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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Schweiss, Schmutz und Lügen der Feministinnen

| 19 Lesermeinungen

Gerne wird allein Frauen nachgesagt, sie würden sich männlich-patriarchalen Vorstellungen unterwerfen. Neueste Menschenversuche am Tegernsee haben jedoch erwiesen, dass auch Männer lieber tot umfallen, als Bauch zu zeigen.

Wenn ein Mann will, dass eine Frau ihm zuhört, muss er nur mit einer anderen reden.
Liza Minelli

Zuerst nehmen sie ein Bild aus dem Netz – eines selbst schiessen, wäre ihnen zu viel Arbeit.

Und darunter führen sie in ihren Klagetexten aus, dass in unserer männlich dominierten Gesellschaft den Frauen Körperideale und Identitäten aufgezwungen werden. Rollenklischees, die weite Teile der weiblichen Bevölkerung dazu verdammen, nicht allen Männern so mufflig und gepflegt wie eine Berliner Jungliteratin zu begegnen, sondern auf das Aussehen und die Figur zu achten. In den Firmen stossen sie dann mit ihren Ellenbogen trotzdem gegen gläserne Decken, aber statt das Buch einer Expiratin zu kaufen, kuschen sie lieber, geben sich frustriert mit schlechter bezahlten Berufen ab und konzentrieren sich später allein darauf, dem einmal geangelten Mann und Hauptversorger alle Wünsche von den Augen abzulesen, besonders natürlich, was die äussere Erscheinung angeht, in die alles Bemühen gesteckt wird. So, wie das in den von Männern dominieren Frauenzeitschriften steht. Und damit hat das Patriarchat gewonnen, und mittelalte weisse Männer wie ich liegen dann faul auf dem Sofa, verhöhnen den Aufschrei und die Quote, stopfen etwas in sich hinein und betrachten andere Frauen als Sexobjekt, und das sieht in der Vorstellung der Feministinnen in etwa so aus:

Und ja, das ist tatsächlich meine Bibliothek. Wobei, das mit dem Sexismus stimmt natürlich nicht. Kein grösserer Feminist als ich ward je geboren. Ich backe mir meinen Zwetschgendatschi natürlich selbst, ich räume selbst auf und habe im Gegensatz zu anderInnen keine schwarzarbeitende Ukrainerin, die ich dafür ausbeuten könnte. Mit den Frauenkörpern halte ich es wie einst Don Giovanni, vuol d’inverno la grassotta, vuol d’estate la magrotta, und in meiner Gemäldegalerie liebe ich die nervöse Baroness nicht weniger als die freche Obstverkäuferin. Ich weiss also gar nicht, was die haben, ich bin er grösste Feminist, den man sich eigentlich vorstellen kann, absolut unterdrückungsfrei, und diese Sache mit den Körperidealen, die wir angeblich den Frauen einreden, um davon zu profitieren, dazu möchte ich, um diese Lüge zu widerlegen, eine kleine Geschichte von Schmutz und Fett erzählen. Ich war nämlich letzte Woche am Tegernsee. Erst am Ufer und dann hoch darüber.

Denn letzte Woche hat auch in Bayern die Schule wieder begonnen. Als Tegernseeanwohner ist das eine Erlösung, endlich sind die Familien mit den quengelnden Drecksbratz der Zukunft unseres Landes wieder in München, wo sie hingehören, machen ihr Bayerisches Abitur oder wenigstens Vorschulmandarin, und unsereins kann sich unbeschwert in der Heimat erholen und sommerfrischen. Was könnte es hier, ausser Zwetschgendatschi und das Betrachten der Kühe, Schöneres geben, als im vom Licht des Spätsommers durchfluteten Bergwald sich hinaufzuschrauben in luftige Höhen, den Leib zu erheben ins grenzenlose Blau des Himmels und Lunge und Seele mit klarer Bergluft zu heilen. Niederkommend wurden wir auf diese Erde geworfen, aber nach oben strebt unser Geist, und weil wir noch nicht in jenem Hacklstecka-Alter sind, das uns faltig als Wanderer die Berge hochschnaufen liesse, vollbringen wir das Werk auf einem früher immens teuren Cannondale Bergrad, das sagen soll: Wir – haben schon solide und nachhaltig gekauft.

Wir haben uns solide und nachhaltig damals für Kinder entschieden und die sind jetzt in der Schule und im Kindergarten mit frühkindlicher Kreativschulung gut aufgeräumt, denken sich dagegen andere und rufen sich zusammen, während ich mich in der Küche auf die Suche nach dem anderen Blech Datschi mache. Wir könnten uns doch in Gasse treffen und wie damals im Studium schnell da hinauf zum Gasthof, sagen sie sich und schon sitzen sie in ihren Mini Coopers, nachdem der Nachwuchs abgeliefert ist. Um halb neun können sie hier sein, um halb zehn sind sie schon oben, nehmen ein Mineralwasser und vielleicht ein kleines Stück frischen Strudel – zu dritt und ohne Sahne – reden ein wenig über die Kinder und gehen dann beschwingt wieder den Berg hinunter. Sie sind recht hoch gewachsen, oft blond, sie sehen, das muss ich zugeben, nicht schlecht aus und von den Belastungen des Aufstiegs sieht man nichts, wenn sie einem in der Kurve des Todes federnd entgegen eilen. Die Kurve des Todes sieht, von oben kommend, so aus:

Ich komme dann natürlich von unten. Es ist eine 180°-Kehre, und sie ist das steilste, gerade noch befahrbare Stück der ganzen Strecke. Ich habe Jahre gebraucht, bis ich genau diese Kurve durchfahren konnte. Dauernd droht der Hinterreifen wegzurutschen, dauernd droht das Lüngerl zu platzen, denn schon davor ist es steil – aber die Kurve ist so hart, dass einem die folgenden 14% wie ein Urlaub auf den Malediven erscheinen. Man sollte nun denken, dass es das einzige Begehr eines Mannes sein, an dieser Stelle zu überleben. Schweiss, Dreck, die ganze äussere Erscheinung sollte einem egal sein, das Leben sollte verdichtet werden auf den Moment, da der Sieg errungen ist. Hier darf der Mann klingen wie ein Stier, hier darf er seine Muskeln anspannen und wenn dann in der Körpermitte sich etwas, voll mit Datschi, nach unten wölbt, ist das, siehe Symbolbild, vollkommen egal.

Natürlich sind die drei schlanken, blonden, Ausgang habenden und sich auf dem Abstieg befindlichen Outdoormütter auch in der Kurve, schön wie Gott sie schuf, gelassen und freundlich genug, einen mit einem erfreuten „Servus“ zu begrüssen. Jetzt schieben Sie, liebe Leser, Ihren Stuhl ganz weit zurück. Lehnen Sie sich nach vorn, den Oberkörper so flach, so dass ihr Bauch über den Beinen eingezwickt ist. Legen Sie die Hände nach vorne auf den Tisch, um in eine Position wie ein Radler zu kommen. Heben Sie den Kopf, stellen Sie sich drei sehr schöne Menschen vom Kaliber Lauren Bacall oder Marcello Mastroiani vor und den Zwetschgendatschi im Bauch, von dem sie fünf oder sechs Stücke gegessen haben. Deshalb ziehen Sie jetzt panisch Ihren Bauch so weit wie möglich ein. Fertig? Und jetzt versuchen Sie, diese schönen Menschen in dieser Haltung gelassen und formvollendet klingend anzusprechen. Und zwar ohne dass der Bauch gleich wieder herauskracht und unförmig wirkt. Sie werden feststellen: Das ist physisch nur dann kein Ding der Unmöglichkeit, wenn Sie keinerlei Bauch haben. Und selbst dann klingt es überhaupt nicht wie jemand, der auch nur ansatzweise sexuell von Interesse wäre. Mehr wie ein gerade geschlachtetes Schwein. Rechnen Sie noch 250 Höhenmeter Aufstieg in der warmen Luft dazu, eine gerade noch fahrbare Stelle, hektische Kurbelei, viel Schweiss, und einen Puls von 200. Dann haben Sie in etwa meine Lage an diesem Berghang, angesichts von drei Frauen, die nie schöner als im milden Spätsommerlicht sind. „Seoahaha ch vahaaas!“

Das Schlimme ist: Die schönsten Frauen sind immer an den steilsten Stellen, und sie kommen immer federnd bergab. Das Schlimmste jedoch ist mein Verhalten, denn wenn da irgendwelche alten Herrschaften den Weges kommen, ist es mir vollkommen egal, wie ich aussehe, oder was die denken mögen. Ich mein, ich weiss rational, wie unendlich sinnlos es ist, in so einer Lage noch den Bauch einzuziehen und meine Qualen zu vergrössern. Ich weiss sogar, dass sie mich nicht kennen, nicht kennenlernen werden, ausser mich trifft dann genau hier der Schlag, ich weiss, dass sie vergeben sind und eigentlich finde ich diese erfolgsorientierten Münchner Mütter ganz schrecklich und mache einen riesigen Bogen um sie, solange ich gut angezogen in der Ebene bin. Aber hier in der Kurve des Todes, angetan mit engem Lycra, das mehr zeigt, als es verbirgt, mich nach oben kämpfend und eigentlich mannhaft wie ein Stier – verfalle ich in ein Verhalten, als würde ich nur Gala lesen, Wellnesswochen schätzen und Brigittediäten machen. Ich mache das instinktiv. Ich kann nicht anders. Ich bin hier vollkommen reduziert auf meinen Körper, und es ist mir überhaupt nicht egal, wie ich wirke. Selbst wenn sie drei Schritte weiter schon wieder darüber reden, ob die Kita wirklich teuer genug ist und warum die keinen Ausflug nach Paris machen.

Zu diesem irrationalen, nachgerade idiotischen Verhalten bringt mich keine Zeitschrift, kein Genderblog und keine Rape Culture, das ist wohl einfach so in uns drin, weil der Instinkt uns geschlechtsneutral sagt, dass wir gut wirken sollten, wenn wir gut ankommen wollen. Und zwar stets so, wie es in die Situation passt, selbst wenn wir dabei draufgehen. Wir heben hervor, was wir haben, und wenn ich da am Berg bin und nicht von meinen Kochkünsten und Besitztümern erzählen kann, versuche ich wenigstens knackig zu wirken, egal wie unendlich sinnlos das ist. Ich lehne Körperideale bewusst ab, ich verweise lachend auf die Kunst vergangener Epochen, die manchmal Fett mag und manchmal Knochen – genau bis zu dem Moment, an dem mein Instinkt meine Intelligenz auf dem Niveau eines Stieres, eines Auerhahns oder einer ordinären Luftratte absenkt. Dann mache ich, wie alle, dummes Zeug.

Heute in einer Woche etwa bin ich wieder in Gaiole in Chianti und hole mir eine Startnummer für die l’Eroica ab, um auf einem Woodrup Rennrad von 1968 über 135 Kilometer Schotterpisten zu röcheln. Dagegen ist, an der Klugheit gemessen, jedes Schminkvideo einer Teenagerin fast ein Vortrag von Adorno. Und es hat nichts mit Sexismus zu tun. Wir sind, wie wir sind, und ich tröste mich damit, dass ich wenigstens keine Berliner Jungautorin bin.

HINWEIS

Mitleidsbekundungen können auch im Kommentarblog hinterlassen werden.

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19 Lesermeinungen

  1. Schönes Tier...
    …aus ihm strahlt eine gewisse Ruhe und Gelassenheit. Allerdings gefällt das Fleckvieh mehr. Das hat Tradition.

  2. Fragen
    „angetan mit engem Lycra“
    Ich wunder mich über dieses häßliche Kleidungsstück (resp. über die, die’s freiliggig tragen), seitdem es das gibt.
    Mal ganz wertfrei: Muss das sein? Was ist daran so notwendig, es bei radeln anzuziehen? Geht’s nicht ohne, also mit etwas salopperer Kleidung? Muss ja nicht gleich wie bei den Tweed-Rennen sein; obwohl, schöner sehen diese Radler nun wirklich aus.
    Falls es die Geschwindigkeit (Windschlüpfrigkeit oder so) ist: wieso muss man — außer man muss unbedingt um X Uhr irgendwo sein muss und die Zeit drängt – unbedingt so schnell sein? Wer hetzt den Radler? Wen interessiert’s, wenn er hinterher schwer atmend sagen kann: ich hab‘ heut aber 60 km in der-und-der-Zeit „gemacht“. Wieso eichen 30 km nicht? Oder 10? Hat er überhaupt Muße, bei der Hetzerei nach links und rechts zu schauen? zu genießen? Wieso so weit, wenn er die Schönheit der Strecke garnicht mitbekommt?
    .
    Aber ernsthaft: wieso diese meist auch noch Kinder-knallbunte häßliche Lycra-Kleidung?

    • Weil dieses laut Werbung atmungsaktive Zoich...
      … einen schlanken Fuß macht?
      (Erklärangebot eines nicht beim Isar-Radln Lycra-Tragenden)

      Don-Antwort natürlich besser als Kater-Antwort.

      *atmungsaktiv ist durchaus ein Punkt, nicht nur Werbe-Dummkram. Wer schon mal in völlig durchschwitzten Normal-Klamotten oben auf 1800 oder 2500 (egal) am Gipfel stand und sich wegen des erkaltenden Schweißes einen saftige Erkältung holte wirdschonwissen.

      Praxis weniger glamourös: Der Kater zieht immer das atmungsaktive München-Stadtlauf-T-Shirt von vor 4 Jahren an, wenn er für seine Allergie-geplagte Tochter putzt. Supersache das Hemd, denn Staubsaugen in alle Ritzen und dauergebückt ist katziger Höchstleistungssport. Werde das bei Olympia anmelden.

  3. Da ich Tierkreiszeichen Stier bin, muss ich natürlich auf meinen Senf hierzu abgeben ...
    Don , aber hey, da ich Tierkreiszeichen Stier bin, muss ich als Mecker- und Macker-Kater natürlich meinen katerlichen Senf hierzu abgeben …

    Senf, 1,2, …:

    Der Aufssatz ist typischer Feuilleton-Approach, nicht ganz ungewitzigt. Insofern Ziel erreicht. Aber dennoch wie immer schön feuilletonistisch-selbstgerecht-gebüldet von sich Einzelfall-kasuistisch auf andere schließend, wie Edelfedern halt tun.

    Wenn…, wenn der Don trotz Datschi-Fressmahl einmal in der Woch‘ sein Bauch einiziagt, um schönen fremden Maiden zu gefallen, ist es das eine. Er als Feinfeder wär halt gern fein-schlanker.

    Von wegen aber, das sei einfach so im Menschen, also ebenfalls in Männern drin, dem anderen Geschlecht bauchmäßig gefallen zu wollen.

    Gefallen wollen im generischen Sinne schon, doch weniger mit Körper als immer noch mit Geist. Oder mit dem, was sie, die Männer (wenn es DIE MÄNNER überhaupt gibt …) – bei allem Respekt – für Geist oder für geistreich halten.

    Und natürlich, gefallen wollen viele Männer mit dem Geldbeutel. Immer noch. Erschießt mich, aber es ist so. Der Kater und der Don machen da keine allzu Ausnahme, was das materielle Prunken betrifft, mit dem mann gerne bei beiden Geschlchtern punktet, gibt er doch mit seinem Reichtum nicht recht wenig an. Angeblich um großmäulig die Berliner-Habenichtse und -Großmäuler zu tratzen, aber das glaub‘ ich der vollschlanken Kunstfigur nicht ganz … .

    Das Gros der Männer ist da – anders als die körpereitle dauer-fettwegradlende Kunst-Figur Don – verglichen mit den Frauen immer noch kaum übertrieben selbstreflektierend auf seinen Körper bedacht. Er hat zu funktionieren bis mann (Schirrmacher*) umfällt, Herzinfarkt, was ist das … – basta, und ist für die meisten Landmännder sowieso naturschön („Bier formte diesen edlen Körper!“ …).

    [*Schirrmacher, wie viele andere in den Medien: Dauerkonsum von Cola Light, Zigaretten und Stress, zu wenig Schlaf, Mails noch um 3. Stress macht zudem dick wegen des Stresshormons, welches das Insulin nach oben jagt. Der von mir sehr geschätzte Schirrmacher wirkte auf mich jedenfalls auf die letzten Jahre nicht allzu gesund, eher sehr gehetzt, fahrig und zunehmend dick werdend. Zumindest erlebe ich diese Entwicklung so, wenn ich ihn in den Talkshows seit Jahren vergleiche. Allzu überrascht darf man eigentlich nicht sein, wenn da die verdammte Axt zuschlägt …]

    Okay, die jungen Männer ziehen in diesen unseren Körper-narzisstischen Zeiten heutzutage den essgestörten – und ebenfalls nicht sehr gesunden Damen – leicht nach und stürmen vorgeblich gesundheitsbewusst die Gyms oder züchten sich eine Fressstörung oder beides. Doch das sind vielleicht grad 10%. Immer noch wenige, verglichen mit den Myriaden von Frauen allen Alters, die seit Jahrhunderten ihren Körper als Instrument des Beachtetwerdens geiseln und peinigen.

    Warum tun sie das?
    Gute Frage. Es gibt da so einige Theorien. Die eine ist, dass Frauen sich untereinander nicht grün sind und im scharfen körperlichen Wettbewerb zueinander stehen. Da brauchts gar keinen Mann in der Umgebung, dass sie da nicht ständig sich gegenseitig körperlich kontrollieren. Den Mann freuts natürlich, dass sich sich da so anstrengen und schaut den Schönsten unter ihnen gerne nach.

    Der Vorwurf, dass der weibliche Körper nur nach Männergeschmack auszusehen hätte und extrem-patriarchalisch-unterdrückt sei, den lasse ich als Feminist der Alten Katerschule – wie der Don – aber auch nicht gelten.

    Das ist schon heutzutage mehrheitlich von den Frauen selbst initiiert. Sie sollten aufhören, dauernd gegenseitig mit Size Zero anzugeben und sollten aufhören, ihren Schwestern und Mitfrauen und Busenfreundinnen feige vorzumachen, sie seien nicht gebotoxed, sondern naturglatt egal wie alt sie in Wirklichkeit sind. Solche Frauen sind – Entschuldigung – einfach nicht emanzipiert, sondern unentspannt konkurrierende grässliche Ziegen.

    So.

    Zur Entschuldigung fürs grässliche Ziegentum sei gesagt:
    Historisch war es wohl so, dass Frauen in früheren Jahrhunderten seit der Jungsteinzeit bis auf wenige Vorzeige-Ausnahmen oder Alibi-Königinnen oder raffsüchtige Giftmischerinnen nix zu sagen hatten.

    Wer nix zu sagen hatte, nix vorweisen kann, nur als Gebärgefäß diente, weder Können noch Kompetenz noch Bosheit vorzuweisen hatte, um den Stich gegen Unterdrückung zu machen, der hatte halt nur noch seinen Körper. Auf den reduziert, haben Frauen historisch immer wieder versucht, mit ihm zu punkten. Etwas anderes hatten sie ja nicht. Maximal noch mit edler Geburt. Beides ist aber kein Eigenverdienst, sondern hat frau/man oder hat man nicht. Das war es auch schon, mehr Möglichkeiten HATTEN Frauen frühers nicht, um Einfluss zu haben. (Außer natterig zu intrigieren – daher sind sie heute gerne noch natterig …).

    Daher die historisch scharfe Körper-Konkurrenz zu ihren Schwestern und Mitschwestern. Leider sitzt das heute dermaßen noch in den archaischen Teilen der Gehirne aller Geschlechter drin, dass es noch lange braucht, bis da Entspannung eintritt. Mindestens noch 200 Jahre, vielleicht sogar länger. Viele Länder sind sogar immer noch im Mittelalter oder bomben sich gerade dahin zurück … Echt jetzt: Wir haben die Emanzipation erst seit ungefähr 100 Jahren. Das ist ein Wimpernschlag, ach eine Nanosekunde!

    Ladies, entspannt euch also. An vielem, aber nicht an allem, ist der moderne Mann schuld. Das seid ihr zu einem Gutteil schon immer noch selbst. Und lasst euch nicht vom hinterlistigen, selbst eitlen Don, noch von der Werbung oder gar von alt-patriarchalischen Neo-Tendenzen erneut verunsichern und aufs Glatteis führen. Euer Körper gehört euch. Ganz bestimmt! Und ihr seid schön auch und gerade dann, wenn nicht Size Zero.

    Size Zero, das ist DIE Körper- und Kleidergröße, wo die Ärmchen links und rechts verhungert runterhängen und der Kopf viel zu groß wirkt, auf einem ausgemergelte

    • Fortsetzung ab letztem Absatz, grr:
      … auf einem ausgemergeltem Körper sitzend. Come on. Ladies, DAS. IST. HÄSSLICH! Mega.

      Gruß
      Der verfressene Kater
      seinen flauschigen Spaghetti-Bauch streichelnd

    • Darf auch eine Wassermann-Frau ihren Senf...
      … zu Ihrem/ Deinem Senf dazu geben? Eine treffende und für mich äußerst amüsante Zusammenfassung des Frauen-, Körper-, usw. Themas! Ich wollte es nie wahrhaben (und nur Männer haben mich darauf hingewiesen) – Frauen unter sich sind die schlimmsten Kritiker und Gaffer bei dem Thema. Bin selber schlank (kein Size zero :)) und muss dafür nicht viel tun (nur mehr Sport wäre gut für die Erhaltung der Festigkeit und der Kondition und überhaupt) und sehe für mein fortgeschrittenes Alter auch noch jünger aus. Jedenfalls ja, ich kann eigentlich essen, was und und so viel ich will (und mache das besonders gern, wenn Frauen zugucken, die sich selber nur ein Sechzehntel Teil vom kleinsten Stück des Kuchens gönnen ;)) Aber was es da an Kommentaren, Blicken usw. gibt – wenn man anfängt darauf zu achten, furchtbar!
      Die Gym- und Essgestörten um einen herum werden immer mehr, auch Männer jeglichen Alters in diesem Wahn! Ich freue mich über Menschen mit einer gesunden Distanz zu dem Thema! Danke dafür :)

  4. fishing for compliments?
    oder Jammern auf höchstem Niveau? der Respekt des Lesers ist Ihnen sicher, bei dieser eroica möchte ich nur zusehen

  5. Titel eingeben
    Der von Baumstämmen zugestellte Waldweg gefällt mir in seinem Wechselspiel aus Licht und Schatten wirklich sehr gut, nicht nur als Symbolbild für die #OM14. Ich würde ihn allerdings eher nicht mit dem Rad befahren, aus ganz altmodischer Rücksicht auf meine Gesundheit bzw. den dieser nicht zuträglichen Fahrkünsten.

    Und wenn mir an genau dieser Stelle drei wunderhübsche, gut gelaunte Waldfeen entgegen kommen, so werde ich – versprochen! – nicht meinen Bauch einziehen, sondern sie höflich in eine Plauderei verwickeln.

    In der ich dann, ähem, tunlichst meine Kenntnisse über Frau Butler und dergleichen Genderisten-Theoretiker*innen ganz sicher nicht erwähnen werde. Schon allein, um die geringe Chance zu wahren, dass eine dieser Waldfeen meiner hold wird. Aber auch aus Rücksicht. Bestimmte Themen sind an solchen Orten geradezu auf das Äußerste unpassend, unpassender gar noch als eventuell erwähnbare Kenntnisse aus dem Horrorfilmmillieu…

    Denn das Genderthema, so unerfreulich das jetzt aus Sicht von z.B. Frau Jasna Strick sein mag, das ist für den überwiegenden Teil der Menschheit (inklusive der angesprochenen drei Waldfeen) der pure Horror.

  6. Immerhin ..
    ist es bei solchen Fahrrad-Pisten nicht angesagt, nur mit einer Hand zu lenken, während die andere eine Zigarette hält – bergauf wie bergab. Rund um den Baggersee sieht und riecht man das leider immer öfter.

    • Nichtraucher ist drinnen
      <>

      Und da dürfen die das auch noch, Skandal!!! (Nichtraucher ist nämlich *drinnen*).

  7. ...bis nächste Woche in Gaiole!
    Übrigens bin ich vor 4 Jahren durch Ihren Text auf die Veranstaltung gestossen und vor drei Jahren zum ersten Mal mitgefahren.
    Dieses Mal auf einem Gudereit (ja, die haben in den 80ern auch mal Rennräder gebaut!) mit Sachs-Schaltung und Weinmann-Bremsen. Vielleicht komme ich ja bis ins Ziel..!

    • na dann sehen wir uns vielleicht. Ich bin leicht am hellblauen Woodrup und an einem roten Trikot mit der Aufschrift GS Passiro Merano zu erkennen.

  8. alt aussehen...und sein
    Ich habe ein Gelliot Modell „Tour de France“. Das dürfte etwa so alt sein, wie ihr Woodrup – gar älter.

    Ich muß es wieder loswerden – baldest möglich. Ich fühle mich schon alt genug und brauche kein Fahrrad, dass dieses Gefühl noch unterstreicht.

    Oder ist das gerade der Kontrast, der einem wieder jung erscheinen lässt – so im Kontrast zu einem deutlich sichtbarem „oldschool“ Drahtesel?

    Technische Details:
    Wittkopp elastik
    Weinmann Typ 810
    Dreigang mod. 55

  9. Ich sag's ja nicht gern
    … aber der Feminismus wie die Negerküsse haben ihre
    besten Zeiten hinter sich.
    Die Exotik ist ihnen abhanden gekommen und fristet
    nur noch in den – mhhh – feuchten Träumen ältlicher
    Weißer Frauen ihr zunehmend kümmerliches Dasein.

    Masse ist nie exotisch oder erotisch und keinesfalls elitär.

  10. Die Mühen der Partnerwahl, die Erotik der schönen Körper und die Lügen des Feminismus:
    Schöne Zusammenfassung durch den Don. Den es besonders ehrt, nicht einmal erwähnt zu haben, dass Frauen in ihrem sexuell aktivsten Lebensalter genauso schlimm „unfaire“ Kriterien für Partnerwahl haben, wie sie Männern gerne nachsagen. Keine Chancen für Fette, Unsportliche, Nerds, Uncoole, Pickelige, Blasse, Charmebefreite.

    Fat-, Couch Potatoe- und Clearasil-Shaming vom Feinsten. Auf zur nächsten Runde unverfälschter Heuchelei, denn das ist eine Menschheits- und keine Männerkonstante.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  11. Trailfoto
    Könnte ich bitte nähere Informationen zu dem auf dem zweiten Foto von unten abgebildeten Waldweg bekommen? Den würde ich auch gerne mal befahren.

  12. Solange er
    sich noch nicht jedes mal, so wie das die meisten Männer ganz natürlich täten, vorstellte, die drei Outdoormütter wären in Wahrheit die ewig wunderbare-hübschen, lieblich-jungen Outdoorfeen und Repräsentantinnen davon – und ganz vollkommen edler, männlicher Hilfe und Unterstützung gewärtig, und sich also vorstellte, wie er, galant-elegant aber mit kleinem Fehler in der Ausführung, das Rad im steilsten Punkt des Gefälle mit Schwung seitlich zum Ausbrechen und Wegrutschen brächte, gerade vor den drei Feen um sodann stammelnd der Schönsten, Rührendsten, Hübschesten und Besten von ihnen mit Blick auf ihr Knie, den so überaus hübschen und zart Hals und ins liebliche Gesicht, um sodann der, mit dem unsichtbaren kleinen goldschimmernden Krönlein auf dem Kopf, welches eben doch für ihn zu sehen wäre, dieser also für alle Zeit seine Anerkenntnis, Unterwerfung und ewige dienstbarkeit mit ausdrücklicher Geste und Armbewegung anzubieten, so lange wäre die FAZ evtl. noch nicht bei den möglichen Vollständigkeiten erwartbarer Vielfalt bei Bergbegegnungen und anderswo angekommen.

    Evtl. durchaus mit etwas Blut und einer kleinen Schramme am Knie, knieender Weise, von der abrupten Wendung in seinem Leben. Und würde erhört, fände sich so, gegen alle Erwartung und Hoffnung. Sie nähme ihn, treu für immer. Ganz wie überall im richtigen Leben.

    Aber soviel unverdientes Glück am Berghang und überall hätten aber nicht alle, noch nicht einmal alle verdienten, sondern nur die, die sich wirklich glücklich schätzen dürften, obwohl sie nur Männer wären, erkennbar nur solche.

    Aus dem Staub, welcher die Welt ist, erhoben durch sie, zu ihr, ewige Gnade, ewig unverdient, und doch immer wieder neu gewährt, gegen alle erkennbaren Realitäten.

    Denn so wars eigentlich gemeint gewesen, „Das Ewig-Weibliche, es zieht uns hinan“. Nur dumme Männer konnten davon glauben – und das über Jahrhunderte in Gazetten und Newspapern so verbreiten – das sollte sie aufrecht-stehend ereilen, und sie müssten dann bis hoch über die Wolken wie mit Fliegern. Dabei, pure, reinste Logik sagte, wüsste: Von auf seinen Knien bis vor Ihr Gesicht ganz dicht würde im allgemeinen schon reichen. „Aber doof bliebe doof, da hülfen keine Pillen“, so Frau auch schon mal bei sich oder untereinander in Gespräch oder Gedanken, die Welt erwägend.

    Und oft auch keine Männergruppen oder Kollektive. Denn Frauen vor allem erwögen viel die Welt, immer mehr noch als die Männer – und mesisens auch viel richtiger.

    Nun denn. Soviel also von der Bergabfahrt. Schon manchen meinten, sie wäre unergründlich.
    .

  13. OT
    Jetzt möchte ich mich mal als USA-Versteherin outen.

    Wie bitte soll die USA ihre Herrschaft über die globalen Finanzindustrie
    durchsetzen, wenn sie zulässt, dass in Honkong nicht nach ihren Regeln
    gespielt wird?

    Was dem einen die Krim ist dem anderen Honkong!

    Dumm gelaufen für die europ. Finanzplätze.

    Diesmal betrifft es uns nicht und wir können
    uns reinen Herzens an den jungen symp. Menschen, die
    für mehr Demokratie auf die Straße gehen, erfreuen.

    • ...
      …und sollte eine europ. Großbank auf die Idee kommen
      nach Singapur auszuweichen, dann ist eben Singapur dran.

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