internetkunst oder Kunst auf Videobändern oder Kollagetechniken lernen: Die Erfahrung lehrt nun einmal, dass man bei Dürer die Vermögenden, bei Pollock deren das Falsche studierende Kinder und bei Hirst und seinen Pillenschränken sogar nur Russen und Chinesen erlebt. Also wirklich.

Mindestens so divers wie die Kultur ist auch jener Teil der Gesellschaft geworden, den man heute nicht mehr öffentlich als arm, sondern als sozial benachteiligt bezeichnen sollte – Armut ist ein Zustand, soziale Benachteiligung dagegen etwas, das anderen angetan wird, weshalb man auf die sozial Bevorzugten losgehen und sie diskriminieren darf. Das bleibt nicht bei Worten, wie ich von Medizinern und Anwälten erfahre: Früher war arm halt arm, vielleicht mitunter auch grob, aber gemeinhin duldsam gegen die Götter in Kittel und Robe. Früher hatte man nichts, wenn man arm war, heute ist Armut immerhin so konsumfähig, dass sie sich verschiedene Rollen der Armut heraussuchen kann, und viele davon sind nicht eben angenehmer Umgang. Manche lernen das offensichtlich aus Gangstervideos, andere aus Realityserien, oder sie lesen feministische Interviews bei Zeit Online: Heraus kommt nicht mehr eine Unterschicht, sondern viele, die unzufrieden sind und jeweils eine eigene Anspruchshaltung entwickeln, die der Staat allein mit mehr Zuwendungen nicht befriedigen kann.

Ich bekomme das nur am Rande mit, wenn gewisse Leute in der Disco die Strasse runter keinen Einlass bekommen, was manche vielleicht als Racial Profiling bezeichnen werden – es ist jedenfalls so, dass sie mittlerweile der Meinung sind, das Gitter an meinem Weinstock sei so eine Bar für selbstgepanschte Alkoholika, und sie hätten ein Recht, sich hier in der Nähe der anderen, die zum Rauchen draußen sind, zu berauschen. Es gibt Forderungen nach Quoten und Teilhabe, ein Wort, das nicht ganz zufällig aus dem Bereich der körperlichen Behinderung auf andere Gruppen – und zwar durchaus freiwillig – ausgeweitet wurde. Geht der Versuch an Teilhabe jenseits gesetzlich erwünschter Möglichkeiten in Streit über, müssen das dann die Notärzte ausbaden. Von denen kenne ich zwei Typen: Die einen wollen Kinder, damit die Welt nicht den anderen überlassen wird, die anderen wollen keine, weil sie diese erlebte Welt für unzumutbar halten. Von ihnen, aber auch von Kindergärtnerinnen, Lehrern, Krankenschwestern und Betreuern erwartet man, dass sie in der Lage sind, sich auf das einzustellen, was in Zeiten aufgeweichter sozialer Normen so entstanden ist. Aber die Benutzeroberfläche, die Vermögende zum Steuern des Rests präsentiert bekommen, vom Sanitärreiniger und Abgeordneten über das Kurpersonal und Bedienung bis zum Vermögensberater, ist dagegen immer noch so, wie das früher auch schon war. An den Umgangsformen, die ich als Kind erlernte, hat sich in meinem Lebensumfeld nicht das Geringste geändert, und die Nummer für die Lösung des Alkoholproblems mit Tätlichkeiten auf der Strasse ist immer noch 110.

Obwohl wir uns alle einig sind, dass unter und jenseits der uns bekannten Kontaktzone trotz Bereicherung und Umverteilung vieles unschön und schwierig geworden ist, werden wir nicht ebenfalls mit erleichterten Sozialvorschriften belohnt. Es wird bei unsereins immer mit dem Wort “Verantwortungsethik” geschaut, ob wir, die Verantwortlichen, auch wirklich ethisch sind. Das Amüsante an der Sache ist jedoch, dass Verantwortungslosigkeitsethik technisch gar nicht mehr möglich ist: Jeder Trachtenschneider zahlt übertariflich, kein Stromanbieter liefert noch 100% reines Atom, kein Metzger hat noch Fleisch aus der Slowakei im Angebot. Sogar die miesesten und zynischsten Multis tun etwas für den Regenwald und Arme in Afrika und die Verbesserung der Welt. Man müsste schon wirklich sehr weit abseits des für Vermögende zumutbaren Lebensumfeldes aktiv werden, um Firmen zu finden, die einem kein gutes Gefühl geben und ihre Schattenseiten verschweigen wollen.

Ich mein, ernsthaft, versuchen Sie mal, heute wie Ihre Vorfahren noch eine neue Silberkanne aus Material zu bekommen, das Sklaven abbauen mussten. Früher war das gar nicht anders möglich, heute müssen sie dafür alte Exemplare kaufen. Oder geschliffenen Marmor, für den sich wirklich ein Arbeiter tothustete: Das geht in dem Segment, in dem wir uns bewegen, gar nicht mehr. Wir dürfen unsere Verantwortungsethik nicht mehr mit dem Ochsenziemer gegenüber Knechten ausleben und wir können es auch nicht indirekt tun, weil es unschicklich ist. Spätestens seit der weitgehenden Vernichtung des Perserteppichgeschäfts wegen der bei uns verrufenen Kinderarbeit hat alles ein weissgebleichtes Gewissen. Nur Kinder ärmerer Leute müssen nicht wissen, was die ökologischen Folgen von Chicken Wings und Fischstäbchen zeitigen. Uns wird die regionale, nachhaltige Küche fast schon aufgezwungen. Für Vermögende gibt es längst eine Art Autopilot zum richtigen Verhalten. Vorgestern etwa wurde ich beim Blumenkauf nachgerade in Richtung heimisch und saisonal statt importiert und eingeflogen gedrückt, mit dem Hinweis, dass die Beschenkte das sicher so möchte. Was sie übrigens auch tat. Ich verschwende nur dann Gedanken an die Ethik, wenn es mir dazu dient, andere nicht so Ethische zu diskriminieren und vorzuführen – der Rest geschieht automatisch, weil es heute eben so verpflichtend ist, wie das Tragen eines Hutes vor 100 Jahren oder die Rolle der Frau in Afghanistan.

Man denkt da nicht drüber nach, man macht es einfach. Man lernt natürlich nicht dazu, denn würde man lernen, würde man die abscheulichen Industrieböden und Laminate verbieten und jeden, der es sich halbwegs leisten kann, zu Perserteppichen verdammen, um Fluchtursachen und Armut zu bekämpfen. Bei den hier noch nicht so lange Lebenden würde man Intarsienarbeiten und Majolika in Auftrag geben, und Billyregale und Pressglas verbieten, aber es ist halt, wie es ist, und ich brauche nichts mehr, meine Ingwertöpfe sind leider schon da, und auch etwas älter aus chinesischer Sklavenarbeit der Ming-Epoche. Ich sage, wie es ist: Die Zeiten ändern sich, aber das heisst nicht, dass alle gleich viel lernen müssen. Der Nachfahr des chinesischem Sklaven baut heute, solange seine Finger noch mitkommen, das technische Gerät, das jene überfordert, die beim Bildungswettlauf versagen. Frauen haben Berufe erlernt und müssen jetzt lernen, gegen Männer zu bestehen. Manche denken, das Erlernen von Vorschulmandarin durch Kinder ist gut, um gegen die Nachfahren der Vasenmaler zu bestehen.

Aber ich sage Ihnen: Reich geboren werden ist besser. Wirklich. Das sagt jeder, der es schon einmal gemacht hat, und es erleichtert die Sache ungemein. Das muss man nicht lernen, das verteht man von selbst.

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340 Lesermeinungen

  1. Wenn ich nicht Agnostiker wäre...
    würde ich schreiben: Ein göttlicher Essay!

  2. Lebenslanges Lernen
    finde ich gar nicht so schlecht.
    Nur sollte es zur eigenen Erheiterung stattfinden und nicht zu 25% dem Lebensunterhalt, zu 25% dem Arbeitgeberunterhalt und zu 50% dem Staatsunterhalt dienen.

    • Auch in der Physiotherapie tätig?
      JUE,
      Sie sprechen mir aus dem Herzen und die Frage ist nur meine notdürftig mit Zynismus verpackte Neugier.
      Beim Lesen der Überschrift des neuen Glanzstückes (vielen Dank, werter Don!) dachte ich für einen Moment, dass heute der selbsterzeugte Fachkräftemangel in weiten Teilen der medizinischen Versorgung auf´s Tapet kommt und hierbei lege artis seziert wird. Man schließt ja gern von sich auf andere! Ihr Kommentar, JUE, spricht für viele, die von ihrem spärlichen Selbsterwirtschafteten Fort-, Weiter-, Zusatz- und sonstige Ausbildungen stemmen müssen, damit sie auch weiterhin überhaupt als kohleschaufelnde Heizknecht der „Dampflok D“ herhalten dürfen. Der Gesetzgeber fungiert hierbei als Erfüllungsgehilfe einer immer gierigeren Bildungsindustrie, deren ruinöse Auswirkungen man unschön international betrachten kann.

    • Titel eingeben
      So ist es. Dann macht es auch Spaß, sich mit den Kirchentonarten oder den russischen Verbalaspekten zu beschäftigen.

    • Titel eingeben
      sagen wir es mal so
      a) es betrifft eigentlich jeden abhängig Beschäftigten
      b) ich habe einschlägige familiäre Bindungen 😶

  3. Vermögen - Unvermögen
    Lieber Don
    Ich schätze Ihre Beiträge schon seit Jahren, aber muss es den so oft um Vermögende und Unvermögende gehen? Das ist auf die Dauer etwas überstrapaziert.
    Übrigens wäre es besser wenn sie vor dem Ablichten, vermutlich Ihrer Interieurs, ihre Putzfrau noch mal bemühen würden, Staub auf den Fayencen … bei den Fotos von Ihrem Silber ist mir das auch schon aufgefallen.
    Das nur am Rande.
    Wie gesagt besten Dank für einige Stunden kurzweilige Artikel.

    • Wenn ich es nicht genau wüßte...
      aber nein, meine Gattin liest hier nicht mit.

    • Staub, der ruht,
      schadet nicht!

    • ... das mit dem Staub ...
      … habe ich ihm auch schon geschrieben. Ich hoffe, er hält sich daran.

      Übrigens ist das ein schönes Essaythema, falls jemand eins sucht: „Von der Freude des Abstaubens schöner Dinge“.

    • hüstel
      bitte, das ist doch kein gewöhnlicher Staub (wie bei ar…sozial benachteiligten Leuten): es handelt sich ganz eindeutig um Feinstaub!

  4. Genie und Heraklit II
    Sehr geehrter v. Goslar,

    was Sie hier aufführen als Marxist und nicht nur als solcher, ist nichts, denn ein einziges Narrenspiel, indem sie Ihre letzte Glaubenshaltung zu bewahren
    suchen im Rahmen der modernen Metaphysik und wie zuvor schon Habermas,
    mittels Links-Hegel seine unendliche Kommunikation, nun einen rechten Hegel des nationalen Handelns scheinbar hinzufügen (das Letztere ist nicht unsympathisch), den Sie letztlich aber (als Größenwahnsinniger), in einen Weltmaßstab ausweiten möchten, weil sie das Wesen der Technik (Martin Heidegger) und seine metaphysischen Grundlagen nicht zu begreifen vermögen.

    Hinzu kommt, dass sie von Nietzsche nicht allzu viel verstehen und insofern auch nicht das messianisch Jüdisch-Christliche der Kritischen Theorie.

    Als Vorschlag zur Güte empfehle ich Ihnen die Lektüre von Karl Löwith, insbe-
    sondere >Weltgeschichte und Heilsgeschehen NIETZSCHES PHILOSOPHIE DER EWIGEN WIEDERKEHR DES GLEICHEN>Fortschritt<<
    verbürgen und den Krieg vernichten soll, macht ihn erst möglich, schenkt
    den neuen Schwung, die neue Kühnheit, das neue Hoffen, die neue Romantik.

    Jedes neue System erprobt und verankert sich erst auf dem Schlachtfeld. Wenn
    ein staatlicher Aufbau nicht mehr die Kraft zur bewaffneten Auseinandersetzung
    hat, vernichtet ihn eine Umwälzung, als ob der unzufriedene, kranke, geschwächte Krieg sich rächen will, um zu genesen.“.

    Valeriu Marcu.

    Heraklit I:

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/04/05/der-klimawandel-als-verbindliches-hoellenfeuer-der-moderne-7568/#comment-157097

    AION (MCMLI):

    http://blogs.faz.net/deus/2017/03/03/europaeischer-tod-in-la-la-land-4185/#comment-57056

    • It's like there was never anything here but jungle.
      @Pvk

      Eigentlich der Kern der aktuellen Lage der Moderne: Der Krieg.

      Warum ist er noch da. Warum ist der nicht verschwunden. Wir haben doch alles getan, haben uns zurückgezogen, haben die Mauern niedergerissen, die Grenzen geöffnet,das ganze Geld und all die Liebe gegeben.

      Warum ist der noch da, dieser Krieg.

      Wo kommt er her, was treibt ihn an? Was will er noch? Er macht doch keinen Sinn mehr, ohne Grenzen, ohne Klassen, ohne Differenzen?

    • Sie tragen sehr dick auf, aber sie haben mit Löwith auch was vorzuweisen. Dochdoch.
      Text eingeben

    • @ Goodnight
      Schauen sie sich die Verbrechervisagen der Leute an, die Trump mittlerweile um sich hat. Denken sie daran, wer und wie man seine eigentlichen Leute gegen diese ausgetauscht hat, und dann … denken sie an das Eisenhauer Zitat zum „military-industrial complex“… und sie wissen warum das so ist.

  5. für Ingwer, wie apart
    Perserteppiche hatten einen Preisverfall wegen der Sanktionen gegen Iran. Die müssten also mehr gekauft werden statt weniger. Die Leute wollen sie nicht mehr. Der Geschmack ändert sich dauernd.

    Ob die Perser da mit Kindern arbeiten, muss dahingestellt bleiben. Aber ich würde sagen, dass zu wenig differenziert wird. Zweifelsohne muss man einen Unterschied machen zwischen Familienbetrieben, in die Nachkommen früh eingeführt werden, und Großindustrien.

    Meine Mutter nähte sich mit ca. achtzehn Jahren eine komplette Garderobe, weil sie in einem Schneiderbetrieb aufwuchs. Nach heutigen Maßstäben war sie privilegiert, eigener Betrieb, eigenes Haus, gute Schulbildung. Damals reichte es gerade zum Essen, in den Kriegen wurde gegen Eier und so genäht. Das Haus war nichts wert, heute wäre es, unrenoviert, ca. das Zwanzigfache wert.
    Da sie sich mit Stoffen auskannte, liebte sie Teppiche, die sie sich nicht leisten konnte. Sie nahm uns mit in Teppichausstellungen und in Paris in das Musée de Cluny. Wir lernten, Teppiche zu unterscheiden und als Kunst zu schätzen. Das Hauptproblem ist eigentlich, dass sie an die Wand gehören, manche zumindest. Man muss sie mögen.

    Die meisten Leute halten sie für Relikte eines bürgerlichen, vergangenen Lebens, dabei sind sie hohe Kunst, die inzwischen zu wenig gewürdigt wird, außer beim Zoll, wenn ein Politiker einen einschmuggelt.

    Am schönsten sind aber die Chinesen. Die Perser schaffen ja ein komplett ausgefülltes Bild, während die Chinesen kleine Bilder in die Ränder knüpfen und mit weniger Farben auskommen. Ich habe mich immer gewundert, dass man nur noch über Religion redet und diesen Menschen nie sagt, was sie für eine wunderbare Teppichkultur haben.

    Fazit: Zwischen den Kriegen Haus nichts wert, Teppiche ein Vermögen, heute eher umgekehrt.

    • Ein Leben ohne Perser ist möglich, aber sinnlos.

    • "Das Haus war nichts wert, heute wäre es ... ca. das Zwanzigfache wert."
      Nichts mal zwanzig ist immer noch nichts – oder sind meine Magnetkarten ausgefranzt?

    • Bequeme Unterlage
      für meine täglichen Gymnastikübungen als Ausgleich zum Radsport sind meine beiden Isfahane mit über 1Mio. Knoten ideal. Tut den Handgelenken gut. Dabei kann ich dann auch die Schinderei beim Knüpfen nachvollziehen.

    • Dachboden
      Habe diese Woche die ausrangierten Teppiche begutachtet.
      Teppiche sind zum Benutzen und Wohlfühlen geschaffen.
      Zur Freude des Stöberns
      https://www.carpetvista.de/teppiche/perser-nomaden-dorf?sale=true
      Mein Freund Suleiman ist ein Baschir und wir lieben Teppiche und Schach.

    • Auf Halde
      Im Einführungsseminar „Bankwissen – Sicherheiten“ wurde eine Anekdote erzählt. Ein Teppich-Großhändler war Pleite, und die Bank besaß daraufhin das Teppichlager. Eine Million. Nicht EURO, sondern Stück. Die Kosten für die Lagerung und das Mottenpulver waren so hoch, daß die Bank die Teppiche vernichtet hat.

    • Das kann schon mal passieren, wenn die Teppiche schlecht sind.

    • Hahaaa ,Don, das ist ein LORIOT !
      Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos, das bemerkte Herr von Bülow in
      seinem Mopsbuch.

      Ich mag Hunde unbändig, habe selber keinen, aber liebe alle in der Nachbarschaft und sonstwo.
      Beim Verkauf unseres Hauses habe ich die meisten Perser dortgelassen, man kriegt nichts dafür, und in meiner Wohnung, wenn ich endlich einmal alle Kartons vom Siedeln ausgepackt haben werde,
      haben sie keinen Platz.

    • Ich habe immer sofort Perser geholt, wenn ich wo eingezogen bin. Ohne geht es für mich nicht.

    • @Perser
      Don: „Ein Leben ohne Perser ist möglich, aber sinnlos.“ Meinen Sie Teppiche oder Leibeigene? Jubelperser kann ich wohl ausschliessen. Jedenfalls falls Ersteres, dann Hut ab. Mal schnell eingereiht in die Linie Nietzsche (Musik), Loriot (Mops) und nun der Don (Perser). Wobei ich hier „Perser“ wohl als Synonym lese für all die Dinge, die wertschätzenswert sind (käufliche Damen, Siberkännchen, edle Räder, Küchenutensilien, Bücher etc.). Als Kontrapunkt zum heutigen Zeitgeist, wo das Prekariat v.a. virtuellen Besitztümern zugeneigt ist (App-Store Preziosen, mit maximalen Wertverlust eingehende v.a. elektronische Ware asiatischer Herkunft etc.)… Hach. Ein ganzer gedanklicher Kosmos baut sich auf, alleine ob acht Worten des Autors… Dank dafür, lieber Don. Das ist es, was Ihre Qualität ausmacht…

  6. Titel eingeben
    Ihre Kadenz wird mir unheimlich. Beim Schreiben, nicht auf dem Rad.

  7. Titel eingeben
    Diesem Artikel entnehme ich: Empfängerinsensibel Blumen kaufen und schenken ist besser als den Strauss von der Tanke bringen.

    Auch wenn es nicht erwähnt ist, Bayern tickt deutsch. Die Frauen pflegen Kontakte, bestimmen den Umgang und ordnen die Gesellschaft. Ab und an Tribute bringen ist weise. Blumen sind unverfänglich; Taschen und Schuhe folgen vielleicht. Ich erinnere eine Tasche für die Reisebegleiterin.

    Was mich zum Text zurück bringt: der reich Geborene kann mehr Blumen schenken, muss es aber nicht. „Dass der reiche Faz-Autor mir Blumen schenkt, dass der mich wahrnimmt “
    Auf arme, mittlere Stützenleser, Blumen gibt es auch einzeln und für jedes Geldtascherl.

    • Die betreffende Person ist schon gut daran gewöhnt.

    • Frauen haben zu Blumen, besonders mannsgeschenkten,
      .
      .
      ein Verhältnis, das uns Männern unverständlich bleiben muß.

      Ich habe eines Nachts, in einer Bar (wo sonst ?), einer Frau, von der ich wußte, dass sie sexarbeitet, einmal einen ganzen Buschen
      Rosen geschenkt.
      Die hat sich so gefreut, dass es mir fast peinlich war.

      Jahre später, als wir uns trafen, erwähnte sie das immer noch.

      Schenken macht auch Freude.

  8. Der billige Genuss wird unethisch
    Was bleibt den sozial Benachteiligten dann noch? Le Pen wählen wie in „la France profonde“? Gefährlich wird es, wenn nicht nur bestimmte Privilegien sondern Klassenunterschiede als Ganzes in Frage gestellt werden. Ich befürchte, man ist sich dann nicht zu schade, selbst in der Sklaverei nach Gleichheit zu rufen.

    • Deshalb bin ich ja für die Klassengesellscht.

    • Klassengesellschaft
      Gibt es eigentlich noch Klassen jenseits des Ökonomischen? Ich bin zum Beispiel ein Spross des südostniedersächsischen Bauerntums. Aber die werden immer weniger.

  9. Armut als Dauerzustand
    „Heraus kommt nicht mehr eine Unterschicht, sondern viele, die unzufrieden sind und jeweils eine eigene Anspruchshaltung entwickeln, die der Staat allein mit mehr Zuwendungen nicht befriedigen kann.“

    Ja, lieber Don, ich lese Ihren Blog gerne, auch wenn ich gelegentlich anderer Ansicht bin, aber nach soviel gehobenem Gesülze über die Vorzüge des Reichseins,

    auf SPON finden Sie ein aktuelles Video (Spiegel-TV) über die Hoffnungslosigkeit der „Unterschicht“ in der einstmals reichen Stadt Pirmasens und deren Niedergang, wo die „Verantwortungsethik“ von Entscheidungsträgern wohl versagt hat.

    Auf die Betroffenen muß es wie blanker Hohn wirken, dass dieses Bundesland auch noch von einer Partei regiert wird, deren ehemals großer Vorsitzender die von vielen bejubelte Hartz-IV-Reform auf den Weg gebracht hat.

    Wo schon Kinder keine Zukunft mehr haben…

    • Es gibt fraglos Niedergang. Aber auch bei uns werden Sie mit Leuten im Jogginganzug konfrontiert. Und das ist noch nicht mal eine Frage des Geldes.

    • Z. B. Pirmasens
      Der Pfälzerwald, an dessen Rand Pirmasens liegt, war nie mit Ressourcen gesegnet. Arme Böden ließen außer Wald nie viel gedeihen. Für Pirmasens und einige Orte in der Umgebung war die Schuhindustrie ein Segen, aber die ist in die Türkei, nach Vietnam oder China ausgewandert. Globalisierung konkret. Und die Neuansiedlung, die es ja gibt, reicht halt nicht aus.
      Einige Orte in der Umgebung konnten mit Tourismus einen Ausgleich finden, aber auch da gibt es Leerstand. Aber wer will denn in Pirmasens Urlaub machen?
      Mit Ethik, welcher Art auch immer, hat das wenig zu tun. Gegen die Kräfte des Marktes hilft auch kein Beten.
      D. Trump versucht es in den USA mit Protektionismus. Ob es hilft, wird man sehen. Ich befürchte, dass gegen bestimmte unerwünschte Entwicklungen keine politische Richtung ein wirksames Rezept hat.

    • Gesülze?
      Das „Gesülze über die Vorzüge des Reichseins“ wird lesenswert, wenn sie es etwas lockerer nehmen, vielleicht sogar einen Hauch Ironie darin vermuten, …und vor allem: wenn Sie die (zickigen, verkrampften, untalentierten, ahnungsbefreiten, bösen, aggressiven, dafür aber vom Staat alimentierten) Artikel der Gegenseite ein wenig kennen; der Don erwähnt hier oben ja mindestens einen aus der .de-Version einer deutschen großen Wochenzeitung, deren einzig noch jedesmal lesbarer Teil „Um die Ecke gedacht“ heißt.

    • Der eine findet halt die Erkenntnis und der andere mag sie nicht.

  10. Aufklärung
    Reich sein ist besser als arm sein. Schalten Sie auch das nächste Mal wieder ein wenn es heisst: Unsere Elite sollte definitiv nicht an nem Laternenpfahl hängen weil sie uns intellektuell nach vorne bringt.

  11. na ja
    Emmanuel Bove und der nette Herr Oblomow haben auf mich aber einen anderen Eindruck gemacht.

    Reichtum schützt vor innerer Armut nicht.

    Die frohe Botschaft aber lautet: Lebenslang ist nur das eigene Lern lang. Zum Glück.

    • Vampire sehen das anders.

    • @ vonmicha
      Ein Emmanuel Bove sagt mir nichts; an Herrn Oblomov habe ich
      die dunkle Erinnerung eines kranken Mannes, der den Missionsbestrebungen eines Deutschen ausgesetzt ist, der sich
      vergeblich müht ihn für eine neue Zeit fit zu machen.

      Ein frühes Lehrstück verfehlter Inklusionspädagogik.

    • "Reichtum schützt vor innerer Armut nicht. "
      Gogol hat diese Realität des Reichtums im Kapitalismus am treffendsten beschrieben zu haben, und das schon in einer Zeit in den es diesen noch gar nicht gegeben hat.
      Er beschreibt das in den Toten Seelen am Beispiel eines der Grossgrundbesitzer denen er sie toten Seelen abkauft. Dieser Pljuschkin war ein anständiger junger Mann, voller Anteilnahme und Skrupel, und durch den Geiz und das „kapitalistische“ immer-mehr-haben-wollen, wird er sozusagen ohne sein Zutun zwangsläufig zu einem abgrundtiefen Widerling.
      Natürlich ist der ganze Roman hervorragend, aber schon diese eine Kapitel bringt beschreibt das Dilemma Kapitalismus, denn auch dieser wäre in all seinen perversen Auswüchsen ohne die Habgier als obersten aller menschlichen Werte, undenkbar.

      Sie haben zwar Recht: „Reichtum schützt vor innerer Armut nicht.“
      Im Gegensatz zum Russland von vor zweihundert Jahren ist der emporgekommene reiche Mitteleuropäer stolz auf alles Erreichte, auch wenn es sich um nichts anderes als Geld handelt.

    • ah ja!
      Chapeau!

      Die realexistierenden Vampire vergass ich in der Tat :-))

      Und den Zusammenhang zwischen Blutsaugen und längerer Lebenszeit)

      Grüsse aus einem Land, in denen dank blutsaugender Männer den Damen noch Pelze und ein kleiner Bentley mit dazu besorgt werden. Ethisch einwandfrei, quasi.

      Dann lieber Bove)

    • ... Ja, der Don ...
      Ist der 1. (nach eigenem Bekunden) vermögende, den ich kenne, der diesem Zustand tatsächlich mit gewissen Tugenden ziert und wenn das Abstauben noch dazu kommt, hat er Zukunft.

  12. Lebenslanges lernen?
    Hört sich doch gleich viel netter als Humankapital an. Bei solchen Begriffen geht’s doch nur um flexible Verfügungsmasse für die Industrie.

    Dafür aber schöne Ingwertöpfe. Ich persönlich bevorzuge ja Qianlong (乾隆), aber mit Ming liegt man eigentlich auch selten daneben.

    Apropos Majolika:
    http://www.wga.hu/html_m/u/urbini/testa.html

    • Testa di cazzo, ma certo...
      …mit der Empfehlung zum Doppelklick auf Medaillon und dann aufblasen auf 100%.
      .
      Aber sagen Sie, was ich schon immer wissen wollte, Ihr Nick? Entnommen der Astrologie oder der Geologie-oder sind Sie gar Züchter dieser Schreihälse?
      (DdH)

    • Lebenslanges lernen sollte dem Ziel dienen
      Text eingeben

    • Lebenslanges lernen sollte dem Ziel dienen
      die eigne Lebensqualität zu verbessern.
      Hin und wieder ist auch ein Perspektivwechsel nötig.
      Der Wunsch:Hauptsache Gesundheit, kann in die Irre führen
      da zu Fragen ist: Was will ich tun und benötige ich
      bei Einschränkungen Hilfen.

      vgl Finanzminister W. Schäuble:
      Nach dem Schuss in den Rücken wird er
      nie wieder Gesund sein, was ihn aber nicht davon
      abhält das zu tun was ihm wichtig ist.

      Ich könnte auch Fragen:
      Was machen Sie persönlich mit Ihrem Humankapital?
      Vergeuden sie es oder pflegen sie es auch ein wenig.
      (ich gehe von letzterem aus,
      sonst würden sie diesen Blog nicht lesen)

    • @DdH
      > Aber sagen Sie, was ich schon immer wissen wollte, Ihr Nick?
      > Entnommen der Astrologie oder der Geologie-oder sind Sie gar Züchter dieser Schreihälse?

      Bildungslücke, Bildungslücke!11!einself!

      http://www.comedix.de/lexikon/db/handzumgrus.php

    • Lebenslanges lernen sollte dem Ziel dienen
      Lieber Herr Keller,

      mit der Intention Ihres 1. Satzes gehe ich 100% d’accord. Das sehe ich ganz genauso. Für mich sind es die Begriffe an sich, die negativ konnotiert sind. Weil ich sie in erster Linie mit Aussagen von Politikern oder s.g. Wirtschaftslenkern assoziiere, und denen geht’s nicht um die Verbesserung MEINER Lebensqualität.

      Ich lerne gerne weil ich möchte. Weil ich wissen will. Weil ich mir persönlichen Nutzen, Erkenntnisgewinn erhoffe. Wenn ich spaßeshalber überschlage, was ich gerne noch alles lesen, wissen, erfahren möchte, reichte vermutlich nicht mal die dreifache Lebenszeit aus.

      Zu Herrn S. möchte ich mich allerdings nicht äußern. Schriebe ich, in diesem Fall, was ich wirklich denke, zwänge ich Don Alphonso meinen Beitrag nicht freizuschalten. Das wäre ihm gegenüber sehr unhöflich, bedenkt man wie locker er die Kommentariatszügel hier hält.

  13. Danke Don
    Wieder ein Glanzstück essayistischer Ästhetik !

  14. Ein Leben lang sein eigener Knecht sein ist Freiheit
    Ich lebe ja mein Leben lang und es wird mir nicht lang dabei.

    Nichts lernen müssen, ist eine schöne Tugend.
    Nichts lernen wollen, ist ein Trauerspiel.
    Nichts lernen können, ist ein Unmögliches, außer für die Toten (wahrscheinlich).

    Denn wie wir immer kommunizieren, so lernen wir auch immer.
    Die Frage ist halt, was.

    Lernen geht einerseits automatisch, aber andererseits kann es sich auf Schönes und Nützliches richten.
    Lernen geht am besten, wenn man auch lernen will, und sich nicht belullen lässt – also passiv bleibt.

    Wenn die Seligen die geistig Armen werden sollen, dann haben die Reichen ja eine Chance.
    Wenn die Seligen durchs Nadelöhr passen sollen, dann wird es für alle schwer.

    Nach oben orientieren und nicht das Obige herabreissen. Ohne Villen gäbe es nicht mal Hütten aus alten Zeiten.
    Das Schöne begreifen, auch wenn den Geschmack nicht teilen muss, man lernt Proportion und Fertigkeit.

    Es gibt Leute, die tun schlecht und reden sich heraus, sie seien benachteiligt, oder Laien, oder Privat, oder in der Freizeit, und dann machen sie weiter schlecht, was sie tun.

    Wenn ich mich aufregen will, tut es das. Die bleiben dann arm, kulturell und von den Fähigkeiten her. Da feiern Tote – mit im Trippelsinn faulen Ausreden.

    Die Teilhabe, die Sie nennen, ist eine schreiende Ausrede, um nichts eigenverantwortlich aus seinem Leben machen zu „müssen“. Es ist ein trauriges Statusmerkmal einer unterprivilegierten Klasse, die sich selbst so definiert.

    Schade, weil das nicht gerade die wirklich Benachteiligten sind, sondern die, die daraus ein Geschäft betreiben, sich als benachteiligt zu prostituieren.

    Von den wirklich benachteiligten Menschen hört die Öffentlichkeit nämlich nicht viel, den Obdachlosen, den ungeborenen Abgetriebenen (5,5 Mio seit 1974), den 80 toten Kindern vor Aleppo, den pflegebedürftigen Minirentnern und von denen, die als Sklaven in Arabien und Afrika, vielleicht auch in Deutschland, ihr stilles Dasein fristen.

    Verantwortung in die Öffentlichkeit Rufende sind doch zumeist Lobbyisten in eigener Sache. Sie verweigern die Antwort, wenn es um ihr eigenes Vorbild geht.

    Wirklich konsequente Umweltreligiöse würden sich doch selbst, ganz ohne Sprengung, aus der Welt schaffen. Dann hätte man Ruhe vor ihrem Dauergelämmer. Und wo ist die Glaubwürdigkeit, wenn das neueste, noch stromsparendere oder benzinsparendere oder naturressourcenverwertende Objekt einfach nur etwas ist, das ein altes ersetzt und Ressourcen einfach für sein Dasein verbraucht? Ist Neu etwa umweltfreundlich?

    Ihre alten Sachen, die Sie sammeln, sind schöner (Geschmack siehe oben), sie sind schon da, oft sind sie noch besser, sie sind individueller, sie werden Sie selbst wahrscheinlich noch überleben, machen also weniger Dreck und überhaupt, das macht Ihnen Spaß, Sie tun das bewusst, nicht, weil ihnen jemand gesagt hat, Sie sollen.

    Der Schluss ist untröstliches Faktum: Reich geboren werden kann man sich nicht raussuchen. Arm auch nicht, aber jeder Mensch kann innerlich reich bleiben, sein, werden. Das können Sie doch auch mal direkter sagen, Don Alphonso, es geht Ihnen gar nicht um Reichtum äußerlicher Art.

    Bislang ist Ihr Schluss wie ein verfrühter Tod für den späten Vogel ohne Nest. Das kann man missverstehen.

    Extrafrage für den Gesinnungsethiker?
    Die Silberkanne gefällt zum Glück nicht allen, aber sie ist halt schöner als Thermosalfis. Was halten Sie von Bredemeijer und könnten Sie denen nicht mal eine Silberkollektion anempfehlen? Oder ist das wieder zu praktisch und bürgerlich?

    • Ich würde mir Silber immer nur gebraucht kaufen.

    • Titel eingeben
      @Blum
      innerlich reich
      selbst tun(an Stelle Konsum)
      erleben (an Stelle Konsum)
      so sehe ich die Lehre des Don auch.
      @Don Liquide ist aus einer anderen Zeit. Sie konnten ein Buch schreiben und könnten das wieder. Epikur im alpinen Raum
      Epikur mit Fahrradklingel könnte ein Arbeitstitel sein. Verbergen können Sie die Menschenliebe nicht.

    • Titel eingeben
      Don Alphonso sagt:
      23. April 2017 um 08:21 Uhr

      „Ich würde mir Silber immer nur gebraucht kaufen.“

      Genau das ist das Problem von Robbe und Berking.

  15. Bilderrätsel
    Die Rätsel, die möglicherweise der Text aufgibt, werden bei weitem von Bild N°3 übertroffen.
    Ein aufgeblasenes Kondom?
    Eine Pannenschlauch-Blase am Radl?
    eine Pärchenegel-Larve (Schistosoma)?

    Ne, das „verteht“ (Tipo letzte Zeile) sich nicht von selbst, auch wenn sich der Fotograf in dem schimmernden Ding spiegelt wie der Maler auf dem Fresko, was die Sache noch vertrackter macht.

    Der eine gammelt in der Toscana rum, und die anderen zerbrechen sich die Köpfe? Lebenslanges Rätseln als lebenslange Leserknechtschaft?

    Ne! Da frische ich lieber mein etwas eingerostetes Mandarin auf – von wegen reich sein erspart einem das Lernen! Allein die Strategien zur Besitzstandwahrung und die Checkliste möglicher Exildestinationen erfordert höchste Konzentration und Lernbereitschaft. Der Export von ererbtem Elfenbein und von Kunst des 20. Jahrhunderts macht erheblich mehr Probleme als die Ausfuhr englischer Silberkannen und angewelkter Fahrrad-Pretiosen, von Waffen ganz zu schweigen.

    • Das ist die Hinterlassenschaft derer, die meinen Weinstock für eine Bar halten: Eine Plastikflasche mit irgendwas Hochprozentigem.

    • @Export
      Ja, das sprechen Sie ein wahres Wort aus. Das mit den Einfuhrbestimmungen für bestimmte Güter hat in der Tat Don’sche Ausmasse – für seine Klasse zumindest. Besonders trifft es ja die (lebenslang lernen müssenden) klassischen Musiker:
      https://www.br-klassik.de/aktuell/dossier/br-symphonieorchester-on-tour/brso-amerika-tour-2016-102.html
      Wobei das auch wieder ein Gutes hat. Ein Geigenbogenbauer in meinem Bekanntenkreis macht nun pro Musiker mehr Umsatz – nämlich immer einen Reisebogen als Zusatzverkauf…
      Zwischen Ingolstadt und dem Tegernsee sollten solche Einfuhrbestimmungen natürlich kein Problem sein. Auch zwischen Bayern, Österreich und Italien sollten solche Hürden sicher überwindbar sein – ggfs. unter Zuhilfenahme von kulturell überzeugenden Argumenten. Nicht sicher bin ich mir aber langfristig gesehen, wenn ich nach Norden schaue, z.B. von einem zukünftigen Transport von Bayern nach Berlin oder anderen (gesinnungsethisch führenden, aber ansonsten) failed states – nach der Abspaltung der Bundesländer, wo die, die schon länger hier leben, noch die Mehrheit stellen und in Zukunft stellen wollen. Auf der anderen Seite: Wer wollte dann noch mit seinen Preziosen dorthin wollen – also wohl doch kein Problem. Und Ausfuhr von dort: Irgendwelche Einnahmequellen braucht die dortige Bevölkerung ja auch – die werden da sicher Mittel und Wege dazu finden, ihr Zeugs ausserhalb dieser Sonderwirtschaftszonen verkaufen zu können. So als alternativer Länderfinanzausgleich, diesmal aber mit einem reelem Warenfluss unterlegt…

  16. Lebensweg
    Wer arm geboren wird kann nichts dafür.

    Wer arm bleibt ist selbst Schuld.

    Wer reich stirbt hätte auch gleich arm bleiben können.

  17. Neugier
    Lieber Don,
    verzeihen Sie mir die Neugier: Ist die Empfängerin der Blumen die „wirklich hübsche Frau“ mit dem Platten?
    Schlaflose Grüße aus Wien

  18. Genie und Heraklit II
    Sehr geehrter v. Goslar,

    was Sie hier aufführen als Marxist und nicht nur als solcher, ist nichts, denn ein einziges Narrenspiel, indem sie Ihre letzte Glaubenshaltung zu bewahren
    suchen im Rahmen der modernen Metaphysik und wie zuvor schon Habermas,
    mittels Links-Hegel seine unendliche Kommunikation, nun einen rechten Hegel des nationalen Handelns scheinbar hinzufügen (das Letztere ist nicht unsympathisch), den Sie letztlich aber (als Größenwahnsinniger), in einen Weltmaßstab ausweiten möchten, weil sie das Wesen der Technik (Martin Heidegger) und seine metaphysischen Grundlagen nicht zu begreifen vermögen.

    Hinzu kommt, dass sie von Nietzsche nicht allzu viel verstehen und insofern auch nicht das messianisch Jüdisch-Christliche der Kritischen Theorie.

    Als Vorschlag zur Güte empfehle ich Ihnen die Lektüre von Karl Löwith, insbe-
    sondere >Weltgeschichte und Heilsgeschehen NIETZSCHES PHILOSOPHIE DER EWIGEN WIEDERKEHR DES GLEICHEN>Fortschritt<<
    verbürgen und den Krieg vernichten soll, macht ihn erst möglich, schenkt
    den neuen Schwung, die neue Kühnheit, das neue Hoffen, die neue Romantik.

    Jedes neue System erprobt und verankert sich erst auf dem Schlachtfeld. Wenn
    ein staatlicher Aufbau nicht mehr die Kraft zur bewaffneten Auseinandersetzung
    hat, vernichtet ihn eine Umwälzung, als ob der unzufriedene, kranke, geschwächte Krieg sich rächen will, um zu genesen.“.

    Valeriu Marcu.

    Heraklit I:

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/04/05/der-klimawandel-als-verbindliches-hoellenfeuer-der-moderne-7568/#comment-157097

    AION (MCMLI):

    http://blogs.faz.net/deus/2017/03/03/europaeischer-tod-in-la-la-land-4185/#comment-57056.

  19. Kikero
    Schau bloß mich an.
    Ein 21 Jähriger Schtodent*/In, benebelt von westfälischem Kaltgetränk, der am heutigen abend erneut zahllose Akademiker zum Liberalismus (2nd Chance) bekehrt hat.
    Keep it up, Don!

    Die Gedanken sind frei. Besser noch ist es, sie zu äußern. Solange es noch geht.

  20. Wie Sie wohl klingen, lieber Don
    Auf meinen Spaziergängen am Strand und auf meinen Radeleien liest mir Kempowski persönlich vor. T&W und vieles weitere von ihm habe ich erst dadurch so richtig erfasst und begriffen.

    Max Goldt, Wischmeyer usw. usf. Welch eine Freude!

    In der vergangenen Woche hat mich Heinz Strunk mit dem „Goldenen Handschuh“ aus meiner Heimat bestens unterhalten (er liest wie ein Schlaganfall-Patient oder ein Angetrunkener, was seinem Werk sehr zugute kommt).

    Und jetzt bitte der Don: grantelnt, jeden zweiten Morgen ein Podcast. So mag der Tag beginnen!
    Gern gegen Gebühren, FAZ-Verlag.
    Ein Podcast vom Don! Leicht baierisch, wetterrnd – und zu allgemeiner Freude!

    Bitte lesen Sie Ihre Texte, Hr. Alphons! Das kostet doch nicht mehr. Aber es macht vielen zusätzlich Freude.

  21. Große Erleichterung
    Bin ich froh, dass wenigstens unsere Reichen es nicht ganz so schlimm getroffen haben. Musste beim Lesen öfter mal grinsen. Diese Unverfrorenheit ist ja allerliebst. Gelungener Auftakt zum Sonntagmorgen.

  22. Zukunft wird aus Armut gemacht
    Das wäre doch ein viel passenderer Slogan als der jetzige.

    Genau, die Pillenschränkchen mit Getier. Dann Totenschädel.
    Idenreichtum sieht anders aus.

    • Nachtrag
      Slogan der Grünen

    • Grünwählen muß man sich einfach leisten können!!
      Nachtrag zum Nachtrag.

    • wer ausser vegane Islamisten wählt eigentlich noch grün?

    • Vorsicht
      Spätestens bei der Finanzierung der Energiewende und etwaigen Kürzungsforderungen der Vergütungen für die Millionen Stromerzeuger, werden die Grünen neuen Zulauf erhalten. In Spanien, Italien etc. alles passiert, wo allerdings die Grünen keine Rolle spielen.

    • wer ausser vegane Islamisten wählt eigentlich noch grün?
      Nichtislamische Kinderschänder und Teilnehmer des Drogenhandels vermutlich

    • Ersteres war zumindest früher mal so.

  23. »Ming & Ding«
    ·
    »Klug und fleißig – gibt’s nicht;
    klug und faul – bin ich selbst;
    dumm und faul – für Repräsentationszwecke
    noch ganz gut zu gebrauchen;
    dumm und fleißig – davor behüte uns der Himmel!«
    Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord
    ·
    »Skythische Soldaten schaben das Fleisch vom Skalp und machen ihn durch Reiben zwischen den Händen weich und benutzen ihn danach als Mundtuch. Der Skythe ist stolz auf diese Skalps und hängt sie an seinen Zügel; je mehr solcher Mundtücher ein Mann vorweisen kann, umso besser ist er angesehen. Viele fertigen sich Tarnmäntel an, indem sie mehrere dieser Skalps zusammennähen.«
    Herodot (Historien, Buch IV, 64)

    Nach »Ancien Régime« und »Servietten Origami«
    erklingt von den Schallfolien der Macht das Vertraute:
    »Mund abwischen, weitermachen!

    Gerne apportieren »Plisch und Blum« das Perspektiv und den Hut
    aus dem Kieswerk Dünkel … zum Hochsilo pri­vi­le­gierter Schüttgüter
    in der »Villa Rustica«

    P.S.
    Mit Scharlatanerie- und Telekom-Gender-Tamagotchi Gesche Joost (Internetbotschafterin, 2013 SPD-Wahlkampf) war der designtheoretische Tag gelaufen, und unliebsame Honorar-Erinnerungen an Jost Stollmann (Kindererziehung mit Hilfe von Computern, CompuNet AG, Mitglied des Schattenkabinetts von Gerhard Schröder zur Bundestagswahl 1998) kamen hoch.

    • Kurt Gebhard Adolf Philipp Freiherr von Hammerstein-Equord hat sich bei Charles-Maurice
      de Talleyrand-Périgord bedient – und den Schluss gezogen: Am meisten zu fürchten beim Militär seien die emsigen Halbgescheiten. Zur Führung einzig geeignet seien diejenigen, die sowohl die Eigenschaft der Faulheit als auch die des überragenden Durchblicks auf sich vereinigten.

      Er hat u. a. aus dieser Einsicht heraus den Entschluss gefasst, bei Hitler um die Entlassung aus dem Generalstab nachzusuchen. Seinem Ersuchen wurde stattgegeben.

  24. RACIAL PROFILING vor der disco, sagt der DON
    racial profiling habe ich oft genug, vor allem jetzt, wenn die winterreifen weg sind……………

    mit den 265-schlappen und frischem profil wirds heute an der grenze sicher wieder nett !

  25. ... gammeln hat sich auch verändert ...
    .
    .. zur meiner „Gammelzeit“ gammelte man und lehnte jegliches Angebot jedwedlicher „Lernerei“ (Eltern ect. zur Weißglut treibend…) konsequent ab …
    … lange ließ sich dieser Zustand nicht aufrecht halten – denn wo kein Moos – da nix los – meine Erzeuger lehnten es kategorisch ab, langhaarigen Boots- und ausgebeulte Lederjacken tragenden Mädchen-Faulpelzen auch nur einen Pfennig rüber zu schieben …

    so kam es wie´s kommen mussss ….

    LERNEN …

    bis heute gerne und mit wachem Blick …

    … was ich jedoch seit jeher bedauere und viel zu selten finde …wo bitte bleibt die HERZENSBILDUNG??

    … die ist MINDESTENS die Hälfte der Miete …

    • Hallo Mira
      auch in Berlin der 60ger die erste Wohnung für 60 DM bezogen mit Klo auf halber Etage? Jetzt im Haus mit großem Grundstück in NF?
      Danke für das Stichwort Herzensbildung. Kommt beim Don nicht oft vor. Insofern: vielen Dank.
      Übrigens: Teppiche und (staubige) Mingvasen kommen mir nicht ins Haus, müsste ja meine Billy-Regale bewegen.

  26. ... Silberkannen u.a. Altes ...
    …. schade, dass man hier keine Fotos einstellen kann …

    … aus Platz- und Überfluss-Gründen bin ich seit einiger Zeit dabei, über Jahrzehnte gesammelte antike „Staubfänger“ an neue Besitzer für angemessenes Taschengeld zu verticken …

    … auch ein Lernprozess …

    … noch ist der Erfolg messbar …

    ach – Porzellan und Perser befinden sich auch im Angebot …

  27. Poverty. A yen for fairy tales.
    Das Problem mit dem Lernen ist ja, dass wir alle nur Lernen um so zu werden wie die, die nix mehr Lernen müssen. Also wie die Dons.
    Lernen dient folglich dazu, das Lernen zu beenden. Was paradox, aber letztlich modern. Denn die Moderne operiert halt in Funktionssystemen, und wie der gute alte Habermas schon einmal warnte, ist der böse Kapitalismus der König dieser Funktionssysteme, d.h. eigentlich gibt es gar keine Ausdifferenzierung in Funktionssysteme, sondern alles ist immer und überall nur Kapital und Gier und Dons. Alles will nur reich sein, alles dient nur diesem Ziel, nicht nur die Kunst und das Recht und die Politik sondern auch und ganz besonders die Bildung.

    Und so sagt die Mutti zum Kind: Sie strebsam, klug und devot, damit du eines Tages wenigstens auch so ein Don werden wirst….wenn es zu einem Zuckerberg nicht reicht.
    Das lässt doch irgendwie den Eindruck aufkommen, dass die Kinder der Bildungsbürger mehr oder weniger nicht weit entfernt von dem sind, was man früher als Kinderarbeit in Silberminen zu beschreiben nicht wagte.

    Whatever, letztens war ich mal wieder in meiner Heimat, dem guten alten NRW. Das ist die Gegend oberhalb des Wohlstands, man erkennt das auf der Autobahn an dem plötzlichen Fehlen jeglicher moderner Dienstwagen sobald man Hessen verlässt. Die unerwartete und plötzliche Entschleunigung auf der linken Spur hinter all den alten Karren (Politisch korrekt: Youngtimern) lässt dann doch die Ahnung Realität werden, dass der Begriff „unser deutsches Griechenland“ berechtigt sein könnte.
    In einer Stadt angekommen trifft man dann auf all diese ärmlich gekleideten Menschen, die unerwarteter Weise alle immer und überall lachen und laut reden und sich nicht schämen, nicht klagen und nicht jammern. Kennt man von den Drogenparties im Studentenwohnheim, nur ist das dann doch einige Nummern größer…hier im Hoheitsgebiet des Propagandasenders. (Selbst 1Live Teenie-Moderatoren reden Tag und Nacht über Trump (böse) und Flüchtlinge (gut). )

    Was ich damit sagen wollte: Auch Armut kann glücklich machen. Eigentlich macht Armut vielleicht sogar glücklicher. Also diese neue Armut, die staatliche finanzierte. Nannte sich mal Sozialismus, wie die das jetzt in NRW nennen, das ist mir nicht bekannt. Ich weiß nur, dass ich gestresst mit meinem Dienstwagen anrase.. äh anreise und zwischen all den Dienstgesprächen am Feiertag mich frage, warum ich all den Stress in mein Leben lasse, wenn man auch Wohnung, Essen, Kleidung und Kleinwagen auf Staatskosten erhalten…äh…falsch…das finanziere ja ich…mit meinem Stress, oder die Finanzblase…oder der liebe Gott.

    Egal, was haben wir gelernt, in diesen Minuten unseres Lebens:
    Habermas wurde durch NRW falsifiziert.
    Der Don ist nicht glücklicher als ein durchschnittlicher NRWler (vulgo: Deutschgrieche)
    Man lernt nicht fürs Leben, sondern um das Leben anderer zu finanzieren.

    • Oh - schöne Beschreibungen, grazie (an der Stelle .... größer als die Parties früher - habbich
      lachen müssen: Sehr schöne Stelle!

      Noja – und wieso Habermas wiederlegt?! Sicher nicht der Habermas, der sagt, dass die großen Medien heutzutage die Macht und das Geld sowie der eiegensinnige Funktionskreis administrativen Handelns seien, hehe. Auch der Habermas nicht, der sich für Griechenland engagiert – zusammen mit Amartya Sen, hoho, von dem der Satz stammt, dass die „Ratten“ (= die EU – Troika, huhuhuuu!!) bereits an den blank liegenden griechischen Nerven nagen!

      – Es bleibt eigentlich nur noch übrig, „inn Brüssl“ (Kohl) klarzumachen, dass auch D-Land teilweise jetzt Griechenland (geworden) ist – – und damit auch langsam aber sicher Hilfe! „aus Brüssl“ (Kohl) braucht. –

      – Sollten daran Zweifel aufkommen, könnte man Brüssel einfach auf DAs Blog verweisen; da sind die sich immer deutlicher abzeichenenden Parallelen zwischen unseren „Grie- s – i-ßen“ FreundInnen und unseren notleidenden LandsleutInnen in NRW sehr schön abkonterfeit – nicht zuletzt nun ja – – auch von Ihnen!

      „Einwandfrei!“
      (Rolf Miller)

    • Großflächige und nachhaltige Akquirierung...
      ..eines willenlosen Heeres von staatlich subventionierten Konsumenten. Alles andere ist pure heuchlerische dauerabschleifende Propaganda, Punktum.

    • ... als ich zuletzt in Krefeld war fielen auf...
      … die vielen Leute mit der Bierflasche in der Hand, mittags und an einem Wochentag,
      … die vielen Kopftücher,
      … die Kleidung der Restdeutschen, die an Ostmode erinnerte.
      … die gute Kleidung der nichtdeutschen und ihre Ausstattung mit Mobilfunk der neuesten Generation,
      … die 1 Euro-Shops
      … die miesen Straßen,
      … die generelle Heruntergekommenheit bei gleichzeitig durchaus prächtigen Fassaden.

    • Bundesrepublikanische Götterdämmerung!
      Extrablatt: Merkel fliegt aus der „Time“-Liste der 100 einflussreichsten Menschen dieser unserer Welt. …

    • @Sirisee
      Herzlich willkommen in NRW; dem Spitzen-Bundes-Land.
      Nicht vergessen: In 3 Wochen Hanni und Ralf wiederwählen! Damit alles so bleibt wie es ist, und noch ein wenig schlechter wird.

  28. Titel eingeben
    Darf ich mal ein paar Details anmerken?
    „Jeder Trachtenschneider zahlt übertariflich…” wer also übertariflich bezahlt, ist bereits verantwortungsethisch? Es kann also nicht eher nur daran liegen, dass eben kaum Trachtenschneider gibt? Denn, wenn es zu viele gäbe, die man gegeneinander auspielen könnte, dann würde man sofort bei der für Trachtenfreunde einschlägig bekannten Partei mit dem in entscheidenden Situationen stets den Schwanz einziehenden Grossmaul an der Spitze, einen Antrag auf Ausnahme vom Mindestlohn stellen. Der Horsti bei Frau Nahles, da geht immer was…

    „Ich mein, ernsthaft, versuchen Sie mal, heute wie Ihre Vorfahren noch eine neue Silberkanne aus Material zu bekommen, das Sklaven abbauen mussten.”
    Die können sie mit Sicherheit ganz einfach, und mit ein wenig Fremdsprachenkenntnis im Internet finden. Haben sie tatsächlich keine Ahnung davon wie viel Tonnen Silber in peruanischen Minen von Leuten abgebaut wird, denen es so f´dreckig geht, dass sie der eigenen, gerne die Position eines Leibeigenen bei Don Alphonso vorziehen würden?

    Das Problem das böse, korrupte Staaten verachtende, Menschen wie ich, mit Vermögenden habe ist, dass man in der Geschichte, wenn man es nicht von vorneherein darauf anlegt, eigentlich gar nicht übersehen kann, dass jene im Zweifelsfall nie ein Problem damit haben sich auf Seiten der Faschisten zu stellen, wenn es der Schutz des Vermögens bedarf. Hitler war da keinewegs Ausnahme. Und zwar weltweit, solange nicht klar war, dass er den Krieg verlieren würde, dann wechselte man halt wieder die Seiten.
    Von Verantwortungsethik redet man in solchen Kreisen stets nur dann, wenn der Rest des Volkes voll damit beschäftigt ist, einem kleinen Zipfel des Reichtums zu erhaschen und sich eine Dreck dafür interessiert wer reich wird, zB mit Fischstäbchen und Chickenwings. Die allein erziehenden HartzIV Mütter, die sich anderes Fressen gar nicht leisten können, sind das nämlich sicher nicht.

    Man bedarf nun mal eines verblödeten Volkes um ungestört Erbschaftssteuer Gesetze a la schröderschem Rot/Grün durchzuziehen. Jeder 12jährige dem man mal an Hand realer Beispiele aufgezeigt hat was Zins und Zinseszins aus einem Vermögen in ein paar Generationen LEISTUNGSLOS machen, der würde einen Lachenfall bekommen, wenn man dem sagt Vermögende verhíelten sich immer alle so verantwortungsethisch, dass solche steuerlichen Regelungen da durchaus angemessen seien.

    Und dann kommt sie wieder, die grosse Lüge aller Zeiten: „Aber ich sage Ihnen: Reich geboren werden ist besser….“
    Ein so offensichtlicher Satz, dass einem die darin versteckte, unverschämte Lüge gar nicht auffällt: Es wird so getan as sei da gar keine mehrere Dimensionen grosse Kluft zwischen „reich“ und „vermögend“.
    Wie wärs mal mit einem Text zu diesem Thema?

    • „denen es so f´dreckig geht, dass sie der eigenen, gerne die Position eines Leibeigenen bei Don Alphonso vorziehen würden?“

      Das sind aber keine Sklaven. Es muss schon richtig sein.

    • Werter TDV, der 12jährige muss halt kapieren ....
      …. dass Zins und Zinseszins nur dann wirken, wenn nichts entnommen wird, um z.B. mit 18 bereits den ersten Sportwagen zu fahren und die 200qm Penthouse-Wohnung „möbliert“ zu mieten.
      .
      Ein Vermögen ist zudem nicht „leistungslos erworben“. Das glauben nur die, die noch nie die Anlagen KAP, AUS usw. ausgefüllt, eine Nebenkostenabrechnung erstellt oder die Handwerker für das mietende Lehrerehepaar koordiniert haben.
      .
      Die grösste Leistung ist einfach das Vermögen und dessen Erträge über Generationen hinweg nicht anzurühren.

    • Wirklich Vermögende lachen sich tot über normale Reiche
      TDV, unsere Diskussion auf HvGoslar vom Ende des letzten Threads passt eigentlich gut hierher.

      Der Turbokapitalismus und seine Protagonisten schrecken weder vor Faschismus noch vor „Ökodikatur“ zurück.

      Ich finde Ansätze, Gesellschaft anders zu organisiereren, allein des Gedankenexperiments wegen spannend- nur scheint es deshalb schwierig zu sein, Alternativen zum Kapitalismus durchzuspielen, weil -de facto – die Allermeisten, die hier kommentieren, mehr oder weniger Profiteure des Status quo sind, ich eingeschlossen.

      Gedankenspiele, wie man leben würde, wenn man den Ast durchgesägt hätte, auf dem man sass – sind ziemlich surrealistisch.

      Eine Komponente finde ich allerdings ganz überlegenswert: Wenn man die Zusammenballung von Kapital auf den obersten Ebenen vermeiden wollte, wäre es notwendig, genau zu erfasssen, wem was gehört, vor allem welche anonyme Firma zu welcher natürlichen Person gehört.

      Der Reihenhausbesitzer solidarisiert sich instinktiv mit Familie Krupp, gerade weil so wenige nur „reich“ sind, verschwimmt der Unterschied zu „Ultra-Vermögend“.

      Die wirklichen Eliten werden ggf. nicht vor einer drastischen Erbschaftssteuer für Don Alphonsos oder andere Privatiertypen (an-die-Nase-fass) oder einem „völkischen“ Regime zurückschrecken, damit alles „in der Familie“ bleibt, vor allem die Kompetenz, Angebote zu machen, die keiner ablehnen kann.

      Demokratische Transparenz und Aufstiegsmöglichkeiten durch Leistung wären das letzte, was man sich an massgeblicher Stelle wirklich wünschen würde – Äppärät-Kaninchenhorden, die durch ihr „umweltfreundliches“ Elektroauto an ihre Scholle gekettet sind, damit jedes Jahr nicht 450 Millionen Europäer (erst jetzt???) an Asthma sterben, sind das Gebot der Stunde.

      Im Prinzip müsste das goldene Kalb, Firmenerben besser zu stellen als Gelderben, überdacht werden. Weil Firmenerben sich ja alle so famos um Arbeitsplätze bemühen, statt nur Yacht- und Porsche-Prospekte zu komtemplieren.

      Wenn man eine grosszügige Freigrenze für den „normalen“ mittelgrossen Betrieb (und Reichtum) ansetzen würde, aber bei Riesenfirmen in der Erbfolge substantielle Firmenanteile in Staatsfond-Besitz überführen würde, dann wären Familien wie Piechs oder Quandts irgendwann auch nur noch „normale“ Reiche.

      Natürlich müssten diese Staatsfonds professionell von gut ausgebildeten Managern geleitet werden, und nicht von Beamten oder Parlamentariern.

      Da diese Politiker aber indirekt und zuverlässig auf den Lobbylohnlisten dieser obersten Klasse angesiedelt sind, inklusive Linkspartei und AfD als Krokodile im Kasperletheater, wird es tausend Gründe geben, warum eine Herrschaft des wirklichen Grosskapitals die einzig humane Politik und die einzig gerechte Macht auf der Welt bleiben werden.

      Und selbst, wenn es „im Westen“ theoretisch wirklich „besser“ würde, wären genug Menschenmassen auf dem Sprung, es auch „besser“ haben zu wollen, dass der Verteilungskampf unvermeidlich würde.

      Ich glaube, man kann nur hoffen, sein Leben in den nächsten Jahren so gut es geht, zu geniessen, und es als Schicksal zu sehen, wenn wider Erwarten irgendetwas ganz Schreckliches auf dem Niveau des letzten Weltkriegs etc. passiert, und sich die Überlebenden irgendwann reumütig, zerknirscht und voll guten Willens sich zu einem Bretton Woods II treffen, um die nächste Globalkatastrophe zu verhindern.

    • @ Köstlich
      „Die grösste Leistung ist einfach das Vermögen und dessen Erträge über Generationen hinweg nicht anzurühren“

      Oder nicht angerührt und geschmälert zu kriegen, durch sozialistische Vergesellschaftung, faschistischen Größenwahn und 1’000-jährige Reiche, Soli-Sondersteuern, Währungsdebakel und Börsencrashes etc.

      TDV schielt vermutlich eifersüchtig nach Venezuela, wo sich wieder mal ein sozialistisches Großexperiment seiner Klimax nähert, während das „verblödete Volk“ hierzulande die Vorzüge eines revolutionären Gesellschaftsumbaus einfach nicht begreifen will.
      Weil es lieber in Brot und Arbeit ist, vielleicht, und weil für tüchtige Handwerker ganz schön was abfällt von dem Reichtum, der so in friedlicher Weise umverteilt wird. Die Enteignung von Auto- und Fahrradmechanikern und anderen Gewerben gilt den direkt und den mittelbar Betroffenen nicht unbedingt als verlockendes Modell.

      Auch die auf Fischstäbchen- und Chickenwings-Ernährung basierende Alleinerziehung hat als Rollenvorbild eher einen harten Stand. Von der Erbschaftssteuer gar nicht zu reden, es sei denn von jenen, die eine verstärkte Kapitalflucht als taugliches Mittel zur Deckung von Gerechtigkeitslücken betrachten.

    • @ The Great Artist
      „damit jedes Jahr nicht 450 Millionen Europäer (erst jetzt???) an Asthma sterben“

      Das ist das Problem mit euch konjunktivverliebten Hobbymarxisten, dass ihr ausnahmslos alle beim Umgang mit Zahlen Mühe bekundet.

      450 Mio Asthmatote in Europa, bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 750 Mio?!?

      Hüstel …

    • Werter TGA, da ich Gedankenexperimente mag,
      wäre ich durchaus ein Befürworter von 100% Erbschaftsteuer mit sofortigem Verkauf sämtlicher Hinterlassenschaften an den / die Meistbietende(n) unter den Lebenden.
      .
      Der Staatsapparat darf halt nichts zum Verwalten behalten, sondern muss alles sofort wieder per Internetauktion verscheuern.
      .
      Zu verschenken gäbe es dann auch nix mehr zwischen den Generationen, ausser einer guten Erziehung und guter Bildung.
      .
      So wie in der Industrie 4.0 alles nachvollziehbar gekennzeichnet ist, wird das dann auch für sämtliche Vermögensgegenstände zu jedem Zeitpunkt gelten. Dafür müsste jedenfalls als erster Schritt mal das Bargeld verschwinden.
      .
      Jeder ist dann seines eigenen Glückes Schmied und muss auch die Hitze des Vermögenserwerbs aushalten, statt sich wohlig am nachglimmenden Ofen früherer Generationen zu wärmen.

    • Titel eingeben
      Don
      „Das sind aber keine Sklaven. Es muss schon richtig sein.“

      Deswegen würden sie ein Leibeigenen Dasein in Ingolstadt oder auf den Latifundien, ihrem jetzigen Leben auch vorziehen… Silberkännchen und Fahrräder polieren, Torte kaufen gehen, und antike Bilderrahmen abstauben.
      Und am Rodel die Kufen schleifen, nicht zu vergessen.

      TGA
      „…weil -de facto – die Allermeisten, die hier kommentieren, mehr oder weniger Profiteure des Status quo sind, ich eingeschlossen.”

      Natürlich, ich ja auch… deswegen passt ja leider auch ausgerechnet dazu die Merkel Phrase „TINA“, denn da stimmt sie leider. Aber in dem Zusammenhang sagt die es ja niemals. Wie mir Tamariske schreibt, ist mein Standpunkt „zynisch-nihilistischen” und da hat sie natürlich Recht. Die Machtverhältnisse in der real existierenden Welt, die bisherigen Revolution, alles zeigt, dass die Welt eine enorme Kläranlage ist: „Die grossen Stücke Scheisse schwimmen immer oben!“
      Deswegen scheitert ja auch ihre eigentliche richtige Idee: „Im Prinzip müsste das goldene Kalb, Firmenerben besser zu stellen als Gelderben, überdacht werden. Weil Firmenerben sich ja alle so famos um Arbeitsplätze bemühen, statt nur Yacht- und Porsche-Prospekte zu kontemplieren.”

      Es mag schwer sein, die Bedeutung, die Rolle, und die Macht der Bilderberger zu erkennen, aber wenn man es mal verstanden hat, erschrickt man sehr, oder resigniert.
      Oder wird bei Al Kaida Mitglied ;-)

      Allein die peinlichen Kommentare der Stammtisch/BILD Fraktion die ja hier mittlerweile auch in rauhen Mengen auftauchen, sollten auch dem Gut-Willigsten zeigen, dass eine positive Entwicklung bei so ziemlich keinem einzigen Thema möglich ist.

      Deswegen: Ab auf die Insel!

    • Darum macht das Schreiben hier weniger Spass
      In zynisch-nihilistischer Grundstimmung auf einer Insel seinen Spass haben – das wirklich Gemeine ist, dass einem wirklich nichts Besseres einfällt, wenn man über unsere Lage tiefer nachdenkt.

      Irgendwie drängt es einen doch, immer wieder seinen Senf in die Tasten zu tippen, aber je mehr man liest, was sonst so in den Kommentaren steht, desto eher kommt einem das Gefühl einer grossen vergeblichen Eitelkeit, vor allem mal wieder selber „piep!“ gesagt zu haben.

    • Ich wüerde nicht mal bei meinen eigenen Texten raten, da mit Anspruch zu kommen.

  29. Mein geheimes Lebensmotto ...
    …. für alles zu haben, zu nichts zu gebrauchen!
    .
    Gebüffelt habe ich nur im Studium, weil es dort halt Klausuren gab, mit denen es sich der Prof zur Aufgabe gemacht hatte, die Spreu vom Weizen zu trennen. Dabei ging es eigentlich nicht ums „Lernen“ sondern ums „Durchkommen“.
    .
    War man „gut durchgekommen“, dann kann man i.d.R auch „selbst denken“ und braucht m.E. lebenslang auch nix mehr (von anderen) lernen!
    .
    Daher wundere ich mich, dass speziell die jüngere Generation der angeblich Studierten, den Anspruch hat, alles immer erklärt zu bekommen und fortlaufend nach „Schulungen“ ruft, statt sich selbst Gedanken um eine Lösung zu machen.

  30. Heilige Einfalt, trotz gelehrigem Text...und selten so gelacht.
    ….so öffnete ich die Zusendung der „Zivilen Koalition e.V“, Zionskirchstraße 3 zu Berlin. Eingelegter Rückumschlag und Karte mit folgendem Text:

    „Sehr geehrte Mitglieder der bayrischen Landesregierung, ich wende mich heute an Sie weil Sie die einzige Landesregierung ohne Koalitionspartner führen und Bayern in vielen Dingen mit gutem Beispiel vorangeht. Ich bitte Sie daher, die Rundfunkstaatsverträge aufzukündigen mit dem Ziel, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuschaffen. Dessen Finanzierung über Zwangsbeiträge von jedem Haushalt ist nicht mehr zeitgemäß. => jetzt kommts: Der Zeitungsmarkt beweist: Auch ohne Zwangsabgaben ist das Angebot umfassend. (Ende des Schlüsselsatzes). Jedem Bürger sollte es freistehen, welche Medien er konsumieren möchte. Und also auch, wofür er bezahlt.
    Gerne sehe ich Ihrer Antwort entgegen.
    Vorname, Name Ort, Datum und Unterschrift.
    .
    Meine Antwort wird mit Sicherheit nicht gefallen.
    .
    Ach – und dem Don, der sich evtl. gerade nach Castello Brolio oder den Mont´ Amiata hochquält zum Troste, von Eros Walter Luciano R.

    „Ed ho imparato che nella vita nessuno mai ci da di più,
    ma quanto fiato, quanta salita- andare avanti senza voltarsi mai…“…..
    das nächste Gefälle folgt mit Sicherheit.
    (DdH)

    • Danke, aber noch bin ich hier!

    • ...das nächste Gefälle folgt mit Sicherheit
      und damit die größere Gefahr. Nach meiner Erfahrung (erfahren ist hier im doppelten Sinn zu verstehen) ist die ersehnte schnelle Abfahrt risikoreicher als der mühsame Aufstieg. Das Problem bei letzterem sind ggf zu dicht überholende Kraftfahrer. Das Problem der schnellen Abfahrt sind schlechte Straßenbeläge, Seitenwind in Böen, überhöhte eigene Geschwindigkeit und zu dicht überholende oder entgegenkommende Kraftfahrer.
      (Man kann es auch als Metapher für Reichtum sehen)

      Zum Rundfunkbeitrag:
      Ich bin für ein Umlageverfahren.
      Jedes Bundesland bezahlt je Einwohner einen
      bestimmten Betrag.
      Das wäre eine verantwortungsethisch sinnvolle
      Finanzierung.

    • Zwangsbeitrag ÖRR
      Vier€Neunzig pro Monat (Nachrichten, Seniorenprogramm, Grundversorgung, Kulturelles, ARD & ZDF & 1xRegionalprogramm), der „Rest“ verschlüsselt (Konzept wie kostenpflichtige Zusatzversicherungen für Add-Ons bei GKV). KEINE Verwendung des Basisbeitrages für Pensionsrückstellungen der Politvasallen. Wenn die Sender wieder gelernt haben was Qualität ist und durch die Pay-per-View Zusatzbeiträge was auf der Kante haben, können sie damit anstellen was sie wollen. DAS ist liberal!

  31. RACIAL PROFILING-zum zweiten-vielleicht einmal pc
    Seit wir hier in unserer Faubourg mit nur einer Apotheke, schätze mal, einen Ostafrikaner als Apotheker haben, streue ich meine Rezepte nicht mehr. Der Mann ist mit seiner unaufgeregten Art und ruhigen Stimme Balsam für die Seele.
    .
    Er war mir kürzlich auch nicht abhold, als er auf die Frage seiner Mitarbeiterin, ob der weitere Kunde noch auf etwas warte diese so beschied: „DER wartet noch auf…“ (Rückkehr einer anderen Mitarbeiterin vom Kopiergerät). Flugs bat ich ihn um einen Kugelschreiber und schrieb ihm dezent auf, daß die Bezeichnung „Der“, anstelle „der Herr“ in diesem Falle nicht ganz den Usancen entspräche. Seitdem komme ich fast nicht mehr dazu, Urlaubsabenteuer mit der anderen Apothekerin auszutauschen.
    (DdH)

  32. ...seinen Besitz auch nach dem Tode noch besteuern will.
    Nach dem Tode besitzt man nichts mehr.
    Der frühere Besitz geht an andere.
    Die anderen Schafe in der Herde,
    den Staat als größte Herde überhaupt oder sonst wen.

    Einkommen wird besteuert, auch das von Todes wegen.
    Das Kern der Debatte dreht sich m.E. um die Freibeträge und die Höhe der Zwangsabgabe

    Ich überlege mein Vermögen dem Finanzamt zu vermachen,
    schon allein deswegen weil das die schwarzen Schafe der Herde ärgert
    aus der ich hervorgegangen bin (ich bin das einzige nichtschwarze Schaf)
    ggf hinterlasse ich es einer Partei die jene gar nicht mögen.

    PS: Lieber Don, als kinderloses schwarzes Schaf werden sie bei ihrem Lebenswandel (sparsamer SLK oder B-Klasse,viele Kilometer mit dem Fahrrad etc) jenen denen von Todeswegen ihr Vermögen zufällt eine so große Freude bereiten das jene Sorgen aus früheren Jahren sicher schnell vergessen sind.

    Ich empfehle Ihnen aber dringend noch ca 50 Jahre zu
    bleiben, schon allein aus egoistischen Motiven meinerseits.

    • Ich bleibe lang und mein Tod wird so hässlich wie möglich für andere.

    • An Don Alphonso
      Das schwarze Schaf in der Familie können sie gar nicht sein.
      Nach meiner Kenntnis sind sie kein Mitglied der CSU ;-)

      PS ggf müsste man noch den Unterschied zwischen Verantwortungsethik und Gesinnungsethik herausarbeiten.

      Als Verantwortungsethiker kann man seinen Anteil an Großunternehmen
      (als so genannter Superreicher) ja vernünftig nutzen.
      vgl die Familien Henkel, Merck, Fresenius, Klatten, Porsche, Piech, Quant, Bosch, Siemens etc

      Als Gesinnungsethiker wäre noch zu Fragen um welche Gesinnung es sich denn handelt. Tom Königs schenkte sein Vermögen von Todes wegen seiner Vorfahren dem Vietkong bzw Nordvietnam wenn ich mich nicht irre. Andere überlassen es ggf der NPD.

      PS Zum oben erwähnten Regenwald.
      Wie kommt zB u.a. die deutsche Getränke-Industrie
      (Werbekampagne: Saufen für den Regenwald)
      darauf das deutsche Unternehmen den Südamerikanern zu erzählen hätten was diese mit Ihrem Wald zu machen haben?

    • ... die Kinderlosen ...(Männer)...
      … wie kann er das denn wissen ?! (der Mann)…

      … bis zum heutigen Tage das alleinige Wissen der Frau …
      … wie viele und von wem …(wobei von „wem“) so manche DAME schon wieder ins Trudeln bringt …

      … ergo: Man(n) lernt nie aus … (Frau auch nicht) …

      … da kann selbst nach 18 Jahren immer noch was “ NACHKOMMEN “ …
      DER oder DIE …

  33. Abgabenland ohne Ende
    Wer mir am meisten wegnimmt, sind fraglos die Versicherungen. Wenn der Autohändler dann noch auffordert, zur Wartung zu kommen, wenn der Arzt die Erinnerung zur Vorsorge schickt (bin ich denn karnk?), weiß ich, was hier los ist. Du hast die Zwangsversicherung 1 und die Zwangsversicherung 2 und dann noch die Klempner der Vorsorge für alles, TÜV und Reifenwechsel und das Austasten deiner Hohlräume usw.
    Mit etwas mehr Maß und weniger Abgaben wäre mehr Konsum möglich. Dann könnte man auch Schuhe made in Zweibrücken oder Pirmasens kaufen.
    Die Deutschen waren der ideale Empfänger für safety first und zugehörige Beiträge.

    Schäuble, das andere Kapitel, wurde von Mnuchin gerade angewiesen, dass mehr reinvestiert werden muss wegen der Handelsbilanz. Ja. Er soll mal direkt in den Bürger investieren und diese einmalige Progression ändern, die viel zu früh in den Spitzensteuersatz einmündet. Aber das meinte Mnuchin nicht.

    Früher jedenfalls konnte jeder wohlhabender werden. Meine KV zieht wieder mehr Geld raus. Für Flüchtlinge, die mitnichten privat versichert sind. Aber man will ja mit steigern.

    • Jeder will mein Bestes
      exakt so isses, ich hätte es genau so gesagt. Und von den Gerechtigkeitspästen von der SPD, den Grünen und Verdi sagt ja auch keiner, dass mit jeder Lohnerhöhung der Staat am meisten profitiert und der Michel und die Michelinin weiter auf den Perser sparen muss und bis dahin den IKEA-poly-was -weiß-ich-Flicken über dem Hornbach-Laminat mit den Deichmann-Schlappen betreten muss. Gibt schon Gründe, warum manche Geiz geil finden müssen und Aldi, Kik und Konsorten sich an der Armut eine goldene Nase verdienen und nebenbei jedes erdenkliche Gefühl für Qualität erdrücken.
      Aber so ist der Michel: Sicherheit um jeden Preis, beruflich wie privat-koste es was es wolle, aber beim Essen, bei der Kleidung, bei der Wohnungseinrichtung sparen und 30% mehr für seinen VW bezahlen als ein Italiener.
      Deswegen begehrt er ja auch nicht auf, sondern gibt gerne (noch mehr), weil er in einem sicheren Land leben darf. Das Ziel ist die Staatsqoute von 100% . Dafür bekommt er dann Aldi-Gutscheine vom Staat und darf Formulare ausfüllen, um staatlich genehmigte Leistungen zu ergattern; „hab ich Anspruch drauf.“

    • Lidl und die grünen Punkte
      Ärgerlich ist allerdings nicht nur die Vortäuschung von nicht vorhandenem Gemüse. Selbst die am Rand abgebildeten ganzen Gurken entpuppen sich als kleine grüne Punkte in der Burgersoße.
      https://www.welt.de/wirtschaft/article163871060/Geklont-und-pappig-Lidls-Burger-ist-eine-Frechheit.html

      Friss bürger!

    • Sicherheit?
      @bemaba
      Also mit der Sicherheit, stimmt leider so nicht mehr, nicht mal mehr in München. Bei Verwandten von mir, gut bürgerlicher Vorort von M, wurde letztes Jahr eingebrochen, und zwar so brutal, daß das Fenster mit Rahmen aus der Verankerung gerissen wurde. Der Diebstahlsschaden hielt sich mit rund 1000 Euro in Grenzen der weitere Sachschaden war größer. Aber am Größten war der Vertrauensschaden gegenüber dem Staat der mutmaßliche rumänische Banden (Kripo) nahezu „ungehindert“ operieren lässt. Da ist die Aussage des Kripobeamten, man hätte es teilweise täglich mit rund 40 ähnlichen Fällen rund um München zu tun, nur ein schwacher Trost.

    • Right!
      Michel und Michelin wollten und wollen den Sozialismus. National- und real existierender Sozialismus wurden bereits erfolglos getestet. Am Welcome-Öko-Gender-Sozialismus wird derzeit noch optimiert. Nach der „No-Borders“-Großtat rechne ich mit einem Ausgang, der weitere sozialistische Experimente unmöglich/unnötig machen wird. الله أكبر

    • Krankenkasse
      Nun ja, es ist schon eigenartig:

      Migranten gleich welchen Alters und welcher Vorgeschichte bekommen sofort vollumfängliche Versorgung.

      Ein Deutscher, älter, ab dem 55. Geburtstag, der aus der Krankenkasse gefallen ist, seis, weil er die nicht mehr zahlen konnte, seis, weil er aus dem Ausland zurück kommt, kommt in keine gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland zurück.

      Es sei denn, der Anwalt wäre sehr gut.

      So siehts aus im sozialen Deutschland.

    • Krankenversicherung für Migranten
      Seien wir froh, dass diese Sicherheit gegeben ist.

      Will jemand, dass dieser Personenkreis als Bazillen-oder
      Virenschleuderer durchs Land reist, in Unterkünften
      Epidemien ausbrechen.

    • @Thomas Cgn
      Stimmt so. Kam mit 56 aus dem Ausland zurück, … und fand mich urplötzlich trotz unselbstständigen Jobs ohne Krankenversicherung.
      Austreten aus der Krankenkasse darf man nicht, wenn man unter ein bestimmtes Monatseinkommen fällt, muss aber nicht – oder darf nicht einmal – oberhalb von 55.

      Pervers.

      Glücklicherweise nahm mich die TK auf, weil sie schon mal eine Mitgliedschaft von mir aus den 1980ern im Computer vorfanden.
      Andernfalls wäre ich unversichert, oder zu einem unanständigen Preis in der Privaten.

    • Herr Dippel
      Es geht sogar noch absurder.

      Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass eine zur gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland äquivalente von irgendwo in der Eu genügt, um in Deutschland den Anspruch auf Mitgliedschaft in der letzten hiesigen gesetzlichen Krankenkasse zu haben.

      Ich konnte meine Mitgliedschaft in der für alle in England lebenden NHS nachweisen. Ich konnte sogar anhand eines Auszugs des Melderegisters nachweisen, wann ich mich abgemeldet hatte, wann wieder angemeldet hatte.

      Alle formalen Fristen waren eingehalten.

      Drei Monate war ich angestellt in einem einer Verwandten gehörendem Unternehmen, da hat die Kasse die Beiträge gern kassiert.

      Und als ich dann nach etwa zwei Monaten Vorbereitungszeit Anfang letzten Jahres wegen eines neu gegründeten Unternehmens beantragte, mir einen entsprechenden Beitragsbescheid zukommen zu lassen, erhielt ich eine Absage.

      Es gab ein wirklich kurioses Hin und Her zwischen meinem Anwalt bzw. mir und der Krankenkasse. (Unter anderem wollten die von mir tatsächlich wissen, was der Unterschied zwischen Angestelltentätigkeit, „Nichttätigkeit“ wegen Vorbereitung der Unternehmstätigkeit und Selbständigkeit sei.)

      Erst als mein Anwalt mit einem gerichtlichen Feststellungsverfahren drohte und ankündigte, das Urteil in zumindest in Fachpublikationen zu veröffentlichen, gings auf einmal.

      Übrigens hat der Anwalt eine höhere Angestellte einer anderen gesetzlichen Krankenkasse, die mich sofort aufgenommen hätte, hätte sie gedurft.

      Sie durfte deshalb nicht, weil der Gesetzgeber festgelegt hat, dass man in die gesetzliche Krankenkasse zurück zu kehren hat, der man als letztes angehörte.

      In entsprechenden Blogs, in denen sich Deutsche über englische Themen austauschen, war das ein altbekanntes Problem, das immer wieder zu argen Problemen führte.

  34. Fast schon wieder gut - wie immer, wenn er von dem schreibt, worauf es
    ankommt, der Haltung nämlich. Aber nicht so sehr vom Ziselierten als Manifestation dessen. Offizier ist man auch nicht dadurch, dass man sich die teuere Dienstwaffe einer höheren Klasse kauft.

    Aber leider am Ende kein noch so brillant und klug ins Psychosoziale hingedachter und teils exorbitant-begeisternd einzigartig formulierter Beitrag ohne diese, hüstel doch anstrengenden Rückfälle ins Ziselierte der sprachlichen Glanzgefässe.

    Und died Moral der Welt-Einkaufsbedingungen hat sich spürbar verbessert? Ja sicher, wenn man der Beschönigung so sehr bedarf … .

    Man könnte aber auch als Mann von Welt so sehen: Damit das so ist, dass so viele allgm. Zulieferanten des Zivilen so viel schöner dastehen können (und so von sich krähen), musste aber auch der Anteil am Drecksarbeit, die die US-Army dafür überall global macht, in den letzten 15 Jahren etwas überproportional zunehmen. Teils sogar ziemlich viel ein bisschen ganz ohne korrekten Dank.

    Noch ein bißchen Tee?

  35. Wie Brunello
    „Manche denken, das Erlernen von Vorschulmandarin durch Kinder ist gut, um gegen die Nachfahren der Vasenmaler zu bestehen.“

    You made my day.

    Don, haben Sie noch ne wildcard für den Giro am 5.05 erhalten. Ich mein, wenn Sie sich schon da unten warmradeln…

    Bei Ihnen blüht zwar der Brunello, wir haben gestern den kurzen Dienstweg mit einer Flasche Sangiovese beschritten. Was will man machen.

  36. Globalisierung konkret
    Nichts neues unter der Sonne,
    wo hätte Don seine Silberkännchen, Teppiche her, wenn es diesen nicht gäbe.
    Hieß halt früher anders:
    Handel
    Schon seit der Steinzeit trieben die Völker Europas regen Handel. In Süddeutschland hat man in 20.000 Jahre alten Gräbern Schmuck aus Muscheln vom Mittelmeer gefunden. Um 1500 v.Chr. schätzten die Frühgriechen Bernstein, der aus der Nordseegegend eingeführt werden mußte. In einem keltischen Grab von 500 v.Chr. fanden Archäologen sogar Seide, die vermutlich über zahllose Zwischenhändler vom fernen China nach Nordeuropa gekommen war.

    Wagemut und Unternehmungslust der Kaufleute sind beachtlich gewesen, denn oft konnten sie hohe Gewinne erzielen, wenn sie fertige Luxusprodukte gegen wertvolle Rohstoffe tauschten.

    Den Germanen fehlte es an guten Schwertern; üppig verzierte gallische Bronzefibeln und Bronzegeschirr waren beliebt; die Reichen wünschten sich eiserne Helme, Schmuck oder Geschirr aus Glas, kunstvolles römisches Silbergeschirr, leuchtende Purpurstoffe, Teppiche oder italischen Wein.

    Jedoch Handwerk und Kunsthandwerk der Germanen ließen sich nicht einmal annähernd mit den Fertigkeiten ihrer fortschrittlicheren Nachbarn vergleichen, der Gallier und der Römer. Daher konnten sie als Handelsware nur Häute, Pelze und Bernstein anbieten, vielleicht auch Seife, Honig, Wachs und Federn – und schließlich, als wertvollste Ware: Menschen.

    In Rom fand man großen Gefallen an der blonden Haarfarbe der Germanen. Reiche Römerinnen trugen gerne Perücken aus blondem Frauenhaar, weshalb sich manche Germanen ein Geschäft daraus machten, die Haare ihrer Sklavinnen zu verkaufen.

    Aber auch Sklavinnen selbst waren begehrt wegen ihrer fremdartigen blauen Augen und blonden Haare; germanische Sklaven waren außerdem gefragt wegen ihrer Größe und ihrer legendären Wildheit und Körperkraft.

    Die Römer zahlten dafür mit Massenware, die in Manufakturen oft eigens für den barbarischen Geschmack ihrer Abnehmer gefertigt wurde.
    http://www.germanen-und-roemer.de/lex021d.htm

    • Früher verkaufte man auch Slawen (Berliner) an die Kalifate in Spanien.

      Kein Wunder, dass die untergingen.

    • unbezahlbar
      Herrlich:

      Früher verkaufte man auch Slawen (Berliner) an die Kalifate in Spanien.

      Kein Wunder, dass die untergingen.

    • Ja, genau, Don, und Ihnen wollte ein Forist
      den KOLM als Leibeigenen andrehen !

      A so a Gscherr mid dem Gschwerl !

    • Freud und Marx (der vom Forum)
      jetzt hab ich doch tatsächlich lange auf den zahNlosen Zwischenhändlern herumgekaut, bis ich scrollte und neu las.
      Habe erst Sandstürme der Taklamakan für ursächlich gehalten, bis ich mein selektives Gedächtnis als eigentlichen Übeltäter ausmachte, das einige Details der Geschichte vom Münchner HBF anscheinend fleissig verknüpft hat.

    • Knabenlese »Knabenzins«
      ·
      @Don Alphonso
      ·
      ▸ Devşirme (Sure 8, Vers 41) »Sklavenarmeen«
      ·
      … in unregelmäßigen Abständen und in unterschiedlicher Intensität
      kam es vor allem auf dem Balkan (Bosnien, Herzegowina, Albanien)
      aber auch in Anatolien zur Zwangsrekrutierung und -islamisierung
      (Glaubensbekenntnis, Beschneidung) von Jungen (nur Christen),
      um sie anschließend (zum Teil) an hervorgehobener Stelle
      im Militär- und Verwaltungsdienst des Reiches einzusetzen;
      vor allem die Infanterie der Osmanen, die Elitetruppe
      der Janitscharen (Schnäuzer, keine Bärte, Eheerlaubnis ab 1581),
      rekrutierte sich aus der »Knabenlese« – bei der besonders
      hübsche Jungen zusätzlich aussortiert wurden).
      ·
      Ausgenommen davon waren Türken, Muslime, Juden und Zigeuner.
      Muslime schmuggelten daher ihre »Knaben« in diese Eliteschulen.
      ·
      Bewaffneter Widerstand der Eltern konnte mit Hinrichtung
      noch auf der Schwelle des Hauses bestraft werden.



      Devşirme-Absolventen:

      Sinan, 1490–1588, osmanischer Architekt
      »Michelangelo der Osmanen«
      ·
      Ibrahim Pascha, 1493–1536, Großwesir unter Süleyman I.,
      dem Prächtigen »dem Gesetzgeber«
      ·
      Murad Bey Muhammad, 1750–1801,
      Emir der Mamluken in Ägypten
      ·
      Koçi Bey, † 1650, der »Montesquieu der Osmanen«,
      Ratgeber zweier Sultane
      ·
      Abdurrahman Abdi Pascha, † 1686,
      letzter Beylerbey von Ofen, hoher osmanischer Würdenträger



      @FJ45, @Tico
      Wurde der Vulkanforscher Joachim Wassermann bereits als Schlichter hinzugezogen? :‑) be |;‑)

  37. Selbstdenken immer mehr out
    @ Köstlich

    v.Goslar meint unten auf vorigem thread über digitales Lernen, Selbstdenken sei nicht mehr gefragt. Ich habe auch den Eindruck, muss aber festhalten, dass das schon immer so war, nur heute mehr befolgt wird, vor allem auch in Funktionseliten und Beamtenkreisen. Ein Beamtenstaat eignet sich hervorragend für Experimente.

    In der Medizin ist das schon lange so. Im Endeffekt bist du Verkäufer. Du verkaufst Medikamente, Anwendungen und Geräte, möglichst oft (lückenlose Vorsorge). Machst du was anders, bist du unten durch. Deswegen war Julius Hackethal so unbeliebt. Ich kannte zwei hoffnungslose Fälle, die sich bei ihm friedlich mit Familie langsam von Leben verabschiedeten.

    Digitalisiertes Lernen wird Selbstdenkern nicht schaden, aber die anderen noch uniformer machen. Deswegen müssen an sich „Elter 1“ und „Elter 2“ weg. Wir sind reif für Reihen aus dem Reagensglas, die von der Industrie bestellt werden.

    Und sowas wie der Don, unabhängig, sportlich mit frischem Wind um die Nase und zwischendurch anderen Sorgen wie Muskelaufbau ist doch manchen ein Greuel. Neue Ideen beim Radeln, oh weh.
    Funktionieren soll das zweibeinige Wesen. Beim Haustier hat man es ja auch geschafft, domestiziert soll es sein. Und die Chinesen kriegen das ja auch hin.

    Man will den domestizierten Entwickler und Verkäufer. Und letztlich sind unsere Politiker, Ärzte und Journalisten nichts anderes als VerkäuferInnen und (Ab)kassiererInnen. Das muss sich jeder an der Kasse beim Edeka klarmachen. Und Theologen verkaufen Gott oder was sie dafür halten. Wehe man fragt nach.
    Aber der kritische Denker war immer selten. Man könnte mehr davon haben, will es aber nicht. Und wenn einer zu weit geht, ist er ein Quertreiber.

    Das Musterbeispiel für unerwünschtes Selbstdenken ist die Klimadebatte. Wer kritisch nachfragt, kann schnell diffamiert werden.

    • Domestikation
      „Man will den domestizierten Entwickler und Verkäufer.“

      Aber nur vor dem Bewerbungsgespräch.

      Ich hatte beruflich noch nie so viel Glück wie derzeit, als Freiberufler, bei einem unserer Dax-Unternehmen. Der Teamleiter ist ein Visionär und er kann verkaufen, er agiert ein bischen wie ein Unternehmer im Großkonzern, mit guten Kundenkontakten. Das wiederum gefällt seinem Vorgesetzen, denn sie fürchten sich dort vor Erstarrung und Obsoleszenz.

      Er setzt auf Open Source, denn das gibt ihm Kontrolle über das Material und damit zieht er wiederum Leute wie mich an, die technisch einen Schritt weiter denken können als er; wir sind die besseren Designer und Problemlöser in abstrakten Domänen und ebenfalls gut darin Werkzeuge, Infrastrukturen und Produktentwicklung aufeinander abzustimmen. Wir wissen konkret, wie man das macht, wenn auch nicht immer in jedem Detail. Das müssen wir uns auch stets erarbeiten. Natürlich kann man sich fragen, ob jemand gut beraten ist, seinen Entwicklern so viel Einfluss zu gewähren, statt sich als Bürokrat klein zu machen und Dienst nach Vorschrift zu tun, aber er hat sich für diesen Weg entschieden und wir sind bestrebt das in uns gesetzte Vertrauen einzulösen. Er ist unser Herzog und wir reiten für ihn.

    • @Selbstdenken
      „Selbstdenken immer mehr out“. Wenn ich so darüber sinniere, dann war es noch nie wirklich „in“, das „selbst Denken“. Zum einen, weil Denken war schon immer ein Luxus war, den sich nur die oberen Zehntausend wirklich leisten konnten. Zum anderen, weil es schon immer gefährlich war, sofern öffentlich ausgesprochen. Die Aufklärung hat sich dem zwar entgegengestellt – und war sogar eingermassen erfolgreich: Bürgertum, Bürgerrechte, (teilweise) Entmachtung des Adels, Demokratie, Grundrechte wie Redefreihet etc. Aber die Aufklärung, basierend u.a. auf Kant’s kategorsichen Imperativ, hat sich ja schon längst in den Selbstzerstörungsmodus begeben. Eine Nomenklatura geboren, die sich den Staat als Beute direkt einverleibt – und das dank gessinungsethischer Weiterschreibung Kant’s Forderung auch noch für moralisch einwandfrei hält, inclusive Akzeptanz und sogar Beförderung der Umvolkung des eigenen Volkes (oder Wirtes, um bildlich zu bleiben). Eine Gesellschaftschicht, die in bester Nachfolge vergangener Despoten die teuer errungenen Grundrechte überall einzuengen sucht, sofern diese sie bedroht. Insofern wird wohl im grossen Rahmen der Zeiten die Aufklärung und ihr „sapere aude“ wohl nur als eine kleine, kurze Episode, eine Randnotiz eines gescheiteren Experiements, Zugrundegegangen an eigener selbstzerstöterischer Hybris in die grosse Geschichtsschreibung der Welt eingehen…

  38. @verfehlte Inklusionspädagogik
    Armut schützt vor vor innerer Armut auch nicht. Deswegen drängt doch alles zum Golde, inklusive unserer roten Inklusionspädagogen, vorneweg Bestverdiener Robin Schulz-Hood mit seinem Präsidentengehalt.

    Ich bekenne mich zum Futterneid statt zur sozialen Gerechtigkeit, oder sind das Synonyme? Dann wäre Schulz ein Futterneidhändler mit roter Drückerkolonne. Optik&Rhetorik sprächen nicht dagegen.

  39. Heute ist FRESSTAG ! Freßtag, das heißt, ich esse, was ICH mag.
    Habe vor sieben Wochen meine Ernährung umstellen müssen.
    Die Werte vom Labor haben mir die Scherzchen von den Lippen gewischt.

    Seither leichtes Zeugs, Gemüse (mein Gott, ich hab‘ noch nie soviel Grünzeug gefressen, wie jetzt !),
    Hühnerschnitzel, Fisch, udgl.
    Sechs Tage die Woche, kein Brot, statt dessen Spitzpaprika, kleine (da Geschmack) Tomaten, Hengstenberg scharfe Bohnenpepperoni, und zwei Eier zum Frühstück.
    Schon zehn Kilo abgebaut, da muß noch viel mehr runter.

    Aber EINMAL die Woche ist FRESSTAG .

    Jetzt, nach abgeschlafenem Rausch (doooch, saufen geht mit abnehmen ohne Probleme),
    gibt es eine Pfanne voll knusprigem Speck mit VIER Spiegeleiern, samt Salz, Pfeffer, Paprika , Muskatnuß und Grana Padano aus der Mühle.

    Kein Brot, das Gallerte kann ich ganz gut ohne. (gallert- fett bis zur Galle).

    Abends dann einen fetten Braten, letztes Wochenende einen zarten Lammbraten, aber MIT Knödel, Kartoffeln und Sauce.

    Freu‘ mich !

    Arm , reich, Deutschland ist tot. wird totgemacht.

    Gestern Abend ein paar ganz junge Mädels auf einen Drink eingeladen,
    Cointreau mit Orangensaft und einem Schuß Zitrone auf Eis.

    Das mögens .

    Den Absinth und mich eher weniger, aber die älteren Schachteln sind ja noch komplizierter.

    Feministinnen und Marxistinnen verbrenne ich auf dem Damenklo.

    Wie sie lodern !

    Freu‘ mich !

    Ja, richtig reich wär‘ schön.

    Aber dann bitte in den Achtziger Jahren, heute ist das ja nur mehr zum knapp überleben tauglich.

    Damals war noch Leben.

    Heute ist Auswandern.

    Weil Idioten gewählt werden, die das Land vernichten.

    Mehr Scheiterhaufen !

    Lodre, lodre, Kessel brodle !

    Jetzt geh ich frühstücken.

    • Guten Appetit!
      Und, falls der Schädel zu sehr brummt, hilft eine Stützhalbe ;)

    • Arbeiten an der Poltersubstanz
      Lieber Herr Moser,

      gestatten Sie einem oberbayerischen Nachbarn hier mal persönlich zu werden.

      Erstens: Gratulation zu den abgespeckten 10 kg und den durchgestandenen sieben Wochen „Vernunftskost“.

      Zweitens: streichen Sie den wöchentlichen Fresstag, dehnen Sie die „Durststrecke“ auf mindestens 14 Tage, besser aber auf einen Tag im Monat, denn sonst wird das nichts.
      Klingt hart, aber Sie schaffen das – oder die Fresserei schafft Sie (vom Saufen nicht zu reden).

      Drittens: besorgen Sie sich ein paar richtig gute Kochbücher zum Thema. Muss nichts Kompliziertes sein für den Start, auf jeden Fall nichts Langweiliges. Jamie Olivers „Genial Gesund“ oder zu den Basics „Esst echtes Essen“ von Jasmin Schindler und Patrick Hundt.

      Viertens: kaufen Sie möglichst nur bei erstklassigen Produzenten im Umland ein. Es gibt hier ja alles, tolle Märkte, für Fleisch, Gemüse, Fisch (!), Käse etc. Meiden Sie die Supermärkte mit dem Junkfood.

      Fünftens: Zeit, die Sie beim (selber) Kochen verbringen, stellt ein großes Stück Lebensqualität dar. Keine Minute zu schade dafür.

      Sechstens: drücke ich Ihnen die Daumen fürs Durchhalten. Nehmen Sie sich vor, der knickrigen Rentenkasse keinen Gefallen durch vorzeitiges Ableben zu erweisen.

      Siebtens: betrachten Sie die Vorschläge als durchwegs egoistische Wünsche eines Lesers, der Ihr geröllhaldenartiges Poltern nicht missen möchte. Das bisschen Restopposition muss in der Substanz erhalten bleiben, bayerisches Kulturerbe, im Bestand stark gefährdet.

      Auf denn, packen Sie’s !

    • @Nahuatl, Sandler Vielen lieben Dank, meine Herren ,
      für die lieben Wünsche und Anregungen.

      1. Mir brummt vom Saufen nie der Schädel, auch ohne Unterlag‘ nicht, und mir ist nicht schlecht, und ich bin nicht wirklich ,,bedient“.
      Ich fahr‘ halt dann nicht Auto, außer am Abend danach, da sind die Reste weg.
      Und ich tank nicht schmal, das kann ich sagen.
      Besser als Stützhalbe oder Reparaturbier ist Wodka-kalt, pur, und ein großes Glas Wasser hintnach.
      30 Sekunden- und du fühlst dich wohl.
      Brauch‘ ich aber praktisch nie.
      2.
      Der wöchentliche Freßtag bleibt, zuviel Tempo beim Abnehmen ist Mist, und der Freßtag, ist neben den ,,Ausritten“ (Tö-röööööö!), die Freude meines Altes und der Lichtblick und Sonnenschein.

      Ich habe das das einzige Mahl, als ich abnahm (vorher) so praktiziert, das war vor zehn Jahren.
      Und hat funktioniert. Auch dazu gesoffen (zweimal in der Woche, sonst nicht, oder selten), auch Freßtag jede Woche- Herr Sandler
      glaumsma, i kenn mi.
      Viel mehr , als ein Kilo pro Woche soll man nicht.
      Und bei mir ist es keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung, also, wenn alles gut geht, bis in die Kiste.
      Da MUSS der Freßtag wöchentlich sein.
      Grad einen Schweinsbraten mit Knödel und Kartoffeln verputzt- Ca c’est vivre !!
      Morgen wieder brav, ich weiß ja, warum ich das mache.
      Dickes oides Mandl, dinns oids Mandl- wos d ned zoisd, …… du ned.

      Aber wenn die Gesundheit ernstlich an der Kippe ist, werd auch ich katholisch.
      Jetzt bet‘ ich noch für meine Marine LePen, und dann laß ich die Woche ausklingen.

      Aber danke für Ihre Anteilnahme, und nein, es ist nicht tragisch, es ist halt ein ganz anderes Essen, und man muß sich da einleben, und einschnabulieren.
      Das mit dem Kochen für mich allein is so a G’schicht. Kochst alloane, frißt alloane, nahatn kaust zaumputzn alloane- i woaß neda !

    • @ Otto Moser
      „Kochst alloane, frißt alloane, nahatn kaust zaumputzn alloane“

      Stimmt scho. Kochn und essn zu mehra macht mehr Freid.
      Dann laden’s eben Freind ein und kochn zamma.

      Ich habe das meist so gehalten. Vor dem Tafeln gibt’s Gemüse schälen und gemeinsames Kochen mit wahlweise Wein, Bier und Schnaps zur Überbrückung bzw. vorsorglichen Vermeidung heimtückischer Hypoglykämie-Attacken.

      Das mit dem Katholisch-Werdn überlegen’s Eahne bittschee no a moi. Der Hergott dad’s Eahne gwiss ausredn.

    • Das mit dem katholisch werden ist sinnbildlich gemeint,
      .
      .
      der Ausdruck kommt noch aus der Gegenrformation.

      Gemeint ist, sich an Gegebenheiten adaptieren, die einem nicht so passen, die aber rational zu bearbeiten sind.

      Vom Brimborium der Glaubensinhalte einmal ab, ist die Haltung katholischer Würdenträger nicht weniger verächtlich, als die der evangelisch-lutherischen .

    • Ernährungstipps vom Adipösen
      Schon klar, dass Sie nicht ins Blaue hinein in eine negative Energiebilanz reinrutschen, sondern mit Plan.
      Trotzdem:
      Suchen Sie mal nach Eiweiß und Abnehmen, und in der Trefferliste bevorzugt die sites von Athletikzeug anschauen – dort ist es rel. gut erklärt.

      Bei mir tauchte in der Trefferliste gofeminin auf, vielleicht ist ja auch das was?

  40. Hartz4 und der Tag gehört dir.
    Entweder reich geboren werden oder hartzen. Beste Leben.

  41. Ein Haar in die Operationsnarbe...
    Nicht plump einen Finger in die Wunde haben Sie da gelegt, lieber Don Alphonso.
    Selten so geschmunzelt über einen Beitrag zu unserer Neidgesellschaft. Vielleicht ist Neid nur (geschmackloser) Ausdruck eines schleichenden Niedergangs des gnadenlosen Leistungsprinzips?

    Auffällig, dass gerade missratene Söhne und Töchter aus gutem Hause -wie erwähnt, alles relativ- einen sicheren Blick für Qualität und Schönes haben. Das muss Instinkt sein. Für kein Geld der Welt kann man das kaufen.
    Guter Geschmack ist blitzschnelle Entscheidung. Beweist sich in finanziell angespannten Zeiten. Auf dem Flohmarkt ein Kaschmir Jackett für DM 50 kaufen, die britischen Regiments Knöpfe (emailliert) im Wert von 268 GBP abschneiden und diese an einem selbstgenähten Mantel befestigen. Die beraubte Jacke habe ich dem verblüfften Händler in die Hand gedrückt.
    Das sind jetzt nur Klamotten. Nicht alles was eyewateringly expensive ist, ist auch…

  42. Frankreichs Renzi-Phänomen
    Beste Voraussetzungen geschaffen für ihr „worst case“:

    Klüger als Schäuble hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel agiert. Sie empfing alle seriösen Präsidentschaftskandidaten, die darum baten, nämlich Fillon, Macron und Hamon – für jeweils rund eine Stunde und ein Foto. Merkel hat gelernt. Vor fünf Jahren war sie in Frankreich an der Seite Nicolas Sarkozys aufgetreten. Er verlor. François Hollande war von Merkel nicht empfangen worden. Er gewann.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article163914172/Dieser-Wahlausgang-gilt-in-der-Bundesregierung-als-worst-case.html

    Warum ist sie wieder angetreten? Sie ist nicht nur hier unbeliebt.

    Und wen wollen sie?: Sie wollen einen 39Jährigen, den sie herumschubsen können, einen, der sich als Nonkonformist gibt, weil neu, und doch konform sein und etwa so wirken wird wie Renzi. Dann Bussi-bussi, komm in meine Arme, bis die Franzosen ihn knüppeldick haben.
    Kinderlos, der Mann, beste Voraussetzungen für die Probleme von Familien, ganz so wie hier.

    • Zurück von Weggewesen
      Seit 20:00 FigaroLive verfolgt, und ziemlich traurig.
      Nicht nur eine Wette verloren (auch wenn wir bisher kein ‚um‘ festgemacht hatten), sondern auch eine Hoffnung.

      Einen Ex-Banker, das macht aber nichts, allerdings ein Ex-Banker der bisher kein politisches Programm hat. Nicht einmal eine Idee hat er. Am letzten Donnerstag, beim ‚Job Interview‘ wusste er nichts Definitives auf die Fragen zu antworten. (Alle 11 Kandidaten waren in Einzelinterviews von je einer Viertelstunde, mit immer den gleichen Fragen.)
      Auch heute Abend, eben vor dem Ausschalten, noch seine leeren Worte, ‚Heilung‘ der Spaltung. Blabla. Ich hatte es schon vorher geschrieben, er kann minutenlang reden ohne dass man nachher auch nur eine Idee hätte was er sagen wollte.

      Sigmar Gabriel habe ihm gratuliert, mit ihm könne man gut zusammenarbeiten.

      Halt, die taxe d’habitation, eine ‚Wohnsteuer‘, will er für 80 Prozent der Leute abschaffen. Anders, und doch so ähnlich zu Chulz. ‚Feel good‘, und ein kleines Geschenk. Hier die Wohnsteuer; dort die Verlängerung von ALG I.

      Ich verstehe ‚meine‘ Franzosen nicht mehr. Flachpfeifen, erst Sarko, dann Hollande, und nun schon wieder ein windbag.

      Ah, ja, Juncker hat ihm gratuliert.
      Oh Gott, damit ist Europa dann gerettet; das ’schreckliche Wahljahr‘ (Annus horribilis) für die Apologeten eines fehlgesteuerten europäischen Einigungsprozesses geht besser zuende als befürchtet: Geert Wilders nur Zweiter, Fillon juristisch an die Seite gedrückt, Mélenchon nicht genug Zeit und Gelegenheit gegeben, einen Ex-Banker ausgebuddelt, anständig subventioniert, voilà, weiter geht die sogenannte Einigung.

      Armes Frankreich, arme citoyens. Zukünftig aus Berlin regiert.
      Ich rieche schon den Duft von Vichy-Frankreich.

      Ja, Don Alphonso, die Franzosen hatten eine Gelegenheit, zu bestimmen was in Deutschland passiert. Sie haben diese allerdings vertan.
      Jetzt zieht wieder Berlin am Zügel. Und das Schlimme ist, die Frau auf dem Kutschbock weiss nicht, wohin. Es ist ihr sogar egal, wohin es geht. Einen Plan hat sie nicht. Sie sitzt nur einfach gerne dort.

  43. Kunst und Chinesen
    „Die Erfahrung lehrt nun einmal, dass man bei Dürer die Vermögenden, bei Pollock deren das Falsche studierende Kinder und bei Hirst und seinen Pillenschränken sogar nur Russen und Chinesen erlebt. Also wirklich.“

    Ach, die Chinesen sieht man auch in Schaaren durch den Louvre ziehen und die Kunstwerke belagern, die für sie auf Faltblättern, als wichtig und bedeutend, markiert werden. Unvergessen dieser große Pulk, der sich vor dem kleinen Bild der Giaconda versammelte und mit Selfie-Stick bewaffnet, die arme halb totknipste.

    Ich verstehe nicht, wie man unter diesen Bedingungen in der oberen Mittelschicht oder unteren Oberschicht wirklich glücklich sein kann? Vom Fron der Arbeit befreit, aber sobald man zu etwas größerem aufbricht, als zur Bewegung von einem Privatgrundstück zum nächsten, landet man sogleich in der Massenkultur. Mit etwas Glück ist man naturverbunden und strampelt sich auf dem Fahrrad frei oder wandert einfach drauf los, aber das kann man auch für weniger haben.

    • Massenkultur...
      sie werden es vielleicht nicht glauben, aber es gibt Menschen, die fühlen sich in Gegenwart anderer Menschen wohler als alleine.

      Mir wird bei mehr als fünf Leute auf einem Haufen auch immer etwas unwohl, aber das ist denke ich grade im Hinblick auf die Chinesen hauptsächlich eine Frage der Sozialisation.

    • Allein im Schloss
      Man muss ja nicht unbedingt alleine im Schloss herumlaufen, wie Ludwig II, aber der Massenauflauf vor einem kleinen Bild, das hatte schon etwas aburdes. Ich habe das dann meinerseits fotografiert: Sozialreportage statt Kunstbetrachtung. Das war das beste, was ich aus der Situation machen konnte.

      Ich habe übrigens den Eindruck, dass es in Deutschland ( noch? ) zivilisierter zugeht. Selbst bei Gedränge versuchen die meisten Besucher leise und unauffällig zu bleiben.

    • Geführte Kunst
      Die Gioconda gilt halt nun mal weltweit als DAS must-see im Louvre, das ist schon lange so.
      Sie zu fotografieren lohnt sich im Übrigen kaum, da sie ja ihre Tage hinter mehreren Zentimetern Panzerglas verbringen muß, die zum Grünstich deutlich beitragen….
      Nebendran gibt es im übrigen noch ein paar andere Porträts aus der Hand Leonardos, von denen ich eines (knapp um die Ecke und völlig verwaist) deutlich schöner fand.

  44. Meii, wwoa des guuuuad !
    Oben erklärtes Frühstück geputzt, Kaffee ist noch da, gut und stark, mit fettem Rahm, wie jeden Tag,
    aber ohne Zucker. Den Zucker findad i in meina Ramasuuri sowieso ned.

    Abends wartet noch das Bradl, euch allen einen schönen Tag auf den
    rauchenden Trümmern Deutschlands.

    Apropos rauchen- rauchen tu ich natürlich auch.

    Die schmecken auch nicht mehr wie früher.
    Scheiß-ÄÄUUU !

  45. Tip : Seiler und Speer, ,,Ham kumst'' , Ösis machen wilde Musik.
    Der Text, mir als Bayern locker verständlich, für nördlichere Leut‘, die nicht oft Skiurlaub in Österreich machen,

    etwas knusprig,
    bezieht sich auf das Thema Scheidung, und das dazugehörige ,,Recht“ , das bei denen ähnlich idiotisch sein dürfte, wie bei uns.

    Kenn‘ ich als Jurist ja .

    Aber es ist ein lässiges Lied, kann man im net anschaun und hören.

    Ist im Moment drüben ein Hit.

    Aber die haben ja auch eine FPÖ, die, anders als unsere arme AfD, recht gut im Sattel sitzt, trotz rääääächts-Gebrüll der Trottel.

    Die scheuchen die Dummköpfe aus Ex-Konservativen und Sozis und Grünschleim durch die Landschaft, dass es eine Freud‘ hat !

    Die FPÖ war auch der Grund, warum Ösistan die Grenze dichtgemacht hat, und deren Außenminister Kurz, jung, resch, und flexibel, seit längerer Zeit vernünftige Töne hören läßt .

    Und heute wählen die Franzosen, Gott, wie ich ihnen Glück wünsche, statt Linksidioten.

    WIR hier brauchen mehr Glück, als für einen Lottotreffer Marke groß nötig ist,
    um die nächsten Jahre zu überleben.

    Merkel, Schulz und die Grünlinken bitte vor den Schnellzug treten.
    Fahrt vor dem Lokführer mit !

    Dann kommen die Männer mit den kleinen Eimerchen und diesen langen Greifern.
    Das habe ich einmal gesehen, das mit den Einmerchen,
    das ganze Leben bleibt dir die eigenartige Anmutung dieses makabren Anblicks.

    In dem Falle, so die Leute von DB, war es ein 14-jähriges Mädchen, das den Mobbingstress nicht mehr aushielt.

    Wie hätte ich ihr ein langes Leben gewünscht, und die Raute stattdessen auf die Schienen,
    das hätte Zukunft für Deutschland bedeutet.

    • Seiler und Speer
      Ham kummst, hab ich natürlich hier ins Exil mitgenommen ist aber nicht mehr ganz neu.
      Mit den Franzosen? Ich weiß es nicht? Ich denke die Revolution Le Pen ist zu 1792;) Ich hab meine Zweifel ob die „Grande Nation“ die „Balls“ hat die Futtertröge von Bruxelles zu verlassen. Die Engländer eher, glaub nicht, daß es einen Ausstieg vom Ausstieg gibt. So wie bei uns weiland.
      Und der Herr Kurz ist ein Segen für Österreich und uns BTW. Da könnte sich mach Politiker auf der nördlichen Inn/Salzach Seite eine fette Scheibe abschneiden.

    • @Ham kumst
      ist ganz nett gemacht. Also der trostlose Blick in die Zukunft mancher Ehe. Wers versteht… Schöner fand ich ja vor einer Weile „Vo Mello bis ge Schoppornou“ von HMBC.
      Was beide Songs gemeinsam haben: Beides wird wohl unserem Gastgeber als fahrradfahrenden, alkoholverschmähendem Single nicht passieren: also Scheidung oder nach Hause laufen müssen, schon gar nicht zwengs zuviel Alkohol…

  46. Lebenslang Ideen zu haben, ist noch besser als lebenslang zu lernen
    Ich habe nichts gegen lebenslanges Lernen. Noch besser ist lebenslanges Ideen haben. Dazu braucht man nicht geerbt zu haben. Im Gegenteil, Mangel fördert es, Ideen und Lösungen zu entwickeln. Mit dieser Auffassung mache ich mich natürlich bei GroKo Politikern unbeliebt. Denn natürlich sind Leute mit Ideen schlecht zu regieren, weil sie unabhängig sind und ihre eigenen Ideen haben.
    .
    Was einen Perser betrifft, gebe ich zu, erben ist doch ganz schön. Vor einem Jahr erbte ich etwas unerwartet und kaufte mir als kleine Auszeichnung an mich selbst einen modernen Perser. Der ist sehr schick. Aber er liegt nicht im Wohnzimmer, sondern in unserer Waschküche im ersten Stock. Bis dahin hasste ich Waschen und Bügeln. Jetzt finde ich den Raum mit dem Perser (und noch einigen anderen Kunstgegenständen) sehr einladend, und im Winter kriege ich beim Bügeln nie kalte Füße.

    • Kalte Füße beim Bügeln
      Was das Bügeln in Ihrem Haus angeht, hätte ich mich auf jede Wette eingelassen, dass Ihr Mann sich darum kümmert.
      Um sich davor zu drücken, entwickeln Männer eine beachtliche Zahl von Ideen. Nicht nachlassen!

    • @Worandt
      Mit dem Alter sind wir etwas altmodisch geworden. Ich bestehe nicht mehr darauf, meine diversen Fahrräder selbst zu reparieren. Soll sich mein Mann daran die Finger schmutzig machen (oder die Kerle in der hiesige Fahrradwerkstatt). Dafür bügele ich seine Hemden und die Tischdecke, die wir zu Ostern benutzt haben. Aber für die meisten Haushaltstätigkeiten haben wir Putzmänner engagiert, vom Mülltonne säubern bis zum Toilette putzen.

  47. Geld. Geld? Geld!
    Je älter ich werde, desto klarer wird mir, daß Geld „Freiheit“ bedeutet. Alles Andere ist kalter Kaffee, wenn man in einer westlichen Konsumgesellschaft lebt und dort sozialisiert wurde. Ich brauche keine Steppen, keine Savannen, keine Löwen, keine Elefanten, keine Schafherden oder sonstigen Quatsch. Ich brauche Geld. Geld! Her‘ mit der Marie auf meinem Kreditkartenkonto. Ich will essen, tanken, mein Leben genießen und niemals von so einem schnöden Kram wie der „Dispo-Grenze“ gebremst werden. Und ja – je älter ich werde, desto eindeutiger ist das. Ich interessiere mich nicht für Arbeit. Alles, was mich morgens um 7 aus dem Bett treibt, ist nutzloser Quatsch. Ich kann Reichtum nur empfehlen! Es gibt nichts Wichtigeres. Nichts!

    • Jau! Reichtum - O.K. - zumindest nicht arm sein
      Werter Herr Neumann,

      Sie werden erst noch älter, wir sind es schon.

      Genau dieses Ihr o.a. Ziel habe ich miner Fru Ilsebill heute früh um neun im Bettchen wieder einmal auch in bezug auf unsere beiden längst volljährigen Söhne dargelegt, angeregt durch die nächtliche Lektüre der Betrachtung des werten DA. Zu meiner Freude hat sie mir bestätigt, daß wir dazu gut vorgelegt hätten.

      Wer arm ist, muß immer machen, was andere wollen, – wie furchtbar! Denn bis zur großen inneren Freiheit, als Eremit glücklich irgendwo im Wald zu leben, bringen es nur wenige. Materie siegt doch meist über Geist.

      Aufstehen in unseren schönen Garten tun wir erst, wenn wir wirklich wach sind.

  48. @Vasenmaler
    a proposito: Und wieder andere wollen durch das Rahmenlöten lernen, um den Nachfahren der Rikschabauer in den Bergen der Toskana Paroli bieten zu können:-;
    Don, kann ich Ihnen beibringen mitsamt Werkstoffkunde, damit Sie nicht womöglich auf die Idee kommen, Ihre überzähligen Silberkannen zu Rahmenrohren zu verarbeiten und mit Alu verlöten, weil sie das aus einem anderen Rad über haben. Sie bringen mir ein Fläschchen Tignanello – Brunello tuts auch – mit und dabei plaudern wir, wie wir die MTB-ebikes in Schach halten.

  49. Ein weiterer belangloser Beitrag
    Was hätte man nicht alles lernen können, in der Zeit, die man mit dem Lesen dieses Geschwurbels verschwendet hat.

    • sCHRECKLICH!!!

    • < Sahnematjes
      * 8 Matjesfilets säubern und in 1cm breite Streifen schneiden
      * 1 gehackte Zwiebe, 1 Gewürzgurke gestiftelt, 1 Apfel gestiftelt mischen
      * 1/4 l Sahne, Saft einer Zitrone verschlagen
      * 1 El geriebener Meerrettich, Pfeffer, Zucker, Dill, Schnittlauch zugeben

      Fisch unterheben und im Kühlschrank ziehen lassen.

  50. .
    In der Schlacht bei Roßbach in der Nähe von
    Sachsen-Anhalt besiegte vor 260 Jahren
    König Friedrich der Große die französische Armee.

    Die Markgräfin de Pompadour sagte darauf hin:
    „Is‘ mir doch egal, nu is‘ eben allet im Eimer“.
    Auf Französisch klang das so:
    „Après nous le déluge“

    Daraufhin machte man SIE kurzerhand nach ihrem Tod
    für alle Fehlschläge des 7-jährigen Kriegs verantwortlich.

    Was lernt man daraus?
    Das Sündenbockprinzip hält sich doch erstaunlich gut.
    Trotz der vielen Prediger und trotz aller Aufklärung.

    • Noch ein schönes Zitat
      Ein französischer Offizier soll nach der Schlacht einem preußischen Kollegen gesagt haben: „Sire, Sie sind eine Armee, wir ein reisendes Bordell.“

    • Noch'n Zitat
      Wenn man am Ende des Krieges die Italiener auf seiner Seite hat, dann haben sie zweimal die Seiten gewechselt. (Napoleon Bonaparte)

  51. Ganz im Gegenteil, lieber Don, ganz im Gegenteil...!
    Niemand kann auf lebenslanges lernen verzichten.
    Auch wer reich ist, kann keinesfalls auf das lebenslange Lernen verzichten!

    Nur ein einfaches Beispiel für meine nach dem Konsum Ihres Blogs zunächst eher kühn erscheinende These:
    Ein Mensch, in Deutschland von Deutschen Eltern geboren und aufgewachsen, erbt nach Versteuerung fünf Millionen Euro, die sich auf einem Sparbuch befinden, das jetzt das seine ist.
    Er erbt keine Häuser und auch kein Gold und auch keine Aktien oder sonstige Wertpapiere, nur ein einfaches Sparbuch mit dem oben angegebenen Betrag.

    Tut er nichts mit diesem auf dem Sparbuch angelegten Geld, liest auch keine Zeitung, dann erfährt er nichts von den sog. „Negativzinsen“, d.h. er verliert konkret Geld auf seinem Sparbuch. Jahr für Jahr in nicht unerheblichem Maße.
    (Nahezu jeder, sogar H4-Empfänger von klarem Verstand würden Ihnen bestätigen: er verliert jährlich ein Vermögen!)

    Hier hätte es also auch einem für meine Begriffe reichen Menschen gut angestanden, sich über zeitgemässe Verzinsung und Spareinlagen zu informieren und etwas über Geld und dessen Anlagemöglichkeiten hinzuzulernen.
    Und er lerne am besten nicht nur von einem oder mehreren Bankberatern, sondern bilde sich möglichst selbst zum Fachmann aus, sofern ihm dieses möglich ist.

    Einem armen Menschen nützt dieses Wissen nichts, er hat meist kein Sparbuch, und wenn doch, so ist nicht soviel darauf, als das er den paar Euro Zinsen im Jahr hinterhertrauert.

    Der reiche Mensch ist quasi gezwungen, etwas hinzuzulernen, denn schon das Grundgesetz lehrt, das Eigentum auch Verpflichtung bedeutet, es spricht also ganz im Sinne der/des Besitzenden, der seine Pflicht in der weiteren und ausführlicheren Bereicherung seiner selbst finden kann (aber nicht muss).
    Seine private Bereicherung führt natürlich auch zu einer Erweiterung des Staatsvermögens, und kommt somit letztendlich tatsächlich allen Staatsangehörigen partiell zugute.

    Wenn man noch etwas weiter zurückgeht, und auf religiöse Bücher zurückgreift – ich weis, das ist gerade heutzutage ein heikles Thema – so findet man darin auch Ratschläge, die sich meist über Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende bewährt haben.
    Sie müssen übrigens nicht Anhänger oder Verfechter einer Religion werden, es reicht mMn völlig, diese Texte zu lesen, wenn man sich gerade dafür (wenn auch noch so oberflächlich) interessiert.

    Und so will ich, dem heutigen Thema Ihres Blogs entsprechend, dass man lebenslanges Lernen auch als Knechtschaft empfinden könne, etwas widersprechendes aus der Einleitung (2) zum babylonischen Talmud (Judentum) zitieren:

    „Wer nicht lernen will, ist des Lebens unwert; wer nicht zulernt, nimmt an Wissen ab. (1,13.)“

    Daher empfehle ich: Wer also gar nicht mehr lernen mag, suche etwas zu lernen, was ihm/ihr Spaß macht.
    Z.B. eine neue Sprache, oder man beschäftigt sich mal wieder mit dem Lateinbuch aus der längst vergangenen Schulzeit. Man lerne ein paar Goethegedichte auswendig… . Oder.., oder.., oder…

    Es gibt so viele schöne Sachen zu lernen, die nützlich sind, und die man gut gebrauchen kann, das Leben ist zu kurz, um alles Schöne, Nützliche und Wissenswerte zu lernen, was interessant ist, finde ich.

    Ein weiterer Satz aus dem babylonischen Talmud, den ich aber nur aus dem Kopf zitieren kann (- ich meine ihn richtig gelernt zu haben -) und den ich in der Eile leider nicht als belegbare Stelle ausweisen kann, lautet (sinngemäß, wenn nicht sogar wörtlich):

    „Liebe es zu lernen, denn zum lernen bist Du geboren.“

    In diesem Sinne, bleiben Sie schön fleißig.

  52. Bericht vom AfD-Parteitag - "Skandal": Gauland soll öffentlich das Wort "Heimat" gesagt haben
    In den Medien kommt das dann so: „Die AfD schlägt wieder die bekannten nationalistischen Töne an.“ (Focus-online).

    Heimat! – Der Gauland! Greis-lich!!

    -Außerdem soll er noch gesagt haben, die Wahl in Frankreich sei eine französische Entscheidung. Praktisch wörtlich so.
    Das ist ja schon wieder ein Skandal, weil die Wahl in Frankreich natürlich eine europäische Angelegenheit ist, das weiß doch jedes Kind. Gottzack!
    Die nächste FAS würde ich an seiner Stelle gar nicht aufschlagen. Das gibt wieder Haue. Aua! Aua!

    • Wenn jetzt noch jemand ,,Autobahn'' sagt, ist aber Schluß mit lustig,
      .
      .
      . dann brennt der Baum, das Volk steht auf, und demonstriert für mehr Zuwanderung und Übernahme der Schulden der Olivenstaaten !

    • Herr Moser, da sag ich doch mal ....
      …. Autobahnprivatisierung …. da brennt dann echt die deutsche Eiche.

  53. Innere Werte....
    Wozu ein Leben lang lernen, wenn das gelernte von heute Morgen bereits am Abend wiederlegt ist?

    Aber nein, das ist falsch. Gestern gab es, Weltweit wie es heißt (auch im Sudan? Vietnam? Venezuela? Oder haben die ganz andere Sorgen, etwa woher sie das Essen für heute Abend her beschaffen sollen? Kein Wunder, dass in diesen Ländern keine elektrisch betriebene Fahrräder erfunden wurden, die sollten sich lieber darum kümmern als ums Essen, dann hätten sie wenigstens was fürs Leben).

    Weltweit also demonstrierten Wissenschaftler und solche die sich als solche bezeichnen beim „March for Science“ um die Wahrheit des Lernens-bis-hier-her-und-nicht-weiter, denn der Slogan hieß auch „Fakten sind sexy“ (zumindest in Deutschland). In Costa Rica gab es keine Demo, die waren alle an den Stränden der Heimat (35 Grad Celcius!). Verräter. Keine Solidarität mit der deutschen Humbolduni oder ähnlichen Geistesnestern.

    Zwar erschließt mir nicht der Fakt, dass ich heute Morgen Brot gekauft habe mit meinem Sexualleben (also mein Brot ist nicht sexy!) aber bitte schön, wenn das die immerzu lernenden Wissenschaftler so sagen, muss es ja stimmen.

    Also weitere Lernfakten sind: Alle Männer müssen vernichtet werden. Aber auch: Frauen sind unterdrückt. Der Witz ist, dass sich die unterdrückten Frauen leisten können, ihre Unterdrücker, als Unterdrücker zu beschimpfen, ohne dass ihnen was passiert. Also keine Geißelung oder abkommandieren an den Küchenherd…..
    Ein weiterer Fakt: Das schlechte Wetter ist Menschengemacht. Das alles sind Fakten. Oder sind das Meinungen? Und wozu soll man ein Leben lang lernen, wenn diese Fakten Fakten sind. Meint ja auch der Focus. Fakten Fakten Fakten. Und wehe man hinterfragt die Fakten, dann wird man öffentlich – na auspeitschen geht nur in Saudi-Arabien. Haben die dort auch Demonstriert um die Wissenschaft? Es war doch Weltweit.

    Was also brauch es noch zu lernen, gar ein Leben lang, wenn heute feststeht, was übermorgen ebenso Wahrheit ist. Männer sind Schweine, der Klimawandel ist echt und von der weißen Mittelklassenrasse zwischen 30 und 45 Jahren hausgemacht.

    Also, die Wissenschaftsdemonstrierenden behaupten, nur Fakten zählen. Es war ein mal ein Fakt, dass die Erde eine Scheibe ist und daran gab es nichts zu deuteln.

    Ja, wie ist es nun mit dem ständigen Lernen und dem demonstrieren, dass Fakten sexy sind, wie es bei den Demos behauptet wurde. Wo haben Fakten ihren Sex? Und wieso sind sie sexy? Vielleicht haben das ein paar sexuell frustrierte Lernkräfte in der Humbolduni einfach erfunden und sich gedacht, na, die Demo nutzen wir mal, um indirekt auf unseren sexuellen Notstand hinzuweisen. Es hinterfragt ja eh kein Schwein was wir da treiben auf der Demo. 1 und 1 ist zwei. Fakt. Sexy. Ich bin verblüfft was heutzutage alles als Sexy gilt. Na ja, bei 60 Geschlechtern darf man ruhig ein weiteres hinzuschieben.

    Wo eigentlich werden Wissenschaftler bedroht, so dass sie auf den Straßen „der Welt“ (etwa Timbuktu!) für ihre Forschungsfreiheit demonstrieren müssen? Und was müssen sie noch forschen, wenn sie bereits die Wahrheit kennen, wie uns Tag um Tag beteuert wird? Und gibt es Anschläge und Überfalle auf, sagen wir, biochemische Laborhilfskräfte?

    Oder geht es gar nicht ums Lernen, sondern um den schnöden Schotter? Um Gelder, die die genderistischen Studien nicht mehr so dicke erhalten sollen.

    Wobei Gender ja nur eine Behauptung und keine Wissenschaft ist. Zumindest gibt es keinerlei Forschungsergebnisse. Sagen Biologen. Aber der Biologe, der von zwei Geschlechtern ausgeht, hakt sich da bei der Genderistin mit den 60 Geschlechtern unter und sagt: Stimmt Mädel, wir Wissenschaftler….ist das noch absurd oder bereist Menschenverarschung?

    Das einzige, was wirklich Bestand hat, sind die inneren Werte.
    Bandwürmer etwa.
    Und auch die kann man austreiben.

    Was Perserteppiche betrifft, ich glaube, ich habe mehr davon in Händen gehalten als Don Alphonso erträumen kann. Ich stimme ihm zu, ein echter Perser ist nicht nur für das Auge eine Wohltat, ist ein Kunstwerk aus Knoten und Farben, ein Schatz, den ich damals zu dumm war mir anzueignen. Na ja, in der Karibik wäre er verfault.

    In meiner Studienzeit habe ich in den Semesterferien in Ffm. in einem Teppichgeschäft gearbeitet. Da gab es Perser, Bucharas, Chinesische Teppich mit dem Strohbesen zart gefegt, Teppiche mit und Teppiche ohne Spiegel, und ich habe gelernt, echte Perser von falschen zu unterscheiden, durch die Art der Knüpfung. Ich habe aber auch gelernt, wie die Preise gemacht werden. Das aber sag ich lieber nicht.

    • Vergänglichkeit des Wissens
      „Wozu ein Leben lang lernen, wenn das gelernte von heute Morgen bereits am Abend wiederlegt ist?“

      Es liegt sicherlich an mir, aber spontan fällt mir nichts ein, dass ich vor 5 oder 10 Jahren wusste und das heute nicht mehr gilt. Vielleicht kann mir ja jemand anderes hier auf die Sprünge helfen, was in unserer schnellebigen Zeit an Erkenntnissen, die wir lange hegten und pflegten, so alles unter die Räder gekommen ist.

      Was es sicher gibt, sind Moden und Trends. Vor 10 Jahren forschte kaum noch jemand ernsthaft an neuronalen Netzen, außer vielleicht G.Hinton, der dann einen technischen Durchbruch erzielte, der es ermöglichte, tiefe, vielschichtige Netze effizient zu trainieren. Heute will das jeder halbwegs aufgeweckte Student lernen, der bei uns arbeitet.

      Ich halte öffentliche Demos mit Plakaten und Parolen nicht für ein geeignetes Mittel um über Wissenschaft in der Gesellschaft zu debattieren. Dass die sich da alle so über „alternative Fakten“ echauffieren, hat m.M. nach viel mehr damit zu tun, wer diese Formulierung gebraucht hat, als dass sie gebraucht wurde.

      Ob man heute wirklich so viel mehr Wissenschaftler benötigt als vor 50 oder 100 Jahren, d.h. in ihrer besten Zeit, halte ich für eine durchaus berechtigte Frage.

    • @ Dreamtimer
      „spontan fällt mir nichts ein, dass ich vor 5 oder 10 Jahren wusste und das heute nicht mehr gilt“

      Na …
      die Schützbarkeit von Grenzen z. B.?
      Die Gültigkeit von Gesetzen und Verträgen?
      Die Mutation von Bürgern zu „schon länger hier Seienden“?
      Die ungeschmälerte Meinungsfreiheit?
      Die EU-Zugehörigkeit Großbritanniens?
      Die sichere Rente?

      Mach weitere lustige Beispiele …

    • Wissen aus dem letzten Wahlkampf
      Ja, Gandt, und Trump wurde zum US-Präsidenten gewählt.

      Ist das wirklich das „Wissen“ um dessen Willen man resigniert das Lernen einstellen soll, weil es sich so rasch verändert, Zeug aus den Nachrichten, abgelegte Wahlkampfparolen? Hatten wir in den 80er Jahren den Blüm gelernt? Ich meinte eher etwas auf dem Niveau von Chomskys Universalgrammatik, die mir gestern Abend eingefallen ist, die allerdings auch seit Jahrzehnten unter Druck steht, in einem Wissensgebiet, dass noch nicht ausgereift ist und in dem rasch Extrempositionen besetzt werden können, die sich nicht leicht widerlegen lassen.

    • ...
      Die Wissenschaftler haben etwas geschafft, was
      den Gewerkschaften nie gelungen ist.
      Eine weltweite Demonstration zum Erhalt ihrer
      Arbeitsplätze.
      Verständlich, dass sie nicht das Schicksal der
      „Abgehängten“ teilen wollen.

    • Neues aus der Naturwissenschaft
      1.) Ganz sicher ist man sich nicht, aber es sieht so aus, als existierten in den „Meeren“ und „Seen auf dem Saturnmond Titan etwa 70.000 Kubikkilometer (!) Kohlenwasserstoffe, also etwa das 300 fache der irdischen Erdgasvorräte und das ganz ohne Fossilien !
      2.) Die Entstehung des Lebens muss wahrscheinlich neu geschrieben werden. Das Leben entstand vermutlich nicht auf der Oberfläche der Erde sondern an den „Black Smokern“ der Tiefsee. Ist eh klar, dort sind die Bedingungen konstant und nicht so wechselhaft wie an der Erdoberfläche.

  54. "Wer Vermögen hat, kann auf das lebenslange Lernen weitgehend verzichten."
    Stimmt das wirklich? Ich kann mir vorstellen, dass die Wahrscheinlichkeit bei der kleinen Zahl der Hochreichen von ganz oben nach ganz unten zu fallen wesentlich höher ist als aus der Unzahl ziemlich Armer nach ganz oben zu kommen. Man sollte also auch als Reicher auf der Höhe der Zeit sein. Obwohl, ich lese gerade, dass Madeleine Schickedanz nach Insolvenz immer noch ein Vermögen von 40 Mio. Euro hat. Würde mir reichen ;-)

  55. Titel eingeben
    Lieber DA,

    vielleicht nerve ich, aber auch der 2. Text kommt nur verstümmelt rüber.
    Liegt`s an meiner Technik?

    Bitte geben sie mir ein Zeichen.

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/04/22/lebenslanges-lernen-als-lebenslange-knechtschaft-7612/#comment-159415

  56. Wer nicht dazulernt, bleibt nicht wohlhabend
    Mich hat die Überschrift getroffen, aber nicht der Textinhalt.
    Sollte ich Lernen, nur um gebildet zu scheinen, ist das Zeitvertreib. Es schadet nicht, bringt aber auch nichts ein. Lerne ich, um mit Wissen meinen Wohlstand zu erhalten oder zu mehren, ist das eine aktuelle zeitlose Anforderung an das Ueberleben in einer Konkurrenzgesellschaft. Wer andere deshalb verachtet, oder ihnen dieses Verlangen nach Wissen schlechtspricht, hat nicht verstanden, das wir Wissen in Vorteile wandeln. Gebe ich freiwillig die Verantwortung -durch Nicht Lernen Wollen – an meinem Vermoegen ab, wird sich bald ein einzelner, oder Gruppen finden, die diese Schwachstelle nutzen. Das sind dann auch Lektionen, aber dann halt unvermeidbare. Jeder der kein Interesse an Weiterbildung, Wissensaufbau, Erfahrungsaustausch entwickelt, ist Konsument. Ein Verbraucher existierender Werte. Das kann, wenn man sich seiner eigenen Unfaehigkeit bewusst ist,-Vermoegen zu schaffen – besser sein, als Vermoegen durch falsche nicht durchschaubare Investitionen zu verbrennen, aber es sollte dann eine bewusste eigene Entscheidung sein. Diese gilt als Handlungsempfehlung nur für einen. Alle anderen sollten ihren eigenen Wegen und Lernzielen folgen. Lebenslang lernen ist einesteils ein Fluch aber andernteils auch ein Segen, denn es haelt uns im Austausch und macht uns lebendig. Und es vermittelt mehr Perspektiven auf die Wahrheit. Ob sie aus der Sicht der Teppichhaendler, Altphilologen, Lehrer, Ultrareichen, Mittelstaendler oder TV Junkies kommen.
    Wissen hilft diese Schichten zu verbinden. Dummheit und einfach Lösungen helfen bei der Abschottung.

  57. I'd consider myself a realist.. But in philosophical terms I'm what's called a pessimist.
    Nachdem ich das hier gelesen habe:

    „Garcia erkennt in der „fée électricité“ das emblematische Bild der Spannungs-Suche in der entzauberten Welt. “

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/das-intensive-leben-von-tristan-garcia-14973631.html

    und erkennen musste, dass es den Franzosen niemals zu einem Kant oder Nietzsche oder gar Luhmann reichen wird, nur zu einem Houellebecq, so befürchte ich, dass die Franzosen dann jetzt doch ihre Obama-Kopie wählen werden (dieser leere Anzug, der von seinem Mutterersatz…äh..Frau zur Karriere getrieben wird und selbst keine Überzeugungen besitzt und genau deswegen alle Erwartungen bespielen kann…aber Menschenkenntnis ist bei der Masse nicht mehr wirklich, eigentlich noch nie, insbesondere seit dem Wahlrecht für Fraue…äh…Scherz…natürlich…whatever, wenn dann alle nach 8 Jahren (ergo 5 Jahre) fragen werden, was er denn die ganze Zeit so gemacht hat, als Präsident, wo er doch immer so nett und so höflich und so voller Esprit und so schön und so voll und ganz Schwiegermuttertraum …dann…egal…weitermachen.)

    Alle im Rausch, von NRW bis Paris….. das wird ein harter Entzug.

    • Der Mann ohne Eigenschaften
      Zitat Robert Musil

    • A great civilization is not conquered from without until it has destroyed itself from within
      Erste Hochrechnung….Frankreich ist jetzt Weimar 2.0 :

      20% wählen einen Kommunisten
      20% wählen einen Korrupten
      22% wählen eine Rechte
      24% wählen ein junges, hübsches Gesicht ohne Inhalt

      Kaputte Nation….völlig in der merde….

  58. Unabhängig, sportlich...
    @Oberländer

    „Und sowas wie der Don, unabhängig,sportlich, mit frischem Wind um die Nase und zwischendurch anderen Sorgen wie Muskelaufbau ist doch manchen ein Greuel. Neue Ideen beim Radeln, oh weh!“
    Das ist schön formuliert, Herr Oberländer!
    Vielen Dank.

  59. "Wir haben die Schönheit verbannt, die Griechen griffen für sie zu den Waffen."
    Die Überschrift ist aus: Camus – Helenas Exil

    Lieber Don Alphonso,

    „Wer sozial nicht ins Abseits geraten will, muss der persönlichen Weiterbildung oberste Priorität einräumen. Lebenslanges Lernen muss uns in Fleisch und Blut übergehen!“, sagte schon vor langer Zeit Norbert Blüm.

    Wenn Norbert damals ebenso meinte, daß lebenslanges Lernen auch volkswirtschaftlich wichtig sei, da nur so der deutsche Standort im globalen Wettbewerb gestärkt werden könne, so habe ich für mich zum ersten beschlossen im Rahmen dieses Lebensabschnittslernprozesses, zur Kenntnis zu nehmen, daß der Frühling im Tessin schon Ende Februar beginnt und es sich in der Sonne und Wärme besser leben und arbeiten läßt und damit zum zweiten eine andere Volkswirtschaft zu stärken, also fast im Blüm´schen Sinne.

    Wie ich gerade wieder in den Tagebüchern Camus lesen konnte „Kein Volk kann außerhalb der Schönheit leben.“ und das Schöne scheint in Deutschland nicht nur meteorologisch sehr reduziert. Nach dem Verfall der Ästhetik erscheint der Niedergang der Sozialethik zwangsläufig.

    Der Blüm´sche Gedanke des lebenslangen Lernens war ja zugleich mit der pädagogischen Lektion verbunden, daß, wenn ein Arbeitsminister sagt die Renten seien sicher, dies noch lange nicht die Wahrheit sein muß.

    Die gegenwärtige Regierung hat lebenslanges Lernen jetzt, obwohl der Gedanke wirklich nicht neu ist, so quasi von oben verordnet und sich hierfür die Millionen von Islamis zur Unterstützung eingeladen.

    „Die komplette Auflösung dessen, was vom deutschen Kulturbereich noch übrig war“ nannte man nach dem Krieg Re-Education (Bundeszentrale für polit. Bildung) und eine Wiederholung dessen müssen die deutschen Bürger jetzt wieder über sich ergehen lassen.

    So wie damals die deutsche Zivilbevölkerung zu einem Kinobesuch gezwungen wurde, um sich Bilder von KZ-Befreiungen anzusehen und Franklin 0. Roosevelt meinte es war der beispiellose Versuch, „das Denken des deutschen Volkes umzuwandeln“.

    Seit Monaten wird der Merkelbürger tagtäglich, wahrscheinlich zu seinem Abendessen, genötigt sich den islamischen Terror in den Abendnachrichten, in all seiner dekadenten Perversität anzuschauen und, wenn sich gerade mal keiner dieser geistig Zurückgebliebenen in die Luft zu sprengen versucht, so werden dem mediengewohnten Normalbürger von diesen rührige Kinderaugen präsentiert, die zum Mitleid anregen sollen.

    Nach der ersten bewußt gewollten Schockwirkung der „Re-Education“ nach dem Kriege, wie die der Merkelregierung 2015, als man die Grenzen nicht mehr schützen glaubte zu können, folgte damals wie heute die zweite Phase, jene der „Re-Orientation“.
    Man präsentierte positive Identifikationsfiguren. Die Hauptbotschaft vieler Filme zielte jetzt auf die Notwendigkeit demokratischer Umgangsformen und den gemeinsamen Aufbauwillen, heute mit hochqualifizierten Islamis.

    Theodor Heuss meinte damals ironisch, es sei die „Gebrauchsanweisung zur Domestizierung einer wilden Bevölkerung“.

    Die wilde Bevölkerung wird heute von den Islamis in Angst und Schrecken gehalten und von diesen, im Regierungsauftrag, domestiziert und, wenn das noch nicht reicht, holt sich Herr Maas sicher gerne Anregungen bei dem Islami Maulavi, der in Saudi Arabien als Stellvertretender Minister für die „Prävention von Lastern und Propagierung von Tugend“ tätig ist.

    „Lebenslanges Lernen muss uns in Fleisch und Blut übergehen!“ lautete damals die Überschrift am 04.07.2002, im Presseportal.

    Die neuen Sklaven sind die Bürger, die nicht einfach gehen können und womöglich in ihrer Not und stillen Verzweiflung noch darüber hinaus auf die staatliche Gleichheitswelle reinfallen, wie damals jene, die Blüm glaubten, daß die Renten sicher seien. Immer nach dem Motto: «Lieber alle gleich arm als alle reich – aber einige noch reicher»

    Noch mitten im lebenslangen Lernen wird für viele eine weitere Lektion sein, daß ihre Kinder in der Schule nur noch die leichte, deutsche Sprache erlernen werden, es sinnvoll ist einen Waffenschein zu beantragen und besser die Straßenseite zu wechseln, wenn einem Ethnien entgegenkommen, die per se Sehnsüchte nach 72 Jungfrauen haben.

    Gegen heute erscheint die „Re-Education“ und „Re-Orientation“ nach dem Kriege noch als positiv ausgerichtetes Lernen für´s Leben.

    Wer dem entgehen möchte und es sich noch leisten kann denke sich: Après moi le déluge! und lebe genüßlich.

    Mit herzlichem Gruß

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Hoffentlich reich genug für die Insel über der Sinflut
      Wenn man nachdenkt, kommt man irgendwie zwangsläufig auf die gleichen Gedanken…

      Nichts ist trauriger als die politische Sehnsucht nach einem rettenden Parteifähnchen, höchstens noch von religiöser Heilssehnsucht vernebelte Birnen…

      Wer am meisten zahlen kann, bestellt die Musik. Notfalls Märsche.

  60. Wortspiel
    Wogegen sollte sich lebenslanges Lernen eigentlich noch mal abgrenzen? Was haben Leute, die geistig arbeiten, denn so gemacht, bevor sie dazu motiviert wurden? Wäre das überhaupt populär geworden, wenn es nicht so eine witzige Alliteration wäre?

  61. Armes Frankreich mit diesem Schwingtür-Mann
    Fillon wollte den Augias-Stall ausmisten, die Franzosen wollen ihn nicht. Jetzt kriegen sie wie gehabt, Mitte links, einen Sozialisten, der erst für die PS gearbeitet hat, dann für Rothschild (vier Jahre), dann wieder für die PS als Wirtschaftsminister und natürlich für Digitales, dann ein unternehmerfreundliches Gesetz durchbrachte, einen Mann, der die 35 Std.-Woche beibehalten will und gleichzeitig fordert, dass Deutschland zahlt. Sie wählen einen Mann, der mit einer ungenügenden Steuererklärung aufgefallen war, in einer Privatbank gearbeitet hatte und gleichzeitig Sozialist war, aber unternehmerfreundliche Gesetze macht, in die erste Position. Und dann noch einen, der mit Valls nicht zurechtkam. Einen Hans Dampf in allen Gassen, mal so mal so, wie’s gerade passt, Philosophie-Studium natürlich.

    Und nicht Fillon. Da kann man nur „good riddance“ sagen. Das wird nichts für Frankreich. Und Unruhen wird es auch geben. Und jetzt folgt die Marine-Verhinderungswahl mit allen Kräften, aber ohne Überzeugung. Fillon wär’s gewesen. Ja, oder Mélenchon, je nachdem. Sehr schade. Nach ein paar Jahren gucken sie so blöd wie viele hier nach Schröder und in England nach Blair.

    • Titel eingeben
      „Einen Hans Dampf in allen Gassen, mal so mal so, wie’s gerade passt“

      Einen richtigen EUropäer halt.
      Schauen Sie sich die reihum strahlenden Gesichter und freundlichen Kommentare im ÖR und in den MSM an.
      Das Baby ist schon halb nach Hause geschaukelt.

      Le Pen darf noch ein paar dissonante Akkorde liefern, damit es diesem eindrücklichen Triumph der Demokratie nicht an heroisch-pathetischem Schlachtenlärm fehlt.

      Allons enfants de la Patrie …

    • Nun mal nicht so pingelig
      Gönnen Sie den Franzosen doch auch mal einen flotten jungen Mann,
      nach all den älteren Herrschaften.

      Etwas taufrisches mit Elitenerfahrung und nicht nur Kirchentagserfahrung, könnte D auch nicht schaden.

    • dangereux, Versailles lebt
      Um’s Gönnen geht’s nicht. Es geht um folgende Punkte:

      Ein junger Mann, der laut frnz. Presse und laut Aussage einer Mitschülerin, Tochter seiner jetzigen Frau, in der Schule „alles konnte“, wird beschrieben.

      Dann Eliteausbildung, wie wir sie hier in Deutschland nicht haben. Dann Karriereaufbau bei den Sozialisten und einer Bank, bei den Sozialisten im Finanz- und Wirtschaftsbereich.

      Große Liebe und Nähe zum Finanz- und Wirtschaftssektor und zu sich selbst, beschrieben verschiedentlich als selbstverliebt.

      Die Liebe zu Frankreich, die die Älteren noch haben, alle drei, auch Mélenchon, absolut absent.
      Hier geht es also um Frankreich. Während man weder die Briten, noch die Deutschen dazu bringt, ihr Land völlig zu vernachässigen bei verschiedenen Ansätzen, holen sich ausgerechnet die Franzosen einen Mann ins Haus, der jenseits von patrimoine agieren wird, ausgerechnet die Franzosen.

      Dann geht es noch darum, dass der notorische de Villepin ihn unterstützt, was nichts Gutes verspricht.

      Und darum, dass er mit der netten, aber alt werdenden Frau, anfällig ist, anfällig, für alles, was gut und teuer ist. Und jung. Korrumpierbar.

      Lächerlich ist der Wirbel um Fillons Frau, denn Fillon ist älter, und je älter, desto mehr Dreck am Stecken, wobei der Dreck von Fillon recht wenig ist und hochgespielt wurde. Fillon ist viel erfahrener, liebt Frankreich und hat exzellente Verbindungen nach Großbritannien. Aber klar, die Franzosen achten auch auf die Frauen, und eine Britin? Igitt. Dann schon lieber eine in die Jahre kommende Brigitte, die an Bardot erinnert.

      Es fehlt diesem hyperintelligenten jungen Mann m.E. die Tiefe und Erfahrung, um die „Grande Nation“ durch unruhige Zeiten steuern zu können. Fillon hätte ich das viel eher zugetraut.

      Der nächste Punkt: Er will, dass Deutschland zahlt, von 50 Mill. war die Rede, während er an der 35 Std.-Woche festhält. Unsere Leute hier, die zu wenig verdienen, netto wohlgemerkt, und auf eine Entlastung warten, kriegen keine. Frankreich nimmt uns keine Migranten ab, nicht einmal frankophone aus Marokko oder der afrikanischen Westküste. Sie wollen weniger arbeiten, und wir sollen für sie zahlen und für das Übermaß an Migranten noch die KV.

      Er ist, wenn man ihn mal nur mit dem angenehmen, warmherzig wirkenden erfahrenen Fillon vergleicht, der unangenehmere Part, sowohl für Deutschland als auch für das Vereinigte Königreich.
      Aber für Banken und Medien ist er der Beste. Und deswegen wissen die meisten Briten, Amerikaner und Deutschen, dass er fragwürdig ist, und die französischen Wähler ebfs. fragwürdig. Ein paar Stimmen weniger für Marine, rüber zu Fillon, und Fillon wäre in der Stichwahl.

      Der Hype um so einen jungen Mann erinnert an den um Obama, der ihn natürlich unterstützt. Mit Obama und de Villepin an der Seite ist er übrigens schon halb im antizionistischen Boot und wird noch mehr Juden durch Auswanderung verlieren.
      Der Hype um solche gut gezogenen jungen Männer mit Apollfigur und Handicap 10 oder so erinnert an die Liebe für griechische Statuen und ist komplett künstlich. Aber bitte, die Leute wählen so, sie sind so erzogen.

      Kann ja sein, dass er Fillon ins Boot holt, damit er dessen Wähler kriegt. Auf jeden Fall weiß er als hauptberuflicher Karrierist, wie das geht.

      Den deutschen Medien noch viel Freude mit ihrem Liebling und der weiteren finanziellen Demontage von Deutschland und GB für Europa aka Frankreich. Versailles lebt.

    • Absolut richtig!
      Viel Einsicht, insbesondere mit der Marine-Verhinderung.

      Heute früh waren 62 Prozent mit der ersten Runde unzufrieden, im Figaro.
      Quelle connerie! gestern gewählt, heute unzufrieden, in 2 Wochen gegen jede Überzeugung wählen, und dann 5 Jahre Hollande in neuen Schläuchen.

      Und Madame merkel hat wieder einen Statthalter in Paris. Houellebecq hatte doppelt Recht: soumission – erst unter den Islam, dann auch noch unter Frau Merkel.

    • Yep. Was fürn Unsinn.
      Angeblich haben seine Anhänger gestern die Marseillaise gesungen, während sie durch die Strassen zogen.
      Das könnte bestenfalls ironisch gewesen sein.

      @Oberländer:
      Ich bin nicht so überzeugt mit Ihrer Wirtschaftsprognose. Das wäre ja noch was! Ich befürchte das Gegenteil: Soumission unter Madame Merkel.

    • @ Oberländer
      Danke für ihre ausführlichen Beschreibung der franz.Verhältnisse.

      Die Geschichte wiederholt sich?
      Es geht wiedereinmal darum, wer hat das Sagen in Europa?
      Ist es da nicht besser, Deutschland macht sich klein?

    • fille d´appel
      Hallo Gast
      Fillon ist auf der Resterampe. Dort gehört er hin.
      a) für Schwerhörigkeit
      b) für Dickfelligkeit
      c) Dreistigkeit

      es war in Frankreich Usus, Parteitätigkeit über das Gehalt einer privaten staatsnehen oder einer staatlichen Firma zu honorieren. (Wendt)
      es wurde in Frankreich wie in Bayern bis vor kurzem toleriert, Familienanghörige nepotisch zu beschäftigen. Fillon und Söhne, wenbig Arbeit, gute Löhne.

      Es geht in Frankreich nicht und nicht in Bayern als Saubermann Clementinus aufzutreten mit dieser Vorgeschichte.

      Es geht gar nicht, an der Kandidatur zu kleben wenn soviel Dreck an den Hacken sichtbar geworden ist. Zeigt den persönlichen Ehrgeiz auf Kosten von Partei und Nation.
      Fillon gehört ins Limbo

  62. Bis zum Erbrechen
    Man kann das natürlich gern als feudale ‚Wahrheit‘ bis zum Erbrechen wiederholen:
    Reich geboren werden ist besser. Wirklich. Das sagt jeder, der es schon einmal gemacht hat, und es erleichtert die Sache ungemein.

    Wie es ein Bekannter gemacht hatte, der dieses bei jeder sich bietenden Gelegenheit seiner Mieterin (bei Einladungen in meiner und Anwesenheit von anderen) verpasste. Witzisch verbrämt. Doch:
    Sonderlich Gentleman-like war es halt nicht. Vielleicht wollte er davon ablenken, dass er eigentlich was von ihr wollte, sie aber nicht von ihm. So als Rache, so subtil wie das Winken mit einem kompletten Sägewerk statt mit einer Zaunlatte.

    Außerdem hat er ihr ihre Katze weggefüttert, bis das käuflich Ding ständig bei ihm statt bei ihr ein- und ausmarschierte.

    Nein schön und elegant war das nicht.
    Eine merkwürdige Art, sich darzustellen.

    • Man muss es nicht mögen, aber es ist wenigstens ehrlich.

    • Naja. Nö.
      Ganz ehrlich von ihm war es nicht. Es war einfach grob, das ja.

      Ehrlich wäre gewesen, ihr zu signalisieren, dass er was von ihr will. Statt dessen wies er laufend unangenehm auf seine Besitztümer hin. Das entwertete somit auch die Angebetete, sie für 100% käufllich und für ebenso grob einzuschätzen.

      Funktioniert wohl nur bei groben Geschlechtern auf Erbbauernhöfen.

  63. Education?
    Liebe Object Be,
    auch wenn ich Ihre Profession nicht verstehen geschweige denn teilen kann, lese ich Ihre amüsanten, ironischen Statements auf Dons elegisch/zynische Beiträge mit dem höchsten Vergnügen. Es erstaunt mich immer wieder, Beiträge einer so außerordentlich gebildeten wie attraktiven Vertreterin eines gewissen Frauseins mit meinen eigenen geistigen Anschauungen übereinstimmend zu lesen. Deshalb an dieser Stelle meinen Dank dafür!
    In gewisser Weise sind Sie für mich das weibliche Pendant unseres DAs, im Geiste, versteht sich.
    Ja, Sie haben recht: der Niedergang der Bildung ist genauso ersichtlich wie offensichtlich von unserer Regierungsvorsteherin und ihrer Gefolgschaft erwünscht, ja forciert. Das kann man wahrscheinlich auch nur mangels eigener Nachkommenschaft voranbringen; mögliche Resentiments schließen sich so aus.
    Aber wir haben unsere nach wie vor zuströmenden „Fachkräfte“, auch wenn der Anteil der Meldungen über den Zustrom selbst indirekt proportional zur zeitlichen Entfernung der kommenden Bundestagswahl ist. Für viele derer ist schon eine DaZ-Klasse Hochbildung und als solche nicht zu absolvieren.
    Wie dem auch sei – und so zu DA zurückkehrend: lebenslange Bildung ja, aber im Schoße der Familie. Auf andere wird man wohl immer weniger zugreifen können…

    • Sehr gut.
      Danke.
      Für die respektvolle Anerkenntnis von Objectbe. Sie brauchen ihre Profession nicht zu verstehen , IvR,; sie ist ehrlich.
      Und objectbe tatsächlich unentbehrlich. Und gebildet. Dafür mag‘ ich sie. Sie hat es. Eine feine Person. Sanary-sur Mer.

  64. Das Essen vom Baum der Erkenntnis
    führt bekanntlich zur Vertreibung aus dem Paradies. Die Dummen haben es oft besser. Kein Mensch kann alles wissen (schon gar nicht bei der mittlerweile im Rahmen der kulturellen Evolution angehäuften Menge von Informationen). Wer es versucht ist gerade aus der Sicht der großen Denker nicht unbedingt ein Ideal – siehe der Wagner in Goethes „Faust“ oder der Autodidakt in Sartres „Der Ekel“. Es kommt nicht darauf an, alles zu wissen, sondern das was für einen selbst wichtig ist. Das sieht wohl auch Goethe so wenn er sagt „Willst du ins Unendliche schreiten, geh‘ nur im Endlichen nach allen Seiten“.

    Ein möglichst umfassendes Wissen ist keineswegs Voraussetzung für eine steile Karriere. Es gibt Leute mit höchstens Hauptschulabschluss, denen es blendend geht, auch finanziell. Und es gibt weiß Gott genug verkrachte Akademiker.

    Wie gesagt, alles zu wissen ist gar nicht notwendig. Oft genügt es „…aus einem Nichts von Kenntnissen etwas für den Augenblick hinreichend Verblendendes zu gestalten…“ (Felix Krull). Man muss nicht alles was Oscar Wilde geschrieben hat auswendig kennen um zu wissen, dass er eine Fundgrube für gute Zitate ist. Recherchieren ist besser und ressourcenschonender als das Gedächtnis zu belasten.

    Noch kurz zum Thema Sozialdünkel: Jede Zeit hat ihre Pariah und ihre Snobs. Snobismus äußert sich mal so und mal so-gelegentlich tarnt er sich auch, versucht es zumindest (oft nicht sehr intelligent, was mich ärgert). Bei einer Anti-AfD Demo in Köln am Wochenende war auf einem Plakat zu lesen: „hab weder Geld noch Verstand, aber ich bin stolz aufs Vaterland“ (oder so ähnlich). Der Plakatträger will damit 2 Dinge zu verstehen geben: Erstens, dass er selbst nicht zu jenen Dummies gehört, die er auf diese Weise bloßzustellen glaubt, zweitens, dass es höchst verwerflich ist kein Geld zu haben (eine interessante Logik, wenn man bedenkt, dass Träger dieser Art von Plakaten oft eher Linke sind), fast schon kriminell denn es offenbart die Unfähigkeit oder den Unwillen sich als Opportunist anzupassen (wozu ja nicht ganz so viel gehört wie der von seiner eigenen Intelligenz überzeugte Plakatträger denkt).
    Es fällt überhaupt auf, dass beispielsweise die Nazizeit (wobei ich hier die AfD ganz sicher nicht ansatzweise in die Nähe der Nazis gerückt sehen will) nachträglich denen in die Schuhe geschoben wird, die sich am wenigsten wehren können, eben der Unterschicht. Dabei rekrutierten sich die Mitglieder der NSDAP nachweislich überwiegend aus dem bürgerlichen Lager (vor allem aus dem Beamtenstand, die wissen immer am besten wie man sich anpasst).

    Auch die Willkommenskultur kann man als eine Spielart des Sozialdarwinismus sehen: die Refutschi Wällkomm-Kiste dient der Bourgeoisie zur Profilierung – die Lasten müssen immer die sozial Schwächsten tragen. Aber in der Logik des oben erwähnten Plakats sind die ja eh an allem Unheil der Welt schuld. Mir persönlich scheint zwar eher der Plakatträger verdächtig (qui s’excuse, s’accuse), aber andererseits ist er auch wiederum zu unbedeutend um sich umfassender über ihn zu äußern.

    Die Dünnbrettbohrer, die immer den Weg des geringsten Widerstands gehen (einen anderen kennen sie vielleicht gar nicht) diffamieren andere oft gern als Modernisierungsverlierer, übersehen dabei aber, dass es sich nicht selten um charakterstarke Individuen handelt, die lieber dicke Bretter bohren aber keineswegs dumm sind.

    • Mitglieder der NSDAP nachweislich überwiegend aus dem bürgerlichen Lager?
      @Harry Charles
      http://www.deutschlandfunk.de, 29.01.2015
      Untersuchung der Mitgliederstruktur der NSDAP
      In den Jahren vor der sogenannten Machtergreifung, also 1933, waren vierzig Prozent der Neueintretenden, die einen Arbeiterberuf ausübten und nach 1933 waren es ebenfalls an die vierzig Prozent. Das ist ein wichtiges Ergebnis, denn es zeigt nämlich, dass es der NSDAP eben doch gelungen ist, weit über die !)Mittelschicht hinaus, Anhänger zu finden.
      Als Hitler die Wahlen 1933 gewonnen hatte am 5. März und dann das Ermächtigungsgesetz am 23. März durchgekommen ist, da ist ein Riesenansturm auf die Partei erfolgt von etwa 800.000 bis 900.000 Mitgliedern, das hat sich auf zweieinhalb Millionen gesteigert innerhalb von zwei, drei Monaten. Und da waren eben sehr viele Opportunisten dabei und die wollte man raushalten, die wollte man nicht in der Partei haben. Deshalb hat man sie zum 1. Mai 1933 wieder zugemacht und zugelassen bis 1937. Da wurde sie kurz aufgemacht. Dann wieder zugemacht. 1939 wieder aufgemacht und dann mit dem Beginn des Weltkriegs wieder zugemacht, sodass nur ganz bestimmte Leute in die Partei aufgenommen worden sind.“
      (pb sagt: Die Beamten kamen nach der Machtergreifung und auch viele KPD-, SPD-Wähler!)

  65. Perserteppiche ...
    … werden heutzutage üblicherweise nur noch von älteren Herrschaften erworben. Jüngere haben dafür keinen Sinn.

    Ein Tip für Interessierte: Der Preis auf dem Etikett ist meist das zehnfache des Einkaufspreises.

    Bedenken Sie dies, wenn Sie handeln wollen.

    :)

  66. Ich dachte schon...
    Legionär Handzumgrus sagt:
    23. April 2017 um 22:50 Uhr

    „@DdH
    > Aber sagen Sie, was ich schon immer wissen wollte, Ihr Nick?
    > Entnommen der Astrologie oder der Geologie-oder sind Sie gar Züchter dieser Schreihälse?

    Bildungslücke, Bildungslücke!11!einself!

    http://www.comedix.de/lexikon/db/handzumgrus.php
    .
    ….warum greift der ständig zu seinem Kranich.

  67. Alban Berg
    Lieber Don, Ihre halbwegs gediegene Herkunft erlaubt es Ihnen nur scheinbar, sich über Alban Berg lustig zu machen. Er war Ihnen ähnlicher, als Sie es vielleicht vermuten. Zum Beispiel liebte er es, mit dem -von den Wozzeck-Tantiemen gekauften Auto über die Alpen in den Süden zu fahren.
    Herzlich
    Andreas ulbrich
    Kärnten

    • Nicht zwingend über Berg, sondern über das Reoertoire, das etwas Neues haben muss und dann aus Verlegenheit den Wozzeck bringt.

  68. kann er auch über wasser laufen ?
    neues aus dem MUTTIISTDIEALLERBESTEMUTTERKUTTER:

    dieser junge mann aus F soll
    1. jünger als JFK sein
    2. liberaler als Tony
    3. europäischer als Gerd

    wenn das mal nicht in dies hose geht ???

    zu 1: tragisches ende und anschliessend zahllose peinliche enthüllungen
    zu 2: endet nach Irak-Krieg im schoss des katholizismus
    zu 3: heute Gas-Gerd und aufsichtsratschef eines zeitliga-clubs.

    beste voraussetzungen um die kulturnation zu retten !

  69. von MACRON lernen, heisst lebenslang siegen lernen
    ein neues ergebnis der empirischen sozialforschung:

    der MUTTISTDIEALLERBESTEMUTTERKUTTER hat siebenmal den jungen mann mit bild auf der online-seite……..eine überflutung sozusagen von glücksgefühlen in der redaktion…………

    Le Pen muss mit einem bild auskommen ! klar, ist ja auch ne frau ! und dann auch noch blond !

    • Allemal besser als den ewigen Trump
      Vll. mausert sich Macron zum neuen Napoleon, nachdem Sarkozy
      so kläglich gescheitert ist.


    • Vll. mausert sich Macron zum neuen Napoleon
      Soll ich kichern?
      Nein, das ist eine vollkommen abwegige Vorstellung. Macron ist so ein übersmarter Anzug, kein echter Machtmensch. Überzüchteter Schulbub. Nicht dumm, gewiß, aber zu schlau um wirklich zu handeln.
      Wenn der gewählt wird (gut möglich), schwimmt der in 2 Jahren wie Waschmittelschaum auf ungeklärtem Rheinwasser. Ende dann wie Hollande.

    • Spieglein, Spieglein...
      „Er braucht nur den richtigen Spiegel, um sich wiederzuerkennen.“

      https://pbs.twimg.com/media/C-KhjwLXcAAS4T5.jpg

    • Naja, Le Pen kann auch noch ein paar Jahre warten.

  70. Höllenbau für Anfänger
    zunächst müssen wir einige gängige Mißverständnisse über die Hölle ausräumen. Zunächst das wichtigste: sie ist kein mystischer Ort. Sie ist nicht das Gegenteil des Paradieses, der Ort, an dem diejenigen in alle Ewigkeit gefoltert werden, die gegen die Gebote eines Gottes verstoßen haben. Denn auch wenn es kein Paradies gibt, so ist es doch möglich, eine beeindruckende Hölle auf Erden zu erschaffen.

    Damit sind wir auch schon beim nächsten Irrtum: Sie liegt nicht unter der Erde und nicht in der Zukunft, also nach dem Tod. Nein, sie befindet sich auf der Erde, mitten im Leben, und das hier und heute.

    Was braucht man nun zum Höllenbau? Zunächst -gänzlich unverzichtbar- braucht man Menschen, je mehr, desto besser. Sie müssen keine besonderen Eigenschaften aufweisen, wenngleich zu viel Bildung eher schadet. Rasse, Geschlecht und Alter sind völlig egal . Es hat sich jedoch als hilfreich erwiesen, nicht nur eine Rasse auszuwählen, sondern zwei. Hilfsweise tut es auch die Zugehörigkeit zu zwei oder mehr verschiedenen Völkern.

    An diesem Punkt mußt du eine passende Auswahl treffen und dich entscheiden: willst du das Gottesrezept verfolgen oder lieber eine Ideologie wählen.

    Ideologien sind anspruchsvoller. Sie müssen zunächst erdacht und begründet werden, und es hat sich erwiesen, dass sie von begrenzter Haltbarkeit sind. So hat der Nationalsozialismus zwar schön hell aufgelodert, aber er war auf 1000 Jahre projektiert und hat gerade mal zwölf Jahre gehalten. Der Kommunismus brannte zwar anfangs genauso hell und auch etwas länger, ist aber inzwischen auch nur noch ein mattes Glimmen.

    Religionen hingegen haben den Vorteil, als Fertigprodukt vorzuliegen und sehr haltbar zu sein. Sie können immer wieder angefacht werden. Welche du auswählst, ist im Grunde beliebig, genau wie der Name des jeweiligen Gottes (wir wissen ja, daß es Götter, Geister und Gespenster in Wirklichkeit gar nicht gibt, oder?). In neuerer Zeit hat sich der Islam als allen anderen überlegen erwiesen.

    Ihn zeichnet besonders aus, dass er sogar zur Selbstverzehrung in der Lage ist, ohne dabei an Performanz einzubüßen. Außerdem verfügt er mit der Scharia über eine schön gruselige Grundausstattung exclusiver und grausamer Foltermethoden, wie das Auspeitschen, Handabhacken, Steinigen und Köpfen, die von Fall zu Fall noch durch schöne Massenvergewaltigungen (altersunabhängig!) und Sklaverei ergänzt werden können, wenn es erstmal richtig losgeht.

    Er ist daher derzeit unser klarer Favorit, wobei natürlich auch Kostengründe eine Rolle spielen. Zuverlässig sorgt diese Religion für ein hohes Maß an Bildungsferne und Primitivität in den davon infizierten Gesellschaften, so daß die nächste Ingredienz preiswert und überall verfügbar ist:

    Waffen! Zwar mag es wegen der Gluthitze auf den ersten Blick höllischer erscheinen, wenn eine Wasserstoffbombe eingesetzt wird und Millionen Menschen auf einen Schlag verdampfen. Aber: das Ausmaß ihres Leidens bleibt gering, weil alles viel zu schnell geht! Zudem ist sie teuer und kaum zu beschaffen.

    Dagegen ist die Lieblingsbewaffnung islamistischer Gotteskrieger, die gute alte, überaus einfache Kalaschnikow, ergänzt durch Krummdolche, Handgranaten o. ä., weltweit billig und in ausreichender Qualität erhältlich. Und natürlich ist manuelles Töten, Schänden und Foltern sehr viel höllischer als blitzartiges Verdampfen.

    Die letzte Zutat findet sich schnell: Moralisch völlig verkommene, aber grausame und charismatische Führer in geringer Dosis. Man achte aber darauf, ausreichend Ersatz vorzuhalten, um unvermeidliche Ausfälle zu ersetzen.

    Voila, es kann nun losgehen. Die Geistlichen fangen an zu hetzen, die Führer rufen zu den Waffen- das Schlachten beginnt und deine selbstgemachte Hölle fängt an zu brutzeln-
    war doch gar nicht so schwer!

  71. Mann der Märkte
    „Libération“, Frankreich: „Fünfte Republik außer Atem … Diese erste Runde der Präsidentschaftswahl hat unserer Fünften Republik einen heftigen und vielleicht fatalen Schlag versetzt. … Sie ist dabei, unfähig zu werden.“
    https://www.welt.de/politik/ausland/article163939254/Unsere-Republik-ist-dabei-unfaehig-zu-werden.html

    „Mit der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen haben die Märkte genau das bekommen, wonach sie sich so gesehnt haben“, sagt Sebastien Galy, Währungsstratege der Deutschen Bank.
    https://www.welt.de/finanzen/article163939148/Maerkte-haben-genau-das-bekommen-wonach-sie-sich-gesehnt-haben.html

  72. ... einen HARTZ`er bitte nicht HARTZ`er nennen ...
    … das haben diese Menschen einfach nicht verdient …

    doch, auch das sind Menschen … mindestens genau so gute oder elende wie Erfinder Hartz oder nichtselberdenkenkönnende – dafür arm machende Politiker vom Schlag eines Schröder´s und Westerwelle´s – DER – noch am Leben – von anstrengungslosem Wohlstand oder Ähnlichem – gefaselt hat.

    … das hat selbst der liebe Gott ihm nicht verziehen …

    … gerade in dieser KLASSE – doch doch – (Klassengesellschaft…) existieren (leben geht anders)- auf wundersame Weise – weil Mangel schon immer kreativ gemacht hat – EINIGE UNKAPUTTBARE –

    … von EINEM der trotzdem denkt bekam ich ein schönes Zitat geschenkt:

    MITTEN IM WINTER HAB´ICH ENTDECKT –
    DASS EIN UNBESIEGBARER SOMMER IN MIR STECKT. A.Camus.

  73. Nochmal: so macht sich Journalismus überflüssig.
    „Vor einem Schöneberger Lokal trafen am Freitagabend zwei Gruppen aufeinander. Sie waren mit Messern, Macheten und Kuhfüßen bewaffnet.“
    .
    Kein Wort dazu, ob es „zwei Gruppen“ frommer Buddhisten waren. (Sarkasmus)
    .
    Demnächst wird es nur noch Einheitsmeldungen geben:
    .
    „Zwei Gruppen von Menschen begegneten einander. Einige Menschen sahen danach anders aus.“

  74. Duisburg - bleibt ungesühnt
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/loveparade-katastrophe-wird-doch-in-strafprozess-verhandelt-14985342.html
    .
    Das ist ja nett gemeint. Die Verursacher der Loveparade-Katastrophe bleiben aber unbestraft. Sie stehen nicht einmal vor Gericht. Ihre Uniform schützt sie.

  75. BetaMann Macron gegen AlphaMarine Le Pen
    Französische Wahlforscher haben vermutlich herausgefunden,dass bei den Damen noch ein paar Prozente zu holen sind und deswegen den nächstbesten Justin Trudeau-Klon aus der Versenkung geholt, der ihnen greifbar war. Das Original sülzt mit seine Beta-Male-Bekenntnissen zur Vielfalt und zum Feminismus gerade schon Kanada zu (wenn er nicht gerade Lobeshymnen auf Fidel Castro verfasst und: darf man zu dem überhaupt „Er“ sagen?).
    Was das Thema angeht:
    Ich habe 10 Jahre lang in Frankreich gelebt und gearbeitet. Seit dieser Zeit sehe ich erst, wie einem bei uns in die Tasche gefasst wird, wie der mittelständische Reiche zum mittelmässig ständig Armen ausgepresst wird.
    Nicht, dass die Franzosen aktuell diskutieren, das Rentenalter von 62 auf 60 Jahre zu senken.
    Wenn man in Frankreich arbeitet, bekommt man das Bruttogehalt ausbezahlt. Am Ende entscheidet man mit der Steuererklärung, wieviel davon dem französischen Staat zusteht. Die Erklärung macht man im Internet. Abzugsfähige Beträge, etwa dieselben wie bei uns, trägt man einfach ein. Nachweise oder Quittungen sind nicht notwendig.
    Weil ich im ersten Jahr keine französische Steuernummer hatte, machte ich meine Erklärung persönlich bei der Behörde.
    Meinen Pack mit Quittungen wollte die nette Dame nicht sehen. Stattdessen erklärte mir die Dame im „Hotel d’Impots“, was man wo eintragen muss, damit man noch weniger bezahlen muss. Am Ende rechnete sie den Betrag aus und ich sagte aus Spass: „Das ist mir zuviel“. „Gut“, antwortete sie, reduzierte den Betrag um Euro 5000.- und sagte: „Jetzt besser?“. „OK“ sagte ich und bezahlte.
    Ausser dieser Steuer wird noch eine lokale Steuer fällig, in der Müllgebühren etc. enthalten sind. Zusammengerchnet zahlt man etwas weniger, als bei uns, aber: Die Müllabfuhr in Paris kommt täglich, einschliesslich Sonntag. Ist in der Steuer mit drin. Recyceln darf man, muss man aber nicht, das macht auch die Müllabfuhr (und kommt damit auf Platz 2 in Europa, nach Deutschland). Ist alles in der Steuer enthalten. Rundfunkgebühren: In der Steuer enthalten.
    Die Fahrkarte NAVIGO für alle Verkehrsmittel im Grossraum Paris, einschliesslich Versailles, kostet, steuergesponsort: Euro 88.- pro Monat (Euro 105.- für alle Zonen, das ist halb Frankreich).
    An Silvester, Weihnachten, dem 14. Juli und wenn Smog-Alarm ist, fahren alle Pariser Verkehrsmittel kostenlos: steuerfinanziert (damit die Leute im Suff nicht Autofahren und damit die Luft sauberer wird).
    Frankreich fördert seine Wirtschaft nicht über den Export, sondern über den Inlandskonsum. Das heisst: geht es der Wirtschaft schlecht, schickt man den Sozialhilfeempfängern zu Weihnachten einen Scheck und/oder schafft irgendeine Steuer ab (zuletzt die KfZ-Steuer).
    Wenn man in Frankreich lebt, hat man zum ersten Mal das Gefühl, Geld in der Tasche zu haben. Keine versteckten Steuererhöhungen, Outsourcing kommunaler Basisleistungen, Solidaritätsbeiträge und Strassenbenutzungsgebühren.

    Exportweltmeister zu sein ist toll, aber dafür kann sich bei uns keiner etwas kaufen. Wir sind ein Volk von Hungerleidern geworden. Nur: wir merken es nicht.
    Ein Auslandsaufenthalt kann einem da die Augen öffnen.

    • Titel eingeben
      DIE größte Rosette dieser Welt, sind Politiker,
      deren Korruptheit, die größte Arschlochparade in einem ihrer „Gnaden“ abhält.

      Wählen Sie noch heute, für eine gerechte Demokratie!

      x/2017

      PS: Bitte teilen!

  76. Jetzt hat Frankreich also einen hohlen Schwätzer zum Präsidenten ,
    .
    .
    das rassemblement aller übrigen ,,Kräfte“ , vor allem Wahlverlierer , wird das schon schaukeln , ein

    Männlein, das seine Mutti geheiratet hat , das gefällt allen aufrechten Europäern, also EU-Schranzen ,

    Ein Mensch ohne Programm, en marche, mais en ou ?

    Ach ja, Erich, Vorwärts immer, rückwärts nimmer .

    Überholen ohne einzuholen endete im Statsbankrott, da drüben blühen bis heute keine Wiesen, Soli hin, Soli her .

    Apropos Soli- Macron hat natürlich vor, Deutschland für Frankreichs Sozialsystem und lahmende Wirtschaft zahlen zu lassen, IM Merkel steht mit dem Scheckbuch künftiger Generationen (sie hat ja keine Zukunft, ist eben KEINE Mutti ) bereit,

    europäische Hirnrissigkeit mit Geld zu kaufen.

    Die Konzerne zahlen, die Schlampen tanzen .

    DAS ist ,,EUrobba“ .

    Letztlich zahlt der Bürger, vor allem der irgendwie arbeitende-

    mit seinem Ersparten, seinen ,,Ansprüchen“ , seiner Demokratie und seinem Land .

    Bravo .

    Im Herbst noch bei uns die schlabbrige Hexe wiedergewählt, oder den trockenen Alkoholiker ,

    irgendwie gemixt, der Sack aller demokratischen Kräfte, und dann geht’s in die

    Transferunion mit Zuwanderung in nie vorgestelltem Ausmaß.

    Sie kennen mich .

    Jo, tua ma, leck mi ……….

    • @Otto Moser
      erfasst. Transferunion. Und was macht der Michel? Die schlabbrige Hexe und/oder den trockenen Alkoholiker ins Nachtgebet einschliessen.

      Und sich freuen über Macron, der Europa ’noch weiter zusammenführen‘ will.

      “ ist doch toll, braucht man keinen Ausweis mehr an der Grenze, und kein Geld tauschen!“
      Kosten: im Schnitt € 50.000 pro Bundesbürgerin Lohn und Brot. Und die Targetsalden sind abgetragen. Ein wirklich billiger Preis! für Frieden und Freiheit in Europa.

      Was würden die Herrschenden nur tun, wenn die underlings nicht ganz so dämlich und an der Nase herumzuführen wären?

      Alles jubiliert, 23 Prozent! – ?

      Welches ohrenbetäubende Getöse, einer der weniger Erwünschten hätte NUR 23 Prozent erhalten? Und würde damit dennoch aus rein taktischen Gründen Präsident? Ganz Amerika schwenkte noch heute pinke Mützchen. Und würde Gesetzesänderungen verlangen, you name it.

      Welch Getöse, der Président in spe hätte gerade mal 4 Prozent mehr als der Kommunist. Nun hat er tatsächlich 2 Prozent mehr als die sogenannte Rassistin.
      „Ganz knapp!“ „Unüberzeugend“ und vieles und ewig wiederholtes Derartiges würde man uns monatelang auftischen. „Unfair!“
      „Sie sind nicht mein Präsident!“-T-Shirts würden verteilt.

      Mir ist schlecht.

  77. Der Lernerfolg zeigt sich an der zunehmenden Subtilität von Unterdrückung und Ausbeutung,
    die als alternativlos verkauft werden. Alles Schönreden oder -schreiben ändert daran nichts.

    Der Beitrag trieft vor Zynismus, wenn von Bereicherung und Umverteilung [von oben nach unten!] die Rede ist, wenn Umgangsformen auf das Äußerliche beschränkt werden, wenn Gleichheit vor dem Fiskus als sehr unangenehm beschrieben wird, wenn Armut als soziale Benachteiligung euphemisiert und von Anspruchshaltung fabuliert wird, wenn nicht einmal vor Kunst und Kultur Halt gemacht wird.

    Auch die Verantwortungsethik ist so ein Begriff, der suggeriert, es sei ethischer, private Verluste zu sozialisieren, als sich ganz ehrlich gegenseitig den Schädel einzuschlagen. Aber an einer Stelle wird es dann doch unmißverständlich, als es heißt: „Aber die Benutzeroberfläche, die Vermögende zum Steuern des Rests präsentiert bekommen, vom Sanitärreiniger und Abgeordneten über das Kurpersonal und Bedienung bis zum Vermögensberater, ist dagegen immer noch so, wie das früher auch schon war.“ So ist es, die Benutzeroberfläche ist eben nur subtiler geworden, das hat sich geändert.

  78. Don Alessio
    „… mit einer gewissen Reserviertheit entgegen zu treten.“

    DUDEN

    ent­ge­gen­tre­ten

    Wortart: ℹ starkes Verb

    PARTIZIP I entgegentretend
    PARTIZIP II entgegengetreten
    INFINITIV MIT ZU entgegenzutreten

    • Ja, mit den harmlosen zwei Buchstaben "zu" auf Kriegsfuß stehen viele,
      das fängt schon damit an, daß man es im Zusammenhang mit „brauchen“ nicht zu brauchen meint.

      Ach, und dann noch der endemisch in Deutschland auftretende Genitiv-(auch: Deppen-)apostroph.

    • Die Rechtschreibreform
      war überflüssig, zudem noch falsch gemacht. Das Ergebnis ist eine allgemeine Verunsicherung und jetzt haben wir den Salat und Sie, lieber Grammaticus einen Grund mehr, den Blog zu lesen.

    • Germasmus
      Sind sie da selber drauf gekommen?

    • Das bairische Deutsch
      robust und voller militantem Charme, schöpferisch und gesegnet mit Philosophie und Lebenstüchtigkeit, sieht im Duden eher eine Eiserne
      Jungfrau, mit der sie nicht traktiert zu werden wünscht.

  79. Vielleicht ein Anfang
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kommentar-zum-umgang-mit-straftaten-von-asylbewerbern-14984287.html
    .
    „Junge Männer“, „zwei Gruppen“. Wer das in den Gutjournalen liest, weiß längst, welche Täter vertuscht werden. Als wären die immer gleichen Deckbezeichnungen nicht schnell entlarvt.
    .
    Bis die Gutjournalisten kapieren, ist es aber noch ein sehr langer, sehr schmerzhafter Weg.

    • Überschriften
      Auch immer wieder schön „Leitplanken Überschriften“, die einem beim blossen überfliegen den richtigen Drall geben sollen…

      Titel in WAZ:
      „Kreisliga: Spielabbruch nach Hitlergruß und Nazi-Sprüchen“

      Oh, haben sich Siegfried und Konsorten wieder daneben benommen?

      Dann irgendwann im zweiten Abschnitt der eigentlichen Nachricht:

      „Trauriger Höhepunkt in der von Beginn an kampfbetonten Partie war jedoch das indiskutable Verhalten eines Osmanlispor-Spielers, der aus Wut auf den Unparteiischen nach dem dritten Treffer für Lünen sein T-Shirt auszog, den Hitlergruß machte und Schiedsrichter wie auch Zuschauer, Spieler und Verantwortliche von Lünen als „Nazis“ und „Erdogan-Hasser“ beschimpfte.“

      Irgendwie schon fast belustigend.

  80. öffentlich abstraktverspannte Nacktheit bis zum Knie
    Ich habe mich grad gefragt, ob ein wirklich echter sehr schöner, feiner, also ganz klasse Perserteppich bei einer Erscheinung, wie die einer Frau, welche hochschwanger in einem platzeengem, knallrotigem, oder auch blauneoprenmäßigem Kleid, mit null Faltenwurf, steckt, noch irgendeine positive Note weiters an ihr herauszustellen vermag, sobald sie ihn betritt.

    Wo doch Dürer schon sagt: Was aber die Schönheit sei, daß weiß ich nit. [mit der Langeweile kokettieren ist wohl zeitloser Subtext]

    Nachdem ich mir die Augen gerieben habe, stand in den blitzigfunkelnden Sternen: nicht jede Frage* heischt eine Antwort, doch manche AlternativefürDeutschlandErscheinung mag mit
    Musik gemildert werden:

    CAPTAIN BEEFHEART ~ DIDDY WAH DIDDY :
    https://www.youtube.com/watch?v=9XcdG_sXZjA

    [*mit einem exhibitiven Modeminimalismus hausieren gehen, zeugt auch von einer gewissen Übermotivation, die Auskunft fremder Spiegel umzudeuten?: ein Sakko verkündet Wölbungen der Guten Hoffnung, wo doch ganz offensichtlich das Gegenteil der Fall zu sein scheint: derart versachlichte, unsaloppe Wölbungen der beschränkten, limitierten Hoffnung ist sicher keine Hoffnung?]

    • Mein Mitleid
      haben Sie nicht, wenn Ihnen da die Augen weh tun.
      Kinderfeind, oder was?

      Herzlichst!
      Rudi Meergans

    • Freude, schöner Augenfunke
      @ Rudi Meergans
      Ja, nee, gegen Kinder habe ich ja nie niemals nichts, solange sie etwas weiter weg sind –
      und keine dummen Sprüche von sich geben, etwa wenn ich die Büsche stutze: hey , warum tötest du die Bäume?, hä, sag schon!

      Neuankömmlinge durch die vaginöse Pforte (Devise: Augen zu und durch) gequetscht, machen auch zuvor schon einiges mit. Ich verstehe halt Mütter nicht, die Ankündigungen ihres Nachwuchs mit derart zweifelhafter Kleidung betreiben.

      Auch auf Veranstaltungen darf der Hauptgedanke einer Mutter, etwas Schützendes im Sinn zu haben, durchaus adäquat zum Ausdruck gebracht werden, auch wenn es nur auf einem Parteitag ist.

  81. @Silber aus Sklavenarbeit
    „Ich mein, ernsthaft, versuchen Sie mal, heute wie Ihre Vorfahren noch eine neue Silberkanne aus Material zu bekommen, das Sklaven abbauen mussten.”
    Werter Don, wo leben Sie den? Selbst dieser Aspekt ist doch schon gutmenschlich demokratisiert. Wer auf Skalvenarbeit hält, der muss einfach nur die Umwelt schützen. Es fing spätestens mit den ganzen Platin aus südafrikanischen Minen an, das für die PKW-Katalysatoren benötigt wurde. Weiter ging es mit den seltenen Erden, die man für die Energiesparlampen benötigt(e). Und so richtig ins Geschäft kommen wir nun mit der E-Mobilität und den dafür benötigten Bodenschätzen aus aller (dritten) Welt. Die erste Welt schützt die Umwelt, aus der dritten Welt kommen die Rohstoffe dazu: das ist Massensklavenhaltung vom feinsten, und zwar – im Gegensatz zu Smartphones, PCs oder Flach-TVs – sogar moralisch einwandfrei, da aus Umweltschutzgründen! Mit Verlaub, aber dagegen sind ihre Silberkannen doch nun wirklich gar nichts!

    • Nachfrage...
      Noch schlimmer als Platin ist Rhodium (braucht man auch für Katalysatoren). Das hat man früher in der Hobbygalvanik benutzt,wenn man eine widerstandsfähige nickelfreie silberne Beschichtung herstellen wollte. Chrom ist für den Hausgebrauch zu aufwendig, Silber wegen Cyan-Verbindungen nicht darstellbar. Extrem selten war es schon immer, aber vor dem Katalysator-Gebot in Form eines Galvanisierbades tatsächlich bezahlbar – Tempi passati…

    • Ich kaufe gerade peu a peu Platin ETCs ....
      …. das ist (ohne MWST) billiger als Gold und viel seltener.
      .
      Irgendwann wird irgendjemand schon wieder eine teure Verwendung dafür einfallen, nun da es in den Katalysatoren weniger gebraucht wird.

  82. Unsere geliebte Regierung lügt uns vor,
    dass die Kriminalität in Deutschland geringer wird.
    .
    Die Schweizer sind dagegen nicht verpflichtet, Regierungslügen (aka fake news) zu glauben – und schreiben in ihrer Zeitung ganz arglos:
    .
    „Warum Einbrecher Zürich zunehmend meiden: In Zürich geht die Zahl der Einbrüche stark zurück, in Deutschland passiert das Gegenteil. Das könnte zusammenhängen.“ (Heute im Tagi.)

  83. Man lernt nie aus…
    … und deshalb machen Menschen immer wieder Fehler und wählen ihre Schlächter selber.

    Die ersten 70 Tage Trump, eine treffende Analyse von Noam Chomsky:
    “Well, I think it was captured pretty well by a Los Angeles Times editorial, which simply called it a „train wreck.“ But it’s very consistent, very systematic. Anything that can be of assistance to ordinary people, working people, middle-class people, people on the street—any such program has to be decimated. Anything that adds to wealth and power or increases the use of force, that we carry for-ward.
    And it’s done with—there’s kind of a two-tiered system working—I presume, consciously, so systematic it’s hard to question. The Bannon-Trump team wants to make sure that they dominate the headlines. So, whatever they do, that’s what people look at, and one crazy thing after another, the assumption apparently being you’ll forget the old ones by the time the new ones come in. So, no one talks anymore about the 3 million illegal immigrants who voted for Clinton. That one, we’ve forgotten. We’re on to the next one, and we’ll go on to the next one. While this is going on in front, the Paul Ryan-style budgetary and planning operations are going on quietly in the back, ripping to shreds any element of government that can help people either today or tomorrow. That’s the point of the destruction of the environmental system. It’s not just the EPA which was slashed. Most of the environmental programs were actually in the Energy Department. Their research and activist programs were slashed very seriously.
    “Noam Chomsky: Trump Administration Is Aiming to Decimate All Programs to Help Working People“
    https://www.democracynow.org/2017/4/4/chomsky_trump_administration_is_aiming_to

    Der große Fehler Trumps Gegner ist und war, ihn für einen ahnungslosen Trottel zu halten. Nein, das ist er nicht, im Gegenteil, er ist, wie Michael Bloomberg das formuierte, „a con“: Das war sein Plan, und den führt er from Day One konsequent und kaltblütig durch.

    Laut Chomskys Einschätzung wird Trumps Regierung einen zweiten Crash der Finanzmärkte verursachen. (Allerdings hätten er und seine Buddys bis dahin sich dumm und dösig verdient.)

    Was soll man dazu sagen, bei einem Mann mit dieser Art Jahrzehnte lang währenden Loyalitäten:
    http://www.thedailybeast.com/articles/2016/10/19/the-drug-trafficker-donald-trump-risked-his-casino-empire-to-protect.html
    “Unanswered Questions – The Drug Trafficker Donald Trump Risked His Casino Empire to Protect”.

    Dabei muss ich an die gänzlich fehlende Logik des Baus einer Mauer zu Mexiko denken, bei gleichzeitig vorgeschlagenen Etat-Kürzungen beim Coast Guard, Transportation Security Administration, Federal Emergency Management Agency – Sub-departments von Homeland Security. Wie kann Trump durch die Mauer Drogenschmuggel bekämpfen wollen, während er gleichzeitig die Mittel für die wichtigsten Agencies kürzt? Die Kartelle schmuggeln doch nicht im Rucksack und gehen zu Fuß über die Grenze. Perhaps, ‚cause he’s helping a friend… ?
    Grüße aus dem Blog-„Exil“
    T.

    • Why don't you pass the time by playing a little solitaire?
      Ja genau, so wird es sein, erst war Trump ein Trottel, dann ein Monster und jetzt ist er ein kaltblütiger Stratege.

      Flexible Analysen…wandern mit dem Objekt….aber Hauptsache man verliert nicht die Illusion, dass man den Durchblick besitzt.

      Am Ende werden Sie sagen: Trump war schon immer ein verkanntes Genie und ich habe das schon früh durchschaut…

    • Des is owa scho sauwa bees, Goodnight .
      .
      .
      Aber es folgt der Leistung der Presse.

      Dem Presse-Codex, quasi.

      Der lautet :

      Schreib irgendeinen gscheidhuaberischen Schmarrn, behaupte, es stecke ein kluger Kopf dahinter-
      und lass es keinen intelligenten Menschen lesen, sonst glaubt der , die kiffen den ganzen Tag in der Red.

  84. ICH korrigiere mich, KLAUS do it over and over again..................pls !
    ich habe Klaus so unrecht getan, sein brief an „singing in the rain“, an Paul Singer tut mir so gut………………vor allem, nachdem der

    „MUTTIISTDIEALLERBESTEMUTTERKUTTER“

    eine so tolle analyse veröffentlicht……………..fazit: so unterhalten sich halbstarke………………und der autor sagt:

    „der BRIEF ist ein einzigartiges dokument von verzweiflung und zerstörungswut“……………………..“es geht ……………….um verarschung“……………

    i like it !

    ich konnte einen solchen brief nie schreiben…………ich habe einfach das telefon nicht mehr abgenommen und ging auf wasser! oder stellte den bürosessel in Z-position und lies es klingeln.

    lesen sie die analyse von Oevermann und ihr abend ist gerettet !

    and Klaus: pls do it again and again, i like it. and send me a copy !

    !http://www.faz.net/aktuell/kleinfelds-brief-eine-grosse-verarschung-14984059.html

    • Briefanalyse
      Die „Analyse“ ist tatsächlich eine Meisterleistung!
      Das hätte früher im Grundkurs Deutsch in der 11. Klasse maximal eine 4 gegeben – heute braucht man einen Soziologieprofessor dafür…

    • ich kenn mich da nicht aus aber
      … übersetzt und so gedeutet bezeichnet er Stiller als einen „miesen kleinen Drecksack“ …

      Das einem Juden in Amerika an den Kopf zu schmeißen … der überdies Milliardenschwer ist … mit besten Kontakten … Respekt … ähnliches im viel kleineren Rahmen … hat schon Charlie Sheen eben jenen gekostet …

  85. CDU Wahlplakat in NRW - wie verdreht muss man sein?
    https://pbs.twimg.com/media/C98f_E6XoAA8frr.jpg:large

    Hinsichtlich der Statistik ist NRW einer der failed states.
    War es nicht dennoch ulF von der CDU, die alles rein lies, was Puls hat und damit die Länder hinreichend überfoderte?
    Aber vielleicht glaubt vom Laschet doch der eine oder die andere, dass er es besser könne als die Kraft.

    • Das ist eher Wahlwerbung für die AfD.

    • Das ist der Gag des Tages
      Gute Frage, aber wem stellen die die eigentlich? Aber das hat die Chuzpe, die man wohl braucht… und die Umfragen sagen zur Zeit fast Gleichstand. Das Volk ist so blöde, wie ich immer schon glaubte.

      Hilfe für die AfD in NRW, die mit dem Pretzell? Nee, da muss noch mehr auf dem Wahlzettel stehen.

    • Nun, wir werden es ja sehen. Ich glaube so oder so nicht, dass die Probleme in NRW irgendwie zu lösen sind, das ist schon viel zu spät.

    • Plakataussagekraft
      Mutige Aussagen dieser Sorte funktionieren doch bei ca. 35% der Wähler, wie man sieht, und es können davon durchaus noch mehr werden. Reichweiten, von denen Werber sonst nur träumen.

      Bei einer Straßenumfrage unter 100 Passanten würden die meisten bei der Frage: „Welche Parteien kennen Sie?“, überwiegend die CDU und die SPD aufzählen, ein paar vielleicht die AfD, die Grünen und evtl. die FDP.

      Zur BT-Wahl stehen vor dem Hintergrund der kollektiven Verblödung nicht etwa Sachfragen, sondern bekannte Gesichter und Logos im Mittelpunkt. Da liegen UlF und die CDU hinsichtlich ihres Bekanntheits- und Vertrautheitsgrades uneinholbar in Führung, zuverlässig und nicht zu toppen.

      Was steht denn zu erwarten von Leuten, die sich – wenn überhaupt – bei Tagesschau, Heute, Aktuell und Bertelsmann informieren?

      Und wer wird schon glauben, dass die Probleme in De irgendwie zu lösen sind? Darauf weckt keine der Parteien Hoffnung, abgesehen davon, dass es dafür zu spät ist.

      Das Plakat spiegelt das Deutschland, das wir verdienen, ein anderes steht derzeit nicht im Angebot.

    • NIEMAND...
      … glaubt in NRW irgendwie daran, dass Armin „ich hab die Klausuren verloren, aber die Noten weiß ich alle noch“ Laschet

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nrw-cdu-chef-armin-laschet-verliert-klausuren-der-rwth-13625960.html

      irgend etwas könnte, geschweige denn ein guter Spitzenkandidat wäre. Das sagen einem auch CDU Mitglieder im 4-Augen-Gespräch. Der Herr mit dem Speichelflussproblem, den wir hier vor ein paar Jahren mal als Ministerpräsident hatten, war geradezu eine Granate dagegen.

      Aber jeder glaubt: gemessen an der aktuellen Regierung (Kraft mit rot-grün) ist alles eine Verbesserung, selbst Armin Laschet. Die Aussicht darauf, durch Wahl von Herrn Laschet eine Fortsetzung von rot-grün zu verhindern, macht ihn durchaus auch für Wähler interessant, die bundespolitisch mit der CDU ihre Probleme haben (insbesondere wenn man berücksichtigt, dass hier die AfD durch den unsäglichen Herrn Pretzel vertreten ist…).

    • @Renate Simon
      Die AFD kann man nicht wählen, aber ich befürchte sie muss man wählen.
      Ich habe Urlaub und meine Briefwahlunterlagen hier herumliegen.
      Ich bin ziemlich ratlos, muss ich gestehen.

  86. Wir bekommen legale Vergewaltiger, Mörder und Sozialerpresser
    In aller Öffentlichkeit..oh! wartet…also klamm heimlich wie immer…

    https://www.wochenblick.at/unverzueglich-eu-will-nun-legale-einreise-von-asylwerbern-ermoeglichen/

    Am Volk vorbei. Unfassbar diese [ahem]EU! Die Zerstörung schreitet voran, unterstützt durch Soros NGOs. [Ahem. Don]

    • Wochenblick ist valles andere als seriös und was in den Mitgliedsländern passiert, ist eine andere Sache.

    • "Legal" holen wir monatlich 500 Asylbewerber aus der Türkei,
      so ist der Deal (die vorher gesiebt wurden, wir bekommen den Ausschuss), per Chartermaschine ab.

    • So steht es in den " Getriebenen",
      liebe Frau Simon. Erdolf hat die erste Wahl.Ist es dann ein Wunder, dass die Armen bei uns immer mehrerer werden?Da kann sich die Statistik ja nie zum Besseren erholen.

      Ich will mich nicht mehr ärgern, weil es nichts bringt, das habe ich gelernt in meinem Leben und genieße diese paar Tage.

      Gelesen habe ich hier und bin doch erstaunt, wie vornehm artikuliert ein Paar madig gemacht wird. Das ist auch nicht anders, als bösariger Dorftratsch, nicht gerade weltläufig.Noch ist auch alles offen; denn es
      wird nicht einfach werden für Macron bei der Parlamentswahl, Mehrheiten zu organisieren.

      Sollte es bei den Transfers wirklich so kommen, wie hier einige meinen, wäre meine Empfehlung Dienst nach Vorschrift und Ablehnung von Überstunden. Das erfordert Courage, ich weiß.Da könnte Twitter mal sinnvoll eingesetzt werden.

      Aber nun kommt die (nicht unberechtigte) Angst vor den Robotern…

    • "Seriosität"
      Das die Seite nicht seriös ist, wurde hier schon erwähnt. Nichtsdestotrotz, hat der Beitrag
      Geschmäckle. Und was Geschmäckle hat, ist Scharf. Folgt man dem 1. Link, wird einem das Ausmaß deutlich. Aber vllt. kommt jemand mit einem WiKi-Artikel um die Ecke, dessen Korrektheit niemand anzweifelt.

      Ich stellte für mich fest, dass man Ihnen einen Maulkorb verpasste, nachdem die scharfen Blogbeiträge eine Welle der Bekundung aus der Mittelschicht, sowie der Unterschicht kamen. Und sie zeigten deutlich, dass das Politikum, vehement und in schärfster Form, nicht nur in einem Blog gehört, sondern in die öffentliche Presse. Aber dafür mussten/müssen Unschuldige(durch eine Koalition und Terroristen) sterben. Namenlose, die für Interessen einer „Elite“, gedeckt durch NGOs, Staaten sabotiert, deren Mittel, ausschließlich kriegerische „Vermittlungen“ sind. Wenn man im 21 Jahrhundert, mit anderen Staaten nur kriegerisch Verhandeln kann, weil man nicht D A S bekommt was man will, dann könnte man zu der Überlegung gelangen, dass dieser Staat noch in den Kinderschuhen steckt.

      OT:
      Mitte der neunziger(eigtl. gleich nach der Wende) bekam ich den Kapitalismus zu spüren, was er ist und was er anrichten kann. Ab da stand für mich fest, dass dieses System nicht mit mir korreliert bzw. nicht korrelieren wird. Und ab dieser Erkenntnis, dachte ich mehr und mehr über dieses System nach und wann es zu Fall kommen würde. Jetzt, wo sich die Anzeichen verdichten, dass dieser Moment kommen könnte, werden andere Zeichen gesät, deren Entwicklung keiner von uns auch nur annähernd verstehen mag, doch die Pläne vor langer Zeit geschmiedet und nun in der Umsetzung vorangetrieben werden.
      Und dazu gehört auch die herbeigeführte Migrantenkrise. Und hier endet mein kurzer Ausflug.

    • „Ich stellte für mich fest, dass man Ihnen einen Maulkorb verpasste, nachdem die scharfen Blogbeiträge eine Welle der Bekundung aus der Mittelschicht, sowie der Unterschicht kamen.“

      Das ist Unsinn. Es gibt hier keine Direktiven und Vorgaben, was zu schreiben und was zu verschweigen ist.

    • Da fällt mir ein...
      Unsinn und Sinn

      Du suchst und suchst. Und kannst den Sinn nicht finden.
      Gib´s auf; denn so wirst du ihn nicht ergründen.
      Pfeif dir ein Liedchen, träume vor dich hin,
      wie oft enthüllt im Un-Sinn sich der Sinn!

      Mascha Kaléko
      (Aus: „In meinen Träumen läutet es Sturm“)

      ;D

    • Nachklapp
      Ich wähle die Partei, die uns weitere Feiertage verspricht, allein im Export top zu sein, reicht mir nicht.

      http://www.spiegel.de/fotostrecke/diese-laender-haben-mehr-feiertage-als-deutschland-fotostrecke-146912-9.html

  87. Genie und Heraklit II (Dritter Versuch).
    Sehr geehrter v. Goslar,

    was Sie hier aufführen als Marxist und nicht nur als solcher, ist nichts, denn ein einziges Narrenspiel, indem sie Ihre letzte Glaubenshaltung zu bewahren
    suchen im Rahmen der modernen Metaphysik und wie zuvor schon Habermas,
    mittels Links-Hegel seine unendliche Kommunikation, nun einen rechten Hegel des nationalen Handelns scheinbar hinzufügen (das Letztere ist nicht unsympathisch), den Sie letztlich aber (als Größenwahnsinniger), in einen Weltmaßstab ausweiten möchten, weil sie das Wesen der Technik (Martin Heidegger) und seine metaphysischen Grundlagen nicht zu begreifen vermögen.

    Hinzu kommt, dass sie von Nietzsche nicht allzu viel verstehen und insofern auch nicht das messianisch Jüdisch-Christliche der Kritischen Theorie.

    Als Vorschlag zur Güte empfehle ich Ihnen die Lektüre von Karl Löwith, insbe-
    sondere >>Weltgeschichte und Heilsgeschehen <>NIETZSCHES PHILOSOPHIE DER EWIGEN WIEDERKEHR DES GLEICHEN<>Fortschritt<<
    verbürgen und den Krieg vernichten soll, macht ihn erst möglich, schenkt
    den neuen Schwung, die neue Kühnheit, das neue Hoffen, die neue Romantik.

    Jedes neue System erprobt und verankert sich erst auf dem Schlachtfeld. Wenn
    ein staatlicher Aufbau nicht mehr die Kraft zur bewaffneten Auseinandersetzung
    hat, vernichtet ihn eine Umwälzung, als ob der unzufriedene, kranke, geschwächte Krieg sich rächen will, um zu genesen.“.

    Valeriu Marcu.

    Heraklit I:

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/04/05/der-klimawandel-als-verbindliches-hoellenfeuer-der-moderne-7568/#comment-157097

    AION (MCMLI):

    http://blogs.faz.net/deus/2017/03/03/europaeischer-tod-in-la-la-land-4185/#comment-57056.

  88. Verhältnismäßigkeit aller Orten, Melursus, echt?
    Es waren ca. 600.000 Euronen für Penelope in 30 Jahren. Was die Clinton-Foundation auf dem Kerbholz hatte, war eine Nummer größer (der Uran-Deal). Aber Clinton sollte es sein und Fillon nicht, so einfach.

    Nebenbei bemerkt, machten das früher viele Selbstständige. Klopapier für’s Büro, das für das Heim fiel da mit drunter, desgleichen Putzmittel, die Putzfrau, Schreibwaren, Prosecco für die Weihnachtsfeier, alles zum Absetzen bei der Steuer, die Ehefrau in der Praxis beschäftigt, wie lange, guckte keiner etc. Dieselbe Kategorie von Leuten nimmt Fillon das jetzt übel, denn das sind seine Wähler. Die haben vielleicht schon eher damit aufgehört. Das ist wie mit dem Ex-Raucher, der den Raucher angiftet.

    Das Ganze erinnert mich an das kleine Auto von Wulffs Sohn und den Kredit. Das mit Fillons Anzügen erinnert an Bettinas Kleider. Heimlich fand es hinterher jeder übertrieben. Wulff sollte weg. Er störte, ganz einfach. Der Nachfolger war das Symbol des Diktats des kleinen Mannes, protestantisch, versteht sich. Die Franzmann-Protestanten haben überproportional für Macron votiert übrigens, Katholiken für Fillon, Muselmans für Mélenchon. Nicht ausschlie0lich, überproportional häufig. Im Figaro.

    Fillon hätte mal über Christian Wulff lesen sollen. Vielleicht hätte er’s eher gecheckt. Obwohl – es ging ja nur bis ’13. Übrigens würde mich nicht wundern, wenn es aus eigenen Reihen durchgestochen worden wäre. Die sind so neidisch aufeinander, dass es unfassbar ist und extrem selten einer Meinung. Aber das ist bei den Sozis nicht anders, siehe Valls vs. Macron. Mir ist das aber sympathischer als bei uns dieser Zwangskonsens von Honis Gnaden oder fast.

    Jedenfalls ist eins sicher: TDV’s verhasste Vermögende lächeln milde über diese Summe und die Art des Vergehens. Das ist Futter für mittlere Spießer, um diese von den Konservativen wegzutreiben. Aus Deutschland kann es auch durchgestochen worden sein, falls es sich in den feinen Elitekreisen herumgesprochen hatte.
    Bei einem Gläschen Champagne in Cannes (nein, der Gipfel kostete gar nichts): „Je vais vous raconter und petite anecdote. Vous savez Francois…“
    Etcetera, etcetera.
    Schon im alten Rom war’s so. C’est la vie. Bon, ben. Hoch lebe Asterix und sein Obelix, die einzigen Reellen.

    Ich wollt‘ ja nur sagen, dass er der Erfahrenere ist und insgesamt sympathischer.

    • Titel eingeben
      Herr Oberländer ich gebe Ihnen in der Sache nicht unrecht. Fillon wäre mir politisch als Präsident ein wenig lieber als Emanuel in der Schokoladefabrik.

      Ich habe auch dem FJS seines gegönnt. Dem Schüttelschorsch schon weniger. Jeder kann etwas mehr brauchen. Ich kann auch mal was annehmen und Danken.
      Fillon hat nicht gedankt, er hat abgegriffen.
      Fillon hat sich als Meister Proper x Klementine dargestellt.
      Fillon hat sich an diese Kandidatur geClebert als Sarkozy bereit war, an Stelle des „damaged goods“-Fillon anzutreten.

      Für Oettinger habe ich noch mehr Gülle. Seit dem Sturz von Bernhard Vogel hätte er die Folgen der Teufelsaustreibung vorhersehen können. Söder ist klüger als Fillon und Oettinger. Er erlebte das Fiasko Beckstein/Huber mit. Zwei gute Männer waren nicht hart genug, das Gefolge des gestürzten Stoiber auszustöbern.

      Fillon hat sich des gedankenlosen Egoismus schuldig gemacht.

      meint ein Bär von kleinem Verstand

    • @ melursus wg. Beckstein, Huber, Teufel, Öttinger, ...Seehofer, Söder: "Söder ist klüger".
      Mal sehen.

      Jedenfalls eine sehr interessante polithistorische Reihe, die Sie da aufgemacht haben.

      Was Seehofer in der Koalition macht, entzieht sich ganz meinem Durchblick, wie es scheint.

      Ist sein Hauptproblem, dass die CDU die CSU nicht unbedingt braucht?

      Ist er sich seiner bayerischen Bundestagsabgeordneten nicht durchgängig sicher?

  89. La muse
    Moser, waren Sie das mit der Frau? Achtung, jetzt Mme Macron:

    1. Faszierende Erscheinung
    2. Umwerfender Charme
    3. Alter vollkommen irrelevant
    4. Figur, von der manche Zwanzigjährige träumt
    5. On-dit: Großartige Lehrerin, Freundin von Flaubert
    6. Jüngste Tochter einer Schokoladenfirma, Familienbetrieb
    7. Mutter von drei Kindern, Großmutter von sieben Enkeln.
    8. Energie für zehn
    9. Gebildet (was hier alle suchen)
    10. Nett. Verteidigte Madame Fillon, die ihr leid tut. Halali nennt sie es.

    Zusammenfassung: Impeccable, wie die Franzosen sagen.
    Bin fasziniert. Sein Wahlgeheimnis: Seine Frau. Wie Michelle Obama (ohne Enkel, versteht sich). Wollte übrigens nicht, dass er Politik macht. Wollte, dass er schreibt oder notfalls die Bank.

    Hände weg!

    • .. Moser speckt ab...
      …voll und ganz Ihrer Meinung …

      FRAGE: warum kandidieren diese Frauen nicht selbst??

      …was ist nicht ansehenswert an Frau Petry´s blau-roter Baby-Kugel? …

      die Moser- Altmaier- Gabriel (geschrumpft)- C.Roth- etc.- KUGELN … bräuchten dagegen gaaanz viel Textil-Überwurf um einigermaßen ästhetisch rüber zu kommen …

      so isch´s dann au wieder … nur kein Neid!

    • War ich WAS ? Herr Oberländer, was schreiben Sie
      .
      .
      .
      für Stuß ? Abgeschrieben aus der völlig verblödeten, unfähigen, Presse, wie ich SEHR hoffe !

      Manchmal kann man sich nur wundern……….

    • Bitte, Mässigung.

    • Freundin von Flaubert
      Doch schon so alt?

  90. Morgenlektion
    Der Kommentar von Michaela Wiegel heute morgen in der FAZ online
    ist das neue Glaubensbekenntnis, verkündet die ab jetzt geltende Basistheorie für den Umgang mit dem für unsere “ Elite“ schon amtierenden neuen Präsidenten M. Macron,( le leader de la Gauche Caviar , so was sagen Franzosen oder auch le jou, jou de Rothshild ).
    Arbeitstitel: Das Frankreich, was wir verdienen.
    Leicht zu übersetzen: die doofe Mitte in Deutschland , soweit noch aner Schüppe, wuppt das eben auch noch bezahlt, hat zu bezahlen. Punkt.

    • ein neuer NAP ?
      Frau Michaela Wiegel vergleicht den jungen mann gleich mal mit den NAPs…………….da kann einem ja angst und bange werden in Europa. und wann steht er dann an der Beresina ?

      und an @Oberländer: pflegt seine frau dann auch den gemüsegarten im Elysee-Palast wie Frau Obama im Weissen Haus ?

      ja, frauen haben es gerne, wenn männer bücher schreiben………..das hatte ich auch schon, habe mir dann aber lieber ein neues ruderboot gekauft !

    • Django, er hat
      angeblich mit ihr ein Drehbuch für das Schultheater geschrieben, und er soll extrem gut geschrieben haben.
      Aber am meisten faszinierte mich in der Nacht, wie ein Zeuge beschreibt, wie verliebt sie noch sind nach 22 Jahren zusammen, davon zehn als Ehepaar, er mit Stressjobs.
      Wenn man diese ausgelutschten Beziehungen von Greisen mit jungen Frauen betrachtet, ist das nicht die Regel. Umgekehrt ist nur die absolute Ausnahme.
      In enem Punkt muss ich mich korrigieren: Er verbringt viele Wochenenden mit ihr und „les petits“. Mit Kindern kennt er sich demnach aus. Immerhin etwas.

    • ...
      Für Deutschland und eine EU wie wir sie kennen, wäre LePen
      besser gewesen.
      Alle wären auf Gegenkurs gegangen, da hätten D und die EU
      eine Wagenburg bauen können.
      Der frische Wind aus einem selbstbewußten Paris zerreißt sie.

  91. @ djangohatnemonatskarte sagt am 24. April 2017 um 08:45 Uhr
    „von MACRON lernen, heisst lebenslang siegen lernen.“

    Hej, Django, der wird es. Zum Lernen gezwungen, so wie es aussieht und bei dieser LAG-In (© Simon).
    .
    Wäre ich jetzt Zeichner beim Canard oder Charlie, so hätte ich schon
    ein Sujet für das Kerlchen (es müsste allerdings seine erziehungsberechtigte Do…,nein Dame dabei sein, evtl eine etwas ältere enseignante, so eine Art Mylène Demongeot oder Amanda Lear….)
    Jetzt warten wir mal hübsch ab, was bling-bling und pipeule so in den nächsten Monaten zu berichten haben.
    .
    Der François Gérard Georges Nicolas wurde im Juni 2012 auch Monsieur le Staatspräsident und als wir Ende August Rast in Sisteron machten lagen schon die ersten Karikaturen in den Tabacs.
    (DdH)

  92. Lernen- Wofür?
    Survival of the fittest? oder nur zur eigenen Erbauung?

    Falls ersteres, dann gibt es für die meisten nichts Nachhaltigeres, als zu lernen, rechtzeitig das Fähnchen nach dem Wind zu drehen.

    Bei zweiterem ist ein fruchtbarer Boden hilfreich, und auch die richtige Fruchtfolge, damit Schritte in der richtigen Reihenfolge getan werden.

    Geht es hingegen um das Funktionieren einer Gesellschaft, so sind diejenigen aufgefordert, schnell und viel zu lernen, die den größten Nachholbedarf haben.
    Klöckner will jetzt die Schulpflicht für die analphabetischen Fachkräfte bis zum 25. Lebensjahr ausdehnen. Rechnet man die Unzuverlässsigkeit der Inaugenscheinnahme bei der Altersfeststellung dazu, geht das Ende der Schulpflicht wahrscheinlich ins Renteneintrittsalter über.

    Wie weit sich der spin schon in die wöchentlichen Regional-Werbungsblättchen hineingedreht hat, habe ich bei einem Blick in das hier erscheinende Gelbe Blatt gesehen.

    … hat deshalb im letzten Jahr eine Reihe von Angeboten entwickelt sowohl für Jugendliche, die schon immer hier leben, als auch für Gleichaltrige?, die in den letzten Jahren hierhergekommen sind.
    … (Das Fragezeichen ist von mir)

  93. Mehr Demokratie wagen?
    Unser Bundespräsident sollte mal diesen Text lesen!
    Was wäre wohl gewesen, wenn rechte Horden einen Parteitsg der
    Linken derart behindert hätten?

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-parteitag-in-koeln-jagdszenen-am-rhein-kolumne-a-1144504.html

    • So ein Artikel im Spiegel ? Ich wundere mich .
      ..
      Aber wenn auch der Autor sehr vernünftig für Demokratie und gegen den Terror der AntiFa schreibt, gibt es Lesermeinungen,

      die einen schaudern lassen, dort im Forum .
      Deutschland 2017 ist ein fragwürdiger Ort, und daran ist NICHT die AfD schuld, sondern ausschließlich linke ,,Denke“ , von Kraft über Merkel über Maasmännchen, bis zu den verrotzten Horden der AntiFa, die längst ins Gefängnis gehörten,
      für tatsächlich begangene Straftaten,
      wie Landfriedensbruch,
      um welche sich aber die ,,Justiz“, die wir so haben,
      nicht kümmert.

      Umso erstaunlicher der Artikel im Spiegel .

    • Gibt es Objekt(Be)tivität im Postfaktischen.
      …. Wenn SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz im ÖR Staatspropagandasender über Marine Le Pen sagt, dass sie eine Anti-Europäerin und offene Rassistin sei … stuft also 21,5 Prozent der Franzosen als Feinde der Freiheit ein … über die AfD … sie ginge mit »Rattenfängerversuchen« auf Stimmenjagd … potenzielle AfD Wähler sind also Ratten … ausserdem eine Schande für die Bundesrepublik … passt zu Gabriels … Pack … Nazis … müssen weggesperrt werden … seinem Stinkefinger … alles, was die AfD erzählt, habe ich schon gehört – im Zweifel von meinem eigenen Vater, der bis zum letzten Atemzug ein Nazi war …

      kratzen … beißen … lügen … verunglimpfen …

      … ständig bauen sie an der verlogenen Fassade der lupenreinen freiheitlichen weißen Weste.

      In erster Stelle sind sie aber Hohepriester des Großkapitals, der EU-Schwarze-kassen-kartells und Mein-Freund-ist-ein-Diktator-und-Kriegstreiber-Liga … der-islam-gehört-zu-deutschland-fraktion … sowie steuerflucht-aller-großkonzerne-fördert-die-produktivität-der-umverteilung-des-kapitals-von unten-nach-oben-666-ist-nicht-länger-allein-sekte … wir-haben-allein-die-macht-und-ihr-seid-humane-resourcen-zum-verbrauch-gedacht-und-fussvolk-das-manipuliert-werden-muss

      Unsere Zeit ist die Zeit der Gehirnwäsche 4.0.
      Die Lüge setzt auf die vermittelte und assimilierte Lüge auf, welche aber im Kern auch schon eine Lüge war. Wir müssen also lebenslang lernen, die uns vorgesetzten Lügen zu verstehen.
      Wir müssen lernen, noch besser zu funktionieren und dem Kapital noch besser zu dienen.

      Handel schafft Produktivität.
      Steuerflucht, Subventionsbetrug schafft Wohlstand für alle.
      Einheitsparteiensumpf fördert die Demokratie.
      Versagen ist alternativlos

    • Nun, das ist ja schon fast eine gute Tradition, dass Deutsche anderen erklären, was sie wählen.

    • Naja - diese Übergriffe auf AfDler - nicht schön - eine US-Stimme, die in den USA das gleiche
      linke Fehlverhalten beklagt – im linken (!) Magazin Slate – ist leicht online zu finden.

      Gleichzeitig verteidigt der Mann auch noch Trump. Sehr seltsam dabei – wie auch in den Fällen, wo in D-Land über die France-Wahl geschrieben wird: Dass Trump heftiger Kritiker der Massenzuwanderungspoltik ist, kommt dort ebenfalls n i c h t zur Sprache. Es ist gespenstisch!

      Aber sonst ist der Mann sehr gut – er stellt nebenbei der in D-Land bis zum abwinken geschmähten rechten Tea-Party-Bewegung ein viel besseres Zeugnis als der US-Linken aus, was schlicht und einfach die Bereitschatf angeht, die andere Seite ausreden zu lassen:

      Do you think that the left’s response to Trump is different than the way the right reacted to Obama, with the Tea Party and birtherism?

      You are going to get that kind of thing in every populist response to things. I did not see any Tea Party people surrounding a building and preventing others from walking inside to hear an Obama speaker. At the inauguration did you see people lighting cars on fire and smashing windows? I think we have here a whole new level of outrage and indignation. I believe there are deep human motives that are often very dark. I wrote a book about mob violence in Atlanta in 1906—race-based and sex-based riots and killings. And I believe the collective human will can go in bad directions that often the individuals in that collective would not take on their own. I also believe in original sin. [Laughs]. I think these things are related. What is being tapped into here is something quite dark and sinister, and it is getting worse. What we need here is a very strong state response to these activities.

      Such as?

      Such as, when people break the law, you immobilize them, you handcuff them, and you take them away.

      – Das bezieht sich auf die – häufigen – Fälle, in denen ein linker Mob Diskussionen verhindert mit dem Argument, die seien gegen die Menschenwürde. W a s im einzelnen gegen die Menschenwürde gerichtete Aussagen sein sollen, entscheidet der linke Mob – z. B. im Fall Milo Yiannopoulos oder im Fall Charles Murray, dem Co-Autor mit Richard Herrnstein des Buches The Bell-Curve***.

      *** Was die schlichten Fakten in diesem Buch angeht, so sind Murray und Herrnstein praktisch keine Fehler unterlaufen (nicht ein einziger, der inhaltlich irgendetwas zu ändern nahelegte).

      Sarrazin hat das hier als einer der ersten gelesen und kapiert – und richtig auf die hiesige Situation angewandt. Erstaunliche Leistung – er ist schließlich fachfremd. FAZ-Herausgeber Kaube z.B: Hat lange nicht kapiert, wie solide diese Befunde von Murray und Herrnstein sind. Es wäre mal an der Zeit, dass er das langsam einräumt.

      Das würde auch die Afd-Verteufelung in sozusagen bürgerliches Fahrwasser zurückbringen – denn in einem Punkt hat (auch…) die AfD einfach recht: Der unregulierte Massenzuzug ist die dümmste politische Maßnahme seit Jahr und Tag – und stifted enormen gesellschaftlichen Schaden.

      Zahlen für 2016: Deutschland 300 000, Frankreich 25 000 (!!)

      Das müsste eigentlich tagtäglich diskutiert werden – in Wirklichkeit wird es aber so gut versteckt – leider auch in der FAZ, das es praktisch kaum einer weiß.

    • Naja, die jüngsten Ereignisse in Berrkeley sind hierzulande vällig untergegangen, weil es nicht in die Vorstellungswelt passt -andersrum wäre es sicher eine Geschichte gewesen. Prinzipiell weiss ich nicht, was der Rohrkrepierer ausser hässlichen bildern und einer sorgsam leise gesagten, realen Teilnehmerzahl gebracht haben soll.

  94. das mit der Benutzeroberfläche war natürlich gut
    Könnte fast schon ein geflügeltes Wort werden, demokratiscj für jedermann, nur ist es eben so, die Benutzeroberfläche ist wesentlich schlechter geworden – und das Betriebssystem dahinter wirkt wie völlig in die Jahre gekommen und im Prinzip multi-defekt und langweilig. und da man sich zu schade dafür ist und im Allgemeinen unwirtschaftlich, neue Betriebssysteme auf zu spielen, legt man eben die Gesellschaft als wären es Murmeln beiseite, und flugs wird da ein negativer Psychologismus dran geklebt, damit diejenigen die zu dumm und zu arm sind, sich mit ihrer Gesellschaft auszukennen, voller schlechtem Gewissen doch wieder loslegen sich als Reparaturbetrieb an vorfindlich in oder von anderen hergestellten Defekten zu versuchen. Dabei möchte sich doch gar keiner im Mittelbau abmühen. Hermetik wir grüssen Dich!

    • Ich sehe nicht, dass es für das Betriebssystem ein Update gäbe – gäbe es eines, dann hätte die CDU den Merkelbug entfernt.

  95. Anstrengend, diese Französinnen
    Ich seh gerade, dass ich die Frau so faszinierend fand, dass ich noch zwei Stunden in den Morgen rein über sie gelesen habe. Die Vögel fingen gerade an zu singen, als ich das Licht ausmachte.
    Diese Französinnen halten einen auf Trab.

    Die Frau von dem anderen Manu (Valls) ist auch nicht von schlechten Eltern. Violonistin. Wenn sie ausgeht, macht sie den Geigenbogen unter die Schuhe (selten solche Absätze gesehen).
    Cecilia Sarkozy, Carla Bruni, ich sagte ja schon mal, die Französin ist die Schönste im Lande Europa. Auch älter. Lernte dort einst eine 90Jährige kennen nebst Mann, beide noch attraktiv und eindrucksvoll. Gebildet, versteht sich.

    • Werter Herr Oberländer, kommen Sie wieder zur Besinnung
      ich fürchte sonst noch um Ihren Verstand. Monsieur Macron hat anscheinend doch eine Menge Geld in Madame investiert, allein die vielen Perücken, die Mme hat, alle Achtung.

      Der Busen plötzlich wieder prall, an sich bei der Dürre (schauen Sie sich nur die Extremitäten an…) rein physisch nicht möglich, die neuen Beißerchen, ein sanftes Lifting und viel Hyaloron und auch Botox scheint vertreten zu sein und wie gesagt, immer hat die Frau Haare auf dem Kopf, die nicht ihre eigenen sind.
      Würde sie übrigens nicht ständig die Zähne zeigen, wäre ihr Anblick nicht zu ertragen, wirklich nicht.

      Wie sagte die Deneuve einmal, ab einem gewissen Alter muss eine Frau sich entscheiden, entweder einen dicken Hintern oder Falten im Gesicht.

      https://s6.postimg.org/5djcpjinl/bmacron_montage.jpg

      Ich darf das feststellen, immerhin bin ich 7 Jahre älter als Madame, sehe einiges jünger und faltenfreier aus (ich habe mich für den dickeren Hintern entschieden), ganz ohne Hilfsmittel, mit eigenen Haaren und ohne ständig die Zähne fletschen zu müssen, zumindest meinte das heute eine 40jährige Nachbarin. Wenn ich suche, finde ich sogar meinen Charme irgendwo ;-)

      Ansonsten stimme ich Ihnen zu, zumindest die Französinnen, die man in der Presse sieht, machen einiges mehr her, als unsere Damen auf Regierungs- oder sonstigen Bänken.

    • Der hohle Freudentaumel über einen von ihnen
      Finde Hilfsmittel wie Perücken und plastische Chirurgie, die in jedem Alter vorkommen, vollkommen legitim.

      Und lächerlich, wenn unsere Journalistinnen, die meist schon auf der Schulbank geschminkt waren bis zum Abwinken, Ivanka Trump ihr Make-Up vorwerfen. Es hat keine Klasse, das zu erwähnen.

      Lassen Sie das Aussehen dann einfach beiseite. Die Geschichte ist gut. Sie ist im Kern sehr französisch. Die Mesalliance. Kameliendame (La Traviata), Manon Lescaut, das ist romantisch französisch. Eine Mesalliance ist, was nicht zur herrschenden Gesellschaftsordnung passen will. Heute würde kein Hahn danach krähen, wenn ein Höherstehender eine Kameliendame heiraten will, siehe „Pretty Woman“. Aber der jüngere Mann wird umgehend als Muttersöhnchen eingeordnet. Das ist die Ausnahme.
      Was viel gängiger sein soll, ist der kaschierte Pädo.

      Das ändert nichts daran, dass Fillon besser gewesen wäre für Frankreich, das UK und Deutschland. Schieben Sie sich das mal in den Translator:
      Observing the behavior of the Bourbons and their aristocratic entourage on their return to France after the fall of Napoleon, the French statesman Talleyrand is said to have remarked that the king and his entourage had “learned nothing and forgotten nothing.” For some reason that quip came to mind as I read those tweets and other celebratory commentary from, it seemed, every corner of Davosworld, Looking at Emmanuel Macron, it’s not difficult to understand why. He is one of them — likable, clever, the son of a professor and a doctor, with degrees from the right places, impressive stints in both investment banking and government to his credit, and a fondness for the EU, free trade, and the politics of the Third Way or whatever the old Blairite snake oil is known as these days. As a Socialist minister of the economy, he put together the Loi Macron package of reforms in 2014 and 2015 as a modest — very modest, and it says something about French politics that they had to be forced through by decree — step in toward deregulation.

      Read more at: http://www.nationalreview.com/article/446996/french-presidential-election-emmanuel-macron-faces-populist-challenges

      Reformer? Da muss man lachen. Mehr vom selben Gericht.

    • Auch gestern ...
      Tja, Frau Simon, da muss ich ihnen Recht geben.

      Ihren Link habe ich angesehen, aber nicht verstanden. Die Frau rechts ist Frau Macron, stimmt.
      Aber wer ist die ältere Dame auf den beiden Bildern links davon?

      Ach, zurück zum ‚Titel‘:
      Sehr eindrücklich gestern, bei der Frauenveranstaltung, unsere … und euere … und deren …
      Ivanka, unsere, in Blümchenkleidern, relativ ähnlich.
      Die ältere Dame Lagarde, elegant, Beine übereinander, Rock nicht ganz zu kurz, ein nettes Tuch um die Schultern geworfen.
      Und rechts daneben eure, schwarze Hosen, breitbeinig sitzend, mit – auf den ersten Blick – abgelatschten Wanderschuhen, Finn Comfort oder so.

    • Die Französin ist die Schönste im Lande Europa
      @Renate Simon
      Auch die französischen Frauen, die man in Filmen und TV sieht, machen einiges mehr her, als unsere formlosen, geschmacklosen und unweiblich wirkenden Plappermäulchen im Showbussiness! Und irgendwie drängt sich einem dabei der Verdacht auf: „Plane qualis dominus, talis et servus“ oder populär, gemeinverständlich: „Wie der Herr, so’s Gescherr“!

    • Gestern der Gipfel zeigte mal wieder sehr schön,
      was Frauen aus sich machen können oder eben auch nicht. Die früher in der Presse hochgelobte fehlende Eitelkeit von ulF zeigt eigentlich nur, wie es auch in deutschen Landen mehr oder weniger aussieht – wenig Chic, noch weniger Charme und Lächeln, aber viele breite Hintern. Und so habe ich keine Sorge, dass ulF die Wahl reichlich gewinnen wird.

      Dass Fillon wohl der bessere Kandidat gewesen wäre mag uns ärgern, die Blender allerorten, wir haben ja solche auch, fallen immer auf die Füße.

      Mein Link zeigt Mme Macron links im Jahre 2015, die anderen beiden Bilder sind aktuell und nun könnte man fragen, wie wird man im Alter jünger. Aber gut, jeder nach seinen Möglichkeiten, wobei ich doch dafür plädiere, ab einem gewissen Alter zumindest die oberen Extremitäten zu bekleiden.

      Die Geschichte der beiden finde ich banal, falls er er eine Mutter suchte, so hat er sie gefunden. Dass sich Madame von dem tolldreisten Lockenkopf, der Macron in jungen Jahren war, angezogen fühlte… ich wollte nicht in ihrer Haut stecken.

      Reformieren wird er gar nichts, es werden weitere verlorene Jahre für Frankreich werden. Sein Unvermögen für Frankreich eine Idee zu entwickeln, verlagert er kurzerhand auf die EU mitsamt den Forderungen, die auch ein Schulz stellt. Das ist weder für die EU noch für F oder D gut, es wird ein langsames Dahinsiechen dessen, was dringend reformiert gehörte. Marine le Pen kann die nächste Runde 2022 also ruhig abwarten, die Karten werden ihr quasi frei Haus geliefert.

    • Der Hase und der Igel
      Egal, Mme Macron. Er ist das Sujet. Er wirkt seicht. Keinerlei Liebe zu französischen Arbeitern. Er behauptete, er holte mit Uber die Leute aus den Vorstädten. Die Taxifahrer, viele, aber sind auch Muslime. Sie sind geladen.
      Er ist für Gendern und Verschwimmen der Geschlechterdifferenzen. Fillon war völlig dagegen und hatte zehn Prozent muslimische Wähler. D.h. andersherum: Zehn Prozent von den Muslimen haben angeblich für ihn gewählt.
      Er war heute in einer Whirlpoolfabrik in Amiens, die in Polen produzieren will. Erst traf er sich mit dem Vorstand, dann erst mit den Arbeitern. Da war der Igel schon gewesen.
      Er hat Philosophie studiert. Einer der bekanntesten französischen Philosophen hat Sarkozy überredet, Libyen zu zerstören. Sarkozy ist natürlich für ihn – er steht auf Philosophen. Mit Carla war er in Palmyra (nach mir die Sintflut). Mit Israel hat das alles null zu tun, denn wie Sarkozy und Obama über Netanyahu dachten, wurde auf dem Gipfel in Cannes ja klar, als die Mikros versehentlich an waren. Obama seinerseits hat mit Macron telefoniert und soll gerade 400 k für einen Vortrag in Wall Street bekommen haben.
      Ich mache hier nur ein paar Verknüpfungen.

      An einem habe ich Zweifel: Dass er die Sache komplett überblickt. Fraglich, ob er ein Parlament zusammen bekommt.

      Schwierig, dass jetzt schon 45% der Wähler außen vor sind. Vielleicht führt das auch zu Neuwahlen mit drei Kandidaten. Neun ist, was man so braucht, um das Wahlvolk gut zu spalten. In den USA zieht sich das immerhin über mehrere Monate hin, besser, mit natürlicher Ausdünnung.

      Ich halte ihn für eine viel größere potentielle Katastrophe als Marine, die viel mehr Kontakt zu Leuten hat und erfahrener ist. Mit Juden im Land legt sich heute niemand absichtlich an, unabsichtlich schon eher, und Israelfeinde gibt es in allen Sektoren.
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/emmanuel-macron-drittes-geschlecht-in-franzoesischer-politik-14975493.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    • Nachtrag
      Ich sagte irgenwo, er eriinere mich an Renzi. Nixda. Er wäre der Monti von Frankreich, nur dass Monti nie gewählt wurde, und als er gewählt hätte werden können, wählten die Italiener ihn einfach ab, denn die Jugendarbeitslosigkeit war noch größer geworden.

      Sogar Mélenchon wäre mir lieber, und das will was heißen. Er springt auch nicht auf diesen Waggon bislang.

    • Gestern in Amiens hat er sehr schön gezeigt,
      wohin der Hase laufen wird. Die Strippenzieher sind überall am Werk und warum ausgerechnet Obama sich nun wieder derart in den Vordergrund schiebt, ist mir rätselhaft. Soll er seine Kohle mit seinen Vorträgen verdienen, nur seltsam, dass während seiner Amtszeit trotz schwungvoller Reden so wenig kam.

      Renzi tourt durch Italien, auch so ein Kandidat, dazu zählen kann man auch Tsipras, die gleiche Machart, das gleiche Kaliber. Viel Schein, wenig Sein.
      Es ist wie überall, das Volk interessiert nicht, wäre ja noch schöner. Vielleicht könnte eine Le Pen das zurechtrütteln, noch ist ja nicht aller Tage Abend.

  96. Kinder als Lehrer
    Frau Wanka will, dass zuhause mehr deutsch gesprochen wird. Die Bildungsministerin haut einen solchen Unsinn raus, dass einem schummrig werden kann. Gibt es auch Fortbildungsempfehlungen oder gar Punkte für Politiker, besonders für solche in Amt und Würden? Es wäre dringend geboten.
    https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/die-kinder-lehren-fremdsprachige-eltern-deutsch/

  97. 24 Jahre, beware the charme
    Frau Merkel sollte sich darauf vorbereiten, dass er versuchen wird, sie um den Finger zu wickeln. Das konnten schon Bush, Sarkozy, Cameron und Obama.
    Putin ist sich zu gut für solchen Quatsch. Er bringt eher seinen Hund mit.

    Frau Merkel sollte sich endlich wärmer anziehen.
    Hier spielt die Musik. Wir haben nicht Frankreich verschenkt.
    Ach ja: Gegen das Elsaß wäre vielleicht was zu machen. (Scherz)

    • Man gewinnt mit Deutschenfreundlichkeit in der EU aber keine Wahlen mehr. Das hat man in Österreich und italien und Polen schon gesehen.

  98. Die lachhafte Gewissheit der Medien
    Ich halte das für keine ausgemachte Sache. Die Linken wählen keinen Banker, die Linke aus D hat angeblich nicht gratuliert, bravo. Man muss nicht gratulieren, wenn man weiß, dass man ausgeblutet werden soll.

    Aber Frankreich: Er will mehr Migration. Die französischen Muslime, die integrierter sind, werden ihn also auch nicht wählen. Besser ausgebildete Auswanderer haben keinen Gusto für Analphabeten.

    Fillonwähler, das wäre ich, der, der schon länger da ist und seine Gewissheiten zertreten sieht, in den Schlamm gezogen: „Die, die schon länger da sind“, höhnisch. Am besten, man bleibt daheim. Diese Ansicht vertritt ein Teil der Konservativen.

    Das ist ein versteckter Wirtschaftskrieg gegen D. Vielen Franzosen mundet das, alle Kandidaten haben damit gearbeitet, außer Fillon. Fillon wollte Austerität. Vorbild vermutlich: David Cameron.

    Bei Umfragen sagen dann Wähler wie ich: a) Geht Sie nichts an, b) weiß nicht, c) Macron (auch gern gelogen).
    Das ist keineswegs entschieden.

    Egal wer gewinnt, das Land wird gespalten sein, genau wie die USA, Deutschland, United Kingdom, etwa 50/50. Auch Griechenland, die Niederlande und Italien gehören in diese Liste. Eine solche Situation verträgt übrigens keinerlei Migration. Sie muss sich erstmal klären, stabilisieren. Die MIgration, die wir haben (und Australien, Kanada und die USA nicht – Mexikaner sind Christen), ist zu belastend in einer wirtschaftlich und finanziell angespannten Situation mit zerrissener Population.

    • Eine solche Situation verträgt übrigens keinerlei Migration
      werter Herr Oberländer, dass ist eine sterile Erklärung.

      Vielleicht brauchen wir in Europa diese Migrationskrise um
      einen Weg in die Zukunft zu finden. Weil sie alle berührt.

      In meinen Augen waren die Migranten von vorneherein
      die idealen Sündenböcke für die innereuropäischen Probleme.
      Und nicht wie ihre Anführer selbst meinen,
      die neuen Herren in einem muslimischen Europa.

      P.S. Man kann keine gesellschaftlichen Probleme lösen, indem man
      EU- Verordnungen oder Verträge diskutiert.

    • Oberländer sind die südlich von München,
      östlich der A95, kein Name, eine Ortsbezeichnung

      Klar, als Sündenböcke sind sie auch praktisch. Aber ihre Präsenz in Gruppen und manche Übergriffigkeit laden dazu ein, die Kosten auch. der Ausbildungsstand, das Gewicht auf einem Geschlecht usw.
      Dummerweise führen sie zu einer weiteren Aufblähung des Staatsapparats.
      Netterweise zu einer längst überfälligen Wertediskussion.
      Wie ich das finden soll, dass sie die Insuffizienz des politischen Apparats und manches Lügenkonstrukt zeigen, weiß ich nicht.

  99. Herren und Knechte
    Nach einer Zeitungsmeldung(WELT)fordern die deutschen Städte, dass für Analphabeten unter den Zugewanderten die Schulpflicht bis zum 25.Lebensjahr eingeführt wird.
    Dazu: gestern mit dem Regionalzug zu einem Krankenbesuch​in die Großstadt. Im Hauptbahnhof viel Betrieb, alle Sprachen und Haarfarben, wobei die dunklen Farben bei den herumstehenden Grüppchen junger Männer überwiegen, die lebhaft diskutieren und telefonieren.
    Auf der Rückfahrt abends ist der Zug voll, offensichtlich Pendler – alles Menschen, die schon länger hier leben, die müde von der Arbeit kommen.

    • Die Städte werden sich noch anschauen, ich kenne Kursbetreuuwer aus dem Münchner Umland, die nach ein paar Wochen alle Schüler verloren haben. Solange es da nicht echten Druck gibt, werden manche eben ausweichen. Deutsch ist nun mal eine schwere Sprache.

  100. Angst vor der Freiheit
    Ein naher Verwandter ist Mitte 50 und Steuerberater mit eigenem Unternehmen. Das letzte Vierteljahrhundert hat er 10 Stunden am Tag hauptsächlich mit Aktenordnern oder Computermonitoren verbracht. Für seine Kinder, die inzwischen außer Haus sind, hatte er meist nur am Wochenende oder im Urlaub Zeit. Als sparsamer Schwabe hat er seine Millionen nur gehortet. Kein Luxusauto, kein Boot, ein bescheidenes Reihenhaus, kein Ferienhaus, keine Geliebte oder Inanspruchnahme von Prostituierten.

    In einem anderen System müsste er viel weniger arbeiten, er hätte mehr freie Zeit, sein Lebensstandard würde sich nicht verschlechtern, nur die Zahlen auf seinen Kontoauszügen würden sich verändern. Aber von einer Systemtransformation will er nichts wissen …

    Der Name Oswald von Nell-Breuning (1880 – 1991) dürfte den sozioökonomisch Interessierten schon begegnet sein. Er war ein katholischer Theologe, Jesuit, Nationalökonom und Sozialphilosoph und gilt als der „Nestor der katholischen Soziallehre“.

    Der Ökonom Prof. Heinz-J. Bontrup schrieb dazu:
    „Der herausragende deutsche Ökonom Oswald von Nell Breuning forderte schon in den 1960er Jahren die 10-Stunden-Woche als er schrieb: „Auch die heutigen Schritte sind nicht kampflos vor sich gegangen. Aber ich denke nicht an die 35-Stunden-Woche, auch nicht an die 24-Stunden-Woche. Ich denke an eine viel weiter gehende Arbeitszeitverkürzung. Ich stelle mir vor, daß wir dahin kommen werden, daß zur Deckung des gesamten Bedarfs an produzierten Konsumgütern ein Tag in der Woche mehr als ausreicht.“

    „Die Furcht vor der Freiheit“ (engl. Original: „Escape from Freedom“) ist der Titel eines Buchs von Erich Fromm aus dem Jahr 1941. Dort erläuterte Fromm „die für die Psychodynamik der Furcht und Flucht vor der Freiheit wesentlichen Züge: Autoritarismus, Destruktivität, Rückzug, Selbstinflation und automatenhafte Konformität, und konzipierte damit das psychoanalytisch-sozialpsychologische Konzept des autoritären Charakters.“ (Wikipedia)

  101. Le pipe avec trois effe....
    Kriminalstatistik, im Muttiistdieallerbestetrotzdreimastbruchinrauerseeundankerverlustkurzvorcharyptis (partiell © Django)
    Kriminologe: „Flüchtlinge werden häufiger angezeigt als Deutsche
    Deutsche haben das niedrigste Risiko angezeigt zu werden: Der Kriminologe Christian Pfeiffer relativiert den hohen Anteil von Flüchtlingen in der Kriminalstatistik. Die Sprache ist nicht der einzige Grund.“
    .
    Aha, hatte mich auch schon gewundert über die freizügige Benennung durch den Inneren und wußte, da kommt noch ne Erklärung. Von wem wird eigentlich diese Pf…. , nein, der Professor Pfeiffer bezahlt. Weiß das jemand? Sicher doch nicht nur von der Uni Hannover? Na ja, wenn man bedenkt, daß er 1968 mit 24 im besten Alter war…….

    • es ist erstaunlich, dass Pfeifer überhaupt noch zitiert wird.

    • Von wem wird eigentlich Professor Pfeiffer bezahlt?
      Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen in Hannover ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in Trägerschaft eines eingetragenen Vereins. Das KFN wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen einer institutionellen Förderung finanziert.

  102. useful idiot, und bald Druck mal 2
    Deutschland soll den Handelsüberschuss abbauen, sagen Goldman’s Mnuchin und Rothschilds Macron übereinstimmend.
    Das einzig Überraschende: Eine Stimme kommt aus der Trump-Administration, die andere vom „Kandidaten des Juste Milieu“, Zitat Müller Ulrich. Fazit: Alles eine Sauce.

    Den Handelsüberschuss werden sie nie verstehen, weil es dafür auch noch andere Gründe gibt als rein ökonomische. Das deutsche Auto zum Beispiel ist spritsparender, immer noch, als ein amerikanisches und bedeutend schöner als alle französischen (Italiener und Briten können in diesem Punkt mithalten). Die Emotion spielt mit. Mit einem S7 kann ein Quadrifoglio mithalten, aber nicht ein Renault. Wenn LVMH oder KitchenAid in Fernost produzieren lassen, ist das nicht unbedingt unser Problem, nur: Wir sollen zahlen. Wir sind die Melkkuh der Welt, und Merkel macht mit. Dafür bekommt sie gerade wieder einen Preis.

    Die Triggerung der Flüchtlingskrise in Libyen haben genau dieselben Nationen zu verantworten, die uns unseren Handelsüberschuss vorwerfen, dabei kaum Flüchtlinge aufnehmen und auf unterschiedliche Weise in das griechische Debakel verstrickt sind.

    Schäuble hatte recht: Deutschland sei nach 1945 nie wieder souverän gewesen. Useful Idiot der anderen beiden, und Merkel macht mit. Schulz wäre aber keineswegs eine Verbesserung, im Gegenteil.
    Interessanteste Meldung des Tages: Gabriel zieht seinen Besuch bei NGO’s einem Treffen mit Netanyahu vor. Das passt zu der absoluten Passivität der SPD gegenüber illegalem Schleppen oder in Bezug auf die AntiFa.

    Merkel macht alles brav mit, ist jedoch das kleinere Übel.

    • DieExportnation deutschland ist nun mal für alle ein Problem, und ich wäre nicht überrascht, wenn Macron auch so eine Alt „buy french“ machen würde.

  103. Es gibt faszinierend ehrliche Texte über den Islam,
    die in Deutschland keine Zeitung, auch nicht die FAZ, zu publizieren wagte.
    .
    https://www.nzz.ch/feuilleton/moscheen-in-deutschland-orte-der-vorradikalisierung-ld.1288580
    .
    Es ist absolut wünschenswert, die NZZ zu unterstützen (statt, beispielsweise, die leisetreterische FAZ).
    .
    N.B.: Müssen Sie nicht publizieren, gefährden Sie Ihre Arbeit nicht.

  104. OT
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    gebe zu, ich bin kein großer Plauderer und Diskutant.

    Das Schreiben fällt mir furchtbar schwer.

    Schon deswegen, weil ich, obwohl schon 67jährig, dabei bestimmte Stoffe
    präferiere (lieber Gruß an @Otto Moser), inkl. systemischen Cortisongaben und Sprays.

    Gelegentlichen Weltekel (La nausée) und Lebensüberdruß halte ich für eine gesunde, manchmal auch ästhetische Form des Weltbezugs, die keineswegs meinem Alter geschuldet sind.

    Mir sind eher Leute verdächtig die dies brandmarken.

    Zu @ v. Goslar, den Sie hier auffällig und ausgiebig wiederholt haben, ist zu sagen, was ich gesagt habe!

    „Die Völker tun Alles um keine großen Männer zu haben. Der große Mann muß also, um zu existieren, eine Kraft im Angriff haben, die größer ist als die Widerstands-Kraft, welche durch Millionen von Individuen entwickelt wird.“
    F.N.

    Wer Nietzsche auch nur ein bisschen kennt, weiß, dass damit keinesfalls – auch prospektiv, Marx gemeint sein kann.

    Lieber DA! Dass Sie mich möglicherweise auf Grund eines Verdachts oder einer Mutmaßung aus dem „Diskurs“ ausgeschlossen haben, fände ich ungeheuerlich.
    .

    M.f.G. PvK.

    • Ich wüsste nicht, wo ich das getan hätte. bitte um Nachsicht, aber beim besten Willen, ich kann es nicht nachvollziehen.

  105. Stichwort ,,Einfache Sprache"
    … ich saß im Auto, fuhr und knipste das Radio an, entweder waren es die Dlf-Gurkentruppe oder die Heinis von br5. Erst dachte ich für einen Moment: Habe ich jetzt was geraucht? Werde ich jetzt Plemplem? Spricht da jetzt so ein Psychoheini zu mir? Bin ich jetzt wieder im Kindergarten?

    Ich schaute auf die Uhr, um wenigstens eine verlässliche Information zu bekommen. Es war Primetime, und es war der Wochenrückblick in einfacher Sprache. Wenn sich das auch noch festsetzt und Geschwüre entwickelt, erschiess ich mich. Oder trete einer Science Fiction Sekte bei in Erwartung von Außerirdischen gerettet zu werden.

    Das ist wirklich schwer zu ertragen. Ich bin ja eh schon mit den Nerven fertig, aber das brachte mich noch mal so richtig runter.

    Ah ja, Stichwort lebenslanges Lernen, da war ich doch ganz froh, den vor drei Jahren hochgeschätzen Dampfreiniger wieder einmal bedienen zu können. Hat einen Moment gedauert (bin schon etwas älter, sagen wir fast Alt und es gab keine Anleitung), aber ich konnte erfolgreich die Kiste zum Dampfen und Saugen bringen. Gelernt ist gelernt. Nix hier nen Knopf drücken und dann da und Steam-and-Suck geht los. Nein, das war irgendwie raffiniert idiotisch. Muss man erst einmal drauf kommen. So alle drei Jahre diese Kiste an ihre Grenzen zu bringen macht mir einfach Spaß!

    Und erst vor drei Jahren lernte ich Ski-fahren. Gut, sagen wir, ich schieb den Schnee ins Tal. Aber macht Heidenspaß mit der Betonung auf Heide in heiligen Bergen. Und ebenfalls vor drei Jahren machte ich endlich den Motorradführerschein, hocke auf 300kg und bleibt schön hinter den Rennradprofis, die wie die Geisteskranken mit Unsterblichkeit in einem Affenzahn die Kurven nach unten rasen. Die geben dann auch noch Gas.

    Lernen kann man immer etwas, jeden Tag, jede Stunde, in jedem Moment. Dieses moralinsaure Lebenslanges lernen war mir schon immer so etwas von unsympathisch. Diese langweiligen Parolen.

    Was jetzt noch fehlt: wäre so eine flächendeckende Parolenpropaganda auf Häuserwänden etc. ala(h)(hahaaa) ex Zone. Wär das nix?

    Aber dann auch bitte in einfacher Sprache. Mir reichts‘ jetzt nämlich.

    • BR5 würede mich überraschen, aber Deutschlandradio hat ein paar echte asocial justice Berufsopfer, da kann ich mir das vorstellen.

    • Bayerischer Gender- und Frauenfunk BR5
      BR5 ist Frauenfunk pur und wenn man die ganzen pessimistischen Weltuntergangsmeldungen namens „Nachrichten“, das hebephrene Kanzlerinnengejubel mit O-Ton (O-Ton: Oma-Ton von Oma Merkel) und die plötzlich und anlasslos abgeschossenen Triggermeldungen über die deutschen Greueltaten in irgendwelchen Ausrottungskriegen und die daraus resultierende ewigliche Schuld (mittendrin in Berichten über das Paarungsverhalten der Eichhörnchen und der diesjährigen Hopfenernte in der Hallertau. So schnell abgeschossen, dass man nicht rechtzeitig das Radio ausbekommt und deshalb entweder laut „Lalalala“ rufen muss oder das Ganze mit seinen 6 Zylindern und 200 KW übertönen muss, was einem vor allem auf kleineren landwirtschaftlichen Verkehrswegen völlig unberechtigt den Vorwurf des Verkehrsrowdytums einbringt, dabei tut man nur, was jeder Psychiater seinen Patienten rät, wie man sich vor falschen Schuldkomplexen schützen soll) überstanden hat, kommt garantiert noch ein Sonderbericht über weibliche Genitalverstümmelung in Nordost-Swaziland, so detailliert beschrieben und mit Originalinterviews unterlegt, dass einem der Leberkässemmel im Hals stecken bleibt.
      Ich hatte mir mal vorgenommen, die besten Stilblüten der weiblichen Radiospezialisten aufzuschreiben. Weil ich aber ein Gesetzestreuer Autofahrer bin und während des Fahrens nicht schreiben kann, habe ich den Plan wieder aufgegeben.
      Spontan fällt mir ein, dass eine mal gesagt hat, die Spitzen der Windräderflügel bewegten sich mit einer Geschwindigkeit von 70 Metern pro Sekunde und das sei das Zehnfache der Erdbeschleunigung.
      Eine andere hat mal gesagt, SUVs hätten zwar eine Allradantrieb, welches bedeute: „4 angetriebene Räder“, aber gebremst würde wie bei allen anderen Autos auch nur mit Zweien und deswegen hätten sie soviele Unfälle.

    • @Mx
      So schade!
      Sie sollten – statt schreiben – einen Rekorder mitlaufen lassen, und sprachgesteuert aufnehmen.

      Das sind ja schon mal zwei Kracher!
      Vor 40 Jahren hätte ich hingeschrieben, Sie wissen schon, mit Schreibmaschine, unterschreiben, Papier falten, in Umschlag, Adresse drauf, frankieren, einwerfen. Und wahrscheinlich hätte ich eine Antwort erhalten, mit einer Entschuldigung.
      Aber die neuen Zeiten sind anders. Das hat auch mit Schule und Uni zu tun, wo es gesellschaftlich gewollt scheint, den Kids alles durchgehen zu lassen. Und dann lässt offenbar auch der BR jeden Schwachsinn jeder Schwachsinnstante durchgehen. Anstatt mal zur Ordnung zu rufen, und darauf zu bestehen, nur dazu was zu sagen, wo man wirklich was zu weis.

  106. Irrationale Angst vor Systemtransformation
    @The Great Artiste:
    „Ich finde Ansätze, Gesellschaft anders zu organisieren, allein des Gedankenexperiments wegen spannend- nur scheint es deshalb schwierig zu sein, Alternativen zum Kapitalismus durchzuspielen, weil -de facto – die Allermeisten, die hier kommentieren, mehr oder weniger Profiteure des Status quo sind, ich eingeschlossen.
    Gedankenspiele, wie man leben würde, wenn man den Ast durchgesägt hätte, auf dem man sass – sind ziemlich surrealistisch.“
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/04/22/lebenslanges-lernen-als-lebenslange-knechtschaft-7612/#comment-159503

    Wen meinen Sie mit „Profiteure des Status quo“? Wen soll man sich darunter konkret vorstellen.

    Auch wenn es mir finanziell gut geht, sehe ich mich nicht als „Profiteur des Systems Kapitalismus“. Denn mir würde es auch in einem anderen System gutgehen.

    Ich habe eine akademische Qualifikation, die gesellschaftlich nützlich ist.

    Fremdbestimmte Lohnarbeit lehne ich ab. Aber ich bin nicht arbeitsscheu oder faul.

    Im Gegenteil. So wie mir Sport Spaß macht, so habe ich auch Freude an einer sinnvollen Arbeit, vorausgesetzt, das Arbeitsklima ist positiv.

    Den Ast, auf dem sie sitzen, sägen sich doch nur die diejenigen ab, die von der legalen Kriminalität des Kapitalismus profitieren und viel Geld für gesellschaftlich unnütze bzw. antisoziale Tätigkeiten bekommen.

    Wer also nicht faul oder arbeitsscheu ist und über eine Qualifikation verfügt, welche gesellschaftlich nützlich angewendet oder modifiziert werden kann, hat von einer Systemtransformation keine Nachteile zu befürchten, sondern wird mehr Freiheit und Lebensqualität gewinnen.

    • Faul?
      Ihre utilitaristische Betrachtung kann ich nicht ganz teilen – das Ideal einer real sozialistischen Gesellschaft basiert – meistens- auf einer Aufpasser-Kaste, was dann unweigerlich in so etwas wie Venezuela oder China mündet, vielleicht ein kleines bisschen glücklicher in Kuba.

      Ich glaube an den Sinn der Musse, an gewisse Ungerechtigkeiten, und vor allem an individuelle Freiheiten, die ein Leben wie Oscar Wilde, wie unseren Gastgeber, wie mich, wohl auch TDV, ermöglichen – ohne sich dauernd rechtfertigen zu müssen, genug zum Bruttosozialprodukt beigetragen zu haben.

      Der immer gefragte Akademiker – hat ein Soziologe oder ein Altenpfleger mehr Anspruch auf Wohlstand? Wer misst zu wieviel?

      All das ist im westlichen Kapitalismus besser geregelt, durch eine gewisse Schicksalskomponente, an der man aber etwas drehen kann.

      Mir geht es ganz gut, aber wenn ich mich dauernd mit weit Reicheren vergleichen würde, könnte ich auch unglücklich werden.

      Dieses System offen zu erhalten, würde ich für wertvoll halten – und da sehe ich die fatalen Schwächen eines freiheitlichen, nicht von zentralen Aufpassern zugemessenen Systems: Die Starken werden immer stärker, bis die Schwachen sich zusammenballen, und eine grundsätzliche Revision erkämpfen.

      Reale materialistische Dialektik in Progress – dass ist wohl der Status quo, der sehr gerne noch mit „ideologisch-religiösen“ Werten verbrämt wird.

      Diesen auch in gewisser Weise schicksalshaften Ablauf anzusehen, schmerzt – weil man es ja besser wissen könnte, wenn man an die Konzepte funktionierender sozialer Marktwirtschaft denkt (die nur in begrenzten Gesellschaften funktionieren können), aber ich sehe keine alternative Lösung.

      Zwischen „archaisch-religiös-gerechten“ Gesellschaftskonzepten, gescheiterten sozialistischen Utopien, Staatskapitalismen mit den meisten Todesurteilen der Welt, und dem viel gescholtenen Neoliberalismus läuft eine tektonische Plattenverschiebung, die nicht ohne Entladungen ablaufen kann.

      Es macht mich ein bisschen traurig, dass das System Europa sich nicht besser korrigieren kann, aber ich sehe meine Reichweite und bleibe dabei, mich um ein angenehmes Leben im Kreis der Menschen, die mir wichtig sind, zu bemühen.

      Ohne dauernd zu denken, ob ich mein Erbe in diesem oder jenem Elend zu versenken hätte, oder ob ich nur autofahren darf, wenn ich vorher zehn Wochenstunden Deutschunterricht an junge Nordafrikaner erteilt hätte.

      Sozialistischer Utilitarismus kann auch in Terror ausarten, wenn man sich dauernd für alles rechtfertigen muss.

    • Sozialer und antisozialer Liberalismus
      @The Great Artiste:
      „Ihre utilitaristische Betrachtung kann ich nicht ganz teilen – das Ideal einer real sozialistischen Gesellschaft basiert – meistens- auf einer Aufpasser-Kaste, was dann unweigerlich in so etwas wie Venezuela oder China mündet, vielleicht ein kleines bisschen glücklicher in Kuba.“

      Aus meiner Sicht kann ein gesellschaftlicher Konsens nur aufrechterhalten werden, wenn es in der Gesellschaft ein Prinzip der Gegenseitigkeit gibt. Das umfasst sowohl ein Handeln auf Basis des kategorischen Imperativs wie auch ein vernünftig begründetes Gleichgewicht von Geben und Nehmen bzw. Rechten und Pflichten.

      Dieses „Gleichgewicht“ bedeutet nicht Gleichmacherei, sondern im Gegenteil Akzeptanz „vernünftiger Ungleichheit“. Denn soziale Ungleichheit wird es solange geben, solange eine Gesellschaft reale Ungleichheit aufweist. Wie jene Ungleichheit im Wissen und Können. Und dies wird immer so bleiben. Eben weil Menschen unterschiedlich sind.

      Weil es diese Unterschiedlichkeit gibt, kann die soziale Ordnung nur durch Führung und Kontrolle aufrechterhalten werden.

      Die Frage ist, ob diese soziale Ordnung Akzeptanz bei den Bürgern findet. In einer wirklichen Demokratie drücken sich Zustimmung oder Ablehnung der existierenden sozialen Ordnung in Referenden und Volksabstimmungen aus. So wie in der Schweiz.

      Eine echte Demokratie ist die einzige politische Form, welche allgemeine individuelle Freiheit und sozialen Frieden ermöglicht.

      Nur in einer echten Demokratie kann man plutokratische und oligarchische Herrschaft auf ein sozial erträgliches Maß beschränken.

      Mein Eindruck ist, dass die Kritik an den „Aufpassern“ bzw. „Ordnungshütern“ verbunden ist mit einer Präferenz für sozialdarwinistisch-anarchistische Zustände.

      So wie bei den meisten Liberalen die Kritik am Staat letztendlich durch eine Kritik am Rechts- und Sozialstaat motiviert ist. Sie wollen jene Freiheit für sich, auf Kosten der anderen zu leben.

    • Weiterträumen Goslar
      ABER:
      Sozialismus ist Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot, Venezuela = Sklaverei und Mord.

  107. UKW Vollpfosten
    Verehrter Don, recht habens, die sjw stehen auf der GEZ-Lohnliste der Gurkentruppe.

    Immer Freitag 20.04 Uhr
    Nachrichtenleicht – der Wochenrückblick in einfacher Sprache aus der Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion.

    Was soll das? Glauben die ernsthaft, dass die Herrscharen der Bildungsfernen Dlf hören, um sich dann in Kindergartensprache auf den neuesten Nachrichtenstand ausgerechnet vom Dlf versetzen zu lassen? Abends dann um acht wechseln die von Rtl2, proscheisse und TRT dann zum Radio? Sicher.

    Wie bescheuert und bekloppt ist das denn? Sagt aber umso mehr darüber aus, was für Idioten da mittlerweile Platz genommen haben. Interessante Mediaanalyse. Trägt sicher zur Reichweitensteigerung bei bzw. Erschließung neuer Hörerschaften.

    Allein dafür würde es bei mir reichen, den Intendanten und die halbe Mannschaft zu entlassen.

    Ich glaube ja, die haben sich Ihre Spatzenhirne mit ihren Handys verstrahlt und werden demnächst einen auf berufsunfähig machen:
    http://www.tagesspiegel.de/wissen/urteil-in-italien-tumor-durch-handystrahlung-gilt-als-berufskrankheit/19699594.html

    …oder gestern Nachmittag, Dlf Interview mit Kollegin zum inteckonti Frauenkaffeekränzchen (Würg Podiumsdiskussion). Einfach gesprochen beklagte Sie sich im Grunde darüber, dass dort keine weißen Männer kopfunter gekreuzigt wurden bzw. Wie soll das werden, wenn jetzt auch noch stinkreiche und dann auch noch sehr hübsche (Betonung auf stark geschminkt) Mädels den schwachsinnigen Feminismus für sich beanspruchen. Ist klar, die Veranstaltung war bäh.

    Was mir fehlte, war noch so eine lamakaddorarschige islamexpertinnensicht auf diese überflüssige PR-Veranstaltung und ein Jammern darüber, dass keine. Kopftuch zugegen war.

  108. nzz.at
    wird eingestellt – Schade

    • M.e. wäre das ideale Zielgebiet München und Oberbayern.

    • Die Presse und der Standard sind nicht so schlecht -- und der ORF am Sonntag zur F-Wahl war gut
      Es gab sogar eine orntliche Diskussion noch abends.

      Allemagne – zero points in dieser Disziplin – die Herrschaften von Phoenix usw. weilten im Osterurlaub. Es ist unfasslich.

    • @Kief - ORF
      Naja, eine etwas Durcheinanderdiskussion. Normalerweise finde ich den ORF ziemlich okay, aber im Zusammenhang mit den Wahlen in Frankreich konnte man den Eindruck gewinnen, dass Macron ‚angesagt‘ war. Und das ist auch vorstellbar, denn die Panik war schon gross, dass zwei EU-Skeptiker weiterkommen würden. Das gab es im Einwickler hier genauso.

      Gut war auch der Figaro-Live, von 20:00 bis Mitternacht.

      Die Allianz der Herrschenden in Europa, zwar informell, ist ganz deutlich sichtbar; mit Unterstützung der grossen Mehrheit des Mainstreamjournalismus. Da ist im Moment beim besten Willen nicht gegen anzukommen. Glücklicherweise sehe ich nicht ganz so schwarz auf lange Zeit. Das ist derzeit einfach Rundum-Panik; und leider gelingt es den Herrschenden in Zusammenarbeit mit den MSM diese Panik bei der Bevölkerung ebenso zu evozieren.

      „Blut, Schweiss und Tränen“, wenn es gelingt, diese Stimmung für einige Jahre aufrecht zu erhalten, wird mit diesem Schwung die Fiskalunion geschaffen; und dann ist alles wieder im Lot.

    • NZZ ...
      … war immer deutlich besser als der östliche Abklatsch.
      Ein Herr Jandl hat dort gestern wortreich begründet warum die Ösis keine guten Kunden sind, die für medienqualität zahlen wollen.

      Auch eine Rache des Sozialismus (fast aller ö Parlamentsparteien):
      Der Ösi wird vom Staat nackert ausgezogen (wenn er sich denn erfrechen sollte, produktiv zu arbeiten). Im Gegenzug wird er mit Medienmüll überkippt (vom Rotfunk bis Heute, Ö, und wie sie alle heißen).

      PS:
      Don, am Versuchsballon in DE wird getüftelt.
      Falls sie das in Berlin ansiedeln muss es nicht besser laufen als Wien…

  109. @ Herr Dippel wg. Fiskalunion - das glaube ich nicht, aber Ihr Optimismus freut mich!
    Meine Lieblingsfrage, dieser Tage möchte ich auch Ihnen stellen- erinnern Sie sich, dass in der France 2 Diskussion die aktuellen Zahlen der Fremden angesprochen worden wären, die 2016 nach Frankreich kamen?

    Im ORF hat wieder keiner davon gesprochen.
    In der FAZ stehen diese Zahlen nicht, sie tauchen nicht einmal bei der AfD auf – es ist gespenstisch!

    Dabei sind sie so einfach: Zuzüger Frankreich 2016: 35 000
    Zuzüger Deutschland 2016: 300 000

    Normalerweise müsste das ja ein Erdbeben geben – aber nix. Einfach gespenstische Ruhe.

    Und dann komm‘ ich doch nochmal auf Phönix zurück: Dass nicht einmal Phönix sich zu einer Expertenrunde aufgerafft hat – unglaublich.
    Öffentlicher Dienst = Kundenverachtung. – Und zugleich offenbar null journalistischer Ehrgeiz oder drive oder auch nur nackter Geltungssinn: Nix, niente, nada: Pure, gut herausgeütterte Bräsigkeit mal Familiensinn, offen hergezeigte Faulheit und Muckertum.
    Dumm ist: Die Phönix-Faulpelze sägen nicht nur an dem Ast, auf dem sie sitzen, sie sägen an dem Ast, auf dem wir alle sitzen: Denn sie sind Teil der dritten Gewalt. Und auch noch von staatswegen abgesichert…
    In Wirklichkeit ähneln sie in solchen Fällen einem nicht näher definierten Versorgungswerk.
    Der Sender ist sozusagen akzidentiell.

    • @Kief - wg. Fiskalunion und Gänsefüsschen
      Was bei Ihnen alles als ‚Optimismus‘ durchgeht … !?

      Positiv wäre das nur für die Zweier-Bande JunckerMerkel. Und ziemlich okay für die Mittelmeeranrainer. Wobei sogar in der VR China der Viererbande irgendwann der Prozess gemacht wurde, wären die beiden von weiter oben eventuell zukünftige Staatsleute des 21. Jahrhunderts.
      Denn mit der Fiskalunion fallen ganz viele Probleme der EU einfach weg. Eigentlich alle, bis auf die Aussengrenzen. Am meisten leiden werden die Deutschen, die pro Einzahler schlappe 50000 € quitt machen müssen. Das können die aber stemmen, denken Sie an den Wiederaufbau nach 1945. In 20130, 2035, spätestens in 2040 würde diese Talsohle durchschritten sein. Ab dann könnte das Einkommensniveau wieder steigen, auf etwa das, was den europäischen Durchschnitt dann ausmacht.
      So ähnlich wie in der Fiskalunion Deutschland, wo ja auch der generelle Lebensstandard in NRW, Berlin und Bayern grundsätzlich ähnlich ist. Derzeit drücken eben mal die Bayern ab, in Zukunft dann ziemlich alle Deutschen, for eternity, ohne sich zu beklagen. Dafür sind sie dann endgültig wiederaufgenommen als Unterteil der menschlichen Rasse.

      Beschweren? Hahaha! Wo ist der Volkszorn auf die Nachricht, dass zukünftig Taliban-Kämpfer, die sich als ‚ex‘ bezeichnen, in Deutschland als Asylberechtigte aufgenommen werden ‚könnten‘?

      Leider nein, weder am Donnerstag Abend (France 2) noch am Sonntag Abend (Figaro Live) erinnere ich einer Zahl von Aufgenommenen. Kann aber dennoch nicht ausschliessen dass es erwähnt wurde.

  110. Titel eingeben
    Lieber Don und ihr herzigen Kommentatoren, obendarauf der liebe Herr Orto Moser, seit Tagen unterwegs, beruflich, zunächst Hannavormesse, dann Besuche bei Bekannten und Geschäftsfreunden, habe ich Ihren neuen Artikel erst jetzt gelesen. In Hannover, wo mich mir einen Tag frei genommen hab, so zum Schlendern durch die Stadt, bin ich bei einem Herrenaussstatter vorbeigekommen, am Schaufenster bei den Trachtenmoden, habe ich einen sehr interresanten Papillion gesehen, einen Flieger, auf seidenem Stoff, darauf weit ausreichende Fasanenfeder mit nach oben gekurlten Enden a la moustasche Atatürk oder Kaiser W. II. İch möchte meinen dass, das Sehen von dieser Umgang mit traditioneller Mode auf eine experimentalle Art, war ein Lernen an sich. Das Lernen von dem Existenz von dieser Art von Kreativität, war meinerseits überhaupt nicht geplant, es kam einfach so vorbei. D.h das Erlernen von manchen Dingen ist lediglich die Wahrnehmung ihrer Existenz. Es kommt unerzwungen daher.
    Wo das Lernen richtig Weh tun kann, ist wo der jenige, der lernt, wie man ein Referandum, Wahlergebnisse, zu fälschen und zu manipulieren hat, ein ganzes Land ökonomisch gefährdet, sich darum gar nicht kümmert ob da ein Hungersnot eintreten kann oder nicht, da ein saudischer Grossmufti, ein Fetwa veröffentlicht und sagt hat, im Hungersnott können Männer ihre Ehefrauen essen. Begründung, laut Kuran Ehefrauen sind Eigentum ihrer Männer. Dies ist eine weitere Diversifikation der Unterdrückung und Benachteilung der Frauen auf der Gewalt gegen die Frauen Fächer und Sortiment des Islams… !!! Es ist die Rechtfertigung von Cannibalismus gegen die Frauen !!! Ich kann euch nicht genug warnen vom Kernübel des Islams.
    Auf der anderen Seite ist das Lernen vom Neuem, meistens ein Refugium von all dem weltlich, menschlicherseits Unertäglichem …

  111. Was der Tag heute bringt....
    die Kanzlerin, die Kanzlerin, die Kanzlerin,…….. so ihr Oberrottweiler aus dem Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen im Moma. Mein Gott, es ist zum Erschrecken. Die Kanzlerin als Oberexekutant*In der EU in Sachen Brexit lässt schon mal die Folterwerkzeuge vorzeigen. Man kann nur hoffen, daß die Briten uns Deutschen das nicht persönlich nehmen.
    .
    Andere Sache. Oben schrieb ein Forist über Reeducation. Gestern, hier im Main-Carrier, konnte ich mich im Zusammenhang mit HvA und AfD-Parteitag nicht des Eindrucks erwehren, daß an der Ruderpinne gezupft wird.

  112. Hässliche Deutsche
    @Renate Simon:
    „Gestern der Gipfel zeigte mal wieder sehr schön, was Frauen aus sich machen können oder eben auch nicht. Die früher in der Presse hochgelobte fehlende Eitelkeit von ulF zeigt eigentlich nur, wie es auch in deutschen Landen mehr oder weniger aussieht – wenig Chic, noch weniger Charme und Lächeln, aber viele breite Hintern.“
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/04/22/lebenslanges-lernen-als-lebenslange-knechtschaft-7612/#comment-159755

    Das deutsche „Fräulein-Wunder“ währte nur kurze Zeit, so von Mitte der 60-er bis Mitte 70-er. Die jüngeren Mitleser wissen wahrscheinlich gar nicht, worum es sich handelt.

    Das heutige Deutschland ist auch ästhetisch eine Zumutung. Man muss sich nur die Menschen als der „Working Class“ anschauen, auf Bahnhöfen, Flugterminals etc.. Depressive und hässliche Nutzmenschen, auch – und gerade – die Frauen.

    Früher gab es noch hübsche Lehrerinnen. Heute gibt es wesentlich mehr Professorinnen, aber die meisten sind hässlich. Zu meiner Studienzeit gab es noch intelligente Studentinnen, die schön waren.

    Heute wollen die hübscheren Mädchen möglichst wenig Lernen und viel Geld verdienen. Model, Spielerfrau oder Moderatorin sind die Wunschkarrieren. Die meisten der schöneren Frauen sind ungebildet und psychopathisch.

    Ein neues Frauenideal ist mit dem Privatfernsehen entstanden: hübsch und hirnlos. So wie nackten Frauen in der BILD-Zeitung, die dann in den Bauwagen etc. angepinnt waren. Oder die barbusigen bei „tutti frutti“ – Kohl sei Dank!

    Ich frage mich, wie die Menschen sich in so einem kurzen Zeitraum von einem halben Jahrhundert in der körperlichen Konstitution so verändern konnten? Woher kommen die großen Hände und die großen Füße. Das erinnert an die Akromegalie bei hormonellen Wachstumsstörungen.

    Oder diese Tendenz zum Piercing. Vor einiger Zeit habe ich mir Bilder auf der Website einer Mitforistin angesehen. Wir kann man sich nur Schlüsselringe durch die Mamillen ziehen lassen?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein psychisch gesunder Mann dies als anziehend erlebt. Wer lutscht gern am Schlüsselring?

    Frau Simon, wie erklären Sie sich diese Entwicklung?

    • Wie soll ich das erklären können?
      Ich versteh’s ja auch nicht, da wird jede Körperstelle tätowiert, gepierct oder sonstwie verunstaltet, keine Ahnung, warum sich Menschen so etwas antun.

      Dass Hände und Füße größer geraten, als zu meiner Zeit, ist mir noch gar nicht aufgefallen. Ich habe sehr kleine Hände, was meinem Mann außerordentlich gefiel, und achte nur bei Männern auf die Hände. Bei weichen Männerhänden, die ganz offensichtlich noch nie gearbeitet haben, wird mir übel.

      Unsereiner hat spätestens in der Lehre 1960 angefangen, sich aufzuhübschen mittels Kleidung, Frisur und etwas Make up, das in den 70ern gern üppiger ausfallen durfte. Da wurden dann auch künstliche Wimpern gebraucht, manch junge Frau lief zwar mit 6Farben-Offsetdruck im Gesicht rum, aber immer alle mit dem Hintergedanken, gefallen zu wollen.

      Heute ist es nur noch ein Graus, aus dem Leim geratene Figuren, die Klamotten, Turnschuhe, dazu die Mimik, Unzufriedenheit und ewiges Leid verkündend.
      Ich weiß nicht, wohin die Lebensfreude entschwunden ist. Und auch bei der von Ihnen erwähnten Mitforistin sehe ich keine, nirgendwo, auf keinem Foto.

      Ich konnte sie mir bewahren, deshalb sprach mich meine Nachbarin mitsamt der 18jährigen Tochter an, ich sei so anders, jünger und freundlicher als die anderen Alten.

      Es herrscht überall die gleiche mürrische Unzufriedenheit, es kotzt mich an. Vielleicht sind die Piercings und Tattoos bei den Jüngeren Ausdruck einer Lebensart, die zwar offensichtlich wenig mit Freude am Leben, sondern nur mit Andersseinwollen um jeden Preis zu tun hat.

      .
      Die Gemeindeschwester hier vor Ort sagte mir 2004 vor dem Schaufenster meines kleinen Schmuckladens, das sie nach eigener Aussage sehr gern abends öfter anschaute, wenn die Frauen etwas mehr aus sich machen würden, würde manche Ehe wohl länger halten. Dabei ging gerade eine junge Frau fett und breitärschig in Leggings und sehr kurzem, engen Shirt den Kinderwagen schiebend an uns vorbei.

    • Theorie
      Meine einfache Theorie:

      – In der Nachkriegszeit gab es mehr Jüngere.
      – Ohne Überfütterung schauen alle besser aus.

      Das kann den relativen Wettbewerbsvorteil von Afrika bis Frankreich erklären.

  113. Nur ein Ansatz
    Was die Franzosen zum Friseur, zu l’Oréal und zu Chanel&Co tragen, tragen wir, zu Benz, BMW (Mini), Audi und VW. In Paris fahren viele nicht Auto. Da muss man mehr auf sein Äußeres achten. Wir achten beim Auto auf das Äußere.

    Übrigens finde ich, dass Merkel gut genug aussieht und einen Stil hat, der einem nicht gefallen muss. Auch im Kleidchen hätte sie die Pforten aufgerissen bzw. nicht geschlossen. Das spielt keine Rolle.

  114. Täuschung, ganz schmale Schicht.
    Die, die’s geschafft haben in der République Francaise, eine winzige Minorität, isst auch gut: Fleisch aus dem eigenen Land, Bresse-Huhn, Canard, Brot nur als Beilage, wenig Butter, morgens kein Frühstück, kaum Schweinefleisch, kein Kaffee und Kuchen am Nachmittag, wenn, dann dünne Tarte oder Millefeuille als Dessert. Das ist eine schmale Schicht. Der ouvrier sieht auch nicht anders aus als hier. Und der isst schon gern mal tripes (Eingeweide) und boudin (Blutwurst).

    Hier noch ein Musterbeispiel. Gab ihr Start-up auf für den Saftlocker (nicht nett, aber realistisch):
    https://www.google.de/search?q=axelle+tessandier&client=firefox-b&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjoucvPvcTTAhWCxRQKHRLwCCUQ_AUIDCgD&biw=1435&bih=653&dpr=0.9

    Axelle Tessandier. Auch nicht übel: Typhane Auzière, Schwiegertochter.

    Hollywood in der Politik, das gab’s dort schon zu Zeiten der Pompadour und Dubarry.
    Wir machten einst Urlaub im Juli (aua) in einem mittleren unrenovierten und daher günstigen Club Med in Spanien, wo die ouvriers verkehrten. Es ging etwas laut und roh zu, so dass wir in den Club nach Marbella wechselten. Dort verkehrten ganz andere Leute, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Erstere können Barrikaden auf Straßen aufbauen, Letztere kennen sich mit Champagne-Sorten aus. Letztere machen sich lustig über den Arbeiter im gerippten Unterhemd, der in Paris Ricard trinkt, statt ausschließlich an der Côte d’Azur, wie sich das gehört.

  115. Das Dirndl-Partying zu Volksfesten ist doch ein deutliches Statement. Finden Sie nicht?
    Mutprobe wäre allerdings, im Designerdirndl in Ihrer dummen Kleinstadt ins Cafe oder auf einen 50. Geburtstag mit lauter Grüninnen zu gehen. Ich werde berichten.
    40. Geburtstag hab ich schon hinter mir. Den Männern hat´s so gefallen, dass die Weibspersonen mit mir jetzt ein PRoblem haben – tja, Unisex ist halt ästetisch arm, Dirndl ist sexy.

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