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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Medici und Merkel im Transitzonenvergleich

| 320 Lesermeinungen

In ein Amt gewählt zu werden, ist oft schädlich für den Körper und immer nachteilig für die Seele.
Cosimo de Medici

Meine Wohnung bei Siena ist wie kaum eine andere dazu geeignet, um Menschen vom Betreten abzuhalten, indem man sie umbringt, oder wenigstens schwer verletzt. Und selbst, wenn man ihnen kein Haar krümmt, so brauchen sie schon zumindest ein schweres Geschütz des ausgehenden Mittelalters, um sich Zutritt zu verschaffen. Schwarzhandelsübliche Kleinkriegswaffen, aber auch Handgranaten oder Panzerfäuste sehen sich mit einer mehr als einen Meter dicken Konglomeratmauer konfrontiert, während ich – neben einem Spülbecken für dreckige Wäsche – auch noch eine Schiessscharte besitze, durch die ich jeden unerwünschten Eindringling mit Dreckbrühe, der traditionellen Waffe der schreibenden Zunft, übergiessen kann.

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Kurz, ich wohne in einem Palazzo, der in eine Festung eingebaut wurde. Es ist auch nicht irgendeine Festung, sondern eine, an der sich mitunter das Schicksal der Toskana und Italiens entschied. Die Festung heisst Staggia Senese, liegt direkt am wichtigen Fernhandelsweg Via Francigena, und grenzte damals den Herrschaftsbereich von Florenz gegen das Territorium Sienas ab. Egal ob Tuchhändler aus Florenz oder Bankier aus Siena: Für beide war die Strasse lebenswichtig. Um sie und den Einfluss darauf wurde jahrhundertelang gekämpft, und als man sich am Ende des 14. Jahrhunderts einigermassen auf einen Grenzverlauf geeinigt hatte, verbesserten die Sieneser auf einem Berg in der Nähe ihre Festung Monteriggioni. Ein phantastisches Ding, aber noch recht mittelalterlich auf dem Berg und nicht den Anforderungen der Zeit entsprechend. Gerade deshalb ist Monteriggioni aber ein beliebtes Touristenziel. Da sieht man, wie das Mittelalter Burgen baute und am Wandel der Zeit versagte.

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Florenz dagegen war sich nicht zu schade, den bekanntesten Architekten der Stadt und vermutlich auch besten Architekten der damaligen Zeit nach Staggia zu schicken. Filippo Brunelleschi war zwar mit dem sensationellen Unterfangen der Domkuppel von Florenz und der Wiedererfindung antiker Bautechniken mehr als ausgelastet, aber die Grenzsicherung in Staggia war den Florentinern wichtiger. Niemand sagte damals, dass man die Grenzen von Modena über Pisa bis Siena ohnehin nicht schützen könnte und die Bewältigung der Folgen würde man schon schaffen. In Florenz wusste man etwas, das Deutschland mit den kommenden Multimilliardenbelastungen für die durch Staatsversagen herbeigeführte Flüchtlingskrise erst wieder lernen wird: Auf die Aufgabe der äusseren Grenzen folgt immer die Aufgabe des Eigentums der Bürger. Florentiner hatten – ähnlich den Deutschen –  oft genug selbst Nachbarstädte ausgeplündert, und weil sie als Realpolitiker mit Sinn für das Mach- und Behaltbare nicht das gleiche Schicksal erleiden wollten, wandten sie sich eben an den Besten, selbst wenn dadurch das Prestigeprojekt des Domes in Verzug geriet. Also kam Filippo Brunelleschi hierher und beschäftigte sich mit so profanen Dingen wie meiner Mauer und meiner Schiessscharte.

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Kunstsinnige Invasoren konnten sich 40 Jahre nach dem Bau dann auch geehrt fühlen, durch diese sinnreiche und klug angelegte Festung aufgehalten oder gar umgebracht zu werden: 1476 hatten die Medici innerhalb und ausserhalb der eigenen Stadt viele Feinde, und die Sieneser versuchten – allerdings ergebnislos – angesichts der günstigen Gelegenheit die Festung zu erobern. Im Gegenzug waren die Medici von hier aus dann mehrfach nicht nur erfolgreich beim Vertreiben ihrer päpstlich finanzierten Feinde, sie eroberten von hier aus 1553 Monteriggioni und brachten Siena endgültig unter ihre Kontrolle. Natürlich ist meine Mauer nicht so berühmt wie die Kuppel auf dem Dom, aber man muss fraglos zugeben, dass sie zum Ruhme und zur Macht von Florenz mehr beigetragen hat als der kuppelbekrönte Protzbau, den heute die Touristen besuchen.

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Protzbauten mit Kuppel sind seitdem nicht ausgestorben, einen solchen haben wir im grauen Deutschland mit dem Reichstag. Dort jedoch herrscht kein Lorenzo der Prächtige, sondern eine Frau, die zwar heute ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung gegen ihre Bürger durchsetzen will, aber zugleich öffentlich schizophreniert sagt, die Grenze des Landes könnte man nicht überwachen, und wir würden den vollkommen unkontrollierten Zustrom irgendwelcher Leute schon schaffen. Egal ob echte Syrer oder ägyptischer Muslimbruder mit falschem syrischen Pass, irakische Kurden, abenteuerlustige Tunesier, reisefreuige Turkmenen, von Schleppern angestiftete Afghanen, Pakistanis, Somalier, die mitunter aus Nigeria stammen und Eritreer, die von der anderen Ecke der Kontinents aus der Elfenbeinküste kommen, echte Asylberechtigte, Passwegwerfer, registrierte Leute mit Asylantrag in Italien oder auch nicht: Erst mal rein in die Erstaufnahmelager, dann weiter in die Kommunenen und dann schauen wir mal, ob wir das schaffen. Das Land wird sich natürlich ändern, das ist dann der Lohn unserer grossen Anstrengung.

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Bevor hier nun einer zum schändlichen Nachdenken kommt, ob er vielleicht gar nicht angestrengt oder verändert werden möchte, kommt jetzt die Systemfrage. Es gibt eben zwei Lösungsvorschläge der Flüchtlingskrise: Florenz und Deutschland, beide waren in ihrer Zeit wichtige Handelsnationen und natürlich von Kommunikation, Zuwanderung und Austausch mit anderen Regionen abhängig. Frau Merkel sagt, dass man die Grenze nicht überwachen kann und Transitzonen wenig bringen. Ich aber sage, dass Staggia Senese genau so eine Transitzone war und eigentlich ganz prächtig funktionierte: Wer hinein wollte, musste sich ausweisen, seine Waren verzollen und sich an die Gesetze halten, Wer aus dem Süden kam, musste sich in Staggia dieser Prüfung unterziehen, wer das nicht wollte, wurde ausgewiesen. Das hat in der Renaissance niemanden gestört: Es war halt so. Es gab in Staggia lediglich zwei und im Vergleich mit Deutschland läppische militärische Konflikte in zwei Jahrhunderten, ansonsten hat es für Frieden und Verlässlichkeit gesorgt: Als eine imposante Begrenzung des Landes, gut eingerichtet, ein Tor für den Zugang nach Florenz für alle, die berechtigt waren. Florenz war eine immens reiche Stadt in ihrer Zeit, da hatte man es gut. Aber man wusste auch, warum man die Tore nicht für die Mörder des Papstes, Sieneser Truppen, vertriebenen Intriganten aus anderen Städten oder gedungener Soldateska öffnete. Staggia bot Schutz denen, die in guter Absicht kamen, und hielt jene draussen, die Unruhe und Probleme gemacht hätten. Übrigens kamen auch die Medici selbst als Migranten aus Mugello nach Florenz und machten dort ihr Glück. Der italienischen Renaissance muss man nichts vom Nutzen der Migration erzählen.

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Recht viel brutaler als die Aufnahme, die Flüchtlinge gerade in Berlin mit dem Kältetod in unbeheizten Zeltstädten bedroht, kann es damals auch in Florenz nicht gewesen sein. Das Staggia Senese der Deutschen ist Bayern, und dort hat es die Landesregierung geschafft, in allen Bezirken winterfeste Unterkünfte zu schaffen, während in Berlin die Grünen unter der Kuppel Frau Merkel beklatschen und andere wochenlang vor dem Lageso stehen – andere, von denen bislang niemand weiss und vermutlich auch in vielen Monaten niemand wissen wird, ob sie Asylstatus bekommen werden, oder in einem langwierigen, teuren Verfahren abgeschoben werden. Oder untertauchen. Oder eine Wohnung gestellt bekommen, für die der private Betreiber zehn mal so viel von Berlin verlangt, als er selbst dafür an das kommunale Unternehmen bezahlt. Es ist ziemlich offensichtlich, dass die Kommunen in Deutschland für diese Krise weder die nötigen Mittel noch das nötige Personal haben, während munter jeden Monat weitere 200plusXTausend Menschen ungehindert einreisen.

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Weil wir die Grenzen nicht schützen können, und weil wir das schaffen, sagt Frau Merkel. Entweder spielst du in Staggia nach unseren Regeln oder du fliegst hochkant raus, sagte man in Florenz, und zwar nur in Staggia und nicht da, wo du gerade Lust hast. Man stelle sich vor, Lorenzo der Prächtige hätte es sich anders überlegt, wäre vor den Rat getreten und hätte gesagt: „Liebe Herren – Staggia, das bringt doch angesichts der Weltlage mit den Konflikten der Türken, Mongolen und Berberpiraten nichts. Wir machen das anders. Jeder kann kommen, wir verteilen alle auf alle Gemeinden, die müssen sich dann um die Leute kümmern, und wenn jemand mit Lungentuberkulose oder einem Mordverdacht einfach untertaucht, dann ist das eben so. Wir machen eine übergeordnete, langsame Entscheidungsbehörde, die mit jedem Untertauchen weiter verlangsamt wird, überlassen die eventuelle Rückführung den Regionen, sofern sie das schaffen, und wie die Unterbringung zu machen ist – das müssen die Leute vor Ort selbst wissen. Es wird die Armut im Land vergrössern, weil die Leute keine Arbeit finden, aber wir lassen unsere Panegyriker weiter tapfer über Fachkräfte und spätere Rente jubeln. Angela von Brandenburg-Uckermark macht das nämlich auch so, und wenn alles schief gegangen ist und das Land überrollt wird, dann werden Gesetze verschärft, Leistungen gekürzt, und sie bietet das gesparte Geld dem Sultan in Istanbul als üppige Tributzahlung an und will, dass andere unwillige europäische Fürsten das tun, was sie verlangt. Das ist eine vorzügliche Idee, ganzheitlich und bei den Ursachen ansetzend, und ich finde, wir sollten das auch mal versuchen, statt in Staggia die ganze Abwicklung in einer Transitzone zu konzentrieren und jedem klar zu machen, dass wir zügig entscheiden und nicht gewillt sind, uns auf der Nase herumtanzen zu lassen oder gar riskieren, dass man uns verklagt. So läuft das nämlich heute in der Zeit des Buchdrucks nicht mehr. Wir schaffen das oder er ist nicht mehr mein Land.“

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Und jetzt sitze ich hier hinter meiner dicken Mauer des berühmten Architekten, lese die Nachrichten von Revolten, Verdruss und dem Türkentribut in Deutschland und frage mich, warum das politische Genie Lorenzo nicht selbst auf diese famosen Ideen gekommen ist, und sich lieber darauf verlassen hat, dass man in Staggia schnell und sauber die Migration kontrollierte. Eventuell hatte er auch nur Angst vor einem Aufstand, weil er sich nicht darauf verlassen konnte, dass das rebellische Volk von Florenz seine zukunftsweisenden Pläne und folgenden Problemen so schön vermittelt bekäme, wie das bei uns ARD, Prantlhausener Zeitung, Zeit und andere Medien zum übergeordneten Wohle des Landes und seiner demographischen Probleme tun.

Oder diese ungebildeten, dreckigen Barbaren, dieses Florentiner Pack hatte im Gegensatz zu unseren Asylbefürwortern einfach keine Zuversicht, keinen Blick für das Ganze und keine Willkommenskultur.

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320 Lesermeinungen

  1. alles bei den schwarzen
    nun lieber DON, es läuft doch alles wie prognostiziert……..ich habe nicht nur recht, ich werde auch noch recht bekommen.

    zum einen: nach wie vor werden die einwanderer in schwarzen gegenden primär abgeladen………….beispiel gefällig in BaWü dem rot-grünen musterland: hauptlast verlagert nach Ellwangen, schwarze erststimmen dort bei ca. 66 %. oder ist das die rache der geschichte am ehemaligen teilstandort der leibstandarte „Adolf Hitler“ ?
    nun, gut, dafür wurde Ellwangen nicht vom allied bomber command beglückt.

    und warum reagiert die von DON so schön genannte szenepresse so dünnhäutig auf die auch hier schon geäusserten vorschläge: einwanderer in die die innenstädte. z.b. auf den reichlich vorhandenen, mit bester infrastruktur ausgestatteten platz zwischen reichstag, kanzleramt und „schwangerer auster“. idealer gehts doch nimmer. herr Altmaier kann täglich vorbeischauen und die lage prüfen. die ist in berlin hoffnungslos, aber nicht ernst.

    und wer nimmt der führungsspitze denn die erwartete antwort auf ihre rhetorische frage ab: ob mann oder frau damit sagen wolle, dass frau nicht wisse, wie es in den lagern aussehe ? genau darum geht es doch.

    und hat der Vatikan, das zentrum der RKK auch schon einwanderplätze bereitgestellt ? oder werden die grenzen dort immer noch geschützt und bewacht in barbarischer art und weise ? auch dort gibt es excellente grünanlagen und der winter soll ja in rom bekanntlich recht mild sein.

    aber, das gibt hoffnung: es kursieren erste fragen, ob die führungsspitze noch die führungsspitze an weihnachten ist.
    sollten mann oder frau nicht gleich besser fragen: wer kanns denn ?

    bis dahin gilt: pabstbesuche helfen immer (nie war die auswahl an lebenden päbsten grösser) und bitte nur mit der frau ins bett. der eigenen !

  2. HatAUCHnix
    Welch Text.
    Danke.

    Bleibt nur eine Frage offen:
    Warum wählen wir nicht Historiker ins Kanzleramt ?
    Mann könnte dann wenigstens die Hoffnung haben das mal neue Fehler gemacht werden und nicht immer die Alten wieder holt.

    Oder gilt immer noch : Nihil novi sub sole ?

    • Hatten wir schon
      Einer hatte Rechtwissenschaften und Geschichte in Frankfurt und Heidelberg studiert.

      Ergebnis: EURO, Wiedervereinigung,….

  3. Don, die Migrationspolitik der Bundesregierung lohnt nicht mal historische Vergleiche.
    Das tut ihr schon viel zu viel Ehre an. Hohn und Spott über eine führungs- und organisationsunfähige Regierung ist alles, was bleibt. Bis zum Crash, der jetzt schon fast unvermeidbar ist, mit überfüllten Notaufnahmelagern und weiterhin 5 bis 10.000 Einwanderern pro Tag.

    Im nächsten Jahr ist Einwanderung tot, Asyl tot, gezielte Flüchtlingsaufnahme unmöglich und Deutschlands Grenzen sind zu, wahrscheinlich erwischt es noch das Schengen-Abkommen als „Kollateral“schaden.

    Ich habe in meinem Leben schon einige deutsche Regierungen erlebt und einen Teil davon selbst gewählt. Als historisch interessierter Laie erwarte ich nicht viel von Regierungen. Aber dass eine amtierende Bundesregierung in der Lage ist, meine Erwartungen an die halbwegs sachgemässe Orgnaisation eines Kindergartens noch locker zu unterlaufen, das kam tatsächlich unerwartet.

    Für Zyniker ist das die Zeit für Bier und Popcorn, ein paar muntere Anfeuerungsrufe von der Seitenlinie inbegriffen. Prantlhausen und Merkelheim, bisher noch immer klar getragen von einer Bevölkerungsmehrheit in Deutschland (!), sind das perfekte und passende Symptom fortgeschrittner Infantilisierung weiter Bevölkerungskreise.

    Es beschwere sich bitte niemand über diese Regierung – grob und generell gesprochen bekamen die ihre Politik tragenden Parteien (alle im Bundestag vertretenen nämlich) bei den letzten Wahlen über 90% der Wählerstimmen. Wenn wir so dusselig sind, eine Frau und eine Pfaffentochter zur Regierungschefin zu machen, dann holen uns halt irgendwann die Folgen ein.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Pfaffentochter schön und gut
      aber Margaret Thatcher war auch eine Frau (sagt man) und ist die Dinge ganz anders angegangen. Das Frausein an sich ist noch kein Negativkriterium für einen Regierungschef.

    • La fille de l'épicier
      so bezeichnete Giscard d’Estaing intern Mrs T.

      Und Mitterrand war auch charmant: Sie hat den Mund von Marilyn Monroe und die Augen von Kaiser Caligula.

    • Weiss ich. Ich habe nur meiner Neigung
      zum Ätzen nachgegeben, bei mehr als passendem Anlass.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • .
      weswegen man auch nicht auf ihr widerspruchheischendes knurren reagiert: der will ja nur spielen. ts.

    • Hihi, schön erkannt.

    • Schon das Wort "Migrationspolitik" ...
      … ist zuviel der Ehre.

  4. Deutschland
    mit seinem kulturnationalen Stolz ist seit mehreren hundert Jahren im Selbstkonzept vom Typ Gedankenvirus:Ideal geht vor Realitätssinn,mit den Folgen des Wechsel von Großmannssucht und Demutsstolz.Es wird spannend,ob sich das Weltbild in Richtung Realitätssinn wandelt oder ob die „Kulturnation“-es sind nur noch Reste vorhanden- einfach verschwindet. Ich tippe auf letzteres.

    • Wenn´s Ihnen um die "Kulturnation" geht, kann ich Sie beruhigen:
      Die hat es in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffes nie gegeben, die kann also auch nicht verschwinden.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Letztlich ist es egal

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeslaender-registrierten-in-40-tagen-409-000-fluechtlinge-a-1058120.html

      Entweder es passiert ganz schnell etwas oder wir erleben eine umfassende Katastrophe.

    • .
      man kann sie beruhigen, dass es vermutlich doch viel eher die zweite option ist, die im übrigen bereits seit einiger zeit läuft.

      ceterum – demokratie als das kernprogramm der bürgerlichen gesellschaft ist für ein anderes programm ausgewechselt worden, was man nun – fast muss man sagen, endlich, wenn es nicht dergestalt zynisch wäre – wahrnimmt.

      oder wie muss sich ein parlamentarier der eu fühlen, wenn man sein mitspracherecht ansieht. mitbestimmung an der oberfläche gibt es unbestritten, doch am kernprogramm darf nicht mitgewirkt werden, auch wenn dies alles andere konstituieren hilft.

    • Unser Deutschland
      Wir sind leider auch bekannt dafür, alles bis zum „bitteren Ende“ durchzuziehen. Stimmen, die für eine Umkehr sind, werden nicht gehört.

  5. Soisses gewollt
    Es ist wohl so, wie ich von Leuten hörte, die jeden Tag damit zu tun haben, daß erfahrene Dolmetscher mehrfach die registrierenden Beamten darauf hin gewiesen haben, daß der eine oder andere „Syrer“ garantiert keiner sei aufgrund seines Dialektes, die Beamten aber trotzdem Syrer eintrugen. Dies lässt den Schluß zu, es ist offensichtlich gewollt möglichst viele „Syrer“ ins Land zu lassen und keine Fragen zu stellen, die machen das Leben auch nur kompliziert. Auch wie der Innenminister die pöhse Zahl 30% gefälschte Pässe in den Raum stellte wurde er sofort von der Presse abgewatscht als Phantasiezahl abgetan, ohne Grundlage etc. Das einzige was mich stutzig macht ist nur die Tatsache, die Mutti ist doch Physikerin, die müßte doch wissen was mit „geschlossenen Systemen“ passiert wenn unkontrolliert der Druck erhöht wird….

  6. Die Wette
    @djangohatnemonatskarte –Im April schlug ich meinem Neffen eine Wette vor: Griechenland ist Weihnachten noch im Euro und Mutti ist nicht mehr Kanzlerin. Mein Neffe hat dagegen gewettet. Es geht um eine Flasche guten Champagne, die wir zusammen austrinken werden. Ich freue mich schon sehr auf die Einladung des jungen Mannes zum guten Champagne zwischen den Jahren.

    • Trifft sich ja - ich kann am 01.01.2016 eine Wette einlösen, die ich 2012
      im damaligen ZEIT-Blog von Jörg Lau eingegangen bin: Dass am 01.01.2016 der Euroraum noch existiert, Deutschland noch im Euro ist und der Euro plus/minus die erwartbare Infltionsrate noch immer soviel wert ist, wie damals.

      Prost,
      Thorsten Haupts

  7. Pingback: acheronta movebo : First Choice – “Doctor Love” (Salsoul Records 1977) – Vom Krank-Sein und Gesund-Werden. Zum Wesen des Arztes und zum Kantianismus. – Briefwechsel mit Michael Hammerschmied.

  8. Verteilen oder verteidigen
    Solche Worte zu lesen von Ihnen, Don, und auch von Ihnen, Thorha, dem engagiertesten Apologeten des Status quo – bislang- macht nachdenklich, ganz sicher.
    Und die schlaueren, witzigeren Kommentatoren hier – einer der letzten seriösen Meinungskanäle neben der Apotheken-Rundschau und dem Fachblatt für Voodootherapie gegen Weltuntergänge – liegen wirklich gar nicht so weit auseinander, so sehr man sich sonst die Finger heiss tippt.

    Das einzige, was man Merkel zugute halten kann, ist dass sie tatsächlich JETZT nicht mehr sagen kann, wir schaffen das nicht.

    Was wir heute erleben, ist der Zusammenbruch unserer Lebenslüge vom neoliberalen, globalisierten Kapitalismus – so wie der Sozialismus an der Wettbewerbsunfähigkeit seiner Planwirtschaft einging, vor allem was den Rüstungswettlauf, „Star Wars“ und die Informationstechnologie betraf.

    Wir haben uns etwas vorgemacht, dass das alles schon so ok wäre:
    Die Zerstörung der wirtschaftlichen Lebensgrundlagen in weiten Teilen der Welt, und ein wirklich dekadentes Luxusleben in viel kleineren Gegenden derselben, sind schlimm genug.
    Plus die Möglichkeit, im tiefsten Elend sich „Sex and the City“ und „Desperate Housewives“ ansehen zu können und absolut irre Transfersummen für Fussballspieler mitzukriegen – das schafft Verzweiflung und falsche Hoffnung.

    Wenn man es gewohnt war, dass von sieben Kindern später nur drei noch für die eigene Ernährung aufkommen konnten – so war das „normal“ – so hart das humanistich gedacht ist – WENN dann wenigstens das der eigenen Wirksamkeit zugängliche in Ruhe gelassen wurde, die Fische, die Hühner, der Acker. Und nicht Käptn Iglo, Wiesenhof und Monsanto alles an sich gerissen hatten.

    Und man nicht mitkriegte, dass man an allen möglichen läppischen Krankheiten gar nicht sterben musste.

    DAS ist unsere Tragik: wir haben gar nicht so viele Herzen zum transplantieren, wie wir schwer Herzkranke haben. Auf allen Ebenen.

    Wir können keine Wysteria Lane mit ihren neurotischen Scheinproblemen für 7+ Milliarden Menschen bauen – aber mindestens 4 können davon in ihrem Mäusekino träumen.

    Ich verstehe, warum manche ihr Heil im Glauben suchen, und warum sie diesen so fundamental durchzusetzen versuchen – eben weil am Steuer eines Toyota Landcruiser mit einem Smartphone in der Hand der Gegenwind der rationalen Moderne so heftig bläst.

    Wenn man dann sieht, wie sich einige Vertreter dieses vermeintlich moralisch überlegenen Menschen aufführen, wenn es um die Verteilung einer Wagenladung jezidisch-femininen Frischfleischs geht – ja dann scheint mir der Griff zur besten Waffe auf dem Markt dagegen genauso plausibel.

    Die fundamentalste Überzeugung unserer Kultur ist die gleichberechtigte Würde und Wahlfreiheit jedes einzelnen Menschen – vor allem unabhängig vom Geschlecht.

    Vieles, vieles ist suboptimal – aber ich finde es auf alle Fälle markant, was aus einem moderaten Aktienvermögen Ende der Siebziger Jahre werden konnte, wenn man es einigermassen gestreut wie vom seligen Kostolany vorgeschlagen liegen liess, und was man sich heute noch so als leistungsbereites Nudelhipster-Paar mit einem Wunschkind so von Null auf als Lebensoption herbei träumen kann.

    Der Pursuit of Happiness ist zur Lüge vertrocknet – und als letztes Kapitel verteilt man die wenigen Privatvermögen, die noch nicht als Trust, Hedge Fonds oder Firmenholding verfasst sind, unter die Flüchtlinge.
    Und dann gibt es niemand mehr, der es sich leisten kann gegen die universelle Konzernokratie oder den staatskapitalistischen Hegemon und alle ihre Höflinge anzustinken.

    Ich hab schon oft gesagt, man sollte jede Form juristischer Personen einer -oder als „Aktien“-Anteil – einer nutzniessenden realen Person zuschreiben.

    Im Zeitalter der Negativzinsen revidiere ich auch meine Position, Vermögenssteuern abzulehnen, weil sie Substanzsteuern sind – die wichtige Funktion einer Vermögenssteuer – mit kulanten Freibereichen in Sachwerten – ist die Erfassung des individuellen Vermögens, die Erfassung der individuellen Korruptionsmacht.

    Und die Chance, ab einer bestimmten Höhe progressiv wirklich bei Lebzeiten einen mehr als sybolischen Obulus – auch bei Firmenvermögen- abzupumpen, um die essentiellesten sozialen Belange von irgendwem überhaupt noch finanzieren zu können.

    Unsere Nudelhipster gucken doch alle in immer leerere Teller, was will man denen noch wegnehmen?

    Alle anonymen Fonds und Trusts könnten ja eine besonders hohe Diskretionssteuer abliefern müssen, wenn sie Ross und Reiter nicht benennen wollen, so wie alle die Staaten im Zahlungsverkehr eine Abgeltungssteuer, die sich an den globalen Herausforderungen nicht beteiligen wollen.

    Diese weggesteuerten Anteile könnten in kompetent gemanagede Staatsfonds gebündelt werden, die sowohl gute Gehälter zahlen, wie mit ihrer Rendite die öffentlichen Aufgaben stützen.

    Wir sollten – wenn noch möglich- die uns bleibende Zeit für phantasievolle Lösungsansätze nutzen, wie wir minimale Gerechtigkeitsanforderungen und Hoffnungsschimmer umsetzen könnten.

    Wenn man sieht, wie abenteuer-kreativ man in USA oder im Fall griechischer Banken die Zentralbankbilanzen aufblähen konnte, sollte -in der heutigen Perspektive- die schwarze Null keine heilige Kuh mehr sein.

    Und wir sollten uns darüber klar werden, wer überhaupt was besitzt, was er „teilen“ könnte, damit uns unsere Gesellschaft nicht unter den Waffen der Feldwebel zusammenbricht, die für die eine oder andere verlogene Oligarchentruppe kämpft, ob für „Wachstum und Arbeitsplätze“ „deutsches Blut“ oder „himmlische Wonnen“.

    Ich möchte mit meiner Frau und meinen Freunden/innen hier gemeinsam gesund entspannt und lachend alt werden.

    Yacht und Privatjet wären SO wichtig nun auch nicht wieder…(grins, ironisch)

    • .
      ja, es ist komplex, und man sollte mit komplexität umgehen können. wirtschaft sollte dem menschen dienen, und nicht der mensch der wirtschaft, ein ganz klassischer ansatz.

      man sieht, ein nicht dem menschen dienendes überdrehendes system pervertiert sich zunehmend bis hin zu einem wie auch immer stattfindenden kollabieren.

    • Schon mal einen Gedanken daran...
      …verschwendet, dass persönlicher Reichtum (außerhalb von Trusts und Hedgefonds) durch harte Arbeit – also durch Tausch von unwiederbringlicher Lebenszeit in bare Münze – erwirtschaftet sein könnte? Meine eingetauschte (verlorene) Lebenszeit würde ich mit Zähnen und Klauen verteidigen.

  9. Die Überschrift - Ein Affront
    Der Medici-Clan, als einflußreiche Dynastie, stellte zwei Päpste, zwei Königinnen, zahlreiche Fürsten und Prinzen und beeinflußten dreihundert Jahre gesamten westlichen Welt.
    Und wer heute nach Florenz kommt kann noch immer die kulturelle Hinterlassenschaft der Medicis bewundern.

    Ganz gleichgültig welchen Vergleich auch immer man zu dieser Person heranziehen wollte, er wäre eine Zumutung für jeden Kulturmenschen und hier für die Medici!

    Wer ist überhaupt diese triste Person, die Deutschland gegenwärtig ruiniert?

    Warum die Medicis Beleidigen ?

    Die Zukunft Deutschland hat H.Heine in seinem Wintermärchen beschrieben:

    Siehst du, dort in dem Winkel steht / Ein alter Sessel, zerrissen / Das Leder der Lehne, / von Mottenfraß / Zernagt das Polsterkissen. / Doch gehe hin und hebe auf / Das Kissen von dem Sessel, / Du schaust eine runde Öffnung dann, / Darunter einen / Kessel – / Das ist ein Zauberkessel, worin / Die magischen Kräfte brauen, / Und steckst du in die Ründung den Kopf, / So wirst du die Zukunft schauen – /
    Die Zukunft Deutschlands erblickst du hier, / Gleich wogenden Phantasmen, /
    Doch schaudre nicht, wenn aus dem Wust / Aufsteigen die Miasmen!« / Sie sprach’s und lachte sonderbar, / Ich aber ließ mich nicht schrecken, / Neugierig eilte ich, den Kopf / In die furchtbare Ründung zu stecken. / Was ich gesehn, verrate ich nicht, / Ich habe zu schweigen versprochen, / Erlaubt ist mir zu sagen kaum, / O Gott! was ich gerochen! — / Ich denke mit Widerwillen noch / An jene schnöden, verfluchten / 
Vorspielgerüche, das schien ein Gemisch / Von altem Kohl und Juchten. / Entsetzlich waren die Düfte, o Gott! / Die sich nachher erhuben; / Es war, als fegte man den Mist / Aus sechsunddreißig Gruben. — / Ich weiß wohl, was Saint-Just gesagt / Weiland im Wohlfahrtsausschuß: / Man heile die große Krankheit nicht / Mit Rosenöl und Moschus / Doch dieser deutsche Zukunftsduft / Mocht alles überragen, / Was meine Nase je geahnt – / Ich konnt es nicht länger ertragen–

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

  10. 50 € pro Nacht (und Flüchtling)
    das erinnert mich irgendwie an was anderes
    käufliche Liebe und so …
    na ja, (Nächsten)Liebe hat eben ihren Preis
    wer das Christentum ernst nimmt muss sich halt ans Kreuz nageln lassen
    wir werden uns jetzt alle auf den Kreuzweg begeben
    da kann man schon mal stolpern und Schläge abbekommen
    aber unser Lohn wird das Paradies sein
    bedauerlicherweise das ohne Jungfrauen …

    • Jo, das muslimische Paradies ist für Männer weitaus attraktiver -
      niemand behaupte, der olle Mohammed habe nix von Propaganda verstanden :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  11. Aber Mutti selbst ist kein geschlossenes System
    @Problembär – Frau Dr. Merkel war nur während der erste Hälfte ihres Lebens Physikerin und zwar genau so wie man sich eine Physikerin vorstellt: Beste in der Klasse, langweilig für Männer, grau, kein Make-up, selbstgeschnittener Haarschnitt, schlabberige Kleider. So wurde sie Kohls Mädchen. Dann fand sich keiner in der CDU, der gegen den frechen Schröder antreten wollte – außer der Besten in der CDU-Klasse. Und man gab sich große Mühe, die graue Physikermaus aufzupeppen. Sie bekam einen feschen Haarschnitt, jemand brachte ihr bei, wie man einen Lidstrich zieht und die schlabberigen Kleidung durch strenge Hosenanzüge mit drei Knöpfen zu ersetzten. Auf einmal bekam sie ständig Komplimente, wurde populär und das unter vielen Laborschichten vergrabene emotional Weibliche kam heraus. Und weil sie in ihrer Jugend nicht gelernt hatte, mit schmeichelnden Männern gewieft umzugehen, verstärkten deren Komplimente die ihr unbekannten Gefühle und diese neue Erfahrung verdrängte das analytische Denken der ehemaligen Physikerin.

    • Titel eingeben
      @Lisbeth Heuse
      Sie dichten zuviel in Merkel hinein. Wahr ist wohl, dass sie massive psychische Probleme hat, man sieht es an den abgefressenen Fingernägeln, die mir bei allen Rautefotos übelsten Brechreiz bereiten.

      So ein Kind von Traurigkeit wird sie also nicht gewesen sein und wie man Männer zackig behandelt, wusste sie auf jeden Fall. Man denke nur daran, wie sie den Kühlschrank bei Gatte Nr. eins abholte. Gatte Nummer zwei wurde nach 17 Jahren Freundschaft geheiratet. Die Männer in Merkels Leben können einem fast leid tun, nach so vielen Jahren sind sie dieser unscheinbaren grauen Maus noch immer hörig, pardon loyal zu ihr. Anscheinend gibt es in der ganzen CDU keinen Mann mehr, der noch Eier hat, alle von Merkel kastriert und kein Mann hat dagegen aufbegehrt, es ist wirklich nicht zu fassen.

      Aber das auf angeblich verdrängte weibliche Emotionen bei Merkel zurückzuführen ist es nicht, diesen Vernichtungswillen hatte die Frau schon vorher. Der Topfschnitt und die Kleidung waren nur gleichgültige Tarnung.

    • vice versa
      Nun ja, man kann die Problematik auch von der anderen Seite sehen. Merkel weiß genau was sie tut! Sie flutet und schaut was passiert. Das ist dann ein Passepartout für ihre Nachfolger, die dann 2000000 pro Jahr als alternativlos locker unter die Leute kriegen. So kann man es auch sehen…….

    • passendes Niveau,
      Frau Simon. Wenn man nicht mehr weiter sieht als bis in den Spiegel, kommt wohl so etwas dabei heraus, dann denkt man von den anderen so heruntergekommen, wie man selber ist. Es wird Ihnen nichts helfen. Gottes Humor sei Dank!

    • Titel eingeben
      Nun, wenn Ihnen mein Niveau nicht behagt, meiner Wut geschuldet, kann ich nur sagen, auch egal.

      Spiegel lese ich nicht ;-) ist unter meinem Niveau.

    • @Simon
      Sehen Sie, liebe Frau Simon, das meinte ich: Leute, die sich unter dem Begriff „Spiegel“ wirklich nur das gleichnamige Magazin vorstellen können, meinen tatsächlich, sich irgendeine eine Meinung erlauben zu können! Dass sowas nur in unflätigen Beschimpfungen enden kann, ist jedem Erwachsenen klar …

    • ach liebe(r) auch egal
      meinen Sie nicht, dass ich mir trotz meines Alters immer noch hitzköpfiger Anwandlungen eine Meinung erlauben darf? Sie muss Ihnen nicht gefallen, da sei doch jedem die eigene gestattet. Unflätige Beschimpfungen gebe ich nicht ab, zumindest wäre mir das grad nicht bewusst. Sollten Sie mein Geschreibsel als unflätig empfinden, bitte ich Sie ausdrücklich um Entschuldigung, erlaube mir aber trotzdem, recht zornig auf manche Leute zu sein.

  12. What a brave new world …
    Wie kann man nur so beschränkt sein und nicht auf die leuchtende Zukunft schauen, sondern sich in altem, dunklem Gemäuer verkriechen und die endlich überwundene Vorgeschichte der Menschheit studieren, als ob uns das noch irgend etwas zu sagen hätte. Uns, die wir ins helle Zeitalter eingetreten sind, in dem Löwe und Lamm friedlich nebeneinander im biologisch-dynamisch mit Brennesseljauche gedüngten Grase liegen, daneben auch – ich hätte es fast vergessen – Ochs und Esel und Kuh und Gans und mittendrin das Jesuskindlein mit dem vom weisen König Tendzin Gyatsho dargebrachten Plüschteddybären, uns ist doch keine Grenze mehr gesetzt außer durch unseren guten Willen, und das ist auch gut so.

    Dem Vernehmen nach wird in Berlin in Regierungskreisen erwogen, vom Bundestag – er wird das schon an einem Wochenende beschließen – das Gravitationsgesetz abzuschaffen. Man stelle sich nur vor: Keine Kindertränen mehr bei Stürzen, keine Alten mehr, die nach Schenkelhalsbrüchen im Krankenhaus an Lungenentzündung verröcheln. Ein edles Ziel! Wenn irgend jemand das schaffen kann, dann nur das von einer klugen und bedachten Physikerin mit hohen Idealen regierte Deutschland! Wenn aber nicht – dann ist das nicht mehr mein Land.

  13. Lokale Probleme
    Die Regierung macht sich das einfach. Sie delegiert die Probleme herunter in die Fläche und jede Kommune kämpft um ihr Überleben. Habe heute gelesen, dass selbst im beschaulichen Friedrichshafen mit Verdoppelung der bisherigen 2000 Flüchtlinge noch 2015 zu rechnen ist. Wir kriegen das hin, aber die großen Städte kaum noch.

    Der Zusammenbruch geschieht lokal, irgendwo erfrieren Leute und die anderen rennen los und besetzen Wohnungen, egal wer darin wohnt. Dann ist das lokale Anarchie. Das passiert natürlich nicht überall, sondern eben in einzelnen Orten. So wie jetzt auch die Schlägereien, mal hier, mal dort. Aber über die Grenzen rücken täglich 10000 nach.

    Es ist vergleichbar mit einem Wasserrohrbruch, wenn man dann hektisch das Wasser aufwischt, aber den Haupthahn nicht zudreht. Dann kann man lange wischen und wird nie fertig.

    Deutschland wird die Wahl haben seine Grenzen zu schließen und damit das Problem in die nachfolgenden Länder zu verlagern, oder schlichtweg im Chaos zu versinken. Natürlich werden Migranten erfrieren im Winter und bevor das passiert, werden sie verzweifelt und mit roher Gewalt um ihr Leben kämpfen. Es wird die hässlichsten Szenen in ganz Europa der Nachkriegszeit geben und alles eingeleitet mit Merkels „freundlichem Gesicht“ und „Wir schaffen das“.

    • Ich wundere mich, dass bei er CU noch keine offene Revolte ausgebrochen ist. Heder mit einem Minimum an Vorqussicht sieht doch, dass as alles in die Katastrophe führt. Man stopft Menschen in Zelte und Turnhallen, die dort nicht bleiben wollen. Und die weren sicher irgendwann grantig.

    • CDU
      Die sind zu sehr mit dem Operativen befasst. Die Verteilung und Unterbringung, ja sogar Ingegration und Familiennachzug stehen im Fokus. Aber das Wasserrohr bleibt gebrochen mit den offenen Grenzen, so dass die Flut endlos weitergeht.

      Es kann gar keine gute Lösung mehr geben, da offenbar Millionen in der Welt ihre Reise angetreten haben und irgendwo in der Pipeline sind. Es müsste mal eine Satellitenaufnahme geben, die die Menschenströme nach Deutschland zeigt, das würde gruselig aussehen.

    • Titel eingeben
      Ich habe Wolfgang Bosbach privat und über seine Mailadressen im BT angeschrieben und das Misstrauensvotum gefordert. Den Brief an die Privatadresse wird er womöglich erst jetzt zum Wochenende haben, aber mir reicht’s wirklich.
      Eine Mail an die FDP in meinem Wohnbezirk… ach du liebe Zeit, seit wann sind die denn so grün?

      Ich meine, da hat kaum ein Mann mehr Eier, weichgespült und zimperlich.

      Es traut sich niemand aus der Deckung, ich verstehe es nicht. Ich habe ja schon nie verstanden, wie man diese Frau wählen kann… Da fährt sie das ganze Land vor die Wand und das auch nicht erst seit heute. Man denke nur an die Bankenrettung in oder Griechenland ganz allgemein, die unbezahlbare und nicht realisierbare Energiewende und nun das Theater mit den illegalen Einwanderern. Denen alles nicht schnell genug, nicht schön genug und weiß der Teufel was nicht passt, die ihren Unmut ob der Kälte rauslassen werden. Gut, mir ist es auch zu kalt, aber so ist es nunmal bei uns, aber wer sagt es denen?

      Kubicki beschwerte sich, „in unserer Not haben wir in Schleswig-Holstein das Schloss Salzau zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert. Die Flüchtlinge werden dort nun reichlich Fotos mit ihren Handys machen und die zu ihren Verwandten nach Syrien oder Mali schicken. Die denken nun, hier leben wir alle in Schlössern.“

      Merkels Schleimerei bei Erdogan wird nichts nützen, die anderen EU-Länder husten ihr was, statt ihr die Flüchtlinge abzunehmen, wofür ich volles Verständnis habe, denn wer die Musik bestellt, bezahlt sie normalerweise auch.

      Wir halten den Wahnsinn nicht mehr auf, wir sollten uns ein anderes Land suchen. Merkels Land des Lächelns ist reif für den Abgang.

  14. Schwarzsehen
    Ich sehe mittlerweile auch völlig schwarz. Ich bin mir inzwischen fast sicher, dass das in Kürze in Gewalt eskalieren und dann wirklich ganz übel werden wird. Und eigentlich neige ich nicht zur Panik. Anfangen wird es wohl in Hamburg:

    https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Stimmung-in-Fluechtlingsunterkunft-explosiv,fluechtlinge4360.html

    Zur Beruhigung war ich diese Woche nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder auf dem Schießplatz und habe Munition im Gegenwert von zwei Kinderbilderbüchern verbraten (was schon traurig genug ist). Hat aber nicht geholfen.

    Ich bin wirklich sehr enttäuscht von diesem Staat.

    • Ernstfall
      Ich frage mich, wer in Deutschland bei wie auch immer gearteten Unruhen für Ordnung sorgen könnte.

      Die jetzt schon überforderte Polizei?
      Die verkrüppelte und kaputtgesparte Bundeswehr?

      Nach Aussetzung der Wehrpflicht weiss auch niemand mehr, wie herum man ein Gewehr halten muss. :)

      In anderen Staaten gibt es wenigstens noch eine Miliz oder „Betriebskampfgruppen“ ;)

      Fazit:
      Der Staat wird gnadenlos untergehen und Mutti wird NATO Truppen beknien müssen ins Land zu kommen und ihren Mist zu beseitigen.

    • Niemand kann das. Man schaue sich Jerusalem an.

  15. Die Krise als Chance verstehen
    …war doch das Mantra von Schäuble/Merkel.

    In 10 Jahren hat man es geschafft Krise um Krise
    anzuheizen wegen der Chancen die sich bietem, als
    große Gestalter dazustehen. Große Politik gelingt nur
    bei großen Problemen.
    Warum sollte Frau Merkel nicht noch einmal
    damit durchkommen. Sie hängt mindestens so sehr
    an der Macht wie die Medici.

    Dass sich die Welt von der einen auf die andere Seite
    legt…dumm gelaufen …für die eigene Nachhaltigkeit.

  16. CDU Revolte
    Ich fürchte, die meisten der Funktionsträger haben da keinen echten Kontakt zur Wirklichkeit und schrecken, wenn sie darüber nachdenken, vor den Konsequenzen zurück. Ja, es wird an der Grenze, welcher auch immer, je weiter im Süden desto besser für alle Beteiligten in Europa, geschossen werden müssen und eine Kolonne von mehreren hundert bis tausend bekommt man nicht mit der Polizeipistole gestoppt.

    https://www.youtube.com/watch?v=VUdUkKH3J7o
    https://www.youtube.com/watch?v=aTnxaWIkwKo

    Da wird den meisten das Nichtstun als das kleinere Übel erscheinen, auch wenn derjenige weiß, dass es falsch ist. Aber ich sehe im Augenblick keinen Noske. Wenn man das zu Ende denkt, wird es aber nur die Wahl zwischen Noske und dem Untergang des Landes in seiner jetzigen Form geben.

    Betrachtet man die Zahlen nicht in der Relation zur Bevölkerung, sondern korrekterweise in Relation zu den Alterskohorten, so sieht es jetzt schon ziemlich schlimm aus.

    Annahme: 1 Mio Migranten, davon 80% Männer, davon 80% in der Altersgruppe 18 – 80 = 640.000 Männer in der Altersgruppe, runden wir sicherheitshalber auf 600.000 ab, durch 12 macht 50.000 pro Jahrgang. Ein Jahrgang in Deutschland hat ca. 700.000 Geburten, davon die Hälfte männlich. Macht auf 350.000 in Deutschland geborene Männer nur dieses Jahr mindesten 50.000 als ca. 14% oben drauf und nächstes Jahr? Wir haben also nur sehr wenig Zeit, bevor das kippt.
    Wer Kinder in dem Alter hat, wird sehen, dass er die aus dem Land bekommt, was den Prozess noch beschleunigt.
    Die Politik sagt zwar, dass sich das Land verändern wird, scheut aber vor der Klarheit zurück, wie das tatsächlich aussehen wird.
    Wie bereits gesagt, wenn man das konsequent durchdenkt, wird es sehr unschön, für die umweltbewegten der Grünen gibt es aber auch noch die bleifreie Variante
    http://tinyurl.com/olm6n54
    Die Frage ist nur auf welcher Seite die dann stehen, wenn es um die eigene Familie/Wohnung geht.

    • ...
      „Wer Kinder in dem Alter hat,wird sehen, dass ermsie aus dem Land bekommt.“
      Ja, so denken Eltern in Afrika und Asien auch.:-)

  17. Mutti fanden halt fast alle alternativlos gut
    @Don Alphonso 15:51 – Es handelt sich hier nicht nur um Muttis Fehlhandlung, sondern vor allem erst einmal um die all derjenigen, die ihr Verhalten noch bis vor ein paar Wochen oder gar gestern groß gelobt haben – und zwar nicht nur all ihre ARD/ZDF Fans. Topmanager aus der Industrie haben sich für sie eingesetzt und haben öffentlich verkündigt, dass es das Arbeitsmarktproblem und demographische Problem Deutschlands löst (Obwohl sie garantiert wussten, dass ein sehr großer Teil der Flüchtlinge keine adäquate Ausbildung haben). Gutmenschen und die die damit Wählerstimmen kriegen wollen, haben gepriesen, dass Deutschland damit vorbildlich hilfreich und freundlich in der ach so gemeinen Welt dasteht. Sogar für den Nobelpreis wurde sie vorgeschlagen. Ein sehr großer Teil der deutschen Elite hat sie öffentlich unterstützt und die muss sich jetzt erst einmal selbst eingestehen, dass sie aufs falsche Pferd gesetzt hat.

  18. Transitzonen
    Wenn die kommen, dann passiert folgendes: nach einer Woche sitzen dort 50.000 Leute fest. Ihnen gegenüber stehen vielleicht 300 Wachleute. Die 50.000 brechen durch und kommen mit Gewalt ins Land.

    Die Bilder sehen wir nicht im deutschen TV, aber in allen anderen Ländern der Welt. Tenor wird sein, dass Deutschland untergeht, dass die Migranten uns im Griff haben.

    Zeitgleich werden die Migranten in den Lagern munter, wenn sie sehen, wie einfach Gewalt wirkt. Und dann brennt der Baum, Grenzen weiter offen, Transitzone gescheitert und keinerlei Plan B.

    • Nun, die Deutschen können sich ja bei den Italienern erklären lassen, was man da tun kann – ausser nach Deutschland ausreisen lassen. Es ist och offensichtlich; sobal es zu Schnellverfahren an der Grenze kommt, müssen die Leute zurück nach Österreich, und dann haben die dort das Problem. Am Ende wird man dankbar um jeden Orban sein, der die Grenzen sicht macht und die Klappe halten und andere die Drecksarbeit machen lassen, wie schon früher. Bigott kann man in Berlin.

    • Bigott kann man in Berlin.
      oh ja, das kann man. Sagte Merkel doch, sie habe nie behauptet, dass wir es allein schaffen… also noch verlogener geht’s nimmer. Klar hat sie genau das behauptet, wir schaffen das. Heute sagt sie, dass es nur mit den europäischen Nachbarn zusammen geht, die ihr aber verständlicherweise was husten. Ich hätte wirklich allergrößte Lust, der Frau zumindest das Maul zu stopfen und das wäre noch die geringste Strafe, die mir zu ihr einfallen will.

      Übrigens haben sich einige wohl junge CDU-Hanseln zu einer Petition entschlossen „Den von Ihnen gewählten Weg, den Flüchtlingen mit einem freundlichen Gesicht zu begegnen, unterstützen wir ausdrücklich“. Glauben die ernsthaft, sie können unter Merkel noch Karriere machen?

    • Ich wüsste nicht, wie ein anstäniger Mensch da ohne Rücktritt rauskommen sollte. Zumindest nicht in einer Demokratie.

    • Ein anständiger Mensch, meinen Sie etwa Merkel?
      die Frau ist alles, aber ganz bestimmt nicht anständig. Wenn sich nicht endlich alle, die jetzt intern grummeln und meckern ein Herz fassen und ein Misstrauensvotum stellen, wird diese unanständige Frau auch noch in 2017 antreten und dann mit den Grünen ins Bett schlüpfen. KGE will ja noch einmal antreten und das Geschwätz beider Damen hielte kein anständiger Mensch aus. Übrigens leben wir in einer Postdemokratie, auf Demokratie haben wir ja lt. Merkel überhaupt keinen Anspruch und schon gar nicht lebenslang.

      Zu dem von Ihnen und mir gewünschten Rücktritt hat der Focus heute einen interessanten Artikel mit Umfrage
      http://www.focus.de/politik/deutschland/die-partei-stuende-vor-dem-nichts-warum-die-cdu-sich-den-aufstand-gegen-merkel-besser-zweimal-ueberlegen-sollte_id_5016830.html

      Und irgendwie hat die Zeitung recht, aber es sollte ja nicht unser Problem sein, wenn sich die CDU so hat entkernen lassen. Es müsste aber doch noch jemand in der Partei sein, der zumindest interimsweise den Kanzler stellen könnte. Alle Direktmandatträger wären da gefragt, die anderen kann man knicken, vor lauter Angst um den Listenplatz schrecken die vor sich selbst zurück.

    • Wenn das noch bis Weihnachten so weiter geht, ist es vollkommen egal, wer das macht – dann ist die Krise schlichtweg allumfassend. 700k Flüchtlinge und dann noch ein Drittel Unregistrierte, mitten im Winter, da ist die Kanzlerfrage sekundär. Merkel verliert sowas von rapidae an Ansehen, je mehr die ganzen Lügen der letzten Wochen herauskommen. Es kann mir doch keiner erzählen, dass die die Zahlen nicht kannten. Sie sollte ihr Konzept vorstellen und eine Volksabstimmung machen. Die Leute mächten nicht mehr derartig betrogen werden, sie möchten demokratisch bestimmen.

      Es geht überhaupt nicht gegen Flücjtlinge. Es geht allein um das Versagen der Politik und die Lügen.

    • Ach so, und: Dann gibt es ja noch den Seehofer. Der bekäme momentan im Land locker eine Mehrheit.

    • Allerdings frage ich mich bei Seehofer schon länger...
      …ob bzw. wie lange der das ganze gesundheitlich überhaupt noch durchhält.

      Er ist ja während seiner Zeit als Bundesminister gerade noch dem Totengräber von der Schippe gesprungen. Das war ein Ereignis, das manche eigenwilligen Züge in ihm noch mal verstärkt hat.

      In den letzten Tagen und Wochen sieht er abgekämpft und ermattet, geradezu um Jahre gealtert aus. Ein Wunder ist das ja nicht, wenn man sieht, was in Bayern los ist.

      Wenn er mit seinen Warnungen weiterhin an eine Wand hinredet, und er nicht zusammenklappt (was ich keinem wünsche), ist ihm aber durchaus zuzutrauen, dass er das Handtuch wirft.

    • Das ist nicht seine Sache, das hinwerden, da hat er sih zu gut durchgebissen. gut schaut er aber nicht aus, das stimmt.-Ih wünsche ihm ein langes Leben und ganz ehrlich, eine schlimmere Politik als Merkel kann ich mir kaum vorstellen.

    • Lieber Don, jetzt muss ich aber lachen, Sie sollte ihr Konzept vorstellen
      und eine Volksabstimmung machen. Merkel und ein Konzept? Das wäre das erste Mal in 10 Jahren, dass die Frau ein Konzept hat, das können Sie nicht ernsthaft glauben. Und für Volksabstimmungen sind wir doch auch lt. dem Bundesgauckler viel zu blöd. Es gibt wirklich noch Stimmen in diesem Lande, die meinen, die Frau Merkel hat es aber grad auch nicht leicht… das sind meistens ältere, gut situierte Damen, die vor Mitleid überfließen. Gut, älter bin ich auch, gutsituiert weniger und meinen Verstand habe ich noch nicht an der Garderobe abgegeben, meine Wut schon gar nicht. Wir werden keine Volksabstimmung bekommen, niemals, eher wird uns hintenrum noch eins reingewürgt, denn wie sagte nicht nur Schäuble, erst in der Krise schafft man große Veränderungen.

      Die das Volk dann nicht so mitbekommt, so es überhaupt etwas mitkriegt. Viele schauen die Nachrichten im ör-TV und sind völlig desinformiert, aber glauben den dort verkündeten Blödsinn auch noch.

      Warum glauben Sie, werden uns keine Berichte über die Zustände und Aufstände in den Aufnahmelagern gezeigt, warum erfahren wir nichts über Straftaten der ach so willkommenen Einwanderer, keine konkreten Zahlen, es ist immer von Schätzungen die Rede, wobei man nun von 1,5 Millionen Menschen ausgeht. Und wenn diese Zahl zugegeben wird, fürchte ich, ist sie doppelt so hoch. Und ganz ehrlich, um mich von staatlicher Stelle verar… zu lassen, bin ich einfach zu alt.

      Merkel und ein Konzept, ich lache immer noch ;-)

    • Nun, wenn sie kein Konzept hat, dann muss sie eben den Posten räumen. so einfach. Spätestetns wenn die AfD bei 27 Prozent steht, wird das unumgänglich. Ausserdem ist in Ostdeutschland eh schon einiges los, was keinem gefallen kann. Das wird ein harter Winter für alle Beteiliogten. Merkel züchtet gerade Nazis. Das kanns auch nicht sein.

    • Der Seehofer hätte momentan sehr gute Chancen
      nur allzu lange sollte er nicht mehr warten. In allen Foren wird nach ihm gerufen. Er scheint krank zu sein, aber da muss er durch, will er Bayern und das Land überhaupt noch retten. Da die CDU-Herren sich ja wohl nicht einigen können und nicht die nötige Traute haben, sollte er die abtrünnigen Damen und Herren um sich scharen und das konstruktive Misstrauensvotum stellen. Wenn das ein Genscher geschafft hat, schafft es Seehofer doch wohl auch ;-)

    • Das muss wenn dann aus der CDU kommen und es wird auch kommen, weil der Druck daheim schwer zu ertragen ist, Das „Wir schaffen das“ zieht nicnt mehr und die Leute wissen, dass man sie schröpfen wird. Zum aufgleich bekommen sie die Randale in den unterkünften. Die stehen am Supermarkt uns sehen, dass as Geld in alkohol und Zigaretten geht. Es sind tausend kleinigkeiten, aber die Abgeordneten müssen das erklären und können es nicht. Also muss jemand irgendwann handeln. Oder es entsteht im Westen eine Art Asylpragmatische Bewegung als Konkurrenz. Wo das endet, sient man in der Schweiz mit der SVP.

    • Nazis, nein, das kann's nicht sein
      da gebe ich Ihnen völlig recht. Und die AfD habe ich einmal gewählt, hat sich komplett erledigt.

      Nur, solange sich das deutsche Volk noch immer im Dämmerschlaf befindet, bis auf die Leute in Sachsen und sonstwo im Osten, kann Merkel machen, was sie will, leider. Wir können uns aufregen, aber was bewirken wir damit? Solange die Presse das Merkelspiel mitspielt und nicht die Fakten berichtet, die zu berichten wären, wird sich nichts ändern. Man lese nur mal den Spiegel oder Prantlhausen, da kommt die Galle literweise hoch. Was waren das für Zeiten, als ein Rudolf Augstein noch die Politik aufmischte, lang ist’s her und viele haben diese Zeiten gar nicht erlebt. Leider.

    • Ich komme ja auf dem Wochenmarkt moit den Leuten zusammen und das ist eine ganz andere Welt. Die Medien sind allenfalls Teil der Öffentlichkeit und die Zeiut hat, oh wunder, heute tatsächlich zugegeben, dass es in Thüringen eine Vertuschungsrichtliie von Oben gibt. In Zwei Wochen sieht das alles dann nochmal anders aus.

    • die Zeiut hat, oh wunder, heute tatsächlich zugegeben, dass es in Thüringen eine Vertuschungsricht
      Das ist mir heute durch die Lappen gegangen, ich suche gerade verzweifelt bei der Zeit danach. 7 Tage Deutschland ist es wohl.
      Danke für den Tipp.

    • @ Don Alphonso
      Ach, ich würde mich mal entspannen. Ich glaube auch, mit Lügen kennt man sich in den Regionen, die südlicher liegen, ganz gut aus, oder? Und mit moralischem Ablasshandel etc.pp. Alles Dinge, gegen die die protestantische Kanzlerin nur allzu gerne mal ein paar Thesen anschlagen würde, da bin ich mir sicher – bloß, dass das ja auch nichts mehr helfen könnte, bei einer Analphabetenquote von mittlerweile über 30%! Da muss man sich also schon was anderes einfallen lassen, will man die Botschaft durch die Reihen bringen … vielleicht die anderen, die, die dreist und viel und gerne kassierten mit Hilfe der Willkommenskultur, mit ihren eigenen Lügen konfrontieren, was meinen Sie? Sie sind doch sonst ein Freund vom … verkaufen?

      Im übrigen ist die Kanzlerin ihrerseits ein Verfassungsorgan, das man nicht beleidigen sollte. Immer, wenn es gegen Pegida geht, fällt einem das wieder ein. Das ist aber auch sonst und überhaupt immer so!

      Auf Euren Seehofer hat die Welt leider nicht gewartet. Unsere Kanzlerin hingegen – die habt Ihr gewählt. Nun steht auch dazu. Seid doch einmal Männer!

    • ICH NICHT.

    • @ Don Alphonso
      Wie bitte … „ICH NICHT“? Kein Katholik, kein CSU-Wähler (Das ist übrigens die Partei, die sehr freiwillig und sehr permanent mit der CDU koaliert und so den Kanzlerinnenwahlverein bildet; unabhängig davon, dass das bislang mit Ausnahme der Linken alle im Bundestag vertretenen Parteien gerne tun; aktuell bewerben sich die Grünen!) oder – kein Mann? Tut mir natürlich leid, falls ich Ihnen zu nahe getreten sein sollte, aber wer kann, wer darf das heute noch so genau wissen …

    • NIEMALS.Eher hacke ich mir den Arm ab. Ich habe die SPD verlassen, weil sie mir zuu rechts wurde.

    • @Don Alphonso
      Sie sind also ein ehemaliges SPD-Mitglied! Und zwar keines, das schon so alt wie Methusalem und dabei so arm wie eine Kirchenmaus wäre. Naja – das erklärt Ihre Position natürlich, vor allem die Hoffnung auf Horst Seehofer (Jaja, ich weiß, andere Partei. Aber wer hätte sich denn noch nie geirrt im Leben; Zonengabis können sich da keine flotten Reden erlauben).

      Wünsche einen schönen Abend.

  19. Es ist soweit!
    Heute wurde bekannt, dass in dem Flüchtlingsaufnahmelager Schnackenburgallee in Hamburg-Bahrenfeld die zu versorgenden Bereicherer mit Integrationsambitionen die Kontrolle übernommen haben. Sicherheitsdienstler und harmlose Mitarbeiter, die die Not lindern helfen sollten, wurden mit Zaunlatten bedroht, die Polizei weis von nichts oder will nichts wissen oder kann nichts tun oder was auch immer. Es herrschen Klans im dortigen Lager, die Mitarbeiter trauen sich dort nicht mehr hinein, sie werden bedroht. So hat sich dort gewissermaßen schon eine Parallelgesellschaft bereits etabliert, die erst durch noch anstehende Integrationskure eigentlich hätte verhindert werden sollen. Vielleicht arbeitet die deutsche Asylsystematik doch etwas zu langsam und man muss schnellere Lösungen finden, z. B. wie die Schweiz, die es schafft, in 48 Stunden über einen Asylantrag zu entscheiden. Doch zurück ins kalte, nordseewindverwöhnte Hamburg. Nun gut, überlässt man diese Menschen eben ihrem Schicksal, könnte man nun denken und munter etwas anderes lesen, aber in den nächsten Tagen und Wochen werden sich derartige Meldungen vervielfachen, so fürchte ich. Daher mein Thema: Grenzsperranlagen. Vor zwei, drei Wochen schrieb ich an dieser Stelle, dass wir Deutsche, als Weltmeister im sichere-Grenzen-bauen das vermutlich besser können als Herr Orban in seiner geliebten Heimat, seinem ungarischen Vaterland. Mit Verlaub, keine Grenze der Welt war sicherer als der antikapitalistische Schutzwall der DDR, und ich glaube fest daran, dass wir einen zwölf Meter Zaun mit Stromelementen, ähnlich der Kuhabschreckung auf der Weide bauen können, den kein syrischer Ingenieur kurzschließen kann. Es geht, wenn man nur will. Aber warum sollte die Kanzlerin wollen? Die Rente ist ihr sicher, das Land relativ egal, sonst würde sie ihren Fehler eingestehen und endlich handlungsaktiv jenseits traumtänzerischer EU-Aktionen werden. Da der Islam aber zu Deutschland gehört, und es keine Obergrenzen für Asylsuchende gibt, freuen sich natürlich alle, die schon mal gehört haben, dass man in Deutschland straffrei Burka tragen darf und sogar Moscheen Minarette in beliebiger Höhe haben dürfen, Schwimmunterricht im Burkini stattfinden muss, Gebetsräume in Schulen Vorschrift sind u.s.w., auch das Tragen von „Djihad“-Tätowierungen oder die Verunglimpfung jüdischer Mitbürger werden hier strafrechtlich nicht geahndet, das Zeigen von kleinen Galgenimitationen hingegen schon, vor allem, wenn sie mit den Namen von Regierungsangehörigen verbunden sind. Die Majestätsbeleidigung wäre ein dringend wieder einzuführendes Gesetz, schließlich vollbringt die Regierung nur richtige und vernünftige Dinge, die keinerlei Kritik ausgesetzt werden dürfen, wenngleich ich zugeben muss, die kleine Galgenattrappe selbst für eher geschmacklos zu halten, aber darin eher eine Kritik an der Politik der Genannten erkenne als eine Aufforderung zu einer meuchelnden, bösen, nach dem Leben trachtenden Straftat, auch wenn man das Land aufgrund kollektiven Realitätsverlustes der Regierenden (die CSU-Führung nehme ich ausdrücklich davon aus) zur Zeit gegen die Wand fährt. Derartig einladende Zustände gibt es nahezu nirgends in Europa, sogar ein muslimischer Zentralrat darf fordern und meckern, wie es einem als Stammdeutschen leider nicht erlaubt ist, trotz grundgesetzlich scheinbar garantierter Meinungsfreiheit. Ich glaube nicht mehr an das Märchen der europäischen Außengrenzen. Wären die anderen europäischen Staaten an einer tatsächlichen Lösung interessiert gewesen, wäre jenseits von Ungarn schon eine Menge geschehen. Das Problem auf die Türkei zu verlagern halte ich für – gelinde geschrieben – unverschämt, die Türkei ist selbst überfordert. Die Türkei wird die Milliarden gerne nehmen, aber es letztlich auch nicht konsequent verhindern können, wenn sich Immigranten auf den Weg nach Zentraleuropa machen. Getreu dem deutschen Sprichwort, dass doch jeder vor der eigenen Tür kehren solle, empfehle ich den Ingenieuren der Bundesgrenzschutzes schon mal die Grenzanlagen auszuarbeiten und die Stacheldraht-Produzenten um Angebote zu bitten. Vielleicht leben noch ein paar alte DDR-Grenzschützer, die haben, wie bereits geschrieben, viel Erfahrung. Vielleicht freuen sie sich, wenn sie auf ihre alten Tage doch noch mal ein bisschen Arbeit bekommen.

  20. von Militärgrenzen, Einquartierungen, DPs und dionysischen Entgrenzungen...
    die habsburgische Militärgrenze, mit ihren religiös tolerant angesiedelten Wehrbauern, auch ein Cordon sanitaire gegen die Pest, darf man heutzutage ja genausowenig loben wie den Prinzen Eugen (24 gewonnene Schlachten, Motivation durch Verbesserung des Soldsystems etc..), – vom Mißbehagen über Einquartierung bei Goethes Vater lesen wir gerade in „Dichtung und Wahrheit“ und DPs (displaced persons) lernten wir als Kinder kennen. Mein Lieblingsonkel betreute eine alte, schwer traumatisierte Frau, die sich aus einem mit alten Zeitungen gefüllten Kellerabteil, in dem sie Schutz gefunden und überlebt hatte, nicht mehr in ein „normales“ Quartier mit Tageslicht, Bett und Ofen hervorwagte…
    .
    Es regnet nun schon über eine Woche, der summer of love hat, wie alle dionysischen Entgrenzungen, sein Ende gefunden. Den Jungen sei der Taumel nachgesehen und auch denen, die weiterhin ehrenamtlich
    helfen, soweit es in ihren Kräften steht.

    • Der Taumel waren nur ein paar Meter am Bahnhof und ein paar überdrehte Journalisten sowie passend gemachte Umfragen, fürchte ich.

    • summer of love
      liebe foersterliesel, der SoL war 1969 und ist endgültig vorbei, leider, leider, leider……spätestens 1970 war schluss mit dem beginn dieser todesfälle der idole……..aber sehen sie sich doch einfach die alten zeiten auf youtube an und hören sie mehr CSNY oder die „little river band“ oder gar „little feat“…………dann kommt ganz schnell der sommer, der regen verschwindet und berlin und A.M. sind ganz, ganz, ganz weit weg.

      oder doch noch in den süden, die nächste woche soll südlich der linie rom-split ganz sonnig und warm werden……………….

      und der prinz von savoyen ist doch auch heute noch verehrungswürdig, oder wurde der beim alliierten nürnberger fehlurteilgerichtstribunal rechtskräftig verurteilt und hingerichtet, genauso wie bomber harris ?

    • lieber Django,
      danke für Ihre Reiseempfehlungen!
      .
      Nun hat ja jede Generationskohorte ihren je eigenen summer of love, der sie aus den Identifikationen mit der Familie heraus-und in neue Gruppen hereinholt, die oft auch karriererelevant werden….
      .
      Die Biographien der wichtigen Heerführer dieser Zeit (Prinz Eugen, Loudon, Lacy) sind tatsächlich interessant; alle waren sie Gastarbeiter, die recht klein anfangen mußten…

  21. Was erlauben Schäuble?
    Wenn einer die alte BRD verkörpert und keine Rücksicht mehr auf seine Karriere nehmen muss, dann ja wohl der Opa Schäuble.
    .
    Warum macht der das alles mit? Statt sich für damals zu rächen?
    .
    Hat da jemand einne Erklärung für?
    .
    Wenn er jetzt will, kann er seinen Lebenstraum erfüllen und Kanzler werden. Er müsste nur ein paar Leute anrufen und — )
    .
    (Vielleicht ist er ja schon dabei … wartet noch zwei Wochen … pssssst, dann bitte wieder vergessen bis dahin…).

    • Vielleicht so eine gewisse Nero.Haltung. Wenn erst mal alles in Trümern liegt, kann man neu aufbauen.

    • .
      es gibt genug unter den teppich zu kehren.

      am simpelsten dürfte dies bei einem, pardon, bombenteppich gelingen.

      syrien – und das ist nur ein beispiel unter viel zu vielen – und das totale chaos in dieser region mit all den unzähligen beteiligten, die freunde sind, ohne freunde zu sein, ist ein ideales pflaster.

      welch ein desaströses und gut geeignetes pulverfass dies ist, wie schnell da die weltpolitische ordnung ins schleudern geraten kann, kann man am aufatmen erkennen, wenn man zunächst mitbekommt, dass eine maschine über der türkei abgeschossen worden sein soll – und es dann zum glück nur etwas unbemanntes war. das muss ja so nicht bleiben.

      im hintergrund laufen ein paar andere fäden:

      war es auf den nachdenkseiten? mir war, als musste man lesen, dass merkkel vor allen dingen so ehrlich war, zuzugeben, dass das, was allgemein als demokratie bezeichnet wird, marktkonform zu sein habe.

      und malmsström meinte – via von leitner zu finden -, dass sie nicht dem europäischen volk verpflichtet sei, weil sie demokratisch nicht legitimiert sei. sie vertrete – bitte verzeihen sie mein memorieren, welches hoffentlich den sachverhalt einigermassen treffen möge – die europäische politik.

      heureka.

    • Nach meinem Empfinden ist das einfach die Verlängerung der Kaderwirtschaft in den Westen. Ich sage ja immer, dass es die Wiedervereinigung nie gegeben hat. Das war eine Beeetzung durch die DDR.

      Ansonsten sollte man sich damit abfinden, dass jetzt wieder kalter Krieg herrscht, nur eben mit Ostblock-Gesamtdeutschland.

    • .
      kälte ist in kriegerischer hinsicht eindeutig besser als hitze. in anderen weltgegenden sieht jedoch nicht ganz so kalt aus, leider. welch ein chaos.

    • Das war eine Beeetzung durch die DDR.
      Wahre Worte, denn ich empfinde die Wiedervereinigung eigentlich als mehr oder weniger feindliche Übernahme durch Merkel und Gauck, die uns das Gefühl, in der DDR2.0 zu leben, reihenweise vermitteln.

      Interessant ist heute übrigens der Bericht Merkel bei der JU in der FAZ und in welchem Kontext sich diese Frau sieht:

      Jeder Kanzler vor ihr hatte etwas, was man mehr oder weniger positiv mit diesem in Verbindung bringt. Merkel wird einmal ganz sicher nicht zusammen mit Adenauer und Kohl genannt werden, aber das scheint sie nicht einmal zu ahnen. Wenn man allerdings Katharina II als Vorbild hat… kann man geistig schon etwas verwirrt erscheinen. Sie glaubt ernsthaft, etwas ganz Großes zu leisten.

      Ich meine, es wird uns das Genick brechen, die Ökonomen überschlagen sich schon mit ihren Rechnungen, 30 Milliarden für die Flüchtlinge pro Jahr sind z.Z. im Gespräch, die Grenze nach oben ist offen.

    • Ich bin kein Experte für Gestik und Mimik....
      …. aber wenn ich mir den verschmitzten Opi demletzt beim Plausch mit Mutti auf der Regierungsbank so angeschaut habe, dann ist er bereit.

    • Aber Don,
      der Finanzminister ist doch nicht unbeherrscht. Er ist ein Protestant aus Baden, ich wüsste nicht, wer besser geübter darin sein sollte, die contenance zu wahren! Und er dient Deutschland trotz seiner schlimmen Verletzung. – Nein, ich glaube nicht, dass sich sein Gestaltungswille in Zerstörungswut erschöpft, dafür spricht kein Indiz. Im Gegenteil hätte er dazu schon 2009 die Gelegenheit gehabt; die Finanzkrise hätte hier auch alles rasieren können. Aber bitte – ich bin kein Westler, Ihr müsst Eure Pappenheimer besser einschätzen können.

  22. Wer aber wäre die Alternative?
    Bigott ist eine schöne Klassifizierung. Es ist ja auch so, das Grundgesetz macht es nicht so einfach, einen Kanzler abzusetzen. Frau Merkel kann ein Mißtrauensvotum beantragen, dann müssten sich die Bigotten entscheiden. Wenn sie gegen sie stimmen, brauchen sie eine Alternative. Wer aber traut sich diesen Job jetzt zu? Der berühmte Stall des Augias ist ein Kinderspiel dagegen. Neuwahlen will im Moment sicher keiner.

  23. Nicht so schwarz...
    …ma(h)len, lieber Don. Natürlich wird es keine ‚Katastrophe‘ geben. Eine Menge Ärger mit Asylanten ist ja noch kein katastrophaler Zustand. Und dieser Ärger hat in den Zeiten sozialer Medien den Vorteil, dass die entsprechenden Videos auf YouTube gepostet werden – was einen gewissen Abschreckungseffekt entfalten könnte (sozusagen ein virtuelles Staggia).

    Ich hoffe ehrlich gesagt, dass es eine Menge Ärger geben wird – denn nur so werden die Ströme ausdünnen und das Märchen von der Willkommenskultur verbleichen.

    Der Türkensultan wird unseren Tribut nehmen, aber uns ganz bestimmt nicht helfen, schon aus strategisch/taktischen Gründen. Er ist schließlich derjenige, der genügend Westernfilme gesehen hat und weiß, dass man den Feind gut mit einer gezielten Stampede bekämpfen kann.

    • Was ich so mitbekomme . natürlich unter der Han, weil Schweigepflicht – ist schlimm genug und irgendwann wird die Gesellschaft darauf eine Antwort finden mssen. Syrer sind da vermutlich das kleinste Problem.

  24. Ernstgemeinte Frage
    Ich habe dieses Blog die letzten Jahre nur sporadisch gelesen, bin aber seit der aktuellen Beiträgen zu Asyl/Einwanderung sehr positiv von Ihren sachlichen Analysen überrascht. Danke für Ihre Beiträge, bitte mehr davon!

    Eine ernstgemeinte Frage: Man liest immer über die mangelnde Schnittstelle von Software zwischen polizeilicher Registrierung und BAMF, dass vieles doppelt erhoben werden muss. Gleichzeitig habe ich mehrfach gelesen, dass genaue Statistiken nicht möglich seien, weil bei Asylbewerbern
    a) kein Ausbildungsstand/Beruf
    b) keine Religionszugehörigkeit
    c) nur bei manchen Stellen der Familienstatus (Kinder, verheiratet,…) erhoben wird.

    WAS GENAU wird überhaupt an Daten erfasst, meist fehlen ja auch noch die Pässe???

    Diese grundlegenden Angaben muss ich quasi bei jeder Behörde/Bank etc. lassen, warum dann nicht ein Asylbewerber? Würde mich wirklich interessieren!

    • Asyl ist unabhängig von solchen Eigenschaften, da geht es nur um die Verfolgung, und deshalb wir es weitgehend – aber wohl auch niht total – nicht erhoben. Das wird noch ein Problem werden. Es ist leier so, man weiss sehr wenig über diejenigen, die hier sind. Noch nicht mal die Herkunft.

    • Die Statistik ist mehr als vorsintflutlich und wirklich alles
      wird doppelt und dreifach erfasst, ohne dass andere Stellen auf das Erfasste zugreifen können. Fingerabdrücke sollten schon bei der Einreise genommen werden, werden sie das, gehen sie aber nicht ins System, so dass an nächster Stelle wieder Abdrücke genommen werden usw. Wir sind Weltmeister in Bürokratie und Weltmeister darin, alles noch komplizierter zu machen, als es nötig wäre. Kommt es endlich nach vielen Monaten, man redet inzwischen von mindestens 14, zum Asylantrag, geht alles von vorne los, so der Antragsteller überhaupt noch vor Ort ist. Dass die Residenzpflicht noch nicht wieder gilt, wohl erst zum 1.11. ist auch so ein Witz. Und noch heftiger ist, dass kein Mensch überhaupt weiß, wieviele illegale Einwanderer im Lande sind. Die wenigsten haben Papiere und wenn doch, sind es fast alle Syrer. Unterdessen stellt Afghanistan täglich 7.000 Pässe aus und wohin die Besitzer dann wollen, ist unschwer zu erraten. Da hilft auch ein Erdogan nicht weiter, wie auch sonst nicht. Das muss dem doch der innere Vorbeimarsch sein, dass Merkel nun bei ihm antrabt und Männekes macht.

      Und wer den Film beim BamF über den Ablauf des Asylverfahrens in Deutschland noch nicht gesehen hat, sollte ihn mal anschauen, man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll und fragt sich, was soll der noch immer im Netz. http://www.bamf.de/SharedDocs/Videos/DE/BAMF/ablauf-asylverfahren.html?nn=1367522

      Gem. GG und in 1993 geändertem Asylrecht ist niemand, der hier ankommt, asylberechtigt, da alle über sichere Drittländer einwandern.

  25. Titel eingeben
    Sic transit gloria Mutti. Als ich vor 10 Jahren nachdenklich über so viel neoliberale Alternativlosigkeit ins Ausland ging, hätte ich weder gedacht dass es so lange dauert noch dass die Rechnung die Bank sprengt. Dabei hätte sie letzteres für ihre anderen notleidenden Lieblinge aus dem Bankenmilieu schon beinahe im ersten Anlauf geschafft.

    • Damals war Ackermann noch der Berater von Merkel
      und er hat doch die Deutsche Bank auf Kosten anderer wunderbar gerettet. Dann rückten die Amis noch 10Mrd. raus. Der Focus schrieb in 2009 dazu: „Die Deutsche Bank gehört zu den größten Profiteuren des milliardenschweren Rettungspakets der US-Regierung für den US-Versicherungskonzern AIG. Laut einer am Sonntag von AIG veröffentlichten Liste mit den zwischen September und Dezember 2008 entschädigten Geschäftspartnern erhielt die Deutsche Bank nach dem Beinahe-Kollaps des US-Versicherers 11,8 Milliarden Dollar (9,1 Milliarden Euro). Höhere Summen erhielten nur die US-Investmentbank Goldman Sachs mit 12,9 Milliarden Dollar und die französische Société Générale mit 11,9 Milliarden Dollar.“

      Nachfolger von Ackermann bei Merkel wurde dann Dibelius von GS.

    • Nicht zu vergessen der Dicount beim Kauf der Postbank in Deutschland. Das hat man von Pwrsonal, das nicts taugt.

  26. alternativlos, der witz !
    @lisbeth heuse

    ja,die CDU ist einfach noch mehr zum KANZLERWAHLVEREIN verkommen, mehr geht da wohl nicht mehr, der BDI ist ja auch ganz feuer und flamme für sie und lobt sie überall und für die CLANS und Dr. Z. schafft sie billige arbeitskräfte ins land……………die externen kosten übernimmt ja der staat. das ist das eigentliche problem.

    aber,ich grüsse aus 23 grad (plus) von einer schönen MTB ausfahrt und kann dazu nur zitieren:
    (lieber DON lese das gut, was unser gemeinsamer mitradler P.S. aus karlsruhe geschrieben hat, auch wenn P.S. sich beim radeln in korsika öfters erkältet, aber auf seine 100 km von wien in die lobau ist er mächtig stolz)

    „Man sitzt meist in der ersten reihe, wenn es gilt, den überdehnten staat bei der selbstverwaltung seiner ohnmacht zuzusehen“

    der kollege aus KA (viel davor,viel dahinter) bringt es mal wieder auf den punkt.

  27. MintMaus
    @Renate Simon – Ich habe nicht behauptet, dass Frau Merkel ein Kind von Traurigkeit war. In ihrer DDR Welt hatte sie ansehnlichen Erfolg. Denn obwohl sie Pfarrertochter war, durfte sie studieren, sogar in Moskau. Dass sie ihre (Ehe) Männer unterm Pantoffel hatte, widerspricht nicht meiner Theorie. Was ihr in ihrer Jugend fehlte, war der Umgang mit charmanten Männern, die ihr gegenüber charmant waren. Dazu war sie vom Aussehen und Verhalten her zu sehr graue MintMaus.

    • Titel eingeben
      nun ja, als IMErika hatte sie ihre Vorteile und wusste diese auch zu nutzen. Im übrigen wusste sie schon immer ihr Kleinmädchenlächeln einzusetzen, nicht erst seit Kanzlerzeiten.

      Zum Aussehen von Merkel kann ich nur sagen, ich schäme mich, wenn ich Bilder von ihr sehe, diese ärmlichen Jäckchen, allesamt zu kurz und zu eng. Sie schaut für mich immer aus, als kleidete sie sich aus irgendeiner Kleiderkammer und man möchte gleich nochmal spenden.

      Zu den charmanten Männern, ich fürchte, jeder, der ihr einmal einen Handkuss verpasst hat, wird den großen Ekel kriegen angesichts der Fingernägel, da muss jedem der Charme vergehen.

    • Ich bin Weltrekordhalter im Merkelüberscrollen.

    • Ich bin Weltrekordhalter im Merkelüberscrollen.
      Oh, ich sammel alle Bilder von ihr und habe eine stattliche Sammlung auf dem Rechner. Unvergessen die Fotos von dem kleinen Unfall auf dem Weg zur Uckermärkischen Datscha, meine Herren, wenn Blicke töten könnten… Habe daraus eine Fotomontage gemacht und an alle geschickt, von denen ich wusste, sie haben Merkel gewählt.
      Ihr habt sie gewollt,
      ihr habt sie gewählt,
      nun seht zu, wie ihr mit ihr klarkommt.

      Die Resonanz war natürlich nicht so doll, aber das halte ich locker aus, das war’s mir wert. Wenn also Bedarf an Merkel-Fotos besteht, ich kann mit fast allem dienen *lol*

    • Das ist der einzig unterhaltsame Aspekt; Dass CDU-wähler jetzt die Quittung bekommen.

  28. Keitel: "Der Führer hat jeglichen Sinn für die Realitäten verloren." (der Untergang)
    Tja, Deutschland lernt halt nur durch Schmerzen…bzw. Untergängen…alle Jahrzehnte wieder.
    Die einzige diesbezüglich Frage, die sich mir noch stellt, ist:
    Vancouver oder Toronto.
    Ich schicke dann ne Karte an Ihren Bunker in Siena

    • ...
      Werter Goodnight, lassen Sie sich Zeit.
      Wir haben erst 10 Jahre rum.

      Ausserdem brauchen die Grünen noch etwas Zeit,
      wenn sie AH’s Vermächtnis: die Deutschen seien
      seiner nicht wert, vollstrecken wollen.

    • ich persönlich
      tendiere zu Vancouver.

  29. Hach, Putin ist schuld
    Russland finanziert die Flüchtlinge auf der Balkanroute, sagt
    der tschechische Verteidigungsminister.
    Der ungarische Verteidigungsminister hat es ihm verraten.

    • Titel eingeben
      Vielleicht, aber verbürgt ist das nicht.
      Aber offensichtlich ist, dass die Benutzung Syriens als Bombodrom mit Ausdehnungspotential für die russischen Piloten die Flüchtlingsproblematik verschärft. Das ist Wladimir Wladimirowitschs Rache für die Sanktionen der EU.

      Mit fielen Grüssen,

      Bernard del Monaco

    • .
      man möchte anmerken, dass es durchaus etliche andere beteiligte gibt, die nicht gänzlich interesselos erscheinen dürften, richtete man sein augenmerk darauf. man bedenke staatliche kooperationen, bündnisse und verpflichtungen, dies macht nun mögliche kollateralschäden – heisst dies heutzutage noch so – zu potenziellen anlässen.

      wer ist in der lage zu entscheiden, wer der hund und wer dessen schwanz ist, und wer gerade wedelt und wann. dabei dürfte es zugehen wie bei schrödingers kätzchen: mal hund, mal schwanz. (wenn sie jetzt seltsamst asoziieren, nun, so sei dies nicht mein belang.)

      finanz- und währungsproblematiken gibt es auch andernorts, und wenn es auf der welt ein wenig chaotisch zugeht, nun, so dürfte unreines manches hinter einem zerrissenen schleier verborgen bleiben. wer keine staatssschulden angehäuft hat, werfe den ersten stein.

  30. vor Wien
    Früher standen die Türken vor Wien. Heute lassen sie vor Wien stehen.

  31. Überschlägig irrsinnig
    Das genannte Apartment-Hotel in der Gotlindestraße hatte heute 18:45 Uhr 94 erleuchtete Fenster, also 47 bewohnte Apartments. Bei 6 ‚Geretteten‘ pro Ap. kostet das Hotel HEUTE 6x47x50 Euro Übernachtung: 14100 €

    Die je 2 prallen Netto-Plastiktüten pro Großfamilie belaufen sich HEUTE auf ca 47×64 €: 3000 €

    423000€ + 18000€ = 441000 Euro monatlich

    Gerne übersehen: ‚Refugees welcome‘, aber MIT SOLIDER Finanzierung – bei den Ärzten. Weil nicht versichert, werden den Gemeinden PRIVATRECHNUNGEN gestellt. Gelddrucken nicht nur bei Vermietern! Terminnachfrage bei einem fußläufig erreichbaren Arzt: in DREI Monaten. Wegen Gelddruckens vorübergehend geschlossen!

    Das Nichtarbeiter&Nichtbauern-Paradies wird vom Roten Berlin auch gern genommen. Hauptsache Umverteilung. Ich bin privilegiert, denn ich sehe täglich auf Sichtweite, wo mein Geld verbrennt. Zu den Griechen müsste ich drei Std. fliegen. Ääääh, gabs nicht gerade ne neue Meldung vom Tschipras?

    – Bitte um Verständnis, musste etwas eitieren, Don .

    • die Meldung kam von Draghi
      der nun auch einen zumindest teilweisen Schuldenschnitt für Griechenland will. Aber vor lauter Refugees geht Griechenland nun völlig unter.

    • Griechenland ist einerseits mit schud, weil es die Flüchtlinge als Erpressungspotenzial nutzt, aber auf der anderen Seite kommen sofot neue nach. Aber es ist klar, der Hotspot kommt nur, wenn es einen Schnitt gibt.

    • Was den Türken Recht ist,
      ist den Griechen billig, so einfach ist die Welt, manchmal. Aber solange die Leute auf See eingesammelt werden, anstatt sie schon an der Abfahrt zu hindern, wird auch das so bleiben, wie es ist. Da nützen dann auch keine Hotspots. Um die 20 Mio. sitzen in Nordafrika und warten, ins gelobte Land zu kommen.

  32. In den Zeiten der Not
    entstehen die schönsten Texte. Grandios furios! Möchte einen Gedanken einbringen, vor dem es mich selbst ekelt, aber meine Wut und Verzweiflung sind zu groß: Die Grünen sind ganz normale Religionsfanatiker und werden sich demgemäß gegenseitig umbringen. Das wäre also nicht das Problem. Die Sozialdemokraten haben verraten – auch bekannt. Nur bei Merkel großes Staunen. Dabei ist es offensichtlich. Keine Macht der Welt kann eine Frau über ihr wenig attraktives Äußeres hinwegtrösten. Gleichzeitig bringt ihr sogar noch widerlichster Spott über ihre Erscheinung die – nomen est omen – grenzenlose Liebe ihrer Wähler, denn wer hält sich heute nicht für einen optischen Minderleister, und auch noch den absurden Projektionsvorteil, soviel angeborenes Unglück müsste doch durch besondere Intelligenz ausgeglichen sein. Die türkische Erpressung gibt ihr die einmalige Chance jedes Zu-Kurz-Gekommenen: endlich kann sie sich an Schönheit und Geist – denn dafür steht Europa – ultimativ rächen.

    • .
      nun, geschlecht und aussehen dürften für madame merrkel tatsächlich irrelevante kriterien sein – mal ehrlich, sahen denn ihre vorgänger attraktiver aus -, da sie nicht als frau antrat, sondern schlichtweg das tat, was ein machtbewusster mensch eben so tut: gegner aus dem weg räumen und als einziger übrigbleiben.

      deutlich interessanter ist die aussage von göring-eckhart, ohne koalitionsaussage in den wahlkampf ziehen zu wollen. man zieht schliesslich gemeinsam am grossen c.

      honi soit…

    • Das ist keine Frage der Politik, sondern selbstverstänliche Nähe der Freien Deutschen Jugend. Es geht um den Ostblock, nicht um Ideale des Westens. Aber die Frau wird fraglos die Grünen ruinieren. Bevor ich diese Ostklerikale wähle, wähle ich lieber Tierschutz. Oder bibeltrue Christen-

  33. Auf der einen Seite war ich elend saufroh, dass ...
    der eloquente Don endlich in ein anderes Thema findet als irgendwelche überforderte/unterbeanspruchte Johurn-Fem-Gender-Mask-Bizarristen anzuprangern.

    Auf der anderen Seite – es tut mir leid, das sagen zu müssen – wird mir das mit dem Flüchtlingsthema allmählich hier ebenfalls zu viel.

    Ja, ich bin nicht so einfach zufriedenzustellen, zugegeben.

    Kann man denn bitte etwas diskutieren, ohne gleich den Untergang von allem und jedem herbeizureden? Auch wenn hier 5 Millionen Flüchtlinge wären, wäre das noch koin Unterkank tes toitschen Lantes.

    Des italienischen auch nicht.

    Italien lebt seit ungefähr 2000 Jahren dank unfähigster Könige, korrupter Regierungen und auch dank eigenem unfähigem Volk samt Mafia und Sin City (Vatikanstadt) im allmählichen Untergang von Kultur, Bedeutung, Geltung, was weiß ich.
    Aber Totgesagte leben lang.

    • Ich schreibe shon immer, was mir gerade in den sinnkommt, und es ist ja gut historisch verpackt. Bitte da um Nachsicht, das nächste mal wird es was anderes. Ohne Gender.

    • hmmm
      Ich gebe Ihnen durchaus Recht in Ihrer Einschätzung, aber früher hatten Italien oder andere europäische Länder den Invasoren eine gleich hohe(oder sogar höhere) Geburtenrate entgegenzusetzen. Dies ist heute nicht mehr der Fall ! Wer gewinnt also ?? Dazu braucht man/frau kein Hellseher sein. Die Sache ist demographisch durch.. nicht geborene Kinder gebären keine Enkel. Sch… e-Funktion
      Die nicht (mehr) gelehrte Mathematik in vielen Ländern Europas ist wohl deren Untergang. Warum nimmt F nur soviel Flüchtlinge wie das Allgäu auf?? Fragen des arbeitenden Michel!?

    • Tja Problembär,
      das ist doch alles kein Problem, die Eingewanderten verstärken die dünne Bevölkerungszahl doch wieder. Entspannen Sie sich. Immer dieses apokalyptische Aussterben-Genöle.

      Und wer jetzt mit dem „falschen Genpool“ kommt und mit „aber die Deutschen sterben aus“ und mit „die Levante, der Balkan, der Maghreb richte sich hier fest ein“, dem sei versichert, der sogenannte „kaukasische Typ“ ist schon immer der Obermischling gewesen. Was der alles für Bevölkerungsgene in sich trägt, das war und ist und wird immer sein der reinste Kessel Buntes von Island bis Kürbistanien.

    • Bitte am Ball bleiben (ob Asylpolitik oder Gender)
      Kann der Kritik nicht zustimmen. Es gibt im allgemeinen viel zu wenig deutliche Kritik an just diesen Erscheinungsformen des gutmenschlich-konformistischen Wahnsinns.

      Das meiste, was man sonst aus der bürgerlich-intellektuellen Mitte geschrieben liest, ist von zuviel Konformismus und Feigheit gegenüber den Mitmenschen aus diesem Milieu geprägt – aus Angst, als rechts zu gelten. Geredet wird über den Irrsinn viel Klartext, aber geschrieben wird darüber wenig Lesenswertes

      Es ist ein Skandal, wenn ein Regierungsoberhaupt in der Facon argumentiert, wie es oben „Lorenzo dem Prächtigen“ (gab’s den wirklich?) in den Mund gelegt wird. Und das verdammtnochmal auch so gesagt werden.

      Altenbockum oder Kohler hören ja auch nicht morgen auf, Merkel zu kritisieren, nur weil sie schon drei kritische Artikel geschrieben haben.

      Das Elend geht weiter und will weiter kommentiert werden!

    • @ Max Ophüls
      Da kann man bis zum St.Nimmerleinstag anschreiben, guter Mann!
      Denn der Mensch an sich IST feige, opportunistisch, versteckt sich gerne hinter Sonntagsreden (man denke an die Familienfeiern mit ihren Reden, das Gleiche …) und kriegt seine Bürokratie nicht zum Laufen.
      Default-Einstellung.

      Gut, so kriegt man sein Feuilleton immer voll, sofern dieses nicht nur literarischen Anspruch hat, sondern generell Unterhaltung, die nicht wehtut, produzieren will.

      Gegen Leute wie Merkel dauerhaft anschreiben bedeutet aber auch für den Schreiber, dauerhaft sich gegen faulen Pragmatismus aufreiben.

      Welche Edel- oder Ekelfeder sollte das – in Ihrem Auftrag – unnötig lange tun wollen, das tötet jeden gelegentlich auffunkelnden Geist des Schreiberlings. Aus Selbstschutz sollte er das schon nicht tun; auch und gerade wenn ihn andere dazu auffordern.

      Leute wie Altenbockum sind da anders; sie schreiben nicht dauerhaft bewusst gegen Zustände an, sie SIND der Zustand. Es ist ein dauerhaftes Sein bei denen, kostet die so gesehen null Anstrengung.

      Ja, Merkel ist pragmatistisch, auch jetzt noch. Nix Gutmensch*. Gerade wenn sie sagt, die Grenzen könnten diese Leute nicht aufhalten. Können sie auch nicht, ist Fakt. Ja was. D ist hauptsächlich von grünen Grenzen eingeschlossen, nur schmale Landstriche haben das Meer drankleben. Wie will man denn bitteschön eine grüne Grenze komplett sichern? Mit Bundesgrenzschutzpolizei-Gewusel in the Woods? In the Shadows? Das bräuchte soviel Neu-Personal für Schnittlauch (Sponti-Spott über Polizei-Aufmarsch), das kann keiner bezahlen. Und das Meer hat auch noch keinen abgehalten, im Gegentum; wie man in Itaien, Griechenland und jetzt der Türkei sieht.

      * Mich ärgert generell, wie das Wort Gutmensch sowohl bei Rechten in den Beschimpfungen und als Kampfbegriff der Neolibs erneut seine negative Renaissance erlebt. Es macht sich mit dieser intendierten Bedeutung als „selten doofer Schad-Blödmann“ über jeden lustig und bekämpft jeden, der sozial denkt statt egozentrisch und der mehr möchte, als nur sein eigenes Happchen & Pappchen zu sichern. Sehr ärgerlich, dieser Kampfbegriff in Zeiten des Ich-ich-ich.

      Merkel denkt auch nicht sozial, Pastorentochter-Geschwurbel hin oder her. Begreifen Sie das doch, dann wären Sie einen kleinen Schritt weiter.

      Und was den angeblichen inneren Maulkorb betrifft, man befürchte als Bürger feigerweise, man würde, wenn man die Flüchtlings-Welcomepolitik kritisiere, rasch als Rechter eingestuft: Auch da bitte sich beruhigen. Sehr wohl kann man trotzdem noch links oder liberal -von mir aus auch konservativ – sehr gut dastehen, wenn man die jetzige Lahme-Köpfe-Qauatschkopf**-Merkel-Partei CDU kritisiert, die alles aufschiebt und nichts anpackt. Stichworte, bei denen das super gelingt:

      Unfähige Bürokratie
      Unfähige/r Minister
      Inkompetenz
      Organisationschaos
      Bund-Länder-Querelen
      undsoweiter

      ** „Eigentlich wollte die CDU auf ihrem bevorstehenden Parteitag konkrete Ideen für ein Einwanderungsgesetz diskutieren. Jetzt macht der Bundesvorstand einen Rückzieher.“ (Quelle Headline auf SPON)

    • @Gast
      Ich will es bei zwei Punkten belassen:

      „das tötet jeden gelegentlich auffunkelnden Geist des Schreiberlings. Aus Selbstschutz sollte er das schon nicht tun; auch und gerade wenn ihn andere dazu auffordern. Leute wie Altenbockum sind da anders; sie schreiben nicht dauerhaft bewusst gegen Zustände an, sie SIND der Zustand. Es ist ein dauerhaftes Sein bei denen, kostet die so gesehen null Anstrengung.“

      Das muss aber jetzt ein Scherz sein. Herr Meyers „Don Alphonso“ wurde doch GESCHAFFEN für die publizistische Kritik und für das Aufspießen von Gegnern. Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, dass Sie hier die zartbesaitete Künstlerseele Don Alphonso gegen Erwartungen in Schutz nehmen müssen, weiter Kritik zu üben.

      „Gerade wenn sie sagt, die Grenzen könnten diese Leute nicht aufhalten. Können sie auch nicht, ist Fakt. Ja was. D ist hauptsächlich von grünen Grenzen eingeschlossen, nur schmale Landstriche haben das Meer drankleben. Wie will man denn bitteschön eine grüne Grenze komplett sichern?“

      Wenn ich das schon höre. Zur Sache: Sie beten die olle falsche Dichotomie nach. Wie immer in der Debatte. Siehe Gabriel mit den „aufgepflanzten Bajonetten“. Nur weil nicht tausendekilometerlang eine Undurchlässigkeit à la Fort Knox gewährleistet werden kann, muss man es nicht gleich komplett mit der Grenzkontrolle sein lassen und sich dem hippiemäßigen Grenzenöffnen verschreiben!

      Ihre Bitte an den Blogautor beruht doch wesentlich einfach darauf, dass Sie eine fundamental andere Auffassung von der Ernsthaftigkeit und der (Nicht-)Lösbarkeit des politischen Problems haben. Und mit dieser Auffassung liegen Sie falsch. Wie auch mit Ihrem überheblichen Abtun notwendiger Kritik an pseudowissenschaftlichen und totalitären Genderismusfanatikern.

      Was Sie zur Überwachbarkeit der Mittelmeergrenzen sagen, ist heilloser Unsinn.

  34. Hach, wo seid ihr nur geblieben ... ?
    ihr Honks, ihr Tätowierten und Schwachmaten
    ihr Hooligans und Kartoffelchipsfresser
    und ihr, die ihr eine Teetasse mit beiden Händen halten tut …
    kommt an meine Brust und lasst euch knuddeln
    euch konnte man noch beleidigen ohne gleich ein Nazi zu sein
    oder euer Messer im Ranzen befürchten zu müssen …

  35. Wozu brauchen wir
    wo wir doch deutsche Winter haben
    so etwas wie Staggio?

  36. pardon:
    Staggia

  37. Pietcong Rebels
    Dem Schäubel wurde auch schon so eine Art Piet(istischer) Radikalismus unterstellt: Ein Pietcong-Partisan.
    .
    Weiss da jemand was Näheres drüber?
    .
    Eine feste Burg ist…

  38. Vergleich
    Verzeihen Sie mir bitte die Direktheit. Bin nicht sehr gebildet. Aber auch nicht ganz blöd.
    Mir kommt das Ganze vor wie ein Aufruf zum Samaritanischen Endsieg. Und wenn wir nicht gewinnen, gehen wir eben unter, besseres haben wir dann eben nicht verdient.
    Größenwahn mit umgekehrten Vorzeichen…..

  39. veni,vidi,vici ....?
    Schoen dass sie so eine Schiessscharte auf ihrer Italiensichen Festung haben, werter Don Alphonso. Das muss sehr nuetzlich sein. Leider habe ich das nicht an meiner Burg und wenn ich nachts von der Burgmauer nach unten schaue sehe ich nur dunkle Gestalten, und frage „Are the barbarian at the gate?“ Keiner antwortet, derweil ich frage ob ich Oel kochen soll, um House und Home zu verteidigen — wie in alten Zeiten als die Invaders mit heissem Oel begossen wurden. Nur wenn man genau guckt sind die Oelkoeche die hier arbeiten, anscheinend aus barbarischen Gefilden. Ergo der Ruf und Klang: „The barbarians are no longer at the gate. They are within“. Was nun?. Save Our Souls !

  40. Hilft nix!
    Wie ich aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfahren habe, hat sich Mutti diese Blogseite mit allen Apologeten zu Herzen genommen. Es sind Sofortmaßnahmen eingeleitet worden, und Hotti sichert marzialisch die Südgrenze.
    Der Anfangserfolg ist überzeugend: Die wanderlustigen Muslime stauen sich jetzt in Alphonso City südlich der Alpen.
    Aber die apeninischen Krämer mosern. Der Ticketkiosk ist nach Palermo verlegt worden. Ohne Dokument zum Geburtsort oder wenigstens eine mongolische Passa für die Seidenstraße gibt es kein Ticket zu Muttis Teestunde. Und mit jeder Flüchtlingswelle sinkt Sizilien ein bisschen tiefer ins Mittelmeer.
    Gibt es bei den historischen Reminessenzen nicht einige weiße Flecken?
    Ich frage mich, wie die Verfasser auf dieser Seite ihre Wertmaßstäbe an Politiker, Parteien, Wähler und ein gesellschaftliches soziales Gesamtsystem an eben das Land anlegen, das auf Grund seiner Attraktivität so von den Flüchtlingen als der Hort ihrer glücklichen Zukunft angesehen wird, als das Land, in dem Milch und Honig fließen!
    Bitte, rechne mir jetzt niemand auf, wer das alles geschaffen hat.
    Ja, auch die kriminellen Clans in Politik, Bankensystem und Wirtschaft haben ihren Anteil.

    Mit fielen Grüßen,

    Bernard del Monaco

  41. Es tut weh
    An Seehofer Positives erkennen zu müssen, ist eine der schmerzhaftesten Übungen eines empathischen, intelligenten Menschen…

    Ein gutes Stück haben wir aber auch alle selbst schuld, die Dynamik der Zerstörung der Lebensgrundlagen ausserhalb des „Westens“ nicht so drastisch wahrhaben zu wollen.

    Es ist ein bisschen wie bei den Horrorvideos radikaler Tierschützer, man blendet es aus, weil das Steak so lecker ist – aber man muss jetzt existentiell ein Gleichgewicht finden zwischen Selbstbehauptung und Mitleid.

    Wir sind alle Junkies unserer Fahrrad-, Oldtimer-, Schuhsammlungen – wir können nicht über Nacht zu veganen Nudisten mit Mundschutz werden, die mit einem Beselchen alle Käferli vor den Trampelfüssen wegfegen..

    Leben heist auch töten, und wenn es nur ein Salatkopf ist.

    Aber ich fürchte auch, dass es eher wieder ein Gewitter braucht, um danach wieder bedröppelt zu sich zu kommen, und wieder einmal zu schwören, dass man es jetzt wirklich besser machen möchte.

  42. Titel eingeben
    Die eigentliche Frage ist doch die: Wenn ein Volk bzw. gewesenes Volk feststellt, nicht mehr wehrfähig zu sein – hat es den Stil ausgebildet, den von ihm geprägten Raum von Norden nach Süden niederzubrennen? Das wäre immerhin ein Ende!

  43. Guten Tag allerseits....
    Ein lange Jahre gehegter Kindertraum ist in Erfüllung gegangen…
    Nein, nicht dass ich endlich mit fast 70 einen Hund mein eigen nennen kann (aus Fukushima, sehr praktisch.. leuchtet in Nacht und man spart Strom), nein, sondern dass ich so einen Satz von ThorHa noch in diesem Leben lesen darf: „Aber dass eine amtierende Bundesregierung in der Lage ist, meine Erwartungen an die halbwegs sachgemässe Orgnaisation eines Kindergartens noch locker zu unterlaufen, das kam tatsächlich unerwartet.”
    Fast so schön wie ein Spiel des FC Bayern….

    Allerdings liegt er hier falsch: „Für Zyniker ist das die Zeit für Bier und Popcorn, ein paar muntere Anfeuerungsrufe von der Seitenlinie inbegriffen.” Als echter Bayern mag ich kein Bier, statt dessen eine Flasche Fleury, dazu Weintrauben, Schweizer Emmentaler und frisches, selbst gebackenes Sauerteig Brot.

    Ich gestehe natürlich, dass da ein Zwiespalt ist… so erfreut ich bin, dass das Land, bzw seine Bürger/Wähler/Steuerzahler auf die Schnauze fliegen, so weiss ich doch besser als so manche andere, dass DE im Vergleich zum Rest noch zu den „guten“ Ländern gehört. Ich bemesse Ländern danach, was sie mit ihrem jeweiligen Reichtum anfangen, zB wie viel davon in die Bildung geht, wie sie Armen, Kranken und Alten umgehen
    Und dann zählen kein Beethoven mehr, kein Willy Brandt Kniefall und natürlich auch kein FC Bayern.
    Trotzdem verstehe ich nicht, wie ein Land wie DE mit all seinen Möglichkeiten letztlich doch so verkommen kann…

    @Donna Laura

    „ceterum – demokratie als das kernprogramm der bürgerlichen gesellschaft ist für ein anderes programm ausgewechselt worden, was man nun – fast muss man sagen, endlich, wenn es nicht dergestalt zynisch wäre – wahrnimmt.”
    Seit einigen Jahren stelle ich hier regelmässig den Link zu einem Oxford Professor ein, der ihre Diagnose 2006 in einem jener seltenen tatsächlich lesenswerten politischen Bücher ausführlich erklärt hat:
    Colin Crouch: Post-Demokratie
    Beide Begriffe in Wikipedia (egal welche Sprache)

    Auch die nachdenkseiten.de (eines ehemaligen Helmut Schmidt Bürochefs) erklären genau dies, seit mittlerweile 12 Jahren, täglich. Ohne Erfolg… „wenn es nicht dergestalt zynisch wäre“

    Herzlich gelacht habe ich über ihren Satz:
    „wirtschaft sollte dem menschen dienen, und nicht der mensch der wirtschaft, ein ganz klassischer ansatz.”
    Als Zyniker hat man eine Schwäche für die Komik der Nostalgie.

    @TGA

    Wie nahezu immer, d’accord. Und sie sprechen mir aus der Seele: „Ich möchte mit meiner Frau und meinen Freunden/innen hier gemeinsam gesund entspannt und lachend alt werden.”
    Schaun mer mal (hier)… Wer nächster US Präsident wird. Unter den Kandidaten ist eine grosse Mehrheit die mit Begeisterung Japan in einen Krieg mit China jagen würde um den eigenen Lebensstil zu erhalten, also von der Arbeit des Restes der Welt zu leben. Oder der doch erst Westeuropa in einen gegen Russland jagt?
    Es darf noch gewettet werden!

    PS: Haben unsere US Freunde und Putin-Versteher-Hasser dies hier mal angeschaut?

    https://theintercept.com/drone-papers

    Ein paar Details zum Massenmörder Obama gefällig?
    Er hatte es übrigens ehrlich gesagt: Yes, we can.

    Dass ihr darunter was ganz anderes verstanden habt, dafür kann er allerdings nichts.

  44. Das Internetz-Smartfon-Argument gegen die Kontrollbarkeit von Landesgrenzen
    „Merkel ließ keinen Zweifel daran, dass Abschottung für sie keine Option ist. In Zeiten des Smartphones biete sie auch keine Aussicht auf Erfolg.“

    Dieses Argument muss man sich wirklich einmal genauer anschauen. (Der obenstehende Text greift es ja in der Frührenaissance-Analogie mit dem Buchdruck auch kurz auf.) Vielleicht ein Fall für das „Deus ex Machina“-Blog.

    Wie dieses Argument wohl geht?

    Kann man das Smartphone denn nun etwa schon als Schlauchboot über den Inn benutzen, wenn’s sein muss? Kann man damit Grenzzäune durchlasern? Seit wann ist denn dieses ganze Neuland-Internetz ein Mittel, um einer angemessen ausgerüsteten Bundespolizei (früher BGS) zu entkommen? Lässt sich damit etwa die Körperwärme kaschieren, die einen auf Nachtsichtgeräten sichtbar macht? Ist überhaupt noch Saft im Akku für eine Google-Mäps- und GPS-Nutzung, wenn der ach so unaufhaltbare, modern ausgerüstete Flüchtling heutzutage an der deutschen Grenze aufwandert?

    Das sind so lauter Fragen, die man sich stellt, wenn man dieses Deppenargument zu verstehen versucht.

    Alles, was ich bislang mitbekomme, ist dass wir rührenderweise Flüchtlingen beim Aufladen ihrer Smartphones beistehen, wenn sie erstmal angekommen sind.

    • @Max Ophüls
      Haben Sie den ganzen Artikel gelesen?

      Es geht ihr um die Globalisierung. Da dürfen Grenzen nicht sein.
      Und die Flüchtlingskrise ist eben eine Begleiterscheinung der Globalisierung.( die hat uns der Herrgott auf den Tisch gelegt!)
      Vielleicht hat sich der Merkel’sche Herrgott aber auch geirrt.

      Frau Merkel tut sich schwer, wenn sie sich mit inländischen Verhältnissen
      abgeben soll- die scheinen ihr fremd. Deswegen muss jedes
      Problem sofort auf EU-Ebene, wenn möglich auf UN-Ebene gehoben werden. Da fühlt sie sich wohler und ihrer Bedeutung sicherer.

    • es wäre,doch ein Witz
      …wenn die ganzen Menschenrechtsfreunde, EU- und Weltpolitiker
      an den Menschen scheitern.

    • @E.R.B.
      Sicher las ich alles, das Zitat stammte auch aus einem späteren Teil des Artikels. Aber ich kann über Merkels haarsträubende Argumentierweise, die erschreckenderweise kaum angemessen kritisiert wird, kaum mehr mit vollem Ernst reden. Das Perfide an dieser Frau ist, dass sie selbstverständliche Handlungen, die sie einfach nicht ausführen WILL, in dieser Diskussion permanent als Dinge darstellt, die man angeblich nicht machen KANN.

      Man sieht es ja an ihrem permanenten Gelaber zum „freundlichen Gesicht“, das Deutschland zeigen müsse. Die meisten anderen westlichen Nationen scheren sich einen Teufel darum, was man von ihnen denkt, wenn sie davon überzeugt sind, dass etwas richtig ist. Und letztlich erwartet Merkel ja auch, dass Mittelmeer-Anrainerstaaten für uns die Grenzkontroll-Drecksarbeit übernehmen. Eine so degenerierte, verweichlichte Verweigerung, elementare Aufgaben einer nationalstaatlichen Regierung wahrzunehmen, hätte ich nicht für möglich gehalten.

      Im übrigen: Wenn man Grenzen angeblich überhaupt nicht kontrollieren kann, warum lobt sie nun die Schaffung von Transitzonen. Diese brächten doch rein gar nichts, wenn man links und rechts ins Land reinlatschen könnte, wie man will.

      Es ist einfach unfassbar, wie die Frau argumentiert. Dass die überhaupt noch Kanzlerin sein darf…

      Ach, nochmal ernsthaft zum Verweis auf Smartphones & Internet: Diese Ideen sollen ja anscheinend dafür stehen, dass man heutzutage überall auf der Welt mitbekommen kann, dass es in einem Land wie Deutschland Wohlstand und ein Asylrecht gibt. Also dass die Anziehungskraft Deutschlands als Zielland für Flüchtlinge schlichtweg nicht verhindert werden könne. Das ist ein lächerliches Argument. Wenn Frontex und unsere eigenen verbeamteten Passwegwerfer-Durchwinker ihren Job richtig machen würden, dann würden diese Bilder früher oder später auch in der Welt die Runde machen.

    • @Max Ophüls
      nix für ungut…
      Bin Ihrer Meinung, nur das Argument mit den Smartphons hat Frau Merkel
      schon bei Anne Wild benutzt- da hat es mir schon die Schuhe ausgezogen.
      Und natürlich die Begründung das in Zeiten in denen das Finanzkapital
      unverdrossen um den Globus wandert, sich auch Menschen entsprechend verhalten müssen.
      Jetzt müsste Frau Merkel nur noch ein Methode finden real existierende
      Menschen in Bits und Bytes aufgelöst um den Globus zu jagen.
      So lustig kann marktkonforme Politik sein!

  45. PS: Zitatquelle
    Das Zitat stammt aus dem FAZ.net-Artikel vom 16.10. über Merkels Auftritt vor der Jungen Union. Überschrift des Artikels „Zäune können den Druck von Tausenden nicht abhalten“. (Hey, was macht denn eigentlich Ungarn und der böse Bösmensch Orban, ist das etwa nichts?)

    Mir ist es ja ein vollkommenes Rätsel, weshalb aus der Union (ob jung oder nicht) kein Mensch darauf kommt, der Frau zu sagen, dass Grenzen zu kontrollieren wohl kein Allheilmittel, aber immerhin doch EINE NOTWENDIGE BEDINGUNG FÜR ALLES WEITERE ist.

  46. Transitzonenvergleich
    „Medici und Merkel im Transitzonenvergleich“

    Aber mal zu dieser These…

    Vielleicht sollte man bei dem Vergleich schon auch mal irgendwann die Realität ein wenig mehr einfliessen lassen? Und es ist mir natürlich auch klar, dass sich für einen Erben, der (relativ) viel zu verlieren hat, ein ganz anderes Bild ergibt, wie für einen Beobachter aus 11.000km Entfernung, der sich das beinahe schon genüsslich aus der Ferne anschauen darf. Ich würde es in der Situation natürlich genauso machen.

    Also, nur mal so als Vergleich…
    Wie vielen Menschen geht, bzw. ging es unter Merkel denn insgesamt mal gesehen, doch recht gut? Von einem weltweiten % Vergleich ganz zu schweigen…
    Ich würde mal aus Erfahrung so 50 – 55 Millionen schätzen…?

    Und wievielen ging es unter der Herrschaft der Medici relativ gerechnet gleich gut? Ich meine jetzt natürlich nur unter denen die es wenigstens überlebt haben?
    Ich würde mal so 50 – 55 Familien schätzen…?

    Ich glaube also eher das Problem ist etwas, über das Franz Alt vor etlichen Jahren mal Buch geschrieben hat. „Der Ehrliche (=Gute) ist immer der Dumme“ oder so ähnlich…

    Es wäre ja wohl arg lächerlich angesichts der Zahlen zur Besitzverteilung auf der Erde, die die UNO gerade veröffentlicht hat, so zu tun als wäre die Welt zu arm, um allen 10.000 pro Tag zu helfen.
    Das Problem ist wohl, dass es anscheinend nur mehr ausnahmelos dreckige Verbrecherregime welt- und leider auch europa-weit gibt, die ihre Aufgabe einzig und allein darin zu sehen, so viel zu raffen wie möglich und so wenig abzugeben wie möglich, UM WIEDERGEWÄHLT zu werden. Und wenn Rest-Europa in Merkel’s-Deutschland einen Massen-Abnehmer für Völkerwanderer findet, der blöd genug ist lauthals „Wir können das“ (ohne freilich einen Hinweis zu geben, wer denn diese WIR sind, und was genau DAS ist, dann läuft das halt alles genau wie es das jetzt tut. Es ist also nur deshalb ein Fehler Merkels, weil man als „Leidtragender“ ja an sich mit der Welt eigentlich ganz zufrieden ist, die widerliche Welt, die einem den eigenen Wohlstand beschert hat, aber nun die unappetitlichen Konsequenzen, die es wagen ungeplant ebenfalls aus ihr erwachsen.. weil Merkel die nicht fern hält? Sonst wär alles ganz in Ordung?

    Da ergibt sich denn also die Frage, ist Merkel-DE, von dieser Ausnahme mal abgesehen, also der Staat den alle diejenigen wollen, die jetzt über drohende finanzielle Verluste krakeelen?
    Und wenn nicht, warum haben dann all diese Jammernden 30 Jahre lang die Kohl, Schröder und Merkel gewählt, deren Politik solche Folgen ermöglicht hat?
    Warum ist dieses Land in einem Bündnis mit dem verbrechischsten Land, dass der Planet je gesehen hat?
    Mit den alten Kolonialmächten Europas, die die dortige Gegend mit ihrer perversen Herrschaft so bereitet hat?
    Warum ünterstützt man dortigen Abschaum, wie die Saudis und andere und massakriert die Saddams und Gaddhafis der Welt, weil sie sich weigern wollen ihren einzigen Besitz, Öl, gegen Dollar zu verscherbeln, und statt jener lieber echtes Geld haben wollen?

    Also bitte, bevor ihr weiterjammern, hätte ich gerne Antworten auch auf solche Fragen, sonst bleibe ich bei meiner Meinung, dass ihr jetzt gerade wenigstens mal einen Teil des Sch… den ihr selber verursacht habt zurück bekommt!

    IHR!!! habt sowas gewählt, und zwar aus reiner Habgier…

    • Nicht ganz richtig
      Zwetschgenruf!!

      Bester TDV
      Das erwähnte Buch ist nicht von Franz Alt. Es ist von Ulrich Wickert.
      („Der Ehrliche ist der Dumme: über den Verlust der Werte“ 2005 Heyne)

    • Oooops, Danke...
      Sie haben natürlich Recht, sind wohl die ersten Anzeichen von Alzheimer….

  47. Sie ziehen uns mit ....hinein in ihren Krieg
    Sieht denn niemand mehr was los ist?
    Die Russen Bomben in Syr an der falschen Stelle,
    und das nur weil Putin sich bei Mutti rächen will.
    Schön Flüchtlinge produzieren so wie der IS es auch tut.
    Die wollen dann alle nach D und im Schlepptau bringen
    Sie IS Terroristen mit…..was für ein Witz…..
    Zu 100derten oder vielleicht zu 1000nden.
    Das bürokratischste Land der Welt schafft es nicht mal
    Personalien aufzunehmen….was für ein Witz…
    Schauen wir mal wie lange die Freude beim AG Verband
    so anhält.
    Da kommt ja die intellektuelle Elite zu uns….
    Die werden wir auch brauchen, denn Hillfarbeiter werden
    wir nicht mehr brauchen Industrie 4.0 wird hart einschlagen
    in ein Land das zu viele Schmarotzer , nicht vermittelbare
    und Alte hat.
    Ach ja ich vergaß , die Kasse wird dann Rückzugs leer sein.
    ENDLICH WERDEN DIE LEBENSBEDINGUNGEN IN EUROPA
    ANGEGLICHEN SEIN…….
    Danke Frau M

    • Mal so als Zwischenfrage zum Nachdenken...
      „Die Russen Bomben in Syr an der falschen Stelle…“

      Die meisten die das Problem Syrien verstehen, bzw, das, was unsere amerikanischen Freunde dort ermöglicht haben, haben grössere Probleme als Sie damit zu entscheiden, was denn dort mittlerweile richtige falsche Orte zum Bombenwerfen Üben sind, und was nicht.
      Und ihre Einschätzing, dass Putin in fder Politikerin Merkel ein grösseres Problem sieht, die dürfte etwas arg übertrieben sein.
      Aber, er hat wohl jetzt, nachdem er und der Rest der Welt einen nicht mnehr zu ignorierenden Nachweis ihrer Inkompetenz erhalten hat, ein wenig mehr Angst davor, dass diese Kanzlerin dumm genug ist, sich von Obama&Co in einen Krieg treiben zu lassen….

  48. Katastrophe oder nicht
    > Entweder es passiert ganz schnell etwas oder wir erleben
    > eine umfassende Katastrophe.

    Ich fürchte, der Drops ist gelutscht. Wir können uns nur noch die Art der Katastrophe aussuchen und wo sie stattfinden wird.

    Die vielen Hunderttausende, die bereits unterwegs sind, aufzuhalten, das wird sehr sehr hässlich. Zäune bringen nur etwas, wenn sie mit ausreichender Entschlossenheit verteidigt werden.

    Ob sich der politische Wille dazu finden lässt, dann findet die Katastrophe an den Grenzen statt, oder nicht, dann vollzieht sie sich im Land, das wage ich nicht zu prognostizieren. Auch eine Katastrophe an den Grenzen hätte jedoch umfassende Änderungen im Land zur Folge, denn ein Staat, der an den Grenzen scharf schießt, ist im Inneren auch nicht mehr derjenige, in dem ich aufgewachsen bin.

    • .
      zumindest schiene es noch angenehm, sich eine so erwartete katastrophe noch aussuchen zu dürfen – allein, man wird sie da enttäuschen. der zug ist schon ein wenig weiter. schliesslich ist die zuwanderungsbewegung nur einer der gegenstände der politik, ein dicker vorhang, hinter dem etliches anderweitiges geschieht. soll man aufzählen: bankenkrise, wirtschaftskrise, staatsschuldenkrise, weiter zunehmende arbeitslosigkeit unter jugendlichen, nutzung globaler quellen zulasten von bevölkerung und umwelt, aus sich verschlechternden situationen resultierende lokale kriegerische auseinandersetzungen, und die folgen des ganzen. gewisslich ist die aufzählung unvollständig.

      man möchte ihnen nicht zunahe treten, doch steht es zu befürchten, dass es auf sie oder mich kaum ankommt.

    • Alles richtig
      werte donna laura,
      im Endeffekt lohnt es sich kaum sich zu
      den Migranten zu gesellen, wo sie auch aufschlagen hier in
      Kanada oder Nigeria, sie treffen auf einen gesättigten Markt.
      Genau wie die Global Player.
      Einzig Lohn-Kostendumping kann noch ein Überlebensmerkmal sein
      – außer Krieg natürlich.
      Die Flüchtlingskrise hierzulande kann nur menschenfreundliche
      Ursachen haben. Ein Milliardenprogramm, das außer ein paar
      Posten für Frühstücksdirektoren, nichts einbringt.

    • Wow, es scheint tatsächlich wie befürchtet ernst zu werden
      Solchen Klartext liest man sehr, sehr selten von Donna Laura.
      Jedes Wort ist völlig richtig, ein Thema sollte man aber noch dazufügen, ein Wichtiges, auch wenn auch dadurch die Liste nicht vollständig sein wird.

      Es wird massenhafte Abschiebungen geben (müssen) und das wird sehr hässlich werden. Die deutschen Medien werden natürlich wieder rumschleimen bis zu geht nicht mehr… So wie jetzt schon die Zustände in den Lagern entweder ganz verschwiegen oder geschönt dargestellt werden. (Kann man eigentlich dagegen klagen, dass man Zwangsabgaben für öffentlich rechtliche Anstalten einzieht, um solche „Journalisten“ wie Frau Slomka damit zu bezahlen?)

      Im Ausland wird man ganz, ganz schnell eine Verbindung zwischen der brutalen Praxis der Abschiebungen und dem Verhalten gegenüber Griechenland erkennen. Viel Spass mit der Weltmeinung…

  49. mit gutem beispile voran!
    habe schon immer gesagt: die anwesen derer, die unserem land vorstehen, bieten doch einiges an quadratmetern und gesinde. herein mit den flüchtlingen! wieviel könnte frau merkel aufnehmen? sicher um die 50 syrer, die sie doch selber eingeladen hat, sie zu besuchen!
    der reichstag/plenarsaal steht regelmaessig zu mind. 50% leer, immer rein mit denen, die lageso verklagen.
    finanziell wäre das ganze durch die bezüge der politiker zu stemmen. die werden schliesslich auch durch den rest des volkes erwirtschaftet.
    registrierung dann durch den staatsschutz an der haustür, noch ein problem gelöst. es könnte so einfach sein – gelebte willkommenskultur.

    • Ich hoffe für Sie, Sie sind noch arg jung?
      „finanziell wäre das ganze durch die bezüge der politiker zu stemmen“

      Nicht denken zu können ist heutzutage normal, ich weiss, aber im zu Ende geheneden Zeitalter der Habgier nicht rechnen zu können, das ist eine wenig erstaunlich.
      Da sie es mit Tatsachen nicht so serh haben, hier ien kleiner Tip… zum Nachdneken:

      In den letzten 40 Tagen sind 409.000 gekommen….

  50. Grenze/Eigentum
    Ich habe die Sache mit den offenen Grenzen durchdacht. Wenn ich mein Land nicht an der Grenze schützen kann, dann ist der nächste Übergriff der ins Eigentum. Damit meine ich nicht die Zwangseinweisung oder Beschlagnahmung von Gebäuden, sondern dass die Migranten unsere Wohnungen und Häuser besetzen werden. Die werden nicht ruhig bleiben und Hartz4 anstreben, sie wollen so leben wie wir.

    In Braunschweig zB sind in einer Vorstadtsiedlung 4000 Bürger und 4000 Migranten. Wenn Letztere in einer Nacht die Siedlung im Handstreich nehmen, dann kann die Polizei nichts machen. Dann hilft nur noch Häuserkampf der Armee.

    Aus meiner Sicht können wir wählen zwischen Dichtmachen der Grenzen oder Verlagerung des Kampfes auf die Strassen in Deutschland. Ersteres ist mir lieber.

  51. Leider anachronistisch...
    Hört sich ja alles ganz nett an, ist nur leider mehr oder weniger ahistorisch.

    Lorenzo ging es um das Abhalten militärischer Invasoren, nicht um Einwanderung. Was er von letzterer hielt, nun ja, bis in die Neuzeit brauchten Städte eine Zuwanderung, weil die Sterberate die Geburtenrate überstieg – in guten Jahren, d.h. wenn es nicht gerade wieder Seuchenzeit war. Der Nachzug kam vom Land, wobei sich die dortigen Landbesitzer freuten wenn die Arbeitskräfte verschwanden.

    In dieser Situation wäre ich als macchiavellistischer Fürst gar nicht so genau daran interessiert, wo die Neuankömmlinge herkamen, siehe „plausible denialability“. Sonst muß ich in der Stadt schnell meinen Wein alleine holen, weil es keine Diener gibt.

    Für größere Gebiete, AFAIR war es in der damaligen Wirtschaftswissenschaft, AKA Merkantilismus durchaus üblich, die Einwanderung zu maximieren und die Auswanderung zu verbieten. Bis zu Malthus waren es noch ein paar Jahrhunderte, und Giovanni Botero, der angeblich ähnliche Gedanken hatte, war nur ein Autor unter vielen, und es ist ein schlechtes Zeichen für seine Popularität, wenn ich Informationen über sein Werk aus irgendwelchen Randnotizen holen muß.

    Dem gegenüber stand dann der Gedanke, eine religiös homogene und durchgehend gläubige Bevölkerung zu haben, denn halbwegs säkuläre Nationalstaaten ließen noch ein paar Jahrhunderte auf sich warten. Wenn man das wiederhaben möchte, gerne doch, ich freu mich schon auf diverse „Abendländer“ auf harten Kirchenbänken.

    Kurzum, „The past is a foreign country: they do things differently there“. Zum Thema:

    http://ieg-ego.eu/de/threads/europa-unterwegs/christliche-konfessionsmigration/justus-nipperdey-bevoelkerungstheorie-und-konfessionsmigration-in-der-fruehen-neuzeit

  52. Sozialkassen
    Die Migranten sind eher nicht an Sozialleistungen interessiert, sondern an unserem Wohlstand. Außerdem sind sie gewaltbereit. Das macht mir mehr Sorgen als eine abstrakte Staatsverschuldung.

    Wenn ich auf der Straße aufpassen muss, das ich nicht niedergestochen werde wegen der 50 Euro, die ich in der Tasche habe, dann sind mir die Staatsfinanzen gleich.

    Das Problem sind die Gewalt und die Anarchie. Der Don hat seine Festung, ich nur eine schöne ETW ohne Schießscharten.

  53. Roter Historismus geht anders
    Den Sozis ist das dt. Proletariat abhanden gekommen. Das kann sich kommod das Hirn vorm TV wegsaufen, beim 3-Hunde-Gassigehn (Berliner Standard) die Lunge wegrauchen, oder in Dresden die Beine vertreten. Da muss neuer Druck her.

    Also rein mit neuen revolutionären Massen!

    Dass rotgrüne Bundesländer niemand abschieben, hat hierin die Erklärung. Die Offene-Grenze-Politik auch. Merkels Titel ‚Weltflüchtlingskanzlerin‘ (Wirtschaftswoche) ist ihr zugelaufen. Sie macht keine eigene Politik. Merkel labert, wohin der Wind sie trägt.

    Der rote Schlachtruf ‚Polens Westgrenze nach Frankreich verschieben!‘ ist überholt. Der neue: ‚Syrien zur dänischen Grenze verschieben!‘ Ich war vor sechs Wochen im Flensburger Bahnhof, neugierig ‚Willkommenstüte‘ inspiziert: ‚DU nix! Nur Asyl!‘ Es geht gut voran.

    Berlin ist schon im Bazar-Status. Bayern sollte den Anschluss an Österreich erwägen: Leitkulturprinzip.

  54. Titel eingeben
    Immer ist davon die Rede, daß man die Grenzen schließen müsse.
    Wie stellt man sich das denn praktisch vor: die Grenzen schließen?
    Anbrandende Menschenmassen wird man nicht durch Zäune oder eine Handvoll Polizisten mit roter Kelle aufhalten können. Oder eine in aller Eile errichtete drei Meter hohe Mauer um Europa herum.

    Was also nun.

    Auf der gedanklichen Suche nach einer Lösung steigt eine Ahnung in mir auf und ich schaudere. Ein Wort brennt sich in meinem Hirn ein: Waffengewalt.

    Kein Angehöriger dieser dekadenten Regierung, die sich demokratisch nennt, wird dies wagen. Diese feigen und ungebildeten Schönwetterdemokraten haben sich doch nur um die fettesten Brocken im steuergefüllten Freßtrog gestritten und ihren Wählern dabei ein politisches Theater vorgespielt. Die Regierungssimulanten werden wie die Ratten das sinkende Schiff verlassen.

    Wer also wird am Ende die Drecksarbeit erledigen?

    • Es gibt sehr wohl ein Kontinuum der Mittel.
      Womit werden denn Steinewerfer auf Demos in Schach gehalten? Da werden doch auch nicht gleich „aufgepflanzte Bajonette“ präsentiert, wie man angesichts einer bekannten Bemerkung Sigmar Gabriels meinen müsste. Es gibt Wasserwerfer, Schlagstockeinsatz, Pfefferspray, etc.

      Und warum Seehofer umgehend Söders Anregung mit den Zäunen einkassierte, hätte ich auch gerne mal erklärt bekommen. Nicht, dass ich genau weiß, was zu tun ist, aber debattiert werden muss es doch, das ist das Mindeste.

    • Grenzen schließen
      …dazu braucht man vor allem eines…

      den klar vermittelten politischen Willen, ohne den nützen Zäune nichts.

    • Waffen
      Richtig. Ich sah die Bilder von Kroatien, die die Migranten sperren wollten und dann wie sie durchgebrochen sind. Die Videos wurden von youtube entfernt. Das wissen unsere Politiker.

      Grenze schließen geht ohne Schiessbefehl nicht mehr. Also lassen sie alles rein und verteilen erstmal über das Land. In der Zwischenzeit hofft man auf den Winter und Erdogan, beides keine guten Partner.

      Die Migranten spüren unsere Angst und nehmen sich nach und nach mehr raus. Sie werden uns terrorisieren und dann gibts alles von NoGO-Areas bis zu bürgerkriegsähnlichen Szenarien.

      Offene Grenzen sind der Tod jeder Kultur.

  55. .
    natürlich hat es etwas amüsantes, wenn ein geschätzter und sehr fleissiger mitkommentator versucht, unauffällig auf den knien nach canossa zu rutschen, im büsserhemdchen, mit einer kerze in der hand etc.

    sicherlich mag manches einem zynisch zu denken gezwungenen menschen – fast bleibt einem kaum anderes übrig – veraltet erscheinen:
    doch möchte man zu bedenken geben, dass man sich besser ab und an genausolche sätze vor augen hält, um die intensität der diskrepanz zwischen realität und erfüllung dieser norm, die wirtschaft habe dem menschen zu dienen, zu erkennen.

    aus eben diesem grunde gibt es von meiner seite bemerkungen zum betriebssystem (und den anwendungen) der derzeit noch ein ganz klein wenig existenten, um nicht zu sagen unfröhlich vor sich hin röchelnden, bürgerlichen gesellschaft:
    das betriebssystem soll (normativ gemeint, nicht als konstatierung der realität) demokratie sein.

    es wäre noch nicht ganz verloren, gäbe es massgebliche beteiligte, die sich dem europäischen volk verpflichtet fühlten und ob ihrer mangelnden entscheidungskompetenz trotz mandat sich verbündeten, um denjenigen entgegenzuarbeiten, die das system komplett in richtung neolliberalismus verschieben. dabei ist nichts sehr rosig, man kann und muss nehmen, was man bekommen kann, aber unmöglich erscheint das projekt nicht, man sollte nur nicht zu lange zuwarten – jede gesetzesverabschiedung, jeder verhandlungsabschluss schafft tatsachen, die das betriebssystem verändern.
    da würde ich tga recht geben – der neooliberalismus kann als pervertierte variante der ehem. sozialen marktwirtschaft r.i.p. durchgehen, und wird ebenso einem unschönen ende entgegenblicken lassen wie der ehem. staatsssozialismus.

    von diesem normativ postulierten punkt – wirtschaft solle dem menschen dienen – aus gesehen lässt sich nichterfülltes klarer wahrnehmen.

    denn wer sich zu voreilig schickt (dazu mag auch ansonsten tatenloses ätzen und frotzeln zählen), arbeitet demjenigen zu, der ein anderes betriebssystem anstrebt.

    kein schritt zurück, kein stück, soll die these sein.

    dagegen spricht, dass sehr grosse anteile der macht längst auf andere ebenen übergingen – man darf nun ranghohe entscheiderinnen und entscheider bei ihrer tätigkeit zusehen (vor allem, dass man nichts sieht, und vor allem, dass man als citoyen es in keiner weise in der hand hat). dafür spricht, dass noch nicht alles verloren ist.

    abgesehen davon, dass grundsätzlich ein irgendwieweitermachen besser ist als eine alles hinschmeissende revolution (verluste an leben, vermögen, moral und kultur sind immens), was meine wenigkeit etwas beunruhigt, dass hier auch üblicherweise ausgewogenere geister davon sprechen, dass zu ‚bereinigungszwecken‘ endlich das gewitter kommen solle – hören sie den donner nicht? es ist doch bereits so weit, seit jahren. nur wahrhaben wollte man es nicht.

    allerdings findet da ein kklasssenkampf statt: von der elite gegen, tja, alle anderen, auch gegen die stützen der gesellschaft. nun.

    • Also weiter wie bisher???
      “…das betriebssystem soll (normativ gemeint, nicht als konstatierung der realität) demokratie sein.“

      Bei allen Betriebssystemen sind die Apps das Entscheidende. Apps, also z.B. abzockende Banken, oder auch manipulierende und verdummende Medien.
      Auch wenn man dem zustimmt: „dass grundsätzlich ein irgendwieweitermachen besser ist als eine alles hinschmeissende revolution (verluste an leben, vermögen, moral und kultur sind immens)” so befürchte ich, dass Institutionen wie die Geheimdientse nun mal NIEMALS damit aufhören werden die Gesellschaft irgendwann, und zwar in nicht allzu ferner Zukunft, total überwachen zu wollen. Und zwar egal welche Gesetze zu dem Thema gerade in Kraft sind, denn der „höhere“ Wert ihrer Arbeit rechtfertigt wie immer die Weigerung den Gesetzen zu folgen. Das bekommen wir ja heute schon täglich von den medien eingetrichtert!
      Ebenso wie die Banken sich niemals von der kurzfristigen Profitmaximierung lossagen werden, und angesichts der Mehrheitsverhältnisse beim Wahlvolk wird es da ausser oberflächlichem Pseudo-Druck selbst mittelfristig keinerlei tatsächliches Handeln der Politik geben.

      “No single financial institution should have holdings so extensive that its failure could send the world economy into crisis. If an institution is too big to fail, it is too big to exist.”
      Bernie Sanders, (leider wohl kaum) 45. Präsident der USA

      „…dass zu ‚bereinigungszwecken‘ endlich das gewitter kommen solle – hören sie den donner nicht? es ist doch bereits so weit, seit jahren. nur wahrhaben wollte man es nicht.”
      Nein, das Gewitter ist noch viel zu weit weg…
      Natürlich verstehe ich ihre Bedenken: „verluste an leben, vermögen, moral und kultur sind immens“.
      Nur, wie wollen sie mit dem BND und ihren das Land besetzt haltenden Kompagnons aus den USA umgehen?
      Es gibt da ein gerade erschienenes Buch, das dieses weltweite Problem endlich ehrlich angeht und beschreibt, Japan kann ja ein garstig Lied davon singen. Bereits diese Buchbesprechung stellt die unfassbar primitiv gewaltsame USA Weltpolitik recht präzise dar und ermöglicht das Erkennen des Ausmasses des tatsächlichen Problems.:

      http://www.japantimes.co.jp/culture/2015/10/17/books/book-reviews/base-nation-reveals-destructive-tentacles-u-s-hegemony/

      Wie wollen sie z.B. die Macht Brüssels, Luxemburgs(!), und der EZB in Frankfurt einschränken um zu zivilisierten Verhältnissen zurückzukommen? Denn, und da bin ich ganz bei Ihnen, ich bin sicher eigentlich wollen die meisten Menschen nichts anderes….
      Sagen sie es uns, wenn sie es wissen…

      All diese Verbrecher und ihre Organisationen haben das, was man unter Demokratie versteht klammheimlich beseitigt…. Solche Leute werden alles akzeptieren und unterschreiben, solange es ihnen ermöglicht genauso weiter zu machen wie bisher, gegen die Macht der Gesetze sind diese Leute immun. Denn Sie wissen genau UND verlässlich, dass der Rechtsstaat nur für die anderen gilt!
      Sie erinnern sich an die Schlagzeilen und TV Bilder, als bei der EZB Eröffnungen, diese bösen, bösen Terroristen des schwarzen Blocks „unseren“ Staat bekämpften? Sowas ist völlig wirkungslos. Gegen ein die ganze Bande aus den obersten Stockwerken des neuen EZB Gebäudes zum Fenster-raus-geworfen-werden ist niemand immun!

      Was genau haben sie denn als Alternative vorzuschlagen?

      Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen
      Peter Ustinov

    • .
      allerdings parlierte man auch von anwendungen – normen und gesetze, wenn sie mich fragen. und deren praxis.

      nun, zunächst einmal konstatiert man. aber wenn ich die geniale formel gefunden habe, poste ich sie als erstes hier – versprochen!

    • Kneifen gilt nicht!
      „…normen und gesetze, wenn sie mich fragen. und deren praxis….“

      Wie sagt man schön? „Die normative Kraft des Faktischen“

      Man MUSS und man WIRD die Grenzen schliessen und man MUSS und man WIRD abschieben.

      Ihr Satz „…wenn ich die geniale formel gefunden habe, poste ich sie als erstes hier – versprochen!“ hätte in derselben Diskussion Anfang es Jahres sehr viel Sinn gemacht. Jetzt werden die, die ihre Inkompetenz bereits unter Beweis gestellt haben, handeln.

      Und dann geht alles und mit denselben „Fachleuten“ genauso weiter wie bisher auch?

      Nehmen wir mal ein simples Beispiel. Unsere amerikanischen Freunde organisieren in Syrien einen Fluzegabsturz a la Golf von Tonkin und schieben ihn den Russen in die Schuhe und erklären dies zum Bündnisfall.
      Frau Merkel wäre dankbar für die Ablenkung, oder?
      Wer interessiert sich heute angesichts der Flüchtlinge noch für Euro-, Griechen- oder Abhör-Krise?
      Und wen interessieren dann noch die paar hunderttausend Flüchtlinge, wenn man vielleicht selber einer wird?

    • .
      das war die antwort auf ihre apps; rein techn. präzisierung.

      und überhaupt kneifen – schliesslich ist einhundertprozentig davon auszugehen, dass sie bereits die lösung haben. nun?

    • Aber ganz im Gegenteil....
      Natürlich ist das was jetzt kommt anzusehen. Schliessen der Grenzen wo möglich, abschieben wo möglich, Public Relations in den Fluchtländern und das Erklären von allem wo nicht gerade permanent gebombt wird zu safe countries….
      Ich habe „nur“ gesagt, dass es ein Verbrechen ist, mit all diesen Dingen erst dann anzufangen, wenn gar nichts mehr geht. Anstatt anfang des Jahres schon mal in den Stützen nachzuschauen was denn die Intelligentia des Landes zur Lage meint ;-)

      Ich konnte halt nicht erkennen, dass ihre Replik nur zu den apps war…
      Aber das ändert ja an der Gesamtsituation nichts.

      Merkel und Co werden dafür bezahlt, dass sie sowas erkennen und etwas dagegen unternehmen und vorbeugen, aber wer weiss, vielleicht hat sich da was geändert und das sind ehrenamtliche Jobs?

  56. Besser als Krieg
    Es ist wohl auch so: Der moderne Staat ist einfach viel zu stark, zu reich, zu potent, um nicht spätestens in jeder zweiten Generation einen monströsen Unfug zu beginnen.
    .
    Gerade wenn es gut läuft, gerade wenn die Einnahmen sprudeln und die Kassen voll, gerade dann, wenn man denken könnte, man sei am Ziel und könnte mal ausruhen …
    .
    Gerade dann kriegen die Politiker Angst, dass sie bald nicht mehr gebraucht werden, Angst davor, dass ihren Schäfchen die Existenzangst abhanden kommt, von der sie, die Hirten, doch leben …
    .
    Dann müssen sie ein riesiges Abenteuer beginnen, damit die Welt wieder spannend wird und überall neue Abhängigkeiten erzeugt werden.
    .
    Verglichen mit den WEltkriegen von damals ist das, was Schäuble und Steinmeier jetzt mit uns veranstalten, ziemlich harmlos. Also: Sehen wir es positiv.
    .
    So ganz allmählich lernt die Menschheit doch was dazu und vielleicht kann der eine oder andere Flüchtling von dem, was er hier gesehen hat, trotzdem positive ERfahrugnen mitnehmen, die ihm helfen werden, einmal den Nahen Osten in bessere Ordnung zu bringen.

    • .
      vermutlich wird man dereinst im rückspiegel besser erkennen können, was geschehen sein wird.
      zuzeiten vor den grossen kriegen gab es auch ein ziemliches durcheinander, aber das soll es auch zu beginn der sechziger gegeben haben, als es auch recht knapp daran gewesen sein soll, aber glücklicherweise nur knapp.

      zuweilen fragt man sich schon, wie politische ebenen sich aus dem schlamassel wieder auf andere art und weise unauffällig herauswinden möchte.

      dabei gibt es schon den verdacht, dass tatsächlich dem einen oder anderem player eine etwas unüberschaubare kriegssituation nicht völlig ungelegen käme.

      jener bombenteppich, unter dem man so einiges begraben könnte, auch die sprichwörtlichen leichen aus dem eigenen keller.

    • Der Nahe Osten ist in Ordnung
      … bzw. wäre es, gäbe es da nicht diese BrandGlaubensstifter aus West und Ost.
      .
      Die Welt wäre ein viel friedlicherer Ort, wenn es diese friedensstiftenden und ordnungsspendenden Supermächte nicht gäbe (oder sie das Missionieren endlich einmal bleiben ließen).

  57. Titel eingeben
    Man kann es den kleineren und ärmeren EU-Staaten kaum verdenken, dass sie sauer sind, wenn noch nicht mal die reichen und mächtigen Deutschen das Flüchtlingsproblem zu schaffen scheinen. Hat das Mädchen den Mund gar zu voll genommen, als sie „wir schaffen das“ trompetete?

  58. Pegida wird es Ihnen danken
    Die sagen ja seit Monaten das Gleiche…

    • Nein, überhaupt nicht. Ich bin für zuwanderung und für Asyl. Ich habe nur ein massives Problem mit dem konzeptionslosen Versagen der Politik, und dem elenen Herausreden der Hauptschuligen an dem Desaster.

    • Pegida ist für qualifizierte Zuwanderung und für schnellere Asylverfahren
      (kwT)

    • @Abgrenzeritisschnelltestfarbumschlag
      Vergessen sie es… gegen Pegida ist er allergisch.
      Ich: links, Anarchist) habe Don vor vielen Monaten schon mal darauf hingewiesen, dass in einem der 16 Punkte des, wie hiess der Typ Olfkotte?, dasselbe steht.
      Da ist er ganz, ganz böse geworden!

  59. Niccolo Machiavelli
    Schon der Onkel Niccolo hat in der Renaissance den Zustand seiner italienischen Heimat bedauert. Er und viele seiner Zeitgenossen litten unter der Tatsache, dass Italien aus Kleinstaaten mit verfeindeten Familien und Parteien bestand die so leicht von fremden Mächten gegeneinander ausgespielt und dominiert werden. Er schrieb im letzten Kapitel des Prinzen:

    And if, as I said, it was necessary that the people of Israel should be captive so as to make manifest the ability of Moses; that the Persians should be oppressed by the Medes so as to discover the greatness of the soul of Cyrus; and that the Athenians should be dispersed to illustrate the capabilities of Theseus: then at the present time, in order to discover the virtue of an Italian spirit, it was necessary that Italy should be reduced to the extremity that she is now in, that she should be more enslaved than the Hebrews, more oppressed than the Persians, more scattered than the Athenians; without head, without order, beaten, despoiled, torn, overrun; and to have endured every kind of desolation.

    Derweil attestiert er den deutschen Landen:

    The cities of Germany are absolutely free, they own but little country around them, and they yield obedience to the emperor when it suits them, nor do they fear this or any other power they may have near them, because they are fortified in such a way that every one thinks the taking of them by assault would be tedious and difficult, seeing they have proper ditches and walls, they have sufficient artillery, and they always keep in public depots enough for one year’s eating, drinking, and firing. And beyond this, to keep the people quiet and without loss to the state, they always have the means of giving work to the community in those labours that are the life and strength of the city, and on the pursuit of which the people are supported; they also hold military exercises in repute, and moreover have many ordinances to uphold them.

    Freiheit und Wohlstand brauchen Verteidigung, befestigte Grenzen und klares Recht. Fragt sich nur wer unser Moses, Cyrus oder Theseus sein wird? Seehofer (haha)? Und warum haben wir alles das aufgegeben, was uns einst zu Wohlstand, Sicherheit und Recht verhalfen?

    • Einfach....
      „Und warum haben wir alles das aufgegeben, was uns einst zu Wohlstand, Sicherheit und Recht verhalfen?“

      Weil diese Dinge erreicht waren. Und nun hatte man vermeintlich das Recht, das Erreichte zu geniessen anstatt an dem festzuhalten, das es ermöglichte. Sie scheinen zu glauben die Mühen nach Ende des 2.WK waren Selbstzweck… nicht Mittel zum Zweck?

      Nicht die Menschen brauche, permanentes Wachstum, sondern nur eine neo-liberale Wirtschaftsform. Probieren sie es mit dieser Perversion:
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-chef-mario-draghi-notenbanker-stochern-im-nebel-a-1058352.html

      Der Depp macht genau das was sie wollen. Dümmer geht es gar nicht!

      Weshalb glauben sei denn, dass die Deutschen immer weniger Kinder in die Welt setzen?
      Weil sie verstanden haben, dass man das Leben auch geniesen kann. Oder haben sie mal einen Beitrag von Don gelesen, in dem er beschreibt, dass er das dringende Bedürfnis verspürt, jetzt erst mal seine Zeit damit zu verbringen noch eine Million dazu zu verdienen, anstatt sein Leben JETZT an Kunst und gutes Essen und Reisen zu „verschwenden“?
      Etwas also, das üblicherweise linke und rechte Spiesser gern von anderen Menschen einfordern, weil ihnen das Talent zum Leben fehlt?

    • Stimme teilweise zu
      Ja, das ist natürlich wahr. Erfolg macht satt, und das ist auch gar nicht verwerflich, dass man seinen Reichtum und die Früchte seiner Arbeit genießt. Das ist auf persönlicher Ebene absolut nachvollziehbar und ok. Ich halte überhaupt nichts davon Leuten vorzuschreiben wie sie zu leben haben oder Mutterkreuze zu verteilen. Es war schon immer eine Herausforderung ein Imperium zu schaffen, welches nicht an seinem eigenen Erfolge zugrunde geht.

      Etwas anderes ist es allerdings, wenn man die Axt an die Wurzeln unsers Wohlstandes anlegt und unser Land wider besseres Wissen auf Bürgerkriegskurs bringt. Ein Volk darf niemals vergessen, dass Freiheit, Sicherheit und Wohlstand erarbeitet und verteidigt werden müssen. Man braucht dafür keine Kriege und keine Krisen, lediglich das Wissen um die Quellen des Wohlstandes und die nötigen rechtlichen und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen sind erforderlich. Im Moment jedoch geraten wir in eine posthistorische Schwärmerei, welche uns all das vergessen lässt. Ich esse auch gerne Apfelkuchen und lese ein gutes Buch anstatt mich krumm zu buckeln. Deswegen würde ich aber noch lange nicht internationales Recht brechen oder dem Steuerzahler und zukünftigen Generationen so manches Ei ins Nest legen. Für mich sind das absolut verschiedene Sachverhalte.

      Ich glaube nicht, dass höhere Löhne oder weniger Kinder das Ende der Welt bedeuten. Deswegen würde ich niemals die Grenzen öffnen. Mord und Totschlag ist weitaus tragischer als eine etwas alternde Bevölkerung. Aber wir werden sehen wie das ausgeht. Gibt ja genügend Beispiele aus der Geschichte.

    • ExExpat
      Vielleicht hätte ich es deutlicher machen müssen:

      „Etwas anderes ist es allerdings, wenn man die Axt an die Wurzeln unsers Wohlstandes anlegt und unser Land wider besseres Wissen auf Bürgerkriegskurs bringt.“

      Es gibt das Volk, das die Vorrausetzingen geschaffen hat und irgendwann das Geniessen verdient hat.
      Und dann gibt es die, die dafür bezahlt werden zu regieren, aber dann statt dessen die Axt anlegen, wie sie es so schön formuliert haben. Nur…..
      Leider übersehen sie dabei das Problem, dass die Mehrheit die Axt-Anlegerin ja wählt und auch morgen wieder wählen wird, anstatt sie an einem Laternenpfahl hochzuziehen.
      Nicht besonders nett, aber es wäre ein nicht zu übersehendes Signal an den Rest der Bande in Berlin, eine Erinnerung daran für was sie eigentlich bezahlt werden und, dass das den Amis in den Allerwertesten Kriechen, kein Teil davon ist.

    • Richtig
      Lieber TDV,
      ja, volle Zustimmung. Auch wenn es abgedroschen klingt und ich eigentlich nicht wie Lenin am Untertanengeist der Deutschen verzweifeln will, es scheint schon so zu sein, dass man sich auf das Private zurückzieht und bloß nicht anecken will. Noch geht das gut. Nur weiß keiner wie lange man sich diese unpolitische Schönwettereinstellung noch leisten kann. Und Merkel wurde meißt aus dem Empfinden heraus gewählt, dass man Ruhe und Frieden will. Keine Scharfmacher wie Stoiber. Der galt als zu radikal und laut. Zu viele Zahlen, Fakten und Warnungen vor dem Ende der Gemütlichkeit. Die Ironie daran war, dass Schröder dann das Privileg hatte den Sozialstaat zukunftsfähig zu machen. Danach wollte man einfach Ruhe haben und hat Mutti gewählt. Sie hat keine Überzeugungen und keine Visionen. Sie reagiert anstatt zu regieren und das ist noch so gewünscht.

      Was Sie im Bezug auf die USA ansprechen musste ja jedem spätestens dann klar geworden sein, als Merkels Handy abgehört wurde und es keinerlei Reaktionen gab. Andere Länder hätten da den Botschafter einbestellt. In der BRD geht das natürlich nicht.

  60. Entmündigung in der Schweiz - in Deutschlanbd Bundeskanzler(in)
    Als Gründe für vormundschaftsrechtlich relevante Schutzbedürftigkeit erkannte das Gesetz neben anderen Vermögensverwaltung, die den Betroffenen oder seiner Familie der Gefahr eines Notstandes oder der Verarmung aussetzt (Art. 370 ZGB).
    In Deutschland wird man statt dessen Bundeskanzler(in).
    Nota: Das Schweizer Gesetz wurde in erster Linie formal 2013 umgeschrieben.

  61. Zwei quälende Fragen an das querdenkende Publikum:
    1. Warum taten sich die Deutschen auch angesichts der Flüchtlingsfrage in den letzten Monaten wieder so schwer, der Realität ins Auge zu sehen, z.B. die Integrationsproblematik zu erkennen und ihre politischen Prioritäten daran auszurichten? Ist es die alte Hypothek der Romantik, der 1945er Waschzwang, die Schweigespirale, der Konformismus/die Timidität angesichts des Medienkartells oder schlicht Blindheit? Ich meine nicht die CDU und deren überloyale verängstigte Abgeordnete, sondern das V o l k, das in Umfragen über lange Zeit eigenartige Antworten gab.

    2. Was treibt die Kanzlerin an? Ist sie in Wahrheit eine „Schläferin“, die in ihrer langen Amtszeit mit (auch FDJ-trainierter) Intuition stets machtwahrend auf Sicht, d.h. ohne Prinzipien, fahren konnte, nun aber die Gelegenheit sieht und ergreift, den Wohlstand dieses Landes, der ihr vermutlich fremd und sinnlos vorkommt, vielleicht sogar zuwider ist, mit 1-3 Mio. Unglücklichen dieser Welt irreversibel zu teilen? Schlägt hier auch eine Prägung durch ihren Vater durch, der als Pfarrer ja bewußt in die DDR zog – doch wohl, um die bessere Welt zu stützen? Versucht die Kanzlerin, durch die abwegigen Stablisierungsvorschläge (Eingreifen in Syrien usw.) nur Zeit für das besagte Vorhaben zu gewinnen, oder will sie vor allem Europa retten, damit weiter (am Bundestag vorbei) „durchregiert“ werden kann, was wohl gefährdet würde, wenn nach der Rückkehr nationaler Grenzsicherungen auch der Gedanke des Nationalstaats wieder aufgewertet würde?

  62. Ausgiebige Redezeit für Mutti
    Bernard del Monaco – Ich glaube Ihre gut unterrichteten Kreise sind nicht so ganz auf dem Laufenden. Wenn man sich das lange Interview mit Mutti in der Papier Faz von heute zu Gemüte führt, kann man sich nur sehr schwer vorstellen, dass Frau Kanzlerin nur annähernd interessiert, wer hier was schreibt. Dazu antwortete die Dame zu abgehoben und von sich selbst überzeugt. Ihr 1 ½ Seiten Redezeit zur Verfügung zu stellen, finde ich allerdings eine Glanzleistung.

  63. Das Mittelalter als Blaupause
    Die Ratschläge aus dem Mittelalter – und dem Palazzo – sind nur polemisch und die – im Bild gesprochen – Ratten laufen hinter dem Rattenfänger her. Doch der von damals war ja auch nur auf Arbeitssuche in Hameln, ein Wirtschaftsflüchtling. Im italienischen Mittelalter kamen aber keine Massen, sondern einzelne oder kleine Gruppen, wenn man von militärischen Invasionen absieht. NATO-Drahtzäune mögen Spanien in relativer splendid isolation halten, wie GB am Kanal. Aber ein großes Transitland gegen Heinesche Wanderratten abzuriegeln? Dazu muss man schon von dicken burgartigen Palazzomauern träumen und dem Recht, Eindringlinge abzuschießen. Von solchen obsolet gewordenen Festungen aus lässt sichs gemächlich raten.

    • Wenn Sie hier noch einmal „Ratten“ für Menschen verwenden, fliegen Sie hochkant raus. Verstanden?

  64. Vielleicht schaffen wir es ja doch?
    Don Alphonso sagte:
    „Entweder es passiert ganz schnell etwas oder wir erleben eine umfassende Katastrophe.“

    Auch wenn die Mehrzahl der Kommenatoren dieses „Endzeitszenario“ für unausweislich hält: Ist das Szenario „Wir schaffen das“ wirklich so undenkbar? Vielleicht meinte die Kanzlerin mit dem „Wir“ weniger die Regierung als vielmehr all die zivilen Helfer, die NGOs, deren Kraft und Ausdauer sollte man nicht unterschätzen. Genausowenig wie die Standfestigkeit der Kanzlerin.

    „Erst mal rein in die Erstaufnahmelager, dann weiter in die Kommunenen und dann schauen wir mal, ob wir das schaffen.“ Ja, dieser Satz ist richtig, aber richtig ist auch: bisher her hat noch niemand wirklich die weisse Fahne gehisst. Wir sind doch schon Wochen immer „kurz vor dem Limit“,“am Rande der Belastungsgrenze“, kurzfristig auch mal „über dem Limit“ – aber selbst der Katstrophenmodus der Taunus-Gemeinde ist mittlerweile wieder aufgehoben. Am 4.10. (!) titelte die WELT „Hamburg weiß nicht mehr wohin mit den Flüchtlingen“. Und? Nimmt Hamburg etwa jetzt keine Flüchtlinge mehr auf? Also, „geht doch“, und was heisst hier „Die Stimmung kippt. Welche Stimmung? Meine nicht…“ schrieb heute ein Kommentator in der taz. Auch Bayern verwaltet die Flüchtlingskrise trotz „Notstand“ sogar mit winterfesten Quartierten besser als viele andere Bundesländer. Die CSU, durchaus wortgewaltig, aber wo bleiben die Taten, die Konzepte, die realisierbaren, am besten noch schnellen Lösungen? Denn offensichtlich eilt es ja, wir sind auf dem Weg in die Katastrophe, genau wie die CDU/CSU mit ihrer Kanzlerin, oder doch nicht?

    Da gibt es Brandbriefe der CDU-Basis, aber auch eine Petition von CDU-Mitgliedern für die Linie der Kanzlerin, da gibt es heisse Diskussionen in der Fraktion, aber danach sagt der Merkel-„Kritiker“ Bosbach: „Angela Merkel muss sich um mangelnde Unterstützung und Solidarität überhaupt keine Sorgen machen. Sie ist und bleibt das beste Argument für die Union“. Und Seehofer? Würde er – wie einstmals Strauss – jetzt ein zweites Kreuth – einen Trennungsbeschluss – riskieren? Ich glaube nicht. Was bleibt also? SPD, Grüne und Linke stehen sowieso in Sachen Flüchtlingspolitik an Merkels Seite. Das hat Kretschmann für die Grünen in einem Interview erst wieder klar gestellt. AFD sind – so kann man lesen – Rechspopulisten und damit „bah“. Nun, da bleibt nicht mehr viel… Daher, wer soll in diesem Gemengelage Merkel wirklich gefährlich werden? Wolfgang Kubicki mag die Kanzlerdämmerung zwar schon am Horizont sehen, aber ich glaube, solange es die freiwilligen Helfer, die zahlosen Helferkreise, die Aktionsbündnisse, etc. noch schaffen – so lange die – trotz Limit – weitermachen, und weitermachen, und weitermachen, solange wird auch diese Kanzlerin weiter regieren.

    Aber wenigstens Genzsicherung? Zu Zeiten der Medici war das vielleicht einfacher, auch gesellschaftpolitisch. Doch wo wäre heute Staggia, in Passau oder in Freilassing? Und wie wäre es zu verteidigen? Jeder der dazu was sagen möchte, muss sich erstmal mit der Frage „Wollen Sie etwa ‚Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl'“ auseinandersetzen. Und ich kenne niemanden in Deutscland der diese Frage mit einem „Ja, das müssen wir wohl tun“ beantworten würde. „Wollen Sie, dass geschossen wird an der Grenze?“, fragte Klaunst Ernst vor kurzem in der Asyldebatte. Wie wollen Sie Staggia verteidigen, Don, doch nicht etwa aus Ihrer Schießscharte heraus :-) ???

    • Standard sinkt
      Tatsächlich wird man mehr als 10 Millionen aufnehmen können. Allerdings bleibt die Anzahl der Helfer konstant und der Aufwand pro Migrants sinkt. Die Millionen kriegen dann einen Service wie in Jordanien, also Massennotunterkunft mit minimaler Versorgung des Notwendigen.

      In Hamburg wollte man im Sommer noch Wohnungen bauen für Flüchtlinge, jetzt dichtet man nur noch Zelte ab und bebaut Parkplätze mit Containern.

      Ja das geht einfach weiter. Führt nur zu immer unerträglicheren Zuständen

    • .
      ein löffelchen für mutti…

      (pardon.)

    • solange es die freiwilligen Helfer, die zahlosen Helferkreise, die Aktionsbündnisse,
      Das genau ist die Crux und ich vergleiche das mit Griechenland. Solange wir Hilfsgelder dort reinpumpen, wird der längst fällige Konkurs verschleppt.

      Wenn die freiwilligen Helfer, die gar nicht mehr alle aus verschiedenen Gründen vor Ort sind, den Dienst verweigerten, wäre das System von jetzt auf gleich am Ende. Unterdessen werden ja schon aus den Kommunen Leute zur „freiwilligen Hilfe“ verdonnert, die eigentliche Arbeit bleibt liegen. Also sehr lange kann der Zusammenbruch der Hilfe nicht mehr dauern und was ist dann?

      Das Vereinnahmen der ganzen Nation durch Merkels „wir schaffen das“, was sie jetzt auf ihrer Deutschlandtour änderte in, wir schaffen das aber nicht allein und nun grad so tut, als wäre nie von was anderem die Rede gewesen, war eine Riesenunverschämtheit. Die Frau weitet ihr Mandet unerträglich und sehr undemokratisch aus, heute die Schleimerei bei Erdogan… den doch keiner in der EU haben will. Vor allem droht uns dann neues Ungemach, die Kurden werden 2016 wohl auch noch zu uns wollen. Und noch immer gibt es keine Obergrenze, sagt Kauder.

      Ich bin auf das Referendum in GB gespannt, ob die unter diesen Umständen in der EU bleiben wollen, ich kann’s mir nicht vorstellen.

    • Das ändert sich gerade, die Helfer – viele avon knnen als Feuerwehr etc. nicht aus – können bald iht mehr.

  65. Das Florentiner Pack
    Es hatte auch etwas anderes nicht. Und zwar kein weiterverbreitetes Schuldgefühl, dass daran zu zweifeln, dass der Sinn und die Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft bestehend aus Myriaden von ethnischen und religiösen Gruppen mit keinerlei Sympathie und statt dessen vielfacher Antipathie ein Zeichen von extremem Nationalismus oder gar Faschismus ist. Und jemand, der nicht daran glaubte, dass eine Gesellschaft funktionieren kann, in der sich fast jeder als Teil einer unterdrückten Minderheit wahrnimmt, wurde nicht als Unmensch sondern als weises Mitglied der Gesellschaft wahrgenommen.

    • white guilt sagt man dazu in den USA
      Warum schafft Ungarn es die Grenzen zu sichern? Warum schafft mittlerweile selbst Spanien es seine Küste zu schützen? Weil sie weniger nationale Schuldgefühle haben. Es ist nur eine Willensfrage. Wir haben die Mittel unsere Grenzen zu sichern, nur nicht den Willen dazu.

      Ein Beobachter der Lage in den USA sagte kürzlich, dass wenn die Hispanics mal im Süden des Landes die Mehrheit, sowie Bürgermeister, Polizeichefs, etc. stellen, die Verhältnisse andere werden. Im Vergleich zu den Weißen haben die Hispanics keine white guilt. Bewegungen wie black lifes matter und die damit verbundenen Plünderungen werden dann nicht mehr mit Millionenzahlungen beruhigt, sondern mit ein paar Hundertschaften riot Police die ohne Warnschuß gleich scharf schießen. Die Hispanics lassen sich da nichts gefallen.

    • Werter Ex Pat
      „…white guilt…“

      Schön wärs, wenn das das Motiv wäre….

      Meditieren sie mal hier drüber:
      Das Verbrecherland jenseits des Atlantiks hat in seinen 200 Jahren niemals einen Krieg im eigenem Lande erlebt. (Und kommen sie jetzt nicht mit dem Bürgerkrieg, den feiern sogar die Südstaaten immer noch jährlich als grosse Sause, denn, dass „Nigger“ auch 2015 noch minderwertig sind, dass weiss man dort nach wie vor ganz genau….)

      Stellen sie sich mal vor Russen und/oder Chinesen haben die Schnauze voll von den permaneneten US Sauereien, und schmeissen als Antwort Bomben auf Gods own country….
      Können sie sich noch daran erinnern wie das war vor 14 Jahren war, als man den Falschen Muslimen auf die Zehen getreten war und einenm geistig Behinderten als Präsident hatte (und wiederwählte)?
      Mann, war das eine geile Hysterie… und die Kriege die man anschliesend begann die hat man heute noch, und stockt sie gerade auf. „Yes we can“ keep on sending boots on the ground to Iraq and Afghanistan…

      Die passende Steigerung amerikanischer Intelligenz wäre ein Wahl von Trump, da würden bei mir die Champagner Korken knallen….

      Also bitte… Weisheiten aus USA die helfen nicht mal jemandem wie Merkel.

    • an TDV
      Ich wollte damit lediglich sagen, dass es offensichtlich Gesellschaften gibt, die Recht auch mit Gewalt durchsetzen können, weil sie den Willen dazu haben. Andere Gruppen haben diesen Willen nicht mehr, weil sie sich aufgrund irgendeiner eingebildeten Erbschuld moralisch unterlegen sehen. Das ist im konkreten Fall ganz unterschiedlich (drittes Reich, british empire, Vereenigde Oostindische Compagnie, etc.). Andere Gruppen haben historisch gesehen auch viel Dreck am Stecken aber dafür keinerlei schlechtes Gewissen (Japan, China, die arabische Welt, Türkei, etc.).

      Ich denke man sollte sich zumindest darüber bewusst sein, warum Ungarn, Israel und Slowenien Zäune bauen können um Recht und Gesetz zu schützen. Wir sind dazu rein technisch genauso imstande, nur psychologisch gesehen eben nicht. Wenn Merkel sagt wir können die Grenze nicht sichern, dann meint sie (als Physikerin) natürlich nicht, dass es logistisch und technisch gesehen nicht geht. Sie meint, dass die Medien ihr dann Fotos von Wasserwerfern, Tränengas und Grenzmauern um die Ohren haut und das für sie keine Alternative ist (hehe). Ich bin mir nicht sicher, ob sich jeder Deutsche dieses nicht ganz feinen Unterschieds bewusst ist.

      Und ja, Trump und Sanders haben gute Chancen das Rennen für beide Parteien zu machen. Auch wenn die corporate media Clinton pushen will, sie ist korrupt und beim Volk unbeliebt. Ihre Geldgeber sind genau die Firmen denen die TV-Sender und Zeitungen gehören, deshalb bekommt sie gute Presse. Sanders hingegen ist beliebter, aber er hat weniger Unterstützer aus dem Medienkartell. Ich bin mir nicht einmal so sicher, ob Trump so schlimm wäre, verglichen mit Clinton.

    • Ex-Pat
      Auch hier übersehen sie, dass ein grosser Teil dessen was man Recht nennt, nur auf Grund bestehender Machtverhältnisse zu Recht geworden ist und daher nicht sakrosant sein kann. Gesetze müssen sich immer der Überprüfung stellen, und wenn andere Gesetze dies unmöglich gemacht haben, dann hat meiner Meinung nach der Staat den Titel Rechtsstaat verwirkt.
      Das geschah mit Maastricht, mit Dublin und auch mit der Bankenregulierung. Gesetze nur dann anzuwenden, wenn es einem passt, damit kann man bei der blöden Masse durchkommen, bei etlichen anderen Leuten aber nicht…. Auch wenn das bedeutungslos sein mag.
      Und nur die ganz Primitiven, wie die Amerikaner, sehen Gewalt als etwas völlig Normales an und schiessen einem Schwarzen schon mal gern ein paar Kugeln in den Rücken, weil er sich weigert das zu tun was man ihm sagt….

      „warum Ungarn, Israel und Slowenien Zäune bauen“

      Israel gehört nicht in diese Reihe, und hat auch keinerlei Recht, denn Israel hat anderen dieses Gebiet mit Gewalt gestohlen. (Dass es die UNO war, ändert nichts!) Israel hat, ganz wie Big Daddy USA nur eines: Macht!
      Ungarn und Slowenien haben selbstverständlich das Recht, wie es auch DE hat. Haben sie irgendwo bei mir gelesen dem sei nicht so? Eine Regierung die diese Bezeichnung verdient, hätte bereits Anfang des Jahres erkannt was da kommen wird, und vorgebaut! Die Kritik richtet sich dagegen, dass man erst jetzt, wenn das Kind im Brunnen drin ist, damit anfängt. Bzw noch nicht mal das, man beginnt sich jetzt darüber zu unterhalten!

      „Sie meint, dass die Medien ihr dann Fotos von Wasserwerfern, Tränengas und Grenzmauern um die Ohren haut”

      Ja, ganz genauso wird es kommen, es sei denn die Damen Mohn und Springer, ihr Kaffee Kränzchen, werden als Besitzer der meisten deutschen Medien dies verhindern. Nicht die Wasserwerfern, Tränengas und Grenzmauern, sondern die Publikation. In diesem Lande ist so langsam alles möglich….

      „Ich bin mir nicht einmal so sicher, ob Trump so schlimm wäre, verglichen mit Clinton.”

      Danke, aber wenn ich die Wahl zwischen zwei A……ern als US Präsident habe, dann ist mir insgesamt die Dame mit weitaus mehr an Intelligenz lieber. Welch eine widerliche Tusse…. Man kann Bill verstehen.
      Als jemand der solche Movies aus der Distanz geniesst, stimme ich allerdings zu. Trump wäre Cinemaskop. Der Champagner ist bereits im Kühlschrank….

    • An TDV
      Wie Gesetze gemacht werden ist mir schon klar. Wenn Gesetze nicht geändert würden, dann könnten wir uns den Reichstag auch sparen und wir könnten in einem Gottesstaat leben in dem die Gesetze ewig gelten. Mir ging es nur darum zu sagen, dass ein Rechtsstaat nicht nur im Parlament abstimmt und dann neue Gesetzbücher drucken lässt. Eine Regierung muss sich dann auch daran halten bis man das Gesetz auf parlamentarischem Wege wieder ändert. Wenn es dafür keine Mehrheiten gibt – Pech gehabt. Wenn wir aus dem Bauch heraus Gesetze ignorieren, weil es sich besser anfühlt, dann haben wir über kurz oder lang Probleme.

      Zu Israel haben wir verschiedene Meinungen. Das ist ok. Ein anderes Mal vielleicht ;-)

      Ich glaube, dass das Thema Gewalt hier vielleicht der zentrale Punkt ist. Gewalt ist gerade in Europa extrem negativ konnotiert. Man setzt Recht so lange durch bis man eigentlich Gewalt anwenden müsste, und dann lässt man es einfach sein. Mittlerweile hat jeder gemerkt wie das Spiel läuft und dass die Deutschen eh nur bluffen. Das zieht nicht mehr. Wir sind eine Schönwetterdemokratie, die das Recht nur dann durchsetzt, wenn es populär ist, oder dies lediglich mit Verwarnungen möglich ist. Aber der Wind wird rauher wehen nächstes Jahr.

  66. Titel eingeben
    Der beste Artikel seit langem zu diesem Thema.

    • Titel eingeben
      Ist inzwischen der Tenor von ZEIT, SZ, Spon, FAZ etc. anders als zuvor? Kann man in diesen Blättern (und im TV) inzwischen die Wahrheit oder wenigstens etwas über die Realität lesen, hören und sehen? Kann man dort inzwischen auch solche Artikel und Kommentare wie hier oben sehen? …die endlich die nicht so schöne Realität beschreiben, die Befürchtungen und die Ahnungen; oder ist es immer noch so, dass nur die Nachdenkseiten und der Postillon aufrichtig sind?
      Ich frage, weil ich seit „Ukraine“ diese Blätter nicht mehr lese und mir auch keine Nachrichten des öffentlich-rechtlichen TV oder Radio mehr anhöre. Ich hab deren Propaganda satt. Und lese lieber die zig (auch wirren) Kommentare hier. Da ist mehr Realität drin.
      .

    • Positionierung der Leitmedien, insbes. BILD
      @Poem:

      Ich fragte mich dies insbes. bereits im Hinblick auf die BILD-Zeitung, auf die ich ebenfalls seit langem nicht mehr einen Blick geworfen habe. Hatten die Anfang September 2015 nicht noch das Willkommens-Spätsommermärchen entscheidend mitzelebriert, trotz gegenteiliger Stimmungsmache in früheren Monaten/Jahren? Und was sagen die nun?

      Komisch, aber ich habe in paar Medien, die ich verfolge, selten thematisiert gesehen, ob bzw. wann die BILD kippt. Offenbar haben Diekmann, Döpfner et al. noch nicht beschlossen, dass Merkel weg muss? Oder doch? (Ich dachte: Wenn doch, dann müsst‘ ich’s doch mitbekommen haben.)

      Die Meinungsumfragen, von denen ich in den Nachrichten höre, klingen – im Vgl. zum fast ausnahmslos Kritischen, das man von Mitmenschen, Journalisten, Onlinekommentatoren hört – unplausibel wohlwollend gegenüber Merkels Flüchtlingspolitik. Ich habe mich schon oft gefragt, inwiefern die demoskopischen Fragebögen tendenziös sein könnten (ein paar Beispiele hinsichtlich zentraler Fragen, die gestellt wurden, fallen mir ein).

      Wie auch immer: Sollte die BILD-Zeitung noch nicht gekippt sein (was mich eigtl. überraschen würde), dann frage ich mich, warum. Sollte sie dagegen schon gekippt sein, dann frage ich mich wiederum, warum Merkel noch so weiterwursteln kann.

    • Die Bild kippt noch nicht
      habe grad nachgesehen. Dazu muss man nun neuerdings den adblock deaktivieren, sonst darf man nicht gucken… Also Bild meldet: Merkel-Initiative | Neuer EU-Sonder-Gipfel zur Flüchtlingskrise

      Die Kanzlerin zeigte sich verwundert, dass die osteuropäischen Länder „so harsch reagieren” und „so hart in der Flüchtlingsfrage sind”.
      .
      Ob nun am Sonntag die sich verweigernden Länder eine andere Haltung einnehmen, kann ich mir nicht vorstellen, warum auch.

      Übrigens haben an der kroatisch-slowenischen Grenze Flüchtlinge die Zelte angezündet, weil man sie an der Weiterreise hindert. Da kann es ja nicht mehr lange dauern, bis Merkel herein ruft.

      Und sonst ist der deutsche Blätterwald noch immer im Gleichklang und der Ansicht, der deutsche Bürger muss von der Realität verschont bleiben.
      Die FAZ meint zur von ihr in Auftrag gegebenen Allensbachstudie, Deutsche trauen Politik keine Lösung der Flüchtlingskrise zu.

      Also keine Teddybärwerfer mehr, die Leute sorgen sich.

  67. Emotionen, Vaterkomplex und Politik
    Mir hat der Blog von DON hervorragend gefallen – ganz großes Kompliment.

    Was jetzt in Deutschland passiert, das habe ich schon vor ein paar Woche vorausgesagt. Was ist, wenn der Winter kommt? Aber bei dem diesjährigen Hochsommer hat ja keiner einen Gedanken an die Kälte verschwendet. Aber der Winter hat auch Napoleon in Russland das Rückgrat gebrochen – und so wird es nun auch Angela Merkel passieren.

    Ihre jetzige Politik ist eine Mischung aus Gefühlsseligkeit und Konzeptlosigkeit, die gespeist ist aus ihrer Herkunft als Tochter einer Pfarrers mit offensichtlichem Vaterkomplex nach dem Motto: Liebe gegen Leistung. Dies passt ja zum protestantischen Leistungsethos und daher wird sie nun noch posthum versuchen, ihrem Vater zu gefallen, indem sie Deutschland bis zur Unkenntlichkeit verändert und gleichwohl noch glaubt, wir schaffen das.

    Die Politik von Merkel hatte noch nie ein Konzept – aber dies passt ja auch und gerade zu ihrer Herkunft als Physikerin, denn in der Physik geht es nicht um das Gestalten von Naturgesetzen, sondern um das Verstehen von eben diesen. Zudem ist Physik nüchtern und doch eher männlich geprägt, so dass es von Vorteil ist, wenn man wenig Emotionen zeigt und/oder empfindet. Problematisch ist es jedoch, wenn man sich mit seinen Emotionen nicht auseinander setzt und dann in Situationen gerät, in denen eine Beherrschung von Emotionen vorteilhaft ist. Nun, wenn dies bei Privatleuten passiert, dann geht man zum Psychotherapeuten.

    Angela Merkel ist nun zum ersten Mal in ihrer Karriere von Emotionen überwältigt worden – und dies nehme ich ihr ab, dass sie die Bilder an der Grenze zu Ungarn erschüttert haben – nur sie hatte kein Mittel, damit umzugehen, da sie dies nie trainiert hat. Und nun wird es gefährlich: sie ist Kanzlerin und vergisst nach den Voraussetzungen, Zielen und Zwecken von Politik für ein Land wie Deutschland zu fragen und danach zu handeln. Zudem muss sich politisches Handeln in einer Demokratie legitimieren, braucht somit immer Kontrolle und ist hinsichtlich seiner Ziele immer auch Kalkül.

    Leider ist Politik in Deutschland zur Soap Opera geworden wie die Aufnahme von Selfies zeigt, und die Medien sind weichgespült. Und genauso unscharf und ungenau in ihren Aussagen wie Angela Merkel – aber das kann sie nun wiederum nur aus der Physik gelernt haben, denn dort gibt es bekanntlich die Unschärferelation nach Heisenberg, wonach der Ort und die Geschwindigkeit eines Teilchens nie gleichzeitig exakt gemessen werden können…

  68. Fragen Sie Prof.Piefke - Folge 23
    „Prof.Piefke, ich habe Angst, dass die Migranten meine Wohnung besetzen, meine Tochter vergewaltigen und mich ausrauben “

    „Zahlen Sie ihre Steuern nicht mehr ans Finanzamt, sondern stellen Sie sich mit dem Geld eine Schutzmannschaft aus Albanern und Arabern zusammen“

    „Aber wenn ich meine Steuern nicht zahle wird der Gerichtsvollzieher mit der Polizei kommen“

    „Haben Sie nicht im Fernsehen gesehen, was die Polizei gegen Albaner und Araber ausrichten kann ?“

    „Doch“

    „Na also“

  69. Das Reich der Gutmenschen
    Nun werden wir also miterleben, wie eine ‚Führerin‘ die Deutschen und Europa mal wieder in den Abgrund mit sich hinreisst. Der niederländische (und jüdische) Historiker Jacques Presser hat schon sehr früh anerkannt, dass der Faschismus wiederkehren werde, nur wird es sich tarnen als Anti-Faschismus.

    • Faschismus mit anderem Vorzeichen
      Danke – sehe ich genauso.

      Hannah Arendt hat sich mit dem Totalitarismus beschäftigt – vielleicht ist ihre These, das Böse sei banal, doch nicht so abwegig. Auf jeden Fall tarnt es sich immer gut … und es ist ja bekannt, das man sich vor Leuten in acht nehmen sollte, die es gut mit einem meinen.

      Diese ganze Ideologie von nett, hilfsbereit, Willkommenskultur ist eine Zwangsjacke, die überhaupt nicht danach fragt, ob jeder einzelne das eigentlich will. Wer Mutter Theresa in diesem Leben spielen will, der kann dies ja gerne tun – aber ohne andere zu bevormunden und dies als den allein seligmachenden Weg zum Glück anzusehen.

      Ich vermisse in der gegenwärtigen Situation die Fragen nach Freiheit, nach Sinnhaftigkeit von Lebensentwürfen von den Menschen, die in diesem Land geboren sind und hier das Recht haben, zu leben und ihr Leben zu gestalten.

      Bald werden aber die sogenannten freiwilligen Helfer selig, wenn nicht gar heiliggesprochen … und da sind wir wieder bei der Parallele zum Mittelalter. Denn es gab ja nicht nur die Medici zu Beginn der Neuzeit im Zeitalter der Renaissance. Es gab das „tiefste“ Mittelalter mit Beginen, Armutsorden wie den Franziskanern und einer heiligen Elisabeth, die viel zu früh an Erschöpfung gestorben ist – aber dafür dann jahrhundertelang leuchtendes Vorbild war und heute noch die Schirmherrin der Caritas.

      Es ist schon erstaunlich, aus welchen Geistesquellen das Gutmenschentum zu schöpft. Zum Thema Mittelalter empfehle ich im übrigen mal wieder den Roman „Der Zauberberg“ von Thomas Mann zu lesen …

  70. Gewitter nein danke
    Bei aller Probabilität eines Krieges zur Verschleierung der tatsächlichen finanziellen Machtverhältnisse – was wären mögliche Alternativen:

    Eine Ermittlung des persönlichen Korruptionspotentials der grossen Akteure durch klare Zuordnung „abstrakter“ Vermögen zu Individuen.

    Eine deutlich progressive Vermögensbesteuerung wirklich grosser Vermögen zugunsten professionell gemanageder Staatsfonds ( bestimmt keine Planwirtschaft, sondern konventionell marktwirtschaftliche Betriebsführung eigennütziger Manager – aber als Angestellte der Allgemeinheit zur Rechenschaft verpflichtet).

    Das Elend aller „linken“ Ansätze ist, dass jeder Reihenhausbesitzer um seinen Jägerzaun, jeder Zahnarzt um seinen Porsche zittert, ohne zu sehen, dass ihnen – spätestens ihren Kindern- die wirklich grossen Zampanos auch das Fell über die Ohren ziehen werden.

    Was kann sich ein guter Akademiker heute noch aufbauen, wenn seine Eltern nichts vor ihm aufgebaut haben und die neoliberale Vermögensmastkur mitgemacht haben?

    Das allerdings durch eine radikale Erbschaftssteuer korrigieren zu wollen, wäre der totale Sockenschuss, wenn man das bescheidene Aufkommen aus der privaten Erbschaftssteuer ansieht – denn das Geld, das wirklich Macht bedeutet, ist lange, lange ganz anders und steuerlich korrekt verfasst.
    Um breite Mehrheiten zu sichern, sollte der oberste Mittelstand nicht abgewickelt werden – auch als Ziel bestehen bleiben, dass sich durch Leistung erreichen lässt.

    Eine Rückabwicklung globaler Handelsströme – gerade konnte man in der NZZ lesen, dass der schweizerische Agrarprotektionismus dazu geführt hat, dass Aldi und Lidl in der Schweiz eher „bessere“ Qualität günstig anbieten, als die anderen Handelsketten in einen Dumpingwettbewerb gezwungen zu haben.
    Das Mantra gegen den Protektionismus hilft nur den Grosskonzernen, diese „Wachstumsdelle“ können kleine und mittlere lokale Betriebe und Arbeitnehmer gut verdauen.

    Sozialer Wohnungsbau und spezielle internationale Wirtschaftszonen in den Ursprungsländern der Völkerwanderung. Sozialer Wohnungsbau durch die Migranten selbst hier vor Ort.

    Eine Perspektive für die, die nicht an einen gewaltsamen Umsturz glauben.

    Eine säkulare Erziehung zu Vernunft, Empathie und allem was Spass macht, ohne gleich Geld zu kosten.

    Das archaische Rollenmuster „Mann agiert in der Welt“ „Frau reagiert und erzieht zuhause die nächste Generation genauso“ muss aufgebrochen werden.

    Ich wollte nur ein paar konstruktive Gedanken neben das ganze Gejammer inkl. Prospekte für Jagdmunition stellen, ohne Illusionen zu haben.

    Aber ich erinnere mich an meinen sehr geschätzen, leider viel zu früh verstorbenen Lehrer Christoph Buchheim, der vermutet hatte, dass das deutsche Wirtschaftswunder der 50er Jahre möglicherweise schon in der zweiten Hälfte der 30er hätte kommen können, nachdem die Industrie durch die Weltwirtschaftskrise stark rationalisiert hatte und neue Technologien implementieren hätte können – wenn nicht eine verantwortungslose irrationale Rüstungspolitik entweder in den Staatsbankrott oder in den Weltkrieg hätte führen müssen.

    Leider ist Politik nicht immer ein evolutionärer Prozess des dialektischen Zuwachses an menschlicher Klugheit, sondern eher eine manisch depressive Springprozession zwischen Euphorie und Verzweiflung.

    Und Revolutionen der Informationstechnologie führen gerne zu Fanatismus, wenn ich nur nach dem Buchdruck an die Hexenjagd und die Konfessionskriege errinnere.

    Und abermals ist die Schweiz ein leuchtendes Beispiel, wie sie ihren konfessionellen Sonderbundskrieg 1847 nach wenigen Wochen, Toten und Verletzten beendete, weil die Erntesaison begann und man wichtigeres zu tun hatte, als sich „religiös“ zu hassen.

    Und das hätten wir bestimmt auch.

    • .
      eliten dürfen nun leider auf die kurzsichtigkeit der envy league setzen. ausserdem dürften langfristig betrachtet don alphonsos kollegen deutlich nerven.

    • Aber, aber TGA....
      “Was kann sich ein guter Akademiker heute noch aufbauen, wenn seine Eltern nichts vor ihm aufgebaut haben und die neoliberale Vermögensmastkur mitgemacht haben?”

      Die korrekte Frage ist, warum meint ein guter Akademiker sich so was aufbauen zu müssen und verschwendet sein kurz bemessenes Lebens ans dafür nötige Raffen?

      Darf ich daran erinnern?
      „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“

      Es ist ein gefährlicher, und folgenschwerer Irrtum dies für eine leere Phrase zu halten. Man wird danach schnell zum normalen Deppen.
      All die anderen Probleme die sie sehen sind nichts als die Konsequenz dieses ersten Fehlers….
      Zum praktischen Teil:

      „…Sozialer Wohnungsbau und spezielle internationale Wirtschaftszonen…“

      Es WIRD im Nahen Osten ein ISIS Land mit Kalifat geben. Sie scheinen nicht sehen zu wollen, dass die jetzige Entwicklung (nicht nur dort) einige extreme Änderungen mit sich bringen werden? Was glauben Sie wie lange es dauern wird bis man 1 bis 2 Millionen der Zugewanderten abgeschoben haben kann, falls es überhaupt möglich sein wird? Es wird in deutschen Städten Enklaven geben, in denen keiner Deutsch spricht, und das deutsche Recht der Scharia nachgeordnet sein wird. Das gibt es natürlich auch bereits heute, nur die Dimensionen werden sich ändern.
      Lesen Sie es mal nach, Spiegel 42/2015, Seite 46ff… sehr, sehr lehrreich! Solche ganz normalen Menschen verschwenden keinen einzigen Gedanken daran, dass das Land in dem sie leben eigene Gesetze hat! Machen sie sich die Mühe, lesen sie es, gibts in jeder Bücherei…

      „…Sozialer Wohnungsbau und spezielle internationale Wirtschaftszonen…“ das tut man in Afghanistan mittlerweile seit wie vielen Jahren? Nur, dass man so ganz nebenbei, in der real existierenden Welt, dort halt auch Krankenhäuser bombardiert, weil die gerade mal einen unbewaffneten Taliban behandelt haben.

      „Eine säkulare Erziehung zu Vernunft, Empathie und allem was Spass macht, ohne gleich Geld zu kosten.”

      Wirklich?
      Wo haben sie denn das Zeug gekauft, das sie da geraucht haben?

      „Das archaische Rollenmuster „Mann agiert in der Welt“ „Frau reagiert und erzieht zuhause die nächste Generation genauso“ muss aufgebrochen werden.”

      Haben sie mit ihren muslimischen Nachbarn mal über das Thema diskutiert?

      Hier will ich mal aufhören…. Ich muss sagen ich bin enttäuscht so was von Ihnen kommend zu lesen. Ich hab Verständnis dafür wenn jemand sich lieber weigert die kommende Realität zur Kenntnis nehmen zu wollen, doch ich befürchte zum Gesundbeten ist es bereits zu spät. Das Wünschen hilft bereits seit geraumer Zeit nicht mehr.

      Dass ihre gepriesene Schweiz gerade rechtsradikal gewählt hat, haben sie mitbekommen?

  71. Der Vergleich Florenz und Merkel findet meine volle Zustimmung.
    Die „Geschichte von Florenz“ sollte man als Staatsfrau auf jeden Fall schon mal gelesen haben. Dann würde die Staatsfrau auch nicht so tapsig blöd in Grenzfragen und Demagogie wirken…..

  72. Ungarns Grenzzaun
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise-ungarn-schliesst-grenze-zu-kroatien-und-richtet-transitzonen-ein-13861629.html

    Geht doch. Das ging aber schnell.
    Interessant, wie wenig sich die Ungarn da von Klugscheißern und Intellektuellen aus dem Konzept bringen ließen, die aus Wohnzimmersesseln heraus möchtegern-kenntnisreich erklären, grüne Grenzen seien nie und nimmer sicherbar.

    • Orban wird eh zur Avantgarde, das will aber Berlin nicht wahr haben.

    • betr. Orban
      Es wird interessant zu beobchten sein, ob es in den nächsten Wochen und Monaten in Teilen der deutschen Medien zu einer Umetikettierung Orbans kommt. Das journalistische Establishment hat sich in den vergangenen Jahren ja immer sehr dankbar und ungeniert des praktischen Labels „rechtspopulistisch“ bedient.

    • Wir sind ja auch schon netter zu Erdogan und Putin.

    • .
      bilder haben durchaus macht, und man kann damit selbstverständlich steuern – man würdige bitte die ungemach, sich gestern die deutsche tagesschau anzusehen: die kamera zeigte ziemlich gnadenlos eine übermüdete und ungeschickt reagierende besucherin bei errdogan. nichtdeutsche nachrichten zeigten dagegen weiterhin merrkel als regierungsoberhaupt, mit bildern des gleichen besuches, die jedoch deutlich staatstragender wirkten.

      abgesehen davon dürfte es ihr ohnehin kein sonderliches vergnügen bereiten, mitzubekommen, wie zuhause tally-ho! gerufen wird, wenn sie einmal nur wie ein zauberlehrling sich die schwäche einer eigenen meinung [1] leistete – und darob in der türrkei nun dafür leiden muss, dass sich die grenzen auf welche weise auch immer schliessen, nachdem man nun kaum einen zaun um das eigene staatsgebiet ziehen können dürfte, wenn man vermeiden wollte, dass sich die österreicher und deren nachbarländer bitterlich und nachdrücklich beschwerten.

      [1] das kommt davon. die abgeschossenen hirsche versuchen gerade wieder aufzustehen.

  73. Vorwärts denken
    So eine Gegen-Gegenreformation versteht halt nicht ein jeder, besonders wenn er aus Ingolstadt kommt. Jetzt werden Andersgläubige nicht mehr umgebracht, sondern eingeladen. Und es wird gesetzlich vermutet, dass sie arme Schweine sind. Wir bauen Betten- statt Trutzburgen. Seit Merkel gibt es die Raute auch im Fussball (beim 4-4-2 statt Doppel-Sechs.) Trotzdem hat Frankfurt heute gegen Gladbach 1:5 verloren. Nüscht ist mehr mit Ablasshandel für Domkuppeln. Southern Man, when will you pay them back? Singt nicht nur der alte Young. Und die Feisten, die ihren BMI nicht im Griff haben, also untauglich für den Öffentlichen Dienst sind, sollen die Karre aus dem Dreck ziehen? Hatten wir nicht schon mal einen Beauftragten für den Vierjahresplan, der eine Giftpille schluckte? Nun gut, der Westwall hat die Invasion nicht verhindern können, aber die Gotenlinie hielt doch eine Weile. Statt Medici brauchen wir jetzt Mediziner, die die fraglos Traumatisierten behandeln können. Sollen sie doch nebst Begrüßungsgeld gleich einen deutschen Paß kriegen. Ruck-zuck sind wir hundert Millionen und machen unsere Nachbarn platt. Expansion durch Invasion, so denkt sich die Merkel das. Typisch Physikerin. Hat was von Atomtherorie und Kernspaltung. Vielleicht ist es der Beginn der kalten Fusion. Schrödingers Katze hat mit Sicherheit auch etwas damit zu tun. Lebt sie noch oder ist sie schon tot? Beides, sagen die Experten, solange man den Deckel nicht aufmacht.

    • der alte YOUNG
      „Well i hope Neill YOUNG will remember
      a southern man dont need him around anyhow“

      das war die antwort aus dem süden…………bei aller verehrung für den alten und nun wieder jungen N.Y.

      welcher künstler spielt denn sonst noch beim konzertbeginn in der BRD die deutsche nationalhymne ?

      wird die nun auch aufgegeben wie die grenzen ?

      hat Youssou D´dour schon den auftrag für eine neue hymne erhalten ?

  74. Migration hilft am besten gegen Armut, findet Angus Deaton
    Interessantes Argument für Einwanderung: Migration aus armen Ländern in reiche Länder hilft armen Ländern auf Dauer mehr als Entwicklungshilfe.

    Viele Kommentatoren, auch teilweise der Don, argumentieren egoistisch: Was bringt die Migration mir persönlich (und da ist für die meisten, auch mich, die Bilanz eher negativ). Nimmt man einen moralischen Standpunkt ein (Berücksichtigung nicht nur der eigenen Interessen, sondern der Interessen aller Betroffenen), spricht sehr viel für massenhafte Einwanderung in reiche Länder.

    • Ich bin da gespalten. Syrische Flüchtlinge aus Aleppo sind etwas anderes als Algerier, die sich als Srer ausgeben, oder Nigerianer, die in Deutschland als Sudanesen der Wirtschaftsflaute in Spanuen entgehen wollen. Warum sollte man da nicht auch ein wenig egoistisch sein?

    • Titel eingeben
      Don, man muss egoistisch sein, ich meinte das nicht abwertend. Ohne eigene Interessen keine Moral. Aber man sollte eben auch den moralischen Standpunkt einnehmen, die Interessen aller bedenken, nicht nur die eigenen (und die der Familie, engeren Freunde,…), die Goldene Regel beherzigen – das vermisse ich hier ein bisschen.

    • Nobelpreis für Ökonomie
      für Herrn Deaton.

      Da war Frau Merkel als Kanditatin für den Friedensnobelpreis
      schon nah dran.

    • Nope. Das Argument trägt a) nur solange, solange die Bedingungen der Entstehung
      und der Beibehaltung von Wohlstand dabei nicht zerstört werden. Und b) müsste gegengerechnet werden, was das die relativ Armen im eigenen Land kostet – bisher existiert historisch kein echter Sozialstaat im europäischen Verständnis mit kontinuierlicher Masseneinwanderung. Und man kann, denke ich, zeigen, dass der auch nicht exisitieren kann. C) ist unter den Bedingungen eines nicht existierenden Weltstaates die „Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten“ nicht moralisch, sondern schlicht Grössenwahn. Gut gemeint war schon immer das Gegenteil von gut gemacht.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Yogi
      Sie übersehen, dass hier in den Stützen seit recht langer Zeit diskutiert wird, dass man eine Migrations Gesetzgebung entwerfen und verabschieden muss und das Asylrecht präzisieren und auf tatsächliche Flüchtlinge beschränken muss.
      Statt dessen ist alles was wir neun Monate später von Merkel statt dessen bekommen, ein „Das schaffen wir!“

      Sie kritisieren die Falschen!

      Und von den Deutschen zu fordern sie sollten so wie St.Martin sein, ist ein wenig lächerlich angesichts der das alles verursachenden US Politik und der Aufnahme“bereitschaft“ der anderen europäischen Länder, oder?

  75. Das Mittelalter als Blaupause
    mein kommentar war ohne beleidigungen, so etwas mache ich nicht. aber er wurde nicht zugelassen. ich frage: warum?

  76. Per aspera ad .... ?
    Danke, Don Alphonso!

    Ein paar Anmerkungen seien mir in meiner Erschütterung erlaubt.
    Es steht sicherlich sehr sehr schlecht um die öffentliche Diskursfreiheit (u. sämtliche „Medien“) in der BRD, wenn es sich nur noch eine finanziell autonome Person (hinter der verrutschenden Maske einer Kunstfigur) erlauben kann, die „normative Kraft des Faktischen“ pointiert zu benennen bzw. zu kommentieren.

    Z.B. „Staatsversagen“ … mein Herz geht auf angesichts so offen ausgesprochener Werturteile.

    [Exkurs (-;
    Mittlerweile versuchen ja manche Landeregierungen bereits, den öffentlichen Diskurs mithilfe von negativen Sanktionen zu reglementieren u. die „Sagbarkeit“ strengen ideologischen Regeln zu unterwerfen.
    Bsp.: Wenige Tage nach einem Referat zur aktuellen Migrationskrise, in dem ein 15-jähriger Realschüler aus Südwestfalen die andauernden verbalen Belästigungen beschreibt, denen seine Oma (rassistisch: Die Dame wird ohne eigenen Wortbeitrag als „Nazi“ tituliert) bzw. seine gleichaltrige girlfriend (sexistisch …. ) kontinuierlich im öffentlichen Raum durch sog. „Asylbewerber“ (bzw. Neu-Migranten) ausgesetzt sind, wird er zum Gespräch beim Herrn Rektor geladen – im Beisein eines Herren von der Abt. Verfassungsschutz NRW. Vorwurf: Erkennbare juvenile Tendenzen zu rechtsextremem Gedankengut. Fazit: „Verwarnung“ u. Androhung weiterer Schritte bei fortbestehender Renitenz …..

    Eine Beamtin eines Jugendamtes im Bergischen Land wird auf ihre im Dienstgespräch über multiethnische Segregation in bestimmten Wohnvierteln geäußerte, halb-ironische Replik „In den Ghettos herrscht bereits Krieg“ hin mit einem beamtenrechtlichen Verfahren überzogen …..

    Was soll werden, wenn deviantes oder delinquentes Handeln nicht mehr als solches benannt werden kann/darf?
    Exkurs Ende.]

    Ich bin leider sehr sehr skeptisch, daß es dem betäubten Souverän tatsächlich gelingen wird, sich aus der „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ u. Apathie zu emanzipieren.
    Die in den Kommentaren erhofften „Erweckungsbewegungen“ oder die massenhafte Abkehr weg von paternalistischer Bevormundung u. Verdummung werden ausbleiben … die manipulierten Fakten u. die oktroyierte Mehrheitsmeinung, die von jedem Regionalbüro der Tageszeitungen kolportiert werden, das öffentlich-rechtliche Meinungsmonopol sind zu dominant als daß die Meinungshoheit eines Konglomerates aus politischen, klerikalen u. sonstigen Eliten ernsthaft in Frage gestellt werden würde …..

    Ceterum: Wer fragt jetzt noch nach der „Selektorenliste“? (-;

    • Titel eingeben
      Gesetzt den Fall, dass ihre Exkurse tatsächlich so vorgefallen sind (was ich weder ausschließen noch vorbehaltlos annehmen kann) wären wir schon viel tiefer im Sumpf als ich bisher angenommen hatte.
      Die Einschränkung der Meinungsfreiheit (nicht des öffentlichen Diskurses!) sehe ich allerdings genauso wie Sie. Wenn bestimme Meinungsäußerungen im Internet zu Kündigungen führen (der Fall eines Porschelehrlings ist überliefert…), dann existiert de facto keine nennenswerte Meinungsfreiheit mehr. Ich fühle mich eher an irgendein totalitäres Regime erinnert, in dem es eine vorgegebene Mehrheitsmeinung gibt und Abweichler mit massiven sozialen und materiellen Konsequenzen zu rechnen haben.
      Der verwendete Denkansatz weißt allerdings direkt die Spur zum Urheber, nämlich den Grünen, bei denen das Private schon immer politisch war. Tatsächlich sind die Grünen und die Linke die einzigen aggressiv intoleranten Parteien in diesem Land. Für beide Parteien ist Politik und Meinung eine Gesinnungsfrage, Machbarkeit und Folgen sind irrelevant bzw in Kauf zu nehmen.
      Es hieß früher, eine gesunde Demokratie hält je 5% Spinner am rechten und linken Rand gut aus. Leider haben wir 25% am linken Rand und kein korrektiv rechts davon. Die Folgen dieser seit Jahren anhaltenden Politik sehen wir gerade.
      Politiker namens Göring haben diesem Land noch nie Gutes gebracht…

    • @Herr Gänzlich-Unbedeutsam
      Ich kann es ihnen nachfühlen. Leider aber bin ich der Meinung, dass das was sie da beschrieben das Normale werden wird…. mehr gibts dazu nicht zu sagen, tut mir leid…

      Wie sie ganz richtig erwähnen frägt keine Sau mehr nach einer Selektorenliste, und mit was das mit irgendwas auf sich hatte, was sich Bankenregulierung nannte, weiss erst recht keiner mehr.

      Willkommen in der zur Kenntlichkeit entstellten Merkel Republik, einer Frau, die wie kein Kanzler das deutsche Volk repräsentiert. Kuam vorstellbar, aber soger besser rechter Pimitvling Kohl und linker Emporkömmling Schröder… alle drei freiwillig gewählt, und nun sind wir fast am Ziel… toll!

    • An whoever
      Ein Rezept der Sozialingenieure ist es den passiven, duldsamen Drohnenbürger so zu schaffen, indem man das Spektrum der akzeptierbaren Meinungen immer weiter verschmälert, und gleichzeitig immer heftiger um immer ähnlichere Positionen streitet. Das sehen wir in der westlichen Welt seit den 70ern. Die Leute werden politikverdrossen, weil die Parteien letztlich das selbe wollen und man bei unbedarften Äusserungen empfindlich sanktioniert wird. Deshalb werden ja diese Menschen gefeuert. Es werden massenmediale Exempel statuiert. Bestrafe einen, erziehe hundert. Das Ergebnis ist ein neo-Biedermeier in dem formbare Arbeitsdrohnen, oder eben Mitarbeiter erhält. So wie im ersten Biedermeier gehen fliehen viele Menschen auch ins Ausland um dort freier zu leben. Nur wo kann man das noch?

    • @ExExpat
      „Nur wo kann man das noch.“

      Freier Leben…in Afrika!

      Freuen wir uns darauf, den Sozialingenieuren bei der Arbeit
      zuzusehen, wenn sie versuchen Mio. Flüchtlinge aus anderen
      Kulturkreisen zu integrieren und zu Drohnenbürger zu machen.

  77. Ein paar Zahlen und Fakten zum Thema Fluchtursachen
    Zu den sog. Fluchtursachen, die Frau Merkel beseitigen will. Das wird nicht klappen, denn das Problem liegt in der Bevölkerungsentwicklung dieser Länder. Man kann sich bei Google die Daten zu Bevölkerungsentwicklung, Fertilität und BIP-Entwicklung der Weltbank ausgeben lassen:
    – population growth LANDESNAME
    – fertility rate LANDESNAME
    – gdp LANDESNAME (sehr unvollständig)
    Eine detaillierte Auswertung habe ich mangels Zeit und Bezahlung nicht vorgenommen, aber jeder statistisch halbwegs gebildete Zeitgenosse wird feststellen, dass Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum nicht zusammenpassen. Von der Verteilung des neu geschaffenen Wohlstands ganz zu schweigen, für Verteilungsparameter wie den GINI-Koeff. habe ich keine ordentliche Datengrundlage gefunden.
    Und nun kommt noch eine Komponente hinzu, die der Artikel beschreibt und die der deutsche Diskurs über Demographie völlig vernachlässigt. Ich würde ihn „Unterschichtenfertilität“ taufen. Aus dem Artikel:
    „In rural areas, families are often large because it is relatively cheap to raise children until they are nine or 10 and can start working in the fields or earning money elsewhere.“
    Sprich, in all diesem Ländern haben sich die ungebildeten Unterschichten extrem stark vermehrt (Das Bildung und Fertilität antikorreliert sind, ist eine statistische Tatsache) . Zusammen mit der stark asymmetrischen (vulgo ungerechten) Einkommensverteilung daraus resultierender hoher Arbeitslosig und den konservativen Wertvorstellungen (Will Mann heiraten, muss Mann die Familie auch ernähren können) ergibt sich ein Pulverfass: Große Mengen perspektivloser junger Männer.
    Auch der so gefürchtete Islamismus lässt sich vor diesem Hintergrund leichter einordnen. Die intellektuellen Eliten, die auch im arabischen Raum vor ein paar Jahrzehnten durchaus einen erheblichen Teil der Bevölkerung gestellt haben, wurden einfach zahlenmäßig marginalisiert. Und die ungebildeten Massen aus ehemaligen Landbewohnern in prekärer wirtschaftlicher Situation suchen nach Halt. Der Islamismus bedient nur den Markt, er ist ein Phänomen keine Ursache…
    Kommt noch eine kurzsichtige Außenpolitik gewisser Großmächte oder lokale Konflikte, ist der Rest vorprogrammiert.
    Und diese Entwicklung setzt sich in weiten Teilen der Welt kaum gebremst fort. Die Zahlen mögen zwar etwas rückläufig sein, allerdings werden diese Effekte von der niedrigeren Kindersterblichkeit und der steigenden Lebenserwartung konterkariert.

    Das ist insgesamt das Resultat von vielen Jahrzehnten verfehlter Entwicklungspolitik. Wir gaben ihnen genug zum Überleben und um sich zu vermehren, aber nie eine Perspektive oder gar Wohlstand.

    In diesem Sinne viel Spaß beim „Bekämpfen der Fluchtursachen“, Frau Merkel. Da sind schon ganz andere dran gescheitert.

    • Ja, so ist es
      Nur, die Weltbank macht eine andere Rechnung auf.

      Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter von
      15 bis 65 Jahren geht seit 2013 weltweit zurück , daher der
      Versuch durch Migration Ungleichgewichte auszugleichen.

      Diesem Mantra , das eine reine Rechenoperation ist,
      hat sich Frau Merkel und die deutscheWirtschaft angeschlossen.
      Schon bei der medialen Vermittlung führt das
      zu beklagenswerten Fehlleistungen.

    • Was sollte die Weltbank anderes tun?
      Feststellen, dass in den falschen Ländern die falschen Leute viel zu viel Nachwuchs haben und dass uns das wahrscheinlich auf den Kopf fallen wird? Welche Maßnahmen sollte sie dagegen vorschlagen? Stopp aller Entwicklungshilfe? Mittel zur Bevölkerungsreduktion? Das klingt mir nicht nach einer UNO-Organisation.
      Also versucht man, der Sache etwas Positives abzugewinnen. Ich haue einfach mal eine (unbelegte) Vermutung raus:
      Der Anteil der unter 15-Jährigen steigt einfach überproportional (wieder Stichwort Kindersterblichkeit).
      Ich habe vor einer Weile eine Weltkarte der Durchschnittsalter gesehen, in manchen Ländern Afrikas liegt es unter 20 Jahren. Von einer weltweiten Überalterung sind wir meilenweit entfernt. Ich habe keine Werte zur Entwicklung des weltweiten Durchschnittsalters an der Hand, aber ich denke, die würde das belegen.

      Früher gab es drei Korrektive gegen die höhere Fertilität der der Unterschicht: Krankheit, Hunger und Krieg.
      Erstmal wurden sie nicht so alt, insbesondere viele Kinder nicht. Waren es doch mal zu viele, sind sie häufig einfach verhungert und im Notfall konnte man sie in Uniformen stecken und das Nachbarland überfallen. Im Fall eines Sieges hatte danach genug Land und Reichtum die Übriggeblieben erbeutet, im Fall einer Niederlage war deren Zahl meist überschaubar.
      Keines dieser drei Mittel ist heute mehr akzeptabel, was also sollte die Weltbank empfehlen? Sie können nur weiter Kondome verteilen…

      Man kann das Spiel mit der Statistik übrigens noch weiter treiben. Frauenrechte und Fertilität sind ebenfalls antikorreliert (eigentlich eine triviale Erkenntnis). Dazu gibt es auch keine Statistik, aber die Geburtenraten in Osteuropa gegenüber vergleichbar reichen Staaten mit anderer „frauenpolitischer Ausrichtung“ ist überdeutlich. Die Deutung sei dem Leser überlassen.

    • @whoever
      sorry, kann Ihnen nicht folgen. In manchen Ländern Afrikas… sicher.
      aber Afrika hat 1 Milliarde Einwohner, verbleiben 6 Milliarden auf die
      das nicht zutrifft.
      Zahlenmäßig hat sich in den letzten 30 Jahren bei den unter 15jährigen kaum was geändert.
      Selbst wenn die afrikanische Bevölkerung bis Ende des Jahrhunderts
      auf 4 Milliarden steigt, ändert das nichts an der zunehmenden Alterung
      der Weltbevölkerung und am stetigen Rückgang des Erwerbspotentials.
      Es sind dann lediglich 4 zu 6 Milliarden.
      für die Welt außerhalb Afrikas ändert sich nichts.

      Und das ist das Problem.

      Wenn die westl.orientierte Wirtschaft das afrikanische Potential
      abschöpfen will, so muss sie sich in jeder Beziehung nach diesem Angebot richten.

    • Titel eingeben
      Wie gesagt, ich habe keine zuverlässigen Statistiken an der Hand. Aber das Thema junge Bevölkerung können sie auf den nahen und mittlern Osten bis nach Pakistan ausdehnen. Ich hatte mal über Libyen gelesen, dass die Mehrheit aller Libyer unter Gadaffi geboren wurde. Und mir ist eine Grafik des rassistischer Umtriebe unverdächtigen Southern Poverty Law Center bekannt, die das Bevölkerungswachstum der muslimischen Welt mit 2% doppelt so hoch angibt wie den globalen Durchschnitt, war aber glaube ich von 2011. Damit sind wir irgendwo bei 2,x Milliarden.
      Sofern die von Ihnen beschriebene Entwicklung zutrifft, dürfte das eher der Beitrag der Industrieländer sein, wo der Anteil >65 steigt und Geburtenschwächere Jahrgänge nachkommen.
      Ich gebe Ihnen dahingehend recht, dass die Bevölkerungsentwicklung massiv unsymetrisch verläuft, die entwickelten/säkularen Länder vergreisen zusehends, während Afrika und der Nahe/Mittlere Osten eine sehr junge Bevölkerung haben.
      Und hier sehe ich das Problem. Nur die Armenhäuser der Welt sind reich an Kindern. Und diese Kinder sehen zu Hause aus gutem Grund keine Perspektive. Die Versuche, etwas zu verändern, haben zu den Rebellionen in der arabischen Welt und dem resultierenden Flächenbrand geführt. Die einzig logische Konsequenz für diese Leute kann sein, ihr Glück woanders zu suchen. Ich bezweifle allerdings, das massenhafte Migration aus diesen Staaten die Lösung sein kann.

      Wie auch immer, diese logischen Betrachtungen sind müssig. Das zentrale Problem ist eine Kanzlerin, die sich an ihr Amt klammert und entsprechend ihren Fehler nicht einräumen darf. Denn der war einfach zu teuer und absehbar, als das sie ihn politisch überleben würde.
      Und nüchterne, zahlenlastige Betrachtungen sind sowieso out, mit Bildern und Emotionen bekommt man Klicks und damit Werbeeinnahmen. Ein gutes Dossier gibt vielleicht 5-6 Klicks pro Nutzer, eine Bilderstrecke mit 6 Bildern eines ertrunkenen Kindes gibt mindestens genauso viele und die macht der Praktikant zwischen zwei Kaffeepausen und nicht ein teurer Auslandskorrespondent in 2 Monaten.

  78. OT
    „Wenn Politiker verleumdet werden.“
    Ist FAZ.NET einen Artikel wert. Es geht um Zitate die Politikern
    im Internet zugeschrieben werden, die sie aber sooo nicht gemacht
    haben.
    Das ist wirkllich eine Schande…
    Kann sich keiner die Mühe machen, wenn er wirklich verleumden will
    die Zitate verwenden, die sie voller Stolz immer gerne wiederholen.

  79. Das Mittelalter als Blaupause
    @ don
    Also noch einmal, aber kurz: Das Mittelalter und Ihr Burgpalozzo sind reichlich obsolet für die heutigen Probleme. Interessant ist aber das Echo aus Ihrer Gefolgschaft. Sie pfeifen, wie der berühmte Rattenfänger, der war aber ein arbeitssuchender Fremder. Ihre historische Sicht mag richtig sein – für damals, als es sich – abgesehen von militärischen Invasionen – um Einzelne oder kleine Gruppen handelte, die in Ihren Palazzo wollten. Da halfen dicke Mauern und die Schießscharte, die Sie anscheinend wieder in Betrieb nehmen wollen. In den USA ist diese Form der Grundstücksverteidigung in manchen Staaten erlaubt, my home is my castle. Hier und heute kommen aber Massen, die sich weder durch NATO-Draht noch durch Mauern abhalten lassen. Selbst GB’s splendig isolation wird sich halten können. Heines Wanderratten waren zeitgemäßer als Ihre Story am Rande der Hetze. Sie meinen von der sicheren Burg aus gemächlich raten zu können. Irrtum. Die Probleme erfordern diffizilere Antworten.

    • Welche Antworten Hr. Schäfer?
      Eine der Hauptursache ist hier eben beschrieben worden:
      whoever sagt:
      18. Oktober 2015 um 15:37 Uhr
      Ein paar Zahlen und Fakten zum Thema Fluchtursachen

      Mir ist kein Beispiel aus der Geschichte bekannt, wo die Anpassung einer so großen Menge von Menschen an eine andere Kultur sehr kurzer Zeit geklappt hat.
      Es wird also ein Nebeneinander der Kulturen geben. Wobei die eine nicht mit der Moderne kompatibel ist.
      Wenn die Grenzen offen bleiben, werden so viele kommen bis hier eine ähnliche Situation wie in den Herkunftsländern hier herrscht.
      Unser heutiges Wissen wird nicht verloren gehen, aber hunderte Jahre nicht genutzt werden können.
      Irgendwann wird die Vernunft wieder Siegen. Sie wird es schon schaffen.

  80. maciste grüßt den don
    edler don, sparta brauchte keine mauern, denn sparta hatte männer (der spätere mangel an männern/spartiaten und der dadurch erhöhte rückgriff auf landfremde „verbündete“ und heloten leitete seinen niedergang ein) – und da sind wir beim zentralen problem des westlichen europas. gesellschaften, die krieg, gewalt, mannhaftigkeit und egoistische ungerechtigkeiten gegenüber vorerst „fremden“ nicht mehr denken wollen und staaten, welche gewaltmacht weder aufbauen noch unnachgiebig in ihrem interesse einsetzten, sind in krisensituationen nicht unbedingt zukunftsfähig. alle politische machtfrage schrumpft in akt des finalen vollzuges zur nackten gewaltfrage und diese gewalt muß offensiv agieren, will sie vor der geschichte bestehen. die neuen mitspieler wissen das aus eigener erfahrung und werden uns den staub vom wohlstandssofa blasen – gut so…
    battle on.

  81. Die Medici, Verteilungen und angewandte Physik
    Akteuren und Hofberichterstattern kann man zumuten, dass sie sechs Monate in die Zukunft planen und, wo eine Prognose nicht möglich ist, zumindest Szenarien entwerfen, die dann mitunter freilich auch über sechs Monate hinausgehen sollten. Ein kluger Fürst hätte hat sich jedenfalls nicht mit einem ‚Fahren auf Sicht‘ erpressbar gemacht.

    Fraglich bleibt auch, obwohl man mit der Türkei in der Sache längst hätte reden sollen und dies nur ideologiebedingt unterlassen hat (s.a. Ungarn), wieso man eigentlich nicht die griechischen Flüchtlingsfähren nach Piräus unterbindet, um so das zweifelhafte ‚DAS‘ etwas konstruktiver zu erreichen, d.h. die toten Kleinkinder wären dafür nicht nötig gewesen.

    Auch dass man plötzlich gar keine anderen Themen zu haben scheint, wäre wohl dem einen oder anderen der Medici gar nicht mal so unrecht gewesen. Vielleicht ist ja auch alles ganz anders, und ‚SIE‘ plant auf ihre Weise doch langfristig.

    ————-
    P.S.: Offenbar wurde mal von 2Mio. Neubürgern in der Türkei ausgegangen, von denen man aber lediglich bei ca. 160 Tausend weiß, wo die sich aufhalten, und auch in Schweden sind jüngst offenbar 1000 unbegleitete Jugendliche ‚vom Radar‘ verschwunden. Ob da Visafreiheit die Sache unbedingt besser macht ?

    • Viele Syrer haben sich in er Türkei etabliert, und sind auch bei uns kein Problem mehr: Das kommende Thema sin Afghanen.

  82. Ein Anhänger der Donologie
    Meinen Dank dem Verfasser der Don(ner)ergüsse aus dem Land des „wetternden Horschtels“. Wieder einmal legt er seinen rauhen, literarischen Daumen in die mittlerweile wunde „Bundesraute“. Es wäre sicher interessant, wenn der Don sich einmal mit der Übersiedlung ihrer Eltern in den Osten befassen würde, versteht sie sich daraus resultierend als Migrantin?
    Das wäre eine nachvollziehbare Erklärung für ihre Zuwanderungs- politik, denn auch sie hat ja, die sich ihr in der damaligen DDR bietenden Bildungschancen genutzt und damit die Grundlagen für ihren kometenhaften Aufstieg in der BRD geschaffen, damit ist sie ein leuchtendes Vorbild hunderttausender Migranten, zumal es jetzt noch viel einfacher ist zum derzeitigen Bilddungs Niveau aufzuschließen.

  83. Wer wen?
    Du lieber Himmel, was ist das hier? Ist das noch ernstzunehmende Satire? Scheinbar sich vorführender „Klassenkampf von oben“? Damit die da unten endlich mal auf Augenhöhe mit denen da oben kommen! Im Moment wälzen wir uns nur in dem Misthaufen des herrschenden ideologischen Abfalls. Oder kann es sein, dass wir da Augenhöhe mit Afterhöhe verwechseln?

    Die Kritik an Merkel, wie ich sie hier vorfinde, unterscheidet sich von Merkel und Konsorten kaum noch. Oder anders ausgedrückt: Wir laufen voll in die Falle, die uns die herrschenden Konservativen gestellt haben, will heißen: den Linken gestellt haben. Verführt durch eine scheinbar sozialdemokratische „Willkommenskultur“ wird die Linke am Ende entweder verantwortlich gemacht, für das Scheitern dieser Politik, oder sie wird in inneren Kämpfen zerrieben. Geläutert sozusagen, dann massenhaft ins konservative Lager überlaufend.
    Das ist es, was ThorHa dieser Tage so hämisch von sich gab: eine bessere Werbung für die Konservativen könnte es gar nicht geben, meinte er. Es rächt sich immer wieder auf die gleiche Art, nämlich, dass der Kleinbürger glaubt, er hätte das Zeugs (die intellektuelle Begabung und Ausbildung) die Welt zu beurteilen, wagt dann aber nicht, an ihrer Veränderung zu arbeiten. Ja wie sollte er auch: die Veränderung ist nicht so sein Ding.

    Das, was wir im Moment erleben, wieder mal erleben, ist Geschichte, gemachte Geschichte, nicht nur einfach Schicksal. Geschichte wird von Menschen gemacht, nicht von einzelnen, und seien die auch noch so genial, oder abgefahren, oder dämlich, sondern von Klassen. Und es ist die herrschende Klasse, die da Geschichte macht, im Moment, wie es scheint, die Geschichte ihres eigenen Untergangs. Und der Kleinbürger glaubt, er könnte dem entgehen?

    Eine revolutionäre Klasse unterscheidet sich von einer reaktionären Klasse dadurch, dass die Geschichte, die sie macht, den Lauf der Geschichte selber prägt, und nicht diesen erleidet. Die Grundvoraussetzung dafür ist, den Lauf der Geschichte zu verstehen. Und was verstehen wir davon, wenn hier Millionen von Menschen auf der Flucht sind, oder auf der „Wanderung“? Verstehen wir, dass das vom Kapital gemachte Verhältnisse sind? Verhältnisse, die allerdings von diesem Kapital selber zu erleiden sind.

    Das Kapital erleidet die Ergebnisse seiner eigenen Politik. Und wir Kleinbürger wollen uns hinstellen und uns selber glauben machen: Eine andere als Merkel könnte das verhindern? Wir können gar nichts verhindern! In dem Punkt hat die Merkel sogar recht. Doch die Art und Weise der Reaktion wird darüber entscheiden, welche Klasse morgen an der Macht sein wird, sich die Macht nochmal erhalten hat, oder eben nicht. Und Merkel, wenn wir schon bei der Person sind, versucht mit allen Mitteln den Machterhalt. Nicht nur ihren, den der Klasse. Den Chauvinismus wohlwissend, nicht nur einkalkulierend, sondern systematisch fördernd. Auf sehr raffinierte, wenn auch u. U. selbstgefährdende Weise.

    Und ein revolutionäres Subjekt, eine Klasse, die sich dem zu widersetzen versteht, kann darauf nur Einfluss nehmen, wenn es diese Flüchtlingsströme gegen die herrschende Klasse selber wendet. Und das geschieht nicht, wenn sich dieses Subjekt mit den Herrschenden zusammen hinter Zäunen und Mauern zu verschanzen sucht. Mal abgesehen davon, dass ein revolutionäres Subjekt mit dem Subjekt der Konterrevolution zusammen überhaupt nichts hinter irgendwelchen Zäunen und Mauern zu suchen hat.

    Wer wen? Das ist die immer deutlicher werdende Hauptfrage. Und nicht etwa die Frage des Kleinbürgers: Mit wem; und wie lange noch?
    Schon vergessen: „Unsere Epoche, die Epoche der Bourgeoisie, zeichnet sich jedoch dadurch aus, daß sie die Klassengegensätze vereinfacht hat. Die ganze Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei große feindliche Lager, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat.“ Und: „Die bisherigen kleinen Mittelstände, die kleinen Industriellen, Kaufleute und Rentiers, die Handwerker und Bauern, alle diese Klassen fallen ins Proletariat hinab, teils dadurch, daß ihr kleines Kapital für den Betrieb der großen Industrie nicht ausreicht und der Konkurrenz mit den größeren Kapitalisten erliegt, teils dadurch, daß ihre Geschicklichkeit von neuen Produktionsweisen entwertet wird. So rekrutiert sich das Proletariat aus allen Klassen der Bevölkerung.“ (Karl Marx/Friedrich Engels; Manifest der Kommunistischen Partei; Bourgeois und Proletarier – http://mlwerke.de/me/me04/me04_459.htm#Kap_I)

    • Mit Verlaub....
      Manchmal geben sie Unsinn von sich….

      JETZT ist es natürlich gelaufen. Anfang des Jahres hätte eine Regierung, zB unter einem Mann wie Helmut Schmidt (den ich übrigens nicht nicht mag, aber ich stamme halt aus einer Zeit in der es tatsächlich kompetente Politiker gegeben hat!) das Kommende gesehen und vorgebaut. Migrationsregelung, sichere Länder definiert und Planung zur möglicherweise nötig werdenden Grenzsicherung vorangetrieben.

      Jetzt wird Merkel möglicherweise abgewählt und eine linke Regierung muss die nötigen Sauereien durchziehen.

      Sie werden uns doch wohl nicht weis machen wollen, ein lächerliche Witzblattfigur wie Merkel könne sowas denken und planen?

  84. Pingback: Wer wen?

  85. alles Schwarzmaler
    „Wir schaffen das“

    Von den ca. 800000 Asylbewerbern sollen 400000 abgeschoben
    werden. Es bleibt ein Nettoerwerbspotential von 250000, die in die Ballungsgebiete drängen werden.

    Der Rest der Republick kann aufatmen.

    • .
      nix Schwarzmaler, denn Abschiebungen finden kaum statt. Hauptsächlich dank der rot-grün regierten Länder, die immer wieder Gründe finden, nicht abzuschieben, da wird dann mal der Winter vorgeschoben oder andere angebliche Unbill, verbleiben von den Ihrerseits genannten 400.000 mindestens 390.000 vor Ort.

      Ich wäre dafür, diesen Ländern die ausgeklüngelte „Kopfpauschale“ zu streichen, bis denen die Puste ausgeht und sie endlich merken, dass man es vielleicht schaffen kann, wenn man sich von denen trennt, die nun einmal kein Bleiberecht haben. Merkel betet doch nun auch rauf und runter, dass natürlich Wirtschaftsflüchtlinge nicht bleiben können, sagt allerdings nicht, wie man diese wieder los wird. Und zusätzlich werden wir im nächsten Jahr etliche Kurden als Neubürger begrüßen können…

      Übrigens hat die ARD bereits vor 3 Jahren in einem Film „Kampf im Klassenzimmer“ spätabends gezeigt, dass Integration nicht funktioniert und das ZDF hatte am 2.9.2015 in Zoom einen ähnlich gelagerten Film „Ein Staat – zwei Welten“, der gleiches zeigte, beide bei youtube zu finden. Junge Libanesen, Türken usw. in dritter Generation, denen das Grundgesetz am Achtersteven vorbei geht, die Kultur heilig ist, wobei sie aber nicht benennen können, was sie darunter, außer zuhause ihre Sprache, ihr Essen, verstehen. Es ist übrigens erschreckend, mit welcher Brutalität viele dieser Jugendlichen zuhause „erzogen“ werden.

    • Abschieben - wer? wann?
      400.000 abschieben. Einverstanden! Schaffen wir 1.000 Abschiebungen pro Tag? Dann brauchen wir 400 Tage dazu. Dann brauchen wir also mehr als eineinhalb Jahre dafür. Und die 1.000 Abschiebungen pro Tag sind wahrscheinlich zu hoch geschätzt. Jetzt überlegen Sie mal, wieviele Personen (Justiz, Exekutive, private Sicherheitsdienste, usw.) Sie dazu auch noch brauchen. Ich glaube nicht daran, daß irgendjemand in diesem Land sich dieser Aufgabe ernsthaft annehmen wird: Kostet zuviel, bringt zu wenig Lob …

    • ...
      Ich habe nur die behördlichen Planungen wiedergegeben.

    • Paywall umgehen
      @Max Ophüls

      „Ich hätte den Artikel andernfalls vielleicht übersehen, da ich bei Die Welt nach angeblich 20 Artikelansichten im Monat bereits auf ein unerbittliche Paywall pralle.“

      Die Paywall bei Welt Online können Sie einfach umgehen, indem sie die Cookies im Internet-Browser löschen (funktioniert auch bei anderen Angeboten mit ähnlichen Modellen, z.B. der NZZ oder dem englischen Spectator). Mach ich immer so…ich geb doch kein Geld für größtenteils schlechte Artikel aus.

  86. Das Presseklima wird rauer
    Es ist nicht der erste kritische Artikel in der Welt, aber der heute hat es in sich „Die größten Heucheleien in der Flüchtlingspolitik“.

    Die Luft für Merkel wird merklich dünner, denn der Trip in die Türkei war wohl allein ihrem Größenwahn geschuldet und kam dem Größenwahn von Erdogan sehr entgegen. Es hätte auch nicht sein müssen, dass sich Merkel dazu vor eine türkische Fahne setzen ließ, ist es doch normalerweise üblich, die Landesfahne des Gastes hinter diesem zu platzieren. Erdogan hat Merkel gezeigt, wo Bartel den Most holt, wir zahlen nun fleißig und sagen zu allem Ja und Amen, was der türkische Großvesir fordern wird.

    • Danke...
      …für diesen Hinweis. Ich hätte den Artikel andernfalls vielleicht übersehen, da ich bei Die Welt nach angeblich 20 Artikelansichten im Monat bereits auf ein unerbittliche Paywall pralle. Die Zahl erscheint mir unplausibel hoch, aber wie auch immer: Ich hatte wohl kaum zuvor solch ein Welt-Lektürepensum vorzuweisen wie in diesen Wochen der Asylkrise. Über die Google-Suche kommt man noch an den Artikel ran.

      Übrigens hat der Autor Jacques Schuster völlig recht, und er bläst zum Teil in dasselbe Horn wie bspw. ich oder E.R.B. weiter oben. Die Argumentationsweise von Merkel ist so of-fen-sicht-lich inkonsistent und haarsträubend. Einfach unfassbar.

    • Merkel im Ausland in der Asylkrise
      …ich musste selbst bereits schallend lachen, als ich die zweifach aufgestellte türkische Fahne beim Empfang des deutschen Regierungsoberhauptes sah. Und Angela Merkel entblödete sich nicht nur nicht, diesen Gang nach Istanbul anzutreten.

      Sie meinte auch noch jüngst in Brüssel (FAZ-Artikel vom 17.10.) „sie verstehe nicht ganz genau, warum die östlichen Mitgliedstaaten so vehement gegen die Aufnahme von Flüchtlingen seien“.
      http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/kommentar-schwierige-strategie-13860765.html

      Wie Nikolas Busse dazu dezent anmerkte: „Ein so großes Rätsel ist das allerdings nicht. Wahrscheinlich haben sie die gleichen Zweifel, die auch in Deutschland immer lauter geäußert werden […]“.

      Ich denke in diesen Tagen häufig darüber nach, ob Merkel mal psychologisch untersucht werden müsste. Das ist doch überhaupt nicht mehr mit gewöhnlichen Mitteln zu begreifen, was in ihr vorgehen muss.

      Da ist eine nominell konservative Regierungschefin, die im Herzen Europas, in moralisch-selbstmörderischem Größenwahn, selbst sozialistische westliche Regierungen linksradikal überholt – und dann deppert-verloren umherschaut und allen Ernstes nicht verstehen kann, wenn man in allen anderen Ländern nicht ansatzweise Lust hat, den Wahnsinn mitzumachen.

      Da muss doch wirklich einmal ein Psychogramm her.

    • Um mal wieder daran zu erinnern....
      „Erdogan hat Merkel gezeigt, wo Bartel den Most holt, wir zahlen nun fleißig und sagen zu allem Ja und Amen, was der türkische Großvesir fordern wird.“

      Ihr habt die gewählt, nun zahlt gefälligst auch die dadurch anfallenden Rechnungen… was genau soll daran ungerecht sein, bitte?

    • Saarland - Eine kleine Phänomenologie der Migrantenpopulation
      Da – erfreulicherweise – unser werter Don Hinweise auf andere Presseerzeugnisse duldet, hier ein Hinweis auf das Interview am 20.10. in Welt-online mit Herrn Bouillon (CDU), seines Zeichens Innenministers des fälschlicherweise als Bundesland gelisteten Großlandkreises ‚Saarland‘. Sich sichtlich in der Rolle des Machers gefallend und geradezu darin suhlend, entschlüpfen ihm einige Wahrheiten über das Benehmen größerer Teile der Migrantenpopulation, bei denen einem dann doch die Ohren schlackern. Solche Informationen fand man letzthin nur in Blogs am sogenannten rechten Rand. Schlimmer noch: Bouillons sicher mit Merkel abgestimmte klare Ansage an die autochthonen Steuerzahler, dass die Migranten alle hier bleiben werden. Die Berliner Republik, degeneriert zum Vichy Erdogans.

      Ansonsten halte ich die ‚Welt‘ für etwas, was man gelegentlich „kontrollierte Opposition“ nennt – man recherchiere hierzu Döpfners Background und Netzwerk. Trotzdem, was will ich machen, da meiner Welt nun sowohl die gedruckte als auch die elektronische Ausgabe der FAZ verloren gegangen sind. Des werten Dons Blog ist der letzte Faden, der mich – nach 25 Jahren – noch mit meiner einst so geschätzten (und täglich außer Sonntags gekauften) FAZ verbindet.

    • Nationalflagge
      Bei Auslandsbesuchen sitzen deutsche Politiker also vor der deutschen Fahne. Und sie schämen sich nicht?

      Björn Höckes Präsentation der deutschen Nationalflagge beim Fernsehtalk mit Günter Jauch am vergangenen Wochenende wurde von den MSM als unverschämte Provokation, ja als die Tat eines komlett Verrückten gewertet.

      Macht nichts. Es gibt ja noch andere Nationalflaggen. Die deutsche brauchen wir nicht mehr. Dann sollen sie das Ding aber nirgendwo mehr hissen, auch nicht vor dem Bundestag.

    • Außer Spesen nichts gewesen
      Die Türkei scheint nicht bereit Flüchtlinge zurückzunehmen.

      Der Staatsbesuch war ein Desaster.

    • @tdv: Deutschland zahlt halt lieber Erdogan und schmeisst dabei die Kurden unter den
      Bus, als sich mit ein paar unliebsamen Bildern von der deutschen Grenze abzufinden und eine rationale Asyl- und Einwanderungspolitik zu machen. An der Stelle ist Merkel die perfekte Verkörperung einer deutschen Supermehrheit von 90%. Es ist für den eigenen Seelenhaushalt eben besser, man richtet richtig Schaden an und lässt sich den noch etwas kosten, wenn man dafür seinen moralischen Scheinriesen aufrechterhalten kann.

      Und zu allem kommt noch obendrauf – DAS wird real sehr wahrscheinlich nicht einmal etwas nutzen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • kritische Artikel
      Es wird in naher Zukunft noch wesentlich mehr kritische Artikel zu diesem Thema geben, denn die jüdische Gemeinschaft in Deutschland wird, so denke ich, nicht tatenlos zusehen, wie Massen an Moslems (mit Ihrer oft israelfeindlichen Haltung) Deutschland überschwemmen.

    • @Max Ophüls, TDV, ivy league graduate
      Ich habe Merkel bzw. die CDU noch nie gewählt, ich wasche meine Hände diesbezüglich also absolut in Unschuld.

      Zum Schuster-Artikel, schön ist auch das Video des Empfangs bei Erdogan. Da kommt man heftig ins Lachen, Merkel mustert den Tisch, den Sessel und lässt sich dann drauf plumpsen und Erdogan steht da mit ausgestreckter Hand und wartet. Bis Merkel merkt, was der will…. Heidenei, die Frau ist einfach nur peinlich.

      Vielleicht mögen Sie sich an den Wahlabend erinnern, die CDU-Herren standen mit Merkel auf einem Podium und besonders Gröhe grölte „An Tagen wie diesen“ mit Deutschland-Fähnchen in der Hand, das ihm Merkel dann angewidert fortnahm und in eine Ecke feuerte. (Und sie entschuldigte sich dann auch noch telefonisch bei Campino ob dieses Gegröles.) Ihr wird also die Deutschlandfahne in der Türkei nicht gefehlt haben, stand doch ein putziger kleiner Wimpel auf dem Tisch.

      Was den Geisteszustand der Dame angeht, kann man nur mutmaßen. Warum sie von den anderen EU-Ländern eine Abnahme des von ihr bestellten Flüchtlingssegen verlangte, ist nur mit Größenwahn und völliger Selbstüberschätzung zu erklären. Allerdings ist die Selbstüberschätzung nicht weiter verwunderlich, wurde sie doch von der Presse zur mächtigsten Frau weltweit hochgelobt, was man nicht verstehen und schon gar nicht nachvollziehen muss.

      Zum Bouillon-Artikel in der Welt, haben Sie seine Rede im Landtag vernommen? Der Mann war fertig, aber komplett. Der Artikel heute ist m.E. halbgewalkt, ich habe den Eindruck, er möchte gern erzählen, traut sich aber nicht so recht mit den Fakten heraus. Bei Jauch sagte er ja auch nicht sehr überzeugend, doch, wir schaffen das.

      Die Loyalität mit der Partei und vor allem mit Merkel scheint noch immer das Hirn zu vernebeln und ist mir unbegreiflich. Wie kann man sich nur so in die Abhängigkeit begeben und dabei wohl den eigenen Verstand im Keller vergraben.
      Das Obrigkeitsdenken bei uns geht mir dermaßen gegen den Strich, habe ich es doch nie gehabt und mir immer lieber die Klappe verbrannt, als mich zu verbiegen. Was letztlich nie zu meinem Nachteil gereichte, ganz im Gegenteil, der Ruf, gnadenlos ehrlich zu sein, eilte mir voraus. Das allerdings kann man von unseren Politikern wohl nicht sagen.

      Übrigens habe ich bislang auch nur das kostenlose Kontigent bei der Welt gelesen. Da mir aber die FAZ meine Meinung nicht mehr abnimmt, habe ich tatsächlich in den sauren Apfel gebissen und mich bei der Welt angemeldet und zahle nun, wie einige andere Foristen der FAZ, die man dort wiedertrifft und die dann auch mit Klarnamen auftreten, wäre ja auch noch schöner, wollten wir uns hinter irgendwelchen Pseudonymen verstecken.
      Allerdings werden Kommentare ohne Ende „entfernt“, die Kriterien dazu sind mir allerdings völlig unklar. Würde man schreiben, kloppt Merkel in die Tonne oder ähnliches Zeug, würde das von den Mods toleriert. Schreibt man sachlich, wird man gelöscht. Alles sehr merkwürdig dort.

      Wer sich sonst noch weitergehend informieren möchte, dem sei Tichys Einblick empfohlen oder aber auch der Cicero.

    • Welt Paywall
      @Max Ophüls

      Von einer Paywall bei der WELT merke ich nichts.
      Vermutlich weil ich die Artikel in Firefox mittels Rechtsklick und „Link in einem neuen PRIVATEN Fenster öffnen“ aufrufe.

      Den 20-Artikel-Zähler scheint das leider zu überfordern..

    • Titel eingeben
      @Blacky
      vielen Dank für den Tipp, allerdings kann man im privaten Fenster leider nicht kommentieren. Aber nun, ich muss meinen Senf nicht immer abgeben und kann so kann bei der NZZ zumindest lesen, ohne zu zahlen ;-)

    • @ GAST sagt, 20. Oktober 2015 um 16:34 Uhr
      „Die Loyalität mit der Partei und vor allem mit Merkel scheint noch immer das Hirn zu vernebeln und ist mir unbegreiflich. Wie kann man sich nur so in die Abhängigkeit begeben und dabei wohl den eigenen Verstand im Keller vergraben.“

      Seit Jahren schreibe ich hier, dass es bei den meisten nun mal kein Hirn zu vernebeln und keinen Verstand zu begraben gibt.
      Wenn sich dann das Damenkränzchen aus Politik, Merkel, und den Medien, Mohn und Springer, zusammentun, dann werden die ohnedies schon bestehenden Manipulationen und Meinungsmache unüberwindbar. Es sei denn man ist in der Lage selber zu Denken, eine Fähigkeit die in JEDEM Lande der Welt nur bei einer winzigen Minderheit vorhanden ist. Sogar die Nachdenkseiten.de, die sich Aufklärung zu eben diesem Thema tagtäglich zur Aufgabe gemacht haben, brachten vor einigen Tagen einen Beitrag in dem sie ihr eigenes Tun in Frage gestellt haben. Denn ihre Arbeit hat nichts gebessert, die Lage ist noch wesentlich übler als damals als die anfingen. (Allerdings reagieren sie nach wie vor völlig sauer, wenn ich sie daran erinnere, dass ich genau dies bereits vor 10 prophezeit habe….)

      Wer in der Politik das Prinzip mal verstanden hat und es konsequent anwendet, der wird keine grossen Probleme damit haben den Urnenpöbel auch noch zum dümmsten Unfug zu veranlassen. Das Resultat, das wir jetzt für alle deutlich zu sehen vor uns haben ist das worüber Colin Crouch bereits vor 10 Jahren in Oxford sein Buch „Post-Demokratie“ geschrieben hat.
      Da wir wissen, dass diese Staatsform nun mal leider das kleinst-mögliche Übel ist, gibt es NICHTS, das man dagegen machen kann. So wie man auch zB gegen die Total-Überwachung nichts machen kann…. Warten sie es mal ab… irgendwann werden sie merken, dass ihr Klarname bei der Welt Sie einholen wird.
      Sie schreiben einerseits so klar und kompromisslos, aber andererseits scheinen sie immer noch Illusionen zu haben.
      Ich bin unter unzähligen Namen in unzähligen Foren gesperrt und verkehre nur noch hier, da ich Meinungsaustausch für eine gute Sache halte, aber Zensur verhindert diesen vorsätzlich und absichtlich.

      Ich wollte ihnen keineswegs unterstellen, dass sie Merkel wählen, aber immerhin leben sie in einem Land, in dem es nur mehr fünf Einheitsparteien gibt und wenn sie nicht ein lebenslanger überzeugter Nichtwähler sind, haben auch sie ihr Scherflein zur Entwicklung beigetragen, bzw. diese nicht verhindert. Ich habe es daher vorgezogen woanders zu leben, solange mir das möglich ist.
      Da ich ohnedies im Rufe eines schlechten Menschen stehe, kann ich mir erlauben den Zustand meiner Heimat mit Schadenfreude geniessen.

    • @"GAST": FAZ-Leserkommentare
      @GAST, Blacky: Danke für die Hinweise. DIE WELT ist auch zugänglich, wie ich sehe, wenn man einfach mal wieder seine Cookies löscht.

      Was Online-Kommentare bei der FAZ betrifft: Obwohl ich mich erst vor wenigen Tagen als Kommentator registrierte, bin ich schon jetzt geschockt über das Moderatorenverhalten bei der FAZ. Es scheint hier ja mind. genauso schlimm wie oben im Hinblick auf die WELT beschrieben.

      (Offenbar gab es dorthin jüngst einen kleinen Exodus?)

      Meine Erfahrung vom Dienstagabend (MEZ) ist, dass bei der Moderation auf FAZ.net die reinste Willkür herrscht. Ich kommentierte völlig unanstößig, nicht anders als hier, unter einem Artikel über die Mitarbeiterausbeutung bei Amazon. Stellte diese in einen breiteren Zusammenhang (Logistikunternehmen, die seit Jahren nicht mehr richtig Pakete zustellen; Arbeiter und Verbraucher leiden; ein paar wenige profitieren). Andere Kommentatoren lehnten sich da weiter aus dem Fenster.

      Der Kommentar von 18:18 Uhr hing vielleicht eine Dreiviertelstunde in der Moderationsschleife, und auf einmal war er weg – komplett gelöscht, während andere Kommentare nach und nach erschienen.

      Auf meine hochgradig verdutzte Anfrage per Kontaktformular erhielt ich von der Internetredaktion keine Antwort.

      Unglaublich aber dann: Bei allen nochmaligen Versuchen, einen Kommentar unter jenem Artikel abzugeben, erhielt ich nur noch die automatisierte Meldung „Kommentieren nicht möglich“. Wohlgemerkt, nachdem ich mir wieder die Zeit genommen hatte, einen ähnlichen Kommentar einzugeben.

      Das heißt, ich bin für einen Kommentar unter einem Artikel, der zurückhaltender als manche veröffentlichte Kommentare war, mindestens vom ganzen Thread gesperrt worden! Wer geht denn so mit Lesern um.

      Mein erster Kommentar vor einigen Tagen (betr. einen FIFA-Artikel) wurde auch nicht freigeschaltet – die erneute Eingabe mit ähnlichem Inhalt jedoch schon.

      Dass zu Asylpolitik und dgl. prinzipiell keine Kommentare möglich sind, ist mir bewusst – darüber beschwere ich mich ja nicht einmal. Aber die Leser mit „Diskutieren Sie mit!“ zum Kommentieren einzuladen, dann aber zu behandeln wie den letzten Dreck, wenn sie die Einladung annehmen und Zeit und Aufmerksamkeit investieren?

      (Übel aufgestoßen war mir in der Vergangenheit bereits, wie selektiv die grünen Auszeichnungen für brave Kommentare vergeben wurden, aber darauf gehe ich jetzt besser nicht auch noch ein.)

    • Illusionen, in meinem Alter?
      Manchmal geht mir der Gaul durch, da helfen dann auch keine 70 Jahre Lebenszeit, was raus muss, muss raus. Allerdings habe auch ich in der FAZ die Erfahrung gemacht, dass man, je nachdem, wer gerade Dienst hat, nicht immer alles sagen kann. Das war vor vier Jahren, als ich anfing, noch anders. Heute halte ich mich weitestgehend zurück oder schreibe einen Kommentar, um mir Luft zu verschaffen, wohlwissend, dass der doch nicht veröffentlicht wird.
      Es hat sich bei der FAZ vieles geändert und das meiste nicht zum Guten, leider.

      Ob mich mein Klarname bei der WELT oder auch anderswo irgendwann einholt, wird sich zeigen, ich werde mich nicht verstecken, meine IP-Adresse verrät mich ja ohnehin.

      Ist es nicht grauenhaft, schon wieder soweit zu sein, zu überlegen, mit wem kann ich über was reden? Und wir haben unseren Eltern Vorwürfe gemacht… wir werden uns mal nicht hinter der Ausrede, nichts gewusst zu haben, verstecken, also lasse ich das Verstecken und das Visier offen.

      Dass wir in einer Postdemokratie leben, habe ich grad gestern im Cicero zum Schwennicke-Artikel erwähnt, diesen daran erinnert, dass der Cicero selbst am 14.11.2013 diese Feststellung brachte: „Postdemokratie Die konservative Wende in der Politik“.

      Das Volk ist sediert, eingelullt, was auch immer und dank den von Ihnen erwähnten Damen wird sich das auch nur mithilfe der Verlegerwitwen oder eben nicht ändern.

      Übrigens muss ich Herrn Ophüls zustimmen, das Format macht eine Diskussion äußerst schwierig, ich suche grad rauf und unter, wem ich eine Antwort schulde, insgesamt etwas suboptimal.

    • Willkommen im Club
      @Max Ophüls

      Ihre Erfahrung beschreibt das FAZ Zensur Verhalten völlig korrekt, sie sind nicht der einzige. Das Entfernen von allem, das nicht nicht der gewünschten Auffassung entspricht, ist Moderatoren Politik bei der FAZ. Diese Tendenz gab es natürlich schon immer, seit Schirrmachers Ausscheiden ist die Methode aber zum konsequenten, ausnahmslosen Prinzip geworden.
      Dies hier ist DE-weit der EINZIGE Ort an dem nicht aus ideologischen Gründen zensiert wird.

      Was sagt Ihnen das über dieses Land?

  87. Werter Don
    Werter Don,
    seit Monaten habe ich das Kommentieren hier zwar weitgehend eingestellt (aus zeitlichen Gruenden und weil die Freischaltfrequenz [und weitere aergerliche Technikprobleme] hier keine vernuenftige Diskussion zuliessen), aber ich moechte gerne anmerken, dass ich insbesondere auch in der veraenderten Tonlage (Prostitutions- und Feminismusthemen fand‘ ich in der Tat etwas oede) weiterhin ein treuer Leser Ihres Blogs bin. Dem teilweise uneingeschraenkten Kulturpessimismus des Kommentariats mag ich (noch) nur bedingt folgen, aber nur dieser wird wohl zu den notwendigen Loesungsansaetzen fuehren koennen.

    Nachdem Sie die Stuetzen vor nicht allzu langer Zeit schon fast beerdigt haetten, kann es jetzt nur noch heissen: Weitermachen!

    • Kommentarfunktion
      Ja. Bin zwar als Kommentator neu hier, habe aber ebenfalls festgestellt, dass die längere Zwischenlagerung der Kommentare im Freischaltpuffer für eine große Ungleichzeitigkeit sorgt und ein gewinnbringender Austausch über die Ebene einer ersten Antwort hinaus kaum möglich ist. Es sei denn, man bringt eine gewisse Besessenheit im Verfolgen der Kommentare mit, die ich nicht dauerhaft aufbringen kann und will. Das hiesige Format ist auch nicht das einfachste, um eine Übersicht über die Kommentare zu gewinnen.

  88. wirkt
    aber hochgradig wie ein anfänger beim rein ins leben, kaum nullkommaeins prozent erreicht, für so bereits gelebt habende kaum zur nachahmung zu empfehlen. langweilig. aber psychologisch und sozial zweitklassig nachwachsende schwätzer gibt es ja heute längst überall im dutzend billiger, selbst geschenkt
    -aufgedrängt noch zu teuer. oh lahme lasst nach – und schenk uns wieder schirrmacher!

    die herausragenden gedanken, die dies jetzt eben wirklich ausmachen, sie stehen eben noch nirgends.

  89. tillmann kann nicht denken - und die ganze faz auch nicht
    thomas mann würde heute, angesichts der dämlichen ,adenauerzeit-restarautionsvergötterung in den köpfen einer anscheinend höchstbeschränkten aber narzisstisch-selbstbildbedürftigen fabrikbesitzer-enkelgeneration, – und weil er die fünfziger jahre, aus amerika kommend in der schweiz als einer der wenigen freien männer lebte, heute mit notwendigkeit einen seiner grossen essays schreiben ,von deutscher restauration,. nichts weiter zu haben täte heute diesem lande in der welt not. vermutlich.

    aber doch nicht wie die doofe faz unter hank billig und leicht erkennbar an der vorauseilenden verhinderung dessen zu arbeiten – dadurch, dass man die manns, hart aber wissend, was man täte, gezielt an der oberfläche hielte. sie bourgois handhabbar zu machen. schmieröl fürs gymnasium. geist aber hat tiefgang.

    genies an die front! und wir schreiben uns manns essayistik gleich selber, auch die fehlende, ganz entre nous. kann ja jederzeit leicht geschehen, vollkommen anstrengungsfrei. von deutscher restauration – wer den titel kennt hat auch den text im kopf, selbstverständlich. gewisse köpfe arbeiten immer noch selbsttätig.

    • Deutschland, deine Spiesser....
      Thomas Mann war jemand der in erster Linie mit einem ungeheurem Talent für die deutsche Sprache gesegnet war.

      Das war KEIN Verdienst von Th Mann.

      Er war letztlich ein peinlich verklemmter, politisch völlig ignoranter typischer deutscher Kleinbürger.

      Ich habe vor ein oder zwei Jahren den Zauberberg nochmal gelesen und es war mir unbegreiflich, dass ich sowas lange Zeit für ganz grossartig hielt.

      Gott sei Dank gibt es mittlerweile diese ausgezeichnete Familien Biographie, die diesen fürchterlichen Scheinheiligen ein bisschen zurecht rückt.

    • TDV - Thomas Mann
      danke für Ihren Kommentar, fühle ich mich doch nun nicht mehr so allein mit meiner Meinung zum genannten Dichter der Deutschen ;-)

  90. Bitte,
    mit dem Merkel Bashing wieder etwas vorsichtiger sein.

    Im Dezember findet die Klimakonferenz in Paris statt.
    Frau Merkel muss als Klimakanzlerin gefeiert werden.
    Daran besteht ein globales Interesse.

    • ach deshalb
      schwadroniert KGE schon von den Klimaflüchtlingen… alles klar. Aber das Merkel-Bashing abstellen deswegen, nö. Wat mutt, dat mutt.

  91. mais on cherchait le même port
    Das massgeblichste Kriterium, warum unsere Welt wahrscheinlich so sehr im Chaos versinken wird, wie so oft, sind die einander widersprechenden „axiomatischen“ Prämissen, die kein politischer Mensch vernünftig und ohne Gewalt in Einklang bringen kann – alle armen Menschen retten und unseren „Wohlstand“ bewahren.
    Ein Phänomen, was der berühmte Antropologe Gregory Bateson mit seiner „Double Bind“ Theorie in den Fünfziger Jahren ausgesprochen hatte, dass man unbedingt hinter zwei Motorbooten gleichzeitig Wasserski fahren möchte, und dabei schizophren wird.
    Wie oft verzweifeln Kinder an ihren Eltern, die ihnen anerzogen haben erfolgreich und moralisch gleichzeitig zu sein?

    Tyler, ich freue mich, wenn ich Sie mal nicht enttäusche, und mit dem Lebensziel, gesund und guter Laune mit den Mitmenschen alt zu werden, die uns am Herzen liegen, haben wir ja eine Basis, auf der wir uns sehr gut streiten können – denn wenn Ihnen und ThorHa ( das wird auch schon wieder!:-)) etwas auffällt, ist es bei aller manchmal ruppigen Ausdrucksweise ein gutes Kriterium, auf was man bei einem wirklich böswilligen Gegner vorbereitet sein müsste…

    Auch ich fürchte, dass es Grossmächte vorziehen, einen emotionalisierenden militärischen Konflikt hochzuzoomen, um die ganzen latenten Schweinereien im Innern klamm und heimlich durchziehen zu können. Ich sehe auch das Kalifat als wahrscheinliche Realität, als Antwort auf die Perspektivlosigkeit unserer lächerlichen Antwortsversuche, die wahrscheinlich nur noch eine überschaubare Autoritätsgültigkeit für sich haben. Dasselbe für Parallelgesellschaften auf europäischem Boden.

    Diesmal Tyler sind ihre Einwände allerdings sehr klischeehaft geraten: „es gibt kein wahres Leben im Falschen!“ richtig, aber nicht jeder, der ein stinknormales abendländisches Lebensmodell der gehobenen Art, so wie es einem als „gelobtes Land“ seit WWII gepriesen wurde, ist ein unerleuchteter Idiot. Unsere Gesellschaft lebt zu weiten Teilen von Ärzten, Lehrern, Polizisten, Ingenieuren, all denen, denen ThorHa so oft seine Stimme leiht, und nicht von Paradiesvögeln, intellektuellen Dandys und moralintriefenden Pastoralmasochisten.

    Ich habe schon mitbekommen, dass die Schweiz mehrheitlich SVP gewählt hat – bei einer zweitstärksten SP Partei. Es ist eine ziemlich billige Klatsche, den bäuerlich-präventiven Rechtspopulismus hier mit Pegida und ähnlichem gleichzusetzen, oder mit so manchem, was hier veröffentlicht wird, das in die Richtung geht, als müsse man das Abendland irgendwann mit der Waffe verteidigen.

    Im Widerstreit zwischen Selbstbehauptung und Mitleid sind viele Schweizer (wie die Dänen) sich rational darüber im klaren, dass ihr Staat keine Chance hätte, so wie er ist, zu überleben, wenn die massiven Sozialstandards hier überlaufen würden: Der Fall eines jungen Delinquenten, der mit mehereren Betreuern zum Kickboxer geschult wurde bei weit mehr als 10.000 CHF pro Monat trug nicht dazu bei, die Mitleidsbereitschaft des bürgerlichen Schweizers zu erhöhen.

    Dass eine aus Steuerspargründen anders konzipierte Schulpolitik ( bei einer sehr guten dualen Ausbildungslandschaft) Akademiker-Chef-Importe nahelegt, und steigende Immobilienpreise bei sinkenden Löhnen – all dass schürt Sorgen beim „normalen“ Schweizer, der seinen Besitzstand – nicht ganz zu Unrecht- bedroht sieht.

    Ich erinnere mich, dass ein portugiesischer Freund einmal erzählte, dass es unter Salazar nicht so schlimm gewesen sei, solange man sich nicht zu sehr politisch betätigte, weil die Zahl der Schweine überschaubar war und diese satt waren, und darauf achteten, dass für die „normalen“ Menschen genug übrig blieb.

    Kolonialismus, geschenkt – aber es war ein erwähnenswerter Teil dieses Kapitels, dass man in den Kolonien seriöse Infrastrukturen hinstellte, und sich anders als so manch andere Macht einigermassen manierlich aufführte, so dass die ehemaligen Kolonien später als Emigrationsland „in der Krise“ möglich blieben, weil man nicht so viel Hass hinterlassen hatte. Wäre der portugiesische Faschismus ein ultrabrutaler Terrorstaat gewesen, wäre die 74er Revolution wohl kaum so friedlich verlaufen.

    Nach dem Ende der kommunistischen Interimsherrschaft vermehrten sich allerdings die „alten“ Schweine exponentiell, und umso mehr, als man aus Brüssel noch neue Tröge nachlieferte.

    Wenn alles schwarz oder weiss wäre, würde es die heutige Problematik gar nicht geben; würden wir alle wie die Teletubbies im ökologisch gesunden Mutti-Merkel-Land leben.

    Ich finde es bedenklicher, wenn unsere fast-heiligen Alt-Politiker sich so gut wie nie dazu äussern, was sie im Angesicht der schrecklichen lateinamerikanischen Regime zu Ihrer „Glanzzeit“ alles nicht getan haben.

    Was wir an Grausamkeiten in Saudi-Arabien als unvermeidlichen Lokalkolorit totschweigen, während wir jedes neue Gräuel des IS mit grossen erschütterten Fernsehobjektiven zelebrieren, finde ich sehr abstossend. Den in Raten totzuprügelnden Kollegen von unserem Gastgeber nimmt man fast achselzuckend hin.

    Harold Binsack, seit langen Zeiten habe ich Ihre K-gruppen Litanei mal wieder gelesen – das Marx-Zitat am Ende war nicht schlecht; wenn man den Fernsehbericht über die längst vor TTIP etablierten privaten Schiedsgerichte gesehen hat, mit denen Konzerne Staaten melken können, und das auch explosionsartig tun. Da ist man geneigt, zuzustimmen und eine rote Fahne kaufen zu gehen.

    Das Resultat wäre dann wohl in etwa das altbekannte, der Trog bliebe der gleiche, nur die Schweine wären andere.

    Al Capone hat man an den Steuern bei den Eiern gekriegt – eine dafür effiziente Zuordnung von wirklicher finanzieller Macht zu Individuen fände ich den effizientesten Schritt, unsere Art zu leben, zu retten.

  92. Coda, da hats nicht mehr ganz gelangt.
    Bei den Steuern kriegen…

    Um so mehr, da es den spezifischen Protagonisten des Neoliberalismus in ihrer masslosen Eitelkeit ja gar nicht mehr um ein „gutes Leben“ geht – wie es die meisten der hier nicht unterbelichteten Kommentatoren beschreiben würden, sondern um ein High-Roller Poker mit Staaten, Menschenmassen und Konzernen, das man auf der gleichen intellektuellen Stufe führt, wie die passenden Zweit/Drittweibchen in der Schlacht um die individuellste Hermès Birkin-Bag oder das jüngste selbst ausgebrütete und trainierte Violin-Wunderkind (abgspeckt: Tennischampion) kämpfen.

  93. Die Saat ist gesät - Die Ähren sind schwarz.
    Prolog:
    1. Oktober 1982, Kalter Putsch (Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt) in Deutschland.
    Helmut Kohl (CDU) und Otto Graf Lampsdorff (FDP) machen gemeinsame Sache und reißen die Macht an sich.

    Textus:

    Um über 300 anhängende Strafverfahren gegen sich, hochrangige Beamte, Vertreter aus Wirtschaft und Politik wegen Vorteilnahme, Amtsmissbrauch, Steuerhinterziehung, Subventionsbetrug und Bestechung zu verhindern erklären sie die Demokratie und Rechtstaatlichkeit in Deutschland für beendet.

    Von nun an herrscht eine Allianz aus Politikmafia, Banken, Wirtschaftslobbyisten über das Volk. Tausende von schwarzen Kassen werden von dem Parteienkartell auch im Schutz des EU-Parlament angelegt.

    Es beginnt eine groß angelegte Umverteilung des Geldes und der Werte in Europa. Die Moral stirbt. Nichts ist mehr heilig und alles ist erlaubt. Größenwahn ist angesagt.

    Epilog:
    Angela Merkel spricht heute ganz selbstverständlich von der neuen Weltordnung (NWO) wenn Sie im Bundestag und anderswo spricht.

    Nicht im Geheimen – ganz offen.
    Sich selbst, Ihrer Politkaste und den dummen konditionierten Volk sicher. Chauvinismus und Arroganz in Vollendung. Was kümmert mich die Lüge von Gestern. Heute habe ich schon eine neue für Euch.

    Die Grenzen fallen in Europa.
    Die Bundesrepublik Deutschland als Staat ist ein Auslaufmodel. Ist nur noch Transportmittel hedonistischer Allmachtsphantasien. Der Blick schweift in die Ferne. Das hier und jetzt ist zu profan.

    Angela im Wunderland.
    Träumer trinkt leer – bald ist nichts mehr.

  94. Merkels Erdogan-Besuch zeigt erste Erfolge
    Der Flüchtlingszustrom in Griechenland hat nach UN-Angaben einen „neuen dramatischen Höhepunkt“ erreicht. Allein Montag kamen demnach mehr als 8000 Menschen aus der Türkei.

    • Man wird bald ie Grenze schliessen,

    • ...
      Ja, so sieht hohe Staatskunst aus.
      Man präsentiert jedem seine offene Flanke.

      Sollte mich wundern, wenn dies das erste Mal wäre.

      Wird nicht von ungefähr sein, dass die Kompromisse,
      die Frau Merkel auf intern.Ebene erzielt,
      nur zu Höchstpreisen zu haben sind.

      Zu wessen Nutzen?

    • Titel eingeben
      erklären, wieso ich plötzlich als Gast fungiere? Und ich habe keine Ahnung bzw. sehe auch kein Fenster, in dem ich mich einloggen könnte :(

    • Das weiss ich nicht, aber ich frage gleich mal nach. Bitte um Geduld.

    • Abwarten, das alles wird sehr lange daueren...
      … und uns zB vom Nachdenken über die kommende Total Überwachung oder unbegrenzte Datenspeicherung und sonstige Sauereien abhalten.

      Man sollte sich zurücklehnen und es sich bequem machen.
      Und das Ganze beobachten, denn schliesslich sind wir (nicht in Syrien z.B., aber in DE) noch ziemlich am Anfang einer Entwicklung, deren Ende noch immer völlig unabsehbar ist.
      Ja, irgendwann wird eine Grenze nach der anderen geschlossen werden, jede ein eigenes Krisengebiet. Dann wird man mit dem Abschieben beginnen, obwohl das nur ein Tropfen auf den heissen Stein sein wird, wird es doch in den Medien gross herauskommen.

      Ja, Merkels Besuch bei Erdogan, die beginnenden Militärseinsätze in diversen Ländern, die in dem Medien stets schnell verschwindenden „Unruhen“ in den Flüchtlingslagern, und zB auch nicht zu übersehen, das Liefern von Waffen der USA an die Gegner der Russen in Syrien. Man weiss ja mittlerweile, dass ein 500.000.000 Dollar Programm zur Ausbildung von dort lebenden Kämpfern gegen den ISIS gerade mal 4 (vier!) vorzeigbare Kämpfer produziertze, trotz liefert man weiter Waffen…

      Syrien
      Kampf um Aleppo: Syrische Rebellen erhalten US-Waffen
      Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 20.10.15 14:55 Uhr | 21 Kommentare

      Syrische Rebellen haben nach eigenen Angaben neue Waffen US-amerikanischer Bauart erhalten. Die Waffen sollen geliefert worden sein, nachdem die syrische Armee gemeinsam mit Russland und dem Iran Offensiven gegen die Rebellen gestartet hatte.
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      Sowohl die USA als auch Russland verfolgen in Syrien auch die eigenen Ziele. (Foto: dpa)

      Sowohl die USA als auch Russland verfolgen in Syrien auch die eigenen Ziele. (Foto: dpa)

      Die syrischen Rebellen, die sich aktuell auch in Aleppo in Kämpfen gegen die syrische Armee und die russische Luftwaffe befinden, melden am Montag, dass sie neue Panzerabwehr-Raketen erhalten hätten. Diese sollen ihnen Staaten geliefert haben, die gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad eingestellt sind, zitiert Reuters die Rebellen. Die Panzerabwehr-Raketen des Typs BGM-71 TOW sollen aus US-Produktion stammen, meldet Reuters.

      Einfach nicht vergessen, noch wissen wir NICHTS über das was kommen wird…

    • Echte Grenzen
      Mauern und Zäune sind die Bankerotterklärung eines Staates, der die Autorität längst verloren hat, weil seinem Personal das geistige Rüstzeug zur Selbstverteidigung fehlt. Nie zuvor wurde deutlicher, welche Leute das sind, die sich dem Volk als „Herrschende“ bzw. „Regierende“ präsentieren. Nie zuvor haben sie sich und ihre eigentlichen Ziele derart entblößt, ist die Tarnung derart rissig geworden. Im Schatten des fehlenden Selbstbehauptungswillens dieser „Elite“ entsteht vor unser aller Augen eine Realität, die endlich zum Handeln zwingt. Allerdings setzen die Maßnahmen beim kleinsten gemeinsamen Nenner an, im Bau von Mauern und Zäunen äußert sich für alle sichtbar die Kapitulation des Staatswesens. Die satten, in einer Parallelwelt lebenden Politschranzen haben weder Kraft, Willen oder auch die Fähigkeit zur Selbstbehauptung. Dem einen oder anderen wird in diesen Tagen klarwerden, daß auch sie durch die kommenden Ereignisse vom Futtertrog dieses dann nicht mehr als Sozialstaat bestehenden Gebildes hinweggefegt werden.
      Mauerbau ist billig und beschämend zugleich. Sie zeigen allzu deutlich die Unfähigkeit und Schwäche der Protagonisten.

      Bildlich gesprochen: Ein sich in antiautoritärem Gehabe gefallender Erzieher läßt aus Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit die Kinder so lange gewähren, bis es ihm zuviel wird und er in einer emotionalen Eruption zur körperlichen Züchtigung schreitet. Das ist die Bankerotterklärung dieses Erziehers.

      Gewaltanwendung ist immer auch Zeichen geistiger Schwäche. Mauern und Zäune beweisen nur eines: daß der Staat sich schon lange Zeit zuvor selbst aufgegeben hat.
      Ein erster richtiger Schritt zur Abwehr von illegalen Massen wäre, die Eindringlinge nicht auch noch zu füttern und zu pflegen und so viele wie möglich konsequent abzuschieben.
      Doch dazu bedarf es eines selbstbewußten Staates sowie Personen an der Spitze, die noch Staatsmänner sind.

  95. @ Renate Simon - Merkels Erdogan-Besuch zeigt erste Erfolge
    Quo usque tandem abutere, Angela, patientia nostra? Quo usque tandem? (mit unterdrückter Verzweiflung) —

    War in den letzten beiden Wochen zweimal mit Freunden essen aus dem linksliberalen akademischen juste milieu (SZ/Zeit-Leser). Alle vermieden es äußerst erfolgreich, den „elephant in the room“ anzusprechen; nachgerade gespenstisch. Sind eigentlich keine dummen Leute; z. T. sehr liebenswürdig. Sehr müde gewesen danach. Wie jetzt gerade auch nach der 8000er Nachricht. —

    Werter Don, Sie sind da sicher besser im Bilde: Was passiert eigentlich konkret an der deutsch-österreichischen Grenze? Ernsthafte Berichte sind in den MSM ja kaum zu finden. Sind die Bahnhofsklatscher noch im Einsatz? Die mit den Teddybären für die jungen Muskelmänner? Oder ist dieser infantil-narzisstische Irrsinn abgeklungen?

    • Deutsch-österreichische Grenze bei Salzburg
      Günter Verheugen in einem TV-Interview am 14. Oktober:
      „Die Einrichtung von Transitzonen ist für den EU-Kenner keine Lösung, sondern nur eine Idee. Verheugen geißelt die Einrichtung als „politische Torheit“. So schafft man nach seiner Aussage unter anderem an der bayerisch-österreichischen Grenze eine Art Gaza-Streifen!“

      http://tinyurl.com/olmb3ea

      Inzwischen sind wir in Salzburg darüber informiert worden, daß im Salzachtal etliche Auffanglager geplant sind für Tausende von Einwanderern. Das Salzachtal entlang der deutschen Grenze als künftiger „Gazastreiben“. Bravo.

    • da war ich shon mal- dr ost besser als sein Ruf.

      Nein im Ernst, das kann man einfach nicht machen, hinten auf und immer nur rein und vorne dann Katastrophenpolitik.

  96. Könnte es sein, dass der Seehofer Horst
    das Misstrauensvotum plant? Die Welt sagt: Seehofer sieht die Union vor dem Abstieg

    Der CSU-Vorsitzende fühlt sich in der Flüchtlingspolitik von der Schwesterpartei allein gelassen. In München macht er seinem Ärger über Angela Merkel Luft – und lässt die Zukunft der Union offen.

    .
    Meinen Segen hätte er, auch etwas, was ich nie für möglich gehalten hätte.

    PS: an den Hausherrn, ich bin mit meinen 70 Jahren ebbes blöd, habe die Lösung des erwähnten Problems gefunden.

    • Was sollte das bringen? In der Frage stehen auch die Grünen hinter Merkel, und sie wollen eh Scwarz-Grün. Das geht nur, wenn die komplette CDU mitmacht.

    • Mut ist gefragt
      Seehofer braucht mehr politischen Mut, keine Schimpfereien, keine juristischen Ersatzhandlungen.
      Er sollte der CDU zunächst einfach mit dem Austritt aus der Koalition drohen und ihn ggf. vollziehen. Dann muss sich die CDU überlegen, ob sie Merkel auf Gedeih und Verderb zu grünen Ufern folgt. Eine große Veränderung steht dann in jedem Fall an und die Chancen stehen gut, dass das reicht, um Merkel zu entthronen. Wenn nicht, gibt es weitere Mittel. Ich würde die Neugründung einer liberal-konservativen, patriotischen, aber keinesfalls einer ausländerfeindlichen, türkenhassenden und deutschnationalen Partei unterstützen. Es gibt für mich keinen Weg zurück zu Linksparteien, die das eigene Volk beschimpfen, wenn es Angst hat vor einer Masseneinwanderung, wie es sie noch nie gegeben hat. Das Potenzial an Überläufern von links, die den Wahnsinn nicht mitmachen wollen, halte ich für riesig und wachsend. Wir brauchen eine neue Mitte, die sich zwischen die vereinigte Merkel-Linke und die AfD schiebt, um eine Katastrophe zu verhindern. Wenn die nächste Runde der Finanzkrise dazukommt, brennt uns die Hütte ab. Wir könnten in Windeseile in einen Bürgerkrieg geraten. Das mag übertrieben erscheinen, ist aber eine reale Sorge.

    • Lieber Don, unterdessen müssten genügend in der CDU
      sich dem Merkel-Kurs widersetzen. Zum Misstrauensvotum braucht’s erst einmal ein Viertel der Abgeordneten, die Abstimmung darüber würde es dann zeigen, ob der Antrag angenommen wird. Man sollte doch noch hoffen dürfen, dass die Manns genug sind, sich einer Frau zu widersetzen, anstatt ihr blind und hirnlos zu folgen. Da gebe ich die Hoffnung noch nicht auf. Es könnte nur daran scheitern, dass man sich vorher nicht auf einen neuen Kanzler einigt.

      Denn auch das Treffen Sonntag in Brüssel wird Merkel nicht von den Flüchtlingsmassen befreien, die weiterhin strömen und randalieren, die Zelte anzünden, nicht weil ihnen kalt ist, sondern weil die Slowenen und Kroaten sie an der Weiterreise hindern. Die nun wohl doch entschlossen sind, Zäune zu errichten und vom Militär bewachen zu lassen.
      Die Bild berichtet: Seit Samstag sind in Slowenien mehr als 20 000 Flüchtlinge eingetroffen. Der Großteil will nach Österreich. Mindestens 6000 Menschen verbrachten die Nacht zu Mittwoch in Notunterkünften in Slowenien.

      Bis zu 5000 Flüchtlinge hatten sich trotz hochgerüsteter Polizei illegal Zugang zu Kroatien verschafft. Die Menschenmenge brach vom serbischen Grenzübergang Berkasovo ins kroatische Bapska durch.

      Der Traum der EU mit Schengen usw. ist ausgeträumt, wobei mich die Grenzen nie gestört haben, aber das ist fast ein anderes Thema.

    • die sin aber nicht Mannes genug, die sind viel zu feige.

    • Feigheit vor dem Feind
      welch ein Armutszeugnis. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, ich hoffe mal weiterhin, dass sich jemand findet und das Ende Merkels einläutet. Alles andere mag ich mir nicht vorstellen.

    • Aber Don....
      Die sind nicht zu feige, die wollen ihre Pensionsberechtigung nicht riskieren.
      Vor allem: Wer auch immer Merkel morgen ersetzt, wird sich beim Volk ganz fürchterlich unbeliebt machen. Denn teuer wird es auf alle Fälle.
      Ich sehe ausserdem auch niemanden hinter dem das Parlament geschlossen (genug) stehen wird….

  97. Marktgesetze
    Kann es sein, das die Nachfrage nach Nazis das Angebot bestimmt.

  98. Parteigründung?
    Bin das erste mal in diesem Blog gelandet und finde es hier sehr interessant und unterhaltsam.
    Überwiegend ist man der Meinung Frau Merkels politische Zukunft ist gegessen und der Straßen- und Grenzkampf mit den Migranten steht früher oder später an.
    Mich bewegt die Frage: Was kommt nach Frau Merkel?
    Wenn sich rot,rot,grün zusammenschweißt wirds schlimmer. Die rechten Parteien werden erstarken, aber nicht regierungsfähig sein. Herr Seehofer wird nicht bundesweit kandidieren.
    Die Neugründung einer Partei rechts der CDU links der NPD/AfD mit klassischen konservativen Werten wäre schön. Der rechte CDU-Flügel mit Bosbach etc, dazu ein Herr Merz. Vielleicht noch Herr Henkel oder der Urenkel Bismarcks. Naja es wird vielleicht auch noch kompetentere Personen geben. Will damit nur meine Frage veranschaulichen, wie könnte denn eine seriöse konservative Lösung aus dem zu erwartenden Chaos aussehen?
    Oder sollte ich besser im 14-tägigen Crashcurs den Jagdschein machen?

    • Parteineugründung
      das dauert, fragen Sie Lucke. Wobei das, was er veranstaltet hat, ja nun auch nicht das Gelbe vom Ei geworden ist, hauptsächlich wohl auch seiner Unfähigkeit geschuldet, Kritik anzunehmen und konstruktiv umzusetzen. Wie auch immer, ich empfehle eher den 14tägigen Crashkurs ;-) und Pfefferspray bekommt man bei amazon.

    • Wirklich?
      Noch eine weitere Partei? Unter wessen Führung könnte die denn mehrheitsfähig (inkl Koalitionspartnern) werden? Kompetent? Und nicht Teild es jetzigen Status Quo? Viel Spass beim Suchen…

      Mal schauen, auch in Weimar war ja nicht alles schlecht?

  99. OT
    Sehe ich das falsch, oder stellen sich die Erfolge der russ.Intervention
    in Syrien im Irak ein.
    Ein Stellvertreterkrieg im Stellvertreterkrieg.

    Um das zu verstehen müßte man wohl Schach können.

  100. Wer es nicht gesehen...
    Flüchtlinge, frei nach Loriot

    FRei nach Loriot:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2512084/%22Die-Anstalt%22-vom-20-Oktober-2015

    • @TDV
      danke, ich hatte es nicht gesehen, bin aber nun doch etwas entsetzt. In Sachen Flüchtlinge ist man voll auf Linie… nun ja. Sehr gut war das Drama um Syrien u.a., aber wer des Lesens und Denkens mächtig ist, wusste diesen Sachverhalt auch vorher.
      Übrigens will Trudeau den IS in Syrien nicht mehr bombadieren, was sagt uns das?

    • Ich muss gestehen, ich war überrascht
      Habe gestern abend endlich die ganze „Anstalt“ gesehen und war wie schon letzten Monat angenehm überrascht, wie intelligent die beiden doch mit dem Thema umgehen. Alle anderen Sendungen in dieser Kategorie sind ja kläglich, wegen des eigenen Beifallheischens beim Publíkum gescheitert. Leider sogar Hagen Rether…

      Ganz hervorragen der Schluss mit Seehofers Abgesandten beim US Oberbefehlshaber zu den diversen Regime Changes…. Wer es nicht gesehen hat, Link steht oben…

      Ja, da passt die Nachricht zu Trudeaus Truppenabzug, aber wo wäre ein entsprechender deutscher Politiker den man wählen könnte.

      Meine kanadischen Freunde sagen mir allerdings, man müsse erst mal abwarten wie sich Junior entwickelt. Ist ein wenig wie nach Georg W…
      Egal wer, hauptsache dieser Harper ist weg vom Fenster.

  101. Weisswurst und Kaiserschmarrn
    Die Etablierung einer liberal-konservativen Kraft zwischen Merkel-CDU und grünen Nudelhipstern auf der einen, und den üblen Dumpfbacken weit rechts auf der anderen Seite klingt logisch wünschbar, würde aber absolut nichts an den postdemokratischen Kräfteverhältnissen ändern – solange die Hyperklasse sich ihrer basalen Existenz sicher ist.

    Eben, weil alle in ihren verschiedenen eigenen Idealen in einem Kopf verheddert sind wie in einem Sattelschlepper voller Fischernetze, stimme ich der Aussage zu, man weiss wirklich nicht, von wem und wie der gordische Knoten durchhauen wird.

    Dummheit und Verzweiflung produzieren Fanatismus aller Art. Der Stärkste und Rücksichtslosigste gewinnt. Wer wohl „in the end“?

    Man sollte jedoch nicht zu schemenhaft alles in den gleichen Topf werfen und auf jedes Reizwort losgehen wie der Stichlings-Hengst auf die Plastiksardine.

    Der anderen Position Zuhören kann neue Horizonte öffnen.

    Wichtig wird sein, den graduell quantitativen Unterschied zu bestimmen, bis wohin jemand „nur sein Glück korrigiert“ – oder ab wann ganz klar Verbrechen begeht. Schwarze Kassen bei der FiFa sind etwas anderes, als ein Handwerker, der für einen Freund ohne Rechnung arbeitet.

    Grauzonen sind menschlich, wo sie tiefschwarz werden, muss in gesellschaftlicher Kommunikation definiert werden.

    Ein Unterschied zwischen „Rechtspopulisten“ ist nicht bedeutungslos, was kann man noch tolerieren ( wir tolerieren gezwungenermassen ja so manches, was Öl hat oder eine pfiffige Hedge-Fondsidee), und wo muss man wirklich klare Kante zeigen.

    Man sollte über ein modernes Steuerkonzept nachdenken, wirklich grosse Vermögen, vor allem auch als juristische Personen verfasste, zugunsten marktwirtschaftlich gemanageder Staatsfonds zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben heranzuziehen, und um die Korruptionsmacht der postdemokratischen Hyperklasse zu beschränken.

    Aber nicht nur symbolisch unserem Don seine Gemälde und Fahrräder wegnehmen, und ich würde auch so einiges lieber behalten dürfen. Eine solche Reform müssten wir auch verstehen können, da moralischer Masochismus am Ende bei Pol Pot heraus kommt.

    Irgendwie müssen die Polizisten ja odentlich bezahlt werden, dafür ihren Kopf hinzuhalten, dass Grünwalds Kinder nicht an den neuen energiesparenden LED-Strassenlaternen aufgehängt werden, egal von welchem verelendeten Chaotenhaufen.

    Vor lauter Stuttgart 21 und Berliner Grossflughafen sollte man sich daran erinnern, dass Steuern in gewisser Weise nicht wesentlich davon unterschieden sind von den Gebühren, die man seinem Vermögensverwalter zahlt, damit er eine ordentliche Arbeit macht.

    Damit Weisswurst, Weissbier und Brezel am Chinesenturm schmecken. Und vielleicht noch ein Kaiserschmarrn.

    • .
      Lieber The Great Artiste, was Sie hier beschreiben, wäre außerst wünschenswert, wird sich aber in diesen Zeiten und mit diesem desinteressierten Volk kaum realisieren lassen. Merkel trat in 2005 an, den Professor aus Heidelberg im Gepäck und ließ diesen, dem wir leider auch die Demokratieabgabe verdanken, dann gleich wieder sausen. Es ist weit und breit niemand in Sicht, der den Zustand ändern könnte oder würde. Das einzusehen, betrübt sehr, macht auch ärgerlich, denn man hat ja Zeiten und Politiker erlebt, die das hätten schaffen können. Aber solche Köpfe haben wir heute nicht, zumindest nicht in der Politik.

      Wir werden abwarten müssen, wie sich das alles entwickelt, was noch auf uns zustürmt, ändern können wir gar nichts. Das Wahlkreuz dient der Beruhigung des eigenen Gewissens, sich nicht verweigert zu haben, aber ganz sicher nicht dazu, in diesem Lande auch nur irgendetwas zu verändern. Was es dazu braucht, mag ich mir nicht vorstellen, allerdings wird sich etwas ändern müssen, wie auch immer.

    • Weimar, die Zweite...
      Was eine neue, weitere Partei angeht, stimme ich ihnen zu. So wird „es“ niemals gehen, egal was „es“ dabei ist.

      Nein, denn das eigentliche Problem sind die Medien, die die Massen in ihrer Unmündigkeit halten, weil sie heutzutage eigene Interessen vertreten.
      Ein Blumenkron oder ein Joffe sind halt das widerliche Gegenteil eines Augstein, Nannen oder Heigert, und ich befürchte, ich sehe da keine Möglichkeit an der Macht der Medienkonzerne etwas zu ändern.
      Albrecht Müller, der ex-Bürochef von Kanzler Schmidt, versucht seit 12 Jahren mit seinen Nachdenkenseiten.de etwas an dem Problem zu korrigieren, gesteht aber mittlerweile selber ein, dass die Situation seitdem noch schlimmer geworden ist, anstatt besser….

      „Der anderen Position Zuhören kann neue Horizonte öffnen.”
      Aber TGA, Keiner hat Interesse an so was…. sonst hätten wir das Problem doch gar nicht.

      Die Parallele zu Pol Pot könnte gar nicht so abwegig sein. Wussten Sie, dass sich seine Bewegung damals nur deshalb durchsetzen konnte, weil die „legitime“ Regierung (wie ThorHa sie nennen würde) mit den Amis Krieg gegen die bösen, bösen Nord Vietnamesen führte, was dem Volk der Khmer aber gar nicht recht war….?

  102. Ich bekenne
    ich bin auf dem falschen Weg.

    Frau Merkel hat keinen Fehler gemacht.

    „Deutschland müsse jetzt lernen, mit dem Zustrom
    der Flüchtlinge umzugehen“.
    Heute auf der Tagung der IGMetall.

    Die Bk gibt nix zu und nicht nach.

    • man wähnt sich im falschen Film
      ausgerechnet eine Gewerkschaft bejubelt die CDU-Kanzlerin mit refugee welcome und wir schaffen das. Was für konfuse Zeiten…

    • Die Bundeskanzlerin
      ihre Anhänger und die Profiteure ihres Kurses, zu denen ich
      auch die IGMetall rechne, werden grandiose Medienerfolge
      erzielen.
      Nur das zählt.
      Die Wirklichkeit hat verloren.

  103. Allgemeines und gleiches Wahlrecht
    Einige hier scheinen unterschwellig zu hoffen, daß das Chaos richtig schlimm werden möge, damit „Retter“ vom Schlage Seehofer oder der SVP die Macht übernehmen.
    Das wird nicht geschehen: notfalls werden „alle demokratischen Kräfte“ auf die Idee verfallen, daß es zutiefst undemokratisch ist, einem so großen Teil der Bevölkerung die demokratische Teilhabe zu verweigern, und allen mit einem dauerhaften oder zumindest längeren Bleiberecht versehenen Menschen mit Migrationshintergrund das Wahlrecht gewähren.

    Es wird auch nicht mehr helfen, nächstes Jahr die Grenzen vollständig zu schließen. Wer die demographische Zusammensetzung der Immigranten und ihre Reproduktionsrate kennt, kann leicht errechnen, wie sich die Mehrheitsverhältnisse innerhalb nur einer Generation verschieben werden.

    Bereits heute läßt das System seine gleichgeschaltete Presse daran arbeiten, daß der zunehmenden Rechtsradikalisierung der Durchschnittsdeutschen dringend etwas entgegengesetzt werden muß.
    Wenn der Michel zu Zehntausenden auf die Straße geht, muß der Mohammed auch zu Zehntausenden wählen dürfen.

    Die Rede dieses Haustürken in Dresden neulich wurde sogar von Jens Best im richtigen Wortlaut wiedergegeben.
    Einen Tag später wurde dieses „die KZs sind leider nicht in Betrieb“ allenthalben so isoliert zitiert, daß der durchschnittliche Leser den Eindruck gewinnen muß, es sei auf die Asylbewerber gemünzt.
    Tatsächlich hatte dieser Pausenclown es jedoch auf die Aufforderung eines CDU-Fritzen bezogen, der Deutschen, die mit der Asylpolitik nicht einverstanden sind, die Auswanderung nahe legt. (Nach dem Motto: soll man die Juden nur vertreiben oder soll man sie vernichten)
    Kurz nach dem Zitat gab dies auch noch der zuständige Staatsanwalt zu bedenken. Jetzt muß er ermitteln.

    • Quintessenz
      Merkel sucht sich ein neues Volk. Dann kann und sollte es uns egal sein, ob dieses neue Volk auch die CDU und vor allem die Grünen wählt… und sich das entsprechend honorieren lässt.
      Allerdings würde ich ungern in diesem Land bleiben, allein das Alter und meine Rente vermiest mir die Auswanderung.

    • Geschieht Ihnen Recht!
      Werte RS
      ja, das mit der Rente ist ein Problem, da ist man schnell ortsgebunden. Allerdings sind Orte an denen Kompetentere als merkel am Werk sind äusserst selten.
      Ihr Verdacht ist trotzdem richtig, es gibt einige Orte auf der Welt, wo das Leben im Rentenalter angenehmer ist.

      Jetzt rächt es sich, wenn man sein Leben an ehrliche Arbeit verschwendet hat.

    • .
      Tja, ich war so dumm und habe mein Leben lang gern gearbeitet, darüber nun zu lamentieren bringt mich ja nicht weiter. Es ist, wie es ist. Ich habe mir gerade Merkels Rede aus 2011 vom Evangelischen Kirchentag angehört.
      Ich sag ja immer, man muss der Frau nur richtig zuhören, das habe ich in 2011 aber wohl nicht gemacht, es ist auch sehr mühsam, ehrlich.

      Die neue Weltordnung ist im Entstehen, anders kann ich mir das alles nun nicht erklären und wie schon Barnett in Blueprint for Action beschrieb, wird es so enden: „Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde. Sie soll durch die Vermischung der Rassen herbeigeführt werden. Mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa. Hierfür sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm, um zu begreifen, aber intelligent genug, um zu arbeiten.“

      Dann wird es für die G20 auch wesentlich leichter, man möchte ja keine Steine in den Weg legen…

      Lieber „Ich nochmal“, glauben Sie etwa, mir ist das alles egal? Übrigens bin ich keine Omi, habe keine Kinder, ergo keine Enkel, um die es mir jetzt aber auch sehr bange wäre.

      Das ist momentan aber auch nicht die Frage, die Frage ist doch, wie hält man Merkel in ihrem Tun und Treiben auf, können wir das, wenn ja, wie? Unsere Abgeordneten husten uns wohl etwas, nun ja, auf die zu zählen war auch etwas blauäugig von mir.

      Gehen wir auf die Straße, halten die Landesregierungen mit Zahlungen für die antifa dagegen, die Thüringer Landesregierung hat ja ihre „Gehaltszahlungen“ offengelegt.

      Was also können wir, jeder einzelne hier tun, um dem Elend ein Ende zu machen. Hat jemand konstruktive Vorschläge?

    • "Hat jemand konstruktive Vorschläge?"
      Mademoiselle Simon,

      wie wäre es, wenn wir ca. 50 Mio. Biodeutschen mit 850er BMWs (der Don hat da bestimmt eine günstige Quelle) kollektiv in die Schweiz übersiedeln?
      https://www.youtube.com/watch?v=uZEjWlUs66k

      Die paar Schwyzer könnten dann doch nach Austria…

      Und wenn wir alle da sind, baut Innenminster Gysi mal einen richtigen Grenzzaun, nicht so ein Holzgeraffel wie in obigem Film!

      (jodelnd ab)

    • RS
      Das einzige was man tun ist, eigene Irrtümer anzuerkennen und niemals damit aufhören zu lernen. So banal, fast sachon spiessig ist es tatsächlich

      Ihre Schlussfrage: „Was also können wir, jeder einzelne hier tun, um dem Elend ein Ende zu machen. Hat jemand konstruktive Vorschläge?“ Das ist das eigentliche Problem. Deshalb sind ja so viele geradezu erschüttert… und andere wie ich so erfreut. Es ist zum ersten Male eine Situation in der es KEINE naheliegende Lösung gibt, und sie sehen das ganz richtig, KEINER hat was anzubieten.

      Man kann alles treiben lassen und die Parallelgesellschaften werden kommen, wie sie auch Botho Strauss ankündigt. Oder man macht den starken Horst und lässt das Militär ran und deportiert stramm, die USA verleihen ihre orangenen Anzüge Marke Guantanamo. Die Haken für die Fesseln sind in den bereits angekündigten Transall Fliegern ja bereist serienmässig.

  104. Titel eingeben
    Verzeihung Omi,
    ob Merkel sich ein neues Volk sucht, ist mir genau so wenig egal, wie der Umstand, daß Assad und Putin sich neue Völker suchen.
    Im Gegenteil – es stört mich sehr.

    Wenn Wladimir Kaminer mir seit Jahren erzählen will, daß die zigtausend russischen Putinanhänger in Berlin ganz nett sind und er eigentlich der einzige auszuweisende homophobe Kotzbrocken ist, glaube ich das ebenso wenig, wie die Mär vom Plug-and-Play-Flüchtling aus Syrien, auf den der Automobilindustrielle so dringend wartet.

  105. Titel eingeben
    Frau Simon, die vorletztjährige kleine Alternative hat sich leider dividiert-hatte sie doch als Aufweckmittel zu wirken begonnen. Ganz merkwürdiges Ding, der knappe Ausgang, auch VT. Gerade ändert sie fast täglich ihre Bezeichnung. Einmal islamkritisch, dann ausländerfeindlich, manchmal sogar auch rechtspopulistisch. Ab und zu flattert mir so ein Brief einer zivilisierten Koalition aus Berlin ins Haus. Wegen dem Spaltpilz in oben genannter Organisation gehen so mehrere kleine Spenden an die Zivilen. Was soll man sonst tun? Hier im saturierten Trollinger-Raum bringt außer für S 21 niemanden auf die Straße-und Sie kennen ja die Aussagen der drei eisschlotzenden Damen aus Miltenberg?! Do isch elle g´schwätzt. Ein Herr Herausgeber allerdings, kürzlich in einem ÖR-Talk, machte mir mit der Terminsetzung „Weihnachten“ ein wenig Hoffnung. Ihnen nicht?

    • .
      Hoffnung, heute ist grad so ein Tag, an dem ich recht hoffnungslos bin. Nun ist die Jahreszeit auch nicht dazu angetan, mir freudige Stimmung herbeizuzaubern. Bei 30° im Schatten könnte ich die Lage etwas entspannter sehen, alldieweil ich dann zwar auch alle Zeitungen lese, mich aber nicht so niederdrücken lasse, den Tag mit einem Buch vor der Nase in meiner Loggia verbringe. Ich sollte den Winterschlaf üben, vielleicht würde sich dann bis März soviel geändert haben, dass man halbwegs frohgemut in die Sonne blinzeln könnte.

      @TDV – Die Haken in den Transall mögen vorhanden sein, nur, welche Maschine wäre denn flugbereit? Und gleich, wenn eine vorhanden sein sollte, wie will man unwillig Ausreisende denn überzeugen, solch einen Frachter zu besteigen?

      Ansonsten lernen, ja, ich höre nicht damit auf und zum Glück funktioniert mein Hirnskasten noch wie in jungen Jahren. Wenn nur das Temperament nicht oft genug mit mir durchginge, meine Mutter warnte mich immer, du bist nicht diplomatisch. Stimmt, ich kann nicht lügen und das Verbiegen hat gottlob bislang auch noch keiner geschafft. Allerdings wäre anders das Leben wohl manchmal einfacher, wenn dann auch nicht meins.

  106. Ich begreife und begreife und begreife nicht
    I…, weshalb die eindringenden Fremden immer noch ihr vorgebliches „Recht“ auf Geld, Verpflegung, Unterbringung usw. durchsetzen können und dieser Punkt nicht ganz oben auf die politische Tagesordnung in ganz (!) Europa gesetzt wird. In einem hat Merkel wohl recht: Grenzzäune sind nicht die ultimative Antwort auf die Stürmung Europas, denn Europa kann sich nicht einmauern. Dennoch ist diese Aussage ein Halbwahrheit mit negativen Konsequenzen. Grenzzäune sind zunächst einmal ein duetliches Zeichen der Wehrhaftigkeit und verfehlen auf Dauer ihre psychologische Wirkung nicht. Damit würde zumindest den Druck vom Kessel genommen. So lange jedoch der Strom heranwalzender Menschenmassen nicht abreißt, ist alles Gerede von Grenzen einfach nur lächerlich. Dazu: Elias Canetti „ Masse und Macht“.

    Wie aber soll ein Mensch einen Mitmenschen vor dem Ertrinken retten, wenn er selbst gerade absäuft, weil schon fünf andere an seinen Füßen und Armen zerren? Allen Gutmenschen ins Stammbuch geschrieben: Auch für berechtigtes Asyl gibt es eine naturgesetzliche Obergrenze! Diese definiert sich aus der leider nun einmal beschränkten Leistungsfähigkeit der helfenden Organe! Ein Boot, das überbesetzt wird, geht unter – und zwar gleichgültig, ob man es mit Wirtschaftsflüchtlingen oder richtigen Asylanten besetzt! Da könnt ihr jetzt, liebe Gutmenschen, mich in die braune Ecke stellen. Ich weiß sowieso schon lange nicht mehr, was das sein soll: braun, faschistisch, Nazi und so weiter. Seid mal so nett und klärt mich auf.

    Ich habe in meinen Tagebüchern einen Zettel mit einem Interview gefunden, das Paul Badde in der WELZT vom 11. Dezember 2009 mit Robert Spaemann geführt hat. Hier eine Passage daraus:

    „Schon Jean Jacques Rousseau hat darauf hingewiesen, dass die unbesiegbare Natur“ zurückschlägt, wenn die Herrscher falsche Gesetze erlassen und gegen die Ordnung der Dinge verstoßen. Wahrheit lässt sich auch durch eine demokratische Entscheidung nicht beugen. Es kann sehr wohl einer demokratischen Entscheidung unterliegen – und das sagt auch Rousseau – wenn in einem Land gegen die Natur der Dinge gehandelt wird. Dann kann man nur abwarten, bis die Katastrophen eintreten und es sieht aus, als wären wir heute in genau dieser Lage. […]
    Menschenwürde soll nichts mehr zu tun haben mit menschlicher Natur, sondern nu mit menschlicher Selbstbestimmung, also nur mit dem menschlichen Willen. Dann kommen so absurde Blüten heraus wie in Spanien, wo Sie zum Standesamt gehen und sagen können, ich möchte eine Frau sein, bitte schreiben Sie mich um. Und dann sind Sie eine Frau und dürfen auf die Damentoilette gehen. […] Es gibt etwas wie eine menschliche Natur, und die kann nicht einfach ersetzt werden durch Willen.“

    Das war vor sechs Jahren. Damals hat man sich nicht vorstellen können, welches Katastrophenszenario sich in Europa innerhalb weniger Monate entfaltet hat. Mich graust.

    • Hmmmm... mal Nachdenekn
      „I…, weshalb die eindringenden Fremden immer noch ihr vorgebliches „Recht“ auf Geld, Verpflegung, Unterbringung usw. durchsetzen können und dieser Punkt nicht ganz oben auf die politische Tagesordnung in ganz (!) Europa gesetzt wird. “

      Vielleicht hat es ja was damit zu tun, dass unsere Wirtschaftspolitik mithilft die ökonomische Situation in einigen ändern der Welt so zu verschlechtern, dass es zu solche UNruihgen kommt und die Leute dann vorziehen, lieber woanders zu leben?

      Könnte es sein, dass all die MOred der Buneswqehr in fernen Landen an Menschen die weder den Soldaten noch gar uns hier irgendetwas getan haben, dabei auch eione Rolle spielt?

      Wissen was der Kern des Problems ist?

      Dass peinliche Spiessbürger wie sie leider die übergrosse Mehrheit auch des deutschen Volkes bilden….
      Immerhin erhalten Bürger wie sie jetzt zum ersten Mal seit langer Zeit wieder genau die Antwort im täglichen Leben, die sich ehrlich verdient haben.

  107. "Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen an Hunger, was einem Todesfall rund alle drei Sekun
    Merkel, tdv und andere humanitär gelaunte Zyniker hätten ja auch sagen können, wir schaffen mal eben das tägliche Sterben von ca. 20.000 Menschen durch Hunger ab, anstatt die gleiche Anzahl an gewalttägigen jungen Männern und adipösen Familienväter täglich ins Land zu lassen.

    In ein paar Monaten müßte nirgends auf der Welt mehr ein Mensch Hungers sterben, wenn wir die Milliarden, die wir jetzt für „Flüchtlinge“ ausgeben, in die Ernährung der Darbenden in Afrika und Indien steckten.
    Die Getreideüberschüsse sind ebenso vorhanden wie die Transportkapazitäten.

    Aber man muß halt Prioriäten setzen, gell Merkel?

    Der Niedergang Deutschlands ist für Typen wie tdv viel zu geil als dass er dafür auf das Überleben von ein paar Millionen „Negerkindern“ Rücksicht nehmen könnte.

  108. Kant, Schiller, Goethe und Hieronymus
    „Zwei Dinge erfüllen [in der jetzigen Situation mein] Gemüt mit immer neuer und zunehmender … Verwunderung, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt“: die Rückgratlosigkeit der verantwortlichen Mnister und die Missachtung der betroffenen Bürger. Zum ersten Punkt fällt einem natürlich Gustav Heinemann ein, der aus Protest gegen die Wiederbewaffnung von seinem Amt als Innenminister in der Adenauer-Regierung zurücktrat. Aber der jetzige Innenminister hat ja als Familien-Wahlspruch die preussische Maxime „Ich dien“, wobei wohl „bedingungslos der Bundeskanzlerin“ zu ergänzen wäre. Vielleicht ist seine Einstellung aber besser durch „Ich hab‘ hier nur ein Amt und keine Meinung“ (Wallenstein) zu beschreiben.

    Die Missachtung der Bürger ist – neben bereits beginnenden Zwangsmaßnahmen – sehr deutlich an der Unterdrückung abweichender, besorgter Stimmen zur unkontrollierten Zuwanderung zu sehen: in SPON kann man lesen: >> Liebe Leserinnen und Leser, im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf SPIEGEL ONLINE finden Sie unter diesem Text
    kein Forum. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Forumsbeiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Artikeln zu diesem Thema ein Forum. Wir bitten um Verständnis. <> Leserkommentare: 0. Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. <> Diese Frage [warum der christliche Gott das Reich nicht geschützt hat] erzeugte vielfach eine resignierte eschatologische Stimmung. Überscharf zeigen das die Reaktionen des Hieronymus. Rhetorisch übersteigerte Äußerungen der Bestürzung: „Ich habe geradezu die Sprache verlernt und habe lange geschwiegen, denn ich wußte, nun ist die Zeit der Tränen“ führen, als Rom das erste Mal bedroht wird, zu der Frage: „Si Roma perit quid salvum est?“ <<

    Vielleicht erleben wir jetzt die Verwandlung der Mitteleuropawelt?

  109. Immer dagegen
    Geehrter Don,

    seit Jahren verfolge ich ihre Kommentare zur Zeit mit großem Vergnügen. Leider bin ich gezwungen, einer entwürdigenden Erwerbsarbeit nachzugehen, so dass ich nur im Urlaub – also jetzt, und nicht in der Toskana, sondern in Thailand – einmal dazu komme, Ihnen meine Besorgnis auszudrücken.

    Vor Jahren erfreute uns Harald Schmidt im TV mit Ironie, uneigentlicher Sprache und Polenwitzen. Wir Intellektuellen freuten uns wie Bolle, merkten aber wie der Meister selbst etwas zu spät, dass die Polenwitze morgens in der Stahlwerkkantine erzählt wurden. Finis Harald Schmidt.
    Ich habe Ihre Betrachtungen immer als uneigentliches Sprechen gelesen und mich an der Sicht auf die Dekadenz am Tegernsee und das Gesellschaftsleben seiner uferbewohnenden Schichten ergötzt. Dass man aus einer solchen Position die Plebejer/innen am Prenzlauer Berg verachtet, ist klar. Ihre Kommentare fielen immer auf die Persona des Kommentators zurück. Köstlich. Der gemeinsame Position des aufgeklärten Bildungsbürgers stand nie in Zweifel.

    Bis jetzt.
    Kann es sein, dass ich einem – allerdings sehr produktiven – Missverständnis erlegen bin?

    Geehrter Don – waren Sie schon immer ein Reaktionär? Hier in den Lesermeinungen sammelt sich langsam ein Bodensatz von Menschen, die sich selbst natürlich meilenweit oberhalb von Pegida-Proleten verorten (wenn nicht materiell, dann wenigstens ideologisch). Sie sind das Pendant der Ungebildeten, die über Schmidts Polenwitze lachten, weil sie die Ironie nicht verstanden. (Oder es gab keine Ironie und ich bin der Depp!)

    Schlimmer noch: Hier ist ein Soziotop der Widerspruchsfreiheit gewachsen. Angela Merkels Fingernägel, die Nöte unbegleiteter Jungfern am Ufer des Chiemsees und die Probleme des intrahessischen Heimatverlusts werden ernsthaft behandelt, weil in den großen Linien Einigkeit herrscht: Das Boot ist voll, die Wagenburg muss geschlossen werden, die politische Klasse hat in toto versagt. Und wir sind das Bildungsbürgertum, das in Angst und Besorgnis um die Zukunft des Landes lebt. Und niemand ist anderer Meinung. Deshalb ist es in Ihren Kommentarspalten, lieber Don, so schön kuschelig. Hier ist die Burg schon zu, die Brücken sind hoch und draußen geht die Welt unter. Hauptsache, der Rotwein ist gut temperiert.
    Eine solche Lage führt aber leider oft zur intellektueller Inzucht und Paranoia. Merken Sie eigentlich, wie angstgesteuert hier geschrieben wird? Selbstisolation unter Ausschluß abweichenden Denkens führt zu einer selbstverstärkenden Angstspirale. Nicht nur hier, aber auch.
    Die Komplexität der Welt kann man beklagen, man (ich nicht!) kann auch aus der Welt flüchten, um ihrer Komplexität zu entgehen, ändern kann man die Welt so aber nicht. Das tut sie von alleine.

    Das Leben macht mehr Spaß, wenn man keine Angst hat. Untergehende Klassen müssen Angst haben, deshalb gehöre ich glückklicherweise nicht zu Ihnen und Ihresgleichen.

    Hochachtungsvoll
    immerdagegen

    • Heute sind bei Passau zwei Flüchtlinge in den Inn gesprungen. Ich weiss nicht, ob Sie den Inn in dieser Jahreszeit kennen, aber das ist schon ziemlich schlimm und nur die letzte schlimme Nachricht. Ich habe mich dagegen entschieden, das alles zu beschweigen, und ich lasse die Kommentare offen, auch wenn vieles nicht meiner Meinung ist. Ich kenne mich thematisch allerings recht gut aus und habe sehr wohl den Eindruck, dass wir hier auf ein unüberschaubares Problem zusteuern. Un da würde ich gern vorher darüber reden, wenn ich das in diesem Land ansonsten politisch nicht tun kann. Man wird ja nicht gefragt.

    • Wie mit der Flüchtlingskrise umgehen?
      Bei dieser interessanten Analyse des Blog-Publikums müsste eigentlich der gestrige Kommentar in Der Welt (http://www.welt.de/debatte/kommentare/article148058069/Diese-miesepetrigen-Defaetisten-sind-falsche-Patrioten.html) zu „Pegida und Co.“ ganz nach Ihrem Geschmack sein.
      Was ich in Ihrem Beitrag jedoch vermisse, ist so etwa wie Ihre Anleitung zum „richtigen“ Umgang mit der momentanen Entwicklung. Oder reicht es aus, einfach „nur keine Anst zu haben“ und damit in Thailand glücklich zu sein…?

    • Das reicht
      die Empfehlung machen Sie es doch einfach wie ich, ist mir
      noch als Standartphrase aus den 1990ern in Erinnerung.
      Jede Anhörung von Experten zu einem gesellschaftlichen Problem
      endete so.

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