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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Passo Continuo: Der Zillertaler Kürzenjäger

| 125 Lesermeinungen

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die gerade Linie.

Vor ein paar Wochen bestieg ich mit einem Freund die Neureuth. Wir setzten und auf eine Bank, schauten auf die Berge, und ich erzählte, wie sich die Strasse dort unten nach Italien schlängelt, und was für ein Glück es ist, sie befahren zu können.

direta

Ist das die einzige Route, fragte mein gemeinhin zu jeder Schadtat bereiter Freund und Kupferstecher, der Autoverkehr nicht mag. Aber nein, fabulierte ich ins Blaue der Bergluft hinein und wies direkt gen Süden. Da hinten geht auch noch ein Weg direkt durch die Berge. Eine phantastische Abkürzung direkt zum Zillertal und zum Alpenhauptkamm! Man muss nur mal die Valepp rauf, dann die Brandenberger Ache hinunter, und schon ist man im Inntal. Dann noch das Zillertal auf dem Radweg hoch, und schon steht man vor dem Alpenhauptkamm. Ich habe mir das auf der Karte angeschaut: Es geht hinter dem Tegernsee einmal kurz hoch, da schwitzt man, aber entlang der Wildflüsse ist das sicher kühl und besonders für heisse Sommertage gut geeignet. Probier das doch mal aus, sagte er, und ich nahm mir vor, es zu tun, wenn ich vier Tage Zeit und schönes Wetter hätte. So wie seit gestern.

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Seit gestern bin ich also wieder unterwegs auf der Diretissima nach Sterzing über den Alpenhauptkamm, um dort – eventuell – das Penser Joch zu fahren, das mir beim letzten Male versagt blieb. Weil es so einfach ist – 300 Meter die Valepp zum Wechsel hoch, ins Inntal runter, nach Mayrhofen rauf – liess ich mir etwas Zeit beim Frühstück, beim Packen, bei der Radkontrolle und schaute auch erst ganz zum Schluss, wo genau Mayrhofen eigentlich im Zillertal liegt. Das war so gegen 13 Uhr, und ich scrollte auf der Karte immer weiter nach Süden, weiter, noch weiter, bis ich begriff:: Ich muss mich beeilen – und ganz hinter ins Zillertal. Sehr weit. Aber auch sehr direkt. Und ich bin diesmal etwas langsamer, weil ich mit einem Querfeldeinrennrad fahre.

diretc

Das ist ein Rennrad für grobe Verhältnisse: 38mm breite Reifen mit Noppen wie ein Sexspielzeug, ein massiver Alurahmen, ein hoch gelegter Lenker für eine bequeme Position, Cantileverbremsen und eine Bergradübersetzung. Im Winter verkaufte jemand einen heftig genutzten Rahmen der Marke Gunsha und schrieb, vielleicht möchte jemand ein Stadtrad daraus bauen – ich erschuf für weniger als 500 Euro ein Bergmonster, mit dem ich Mountainbiker jagen kann. An guten Tagen. Wenn sie langsam und über 80 sind. Dann überhole ich sie damit nämlich. Manchmal. Wenn es keine Hiesigen sind, de Hiesigen bleiben schnell bis zum letzten Tag. Diesmal ist es nicht ganz so, denn die Valepp hinten im Tegernseer Tal ist ein brutal steiler Anstieg, das Rad ist mit Gepäck schwer, und die Konkurrenz ist jung und drahtig, weshalb ich sie ziehen lasse und meine eigene Geschwindigkeit krieche.

diretd

Sehr malerische Namen haben sie hier übrigens für ihre Berge. Zum Glück muss ich zur Erzherzog-Johann-Klause und nicht auf einen Schinder, einen Blankenstein oder gar einen Elendssattel. Nur zur Klause und dann ab nach Italien.

direte

An einem im Übrigen perfekten Tag. Sonnig, blau, warm, aber nicht heiß, mit flirrender Bergluft, die nach Alpenkräutern riecht. Ist man erst mal oben auf der Valepp, geht es eigentlich nur bergab oder gerade aus. Durch enge Schluchten, unter denen Wildbäche tosen, und später über breite Almen in Richtung Österreich mit feinem Kiesel, wie man ihn gern auf der Auffahrt zur eigenen Villa hätte. Ich rolle dahin und bin glücklich.

diretf

Bis zur Grenze nach Österreich. Ich will ja nichts über unsere entlaufenen Sklaven sagen, aber dort wird der Belag schlagartig rau und grob – die österreichische Präsidentschaftswahl unter den Wegen. Die verblichenen Schilder weisen nur noch grob in die korrekte Richtung. Und aus dem feinen Waldweg wird kein flussbegleitender Pfad gen Italien, sondern eine brutal ansteigende Geröllpiste mit vielen kleinen, fiesen Abfahrten über blanken Stein. Es geht vor allem bergauf, während sich der Fluss durch die Felsen nach unten frisst. Auf der Karte sah das ganz anders aus.

diretg

Was. Soll. Das? Unten in der Wildnis ist tatsächlich der Bach, oben unter nacktem Fels in extremer Bergeinsamkeit schindet sich der Mensch ein paar Meter nach Süden, dann entlang eines Seitentals erst nach Osten über Felsen hinunter und über spitze Steine gen Westen hinauf. Das mag in der Luftlinie die Diretissima sein, in der Realität ist es eine brutale, heisse, unbarmherzige Geröllpiste, auf der bergauf die Beine und bergab die Felgen vom harten Bremsen glühen. Irgendwann kommt eine Quelle, die ich gefühlt leer trinke.

direti

Zeit und Ort habe ich längst vergessen, die Sonne steht irgendwo, Uhr habe ich keine dabei, als ich über einen absurd steilen Geröllhang, an in die Gegenrichtung schiebenden, Schweissbäche hinter sich lassenden weissen, alten Männern vorbei an der Erzherzog-Johann-Klause ankomme. Dort möchte ich etwas essen, treffe aber einen alten, weissen Mann – hier gibt es scheinbar nur alte, weiss, drahtige und topfitte Männer – der ein Navigationsgerät hat und meint, erstens ginge es nach Brandenberg noch ein paar mal bergauf, zweitens sei die Strecke auch weiterhin kurvig, und drittens seien es von Pinegg vor dem grossen Anstieg nach Mayrhofen, Moment, 58 Kilometer und ob ich Lampen dabei hätte?

diretj

Er wünscht mir mit einem Unterton totaler Hoffnmungslosigkeit viel Glück. Schon sitze ich wieder auf dem Rad und überlege, wieso da vorne ein Anstieg kommen soll, aber zuerst einmal geht es bergab und dann wieder, weil da unten die enge Kaiserklamm ist, wieder bergauf. Kurz vor Pinegg ist dann der Weg nicht ausgeschildert, weshalb ich mich auf meinen Orientierungssinn verlasse, und deshalb nicht bei der Kaiserklamm in der Wildnis krepiere, sondern berichten kann, dass man sich immer schön rechts halten sollte, auch wenn da kein Pfeil nach Pinegg hinüber weist.

diretk

Von Pinegg nach Brandenberg führen zwei Wege, Der eine wird sofort steil, und der andere erst nach 200 Meter Abfahrt. Dafür wird er dann um so steiler.

diretl

Sehr steil. Steil und kurvenreich, nach Osten, nach Westen, manchmal auch 30 Höhenmeter hinunter und wieder hinauf, man weiss nie, wo man gerade ist.

diretm

Aber es ist schön. Wirklich schön. Von Deutschland aus kommt aus besten Gründen kaum jemand hier her. Deshalb ist es nicht überlaufen, sondern vergessen, übersehen und einfach schön. Die Sonne funkelt, Katzen sitzen im Gras, Kinder spielen, Balkone hängen voller Geranien.

diretn

Kilometer um Kilometer, Rampe um Rampe habe ich mich durch die Wildnis gequält, um das zu finden. Wie schön wäre es, jetzt zu verweilen und zu bleiben, sich an einen Tisch zu setzen und Schlutzkrapfen zu essen.

direto

Aber ich muss weiter nach Brandenberg. Schnell. Sonst komme ich in die Nacht auf meiner “Diretissima“, die wirklich alles andere als direkt ist, auch wenn sie, von Brandenberg aus zurück nach Deutschland gesehen, schön gelegen ist.

diretp

Es geht hinunter ins Inntal. Schnell und rauschend und mit 80 Sachen. Hier ist dann endlich die Abfahrt, die die ganze Strecke nach meiner Vorstellung hätte sein sollen, und als ich dann endlich in Brixlegg am Inn ankomme, geht die Sonne auch schon hinter dem Karwendel unter. Diretissime.

diretq

Und ich muss diretissime noch 40 Kilometer und 200 Höhenmeter das Zillertal hoch, trotz alle der Schinderei. Ich verfahre mich bei Bruck und muss einen zusätzlichen Berg erobern, es wird finster um mich herum, und ich war in Brixlegg schon am Ende meiner Kräfte. Aber es wird endlich kühler, ich esse noch zwei Bananen, und dann rollt es gen Süden. Es rollt richtig gut. Diretissime in Richtung Alpenhautkamm. Ich weiss, dass es nicht so ist, aber von vorne beginnt etwas zu ziehen, die hoch aufragenden Berge haben scheinbar eine magnetische Kraft. sie saugen mich auf. Es wird dunkel, es wird finster. Es könnte angsteinflössend sein.

diretr

Aber ich rolle immer weiter, werde schneller und schneller. Ich fühle mich gut, auch noch nach 1400 Höhenmetern und 90 Kilometern. Als ich in Mayrhofen bin, ist es gerade erst Nacht, und der Wirt meint, das Pfitscher Joch morgen nach Südtirol, das geht direkt hoch, das werde ich sehen: Ein Kinderspiel! Wenn man erst mal oben auf 2276 Meter angekommen ist, geht das ganz schnell.

39

125 Lesermeinungen

  1. Oh je und diesen Beitrag im Liegen geschrieben?
    Weil alles weh tut?

    Ein bisserl verrückt… Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und wünsche Kraft durch Freude.

  2. Do you know where you are? Above 24,000, you're at the vertical limit, you're already dying.
    Fragen über Fragen:
    Don hat sich im Fahrradmarkt verspekuliert, braucht Geld und muss im Drittjob für die Tourismusindustrie arbeiten?
    Don operiert undercover für die nudging Abteilung der AFD und besetzt den Begriff „Heimat“ neu?
    Don wird von IMs der Gender-stiftungen gestalkt und musste ohne Handy, Uhr, Navi in der Bergwelt untertauchen.

    Whatever, im Oktober gehe ich in die Berge.

    • Wenn ich gewartet hätte, wäre es zu spät. Es wird inzwischen sehr früh und schnell dunkel. Es ging nur noch jetzt, und es gab die Wahl zwischen nichts schreiben oder alles.

  3. Nachfragen
    Was ist denn das für ein Giftbrühenzusatz in den Getränkeflaschen? Ich mach mir Sorgen…

    Sind Sie Schleusern der Linkspartei an der Grenze begegnet?

    • Keine Schleuser, das würde man kaum bewältigen.

      Das ist reiner, frisch gepresster Apfelsaft mit Quellwasser.


    • Apfelsaft? Auf dem Bild sieht das eher nach verdünnter Orangina oder einem Wasserzusatzpülverchen (z.B. Magnesium in Tüten) aus…

    • Fragliche Ästhetik
      Hiermit sei auch von meiner Seite aus empfinliches Befremden über das Quellwasserfoto mit Flaschenzier ausgedrückt.
      So eine schöne Quelle und so häßliche Wasserflaschen mit scheinbar giftigem Gebräu.
      Wer in der Nähe großer, fließender Gewässer wohnt, kennt den Anblick eines scheinbar sauberen Flusses, um dann bei näherer Betrachtung des in Flaschen abgefüllten Wassers sich eher in einer chemischen Farbenhandlung als in der Natur vorzukommen.

      Wie gut, dass Sie,lieber Don, den Ekelfaktor noch auflösen konnten! Dies beweist die Wichtigkeit der Kommentarfunktion.

      Die stille Bewunderung für Ihren Kraftakt bleibt Ihnen aber unbenommen.
      Nur: Übertreiben Sie es bitte nicht!
      Ich wünsche weiterhin noch viel Spaß bei der sportlichen Unternehmung.

    • Was ist denn das für ein Giftbrühenzusatz in den Getränkeflaschen?
      Die Urinprobe eines Profiradlers (Maglia Azzurra) anlässlich einer bedeutenden Bergetappe …

  4. Langsam werde ich neidisch
    Zunächst dachte ich mir, angesichts der anderen Beiträge und der permanenten Beschäftigung mit gesellschaftlichen Abgründen braucht es diesen Ausgleich einfach, um nicht vollends verrückt zu werden.

    Dann, beim Betrachten der wunderbaren Landschaft, die man selbst in der Hektik des Alltags (und des insofern falsch gewählten Berufes) ja überhaupt nicht mehr wirklich wahrnimmt, fiel mein Blick aus dem Fenster mal wieder auf mein frisch instandgesetztes und geputztes Fahrrad, welches mal wieder viel zu selten zum Einsatz kommt. Denn ganz ehrlich, wenn Zeit zum kostbarsten Gut wird, dann ist ein Fahrrad halt nicht unbedingt das geeignetste Fortbewegungsmittel – nicht in der Provinz.

    Seit Jahren nehme ich mir vor, mein Arbeitsleben in zwei, drei Jahren zu beenden, aber irgendwie sind es immer noch zwei, drei Jahre. Den Sprung in das Rentnerleben scheine ich einfach nicht zu schaffen. Aber vielleicht, noch ein paar dieser Reiseberichte, vielleicht …

    • Man kann ja mit kleineren routen beginnen, am wochenende. Früher hätte ich das alles auch nicht geschafft. Aber über die alten Männer hier werde ich nicht müde, erstaunt zu sein.

    • @ Meier
      „Seit Jahren nehme ich mir vor …“

      Holen Sie lieber nach, als sich länger was vorzunehmen/-machen …

      Fahl und kalt, tot und triste
      liegst du in der Bretterkiste
      beinahe alles hast versäumt
      und vom Leben nur geträumt
      Nun – noch vor dem Wurmgetier
      nagt die Reue schwer an dir
      darüber was du dir versagtest
      und gedankenlos vertagtest
      Sag ehrlich, war’s das wert
      dass einer in die Grube fährt
      und hat vom Leben nix gesehen
      als nur Plackerei und Mühen
      der die süßen Früchte ignorierte
      sich brav in Zucht und Arbeit fügte
      freudlos die geschenkte Zeit
      lustlos vertan in Unfreiheit
      Jetzt freilich ist’s zu spät
      die Lebenswiese abgemäht
      nichts ist auf ihr gediehen
      und nichts wird da mehr blühen
      als ob die Zeit stillstünde
      Schluss, vorbei, aus, Ende

      (du willst als Spukgeist dich re-inkarnieren?
      ha, man wird dich mitleidlos exorzieren!)


    • Schwierig, den inneren Schweinehund zu besiegen, wenn das Wochenende sich auf den Sonntag beschränkt. Und da ich Ihnen mehr als eine Dekade voraus bin … Na ja, ich will mich nicht beklagen, ich könnte ja auch anders.

      Womit ich dann bei dem gut gemeinten Rat von Dachiniera bin. Als ob ich mir das nicht selbst schon oft genug gesagt hätte. Aber der Geist der Pflichterfüllung und Verantwortung, nicht nur mir selbst gegenüber, läßt sich einfach nicht zum Schweigen bringen. Ich bin halt wie ich bin, wie ich sozialisiert wurde. In gewisser Weise eben ein Preuße, wie er im Buche steht.

      So, nun aber genug des sinnlosen Sinnierens, in zwei, drei Jahren …

    • @Dachoniera
      Heute Blumen gegossen
      Auf Opa und Oma und Oma und Opa
      Was da alles blüht
      Das Leben wird genossen
      Wie eine schräge Oper
      Die Ideenlampe glüht
      Das Helferlein schubst
      Den Alten in die Kiste
      Leichenbestatter dichten
      Die Lebensträume ab
      Wie eine Thekenschubse
      Setzen sie Haken auf die Liste
      Die Blumen sie richten
      Den Kopf nicht zum Grab
      Vom Leben nur geträumt
      Tun wir das nicht alle
      Am Ende wird aufgeräumt
      Alle Träume in die Falle
      Und die Enkel gießen
      Und die Blümchen sprießen
      Recken die Hälse zum Licht
      Und Opa und Oma und Opa und Oma
      Überleben im Gedicht
      Im DAFAZArchivkoma

    • @ Dulcinea
      Mei, die Dulcinea, noch eine Kunstfigur, die ihrer Verfasserin nicht vollkommen unähnlich ist?

      Bauerntochter, Schweinefleischpöklerin, kräftige Arme, Haare auf den Zähnen, gellende Stimme ?!?

      oder

      … goldene Haare, die Stirn ein Paradiesgarten, die Brauen gewölbte Regenbogen, rosige Wangen, Lippen wie Korallen, Zähne wie Perlen, kurz der „höchste Inbegriff von Schönheit, Gipfel und Vollendung aller Klugheit und Bescheidenheit, Rüstkammer der anmutigsten Holdseligkeit, Vorratshaus aller Sittsamkeit, Vorbild alles dessen, was es Ersprießliches, Sittenreines und Erquickliches auf Erden gibt“ ?!?

      Im zweiten Fall wenigstens, sehr angenehm und mit herzlichem Dank für die poetische Schilderung botanischer Wiedergeburtsperspektiven – aber, was mich betrifft … Dachiniera, biddsche, ned „Dachoniera“, weil letzteres erinnert irgendwie an pflegeanspruchsloses Friedhofgewächs, eine morbide Form von hate speech gewissermaßen

  5. Titel eingeben
    Wuensche schoenes „Ansaugenlassen“!


  6. Sehr schön! Das plane ich auch für den nächsten Sommer. Allerdings dann weiter durch die Dolomiten nach Asolo. Dafür braucht es dann ein noch etwas gröberes Gefährt für die Abfahrten und 9 Tage Zeit. Dieses Jahr habe ich mit zwei Freunden eine 7 tägige Alpenquerung an den Gardasee gemacht. War ein tolles Erlebnis. Der Gebirgskrieg hat kleine Militärstrassen hinterlassen die sich mit dem Bergradl ordentlich fahren lassen. Da kommt man noch direkter ins Gebirge als auf Asphalt oder der Forstautobahn.

    Viel Freude bei der weiteren Fahrt!

  7. Sklaven, Grenzen
    Werter Don!

    Seit 1140 sind die Tiroler keine „Sklaven“ mehr der Bayrischen Herzöge!
    Wobei Brandenberg, wie das Zillertal (von Salzburg) und das Unterland erst später vom Stammland dazukam.

    Der Ziller ist übrigens seit 740 immer noch ein Grenzfluss (heute zwischen den Diözesen Innsbruck und Salzburg). Er war auch die Grenze zwischen Bayern und Tirol. Diese Grenzverschiebungen waren nicht immer friedlich…

    Wünsche noch eine gute und sichere Fahrt! Ich freue mich auf weitere Photos!

    PS: Im Übrigen war es ein „deitscher“ Kleber bei den Wahlkuverts. Es fehlt halt wie all, überall an Fachkräften!

    • A deitscher Kleber, Pfeifendeckel !
      Im Falle eines Falles klebt UHU wirklich alles. Das konnte man vor dem Verramschen der Firma an die britischen Beecham-Gruppe bereits im Jahre 1971 so stehen lassen.
      .
      Aber zu sagen „ös Deitschen öös seids schuld“ is a wenig billig. Hobsd öös kaan eigenen Kleber? No memds doch a Mölpopp.
      .
      Ich hoffe darauf, daß ich jetzt die Ostmärker nicht beleidigt habe. Derart, daß es nichts mit der Heim-ins-Reich-Holung von Wien aus wird.

    • Huch? Fachkräfte?
      Die sind jetzt doch da, endlich.
      Vielleicht war die Stichwahl einfach zu früh?
      Oder die Österreicher haben sie einfach so gen Allemania ziehen lassen, statt sie gleich da zu behalten, um den richtigen Kleber zu produzieren?

  8. danke,
    verehrter don für diesen wunderbaren bericht. ich freue mich einfach, ihn zu lesen. er weckt erinnerungen an ganz ähnliche unternehmungen zu schüler- und studentenzeiten…

  9. Die Tour der Leiden geht weiter (auch für den Leser)
    Lieber Don Alphonso,

    In der voluptas dolendi scheint sich Ihr Begehren zu spiegeln, wie eine Art groteske Lustssuche, von welcher Sie im play Modus unablässig berichten als ob sich sich daran gewöhnen wollten dieses weiter einzuüben.

    Mögen Ihre lustspendenden Pneus Sie zu die höheren Erkenntnissen vibrieren lassen. Vielleicht hilft´s?

    Welch Privileg hierfür bezahlt zu werden.

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe ( objectbe.blogspot.com )

  10. Auf auf
    Auf nach Italien!

    Nach Italien fahr´ ich immer,
    Um dort wieder jung zu werden,
    Genieße jeden Sonnenglimmer,
    Zähl´ im Bade die Versehrten.

    Atmen, heißt das volle Leben,
    Mildes Licht wächst dort als Welt.
    Blick bleibt noch an Bergen kleben
    Drängt hin, wo die Gondel zählt.

    In Gewässern lebt Verderben,
    Doch auch die Meeresvielfalt.
    In grundsand´gen Muschelscherben
    Schwimmt Reichtum, den Gott erhalt.

    Paläste ragen aus den Wassern,
    Glänzen rotbraun, weiß im Licht.
    Bürger fliehen den Erblassern,
    In Mestre nehmen sie Gericht.

    So kehren wir mehrmals hierher –
    Und kehren nordwärts gern zurück.
    Italien gibt uns immer mehr,
    Doch nordwärts geht der stete Blick.

    Wir mögen zwar das Essen, Trinken,
    Die Atmosphäre hier, das Meer,
    Und wenn die Winter eisig winken,
    Zieht es uns rascher wieder her.

    Wie Zugvögel verlassen wir
    Im Herbst die kühlen Nordgestade.
    Erst südwärts dann verleben wir
    Den Urlaub mit dem schönen Rade.

    Gelebt wird dauerhaft im Norden,
    Die Lebenskraft gibt uns der Süden.
    So pendeln die Teutonenhorden
    Dorthin, wo aufwachen die Müden.

    Hans Hartmut Karg

  11. Mit Aldi über die Berge
    Hallo Don,

    Sie schreiben Texte und ich bekomme eine seitengroße Aldi-Werbung vor ihrem Text eingeblendet. Und kann sie nicht ausblenden, kein X zum schließen. Nach mehrmaligen Neuladen der Seite kam das blöde Ding dann nicht mehr. Ich verstehe, nichts ist umsonst und das ist jetzt der Preis, den die FAZ von mir verlangt. Ich hatte den Adblocker auf den Blog-Seiten der FAZ mal deaktiviert, ein Fehler, wie ich gerade merke.

    Fiese Sache. Grüße aus Frankfurt,
    Doctor Snuggles

  12. "Früher...
    …da hät ich das auch alles nicht geschafft.“
    Freut mich zu hören. Als Flachlandtiroler, etwas die Isar runter, bin ich die dicke Anstiege noch nicht gewöhnt. Das hab ich jedenfalls bemerkt, wo ich neulich am Tegernsee rumgefahren bin und es an der Mangfall derb bergan ging.
    Jaja, mühsam ernährt sich das Eichhorn.

    Dann no vui Spass und an entspanntn Weg nunter nach Italien.
    Drink an Chinotto fir mi mit.


    • Chinotto, ha, ha, ha!
      Das fand beim neulichen Italienurlaub nur wenige Freunde. Die Kinder betitelten es als „Medizin, bäh!“, ich fand, es wirke wie eine Art nicht ganz geglückter Kräuter…
      Aber man muß es natürlich mal probiert haben, so wie die Tangerinen vom Tangerinenbaum.

    • @colorcraze
      „Jo mei, bled glaffa“ sagt man in Bayern dazu.
      Ok, Dialekt beiseite.
      Chinotto ist ein alkoholfreier aperitivo,
      wie Crodino, San Bitter, usw.
      Bitterorangengetränke sind nicht jedermans Geschmack.
      Als Kind hät ich dies bestimmt auch nicht zu schätzen gewusst.
      Wenn man als Erwachsener Campari oder Aperol mag, ist der Geschmack nicht weit davon entfernt.
      Es kommt aber wie immer darauf an,
      von welchem Hersteller es ist.
      Da gibts, was ich zu meinem Leidwesen erfahren musste, himmelweite Unterschiede.
      Der „Originale“ (es wird darüber gestritten) ist jedenfalls sehr gut.


    • Wir kamen dazu, weil es neben Lemonsoda (die wir alle sehr schätzen) auch noch Oransoda und Chinottosoda im gleichen Regal gab (wobei man keinesfalls die großen Plastikflaschen kaufen sollte, die haben einen unangenehmen Nachgeschmack, sondern die Blechdosen, die sind gut).
      Den Chinotto-Aperitiv kenne ich also noch nicht.

      Noch ein Tipp für nächstes Jahr: Lemonsoda haben fast alle Pizzerien und Ristoranti, man muß nur danach fragen. Denn auf der Karte steht immer nur das öde Konzernzeug. Lemonsoda schmeckt aber unvergleichlich viel besser!

    • Almdudler!


    • Almdudler hab ich schonmal probiert – das gibts hier in Berlin ab und an irgendwo – und für nicht kaufenswert befunden. Mit Faßbrause kann ich mich genausowenig anfreunden.
      Aperol mit Prosecco und Eiswürfeln (Spritz) ist hingegen genau das richtige für einen Nachmittag im Schatten bei 30°, und danach essen.

  13. Luftlinie
    Bin mal vom Salzburger Land mittels Wanderkarte auf dem „kürzesten Weg“ heimgeradelt (hinter M) . Frag mich nicht, was mir das an Höhenmetern eingebracht an. Auf der Wasserburger Landstraße musste ich an einer roten Ampel anhalten und bin dann einfach umgefallen, weil ich vor Entkräftung vergessen hatte, die Schuhe aus den Pedalen zu haken. Trotzdem: Das sind die Touren, die im Gedächtnis bleiben.

  14. Titel eingeben
    pfarrer hirn ich erfuhr dass es sich um ein oberösterreichisches unternehmen handelt mit dem kleber lt. bka

    aber danke für die mitnahme in kühle frische bergluft gute hin-und heimreise

  15. kdm
    Kein Wunder, dass Sie keine Zeit haben, mal den Kommentarbereich im „rebellmarkt“ auszumisten.

  16. Ausrüstung
    Auf die Gefahr hin, dass dies schon einmal beantwortet wurde:

    Lieber Don, was sind das denn für tolle Gepäcktaschen und auf welchem Gepäckträger sind sie montiert? Wunderschön sieht das aus und würde meinem Randonneur sicher auch gut stehen.

    Wünsche noch viel Wadlkraft!

  17. Blick auf den sreizehnten september
    Symbolbild Radfahrer auf dem Pfitscherjoch. Ein alter weisser Mann fährt auf den Bergpass weil da rben ein Weg auf den Pass ist.

    ht tp://res001.gps-tour.info/redx/tools/mb_image.php/gid.8/file.y636263cc65808ea2514664a75e28aba9f55628f823cd7c435c267285381f2388f09f8e6fcd046cc8d412c61961cd770bfc2314636263/P1030375.jpg

  18. Eine Frau Stokowski...
    …vermarktet beim Spiegel ihr Buch, indem sie schreibt, wie schwer es ist, ihr Buch zu vermarkten. Höhö. Na, beim Spiegel geht sowas. Da geht alles.
    .
    Schön allerdings auch, dass die Dame ihr Buch final in die Pfanne haut, indem sie sagt, das Schreiben sei ihr leichter gefallen als das Vermarkten.

  19. Titel eingeben
    Klingt nach einem guten Leben. Da hat man gern Teil. das von Claudia Roth, Frau Kahane, Herren Trittin bis Bütikofer geschweige denn Merkel bis Uschi VdL dünkt dagegen freudlos bis verhängnisvoll. Sie sind der gelungene Antipode zu Jacob Augstein. Auch ein Erbe – aber von der freudlosen-fraktion. Allez!!

    • ich denke mal ...
      der Don hat mit Absicht ein paar Bomben platzen lassen.
      Seitdem müssen die staatsnahen Spaßbremsen diverser Stiftungen hier mitlesen und werden mit ebenso seitenlangen wie diskrimiminierenden Demonstrationen ungebremster Lebensfreude gequält. So was gemeines.

    • Die sind nach der Wahl in Berlin wieder fällig. Dann schauen wir mal, ob Schwesig sich noch traut, Linksxtremisten staatlich finanziert auf Kids loszulassen.

  20. Glückwunsch
    Ein Lesevergnügen! Und Ihre tolle Leistung scheint auch zu fortgesetztem Fahrvergnügen zu führen! Wunderschöne Bilder- man möchte in der Satteltasche mitfahren.

  21. Instalhineinstürtz
    80 km/h. Alle Achtung. Habe bei 60 vor Angst abgebrochen.

    • Eine Kunstfigur kann das
      … Don Alphonso ist eine Kunstfigur, die ihrem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist. … Ich nehme an (hoffe sehr) der Verfasser fährt etwas langsamer (vorsichtiger) ;-)
      PS Ich konnte keinen Tacho entdecken …

    • Ungefähr bei 90-112 KM/h tritt bei den bei uns hier in Deutschland üblichen
      Bergneigungen hinunter ins Tal im allgemeinen kein weiterer Geschwindigkeitszuwachs mehr auf. D.H. Luftwiderstandskraft und Hangabtriebskraft befinden sich in Waage. Der große, gesuchte Vorteil: Man muß nicht mehr bremsen, könnte praktisch unendlich lange gradeaus an so 8% -10% Gefälle bergabrollen ohne auch nur ein bißchen Bremsbelag zu verbrauchen. (Schön gesagt, diese Sparsamkeit durch Anwendungsklugheit, nicht?) Aber ein Halstuch sollte man haben für die Mandeln, bald wichtiger noch, als einen Helm. Und unten, wo es flach wird, ganz einfach ausrollen. Und ein paar kleine, berührungslos messende Temperatursensoraufnehmer an die Radnaben, die Temp.-Entwicklung nebenbei mitprotokollieren. Die Radlager auf lange Rolldauer bald eher der Flaschenhals, als unsere modernen high-end Contireifen fürs Bike.

      Man solte heute halt evtl. nicht allzuweit hinter die Geschichte zurücktreten, schon der Weg zum Mond führte über viele Abstürze. („Vermutlich alles nur Neurotiker gewesen damals, die das mit den tiefdunklen Abgründen ihrer bösen Seelen so suchen mussten?“ Hurz.)

      http://tinyurl.com/z89vuoj ab ca. Minute 1:02 http://tinyurl.com/jxb7urd

      Ist die Geschwindigkeit erst einmal akzeptiert, fährt sichs völlig ungeniert, Und jeder wie er will oder möchte.

    • Das Pfitscher Joch runter könnte man schnell werden, aber ich habe heftig gebremst, ich feiges Huhn.

    • 87 kmh geht sogar mit nem Mountainbike ....
      …. aber dann muss man wirklich ganz wild kurbeln. Da ist der Sturz nicht weit und was danach folgt, darüber entscheidet nur noch die Aufschlagfläche …
      .
      Ist mir egal, ich mag es mit eigener Muskelkraft zu rasen … ob am Radel oder auf den Ski. Blos den Sportwagen und das Moped fahr ich meist sehr langsam . Komisch oder nicht ?

    • Uijuijui, sind die Befürchtungen von Object Be etwa berechtigt gewesen?
      Verrücktes Huhn? Lieber Don, Sie werden doch hoffentlich keine Geschlechtsumwandlung durchs Radeln erfahren haben müssen.

  22. "And where the road then takes me...I can not tell"
    Hat im Ernst Tolkien-Sehnsuchtsqualität. Poesie macht Mut. Danke für die Erinnerung!

  23. Bravo! (wieder einmal)
    Auf solch kleinen Straßen weiß man Sie lieber unterwegs, als zwischen schlechten Autofahrern auf großen Paßstraßen.

  24. Gute Fahrt und danke für die schönen Berichte!
    Geben Sie bitte gut auf sich acht und angenehme Reise!

    Man freut sich schon sehr auf die Beobachtungen, z. B. der schönen Orte am Wege oder wie die der Leopardin auf dem rosa Dreirad.

  25. Macht an einer Stelle fast den Eindruck eines, hüstel, "umgekehrten Tannhäuser-Erlebnisses"?
    „Wenn stets ein Gott genießen kann, bin ich dem Wechsel untertan“ – und der Theorie nach war es Hugo Riemann, ja, der, der die Melodien analysierte.

    „Aber von vorne beginnt etwas zu ziehen, die hoch aufragenden Berge haben scheinbar eine magnetische Kraft. sie saugen mich auf. Es wird dunkel, es wird finster. Es könnte angsteinflössend sein.“

    Aber nein, wer wird den nur, also Angst haben, drinnen wartet doch nur unsere gute, alte preussisch-evangelische Bergvenus mit unendlicher Zuneigung, nie endenwollender, vollkommen aufgeklärt und immersauber.

    Wer strebend sich bemüht, den wollen unsere Frauen heute gnädig ganz erlösen.

    Aber Tannhäuser war stark, daher kam ihm die Angst endlich doch nur im Konjunktiv, die Selbstvergwisserung war ihm dauerhaft eingebaut, grad so wie anderen Bergverzauberten: das schlechte Los und das Falsche ziehen am Ende immer doch nur die anderen, „wir aber nicht“.


  26. Lieber Don Alphonso, bei der Lektüre der heutigen Beschreibung Ihrer Bergtour, hatte ich eine Gedankenassoziation zu „Wilhelm Meisters Wanderjahre“, das Werk von Goethe, das ich am meisten schätze und am liebsten lese, und hatte ähnliche Bilder im Kopf über die Berglandschaften wie damals, als ich dieses Meisterwerk das erste Mal las. Und siehe da, im Kapitel „Die Flucht nach Ägypten“ fand ich eben auch ein passendes Zitat für Sie:
    „Er stieg aufwärts und verspätete sich dadurch den Sonnenuntergang. Das himmlische Gestirn, das er mehr denn einmal verloren hatte, erleuchtete ihn wieder, als er höher trat, und noch war es Tag, als er an seiner Herberge anlangte. Nochmals erfreute er sich der großen Gebirgsansicht und zog sich sodann auf sein Zimmer zurück, wo er sogleich die Feder ergriff und einen Teil der Nacht mit Schreiben zubrachte.“
    Und hier noch eines aus dem Kapitel „Sankt Joseph der Zweite“:
    „Überhaupt hat das Gebirgsleben etwas Menschlicheres als das Leben auf dem flachen Lande. Die Bewohner sind einander näher und, wenn man will, auch ferner; die Bedürfnisse geringer, aber dringender. Der Mensch ist mehr auf sich gestellt, seinen Händen, seinen Füßen muß er vertrauen lernen. Der Arbeiter, der Bote, der Lastträger, alle vereinigen sich in einer Person; auch steht jeder dem andern näher, begegnet ihm öfter und lebt mit ihm in einem gemeinsamen Treiben.“

    Ich freue mich auf eine Fortsetzung der Bescheibung Ihrer schönen, abenteuerlichen Bergtour und wünsche Ihnen eine gute Weiterfahrt!

    • Sie werden lachen: Ich war heute genau zum sonnenuntergang oben auf dem Gipfel. Vielen Dank für das Zitat!


    • Soso, bei Sonnenuntergang auf dem Gipfel.
      D.h. den ganzen Weg runter auf unbekannter Strecke im Dunkeln. Da kann ich nur sagen: bremsen Sie. Bremsen Sie, auf eine Stunde länger im Sattel kommts nicht an. Aber wenn da ein Schlagloch den Lenker verreißt oder Rollsplitt zum Ausrutschen führt, wars das. Weil da erst in einer Woche mal wieder wer vorbeikommt. Also bremsen Sie, ja?

  27. ja! es sieht wirklich sehr schön aus... umd ohne die Deutschen...
    hier in Italien in der Lombardei ist es auch am schönsten, wo keine Deutschen sind… was aber nicht nur für die Deutschen gilt, sondern auch für Holländer und Belgier gilt, also quasi für alle Touristen…

    • hier ist gar niemand. Also wirklich niemand, bis man nach Pinegg kommt. Ganz seltsam fühlt sich das an. Passieren sollte besser nichts.

  28. Danke,
    das liest sich wirklich sehr romantisch.

  29. nur nette Leute heute !
    heute keine weiteren kommentare, die ERZHERZOG JOHANN STRASSE auf den Sölkpass hat mich geschafft, dort oben kein Augstein, keine Frau Stokowski, keine Mrs.Dr. Strangelove, keine Mrs. Stasilette, keine Barbie, die Liebe Frau weitweg, handy tut nicht, fernsehen schlecht, also auch keine Frau Slomka……….also ein gelungener tag !
    grüsse mit einem gutgelaunten Rad Heil !

    • Danke – bei mir auch nur nette Leute und schäne Kühe.

    • Auch auf die Gefahr hin,
      die saumselige Radlerruder-Plauderrunde zu derangieren, so weise ich darauf hin, verehrter Django, daß man den Tag nicht vor dem Ende des darauf folgenden loben solle.
      .
      Uns steht immerhin eine wichtige Rede des leitenden Beamten der EU, in Gemeinschaft mit seinem Ministre des Affaires étrangères. zgl. leitende Steuerpiraten ihres Fleckchen Erde zwischen Ardennen und Eifel ins Haus. Gewürzt wird das ganze mit dem Vorschlag Watschenbaums, die Ungarn von der EU-Geographie zu entfernen.
      Das ganze soll sich unter „Rede zum Zustand“ der EU deroullieren. Übrigens sehe ich beim Mutterkutter keinerlei Hinweis darauf, nun gut, man hat ja noch den gefallenen Kaiser und ein wenig Benedetto abzuarbeiten.
      .
      Der Club of Rome indessen warnt in weisem Vorausblick die Europäer vor weitem Kindersegen. Ich vermute mal, daß Brüssel angesichts des uns aus Vorderasien und Afrika zufliegenden Kindersegen eine „ein Kind Kampagne“ nach chinesischem Muster ins Rohr schiebt. Müsste da nicht, angesichts der Präferenz der Zufliegenden für Deutschland, Berlin schon mal in Vorleistung gehen ?
      .
      Noch vor Tagen war, ganz kurz, Frau Simon hatte es gar nicht mitbekommen, das böse Wort „Opferung der LF aus Parteiraison“ bei Don Arbeitgeberin aufgeblitzt. Wie gesagt, nur ganz kurz-und wieder vermute ich, daß Seibershausen ebenso schnell reagiert hatte.
      (DdH)

    • Das ist halt der Hass derjenigen, die erst alles falsch machten, auf denjenigen der nicht so doof war. Auch wenn es unschön ist.

    • DdH, das habe ich echt verpasst
      und wenn ich den von Ihnen angegebenen Titel kugel, kommt nix. Haben Sie sich den Link gespeichert? Anscheinend ist das ganz und gar von der Bildfläche verschwunden… Sind wir wirklich wieder soweit?

  30. liebe deine Füße wie dich selbst, sofern möglich
    Nicht nur Wanderer, auch Berge durchquerende Radfahrer haben,
    wie übrigens jeder andere auch, Füße.
    Eine echte Leibeigenschaft: wirken wie selbstverständlich.
    Halten einem auch bei größter Ignoranz die Treue und
    machen echt viel mit.
    Man kann sie eine Weile sogar mit ganz fiesen Strümpfen und noch mieseren Schuhen beleidigen.

    Ein einigermaßen gutes Verhältnis zu seinen Tretsklaven erlangt man indes schon bei kleinen Aufmerksamkeiten. Wenn man beispielsweise eh eine Pause an einem Gebirgsbach macht. Ein kleines Fußbad wirkt stets positiv, strahlt zurück in die Vertikale, bis hinauf in sich aufhellende Gesichtszüge.

    Aaah! Oooh!

    • Der Gebirgsbach, an dem ich heute war, kam aus einem Gletscher und war aberwitzig kalt. Dafür habe ich heute 2 Stunden auch geschoben und Rad getragen.

    • Don, Ginzling ist ja sehr schön, aber das folgende Bild
      ist von einer Düsternis, die einen depressiv machen könnte. Wieder eine Gegend ohne nennenswerte Vegetation, da sein Rad schieben oder gar tragen zu müssen stelle ich mir ganz schrecklich vor.

      Fahren Sie nachher das Penserjoch hoch und auf der gleichen Seite wieder runter Richtung Brenner und Patsch oder wie muss man sich die Tour vorstellen?

  31. ah, noch die frage wie die lage in Austria ist !
    es soll ja wieder sog. probleme mit irgendwas geben, aber alles halbsoschlimm, also wie ist die lage:

    hoffnungslos, aber nicht ernst !!!!!!

    der topfenstrudel mit vanillesosse ist gut wie eh und je !

    dies als bericht aus erster hand !

  32. Intermezzo
    Ich bin der große Gaukler Vauvert.
    In hundert Flammen lauf ich einher.
    Ich knie vor den Altären aus Sand,
    Violette Sterne trägt mein Gewand.
    Aus meinem Mund geht die Zeit hervor,
    Die Menschen umfaß ich mit Auge und Ohr.

    Ich bin aus dem Abgrund der falsche Prophet,
    Der hinter den Rädern der Sonne steht.
    Aus dem Meere, beschworen von dunkler Trompete,
    Flieg ich im Dunste der Lügengebete.
    Das Tympanum schlag ich mit großem Schall.
    Ich hüte die Leichen im Wasserfall.

    Ich bin der Geheimnisse lächelnder Ketzer,
    Ein Buchstabenkönig und Alleszerschwätzer.
    Hysteria clemens hab ich besungen
    In jeder Gestalt ihrer Ausschweifungen.
    Ein Spötter, ein Dichter, ein Literat
    Streu ich der Worte verfängliche Saat.

  33. Kleineerinnerung an den Ungeliebtenbisgehasstenschulmathematikphysikunterricht gefällig?
    „Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die gerade Linie.“ bedeutet bezüglich eines Kreisähnlichenschnittes durch den Rotationsellipsoidenerde sowas:

    http://www.lukas-krumnacker.de/Mathematik/Kreis-und-Winkel/Sehne-01.htm

    Also: Vor der Nächstgeplantenkurztour erst einen Sehnentunnel bohren! (Keine Bange, Sie werden auch beim Dortdurchfahren spätestens während etwa des Letztendrittelsdergesamtstrecke kräftigstrampeln müssen!!)

  34. Tut schon beim Lesen weh, irre,
    aber morgen früh aus den Federn. Sonst passen Sie unsere Kandidaten noch am Kirchplatz ab und nötigen Sie zum Bergkameradenfoto.
    PS: unsere Wege sind ja auch nicht für Heroen wie Sie gedacht, die wie eine gesengte S… mit 80 durch den Wald bretteln und das Wild verscheuchen ;)

    • Ich habe brav gebrenmst.

      Die Kandidaten treten hier kaum in Erscheinung, und das ist auch fein so. Wer will schon solche Typen in so einer Landschaft sehen?

  35. Scheußlich
    Vergessen, übersehen und einfach schön, solche Ecken habe ich auch am liebsten. Man findet sie an unerwarteten Stellen, eignet sie sich an, ist dankbar und spricht nicht viel darüber. Aber bergauf fahren finde ich die Hölle und das bergab fahren entschädigt mich überhaupt nicht dafür, man will erst Schwung holen, wird zu schnell, muss doch wieder bremsen und keucht immer lahmer wieder hoch ohne Blick für die Umgebung, den Blick nur stur auf die Ansteigung gerichtet. Am Ende ist man völlig kaputt. Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen, bis aufs landschaftliche und das Radeln an sich und Irrsinnspläne, wo man doch noch weiter fährt oder doch den Weg fährt, wo man erst nicht so recht weiß, aber nur so findet man ja auch die Ecken, und nicht im Umland-Radlführer. Wegen mir halt auch gern ohne Berge, auch wenn ich mal eine ähnliche Diretissima in die Schwarzen Berge gefahren bin inkl. Elbquerung per Fähre und es waren nur so 25 km, aber dafür stur Süd auch durchs Gestrüpp und durchs Industriegebiet vorher. Jedenfalls sind mir diese Schwarzen Berge schon zuviel, und es handelt sich dabei eher um eine Art Hügel, abgelegene Alpenpässe werde ich sicher nicht beradeln. Begegnet man dort nicht auch Hirschen, Wildschweinen und Wölfen? Das mag ich hier ja wieder, um eine Ecke biegen, und 5m weiter steht das Reh und kuckt, und man selber kuckt auch, beide etwas verdutzt und erschrocken, und dann läuft es davon. Wie ein Wildpark ohne Zaun. Und dann denkt man wieder: Jetzt blos keinen Platten, hier draußen.

    • Ich möchte auch erfahren, was alles noch geht. Was macht der Körer mit, was nicht, wo ist die Grenze. Keine ahnung, warum mich das zufrieden macht – nötig wäre es nicht. Und wenn ich wo hochkeuche, verstehe ich auch nicht, warum ich das tue.

    • Gefühlt nicht mehr können und dann läuft es besser und besser ....
      ….. ging mir ähnlich als ich in Arth angekommen war und nach Ecce Homo hoch fuhr. Plötzlich überholte mich kurz vorm Anstieg ein Radler mit topmodernstem Gerät. Da war er geweckt, der Ehrgeiz und ich heftete mich auf meinem ollen Edelstahl- Bergrenner an seine Versen. Ich hab nicht aufgegeben, wenngĺeich ich gestehen muss, dass ich das ohne ihn nie geschafft hätte – da hätte einfach mein Wille gefehlt.
      .

      Es ist bei aller Kapitalismuskritik doch einfach so, dass uns jeder der etwas besser kann zur weiteren Höchstleistungen antreiben wird…

    • Körpereigene Endorphine machen glücklich und die Landschaft, die man nach ...
      … der ganzen Plackerei von oben betrachten darf. Ist mir oft nicht Belohnung genug,
      erst nach
      „4 Bier und ich bin hier“
      Gings piano piano weiter ….

    • @ Mühen der Ebene, ganz genau,
      denn sollte mich das schlechte Gewissen, den ökologischen Fuß per Abdruck im Genick oder eine nicht ausgewogene Kalorienbilanz zum Schweizer Wurstsalat mit drei Distelhäuser Hefeweizen des Vorabends den Plan fassen lassen, per Bicicletta hier aus der Faubourg in Strobl´sche Stadtzentrum zu fahren, so überlege ich mir schon Tage vorher die Strecke. Dabei durch Baustellen und die verschiedenen Ziele (Baumarkt, Bank, VHS, Buchhandlung, Kultbäckerei…) variierenden Strecken mit einbeziehend.
      .
      Die kleinste Steigung wird, wenn möglich, vermieden. Über die Schaltstufe 5 komme ich auch selten hinaus. Dabei nütze ich schamlos sogar natürliche Flußgefälle in der Topographie aus. Also, von Heilbronn nach Mosbach immer-umgekehrt nimmer. Wozu gibt es denn die, vom @ Djangohatnemonatskarte übrigens in der tiefen Provinz nördlich Schduegard nicht vermutete S-Bahn?

    • Abneigung Steigung
      Oh ja, vieles ist vermeidbar. Topographische Karten mit Höhenlinien und allen Feldwegen 1:25000 sind da immer sehr geeignet. Wobei meine nur wenig Auskunft über die tatsächliche Wegbeschaffenheit geben, und nicht ganz aktuell sind. So kann der Weg auch vor 10 Jahren zur Wiese erklärt worden sein, oder untergepflügt, oder es handelt sich nur um die tiefen Spuren irgendeines monströsen Forstfahrzeuges im Wald, die sich hinterher noch mit Wasser und Mückenlarven gefüllt haben, dann schiebt man eben mal nebenan querfeldein durch den Wald, den man so nachher auch in der Schaltung hängen hat, aber es ist immer noch angenehmer als das. Das sind dann immer so die Wege, die der ADFC eigentlich nicht mehr empfiehlt, aber für einen Mountainbiker ist es noch zu langweilig und eben. Auf der letzten Tour gab es kurz nach Sonnenuntergang eine riesige Nebelbank aus einem Horrorfilm im Moor, da musste man durch, war plötzlich drin, man sah kaum was, gerade so den Weg im Licht der Lampe (die Sigma Roadster, gerade mal ausreichend in der Finsternis außerhalb der Stadt), dafür meldete sich von links die größere aufgeschreckte Tierwelt akustisch und wollte einen wohl mal ein Stück begleiten oder den Weg abschneiden. Andere Menschen waren da nicht, die nächsten 4, 5km. So gefällt es mir, weshalb ich ich auch ein ähnliches Crossrennhybrid, mit robusteren Reifen, normalem Lenker und Schutzblech und Gepäckträger fahre, das auf ersten Blick recht bieder und harmlos wirkt, aber auf Straßen davonflitzt und auch in der Wildnis noch munter rollt, ich bin ja auch kein Mountainbiker und will da ja nur entlang, aber nicht brettern, behutsam. All das immer gerne. Aber bitte keine Steigung! Es ist aber wohl auch eine Frage der Gewohnheit, wenn die Landschaft nur noch aus Steigungen besteht, kommt man ja gar nicht drum rum. In der Ebene entscheide ich nach Facon und Wegbeschaffenheit, wie schnell oder mühselig oder beschaulich es vorangehen soll, der Radsport ist da eher eine Komponente von vielen, die das Gesamterlebnis ausmachen. Und auf meine 60, 65 km Tagesstrecke komme ich auch eher aus Versehen als durch selbstauferlegten Leistungsdruck, so viel ist es ja auch nicht. Gerade genug, dass man es schon spürt, und schon ziemlich herumkommt, viel weiter als man sich anfangs vorstellen konnte. Das sind dann auch Grenzen zum Überschreiten. Man könnte ja auch mal bis zum Meer radeln. Zwei Etappen draus machen. Habs noch nicht probiert. Andere machens an einem Tag. Wär mir zuviel. Ich habe dabei festgestellt, dass es außerhalb der Städte eigentlich fast überall interessant ist oder sein kann, wenn man nur genau hinsieht. Man sollte sich nur von den großen Verkehrsadern und Neubaugebieten fernhalten, aber auf den Satellitenbildern von Google, und nicht in den Tourismusführern, findet wohl jeder seine kleine vergessene Wildnis für solche Exkursionen in der Nähe.

    • Eingehegtes Abenteuer
      Aber sämtliche Bahnhöfe der ganzen Gegend hab ich mir im GPS vorsichtshalber auch mal abgespeichert. Im schlimmsten Fall muss man mal 8-10 km schieben, und dann gehts heim. Schlauch und Pumpe nehm ich auch mit. Da bewundere ich ja den Don: Bei solchen Anstiegen ist ja z.B. schon eine ziemliche Belastung auf der Kette, die kann auch mal reißen, oder es legt einen blöd hin und dann ist eine Felge verbogen. Oder beides. Und dann? Der ADFC kommt dann ja nicht.

  36. Tausche Geröll gegen Achensee
    Also ich würde ja nie die Fahrt am Ufer des Achensees gegen Geröll und Nadelbaum eintauschen.

  37. Sklaven
    Ja, die entlaufenen Sklaven sind halt harte Burschen und haben entsprechende Straßen und Berge. Richtige Berge, nicht so wie in Bayern. Und mit den Bergen ist nicht zu spaßen. Das ist mühsam für bayerische Weicheier.

    • Ich glaube, die harten Sachen machen hier mehr die Deutschen, während die Einheimischen das alles sonderbar finden. Österreicher meinten, ich sollte hete in eine Schutzhütte, statt 35km bergab durch die Nacht zu fahren.

    • Vermutl. haben die Einheimischen recht
      oder haben Sie eine gute ! Wegausleuchtung am Rad?

      Meist wissen die Leute, die da wohnen, was alles so im Verlauf der Jahre auf der Strecke passiert ist…

    • Beide Tage waren ganz klar überambitioniert für diese Jahreszeit.

  38. respekt
    Das ist ja eine hammerharte Tour. Respekt.

  39. Auf Sohlen der Abrisskante und der Flusssohle entlang
    Zu Fuß vom Forsthaus Valepp der Abrisskante der Ache entlang und später der Flusssohle entlang gen Inntal sind wildromantischer als jedes Stück Teer und Forstwege. Schmuggelwege der Schönheit.

  40. Weiter so
    Super Artikel und tolle Fahrt! Freue mich auf die Fortsetzung!

  41. Endlich mal ein vernünftiges Rad
    vllt. gar CroMo? Oder doch wieder nur Älu?

    Beneidenswerte Tour, aber wenn ich ihre Radtaschen sehe, aus denen die Sachen fast rauspurzeln, dann graust es mich (und ich bin früher selbst mit BW Kampfrucksäçken als Radtaschen gefahren)

    Wenn überall da wirklich so wenig Verkehr wie auf den Bildern ist, dann fahre uch das auch nochmal!

    • Nein, Alu. Da ist es nicht so schlimm, wenn es einen Kratzer hat.

      Ich fahre am liebsten mit kleinen, aber vollen Taschn. Das hat sich insgesamt sehr bewährt.

  42. Hallo privilegierte FAZ leser
    Don ist gut angekommen und schreibt.

    auf Twtr gab es wenig und erst vor 6,7 minuten.

    Gratulation und Gut dass Sie aus Mordor wieder wegkamen

  43. Tolle Tour!
    Ich bin die Tour vom Tegernsee zum Gardasee als ich noch jung war (<60) auch schon zweimal gefahren. Schöne Strecke! Werde ich auch wohl nochmal unter die Räder nehmen. Man sollte aber ein gescheites Bergfahrrad (Fully) nehmen – gerade für das Bergaberlebnis. Dann macht es mehr Spaß.

    Es geht auf jeden Fall nichts über das Gefühl, die Alpen mit der eigenen Muskelkraft überquert zu haben.

    Viel Spaß weiterhin!

  44. Geschoben und getragen
    Sollte ich mal in Oberverschleißheim beim IVECO fragen, ob sie einen Assistant-Truck ausgeben für solche Fahrrad-Leistungskurse? Die Dinger stehen seit der Dakar-Rallye in Südamerika (die IVECO gewonnen hat) hier nutzlos herum. Als CE-Fahrerlaubnis-Inhaber täte ich mich auch als Chauffeur andienen ohne Verlangen nach Entschädigung, weil die Regelaltersgrenze habe ich bereits erreicht. Wäre also umsonstig.

  45. Vorschlag
    Lieber Don,
    Tolle Tour, ich hab es direkt auf der Karte verfolgt. Wenn noch Zeit bleibt empfehle ich einen Abstecher in den Zillergrund. Geht von Mhofen links ab. Das ist ein atemberaubend schönes und einsames Tal, und vergessen vom Mayrhofen Tourismus. Wird jetzt aber schell dunkel, da kaum Sonne ins Tal kommt. Hatte erst erdacht, Sie waren dort, aber Brandberg ist eben nicht Brandenberg.
    Weiterhin gute Fahrt Und vielen Dank für das posten der Fotos und den gelungenen, humorvollen Text.

  46. Nach Sterzig mit dem Rad?
    Welche Route haben Sie genommen? Gibt es da was anderes als Zurück und dann über den Brenner?

    • Eine Naziband. Ich bezog mich aber auf die sehr viel bekannteren „Zillertaler Schürzenjäger“, die auch in meinem Frühstückssaal liefen. sie müssen nicht immer gleich braus sehen.

  47. Canti
    Das werde ich in diesem Leben nicht mehr verstehen: was so gut an Cantilever-Bremsen sein soll. Ist es nur die Optik? Habe die früher nie brauchbar eingestellt bekommen. Egal ob Felge oder Scheibe, bei mir gibt’s nur noch Hydraulik (außer am Rennrad natürlich)

    • Ich hatte mit Seiben immer Probleme. Cantis sind verschleissarm und jederzeit leicht zu reparieren. Allerdings komme ich auch aus einer Zait, als man nichts anderes hatte.

    • Bremsentypen
      @Gast
      Lesen Sie mal den wiki-Artikel dazu.
      Cantilever oder V-Brakes haben den unbestechlichen Vorteil, daß die Speichen nicht hoch belastet werden beim Bremsen. Außerdem ist der Umfang größer als bei zentralen Scheiben, damit das Temperaturproblem geringer.

      Und Hydraulik
      Ich habe einige Räder und an dreien Hydraulische Magura (Felge u.Scheibe), ein Rad hat Avid BB7-mechanisch über Bowdenzug.
      Da ich die Arbeiten (Entlüften etc. ) selber mache und das inzwischen auch gut kann, sehe ich DAS nichtmal als Kriterium gegen Hydraulische.
      Aber wie wollen Sie die unterwegs richten, wenn Sie irgendwie dummerweise einen Ölverlust haben?
      Einen Bowdenzug habe ich immer dabei, aber Öl?!

    • Canti
      @PF und DA
      Also ja, das meinte ich eigentlich: hatte immer alle Familienräder, die mit Canti daherkamen, auf V-Brakes umgerüstet. Sehen halt irgendwie immer etwas klobig aus. Und klar, eine Felgenbremse würde ich bei jedem Rad außer für Matsch-MTB der Scheibe bevorzugen; aber dann halt Magura. Pannenprobleme irgendeiner Art hatte ich bisher noch nie so richtig, weshalb ist das bei mir eine sekundäre Sache ist. Ändert sich natürlich nach der ersten schlechten Erfahrung.

  48. Bild 3
    Exzellente Lösung um auf historischem Beton der Organisation Todt und Arbeitsdienst, zwischen Huflattich und altem Buchenlaub das „Steckerl“ zu umgehen. Meinen Respekt.
    (DdH)

  49. Es reicht
    Ich finde die vielen Berichte über die Alpenüberquerungen nicht mehr lustig.
    Immer neue Höchstleistungen.
    Der Hausherr wird immer fitter und ich immer lahmer und dicker; aus lauter Frust darüber bewege ich mich noch weniger und der Teufelskreis hat mich fest im Griff!
    Also bitte jetzt wieder mehr Berichte über Torte und Musikverein!

    • Das ist es ;)
      diese ständige Demonstration körperlicher Unversehrtheit ist Diskriminierung in Reinkultur. Zumal der Ehrgeiz des Bergfahrens eine Assoziation zu Titeln wie „Triumph des Willens“ zwingend hervorruft, jedenfalls bei Zwangsneurotikern.
      In diesem Sinne, Frau Kahane, übernehmen Sie ! DA diskriminiert hier wild in der Gegend rum. Da muss man doch was machen können.

    • Schauen Sie sich mal die Bilder von Berliner Polithandangern an und überlegen Sie, ob die hier hoch kommen würden. Die sind doch schon nach 5km Demo platt. Und das ohne Polizeieinsatz!

  50. Hohe Berge, stille Täler
    Ich kann ja nicht groß mitreden, ins Tal hinunter haben wir 12% Gefälle, zurück schiebe ich mein Rad teilweise nach dem Motto: Wer sein Rad liebt, der/die schiebt.Auch bei anderen Touren in die Täler geht das so. Ein Pedelec möchte ich nicht.
    Darum meinen ganz großen Respekt für Sie, Don. Sie wissen schon, dass Übertreibungen auch schädlich sein können?Auf Radschuhen länger zu laufen, stelle ich mir ja ziemlich unbequem vor…

    Hoffentlich lesen hier keine Schlepper mit, Sie wissen schon, warum.

    Denken’S dran, das Wetter schlägt morgen um.🌦

  51. Titel eingeben
    „Vor ein paar Tagen bestieg ich mit einem Freund die Neureuth.“

    https://www.youtube.com/watch?v=ezvkEtRFKs0

  52. Ein bisschen Wasser für euren Wein. Zum Mitdenken:
    Die Welt da draussen (oder drunten) geht nämlich weiter:

    „CETA ist mittlerweile ausverhandelt und wartet darauf, verabschiedet zu werden. Im ersten Schritt muss CETA auf europäischer Seite vom Ministerrat der EU verabschiedet werden. Danach muss das Europäische Parlament das Vertragswerk noch abnicken – dies ist jedoch gemäß der Zahl der Mandate nur eine Formsache, denn sowohl die Konservativen als auch die Liberalen und Teile der Sozialdemokraten werden ohnehin für CETA stimmen. Gemäß der Rechtsauffassung der EU-Kommission kann CETA jedoch bereits vor der parlamentarischen Abstimmung „vorläufig“ in Kraft gesetzt werden. Als „endgültig verabschiedet“ würde CETA erst dann gelten, wenn es von allen nationalen Parlamenten der EU-Staaten verabschiedet würde – doch das wird ohnehin nicht passieren, was aber auch ziemlich egal ist. Denn theoretisch und praktisch kann CETA bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag „vorläufig“ in Kraft sein, ohne dass dies irgendetwas ändern würde und rückgängig könnte dies nur durch ein einstimmiges Votum im EU-Ministerrat gemacht werden. Auch dies wird es so nie geben. CETA darf also als verabschiedet gelten, wenn der EU-Ministerrat dem Abkommen zustimmt und dies soll offenbar noch in diesem Monat geschehen.“ (nds)

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