Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Nirgendwo erfriert man mondäner als in Cortina

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Ein Gipfel gehört dir erst wenn du wieder unten bist.Denn vorher gehörst du ihm.
Hans Kammerlander

Die Haut duftet nach ätherischen Ölen, die Bademäntel sind kuschelig weich und blütenweiss, der ganze Körper ist durch die Massage entspannt. Alle Bäder sind in vollen Zügen genossen, während durch das Panoramafenster die schneebedeckten Spitzen der Sextner Dolomiten herein funkeln. Draussen ist es bitterkalt, in der Nach hat es geschneit und tagsüber gab es schwere Regenschauer, aber hier unten, in der Wellnesszone des Sport Hotels von Innichen, merkt das junge Paar nichts davon. So vergehen die Stunden mit Reinigung und Erholung des Körpers, und sie nimmt dann noch ein Glas Wasser und er einen Rotwein, bevor sie in mit dem Aufzug hinauf zu ihrer warmen, geräumigen Suite fahren. Alles wird hier getan, damit die Gäste entspannt und wie neugeboren in einer watteweichen Wolke von Wohlgerüchen und Wärme dem Alltag entgehen. Sie steigen also in den Aufzug, betrachten sich im Spiegel – gut, jung und schön sehen sie aus – und drücken auf dem Knopf zum ersten Stock. Aber dann hält der Aufzug im Erdgeschoss, die Tür geht auf, und dort steht breitbeinig das hier:

1,81 Meter gross, normalerweise 87 Kilo Trockengewicht schwer, aber es ist nass von Regen und Schweiss. Es kommt von draußen, aus dem frühen Winter in dem Dolomiten, und von ganz oben aus dem Eis, wo die Wolken nicht warm, sondern glitschig und dunkelgrau sind. Was da vor den sauberen Menschen in ihren Bademänteln steht, ist eiskalt, es tröpfelt und trägt ein höchst geschmackloses, grün-pinkes Trikot mit ausgestopften Taschen, in denen noch Müll und fettklebrige Werkzeuge stecken. Die muskulösen Beine füllen eine Kniebundhose in der Farbe Schlammbraun aus, und wenn man nach unten schaut, erkennt man, dass die ehemals gemusterten Kniestrumpfe ebenfalls monoton schlammbraun wie jene Sturzbäche in den Bergen sind, die sie durchwaten mussten.

Um die abgetretenen und von Stürzen abgeschabten Schuhe bilden sich kleine, schlammbraune Pfützen auf den edlen Schieferplatten. Es riecht seltsam, ein paar Dreckspitzer sind auch noch in den Augenbrauen, und dann sagt es ins doch leicht verstörte Gesicht der Frau im Bademantel hinein: “Entschuldigen Sie bitte meine Erscheinung, ich bin leider nicht ganz gesellschaftsfähig, denn ich komme gerade mit dem Rad aus Cortina.” Dann betritt es den Aufzug. Im ersten Stuck huscht die Frau an dem schlammbraun-grün-pinken Schmutzberg vorbei, und der Berg und ihr Mann grinsen sich an. Vielleicht wäre der Mann ja auch lieber draußen gewesen, und hätte mit mir den Passo Tre Croci genommen. Denn der kalte, aber immer noch mobile Schmutzberg, das bin ich. Und dass ich hier ankommen und Wellnessfreunde verschrecken würde, habe ich zwischenzeitlich auch nicht mehr erwartet.

Denn gut zehn Kilometer vor Cortina d’Ampezzo stand ich an genau dieser Stelle, und schaute auf die Wolken unter mir. Die Wolken über mir schütteten weiter eiskalten Regen auf mich, und das Wasser war längst durch die Regenjacke und beide, übereinander getragenen Trikots auf die Haut geflossen. Eigentlich war ich gerade wegen des angesagten schlechten Wetters nach Innichen gefahren: Normalerweise nämlich fahren mir die Italiener bei der L’Eroica immer blitzschnell davon, während ich die Berge hinauf krieche. Aber hier, bei der Eroica Dolomiti, sollte es kalt sein, zwischen 0 und 10 Grad, und da rechnete ich nichtsowirklicharischaussehender Nichtganzrecke dank meiner Abhärtung gute Chancen aus, den ein oder anderen durch die Kälte erstarrten Italiener niederzuringen. Das war ein guter Plan, aber an dieser Stelle schon komplett gescheitert.

Denn an dieser Stelle hatten mich schon lange vier Nachzügler trotz der Kälte in kurzen Hosen munter plaudernd überholt, und alle anderen waren schon weg, als ich wegen eines technischen Defekts zu spät an den Start rollte. Ich eilte ihnen natürlich hinterher, immer den Pfeilen nach. Erst den Pfeilen nach, die nach Cortina wiesen, und dann gegen die Pfeile, die zurück nach Innichen zeigten, in der Annahme, dass gegen den Rückweg der Hinweg verlaufen müsste. Irgendwann stand ich an einem mörderischen Anstieg, und mir wurden zwei Umstände bewusst: 1. Ich habe mich verfahren. 2. Es wäre für die Jagd auf Italiener sinnvoll gewesen, sich vorher einmal die Karte anzuschauen. Aber es ist, wie es ist, sagte meine Grossmutter immer und nasser konnte ich da auch schon nicht mehr werden. Dachte ich. Bevor ich umdrehte und merkte, dass ich nun mit eiskaltem Ostwind aus der sibirischen Steppe zurück fahren musste.

Ich fand im Nebel zwar keinen Richtungspfeil, aber immerhin einen Einschnitt im Gebirge bei Toblach und darin ein Haus und davor eine alte Frau, die Zeitung las. Ich wusste, dass irgendwo Cortina auf meinem Weg lag, und fragte sie:

Grüss Gott. Wo geht es hier nach Cortina.
Wohin?
Cortina.
Aber das ist 35 Kilometer entfernt!
Ja, genau, da muss ich hin.
Mit diesem Rad? Sie deutete auf mein graziles 1972er RuFa Sport, das nicht ganz so aussieht, als wäre es den Belastungen eines Unwettertages in den Bergen gewachsen.

Mit diesem Rad.
Bei dem Wetter?
Bei dem Wetter, es ist halt so.
Also, sagte sie, da fahren Sie hier den Berg hoch und dann den Berg wieder hinunter, und dann kommen Sie auf den Radweg. Aber da kann man bei diesem Wetter nicht fahren! Da hat es oben Schnee, da erfrieren Sie!

Ich bedankte mich, fuhr los und musste dann 20 Kilometer lang erkennen, dass die alte Frau vielleicht ein wenig mehr Ahnung als ich hatte – wie gesagt, Grossmütter haben immer recht – so wie auch die vier nachzügelnden Italiener mehr Kraft in den Beinen hatten, als sie mich überholten und spielend leicht zurück ließen. Von da an war ich allein. In einer Gegend, die bei Sonnenschein sicher zu den schönsten Orten der Welt zählt. Sogar im Regen ist es noch schön.

Und ab einem gewissen Punkt ist man so dreckig, dass jeder neue Dreck am alten Dreck nicht mehr haftet und wieder hinunter fällt, solange man nicht durch besser klebende Kuhfladen fährt. Hin und wieder kam ich an weggespülten Brücken vorbei und kletterte durch Geröllfelder, ab und zu sah ich eine Kuh im Nebel. Und irgendwann war ich auch oben auf dem Passo Cimabanche – dem ersten und niedrigsten von drei Pässen. Von da aus rollte ich noch ein paar Meter in den Wolken weiter, um wenigstens Cortina gesehen zu haben. Bis eben zu jenem Punkt über der Schlucht, wo die Wolken unter mir lagen, und noch weiter unten lag meine Motivation. Unter mir waren also Wolken und Wildbäche und eine schwierige Abfahrt, hinter mir in 200 Meter Entfernung ein Lokal. Und ich sagte zu mir:

Ich werde heute keinen Italiener mehr fangen. Es ist kalt. Ich bekomme gerade eine Lungenentzündung. Da hinten gibt es Tee, Kuchen und Wärme, und in Innichen im Sport Hotel liegt mein weisser, flauschiger Bademantel auf dem Bett. Ich muss nur umdrehen, Kuchen essen, abfahren und dann stundenlang im Warmbad liegen. Was ich erlebt habe, reicht leicht aus, um meinen Lesern zu erklären, warum man auch mal aufgeben können muss. Gesundheit, das ist die Lektion, ist das Wichtigste! Ich war bei der L’Eroica schon oft am Aufgeben, jetzt wäre es mal an der Zeit, es zu tun. Dann hörte ich von hinten ein Rauschen, und um die Kurve schoss ein Pulk Radler auf Carbonrädern.

Eeeeeh, Eroici!, rief mir einer zu und winkte. Ich winkte zurück, und dann kam noch ein Pulk und noch ein Pulk, und ich aber gab auf und drehte um und fuhr heim. Also, ich mein, ich habe mir wirklich vorgenommen, das zu tun. Echt. Aber tatsächlich schaffte ich die Kurve nicht ganz, und die Schwerkraft zog mich hinunter. Von hinten kam noch ein Pulk, ich hängte mich dran und krachte mit ins Tal. Du bist von Eroica, fragten die anderen, ich sagte ja, und sie sagten anerkennend Eeeeeh in die eisige Bergluft, und so brannten wir hinein nach Cortina.

Wo, unglaublich, die Sonne schien. Sie schien auf Touristen und auf Radler auf Carbonräder und auf den Allerletzten der Eroici, aber sie schien nicht auf Wegweiser, die ich finden sollte. Immerhin fand ich eine Karte, die mir endlich erklärte, dass ich auf den Passo Tre Croci und danach auf den Passo San Angelo musste, um wieder nach Hause zu kommen. Was ich nicht fand, waren die Pfeile zu diesen Pässen, weshalb ich zweimal die scharfen Rampen im Ort hinauf und hinunter fuhr, bis ich die richtige Abzweigung fand. Dann setzte ich mich erst eine Weile auf die Bank in die Sonne.

Denn ist man erst mal Letzter, überholt einen keiner mehr, und man hat alle Zeit der Welt. Ausserdem ist Cortina wirklich schön in seinem halben Dornröschenschlaf, manche Wolken erstrahlten golden und andere funkelten wie bizarrer Silberschmuck an den Hängen des Monte Cristallo. Ist man erst mal Cortina, muss man ohnehin zu diesen hübschen Wolken, denn es führt kein flacher Weg zurück, und wenn man am Passo Tre Croci an so einem Frühwintertag erfriert, steht in der Biographie: gestorben am Passo Tre Croci, Cortina d’Ampezzo.

Das klingt wahnsinnig mondän, nach Louis Trenker und einem Schurken aus einem Bond-Film, viel besser als „in der Therme von Bad Gögging auf der Seife ausgerutscht und noch 5 Jahre mit Schädelbruch im Koma gelebt“, also fuhr ich weiter, und siehe: In der klaren, sonnigen Bergluft fühlte es sich gar nicht so kalt an, wie es wirklich war. Es war eine Schinderei in schöner Landschaft, das kann ich berichten, und außerdem ist man irgendwann oben, wenn man überlebt, und das ist ein gutes Gefühl. Noch besser ist es, auf 1809 Meter die Bremsen los zu lassen und nach unten zu schiessen.

1750 Höhenmeter, 1700. 1650, 1600, 1550, und dann fällt einem ein, dass eigentlich schon nach 150 Höhenmetern eine Abzweigung hätte sein sollen, und war da bei Tempo 80 in den Augenwinkeln nicht ein Pfeil? Es geht hier doch gar nicht mehr nach Misurina.

Das sind so die Momente, in denen es gut ist, wenn man den Moment der totalen Verzweiflung schon oberhalb von Cortina hatte. Umdrehen, hochkriechen, weiter, immer weiter. Mit pfeifenden Lungen kroch ich am Lungensanatorium vorbei, über dem sich die Drei Zinnen erheben, und sagte mir: Schau, immerhin kriechst Du noch japsend, die Kinder da drinnen japsen nur noch in den Betten. Es geht Dir nicht gut, Du bekommst mindestens eine Grippe, aber in den Bergen um dich herum sind Abertausende sinnlos im Ersten Weltkrieg gestorben.

Manche liegen immer noch unter dem Geröll, ihre Lieben haben nie erfahren, was ihnen geschehen ist, aber du bist einer der privilegiertesten Menschen der Welt: Niemand schiesst auf dich, keine Armee setzt gegen dich Giftgas ein, nur ein paar Grüne, Rote, Schwarze, Blaue, Minister, Staatssekretäre, Bild- und NDR-Journalisten und Ex-Stasi-IMs hinter den Bergen hassen dich, du hast immer die Wahl. Du hättest auch im Wellnessbereich liegen können. Du wolltest aber das hier. Also hör auf zu jammern und quäl dich, du faule, verweichlichte, übergewichtige Sau. Da vorne ist der letzte Pass.

Und von da aus ging es 20 Kilometer nur hinunter nach Toblach. Der Salzgehalt sorgte dafür, dass die Tränen, die der Fahrtwind aus den Augen presst, nicht am Gesicht festfroren. Die Sonne verschwand hinter den Bergen, König Laurins Rosengarten flammte rot im Abendlicht, aber nichts, nichts konnte einen jetzt noch aufhalten. Die Schwerkraft tat ihr Werk. Und siehe: Es war gut. Es war sehr gut. Es war phantastisch. Es war absoluter Wahnsinn, das alles geschafft zu haben, am Leben zu sein und vielleicht der Letzte zu sein, der den Berg hinunter donnernd, Kurven schneidend, alle Vorsicht aufgebend am Ziel ankommt. Aber auch jener Letzte, der nicht aufgegeben hat und sich durchkämpfte, und nicht wie andere in Cortina den Bus zurück nahm.

Du könntest runter in den Wellnessbereich, es ist noch genug Zeit zum Heldendinner, sagte der Veranstalter im Hotel, als ich endlich ankam. Ich drückte auf den Knopf am Aufzug, stellte mich breitbeinig und tröpfelnd und dreckig und glücklich und stolz hin, und sagte: Besser nicht, was sollen denn die Leute da unten von mir denken. Und dann ging die Tür auf und da standen sie in ihren flauschigen Bademänteln, mit Wasser und Rotwein in der Hand und starrten mich an.

Es gibt zwei Arten von Menschen auf dieser Welt. Die einen wollen Wellness, und die anderen wollen lieber nach 40 Kilometer im Regen am Passo Tre Croci erfrieren, und dort neben der Strecke begraben werden. Sie wollten Wellness.

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530 Lesermeinungen

  1. Andere werden aus Erfahrung ja klug
    aber Sie lieber Don, anscheinend nicht. Hatten Sie nicht schon im Frühjahr versäumt, sich vorher die Streckenkarte anzusehen?

    Wie auch immer, bei mir herrscht grad große Freude über diesen wunderbaren und schön bebilderten Bericht des Scheiterns, sich wieder Aufrappelns und heil, aber dreckerten Ankommens.

    • Doch. Aber ich kam erst spät in Innichen an und am Morgen muste ich noch ein Kettenblatt wechseln.

    • Hach, ein moderner Carlos Castaneda!
      Ich hätte Sie (nach dem Bad) eigenhändig bekocht und Ihnen eine heisse Zitrone mit Salbei und Thymian und Honig zur guten Nacht kredenzt, nachdem ich vorher dem Personal vorgeschlagen hätte, eine Wärmflaschn in Ihr Bett bereitzulegen.

    • Kluheit und Klugheit
      “ Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiß nicht.“Dieser Maxime unseres herrlichen
      Musikmannes Beethoven ist der Don offensichtlich gefolgt.
      Ich habe das Essay aus den Bergen meiner Frau zum Frühstück
      vorgelesen und uns beiden liefen die Tränen herunter, denn wir kennen
      das. Rührung?, Begeisterung? Beides, und Identifikation dazu.
      Die Unerbittlichkeit und das fast Unterliegen, das nicht aufgeben im Kampf
      mit Sauwetter, Höhenmetern und dem Gedanken an warmen Komfort,
      getrieben bis zum Äußersten, muß man selber und freiwillig erlebt haben,
      um den Artikel auszudrucken und dieses quicklebendige Dokument
      seinem Johann Gottfried Seume beizufügen.
      Frauen, und seien es auch ganz tolle…..ehrlich……wie Sie, erschließt
      sich die höhere Klugheit einer solchen, gern als „Verbissenheit“
      verschrienen Haltung, oft nicht so leicht.
      Herzliche Grüsse an Sie, verehrte Frau Renate
      und dem Don ein Servus! aus den Rheinauen.

    • Werter Rudi, mir haben sich Freude und Dilemma des Don
      auf seinem verschlungenen Wege sehr gut erschlossen, neige ich doch auch in manchen Bereichen zur Verbissenheit, auch schon reineweg aus Sturheit.
      Das werden wir ja sehen, ob das nicht zu schaffen ist, denn ich meine doch und dank meiner Sturheit habe ich jeden bildlich gesprochenen Berg überwunden. Der erste Erfolg ist ausreichend Ansporn, auch den nächsten Berg zu überwinden und den übernächsten, nur so funktioniert Leben und Arbeit, zumindest wie ich es sah. Nun war meine Sicht der Dinge eher männlich geprägt, allein aufgrund väterlicher Prägung.

      Mich hat der Text vom Don jedenfalls sehr glücklich gemacht, wobei ich mir beim Zubettgehen sagte, du wärst nach dem versäumten Abzweig wenn auch fluchend wie ein Droschkenkutscher ebenfalls umgekehrt, und so gickelte ich fröhlich vor mich hin und nach dem Aufwachen fröhlich weiter.

    • Don und Castaneda?
      Der zweite Ring der Kraft? Um den Bauch?

  2. Herrlicher Artikel, werter Don ...
    … macht Lust auf ähnlichen Übermut und Verzweiflung im Kampf ums Erleben!

    • Die Sache hier ist halt, dass es ein Club Ride ist, d.h. man muss Mitglied im angeschlossenen, gemeinnützigen Verein sein.

  3. Lieber Don,
    ich hätte gerne einen dritten Weg: Es zu versuchen, möglicherweise scheitern und es wieder versuchen (ohne im Regen zu erfrieren).

    • Am Scheitern zu sein und es dann doch zzu schaffen macht eigentlich am meisten Spass – wie der Phönix aus der Asche der Verzweiflung.

    • Frauen können mit solchen Entdecker-Erstbegehungs-Touren ....
      ….. bei denen Mann nicht so genau weiss wo er und sie gerade ist, wos denn auf jedem Meter lang geht
      -und Mann sich ob seines „ich frag doch nicht dauernd nach dem Weg-Stolzes“ natürlich mehrfach verfährt oder verläuft- bis irgendwann Dunkelheit, Nässe und Kälte kommen, nur selten humorvoll umgehen.
      .
      Der kluge Mann weiss eben auch, wann es Zeit ist den Stolz abzulegen und ein Mütterchen zu fragen.

    • Sie lesen vermutlich auch nie eine Beschreibung, oder?

    • Titel eingeben
      hatte ich manchmal nach Bergwanderungen. Nur diejenigen mit einer Krise – zB durch einen plötzlichen Wetterumschwung – schienen mir im Nachhinein befriedigend zu sein.

      Diese Einstellung hat sich nach zwei Motorradunfällen – einer davon schwer – zum Glück geändert. Die realen Folgen, zB 7 Knochenbrüche bei einem Unfall, sind dann doch recht beeindruckend. Von den Grenzen meines fahrerischen Könnens halte ich mich seither fern.

    • Ich gehe bergab auch nicht mehr ans Limit, keine Sorge.

    • Beschreibungen lesen?
      Ja werter Don, die les ich tatsächlich seltenst.
      .
      Eine Funktion erklärt sich selbst oder ist für mich nicht vorhanden!

    • Oder wie man so sagt
      Versuch macht kluch.

  4. Danke...
    … fürs Mitnehmen.

  5. Titel eingeben
    Fuer mich besser die Wiesen der Pralongia und das casa salares in Armentarola unterhalb des Falzarego.

    Brrr friert es mich. Doch
    Herzlichen Dank fuers Mitnehmen auf diesen Ritt.

    Pluspunkt: Sie haben Platz fuer 10.000 Kalorien geschaffen.

    • Da ist es auch hübsch, aber der Falzarego stand nicht auf dem Programm.

    • Falzarego...
      danke, Don für den schönen Bericht und meine allergrößte Hochachtung vor dieser Leistung.
      Ja, Falzarego ist auch schön, in der Tat… obwohl ich nie weiß, wie man das korrekt betont… habe auch noch von keinem irgendeinen verbindlichen Rat bekommen können. Selbst Luis Trenker wusste es nicht. Den habe ich allerdings nicht persönlich gefragt sondern das habe ich aus einer seiner schönen Sendungen (die man noch auf Youtube finden kann).

    • Falsch betont wird's auch verstanden
      Falzárego natürlich, ladinisch vermutlich. Betonung auf dem zweiten a.
      Trenker war „bloß“ aus Gröden. Das soll heißen, dass das dort so ist wie zwischen Bayern und Österreich: Innige Hassliebe, aber immer gemeinsam gegen den Feind: Italienische Staatsregierung. Fast wie in Bayern: Merkel lebt auf einem anderen Planeten, hat aber leider etwas zu sagen. Berlin ist Ausland im Sinne von Hölle.

      Falzarégo stecken sie weg, aber Raditschio ist schon quälend. Das einzig Dumme dort sind ganz bestimmte sehr biedere Touristen, vor allem im Herbst. Aber die hat’s überall.

    • 10000 kcal
      ein guter Liter Olivenöl. Schon erstaunlich, wie wenig die menschliche Maschine braucht.

    • Oberländer!
      Arghh!

  6. Biologie?
    Don, was ich glaube aus der Schule zu erinnern, besteht der Mensch zu ~80% aus Wasser; mit „87 Kilo Trockengewicht“ können Sie nicht diesen wasserfreien Zellanteil gemeint haben? Zumindest eine unglückliche Formulierung …
    (Entschuldigung für diese Beckmesserei, aber mir schlug das wie die Faust aufs Auge)

    • Gemeint war, dass ich das ohne besondere Füllung mit Wasser und Essen wiege – aber hier war ich halt extern nass.

  7. Was soll man dazu sagen
    Zieh dir doch wenigstens eine gescheite Hose an.

    https://www.castelli-cycling.com/Products/Herren/Hosen/Lange-Hosen-und-Kniehosen/NANO-FLEX-PRO-BIBTIGHT/p/451553317A

    Bei aller Liebe zu Tradition und Geschichte
    es gibt auch eine Pflicht zur Gesunderhaltung.

    Es natürlich ein wunderbarer Text
    und wahrscheinlich wäre eine verständliche
    Reaktion eines Großvaters dem Buben erst mal
    eine zu dachteln um ihn dann zu umarmen.

    • Die Hose und die Socken waren warm, das Problem ist der Oberkörper.

    • Ich glaube ihnen
      Hier ein Tipp für Regentage,
      wobei ich wahrscheinlich versuche einer Ente
      etwas vom schwimmen zu erzählen.
      Die Frage ist ggf was sie von dem modernen Zeug halten.
      Ich dachte mir als ich wieder anfing die Italiener können
      so etwas und diese Firma macht nur Radsportbekleidung.

      https://www.castelli-cycling.com/Products/Herren/Oberteile/Wetterschutz/TEMPESTA-RACE-JACKET/p/451551017A

      Als ich im Frühjahr unterwegs war hatte ich irgendwann
      einfach kalte Füße und wenn man da wenig spürt ist das blöd.
      Es war aber eine trockene Kälte.

      Wenn es kalt ist und regnet und man fährt den Berg hinauf
      wird man von außen nass und von innen durch das schwitzen.
      Das Problem ist wirklich nicht so einfach zu lösen.
      Irgendwann kühlt man aus. ggf was zum wechseln mitnehmen?

      Ich nehme an sie werden irgendwann genauer über die passende
      Kleidung schreiben. (Das Thema gab es ja schon einmal)

      Besten Dank.

      PS Als ich es heute Nacht las musste ich mehrfach lachen
      und freute mich am Ende auch darüber etwas anderes im Kopf zu haben als die aktuellen politischen Themen.

    • Es ghet ja nicht nur um das Rad, sondern auch um die Kleidung und das Gefühl vergangener Epochen. Daher helfen moderne Textilien nicht weiter.

  8. Danke für´s Mitnehmen!
    Werter Don, ich konnte in Ihrem Bericht gedanklich beinahe mitfahren und mitverzweifeln.

    Wäre allerdings – als faule Memme und nach Erreichen der Zivilisation – dann doch lieber in Cortina im lauschigen Café verhangen und per „Lumpensammlerbus“ zurück.

    Um den Preis eines triumphalen, unbezahlbaren Gefühles!

    Hier beweist sich: Mann oder Memme, Spreu oder Weizen. Respekt vor so viel Willenskraft!

    P.S. zum Schlußsatz: Ich nehme persönlich ja eher an, dass nicht „sie Wellness wollten“, sondern nur „sie“ Wellness wollte. Was tun sich manche Männer nur an, damit… Tss!

  9. Von Gipfel und Tälern
    Gratulation. Ein gewisser Neid kann nicht geleugnet werden, ob ich mich nach der Schinderei jedoch der Sauna, dem Bademantel und Rotwein verwehrt hätte, wage ich zu bezweifeln.
    Eine schöne Herbst-Ode, was wäre unser Gemüt ohne den Wechsel der Zeiten.
    Auch wenn die Berge im kalten Regen immer etwas dräuend bedrohliches ausstrahlen, ein gefräßiges Maul, jederzeit bereit dich in seinen Eingeweiden zu verschlucken und dich nie wieder preiszugeben.
    Umso größer meine Ehrfurcht vor diesem Wagnis.

    Sie haben die Messlatte für erstrebenswerte Grabinschriften allerdings in schwindeligerregende Höhen getrieben, während die SPD es vermutlich hinbekommt, dass die ihre unweigerlich mit dem Wort Würselen auskommt.
    Frohen Wahlsonntag.

    • „Sie wurde als Arbeiterpartei geboren und starb als Merkels Spucknapf“.

      Vor Politikern habe ich keinen Respekt, vor Bergen dagegen sehr.

    • Eichen und Wildschweine
      dieser Sachverhalt ist dir ja geläufig, mein Respekt, der Berg hat dich nicht abgeworfen.

      aber schon einige sogenannte deutsche Eichen, möge es so bleiben.

      mach so weiter dann klapts auch mit der Einbürgerung,

      Ps: schon vernommen die roten wollen in Ö eine Mietpreis von 5,50 €/m² einführen, das ist ungefähr die Kosten eines Autoabstellplatzes in den Städten, im freien wird problematisch mit dem Energieausweiß.

    • Vor Politikern habe ich keinen Respekt, vor Bergen dagegen sehr.
      Das kann man als empfehlenswerte Devise stehen lassen und ich möchte es hervorheben und zur Nachahmung empfehlen, mir selber und anderen!

  10. Bettlektüre vom Allerfeinsten
    Ist man erst mal Cortina, muss man ohnehin zu diesen hübschen Wolken, denn es führt kein flacher Weg zurück, und wenn man am Passo Tre Croci an so einem Frühwintertag erfriert, steht in der Biographie: gestorben am Passo Tre Croci, Cortina d’Ampezzo.
    Das klingt wahnsinnig mondän, nach Louis Trenker und einem Schurken aus einem Bond-Film, viel besser als „in der Therme von Bad Gögging auf der Seife ausgerutscht und noch 5 Jahre mit Schädelbruch im Koma gelebt“.

    Ganz köstlich geschrieben, alles. Die Stelle oben sehr humorvoll.
    Aber den Rosengarten sieht man fei ned von da. Monte Cristallo, passend zur Kälte.

    Die zwei im Morgenmantel und Es. Das Biest. Es ging bestimmt gut an dem Abend.

    • Das sind halt so die Gedanken, die einem durch den Kopf gehen. So einen Gögginger Fall kenne ich tatsächlich. Tragisch, und nicht meins.

  11. Wow
    Wirklich schöne und inspirierende Anekdote, wie immer mit schönen Bildern garniert. Zwar ist das Radfahren so gar nicht meins, aber es regt so oder so an, einfach mal loszumarschieren und zu machen, statt sich nur immer wieder Ausreden für die eigene Faulheit zu suchen.

  12. Feuerwerk
    … ok, an Worten, wie

    „Und ab einem gewissen Punkt ist man so dreckig, dass jeder neue Dreck am alten Dreck nicht mehr haftet und wieder hinunter fällt, solange man nicht durch besser klebende Kuhfladen fährt.“

    „Der Salzgehalt sorgte dafür, dass die Tränen, die der Fahrtwind aus den Augen presst, nicht am Gesicht festfroren.“

    Was macht ein selbstgewähltes Leiden nicht kreativ. Und ist dann im Nachblick gegen das Weichspülprogramm so viel mehr Leben als die Totale Sicherheit einer Totalitären Überwachungs- und Bevormundewelt.

    Vielen Dank von einem, der fast nur noch hinterherlesen kann und sich freut, wie man mit nur einem einzigen Satz doch vor der Wahl am 24.09. etwas einstreut, was einem zu freiwilliger Wildheit treibt.

    • Gern geschehen. Wissen Sie, mah hat ja viele Stunden Zeit, sich das unterwegs auszudenken, deshalb sind die Texte dann immer so.

    • Muse durch Muße
      Daher entstanden zu Zeiten, als der Schriftsteller noch per Kutsche oder auf Wanderschaft vom Herzogtum zum Fürsten kam, vermutlich literarisch ansprechendere Schöpfungen, als in der Berliner Ubahn auf dem Handy Artikel für die Landlust zu verfassen.

  13. That which doesn't kill us makes us stronger
    noch ein guter Spruch vom alten Nietzsche. Oder der hier (Entschuldigung er stammt nicht von mir, sondern von Harald Schmidt): „Was kann Pofalla dafür, dass er nicht in Stalingrad war?“ Anstrengung formt, Vermeidungsverhalten führt zu Verweichlichung. Nun muss man sicher nicht in Stalingrad gewesen sein um geformt zu werden (da wär dann auch meist nicht mehr viel übrig zum formen) und vielleicht meint Schmidt ja auch nur, dass ein Mensch mehr Charisma und Persönlichkeit hat wenn er nicht immer den Weg des geringsten Widerstands geht.

    Es ist vielleicht der Unterschied zwischen dem hier:
    https://media.giphy.com/media/kk6eBgzjISFEY/giphy.gif
    und dem hier:
    https://i0.web.de/image/354/31616354,pd=2/joko-winterscheidt.jpg

    Nur damit keine Missverständnisse entstehen: für mich hat natürlich ersterer mehr „personality“ (ohne dem zweiten jetzt zu nahe treten zu wollen, aber er ist in seiner Art heutzutage ja keineswegs allein und den Begriff „nerd“ gibt es ja schon etwas länger. Ersterer kannte ihn wohl noch nicht).

    Aber zurück zum Thema „Krieg“ oder sagen wir pazifistischer „Wehrdienst“. Ich war lange Jahre Lehrer. Und da fielen mir so ein paar Dinge auf: wenn ich die Lehrergeneration meiner Schulzeit (und die haben meist als Jugendliche die Nachkriegszeit mit ihren Härten und Prüfungen durchleben müssen, teilweise auch noch die Kriegszeit) mit der vergleiche, die nach 68 herangebildet wurde, so kommt man nicht umhin festzustellen, dass erstere wesentlich mehr Charakter und Persönlichkeit hatte.

    Auch fiel mir immer wieder auf (vor allem ab dem Zeitpunkt als bei uns die Verweigerung des Wehrdienstes von der Gewissensprüfung befreit und per Brief möglich war), dass Leute die Wehrdienst abgeleistet hatten mehr Persönlichkeit hatten als die Verweigerer.

    Den Wehrdienst zu verweigern wurde irgendwann zur Imagefrage, wer etwas auf sich hielt hat Zivildienst abgeleistet (und sein Adrenalin beim sportlichen Bewegen des fahrenden Mittagstisches abgebaut). Und dann musste man eines Tages nicht mal mehr dies.

    Mir fiel auf, dass Leute mit Wehrdiensterfahrung nicht nur interessanter, ausgeglichener, wertkonservativer, realitätsgestählter (und somit nicht so ideologieanfällig), naturverbundener (jawoll ihr Grünen!) und lockerer waren, sie hatten auch bei der Schülerschaft meist ein wesentlich besseres Standing, wurden eher respektiert und als Autorität anerkannt.

    Ich will die Verweichlichung unserer Gesellschaft nicht nur auf diesen Umstand zurückführen, aber er spielt eine Rolle. Wer zu meiner Zeit Schüler war hat von Pappi noch den Arsch vollgekriegt wenn er sich die Hosen zerrissen hatte (denn er war ja im Wald und auf der Heide unterwegs, fazebuk und Nanny-TV gab es damals noch nicht, und Hosen waren noch teuer), vom Lehrer hat er sich ab und zu noch eine eingefangen wenn er frech und respektlos war, etc.

    OK; OK; das ist jetzt kein Plädoyer für die Prügelstrafe, auch wenn in Unterhaltungen mit ehemaligen Mitschülern rückblickend die prügelnden Pauker gar nicht so schlecht wegkommen. Ich habe zwar immer sehr gern gelesen, war aber auch viel draußen, habe geangelt, bin viel geradelt und auch sonst sportlich. Aber viel schlimmer als prügelnde Pauker waren die 68-er, die nach und nach in die Schulen strömten. Von deren ideologischem Gewäsch (unlogisch, voller Widersprüche und realitätsfern, auch wenn man das erst Jahre später gemerkt hat) tut mir noch heute der Kopf weh.

    Ich empfinde sowas viel eher als Körperverletzung als eine Backpfeife, die nach 1-2 Tagen vergessen war.

    Kein normaler Mensch ist scharf auf Krieg. Antoine de Saint Exupéry, nicht nur berühmter Schriftsteller, sondern auch Pilot aus Leidenschaft hat einmal gesagt (sinngemäß), die ersten Überquerungen des Atlantiks im Flugzeug seien ein Abenteuer gewesen, der Krieg sei im Gegensatz dazu eine Krankheit. Stimmt.

    Aber Stichwort Abenteuer: ich bringe einmal mehr die Femihysterikerinnen gern zum Heulen wenn ich sage, die Sucht nach Abenteuer sei etwas zutiefst Männliches. Ich denke aber auch, man findet es nicht in Stalingrad, man kann es eher beispielsweise im Flugzeug ausleben oder indem man hier im Blog (und anderswo!) mutig zu seiner Meinung steht.

    Stalingrad ist das eine Extrem, die Weicheipauker unserer Tage und die von ihnen versaute „Refutschi Wällkamm“- Generation das andere. Und unter Erwachsenen gibt es zu viele, die immer nur den Weg des geringsten Widerstands gehen (they take the soft option), den Schwanz einziehen, Femiterroristinnen nicht die nötigen Widerworte geben, etc.

    Die anstehende Bundestagswahl wird m.E. auch zeigen ob wir ein Volk von Pantoffelhelden geworden sind oder ob es noch Leute gibt, die mutig zu ihrer Meinung stehen und sich nicht einem gefühlten/verordneten Mainstream (der völlig devital und ideell total heruntergewirtschaftet ist) beugen. Es braucht eigentlich nicht viel, um 2 Kreuze zu mA!chen braucht es nicht mal Zivilcourage, nur einen klaren Kopf und die Fähigkeit Schlüsse zu ziehen.

    Der Mann braucht Freiräume, Abenteuer und das Sich-Losmachen. Er muss ab und zu mal den Gary Cooper geben und den Käfig kaputt schlagen, in den man ihn sperren will. Wie den der politischen Korrektheit. Das ist kein Plädoyer für das Zurück ins Neanderthal, weiß Gott nicht. Aber es ist ein Appell, sich von aberwitzigen und vollkommen unnötigen Zwängen zu befreien, mutig zu hinterfragen um auf diese Weise seinen Mann zu stehen.

    Das Yin und Yang braucht für die Harmonie eben auch das männliche Element. Und davon haben wir im Moment in unserer Gesellschaft viel zu wenig.

    • Bei mir in der Firma
      hat allen Ernstes ein (hochqualifizierter) Entwickler einen Kollegen „Bundeswehr-Nazi“ geheißen. Nur wegen seiner Zeit als Soldat. Die ohne Auslandseinsatz ablief…

    • Die Zeiten sind hart.

      Wie schaut es mit dem Frühjahr in Montalicino aus?

    • Wehr- oder Zivildienst, egal, ...
      … im ersten Semester konnte ich jedem auf die Nase zusagen, ob er direkt von der Schule kam oder ein Jahr Zwangspause hatte, darin lag der wahre Unterschied.

      Obwohl verweigert (‚korrekt Wehrersatzdienst geleistet‘), habe ich selber nie im Leben schlecht über den Wehrdienst mit der Waffe und die, die zum Bund gingen, geredet – bitte aber auch anzuerkennen, dass bei mir im Zivildienst wirklich Leute gestorben sind, dabei Blut und Exkremente flossen und ich mit meinen 18 Lenzen der war, der die Leichen versorgt und alles weggewischt hat.

      Ich bleibe dabei: Was einer konkret tat, war egal; aber direkt von der Schule in die Uni, war damals nicht charakterschärfend.

    • Titel eingeben
      Was für ein martialischer Schwachsinn!

      Ein Jahr lang alten Leuten den Arsch abwischen stählt mehr, als die paar Geländespiele beim Heer, und erzeugt wenigstens gesellschaftlichen Mehrwert. Sich mit dem physischen und psychischen Elend des Alterns auszusetzen, braucht mehr Mut, als gebrüllten Befehlen zu gehorchen. Die einfachsten Hilfstätigkeiten in einem Krankenhaus halten einen in der Regel 5 Tage die Woche von 6 bis 17 Uhr auf den Beinen, und die Struktur ist mindestens genauso autoritär wie beim Heer. Da muss man sich die eroica nicht mehr aus Fitnessgründen antun, sondern aus Gründen der psychischen Gesundheit.

      Und für diejenigen, denen das zu wenig Adrenalin, zu wenig Abenteuer ist, kann ich empfehlen, Zivildienst bei der Rettung zu machen, bevorzugt in einer Dienststelle in der Nähe einer Autobahn. Soviel Blut und Tod hat man bei der Bundeswehr seit ’45 nicht mehr gesehen, wie sie da in einem Jahr nicht nur passiv mitbekommen, sondern aktiv „aufräumen“ müssen.

      Militaristen wie Sie haben halt keine Ahnung, was soziale Dienste wirklich bedeuten. Und das hat auch nichts mit „Männlichkeit“ oder „Weiblichkeit“ zu tun, sondern damit, ob man einer Phantasiewelt soldatischen Abenteuers anhängt, oder sich der harten sozialen Realität unserer Gesellschaft stellen will.

    • Was kann Pofalla dafür, dass er nicht in Stalingrad war
      Es kommt darauf an ob man danach wieder nützlich war.

      Wikipedia über Generalfeldmarschall Paulus:

      …So bekam Paulus als Wohnung eine Dresdner Villa am Weißen Adler in Oberloschwitz zugewiesen und erhielt das Privileg einer eigenen Handfeuerwaffe sowie eines westdeutschen PKW, eines Opel Kapitän.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Paulus

      Bei Pofalla wäre death by friendly fire sehr wahrscheinlich gewesen.
      Im Moment führt er ja den Vernichtungsfeldzug gegen die Reichsbahnnachfolgerin
      ….Am 14. Mai 2017 wurde bekannt, dass Pofalla die klassische Fahrkarte für beendet erklärt hat schreibt Wikipedia.

      Ob das eine gute Idee ist? So ein paar klassische Automaten könnte
      man schon stehen lassen. Im übrigen bin ich dafür
      an Bahnsteigen Absperrungen zu montieren damit man nicht auf die Gleise fällt.

      Das fällt mir ein:
      im Mutterschiff wurde ein Tatort aus der Schweiz auf Realität geprüft.
      … u.a. wurde berichtet das 12% der Suizidanten den Zug nehmen.
      Bei ca 10.000 Suiziden in Deutschland/Jahr wären das bei der Bahn
      als 1000/Jahr.

      Pofalla ist ggf näher an Stalingrad als man wahrhaben will.
      (Die Opferzahlen dort waren natürlich ein Vielfaches davon)

    • @Wehr- oder Ersatzdienst
      Ich kannte Zivildienstleistende, die härtere Jobs hatten als ich, der ich im Grundwehrdienst ein Atomraketenlager bewachte. Verpisserjobs gab es sowohl beim Bund als auch beim Ersatzdienst, und das Gegenteil eben auch. Von daher würde ich mich vor platten Pauschalisierungen hüten.

      Aufgrund ganz bestimmter Konstellationen hat es für mich gut gepasst beim Bund, aber ich hätte mich (auch mit Blick auf völlig abschreckende Erfahrungen von anderen) nie zu der Behauptung verstiegen, das wäre für jeden das richtige.

    • Tut mir leid, aber
      das kann ich so nicht stehenlassen.

      Die meisten Leute haben beim „Bund“ nach der Grundausbildung nur eines gelernt, nämlich möglichst schnell viel Bier in sich reinzuschütten…

      Ich (Bj. 1955) habe auch verweigert, nicht weil ich ein Problem mit Waffen habe (hab‘ dem Ausschuss beim Kreiswehrersatzamt mitgeteilt, dass ich im Schützenverein bin/war…), sondern weil mir niemand im Fall der Fälle befiehlt, dass ich jemand erschiessen soll…schon gar kein Stabsunteroffizier…. Die waren eh‘ meistens nicht die hellsten auf der Kerze. Bestanden habe ich im ersten Anlauf !

      Mein Sohn (Bj. 1990) sagt heute, die Zeit als Zivi im Altenheim wäre für ihn sehr prägend gewesen. Die häufige Erfahrung mit Gebrechen, Hilflosigkeit und schliesslich Tod ist für einen jungen Menschen wesentlich formender als ein bisserl durchs Gelände robben und rumzuballern….

      Ich habe kein Problem mit der BW (höchstens mit UvL), aber die BW als Charakterschule der Nation hinzustellen, naja…

      Um in des Don’s Diktion zu bleiben : Gegenwind formt den Charakter, nicht Befehle befolgen…

      Ciao, Desillusionierter

    • An Desillusionierte: Die häufige Erfahrung mit Gebrechen,
      Hilflosigkeit und schliesslich Tod ist für junge Menschen
      mit geringfügiger Ausbildung eine gute Gelegenheit eine
      Posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln.

      Ein ca 20 jähriger Nachbar erzählte mir nebenbei
      von seinen Erfahrungen in der Chirurgie.
      Da wurden zahlreiche junge Männer verheizt.
      Wer interessiert sich für deren Befindlichkeit
      nach dem Zivildienst?

      Die Auseinandersetzung mit dem Tot aus nächster Nähe
      ohne selbst handeln zu können war für Wehrpflichtige
      eher ein theoretisches Problem.

      Ich bin dafür in beiden Bereichen Profis einzusetzen
      die das was sie tun freiwillig tun.

      Die Organisationsstruktur der Bundeswehr
      ist Zweckgebunden. Basisdemokratische Grundätze
      kann ich mir bei der Feuerwehr auch nicht vorstellen.
      Einzelkämpfer sind in beiden Bereichen
      (Gesundheitswesen und militärische Organisationen)
      der ungesunde Ausnahmefall.

      Und wenn ein Zivi nicht tut was der Arzt sagt
      wird das auch schnell problematisch.
      Man benötigt in beiden Sektoren Teamspieler.

      Ich persönlich war Wehrpflichtiger(ELOKA),
      danach Arbeitslos, danach als Wiedereinsteller
      Zeitsoldat (SaZ5) (zuletzt SanTpFhr)
      Verweigert habe ich Anfang der 90er Jahre. Die Bundeswehr hatte gerade die NVA übernommen und zu viel Personal. Pflegenotstand war auch damals ein gängiger Begriff so das ich kein Interesse an 14Tagen
      auf der Schießbahn hatte.

      Ich konnte es mir leisten nach der Bundeswehr in der Krankenpflege
      noch einmal bei Null anzufangen (3-Jährige Ausbildung später 2 jährige Weiterbildung)

      Es kommt immer auf die Details an.
      Ein Detail wäre ob die Politik wieder die Wehrpflicht
      aktivieren will (Sie ist nur ausgesetzt)
      Ich halte davon gar nichts.

      (Auch nichts von den vielen Amateuren die sich im Gesundheitswesen
      tummeln.)

    • Zusatz (Bild) und @die Antwortenden
      1. das erste Bild scheint nicht zu öffnen. Nehmen wir doch ein paar andere (als Beispiele für Charisma und Persönlichkeit):

      https://images.adsttc.com/media/images/527c/f92b/e8e4/4e95/f600/0005/large_jpg/d5d05decc7ca98b964e144749b62f3b6.jpg?1383921959

      https://www.biography.com/.image/t_share/MTE4MDAzNDEwNDYyMjEzNjQ2/marlon-brando-9224306-2-raw.jpg

      http://images5.fanpop.com/image/photos/30500000/A-Streetcar-named-Desire-marlon-brando-30585947-500-375.jpg

      https://rainandhale.files.wordpress.com/2011/02/james_dean015.jpg

      http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2015-09/orginal/der-tod-als-geburt-einer-legende-vor-60-jahren-starb-james-dean-41-60367798.jpg

      http://iv1.lisimg.com/image/3473095/450full-humphrey-bogart.jpg

      http://www.pankhurstlondon.com/wp-content/uploads/2015/03/steve-mcqueen-lrg.jpg
      https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/M/MV5BMTQ4NjI0NTY1NF5BMl5BanBnXkFtZTgwNzQ4NjI3MjE@._V1_UY1200_CR87,0,630,1200_AL_.jpg

      Und im Unterschied dazu die hier:

      http://www.tagesspiegel.de/images/moderator-jan-boehmermann-moderator-jan-boehmermann-anlaesslich-der-einsplus-tv-sendung-lateline-live-a/13437922/1-format43.jpg

      http://www.billybobproducts.com/sc_images/products/582_large_image.png

      (die zwei langen auch schon grad!) Wie gesagt, Persönlichkeit formt sich nicht am Schreibtisch, sondern im Kontakt mit der Natur, dem Kosmos. Die Handy-Nerds von heute sehen alle so gleichgemacht aus wie die klobigen Autos unserer Epoche. Das hat viel mit Verweichlichung zu tun. Wenn dann noch erzieherische Einflüsse dazu kommen wie Gehirnwäsche mittels political correctness und gezielte Devitalisierung und Überdomestikation des Mannes, na dann sehen die eben so aus wie auf den zwei letzten Fotos.

      2. @Antwortende: Ich war eine Zeit lang bei der Bundeswehr, habe also gedient. Wenn ich danach Leute getroffen habe, die Zivildienst abgeleistet hatten, so kamen die mir immer hochnäsig, oberflächlich und ellbogenmäßig vor. Das muss nicht repräsentativ sein, ich rede nur von subjektiven Eindrücken und persönlichen Erfahrungen. Es hat jedenfalls bei mir zu der Überzeugung geführt, dass die Wehrdienstler charakter- und persönlichkeitsstärker waren.

      Dass der Zivildienst mitunter härter war als Wehrdienst unter Friedensbedingungen glaube ich gerne. Einer der Gründe warum ich nicht Zivi war. Nur wussten die Leute auch worauf sie sich einlassen. jammern gilt also nicht. Ob ich Militarist bin sei mal dahingestellt, sagen wir ich bin bis zu einem gewissen Grad militäraffin. Definitiv werden beim Militär auch heute noch wichtige Werte wie Ritterlichkeit gehandelt. Man sieht es schon daran, dass für alle britischen Thronfolger eine militärische Karriere/Offizierslaufbahn eigentlich Pflicht ist. Ich denke schon, dass Wehrdienst ein paar Seiten hat, die sehr anziehend und auch sehr charakterformend sind, u.a. der zuweilen enge Kontakt mit der Natur.

      Im übrigen halte es mit Goethe der gesagt hat“…das höchste Glück zu jeder Zeit sei nur die Persönlichkeit…“.
      Und Herr Keller: ??? Bitte, wo sind die Zusammenhänge? Tut mir leid, aber das was Sie hier schon wieder zu Papier bringen ist aus meiner Sicht erneut völlig zusammenhanglos.

      Ach übrigens, allen noch viel Spaß mit den Fotos.

    • An Harry Charles: Und Herr Keller: ??? Bitte, wo sind die Zusammenhänge?
      Welche Zusammenhänge ?

      Da fährt jemand vor mir auf der
      Autobahn von Mannheim Richtung
      Gießen und ich biege bei Darmstadt
      Richtung Fulda ab und schaue mir noch Hanau an.

      Sie können doch weiterfahren,
      sie müssen mir nicht folgen.

    • @Booooster: Irrationale Trugbilder moralischer Überlegenheit aus narzisstischer Notdurft
      Diese lebensfremden, realitätsverweigernden „Gutmeinenden“ sind die aktuell vorhandenen Zeitgeist-Per­so­ni­fi­ka­ti­onen des ewigen teutonischen Untertans, der beim nächsten Umschwung sein Weltbild abstreift wie die Schlange ihre Haut.
      Die moralischen Ansprüche der Gutmenschen sind nicht Ausdruck eines Selbst-Bewusstseins, sondern Ausdruck neurotischer Kompensation. Er reagiert aggressiv, wenn ihm die narzisstische Zufuhr versagt wird.

    • Wehrdienst
      Die 15 Monate waren zwar nicht vergnuegungssteuerpflichtig, aber sie haben ihren Zweck erfuellt. Fuer Phantasien war da wenig Raum. Es waren jedenfalls nicht die Friedensbewegten, die damals im Osten den Umbruch erwirkt hatten.

    • @ peter bernhardt
      wenn es Sie interessiert: Matthias Matussek hat dazu bei der „Achse des Guten“ (http://www.achgut.com/artikel/deutschland_und_der_blitzkrieg_der_mitmenschlichkeit)
      genau zu diesem Thema einen hochinteressanten Beitrag verfasst. Darin zitiert er Franz Werfel, einen österreichischen Schriftsteller jüdisch-deutscher Herkunft. Ich kenne diese Veröffentlichung nicht, aber Matussek sagt Werfel habe darin schon während des Krieges (!!) diese deutsche Gutmenschmanie vorhergesagt und zwar unter dem Stichwort „selbstlose Zudringlichkeit“.

      Die Lektüre des o.a. Matussek-Artikels lohnt sich!

    • @ zivi
      Ach je, Sie Held des Alltags. Ich will ja keineswegs die Leistungen einzelner Zivis klein reden. Kenne selbst einige, die beispielsweise als Rettungssanitäter bei der Berufsfeuerwehr oder Rettungsdiensten tätig waren. Ich sage doch auch: ultrahart.

      Es liegt mir fern die Bundeswehr zu sehr zu verklären. Ist schon irgendwo auch ein Sauhaufen. Und sie wurde wohl nicht primär dazu geschaffen, dass Leute sich dort zu Persönlichkeiten entwickeln können. Das ist mehr ein Neben- oder Zufallsprodukt. Ein ganz wesentlicher Unterschied zu großstädtischen Rettungsdiensten oder Pflegeanstalten besteht aber darin, dass man dort jede Menge Naturerfahrung hat (je nach Einheit natürlich): wenn man Spähtrupp läuft, nachts einen Waldrand beobachten muss schärft das die Sinne. Man hat den Eindruck, dass durch die Zivilisation verkümmerte Instinkte wiederbelebt werden. Man lernt wieder was es heißt sich als Mensch in der Wildnis bewähren zu müssen, auch wenn es nur ein Manövergebiet ist.

      Letztere sind übrigens hervorragende Biotope und helfen die Artenvielfalt zu sichern. Auch wenn dort ab und zu mal ein Viech durch eine Granate pulverisiert wird, dadurch dass dort fast niemand außer Soldaten Zugang hat gibt es wesentlich weniger störende Einflüsse für die Tiere. Man sieht seltene Tierarten, die einem sonst kaum über den Weg laufen.

      Und all das hat schon eine romantische Seite. Wenn Sie im Biwak sind, eine Nacht im Zelt verbracht haben und sich im Winter morgens den Oberkörper mit Schnee abreiben, das hat schon was. Oder wenn Sie im Sommer morgens vor dem Rausrufen den Kopf aus dem Zelt stecken, das taubedeckte Gras und darin irgendwo einen Hasen herumhopsen sehen, cool.

      Auch die Gespräche, die es dort gab: dreckige Witze aller Art, extrem kerniger Männerhumor, kein politisch korrekter Anstandswauwau weit und breit, ein Gefühl totaler Freiheit, Kameradschaft im positiven Sinne-das gibt’s (oder gab’s!) so in der Form nur beim Militär.

      Schön ist das alles aber nur solange auch Frieden herrscht, ist schon klar!

    • @Harry Charles
      Danke für den Hinweis auf den Matussek-Artikel! Schau ich mir an.

    • @desillusionierter
      …wesentlich formender als ein bisserl durchs Gelände robben…

      Da sehen Sie für meine Begriffe gerade am Wesentlichen vorbei. Das was Sie hier so klein reden ist genau das was diesen verzärtelten Weichknödeln fehlt: mal wieder durchs Gelände robben. Wenn Sie auf diese Weise direkten Kontakt mit der Natur haben, dann wirkt das nicht nur bereichernd (die kommen doch heute oft nicht mehr hinterm Ofen vor), es lehrt einen auch etwas anderes, etwas ganz Wesentliches: Demut und Respekt vor der Natur und ihren Gesetzen.

      Und es ist obendrein auch noch erheblich gesünder als permanent in einer muffigen Bude zu sitzen. Dem Mensch geht durch seine naturferne Lebensweise unendlich viel verloren. Wenn mehr Leute mal öfter raus an die frische Luft gehen würden gäbe es weniger Grünenwähler. Das Stubenhocken lässt wichtige Instinkte völlig verkümmern. Wenn man längere Zeit ganz nah an der Grasnarbe ist lernt man wieder zu entdecken was die Evolution mit dem Menschen eigentlich will. Und das ist nicht das was Claudia Roth oder Hofreiter wollen.

      Und was die Charakterschule der Nation angeht: es ist ja nicht primäre Absicht oder Ziel des Militärs das zu leisten, es ist aber oft ein sich ergebender Nebeneffekt. Eigentlich sollten unsere Schulen die Persönlichkeitsbildung unterstützen (steht sogar in den Lehrplänen drin). Allerdings: wenn man sich ansieht was da so abläuft kriegt man Tränen in die Augen. Ich war lange Jahre Lehrer und kann es beurteilen. Wenn es etwas gibt was unsere Schulen gerade nicht leisten dann ist es Persönlichkeitsbildung (und mit dem kognitiven Teil ist es weiß Gott auch nicht mehr weit her).
      Und schon gar nicht mit diesen alternativ-spießig-weltfremden grün rot-angepassten Einheitsmeinungspaukern. Die indoktrinieren nur und vermitteln Ökopharisäermoral statt ganzheitlichem Denken. Urwaldarztquark statt formendem Kontakt mit dem Gelände.

      Wenn unser Bildungssystem reformiert und sich neu aufstellen würde wäre da mehr drin-aber so?

    • @ AH um 20:55, am 21.September 2017
      Wehrdienst
      Die 15 Monate waren zwar nicht vergnuegungssteuerpflichtig

      Nein, bei Ihnen nicht? Bei mir schon, ich hatte überhaupt eine Menge Spaß dort, gab natürlich auch ein paar heavy Momente.

      Mir ist im Kontakt mit Soldaten und Arbeitern (bitte jetzt keine Assoziation zu „Arbeiter- und Soldatenräten“ herstellen) überhaupt folgendes aufgefallen: vermutlich weil es sich dabei überwiegend um Männer handelt ist der Humor sehr kernig.

      Man sagt den Deutschen ja nach sie seien humorlos. Nun ist man zwar nicht überall auf der Welt Humorweltmeister, aber wer längere Zeit mal in Großbritannien war dem wird der Unterschied zu hier schon auffallen. Die Briten sind da top (waren es zumindest immer) und das hängt für meine Begriffe in erster Linie mit ihrer Freiheitstradition zusammen. Dort darf man eben fast alles sagen. Bei uns zeigen sich gerade in letzter Zeit wieder totalitäre und Gleichschaltungstendenzen.

      Den „öffentlichen“ Humor bei uns kann man zumeist in der Pfeife rauchen. Ich ducke mich voller Scham weg wenn ich sehe, dass ich in einem Land lebe wo es Leute gibt, die über den hier lachen können:

      http://view.stern.de/de/picture/1418210/hape-kerkeling-als-horst-schlaemmer-1920.jpg

      Das ist infantil-clownesk. Und nachgemachte Satire à la heute-show oder Schenkelklopfermassenevent à la Mario Barth ist meist keinen Strich besser. Man kann darüber lachen, aber nicht weil es komisch ist. Und das ist vermutlich deshalb so, weil in den Fernsehanstalten sehr viele Anstandswauwaus ihr Unwesen treiben, oft durch Quote in Stellung gebrachte Frauen, die keinen echten, kernigen Humor zulassen weil sie dafür keine Antenne haben.

      Es gibt bei uns aber sehr wohl auch den guten, kernigen, britischen, den handfesten Humor. Ich habe ihn eben bei der Bundeswehr erlebt-oder unter Arbeitern in einer Fabrik. Von mir vermuteter Grund: da gibt es eben keine (zumeist weiblichen) Anstandswauwaus, die panisch darüber wachen, dass nur ja nichts Ungehöriges gesagt wird.

      Vor allem Schulen sind eine ebenfalls humorbefreite Zone. Als ich Lehrer war hatte ich da wenig zu lachen. Dort haben heute auch überwiegend Frauen das Sagen und die wollen wohl nicht, dass man den Kinderchen ein schlechtes Beispiel gibt. Selbst wenn man ab und zu mal unter „Männern“ zusammen war ergab sich nicht das farbig-illustre Humorgeplänkel wie ich es vom Bund, vom Bau oder aus der Fabrik (als studentischer Ferienarbeiter) kannte. Was beim Bund gerade noch als lau durchging und eher ein müdes Lächeln abgetrotzt hat hätte in der Schule schon zu einem Rieseneklat geführt.

      Es gibt immer weniger von diesem kernigen Humor. Das liegt auch an einer zunehmenden Verweiblichung der Gesellschaft und daran, dass es immer mehr devital-nerdige Muttersöhnchen gibt. Letztere zunehmend sogar schon unter Arbeitern.

      Echt schade. Ich finde den hammerharten Humor viel besser.

    • Ich war untauglich! Jippieh!

    • Reservist hat Ruh'
      Ich hatte mir Mitte der 70er noch keine feste Meinung gebildet, hatte aber meinen Vater durchaus dafür bewundert, das er bei der Musterung zur Wehrmacht 1938 gesagt hatte: „Ein Marx legt sich vor niemandem in den Dreck“, worauf der Musterungsoffizier sagte, „er müsse nur eine UK-Bescheinigung vom Arbeitgeber beibringen, dann brauche er das auch nicht“ (was mein Vater tat, während des Krieges in Berlin bei Lorenz in der Radarentwicklung arbeitete und von der Wehrmacht nie wieder behelligt wurde).
      Als mir der Staat BRD aber Ende der 70er Jahre, nachdem ich mit 17 Jahren Abitur gemacht hatte, einen widerlichen und unfreundlichen, mit einer hässlichen Schreibmaschine getippten Drohbrief schickte, „ich solle jetzt nicht einmal daran denken, ein Studium zu beginnen, sie würden mir garantieren, mich da herauszuziehen, ich solle lieber von meinem Recht Gebrauch machen, ab 16 Jahren Lebensalter freiwillig in den (unfreiwilligen) Wehrdienst einzutreten und mich am besten gleich noch viel freiwilliger für viel länger zu verpflichten“, da machte ich von meinem Recht Gebrauch, mit 17 in den Wehrdienst einzutreten und diesen nach gleichem Recht auch gleichzeitig zu verweigern.
      Dieses führte auf allen möglichen Ebenen bis hoch zum Ministerium zu offiziellem Stirnerunzeln, weiteren Drohbriefen, dahingehend, „dass man mich mit den Feldjägern abholen werde, wenn ich nicht damit durchkäme, dass ich dann nicht von meinem Entschluss einfach zurücktreten könne“, aber letztendlich begann ich kurz danach meinen Zivildienst in der Rettung des Bayerischen Roten Kreuzes, was mir nicht schadete, sondern mich von meinem Vorhaben, Chemie zu studieren, zugunsten der Humanmedizin abbrachte. In den Dreck legen musste ich mich dadurch auch vor niemanden.

      Wir waren damals über 40 Zivildienstleistende, alle stramm links mit langen Haaren und unser Erzfeind war die Bundeswehr.
      Es gab bei uns aber auch eine Wasserwacht und deren Chef war ein kleiner Hauptmann von den Panzertruppen, der den Mut hatte, sich zu über 40 haßstarrenden Zivildienstleistenden in die Kaffekombüse zu setzen und über seine Motivation, bei der Bundeswehr zu sein, zu diskutieren.
      Das hatte mit so imponiert, das ich in die Wasserwacht eintrat und mein Verhältnis zur Bundeswehr, bei der ich Jahre später als Arzt im Hubschrauber geflogen bin und sogar „Fördermitglied“ einer „Reservistenarbeitsgemeinschaft“ wurde, grundsätzlich zu überdenken.

      Das fand und finde ich, war echte Zivlcourage, dazu gehörte mehr Mut, als in der Meute jeden Andersdenkenden mit „Nazi“ niederzuschreien.

      Das Vaterland liess mich an einem 15. Juli antreten, der Dienst hätte damit an einem 15. November geendet, was der Stichtag war, ein zweites Weihnachtsgeld in Höhe eines ganzen Monatssoldes von DM 165.- einzustreichen. Also entliess man mich aus Sparsamkeitsgründen an einem 1. November, weigerte sich aber, mir nochmal 2 Wochen zu „schenken“.
      Medizin konnte man nämlich damals nur im Wintersemester beginnen und das begann am 15. Oktober. So verpasste ich den Termin und verlor durch unser liebes Vaterland ein weiteres Jahr.
      Insgesamt hat mich das also 3 Jahre gekostet und wenn die Feminanzen heute schreien höre, wie schlecht sie damals vom Patriarchat behandelt wurden, dann bitte ich zu bedenken, was das Patriarchat mit uns gemacht hat.

    • Schön – und trotzdem schön, dass ich das alles verpasst habe.

    • Und mein Studium war kriegswichtig, weshalb ich dafür zurückgestellt wurde.
      Nach dem Studium war ich verheiratet und deshalb für die BW zu teuer.
      Und ehrlich gesagt, ich vermisse nichts. Weder die Sauftouren beim Bund, noch das Essen-auf-Rädern-durch-die Gegendgekarre beim Zivildienst.

    • @Don Alphonso
      Don Alphonso sagt:
      Ich war untauglich! Jippieh!

      Das haben wir gerne, angeblich zu schlapp, um eine Flinte zu halten, dafür aber mit Mitte 50 auf dem Drahtesel querfeldein die Alpenpässe hochpesen. Drückeberger….

    • Montalcino
      muss kommendes Jahr möglich sein. Da habe ich hier ruhigeres Fahrwasser als dieses Jahr.

    • Das wird fein!

    • Alle Frauen waren untauglich
      und jetzt robben sie auch mit dem Gewehr im Anschlag in Hinterbellutschistan durch den Schlamm (und stellen sogar den Verteidigungsminister).
      Wen das nicht aufregt, der darf sich über ehemals Untaugliche nicht mokieren.
      Das war eine Männersache und das geht nur Männer etwas an, und zwar ausschliesslich nur die von damals.

    • @Thomas Marx 10:49
      also normalerweise bin ICH ja hier für die frauenfeindlichen Äußerungen zuständig, Sie räubern da in meinem Terrain (und passen Sie auf, da ist ein Herr Haupts unterwegs, der stellt Sie übel in den Senkel wenn er’s merkt).

      Aber Sie haben natürlich schon irgendwo recht. Ich habe meine eigene Theorie um das Phänomen „Amazone“ oder „Flintenweib“ (und diesen sehr vielsagenden Begriff [bitte googlen] gab es schon bevor Weiber zum Bund gingen) zu erklären.

      Hypothese#1: es ist eigentlich gar nicht primär ein Frauen- sondern ein Männerproblem, nach dem Motto „werden sie zu stark warst du vorher zu schwach“. In dem Maße wie die Überzivilisation zu immer mehr Verweichlichung auf Seiten der „Männer“ führt bekommen Frauen Angst vor einem Stärkevakuum und wollen dies ihrerseits auffüllen.

      Hypothese#2: Frauen entwickeln eine Neigung unweibliche Tätigkeiten auszuüben vor allem dann wenn sie aus einer Familie kommen wo die Mutti die Hosen anhatte.

      Hypothese#3: Verlustängste spielen eine Rolle. Man will den Mann nicht zu weit enteilen lassen, ihm nicht zu viele Freiheiten geben, ihm keine Männerdomänen überlassen wo er unüberwacht „sein Ding“ machen kann. Ein Mann wird (im menschlichen Naturzustand) für (andere) Frauen umso interessanter je mehr er seine Männlichkeit entwickeln kann. Das will man nicht zulassen. „frau“ würde ihn eher kastrieren als zu tolerieren, dass er es mit anderen Frauen treibt.

      Hypothesen#4+5: es handelt sich ganz einfach nur um Verwirrtinnen oder biologische Nachkomminnen ehemaliger Doping-Sportstars (zu viele männliche Hormone in den Anabolika).

      und schließlich das allerbanalste:
      Hypothese#6: dass v.d.L. „Chefin“ (Sie sollten sich mal dazu einige Meinungen von Seiten der Truppe anhören, mein lieber MANN kann ich nur sagen) beim Bund wurde ist ganz einfach nur bürokratisches Quotendenken (und wenn es um Bürokratie geht kennen die Deutschen keine Verwandten, da wird alles blindlings und mit größtem Zwang durchgesetzt und wenn die Welt in Trümmer geht) oder plakative Modernität einer bürgerlichen Partei, die den Grünärschen (darf ich das so sagen DON, wenn nicht bitte streichen, aber nur den einen Begriff) ein paar Stimmen abjagen wollte und auch dafür riskiert sich selbst und unseren Staat zu zerlegen.

      Es ist schon ein Kreuz, Herr Marx, auf der einen Seite „männliche“ Nerds (siehe dazu meine Bildchen oben), auf der anderen durchgeknallte Mannsweiber, die abtörnende Schnapsideen entwickeln wie Fußball zu spielen oder zum Militär zu gehen. Aber was will man machen. Unsere Zeit ist eben leider reich an Heimsuchungen. Hoffen wir alle, dass es (bei entsprechendem Wahlergebnis) nach morgen wieder etwas besser wird.

      Gott sollte dem Mensch (und dazu gehören ja auch die Frauen) ins Ohr flüstern: „geh in dich, verlass deine Irrwege, mach das Kreuz an der richtigen Stelle“.

      Es ist wohl eine Umschwungsstimmung da, man muss jetzt nur auf etwas Masse hoffen. Anderenfalls müssen eben Mavericks wie wir, Herr Marx, ihr eigenes Ding machen. Beste Grüße jedenfalls von meiner Seite, Herr Stabsarzt (ich nehme an das waren Sie, oder?).

      Naja, wir werden es ja sehen.

    • Was für ein selbstverliebtes Geschwafel
      Waren Sie wirklich Lehrer? OMG!

  14. Der alte Mann und die Berge...
    Dann schon lieber „im Regen am Passo Tre Croci erfrieren“ als
    dem Heiko und seiner Schauspielerin im Wellnessbereich begegnen.

    Was könnte schlimmer sein?

    Sehr schöner, inspirierender Text und gut, dass Sie heil wieder runtergekommen sind. Und alles ohne Navi.

    • Der Kokottennachläufer färt sivher irgendwohin, wo man seiner Frau eine Beautystory sponsort, und Merkel ist hier auch nicht. Zum Glück.

  15. Chapeau
    Meine tiefe Anerkennung. Das ist das Leben. Die Zeit zwischen den wilden Touren… das ist nur Warten. Ich hoffe, die Lungenentzündung hat sich verflüchtigt, bevor sie ausbrach? In jedem Fall: gute Erholung nach den Strapazen!

  16. Coole Nahlebenserfahrungen
    Faszinierende Begegnung mit dem eigenen Es, nicht allein aus psychoanalytischer Perspektive, gibt Es da doch auch den (verfilmten) Roman von Stephen King, oder – um an der Schraube etwas weiter zu drehen – den Carpenter-Film „Das Ding“, wie Es sich vor den arglosen Aufzugfahrern manifestiert haben muss.

    Und natürlich erinnert man sich an Elisabeth Kübler-Ross, die über Nahtoderfahrungen schrieb („Nach einem Nahtoderlebnis wollen viele Menschen ihr Leben ändern“) und ist gespannt, welchen Weg der geschätzte Blogherr künftig einschlagen wird. Über Nahlebenserfahrungen hat sie nichts geschrieben.
    Dem sozialen Tod immerhin, wie er bei verschmutzen Auftritten in schicken Hotels droht, ist der radelnde Autor dank cooler und höflicher Reaktion entronnen.

    Alle analytischen und neugierigen Assoziationen beiseite schiebend: Es bleibt dieser „absolute Wahnsinn, das alles geschafft zu haben, am Leben zu sein“. Hieße allerdings, man müsse Es, das Leben, immer wieder aufs Spiel setzen, um Es überhaupt zu erfahren oder zu empfinden.
    Klingt nach Jünger und einem fernen Echo des einstigen Kanonendonners an der Alpenfront, eventuell auch nach der Karl-Kraus-Zitatmontage „Der Dolomitenkrieg“ oder nach Hemingways „A Farewell to Arms“, ggf. abzuwandeln in „A Farewell to Bikes“.

    Man zieht respektvoll den Hut, passend den federgeschmückten der Truppe Alpine, vor der „faulen, verweichlichten, übergewichtigen S**“, die es bei allen Irrwegen und defätistischen Anwandlungen schließlich geschafft hat – und verkneift sich, am Ende gar Leni Riefenstahls TDW zu zitieren.

    Klasse Bilder, klasse geradelt und geschrieben!

  17. Das ist Leben
    Lieber Don
    Bis jetzt habe ich nur mitgelesen. Aber diese Beschreibung des schönen Ausflugs schreit nach einem Lob. Erinnerungen an eigene, ähnliche Erlebnisse werden wach, am Galibier, der Grimsel, und ja, auch in den Vogesen. Es braucht diesen Kontrast, um sich zu erfahren, zu erleben, zu leben (und um das warme Bad zu schätzen). Fantastisch!

    • Gern geschehen! Ich weiss auch nicht, ob man so etwas mal gemacht haben muss, aber ich für meinen Teil wachse an so etwas. Deshalb macht man es vermutlich.

  18. Alles und Nichts
    Lieber verehrter Don,
    ich bewundere ihre Sprachgewalt, ihre Wortbilder, ihre „pfeifende Lunge die an der Lungenheilstaette“ vorbeifaehert.
    Ich bewundere ihre Energie, die sich auch in ihrer Sprache ausdrueckt. Ihren Text muss man nicht interpretieren, denn wie alle guten Texte interpretiert er sich von selbst.
    Ja, das ist die Sprache die mir gefaellt, die mich beruehrt.
    In diesem Text, also in ihrer Sprache ist die Weite der Welt, ist die Eroberung fremder Laender, ist das Abenteuer der Wueste Gobi und des wilden Kurdistan ebenso zuhause, wie der Atem in der Lunge und das Blut in den Adern und Venen eines pulsierenden Koerpers.
    Meinen Respekt.

    • Bitte. Sie haben bei so einer Tour ja wirklich lange Zeit sich zu überlegen, was Sie darüber schreiben, und das muss man nur noch zusammensetzen. Es ist also gar nicht so schwer. Die Strecke macht den Beitrag.

    • Ja, die Sprache hat auch mir so gut gefallen,
      dass ich glücklich glucksend zu Bett ging und heute Morgen mein erster Gedanke zum Text zurückkehrte und damit das glückliche Glucksen.

      Die Vorstellung der Abfahrt, an der Abfahrt vorbei und wieder rauf müssen macht nicht schadenfroh, man flucht und kehrt mit um.

      Dieser Fahrbericht ist für mich grad der beste aller Don-Texte übers Radfahren in den Bergen.

    • Man muss aber sagen, dass es eine schöne Abfahrt mit tollen aussichten war. Ich bedaure nichts!

    • Das wäre ja auch noch schöner
      Da hätten Sie sich vor Ärger unten, einfach weitergefahren zu sein, hinten reinbeißen mögen.

  19. Das "Monster von Malcantone"
    Lieber Don Alphonso,

    vor zwei Tagen hatten wir hier wieder unser kleines Zusammenkommen und es sorgt stets erneut für Aufsehen, wenn in so einem kleinen Ort mit gerade mal 300 Einwohnern, am Abend plötzlich zehn bis 15 mal das Taxi vorfährt und meine Gäste, die vom Airport Lugano kommen, hier eintreffen.

    Auch, wenn wir tagsüber hier noch so um die 23 Grad haben, wird es am Abend doch schon recht kühl und es war angenehm am offenen Kamin, über Musik, Filme und Ausstellungen, die wir besucht haben, zu sprechen und nebenbei war auch Gelegenheit für diverse geschäftliche Pläne, die notwendigen Verbindungen herzustellen.

    Es ist auch nicht ungewöhnlich, daß meine Gäste hin und wieder einen guten Freund oder eine Freundin mitbringen wie es auch dieses Mal der Fall war.

    Antonio brachte einen jungen Mann mit, seinen Namen möchte ich lieber nicht nennen, der jedoch mit unseren Gepflogenheiten wenig vertraut, eine ungebührliche Zeit für sich in Anspruch nahm vom „Monster von Malcantone“ zu berichten.

    Ein junger Mensch, der mich ein wenig an Sie erinnerte, und ständig von seiner Naturverbundenheit schwärmte, welche sich jedoch darauf beschränkte mit einem Fahrrad möglichst schnell, kilometerfressend durch das Malcantone zu fahren.

    So begann seine Beschreibung mit dem Start seiner Malcantonetour in Gravesano und den dort anstehenden 22 Kehren mit einer Steigung von durchschnittlich 12%, die er bewältigen mußte. Es folgten erneut Steigungen und Prozentangaben für diese bis zu 19, was immer dies auch für selbstauferlegte Plagen gewesen sein mögen. Auf jeden Fall war es für unseren doch mehr kulturell orientierten kleinen Kreis sehr ermüdend die gebotene Contenance für die nicht endende Tourbeschreibung zu bewahren. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auch nicht weiter in Anspruch nehmen und werde Ihnen den Rest der ermüdenden Beschreibung in der „aggressiven Steigungen“ über Novaggio, Astano bis Maccagno ausführlichst beschrieben wurden, ersparen.

    Diese Fahrradtour der Plagen wird wohl in solchen Kreisen das „Monster von Malcantone“ genannt. Wohl als Beweis der erbrachten Männlichkeitsdarstellung, blieb uns unter anderem nicht erspart auf einem Handy Selfies zu bewundern, die den Erzähler auf seiner Tour durch die Landschaft und die Dörfer des Malcantone zeigten, womit er offensichtlich ebenso seine Naturverbundenheit demonstrieren wollte.

    Der Abend war doch ein klein wenig eingetrübt durch diesen kleinen Fauxpas und Antonio war es besonders peinlich.

    Wir lieben ja auch die Natur, doch mehr im Sinne wie es Oscar Wilde im Dialog von Cyril und Vivian in der „Der Verfall der Lüge“ beschreibt.

    Vielleicht ist die Begründung der Naturverbundenheit ja einfach mal so dahingesagt, um dem Machogehabe einen gesellschaftlichen Überbau zu geben.

    Ach ja, vor wenigen Tagen schrieb Silke Wichert in der NZZ von der Modejournalistin Terry Newman und ihrer Publikation „Legendary Authors and the Clothes They Wore“.

    Es geht in Terry Newman Buch um „Stilvolle Literaten“ und wer würde da nicht auch gerne Don Alphonso als Zierde der FAZ sehen wollen?

    Jedoch Ihre heutigen Zeilen und Ihre Selbstbeschreibung erinnern doch mehr an den Satz:

    „Wer etwas im Kopf hat, benutzt ihn für Wichtigeres als frivoles Herausputzen. Das gilt insbesondere für Politikerinnen, siehe Angela Merkel.“,

    der in diesem Artikel zu lesen war.

    Na dann bis zum nächsten Mal

    Mit herzlichem Gruß

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    PS:
    Nach diesem Abend berichtete mir am darauffolgenden Tage ein Bekannter, daß die Tour sogar auf einer webseite beschrieben wird. Wahrscheinlich hat der junge Mann den Text auswendig gelernt:
    https://www.outdooractive.com/de/rennrad/tessin/das-monster-von-malcantone/108605926/

    • Sehr hübsch, das erinnert an den Penegal, der wird nach oben hin auch immer steiler.

    • Der Abend war doch ein klein wenig eingetrübt
      Der Abend war doch ein klein wenig eingetrübt durch diesen kleinen Fauxpas und Antonio war es besonders peinlich.

      Es ist doch immer wieder schön wenn man auf jemanden
      hinabblicken kann. Der junge Mann wird sicherlich
      eine andere Gruppe finden die seinen Interessen eher entspricht.

      Oder er passt sich an weil er auch andere Interessen hat,
      wie sich viele anpassen weil sie bestimmte Interessen
      haben.

      Sie beschreiben das ja sehr schön:
      …Gelegenheit für diverse geschäftliche Pläne, die notwendigen Verbindungen herzustellen.

      Und später Dr Merkel lobend?

      Da frage ich dann schon was sie hier machen
      außer Werbung in eigener Sache.
      (objectbe.blogspot.com)
      Ich werde die Seite sicherlich nicht besuchen

      und Dr. Merkels äußeres ist wie bei allen
      wahrscheinlich zweckdienliche Fassade.

      Am Berg benötigt man anderes als im Kanzleramt
      oder in der Sauna.

    • Eine Idee habe ich noch
      Sagen sie das nächste mal der dann betroffenen
      Person das sie das was sie sagt nicht interessiert.
      Gerne auch mit dem Hinweis das sie sich lieber
      mit etwas anderem beschäftigen es also
      gar nicht um die Person selbst geht.

      Das hier zu berichten führt wahrscheinlich nicht
      zur Freude aller Leser.
      Was sie betreiben ist der übliche Mobbingansatz.
      Man redet schlecht über andere Leute anstatt
      sich mit ihnen direkt auseinanderzusetzen.

      Das muss man ggf üben.

      Das wir hier über die Regierung herziehen
      ist dem Umstand geschuldet das sich die
      Personen nicht in Reichweite befinden.

      Ein Schlagabtausch untereinander ist
      hier ja nicht unüblich.
      Nur dicke Soße über alles wäre auch langweilig.
      Man sollte sich aber in irgend einer Form
      innerhalb der Gruppe bewegen.
      Zu viel Zwang gibt es hier ja nicht.

    • Ich wollte mich ja nur noch angemessen aufregen OjekteBe
      Was sie machen ist ja nicht ungewöhnlich.
      politisches Kabarett funktioniert ja so ähnlich
      Hier Josef Hader zum Thema bei ca 15:30

      https://www.youtube.com/watch?v=6zJAqvLZqKQ

      Kurz gesagt, man macht Witze über Leute die gerade nicht da sind.
      Leider fiel mir das Video erst danach ein.
      Seien sie mir nicht böse. Der Grundsatz dinge dort zu lassen
      wo sie auftauchen ist davon unberührt,
      ich nehme aber an das sie das können.

    • @ Klaus Keller
      Das habe ich mal auf einer (Damen) Geburtstagsfeier erlebt. Als die ersten zwei gingen, wurde über die gelästert usw. Ich habe dann lachend gesagt, dass ich als Letzte gehe, damit mir das nicht passiert und habe mich schleichend ausgeklinkt. Solche Leute mag ich nicht.

      Es wäre doch ganz einfach, zu dem Antonio zu sagen: hör mal, wir sind hier alle nicht so sportlich wie du, können uns jetzt ein Bild machen und würden gern zu einem anderen Thema wechseln.Ich denke auch, dass das Objekt übertreibt…Manche drehen sich halt nur um sich selbst.

    • An Philomena: Ein schönes Beispiel
      Die Frage ist wie man es angemessen kommuniziert.
      Ich kann das auch nicht immer. Meine Erregung
      ist manchmal schneller als der Verstand und
      dann gehrt es schief.

      Ihre Variante mit Humor ist natürlich bestens.
      Sie haben gesagt was ihnen missfällt.
      Sehr schön.

    • zum Fremdschämen
      Ich finde das auch peinlich. Wahrscheinlich hat er keine connections, der junge Mann, er fährt ja auch nicht Taxi, sondern Rad.
      Ich dachte, ich lese nicht recht.
      Nun hat Antonio ihn vielleicht mitgebracht, weil er möglicherweise wusste, dass sie den Don liest. Nun ja, bloß hat der Don etwas Geld, arbeitet bei der FAZ, und vielleicht hat er auch ein paar connections.
      Das Radfahren ist auch relativ. Bei Armen ist es eine Nullnummer, jedenfalls in solchen Kreisen.

    • @ representative men - Klaus Keller
      Lieber Klaus Keller,

      gute Güte, Sie scheinen ja richtig unter Druck zu stehen.
      Die Heiterkeit und der Genuß des Lebens sehen eigentlich kein Bedürfnis zu Ihren Gedanken Stellung zu nehmen.

      Doch nein, da war doch etwas:

      „Da frage ich dann schon was sie hier machen…“

      schreiben Sie, was ja im Grunde bedeuten soll, daß Sie es störend für diesen Blog sehen, wenn ich hier so gerade schreibe was mir durch den Kopf geht.

      Als ich Ihren, sicher wohlmeinenden, Ratschlag: „Sagen sie das nächste mal der dann betroffenen Person das sie das was sie sagt nicht interessiert.“
      gelesen hatte, was in Ihrem Sinne wohl bedeuten soll die Dinge gerade heraus, ungeachtet gesellschaftlicher Verhaltenskodizes direkt zu benennen, fragte ich mich ganz im Stillen, weshalb gerade Menschen wie Sie nicht den Hauch von Mut besitzen geradeheraus und direkt zu sagen, daß Sie Kommentare von einer cortigiana onesta in diesem Blog nicht wünschen.

      Doch in unseren Kreisen lebt man eben mit dem Decorum und ich würde meine stillen Gedanken niemals laut formulieren.

      So verbleibe ich gerne noch mit ganz wenigen Gedanken bei Ihnen und Deutschland, wo man jetzt wieder wählen darf.

      War da nicht noch was ?

      Ach ja,

      Joseph de Maistre´s Gedanke: „Demokratie funktioniert auch deshalb nicht nach wirklich demokratischen Prinzipien, weil „man in einer Republik nur in dem Maße zählt, wie Geburt, Verbindungen und große Talente uns Einfluss verleihen“.

      Was heißt: „Der einfache Bürger gilt in der Tat nichts.“ Und deshalb sollte man Herrschaft auch als etwas Notwendiges bejahen, anstatt Gleichheits- Illusionen anzuhängen.“

      Irgendwie hatte er schon recht, meine ich doch.

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Salon
      Aha! – Da trifft sich anscheinend so eine Art Prekariat „plötzlich“ eintreffend bei Ihnen, um „Verbindungen herzustellen“, ins Sozialamt oder wohin noch? Denn echt gar keiner von Ihren Gästen kommt mit dem Hubschrauber?

      Und keiner schneidet dem Poser den langweiligen Erzählfaden ab bzw. läßt ihm die Luft aus dem Rennreifen?

      Der Salon der Anna Pawlowna Scherer war da schon von einer höheren Klasse.

    • Das Monster von Lugano
      Was meine Großmutter hatte, Madame, das haben Sie ganz offensichtlich nicht:
      Herzensbildung.

      Oh, Oma hatte auch connections, aber zu Bauern. Das half ihr über die Kriege.
      Sie, Madame, würden in den ersten Monaten verhungern, denn in Kriegen sind Ausstellungen schlicht nicht wichtig.

      Oma, die meine, hätte Ihrem Gast die halbe Nacht zugehört. Fasziniert wäre sie gewesen. Dabei hätte sie ihm Brote mit selbstgemachtem Pflaumenmus bestrichen, Tee eingeschenkt und gelächelt, was sie immer tat. Leider sind solche Menschen tot.

      Mein Vater hätte auch zugehört und dabei beschrieben, wie ihm mal auf einem Berg die Bremsen (Auto!) versagten und wie er dann elegant runterrollte. Mit Automatik kriegen Sie sowas nicht hin, höchstens mit DKG. Wissen Sie nicht, was das ist, Madame, macht nichts, es wird Herbst. Bald macht wieder eine schöne Ausstellung an den Plätzen der Großen auf, irgendwo zwischen Wien und New York City.

      Ich kannte mal eine Frau in der Schweiz, Deutsche, die flog alle vier Wochen zum Friseur nach New York. Die würde besser zu Ihnen passen, und wir verstehen das hier alle. Schließlich wollen wir auch nicht jeden an der Tafel sehen, vor allem nicht, wenn er gar nichts erzählen kann. Haben Sie ein schönes Wochenende!

    • An ObjectBe: Ich nehme die Gelegenheit zum üben war
      Ich lese etwas und ärgere mich.
      Über die Person kann ich mich eigentlich
      kaum ärgern da sie ja nicht da ist,
      also muss es damit zu tun haben was da steht.

      Sie schreiben im Blog eines Radfahrers
      etwas über einen anderen Radfahrer
      und das klingt nicht sehr schön.

      ggf ist es mit den Geschichten über das
      Radfahren wie mit anderen Dingen.
      Es kommt auf die Situation an.

      In ihrem Salon offensichtlich ein unpassendes Thema,
      hier nicht.

      Das zweite Ärgernis für mich ist ihr Umgang
      mit der Situation.

      Ich kenne viele Leute die sich lieber die Zunge
      abbeißen als zu sagen was sie denken.
      Man kann dann immer nur Mutmaßungen anstellen.

      Man kann nicht nicht kommunizieren
      meinte P. Wazlawik. Die Schwierigkeit
      ist das dieses verbale nicht kommunizieren
      auch bewertet wird.

      Ich mache einen Ausflug in die Politik.

      Wenn es etwas gibt was viele
      stört und Journalisten oder Politiker
      nichts dazu sagen wird dass
      nicht thematisieren auch bewertet.

      Lügen oder Lückenpresse
      ist dann der Vorwurf oder
      die etablierten Parteien tun nix.

      Die Frage ist ggf noch:
      Was erwarten die anderen Besucher des Salons
      von der Leitungsfähigkeit der Gastgeberin.

      Manchmal spielt dann einer der Gäste
      die Rolle desjenigen der unerfreuliches
      anspricht.

      Ich mache das ganz gerne.
      Don teilt hier aber auch aus
      so das dies eigentlich gar nicht mein Job ist.

      Da sich hier so etwas wie eine Gruppe
      herausbildet reagieren aber auch andere
      Gruppenmitglieder auf Abweichungen.

      Danke das sie sich als Objekt zur Verfügung stellen.

    • gefühlt 5 k?
      kwt

    • Hilfestellung
      @ Object

      Zwei freundliche Hinweise:

      A. Beschäftigen Sie sich mit den Kommaregeln.

      [Ihre Einsendungen würden dadurch vielleicht nicht erträglich, aber verständlich.]

      B. In jedem Artikel / Brief / Beitrag steckt ein kürzerer. Könner lassen den raus.

      [Eine herablassende Story über jugendfrisch-unverbogenes Gehabe des Anhängsels irgendeines Antonio noch zu verlängern durch die mokante Schilderung des Aufsehens, welches das Taxi Ihrer vom „Airport Lugano“ (wow, Airport Lugano, how very impressive) kommenden Gäste angeblich erregt (Object allein unter 300 Hinterwäldlern), lässt uns wünschen, dass Sie diese Stufe rasch erklimmen mögen.]

      Gruß,
      C.
      Ceterum censeo Europam esse construendam

      P.S.:
      Nur damit Sie alles einordnen können:
      Meine Frau und ich hatten über’s vergangene Wochenende 30 Gäste aus 15 Nationen, die nicht in Lugano, sondern auf einem richtigen Flughafen ankamen, ohne dass wir uns jemals in einem Blog oder wo auch immer darüber verbreiten würden, was wir mit denen am offenen Kamin besprochen haben.

    • 30 Gäste aus 15 Nationen? Nur 30? Aus 15 Nationen?
      Da geht doch bestimmt noch mehr. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Frau Merkel.

    • Eine pro-Stimme ...
      Von mir, meine ganz persönliche Meinung, ist die, dass ich die sprachlich gut formulierten, mit Zitaten verzierten Beiträge von Fr. Objectbe vermissen würde, würde sie sich ( hoffe nicht) dazu entschließen, hier im Blog nicht mehr zu kommentieren.

      Lieber Civilitas, wir würden uns freuen, wenn Sie auch von Ihrem Empfang erzählen würden.

      Lieber Don, dieser Artikel von Ihnen, ist bei weitem das Schönste, was ich von Ihnen je gelesen habe. Congratulations …

      Ich wünsche mir ein Überraschungsergebnis bei den BT-Wahlen und Allen hier in der Blog’gemeinde‘ einen schönen Tag …

    • @El.Pe, da schließe ich mich an.
      Auch ich lese objectBe sehr gerne und würde sie vermissen.

  20. Es ist auch eine Art Wellness, was Sie da treiben, ...
    … dennoch bitte ich Sie, noch lange zu leben und viel zu veröffentlichen. Also wirklich, „am Straßenrand begraben werden“, das könnte doch jeder!

    • Aber es ist wirklich hübsch dort, und auf dem Friedhof ist man unter lauter Leichen. Das ist ja widerlich!


    • *krchchchgnihihi* YMMD
      Kriege mich kaum ein vor Lachen ob dieser sonderbar skurrilen Begründung. Die überstandene Frostphase scheint den schwärzlichen Humor sehr zu befördern.

  21. Wahsinnsschilderun;
    Sie sind mein Held.

  22. Was ein Heldenepos
    Was ein Heldenepos! Vielen Dank! Ich hörte mental Wagner beim Lesen…
    Noch ein paar dieser Artikel und ich fange auch damit an!

  23. Die große Ratlosigkeit ...
    … denn was ist die Steigerung von *grandioser geht´s nicht*???
    Tiefste Verbeugung, Don, für eine Reisebeschreibung der besonderen Art. Kann eigentlich nur jener Leser echt empfinden, der
    a) schon mal Radfahren im Selbstversuch genossen hat
    b) die Gegend kennt
    Es ist von all Ihren zahlreichen sehr guten Texten der mit Abstand beste, Gänsehautfeeling provozierende und produzierende. Danke!

  24. Eroici unter sich:
    Gratulation! Sehr schön! Sind Sie eigentlich in zehn Tagen auch in Gaiole? Und falls ja: Welche Strecke nehmen Sie in Angriff? Vielleicht sieht man sich ja, bzw. wenn ich Sie sehe, spreche ich Sie an. Gruß!

    • Ja, ich bin da. Entweder mit dem Rufa oder mit einem hellblauen Wohlhauser oder einem grün-schwarzen Viking. Und wenn es geht, fahre ich die 135.

  25. Haha
    Wirklich schön. Das Blöde ist, dass wir ja keinen Blog darüber lesen können werden, wenn du wirklich mal drauf gehst.

    Ich hoffe jedenfalls, dass es noch lange nicht so weit ist und nehme gern mit diesem Heldenepos vorlieb. Laut gelacht.

    Ich frage mich, was statt der Wellnessmäntel eine stärkere Pointe gewesen wäre. Man ist am Ende schon so auf deiner Seite, dass man den Kontrast gar nicht mehr braucht. Du nimmst einen, vielleicht aus Versehen, zu was Anderem mit. Das Schimpfen auf das eigene Übergewicht war natürlich die Stelle, wo man lacht … ich frage mich, ob du mal endlich da ankommen wirst, wo es wirklich nur noch Rausch ist und keine Quälerei.

    Du weißt schon, dass der eigentliche Schock das Selbstportrait ist. Da weiß man gleich, dass es knapp gewesen sein muss.

  26. grandios
    Grandiose Fotos, grandiose Erzählung!

    • Auch grandiose Erzählung aus dem ehemaligen Mutterland des ehemals ...
      Josephinischen (II) Anpezo
      Leute, schaut Euch mal an was die ehemaligen Besitzer von Ampezo heute so an Narrativen raushauen.

      Auszug aus unterem Link

      „Positive Transferbilanz

      Der Fokus liegt dabei auf jenen 13.500 Personen, die schon seit mindestens zehn Jahren in Österreich leben. In dieser Gruppe beläuft sich das Nettosteueraufkommen – die sogenannte Transferbilanz – auf jährlich durchschnittlich 3.050 Euro pro Person. Die positive Transferbilanz bedeutet, dass mehr Steuern ins Sozialsystem eingezahlt werden, als Sozialleistungen beansprucht werden.“
      .
      Jetzt finde ich aber wirklich keinen Eimer mehr der groß genug wäre….
      .
      Aha, 13500 „ausgesuchte“ Personen die mehr als 10 Jahre in A leben. Die sollen also mit dem „Überschuss“ von 3050 € p.a. im Resterwerbsleben die zuvor erzeugten Kosten kompensieren?
      .
      Ich glaube es wird Zeit, dass uns die Österreicher einmal aufklären.
      .
      https://fluechtlinge.wien.gv.at/site/news/2017/02/14/studie-fluechtlinge-zahlen-mehr-als-sie-kosten/
      .
      speib…
      (DdH)

    • Nicht nur daß,
      diese Nettozahlungen müssen auch ausreichen, die Pflege bei Demenz und das künstliche Hüftgelenk im Alter zu bezahlen, und für die Rente ist damit womöglich auch noch nicht vorgesorgt.

      Raffelhüschen errechnete seine 450 000 € Kosten pro Kopf unter der Annahme, daß die Leute nach 6 (sechs!) Jahren auf dem durchschnittlichen Niveau der Bundesrepublik arbeiten.

      statista sagt dazu: „Im Jahr 2016 betrug der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland 3.703 Euro.“

      Was wird wohl mit den 450 000 € passieren, wenn die 3.703€ pro Monat verfehlt werden?
      Oder der Eintritt in den Arbeitsmarkt später stattfindet, sagen wir nach sieben Jahren, oder nach 12?

      Der Steuerrechner des BMF kommt für 3700 € auf eine Steuerhöhe von 7.669,00 Euro zzgl. 421,79 Euro Soli.

      Der Beitrag der österreichischen Migranten verfehlt also, wenn wir der Einfachheit halber vergleichbare Annahmen und Steuersätze unterstellen, die für das Niederhalten der Kosten Steuerzahlungen um saftige 5000 Euro pro Jahr.

      Prost.

    • Achtung, Bekanntmachung für alle, die es noch nicht wissen.
      Durch meinen Steuerberater erfuhr ich, dass manchem die Augen tränen, wenn er/sie eine Privatentnahme (aus Gewerbe) generiert, weil die Kirchen inzwischen mit abzocken. Das hat man klammheimlich eingeführt, auch bei Verkäufen immer 8% von der Steuer.Bei jedem angeblichen Gewinn sind die dabei.
      Wohl dem, der keiner Kirche angehört.⛪️

  27. Es wabert das Gewölk und dräut das Gebirg
    Haha, mondänes Erfrieren in Cortina d’Ampezzo. Schöner Text wieder mal. „In einer watteweichen Wolke von Wohlgerüchen und Wärme dem Alltag entgehen“ – Sie sind mir ja ein Wagnerianer, mein Lieber? Woge, du Welle, wagala weia!

    Ich wollte in Bayreuth gestern wieder meinen Bestellwunsch für August 2018 unterbreiten. Das geht seit wenigen Jahren auch online. Um sich zu registrieren, öffnet man also diese Seite:

    https://ts.bayreuther-festspiele.de/de/registrierung

    Bei „Anrede“ ist alles noch einfach: Herr – Frau. OK. Kein Gender.

    Aber bei „Titel“ kam ich ins Grübeln, denn die Auswahl aus dem Dropdown-Menü ist riesig: Dr. – Prof. Dr. – Konsul – Generalkonsul – Baron/Baronin – Freiherr/Freifrau – Fürst/Fürstin – Prinz/Prinzessin – MdL – MdB – Staatsminister/Staatsministerin – Bundesminister/Bundesministerin – Bundeskanzlerin – …

    Moment mal.

    BundeskanzlerIN?

    Die müssen sich ja ganz sicher sein, wer nächsten Sonntag gewählt werden wird!

    • Das war eine, sagen wir mal, überzogene Spielerei mit Werbeversprechen aus der Wellness-Szene. Es gibt da in einem Wirtschaftsteil so eine Autorin, die da eine gewisse Affinität hat, deren PR-lastiges Texteln habe ich aufgegriffen.

    • Muß ein schöner Beruf sein, so PR-Texteln für Wellness.....
      .
      .
      ..
      ähnlich wie Adelsexpertin , und dann ist sie selber eine G’worfene .

    • Oder Foodblogger oder Auto Social Media Macher.

    • Also, beim Foodblog gibt's schon ganz gute Rezepte ,
      .
      . gestern ein chicken tandoori nach „Bombay Chef’s“ Videoblog gemacht,
      der ist Inder , und hat mit ein paar Mythen aufgeräumt .

      Take it from the horse’s mouth ,sozusagen.

      Aber ja, da gibt’s schon auch industrielle Stilblütenproduzenten, die sich vor dem Essen und seinen Zutaten peinlich niederkniien ,

      und snobbige AffenInnen , die den Appetit mehr verderben, denn fördern.

      Ich eß‘ wirklich gern , jetzt halt deutlich weniger , aber eine Religion mach‘ ich draus nicht.

    • Götterdämmerung
      gab es schon mehrmals in Germanien. Aber in einer Ära von Quoten wäre es Zeit für eine Göttinendämmerung nach dem nächsten Sonntag.

    • Der germanische Stabreim
      gibt der Textstelle eine besondere erzählerische Wucht …

  28. Die Letzten sollen die Ersten sein,
    werter Don und Schönwetter kann (fast) jeder Radler.Man leidet und friert mit Ihnen.Brrr. Eine Mordstour,alle Achtung dafür, wie überhaupt für alle Ihre Gedanken auf diesem Weg.Ich bin sehr beeindruckt.

    Der Rauch zieht nach unten auf einem Bild, was weiterhin schlechtes Wetter bedeutet. Erst, wenn er wieder senkrecht steigt, schlägt es um.
    Als ich Misurina las, erinnerte ich mich an eine Übernachtung am See dort.
    Der vom Wirt kurz zuvor geangelte Fisch war eine Klasse für sich.

    Übrigens hatten wir hier heute den ersten Rauhreif, der im Kalender festgehalten wird. 100 Tage später gibt es dann eine geschlossene Schneedecke. Mal sehen, ob es heuer wieder klappt trotz des Kimawandels.

    Schön, dass Sie uns wohlbehalten teilnehmen lassen können und sich offensichtlich nicht erkältet haben.

  29. Es gibt da so kleine elektronische Helferlein, Navi genannt.
    Mir, dem Zweiräder nur mit Motor behagen, sind diese Pfadfinder mittlerweile unentbehrlich geworden. Der größte Teil der Alpen ist ja in der Hand von Völkern, die sich der, auch Maut genannten, Straßenräuberei widmen. Daich grundsätzlich Ausweichstrecken bevorzuge, kenne ich die Situation des Verfahrens in den Bergen gut. Erschwerend kommt beim motorisierten Fahren hinzu, dass irgendwann der Treibstoff zu Ende geht und in kleinen Bergdörfern selten Tankstellen zu finden sind. Immerhin können Sie in solchen Situationen auf Ihre Fettpölsterchen zurückgreifen. Die hätte ich zwar auch, aber an meinem Fahrzeug fehlt eben die entsprechende Tretkurbel.

    Ihnen und allen von mir bergauf überholten Pedalrittern gehört dennoch mein uneingeschränkter Respekt ob der notwendigen Willensstärke. Erst recht bei Abfahrten, bei denen die Abwärme der Muskeln entfällt und ich mir vorstellen kann, dass es dann in der dünnen Radlerbekleidung doch recht frisch wird.

    • Navi für Weich...
      ich mag sie nicht, diese extrem lauten Knattermaschinen, die die Bergruhe schänden. Und wo die Benutzer auch noch zu geizig sind, um die von ihnen benutzte Straße mit zu bezahlen. Und deshalb auf noch ruhigere kleine Wege ausweichen.

      Wenn dieser ganz bestimmte Krach nicht wäre, den spezialisierte Audio-Ingeniöre sich für diese Maschinen ausdenken (wie die Geräusche der zuschlagenden Türen bei Pkws) , dann gäb’s viel weniger davon. Denn ohne diesen „maskulinen“? Krach kauft’s doch keiner mehr.
      (ich war auch mal jung & doof und hab‘ versucht, diesen Krach mit dem Moped auch hinzukriegen: Filter aus dem Auspuff genommen, etc. hei, was war ich da aber laut und stolz!).
      Und dann aber: Navi. Irgendwie passt das nicht zusammen.

    • Aus dem Alter, wo es auf Dezibel ankommt, bin ich raus, also keine Sorge.
      Die Maschine, mit der ich letztens auf dem Weg von Genua nach D in den Alpen unterwegs war, ist leiser als die meisten PKW. Die Mautstraßen meide ich nicht aus Geiz, sondern wegen des Landschaftserlebnisses. Die Strecken, auf denen die verhinderten Rennfahrer unterwegs sind, meide ich möglichst auch. Auf den von mir präferierten Wegen begegne ich, vorwiegend in Italien, eher Einheimischen auf stinkenden und knatternden Zweitaktern. Im Übrigen sind auch viele Sportwagen mit extrem lauten Auspuffanlagen unterwegs. Da tun sich die Zwei- und Vierradszene nichts.

  30. Begrabt mich dort an der Biegung der Straße. Wo bleibt da die Romantik?
    In der „guten“ alten Baumwolljersey- und -hosenzeit stopften sich die Friedensfahrer immer Zeitungen (ND!) gegen den Fahrtwind oder Ölpapier gegen die Nässe unters Hemd und vor die Brust. Das sollte doch mit FAZ % Co auch gehen. Besseres Papier und viel, viel dicker. Wenn schon Stil, dann aber auch komplett. Und Plastemützen gab’s damals ja auch nicht. Aber Lederkappen, die auch hübsch das Wasser ansaugten, und wie die Plastemützen weder Knie, Handgelenke, Hüften noch Ellenbogen schützten. Und auch den Kopf nur ausnahmsweise mal.

    Alter Tipp:
    Schutzbleche möglichst tief runterziehen und unten mit einer aufgeschnittenen Plasteflasche verbreitern. Dann bleibt schon mal viel vom Wasser weg, das von unten kommt.

    Und für bzw. gegen das Übergewicht ließe sich u.a. mit Fasten was machen. 10 Kilo hat jeder Wohlstandsbürger zuviel. Jeder! Einen gut gefüllten Eimer Wasser weniger Gewicht am Leib merkt man ganz extrem. Man fährt (und lebt) dann sehr viel unbeschwerter.

    • Mit 1,81m und athletischem Körperbau sind 87kg OK,
      .
      .
      . oder zumindest nah dran.

      also sicher keine zehn Kilo zuviel.

    • Zehn kilo
      Stell ich mir immer als Wurstaufschnitt vor, den man auf den Körper bappt.
      Derf’s a bisserl mehr sei, Herr Äähhhh

    • Nicht alle
      „10 Kilo hat jeder Wohlstandsbürger zuviel. Jeder!“

      Na.
      Ich, stolzer Wohlstandsbürger mit Werten, zu denen Erscheinung gehört, hatte das nie.

      Aber nebenbei, was Don da von sich beschreibt, macht Muskelmasse, und das darf er wiegen. In Bayern gilt das eh als verhungert. Isst halt koa Haxn, der Mo.

    • Jeder, wie er mag, keine Frage
      Ich für meinen Teil denke bei Übergewicht immer zuerst an die armen Knie, die das alles tragen müssen. Von den späteren Folgeschäden ganz zuschweigen.
      Hüpfe lieber leicht durchs Leben. Und nicht nur das Radfahren, nein, auch der Sex…..

      Wollte eigentlich noch ein paar Fotos… Aber dann doch lieber nicht. Spätestens wenns dann Adipositas genannt werden muss, siehts einfach nicht mehr schön aus. Stört übrigens auch bei vielleicht schon bald erforderlichen Fluchten jeglicher Art.

      Darauf eine große Haxe mit nem Pfund Kartoffeln und ordentlich Sauerkraut.


    • 10 Kilo hat jeder Wohlstandsbürger zuviel. Jeder!
      Ist gar nicht wahr!
      Manche nämlich auch 20 oder 30!

      Davon ab: nicht nur Pölsterchen, auch Muskeln machen schwerer.
      1,81 m mit 87 kg klingt nicht grad wampert.

    • Ich bin nicht zu dick!
      Ich bin nur zu klein (1,85) für mein Gewicht (~98kg) !!
      Immer diese Diskriminierungen, und das so kurz vor dem Wochenende…

    • Ein Mann, an dem nix dran ist
      an dem man sich womöglich blaue Flecken holt, ist kein Mann. Nicht für mich, am Mann muss was dran sein, er muss standhaft aussehen und vor allem auch sein. So standhaft, dass Frau sich mit Anlauf an ihn ranschmeißen kann, dann isser genau richtig.

    • Das Problem ist nicht das Gewicht an sich
      sondern der Fettanteil.

      Wenn sie anfangen zu trainieren ist es am besten
      das sie sich nicht wiegen sondern darauf
      achten ob sie besser werden.

      Wenn sie Muskelmasse aufbauen
      legen sie ggf an Gewicht zu,
      es ist aber wahrscheinlich
      das sie Körpervolumen abbauen.

      Dem Prinzip nach wäre ggf ein Ziel
      das die alte Jeans wieder passt
      und sie leichter die Treppe hinauf kommen
      auch wenn sich das Gewicht zunächst
      nicht wesentlich verändert.

    • Dialekt @Oberländer
      für Zuagroaste ist tabu, Herr Oberländer.

      Warum? Fremdaneignung, unvollständig verstandene.
      Gehört Bairisch eigentlich zu den 8 Sprachen, in denen Sie eine Bestellung aufgeben können, Nahrung zu einer Tageszeit betreffend?

      Ich wiederhole mich, Herr Oberländer, aus Gründen.

      Ich für meinen Teil muss erst noch schauen, dass ich 3lagiges Toilettenpapier in den Ländern bestellen kann, in die es mich verschlägt.

      Obwohl, und da könnten wir wirklich von den Golddurchwirkten lernen:
      Die Reinigung mit Wasser nach erfolgter Defäkation ist der mit Papier vorzuziehen.

    • .
      ’standhaft‘, sie hat ’standhaft‘ gesagt!

      [und amüsiert wieder ab.]

    • Oh Sie Schelmin
      nun bin ich auch noch rot geworden. Solche Hintergedanken aber auch, wenn man nicht an alles denkt…

    • Zoin des kann i
      Bestellung auf bairisch:

      Na, das können nur die Kinder, die san da geborn.
      Was ich dann kann:

      Zoin!

      Und da ich immer zoin muss, darf ich auch bairische Inseln einstreuen.

  31. Vielen Dank
    lieber Don. You made my day. Ich habe gelacht und mitgefühlt. Und die Dame im Fahrstuhl war nicht entzückt unverhofft einem echten Kerl zu begegnen?
    Mir ging es letzte Woche ähnlich, als ich durchnässt und verdreckt nach der Bergtour in die Almwirtschaft kam und die Wirtin beruhigt zur Kenntnis nahm dass ich mich in die hinterste Ecke verziehe. Mit dem zitierten Hans Kammerlander war ich vor vielen Jahren bei einer 24 Stundenwanderung unterwegs. Ein aus Berufsgründen gequält mitwandernder Journalist fragte die Teilnehmer reium warum sie sich sowas antun. Also eine ganze Nacht durch die Berge wandern und am morgen bei Sonnenaufgang lieber draußen in der Kälte vor der Hütte bleiben, nur um zu sehen, wie die Berge von oben herab hell werden. Einer hat ihm dann geantwortet: „Wenn du das fragen musst, wirst es eh nicht verstehen.“ Danach war er eine Weile still.

    • Antwort
      Weil Mann Es kann!!

      :-))

    • Wellness sucks!
      Zitat darkmark: „Wenn du das fragen musst, wirst es eh nicht verstehen.“
      Genauso sieht das aus, man(n) muß nicht immer alles erklären müssen!
      Was mich anbetrifft – ich hasse „Wellness“, was ich als pure Zeitverschwendung empfinde (Sauna ist absolut okay, aber nur die echte finnische Sauna oder von mir aus auch die russische Banja, nur bitte nicht diese idiotischen „Sauna“-Events, wo irgendein Schnösel irgendwelche Faxen macht).
      Besten Dank Don, für diesen wunderbaren Text und die ebenso schönen Bilder! Was wohl die Gender-Damenwelt (und einige dekonstruierte Himbeertonis) dazu sagen würde? Lesetipp hierzu (Achtung, akute Totlachgefahr!):
      http://www.danisch.de/blog/2017/09/20/warum-jungen-in-physik-besser-sind-als-maedchen/#more-19538

      Hier geht es zum originalen Text: https://www.tes.com/news/school-news/breaking-views/taking-pee-out-physics-how-boys-are-getting-a-leg

      Da legst di nieder….!

      In diesem Sinne, weiterhin frohes radeln!

    • es waren auch Frauen dabei, aber generell sind solche Geschichten nichts, was ihnen gefällt. Das muss man akzeptieren. Das antideutsche Gender-Fett in Leggins würde ich hier mal sehen wollen, nach 1000 Höhenmetern. Ehrlich. Ich mag totales Elend für Rassistinnen.

    • @Sachse
      Tja, es lief gestern noch im Fernsehen:

      „Es ist der Verstand, der Männer aus uns macht!“

      Diese Anekdote wird mir auf ewig im Gedächtnis bleiben. 1995 im voll besetzten Kinosaal. Wie aus dem Nichts, völlig unerwartet dröhnt dieser Satz wie selbstverständlich aus dem Munde eines großen, groben, sich seiner Männlichkeit bewußten stolzen Schotten (ja ja ein Schauspieler)!

      Die Reaktion des Publilkums, hauptsächlich junge Männer: schallendes, gröhlendes, zustimmendes und lautes Gelächter! Und das ohne große zeitliche Verzögerung. ich erinnere es, als wär es gestern gewesen.

      Ob dies heute noch möglich wär?

      Im Rückblick: herrlichst!


    • „Sauna“-Events
      Was ist denn das wieder grusliges? Nie gehört, aber ich glaube, ich will es auch garnicht wissen, denn es hört sich nach unpassendem Halligalli an.
      In der Sauna will man in Ruhe schwitzen, und unterm Kaltwasserhahn quietschen. Alles, was von derlei meditativen Beschäftigungen abhält, ist fehl am Platz.

  32. Die Toten bleiben jung
    Na, wenn die Gefallen des WK I, die keinesfalls der Meinung waren, wegen Blödsinn ihr Blut zu geben, einen Blick auf den Radler hätten tun können, der ohne Not oder zwingenden Grund in dem Sauwetter umhergurkt, was hätten sie wohl über ihn gedacht?

    Aber sehr schön geschrieben.

  33. Wunderbar. DAS ist es!
    Ich darf wir sagen? Wir Rennrad-Illuminierten? Danke für dies schöne Stück Prosa, so hoch über den üblichen, ungelenken Foren-Rennradberichten wie der Stelvio über dem Nordseestrand. Die Eroicas sind von mir aus weit weg, Sie bringen sie mir näher in die Tiefebene. Aber in einem Punkt, Ihrem letzten, haben Sie leider unrecht: Erst kommen viele Kilometer unter widrigsten Bedingungen, danach Wellness. Beides. Und nur in dieser Reihenfolge. Niemand hat das Recht auf Wellness vor einer heroischen Ausdauerqual! Statt eines flauschigen Bademantels nehme ich ein Bier.

  34. Titel eingeben
    Lieber Don,
    danke, dass Sie wohlbehalten zurück sind. Wir brauchen Sie auch in Zukunft als Lichtblick in dunklen Zeiten. Selbst in der fränkischen Provinz macht sich der Wahnsinn breit.
    Auszug aus folgendem Link:
    ERLANGEN – „Welcome to hell“: Unter diesem seit den Krawallen beim G-20-Gipfel in Hamburg berüchtigten Motto ist für Samstag eine Demonstration in der Innenstadt angemeldet. Teilnehmer werden vor allem aus dem Umkreis der „Autonomen“ erwartet. Sie haben vor allem einen bestimmten Politiker im Visier.
    http://www.nordbayern.de/region/erlangen/welcome-to-hell-autonome-ziehen-durch-erlangen-1.6652554

    • - Polizei ist vorbereitet -
      Wer wettet dagegen?

    • Wer wettet dagegen? 白左
      Urlaub oder kurzfristige Krankmeldung
      können auch Formen passender
      Vorbereitung sein.

      ggf scharrt man auch schon mit den Hufen
      vor freudiger Erregung.

      Ich würde da nicht pauschalisieren.

      Ich Tippe auf freudige Erregung wie
      Anno 1914. Damals ging es auch um die
      Verteidigung der Heimat und an Weihnachten
      ist man bestimmt wieder zuhause.

      Das Problem ist natürlich die Heimatfront.
      Da wetzen einige jetzt schon die Messer
      um den Kameraden in der Rücken zu fallen.
      Aber die kennen das inzwischen und sind
      vorbereitet.

  35. ... RHS
    Ich sitze gerade vor dem Schöneberger Rathaus und blicke voller Respekt gen Süden. Tolle Leistung, schöner Text, schöne Bilder und das – wie man lesen konnte – auf einem PC-Opa, sozusagen einem old-white-cis-PC.

    Erbitte mir die großzügige Dedikation der Silberkannensammlung und einer kleineren Immobilie in Seenähe, dann strebe ich dem Vorbild nach; ein scheußliches Trikot trage ich dann auch.

    • scheußliches Trikot
      Genau! Wieso sieht (moderne) Radlerkleidung immer so potthäßlich bis peinlich aus? Ja, ich muss immer grinsen, wenn ich sowas sehe.
      Damit man noch eine Zehntelsekunde schneller sein kann…? Als wer? und wozu?

  36. nicht übertreiben!
    bitte, DA, übertreiben Sie es nicht mit der Selbstkasteiung – sonst wird das nichts mit dem „Spätableben“.

  37. Titel eingeben
    Danke, lässt einem auf dem Bürosessel mitfiebern und träumen.

  38. Si tratta di nessun dibattito di invidia - das ist keine Neiddebatte
    Ach Cortina, wer erinnert sich nicht an die spektakuläre Aktion der Guardia di Finanza bei der Suche nach armgerechneten Macellai, proprietari di case di caffè, proprietari di punti di ristoro aus Rom und Mailand? Alle unter Jahreseinkommen kleiner 20000 €, wie man damals lesen konnte. Wie man auch lesen konnte, orientierte sich die Guardia an den Ferraris und Lamborghinis vor den ärmlich anmutenden Hütten.
    .
    Und gleich und gleich gesellt sich gern´.
    .
    „Cortina, sindaco e assessori indagati per abuso d’ufficio. Blitz della Finanza in Comune…“
    „Blitz (Hausdurchsuchung) durch die Guardia Finanza bei der Gemeindeverwaltung….“
    .
    „La ricca Cortina d’Ampezzo finisce ancora in un’inchiesta giudiziaria per reati che riguardano la gestione del Comune e le attività legate al turismo….. “
    „Das reiche Cortina d ‚ Ampezzo endet noch in staatsanwaltlichen Ermittlungen , welche die Verwaltung der Gemeinde und Tourismus-Aktivitäten betreffen….“
    .
    „La procura contesta al primo cittadino Andrea Franceschi il reato di abuso d’ufficio:
    „Cortina, gegen Bürgermeister und Stadträte wird wegen Amtsmissbrauch ermittelt….“
    .

    Tutto come sempre e ovunque – alles wie immer und überall (EAV)
    (DdH)

  39. Für Sie Don lege ich jetzt
    „Wellcome to the Machine“ von Pink Floyd in den CD-Player und warte Sehnsuchtsvoll auf den Schluß des Titels wo sich der Fahrstuhl öffnet…
    https://www.youtube.com/watch?v=lt-udg9zQSE
    -22db

    • willkommen in der Maschine …
      es ist ein kaltes Blau das an dir zerrt …
      nein, da ist nichts Warmes das dich sanft umgibt …

      dieser schrille Ton zerschneidet Fleisch wie Geist …
      wie Jesus der am Kreuze hing …
      so soll dein Willen brechen …
      der Klang der Maschinen durchdringt dich ganz …

      renn, solange du noch kannst …
      weg von der Maschine …

      ich schau mich um ….
      der Lärm ist verstummt …
      es ist tut gut die frische Luft zu atmen …
      der Knechtschaft der kalten blauen maschinen entronnen zu sein …

      ….

    • Pink Floyd...
      der Tag wird immer schöner. Danke.

    • @Gast
      die Zeit zuerkunden hat sich zur der Hoffnung zu entfliehen gewandelt.
      das ist schade, weil es zu großen Verlusten führt.
      die Maschiene umzukonstruieren oder abzuschalten schafft ein einzelner nur für sich, was Gemeinschaft entwertet.
      schliesse die Augen und fliege …

    • 12:25 oder der Gast der zu schnell schrieb.
      Lieber Blue Monday,
      nur wer nach Freiheit strebt, kann frei sein.

      … jedes Mal wenn ich mich der Interaktion mit maschinen/menschen entziehe, spüre und erkenne ich wie anstrengend und kräfteraubend es wirklich ist im system/der maschine zu agieren. Nur in/mit der Natur kann ich bei mir sein und Kraft sammeln. Ich brauche meine Augen nicht zu schließen – denn die Erde trägt mich. So steh ich still und fliege doch …

      Nur wer mit sich im Reinen ist, kann auch in der Gemeinschaft mit anderen sich selber sein ohne falsch zu spielen. Sein oder nicht sein …

  40. Was für ein September
    Verehrter Don, Sie sind eine echt harte Sau, wenn ich das mal so sagen darf. Mußte mir eine Jacke überziehen bei Ihrer Schilderung. Übrigens gibt es auch superleichte Regenkleidung.
    Ohne ihre Texte wär es echt fad. Vielen Dank!

    • Gern geschehen. Die Kunst ist es, hier alles so durchzustehen, wie es die Väter gemacht haben, also nichts leichte Regenkleidung, sondern uralte blaue Jacke.

  41. Was für eine Verschwendung ...
    an männlicher Energie, Schaffenskraft und allgemeinem Potential, wenn man mit weißem Bademantel in einem Aufzug steht.

  42. Herzliche Gratulation!
    Ein Text, der müden Stadtfahrradfahrern, die schon mit den täglichen 1500 Metern -wohlgemerkt ohne größere Anstiege in den Ausläufern der Norddeutschen Tiefebene- an ihre Leistungsgrenze geraten, große Bewunderung abringt.

    Allein das Ansehen Ihrer gebirgigen Fotografien läßt Schwindelgefühle in mir aufkommen, und ich sitze gerade frisch geduscht im weichen Wohnzimmersessel.

    Ein toller Bloggrundtext, man fiebert mit und freut sich wie ein König mit Ihnen, dass Sie doch noch das Ziel einigermaßen gesund und doch recht munter erreicht haben.
    Die Freude, im geglaubten Scheitern dennoch den Sieg über sich selbst errungen zu haben, ist besser als gedopt einen der ersten zwanzig Plätze erreicht zu haben.

    Am liebsten würde ich jetzt etwas schreiben über den „inneren Schweinehund“, den Sie erfolgreich niedergerungen haben, oder Ihnen einfach das nett und freundlich gemeinte, umgangssprachliche Kompliment, dass Sie ein „harter Hund“ sind, schriftlich mitteilen, doch ich traue mich nicht.

    Denn es könnte ja sein, dass die beamteten Gehilfen des derzeitigen Justizministers mitlesen und man heute schon festgestellt hat, dass der nordkoreanische Außenminister den derzeitigen US-Präsidenten Trump einen „Hund“ genannt hat.
    Insofern wäre die gleiche Wortwahl vermutlich gefährlich und ich als ein dem nordkoreanischen Regime höriger Kommunist oder -noch schlimmer- als Antikapitalist einzustufen. In der Folge ist dann natürlich in mir auch ein Antiamerikanist erster Güte zu vermuten.
    Mit diesen drei Eigenschaften auf dem Datenkonto für politisch auffällige Kommentatoren der FAZ wäre dann endgültig „Schluß mit lustig“ in unserem datensammelwütigen Staatsgebiet.

    Daher belasse ich es bei einer freudigen Gratulation zu Ihrem Sieg über sich selbst, dem wohl schönsten Sieg, den man erringen kann.

    • Ich denke, ich bin sicher – und Sie müssen was gegen den Schweinehund unternehmen!

    • Nordkoreanische Diktion ...
      … wie „Hund“ oder was auch immer (z.B. geliebte/r Führer/in) könnte Sie in der Neu-Groß-DDR auch zum Helden des Sozialismus stempeln, evtl verbunden mit besonderen Vorrechten …

  43. „Wenn du das fragen musst, wirst es eh nicht verstehen.“
    Das könnte auch für viele hier oft diskutierte Themen gelten!

    Warum wollen Sie keine islamistische Invasion / Bereicherung / Goldstücke / Schutzsuchende?

    Warum wollen Sie innere und äußere Sicherheit / Polizei / Armee als Staatsaufgabe?

    Warum wollen Sie keine GEZ / Demoratieabgabe / kommunistische Staatsquote, u.v.a.m.?

  44. Verändert noch einmal, weil passend
    Hatte ich auf Deus.

    Passt hier noch besser hin:

    „Tja, am Ende scheitern wir alle – das macht die Lektüre von Biographien zu einer stets auf eine gewisse Melancholie hinauslaufenden Angelegenheit –, doch die Frage ist, auf welchem Niveau.“

    Klonovsky zur äußerst geistreichen Zusammenfassung von „Il Gattopardo“ durch eine Tagesthemenmoderatorin.

    Klonovsky oder Alphonso vor dem Einschlafen lesen, dann träumt man in bester Sprache mit besten Bildern.

    „Merkel-Lego“ gefällt mir auch sehr gut. Erklärung auf Acta Diurna.

    Ach übrigens Don, die alte Frau gefällt mir auch recht gut. Die wird den ganzen Tag darüber nachgedacht haben, wie das wohl ausging.

    • Für mich ist das eine gute Abwechslung von den Netzkonflikten.

    • Ja
      Für mich als Leser ebenfalls. Sonst kann man doch bekloppt werden.


    • gute Abwechslung
      Auf jeden Fall. Gerade jetzt in der letzten Woche vor der BTW, sonst wird man ja ramdösig. Und Sie haben Ihre Abenteuer (Fehlabzweigung oh je) ja sehr mitreißend beschrieben.
      Bzgl. der „Italiener in kurzen Hosen“, sowas ähnliches hab ich neulich auch erlebt: ich auf der Fähre über den Lago in 2 Jacken (Wärmejäckchen und Regenschutz drüber) und langer Hose, eine einheimische Frau in kurzem Rock, Sandalen und ärmellosem T-shirt, nur mit umgehängtem Pullover und Regenschirm. Es regnete, fast den ganzen Tag. Aber die Einheimischen schienen das eher als vorübergehende Sommerschauer zu nehmen, weniger als beginnende Herbstkälte wie ich.
      Die unterschiedliche Klimaerfahrung scheint halt auf den Umgang mit dem Wetter durchzuschlagen.

    • Sowohl beim Don als auch in dem anderen blog zu lesen verhindert bei
      mir zum Teil das Einschlafen. Der Kafka Text dort gab mir gestern so viel Adrenalin, dass an Nachtruhe nicht mehr zu denken war.

  45. Wahre Helden
    Was macht einen wahren Helden aus?

    Sein Wagemut, mit dem er sein Leben riskiert? Eine Extremleistung?

    Das eigne Leben riskieren viele Menschen. So beispielsweise männliche Jugendliche in der Pubertät, wenn sie ihr Leben aufs Spiel setzen durch Motorradfahren, Skifahren auf ungesicherten Pisten, S-Bahn-Surfen, Koma-Saufen etc.
    Frauen riskieren ihr Leben z. B. durch Magersucht oder Medikamenten- und Drogenkonsum. Nicht selten auch durch sog. Schönheitsoperationen.

    Bei Extremleistungen mag man in erster Linie an Sport, an Stunts und an Rekordleistungen denken. Vielleicht auch an jene, die sich kaputtarbeiten bis zum Burnout oder zum Arbeitstod, der in Japan als „Karoshi“ einen eigenen Namen besitzt.

    Allein dadurch werden diese Menschen jedoch nicht zu Helden.

    Um ein Held zu werden, bedarf es einer besonderen Qualität des Handelns und der Handlung.

    Ein Held ist ein Mensch, der wertgeleitet einen Konflikt fürs Allgemeinwohl eingeht, dabei wissend, dass er dadurch persönliche Nachteile oder gar den Tod riskiert.

    Wenn ich mich frage, wen ich im biographischen Rückblick als große Helden ansehe, dann fallen mir sofort einige Namen ein.

    So beispielsweise der russische Oberstleutnant Stanislaw Petrow, der die Welt vor einem Atomkrieg bewahrte und für seine Befehlsverweigerung hart bestraft wurde.

    Auch die Amerikaner Edward Snowden und Bradley Manning, der Australier Julian Assange – die weltbekannten Whistleblower. Aber es gibt noch viel mehr dieser Helden, die ihre Karriere und ihr Leben riskierten um zum Teil verloren (s. „Whistleblower“ bei Wikipedia).

    Natürlich gehören die großen Revolutionäre wie Mao, Fidel Castro und Che Guevara dazu, die in ihren Ländern als Befreier verehrt werden.

    Helden sind auch viele Kämpfer in Justiz und Polizei, die in Italien oder anderswo gegen das organisierte Verbrechen kämpften und kämpfen, und dabei ihr Leben riskieren. Viele haben es dabei verloren.

    Zu nennen sind auch jene investigativen Journalisten, die um der Wahrheit und der Aufklärung willen sich politischer Verfolgung oder Todesgefahr durch Staatsterrorismus oder durchs organisierte Verbrechen aussetzen, wobei beides nicht selten vernetzt ist.

    Helden waren auch die Kämpfer der „Internationalen Brigaden“, wie z.B. der große Autor Christopher Caudwell, der dort mit 29 –jährig sein Leben verlor.

    Gibt es im heutigen Deutschland überhaupt einen einzigen Freiheitshelden, der verehrt wird?

    Die Franzosen haben Freiheitshelden, die Schweiz den Wilhelm Tell – aber Deutschland?

    Die mutigste Generation in Deutschland war die sog. 68-er Generation. Da haben zig-tausende Menschen staatliche Repression und Verfolgung im Kampf um die Erhaltung von Demokratie und Verfassung riskiert.

    Wenn oben Harry Charles (21. September 2017 um 01:21 Uhr) die „68-er-Lehrer“ kritisiert, dann unterliegt er einem Irrtum.

    Denn wer damals Lehrer wurde, war sicherlich kein oppositioneller „68-er“. Denn diese unterlagen Berufsverboten durch den „Radikalenerlass“. Sondern das waren „Möchte-gern-68-er“, Blender und Hochstapler, keine Kämpfer, sondern angepasste Mitläufer.

    In den 70-er und teils noch in den 80-er Jahren sahen sich die meisten Leute in D als „links“ an, auch wenn sie selbst nie wirklich für linke Ziele gekämpft und nie etwas riskiert hatten.

    Das war ein eine Modeerscheinung. Sie glaubten, dass eine „linke“ Meinung sie zu Linken machen würden, auch wenn sie selbst sich nie getraut hatten, zu opponieren, sondern sich opportunistisch, karriereorientiert und feige anpassten.

    Dazu gehören auch jene Lehrer, die Harry Charles fälschlicherweise als „68-er“ ansieht.

    Das sind dann die Generationen, die sich für „links“ halten, wenn sie für Feminismus und Getrenntmüllsammlung sind, wenn sie mit händchenhaltenden Menschenketten symbolisch für „Frieden“ eintreten oder heutzutage mit „no borders, no nations“ für offene Grenzen und Massenimmigration sind.

    Die heutigen Generationen, egal ob sie sich für „links“ oder „rechts“ halten, sind vor allem eines, nämlich anpasslerisch und feige. Sie halten sich aus Konflikten im Real Life ´raus und im Internet kommunizieren sie anonym. Sie riskieren nichts und kämpfen nicht, meinen jedoch es zu tun, wenn sie ihre „Meinung“ ins Internet stellen. Doch diese Meinungsäußerungen in der virtuellen Sphäre bewirken nichts, denn die sind folgenlos.

    Lisa Fitz vergleicht sie mit Seegras: Sie bewegen sich mit jeder Welle in die jeweilige Richtung. Ihr Verhalten wird durch Moden bestimmt. durch das, was gerade „in“ ist. Sie verhalten sich als „Sheeples“, glauben aber, es nicht zu sein, weil sie – meist nur dumme – Meinungen absondern. Nichts anderes als das Geblöke der Schafe.

    Hier ist das Internet nicht anders als eine moderne Schwatzbude.

    • Nicht uninteressant, Herr v. Goslar, aber Mao, Che, Fidel als Helden ?
      .
      .
      . Und Hitler und Stalin haben es nicht in ihre Liste geschafft ?

      Weil Sheeples so etwas nicht schreiben (dürfen ) ?

      Einfach zum Nachdenken.

    • Ganz was anderes, würde ich sagen
      Einverstanden:
      „So beispielsweise der russische Oberstleutnant Stanislaw Petrow, der die Welt vor einem Atomkrieg bewahrte und für seine Befehlsverweigerung hart bestraft wurde.“
      Aber das mit der Strafe stimmt nach meiner Info nicht.

      Für mich gehört auch Wolfgang Daschner dazu, eigenständige Entscheidung, um ein Leben zu retten.

      Snowden vielleicht, Manning ist eine sehr seltsame Gestalt, über Assange muss man streiten.

      Dass Sie Mao, Che und Fidel aufführen, die massenhaft Menschenleben auf dem Gewissen haben, entsetzt mich geradezu. Kann man daran ablesen, dass Sie als Linker das auch auf sich nehmen würden? Verteidigen Sie Gewalt, wenn sie von links kommt? Sie wissen auch, dass die Trias Manning/Snowden/Assange mit Namen nicht zimperlich war und indirekt für Todesfälle in Afghanistan verantwortlich sein könnten. Somit ist es konsequent, sie für Militärgerichte zu stellen. Nicht konsequent ist in Zeiten von Gleichberechtigung, Manning zu begnadigen, weil sie eine Frau wurde. Typisch Obama. Aber Clinton hat dafür Marc Rich begnadigt, nun ja.

      Aber was Don beschreibt, ist der Hero gegen das eigene Aufgeben, das Aufstehen gegen die Trägheit, die Selbstüberwendung. Somit ist das näher an Asien als an den aufgezählten Revoluzzern.

    • Doch, doch Herr Moser, kommt noch, olle Adolf ....
      … erklärt uns dann ein anderer Durchblicker….
      …hat dem deutschen Volk `ne Schaufel in die Hand gedrückt,
      und die Autobahn gebaut.
      Is des nix ?

    • Lisa Fitz, naja
      ob man da nicht die Bock*in zum Gärtner macht, wenn man von sheeples redet. Zudem eine Spur zu ordinär, eine breite Spur.

    • Titel eingeben
      Naja, wenn sollte es denn in D geben? Arminius? 1. da müsste man schon mehr als ein Auge zudrücken um ihn selbst als Protodeutschen durchgehen zu lassen und 2. und wieso Arminius? nur wo die Römer waren ist D nett (merkt man noch nach 1,5 Jahrtausenden)

    • Was Hitler und Stalin von Mao unterscheidet
      .
      Die Beurteilung durch ihre eigene Nation.

      Hitler wird von dem eigenen Volk als ein größenwahnsinniger, psychopathischer Verbrecher angesehen, der Deutschland ins Unglück gestürzt hat und zerstört hat.

      Hitler, der böhmische Gefreite, der sich selbst als „Größter Feldherr aller Zeiten“ (GröFaZ) sah, war als Staatsführer ein unfähiger Blender und Schauspieler, letztlich nur eine Marionette von reaktionären Eliten aus Adel und Wirtschaft.

      Deutschland hatte beste Chancen wegen seines wissenschaftlich-technischen und industriellen Weltniveaus, sich in Zukunft positiv zu entwickeln. Die Entscheidung für einen Raub und Versklavungskrieg war der falsche Weg. Was vor allem an der Rückständigkeit der Machteliten, insbesondere am reaktionären Adel lag.

      Das Dilemma der Deutschen ist die Beschaffenheit seiner Machteliten.
      Armes Deutschland!

      Was die heutigen Hitler-Fans und Nazis betrifft, da schließe ich mich Scholl-Latour an, der diese als „Vollidioten“ bezeichnete.

      Stalin hat ein terroristisches Regime errichtet, wurde aber auch als der Retter des Vaterlandes gesehen, welcher Russland vor der Versklavung und Ausplünderung durch die Nazi-Deutschen bewahrte.

      Insgesamt ist mein Eindruck, dass man in Russland heute Stalin und die noch existierenden Stalinisten ähnlich sieht wie in D Hitler und die Nazis.

      Bei Mao ist dies ganz anderes. Der wird auch heute noch als großer Revolutionär und Befreier angesehen, ohne den die Entwicklung zum heutigen China nicht möglich gewesen wäre.

      Von dem chinesischen Volk wird Mao daher verehrt, wovon sich jeder, der in China und Peking war, überzeugen kann, zugleich wird der Maoismus als falsche Politik und überwundene Epoche abgelehnt.

      Selbstverständlich gibt es bei Chinesen eine Minderheit, die Mao und die KPCh hassen. Ihr Anteil aber – so meine Einschätzung – dürfte aber kleiner sein als jener der heutigen Hitler-Verehrer und Nazis in Deutschland.

    • o mei o mei
      War Ghandi ein Held?

      Die Klassifizierung „68er“ ist mir zu einfach.

      Was es aber in D gab, waren junge Erwachsene, geistig aufgewühlt, zT auch gewaltbereit, die Faschismus mit Kapitalismus verwechselten und auch oft heute nicht begreifen, dass der Primat der Politik einen zunächst klärungswürdigen Begriff darstellt.

      Immer gilt jedoch: zuerst kommt das Fressen, dann die Moral [auch Peter Scholl-Latour].

    • Oberstleutnant Stanislaw Petrow ... für ... Befehlsverweigerung hart bestraft
      Da fabulieren Sie sich was zusammen!
      Ein Freudscher „Verdenker / -schreiber“?

      In http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/held-des-kalten-krieges-stanislaw-petrow-verhinderte-einen-atomkrieg-15206332.html heißt es:

      „Dass er mit größter Wahrscheinlichkeit viele Millionen Menschenleben gerettet hatte, brachte ihm keine Auszeichnung oder Beförderung durch seine Vorgesetzten ein, die dadurch die Verantwortung für Fehler übernommen hätten. Stattdessen, beklagte Petrow, habe er einen Verweis bekommen, weil sein Dienstprotokoll nicht vollständig gewesen sei.“

      bzw.

      „Petrow wurde für sein Verhalten seitens seiner Vorgesetzten weder belobigt noch belohnt – aber auch nicht bestraft. Eine ursprünglich für sein Handeln geplante Ordensverleihung blieb aus, denn als sich der Grund für die Anfälligkeit des Systems herausgestellt hatte, zogen Vorgesetzte die Geheimhaltung vor, um ihr eigenes Gesicht zu wahren.[10] Jedoch erhielt er später einen Orden für andere Verdienste um den Aufbau der Anlage und wurde schließlich noch befördert. Er verließ das Militär im Folgejahr aus rein familiären Gründen, kehrte jedoch später als Zivilist wieder auf seinen früheren Posten zurück. Petrow starb am 19. Mai 2017 in Frjasino bei Moskau, wo er die letzten Jahrzehnte seines Lebens gewohnt hatte.“

      (in https://de.wikipedia.org/wiki/Stanislaw_Jewgrafowitsch_Petrow)

    • Na, warum sagt denn hier keiner 'Stauffenberg' oder 'Martin Luther'?
      ‚Gibt es im heutigen Deutschland überhaupt einen einzigen Freiheitshelden, der verehrt wird?‘

      Stauffenberg sicher, und Luther doch auch, oder?

      Mit den beiden verglichen stecke ich den Herrn Assange eher in die Kategorie ‚olle Petze‘.

    • eine Karriere gab es für ihn nicht mehr
      @Gast 21. September 2017

      zu Stanislaw Petrow:
      „Er wurde dafür wegen Befehlsverweigerung herangezogen und eine Karriere gab es für ihn nicht mehr.“
      Autor: Willy Wimmmer (ehem. Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung)
      Quelle: sputniknews

    • Heldinnen und Helden
      Lieber Herr v. Goslar

      Wäre Ihre Helden-Liste die meine, so gäbe es einige Streichungen, vor allem jener Personen, die unzähligen unschuldigen Menschen den Tod gebracht haben. Im Falle Maos Millionen von Menschen. Einige mögen ihn vielleicht immer noch als Befreier sehen, was auch mit der fehlenden Aufarbeitung der Geschichte in China, aber auch bei uns um Westen zu tun haben mag. Die rund 45 Millionen Toten des Grossen Sprungs würden es wohl anders sehen, hätten sie eine Stimme.

      Ich stimme Ihnen zu, dass die echten Helden jene sind, die sich verpflichtet fühlen, das ethisch richtige machen, auch wenn sie sich damit gegen die Mehrheit stellen und Repressalien bis hin zu Gewalt und Mord befürchten müssen.

      Solche Figuren dieser Tage, die wegen ihres Einsatzes für die universellen Menschenrechte und für die Errungenschaft der Aufklärung um ihr Leben fürchten müssen, sind für mich in Deutschland Seyran Ates, früher in den Niederlanden, jetzt in den USA Ayaan Hirsi Ali, in Grossbritannien Maajid  Nawaz oder in Saudi Arabien  Raif Badawi.

      Die totalitäre Ideologie unserer Tage, die heute Helden und Heldinnen hervorbringt, ist offenbar der fundamentalistische Islam. Erschreckend, dass auch der Westen für solche Menschen kein sicherer Ort mehr ist.

    • Spiegel schreibt:
      „Auf über 70 Millionen schätzen Experten die Zahl derjenigen, die der Tyrann erschießen, erschlagen oder verhungern ließ. Mao übertrifft damit Hitler und Stalin – die anderen großen Schlächter des 20. Jahrhunderts – bei weitem.“
      Echte Linke denken in ganz großen Maßstäben, das reale Leben nennen sie „real life“, real ist aber nur das Schreiben.

    • Es hängt beim Genozid immer davon ab, wie er sich gruppenspezifisch auswirkt. Vergleiche finde ich immer geschmacklos.

    • Vasili Arkhipov & deutsche Helden und Heldinnen
      Lange vor Stanislaw Petrow gab es einen ähnlich gefährlichen Zwischenfall im Rahmen der Kuba-Krise.
      Amerikanische Zerstörer bewarfen ein sowjetisches U-Boot mit Übungswasserbomben, um es zu Auftauchen zu zwingen.
      Der Kommandant, der keinen Funkkontakt zu seiner Flotte hatte, der davon ausging, es handle sich um echte Wasserbomben, der dachte, dass an der Oberfläche der Atomkrieg ausgebrochen sei und sein Boot demnächst versenkt werden würde, beschloss, den amerikanischen Flugzeugträger USS Randolph mit einem nuklearen Torpedo zu pulverisieren, was den US Bundesstaat Florida mit radioaktivem Fallout verseucht hätte.
      Um den Torpedo scharf zu machen und abzufeuern, mussten drei Offiziere einen Schlüssel in ein Schloss stecken und herumdrehen. Einer der Offiziere, Vasili Arkhipov, weigerte sich.
      Das ist in der Atmosphäre eine engen U-Bootes, wo man die Mannhaftigkeit haben muss, seinen Entschluss gegen die Meinung aller anderen durchzusetzen, bestimmt nicht einfacher als im Nachtdienst auf einer Radarstation, wo man wie Petrow ziemlich alleine die Radarschirme überwacht und bei einem Alarm das Telefon nicht in die Hand nimmt, um seine Vorgesetzten aus dem Bett zu holen, weil ein vermeintlicher Atomkrieg gerade begonnen hat. Das soll Petrows Verdienst in keiner Weise schmälern, aber Arkhipov gebührt ebenfalls ein Platz in der Ehrengalerie grosser Helden.
      Was deutsche Helden betrifft, so weiss ich, dass man mit Neurotikern nicht spaßt und solange die jeden Tag eine Dosis deutscher Geschichte vom antideutschen Haßsender PHOENIX inhalieren müssen, damit ihr in der Schule gelehrtes Geschichtsbild vom Deutschen Menschenfresser immer wieder frisch aufgewärmt wird und durch Einwände angeblicher Nazis keinerlei Schrammen erfährt, so behalte ich die meisten davon für mich.
      Angeben, ohne gleich gelyncht zu werden, könnte ich John Rabe, der als NSDAP-Mitfgleid während der japanischen Massakker in Nanking 800 000 Chinesen das Leben gerettet hat,

      das bayerische Fliegerass Franz Stigeler, über den es ein amerikanisches Buch und ein Lied gibt (Buch: A Higher Call, Lied: „No bullets fly“ von der Gruppe „Sabaton“ auf dem Album „Heroes“), welche bei uns keiner kennt, genausowenig wie seinen Namen, der es nicht fertig brachte, obwohl ihm nur noch ein Abschuss eines Feindflugzeuges zum Ritterkreuz fehlte, eine durch Flaktreffer völlig zerstörte und gerade noch flugfähige B 17 vom Himmel zu holen, sondern den Rookie Charlie Brown, einen jungen amerikanischen Piloten auf seinem ersten Einsatz, zusammen mit seinem fliegenden Schrotthaufen „Ye Olde Pub“ und den Toten und Verletzten an Bord von Jever bis über den englischen Kanal geleitete, wo das Flugzeug von englischen Jägern übernommen wurde.
      Der lebte nach dem Krieg in Kanada und ohne es zu wissen nur ein paar Hundert Kilometer von Charlie Brown entfernt, der ihn suchte und fand, von deren ersten Treffen es ein rührendes Video gibt (Link) und die beide im Jahre 2008 verstarben.

      Oder Werner Hartenstein, der Kommandant der U-156, der über 1000 Schiffbrüchige des britischen Dampfers LACONIA rettete, von denen er mehr hätte retten können, wenn sein Konvoy nicht von den Amerikanern bombardiert worden wäre.

      Oder zum Schluss „den“ angeblich „grössten Flieger des letzten Jahrhunderts“, Hanna Reitsch, deren Geschichte so abenteuerlich ist, dass man sie selber lesen muss, die leider zur falschen Zeit gelebt hat, und damals und jetzt mit dem Hass unserer Staats-Neurotiker überschüttet wird.

      https://www.youtube.com/watch?v=RkVc5o1UXAA

      http://myth.greyfalcon.us/reitsch2.htm

      https://www.theguardian.com/commentisfree/2012/oct/27/vasili-arkhipov-stopped-nuclear-war

    • An W126 Staufenberg war nicht sehr erfolgreich
      Er kahm auch sehr spät auf die Idee
      nicht für sondern gegen Hitler zu kämpfen.
      Seine staatliche Instrumentalisierung von Seiten des
      BMVg hilft auch nicht.

      (UvdL sollte das eher kritisch sehen,
      am Ende findet sich eine Attentäter
      für sie selbst was wir nicht hoffen wollen)

      Soldaten denken ggf eher an Rommel
      und Richthofen wenn sie an Heldentum
      denken nicht als an Staufenberg.

      Luther zum Freiheitskämpfer zu stilisieren ist
      m.E. deshalb ungeeignet weil es zum einen
      viele Katholiken gibt die ihn gar nicht mögen
      und zum anderen führte die Glaubensspaltung
      zu Mord und Totschlag.

      Die persönliche Freiheit in Glaubensfragen
      wurde damals auch gerne politisch
      instrumentalisiert. Das Geld floss nicht
      mehr nach Rom sondern blieb im Lande.

      Auch heute nutzt man Religion in der
      politischen Auseinandersetzung.
      Auch das ist nicht hilfreich.

      Grundsätzlich haben sie sicher recht.
      Es lässt sich m.E. nicht wirklich
      verordnen.
      Genauso wenig wie andere politische
      Vorgaben zB Gedenken an bestimmte
      Opfergruppen.

      Man sollte aber daran erinnern.

    • Luthers angeblicher Antisemitismus und Stauffenbergs angebliches Versagen
      [editiert: Ich bin bei anderen Meinungen durtchaus tolerant, aber wenn Sie hier lutheer verklären wollen und dabei noch historische Fake News verbreiten, suchen Sie sich bitte ein anderes forum. Es reicht. Don.]

      Was Stauffenberg anbelang, so gehörte er zu denen, die sich den Schutz der Verfassung auf die Fahnen geschrieben hatten, die Wehrmacht. Und die kannte den Artikel 51 der Weimarer Verfassung:

      „Der Reichspräsident wird im Falle seiner Verhinderung zunächst durch den Reichskanzler vertreten. Dauert die Verhinderung voraussichtlich längere Zeit, so ist die Vertretung durch ein Reichsgesetz zu regeln.

      Das gleiche gilt für den Fall einer vorzeitigen Erledigung der Präsidentschaft bis zur Durchführung der neuen Wahl“.

      Durch Tod des demokratisch gewählten Präsidenten Hindenburg war der überhaupt nicht gewählte, sondern wie alle anderen Kanzler ernannte, Reichskanzler Hitler zum Präsidenten geworden, der auch noch ganz legal den Reichstag entlassen konnte.

      Der Begriff „längere Zeit“war in dieser Verfassung überhaupt nicht definiert worden, genausowenig, wie es das besagte Gesetz gab, dass dieses regeln sollte.

      Ob „längere Zeit“ „4 Wochen“ oder „40 Jahre“ bedeutet, darüber würden sich die Verfassungsgerichte heute noch streiten, wenn sich die Präsidentschaft Hitlers nicht anders erledigt hätte.
      Eine Organisation aber, die sich dem Schutz der Verfassung verschrieben hat, ist es nicht leicht möglich, gegen jemanden, der auf dem Boden dieser Verfassung zum Präsidenten oder Diktator wurde, einfach so zu opponieren (die Macht, die aus dieser Beseitigung der Gewaltenteilung entstand, war grösser, als die des vorhergegangenen Kaisers).
      Hitlers Weg in diese Position war durch die Verfassung beschrieben und ob einem das gefällt oder nicht, wer die Verfassung schützt, schützt diesen Weg auch.
      Über diesen Schatten zu springen braucht eben einige Zeit und das kann man Stauffenberg nicht vorwerfen, genausowenig wie allen anderen auch.

    • Luther war so abartig, dass sich sogar seine Gefolgsleute wie Melanchton angewidert fühlten. Ein echter Proto-Nazi. Nochmal so eine an den Haaren herbeigezogene, unhistorische Verklärung und es kracht.

    • Unverschämt
      Das Luther und seine ganze Gesellschaft antisemitisch waren, habe ich nie bestritten. Nur über die Ursachen hat sich noch keiner Gedanken gemacht. Wiedersehen. Zensieren lassen kann ich mich auch woanders.

  46. Ist man im Bademantel gesellschaftsfähig?
    Im letzten Jahr verschlug es uns an einem Wochenende im Frühjahr ungewollt in ein sogenannten Wellnesshotel an der französischen Küste. ( Die Nichtwellness-Bleibe war leider ausgebucht). Dort gab es reichlich Gestalten in weißen Frotteepantinen und -mänteln , die es nicht für notwendig befanden, sich fürs Frühstück in einen gesellschaftsfähigen Zustand zu versetzen, sondern quasi direkt aus dem Bett, („ungewaschen, fern der Heimat“ hätte mein Opa jetzt gesagt) ans Buffet geschlappt sind, ohne Rücksicht auf Mitmenschen zu nehmen, denen vielleicht der Anblick krampfaderngeplagter, schlecht rasierter Stelzen und ungekämmten Haupthaars den Appetit verhagelt. Da hätte ich einen durchweichten Radler, ehrlich gesagt, weniger schlimm gefunden. Das zeugt wenigstens von Haltung.

    • Immerhin sahen die beiden jung und gut aus, das muss man sagen. Und ich war noch weniger gesellschaftsfähig.

  47. Bademantel
    als Gesellschaftskleidung? Das ist neu. Es fällt nur auf, dass viele Mitmenschen (Bürgerinnen und Bürger, wir haben schließlich Wahl) überhaupt kein Benimm mehr haben. Stilistisch, kulinarisch, künstlerisch,olfaktorisch, politisch….,ach in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, gemeinhin auch Kultur genannt. Man sollte ihnen es ins Gesicht sagen, dass man sich gestört fühlt. Mit Bademantel durfte nur einer in die Öffentlichkeit; er durfte sogar im Bademantel Klavier spielen und singen.

    • Galleria Kaufhof weiß:
      „Es gibt Kleidung, die wirkt sofort nach dem Anziehen. Der Bademantel ist vielleicht das beste Beispiel. Sobald das Gefühl des weichen Frotteestoffs auf der Haut zu spüren ist, fühlt die Welt sich tiefenentspannt und stressfrei an.“.

      Ein wunderschönes Bild haben Sie gezeichnet, Don Alphonso…

      „Blütenweiß“ der Bademantel, nicht die Weste. Unschuldig, jung, schön…Jeunesse dorée.
      Und dann die „Konfrontation“ mit „Schlamm“ und den ganzen Widrigkeiten der Realität…

      Nein, ich werd mir keinen weißen Bademantel kaufen…

      Und in den „Wellnesstempeln“ (ich war einmal in Vals, aber ich sehe die immergleichen Werbeprospekte) erinnern mich diese „outfits“ eher an Krankenhäuser…


    • Nein, ich werd mir keinen weißen Bademantel kaufen…
      Ach, für Hotels ist das praktisch, das ist Weißwäsche (90°+ und Persil), das kriegt man immer sauber. Bei Farben hat man immer das Problem des Ausbleichens, was dann schäbig aussieht (seit man nicht mehr mit teurem Indanthren färbt). Weiß hingegen: kein Problem.

    • Der Bademantel als Gesellschaftskleidung
      ist eine Frage der Situation. Aber auch der Badeanzug
      (am besten ohne Schlips getragen) kann unpassend wirken
      wenn er nicht in der Schwimmhalle sondern bei der
      Bundespressekonferenz im Kanzleramt getragen wird.

      Dons Bekleidung war mit seinen Anhaftungen
      nur in dem beschriebenen Setting unpassend.
      Auf dem Anstieg zur Passhöhe wäre es
      der Bademantel gewesen.

      vgl auch Burkaähnliche Kleidung
      im Operationssaal ./. Tanzsaal

      https://de.wikipedia.org/wiki/Burka

      Hier das hellblaue Modell ganz rechts

      oder

      https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=U3ArTbnm&id=8F1222147C1D4115CEE4382ACE3DCF84A3BB899E&thid=OIP.U3ArTbnmCQlYrUqL07egMgEsB8&q=op&simid=607994468368976384&selectedindex=11&mode=overlay&first=1

      Man beachte die Modelle für die Herren.

      Solche Modelle sind für den Tanzabend
      eher nicht angemessen.

      Das geht dann schon eher

      https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=pmFcE%2bxn&id=C9A6C307FF3AB93DB06A3E093B94FFC1E48938FA&thid=OIP.pmFcE-xn3VKYuIZOVBgCBgDhEs&q=ausgehanzug+bundeswehr&simid=608036288452431613&selectedIndex=25&ajaxhist=0

      Man beachte hier auch die Unterschiede zwischen der
      Damen und Herrengarderobe.

    • Herr Keller, Sie bringen mich auf die tollsten Ideen
      https://s6.postimg.org/ucegcr86p/bundespressekonferenz2.jpg

    • An Renate Simon: Da kann man nur neidisch werden
      Sehr schön getroffen.
      Die Kunst liegt wohl darin auch in unpassender
      Kleidung elegant zu wirken.

      In dem Fall eher resolut und durchsetzungsfähig
      auch im Abtritt von der Bühne.

      Haben sie prophetische Gaben Frau Simon?

    • Des Kaisers Kleider
      Gewisse kuriose und hier nicht weiter auszuführende Umstände haben mich mal in ein etwas zweifelhaftes aber dennoch gehobenes Hotel nach Saalbach-Hinterglemmm geführt, in dem ein Bekannter von mir an einem Pokerturnier der ernsteren Art teilnahm, insofern das dieses in einem Spartensender ausgestrahlt und um für Normalverdiener schon fast(!)unsittliche Beträge gespielt wurde.

      Es begaben sich also allerhand kuriose, aber solvente Gestalten in dieses Hotel, vom Rotlichtpascha bis zum bekannten Sportmoderator, darunter auch einige professionelle Pokerspieler. Da mir die Szene fremd war, berichtete mein Bekannter, welchem Selbstdarsteller welches Image anhaftet, dass dort ähnlich choreografiert und inszeniert wird wie in anderen Showsportarten.
      Es wurde viel geprahlt mit großen Uhren, coolen Brillen, lässigen Sprüchen und einer der sehr erfolgreichen Spieler kaprizierte sich damit, ständig und zu jeder Zeit im Bademantel herumzulaufen. Das sei seine Masche und sein Image, die totale symbolische Entspanntheit im Moment des Zockens hoher Einsätze.

      Später hatte ich ein kurzes Gespräch mit dem Jungen Mann und es stellte sich heraus, dass er ein Student aus der ostdeutschen Provinz war, sehr umgänglich, sehr gewöhnlich, gar nicht extrovertiert, aber eben in eine Welt abgedriftet, in der materieller Gewinn, Reichtum, gern mit der Zurschaustellung von vermeintlichen unkonventionellen Kleidungsstilen demonstriert wird.

      Aber das ist vermutlich der Unterschied. Neues Geld geht im Bademantel zum Abendessen, altes Geld steht bibbernd und tropfend und verdreckt im Fahrstuhl.

      Wo bleibt eigentlich ihr jeweiliges Rad nach den Touren, wehrter Don und wie transportieren sie diese zwischen den Liegenschaften, fahrend Sie nicht ein familienuntaugliches Auto? Etwa mit Fahrradträger?

    • Ich habe viel Platz bei mir daheim, und auf dem Auto einen Gepäckträger, auf den zwei Räder passen.

  48. Ha Ha...
    Don Alphonso sagt:
    21. September 2017 um 11:57 Uhr

    Gern geschehen. Die Kunst ist es, hier alles so durchzustehen, wie es die Väter gemacht haben, also nichts leichte Regenkleidung, sondern uralte blaue Jacke.

    … also doch AfD-Werbejäckchen an, …. bin schon weg ;) , hihi

  49. ...so lange zum Brunnen...
    Ja, hatte bis vor einigen Jahren ähnliche Heldengefühle als alljährlicher Winterpadler auf der Donau. Das letzte Mal, zwischen Weihnachten und Sylvester, hat´s leider kein Happy End gegeben: Gestrandet beim Schleusenwärter des Kraftwerks Wallsee. Und dann eine hartnäckige fiebrige Bronchitis plus die Einsicht, dass manches ab einem gewissen Alter nicht unbedingt gemacht werden muß. Trotzdem, nur schöne (und gut erzählbare) Erinnerungen …

  50. ...
    Leider wird beim Rennradfahren in den Alpen die Leistung in watt/ kg gemessen und nicht in watt….daher hilft viel watt treten nix bei noch mehr kg Gewicht… der typische Bergfahrspezialist würde bei 1,81 cm so um die 65 kg wiegen und sähe halbverhungert aus…

    … die Italiener haben aus irgendeinem Grund bei den Radtrikots die Größen angepasst und aus XXXXXXXS wurde M und aus M wurde XXXXXXXXL…. daher trägt der Nichtbergspezialist dann auch ein Trikot Größe XXXXXXL anstatt M und der Bergspezialist trägt ein Trikot Größe M anstatt XXXXXXXXS….

    …Gewichtsklassen wären beim Radfahren eigentlich eine feine Sache… den ob die 65 kg bei 1,81m noch so gesund sind, ist fraglich

    • Höchstleistungssport ist eine freak-show
      In der Bild-Zeitung war vor einigen Jahren mal ein Photo, auf dem typische Vertreter aller möglichen Sportarten waren, von der zwergenwüchsigen Turnerin, bei der die erste Menstruation medikamentös hinausgeschoben wird, bis zum SuperschwergewichtsGewichtheber, der sich zur Stabilisierung eine Fettschicht auf die Muskeln anisst.

      Umso bewundernswerter Dons Leistung, Bergziege ist er sicher keine, eher ein Steinbock auf 2 Rädern.
      Ich kann ihn mir aber auch überhaupt nicht in der easy pose, dem Schneidersitz mit passender Haltung von Zeigefinger und Daumen vorstellen.

      Solche Gefälligkeiten, wie Wellnesswochenenden mit der Liebsten, spart sich der Don auch und braucht deshalb auch kein Glas Rotwein, wie der Mitfahrer im Lift, um das für Männer generelle Unwohlsein in derlei Einrichtungen erträglich zu machen.

      Leider sind Apotheken mittlerweile auch zu Verkaufsständen von Wellness-Artikeln verkommen.

      Gummibärchen aus verschiedenen Fruchtsäften und Mundgeruchs-Blocker findet man eher als ziemlich geläufige Medikamente, die fast in jeder Apotheke extra bestellt werden müssen, sodass man 2 mal hinmuss.


    • Höchstleistungssport ist eine freak-show
      Ja.
      Deswegen mag ich den auch nicht.
      Don ist an der Grenze dessen, wos abartig wird.

    • Es ist einfach spannend zu sehen, was möglich ist. Und dass es möglich ist, ist eine gute Erfahrung.

  51. Toller Kontrast für mich
    Als wir vor ca. drei Wochen da oben waren, war eitel Sonnenschein und über dreißig Grad. Der Kontrast ist beeindruckend. Er dürfte eine Folge der aufeinanderfolgenden tropischen Stürme sein, die natürlich Auswirkungen auf Europa haben.

    Übrigens macht es keinerlei Sinn, gleichzeitig über Erwärmung und hurricanes zu jammern. Das Ausbleiben von hurricanes verursacht Erwärmung, Stürme, so leidvoll das für manche Menschen ist und für Versicherungen, sorgen eher für ein Gleichgewicht.
    Aber die ganze Thematik ist inzwischen sheeple-gerecht simplifiziert worden und wird so interpretiert, dass über Sündenbewusstsein Umverteilungsorgien ermöglicht werden, während die BRICS weiter wachsen.

    Ich empfehle Ihnen nochmal die von mir vorgeschlagene Spätsommertour zum Training ohne Nässe außer Schweiß.
    Die Geschichten über König Laurin sind übrigens herrlich, da sie der Gegend eine Mystik vertiefen, die sie ohnehin hat.
    Wussten Sie, dass die ganze Gegend um den Sellastock einst vor vielen Millionen von Jahren im Trias ein lauwarmes Meer war? Sie hätten nur rudern können. Die Basis einiger Berge besteht aus abgestorbenen Korallenresten.

    Einer der Gründe, dass ich den Alarmismus um ein fragliches Ansteigen von Meeresspiegeln nicht ernst nehme, ist die Tatsache, dass die Erde schon öfter mit mehr Wasser bedeckt war. Man kann die Natur nicht beeinflussen. Ein Austrocknen des Mittelmeeres, was es auch schon gab, wäre fraglos die größere Katastrophe.

    • Machen Sie sich keine Sorgen!
      Die „Erderwärmung“ weicht im Narrativ nun langsam der „Klimakatastrophe“. Da ist man in alle Richtungen abgesichert. Als nächste elementare Änderung steht eine Eiszeit an. (Schon mal den Fleece-Pulli rauslegen.)

      Politische Methode wie immer: „Angst machen und kassieren“
      (Wenn die Münz‘ im Kasten klingt, der Eisbär auf die Scholle springt.)

      Nebenbei Freiheiten der Nutztiere weiter einschränken, Bildung verringern, Degeneration durch Inzucht verhindern [™ Schäuble] und Religionen (auch der grünen) zu mehr Einfluss verhelfen.


    • Die „Erderwärmung“ weicht im Narrativ nun langsam der „Klimakatastrophe“.
      Jaja, und morgen wird wegen der intergalaktischen Umgehungsstraße die Erde gesprengt.
      Wer glaubt den Schwätzern noch irgendwas.

    • Pläne
      Ähm … Bewohner der Erde! Hier spricht Protestnik Vogon Jeltz vom galaktischen Hyperraum-Planungsrat. Wie Ihnen zweifellos bekannt sein wird, sehen die Pläne zur Entwicklung der Außenregion der Galaxis den Bau einer Hyperraum-Expressroute durch Ihr Sternensystem vor. Und Ihr Planet ist einer von denen, die gesprengt werden müssen.

      Es gibt keinen Grund, dermaßen überrascht zu tun. Alle Planungsentwürfe und Zerstörungsanweisungen haben 50 Ihrer Erdenjahre in Ihrem zuständigen Planungsamt auf Alpha Centauri ausgelegen. Wenn Sie sich nicht um ihre ureigensten Angelegenheiten kümmern, ist das wirklich Ihr Problem.

      Die Pläne für die nächsten vier Jahre sind bekannt und wir dürfen am Sonntag sogar darüber abstimmen.

    • Wenn die Münz‘ im Kasten klingt, der Eisbär auf die Scholle springt...
      … könnte sich noch einmal als Klassiker herausstellen.
      Ich bin mir aber nicht so sicher dass ich das noch erleben werde.

      Im Gegensatz zum Waldsterben kann man hier ein paar Jahrzehnte wiet daneben liegen ohne dass es jemand beweisen könnte…

    • Natürlich haben Sie Recht...
      …wenn man sich mit Plattentektonik, Kontinentaldrift, Paläoklimatologie und überhaupt mit Geomorphologie beschäftigt, kommt man zum gleichen Schluss.

      Allerdings gab es in den betrachteten Zeiträumen weniger Menschen und keine Nationalgrenzen…

  52. Danke
    Sehr geehrter Don,

    vielen Dank für den tollen und schön bebilderten Bericht. Es ist immer schön zu lesen, wie Sie einerseits über Ihre eigenen Unzulänglichkeiten schmunzeln können, andererseits sehr wohl wissend, was Sie sich da körperlich abverlangen und sich dann, wie mann es tut, auch durchbeißen.

    Ich bin da schon ein klein wenig neidisch, daß mir hier oben keine Berge gegeben sind. Die Überwindung, ständig gegen den Wind kämpfen zu müssen, ist leider größer als die, einen Berg zu befahren. Vielleicht liegt es daran, daß der Berg handfester ist; und endlich.

    Aber sagen Sie mal, diese Sache mit den Schalthebeln am Lenkerende, ist das noch stilecht? Oder ist das mit Rahmenschalthebel gar zu unbequem;-)

    • Lenkerende
      Die sind mit Sicherheit Eroica-zugelassen, das hatten die Crossfahrer schon lange. Manchmal braucht man halt beide Hände am Lenker – wegen des schweren Geläufs, aber vor allem beim Wiegetritt. Da kommt man beim besten Willen nicht mehr ans Unterrohr.

  53. Schaffner in Angst:
    ht tps://www.welt.de/wirtschaft/article168807874/Wenn-der-Fahrgast-statt-der-Fahrkarte-das-Messer-zueckt.html?wtmc=socialmedia.facebook.shared.web
    .
    So ein Quatsch. Um wen bitte haben die Angst? Es ist alles in Ordnung. Frau Merkel fährt nicht mit der Bahn, ist also gar nicht gefährdet.
    .
    Es sind durchweg andere Menschen, die ausbaden müssen, was Merkel angerichtet hat. Also bitte keine Klagen.

    • Es sind durchweg andere Menschen, die (das) ausbaden müssen ...
      … und die sind ja selber schuld.
      Wären sie halt auch Bonzen mit Dienstkutsche und -trägern geworden!

    • Der Gegenspieler von Angst ist Sicherheit...
      haben Sie eine Vorstellung davon, was in dieser (Sicherheits)-Branche momentan verdient wird? Und womit?

      Nein, ich meine jetzt nicht die „sicheren Fenster und Haustüren“…..

  54. GPS?
    Sehr schöner Bericht und prima dass Sie es geschafft haben.

    Nur eine naive Frage: Sah oft Radfahrer (sogar Fussgänger nutzen diese Funkionen des Smartphone) mit Navi an dem Lenker… würde das nicht helfen?

    Bitte geben Sie gut auf sich acht und kommen sie gut voran und an!

    • GPS/Smartphone am Lenker
      bei der L’Eroica, wo das Fahrrad dem technischen Standard von 1987 entsprechen muss? Ich habe jetzt nicht ins Reglement geguckt, aber das verbietet sich von selber. Dass man sich mal vergurkt, ein Schild und eine Abzweigung übersieht, das gehört einfach dazu. Wobei ich sagen muss, die Beschilderung bei den beiden Eroicas in der Toskana ist besser als bei so mancher RTF-Veranstaltung in Deutschland.

    • Die bessere Beschildung werter Marco
      habe ich allerdings bei Dons Bericht nicht vermutet, ganz im Gegenteil. Und dann nicht mal zwischendurch ne Jausenstation… Wollte schon fragen ob die Veranstalter da was verpennt haben.

      Oder könnte es sein, dass der Don ne Brille braucht?


    • Navi
      Wäh, so eine Fahrt ist doch nur echt mit Karte und Selbergucken.
      Navis sind was für Vertreter, die zu einem Termin eilen.
      Echte Sportsmänner orientieren sich selbst vor Ort (manchmal halt erst beim 3.Versuch, aber immerhin selbständig und in Interaktion mit echten Menschen)!

    • Echte SAportsmänner wissen: tod ist besser als Navi!

    • @Renate Simon:
      Diese Dolomiten-Eroica war ja eine Premiere, man übt da vielleicht noch. Ich sprach aber von den Toskana-Events, wo man etwas mehr Routine hat. Die Herbst-Runde gab es schon zwanzigmal, und ein Großteil der Schilder dort ist inzwischen fest montiert, so dass man im Prinzip auch unterm Jahr die Strecke fahren kann.

      Bei hiesigen Veranstaltungen kommt es schon mal vor, dass Scherzbolde die mit Kabelbinder befestigten Richtungswegweiser umdrehen oder abreißen. Ob Neandertal-RTF, Rhein-Erft-Giro oder Büttgen-Herbstrunde, es gab noch auf fast jeder Veranstaltung, die ich mitgefahren bin, eine unklare Stelle. Es hilft zwar, wenn man die Events schon paar Mal gefahren ist, die Vereine erfinden die Strecken ja nicht jedes Jahr komplett neu, ber manchmal variiert der Kurs halt doch etwas.

    • Vielen Dank übern Rhein
      das wusste ich ja nicht, es kann also dort nur besser werden ;-)

      Ham wir nicht ein feines Wetter?

    • na bei der Lebensrettung und anderen Kommunikationen...
      Danke sehr. Versteh ich, aber nur zum Teil. Bei Ihren Berichten stehen einem manchmal die Haare zu Berge: das sind oft gefährliche Abfahrten, aber auch das fast Erfrieren wegen abenteuerlicher Bergwege gab es ja schon im letzten Jahr. Da macht man sich doch Sorgen. Und bei Ihnen besonders gern.

      Bei Medizin, speziell der Rettung und Chirurgie, aber auch Kommunikation setzt „man“ doch auch gern auf modernste Geräte…

      Nehme das immer nüchtern (nach langen Diskussionen mit welchen die noch ohne Geschirrspüler, PC oder Mc oder Mobilttelefon waren) was taugt, darf auch modern sein.

      Herzliche Grüße, auch in die Runde

    • @Renate Simon:
      Ja, es lässt sich aushalten heute. Hoffentlich hälts an. Am Sonntag ist hier im Ortsteil Bü* nicht nur Wahl, sondern auch Sonnenblumenfest auf der Dorfstraße. Da war, seit wir hier wohnen, noch nie schlechtes Wetter.

    • Das Wetter hält
      und eigentlich hatte ich in Frühjahr und Sommer mehr Sonne erwartet. Meine Rosen kommen jetzt erst richtig in die Gänge und treiben die Schnitte zu, die ich ihnen ausnahmsweise im März verpasst habe.

      Da wir gestern Neumond hatten (auch wenn der Kachelmann behauptet, das hätte nix mit nix zu tun), so soll das Wetter doch die nächsten 14 Tage spätsommerlich sein. Dem sonntäglichen Vergnügen sollte also nichts im Wege stehen.

      .
      Ich höre gerade, dass der Düsseldorfer Oberradschläger, der mehr im TV als im Amt ist, sich höchstselbst 1,5 Mio. genehmigt, erhalten und auch schon ausgegeben hat und der Rat das nicht genehmigen will. Nun geht er blöd lächelnd davon aus, dass die Stadt die Familie des OB doch nicht in den Ruin treiben will… Nochmal wird die SPD hier wohl in absehbarer Zeit keinen OB stellen, außer Spesen nix gewesen. Der Mann ist untragbar, die Hände ständig zum Empfang des Handkusses bereit, da war der Elbers ja noch erträglicher und der war schon schlimm.

  55. Hätte eine Kartoffel den Bahnverkehr in Deutschland
    für drei Stunden lahmgelegt oder behindert, sie wäre nicht auf freiem Fuß.
    Für Merkels Söhne gelten eben andere Gesetze.
    Disclosure: ein abgelehnter Asylbewerber (aber trotzdem mit Aufenthaltsberechtigung, man kann nur noch kotzen) ist auf die Hohenzollernbrücke geklettert, Allahu Akbar! Die Brücke wurde 3h lang gesperrt. Der Muslim kam nicht in Haft.)
    Näheres hier: ht tps://www.welt.de/politik/deutschland/article168863999/Abgelehnter-Asylbewerber-klettert-aus-Protest-auf-Hohenzollernbruecke.html

    • Es war auch noch im Feierabendverkehr!
      Das heißt, dass die 10 Kartoffeln, die durch Steuern und Abgaben seinen Aufenthalt hier all inclusive zahlen, auch noch viel später nach Hause fahren konnten als üblich und sich so besonders über diese Aktion freuten.
      Auch interessant: sie brauchten einen Farsi Dolmetscher, um sich mit ihm zu verständigen.
      Die springen übrigens, wenn man unter Presseportal Blaulicht nachschaut, ganz gern am Bahnhof rum – und auch mal über die Schienen, was ich vorher gar nicht so kannte. So oft wie dieses Jahr musste der Bahnverkehr glaube ich wegen „Menschen im Gleis“ noch nie unterbrochen werden.
      Bin neugierig, wie viele das so gerne mögen, dass sie das am Sonntag auf weitere 4 Jahre goutieren.

    • Ist ja schon merkwürdig, meine afghanische Nachbarin
      unterhält sich mit den iranischen Nachbarn, unterdessen schon die zweiten, ganz normal. Ich fragte sie einmal, ob es keine Sprachschwierigkeiten gäbe, nee, das sind irgendwie nur verschiedene Dialekte, ähnlich wie in Deutschland, mehr Unterschied ist da nicht.

      Und hier wird wegen jedem Pups ein extra Dolmetscher geholt, die Neubürger müssen sich doch einen Astlachen ob unserer Blödheit.


    • @Renate Simon: hmpf, daß Farsi und Paschtu nicht weit voneinander sind, nützt ja wenig wenn es sich um jemand handelt, der Urdu oder Azeri spricht oder eine Variante von Arabisch. Soo genau es den Leuten ansehen sollen, welche Sprache sie sprechen, ist vom gewöhnlichen Bähnler oder Polizisten schon ein bißchen arg viel verlangt.

    • Nun, der Mann spricht Farsi
      wohl der geläufigste Dialekt in Persien/Iran.

    • Notarzt
      Zitat:
      „Die springen übrigens, wenn man unter Presseportal Blaulicht nachschaut, ganz gern am Bahnhof rum – und auch mal über die Schienen, was ich vorher gar nicht so kannte.“

      Und wenn es mal schiefgeht heisst es Streckensperrung wegen Notarzteinsatz, sprich einsammeln der Einzelteile.

    • Die Bahn greift durch
      https://www.welt.de/vermischtes/article168896572/2000-Euro-Strafe-weil-sie-Pfandflaschen-sammelte.html

      Man hat die Täterin erwischt und den Vorgang
      zur Anzeige gebracht.

      Man möchte halt keine unschönen
      Bilder im Bahnhof sehen wie die einer
      alte Dame die Pfandflaschen aus dem Mülleimer
      fischt.

      Ich denke die größeren Flaschen sind
      im Bahnvorstandsbereich zu finden.

      Was macht eigentlich Herr Pofalla?

      (Ich kann gut verstehen das manche Leute
      diesen Zusammenhang gar nicht verstehen.
      Wahrscheinlich gibt es auch keinen.)

    • Bahnverkehr in Deutschland
      Und es soll bitte niemand sagen, wir hätten uns keine Mühe gegeben! Voriges Jahr noch war auf der Webseite des Bahnunternehmens, das die Linien von Salzburg und von Kufstein nach München betreibt, eine ausführliche Broschüre zu finden, in der u.a. ausdrücklich erwähnt wurde, daß man zum Benutzen eines Zuges eine Fahrkarte haben müsse, die Züge hier schnell führen und man nicht über die Gleise laufen solle. Das Ganze nicht auf Deutsch-Englisch-Französisch, sondern auf Arabisch, Farsi, Paschtunisch, Kisuaheli…
      Mittlerweile haben die entsprechenden Reisewilligen wohl mitbekommen, daß man auf den Güterzügen günstiger fährt. Daher sucht jetzt statt des Schaffners die Bundespolizei nach Schwarzfahrern und die Broschüre gibt es nicht mehr…

  56. Ob die SZ aufwacht? Manche Frauen tun es ja schon.
    Die schreibt allen Ernstes: „Die Rechte der Frauen sind genauso schutzbedürftig wie die der Flüchtlinge“. Hintergrund ist, dass sich die massenhaften Vergewaltigungen durch Migranten (nicht Flüchtlinge; ein eingewanderter Nigerianer etwa ist kein Flüchtling) nicht mehr verleugnen lassen und die SZ-Standardausreden (die Gesellschaft/der Westen ist schuld) nicht mehr gut funktionieren.
    .
    Ich bin da hin und hergerissen. Einerseits gilt, dass die Rechte der Frauen eher über denen der hier illegalen Migranten stehen.
    Andererseits haben die, die jetzt von Muslimen vergewaltigt werden, vorher freudig Teddybären auf sie geworfen. Hochmut des „Gutseins“ kommt eben vor dem Fall. Die migrantenbegeisterten Frauen („haben die tolle dunkle Augen“) lernen nun schmerzhaft. Aber sie lernen.

    • Es werden aber eben auch Leute vergewaltigt, die
      mit der Sache nichts zu tun haben wollten.

      Und auch, wer aus edlen Gründen helfen will, aber die Folgen nicht im Blick hat, hat es nicht verdient, totgefistet zu werden.

      https://postimg.org/image/kzur67551/

    • Das Kapitel über Frauen hier ab Seite 10 wäre auch grundlegend wichtig für alle,
      die an Gleichberechtigung gewohnt sind:
      https://www.atheisten-info.at/downloads/Bill_Warner-Scharia_fuer_Nicht-Muslime.pdf

    • @ Esche
      Wird Ihnen nicht selbst schlecht von dem ekelhaften Zeug was Sie hier schreiben? Und das so etwas (ich rede hier von dem zweiten Abschnitt) auch noch unkommentiert von dem Hausherren freigeschaltet wird. Ohne Worte!

    • @Gast
      Ja, ab und an wird mir schlecht. Irgendwie wäre mir ein Land ohne vergewaltigende Zuwanderer lieber. Aber „nun sind sie halt da“.
      .
      Was die Themen angeht, möchte ich Ihnen raten: beschimpfen Sie nicht den Überbringer der schlechten Nachricht. Redlicher ist, sich mit den Tätern zu befassen. Und das kritisch.

    • @ Esche 16:44 Uhr
      Sie verstehen nichts. Lesen Sie sich noch einmal den zweiten Absatz Ihres Traktats gründlich durch. Wenn Sie dann nicht selbst darauf kommen, um was es mir hier geht, dann ist Ihnen – mit Verlaub – nicht mehr zu helfen. Und Sie wollen sich hier als besorgter Bürger aufspielen. Unfassbar!

    • Noch etwas für @Gast
      Es wird erst richtig eklig. Wir erleben alle erst die Anfänge. Auch wenn unsere Phantasie für das Kommende nicht reicht.
      .
      ht tps://www.welt.de/politik/deutschland/article168876924/Experten-rechnen-mit-grossen-Maennergruppen-an-Silvester-in-Koeln.html

    • Die Überbringer schlechter Nachrichten
      Diese hatten bereits in der griechischen Antike einen schweren Stand. Historiker können dies bestätigen (sie müssen nicht). Daran hat sich bis heute nichts Wesentliches geändert.

    • Ein Witz
      …ist es, dass es weitere vier Jahre geben wird, bis dass auch der letzte Vollpfosten, und da nehme ich die Männer mit, es gelernt haben wird. Das Thema ist durch und war schon seit Domplatte klar wie Kloßbrühe.
      Tja Mädels. Des is blöd mit so einem Loch und drei Ohren.

      Verehrter Don, vielleicht kommt ja dann die erhoffte offene Diskussion. Kaum vorstellbar bei der geschlossenen ?öffentlichen? Meinungsfront.

      Danke für Ihr Sperrfeuer und herrliche Reiseberichte. Wieso eigentlich kurz vorher noch einmal Kettenblatt wechseln?, Ihre Tretmaschine Rufa 72ziger Sport war die richtige Wahl? Hatten Sie auch eine Alternative dabei?
      Salve.

    • Nicht kommentieren, ist nicht gleichbedeutend mit Zustimmung.
      Der Hausherr weißt oft genug darauf hin, dass er nahezu alles freischaltet und auf die Leser und ihre Klugheit vertraut.

      Esche, ich glaube Sie sind sich ihrer Außenwirkung nicht bewusst. Wenn ich die Gesamtheit ihrer Kommentare betrachte, dann lässt das für mich nur zwei Schlüsse zu: Entweder Sie sind ein menschenverachtender Hetzer oder Sie sind als Provokateur unterwegs, der die Veranstaltung hier schädigen will.

      Wir plaudern hier über ein nostalgisches Radrennen bei widrigen Witterungsbedingungen im Gebirge und Sie bombardieren uns mit von ihnen kommentierten Pressezitaten zur Migrantenkriminalität. Das wird auf Dauer lästig. Migration ist oft genug Thema, aber nicht immer.

      Zu dem Beitrag hier fehlen mir einfach die richtigen Worte. Das ist keine Botschaft, das ist Ihre Bewertung. Sie unterstellen Frauen, die Migranten willkommen heißen und ihren Kindern Spielzeug schenken Hochmut. Und Hochmut kommt vor dem Fall also gewissermaßen vor der gerechten Strafe. Und diese gerechte Strafe besteht dann daraus beraubt, vergewaltigt oder auch ermordet zu werden.
      Solche Gedankengänge zeugen von übelster Gesinnung. Aber nicht genug, Sie setzen dem ganzen noch die Krone auf: Sie schreiben, Sie wären nicht sicher, ob Frauen insgesamt es noch verdient hätten, vor Vergewaltigungen geschützt zu werden, ob es nicht möglicherweise gerechter wäre, sie wären vogelfrei, weil ja an den Zügen mit den Zuwanderern aus Ungarn damals unter anderem auch Frauen standen und freundlich gewunken haben.
      Weil einige Frauen etwas getan haben, was Ihnen nicht gefiel, haben alle Frauen ihr Unglück verdient. Das ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Reinform.

      Die einzige schlechte Botschaft, die ich hier mitnehme, ist die, dass die Situation wohl jetzt so ist, das Menschen wie Sie Morgenluft wittern und aus ihren Löchern gekrochen kommen. Da hat der Herr Goodnight wohl doch nicht so unrecht.

    • Ohne Verstand...
      @Gewürztraminer.
      Schön klargestellt in Ihrem Beitrag, was einige inzwischen als „Das darf man doch wohl mal sagen“ halten und wie sehr diese Haltung auf tiefste Menschenverachtung schließen lässt.

      Apropos „Außenwirkung“: ich vermute, dass es den „Disputanten“ gar nicht klar ist, wem sie damit die Aktienkurse nach oben schreiben, geschweige denn, selbst in dem Bereich „security“ investiert haben.

      Aufgrund dieses „Nichtverstehens“ werden sie auch weiterhin genügend Gelegenheit haben, „Verhältnisse“ anzuprangern….im Ende gesehen gehören sie immer zu den „losern“ und sie nur nützliche Idioten….

    • Ich glaube, es istv wirklich schwer, unter bestimmten Voraussetzungen ruhe zu bewahren. Wenn man zwei Jahre wegen jeder abweichenden Meinung Nazi genannt wird, ist man halt irgendwann nicht mehr bereit, anderen noch gross zuzuhören und deren Standpunkte zu verstehen.

    • Außenwirkungen
      Wenn Rüdiger Safranski, Gunnar Heinsohn, Jörg Baberowski und Boris Palmer Nazis sind, dann bin ich mit Stolz und großem Vergnügen Nazi, und das mit großer Gelassenheit.

      Der Witz ist ja, das ich grundsätzlich auf der Seite von Esche bin, so er denn echt ist. Nur die Art des Auftretens und den Tonfall fand ich sehr, sehr unangemessen.

      Sollte es seine Absicht sein, Leute, die mit einigem guten Grund empört sind, in Pogromstimmung zu bringen, dann hat er einiges richtig gemacht.

      Sollte es seine Absicht sein, zusätzliche Wähler für die AfD zu werben, dann hat er einiges falsch gemacht. Diejenigen, die seine Beiträge ansprechen, wählen sowieso AfD oder Parteien rechts davon. Diejenigen, die unsicher sind, schreckt so etwas ab.

      Auf mich wirkt das abstoßend. Mit Leuten, die solche Texte veröffentlichen, möchte ich eigentlich nicht in einem Boot sitzen.

      Aber keine Sorgen, Freunde der AfD: Heute Nachmittag habe ich bei der FAZ den Text „Weg mit den Zwei-Monats-Vätern!“ von Tatjana Heid gelesen. Danach war mein Entschluss, AfD zu wählen, wieder gefestigt.

      Nach der Lektüre dacht ich mir: „Aha, nun reicht es ihnen nicht mehr, wenn die Mütter berufliche Nachteile von ihrer Elternschaft haben. Den Vätern soll es nun genauso ergehen und sie sollen vollends nicht mehr mit den kinderlosen Kollegen mithalten können.“

      Der Text veröffentlicht in der Süddeutschen, der Zeit oder in der Welt der öffentlich rechtlichen Medien, hätte mich ja nicht berührt, weil dort von jeher dieses Lied gesungen wird. Weil es aber in der FAZ erscheint, treibt mich der Gedanke um, ob das nun irgendwie doch die zukünftige Leitlinie der CDU und FDP ist.
      Weil ich paternalistisches Reingefinger in die Familien von Seiten des Staates überhaupt nicht schätze, bin ich nun wieder bei der AfD angelangt. Da bin ich, was diese Thematik angeht, auf der sicheren Seite.

      Auch diese Außenwirkung war wohl nicht beabsichtigt. Der Text sollte wohl kaum Werbung für die AfD machen.

  57. Helden, da diese beiden Helden...
    … ja schon namentlich erwähnt wurden,
    wird es Zeit, mal wieder ein Toyota Landcruiser Bildchen einzustellen.

    Der Herr im Vordergrund ist Raul, der Herr im Hintergrund ist Fidel.
    Beiden Helden wären die Leute weggelaufen, wenn die Amis nicht die Flucht übers Meer unterbunden hätten.
    Beide Helden haben damals, um etwas Druck aus dem kubanischen Kessel zu nehmen, 100000 Kubanern die Übersiedlung in die USA erlaubt.
    So, habe jetzt genug Heldenverehrung getrieben….
    Jetzt das Bildchen.
    Ist der FJ25, der direkte Vorffahre der FJ40/43/45 Modelle.
    Karosserie- Optik parktisch gleich.
    Rauls FJ25 steht im Museum in Kuba.
    https://abload.de/img/fidelcastrofji9rex.jpg

    • Ob der Spiegel heute auch noch von Castros Konzentrationslagern....
      … schreiben würde ?
      „…In tobende Begeisterung gerieten die Kubaner, als Präsidentengattin Jacqueline Kennedy in akzentfreiem Spanisch den Wunsch äußerte, daß ihr Sohn einst nur halb so tapfer sein möge wie die Männer der Brigade 2056, die im Dezember nach anderthalbjährigem Leiden in Castros Konzentrationslagern gegen ein Lösegeld von 53 Millionen Dollar losgekauft worden waren…. “
      …Die Schweinebucht-Kämpfer feierten dann Dr. José Miró Cardona, 61, Vater eines der Freigekauften, der einst Castros erster Ministerpräsident gewesen war,….“
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45142088.html

    • Jacky en Orange Bowl Stadium
      Akzentfrei halte ich für etwas übertrieben, zumindest kein Castillano, aber eine schöne Geste war Jackies Auftritt auf jeden Fall:

      https://www.youtube.com/watch?v=72z2025GyBE

  58. Schöner Bericht.
    Ich habe auch schon so manche Bergtour abbrechen müssen, sogar direkt unterhalb des Gipfels. Früher hat mich das gefuchst, jetzt nicht mehr. Da denke ich an Kammerlander. Wenn irgendetwas nicht passt, dann geht es halt nicht. Der Berg hat immer Recht! Ich hatte trotzdem einen schönen Tag draußen in der Natur.

    • Genau so ist es. Der Berg siegt immer.

    • Infantiles Geschwurbel
      „Der Berg siegt immer.“ Wie kann ein erwachsener, angeblich denken könnender Mensch einen solchen Unsinn von sich geben? „Der Berg siegt immer!“ Man fasst es nicht! Berge, Ozeane, Wüsten, Naturgewalten, die wollen nicht siegen, nicht verlieren, die SIND einfach.

      P.S.: Ich warte noch auf die Entschuldigung für die Pöbelei und die üble Nachrede aus dem letzten Blogeintrag! Und zwar pronto, wenn ich bitten darf! Wir verstehen uns?

    • Piano.

    • Manchmal lässt er dich rauf, manchmal eben nicht.
      Er war vor dir da, er wird auch nach dir noch da sein. Da oben lernt man Demut (und viel über sich selbst).


    • schusch!!
      Sie tauchen auch wieder auf!
      Ja haben Sie nun den toten Fisch gegessen oder nicht?

    • An Rainer Marsbach: Der Berg als Symbol, eine Projektionsfläche
      Wenn sie damit nichts anfangen können,
      könnten sie auch schreiben das sie
      damit nichts anfangen können.

      Was sie schreiben ist für mich
      eine Selbstauskunft über die Frage
      wie sie mit anderen umgehen.

      Wenn Sie üben wollen:

      Im Mutterschiff gibt es einen Artikel
      über ein Buch das sich nicht
      Forstwissenschaftlich genau mit dem Wald
      beschäftigt und trotzdem oder
      gerade deshalb sehr erfolgreich ist.

      Schreiben sie doch mal eine Kurzkritik über
      Homers Ileas oder die Bibel
      aus Historischer Sicht.

      Hier geht es hier nicht um Geologie.
      Wir sind im Bereich der Anthropologie

  59. "Araber würden Merkel wählen"
    jubiliert welt.de. Dabei kann es keine deutlichere Warnung davor geben, Merkel zu wählen.
    .
    Anständige Menschen wählen Merkel nicht. Sie überlassen das „den Arabern“. Und wählen eine Partei, die nicht Täter hofiert, sondern sich um die Opfer islamischer Gewalt bemüht.

  60. Was kein deutsches Qualitätsblatt zu schreiben wagt:
    Weiterhin totales Chaos in Merkels Einwanderungsland:
    .
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-09/bundeskanzlerin-angela-merkel-araber-fluechtlingsdebatte-wahl/seite-2
    .
    Die Lüge, man habe die Einwanderung irgendwie doch im Griff, verfängt in guten blättern (Ausland also) nicht.
    .
    Warum – eine von keinem Journalisten beantwortete Frage – kriechen alle deutschen Journalisten? Warum hat kein einziger den Minimalmut, Merkels Verbrechen zu kritisieren? Oder nur einfach Fakten zu benennen? Woher diese riesengroße Angst?

    • "Nicht zu schreiben wagt"
      Pah, nicht schreiben wollen. Es geht um Fachkräfte, die hier gut und gerne leben sollen und darum, dass die „Journalisten“ dies herbeigejubelt haben, schon vergessen?

    • Korrektur
      Natürlich (warum muss ich „natürlich“ schreiben?) nicht die Zeit, sondern die NZZ:
      .
      https://www.nzz.ch/international/48-menschen-spurlos-verschwunden-ld.1317578?reduced=true

    • Titel eingeben
      Angst?
      Doch nicht eher Dummheit?
      (speziell bei TV & Radio)
      .
      Oder gepaart mit Dummheit?

    • Wenn wir wüssten, wer hier außer den 48 sonst noch verschwunden
      oder gar nicht erst aufgetaucht ist – wir würden wahrscheinlich nachts kein Auge mehr zumachen.
      Ob die Listen haben, weil es ja wohl die Großkopferten bisher eher weniger trifft als die anderen?


    • Warum hat kein einziger den Minimalmut, Merkels Verbrechen zu kritisieren?
      Weil er damit ein Faß aufmacht, das ihn überschwemmt.

      Wenn wir wüssten, wer hier außer den 48 sonst noch verschwunden
      Ah, viele, viele. Man fragt sich nur, wie und wohin (und bei manchen, ob überhaupt). Dafür braucht es gelegentlich Journalisten in Anführungszeichen, also keine Festangestellten, sondern Leute, die einfach losziehen und den Leuten das Mikro vor den Mund halten, Leute, die sich ins unübersehbare tägliche (Straßen-)Leben stürzen.
      Was die berichten, muß man dann zwar gegenchecken, denn manche erzählen auch einfach Geschichten, weil sie zuwenig mit Leuten in Kontakt kommen, aber auf alle Fälle bekommt man so ein realitätsnaheres Bild, auch wenn es mit dem öffiziösen wenig zu tun hat.

    • Oh, danke für den Link.

    • Colorcraze - wohin ist mir klar.
      Eine Freundin ist mit einem Kurden verheiratet – und wenn ein Verwandter zu Besuch kommt, gilt der, unter Vollpension, als eingeladen, so lange er Lust hat.
      Würden die ihn rausschmeißen, würde ihr Mann vor seiner Verwandtschaft „das Gesicht verlieren“.
      Also macht man gute Miene zum bösen Spiel, auch wenn es arg eng in der Wohnung wird oder der Besuch sich aufführt.

  61. Einzelfälle
    Es ist OT, und ich finde es schade, daß der so schöne und von der harten Realität ablenkende Beitrag (auch durch andere Kommentare) gestört wird, aber die Einzelfälle scheinen jetzt doch fast täglich stattzufinden:

    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article168884127/Ploetzlich-war-sie-von-fuenf-Maennern-umringt.html

    Mit Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung hat das nichts mehr zu tun. Ich will das einfach nicht mehr lesen.

  62. Mich erheitert immer die Bezeichnung "Wissenschaftlerin"
    Was soll sie denn erforscht haben?

    Bin nur beruhigt, dass Araber hier nicht wählen dürfen, ein Erdrutschsieg wäre nun das Allerletzte, was man wünschen möchte. Eine Erdrutschniederlage wäre mir lieber, aber dann hätten wir Schulz. Das Elend nimmt also kein Ende.

    • Jo, Wissenschaftler sind anders
      Ganz recht. Und die einseitige Energieumstellung war höchst unwissenschaftlich und undurchdacht.

      Sie ist aber zweifellos Professorin in der Kunst der Machtsicherung über 180 Grad-Wenden und außerdem in der Kunstfertigkeit, andere Parteien platt an die Wand zu drücken.

      Vielleicht hört man später von Leuten wie Bettina Schröder, der einzigen Familienministerin, die diesen Namen verdient hat, was da los war. Wir hätten sie eigentlich schon 2009 nicht wiederwählen dürfen wegen der Sache mit dem echten Professor, aber die SPD mit den heutigen Grünen ist und war keine Alternative.

    • Lieber Oberländer, machen Sie aus Kristina keine Bettina
      zur Person stimme ich Ihnen völlig zu.

      Wir bzw. die anderen, denn ich habe ja noch nie CDU gewählt, hätten Merkel nie wählen dürfen. So sehe ich das, denn das Elend mit der Frau war ja abzusehen. Wer etwas Menschenkenntnis hat, konnte sehen, dass da aber auch gar nichts Gescheits bei ihr rauskommt.

    • Liebe Frau Simon - aber daran mangelt es. Menschenkenntnis.
      Da sind einige dabei, die sich gerne wählen lassen würden, die man besser nicht durch ein Kreuz ermächtigt. Besonders, wenn sie ja jetzt schon gezeigt haben, was sie machen, wenn wir sie lassen (müssen).
      Was ich ja nun gar nicht verstehe, ist, wie man in Worten der Blazerträgerin Sinn finden kann. Gar Antworten auf drängende Fragen erkennt. Und Verlässlichkeit. Oder Vertrauen.
      Hatten wir alle so schlechte Mütter, dass wir nichts besseres mehr zu erwarten in der Lage sind?
      Ein Plakat, Volksentscheide fordernd wie in der Schweiz, war so wütend demoliert, dass sogar das darunter klebende alte Papier der Plakatwand im unteren Drittel mit Gewalt zerfetzt abgerissen wurde, was mich irgendwie an Fingernägel erinnerte.
      Mir ist vollkommen unklar, wer gegen so was sein kann. Und von welcher Seite diese Wut. Und weswegen.

    • @ Frau Simon,
      Kinder fragen Merkel wie lange das Oel noch reicht üund sie sagt, in 83(!) Jahren, du könntest es noch erleben, brauchen wir so wenig Öl, dass sich keiner mehr drum streitet. Ein Junge will wissen, was Merkel gern geworden wäre, wenn nicht Kanzlerin. Und sie sagt: ich wäre gerne Astronautin geworden, um mir alles mal von oben anzukucken. Echt, habe ich grad gesehen.Wolle mer se zum Mond schicke?

    • Wissenschaftlerin
      Sie hat studiert und wurde promoviert im Bereich der Physik.
      Ob das Wort Wissenschaftler genau definiert ist weis ich gar nicht.

      Es ist zusammengesetzt aus den Begriffen Wissen und Schaffen.
      Ich gehe davon aus das es möglich ist Wissen zu schaffen
      das überhaupt nicht in irgend einer Weise sinnvoll ist.

      Nur weil man eine bestimmte Technik des Wissen schaffens
      gelernt hat bedeutet das ja nicht das man das gelernte immer
      anwendet.

      Ich schreibe hier oft Dinge die manche Leute
      gar nicht verstehen. ggf sind diese Dinge auch nicht sinnvoll
      und wenn sie es lesen, haben sie Wissen mit dem sie
      gar nichts anfangen können.

      Wenn das so ist, sie Wissen also etwas
      was sie vorher nicht wussten, muss ich wohl vorher in irgend einer Form Wissen geschaffen oder irgendwo gestohlen haben.
      Das man idR damit nichts anfangen kann, dafür
      kann weder das Wissen etwas noch der, der es geschaffen hat.

      Mit etwas Glück findet sich ja eines Tages eine Anwendung dafür.

      ggf wurde die Null vor 6850 Jahren erfunden. Dieses geschaffene
      Wissen war aber damals nutzlos und man hat weiter nur von 1 bis 10
      gezählt, aber nicht weil man eine Null hatte, sondern weil die
      Zahl zufällig der Zahl der Finger entsprach. Im allgemeinen Sprach gebrauch wurde weiter gesagt das man nix gefangen, gejagt oder gesammelt hatte.

      Ich nehme an das auch dieser Text völlig sinnloses Wissen ist.
      Wenn sie lachen müssen war er aber nicht völlig nutzlos.

      Leute mit mehr Ahnung sagen ggf das ich nur eine
      These aufgestellt habe die man belegen oder widerlegen müsste.
      Wie soll das gehen? Fragen sie mal jemanden nach dem Sprachgebrauch in einer Gesellschaft die keine Schrift verwendet hat
      aber der schon so lange tot ist.

      Wenn sie einen Zusammenhang suchen:
      Ich weis von nichts.

      PS
      Zur Flüchtlingskrise gab es viele schöne Erklärungen
      warum das damalige Handeln richtig war.
      Nur wirken die wie nachträgliche Begründungen
      für ein Handeln das mit dem Wort Planvoll vermutlich nicht
      im Zusammenhang steht.

      Wir mussten improvisieren.
      Den Satz würde ich glauben.

      Das andere Wissen was da geschaffen wurde
      wirkt eher konstruiert. Nach allen Regeln
      der Schönfärberei. Das muss man auch können.
      Ich weis aber nicht ob das eine Wissenschaft ist.
      ggf können das Politikwissenschaftler beantworten.

    • Kein Land in Sicht, nirgends
      Asche auf mein Haupt. Kristina natürlich.
      War in Gedanken bei dem Mann, der mit dem Fall eines BuPrä an der Seitenlinie zu tun hatte und der jetzt unsere nette bayerische Landestochter Doris Köpf verärgert.

      Ich schätze mal, dass der Hauptverantwortliche für den Zustand der SPD der oberflächliche Brioniträger ist. Aus dem schleimigen Niedersachsen, versteht sich. Man kann sich aber nicht einen Mann ausgerechnet aus Brüssel holen, um das zu reparieren, der zumal dort orfentlich abkassiert hat.

      Hier die neuen Schleimspuren:
      ht tps://www.welt.de/politik/deutschland/article168903005/Gerhard-Schroeders-neue-Liebe-und-seine-alten-Gewohnheiten.html
      ht tp://www.focus.de/politik/deutschland/soyeon-kim-was-schroeders-neue-mit-seinem-suedkorea-image-zu-tun-hat_id_7622529.html

      Da kriegen Sie auch eine Ahnung, was die Leute an Merkel schätzen, auch wenn sie ihr die ungeordnete Lawine (Schäuble) übelnehmen: Nicht so viel Mischmaschmeyer und so. Nur ein bisschen Friede, Mohn und Eierkuchen.

    • Nein Herr Oberländer, das werde ich eben nie verstehen
      warum man Merkel zur Parteivorsitzenden und dann Kanzlerkandidatin gemacht hat bzw. hat sie sich ja selbst auf den Parteivorsitz katapultiert. Ehe die Männer ihre Schnappatmung einstellen konnten, war schon alles gelaufen. Ich habe Kohl schon nicht verstanden, was er mit der Frau eigentlich bezweckte, aber von Menschenkenntnis war er wohl auch nicht getrübt. Und noch weniger verstehe ich, dass die Partei Merkel nun schon so viele Jahre wurschteln lässt, alle ducken sich, rutschen auf der eigenen Schleimspur rum, gegrummelt wird wenn überhaupt ganz leise zuhause. Ich fürchte, nicht wenige sind so Typ Tauber, also Würstchen und aus lauter Angst ums Einkommen macht man das böse Spiel mit. Ich hoffe für diejenigen auf ein sehr böses Erwachen.

      Was nun den alten Bock Schröder angeht, ist doch putzig, wie sich alle auf seine neue Liebschaft stürzen, das lenkt die Leute mal wieder sehr schön ab, sie können sich aufregen, sie können’s auch lassen.
      Da kann nur mit Hiltrud sagen, ich habe es geschafft, mich von ihm zu trennen, dann schaffen Sie das auch.
      Der Mann ist Geschichte und weiß es nur noch nicht und je älter er wird, umso prolliger wird er.

      .
      Liebe Philo, der Mond ist viel zu nah, der Mars entspräche eher meinen Vorstellungen.
      Wenn die Frau Kindern solchen Quatsch erzählt, zweifel ich noch mehr an ihrer Qualifikation als Physikerin, so recht zugestehn kann ich ihr da eh keine. Die hat doch nicht mehr alle Latten am Zaun, heidenei, der Tag fing so gut an, ging super weiter und nun ärgere ich mich über dbK schon wieder wie blöd.
      Sie wollen wissen, was dbK heißt? Denken Sie an weibliches Fleckvieh.
      Mann bin ich geladen.

      In 83 Jahren… nee, hat sie vor, dann noch immer im Kanzleramt zu hocken, um die E-Autoquote zu überwachen? Unterdessen trau ich ihr alles zu.

      .
      Gast
      ich habe keine Ahnung, wer sich an Plakaten abreagiert. Es zeugt nicht gerade von geistiger Vielfalt, allenfalls von gnadenloser Einfalt, die soll allerdings weit verbreitet sein.

      .
      Lieber Herr Keller, mir geht es wie Harry Charles, ich kann Ihren Kommentaren geistig nicht immer folgen. Sie haben Gedankengänge, die ich nicht immer nachvollziehen kann und diese Mühe unterdessen auch weitgehend aufgegeben habe. Wenn Sie, wie weiter oben, klar Ihr Anliegen erklären, Badeanzug im Bundeskanzleramt, kann ich erwidern und sei es mit einer Fotomontage.

      Ihr PS verstehe ich bis auf den letzten Absatz, denn m.E. wurde kein Wissen erzeugt, allenfalls bei uns, die schon länger hier leben. Ob in Berlin unterdessen „Wissen“ Einzug gehalten hat, darf bezweifelt werden oder wenn doch, wird das sehr gut verborgen.

    • @Klaus Kller sagt: 21. September 2017 um 21:54 Uhr
      .
      Betrunken?

    • nur mal so sagt: Betrunken?
      nein. Berauscht sicherlich.
      Richtung freies assoziieren
      Ich würde sagen der nicht ganz
      gelungene Versuch eine Satire zu schreiben.
      Ich bin ein blutiger Anfänger auf diesem Gebiet.

      Es ist schwieriger als ich dachte.
      Man kann es nicht aus dem Ärmel schütteln.
      Es ist wohl doch zum großen Teil mühselige
      Kleinarbeit.

      Die Kurzfassung ist:
      Wir bekommen Fachwissenschaftliche
      Erklärungen im Nachhinein für einen
      begrenzten Kontrollverlust mit
      langfristigen Folgen.

      Der Beginn der Flüchtlingskrise
      lag weit davor als sich in der
      Osttürkei Flüchtlingslager auflösten
      weil viel Unterstützung weggefallen war.

      Ich mache noch einen Schlenker.
      Die Bundeswehr hätte damals
      Feldlazarette entsenden können
      um die akute Not vor Ort zu lindern.
      Nichts Davon. Heute Retten wie
      hier Leute mit hohen Kosten
      die gar nicht akut bedroht sind.

      Von wegen wir sind die freundlichen
      Flüchtlingshelfer.

      ggf hätte ich das gleich schreiben sollen.

      Zur Arroganz in Berlin noch:

      http://www.deutschlandfunk.de/fluechtlinge-viele-arme-menschen-nehmen-arme-menschen-bei.694.de.html?dram:article_id=394378

      S.Gabriel und andere reden gerne von sozial Schwachen
      wenn sie Leute mit wenig Geld meinen.

      Ich halte das für eine Unverschämtheit.

      Den aktuelle Umgang mit der Türkei
      setze ich als bekannt voraus.

    • KK, da gehe ich mit Ihnen einig
      wenn Politiker wie Gabriel von sozial Schwachen reden, hört sich das immer so an – und sonst auch nix auf die Reihe gebracht.
      Wozu einem dann auch noch Tauber einfallen kann, hätteste was gelernt, bräuchteste keine 3 Jobs oder so.
      Ignoranz und Arroganz in völliger Unkenntnis des wahren Lebens.

    • das werde ich eben nie verstehen
      „Ich habe Kohl schon nicht verstanden, was er mit der Frau eigentlich bezweckte, …“

      Frau Simon, versuchen Sie doch – falls Sie Lust dazu haben – mal diesen abenteuerlichen Gedanken: Angenommen Sie wären Kohl gewesen (schwer, ich weiss) und in der damaligen Situation wäre eine anerkannte Top-Killertruppe bei Ihnen erschienen und hätte Sie gefragt: Plata O Plomo? (Möglicherweise mit sächsischem Akzent)

      Wie hätten Sie sich entschieden?

    • 'sozial Schwache'
      .
      Da, allerdings, sind wir uns einig.

      Leute mit wenig [oder nahezu keinem] Geld, sind ökonomisch
      Schwache.

      Sozial Schwache, sind Leute in der SPD Führung oder
      User der ’social media'(*).
      .
      .
      (*) Twitterer, Facebooker plus Bewohner von Berlin & Hamburg.
      .
      Achso, fast hätte ich es ausgelassen:
      TV-Angucker natürlich auch noch.

  63. Denn unfühlend ist die Natur, Goethe
    Ein Gipfel gehört dir erst wenn du wieder unten bist.Denn vorher gehörst du ihm.
    Hans Kammerlande

    Ich kenne das vom Skifahren. Gelegentlich stand ich vor einer Piste, die ich nicht mochte. Sie wirkt noch weniger einladend, wenn es leicht neblig ist und dann noch schneit. Du bist schon ein Stück abgefahren, dann stehst du da und versuchst abzuschätzen, wie lange der Aufstieg zum Lift dauern mag. Als ich noch Kind war, war dies der Moment, wo ich mich in den Schnee setzte und weinte. Der Berg guckte ungerührt zu. Am Ende kam man runter. Später erzählte man stolz von der schwarzen Piste, Tränen? Keine Rede davon. Der Berg kennt keine Gnade.

    Ueli Steck ist tot : „Scheitern heißt für mich: wenn ich sterbe“
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/bergsteiger-uli-steck-toedlich-am-mount-everest-verunglueckt-14994367.html

    Und er war gut.

    Wenn man nicht vorzeitig den Tod riskieren will, muss man sich angemessene Grenzen setzen. Ich finde das besser. Aber dann wird man nicht berühmt.

    • Andere wieder sagen sich:
      lieber 5 Minuten feige, als ein Leben lang tot.

    • ich mich in den Schnee setzte und weinte
      Ich kann nur vermuten das es die Angst war
      und sie nicht wussten was sie tun sollen.

      Sie fuhren vermutlich dann vorsichtig weiter.

      Die Angst als Aufforderung zur Gefahrenkontrolle
      ist eine sehr praktische Einrichtung wenn man
      sie richtig nutzt, wie sie damals am Berg.

      Heute nennen sie das Grundgefühl wahrscheinlich anders
      da es eher in einer kleineren Form auftritt.

      Wenn man diese Angst gar nicht spürt
      wird das Leben deswegen nicht Risikoärmer
      wie abstürzende Bergsteiger ggf zeigen.

      Ich hatte als KrPfl oft eine etwas herablassende
      Haltung gegenüber Suchtkranken.
      Bis ich in einer Gruppe bemerkte das es
      wohl meine Angst vor dem Kontrollverlust war
      die dafür sorgte das ich auf der pflegerischen Seite
      war, das macht bescheidener.

      Ich kenne meine Ängste zur genüge.
      Manchmal gehen sie mir auf die Nerven
      weil ich nicht weis was sie von mir wollen.

      Ich bin natürlich zB Islamophob.
      Das ist überhaupt kein Problem.
      Ich kann damit umgehen und
      die Dame mit dem Kopftuch
      an der Kasse im Supermarkt
      sorgt mich in keiner Weise.

      Mich sorgt die allgemeine religiöse Aufladung von
      vielen Dingen und religiöse Gruppen die
      ich nicht verstehe steigern das Gefühl.

      Ich benötige zB nicht die Meinung eines Pfarrers wenn es darum geht
      gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Markt zu bringen.
      Bezüglich des Innenlebens von Menschen
      interessieren mich auch eher die Meinungen von Psychiatern.
      Die äußern sich aber selten in Talkshows.

      Wenn sie mit Kindern zu tun haben
      erzählen sie ihnen ihre Geschichte
      vom lernen mit der Angst umzugehen
      anstatt zu erzählen das sie keine haben müssten.

  64. Was zum T... bedeuten eigentlich die ganzen Abkürzungen?
    Werte ForistenInnen (immer schön genderkonform),

    beim Lesen mancher Beiträge frage ich mich, was denn diese oder jene Abk. bedeuten mag/soll.

    Oft ergibt sich die Lösung aus dem Kontext, manchmal auch nicht.

    Ausnahme:

    Die lokale Fremdsprache des Herrn Moser Otto. Geht evtl. nur nach ein paar Maß des bayerischen Gesö.., äh Bieres.

    So z.B. „>OT<" Heißt das "Originalton", "Originaltext" oder was bitteschön?

    Vielleicht könnte da mal jemand sowas wie ein Abk.verz. erstellen?

    Das wäre eine lobenswerte Tat. Ich sach schon mal Shukran (arab. Danke).

    Man kann ja nie wissen, wozu es gut ist nach der Wahl, wenn's dann
    richtisch losgeht mit der schnellen Einbürgerung der neuen Mitbürger
    für zukünftige Wahlen.

    Wer schon mal üben will:
    https://wissen.naanoo.de/sprache/arabisch-lernen

    Oder bei Karl May. Aber obacht, bei dem sind die schon mal die Worttabellen verrutscht und er hat's nicht gemerkt.

    Ma’a salaama

    • Glossar
      Einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch schon einmal, ob nicht der Hausherr ein Abk.-Verzeichnis erstellen möchte, aber dies erschien mir dann doch zu forsch. OT i.d.R. off topic.

      Ich fragte hier auch schon einmal nach ulF (unsere liebe Frau) und habe mir die eine oder andere Frotzelei wegen der Nachfrage eingefangen.

      Das meiste ergibt allerdings schon der Kontext, google hilft auch manchmal, und wenn Sie sich öfter in blogs oder www-Seiten abseits der MSM (Mainstream-Medien) aufhalten, wird vieles klarer, nicht nur die Abkürzungen.

      Mit freundlichen Grüßen

    • E.Gast, OT heißt off topic
      also ein Thema, das am Hauptthema ebbes vorbeigeht.
      Ansonsten hilft bei solchen Fragen die Suchmaschine Ihres Vertrauens.

      Ich habe übrigens keine Lust, arabisch zu lernen, zu mühsam und wozu?

    • In dem Zusammenhang oben bedeutet OT, ot, o.t. „off topic“, themenfremd.

      Nicht zu verwechseln mit op: opening post oder opening poster, was hier aber kaum benutzt wird.

    • Titel eingeben
      OT: off topic, also nicht zum (eigentlichen Thema) gehörend.
      Ein Abk.verz? Wo soll das stehen? Ich fürchte, Sie werden einfach fragen müssen. Davon profitieren dann drei: Sie, dann der Antwortgeber, der seine tägliche gute Tat vollbracht sieht, und der Verfasser des Anlasses, der so merkt, dass sein Text nicht so allgemeinverständlich war, wie er vielleicht dachte.

    • OT
      = off topic, also nicht zum Thema des Blogbeitrags passend


    • „>OT<"
      ist eine mindestens 20 Jahre alte Abk., die schon im Usenet (gibts heut übrigens immer noch) gängig war, und bedeutet „off topic“, also „abseits des Themas“. Für diesen fehlgriff entschuldigt man sich, denn Gespräche sollen möglichst OnT (on topic) geführt werden.
      In Blogs wie diesen ist es aber üblich, daß es nach einer gewissen Zeit nur noch um OT geht bzw. sich die eingebrachten Themen verselbständigen.

      Bloginterne Abk., eingebracht von diversen Usern, sind:
      DdH – Déjà de Heilbronn, ein User, der stets wechselnde „Titel“ (Usernamen) für seine Beiträge verwendet, recht lebendig schreibt, und zwecks Kenntlichkeit (weil das ein oder mehrere andere so nachmachen mit dem meist frz. Titel) dieses Kürzel ans Ende setzt.
      UlF- unsere liebe Frau, oder auch unsere liebe Führerin – eine Abk. für Frau Merkel, Bundeskanzlerin.
      UvdL- U. von der Leyen, derzeit Verteidigungsministerin, früher auch mal „Zersursula“ genannt.
      Der Schwiegersohn – hab noch nicht so recht raus, wer das ist, konnte mir das nicht merken, aber jedenfalls ein Landespolitiker (aus BaWü?), der – ähem – aussieht.

      Andere alte aus dem Usenet oder noch davor stammenden Abk. sind
      mMn – meiner Meinung nach
      YMMD – you made my day

      weitere Abk. und Spezialausdrücke bitte durch Rückwärtslektüre von ca. 10 Jahren Blog selbst erschließen.

      Nein, wir sprechen hier kein arabisch.
      Deutsch, englisch, französisch, italienisch schon, eine/r nennt sich auch Chinesisch, aber mit russisch tun wir uns hier schwer und arabisch geht gleich garnicht.

    • Abkürzungen - Der Schwiegersohn
      … unseres verehrten Bundes-Finanzministers ist der Bad-Württ. CDU-Landesvorsitzende und Landesinnenminister Thomas Strobl. Er ist mit des Genannten Tochter verheiratet die bei ARD /Detego (wenn noch aktuell?) eine (vermutlich gut dotierte) Position haben soll.

      Damit soll „der Schwiegersohn“ wohl die allgegenwärtigen Verquickungen und Vernetzungen Christlich-Demokratischer-Bund-Länder-Regierungsvertreter-Zwangsbeitrags-Meinungsmacher-Schmarotzer synonymisieren, typisch beispielsweise für DdH.

    • Wie, Sie kennen den Schwiegersohn nicht?
      @Colorcraze, das ist ne echte Bildungslücke, doch, ehrlich.

      Der stets gut durchgebräunte Thomas Strobl, Landesvorsitzender der CDU in BW, meist sehr gscheit guckend, ist mit der Tochter vom Schäuble, Chefin der Degeto, verheiratet. Also Schäubles Schwiegersohn.
      https://s6.postimg.org/xjh9l49ip/heilbronn_17.8.2017h.jpg


    • @Adeo Bernhard, Frau Simon: ah, danke für die Aufklärung. Degeto ist mir ein Begriff, ein Bekannter arbeitet(e) ab und an für die als „Kabelträger“, „Schildersetzer“, kurz „Mädchen für alles“. Hier in Berlin, weil da drehen sie öfter mal was ab, wenn auch nicht mehr so viel wie vor 10 Jahren, scheint mir.

    • Reißen Sie sich mal zusammen E.Gast!
      „ForistenInnen“ ist nicht genderkonform!

      Richtig wäre „Foristen*Innen“. Der „*“ wird auch gerne als „wildcard“ bezeichnet. Er steht als Platzhalter für 0 bis beliebig viele Zeichen.

      Für mich hat sich aber auch noch nicht erschlossen, wie
      der/die/das Gender dort einzufügen ist aber vielleicht
      weiß das jemand der Mitforisten?

      Wahrscheinlich darf man den „*“ einfach nicht streng formal
      – wie in einem Regulären Ausdruck – anwenden sondern eher
      ein büschen aufgewoischt … so mehr in Richtung der in den
      Gender Studies vorherrschenden (eieiei), äh, Gedankengänge.

      Mein derzeitige[r|s]{0,1} Lieblingsgender ist übrigens das „Axigender“:
      When a person experiences two genders that sit on opposite ends
      of an axis; one being a gender and the other being any other gender; these genders are experienced one at a time with no overlapping and with very short transition time.

    • Gender
      Gender Studies ist wie Eugenik. Eine „Wissenschaft“, die kommt und wieder geht.

    • Es ist die Rassenkunde des 21. Jahrhunderts.

    • Danke, Elektrogast,
      daß Sie das mal aufs Tapet bringen. Diese Trittsteine von
      Abk.stören oft sehr. Ich überspringe dann meist ganz
      automatisch zum nächsten Betrag. Achselzuckend und
      ein bißchen verärgert. Mich dünken diese Abk. ein
      klugweises Vermeiden von Klartext zu sein und sie
      signalisieren mir einen obsolenten Text. Der Don z. B.
      kommt ganz allgemein ohne Abk. aus, oder er nutzt
      solche, deren Allgemeinverständlichkeit offensichtlich ist.
      Hat was mit Menschenfreundlichkeit zu tun.
      In der Technowelt hagelt es nur so von Abk.Klar, die Zunft
      will unter sich bleiben und kommt von der Tradition
      des Berufsgeheimnisses her.

  65. Gefunden beim Nachlesen über Ueli Steck
    Von einer jungen Frau aus Saudi-Arabien, Reha Moharrak:

    Der Berg wird immer das Schwierigste bleiben, vor allem psychisch.

    Warum?

    Die Psyche, die mentale Stärke sorgt dafür, dass man dort überlebt, dass man sich vorwärtsbewegt. Man muss sich enorm konzentrieren, die Emotionen in Schach halten, die Angst. Als wir den Everest bestiegen, waren zwölf Bergsteiger in unserer Gruppe. Sechs haben es geschafft. Es ist nicht einfach, weiter aufzusteigen, wenn du plötzlich Leichen siehst, Menschen, die bei dem gestorben sind, was du da gerade machst.
    http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/bergsteigerin-raha-moharrak-aus-saudi-arabien-im-interview-14967932-p4.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

  66. @ Renate Simon
    Eine wunderbare Gabe ist die Musik ohne Drogen zu erhören, weil die Schönheit in völliger Reinheit empfangen wird.
    Die 70er Jahren waren die Epoche in der Grenzen erkannt und ausgereizt wurden. Leider ist es bisher nicht gelungen die Lehren zu verwirklichen.
    Es fragt sich, was für Menschen in den Staatsfunkhäusern die manipulierenden Texte produzieren, wer sie vorträgt sehen wir ja. Wie gelangen diese Personen zu derartiger Opportunität. Das kann doch nicht an Universitäten gelehrt werden. Ein Geist muß doch vor Schmerzen aufschreien!
    Ansonsten, prima, das nach den Wahlen die bayerische Staatskanzlei wegen mutmaßlicher Seperation und Obergrenzen demnächst durch die Bundesorgane gestürmt werden wird…

  67. Frischluft bitte!
    Don, wäre es möglich mal Ihre Kollegen mit auf Ihre Touren durch die Alpen mitzunehmen? Vielen der schlauen Köpfe täte eine Durchlüftung der Oberstübchen echt mal gut.
    Gerade neben an im Rhein-Main Teil des Mutterkutters dieses arrogante Elaborat über das „Klientel“ der AFD im Frankfurter Westen und dessen „schiefen Logik“ gelesen:
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt-warum-waehlt-jemand-afd-15208832.html

    „Auch die beiden sehen sich als die Benachteiligten in einem großen Verteilungskampf. ……. Dass diese Logik möglicherweise schief ist, erkennen sie nicht. Ob die Renten und das Arbeitslosengeld überhaupt angehoben worden wären, wenn es die Flüchtlinge nicht gäbe, fragt sich niemand.“

    Auf die Idee, dass dies eben aus angeblichen fiskalischen Gründen über Jahre nicht geschehen ist , kommt der Herr Journalist, studierter Philosoph und Philologe nicht. Dagegen Rente mit 67, Hartz IV, Privatisierung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, Mieterhöhungen und plötzlich sind 20, 30,50 Milliarden für Merkels Immigationswahn da. Diese schiefe Logik- besser Verarsche- erkennt nicht nur AFD Klientel nicht.

    • Mir scheint, einigen täte "Frischluft" und ein Eintreffen in der Realität ganz gut.
      Es liest sich oft so luftleer, als würden die, die das schreiben, mit Laptop abgekapselt auf einer Insel leben. Und auch Politik und Verwaltung agieren so – wie aus dem Inneren der von Hieronymus Bosch gemalten Blasen und damit abgeschirmt von allem Höllentreiben und den Dreyzack der Teufelchen.
      Die Seiten des Bildes, die dem Höllischen ähneln, müssen bislang von anderen ausgelebt werden.

      Sollen wir nicht wenigstens ein paar davon am Sonntag in die Wirklichkeit außerhalb schwarzer Limousinen entlassen und ihnen so Gelegenheit geben, den Fuß wieder einmal auf echten Grund zu setzen?

    • In der Philologie gibt es keine Opportunitätskosten.

      Vielleicht mindert man die Härten von Hartz IV mit gutem Grund nicht und hätte das Geld dennoch nicht den Arabern, Aldi und der Caritas schenken müssen.

    • Ja, Opportunitätskosten
      Als Synonym auch VERZICHTKOSTEN genannt. Ich finde diesen Begriff sehr prägnant und treffend.

  68. Goldener Löwe
    Ein herrlicher Text, der sogar einem Radbanausen wie mir die Tür zu dieser für mich sehr fremden und rätselhaften Welt geöffnet hat.

    Eignet sich auch gut als Vorlage für einen Splatterfilm mit der Radtour als Erzählstrang parallel zu einem Raubmord: Das Täterpärchen flieht in 2 weißen Bademänteln mit Hilfe des Aufzugs (unter den Bademänteln die Kleidung voll Blut)
    Auftritt Don, der beide mit einem Fahrradschlauch erwürgt…

  69. Auch wenn sich der Spiegel noch
    köstlich dumm stellt: „Frauenangst vor Flüchtlingen – wie konnte das passieren?“ Ja, wie konnte das nur passieren? Vielleicht wegen der vielen Vergewaltigungen, lieber Spiegel? Schon gehört?
    Aber lassen wir den Sarkasmus, versteht in dem Blättle sowieso keiner. Achten wir lieber auf positives: ganz kleinlaut am Ende des Artikels, der erst ablenkend von „Vergewaltigungen in der katholischen Kirche“ schwadroniert, gibt der Spiegel erstmals zu, dass man die Angst der Frauen ernstnehmen soll.
    .
    Ja, wirklich.
    .
    Es steht auch viel üble Menschenverachtung im Spiegel-Text. Etwa das abfällige: „Auch, weil jedes Kleinstadtverbrechen binnen Minuten zehn-, zwanzig-, hunderttausend Smartphones im ganzen Land erreicht.“ Soso. Was, lieber Spiegel, ist an einem Kleinstadtverbrechen unwichtiger und verschweigenswerter als an einem Großstadtverbrechen? Ist die auf dem Land vergewaltigte und ermordete Frau wirklich weniger wert als die in der Großstadt vergewaltigte und ermordete Frau? Warum genau, lieber Spiegel, ist es falsch, „jedes Kleinstadtverbrechen“, jede Vergewaltigung zur Kenntnis zu nehmen, egal, wo es geschah?
    .
    Fragen die das frauenverachtende (seltsam, wo der Text doch von Frauen stammt) Blatt uns nicht beantworten wird.
    .
    Aber es passiert etwas. Der Gott „Flüchtling“ bekommt Kratzer. Wer Kritik oder gar Angst äußerte, war bisher Nazi oder schlimmer: islamophob. Inzwischen gilt das zumindest für Frauen nicht mehr ganz so.

    • Sie sollten doch langsam mitbekommen haben, daß Aust & Co sowie Nachfolger unter
      tatkräftiger Mithilfe des Nutznießers eines leistungslos erworbenen Vermögens vom Sturmgeschütz zur Konfettikanone der Demokratie mutiert haben.

  70. Von einer verwitzten Frau in klebriger Fahrradkleidung
    Sehr geehrter Don!
    Vielen Dank für Ihren Bericht, obwohl er mich neidisch macht (Die Alpen sind halt weit weg). Während ich heute zwischen meinen Clubfreunden unter der Herbstsonne ohne Regen über die Deiche sauste, ging mir durch den Kopf: ‘Wie wäre wohl die Reaktion der beiden im kuscheligen Weis gewesen, wenn statt eines Mannes eine Frau in total verdreckter Fahrradkleidung vor der Aufzugstür gestanden hätte?’
    Meiner Erfahrung nach mitleidsvoll. Und was wäre, wenn eine Frau auf die Idee käme, über so einen Ausflug einen Blog zu betreiben? Wie würden die Leute kommentieren? Würde überhaupt jemand kommentieren?
    Hochachtungsvoll
    Der Tiger

    • Verschwitzter Neid
      „Und was wäre, wenn eine Frau auf die Idee käme, über so einen Ausflug einen Blog zu betreiben?“

      Seltsame Frage. Wer verbietet denn Frauen solche Ideen oder deren Verwirklichung? Halten Sie das Geschlecht für maßgeblich hinsichtlich der Lesernachfrage und des Kommentarerfolgs?

      In Wahrheit kommt es doch nur drauf an, ob jemand zu schreiben und mit seinen Beiträgen zu fesseln versteht. Wenn es da an Frauen fehlt, speziell an Alpenpässe überquerenden, allwettertauglichen Radlerinnen mit Schreibtalent, stehen wir zweifellos vor einer Gerechtigkeitslücke, die dringend geschlossen werden muss.
      Möchten Sie eine Quote anregen?

      Habe die Ehre
      Seismo

    • Es käme darauf an, was die gute Frau wie schreibt, ...
      … erfolgreiche weibliche Filmkunstfiguren à la Rambo gibt es schließlich genug – allerdings werden diese meistens ziemlich sexy dargestellt. So mögen es die Leute.

  71. Den inneren Schweinehund überwinden
    Eine wirklich sehr lebendige Schreibe, als wäre man selbst dabei. Grenzerfahrungen, die jeder nur für sich selbst machen kann. Stärke aus sich selbst schöpfen. Selbstwertgefühl entwickeln. Rückgrat stärken. Kraft schöpfen.

    Keine Lobhudelei, nur nüchterne Feststellung.

    • Lieber Herr Moser:Der innere Schweinehund ist nicht jemand der zu überwinden wäre
      Man muss ihn auch mal lieb haben oder
      ihm seine Freiräume gönnen.
      Je mehr sie ihn Einengen um so drängender
      wird er.

      Ich bin mir sicher das sich Don um seinen
      Schweinehund regelmäßig kümmert
      so das der ihn auch mal in Ruhe lässt.

      ggf macht der sich manchmal aber trotzdem besonders schwer
      und Don wundert sich das er mal wieder so langsam ist.
      Er hat ihn ja immer dabei, ebenso wie den quengelnden
      5 jährigen der damals schon recht hatte und
      das auch belegen konnte. Das kann natürlich
      auch völliger quatsch sein was ich hier schreibe.
      Verraten sie mich aber nicht.

    • Lieber Herr Killer, der Meier ist der Meier, und ICH der Moser .
      .
      .
      ..
      Wir haben ganz unterschiedliche Meinungen zu vielen Themen .

    • Ich bitte mein Versehen zu entschuldigen
      Wie kommt das denn zustande?

      Otto M….r die Buchstaben dazwischen
      sind natürlich auch wichtig.

      Mein Fehler ganz eindeutig.
      Ich nehme keine Drogen,
      trinke keinen Alkohol
      aber es nutzt nix.

    • Der Kller ist hoffentlich kein Killer, Herr Moser.
      Wir müssen auch nicht einer Meinung sein, ich mag Ihre Beiträge dennoch.

    • Herr Meier, Herr Killer .. alles kein Problem, alles entspannt ...
      ..
      .
      ich hab‘ es nur geschrieben, weil ich überrascht war .

  72. .
    liebe Der Tiger, das ist eine wirklich gute frage.

    denkt man so, als jemand, der nach sportlichen aktivitäten auch nicht sonderlich präsentabel aussieht, sondern eher ziemlich – wie schreiben sie so schön? – ‚verwitzt‘. ;-)

    schöner text im übrigen, lieber don, und wahr, sehr wahr.

  73. @ 白左 sagte am 21. September 2017 um 14:31 Uhr
    „Nicht nur daß, diese Nettozahlungen müssen auch ausreichen, die Pflege bei Demenz und das künstliche Hüftgelenk im Alter zu bezahlen, und für die Rente ist damit womöglich auch noch nicht vorgesorgt…..“
    .
    Hat jetzt nix mit Dons Cortinesisch-Apezinischen Quälereien zu tun- und es hätte besser zum Vor-Artikel bei Deus gepasst. Aber der ist ja schon auf dem Totenbett. @ 白左, mir ist es einfach zu blöde auch nur eine Zahl zum Gegenbeweis in einen Rechner zu tippen weil das, mit Verlaub, alte Austrian fake news sind.
    .
    Eigentlich hatte ich gehofft, dass sich hier Österreicher über diese phantastische Bilanz äußern.
    .
    Nicht einmal die beste aller Bundesregierungen ever benutzt diesen Zahlenmüll für den Wahlkampf.
    Oder dürfen wir davon ausgehen, dass die Weltenherrscherin angesichts dieser Zahlen die Fachkräfte aus Proche Orient und
    Afrique zu uns lockte und immer noch lockt um mit ihren glänzenden Leistungsbilanzen die per vorheriger Verschwendung und Wiedervereinigung angehäuften Bundesverchuldung von 2 malzehnhochzwölf plus x abzutragen und gleichzeitig noch die Rentenkassen zu füllen, die Krankenkassen gesunden zu lassen. Und womöglich finanziellement la douce France des Marschierenden zu soutenieren?
    .
    Wenn ihr das gelänge wäre sie allerdings die Größte ulFin die Germania je gesehen hatte und ich würde dann vorschlagen, die Wacht am Rhein wäre ja nicht mehr nötig, die Germania am Niederwalddenkmal zu ersetzen oder-besser noch- zu doppeln.
    .
    Passend zur alten Germania aber bitte im Bayreuth-Abendkleid mit viel Faltenwurf, aber ohne allzu viel Euter, züchtig wie die Germania ihre schönen Brüste bedeckt eben. Statt Schwert in der Linken könnte man ja die Kleinkaliber-Kalaschnikow von der FdJ applizieren und in der Rechten das Fähnchen (in feinstgearbeiteter Filigran- Bronze natürlich) das sie dem Dachsgesichtigen weggerissen hatte. Unter der Statue, anstelle des Reichsadlers auf dem dritten Sockel ein mindestens zehnstöckiges Bananenbündel. An den Ecken des darunter liegenden Sockel links anstelle der Allegorie des Friedens (Engel) der Kanzleramtsminister (ohne Flügel um die Aerodynamik der Vögel und Engel nicht zu desavouieren), rechts die Allegorie des Krieges: Frau vdL. Mit nachgebildeten Mini-Flügeln der A-400.
    .
    Die Im Hauptrelief unterhalb des Sockels dargestellten 133 Personen in Lebensgröße sollten ersetzt werden durch die Claqueure des CDU-Parteitag mit den 15-minütigen Ovationen, aufgrund der großen Anzahl allerdings nicht mehr in Lebensgröße sondern auf das Maß eines aufgerichteten Lemmings reduziert.
    ,
    Die unter dem Hauptrelief eingemeißelten fünf der sechs Strophen des Liedes Die Wacht am Rhein werden ersetzt durch das SED-Parteilied von Louis Fürnberg (de Bardai, de Bardai, die hat immer…)
    .
    Ich wüsste schon noch was, aber ich lasse es mal gut sein.
    (DdH)

    • DdH, Euter + A-400
      ich lese, Sie werden unser großter Skulpteur der malaise Epoche :
      je t`appels Angelais de Mirabeau oder der Revolutionär der Plastischen Gestaltung (eine Kunstform in der hyperthermophilen Medienforschung).
      Für einen Moment der sehenden Ruhe recke ich die Faust empor.
      Mercie – Mercy?

    • De Pardei-Skulptur
      Genial, besonders die Lemminge.

      Hoffentlich passt Altmeier drauf.
      In den USA bräuchte man nur halb so viel Material für die Figuren.
      Mahlzeit!

    • Bin ich noch normal oder werde ich schon verfolgt?
      „Wenn ihr das gelänge wäre sie allerdings die Größte ulFin die Germania je gesehen hatte und ich würde dann vorschlagen, die Wacht am Rhein wäre ja nicht mehr nötig, die Germania am Niederwalddenkmal zu ersetzen oder-besser noch- zu doppeln.“

      Der deutsche Adler, d.i. die Bundeshenne, wird dann endgültig durch eine Watschelente ersetzt. Aber wie stellt man herabhängende Mundwinkel und abgekaute Fingernägel an einem Entlein dar?

      Überall, wo ich mich im Web bewege, tauchen derzeit Einblendungen von FDP-Werbung auf, wie bei einer, die Realität auflösenden Philip K.Dick Droge. Ist das Zufall, d.h. bin ich normal oder ist das schon KI-basiertes Targeting?

  74. Mann gegen Berg 1:0
    Die Vernunft könnte bei all dieser Tortur fragen: Wozu? Doch das Testosteron kennt längst die Antwort: Ein Mann wächst an seinen Herausforderungen, nicht am flauschigen Wellness-Handtuch.

  75. Titel eingeben
    Lieber Don, Ihren Text habe ich schon beim Frühstück gelesen. So lebendig geschrieben und so schön bebildert, dass es direkt ein paar Tränen in die Augenwinkel trieb. Mit ein bißchen Anstrengung – siehe SPD – ist eben nichts besonderes zu erreichen. Nur wer immer wieder an die Grenzen geht, erlebt das Glück und die Freiheit, die daraus entstehen. Ich ging dann erstmal dem Tagwerk nach, um Ihren Artikel am Abend ein zweites Mal, nun mit einem Glas Rotwein, zu lesen. Danke und hoffentlich haben Sie sich keinen heftigen Infekt eingefangen.

  76. E.Gast
    Viele Abkürzungen kommen ursprünglich aus der Informatik, weil die Jungs * schon immer schreibfaul waren!
    Suche bei deiner Lieblingssuchmaschine nach Internet jargon.
    Beispiel OT= off topic = hat mit dem Thema nichts zu tun.

    @DON, Danke für die Super story!

    Eine winzige Kleinigkeit, war etwa im Angesicht des Fahrstuhls zur heißen Dusche der Fotoreporter in Ihnen dem Schw..hund unterlegen? Anders gefragt, konnten Sie nicht einem der Bademäntel ihre Kamera zwecks dreckigem Beweisfoto in die Hand drücken, oder, modernistischer, ein Selfie machen?

    Beste Grüsse

    M.

  77. v. Goslar
    hielt mich über den Nachmittag gut bei Laune, denn ehrlich gesagt, muss man sich erheitern, wenn jemandem zu Held ausgerechnet Che, Mao und Fidel Castro einfallen, wobei Letzterer den Vorteil hatte, dass man in dem heruntergekommenen Land billig Strandurlaub machen konnte, das Anti-Antigua sozusagen.

    Wieso sich jemand über Helden ergeht und die enthaupteten Teilnehmer der Weißen Rose, Pater Rupert Mayer, Schindler und solche Leute auslässt, erschließt sich mir nicht.

    Auch Kennedy war in gewisser Weise Held, denn er setzte sich angeblich mit seinem Bruder Robert hin und verfasste mit ihm zusammen einen Brief an Chruschtschow, der über Kurier ausgeliefert wurde. Ohne diesen Brief, in dem die Kennedys angeblich das Schicksel der Menschen in beiden Nationen ausmalten, hätte es einen Atomkrieg geben können.

    Übrigens ist auch Trump ein last minute-Brief zuzutrauen. Gerade die Emotionalen bringen das fertig.

    Ein Held war auch der Physiker, der Truman einen Brief schrieb, in dem er versuchte, ihn vom Einsatz der Atombombe auf Japan abzuhalten. Möglich, dass es Szilard war, aber ich bin mir nicht sicher. Es würde zu Letzterem passen, weil er nach dem Krieg nicht mehr so richtig Karriere machte.

    Das Russell-Einstein-Manifesto wurde auch aus diesem Motiv verfasst.

    Helden retten Menschenleben, sie bringen sie nicht mutwillig um wie alle von v. Goslar Genannten. Das macht einen doch fassungslos.

    Und die anderen sog. Helden, die am Berg, würden sich in aller Regel die Adelung verbitten, weil es nicht Heldentum ist, das sie antreibt, sondern die Natur, ihre Fähigkeit, darin zu bestehen.
    Allenfalls könnte der Berg sie Helden nennen, aber der kann ihnen ungerührt eine Mure oder eine Lawine über’s Haupt schütten.

    Jetzt bleibt aber übrig, ob Amundsen, Scott und ihresgleichen als Helden anzusehen sind, weil die gefahrvollen Reisen einem höheren Zweck dienten, der Erforschung des Globus. Oder auch Colon, Maghellan, Vasco da Gama und ihresgleichen. Aber Mao, Fidel und Che? Männer, die einfach nur an die Macht wollten?

    Wie kommt man in der BRD auf solche Ideen? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß auch nicht, warum Linke als erste Gruppe nach der SS Geschäfte und Autos „entglasen“.

  78. Abkürzungen
    Werte Foristen,

    besten Dank. Das ist schon mal sehr hilfreich.

    @Frau Simon. Arabisch lernen ist vielleicht nicht/noch nicht erforderlich.

    Aber es wird kommen, zumindest für Personen, die mit arabischsprechenden Migranten beruflich zu tun haben.

    Denn die Besucher aus den arabischen Ländern reisen ohne Rückfahrschein. Sie bleiben.


    • Arabisch lernen
      ist in der Tat gegenüber Arabischsprachigen sinnvoll, derzeit vor allem, um ihnen zu erklären, daß hier ihr Platz nicht ist und das mit dem Bleiben eher nicht gewollt ist.

    • @E.Gast
      Arabisch? Och, merken Sie sich einfach die IBM-Formel:

      Inshallah (so Gott will)
      Bukra (morgen)
      Maleesh (macht nichts, ist halt passiert)

      Sie halten sich mit diesen Worten eine Menge Streß vom Leib und gewinnen damit Zeit, sich aus unangenehmen Situationen zu entfernen.

      Bonne chance, dhimmi!

    • Ja E.Gast, sollnse,
      dann bin ich aber wech. Wobei mir Allahu Akbar schon sehr gut im Rachen kurz vorm Zäpfchen mit zurückgezogener Zunge rollt. Der polnische Bekannte meint, das könne ich schon echt gut, man lernt eben doch nie aus und fast immer gern dazu.

      Falls Sie jetzt Sarkasmus finden, behalten Sie ihn, ich hab noch mehr davon.

  79. Wellness
    Lieber Don, ich muß zugeben, die bloße Erwähnung der Worte Berg und Fahrrad in einem Satz, entfesseln in der Regel meinen inneren Gracchus Überdrus („ich bin schlapp, schlapp, schlapp…“) Aber der heutige Beitrag macht so richtig Lust auf Bewegung. Und sei es bei starkem Regen von vorn mal wieder querfeldein durch den hiesigen Forst zu stapfen! Toller Bericht!

    Ach so, ja, Wellness:

    Tee und Torte (oder je nach Präferenz: Kaffe und Kuchen).
    Mehr Wellness braucht kein Mensch.


    • Doch. Sauna und Bademantel für ein paar Tage sind durchaus gesundheitszuträglich.

    • Kulturpessimismus, der sich gewaschen hat
      Wellness ist ja Modebegriff einer Industrie von Tourismus über Kosmetik bis zu Lebensmitteln. Mithin eine typisch zeitgeistliche Verpackung für eigentlich traditionelle (hygienische) Gebräuche und Rituale, die man aber in ein fesches Gewand verpackt.

      Vom Antiken Badehaus bis hin zu den Volksbädern, immer waren Orte des sich Waschen und Pflegen, des sich Verwöhnen und Kurieren, auch Stätten der Kultur und Kommunikation, des Fortschritts und des Wohlstands.

      Die gesundheitlich förderliche, regenerierende Wirkung von Wärme, in Verbindung mit Wasserdampf, ätherischen Ölen, Seifen oder Massagen, hat sich über die Jahrtausende in allen Erdteilen entwickelt, ob heiße Quellen in Japan, der Hamam im Orient oder die finnische Sauna.
      Auch das Schwimmen im Wasser hat ja einen metaphysischen Wert, sei es die Schwerelosigkeit, sei es die unterbewusste Heimkehr in das Exelier unserer Geburt.

      Nicht zu unterschätzen war auch die gesellschaftliche Relevanz jener „Wellness“-Einrichtungen.
      In der römischen Antike war das Badehaus zentraler Bau eines Wohnquartiers, der gemeinsame Latrinengang so normal wie das öffentliche Liebesspiel unterm Armor-Springbrunnen. (Ich schmücke etwas aus)

      Warum diese Errungenschaften der Hygiene und des Wohlbefindens das Mittelalter und den Absolutismus nicht begleiteten und man sich ggf. mit Abort, Donnerbalken und jeder Menge Parfüm zufrieden gab, bleibt mir ein Rätsel. Wenn man an Versaille denkt, dürfte es nicht in einem Übermaß an Testosteron begründet sein.
      Wie war das eigentlich im Italien der Renaissance? Von Da Vinci gibt es doch eigentlich alles zumindest als technische Studie und Zeichnung, von einer Regenwalddusche ist mir hinlänglich noch nichts bekannt.

      Mich persönlich begeistert noch heute die Idee und die Umsetzung der Volksbäder. Eine der ersten öffentlichen Einrichtungen des modernen industriellen Sozialstaates, der zur Hygiene und zur körperlichen Ertüchtigung breiter Schichten Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Kleinode des Jugendstil wie Müllersches Volksbad, Elisabethhalle, Stadtbad Neukölln uvm. geschaffen hat. Viele davon leider zerstört, manche zu Eventlocations degradiert, aber mit dem Wellness-Trend hat sich zumindest manch eine Kommune ihrer Schätze besonnen und reaktiviert. Denn die Volksbäder waren die letzte Errungenschaft der öffentliche Badekultur, außer vielleicht noch die FKK-Bewegung, die aber mehr in naturnahen Räumen wirkte.

      Aber von da an die typischen Sportbäder landauf landab, 25m oder 50m Becken, gekachelt, Wellblechdach, Vogelaufkleber auf der energetisch katastrophalen Glaswand (damals zu seligen SPD Zeiten, als Stom noch aus Kohle und Atom ewig zu fließen schien und Klimawandel höchstens die Stimmung im Kabinett betraf).
      Dann kamen die kommunalen Frei- und Spaßbäder, eines der ersten Zeichen blühender Landschaften und ruinierter Stadtkassen in Ostdeutschland, aber auch hier darf ich auf Würselen die Döpfnersche Taschenlampe schwenken (fast schon unheimlich)
      Der Auftakt der öffentliche Misere, die 70er Jahre Schwimmhallen begannen zu gammeln während die 90erJahre-Spaßbäder noch nicht abbezahlt waren. Also wie überall eine Priese Chicago School und schon war die Hälfte privatisiert und ein Drittel geschlossen.

      Hier bei mir in den slawischen Sümpfen ist die öffentliche Badeanstalt heuer eine Tortur, teuer, überfüllt, wenn ich sportliche Bahnen ziehe nur bei leichtem Regen im Freibad, bei gutem Wetter ist der Clash of civilization anschaulich am Beckenrand zu studieren.
      Wenn ich „saunieren“ möchte, habe ich natürlich die Wahl zwischen balininesischem Tempelgedöns für 50€ am Tag, orientalischer Gemütlichkeit (Hamam für Männer nur Freitags vor dem Gebet) und diversen Luxushotels, die ihre Bereiche für den „Dayspa“ offerieren.

      Die moderne Entwicklung des Badezimmers hat den hygienischen Aspekt der Badeanstalten
      obsolet werden lassen und den Akt der Waschung radikal privatisiert und individualisiert. Wellness ist ein Euphemismus für Orientierungs- und Werteverfall, der sich im flauschigen Bademantel bei 28 Grad am flackernde Kamin ganz gut aushalten lässt und die Würdelosigkeit mit der wir unser Badeanstalten missachten und verfallen lassen ist nur eine Randnotiz im allgemeinen Niedergang.

  80. Stephen King-mäßig
    Die Bilder sind herrlich. Das erste ist natürlich am besten, klar. Das Hotel am Lago di Misurina sieht auch bei gutem Wetter von weitem so aus. Man könnte eine Neuauflage von „The Shining“ drin drehen. Am Ende könnte man Vito Torrancio (oder so) auf den zugefrorenen, verschneiten See locken, den er vor Wut nicht mehr wahrnimmt und krachend einbrechen lassen. Aus Bild 1 lässt sich halbwegs schließen, dass Sie sich für die Hauptrolle casten lassen müssen, zumal Sie sich „Es“ nennen, Sie sind also nach dieser Geistertour schon halb da.

    Ich empehle allen nochmal Cliffhanger – die Dolomiten an grausigen Tagen.

  81. Titel eingeben
    … ein Berg mit muskulösen Waden? so so. Hier ist jemand extrem mit sich beschäftigt und ein grosser Fan seiner selbst- mein Gott wie toll! – natürlich viel stilvoller als die langweiligen Wellnesstouristen;) und sogar noch aus gutem Hause! Und gar keinen Fernseher-Chapeau;)


    • Dann fahren Sie doch mal 1500 Höhenmeter an einem Tag rauf und wieder runter, und schreiben das ganze Jahr jeden 2. oder 3. Tag einen Artikel und schalten dann alle 4 h spätestens die Kommentare frei (nachdem Sie diese gelesen haben, versteht sich, nicht blind). Mal sehen, ob Sie das dann auch noch als „Beschäftigung mit sich selbst“ empfinden.

    • ...
      Sehr geehrter Herr von Wangenheim, haben Sie Probleme?

      Sollen wir darüber reden?

    • Ich meine muskulöse Beine gelesen zu haben,
      denn muskulöse Waderln hat der Don nicht, zumindest nicht auf seinem Twitterfoto. Da denke ich immer an Spatzenbeine… sorry Don, aber das musste jetzt sein.

      Aber dass Sie sich die Mühe gemacht haben, zu posten, ist toll. Muss am Text doch was dran gewesen sein, sind Sie jetzt neidisch auf die Wellnesstouris oder auf den Don? Das müssten Sie bitte für sich noch klären.

    • Ähm – ich habe 60cm Oberschenkelumfang.

    • Wangenheim, des Netz is groß, schaungs Ihna oafoch
      ..
      .
      wos aundast oo !

    • Werter Don, ich sprach von den Waderln
      also Unterschenkel, manch einer sagt unter Unterbein, nix oben. Oben mögen ja 60 cm Umfang sein, dafür mangelt’s unterhalb des Knies ein wenig, eben Spatznwaderln.
      Ich weiß, da ackern Sie täglich bergauf, bergab und dann das, mir ist grad kein spezielles Waderlentwicklungsprogramm geläufig, sonst würde ich es hier posten. Vielleicht wissen die Mitdiskutanten eines…

      Haben Sie mich noch lieb?

    • Dann sollte ich vielleicht mal ein anderes Bild machen. Noch jeder, der mich echt sah, findet, dass ich eher monströse Beine habe.

    • und sogar noch aus gutem Hause!
      Lieber Andreas v.W.,
      haben Sie Ihren Namen gekauft, erheiratet oder eradoptiert? Wenn nein, sollten Sie auf Papi + Mami hören „Du sollst unseren Namen nicht verunehren, damit der Dreck nicht auf alle Träger gleichen Namens fällt!“
      Mein Insidertipp: Vorm Pöbeln Nick zulegen – das macht zwar nackt, ist aber ehrenvoller.
      PS Vielleicht, gaaanz vielleicht antwortet Ihnen dann jemand aus dem erlauchten Kreis der Selberdenker …

    • 87 Kilogramm Lebendgewicht
      wollen ja irgendwo untergebracht sein. Aber ein neues Foto bei Twitter, das Ihre Monstrosität mit strammeren Waderln zeigte (vielleicht kann man da hintenrum tapen, so à la Hans und Franz bei der Klum) wäre wohl nicht verkehrt.

    • Ich habe mich halt daran gewöhnt.

    • Es bleibt einem ja auch nichts anderes übrig
      und um den Rat zu befolgen, den ich als Kind mit langen dünnen Beinen und schmalen Füßen, die keinen Halt in Schuhen fanden, immer hörte, iss doch mal öfter im Stehen, damit das bis in die Haxn geht, wäre es heute wohl auch etwas zu spät.

      Geholfen hat’s bei mir nichts, die Beine sind immer noch lang und schlank und die Hacken immer noch zu mager, so dass ich aus fast allen Schuhen schlappe. Das brachte früher hinter meinem Rücken verträumte Aussagen „wie ein Reh“… Da ich mich noch nie von hinten gesehen habe, kann ich das nur mal so stehen lassen, wobei das Reh längst ebbes „stärker“ geworden ist. Für ne Hirschkuh reicht’s gottlob noch nicht.

    • Ich geiche das mit kurz und breit zum statistischen Mittel wieder aus.

  82. "Eroici, eeeeh?!"
    Sie sind mir so ein Held, Don! Mitreden kann aber man nur, wenn man dabei war. Die Kälte ist natürlich der ärgste Feind. Aber wenn man wirklich so richtig tief im Dreck steckt, wie Sie das so bildhaft beschreiben, dann geht’s eigentlich erst richtig los. Aufgeben?
    Niemals! „Mit pfeifenden Lungen kroch ich am Lungensanatorium vorbei…“. Wären Sie doch einfach dort geblieben und hätten Zauberberg II geschrieben. Ich fahre schon mit Navi. Sie können es ja in die Tasche stecken. Dann piepst es nur kurz, und man verpasst die Abzweigung nicht. Und da kommt wieder unser Mantra: „…quäl dich, du faule, verweichlichte, übergewichtige Sau“. Faul waren Sie bestimmt nicht. Verweichlicht auch nicht. Sie fahren doch auch im Winter. Übergewicht! Das ist das Problem am Berg. Die vielen unnötigen Kilos, die man hochwuchten muss. Eine Sisyphusarbeit. Und dann fliegt plötzlich ein ca. 70-jähriges federleichtes Grischperl im Wiegetritt am einem vorbei, und man bricht innerlich zusammen…..

    Vielen Dank für diese schöne Erzählung! Ich hoffe, Sie werden sie alle mal in Buchform veröffentlichen.

    • Ich tue zwas „was“, aber insgesamt nicht genug. Manchmak muss ich nich treten und überwinden. Im Kern bin ich nämlich wirklich faul.

      Deshalb schreibe ich auch keine Bücher.


    • Im Kern bin ich nämlich wirklich faul.
      Das bekommen Sie aber gut kaschiert.

    • @ golorcraze; Fleiß kann man vortäuschen
      Faul muß man schon selber sein

  83. Du bekommst mindestens eine Grippe...
    Du bekommst mindestens eine Grippe, aber in den Bergen um dich herum sind Abertausende sinnlos im Ersten Weltkrieg gestorben.
    Aber manche wollen ga in diesem sinnlosen Sterben wieder eine Heldentat sehen – bzw, wenn amn den Vergelich mit Napoloen, Nelson und CHurchill mitbekommt, sollen wohl eher die Befehlshaber des sinnlosen Sterbens wieder die Helden sein.

    • @ Gast, sinnlos - sinnlos
      schreibt Don.Es war die Zeit ohne Wehrdienstverweigerung.Darum sollte man diese Opfer auch respektieren, wenn’s auch Mist war.

    • SIe haben mich nicht verstanden, Philomena
      Napoleon war kein Opfer und wurde nicht zwangsverpflichtet.

      Und der war Ausgangspunkt von Gaulands Wunsch nach Anerkennung von Leistungen der Wehrmacht

  84. Passives Aufmerksamkeitsdefizit ...
    … ein verbreitetes Leiden, Herr von Wangenheim. Da führt Ihnen einer die schlichten Wechselfälle, das Auf und Nieder seiner radelnden und schreibenden Existenz vor, hat Stil und noch nicht mal einen Fernseher – und das sollen Sie gutheißen und einfach so hinnehmen?

    Hart, nicht wahr? Zumal Sie bestimmt weit besseres beizutragen hätten, wie Ihre Empörung anklingen lässt. Halten Sie nicht hinter dem Berg, lassen Sie die andern Leser teilhaben!

    Ich z. B. begnügte mich heute mit vergleichsweise bescheidenen Taten, schwang mich gegen Mittag aufs Rad, erklomm den Berg, der hier steil vom See aufsteigt, streifte durch die Wälder in der Umgebung, sammelte an den vertrauten Plätzen einen Korb voll Schwammerl (Reizker, Parasol, Pfifferlinge, Habicht, Semmelstoppel, Frauen-Täubling), gönnte mir eine Brotzeit auf einem neu errichteten Hochsitz mit toller Aussicht (verboten, aber bequem), setzte mich wieder aufs Rad, flog den Hügel mit ca. 60-70 km/h wieder runter, bereitete zuhause die Beute nach bewährtem Rezept zu, zusammen mit italienischer Pasta, mit Kräutern und Tomaten aus dem Garten, etwas geriebenem Parmesan, und war eben dabei den Tisch zu decken, als meine Frau im weißen Frotteemantel das Bad verließ …

    Perfektes Timing, perfekter Ausflug ohne Wetterunbill, perfektes Essen, gelungener Tag, ohne Sensationen oder Heldentaten. Die Letzteren genieß ich hier in DAs Blog aus erster Hand, die vielen Kommentare auch, neidlos und oft erfreut darüber, wie hier einer und viele andere von ihrem Leben und ihren Gedanken schreiben und einen daran teilhaben lassen. Kann man, muss man nicht mögen, zugegeben, aber was bitte fänden Sie spannender?

    Sie sind dran. Was hat Sie heute bewegt? Ich meine in Wirklichkeit, nicht bloß den Ärger über einen missliebigen Blogger. Was ist Ihnen über die Leber gekrochen?

  85. Selbstgefällig
    Alltagsheld Rauhes Wetter Klumpen aus Dreck dennoch selbstgewählt übergewichtig satt……, man kann diesen Selbstfindungsmist kaum noch ertragen wenn Dir langweilig ist mach etwas sinnvolles …..nimm einen Flüchtling auf einen Klumpen aus Hilflosigkeit kam bei Dauerregen und Hitze ohne Carbonrad und nicht weil er Übergewicht hatte ….Wäre gerne die Frau in Bademantel

    • Es muss ja keiner lesen, wir sind ein freies Land (noch).

    • Selbstgefällig ? So wie in virtue signalling ?
      ..
      Wenndueinteddybärenwerfenderinvasorenbegrüßerbistkannstdudirselbstunmöglichgefallen.

    • och ja
      Gibt auch welche, die würden die gern nur flachlegen. Wenn man die aufgenommen hat, so wie die Leute in Freiburg, sitzt man in einem Haufen Scheiße.

    • Selstgefällig? Wenn hier kein Mensch etwas schreiben würde
      außer Don könnte man es selbstgefällig nennen.
      Es gibt darüber hinaus noch mehr Leute die das
      lesen und damit vermutlich etwas anfangen können
      auch mit der Auseinandersetzung die immer Teil des Ganzen ist.

      Sie können offensichtlich nichts damit anfangen,
      entwerten es aber.

      Müssen sie sich um Flüchtlinge kümmern weil
      sie einen Sinn für ihr Leben suchen?

      Das wär keine professionelle Grundhaltung.

    • selbstgefällig
      meinen Sie den armen Flüchtling der gerade in Stuttgart
      verurteilt wurde, weil er als IS Kämpfer einen entführten
      UN Mitarbeiter bewacht hat?

    • Oh, das habe ich gar nicht gesehen.

    • Selbstgefällig
      Die mittlere kognitive Kompetenz wird in D durch die unkontrollierte
      Zuwanderung sinken aber es gibt natürlich bereits jetzt Individuen,
      die sich in diesem Aspekt schon heute durch Minimalwerte ausweisen.

    • Ohne Kommata ist alles sinnlos!
      Klaus Keller sagt pascha50 macht einfach zu viele Kommafehler;-)
      .
      Das ist deshalb sehr schade, weil Klaus K. ein ganz ehrlicher, aufrichtiger und bescheidener Kommentator ist, der seine Meinung ggf. auch äußern würde, wenn der Fall nicht gegeben wäre…
      .
      Es gibt auch ein arrogantes Schweigen, Klaus!
      Das höre ich hier als hermeneutisches Hintergrundrauschen.
      .
      Deshalb sage ich Ihnen, ohne jegliche Anmaßung, dass ich mich in Ihren lesenswerten Texten über ein Komma vor dem ‚dass‘ freuen würde.
      .

      Und als Anhänger der vita contemplativa rate ich Ihnen, die Verben im Leben nicht zu wichtig zu nehmen- und sieceeshalb klein zu schreiben.

      Zum Üben:

      Konrad sagte das das das das das niemals wird ersetzen können.

      LGP

    • An Pasche 50 hahahahaha
      In Deutsch im besten Falle eine 4.
      Ich bin auch noch gelernter Legastheniker.

      Ich musste als KrPfl in meinem Berufsleben
      nur kurz Sachverhalte beschreiben.
      Das ist auch schon 10 Jahre her
      und die Konzentrationsfähigkeit
      war auch schon besser.

      Ich muss Schriftsprache wieder üben.
      Das geht hier ja.
      Genug der Selbstauskunft.

      Sie haben natürlich recht und ich beneide
      Leute die schön und klar schreiben können.

  86. wellness mit walnuss
    Well, feuchter ist es wahrscheinlich nur mehr am Loch Ness. Aber man kann sich das Wetter offensichtlich weder zum Radfahren noch zur Ernte aussuchen. Tja, es gibt auch Jahre, wo die Nuesse sauber und warm von der Sonne wie von selbst im Koerbchen landen, und zu anderen Zeiten muss man sie halt feucht und glitschig aus dem Gatsch retten. Wenn man die Handschuhe zu spaet anzieht, wird man auch noch mit interessanten Flecken -farblich in Richtung schlammbraun tendierend- belohnt, nicht nur unter den Daumen.
    Absaetze! Aber Hauptsache, die Ernte wird eingebracht. Und es gibt doch fast nichts, was bei einer schoenen Tasse Wiener Select nicht wieder heil gemacht werden koennte, sei es ein schlimmer Ruecken oder nasse Nuesse.
    Never give up!

  87. Don, da hast Du falsch gesucht.
    Denn auf der österreichischen Seite, da kannst Du die Waldruhe finden, in Kartitsch. Da hat schon James Bond gedreht, also, das müsste ja scho fast alles sagen.

    Ich denke aber, Don, Daß Du in bedenklicher Weise durch deinen Berlin-Aufenthalt deformiert worden bist, und deshalb würde ich empfehelen, sich schnellstens wieder nach Passau oder besser ins Kloster Ettal zurück zu orientieren.

    Den Rest erkläre ich morgen. AUch aus Berlin.

  88. hm
    hat es mit Herrn Wunderbaldinger, einem österreichischem Diplomaten, zu tun, der in Kartitsch geboren ist? vielleicht schon recht bald, in 2 Tagen, ich mein, das Wunder.

  89. @ Victor sagte am 22. September 2017 um 05:53 Uhr
    „Kulturpessimismus, der sich gewaschen hat“

    Und ich sage: So nah´ am Wasser…

    Sollten wir bei dem ganzen Wellnessgedöns nicht vergessen:
    „Das Bild zeigt den sterbenden Jean Paul Marat als muskulösen Nackten:[1] Er liegt in einer Badewanne, die Haare mit einer Art Turban verhüllt, im Schatten unterhalb seines Schlüsselbeins ist die Einstichwunde zu erkennen. Das Badewasser ist rot von Blut, vor der Wanne liegt die Tatwaffe, ein Messer. In seiner rechten Hand hält er eine Schreibfeder, in der linken einen Brief, auf dem die Worte lesbar sind:
    « du 13 juillet, 1793 / Marieanne Charlotte Corday au citoyen Marat. II suffit que je sois bien malheureuse pour avoir Droit à votre bienveillance. »=> „13. Juli 1793. Marieanne Charlotte Corday an den Bürger Marat. Dass ich sehr unglücklich bin, reicht aus, ein Recht auf Ihr Wohlwollen zu haben.“
    Auf der Wanne liegt eine Tischplatte mit Papieren, daneben eine einfache Holzkiste, auf der in Versalien unten die Widmung des Malers zu lesen ist: „À Marat, David.“ („Für Marat, David.“) mit einem Tintenfass, einer Assignate und einem weiteren Brief, in dem zu lesen ist:
    « Vous donnerez cet assignat à la mère de cinq enfants dont le mari est mort pour la défense de la patrie. »
    „Würden Sie diesen Assignaten der Mutter von fünf Kindern geben, deren Mann für das Vaterland gestorben ist.“ (Wikipedia)

    BTW, jetzt wo die Freibäder, an deren Kassen die Smartphonesobjektive versiegelt werden mussten, wieder geschlossen sind, kommen die männlichen KGE-Goldstücke wieder verstärkt ins Soleo (Stadtbad in Heilbronn). Allerdings ohne sich vorher den Schritt + Gemächt zu waschen. Die Bademeister konstatieren wieder erhöhte Keimzahle.
    .
    Und bei Stichwort „Wasser“ noch eine Suchanfrage: Wo ist @ Djangohatnemonatskarte abgeblieben. Naufragé auf dem Iseosee?
    (DdH)

  90. Der junge Mann im Aufzug hatte den angenehmen Teil des Abends wahrscheinlich
    noch vor sich. Vielleicht daher das süffisante Lächeln. Nur haben Sie, lieber Don, dies offensichtlich falsch verstanden. Von mir noch ein gut gemeinter Tip für kommende masochistische Bergtouren auf dem Radl: das Gewicht hilft zwar bergabwärts beim Beschleunigen, doch belastet es umso mehr beim qualvollen Anstieg. Fett durch Muskelmasse ersetzten, würde Ihnen also guttun. Lassen Sie den Kuchen künftig weg oder machen Sie es wie der junge Mann im Aufzug.

    • Sie sind noch nie nach so einer Tortur einen Pass runtergebrannt, nehme ich an. Ich will nicht sagen, dass Sex schlecht ist, ganz und gar nicht, aber… das muss man mal auf dem Rennrad gemacht haben.

    • Sex ist nicht schlecht - gar nicht ...
      … aber nach so einer Tortur auf´m Rennrad – dann noch mit ´nem Affenzahn den Pass runter …

      … und mit geschlossenen Augen … oha! Ein Erlebnis der ganz besonderen Art …

      … so könnte man es auch verstehen, wenn man denn wollte.

    • Nein, man ist bei so etwas 100% wach und bewusst, das ist man sonst im Leben nie. Das ist ein totaler Wachheitszustand, und entsprechend intensiv und scharf.

    • Hmmm
      „..aber… das muss man mal auf dem Rennrad gemacht haben.“ Sex?

    • Man könnte das ja durchaus vor Gericht klären, die Kanzlerin müsste sich da nur hinstellen.

    • Ja aber erst einmal müsste sie jemand dort vorladen
      das heißt, auch vernünftig Klage erheben. Die Bundespolizei dürfte dem Befolgen der Ladung dann schon nachhelfen.

    • Der wissenschaftliche Dienst hätte ja nur di Fabio u.a.
      lesen müssen, um schneller zu einer solchen Schlussfolgerung zu gelangen, die wir vor zwei Jahren ganz unwissenschaftlich schon trafen.

      Aber wenn man einer Frau aus dem Osten Richtlinienkompetenz einräumt, kann das ja nix werden. Das ist wie mit anderen unangenehmen Leuten, reichste den kleinen Finger, hocken sie dir schon auf der Schulter.

    • Ich kann das gar nicht verstehen,
      in Art 18 (4) Asylgesetz steht ausdrücklich:

      “ (4) Von der Einreiseverweigerung oder Zurückschiebung ist im Falle der Einreise aus einem sicheren Drittstaat (§ 26a) abzusehen, soweit (…)

      2.
      das Bundesministerium des Innern es aus völkerrechtlichen oder humanitären Gründen oder zur Wahrung politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland angeordnet hat.“

      Da hätte man doch vor 2 Jahren so einen Schrieb raushauen können, oder? Nichts einfacher als das, sollte man meinen.

      Was für eine Verachtung des Rechts!

    • @ Frau Simon und Don
      Leider war Seehofer zu feige, der sich ja schon mit Di Fabio ins Benehmen gesetzt hatte.

      @ Liebe Frau Simon, toll Ihr Apfelkuchen wieder. Während Sie den gebacken haben, war ich in Frau Seidls Heimat und habe wunderschöne Himmbeeren gepflückt, die grad schockgefrostet werden.War ein schöner, sonniger Tag mit lecker Essen, wie HP Kerkeling so sagt.( Wildhasenfilet in Wacholdersoße mit Serviettenknödel und Gemüse)

    • Man muss auch fragen
      Der Wissenschaftliche Dienst kann sich nicht selbst einschalten und Gutachten raushauen, man ( also ein MdB) muss ihn fragen. Das hat Frau Dagdelen von der Linkspartei ( die kurdische Aktivistin ist immer für eine Überraschung gut) getan und sie bekam eine Antwort. Interessant wird sein zu erfahren, ob die Dagdelen wirklich die einzige Abgeordnete war, die es wissen wollte. Ich halte es für undenkbar, dass Regierung und Parlament in gutem Glauben handelten, in den Ministerien sitzen Spitzenbeamte mit Prädikatsexamina, im Parlament durchaus auch. Und dass die Aufnahme von eine Million Zuwanderern allein wg. Der Kostenfrage keine unwesentliche Entscheidung im Sinne der Wesentlichkeitslehre des BVerfGs gewesen sein kann, das ist nicht wirklich schwer zu erkennen, auch ohne di Fabio nicht. Der Untersuchungsausschus – wenn er kommt und ungestört arbeiten kann – wird einige sehr interessante Ergebnisse liefern. Im Sinne von: Wir -die Regierung- wussten durchaus dass wir die Verfassung brachen, das Parlament wollte es gar nicht wissen. Ich warte auf diese Ergebnisse, sehnsüchtig, aber es wird ein bitterer Triumph werden. Da geht ein Teil der Ehre und Würde der Republik dahin. Das wird das historische Urteil über Merkel sein.

    • Himmelbeeren - mit oder ohne Fleischeinlage?
      Schönes Wetter hier heute nicht so, bewölkt, keine Sonne.

      Beim Kuchenbacken brach mir mal wieder das Kreuz durch, dabei ging es mir in den letzten Tagen recht gut, bekam gestern sogar ausreichend Luft, was sich abends änderte, um Mitternacht doch noch zum Spray gegriffen, momentan wieder jede Nacht grässliche Krämpfe trotz täglich 270mg Magnesium, es macht keinen Spaß.
      Tja und seit dem späten Nachmittag regnet es, also habe ich heute Rücken.

      Aber zu den Himbeeren, ich schaute nie vorher rein, ob oder ob nicht und ich habe seit vielen Jahren keine mehr gegessen. Die im Laden angebotenen Schälchen machen mich nicht an und freilebende wüsste ich hier nicht. Brombeeren ja, aber die mag ich nicht so besonders, außerdem sind immer eifrige Pflücker an den Straßenrändern unterwegs.

      Dafür ist mein Apfelkuchen sehr fein geworden, Mehl wieder gemischt Buchweizen und Weizen, Boskop ist ja auch verfügbar, viel Eierlikör rein, der muss ja mal weg, könnte jetzt mangels anständigem Abendessen noch ein Stück essen (es gab um 8 ein schnell aufgetautes selbstgekochtes Rindfleischsüppchen, weil ich keine Lust zu mehr Aufwand hatte).

      Wobei mir Wildhasenfilet in Wacholdersoße mit Serviettenknödel jetzt wirklich auch sehr recht wäre, das Wasser läuft mir im Munde zusammen, aber kein Hase, nicht mal Knödel weit und breit.

    • Ich muss jetzt mal ganz dumm fragen:
      Hat nicht, ich glaube, der EUGH, gesagt, dass ein Staat sich das f r e i w i l l i g alles antun kann? Klar doch.Für unseren Staat aber eine Schande.

      @ Frau Simon, die Beeren sind fleischlos und größer, als letztes Jahr wegen genug Regens.Kilo 5,80€ und ich hatte in einer guten Stunde vier davon. Die Kinder werden auch versorgt, mögen sie gern im Winter ins Müsli oder Joghurt.
      Vielleicht noch: die Soße war selbst angesetzt aus Karkasse etc., das schmeckte man.

    • Philomena, was der EuGH sagt,
      interessiert doch anscheinend nur, wenn es in den eigenen Kram passt. Im übrigen halte ich das Gericht für etwas fragwürdig, die Besetzung ist so seltsam wie bei unserem BVerfG, wo mir immer nur Danischs Erzählung von der Bär einfällt und manche Entscheidung zu heftigem Stirnrunzeln bei mir führte.

      PS: Ich hatte noch kein Frühstück, bitte nehmen Sie doch Rücksicht, denn ich sabbere schon wieder wie ein alter Hund.

    • @Philomena: EuGH
      Ja, warum sollte ein Staat das freiwillig auch nicht dürfen? Die Frage ist nicht ob Deutschland gedurft hat ( klar), sondern ob Merkel das für Deutschland entscheiden durfte. Wir sind eine parlamentarische Demokratie. Wenn weder EU-Recht noch Grundgesetz den Kurs von 2015 verbindlich vorgeschrieben haben ( und das ist wohl definitiv so), dann hat nur das Parlament das Recht ihn anzuordnen ( über ein paar Tage hinaus, in denen die Regierung allein handeln darf, da die Auswirkungen nicht gravierend sind), vermutlich sogar nur durch Gesetzgebungsverfahren, mindestens aber durch eine Abstimmung. Nichts davon ist erfolgt, das Parlament hat nicht abgestimmt, sondern geklatscht. Klatschen ist aber keine Entscheidung, keine verbindliche Willensbekundung, es ist nur ein soziales Geräusch. Die vorgeschriebenen, umständlichen Verfahren haben ja den Sinn, übereilte, nicht durchdachte Entscheidungen zu erschweren. Wie wichtig das ist, zeigt der September 2015, als in einem Mediensturm guter Gesinnung das Parlament sich kurzerhand vom Parlamentarismus dispensierte. Als ob es das Ermächtigungsgesetz nie gegeben hätte.

  91. Ach, Herr von Wangenheim,
    Hier beschreibt einer sehr gelungen eine Tortur, in die er durch Wetter, eine Reparatur und ein falsches Abbiegen geraten ist, eine Tortur, die jeder open air-Sportler schon erlebt hat, die daher relevant ist und unterhaltsam.

    Er schreibt brillant, man liest das nachts noch schnell oder nach dem Aufstehen und hat Freude, ähnliche Freude wie die, die man hätte, wenn Sie Bach spielen.

    Oder sind Sie nicht der Musiker, der bei dem Namen gleich im Internet aufpoppt? Ich hätte Sie gern mal gehört, falls Sie der sind, doch Ihr comment reduziert Sie.

    Oder sind Sie aus der Firma BauteuerundverkaufanKrösus?
    Falls das ein Nom de Plume sein sollte, ist der schlecht gewählt.

    Der Autor mag überzeugt von sich sein, aber ohne gesundes Selbstbewusstsein ist Journalismus möglich, aber sinnlos. Sie sehen das an manchem Wasmitmediendasein.

    Arbeiten Sie an sich.
    Hier ist keiner neidisch auf den anderen. Man unterhält sich und toleriert sich dabei oder schätzt sich gar. Alles andere wirkt dezidiert launisch bis trollig.

  92. Seh ich ebenso, Herr Charles
    Harry Charles sagt:
    22. September 2017 um 05:09 Uhr

    …Das was Sie hier so klein reden ist genau das was diesen verzärtelten Weichknödeln fehlt: mal wieder durchs Gelände robben. Wenn Sie auf diese Weise direkten Kontakt mit der Natur haben, dann wirkt das nicht nur bereichernd (die kommen doch heute oft nicht mehr hinterm Ofen vor), es lehrt einen auch etwas anderes, etwas ganz Wesentliches: Demut und Respekt vor der Natur und ihren Gesetzen….

    Aus diesem Grund habe ich mich fest entschlossen :
    Im nächsetn Leben werde ich Schildkröte.
    Vorteile überwiegen nur !
    a) (Im)mobilie immer dabei, wächst nach meinen Bedürfnissen, nicht zu groß, nicht zu klein…. kann niemand einquartiert werden.
    b) Erwartetes Lebensalter kommt auch hin.
    c) Den ganzen Tag lecker Salat , halt vegan, hat man heute so.
    d) Sonntags gibt`s dann lecker Erdbeeren
    http://www.tehcute.com/pics/201109/baby-turtle-eats-strawberry-big.jpg

  93. Toller Bericht, schöne Fotos und sehr cooles Rad...
    Danke!

  94. @Atzcapotzalco, Tlalnepantla, Calixtlahuaca: Ein österreichischer Diplomat aus Kartitsch?
    Überraschung! Das Wunder: Aber nicht doch, der Patrickwunderbaldinger ist doch Bal­les­te­rer aus St. Pölten!

    • der Franze isses
      aber schön, dass auch andere Träger dieses Namens zu Ruhm und Ehre kommen. Der Name hats verdient.

  95. Texte auch mal ganz ohne Hintergedanken zu lesen,
    scheint für manche Menschen einfach nicht mehr möglich zu sein.

  96. OT. Gutachten sieht unklare Rechtsgrundlage für Grenzöffnung
    Heute was dazu gelernt.

    „Die Welt“ today:

    „Wenige Tage vor der Bundestagswahl sorgt ein Gutachten zur Flüchtlingskrise für Aufregung…

    Bis jetzt ist die Rechtsgrundlage, auf der die Einreise von Asylsuchenden im Herbst 2015 genehmigt wurde, nicht geklärt.
    Das haben Juristen der Wissenschaftliche Dienste des Bundestages festgestellt.
    Eigentlich hätten die aus dem sicheren Drittstaat Österreich kommenden Flüchtlinge abgewiesen werden müssen.“

    Och nö.

    Das wär ja mal ein Thema für eine Talkshow gewesen in den unabhängigen Medien zusammen mit der Kostenfrage.

    Die Falsche-Doktoren-Partei und die Alles-für-Deutschland wollen nach der Wahl einen Untersuchungsausschuss.

    https://ww w.welt.de/politik/deutschland/article168900336/Gutachten-sieht-unklare-Rechtsgrundlage-fuer-Grenzoeffnung.html

    @Colorcraze. Nochmals Danke für die hilfreichen Ausführungen. Habe mir einen Screenshot gemacht. Dank natürlich auch den anderen.

  97. OT. Die beständige Kanzlerin
    Na, wenn das kein Alleinstellungsmerkmal ist.

    Die Waaahlkampfmaschine läuft auf vollen Touren.

    https://de.statista.com/infografik/11203/amtszeit-angela-merkel-im-vergleich-zu-regierungschefs-anderer-laender/

    • „besser als Pol Pot, ehrlicher als Mussolini und beim Staatsaufbau erfolgreicher als Attila der Hunne“

    • Und Günter Bannas nebenan
      stimmt uns schon mal auf die 5. Amtszeit ein.

      „Ob sie, wurde sie gefragt, auch die nächsten vier Jahre Parteivorsitzende bleiben wolle. Merkels Antwort war klar und deutlich: „Ja, als Bundeskanzlerin und Parteivorsitzende. Ich habe immer gesagt, dass ich der Meinung bin, der Parteivorsitz und das Amt der Bundeskanzlerin gehören zusammen.“ Die Option Merkels, sie wolle es auch 2021 noch einmal wissen, liegt damit auf dem Tisch.“

    • Kohl konnte auch nicht loslassen und trat '98 nochmal an, also...!
      Schröder aber auch nicht (Nachwahl Elefantenrunde 2005, leicht angedüdelt: „Sie glaum doch nicht daß meine Baddei…“. Ging dann doch).
      Adenauer war glaube ich 85 als Schluss war mit Kanzler. Uns steht noch einiges bevor mit der Kanzlette, manche wissen es, andere nicht (oder es ist ihnen egal).
      Eine gesundheitlich robuste Natur scheint’se auch noch zu haben. Ich tippe auf neuen ewigen Rekord. 6 Amtszeiten. Bis 2031 (5. + 6. mit jew. 5 Jahren Dauer!). Dann ist Schluss. Mit allem.

    • Ich kann sie leider gar nicht wählen
      Ich werde nicht im Bundestag sitzen.
      In unserem Wahlkreis tritt sie nicht an.
      Das tut jemand den ich gar nicht mag.
      Und wenn ich die Partei wähle habe
      ich zu viele dabei die ich auch nicht mag.

      Es tut mir leid der Bundeskanzlerin
      keine bessere Auskunft geben zu können.

      Hätte ich die Wahl zwischen D.Trump
      und H. R-C wäre ich natürlich für
      D. Trump schon allein um die SPD zu ärgern.

      In der Türkei wäre der konservative
      Herr Erdoan mein Lieblingskandidat
      im Vergleich zu Öcalan oder Özdemir
      und für Russland soll W. Putin das kleinere
      Übel sein im Vergleich zu Schulz.
      Sagen manche Russen.

      Können sie mir folgen?
      Nein?
      Das ist völlig normal,
      ich kann mir auch nicht immer folgen,
      muss aber trotzdem mit mir zurechtkommen.
      Wie anstrengend das ist ahnen sie vielleicht.

      Ich wünsche fast* allen ein schönes Wochenende.

      *Für den Fall das Sie im Wahlkreis von S. Gabriel
      wohnen und ihn wählen wollen.

      PS Lieber Don:
      Haben sie über das Wochenende
      frei oder ist die Leserambulanz ab Sonntagabend
      18.00 geöffnet? Wir werden sie brauchen aber sie
      müssen auch an sich selbst denken.

  98. Sehr schöne Geschichte
    und Fatalismus pur. Zur Krönung haben nur noch Platten am Vorder- und Hinterrad gefehlt. Aber da muss jeder Rennradfahrer wohl oder übel mal durch.

    • Komischerweise habe ich mit diesen alten Barum-Reifen auf der L’Eroica noch nie einen Platten gehabt, nur mit anderen Fabrikaten.

    • Barum?
      Gerade auf nem Ibiza aufgezogen
      Bravarius 195/55 R15 H85
      laufen wie ein Wolf…
      Sind Ihre noch aus der Tscheschowslowakei oder vonne Continental AG Werk? Vollgummi!

    • Die sind von Anfang der 90er, also wohl noch recht sozialistisch.

  99. Abkuerzungen
    Sind hier alles nur Zeitungsleser? Frueher gab es mal eine Radiokultur, Hoerspiele, Interviews, Gespraeche, und dazu gehoerte dann o.T.
    Original Ton!

    Das war zu jenen Zeiten, als Deutsch noch eine Sprache war, die zur Heimat gehoerte und gelehrt wurde. Now wir alle speaking o.T. out from nothing und niemand kapiert mehr u.w.e.g. (um was es geht).

    Waere nett wenn diese Abkuerzungen wieder dorthin verschwinden, aus denen sie gekrochen sind. Wer abkuerzt, will nicht mehr die Ganzheit erfahren, sondern nur – wie der Drogensuechtige am Stoff – angekommen sein. Oder anders ausgedrueckt: Wer den Berg nicht rufen hoert, der hat keinerlei Bezug mehr zu sich und der Natur, der ist sich selber fremd. Der will nicht hochradeln, um Meter fuer Meter anzukommen, der will blind sein und konsumieren.

    Vor nun 28 Jahren bin ich das erste mal alleine in den Dschungel. Mich mental und koerperlich 6 Monate etwa vorbereitet. Auch was alles mir passieren kann, von der Giftschlange die gebissen hat bis zum Beinbruch. Die erste Nacht. Mit dem Messer in der Hand habe ich gelauert, dass die all die Geraeusche, das Quaecken und Knarzen sich zu Raubtieren entwickeln, die sich auf mich stuertzen wollen. Nichts davon, der Jaguar, den ich Tage spaeter sah, hat sich quasi Kopfschuettelnd von mir abgewandt. Als ich dann, eines Nachts im Busch, aus dem winzigen Zeltlein kroch, um die Waende nachzuspannen, die durch den herabstuerzenden Regen durchbogen, war ich umgehend Teil des Wassers und die Blitze wurden erschreckende Schauspiele. Ich kroch ins Zelt zurueck, nass ich war und dann kam der Schock. Wenn jetzt in der Naehe ein Blitz runterfaehrt, bin ich weg, nicht mehr geschuetzt durch den trockenen Gummiboden des Zeltes, den jetzt nicht mehr trocken war, sondern eine gute Elektroleitung bildete.
    Als ich spaeter in Deutschland erzaehlte, wie ich in dre Nacht im Busch wach lag, mit dem Messer in der Hand, schaute man mich an wie einen Spinner, der zuviel Filme anschaute. Niemand konnte sich vorstellen, dass man manchmal im Leben ein Messer braucht und sogar benutzen will.

    Inmitten der Natur wird man Teil dessen, atmet man anders, riecht und fuehlt man anders. Es hat mich danach immer wieder hingelockt.

    Hat mich der Dschungel also gerufen? Ruft ein Berg? Es sind Begriffe, die die Verbindung des Menschen mit der umgebenen Natur ausdruecken, man spuert das beides zusammen gehoert und zusammen sein will. Das „rufen“ ist wie die Sehnsucht nach Ergaenzung. Wer das nicht kapiert hat nie gelebt. Oder, im o.T. gesagt, der verkuerzt sein Leben auf minimalste Ereignisse, und alles was dazwischen liegt ist ueberfluessig. Der verkuerzt die Sprache, weil es ihm zu laestig ist, die Dinge auch entwickeln zu lassen.
    Etwa so, als stuende der Don mit dem Rad vor der Anhoehe, faehrt dann mit dem Auto ums Gebiet herum ans Ziel und sagt es war eine tolle Reise.

    Wer abkuerzt, der will, zack zack, ein Ergebnis ohne die dazwischen liegende Last.

    Im uebrigen war nur die erste Nacht im Dschungel voller angeblicher Gefahr. Die weiteren beiden Wochen waren ein Sinnesrausch. Verdreck, schlammbeschmiert, kroch ich muehsam lehmige Abhaenge hoch, ohne
    zu wissen, was mich dahinter erwartet.

    Vor zwei Jahren gab es einige Kerlchen aus Deutschland, die wollten auch in den Busch und haben allesamt am 3. oder 4. Tag alles abgebrochen. Zu muehsam. Und nicht vorbereitet. Die glaubten man koenne dort Trampelpfade finden, schrieben sie ins Forum. Leute, die Abkuerzungen beduerfen.

    Manchmal ging ich mit Gaesten in den Busch, nur eine Stunde, das reichte schon und sie ahnten was es heisst, in der Natur zu sein.
    Damen in flauschigen Bademaenteln waren nicht dabei.
    Saludos

    • Lieber Tico, lassen Sie Gnade walten
      denn z.B. das Kürzel OT für off topic, also abweichend vom Thema, würde ausgeschrieben in der Überschrift so viel Platz brauchen, dass für die Nennung des neuen Themas wenig Raum bliebe.
      Nun mag manches abweichende Thema überflüssig sein, dem Schreiber brennt es aber auf der Seele und hier in dieser Gemeinschaft würde man es gern los, ergeben sich doch daraus oft genug wieder lebhafte Diskussionen, die man nicht missen möchte.

      Und mich ruft jetzt – ganz OT – mein frischer Apfelkuchen, grad aus dem Ofen gekommen. Ja, ich bin gemein, schiebe aber gern ein Stück durch den virtuellen Raum zu Ihnen rüber.
      https://s6.postimg.org/qcl35qlv5/dscn8261.jpg

    • Soe ien OT-Warnung ist schon immer ganz nett für alle, die was anderes lesen wollen.

  100. Abkürzungen
    OT hielt ich bis eben für den „oberen Totpunkt“ eines Kolbens……wieder was gelernt.

    • Oberer Totpunkt
      Das merke ich mir. Vermutlich ist es aber noch schwerer, wenn Schwung fehlt, aus dem unteren Totpunkt herauszukommen?
      Physikalisch meine ich.

    • OT
      @ Esche 22. September 2017 um 13:59 Uhr

      Nicht unbedingt.
      Sehr komplex ist das System aus Kolben – Pleuel – Kurbelwelle.

      Ausgewuchtet.

      Auf einem laufenden 12-Zylinder von Benz rührt sich ein volles Gas Wasser nicht von der Stelle, wenn alles stimmt – am System.

    • @ Andreas Kreuz
      Nur der Fairness halber: Auf einem laufenden 12-Zylinder von BMW blieb ein auf der Kante stehendes 5-Mark-Stück (der alte Heiermann) stehen.
      Jetzt kommen die Ingolstädter!
      Gruß K

    • @ Kreuz & Kalchas da alle 12 Zylinder nur 60° Zündabstand haben gibt es
      bei jedem Kolben auf dem Arbeitsweg von OT nach UT bereits zwei Nachfolger, da schüttelt es keinen Motorblock mehr. Zu toppen in Stückzahlen nur noch durch die Amis, Cadillac brachte in den 30 ern einen 16 Zylinder.

    • Hatten wir uns
      nicht auf „Organisation Thod“ geeinigt? Mais on parle l´Anglaise ici, pardon.

    • An Kreuz und Kalchas: Stehende Münze auf Range Extender geht auch
      https://www.rheinmetall-automotive.com/produkte/range-extender/

      Im Video dort bei ca 02:55

      Eine lustige Firma.
      Die Defence-sparte würde den
      Grünen wahrscheinlich weniger gefallen.

      …Hier wurde besonders einer unmerklichen Geräusch- und Vibrationsentwicklung des 2-Zylinder-V-Motors mit der FEVcom-Schwingungskompensation große Aufmerksamkeit geschenkt…

  101. Hommage an literarische Qualität
    Es kann sein, dass ich das ähnlich schon mal brachte:

    Wenn jemand durch widrige Umstände wie Wetter ungeplant, also nicht aus falsch verstandenem Heldentum, an seine Grenze kommt und erzählt dann davon, dass es den Leser berückt, wird es nahezu romantisch. Das Wetter, das sonst nur Kulisse ist, wird zu einem Hauptakteur.

    Und das Ganze erinnert dann eklatant an St. Exupéry, der über die Sterne schrieb, die er beim Fliegen anhimmelte, und der eines Tages mit ihnen verschmolz und dann mit dem Meer.

    Wenn der Autor dann diesen Kontrast bringt zwischen dem gutaussehenden sauberen Paar in weißen Bademänteln und ihm selbst, der dreckigen tropfenden Wildsau mit „monströsen“ Beinen, und man sich fragt, ob er das Paar als Darstellungsmittel nur erfunden hat, weiß man, dass er wirklich gut geschrieben hat, selbst wenn das Paar existieren sollte.

    Auf jeden Fall ist es so, dass die Naturverbundenen und die Extremsportler (rechnen wir das Fliegen also dazu) selten gleichzeitig brillant Geschichten erzählen können.
    Daher muss ich dieses Stück als Stück des Jahres bezeichnen, mein Lieblingsblogpost, ausgezeichnet mit meiner persönlichen St. Ex-Medaille. Und an sich geht es gut als Kurzgeschichte durch, also über einen Blogpost hinaus.

    • ...der eines Tages mit ihnen verschmolz und dann mit dem Meer.
      ggf wurde seine F5 (Aufklärungsvariante der 2 Motorigen Lockheed P-38 Lightning – genannt Gabelschwanzteufel) schlicht abgeschossen
      da die Maschine den einmotorigen schnellen Jagdflugzeugen hoffnungslos unterlegen war. Der Mann war auch schon 44.

      Dons Sterbefantasien im Berg könnte man aus der Perspektive
      des früher gemutmaßten Suizids des St. Exupéry als
      Vorstufe deuten. Ich halte das für unwahrscheinlich auch
      wenn er sein sterben romantisiert.

      Zitat: steht in der Biographie: gestorben am Passo Tre Croci, Cortina d’Ampezzo.

      Der Anteil der sich für ein sozialunverträgliches Spätableben
      ausspricht ist ungleich größer. Da ist ausreichender
      Lebenswille vorhanden.

      Don wird mir da sicher recht geben. Hier ist es
      sicherlich keine unbewußter Hilferuf sondern
      Stilmittel, vielleicht Provokation am ehesten Romantik.

      Das Problem das sie mit dem sterben von St. Exupéry
      andeuten aber nicht ansprechen ist ggf die Selbstüberschätzung.

      Wenn ich als Pilot sterben wollte würde ich nicht das Meer nehmen,
      sondern einen Fels.

    • "Sogar im Regen…
      …ist es noch schön.“

      Da gibt es auch noch Fotografien.

      Ein Gesamtkunstwerk aus Text und Bildern.

    • Nachtrag zu 16:39
      ich habe vermutlich auf das romantisierte sterben
      von St. Exupéry reagiert.

      Die Textstelle:
      gestorben am Passo Tre Croci, Cortina d’Ampezzo war
      mir aber beim ersten lesen des Textes schon aufgefallen
      und ich lies vermutlich deswegen Don durch einen
      Großvater dachteln wegen der Gefahr in die er sich begab
      und umarmen wegen des überlebens derselben.
      (siehe oben)

      Ich mag das romantisieren des Todes nicht.
      Der romantische Tot ist oft ein tatsächlicher
      und für Angehörige nicht erbaulich.
      Gefühle der Trauer und des Zorns
      folgen oft in einem Knäul der einem
      mit schlechtem Gewissen zurücklässt
      wenn es auch noch ein Suizid
      oder ein vermeidbarer Unfall war.

      Ich hätte es gleich schreiben sollen.
      Dann hätten wir ggf heute darüber
      nachgedacht ob ein Leben nach der
      Wahl überhaupt noch nötig ist.

      Ich vertiefe das Thema Suizid aber nicht
      sondern sage: Nötig nicht, aber
      man kann ja auch aus trotz weiterleben
      oder aus Lebensfreude.

      Ich komme später bestimmt darauf zurück
      wenn sich die Gelegenheit bietet.
      Sie kennen mich ja.

      Verwählen sie sich nicht.

      PS
      Warum werden Stimmzettel in Urnen geworfen?
      Kennt jemand den Grund für diesen merkwürdigen
      Begriff? Er klingt ja nicht sehr Optimistisch.
      Die Stimme ist endgültig weg, aber sonst?

      Kannste verbrennen, wäre noch eine Idee dazu.
      Auch nicht schön.

    • Suizid? Non
      Schcroapas, wie wie die Franzosen zu sagen pflegen.

      Das finde ich jetzt gruselig mit dem Felsen. Wegen German Wings.
      Gute Motorengeräusche (eins weiter unten) finde ich nicht gruslig, sondern erotisch.

      Suizid? Glaube ich niemals. In der Höhe verschätzt oder ein Motorenproblem gehabt halte ich für viel wahrscheinlicher. Oder versehentlich abgeschossen. Große Künstler (siehe Kafka, Werfel, Mahler) haben oft Visionäres geschrieben, als wären sie Hellseher:
      „Quelque chose était cassé dans mon moteur“. Le Petit Prince

      Viel zu positiv, der Mann. Bei Camus ist das möglich, aber nicht bei St. Ex.
      Wir sind da etwas degeneriert. Wir dichten jedem Künstler, wo möglich, eine geheime homosexuelle Existenz an und eine Neigung zum Suizid. Wahrscheinlich war es in irgendeiner Form ein Unfall. Vielleicht hatte er auch die Orientierung verloren, wenn irgendwas abgedunkelt war, das sonst beleuchtet war.

    • An Oberländer: Ich regagire auf so etws refelxartig*
      Es gab diese Phantasien zu seinem Tot
      und die Formulierung erinnerte mich
      daran. Romantisierung des Sterbens durch
      Suizid inklusive. Das führte schon zu ganzen
      Suizidwellen. ggf oft ein Grund das Thema
      im Alltag öffentlich zu umschiffen.
      (Dass interview in der FAZ zu einem Schweizer
      Tatort(Film-Realitätscheck) war hier seltene Ausnahme,
      besonders die Zahlen dazu)

      Ich reagiere auf Andeutungen in dem ich nachfrage
      oder eine Anmerkung mache.

      Ich sollte ggf künftig warten bis meine
      Erregung wieder abflacht.

      Die Details zu seinem Tot habe ich noch mal
      bei Wiki nachgelesen. Ich weis gar nicht wie
      gut die Quelle ist. Aber sie ist nun einmal
      allgemein zugänglich und wird oft genutzt.

      * ggf haben die Leser ein individuelles Suchradar
      das automatisch Texte scannt. Ein Anderer achtet
      ggf auf Satzzeichen wieder ein anderer auf technische
      Details usw. Das macht die Sache hier so spannend.

  102. @ Doc Weird
    https://bigmedium.com/ideas/of-nerve-and-imagination.html
    Das Bild von Chris zeigt, daß jede Maschine von Menschen geschaffen und bedient wird. Alle die von KI reden wissen das. Ihr Versuch irgendetwas autonomes herbeizuerklären ist interessengeleitet.
    Deshalb nochmal ganz deutlich, es gibt keine künstliche Intelligenz von Maschienen. Sie alle sind gebaut und programmiert aus Menschenhand.
    Das ganze Gefasel vom Autonomen Fahren ist Lug und Betrug – ein Mensch ist der Verantwortliche.
    So wie der Don sein Rad fährt.
    Das ist die reine Wahrheit für immer und ewig!

    • Sie alle sind gebaut und programmiert aus Menschenhand.
      Das war mal so.

      KI wird heute zum größten Teil mit Künstlichen Neuronalen Netzen realisiert, die an Beispieldaten selbständig lernen (s. z.B. die Erkennung der sexuellen Orientierung anhand von Portraitfotos oder die Prädiktion anderer Eigenschaften anhand von nur sehr sehr wenigen Daten).

      Die Menschenhand hat hier nur noch den Lernvorgang gestartet. Auf welche Weise die Maschine dann ihre Entscheidung getroffen hat, kann der Mensch im Detail nicht mehr nachvollziehen.

      Die Maschinen agieren natürlich bereits jetzt im Verbund/Netz und das „Internet der Dinge“ ist auf dem Weg. Zu welchen Resultaten besonders die lose gekoppelte KIs kommen werden, wird sehr spannend.

      Generell sollte man die KI evtl. nicht mit unserem herkömmlichen Verständnis von Intelligenz bewerten. Diese Burschen sind ganz anders „drauf“.


    • „Auf welche Weise die Maschine dann ihre Entscheidung getroffen hat, kann der Mensch im Detail nicht mehr nachvollziehen.“

      Dann wollen wir mal hoffen, daß das so bleibt. Ich meine, daß der Mensch nicht vergißt, daß er die Art der Entscheidung ab einem bestimmten Punkt nicht mehr in der Hand haben könnte.

    • Letztverantwortung
      „Ich meine, daß der Mensch nicht vergißt, daß er die Art der Entscheidung ab einem bestimmten Punkt nicht mehr in der Hand haben könnte.“

      Von meinem egozentrischen Standpunkt aus betrachtet, ist das natürlich eine Katastrophe, aber nüchtern betrachtet vertraue ich mein Leben jeden Tag unzähligen rottenden Maschinen an, ob nun im Aufzug, im Straßen- oder im Schienenverkehr, die ich nicht kontrollieren kann und die niemand wirklich im Detail kontrolliert. Vielleicht sollte ich vor lauter Angst das Haus nicht mehr verlassen, was weiß ich schon über das Haus?

      Andererseits behindert das alles nicht meinen Glauben an den Menschen als Kollektivsingular und philosophische Fiktion, ausgestattet mit einer Art Letztverantwortlichkeit und Kontrolle über alles, ein Wesen, dass gleich einem gütigen Gott über den ganzen Maschinenpark wacht, ohne dessen Geist die ganze von ihm geschaffene Welt stillsteht. Dieser humanistische Monotheismus ist durch die materielle Realität gänzlich ungefährdet und wenn Ingenieure nun neuronale Netze trainieren, statt sich lauter kleine Regeln für unzählige Spezialfälle auszudenken, dann ist das immer noch der Mensch, also dieses Kollektivsingular, dass da lernt und sich neue Werkzeuge und Methoden aneignet. Wenn es schief läuft, na dann reichte halt das Trainingsset nicht oder es fand Overfitting statt und 90% Positiverkennung sind nicht gut genug usw. Das ist noch lange nicht das Ende der Technologie.

      Wir werden uns an diese Situation gewöhnen, wenn wir die nichtlineare Funktion nach Art des Menschen und nicht der des Programmierers erklären können: das Auto bremst, weil vor ihm eines bremst, es hält an, weil die Ampel auf rot schaltet usw. Es sieht so aus, als folge es Regeln, unzähligen Regeln, es gilt die Vernunft, der Mensch ist Herr der Lage, wenn er sich die Welt erklären und zu seinen Gunsten manipulieren kann, selbst dann wenn alles ganz anders funktioniert und die Maschine statistisches Pattern Matching betreibt.


    • Nun ja, Dreamtimer, ich dachte da eher an Tay und andere Fälle. Da mußte und konnte man den Stecker noch ziehen. Oder an die Zukunft autonomer Fahrzeuge, die dann die Frage, ob es ethisch-moralisch vertretbar ist, einen Menschen zu töten, um zwei Menschen zu retten, sicherlich eindeutig beantworten werden. Da können wir dann sicher noch etwas lernen. Bleibt nur noch die Frage, wann die künstlichen neuralen Netze zu der Erkenntnis gelangen, daß der Schutz für sie selbst und die Menschen, denen sie dienen, die höchste Priorität genießt.

      Selbstverständlich wird man Sicherheitsvorkehrungen treffen, um solche Entwicklungen zu vermeiden. Aber am Ende wird man wie immer feststellen müssen, daß Sicherheit eben doch nur relativ ist. Und dann?

      Ungeachtet dessen, wie ist das eigentlich in Zukunft, gilt dann noch, wer auffährt hat Schuld? Unbestritten kann die Reaktionsfähigkeit des Menschen mit der von Computern nicht mithalten. Der Mensch kann auch nicht sehen, daß sich hinter einer Kurve ein Stau gebildet hat. Der Mensch wird im Zweifel gar keine Zeit mehr haben, in das Geschehen einzugreifen. Wird die Unterlegenheit des Menschen dann berücksichtigt werden (müssen)? Es gibt viele Szenarien, die noch mehr Fragen aufwerfen werden. Die Vermenschlichung der Maschine, ist das das Ergebnis und wollen wir das wirklich?

      Nein, Angst habe ich davor nicht und ich verlasse auch mein nicht smartes Haus immer noch ohne Furcht, auch ohne Furcht vor schwarzen Menschen, ich mache mir nur so meine Gedanken. Denn bei realistischer Betrachtung meiner Restlebenserwartung wird mich das alles sowieso nicht mehr großartig betreffen. Bleiben nur die Zweifel, ob unsere diesbezüglich mehrheitlich wohl eher unkritischen Kinder und Enkelkinder damit wirklich glücklich werden (können).


    • Neulich kam mal eine Meldung, Facebook habe seine KI abgeschaltet, als es ihnen unheimlich wurde, daß sie von selbst unverständliche Kürzel schreibt. Armstrong, der von sich behauptet, eine KI zu betreiben (er nennt sie „Socrates“), meinte dazu: „Selber Kürzel schreiben macht eine KI immer, als erstes.“ – Wasimmer es damit auf sich hat. Ob wohl KIs auch in philosophische Krisen geraten können, wenn sie etwas fortgeschrittener sind?

  103. Don Alphonso sagte am 22. September 2017 um 10:28 Uhr
    „Oh, das habe ich gar nicht gesehen.“
    .
    Welt-Alzheimertag war gestern, Verehrtester, Sie scheinen nachlässig zu werden.Schauen Sie in den Post von > L‘ or offert perd de la valeur < mit dem Titel „Achtung Frau KGE, Werteverfall von Münzgold!“
    am 20. September 2017 um 14:11 Uhr an. Da steht alles Nötige.
    .
    BTW, auch wenn a wengle OT. Gestern Abend, 20:15 im Landespropagandasender SWR Fernsehen "Spitzenkandidaten im Endspurt" . Wer sagt die Wahrheit? Der Faktencheck! Theurer (FDP), Lothar Maier (AfD), Annette Widmann-Mauz (CDU) Bernd Riexinger (Linke), Leni Breymaier (SPD), Cem Özdemir (Grüne).
    .
    An sich eine faire Veranstaltung, besser als alles was bisher auf Bundesebene bei den hektischen Damen mit ihren Bleistift/Kugelschreiber- und Augenroll-Attitüden zustande brachten. Vom Oberkomiker Plasberg ganz zu schweigen.
    .
    Die AfD hatte es geschafft einen völlig unbekannten Kandidaten in die Runde zu lancieren, der sehr sachlich blieb und sich nicht in die Nazi-Fettnäpfchenallee locken ließ, so sehr die Moderation unter Stefanie Haiber und Felix Bratzler (ihrem Auftrag gemäß) dieses auch versuchten.
    (DdH)

    • Jungfräulichkeit
      durch Zufall in die Sendung gezappt; wußte garnicht wie Sie bedauernswürdiger DdH dort unten gequääälllttt werden!
      Die Moderatorin scheint mir aus dem Höllenfeuer der Indoktrination mit der Note sehr gut entlassen worden zu sein…
      Aufrichtiges Beileid – nur was wird uns noch erwarten?
      Möchte Ihre Phantasie nicht noch mehr stimulieren.
      Was tuen Sie sich am Sonntag reinziehen, wenn die Ergebnisse verkündet werden?
      Schreiben Sie wertester DdH einen Beitrag bei mir?
      https://wisosophi.wordpress.com/
      Schreiben wann Sie wollen bzw. können!

    • Oh das habe ich auch nicht gesehen
      auch nicht die andere Schwafelrunde, über die Lübberding heute berichtete.

      Wisset Sie denn noch immer net, wen Sie wählen wollen sollen würden? Und die Gattin unterdessen auf Kurs gebracht oder findet sie noch immer Mütterlichkeit oder war es Güte im uckermärkischen Gesicht? Ich sehe Ratlosigkeit – gut, die Gießkanne war wohl wirklich nicht der Bringer.
      https://s6.postimg.org/a6oqj3goh/heilbronn_17.8.2017g.jpg

    • Der Bratzler,
      heißt es „moderiert alles weg“.

    • Hahaha!
      „Die AfD hatte es geschafft einen völlig unbekannten Kandidaten in die Runde zu lancieren […]“

      Das finde ich eine ausgezeichnete Taktik! Denn über den gibt es wahrscheinlich noch nichts – oder wenigstens nur sehr wenig – was man dem ans Bein schmieren kann.
      Da liegen die Paparazzi schon 24/7 in einem Dorf in der Nähe von Biel auf der Lauer; andere suchen – und lesen – alles was Dr. Google zum Thema ‚Weidel‘ ausspuckt (und versuchen Schändliches zu finden, und schnellstmöglich auf eine Moderationskarte zu schreiben), die Agenturen bei den Medien sitzen und warten auf neue Auslassungen über Herrn Gauland. Dann zieht man eben seine beliebigen Karten aus dem Lederkoffer mit allem drauf was man sich vorstellen kann um ihn fertig zu machen. Boateng, Wehrmacht, was auch immer.

      Und dann sitzt da einer, brav im Studio, sagt nichts über Wehrmacht, Adolf, Juden. Und die Moderationskarten sind auch noch alle leer.
      Und dabei hatte doch der Herr Fernsehdirektor darum gebeten, diesen von der AfD geschickten Menschen nach Strich und Faden erst lächerlich und dann fertig zu machen.
      Und nun hat man nichts Geeignetes in der Hand.
      Wat schade!! ;-)

    • Oh, das Bild
      Renate, ich habe Ihr Bild mit schwarzem Badeanzug und langem gelben Mantel gesehen, herrlich. Aber eine Frage hätte ich doch:

      Dass der gelbe Mantel so viel länger ist als der Badeanzug, bedeutet das etwa, dass die FDP erste Partei wird mit doppelt so viel Stimmen wie die CDU sie hat?

      Oh, wäre das ein Traum, die Gesichter, und die FDP würde gemeinsam singen:
      Am Brunnen vor dem Tore da stand ein Lindenbaum,
      Wir träumt‘ in seinem Schatten den süßen Kanzlertraum.

      Ich weiß, es ist eine Horrorvorstellung für Sie. Aber so könnten die Deutschen sich elegant von der Dauerkanzlerin befreien: Beide Stimmen an die FDP! Ganz einfach. Lindner für Chancellor!

      Dass man beide Stimmen an kleine Parteien geben kann, steht heute auf achgut beschrieben.
      Wir hätten dann auch mal was Junges.

    • Etwas hat er gesagt, was mich verblüfft hat. Und wonach sie ihn wohl
      ausließen.
      Aydan Özoguz hätte doppelte Staatsbürgerschaft.
      Ist das verifiziert?

    • An sich eine faire Veranstaltung, besser als alles was bisher ...
      Das passt nicht zu dem, was Sie dann über die Moderatoren behaupten.

    • @Gast
      Das ist mit AÖ und den 2 Staatsbürgerschaften ist hier oben gängige Meinung, sollte das auch fake sein?
      Grüße K

    • Meisterhaft
      Das hätte Trump und Scott Adams gefallen.

      Es ist nicht verifizierbar:
      Heute stand bei Tichy, die Türkei verweigere Auskunft über jene zur doppelten Staatsbürgerschaft nicht berechtigten, die durch den Erwerb der türkischen Staatsbürgerschaft ihre deutsche kraft Gesetzes verlieren, dies aber geheimhalten.

      Dadurch seinen womöglich 50 000 Türken rechtswidrig im Wählerregister.

      Die Türken vergeben ja, soweit ich weiß, ihre Staatsangehörigkeit nach ethnischen Kriterien, sie könnte sie also über ihre Abstammung durchaus erlangen.

      Sie kann jedoch nicht beweisen, daß sie sie nicht besitzt, weil die Türken sich weigern, ihre Daten dazu offenzulegen.

  104. interessehalber
    Machen Sie noch einen Beitrag vor der Wahl, oder erst, wenn überhaupt zum Wahlergebnis?

  105. Beim Verpassen der richtigen Abzweigung sind Sie nicht alleine, werter Don.
    Sven Astheimer bemerkt gerade im Mutterkutter, dass Zetsche in kurzer Zeit zweimal die richtige Abbiegung verpasst hat. Einmal hinsichtlich der Flüchtlinge, die, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, eben zum größten Teil doch nicht zu einem Job beim Daimler taugen, und zum Zweiten natürlich die Straße der elektrischen Zukunft. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich bei Zetsche aber den Eindruck, dass er einfach weiter talwärts rast, anstatt umzukehren und mühsam den Berg zu erklimmen.

    Ganz anders die FAZ, die anscheinend denFehler bemerkt hat und zaghaft zurückfährt. Wollen wir mal hoffen, dass sie nicht auf halber Strecke aufgibt. Vielleicht sollten Sie sich Ihren Kollegen als Mentaltrainer anbieten.

    • Wieso taugen sie nicht bei einem Job bei Daimler ?...
      … Daimler ist doch der einzige Hersteller gendergerechter Fahrzeuge.
      Vorne ein Sternchen, hinten ein Sternchen, am Lenkrad auch ein Sternchen.
      Könne sie doch die Sternchen auf`s Daimlerchen kleben oder?
      Ach ja, in Graz laüft die Produktion des Mercedes G … ender

    • F45: vielleicht, weil es auch bei Daimler schon genügend gibt, die
      Sternchen auf Mercedese kleben. Und an eine Ausweitung der Produktion in D erst mal nicht gedacht ist?
      Gestern im Merkur ein Leserbrief: das Band bei BMW stand Stunden still. Einer bekifft und einer besoffen.
      Die haben es probiert.

  106. OT: Hallelujah !!!
    Der Tag ist gerettet, die FAZ stellt nun noch offiziell fest, dass das mit den Fake News für die Wahl doch nicht so schlimm kommt wie befürchtet und „erfundene Geschichten“ im Wahlkampf keine Rolle spielen: http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/fake-news-im-wahlkampf-erfundene-geschichten-spielen-noch-keine-rolle-15205975.html

    Ich frag mich ein wenig, wie man da so sicher sein kann, dass all die falschen Meldungen tatsächlich keine Rolle spielen.

    Zum Beispiel diese Geschichte, dass das alles Flüchtlinge aus Syrien sind und nicht etwa Wirtschaftsimmigranten aus Nordafrika. Und dann die, dass man die Grenzen unmöglich schließen kann. Und die, dass da ganz viele Ärzte und Ingenieure dabei sind. Und dann die, dass die Kriminalität durch die jungen Männer nicht steigen wird. Und dann die, dass die alle schnell deutsch lernen und unseren Sozialsystemen nicht zur Last fallen werden. Und dann die, dass da definitiv keine Terroristen drunter sind. Und schließlich noch, dass da über den Familiennachzug pro Asylbewerber nur eine weitere Person nachkommen wird (achso, dazu noch diese ganz herzerwärmende Geschichte hier: ht tp://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/fluechtlinge-das-problem-mit-dem-geschwisternachzug-a-1168715.html ).

    Wahrscheinlich könnte Lothar die Misere uns das näher erläutern, falls es uns nicht beunruhigen würde.

    Aber ich finds gut, dass wir aufgrund der Prüfung durch den freundlichen FAZ-Journalisten sicher sein können, dass all diese erfundenen Geschichten jetzt im Wahlkampf mit Sicherheit keine Rolle mehr spielen. Wer weiß denn, was die Leute sonst schlimmstenfalls wählen würden?

    Nicht weiter beunruhigend daher auch die dortige Feststellung: „Trotzdem gibt es Falschnachrichten – und von ihnen profitiert vor allem eine Partei.“

    Natürlich wissen wir alle, welche Partei hier gemeint ist – genau, die mit dem etwas längeren und sperrigen Namen*.

    Jaanz ruuiiich, et loiiift !!!
    SchallundRauch

    *ja richtig, CDUCSUFDPSPDGRÜNESED

    • S&R, der war gut
      Lothar die Misere

      damit fing das Elend an. Der höchst inoffizielle Stasimitarbeiter empfahl seine Pressesprecherin dem Kohl für höhere Ämter…

    • @S&R: Dieser Spielverderber!
      Historiker Michael Wolffsohn:
      „AfD nicht als Nazis bezeichnen“ sagte er im Deutschlandfunk (21.9.17)
      „Man müsse erkennen, dass die aktuelle rechte Bewegung nicht nur aus dem alten Faschismus heraus entstanden sei, erklärte der Historiker.
      Es gebe mit der Eurokrise und dem Zuzug der vielen Flüchtlinge neue Probleme, die zur Gründung der AfD geführt hätten. Als Beispiel nannte Wolffsohn den Anstieg des islamistischen Terrorismus.
      Viele Menschen stimmten aus diesen Gründen für die AfD und nicht, weil es in der Partei auch Nazis gebe.“

    • Gemeint ...
      … ist wohl Thomas die Misere?
      Gruß K

    • @ Kalchas: Nein, nein, Lothar ist schon richtig, die Miseres
      hatten einen breiten Hintern und saßen immer an beiden Ufern des Flusses ;-)

    • Auweh !
      @Kalchas, natürlich, der war gemeint…

      Solch eine Stilblüte in der Stilblüte … Naja, das verehrte Publikum weiß, was gemeint war.

      Warten wir mal ab, welche „Anschlussverwendung“ der Thomas diesmal erfährt, sobald der Joachim das Bundesinnenministerium auf bajuwarisches Niveau bringt….

  107. Das wär was
    @ Renate Simon

    Ihr Bild mit dem schwarzen Badeanzug: Eine Belastung für mein Zwerchfell.

    Aber soll der lange gelbe Mantel bedeuten, dass die FDP stärker wird als die CDU? Das wär was. Die Gesichter, der Tauber vor allem. Bundeskanzler Lindner? Es ginge. Dann wäre der Alptraum zu Ende:

    http://www.achgut.com/artikel/der_unsinn_mit_der_verschenkten_stimme
    Aber mei, die Omas, bei denen sie immer auftritt, die, die mich auf den Pässen mit ihrem Mammutvehikel mit Scheißhaus drin so stören, die werden das wohl verhindern, leider:
    http://www.achgut.com/artikel/nicht_mutti_der_herzen_aber_tante_des_vertrauens

    Also gut:
    Am Brunnen vor dem Tore da steht ein Lihindenbaum,
    Ich träumt von seinem Schatten, doch es bleibt wohl ein Traum.

    Allein für das Gesicht vom Tauber würd sich’s lohnen. Und das von Macron, der dann nicht mehr der Jüngste wäre.
    1. FDP
    2. CSU
    3. AFD
    4. CDU
    Unter ferner liefen: etcetera

    • Lieber Oberländer, ach Sie Träumer
      dunkelblauer Badeanzug und quietschgrüner Bademantel.

      https://s6.postimg.org/tfv00lfld/ischia_2013cc.jpg
      wohl figurtechnisch ausgesucht und

      der Bademantel mit Stickerei des Hotels auf Ischia im Jahre 2013
      https://s6.postimg.org/608hhi6gh/German_Chancellor_Angela_Merkel_arrives_take_za_Z.jpg

      wohl ohne politische Aussage.

      Ihrem Traum mag ich nicht folgen, denn mit einem Kanzler Lindner, der wohl kaum im ganzen Volke gut ankäme, ginge das Elend weiter, zum einen hat er nicht genügend Leute fürs Kabinett, zum anderen ist er ein Windbeutel. Was hat der Mann schon getönt, in die Opposition wollte er, ach was für gute Vorsätze waren da doch und nun verteilt er schon die Ministerien.

      Auch ein Lindner wird sich Macron nicht verweigern, die Idee von Europa ist doch allen heilig.
      Gehen Sie denn davon aus, dass die Franzosen Macron noch einmal wählen? Eijeijei. Sein Weib wird auch nicht das ewige Leben haben und was wäre Macron ohne Madame? Erinnert an Rudi Ratlos. https://s6.postimg.org/7hyj6t0kx/macron-23.6.2017.jpg

    • nur eine hübsche Vorstellung
      Ist doch nur ein Traum.
      Aber Lindner würde vielleicht nicht so eilfertig deutsches Vermögen riskieren und multiple Rettungsschirme aufspannen.

      Wenn die Franzosen klamm sind, sollen sie’s doch machen wie Louis XV, der Louisiana verkaufte: Eine ihrer Karibikinseln verscherbeln, notfalls an Macrons früheren Arbeitgeber, der dann dort seine Seminare abhalten kann.
      St. Martin ganz an die Niederlande ginge auch.

      Für Griechenland hätte sich im Nachhinein auch ein Verkauf von Lesbos, Chios und der dritten Insel an die Türkei mehr gelohnt, und Europa wäre manches erspart geblieben.

      Die können alle nichts loslassen.

  108. Titel eingeben
    Sagte ich micht weiter oben zu einem Motorrad-Fan (dem leise Räder nicht genügen), dass es nur der Krach der Motoren ist, der ihn anmacht…

    Und tatsächlich, heute les‘ ich (allerdings für seine nahen Verwandten mit den Autos):

    LONDON (Reuters) – Formula One is working on a microphone that can be attached to a car’s exhaust system to make the sport louder and more ‘visceral’ for television viewers.

    Formula One’s commercial managing director Sean Bratches said more needed to be done for the worldwide audience: “One of the things that we want to amplify going forward are the sounds of the sport, because they are viscerally moving to fans and critically important in all the research that we do,”

    • Ich finde das gruslig.

    • die Akustiker
      an meinem Citroen haben nicht mal halbe Arbeit geleistet. Das Schließen der Heckklappe hört sich an, wie wenn ein Behälter mit Split vom Winterdienst zufällt.
      Ich würde mir so einen satten Ton sofort kaufen.

    • Satte Töne
      Ja, ja, der berühmte „satte Ton“, mit dem eine Benz-Tür ins Schloß fällt.
      Das klingt natürlich solide, ist aber dann auch nur wieder der Grund dafür, daß die Dinger zwei Tonnen und mehr wiegen.
      Bei der Ente fiel die Tür übrigens auch leicht ins Schloß – weil sie durch das Rolldach einen eleganten Ausweg für die durch die Tür im Innenraum zusammengestauchte Luft hat.
      Und der Plastikdeckelsound beim aktuellen Citroen kann daher stammen, daß die Heckklappe tatsächlich aus Kunststoff ist – wiegt weniger und rostet nicht.

  109. @Deresschonimmerwusste: Aber nicht doch Gott behüte, Mutterkutter zaghaft steuerbord?
    Wer viel in der Phantasie lebt, ist der Wirklichkeit gegenüber „leicht zaghaft“.
    Auerbach, Tausend Gedanken des Collaborators, Berlin 1875

  110. Wettschulden begleichen
    @Extranet and Uwe Dippel – Da ich offensichtlich übermorgen meine Merkelwette verirren werde, schulde ich, wenn meine Notizen korrekt sind, Ihnen je eine Flasche Champagner. Um diese abzuliefern, brauche ich allerdings ihre Adresse.

    • Tiger: nicht verzweifeln!
      Machen Sie es wie Martin Schulz: Bis zum letzten Moment überzeugt sein, doch noch zu gewinnen. Vielleicht klappt es ja!
      Ich wünsche es Ihnen (wenn auch nicht Martin Schulz – Sehen Sie, er tut mir schon so Leid, dass ich ihn nicht einmal mehr mit seinem für ihn unaussprechlichen Namen hochnehme).

      Und wenn denn doch, ehrt es Sie natürlich, diese Ehrenschuld (BGB) auch abliefern zu wollen.
      Wie wir eine Übergabe machen, besprechen wir – wenigstens von meiner Seite – wenn es soweit ist.

    • Das Fell des Bären
      Liebe Frau Dr. Tigerin, noch ist es nicht so weit, mich würde am ehesten wundern, wenn die Ergebnisse der Meinungsforscher stimmten. Hinzu kommt, dass Schulz selbst dann Kanzler werden kann, wenn er kaum Stimmen einfährt.

      Wenn nämlich die Bildung einer Koalitionsregierung durch unerwartete Wahlergebnisse zunächst unmöglich, bald schwierig scheint, sich monatelang hinzieht, dann werden (es) alle einfach müde und sagen:

      „Lasst mal ihn dran, er war ja schon Präsident des EP, was zögert ihr, Joschka Fischer hatte noch weniger Bildungsnachweise! Was könnte schon schiefgehen?“

      Gott bewahre! Aber auf jeden Fall vielen Dank für Ihr Angebot, und ich schlage vor, warten wir die kommende Kanzler-Vereidigung ab. Möglicherweise wird weder Merkel noch Schulz Kanzler-Darsteller, dann wäre unsere Wette hinfällig.

  111. Flow // Motion
    Ich habe auch eine Schwäche für erfolgreich absolvierte, vom Mindestlohndämon* unbehelligte, Umwege.
    [ nichts gegen bei Wind & Wetter entschlossene Pizzaboten, die die richtige Klingel finden ]

    Anspruch, Fähigkeit und ein klares Ziel, möglichst ohne verdrießliche Zeitgenossen, in Deckung gebracht zu haben, ist soooo schön.

    [ … ja, es ist total sinnlos schlechten Sex zu haben, obwohl man im tadellosen Bademantel steckt:
    » so das war ja alles sehr nett mit dir, aber ich muß dich jetzt leider rauswerfen, ich habe noch eine Radtour … «]

    * welcher ja bekanntlich mit seiner Suggestivtrommel jede luzide, auf positive Abwechslung ausgreifende Idee mit dem Raster der Monotonie, wie sie überdies ein stets instabiles Girokonto vorhält, konterkariert, sodaß viele, vor dieser Drohkulisse bereits bis zur resignierend verengten Selbstwahrnehmung affiziert, ihre überschaubaren, nervösen Abenteuer in LigaArenen, Matschfestivals, Schmerzateliers diverser Hautzeichner, GEZstudios u. ä. als kompensierende, hinreichend herausfordernde VitalUnternehmung ihrer GegenwartsPersönlichkeit betrachten mögen.

    OT für Sonntag: ein Herz für Nichtwähler statt Verachtung:
    https://www.kochtopf.me/sonntagskuchen-haselnuss-apfel-pflaumen-kuchen
    Scriabin: The Poem of Ecstasy
    https://www.youtube.com/watch?v=HAnVrdQ3qFk

    • Lassen Sie bitte diese Youtubespammerei weg, Es nervt. Echt

    • Titel eingeben
      Ja, der Kommentar ist voll daneben,
      bitte, Don Alphonso, löschen Sie meine wirklich nichtsnutzigen Beiträge einfach, ich kann Ihnen deswegen nicht böse sein.
      Es lag und liegt mir fern Ihre Laune mit Links zu strapazieren, die offenbar wie PlunderSpam wirken.
      Sooorry!

  112. Wer viel in der Phantasie lebt...
    Das kann ich bestätigen.
    Ich ändere das gerade,
    die ersten leiden schon darunter.

    Danke für den Hinweis auf den Autor.

    Die Phantasie ist oft berechtigte oder
    verständliche Weltflucht.
    Dumm wird’s nur wenn die Phantasien
    noch fürchterlicher sind als es die Welt ohnehin
    schon ist, dann sollte man besser wieder
    zurück kommen.

  113. Lieber Herr (R) Meyer,
    habe soeben Ihren Klarnamen-Artikel „Fake News vom Oktoberfest“ gelesen und möchte Ihnen diesbezüglich danken und meinen Respekt bekunden. Zwei Tage vor der Wahl einen solchen Artikel für die FAZ Druckausgabe zu verfassen ist eine Leistung, die ich keinem (!) deutschen Journalisten mehr zugetraut hätte. Die übrigens umso schwerer wiegt, als Sie ja leider sehr glaubwürdig bekunden, politischer Gegner der AfD zu sein.
    Ach gäbe es doch mehr von Ihrer Sorte, dann hätten wir viele Probleme weniger.
    Und bräuchten keine AfD.
    Beste Grüße, beißen Sie am Wahlabend die Zähne zusammen (wird nicht so schlimm, diese Leute werden nicht in Regierungsverantwortung kommen, die haben eine ganz andere Aufgabe zu erfüllen!) – und passen Sie auf sich auf!

    PS: bin zwar kein Rennradler, habe aber viele mehrwöchige Wander-Radtouren mit schwerbepackten Drahtesel unternommen. Fühlte mich an eine 4wöchige Island-Tour mit meiner heutigen Frau erinnert, besonders an einen Tag bei wenig sommerlichen Temperaturen mit Dauerregen. Abends fuhren wir völlig durchnässte Pudel unter den spontanen Ovationen einer soeben in trockenem Zustand eintreffenden spanischen Reisegruppe in den Hof der Herberge ein. Nicht ganz so schön wie Ihr Bademantel-Erlebnis, aber auch eine nachhaltige Erinnerung. Ein Wunder, daß auf diese erste Radtour noch viele weitere folgten und wir heute verheiratet sind…
    Einen so herrlichen Text zum Thema Radfahren wie den Ihren habe ich noch nicht gelesen.

  114. Idole und Helden im Zeitalter des Narzissmus
    Die Frage, welche Menschen man als Held, Idol oder Vorbild nimmt, eine Frage der Identifikation.

    Das Erziehungsideal der Nachkriegsära war der wertgeleite Mensch und mündige Bürger. „Zivilcourage“ und „Rückgrat“ sollte der Bürger entwickeln, um Widerstand leisten zu können, wenn es moralisch und rechtlich geboten war. Und solidarisch sollte dieser Mensch sein. Und Gemeinsinn besitzen.

    Albert Schweitzer war so ein massenmedial propagiertes Vorbild.

    In den Filmen der Nachkriegsära siegten immer die Guten und das Gute. Django war der Filmheld der männlichen Jugendlichen Ende der 60-er Jahre, der Kämpfer, Rächer und Befreier. Generell kann man sagen, dass das Männerbild und Männerideal ein anders war.

    In den USA gab es eine anti-rassistische Bürgerrechtsbewegung.

    Später wechselten die Vorbilder und Idole. Das politische Ideal des mündigen Bürger verschwand. Rock- und Musikstars wurden zu Idolen. Bei vielen Jugendlichen hingen Bravo-Bilder von diesen Stars an der Wand.

    Für viele Kinder sind heute YouTube-Stars die neuen Idole, jene, die die meisten Klicks bekommen.

    Als Helden werden angesehen, welche aus narzisstischen und egozentrischen Motiven ihr Leben aufs Spiel setzen. Häufig Stars aus der „Red Bull“-Szene.

    Aufsteigen, reich und berühmt werden, das ist heute das Ideal. Als Rockstar, Sportler, Model, Rennfahrer usf.

    Mündiger Bürger und Zivilcourage? Wen interessiert dies heute noch?

    Freiheitshelden interessieren die meisten nicht, wie überhaupt Politik nicht interessiert. Politisches Engagement ist sehr selten. Der Kampf für Freiheit, Autonomie und Solidarität ist mega-out. Gemeinsinn ist kaum noch vorhanden

    Als Vorbilder für Zivilcourage stehen bei mir 27 Israelis an erster Stelle. Piloten und Offiziere, die sich weigerten, anbefohlene Kriegsverbrechen auszuführen.

    Der Israeli Uri Avnery nannte sie „Die prächtigen 27“.
    http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/001920.html

    Der Held, der sein Leben für eine gute Sache einsetzt, der opponiert und Widerstand leistet, der sich weigert, illegale und unmoralische Befehle befolgen ist in den Massenmedien kein Vorbild, es sei denn, er tut dies gegen deklarierte Feinde und Feindstaaten. Wie gegen Putin, China etc.

    Das Ideal des mündigen Bürgers mit Zivilcourage und Gemeinwohlorientierung existiert nicht mehr, das real existierende kapitalistische Individuum ist das Gegenteil davon. Es ist das Ende des Gemeinsinns.

    Die bürgerlich-humanistische Kultur, Moral und Erziehung sind untergegangen und als Folge auch das bürgerliche Individuum.

    • Jaja, so ist das
      Wie Sie sagen: Die Prägung macht’s:

      Denn für mich wären da an erster Stelle zu nennen Yoni Netanyahu und seine Mannen, die in Entebbe die unter Mithilfe eines linken Deutschen selektierten israelischen Geiseln befreiten. Yoni ließ dabei sein Leben.
      Gott hab ihn selig.

    • "bürgerlich-humanistische Kultur"
      Sie betrauern da etwas, Herr Goslar, was es so in Deutschland doch nie gegeben hat. Der Untertan von Heinrich Mann hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren.

    • Das (ein)gebildete deutsche Bürgertum
      „“bürgerlich-humanistische Kultur“
      Sie betrauern da etwas, Herr Goslar, was es so in Deutschland doch nie gegeben hat. Der Untertan von Heinrich Mann hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren.“

      Das sehe ich differenziert.

      Zutreffend ist, dass es in Deutschland nie eine bürgerliche Revolution gab und daher nie eine bürgerlich-humanistische Kultur als Herrschaftspraxis sowie Alltagspraxis der Massen.

      Aber selbstverständlich gab es eine bürgerliche Klasse in Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft, die jedoch nie herrschende Klasse war, denn diese war nach wie vor der Adel.

      Die bürgerliche Klasse war in Deutschland unfähig zur Revolution.

      Marx und Engels sahen als zukünftiges „revolutionäres Subjekt“ die Arbeiterklasse an. Machtvolle Massen sollten die alte Ordnung beseitigen.

      Die Theoretiker und „Antreiber“ der „proletarischen Revolution“ stammten aus dem gebildeten Bürgertum.

      Diesbezüglich empfehle ich als Lektüre der „Memoiren einer Sozialistin“ Lily Braun (gibt es im Internet). Sie beschreibt die revolutionären Intellektuellen und weist kritisch auf die intellektuelle und kulturelle Inkompatibilität zwischen humanistisch-emanzipatorischen Bürgertum und Proletariat hin.

      Lenin sah das ähnlich, deshalb wollte er eine Organisation der Berufsrevolutionäre aufbauen, welche die Führung im revolutionären Kampf übernehmen sollte. Was nichts anderes bedeutete, als das Proletariat als revolutionäre Massen zu instrumentalisieren.

      In der Sowjetunion entstand nach der Revolution eine neue herrschende Klasse, nämlich eine Funktionärs- und Bürokratenklasse. Milovan Đilas hat dies in seinem Buch „Die neue Klasse.“ dargestellt.

      Im Rahmen der Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaften ging Anfang des 20. Jahrhundertsging die bürgerliche Kultur auch dort unter, wo es zeitweilig eine bürgerliche Gesellschaft, wie in Frankreich und den USA, gegeben hatte.

      Empfehlenswert dazu sind die Werke von Christopher Caudwell „Studien zu einer sterbenden Kultur“ und „Bürgerliche Illusion und Wirklichkeit“.

      Anders als Lenin setzten Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht et al. und ihre Anhänger auf die Bildung der Massen und bestanden auf eine demokratische Revolution. Die Kritik von Luxemburg „Zur russischen Revolution“ gibt es im Internet.

      In Deutschland wurde im letzten Jahrhundert die bürgerliche Kultur immer mehr zu aufgesetzten Attitüde (ein)gebildeter Schichten, die im Widerspruch zur tatsächlichen Praxis dieser Individuen stand.

      Wie beispielsweise beim Nazi und Massenmörder Hans Frank, dem Generalgouverneur des besetzten Polen. Das Buch von dessen Sohn Niklas sollte jeder Deutsche gelesen haben, um die kognitive Dissonanz des (ein)gebildeten, deutschen Pseudo-Bürgertums zu verstehen.

      Es ist einfach lächerlich, wer sich heute im deutschen Establishment als „bürgerlich“ bezeichnet.

      Reste der eine bürgerlich-humanistische Kultur fanden sich im Nachkriegsdeutschland noch an humanistischen Gymnasien und an Universitäten. Diese wurden dann durch die sozialdemokratischen Bildungsreformen durch die Regierung Brandt liquidiert.

      Dazu empfehlenswert: Georg Bollenbeck „Bildung und Kultur. Glanz und Elend eines deutschen Deutungsmusters“.

    • Bevor sie sich weiter streiten hätte ich gerne eine Definition des Begriffs
      bürgerlich-humanistische Kultur.

      Davon abgesehen verlasse ich die Badewanne
      wenn die Ente bleibt.

    • bevor bei vGos und OMei die Schnappatmung einsetzt
      würde ich empfehlen auf den Bestand bürgerlicher Intelligenz zurückzublicken , der in der Zwischenkriegszeit am philosophischen Diskurs von Gewicht nennenswert teilnahm. Bekannte deutsche Namen: Heidegger, Ernst Cassirer, Ernst Bloch, wer noch?

      Die zwei letzteren entstammen dem tradionellen jüdisch-deutschen Bürgertum, der eine Neukantianer, der andere ein strammer Marxist. (Den Soziolgenhype um Max Weber lasse ich außen vor, er hat geistig nichts bewirkt und samt Nachfolgeschaft, ledig die staatliche Verwaltungstätigkeit in Sachen „gesellschaftliche Hygiene“ befeuert.)

      Frankreich zeitigte den sog. Existentialismus, hart am Wind, mit dem sich ständig ausbreitenden dialektischen Materialismus Marxscher Prägung und einem verstärktem Interesse an Anthropolgie (Strukturalismus). In UK forcierten Russel und Whitehead formale Logik und Erkenntnistheorie (Frege).

      Über den Jahren 1933-1945 liegen in D Wachkoma, Feigheit und Hybris.

      Nach dem WK2:
      Die Linie Cassirer versandete (Luhmann?).

      Heideggers Ontologie gerät stark in Bedrängnis, wirkte unglaubwürdig und ertappt, diverse Wenden, aber Sein und Zeit bleiben. Gadamer pflegt den humanistischen Gedanken weiter, die vita contemplativa ; Hanna Arendt die vita activa.

      Die Linie Bloch wurde unter der Frankfurter Schule fortgeführt, wobei mM nach das Betreben bestand, den Marxismus als jüdisches Kulturgut (Adorno) einzuhegen, und damit gegen mögliche zukünftige Angriffe zu immunsieren, was angesichts der KZs auch gelang (68er). Eine kritische Durchsicht des Materialismus und seiner Spielarten unterblieb.

      In die Lücke zwischen dem anrüchig gewordenen humanistischen Idealismus deutscher Prägung und dem „wissenschaftlichen“ Materialismus versuchte Habermas den amerikanischen Pragmatismus zu zwängen, der aber bereits seit Russell angezählt war, und bereits von Bloch mehr oder weniger als Farce skizziert worden war, dh. als ideologisches Aushängeschild eines überlebten Kapitalismus, Liberalismus.

      Habermas als Vertreter bürgerlichen Humanismus zu deklarieren fällt allerdings schwer, er versteht sich wohl eher als Moderator des Guten allgemein (Fairness), eine eigene Position enstand explizit so gut wie nicht, dafür musste Rawls herhalten. Habermas wollte und durfte wohl nicht zwischen die gewaltigen Mahlsteine von Materialismus und amerikanischer Unbedarftheit geraten, jedenfalls gerierte er sich mit der Zeit nebem dem Papst zum Prius der zeitgenössischen Zunft der Kulturwissenschaftler. Das Subjekt als Individuum und politisches Wesen (vulgo Bürger) hat es nach ihm allerdings schwer neben dem wisssenschaftlichen, scholastischen Diskurs bestehen zu können, für den er sich ausspricht (=starke Tendenz zum Paternalismus).

      Mit der Wiedervereinigung induziert der real existierende Sozialismus dreist verstärkt den politischen Zentralismusgedanken durch revolutionäre Tat und revolutionäre Gesinnung für „Europa“ . Die EU, als unkontrolliertes Herrschaftssystem von Konzernen und Fondmanagern, repräsentiert eher keine bürgerliche Vernunft in der Tradition von bürgerlichen Gesellschaftsverträgen.

      Die bürgerliche Kultur hat damit gegenwärtig außer Lippenbekenntnissen kaum offizielle Fürsprecher individueller politischer Freiheit und Verantwortung (Hoffe).

      Untergegangen ist sie aber nicht, sie lebt fort in altliberalen Kräften, die die politische Zukunft in einer demokratischen, bürgernahen, subsidiären, föderalen, marktwirtschaftlich ausgerichteten Welt einfordern (Popper et al., UK).

      Leider steht eine kritische Analyse des geschwätzig explodierenden Materialimus aus, zwischenzeitlich verharmlost ua. als Naturalismus in der Forschung oder einer Globalisierung von quasi feudalen Sonderinteressen. Die Restbestände von Demokratie und Vernunft sind für das bürgerliche Selbstverständlichkeit bedroht.

      Es ist an uns das zu korrigieren.

    • Bürgerlich-humanistische Kultur?
      @Klaus Keller 23. September 2017 um 17:44 Uhr
      „Bevor sie sich weiter streiten hätte ich gerne eine Definition des Begriffs
      bürgerlich-humanistische Kultur.“

      Mein Abitur liegt 50 Jahre zurück. Wer damals eine Definition von „bürgerlich-humanistischer Kultur“ gefordert hätte, hätte sich als Abiturient blamiert und disqualifiziert.

      Damals hätten – gefühlt – 90% der Abiturienten die Wesensmerkmale von bürgerlich-humanistischer Kultur zutreffend erklären können.

      Aber damals waren die Gebildeten und deren Institutionen, namentlich das Gymnsium und die klassische Universität, und derer Publikationen noch an bürgerlich-humanistischen Werten und Wirklichkeiten orientiert.

      Heute besitzen – gefühlt – 90% der gymnasial und akademisch Qualifizierten und 99% der Normalbevölkerung in Deutschland kein Bewusstsein darüber und keinen Begriff davon, was bürgerlichen Humanismus ausmacht.

      Wird im Internet das Antonym von humanistisch gesucht, so ist dort zu lesen: inhuman, egozentrisch.

      So ist die deutsche Gesellschaft in ihrer Mehrheit geworden. Gerade jene, die sich selbst als „bürgerlich“ deklarieren, sind Wirklichkeit neoliberale Anti-Humanisten, insbesondere viele Anhänger derartiger Parteien und Konsumenten derartiger Medien, wie FAZ, ZEIT etc.

      Der herrschende Neoliberalismus ist eine anti-humanistische Ideologie und Praxis.

      Bei den Linken findet sich heute ein pervertierter und verlogener Humanismus – ein Pseudo-Humanismus, der nirgendwo deutlicher wird als in der Migrationsfrage.

      P.S.
      Sehr interessant in diesem Zusammenhang:
      Egon Flaig: Über die Toleranz
      https://www.youtube.com/watch?v=x6h262qfaiM&feature=youtu.be

  115. Bravo!
    Sie habens geschafft! Und uns einen tollen Beitrag darüber geschrieben… Genial. So muß Leben aussehen.

    Es gibt natürlich auch die ganz kleinen alltäglichen Geschichten, die das Leben schön machen. So etwa gestern abend gegen 20.00 Uhr irgendwo bei Helmstedt im Wald: Ein Vorstand und ein Aufsichtsrat eines nicht ganz kleinen Unternehmens versuchen vergeblich das verrückt gewordene Navigationsgerät ihres Phaetons zu überzeugen, eine passende Route mit Stauumgehung zum geplanten Geschäftsessen zu suchen. Nach einer halben Stunde Irrfahrt im Kreis geben sie auf und fahren einfach mal ins Blaue. Ein toller, völlig uneingeplanter Spaß im Dunkeln über kleine Sträßchen und Dörfer, gesäumt von einem erstaunlichen Mangel an Wildbret (zu viele Jäger in der Gegend unterwegs?). Fast wie in der Teenagerzeit, wenn auch mit einem anderen Untersatz. Das Essen hat dann trotzdem stattgefunden und die Atmosphäre war entsprechend gelöst.

  116. Iagnwia gfoin ma de, de wos einaschaun, a Batzl foin lossa, und se schleicha,
    .
    .
    ..
    hosd eigantlich in jedn Blog.

    Reechd gschead daheaschreim , narrisch gscheid duan , und fuad wira Schaas , ohne Diskussion.

    Najo, de Metapher ihres Hinscheidens duads voiinhoidlich charakterisieren.

  117. @ Frau Simon, S&R, Uwe Dippel, Blue Monday, DdH, Fräulein G. etc.
    Time rools on
    And that’s as it should be
    Here and gone
    Seems to move so quickly

    Liebe Freunde,

    es war mit eine Ehre diese irre Zeit vor der Wahl mit Euch geteilt zu haben.

    https://www.youtube.com/watch?v=uZieY9DTPOA

    TURN IT LOUD.

    So it’s one for the money
    But that don’t make the show, no no
    Count to three and I’ll be ready, yeah
    To follow that road, yes I will

    I see it comin‘, yeah, and this one is ours
    We got heaven right here on Earth
    Ain’t nothin‘ like it when you’re reachin‘ for stars
    And you grab one for what it is worth

    • Letzte Grüße aus dem gallischen Dorf ?
      Ja, Dr. Seltsam, gute Idee, ein vorsorglicher Dank ist angebracht, wer weiß schon, welche Maßnahmen der Heiko in Vollzug setzt, wenn das Ergebnis am Sonntag unpässlich ausfällt (aus sozialdemokratischer Sicht).

      Dann zückt die DDVG vielleicht das wahlkampfkostenerstattungsgefüllte Portemonnaie, kauft den FAZ-Verlag und schickt den Don auf die wohlverdiente Schotterpiste.

      Also, danke vorsorglich auch Ihnen und allen anderen hier in der DONschen Plauderstube. Ich war immer gut unterhalten… Aber ich nehme doch an, 4 Jahre haben wir noch, und wir sehen uns nächste Woche hier wieder, wenn nicht vorher.

      Denn wenn diese tägliche Plauderstunde hier wegfiele, müsste ich ja ernsthaft anfangen, den Luhmann selbst zu lesen… ich hoffe, das wird nicht erforderlich werden….

    • Scheuer heute in München
      „Wir brauchen die Tausenden, die uns folgen.“

      Bitte nicht, nicht noch einmal.

  118. Au Mann, schon fast an die 500
    … und hab nicht wirklich alles gelesen. Da verschwimmt dann irgendwann die grandiose Schinderei.

    Verehrter Don, verehrte Kommentatores,
    Wird der Sonntag jetzt spannend oder nicht? Geht da gerade eine Bombe hoch? Wird es krachen?

    Sorry für die Links von eher rechts, aber die Mischung gefiel mir

    [editiert. Diese Linkschleuderei zu VT-Seiten nervt. Don.]

  119. OT - Brexit und Verfassungsmäßigkeit
    Es steht derzeit nicht so im Mittelpunkt, sollte aber vielleicht doch beachtet werden, der Brexit.

    Am gestrigen Freitag gab es einen Vorschlag der britischen Premierministerin May zur möglichen Übergangszeit.

    Dazu gibt es einen Kommentar auf Deutsch und einen auf Englisch, die ich zu beachten bitte:

    https://twitter.com/HHirte

    Heribert Hirte ist Juraprofessor und kandidiert für ein Direktmandat in Köln.

    Möge er dieses gewinnen, damit seine durch Fachwissen fundierte Einschätzung im kommendem Bundestag Gehör findet.

    Ich habe schon gelesen, dass die Meinung von Prof. Dr. Heribert Hirte den Einschätzungen der heute zu dem Thema schreibenden Redakteure/Kommentatoren widerspricht oder zumindest keine Rolle spielt.

    Doch ich wünsch mir endlich mehr verfassungsgemäße Entscheidungen unserer Regierung.

    Entschuldigung für dieses OT

  120. Da geht ein Teil der Ehre und Würde der Republik dahin. So far...
    @ Candidesgarten um 22:15 Uhr

    Ich teile Ihre Einschätzung vorbehaltlos.

    Nur, wer soll die „Ehre und Würde der Republik“ denn noch verteidigen?

    Der Bundestag, die Parlamentarier, das Bundesverfassungsgericht,
    die Parteien? Etwa die Frau Bundeskanzlerin?

    Ich sehe niemanden.

    Es gab mal eine Zeit, als Politiker in ihrem Tun noch eine Aufgabe und einen Ansporn sahen nämlich, der Gesellschaft zu dienen.

    Das ist lange her.

    Parteien waren einmal Träger der politischen Willensbildung. Heute sind sie Jobmaschinen für Existenzen, die es im wahren Leben nicht schaffen.

    Selbst die Medien kontrollieren nicht mehr die Mächtigen.
    Ganz im Gegenteil.

    Was wir erleben, ist nicht nur die permanente Entmündigung des Bürgers.

    Es ist dessen fortgesetzte Infantilisierung.

    Keiner merkt’s und alle fühlen sich wohl. Bis es kracht.

    „Das historische Urteil über Merkel“ wird einst ein anderes sein.

    Dann ist es leider zu spät.

    • All die Genannten
      @Gast: All die von Ihnen Genannten waren berufen, die Verfassung zu schützen. ( Das Höchstgericht hätte dazu allerdings angerufen werden müssen). Sie haben es aus gemischten Motiven nicht getan. Darunter auch Erika Steinbach, die ihr ressentimentbeladenes Maulen bereits für ein Zeichen von Rückgrat hält. Dabei hätte sie es einfacher gehabt. Sie wollte ja nie „Flüchtlingen“ helfen, schon weil sie viel zu kalt dafür ist. Andere haben aus guten Motiven („Man muss doch helfen…“) versagt, sie aus nackter Feigheit. Jetzt für die AfD Wahlkampf zu machen, aber 2015 zu schweigen, keine Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes anfordern, keine Klagemöglichkeiten eruieren, das ist ziemlich widerwärtig. Was ich Merkel übelnehme ist, dass sie ehrenwerteste Handlungsmotive (Hilfsbereitschaft) dazu benutzt hat, die Republik schwer zu schädigen. Vermutlich aus der Bequemlichkeit des Augenblicks heraus. Und nun triumphieren Leute wie Steinbach, Gauland, Jens Maier und Höcke. Ich hoffe dass wenigstens Merkel irgendwann der Heiligenschein ( „2015 darf sich nie wiederholen, habe aber selbstredend keine Fehler gemacht, sonst ist das nicht mehr mein Land“) vom Kopf gerissen wird. Was die Claqeure wie Altmeier und Von der Leyen ruhig mitbetreffen darf.

    • Gar keiner merkt's... stimmt nicht ganz
      Mir liegt es fern Ihnen oder anderen nach dem Munde zu reden, ich habe meine eigene Meinung, immer.
      Ich kann mich aber in meiner bisher 30-40 Jahre andauernden bewussten politischen Aufmerksamkeitslebenszeit (Kind, Pubertät & Rowdy Zeiten nicht dazugezählt) wirklich nicht daran erinnern, von einem solchen Politgesindel (in Bonn und/oder Berlin) vertreten worden zu sein. Over and out.

    • "Ungarn und die ungarische Regierung haben auch in diesem Sommer ihren Kampf
      gegen die Pläne Brüssels zur Zwangsansiedlung weitergeführt. Sie kennen meinen Standpunkt sehr gut. An die Stelle der alten, gewohnten Welthandels-, Weltwirtschafts- und weltpolitischen Ordnung tritt gerade jetzt eine neue, andere Weltordnung. Daran können wir nichts ändern, das können wir nicht verhindern, denn die Kraftlinien der Macht werden im Weltmaßstab neu gezeichnet. Die Folge dieser Umordnung ist – ganz
      gleich, ob wir es begrüßen oder nicht – jene Bevölkerungsbewegung, die
      als eine neuartige Völkerwanderung auch unseren europäischen Kontinent
      erreicht hat und ihn vor Aufgaben stellt. Hinzu kommt noch, dass diese
      Völkerwanderung sich auch gleichzeitig mit der neuesten Weltoffensive
      der einen Weltreligion, des Islam abspielt.“

      Weiter hier, nach ungefähr der Hälfte der Rede vom 18.09.2017:
      http://www.miniszterelnok.hu/rede-viktor-orbans-vor-der-tagesordnung-im-ungarischen-parlament-3/

      Ich glaube, Orban hat niemals von „Flüchtlingen“ geredet, der hat sich schon immer gewehrt, mitzumachen und tätig die Grenzen, soweit möglich, geschlossen.
      Und bald dürfen die Ungarn entscheiden – ob sie so was auch wollen oder eben auch nicht. Das beschreibt er im letzten Absatz.
      Ist so ganz anders als bei uns gerade, dort in Ungarn.
      Viel weniger Angst, landauf, landab.

  121. Politische Willensbildung
    Von wegen Parteien.
    Von wegen ‚was gelernt‘

    Da schiebt der Kapitän am Tage vor der Wahl diese Exegese weit nach oben:

    Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa rechnet mit Richtungskämpfen der künftigen AfD-Abgeordneten im Bundestag. Die Partei bezeichnet er als „durch und durch rechtsradikal, von ihrem Programm bis hin zu den Wählern“.

    Man hört die Botschaft und ist verstimmt. Statt der Parteien treten nun die Meinungsforscher an zur politischen Willensbildung.
    Und legen den Lesern die sich mit blauen Gedanken tragen eine Publikumsbeschimpfung implizierter Art auf den Frühstückstisch: „Ihr seid durch und durch rechtsradikal“. Toll. Wäre er Psychologe, wüsste dass es so etwas wie Trotz gibt.

    Und ein Stück weiter unten wird schon spekuliert (angeregt?), der drittstärksten Fraktion der üblicherweise der Vorsitz „im mächtigen Haushaltsausschuss zusteht, diesen in dieser Legislaturperiode zu verweigern. Sofern das die AfD würde, versteht sich.
    Juhu!

    • Von wegen ‚was gelernt‘
      „Statt der Parteien treten nun die Meinungsforscher an zur politischen Willensbildung“

      In anderen Ländern haben die Meinungsforscher ihre Veröffentlichungen und Kommentare 10 Tage vor der Wahl einzustellen.

      Nebenan auf dem Viermaster weckt einer mit dem Titel „Eine einzige fette Lüge“ Hoffnungen auf ein deftiges Stück politischer Kritik in letzter Minute, enttäuscht dann aber – nichts zu entdecken dort, Frau Simon – mit einem ernährungswissenschaftlichen Beitrag. Dem immerhin ist zu entnehmen, wie der wissenschaftliche und publizistische Mainstream bzw. Komplex es geschafft hat, der Öffentlichkeit während Jahrzehnten Bären aufzubinden.

      Ein hübsches Lehrstück, aber entsprechende Rückschlüsse betreffend die Berichterstattung zu Klimawandel, Energiewende, Euro-Rettung, Migration, Bildung, Bundeswehr etc. etc. wären selbstverständlich voreilig, durch und durch fascho, deshalb unstatthaft und sollten tunlichst unterbleiben.

      Drum prüfe, wer sich wählend bindet
      Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang

    • Eine einzig fette Lüge
      Da lag der Trottel D.Trump doch nicht so daneben,
      als er verkündete: Er sähe nur fette Frauen fettarm essen.

      Der beste Satz am Schluß des Artikels:.. die Geschichte der
      Ernährungsempfehlungen ist vor allem eine „Geschichte
      ihrer Nichtbeachtung.“

    • Die AfD-Kathedrale der Angst
      angeleuchtet im fremdenfeindlichen Licht…

      Poschardt in der Welt gibt heute nochmal alles, um wenigstens Lindner voran zu bringen.
      Nee, ich verlinke das nicht, die Aufforderung, das zu wählen, was unser Land besser und erfolgreicher macht, findet sich auch so.

      Wovor haben die Güllners und Stegners dieses Landes nur solche Angst? Vor dem wütenden Bürger oder etwa vor einer kleinen Partei, deren Vorsitzende rät, diese Partei doch bitte nicht zu wählen?
      Was für eine Zeit, was für ein Land.

      Grau heute im Cicero
      http://cicero.de/innenpolitik/deutschland-vor-der-wahl-fantasialand

    • Manfred Güllner vertritt gerne steile Thesen
      https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_G%C3%BCllner

      Zitat …..Das ist so schlicht, dass es nicht mal wirr ist.
      Ein klarer Fall von Selbstrufmord.

      Bin ich froh das ich nur hier schreibe;-)

    • Eine einzige fette Lüge
      den Artikel habe ich grad erst gelesen, wäre mir sonst nicht im Traum eingefallen.

      Die Massenverblödung ums ach so böse Cholesterin stößt mir schon lange sehr übel auf. Hätten wir die WHO und andere merkwürdige Organisationen nicht, wären viele wohl gesünder. Aber so krampft sich mein Hirn weiterhin zusammen, wenn ich in Kommentaren zu Kochrezepten lese, ich nehme statt Sahne lieber das Zeugs von Dings, um fettärmer zu kochen. Fettarm… mit chemischer Pampe.

      Dazu die Anti-Cholesterinpillendreher… Der polnische Bekannte, wie die meisten Männer absolut arzthörig, frisst das Zeug seit Jahren, hat Nebenwirkungen ohne Ende (u.a. wenig Cholesterin im Blut, dafür ist er aber nun rund wie ne Kugel) und lässt sich doch partout von dem Blödsinn nicht abbringen. Nun gut, ist seine Gesundheit und nicht meine.

      Dabei geht nix über ein frisches Brot mit dick Butter und etwas Salz drauf.

      Salz ist ja auch so ein Thema, bei dem sich mir die Nackenhaare kräuseln. Wer zu wenig Salz aufnimmt und das passierte in den letzten Jahren etlichen, muss sich nicht wundern, wenn dann die Venen auf den Füßen krampfen. Meine Mutter jammerte darüber, bei mir fing es irgendwann auch an und so stand ich nächtens auf, nahm meinen Salzstreuer, gab eine reichliche Portion in die Handfläche, schlotzte die auf und gut war’s. Seitdem gibt’s bei mir wieder reichlich Salz an alles, was Salz braucht.

      Wir werden überall belogen, den einen geht’s ums Geld, man schaue sich nur den Bioschwindel an, die Leute kaufen Bio wie blöd, Lactose, Gluten (die wenigen, die wirklich betroffen sind, dürften den Hype nicht ausmachen) und natürlich in der Politik. Bei den vorgenannten Dingen können wir uns wehren, indem wir das Zeug nicht kaufen.
      Bei der Politik stehen wir auf ziemlich verlorenem Posten.


    • @Frau Simon: was ist das für ein Krampf, der mit Salz weggeht? Ich habe ab und an mal einen Krampf in Hand, Fuß oder Arm, Bein – das scheint eher eine bestimmte Muskelkontraktion zu sein, die sich dann schmerzhaft eine Weile nicht ändern lassen will. So ein Krampf oder ein anderer?

    • Krampf
      Wenn z.B. während der Dialyse Krämpfe auftreten, ist Salz das erste Mittel, um den Elektrolythaushalt wieder ins Lot zu bringen. Magnesium gibt es erst, wenn die Kochsalz-Gabe keine Linderung bringt.

    • Fragen Sie Frau Renate ;-)
      Die Krämpfe zwengs Salzmangel finden in den Venen auf den Füßen statt, sind genauso unangenehm wie alle anderen Krämpfe und irgendwie noch fieser.

      Nächtliche Krämpfe in den Füßen oder Beinen bekomme ich durch den Rat meines Arztes halbwegs so geregelt, jeden Abend ein Tütchen Magnesiocard, das ist sehr hoch dosiertes Magnesium, 15 mmol, also kein Vergleich mit den üblichen Dragees oder Pillen.
      Ich habe durch die diversen Asthmasprays das regelmäßige, mehrfache Krampferwachen nächtens, geht schon wieder die ganze Woche so, trotz des Magnesiums, aber da muss ich durch, wenn ich halbwegs Luft kriegen will.

      Krämpfe in den Fingern oder Händen kenne ich ebenfalls, aber ich stelle gerade fest, dass ich, seitdem ich das hochdosierte Zeug nehme, keine mehr hatte. Bin nun bei der zweiten Packung, habe also ca. 40 Tage mit dem Medikament und um jede unverkrampfte Nacht dankbar.

      Wäre also vielleicht einen wenn auch recht teuren Versuch wert. In ortlichen Apotheken kostet ne Packung mit 30 Tütchen 30 Euro, online in der Apotheke gekauft knapp 20. Ich kaufe alle nicht rezeptpflichtigen Sachen nur online. Die Preise lassen sich ja gut ermitteln.

    • Wenn wir hier rumdoktern,
      hätte ich auch eine Anmerkung.Hier war eine Frau, die auch immer irgendwelche Krämpfe bekam umd dann Calzium brauchte, das mein Hausarzt ihr spritzte.
      Wenn Sportler Krämpfe bekommen in den Waden z.B., soll Gurkenwasser ( aus dem Glas) schnelle Abhilfe schaffen. Das habe ich schon öfter gelesen..

    • @ Frau Simon, fragen Sie mal den Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens
      nach Q 10, bei mir zumindestens linderte das die Krämpfe signifikant.

    • Dewegen bloß kurz: Ganz herzliches Danke für die Umarmungen.
      Lassen Sie sich Preisalarme für 06800807 von medpreis, medipreis, medizinfuchs schicken? Für unangemeldete Anbieterangebotseiten, die von jenen nicht gefunden werden, können Sie auch Überwacher wie changealarm, changedetect, changedetection, changemon, … einsetzen.

    • Ach liebe, kranke Frauke
      Von Mitleid zu sprechen ginge völlig fehl, denn das ist wohl kaum jemandem im wörtlichen Sinne möglich. Meine Gedanken sind oft bei Ihnen und ich wünsche Ihnen so sehr, dass Sie hier noch lange und vor allem gesund schreiben und Ihre Hilfe offerieren können. Andere suchen im Netz wie dumm, Sie haben für alles immer die Lösung parat.

      Was die Online-Apotheken angeht, so habe ich mich auf eine eingeschossen, die oft auch die preiswerteste, aber auf jeden Fall die schnellste aller bisher frequentierten ist, heute bestellt, spätestens übermorgen mit Hermes geliefert.

      Danke Ihnen trotzdem für den Hinweis, für den morgigen Wahlabend wünsche ich Amüsement, wir werden viele lange Gesichter zu sehen bekommen. Halten Sie sich senkrecht.

    • Gesichter, Frau Simon
      Das einzige was ich mit Sicherheit für heute Abend davon vorhersagen kann, ist, vollkommen egal wie die Wahl ausgeht, das Gesicht unseres gemeinsamen Freundes Ralf Stegner.

  122. „Roll With The Punches“
    … empfiehlt Sir Van Morrison (72)
    und er weiß als alter weiser ! Mann aber auch:

    Sometimes we know, sometimes we don’t
    Sometimes we give, sometimes we won’t
    Sometimes we’re strong, sometimes we’re wrong
    Sometimes we cry

    Sometimes it’s bad, when the going gets tough
    When we look in the mirror and we want to give up
    Sometimes we don’t even think we’ll try
    Sometimes we cry

    Well we’re gonna have to sit down and think it right through
    If we’re only human what more can we do
    >THE ONLY THING TO DO IS EAT HUMPLE PIE
    Sometimes we cry …

    • Den leg ich mir manchmal auch auf - mit Linda Gail Lewis
      Lets talk about us, A shot of Rhythm & Blues usw. Manchmal müssen die Wände halt wackeln…

  123. Helden .......
    … wer kennt sie nicht , Snoopy, Charlie Brown, Linus…
    Dogobert Duck, der den Kapitalismus gegen die Panzerknacker…
    …, aka Wagenknecht und ihre nichtsnützige Verbrecherbande erfogreich verteidigt ….und siegt und siegt, yes wie always win ;)
    Dann noch die Biene Meier, Mutter von Don…
    Don ist auch lleb, wie die Biene Meier und hat auch einen Stachel, der pieksen kann. ;)

    So, geht`s mal schön wählen und vergesst nicht auf den Zettel zu schreiben:
    Merkel ist doof….
    Muss sein, sonst bekommt sie es nie mit.

  124. Scheitern und weitermachen
    wollen. Ach was soll man von der Verteidigungsministerin noch halten. Gescheitert bisher in jedem Amt, auch im noch aktuellen, tönt sie bereits, sie wolle weitermachen, ihr sei die Truppe doch sehr ans Herz gewachsen.

    Das Scheitern dieser Frau fände doch kein Ende, also scheiternd weitermachen, bis auch das letzte Kampfgerät seinen Geist vor Schreck aufgegeben hat.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article168940799/Von-der-Leyen-will-weitermachen-und-irritiert-schon.html

    Realitätsverweigerung wohin der Wähler blickt.

    • Ich weis gar nicht genau wen oder was die Ministerin
      da eigentlich verteidigen will. ggf ist sie auch nur
      Selbstverteidigungsministerin, was ich verstehen könnte
      bei der Meute im Parlament.

      Wenn ich es richtig verstanden habe
      geht die Bundesregierung davon aus das sie wichtig ist
      und sie möchte noch wichtiger werden.
      Am besten demonstriert man das mit einem
      schönen Sitz bei den Vereinten Nationen.

      Die anderen sind aber nicht blöd und die
      Berliner Schnauzen werden kein Vetorecht bekommen.
      ggf einen ständigen Parkplatz zur Entsorgung
      ehemaliger Bundeskanzlerinnen oder Außenminister.

      -Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.
      Steht in der Verfassung, vielleicht auch im Grundgesetz.

      Das sind 3 Wünsche auf einmal
      (Man orientierte sich damals aber nicht
      an den Überraschungseiern)
      -Wer- Der Bund (und nicht die Länder wie Anno 1914)
      -Was- Streikräfte aufstellen
      -Zweck- Verteidigung.

      Wie hat man das in der Schweiz formuliert so
      das die nicht überall auftauchen (außer im Vatikan).
      Ist das nur eine Fehlwahrnehmung von
      mir und die Schweizer ärgern sich auch dauernd über
      ihre Minister? So das mein Wunsch aus Deutschland
      eine Großschweiz zu machen gar nicht helfen würde.*

      vgl auch:
      Neutralität ist kein Verrat
      General aD Günther Kießling
      Straube 1989**

      *Ich hatte einen AfD Politiker(ex Oberst) gefragt
      was er davon hält und ob das bei den Fachleuten der
      AfD diskutiert wurde.
      Er hielt davon gar nichts
      (fast Typische NATO Laufbahn lt Biografie wie viele Stabsoffiziere)
      und ob es Parteiintern diskutiert wurde hat er mir nicht verraten.

      ** Vielleicht auch nur ein Entwurf weil man für
      alle Eventualitäten gewappnet sein wollte.
      Die Neutralität hätte ja zu einer Bedingung
      der Wiedervereinigung werden können.

      PS Wer bei Kießling an die Kießling-Affäre
      unter Manfred Wörner denkt liegt richtig.

    • Da fehlt noch die Verbindung
      Ich bin schon auf der anderen Seite
      und habe Vergessen den Weg zu beschreiben.

      Die Frage ist ja warum die Bundeswehr u.a. in
      Mali ist obwohl sie so viele technische Probleme hat.

      Ich denke man macht sich wichtig.
      Dem Zweck dienen auch die Reisen
      von S. Gabriel.
      Wobei ich nicht verstehe warum
      er wieder den Russen den Ball zu spielt.
      gff spielt er ja in 2 Mannschaften.
      Das sieht bei der SPD manchmal nicht so aus
      als wären es nur Fehlpässe.

      PS Die Landshut ist wieder da.
      Die Russen waren so freundlich zu helfen.
      Diese Frachtmaschinen fliegen auch oft Material
      für die Bundeswehr.
      zB Hubschrauber (von und) nach Mali.
      idR von Halle-Leipzig aus.
      Die Firma hat da eine Außenstelle.

      Die Russlandsanktionen beschränken sich wahrscheinlich
      auf Krimsekt von der Krim und Generatoren für die Krim.

  125. Recht und Unrecht
    „Die Staatsanwaltschaft Mannheim behält ihre Linie bei, lieber Unschuldige zu verfolgen und dafür eine bereits rechtskräftig verurteilte Lügnerin und Falschbeschuldigerin zu verschonen.“ Sagt der Herr Kachelmann (in faz.net).
    Ja, solange das Opfer männlich ist und von einer Frau mit einer Vergewaltigungsfiktion ins Gefängnis gebracht wurde, erkennt wohl keine deutsche Staatsanwaltschaft ein Unrecht, das es zu verfolgen gelte.
    Mal ganz unter euch, liebe AfD-Männer: und da habt ihr Angst vor der Scharia? Die ist im Vergleich zur durchschnittlichen deutschen „Recht-„Sprechung nun wirklich harmlos.

  126. Da haben wir den Salat,
    entweder wollen die Ostmärker hier im Blog aufgrund der vielen Schmähungen aus dem Norden des Reiches nicht mehr mit uns reden – oder sie wollen das Geheimnis der nachzehnjahrennettoeinzahlenden
    Nochnichtsolangeinaustriaweilenden nicht verraten. Unfair ist das allemal, weil sie sich dadurch einen ungerechtfertigten Standortvorteil gegenüber “ ös Deitschen, ös“ verschaffen. Eigentlich ein Fall für die Europäische Kommission.
    .
    Zur Erinnerung: https://fluechtlinge.wien.gv.at/site/news/2017/02/14/studie-fluechtlinge-zahlen-mehr-als-sie-kosten/
    .
    Röhrrrrr…., habe nun auch einen größeren Eimer gefunden. Die Badewanne. Gut zu wissen für nach der Schließung der Wahllokale + ~ 2 Std.
    .
    Bitte weghören, ab hier nur noch Privatgeplänkel: Verehrte @ Frau Simon, die Bilder mid die schwarzen Grisperln aus der einst Freien Reichsstadt sind impeccable, wie der Franzos´ sagt. Vor allem das eine mit Schwiegersohn, Wange an Wange, den Blick konzentriert auf die Zukunft gerichtet, mit der, die er in gaaaaanz ferner Zukunft zu ersetzen hofft. Der Schwiegerpapa kann ihm ja jetzt biologiebedingt nicht mehr vorangehen, wie sich das doch einige unserer Kompatrioten vor einigen Jahren noch wünschten (manchmal greift der Herrgott also doch rettend ein und belässt es bei dem kleineren Übel). Also, das Foto ließ mich sofort an einen dieser Tellerbemützten in Nordkorea nearby Großer Führer denken. Ich fragte mich förmlich, wo ist nur das Schreibblöckle?
    .
    Ach-und btw, der verlustige @ Djangohatnemonatskarte. Ich glaube, ich habe ihn heute Morgen auf der A 6 bei Sinsheims gesehen, mit einer ganzen Bootsflottille auf dem Anhänger. Ich vermute mal, dass er den Lac Lèman beehrt.
    (DdH)

    • Danke für die Blumen, DdH
      aber zum Bröckeles Lachen würde ich von der Wanne abraten, bedenken Sie den schmalen Abfluss. Nehmen Sie gleich das Klo und betätigen regelmäßig die Spülung.

      Will Django in der Schweiz morgen politisches Asyl beantragen?

    • Badewanne
      … für Frauke Amgelin, hoffentlich liest sie den Schmarrn : Anne Badew.
      Falls ja, Salve!!!!einself!

      den „etwas“ geschmacklosen Reim

      „Merkel, lass das Wasser ein,
      dann ist Barschel nicht allein“

      gestern gehört.

      Verrohungen allenthalben.

      Schmarrn beiseite: Als mittlerweile Vollwaise habe ich keine innerfamiliären Verwerfungen zu vermelden, gute Bekannte allerdings berichten von Streitereien mit Eltern ( ich schätze mal, es gibt bald eine biologische Lösung für die SPD) . Das, was an negativer Energie ( in allen Ausprägungen) über unser Land in den letzten Jahren hereingebrochen ist, passt auf keine Kuhhaut.

  127. Kälter als Cortina,das Hotel Schweizer Hof Aachen Oberforstbach,Flüchtlingsunterkunft
    Der Mann,mit dem der Terror nach Europa kam.
    Aachener Zeitung,Fr.22 September 2017,“Die Seite Drei“.
    Der Artikel stützt sich auf Erkentnisse des ungarischen Antiterrorzentrums TEK,des Combating Terrorism Centers der US Army,auf deutsche Gerichtsakten und weitere Recherchen.Geschrieben von Marlon Gego.
    Bilal C.,der als Flüchtling in Aachen lebte,soll 2015 mindestens 17 Islamisten von der Türkei nach Belgien gelotst haben. Danach begannen die Attentate.Thalys,Stade de France,Bataclan,Flughafen Brüssel.

  128. Kurzfassung: Die Verteidigungsministerin verteidigt sich.
    Das ist ihr wichtigster Auftrag und
    das übt führ spätere, höhere Aufgaben.
    Sie sollte Generalsekretärin bei den
    vereinten Nationen werden.
    Als BK’in möchte ich sie nicht
    und Don braucht keine Sekretärin.

    • gehört zu Scheitern und weitermachen
      Renate Simon 23. September 2017 um 14:31 Uhr

    • Warum denken Sie über eine Weiterverwendung dieser Frau nach?
      Sie ist 59, sehr vermögend, Ehefrau, Mutter von 7 Kindern und evtl. auch Großmutter. Andere Leute verlieren ihre Arbeit schon viel früher, ohne dass höhere Weihen und Posten ihrer harren. Die Dame sollte nach Burgdorf zurückkehren, sich um Mann, Haus, Hof und Pferde kümmern, weitere Schäden an Nation und Volk würden vermieden.

  129. Renate Simon: Alternativlos, aufrechte, ehrenhafte Re­ti­ra­de
    Haus in Montevideo oder auch Hazienda in Paraguay!
    Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup vom Dezember 2012 bezeichnen sich die Einwohner des Landes als die glücklichsten Menschen auf der Erde auch 2013 lag Paraguay beim subjektiven Glücksgefühl auf dem ersten Platz.

    • Korrektur
      Die ins trockene,dornige Gestrüpp(in den Nordosten) verdrängten
      Indigenen(welche schon länger dort leben), wurden bei der Glücksumfrage
      sicher übergangen.

  130. Auch wenn das inzwischen schon fast gar nicht mehr erlaubt erscheint
    denkt mancher, auch durch früher gehabt Leseerlebnisse bereits vor geprägte Leser, bei sich vermutlich trotzdem noch, was denn diese in immer neuen Variationen vorgetragene Kampfphantasie eigentlich soll. Etwas bewirken nur reden sich selbst neu ausprobieren mal etwas anderes geschrieben haben an der Welt ziehen oder was.

    Dabei ist doch das eigentlich interessante Moment, dass jeder sofort sieht, da begegnen sich zwei Parteien in dem Aufzug, die sich beide in so etwas wie einer ‚transition period‘, in einem Übergangszustand befinden – und das ist doch wohl der eigentliche Witz an der Geschichte oder eben das Bemerkenswerte.

    Und genau deswegen hätten vermutlich die eigentlich magischen Bergsituationen genau diesen Moment psychologisch weiter literarisch ausstudiert?

    Denn weder im Bademantel noch in der nassen Funktionskleidung befindet man sich ja im Aufzug des Hotels im allseits bürgerlich erwartbaren Normalzustand –
    beide Parteien sind es nicht.

    Und auch die flauschige Selbstverwöhntheit des dort angetroffenen jungen Paares kann uns Westviertel darüber hinwegtäuschen. Und recht eigentlich müsste dem Dichter an dieser Stelle diese kleine Selbstverwöhntheit und Dekadenz eines vollkommen Unbekümmert-seins im Bademantel im Hotel Aufzug dieser Zeit eben doch auffallen?

    Und wir wirklich wohlerzogen entfallen auf diese Geschichte keinesfalls herein. Kampf Fantasien sind nie ernst sondern sie schon rangieren immer um ein inneres Gentlemantummeln, welcheso sich selbst nie so ernst nimmt, schon gar nicht in was Kampf Fantasien angeht.

    Und darum sind speziell Söhne aus gutem Hause bereits im Aufzug bereits wieder ganz sie selbst – und machen die doppelte Aussenseiter Funktion dem gegenüber im Aufzug unter Umständen mit einer kleinen saloppen und flapsigen Bemerkung gemeinsam kenntlich.

    Denn schließlich möchte man später am Abend sich noch ohne unangenehm berührt zu sein im Restaurant zum Dinner sehen können, z.b. weil man auch da zufällig aneinander vorbei liefe, und beide Parteien dann dem Ereignis entsprechend angemessen angezogen wären, wie zu vermuten ist.

    Und zweitens obliegt es hier natürlich der größeren Seniorität der erfahreneren Führungskraft, gesprächsweise, und das ist hier soweit ersichtlich vermutlich der Herr Don Alphonso gewesen, die Sache im Aufzug durch aktiv werden und Ansprache des gegenüber wenn nicht zu bereinigen so doch in die standesgemäßen situations gemäß richtigen Bahnen zu lenken und gelenkt zu haben.

    So aber fällt der Autor dieses Blogs einmal mehr ohne Not als derjenige auf, der womöglich vollkommen sprachlos in der Situation, wie ein hüstel Ungezogen/Ungeübter und Nicht-Westviertel in dem Aufzug gestanden haben könnte, tsss.

    Aber heute ist ja jedem immer überall alles erlaubt. Demnächst kommt noch die Aufzugsmechaniker in Funktionskleidung aufs Zimmer. Und voller Sympathie auch mit ölverschmierten Händen.

    Aber wir üben ja auch noch, von unseren, an sich gerne guten, Manieren immer mehr zu verieren; wie schön, dass uns die FAZ schon so lange und so gut dabei hilft.

    Und nichts für ungut, die Geschichte wirkt in sich stimmig und erstklassig erzählt, fast wie von einem Team mit beraten, schließlich hat sie zwei entgegengesetzte Pole – und das will sie ja wohl auch.

  131. Weiterverwendung dieser Frau?
    Ich vermute das sie nicht aufhören wird.
    ggf geht es auch um Macht als Droge.
    Einer Tätigkeit unter öffentlicher Aufsicht
    weit weg von mir wäre schön.
    Gerne auch CDU-Vorsitzende mit dem
    Ziel die 5% Hürde von oben zu nehmen.

    Davon abgesehen bin ich natürlich auch
    manchmal Misanthrop und wünsche
    der Menschheit furchtbare Strafen.

    Sie haben natürlich recht.

    Was ich jetzt ggf nicht schreiben sollte.
    Ihre 7 Kinder sind schon groß
    und wohnen nicht im Führerbunker
    was ein starker Trost für die armen Kinder sein dürfte.

    Ich kannte Patienten deren Geschwister
    in Amerika oder Australien lebten.
    Manchmal ist es gut wenn ein Ozean dazwischen ist.

  132. Schutzblechphobie
    Also, meine längste Radtour: 7000km Westafrika. Da braucht’s auch ’nen gewissen Hang zur Selbstquälerei, nur daß wir uns richtig verstehen, ich hab‘ wohl auch einen Zug in Richtung wilde Aktion, und irgendwie kommt mir das Hochgefühl nach der Quälerei bekannt vor. Bloß das war 1981, da war ich noch ziemlich jung.
    Das mit den Klamotten kriege ich ja noch gebacken, ok, keine elende Funktionskleidung, das Tuch nach Altväter Sitte, wer will den schon aussehen, wie diese quietschbunten fahrradhelm-bewaffneten Weicheier, ok, aber ich konnte das nie begreifen, wieso bloß manche Radler sich partout keine Schutzbleche anbauen wollen – bis heute, nach diesem Lesen. Weil’s dann weniger zu berichten gibt, nach dem Regen. Schlammmonster ohne Schlamm geht halt nicht. Oder hab ich’s immer noch nicht kapiert? Bin halt keine wirkliche Radfahrerseele, was?
    Vielleicht erklärt mir das noch einer.
    Trotzdem: Einwandfreie Aktion, toller Bericht.
    Und: der Rainer Marsbach von weiter oben soll sich doch bitte einfach wieder schlafen legen.

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