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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Falsch und vornehm investieren von Shanghai bis Key West

| 65 Lesermeinungen

Es gibt fantastische und exotische Orte, um sich das goldene Fell über die Ohren ziehen zu lassen; leider kommen mit der Eurokrise nun auch gewöhnliche Menschen so weit, ihr Geld in unübersichtlichen Konstrukten reicher Persönlichkeiten verschwinden zu sehen

Immer feste druff
Kaiser Wilhelm II

Um 1900 herum hat sich der mit meiner Familie verbandelte W. einem Überseekoffer gekauft, mit goldenen Beschlägen und dicken Ledergriffen. Das war noch zu Zeit, als in Shanghai deutsches Bier gebraut wurde, und der Kaiser von einem Platz an der Sonne sprach. Die Industrialisierung hatte aus dem W.’schen Gasthof an der Donau mit eigener Brauerei einen üppigen Brauereikomplex werden lassen, der viele Gasthöfe belieferte, und nachdem der W. nun Herr über dieses kleine Reich war, wollte er entdecken, was er mit seinem Können und Vermögen sonst noch erreichen konnte. China? Deutsch-Südwest? Bismarck-Inseln? Oder wenigstens Hamburg? Die Propaganda der Zeit versprach überall glänzende Gewinne und unbegrenztes Wachstum, und so kaufte der W. in Vorbereitung seiner globalen Rolle eben diesen Koffer mit den goldenen Beschlägen und stellte sich wohl vor, wie er mit dem Schiff in Shanghai ankommen würde, und unten wuselten die kleinen Chinamänner herum und begehrten, seine Kunden zu werden.

 

Aber der W. kam auch aus Bayern und war als Brauer natürlich auch breit, schwermütig und lethargisch, und so geriet der Kauf zu einer rein symbolischen Handlung. Gewollt hätte er schon, der W., und er war auch gewitzt genug, sein Geschäft zu verstehen, aber von den anderen Faktoren hatte er zu wenig Arbeit. Hätte er wirklich in Shanghai investiert, man hätte ihn im ersten Weltkrieg enteignet. Und darüber wäre auch die Brauerei in Bayern bankrott gegangen, die mit Müh und Not die folgenden Jahrzehnte überstand. Von den schönen Träumen ist nichts geblieben, ausser einer Brauerei, die mit lokalen Spezialitäten nach dem Reinheitsgebot sehr erfolgreich ihren kleinen Markt verteidigt. Und natürlich der Überseekoffer mit den Jugendstilinitialen des Namens des W..

Was abei dabei nicht herauskam, sind die Pleite und der Bankrott, und auf der anderen Seite auch nicht das Chalet in St. Moritz und die Ferrarisammlung, mit der sich hier gerade ein Grossmetzger lächerlich macht. Die Familie macht weiter, was sie kann, und was sie mit ihrer schmalen Einsicht in die Weltmärkte versteht. Ihre Wohnung ist nicht bei Vogue Interieur, das Vermögen steckt in der Region, die sie kennen, einen Vermögensberater gibt es nicht und meines Wissens nach auch keine protzigen Privatbanken in Luxemburg. Wenn es in einer ihrer Gaststätten Kesselfleisch gibt, ist es nicht sonderlich idyllisch, und das Geschäft ist auch nicht geruchslos wie ein Server, der in Sekundenbruchteilen handelt. Sie haben eine Jagdhütte in den Wäldern und sind nicht im Mindesten so wie die Superreichen in der Karibik, in St. Tropez oder wo sie sonst noch leben. Aber grad arm sind sie auch nicht.

Trotzdem hat sich heute, 100 Jahre nach dem Nichtnutzen des Überseekoffers, der Begriff Reichtum weit von ihnen entfernt. Reiche besitzen Privatyachten und fahren allenfalls mal zum Sonnen vor die Küste von Monaco, Reiche sind auf Milliardärslisten und in Gstaad, Reiche haben Privatjets und fliegen nach Key West, Reiche überwintern jetzt gern mit ihren Butlern in Dubai, oder wenigstens sind sie US-Amerikaner und verkaufen Apps und Startups an Yahoo und Amazon, und werden dafür in den Medien wenig hinterfragt, sondern bewundernd angegafft. Reiche ziehen sich nach dem Ärger mit dem Finanzamt wütend in die Schweiz oder in ihr Schloss am Gardasee zurück, und sie investieren gern auch mal in witzige Geschäftsmodelle wie Skiorte, in denen nur Reiche Zutritt haben. Geld haben, zu den obersten 10 oder 5 oder 1% gehören, reicht da schon lange nicht mehr aus, wenn man sich nicht an diese Stereotypen hält.

Möglicherweise ist das ein Grund für die neuen, internationalen Arten der Geldanlagen, die in den letzten 10, 15 Jahren so stark beworben und im Verkauf durchaus effektiv waren: VIP Filmfonds und Entwicklungscompanien für verfallende Hotels, Telemetriehersteller auf dem chinesischen Markt und bombensichere Lehman-Papiere, was ja nun wirklich kaum zu üerbieten ist, investieren mit einer amerikanischen Investmentbank, rasant wachsende Firmen wie Facebook und Groupon, ohne die heute nichts mehr geht, Baumplantagen in Indonesien mit angeblich 9% Verzinsung, jede Menge Wolkenkratzerbauer für immer mehr Kapital, und optimal aufgestellte Betreiber von Supermarktgebäuden und Freizeitparks in den USA.

All diesen Angeboten gemein sind in der Regel zwei scheinbar angenehme Kennzeichen für Investoren: Dass der Reiche, der sie entwickelt hat, auf eine weitere Bereicherung durch das Vermögen des Kunden verzichtet, und ihm hilft, sich an anderen zu bereichern. Und ein Geschäftsmodell, das so einfach ist, dass die Kunden es zu verstehen glauben: Mache etwas, lasse andere dafür viel zahlen, werde damit reich. Lässt man komplexe Faktoren ausser Betracht, dann könnte das stimmen: Gäbe es nicht den Wechsel der Nutzer auf Smartphones und eine miserable Werbeklickrate, könnte Facebook wirklich ein bedeutender Ort für Werbung sein. Wären die Schnäppchen wirklich nachhaltig und würden daraus Kunden, könnte Groupon alle reich machen. Wäre der Markt für Supermärkte und Freizeitparks nicht durch die Immobilienblase selbst eine Blase gewesen, hätte man damit bis heute gut Geld verdient.Und nachwachsende Wälder und Solarmodule sind prima, wenn jemand die Produkte kauft und kein ruinöser Wettbewerb stattfindet. Das böse Erwachen setzt immer erst ein, wenn komplexe Parameter dazu kommen, die in der Geschäftsidee erst mal beiseite gelassen werden; Fracking etwa klingt erst mal toll, bis alle Zusatzkosten berechnet werden. Man müsste davon etwas verstehen, aber offensichtlich hat noch nicht mal Lehman verstanden, was da passiert – wie sollte es ein normaler Geldgeber verstehen.

Das ist die Ausrede, wenn es schief gegangen ist. Die ehrliche Antwort wäre aber: Kaufe und mache nur das, waqs Du wirklich verstehst, und wenn Du Dir etwas anderes aufschwatzen lässt: kein Mitleid, keine Gnade. Diese 50-Millionen-Villen in Gstaad sind nur möglich, weil jemand so viel Geld hergegeben hat, oft genug als ahnungsloser Investor, der sich vom Auftritt der Stars beim Filmfonds und der Einladungen zum Galadinner mit dem Projektentwickler hat einlullen lassen: Denn so sollte das Reichwerden aussehen, mit Spass, Luxus und jede Menge Internationalität, die immer gegeben ist, wenn dann noch ein Börsenguru aus den USA auftritt und das alles überdeutlich lobt. Die Epoche der Überseekoffer und der Fabrikbesichtigung ist vorbei, heute macht man das aus der Ferne beim Empfang im besten Haus der Stadt. Man will zumindest ein klein wenig diesem Stereotyp der Internationalen entsprechen, und dafür nimmt man auch 25% Vermittlungsprovision in Kauf, die hereinzuholen, seien wir ehrlich, schwierig wird. Aber dafür war das Essen gut und der Star echt.

Im allerschlimmsten Fall legte man eine so noble Pleite hin, mit der man sich wenigstens von den feigen Kleinsparern abheben konnte, die daheim mühsam rafften, und es gar nicht erst riskieren wollten. Aber auch dieser exquisite Anspruch ist nun dahin, denn auch der Euro ist heute nicht mehr als ein schwer durchschaubares Anlagekonstrukt. Wenn es nun heisst, man werde in Zukunft auch die Sparguthaben in die Rettungsbemühungen mit einbeziehen, ist so ein Euro auf der Bank eine Sicherheit mit Risiko, und wer vermag schon die Wege der Banken umfassend verstehen? Hätte sich jemand vorstellen können, dass sich die Deutsche Bank – oh welch Überraschung – am Verdacht eines jetzt eventuell teuer werdenden Karusells mit Steuererstattungen oder von Liborabsprachen beteiligt sieht, und wer hätte ahnen können, dass der HypoVereinsbank Vorwürfe wegen komplexer Dividendentricks gemacht werden? Lauter Fallstricke und Risiken, deren Bewältigung, wenn nötig, über die Methode Zypern laufen könnten. Auch das ist eine Form der internationalen Reichtumsvergeudung, die jetzt auch dem kleinen Mann zugänglich gemacht wird. 20 Jahre Altlasten neoliberaler Finanzpolitik. Das klingt für mich, wenn ich das so sagen darf, so vertrauenserweckend wie 20 Jahre Grossmannssucht, Aufrüstung und Kolonialattitüde. Am Ende muss einer zahlen.

Am Ende hat der Schrankkoffer vom W. übrigens doch nochmal eine Reise gemacht: Von der Donau an den Tegernsee, wo er jetzt das warme Winterbettzeug beinhaltet. Darin kann man auch lange, garstige Zeiten gut überstehen. Ich neide keinem sein internationales Flair von Gstaad oder Key West, ich bin zufrieden. Reichtum ist nach meiner Definition die Abwesenheit von Armut, alles andere ist dann nur noch zweitrangig.

HINWEIS

Wie immer gibt es zu diesem Beitrag auch eine kommentar- und administrationsfreundliche Version im Kommentarblog, für das man sich nicht anmelden muss.

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65 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Und Google hat auch gleich die passende Werbung:

    Geldanlage Schweiz – 12%
    xxxwoodxx.com/Schweizer-Rendite
    12% Rendite im Jahr – EURO frei – ohne Risiko & zu 100% steuerfrei!

    Die Dummen sterben nicht aus.

  2. @ Don
    den letzten Satz finde ich schön, mfG.T.

  3. Facebook
    …tja, die Rechnung Klick-Kunden=Werbekonsumenten
    ergibt Kaeufer für alles und jedes, geht auch nicht auf.

  4. Rätsel
    warum es im Paralleluniversum manchmal klappt, dann wieder nicht , ist mir
    schleierhaft, aber ich lese immerhin mit.

  5. Noch so ein Schenkelopfer
    Zypern haette im Verhältnis zu seiner Realwirtschaft und
    seiner Bevoelkerungszahl einen ‘überdimensionierten’
    Finanzmarkt’.
    .
    Wer nicht?

  6. Ach Alfons,
    Ich bewundere ja Ihre breite Allgemeinbildung, aber haben Sie auch wirklich Ahnung von Fracking? ich bin ja auch für Risiko-Abwägung, aber Gas für 15 Jahre in der Erde lassen?
    Ihr Wohlstand scheint ja gesichert, aber was machen wir mit dem Rest der Menschheit, zum Beispiel mit den Berlinern?

    • Ich kann mich nicht um alle Slums kümmern.

    • gruß aus dem slum B
      und meinen wärmsten dank für diesen wirklich schönen österlichen text! aber reichtum ist nicht nur die abwesenheit von armut, sondern braucht auch noch die empfindung von zumindest etwas glück, finden sie nicht, lieber don? wer schönheit wahrnimmt (wo und wie auch immer) hat auch dies. ich sollte mich mal wieder in meine kupferstiche vertiefen, manchmal hilft es, ganz genau hinsehen zu müssen …

  7. hans
    Fracking? Stresemanning! Immer dieselbe dicke Hose an. Weil manch Neureicher zu doof ist zum Schuhebinden.

  8. Dr. honoris paste
    Pah Reichtum, mir reicht meine innere Armut im Geiste.

  9. Hat der Koffer ausgedient?
    Werter Don,
    was hält den Koffer auf? Den 20 Jahren Altlasten neoliberaler Finanzpolitik kann man doch heute immer noch entfliehen, wenn der Wille stark und die Anschubfinanzierung gesichert ist. Nur der Mut zum Risiko muss vorhanden sein, der Rest lässt sich finden.

  10. Fernweh
    Das Fernweh über Generationen auszusitzen ist ungesund. Da sollte man mal drüber nachdenken ob man hier noch richtig positioniert oder schon ein Relikt vergangener Pracht ist.

  11. Ich bin so froh,
    daß es doch noch mehr nachdenkende Menschen gibt, als die ach so weltläufigen Mainstream-Medien einen glauben lassen möchten.
    Wenn die Abwesenheit von Armut als Reichtum definiert werden kann, dann ist Zufriedenheit die Abwesenheit von Gier, Neid und Raffsucht.
    Ich wünsche allen ein zufriedenes, fröhliches, deutsches Osterfest-Wochenende, auch wenn sie gar keine Christen sein sollten, denn Kolonialattitüden liegen mir fern.

  12. SPLIT
    das Doppelspiel nervt, mfG,T.

    • Es ist nicht meine Schuld, dass dkie mehrheit der Nutzer keine Lust mehr hat, hier zu kommentieren. Die Leute, die diesen Relaunch gemacht haben, nehmen generell 60% Kommentarverlsuste kalt lächelnd in Kauf, weil sie nicht kapieren, was das bedeutet. Wer damit nicht zufrieden ist, beschwere sich bitte bei FAZ.net, die haben das angerichtet. ih versuche nur zu retten, was zu retten ist.

    • Titel eingeben
      verstehe alles bestens und bitte Sie höflichst die Flinte nicht in das berühmte
      Korn zu werfen, ich meine nicht das westfälische Aufpütschmittel.
      Einfach aussitzen, Mutti zeigt doch wie es geht, schüne Grüße, T.

      P.S.: bitte bleiben Sie dran.

    • Von Raucher zu Raucher
      Wenn gefühlte 95% mit dem neuen System besser klarkommen,
      vielleicht müssten Sie etwas ändern.
      Browser wechseln e.t.c.
      Wäre schön, drüben einen Raucher mehr zu haben. ;-)

    • Stimme für ein Splittende
      Ich stimme mit Trias für ein sofortiges Splittende! Wenn dieses Rinnsal hier oder dort nicht bald versiechen soll, muss die Zweigleisigkeit pronto beendet werden.
      Gerne weiter dabei
      Hans

    • Es ist alles auch so schon schwer genug.

  13. "Lachhaft billig"
    Chinesische Fluchtmillionäre, die sich neuerdings bei uns ansiedeln, halten die uns inflatiert erscheinenden deutschen Immobilienpreise für absurd billig. Mein Nachbar will sein Seegrundstück verkaufen. Kam eine Chinesin und fragte: Wieviel? — Anderhalb Millionen! —
    Tut mir leid, ich kaufe nichts unter 2 Millionen. So geschehen Anno 2013.

    • Solange
      sie nicht wie ihre japanischen Kollegen vor 30 Jahren, die
      Millionen in Plastiktüten mit sich rumschleppen.

    • Verstehnix ?!?
      Werter Don, auf dieser Seite schreiben Sie resignierend von der Schwere des Seins, auf der anderen Seite von der Unmöglichkeit sich zwischen Pest und Cholera zu entscheiden. Ich denke das klingt nach klassischer Sackgasse, da hilft nur eins: Kehrtwende und mit Vollgas auf den Gegner zuhalten.
      Gerne weiter dabei
      Hans

    • Wenn ich schreiben würde, was ich wirklich von der Situation halten würde, wäre der Teufel los.

  14. Investition in eigene Arbeitskraft...
    Das macht für mich als einziges noch Sinn. Klug die eigenen Fähigkeiten erweitern um möglichst vielseitig am Arbeitsmarkt zu sein.

    • Ausweglos? Gibts nicht!
      Wenn der Frontalkurs nicht geht, dann faellt mir auch nix mehr ein. Diplomatie wird zu oft als Eingestaendnis der eigenen Fehlbarkeit missverstanden. Wie waers mit einem Ultimatum? Eine Liste abzuleistender Frondienste und Reparationsleistungen sollten Sie fuer den Kapitulationsfall bereithalten.
      Gerne weiter dabei
      Hans

    • Ich weiss, was ich tue, und kenne die Problematik in allen Details.

    • Titel eingeben
      Dann wuensche ich gutes gelingen!
      Gerne weiter dabei
      Hans

  15. Finanziell Unbedarfte sollten sich lieber an Buffett halten
    Nix Shanghai, nix Key West. Buffett investiert “nur in Dingen, die er versteht”: Seife, Ketchup, Eisenbahnen, Cola, Versicherungen, Käse, und mal eben noch ein paar Milliarden bei Goldman. Als Resultat hat er die Einlagen seiner frühesten Investoren bereits mehr als vertausendfacht. Eine einzige Aktie kostete am Donnerstag $ 156.280,00.

  16. Wo...
    bleibt der Aprilscherz???

  17. Titel eingeben
    leiden schafft charaktere – genuss schafft geist. bitte weiter mehr von allen vier zutaten.

  18. hans
    Ostern als Zeit der Besinnung und Besinnlichkeit, aber bitte auf das wesentliche, die Abwesenheit von Armut: Da gibt es einen Wirtschaftsprofessor, der der staatlichen Alimentation zur Last fällt und einen Mindestlohn von achtfuffzich die Stunde für systemisch schädlich hält. Bei grober 35-Stunden-Woche sind das 1.200 brutto, für Unverheiratete (wer kann sich das schon leisten bei dem Schmerzensgeld) ergibt das in etwa 900 netto. Schon zu Marxens Zeiten hat man den Grenznutzen erfunden (eher ausgerechnet, alte Wiener Schule): Da grinst der Hartz-Vierer: inclusive Miete und Heizkosten hat er mindestens 750 netto und den ganzen Monat Ferien. Also sollen die Doofen für weniger als 150 Euro um die 140 Stunden im Monat schaffen, sonst geht die Wirtschaft kaputt! Wo ist da die (geistige) Armut?

  19. Danke
    Faz.Net, das nenn ich Service.
    .
    Dachte schon die 1.April Scherze sind dem
    Strukturwandel zum Opfer gefallen.

    • Der Relaunch ist zwar ein Witz, aber leider kein Scherz.

    • Sicher D.A.
      Die Idee der IHK die olympischen Winterspiele 2022 in Berlin
      stattfinden zu lassen, da Schneesicher bis Mitte April fand ich
      auch besser.

  20. Schuster und Leisten
    Jetzt lese ich seit wohl 3 Jahren regelmäßig hier und im privaten Wohnzimmer mit und habe die Regel mit dem Schuster und seinen Leisten als Grundaussage mitgenommen. Gerade für diesen Zeitraum muß ich sagen: Da habe ich ganz gut verdient mit diesem Grundsatz (oder gespart). Danke!

    • urriegel,
      aber, aber…
      Falls Sie Deutscher sind, haben Sie die Osterbotschaft des ehrenwerten Herrn Oettinger
      nicht vernommen. Sie sollen gefaelligst ins Risiko gehen.
      .
      Fracking, Flughäfen, Bahnhöfe etc. harren Ihrer Unterstützung.
      .
      Oder sind Sie so eigen, dass erst der BuPrae bei Ihnen vorbeikommen
      muss, um es Ihnen zu erklären.

    • .
      Nein, bin ich nicht.

  21. ich als Gast
    prima, toll.

  22. Gute Einstellung
    Wie war das? “Am Ende muß einer zahlen. Reichtum ist die Abwesenheit von Armut!” Da stellen Sie sich offensichtlich schon auf die kommenden Zeiten ein. Irdendeiner wird dann auch für die Kinderlosigkeit der Deutschen bezahlen müssen….keine Rente+wertlose leerstehende Immobilien…

    • Nochmal
      Renten sind ein Problem der Finanzmärkte nicht der Demografie. Ebenso verhält es sich mit
      Pensionen und eben auch Erbschaften.
      Dumm wenn der Zahlungsfall eintritt und die Kassen leer sind – siehe hierzu ‘Bank Run’.

  23. oettinger?
    man weiß manchmal nicht, was der eher ist: absicht oder dummheit.
    .
    oder absichtliche dummheit an der spitze.
    .
    aber es sieht auch schon mal so aus, als ob das gar nicht so falsch wäre. denn solange große teile der westviertel hier so uninformiert – aber trotzdem oder gerade deshalb so arrogant – daherkämen, würde es ja aus sicht der hoch-wirtschft keinen sinn machen, solche aufzuklären: entweder sie tun es selbst, oder nicht.
    .
    denn es ist nicht die sache der hochfinanz, märkte zu erziehen. sondern die produkte zu verkaufen, die ein markt will. das in aller regel einfacher und angebrachter.
    .
    wie gesagt, der blick in die welt ist möglich. aber wer will den schon?
    .
    am beispiel mobilität, zwei begeisterte und glückliche menschen:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=sYPI0RO_qM4
    http://www.youtube.com/watch?v=YVkIZQj-flc
    .
    und dann kommt die deutsche arroganz und sagt “sie will das alles nicht wissen. sondern “auch so” eine welt auch weiterhin vorfinden, in der ohne ihr zutun sich wert und wertigkeiten wie gewohnt gehabt erhalten”.
    .
    und da würden verantwortliche, die autofabriken in d, usa und china besitzen (wie z.b. herr ing. f. piech vermutlich), ganz einfach denken “tja, pech gehabt”. und auch weiterhin alles tun, den menschen auf der ganzen welt mobiltät zu verkaufen, auf allen fünf kontinenten allen das ihre, resp. jedem das sein.
    .
    und wer nicht mitzöge, also mit vorwärts wollte, sondern nach art des stehenden immobilien-jetzt bloß jammerte oder mit dem finger auf andere zeigte, der fiele gnadenlos zurück: piech, äh pech gehabt.
    .
    oettinger ist ein iriot, ein totaliriot. aber vielleicht macht er sich eben genau darum da so gut, wer weiß?

  24. Alte Geschichte !
    Was das falsche und sogar vornehme “investieren” betrifft, werter Don Alphonso, erinnert immer an den alten, ungefragten Ratschlag eines Investoren, der jetzt noch von frueheren Investierungwunden leidet:
    Caveat emptor … sagt er immer wenn jemand ihm raet in einer neuen Goldmine in Mongolien zu unvestieren, oder eine Position zu etablieren um den Immobiienmarkt in Florida zu erbeuten — selbst wenn das Land unter Wasser im Alligatorsumpf liegt. Egal, das wird entwaessert, sagen die Visionaere die Geld suchen zum investieren — und riesige Vermoegen erwarten den Tapferen, sagen die uns.
    Fast jeden Tag kommen Prospekte die von Diamanten Minen im Yukon schwafeln, oder von einer neuen Variation von “Cold Fusion” — die unerschoepfliche Energiquelle der Zukunft.
    Caveat emptor — schreit mein Investor Veteran.
    Dazu kommen noch Briefe, e-mails und sogar Telephonanrufe von Erfindern, und sogar von Theater Impressarios die ein Hit Musical in der Aktentasche haben, das nur etwas Geld braucht um es zum Broadway zu machen — um dann wo moeglich der Megahit der Zukunft zu werden.
    Man kann sogar einen Anteil von so einem Musical kaufen, aber man hoert kaum wie viele Anteile da verkauft werden? Das erinnert an “The Producers” wo die Promoters natuerlich etwas mehr als 100% an Anteilen verkauften.
    Egal, wie exotic die Szene, egal wie vornehm die Promoters, mein Investment Guru, schreit immer noch fest weiter: CAVEAT EMPTOR.

    PS. Mit satirischen Verlaub: Ich glaub da ist ein altes, staubiges Manuskript, das ich vor Jahren konstruierte, in der unteren Schublade wo ich meine Socken verstecke. Ob das ein Bestseller sein koennte? Ich bin bereit Partner anzunehmen, aber brauche Sponsor/Investoren mit Geld um das Marketing anzukurbeln. Grosse Profitmoeglichkeiten sind nicht ausgeschlossen. Aber nur leise sage ich auch dazu: Caveat emptor.
    Buy low – Sell high.
    Cheers

    • Will...
      doch keiner wissen.
      Schon garnicht Frau Merkel.
      …aber anderswo, dort wo man sich nicht auskennt, da sind die Speicher noch voll.
      Und wer wollte behaupten, dass die BK sich auskennt.

  25. ...und erst
    die ausländischen Investoren, dass sind doch die Ärmsten, denen wird 24/7 erzählt was es in
    D und Europa noch alles zu holen gibt.
    .
    Solange die Boni stimmen.

  26. Deutschland ...
    ist eine alte abgewohnte Immobilie. Deren Erhalt kostenträchtiger ist, als der Abriss und die
    Altlasten zu entsorgen.
    Deshalb raus aufs Meer, auf die grüne Wiese und neu anfangen – und sei es auf beteigeuze 7.

    • ....ist eine alte abgewohnte Immobilie.
      Richtig. Alte, abgewohnte Immobilien werden gerne zur Totalruinierung an seltsame Typen vermietet.

  27. immobilienentwicklung, genau mitten zwischen shanghai und key west, oder
    wenn hauptstädtische herrenmenschen in bayern häuser kaufen. in http://tinyurl.com/chgufwt
    .
    “und da hat der bormann gesagt sie soll runterkommen auf die strasse, es handelt sich um einen hausverkauf. und da hat meine mutter gesagt herr bormann, wir haben das haus nicht auf der strasse gekauft und wir werden auch nicht auf der strasse (schluchzt) verkaufen … .”

  28. OT: Steueroasen
    Ist Papi Staat doch selbst Schuld.
    .
    Erst soll ich Auto fahren lernen und
    internationale Rennen gewinnen und dann
    will er die Autoschlüssel verstecken.
    .
    Sooo nihicht!!!
    .
    Gruß von Hans und Erna

  29. Goldenes Vlies
    Seit den Tagen der Argonauten, Raub des goldenen Vlies, ward keine solche militärisch riskante
    Operation mehr geplant, um entschwundene, fehlinvestierte (?) Schätze heimzuholen. Es werden kombiniert Seestreitkräfte mit diversen Kavalleriegattungen (Husaren, Dragoner, Kürassiere, Chevauxleger, Ulanen). Peer Steinbrück hälts Panier für das Inselspringen in nah und fern. Sein Amis Hollande wird z. Z. in Paris als Alliierter umworben für dies kühne Vorhaben. Denn man tau. Hals-& Schotenbruch.

  30. hans
    Wieviel hat der Hollande eigentlich dem Steinbrück auf der gemeinsamen Loserversammlung für dessen Vortrag bezahlt? Oder kann der doppelte Sitzenbleiber und eveangelische Wiedereintreter gar kein Französisch? Naja, Kavallerie werden die Franzmänner wohl verstanden haben. Kommt von hohem Ross. Aber ein chevalier ist der Steinbrück trotzdem nicht. Eher ein sous-marin.

    • naechster Versuch
      Tatsaechlich ist mir – ich gehöre zu den 60% – eine femme fatale auch lieber.

  31. soziale Unruhen
    In Europa befürchtet die UNO.
    .
    Welche Investoren, Quatiermacher und Standortsicherer, das nun wieder anzieht.

  32. hans
    Die siechen Griechen haben sich ihre Reparationsforderungen gegen das Deutsche Reich ausgerechnet. Wann fangen die Hottentotten (oder Hereros) endlich damit an?

  33. Falsch und vornehm investieren...
    …ist wohl das in der deutschen DNA verankerte Geschäftsmodell.
    Mit vorhersagbarer Gewissheit bleibt man immer die Ärmsten in Europa.
    .
    Dafür entschädigt ein libidinöses Verhältnis zur Macht oder Staat.

  34. Neuer Monat - neuer Beitrag
    Einer pro Monat sollte noch drin sein?

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