Fazit – das Wirtschaftsblog

Fazit - das Wirtschaftsblog

Für alle, die’s genau wissen wollen: In diesem Blog blicken wir tiefer in Börsen und andere Märkte - meist mit wissenschaftlicher Hilfe

14. Sep. 2020
von Gerald Braunberger
30 Lesermeinungen

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Wenn Ökonomen irren

Mark Twain wird der Satz zugeschrieben, Geschichte wiederhole sich nicht, aber sie reime sich. Die aktuellen ökonomischen Diskussionen erinnern zunehmend an die Debatten vor einem halben Jahrhundert: Der Wille zur Erneuerung geht mit großem Vertrauen in die Machbarkeit einer von Ökonomen beratenen Politik einher. Dieser Beitrag erzählt die Geschichte des erschütternden praktischen Scheiterns einer Theorie in einer damals potenten Volkswirtschaft. Die Ökonomen, die zu diesem Scheitern beigetragen hatten, waren alles andere als Dummköpfe. Ihre Geschichte belegt eine leider zeitlose Erkenntnis: Intelligenz und Sachkunde bieten keinen zuverlässigen Schutz vor ideologischer Verblendung und missionarischer Selbstüberschätzung. Weiterlesen →

14. Sep. 2020
von Gerald Braunberger
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01. Sep. 2020
von Gerald Braunberger
29 Lesermeinungen

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Zankapfel Leistungsbilanz

Es gibt verschiedene Gründe für die positive deutsche Leistungsbilanz. Und die deutsche Politik kann wenig daran ändern.

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01. Sep. 2020
von Gerald Braunberger
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23. Aug. 2020
von fazitblog
25 Lesermeinungen

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Warum wir auf diese Weise zum Grundeinkommen forschen

Über das neue Experiment zum Grundeinkommen wird in Deutschland schon heftig diskutiert. Hier antwortet einer der Forscher:
Jürgen Schupp, DIW Berlin und Freie Universität

© dpaGoldenes Konfetti warb in der Schweiz für das Grundeinkommen (Foto: dpa)

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23. Aug. 2020
von fazitblog
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13. Aug. 2020
von Gerald Braunberger
12 Lesermeinungen

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18726
   

Italienische Unterstützung für Hans-Werner Sinn

Target 2 und kein Ende: Ein Ökonom aus Mailand empfiehlt, die deutsche Kritik an den Salden ernstzunehmen. Er plädiert für einen Saldenausgleich. Weiterlesen →

13. Aug. 2020
von Gerald Braunberger
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05. Aug. 2020
von Gerald Braunberger
9 Lesermeinungen

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Grenzen der Investitionspolitik

In der aktuellen Krise erhoffen sich viele Ökonomen wirtschaftliche Impulse von staatlichen Infrastrukturprogrammen, wie sie unter anderem der neue EU-Fonds vorsieht. Aber die kurzfristigen und die langfristigen Wirkungen einer solchen Strategie sind sehr schwer in Einklang zu bringen.

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05. Aug. 2020
von Gerald Braunberger
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03. Aug. 2020
von Patrick Bernau
15 Lesermeinungen

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Warum Frauen so wenig Gehalt erwarten

Frauen erwarten weniger Gehalt als Männer. Der “Gender Pay Gap” beginnt schon bei den Wünschen. Was ist da los?

Bei der Präsentation (Foto: Getty)
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03. Aug. 2020
von Patrick Bernau
15 Lesermeinungen

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27. Jul. 2020
von Gerald Braunberger
13 Lesermeinungen

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Vermächtnis eines Stars

Die Wirtschaftswissenschaften haben eines ihrer größten Talente verloren: Im Alter von nur 41 Jahren ist am vergangenen Donnerstag der französische Ökonom Emmanuel Farhi völlig unerwartet verstorben. Farhi hatte innerhalb von 15 Jahren auf unterschiedlichen Gebieten der Volkswirtschaftslehre tiefe Spuren hinterlassen; nicht nur die Chefökonomin des Internationalen Währungsfonds, Gita Gopinath, sah in ihm einen „künftigen Nobelpreisträger“.

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27. Jul. 2020
von Gerald Braunberger
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09. Jul. 2020
von Gerald Braunberger
100 Lesermeinungen

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Sind Target-Salden gefährlich?

Sind es Kredite? Sind es bloße Verrechnungssalden? Sind sie eine Gefahr, nur weil sie so hoch sind? Nachdem der Saldo der Bundesbank 995 Milliarden Euro beträgt, haben die Diskussionen wieder zugenommen. Anmerkungen zu einem komplexen Thema.

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09. Jul. 2020
von Gerald Braunberger
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30. Jun. 2020
von Gerald Braunberger
25 Lesermeinungen

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Britische Revolution

Zentralbanken kaufen Anleihen, als gäbe es kein Morgen mehr. Das hat keine Zukunft. Die Bank of England denkt schon heute an eine Zeit, in der sie Anleihen verkaufen wird.

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30. Jun. 2020
von Gerald Braunberger
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09. Jun. 2020
von Patrick Bernau
6 Lesermeinungen

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Warum die Löhne nicht steigen

Globalisierung und technischer Fortschritt gelten als Feinde der
Arbeiter. Aber liegt das eigentliche Problem bei den Gewerkschaften?

© dpaErzieher demonstrieren für höhere Gehälter

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09. Jun. 2020
von Patrick Bernau
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01. Jun. 2020
von Patrick Welter
Kommentare deaktiviert für Mit Eigenverantwortung gegen das Virus

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Mit Eigenverantwortung gegen das Virus

Im Kampf gegen Corona setzt Südkorea in vielem auf die eigenverantwortliche Entscheidungen der Menschen und verzichtet auf den Verbotshammer. Das ist ein kluger Schachzug – doch er hat seinen Preis. Weiterlesen →

Im Kampf gegen Corona setzt Südkorea in vielem auf die eigenverantwortliche Entscheidungen der Menschen und verzichtet auf den Verbotshammer. Das ist ein kluger Schachzug – doch er hat seinen Preis. Weiterlesen →

01. Jun. 2020
von Patrick Welter
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14. Mai. 2020
von Gerald Braunberger
1 Lesermeinung

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Die EZB und der Finanzzyklus

In den vergangenen Jahren hat die Debatte über die Bedeutung von Zyklen an den Finanzmärkten für Konjunktur, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zugenommen. Das Problem: Der Begriff Finanzzyklus wird nicht einheitlich gebraucht. Zeit für eine Klarstellung, die in der aktuellen Situation auch für die EZB von besonderem Interesse sein könnte. Weiterlesen →

14. Mai. 2020
von Gerald Braunberger
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21. Apr. 2020
von fazitblog
8 Lesermeinungen

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Sollen Rentner höhere Steuern für Corona zahlen?

Unter Ökonomen tobt die Debatte über Wege aus der Krise. Frankreich diskutiert besonders heftig. Nobelpreisträger Jean Tirole glaubt vor allem an die EZB, weil ihre Hilfen „weniger transparent für die Öffentlichkeit“ sind. Von Christian Schubert, Paris Weiterlesen →

21. Apr. 2020
von fazitblog
8 Lesermeinungen

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15. Apr. 2020
von Johannes Pennekamp
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Stressfalle Homeoffice

Von zu Hause aus zu arbeiten hat Vorteile – vor allem für die Arbeitgeber.
 
Was passiert, wenn von heute auf morgen Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz im Büro gegen den Schreib- oder Küchentisch in den eigenen vier Wänden eintauschen? Erhöht das Arbeiten im Homeoffice die Produktivität? Oder verleitet es eher zum Faulenzen und macht sogar einsam?
 
Deutschland erlebt gerade nicht nur die wahrscheinlich schwerste Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik, sondern auch das größte Homeoffice-Experiment aller Zeiten. Das Ergebnis ist offen. Wer sich im Freundes- und Kollegenkreis umhört, dem drängt sich dieser Tage allerdings folgender Eindruck auf: Das Arbeiten im Homeoffice ist schlechter als sein Ruf. Die Verheißung, dass der selbstbestimmte Arbeitsalltag in der eigenen Wohnung glücklicher macht, scheint für viele neue Heimarbeiter nicht in Erfüllung zu gehen. “Ich freue mich ehrlicherweise schon darauf, bald wieder im Büro arbeiten zu können”, sagte ein Kollege kürzlich in einer Telefonkonferenz. Er klang so, als würde er sich über sich selbst wundern.
 
Zugegeben: Die Menschen arbeiten derzeit zwangsläufig zu Hause und vor allem den ganzen Tag, jeden Tag, zudem schlagen die Kontakteinschränkungen und der ständige Corona-Alarm auf die Stimmung. Liest man allerdings die Literatur von Arbeitspsychologen und Ökonomen zur Heimarbeit, verwundern die negativen persönlichen Eindrücke wenig.
 
Natürlich kann überhaupt nur eine Minderheit von zu Hause aus arbeiten. In den Vereinigten Staaten können lediglich rund ein Drittel der Jobs aus dem Homeoffice erledigt werden, zeigt eine vor wenigen Tagen erschienene Studie zweier Ökonomen der University of Chicago. Die Vorstellung, dass ein Heer von Heimarbeitern die Volkswirtschaft am Laufen halten kann, führt also in die Irre. Landwirte, Kellner und etliche andere
Dienstleistungsberufe müssen vor Ort erledigt werden. Da hilft auch die Digitalisierung wenig. In Deutschland ist das Potential für das Homeoffice jüngsten Erhebungen zufolge etwas höher als in den Vereinigten Staaten: Es liegt nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung dennoch nur bei etwa 40 Prozent der Beschäftigten.
 
Vor Corona hat in Deutschland vor allem die SPD darauf gepocht, ein Recht auf Homeoffice per Gesetz zu verordnen. Ob die sogenannte Arbeiterpartei ihrer Lieblingsklientel damit allerdings einen großen Gefallen tut, steht auf einem anderen Blatt. Kurz gesagt: Es sieht eher nicht danach aus. Die beiden Ökonomen Younghwan Song und Jia Gao (beide Union College) stießen zum Beispiel darauf, dass das subjektive Wohlbefinden im Vergleich zur klassischen Büroarbeit nicht steigt, sondern sinkt. In ihrer Ende 2018 erschienenen Arbeit, die auf der Befragung von rund 4000 amerikanischen Arbeitnehmern beruht, unterschieden die Forscher Büroarbeiten und zwei Gruppen von Heimarbeitern: Beschäftigte, die ausschließlich von zu Hause aus arbeiten, und Beschäftigte, die nur gelegentlich Arbeit mit nach Hause nehmen, sich also stundenweise dort ihrem Beruf widmeten.
 
Bei beiden Homeoffice-Gruppen beobachteten sie unter den Befragten ein höheres Stresslevel und ein geringeres Wohlbefinden als bei den Kollegen im Büro. Die Autoren begründen dieses Ergebnis vor allem damit, dass sich Arbeit und Freizeit in den eigenen vier Wänden vermischt. Es fällt nun mal schwerer, zwischen beidem zu trennen, wenn das Kind schreit, sich in der Spüle das schmutzige Geschirr stapelt und die Arbeit auch in die Abendstunden verschoben werden kann. “Heimarbeiter können nicht so gut mit ihren Kindern und anderen Familienmitgliedern umgehen, wenn sie arbeiten müssen”, schreiben die Forscher. Konflikte seien da programmiert. Die Ergebnisse aus Amerika decken sich unter dem Strich mit einer Erhebung der Krankenkasse AOK aus dem vergangenem Jahr. Im Homeoffice steigt demnach das Risiko von Konzentrationsproblemen, Schlafstörung und Erschöpfung. Gesund ist die Heimarbeit also offenbar nicht.
 
Der große Profiteur ist dafür jemand anderes – der Arbeitgeber. Die von Chefs häufig geäußerte Sorge, dass die Mitarbeiter zu Hause zu Faulenzern mutieren, bewahrheitet sich nämlich nicht. Das zeigt unter anderem eine vielzitierte Arbeit eines Forscherteams um den Stanford-Ökonom Nicholas Bloom aus dem Jahr 2015. Die Forscher nahmen die 16000 Angestellten eines börsennotierten chinesischen Reiseunternehmens unter die Lupe. Die Call-Center-Mitarbeiter des Konzerns wurden mit einem Zufallsverfahren für die Dauer von neun Monaten in eine Gruppe von Heim- und Büroarbeitern unterteilt.
 
“Heimarbeit führte zu einem Anstieg der Produktivität um 13 Prozent”, schreibt Bloom. Der Großteil des Anstiegs sei auf geringere Krankheits- und Fehlzeiten zurückzuführen. Ein kleiner Teil darauf, dass die Mitarbeiter in derselben Zeit mehr Telefonate schafften, weil ihre Arbeitsumgebung ruhiger und angenehmer gewesen sei.
 
Diese Beobachtungen aus dem chinesischen Unternehmen lassen sich auf Deutschland übertragen. Das zeigt ein Beitrag von Kira Rupietta und Michael Beckmann von der Universität Basel, der auf Daten des umfangreichen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) basiert. “Die Arbeit im Homeoffice trägt im Durchschnitt zu einer Erhöhung der Arbeitsbereitschaft bei, was über eine verbesserte intrinsische Motivation der Mitarbeiter aufgrund der gewährten Autonomie begründet werden kann”, bilanzieren die Forscher dort.
 
Natürlich führen all diese Arbeiten zu keinem abschließenden Urteil über das mobile Arbeiten. Ob nun das Büro oder das Zuhause der richtige Ort zum Arbeiten ist, hängt auch stark vom Typ des Beschäftigten ab. Arbeitspsychologen erkennen einen Unterschied zwischen introvertierten und extrovertierten Menschen – der ersten Gruppe fällt es deutlich leichter, mit wenigen Sozialkontakten auszukommen, als der zweiten.
Viel hängt zudem davon ab, wie gut man in der Lage ist, sich selbst zu organisieren und zu disziplinieren, und ob man auch im Homeoffice in die Kommunikation und die inneren Abläufe des Unternehmens eingebunden ist. Ein Allheilmittel, das Beschäftigte und Arbeitgeber glücklich macht, ist das Homeoffice jedenfalls definitiv nicht: Oder ist es ein Zufall, dass nach einer Bitkom-Befragung aus dem Winter 62 Prozent der Beschäftigten mit Homeoffice-Erlaubnis das Büro als Arbeitsort vorziehen?

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15. Apr. 2020
von Johannes Pennekamp
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